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Full text of "Geschichte der illirischen und kroatischen Literatur. Aus dessen handschriftlichem Nachlasse. Hrsg. von Josef Jireek"

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FAUL JOS. ^AFAIUK'S 



GESCHICHTE 



DER 



ILLIRISCHEN dnd KROATISCHEN LITERATUR. 



-^^s?* 



AUS DESSEN HANDSCHKIFTLICHEM NACHLASSE 



HERAUSGEGEBEN 



VON 



JOSEF JIRECEK. 



Prag, 1865. 

VERLAG VOX FKIEDRICH TKMl'SKV. 







Sh ■■ im 

Dniok von 0. Schreyer 4 Ignax Pacha in Prnf 



Vor^wort. 



S 



eit den ersten Dreissiger-Jahren ist für das geistige Leben 
des gesammten kroatisch-serbischen Stammes ein Umschwung 
dadurch herbeigeführt worden , dass die Schriftsteller des 
Königreichs Kroatien mit edler Selbstverläug^ung ihren 
Provincial- Dialekt in der Literatur aufgegeben und sich 
der, durch die herrhchen Dichter Ragusas und deren spa- 
tere Nacheiferer in Dalmaticn und Slawonien literarisch 
ausgebildeten, wohlklangreichen Mundart anbequemt haben, 
welche, Dank sei es den Bemühungen des Dositej Obradovi6 
und Vuk Stefanoviö Karadzic, auch bei den Serben gegen- 
wärtig allgemeine Aufnahme gefunden. Durch diese, nicht 
hoch genug zu schatzende Tliat haben die Kroaten die 
Vereinigung des ganzen kroatisch - serbischen Stammes zu 
Einer, wenn gleich zweier Schriftarten sich bedienenden 
Literatur angebahnt, und, mit Stolz können sie es sagen, 
bereits bewirkt. 

Die unter allen lebenden Slawinen schönste Mundait 
ist dermalen die Trägerin der volksthümlicheu Bildung 
auf dem ganzen Gebiete von Cattaro bis Versac, von 
Krusevac bis Triest. 

Als mit dem Jahre 1850 an die Hebung des kroatisch- 
serbischen -Volksschulweseus in Oesterreich erstlich Hand 
gelegt wurde, konnte es keinem Zweifel mehr unterliegen, 



n 

welche Mundart die Vermittleria des Unterrichtes sein 
solle. Dieselben kroatischen, dieselben serbischen Bücher 
werden in allen südslawischen Schulen Dalmatiens, Kroa- 
tiens, Slawoniens, der Militärgränze, Ungarns und des öster- 
reichischen Küstenlandes angewendet. Die Wahl der einen 
oder der anderen ist lediglich durch das kirchliche Be- 
kenntniss bedingt. In den einen wie in den anderen herrscht 
aber, abgesehen von Schrift und Inhalt, die gleiche Spra- 
che vor. 

Alles das sind Fortschritte, welche Safaiik, als er das 
vorliegende Werk verfasste, wohl als wünschenswerth, 
aber als so wenig wahrscheinlich betrachtete, dass er die- 
selben kaum anzudeuten gewagt hat. 

Er kannte damals (um das J. 1830) bei den zur 
lateinischen Kirche sich bekennenden Südslawen der ob- 
genannten Länder noch zwei gesonderte Literaturen: die 
illyrische und die provincial-kroatische. 

Während er nun in der Beschreibung der ersteren 
den Unterbau schilderte, auf welchem seither mit rüstiger 
Thatkraft in erweitertem Maasse fortgebaut wird, ist seine 
Darstellung der letzteren so zu sagen ein Denkmal, welches 
er einem nahezu abgeschlossenen Cyclus literarischer Lei- 
stungen , einer bereits überstandenen Entwickeluugs- Phase 
gesetzt hat. 

Als Quellen, aus denen SafaHk, ausser seiner sehr um- 
fassenden eigenen Kenntniss der Erzeugnisse der südsla- 
wischen Literatur und der durch unmittelbares Studium 
gewonnenen Resultate, geschöpft hat, führt er an: 

a) für die illyrischc Literatur: 

l^n. (Ji(ir>^l (st. 1737) Vita et carmina nonnullorum (i. e. 100) civium Ragnsi- 
noruin. MS.^Ej. Vulgatae Psalmorum editionis Illyrica metaphrasis sive Sal- 
tior Slovinski. Vcnet. 1724. — 2. ed. 1729. 4". Die Vorrede enthält schätz- 
bare litorariiistorische Notizen. 

Ardfll« ilp|lalM>llii l)i7,ionario Italiano-Latino-Illirico . Venez. 1728. 4". Vor dem 
Wü. steht ein kurzes Verzeichniss der Sclirifteu, aus denen der Vf. seine 
Belöge fichöpfte. 



in 

Serapli. Corva (st. 1759) Bibliotheca Raj^URina. in qua Hagusini scriptoroK (500), 

euiuiii gcsta «\6 scripta recenseutur. MS. 4 Vull. Bei den Duuiiuikunera io 
Ragusa, von Appendini u. a. benutzt. 
Sebast. Dolcl Fasti Literario - Ragusini. Venet. ap. Casp. Storti 17G4. 4". 

(06 pagg.). 
Phil. Occllievla Epitome vetustatmn provinciae Bosnensis etc. Venet. 1762. 8". 

— Ancon. 1864. 4". Cap. V. §. 5. p. 82 — 85 ed. Anc. „Catalogus scriptoruni 

Bosnensis provinciae", auch bei Engel III. 124—125 abgedruckt. 
Georg. Bflscirli (st. 1765) Elogia Ragusaeurum Jesuitaruni. MS. — Ej. Vitae 

Ragusaeoruni ex ord. Soc. Je.su. MS. 
Em. I'ovicil llanius irridiantis olivae seu descriptio provinciae oliin Bosnae Ar- 

gentinae, jam S. Joannis a Capistrano etc. Budae. 1766. Fol. 
Alexl! Hnranyl Memoria Hungarorum et provincialium scriptis editis notoruni. 

Viennae 1775. 8". 3 Voll. — Ej. Nova Memoria etc. P. I. A — C. Pestini. 

1795. 8». 
Verzeichniss der Schul- und anderer Bücher, welche in der k. UniT.-Buchdr. in 

Ofen verlegt worden sind, seit 1780 bis 1832 sehr oft ausgegeben, meist in 

8"., im J. 1829 in Folio. 
(Micil- Tliiholtll) Catalogus Bibliothecae Hung. Franc. Com. Szecsenyi, impr. 

Sopronii, Pestini et Posonii 1799—1807. 8«. 7 Voll. 
eil. F. Sclinurrvr Slaw. Bücherdruck in Würtenberg im XVI. Jabrh. Tübingen. 

1899. 8". 
Dau. Farlati Illyricum sacrum, T. VI. Ecclesia Ragusina auct. J. C'oleH. Venet. 
1800. Fol. S. 12 — 21 Verzeichniss ragusinischer Schriftsteller, Auszug aus 

Cerva. 
F, M. Appeudini Notizie istorico-critiche sulle antichitA, storia e letteratura 

de* Ragusei. Ragusa 1800—1803. 4". 2 Bde. 
Joacll. Stlllli Lexicon Latino-Italico-Illyricum. Budae 1801. 4^. 2 Bde. Dlyrico- 

Latiuo-Italicuni. Ragusae 1806. 4". 2 Bde. Im 2. und 4. Bde Verzeichniss 

von Quellen. 
J. Chr. V. Kngel Geschichte des Freistaats Ragusa. Wien 1807. 8''. Auszüge ans 

Appendini. — Eb. Geschichte des ung. Reichs und seiner Nebenländer. Halle 

1797^1801. 4". 3 Bde. In den Einleitungen und Nachträgen kommen viele 

literarhistorische Notizen vor. 
(B. kflpkar's) Graminat. d. slaw. Sprache in Krain , Kärnten und Steiermark. 

Laibach 1808. 8". 
D. Andrea t'iccarelli Opuscoli riguardanti la storia degli uomini illustri di Spa- 

lato e di parecchi altri Dalmati. Ragusa 1811. 8". Angehängt ist: 
J. M. Appendini Memorie spettanti ad alcuni uomini illustri di Cattaro. Rag. 

1811. 8". 
Jos. l>ol»rowsky's Slawin. Prag. 1808. 8». — Eb. Slowanka. Prag 1814—1816. 

8". 2 Bde. " 
Math. Fetri kahincsicli De poesi illyrica libellus , ad leges aestheticae exactos 

etc. Budae 1817. MS. 
tireg. Csevapflvich Synoptico memorialis Catalogus obs. min. prov. S. Jo«. C olim 

Bosnae Arg. Budae 1823. 8". Besonders S. 319—330. Ej. Recensio obs. 

min. prov, S. Joannis a Capistr. Budae 1830. 8**. 



IV 

Folgende Männer unterstützten Safarik mit hand- 
schriftlichen Beiträgen : 

Sr. bisch. Gnaden Hr. Mathias V. Sucic , Bischof von Bosnien und Sirmien zu 
Diakovar. 

Hr. Karl Pavic, Abt, Vicearchidiacon und Pfarrer zu Vinkovci, seit 1832 Dom- 
herr in Diakovar. 

Hr. (icorg Plaiicic, Abt und General-Inspektor der Normalschulen von Dalmatien, 
seit Okt. 1832 Sclmlinspektor im venediger Gubernium. 

Hr. Franz Maria A|i|)endini , Rektor des Piaristen- Collegiums und Präfekt des 

' Gymnasiums zu Ragusa. 

Hr. JerciliiavS (iagic, russ. kais. Colleg. Ass., Ritter und Vice-Consul in Ragusa. 

b) Quellen und Hilfsmittel für die provinzial- 
kroatische Literatur : 

Sciptorum ex Regno Slavoniae a See. XIV. usque ad XVII. inclusive collectio, 
auctt. Mattilia Kerclielicii et Joanne Smeiidnivich. Zagrab, 1774.8". 3'/oBogg. 
Nach Miklousic Izbor S. 93 ist der Vf. Prof. A(lalt). Baric. Auszüge daraus 
bei Engel II. 147 ff. 

Adaini Alojsii Barichevich (geb. 1756) Historia literaria Croatiae, MS. — Ej, 
Comraentarius de scriptoribus patriae. MS. (Horanyi N. M. p. 295.) In kroa- 
tischer Sprache verfasst, jetzt leider verloren ! 

Verzeichniss der Schul- und anderer Bücher, welche in der kön. Univ.-Buchdr. 
in Ofen 1780 — 1832 verlegt worden sind, seit 1780 sehr oft ausgegeben. 

Verzeichniss des Verlags von Thomas v. Trattner in Agram um 1706. 8". 2 Bl. 

Verzeichniss des Verlags der Novoszel'schen Buchdruckerei in Agram um 1800. 8". 

Jos. Üobrowsiiy's Slawin. Prag. 1808. 8". — Eb. Slowanka. Prag 1814—1815. 
80. 2 Bde. 

Tll. Mikloushich Izbor dugovany vszakoverztneh za haszen y razveszelenye 
szlusecheh. Vu Zagrebu, 1821. 8'^. S. 67—105. 

Joll. V. CsaplovicS Croaten und Wenden iu Ungarn, ethnographisch geschildert. 
Presburg, 1829. 8". S. 25—27 Sprache und Literatur. (Sehr unbefriedigend.) 

Verzeichniss kroatischer Bücher der Frauz Suppanschen Buchdruckerei und 
Buchhandlung in Agram, um 1830. 4". Aehnliche Bücherkataloge findet man 
mehreren neuern kroatischen Büchern angehängt, z. B, den Evangelien und 
Episteln, Agram, 1831. 8*'., dem Galendarium Zagrabiense et Schematismus, 
1831. 8». etc. 

Folgende Männer haben Öafarik handschriftliche No- 
tizen über die kroat. Literatur zukommen lassen : 

Hr. Thomas Miklousic, Pfarrer und Vicearchidiacon zu Jaska. 

Hr. Iijnnz Kristianovir, Spiritualis Seminarü cleri junioris Zagrab. 

Hr. Karl Ferd. Jiiranic, k. k. Unterlieutenant beim 2. valachischen Gränzinfan- 

terie-Regmt. 
Hr. Ludwig Uay aus Rrepina. 

Durch die Leistungen von Joh. Kukuljevic, Jos. Valen- 



tinclli u. a. *) ist die Kcnntniss des kroatisch - illyrischen 
Bücherwesens in neuerer Zeit bedeutend gefördert worden; 
nichts desto weniger bildet das Werk ÖafaHk's, abgesehen 
von den ihm eigcnthümlichen Vorzügen, selbst vom rein 
bibliographischen Gesiclitspunkte genommen, eine reiche 
Fundgrube des Wisscnswerthen. Hoch zu bedauern ist, 
dass Safarik sich nicht entschlossen hatte, sein Werk gleich 
nacli dessen Vollendung der Oeflfentlichkeit zu übergeben: 
welchen wesentlichen Vorschub hätte er damit dem süd- 
slawischen Schrifttlium geleistet! Aber auch jetzt, nach 
einem tricesimum prematur in annum, sind wir überzeugt, 
wird es freundlich und nutzbar aufgenommen werden. 

Was die Herausgabe anbelangt, haben wir dieselben 
Rücksichten wahren zu müssen geglaubt, welche für uns 
bei der slowenischen Abtheilung maassgebend gewesen 
sind. 

Die Orthographie der Namen haben wir nach dem 
dortigen Vorgange auf die dermalen allgemein übliche 
reducirt, dagegen in den Büchertiteln jene Schreibweise 
belassen, die sich in der Handschrift vorfand. 

Wien, 28. September 18G4. J. J. 



*) Bibliografia hrvatska. Dio prvi: Tiskane knjige, Uredio I. Kukuljevic- 
Sakcinski. U Zagrebu. 1860. 8". 233. Saggio bibliografico della Dalmazia 
e del Montenegro di Gius. Valeutinelli. Zagrabia, 1855. Supplenienti al 
Saggio etc. ib. 1862. 8». 



III. 



Illirische Literatur 



i 1 



Reihenfolge der UljTLSchen Schriftsteller. 



XU. — \V. Jahrhundert. 

iMBjviS Preskjrter DiaHeas (1161), Verfasser einer dalma- 
tischen, in illmscher und lateinischer Sprache vorhandenen hand- 
schriftlichen Chronik, ist uns seinen Lebensamständen nadi 
völlig unbekannt Man weiss mit einiger Wahrscheinlichkeit nur 
so viel, dass er ein Priester war und um die Mitte des XIL 
Jahrb. in Dic^lea (richtiger Doklea. hzt Rainen Duklja), der 
Hauptstadt des südwestlichen Olyriens am Flusse Morada, lebte. 
WeaigsteDS reicht die von ihm geschriebene C%ronik ongeflhr 
bis auf diese Zeit (1161) herab. 

TMHMfie (1459), TOB Kataotic in der Vorrede za adaet 
il lj fiisciia i Bibel an der Spitze der bosoiscfe-illynsciieo Sckriifi- 
steller mit der Jabrszahl 1459 aagdünt. Wenn, wie mir walir- 
adwalidi, der bossisciie König Stephan Tona^evic (st 1463) 
gemäai ist, so nag Katantic nur irgend ein tod ihm ausgestell- 
tes Diplom in bwisffcpr llnndart im ^ane gdiabt haben. — 
Ein Frandscaner Mkmm fmuHit Tiid nd später, nm 1580, tber- 
dies DU- als latdnis<Aer Sdnriftsteller yod Engel n. a. genannt 



Fra Bmardii (1495)ansSpabto. Priester des Fr 
Ordens, bekannt als Heran^gdwr des ältesten ülyrischen Buches 
mit bteräischen Lettern, der Ton ihm in Sprache nnd Orthognir 
phie Teriwsserten ^tstdn nnd ETang^en. 

Ifil^icd des 




des XVI. Jahrb., und starb nach dem Catal. scriptor. Domin. 
ums J. 1520. Von seiner literarischen Thätigkeit gibt der ge- 
nannte Catalog folgende Nachricht: eximius eruditione ac singu- 
lari pietate insignis, scripsit methodum gramraaticalem instruen- 
dis juvenibus utilissimam, multa carmina in variis argumentis 
composuit, officium s. Hieronymi illyrico idiomate donavit, plures 
epistolas spirituales eleganti stylo scripsit et pluraque alia. 
Farlati Illyr. sacrum VI. 17. Horanyi II. 557. 

XVI. Jahrhundert. 

Gvjore oder Gjorgje Därzic (um 1500), aus einer alten bür- 
gerlichen Familie in Ragusa, Nikola Därziö's und der Nikoletta 
Vodopia's Sohn, geboren vor dem Jahre 1463, in welchem sein 
Vater zur Zeit der grossen Feuersbrunst auf eine beklagenswerthe 
W^eise den Tod fand. Der junge Därzic widmete sich nach zu- 
rückgelegtem Studiencurse vorzüglich der schönen Literatur, und 
wollte sich in seinen Mannesjahren mit der schönen und geistrei 
chen Tochter seines Freundes, des Dichters Öi§ko Minöetic, ver- 
ehelichen, welche seit längerer Zeit der Gegenstand seiner zärt- 
lichen Liebe war. Aber von ihr verschmäht und einem andern 
Liebhaber nachgesetzt, überliess er sich massloser Trauer, nahm 
Abschied von der grossen Welt, weihte sich dem Priesterstande 
und brachte den übrigen Theil des Lebens im Schosse der Re- 
ligion und im Umgange mit illyrischen Musen zu. Als Dichter ist 
er unter den Ragusanischen nicht nur einer der ältesten, sondern 
auch einer der geachtetsten und angesehensten. Seine nächsten 
Nachfolger auf der Bahn der nationalen Dichtkunst suchten eine 
Ehre darin, ihn nachzuahmen. Sein Ruhm nahm mit der Zeit 
zu. Dinko Ranjina, Nikola Guöetic und Gjorgje Benigno priesen 
seine ausgezeichneten Talente, seine schöne Gestalt und seine 
Verdienste um Sprache und Dichtkunst; Dellabella bediente 
sich seiner als Quellschriftstellers bei der Abfassung des Lexicons. 
Auch heutzutage werden seine Gedichte, besonders ihres sprach- 
lichen Inhalts wegen, sehr geschätzt. Sein Todesjahr finde ich 
nirgends angegeben; im J. 1507 war er noch am Leben und 



scheint bedeutend später gestorben zu sein. Appendiiii nennt ihn 
einigemal (S. 217, 291) aus Verseheu Biagio statt Giorgio. Bei 
Farlati lilyr. s. VI. 17 sind die Worte: Georgius civis Ragu- 
sinus tioruit an. 1480 et volunien manuscriptura poeuiatuni illy- 
ricorum reliquit, von unserm Därici 6 zu verstehen. (Appendiiii IL 
217—218.) 

SIsko slarjl Mlncclic Ylahovie (Slgismoiulo Meuze), geboren 
zu Kagusa im J. 1475, widmete sich den schönen Wissenschaften 
und gewann bereits in der frühesten Jugend die Philosophie Pla- 
to's mit Enthusiasmus lieb, die er für die beste Lehrmeisterin so - 
wohl der Sitten als auch jeder andern Weisheit hielt. Die illy- 
rische Poesie, von welcher mau damals keine andere Idee hatte, 
als jene, die aus den Volksgesängen gewonnen wurde, zog bald seine 
ganze Aufmerksamkeit auf sich. Er studierte mit besonderem 
Fleisse die lateinischen Musterdichter, um sich dadurch zu ei- 
nem tüchtigen Meistersänger in der Muttersprache auszubilden. 
Er schöpfte aus ihrem unversiegbaren Born dieselben Vorzüge, 
welche alle andern Dichtercoryphäen der neuern Sprachen dar- 
aus geschöpft haben. Ignazio Giorgi, dessen Urtheile die stimm- 
berechtigsten Nationalen beipHichten, vergleicht Däriic und Min- 
öetic unter den lUyriern mit Boccaccio und Petrarca unter den 
Italienern. „Sigismundus Mentius," sagt er, „inter poetas illyricos 
primus actate, coaevus Georgio Darxichio; nam ineunte anno 1500 
uterque floruit. Ausim ex bis alterum Petrarcam, Boccaccium 
alterum illyricae poeseos appellare, nam et elegantia idiomatis, 
et inelaboratum pathos, atque sententiarum suavitas in ipsis 
passim eminet." Mincetiö starb im J. 1524. (Appendini IL 218.) 

MaYro Vetranic (Velraui) genannt Caveic, aus einer bürger- 
lichen Familie in Kagusa, Dinko Vetranic's und der Tommasina 
TurCinovic Sohn, geboren im J. 1482. Er trat in jungen Jahren 
in den Benedictinerorden auf der Insel Meleda, widmete sich 
religiösen Hebungen, wissenschaftlichen Studien und besonders 
der Dichtkunst mit einem solchen Erfolg, dass er in letzterer 
bald anerkannter Stimmführer und Gesetzgeber für andere wurde. 
Wegen seines frommen Lebenswandels, seiner feinen Sitten und 

1* 



gründlicher, mit praktischer Lebensklugheit gepaarter Kennt- 
nisse wurde er zur freudigen Zufriedenheit seiner Ordensbrüder im 
J. 1520 zum Abt von Meleda erwählt. Als aber später (1527) die 
Klöster St. Jakob in Vi^njica und St. Andreas auf Pelago mit 
dem zu Meleda unter dem Titel der Congregation von Meleda 
vereint wurden, und ein päpstliches Breve die bis dahin lebens- 
längliche Abtswürde auf bestimmte Jahre beschränkte, miss- 
fielen diese neuen Anordnungen dem Abte Vetranic dergestalt, 
dass er lieber ein einsiedlerisches Leben führen, als einem 
andern Klostervorsteher untergeben sein wollte. Er zog sich 
deshalb auf den Felsen St. Andrea zurück und führte hier ganz 
vereinsamt zwanzig Jahre lang die Lebensweise eines wahren 
Anachoreten. Seine ihm durch Angewöhnung zur Natur gewor- 
dene Lebensart diente eben so sehr dazu, den Körper zu stär- 
ken, als den Geist zu nähren. Er bebauete ein kleines Feld, 
welches er nach und nach in den anmuthigsten Garten umschuf, 
fischte mit allerlei von ihm eigenhändig verfertigten Werk- 
zeugen, schiffte auf einem kleinen Boote bald mit Segeln, bald 
mit dem Ruder nach den nahen, damals blühenden und bewohnten 
Inseln Elaphiten, um sich mit den nöthigen Lebensmitteln zu 
versorgen, sang Psalmen und andere Hymnen, studierte den 
geheimen Sinn der göttlichen Orakel in der heil. Schrift, dich- 
tete illyrische Verse und brachte die sternenhellen Nächte 
mit astronomischen Beobachtungen zu. Erst dann, als ein hohes 
Alter die Kräfte des Greises fast gänzlich brach, klagte er in 
seinem Sendschreiben an Savino Bobali über die Beschwerlich- 
keiten seiner bisherigen Lebensweise. Er starb nach den schrift- 
lichen Denkmälern der Congregation von Meleda im 120., 
nach Cerva aber (was wahrscheinlicher) im 93. Jahre seines 
Alters, demnach im J. 1576. Vetranic wurde von seinen Zeitge- 
nossen als ein Wunder der Gelehrsamkeit angesehen und von 
Flavius Eborensis in einem Trauergedicht als Vater der illyri- 
schen Dichtkunst beweint. Derselbe Flavius pries in drei andern 
Gedichten, Mavro Orbini aber in seiner Geschichte, Maro Därzic 
im Prolog zu seiner Tyrrhena, und Miho Bunic Babulinovic in 
seinen Gedichten Vetranic's Talent und Verdienste um die illy- 
rischen Musen. (Appendini II. 220—221.) 



Marin Ki'isllrcvie, wahrscheinlich ein Ilagusaner, Zeit<,'e- 
nosse der obgenaniiten Dari^ic und Vetranic, von dem sich einige 
Gedichte in der liandschrittlichen Gedichtensammlung der letzte- 
ren erhalten haben. (BaSic's Dichtersammlung.) 

Marko Marulic (1522), aus einer adeligen, in Spalato ansäs- 
sigen Familie den 18. August 1450 geboren. Sein Vater hiess 
Nikola, seine Mutter Dobrica. Er hatte fünf Brüder und eine 
Schwester. Nachdem er sich dem Franciscaner-Orden als Mit- 
glied einverleibt hatte, brachte er sein Leben meist in einer 
religiösen und literarischen Einsamkeit zu und starb den 5. 
Juli 1524. Er stand wegen der Reinheit seiner Sitten, so 
wie wegen seiner ausgebreiteten, gründlichen Gelehrsamkeit in 
hoher Achtung bei seinen Zeitgenossen. Seine Gönner waren 
der Cardinal Dominicus Grimani, der Erzbischof von Corcyra 
Christoph Marcello, der Patricier von Venedig Augustinus Mula 
u. a. Seine Freunde waren Nie. Fetrarcha, Ilierouymus und 
Aloisius Papuli. Mehreres schrieb er lateinisch, welches man 
bei Appendini, Horanyi und Engel verzeichnet findet. Sehr vieles 
davon blieb bis jetzt ungedruckt. (Horanyi II. 591. Engel III. 
129 aus den Verantius'schen Hss. Appendini II. 251. Farlati III. 
sacr. III. 433—435, Biogr. von Franz Natalis aus Spalato, Maru- 
lic Freunde.) Nach anderen starb er im J. 1528. (Ciccarelli 
23—25. 

Jcrolim Papalic (nach 1524), Patricier aus Spalato, glück- 
licher lateinischer, italischer und illyrischer Dichter, von Marko 
Marulic mit einer poetischen Epistel beehrt. Er hinterliess ver- 
mischte Gedichte in der IIs. (Ciccarelli 18—19.) 

Niko DlDiitrlc (Nieolo Demitri) (1525), dessen Vorfahren 
mit einer patricischen Familie um 1350 aus Kataro nach lia- 
gusa gezogen waren und hier das Bürgerrecht erhielten, wurde 
nach einigen im J. 1493, nach andern aber im J. 1510 zu 
Ragusa geboren. Von der frühesten Jugend an widmete sich 
Dimitric dem Handelsstande, und hielt sich nach und nach in 
seiner Geburtsstadt, in dem benachbarten Türkenlande, in Ale- 
xandiien und auf der Insel Kaudia auf, wo er in einem Alter 



von 50 Jahren, also um 1543 oder 1560 starb. Ungeachtet es 
den Anschein hat, dass die mit seinem Stande verknüpften 
Geschäfte seinen Hang zur Dichtkunst, welche in der Einsam- 
keit und Ruhe am besten gedeiht, eben nicht sehr begünstigten ; 
so wusste er dennoch von den in der frühesten Jugend erworbenen 
Kenntnissen inmitten der vielfältigen Sorgen einer geräuschvollen 
Geschäftswelt und in einem von Barbaren bewohnten Lande 
einen sehr guten Gebrauch zu machen, und entlockte seiner 
Leier Töne, welche ihm den Beifall seiner gebildeten Natio- 
nalen und die Lobpreisungen der Dichter Mavro Vetraniö und 
Niko Nalje§kovi6 erwarben. 

Sljepo Gacetic (Gozze) (um 1525), Patricier aus Ragusa, 
dessen Geburts- und Sterbejahr nirgends angegeben werden, 
wurde in einem Alter von 28 Jahren durch einen besondern, 
unten bei der Anführung seines Werkes weiter zu erwähnenden 
Zufall Dichter. Guöetic war ein vertrauter Freund des Gian- 
Lorento. Regln 0, welcher ums Jahr 1500 zwei italienische Ge- 
dichte an denselben richtete. Nach Dolci blieben von Guöetic 
ausser dem Dervi§ noch zwei Epigramme übrig; in welcher 
Sprache, wird nicht angegeben. (Appendini IL 221.) 

Petar Divnic (Difnico) (1530), gebürtig aus Sibenik aus 
einer angesehenen Familie, im übrigen unbekannt. (Fortis Viag. 
della Dalm. L 149. Appendini IL 252.) 

Petar KtoroYic oder Hektorevic, lateinisch Hecloreus (um 
1532) wurde vor dem J. 1486 auf der Insel Lesina, illyrisch 
Hvar (ehedem Pharos), in der durch ihre Lage, ihr Alter und 
ihre Ruinen merkwürdigen Stadt Citta vecchia, illyrisch Stari- 
grad (ehedem Pharia), geboren. Er stammte aus einem adeligen, 
wohlhabenden Geschlechte, und ward einer der angesehensten 
Männer in seiner Vaterstadt. Bei dem häufigen Herumschwär- 
men und den Überfällen türkischer Flotten im adriatischen 
Meere musste Etorovic sehr viel leiden, und konnte sich einst 
nur mit Mühe auf einem kleinen Fahrzeug mitten durch das 
stürmische Meer nach Italien retten, avo er ein Jahr lang blieb. 



Nach seiner Rückkunft in die Ileimath und nach Herstelhmg 
seiner zerrütteten Hausgeschiifte bauete er zur Vertheidigung 
seiner und der Stadt gegen solche räuberische Überfülle ein 
Casteli, welches mit zahlreichen lateinischen und illyrischen 
Inschriften bedeckt ist, die insgesamnit von dem lichtvollen 
Geiste und feinen Geschmacke ihres Urhebers zeugen. An der 
Kirche des St. Petrus liest man von ihm: „Putnicse, koji znasc, 
csim se raj dobiva, Evo ovdi Isus tvoj u grobu spocsiva; Poj 
mu se pokloni, posctuj boga tvoga, Neka se ukloni oda zla 
svakoga." Dichtkunst war von Jugend au seine Hauptbeschäf- 
tigung. F> gibt an Kraft und Reinheit der Diction keinem 
illyrischen Dichter etwas nach, ja in ersterer Hinsicht scheint 
er sogar über alle andern hervorzuragen. Auch in lateini- 
scher Sprache schrieb er mit Eleganz und genoss als Mensch 
und Dichter durch seine religiöse Frömmigkeit, Gelehrsamkeit 
und andere ausgezeichnete Eigenschaften die allgemeine Achtung 
seiner Mitbürger. Fischerei war seine Lieblingsunterhaltung, und 
in seinen Fischergedichten erwähnt er oft seines vertrauten 
Freundes und Spielgenossen Bertuzzi oder Bertuöevic, eines 
Adeligen aus Hvar und Maltheser-Ritters, der selbst treffliche 
lateinische Elegien dichtete, und ohne Zweifel auch der illyri- 
schen Dichtkunst nicht fremd blieb. Auch in Ragusa hatte er 
mehrere geistesverwandte Freunde, denen er oft Nachrichten 
von dem erlittenen Ungemach und von den Angriffen der Po- 
dagra, die ihn plagte, gab. Man hat von ihm poetische Send- 
schreiben an Mavro Vetranic und Niko Nalje^kovic vom J. 1541 
so wie die Antwortschreiben der letzteren. Im J. 1557 kam er 
nach Ragusa und wurde hier von seinen Freunden und den 
Verehrern seiner herrlichen Muse auf das ehrenvollste empfan- 
gen. Sein Todesjahr ist unbekannt; er scheint bis nach 1567 
gelebt zu haben, (.^.ppendini IL 249—250.) 

Andria Ciibranovlc, geboren im Anfange des XVL Jahrh, 

in Ragusa, war dei- Sohn armer, aber ehrenhafter Eltern, und 
erlernte die Silberschmiedkunst. Auch er soll, der Sage zufolge^ 
wie Stjepo Gucetic, durch eiuen besondern Zufall zum Dichter 



8 

umgeschaflfen worden sein. Vgl. unten die Anni. bei der Jegjupka. 
Est ist aber kaum glaublich, dass Öubranovic so urplötzlich und 
ohne in der Jugend in den Wissenschaften und schönen Kün- 
sten unterrichtet worden zu sein, ein so vollkommener Dich- 
ter hätte werden können. Wie dem auch sei , er übertraf 
bald alle seine Vorgänger, und sowohl Gundulic als Palmotic, 
welche beide allgemein für die grössten illyrischen Dichter ge- 
halten werden, nahmen keinen Anstand ganze Verse von ihm 
in ihre Dichtungen aufzunehmen, wie solches Virgil mit Versen 
des Ennius und Lucretius gethan hat. Ardelio Dellabella 
rechnet Cubranovic in Hinsicht der Sprache zu den klassischen 
Schriftstellern, und bei keinem Liebhaber der vaterländischen 
Poesie in Ragusa pflegt die Jegjupka zu fehlen. Es scheint, 
Cubranovic habe in der Folge, durch den geernteten Beifall 
aufgemuntert, den Amboss und Hammer verlassen, um sich und 
seine Zeit ungetheilt dem Dienste der Musen weihen zu können. 
Manche der vielen namenlosen Gedichte, die sich in den altern 
Sammlungen befinden, mögen ihn zum Vf. haben. Marcus Anto- 
nius Sabellicus erwähnt beim J. 1520 eines gleichnamigen 
Capitäns im Dienste der Veneter wider die Franzosen: Con- 
stabant Venetae copiae mille ferme levis armaturae militibus, 
in queis erant epirotici et graeci generis, peltatique circiter 
quingenti, Andrea Ciubranio duce. Namen und Zeit, sagt Appen- 
dini, stimmen überein: aber andere Gründe für die Identität 
dieser zwei Personen hat man nicht. Cubranovic starb vor 1559 ; 
das eigentliche Todesjahr gibt indess Appendini nicht an. (Appen- 
dini U. 221—222. Horauyi N. Mem. I. 650—651.) 

Marin oder Maro GaljazoYic (1540) aus Ragusa, Priester 
des Franciscaner-Ordens um 1540, als der erste illyrische Pro- 
saist unter den Ragusanern bemerkenswerth, im übrigen unbe- 
kannt. (Appendini U. 302.) 

Marin oder Maro Darzic (1550), Ragusaner, Neffe des eben 
angeführten Dichters Därziö, ein durch Frömmigkeit, Tugend und 
Gelehrsamkeit ausgezeichneter und in den Werken des Nicolo 
Vitto Gozze, Savino Bobali und Michele Monaldi mit Recht sehr 



9 

gepriesener Geistliche. In der illyrisclien Poesie wandte er sich 
mit Vorliebe dem Schau- und Lustspiele zu; er unternahm zu 
diesem Endzweck eine Heise nach Italien und hielt sich eine 
Zeit lang in Florenz auf. Er starb im Jahre 1580. (Appendiui 
IL 222.) 

Niko Naljeskovlc oder Naic, llagusaner aus einer bürgerli- 
chen Familie, geboren ums J. 1500. Er studierte in der Jugend 
vorzüglich Mathematik, Astronomie und die schöne Literatur. 
Auf Geheiss seines Vaters musste er, wider seine Neigung, im J. 
15;i5 Lukrezia Zuzzeri heirathen und die Musen aufgeben, um 
sich ganz Handelsgeschäften zu widmen. Eine kurze Zeit 
darauf machte er ohne seine Schuld ein beträchtliches Falliment. 
Seine junge Gattin schied sich deshalb von ihm und trat als 
Nonne in den Benedictiner-Orden. Aber Niko stellte bald theils 
durch seine eigene Betriebsamkeit, theils mit Hilfe der reichli- 
chen Quellen seines Hauses den alten Flor seiner Handlung her, 
und nahm darauf Nicoletta Nale zur Ehefrau. Solche Unfälle 
konnten indess die Laune und den Frohmuth Niko's nicht bre- 
chen; er suchte und fand Schutz gegen dieselben in dem Um- 
gänge mit Freunden, in seinen mathematischen Studien und 
besonders in der Dichtkunst. Beweis seiner fröhlichen Laune 
sind die von ihm gedichteten Lustspiele und Scherzlieder. Er 
genoss auch als Mathematiker und Astronom eines grossen Ru- 
fes. In seinem Dialogo suUa sfera del mondo (Venez. 1579) sind 
tiefe wissenschaftliche Kenntnisse mit einfach schöner Darstel- 
lung gepaart. Auf Befehl P. Gregors XIII. wurde er eingeladen, 
sein Gutachten über die von Luigi Lilio vorgeschlagene Reform 
des Kalenders abzugeben. Er that dies in einer eigenen Schrift, 
welche von der zur Revision ähnlicher Gutachten niedergesetz- 
ten Commission sehr belobt wurde. Sein Tod erfolgte im Jahre 
1585. (Appendini IL 44. 222—223.) 

H. und J. Bärtucevic, I. Parozie, Buralovic und I. Vidall, 
llagusaner und Lesiner, Dicliter, Freunde und Zeitgenossen des 
Niko Nalje§kovi6, von denen sich bloss einige kleine Gedichte 
in der Sammlung des letztern erhalten haben. (Baäic's Dich- 
tersammlung.) 



10 

Miho Bunic BabulinoYic oder Bona Babulina (um 1550), 
Patricier und Ragusaner, übte mit fast gleich gutem Erfolge die 
illyrische, lateinische und italienische Dichtkunst aus, und be- 
sass eine gründliche Kenntniss der griechischen Sprache. Er 
übersetzte des Sophocles Tragödien ins Italienische um 1570. 
Seine übrigen Lebensumstände sind nicht bekannt. (Appendini 
II. 223. Farlati YI. 18. Horanyi N. M. I. 514.) 

Miho Matie Bunica (Michele di Malleo Bona) (um 1550), 
Zeitgenosse des obigen und aus demselben Patriciergeschlechte 
zu Ragusa, dichtete ebenfalls sowohl in der illyrischen, als auch 
in der italienischen Sprache. Man findet von ihm ein italieni- 
sches Sonett vor den Busspsalmen seines Freundes Nicolo Gozze. 
(Appendini II. 223—224. Horanyi N. M. I. 515.) 

Julia Bnnic oder Bona (um 1550 — 1585 ff.), eine Ragusa- 
nerin, von Cerva nicht der gleichnamigen patricischen Familie 
beigezählt, lebte in der zweiten Hälfte des XVI. Jahrh. und ist 
als die erste illyrische Schriftstellerin bemerkenswerth. Sie war 
befreundet mit Savino Bobali und Michele Monaldi, ihren Zeit- 
genossen, und dichtete (nach einer Nachricht bei Farlati) in il- 
lyrischer und italienischer Sprache mit besonderer Anmuth (Ap- 
pendini spricht bloss von italienischen Gedichten). Unter den 
Gedichten Monaldi's befindet sich ein zartsinniges Gedicht von 
ihr, welches sie während einer schweren Krankheit als Antwort 
auf ein Sonett ihres Freundes schrieb. (Appendini II. 232. Far- 
lati VI. 21. Horanyi N. Mera. I. 513.) 

Placido Gregorianic (um 1550) aus einem adeligen Geschlechte 
in Spalato, studierte die Rechtskunde in Padua, wurde Rechts- 
anwalt in der Heimath, und schrieb lateinische und illyrische Ge- 
dichte, von denen einige in der Hs. übrig sind. (Ciccarelli 29.) 

Anton Vranci6 oder Veranlins (um 1550), Erzbischof von 
Gran und Primas von Ungarn, ein Mann unsterblichen Anden- 
kens, der auch in der illyrischen Literaturgeschichte einen Platz 
verdient. Er ward geboren den 20. Mai 1504 als Sohn des Franciscus, 



eines Edeliuaunes vonScihenico, tiiid der MargarethaStatileo, einer 
Adeligen von Trau. Von seinem Lehrer Elias Tolinier im Lateini- 
schen und Griechischen gründlich unterrichtet, wurde er nach 
Vesprim zu dem berühmten Bischof und Ban Peter Berislaus 
von Trau, seinem Oheim, berufen, und hier lernte er die An- 
fangsgründe der Kriegskunst. Nach dessen Tode nahm Johann 
Statileo, Bischof von Siebenbürgen, seine beiden Neffen, Anton 
und Michael zu sich. Hier schrieb Anton die Biographie seines 
Oheims Berislaus, die sicli später Marnaviö zueignete. Er stu- 
dierte dann in Padua, und wie es scheint auch in Wien und 
Krakau; von Michael ist letzteres gewiss. Nach seiner Zurück- 
kunft lebte er anfangs bei seinem Oheim Statileo, erwarb sich 
darauf die Gunst des Waitzner Bischofs Brodericus und des 
Mönchs Martinuzzi, und wurde nach 1528 durch ihre Vermitt- 
lung Propst zu Altofen und Secretär bei Kg. Johann Zapolya. 
Dieser bediente sich seiner in den Jahren 1530 — 1540 in ver. 
schiedenen wichtigen Geschäften, namentlich schickte er ihn zu 
wiederholten malen als Gesandten nach Polen, Venedig, Rom, 
Frankreich, England und Wien. Auf diesen seinen Reisen stif- 
tete er Freundschaft mit Erasmus von Rotterdam und lernte 
Melanchthon kennen, zu dessen Lob er ein Sinngedicht schrieb. 
Nach König Johanns Tode (1540) hing er der Witwe Isabella 
und dem jungen Johann. II. bis 1545 treu an und vollbrachte 
mehrere Gesandtschaften nach Polen und Österreich in ihrem In- 
teresse. Allein ums J, 1545 zog er sich gänzlich von Staatsge- 
schäften zurück, nachdem er seine Propststelle schon früher nie- 
dergelegt hatte, und ging mit seinem Neffen Faustus zuerst nach 
Sebenico, dann nach Italien. Um das J. 1549 begab er sich an den 
Hof des Königs Ferdinand, der ihm gleich anfangs genügsame geist- 
liche Einkünfte anwies und ihn hernach für weltliche Geschäfte 
verwendete. Im Jahre 1553 wurde er zum Bischof von Fünf- 
kirchen ernannt, und ging später zu wiederholten malen als Ge- 
sandte nach der Türkei. Einige Jahre darauf zum Bisthum von 
Erlau übersetzt, ward er 1569 Erzbischof von Gran und Primas 
des Königreiches, mit dieser Würde vereinigte er die eines Vi- 
cekönigs. Er starb zu Eperies den 15. Juni 1573 und sein Leich- 



12 

nam wurde zu Tyrnau in der Kirche von St. Nicolaus beigesetzt. 
Seine grossen Verdienste als Bischof und Oberhirt, als Staats- 
mann und Volksfreund, als Mäcen und Schriftsteller können 
hier nur erwähnt, nicht auseinander gesetzt werden. Mit körper- 
licher Schönheit verband er im hohen Grade eine einnehmende 
Beredtsamkeit, die ihm von seiner ersten Jugend an die Gunst 
der Grossen und Fürsten erwarb. In der Jugend dichtete er viel, 
später schrieb er mehre historische, geographische und antiqua- 
rische Werke in lateinischer Sprache, die man bei Engel (IL 
162.) in dem Catal. der Szecheny. Bibl. verzeichnet findet. Er war 
ein grosser Gönner und Beförderer aller Wissenschaften. In der 
Religion war seine Denkungsart mild und verträglich. Seiner 
angestammten Sprache und Literatur scheint er fortwährend mit 
Liebe zugethan gewesen zu sein. Unter seinen handschriftlichen 
Briefen in der erzbischöflichen Bibliothek zu Erlau befinden sich 
einige von ihm an „Lucas Slavicus" (wer ist dieser?), so wie 
des letztern an ihn (1549 ff); in seiner Büchersammlung waren 
auch slawische handschriftliche Denkmäler und ein illyrisches 
Gebet wird ihm als Vf. zugeschrieben. (Vita auctore Fausto Ve- 
rantio in Kovacsich Scriptor. minor. I. 194 — 201. Fortis I. 204 
ff. Engel IL 158—162). 

Antan zubenannt Dadiiatin (1561) oder, wie er sich einmal 
unterzeichnete, „Antonius ab Alexandre Dalmata", war seinem 
Stande nach ein Priester, und wurde als kroatischer, oder rich- 
tiger illyrischer Dolmetscher an die slawische Anstalt des Ba- 
rons Hans Ungnad und des Primus Trüber nach Tübingen be- 
rufen. Er verliess den 3. Februar 1561 Laibach in Begleitung 
eines dortigen Bürgers, und kam über Kempten, wo er mehrere 
Tage bei Trüber verweilte, zu Urach beim Baron Ungnad an. 
Sein Aufenthalt wurde ihm in Tübingen angewiesen, wo Stephan 
Consul bereits die glagolitische Druckerei einzurichten anfing. 
Er erhielt, als ein einzelner Mann, die freie Kost in dem her- 
zoglichen Stipendium. Dabei war sein jährlicher Gehalt 30 fl. Er 
wird als ein stiller, ruhiger, verträglicher Mann geschildert. 
Nach seiner Ankunft bei der Anstalt wurde auch zu der Ein- 



13 

richtuiiK einer cyrillischen Drnckerei geschritten. Dieselben Mei- 
ster, die zu Nürnberg die glagolitische Schrift verfertigt hatten, 
wurden mit ihrem Werkzeug nach Urach (nahe bei Tübingen) 
berufen; hier wurde im Sommer des Jahres 1561 die cyrillische 
Schrift, nach der Anweisung des Anton Dalniata und Stephan 
Consul, in der Zeit von drei Monaten zu Stande gebracht. An- 
ton war einer der thätigsten Übersetzer im illyrischen Fache. 
Erst im zweiten Jahre nach Baron Ungnad's Tode, der im J. 
1564 starb, verliess Anton in Gesellschaft des Stephan Consul 
die Anstalt. Va' begab sich zuvörderst nach Kegensburg, wo er 
1568 seine Postille herausgab. Seine ferneren Schicksale sind 
unbekannt. (Schnurror S. 50 ff.) 

Slipan Islpjanln zubenannt CodsuI (1561), aus IMnguent in 
Istrien. Er war Priester, und musste wegen seines Übertritts zur 
protestantischen Kirche sein Vaterland verlassen und sich in 
Deutschland durch Schulhalten und Predigen zu nähren suchen. 
Truber's Beginnen ermunterte ihn auf der gebrochenen Bahn 
vorwärts zu gehen und einen weitern Zweck zu erreichen. Er 
versuchte es, dessen krainische Übersetzung des Neuen Testa- 
ments in die illyrische Schrift und Sprache (d. i. serbisch-dal- 
matisch-bosnische Mundart mit glagolitischen Buchstaben) über- 
zutragen. Mit seiner Handschrift begab er sich aus eigenem An- 
trieb, ohne von Trüber geschickt worden zu sein, im Sommer 
1559 nach Mötling in der windischen Mark ; er legte sie da- 
selbst mehreren Sprachverständigen vor, welche denn der Mei- 
nung waren, dass eine solche Übersetzung göttlichen Worts 
durch ganz Dalmatien nach dem adriatischen Meere hin, des- 
gleichen auch den Kroaten, Bosniern, Serben bis gegen Con- 
stantinopel hin, verständlich und nützlich sein, dass sie auch 
leicht in die Kyrillitza zu bringen sein würde, und heilsame Re- 
ligionskenntnisse sehr weit umher verbreiten könnte. Der Ent- 
wurf gedieh nach und nach zur Ausführung, vornehmlich durch 
die kräftige Mitwirkung des Barons Ungnad. Dieser schickte den 
Consul, der Gattin und Kinder und Hauswesen in Regensburg 
hatte, im April 1560 nach Nürnberg, um nach seiner Anweisung- 
glagolitische Druckschrift verfertigen zu lassen. Ein Jahr später 



M4 

nach Anton Dalmatin's Ankunft, ward auch die cyrillische Druk- 
kerei eingerichtet. Consul erhielt als jährliche Besoldung 170 fl. 
nebst freier Wohnung. Nach des Barons Ungnad Tode, der im 
J. 1564 erfolgte, hielt Stephan Consul zugleich mit Anton Dal- 
mata am 2. März 1566 beim Herzog Christoph von Würtemberg 
um Entlassung an. Mit einem Zeugniss vom Herzoge versehen 
zogen nun beide nach Regensburg ab, wo sie im J. 1566 ihre 
Postille (mit lateinischen Lettern) herausgaben. Von da an fehlen 
ims alle Nachrichten über Stephans Lebensumstände. (Schnur- 
rer S. 49. ff.) 

(\juro Cvelic (1561), von Geburt, wie es scheint, ein Dal- 
matiner, ward eine Zeit lang der Hans Ungnadschen Anstalt in 
Urach, neben Antun Dalmatin und Stipan Istrianin, Gehilfe zum 
Transferiren, Conferiren und Corrigiren. Er hatte die Episteln 
Pauli kroatisch, d. i. nach unserm Ausdrucke illyrisch, übersetzt 
und ging mit der Handschrift nach seinem Vaterlande, um die 
Übersetzung daselbst prüfen zu lassen; den 1. Septb. 1562 kam 
er wieder nach Urach zurück. Seine fernem Schicksale sind 
nicht bekannt. (Schnurrer S. 54.) Da unter den Vorr. der 
Bücher immer nur Jurizhizh, und kein Cvetich sich unter- 
schrieben hat, so vermuthete Dobrowsky, dass letzterer Name 
bei Schnurrer (er schrieb „Zwetzitsch") wohl nur ein Schreib- 
fehler sei. (Slavin S. 433.) 

(j^uro Juricic (Jurizhizh) (1561), ein Priester aus Krain, 
bei der Hans Ungnadschen Anstalt in Urach als Mitarbeiter 
neben Anton Dalmatin und Stipan Istrianin angestellt. Er hat 
deshalb mehrere von diesen herausgegebene Bücher mitunter- 
schrieben. Gehört im übrigen der windischen Abtheilung an. 
(Siehe L S. 14. Schnurrer a. a. 0.) 

Marin Boresic nach Appendini, oder Buresic nach Stulli 
(vor 1562), Ragusaner, unzertrennlicher Freund Niko Nalje.^ko- 
vi6's, schrieb in der Jugend meist nur erotische Gedichte, wandte 
sich jedoch im reiferen Alter der ernsten Muse zu. Seine 
Gedichte wurden erst nach seinem Tode von dem nachfolgenden 



16 

gelelirten Künstler, seinen Neffen, zum Drucke befördert. (Appen- 
dini IL 225. Horanyi N. M. I. 626.) 

Gavrilo Tamparica (1562), Kagusaner, Mitglied des Fruncis- 
caner-Ordens, ein ausgezeichneter Tonkünstlei-, lange Zeit als 
Kapellmeister der kais. Hofkapelle in Wien angestellt, wo selbst 
er auch im J. 1575 starb. Er beschäftigte sich auch mit der 
illyrischen Dichtkunst und gab die Gedichte seines obgenannten 
Oheims Marin BoreSiö 1562 heraus. (Appendini II. 213. 225.) 

Frano Lnkarlc zubenannt Barina (1563), aus einer patrici- 
schen Familie in Ragusa, studierte die Humaniora zuerst in 
seiner Vaterstadt und darauf in Florenz, wo er sich zugleich 
als italienischer Dichter einigen Ruf erwarb. Bald nach seiner 
Rückkunft von da zeichnete er sich unter den vaterländischen 
Dichtern nicht unvortheilhaft aus, wie man unter andern auch 
aus den fünf Gedichten sieht, welche Dinko Ranjina in seine 
gedruckte Sammlung aufnahm. Bewandert in der griechischen 
Sprache, übersetzte er eine Tragödie, Athamanta, ins Illyrische, 
so wie auch aus dem Italienischen des Guarini das Schäferspiel 
Pastor fido. Savina Bobali preist in seinen Rime Toscane Luka- 
kari's Dichtertalent. (Appendini II. 224.) 

Marin Mazibradlr genannt Snljaga (1563), aus einer an- 
sehnlichen und reichen Familie unter den bürgerlichen in Ra- 
gusa, huldigte nebenbei den Musen, um sich mit ihren Künsten 
den Aufenthalt auf dem Lande, an welchem er mit ganzer Seele 
hing, zu versüssen. In alten schriftlichen Denkmälern wird sein 
Name dankbar als desjenigen gefeiert, der zuerst die wissen- 
schaftlich geregelte und veredelte Gartenkunst bei seinen Lands- 
leuten einführte. Dinko Ranjina, der Mazibradic's Dichtertalent 
hochschätzte, richtete an denselben mehrere seine Gedichte, und 
nahm hinwieder eines von seinem Freunde in seine gedruckte 
Sammlung auf. Maiibradic verschied ums J. 1598, und Dinko 
Zlataric beweinte den Dichter und Freund in einem Trauerge- 
dicht. (Appendini IL 224.) 



16 

Dinko RaDJina (Ragnina) (1563), aus einem patricischen Ge- 
schlecht in Ragusa, ein in mehrfacher Hinsicht ausgezeichneter 
Mann, ward im J. 1536 zu Ragusa geboren und widmete sich 
in seiner Jugend sehr emsig dem Studium der scliönen Wissen- 
schaften. Von seinen Eltern nach Messina geschickt, um daselbst 
Handelsgeschäfte zu betreiben, unterliess er nicht sich in der 
illyrischen Dichtkunst fortzuüben und ausserdem auch noch die 
griechische Sprache zu erlernen. Als er später in gleicher An- 
gelegenheit seinen Aufenthalt in Florenz nahm, machte er in 
dieser Stadt neue Fortschritte in der schönen Literatur und zog 
durch seine Herkunft, seinen Stand und ein diesen entsprechen- 
des edles Betragen, so wie durch seine ausgebreitete Gelehrsam- 
keit die Aufmerksamkeit des Grossherzogs Cosmo von Medici 
auf sich, der ihn 1567 zum Ritter des St. Stephans-Ordens er- 
nannte. Nachdem er ganz Italien durchreist hatte und in sein 
Vaterland zurückgekehrt war, leistete er der Republik als Se- 
nator und zu sieben verschiedenen malen als Rector derselben 
durch seine kluge Geschäftsführung wichtige Dienste. Ungeachtet 
er verheiratet war und Kinder hatte, für deren Erziehung er zärt- 
lich sorgte, erkaltete dennoch sein Eifer für Studien nicht ; noch 
im vorgerückten Alter schrieb er einige Aufsätze über morali- 
sche Gegenstände, so wie Elogien zu Ehren seiner Freunde. Er 
starb im J. 1607, in einem Alter von 71 Jahren. Als Weltmann 
von feinen Sitten liebte er den Glanz, war aber zugleich gast- 
frei und mildthätig, und schätzte den Umgang mit gebildeten 
Freunden über alles. In den Schriften seiner gelehrten Zeitge- 
nossen, besonders in jenen des Niko Naljeskoviö, Monaldi, Ni- 
colo Gozze, Dinko Zlatariö, Mavro Orbini und der Italiener 
Francesco Baldelli, Paolo Labadessa, Didaco Pirro u. a. m. wird 
ihm deshalb häufig grosses Lob gespendet. (Appendini IL 225 
—226. Horanyi N. Memor. I. 180.) 

Martollca Ranjlna (nach 1563), aus derselben patricischen 
Familie in Ragusa, von seinem Verwandten Dinko Ranjina mit 
Lob erwähnt, schrieb mehrere poetische Sendschreiben an Ora- 
zio Mazibradid, im übrigen unbekannt. (Appendini IL 226.) 



in 

Leonardo Merccrlc (1564), {^ebürtiK aus Dalmatioii, stiulierte 
vor dem Jahre 1 r)t)4 auf der Universitäl zu Tübingen, und wurde 
VOR Antun Dtihnatin bei der Uebersetzung der hl. Schrift mit- 
verwendet. Er übersetzte den Proplieteii Esaias und erhielt 
dafür ein Honorar von drei Gulden. (Vgl. Schimrrer S. 69. Do- 
browbky\s Slavin S. 135.) Dobrowsky vermuthet, dass die im J. 
1564 zu Tübingen gedruckte Probe von den Propheten eben 
diese Uebersetzung des Esaias von Meröeric enthalten habe. 

Basillo Gradi oder Gi'adic (1567 nach Dolcij, aus einem 
ursprünglich aus Dioklea stammenden patricischen Geschlechte in 
Ragusa, Mitglied der Benedictiner-C'ongregation zu Melita und 
seit 1530 Mönch auf Cassino, stand wegen seiner theologischen 
Gelehrsamkeit, und insbesondere wegen seiner umfassenden 
Kenntniss der griechischen Sprache nicht nur in seiner Geburts- 
stadt, sondern in ganz Italien in hoher literarischer Achtung. 
Seine im Verein mit andern gelehrten Benedictinern auf An- 
ordnung des Papstes Gregor XIII. ausgeführten „Castigazioni 
Sulla parafrasi dei Salmi di Giovanni Folengio" begründeten 
seinen Ruf weit entscheidender, als seine im übrigen recht schätz- 
baren illyrischen Schriften. Gradi wurde zuletzt im Jahre 1585 
zum Bischof von Stagno ernannt, starb aber schon im folgenden 
Jahre 1586 den 8. Jäner. (Appendini II. 87—88. Farlati VI. 
354—355.) 

Petar Zoranic oder De Albis (1569), aus Kona in Dalma- 
tien, geb. im J. 1508, ein vortrefflicher Dichter, über dessen Lebens- 
umstände alle Nachrichten fehlen. Starb 1550. (Appendini II. 252.) 

Andria Sorgo genannt Fraiiko, aus Ragusa patricischen 
Stammes, geboren im J. 1555, entfaltete frühzeitig ausgezeich- 
nete Dichtergaben sowohl in der illyrischen, als auch in der 
italienischen Sprache, und erregte grosse Hoffnungen, starb aber 
schon in dem Alter von 23 Jahren, im J. 1577. Flavius Eborensis 
verfasste ein Epigramm zu seinem Lobe. (Appendini II. 233.) 

Siman oder Sljepo Benesa (um 1580), Patricier zu Ragusa 
in der 2. Hälfte des XVI. Jahrhunderts, ein geschmackvoller 

Safatik. Literaturgeschichte. II. Band. 2 



18 

Kenner und Liebhaber der schönen Literatur, Freund des Fla- 
vius Eborensis, der ihm seine Epigramme dedicirte, hochverdient 
als Vf. des durch gründliche, stylistisch vollendete Darstellung 
der vaterländischen Rechtsgesetzgebung ausgezeichneten Wer- 
kes: „Praxis curiae ad formam legum et consuetudinum reipu- 
blicae Ragusinae" Ms. an. 1581, war zugleich der erste Sammler 
illyrischer Sprichwörter. (Appendiui IL 100. 301. Unter dem Na- 
men Sljepo ßenesa schreiben ihm Horanyi Nov. Mem. L 384. 
und Stulli eine Sammlung illyrischer Gedichte zu. Horanyi un- 
terscheidet den Juristen Simun Benesa von dem Dichter Stjepo. 
N. Mem. I. 383 — 384. Appendini hat also beide verwechselt.) 

Pavao Znzzei'i (um 1580), Ragusaner, Priester des Domi- 
nicaner-Ordens , absolvirte in Italien die philosophischen und 
theologischen Studien, und zeichnete sich nach seiner Rückkehr 
ins Vaterland besonders durch geistliche Beredtsamkeit aus. Er 
blühte ums J. 1580. (Farlati VI. 18. Echard T. 2.) 

Simon Budina oder Budineiis (1582), aus Zara, Priester in 
seiner Geburtsstadt, über dessen Leben weitere Nachrichten fehlen. 
(Appendini IL 352. Horanyi N. Mem. I. 625.) 

Lizaudro Komulovic oder Komoli (1582), aus Spalato, pa- 
tricischer Abstammung, Mitglied des Jesuiten-Ordens. Starb zu 
Ragusa im J. 1 608, wegen seiner Frömmigkeit und theologischer 
Gelehrsamkeit hochgeachtet. (Ciccarelli 12. Horanyi I. 414. Ap- 
pendini IL 251. Stulli.) 

ßcrnai'din Karuarulic (1584), gebürtig aus Zara, im übri- 
gen unbekannt. (Appendini IL 251—252.) 

Pelar Oradi (vor 1585), von Savina Bobali als illyrischer 
und lateinischer Dichter gelobt, lebte in Ragusa. (Appendini 
IL 308.) 

Ignacio Gradi, dessen Zeitalter unbekannt ist, war zuerst 
Mitglied des Jesuiten-Ordens, dann Canonicus zu Ragusa, und 
verfasste illyrische und lateinische Gedichte. (Appendini IL 308.) 



19 

Savino Boball pjenannt MIsctIc (vor 1585), geboren in Ka^'usa 
im J. 1530 aus einem patricischen Geschlecht, dichtete im Illy- 
rischen und Italienischen mit Erfolg und Beifall. Seine Zeitge- 
nossen bewunderten des Dicliters, der nie Italien gesehen und 
geraume Zeit zu Stagno gelebt hatte, genaue Kenntniss der 
italienischen Sprache. Unter Ausländern zählte er Annibal 
Caro und Benedetto Yarchi zu seinen Freunden. Er starb im 
J. 1585 in einem Alter von 55 Jahren. Nach seinem Tode ga- 
ben seine Brüder Sigismondo und Marino eine Sammlung sei- 
ner italienischen Gedichte unter dem Titel : Uime amorose, pa- 
storali e satiriche, Yen. 1589. 2. Ausg. Ragusa 1783 heraus. Höher 
ist des Dichters ^'erdienst in seinen illyrischen Erzeugnissen an- 
zuschlagen. (Appendini II. 232. Horanyi N. Mem. I. 498.) 

Ylalio Yodopiö (vor 1585), llagusaner, Zeitgenosse und 
Freund des Niko NaljeSkovic, im übrigen unbekannt. (Appen- 
dini II. 223.) 

lienko Zborosic (Zbopavclc nach Sovic und Kucharski, Zborlc 
nach Stulli) (1586 , Priester aus Trau, Herausgeber der Pistule 
i p]vanyelya &c. (s. unten). Nach Horanyi Nov. Mem. I. 278 
ist schon die Ausgabe 1543 von diesem Priester, der die Lecti- 
onen neu übersetzt haben soll, v(»ranstaltet. 

Vincenz der Bosnier (Vlnccntius de Bosna), Mitglied des 
Dominicaner-Ordens dalmatischei- Provinz, heisst ein Ragusaner 
vielleicht nach dem Orte des abgelegten Gelübdes, blühte ums 
J. 1590 und verfasste eine Schrift „de Rosario B. V. M.", ob 
illyrisch, wird nicht gesagt. (Horanyi I. 342 nach Gozze.) 

Fauslo Vranciii oder Verantius (1595), gebürtig aus einem 
patricischen Geschlecht aus Sebenico, war der Sohn Michaels, 
eines Bruders des oben angeführten Erzbischofs und Primas von 
Ungarn, Anton Vranöic, welcher letztere sich auch der Erzie- 
hung des jungen Neffen liebevoll annahm. Fausto scheint nach 
zurückgelegten Studienjahren eine Zeit lang in Dalmatien, wahr- 
scheinlich zu Sebenico, ein literarisch beschäftigtes Leben geführt 

2* 



20 

zu haben. Er war verheirathet. Nach dem Tode seiner Frau wurde 
er Bischof von Csanad in Ungarn 1600. Kaiser Rudolf gebrauchte 
ihn in wichtigen Staatsgeschäften und überhäufte ihn mit Wohl- 
thaten. Allein wegen seines allzuhitzigen Kopfes zog er sich in 
der Folge sehr viele Verdriesslichkeiten zu, besonders auch wegen 
seiner unbehutsamen Aufführung in einer VerhandUmg zwischen 
dem ungarischen Hof und dem päpstlichen Stuhl in Rücksicht 
der Verleihung von Bisthümern und Pfründen. Nachdem er einige 
Jahre lang sein Bisthum verwaltet hatte, wurde er seiner Stelle 
so überdrüssig, dass er sich nach Rom begab und hier seinem 
Bisthum freiwillig entsagte, um ganz von öffentlichen Geschäf- 
ten zurückgezogen ein ruhiges Privatleben zu führen. Allein er 
wurde bald nach Ungarn zurückgerufen, wo man seiner als ei- 
nes muthigen Kämpfers wider die Protestanten bedurfte. Als er 
abermals nach Rom zurückkehrte, wollte er anfangs als Mönch 
in den Barnabiten-Orden treten; später fand er jedoch die Luft 
zu Rom seiner Gesundheit nicht zuträglich und beschloss, den 
Rest des Lebens auf der Insel Previc unweit Sebenico als Ere- 
mit zuzubringen. Auf der Reise dahin ereilte ihn der Tod zu 
Venedig im J. 1617. Sein Leichnam wurde nach Previc abge- 
führt und bei der dortigen Franciscanerkirche beerdigt. Auf sei- 
nem Grabstein liest man folgende Inschrift: „Faustus Verantius 
Episcopus Csanadiensis novorura praedicamentorum et novarum 
machinarum et fragmentorum historiae illyricae ac sarmaticae 
collector." Er schrieb nämlich unter andern auch eine Geschichte 
von Dalmatien, die er neben sich in seinen Sarg zu legen be- 
fahl. Seine Erben vollzogen diesen grillenhaften letzten Willen, 
und wer weiss, sagt Engel, wie viel schätzbare Schriften des 
Erzbischofs zugleich mit jenen des Faustus damals elender- 
weise mögen untergegangen sein. Sonst hat man auch noch eine 
ungedruckte Regula Cancell. Regni Hung. von ihm. Tomko Mar- 
navic, damals im Dienste Fausto's, schrieb eine Oratio in lau- 
dem Fausti Verantii Ven. 1617. (Farlati IV. 484. Engel II. 158.) 

Arkangeo Gucelic oder Gozze (1597), aus einer patricischen 
Familie in Ragusa, Mitglied des Dominicaner-Ordens, Vetter 



21 

(patruiis) des IHscliofs von Trohiiij(; und Mercana Ainbrogio 
Gozze, ein Mann von «jflänzenden (ieistesgaben, ungeheuchelter 
Frömmigkeit nnd ausgebreiteter Gelehrsamkeit, ein beredter 
Kanzelredner, verwaltete mehrere ansehnliche geistliche Aemter. 
Der Senat von Kagusa cnumnte ihn 1599 zum Bischof von Tre- 
binje und Mercana (nicht Stagno, wie Appcndini sagt) ; allein er 
wurde zu dieser Würde aus unbekannten Gründen nie conse- 
crirt, und behielt bloss den Titel eines erwählten Bischofs bis 
zu seinem am 17. April 1606 (nicht 1610 wie bei Appendinij 
erfolgten Tode bei. (Farlati VI. 19. 807. lloranyi IL 39. Appen- 
dini IL 302.) 

Diüko Zlalarie (1597), einer der schönsten Geister, die im 
XVI. Jahrhundert in Kagiisa emporblühten und ihr Vaterland 
verherrlichten. Er ward ums J. 1556 aus einer patricischen Fa- 
milie geboren und erhielt unter der Leitung des Francesco Klad- 
rubovic eine sehr sorgfältige Erziehung und Unterweisung in 
allen schönen und nützlichen Wissenschaften. Als er sich spä- 
ter auf die Universität zu Padua begab, erregte er durch 
erstaunliche Fortschritte, welche er in der Philosophie, in der 
Kechtskunde, in der Rede- und Dichtkunst machte, die Bewun- 
derung stimmberechtigter Kenner in diesen Fächern. Mit be- 
sonderem Eifer verlegte er sich auch auf griechische Studien 
unter der Leitung des berühmten und ihm befreundeten Pier 
Vittori. Im J. 1579 wurde er zum Gynmasiarchen oder Rector 
der Artisten dieser berühmten Universität erhoben, in welcher 
Stellung er sich nicht geringe Verdienste um die Anstalt er- 
warb. Die Universität ehrte sein Andenken durch eine neben 
dem grossen Saale der Juristen in der Mauer eingegrabene 
schmeichelhafte Inschrift. Der Doge von Venedig Kicolo da 
Ponte ernannte ihn in Betracht seiner mannigfachen Verdienste 
zum Cavaliere Aurato, Nachdem er Padua verlassen und in seine 
Heimath zurückgekehrt war, heirathete er 1587 Maria Gioni, mit 
der er sechs Kinder erzeugte. Bei wachsenden häuslichen Sor- 
gen erkaltete seine Liebe zu den Studien nicht im mindesten; 
er unterhielt einen lebhaften Briefwechsel mit vielen Gelehrten 



22 

seines Zeitalters und weihte sich mit Begeisterung der damals 
in Ragusa herrlich blühenden vaterländischen Dichtkunst. Er 
unternahm eine Reise durch Dalmatien und die benachbarten 
Slawenländer, und hielt sich eine Zeit lang in Kroatien auf, theils 
um seinen Bruder Miho Zlataric, ehien wackern Krieger an der 
Seite Georg Zriny's, zu besuchen, theils um seine Kenntniss 
der illyrischen Sprache tiefer zu begründen und zu erweitern. Bald 
ragte Zlataric unter den ersten Dichtern Ragusas glänzend empor 
und wurde für seine Nachfolger auch in der Sprache ein Muster. 
Einen grossen Theil des Jahres pflegte er auf seinem Landgut 
in Canale mit Dichten und Schreiben zuzubringen. Nicht alles, 
was er schrieb, entging indess dem Zahne der Zeit. Zlataric 
starb im J. 1607. Seine ungedruckten Gedichte wurden von sei- 
nem Bruder Michael gesammelt. Seine ausländischen Freunde 
und Verehrer beehrten ihn mit zahlreichen Zuschriften, Dedica- 
tionen und Lobgedichten, die ein sprechendes Zeugniss von 
der Achtung, in welcher er als Mensch und Dichter stand, ab- 
geben. Nach seinem Tode blühte des Stammes Zlataric Dichter- 
ruhm noch einrnal in seinem Sohne Simun fröhlich auf. (Appen- 
dini IL 226—230.) 

Frano Bobali genannt Kuko (Cnco) (vor 1600), Ragusaner, 
aus einer bürgerlichen Familie, lebte am Ausgange des XVL 
Jahrhunderts und dichtete eine grosse Menge Lieder, welche 
erst nach hundert und mehr Jahren von dem Abte Ignazio 
Georgi gesammelt wurden. (Appendini IL 233. Horanyi N. Mem. 
L 497.) 

Floria Zazzeri Pesionia (1555 — 1600) nimmt unter den be- 
rühmten Ragusanerinnen einen hervorstehenden Platz ein. Sie 
wurde im J. 1555 aus einer wohlhabenden bürgerlichen Familie 
in Ragusa geboren, und zeichnete sich von früher Jugend an 
durch Schönheit, Geist und religiös-frommen Sinn aus. Im J. 
1577 wurde sie an einen florentini sehen Edelmann, der sich ab- 
wechselnd in Florenz und Ragusa aufzuhalten pflegte, verheira- 
thet. In beiden Städten wurde Floria wegen ihrer Bildung, ihres 



Qeschinacks in den schöiieu Künsten nnd ilirer mannigfachen 
Kenntnisse allgemein bewnndert, und ihr Haus war der Sam- 
melplatz von Gelehrten und Literaten, welche ihr ihre Achtung 
zollten. Viele sowohl einheimische als auch ausländische Schiift- 
steller beehrten sie mit Zuschriften und Dedicationeii ihrer Wer- 
ke, und Dinko Zlataric beweinte ihren Tod in einem Trauerge- 
dicht. Sie scheint kurz nach 1600, ungewiss ob in Florenz oder 
Ragusa, gestorben zu sein. Sie dichtete sowohl in italienischer 
als auch in illyrischer Sprache mit Geist und Geschmack ; be- 
sonders zeichneten sich ihre Epigramme durch Feinheit des 
Witzes und F^leganz der Sprache vortheilhaft aus. (Appendini 
IL 23L) 

XVil. Jalirliuiiclert. 

Mauro Orbilii (1601), gebürtig aus Ilagusa, Mitglied des 
Benedictiner-Ordens, Abt der Congregation zu Meleda, eine Zeit 
lang Abt des Benedictiner-Klosters St. Mariae zu Bäcs in Un- 
garn, der bekannte Historiker der Slawen, dessen Regno degli 
Slavi, Pesaro 1601 Fol., seines geringen Gehaltes ungeachtet, 
seiner Zeit mit Beifall aufgenommen und unter andern auch ins 
Russische: lIcTopiorpii*i}i iioiiaTia MMene c.iaBH ii paaiuHpeida 
Hapo.ia CiOBeHCKaro. ('ii6. 1722. 4". übersetzt wurde. Er stand 
als Gelehrte bei seinen Zeitgenossen in grosser Achtung, und 
starb, nach Dolci, im J. 1614. Seine vorzüglichsten Mäcenaten 
waren die Herzoge von Urbino, die ihm ihre Bibliothek öffne- 
ten, ferner der Bischof von Stagno, Chrysostomus Ranjina. 
(Appendini H. 12—14.) 

Frauo (ilaviulc (1602) aus Istrien, Mitglied des Francisca- 
ner-Ordens der Minoriten und apostolischer Missionär, als Lehrer, 
Kanzelredner und theologischer Schriftsteller vielseitig thätig, 
scheint bis nach 1642 gelebt zu haben. Er war von seinen Zeit- 
genossen für einen der grössten Kenner der illyrischen Sprache 
gehalten, und als der Bischof von Senj und Modru^a, Johann 
Baptista Agali^, im J. 1624 eine Synode nach Bribir besonders 
in der Absicht zusammenrief, um dort über die Herausgabe gla- 
golitischer Bücher zum Behufe des kirchlichen Gottesdienstes 



24 

Beschlüsse zu fassen, wurde Glaviniö mit der Revision dersel- 
ben und der Vorbereitung zum Drucke beauftragt. (Farlati IV. 
148.) Der kroatische Lexicograph Belostenec hatte solche Ach- 
tung vor Glaviniö's Sprachkenntnissen, dass er sich sogar für die 
vierlettrige Schreibung des Wortes Bogh unter andern auch des- 
halb entschied, weil es Glavinic so geschrieben hatte. Er nennt 
ihn „glaszovit piszecz" etc. (Gazophylacium II. 22.) 

Savko Gucetic (Gozze) genannt Bendevisevic, gebürtig aus 
Ragusa, starb in Kroatien im J. 1 603. Er schrieb viel und nicht 
ohne Eleganz, aber das meiste ist seitdem verloren gegangen. 
(Appendini IL 233.) 

Jerolim Megiser (1603>, gebürtig aus Stuttgart, war lange 
Zeit in österreichischen Diensten — er nennt sich auf dem Ti- 
telblatt seines Thesaurus polyglottus „Hier. Megiser P. C. Caes. 
et Sereniss. Austr. Archidd. Historiographus" — und nahm zuerst 
die windische (Diction. quatuor linguarum 1592), dann aber auch 
die illyrische und andere slawische Mundarten mit in das Be- 
reich seiner Lexicographie auf. Als Historiker ist er durch die 
wahrhaftige Beschreibung der Insel Madagascar Altenb. 1609. — 
Lpz. 1623. 8. bekannt. Er starb im J. 1616. (Wachler Gesch. d. 
hist. Forsch, u. Kunst. I. Bd. 2. Abth. S. 860. Vgl. I. 17.) 

Bartno Kasic oder, wie er sich selbst latinisirte, Cassiiis 
(1604), einer der fruchtbarsten illyrischen Schriftsteller, wo nicht 
der fruchtbarste unter allen. Er wurde ums Jahr 1570 auf der Insel 
Pago geboren und trat in seinem 20. Lebensjahre, also um 1590 
(nach Appendini 1595) in den Jesuiten-Orden. Als Presbyter wurde 
er zum Missionarius apostolicus für die Türkei ausersehen, und 
er bereiste dieses Land mehr* als dreimal nach allen Richtungen 
hin, wobei er Gelegenheit hatte, die dort angesiedelten ragusa- 
nischen Handelsleute kennen zu lernen und mit ihnen enge 
Freundschaft zu schliesseu. Nach seiner Rückkehr wurde er Rec- 
tor des Jesuiten-Collegiums zu Ragusa (Rector Collegii Regni- 
ensis, sagt Horanyi), und hierauf auf des Papstes Urbau VIII. 
Geheiss Poenitentiarius zuerst zu Loreto, dann zu St. Petrus in 



85 

Rom. In der Dedication seines lütiuils an den Papst 1640 nennt 
er sicli selbst prope septuagenaiiuni, nnd in diesem Altersjalire 
soll er eine Autobiographie lateinisch geschrieben haben, welche 
handschriftlich noch vorhanden ist. Er starb im J. 1650. Ausser 
seinen zahlreichen illyrischen Schriften hatte er mehrere auch 
in der lateinischen Sprache verfasst und herausgegeben. (Appen- 
dini IL 253. Horanyi I. 386.) 

Malia Dlvkovic (1611), gebürtig aus Jelaäci, Franciscaner 
der Provinz Bosna Argentina, lebte geraume Zeit als Capellau 
(d. i. Pfarrer) in Sarajevo, hierauf in Kre.^evo und Olovo, und 
verfasste hier seit 1609 mehrere Werke religiösen Inhalts. Bar- 
tuo Kasic, Bischof von Makarska 1615—1645 (verschieden vom 
obigen Schriftsteller), war Divkoviö's Gönner und Gehilfe. „Mat- 
thaeo Divkovichio Ord. Franc, sodali suo ad plures libellos de 
rebus sacris illyrico sermone scribendos edendosque in lucem 
consilium atipie operam socialem praebuit ; ille vero explanatio- 
nes suas illyricas in Evaugelia totius anni Bartholomaeo dedica- 
vit." (Farlati IV. 196.) 

V y 

Sisko Gjoi'gjlc (1611), ein Kagusaner, der nach Appendini zu 
Anfange des XVI. Jahrhunderts (sul principio del 1500) gelebt 
und geblüht haben soll, wenn nicht, was mir wahrscheinlicher, 
statt 1500 zu lesen ist 1600, um so mehr, als die bald darauf 
genannte Schrift Giorgi's im J. 1611 gedruckt wurde, und Ap- 
pendini's Werk ohnehin von Fehlern und Versehen aller Art, 
besonders in Jahreszahlen wimmelt. Er war ein gelehrter Theo- 
log und guter lateniischer Dichter. (Appendini II. 323. Anm.) 
Ich weiss nicht, ob Georgius luigusaeus bei Farlati VI. 19. nicht 
dieselbe Person mit Öiäko Giorgi ist, dessen Biographie man a. 
a. 0. nachlesen kann. 

Ivaii Toinko MaruaTic oder, wie ihn die slawonischeu Schrift- 
steller durchweg nennen, Alcrnjavcic (1612), stammte nach sei- 
ner eigenen, etwas verdächtigen genealogischen Ableitung aus 
einer altadeligen serbischen, nach Slawonien übersiedelten Fa- 
milie, nach Fortis hingegen ward er zu Sebecico in Dalmatieu 



26 

von geringern Eltern geboren, obwolil er, setzt Fortis hinzu, 
nachher trachtete seine Herkunft zu veredehi und aus königli- 
chem Geblüt sogar abzustammen vorgab, eine Thorheit, durch 
die er sich vielen Verdruss zuzog. Seine Jugend verlebte er zu 
Rom und bildete sich sowohl in den Humanitätswissenschaften 
als auch in der Theologie tüchtig aus. Nach langem Aufenthalt 
in Rom wurde er zuerst Titular-Canonicus von Sebenico, dann 
1622 Archidiaconus zu Agram, 1631 gar Bischof von Bosnien 
und 1632 auf Veranlassung des Erzbischofs Päzmany allgemei- 
ner Visitator des von seinem Ordensinstitut abgewichenen und 
der Verbesserung bedürftigen Paulaner-Ordens. Im J. 1634 stat- 
tete er hierüber in Rom Bericht ab und weihte auch 1634 am 
8. Oktober das von Pazmäny gestiftete Collegium zum heil. 
Hieronymus ein. Schon früher 1631 hatte man ihm nicht nur 
das römische Bürgerrecht verliehen, sondern ihn auch zum Re- 
formator auctoritate apostolica der illyrischen Religionsbrüder, 
wie auch zum Protonotarius apostolicus bestellt. Er starb in 
Rom zu Ende Decb. 1639. Mit seinen CoUegen im Domcapitel 
hatte er vielen Verdruss, weil er ungeachtet des bosnischen Bi- 
schofstitels doch zugleich Lector im Agramer Capitel blieb, und 
als solcher von Rechtswegen immer anwesend hätte sein sollen, 
durch andere Geschäfte aber immer anderswohin abgerufen wurde. 
Schon als Clericus war er zu Rom beim Cardinal Baronius be- 
liebt ; weiterhin schätzten ihn die Cardinäle Päzmany , Franz 
Barberini, Julius Sachetus und andere. Er gab viele Werke in 
lateinischer Sprache heraus, die man bei Engel IL 149 — 153 
verzeichnet findet ; anderes hinterliess er handschriftlich, welches 
später Farlati u. a. gebraucht haben. (Fortis I. 217. Farlati IV. 
80—81. Engel IL 149—153. Ciccarelli 64.) 

Ivan Bandulovic (1613), gebürtig aus Skoplje in Bosnien 
(nicht zu verwechseln mit Skoplje in Macedonien), Mitglied des 
Franciscaner-Ordens der Minoriten, Herausgeber der Episteln und 
Evangelien (s. unten), lebte meist in Bosnien und Serbien, und ver- 
focht mitten unter den Barbaren die christliche Lehre mit Wort und 
Beispiel auf das muthigste. (Horanyi I. 113. Assemani IV. 439.) 



2Y 

Petar rallknc^n (l<>14), am Aus<>iin;,'e des XVI. Jahrli. von 
ehrenhaften und wohlhabenden Eltern auf der Insel Mezzo geboren, 
genoss den ersten Unterricht bei den Dominicanern auf der In- 
sel und vollendete seine 8tudicn zu Rom in dem adeligen Con- 
victe des Collegium Romanum. In sein Vaterland zurucTcgekehrt 
verlegte er sich unter der Leitung der Dominicaner aufs neue 
auf das Studium der Aristotelischen Philosophie und insbeson- 
dere der Physik. Nachdem er in den geistlichen Stand getreten 
war, wurde er zuerst Pfarrer auf der Insel Mezzo, hierauf aber 
Lehrer einiger adeligen Jünglinge in Ragusa. Auf Verlangen 
seiner Laudsleute, der Insulaner von Mezzo, wurde er 1604 von 
dem Erzbischof von Ragusa zum Erzpriester von Mezzo ernannt. 
Nach zehnjähriger Amtsthiltigkeit ward er der Schwierigkeiten, 
einer Pfarre von 14.000 Seelen vorzustehen, überdrüssig, entsagte 
freiwillig seiner Stelle und lebte von da an bis zu seinem im 
J. 1647 erfolgten Tode im Privatstande, ganz der frommen Reli- 
gionsübung und der schönen Literatur, namentlich der lateini- 
schen Poesie, hingegeben. (Appendini IL 134. 302.) 

Malla Alberli (1617), adeliger Abkunft aus Spalato, Archi- 
diaconus daselbst. (Assemani IV. 439. Appendini IL 251.) Be- 
wandert in der Philosophie und in dem römischen und canoni- 
schen Rechte, geschtätzter Humanist. Er genoss in seiner Va- 
terstadt viele Jahre hindurch den Ruf eines ausgezeichneten 
Rechtsanwaltes; zuletzt ergab er sich aber der Alghymie und 
stürzte sich dadurch ins Verderben. Er starb 1624 im 69. 
Jahre des Alters. (Ciccarelli 25 — 26.) Müssen zwei Personen 
sein, wiewohl Ciccarelli das ill. Offic. diesem zuschreibt. 

Paskoj'c Primovic (Pasco Primi) genannt Lalinic (1617), 
Ragusaner, Zeitgenosse von Savko Gucetiö und Ivan Gundulic, 
starb im J. 1640. Farlati bemerkt von ihm: „Composuit et 
typis vulgavit Comoediam, quae Euridice inscribitur, item 
Carmen de pailu Virginis, Cantica ecclesiastica fere omnia 
et aliquot psalmos illyrico versu douavit." Über seinen Stand 
finde ich nirgends etwas angemerkt. (Farlati VI 19. Appendini 
U. 237.) 



28 

G\jurg,je Barakovic (1618), gebürtig- aus Zara, im übrigen 
unbekannt. (Stulli. Appendini JI. 252.) Weltpriester, in der va- 
terländischen Dichtkunst hervorstehend. (Horanyi N. Mein. I. 762.) 

Oracio Mazibradic zubenannt Saljaga(vor 1620), Ragusaner, 
Maro Mazibradic's natürlicher Sohn, erbte zwar das Dichtertalent 
des Vaters, nicht aber dessen Gold- und Silber-Talente ; denn er 
wurde als uneheliches Kind durch das Municipalgesetz von aller 
Succession ausgeschlossen. Umrungen von eilf Kindern und 
von Sorgen für ihre Erhaltung und Erziehung gebeugt befand 
er sich in einer sehr bedrängten Lage, welcher dadurch 
nur wenig abgeholfen wurde, dass er als Amtsschreiber in die 
Dienste des Grafen von Meleda trat. Aber das grosse Aufsehen, 
welches er in der Einsamkeit auf dieser Insel durch seine treffli- 
chen Dichtungen erregte, gewann ihm nicht nur die Achtung 
seiner Landsleute, sondern bewog auch seine Gönner Dinko und 
Martolica Ranjina, Matia Gradi und Dinko Zlatariö, ihn und 
seine zahlreiche Familie auf das kräftigste zu unterstützen. Er 
starb um das J. 1620. (Appendini IL 224.) 

Bartola Naljeskovic oder Naic (vor 1620), ein naher Ver- 
wandte des berühmten ragusanischen Dichters Niko Nalje§kovi6, 
war, nach Giorgi, auch selbst ein geschätzter Dichter und Li- 
terat. (Appendini 11. 223.) 

Slmiin Zialaric (vor 1620), Patricier in Ragusa, des be- 
rühmten Dinko Zlatariö Sohn. Seine Geburt wurde von Didaco 
Pirro mit einem Epigramm gefeiert ; die Prophezeiung , dass 
er in der Kunst der Musen dem Vater nacheifern werde, ging 
in Erfüllung. Er lebte in vertrauter Freundschaft mit Ivan Gun- 
dulic, dichtete lateinisch und illyrisch, starb aber eines frühzei- 
tigen Todes schon im J. 1620. (Appendini IL 230.) 

Yalentino Yalovic (um 1620), Ragusaner, Ivan Buniö Vuöi- 
öevic's Freund, war von Natur zur Satire gestimmt. Man erzählt, 
dass er einst wegen eines auf den Protomedicus der Republik 
gedichteten beissenden Epigramms mit einer dreimonatlichen 
Haft bestraft wurde. Nichts desto weniger Hess er gleich nach 



seiner BeficiiuiK ein noch weit giftigeres satirisches Sendschrei- 
ben in hiteinischer Sprache wider denselben drucken. (Appen- 
dini n. 224.) 

Ivan Giindulie oder ragusanisch (Jivo Frana (Jundiiliea (Gio- 
vanni di Francesco Gondola) (1620), nach dem Urtheile aller 
stimmberechtigten Kenner der Fürst der ragusanischen Dichter, 
durch lieichtimm und hohe Vollendung seiner Dichtungen über 
alle andere weit herrorragend. Er stammte aus einer altade- 
ligen Familie und ward im Jahre 1588 zu Kagusa geboren. Sein 
Vater Frano war ein geachteter Senator. Gleich in der zar- 
testen Jugend fing sein reger Geist an sich herrlich zu entfalten, 
und aus der Tiefe seines Gemüths sprossen zwei grünende Palmen, 
die der Wissenschaft und der Tugend, üppig empor, welche des 
grossen Mannes Frühlingsalter mit unverwelklichen Blüthen 
schmückten, den Herbst des Lebens aber mit reifen und süssen 
Früchten aller Art erfreuten. Er erwarb sich gründliche Kennt- 
nisse in mehreren Zweigen des Wissens, besonders in dem rö- 
mischen und vaterländischen Rechte; ausserdem neigte sich sein 
religiös-mildes , frommes Gemüth naturgemilss zur Gottesgelehr- 
heit. Das eigentliche Streben des reichen Geistes war jedoch 
vorwaltend auf die Verherrlichung seines geliebten Vaterlandes 
durch die Künste der Musen gerichtet: Ragusas Ruhm wird 
mit seinen unsterblichen Dichtungen fortleben. Über sein Leben 
finden wir weder bei den Zeitgenossen , noch bei den nächsten 
Nachfolgern befriedigende Aufschlüsse, was man nicht genug be- 
klagen kann. Beide begnügten sich, dem grossen Dichter den 
Tribut ihrer Huldigung darzubringen, anstatt uns interessante 
und belehrende Züge aus seinem Leben zu erhalten. Als Pa- 
tricier verwaltete er mehrere Magistratswürden zur Zufrieden- 
heit seiner Mitbürger. Die Zeit, die ihm von öfteotlichen Ge- 
schäften und dem Dienste der Musen übrig blieb, verwendete 
er vorzüglich auf die Erziehung seines Sohnes §i§ko. Es war 
ihm indessen nicht beschieden, die Freude an dem Gedeihen 
seiner Werke lange zu geniessen. Er starb im J. 1638 nach 
eben vollendetem 50. Lebensjahre, nicht zu früh für seinen Ruhin, 



30 

aber zu früh für die schöne Literatur und für des Vaterlandes 
Glanz und Wohlfahrt. Bei einem längern Leben hätte er viel- 
leicht selbst noch mehrere seiner Werke zum Drucke befördert, 
und wir hätten nicht LTr?ache den Verlust so vieler derselben zu 
beklagen. Denn in dem grossen Erdbeben und Brand vom 
J. "J 667, welches ganz Ragusa einäscherte, ging ein grosser Theil 
seiner Handschriften zu Grunde , unter denen die Übersetzung 
des Tasso'schen P^pos der beklagenswertheste Verlust ist. Er selbst 
gab bei Lebzeiten nur sehr weniges durch den Druck heraus ; die 
Wechselfälle, welche bald nach seinem Tode Eagusa und Dal- 
matien trafen, vereitelten jeden Versuch seine Gedichte zu sam- 
meln und herauszugeben. Erst in der neuesten Zeit fing der 
Buchdrucker Martellini an, die schon geraume Zeit früher durch 
Pjerko Sorgo und Gjanluka Volantiö zum Drucke vorbereiteten 
Gedichte Gunduli6's einzeln herauszugeben. Hoher, sich immer 
gleich bleibender Schwung der Phantasie , religiös-milder Sinn, 
eine Fülle der herrlichsten Gedanken und Bilder, besonnen kühne 
Handhabung der gründlich verstandenen Sprache, unnachahmlicher 
Wohllaut und Vollendung des Verses sind die hervorstechend- 
sten Eigenschaften , die uns in seinen Dichterwerken unwider- 
stehlich ansprechen. (Appendini H. 233 — 234. Osman L 1 — 4. 
Leben von Appendini vor der ital. Übers, des Osman, Hag. 1827.) 

Ivaü Ptllmotta Dionoric (1620), Patricier in Ragusa, bloss 
als Vf. eines kleinen , vor Gunduliö's Busspsalmen stehenden 
Gedichts bekannt. 

Marin GazaroYic (1623), stammte aus der Insel Lesina 
(Hvar), woselbst einer seiner Nachkommen, Marino Gazzari, noch 

heutzutage ein berühmter Rechtsanwalt ist. 

,')id'jü! 

Vluko Komneno (1624 — 1644), Sohn Pietro Komneno's, des 
umherirrenden vermeintlichen Erben des Kaiserthuras von Tre- 
bisonde, wurde in Slano geboren und trat in den Dominicaner- 
Orden, als dessen Mitglied er abwechselnd in Neapel , in Spa- 
nien und anderen Orten wohnte. Er besass ausnehmend glänzende 
Geistcsgaben und zeichnete sich in mehrern Fächern der Literatur 



91 

vortheilhaft aus; nur tragen seine dichterischen und rednerischen 
Erzeugnisse die Spur eines entarteten Geschmacks an der Stirn. 
Der König von Spanien und der Vicekönig von Neapel waren 
ihm sehr gewogen ; durchdrungen von achtungsvoller Dankbarkeit 
leistete er denselben dafür auf der Flotte wichtige Dienste. Auch 
Papst Urban VIII. hatte ihn liebgewoimen , und wäre er ehr- 
süchtig gewesen, so hätte er unter seinem Schutze bald empor- 
steigen können. Er zog indess in religiöser Dennith vor, auf 
der betretenen Mittelstrasse zu bleiben. Seine zahlreichen, ge- 
druckten und ungedruckten lateinischen Werke findet man bei 
Appendini II. 89 — 90 verzeichnet. Er starb im J. 1667. 

Rafail Lcvakovic (1628), gehört der glagolitischen Abthei- 
lung an, wo das Nöthige über ihn bemerkt ist. (I. 156.) 

Alaiiasio Georgicevle oder, wie er sich selbst schrieb, Geor- 
giccus (1629), aus Spalato gebürtig, im übrigen unbekannt. 
(Appeiulini IL 251.) Priester, Mitglied des CoUegium Ferdinan- 
deum zu (Jraz. Er starb zu Agram ums J. 1640. Er war bei 
K. Ferdinand II. sehr beliebt, der sich seiner zu verschiedenen 
Gesandtschaften, namentlich an den König von Polen und an den 
Gär von Russland bediente, und ihn wegen seiner Dienste mit 
verschiedenen Geschenken und Ehren belohnte. Mehreres hin- 
terliess er handschriftlich. (Ciccarelli 13.) 

Anlun Kastralovic (vor 1630), Ragusaner, aus einer bürger- 
lichen Familie, Secretär bei dem Senat der Republik für die 
slawische Sprache, staib im J. 1630. Er war ein sehr geschätz- 
ter Dichter. (Appendini II. 310—311. Horanyi N. Mem. I. 634.) 

Anlan Krlvonoslc (vor 1630), ebenfalls aus einer bürgerli- 
chen Familie in Ragusa, Zeitgenosse Kastratoviö's, dem er auch 
in der Dichtkun st gleichkommt. (App endini II. 311.) Nach Horany 
N. Mem. I. 689 starb er im J. 1738, allein es scheint ein Ver- 
sehen in der Zahl zu sein. 



32 

Syepan MatiCTic (1630) genannt Solinjanin nach seinem 
Geburtsort Solina, hzt. Tuzla in Bosnien (oder Solina, klei- 
nes Dorf auf den Ruinen von Salona ?) , Franciscaner der 
Provinz Bosna Argentina, versah die Stelle eines Capellans in 
Sarajevo sechs Jahre lang, und arbeitete mehr als 18 Jahre 
hindurch als Priester in verschiedenen Gegenden Bosniens. 

Ivan slarjl Sara Biinic (Bona) Yucicevic (1630), Patricier aus 
Ragusa, ein angesehener und geachteter Republikaner, den Ab. 
Gradi in dem Leben Palmotiö's einen Mann „multarum artium 
et consumati judicii" nennt. Als einen solchen erwies er sich 
in der That nicht nur bei der Verwaltung mehrerer öffentlichen 
Aemter, sondern insbesondere auch in der Ausübung der Dicht- 
kunst. Er verschied im Jahre 1658. Sein Sohn Kikolica strebte 
sowohl in den bürgerlichen Tugenden, als auch in den Künsten 
der Musen dem edlen Muster des Vaters nach. (Appendini IL 
236. Horanyi N. Mem. L 513.) 

Luka Knzmic (1631), Ragusaner, Priester in Lagosta. (Appen- 
dini IL 303.) 

Simun Omiicevic (vor 1632), Dominicaner zu Ragusa, von 
Ambrogio Gozze in s. Catal. scriptor. Dominic. mit Lob erwähnt. 
(Appendini IL 312.) 

Ivan Därzic oder Darza („Darscia" schreibt Appendini) 
(1637), Ragusaner, Mitglied des Jesuiten-Ordens. (Appendini IL 
303.) [Darza und Där^iö ist im Grunde ein Name; desshalb wird 
umgekehrt Maro Dkriii oft Darza genannt, z. B. Farlati VI. 17.] 

Bogdan Baksic (1638) , Mitglied des Franciscaner-Ordens 
der Minoriten, Gustos der bulgarischen Provinz. (Engel III. 463.) 

Rafael Gucetic oder Gozze (1638), Ragusaner, Mitglied des 
Dominicaner-Ordens, ein guter lateinischer Dichter. (Appendini 
IL 303.) 

Annibale Lucio (1638), ein Edelmann von der Insel Lesina 
(illyr. Hvar), wegen seines Dichtertalents sehr beliebt, stand in 



33 

iVLMUulscliaft liehen Vi;rliiiltniss('ii mit (low meisten lagiisaiiisdieii 
Dichtern seiner Zeit. (Appendini II. 25().j Der Name Lucit, jetzt 
insgemein der Familie Bervaldi beigelegt, ist in Cittavecchia 
noch im Schwünge. 

.lorolim (iiK^clie oder ragusanisch .Icroliiu Kafacla Gucelica 
(di Rafaclo Gozze) (vor 1639), Ragusaner, wahrscheinlich ein 
Geistliclier, huldigte der religiösen Poesie nnd starb im Jahre 
1639. (Appendini II. 810.) 

(ijuro de Carls (1639), aus Spalato , Domherr und Erz- 
priester, (Jeneralvicar 1641, als Humanist und Theolog sehr be- 
rühmt, Vf. lateinischer und illyrischer hsclirf. Gedi chte. Starb in 
sehr hohem Alter. (Ciccarelli 17. 47.) 

Rlemeul Jancelle (1639) aus Oslje, Priester und Prediger 
des Franciscaner-Ordens, Vf. eines kleinen Gedichts vor des 
Karnarutiö Vazetje Szigeta grada Ausg. 1639. 

Liit'ido Äfancinolll (1639), erwählter Bischof, Vf. eines 
Gedichts (Sonetts) vor des KarnarutiC Vazetje Szigeta grada 
Ausg. 1639. 

Anilin Telllenovic (um 1639), Mitglied des Franciscaner- 
Ordens. (Stulli). — In der Ausg. 1639 von Karnarutiö Vazetje 
Szigeta grada steht ein ihm, als dem Herausgeber dieses Ge- 
dichtes, zu Ehren von dem obgenannten L. Mancinelli gedich- 
tetes Sonett. — Appendini nennt aber eine Ausg. von 1584? 

Ua,jininulo Gjainanjic (Zamagna) (1639), Ragusaner, Priester 
des Dominicaner-Ordens, ausgezeichnet durch philosophische und 
theologische Bildung, beredter Kanzelredner, starb im J. 1644. 
(Appendini II. 302.) 

Anluu Sassio (um 1640), Ragusaner, Zeitgenosse des Pa§- 
koje Primovit u. a.; im übrigen unbekannt. (Appendini II. 284.) 

Ivan Ivanlscvic (1642), aus einem adeligen Geschlechte zu 
Dol auf (Ut Insel Brazza (Braft) , Doctor der Rechte und der 

Safaffks Litrratnrgpschichto, II. Rand. 3 



34 

Theologie, Domherr und General-Vicar von Lesina (Hvar) und 
Brazza ; ein geistreicher, gebildeter, zu seiner Zeit sehr geachteter 
Mann, einer der trefflichsten Sänger unter den Dalmatinern. 
(Appendini II. 252.) Er wurde im Jahre 1608 geboren und starb 
1665. Als Jüngling wurde er von dem Bischof von Lesina in 
das Collegium von Loreto geschickt, wo er mit Erfolg studierte 
und Doctor beider Hechte wurde. Nach seiner Bückkehr ins Va- 
terland wurde er Domherr bei der Cathedrale von Lesina, hier- 
auf Generalvicar und endlich, nach Aufgebung des Canonicats, 
Pfarrer in seinem Geburtsort, so wie auch Abt zu Polje. Er hin- 
terliess mehrere handschriftliche Werke, darunter auch Poesien, 
welche noch von Dellabella benutzt wurden und nun unbekannt 
s \nd. (Ciccarelli 55.) 

Frano RadaIJa (Radaglia) (um 1646), Bagusaner, Verfasser 
von Dramen, über dessen Lebensumstände Appendini (IL 288) 
keine Nachrichten gibt. Der ebendaselbst (117. 213.) als Lieb- 
ling des Papstes Sixt V. und als geschickter Bildhauer geprie- 
sene Frarciscaner des Gonvents von Slano ist wohl eine von 
dem Dramendichter verschiedene Person V 

Pavao Posilovic (1647) aus Glamoc in Bosnien, Mitglied 
des Franciscaner-Ordens der Provinz Bo.<na Aigentina, zuletzt 
seit 1642 bis ungefähr 1664 Bischof von Scardona in l);ilmatien 
Er war ein fleissiger illyrischer Schriftsteller. Als Franciscaner 
hielt er sich viele Jahre in Bosnien auf, und arbeitete eifrig 
{in der Verbreitung des Evangeliums unter dem Volke, für wel- 
ches er auch das Büchlein Flos virtutum aus dem Italienischen 
übersetzte. (Farlati IV. 28—29.) 

Jakob Mlkalja (Miealia) (1649), Priester des Jesuiten-Or- 
dens, bekannt als illyrischer Lexicograph ; nähere Angaben über 
seine Lebensumstände fehlen. 

Jacinto Cemini (nach Dolci, Appendini u. Iloranyi) oder 
Komenius (nach StuUi) (um 1650—1700?), aus Kagusa, Mitglied 
des Dominicaner-Ordens. (Appendini II. :)02.) Er war ein 



35 

geschätzter Kanzelredner und starb im J. 1703. (Iloranyi N. 
Mem. I. 635 aus Dolci.) 

Andria Ziiuijevie (nach 1650) stammte aus einer bürgerli- 
chen Familie in l*('rai«to, studierte im Collegium der Propaganda 
zu Ilom und gewann durcli seine Fähigkeiten und seinen Fleiss 
bald die Zuneigung der Vorgesetzten. Er wurde Doctor der 
Philosophie und Theologie und Professor am Collegium. Im J. 
1656 wurde er von der Congrrgation als Operarius apostolicus 
nach der damals von den cattarer Biscliöfen administrirten Dioe- 
cese von Risno zugleich mit dem speciellen Auftrage abgesendet, 
über den Zustand der Kirche regelmässige Berichte an die Congre- 
gation einzuliefern. Gleichzeitig wurde er Abt und Pfarrer zu St. 
Georg in Perasto , später auch Yicarius apostolicus von Budva 
und electus Commissarius Sanctae Sedis. Im. J. 1671 Mon. 
August wurde er zum Erzbischof von Antivari und Dioklea und 
Primas von Serbien ernannt und von dem Erzbischof von Du- 
razzo Gerard Galata feierliclist dazu geweiht. Zum Andenken 
dieser Feierlichkeit und aus Dankbarkeit gegen den geachteten 
Abt Hessen die Peraster ein Elogium auf denselben in Marmor 
eingraben und in der Kirche a-ifstelicn, welches man bei Far- 
lati VI. 507—508 lesen kann. Vom J. 1689 hat man Briefe an 
Ab. Pastrizio von ihm, und vielleicht war er noch 1694, in wel- 
chem Jahre seine handscliriftlichc Kircheiigeschichte die Appro- 
bation der Censur erhielt, noch am Leben, (Farlati VI. 504 — 
508. Assemani IV. 413. Engel III. 467. Appendini Memorie 
51—52.) 

Ivan Gucclie oder Gozze (1652) aus Kagusa, war anfangs 
Mitglied des Jesuiten-Ordens, trat aber nach zwölf Jahren aus 
demselben, kehrte in seine Geburtstadt zurück und widmete 
sich ganz der Literatur. Er war eben so gut bewandert in der 
Theologie als in den philosophischen und andern weltlichen 
Disciplinen. Seine Lieblingsbeschäftigung machten indess die 
schönen Wissenschaften, besonders die lateinische, italienische 
und illyrische Dichtkunst aus. Er dichtete mit Glück in allen 

3* 



36 

diesen drei Sprachen. Bei dem schrecklichen Erdbeben 1667 
fand er seinen Tod, und man erzählt, dass seine Mutter vor 
Schmerz über den grässlichen Anblick des unter grauenvollen 
Qualen verschiedenen Sohnes dahinstarb. Abt Ignazio Giorgi 
schrieb zum Andenken dieses Ereignisses ein Gedicht, welches 
mit folgendem Distichon schliesst: Quaenam ultra , o miseri, 
restant solatia, cives, In nos si pietas pugnat et hostis amor? 
(Appendini II. 238.) 

Pclar Gaiidencio oder Radovcic (1657), aus einer unter den 
bürgerlichen angesehenen alten Familie in Spalato, Presbyter 
in seiner Vaterstadt, von Papst Urban VIII. im J. 1636 auf 
den Bischofsstuhl von Arbe erhoben, auf welchem er bis zu 
seinem Todesjahre 1 664 zur grossen Zufriedenheit der römischen 
Curie und zum Heile des seiner religiös-geistlichen Obhut anver- 
trauten Volkes sass. Mehreres über sein bischöfliches Walten 
siehe bei Farlati V. 281—282. (Ciccarelli 29.) 

Gijona Palmolic oder Palmolla (1657), Patricier aus Ragusa, 
geboren im J. 1606 von Gjorgje Palmotic und Ursula Gradi. 
Er erhielt von der Natur ein ganz für die Poesie geschaffenes 
Gemüth. Seine Lehrer im Lateinischen waren die zwei Jesuiten 
Camillo Gori und Ignazio Tudisi , ein Verwandte von ihm, in 
der Philosophie aber und im bürgerlichen Rechte sein Oheim 
Mihajlo Gradi, ein sehr gelehitcr und weiser Mann. Nach voll- 
endeten Studien fing Gjona an, die lateinische Dichtkunst mit 
Eifer auszuüben: er sah indess bald ein, dass es äusserst schwer 
sei, sich mittelst derselben einen grossen Namen zu erwerben, 
und warf sich mit der ganzen Kraft jugendlicher Begeisterung 
auf die Bahn der vaterländischen Poesie, auf welcher er seinen 
Vetter Ivan Gundulic mit so vielem Ruhme voranschreiten 
sah. Er entwickelte bald, besonders im Dramatischen, ein so 
glänzendes Dichtertalent und eine solche Fertigkeit in der Vers- 
kunst, dass er dadurch alle in Staunen setzte. Oft pflegte er, 
nachdem er seinen Stoff zum Drama überdacht und mit seinen 
Freunden Mihajlo Gradi und Ivan Serafina Bunica berathen 
hatte, das ganze Stück aus dem Stegreif, im Auf- und Abgehen, 



37 

den bctrcft'eiulen .lüiiglingcn , welche es aufführen sollten, zu 
dictiren. Dus Ausarbeiten eines Drama kostete ihn gewöhnlich 
nicht nii^hr Zeit, als die Schauspieler das Erlernen desselben. 
Doch seine Stärke bestand nicht im Dramatischen allein ; er 
verfasstc bei verschiedenen Gelegenheiten eine solche Menge 
Oden, Lieder u a. Gedichte, dass man dieselben, wenn sie alle 
beisammen noch vorlüinden wären, mit Mühe für Erzengnisse 
eines Mamies lialteu könnte. Gegen Ende des Lebens wandte 
er sich ganz der religiösen Muse zu luul dichtete die Christiade. 
Sein Tod erfolgte im J. 1657; er hatte mit seinem Freunde 
Gundulic ein gleiches Alter von kaum 50 Jahren erreicht. Ab- 
bate Gradi schrieb einen Commentar „de vita, ingenio et stu- 
diis Junii Talmottac" und setzte ihn der nach dem Tode 
des Dichters gedruckten Christias 1670 vor. (Appendini II. 
235—236.) 

ilurc Habdelie (1662), Priester des Jesuiten-Ordens, gehört 

im übrigen in die kroatische Abtheilung, hier nur wegon der 
ascct. Schrift „/ai-calo Marinsko" erwähnt. 

Lovro Slai'ccvic (vor 1663), Ragusaner, Weltpriester, starb 
im J. 1663. Er dichtete, nach Cerva, geistliche Lieder. (Appen- 
dini IL 310.) 

Petar Kanavclic (Cancivclli) (1663) , Patricier, geboren au 
der Insel Curzola zu Anfange des XVII. Jahrb., begab sich als 
Jüngling nach Kagusa und fasste liier eine entschiedene Vor- 
liebe für die iilyrisclic Poesie. Nachdem er daselbst eine Ra- 
gusanerin geheirathet und sich dadurch mit mehreren wohlha- 
benden Familien verschwägert hatte, lebte er abwechselnd in 
dieser Stadt und in seiner Heimath, von allen angeschenen Lite- 
ratoren seiner Zeit geachtet und geliebt. Er componirte, beson- 
ders für den Kreis seiner Freunde, Dramen und half sie selbst 
autt'ühren. Er starb im J. 1690. In einem handschriftlichen 
illyrischen Gedichte auf den h. Johannes, Bischof von Trau, und 
die Einnahme von Zara unter Kg. Kolouian nennt sich Kanavelic 
einen Edlen von Corzola und Pharia. 



38 

Gjnro Ki'izaiiic (1665), gebürtig aus Bosnien aus der Ge- 
gend von Dubica, Ozlje und Ribnik, zwischen den Flüssen Kupa 
und Vuna (im sogenannten Türkisch-Kroatien), römisch-katho- 
lischer Priester, verlebte seine Jugendjahre in der Heimath, ge- 
rieth dann, man weiss nicht wann und wie, nach Russland, lebte 
hier geraume Zeit und trieb mehr als zwanzig Jahre hindurch 
das Studium der slawischen Sprache mit Eifer. Endlich traf ihn, 
man weiss ebenfalls nicht warum, das harte Loos der Verbannung 
nach Sibirien, wohin er zugleich mit dem Hespodiakon Theodor 
verwiesen ward. In Sibirien beendigte er seine illyrische Gram- 
matik. Er lebte daselbst noch im J. 1675, und zwar in Tobolsk, 
wie man aus einer andern Handschrift desselben ersieht. Seine 
weiteren Schicksale und sein Todesjahr sind unbekannt. Seine 
handschriftliche illyrische Grammatik, in Tobolsk im J. 1665 
geschrieben, ist schon in dieser Hinsicht eine wundersame Er- 
scheinung und verdient auch ihres Gehalts wegen volle Beach- 
tung. (Vgl. Kalajdoviö Joann Exarch. S. 120—123.) 

VIad,jo slarji Mincelic oder ragusanisch Vladjo siarji Jera 
Mincelica (Vladislao di Girolamo Mcnzc) (1665), Patricier aus 
Ragusa, starb im J. 1665. Sein Geschmack ist, nach Appen- 
dini, besonders in dem Heldengedicht, bei sonst vielem Feuer 
und hohem Schwung der Phantasie, nicht rein und correct genug. 
(Appendini IL 237.) 

Sisko mladji Mincelic (Mcnze) Vlahovic, Ragusaner, ein 
Sohn des ebengenannten, versuchte sich im Drama und ist uns 
seinen übrigen Lebensumständen nach unbekannt. (Appendini 
IL 312.) 

Vinko Puclc (Pozza) genannt Sollan (vor 1667), aus einer gleich- 
namigen patricischen Familie in Ragusa, welche ursprünglich 
aus Cattaro abstammte, gelangte als Mathematiker und Astronom, 
besonders nach dem Tode des trefflichen Marino Getaldi (1627) 
zu einem grossen Ruhme. Die vaterländischen Schriftsteller Ragu- 
sas beklagen deshalb sehr den Verlust seiner Schriften in diesem 
Fache. Das Andenken seiner Kenntnisse auf diesem Gebiee 



39 

liat sich indesR ungeschwäcbt erhalten, und wird nach immer 
durch eine fortlebende Tradition aufgefrischt, der zufolge er das 
grosse Erdbeben vom J. 1667 aufs bestimmteste vorausgesagt 
haben und in Hinblick darauf mit freudiger Ergebung gestorben 
sein soll, um nicht Zeuge des Unterganges seines Vaterlandes 
sein zu müssen. Das Volk schrieb diese Voraussage theils seinen 
idiysikalisch-astronomischen Kenntnissen, theils einer besondern 
prophetischen Gabe zu. Seinen dichterischen Erzeugnissen wur- 
de längere Dauer zu Theil. Er dichtete nicht nur in illyri- 
scher, sondern auch in lateinischer und italienischer Sprache. 
Uns gehen unmittelbar nur seine illyrischen Gedichte an. Far- 
lati schreibt ihm zwei Dramen zu: duas comoedias carminibus 
illyricis composuit vulgavitque : altera Giuliza, altera Sifronium 
inscribitur. Ai)pendini kennt nur eine, die er Olinto e Sofronia 
nennt. (Appciidini IL 2:i8. Farlati VI. 18.) 

Uai'O (ßarlolomco) ßclcra (1667), aus einer bürgerlichen 
Familie in Ragusa, widmete sich nach vollendeten Schulstudien 
dem Kaufmamisstande und verwaltete später nebenbei mehrere 
Aemter in seiner Vaterstadt. Trotz der vielen mit seinem Berufe 
und Stande verknüpften Geschäfte wusste er dennoch auch für 
den Dienst der Musen, dem er sich rnit Eifer weihte, Zeit zu 
gewinnen. Die beste Gelegenheit, seine männliche Seele in ihrer 
ganzen Trefflichkeit zu zeigen, bot ihm indess die Einäscherung 
Ragusas durch das grosse Erdbeben und den darauf folgenden 
Brand 1GG7 dar. Er war es, der die Bewachung des sacro monte 
della [lietä übernommen, in einem Augenblicke, wo sich die kost- 
barsten Ueberreste des öffentlichen und Privat - Eigenthums da- 
selbst befanden, die aus der allgemeinen Verwüstung gerettet 
wurden. Er starb in einem hohen Alter im J. 1712. Von seinen 
zwei Töchtern war Baola Mutter des grossen Iluggiero BoSovic 
und erreichte ein Alter von 103 Jahren, Maria verheirathete 
Dimitri aber zeichnete sich als Dichterin vortheilhaft aus und 
starb im 90. Jahre des Alters. (Appendini IL 238—2:^9. Horanyi 
N. Mem. L 456-457.) 



40 

Nikolica ßiinic (Bona) Vucicevic (1667), Patricier zu lla- 
gusa, Ivan Bunic Vuöicevic's Sohn, zu Anfange des XVII. Jalirh. 
geboren, erhielt von der Natur herrliche Geistesgaben und unter 
Leitung seines Vaters die trefflichste Erziehung. Sein Leben fiel 
in die Periode des beginnenden Verfalls von Kagusa, und er 
war der erste unter den wenigen Edlen, welche mit Hintansez- 
zung aller irdischen Vortheile ihren Iluhm einzig in der Erhal- 
tung des Vaterlandes suchten. Er entfaltete frühzeitig eine solche 
Fülle von Kenntnissen, Reife des Urtheils und Gewandtheit in 
der Geschäftsführung, dass ihm bald die wichtigsten Functionen 
von dem Senate übertragen wurden. Zweimal wurde er an die 
Pforte mit wichtigen Aufträgen abgesendet. Gegen die Beschwer- 
den der Reise , so wie gegen die Unannehmlichkeiten , welche 
mit seiner Stellung als Gesandter am osmanischen Hofe ver- 
bunden waren, suchte er Trost und Linderung in der vaterlän- 
dischen Poesie, die er meisterhaft handhabte. Zur Zeit der Ver- 
wüstung Ragusas 1667 rettete er mit wahrer Selbstaufopferung 
die Trümmer des öffentlichen Gutes, und der Gedanke, das Va- 
terland wieder herzustellen, erfüllte von da an seine ganze Seele. 
Mitten unter seinen und seiner Freunde löblichen Bemühungen be- 
drohte ein neues Ungewitter die Existenz der Republik. Kara 
Mustafa, der goldgierige und grausame Grossvczier Muhammed 
IV., schwor Ragusa den Untergang. Die ersten Abgesandten 
des Senats richteten in Constantinopel nichts aus. In der allge- 
meinen Bestürzung erbot sich Nikolica nebst Marino Gozze frei- 
willig zu einer Sendung zum Pascha von Bosnien, dem Schergen 
Kara Mustafa's, dem Dränger Ragusas. Kaum angelangt, wurde 
er auf Geheiss dieses Ungeheuers gefesselt und nach Silistria zum 
Grossvezier geschleppt, der ihn mit Ketten beladen uud in einen 
tiefen, feuchten Kerker werfen liess. Nikolica's Natur erlag unter 
diesen Misshandlungen ; er hauchte seine grosse Seele in Ketten 
zu Silistria aus 1678. Der Senat ehrte sein Andenken durch 
eine rührende Inschrift. Nach der Wiederherstellung Ragusas 
schrieb er (1671) zum Behufe der vaterländischen Rechtspflege: 
Praxis judiciaria juxta stylum Curiac Ragusinac, gedruckt zu 
Ragusa 1784, ferner Descriptio Ragusauae ditionis, ein sehr 



41 

bündiger geographischer Aufsatz, von Michael Sorgo samuit dem 
Coninientarioius von Tubero 1790, 4" herausgegeben. Das erste 
Werk wurde zu seiner Zeit sehr geschätzt. Als Dichter errcichto 
Niivolica seinen Vater nicht, steht indess auch nicht weit unter 
ihm. (Appendini II. 104—106, 236. Farlati VI. 20. Horanyi N. 
Mcm. I. 515.) 

Saro IJiinic (Boua) (um 1670 ff.), Bruder des obigen, widmete 
sich mit grossem Ruhme der religiösen Diclitkunst. Ausser den 
Lobgedichten aui die h. lUisa und Katharina und ausser mehreren 
metrisch übersetzten Psalmen liest man von ihm ein Epigramm 
vor dem Officium der h. Jungfrau Maria von J. Aquilini 1689. 
Er ward im J. 1633 geboren und starb 1721 am 9. März. (Ho- 
ranyi N. Mcm. I. 515 — 516. Stulli. Bei Appendini fehlt dieser 
Schriftsteller.) 

Jjikobica Falmolic (hilmolla) genannt Ülouoric (vor 1670), 
Patricier in Pagusa, ein Mann von grossem Ansehen und wohl- 
thätiger vaterländischer Wirksamkeit. Er verrichtete mit Marino 
Ilanjina eine Gesandtschaft an die Pforte und hierauf 1664 eine 
zweite an Papst Alexander VII., diese letztere um die Ilepublik 
gegen die Beschuldigungen des Erzbischofs Francesco Perotti zu 
rechtfertigen. Sowohl in diesen beiden Gesandtschaften, als 
auch in andern wichtigen Aemtern , welche er bekleidete , be- 
währte er sich als einen Mann von grossen Fähigkeiten, reifem 
politischen Urtheil und umsichtsvoller Klugheit; insbesondere 
leuchtete seine Menschenliebe und sein Patriotismus hellauf bei 
und nach der Einäscherung Ragusas 1667, an dessen Wieder- 
herstellung er, vereint mit den wenigen übriggebliebenen Vater- 
landsfreunden, unermüdet arbeitete. Er starb, nach Cerva, im 
J. 1670, nach Dolci aber 1680. Die Stunden, welche ihm von 
Amtsgeschäften übrigblieben, widmete er am liebsten der Poesie. 
(Appendini II. 236.) 

(j^jorgjc Paluiolic (Palmolla) (vor 1670), Patricier zu Ra- 
gusa, Bruder des berühmten Gjona Palmotic, des Sängers der 
Christias, dichtete mit Leichtigkeit und Eleganz. Eine andere 



42 

Probe seines gebildeten Geistes gab er in der schönen Dedi- 
cation des Werkes seines Bruders, welches er auflegen liess, au 
den Cardinal Francesco Barberini. Mit den Triumviren Gjona, 
Jakobica und Gjorgje Palmotic erloscli das alte, an berühmten, 
um die Republik hochverdienten Männern reiche patricische Ge- 
schlecht Palmotta zu Ragusa. (Appendini II. 236.) 

Ivan Zadranin (1670) aus Zara, wie der Beiname anzeigt, 
Mitglied des Franciscaner-Ordens; im übrigen unbekannt. (Appen- 
dini II. 252.) (Nach dem Titel eines Buches hätte derselbe schon 
1602 gelebt, wenn die mir geschickte Abschrift richtig ist. — 
Es ist ein Druckfehler: MDCII statt MDCCII.) 

Vinko Balac (1672) aus Ragusa, geboren 1640, Priester der 
Gesellschaft Jesu und eifriger Missionär, starb zu Constantinopel 
1676. Er schrieb auch italienisch. (Horanyi N. Mem. I. 256—257.) 

Ivan Ancic oder Anic (Anicins) (1678), gebürtig aus dem 
Bisthum Duvno in Bosnien. Mitglied des Franciscaner-Ordens 
der Minoriten, zeitweiliger Lcctor, Prediger in der bosnischen 
Provinz. Er schrieb auch lateinisch: Thesaurus indulgentiarum 
im J. 1775 noch ungedruckt. (Ochievia. Horanyi I. ;>0.) 

Aguslin Flavio Macedonic (1679), gebürtig aus ßreno, 
Priester des Franciscaner-Minoriten -Ordens, im Jäner 1681 zum 
Bischof von Stagno erhoben, starb schon im November des fol- 
genden Jahres 1682 zu Rom. Bolci bemerkt von ihm folgendes: 
Brenensis patria, se a loco, qui nobis Srcbarno, vocitavit Fla- 
vium, uti etiam dici voluit Maccdonich ab illyrico cognomine 
Arbanassin. Ante conciones de adventu Patris Vitalis Andriasii 
exstant in hujus laudem duo ipsius epigrammata, Hispanicum 
unum, Illyricum alterum, quin et elogium Hispanice contextum 
Leopolde de Kolionich, cui praedictae oblatae conciones. (Appen- 
dini IL 310. Farlati VI. 359.) 

Sisko Gundulic oder Gondola (vor 1682), Patricier in Ra- 
gusa, des unsterblichen Sängers Ivan Gundulic Sohn. Er ward 
zuletzt Rector der Republik und starb im J. 1682. Die Gabe 



43 

der Dichtkunst hatte er vom \'ater geerbt und bediente sich 
ihrer mit Erfolg. Abt Giorgi, Dellabclla, Cerva und Dolci loben 
einstimmig seine Gedichte, die indess seitdem grösstentheils 
in Verlust gerathen sind. Das herrliche Talent der Dichtkunst 
lebte in seinem Sohne Ivan kräftig fort, wie unten bemerkt 
werden soll. (Appeudini IL 234.) 

Sljepo Cosmo (Sleplianus Cosmns) (1(583), Erzbischof von 
Spalato. Er wurde im J. 1G29 zu Venedig geboren. Nachdem 
er die grannnatischcn, rhetorischen und philosophischen Studien 
in dem Patriarchalseminarium der Congregation de Somascha 
absolvirt hatte, trat er selbst in diesen Orden. Er vollendete 
hierauf die hohem wissenschaftlichen Studien in Uom und Mai- 
land, und wurde nach seiner l{ückkehr als Lehrer beim Semi- 
nariuni seines Ordens angestellt. Hier zeichnete er sich besonders 
als Redner aus, und wurde schnell von Stufe zu Stufe gehoben. 
Im Jahre 1674 erhielt er die Dignität eines Vicarius generalis. 
Im Jahre 1678 wurde er vom Papst Innocenz XL zum spala- 
ter Erzbischof ernannt, welche hohe Würde er indess erst 
im J. 1682 antrat. Gleich auf der ersten von ihm 1683 abge- 
haltenen Synode wurden mehrere wichtige Beschlüsse gefasst, 
welche auf seinen Befehl durch den Druck verötfentlicht und 
später (1699) auch von Nikola Blankovic, erzbischöflichem Au- 
ditor und Generalvicar, ins Illyrische übersetzt wurden. Seine 
übrigen Verdienste um die Kirche findet man ausführlich bei 
Farlati (IIL 516—532) auseinandergesetzt. Er starb im Jahre 
1707. Als Lehrer am Seminarium der Congregation de Somascha 
liess er mehrere rhetorische und philosophische Schiiften drucken- 
Für den Unterricht des illyrischen Volkes in der Religion war 
er eifrig besorgt. Nicht lange nach der Besteigung des erzbi- 
schöflichen Stuhls liess er zwei in der slawischen Sprache wohl- 
bewanderte Kapuciner aus Steiermark kommen, um durch sie 
die Moriachen im Christenthum unterrichten zu lassen- Später 
berief er den Jesuiten Dellabella aus Italien zu sich, unter- 
stützte ihn auf das freigebigste und veranlasste ihn, das Wörter- 
buch der illyrischen Sprache auszuarbeiten. Er gründete das 
Clerical-Seminarium zu Spalato. (Farlati IIL 516 — 532.) 



44 

Milict,jIo Kaduic (1683), nach seiner eigenen Angabe aus dem 
Bacser Comitat, vielleicht aus Bacs selbst (er nennt sich überall 
Bacsanin), nach Horanyi hingegen (III. 110) im J. 1636 in der 
erzbischöflichen Stadt Kolocsa geboren, trat nach beendetem 
humanistischen Studiencurse in den Franciscaner-Orden der Mi- 
noriten, wurde nach nnd nach Lector generalis, Minister pro- 
vincialis und Gustos der Provinz Bosna Argentina (1685 — 1690), 
desgleichen auch Guardian im Kloster zu Ofen. Im Jahre 1683 
hielt er sich zu Rom auf, wie man aus dem Datum der Vorrede 
zu einem seiner Werke sieht. Trotz seiner grossen Gelehrsam- 
keit und exemplarischen Frömmigkeit fehlte es ihm dennoch 
auch an Neidern und Widersachern nicht, deren Angriff'e er je- 
doch siegreich zurückschlug. Ks. Leopold L ernannte ihn dar- 
auf zu seinem Hoftheologen. Er starb zu Ofen im J. 1704. 
(Pavic p. 61. 231. Horanyi III. HO.) 

Petar Toma Bogasinovic (1684), Ragusaner, eines verdienst- 
vollen, nicht ungelehrten Arztes Sohn, vertauschte die eine Zeit 
lang ausgeübte Barbierkunst schon im vorgerückten Alter mit 
der Kunst der Musen, die ihm indess eben nicht sehr hold ge- 
wesen zu sein scheinen. Er lebte zuletzt als Amtsschreiber auf 
der Insel Lagosta und machte von da aus häufige verunglückte 
Ausflüge nach dem Pindus. Seinem erzählenden Gedichte : Ob- 
Tcruxenje (jrada Becsa (die Belagerung der Stadt Wien) kommt 
nur ein sehr untergeordneter Werth zu. Gleichwohl fanden seine 
poetischen Producte auch ihre Liebhaber. In zwei der Erzählung 
vorgesetzten Epigrammen wird Boga^ünovic's Dichtertalent ge- 
priesen; nur in dem dritten, welches seinen Vater zum Vf. hat, 
wird er ernstlich gemahnt, den Musendienst aufzugeben. Sein 
Todesjahr ist unbekannt. (Appendini II. 239—240. Horanyi N. 
Mem. L. 502— 503.) 

l\liIia,jio Püzza (vor 1685), Ragusaner, zuerst Mitglied des 
Dominicaner-Ordens, hierauf Pfarrer und Domherr in Ragusa, 
war ein fleissiger ascetischer Schriftsteller; stai'b 1685. (Appen- 
dini n. 302.) 



45 

Vllalft Andrlasi oder Andriasovir (IGSß», Hjigusaiier, Trioster 
des I'ranci.sc.'inoi -Ordens und Coneionutor generalis, von welchem 
Farlati sagt : i)luriinas ac eruditissimas partim Illyrico, partim 
Italien scrnione compositas cdidit concioncs per ferias solemnis 
jejunii et adventus Dnniinici liabitas, et alias praeterea doctrina 
ae eniditione roferlissinias, (Farlati VI. 18. Appendini II. üO.'i.) 
Er starb im J. 1688. iMehrcres über ihn und seine Schriften s. 
bei Iloranyi N. Meni. I. 9(5. 

Slkjopo (iiorgi zubenannt Glman (1686), Ilagusaner, starb 
hart am Ausgange des XVIII. Jahrh. Er huldigte den Musen 
im illyrischen Gewände und hinterliess viele Gedichte ungedruckt. 
Seine Uebersetzung der Busspsalmen gab Bogasinovic heraus. 
(Appendini II. 2:i8. 240.) 

Marin Orblni (vor 1687), Kagusaner, Secretär der Republik, 
starb im J. 1 687. Dolci lobt ihn als einen sehr eleganten Schrift- 
steller in italienischer und lateinischer Sprache. Man hat 
von ihm lateinische (Jedichtc, Briefe, Reden u. a. (Appendini 
IL 308.) 

Bcrnardin dUorgi (1687), Bagusaner, zuerst Mitglied des 
Jesuiten-Ordens, hierauf Domherr, starb im J. 1687. Er schrieb 
einiges in lateinischer Sprache, wie die Denkmäler der ra- 
gusanischen Cathedrale, das Leben des ragusanischen Erzbischofs 
Perotto, Briefe u. s. w. Uns ist er als Sammler von illyrischen 
Sprichwörtern bemerkcnswerth. (Appendini IL Ml.) 

Ivan Lnka Anlica (Anllzza) (voi- 1688), Ragusaner aus einer 
bürgerlichen Familie, erlangte die juridische Doctorswürde in 
Italien, und hielt sich darauf mehrere Jahre lang als Geheim- 
schreiber bei dem Hospodar der Walachei auf. Nachdem er 
von da in sein Vaterland zurückgekehrt war, wurde er als Se- 
cretär bei der Republik angestellt. Seine Lustspiele und andere 
Gedichte fanden zur Zeit ihres Erscheinens vielen Beifall zu 
Ragusa, sind aber jetzt verschollen. Er starb im Jahre 1688. 
(Appendini II. 284.) 



46 

Ignacio Aqnilini (1689), Kagusaner, Mitglied des Domini- 
caner-Ordens. (Horanyi N. Mem. I. 178. Stullij. 

BernardJn Sorgo (1693), Kagusaner, Mitglied des Benedic- 
tiner-Ordens , ein wegen seiner Weisheit und Piechtschaffenheit 
sehr geschätzter Priester, starb im J. 1719. (Appendini IL 304.) 

Nikola BlankoTic (Bhiukovic) (1699), geboren zu Spulato 
im J. 1645, erlernte die Elemente der Wissenschaften in seiner 
Heimath unter elterlicher Aufsicht, und äusserte schon in der 
Jugend einen gesetzten, von allem Leichtsinn und Muthwillen 
entfernten, zur Gottesgelehrthcit geneigten Sinn. Diesem innern 
Berufe folgend trat er in seinem 15. Jahre in den geistlichen 
Stand und wurde von dem damaligen Erzbischof von Spalato 
Leonard Bondumerius an das Collegium Lauretanum Illyricum 
abgeschickt, um dort seine Studien zu vollenden. Hier studierte 
er Philosophie und Theologie sieben Jahre lang, und kehrte als 
Doctor beider Disciplinen nach Hause. Nun ward er 1668 zuerst 
Pfarrer in dem erzbischöfiichen Schlosse Susurac, hierauf Dom- 
herr und Lehrer der Theologie in Spalato. Um das Jahr 1678 
gründete er die Congregation des heiligen Philipp von Neri. 
Er verliess eine Zeit lang das Capitel, dessen Poenitentiarius 
er war, und lebte zuerst als gemeiner Bruder, dann als 
Praepositus in dem von ihm errichteten Institute. Auf viel- 
fältiges Drängen der Collegen im Capitel nahm er jedoch später 
seinen Sitz in demselben wieder ein, und behielt einstweilen auch 
die Leitung der Congregation. Der Erzbischof Stephan Cosmus er- 
nannte ihn 1684 zum Auditor ecclesiasticis controversiis diri- 
mendis und zum Generalvicar. Im J. 1685 wurde ihm die Ad- 
ministration der Bisthümer von Makarska, Scardoiia und Duvno 
anvertraut ; er unterzog sich der Erfüllung der mit dieser schwie- 
rigen Stelle verbundenen Pflichten mit ausdauernder Seelenstärke. 
Im J. 1695 wurde er von dem venezianer Senat zum Bischof von 
Makarska ernannt; es währte indess bis zum J. 1698, ehe er in 
dieser Würde vom Papste bestätigt wurde und die Verwaltung 
des Bisthums förmlich antrat. Als Bischof war er für das Seelen- 
heil seiner geistigen Kinder unablässig besorgt, und es gränzt 



47 

fast an das Wunderbare, was er \n dieser Hinsicht nnternoniinen 
und aus^fcfiilut hat. Erstarb 1730 im 85. Lebensjahre. (I'arlati III. 
513—514. 518. IV. 198— 20:{. Ciccarclli 22—27.) 

VcUw Viilellr (/w. 1050—1705) war, nach Stulli, Priester 
zu Castelnuovo (Kasteljanin), seine übrigen Schicksale sind unbe- 
kannt. In T. Babic's Cvit raziika mirisa duhovnoga .'i. Ausg. 
Ilagusa 1829. 4". ."{. Abth. S. 144— 167 steht von ihm ein erzäh- 
lendes (Jedicht: Josip pravedni, in 4 Gesängen. 

Frauo Oelaldi (zw. 1600—1700), höchst wahrscheinlich ein 
Geistlicher. (Appendini II. 310.) 

Ylalio Sqiiadpi (zw. 1690 — 1700), Ragusaner, Priester zu 
Kalamota, der sich gegen Ende des XVII. Jahrb. am Hofe des 
Erzbischofs von Ragusa riihmliclist auszeichnete. (Appendini II. 274.) 



\VIII. .liilirliiiiiflort. 

Folgende neun Schriftsteller, deren Schriften zwar Stulli 
und Appendini beiläufig nandiaft gemacht haben, über deren 
Zeitalter mir jedoch alle Nachrichten fehlen, scheinen im Allge- 
meinen tlieils am Ausgange des XVII., theils in der ersten 
Hälfte des XVIII. Jahrb. gelebt zu haben. 

Jakob Ariiioliisie aus Sebenico in Dalmatien, studierte 
unter seinem gelehrten Landsmanne Carl Verantius und machte 
glänzende Fortschritte in den Wissenschaften. "\'or allem aber 
zeichnete er sich in der Dichtkunst aus und hinterliess meh- 
rere Gedichte, darunter ein gedrucktes: Slara xensht, sprotivni 
odgovor Giacova Armolusiclia Scihenicsanina cvitu scestonm Iv. 
Ivaniücevicha. Fatacii .... 4." (Horanyi N. Mem. 1, 184.) 
Nach dem J. 1642, indem das Gedicht eigentlicli dem Cvit scesti 
des Ivan Ivani.?evic: Od privare i zle naravi xenske entge- 
gengesetzt ist. 

Kavcie (( aiicich), Mitglied des Benedictiner-Ordens auf der 



48 

Insel des h. Andreas unweit Ragusa (na otoku S. Andrie izvan 
kolocepa u Dubrovniku). (Stulli.) 

Jci'ojim Kavaujin (Cavaguini), Doctor, Patricier zu Spalato. 
(Appendini II. 251. Stulli.) 

Vlalio LeliiiiH', Ragusaner, Mitglied des Franciscaner-Ordens. 
(Stulli.) 

Ivan Pelar Marci (Marc!?), Patricier zu Spalato. (Stulli.) 

Frano Natalis, ein Spalater. (Stulli.) 

Ivan Simunovic, ragusaner Priester. (Stulli.) 

Malia Vitclcski (Vilellescus), Mitglied des Jesuiten-Ordens. 
(Stulli.) 

Ivan ZanoUi, Domherr zu Zara. (Stulli.) 

Vinko Pelrovic (1700 ff.), Ragusaner, geboren im J. 1677, 
stammte aus einer bürgerlichen Familie und erwarb sich durch 
seinen Eifer im Dienste der Republik, sowie durch sein poeti- 
sches Talent bleibenden Ruf in seinem Vaterlande. Er studierte 
die rhetorischen und philosophischen "Wissenschaften bei den 
Dominicanern, und wollte sich eben der Theologie weihen, als 
er von seiner Bahn abgelenkt und dem bürgerlichen Leben zu- 
gewendet wurde. Er tiat in den Ehestand und ward Amtsschreiber 
bei der Republik. Schon in der frühesten Jugend zeigte er 
eine unwiderstehliche ^Neigung zur lateinischen Poesie; nicht 
lange darauf fing er auch an im Italienischen und Illyrischen 
zu dichten. Er war eines der vorzüglichsten Mitglieder der 
damals in liagusa unter dem Namen der Accademia degli Oziosi 
bestehenden Gelehrtengesellschaft. Seine zum Theile sehr treff- 
lichen lateinischen Gedichte haben sich ungedruckt erhalten; 
aber die vollendete illyrische Uebersetzung des Tasso scheint 
leider gänzlich in Verlust gerathen zu sein. Er starb 1754 
im 77. Jahre seines Lebens. (Appendini II. 149 — 150.) 

Älaiia Dirallri geborne Betera (1700 ff.), des oben ange- 
führten ragusanischen Dichters Baro Betera Tochter, eine mit 



49 

hcllblickcndein Verstände und tVomnicni Tiefgefttlil ausgestattete, 
gebildete Frau und eine gelehrte Dichterin. Sie wurde um das 
J. 1674 geboren und starb im J. 1764. Sie dichtete zartsinnige 
moralische und religiöse Ilynnien. (Appendini IT. 2.'i9. Horanyi 
N. Mem. I. 457.) 

Jakob Nalall oder Nadall (um 1700), Ragusaner, über des- 
sen Lebensumstände nähere Auskunft fehlt, dichtete, nach 
Dolci, mit Geschmack und Eleganz. (Appendini II. 239.) 

Frano Lali« (1702), Ragusaner, des h. römischen Reiches 
Graf, starb 1722. Im J. 1704 machte er ein lateinisches Ge- 
dicht in Ancona durch den Druck bekannt; auch setzte er den 
Busspsalmen von Betera (1702) einige Epigramme vor. (Appen- 
dini IL 308.) 

Vinko Diulan (st. 1703), aus Spalato, Priester des Domini- 
caner-Ordens, zweimal Provincial, ein gelehrter Theolog, berühm» 
ter Kanzelredner und guter Dichter, starb zu Venedig im Jahre 
1703. (Ciccarelli 36.) 

Andi'la Vitaljic (1703), gebürtig aus Kornica auf der Insel 
Lissa (Vis), widmete sich dem geistlichen Stande und ward Welt- 
priester. (Appendini IL 252. Stulli.) Er ward im J. 1653 ge- 
boren und starb 1737. In der Handschrift hinterliess er meh- 
reres, sowohl in Prosa als in Versen. Sein Styl ist natürlich , 
leicht und fliessend; besonders wird die Uebersetzung der 
Psalmen geschätzt. 

Aaton Bozin (1704), wahrscheinlich ein Priester, nach der 
Angabe auf dem Titel seines Buches gebürtig aus dem Orte 
Jezaro auf der Insel Morter, im Gebiete von Sebenico. 

Iran FillpOTlc genannt Garcie (1704), Herausgeber der 
Predigten von Matija Divkovic, nennt sich Priester und Cavalier 
des hl. Marcus bei Sinj an der Cetinja im spalater Erzbisthum. 

Luka Terzic (1704) aus Bif^ce in Türkisch-Croatien, Pfarrer 
bei der Kirche des heil. Philipp von Neri im Gebiete Polica, 
spalater Diöcese. 

Safaffk. Literaturgeschichte. II. Band. 4 



50 

Älihajlo Augcli (1705), gebürtig aus Eagusa, stammte aus 
der adeligen Familie der Bozidare, Mitglied des Capuciiier- 
Ordens, von ^velcllem die Bibliotheca Capuc. sagt: In Piceni 
provincia professus, et ordini atque orbi virtutis spectaculum; 
supremus universi ordinis moderator, asceticus, theologus, con- 
cionator et consiliarius, magnatibus ac principibus carus et ve- 
nerabilis. Er gab lateinisch heraus : Brevis methodus peragendi 
utiliter sanas exercitationes, Mediol. et Bonon. 1705. Stulli 
nennt ihn einen Venetianer (Bneöanin), wahrscheinlich darum, 
weil er in Venedig gelebt haben mochte. (Farlati VI. 20.) 

Ivan Garllcic (1707), der sich selbst Collegii Illyrici Lau- 
retani de Propaganda fide alumnum nennt, war Priester in der 
diakovarer Diöcese und Missionär der Congregation der Pro- 
paganda. 

Stipan Jajcaüin Markovac oder Margllie (1708), aus Jajce 
in Bosnien, wie der Beiname anzeigt, Franciscaner der Provinz 
Bosna Argentina, lebte als Priester der römisch-katholischen 
Bosnier abwechselnd an verschiedenen Oertern dieser Provinz, 
und suchte den vernachlässigten Druck cyrillischer Bücher für 
katholische Bosnier von neuem zu beleben. 

Pelar Macnkat (1708), Bürger zu Spalato. („Pietro Maz- 
zucatto Cittadino di Spalato." Er selbst unterschrieb sich 
Petar Macnkat.) 

Anluu Gledjevic oder (Jlcgljevlc (vor 1709), Ragusaner, 
aus einer bürgerlichen Familie, hinterliess sehr viele, von Cerva 
aufgezählte, aber sowohl von ihm als auch von andern Natio- 
nalen gering geschätzte poetische Werke. Der einzige Ab. 
Giorgic lobt dieselben in einem schönen Gedichte aufs wärmste. 
Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass dieser Dichter vorzüglich 
deshalb das Unglück hatte, seinen Mitbürgern zu missfallen 
und von ihnen verkannt zu werden, weil er Satyren sclirieb. 
So viel ist gewiss, dass er seiner Satyren wegen ins Gefängniss 
gesetzt wurde, so wie auch, dass er dieselben im J. 1728, kurz 



51 

vor seinem Tode, ins l'euer warf. Anderes jedoch hat sich von 
lim erhalten, was seinem Dichtertalente wahrhaft Ehre macht. 
(Ai)i)endiiii U. 24').) 

Ivan Alersie (vor 17ül)j, gebürtig von der Insel Pago, in 
dem Occhischen Catalog „Vojvoda", d. i. Capitän, Heerführer, 
genannt. (Appeudini IL 2b'A.) 

Auluu Ghulili« (1709) schrieb des Mate Divkovic: Xivot 
SV. Katarine mit lateinischen Buchstaben nm und Hess es Ve- 
nedig 1709 neu auflegen; im übrigen unbekannt. 

hau uiladjl Sara Bonic (Bona) genannt Yucicevic (vor 1712), 
Patricier zu lUigusa, geboren um das J. 1662, starb 1712. Er war 
in der schönen Literatur ein Schüler des berühmten Cardinais 
Tolomei. Frohmüthig, heiter, verband er mit dem Talente der 
Dichtkunst auch die Fertigkeit in der Musik , in der Sing- und 
Tanzkunst: kein Wunder also, dass er ein Abgott der vonieh- 
men Gesellschaften wurde. In der Kechtskunde war er gründ- 
lich bewandert; mehrmals erwies er sich als einen geschickten 
Anwalt; namentlich erlangte er durch die berüchtigte Yerthei- 
digung der Dominicaner wider den Erzbischof von Ragusa 
grosse Cclebrität. Die Academie degli Oziosi, deren Mitglied 
er war, beweinte seinen Tod in vielen Trauergedichten. Er war 
von derselben, nebst Ivan Alethy und Gjorgje Mattei, beauftragt, 
ehi illyrisches Wörterbuch auszuarbeiten. Ausser illyrischen 
Dramen und Gedichten hat man auch noch einige italienische 
Poesien von ihm. (Appendini IL 237. Horanyi N. Mem. L 513.) 

Ki'isl Mazarovic{1712), Patricier von Perasto, wo die Fa- 
milie dieses Namens damals sehr blühend war (im J. 1671 wird 
Vincentius Mazarovic als Judex Perasti genannt); im übrigen 
unbekannt. 

Ivan Drazic (1713), Canonicus von Spalato. Seine Gedichte 
werden von Appendini für des Druckes werth erklärt. (Appen- 
dini II. 251.) 

4* 



52 

Lovi'jeiic Ljubiiski (1713), gebürtig aus Ljubii§ki, wie der 
Beiname andeutet, Mitglied des Ordens der Franciscaner-Mino- 
riten bosnischer Provinz, Lector der Philosophie. Warum ihn 
Horanyi (II. 31) einen Bulgaren nennt, weiss ich nicht. 

Beiiiai'dlii Rlcclardi, aus einer bürgerlichen, mit ihm aus- 
gestorbenen Familie in Piagusa, geboren im J. 1680, bildete in 
früher Jugend die Fähigkeiten trefflich aus, die er von der Na- 
tur zur Dichtkunst erhalten hatte. Nachdem er die gewöhnliche 
Studienbahn durchlaufen , widmete er sich der Ausübung der 
Dichtkunst in lateinischer, italienischer und illyrischer Sprache. Er 
behandelte vorzugsweise heilige Gegenstände. Aber mitten unter 
den rühmlichsten Bestrebungen im J. 1716 der Welt entrissen, 
konnte er die P'rüchte seiner jugendlichen Muse nicht zur Reife 
bringen. Seine hinterlassenen Gedichte beurkunden zwar sein 
vorzügliches Dichtertalent, tragen aber auch allzusichtbare Spu- 
ren jugendlicher Unvollkommenheit an sich. (Appendini IL 148.) 

Karst Pejkic (1716), gebürtig aus Ciprovac in Bulgarien, 
Missionarius apostolicus, Canonicus bei der Cathedrale zu Fünf- 
kirchen und Abt des hl. Georg von Csanäd, schrieb auch in 
lateinischer Sprache: Mahometanus dogmatice et catechetice 
in lege Christi, Alcorano suftragante, instructus, Tyrnaviae 
1717. 4 "., Speculum veritatis (aus dem Illyrischen ins Lateini- 
sche von dem Vf. selbst übersetzt), Venetiis. 1725. 8"., Concor- 
dia orthodox, patrum oriental. et occid. in eadem veritate de 
Spiritus S. processione &c. Tyrnav. 1730. 8". u. s. w. Horanyi 
nennt ihn irrig einen Croaten. (111. 61.) 

ToulO Babie (1719), aus Velim in der scardoner Diocese, 
Mitglied des Franciscancr-Ürdens der Minoriten, Prediger und 
Definitor der Provinz Bosna Argentina. Nach der Vorrede zu 
seinem Cvit razlika mirisa duhovnoga war er lange Zeit Pfai'- 
rer und Vicarius in Scardona bei den Bischöfen Nikola Tomas 
und Vicenzo Bragadin. Bei Appendini (II. 307.) heisst er irrig 
Antonio. (Horanyi I. 77.) Er lernte die ersten Anfangsgründe 
der Wissenschaften in dem Franciscaner-KIoster zu Scardona, 



53 

die Philosophie und Tlieologie ahm" zu Rom. Nach seiner /urück- 
kunft in die l'rovinz des h. Erlösers wurde er eine Zeit lang 
Lector der Theologie und Philosophie. (Iloranyi N. Mem. I. 
761—762.) Nach dieser Stelle wäre er in Scardona im J. 1722 
gestorben, was nicht zu passen scheint, da er die Ausg. 1726 
seines Cvit, nach der Schlussrede zu urtheileu, selbst besorgt 
haben muss , wofei'u sie niclit ein wörtlicher Wiederabdruck ist. 

Timotej GIc^ (nach 1719?), Ragusaner, Mitglied des Fran- 
ciscaner - Ordens. (Appendini II. 304.) 

Ivan miadji Giindiilic oder ragusanisch Ivan Siska Gniidalira 

(Gondohi) (vor 1721j, I'atricicr aus Kagusa, eiferte auf der glor- 
reichen Bahn der Dichtkunst seinem gleichnamigen Grossvater 
ki'äftig nach. Nach der Verwüstung Ragusas durch das schreck- 
liche Erdbeben 1667 fanden die verwaisten illyrischen Musen 
an ihm den sorgsamsten PHeger, dessen vorzüglichstes Streben 
auf die Erweckung und Erki'äftigung des erstorbenen National- 
sinnes für die schöne Literatur gerichtet war. Erbe des Olan- 
zes, der Tugenden und der Weisheit seiner Ahnen, bekleidete 
er mit Ruhm mehrere Würden der Republik und starb im J 
1721. (Appendini II. 2.34—235). 

Anilin Mallascvic Karamau (Caramaneo) (vor 1721), gebürtig 
aus Lissa (Vis), Weltpriester, Doctor der Theologie, gebildet in 
Padua, bewandert in der griechischen und mehreren orientali- 
schen Sprachen, ein grosser Literator, starb 1721 in hohem 
Alter. Obwohl in Italien lebend, verfasste er dennoch illyrische 
geistliche Lieder, die auch heutzutage gesungen werden, sammelte 
illyrische Sprichwörter und waiulelte sie in Verse um, u. s. w. 

Dinko Bian('lii(IMankovi('V) (1722), Weltpriester, im übrigen 
unbekannt. (Appendini IL 305.) Gebürtig aus Ragusa. Im J. 
1723 begab er sich über Ancona nach Chioggia und wollte von 
da nach Padua abreisen, um hier Heilmittel wider die Schwind- 
sucht zu suchen, als ihn der Tod ereilte. (Horanyi N. Mem. L 
481 aus Dolci). 



54 

lUJa Lukiiiic (1722), Domheir iiiul Primicerius (Primanccr) 
der Cathedrale zu Senj. 

Ignacio Gljorgjic oder Giorgi (1724), Bernardo Giorgi's, wel- 
cher nach 1667 in den Adelstand aufgenommen ward, und der 
Franceska Zlataric Sohn, wurde zu Ragusa den 8. Februar 1675 
geboren. In der Taufe erhielt er den Namen Nikola. Die herr- 
lichsten Geistesgaben, mit denen ihn die Natur überreichlich 
ausgestattet hatte, eine lebhafte Einbildungskraft, tiefer Verstand, 
umfassend treues Gedächtniss, erregten schon damals allgemeine 
Bewunderung, als er noch Grammatik, Rhetorik und die grie- 
chische Sprache studierte, noch mehr aber war dies bei der 
Philosophie der Fall, welcher er unter der Leitung des aus Mo- 
star in der Hercegovina gebürtigen Jesuiten Luka Kordic oblag. 
Nachdem er die öffentlichen Schulen verlassen, gab er bald 
überraschende Beweise der grossen Fortschritte, welche er be- 
sonders in der lateinischen und illyrischen Dichtkunst gemacht 
hatte. Weil er aber meist Liebeslieder und Satyren dichtete, 
so erregten seine Gedichte zugleich auch vielfältiges Missbehagen. 
Mit der männlichen Toga bekleidet und dem grossen Rathe bei- 
gesellt, ging er, als einziger Sprosse seines Hauses, mit dem 
Gedanken um, zu heirathen. 

Aber kaum hatte er, als Conte oder Govematore der ^upana 
ein Jahr auf dieser Insel in der Einsamkeit zugebracht, als sein 
Gemüth gänzlich umgestimmt wurde. Er ging nach Rom und 
trat, zur allgemeinen Verwunderung aller, die ihn kannten, in 
seinem 22. Jahre in den Orden der Jesuiten. Mit grossem Ei- 
fer ging er nun an die Erfüllung seiner neuen Ordenspflichten, 
und verlegte sich daneben neuerdings auf lateinische und griechi- 
sche Sprachstudien, auf Philosophie, Mathematik, Theologie, auf 
hebräische Sprache, auf Kirchen - und Weltgeschichte. Von sei- 
nen Obern nach Ascoli geschickt, trug er hier Rhetorik vor, und 
gewann in hohem Grade die Liebe der Bürger dieser Stadt, wie 
eine Sammlung ihm zu Ehren gedichteter Sonette beweist. Nach 
sieben Jahren trat er aus der Gesellschaft heraus, und zwar, wie 
Frano Sorgo berichtet, bloss deshalb, weil ihm seine Ordens- 



55 

obcrn die Anstellniifj; als Lottorc di Controvcrsie an dem 
röinisc.hen ('ollc^ium neben P. Gianibattista Toloinei verwei- 
gert hatten. Kr kehrte nach Kagu.sa znrück und fülirte liier 
im weltlichen Stande ein, eines Ordens - Gelehrten ganz wür- 
diges Leben. Allein schon im J. 1706, im :U. seines Alters, 
trat er aufs neue in die ('ongregation der Bencdictiner auf 
Meleda und nahm den Namen Ignazio an, angeblich aus Achtung 
gegen den Stifter des Institutes, dessen Mitglied er früher ge- 
wesen. Hier beginnt die zweite Periode seines wechselvollen 
und vielthätigen Lebens. Unennüdet in der gewissenhaftesten 
Erfüllung seiner religi()sen Obliegenheiten, warf er sich gleich- 
zeitig mit der ganzen Kraft seines grossen Geistes auf das Feld 
der Wissenschaften und Künste, und schuf die herrlichen Werke, 
welche nun eine bleibende Zierde der illyrischen Literatur sind, 
Im J. 1712 trug er im Kloster zu St. Severiu in Neapel die 
Rhetorik mit grossem Beifalle vor und stand zugleich als Phi- 
losoph und Theolog in hoher, wohlbcgründeter Achtung. p]r 
trieb auch antiquarische Studien daselbst mit Eifer und anhal- 
tendem Fleisse. Nach seiner Kückkehr nach Ragusa besuchte 
er Venedig und Padua, und sammelte hier Stoff zu seinen 
gelehrten Arbeiten. Am ersten Orte machte er Bekanntschaft 
mit dorn hochgebildeten (trafen Trifon VraCen aus Kataro, Secre- 
tär und Geheim - Rath des Senats von Venedig. Auf Veran- 
lassung dieses Magnaten dedicirte er sein Werk über den Schitf- 
bruch des Apostels Paulus den Reformatoren des Studiums von 
Padua, was seine Berufung zum Nachfolger des Ab. Orsato für 
denLehrstuhlder Exegese an dieser Universität zur Folge hatte. 
Er erlebte indess die Erledigung dieses Postens nicht. 

Während seines einstweiligen Aufenthaltes in Padua berei- 
cherte er seine gewählte Büchersannnlung mit vielen seltenen, 
besonders griechischen Werken, welche jetzt einen Theil der 
Bibliothek der Congregation zu Meleda ausmaclien. Mit Vene- 
dig unterhielt er fortwährend den lebhaftesten literarischen 
Verkehr. Der Senat von Ragusa ernannte ihn zu seinem Theo- 
logen und trug ihm das Bisthum von Trebinje und Mercana an, 
was er aber ablehnte. Von seinen Ordensbrüdern zum Abte 



56 

erwählt, stand er den Klöstern von St. Jacob und Meleda mit 
vieler Weisheit vor, und wurde zugleich auch Präsident seiner 
Congregation. Die vielfachen, mitunter sehr anstrengenden 
Arbeiten, denen er sich als Ordensvorsteher und Gelehrter unter- 
zog, erschöpften seine Kräfte und verkürzten sein Leben. Eben 
war er von einer beschwerlichen Eeise aus Rom nach seinem 
Kloster zurückgekehrt und begab sich in die Stadt zu seinem 
gelehrten Freunde Sisko Tudisi, als in der Mitternacht am 21. 
Jänner 1737 ein Schlagfluss seinem verdienstvollen Leben ein 
Ende machte. Gjorgjic besass von Natur eine überströmende 
Fülle von Fröhlichkeit und Laune, und seine witzigen Einfälle 
lebten noch lange nach ihm im Munde des Volkes. Bei einem 
grossen starken Körperbau lebte er äusserst massig und schlief 
wenig. Seine lateinischen, grossen Scharfsinn und gründliche 
Gelehrsamkeit bekundenden Werke findet man bei Appendini 
u. a. verzeichnet. Uns geht er hier zunächst als illyrischer 
Schriftsteller an. Unter den Dichtern dürfte ihm der einzige 
Ivan Gundulic an Schwung der Phantasie, Fülle der Gedanken 
und Bilder und an Kraft der Diction, wiewohl in geringer Ferne, 
überlegen sein; in kühner Handhabung der von ihm bis in ihre 
geheimsten Falten und Tiefen gründlich studierten und schöpfe- 
risch beherrschten Sprache scheint er sogar diesen grossen 
Meister zu übertreifen. Eben so trefflich ist seine gediegene 
Prosa, und seine Werke sind deshalb von allen Nationalen als 
classische Muster der Sprachbildung anerkannt, Ardelio Della- 
bella unterwarf seine Grammatik und sein Wörterbuch vor dem 
Abdrucke der Censur Gjorgjic's, und die Academie degli Oziosi 
wählte ihn zu ihrem Director. Bei solchen Vorzügen der illy- 
rischen Dichterwerke dieses unsterblichen Sängers ist es um so 
mehr zu bedauern, dass einige derselben, wie Marunko, gar nicht 
gedruckt, andere aber, wie die Psalmen und Mandaljcna, bereits 
sehr selten geworden sind, und dennoch nicht neu aufgelegt 
werden. Noch ist zu bemerken, dass die lateinischen Gedichte 
dieses Meisters mit den illyrischen gar keine Vergleichung 
aushalten, gleichsam al« hätte die zürnende illyrische Vila absicht- 
lich die Lyra des Dichters verstimmt, der seinem Vaterlande 



57 

einen Tlieil der schönsten Geiste.sblumL'n entziehen nnd in den 
längst überfüllten (^liirten Latiums hineintragen wollte. (Farlnti 
VI. 20. Apperuliiii II. 20. iiO. 148. 24i)— 245.) 

Mariau Lekiisic (1724 ff.), Mitglied des Franciscaner-Ürdens 
der Minoriten, Secretär der Provinz Bosna Argentina. (Ka6ic 
Korabljica str. 441. Eb. Razgovor str. 58.) 

Ivan Kraljifi (1724), von der Insel Vegla (? od otoka Vej- 
skoga), wahrscheinlich ein Geistlicher. (Appendini II. 307.) 

Pelai' Boskovic (vor 1727), aus einer bürgerlichen Familie 
in I^agusa, Bruder des grossen Ruggiero Bo^kovic, geboren im 
.1. 1705, starb in der Blüthe der Jahre im J. 1722, nachdem 
er bereits das Amt eines Secretärs bei der Republik angetreten 
und einleuchtende Proben seiner Geschicklichkeit gegeben hatte 
Sein Knde war über alle Massen traurig. Fr fiel auf seinem 
Landhause, wo er zu ebener Frdc wohnte und aus dem Zimmer 
einen Au.sgang in den Garten hatte, plötzlich in eine schwere 
Krankheit, und wurde in die Stadt gebracht. In der Fieberhitze 
sprang er aus dem Bette, öffnete das Fenster und stürzte sich 
vom dritten Stock auf die Strasse herab , ohne dass ihn sein 
Wärter daian hätte verhindern können. Die Liebe zu den Wis- 
senschaften hatte er mit den meisten Gliedern seiner Familie 
gemein; Sprachkunde, Dichtkunst und Mathematik waren seine 
Lieblingsstudien: für die illyrische Poesie gingen mit ihm die 
schönsten Hoffnungen zu Grabe. Nach Stulli schrieb er auch 
in illyrischer Prosa. (Appendini II. 245. Iloranyi N. M. I. 550—551.) 

•Slipaii Badi'ii' (1727) aus Derni.s, Priester des Francisca- 
ner-Ordcns. Sein Aufsatz: Ukazanje istine medju carkvom istocs- 
nom i zapadnjom steht auch in dem Cvit razlika mirisa du- 
hovnoga von Tomo Babic, Ragusa 1829. 4". Abth. IL S. 1—47 

(Jjiiro Maüei (vor 1728), Ragusaner, geboren im J. 1675 
Wcltpriester, ein geschmackvoller lateinischer, italienischer und 
illyrischer Schriftsteller. Er war anfangs Hofmeister im Hause 
des Barons von Saponara in Ragusa, eines gebildeten Gönners 
der Gelehrten, und versah zugleich die Geschäfte eines Secre- 



58 

tärs bei dem Bischof von Trcbiiije, Antonio liiglii, der ebenfalls 
ein sehr gelehrter Mann und gewandter lateinischer Dichter 
war. Kurz darauf fiel er in Ungnade bei dem Erzbischofe von 
liagusa und ging nach Ilom, wo er durch Vermitthing des Car- 
dinais Tolomei, dessen Schüler er gewesen, ein Canonicat am 
illyrischen Collegium des hl. Ilieronymus erhielt und im Hause 
des Fürsten Ludovici Erzieher ward. Wiewohl er die Angriffe 
seiner Gegner siegreich zurückgeschlagen hatte, zog er es den- 
noch vor, in Rom zu bleiben und auf alle höhere Ehrenstellen 
und Würden zu verzichten. Er starb in lioni 1728 im 53. Jahre 
seines Alters. Noch vor seinem Austritt aus Ragusa arbeitete 
er, nebst Ivan Alethy und Ivan Sara Bunic dem Jüngern, im 
Auftrage der Academie degli Oziosi , deren Mitglied er war, an 
einem illyrischen Wörterbuchc. Nächst Ivan Gundulic dem Jün- 
gern und Ignacio Gjorgjic hat Mattei um die Wiederbelebung 
der illyrischen Literatur in Ragusa nacli dem grossen Erdbe- 
ben das grösste Verdienst. Er hatte für seine literarischen Zwecke 
mit erstaunlicher Mühe eine vollständige Sammlung aller 
gedruckten und ungedruckten illyrischen Erzeugnisse ragusani- 
scher Schriftsteller zu Stande gebracht, welche er der Biblio- 
thek der Jesuiten in Ragusa vermachte; leider ist diese jetzt 
nirgends zu finden. Seine Vorarbeiten zum Lexicon benutzte 
Dellabella. Ein zweiter Mattei nahm den Faden der Lexico- 
graphie wieder auf, doch ebenfalls ohne zum Ziele zu gelangen. 
(Appendini II. ."JOS— 304.) 

Ivan Alclliy (1728 ff.), Ragusaner, ein gelehrter Alter- 
thumsforscher und geschmackvoller Kunstrichter, Sammler alter 
Literatur- und Kunstdenkmäler, geboren ums J. 1668, starb zu 
Ragusa im J. 1743. Sein Vater, der aus Ungarn stammte, Hess 
sich des Handels wegen zuerst in Belgrad, hierauf in Ragusa 
nieder. Alethy besass eine sehr schätzbare Handschriften- und 
Büchersammlung mit mehr als 400 Incunabeln, ferner ein i-eich- 
haltiges Antiken-, Münz- und Naturaliencabinet. Sein Haupt- 
studium war auf die Erforschung der Sprache, Sitten, Gebräuche, 
Regierungsform und Geschichte der Völker des Illyricums ge- 



59 

richtet. Er staiul mit den vorzüj^iiclisteu Alterthiimsforsciicrn 
soinor Zeit im ichliafton literarisclien Verkehr und lieferte dem 
geleiirteii Ansehiio Haiidiiii sehr schätzbare Materialien für seine 
byzantinische Geschichte. Nach seinem Tode setzte sein Sohn 
Anton, der bis zum Jahre 1774 lebte, des Vaters Studien und 
Sammlungen fort. Uns geht Alethy liier bloss als illyrischer 
Sprachforscher und namentlich als von der Academie degli 
Oziosi für Bearbeitung des illyrischen Wörterbuchs ernanntes 
Mitglied an. Wie weit er hierbei thätig gewesen, ist nicht genau 
bekannt. Man hat von ihm in der Handschrift ein dickes Vo- 
lumen gelehrter Briefe an seinen Mitarbeiter am Würterbuche, 
den obgenannten Gjuro Mattei. (Appendini II. 25—26. Horanyi 
N. Mem. I. 74.) 

Anlelio Dcllabclla (1728), geboren im J. 1654 zu Foggia 
in Apulien, trat jung in den Orden der Jesuiten und wurde 
nach der Zeit einer der berühmtesten Missionäre in Illyrien, 
als Grammatiker und Lexicogrnph um die illyrische Sprache 
hochverdient. In Ragusa, wohin Ardelio von seinem Ordens- 
ohern geschickt ward, um lateinische Sprache und Rhetorik 
vorzutragen, verlegte er sich mit solchem Eifer auf das Studium 
der illyrischen Sprache, dass er nach der Zeit dieses Idioms 
vollkommen mächtig , sogar zur Abfassung einer Sprachlehre 
und eines Wörterbuchs schreiten konnte. Später wurde er als 
Rector an die theologische Schule in Florenz versetzt, welcher 
Anstalt er mit anerkanntem Erfolg vorstand. Der gelehrte und 
eifrige, bereits oben angeführte Erzbischof von Spalato, Stjepo 
Kosmo, durch Ardelio's grossen Ruf bewogen, bat sich densel- 
ben von dem Praepositus generalis Tamburini als apostolischen 
Missionär und Gehilfen für seine Erzdiöcesc und die ganze Pro- 
vinz aus, um sich seiner als Predigers, Religionslehrers und 
Beichtvaters zu bedienen. Ardelio begab sich demnach 170.'< 
nach Spalato und leistete hier sowohl diesem Erzbischof, als 
auch seinen zwei Nachfolgern sehr wichtige Dienste. „Erat om- 
nino", sagt Farlati, „vir potens opere atque seimone, magnam- 
que sibi auctorit^item tum apud magistratus, tum apud privates 



60 

lioniines suinmos atque infimos conciliaverat , nihil iit ab illis 
jieteret, qiiod ad borium commune rei christianae, vel ad spiri- 
tualem cujusque utilitateni pertineret, quin sine ulla cunctatione 
impetraret; adeoque cunctorum tenebat animos sibi obsequio et 
amore devinctos, ut eos, quocunque liberet, facile impelleret. 
Annos circiter triginta in vinea Dalmatica elaboravit, et moriens 
praeclaram suae virtutis suorumque meritorum memoriam omnium 
mentibus infixam cum incredibili sui desidedo reliquit." Er starb 
jri Spalato 1737 im 83. Lebensjahre. (Farlati III. 522— ö23. 
Appendini II. 303 — 304. Horanyi N. Moni. I. 376.) 

Anilin Kacic (1729) stammte aus einem altadeligen be- 
rühmten Gesclilechte und wurde in Spalato in der 2. Hälfte des 
XVII. Jalirh. geboren. Er studierte in Ilom in dem Collegium 
der Propaganda, und wurde nach seiner lUickkehr ins Vaterland 
zuerst Domherr von Makarska, hierauf Archidiaconus bei der 
Mctropolitankirche in Zara, endlich durch Bewilligung des Pap- 
stes Innocenz XIII. im J. 1722 Bischof von Trau, welcher Diö- 
cese er bis 1730 mit rühmlichem Eifer vorstand. In dieser Zeit 
arbeitete er seine ausführliche Moraltheologie aus mit besonderer 
Hinsicht auf die Bedürfnisse des ihm untergebenen Clerus. Im 
Jahre 1730 wurde ihm vom Papst Clemens XII. die Metropole 
von Zara verliehen, welche hohe Kirche er mit seiteuer Kraft 
und Gewandtheit, zum Theile auch mit ungemessener Strenge 
bis zu seinem Todestage, 7. October 1745, regierte. „Fuit vir", 
sagt Farlati, „eximiae doctrinae pariter ac virtutis, impiger, la- 
boriosus, tenax juris sui nee minus ecclesiasticae disciplinae, et 
quum in se tum in alios -^paulo severior." Besonders lag ihm 
die Bildung des Clerus und die Union der griechischen Christen 
am Herzen, für welche beide Zwecke er unermttdet thätig war. 
(Farlati III. 55.3—557. IV. 443—444.) 

Lovro Braeuljevic (1730) aus Ofen, geboren im Jahre 1685, 
Priester des Franciscaner-Minoriten-Ürdens und jubilirter Lector. 
Er lehrte zehn Jahre lang (um 1730) die Theologie in Ofen, 
visitirte die bulgarische Provinz mit der Gewalt eines Vicarius, 



61 

und bekleidete mehrere andere Würden im ISchosse des Ordens. 
Sein Ende erfolgte in Ofen 1737. Stephan Vilov, sein Lands- 
mann luid Ordensbrnder, feierte die Tugenden des Verstorbenen 
in kräftigen, salbungsvollen Worten. „Ausim de eo proferre," 
sagt Pavic, „quod, ex quo jacta sunt monasterii fundamenta' 
nemo in co demortuns, qni aeqne eommoveret ad virtuteni ani- 
mos, ut Laurentius." (Pavie pag. ö8. Iloranyi I. 34.').) 

Antun Bacifi (1732), gebürtig aus Slawonien, trat in jungen 
Jahren in den Franciscaner-Orden der Minoriten und gelangte 
darin durch verschiedene Stufen bis zu der Würde eines Prae- 
positus der Provinz Bosna Argentina (1754 — 1756). Er starb zu 
Naäice in Slawonien 1759. Im Jahre 1732 war er Guardian 
zu Ofen. (Pavic pag. 96. Horanyi I. 78. N. Mem. I. 205.) 

Juraj Jlulih (1734), bei Stulli 3Iiilic, wie er auch auf dein 
Titel eines seiner illyrischen lUicher heisst, Priester des Jesuiten- 
Ordens und apostolischer Missionär, kommt unter den kroati- 
schen Schriftstellern vor. Ob er selbst illyrisch schrieb oder 
nur seine Werke übersetzt wurden, weiss ich nicht. 

Gjona Resll (vor 1735), Patricier in Hagu?a, verlegte sich 
mit Eifer auf die Erforschung und Bearbeitung der Geschichte 
seines Vaterlandes, und würde in diesem Fache etwas vorzüg- 
liches geleistet haben, wenn ihn der Tod nicht mitten unter 
seinen löblichen Bemühungen überrascht hätte. Er starb im 
J. 1735. Seine in italienischer Sprache geschriebene Geschichte 
Ragusas reicht zwar nur bis zum J. 1451 herab, und ist über- 
diess allzuweitläufig in Nebenumstilnden und nur in einer rauhen, 
ungeschliffeneil, stylistisch unvollendeten Form vorhanden, hat 
aber wegen ihrer Authenticität und ihres Keichthums an inter- 
essanten Details und einzelnen Thatsachen, so wie wegen der 
vielen eingerückten Urkunden und Actenstücke bleibenden Werth. 
Seine illyrischen Dichtungen sind gefällig. (Appendini II. 14—15.) 

Josip W\W, (1735), aus Slawonien, Priester des Francis- 
caner- Ordens der Minoriten , mehrere Jahre hindurch eifriger 
Missionär. (Horanyi II. 610.) 



62 

Nikoia Kcsic (vor 1739j, geboren in Ofen 1709, gesellte 
sich sehr jnng dem Franciscaner-Orden der Minoriten bei. Nach- 
dem er mehrere Jahre lang mit Auszeichnnng die Philosophie 
vorgetragen, widmete er sich mit rastlosem Eifer dem Prediger- 
amte, und hätte seine Sammlung von Kanzelreden zum Druck 
befördert, wenn ihn die Pest nicht mitten in der Laufbahn weg- 
gerafft hätte zu Tetin unweit Ofen 1739. Er war damals eben 
zum Guardian des Klosters Baja erwählt worden. Pavic rühmt seine 
Sprachfertigkeit (quinque linguarum gnarus) und seine philoso- 
phischen und theologischen Kenntnisse. (Pavic 59. Horanyi 
II. 344.) 

Flllpp Lasll'lc aus Ocevje (1741), insgemein von lateinischen 
Schriftstellern Occhievia genannt, stammte aus Bosnien und war 
Priester des Franciscaner- Minoriten -Ordens, eine Zeit lang 
(1741 — 1745) auch Gustos und Minister der Provinz Bosna Ar- 
gentina. Er war ein eifriger Seelsorger und Prediger, und ein 
sehr fleissiger Schriftsteller nicht nur in der illyrischen, sondern 
auch in der lateinischen Sprache. In letzterer schrieb er : Epi- 
tonie vetustatum provinciae Bosnensis. Venet. 1762. 8" und 
Ancona 1764. 4". Er unterstützte auch andere namhafte Schrift- 
steller mit schätzbaren literarischen Beiträgen, namentlich Far- 
lati und Horanyi. Ersterer dankt ihm (IV. 38) für die eingesen- 
dete Beschreibung von Bosnien, desgleichen p. 86. Im Jahre 
1776 war er noch am Leben, scheint aber kurz darauf gestor- 
ben zu sein. 

Luka Kuljiz (Cuglis) (st. 1742), Weltpriester, geboren zu 
Komisa auf der Insel Lissa (Vis) im J. 1684, starb im J. 1742. 
Er war ein ausgezeichneter Kanzelredner. 

Vlnko Gucelic oder Oozze (1743), Ragusaner aus einem pa- 
tricischen Geschlechte, Priester des Dominicaner-Ordens. Er trug 
in Ragusa die Elemente der Metaphysik und der Geometrie mit 
vielem Beifalle vor. (Appendini II. 305. Stulli.) 

Innoccncio Gargic (1745), l^agusaner, Priester des Francis- 



63 

cancr-ürclcns, von tlesseii Zeitalter A[»i)en<liiii keine Nachrichten 
gibt. (II. 'M):k Stiilli.) Er lebte nach Dolci 1745—1750. 

Filip (irabovac (1745J, Verfasser einer Geschichte der Illy- 
rier, im übrigen unbekannt. (Appendiiii II. .'J06.) 

Anluu Josip Knftzovlc (1746), im genannten Jahre Pfarrer 
zu Kensatz („Shanca Varadinskoga") und apostolischer Notarius 
im Jahre 1759 aber Canonicus Custos der Metropole zu Kalocsa. 

ßcrnardiu Paulovic (1747), Priester des Franciscaner-Or- 
dens der ragusaner Provinz. 

Slipan Vllov (1747) aus Ofen, Priester des Franciscancr- 
Minoriten-Ordens, scharfsinnig, kenntnissreich, emeritirter Lector, 
mehrjähriger Theolog bei dem kalocsaer Erzbischof Gabriel Baron 
Patacic. (Pavic 61. Iloranyi III. 571.) 

Vladjo mladji Mincelie oder Menzc (vor 1748), Patricier 
aus Ragusa, kenntnissreich und umsichtsvoll, wegen seiner mil- 
den, liebreichen Sitten allgemein geschätzt, wurde vom Senat 
als Gesandter an die Pforte abgeschickt, starb aber auf seinem 
Gesandtschaftsposten im J. 1748. Er war ein beliebter illyrischer 
Dichter, besonders in der leichten lyrischen Gattung. (Äppendini 
II. 237—238.) 

]\Ialija Klasic (Clasci) (um 1750 ?j, aus einer patricischen 
Familie in Ragusa, Weltpriester und Domherr, stand wegen 
seiner gründlichen und ausgebreiteten Kenntnisse des canonischen 
und bürgerlichen Hechts im wohlverdienten Rufe. Sein Zeitalter 
wird von Äppendini nicht angegeben. (II. 304.) Er starb im J. 
1760, nachdem er eine Zeit lang Vicar gewesen. (Horanyi N. 
Mera. I. 651.) 

Grisostomo KIcskovi« (tlescovich) (um 1750?), Ragusaner, 
Mitglied des Eranciscaner-Ordens, ein religiös-frommer, hochge- 
achteter Priester. Auch über sein Zeitalter wird von Ajjpendini 
nichts angemerkt. (II. 305.) 



64 

Jcroliin Filipovic (1750), gebürtig aus Rama in Bosnien, 
wie der gewöluiliclie Beisatz „a Eama" anzeigt, Priester des 
Franciscaner-Ordens der Minoriten und jubilirter Lector, zuletzt 
Minister provincialis der Provinz des hl. Erlösers (Dalmatien). 
Er starb nach 1769. (Horanyi III. 142. x^ppendini IL 305. 307 
irrig Polipovic.) 

Pelar Filipovic (1750), wie es scheint ein Franciscaner, 
von dem obigen verschieden, wenn mich nicht eingesendete hand- 
schriftliche Notizen irre führten. 

JoTolim Lipovcic (1750), aus Pozega in Slawonien, geboren 
im J. 1717, Mitglied des lYanciscaner-Ordens der Minoriten, 
beredter Kanzelredner, lehrte durch 2 Jahre die Philosophie in 
Baja und durch 10 Jahre die Theologie zu Ofen. Er wurde hier- 
auf Definitor und Vicarius provincialis (1765). Sein Tod erfolgte 
im J. 1769. (Pavic p. VIT u. 99. Horanyi IL 487.) 

Sl,jepail Rosa (1750), gebürtig aus Ragusa, Weltpriester und 
Sacrista an der Cathedralkirche in seiner Vaterstadt, starb im 
J. 1770. Er war ein Mann von ausgebreiteter giündlicher Ge- 
lehrsamkeit, dabei hellsinnig und freimüthig, die Rechte des 
gesunden Menschenverstandes gegen verjährte Missbräuche und 
anmassende Verfinsterungsversuche kühn vertretend. So konnte 
es nicht fehlen, dass er gerade gegen diejenigen anstiess, in 
deren Händen gewissermassen sein Schicksal und der Erfolg 
seiner literarischen Bestrebungen lag. Die Verfechtung der ge- 
meinen illyrischen Volkssprache gegen die Angriffe des blinden 
Eiferers für die altslawische Kirchenmundart Matija Karaman, 
sein offen angekündigtes Bestreben, dieselbe in ihrer Reinheit 
und Gediegenheit an die Stelle des in den glagolitischen Kir- 
chenbüchern herrschenden geist- und kraftlosen slaworussischen 
Kauderwelsches beim Gottesdienste einzuführen , der Versuch, 
die hl. Schrift und die Liturgie mittelst seiner Übersetzung ins 
Vulgardalmatische zu popularisiren, weckten den Zorn und die 
Rachsucht seiner übermächtigen, andere Zwecke verfolgenden 
Gegner, die kein Mittel unbenutzt Hessen, um Rosa's Anstren- 
gungen über den Haufen zu werfen, was ihnen zuletzt auch voll- 



65 

ötändij? geluns. Tapst Benedict XIV., der aiifjuigs Ilosn's Uiiter- 
iiclmiuDu- ui'Mlligt, ilm sogar zur VorfcrtiViiug einer bessern 
V(U-sioii des Missais und der Id. Schrift mittelst mehrerer Briefe 
ermuntert hatte (Appendini erwähnt fünf solcher von P. Bene- 
dict an Rosa erlassener Briefe), wurde später durch die Vorstel- 
lungen der (Jegenpartei gänzlich umgestimmt und wider d(;n 
Volksaufklärer eingenommen. IJosa hatte seine Bemerkungen 
über die slawische Version im neuesten glagolitischen Missal 
unter dem Titel: Annotazioni in ordine alla versione Slava del 
Missale Romano niedergeschrieben und dem Papste überreicht, 
um die Nothwendigkeit einer neuen Übersetzung darzuthun. Der 
Erzbischof Karaman beantwortete dieselben in seinen Conside- 
razioni 1753, einer Schrift voll irriger Grundsätze und befangen 
verkehrter Ansichten, und siegte. Der Druck des Missais in 
illyrischer Volkssprache wurde untersagt, die Rosa'sche Ueber- 
setzung der Bibel als unslawisch verworfen und die strengste 
Beibehaltung des durch Karaman besiegelten slaworussischen 
Kauderwelsches in den liturgischen Büchern der Glagoliter durch 
eine päpstliche Bulle förmlich decretirt. Diese Unfälle, so 
schmerzhaft sie waren, konnten den aufgeklärten Mann nicht 
beugen, noch an der fernem Verbreitung anderer gemeinnütziger 
Schriften hindern. Seine illyrischen Werke bekunden eine ge- 
naue Bekanntschaft mit dem illyrischen Idiom, wiewohl einsei- 
tige Kunstrichter den Gebrauch gesuchter Wörter und Phrasen 
an ihnen tadeln. Mit weit weniger Glück schrieb Rosa in latei- 
nischer und italienischer Sprache über die Logik des Aristoteles, 
über das Vaterland des hl. Blasius u. m. a. (Appendini II. 
305— :i06. Engel 457 ff. Dobrowsky's Slowanka I. 66—68.) 

Adam Baron Palaeie von Zajezda (zw. 1750—1780), aus 
einer alten in Kroatien ansässigen Familie, früher Bischof von 
Grosswardein, hierauf Erzbischof von Kalocsa seit 1776 — 1779 tf. 
Er vermehrte das Domcapitel mit drei neuen Stellen, erbaute 
einen grossen Theil der erzbischöflichen Residenz von Grund 
aus, und Hess in demselben die reich ausgestattete, für Lehrer 
und Lernende bestimmte Bibliothek aufstellen. Um das Jahr 1779 

Safafik. Litertitnrgosphiohto. II. Band. \ 



66 

wurde ihm von der Kaiserin Maria Theresia das Coramandeur- 
Kreuz des St. Stephans-Ordens verliehen; zugleich wurde er 
zum königlichen Präses des Senats der Landesuniversitcät ernannt. 
Nach Miklou§i6 war er ein trefflicher (wahrscheinlich lateinischer) 
Dichter und Redner. (Pray Specim. Ilierarch. Hungar. II. 86. 
Miklou,^i(^^ Izbor dugovany ztr. 100.) 

Iyo Kaiio Angeli (De Angelis) (um 1750), Priester zu Ra- 
gusa, Kanzler der erzbischöflichen Curie (peritissimus Curiae 
ecclesiasticae Cancellarius) , ein sehr geschätzter lateinischer 
Odendichter. Er starb ums J. 1750. (Horanyi N. Mem. I. 96. 
Stulli.) 

Marin PelroYic (um 1750?), Ragusaner, Weltpriester, Ver- 
fasser von Predigten, Lobreden auf Heilige und einigen asceti- 
tischen Schriften. (Appendini II. 305.) 

Anilin Papusllc oder Papnsllc (1751), aus Pakrac in Slawo- 
nien, geboren im J. 1710, Mitglied des Franciscaner-Ordens der 
Minortien, Lector der Philosophie und Theologie, starb im Con- 
vent zu Cernek im J. 1766. Er war im preussischen Krieg 
Feldpater bei dem Regiment de Ries. (Pavic 73. Horanyi III. 38.) 

tijnro Grisic (vor 1752), gebürtig aus Ragusa, Priester und 
lange Zeit (seit ungefähr 1712) General-Vicar des Bischofs von 
Stagno, wo er im J. 1752 starb, ein berühmter Canonist. Man 
hat von ihm einige lateinische Trauerreden auf den Tod der 
Bischöfe von Stagno. (Appendini IL 305.) 

Lnka Karagic (vor 1 754) , geboren im bäcser Comitat im 
J. 1681 , weihete sich jung dem Franciscaner-Minoriten-Orden 
und diente zwei Erzbischöfen von Kalocsa als geistlicher Rath- 
geber. Er war Guardian des Convents zu Ofen 1718 — 1720, 
hierauf Provincial-Minister 1735 — 1738, und genoss eines grossen 
Rufes der Frömmigkeit und Gelehrsamkeit. Der Tod entriss 
ihn dem Orden im J. 1754. (Pavic 95. Horanyi IL 297.) 

Lnka Karaga oder Cilic (um 1750—1760), gebürtig aus der 
Gegend von Baja im bäcser Comitat im J. 1707, trat in den 



67 

Francibcaner-Orden der Minoriten, vollendete in demselben seine 
Studien in Ttalion, verweilte hierauf als Feldpater 3 Jahre (bei 
Puvic steht irrig \) Jahre) lang (1731 — 173:i) auf Cor.sica, wurde 
nach seiner liückkehr in die Provinz Lehrer der Philosophie und 
der Kanzelberedtsanikeit zu Ofen. Ob er lateinisch oder illyrisch 
geschrieben habe, sagt weder Occhievia, noch Horanyi. (Occhi- 
evia. Pavic 73. 310. Horanyi I. 449.) 

Frano Taiiszy (1754), P>ischof von Agram , über den unter 
den kroatischen Schriftstellern nähere Auskunft gegeben wer- 
den wird. 

Sebastian Dolci, von Haus aus Sladlc (1754), Ragusaner, 
geboren im J. 1699, starb 1777. Er war Mitglied des Francis- 
caner-Ordens, Lector der Philosophie und Theologie bei seiner 
Congregation, Theolog der Republik, ein im Vaterlandc und in 
Italien gleich bewunderter Kanzelredner, guter lateinischer Dichter 
und Redner, und besass ein ungeheneies Gedüchtniss^ gepaart 
mit einem lebhaften , gleichsam universellen Verstand. Seine 
zahlreichen italienischen und lateinischen Schriften vollständig 
aufzuzählen, ist hier der Ort nicht; man findet sie bei Appen- 
dini und andern verzeichnet. Für uns sind davon die interes- 
santesten: De illyricae linguae vetustate et amplitudine. Venet 
1754. 4". und Fasti literario-ragusini. Venet. ap. Casp. Storti 
1767. 4". 66 pagg. Letztere Schrift ist ein vortreffliches lite- 
rarisch - historisches Hilfsmittel , wiewohl man bedauern muss, 
dass ih m nicht gestattet ward, Cerva's Bibliotheca Ragusina zu 
benutzen. Illyrisch schrieb er bloss Fasteupredigten. (Ajjpen- 
dini IL 27—28, 31.) 

Dominik Ptivlcic (nicht Pavic, wie ihn StuUi irrig nennt) 
(1754), gebürtig von der Insel Lesina (Hvar), Pfarrer bei der 
Congregation des hl. Philipp von Neri in Spalato. (StuUi.) Ein 
Verwandter des D. Paviöic ist gegenwärtig Domherr an der 
Cathedrale in Hvar (Lesina). 

Imro Pavic (1754), zu Ofen im J. 1716 geboren, studierte 
in seiner Vaterstadt und trat in den Franciscaner - Miuoriten- 

5* 



68 

Orden , in welchem er den philosophischen und theologischen 
Cursus vollendete und hierauf zuerst in Bacs Prediger, bald 
darauf in Bäja zwei Jahre hindurch der Philosophie und zehn 
Jahre hindurch der Theologie Lector wurde. Nun bekleidete er 
die verschiedenen andern Würden seines Ordens nach einander. 
Im Jahre 1761 wurde er mit der Visitation der Provinz Bulga- 
rien beauftragt, welches schwierige Werk er später noch einmal 
zur Zufriedenheit der Ordensobern vollbrachte. Er starb zu Ofen 
^m J. 1780, als emeritirter Lector, Ex-Definitor und zweimaliger 
Commissarius in der Provinz von Bulgarien. Er war ein überaus 
rieissiger und fruchtbarer illyrischer Schriftsteller; auch seine 
lateinischen Werke sind zahlreich, von denen wir indess hier 
nur folgende zwei ausheben wollen: Descriptio regum etheroum 
illyricorum (nach Kacic, in lateinischen Knittelversen) Budae 
1764. 8". und ßamus irridantis olivae seu descriptio provinciae 
olim Bosnae Argentinae , jam S. Joannis a Capistrano , Budae 
1766. fol, beide in horrid-barbarischem Styl, letzteres überdiess 
ohne Plan in bunter Verwirrung. (Horanyi III. 50. Cevapovic 
Catalogus provinc. s. Joannis. a Capistr. p. 228.) 

Ivan Anlim Neuadic (1757) aus Perasto, CJeneralvicar von 
Cattaro. (Appendini II. 252. Stulli.) 

Aiiica Boskovica (1758), die letzte Blüthe aus dem be- 
rühmten ragusanischcn Stamnigeschlecht der Boskovic, welches 
so viele verdienstvolle Gelehrte hervorgebracht, stand wegen 
ihrer Frömmigkeit , Sprachkenntnisse , poetischen Talents und 
anderer Tugenden in grosser Achtung. (Jeboren zu Bagusa 1714, 
starb sie eben dasselbst im J. 1804, 90 Jahre alt. Sie war eine 
Schwester des grossen Mathematikers Buggiero Boskovir (Ap- 
pendini IL 245—246. Horanyi N. Mem. L 549.) 

Serafino Cerva (vor 1759j, ein gelehrter luid arbeitsamer 
Dominicaner aus Ragusa. Er starb am 24. Juni 1759 in einem 
sehr hohen Alter. Nach beendigten rhetorischen Studien trat 
er in den Dominicaner- Orden, kam nach Venedig und leinte 
dort von den (;!elehrten Concina, Conigliati, de Paibeis und Pat- 



69 

tnz'/i (lii! Literatur vollständiger kennen und schätzen. Nach 
seiner Rückkehr sammelte er zu liagusa sowohl, als zu Rom 
eine Menge historischer Materialien unter dem Titel Adversaria. 
Er hatte auch die Erlaubniss erwirkt, das öffentliche Archiv zu 
Ragusa zu benützen. Er entwarf einen Plan zu drei verschie- 
denen Werken: 1. Sacra metropolis Ragusina; 2. Vitae hominum 
illustriinn Ragusinoruni ; .'i. Monumenta congregationis S. Domi- 
nici llagusanac. Ein jedes war auf vier Eoliobände berechnet. 
Diese Schätze liegen nun in dem Dominicaner - Kloster zu Ra- 
gusa begraben, und nicht einmal Coleti durfte dieselben für den 
5. Band des Earlatischen Illyricum sacrum benützen. Bekannter 
und gebrauchter ist eine vierte hinterbliebene Handschrift be- 
titelt: Bibliotheca Ragusina. Sic enthält in vier Bänden 500 
Schriftsteller. Gjorgjic, DaSic und Appendini haben diess Werk 
benutzt. Cerva war eine Zeit lang ein eifriger Prediger und 
schrieb illyrischc Predigten. (Appendini II. 15—16. 30— .il.IIo- 
ranyi N. Mem. I. 635—636.) 

Josip Banovac (1T59), Priester des Franciscaner-Ordens und 
Prediger, Verfasser von Predigten u. a., sonst unbekannt. (Appen- 
dini II. 307.) 

Andria Kai'ie Miosic', insgemein Starac Mjelovan d. i. 
der alte Mjelovan genannt (1759), gebürtig aus Brist in Primo- 
jre, der beliebteste Volksdichter der Illyrier, war Priester des 
Franciscaner-Ordens in der Provinz des hl. Erlösers oder DaL 
matien und jubilirter Lector der Theologie. Über seine Lebens- 
umstände fehlen uns leider alle Nachrichten. Ein ungewöhn- 
liches Dichtertalent bekunden seine herrlichen Volksgcsänge, 
deren Werth nur der verschrobene Sinn einseitig befangener 
Kunstrichter verkennen konnte. Zum Behufe dieser Lieder scheint 
Kacic ganz Dalmaticn und die benachbarten Landstriche zu wi- 
derholtenmalen und in allen Richtungen hin durchgereist zu 
haben, um den nöthigen Stoff für seine Gedichte einzusammeln. 
Bei solchen Wanderungen und Nachforschunge n stiess er mit- 
unter auf schätz])are historisdic Denkmäler in den Familien- 



70 

und Stadtarchiven, die er für die Genealogie serbischer adeliger 
Geschlechter benutzte. Dass er in lateinischen und italienischen 
Schriften nicht unbelesen war, beweisen die historischen Einlei- 
tungen zu seinen Gesängen, und noch mehr seine Korabljica, 
eine Art Universalgeschichte. Kritische Forschung und histo- 
rische Darstellungskunst darf man bei ihm nicht suchen: er er- 
klärt selbst, nur für Ungelehrte, die kein Jota lateinisch oder 
italienisch verstehen, geschrieben zu haben. Er starb innig be- 
weint von den Seinigen im J. 1783. Lateinisch gab er heraus: 
Elementa peripatetica subtilissimi doctoris Duns Scoti. Venet. 
ap. Barth. Baronchelli 1752. 8". 499 p. (Horanyi N. Mem. I. 
630—631.) 

Josip Radmauovic (1759j, Priester des Franciscaner-Ordens, 
General-Lector zu Sebenico, verfasste ein Loblied auf die Hel- 
denfamilie Kaöic, welches in Kacic's Eazgovor S. 242 — 243 
Ausg. Vened. 1801 und Ragusa 1826 abgedruckt steht. 

Antun Kanlzlic (1759) aus Pozega in Slawonien, Mitglied des 
Ordens der Jesuiten, Professor^am Collegium zu Pozega und des 
subalternen bischöflichen Consistoriums daselbst über 20 Jahre 
lang Assessor, gestorben im J. 1777. Nach Aufhebung des Ordens 
trat er in das subalterne Seminarium zu Pozega als pensionir- 
ter Priester ein. Ein ihm zu wiederholtenmalen angebotenes 
Pfarramt wollte er nicht annehmen , sondern weihte seine ganze 
Müsse Gott, seinen Pflichten und der Literatur. Er starb zu 
Pozega. 

Jerollm ßonacic (1761), Erzpriester auf der Insel Brazza. 

Malia AnUm Rclkovle von Ehrcndorf (1761), geboren im 
Dorfe Svinjar gradiskaner Gränzrcgiments im 2. Viertel des 
XVIII. Jahrh. Er machte in den Elementen der Wissenschaften 
und insbesondere in der deutschen Sprache grosse Fortschritte, 
indem er von Natur eine leichte Fassungsgabe und vielen 
Scharfsinn besass. Im Militärdienste zeichnete er sich zu seinem 



71 

Vortlioile mi.s, wurde desliulb niscli bet'ördeit und ward ein sebr 
gescliätztcr Otficier. Er machte den siebenjährigen Krieg J756 
— 1763 mit. Später wurde er seiner militärischen Verdienste 
wegen vom Ks. Josci)ii II. in den Adelstand mit dem Prädicate 
von Ehrendorf erhoben. Hierauf wohnte er als Oberlieutenant 
im broder Gränzregimente in Samac an der Save und schrieb 
hier mehrere seiner Werke. Als pensionirter Hauptmann ver- 
legte er seinen Wohnsitz nach Vinkovci, wo sein Sohn Stadt- 
pfarrer war, und verlebte hier seine letzten Tage im Ruhestande. 

lilaz Tadiauovic (1761), Priester des Franciscaner-Ordens 
der Minoriten capistraner Provinz, und im J. 1765 ft'. Vicese- 
cretär bei seiner Provinz. Er war im siebenjährigen Krieg Feld- 
pater beim broder Gränzregiment, und dieser Umstand gab ihm 
Gelegenheit, sein Büchlein „Svashfo poiualo" im Auslande drucken 
zu lassen. Im J. 1777—1779 bekleidete er die Würde eines 
Minister provincialis. (Pavic Kamus olivae VH. 73. Cevapovic 
Catalogus 282.) 

Bcrnardo Zuzzeri (lies Cuccrij (vor 1762), stammte aus 
einer unter den bürgerlichen altberühmten Familie in Ragusa 
und ward den 2. Jänner 1683 geboren. Er studierte die Huma- 
niora unter dem P. Majolini bei den Jesuiten, und des Jünglings 
üppig aufblühende Geistesgaben lenkten bald die Aufmerksam- 
keit der Mitglieder des Ordens auf denselben. Er trat in seinem 
14. Jahre in die Gesellschaft und wurde nach Rom geschickt. 
Nach überstandenem Noviciat studierte er mit Eifer Rhetorik und 
Philosophie, und trug darauf erstere im Auftrage seiner Obern 
in mehreren Städten Italiens vor. Später absolvirte er die Theo- 
logie in Rom und wurde Presbyter. Nachdem er hierauf eine 
Zeit lang in Florenz verweilt und im römischen Collegium in 
der Rhetorik und Theologie Unterricht ertheilt hatte, fasste er 
den festen Entschluss, sich ganz der Verbreitung des Evange- 
liums unter seinen Landsleuten zu widmen. Er begab sich also 
als apostolischer Missionär für Dalmatien und die illyrischeu 
Nachbarlande im J. 1719 nach Ragusa und arbeitete fortan 



72 

rastlos an der Erfüllung der übernoninienen Pflichten. Als Missionär 
besuchte er auch Zeug, Fiume, Triest, Görz und mehrere Städte 
Dalmatiens, so wie mehrere Inseln des adriatischen Meeres. 
Ueberall entwickelte er eine ungewöhnliche Thätigkeit : seine Pre- 
digten waren von der fruchtbarsten Wirkung auf das Gemüth der 
Gläubigen. Er führte in Illyricura zuerst den Gruss Ilvaljen Jesus 
mit dem Gegengruss Va^da hudi allgemein ein. Den Winter 
brachte er regelmässig in Piagusa zu mit Predigen, Disputiren 
und Ertheilen von Unterricht in der Christenlehre an Jünglinge 
und Mädchen. Als im J. 1734 die Predigerstelle an der Cathe- 
drale in Ragusa erlediget ward, lud ihn der Senat ein, dieses 
Amt zu übernehmen, und er folgte dem Rufe. Im J. 1742 wurde 
er plötzlich von seinen übern nach Rom berufen, aber auf Für- 
bitte des Erzbischofs von Ragusa wieder nach der Heimath ent- 
lassen, doch nicht mehr als Missionär, sondern als Rector des 
CoUegiums in Ragusa. Später war er fünf Jahre hindurch 
Confessor oder Praefectus spiritiialis am Collegium in Rom, wo 
er am 3. April 1762 im 80. Lebensjahre starb. Einige Jahre vor 
seinem Tode brachte er seine illyrischen, in Ragusa gehaltenen 
Predigteu in Ordnung und hinterlicss dieselben druckfertig. Der 
verdienstvolle Secretär der ragusanischen Republik Gjanluka 
Valantic beförderte diselben zum Drucke 1793, und setzte ihnen 
ein von dem Jesuiten Gjorgje Basic verfasstes Leben des Ver- 
fassers vor. Mehrere andere kleinere Schriften erschienen früher 
ohne des Vfs. Namen. Auch verfasste er (wahrscheinlich latei- 
nisch oder italienisch) die neuntägige Andacht des hl. Blasius, 
welche dem Leben dieses Heiligen von Nicolai beigefügt wurde. 
(Leben von Basic vor Besjede 1793. Ai)pcndini IL 305.) 

Lizaudro Bouicclli (1762) aus Gross-Lusin, allem Anscheine 
nach ein Geistlicher. 

Frano Malic (1762), wahrscheinlich ein Priester. 

Gjoi'g,jc Uapic (1762), aus Gradiska in Slawonien, geboren 
im J. 1714, Mitglied des Franciscaner-Minoritcn-Ürdens und Lec- 
tor der Philosophie uud Theologie durch 6 Jahre. (Pavic 71. 
Uoranyi HL 145. Cevapovic Catalog. 320.) 



73 

Ivan Zanielc (1762), Doctor der Tlieolofiie, Oberpfarrcr 
(nadpop) bei der Kirche zur licil. Katharina in Uagusa. 

Pelar .Jurie (176:5), walirscheinlich ein rrie.ster. 

.loso BcIloiMÜ (vor 1764), aus einer bürfi:erliclien Famihe 
in Ra^usa. Naclidoni er den gewöhnlichen Studiencurs mit IJuhm 
zurückgelegt hatte, heiratliete er Lukrezia Dui)ravica und zog 
sich auf sein Landgut an der Seeküste bei Stagno zurück, um hier 
in der Einsamkeit dieses ländlichen Aufenthaltes desto unge- 
störter den Umgang mit den illyrischen Musen pflegen zu kön- 
nen. Sehie vermischten Gedichte nehmen an Zartheit, Weich- 
heit und Anmutli die erste Stelle unter den Erzeugnissen ragu- 
sanisclier Dichter ein. Er starb im J. 1764, beweint von den 
Freunden des illyrischen Parnasses und allen Männern von Ge- 
schmack. (Appeudini II. 247. Iloranyi N. Mem. I. 476 — 477.) 

Damiau ßcUondi (um 1764), IJruder und Studiengenosse des 
Obigen, durch Frömmigkeit und Liebe zu den schönen Künsten, 
besonders der Poesie, in gleichem Masse ausgezeichnet. (Appendini 
IL 247). 

Malia Zorlcic (1764), Priester des Franciscaner-Ordens, 
Lector der Theologie. (Appendini IL 307.) 

(Jjiiro Basic (vor 1765) aus Pugusa, geboren um 1695, 
trat in den Orden der Jesuiten und erlangte den Ruf grosser 
Gelehrsamkeit. Er schrieb in lateinischer Sprache Lebensbe- 
schreibungen aller aus Riigusa stammenden Jesuiten treu, licht- 
voll und in correctem Styl; das Werk blieb aber ungedruckt. 
Ausserdem hat man noch von ihm lateinische Streitschriften 
wider die Häretiker und italienische Fastenpredigten. Er war 
ein kräftiger Kanzelredner und verrichtete mit Erfolg die Ge- 
schäfte eines Missionärs. Sein Tod erfolgte im J. 1765. (Appen- 
dini IL 31—32. 305. Iloranyi N. Mem. I. 315.) 

Tadia Bosiyakovie (1765?), illyrischer Schriftsteller, dessen 
Werke Cevapovic kannte und benutzte; wahrscheinlich derselbe, 
der sich „a Thekel" schrieb, Priester des Franciscaner-Ordens 



74 

der capistiancr Pioviiiz, diitüiiilb Jahr laug Feldcaplaii bei dem 
liegimeiite Bieysach und im J. 1765 SS. Tlieologiae Lector 
generalis zu Ofen war. (Pavic p. VII. und 7.3.) 

Luka Vladlmlrovic ;1765j, aus einer allen adeligen, ur- 
sprünglich in Hercegovina ansässigen Familie, Mitglied des Fran- 
ciscaner-Ordens und später Generallector in Sebenico. Kaöic lobt 
ihn als einen sehr tugendhaften und gelehrten Mann. (Raz- 
gOYor S. 150.) 

Ivan Luka (iaranjiu (Garaguiii) (um 1765) aus Trau, dessen 
adelige Vorfahren aus Venedig stammten, studierte Philosophie, 
Theologie und Jurisprudenz zu Padua , wurde Doctor der Rechte 
und im Priesterstande nach und nach Auditor und Stellvertreter 
des Bischofs von Trau (1746 — 1755), im J. 1756 Bischof von Arbe, 
im J. 1765 aber Erzbischof von Spalato. Seine Gelehrsamkeit, 
Frömmigkeit, Eifer im Verwalten der Kirche werden von Far- 
lati aufs wärmste gepriesen. (Farlati V. 286 — 293.) Er starb 
am 23. October 1783. (Ausführliche Biographie bei Ciccarelli 
S. 96-107.) 

Pclar KnczcvJc (1765) aus Knin, Priester des Franciscaner- 
Ordens in der Provinz des heil. Erlösers oder Dalmatien. In 
Tomo Babic's Cvit razlika mirisa duhovnoga 3. Ausg. Ragusa 
1829. 4". steht von ihm 3. Abth. S. 126—144 „Muka Gospodina 
nascega Isukarsta placs matere njegove" (die Leidensgeschichte) 
in ^'ersen. (Stulli.) 

Pavao von ßäja (uui 1766), Priester des Franciscaner- 
Ordens, emeritirter Lector der Theologie zu Ofen, scheint la- 
teinisch geschrieben zu haben. (Pavi(i 71.) 

Vid Doseil (1768), Dahnatiner aus der Küstengegend des Ve- 
lebit, likaner Gr.-Reg., Priester der agramer Diöcese, Pfarrer 
zu Dubovica im broder Gräiiz-Regimente. — Er studierte in Va- 
rasdin und wurde in Dalmatien Priester und Domherr. Da er 
noch nicht 30 Jahre alt war, erhielt er von seinem Bischöfe 
die verlangte Dimission, um in Agram die Philosophie zu stu- 



diercn. Nticluleiii er darauf eine Zeit hing beim (jrtifen Peju- 
öevi(i Iliiuskiiplaii gewesen, wurde er vom Ui-scliofe Galjuf znni 
(.'ooperator in Pozega ernainit, welclicni Amte er A Jalire lang 
vorstand. In dieser Stadt machte er sich um die Erziehung 
des von seinem I.elirer als blödsinnig verstossenen , nachmals 
so berühmten Sebastianovic hochverdient. Von da ging er als 
Pfarrer nach Dubovik, einem jetzt der Pfarre Podcerkavje ein- 
verleibten , im diakovarer Ristluim gelegenen Orte , wo er im 
hohen Alter (im 70. Lebensjahre) starb. Er war zugleich Asses- 
sor des subalternen bischöflichen Konsistoriums in Pozega. 

Mllia,jlo Älilisie, Uagusaner, geboren im J. 1711, starb im 
J. 1798, 87 Jahre alt. Nach Vollendung der Studien in seiner 
Vaterstadt und in Italien wurde er Doctor beider Rechte und 
k. k. österreichischer und toscanischer Cousul in Ragusa. Er 
war ein gelehrter, frommer, sittenreiner Mann. Von seinen latei- 
nischen Schriften erschien die „Chorographia Patriarchatus 
Ipekiensis" in Pray's Specim. Hierarch. Hungar. 1779. T. II. 
(wo er Abbas Älichael Maria MilloSic genannt wird, was bei 
Appendini nicht vorkommt^, die wichtigere Regum Slavorum et 
Bosnensium Ducum Historia blieb im Mscr. Milisiö besass sehr 
gründliche Kenntnisse in der griechischen und lateinischen hei- 
ligen Liturgik , in der Kirchengeschichte und Inschriftenkunde , 
und huldigte nebenbei auch den illyrischen Musen. (Appendini II. 14.) 

Fpanallca Sorgo oder ragusauisch Fraiialica Pjorka Sorga 
(di Pietro Sorgo, bei Appendini hcisst er Gianfrancesco) , wurde 
zu Ragusa im J. 1705 geboren. Um die Musen liebzugewinnen 
und zu ihrem Dienste angeeifert zu werden, brauchte er nur 
auf die grossen Muster der Gelehrsamkeit und des Kunstsinnes, 
welche seine Familie aufgestellt hatte, den Blick zu richten. 
Er war von mütterlicher Seite der Urenkel des berühmten Ivan 
Gundulic und Enkel des Siäko Gundulic. Aber auch das Ilaus 
Sorgo zählte eine stattliche Reihe gelehrter Männer und eifri- 
ger Musenfreunde. Mit einer lebhaften Einbildungskraft, mit 
Verstand und Witz überschwenglich ausgestattet, legte er die 
gewöhnliche Studienbahn rasch zurück und wollte anfangs in 



76 

den Discalceaten-Orden treten. Er gab jedoch bald diesen Ent- 
•schluss auf, studierte mit neuem Eifer die Jurisprudenz, und war 
nach der Zeit einer der geschicktesten Rechtsgelehrten in Ra- 
gusa. Der Senat, dessen Mitglied er ward, bediente sich seiner 
in wichtigen Angelegenheiten als Abgesandten nach Bosnien an 
den dortigen türkischen Statthalter und im J. 1760 nach Con- 
stantinopel. Hierauf verweilte Sorgo einige Jahre in Wien und 
studierte daselbst mit Eifer die deutsche Sprache und Literatur. 
Er starb zu Ragusa 1771, nicht volle 65 Jahre alt, von allen 
guten Bürgern , und besonders von seinen zahlreichen Schütz- 
lingen innig betraueit. Seine literarische Emsigkeit erregt, be- 
sonders bei den vielen Staats- und Privatgeschäften, deren Be- 
sorgung ihm oblag , Verwunderung. Diese feurige und stand- 
hafte Liebe zu der Literatur vererbte sich auch auf seinen 
unten anzuführenden trettlichen Sohn Pjerko. (Appendini IL 
247—248.) 

Älarin Tiulisi (vor 1770), Patricicr in Ragusa, ein geach- 
teter Senator, scharfsinniger Kritiker, bemühte sich die verfal- 
lene Schauspielkunst in Ragusa nochmals aufzurichten, und war 
die letzte Stütze der illyrischen Melpomcnc und Thalia, die nach 
seinem Tode gänzlich verstummten. Ueber sein Zeitalter gibt 
uns Appendini gar keine Auskunft. (Appendini IL 290—291.) 
Er war ein Schüler des Sebastian Dolci in der Philosophie. Auch 
ein lateinisches Werk: Praxis juridicocivilis fori Ragusini, vcr- 
fasste er. Er war selbst ein ausgezeichneter Schauspieler und 
starb gegen Ende des XVIII. Jahrh. 

Adam Tad'ja IMagocvic (1771), geboren zu Valpovo im ve- 
röczer Comitate, verlegte sich nach zurückgelegtem Schulcurse 
in der Müsse des Privatstandes mit beharrlichem Eifer auf wis- 
senschaftliche Studien und erwarb sich durch fleissige Leetüre 
sehr schätzbare Kenntnisse. (Iloranyi I. 302.) Er war Schreiber 
und Kancellist bei der k. k. illyrischen Ilofdeputation und Sa- 
nitätscommission 1773 tf. (Iloranyi N. Mem. I. 486—488.) Meh- 
reres schrieb er lateinisch. 

Nikola Palikuca (1771) aus Prukljan bei Sebeuico, seinen 
Lebensumständen nach unbekannt. 



TT 

JKuac .Iahlan(7.y (1772), Notar des po^cgauer Comitats. (Tli. M.) 

.Mariaii Fianosovic genannt (^jiirlc (1774), aus Ornbica im 
gradiskaner (jränzieginicnte , Priester des Franeisciiner-Mino- 
riten-Ordens , cnieritirter Lector, Kxconsultor und 1804 Vica- 
rius generalis der capistranor Provinz, bewandert im eanonischen 
Rechte und ein Freund der schönen Literatur, wurde vom Kaiser 
Joseph II. zu der Deputation wegen der Regulirung der illyri- 
schen Ortliographie und Grammatik nach Wien berufen, und 
vom Bischof Mandic wegen seiner Gelehrsandveit und Frömmig- 
keit sehr geschätzt. Kr starb im Kloster zu Brod in Slawonien 
im J. 1812. (Cevapovic Catal. :i02.) 

Kaiia Slipauovic (vor 1775), Verfasser illyrischer Gedichte 
mich einer Handsclirift der bisch. Bibliothek zu Agrara. Es heisst 
niunlich in der luhaltsanzeige derselben : et alii (poetae), quorum 
ultimus Stipanovich. Mir ist nur ein Gelehrter dieses Namens 
bekannt, der ein Priester des Paulaner-Ordens in der kroati- 
schen Provinz war, um das J. 1775 lebte und dem Piaristen Iloränyi 
literar-historische Notizen zu dessen Memoria lieferte. Vgl. die 
Von*, des letztgenannten Werkes. 

Josfp Matovl('(1775), aus Dobrota bei Cattaro, ein Priester- 
(Appendini II. 252. Stulli.) 

Miliajlo .Miliukovic (st. 1775), aus Lissa (Vis), Weltpriestcr 
und geschätzter Kanzeliedner, versuchte sich auch in der Dicht- 
kunst nicht ohne Glück. Kr starb im .1. 1775. 

tliirft Vladmirovl« (1775), Verf. eines medicinischen Büch- 
leins, über den weitere Angaben fehlen. (Api>endini II. 307.) 

floslp Pavisevic (177H), von Voltiggi (bei welchem der Name 
in Parisevic entstellt ist) in der Vorrede zu seinem illyrischen 
Wörterbuche als slawonischer Schriftsteller angeführt. Kr schreibt 
ihm Tragödien zu. Ob der mir bekannte lateinische Schrift- 
steller dieses Namens auch in der illyrischen Sprache etwas 
geschrieben habe, ist mir nicht bewusst. Derselbe erblickte das 
Licht des Lebens zu Pozega den 8. August I7:i4, trat im Jahre 
1750 zu Velika in den Franciscaner-Orden der Minoriten, wurde 



78 

1765 Piovincialsecretär, 1789 — 1791 und 1797— 1799 Provincial- 
Minister, und starb den 24. November 1803 zu Essek. Er war 
ein vielseitig gebildeter, gründlich gelehrter und besonders in 
der Dichtkunst und in der Geschichte des Mittelalters sehr be- 
wanderter Mann, mit welchem mehrere Gelehrte Italiens, und 
unter diesen selbst der Ordens-General Paschalis a Varisio u. a. 
freundschaftlichen Briefwechsel unterhielten. Mit beharrlichem 
Sammelfleisse und nicht geringem Aufwände brachte er einen 
auserlesenen Bücherschatz zusammen, über welchen Cevapovi6 
(Catal. p, 326) folgendes bemerkt: „Magno sane labore atque 
literatorum impensis percelebrem bibliothecam , in Slavonia ne- 
mini secundam, facile 5000 voluminum Posegae erexit; accessit 
rara collectio numismatica ac mineralis, tum variarum pictura- 
rum complexus. Custodum subinde incuria vel potius temeritate 
multa deperiisse, partemque cum adnexo muro decidisse pluri- 
mum dolui." Im Druck gab er heraus: Saecula seraphica . . 
und Fragmenta poetica. Esseg. typ. Divalt. 1793. 4" p. 41. (Ce- 
vapovic Catal. 282. 302. 308—312. 321.) 

Liidovlk Radic (1776), gebürtig aus Ragusa, Mitglied des 
Franciscaner-Ordens. Er liess auch eine lateinische Rede auf 
den Tod des Erzbischofs von Ragusa Pugliesi drucken. (Appen- 
dini II. 304-305. Stulli.) 

Ivan Velikanovi« (1776) aus Brod, geboren im Jahre 1723, 
Priester des Franciscaner-Minoriten-Ordens capistraner Provinz, 
in welchen er zu Velika 1740 getreten war, im Jahre 1765 SS. 
Theologiae Lector generalis, 1771 — 1773 aber Minister provin- 
cialis, bewandert in der dogmatisch-polemischen Theologie und 
in der Moralwissenschaft, wohnte 1773 — 1774 dem General-Ca- 
pitel des Ordens in Rom bei, und war besonders von dem Bi- 
schof von Slawonien M. F. Kertica sehr geachtet und mit aus- 
zeichnenden Gunstbezeugungen geehrt. Er starb den 21. August 
1803 zu Vukovar nach vollendetem 80. Lebensjahre. (Cevapovic 
Catal. 301. 306—308.) 

Luka Banic oder ragusanisch Luka Miluyla Buni(!a (di Mi- 



79 

chele Bona) (vor 1778), Patricier zu Ragiisa, ein würdevoller 
rechtlicher, umsichtig kluger Seuatoi-. Als Eechtsanwalt besass 
er (las allgemeine Vertrauen des Volkes. Ungeachtet vielfälliger 
öffentlichen und Privatgeschäfte wusste er den Ernst der Berufs- 
arbeiten durch fortgesetzte eifrige Beschäftigung mit der schönen 
Literatur zu mildern. Er schrieb in lateinischer und illyrischer 
Sprache mit gleicher Correctheit und Eleganz. Unter seinen 
nachgelassenen lateinischen Schriften befinden sich Gedichte und 
ein gelehrter Commentar zu des Hugo Grotius Werk: De jure 
belli et pacis. Sein Tod fällt in das J. 1778. (Appendini IL 249- 
Horanyi N. Moni. L 514.^ 

Jei'oliin Ostole (1778) schrieb: „De constitutionibus epide- 
micis dalmaticis" \'ien. 1778. 8^ Ich weiss nicht, ob er iden- 
tisch ist mit demjenigen, aus dem Alter das illyrische Vater 
unser citirt. (Dobrowsky's Glagolitica n. Ausg. S. 55.) 

Angco Dalla Cosla (1778), Priester und Domherr zu Spa- 
lato, Herausgeber einer Sammlung von Kirchengesetzen. (Appen- 
dini IL 251.) Ausserdem Hess er zwei Predigten (panegyrici) 
drucken, die von Cardinal Boigia gelobt wurden, wahrscheinlich 
in lateinischer Sprache. 

Milio Dragleevle (1779), aus Vargorac, Priester des Eran- 
ciscaner-Onhnis dalmatischer Provinz, (Stulli.) 

Mihajlo Grozdic (1779), Franciscaner der bulgarischen Pro- 
vinz und Administrator der karaschower Pfarrei im Banat. 

Pclai' iMandikic (1779), Priester des Eranciscaner-Ordens, 
Mitglied des Convents zu §arengrad in Slawonien. Sein Werk 
liess der bischöfliche Vicar Stjepan Agjic, Pfarrer in Tovarnik, 
auf eigene Kosten drucken. 

Marko Dobrelic (1782), Priester des Eranciscaner-Ordens, 
um das J. 1769 Minister der Provinz Bosnien, im J. 1782 Bischof 
von Eretrien und apostolischer Vicar von Bosnien. (Appendini 
IL 253.) 



80 

Thomas Mascroui (1783), Herausgeber eines Andachtsbuches. 
(Vielleicht Drucker?) 

Bozo Salalic (1783), geboren 1750 in Ragusa und 1832 
als Wcltpriester noch am Leben daselbst. 

Arkangco Ralic (1784), Ragusaner, Mitglied des Domini- 
caner-Ordens, im J. 1803 noch am Leben. (Ai)pendini IL 305.) 
Er starb nach 1804 zu Ragusa in einem hohen Alter. Seine 
handschriftlichen Fastenpredigten werden sehr geschätzt, beson- 
ders wird seine gründliche Kenntniss des illyrischen Dialectes 
gerühmt. 

Marko Lukic (1784), Wundarzt. 

Pelar Basic (1785), ragusaner Domherr, geboren 1749, 
starb 1814. Ausser einigen Erbauungsbüchlein, die er heraus- 
gab, übersetzte er auch eine Heroide Ovids. Er war ein enthu- 
siastischer Freund der illyrischen Literatur und ein überaus 
emsiger Sammler der Erzeugnisse ragusanischer Schriftsteller. 
In dem der italienischen Uebersetzung des Osman vorgesetzten 
Leben Gunduli6's sagt Appendini in dieser Beziehung von ihm 
S. 33: „r erudito Canonico Pietro Bassich buon illiricista, ed 
assai benemerito per averci lasciata una completa raccolta, tra- 
scritta di proprio pugno in 22 volunii, di tutte le poesie illiriche 
superstiti, raccolta acquistata dallo stamp. librajo Martecchini 
ad oggetto di darla fra breve alla luce col titolo di Parnasso." 
Auch an der neuen Ausgabe des Dellabellaschen Wörterb. nahm 
er den thätigsten Antheil. Man tadelt an seinem Styl das aflfec- 
tirte Haschen nach neuen ungebräuchlichen Wörtern und Aus- 
drucksformen. (Appendini IL 301.) 

Ivan Josip Pavlovic Lucic (1785), Ragusaner, Doctor der 
Rechte, Domherr und General-Provikar von Makarska, wie auch 
apostolischer Delegat von Bosnien. Er stammte aus Makarska 
und starb im J. 1818 über 66 Jahre alt. 

Josip Anlan Vlasic (1785), Pfarrer zu Kamenica im sirmier 
Comitate, Archidiacon der sirmier Diüccse. 



81 

. Aolon Ivanosic (1786), Priester des agramer Bisthums, 
Pfarrer zu Agrain, hierauf zu Stcfanje, einem Dorfe im kreuzer 
Gniiiz-IU'ginicnte. (Miklon.sic Izbor ztr. 96.) Er starb in Stefa- 
novec den 2. Juni 1800, und liinterliess mehrere Handschriften 
in illyrischer Mundart. Kr war ein sehr geschätzter Dichter, 
besonders in der Satyre. 

Joso Kcrmpolic (1787), Weltpriester in der Lika, trefflicher 
Dichter, als gelehrter Kenner der illyrischen Mundart, Mitdepu- 
tirter bei den Verhandlungen unter Ks. Joseph II. in Wien 
über die llegulirung der illyrischen Orthographie und Grammatik, 
wo er sich des einfachen, in Slawonien gangbaren Schreibsy- 
stems aufs nachdrücklichste annahm und den alten dalmatischen, 
von Stulli vertheidigten Schlendrian besiegen half. 

(jvjaninaria iMallel (vor 1788), Ragusaner, Mitglied des Fran- 
ciscaner-Ordens. Nach vollendeten Studien in Rom und nach 
Erlangung der Doctorswürde in beiden Rechten trat er in den 
Jesuiten-Orden und zeichnete sich in demselben durch Frömmig- 
keit und (Jelehrsamkeit rülimlichst aus. Als er sich später 
in seinem Vaterlande niederliess, widmete er sich vorzüglich 
historisch-linguistischen Untersuchungen im Gebiete der illyri- 
schen Spi-ache. Der Fortsetzer des Farlatischen Werkes über 
die lömische Kirche in lllyricum, Coleti, verdankt ihm schätz- 
bare historische Notizen über Ragusa. Andere lateinische Schrif- 
ten von ihm erwähnen Dolci und Appendini. Seine gründliche 
Kenntniss der illyrischen Mundart liess von ihm im Fache der 
Graninuitik und Lexicographie etwas Vorzügliches erwarten ; um 
so mehr ist der Verlust seiner diesfälligen Handschriften zu 
bedauern. Er starb im J. 1788. (Appendini IL 304. Farlati 
VI. 21. Ob der bei letzterem erwähnte Aufsatz „De frugifera 
sacroruni mysteriorum frequentatione" illyrisch verfasst sei, wird 
nicht gesagt.) 

Auliin Juranic (1788), Priester des Franciscaner-Minoriten- 
Ordens, Definitor generalis und zuletzt Minister provincialis der 

Safafik Literaturgescbicfate. II. Band. Q 



82 

dalmatischen Provinz (letzteres im J. 1789 schon zum fünften- 
male). 

Malija Pelar Kataucic (1788), aus Valpovo im veröczer Co- 
mitat, Mitglied des Franciscaner-Minoriten-Ordens capistraner 
Provinz, Doctor der Philosophie und emeritirter Professor und 
Bibliotheks-Custos an der kön. pester Universität, einer der gelehr- 
testen Männer und fruchtbarsten Schriftsteller Ungarns in neueren 
Zeiten. Er war 1750 den 12. August in Valpovo geboren, 1771 zu 
Bäcs in besagten Orden getreten und 1775 am 17. April zum Priester 
geweiht worden. Im J. 1779 hörte er zu Ofen die ästhetischen 
Vorlesungen des verewigten Domherrn Georg von Szerdahelyi, da- 
mals Professors an der kön. ungarischen Landesuniversität; hierauf 
wurde er zum Humanitätsprofessor am kön, Gymnasium zu Essek, 
dann am kön. Archigymnasium zu Agram und endlich in vorgenann- 
ten Eigenschaften an die kön. pester Universität befördert. Im J. 
1809 am 28. Octb. zog er sich in das Kloster seines Ordens 
zu Ofen zurück, wo er einzig und allein für seine wissenschaft- 
lichen Studien und literarischen Arbeiten lebte, dergestalt, dass 
er 1809 bis 1822 auch nichteinen Fuss aus seiner Zelle setzte; 
später hatte er sie nur mit einigen Schritten verlassen, um 
frische Luft zu athmen, bis ihn der Tod am 24. Mai 1825 abrief. 
In dieser Zeit arbeitete er mehrere seiner grossen und wichti- 
gen Werke aus. Er war ein enthusiastisch eifriger Freund der 
slawonischen Literatur und gründlicher Kenner des illyrischen 
Idioms. In der lateinischen Sprache war er ebenfalls eines 
correcten, körnigen, lichtvollen Ausdruckes mächtig. Sprach- 
kunde und Philologie, Alterthumswissenschaft im weitesten Sinne, 
alte Geographie, Numismatik, Epigraphik und Geschichte insbe- 
sondere waren die Lieblingsgegeustände, bei denen sein rastlos 
thätiger Geist bis zu seinem Hinscheiden mit ungeschwächter 
Forschungsliebe verweilte, und deren Gebiet er durch eigen- 
thümlich gründliche, an nachhaltigen Resultaten reiche Unter- 
suchungen bedeutend aufhellte. In der Jugend dichtete er mit 
eben so viel Feuer als geschmackvoller Eleganz. Seine litera- 
rische Fruchtbarkeit erregt gerechte Verwundcruug. Von seineu 



83 

zahlroichen gedruckten und iiiij^cdriickten lateinischen Schriften 
wollen wir hier bloss diejenigen anführen, die einen nähern 
lieznu auf slawische Literatur haben : In veter. Croatar. patriam 
indagatio Zagrab. 1790. 8"., Specinien Philolog. et Geogr. Panno- 
niorum Zagrab. 1795. 4"., De Poesi illyrica libellus ad leges 
aestheticac exactus etc. MS. an. 1817., Prölusio in litcraturam 
aevi m edii (cap. II. de literatnra Cyrilli, cap. III. de liter. glago- 
litica) MS. an. 1820. Seine Iland.schriften kamen an die kön. 
Landesuniversität in Pest. (Ofner Zeit. 1825. N. 44. Häzai 
(l^skülfüldi tudüsitasok 1825. N. 46. Cevapovic Catal. p. 303. 
322—326. Ej. Recensio prov. d. Joan. a Capistr. p. 316 — 321.) 

Ivan Älalkovic (1788) aus Pozega, Doctor beider Rechte, 
Camcral -Fiscal, Freund und Hausgenosse des Bischofs Antun 
Mandic, nach dessen Tode (1815) er sich in seine Geburtstadt 
begab und daselbst nicht lange darauf im hohen Alter starb. 

Nikola Pavicic (1789), Verfasser eines Gelegenheitsgedichtes, 
im genannten Jahre Hörer der Theologie in Pest. (Th. M.) 

Fraüö Nike Persic (1789), Doctor der Theologie, Domherr 
der bischöflichen Cathedrale zu Laibach und Untei-präfect des 
Generalseminariums zu Graz. 

Gjuro Kordic (1790), ein Slawonier, bloss als Verfasser ei- 
nes Gedichtes bekannt. 

Gcrgnr Pcslalic (1790) aus Baja im bacser Comitate, Mit- 
glied des Franciscaner-Minoriten- Ordens im Convent Nasici, 
Magister der Philosophie und der freien Künste, emeritirter 
Lector, bewandert in den philosophischen Wissenschaften und 
mächtig eines leichten und klaren Vortrags. Er starb im Klo- 
ster Baja im J. 1809. (Cevapovic Catal. 302.) 

Pjerko Ignacio Sorgo, ragusanisch Pjerko Ignacio Franalice 

(di Francesco) Sorga (vor 1790?), Patricier und Senator zu Ea- 
gusa, Sohn des oben angeführten Franatica Sorgo, bewandert in 
der vaterländischen Geschichte und besonders in der Gottesge- 
lehrtheit, erlangte unter den neuern Dichtern Kagusas den gross- 

6* 



84 

ten Ruhm als überaus geschickter Ergänzer des Osman von 
Gundulic. Er war 1803 noch am Leben. (Appeudini II. 249. 
266.) Geboren zu Ragusa 1749, starb er ebendaselbst im J. 1826. 
In der Handschrift hinterliess er eine Sammlung trefflicher geist- 
licher Lieder. 

Juro Ferlc (1791), Ragusaner, Domherr an der Metropole 
zu Ragusa, Doctor der Phil. u. Theol., Pastor Areas, Mitglied m. 
g. Ges., emeritirter Professor, trefflicher lateinischer Dichter, 
minder hervorragend in illyrischen Versen. Seine lateinischen 
Werke: Paraphrasis psalmorum poetica etc. Ragusae 1791. 4". 
pag. 288-f35, Fabulae ab iliyricis adagiis desumtae Rag. 1794. 
8**. pag. 143 etc. findet man bei Appendini IL 186 — 188 an- 
geführt und ausführlicher besprochen. Auch übersetzte er eine 
Heroide Ovids ins Illyrische. Er starb im Jahre 1824 in einem 
Alter von 80 Jahren. (Appendini IL 186-188. 301.) 

Pranjo Fuslmionl (1791), wahrscheinlich ein Feldcaplan oder 
doch ein Geistlicher. 

Nikola Marci (1791), Ragusaner, im J. 1803 noch als Welt- 
priester in Ragusa am Leben. (Appendini IL 215). Er starb im 
J. 1806 im 88. Jahre des Alters. 

Daiillo Emir (Tmro) BogdaDic (1792), von Geburt ein Slawo- 
nier aus Veröcze, über dessen Lebensumstände jedoch sehr wenig 
bekannt ist. In der Vorr. berichtet er selbst , dass er seit 
20 Jahren vom Vaterlande abwesend sei und in mathematischen 
Studien und Beschäftigungen lebe. — Er wurde im J. 1762 
geboren, studierte zu Ofen, Grosswardein und Pest, und widmete 
sich der Mathematik. Er war ein gewandter lateinischer Dich- 
ter. Vgl. Horänyi N. Mem. I. 506-508. 

Dinko Oianuzzi (1792), gebürtig aus Spalato, Domherr (in 
dem ungenauen Catalog bei Appendini IL 307 erwähnt, im übri- 
gen unbekannt), früher Pfarrer in dem Castell Abbadessa unweit 
Spalato, sstarb zu Anfange des laufenden Jahrhunderts. 



85 

Joslp (Jjnrinl (1793), Priester des Franciscaner-^Minoriten- 
Ordens in Dalmatien. 

Frano Ciprian Qiiarko (Francesco de Ciprianis Quarko) 
(1793), Mitglied der öconomiscli-agrarischen Acadeniie in Zara, 
übersetzte das auf Befehl des venediger Senats vom Grafen 
Julius Parma, Mitgliede derselben Academie, italienisch verfasste 
Werk: Nauk za texake od Dalmacie itd- 

Älarko Krajacic (1794), Pfarrer in der kön. Freistadt Po- 
2ega, Assessor des dortigen subalternen bischöflichen Consisto- 
riums. Verschieden von diesem scheint zu sein Marko Krajaöic 
Horvat iz Gline: De incertitudine scicntiarum 1759, bei Miklou- 
§ic (Izbor Ztr. 98). 

Josip SlfltJauoYlc (1794), Priester des BVanciscaner-Mino- 
riten-Ordens capistraner Provinz, Exconsultor der Provinz, ge- 
wesener Guardian, guter Kanzelredner, starb vor 1830. (Öeva- 
povic Catal. 322.) 

Lizaiulro Tomikovlc (1794), geboren zu Essek in Slawonien 
den 25. Jänner 1743, Mitglied des Franciscaner-Ordens capi- 
straner Provinz, Guardian des Convents in seiner Vaterstadt, 
1809—1811 Minister provincialis und als solcher um den Orden 
sehr verdient, starb in Essek 1829 im 87. Lebensjahre. Über 
ihn lese man Cevapovic in s. Recensio provinc. s. Joan. a Capistr. 
p. 312—316. 

Jnro Belle (1795), Verf. der Piece: Razgovor drugi od 
osobite virnosti itd., wahrscheinlich ein Feldcaplan. 

Ivan Karobbi (Carobbi) (1795), gebürtig aus Zeng (Senj), 
Doctor der Philosophie und Medicin, im J. 1795 zu Karlopago 
in k. k. Diensten. 

Boruardio Lcakovic (1795), geboren zu Boänjaci im broder 
Gränzregimente, Priester des Franciscaner-Ordens der Minoriten 
capistraner Provinz, Seelsorger zu Sarengrad, emeritirter Lector 
der Theologie und Exconsultor der Provinz, hielt sich drei Jahre 



86 

lang als Discretus in Palaestina auf. (Cevapovic Catal. 321.) Er 
starb zu Öarengracl in einem sehr hoben Alter im J. 1815. 

David Äleznar (1795), Pfarrer ;^u Brestovac im pozeganer 
Comitate agramer Diöcese. 

Anilin Joslp Turkovlc (1795), Oberstadt -Pfarrer zu Essek. 
Voltiggi nannte ihn „poetam insignem" in der Vorr. zum Wörter- 
buche. Er starb als Pfarrer der Festung Essek und Vicearchi- 
diacon den 6. März 1806. 

Joslp Slipan Relkovlc von Eliren(loi'f( 1796), des obgenannten 
slawonischen Grammatikers Matija Antun Eelkovic Sohn, Pfarrer 
des Staabsortes Vinkovci in Slawonien. 

Josip Slpus (1796) aus Karlsstadt, seinem Stande nach 
unbekannt. 

Antun Nagy (1797), aus Pozega in Slawonien, geboren den 
14. Jänner 1774, studierte die Piechte und ^Yurde hierauf zum 
ungarischen Landesadvokat beeidet. Ins öffentliche Geschäfts- 
leben übergetreten ward er eine Zeit lang an der agramer Aca- 
demie als Professor der allgemeinen und vaterländischen Ge- 
schichte angestellt. Von da wurde er nach Ofen als Censorund 
Bücherrevisor bei dem dortigen kön. Statthaltereirathe über- 
setzt, welchem Amte er noch im Jahre 1832 mit anerkanntem 
Eifer vorstand. Die illyrische Literatur umfasste dieser hoch- 
achtbare Gelehrte von Anfang her mit liebevoller Pflege und be- 
reicherte dieselbe mit einer stattlichen Reihe gemeinnütziger 
Schriften; mehreres, darunter eine treffliche Übersetzung der 
Klagelieder und Verwandlungen Ovids, hat er in der Handschrift 
zum Drucke vorbereitet. Auch in der lateinischen Sprache gab 
er mehrere gediegen reichhaltige, sehr brauchbare Werke heraus. 

Marin Borcic (1799), komt in dem ungenauen und unver- 
lässlichen Catalog illyrischer Bücher bei Appendini IL 306 als 
Verf. einer Geschichte vor. 

Bm'gadclli, Priester in Dalmatien, Uebersetzer der Bibel 
ins Illyrischc, starb nach Kucharski vor 1810. 



87 

Mafia Taiili (vor 1800), Ra^nisaner, aus einem patricischen Gc- 
.schlechte, \v;ir um das J. löOiJ schon unter den Todten. Er schrieb 
lateinische und illyrische Epigramme. (Appendini II. 311.) 

Prollc, illyrischer von Cevapovi(; erwähnter Schriftsteller. 

(iai'go Iz Varesa (vor 1800), aus Vare.^ in Bosnien, Priester 
des Franciscaner-Ordens und nachmals Bischof und apostolischer 
Vicarius in Bosnien. (So nach Babic; bei Farlati kommt er 
indess nicht vor.) Va' schrieb „csctiri govorenja chudoredna", 
welche in des Thomas Babi6 Cvit razlika mirisa duhovnoga 3. 
Ausg. Ragusa 1829. 4". 2. Abth. S. 48—69 abgedruckt sind. 
Im J. 1800 noch am Leben. Vgl. Luci6's Predigten: Malahni 
skup pastirski, Ml. 1800. 

XIX. Jalirlinndcrt. 

Sliiio Ti'osan (Trosani) (um 1800), geboren im J. 1754 in 
Ilagusa, Domherr des hl. Ilieronymus in Rom, starb zu Anfange 
des gegenwärtigen Jahrhunderts (um 1810). Das Buch: Bogoljub- 
nos, koja se diluje u petak veliki itd. scheint Nachlass oder 
Nachdruck einer älteren Ausgabe zu sein. 

Ivan Marcvic (1800), im J. 1791 Domherr der fünfkirch- 
ner Cathedrale, Doctor der Theologie, Pfarrer zu Bermend im 
baranycr Comitat und Vicc-Archidiacon des Bezirks von Tarda, 
im J. 1800 aber Pfarrer zu Nemethi und Vice-Archidiacon des 
gleichnamigen Districtes im genannten Comitate. 

Ante Piiapic (1801), Priester des Franciscaner-Ordens dal- 
matischer Provinz, Herausgeber des Kaöic'schen llazgovor. 

Jaciui Sliilll (1801) aus Kagusa, geboren im Jahre 1729, 
Priester des Franciscaner-Ordens in Dalmatien. Frühzeitig 
fing der würdige Gelehrte an sich mit illyrischca Sprach- 
studien , besonders mit der Lexicographie , zu befassen und 
verharrte in diesem löblichen Eifer bis an sein Ende. Um das 
Jahr 1760 wurde der Plan zu seinem grossen WOrterbuche ent- 



88 

worfen, und letzteres dann bis zum J. 1782 ausgearbeitet, nach 
der Zeit aber fort und fort vervollständigt und seit 1801 bis 
1810 zum Drucke befördert. Der Verfasser bereiste lilyri- 
kum und die Nachbarlande in der Absicht, seinem Werke die 
nöthige Vollendung zu geben; hielt sich in Rom und Venedig 
auf, kam 1782 nach Wien und lag hier dem Ks. Joseph IL ob, das 
Wörterbuch auf kaiserliche Kosten drucken zu lassen, nachdem 
es Kg. Friedrich IL abgelehnt hatte. Auf allerhöchsten Befehl 
wurde eine Commission zur Regulirung der Orthographie ein- 
gesetzt, deren Präses der nachmalige Bischof Mandic, Mitglieder 
Stulli, Lanosoviö und Kermpotic w aren. Durch diese Commission 
wurde nun die dalmatische Schlendrian-Orthographie verworfen, 
und Stulli musste sich dazu bequemen, sein Werk nach der in 
Slawonien üblichen, einfachem Rechtschreibung umzuschreiben. 
Sowohl vom Kaiser Joseph II. als auch von Leopold IL und 
Franz I. wurde der Verfasser in Wien unterstützt und belohnt. 
Der in Ofen 1801 begonnene Druck wurde indess erst 1810 in 
Ragusa, wohin sich der Verfasser von Ofen begab, beendet. In 
der Dedication des 1. Bandes spricht Stulli von einem Plagia- 
rius, in dessen „rapacibus unguibus" sich bereits das Lexicon 
befunden habe, als es Kaiser Franz I. aus denselben befreite 
und dem Verfasser vindicirte. Preis, Ehre und Dank sei dafür 
dem Verfasser, dass er die unermesslichen Schwierigkeiten des 
Druckes mit heldenmüthiger Ausdauer überwand und sein Werk 
nicht eine Beute zuerst der Finsterniss, dann der Motten und 
Mäuse werden Hess, wie es die nachgelassenen Wörterbücher 
von Ritter, Pataöic und Katancic geworden sind. Stulli starb in 
Ragusa im J. 1817 in einem Alter von 88 Jahren. Die bürger- 
liche Familie Stulli in Ragusa lieferte mehrere verdienstvolle 
illyrische Schriftsteller. 

Nikola Vucic (1802), Priester des Franciscaner-Ordens. 

Ivan Allcsü (vor 1803), Ragusaner, ein eifriger Freund der 
illyrischen Literatur und sorgfältiger Sammler ihrer Sprach- 
und Schriftdenkmäler, unterstützte Appendini bei der Abfassung 
der Notizie istorico-critiche 1801 — 1803 aufs kräftigste und 



89 

übersetzte zwei Herolden Ovids ins Illyrische. (Appendini II. 
301.) Er starb im Jahre I81(), 90 Jahre alt. Früher als Petar 
BaSic schrieb er die Erzeugnisse ragusanischer Dichter eigen- 
händig ab. 

Siivcslar Hubanovit' (vor 180;J), griechisch-katholischer Bi- 
schof von Kreuz, von Voltiggi in der Vorr. zum Wörterbuche 
mit dem Prädicate „in sacris pariter ac politicis scieutiis ver- 
satissinms, linguae illyricae peritissimus" den illyrischen Gelehr- 
ten beigezählt; ob er etwas geschrieben, ist mir nicht bekannt. 

Liiki'ccla ßudmaui geborene Bogasciiii (vor 1803), Kagusa- 
nerin von nicht gemeiner Bildung, mit Begeisterung der Dicht- 
kunst zugethan, hinterlicss mehrere Gedichte druckfertig. Sie 
starb vor 1803. (Appendini II. 246. 372.) Dichtete um 1775. 
(Horanyi N. Meni. I. 502.) 

(i|j()rg,jc lligja (vor 1803), Ragusaner, Doctor, Übersetzer 
des Virgil, Horaz, Catull, Tibull und Properz. Von ihm steht 
bei Appendini IL 285 die italienische Übersetzung eines Bruch- 
stückes aus der Danica des Gjona Palmotic. Geboren ums Jahr 
1752, war 1832 noch am Leben. 

Anluii Maudic (vor 1803), aus Pozega, zuerst Titular-Bi- 
schof von Pristina und Grosspropst von Agram, hierauf Bischof 
von Diakovar in Slawonien und geheimer Rath. Voltiggi in der 
Vorrede zum Wörterbuehe nennt ihn „primum illyricae linguae 
oraculum, sub cujus praesidio commissio aulica haue recentem 
orthograi)hiam illyricam (die Stullische nämlich) decrevit". Er 
liess zwar nichts von ihm Verfasstes drucken, erwarb sich aber 
als Mäcen ein namhaftes Verdienst um die Literatur. Mikotzy's 
Otioruin Croatiae Über unus Budae 1806. 8" erschien auf seine 
Kosten. Er bewog die Kammer, Kanizlic's Nachlass: Kamen 
smutnje, 1780. 4", drucken zu lassen. Ais Bischof verewigte er 
sein Andenkon durch mehrere fromme Stiftungen. Er starb am 
11. Jäner 1815 als jubilirter Priester im hohen Alter. 

Älarlü Zlataric (1. 1803), Patricier und Senator zu Ragusa, 
Erbe des Namens und Nacheiferer der Tugenden seines ausge- 



90 

zeichneten Ahnen Dinko Zlataric , Übersetzer von Gessner's 
Idyllen, im J. 1803 noch am Leben. (Appendini IL 229.) Er 
ward 1753 zu Ragusa geboren und starb daselbst im J. 1826. 

SuiiiSic (vor 1803), von Voltiggi in der Vorrede zu seinem 
Wörterbuche namhaft gemacht: Sumsich insignis poeta illyricus 
passim celebratur. 

Karlo Pavlc (1803), Abt der hl. Jungfrau Maria zu Bihar 
in der grosswardeiner Diöcese, früher Pfarrer von Mitrowitz 
und dann Pfarrer des Stabsortes Vinkovci im broder Gränzre- 
gimente und Vicearchidiacon des gleichnamigen Districtes, bischöfl. 
Consistorialrath, des sirmier und veröczer Comitates Gerichts- 
tafelbeisitzer. Er wurde geboren zu Tovarnik im sirmier Comi- 
tate den 27. Juni 1779, absolvirte im Laufe von 11 Jahren die 
niedern und höhern Wissenschaften, namentlich die des zum Le- 
bensberufe gewählten theologischen Faches in Füufkirchen, wurde 
im Jahre 1803 als Priester zuerst Cooperator in Tovarnik, hier- 
auf nach einander Pfarrer zu Lipovac, Lovas, Mitrovic, Vin- 
kovci. Als Pfarrer von Lovas lehrte er zu Diakovar am bi- 
schöflichen Seminarium ein Jahr Philosophie und das andere 
Theologie. 

Ivau Stulli (1803),Ragusaner, Weltprietser, ein feiner Kenner 
der illyrischen Sprache nach der Bemerkung Appendini's. Ausser 
den unten angelührten Schriften steht auch iri der illyrischen 
Abtheilung von Jacira Stulli's Wörterbuche ein Nachtrag illy- 
rischer Wörter von ihm. (Appe.idini IL 315.) Ausser diesem 
Nachtrag half er auch sonst seinem Jüngern Bruder Jacira bei 
der Abfassung des grossen Wörterbuches. Er starb 1804 in 
einem Alter von 76 Jahren. 

Joso Voltiggi (1803), ein Istrianer. lieber seine Lebensum- 
stände ist uns äusserst Weniges bekannt. Er stammte aus An- 
tignana und hiess von Haus aus Voltic. Im J. 1810 und in 
den ff. bekleidete er ein polizeiliches Amt in Wien. Er starb 
um 1827. (Stancovich Biogr. degli uomini distinti delF" Istria, 
Trieste 1828. 8" Bd. 2. S. 411.) 



91 

Tiliis nrozovjicki (1804), Priester in Kroatien, sclirieb bloss 
zwei unten aiigclnhite Gelegenheitsgedichte in illyrischer Mund- 
art, und gehört seinen übrigen Werken nach in die kroatisciie 
Abtheilung, wo er gehörigen Ortes eingereiht worden ist. 

Ivan Marin De' Maris (1804) von der Insel Arbe, seinem 
Stande nach unbekannt. 

Toma IvanoYlc (1804), llagnsaner, Weltpriester, geboren 
im J. 1740, starb nach 1804. 

Frano Kolnnftjlc (1805), Priester des diakovarer Bisthums, 
Doctor der Phil, und Theol. und Pfarrer zu Ivankova im broder 
Gränzregimente, seit 1825 Francis caner. 

Luka Stulll (1805), llagnsaner, Doctor der Medicin. Bei 
Appendini 11. 281 steht von ihm eine kurze Probe einer italie- 
nischen Uebersetzung aus Gunduliö's Gedichten. Er ward den 
22. Sept. 1772 geboren und starb den 17. Sept. 1828. Mehrere» 
schrieb er in lateinischer und italienischer Sprache, welches man 
in dem Werke : Prose c versi del Dr. Luca Stulli , Bologna 
1829. verzeichnet findet. (Ob er il lyrisch geschrieben, finde ich 
nicht bestimmt angegeben.) 

Juro Scrtlc (1807), Pfarrer des Stabsortes Vinkovci in Sla- 
wonien, hierauf Pfarrer zu Nemci, zuletzt Domherr und Eector 
des neuen bischöfl. Seminariums zu Diakovar, starb zu Diakovar 
den 7. Octb. 1808. 

(iijanliika Yolantic (st. 1808), Ragusaner aus einer bürger- 
lichen Familie, geb. im J. 1749, 40 Jahre lang im Dienste des 
Senats, zuletzt als Secretär der Republik, starb im J. 1808. Er 
besass eine gründliche Kenntniss der illyrischen Sprache und 
erwarb sich in mehrfacher Hinsicht bleibende Verdienste um die 
vaterländische Literatur. Die Predigten Zuzzcri's gab er mit 
einer Vorrede heraus. Ueber 12 Jahre lang sammelte er Ma- 
terialien zu einer kritischen Herausgabe des Osman von Gun- 
dulic, dessen Text er herstellte und das ganze Gedicht mit aus- 
führlichen Erläuterungen in italienischer Sprache (über 40 Bogen 



92 

in der Hs) versah. Seine Vorarbeit kam später dem Heraus- 
geber Markoviö zu gute. Auch war er äusserst theilnehraend 
und gefällig gegen andere Gelehrte. Coleti im VI. Bde. des 
Ijlyr. sacrum preist seine Dienstfertigkeit aufs wärmste, auch 
Appendini erwähnt dankbar der ihm durch ihn gewordenen lite- 
rarischen Unterstützung. (Farlati VI. 519. Appendini Gramm, 
ill. ed. 2. p. XL— XII.) 

Ivan Ambrozovic (1808) aus Sombor im bäcser Comitate, 
wo sein Vater Senator war, gab, während er noch auf der Uni- 
versität zu Pest die Rechte studierte, eine Sprichwörtersamm- 
lung heraus. 

Frano 3Iarla Appendini (1808), Priester des Piaristen-Ordens 
in Ragusa, von Geburt ein Italiener, aber in Folge seines Auf- 
enthaltes (seit 1792) und vorherrschender standhafter Neigung 
mit der illyrischen Sprache durch mehrjährige Studien vertraut 
gemacht, hat sich um die illyrische Literatur als Grammatiker 
und Historiker nicht geringes Verdienst erworben. Er war 1832 
Rector des Piaristen-Collegiums und Präfect des Gymnasiums 
in der genannten Stadt. Dem Stullischen Wörterbuche Bd. III. und 
V. setzteer interessante, auch einzeln abgedruckte Abhandlungen 
vor. Seine Notizie istorico-critiche Rag. 1801—1803. 4" 2 Bde. 
enthalten äusserst schätzbare Nachrichten historischen und lite- 
rarischen Inhalts. Ausserdem verfasste er ein wichtiges histo- 
risch-etymologisches Werk, von welchem er in der Abhandlung 
vor Stulli's Wörterbuche Bd. III. p. XVIL spricht: Varro illy- 
ricus, sive de originibus linguae illyricae ejusque cognatione cum 
graeco, latino et teutonico serraone. Er selbst nennt es ein 
opus sane operosum. 

Sima Slarccvic (1812), Pfarrer zu Novi in der Lika. 

Martin Pustaic (1813) aus Slawonien, k. k. jubilirter Major 
des broder Gränzregiments, im genannten Jahre noch am Leben, 
starb bald darauf (1818) zu Cerna in einem hohen Alter. 

Milio Karainan (1814), Ragusaner, Weltpriester, geboren den 
15. Deccmber 1763, im J. 1832 noch am Leben. 



93 

U. Ulardovlc (J814), im genannten Jahre Priester in der 

Erzdiöccsc von Spalato. 

Andrija Dorollc (1815), Triester des Franciscancr- Ordens 
der Minoriton, „ein lüderlicher aber talentvoller Mönch" nach 
dem Aiisdnicke des Prof. S. in L. 

Marko Ivanovlc (1815) aus Dobrota in der Boka von Cattaro, 
Doctor der Theologie und Domherr, publicirte (nach Appendini 
II. 254) eine Schrift: Sulla dedizione di Cattaro a S. M. 1' Im" 
peratore Francesco IL, in welcher er unter anderem ein Ver- 
zeichniss der vorzüglichsten (lelelnten aus den dahnatischen 
Küstenstädlen liefert. 

Auguslin Älllclic (1815), Priester des Franciscaner-Ordens, 
Bischof von Daulien und apostolischer Vicarius in der Provinz 
Bosnien. 

Marko Anlun Horvalovic (1816), emeritirter Pfarrer in Sla- 
wonien „bei der Kirche zu Allen Heiligen", hierauf zu Agram 
Beneficiat bei St. Marcus. (Miklou^ic Izbor ztr. 96.) 

Josif Kalasanelo Mlhalic (1816), geboren zu Ilok im sir- 
mier Coniitate ums J. 1781, studierte die Grammatiealien im elter- 
lichen Hause unter der Leitung seines Vaters Bartuo Mihalic, 
Casernen-Inspectors und Curators, der sich die Erziehung seiner 
Söhne sehr angelegen sein liess und ihnen selbst den Unterricht 
in der lateinischen Sprache ertheilte. Die Humaniora absolvirte 
er zu Kalocsa, die Philosophie aber zu Szegedin und Erlau. 
Hierauf legte er den theologischen Cursus in Fünfkirchen und 
Agram zurück. Nun wurde er seit 1807 nach einander Coope- 
Tator, Administrator und zuletzt Pfarrer von Sat im sinnier 
Comitate, wo er 18:52 noch lebte. 

Auliin Milialic (1816), Bruder des Obigen, geboren den 29. 
August 1786, Den Unterricht in der lateinischen Grammatik bis 
zur Syntax erhielt er ebenfalls von seinem Vater und studierte 
die Humaniora in Kalocsa (1799 — 1801), die Philosojdiie aber 
in Szegedin und Erlau (1802—1803). Auch er widmete sich dem 



94 

geistlichen Stande und hörte die theologischen Wissenschaften 
zwei Jahre hindurch in Fünfkirchen am bischöflichen Semina- 
rium, drei Jahre hindurch aber in dem kön. Centralseminarium 
und auf der Universität in Pest (bis 1808). Darauf wurde er 
vom Bischof Mandic zum Professor der Dogmatik und Polemik 
am bischöflichen Lyceum in Diakovar , wie auch zum Assessor 
des bischöfl. Consistoriums und Defensor in Ehesachen ernannt. 
Im J. 1810 erhielt er zu Pest die theologische Doctorswürde. 
Verschiedener Widerwärtigkeiten wegen verliess er die Lehr- 
stelle, wurde zuerst 1814 Coadjutor in Puma, hierauf 1815 
Pfarrer zu Peterwardein und Vice-Archidiacon. Im J. 1830 wurde 
er zum Ehrenmitglied der theolog. Facultät auf der Universität 
in Pest aufgenommen. Er schrieb auch einige Piecen lateinisch, 

SebasUanovic (I816j, von Katanöic unter den slawonischen 
Schriftstellern namhaft gemacht. Mir ist als Gelehrter dieses 
Namens nur Frano Sebastianovic aus Pozega in Slavonien be- 
kannt, der Domherr zu Agram und Mitglied der Gesell, der Ar- 
cadier in Rom war und 1799 starb. Von ihm sind die latei- 
nischen : Poemata sparsim antea edita, collecta recusaque Budae 
typ. r. Univ. 1805. 8". p. 147. Katanöic muss einen andern im 
Sinne gehabt haben. 

Imro Karla Raffay (18l7j, Herr von Raven, Propst von 
Agram, seit 29. Sept. 1816 Bischof der vereinigten Diöcesen 
von Bosnien oder Diakovar und Sirmien, k. k. Geheimrath. Er 
starb am 16. Jänner 1830, nachdem er 54 Jahre im Priester- 
stande verlebt hatte. Einige von ihm verfasste Predigten, so 
wie mehrere von ihm veranstaltete religiöse Schriften , ferner 
eine Landkarte seiner Diöcese, erschienen auf seine Kosten. Er 
war ein ausgezeichneter Rechtsgelehrter. 

(jljuro Arnold (1819), Regenschori an der Hauptkirche der 
hl. Theresia in der königl. Freistadt Maria-Theresiopel. 

Ivan Baplisla Jezic (1819 if.), geboren um 1746, Bischof 
von Zeng und Modruäa. Er veranstaltete die Herausgabe des 
neuen fiiimaner Schiavet 1824, dessen Approbation vom 10. 



Auir..l819 (latirt ist. Mehrere andere religiöse Büchlein erschie- 
nen auf seine Veranlassung und Kosten. Im J. 1831 war der- 
selbe in einem Alter von 8.") Jahren frisch, munter und gesund. 
Er starb im .labre \S:V.\. 

GiM'gur Ccvapovi('^ (1820) aus Bortelovci im pozcganer Co- 
mitate, geboren im .1. 178G den 23. April, studierte am Gymna- 
sium zu Pozega , trat in den Franciscaner-Minoriten-Orden ca- 
pistraner Provinz 1802, erlangte 1806 die philos. Doctorswürde 
zu Pest, legte 1807 die Ordensgelübde ab, 1809 erhielt er die 
Priesterweihe, war zuletzt seit 1821 — 1824 und 1827— 1830 zum 
zweitenmal Provincial des besagten Ordens, starb aber schon 
den 21. April 1830 in Ofen in so eben vollendetem 44. Le- 
bensjahre. Die illyrische Literatur verlor an ihm einen eifrigen 
Pfleger. Lateinisch gab er heraus: Synoptico-memorialis Ca- 
talogus observantis Minorum prov. S. Joan. a Capistrano olim 
Bosnae Argcntinae etc. Budae 1823. 8"., Recensio observantis 
Minorum provinciae S. Joannis a Capistrano pro a. 1830, Budae 
1830. 8". Auch Hess er: Leges municipales Franciscanae pro- 
vinciae S. Joannis a Capistrano 4". drucken. 

Jure Planclc (1820), gebürtig aus Cittavecchia (Starigrad), 
dem alten Pluiria, auf der Insel Lesina (Hvar, ehedem Pharos), 
Doctor der Phil, und Theol., Abt, seit 1818 General-Inspector 
der Normalschulen in Dalmatien. Dieser hoch gebildete Mann 
nahm sich des in Dalmatien sehr vernachlässigten Elementar- 
unterrichtes auf das eifrigste an, Hess in Bezug darauf eine 
Schrift, betitelt: Saggio d'idee tendenti a migliorare e pro- 
muovere l'istruzione elementare in Dalmazia, Zara della stamp. 
governiale 1820. 8". 50 S., drucken und nahm an der Commis- 
sion zur Regulirung der illyrischen Orthographie als Mitglied der- 
selben den thätigsten Antheil. 

Igoac Bjgay (1821) mit den beigesetzten Buchstaben G. M. 
auf dem Titelblatt; im übrigen unbekannt. 

Adam Filipovic vou lleldciilhal (1822), am bischöflichen Ly- 



ceum zu Diakovar Exhortator sacer, Professor der Religionslehre 
und zugleich Spiritualis des Jüngern Clerus. 

Anlim Milialy (1822), emeritirter Professor der Gramma- 
ticalschulen am Gymnasium zu Pozega in Slawonien. 

Stlpan Lukic (1823), Concipist bei der kön. ungarischen 
Hofliaramer, dann Secretär etc. 

Jure 3Ialic (1823), Herausgeber eines Almanachs, im übri- 
gen unbekannt. 

Mihajlo Mihaljevie (1823), Pfarrer zu Drenjani im ve- 
röczer Comitate diakovarer Diöcese, Assesor des veröczer Co- 
mitats, starb den 25. Octb. 1830. 

Silveslar Ninkovic (1823) aus Slavonien, geboren den 24. 
Febr. 1782, Priester des Franciscaner- Ordens der Minoriten ca- 
pistraner Provinz, im J. 1826 Guardian zu Pozega, im J. 1830 if. 
Guardian zu (Jernek im pozeganer Comitate und Admini- 
strator der dortigen Pfarre, (Cevapovic Catal. 304. 326. Syn- 
opsis 503.) 

Adalberl Ilorvat (1824), geboren den 30. Sept. 1783 in 
Slawonien , Priester des Franciscaner-Ordens der Minoriten ca- 
pistraner Provinz, gewesener Prediger, Secretär und Proto- 
collist der Provinz, im J. 1830 Guardian zu Pozega. (Ceva- 
povic Synopsis 216.) 

Mariaii Jaic (1824) aus Slawonien, geboren zu Brod den 4. 
Juli 1795, absolvirte die Normalschulen in seinem Geburtsort, 
in den Grammatiealien und Humanioren ertheilte ihm P. Ma- 
rian Lanosovic unentgeltlich Privatunterricht, trat am 7. Mai 
1812 zu Bäcs in den Franciscaner-Orden der Minoriten capi- 
straner Provinz, feierte nach absolvirtem philos. und theolog. 
Lehrcursus seine Primizien zu Brod den 4. Octob. 1818, beklei- 
dete hierauf zwei Jahre das Lehramt bei den Präparanden an 
der Hauptschule zu Vukovar und seit 1821—1831 das eines 
Lectors der Theologie, hierauf war er Guardian im Kloster zu 



97 

Vukovar und der Ortspfarrei Administrator. (Cevapovic Syn- 
opsis 396.) 

Frauo Toraic (1825), Ehrendomlierr des biscliöflichcn Ca- 
pitels von Diakovar, Pfarrer zu Yalpovo und des gleichnamigen 
Ikzirkes Viceardiidiacon, des veröczer Comitates Gerichtstafel- 
beisitzer. 

Frano Yrinjauin (Vrignanln) (1825), früher am bischöflichen 
Seminarium in Senj der alt- und neutestamentlichen Exegese 
Professor, wie auch an der dortigen Cathedrale Domherr, hierauf 
Pfarrer zu Grizani im vinodoler Bezirke des modruäer Bisthums. 

Jakob BorkoYic (st. 1825), gebürtig aus Lissa (Vis), Welt- 
priester, starb im J. 1825 im hohen Alter. Ausser Kanzelreden 
hinterliess er in der Hs. auch Gedichte. 

Ambrozo ^rarkovic (1826), geboren den 8. Novb. 1775 in 
Ragusa, Mitglied des Franciscaner-Minoriten-Ordens zu Ilagusa, 
verdienstvoller Herausgeber des Gunduliii'schen Gedichtes Osman, 
zu dem er ausführliche einleitende und erläuternde Anmerkungen 
schrieb. Auch scheinen die den übrigen bei Martecchini gedruckten 
einzelnen Gedichten Gunduliö's beigefügten Worterklärungen von 
seiner Hand zu sein. 

Ivan Salalic (vor 1826), Ragusaner, Weltpriester, starb 1826 
66 Jahre alt. Hinterliess Predigten und Gedichte. 

Marco Brucre (st. 1827), aus Bambino in Frankreich, kam 
in frühester Jugend nach Ragusa , erlernte hier die illyrische 
Mundart vollkommen und versuchte sich sogar in der Dichtkunst. 
Später lebte er als französischer Consul zu Travnik in Bosnien 
und setzte hier seine slawischen Sprachstudien mit Eifer fort. 
Er starb im J. 1827 zu Tripoli in Syrien und hinterliess in der 
Handschrift sehr viele treffliche Lieder, meist scherzhaften In- 
haltes. F^inige seiner illyrischen Gedichte ernster Gattung sind 
im Druck erschienen. 

Ivan Dvojak (1827), Domherr der agramer Cathedrale und 
Archidiacon von Casma , Pfarrer und Proarchidiacon bei der 

?!afaflk. Literatnrgeschichte. II. Band. 7 



98 

Cathedrale in Agram, Syuodal-Examinator , des agramer, poze- 
ganer und varasdiner Comitats Gericlitstafelbeisitzer. 

Ambrozo Malic (1827), Mitglied des Franciscaner-Ordens 
der Minoriten bosnischer Provinz, Lehrer der grammaticali sehen 
Schulen. 

Kaiio Radhiovic(1827), Doctor der Theologie, früher Coope- 
rator zu St. Petrus in Vico Latinorum zu Agram, dann Pfarrer 
zu Orihovac im gradiskaner Gränzregiment. 

Barluo Pavlic (1827), geboren zu Klokoöevik unweit Brod 
in der slawon. Gränze 1790, Priester des diakovarer Bisthums, 
früher Sonntagsprediger bei der Cathedrale in Diakovar, hierauf 
Yicerector des dortigen bischöflichen Seminariums und seit 
1829 Pfarrer zu Varo§, einem bischöflichen Landgute. 

Nikola Hadzic (1828), Normallehrer in Semlin. 

Joso Marie (1828), Verfasser von Gelegenheitsgedichten, 
Studierender am kön. Gymnasium zu Maria-Theresiopel, hierauf 
der Philosophie in Agram. 

Pavao Miosic (1829), Priester, im genannten Jahre Professor 
der Theologie am Seminarium in Zara, dann Bischof von Spa- 
lato und Makarska. 

P. M. S. (1829), Uebersetzer des Gagliardoschen Buches 
vom Ackerbau — ist: Malia Saulic (1829), gebürtig aus Trau, Prie- 
ster, Professor der Agricultur am erzbischöflichen Seminarium in 
Zara und Uebersetzer der administrativen Gubernialrescripte 
ins Illyrische. 

Sljepaii Marianovic (incertae aet), Priester des Franciscaner- 
Ordens bosnischer Provinz , Vf. der Grammatik : Institutiones 
gramm. Lat. idiomate lUyr. propositae etc. 

Frano Mlliukovic (1830), Pfarrer zu St. Georg (Gjurgjevac) 
in dem gleichnamigen kroatischen Gränzregiment , agramer 
Diöcese. 



99 

SUcpnn A(''imoYic (1830), iiv. n. iin. Lehrer in Vinkovci, 
gehört der serbischen Abtheihmg an, wo er auch vorkommt. 

Ivo Jozepac (1830), Pfarrer in der P'estung Essek in Sla- 
wonien, gab ausser einer slawonischen Predigt auch noch drei 
andere Kedm in derselben Sprache 1827 — 1829, ferner einige 
Gratulationsgedichte heraus. 

Aülun Kaznaeic (Casnacich)(1832), Ragusaner, dichtete mit 
Leichtigkeit und Eleganz sowohl in ernstem als scherzhaftem 
Styl. 

Ignacio AI. Bcrlic (1833), bürgerlicher Handelsmann und 
Magistratsrath der k. k. freien Militär-Communität Brod in 
Slawonien. 

Marco de Casolli (1835.) 



-C5<:5- 



7* 



Reihenfolge der illyrischen Werke. 

I. Spraclikunde. 

1. Orthoepie : illyrische Namenbüchlein. 

Probezettel von cyrillischer Schrift, gedruckt zu Urach 1561. 
Schnurrer's slaw. Büeherdruck S. 51. Dobrowsky's Slawin 
S. 129. Kopitar's Gramm, d. slaw. Sprache S. 453. 

Slm. ßadinei Breve istruzione per imparare il carattere 
Servicmo e la lingua Illi/rica, sive hrevis instructio ad condis- 
cendum characterem Serhicum et linguam Illyricam. Venet. per 
Anton. Rempazetto 1597. 

Horanyi N. Mem. I. 625. 

A36yKHBHji,HflK ooehhckIh, WKd oniii;eHHM Ha^iHHOM ncaji- 
TepHiii; HasHBaeT ce, hhcmom ö. Hepo.iHMa CTpH,Ti,OHCKaro, npena- 
npaBJCH 0. <I>. Pa^aH-iOM JleBaKOBH^ieM XepBauaHMHOM, 'iiiHa Manmiix 
öpaT o6cjiy3ceBaioiii,Hx ,T,ep5KaBe ßocHe-xepBaxcKe , y PHMy Ba 

BHTHCKa.lHHlI,H CBCTe CKHIIIUHHH COT pa:JMH03CeHm BCpH, JIBTa 1629. 

Kl. 8". 16 Bl. (A-BJ. 

Neben dem glagolitischen Alphabet ist auch das cyrillische 
aufgeführt, und als Lesestück ist abgedruckt: Bogorodice djevo 
raduj se (Ave Maria) mit glagolitischen, cyrillischen und latei- 
nischen Lettern. (Koppen Bibliogr. Listy Nr. 26. S. 376.) Einen 
neuen glagolitisch-cyrillischen Bukvar verfasste der Erzbischof 
von Zara, Caraman: ByKBapt f),T,aBeHCKifl. Rom 1753. 4". 78 S. 

ByKBap a3HKa cjaBCHCEa, b TH])HaBt thii. aKa.i,. 8". 40 S. 

Bei Prof. Supan in Laibach. — Wahrscheinlich nicht für 
Serben oder lllyrier, sondern für Russinen bestimmt. — Eine 
andere, zu Tyrnau gedruckte cyi-illische Azbukvica, so wie über' 



011 

haupt ABC-Tafelii mit Katechismen, siehe unter den tlieolo- 
gischen Schriften im Abschnitte: Glaubenslehre. 

(Mih. (irozdicüa) ÄBO ill uprava za potrihu shularslce Dal- 
matinskc mladcxi (sammt deni Meinen KatccJdsmus), Temesvar 
1779. 8'\ 87 Str. 

Der Verf., Franciscancr der bulgarischen Provinz und Ad- 
ministrator der karascliovcr Pfarrei im Banat, hielt sich darin 
mehr an die dalmatisch-illyrische als an die eigentliche bul- 
garische Mundart, wenn gleich das Buch für die bulgarische 
Jugend seiner Pfarrei bestimmt war. (Dobrowsky's Slowanka 
I. 213.) 

ABO iliti knjixlca slovoznanja za potrihu narodnih ucsio- 
nicd u hndjcstcu Slavonic — ABC oder Nmnenbüchlein zum 
Gebrauche der Nationalschulen in dem Kyi\ Slawonien — (sla- 
wonisch und deutsch). Ofen Universitäts - Buchdrukerei 1785. 
8". 1800. 8"". 108 S. 1823. 8». 112 S. (Stereotyp.) 

Wird als Schulbüchlein fast jedes zweite oder dritte Jahr 
neu aufgelegt. 

ABC iliti ktijixica slovoznanja za potrihu sclskih ucsionicä 
u kraljcstvu Slavonic. U Budimu (vor 1830) 8". — U Budimu 
s mudroucsne Pesth. skupshtine slovi 1815. ö". 48 str. 

Universitäts-Buchdr.-Catalog vom J. 1830. 
Knixica imcn za hasan selskih skol. U Rici 1819. 8^. 
95 Str. 

Ahhcvcedario dclla linf/aa italiana ed illiri^a, compilato dal 
D. Giorgio IMancich, Ispcttorc ycncrale etc. MS. 1820. 

Der Commission zur Begutachtung vorgelegt, mit Modifi- 
cationeu angenommen, aber noch nicht gedruckt. 

2. Orthographie. 

a. Illyrische. 

0. Raiuiiinda Zainagnc Dominikann, Vlast. Duhrovacs. (st. 
1644), Ortografia (le regole delV ortografia Ulirica). In Vene- 
zia, presso Ginami 1639. 

Appendini II. 302. 



I 



102 

Uputjenje h SlavonsJcomu pravopisanju za putrihii narod- 
nih ucsionicä u hraljestvu Slavonie. — Anleitung zur slawoni- 
sehen JRecMschreihimg u. s. w. — Ofen JJniv.-Biichdr. (Seit 
1785 bis 1832 sehr oft, in 8'>.) 1810. 8'\ 64 S. 

Pravopisanje llUricsko. U Terstu 1816. 5". 

Gregor Cevapovic in seinem Josip narodna igra, u Bud. 
1820. 8^ S. 13 nennt es: Pravopisanje lUyricsko, koje G. Parok 
Novogradski, Senjske Biskupie, god. 1816 u Terstu na svitlo 
dade, und fügt zu dessen Lobe hinzu: po vlastitosti Illyricskog 
jezika izverstno vidi se. 

Äntonii ]VIill«alicll Faroclü Petrovar. Regidae orthographi ae 
illyricae. MS. 

b. Lateinische. 

Nauk za mochl pisati LatinsJcima slovima. GedrucJct zu 
Venedig vor 1709. 
Katarina 1709. 

3. Kalligraphie. 

Uputjenje h lipo-pisanju za potrihu narodnih ticsionicd u 
liraljevstvu Madjarskonm i Slavonshomu. — Slawonische Schön- 
schreibung. — (Ofen Univ.-Buchdr. seit 1785 bis 1832 sehr 
oft, in 8\ 16 S.) 

4. Sprachlehren, 
a. II lyrische Sprachlehren. 

Barlliol. Cassii Curictensis Dalmatae S. J. Institutionum 
linguae Illyricae libri duo, cditio prima. JRomae 1604, typis 
Zanetti, 5". ISO pag. 

Cassius bekennt, dass er keinen Führer hatte, dem er 
hätte folgen können, indem er der erste war, der diesen Gegen- 
stand behandelt. Er verdient Lob, dass er die Lehre von 
den Declinationen und Conjugationen klar und bündig vorge- 



103 

tragen und aucli lue und da über andere Redetheile verschie- 
dene brauchbare Bemerkungen angcbraclit hat. Übrigens sah 
Cassius seine Arbeit nur als einen unvollkommenen Versuch an. 

VInccnlii Comnoni (l. zw. 162i — IGM) Grammatica quin- 
que linf/uarum, sc'dicct Illi/ricae, Graecac, Latinac, Italicae et 
lüspanicac. 

Wahrscheinlich nicht gedruckt. Appendini II. 89. 

Des Priesters Georg Krlzailic hritische serbische Gramma- 
tik, mit VergleicJmnf/ des Russischen, Polnischen, Kroatischen 
und Weissntssischen , in scrhischer Sprache, Originalhandschrift 
des Vf. vom J. 1714 (166C), 218 Bl. auf Papier in Folio, in 
der Bihl. der geistlichen Typographie in Moskau. 

Eine ausführliche Nachricht über diese serbische oder illy- 
rische Grammatik und ihren Vf. verdanken wir dem Ilrn. Kalaj- 
dovic. S, dessen Joann Exarch S. 120 — 123. Die abenteuer- 
lichen Schicksale dieses römisch-katholischen Triesters, so weit 
sie bekannt sind, haben wir schon oben berührt. In Sibirien, 
wohin er verbannt wurde, endigte er seine Grammatik im J. 
1665; unter der Vorrede befindet sich das Datum: iiiicano ü 
CiiÖHpii .iHTa 3po,T; OKTofipa B 3 ineH. Die Grammatik enthält 
bei manchem Einseitigen und Excentrischen , was zum Theil 
dem Entbehren besserer Quellen und Hilfsmittel in Sibirien 
zuzuschreiben ist, viele helle Blicke, gesunde Urtheile und ori- 
ginelle Ansichten. Der Vf. eifert für die illyrische (serbisch- 
bosnisch-kroatische) Mundart. Seine Orthographie ist gewisser- 
massen das Vorbild der des Hrn. Vuk Stefanovic Karadzic. 
Er wirft das t> und b am Ende der Wörter ganz weg und bedient 
sich des letztern zur Mollirung der Consonauten, das j hat er 
ebenfalls u. s. w. Nach dem Urtheile des Hrn. Kalajdoviö, dem 
gewiss jedermann gern beipfiichten wird, verdient diese Gram- 
matik noch immer den Druck. — Ausser der Grammatik hat 
man noch einen polemischen Aufsatz von diesem Priester, beti- 
telt: Co.iOBe'icKa »icioCHTHa oj cyeBcpeTBy h o,t; pa3,Topy, c 
o()jacHCHi.eM iiona Jypira Kpii:KaHiini,a iipe:)BaHi>eM CepÖ.TbaHmra, 
eigenhändige Handschrift des Vf. vom J. 1675, 231 Bl. auf 



104 

Papier in 4", in der Syiiodalbibliothek in Moskau. Dieser im 
J. 1675 in Tobolsk verfasste Aufsatz enthält eine Widerlegung 
der Solovecischen Bittschrift und ist an den Metropoliten von 
Tobolsk, Kornilij, gerichtet. Der Director der geistlichen Typo- 
graphie zu Moskau, Polikarpov, übersetzte dieselbe ins Russi- 
sche im J. 1704. Die Celobitnaja der Solovecer Mönche erschien 
im Druck zu Suprasl 1788. 8". und oft. S. Kalajdoviö Joann Exarch 
S. 122—123. 

Nova Slavonska i Nmacska yramaüha. — Neue Slaivo- 
nische und Deutsche Grammatik, durch ]\Iathiam Äntoninm Rel- 
kovich, hei dem slavon. broder Infanterie-Regiment Oberlieute- 
nant. Agram hei Frans Xaver Zerauscheg 1767. 8^. 552 S. — 
Dieselbe mr 2. Aufl. befördert durch Franz ÄDgielicIl. Wien 
bei Joseph Kurtzböck 1774, 8\ 557 S. — 3. Aufl. Wien 1789. 
8\ 535 S. 

Der lange Titel gibt selbst die Bestandtheile dieser Sprach- 
lehre an. Es heisst dort: Der erste Theil hält in sich die sla- 
wonische Orthographie nebst kurzer Einleitung in die deutsche 
Rechtschreibung. Der zweite Theil zeigt die Etymologie oder 
Wortforschung und den Gebrauch der Theile der Rede (eigent- 
lich die Wortbiegung). Der dritte Theil lehrt Syntaxini oder 
die Wortfügung erstlich insgemein, hernach von jedem Theile 
der Rede insbesondere. Darnach folgt ein Vocabularium oder 
Wörterbuch slawonisch und deutsch (nach Rubriken eingetheilt), 
nebst einem Auszuge der gemeinsten und im Reden vorkommen- 
den Gespräche. — In dem Juraniö'schen hs. Verzeichnisse der 
agramer Drucke steht die erste Ausgabe dieser Grammatik mit 
der Jahrszahl 1764 angeschrieben; was indessein Versehen zu 
sein scheint. — M. l\ Katanöic bemerkt über Relkoviö's 
Grammatik folgendes: „Antonius Relkovich receutissimus qui- 
dem, sed inprimis brevitate sua et accuratione connnendandus 
mihi videtur. Molles enim asperasque, in quibus solis discre- 
pant nostri, duabus modo consonis, non ut ceteri tribus qiiando- 
que, exprimit, et sono magis connaturali quam in Italicis. Ilaec 
tarnen in eo notaris : 1) Quud linguae natura et vetustatc non 



105 

satisperspecta ad opus hoc scribendiim accessit. 2) Molles gy, 
ly, ny, cum consona j, quae in derivatis modo cum g, Z, n lo- 
cum obtiiiet, non distinxit. W) Quod scriptores, a quibus pro- 
fecit, pcnitus piaeteriit , Dellabellain inpriinis et Micagliam. 
4) Quod accentuum, quos initio non male tradidit, non magnam 
in decursu operis habuit rationem. „De Istro ejusque accolis com- 
mentatio" Budae 1798. 4". p. 283. 

Neue Einleitung zur Slawunischen Spraehe von P. Marlan 
LanoSSOVicIl, Franciscaner der Kapistraner Provinz. Esseh 1778. 
S\ 272 S. — 2. verb. Aufl. Essek 1789. 8". 270 S. — 5. vmn. 
und verb. Aufl. n.d. Titel: Anleitung zur Slawonischen Sprach- 
lehre sammt einem nützlichen Anhange mit verschiedenen Gesprä- 
chen, dcutsch-slawoniscJi- und ungarischem Wörterbuche, ISriefen, 
Benennung der vornehmsten geistlichen und weltlichen Würden 
Ofen, Universitäts-Buchdr uckerei 1795. 8'\ 230 + 111 8. 

Das slawonischc Wörtcrbucli ist nacli dem deutschen Al- 
phabete eingerichtet, doch so, dass die Substantive, Beiwörter, 
Zeitwörter und die unbiegsamen Redetheilc getrennt werden. 
(Dobrowsky's Slowanka I. 192.) 

Gianmaria Älallcl (st. 1788) Illyrische Grammatik sammt 
Prosodie (Grammatica colle regole della prosodia IlUrica), un- 
gedruckt. 

Appendini lobt Mattei's gründliche Kenntniss der illyrischen 
Sprache; seine Handschriften (darunter, ausser einigen lateini- 
schen Werken, auch ein illyrisches Wörterbuch) wurden nach 
seinem Tode zum Theil an die Franciscancr in Kagusa abge- 
liefert, zum Theil gingen sie in fremde Hände über und sind 
jetzt verschollen. Der Verlust der Grammatik, an welcher Mattci 
volle dreissig Jahre lang gearbeitet haben soll, ist sehr zu be- 
klagen. Appendini H. 304. 

Illyricae linguae praecepta, succincta perspicua nicthodo 
exposita. Colocae ap. Jo. Tomencsek 1807. 8". 104 pag. 

Grammatica della lingua Illyrica, compilata dal Padre 
Francesco Maria Appciidini delle scuole pie etc. Ragusa prcsso 



106 

Änt. Martecchini 1808, 8'\ XXIV + 330 S. — Edizione secon- 
da 1828. 8'\ 335 S. 

Grammatik der Illyrisclien Sprache, wie solche in Bosnien, 
Dalmatien, Slawonien, Serbien, Magiisa u. s. iv., dann von den 
lllyriern in Banat und Ungarn gesprochen wird, für Teutsche 
verfasst und herausgegeben von Ignaz AI. Bei'licb bürg. Handeis- 
manne und Magistratsrathe su Brod in Slatvonien. Ofen Univ. 
Buchdr. 1833. 8\ XIV-\-377 S. 

Grammatica lllyrica, MS. in 4", in biblioteca archiepisc. 
Colocensi. 

b. Lateinische Sprachlehren. 

Grammaticae Emmanuelis Alvari lllyrica versio. Momae 
typis sacrae congr. de pn'opag. fide 1037. 
Appendini Grammat. Illirica p. VIII. 

Grammatica Latino - lllyrica ex Emamielis aliorumque 
approbatorum Grammaticorum lihris juventuti Illyricae studiose 
accomniodata a Patre F. Laiircnlio dc GlillbliSChi (lies IjnbuskI), 
Ord. Minor. S. Franc, de obs., PJdl. Lectore, Frov. Bosnae Ar- 
gent. aliimno. Venetiis typis Anton . Bortoli 1713. 8*\ 22G-\-25 S. 
(Catalogus verborum.) 2. Ausg. Venetiis 1781. 8'\ 227 S. 

Diese Grammatik hat nach Appendini sowohl in der An- 
lage als auch in der Ausführung einigen Vorzug vor der nach- 
folgenden Babic'schen (App. a. a. 0.). Unrichtig ist Horanyi's 
Ausdruck : in lucem emisit grammaticas illyricae linguae (statt 
latinae) institutiones. (II. 31.) 

Tiioniac Babich Ord. S. Franc. Prima Grammaticae insti- 
tutio tironibus lUyricis accommodata. Venetiis 1719. 12*\, ed. 2. 
Venet. ap. Joseph. Corona 1745. 8". 448 p. 

Iloranyi I. 77. Appendini a. a. 0. StuUi's Verzeichniss. Ho- 
ranyi N. Mem. I. 761. 

Grammatica. Venetiis 1707. 
Appendini IL 307. 

Josipa (jijnriiu Franc. Slovhinja slavnoj Slovinshoj mlado- 
sti napravljena. U Bnccih 2>o Andrii Santino 1793. 8^. 400 S. 



107 

Auch Ulli d. lat. Titel: (itaniniatica Illi/ricae juventuti Latino 
Italoque scrmonc instraoiduc accommoddta studio ac lahorc etc. 
Dieser Grammatik gebührt, nach Appendini, vor allen übri- 
gen der Vorzug. 

I primi elementi della lingua Latina esposti in Ital. ed Illi- 
riro ad nso degli Scolari delle Scuole Fie di Ragusa. Ragusa 
presse Ant. Martecchini 1814. 12^. 18 Bog. 

Institutioncs grammaticae Lntinae idiomate lUyrico iwapo- 
sitae ad usum juvcntutis Prorincinc Bosnae Argentinac, compi- 
latae studio et opera P. Stephan! Marliinovlch ejusdem provindae 
alumni, pro classe prima. Spalato hei Joh. Bcmarclii 1822. 8". 
XXIV-^277 S. 

c. Französische Sprachlehre. 

Moxin, nova riesoslornica IlUricsho-Fraticezha, prinescena 
po Sciuii Starcscvielill, Xupniku od Novoga u Lici, na potribo- 
vanje vojnicshc mladosti llliricskich derxavd. U Tarstu slovima 
Gaspara Wcisx 1812. 8". 311 str. 

5. Wörterbücher. 

a. Eigentliche Wörterbücher. 
Fausli Vcranlli Bictionnriam quinquc nohilissimarum Euro- 
pas linguarum, Latinae, Italicac, Germanicae, Balniaticae et 
Ungar icue. Venetiis ap. Nie. Morettum 1593. 4". 128 pag. 

Peter Lod^rcckcr , ein Bencdictiner zu St. Margareth bei 
Prag, setzte noch das Böhmische und Polnische hinzu und Hess 
es so vermehrt zu Prag 1G05 in Querquart auflegen unter dem 
Titel: Dictionarium Septem diversarum linguarum, videlicet La- 
tinae, Italicae, Germanicae, Dalniaticae, Bohensicae, Polonicae et 
Ungaricae (100 Blatt), una cum rcgistro seu rei)ertorio vcr- 
naculo. (188 Blatt.) 

Das Dalmatisch -Lateinische nach dem Alphabete geord- 
nete Register, bemerkt Dobrowsky, beträgt nur 58 Seiten in drei 
Spalten (in Lodereckers Ausgabe?). Es enthält aber doch manche 
Wörter, vermuthlich veraltete, die bei Voltiggi verniisst werden. 
(Slowanka I. 191.) 



108 

Thesaurus polyglottuSj vel dictionarium multilimjue ex qua- 
dringentis circiter tarn veteris quam novi orhis nationum Unguis, 
dialectis, idiomatihus et idiotismis constans, ah Hieronymo Me- 
gisero, P. 0. Gaes. et Sereniss. Äustr. Ärchidd. Historiograplio. 
Francofurti ad Moemmi 1603. <S". 4 Alphabete und 7 Bogen 
oder 1584 S. 

Unter dem Titel Sclavonica seu Illyrica lingua erscheinen 
darin folgende: Dalmatica: Epidaiiriorum seu Ragusaeorum, 
Jaderensium, Arbensium, Epirotarum liodierna : Macedonuni me- 
diterraneorum. Servioruni vel Bosnensiuni. Bulgarorum seu Ra- 
sciorum .... Croatica, Istrianorum, Carsorum, Jazyguni, Illy- 
riorum etc. — Desselben Vfs. Dictionarium quatuor linguarum, 
videlicet Germanicae, Latinae, Illyricae (quae vulgo Sclavonica 
appellatur) et Italicae sive Hetruscae. Graecii ap. Jo. Fabrum 
1552. 8" enthält unter der Benennung „Illyrice" nicht Dalma- 
tische, sondern Kärntnisch-Windische Wörter. (Kopitar's Grammat. 
S. 435—438. Slov. Abth. dieses W^erkes S. 63.) 

Thesaurus linguae Illyricae, sive dictionarium lllyricum, 
in quo verha Illyrica Itallce et Latine redduntur, labore P. 
Jacobi Mlcaliia S. J. collectum et sumtihus sacrae congreg. de 
propag. fide Impressum. Lavreti ap. Paulum et Jo. Baptistam 
Seraphinum 1649. <S". 8 Blatt ~\-46+863 S. 

Das Lexicon enthält 863 Seiten. Auf der letzten liest 
man: In Ancona, per Ottavjo Beltrano 1651. Vor dem Wör- 
terbuche steht auf 46 Seiten eine italienische Grammatik für 
Dalmatiner, illyrisch abgefasst. Sie führt den Titel: Gram- 
matika Talianska u kratko, ili kratak nauk za naucsiti La- 
tinski jezik, koga Slovinski upisa Otac Jakov Alikaija Druxbo 
Isusove, u Loretu po Pavlu i Ivanu Batisti Serafinu 1649. 
Dieser Grammatik geht ein Bogen voraus, enthaltend eine 
lateinische Dedication , italienisch-illyrische Vorrede und einen 
lateinisch-illyrischen Aufsatz von der illyrischen Orthographie 
auf 9 Seiten. Der Verfasser unterschrieb seine Zueignung an 
die Cardinäle der hl. Congregation de tide Propaganda , auf 
deren Kosten das Werk gedruckt worden, Romae 8 Septem- 



109 

bris 1646. In der italienisclien Vorrede sagt Mikalja, er habe 
den schönsten Dialekt gewählt, d. i. den bosnischen, nach wel- 
chem sich alle iliyrischen Schriftsteller ricliten sollten, wie er 
es in diesem Wörtorbuche zu tliiin bemüht war. „Cosi anco sono 
molti e varii li modi di parlare in lin;;iia illyrica, so wie es im 
Italienischen mehrere Provincial-Mundarten gibt, ma ogn' un 
dice, che la lingua Rosnese sia la piü bella." (Dobrowsky's Slo- 
wanka I. 190—191.) M \\ Kalancie nrtheilte von Mikalja's 
Wörterbiiclie folgendormassen : „Jacobus Mikaglia magniim sane 
sibi assumsit laborem, et in dictionario quidem conficiendo, 
quantum sciam, omniiim primus. Adeoque, quod seu inopiam 
qnarundam vocuiii, seu literarum in vocabulis abundantiam con- 
cernit, viro, qui hunc laborem primus sit aggressus, ignoscen- 
dum reor. Ceterum plura habet vocabula, quae in Dellabella de- 
sideres. Utinam is iterum esset typis datus: Cum enim vetu- 
state seculum pridem superavit, in paucissiiriOrum manibus re- 
peritur. Singularis est in eo dialectorum linguae varietas ' 
quamquam ea vocum earundem iteratio non ubique necessaria 
videatur." M. P. Katanciic de Istro ejusque accolis conimen- 
tatio, Budae. 1798. 4". p. 284. 

(i^jüro Mallei's Vorarbeiten zu cinevi Illi/ri.sehcn Wörter- 
huche und (indrrr Srhrlffrn in iUi/ristrJtcr Prosa, vor 17,28, wi- 
gednickt. 

Die Vorarbeiten zum Wörterbuche benutzte Dellabella; der 
übrige handschriftliche Nachlass , darunter eine vollständige 
Sanimhing der ragusinischen Kationalprodukte, verblieb bei seinen 
Erben. Appendini IL 303. 

Dizionario Italiano-Latino-lllirico, cui si premcttono alcuni 
aüvertimenti per iscrivere e con facüitä niaggiore leggere le voci 
Illiriche, seritte con caratteri Italiani, ecl andie una hreve 
gram matica per apprendere con proprictä la Lingua lUiriea, ron 
in finc Vindice Latino-Italico , opera del P. Ardclio Dellabella 
della compagnia di Giern. In Venezia presso Cristoforo Zanne 
1728. 4". 6 Bl. Dedication und Vorrede -fJö S. Grammatik 
-^785 S. Wörterbuch -\- 177 S. Index Latino-Italicus. — Eine 



■ 



110 

2., von Pelai* Biisic besorgte., bedeutend venn?Jirtc Ansjnbe 
dieses Wörterbuchs erschien zu Ragusa bei Karl Anton Occhi 
1785.4". 2 Bde. LVI-^395-{-448 S. Unter den VorstücJcen In- 
stitiixioni grnmniaticall della lingua illirica von S. XVIII — LVI. 
Appendini IL 304. — Dellabella legte Gjuro Mattei's Vor- 
arbeiten zum Grunde. Die Grammatik ist nicht ganz ohne Werth ; 
doch ist die Syntax über die Gebühr vernachlässigt. Einer Tradi- 
tion zufolge soll der wahre Vf. dieser Grammatik nicht Della- 
bella, sondern der Abt Ignazio Gjorgjic sein. Mit Sicherheit weiss 
man nur so viel, dass Gjorgjic sowohl das Wörterbuch, als auch 
die Grammatik vor dem Abdrucke revidirt hat, wie diess Della- 
bella selbst bekennt. Das Wörterbuch ist sehr gut ideirt, doch 
zu arm an Wörtern. — In der 2. Ausg. fehlt der Index Latino- 
Italicus. In der Zueignung an den Senat der Republik Ragusa 
wird der ragusanische Dialekt wegen seiner Lieblichkeit und 
sonstiger Vorzüge (per la eccellenza e dolcezza delle sue locu- 
zioni) mit der attischen Mundart unter den griechischen ver- 
glichen. (Dobrowsky's Slowanka I. 189 — 190.) Beachtenswerth 
ist Katancic's Urtheil über Dellabella a. a. 0.: „Ardelius Della- 
bella magims vir erat, ut qui liiiguam Illyricam dictionario suo 
eique praefixis gramniaticae legibus non modicum illustravit. In 
quo tarnen hoc non admodum probanda censeo: 1) Tantam te- 
stium copiam, poetarum praesertim, quibus novos condere mundos 
licitum est, et quos manibus quotidie terimus, quive non ejus- 
dem omnes farinae censeantur. 2) Pretium uuius Eagusanae elocu- 
tionis, contemtis aliorum vocabulis et pro barbaris habitis ; cre- 
brum item je, quod civiliores Eagusani, aliorum loquendi modorum 
periti, non usurpant: plebi id dumtaxat in usu est. 3) Quod nu- 
lam Micagliae, nullam alterius aut grammatici, aut onomastici, cu- 
jus opera sit usus, mentionem facit. 4) Inopiam vocum plurium. 
5) Accentuura usurpationem superfluam. 6) Vocalium et consonan- 
tum geminationem inanem, in mollibus copiam, quae lectionem 
admodum difficilem reddant." 

Gjaumni'ia Mallei (str. 1788) lUyrlsches Wörterbuch, unge- 
dmcM. 

Appendini IL 304. Vgl. oben. 



111 

Dictionarium Latino-Illyrimm et Gcrmnnicwn, pulcher- 
rimo rcntm ac matcriarum ordine ad diversas classes digestum, 
vocohulorum nd qumnvis mntcrünn, scicniinm, nrtein et vitne huma' 
nne usum jiertinentium uhertrite insigne, iwoloquiifi^ iiotls et et'u- 
ditis animndversionihus refirtitm, concinnavit AdamilS L. B. Pala- 
clllch. MS. 4'\ pag. 1038 sine mantissa. In hihliotheca nrchie- 
inscoprdi Coloeensi. 

„Typo tligmim," lieisst es von diesem Wörterbuche in der 
von mir gebraucliten handschriftlichen Quelle. 

nigrisches Wörterhtich, handschriftlich, ehemals im Illyri- 
rischen Seminar itim zu PriJco bei Almissa. 
Appendini II. 306. 

Joachiiili Slulli Rhogusini Ord. S. Franc. Seraph. Lexicon 
Latino-Italico-lU gricum ditissimum ac locuplctissimum^ in quo 
adferuntur usitatiores , elegantiores , difficiliores earundein lin- 
guarum phrases, loquendi fornmlae ac proverbia. Bndae typ. 
ac sumt. reg. univers. Pestance 1801. 4^. 2 Voll. A—J. p. 800. 
L—Z. p. 810. 

Joakima Slulli Duhrocsanina Sreehenil-a rcda s. Franc. 
Seraf. lijecsosloxje, u Jcomu donosu se tipotrcbljenia, ttrcdnia, 
mucsnia istieh jczikd hrasnoslovja nacsini, ixgovaranja i prorje- 
csja. Illir. Ital. Lat. Csast druga. BazdjelaTc 2^nrvi A—0., Bazdj. 
drngi P—Z. U Diibrovniku po Antnnu Martekini 1806. 4". 
<2 Bde. XXXII+727-\-674 S. 

Vocabolario Baliano - Illgrico - Latino del P. Gloacchloo 
Slulli Baguseo, de"" Minori osserva?ifi, diviso in due Tomi, nei 
quali si contengono le frasi piu tisitate, ^)iVi difficili e piii ele- 
ganti, i modi di dire, i provo'bj er. di tutte trc lingue. Parte 
terza. Tomo p)rimo A — J", Tonio secondo L — Z. Bagusa 1810 
presso Antonio Martecchini 4^. 2 Bde. 40 -\- 838 -{-862 S. 

Die erste Abtheilung dieses Werkes, auf welches der Vf. 
50 volle Jahre verwendet hat, ist Sr. Majestät Kaiser Franz I. 
dedicirt, welche Zueignung in einer illyrischen Uebersetzung auch 
der 2. Abtheilung vorgesetzt ist. In derselben dankt Stulli für 
die ihm im Österreich. Kaiserthum seit 1782 gewordene Unter- 



112 

Stützung und Belohnung. Die 3. Abtheilung dahingegen ist 
dem Marschall Marmont, Herzog von Ragusa, gewidmet. — 
Stulli lag bereits ums J. 1782 dem Ks. Joseph IL an, sein 
grosses Lexikon, nachdem es Friedrich IL abgelehnt hatte, auf 
kaiserliche Kosten drucken zu lassen. Auf Betrieb der Stellen 
war zuvörderst von dem Vf. selbst, von dem slawonischen 
Franciscaner und Grammatiker Lanosovic und von dem Dichter 
und Priester Josip Kennpotic eine ganz erträgliche und den 
übrigen slawischen Orthographien näher kommende Combina- 
tion des lateinischen Alphabets festgesetzt. Stulli wollte den 
alten barbarischen ragusanisch-dalmatischen Schlendrian beibe- 
halten wissen; aber in dem darüber geführten Streite siegten 
Lanosovic und besonders der brave Kerrapotic ob. — Der 
2. Abtheilung ist vorgesetzt: De praestantia et vetustate lin- 
guae illyricae ejusque necessitate ad plurimarum gentium po- 
pulorumque origines et antiquitates rite investigandas , auct. 
Franc. Maria Appendini. Diese Abhandlung, über welche Do- 
browsky's Slowanka IL 94 ff. nachzulesen ist, wurde auch be- 
sonders in 8" gedruckt. — Der 3. Abtheilung geth voraus : Dell' 
analogia della lingua degli antichi popoli delF Asia minore con 
la lingua dei popoli antichi e recenti della Tracia e dell' Illirico 
prefazione del P. Franc. Mar. Appendini. Angehängt ist der 1. 
und 2. Abtheilung ein Verzeichniss der lateinischen und illyri- 
schen Schriftsteller, aus deren Werken Stulli sein Wörterbuch 
zusammentrug. — Dobrowsky's raotivirtes LIrtheil über die 2. 
Abtheilung dieses Wörterbuchs ist in der Slowanka I. 226 ff. zu 
lesen. Wir heben hier daraus einige Stellen aus. „Man sollte 
glauben," ruft Dobrowsky aus, „bei dem vieljährigen Fleisse des 
Vfs. wäre es kaum möglich, dass ihm noch einige Wörter sollten 
entgangen sein, und doch kann ich versichern, dass ich manche 
Wörter, die ich mir beim Lesen glagolitischer u. a. Bücher an- 
gestrichen hatte und in Stulli nachgeschlagen habe, nicht fand. 
Dass Stulli auch aus russischen Wörterbüchern schöpfte, wird 
Niemand tadeln, hätte er nur die W^örter auch allzeit richtig ge- 
lesen und geschrieben. (Gerade das unkritische Durcheinander- 
mengen verschiedener Dialekte in einem illyrisch sein sollenden 



las 

Wörterbui'he ist höchst tadelnswerth). Die Gesclilechter wusste 
Stiilli niclit immer richtig anzugeben. Um die Abstamnumg der 
Wörter liatte er sich nicht viel gekümmert. Dass er dem pa.ssiven 
Particip (lurchgiingig eine eigene Stelle anwies und es von seinem 
Verbum trennte, kann nicht gebilligt werden. Die unzähligen Zu- 
sammensetzungen mit der Negation ne sind grossentheils ganz 
übertliissig. Der Vf. bezeichnet fremde Wörter mit einem Stern- 
chen: irrt aber gar oft darin, indem er vieles Fremde unbezeich- 
net Jässt und einiges acht lllyrisclie für fremd ausgibt. Diese 
und andere Mängel, die bei längerem Gebrauche noch entdeckt 
werden köimtcn, schaden der Brauchbarkeit (schliesst Dobrowsky) 
des mühsam bearbeiteten Werkes nicht so sehr, dass man dessen 
Vorzüge in llücksicht der Vollständigkeit und richtigen Angabe 
der Bedeutungen nicht rühmen dürfte. — Stulli's dickes und 
bändereiches Wörterbuch ist zwar ein reichhaltiges, aber durch- 
aus unkritisches Magazin, eine Fundgrube, deren Gebrauch die 
grösste Vorsicht erfordert, um das Metall von Schlacken zu unter- 
scheiden. Wir bewundern des unermüdeten Mannes ausdauern- 
den P'leiss; Plan, Methode und Kritik vermissen wir bei ihm gänz- 
lich. Einzelne Verstösse und Mängel mag man immerhin dem 
Greise, der seine Materialien in hohem Alter redigirte, nachsehen ' 
das Ganze beweist indess, dass ihm die Idee eines kritischen 
Wörterbuches, wie solches der Standpunkt der Wissenschaft sei- 
ner Zeit erforderte, fremd war. Die Reichhaltigkeit ist bei ihm 
oft mehr scheinbar als reell ; Wörter aus allen slawischen Dialek- 
ten in ihrer abnormen Gestalt, ohne Zurückführung auf illyrische 
Formen (z. B. die dem Illyrier unerhörten Composita mit vi statt 
iz u. s. w.), schwellten das Buch unnützerweise an. Ich fand 
darin freilich viele schöne altserbische Wörter, die ich mir beim 
Lesen altserbischer Schriftdenkmäler aufgezeichnet hatte; aber 
fast eben so viele, oft ganz gewöhnliche, ja sogar in solchen 
Schriften, welche Stulli excerpirt hat, vorkommende Wörter 
(z. B. n e i 2 i t n i in Gundulic's Suze sina razmetnoga etc.) fand 
ich auch nicht. Noch ist zu bemerken, dass in der lateinischen 
und italienischen Abtheilung gar viele alte und gute illyrische 
Wörter vorkommen, welche man in dem illyrischen Theile ver- 

ÖafaHk. Literatitrseschichte. 11. Band. g 



114 

geblich sucht ; auch in dem lateln. Thcile fehlen manche gang- 
bare Wörter, z. B. parus etc. Letzteres ist zugleich ein Beweis 
von der fehlerhaften Methode, nach welcher StuUi arbeitete. 
Trotz dieser Ausstellungen ist Stulii's Wörterbuch ein herrlicher 
Sprachschatz, mitten zwischen Schlamm und Schlacken viel gedie- 
genen Metalls enthaltend: die Kritik erfüllt nur ihre Bestimmung, 
indem sie das Gute lobt und auf das Fehlerhafte warnend auf- 
merksam macht. 

BicsoslormJc (Vocaholario, Wörterhuclt) lUiricsJcoga, Itali- 
anskoga i Nimacslioga jezilia s jednom pridpostavljenom Gram- 
matikom ili pismetistvom, sve ovo sahrano i sloxeno od Jose 
Volliggi Istrianina. JJ Bccsu (Vienna) 1803 u pritesctenici KurU- 
hecka 8 '. 710 S., die GrammaiiJc vor dem Wörterhuche LIX S., 
und vcr dieser zwei kurze Vorreden und eine längere in latei- 
nischer SpracJw 15 JBl.^ die Orthographie oder die Aussprache 
der Buchstaben 2% Blatt. 

Eine Recension dieses Handwörterbuchs steht in Dobrow- 
sky's Slowanka I. 224—226. Wir heben daraus folgendes aus: 
Hätte Voltiggi auch gar nicht mehr geleistet, als dass er den 
Micalia durch eine bequemere Orthographie lesbarer machte 
und das Deutsche hinzusetzte, so würde er schon Dank verdie- 
nen. Wie kommt es aber, dass Micalia doch noch Wörter hat, 
die bei Voltiggi fehlen? z. B. mator alt, podzimak Herbst, 
tvarog caseus secundus Quarg, tverditi befestigen, u. s. w. Auch 
hat Micalia manches Wort richtiger ausgesprochen und besser 
erklärt. Viele türkische Wörter, die Micalia aufnahm, liess Vol- 
tiggi weg, führte aber dafür eben so viele deutsche Wörter in 
seinem Wörterbuche auf. Selten gibt Voltiggi mehr als eine Be- 
deutung an. Hie und da ist das Wort richtig im Italienischen, aber 
fehlerhaft im Deutschen erklärt. Endlich haben sich zum Verwundern 
auch einige polnische, böhmische und russische Wörter in ihrer ab- 
normen, unillyrischen Gestalt in dieses Wörterbuch eingeschlichen, 
z. B. kur ill. pjetar), midlo ill. sapun, vozduch ill. zrak (wollte man 
letztere zwei Wörter illyrisiren , so müssto man milo , uzduh 
schreiben). — Die dem Wörterbuche vorgesetzte Grammatik ist 
gar zu dürftig. 



115 

. MnÜliae Polri KalailCSidl Etymoloejicvu lUyrkim, ad Icges 
philolof/iac diah'cto ßosncnsi cxnctuni, in quo vocahula tum dome- 
stica quam pcrcynna, i(su reccpta, cum suis etymis afferuntur, 
illusfrinm (lentis scriptorum tvstimonio finnata, cum accurata 
sylhdxinun. dimensionc, ad calcein index latitw-illyricus et quae- 
dam yranniKiticae ohscrvationes, Btidae a. 1810 constanti ac X)cr- 
tinaci studio elahoratum. MS. 2 Voll. 1340 pay. 

Die Handschrift befindet sich mit dem übrigen Nachlasse 
des Verfassers im Besitze der kön. Universitäts-Buchdruckerei 
in Ofen. 



b. Besondere lexicographische Schriften: 
Vocabularien. 

Nacsin m mochi naucsiti jedan putnik Latinin Slovinjski 
jeiili a Hervat Italianski (Vocaholario Slavo ed Italiano, cioe 
veiv modo d' imparar faciUssimamevte ä parlar in lingua Slava 
rd Ttaliana). Gedmckt in Venedig vor 1705. 

Mandaljcna 1705. Katarina 1709. 

Bla.\a Thaddianovielia Srashto pomalo, iliti kratko sloxenje 
imend i riesi u lUyrski i Nemacski jezik (seit ex onmibus parum, 
vcl h'evis comjwsitio vocuni et verhorum lUyricontm et Germa- 
nicorum). U 3fagdrhurgu 1761. 12"^. 191 ztr. 

„Continet \ocabulariiun, dialogos et epistolas." Cat. Bibl. 
Szöcseny. Suppl. II. 509. 



6. Hills- und Übungsbücher. 

a) Gespräche. 

Sammlung einige)' Gespräche und Wörter zur Erleichterung 
des Unterrichtes in der Detitschen und Kroatischen Sjyrache. 
Karl Stadt mit Nabiachischen Schriften o. J. 8". 232 S. 

In der karlstädter oder primori sehen Varietät. (Th. M.) 

8* 



116 

b) Sprichwörter. 

Scimiin Bencsea's (mu 1580) Illyrisclw Sprichwörter. 
Appcr.dini ]]. 311. Nach Eoiaiiyi N. Mtm. I. 384 von Stjepo 
Bene.^a. „Explanavit versibus omnia adagia Illyrica, vestjgia secii- 
tunis cl. viroium D. Eiasmi et Manutii teste Abb. Georgio in 
Schedis." 

Bcrnardltt Giorgfs (st. 1687) Sammlung Illyrischer Sprich- 
w örter, ungedruclit. 

Appendini II. 311. 

Ocorgii Ferrich Ragusini Tahulae ah Illyricis adagiis äesum- 
tae. Ragusae 1794. 8'\ 143 pag. 

Den lateinischen Fabeln sind die illyrischen Sprichwörter 
als Epimythien vorgesetzt. Ausser diesen gedruckten Fabehi 
hatte Feric noch mehrere Hundert derselben nach andern illy- 
rischen Sprichwörtern verfertigt. Appendini I. 188. 

Proricsja i narecsenja, lioja shfiuch i ohderxavajucli i sam 
sehe svahi i druge pouzdano tipravljati Jtoche, sa SerhsJcog jeziha 
na Illyricshi privedena, nadopunjena i sloxena irudom i nasto- 
janjem Ivana Anibrozovicha u MudroshupsMini PesJitansJcoj perve 
godine prava slisJiaoca. U Peshti slovima Mathie Traft nera 1808 
.9". 189 Str. 

Nach der 2. Ausg. von Muskatirovid 1807. Der Heraus- 
geber sagt: „Josh sam k ovom mlogo dodao i nadopunio, koje 
shto sam csuo, koje shto sam znao, a dikoja iz razlicsiti knjiga 
najbolja izvadio; gdigdi jasam iatinska, macxarska i nimacska 
upotribljavao." 

11. Redekünste: Poesie uiitl Prosa» 

Ä, Theorie des Styls: Briefschreiben, 

Uputjenje u nacsin pisanja poslanicä za potrihu narodnih 
ucsionicä ii Macocarslcom i Slovenshom kraljestvu (Anleitung zum 
Rricfschreihen), Ofen Universitäts-Buchdruckerei 1780. 8^. 71 str. 

Ofner Univ. Buchdr.-Catalog. 



117 

B. Dichtkunst. 

1. Sammlungen verschiedener Gedichte. 

a. Volkslieder. 

(Jcoi'gli Fcrrlcll JRngusini Ad Ol. Virum Joanncm Mudler 
Epistüla, huic acccdunt Ulyricae linguae pocmata XXXVII 
latinis carminihtis ab coäcm reddita, Ragusii exe. Änär. Trevi- 
san 1798. 8". 64: pag. 

Mit Ausuahme von einigen Heldenliedern, lauter Frauen- 
lieder, aus dem Illyrischen ins Lateinische metrisch in verschie- 
denem Versmass übersetzt. Doch befinden sich unter den Volks- 
liedern auch einige Gedichte ragusinischer Meister, namentlich 
ist das 5te S. 25 von Vladjo Mincetic. S. 59—61 steht der 
merkwürdige Brief des Joh. v. Müller an den Übs., S. 62 — 64 
aber die Anfangsverse der illyrischen Gesänge. 

b. Erzeugnisse einzeln genannter Dichter. 

Ujore Darzic's (1463—1507) Vermischte Poesien, enthal- 
tend 1) ein Hochxeitsdrama (un dramma nuzialc), 2) ein Gedicht 
auf die Keuschheit, 3) erotische und moralische Lieder und 
Sonette (pjesni IJuvene i djeloispravne), alles tmgedruckt. 

Vereint mit den Gedichten §i§ko Minöetic's d. Ä. in 
einer Handschrift vom J. 1507, die man für ein Autographon hält, 
in der Bibliothek der Benedictiner auf Meleda aufbewahrt. Gjore 
Därzic ist nebst §i§ko Minöetic, Mavro Vetranic und Kiko 
Dimitric derjenige, welcher die damals noch unausgebildete ra- 
gusanische Mundart zuerst aus dem Munde des Volkes aufnahm 
und zur Würde einer Dichtersprache erhob. Seine Erzeugnisse 
haben demnach alle gewöhnlichen Tugenden und Mängel der Erst- 
linge einer Literatur : männliche, grossartige Gedanken, auschau- 
lich sinnliche, lebendige Ausdrücke und Bilder, kräftige, patheti- 
sche Züge — alles dieses nicht sowohl als Früchte der Kunst, 
als vielmehr des Genies; aber auch bedeutende Unregelmässig- 
keiten in der Anordnung der Theile und Vereinigung zu einem 



118 

schönen harmonischen Ganzen, und Mangel an kritischer Sich- 
tung der Ideen. Das Gedicht auf die Keuschheit in zwölfsylbi- 
gen Versen verdient durchaus nicht den Namen eines poetischen 
Kunstwerkes, da Anordnung und dichterische Belebung fehlen; 
doch ist es der gediegenen Sprache wegen sehr schätzbar. Das 
Hochzeitgedicht, eigentlich ein Schäferspiel, nach Art des Aniinta 
von Tasso und des Pastor fido von Guarini, ist das älteste be- 
kannte dramatische Product der Ragusaner, wenn dasselbe an- 
ders den Namen eines Drama verdient. Aber entschieden gross 
ist der Sprachwerth der Dichtungen Därzic's und seiner Zeit- 
genossen Mincetic, VeLranic und Dimitriö, und in dieser Hin- 
sicht verdienten sie als wahre Sprachschätze vor allem die öffent- 
liche Bekanntmachung durch den Druck. Appendini H. 217, 
272, 282, 291. (Appendini nennt diesen Dichter mehrmal S. 217, 
291 etc. aus Versehen Biagio statt Giorgio.) Delabella. StuUi. 

Sisko aiincellc (>lenze) Vlaliovic's d. Alt. (g. 1475, st. 
1524) Vermischte Poesien, enthaltend 1) Liehesgedichte, G BB., 
Lieder und Sonette, 2) Gedicht auf die Kreuzigung Christi; alles 
ungedrucJct. 

§i§ko MinÖetic's poetische Wirksamkeit fällt in die Zeit 
der Entfaltung der ragusinischen Literatur. Von seinen Dich- 
tungen gilt demnach fast dasselbe, was bereits oben bei Gjore 
Därzic angemerkt murde. Die Leidensgeschichte und Kreuzigung 
Christi, eine poetische Erzählung in zwölfsylbigen Versen, kann 
nur uneigentlich ein Gedicht genannt werden, da ihm dichteri- 
sche Anordnung und Ausführung abgehen. Doch wird es der 
körnigen Sprache wegen sehr geschätzt. Appendini H. 218. 272. 
291. Stulli. 

MavPO Vetranic's (Vetrani) genannt Cavclc (geh. 1482, 
st. um 1580-1600) Vermischte Poesien, enthaltend 1) Gedichte, 
6' BB., moralische)/,, phiJosophisclien, religiösen und scherzhaften 
Inhalts (bei Stulli: tri djela radicjeh pjesanja, to jest bogumi- 
lieh, djeloizpraünieh, scpotnieh i nmdroznanieh s jedniem nad- 
hladkom' ; 2) ein kleines Gedicht „Putnik" (II Pellegrino), ttnd 
zwei längere „Remeta" (II Roniito) betitelt; 3) drei Dramen, 



119 

Äbrnhams Opfer (posvetjenje Ahramovo), die keusche Susanna 
und die Auferstehung Christi; 4) Ilckuba, Tragödie, übersetzt 
aus dein G-riechischcn des Euripidcs ; 5) Schutzgedicht für Marino 
Dürzic, alles ungedruckt. 

Mavro Vetranic's dichterische Wirksamkeit fällt in die 
Zeit der ersten Entfaltung und Blüthe der ragusiuisclien schö- 
nen Literatur. Von seinen Poesien gilt demnach im allgemeinen 
fast eben dasselbe, was schon oben bei Gjore Därzic gesagt wurde. 
Auch sie verdienten in mehr als einer Hinsicht den Druck. Be- 
sonders ist seine Uebersetzung der Hekuba aus dem Griechischen 
vortrefflich. In seinen Originaldramen behandelte Vetranic bloss 
heilige, biblische Gegenstände. Wiewohl vertraut mit den grie- 
chischen Theaterdichtern, Hess er sich doch in seinen eigenen 
Üramen erhebliche Fehler in Hinsicht der Composition, der 
Knotenschürzung, der Fortführung und Auflösung der Handlung 
zu schulden kommen. Sein ängstliches Kleben an dem Buchsta- 
ben des biblischen Textes, den er sich scheute dichterisch frei 
zu behandeln, ist wohl die Hauptursache davon. Bei allem dem 
zeichnen sich seine Dramen durch kräftige Stellen, Präcision und 
besonders eine gediegene, reichhaltige Sprache aus, welche letztere 
ihr Studium noch immer sehr empfehlenswerth macht. Die poe- 
tische Erzählung Putnik ist ein Roman in zwölfsylbigen Versen ; 
der Vfs. führt seinen Pilger duch Berge, Thäler und Wüste- 
neien; bei jedem Schritte begegnen ihm ausserordentliche Erschei- 
nungen und abentheuerliche Verwandlungen; oft stellt er Betrach- 
tungen über abstracte und wissenschaftliche Gegenstände an. 
Das Ganze ist zwar, streng genommen, kaum ein Gedicht zu 
nennen, aber der gehaltvollen, kräftigen Sprache wegen von nicht 
geringerem Werthe, als die übrigen Erzeugnisse dieses Dichters^ 
Appendini H. 220. 272. 283. 291. 299. Dellabella. StuUi. 

Niko Dimill'ic's (geb. 1493, st. unt 1560) Vermischte Poesien, 
enthaltend 1) erotische und geistliche Lieder, 2) Sendschreiben 
in Versen an Freunde in der Levante, 3) Weisheitssprüche aus 
der heil. Schrift und den Werken der Philosophen, ungedruckt. 

Auch Niko Dimitric gehört, nebst den drei andern schon 



120 

genannten, zu den ersten Anbauern der ragusinischen schönen 
Literatur, und theilt mit ihnen Vorzüge und Mängel. Eine kleine 
Probe von seinen Weisheitssprüchen (pricsice) hat Appendini II. 
292 geliefert. Dellabella. Stulli. Appendini IL 220—221. 291.— 
Die gedruckten Busspsalmen dieses Dichters s. unten am ge- 
hörigen Orte. 

Pelar Üivnic's aus Sehenico (um 1530) Vermischte Poesien, 
darunter ein Lobgedicht auf seine Geburtsstadt, ung edrucJct. 
Appendini IL 252 mit Berufung auf Fortis L 149. 

Pelar Elorovie's oder Heklorevic's (geb. vor 1500, st. nach 
1557) Vermischte Poesien, enthaltend 1) zivei poetische Send- 
schreiben, das eine an Mavro Vetranic, das andere an Nilco 
Naljeskovic oder Nale, vom J. 1541; 2) Odgovor Petra Elo- 
roviciia Vlastelina Ilvarshoga hnjigi Severina ; tko vidi al csuje. 
Veneria 1567 (wahrscheinlich ebenfalls ein Sendschreiben) ; 3) 
Ovids Buch de remediis amoris ins Illyrische übersetzt; 4) Ver- 
mischte Gedichte (un volume di poesie varie), darunter Kirchen- 
lieder, die noch jetzt in der Dominicanerkirche zu St. Petrus in 
Citta vecchia gesungen werden, ferner das Martyrium des hl. 
Lorenz und Abraliams Opferung, zivei Dramen, ivelche oft atifge- 
führt wurden, ja bis auf den heutigen Tag von Dilettanten in 
Citta vecchia gespielt werden; 1. 3. 4. ungedruckt. 5) Ribanje 
i ribarsko prigovaranje (pescagione), eine Reihe von Fischer-Idyl- 
len (nach Appendini ungedruckt, was unrichtig ist, nach den 
Venediger Bücheranzeigen hingegen gedruckt), vgl. unten. 

Die dichterischen Erzeugnisse Etorovic's zeichnen sich 
sowohl durch Gediegenheit und Kraft der Gedanken, als auch 
durch Reinheit der Diction sehr vortheilhaft aus. Von seiner noch 
gegen Ende des vorigen Jahrh. vorhandenen, jetzt leider verscholle- 
nen Uebersetzung des Ovids sagt Vincenz Priboero : „P. Hectoreus 
inter cetera eleganti metro Nasonem de remediis amoris in 
Illyricum idioma cum magna oninium admiratione transtulit, vel 
minimum Jota non omittens." V. Priboere Orat. de Orig. Success. 
Slavorum, Venet. 1532. 4". —Dellabella. Stulli. Appendini IL 250. 



I 



121 

. Marina Darxielia (st. 1!j80) Pjesni v jedno stavljene s mno- 
eim druzim Ijepim stvarimi, u Bnecich polak Frana Bariletta 
1607. S". 56 S. 

NIko Naljeskovic'S oder Naie (1533, st. 1585) Vermischte 
Poesien, enthaltend 1) drei Schäfer spiele (commedie hoscareccie) 
und vier Lustspiele, sämmtlich in Versen, 2) zivÖlf scherzhafte 
Lieder für Mashenzüge, 3) ein Bach verwischter Gedichte, 4) ein 
Buch Licheslieder, 5) Betrachtungen über die Leiden Jesu nehst 
acht geistlichen Hgmnen, 6) acht und zwanzig poctiscfie Send- 
schreiben sammt Antworten, alles ungedrucJct. 

Die drei Scliäferspiele bieten hie und da einzelne anziehende 
poetische Stellen dar; die vier Lustspiele behandeln vaterländische 
Gegenstände und sind deshalb doppelt schätzbar. Keines dieser 
Lustspiele entspricht zwar vollkommen allen Anforderungen der 
Kunst; aber die Charactere der Personen, die uns darin vorge- 
führt werden, beurkunden überall den Dichter-Philosophen. Sie 
sind eben so anziehend und schön, als treffend-wahr und na- 
türlich gezeichnet. Es scheint, der Dichter habe diese Dramen 
bloss für seine Freunde zum Lesen bestimmt ; denn sie züchtigen 
die damals herrschenden Thorheiten und Sünden der Jugend 
und des Alters mit dem beissendsten Spotte und auf das scho- 
nungsloseste. In den poetischen Episteln ahmt Naljeskoviö in 
Versbau und Styl sichtlich den Vetrauic und Dimitric nach. 
Seine anacreontischen Lieder, ebenfalls nach Art der Vetranic'- 
schen gedichtet, zeichnen sich durch Leichtigkeit und Zartheit 
aus. Die bei Gelegenheit von Maskeraden gedichteten zwölf 
Scherzlieder sind ebenfalls zart, anmuthsvoll. Dellabela. StuUi. 
Appendini. IL 22.3. 274. 275. 283. 294. 

Äliho Boua Babuliua oder Buuic Babulinovlc (1550) Ver- 
mischte Poesien, enthaltend 1) Jokasta, Tragödie aus dem Grie- 
chischen, 2) dreissig Liebesliedcr, 3) Proscastja od zaludnjenja 
vi'emena Miha Babidinoviclia (Ic cosc passate, nelle quali Michele 
Bahulina perde scioccamcnte il tempo), alles ungedruckt. 

In den Liedern ahmt Babulinovic in Metrum und Styl 
die ältesten Dichter Vetranic, Dimitric u. a. nach, und hat viel 



122 

von ihrer Knift im Ausdruke. Die Uebersetzung der Jokasta aus 
dem Giiediischeri ist vortretfiich und verdient den Druck. Del- 
labella. Stulli. Appendini IL 223. 294. 299. 

Julia Bunic oder Bona (1550 — 1585) Gedichte, ungedruckt. 
Farlati VI. 21. 

Gavi'ilo Tampai'ica's (st. 1575) Vermischte Poesien, ungednicU. 
Appendini IL 213. 

Frano Lukaric's genannt Burina (1563) Vermischte Poesien, 
enthaltend 1) Atamanta, eine Tragödie aus dem Griechischen ; 
2) Pastor ßdo aus dem Italienischen des Guarini übersetzt, 
beide ungedruckt. 3) Fünf kleinere Gedichte, gedruckt in des 
Dinko Ranjina Pjesni razlike in Florenz 1563. 

Auch Lukaric ahmt in Metrum und Styl die ältesten Dichter, 
besonders Vetranic und Dimitri6 nach, und hat viel von ihrer 
natürlichen Kraft und Gedrängtheit. Die Uebersetzungen des 
Atamanta und des Pastor fido sind sehr gelungen und verdienen 
in vollem Masse den Druck. Dellabella. Stulli. Appendini II. 225. 
294. 299. 

3Iarin Mazibradic's genannt Suljaga (st. 1598) Vermischte 
Poesien, namentlich erotische Lieder (pjesni Ijuvene) und poeti- 
sche Episteln, ungedruckt, bis auf ein der Sammlung des Dinko 
Ranjina Pjesni razlike in ilorenz 1563 einverleibtes Gedicht. 

Mazibradic ahmt in seinen poetischen Episteln ebenfalls 
den Vetranic und Dimitric in Versbau und Styl sichilich nach ; 
seine ebenfalls den Vetranic'schen nachgebildeten anacreontischeu 
Lieder zeichnen sich durch Leichtigkeit und Zartheit vortheilhaft 
aus. Dellabella. Stulli. Appendini IL 224. 294. 

Pjesni razlike Diuka Raglliue vlastelina Dubrovacskoga, u 
koih on kaxe sve, scto se zgodi mii stvoriti kroz Ijubav, stojech 
u gradu Latinskom od Zangle. In Fiorenza appresso i ßgl. di 
Lorenzo Torrentino 1563. 4". 10 unpag. Bll. Vorst. -\- 150 
numer. Bll. -f- 13 unpag. Bll. Ind. etc. Eine für jene Zeit 
schöne Ausg., mit dem Portrait des Vf. — 2. Ausg. Venedig 
hei Marco Ginami 1634. 2 Bde. 



123 

In der venediger Ausg. stehen im ersten Bande die eroti- 
schen, im /weiten die religiösen, moralischen und scherzhaften 
Gediclite. Viele Gedichte lianjina's, sowohl Originali)roducte als 
Uebersetzungcn, sind nach Stulli noch ungedruckt. Die l'oesien 
dieses Vis. enthalten Lieder und Uebesetzungen aus Tibul!, l*ro- 
perz, Martial, ferner aus Phileuion, Moschus und andern Griechen. 
In seinen kleinen Gedichten ahmt Ranjina in Metrum und Styl 
die ältesten Muster des Vetranic und Dimitric augenscheinlich 
nach, und hat viel von ihrer natürlichen Kraft und Originalität 
im Ausdrucke. Seine Verdienste um den illyrischen Parna?s sind 
überhaupt ausgezeichnet gross. Bewandert in der griechischen, 
lateinischen und italienischen Literatur, versuchte er sich in fast 
allen Dichtungsarten und Versmassen, und hinterliess den Nach- 
kommen schöne und regelmässige Uebersetzungen aus andern 
gebildeten Sprachen zum Muster. Alle Uebersetzungen des Ranjina, 
besonders jene aus Moschus und Philemon, sind vortrefflich und 
verdienten, da die Exx. bereits äusserst rar sind, von neuem 
aufgelegt zu werden. (Nach einer andern Stelle bei Appendini 
IL 275 möchte es fast scheinen, dass die Uebersetzungen aus 
Moschus Ueberarbeitungen und Verwandlungen der Idyllen in 
Schäferspiele sind.) Dellabella. Stulli. Appendini. IL 226. 294. 
299. Der äusseren Form nach sind unter den illyrischen Gedichten 
des Ranjina viele sonettenartig, auch in der Form der Sonette 
gedruckt (nämlich in 2 Quadern und 2 Terzette abgotheilt), aber 
nicht als Sonette gereimt, sondern nur paarweise. Im 2. Bande 
der Rime scelte di diversi autori (Ebert's Nro. 19136) stehen 
Ausg. Venez. 1587 S. 578 ff. 26 italienische Sonnette dieses Ra- 
njina; und in einem an ihn von Lod. Domenichi gerichteten (dass. 
S. 590.) heisst es am Schlüsse : La lingua patria Tu, la pellegrina 
Scrivendo onori, e '1 Tuo uido, e lo strano Col hello stil, ch' a 
Febo s' avvicina. — Die Liebeslieder scheinen auch besonders 
gedruckt worden zu sein ; wenigstens steht in dem der venediger 
Katarina 1709 angehängten Bücherverzeichnisse: Pisni gliubavi 
Dinka Ragnine, Pr. 16 soldi. 

Andria Sorgo's genannt Frauko (rieh. 1055, st. 1578) Poe- 
tische Versuche, ungeärucTct. 



124 

Appendini II. 233. 

SI(jCi)0 Benesa's (nm 1580) lUyrisclie GedicJite, gegen Ende 
des XVI. JahrJt. gedrucM und dem Äloys. Saraca gewidmet. 

Horanyi N. Mein. I. 384. Stulli („pjesni u Slovinski jezik 
sloxene"). 

Pclar Gradi's (vor 1585) Vermischte Gedichte, ungedrucht. 
Appendini IL 308. 

Ignacio Gradi's Gedichte, tingedrucTct. 
Appendini a. a. 0. (Aet. ine.) 

Savo Bobali genannt Sllsctic (geh. 1530, st. 1585) Ver- 
mischte Poesien, enthaltend 1) JegjupTza, das ist die Zigeunerin, 
2) Lieder, 3) zwei Sendschreiben, alles ungedruckt und erst um 
1800 von Georg Feric wieder auf gefunden. 

Cubranovic's komische poetische Erzähhmg Jegjupka (vgl. 
unten) gab zur Enstehung der des Bobali den Anlass, welche 
ebenfalls sehr schätzbar und des Druckes werth ist. In seinen 
poetischen Episteln ahmt Bobali die Dichter Vetrauic und Dimitric 
in Styl und Versbau nach. Seine anacreontischen Lieder, nach 
dem Muster der Vetranic'schen, zeichnen sich durch Leichtigkeit 
und Feinheit aus. Appendini IL 233. 273. 294. 

Dinko Zlataric's (gel. 1556, st. 1607) Vermischte Poesien, 
enthaltend 1) die Liehesgeschiclde des Pgramiis und der Thishe 
aus dem Griechischen, 2) Eleldra, Tragödie aus dem Griechischen 
des Sophocles übersetzt, 3) Amyntas, Schäferspiel aus dem Ita- 
lienischen des Tasso übersetzt, 4) Verschiedene Epitaphien (nad- 
grobnice), alles zusammen gedruckt in Venedig 1597 4". 

Ausserdem viele, meist erotische, zum Theil auch religiöse 
Gedichte, nach seinem Tode gesammelt von Miho Zlataric und 
noch ungedruckt. Dellabella citirt eine Pastoi'ale (Schäferdrama?) 
von Zlataric, benannt Ljubmir. — Auch Zlataric ahmt in seinen 
kleinen Gedichten die ältesten Sänger, besonders Vetrauic und 
Dimitric, in Styl und Versbau gern nach und hat viel von ihrer 
Kraft im Aasdrucke. Seine Verdienste um den illyrischen Helikon 
sind anerkannt glänzend und gross. Vertraut mit der griechischen. 



125 

1 ateiiiisclien iiiid italieiiiscken Literatur, Mhriub er fast in allen 
Dicht-und Versarten, und stellte in seinen regelrechten und ge- 
lungenen UeberFctzurgen aus andern gebildeten Sprachen den 
Nachkoniuieu treft'liilic Musirr ^ur Kadialmuirg auf. Die Ueber- 
setzuug Tyranius und 'J liisbe, Klektra und Aminta verdienten aufs 
neue den Druck, nachdem die P^xx. der ersten Ausgabe so ausser- 
ordentlich rar geworden sind. Dellabella. Stulli. Appendini II. 
227. 275. 294. 299. 

Frano Boball genannt Kiiko (vor 1600) Vermischte Poesien, 
von Aht 1(111(12 (iiorgi gesdinmelt und betitelt: Poesie di Cuco 
il Seniore, meist Lieder und andere Icurze Gedichte, darunter 
(Ines: „der Brand Trojas", alles imgedmcJct, 

Appendini II. 233, 

Pask(\jc Prlmovic (Pasko Primi) genannt Latinic (1617) 
Vermischte Poesien, enthaltend 1) Spjevanje upiitjenja sina bo- 
xjega (stdV incarnazione del verbo), nach dem Italienischen des 
Sanna^aro, in '6 Gesängen; 2) moralisch-religiöse und scherz- 
haße Lieder (pjesni bogumile i scpotne), Uebersetzung einiger 
Psalmen ti. a. m., sämmtlich ungedrucJct. 

Die gedruckte Enridice dieses Vfs. siehe unten unter den 
Dramen. — Das Gedicht über die Menschwerdung Christi ist 
dem Italienischen des Sannazaro frei nachgebildet und besteht 
aus 6 Gesängen. Es behauptet nur einen untergeordneten Rang 
und kommt der Christiade Palmotic's nicht gleich. Eben so wenig 
zeichnen sich die Uebersetzungen der Psalmen und anderer Kir- 
chenhymnen durch Kraft aus. Namentlich ist die in Mauro Orbi- 
ni's : Ogledalo duhovno, u Mnetcieh 1628. 16^ S. 293— 297 unter 
der Ueberschrift Scekvencia abgedruckte Uebersetzung des be- 
kannten Dies irae regellos, unrythmisch, matt. Einige satyrisch- 
scherzhafte Lieder beziehen sich auf die Sitten und Gebräuche 
der Einwohner von Cattaro und Curzola, und haben deshalb be- 
sonderes Interesse. Stulli. Appendini II. 237, 274. 300, 

(yurg.jc Barakovic's (um 1618) LJubav G. K, id est 
Dcliciae amicorum, varia spccie carminis. Venctiis 1693. 8*\ 



126 

Horanyi N. Mem. I. 762. Es könnte mit der Vila slo- 
vinska identir^ch sein? 

Siniun Zlalaric's (st. um 1620) Poesien, enthaltend 1) Vila 
ustarena (la Ninfa invecclnata) , eine recht gefällige Idylle; 
2) JJehersctsung des 1. Buches von Ovids Verivandhingen, später 
von Ignac Gjorgji verhessert ; 3) Ueheisetzung des Psalmes Mise- 
rere, alles migedrucJct. 

Ein Epigramm von ihm kommt vor der ersten Ausg. der 
Bussjpsalmen von Ivan Gundulic vor. Appendini II. 230. 275. 

Oracio Mazibradic's genannt Siil,jaga (st. tm 1620) Poe- 
sien, enthaltend 1) Lieheslieder (pjesni Ijuvene), 2) poetische 
Sendschreiben an Freunde, darunter üher sein Hauselend an 
Valentin Valovic, alles ungedrucM. 

In seinen poetischen Episteln ist die Nachahmung des Vetra- 
nic und Dimitric in Versbau und Styl unverkennbar; seine anacre- 
ontischen Lieder, ebenfalls den Vetranic'schen nachgebildet, zeich- 
nen sich durch Leichtigkeit, Zarisinn und Naivität vortheilhaft aus. 
Man wirft ihm zwar, so wie dem Gunduliö, Palmotic und Ivan 
Sara Bona Vuci^evic vor, dass er ein zu blinder Petrarchist 
gewesen und in Weichheit und Schlaffheit verfallen sei. In der 
That ist das Streben nach Glätte, Feinheit und Weichheit bei 
allen oben genannten Dichtern vorherrschend; aber der Vorwurf 
der Scldaffheit trifft nicht sie, wohl aber andere, minder vorzüg- 
liche Dichter der damaligen Zeit. Appendini IL 224. 294, 

Ivjin GQnduIlc's oder Givo Frana Gimdiilica fdi Francesco 
Gondola) Vermischte Poesien, hestchend aus 1) Dramen: Gala- 
tea, Diana, Armida, Posvetiliscte Ijuveno (il sacrificio d'Amore), 
Cerera, Kleopatra, Ädona, Koraljka od Scira, Fillida, Duhravha 
(Silvana, nach Dellahella eine Pastorale), Proserpina ugrcdjljena 
lind Ariadna, mit Ausnahme der drei letzteren (?) sämmtlich in 
dem grossen Erdheben und Brande 1667 untergegangen ; 2) Jeru- 
salem oslobodjen prinesen u Slovinsku pjesan iz Tassa (tradu- 
üone della Gerusalemme del Tasso), ging ebenfalls 1067 zu 
Grunde ; 3) einzeln gedr achten Gedichten : Osman, Suze sina 



127 

razmetno(/n, Buss2)sahiien (pjvsni pol'crrip), Ijesanca u Jii.f/n 
Ljuhovnik sromexlw, Pjesa?i Ferdinandu IL, welche alle, so wie 
das ehenfalJs einzeln fiedinclte Drama An'adna iinter den betref- 
fenden Rnhriken weife)' itnten nachzusehen sind. 

Gundulic ist der Hauptdicliter der neuen Sängerschule in, 
Ragusa, die man mit dem Namen der Petrarcliisehen belegte, 
und der einige vorwarfen, dass sie aus übertriebenem Haschen 
nach Feinheit, Glätte und Weidüieit in unmännliche Schlaftheit 
verfallen. Allein dieser Vorwurf trifft, wie schon bemerkt wurde, 
im Grunde weder Gundulic, noch seine Genossen Oracio Ma- 
zibradic, Gjona ralmotic und Ivan Sara Bunic Vuticevic, 
sondern andere schon verschollene Dichter seiner Zeit. Gun- 
dulic gab dem Theater in Ragusa neuen Schwung, indem er 
eilf (V) Dramen für dasselbe verfasste und dabei mit seinen 
Freunden selbst die Rolle eines Schauspielers übernahm. Pro- 
serpina und Ariadna sind allein (?) von allen Dramen Gundu- 
lic's noch übrig und können ungefähr den Massstab zur Beur- 
theilung des dramatischen Talentes des Dichters geben. Bei sonsti- 
gen hohen dichterischen Vorzügen war indess die "Wahl des 
Versmasses höchst unglücklich. P> führte den achtsylbigen 
kurzen, in vierzeilige Stroj)hen gereihten Vers statt des bis- 
herigen zehn-, zwölf- oder dreizehnsylbigen nicht nur im Epos, 
sondern auch im Drama durchgängig ein, und zog alle seine 
Nachfolger nach sich, während seine Vorfahren diesen Vers bloss 
in den Prologen, Chören, Liedern und andern kleinen Gedicht- 
chen gebrauchten. Appendini JI. 2:U. 284 flf. 294. In den neu- 
esten Zeiten (1826 ft".) fing der Buchhändler Martecchini in Ra- 
gusa au die Gedichte Gundulic's nach und nach einzeln her- 
auszugeben. Sowohl diese, als auch die frühem Drucke einzel- 
ner (Juiululic'schen Gedichte sollen unten an gehörigen Orten 
bespiochen werden. Ob sich ausser den hier namhaft gemach- 
ten grössern und kleinern Gedichten dieses Sängers noch etwas 
erhalten habe, ist mir nicht bekannt. Vgl. Markovic's Leben 
Gundulic's vor Of^iran, Paguea 1826. 

Vlucenz (\1nko) Koinneuos (zw. 16.23—1644) Sammlunf/ 
rerniisrher Gedichte in einem Buche, nngedmclct. 

Appendini IL 90. 



128 

Anlun Kaslratovic's (st. 1630) Poesien, worunter ein Srlmiäh- 
f/edicM auf die Liebe, ungedrucht. 

Appendini IL 311. Ein kurzes Gedicht dieses Vfs. steht 
in der neuen Ausg. der Suze sina razmetnoga etc. von Gun- 
dulic, Rag. 1828, den Busspsahnen vorgesetzt. 

Skladanja izvarsnih pisan razliclk, posctovanoga gospodma 
Hanibiala Lucia Vlastelina Hvarskoga, Jcoje cslni sctampati u Mlet- 
cih sin njegov Anton, nakon 1556, kod Franje Markolina u 4". 

Danica Ilirska 1836 Nr. 33. Nach Appendini II. 250 lebte 
Lucio um das J. 1638. Es ist demnach die Jahrszahl in Gaj's 
Danica unrichtig und soll heissen 1656. 

Ivana Ivaniscevicha Kita cvitja razlihova, u Mnetdeh 1642. 
8^. — Z Ausg. elend. 1685, 8'\ — 3. Ausg. ebend. 1703. <9«. 
152 str. 

Diesser Blumenstrauss enthält 1) Od pomnje, ku ima Bog 
od cslovika. 2) Od pokoja, ki se uxiva u ßogu. 3) Od jedinstva 
s Bogora. 4) Ljubeznivi razgovor od dusce s Isukarstem. 5) 
Pisam Davida proroka u Slovinsku prinessena, istumacsenje od 
pisni, Ocse nasc u pisam, i molitve bogoljubne. 6) Od privare 
i zle naravi xenske. 7) Kako se je Petnik nausei peti. 8) Sarce 
izgubljeno. 9) Knjige i nadgrobnice razlike. Alles dieses in 
Versen. Das Bildniss des Vsf. steht S. 16 mit der Unterschrift : 
Joannes Joannitius J. V. D. Can. Theolog. et nunc tertio Vi- 
carius gen. Pharens. et Brachinus. Dalmata nobilis Brachiensis. 
Zu seinem Lobe liest man auf der letzten Seite folgende Verse 
von Bartolomeo Ginami: „Eccoti un nuovo Apollo Travestito in 
humano ; Con caratteri d'oro Merita honor soprano ; Con accenti 
soavi Degno Heroe puö chiamarsi degli Slavi." Noch vier an- 
dere Werke, die S. 6 genannt werden, gedachte der Dichter her- 
auszugeben, als 1) Govorenja osobita svetoga Augustina, 2) Raj 
zemaljski, 3) Udasi od golubice, 4) Bics od zlobnikov i lici- 
miri. Die zweite Ausgabe des Werkes führt L. Frisch in s. Hisl 
1. Slav. Cont. sec. unter dem Titel an: Joh. Johannitii Fasci- 
culus fiorum variorum, lingua illyrico-dalmatica Venetiis 1685. 8". 



129 

Wahrscheinlich ist es die 3. Aus*,'., welche iu den Bücherver- 
zeichnissen bei JNIandaljena Yen. 1705, Katarina 17o9 folgender- 
massen angeführt wird: Ivanicij, koi pravi zlo od zlih xen, istu- 
macsuje Otcsenasc i mnogi salmi ali pisni Davidovi i druge 
stvari (Ivanicio, che tratta della donne castc, del Pater uoster, e 
delli sahni di David ed altre con la sua etiigie in rame). Pr. 
16 soldi. — Appcndini ruft bei Erwähnung dieser Gedichte aus : 
„Esse sono eccelenti." II. 25.J. 

(i^joua Palinulic's (ych. 1000, st. 1057) Vermischte Focsicn, 
enthaltend 1) zehn Dramen (sie hcissen nach Ba§i6: Elena, 
Ächille, ÄJace ed Ulifise, Enea, Danlca, Paoloniiro, Zaptisluva, 
Älcine, Ijisiplle, Colomho ; nach ulppcndiul: la discesa di Enea 
neir Elisa, VAtalunta, VAchille, VEdippo, il Ratto di Elena, 
la Danim, la Zaptislava, il Patdimiro, VIsippile, e la Gontesa 
di Ajace c di Ulisse per le araci di Ächille; nach Stulli: Fau- 
limir, Zaptisluva, Enea, Elena, Akille, Ajace, Hisse, Danica, 
Alcina, Ipsipile); 2) Uebersetmny der Tragödie Suevia aus dem 
Lateinischen des Alessandro Donato; 3) zwei Gedichte, das eine 
„Sardce svete Katarine od Sjene" (sullo sposalizio di Gesu, 
Cristo con S. Catarina da Siena), das andere auf die Könige 
von Dalmatien (sulle glorie dei Me Slavi della Dalmazia), alles 

ungedruckt. 

Die gedruckte Christiade dieses Dichter-s siehe unter den 

Epopöen. — Palmotic gehört ebenfalls der neuern oder Pctrar- 
chischeu Dichterschule in Ragusa an und erfuhr denselben Ta- 
del, den wir schon bei seinen Zeitgenossen Gundulic u. a. erwähn- 
ten. — Er folgte seinem Oheim, dem Ivan Gundulic, sowohl 
in der dramatischen Dichtkunst als auch auf der Bühne. Ausge- 
rüstet mit lebhafter Einbildungskraft, umfassend treuem Gedächt- 
nisse, eingeweiht in die Tiefen der Philosophie, vertraut mit den 
classischcu Geisteswerken der alten und neuen Literatur, entfal- 
tete er gleich im Beginne seiner Kunstlaufbahn eine seltene 
Vollendung, Er pflegte oft zu erzählen, wie ihm die Musen im 
Traume erschienen, mit der Cither in der Hand und mit Gesang 
rings um ihn her den Reigen führend. Er schöpfte aus den Schäz- 
zen des Alterthums die herrlichsten Ideen, verwandelte sie mit 

äafafik. Literaturgeschichte. II. Band. 9 



130 

freier Selbstständigkeit in sein Eigenüiuni und überraschte mit 
denselben, so wie mit fast vollendetem Sprach- u. Versbau, seine 
Zeitgenossen. Aus Homer holte er den Stoff zu seinem Achilles, 
aus Virgil zu Aeneas Hinabsteigen in die Unterwelt, aus Sopho- 
cles zum Oedipus dem Tyrannen, aus Ovid zur Helena's Entfüh- 
rung, aus Ariosto's rasendem Roland zur Danica, aus Tasso zum 
liinaldo und Armida (?), aus dem Priester Diokleas zum Pauli- 
mir (soll hcissen Falimir, d. i. Chvalimir xBa.iiiMHpi.), aus an- 
dern Chroniken der Slaven zur Captislava. (Die Namen der zehn 
Dramen gibt Appendini an verschiedenen Orten verschieden und 
Stulli wieder etwas anders an. Wir können leider den Wirrwarr 
nicht heilen.) Achilles und Danica haben den meisten Beifall ge- 
funden. Die Handlung der Danica geht nicht in Iscozia, sondern 
iu Bosna vor sich, und an die Stelle des Ariodante ist ein ra- 
gusanischer Heldenjüngling, an die der Ginevra aber Danica, des 
bosnischen Königs Ostoja Tochter, getreten. Die Ausführung ist 
vortrefflich. Eine kurze Probe daraus steht bei Appendini IL 286 ff. 
Paulimir und Captislava, wiewohl minder vollendet, haben den 
Vorzug eines vaterländischen Interesses. Der Gegenstand des 
ersten ist Eagusa's Gründung und glänzende Thaten seiner Ein- 
wohner, des zweiten aber der Heldensinn und die Waffenthaten 
des slawischen Volkes. Captislava wäre ein vollendetes Kunstwerk, 
wenn die zwei letzten Acte den drei ersten in der Ausführung 
nicht nachstünden. Paulimir, aufgeführt in der Gesellschaft der 
Oziosi 1637, erweckte, besonders durch die prophetischen Stelleu 
der Zauberer und Mönche über den Glanz Ragusas, den grössten 
Enthusiasmus bei den Zuschauern. Palmotic war für das Drama 
geboren und würde als ein Wunder angestaunt werden, wenn 
sein Leben in das durch Kritik mehr erleuchtete folgende Jahr- 
hundert gefallen wäre. Nie verfehlt er gegen geschickte Schür- 
zung des Knotens und Anordnung der Theile zum Ganzen: aber 
die Hast, mit welcher er pflichtmässig jährlich zwei Dramen für die 
Druzina lieferte, ferner die Zerstreuung, in welcher er als Dichter, 
Theatervorsteher und Schauspieler lebte, endlich die angeborne 
Leichtigkeit im Versemachen sind ebenso viele Ursachen, dass wir 
in seinen Dramen manche Scenen bald kürzer, bald kraft- und 



lai 

schwungvoller, bald woiiigw patlietisch wünschteu. Oft Btreift der- 
selbe, wie seine (Jeiiosseu auf der dranjatischeii Laufbahn, durch 
Tassü's Beispiel angezogen, in \er\vickliing und Styl ins Schä- 
ferspiel über. Delhibella. StuUi. Appeudini II. 2:55. 275. 285 
ff. 294. 

Ivflii Snra Biiiiir- (jcmuDit Vueicevic des Altem (st. lGö<'ij 
VovsicH unter dem Titel: Fhoidocanje (ozJJ, ausserdem fihif Eclu- 
(jvn (rasyovori pustjersici), mehrere Liehesliedcr, religiöse Hym- 
nen und andere GedicJäc, nnyedrucJct. 

Die gedruckte Mandaljenu pokornica dieses Dichters siehe 
weiter unten. Er ist unter den Dichtern der ueuern oder Petrar- 
chischeu Dichterschule in Kagusa derjenige, welcher in Rücksicht 
der Weichheit, Feinheit und Glätte die richtige Mitte oder das 
rechte Mass am besten getroffen hat. Indem er mit den älteren 
Dichtern an Originalität, Kraft und Fülle wetteifert, weiss er sei- 
nen» Gedichten, so oft es der Stoff erfordert, eine solche Zartheit, 
Süsse und spielende Aumuth anzuzaubern, dass ihnen desshalb 
die erste Stelle unter den lyrischen Producten der Ragusaner 
gebührt. Seine Tlandovanja (Ozj), bestehend aus mehr als hun- 
dert Gedichten, worunter villeicht dreissig als vollendete Muster 
dieser Art gelten können, werden deshalb sehr geschätzt. Ein 
kurzes Gedieht daraus ist abgedruckt bei Appendini II. 295. In 
der Idylle übertrifft Duuic alle andern Ragusaner durch natürliche 
Anmuth, Naivität und eine Feinheit des Witzes, die äusserst ge- 
lallt. Dellabella. Stulli. Appendini II. 236. 280. 294. 295. 

Pelar Kanavclic's (1063) Vermischte Poesien, enthaltend 1) 
Fastjer vjerni (pastor fido), ans dem Italienischen des Guarini 
nhersctzt und in der Druzina delV Invincihili zu liagusu 1684 
aufgeführt; 2) MuJca Gospodinova (la passione di Gesii Cristo), 
Trauerspiel, aufgefülirt in Curzola 1663; 3) Xivot Jobov, pjesni 
bogumile i raxlUxC (nach Stulli) u. s. «'., alles ungedrucht. 

Das gedruckte Gedicht dieses Vfs. auf das Erdbeben von 
Ragusa 1667 siehe weiter unten. Kanavelic ist zwar kein gros- 
ser Dichter, aber wegen seiner gefeilten und leichten Schreibart 
schätzbar. Seine Uebersetzung des Pastor fido ist wohl treuer, 

9* 



132 

jedoch minder zierlich als die des Fraiio Lukaric. Stulli. Appen- 
dini IL 250. 

Vladjo Mincelic oder Vladjo Jera Mincelica (Menze)' des 

Altern (1665) Poesien, enthaltend 1) ZorJca und Badonja, zwei 
hiiholiscJie GedicJite (letzteres auch il villano Dalmatino genannt, 
und hei Appendini II. 275 ff. ahgedrucJä) ; 2) die h. Märtyre- 
rin Justina, ein unvollendetes Drama u. m. «., sämmtlich un- 
gedrucTit. 

Die gedruckte Trublja Slovinska dieses Dichters siehe unter 
den Heldengedichten. Von den bukolischen Gedichten ist das 
erste voll Leben, Zartheit und Gefühl, doch nicht frei von Spu- 
ren des gesunkenen Geschmacks des Jahrhunderts; das zweite 
überrascht durch treffende Wahrheit und Natürlichkeit. Letzteres 
Hess Appendini IL 275 ff. sammt einer lateinischen Uebersetzung 
abdrucken; das erstere scheint nach Dellabella auch schon ehe- 
dem gedruckt worden zu sein. Mit cyrillischen Lettern gab es 
Euthymius Popovic heraus unter dem Titel: H^iLiHa, Cyae 
I\\T,MMJi,Be, ciieBane iio B.iaxy (sie, statt l].ia;i,i.y oder B.ia,T,MC.iaBy, 
B.iax'b ist Blasius) MMHueTiimby, y By^HMy hhcm. Kp. Bceyi. 
1826. 12." 36 S. Der Herausgeber rühmt sich in der Vorrede, 
dass er das Gedicht nach der sirmischen Sprechart verbessert 
habe. In der That hat er es ganz verballhornt und die schönen 
Reime des Originals von Grund aus zerstört. — Dellabella. 
Stulli. Appendini IL 237. 275. 

Nikolica Bunic Vuclcevic's (1667) Vermischte Poesien, ent- 
haltend 1) Glavosjecsenje sv. Ivana Karstitelja (VErodiade), 
eine poetische Erzählung in 3 Gesängen ; 2) Auf die Wieder- 
erhaung Ragiisas 1668; 3) Vermischte Gedichte, Leben der h. 
Jungfrau, Abkunft der Familie Bunic, Lieder u. s. w., alles 
ungedruclct. 

Sein gedrucktes Gedicht auf das Erdbeben in Ragusa 1667 
siehe unten. Die poetische Erzählung „Johannes der Täufer" 
ermangelt fast aller Begeisterung und dichterischer Weihe, wie 
alle andern Producte Bunic's. Appendini IL 104. 236. 272. 
Stulli. 



133 

Ivan Luka Anllca's (st. 1688) Poesien, enthaltend Lust- 
spiele und andere rcnnischte Gedichte, ungedmclit. 

Antica's Gedichte wurden zu seiner Zeit mit Beifall auf- 
genommen. Appendlni bemerkt, dieselben seien jetzt unbekannt 
und wahrscheinlich untergegangen: aber Stulli citirt sie unter 
den von ihm gebrauchten Quellen. Appendini IL 284. 

Jakobica Palinolic's genannt Dionorlc (st. 1670) Poesien, 
e)ithaltcnd 1) JDuhrovnih imnovljen (liagusa rinnovata), eine poe- 
tische Erzählung in 20 Gesängen ; 2) Dido, eine Tragödie, beide 
ungedrucJct. 

Das Gedicht Dubrovnik ponovljen enthält eine naturgetreue 
Schilderung des grossen Erdbebens 1667 mit schönen poetischen 
Digressionen. Indem Palmotic die Unfälle der vom Erdbeben 
verwüsteten Geburtstadt, den sie verzehrenden Brand, die Über- 
fälle raubgieriger Nachbarvölker, die Zerstreuung der Einwohner, 
die Standhaftigkeit einiger hochherziger Patrioten und die wider 
alles Vermuthen glücklich erfolgte Wiedererbauung derselben 
beschreibt, ergreift er oft das Gefühl und entlockt Thränen den 
Augen des Lesers. Leider konnte er diesem Gedichte nicht 
die letzte Feile geben. Kurze Proben daraus bei Appendini II. 
269 ff. Als dramatischer Dichter besass er weder das Genie 
noch den Kenntnissreichthum, noch endlich die Kunstfertigkeit 
des Gjona. Indess wurde seine Dido 1646 nicht ohne Beifall 
aufgeführt. Appendini IL 236. 268. 269 ff. 288. Stulli. 

(vJoi'g,jc Palinolic's (1670) Poesien, davon noch übrig 1) 
AJiis und GaJatea ; 2) Herö's Klagelied um den todten Leander, 
beides ungedmclit ; die andern Gedichte verschollen. 

Appendini IL 236. 

Slsko GundaliiVs (st. 1682) Lyrische GedicMe, darunter 
eine TJebersetgung des Epithalamium an Manlius von Catullus, 
ungedrucli. 

Appendini IL 234. 

Beniardin Glorgi's (st. 1687) Gedichte, ungedrucJct. 
Appendini IL 311. 



134 

Maro (Marin) OrbillPs (st. 10S7) Gedichte, ungedruclt. 
Appendini IL 308. 

VillCCUZ (Viuko) Pelrovic'S (geh. 1077 , st. 1754) Poesien, 
darunter eine Uehersetzung des befreiten Jerusalems von Tasso, 
ungedriiclit. 

Appendini IL 149. 150. 

Jcrolim Kavaiyin's Gedichte (pjesni nach StulU), ungedrucld 
und um das J. 1800 hei der Familie Bajamonti zu Spalato 
aufhewahrt. 

Kavanjin (dessen Zeitalter ich nicht anzugeben weiss) be- 
singt nach Appendini fast alle Küstenstädte Dalmatiens und ihre 
vorzüglichsten Gelehrten mit eben so viel Wahrheit als Präci- 
sion. Stulli. Appendini IL 251. 

Jakob Natali's (sonst auch Nartaljt) Zwei Gedichte, den 
Bussp)salmen des ÜBaro Beter a Vened. 1702 vorgesotU, und andere 
Meine ungedruckte Poesien. 

Appendini IL 239. 

Anlnil Glcg,jcvi('5's (Glegljcvic) (vor 1709) Poesien, enthal- 
tend 1) Der Bethlchemitische Kindermord (la strage degV inno- 
centi); 2) Die Gehurt des Herrn, ein Ilirtendrama; 3) einige 
andere Dramen, namentlich Olimpia, Damira und Zorislava; 
4) Satyre auf die Dienerinnen in Ragusa, Dialog üher die Frauen 
u. s. IV., insgesammt ungedrucM. 

Das gedruckte Drama: Judilhens Sieg über Holofernes 
siehe unten. — Glegjevi6 schrieb eine grosse Anzahl Dramen, 
von denen aber Appendini nicht bemerkt, ob sie noch alle vor- 
handen sind. Olimpia, Damira und Zorislava sind, nach ihm, 
die vorzüglichsten unter den dramatischen Erzeugnissen dieses 
Dichters. Die zwei letztem will er lieber Tragicomödien als 
Dramen nennen. Zorislava hat die schönste Verwicklung des 
Knotens, und ungeachtet in den Characteren des llvalimir, 
Tvardoslav und Cjelimir einige unerhebliche und leicht zu ent- 
fernende Unregelmässigkeiten vorkommen, so kann man doch 



135 

das Ganze niclit oline Rührung lesen. Appendiiü II. 24.'). 
274. 290. 

Ivana Morsiclia (ror 1700) P'n^n'i od IJHlnri (TJfhrsslinlrr), 
(jcffruclit »u Venedig vor 1709. 

Bücherverzeichniss bei Katarina Ven. 1709. — Appendini 
bemerkt bloss, Mor.sic habe verschiedene Gedichte drucken 
la.ssen, darunter oini,!j;e burleske, die nicht ohne Werth sind. 
II. 253. 

Iran Sara Bimlc genannt Viicicevic d. Jung. (geh. 1663, 
st 1712) VcrmiscJite Poesien, enthalteml 1) mehrere Lustsjnele, 
ans dem Französischen ühersetd; 2) vei-nmclde Ideine Gedichte, 
darunter eine Uehcrsetziing des Psalmes Miserere und des Mar- 
tialischen Epigrammen L. V. 29. „Kadgod zeca poscljesc mcni" 
etc., sämmtlich ungcdrucld. 

Stulli. Appendini IL 237. 

V y 

Ivan Gnndiilic's des Jung, oder Giro Siska (di Sigis- 
mondo) Gundulica (st. 1721) Vermischte Poesien, enthaltend 1) 
Suncsanica und Otton, zivei Dramen; 2) Suze Radmilovc (le 
lacrime del pastorc Radmio), Idylle, bestehend aus 10 Liedern ; 
3) verschiedene Lieder, sämmtlich nngedrucM. 

Appendini schreibt diesem Dichter an einem Orte (235) 
drei Dramen: Radmio, Raklica und Otton, an einem andern 
(289) gar vier: Suncsanica, Ottone, Radmio und Raklica zu; Stulli 
kennt nur zwei: Suncsanica und Otton. Wenn also Gundulic 
denselben Stoff (Radmio und Raklica) nicht zweimal, in der 
Idylle und im Drama, behandelte, so ist bei Appendini offenbar 
ein Versehen. Einige ziehen die Dramen Gundulic's sogar jenen 
des Palniotic vor; allein dieser ragt durch dichterischen Geist 
und Fluss der Rede über jenen bedeutend hervor. Eine kurze 
Probe aus der Suncsanica steht bei Appendini II. 289. Radmio's 
Klagen um die Geliebte Raklica ist ein Idyllencyclus, bestehend 
aus 10 Ilirtengesängcn (nach einer andern Stelle bei Appendini 
sollen es nur sieben sein, II. 235), voll schauerlich düsterer 
Trauer. Die Natur erscheint dem Radmio, der nach seiner 
Raklica seufzt, alles erheiternden Reizes beraubt und mit Finster- 



136 

niss und Traurigkeit erfüllt. Kaum bemerkt man, dass die Ge- 
fühle überspannt sind und jene natürliche Grunze überschritten 
wird, welche den Alten stets, auch in der heftigsten Leidenschaft 
Gesetz war: so hinreissend ist die Begeisterung de§ Dichters. 
Eine kleine Probe aus diesem Gedichte ist abgedruckt bei Ap- 
pendini IL 281 iT. Appendini IL 235. 275. 280. 289. Stulli. 

Petar Boskovic's (geb. 1705, st. 1727) Poesien, enthaltend 
1) zivei Herolden aus dem Lateinischen des Ovid übersetzt, 
nämlich Penelope an Ulysses und Phyllis an Demophon; 2) 
Cid, aus dem Französischen des Corneille übersetzt, unvollendet; 
3) Meine Gedichte vermisclden Inhalts, alles ungedruht. 

Stulli. Appendini IL 245. 301. Nach der letztern Stelle 
hätte BoSkovic bloss eine Heroide übersetzt ; so widersprechend 
sind oft die Angaben Appendini's. — Die Kirchenlieder dieses 
Dichters siehe an einem andern Orte. 

Gjona ResÜ's (st. 1735) Gedichte, sieben an der Zahl, un- 
gedrucht. 

Appendini IL 239. 

Ignaz ()l,jorg,jic's (geb. 1675, st. 1737) Vermischte Gedichte 
als 1) Elegien, neun Belogen, Epigramme (zgode, nach Stulli) 
u. a.\ 2) Marunko, eine homische Erzäldung; 3) Judith, eine 
Tragödie, unvollendet; 4) Uebersetzung des ersten Buches der 
Äeneis von Virgil, sämmtlich ungcdrucJct. 

Die gedruckten AVerke dieses Schriftstellers, als Saltier 
Slovinski, Uzdasi Mandaljenini, Xivot sv. Benedikta, siehe unter 
den betreffenden Rubriken. — Unter den Dichtern nach dem 
grossen Erdbeben (1667) ragt Gjorgjit» in der Lyrik über alle 
hervor. Er allein dichtete originell, während andere bloss über- 
setzten. Er gestaltete seinen Styl nach dem der ältesten Dichter, 
indem er Wörter und Phrasen, die bei dem Volke schon ausser 
Gebrauch waren, aus denselben aufnahm. Am Schlüsse seiner 
Mandaljena und der Psalmen findet man ein Verzeichniss ver- 
alteter Wörter und Ausdrücke mit Erklärungen. Belesen in den 
Schriften aller dalmatischen und kroatischen Schriftsteller vor 



137 

ihm, schwang er sich zu einem Sprachbeherrscher empor. Sein 
classischer Styl schmiegt sich den Gedanken und Gegenständen 
in {illeii ihren Nuancen auf das feinste an. Die Eingebornen 
schvvani<cn, welciieni von ihren Dichtern sie die Palme des Vor- 
rangs zuerkennen sollen, ob dem Sänger des Osman, Gundulic, 
oder dem der Christiade, Palmotic, oder aber dem Gjorgjic? 
Letzterer verräth freilich oft Spuren eines gesunkenen Geschmacks 
und der Einwirkung des Jahrhunderts, und missfällt durch häu- 
figen Wortwitz und eine gewisse epigrammatische Spitzfindigkeit. 
Ungeachtet dieser Mängel ist Gjorgjic unbestreitbar ein grosser 
Dichter, und seine Diction ist originell, gediegen, ächtslawisch. 
Auch seine Ideen zeichnen sich oft durch hohe Originalität aus, 
und es wäre zu wünschen, Ragusa hätte in der Folge mehrere 
ihm ähidiche Dichter hervorgebracht. — In der komischen Er- 
zählung Marunko führt der Dichter einen Landburschen Marunko 
aus Meleda über seine spröde Geliebte Pavica klagend ein. Der 
Charakter der Meledaner, ihre mit besonderen slawischen ihnen 
eigenthümlichen Wörtern überfüllte Sprechart, ihre alten Fabeln, 
die ihnen als Sagen einer Heldenvorzeit gelten, und die Sucht, 
zur Unzeit witzig und geistreich erscheinen zu wollen, sind 
darin auf das treffendste characterisirt. Das Gedicht besteht 
aus 56 Sestinen und gehört zu dem vollendetesten, was die 
illyrische Poesie aufzuweisen hat. Unter andern scherzhaften, 
für den Gesang bei der Gusle bestimmten Gedichten zeichnen 
sich besonders Davorja vom Tode des Marko Kraljevic, und 
noch zwei andere sehr vortheilhaft aus; ein viertes, gleich mun- 
teres, ist in Sestinen. Die Eclogen, besonders Rumenko's und 
der Miljena Hochzeit und der Umgang mit Nymphen, ragen 
durch kühne Erfindung hervor, sind aber auch oft durch epi- 
grammatischen Witz etwas entstellt und durch den achtsylbigen 
Vers gelähmt; Bunic VuCicevic's Idyllen, die sich in zwölf- 
sylbigen Versen bewegen, sind bei aller Einfachheit und Natür- 
lichkeit doch viel ernster und würdevoller. Eine von Gjorgjic's 
Eclogen, fast alle illyrischen Versmasse darstellend, ist in seinen 
vermischton Gedichten (?) abgedruckt. Die Uebersetzung des 
ersten Buches der Aeneis ist elegant. Ein liebliches Gedicht : 



138 

Svjetnjak (lucciola) findet man als Probe bei Appendini 11. 296 ff 
Inder Basic'sdieii Sammlung befinden sich auch Gjorgjic's 
vermischte kleine Gedichte in 5 Büchern. — Dellabella. Stulli. 
Appendini II. 245. 274. 282. 295. 300. 301. 

Itazgovor ugoäni naroda Slovinshoga, u komu se uJcazuje 
pocsetah i svarlia Jcraljd Slovinskih, Jcoji puno vihovä vladasce 
svim SlovinsJcim darxavam, s raslicsiUm pismam od kraljd, band 
i Slovinshih vitesovd, izvadjen is razlicsitih hnjigd i sloxen u 
jezih SlovinsJü po Fra Andril Kacslcbil Älioscifihu «> BHsta, 
Sctiocu juhilcdnomu etc. u 3IIccih 1756. 8". 306 str. — U^ 
Mlecih 1758. <S". (Nach Horanyi erst d. 1. A. in W. vgl. N 
M. I. 630 ff.) — U Mlecih po DominiUu Lovixi 1759, 4'\ 338 
str. — U Jalünu po Fctru Paulu Ferri 1780. 4^. 318 str. — 
U Mlecih po Adolfii Cesaru 1801. 4". 263 str. — U Mlecih 
1801. (Nachdruck, soll heissen: u Duhrovnihu po Ant. Marte- 
hini 1826) 4^. 267 str. (hei dem letzten Nachdruck ist S. 265 
— 267 ein Schmählied auf Napoleon beigefügt.) 

Öfters gedruckt, auch seit 1831. — Nach dem Wien. Gens. 
Cat. bekam Mich. Weis in Triest im Mai 1831, und Ant. Mar- 
tecchini in Ragusa im April 1831 die Erlaubniss, es neu zu 
drucken. Item Sept. 1831 ein Buchdrucker zu Zara. 

Wahrscheinlich gibt es auch noch mehrere, mir unbekannt 
gebliebene Drucke dieses beliebten National-Gesangbuches. Der 
Vf. suchte aus Chroniken und Volkssagen die merkwürdigsten 
Ileldengeschichten seines Vaterlandes und benachbarter Länder 
zusammen, gab ihnen poetische Form und verband die Ge- 
sänge durch prosaische Einleitungen. Die Sammlung enthält 
261 Heldenlieder, grösstentheils mehr historischen als romanti- 
schen Inhaltes. Er sagt von seinem Werke selbst, der Leser 
werde nichts Geschmücktes, aber ein Gebäude finden, das auf 
den natürlichen Felsen der Wahrheit gegründet sei. Ob nun 
zwar in altern und neuern Zeiten viele Uneingeweihte, wie Fortis, 
oder im Meiuungskriege befiingenc den Werth dieser Gesänge 
herabzusetzen bemüht waren: so ist und bleibt es dennoch 
Thatsache, dass Kaöic kein gemeiner Poet war, und dass sein 



139 

Buch in mclir als einer Hinsicht zu den Kleinodien der illyri- 
sclusn Literatur gehört. Die Weckun^, Erhaltung und Erkräf- 
tigung der viellach gefährdeten Nationalität der lUyrier durch 
lebendige Vergegenwärtigung der Ileldenthaten der Ahnen war 
sein grosses Ziel. Die Gesänge sind, mit Ausnahme von einigen 
wirklich nationalen, d. i. wörtlich aus dem Munde des Volkes ent- 
nommenen, sämmtlich aus der Feder des Dichters selbst, aber 
im Nationalmetrum u. Geiste, d. i. die eigentlichen Nationalgesänge 
mit allen ihren Tugenden und Mängeln getreu nachahmend. 
Daher ist auch das Buch ein Lieblingsbuch der Nation, nnd 
während Gundulic's und Palmotic's Meisterwerk entweder in 
finstern Kammern modern oder kaum von einigen Dilettanten 
grübelnd studiert werden, ertönen Kaöic's Heldenlieder in 
allen Regionen und Kreisen des gemeinsamen illyrischen Va- 
terlandes. Selbst manche Serben griechischen Ritus lernen die 
lateinische Schrift lesen, nur um den Kaöic lesen zu können. 
Man muss demnach staunen, wie sich Fortis nicht entblödete, 
dem Vf. vorzuwerfen, dass er seine Sammlung mit schlechtem 
Geschmacke zusammengetragen nnd in dieselbe mit noch schlech- 
terer Beurtheilungskraft viele unnütze und ungereimte Dinge 
eingerückt habe. (Reise II. 151.) Er wurde desshalb von Lov- 
ric nnd Sklamer mit Fug zurechtgewiesen, welche wussten, dass 
Kai^ic im Nationalgeschmacke gedichtet und viele Gesänge un- 
mittelbar aus dem Munde des Volkes niedergeschrieben habe. 
So sind die Gesänge: xcnidbi Sibinjanin Janka S. 119, o 
Sckuli i Mustajpasci i Drngoman djevojci S. 120, o Jurisci Se- 
njaninu S. 339, Ausg. 1801, wahre Volkslieder; andere, wie das 
Lied von Radoslav etc., sind in etwas veränderter Gestalt aufge- 
nommen. Die sehr schätzbaren historischen Notizen über die 
bosnisch - dalmatischen adeligen Familien, die Kaöic aus Ar- 
chiven und mündlicher Ueberlieferung zusammengestellt hat, 
befinden sich auch in seiner Korabljica 1782. Es ist nur Jam- 
merschade, dass alle Ausgaben dieses classischen Volksbuches von 
unzähligen Druckfehlern wimmeln ! Viele Gesänge aus dieser 
Sammlung findet man mit cyrillischen Buchstaben nmgesclirie- 
ben und zum Theil in Sprache und Styl, eben nicht zu ihrem 



140 

Vorthcile interpolirt in folgenden Büchern : T. KoBa'ieBH'ia ÜIjcho- 

CJOBKa HJHTH HOßtCTt HapO^TiJ C.iaBeilCKOMb, H3L KHLHre A. 

Ka^iHTi.a, y By/i;. 1818. 8". I. C. IIonoBHiia IKhbotl FfcoprLa Ka- 
cTpioTa 0EeH,T,ep6era, y By/i;. 1828. 8". S. 75—127 Gesänge von 
Skanderbeg. Ein Auszug aus Kaöic in lateinischen Knittelver- 
sen ist: Enier. Pavic Descriptio regum, hanorum et lieroum llly- 
ricorum, Budae 1764. <9". W. (ici'liard hat einige von diesen 
Liedern ins Deutsche übersetzt und in s. Wila Lpz. 1828. 8". 
aufgenommen. 

JOSO Bellondi's (st. 1764) Poesien, enthaltend 1) dreizehn 
Heroiden aus dem Lateinischen des Ovidius übersetzt; 2) Isu- 
Jcarst sudac (Christus judex), eine Tragödie aus dem Lateini- 
schen des Jesuiten Tucci; 3) vermischte Meine Gedichte, alles 
ungedruclct. 

Der eleganten Uebersetzung der Ovidischen Heroiden sind 
lehrreiche Anmerkungen beigefügt. Unter den vermischten Ge- 
dichten befindet sich eine sehr geschätzte scherzhafte Beschrei- 
bung von Tarstenich auf der Halbinsel Punta. Stulli. Appendini 
IL 247. 274. 301. In der bischöfl. Bibliothek zu Agram wird 
folgende Handschrift aufbewahrt: P. Ovidia Nasona Eroide ili 
pesme Ijuvene na slovinski prenescene po G. Josi Bcltondl Dubrov- 
csaninu 1764. P. Ovidia Nasona perve xalosne knjige list 3. i 4., 
Fastorum L. IL v. 725—848. Hs. 147 S. Wahrscheinlich sind 
die Bruchstücke aus den Tristium und Fastorum LL. auch Bet- 
tondi's Uebersetzung, worauf auch Stulli's Ausdruck „Knjige Ovi- 
diove i razlika ina, prinesenja iz Latinskoga" hinzudeuten scheint 

Damiail Bellondi's (nach 1764) Meine Gedichte, ungedruckt. 
Appendini IL 247. 

Mlhajlo Milislc's {geh. 1711, st. 1798) Poesien, unge- 
druckt. 

„Coltivü anche le Muse Ullriche", sagt von ihm Appen- 
dini IL 14. 

Luka ßünic's oder Lnka Äliha,jla Bimiea {di Michelc Bona) 
(st. 1778) Poesien, enthaltend 1) vier Satyren aus dem Lateini- 



141 

sehen des Hamz übersetzt; 2) Verwandlumjen der Aretimsa und 
Arione; 3) das 4. Buch der Aencis aus dem Lateinischen des 
Virgil, sämmtlich ungedruckt. 

Die Uebcisetzung des 4. Buches der Aeneis ist vortrefflich. 
Appendini II. 249. 301. 

Fructus autumnah's In juf/is Parnassi Pannonii maximam 
partem lecti, vate Malllia Pclro Kalancsich in Archiyijmn. Zugrah. 
Schal. Ilum. Profcssore P. 0. Zagrahiae typis EpiscopaUbus 
1794. 8'\ 78 p. 

S. 1— :i6 stellen Uiteinische, S. 37—78 illyrische Gedichte. 
Letzteren geht Brevis in prosodiam illyricae linguae Animad- 
versio voran. Unter den Gedichten befinden sich Idyllen, Elegien, 
Oden und nach Art der Volkslieder gedichtete muntere scherz- 
hafte Lieder in verschiedenen Versmassen. Die Bestimnmng der 
Quantität beruht zwar im Ganzen auf richtigen Grundsätzen, 
lässt aber im Einzelnen noch viel zu wünschen übrig. 

Lukrccia Budmaüi </eiome BogasinoYic (st. v. 1803) Poesien, 
enthaltend 1) die Geschichte des Tobias; 2) Abrahams Opfer, 
ein Gedicht; 3) eine Ecloge, mehrere Lieder u. s. w., alles un- 
gedruckt. 

Toblas und Abrahams Opfer sind poetische Erzählungen 
ohne besondern Kunstwerth. Appendini II. 246. 272. 

Stipanovic's Gedichte. 

In der bischöfl. Bibliothek zu Agrani befindet sich folgende 
Handschrift: „Poeticorum lUyricorum tomi quinque: 1) Pal- 
motta, 2) Gundulichii Osman, 3) Anonymi et alii, quorum ulti- 
mus Slipanovicli." 

Slimsic's Gedichte. 

„SbiiDiscieh insignis poeta Illyricus passim celebratur", 
sagt Voltiggi in der Vorr. zu s. Wörterbuch. 

fvau Salatic'S (st. 1820) Gedichte, unedirt. 

Marko Bruere's (st. 1827) Gedichte vermischten, meist lg- 



142 

risclien Inhaltes, theils einscln gedruckt, tlieils im Imndschriftlichen 
Nachlasse. 

(iliorg,je Higgia's Gedichte vermischten Inhalts, unedirt. 
Die Ucbers. a. d. Latein, siehe unten. 



2. Einzelne Dichtungen. 

a) Lyrische Gedichte. 

aa) Rcligiösin oralische Gesänge, Hymnen, Kirchenlieder. 

Niko Dimill'l Pjcsni poJcorne Dacidove (die stehen Buss- 
2)salmcn). In Venezia prcsso Nicolb Buscarino 1549. 

Von Dellabella und Stulli benutzt. Appendini II. 221. 

3Iarill Borcsic'S oder Biirosic's Geistliche Lieder nebst 
Catd's moralischen Sentenzen, herausgegeben von Gavrilo Tailipa- 
rlca 1561. 

Dellabella und Stulli. Appendini II. 225. 

Pokorni i mnozi ini Psalmi Davidovi, sloxeni u Slovinjski 
jazik na csislo i miru po ScilliiiDU Budllici Bopu Zadraninu. In 
Roma per Franc. Zanetti 158,2. 4". Über 08 S. (Nach einem 
defecten Exp.) 

Barlula Kasciclia (lat. Cassius^ Fjesni duhovnih pedcsct 
(Traduzione dei primi 50 Salmi, dedicata alla sua madre.) In 
Roma 1634. 

Appendini nennt die Uebcrsetzung elegant und Kraftvoll. IL 
253. Horanyi 1. 387. In Sopikov's russischer Bibl. Bd. 1. Kr. 
1727 ist folg. verzeichnet: „IIca.iOM'L iiaTH;i,ec)iTHfl lIoMHJiyfi Ma 
Boffie" Ha H.MHpniiecKOMi mvLE.% nepeuo.^'b BapTO.ioMea Kaccia , 
6c3i. 0. M. M roj^a. 

Barlula Kasciclia Ilvale duhovne, i e. laudes spirituaics, 
versu. 

Horanyi I. 387. 



143 

Uai'lula Kascit'ba Pjcsni od iwhvahi hvxih, llymni linciarii 
Fü V. d Chmentis VIII. PP. MM. 
Ilürtinyi I. 388. 

Ojkij B. Marie, D. Pia V. povelinjetn dem sJcoro na dvor, 
a Maticil) Albcrli VJmtclinvm SplitsJcim i ucsitcljcin iz Latiusicoga 
sada u Slovitidki jüzili virno princscn. (U Mnetcieh) 1617. 12^*- 
232 Str. 

Assc'iiiaiii IV. 439. EDgeUlI. 459 (beide aus Caraman). Del- 
labellii und Stulli. Appeiidini II. 251. 

üiva Fraiia Guuduliclia scdam pjesni pokornich. In Veneria 
2>rcsso 3Iarco Ginami 1020. — 2. Aussähe siehe unten unter 
poct. Erzähl. 

Dellabella u. Stulli. Appcndiiii U. 233. 

(«iva Frana Guuduliclia Piesan od velicsanstvd boxieh. In 
Roma presso gli eredi dal Zanetti 1621. — 2. Ausg. siehe unter 
poct. Erzähl, nchst Suzc sinn razmctnoga etc. 

Düllabolla u. Stulli. Appendiui II. 234. 

Pisni za najpoglavitije , najsvetije i najveselje dni svcga 
godiscta sloxcne, i tako se u organe s jednim glasom mogti spi- 
vati, napravljenc po AUluasiu (JcorKiccu. U Becsu iz pritizhopisa 
Matea Formike 1635. 4". 35 str. 

Jerollm Kafaela (di Rnfaclc) Gozzc's (Gucclic's) (st. 1630) 
Religiöse Gedichte, gedruckt in Neapel in 2 Bänden. 
Appendini IL 310. 

Chudnoredne i svete pjesni u polivalu sv. Ruse Limatic i 
SV. K((tarine djeviee i mucsenice, mnozi Psalmi Davidovi etc. po 
Sara ßuui Vlastel. Dubrov. (st. 1721). 

Schriften verzeichuiss bei Stulli. Iloranyi N. Mein. I. 515 
—516. 

Lovro Starccvic's (starb 1663) Religiöse Hymnen, un- 
ged ruckt. 

Appendini IL 310. 



144 

AugUSlin Maccdonic'S (st 1682) Kleine Gedichte in Uhj- 
rischer SpnicJie, gedrucht vor dem Itcdienischen Avvento des Vilülc 
Andriasevic, Venedig 1679. 

Appendini IL 310. 

Sljcpa Giorgl dmgacs Oiman Sedam pjesni po^orniek In 
Padova presso Giuseppe Sardi 1686. 

Zum Drucke befördert durch Petar Bogasinovic. Appen- 
dini IL 238. 240. 

Istumacsenje pisnl Davidovih u spivanja SlovinsJca sloxeno, 
s pridgovorem i nadodanjem svarh svake pisni, po popu Audrii 
Vitallcllll Viscanimi is Comise. U Bnecicli pri DominiJcii Lovistt 
1703. 4'\ 552 Str. 

In Sestinen. Jedem Psalm sind Erklärungen beigefügt. Die 
Uibersetzung wird sehr geschätzt. Stulli. Appendini IL 252. 

Pjesan Causcicha (sie) Kcdudjera BenediJdina iiradjcna na 

Otolai SV. Andrie izvan Koloccpa u Duhrovnihii. 
Verzeichniss bei Stulli. 

Sedam Psalam Davidovih. Gedruckt in Venedig vor 1705. 
Pr. 6 soldi. 

Mandaljena 1705. Katarina 1709. 

Pisan: Dan od gniva, nova sloxena. Gedruckt in Venedig 
vor 1705. Pr. 8 soldi. 

Mandaljena 1705. Katarina 1709. 

Mahahme S. pisni (Ventoli in lingua Sckiava). Gedruckt 
in Venedig vor 1705. 

Mandaljena 1705. Katarina 1709. 

Antun Mallasevic Karaman's (st. 1721) Kirchenlieder. 
Noch fortwährend im Gebrauche. 

Tomasa Babicha Pisme duhovnc. Venetiis, 1722. 12^. 
Iloranyi N. Mem. I. 762, wo aber der Titel unrichtig durch 
„opuscula ascetica" übersetzt ist. 



145 

VuJgatae Psnlmomm editionis, in locis ohscuriorihus alia- 
rum vei'sionum ac interpretationum claritate interpolatac, Uly- 
rka mct(q)hrasis , sivc Saltler Slovlns/ä, spjevan po D. Igoaciu 
Gior^i, Opatu Melitenskomu. Venetiis apud Christoph. Zane 
1724. — Z Ausgabe, eh. 1729. 4". 5'/, Bogen Vorstücke und 
510 Seiten. 

In der 2. Ausg. sind das Leben Davids und die Erklärung 
der hebräischen Idiotismen neu hinzugefügt. — Gjorgjic hat in der 
Uebersetzung der Psalmen sich selbst übertroffen. Die Ueber- 
setzungcn der Busspsalmen von Dimitric, Gun dulic, Betera, Stjepo 
Giorgi sind alle ebenfalls recht schätzbar ; aber jene des Ignaz 
Gjorgjic umfasst alle Psahnen in verschiedenen, dem Inhalte eines 
jeden angemessenen Versmassen, ist mit lehrreichen Anmerkungen 
versehen, gibt die originellen orientalischen Gesänge in ihrer 
ganzen Kraft und Pracht wieder, und rauss als eine wahre Be- 
reicherung der gesammten slawischen Literatur angesehen werden. 
Von ihr sagt Frano Sorgo in der unvollendeten Biographie des 
grossen Dichters: „Georgius in rcgii Prophetae psalmis expli- 
candis ita insudavit, ut suo nihil desit operi, non carminis faci- 
litas, non sermonis nostri nitor, non verborum elegantia singularis, 
non sensuum scripturae genuina explanatio. Videtur enim legisse 
versiones omnes, atque, ut prophctica arcana clarius exponeret, 
non pepercisse lectioni ac studio Hebraici, Graeci ac Latini 
textus, potissimum secutus D. Hieronymi auetoritatem. Doleo ta- 
men, hoc praeclarissimum opus Illyriorum tantum manibus esse 
terendum. Si (Miim a celcbrioribns Europac academiis praestantia 
hujus libri cognosci posset, non dubito, quin Georgius commuiii 
omniuni consensu sacrae Scripturae interpres diceretur clarissimus, 
in idiomatum, quibus psalmi conscripti sunt, et sensuum etiam 
difficiliorum intelligentia versatissimus." — Appendini II. 244. 
300. Dellabella. Stulli. 

Pisma od pnJcJa, osobito od paldenog ognja tavnosti i viho- 
vicsnosti, po F. LoYrii iz Ljubasekoga. U Mlecih 1727. 8^\ 74 
Str. — U Mlecim 1746. <S". 95 str. 

Uvale duhovne iliti popivke, koje sc popivaju u vrime od 

SafaKk. Literaturgeschichte. II. Band. 10 



146 

svetoga poslanja ili Missioni po SlovinsWi i po Ddlmatinshih 
derxavah (po Petra Boskovichu^. U Benecih (po Äntunu Bartoli) 
1729. 16\ 64 Str. 

Erschien nach dem Tode des Vfs. Appendini IL 245. 

Jos. Mibicll Ord. S. Franc. Libellus sacrorum hymnorum, 

niyrico idiomate, 1735. 8*\ 

Horanyi IL 610, 

Tome ßabiclia Pisme duhovne, üvadjene iz hnigd mnogih. 

ü Mlecih 1736. 1&\ 60 str. (Th. M.) 

Bogoljuhne pisme ga prohuditi u serdcu grishniha Ijubav 
Boxju i Mariansku, po jednom Missionaru odehrane i stam- 
pane u Ternavi 1736. 16'\ 143 str. (Th M.) 

Fisme duJiovne iz drugiJi hnjixic shupspravljene, i neJcoje 
iz nova s ostalimi hogoljuhnimi moUtvami prüoxene po Missio- 
naru Aposctol. U Zagrebu 1750. W. 127 str. (Th. M.) 

Hvdle duhovne, Tcoje se pivaju ii vrime od svetoga poslanja^ 
trechi put pritisJcane u Bnecih po Jerolimu Dorigoni 1752. 
12". 32 Str. 

Pjesni u poJwalu sv. Ivana Bishupa Trogjershoga. 
Schriftenverzeichniss bei Stulli, 

Anica BoskOYica (geh. um 1714, st. 1804) Religiöse und 
moralische Lieder, unedirt. 
Appendini IL 246. 

Jerolim Filipovic's Geistliche Lieder (poesie spirituali). In 
Venezia 1759. 

Appendini II. 307 (wo der Vf. irrig Polipovich genannt wird). 

Maria Dimitri geborene ßetera (geb. um 1674, st. 1764) 
Religiöse und moralische Lieder, ungedruckt. 
Appendini II. 239. 

Pisme duhovne razlike, sastavljene od 0. F. Petra Knexe- 
vicha iz Knina, reda s. o. Francesca etc., za vechu slavu boxju 
i majke njegove a za duhovni razgovor duscä bogoljubnih istoj 



147 

majci od milosti etc. posvcchenc. U Mletcih po Shimunu Occhi 
1765. 4« 195 Str. 

Pisme duhovne na ganufje grisJmiJca s kratkim naukom 
karstjanskim u vrimenu sv. Missionara, kojcga otci Kapu- 
cini po Lid i Karbavi poslaju. ü Zagrebu po Ant. Jandera 
1770. 12"". 

Juranic. — üngewiss, ob illyrisch. Vgl. auch die kroat. 
Abtheilung. 

MihoJIo Mllinkovlc's (st. 1775) Kirchenhymnen, unedirt. 

Svcmoguchi neba i zemlye stvoritelg, s kiticom pervoga, dru- 
goga i trecscga poglavja kngigc poroda jjo razumu sv. pisma na- 
kichcn i ispivan po AntUOU Ivanosllichn Biskupic Zagrebachke 
Mismkii svitovnonm, godine 1788. U Zagrebu pritiskano kod Jo- 
sipa Karola Kotsche (1788?) 4". 5 Bl. Vorstücke, 123 S. 

Die prosaische Einleitung „Pridgovor" erstreckt sich S 
1—56. S. 57—123 stehen religiöse Gesänge und Gedichte, vor- 
züglich über die Schöpfung und den Fall der ersten Menschen, 
ferner die sieben Busspsalmen u. s. w, alles in gereimten wohl- 
lautenden Versen und Strophen von der verschiedensten Art; 
aber auch zwei Stücke in elegischem Mass ganz nach den Grund- 
Stätzen der antiken Prosodie. 

Pisme koje se pivaju päd sv. Misom, zajedno s pismom 
prid pridiku. Gedruckt vor 1799. 8^. 

Slavtilj SV. Bonaventure iz Diacskoga u HUricski jezik pri- 
neshen za dushevnu poboxnih cstiocä zabavu (po Karli Pavlchu). 
U Pecsuhu slov. Kristine Engel udovice 1803. 8^. 18 str. 

PsaUirich duhovnih pisamd bogoljubnim dushama pripra- 
vljen i s dopushtenjem stareshind na svitlost dan godine 1805. 
U Budimu, prodaje se kod JDam. Kauliczy Novosadskoga knigo- 
prodavca. 12". 118 str. 

Kein Psalter, sondern ein gewöhnliches katholisches Ge- 
sangbüchlein. 

Bogoljubne pismice za potrebu Bajske Xupne Cerkve. U 
Kalocsi 1806, 8^. 77 str. 

Im Francisc.-Kl. zu Vukovar. 

10* 



148 

Csetiri pisma cerkvena od poTiorne dusJie Isusu Spasitelju 
igpivane. 

Verzeichn. v. Divalt in Essek. 

Fisma od sv. Bone mucseniJca, hojega tilo lexi u cerJcvi 
Vukovarskoj Heda sv. FrancesJca (s. l. et a.) 8^. 

PismeniJc iliti skupljenje pisamd razlicsitih, ga nidiljne, 
svetacsne i ostdle dneve priko godine podohnih, za vechu slavu 
hoxju i kriposti duhovne naroda Iliricskoga ucsinjeno po t\juri 
ArDOlda u sloh. kralj. varosJd M. Theresiopolitanskoj poglavite 
cerkve sv. Therezie kora upravitelju. ü Osiku slov. Mart. Alois. 
Divalt. 1819. 8\ 202 str. 

jBogoljuhne pisme, koje se pod s. Missom pivati mogu (po 
Mariann Jaichu). U Budimu 1827. 8^. 116 str. — 2. Ausgabe. 
Vinac hogoljubnih pisamd, koje se nediljom i s prigodom raz- 
Hcsitih svetkovind pod sv. Missom pivati obicsaju, iz razlicsitih 
duhovnih knjigd sudaoljen i s nacsinom csiniti put Krixa, po 
0. P. Marianu Jaichu Reda S. 0. Franceshka derx. Kapistranske 
Misniku. U Budimu slov. kr. mudroucsne skupsMine 1830. 8". 
165 str. 

Bis S. 122 Kirchenlieder, S. 122—134 Gebete, S. 135—165 
Nacsin za csiniti put Krixa. 

bb. Lieder, Oden, Elegien, Herolden. 

Andria Cubranovic's (1500 — 1559) Lieder, ungedruckt. 

Die gedruckte Jegjupka dieses Dichters siehe unter den 
komischen Erzählungen. — Öubranovic's Gedichte, die Jegjupka 
mitgerechnet, behaupten durch Vollendung, Süsse und Harmonie 
des Versbaues den ersten Rang unter den Ragusanischen. Ein 
kleines, betitelt Djevojke, Hess Appendini IL 293 abdrucken; 
zwei andere mit der Ueberschrift Sibylla und Kaludjeri erwähnt 
er daselbst S. 294. 

Miho ßunic's (oder Miho Matie Bone, di Matteo Bona) (um 
1550) Lieder (Pjesui Ijuvene, btulii), ungedruckt. 



149 

Milio Biinic's Gedichtü, in (loncu er die ältesten Mneter, 
besonders des Vetraniö und Dimitric, nachahmte, zeichnen sich 
duch Gediegenheit und Kraft im Ausdrucke vortheilhaft aus. 
Appendini II. 223. 224. 294. 

Ivan Paliiiolla Dionoric's (10.20) GcdicJä zu Ehren Gim- 
dulic's, vor des letztern Pjesni pohorne, Ausg. Bagusa 1828. 

Pjcsan visini xmvedroj Ferdinanda IL VeliJcoga Kneza 
od Toshime Gospara Gi?a Frana Glindullclia Vlastelina JDuhro- 
vacakoga. U Duhruvniha po A. Martcläni 1829. 8". 15 str. — 
U smart Marie Kaiandrice pjesan Gospara G. F. G. etc. 1829' 
8". 19 str. — Ljuhovnih sramezljiv Gospara G. F. G. etc 
1829. ö". 16 Str. 

Das letztere Gedicht ist eine Uebersetzung des l'amante 
timido aus dem Italienischen des Girolamo Pretti. Appendini 
IL 234. 

Zucsnopojka csastnoga G. Laclda Älancliiella, Bishupa obra- 
noga, u pohvalu Otca Fra Antona Tellitenovicha. U Mlecieh 
1639. W. 1 Bl. 

Presvctlomu G. Juriu Zritishomu sadascnjemu Banu Her- 
vatsTcomu 0. F. Rafael Levakovicli iz JastrebarsJce Reda S. F. 
Bugoslovac i Pripovidavac pozdravu. U Mnecieh 1639. 16^. 
1 Blatt. 

Nadpisanje u osmoredke 0. F. Rafaela Lcvakovicha iz 

Jasterbarske, u pohvalu pisnika. U Mnecieh 1629. 16^. 1 Blatt. 

Nadpisanje presvitlomu G. Mikloushu Zrinskomu 0. F. 
Klcuicnla Jancselldia od Oslja reda S. F. Pripovidavca. U Mne- 
cieh 1639. W. 1 Bl. 

Alle vor Karnarutic's Vazetje Szigeta grada, Ausg. 1639. 

Pisan od stare babe i mnogc druge razlicsite (Stara baba 
con diverse canzonettc) — nach dem Verz. b. Mandaljcna 1705 
und Katarina 1709. Stare babe pjesni po jednomu Zadraninu 
— nach dein Terz, bei StulU. — Pr. 8 Soldi. 

Canzonetta del Tovare. Vened. gedr. vor 1705. 
Verzeichuiss bei Mandaljena 1705. 



150 

Bernard ina Ricciardi (geh. 1680, st 1716) Njeholiho pjesni 
u SlovinsM jezik sloxene, nepritjesctene. 

Stulli. — Nach Appendini II. 148 behandelte Ricciardi meist 
heilige Gegenstände. 

JakOYa Armolasicha Slava xensha, sprotivni oägovor cuüu 
scestomu (Iv. Ivanisevicci)^ Patavii 1643 Guil. Grivellari. 4". 
Horanyi N. Mera. I. 184. 

Pjesan ruJcopisna Franceska Natalis SpUtcsanina. 
Verz. bei Stulli. Das Zeitalter unbekannt. 

Frana Lallcha (st 1722) Beztuxanstvo (mdolenza), unedirt 
Appendini nennt es ein sehr schönes Gedicht II. 308. — 
Stulli. 

Yladjo oder Vladisla? Mlncetic des Jungern (st 1748) 
EpitJialamium su Ehren des Savino Posza und Maria Gradi, 
ungedruckt 

Appendi II. 238. 

Syepan Rosa's (st 1770) Gedicht auf Kaiser Peter den 
Grossen, unedirt 

Appendini IL 305. 

Jeha planine, koja na pisnie Satira i Tamhurasha Slavon- 
skoga odjekuje i odgovara, o VI kratkl trVDI leCse, Dok losh 
Llto I saD teCse (po Yidn Doshenil). ü Zagrehu po factoru 
Ant Jandera 1767. 12". 94 str. 

Juranic's Notaten. — Schutzgedicht für M. A. Relkoviö 
wider die Angriffe eines Franciscauers auf den Satyr des erstem. 
Kcrcclic Notitiae praeliminariae p. 402. 

Adama Tadle Blagoevlcha Pjesnik putnik, nikoji dogadjaji 
pervo i posli puta Josipa II. Gesara Rimsko-Nimacskoga u 
Slavoniu. U Becsu u Jos. Kurcpeka 1771. S". VI-\-70 str. 

Ein gelungenes Lobgedicht auf Ksr. Joseph IL Horanyi 
L 302. 



161 

Aliluua Ivauoslilcha Opivcwjc sUchnorichno groha Josefa 
Chiolnicha, Biskupa Biakovarskoga. U Zagrehu po J. Th. Tratt- 
ner 1784. 8". 

Trattnerscher Catalog. — Nach Juranic's Notaten im J. 1786 
gedruckt. 

Anlnna Ivanoshiclia Placs sarucsmce, to jest stolne cerhve 
Zagrebacske, nad smcrtiom svojega zarucsnika Josipa Galhjuff, 
Biskupa Zagrehacskoga, dan 18. Sushca 1786 godine, kada zpo- 
mcnok u- istoj cerkvi je ponavljan. U Zagrehu pritisk. pri Iv- 
Th. Trattner (1786). 8\ 19 str. 

Vielleiclit in kroatischer Mundart? 

Antnna Ivaiioshiclia Pohoxnonm zdihavanju petdesetolctnoga 
Mashnika G. Jose Mlllinovicha Kau. Zagr. U Zagrehu Kutsche 
1788. 4". — Petdesetogodishtnomii Mishniku P. lo. Paulovichw 
Nashicskoga Monastira Poglavaru. U Zagrehu Kotsche 1788. 4". 
— Pjesma od junacstva viteza Peharnika Oberstara. U Zagrehu 
kod J. G. Kotsche 1788. 4". — Pisma od uzetja Turske Gra- 
disJtke, koju osvoji glasoviti vitez Gideon Laudon. U Zagrehu J. 
G. Kotsclie 1789. <9". 

Jose Kcniipolicha Eadost Slavonie nad priuzvish. i pri- 
svitl. G. knezom iliti Grofom Antunom Jankovichem od Duravara 
etc. ü Becsu slov. od Hrashanskoga 1787. S", 76 str. 

In der einem andern Gedichte dieses Vfs. (Katharine IL put 
u Krim 1788) vorgesetzten Epistel urtheilt der fünfkirchner 
Domherr Steph. Agjic von diesem Gedichte, nach Auseinander- 
setzung des Planes desselben, folgendermassen : „Hactenus car- 
minis Tui sensus, in quo utrum inventionem, deductionem et 
bonum ordinem, an vero elocutionem ipsam amplius laudare de- 
beam, non invenio. Sane singularia sunt omnia atque insigni 
poeta digna. Dignissimae vero, quas hinc inde adhibes, descrip- 
tiones Tuae , quae celebrari debeant , ceu quae vivis colori- 
bus depictae sint, fontemque in Te pulcherrimarum imagina- 
tionum, quod poetae praeprimis uccessarium est, uberrimum 
indicent. Ilabes in deductione quidem aliquas voces, quae ab usu 



152 

Slavorum alienae sunt, in tanta attamen, quanta est, linguae 
lUyricae super alias ubertate, ego illas bene Illyricas esse minime 
dub itare possum. Elisiones quoque, quas in breviculo versu Tuo 

in certis verbis liberius adhibes, vituperare minime possum; 

quippe quas procul dubio in Illyrico probatorum auctorum car- 
raine ipse antea legeris." 

3Iati,je Petra Katancsicha Pedesetgodishtnomu misJmiku P. 
Ivanu PavlovicJm igpivano. U Zagrehu J. C. Kotsclie 1788. 4^. 
(Juranic.) — Poshocsnica Pana i Tlialie na Oernomii Berdii. 
U Osiku 1788. 8". — Glasak Ljubice Vile shumsJce h sestri 
Milici u gori zelenoj nixe grada Samohora. U Zagrehu slov. Köl- 
sche 1790. 8\ 4 Str. 

Das letztere Gedicht verfasst zur Installation des Grafen 
Joh. Nep. von Erdödy zum Banus von Kroatien. 

Kripost posli smerti xivi. Pivaoc Somborshi putujucJd pri- 
piva, (s. l) 1788. 8^. 15 str. 

Nikole Pavicsicha Csestitnica prisvietlom G. Maximilkmu 
Verhovcu BlsJcupu Zagreb., svitkovinu svoju slaoechemu, poJäonjena 
od sJcupshtine Bogoslovacä u petu godinu za zlamen zafalnosti. 
U Pesliti tjeslcovin Franje August PatzTco 1789. 8". 6 str. 

Pesma od Gcsara Josefa. (U Zagrehu J. G. Kotsche) 1789, 8". 
Juranic's Notaten. 

Pisma od plemenite csete Horvatd u Budim za pohodit 
svetu Icrunu odlazechih po 0. K. (Gljuri Kordiellll) izpivana. U 
Zagrehu slov. plem. od Trattneru 1790. S". 15 str. 

Mai'ci Krajacsich, Sacerdotio et religione magnus B. P. Franc., 
Bogoxich aliter Marinovich, dum 6. Oct. 1793 Juhileum Sacer- 
dotii celebraret. Budae typ. reg. Univ. 1794. 4^. (Th. M.) 

(Scheint ein Gedicht zu sein.) 

Anlnna Josipa Turkovicba, Pleb. u OseJcu, Pozdravlenje u pri- 
godi ulazenja u Pecsuh Bratjä od Miloscrdja. U Osihi po Iv. 
Mart. Bivalt 1796. 8^. 28. str. 



153 

Anluna Nagy Pisma od sahipljene i 2)odif/niite proti Fran- 
cuzom 1797 hralj. HorvafsJcoga i Slavonshoga plemenit. Vojshe 
ili Insurekcie. U Zmjrehi 1707. — Pirovna pojnvka prisvitl. G. 
Jcnczu Ivanu Ncpom. DntshJcovtchu od Trakostjan etc. U Zor 
(jrcbu 1808. (L. G.) 

Fuhlie Oüide Nasona FlacsnopivJce (Tristium Lihri), prin. 
po Antana Nagy. llds. — Itcm: Pnohrazne pisme (Metamorpho- 
scon Libri). Hds. 

In gereimten Versen. 

tyuro Feric (vor 1800) übersetzte eine Ueroide Ovids, 
ungcänickt. 

Ai)i)endini II. 188. 301. 

Ivan AllesU (vor ISOO) übersetzte zioei Herolden Ovids^ 
unedirt. 

Appcndiui II. 301. 

Pelar Basic (vor 1800) übersetzte eine Heroide Ovids, 
ungedruckt. 

Appendini II. 301. 

Uspominah precsastnoga vpelavanja redovnicske Bratje od 
Milosardja zvane u Zagreb, na den 23. miseca Äugusta 1804, 
ispicvan, i prislavnomii narodii poklonjen po Tllii Brczovacsky, 
Misniku Zagrcbccske Biskiipie, etc. U Zagrehu z slov. NovoscU 
skimi 1804. 4^. 13 str. — Pisma Baronu Juri Rosichu, ces. kr. 
svctl. Majoru, na dan njegovoga s Josefum Shegerth vincsanja. 
U Zagrcbu pri Jos. Karolu Kotsche ISOC. 4", 

In slawonischer Mundart. Später schrieb der Vf. alles im 
kroatischen Dialekt. 

Pisma glnvnome sadascnjc lllyrie poglavici, vodji od Dii~ 

hrovnika i Velikome Francie Marescalu od Mannont, ispevana 

po jednom Karlovcsaninu, koji Ijubi Cara i svu dotnovinu, dana 

25. Koloscka godiscta 1810. U Karlovcu kod Gcwp. Veisza 5". 

V, Bog. 



154 

Fisma pri odhadjanju Francuza iz Horvacke semlje, 1814. 
12''. 13 Str. 

Wahrscheinlich in Karlstadt gedruckt: wenigstens in karl- 
städter Varietät. 

Zhor pivälicd FrusJikoj u gori prihivajucliih prisv. G. Emer. 
Karla Raffaya BisJc. x)ozdravlja. Po Kai'li Paviclui. U Novom 
Sadu po J. Jankoviclm 1816. 8". 15 str. — Tuxha groxdja ne- 
grislmoga. U Osiku slov. M. A. Divalda 1822. S'\ 4 str. 
(Anonym) — EMerIk KarLo hIskVp petDesetLItti kLetVV 
sLaVeChl. U Osiku 1826. 12^. — Pisma prisv. G. Fridriku Sei- 
dlerii ObersJtt. U Osiku 1830. 8^. 4 str. (anonym). 

Karla Pavicha Elegia prisvitl. G. Blskupu Pavlu Mathii 
Sucsichu iz Stolnog Biograda u Djakovo prineshenomu. ü Osiku 
slov. Mart. Aloys. Bivalta 1830. 4^. 2 B. — Miropripivka, s 
kojom prisvitl. G. Pavla Mathia Sucsichu, duJwvno vladanje 
Biskupie Djakovacske zakonito primajucheg, podloxno stado du- 
liovno priklonito pozdravlja po Karli Payicüll. U Budimu 1831. 
4\ 4BI. 

Beide Gedichte in metrischen elegischen Versen. 

Marka Antuua Horvatovicha Ohradostnjenje Biskupata Diako- 
vacskoga na doshastju priposht. i prisvitl. G. Biskupa svoga Im- 
hrika Karola Raffay na Slavonski izvedem, 25. Aug. 1816. 
Vu Zagrehu slov. Novosel. 1816. 8". 

Antana Mlhaliclia Oda prisvitl. G. Em. Karli Paffayu, u 
vrime svecsanoga uvoda njegovoga u Biskupiu stolnih cerkvi 
Bosanske i Srimske. U Osiku slov. Divaldta 1816. 4". 8 str. — 
San u vrime svecsanoga uvoda prisvitl. G. Pavla Sucsicha od 
Pacser, u Piskupiu stolnih cerkvd Bosanske iliti Diakovacske i 
Sritnske etc. U Novomsadu slov. Pavla Jankovicha 1830. 5". 
12 str. — Narodno veselje triu kraljevind G. Francishku od 
Vlasich Banu itd. U Novom Sadu slov. P. Jankovicha 1832. 
Ö^ 15 Str. 



165 

Jose Kalasancic Mihaliclia Pisma pastirsha na imshtenje 
njihove Prisvitl. Bishupske G. Emerika Knrla Raffayi etc. U. 
Novomsadii 1816. — Pisma prisv. G. Em. K. Raffayi Biskupu. 
U Osika 1819. — Pisma prisv. G. Emerikic Karli Raffayi etc. 
u vrime petdesetolitnice njihove iliti druge pervine posvetilisMa 
SV. Misse etc. U Budimu slov: kr. mudroucsne skupshtine 1826. 
8". 27 str. — Eleyia G. Franji Kolungjichu Stolne cerkve Bo- 
sanske iliti Diakovacske Kanoniku. U Budimu 1826. 8". 19 str. — 
Narodkinja Vila G. Pavli MatMi Sucsichu Stolne cerkve Stolno 
Biogradske Biskupu etc. U Budimu 1828. S". 15 str. 

Ebenfalls alles in gereimten Versen. 

Naklon sinovshe mfalnosti priposht. G. Gahri Jankovichu, 
Kanon. Diakov. etc., kada hi drugu mladu misu derxao 1827., 
slicsnoricsno sloxen po Barlhola Pavllcha V. Rektoru. U Osiku s 
A. M. Divalda slovima. ö". 15 str. — Bolest i o^dravljenje- 
G. Gahre Jankovicha. U Osiku 1828. S". <S str. 

Jose Mariclia Versovi prisv. G. Pavlu Sucsichu, cerkve 
Stolno-Biogradske Biskupu etc. U Novonisadu slov. Pavla Jan- 
kovicha (1828). 4^. 4 Bl. — Placs kraishnika po smerti preuzv ^ 
G. Pavla Bar. od Radivojevich, c. k. ist. T. Savjetnika, Feld- 
zeugmeistera etc. U Zagrebu slov. F. Suppan 1829. S". 

Frana Milinkovicha Preizvish. G. Shandoru Alagovich, Bi- 
skupu Zagrchacskom, sloxito i poklonito od Kotara Jaspristie 
Gyurgyevacske etc. U Varaxdinu 1830. 4^. 4 Bl. 

Ein sehr roher Versuh in metrischen Hexameter. 

Vinci ili pripivka G. G. Vladaocu Äusirianskom Fran- 
cesku L, po Stefanu Achimovlchn. U Osiku 1830. S^ 32 str. 

Der Vf. ist ein gr. n. u. Serbe und kommt in der serb. Ab- 
theilung vor. 

A. P. d. H. (Adama Phillpovlcba de Heldcnlhal) Pisma prisv. 
G. Pavlu Matii Sucsichu itd. U Osiku slov. M. A. Divalda 
1830. 8». 13 str. 



156 

Ode u trojstrukom csimi prisv. G. Tavlu Matii Sucsichu 
od Facsem itd. U OsiJm slov. M. A, Dlvalda 1830. 8^. 16 str. 

ti,jorg,je Higgia's Übersetzung der Oden Horaz, ungedrucU. 

tyjorgje Higgia's Übersetmng der Elegien des CatuUus, Ti- 
hullus und Propertius, unedirt. 

Autuil Kaznacsicll's Vermischte GedicJde, Hds. 
Werden von Appendini wegen ihrer Leichtigkeit und Ele- 
ganz gelobt. 

[Die Ragusaner haben an lyrischen Gedichten, in denen der 
Character und Genius der Nation, die Reize der Stadt, des Lan- 
des und der Gesellschaft, die Macht der Liebe, die Thaten der 
Eingebornen und ähnliche andere Stoffe, wie sie das vielgestal- 
tige Leben der grossen Welt darbietet, poetisch abgespiegelt 
werden, einen Vorratli, der gedruckt an zehn bis zwölf Bände 
ausfüllen würde , ungerechnet die zahlreichen Dichterproducte, 
die einst vorhanden waren und jetzt vermisst werden. Wollte man 
aber aus diesem grossen Vorrath nur das bessere und beste aus- 
wählen, so würde die Zahl der Bände bedeutend zusammen- 
schmelzen. Man bewundert bei vielen Gedichten oft einen schö- 
nen, trefflichen Eingang, dem die Mitte und das Ende gar nicht 
entsprechen. Die Länge und Breite, welche, so oft sie durch den 
behandelten Gegenstand nicht notliwendig geboten wird, kna- 
benhafte Erweiterungen, müssige Umschweife, nutzlose und wid- 
rige Wiederholungen mit sich führt, macht viele dieser Pro- 
ducte zu höchst mittelmässigen. Je kürzer die Gedichte, je bes- 
ser sind sie gewöhnlich; viele unter denselben sind vortrefflich. 
Dazu kommt, dass einige Dichter in ihren Liebesgedichten das 
Mass des Schicklichen überschritten haben, indem sie jene feine 
Hülle, deren sich Petrarca und andere bedienten, verschmähten 
und alles zu nackt herausstellten. Anderen, die bloss italienische 
Gedichte nachahmten, oder ältere vaterländische Erzeugnisse 
sich zu eigen machten und fremde Ideen vortrugen, kann kein 
Verdienst der Erfindung zugestanden werden. Appendini IL 298. 
299. Bei allem dem besitzen die Ragusaner einen ansehnlichen 



IB7 

Vorrath guter lyrischer Producte, und es ist zu wünschen, dass 
die schon so oft projectirte, früher (von 180:i) von Carlo Occhi, 
und neuerdings wiederum von Martccchini auf dem Umschlag des 
üsnian angekündigte Herausgabe des „Parnasso Illirico dei Ra- 
gusei" endlich einmal zu Stande käme. In dem der italienischen 
Uebersetzung des Osman vorgesetzten Leben Gundulic's sagt 
Appcndini in dieser Beziehung S. 33. : „l'enidito Canonico Tietro 
Bascich buon illiricista, ed assai benemerito per averci lasciata 
una completa raccolta trascritta di proprio pugno in 22 volumi 
di tutte le poesie illiriche superstiti, raccolta acquistata dallo 
stamp. librajo Martecchini ad oggeto di darla fra breve alla luce 
col titolo di Parnasso."] 



b) D i (1 a c t i s c h e G e d i c h t e. 

aa. Eigentliches Lehrgedicht. 

et) Mit Rücksicht auf religiöse Erbauu ng. 

GianiUa urescena cvifjem od scest vihov svita, sloxena u 
SlotnHski jazih po Giarglu Barakovielm Zndramnu. U Mnetich, 
FolacJiü Franccsca Bariletü 1018. 10". 100 str. — Vencz. presso 
Occhi 1702. S". 

Stulli. Appendini II. 252. Appendini erwähnt des Buches 
folgendermassen : Gianda ovvero testamento vechio e nouvo suUe 
sette etä del mondo; und in dem Verz. b. Mandaljena 1705 und 
Katarina 1709 wird es so angeführt: Giarula ali Testamenti 
stari i novi.— Giarula cioe Testamento vechio e nouvo, e delle 
sette etä del mondo. Pr. 12 Soldi. Horanyi N. Mem. I. 762. 

Od naslidovanja IsuJcarstova Icnjige csetvei-e, parvo po hogo- 
Ijnhnomu Toml od Kenipisa u Lofinski, jazik sloxene, a sada 
po Atanasia Georgicen u njegov jazik obratjene i u 2)isni sasta- 
vljene, pritishano u Becsti po Garguru Gelbhaaru 1629. 21^. 
361 Str. 

In zwölfsylbigen gereimten Versen. Appendini nennt die 
Uebersetzung vortrefflich. II. 251. B. Ka.^ic hat dasselbe in 



158 

Prosa übersetzt. Vgl. unten. (Bei Engel in den Excerpten aus 
Caraman steht irrig 1729. III. 458.) 

Pogardjenje Kamatniha ali üsurara. Gedruckt su Vene- 
dig vor 1709. Pr. 12 Soldi. 

Verz. bei Katarina 1709. Nur muthmasslich hieher gesetzt. 

Ostan hoxije Ijuhavi ili ushudjenje i Ijuhesnivo poticsanje 
Je Jjubavi hoxjoj, u Slovinshe pisni sastavljeno, za Mm nasliduje 
nadodanje, u komu se uzdarxe razlike pisni duhovne, u razlik 
nacsin sTmpljenje, po popu Andrii Yllaljiclm Viscaninu iz Komise. 
U Bnecih po Domin. Lovisa 1712. W. 432 S. 

In 8 Gesängen. Nachahmung eines Werkes des heil. Bern- 
hard über denselben Gegenstand. 

Ivana Drazlca Lipost dusce, ein Gedicht in 10 Gesängen 
vom J. 1713, ungedrucht. 

Nach Appendini des Druckes werth. II. 251. 

Frano Oelaldi'S {zw. 1600 — 1700) Dialog zwischen dem 
Erlöser und der Seele, in illyrischen Versen, wahrscheinlich un- 
gedrucht. 

Appendini IL 310. 

Vida Doshena Par. Dubov. Axdaja sedmoglava hojnim ho- 
pjem udarena i nagardjena, iliti sahlast griha na sedam glav- 
nih grihä razdiljenoga oshtrom istinom poharana i priJcorena a 
drugacsie uJcor malovridnosti csovicsanskih. ü Zagrebu kod Än- 
fona Jandera 1768. 4^. 270 str. — 2. Ausg. Axdaja sedmoglava^ 
tojest od sedam glavnih grihä. U Zagrebu po Ant. Jandera 1772. 4". 
Es gibt davon auch eine cyrillische Umschreibung für grie- 
chisch -nichtunirte Serben von Georg Mihaljevic. Ofen, 1803- 
4^ — Ohne Zweifel meinte Keröelic nicht dieses Werk, wenn 
er sagte: „Vidimus quoque a memorato Parocho Vito Dessen 
conscriptum de Virtutibas opus, quod ob typographiae his in re- 
gionibus neglectum edi nequit." Kei'celic Notitiae praeliniinariae 
p. 402. Hiernach hatte der Dichter zu seinem Werke über die 



159 

Haiiptsünden als Gegen- oder Seitenstücke auch eines über die 
Haupttugenden verfasst. 

Innoccntii III. P. M. Contrmtus mundi in Carmen Illyri- 
cuni versus a Joscpho Antonio Ylasllics, Far. KamcniccnsL Eszc- 
kini ti/p- Jo. Mnrf. Dindt 1785. <S". 582 p. 

In kurzen gereimten Versen, nach Materien in Abschnitte 
getheilt. Auf jeden slawonischen Abschnitt folgt „Confirmatio 
veritatis supra deductae" in lateinischer Prosa. In der kurzen 
Vorrede trägt der Vf. die Regeln der von ihm befolgten Ortho- 
graphie vor. 

Spivanje odJcupIjenja svieta, sloxeno i razdieljeno u scest 
pievanja od G. D. Marka Ivanovicba iz Dohrote od Boke Ko- 
iorsJce hanoniha Naucsitelja Bogoslovca. U Mlecihpo Alvizopol 
na pinese Tcneza Liüce Ivanovicha 1815. 8". 55 str. 

ß) Behandlung weltlicher Stoffe: moralphilosophisches und di- 
daktisch s satyrisches Lehrgedicht. 

Malie Antona Relkovicha Satir iliti divi csovik. Dresden 
17ßl, _ 2. Ausg. EsscTi M. Divald 1779 5«. 178 S. — 3. 
Ausg. Satir iliti divji csovik, u pervomu dilu piva slicsno Sla- 
voncem, a u drugom dilu Slovanac odpiva opet Satiru, trechi 
put na svitlo dat. U Osiku 1822. <9". 142 S. ~\- 8 Bl. Nachsiücke 

Die erste Ausg. Hess der Vf. als Officier 1761 zu Dresden 
in 1500 Exx. veranstalten. Bei der zweiten Ausg. hatte er das 
Gedicht um die Hälfte vermehrt. Die dritte Ausgabe ist schmutzig 
und uncorrect. Bei dieser steht am Ende: „Kratki izpis xivota 
M. A. Relkovicha" in Versen von A. P. o. H., das ist: Adam 
Philipovich od Heldenthal. KerCelic sagt in Bezug auf dieses 
Gedicht: „M. A. Relkovich inter militaria sua servitia versu 
Slavonico elegantisimo, sub nomine Satyri, abusus Slavoniae ludit 
Slavoniamque instruit. Franciscanus quidara (Georg. Rapic) 
temere, invidens educationi Slavoniae, consequenter curani Magnae 
Dominae ac Episcoporum damnans, adversus Relkovichium in- 
concinne sciibere praesumsit. Sed apud vulgum omnem se 
ipsum prostituit, ut invidia sua temeritasque probetur nemini. 



160 

Breviter ei respondit llelkovic, copiosius amoeno anapae- 
stico versu R. Vitus Doshen, Parochus Dubovicii." Notitiae 
praeliminariae p. 402. Vgl. auch Caplovic Slavon. und Croa- 
tien II. 312 — 314. Cyrillisch für griech. n. un. Serben wurde 
dieses Gedicht umgeschrieben von St. Raiö : CaTHpx etc. y BieHH, 
1793. 8'., y Bjßjmj 1807. 8". 

Satir iliti divji csoviJc u nauku karstjansJcomu ubavistit, 
uputit, naucsit i poharstit po Slavoncu 0. P. F. (Jjurgjii Uapiehii 
Gradishcsanicu Pripovidaocu i Bogoslovice sJdiocu Brcdje male 
od ohsluxenju r. s. o. Franc, etc. U Pesti s Eitzenhergerovima 
slovi 1766. 

Diess ist die obenerwähnte Streitschrift; ob in Versen? 

Primudroga Catona clmdoredni nauki iz LatinsJcoga jezika 
u Slovinski prinesheni i za istoga naroda horist na svitlo dani. 
U Gradcu tiskopisom Bashünikd Widmannsteten 1763. 8^\ 32 str. 

Erwähnt von Jaic in der Vorr. zu Pustaic's Indianski 
Mudroznanac 1825. 8^*., in welchem Buche diese moralische Sen- 
tenzen wieder abgedruckt worden sind. 

Eoierici Pavich Schola Salernitana, rhytmico versu Illyrice 
eccpressa, Budae 1768. 8^. 
Horanyi III. 50. 

Bazgovor priprosti, iliti vertlar s povertaljem se razgovara, 
svima Slavoncima na postJienje prikazuje Adaoi Phllippovlch od 
Heldenllial Misnik. UOsiku M. A. Bivald 1822. 8". 110 str. 

In gereimten Versen. 

bb. Poetische Epistel. 

Martolica RaDJina's (nach 1563) Episteln an Orazio Mazi- 
bradic, ungedruckt. 

Sie sollen nicht ohne Werth sein. Appendini II. 226, 

Ylaho YodopiC'S (vor 1585) Poetische Episteln an Niko 
NaljeSkovic, ungedruckt, in der Sammlung der Gedichte des 
letztern. 

Appendini II. 223. 



161 

cc) Sntyre. 

Yalenlino Yalovic's (um 1000) Satyren und Epigramme, 
jetzt unbekannt. 

Appeiidini IL 224. 

dd) Fabel. 

Esopove Fahule za SkwonsJcu ii shJculu hodcclm dien sa- 
stavljene (po Malii Aulüuu Ucikovichli^. U OsiJcu pritishane u 
slovopreshi Ivana Martina Divald 1804. 8^. 114 str. 

Filipovic erwähnt dieser Fabeln im Leben Kelkovic's 
folgeiuleruiassen : „Esopove on fabule u nasc metni tad jezik, 
I kod svake i tabule metni na list za vidik, I svaka je verlo piina 
od lipoga nauka. AI je nasliem puku spuna svaki nauk i miika ; 
Voli lulu neg fabulii, lula daje lipi dim, A fabula tira shkulu i 
postati poshtenim." 

Phaedri Aur/uati liherti Fahidae Aesopiae versibus Illy- 
ricis a Geöl'glo Ferriell Uagmino rcdditae: Fedra Augustova 
odsüiinjika pricsicc Esopove u pjesni Slovinslce prinesene od 
(ii,jura Fcri'iclia Duhrovcsanina. U Duhrovniku 1813. 12,^. XII-^ 
107 S. 

Lateinisch und illyrisch. Die gereimte illyrische Ueber- 
setznng ist etwas verwässert und matt. Vorangeht Appendini's 
Sendschreiben an den Uebersetzer, worin er ihn auffordert, recht 
bahl seine lateinische Uebersetzung der illyrischen Nationalge- 
sänge drucken zu lassen. Feric machte die Uebersetzung des 
Phaedrus auf Appendini's Aufforderung im J. 1812. 

ee) Epigraiiiiii. 

Florla Zuzzerl Pcsiouia (geb. um 1550, st. um 1600) 
Epigramme, ungedrackt und ungewiss^ ob twch vorhanden. 
Appendini IL 231. 

Malia Pauli's (st. v. 1800) Epigramme, ungedruckt. 
Appendini \i. 311. 

SafaHk, Literaturgeschichte, II, Band. J \ 



162 

C. Erzählende Gedichte. 

a) Poetische Erzählungen. 

a. Behandlung heiliger Gegenstände mit erbaulichen Zwecken. 

Marko ]\Iarnlic's HistoHa svete udovice Judite. In Venezia 
presso Bernardino Bcndli 1522. 

Appendini IL 251. „Historia Judith literis illyricis exornata 
ac concinne translata adeo, ut in eadem lingua periti nihil gra- 
tius nihilque acceptius legere queant, libris 6." Franc. Natalis 
in Biogr. M. Maruli apud Farlati III. 434. 

Marka Manila Navischenje mulce Isuharstove, dliti placs 
Gospoin (Vannumio della passione di Gristo, il pianto della 
Madonna). Venedig hei Marco Ginami 1636. (Appendini II. 
251). — N. Ausg. Venedig vor 1705. Pr. 8 Soldi. (Manda- 
Ijena 1705. Katarina 1709). — N. Ausg. h. OccJii 1720. 12.'' 56. S. 

Ob der Martecchinische Nachdruck 1806 (s. unten) Marulic's 
Werk sei, weiss ich nicht. 

Suze sina razmetnoga G. Oiva Frana Glindaliclia Vlast. 
Duhrov. In Venezia presso Marco Ginami 1622. 8". — In 
Venezia si vende da Bartolo Occlii 1703. 16". 55 S. — Neueste 
Ausg. Suze sina razmetnoga, sedam pjesnji poJcornieh i pjesan 
od velicsanstvä hoxjeh G. G. Fr. G., od prie drugovdje, napo- 
Jcon ovdi pritjesctene, u Bubrov'niku po Antunu Martekini 1828. 
8^ 125 S. 

Das Klagelied des verlornen Sohnes besteht aus drei Ge- 
sängen, voll schöner, dichterischer, rührender Stellen. — Die 
Busspsalmen erschienen zuerst einzeln in Venedig 1620. Della- 
bella. StuUi. Appendini IL 234. 272. Mandaljena 1705. Kata- 
rina 1709. 

Mandaliena pohornica Glva Starjega Sare Bone Vucsiche- 
VJcha. In Ancona 1630. — Eh. 1638. — In Venezia presso 
Bartolo OccJii 1705. 12\ U S. 

Eine äusserst schätzbare Erzählung in 3 Gesängen. Später 
behandelte auch der Abt Giorgi denselben Gegenstand. Della- 



163 

bella. Stulli. Appcndiiii II. 236. 272. Iloranyi N. Mem. I. 513. 
Nach dieser Stelle erschien aucli die 1. Ausg. in Venedig, die 
2. aber erst um 1658. 

Yinko Diidan's Religiöse Gerichte und Lieder. 

„Perpia ac devotissima carmina dominicae incarnationis, 
passionis et mortis mysterii tum vita b. Osannae de Catharo 
itidem carmiuibus exarata in vernacula lingua sanctimonialibus 
mon. S. Pauli donavit." Ciccarelli 36. 

Osip pravedtii sin patriarke Giakova, u pjesni po popu 
Pelru Viilcliclui KasteUanimi. Gedr. m Venedig hei Bartolo 
Occhi um 1709. Fr. 10 Saldi. 

Xivot SV. Katarine 1709. Dieses Gedicht steht auch in 
T. Babi&s Cvit razlika mirisa duhovnoga (3. Ausg. Ragusa 
1829) .3. AUhlg. S. 144—167. 

Xivot SV. Katarine sloccen u versi slovima Slovinshoga ja- 
zika, Tcdko se vidi u naulcu harstjanslcomu Otca Fra Malla Dlv- 
koviclia Reda SV. Francsiska, a prinescen slovima Latinskima 
u isti jazik od D. Anlona (Jladillclia. U Bnecih u Bartula Occhi 
1709. 

Uzdasi Mdudaljene pokornice u spili od Martiglje, spje- 
vani po 1). Ignacui Gioi'gi Op. MeJit., k csemu se josc radike 
pjesni duhovne i djeloispravne, sloxene od istoga, prilagaju. Ad- 
ditur in fine liber j)rinms ejusdem Magdalidos ab eodem aiic- 
tore carmine Latine redditus. In Vcnezia 1728 presso Antonio 
Zane. 4\ VI-ir223 S. 

Poetische Erzählungen in Sestinen. Einige Gesänge können 
füglich theologische Excurse in Versen genannt werden. Der 
Vf. handelt darin gelegentlich von der Sünde, der Gnade und 
Liebe Gottes, dem seligmachenden Sehen etc. Ueberdiess ist 
das Gedicht niciit frei von Prunk und besonders von Wortwitz, 
was den gesunkenen Geschmack des Jahrhunderts verräth. — 
Unter den Razlike pjesni stehen unter andern: „Priesice, u Slo- 
vinski jezik iz Babrie Garcskoga spjevaoca prinesene" zwölf 

II* 



164 

Stücke von den Pseudo-Babriusischen vierversigen (jambischen) 
Fabeln zugleich mit dem griechischen Original. Dellabella und 
Stulli. Appendiui IL 244. 271. 

Antana Josipa KnezoYlcha Kanon, kolocs. Knma ohderxava- 
jtichi u stanje apostolslco, izpovidniliä sviuJi ogledalo, xivot sv. Ivana 
od Nepomuka etc. na versJie sastavljena 1759. U PesJdi po Franc. 
Änt. Eitzenheryeru (1759) 4". 281 str. Angehängt ist: Vershi od 
Jimibenog i laxlivog svita, iz Jcoih moxesli posnati stanje sve, lioliho 
i Icako svah sehe upravljat put od spasenja etc., 52 str. 

Johann Nepomuk's Leben, dramatisirt, in elenden Versen. 

MtiJca Gospodina nasJiega Isulcersta iplacs divice Marie, slox. 
od Petra Knezevicha Reda sv. Franc, prov. ss. Odhup. u Balm- 
U Osiku 1776. <9". 122 str. 

(Vgl. unten beim J. 1804.) 

Sveta Roxalia Fanormitansha divica naJcichena i izpivana 
po Antuiiu Kanixllcha Foxexaninu. U JBecsu pritishana s od Ghe- 
lena slovi 1780. 8'\ 125 str. 

Legende in gereimten leicht fliessenden Versen. Das Ganze ist 
in vier Theile (dio) abgetheilt, deren jeder mehrere mit dem Zeichen 
§ versehene Abschnitte enthält. Von Kanizlic als Dichter urtheilte 
Katanöic folgendermassen : „Quam haec (Illyrica) dialectus ele- 
gantiam et ad omne metruni flexilitatem habeat, paucis enarrari ne- 
quit, et is censere poterit, qui llagusaeos aliosque Dalmatas vates 
audivit canentes. Quos si non superavit, acmulatus certe est Anto- 
nius Kanixlich, cujus manibus ut optime precor, ita Illyriorum Ovi- 
dium, pace gentis amplissimae, nuncupare ausim." Do Istro p. 144. 
Unter dem Nachlasso Katancic's befand sich auch folgende 
Schrift: „De Poesi Illyrica libellus, ad leges Aestheticae exactus, 
cum Rosaleide Kanixlichii emendata, Budae a. 1817. MS. 

Josip poznan od hratje svoje, po Alcxandru Toiulkovlcllll 
B. SV. Fr. Derx. Kapistr. U Osiku 1791. 8". 51 str. 

(Ob nicht ein Drama?) 

Xivot SV. Eustacliie s naukom kerstjanskim vire so. apostol. 
katol. rimske cerkve u sUcsnoricsje sloxen i izpisan po Anluilll 
Josipu Tiii'kovichll Fir. Osicsk, prikasan Sluvonskim sldlocem 



165 

m duhomu mbnm. U Osihi po Divaltu 1795. 8^. 1. Bd. XIV 
-^310, 3. Bd. 326 S. 

Xivot i pokora sv. Marie Eyiphinje, sloxeni u sces pjesni 
jezika Slovinshogaxm NIkoli Älai'Ci popu Diihrovcsaninu. U Du- 
hrovnikn 1791. 12''. 115 sfr. 

Appeiidini IL 315. 

MuJca Gospoälna nnsccga IsuJcarda i plncs mntrre njc- 
gove, sloxen od 0. F. Pclril Knczcviclia k Knina, reda sv. o. 
Franc, ü Viccnzi slovitisctan Tome Parisa 1804. 8". 64 str. 

(I)or Vf. lebte frülier, 1765. \<^l oben.) 

Placs B. />. Marie. Prit. n Duhrovnihu xm A. Martekini 
1806. 3 Bog. 

Ich weiss nicht, ob Marulic's oder Knczcviö's Arbeit. 

ß. H o h ;i II il I u 11 g vermischter w o 1 1 1 i c U e r Stoffe. 

Sljcyo Gucelie's (1525) Dervisc, Jcomische poetische Erzäh- 
lung in 50 Sestinen, ungedruckf. 

Den Vf., der lange eingekerkert war und mit einem langen 
Bart bleich, düster, verwildert aussali, erblickte einst die Toch- 
ter des Rcctors der Republik und rief bestürzt aus : „Chi e quel 
Dervisc?" In dem aus diesem Anlass geschriebenen Gedichte, das 
durch Vollendung, Anmuth und Harmonie des Versbaues eine 
der ersten Stellen unter den besseren ragusanischen Dichtungen 
einnimmt, schildert sich nun der Dichter selbst auf eine scherz- 
hafte Weise als einen türkischen Dervisch. Jede Sestine endigt 
mit dem Worte Dervisch, auch sind viele türkische, den Illy- 
riern bekannte Wörter eingemengt. Die Sage will, dem Dichter 
sei die Hand der Rectorstochter zum Lohne geworden. StuUi. 
Appendini II. 221. 274. 293. 

Andric Csabranoviciia Jcgjupka (d. i. die Zigeunerin, wört- 
lich Aegypticrin). In Vcnexia presso Marino Battitorre 1559. — 
Ebendaselbst später oftmals. Ven. 1699. 

Horanyi N. Mem. I. 651. 



166 

Als Öubranovic einst seiner Herzenskönigin auf dem 
Fusse folgte, um ihr seine Liebe zu offenbaren, wandte sich 
diese plötzlich gegen ihre Dienerin mit den lauten Worten um: 
„Che vuole da me questo Zingaro ?" Hierauf schrieb nun der Dichter 
seine Jegjupka. In derselben führt er eine Zigeunerin als Wahr- 
sagerin in einer Gesellschaft von Frauen (di Signore) ein und 
lässt durch sie denselben auf eine sinnige Weise den Horoskop 
stellen. Sie weissagt der ersten grosse Reichthümer, zwei durch 
Talente und Würden ausgezeichnete Söhne und ein hohes Alter. 
Der zweiten schildert sie die bösen Eigenschaften ihres Gemahls, 
besonders seine Untreue. Der dritten erklärt sie die Kräfte 
der Kräuter und Blumen, und lehrt sie die Kunst, sich die 
Haare blond zu färben und das Gesicht zu schminken , kurz 
die jugendliche Schönheit zu erhalten, um ihrem Manne zu ge- 
fallen. Der vierten enthüllt sie auf das artigste die Ursachen 
ihrer häufigen Weiberkrankheiten und schreibt ihr ein Heilmittel 
aus Kräutern und Blumen, in Taubenblut gekocht, vor. Die fünfte 
unterweist sie in der Kunst, durch Zauber der Rede die Herzen 
und die Achtung von Jedermann zu gewinnen. Zuletzt hält der 
Dichter durch sie derjenigen, von welcher er ein Zigeuner geschol- 
ten wurde, eine Lobrede, preist ihre Schönheit und Vernunft, 
verkündet ihr grosses Glück, erklärt ihr seine alte Liebe, klagt 
über ihre Härte und fleht sie an, ihm um des Kummers willen, 
den er um sie trage, ihr Herz mitleidsvoll zuzuwenden. Dem 
so vertheilten Stoffe entspricht im Aeussern eine unnachahmliche 
Harmonie des Verses und Eleganz des Styles ; noch mehr Bewun- 
derung verdient der feine Anstand, mit welchem der Dichter 
einen so delikaten Gegenstand zu behandeln wusste. Das Gedicht, 
eine wahre Prachtblumc in dem Garten illyrischer Musen, wurde 
auch mit verdientem Beifall aufgenommen und rief in kurzer 
Zeit drei andere Nachbildungen hervor. Dellabella und Stulli. 
Appendini H. 222. 273. 293. 

Jegjiipha, eine komische Erzählung, von einem UnbeJcami' 
ten, unedirt. 

Öubranovic's berühmtes Gedicht gleichen Namens gab zu 



167 

diesem die Veranlassung, welches ebenfalls sehr gelungen 
und des Druckes werth ist. Appeudini II. 273. 

Jegjuplca, eine komische Erzählung, von einem Unbekann- 
ten, ungedruckt. 

Auch dieses, nach Appendini, nicht minder schätzbare Ge- 
dicht ist eine Nachahmung des Cubranevic'schen. Es gibt 
demnach in Dalmatien vier poetische Erzählungen unter dem 
Namen Jegjupka, eine von Cubranovic, eine von Sava Bobali 
genannt Mii^etic und zwei von unbekannten Vff. Appendini II. 273. 

Maro DjU'zIc's (st. 1580) Heroische Gedichte (Poesie er oiche), 
gedruckt. 

Appendini II. 222. Appendini's Ausdruck ist unbestimmt. 
Stulli sagt bloss: „Pjesni u Slovinski jezik uepritiskane,"* 

ßariia Karnarulicha Vazetje Szigcta grada. In Venezia 
1584. — Ven. 1639. S". 40 S. — Vazetje Szigeta grada po- 
novljeno im Petra Fodrociu 1661. (Th. Miklousic Izhor 
str. 80.) — Wahrscheinlich auch mehrmal, namentlich um 1709 
in Venedig gedruckt. 

Eine gute poetische Erzähliuig in 4 Gesängen. Appendini 
II. 252. Katarina 1709. Die Ausg. 1639 hat folg. Titel : Vaze- 
tye Szigeta grada, zloxeno po Barni Karnariilichii Zadraninu. 
In Venezia appresso Bartolomeo Ginami 1639. 8". 4 str. Voraus- 
gehen vier kleine Gedichte zum Lobe des Vfs. und des Herausg. 
A. Telitenovic. 

Pclra KaiiaYelli Duhrovnik vlastehm u trescnji (Oanzone 
intitolata Vamore convertito in odio, poemetto stampato sul terre- 
muoto di Pagusa). Gedruckt in Venedig um 1667. 

Besser als die folgenden Gedichte von Nikolica Ivan Bunic 
Vuöicevic und Baro Betera über denselben Gegenstand. Stulli. 
Appeudini IL 250. 

Nicolica Ivan ßiinic VuciccYic's Gedicht auf das Erdbeben 
in Pagusa (Grad Dubrovnik vlastehm u trescnji). Na^h 
Stulli ungedruckt, nach Appendini hingegen gedrucJct in Äncona 
1667. {S'\ 24 Str.) 

Appendini IL 236. 



168 

Bai'O Bclcra's Gedieht auf das Erdbeben in Ragusa. Ge- 
druckt SU Äncona 1667. 
Appendini II. 238. 

Bar<a Beterc Oronta iz Oipra. In Venesia presso Andrea 
Poleti 1695. 

Wahrscheinlich nach einem italienischen oder lateinischen 
Muster. Famiano Strada und Girolamo Preti behandelten den- 
selben Gegenstand, jener in Ottaven, dieser in lateinischen heroi- 
schen Versen. Appendini IL 238. 

Ivana Zadrailina Historia od Filomene (Filomene figlia del 
Re Pandione). In Venezia 1670. — 2. Ausg. Historia od Fi- 
lomene hckere hralja Patidiana, a dana na svitlo po Fra IvailH 
od Zadra Reda male bratje sv. Francisca. U Bnecieh pri Bar- 
tolu OccJii 1602. (sie). 8». 24 str. 

Ein nicht übles Gedicht. Appendini II. 252. Mandaljena 
1705. Katarina 1709. Die 2. Ausg. hat die falsche Jahreszahl 
MDCII statt MDCGII, was ein Druckfehler zu sein scheint, denn 
die Occhischen Drucke wimmeln von Druckfehlern. 

Ivana Zadi'anina Kazovanje cJmdnovate rati, ha je bila pod 
Maltom, u pjesni sloxeno. In Venedig vor 1703. Pr. 6 Soldi. 
Stulli. Mandaljena 1705. 

Gvjiirgja BarakOYJcha Zadranina Vila Slovinsha. (Poetische 
Erzählung in 13 Gesängen.) Gedruckt zu Venedig um 1682 (?). 
Pr. 1. L. 10 d. 

Ausgezeichnet durch Composition, Styl und Versbau. Appen- 
dini IL 252. Stulli. Katarina 1709. — Vgl. oben vermischte 
Gedichte. 

Petra Tome Bogascinovicha Dabrovcsamna Becsa grada oh- 
hruxenje od Cara Mehmeta i Kara Mastafe Velikoga Vesicra. 
(Poetische Erzählung in 2 Gesängen.) In Padova presso Giu- 
sepe Sardi 1685. 

Ohne besondern poetischen Werth. Appendini IL 239. 272. 
Stulli. Mandaljena 1705. Katarina 1709. 



169 

Vlah(» Squadri's (xw. 1690—1700) Maclijusc i GjavoUca, 
eine komische poetische Erzählung, tingedruckt. 
Appendini II. 274. 

Uistoria od griula Budina (Llhro dctto Budin, che contienc 
la picsa di Buda cd altri progrcssi della Bossina e Levante). 
Gedruckt in Venedig vor 1705. Pr. 6 Saldi. — N. Ausg. In 
Venczia 1734. 

Mandaljena 1705. Katarina 1709. Appendini IL 306. 

Uistoria od Kljlssa. Gedruckt in Venedig vor 1705. Pr. 
(i Soldl. 

Mandaljena 1705. Katarina 1709. 

Xivot od Olive hchicre Juliana Oesara. TJ Bnecich pri 
Bartolu Occhi knigaru na rivi Schiavonschoi pod zlamcnicni sv. 
Ihmiuika 1702. l(i^\ 04 str. 

In Versen. 

Historia ali pisni od Olive (Historia di Oliva). Gedruckt 
in Venedig vor 1705. Pr. 8 Soldi. 

Mandaljena 1705. Katarina 1709. 

Ivail AulUli Ncuadic's Kampf eines venezianischen Schif- 
fes mit einem tripolitanisclicn, in Sestinen („Scambek satarisan 
u pjesni sastavljen'^ bei Stulli), gedruckt in Venedig bei Do- 
menico Lovisi 1757. 

Ai)pondini II. 252. Appendini Memorie 59. Stulli. Bei Gele- 
genheit des Sieges der Gebrüder Ivanovic über den tripolita- 
nischeu Sciambecco, den sie im Hafen Zniaj zu Grunde bohrten. 

Kratkopis poghwitih dogadjajd sadashnje vojshe mcdjn 
Mariom Tereziom kraljicom od Macxarske i Friderikom II. 
kraljem od Brandiburskc, od pocsctka godinc 1750 do sverhe 
god. 1750, koje slo.ri Bon Ivan Zailicsicll, rcrkvc sv. Katarine u 
Bubrovniku Naxlpop etc., diu parci, najpcrvo u Venecii kod Fran- 
ceska Pitteri, a sada u Peshti kod Franc. Ant. Eizenherger 1762. 
8". 350 Str. 

In Versen und Prosa. Nur der 1. Theil. 



170 

Einci'ici Pavich Supplementum Illyricarum antiquitatum 
Illyricis versihus conclusiim, 1768. 12^, 
Horanyi III. 50. 

Katarine IL i Jose IL put u Krim izpjevan po Josi 
Kermpoticlm Svjetomisniku Licsaninu. UBecsu slovitisom od Jos. 
Hraschamht/ 1788. <5". XrLI'\-174. S. 

S. III— VI Vorrede „Leeturis" lateinisch. S. VlI-X Brief 
an Stulli, lateinisch. S. XI — XIV Brief des Stephan Agjic, 
Domherrn von Fünfkirchen, an den Vf., lateinisch. S. XV Appro- 
bation der Censur, unterschrieben von Athanasius Szekeres, 
deutsch. S. XVI — XVII Brief von Stulli an den Vf., lateinisch. 
S. 1 — 144 das erzählend-beschreibende Gedicht in kurzen vierzei- 
ligen Strophen nach Art der Gundulic'schen, ausgezeichnet durch 
Kühnheit der Gedanken und Schwung der Phantasie, so wie durch 
Schönheit der Diction. Es beginnt: Sievashe kroz oblake Pune 
dike i niillinja Na csetiri kraja zrake, Kollish zemlje lice minja. 
S. 145—174 folgen lateinische Anmerkungen des Vfs. zum Text 
des Gedichtes. In der Vorr. berührt der Vf. seinen Streit mit 
Stulli wegen der Orthographie. Der besiegte Stulli sagt hinwie- 
der von dem Gedicht: „Inventio hujus poematis talis est, quae 
Tibi magnam apud nostrates existimationem lauderaque comparet: 
eadem certe consecutus es ferventi rerum imaginatione, optima 
distributione ac ordiue naturae conformi, deductiones, similitu- 
dines, praecisiunes mihi maxime arrident aliisque certe arride- 
bunt: elocutio vero, verborum delectus, lUyrici elegantia sermo- 
nis, versuum facilitas aliaeque carminis Tui dotes sie aliciunt, 
ut Te int er principes lUyricae gentis poetas merito collocare 
haud dubitem." 

Pjesma od jimacstva viteMi Daniela Peharnika, regimenta 
Ogulinzhoga Oberstara, kaJco on TursJce cscte, koje su s juriscem 
na Dresnik grad navalile, posicsc i u heg natira, 4ti Travna 
1788. UZugrehu pristisk. kod Jos. Kar. Kotsche (1788). 4\ 8 str. 

Ispisanje rata Turskoga pod Josipom Oesarom IL pocse- 
tag godine 1787 po jednome regemenskom Patrii skiipljeno i u 



171 

stUiove sloxepto, m razyooor naroclu IHiricikom prikazano. U 
Osiku sa slov. Mart. Bivalt 17!)2. Ö". 247 str. 

Das Gedicht erzählt in kurzen gereimten Versen, welche 
in 18 Paragraplie abgetheilt sind, die vorzüglichsten Begeben- 
heiten des Türkenkriegs 1787 — 1791 ziemlich nüchtern und 
ohne dichterische Kraft. 

Kratko izkazanje jcdnoga dogadjuja, u komu se nasca go- 
dine 1813 redovnik F. Aiidriia DoroUcb, sloxeno od istoga u 
rcdke ohicsajnc naroda IlUricskoga. U Bccsu u slovoÜschnici PP. 
Mechitaristd 1815. 8". 47 stf. 

Xivüt vclikuga Biskupa, privelikoga domorodca i najve- 
chcga priatclja naslicga AutUIia MiUldicIia, izpisan po Radoslavu 
od PauHonie Sacakc, naruda puku Biskiipie JBosanske Hl Dja- 
kuvacskc l Srimske sjcdinjene prikazan p>o Adamu FilippOYichu 
od Hcldciilhal Misnikit. U Pecsahu duv. Stlpana Kuezevich 1823. 
8". 183 Str. 

In gereimten Versen. 

b) Myiloii. 

Petra Kklorcviclia Ribanje i ribarsko prigovaranje i raz- 
like ine stvuri. Veneria 1568 presso Gianfranccsco Oamozio. 
8". — Venedig 1G38. Pr. 8 Saldi. 

Appendini sagt (IL 250), Ektorevic's Fischeridyllen seien 
noch nicht gedruckt; aber in dem beim Leben der h. Katharina 
Vened. 17ü9 angehängten Bücherverzeichnisse werden sie unter 
den bei ücchi verkäuflichen Büchern mitangeführt. Dellabella- 
Stulli. Der Vf. beschreibt darin die verschiedenen Arten der 
Fischerei, welche er in dem langen schmalen Thale von Cittä 
vecchia und in Gesellschaft mehrerer Freunde leidenschaftlich 
zu treiben pflegte. Voll dichterisch kühner neuer Gedanken; 
sprachlich interessant wegen der Kunstwörter bei der Fischerei. 
Das Buch ist sehr selten. Unter den angehängten Gedichten 
sind die poetischen Episteln bemerkenswerth. 

Pclra Zoraniclia De Albls Planine (selve). In Venezia 
presso Domen ieo Ferri 1560. 



1*72 

Im Geschmack der Arcadia des Sanazzaro, zur Hälffte in 
Prosa, zur Hälfte in Versen. Es werden darin auf eine anmu- 
thige Weise verschiedene Metamorphosen von Jünglingen und 
Jungfrauen in Prosa beschrieben, und dazwischen bezaubernd 
schöne Hirtengesänge und Lieder eingemengt. Appendini H. 252- 

Allice Boskovicc JRcmjovor pastjershi varlm porodjenja Isu- 
karstova upjesan sloxen. In Venerda 2)resso lo Storti 1758. 

Ein langes und schönes Hirtengedicht. Stulli. Appendini 
n. 246. 

^ Salomon Gessners Idyllen, vhersctzt von Maro Zlatai'ic, 

ungedrucM. 

c) Uvldengedielif. 

Osman, spjevanje vitescho Oiva (iimdllllclia Vl,astelina Du- 
hrovacskoya, oznanjenjem djelä GunduUcJievjeh i Tkotom Osma- 
novjetn prltecseno, sdarxanjima pjevanjd naresceno, nadomjcre- 
njima stvari od spjevaoca u Jcratko narecsenjeh i izgovaranjem 
recsi thomugodi sumracsnjeh sljedjeno. U Duhronniku po Äntimn 
Martckini 18^6. 8'\ Ivi ramljelak 201 str., 2gi r. 268 str., 
3tji r. 270 str. Beim 1. Bernd 12 und 49 S. Vorstücke und 
XXIV S. Erklärung dunkler Wörter. 

Die schon längst von vielen ersehnte, von Gjanluka Vo- 
lantic und Pjerko Sorgo vorbereitete Ausgabe des berühmte- 
sten Gundulic'schen Gedichtes brachten endlich der ragusaner 
Minorit Ambrozo Markovic und der Buchhändler Martecchini zu 
Stande. Der Osman enthält XK Gesänge, 2966 vierzeilige 
Strophen und 1 1864 kurze gereimte Verse, die Inhultsversc von 
den Gesängen von Pjerko Sorgo ungerechnet. Es besingt das 
Missgeschick des Sultan Osman und den Waffenruhm des pol- 
nischen Königs Sigismund HI. und seines Sohnes VVIadislaw (im 
J. 1621). Den unei'kläiter Weise nach dem Tode des Vf. nicht 
vorgefundenen 14. und 15. Gesang ersetzte auf eine höchst ge- 
lungene Weise Pjerko Sorgo; wiewohl die Meinung über diese 
verlorenen Gesänge getheilt ist, indem einige dafür halten, die- 



173 

selben hätten nie existirt, audere glauben, der Senat hätte sie 
aus Furcht vor den Türken unterdrückt, noch andere den 13. 
und 14. (iesanjjf für verloren ausgeben. Die Ausgabe ist correct 
und schön: Vorrede, Biographie des Dichters und des Sultans 
Osman, so wie zahlreiche Anmerkungen sammt der Worterklä- 
rung am Ende des 1. Randes sind von Ambrozo Markovic. Im 
3. Bande S. 268—269 Anm. 27 erwähnt derselbe gelegentlich 
auch einiger Handschriften, die er gebraucht habe; darunter 
sind Hss. von den J. 1648, 1652, 1689 und 1695. In der bi- 
schöflichen Bibliothek zu Agram befindet sich ebenfalls: „Osman 
spjevan po Givu Gundulichu Vlast. Dubrov. godishta 1621. MS. 
Georgii Marcellovich Canon. Zagrab." Es ist merkwürdig, dass 
Gundulic schon in dem am 1. Octb. 1620 datirten Vorworte 
zu seinen Pjesni pokorne von seinem „Spjevanje csestitjem ime- 
nom privedre krune kralja Poljacskoga naresceno" spricht. Nach 
Cerva iing das Gedicht bereits im J. 1621 an im Publicum zu 
circuliren. Appendini und andere läugnen dies, indem der darin 
besungene Krieg in das J. 1621 falle. Der Herausgeber Mar- 
kovic hält dafür, das Gedicht sei erst 1627 vollendet worden. 
Den Inhalt der einzelnen (iesänge Osmans findet man bei Appen- 
dini II. 263—264. Ebendaselbst ist Ivan Lovric's dem faden 
Gewäsche von Fortis entgegengesetztes Urtheil, so wie Appen- 
dini's kurze Anpreisung des Gedichtes zu lesen. Ohne eine 
eigentliche und regelrechte Epopöe zu sein, ist das Heldenge- 
dicht ein strahlendes Gestirn auf dem poetischen Hinnnel der 
Slawen. Beinahe gleichzeitig mit Markovic gab (l(!r serbische 
Lehrer zu Triest, Jefta Popovic, einen unkritisciien, in vielen 
Stellen vollends entstellten und verdorbenen Abdruck des Os- 
man mit cyrillischen Lettern heraus unter dem anmassenden 
Titel: Pa:iHa ;^1;.la Je*Te lIoiiOBHTba y By,|MMy. 1827. 12. 2 
Bde. heraus. Eine höchst mittelmässige italienische Uebersetzung, 
angeblich von dem zaraer Gubernialiath Nikolaus Giazic, er- 
schien unter dem Titel: Versione dell' Osmanide, poema illirico 
di Gio. Fr. Gondola patrizio di Bagusa. Colla di lui vita 
scritta dal P. Fr. M. Appendini. Bagusa presso A. Martecchini 
1827. 8". 55+159 S. Appendini H. 249. 262 tf. Uebrigens 



174 

behandelte den Feldzug 1621 auch der polnische Dichter Ignacy 
Krasicki in einer Epopöe: Woyna Chocimska, v XIII pie^niach, 
w Warsz. 1780. 8". 

Ylitdja JcFtl Mincseticlia Vlasf. Duhrov. Tnihlja SlovimJca. 
Pritisnuta u JaMnu 166:"}. 

Heldengedicht, in welchem die Thaten Georg Zrinski's 
gepriesen werden. Appendini, dessen oft einseitigen oder ver- 
kehrten Urtheile übrigens nie unbedingt zu trauen ist, nennt das 
Gedicht über die Massen schwülstig (gonfio e turgido all' eccesso). 
Dellabella. Stulli. Appendini IL 237. 272. 

Cliristiade, to jest xivot i djela Isukarstova S2>jevana po 
Gionu Palmotiehll Vlastelinu Duhrovacskonm. U Einm po Ja- 
Jcohu Mascaräiclm 1670. 4". 684 sfr. Am Ende: Bomae, excud. 
Mascardus. 

Nachdem sich Palmotic lange Zeit mit Besingen weltlicher 
Gegenstände abgegeben hatte, fasste er den Entschluss, einen 
heiligen Stoff zu bearbeiten, um den Nachkommen ein Denkmal 
seiner Frömmigkeit und Religiosität zu hinterlassen. Das Leben 
Jesu erfüllte seine ganze Seele, und um nicht durch eigenes Er- 
finden und Anordnen der Materie zu sehr aufgehalten zu werden, 
wählte er sich Vida's Christias zum Gegenstande seiner Arbeit. 
(M. H. Vida Christiados L. VI. Cremonae 1535. 4". Antverp. 
1536. 8"' etc.) Diese Wahl war wohl getroffen; denn obgleich 
Vida's Gedicht im strengsten Sinne keine Epopöe genannt wer- 
den kann, so war dasselbe doch durch den darin wehenden 
echtreligiösen Geist ganz geeignet, Palmotic's Phantasie zu ent- 
flammen und zur Erreichung des vorgesteckten Zieles zu be- 
geistern. Der lateinische Dichter schloss sein Gedicht in 6 Ge- 
sänge ein ; der slawische machte ihrer vier und zwanzig. Hier- 
aus sieht man, dass Palmotic Vida's Gedicht mit selbstständiger 
Freiheit, und zwar nicht ohne Ruhm, behandelte. In der That 
ist seine Bearbeitung der Christias mehr Paraphrase als eine 
eigentliche Uebersetzung. Freilich ist die illyrische Christias 
auch dadurch anscheinend breiter als das Original geworden, 
dass sich Palmotic statt des lateinischen Hexameters der durch 



175 

Gundulic so beliebt gewordenen vierversigen kurzen Strophe 
bediente. Auf diese Weise sind aus dem ersten Ruche des Vida 
mit 963 Hexametern bei Palmotic 4 Bücher geworden, wovon 
z. B. das erste allein aus 151 Strophen besteht. Palmotic's 
Reime sind natürlich, der Ausdruck rein und correct, der Vers- 
bau harmonisch. Und wenn er auch, gleich Ovid, mit einer 
überfliessenden poetischen Ader begabt, oft mit glänzenden Bil- 
dern zu verschwenderisch prunkt, oder von lebhafter Einbildungs- 
kraft hingerissen, im Erzählen und Schildern sich zu sehr ins 
Einzelne, Kleinliche einlässt, so schadet das im Ganzen dem ho- 
hen Werthe des Werkes nicht, welches voll wahrhaft poetischer 
Stellen ist, und eine erhabene, jeder Ciasse von Menschen an- 
gemessene Moral enthält, wodurch das Gedicht noch vor kurzem 
ein Licblingsbuch der lagusanischen Damen und der Jugend 
war, geeignet, ihnen gesunde Lebensmaximen, genauere Kenntniss 
der vaterländischen Sprache und Liebe zur Dichtkunst einzu- 
flössen. Nach der von Ab. Gradi dem Opus posthumum (der 
Dichter st. 1657) vorgesetzten Biographie hätte Ivan Gundulic 
seinen Neffen Palmotic zur Bearbeitung der Chiistias bewogen. 
Ebendaselbst wird berichtet, dass sich der Dichter mit Hintan- 
setzung des verdorbenen ragusanischen Dialekts mit Vorliebe 
der bosnischen Mundart bedient habe , und es wird derselben der 
Vorzug vor allen andern illyrischen Varietäten eingeräumt. 
Appendini H. 2:i5. 300. J. S. Bandtkie Historya drukarn pol- 
skich. Krakow. 1826. HL 207—209. 

Eneich Viryilla kujiya petvu i (biuja noco a slvvinsTci jezik 
iztomacsena i u pjesni sloxena po Ivanu Zanolli KamnUiu Za- 
darskomii. U Bnctcih 1688. 4'\ 1. hujiga 56, IL 51 str. 

Nach M. Kunic's aus den Notaten des A. Kucharski ge- 
zogenem Berichte in der „Gartenzeitung 1830 Nr. 38" war auch 
in der bischöfl. Bibliothek zu Agram davon ein Exemplar. 

(«.iorgje Hi'sja's (um 1801) Uchersetzung der Aetieis aus 
(hm Lateinischen des Virgilius, luigedrucht. 
Kunic a. a. 0. Appendini hs. Nachr. 



176 

D. Dramatische Poesie. 

Marin DarzIc'S Dmmen, enthaltend 1. zioei Scliaiispicle . 
nämlich Isadks Opfcruny und die Gehurt des Herrn; 2. acht 
Lustspiele in Prosa ^ alles imgedrucht ; 3. Tirena comedia Marina 
Darxielia, prikazana u Duhrovnihu godiscta 1548. Venes. 1551. 
— Ehend. hei Francesco Barilctto 1607. 8'\ 08 8. — In Ve- 
neria presso Marco Ginammi 1630. S". 10.9 S. 4. Zivd Dramen : 
Das Mährchen von Stamio und Adonis (la Novella di Stanzio 
a VAdone), ehenfalls gedrucM in Pjesni M. Dnrxichn. U Bne- 
eich 1607. <S". 56 S. 

Die zwei ungcdruckten Schauspiele: Isaak und die Geburt 
des Herrn, sind von untergeordnetem Werthe und jetzt kaum 
mehr bekannt. Ueber die Lustspiele bemerkt Appendini fol- 
gendes: „Wahr ist es, dass die Strenge der Sitten des Magi- 
strats, die Massigkeit und Enthaltsamkeit der Privatpersonen in 
diesem glücklichen Zeitalter keinen reichlichen Stott' für das 
scherzhafte und satyrische Lustspiel lieferten, um so mehr, als 
eine weise Hauszucht nicht leicht zur öffentlichen Kunde ge- 
langen Hess, was als anstössig und sittenverderbend stets geheim 
gehalten werden nmss: aber dessen ungeachtet sollten diese 
Lustspiele, in denen gewiss manche interessante Züge damaliger 
Sitten und Lebensverhältnisse aufbewahrt sind, fleissiger hervor- 
gesucht und benutzt werden, im Fall sie; noch existiren." Die 
Tirena ist ein tragikomisches Schäferspiel („favola boschereccia" 
App.) in 5 Acten. Der Vf. schrieb es einer Freundin aus Tos- 
cana zu Liebe. Bei Gelegenheit der Hochzeitsfeier seines Freun- 
des Vlaho Därzic und der reichen Anna Aligretto 1548 wurde 
dasselbe achtmal nach einander in Kagusa aufgeführt, hierauf 
mehrmal gedruckt, und steht noch heutzutage in Ragusa und 
Dalraatien in Ehren. Bei seiner Erscheinung schrieben es Där- 
zic's Feinde dem Mavro Vctranic, der im vertrauten freund- 
schaftlichen Verhältnisse mit dem Dichter lebte, zu, allein dieser 
lehnte in einem an die Ragusaner gerichteten Gedichte die Ehre 
ab und nannte Därzic den wahren und einzigen Verfasser des 
Gedichtes, Appendini IL 222. 275. 28:> Dellabella und StuUi. 



ITT 

S.lvkoGnrelle's(Gozzc)r/<?)m>?«^ BftndfiTlscTlc ^s^ 1603) Tragö- 
dien: 1. Arinfhin, m(s dem Itolimisrhcn des Vincetizo Ginsti; 2. 
Dalila, aus dem Italienischen des Lodouico Grotto, genannt il 
Oieco d^Adria, beide ungedruckt. 

Mehreres, was er schrieb, ist nicht mehr vorhanden. Stulli. 
Appendini II. 233. 284. 

Paska Primovfclia, drugacs Latioicha Euridicc, pohixalostivo 
prikazanje. U Mnctcich 1017. 

Das, wie es scheint, der tragischen Oper Euridice (1608) 
des Toskaners Ottavio Rinuccini nachgebildete Gedicht (Tragi- 
comödie nennt es Appendini) wurde zu seiner Zeit mit vielem 
Beifall aufgenommen. 

Ljubica, pastirsJco razgovaranje sloxeno po Marino Gazaro- 
viehu, s time nikoliJco prigovaranji Ijuvenih, ke sloxi za meusridke 
Murata gusara morskoga, koß se mogu meti svdkini csinom i 
ovdi prikazati, sa nikoliko ostalih pisan Ijubenih^ placsnih i ve- 
selih. In Venetia per EvangeUsta Deuchino (Duchino?) 1623. 
W. 143. S. 

Eine Art Schäferdrama in 5 Acten im macaronischen Styl. 
Besser sind die angehängten Liebeslieder. 

Osmanschica, sloga Ivana Tonika Marnavlcha. U Rinm po 
Jakovu Masskardu 1631. 4^. 188 str. 

Schauspiel in 5 Acten, in zwölfsylbigen Versen. 

Ariadna, poluxalostivo prikazanje spjevano od Glva Frana 
Gnndlllichn Vlast. Dubrov. In Ancona presso Marco Salvioni 
1633. — 2. Ausg. U Dnbrovnika po Antunu Martckini 1829. 
5". 78 Str. -:!r. 

Dellabella und Stulli. Appendini II. 234. In der neuen 
Ausgabe fügte Ambroi^o Markovic am Ende ein kurzes Ver- 
zeichniss schwieriger Wörter sammt Erklärung bei. 

Antnn Krivonosic's (vor 1630) Das Urtheil des Paris, 
ein Schäferdrama, ungedruckt. 
Appendini II. 311. 

SafftMk. Literaturgeschichte. II. Band. 22 



178 

Anibala Lncia BoUnja. U Mnetdeh 1638. 

Drama in 3 Acten. Beigefügt ist eine Heroide aus dem 
Lateinischen des Ovid, mehrere Liebeslieder und ein Lobgedicht 
auf Eagusa. Appendini IL 230. Vielleicht auch später gedruckt. 
Vgl. Mandaljena 1705. Katarina 1709. Pr. 16 Soldi. 

Antnn Sassio's (um 1640) Lustspiele, mm Theil gänzlich 
untergegangen, zum Theil mit einigen Lüchen noch vorhanden 
und ungedrucM. 

Die Lustspiele wurden zur Zeit ihrer Erscheinung nicht 
ungefällig aufgenommen. Appendini IL 284. 

Frano Rada|,ja's (nach 1646) Dramen, jetzt, bis auf ein 
ungedrucJctes und tvenig heJcanntes, untergegangen. 
Appendini II. 288. 

Ivan Gucelle's (1652) Drama „lo^^, zuerst italienisch ver- 
fasst, dann von dem Vf. selbst ins Illyrische übertragen, ferner eine 
Tragödie betitelt ,^Leo PhilosopJms Imperator", aus dem Lateini- 
schen des Jesuiten Gialtino übersetzt, beide ungedrucM. 

Appendini IL 238. Farlati VL 19—20. 

Vinko Piicic's genannt Sollan (vor 1667) Drama „Olint 

i Sofronia," ungedrucld, und „Giuliza", ebenfalls ungedruckt. 

Der Stoff des Drama ist aus Tasso entlehnt, aber der Dich- 
ter behandelte ihn mit voller Freiheit. Es mangelt darin nicht 
an erschütternden Scenen. Die Charaktere des Königs Aladin, 
des Magiers Ismeno, der Chlorinde, der Sophronia und des Olint 
sind treffend gezeichnet. In der Diction ahmte Puöic den Gun- 
dulic und Palmotic nach, die er als seine Freunde liebte und 
als Meister hoch in Ehren hielt. Appendini II 238. 288. Appen- 
dini nennt nur das erste Drama ; aber Farlati sagt von ihm : 
„Duas comoedias carrainibus Illyricis composuit vulgavitque, altera 
Giuliza, altera Sifronium inscribitur." VI. 18. 

Sisko Mlücelic's oder Menze (ziv. 1650—1700) Drama, 
ungedruckt. 

Appendini IL 312. 



t79 

Antana (jllftgjeviclia Hhtoi-in mlovice Jndite i Ohpheniu. 
Drama. Godrnrkt z'u Vcrtrdif/ rar 1700. Fr. 10 Soldi. 
Xivot Katarine 1709. 

Timot<\i Gleg's (fiarh 1719'^) Dramen, aus dem Italienischen 
des Mefasfasio idnrsetä, wahrsnJieinUch unffednirJct. 
Appendini II. 304. 

Marino Tlldisi'S (vor 1770) Dramen, meist Nachbildungen des 
Moliere, ungedruckt. 

Der kenntnissreiche und hcissend-witzige Dichter, der letzte, 
der sich bemühte das illyrische Theater in Ragiisa von seinem 
gänzlichen Verfalle zu retten, glaubte seiner Aufgabe am besten 
zu genügen , wenn er Moliere's Dramen überarbeitete und dem 
Nationalgeschmacke anpasste. Seine Schauspiele wurden auf der 
Bühne mit stürmischem Beifall aufgenommen, wiewohl es einige 
gab, die darüber im Stillen Klagen führten, dass er an die 
Stelle der feinen Witzspiele des französischen Meisters oft rohe 
und pöbelhafte Spässe setzte. Dem slawischen Theater in Ragusa 
schien unter ihm eine neue glänzende Epoche zu bevorstehen ; 
aber es waren nur noch die letzten Töne der scheidenden Mel- 
pomene und Thalia. Nach ihm verstummte die slawische Muse 
auf der ragusaner Bühne. Noch jetzt lebt Tudisi's Name im 
ehrenden Andenken bei den Ragusanern. Appendini II. 290 — 291. 

PriJcazanje razpiishtene Jccheri, velike xwslie pokornice, s^v. 
Margarite iz Kortone trechega reda sv. Franceska (po 0. F. 
Ivann Yclikanovichu}. U Osiku slov. Iv. Mart. Divalt 1780. 8^. 
VII 4- 96 S. 

Sveta Terezia divica duJuxvna reda Karnielitatiskoga, za 
prikazii u jezik Taliavski sloxena, i u TlUricski privedena po 
0. F. lYana Vclikanoviclm Brodjauinu Franceskanu. U Osiku 
slov. Iv. Mart. Divalt 1803. 8^\ 68 S. 

Drama in Versen und Prosa. Voltiggi sagt in der Vorr. 
zu s. WB. : „P. Velikanovich — comoedias patrio sermone summa 
cum laude in lucem protulit," mir ist indess kein anderes Drama 
von diesem Vf. bekannt. 

12* 



180 

Josip Pavisevic's (1776) Dramen. 

Voltiggi sagt a. a. 0. : „P. Parisevics (sie), orator et poeta, 
qui plures elegantes tragoedias eclidit." Wahrscheinlich ist Josip 
Paviäevic gemeint, der indess, so viel mir bekannt, nur latei- 
nisch schrieb. 

Josip, sin Jakoha patriarJce, u narodnoj igri prikazan od 
ucseniM VukovarsJcih, po Gergl CsevapOYJchll mudromanja nau- 
csitelju etc. U Budimu pritiskanjem kr. mudroskupshtine 1820. 
5^ 140 str. 

Drama in Versen mit vielen Gesängen, deren Noten bei- 
gedruckt sind, bestehend aus zehn Scenen, und 1819 dem Bi- 
schof von Diakovar, Emerich Karl Raffay, zu Ehren von den 
vukovarer Schülern aufgeführt. Die Verse sind mannigfaltiger 
Art, alles, auch die sapphischen, gereimt und ohne eigentliches 
Metrum; die Diction ist rein, leicht, fliessend. 

C. Prosa-Erzählungen. 

Himbenost pritankog veleznanstva Nasradinova, izvadjeno 
iz Talianskog u Arvatski jezik po NIkoli Paliknchi iz Pnikljana. 
U Jakinu po P. Ferri 1771. 8\ 71 8. '• 

Volksroman, eine Art Bertoldo. Ueber Nussreddin Chodscha 
s. Göthe's West-östl. Div. Bemerk, z. Buch des Timur, 6. Bd. 
S. 146 neueste kl. Ausg. 

Adama Tadie ßlagoevlcha Ckmki, nikoi Oochinchinezianski 
dogadjaji, driigima zemljam liasnoviti. Äeque pauperibus prodest, 
locupletibiis aeque. Hör. — Versio e Gallico in Ilyricum idioma. 
U Becsu, Kurtzböck 1771. 8'\ 

Horanyi I. 302, wo der Titel sehr entstellt ist. 

Pripovidcsice na veselje i zahavu Slavonskog naroda, po 
NIkoli Hadziclin. U Budimu slov. kr. mudroskupshtine 1829. 

]\Iarka de Casolli MUenko i Dibila. U Zadru 1835 S". 
Historischer Roman. Der Stoff ist aus dem 17. Jahrh. ; Styl 
und Ausführung werden gelobt. Öeskä Wöela 18;i5 ö. 35 str. 280. 



161 

2). Sammelschrifien in V&t'sen und Prosa. 

1. Vermischte Schriften einzelner Verfasser. 

Franntica Pjcrka Sorgo's Werlce^ enthaltend 1) die neun- 
tägige Andacht des h. Ludwig, der h. Maria Magdalena von 
Pazzi und die Betrachtungen des Jesuiten Spinola in 4 Bänden ; 
2) einige Psalmen und Hi/mnen, zwei Elegien von P. Roti, die 
Berufung des h. Ludivig, Drama aus dem Lateinischen des P. To- 
lomci, Dcmctrius, Ärtaxerxes, der König Hirte, Dido, Dramen 
aus Metastasio, PsycJie aus Moliere, Merope aus Maffei, einige 
Gesänge aus Tasso's befreitem Jerusalem, vier Ueroiden aus 
Ovid; 3) Lustspiele aus Moliere und Goldoni in Prosa; 4) Epi- 
thalamien, Gedichte bei Mönchsiveihen, Lobgedicht auf den Prinzen 
Eugen, zwei Jieroisch-konüscJie Gedichte, nämlich Vjeche (il Con- 
silio) und Poklad Lastovski (il Carnovale dei Lagostani), sämtnt- 
lich wigedruckt. 

Sorgo bearbeitete in seinen Dramen meist fremde Stoffe, 
nahm jedoch Rücksicht auf nationale Sitten und Gebräuche. 
Doch behauptet er nur eine untergeordnete Stelle neben Jose 
Bettondi und Marino Tudisi. Es war, als er schrieb, schon die Zeit 
des Verfalls da. Slulli. A])i)endini II. 248. 274. 290. 299. 301. Unter 
den Übersetzungen ist besonders jene der Merope aus Malfei 
hochgelungen und verdient gedruckt zu werden. 

Mara Zlalarleha Vlastel. Dulrov. (1803) Njeholiho rukopis- 
nieh mudrieh csind i u prostoslovju i u pjcsni, ungedruckt. 

Stulli. — Darunter auch eine Übersetzung von Salomon 
Gessuer's Idyllen, vgl. oben. Appendini IL 229. Unter seinen 
kleinern Originalgedichten sind besonders die scherzhaften von 
ausgezeichneter Anmuth. 



2. Taschenbücher. 

Almannch IlJirski zn godinu 1S::23, od J. Matlcbn. ü Kar- 
lovcu gornjem po J. N. Prüttner. 



182 

111. C^eschichte und Geog^rapliie* 

A. Geschichte. 
1. Politische Geschichte. 

a. All gerne meine Welt- und Völkergeschichte. 

Kratho uhazanje dild, darxavd i vladanja ovog kruga svi- 
tovnjega, prineseno iz Tidianskoya i istomacseno u slavni jezik 
lUiricsJci, üHogo napravljeno i umnoxeiio po N. N. U Mleciih 
po Dominiku Lovisii 1700. 12^\ IIG str. 

Zaraah razllcih dogadjajL Male Zoricslcll. U Mlecini 1780 
12'\ L B. 256 S. IL B. 280 S. 
Appendini IL 807. 

KorahJjica 2nsma svetoga i soili vikovd svita dogadjaß po- 
glavitih, u dva poglaoja razdlljenu, jedno pocsindje od pocsela 
svita do purodjenja Isusova, a drugo od porodjenja Isusova da 
godiscta 1760, prinescemi iz knjigd Latinskili, Talianskih i iz 
kronikd Paula Vitezovicha u jezik Bosanski po Fra Audrü. 
Kacslcliu iz Brista reda sv. Frane male hratje. U Mlecih 1760 
(Uoranyi), tt Mlecih pritlskano kod Dominlka Lovisa 1782. 8^. 
495 str. — N. Ausg. elend. 1802. (?) — N. Ausg. U Mlecih 
1782 (soll heissen : u Dahroimiku po Arit. Martekini 1822) S". 
500 str. 

Die 2. Hälfte dieses Geschichtsbuches stimmt mit den in 
Razgovor ugudni desselben Vf. enthaltenen Erzählungen vater- 
ländischer Begebenheiten wörtlich überein. Diese Erzählungen 
schöpfte Kacic zum Theil aus Archiven, zum Theil aus der 
Tradition und den Nationalgesängen, und insofern sind dieselben 
von nicht geringem Interesse. 

Dogodjaji svietapo Dan. Eiulni Bogdaiiiehii. Dio I. U Becsu 
kod Josipa Baumeistcra 1702. 8. XVI-\-132 str. 

Das im ganzen recht gute Büchlein enthält in 15 Capiteln 
bloss die alte Geschichte „Od Adama do kralja Cyrusa." Der 
vorgesetzte Index hat zwar 20 Capitel bis „Vladaoci Egypatski,'* 



183 

aber im Buche stehen nur 15. Ob eine Fortsetzung erschienen 
ist, habe ich nicht in Erfahrung gebracht. 

Storia yenerale dei Ecgni etc. di Marino Borscich. Ha- 
gusa 1799. 

Appendini IL 306. 

b. Besondere Geschichte. 
aa. fiieschichte ciiizeliier Völker. 

Des anonymen Presbyters von Diohlea (um 1161) slawi- 
sche Chronik in illyrischer Sprache, handschriftlich in der Va- 
ticana zu Rom. 

Diese Chronik wurde erst im Anfange des XVI. Jahrh. 
ans Licht gezogen. Dominik Papalis fand in der Markovicischen 
Krajna, was nach Lucius in der antivarer Diöcese liegt, einen 
mit slawischen (cyrillischen oder glagolitischen?) Buchstaben 
geschriebenen Codex, und übergab ihn seinem Mitbürger und 
Freunde, dem spalater Patricier Marko Marulic, der den illy- 
rischen Text im J. 1510 ins Lateinische übersetzte. Es fand sich 
aber auch eine lateinische Chronik desselben anonymen Priesters 
von Dioklea unter dem Titel: Presbyteri Diocleatis regnum 
Slavorum, vor, welche zwar mit der slavischen in den meisten 
Stellen wörtlich übereinstimmt, aber etwas weiter als letztere 
geht. J. Lucius gab nun beide Chroniken, nämlich sowohl die 
lateinische Version des Marulic, als auch den lateinischen Text 
des Diokleas in s. De regno Dalm. et Croat. L. VL Anistel. 
1666. fol. heraus, welches Werk auch in J. G. Schwandtneri Script, 
rerum Hung. Vindob. 1746—48. fol. im 3. Bande genau wieder 
abgedruckt wurde (in dem wiener Nachdruck des Lucius 1758 
fehlen die Chroniken). Es fragt sich nun: welche von beiden 
Chroniken das Original, und welche die Übersetzung sei? Dobrow- 
sky äusserte seine Meinung hierüber folgendermassen : „Der 
Presbyter von Dioklea hat seine Geschichte nicht in slawischer, 
sondern in lateinischer Sprache geschrieben. Die dalmatische 
Clironik, die Marko Marulfö übersetzte, war selbst nur ein spä- 



184 

ter gemachter Auszug aus dem Diokleaten." Wien. Jahrb. d. Lit. 
1827. Bd. 37. Allein wie sind mit dieser Ansicht die Worte des 
Presbyters in der Vorr. zu seiner lateinischen Chronik zu ver- 
einbaren: „rogatus a vobis, . . . . ut libellum: Gothorum, quod 
latine Slavorura dicitur Regnum, quo omnia gesta ac bella eorum 
scripta sunt, ex Slavonica litera verterem in Latinam, vim infe- 
rens meae ipse senectuti .... vestrae postulationi parere stu- 
dui; verum tamen nullus legentium credat, alia me scripsisse 
praeter ea, quae a patribus nostris ex antiquis senioribus veri- 
dica narratione referre audivi." Hier spricht doch der Presby- 
ter deutlich davon, dass er die slawische Chronik verfasst habe, 
das „alia me scripsisse" hat nur in Bezug auf die slawische , nicht 
lateinische Chronik Sinn. — Marulic's Codex soll der jetzt in 
der Vaticana zu Eom Nr. 7019 befindlche sein; allein die Zeilen, 
die Dobrowsky daraus citirt, sind lateinisch orthographirt ! Eine 
aus Marulic's Codex durch Hier. Kialetich i 546 genommene Ab- 
schrift mit lateinischen Buchstaben besass Lucius („exstat apud 
me Presb. Hieronymi Kialetic exemplar slavo idiomate, sed 
charactere latino conscriptum, quod ex ipsius Papalis exemplari 
in Krajna Markovichiorum reperto et slavo charactere exarato 
se verbatim transscripsisse testatur A. D. 1546 die 6. Oct. Al- 
missi.") Eine andere aus dem 16. Jahrh. im böhm. Museum. 
Diokleas ist in der gelehrten Welt besonders durch den Miso- 
slawen Engel als Fabelhans verschrieen: indess hat man hier 
etwas verdammt, was man noch nicht recht kennt. Marulic über- 
setzte willkürlich, liess aus oder schob ein nach Laune und Ein- 
fall. Ohne eine kritische Ausg. des illyrischen und lateinischen Ur- 
textes, ohne Lösung der Vorfragen über das Alter des Vfs. und der 
Handschriften, über das gegenseitige Verhältniss und die Schicksale 
beider Texte u. s. w., lässt sich Diokleas weder verdammen, 
noch zu Ehren bringen. Wenn aber die Russen mit der kriti- 
schen Herausgabe ihres Nestors noch lange nicht fertig sind, 
wie sollen es die Dalmatiner mit jener ihres Diokleaten sein? 
Und sollte die Kritik in der Chronik des Presbyters wirklich 
mehr Fabeln als Geschichte finden: immer bleibt sein Werk für 
die Slawen ein Sprachdenkmal vom unschätzbaren Werthe, sobald 



185 

es erwiesen ist, dass dasselbe um 1161 in illyrischer Mundart 
verfasst worden. 

Storia di Filippo Grabovac sugli Illirici. In Venezia 1745. 
Appendini II. 306. 

Storia sulla nazione Illirica. In Venezia 1767. 
Ap[)endini II. 306. 

Pripisanje pocsctka kraljcstva BosansTcoga. U Mlecim 1775. 
W. 88 Str. 



bb. Geschichte einzelner Familien. 

(Jcrgura Pcshlalicha Reda sv. Franc. Dostojna pletnenite 
Bacslce starih nspomcna, sadashnjih i drugih slavinske hervi 
djelä slava, Bacskim plemichim z prigodmn csuvanja svete krune 
i oknmjenja Leopolda II. od dom&rodca u Baß prihazana. Go- 
locae 1790. S". 48 pag. 

„Memoria aliquarum familiarum comitatus Bacsiensis han- 
derii ejusdeni comitatus, occasione coronationis Leopoldi II. 
regis Hang, exciisa." Catal. Bibl. Szecheny. Suppl. II. p. 383. 



cc. Biographien. 

Xivot Petra Velihoga Cara Bussie, izpisan od Arkimandrite 
Antonie Kalifora, i tretjiput na svitlo dan u jezik Talianski, 
a sada prineshen u Illiricski Slavonski s malim nadodanjcm 
od 0. F. Alexandra Toinikovlclia Francesk. derx. Kapistr. UOsiku 
slovima Martina Divald 1794. S". 376 sfr. 

Izpisavanje xivlenja i csini Napoleona Ccsara Francuzd 
i kralja od Italic, od njegovog narodjenja do vrimena skloplje- 
noga u Becsu mira, iz Nimacskoga tt narodni jezik pre^iesheno 
po Antunu Nagy, u Zagrehacskoj visokoj Ucsionici Naucsitelju 
etc. U Zagrebu slovotiskom Novoselskim 1811. 8". 



186 

c. Materialien zur Geschichte. 

„Aliquae Tdbulae seu Regesta Mss. Illyriae, quae servan- 
tur in Sutiscensi ac Fojnicensi Gonventihus" (in Bosnia). 

Von Occhievia in seinem Epitome Vetustatum Bosnensis 
provinciae beiläufig erwähnt : „tarnen ne a quopiam accuser, quod 
staute praejacta caritate inonumentoruni temere quidpiam huic 
tenuissimo inseruerim opusculo, paucos illos fontes, e quibus deri- 
vavi, quidquid hie exaravi , ob oculos pono ; et sunt sequentes : 
1. Aliquae Tabulae etc." 

Inscriptio Dalmatica Segniae in portu Ecclesiae S. Mar- 
tini extra urbem, an. 1308. 

Abgedruckt in Lucii de Regno Dalm. et Croat. L. VI. ed. 
Schwandtner p. 473. 

Illyrische Zeitung — Laibach, siv. 1810 — 1813. 

Der in Laibach während der französischen Herrschaft 
erschienene „Telegraph olficiel" wurde eine Zeit lang auch in 
illyrischer Übersetzung herausgegeben. 

2. Kirchengeschichte. 

Andria Zm{l,jcvie's, Enbischofs von Äntivari und Diohlea 
(zw. 1650 — 1694), Annalen der Kirchcugeschichte, lateinisch und 
illyrisch (mit cyrillischen Buchstaben), handschriftlich in der 
Bibliothek der Propaganda zu Rom. 

„Scripsit (Zniajevich) sernione vulgari Illyrico Annales eccle- 
siasticos ab orbe condito ad suani aetateni, Latine et lUyrice 
charactere cyrilliano. Qui Mss. scrvantur in Bibl. sacrae congr. 
de prop. fide, cum hac annotatione: Anno 1694. 28. Septembris. 
Joannes Pastritius. Imprimatur. Fr. Thomas Maria Ferrari, Magi- 
ster Sacri l'alatii Apostolici." Assemani Kalendaria IV. 413. — 
Nach Ai)pendini übersetzte er sein Werk aus dem Illyrischen 
ins Italienische, und die (illyrische V) Hs. kam nacli seinem Tode 
in die Bibliothek des Burovic in Perasto, wo sie sich um 1811 
befand. (Appendini N. Mem. 52.) 



187 

Izkazanje sahord etc. po 0. P. F. Josipii Banovcn Pripov. 
U Jakinu po F. Fcrri 1703. 8". 36 str. 

Ivan Joslp l'aviovie Luolc „Vita Nikol. Bicmcovich Ep. 
Macarsc. et Scard., illyrico sermone. Venetiis up. Sehast. Co- 
leti 1798." 

„Culte et piülixe'' — italice ab academico Taurinensi 
Venet. 1800. (Ciccarelli 27.) 

BogoJjiihstco Dubrovacslco. (Po D. Toiiii Ivaiiovicliu Popii 
Dubrovcsaninu. — U Dahrovniku po A. Martehini 1804. 4". ?) 
Geschichte der ragusanischen Kirche. 

ß. Geographie. 

Geoyrafia, Venez. 1779. 
Appendini IL 307. 

MaUliac Pclri Katancsich Geograpkia Ptolemaei, e (Jrraeco 
lUyiice rcddita, aühjanctis cocibiis Graecls et varietate lectionis. 
Pestini n. 1803. Ms. 

Im Besitze der küii. ungar. Uiiiversitäts-Buchdruckerei in 
Ofen. 

IV. PJiilof!40|iliie und Fäila^ogik. 

1. Populäre Schriften über Moral. 

Älatle Anliina Kclkovicha od Klirendorf Nck je svashta ili 
sabranjc pamctnih ricsi. U Onikti Uüu. 8'\ 73 atr. — ^. Ausg. 
u Osiku 1805. 8'\ 79 str. 

Filipovic im Leben Uelkovic's sagt davon: „I on pisa, 
Nck je svashta, lipu mahi knixicu. U njoj metche on i)roshasta, 
da naucsi dicsicu, Da se niogii ii dojduche vrime dobro vladati. 
Ali dice to shtiuche ja nemoga josht najti." 

Politika za dobre Ijude, to jest uprave razumtwgn i kn- 
postnoga xlvota iz Nimncskoga poslavoncsite od Karle Paricha 
Opata etc. U Peshti sa slovi Ivarui Thofne Tratttier 1821. S". 
188 Str. 



188 

IncUanshi mudrosnanac, iliti nacsin i vtshtina, haJco csovih 
na svitu xiviti mora, da Bogu ugoditi, ohslitini hasnovit i sri- 
clian hiti more, s nadometkom nikojih priricsä i chudnorednih 
nauhd primudrog Katona, po G. Mai'linu Pustaicba sl. Brodshe 
regemente Majoru iz Nimacshoga u Slavinshi jesik prineslien, 
potlam palvo po MariaDU •laicllll reda s. o. Francesha etc. na 
svitlo izdan. U Budimu slov. kr. mudroucsne skupslitine 1825. 
S". 123 Str. 

Nach der Vorr. des Herausgebers Jaic übersetzte der sei. 
Major Pustaic dieses Werk im J. 1813 aus dem Deutschen. Das 
Original rührt vom Grafen v. Chesterfield her. Voraus geht : Opi- 
sanje poshtenoga csovika, in gereimten Versen S. 1—2, unter- 
zeichnet B. Angehängt sind Cato's moralische Sentenzen, in ge- 
reimten Strophen, S. 90—123. Das Buch empfiehlt sich durch 
correcte und fliessende Sprache. 

2. Jugendschriften. 

Male povidanja. ü Bici 1819. 5". 127 str. 
Deutsch und illyrisch. 

Cvitje istine za oplemeniti r azurn i popraviti serce mla- 
dexi, iz razUcsitih knjigd sebrano i na Slavonskom jeziku izdano 
po Nikoli Hacscichn ces. kr. nacsalnom ucsitelju Zemunskom. U 
Novomsadu slov. P. Jankovicha (1828). 5". 105 str. 

Lesebuch für die Jugend, in der Sprache nicht rein gehal- 
ten, indem darin viele unillyrische, aus der serbischen Meng- 
mundart cyrillischer Bücher herübergenommene Wortformen vor- 
kommen , wie schon das undialektische „nacsalnom" auf dem 
Titel bezeugt. Illyrisch müsste es heissen „nacselnom." 

Y. Hatlieitiatik. 

1. Reine: Arithmetik. 

Aritmetika u slavni jezik Illiricski, po F. Mall Zoi'icsichn 
Sctiocu Bogoslovac. U Jakinu po Pctru Ferki (sie — Ferri) 
1764. 12\ 117 Str. — ü Jakinu 1766. 12. 116 str. 

Appendini II. 307. 



189 

Uputjrnjc n hrojosimnjc ili rnrmv, sn potrihu nnroänih 
ucsionicä ti Mocsnrskom i SlnvonsJcom hrnljestvu. U Budimu sa 
slovima kr. mnßj. Mudroskujislitine — Änleitiinf/ zum Rechnen 
— (vor 1799). 8". — N. Äiisr/. 1809. 8". 79 str. 

Oft aufgelegt. 

Bacsun za petru i dnigu godinu shkulshi iz Latinskog 
u Bosanski jezik prbiese P. Ambroxa Älalliich reda s. Franje 
Misnik. U Osiku slovima Divaldovinia 1827. 8'\ VI-\-166 str. 

2. Angewandte: Kalender. 
Novii stari Kaleiidar lUiricski (po Antnnii Nagy^. U Budi- 
mu 1813— 182S. 

Mit vielen nützlichen Aufsätzen. 

Novi i stari Kalendar Slavonski za prosto godislde 1830, 

nn korist i Z(d)aru Slavonacä sloxi A. Pli. od H. S. D. M» 

0. J. (Adam Pliilipovicli od lloldonllial). 11 Osiku slov. IHvaldo- 
vima. 8". 20 Bl 

Kuchevni Slavonski kalendar za pristupno godislde od rodj. 
Isukersta 1832. U Pe^hti sa slovi Jozipa Beimel, dohivnse u Nov. 
Sadi( Ud K(ms!f. KaxUri 4". 10 Bl. 

¥1. j^afiir- iiiid f»ewerl>kiiii<le. 

1. Allgemeine Schriften über Haus- und Feld- 
wirthschalt. 

Kuchnik, shto smkoga miseca priko godine u polju, u berdu, 
u bashcsi, oko marve i xivadi, oko kuche i u hichi csiniti, i kako 
zdravje razloxno uzderxati inia, iz dugovicsnog vixhanja starih 
knchnikd jwvadi i n Slnvonskom glasti izdadc Josip Sllpail Rel- 
kovli'h od KlireildoiT 67. Diakovacske Biskupie parok u Vin- 
kovcih. U Osiku slov. Iv. Marl. Divalt 1796. 5". 8 Bl. V&rr. 
+ 445 S. 

In kurzen gereimten Versen (demnach uneigentlich auch 
unter Nr. II. gehörig), nach Monaten eingerichtet; der Sache 



190 

und der Sprache nach hiteressant. Es scheint das Buch seitdem 
in Essek nachsedruckt worden zu sein. 



2. Besondere Schriften. 

a. Feldbau. 

Prirucsna hnjiga za SlavonsJcu seljansJm mladex ucsiti u 
dohro naredjenom poljsJcom radjenju, koju najparvi hiashe po- 
pisao Ivan Vicgand, iz NimacsJcog jezilca u Slavonshi priobratio 
Ignacia Jablanczy sv. Vami. Poxecske negdaslmji Notar. UBecsu 
lod. Jos. Kurtghöcha 1772. 8'\ 216 str. 

Nauh poljshoga texanja od G. D. Dominika Oiaiiuizzi. U 
Mletcih po Ivanu Antonu Ferlini 1792. 8^. 
Appendini II. 307. 

Nauh za texake od Balmacie itd., po plenwnitomu G. hnem 
Giuliii Parma. U Mleciih 1793. 12\ 161 str. 

Aus dem Italianischen übers, von Franco Ciprian Quarko. 

Nauli od poljskoga texanja Ivana Karsta Gagliardo, po 
P. M. S. prinesen u jezik Slovmshi. U Zadru po Ivanu Demarchi 
1829. 8". 148 Str. 

Der Übersetzer ist iMatia SaiiUc, Priester und Professor 
der Agricultur. 

b, Ostbaumzucht. 

Uputjenje u vochkä sadjenjii i odhranjenju, za poljske 
seljanike, izdato od FrancisJca Ritter plemem'toga od Haintl 
(sie) itd. U Budimu slov. Jcr. Mudroshupshtine 1812. 8'K 134 str. 

Biicherverz. der Univ.-Buchdr. 1830. 

c. Kartoffelbau. 

Malalma naprava i ponulvanje za texaha varhii prikorist- 
noga tega od krumpira, po Ivann Marina De'MarJSll Rahljaninu. 
U Zadru po Änt. Battara 1804. 8'\ 32 str. 



191 

(1. Zuckererzeugung. 

Nacsin iz sladkoya soha kuJcnruzovine, kada je kukuruz 
potergan, nntoptil shrknn tuqwoviti, iz Diacskoga u lUir. pri- 
ncshcno po ADtuilU Nug)'. U BiuJhmi slov. kr. Mudroskupshtine 
1812. S". 27 Str. 

Kratko tibavistjenje in javorovoga soka shekera zadohiti. U 
Biidimu etc. 1813. 6". 39 str. 

e. Tabak. 

Upidjenje za duvnn sadechc Ijndc u kraljestva Magjarskomu 
i Galicü. U Budimii slov.kr. Mudroskupsht'me 1822. 8^. 40 ~\- 6 str. 

f. Flachs. 

Ubavishtenje od lana i konoplje opravljanja za poljodiljce. 
U Budimn pritiskano slov. kr. Mudroskupshtine 1789. 8^. 34 str. 

g. Baumwolle. 

Karle Filiberta Lastryera Raztolmacsenje od sianja pa- 
mucsnoga sada, na kratkom sloxeno i biljexkima uredjeno po 
Opatii Lndoviku Mittcrpachcr, iz nimacskoga ic Uliricski jezik 
priueshcno po ÄDluna Nagy itd. U Budimn s kr. mudroskupshtine 
slovi 1812. 47 + 4 str. 

h. Seidenzucht. 

Äntuna Romani kratnk nauk etc. (Seidenzucht etc.) 8^. 
Slawonisch. (Agramer Catalog.) 

L. Mitterpachcra Uputjcnje od murvd uredjenja i svilnih 
bubd hranjenja za derxavne ucsionice izdato. U Budimu slov. 
kr. mudroskupshtine 1804. 8". 48 str. — N. Ausg. Uputjenje 
od dudovd uredjenja etc. XJ Budimu etc. 1823. 8". 51 str. 

Das Original von Abt Ludwig Mitteipacher ist: Untericht 
über die Maulbeerbäume und Seidenraupenzucht zum Gebrauche 
der Landschulen. Ofen mit k. Universitäts-Schriften 1803. 8". 56 S. 



192 

i. Bienenzucht. 

Vjeshtni uvod u gojenje pcseld za potribovanje vojnicshieh 
Jcrajinä etc., sloxen po khusJianju A. Brosiga, iz Njemacskoga 
prinesen. U Becsu 1808. 8°. ^8 str. 

(G. Parteiin.) 

k. Schafzucht. 

Venceslava Ivana Pauls Razloxenje sverJm plodjenja i pri- 
pashe ovacä, s jednim nadometJcom od sijanja i timarenja du- 
hana po zapovidi privisohih stareshind iz NimacsJcoga na Sla- 
vonski jeziJc prinesheno od jednoga otacshini svojoj napridaJc xe- 
lediega domorodca. U Becsu hod Josipa Kurtzhöclca 1772. 8^. 
111 Str. 

Prava i pomljivo izpisana ovcsarnlca, iliti uvixbani nauJc, 
Jcako se ovce po dohrom gojenju u najpodpunm verstu okrenuti 
i u njoj uzderxati mogu, najpre od jednoga puno zasluxenoga 
i visJita domorodca Nimacshi sloxen, zatim na zapovid visoJcih 
staresliind u SlavonsJcijezik prineshen po Matilii Antunu Relkoyichn 
ces. kr. Jcapetanu. ü OsiJcu po Iv. Mart. Divald 1776. 8^. 
IM str. 

1. Handel. 

Josipa Sipnsa Temely xitne tergovine polag narave i do- 
godjajev razhorito. U Zagrehu u Bishup. slovotish. 1796. 8^. 
(Juranic). Vielleicht kroatisch? 

m. Schiffahrt. 

Marka HorvalOVlcha (Pleb. Oltarista S. Marha) Nacsin 
laglji velikih ladjd uz i niz vodu putovanja. 
Th. Miklou§ic Izbor dugovany str. 96. 

\n. medicin. 

Joannis de Mcdiolano Flos medidnae de conservanda bona 
valetudine Illyrice illustratus. U Peshti 1768. 5". 61 str. 
Appendini II. 307. 



Lilcarie priprostite Jnrc Vladinlrovicli. U Mlecim 177h. lU. 
48 Str. 

Appendini a. a. 0. 

Krijiga od marvinskih holcstl za acljanc od Ivana Boyu- 
didfi Volstc'm lihirstva nnucsitelja de. a ccs. Jcr. marvinskom 
huJnostduju u Bccsa 1783, iv N'tmwskoya n Shicouski jezih po 
Mai'ku Lukicbu ranarno-csovicsnyinhoya i marvinskoga likarstva 
likam. U Becsu 1784. <9". 30 str. (nach and. 70 S.) 

Ivana Cai'obbi Csast ohnascani hahi pupkorfiznici Ilorva- 
tinki, ili kratka naucsenja dostojnn ufjlaviti bahn pupkoreztucu 
od seil Horvafsklli, Sloriiiskih i Dalmnto-Lihurniacskih etc. Mkp. 
1705. 172 S. mit 12 Tahcllni. 

In der bischöfl. Bibliotlu^k zu Apfiam. Die Mundart ist die 
priniorisch-dalmatisclie. 

Kratki nnuk od ucipanja kozd kravjih po Mihajlu Neu- 
stcidtet'^u pervom likaru u Erdeljskoj zemlji na svitlo dan, sada 
pako iz Nimacskoy jezika u lUiricski priohratit za kürist domo- 
vitw i potrihu svinli otacd % materd Slavotiskoya Kraljestoa. U 
Zagref)ii pritisk. sloo. Novosel. 1804. 8'*. 40 str. 

Varhu navlacsenja kravokozicu dvi u kratko beside, za po- 
buditi svekolike otce i majke, po Mihovilu Neiistädteni zdravja 
tatiacsniku i parvome u Sibinju likaric u Nimacskom jeziku prie 
sloxene. U Eid (1804). 8". 15 str. 

Razglas visce kuge od Cr. Lllka Sllllli. U DubrovtUIcu po 
Änt. Martekini 1805. 



VIII. Jurisprudenz. 

1. Natur- und positives Civilrecht. 

Postanak naravne pravice i du.rnosti Ijudskih iz nje izvi- 
rajuchih, od prepdjcnc Miidroskiipshtinc Budimskc za slikule po 

Safaflk, Literaturgeschichte. U. Band. 13 



194 

Macsarshoj i hraljestvih h njoj pridruxenih u Latinslcomu je- 
ziJcu sloxen, i godine 1778 na sviüo dat, Jcoga je posli Matllia 
Antun Relkovicli od ElwaiiAorf juhUati Kapitän sa slilmle po Sla- 
vonii i Srimu iz LatinsJcoga poslavoncsio, i na hasnovito uxi- 
vanje domorodcem na svitlost izdao. U Osiku prüisJcan u slo- 
vopreslii Ivana Martina Divalt 1794. S°. 63 str. 

Filipovic im Leben Relkovic's: „Zbog naroda slavnog 
svoga on Postanak pravice Priokreni s Latinskoga zarad puka 
sricsice." 

2. Strafgesetzbuch. 

Ohchinsha naredha od zlocsinstvd i njihovih pedepsd (prev. 
Ivan Malkovich Poxexac). U Budimu utisldena slovima kr. Mii- 
droskupslitine 1788. 8". 144 str. 

Das bekannte Josephinische Strafgesetzbuch. 

3. Stadtgesetzgebung. 

Normativo statutario politico-giudiziale della commerciale 
et maritima cittä di Carlohago^ dato alla publica luce per Sovrano 
Oommando delV Augustissima Maria Theresia, — datirt vom 
15. Decemher 1757, italienisch und illyrisch gedruckt. 

Engel IL 338. 

4. Zünfte. 

Ohchinske naredhe m skupshtinu i druxtvo cihovä kra- 
Ijevine Magjarske. U Budimu slov. kr. Mudroskiipshtine 1813. 
Fol. 40 str. 

5. Kirchenrecht. 

Naredhe od zhora darxave Splitske dane na svitlo od Sli- 
pana Kosmi, Arkihiskupa Splitskoga. In Venetia 1699. S". 167 str. 

Stulli. Engel IIL 461. Aus dem Lateinischen übersetzt von 
Nikola IMankovir, nachmaligem Biscliof von Makarska. Farlati 
IIL 518. 



195 

Le disposizioni delle S. Conr/rcf/aziom suUn snntn ohc- 
dienza dal lö68smio al 1720, raccolte da Glovanui Kraljich. 
Vcnezia 1738. 

Appendini IL 307. 

1*. Hiei'onyiui Lipovcsicll « Foxega Praeroyativae tertii Or- 
dinis S. Francisci, lllyrice, a. 1769. 

Öevapoviö Oat. prov. S. Joannis a Oapistr. 1823 p. 320 : 
„Himc librum post fata auctoris puhlici juris fecit Emericus 
Favich." Uoranyi II. 487. 

Zaicon carJcovni sloccen i upravljen za naucsenje i prosvitlje- 
nje Bedovnikov Harvashoga nnroäa od Angela Dalla Costa. U 
Mneci po Ivanu Cnsali 1778. 4^. 208 str. 

Appendini IL 251. 

Traduzione delle Sanzioni del concilio di Trento e molti 
altri opuscoletti del Sig. Ganonico (Giovauiil Giuseppe) Paulovleh 
Lucsich (um 1800). 

Appendini IL 307. Ob gedruckt, wird nicht gesagt. 



tJL. Theologie. 

1. Bibel. 

a. Einzelne Tlieile. 
aa. Pentateuch. 

Einerici Pavich Diclnanim Uterarmn lihri Geneseos et Exodi, 
ad literam lUyrice redditi (c. a. 1760). Wahrscheinlich un- 
gedruckt. 

Horanyi IIL 50. 

bb. Psalmen. 

Lavabo. Gedruckt, zu Venedig vor 170.5. 
Mandaljena 1705. Katarina 1709. 

13* 



196 

Psaltir prinesen od Latinshoya u Slovinjshi jeziJc. Venedig 
vor 1709. Fr. 4 S. 
Katarina 1709. 

cc. Propheten. 

Frohe von den Frophete^i — der Isaias vermutJdicJi, den 
Lccill:c)I(1 Moi'fCric oks Dalmatkn iilerstUt Judte — in Icroa- 
tischer (d. i. illyriscJier) Sjirache mit lat. Schrift gedruckt zu 
Tübingen 1564. 

Die Auflage war nur zu 50 Exx. Ob der Druck beendet 
wurde, ist nicht gewiss. Exx. sind jetzt unbekannt. Dasselbe 
wurde auch mit glagolitischer Schrift gedruckt. Schnurrer's 
Slaw. Bücherdr. 1799. S. 69. 71. Dobrowsky's Slavin S. 135. 

dd. Job und Tobias. 

Knjige Joha i Tohie, slovinshi sloxene po 0. Jacintll Ko- 
meniii (richtiger Giacinlo Ceniini) Dominikanu Duhrovcsaninu 
(vor 1703). 

StuUi. Appendini II. ,302. Horanyi M. Mem. I 635. 

Xivot Tohie iz Staroga pisma. 
Stulli. 

ee. Leetionen aus den Evangelien und Episteln (Schiavetto). 

P. Bernai'dln von SpalatO Episteln und Evangelien. Vene- 
dig 1495. Beginnt: „Incipit vidgarizatio Dalmatica epistola- 
rum et evangeliorum atgue prephacionum et henedictionum con- 
tinentium in missali.^^ Schhiss: „evangelia et epistolae cum pre- 
phationihus et henedictionihus per anni circidum in lingua ylH- 
richa feliciter expliciunt emendata et deligenter correcta per 
fratrem Bernardinum Spalatensem. Tmpress. Venetiis ^;er Dnmiu- 
niim Mediolanensem anno Born. 1495. 12. Martii. 4". 208 pag. 

Mit gothischen Lettern. Das älteste bis jetzt bekannte 
gedruckte Buch katholischer Illyrier, die sich der lateinischen 
Schrift bedienen. Ein Ex. davon fand Hr. Kiicharski auf seiner 
Reise in Dalmatien. Vgl. Asseniani IV. 439. Engel aus Ca- 
raman III. 459. 



197 

Einstein und Eimnffclien. 2. Ausg. zw. 1500 — 1552. Nach 
Hmanyi von Ui^ncdikl Zboravcic. Venedig im J. 1543. 

Dobrowsky, Wien. Jahrb. d. Lit. 1827, Bd. 37. Horanyi 
N. Mem. I. 278. 

Kroatisches Messhuch, kurz vor dem J. 1556 zu Venedig 
mit lateinischer Schrift gedruckt. 

Primus Trüber sagt in der Vorr. zum 1. Theile seines 
windischen N. Testaments, Tübingen 1561. 4", dass er seine 
Uebersetzung aus zwei lateinischen, zwei deutschen und einem 
vvälschen N. Testament verfertigt, sich auch, der Sprache wegen, 
eines kroatischen Messbuchs, das kurz vor dem J. 1556 zu Ve- 
nedig mit lateinischer Schrift gedruckt worden, bedient habe. 
Vgl. Chr. Fr. Schnurrer's Slaw. Bücherdr. Tüb. 1799. 8". S. 25. 
— Es ist ohne Zweifel ein gewöhnliches Messbüchlein darunter 
zu verstellen. 

Fistule i Evanyelya po sfe godischie, Harvatshim yazichom 
stumacena^ nouo pristumpana i s pomgnom priuiyena, po nacinu 
nouoya Missala nareyetm po sfetoy materi crichui. Prodaya se 
V Bnctcih pri sfet. XuUanii v chniyara, chi darxa zlamen od 
Macchc. 1580. Am Ende: In Venetia per Gioican' Ant. Ram- 
pazetto. Et si vendono a S. Zidian, all' insegna della Gatta. 
4". 116 Bl. und 6 Bl. Vorstücke. Der Text mit Vignetten und 
gothischen Lettern; die Vorstücke mit römischer Schrift. 

Diese Ausgabe besorgte ein Priester aus Trau, den Stulli 
Benedikt Zboric, Sovic und Kucharski aber Zboravclc nennt. 
Dobrowsky a. a. 0. hat die Jahrszahl 1585, was ein Versehen 
oder Druckfehler zu sein scheint, indem Kucharski und Cop 
in der Jahrszahl 1586 übereinstimmen. Ein Ex. in der kais. 
Ilolbibliothek, ein anderes in der Lycealbibliothek zu Laibach. 
M. Sovic in s. Ritflessioni Vened. 1787 führt neben 1586 auch eine 
Ausg. 1588 von Zboravöi6 an. — Nach Horanyi N. Mem. I 
278 hätte ZboravÖic schon die Ausgabe 1543 veranstaltet. 



198 

Episteln und Evangelien, durch Ivan ßandlllOYicll, Minori- 
ten aus Skoplje in Bosnien. Venedig 1613. 8", typis Ant. Turini, 
sumt. Barth, de Alhertis. 

Mit röni. Schrift, wie alle folgenden Ausgg. Bandulovic, 
den Occhievia den ersten bosnischen Schriftsteller nennt, scheint 
eine neue Uebersetzung geliefert zu haben („evangelia et epi- 
stolas Illyricae linguae reddidit"). Epit. vetust. Bosn. prov. Anc. 
1776.4". p. 82. Asseniuni aus Caraman IV. 439. Engel III. 459. 
Nach Horanyi N. Mem. I. 278 vermehrte nur die Zboravöic'sche 
Ausg. von 1543 und 1586 mit einigen neuen Lectionen aus dem 
Missal und recensirte den Text der Version. 

Ivan ßandnlovlch Pisctole i evangjelja. 1640 in titulo, 1639 
in fine. 

Kopitar. 

Episteln und Evangelien, durch Bartuo Kascich (Bartholo- 
maeus Cassius). Gedruckt zu Rom bei Bernardo Tani 1641. Fol. 

Caraman Observazioni Nr. LI. Assemani IV. 439. 440. 
Appendini II. 253. Horanyi I. 388. Dobrowsky's Slovanka I. 66. 
Wahrscheinlich eine neue Uebersetzung. Hieher gehört aus So- 
pikov Opit. rusk. Bibl. I. Nr. 1725: IIociaHiii cb. aiiocTO.ia 
IlaMa K'B PHM.iHHaMT> M KT> ra.iaTaM'B — oder richtiger: IIo- 
ciaiiia aiiocTO.[r>CKia m Eiuiirciia, denn das Toacb bei Sopikov 
möchte ich hier lieber auf die vorvorletzte Nummer beziehen 
— iiepeuo;!,!. BapTOJiOMea Kaccia, Pmm'L 1640. 4". Dass Cassius 
bloss Lectionen herausgab, sagt Assemani (nach Caraman) aus- 
drücklich : epistolas et evangelicas lectiones literis latinis et ser- 
mone illyrico edidit. Freilich stimmt bei Sopikov Jahrszahl 
und Format nicht dazu. 

Episteln und Evangelien, Venedig 1665. 
Kucharski. 

Pisctolje i Evangelja priho svega godiscta, novo istomacsena 
po razlogu missala dvora rimsicoga dosadascnja od mnozih po- 



199 

manjhmi ocsisctena, i sa svimi, koja dosad u Slovinski jezik 
mnnjkalni^ s vclikom pomvjom iatomacscna i virno princsccna, 
pristiipisce k njim mnogi bUujosovi, red kersctcnja % kalendar 
Pfipe Ganjuru s tahulom hlaydani pomicslivih^ s tahtilom u kojoj 
se csini mjena miseca, po F. Ivaim ItandiilichoYU Skop. R. M. 
B. U Bnecieh po NikoU Pezzam 1082. 4'\ XXI + 281 str. 

Episteln und Evangelien. Venedig 1090. 

Kucliarski. Wahrscheinlich ist es diese Ausgabe, welche 
in dem Katalog bei Mandaljena 1705 und Katarina 1709 ange- 
führt wird: Pistule i evangclya ali tumag. (Schiavetto cio^ epi- 
stole, vangeli). Pr. 6 L. 10 Soldi. 

Episteln und Evangelien. Venedig 1718. 4*\ 
Kucharski. In der bischöfi. Bibliothek zu Agram wird auf- 
bewahrt: Missale romanum lingua illyrica scriptum, compactum 
cum epistolis et evangeliis illyricis, impressis Venetiis a. 1718. 
4". (Das Missale nuxg glagolitisch sein). 

(Episteln und Evangelien, durch Nikola Kcscicii. GednicM 
zu Ofen vor 1739. 4^.) 

„P. Nicolaus Kesich (mort. 1739) recudit evangelia Illy- 
rice, addens singulis orationes concinnas ex Germanico idiomate 
ad lllyricum traductas, Budae (ante 1739) 4"." Occhievia. Hora- 
nyi II. 344. Cevai)Ovic Catalogus p. 320. 

Pisctole i evangjelja priko svega godiscta novo istomacsena 
po raslogu missala dvora Riniskoga, od svieh pomanjkani ko- 
liko moguche hjesce, koja dosad nehjchu, ocsisctena, i sa svimi, 
koja dosad u Slovinski jezik mnnjkaJm, s velikom pomnjom isto- 
macsena i vjerno prinesena, s novjema svetcima, pristiipjesce 
k njim mnogi blagosovi, red karsctenja i kalendar Pape Gargura 
s tabulom blagdanji pomiscljivih (sie), i s tahulom u koje se 
csini mjena mjeseca, po F. Ivann ßandalovlcha Skop. R. M. B. 
U Bnecih po NikoU Pezzanu 1739. 4'\ 247 str. 

Epistole i evangjelia priko sviju nedilja i blagi dneva svetih 
godiscnjiJi, i muka Gospodina Na^h. Isukersta po Mattii, Marku, 



200 

Ltilci i Ivami u jcdno sloxena, po redii rimshoga missala Pape 
Clou. VIII. i Urb. VIII. razredjena, s troshkom pokojiwga G. 
Anllina Kcsiclia (xradjanina Biulimshoya dovershena, a s nasto- 
janjem hrata njeyova 0. P. Fra Nikole, Reda s. Frane ohslii- 
xitelja provincie Bosne Aryentine pocseta, koi u vrime strashne 
Jiuye s truda prishavsM na vicsni pohoj dnujoj hratji xmcseti 
poHdo ostavishe, koja hrcdja i doversJdshe. Tlacseno u Budimu 
l-ad VeroniJiC Nottenstnjnin udovicc 1740. 8". XX -f- 530 str. 

Episteln und Evangelien, neu ühersetzt von Imro Pavicll, 
gedruckt zu Ofen 1704. 8". 

Horaiiyi III. 49. Pavic selbst sagt indess davon nur: „ep. 
et ev. expunctis niendis itcrato luci dedit." Raums olivae p. 71. 
Er verbesserte nämlich die Kesi^'sche Ausgabe und fügte die 
Leidensgeschichte nach einem jeden Evangelisten besonders bei, 
während sie bei Kesic u. a. aus allen vieren in eins zusammen- 
getragen war. 

Pisctole i evangelja, priko svega godiscta na novi nacsin 
istomacsena po razlogu missala dvora Rimskoga, od svih po- 
manjkanjä, koliko je moguclie bilo, ocsistjena, i sa svimi, koja 
dosad nebiaJm, s velikom pomnjom u Slovinski jezik istomacsena 
i virno prinesena, s prilöxkom razlikih blagosovd, nacsina kar 
sctenja male dice is rituala Rimskoga, i Kalcndara Pape Gar- 
gura XIII. s brojnicom blagdanä pomicsni i s razbrajanjem 
dand, u kojim se csini mina miseca. U Mletcih po Ivanii No- 
vellu 1773. 4\ 274 str. 

Besorgt von Pelar Knezcvic aus Knin. 

Vandjelja i knjige apostolske istomacsene iz Missala no- 
voga Rimskoga u jezik Slovinski. Ragusa nella stamp. priv. di 
G. Ä. OccJii 1784. 4\ 288 str. 

Evangjelistar Illiricski za sve nedilje i svetkovine priko 
godine. U Budimu 1704. S". 514 str. 

Dieses Lectiouarium gab P. Mai'lan Lanosovlc genannt 
Gvjnric heraus. Cevapovic Catalogus p. 322. Die Ausg. S(dl 
von veralteten, zum Theil aus der cyrillischen Kirchensprache 



201 

herübergenomincnen Wörtern wiraiiieln, und ist deshalb wenig 
in Gebrauch. 

Evanyelia et Epistolac. lUijrice. Sopronii 1806. (Kopitnr.) 

E'pistole i evanyjclja priko sviu godishnjih nediljd i svet- 
Jcovind s dvima mtiJcama Isusa po Mathett i Ivanu ispisanima, 
po nredjcnju rimsJco(/a misala i naredhi sv. TridentinsTcoya sa^ 
Ihuh sJvrcnn i u HlorinsJä iliti IlUrkski jezik prishtampana po 
0. F. Kaicrikn l*avlchn etc., sadn pako s pndatim velikim hla- 
yosovmn vode na vodoketstjc iz nova ptitismita. U Bmlinm sa 
sJnv. kr. inndj. mudroskupshtine 1808. S". 436 str. 

EpistoJe i evanjelja priko sveya Uta po redu missala rim- 
skoya skitpuo mulitcami i blayosovmi u jezik Slovinski prine- 
shena. U Ria 18M. 4". 6 Bl. + 316 + LXXXV S. 

Dieses Schiavet enthält alles, was der Priester bei der 
ölfentlichen Messe zu singen ptlegt, bloss mit Auslassung dessen, 
was nach der Vorschrift leise gelesen werden muss. S. 1—316 
steht das Missale, S. I— LXXXV das Commune Sanctorum. Die 
Approbation ist von Ivan B. Jesic, Bischof von Senj und Modrusa. 



ff. Evaiigoliiim Johnniiis. 

Vanyelye S. Juanna (EvanyeUo di San Giovanni). Ge- 
druckt m Vcnediy vor 1705. Fr. 6 Saldi. 

Mandaljena 1705. Katarina 1709. „Ex fide dignorum testi- 

mouio accei»imus, uonnullos irrepere abusus, apostolicae 

sedis intentionibus institutisque contrarios, perniciosa aliquorum 
libertate, qui audent missas insertis orationibus et precibus Slavo 
vulgari sermone conscriptis componere, initium quocpie Evangelii 
secundum Joannem et Psalmum Lavabo eadem vulgari liogua 
latinisque characteribus impressa, nuUa desuper a nobis facul- 
tate et approbatione praeobtenta, sibi aliisque sacerdotibus le- 
genda propouere etc." Constitutio Benedicti PP. XIV. an. 1754. 
Assemani IV. 419. 



202 

gg. Neues Testament. 

lIpiJH )i,eÄb HoBora TeiuTaMeHTa, Ba toml c8 bch ^leTHpH 
eBaHrejHCTH h an8cT0.iCKa ;^ana, hci, MHoanxb ssheobb bb 
cajiaiiiHH onmeHH k paayMiiH xpBaTCEH umKb iio AhtohH ;i,a.i- 
MaTHHö H CTin.lIcTpiaH» CBnoMom,» jq)8rMXB öpaxoBB Bepno 

CTwlMaueHH H lI,Hp8.IHUCKMMH CJIOBH HaHIipBO Caji;a UITaMiiaHH — 

„Der erste halbe Theil .... mit cyrulisclien Buchstaben ge- 
druckt," BB 'MuRTy 15()3. 4". 2 Älph. 9 Bog. Text und 18 S. 
Titel und Vorrede. Jl,p8rH ;i,e.iB HoBora TeiuTaMeHTa, bb komb 
ce ca;i,paLe an«cTOJiCKe eniiCTO.ie no op/i,HH8 KaKO öpoiB (sie) Ha 
Ti,p«roH CTpaHH OBe xapTe KaiKe etc. Bb THBMHrH 1563. 4^\ 
2 Alphab. 5 Bog. 3 Bl. Text und 31 S. Titel und Vorrede. 

Der Vorbericht im 2. Theil ist nicht allein von Anton 
Dalmatin und Stephan Istrianin, sondern auch von Georg Juröiic 
unterschrieben. Das Neue Testament mit glagolitischer Schrift 
erschien zu Tübingen 1562 — 1563. 4". 2 Bde. Wenn auch der 
glagolitsche und cyrillische Text der Augsburgischen Confession 
etc. sich nur durch die Schrift von einander unterscheiden, so 
ist dies nicht so ganz der Fall mit den beiden Ausgaben des 
N. Testaments, die vielmehr oft von einander abweichen. Dobrow- 
sky sagt über diese Version des N. Testaments: „Hätte man 
zu Tübingen die altslawonische Version zum Drucke gewählt, 
und nicht lieber eine neue verständlichere Uebersetzung nach 
Luther, Erasmus, Trüber windischer liefern wollen, man würde 
gewiss bei den Serben, Bulgaren, selbst in Polen und Russland 
mehr Beifall und Abnahme gefunden haben. Allein die Tendenz 
der ganzen sonst löblichen Anstalt war die Slawen in Kroatien 
und den türkischen Ländern recht christlich , d. i. nach der 
Sprache der damaligen Aufklärer, Lutherisch zu machen." Do- 
browsky's Slavin S. 130—131. Kopitar's Gramm. S. 452. 



b. Ganze Bibel. 

Bihliorum versio illyrica selecta seil declaratio viilgatae 
editionis latinae ßarüioloiuaci Cassü Guricsensis e Soc. Jesu 



203 

Professi ac Scicerdotis Tlieolof/i, ex manduto sdcrae conyrcg. de 
proiHuianda fidc, a. lüiio. M.s. 

Ein vollständiges Ex. dieser l^eber.setzung wird in Rom bei 
der Congiegation der Propraganda aufbewahrt. Folgende Tbeile 
davon fand Ä. Kucharski auf seiner Heise in Dalniatien vor: 
Vol. I. Pentateuclius. Vol. II. Esdrae I tt II, Tobias, Judith 
Esther, Job, Libcr Psalmoruni, Proverbia Salomonis, Ecclesia- 
stes, Cantica canticorum, Liber sapientiae, Ecclesia.sticus. (Die 
übrigen Bücher des A. Testaments sind nicht da.) Vol. III. No- 
vum Testanientum. Die zwei ersten Voll, sind von des Ueber- 
setzers eigener, das dritte von fremder Hand. Alle drei waren 
im J. 1829 im Besitze des Domherrn Galzigna (Gozinic) auf 
der Insel Arbo. Das Autographon des N. Testaments soll sich 
bei der Familie Antoniani auf der Insel Cherso befinden. Ab- 
schriften einzelner Abtheilungen aquirirte auch llr. Kucharski. 
Kaäic revidirte die Uebersetzung zuletzt noch im J. 1642. 
Im J. 1640 wünschte er seine Uebersetzung des N. Testamentes 
gedruckt zu sehen. In seinem Briefe an Papst Urban VIII., wo- 
rhi er ihm das illyrische Ritual vom J. 1640 zueignet, spricht 
er nur vom N. Testamente, „ütinam ali(iuando," so drückt er sei- 
nen Wunsch aus, „etiam lucem asjjiciat selecta a me ex anti- 
(piis Illyricis codicibus versio Illyrica Novi Testamenti Tuo im- 
perio Tuis(pie perurbanis auspiciis." In dem Briefe an die Leser 
vom 15. August 1636 nennt Cassius ausdrücklich das Alte und 
Neue Testament. Er lud zugleich die illyrische Geistlichkeit 
ein, sich bei der Propaganda mit ihrer Bitte zu verwenden, 
damit seine Uebersetzung gedruckt werde. Caraman in s. Con- 
siderazioni §. 53 will wissen, dass der Bischof von Zeug aus 
Eifer für die Erhaltung der Literalsprache den Druck dieser in 
die dalmatische gemeine Redesprache übersetzten Bibel verhin- 
dert habe. Asseraani scheint an einigen Stellen anzunehmen, 
dass das Neue Testament gedruckt sei (p. 439 unten in der 
Anmerkung „anno vero 1641 edidit", p. 439—440, „epistolae et 
evangelia nee non Officium B. M. V. et Cassiana Testamenti 
novi versio non literali slavica lingua sed vulgari illyrica pro- 
diere"); allein er verwechselt die Ausgabe der Lectionen aus 



204 

den Evangelien und Episteln mit der des Neuen Testaments. 
Vgl. Dobrowsky's Slovanka I. 65—66. Ueber eine ältere illy- 
rische, aus der Vulgata 1547—1554 gefertigte Uebersetzung mit 
glagolitischer Schrift, die ein Priester aus Dalmatien nach Tü- 
bingen brachte, siehe I. 169. 

Slkjepail Rosa's Illyrische Bibelübersetzung, mo. 1750— 
1770. Es. 

Nach Appendini in der Bibliothek der Propaganda zu Rom 
(IL 305). Rosa Hess seine in illyrischer Vulgarsprache verfer- 
tigte Bibelübersetzung bereits im Jahre 1750 dem Papste Be- 
nedikt XIV. überreichen mit der Bitte, dass sie gedruckt werden 
möge. Er beging aber dabei die Unklugheit, seine Bemerkungen 
über die slawische Version im neuesten Missal unter dem Titel : 
Annotazioni in ordine alla versione Slava del Missale Romano, 
beizulegen, worin er Caraman's glagolitisches Missale vom J. 
1741 sehr heftig tadelte, um die Nothwendigkeit einer neuen 
Uebersetzung darzuthun. Dies war sein Verderben, denn er hatte 
die Hand in ein Wespennest gesteckt. Caraman, aufgefordert 
von der Propaganda, stellte den Annotazioni seine Considera- 
zioni 1753 entgegen. Ueber beide Schriften wurde das Gutachten 
gelehrter Männer eingeholt. Dies stellten Anton Tripkovic, er- 
wählter Bischof von Nona, und Basilius Boskovic, der ruthe- 
nischen Congregation Generalprocurator, im J. 1754 den 2. Juli 
aus. Dem Bischof von Nona, Anton, ward auch die Rosische 
Uebersetzung des N. Testaments auf Befehl des Papstes zur 
Revision übergeben, um über den Dialect derselben sein Urtheil 
zu fällen. In seinem darüber ausgestellten Zeugnisse vom 3. 
August sagt er: Ich habe die Uebersetzung gelesen, geprüfet 
und befunden, dass sie im ganz gemeinen illyrisch-bosnischen 
oder ragusanischen, jedermann geläufigen und allgemein ge- 
bräuchlichen Dialecte abgefasst ist („eamque prorsus vulgari 
dialecto Illyrica Bosnensi seu Ragusina omnibus pervia et usuali 
confectam reperi"). In dieser Hinsicht konnte also die Rosische 
Uebersetzung sich keine Approbation versprechen, die sie denn 
auch nicht erhielt, weil der grosse Eiferer und Verfechter der 



205 

alten slawischen Kiicheiisprachc Caraman bei dieser Gelegenheit 
in s. Considerazioni auch auf die Nachtheile aufmerksam machte, 
die daraus entstünden, wenn die illyrische Clerisei, die man 
ohnedies nur mit Mühe dahin bringen könne, sich mit dem 
neuen Missale zu versehen, indem sie sich lieber an die alten 
hielten, in dem Gebrauche des gemeinen Dialectcs bei der Messe 
bestärkt würde. P> bemerkte zugleich, dass die illyrischen Prie- 
ster nur wenige Schritte von der Gefahr entfernt wären, die 
Literalsprache bei der Messe ganz zu verlassen, indem man hie 
und da schon Versuche gemacht hätte, die Messe in der ge- 
meinen Redesprache zu lesen. Caraman's Declarationen hatten 
zuletzt das Verbot der illyrischen Redesprache und die aus- 
schliessliche Anerkennung der glagolitischen Kirchensprache beim 
Gottesdienste zu Folge (Papst Benedikts Bulle vom 15. August 
1754). Bei so bewandten Umständen musste Rosa's illyrische 
Bibel ungedruckt bleiben. Vgl. Dobrowsky's Slovanka I. 66—68. 

Des Priesters ßnrgndelli illyrische Bibelübersetzung, vor 
1800. IIs. 

In einem Catalog bei Appendini (IL 306) wird eine illy- 
rische, damals im Seminarium von Poljica zu Priko nahe bei 
Almissa aufbewahrte Uebersetzung der h. Schrift im Manuscripte 
erwähnt. Dobrowsky rieth, es könnte eine von den drei alten Ue- 
bersetzungen (die glagolitische 1547—1554, die Kaöiö'sche 1625 
oder die Rosa'sche 1750) sein. Slovanka IL 152. Allein nach 
A. Kucharski's an Ort und Stelle eingezogenen Erkundigungen 
verfertigte diese Uebersetzung ein gewisser, um 1800—1808 
verstorbener Priester Burgadelli, und die Handschrift befand sich 
im J. 1829, nach Aufhebung des Seminariums, bei dem Priester 
Kruziöevic in Priko. 

Sccto pismo Starog Zakona Sixta V. P. naredbom pri- 
vidjeno, i Klementa VIII. Pape vlastjom izdano, sada u jezik 
Slavno-IllgricsJci izgovora Bosanskog prineshcm, tad SS. Otacd 
i naucsitcljd tomacsenjem nrdicheno (po Malhll Peirn Katancslchn 
reda sv. Franc, etc.). U BwUmu slooima i troshkoni kr. Miulro- 



206 

shupslitine 1831. 5". Svesdk I. Knjige Poroda, Izhoda, Levitiha, 
Brojd l Pomkonstva. XL ~\- 691 str. 

Pavao Äliosic's, Prof. der Theol. im Seminar ium m Zarn, 
illyrische Bibelübersetzung, 1829 ff. Hs. 
Kucharski. 



2. Gottesdienstliche Bücher; Amtsbücher für Seel- 
sorger. 

a. Missale und Rituale. 

Kroatisches (d. i. Illyrisches) Messbuch, angeblich um 1556 
zu Venedig gedruckt. 

Ist wahrscheinlich ein gewöhnliches Messbüchlein für Laien. 

Illyrisches, in gemeiner Pedesprache ahgefasstes Missale, 
vor dem J. 1750 zum Drucke bereit, aber durch Oaraman hin- 
tertrieben. 

Dobrowsky's Slovanka I. 68. Engel III. 457. Beide aus 
Caraman's Considerazioni. 

Ritual Rimski istomacsen Slovinskipo Karllioloineu Kascicliii 
Popu Bogoslovcu od druxbe Jesusove, Penitencsiru Apostolskomu. 
U Rimu iz utjesctenice sfet. skupa od razplodjenja s. vjere 1640. 
4". 450 str. Kalendar 82 str. 

Voraus geht eine lateinische Epistel an Papst Urban VIII. 
„Meum fuit," heisst es darin, „sacra jubente Congregatione, 
quum adhuc essem in Basilica Vaticana Poenitentiarius Illyri- 
cus, diuturno labore in paene infinita idioniatis Illyrici varietate 
perscribere communiori dialecto Illyricis, quod Latinis sermo 
Latinus praescripsit." — Die Vorrede ist illyrisch, datirt vom 
15. August 1636. Der begutachtende Censor war Mutius Vitel- 
lescus Soc. Jesu Praepositus Generalis, ddto. 13. Mart. 1637. 
Assemani IV. 438-439. Dellabella. Appendini IL 253. Der Ka- 
lender kommt auch abgesondert vor. 



207 

Ohicsaji i molitve iz Bimske hatolicsanshe Imjige nauka 
duliovnogn izvmljene itd. U Biet 1824. 4". 03 str. 
Die Approbation ist vom Bischof Ivan B. Je§i(5. 

Ritual rimski, utiscten po naredbi S. Otca Pape Pavla 
Petoga, n snda uzmnoxan i ispravljen po prisvefonm Gosp. Na- 
sceina Bencdiktu XIV. U MUtcim kod Frane Andreole 1827. 4*\ 

Enthält die Kacsich'sche Version mit geringen Modifi- 
cationen. 



b. Amtsbücher. 

Ispravnik m jerei ispovidnici i za pokornici, po Sciuiimu 
Budinen. TJ Bimu 1582. — Bomae typ. s. c. d. pr. f. 1635. 8^. 
Horanyi N. Mem. I. 625. — N. Ausg. Isptravnik za erci ali 
redovnici ispovidnici i za pokornici, prenesan s latin. jazika u 
Slovinjski. In Vmezia, B. Occlii 1709. 12^. 257 str. 

In der, dem glagolitischen von Levakovic besorgten Ab- 
druck 16.i5 vorgesetzten Begutachtung des Censors Bartholo- 
maeus Cassius, datirt aus Rom den 1. Nov. 1635, heisst es 
wörtlich: „Ex commissione Ueverendissimi P. M. S. Pal. Apost. 
perlegi libellum Impressum Uomae anno 1582 cum hac inscrip- 
tione: Ispravnik za erei, hoc est Direttorio per li Sacerdoti, 
quem ex brevi Directorio Latino Magistri Polanci Theologi So- 
cietatis Jesu, D. Simon Budineus Jadrensis Presbyter para- 
phrastice non verbatim lllyrico idiomate conscripsit etc." Hier- 
aus ist klar, dass die Uebersetzung des Budineus zuerst in 
Rom 1582, und zwar mit lateinischen Lettern gedruckt wurde. 
Levakoviö schrieb das Büchlein bloss mit glagolitischen Buch- 
staben um. Dasselbe sagt Caraman in s. Considerazioni Nr. 51. 
„L'istesso Levakovich ristampo l'anno 1635 a spese di Propa- 
ganda con caratteri Gerolimiani il Direttorio per li Sacerdoti, 
che Simon Budineo Sacerdote Zaratino avea dato alla luce con 
caratteri Romani e dialetto volgare." Assemani IV. 441. Ob im 
J. 1635 auch ein lateinisch-lettriger Wiederabdruck erschienen 
sei, ist nicht ganz gewiss ; tloranyi sagt über die Buchstaben nichts. 



208 

Of/ledah misnicsko 0. Ivana Aüicia (rieht. Ancsicha^ Fran- 
ceshana Bosanskoga (um 1678). U Jakinu 1681. 12^. 192 str. 
Stulli. 

Koristna pomoch za spovidnihe, plovane., namisnihe i po- 
hornike. Gedruckt zu Veyiedig vor 1709. Pr. 1 L. 
Katarina 1709. 

Od uzci nie 0. F. Filipa iz Occllievje reda manje brache s. o. 
F. ohsluxitelja provincie Bosanske davn. Ministra Provinciala, 
prikazano PP. Kapelanom i Missionarom Bosanskhu. U Mlecih 
po Dom. Lovisi 1765. <9". 406 str. 

„In eo mnlta brevia et parata pro parochis et missiona- 
riis Bosnensibus tarn super cloctrinam Christianam, quam super 
evaugelia in omnes dominicas et festa per annum in brevissimos 
sermones congesta." Occliievia Epit. vetust. prov. Bosn. Ho- 
ranyi IIL 691. Enthält einen Inbegriff der Religionslehre und 
kurze Predigten. 

Nauk mladoga tnisnika. U Mlecim 1767. 8^. 

^ Bucsna knjixica za utiloviti u zakon hatolicsanski ohra- 
chenike, za narediti i na srichno priminutje dovesti bolesnike i 
na smert odsudjene, i za privesti na spasonosni zakon razdvoj- 
nike, Xupnikom i ostalima duhovnim Nastojnikom a i istime 
pravovirnima domachinom veoma koristna, upisana po jednomu 
sinu s. Franc derxave 8. Ivana od Capistrana (Imrl Pavlcho) 
1769, U Peshti sa slovi Eitzenbergerovi (1769) 8". (186 str.) 
X -f 174 Str. 

Knjiga pastjerska Ivana Luke GaraDJinc Arkibiskupa Split- 
skoga (um 1788?) „Tres pastorales literae, itallco et illyrico 
idiomate^ typis mandatae apiid typographum Goleti annis 1771 
et 1779.'' 

Stulli. — „Primam ad parochos, alteram ad vicarios fo- 
raneos, tertiam ad cai)ituluin et cleruni direxit." Ciccarelli 104. 



Md 



3. Auslegung der heil. Schrift. 



HocTHJia To ecTB KpaTKO HCTJiMa'ieHtie bchxi He;^e.lCKHXB 
euaHre.iioHi, ii iior.iaBHTCuxi. iipa-vurH kobi. , CKpo.iH Bce .igto, 
ca;^a iiafliipBO hiip«.iii«jkmmh ciobh iirraMnaHa — ^Kurze 
Auslegung üher die Sonntags- und Fest-Evangelien etc.^ — Bfc 
Thöhiifh 1503. 4". Der Text geht von Bl 1 bis 259. Bl 184 
ist ein Titclhlatt: JIp«rH ,^e.ll. — „Anderer Theil der Postille." 
Unten 1562. Mit zaJdreichen, Glicht schlechten Holzschnitten. 

Schnurrer S. 104. Dobrowsky's Slavin S. 133. Kopitar's 
Gramm. S. 453. 

Farvi del posztile evangeliov — po Ivanu Brencziu — u 
HarvacJci yazih iz Latinshoga — po ADlonu Dalmatinu i Szllpanu 
Istrianinu — TJ Ratisponi poli Ivana Burgara 1568. 4". Mit 
latcin. Lettern. Der 1. Theil 207 Bl, der 2. 277 Bl, Re- 
gister 9 Bl 

Ein Ex. auf der öifentlichen Bibliothek zu Regensburg. 
Die Sprache ist die illyrische, nicht die provincial - kroa- 
tische. Die Zueignung deutsch und illyrisch. Die Uebersetzer 
sagen, sie seien jetzt berufen „den Crabaten das göttliche Wort 
zu bringen." Dieselben rühmten schon in der Bittschrift, welche 
sie am 2. März 1566 zu Stuttgart dem Hzg. Christoph wegen 
Entlassung und Pässe einreichten, dieses Fürsten Grossmuth 
und Huld, „mit welcher er auch jetzo gnädig bewilligt hätte, 
die Postillam ßev. D. Job. Brentii und dessen Büchel de Poe- 
nitentia zu drucken." Schnurrer S. 73. Wahrscheinlich ist diese 
Regensburger Postille gemeint. Nach dem J. 1568 ist keine 
Spur mehr von Anton und Stephan zu entdecken; dieses Buch 
ist also eines der letzten, dessen Druck sie besorgten. P. Kop- 
pen Bibliogr. Listy N. 39. S. 578—579 (aus Dobrowsky's Brief). 
Hiedurch wird es wahrscheinlicli, dass auch die unten erwähn- 
ten: Augsb. Confess., Catechismus Lutheri, Kirchenordnung und 
die Apologie der Augsb. Conf. kroatisch (d. i. illyrisch) mit la- 
teinischen Buchstaben zu Tübingen 1564 wirklich erschie- 
nen sind. 

Saf»Mk. Litenttugeschichte. IL Band. 14 



210 

Otca posJitovanog Goffine pravovirno po missalu cerJcov- 
nomu uredjeno Jcnßxenstvo, iliti hratJci nauci i tomacsenja sviu 
nediljnih i glavnih svecsanih Evangjeld, i ista vire i dilorednog 
xivlenja iz njili umenja imadjena, u Jcoima se sva ona tomacse, 
Jcojano SU pravovirnom Jcerstjaninu za dohitje spasenja potrihna, 
tomacse se i cerJcovne ceremonie, iliti nacsinu po cerJcovnomu 
ocsita sa slovom prigibanja, kadenja, i ostali duJiovni ohsluxi- 
vanja ohicsaji, iz Nimacshog u Slovinski iliti Illyricshi jeziJc 
prineshena po 0. T. Emei'iku Pavichii reda S. Franc. U Budimu 
s tjesJcom Landererovom 1778. 8^. 401 str. 



4. Glaubenslehre. 

Theologie (vielleicht Katechismus?) des Petrus Oanisius, 
gedruckt zu Born 1545. 
Appendini II. 306. 

Ähecedarium und der ganze Katechismus ohne Auslegung 
in der Serbischen Sprache („in der syruischen Sprach"). Urach 
1561. S". 11 Bl. 

Die Auflage war zu 2000 Exx. Schnurrer S. 87. Dobrow- 
skfs Slavin S. 129. Kopitar's Gramm. S. 453. 

KaTexHCM«CB , e^Ha Ma.iaxHa KHHra , « koh lec» BO.ieno- 

TpHÖHH H KOpHCTHH Ha«H,H H apTHK«.lH HpaBO KapCTJtaHCKe BBpe 

CB KpaTKHMi. HCT«Ma»ieHbeM& 3a MJia;i,e h npanpocTe jiioji;h, h 
Ta npaßa Bepa oji,b Coacnera CTana kih BHTia « CBeToft TpOHij;H, 
o;i;b cßeTora ÄTanaiKia c.ioa:eHa, Tepe ie;i,Ha .iHiia iipe;i;HKa o^ 
KpHnocTH H n.ioj^a npaße KapcTiiaiiCKe Bepe, Kpo3i» A h t o h a JI, a.i- 
MaTHHa H CTHnaiia HcTpHaHa caji;!. HafliipBO h3l mho3hxb 
lesHKb XapBaTCKH HCT«Maii;eHa (sie) — Katechismus tnit Ausle- 
gung in der Si/ruischen Sirnich — IllTaMnaHO « TmÖhhiii roji,H- 
niTe no Hc«kpctobomi. poficTB« 1561. 8". 7 Bogg. u. 3 Bl. 

Die Auflage war zu 2000 Exx. Die deutsche Zuschrift, an 
den Kg. Maximilian gerichtet, ist datirt zu Tübingen den 25. 
Octb. 1561. Uebrigens ist dieser Katechismus von dem in eben 



211 

demselben Jalire, aber etwas fiiUier, zu Tübingen gedruckten 
glagolitischen nur allein in der Schrift verschieden ; die Sprache 
ist in beiden dieselbe. Schnurrer S. 87. Dobrowsky's Slavin 
S. 129. Kopitar's Gramm. S. 449. 

EjuiH KpaTKM pa3«MHH Ha«ii,H HafiiioTperiiieH H iip«;i,HeH 
apTMK«jiH, HJiH Äe.iH CTape iipaBC Bepe KpcTHancKe u. s. w. — 
„Die fürnampsten Hauptartikel christlicher Lehre, aus der La- 
teinischen, Teutschen und Windischen Sprache"' u. s. tv. Tü- 
bingen IC 62. 4". Der Text beträgt 34 Bogen und 3 Bl. Eine 
lange Vorr. an Kg. Maximilian von 14 Seiten. Noch eine Vorr. 
auf drei Bl. von Anton Dalmatin und'ßtephan Istrianin unter- 
schrieben. Weiter eine Einleitung auf 3 Bl. und ein Register 
der Oapitel auf 5 Bl. 

Das Werk selbst ist eine Uebersetzung von Melanchthon's 
Loci communes. In demselben Jahre erschien es auch mit gla- 
golitischen Buchstaben. (Schnurrer S. 96. Dobrowsky's Sla- 
vin S. 132. Kopitar's Gramm. S. 453.) Aufl. zu 1000 Exx. 

ApTHK».iH HJIH jüCJiH HpaBe CTape KpcTHaHCEe Bepe hcl 
CBeTora nncMa peji,OMi> nocTaB.ieHH na KpaiKo pa3»MH0 cioaceHH 
H CT»MaqeHH etc., caji;a bb hob* HCb .laiHHCEora, HeMuiKora h 
KpaHHCEora la^HKa Ba xpBa]j,KH BepHO CT.iMaqeHH no Ahtoh« 
Jta.iMaTHH« HCTHnaH« HcTpMaH« — „Confessio oder 
Bekenntniss des Glaubens etc.'^ Bl Th6erte 1562. 4". Vorstücke 
2 Bogg., dann 3 Bl. deutsche Vorr. an Philipp Landgrafen zu 
Hessen mit dem Datum: Urach 20. Octb. 1562. 

Es ist dies keine wörtliche Uebersetzung der bekannten 
augsburgischen Confession vom J. 1530, sondern vielmehr ein 
Auszug aus mehreren Confessionen, namentlich der augsburgi- 
schen, würtenbergischen und sächsischen nach der wind, des 
Pr. Trüber. Die Sprache stimmt mit der glagolitischen Aus- 
gabe von demselben Jahre überein. (Schnurrer S. 101. Dobrow- 
sky's Slavin S. 134. Kopitar's Gramm. S. 452.) Aufl. zu 1000 Exx. 

Katechismus Luther i, kroatisch (d. i. illyrisch) mit latei- 
nischer Schrift, von Anlon Dalmatin und Stipan Istrianin. Tübin- 
gen 1563. 

14* 



212 

f 

Die Aufl. war zu 400 Exx. Text mit der cyrillischen und 

glagolitischen Ausgabe gleich. Exx. jetzt unbekannt. Schnurrer 
S. 108. Dobrowsky's Slavin S. 134. Kopitar's Gramm. S. 448. 

Äiigshurgische Confession, kroatisch (d. i. illyriscli) mit 
lateinischer Schrift, von Anton Dalmatin und Slipan Istrianin. 
Tübingen 1563. 

Die Aufl. war zu 400 Exx. Text mit der cyrillischen und 
glagolitischen Ausg. gleichlautend. Exx. jetzt unbekannt. Schnur- 
rer S. 107. Dobrowsky's Slavin S. 134. Kopitar's Grammatik 
S. 448. 

Apologie der Augshurgischen Confession, kroatisch (d. i. 
illyrisch) mit lateinischer Schrift, von Anton Dalmatin und Stipan 
Istrianin. TüMngen 1564. 

Ist auf der kön. Bibliothek zu Dresden vorhanden. Die- 
selbe erschien auch mit glagolitischen Buchstaben. Schnurrer 
S. 110. Dobrowsky's Slavin S. 135. Kopitar's Gramm. S. 448. 

Nauk karstjanski sa narod Ijudski sloxen po Lixandm 
Komulovichu Vlastelinu Splitskomu, Arcipretu s. Jerolima (dot- 
trina christiana per la natione illirica di Don Alessandro di 
Comuli). ü Rimti, Zanetti 1582. 5". 

Stulli. Appendini IL 251, wo das Jahr 1580 steht, was 
ein Versehen ist, falls es nicht eine Ausg. von diesem Jahre gibt. 
Appendini lobt die Reinheit und Gediegenheit der Prosa dieses 
ausführlichen Religionsbuches. Vgl. Dobrowsky's Glagolitica 
Prag 1807. 8". S. 64, wo das Vaterunser daraus und die An- 
gabe der Komulovic'schen Ortographie. 

KpaTKa a^öjKBHua h KpaiaKT, KepcTiancKH KaTO.i. HajEi 

n. 0. n. KaHH.sia verfasst von Simnn Budlneo Zadranin (1583). 

Stulli. — Erschien wahrscheinlich, wie das Directorium 
Sacerdotum (Ispravnik za erei, Rom 1582), zuerst mit lateini- 
scher, dann von Raphael Levakovic umgeschrieben, im J. 1628 
mit glagolitischer Schrift. Engel III. 463 aus Caraman's Consi- 
derazioni. 



413 

CyMMa, To iecTi. CKyn.ioHLie hjih cafipanHC HajKa xpH- 
CTiaiiCKora, cioacciio iio ir. o. II. KauHciy. Y Piniy npn }{. BasH 
1Ö83. 4'\ 20i stf. — Summa dodrinae christianae Petri Oa- 
nisii traducta ex Latina lingua in Slavonicam 1583. (Engel III. 
458 aus Garaman). 

Ist gleichfalls ein Werk des §im. Budineo. — Sopikov 
Opyt ross. Bibliogr. Bd. I. Nr. 696, und Koppen Bibliogr. Listy 
Nr. 263 liefern keinen genauen Titel. Das Ex. in der Biblio- 
thek der kais. Akad. der Wiss. in S. Petersburg ist defect. — 
Von diesem Katechismus beschloss die Provincialsynode von Aqui- 
leja 1596: quem cupimus a clero illyrico frequenter traetari et 
legi, ut Sit haec materna lingua sacerdotibus Illyriae in promtu 
ad populos docendos. Engel a. a. 0. 

Istuniacsenje ohilnie nauha karstjansJcoga po Ivana Tomka 
Marnaviclia Bisk. Bosansk. (Bellarmini S. JE. R. Cardinalis 
Dodrinae christianae uberior explicatio composita jussu Ole- 
mentis VIII., in Illyricani linguam [u jazik HorvatskiJ jussu 
Urbani VIII. per Joannem Tomcam Marnavitium versa). Romae 
typis sacrae congr. de propag. fide 1627. 8^. 171 str. — N. 
Ausg. U Bnecieh 1099. 12"". 187 str. 

Catal. Bibl. Szecheny. T. I. F. 1. p. 90. Schlözer's Nord. 
Gesch. S. 538. Engel III. 463. StuUi. (2. Ausg. bei J. Philippan.) 

(Nauk karstjanski kratak, da se more lasno na pamet 
naucsiti, prenapravljen i prepisan trudoljuhijem 0. F. Rafaila 
Levakovicha iz Jasterharske etc. — Dodrina christiana Bellar- 
miniana in Croatictim [i. e. lUyricum] versa a Raphaele Le- 
vakovich etc. Romae typis sacrae congr. de propag. fide 1628. 
12"". p. 69.) 

Nicht nach Budineo, sondern von Levakovic selbst über- 
setzt. Erschien eigentlich glagolitisch; ob auch cyrillisch 
oder lateinisch, ist sehr zu bezweifeln. Assemani IV. 441. Engel 
III. 463. Beide aus Caramau's Considerazioni. 

HcnoBie,Tia(i)HHK caöpairb h3 npaßociaBHiex Ha«qHTe.iBa no 
n. (D. Memps llepoioiM« KaHopsniTaH« pe^a iipHnoBieÄaJiaii,a c. 



214 

J^OMHHHKa, npHHecen « lesHK 6ocaHCKH tp«;i;om n. ö. $. Ctig- 
nana MaTHieBiiiia cojiHfflaHHHa peji;a c. $paHij,ecEa Majie 
öpaTie o()CJi8a:«'fe«iiiex /i,apacaBe öocae apkeHTme npHnoBie,T,aoi^a. 
In Roma nella stampa della S. Congr. de propag. ßde 1630. 
S". 102 S. 

Der üebersetzer, der nach der Vorrede über 18 Jahre 
lang in Bosnien in dem Weingarten des Herrn arbeitete, und 
darunter 6 Jahre lang als Kapellan in Sarajevo, übersetzte am 
letzten Orte dieses Büchlein und richtete es später, auf Be- 
trieb des Raphael Levakovic, zum Drucke ein. Die Schrift 
dieses Ispovjedaonik ist die gewöhnliche cyrillische, und nicht, 
wie dies bei den venediger Drucken katholischer Serben der 
Fall ist, die bosnische ßukvica. Bemerkenswerth ist der Ge- 
brauch des ^ statt H in der Mitte zwischen Vocalen, des ö, 
und (Dji; neben und durcheinander , des t willkürlich nach 
harten Consonanten u. s. w. Die Paginirung ist cyrillisch, die 
Signatur aber lateinisch. Des Dialects wegen ist dieses Büchlein 
einer besondern Beachtung werth. 

0. Bartolomea Kaseicha Bogoslovca od reda druxhe Jesu- 
sove Zarcalo nauJca IcarstjansJcoga, od ispovjesti i od priese' 
sctjenja. U Rinm po eredieh Bara Zanetti 1631. 8". 180 str. 

Horanyi I. 387. Appendiui II. 253. 

0. Bartolomea Kaseicha Nauh Icarstjanshi hratdk (Com- 
pendio della dottrina Cristiana del Bellarmino). In Roma 1633. 
Horanyi I. 387. Appendini II. 253. 

Giovanni Darscia (Darzic?) Dottrina spirituale — aus 
dem Spanischen des P. Giovanni Gondini in illyrische Frosa 
übersetzt, gedrucld zu Loreto 1637. 

Appendini II. 303. 

Professio orthodoxae ßdei ah Orientalihus facienda, jussu 
Urhani P. VIII. edita. Romae typis sacrae congreg. de 
propag. fide 1648. 4". 21 Seiten. Auf der Rückseite der serhisclie 



215 

Titel: HciioB^'^aine iipaBOCiaBHoe BepH, oti. bocto'ihhxi tbo- 
pHMOO (sie Strojev). 

Lateinisch und slawisch. Vgl. Strojev Opisanije knig Grafa 
Th. A. Tolstova, Mosk. 1829. 8". S. 240. Nr. 108. Sopikov Opyt 
ross. Bibliogr. Bd. I. S. LXXVII. 

Istiimaesenje Synibola apostolsJcoga, to jest virovanja pri- 
visohoga etc. Gosp. Kardinala Bellarmina, prineseno u Slovin- 
shi jazik po prisv. G. Pelru Gaudencla ali Radovcslchii Splicsa- 
ninu Biskiipu Rabshomu. U Rimu 1662. S". 234 str. 

Appendini IL 307. 

Vincentii Balacli (ßalac) Presh. S. J. lUyrica Symholi aposto- 
lici expositio. Ms. c. 1672. 

Ehedem in der Bibliothek der Jesuiten zu Ragusa. Ho- 
ranyi N. Mein. L 256—257. 

KpaTKa asBSKBHua ii KpaiaE KepcTiancKH KaTo.iH'iaECKH 
HaxK. II. (D. llerpa KaHHU,Ha ;i,pxiuTBa HMena Hc«C0Ba. Ciosch 
« cjaBHHCKii He;3HK. lIpHTHCKaH 110 MiLiocTH npHiioinoBaHora H 
npiiBHcoKora r. Kap;i,MHawia Ko.iOHiiha OcTporoncKOra api^HÖH- 
cKXiia. « TcpiiaBH TMii. aKa;i,eM, .imto rocii. axue (sie = 1695) 
S". 2 Bl. and 42 Seiten. {Vergl. S. 212.) 

Signatur lateinisch, A — B vollständig, C sieben Blatt. 
Seitenzahl cyrillisch oberhalb der Colunine in der Mitte, 
die zwei ersten Blätter ohne Seitenzahl. Auf der vollständigen 
Colurane 24 Zeilen. — Auf dem 2. BI. steht das cyrillische Al- 
phabet und einige Buchstabenverbindungen (Sylbentafel). Darin 
kommen koinbinirte Figuren eigener Art vor, namentlich für Ij, 
nj, (tj); statt H wird überall h gebraucht; auch andere Buch- 
staben haben eine von der Cyrillica verschiedene Gestalt ; h und i, 
fehlen gänzlich. Nach Hrn. Kucharski's Erkundigungen heisst diese 
bosnisch-cyrillische Abart, nicht al)er die glagolitische Schrift, in 
Dalmatien und in den Nachbarländern Bukvica. Dazu stimmt auch, 
dass Obradovic in Dalmatien seinen cyrillischen Erstling, Weis- 



216 

heitslehren in alphabetischer Folge, Bukvica nannte.*) — Ausser 
dem Katechismus kommen darin am Ende auch kurze Gebete 
und Gesänge in gereimten Versen (iionHBKe j];yxOBHe) vor. Die 
Typen sind neu, nicht ungefällig, doch scheint der Druck miss- 
lungen zu sein, indem bei den drei Bogen nicht weniger als 
8 Blatt umgedruckt und als Cartons eingeklebt wurden. Ein Ex. 
dieses Büchleins sah ich bei H. A. Dragosavljevic, Lehrer in 
Vukovar; ein anderes befindet sich in der Bibliothek des H. 
von Jankovic in Pest. 

Kratka ÄbeJcavica i kratak kerstjanski katolicsanski nauk 
poslit. 0. Petra Kanizia drusJitva imena Isusova, sloxen u Sla- 
vinski jezyk, pr'diskan po milosti priposlitovanoga i privisokoga 
Gospodina Kardinala Kolonicha Ostrogonskoga Arcibiskupa. U 
Ternavi typ. Acad. 1696. 8^. 41 str. — Z Druck elend. 1697. 
8\ 11 Str. 

Im Catalog der eh. Szecheny'schen Bibliothek, in Do- 
browsky's Slovanka I. 253 und in der mir durch G. Pantelin 
mitgetheilten Abschrift des Titels nach dem Ex. in der Janko- 
vic'schen Bibliothek zu Pest steht die Jahreszahl 1696; in 
dem durch Hrn. M. Cop für mich copirten Titel des bei Prof. 
Suppan in Laibach befindlichen Ex. hingegen 1697, wozu auch 
die Angabe „pritiskan u Ternavi 1697" auf dem Titel des Ofner 
Nachdrucks 1792 stimmt. 

Ahecevica kratka i kratak kerstjanski katolicsanski nauk 
etc. pritiskan etc. u Ternavi 1697. 8"., sada pako u Budimu iz 
nova utishtena slov. kr. mudroskupshtine 1792. S". 46 str. 

Ähekavica llliricska (s. l. <& a.) 8^. 25 str. 
Im Franciskaner-Kloster zu Vukovar. 

HasK KapcTHaHCEH c MH03HeMH CTBapH ji;yxOBHHeMn H BBJie 
6orojiL«6HHeMH, koh Ha«K ö JIc^ecMOBa h Be.iapMHHOBa Ha«Ka » 
He;i,HO CTHCH8 H cjioatH öoroüBHÖHH öorocjiOBaii, *pa Marne 



*) üeber die Bukvica siehe T. Bfercic's Bukvar staroslovenskoga jezika. 
Prag und Zara 1860. S. 70, 78. Hier sind die betreffenden Titel mit der ge- 
wöhnlichen C}nrillica abgedruckt. J. J. 



217 

JtHBKOBH^ H3 HCiaiuaK peji;a cBCTora 4)paHH,emKa. S Miron,He 
Ha axMH (sie, d. i. 1098), iio Hhko.ir lh'u,ii,aK8 KHi.Mrap8 8 Map- 
il,ap.iii iiojl, HHiiiCHbOM JiiLiiiaiia. i6'". 12 Bl. Kalender und 384 
Seiten Text. (Buhvica). 

Das Büchlein ist ohne Zweifel Nachdruck einer frühern, 
mir unbekannten Ausgabe. Die Signatur ist blos lateinisch, die 
Paginirung aber in arabischen Ziffern und cyrillischen Buchsta- 
ben zugleich. Der Nauk Karstjanski ist von jenem desselben 
Vfs. in s. theologisch-ascetischen Buche vom J. 1611 (vgl. unten) 
durchaus verschieden. S. 1 — 179 stehen verschiedene religiöse 
Gesänge und Gebete in gereimten Versen. S. 180 — 295 Gebete 
in Prosa. S. 296—377 kurzer Katechismus in Fragen und Ant- 
worten nach Ledesmi und Bellarminus. S. 378 — 384 Litanei an 
die h. Jungfrau sammt Gebet. 

HaSK KapCTHaHCKH etc. ohne Titelblatt, wahrscJieinlich zu 
Venedig um 1700. 16'\ 96 Seiten. (Buhvica). 

Signatur lateinisch A— C, Seitenzahl cyrillisch und ara- 
bisch. Bl. 2 enthält unter der Ueberschrift : B«KBMii,a Ma.ia 3a 
ÄHBTii,«, das Alphabet und eine kurze Sylbentafel. Die Namen 
der Buchstaben lauten folgendermassen : az, buk, viede, gla- 
golje, dobro, iest, ^ivietc, zielo, zemlje, ize, ii, kako, Ijudi, mi- 
slite, naf>, on, pokoi, harci, slovo, tardo (sie), huk, vart, hier, 
et, fi, ci, öarv, §av, §öav, ior, iat. Der Katechismus ist der gewöhn- 
liche. Am Ende Gebete und Litaneien. 

Ispovjed kartjanska etc. po 0. F. Slipaiiu Jigesauiiia Reda 
s. Franc prov. Bos. U Mlecieh 1703. 16^. 415 str. 
Den cyrillischen Abdruck 1707 siehe unten. 

Nauk karstjanski ali dottrina vella. Gedruckt in Venedig 
vor 1705. Fr. 1 L. 

Maudaljena 1705, Katarina 1709. 

Nauk karstjanski ali dottrina mala. Gedruckt in Venedig 
vor 1705. Fr. 8 Soldi 

Mandaljena 1705. Katarina 1709. 



218 

Put nebeshi uJcazan csovihu od Boga po svetoj carJcvi, to 
jest nauJc harstjansJd u kratku ohilato i razhorito istomacsen u 
jezik Bosansld po D. lyanu Gai'Iicsichu XupniJcu Diakovacshomu 
i Missionaru etc., vele Jcoristan nesamo Ijudem svitovnjim, nego 
Jose istim xupnikom jezika Bosanshoga. Venetiis apud Hiero- 
nymum Albriccium 1707. 12^. 12 Bl. Vorstudie u. 269 S. 

Dogmatischen und moralischen Inhalts. In der Vorr. er- 
klärt sich der Vf. über seine Orthographie. (Im Catalog bei 
Katarina 1709. Pr. 1 L. 4 S.) 

HciiOBHejii KapcTHaHCKa h HasK anaTH ce npaBO H3noBHji;HTH, 
Hpemena c MHorHM CTBapima ä^xobhhm h npH.iHKaM. H3Bal)eH0 

H3 paS.lHKM KHI>Hra JiaTHHCEH BBOMa KOpHCHO, CwlOiSeHO « HeSHK 

öocaHCKii a.iHTH HJLiMpHiKH HO öorciBHÖHOMS 6oroc.iOBii,8 $pa 
CTMnaH« llafiiiaHHH« © MapKOBai], a.iHTH MaprHTHh pe;i,a 
CBeTora OpaHUjeuiKa npoBHHii;He öocHe apIjeHTMHe. 8 Mjieii,He na 
A(ü3 (1707) no HnKOJM IIeii,naH« KHtHJKap« « Mapii;apHH noji; 
ÖiLTiirOM JiHJiHaHa.iö'". 16 Bl. Vorstückeund 285 Seiten Text. (Biikv.) 
Voraus geht eine Vorr. des Vfs., der gewöhnliche Kalender 
sammt Paschalie und die Approbation der Censur, welche letz- 
tere aber in meinem Ex. ausgerissen ist. Hierauf folgt S, I — 50 
Belehrung über die Beichte. S. 51 — 76 Gebete bei der Beichte. 
S. 77 — 121 Wunder, welche an denen geschahen, die nicht 
recht (pravo) gebeichtet haben. S. 122 — 267 gereimte Verse von 
den Werken und Thaten des Heilandes und mehrerer Heiligen. 
S. 268 — 285 Litaneien und Gebete. Die Paginirung ist cyrillisch, 
die Signatur lateinisch. Ein Theil der Vorr. enthält des Vfs. 
Ansichten von der slawischen Sprache. — Die lateinisch-lettrige 
Ausg. s. oben beim J. 1703. 

Nikola Blankovich's (Blanhovic) Bischof von MaJcarsJca, 
Christenlehre in illyrischer Sprache. Venedig 1708. 
Engel III. 464. 

Fra Lovrjenc IJuboski's Kurze Christenlehre sammt eini- 
gen Liedern. Venedig (um 1713). 8". 
Occhievia. Horanyi II. 31. 



219 

3apii;a.io HCTHHe Me.T; napKBe HCTOUHe h 3ana,T,Hi>e, o;t ,t;om 
EapcTS JleüKMha o;[ MHiipowau,, KaHOHMKa ricisiiiKora. S 
Mnei^He iia k(b\Y (1710), iio HiiKO.m Jlennaii« KutMrap» « Map- 
Ii;apHH no;i, MHiiieHLOM JiJLiHaHa. 12'\ 5 nicht paginirte Bl., 106 
S. und 2 ßl. Index. (Buhv.) 

Die Paginirimg ist arabisch, die Signatur lateinisch. Auf 
die Approbation der Censur vom 14. Novb. 1715 folgt eine la- 
teinische Dedication: Eminentissimis ac Reverendissimis Princi- 
pibus DD. Sacrae Congregationis de Propaganda fide Cardina- 
libus, mit der Unterschrift: Christophorus Pejchich (sie), Bul- 
ganis alumnus et missionarius, hierauf die Vorr. an den Leser. 
Das Buch selbst ist historisch-polemischen Inhalts. Später über- 
setzte es der Vf. selbst ins Lateinische: Speculuni veritatis, 
Venetiis 1725. 8". Von ihm sagt Solaric: „yy;i,HO, ,i,a uiTO e 
lHcycT> ^ipe;}T> anocTOje ue.iOB'feKOjioÖHO cauiio,OBHX'b Be.ieMy,T,piH 
npeeMHHU,H HHcy HHr;i,a npecTa.iH CBoeo6H«i.iHBO KopnexHTM h 
AepaTH, napc^e, e,';HHopojtHy öpaTiR) pasBpaTBaTu h paaöpa- 
TbaTH." Aber — Iliacos intra muros peccatur et extra. 

Pisanica duhovna Jcerstjanskoga nauka ptina, izpisana po 
jednomu misniku od druxbe Isusove Missionar iusu apostolskomu, 
i za iizkers xwklonjena plemenitoj Gospodi Senatorom, Purgarom 
i svcmii puglavitomu varoshu Poxexkomii, navlastito pako otcem 
i matcram priponicsena. Iz Bibliotheke Kateketice S. J. svetc 
Anne u Becsu 1734. U Becsu stampana pH Scimendimonissen 
Tutoru (1734). W. 96 str. 

Vgl. unten beim J. 1754. — Von Juraj Miiiih oder nach 
seinem Werke. 



Naiik karstjanski kratak sloxen po naredjenju sv. Otca 
Pape Khmenta VIII. In Venezia per Bartolo Occhi 1738 
12"". 48 Str. 

ükazanje istine tnedju carkvom istocsnom i zapadnjmn po 
Fra Sllpanu Badrchu. ü Mlecim 1745. W. 118 str. 



229 

Stepliani VillOT Ord. S. Franc, (m. 1747) Dialogus (con- 
troverslsticiis) inter Theodorum Schismaticum et Franciscum 
Gatholicum. (GedrucM.) 

Occhievia. Horanyi III. 572. Cevapovic Catalogus S. Hl 9. 
Ob in illyrischer Sprache, wird nirgends ausdrücklich gesagt. 

List nauka JcarstiansJcoga napravljen na posctenje Gospo- 
dina Isukarsta i GarJcve s. Rimshe a na horist dicsice male po 
0. Fra Lanri iz Gliubuskoga. U Bnecih pri Bartulu Occhi 1752. 
12\ 24 Str. 

Operetta contro gli increduli. Pest. 1764. 
Appendini IL 307. 

Innocenzo Gärgic's Katechismus für die Jugend. Venedig 
hei Occhi 1745. 

Appendini IL 305. Stnlli. — 2. Ausg. Nauk karstjanski 
sloxen po naredbi s. Otca Pape Klementa VIIL od Kardinala 
Bellarmina, i kratko uvjescbanje o parvoj ispovjesti i pricse- 
sctjenju djece nedorasle sloxeno po naredbi Benedikta XIIL, a 
sve Slovinski istomacseno po Otcu Innocenca Gargicha Malobra- 
csaninu, drugo pritjesctenje. U Dubrovniku po Ant. Martekini 
1811. 8^ 5 Bogg. 

Innocencie Gargicha Nauh JcarstjansM u csetiri djela raz- 
djelen. V Mlecieh po Occhi 1750. 4'\ 324 str. 

Innocenzo Gärgic's (um 1750?) Katechismus für Seelsor- 
ger, in illyrischer Prosa. Venedig bei Occhi. 
Appendini IL 305. Stulli. 

Malia Clasci (Klasic) (um 1750?) Cristiano istruito nella sua 
legge del Segneri, in illyrischer Prosa übersetzt und tvahrschein- 
lich ungedrucJd. Horanyi zufolge gedruckt nach 1760. 

Appendini IL 304. „Pauli Segneri opus II Cristiano istruito 
nella sua legge." Horanyi N. Mem. I. 651. 



221 

Fripovidanje nauka karstjansJcoga, sloxeno i u razlilca go- 
vorenja razdüjeno po 0. F. Jerolimn FilipoTlchn iz Barne, Sdiocu 
jubüatornu rcda S. 0. FrancescJca obsluaoija, knjige parve svarhu 
virc i ufanja, prihnzane prisvitl. i priposct. G. Pacifiku Bizzi, 
ArciUsk. Splitskomu etc. U Mletciih po Simimu Occhi 1750. 
4^. 584 str. Knjige druge svarhu Ijubavi prisv. i priposct. O. 
Nikoli Dinnricsichii Arcihisk. Splitskomu etc. pnkazane. U Mlet- 
ciih po Sim. Occhi 1759. 4^\ 451 str. Knjige treche, u kojim se 
Ufsdarxe govorenja od svetih Sakramcnatä, kriposti stoxernih, 
dild od milosardja i druga, posvechene prisvitl. i priposct. G. 
(Pavlu Dragichevichu) Biskupu Diimienskomu i namistniku apo- 
stolskomu u Bosni i u Biskupatu Duvanskomu. ü Mletciih etc. 
1765. 4\ 380 Str. 

Eigentlich Predigten. „P. Hieronyraus a Rama edidit eru- 
ditissimarum concioniim tomos tres super doctrinam christianam, 
praecepta decalogi et septem sacramenta, ubi altissimain doc- 
trinam cum clarissima explicatione ad captum plebis mirabiliter 
conciliavit" sagt Occhievia. Horanyi III. 144. Appendini II. 253 
(„un grosso volume", was eigentlich 3 Bde sind). Item IL 307. 

Franceska Taaszi Bisk. Zagreb. Obilato duhovno mWco, to 
jest nauk kerstjanski lUyricskoj dicsici darovan. U Zagrebu po 
AM. Beineru 1754. 8'\ iJjer 190 Seiten. (Def. Ex.) 

StuUi. Juranic. Anderes schrieb T. provincial-kroatisch. — 
Das Buch war für den slawonischen Theil der agramer Diö- 
cese bestimmt. 

Duhovna pisanica kerstjanskog nauka po Jm*. Muliha Mis- 
sion, apostol. U Zagrebu 1754. 16^. 550 str. 

Vgl. oben beim J. 1734. Jur. Mulih schrieb sonst prov.-kroa- 
tisch; wahrscheinlich ist dies eine Uebersetzung oder Umarbei- 
tung seines Poszel apostolski 1742. 8". 

Emerici PaYich 0. S. Franc. Jezgra nauka kerstjanskoga. 
Budae 1754. 12"". 

Horanyi III. 49. 



222 

Enierici Pavich Amplior CatecJdsnms, adjectis püs Gantio- 
nibus auctior. (Budae) 1755. 
Horanyi III. 49. 

Einerlei Pavieh Epitome OatecMsmi Romani, intermixtis 
quibusdam odis. Budae 1769. 12^. 
Horanyi III. 50. 

Nauh harstjanski lasan i krataJc, po jednomu Redovnihu 
S. 0. FrancesJca male Bratie. U Mlecih 1756. 12^. 118 str. 

NauJc hatolicsanslci u pitanja i odgovaranja sverhu petpo- 
glavitih stvari Petra Kanizia u tri skule razdilit, i za slavnu 
BisJcupiju Pecsujshi drugi put uzmloxenije po jednomu ohser- 
vantu sloxit. U Budimu 1759. 12^. 

Scheint eines von den Pavic'schen Katechismen zu sein. 

Furgatorie otvoreno, da imade purgatorie ili ocsischenje 
etc., po jednomu Redovniku etc. („Dubrovcsaninu,''^ Stulli). U 
Mlecih po Dom. Lovisu 1760. 12^. 65 str. 

Stulli. (M. Cop.) 

Nauh JcarstiansJd po prisvitl. G. D. Hierolimn Bonacsiehn, 

pri Archipopu od Bracsa. ü Mlecih po Äntonu Bassaneu 1761. 
12". 148 Str. 

Dva nauJca mnogoJcoristna za one, hol parvi put imaju 
pristupiti na s. ispovid i s. pricsesctjenje, po D. Alessandrn Bo- 
nicelli iz Losinja veloga. U Mlecih po Joannu Tagier 1762. 
12"". 56 Str. 

Antnna Kanixliclia Mala i svakomu potrihna bogoslovica, 
to jest nauh herstjanshi u tri shule razdiljen, s obicsajnima mo- 
litvami i pismami, za dicii, hoja igju u shuJu od nauka kerstjan- 
shoga. U Zagrebu od Jos. Schotter 1763. 12". (Juranic.) — 
N. Ausg. U Ternavi 1766. 16". 258 str. (Th. M.) — N. Ausg. 



^3 

Fritishanje j)eto. U Temavi 1773. 12^. 258 str. — BritisUenje 
shesto. U Budimu 1818. 12^. (Universit.-Büch.-Verz.) 

Kamen pravi smutnje velike, iliti pocsetak i uzrok istiniti 
rastavljcnja cerlcve ifitocsne od zapadne, po mlagoposhtovanoniu 
G. Antunil Kanixlicliii etc. druxhe Isusove misniku jm-vc i^okoj- 
nomu etc. obilnto izpisan, s blagodarnostjom pako uzvishene i 
prisvitle kralj. magyarske komore na svitlo dan. U OsiJcu kod 
Ivana Martina Divalta 1780. 4". XVIII -f 907 str. 

Durch Verwendung des Bischofs von Slawonien Ant. Man- 
did auf Kosten der kön. Kammer nach dem Tode des Vfs. ge- 
druckt. Sprache und Styl werden sehr geschätzt, und das Buch 
von den Landsleuten „opus Ciceronianae eloquentiae" genannt. 

Nauk kerstjanski etc., po zapovjedi etc. Stjepana delVOglio 
Biskupa Kotorskoga, od D. Ivana Antiina Nenadicha iz Perasia. 
U Mlecieh 1768. W. 288 str. 

Stcplianl Rosa (m. 1770) Manuale theologicum latino-illy- 
ricum, explicationes, definitiones et descriptiones exlnhens ordine 
alphahetico. Ms. 

Appendini II. 306. 

Blago nanka karstjanskoga Nikole Turlotte u Slovinski 
jezik sloxeno po jednomu Franceskanu. U Mlecim 1770. 4". 
466 Str. 

Stulli. Appendini IL 307. 

Kratak Ähecedar i kratak kerstjanski katolicsanski natik. 
U Feshti 1770. 8'\ 46 str. 

Cvit Mirisni nauka karstianskoga. Lnka Yladimirovich. 
U Mlcci 1771. 12"". 91 str. 

Katekism Rimski po naredbi s. sahora Tridentinskoga a 
iztomachen i priohraclien iz Latinskoga u Slovinskonm jezilcu po 
B. Joscfii .Matoviehll iz Dohrote derx. Kotorske. U Mlecieh po 
Jovan Bntfisfu Cnfttntitini 1775. 8". 528 str. 

M, Th. Stulli. Appendini IL 252. 



224 

Nauli Tiarstjanski po obicsaju JSiskupie od Trevisa istu- 
macsen u Je^iku IlliricsJcomu. U MneciJi 1778. 12^. 96 str. 

Ispitanja svarhu svetih redovä i sakramenatd u obcJiinu 
izvadjena k visce hnjigä od Fra Mije Dragicsevicha iz Vargorca 
reda s. o. Franc, itd. U Mlecim 1779. S". 288 str. - ü Zadru 
po Änt. Lud. Battara 1800. 12^. 285 str. 

Kratlco sTcupljenje clmdoredne iliti mordle hogoslovice svarhu 
sedam katolicsanshe carJcve sakramenatd, is svetoga pisma, iz 
svetih saborä, iz odredjenjd svetih otacd Papi, iz nauka naucsi- 
teljd carkve boxje, i iz ostalih izvarsnijih bogoslovacd i kano- 
nistd Izvadjeno, za obchemu sluxbu parokd iliti xupnikd naroda 
slovinskoga navlastito seljanskih, za Missionare, za one, koi 
imadu pochi na ordine, za izpovidnike i za sve, koi podiljuju 
i primuju svete Sakramente pomljivo sloxeno i skupljeno u slavni 
Illiricski jezik i na svitlost dato za dobro obcheno od prisvitl. 
G. Marka Dobrelicha reda s. Franc, od obslux. Biskupa Ere- 
trianskoga etc. ü Ankoni po Petru Pavlu Ferri 1782. 4^. 
580 Str. 

Appendini (IL 253) lobt das Buch der gediegenen Sprache 
wegen sehr und führt es als Beweis an, dass die illyrische 
Sprache zur Behandlung wissenschaftlicher Gegenstände geeignet 
ist. Dobrowsky's Slovanka IL 97. 

Nauk karstjanski u kratko sloxen po naredjenju sv. Otca 
Pape Klementa VIII. od Kardinala Bellarmina. ü Dubrovniku 
1783. 8». 46 Str. 

(Vielleicht von Petar Ba§ic?) 

Mali katekizmus u pitanjih i odgovorih za najmanju dicu 
u Slavonii. U Budimu u slovarnici kr. magj. mudroskupshtine 
1785. 8\ Sehr oft neu aufgelegt. — U Budimu etc. 1825. 8" 
20 str. (Stereotyp.) 

Prilog k malomu katekismu (deutsch u. slawonisch). Essek 
bei Divalt 1785. S». 



22r) 

Sridnjl hatchismus u pitanjih i odgovorih zn nmik dicc n 
Slavonü. U Budimu u slovarnici kr. mnyj. mudroshupshthie 
1825. ö". 00 Str. — 1830. 8". !JG str. 

Wahrscheinlich melirmal aufgelegt. 

Sridnji iliti pokratcheHi kfdeJcizmus. U Rici (o. J.) S". 
72 str. 

Veliki katekkmus u pitanjih i odgovorih za ohchitiski i ose- 
hiti nauk dice u Slavonü. U Budimu sa slov. kr. mudroskupshtine 
1807. 8". 141 str. — N. Ausg. 1815. 8". 143 str. 

Ohne Zweifel oftnial aufgelegt. 

Uputjcnja katolicsnnskn u razgovore sloxena i u tri dila 
razdiljena, ti kojima shtogod na vire i zakona izkazanje, to je 
istoi'iu i cerkevnc nauke, ohicsaje, svetotajstva iliti Sakramente, 
molitve, sluxhe i svetoredhc, to je ceremonie, spada, ovo sve u 
kratko iz svetih vrutku, pisma i pridanja, tomacsi se, po Fran- 
cesku Amatu Pouget naucsitclju bogoslovice i opatu u jezik fran- 
ceski skupljena, i od istoga u latinski prineshena, a iz ovoga 
u ilUricski privedena i na svitlost dana od 0. F. Ivana Velika- 
nOYJcha Brodjanina derx. s. Ivana Kapistr. reda a. Fram., 
Dio 1. i U. ü Osiku slovima Iv. Mart. Bivald 1787. 4®, zu- 
sammen 528 S., Bio III. 1788. 518 S. 

Wird auch der gediegenen Sprache wegen sehr geschätzt. 
Der 3. Band wurde von S. 297 an in Ofen zu Ende gedruckt. 

La confessione dela fede greca. Borna 1789. 
Appendini II. 307. 

Nauk karstjanski u kratko istumacsen za lalcsce uvixbati 
dicu etc., potwvJjen i u kratje sloxen po naredbi priso. Antona 
Belglave, pervo Biskupa od Zanta, zatim od Korcule, a sada 
Bisk. od Trogira, po nastojanju M. P. 0. F. Alltona Giliranlclia 
pri Defindura Ganerala i petcrom Provinciala reda s. o. Franc, 
u Bahn. U Rimu po Ant Fulgoni 1789. 12^\ 156 str. 

Malfihni hdekixam s upitanju i odgovaranju za najnui- 
lahnu djecu, prinessen po Francesku Nikoll Persichu Naucsitclju 

SafaHk. Literaturgeschichte, n. Band. 15 



226 

Bogoslovcu, Kanon, od Luhiane etc. Graetii litt. ZeijTtamianis 
1789. S". 48 Str. 

Malahan Katekixam za ucsenihe od sckole trivialshe, parvi 
djel od sakona navcsenja, prinoss. po FPanceskll Nikoli Perslcllll 
etc. Graetii litt. Leyhamianis 1789. 8^. 112 str. 

Dobrowsky Glagol. Prag 1807. 8". S. 94 theilt daraus das 
Vaterunser mit. 

Istomacsenje nauJca harstianskoga. ü Mlecili 1797. 12^. 
232 Str. 

VeliJci hatelmam i is njeya izvedene najpoglavitie istine 
JcerstjansJco-katolicsansJcog zakona m horistno pojavljenje nauka 
izkushavanju uzrastnie mladexi u pitanjili i odgovorih, za Sla- 
voniu. U Osiku slovi Ivana Martina Bivalt 1800. -S". 125 str. 

Ive ßernardina Leakovicha Kratak odgovor svcrhu razdje- 
Ijenja istocsne i sapadne cerkve. U Osiku 1802. S". 58 str. 

Nauk karstjanski i druge stvari sa znati potrifjite, sa- 
kupljen u kratko iz knjigä dohre uspomene M. P. 00. Fra 
Pilippa h Occhevie, Fra Lovre iz Ujulmsckoga, Fra Luke Vlad- 
niiroviclia i razlik. drugUi. U Viucenzi shmtlsctem Tomme Fa- 
risa 1804. 6'". 32 str. 

Pravovjerstvo starieh, mladjem Duhrovcsanom na iagled. 
U Dohrovniku po Antunu Martekini 1804. 4^'. 172 str. 

Jezgra nauka kerstjanskoga, pisme i molitve hogoljiihne za 
sluxbu i zahavu duhovnu puku kerstjanskomu prikazane. U Osiku 
pritisk. II slovopreshi hasctinika pok. Mart. Divalda 1807. Ö°. 
129 Str. 

Vf. ist Jiipo Serlic, Domherr und Rektor des Seminarium 
zu Diakovar. 

Katechismus u süili Francuskog Cesarstva cirkrah iipcljan. 
U Karlovcu czivil- i militarzkom knig pritiskanju 1812. 8^\ (lieber 
80 S. nach einetti defecten Ex.) 



227 

Die Minulart in (iics«))n I{iichl<!in hält zwischen der prov.-kroa- 
tischen nnd illyrisclien die Mitte, und sclieint dieselbe zu sein, 
welche in und um Karlstjult ^'esJ)l•ochen wird. 

l^xsdiik slorstd (sie) , napoinrim ^ hrdtho istoniacscnje 
stvnri potrihitih nnaka knrstianshjyn^ usctmnpnno po tmrcdhi 
prismtl. G. Fr. Au£;iislilia Milclicha Biskupa DauUatishoya. U 
Splitu 1815. S"". 184 Str. 

Istomacsenje stvari potribitih naukn karstianskoga. AngUStin 
Rlilelicli. U Rimu 1828, 12'\ 211 str. 

Molitve, koje duhovni 2^^(sttri s hofjoljuhnim pukom moliti 
imadu. U Zagrebu 1817. 16^\ (Katechismus mit Gebeten). — 2. 
Ausg. U Osiku 1824. 12^\ 280 str. (Mit neuen Gesängen und 
Gebeten vermehrt). — 3. Ausg. Kratki mmk kerstjansko-katoli- 
csanski s tnolitvami, koje duhoinii pastiri s bogoljubnim pukom 
duhovnoj brigi zaufanim ocsito moliti imadu, zn korist Biskupid 
Bosnnske iliti Diakovncske i Sriniske zakonito ujedinjenih po 
zapovidi i vlasti G. Bisk. Emerika Kurole Uaff'dya za uzmlu- 
xenje sluxbe boxjc i obderxtivanje sloxnoga i jednakoga nucsimi 
u molenju, s trechim izdanjetn izpravljen i uzmloxan. U Osiku 
slüv. Divnld. 1827. 8'\ XXXI + 276 str. 

Alle drei Ausgaben dieses, ursprünglich für den slavoni- 
schen Theil der agranier Diöcese geschriebenen Katechismus 
liess der Bischof E. K. Raffay veranstalten. Die 3. wurde mit 
neuen Gesängen und Gebeten vermehrt. In den zwei ersten ist 
die Vorr. an den Clenis bloss lateinisch, in der dritten aber 
eine neue epistola encyclica lateinisch und illyrisch abgedruckt. 

Mala svakomu putribna bogoslovica, to Jest naiik kerstjan- 
ski s obicsajnima nwUtoami i pism'imi uredjeii. Pritlskanjc sliesto- 
U Budimu s kr. mudroskupshtine slovi 1818. 12^. (Von J. Pavic 'l) 

Nauk karstinnski. sloxen po jedtwmu Otcu druslUoa Isu- 
suva. U Jrdiinu lö20. 12'\ 6 str. 

Ohne Zweifel Abdruck einer älteru Ausgabe. 

15* 



228 

Katekizam mali s upitovanßm i oägovorim za dicsicu. U 
Mletcih 1)0 Frani Andreoli 1823. 8". 61 str. 

Auf Veranstaltung des Schulinspectors Jure Plancic mit 
der von der Commission projectirten neuen Orthographie. 

NauJc harstjanski u JcratJco sloxen po naredjenju s. Otca. 
Pope Klementa VIII. od Kardinala Bellarmina. U Duhrovniku 
po Änt. Martekini 1824. 16'\ 39 str. 

Mali hatekismus s pitanji i oäyovori. U Rici 1824. 8". 
29 Str. 

TJvixhanje svarhu sahramenta pokore. U üdinii 1774. 4'\ 
127 Str. 



5. Sittenlehre. 

Alai'illO (i€*il,j{lZOVlc (1540) De recta hominis ad pietatem 
Institut ione^ illyrice — angedruckt and jetzt unhekannt. 

Als die erste ragusauische Schrift in illyrischer Prosa be- 
merkenswerth. Appeudini IL 302. 

Ovjet od kriposti prikoristan djecsici i svakomu vjernomu 
kerstjaninu, koi ya ushude sctiti csesto, prinessen u Slovinska 
slova iz Talitmskoya po Krisln Maxarovichn Vlastel. Perasck., 
poklonjen prisvietl. i priposct. G. Marina Drayu Bisk. Korcu- 
lansk. U Bnecih 1712. 8'\ 110 str. 

U kratko sloxeua 24 rasyovora clmdoredna rahopisna 0. 
Timolea (ilcga Franceskana Dubrovcsanina (nach 1719). 

Wahrscheinlich Predigten. Vgl. desselben Vfs. Lesestücke 
aus der h. Schrift. Stulli. 

Theoloyia Moralis seu manuductor illyricas ad coynitio- 
nem sacri ordinis etc. alias Boyoslovje diloredno oliti rukovod 
Slovinski na poznanje svetoya reda, upravljen od. Antoua Kad- 
CSlcba Bisk. Troyirsk. za korist i duhovni nnpridak onih, koji 
hlepe hiti zahilixeni svetim perijacom, koji slitscaju svetu ispo 



229 

vid i koji puatirnju sUidu Isukerstovu. Bononiae 1720. 4". 
553 S. nehst Bog(j. Vorstüchc. 

Appendini II. 253 mit der falschen Jahreszahl 1759. Stiilli. 
Dobrowsky, Reise nach Schweden, Prag 1796. 8". S. 24. Engel 
III. 463. 

Istina katolicsanska iliU skazanje upravljetija spasonosnoga 
xitka knrstjmisJcoga s zalnlixenjetn zabliidjenja Garcskoga od- 
mctniesstva iliti Garcskich crexiä, u koje su nesrichno upali, 
odkad SU se od Rimske carkve oddilili, sve izvadjeno iz s. pisma, 
iz tinukd svetieh Otacd i razlikih knjigu, sloxcno u jezik Illi- 
ricski i na svitlost dato po Otcu Fra AntnDn Bachiclia reda 
male bratje ohslux. s. o. Franc, etc., prikazano priuzvish. Veli- 
csanstvH G. Emerika Eszterhazy Primata i Arkibisk. Ostrogon. 
etc. U Budinm kod Ivana Giurgia Nottcnstein 1732. 4". XX 
+ 570 Str. 

„Liber moralis" Occhievia. „Moriim doctrina" Horanyi I. 
78. Stulli. Appendini II. 307 (wo irrig Babic). 

Dilorednik za kripostljuhnu zohavu i korist svakoga cso- 
vikn, po Miliaila IVIilialjevichu Paroku Drenjanskomu etc. na 
svitlost izdat. U Osiku sloo. Mart. A. Divald. 1823. 5". 152 str. 



6. Predigten. 

a. Einzelne Predigten. 

Ruzsicska Antonii Presb. et Eloqu. S. Prof. — Predika od 
jedinstva u kerstjanstvu sverhu Ernng. Joan. podj. 17. red. 20—21, 
iz Nimacskoga na llUricski jezik prevedena po AdailUi ThadI 
Blagoevichll od Valpova. U Becsu (1773). 4'\ 139 str. 

In dem Catalogus Bibl. Szechöny I. p. 484 wird bemerkt 
„In dnabns columnis character. lat. et glagol.'' wo es doch heissen 
sollte „cyrill." — Dieselbe Predigt erschien deutsch: Predigt 
von der Einigkeit im Christenthum, Wien b. Kurtzböck 1773. 4", 
und lateinisch: Sermo de concordia in populo christiano, e germ. 
in lat. translatus, Vindob. typ. Jos. Kurtzböck 1773. 4". 



2:^0 

liedovnika Donvhdhma Duhrovcsanina (Arkailgcia Kaliclia) 
IVi hesjeäe Duhrovriiku u strahu od huge recsene. Uagusa O. 
A Occhi 1784. 4'\ 27 str. 

PraDJe FllSlinioni Razgovor u priUci slavoäohitja zverhu 
Oetina, Tiros velihoga topovd vladavca Josipa De Vinsa etc. 
U Zagrchu po Tv. Thom. Trnttneru 1791. 8". — Mazgovor u pri- 
Uci, Jcad vojsJca Ogulinska jest odhajala suproti Francum. U Za- 
grehu slovotishom Novoselovim 1796. S". 

Smert priuzvisli. Gosp. Gedeona Laudona, p)0 0. Josipn 
Stajanovicll B. s. Fr. U Budimu 1794. 8^\ 14 str. — Tuxha 
duslie i tila. ü Budimu 1794. 8^. 15 str. — Uspomena opchen- 
slioga suda. U Budimu 1795. 8^. 29 str. 

Cevapoviö Catal. p. 822. 

Razgovor drugi od osohite virnosti, koju vojnik svojemu 
hralju duxan jest iskaeati, of? Jurja Hcliclia. U gradtt Alexandrji 
pritisJcan s slomma Ignatia Vimercati 1795. 8". 20 str. 

Davida Mcznai'a Pridika od s. Martina Turonshoga Bishupa, 
Jcanoti odvitnika iliti patrona oc^tpne cerhve u slaimome Poxesh- 
Jcoga Comitafa spaihihu Brestovacskomu podignute. U Zagrehu 
Xwi Ant. Novoselu 1795. 8*\ — Pridika u vrime zadohitoga po 
Austrianci suproti Francuzi hod Mhena potoha gradoim Maintza 
i Mannheima priobladanja, po slavnoj varmedji Poxeshkoj : „ Tehe 
hoga falimo" derxane zafnlnosti etc. U Zagrehu pri A. Novo- 
selu 1796. 8'\ 

Govorenje ^jo/tjo^^wo, koje o sprovodu Mathe Franc Ker- 
tizza stolnih cerkvi Bosan. iliti Diakov. i Srimske Biskupa etc. 
na 29. dan m. Serpnja godine 1805 ohderxavanomii recse Frano 
Kolnng,]icb iste Biskupie Misnik etc. ü Osiku sa slov. Iv. Mart. 
Dimlta (1805). 4". 28 str. 

Pokopno govorenje, koje o sprovodu priuzvisli. G. Antuna 
Mandicha stolnih cerkvi Bosan. iliti Diakov. i Sritnske Bisk. 
etc. na dan 11 m. Oxtijka 1815 ohderxavanomii recse Kai'la 



231 

Paviell isfih Bishnpid Mianik, Opnt B. M. D. u Biharu etc. 
U Osiku slovima BnsJdinikä Divaltovih 1816. 4". 28 str. — Svet- 
csum (iQVormjc o priyodi dmge mlnde misse priposht. G. Gahre 
Jankovicha Kanon. Djakov. etc. 1827 recseno od Karle PavieliJl 
u Budimu slovotisUjem kr. mudroskupsUine 1828. 8^. 23 str. 

Govorenje pokopno, koje o svecsanom provodu prisvitl. G. 
Jozipa Kiralya Bisk. Pecsuj. dana 26 Kolovoza 1825 recse 
Fran,|o Tomicll Kanon. U Feesulm slovima Stipana Knexevicha 
1825. 4'\ 21 str. 

Govorenje od pritnje na povratjenje u stare grihe, po pri- 
svitl. G. Emerlkii Karli Kaffay itd. U Osiku 1826. 4^ 14 str. 
Der deutsche Text 18 S. — De dignitate sacerdotum, illyrice & 
germanice. Essecii 1826. 4". 

Bischof Raffay verfasste die Predigten lateinisch, und sie 
wurden dann in's Illyrische übersetzt. 

Joliann Jozepac Progovor na dan slavnog porodjenja ces. 
Franc I. U Osiku 1830. 8". 16 str. 

b. Predigten in Sammlungen. 

F. Pauli Znzzcri Ord. S. Domin. Sermones de Ädventu, 
Quadrngcsiniales dt de Sanctis, an. 1580. 

Farlati VI. 18 „sermone patrio," er war ein Ragusaner 
und lebte in Ragusa. 

BecHe;i;e ,T,HBKOBHha CBapx« RBanV-THa He,T;H.ibHHfiX etc. H 
Mhotuhcx iio II. M. BepxaH« 1(5 IG. 8". Diese 1. Ausgabe habe 
ich nicht gesehen, wohl aber folgende : BeCH,T;e ,HHBKOBHha CBapx« 
eBaulje.iHa He,T,H.ii>Hiiex npHKO CBera ro,iiiiii;a, Koe CecH^^e h3 pa3- 
.iHKKex ,T,Ha'iKHex KHbHra npnBe,i;e, h cuHca n c.io;kii öoro.ir.sr>HH 
rK)rocjioBai; «i-pa Maine ;tuBC0BHh m Ile.iaüCKa (sie), pe;Ta 
cBexora ^panneiiiKa h:^ npoBiiuuHe iipumchkom Bocne Aph)eHTHHe, 
« KOHX ce 6ecH;i.ax :j,|ap,Ko Miioro cruapii immlm:ph,i.hc h KopHcae 

KO.IHKO :m pe,I,OBHHKe, TO.IUKO .VA CBHTOBUC .Ib«,l.e, KaKO ce OUHTO 

BH,^H uarekiHCM OBe KHbHi'e. ^l^oyi IleaH »PH.iiiiioBiih ihm 



232 

rap'iMii, MHciiHK M KaBajmp cBOTora MapKa hciioji; CHfena « 

HOTHHM apil,Mf>MCK«IIMe ('IIJlMH.Ke iJMHH IIOHOBMTM IJJ,aMJIN, C)«,T,HhM 

HO MaHLKOJia K Ma.io Me ce Hao;i,eiiM KHbMre MMeHOwaHe cuapx« 
eBaHl)e.iHa <i>pa Maxie II,Mi{KOimiia , « Koi HeMam.Ka HMu;a, 
Bete CBe onaKO KaKO ne h napB.ii.e maMnano iiomoBaHMM pe,T,o- 

BHHKOM H ,T;eBOTHM KapilfhaHOM C MOHM Tp«,T,OM H C BCJIMKOM 

noMHtOM H MeiieM iiiaMeime kph:k CBCTora MapKa. IIpMiii;aHna « 
Mjieii;H no poiieHM« mcscob« na a(d;i;. 1704. no Hhko.th IIeii;ii,aH8 
KHturap« H MapnepHH 3 ji,on«iukeHHeM cxapHhM c. o*. 8"., 10 
nicht pagiiiii'te Bl. Einleitung und 1010 S., der Text in gespal- 
tenen Coluninen. 

Blatt 1008 auf der Rückseite liest mau: iio'ie ce imcaTH 
iia xM.iMaji,s M mecaT h ,T,p«roHaecT, CT«,T,eHora na kh., « c«6ots 
« KpeiiiCB«, H cBapuiH ce na xMjmaTi,« s uiecaT m ijeTapnaecT s 
ojiOBS, capiina na kh. a maMHa ce na axis. h ohct ce pncraMHa 
M HOiiOBH iia mji. Auf das Haupttitelblatt folgen 9 unpaginirte 
Blätter, wovon die ersten 7 ein summarisches Inhaltsverzeichniss 
über die vorzüglichsten in den Predigten abgehandelten Gegen- 
stände, das 8. die Approbation der kirchlichen Censur vom Jahre 
1615, das 9. endlich die Dedication enthält: npMCBHT.iOM« h 

npMHOUTOBaHOMH TOCH. TOCH. *pa BapTO.lS Ka,T,'lHh« ;i;0CT0flll0MS 

ÖMCK«H« MasapcKOM«. Hierauf folgen die Reden selbst mit einem 
Specialtitelblatt und der Jahreszahl: Awr, 1703. In Allem ent- 
hält das Buch 66 geistliche Reden oder Predigten (6eCMji,e). Die 
Paginirung ist arabisch und cyrillisch, die Signatur lateinisch 
und cyrillisch. Occhicvia. Horanyi I. 523. Appendini H. 307, 
wo es statt 1740 heissen sollte 1704. 

Rignumdo (iijaman,jic's(^sf5. 1640) Fnsten^n-edu/fen, utKjedmdi. 
Apendiui II. 302. 

F. Vilalls de Uaglisio Orä. S. Franc Gonciones per ferins 
solemnis jejtmii et udvcntus dominici habitae, partim illi/rSce, 
partim italice tt/pis edita. (WahrsckeinUch Vitale Andi'iasevic, 
1686). 

Farlati 111. sacr. VI. 18 (ohne Angabe der Zeit) jedoch 
in der Reihe der Schriftsteller zw. 1570 — 1580. 



233 

<MJIA © OHETM ajiJiMTii r(mopeHi>Ha ö CBeTKOimiia ;«i6mjim- 
MCCHM iipMKo r()ji,Hm,ii. TaK(>l)ei) roitoiK'iii.Mii cuapx« t'i<aiil)e.iia s 
cue iie;i,H.n>ü iipuKo ro,uiiii,a, m cTOMaueiio hü pa;uMKM KUbMra 
jiaTiiiicKM H cioaceHO « iie:mK h.i.ihi)m«ikm iio öoro.ir.xfiiiOMS öoro- 
cjioHii,« w. ir. «i'pa CrMiiaii« Jlaft'iaiiHiis MapKonn« a.iMTM MaprH- 
TMtiS m:{ Kpjur.eiJCTBa öocaiicKora. 8 M.ienn acoh (1708) iio Hh- 
KO.iit JleuniiH no;i; riM.niroM w .m.iiiaiia. 4". 4 Bl. Vorstücke, 296 
S. Text. 

Das 2. Bl. enthält auf der Vorderseite die Dedication an 
Fra Marko Biilaic Bogoslovac und Minister Bosanski (Provin- 
cialis), auf der Rückseite die Vorr. des Vfs., auf dem 3. Bl. 
steht das Inhaltsverzeichniss : es sind in allem 109 Predigten. 
Das vierte Bl. Approbation der Censur vom 3. April 1708. Die 
Paginirung ist arabisch und cyrillisch, die Signatur lateinisch. 
Occhievia. 

U krath) sloxena 24 razgovora chudmedna rukopistm 0. 
TluiOtca GIcga Franccshina Dahrovcsan'ma (nach 1710). 

Stulli. — Schon oben unter moralischen Schriften ver- 
zeichnet. 

Ardclio Dcllabella's (um 1728) Predigten, mehrmal gedrucJct, 
zuletzt in Venedig. Razgovori nauJca karstianskoga. U Mleci 
(s. a.?) 4". 259 str. 

Appeudini Grammat. illir. p. XIII. 

Lnka Kuijiz (str. 1742) Fastenpreäigten. Hs. 
Sehr geschätzt. 

Rjecs hoxja s mnogo karstjanskieh naukä za samu svarhu 
boxje slave i duhovne koristi navjesdena darxavd slovinskieh 
karstjanima po potajnu Bogoslovcu redovnikn pripovjedalacä 
Dahrovcsanina (Vlncencu (Jozze drugach (üiicsctich). U Mlecieina 
prid Scimunom Occhi 1743. 4^. 496 str. 

Enthält 30 Predigten. Der Auetor hat sich nicht genannt. 
In der Vorr. spricht er von Fra Arkangeo Gozze (^Guöe- 
tic) und lobt dessen Styl und Sprache über alles. Appeudini 



2H4 

IL 305. 307. Stulli. — Ob die in Neapel gedruckten Panegirici 
dieses Vfs. in illyrischer Sprache verfasst seien, weiss ich nicht. 
Appendini II. 305. 

Dushu csuvajuche pohodjenje, to jest oniuli, lioji na nebe- 
shih darovih, müoserdju l milostima fale, slave i uzvislmjn jedno 
Boxanstvo, trostnika slava, ili prisvetoga trojstva iz hogoljuhnili 
promlshljanjä, uzdisanjd i pismicd sMopjenja, na nebu pocseta 
i na zemlju poslana od tri desetine angljeosJca krunica, Jcoju pri- 
uzvish. G. Martin Biro de Padany Vesprimshi Bishup u ne- 
dilju prisvetog trojstva u svojoj cerJcvi 1746 jest zapocseo etc., 
u jezih macsarsJci na svitlost dana, a sada . .. po 0. Fr. Jero- 
liinu Lipovcsichu iz Poxege reda s. o. Franc, etc. u jesih illi- 
ricsTii prineshena. U Budimu kod Veronike Nottensteimn udo- 
vice 1750. 4^ 432 str. 

Das Original ist: Birö Märton Padäni Veszpremi Püspök 
Lelket örizö lätogatäs etc. Budän 1747. 4'\ 104 Seiten. 

Jcrolhna Fillpovlcha Pripovidanje nauka karstjanskoga etc. 
U Mletcih 1750—1765. 4°. 5 Bde. 1. Bd. 1750. 584 S. 2. Bd. 
1759. 451 S. 3. Bd. 1765. 380 S. 

Dogmatik in Form von Predigten; schon oben unter dog- 
matischen Schriften verzeichnet. 

Duxna slava sinovskoga hogoljubstva, kojti nebeskoj kra- 
Ijici slavnoj i pricsistoj Marii divici u sedam predikd od sedam 
priko godine nje svetkovinä daje o. Fra Anilin Papnsijicll s. Bo- 
goslovice scioc generalis etc. U Budimu kod Veronike Notten- 
steinin udovice 1751. 4^\ 84 str. 

Occhievia. Horanyi III. 38. 

Marino Pctrovlc's (um 1750?) Predigten, Lobreden auf 
Heilige (panegirici) und andere EeligionsscJiriften, ungedruckt. 
Appendini IL 305. 

Govorenja sveta chudorednn, podobna rar-umn od svahc 
versti cseljadi, varhu svih nediljd od godiscta, rukotvmje Ivawi 
KampadelU, Popa Paduanskoga, Naucsitelja od s. Bogoslovja, 



235 

(Inno mt sriflost, osohito Tupnikom od .seid, jyrinessfmo u llnr- 
vatski jeük od IhMilillika Favicslclia Hvarunina iz Varbanja, 
FoiHi od skupa S. Filippn u SpUtu, iirikazano svim prisv. i pri- 
posc. ÄJ'kihishupom i Bisk. od Harvatshih darxnvä. U Mnecih 
po Bonifaciu Viezseri 1754. 4". 519 str. 

Stulli, der den Vf. irrig Pavle nennt. Appendini IL 
306—307. 

Testimonium hilahium , scu sermones panegyrire - dog- 
matico ' morales pro solemnitatibiis Domini Sabaoth, nee noii 
et alii nommlli, ut indiciilus argumentorum infra positus nwn- 
strat, latine & illyrice elaborati ad Jionorem et gloriam atque 
in obsequium SS. Nominis etc. Jesus, a Patte Phllippo ab Occllie- 
V,|a Ord. Min. regal. obs. Seraph. P. S. Franc, etc. Venetiis 
Ulpis Dominid Lovisa 1755. 4^. 398 et 144 pagg. 

Nediljnik dvostruk 0. F. Fillpa iz ücclllevje reda Manje 
bratje s. o. Franc, obslux. etc., to jest po dva govorenja za 
svaku nediljii priko godiue, lasna, kratka i ravna, sama sa 
lasnochu pastirä na^elacskieh puka priprostoga i nenaucsnoga 
uredjena i data na svitlost. U Mletcih po Dominiku Lovisi 1706. 
4\ XVI-\-440 Str. 

Svetnjah 0. F. FIlipa iz Occilievje reda manje bratje s. o. 
Franc, obslux. etc., to jest govorenja od svetieh, kako i na dneve 
stwtkovinä giblivich., koi se shtiiju uzderxanjem od poslovd, slu- 
xavshi priko sve godine, kratka i ravna kakonoti za lasnochu 
pastird puka priprostitoga spravljena i data na svitlost. U Mle- 
cih po Dominiku Lovisi 1766. 4^\ 208 str. 

Horanyi III. 691. Appendini IL 307. 

SPl'afiliO Ccrva's (st. 1759) Fastenpredigten, unedirt. 
Appendini IL 15. 

Prcdike od .svetkovinä doscastja Isukarstova po 0. F. Jo- 
Sljui BanOYCn, reda s. o. Franc. U Mlccih 1759. 4". 155 str. — 
Hazgovori duhovni. Ancona 1763. 6". 155 str. — Prcdike ne- 
diljne. U Mlecih 1766. 4'\ 164 str. 



286 

Appendini IL 807. (,,Avvento c quaresima," also erschie- 
nen wahrsch. die Fastenpredigten zu Ancona 1763). 

ProsviÜjenje i oyrianje jesenoy i simnog doba, iliti nediljne 
i svecsane pridihe ]priko jeseni i zime dolazeche, razmn csovi- 
csanski u dilovanju prosvitljujuche a dushu spasonosnim na- 
uJcom griuche, za pomocli sviu dushä nastojnikd i ostalih pripo- 
viddlacd hratho ali Joruto sloxene po 0. Fra Riuci'lkn Pavlcllll 
reda s. o. Franc, od ohslux. etc. U Biidimu s troskom G. Bar- 
nabe Decceincha Gradjanina Budimskoga usctampane po Leo- 
poldi Francesku Lander eru 1762. 4". 132-\-131 str. 

Horanyi III. 49. Appendini IL 307. Cevapovic Catal. 
p. 320. 

Svakomu pomalo iliti pridike nediljne sajedno s korizme- 
nima, svima duJiovnim pastiram veoma koristne, a pravovirnim 
kerstjajwm osohito hasnovite, koje stanje i svakoga csovika ve- 
chanje u sebi uzderxaju, i temelj evangjeoskoga mkona svakomu 
i nesetnomu obilato navishtuju po F. (i\jnri Rapicha Gradicsa- 
ninu reda male bratje s. o. Franc, od obslux. etc., sloxite i na 
sviflost date. ü PesJdi kod Äntuna Franceska Eitzenbergera 
1762. Fol. 474 str. (744?). 

Catal. Bibl. Szecheny. Suppl. IL p. 412. In meinen hss. 
Notaten stehen 744 S. 

Od svakoga pomalo iliti kratko izpisanje xivota, mucse- 
nicsstva i slave pravih i svetih priateljd boxjih na korist i vicsne 
spasenje ne samo sviu pravovirnih i bludechih dushä s mogu- 
chom pomljom sabrano i s osobitim trudom skupito i u llli- 
ricski jezik na svitlost dato po 0. F. (Jjiiri Rapichu iz Gradishke 
Beda S. Franje prov. sv. Tvana Kapistr. U Peshti kod Änt. 
Eitzenbergera 1764. 4". 636 str. Festtagspredigten. 

Appendini III. 145. Cevapovic Catal. p. 320. 

Besjede karstjanske za nedielnieh i hlazieh danä od go- 
d'iscta (po 0. (j^nvil Bascichll Jesuvitu Bubrovcsaninu). U Mle- 
cieh Sim. Occhi 1765. 4". 328 str. 



237 

Stulli Appciulini II. 32. 305. (Wahrscheinlich ist S. 307 
„il parlar cristiaiio, opora aiioiiiiiia, Veiiez. 1763," dasselbe Buch 
und die Juhrszalil falsch.) Appendini lobt die Gründlichkeit, Ord- 
nung, Weihe und Natürlichkeit des Styles dieser Predigten. 

P. HicroDyuias Lipovcle (1706) „Scrmones quosdam mo- 
rales alicujiis Episcoin llungari illyrizavü." 
Occhievia. 

3lilia,jlo Rlillukovic's (st 1775) Pmligten, umdit-t. 
Sehr gelobt. 

Sebasliaiio Dolci'S (st. 1777) Fastenpredigten, loalrscheinlich 
gedrucld. 

Appendini II. 27. 

Le lodi dei Santi, 1778. 
Appendini II. 307. 

Csetiri govorenja chudoredna po 0. F. (Jai'jc;! h Varcsca. 
Abgedruckt in T. Babic's Cvit razlika mirisa duhovnoga 
(3. Ausg. Ragusa 1829). 2. Abth. S. 48—69. 

Ivau Luka (ilarau,jiu (st. 1783) Predigten und Ilomilien. Hs. 
Vortrefflich, bei J. L. Gar. d. J. (Ciccarelli 104). 

Ivana Josipa Panloviclia (Liicsiclia) Deset pokondh razgo- 
vorä. U Jahinu 1785. 4*'. 139 str. 

Besjede duhoone Otca ßcrnai'da Zlizzeri Diihrovcsnmna 
druxhe Jesusooe, recsene prid shupsctinom Dohre Smerti u Carkvi 
s. Ignacia u Duhrovnihu. U Duhrovnilm po Ändrü Trevizan 
1793. 4\ XXIV-^424 str. 

Nach dem Tode des Vfs. von (ülanlnka Volantic heraus- 
gegeben. Appendini Gramm. Illir. p. XI. Vorgesetzt ist das 
Leben des Vfs. von lijuro Bacic. 

Govorenja za sve nedilje godishnje ud sluxhu pripovidaocd 
i na korist slishaocd sastavita po Otcu Frei Bernardina Leako- 



238 

vichn reäa s. 0. Franc, etc. U Osilmsl ovinia Iv. Mart. Divalt. 
1795. 4". 263 Str. 

Nauk od poglavitih stvari herstjansko-luitolicsanshih, po 
0. Fra Bernardiiiu Leakoviclni rcda s. Franc. U Budimu sh- 
vima kr. Skupnoiicsnice 1798. <9'\ X S. Vorr., 490 S. Text, 10 
Bl. Inhaltsanz. und Errata. 

Das Buch enthält Predigten, 40 an der Zahl. 

Govorenja za svecsane dneve Boxje, B. D. Marie i Svetih, 
s nikima priloxitima porad pohoxnoya obicsaja, po 0. Fra Ber- 
nardinu Leakovichu. U Osiku slovima Iv. M. Divald. 1802. 8". 
404 Str. 

Sveta govorenja pedeset na vecliu slavu Gospodina Boga 
Sabaoth, na posJitenje hlaxene divice Marie Bogorodice i osta- 
lili svetih hoxih priko godine sloxena i prikazana Njihovoj Ex- 
cell. G. Nikoli MilasJdnu Bisk. St. Biograd. etc. od Fra Ale- 
ksaudra Toiuikovicha Frandskana etc. U Osiku "slovima Iv. 
Mart. Divalt. 1797. 4". 385 str. 

„Sermones 50 festivi cum quibusdam fragmentis." Ceva- 
povic Catal. p. 322. 

Malahni skup pastirski nikih govorenja, koja vladajuchi 
s carkvom Makarskom na misto svoga Biskupa ucsini u carkvi 
stolnoj istoga grada priposct. G. Ivan Jozip Paillovich Lacslch 

ohajii sakonä naucsitelj i iste Makarske carkve kanonik etc., 
prikamno prisvitl. G. Garguru is Varesca Bisk. RuspsJcomu 
i u svoj Bosni i Hercegovini. U Mlecih kod Sehastiana Koleti 
1800. 4'\ 99 Str. 

Josip Stfltjanovic's Sonntagspredigten, ungednickt. 
„Insignes conciones Dominieales typum praestolantur". Ce- 
vapovic Catal. p. 322. 

Silvesler Ninkovic's Fredigfen, umdirt. 
„Sermones parati typum expectant/' Cevapovic Catal. 
p. 326. 



2S9 

Arkantj;^« Kalie's Fastenprcrl'KjtQrt, im J. 1803 zum Drucke 
bereit. 

Appcndiui II. 305. Sprachlich rein, trefflich; sehr ge- 
schätzt. 

Nediljna (jovorenja sa sve nedilje eile godinc, iz s. pisma 
i nonhn s. otacd izvadjena, u kratJco sloxena po 0. Fr. Adnibcrtu 
Horvallin, reda s. o. Franc, etc. U Budimu slovima i s troshkom 
kr. mudroucsne skupshtine 1824. 8'\ 1. Bd. XVl-\-526, 2. Bd. 
587 S. 

Korizmenn govorenja od miike i smerti G. Isukersta, po- 
kore i sfrnshwf/ suda hoxjeya, iz s. pisma etc. po 0. Fr. Adal- 
berlii Horvalhii. U Budimu etc. 1824. 8" XII-\-2S8 .<ifr. 

Sveta govorenja od razlicsitih soetkovimi, u kratko sloxena 
po 0. Fr. Adalberlii HonaUiii e?!c. U Budimu etc. 1824. 8"". XVI 
-j- 366 Str. 

Jakob Borkovic's (st. 1825) Kanzelreden, unedirt. 

Uazgovori za sve nedilje kroz godishte, dilo Fraue Vrlja;na- 
Illoa hiüshega kanonika stolice Senjske etc. i sada Flooana G~ri- 
xanskoga etc. U Eici pritiskuno slovima hratje Karletzky 1825. 
4'\ 466 str. 

Enthält 57 Predigten. Das schön gedruckte Buch ist dem 
Bischof von Senj und ModruSa Johann Baptist Je§ic dedi- 
cirt. Die Orthographie ist ganz eigenthünilich : ch=c , c=c, 
Qz=:ö, nj: njega, Ij: bolje, /§, f := c: §veti, Hovo, S, s = m, 
Stenje, dusa, x— 2, z=z, * ist Dehnungszeichen des gen. pl. &c. 
kuchä, otacä, pi\t. Uebrigens parvo, karstjani, niarziti, svit, 
potribocha, od statt o mit dem gen. od suda obchena, od po- 
kore, od pakla, od napasti (de judicio, poeniteutia etc.), gen. 
pl. adj. -ih: bezumnih i oholih glavä etc. 

Jtiazgovori Fefra Vamii Bedovnika vu iUiricski jezik pre- 
neslwni po Kraiiu Vripauiuu. U Mici 1831. 8'\ 



240 

Ivan Salatiö's (st. 1826) Predigten, unedirt. 
Werden sehr geschätzt. 

Sveta govorenja sa sve nedilje Tcroz diu godinu, sloxena 
i recsena u stolnoj cerhvi Didkovacskoj po Bai'thola Pavlichn 
Bisk. Diakovacshe misniJcu (1. knjiga, u kojoj se zaderxaju go- 
vorenja pocsinavshi od perve nedilje prishastja po posUdne po 
uskersu). U Budimu slovima Ter. mudroucsne skupshtine 1827. 
8". 1. knjiga 498 str., 2. hi. 230 str. 

Pridike i IlomiUe m sve nedilje i svethovine priho eile 
cerkvene godine, po Antimu Mihalichll S. Bogoslovja naucsitelju, 
okolisha Petrovaradinskog Vtce-ArcJd-Diakonu i u Petrovarad. 
gradu paroku sloxene. U Novomsadu slov. Pavla Jcmkovicha 1. 
svez 1829. 8"*. 240 str., 2 sv. 1829. 286 str., 3. sv. 1830. 252 
Str., 4. SV. 1830. 323 str. 

Nach Joh. Mart. Gerik's (?) Pf. zu Ingolstadt, Predigten, 
Bamb. und Würzb. 1819. 

7. Erbauungsschriften. 

a. Historischen Inhalts. 

aa. Auszüge aus der heiligen Schrift; Bibliselie Geschichte. 

Tlmoteo Gleg's (nach 1719) Lesestücke aus der h. Schrift 
(„lezioni scntturali"), aus dem Italienischen des Gesare Galino 
übersetzt und ivahrscheinlich ungedruckt. 

Appendini IL 304. (Vielleicht eins mit den obigen 24 Raz- 
govori ?). 

Xivot Tohie iz Staroga pisma. 

Stulli. — Schon oben IX. 1. dd. verzeichnet. 

Ogledalo temelja vire i zakona katolicsanskoga , to jest 
s. Pisnio iliti jezgra sviuh dogadjajd Staroga i Novoga Zakona 
stolmacsenjem svetih otacd etc. po G. Bayaiunontu sloxeno, pri- 
nesheno po 0. F. ElllCI'ikll Pavlcliu. U Budimu slov. Landenra 
1759. 8". XII-\-693 str. Osim pokazanja poglavjd St.iN. Zakona. 



241 

„Ilistorijie c sacra veteiis et recentioris temporis me- 
moria (sie) depromtae, interserta SS. Patrum interpretatione, cum 
figuris, Biidae 1759. 8"." Horanyi III. 49. Richtiger „Corapendium 
historiariun Biblicariim adjecta expositione SS. Patrum." Ceva- 
povic Catal. p. '.VIO. Appeudini II. 307. — „Jezgra pisma svetog 
god. 1760 na svitlo dana" erwähnt von Pavic selbst in der 
Vonede zu seinem Lcctionarium der Evangelien und Episteln 2. 
Ausgabe 1808, ist dieses Buch. 

Compendio della S. Scrittiira di Andrea Kaclc, 1760. 
Appendini II. 306. 

Historia svetoga pisma staroga i novoga zakona za potribu 
narodnih ucsiumcd u magjarskofn i slavonshom kraljestvu. U Bu- 
dimu slov. kr. mudroskupshtine 1780. 8'\ — N. Ausg. U Bu- 
dimu etc. Ißj^S. 6'". XJI.-\-lll str. 

Sehr oft aufgelegt. 

bb. Leben des llrilaiides und der h. Jun|;frau Maria. 

Harlola Kaseicha Historie Loretane djela dva. In Borna 
presso il Lunctti. 1607 (1617?). S". 

Horanyi I. 387 mit der Jahrszahl 1607. Appendini II. 253 
mit der Jahrszahl 1H17. 

X.iüot Gospodina nascega Isukarsta. Vita del Signor nostro 
Giesii Christo, Upisa ga Bai'loloillCO Kast'lch Faxanin, pop bo- 
goslovac od redft druxhe Jesusove, penitencir lUirik u s. Petr^. 
In Borna edizione fattn dalla Congrcgazione de Propaganda fide 
1637 (oder 1638?) Ö". — N. Ausg. In Venezia appresso Bar- 
tolo Occhi 1700. 8'\ 124 str. 

Horanyi I. 388 hat die Jahrszahl 1637, Appendini II. 253 
1638. Enthält nach Appendini das L^ben der h. Jungfrau Maria. 
DellabelUi. 

P. Praucisci (ilavinich, Franciscani rigidioris discipUnae, 
Virginis Tersactanae hidvriu, a. 1644 tgpis matvlata. 

t>af.iHk. Literaturgeschichte. II. Band. 16 



242 

Farlati Illyr. sacr. IV. 138. Wahrscheinlich illyrisch. (Indess 
citirt Engel IL 343. IV. 9 desselben Vfs. Historia Tersactana, 
welche lateinisch zu sein scheint). 

Xivot Gospodina nascega Isukarsta. Gedruckt zu Venedig 
vor 1709. Fr. 16 Soldi. 
Katarina 1709. 

Xivot hlaxene divice Marie. Gedruckt m Venedig vor 
1709. Pr. 16 Soldi. 
Katarina 1709. 

Xivot Gospodina Jesusa Christa^ naroda csovicsanskoga 
spasitelja, po Mateu, Marhi., Lud i Ivanu svetiem evangjelistam 
i iniem davniem svetiem otcima, savarscen xivotom B. D. Marie 
njegove matere. Invidia Djaboli fit, iit fabulae salutari doctrina 
admisceantur, ut sie fidei veritas et religio ohscuretur et ener- 
vetur. Tert. (Po Stjepanu Rosi Dubrovcsaninu). U Mnecih kod 
Scimuna Occhi 1764. 4". XV 1+195 str. 

Appendini II. 305. Man tadelt die gesuchten Wörter und 
Redensarten. 

Xivot majke hoxje, kraljice i gospoje nashe prisvete divice 
Marie, popraviteJjice griha JEve i povratiteljice milosti, od ove 
gcf-poje ocsitovan i ohjavljen sluxhenici svojoj Marii od Ägride 
etc.f najprie u jezik shpanjski od iste pisan, pak u talianski i la- 
tinski prinesen, i najposli u illiricski u kratko skupljen i sabran 
po Antunil Bachicha reda s. o. Franc, ü Pecsuu slovi Ivana 
Engela 177S. 4". 404 str. 

Xivot Gospodina Boga i spasitelja nashega Isukersta, s ho- 
xanstvenom prilikom njegovom, za dicu napisan i u slovinski 
iliti illiricski jezik pristampan po Slipana Lukichu vis. slav. ka- 
mere kr. magj. concipisti. U Peshti sa slovima J. Th. Trattnera 
od Petroza 1823. 8". 217 str. 

Istinito ispisanje csudotvorne prilike B. D. Marie, koja 
u JRadnoj sverhu 150 godinä veche od hogoljuhnih kerstjanä po- 



243 

ioicfio se shtujc, i od (Jana do dana csesto s novima milostima 
sviti, gdi se sajcdno ohjavlje i lice stare i nove cerkve Hadnari' 
ske, za rt'slni slaru hoxijii i B. D. Marie, Icano i za osohito 
utishenje ho(/()Jjuhnih diishd iz lathishoga u slaoonsJei jezik po 
IVlnrianu Jaichn SS. Bogosl. shtiocu reda s. o. Franje etc. pri- 
ncsheno. U Aradu 1824. 16'\ 178 str. 

er. LcbenKbesolircibiiiigcii und Legenden von Heiligen. 

.loaimis Tomel Maniavilli Vita S. Margaritae, ßiae Belae 
regis, Ulyrice. Venetiis 1612. 

Auch lateinisch in ebend. Regiac sanctitatis Illyricanae foe- 
cunditas, Komae 1630. 4". 296 pag. 

Xiüot SV. Karla Borromea slovinski prinesen po Petra Pa- 
likuchi Duhrovcsaninu. In Borna presso Zanetti 1614. 

Dedicirt dem Fabio Tempestivo, Erzb. von Ragusa. Appendini 
II. 302. 

Bai'tola Kasclclia Xivot sv. Ignatia skracheni. In Borna 1623. 
Horanyi I. 387. Appendini II. 253. 

Bartola Kasclcha Perivoj od djevstva (Ilortus virginitatis, 
in quo dcscrihuntur vitae 25 virginum). In Borna presso Za- 
netti 1625. 8". 

Dellabella. Horanyi I. 387. Appendini IL 253. 

Bartola Kascicha Xivot sv. Franceska Saveria, Apostola 
od Indid. In Borna 1638. 

Horanyi I. 388. Appendini II. 253. 

Cvit svetieJf, to jest xivot svetih, od kili Biniska cirkva 
csini spominak, preneshen i slocccn na Harvatshi jezik katoli- 
csanskim ohicsajem po 0. Francesku Glavinicha Istrianinu Fran- 
ceskann. U Mnetcieh 1628. 4^. — Cvit svetih iliti xivot svetih 
etc. U Mnetcih 1702. 4'\ 275 str. 

Katarina 1709. 

Äliko Pozza's (st. 1686) Leben des h. Dominicus, des h. 
Bhilipp Neri, der h. Katharina von Siena, des h. Franz Xa- 

16* 



244 

verius^ des h. Anton von Padua, der h. Eosa von Lima, und 
üeher Setzung der Betrachtungen des P. Francesco Salazar, un- 
gedruclä. 

Appendini IL 302. 

Xivot SV. Giosafata ohraclien od JBarlaama, s jednim ver- 
scem nadostavljen radi ccenä hiti osudjen, pisane parvi put 
u TaliansM jezilc, a sada prinesene i istumacsene u Slo- 
vinsld jezih po Petru Macnkalu Pucsaninu SplitsJcomu. In Ve- 
netia per Bartolo Occlii 1708. 8". 96 str. 

Prosa; S. 88—96 Ponutkovanje kako se svak inia xenä 
vorovat, in Versen. 

-h'-. Xivot s. FrancesJca Xaveria po 0. Malli Yiteleski Jesuvitu. 
Stulli. 

Ignacia Giorgi's (geh. 1675, st. 1737) Leben und Thaten 
des Ji. Benedict, illyrisch. Oft gedrucJd, zuletzt zu Ragusa. 

Dellabella. Appendini IL 244. 304. Die Diction in diesem 
Buche gilt bei Sachkundigen als klassisch. 

Xivot 4 svetih, Franc, Ante, Diega i Pasckalu. Pelai" Kne- 
xevich. U Mlecim 1759. 12"". 63 str. 

Kratak xivot i naredhe sv. Otca FrancesJca Seraf. U Osiku 
1777. 16'\ 174 Str. 

Gianmai'ia Mallei's Lehen des h. Aloysius Gonzaga und 
der h. Michaelina von Pisauro, illyrisch, vor 1788. 

Farlati Illyr. sacr. VI. 21. 

Dila svetih mucsenihd nehimhena i izahrana, s trudom 
i pomnjom 0. P. TeodoriJca Muinarta, reda s. BcncdiJcta tnisnika, 
skupita, razahrana i na svitlost dana, a po Ivanu Marevichu, 
stolne Pecsujske cerkve kanon. etc., za korist duhovnu svcga 
Illiricskoga naroda iz latinskoga jezika na illiricski prineshena 
i u tri dila razdilita. U Osiku slovi Ivana Mart. Divalt, dio 1. 
1800. <9". 18 Bl. Vorr., 4 Bl Erklärung fremder Wörter, 303 S. 
Dio 2, 404 S. Dio 3. 364 S. 



245 

(Ivaiia Jose Paviovicha Lncsiclia) Kmtho izhazagne xivota, 
smarti i r^udesa s. Ivnna Nepomucena s deseticzom. ü DuhrO' 
vniku 1801. 8". 112 str. 

Dobrowsky's Slovanka I. 231. 

(Pftlra Basciclia) Xirot .<?. Vlnsi Bishqm i MucscniJcn, 
hranitclja sl'upiiovladanja Diihrovncskof/n. Pritjcsctcn u Du- 
hrovnilm po Ant. Martek'mi 1803. 8". XII +180 str. 

Appendini II. 301. 

Xivot s. Nikole Bishupa i ispovjednika, upisan od Me- 
todia Patriarke od Carigrada, od Scimuna Metafrasta i od 
injeh xnsaocd gnrcskieli, a poslje u krntko skupljen od Ivana 
Djakona i Leonarda Justiniana Mlctacskoga Plemicha, iz kojeh 
hi izvndjen ovi novi kratak skup, a sad od D. Milia Karailiana 
u slovinski jezik istwnacsetu U Dohwvniku po Antunu Marte- 
kinu 1814. S". 32 str. 

Opisanje xivota s. G-enoveve, rodjene vojvodkinje od Bra- 
banta, udcäe pako knjegine od Triera, iz razlicsitih knjigd iz 
nova sloxcno i na s tütlost dano po X. N. (Antana Nagy). U Bu- 
dimu s. kr. mudroucsne skupshtine slovi 1821. ö". 160 str. 

b. Eigentliche ascetische Schriften und Andachts- 
bücher. 

Basilio Grad! (st. 1586) übersetzte aus dem Lateinischen ins 
nigrische „illibro sulV Orazione dt Ttillio Grispoldi,'* und fügte 
Anmerhmgen bei. Gedruckt zu Venedig bei Giovanni Battista 
Ginnt a 1561. 

Appendini II. 88. — Anders Dolci: „nonnnllis suis locuple- 
tatum additionibus dieavit supradictis S. Clarae Monialibus (Mag- 
dalenae Gucsetich et Paulae Gradi) ex eisdem Venetis typis, 
quin et eodeni anno 1567 (nämlich gleichzeitig mit Od djevstva, 
bei Jo. Bapt. Guerra). 

0. Basilia Gradi Benediktina Vlastel. Bitbrov. Od djevstva 
i dJ€vi.sckoga hitja. In Venezia presso Giovanni Battista Guerm 



246 

1577. (sie Äpendini, 1567 Dolci). Zugeeignet der Magdalena 
Gucsetich und Paula Gradi, Nonnen des St. Clara-Ordens. 

Später von dem Vf. selbst ins Italienische übersetzt und 
gedruckt zu Rom 1584. Polnisch von Simon Wysocki S. J. Kalisz 
1607. Appendini IL 87—88. 

F. Paali Zuzzeri Ord. S. Domin. Libellus de Societate 
Nominis Dei, item alter de Societate Rosarii, sermone patrio 
(er war ein Eagusaner), c. 1580. 

Farlati VI. 18. 

0. Alexandra Komulovicha (Comoli) Jesuvita Zarcalo od 
ispovjesti. In Roma presso Zanetti 1606. 12^. 
Dellabella. Horanyi I. 414. Stulli. 

Zercdlo od spovidi. Gedruckt zu Venedig vor 1705. Fr. 6 L. 
Mandaljena 1705. Katarina 1709. 

MaTHe JI^HÖKGBHiia p. OB. $paHii;. Buch theologischen, mo- 
ralisch-ascetischen und historischen Inhalts. Venedig 1611. S". 
über 336 Bl. (Defect. Ex.) Vergl. S. 207. 

Bl. 42 auf der Rückseite liest man unter einem Bilde, welches 
Christum in der Mitte der Apostel darstellt: ua axia. Weiter 
Bl. 186 auf der Rückseite: na JiHaji;« (sie) h mecaT h eHonaecT 
8 MHeii,Me. Die Numerirung der Blätter ist arabisch und cy- 
rillisch; die Signatur hingegen lateinisch und cyrillisch. Das 19. 
Bl. handelt von der Nachahmung Christi bis Bl. 41. Vom Bl. 42 
Rückseite bis Bl. 299 steht iia«K KapcTiiaRCKH von Matia Div- 
kovic, damals Capellan in Sarajevo, aus dem Lateinischen über- 
setzt im J. 1609. Auf die Sign. Pp 3 (Uli r) folgt in dem Ex. 
eine Lücke bis Ss (lUui), welches Blatt schon mit 9 pagiuirt ist, 
wiewohl die Sign, fortlauft. Von Bl. 9 bis 37 werden die Wun- 
derwerke der h. Jungfrau Maria erzählt. Alles weitere fehlt. 

Zarcalo duhovno od pocsetha i svarhe xivota csovjecsan- 
sJcoga etc., istomacseno iz jesika Italianskoga u Duhrovacski po 
D. Mauru Orbinu. In Roma presso il Zanetti (um 1613?). 



247 

Appendini IL 302.. — In Venezia presso M. Ginammi (1621). 
S°. 312 Str. — U Mlecim 1703. 12\ 202 str. 

Wahrsclieiiilich auch später in Venedig aufgelegt. In dem 
Verzeichniss bei Mandaljena 1705 und Katarina 1709 steht: Zer- 
calo duhovno, to jest pocsetak i sverha xivota nascega. Pr. I L. 
4 Soldi. Das Original ist von Angelo Nelli. 

0rjie,T;a.io ;ii«xoimo ö no»ieTKa h caapxe acRBOTa qoBHqaH- 
CKora pa3,T,M.ibeH0 h paapeljeHO « neTHaiiecT pa:{roHopa a s cto 
H ne;i;eceT ««Öna ajiHTH c«m.ii.h nor.iaBUTHx, ytiHn-feeHu Melj« 

MempOM H HT.erOBHM HICHHEOM, HCTOMaueHO H3 HC^HKa HTa.lHaH- 

CKora « ciOBHHCKH. 8 Mhctuhcx ua axKii (1628) no MapES 1)H- 
uaM« .iHÖpaps « MapnapM 6.ih;j« CBexora MapKa w niiceHbc luiie- 
paHne. 16^. 16 Bl. Vorstücke, 456 S. Text und 12 Bl Inhalts- 
anzeige. (Buhvica.) 

In der Dedication des Buches an den skradiner Bischof 
Thoma Ivkovin nennt der Drucker den Uebersetzer schlechtweg 
Mavro Dubrovcsanin. In der Approbation der Censur auf dem 16. 
Blatt ist als Revisor des Werkes unterschrieben der Jesuit 
Bartoloniaeus Cassius am 9. Novb. 1613, ferner Jo. Ludovicus 
Seech Comiss. Inquisit. Venet. 1621. Ginammi druckte also die 
früheren lateinischlettrigen Ausg. von 1613 und 1621 mit cyril- 
lischen Buchstaben nach. Das Ganze ist in 15 Dialoge eingetheilt^ 
Auf dem letzten Blatte liest man: iipo;i,aue ce obo .iHÖapii,e h 
ocTa.iH w OBora He:}]iKa « Mueii,« iip« MapK« l)Hi£aMii .möpap« 
« MapnapH, K « CapaHBS npH rociio,iiHK« IlBaa« IL\t;h.ii>« « Jia- 
THeHCK (sie). Die Paginirung ist arabisch und cyrillisch, die 
Sign, latein. und cyrillisch, 

Franclsci Glavinich Mumis Ohristi amoris. Venetiis 1625. 
Th. Miklou§ic Izbor dugovany ztr. 84. Ob illyrisch? 

0. Franceska Glavlnicha Istrianina Franceshana Osetiri 
poslidnja csloviJca, to jest od smarti, suda etc. ü Mnetcieh 
1628. 4\ 



248 

Luka Knzmic'S Ueher die Art gut zu beichten (del modo 
di hen confessarsi). GedrucM zu Bmn 1631, 
Appendini IL 303. 

Scimnn Omncevic's (vor 1632) Schriften geistlichen In- 
halts (scritti sacri IlUrici), ungedrucht. 
Appendini IL 312. 

Atanasia Georgicsevicha Prilike i promiscljanja sardca cso- 
vjecsansJcoga (paragoni e pensieri del cuor umano). ü Becsu po 
Mateu Formika 1633. 

Stulli. Appendini IL 251. 

Bogdana ßaksciclia Bogoljuhna razmiscljanja od otajstva 
odJcupljenja csovicsansTcoga. Bomae typis s. Oongreg. de propag. 
Fide 1638. 12"". 226. str. 

Uebersetzung der Meditationes des h. Bonaventura. Engel 
III. 463. Dort heisst es irrig „in der vulgär-bulgarischen Sprache. '^ 
Denn die Mundart ist die illyrische. 

ßartola Kasic's Von der Nachfolge Christi IV BB. von 
Thomas von Kempen. Born 164:1. 

Appendini IL 253. (Nach M. Jaic um 1660 zu Korn in 
16". gedruckt.) 

ßarluo Kascicll Od molitve, Jcoja se csini pametju, seu de 
meditatione. 

Horanyi L 387. 

HbKQT Ö KpHIIOCTH J1,«X0BHM, npHBejlieH « iaSllK ILlHpM'IKH 

ajlHTH CIOBHHCKH etc, üuctore Paulo PosilOYicll. Venetiis typ. Ni- 
colai Pezsani 1647. W. ~ Venedig 1756. 8". (BuJcv.) 

Dieses aus dem Lateinischen übersetzte Werk kenne ich 
bloss aus Durich's Bibliotheka slav. p. 19 und aus Stulli. Dedi- 
cirt ist das Buch Ferdinand IV., König von Ungarn und Böh- 
men. — Die 2. Ausg. steht in Horanyi III. 43. 

HacialjeHne ;i,8xoijuo, koh :ko.iii ji;or»po ;kubjith, iiotom Tora 

^06pO «MpMTH, OB;i;H «'IM 06 HaUHU pOMOhH OO.TBCHHKC «MpHTH, 



249 

TOKOl)0}) HTHIIfHTH H IIOilSKOIUlTH 00X1)6116 Ha CMapT Ö ni)aB,ie. 

He.^aH KapcTHaiiiui Ka.Ko iiMa ce HcnoBH,THTH, h croIj« J^«lI[S iio 

pa3.10r« HCKXIliaTII H IipHCTXnHTH K MCnOHH,:^HHKH, HOIIlie MHore 
MO.IHTHO H CiLIMC H ocTa.ie CTBapH «GOMa noipMÖiiHTe He,lUOM« 
npaBOM« KapCTHaHHH« rOBOpHXH H SHATH, CaCTaB-lBGIie H HCTO- 

Mawiie no «i-pa IIaB.is IIocH.ioiufhs ii3 TjiaMO'ia pe;ta CBGTora 
^paiiuciiiKa h:{ iipoBHimHC CtocancKe. 8 MneuHO na axnB (1682), 
no Hhko.ih Ilenuan« KFibHrap« « Mapnapnu noi, iimiienbOM .iii- 
Jinana. 8*'. 25 Bl. Varstücke und 205 Bl. Text. Nach Horanyi 
III. 43 auch Venedig 1756. 8". (Bithv.) 

Die Vorstücke enthalten : auf der Rückseite des Titels : 
6pOH ciOBHHCKH H T^Ha'iKH, d. i. Parallelismus der cyrillischen 
Zahlbiichstaben und der arabischen Ziffern; Kalender und Pa- 
schalie; dritthalb Blatt Druckfehleranzeige; Inhaltsverzeiclmiss 
über die im Buche vorkommenden Gegenstände, Dedication des 
Vfs. „MHoro nomoBaiiOMS oii,« m ,t;o()POtom CBaKc KpmiocTM «pe- 
meuOMy *pa Mhxii BorcTHhSttij XapBara,** endlich die Vorrede des 
Vfa. Am Ende des Buches befindet sich ein Aufsatz in gereimten 
Versen über die Eitelkeit und Vergänglichkeit aller Dinge dieser 
Welt. Merkwürdig sind in diesem Buche die slawischen Benen- 
nungen der Monate, deren einige von den sonst üblichen sehr 
abweichen. Zwischen Vocalen wird i statt i gebraucht. Die 
Blattzahl ist arabisch und cyrill., die Signatur lateinisch. 

Nacsin za dohro umrjeti istomacsen u Dalmatlnslci jczik 
po Pclni Gaudcncla Bishupu Bahshonm. U Bimii 1057. 

StuUi. Miklousiö Izbor dugovany str. 89 (wo der Vf. — 
wahrscheinlich des Originals — Posctuv. Otac Ivan heisst). 

Zarcalo Mariusko, to jest poniznost B. D. Mani. Jure 
Ifabdcllch. U Gradcu 1662. X2». 192 str. 
Vgl. Die kroat. Abthlg. 

Porta coeli et vita aeterna. Vrata neheska i xivot vjecsni, 
koje sloxi 0. JE\-a lYan Aiiicio to jest Aiiosich iz Dumanskoga 
Biskupata prov. Bosan. reda s. o. Franc, male bratje ohslux. 
pripovidalac i leJctur, i dade na svittost god. gosp, 1678 wiseca 



250 

Lipnja na posdenje boxje i na horist carJcve lllyricshe, Icojoj 
se priporucsuje u molitvah, prihaza ji priusvisc. etc. Alexandru 
Crescenciu Card. Rimsk. U Jahinu po Franc. Seraphinu 1678. 
4^. XL und 330-\-107 S. Liber secundus quarta pars: Porta 
coeli etc. Knjige druge dio csetvarti etc. prikazano priuzvisc. 
G. Ivanu Niholi Konti BimsJc. Kardinalu etc. god. gosp. 1678 
m. sarpnja 10. U Jakinu etc. XVI-{~246 S. 

Enthält zuerst eine weitläufige Auslegung des Kreuzzeichens 
und des Vaterunser, dann 1 Bl. Druckfehler; darauf mit neuer 
Pagination, ohne besonderes Titelblatt : Dio trechi (wahrscheinlich 
meint der Vf. 1. Theil vom Kreuze, 2. Theil vom Vaterunser; also 
3. Theil — ) Svarhu zdrave Marije 107 S. Der 2. Band (liber 
secundus) enthält : razgovori svarhu vire. Mag ein curioses Buch 
sein. (M. Cop. Horanyi I. 30.) 

Svitlost harstiansha i sladJcost ducsä. (Ivan Ancic.) U Ja- 
kinu 1679. 12\ 208 Str. 

Svitlost dusce verne, gdi scest stvari k zvelicsenju cslov. 
uzderxe se (po 0. Pranclskli Glavnicbli^. In Venetia 1685. 8°. 
128 Str. 

Auch in dem Verz. bei Katarina 1709 wird angeführt: 
Svitlost dusce verne. Pr 16. Soldi. 

Razmiscljanja pribogomiona od Ijubavi boxje. Meditationes 
devotissimae amoris divini, Sloxena i izvadjena u jezik SJovinj- 
ski Bosanski iz s. pisma i razlikieli izkuscanieh naucsiteljä i pi- 
sacä, po Fra Mlhajill Kadnichll Bacsaninu, pripovjedaocu sctiocu 
Generalomu prov. Bos. Argent. reda male bratje s. Francescka. 
U Rimu typ. Christoph, DragondelU 1683. 4". 403 str. 

Das Vorwort an den Leser, datirt „U Rimu na 2 Kolo- 
voza (August) 1683," s, in Katanöic's Comm. de Istro p. 285. 
Occhievia. 

Pogardjenje izpraznosti od svjeta u tri djela razdjeljeno, 
sloxeno i izvadjeno u jezik Slovinski Bosanski iz s. pisma i raz- 
likieh izkuscanieh naucsiteljä i pisacä, po Fra MiliaJIu Kadüicha 



251 

Bacsaninu etc. Romae ex typographia Ohristophori Dragondelli 
1683. Fol 500 Str. 

Eine Uebersetzung des Conteratus Vanitatiira Mundi von 
Didacus Stella. Occhievia. Cevapoviö Catal. p. 319. 

Rnzgovor dusce hogoljuhne za u Ijuhavi äan provesti 0. VI- 
tala Andriasc! (drugncs Andriascevlcli^ Franceshana Duhrovcsa- 
nina. In Venezia presso N. Fezzana 1086. 

Stulli. Appendini IL 303. 

Vllala Andriascevicha Fiit od raja. In Venezia presso Fez- 
zana 1687. (1682 hei Horanyi.) 

Appendini II. 303. Horanyi N. Mem. I. 96. 

FonuJcovanje na zagarljenje hrixa i jiste ricsi hogoljuhnoga 
Tome od Kempisa, od Duhrovcsanina slovinski sloxeno. Gedruckt 
zu Venedig vor 1709. Fr. 8 Soldi. 

Katarina 1709. Stulli. 

Osetiri poslidnja csovika od smarti, suda, paMa i Jcralje- 
stva nebeshoga. Gedruckt zu Venedig vor dem J. 1709, Fr. 
1 L. 4 Soldi. 

Katarina 1709. Möglicherweise von Glaviuiö. 

Bogoljubna razmiscljanja svarhu muke Isukarstove i pet rand 
njegovieh po 0. Miliüjlii Aügclil Bnecsaninu Kapucinu (um 1705). 
Stulli. 

Fohoxna uragjcnja trema knjigam po 0. Hermann Hii- 
gonu JcsHvitu. 
Stulli. 

Fut krixa 0. Ylaha Lctimiclia Franceskana Duhrovcsanina. 
Stulli. 

3Iisli karstjanske za svaki dan od mjeseca po Ivanil Petra 
Mark! Vlastelinu SplitsJcomu. 
Stulli. 



252 

Zdbava duhovna po Mlllicllll. 

Stulli. — Es sind wahrscheinlich die Duhovna zabava 1734, 
1754 und Duhovne mervice 1758 unter den dogmatischen und 
Gebetbüchern gemeint. 

Razlihe rukopisne duhovne zahave iz Italianshoga u Slo- 
vinski jezih prinesene po popu Ivanil Sciiuanovicllil Duhrav- 
csaninu. 

Stulli. 

Bara ßetere Duhroncsanina Chutjenja hogoljuhna varJm 
sedam pjesni poTcore Davidove s veclie druzieh tomacsenjä. In 
Venezia presso Andrea Poleti 1702. 

Stulli. Äppendini II. 239. 

Baro Belcra's Uehersetzung der SoUloquia des h. Augusti- 
nus, uuedirt. 

Äppendini a. a. 0. 

Nacsin pomoclii h zvelicsenju umirajuche etc., po Popu 
llljl Lukinlcliu Kanon, i Pritnanceru Senjsh ü Senju leta 1722. 
Jakov Tomasini stampa u Benetkah. 8*\ 248 str. 

Od Ijuhavi Jesusove i od nacsina za stechi je, pismo 
0. Franceslca Nepueu prlnesceno u jezik slovinski (po Dinku 
BianM). ü Mnecieh po Franc. Storti 1722. 

Äppendini II. 305. Horanyi N. Mem. I. 481. 

Bogoljuhna razmiscljcnja od otajstva odkupljenja csovjecsan- 
skogapo 0. Mai'ianu Lckusclclm Franceskanu Bosanskomu(c. 1724). 
Stulli. 

Ovit razlika mirisa duhovnoga. Vemtiis 1721. S". Horanyi 
N. Mem. I. 761. Diess wäre die 1. Ausgabe, loenn die Angabe 
verlässlich wäre; allein sie scheint unrichtig. 

Cvit razlika mirisa duhovnoga, upisan i dan na sviilost 
po 0. F. Tomasu Babichu od Velima Biskupie Skradinske Reda 



253 

s. 0. FranccsJca male Bratjc oss. Prip. i Diffi. Darocave Bo- 
sanske , n dva dila razdüjen , 1. dio uzdarxi naulc kar- 
stjaiwki s mnoghn moUtavam i deiwcioni radici, i iztuma' 
csenje istoga nauka korisno za svakor/a etc., 2. versci od tnno- 
gih Svetkovind priko godiscta, i dnige pisnie duhovne i hogo- 
Ijubnc na korist virnih, prikazan prisvitl. i priposctovanomu 
G. G. Vincenciu Zmaevichu ArcUnsk. Zadmskomu. U Mnecih 
1726 po Stipann Orlandinu kod s. Justine 4". 330 str. — 
Dmge sctampe u Mlecih etc. 1736. 4". 13 Bl. Vorstücke und 
378 S. — U Mlecih 1759. 4". 327 str. — U Mneci 1802. 4'\ 
484 Str. — U Mneci (s. a.) 4". 2 Bände. 1. Band 179, 
2. Bd. 188 S. — U Bubrovniku po Ant. Martekini 1829. 4». 
XX-\-188-\-76-\-179 str. 

Die Ausgabe vom J. 1726 ist die erste, wie aus dem 
Datum der Ceusur und aus dem Schlussworte des Vfs. zu ersehen, 
und Horanyi irrt daher. In der 2. Ausg. sind die gereimten 
Stücke hie und da schon geändert, erweitert, mit neuen vermehrt 
und auch anders geordnet. Es scheint, dass der Vf. 1736 noch 
am Leben war. — Ob die in der ragusanischen Ausgabe 1829, 
welche aus 3 Abtheilungen besteht, vorkommenden, nicht von Ba- 
bi(5, sondern von anderen Vfn., namentlich von Stipan Badri(i 
Gargo aus Vare§, Petar Knezeviö und Petar Vuieti6 herrüh- 
renden Stücke, zuerst in diese ragusaner, oder Fchon früher in 
irgend eine venediger Ausgabe aufgenommen wurden, weiss ich 
nicht, da ich nur die Ausgaben 1726, 1736 und 1829 vor mir 
habe. 

Frnvi nacsin za dovesti dusce virnih nn xivot vicsni, koi 
slori 0. F. Slipan Badrich. U Mlecih 1727. 8". 74 str. — 
U Mlecih po Stipanu Orlandinu 1746. S". 96 str. 

Uzao Seraßnske, nashki goruche Ijuhavi triput svezan, to 
jcst kratko ali tcmcljito poptisanje pocsetka, ukorcnjenja i raz- 
shirenja davuashnjeg poglavitog iliti archibratinstva konopnoga 
pojasa patriarke sv. Francesha, uzdignutog odavna u carkvi 
i mannstiru male hratje redovnicskog ohsluxenja, sitwvd istog 
patriarke, provincie Srchrno Bosanske (sie) u kraljevskomu i slo- 



254 

bodnomu gradu JBudimu etc., u tri dila rap:diljeno, od Jcoih parvi 
meche prid ocsi koren, pocsetaJc, rasJdrenje, otajstva i duxnosti 
potrihitog ohsluxenja hratinstva, drugi tomacsi oprosJitenja i daje 
mloge lipe i potribite nauke zdravom hartjansJcom virovanju, ufa- 
nju i hogoljuhnom dilovanju Jcriposti, tretji pripisuje zakon vla- 
danju posehitom i ohchenom hratinstva, i broji oproshtenja, hoja 
se s ohsluxenjem istoga dobivaju, sve pripravljeno , sloxeno i 
pod tlacs dato s trudom i s perom 0. F. Lovre Bracsilljevicha 
zavitnika spomenutog gori reda etc. ü Budimu po Ivanu Giurgiu 
Notenstein 1730. 4"*. 577 str. 

Allen Ordensbrüdern gewidmet. Occhievia. Catal. Szecheny. 
Suppl. IL 65. Öevapoviö Catal. p. 319. 

Mjesec Djevice Marie razmisliljanja poboxna. U Duhro- 
vniJcu 1734. 8". 84 str. 

Im Franciskaner-Kloster zu Vukovar. 

Filipa Lazlricha iz Occhievje (1741 ff.) Koristan nauk di- 
lovati molitöu od pameti. 

Pilipa Laztricha iz Occhievje Kratak nacsin csiniti put krixa. 
U Bimu 1758. 16'\ 35 str. 
Epit. vet. prov. Bosn. 

P. Stephani Villov (m. 1747) De Salutatione nomine Jesu libellus. 
Cevapoviö Catal. p. 319. Ungewiss, ob in illyr. Sprache. 

Put krixa. U Mlecim 1747. 12". 52 str. 

Uvodjenje u xivot hogoljuhni, sloxeno od s. Franc, od 
Sales, a prineseno u Slovinski jezik po Ivu ÄDgeli popu Dubro- 
vacskomu (vor 1750). 

Stulli. Horanyi N. Mem. I. 96. Eine Uebersetzung der 
bekannten Philothea des h. Franz von Sales. 

Crisoslorao Ciescovich's (um 1750 ?) Verschiedene Andachts- 
büchlein, gedruckt in Ragusa. 

Keines derselben macht Appendini namhaft II. 305. 

0. Jerolima Filipovicha iz Rame (1750 ff.) Put krixa. 
Elegantissimae instructiones & meditationes exercendi viam 
crucis. Occhievia. Horanyi III. 142. 



255 

Kratho istomacsmjc zapovidi uprave S. 0. Francisca. Pcüir 
Filipovich. U Mlecim 1750. 16". 58 str. 

F. Lncae Csilich (1740-1760) Recta via ad coelum. 
Budae 12". 

Ob illyrisch, wird nirgends gesagt. Occhievia. Horanyi 1. 449. 

(i^juro Grisic's (st. 17C2) 11 penitente istmito del Segneri, 
ins Tllyrisclte ühersetzt und imgedruckt. 

Appendini IL 305 „Razlicsna duhovna rukopisna ura- 
djenja." Stulli. 

Nauk novoga ispovidnika. U Mlecim 1754. 16^. 95 str. 

Prisvcte obitelji sJcazanje i prohndjenjc hogoljuhstva pram 
Isusu, Marii i sv. Josipu, po Josipu Banovcu Beda sy. Franc, 
derx. SS. OdJcup. U Mlecih 1750. 8\ 106 str. 

(Inhalt unbekannt). 

Ispitanja svarhu s. Roda. Josip Banovac U JaJcinu 1764. 
12"". 202 Str. 

Blagoslov od polja i zaklinjanja zli wefnemt Josip Banoyac. 
U Jahimi 1767. 12''. 364 str. 

Primoguchi i sardce nadvladajuchi uzroci s Icripostnimi 
podgomochima za Ijuhiti Gospodina Isukarsta Spasitelja na- 
shega sa svim sardcem, sa svom dushom i sa svoni jakostju, 
nojprie u Franctiski, posli n Nimncski jezilc na svitlo dati, 
a sada u Illiricski iliti Slavotiski prinesheni i s razUcsitima 
nauci i pripovistmn iliti izgledi uzmioxani i ohilatie istomacseni 
po Antnnn Kanixliehii Dmxhe Isusove Misnikii. U Zagrebu od 
Kojd. Franc. Härl 1760. 8". 270 str. 

Jczgro istoniacsenja spasenja Jcarstianskoga. Franc Alalich. 
U Mlecih 1762. W. 107 str. 

Ubojstüo dusce razloxite. U Jakinu po F. Ferri 1763. 8". 
48 Str. 

(M. Cop.) 



256 

Bazmiscljanja harstiansJca. Luka Yladimirovich. U Mlecim 
1765. 12''. 70 Str. 

Njelioliko duhovnieh uradjenjd 0. Petra Kncxcvicha k 
Knina, Franceshana (um 1765). 
Stulli. 

Put hrixa po Ivanu Anlimil NenadicllU Namjestniku obche- 
nomu od Kotora (um 1768). 
Stulli. 

Upravljanje griscnika h hogu, to jest kaJco se griscnik po 
Sakramentu pohore i pricesctjenja upravlja Je bogu^ nauJc od ve- 
like Jcoristi, dat na svitlost po jednom redovniku xeljnu s]}asenja 
JcarstjansJcoga. ü Mletcih po Ant. Bassanesu 1768. 8". 139 str. 

Knixica duhovna u csetiri dili rasdiljena i sloxena is 
mnogih knixica od Otct Missionan Dnixbe Isusove Bicskoga 
kolleja na sluxhu hlixnih slav. Biskupii. U Ternavi typ. Soc. 
Jesu 1768. 12'\ 96 str. 

0. Liidovika Uadielia Francesk. Buhrov. Rukolisti duhovni. 
(Manuale spirituale). Gedruckt m Livorno 1776. 
Stulli. Appendini IL 304—305. 

Bazmishljanja hogoljuhna s. Bonaventure Kardinala i na- 
ucsitelja Scrafinskoga sverJm muke i smerti Gospodina nasliega 
Isukersta i otajstvi odkupljena naroda csovicsanskoga, istima 
nadostavljena muka i placs majke njegove, uredno za pivanje 
sloxena, koja za duhovno bogoljuhnih mbavljenje 0. Fra Ivan 
Yelikanovicll, reda s. o. Franc, na svitlost etc. U Osiku 1776. 
8\ 210 Str. 

Catal. Szecheny. Suppl. IL 541. 

liegulae S. Francisci, idiomate slavonico pro laicis a P. 
Joanne Yelikanovicll. Essekini 16'\ 

Samogovorenja iliti dushevni razgovori so. Augustina, pri- 
nesheno iz Lantinskog u Illiricski jexik god. 1778 po Otcu 
Fr. Pelru Mandikicliu. U Osiku 1779. 8'\ 175 str. 



257 

Uprava mlof/okoiisna ispovidnika. Male Zoricsifli. U Mlecih 
1781. i2". lU Str. 

Sarce prisveto Isusovo razgledano zaljuhjeno etc. po To- 
masu Maslieronl. U Bnecieh 1783. 8'\ 375 str. 

P)'iprava na ispovjes i pricsesctjenje s nacsinom podohniem 
za csut bogoljuhno s. missu, i raslike moUtve, po D. ßox,ja Sala- 
llcliu. Bagusa nella stamp. di Carlo Antonio Occhi 1783. 8^. ^2 
str. — ^.Ansg. U Duhrovnilcu j)o Ant. Martehini 1805. 16^.231str, 

Giauniaria 3Iatloi Hess einige Andachtshücher, die Appendini 
weiter nicht namhaft macht, in illyrischer Prosa vor 1788 drucken. 

Appendini II. 304. Mattel war ein gründlicher Kenner der 
illyrischen Sprache; indess wird in seinen Schriften der zu häu- 
fige Gebrauch seltener oder veralteter Wörter getadelt. 

Regula tretoga Reda S. 0. Franciska za provinciu od 
Dalmacie na slavu Isusa, Marie, S. 0. Franciska, prinesena iz 
Talianskoga na jazik Slovinski po M. P. 0. F. Anloiia Jura- 
niclia pridajuchi nike molitve etc. U Ritnii po Ant. Fulgoni 
1788. 12'\ 250 Str. 

Bitje carkovno, opomene onim, koji su od hoga zvani 
za dohro zagarliti ga i za u istonm dostojno xiviti, od priposct. 
G. Ivana Josipa Panlovicha Lucslcha. U Mlecih kod Dominika 
Pompeata 1788. S". 76 str. 

Pelar Basic's Zwei religiöse Büchlein, gedruckt eto, 
1785—1800. 

Appendini II. 301. Eines davon ist Katechismus (Dottrina 
cristiana), wahrscheinlich jener vom J. 1783. 

Utishenje oxalosijenih u sedam pokornih pisamä kralja 
Davida iztomacseno, u toliko promishljanjä s nikima od csiste 
Ijuhavi hoxje i iskernjega molitvanta zaderxatw i u nacsinu sehe 
od kuxne otrove priuzderxati, sloxeno od Gei'gura Peshtalicba, 

Safafik. Literaturgeschichte. II. Band. 17 



258 

s. FancishJca Serafmshog redovnika etc. Ü BucUmu slov. hr. 
mudroslmpslitine 1797. 8'\ 4 Bl. Vorr. und 248 S. 

Auf die Busspsalmen folgt die Auslegung derselben, dann 
erbauliche Betrachtungen über dieselben, endlich Gebete und 
eine kurze Anleitung für Priester über das Verhalten zur Pestzeit. 

Ivan Slulli's (st. 1804) Von der Nachfolge Christi IV 
Bücher des Thomas von Kempen. Hs. 

Die üebersetzung wird von Kennern sehr gelobt. 

Put Jcrixa u JaJcinu pritisnut, i ina rukopisna uradjenja 
popa Oiva Slulii Dubrovcsanina (um 1800). 
Stulli. Appendini II. 315. 

Put krixa. 0. Fr. Nlkola Viicsicll. TJ Mecih 1802. 12'\ 
141 Str. 

Vaga vrimena i vihovicsnosti, to jest radiha medju vrime- 
nitim i vikovicsnim, 0. P. Ivana Eusehie Nicremherga D. J. 
Misniha, odavna iz shpanjshog jezika na talianslci, a sada iz ta- 
liansJcoga na iUiricshi prineshena, za duhovnu korist svcga na- 
roda i pomoc duhovnih pripovidaocä., po IvailU Marcvichn Kanon. 
Pecsuj. etc. TJ Osiku slovi Ivana Martina Divalt 1803. 8^. 
Knjiga I. 90, IL 100, III. 58, IV. />.? .str. 

Verfasst im J. 1791. 

Priprava duhovna za hogoljubno pristupit na s. Sakra- 
mente od ispovjesti i pricsesctjenja i druga djela kreposti kar- 
stjanskieh., za titjchu i razgovor diiscd hogoljuhnieh. U Duhrov- 
niku po Ant. Martekini 1804. 16^\ 4 Bogen. 

Na slavu prisvete i nerazdjelene Troice Oca Sina i Duha sve- 
toga, i na csast pricsiste Bogorodice vazda djeve Marie, S. Vlasi 
i svieh svetacä, ovu kniga svanu Duhrovacskomu skitpu po- 
klatija D. Toma IvailOYicIl pop Buhrovrsaniu. U Dubroimikii po 
Ant. Matiekini 1804. 4\ 25 Bogen. 



259 

Blago SS. prosctenji hogoljuhnoga shupa aliti druxhe pri- 
svdog sardca G. N. J., po dopusdenju s. o. Pape Pia VII. 
s nadostavljcnjem prihogoljuhnUi razmisdjanji, molitvam i dru- 
gim bogoljuhstvima prama istoni prisvdom sardcu uzdarxanim 
u devetici, prineseno od slovosloxja i izgovaranja Duhrovacshoga 
na histro slovosloxje i izgovaranjc Dalmntinslco po misniku 
I). R. Uiai'dovichu darx. Splitskc. U Splitu u sdampariji Ivana 
Dmiardii 1814. 

Misto od ocsistenja, to jcst purgatorium poboxnosti xivih 
otvoreii, iliti Jcratko svagddshnjc ohvershivanje za pomodii dushe 
piirgatoriuma. Francushi najpervo na svitlo dano, gatim pako 
po nikojem prama istima dushama poboxnomu misniku u Ta- 
liansko u Rimu godme 1805 princshcno, popravito, i u red 
mlogo holji, zadcrxavshi ipak pervu podohu, privedeno, a naj- 
poslam iz riniskoga na svitlo davanja LX u latinskl, i iz ovog 
u Illiricski jczik xmokrcnuto. ü Osiku slov. hashtinikd (Iv. Mart.) 
Divalt 1816. W. 24 str. 

Kratko uvjescbanje o pravoj ispovjesti i pricsesctenju diece 
male, iz Talianskoga Slovinski prineseno, drugo pritisdenje. 
ü Buhrovniku po Änt. Martekini 1816. 16^. 4 Bogen. 

Put Marianski na Bistricu k csudnovitonm kipu Marie 
Bistricske u slavnom kraljestvu Horvackomu, s ispisanjem pO' 
csctka uzdignutc kod kipa ovoga poboxnosti. Na svitlost dato 
po Auluiiii l\lilialy u Gymn. PoxesMomu shkold gramm. jubil. 
Prof. ü Varaxdinu kod Janusha Sangilla 1822. 8". 56 str. 

Pitt prisvdoga krixa iliti poboxni kerstjanin prid 14 sto- 
jalishti mnku Isusovu promishljaje i Isusu sebe priporucsuje 
s molitvicami, promishljavanjem, litaniami i pismicom xalostnom. 
ü Osiku (vor 1830). 

JJjedinjenje u poboxno drushtvo prisvetoga serdca IsusO' 
vog. U Osiku (vor 1830.) 

17* 



260 

Vjeschanje i nacsin pomolnikom za stechi prosctenje go- 
discta svetoga. ü Duhrovnihu po Ant. Martekini 1826. 16^. 1 Bog. 

Sakupljenje razlicsitih zabavd, u kojim se uzdarxe ras- 
miscljanja duhovna svarhu istinä vikovitih, zabave jutarnje i ve- 
csernje s upravom odluke, nacsin m dohro se ispoviditi i pri- 
csestiti s razmdscljavanjem i zafalami, ponutkovanje za csastiti 
B. D. M. Skupljeno i prineseno u Slovinski jezik iz Talianskoga 
po jednomu misniku od skupa s. Füippa. IJ Splitu po Ivanu 
Ant. Piperata i sinu 1829. 

Mariana Jaiclia Od naslidovanja Isukarsta kn. IV, Ekp. 
Das bekannte Buch des Thomas von Kempen. 



cc. Gebetbücher. 

Officium B. V. Jf., in illirysclier Uebersetzung, auf Per- 
gament aus dem XIV. Jahrli. in der Bibliothek zu Ragusa. 

Hr. Prof. A. Kucharski fand diese ragusanisch-illyrische 
Handschrift während seines Aufenthalts in liagusa auf der dor- 
tigen Bibliothek. Sie ist sehr schön geschrieben. Einige Psalmen 
sind darin mit andern Uebersetzungen zu vergleichen. M. Ku- 
nitsch's Bericht in der Gartenzeit. 1830. N. 28. 

Officium S. Hieroni/mi, quod illyrico idiomate donavit 
F. Angeus Martinas Ord. Praed. (um 1520). 
Farlati Illyr. sacr. VI. 17. 

Molitva sloxena po Antunii Vrancslclm Arkibiskupu Ostre- 
gonskomu (um 1550). 
Stulli. 

Libellus Kalendarium, officia B. V. Mariae, s. Orucis, 
s. Spiritus, mortuorum, Septem Psdlmos poenitentiales, litanias 
omnium Sanctorum et alias preces contitiens. Venetiis a. 1571. 12^, 



261 

Mit der bosnisch-cyrillischen Bukvica gedruckt. Auf den 
gewöhnlichen, die Namen der in der römisch-katholischen Kirche 
verehrten Heiligen enthaltenden Kalender folgt zuerst auf einem 
Blatt das Alphabet, dann das Ave Maria (^jtpaBa MapHia mh- 
JIOCTH ii«Ha) und das Vaterunser: ö'ie naiiii., kom lecH na He- 
öecHex — M «oonn nacb «at» 3.ia. AMeni.. Drei Blatt weiter 
steht eine andere Formel des Vaterunser, welche des Ausdrucks 
.iMKanaro (TiovyQov) wegen die griechisch-slawische heissen kann, 
und in welcher insbesondere die Wörter HaCHTH nacB statt na- 
C8iiMii>iH auffallen. Der unwissende Herausgeber verwechselte 
nämlich die Sylbe huh mit dem Pronomen hh oder Hact, und 
Hac«in mit nacHTH. Am Ende des Buches werden Drucker, Druck- 
ort und Jahrszahl also angegeben : manriaHO H ßOHennex. HaKOÖb. 
ji,ie OapoMT.. h ar)po:ico Kopco. KSMr.iiaHO. ajia cena. ji,ie.ia. CKaja. 
« 1. h. a. Mit dem Zeichen der Leiter (insigni scale) ist auch 
das Titelblatt geziert, auf welchem man unten liest : M. D. LXXI. 
Ein Ex. dieses überaus seltenen Büchleins wird auf der kais. 
Hofbibliothek in Wien aufbewahrt. Vgl. Dobrowsky Instit. 1. slav. 
p. XLIV-LXV. 

Rosario s. druxhom prislavnoga imena Isusova etc., slo- 
xeno po Arkangclii Gucsetlchn LominiJcanu Vlastel. Dubrav. In 
Borna presso il Bonfadino 1597. 4". 

Dellabella. Horanyi. H. 40. („Kossario precsiste djevice 
Marie, i. e. de confraternitate nominis dei & rosario B. V. M.") 
Appendini H. 302. (Bei letzterem sind : Rosario della B. Vergine, 
und : Sul nome di Gesü, zwei besondere Werkchen). Stulli. Auch 
nach Fariati sind es zwei besondere Schriften: scripsit lUyrica 
lingua de confraternitate nominis Dei et Rosario B. Mariae, item 
libellum alium de Rosario. Fariati VI. 19. 

Sigisinondl Glorgi Orazioni d^un penitente contrito, illyrisch 
und italienisch. GedrucJct in Born bei Zanetti 1611. 
Appendini H. .323. 

Rafaele Gozzi üffizio dello Spirito Santo e della S. Oroce, 

illyrisch, gedrucJd 1038. 
Appendini H. 303. 



262 

Molitve liatolicsanshe iz DjacsJco(/a u HarvafsJci jezik isto- 
macsene po 0. Antlinu Tclitenovichli Franceskanu (um 1639). 
Stulli. 

Pietro Tomaso ßogasclni (Bogasciuovich) Libretto di preglüere 
a S. Antonio, e Vujfizio lllirico di 8. Giuseppe, di S. Bene- 
detto. In Padova presso Giuseppe Sardi 1685. Ltiffizio di S. Do- 
menico etc. Eh. 1686. 

Appendini IL 240. Stulli. Horanyi N. M. I. 502—503. 

Officsice B. D. Marie, po 0. Ignaclii Aquillni Domin. Du- 

hrovcs. Venetiis per Dominic. Milochum 1689. 



Officium mortuorum cum officio S. P. Dominici. — Offi- 
csice S. DominiJm po Ignaciu Aqullini etc. Venet. ap. Dom. Mi- 
lochum 1690. 

Horanyi N. M. I. 178. Stulli. 

Officsice B. D. Marie po 0. Bei'iiardu Soi'gii BenediUinu 
Vlastelimi DobrovacsJcomu. In Colonia 1698. 
Stulli. Appendini II. 304. 

Diverse Orationi e divotioni. Gedruckt m Venedig vor 1705. 
Mandaljena 1705. 

Officij Blaxene Divice Marie (Officio della Beatissima 
Vergine). Harvaschi. Gedruckt Z2i Venedig vor 1705. Pr. 1 L. 
10 Soldi. 

Mandaljena 1705. Katarina 1709. 

Letanie Gospe (Litonie della Madonna). Gedruckt m Ve- 
nedig vor 1705. Pr. 2 Soldi. 
A. u. 0. 



263 



vor 



Officij svctoga Antona od Fnduc. Gedruckt ^« Venedig 
1709. Fr. 14 Soldi. 



Katarina 1709. 



Ukazanjo vridnosti ruzarid svctogu, l otajstva od prisve- 
to(/(t ruzaria istmnacsena (Rosario della Madonna). Gedruckt 
zu Venedig cm' 1705. Fr. IG Soldi. 

Maiidaljena 1705. Katarina 1709. 

Off'icii od nedilje svete zujcdno s niukum po Matiu, Luki, 
Marku i Ivanu, l s ostalimi molitvami u veliki petak etc., pri- 
ncscno x)o D. Aülonil koi se Ifoxlll zovisce, od sela Jezara, otoka 
Mortera, Kotara Scbcnika, darx. Dalm. In Venetia si vende 
da Bortülo Occhi 1704. 10^'. 352 str. 

Eine Uebcrsctzung der Hcbdonuula «aucta. In dem ücclii- 
schen Catalog bei Mandaljeiui 1705 und Katarina 1709 wird 
dieses Buch also angeführt: Officij velike nedilje (Officio della 
settiniana santa) Harvaschi. Pr. 1 L. 4 Soldi. 

Fodkripl'jenje umiruchich zu dohro i aveto pocJii u milosti 
boxjoj s ovoga svita, istumncseno, skupljeno i nadostavljeno po 
D. Lüci Terzichli Fopu od skupsctme S. Filipa Neria Bisccsaninu 
etc. In Venetia ai vende da Bortolo Occhi 1704. 8'\ 368 str. 
(Catal. Szdcheny. pag. 375.) — N. A. Fodkripljenje umiruchih 
etc. iztomacseno i skiipljeno pria po Don Luc! Toi'zichll, koje da 
bolje i iipravnje izgorara, n Harvo-ski jezik, popravi i pristampa 
po Ocd F. Fra Bei'uanliuil Fuulovichil iz Dubrovacske Darxave. 
U Mlecih po B. Occhi 1747. W. 324 str. — U Mlecih 1800. 
12". 324 Str. 

StuUi. Katarina 1709. 

Ivan Drazle'S Gebet des Prinzen Eugen, ins Illyrische 
ühersetzt und gedruckt zu Frag 1713. 
Appeiulini IT. 251. 

Fribogoljuhiiv ntulitcv, zgov(U(iJat/a ptrco i po duspitka 
misse, iz missala Bimskoga etc., po D. Ivauu Kraljlchu od Otoka 
Vrjskoga. U Bnecih 1724. <S". OG str. 



264 

Duhovno „nemojse sahoravit od mene,^ iliti hnjixica molit- 
vena, Jcoja se sove put nebeski iz razlicsitih jesikä i Tinjixicd 
izdbrana i ti jedno sastavita po Antnnn Josipii Knezoviclm etc. 
ü Budimu Jcod Veronike Nottensteinin udovice 1746, 8^. 794 str. 
— N. A. U Budimu — (sada holje popravljena drugi put na 
svitlost izlazi) — 1818. 8". XIV+637 str. (Unter dem Titel: 
Molitvena Tcniga pod imenom put neheshi). 

0. Jcrolima Lipovcsicha (um 1750) Stazica neheska. 8°. 
Gebetbuch. Horanyi IL 487. Cevapovic Catal. p. 320. 

Statiza duJwvna ccivota vikovicsnjega od razlicsitih hogo- 
Ijuhnih molitvä ucsinjena, po kojoj putnici bogoljuhno putujuclü 
po ovoj dolini od suzä mogu lako svladati nepriatelje dusJie, 
i s velikim plodom molechi svaki dan uputlti se u slavu kra- 
Ijestva neheskoga. U Budimu po Leopoldi Franceshku Lande- 
reru 1755. 

P. Hieronymi Lipovcsich a Poxega De modo SS. Trinitati 
laudes persolvendi (hgmni variaeque preces ad orandum SS. Tri- 
nitatem, illyrice) a. 1750. 

Horanyi IL 487. Csevapovich 1. c. 

Lucae Karagicb (1681 — 1754) Ord. S. Franc. Liber precum 
illyrice. 

Horanyi IL 297. 

Duhovne meruice iliti malene molitvice od veche knjige 
„duJwvne hrane^ Ijtibeznivo odkinjene i kerscTianskoj dicsici 
serdceno priporucsene po Jnraja Mlilichll (sie) drushtva Isuso- 
voga misniku, misionaru apostolskomu. Fritisk. u Fresborku po 
Ivanu Mahalju Landereru 1758. — 2. Ausg. ü Budimu 1818. 8^. 

Bogoljubstvo na poshtenje s. Franceska Saverie Druxbe 
Isusove Indianskoga aposhtola i sveta csudotvorca, s pomochom 



265 

priposUovanoga G. Ivana Tcuy na svülost dam. U Ternavi 
1759. 17*". 260 Str. 
(Th. M.) 

Utocsisde blaxenoj JDivici Maril ugodm i prietno a nami 
vcle Tcoristno i potribito, na pocstenjc Gospe ÄhnacsJce, majke 
od utocsisda nazvatte, po Antiinn Kauixllchu Dmxhe Isusove 
misniJm. U Mnecih pritiskano od Äntona Bossanessa 1759. 
12"". 873 Str. 

Njckolilo duhovnieli zabavd 0. Bernarda Zazzeri Jesuvita 
Diihrovcsanina (darunter die neuntägige Andacht für den heil. 
Blasiiis, anongm), vor 1762. 

Stiilli. Appendini IL 305. 

Nacsin pravi moliti Boga. Petar Jaricli. TJ Mlecim 1763. 
12"". 166 Str. 

Osmina dilovanja duhovnoga. Male Zoricsich. U Jakinu 
1765. 12"". 160 Str. 

Pomoch svagdanja duscä od purgatoria. U Mlecim 1765. 
W. 72 Str. 

Osmina redovnicska. Petar Knezevicb. U Mlecih 1766. 
12^. 396 Str. 

Bogoljubnost moUtvena na poshtenje prisvete Trojice jedi- 
noga Boga, blaxene divice Marie i svetih s razlicsitimi naucima 
i istomacsenjem svetih obicsnjd cerhvenih sloxena, i prikazana 
s. Aloisii etc. od Antona Kanixiicha. U Ternavi 1766. 8^. 580 
Str. — 2. Ausg. U Budimu 1794. <9". XVII +580 str. — 
3. Ausgabe. U Budimu sloo. kr. tnudroskupsht. 1813. S". 
XXXII-\-564 Str. — U Zadru po Ant. Lud. Battara (1800 ff.) 
16"". 644 Str. 



266 

Bevetica s. Faskdla Baüona. U Mlecim 1767. 1(J". 24 str. 
Stulli. 

Blagosov od poglia i zaMigniagnia slü vremenä, u gettiri 
dilla razdiglieni, veoma hripostni i mogJiucJii suprot svakoj xi- 
vini sckodlivoj i vlastima ajcrsJdim, dati na svittost sa sluxhu 
misniM slovinshii po 0. P. BanOYCZli, prlpoirklaocii, reda S. 0. 
Franciska. ü Jahinu 1767, po Petru Ferri. 

Öasop. Cesk. Mus. 1851. sv. II. str. 56. 

Eniei'ici Pavieh Ord. S. Franc. Libcr precum seledarum 
intersertis piis quihusdam ligmnis, Ulyrico idiomatc. (Btidae) 
1769. S"". 

Horanyi III. 50. 

MariansJca devetina iliti devetodneono hogoljuhstvo. (S. l.) 
1769. W. 

Im Franziskaner-Kloster zu Vukovar. 

Pisme i molitve za vojnike, s priloxenim Icratkim naukom 
herstjansMm, na najvishnju mpoved Njili c. Jcr. Velicsanstva 
Marie Terezie. U Zagrehu 1770. 16". 16 str. 

Deveterodnevje na csast prisvetoga sardca Krista u Mlecieh 
tislovotjescteno, i ine duhovne rukopisne radnje, po 0. lYnnn 
Mattei Jesuvitu Duhrovcsaninu (vor 1788). 

Stulli. 

Csetiri jutarnje, to jest Boxichna, Vodokarstna, Vazmena 
i Martacska, i druge takojer tri velike svete nedilje, to jest 
csetvartka vecsere Gospodinove, Velikoga petka i Subote, isto- 
macsene iz Latinskoga u Harvatski jezik. U Mnetke kod Sci- 
mima Cordella 1794. 4'\ 102 str. 

Ohicsajne molitve na posldenje soetih odoitnikd od kugo. 
U Budimu (s. a.) 12'\ 



267 

Bof/oljithstm jcdmnja herstjanina i njegom ishernjega zu 
svagdanju sluxhu. ü Budimu (vor 1790) 8'\ 72 str. 
Oft aufgelegt. Gebete, Lieder. 

Officsice B. D. Marie po Älihu Ürasit'licviclm Franceskanu 
is Vergoren. 

Stulli. — Gehört wahrscheinlich in ein früheres Zeitalter 

hinauf. 

iTan SlalU's Neuntägige Amlacld für den h. Joseph Ka- 
lasantius, gedruckt um 1800. 

Appcndini IL 315. P>r nennt diese Ucbersetzug elegant und 
lobt des Vfs. tiefe Kenntniss des Illyrischcn. 

Malena knjixica moliivena. U Osiku 1802. 

Novetia i pjesan za svetoga Boxiclia. U Diihrovniku po 
Antunu Martekini 1804. 16^. 1 Bog. 

Molitva sedam holesti blaxene djevice Marie S. C. J. Fri- 
tishano u Dubrovniku po Ant. Martekini 1804. 10^\ 1 Bog. 

Slatoonische Kirchengebete. Agram 1807. 
Dobrowsky's Slovanka L 253. 

Svagdanja smerti uspomena i molitve za dobiti dobru sm^t 
(po Karl! Paviehu^. U Budimu slov. kr. mudroskupshtine 1808. 
12'\ 30 Str. 

Nauk od oproshtenja u obckinu i od jubileuma osobito s 
pridavkom od molitavä, na zapooid i troshkom G. Etnerilui Karle 
Raff'aye Bisk. Bosan. i Srim. etc., izdnn za ubavistiti svoje 
stado od proglashenog jubilea (po Kaiii Pavicho^. U Osiku slov. 
Diüaldvvima 1820. 8'\ 08 str. 



268 

Molitvena Tcnjiga Mjucs raja nehesJcoga nazvana, u Jcojoj 
se mloge hipostne molitve sa sluxenje hogoljuhnih Jcerstjanä na- 
Jiode, sada pervi put na svetlo dann po A. N. (Änlunii Nagy), 
U Budimu slov. kr. mudroslcupshtine 1818. 12^. 290 str. 

Malena hnjixica molitvena, u Jcojoj zaderxaju se molitve 
jutarnje i vecsernje, h poboxnomu slushanju s. misse, k pravoj 
ispovidi i dostojnoj pricsesti s mlogima litaniama sa xive 
i mertve vele koristne. U Budimu slov. kr. mudroskupshtine 
1818. 8^. — N. Ausg. U Budimu itd. 1829. 18^. 234 str. 

Vinac angjeoski, to jest hogoljubne molitve i pisme, koje 
se u razlicsitih prigodah duhovnog i cerkvenog obsluxavanja 
priko godine moliti i pivati mogu, sa vechu slavu boxju, uzmlo- 
xanje hogoljubstva i usluxenje virnih kerstjand na svitlost da 
po mojom troshkom Ignacie Bajay G. M. ü PesJdi slov. Ivana 
TJwme od Trattner 1821. <S^ 326 str. 

Pohoxnost k hoxanstvenomu serdcu Isusa spasitalja na- 
shega, kano ujedinjenje s svima pravovirnima, na duhovnu hasnu 
xivih i mertvih, s nalogima s. oprosMenji od stolice apostolske 
nadiljena. ü Rimu 1790 podignuta, sada po cilom kerstjanskom 
svitu razshirita, u Slavonski jezik prinesliena (po Ivanu DVQJak 
Kanon. % Karolii Radinovich SS. Theol. Doct.), s molitvami ijednim 
pridavkom na svitlo dana od priuzvisli. G. Maxim. Verhovacz 
Bisk. Zagr. U Zagrebu u slovotiski Franca Suppan 1827. 12^. 
81 Str. 

Aus dem Kroatischen des Th. Miklou§ic ins Slawonische 
übersetzt. 

Bogoljubnos, koja se diluje u petak veliki od 18. do 21. 

ure, na ispomenu od tri ure, u koje visje Jesus na krixu izdi- 

sajucJd za nasce spasenje, sloxena i istomacsena u Slocinski 

jezik po D. Simn Trosani Dubrov. Kanon, svet. Jerolima u Rimu. 

U Bubrovniku po Ant. Martekini 1828. 12'\ 5 Bogen. 

Devetinja u bogomilmeh zahavah provedena, na podobno 
pripravljenje k Uagdanu S. Patriarke Franceska tri reda gla- 



269 

soslavnoga otca i izvoditelja uputjenja sviem duscam etc., im- 
stavljaju se na svarsi razlicieh svetacä pjcsm. U Duhrovniku 
po Änt. MarteJcini 1828. 8^. 6 Bogen. 



8. Theologische Miscellen; unbestimmte Schriften. 

Würtembergische Kirchenordming, kroatisch (d. i. illyrisch) 
mit lateinischer Schrift, von Aulon Dalniatin und Stjepan Istriauin. 
Tübingen 1564. 8°. 

Ein P]x. dieses seltenen Büchleins besitzt die kön. Bibli- 
othek zu Dresden. Dasselbe wurde auch mit glagolitischen Let- 
tern gedruckt. Sclmurrer Slaw. Bücherdr. S. 110. Dobrowsky's 
Slavin S. 135. Kopitar's Gram. S. 448. 

Bartolc Kasciclia Kalendar iz missala EitnsJcoga („Oalen- 
dario al penitenzicre apostolico„). Romae 1640 typ. congr. de 
propag. ßde. 82. str. 

Appcndini II. 253. Dobrowsky's Reise nach Schweden 
S. 24. Eigentlich ein Theil des Rituals. 

Vaga umerlog csovika. U Budimu slov. kr. mudroskup- 
slitine 1823. 8". 11 str. 



C'ü^Qa^- 



IV. 



Kroatische Literatur. 



lleilienfoke kroatischer Schriftsteller. 



XVI. •lahrliiiiidert. 

MlhalJ Bncic (zw. 1564 — 1574) ist der erste mit Sicher- 
heit nachzuweisende Schriftsteller, der sich in seinen Schriften 
der kroatischen Mundart oder der im heutigen Provincialkroatien 
und einigen benachbarten Districten gebräuchlichen gemeinen 
Volkssprache bedient hat. Da er den katholischen Glauben ver- 
lassen hatte und zum Protestantismus übertrat, so beginnt 
eigentlich auch in Kroatien, wie in Krain, die Epoche der Natio- 
nalliteratur mit der dos Protestantismus, und Truber's Vorbild 
ist aller Wahrscheinlichkeit nach nicht ohne Einwirkung auf 
BuCic und seine Gehilfen geblieben. Von den Lebensumständen 
dieses Mannes ist wenig bekannt. Er stammte aus einem adeligen 
Geschlechte und war zuerst katholischer Pfarrer zu Belica auf 
der Murinsel; seine Verwandten Georg und Nicolaus BuÖic kom- 
men in der Keihe der agramer Domherren vor. Darauf trat 
derselbe zum Helvetischen Glaubensbekenntnisse über und ver- 
breitete dasselbe unter den Kroaten mit Predigten und Schriften. 
Er schrieb wider das wirkliche Vorhandensein des Leibes Christi 
in dem Sacramente des h. Abendmals („contra realem praesentiam 
Corporis Christi in Eucharistiae sacramento"), gab einen Kate- 
chismus, nach einigen, was jedoch zweifelhaft ist, ein Neues 
Testament und andere theologische Bücher in kroatischer Sprache 
heraus. Die Grafen Zrinjski, die mächtigsten Gönner und An- 
hänger des Protestantismus, hatten nämlich auf Ansuchen Buöic's 
und anderer zu NedöliSöe eine kroatische Buchdruckerei errichtet, 
aus der sehr viele protestantisch-theologische Bücher, besonders 

Safafik. Literatnrgeschichte. ü. Band, 18 



274 

Katechismen (auch Verböczy's Tripartitum, von Pergo§ic ins Kro- 
atische übersetzt, 1574) erschienen sind. Der eifrig thätige Bi- 
schof von Agram, Georg Dra§kovi6, der erst 1563 von dem 
tridentiner Concilium zurückgekehrt und von Fünfkirchen nach 
Agram versetzt worden war, arbeitete indess dem Protestantismus 
in Kroatien aufs kräftigste entgegen. Schon im J. 1569 finden 
wir, dass ihn Papst Pius V. wegen seines Eifers in Beförderung 
der katholischen Sache („Studium in provehenda re catholica") 
in einem eigenen Schreiben belobte. Als nun dieser den Michael 
BuÖic durch kanonische Ermahnungen nicht beschwichtigen konnte, 
berief er 1574 eine Synode, auf welcher Buöic als Apostat ver- 
dammt, seinem Werke eine Widerlegung entgegengesetzt, und 
die wider ihn gefällte Sentenz dem Kg. Maximilian zur Bestä- 
tigung vorgelegt wurde. Die Akten dieser merkwürdigen Synode 
hat der Paulaner P. Venantius Glavina im J. 1771 mit Noten 
und Corollarien herausgegeben. Maximilian verfügte indess nichts 
widriges gegen Buöic, vielmehr schlug die protestantische Reli- 
gion in Steiermark, Kärnten und Kroatien immer festere Wur- 
zeln, bis Ferdinand IL zur Regierung gelangte und die neue 
Lehre in diesen Provinzen mit energischen Mitteln niederschlug. 
Die letzten Schicksale Buöic's sind unbekannt. (Engel's Gesch. 
von Dalm., Kroat. & Slav., oder IL 148, aus M. KerCelic u. J. 
Smendrovic CoUectio Scriptorum ex Regno Slavoniae, Zagr. 1774. 
8^ Horanyi N. Mem. I. 602—604). 

[Ueber Draäkovic's oberpriesterliches Walten, besonders 
seinen wachsamen und energischen Eifer wider die in Kroatien 
allmälig eindringende Reformation, ist Farlati Illyricum sacrum 
Bd. V. S. 539—545 nachzulesen. Es heisst dort z. B. „Totam 
dioecesim peragravit, ubique pravas opiniones, quae ex finitimis 
regionibus Lutheriana peste infectis irrepserant, ex animis ho- 
minum penitus evulsit etc. Quidam e Canonicis, sive instigante 
Dudichio, qui per summum dedecus ordinis episcopalis ad par- 
tes Lutherianas defecerat, sive ea spe decepti, quod propediem 
fore putabant, ut sedes apostolica, multorum precibus exorata, 
potestatem nubendi presbyteris faceret, uxorem ducere praeoc- 
cupaverant. Sacrilegi et execrandi facinoris ulciscendi et prorsus 



275 

a clero suo eliminamli vehementissirao studio exardescens, nihil 
animadversionis et poenae praetermittendum censuit, ut connubia 
tarn iiefanda dissolveret, ac ne inposterum fierent, severissime 
caveret ac saiiciret. Quem vero ab illicito et scelestissimo con- 
cubitu abducere non potuit, eum sacerdotio privatum exilio per- 
petuo multavit. — Tres synodos dioecesaiias convocavit, an. 1670, 
1573 et 1574, quorum acta et decreta sapientissima deperdita 
scriptores reium Zagrabieiisium merito doleiit. (Allein die Akten 
vom J. 1574 sind ja vorhanden und gedruckt.) — Sed illud 
inprimis cordi et curae ei fuit, ut fidem catholicam ab omni 
errore intactam servaret; atque ad coercendos et eliminandos 
haereticos potestatem utramque episcopalem et banalem adhi- 
buit. Qui ab ecclesia Romana dissentirent, eos vetuit stabilem 
adipisci possessionem in universa Slavonia, magistratus gerere, 
honores assequi, quibuscumque muneribus fungi, ac ne serviles 
quidem artes exercere, aut cuiquam famulatum praebere voluit; 
id quod postea lege sancitum est. Ita voluntarium exilium sibi 
consciscere illos coegit, Rascianos schismaticos, et omnes vel 
haereticae vel schisniaticae impietatis suspectos proscripsit, hos 
qui reciperet suoque patrocinio foveret, eum perfidiae ac laesae 
divinae regiaeque Majestatis reum esse declaravit. Michaelem 
ßuchichium, qui cum in ea regione, quae Dravo et Mure flu- 
viis interjacet, concionatoris officio fungeretur, perniciosa dog- 
mata spargebat e pulpito, ac populos a recta fide et Romani 
Pontificis auctoritate abducere conabatur, in posteriori synodo 
dioecesana diro anathemate confixit et perpetuo exilio multavit." 
(Also wäre Bu5ic doch wirklich des Landes verwiesen worden? 
Wohin begab er sich und wo starb er?)] 

Janus Pcrgoslc (1574), der üebersetzer des Verböczy'schen 
Tripartitum, ist uns seinen übrigen Lebensumständen nach 
gänzlich unbekannt. 

Anton Vraniec (1578), Priester der agramer Diöcese, war 
zuerst Pfarrer zu St. Marcus in Agram, dann Domherr und 
Archidiacon von Varasdin und hierauf von Bezin. Am Schlüsse 
der lateinischen Dedication vor seiner Chronik (1578) unter- 

18* 



276 

schrieb er sich: „Anthon Vramec D. Philosophiae E. Z. Cano- 
nicus ac Parochus in Rain etc/' (Rain = Bp']&a:Hi;e ?) Köröelic 
führt ihn in s. Historiae Cathedr. Ecclesiae Zagrabiensis, Zagr. 
1770. fol. p. 241—252 unter den agramer Domherren als Ar- 
chidiaconus zuerst von Varasdin und dann von Be^in mit fol- 
gendem Beisatze an: „Antonius Vramecz, Historiae, Concionum 
Scriptor et Parochus S. Marci Lib. Regiaeque Civitatis Montis 
Graecensis Zagrabiensis," — und p. 244 bemerkt er in Bezug 
auf seine Chronik, dass sie auf Betrieb und Kosten des Bischofs 
Georg Dra§kovic erschienen sei. Es bleibt demnach selbst 
nach Keröelic zweifelhaft, ob die Predigten Vramec' s wirklich 
gedruckt worden sind oder nicht? Kach Miklou§i6's Izbor dugo- 
vany S. 82, soll er um das J. 1572 gestorben sein. In diesem Falle 
wäre seine Chronik ein Opus posthumum. Es scheint indess 
die Angabe des Todesjahres auf einem Irrthume zu beruhen. 



XVII. Jahiiinndert. 

Peter Grof Zrlnjski, magy. Zrinyi (1660), der jüngere Bruder 
des Grafen Nicolaus und der Urenkel des berühmten Helden von 
Sziget (1566), des kroatischen Leonidas, Grafen Nicolaus Zrinj- 
ski. Der ungeschwächt auf ihn fortgeerbte Heldensinn seiner 
Ahnen erglänzte mehrmals in seinen kühnen Waffenthaten auf 
dem Schlachtfelde wider die Türken. Als oberster Kapitän von 
Zeng und dem Küstenlande schlug er mit einer kleinen Schaar 
Tapfern am 16. Oktober 1663 den Alipasa Öengic bei Georgen- 
fels (Jurjeve St6ne) an der Gaöka. Im J. 1665 ward er Ban 
von Kroatien; in dem folgenden Jahre wurde er in den vene" 
tianischen Adel aufgenommen. Allein in den eben damals aufs 
neue aufflackernden bürgerlichen Unruhen nahm Peter Zrinjski 
Theil an der Verschwörung, die sich wider den König gebildet 
hatte (1670). Der kais. General von Karlstadt verwüstete meh- 
rere seiner Schlösser und nahm zuletzt den Grafen selbst ge- 
fangen. Er wurde im J. 1671 zu Wiener-Neustadt als Maje- 
stätsverbreclier enthauptet. Don Beweis, dass er in glückli- 



277 

cheren Zeiten mitten unter Waffengetösc auch den Musen nicht 
ohne Erfolg luildigte, liefert seine Uebersetzung der Sirena aus 
dem Ungarischen seines Bruders Nico laus. Letzterer wurde 
geboren im J, 1616 und entwickelte nicht weniger Tapferkeit 
und Glaiizruhni als seine Vorfahren in den Kämpfen wider die 
Türken. Im J. 1647 wurde er zu der Würde eines Bans von Kroa- 
tien erhoben. Dieser berühmte Held und Sänger wurde im J. 1664 
auf einer Jagd zu Kuzanci unweit Cakovec (Cakathurn) von einem 
durch eine abgeschossene Kugel wüthend gemachten Eber zer- 
rissen. Er war sechs Sprachen vollkommen mächtig und dich- 
tete in der ungarischen. Seinen Werken fehlt zwar die letzte 
Feile, aber dessen ungeachtet sind sie in mancher Hinsicht Edel- 
steine in der Krone der ungarischen Poesie. Ausser den unten 
verzeichneten Gedichten hinterliess Peter Zrinjski in lateinischer 
Sprache die nach seinem Tode gedruckte Abhandlung „De belica 
disciplina restituenda, 1705. 12". (Horanyi III. 635.) 

Joraj Habdelic (1670—1672), Priester des Jesuiten-Ordens. 

Mcitias Magdalenic (1670), wahrscheinlich ein Ordensbruder 
oder doch ein Priester, über den alle weitern Nachrichten fehlen. 

Ivan Beloslencc (Beloztenec), geboren in Kroatien im Jahre 
1595, trat in sehr jungen Jahren (um 1608) in den Paulaner- 
Orden und erhielt die Priesterweihe 1624; im J. 1634 wird 
er unter den Generaldefinitoren genannt, welche beauftragt waren, 
die Statuten des Ordens und des Klosters von Lepoglava zu 
revidiren; im J. 1651 trat er die Würde eines Vicarius vom 
Kloster Lepoglava an; im J. 1674 feierte er am Feste des hl. 
Jacobi sein fünfzigjähriges Priesterjubilaeum und starb am 10. 
Febr. des folgenden Jahres 1675 in seinem 80. Lebensjahre zu 
Lepoglava. (Hist. synopt. PP. Claustri Lepoglav.) Nach einer 
Stelle in der Vorrede zu seinem Werke hatte er damals, als er 
sein Lexicou beendete (vor 1675), bereits volle 58 Jahre in de i 
Orden verlebt („a quinguaginta octo annis professi pauperis"). 
Nach seinem Priorat von Lepoglava wurde er Proviucial von 



278 

Istrien. Aus der Vorrede zu seinem Wörterbuche geht hervor, 
dass er mit Bedacht und nicht ohne tüchtige Vorbereitung zu 
dessen Abfassung schritt. „Quidquid in feracibus Illyrii litori- 
bus, Dahnatia, Croatia, Slavonia, Istria et vicinioribus inibi in- 
sulis (quarum magnam partem . . . majoris experientiae in lin- 
gua gratia, non absque magno meo incommodo peragravi), quid- 
quid, inquam, colligere potui, abunde in hoc gazophyllacium 
congessi etc." Er verfasste zuerst den kroatisch-lateinischen 
Theil seines Wöterbuches und gab anfangs der Alterschwäche 
und der fortdauernden Kränklichkeit wegen die Bearbeitung des 
lateinisch-kroatischen Theiles ganz auf. Später jedoch entschloss 
er sich, in einem Alter von 70 Jahren aul" vielfältiges Drängen 
seiner Freunde, auch diesen Theil auszuarbeiten. Belostenec 
war, nach Horanyi's Bemerkung und nach dem Zeugnisse, wel- 
ches seine Werke abgeben, ein ebenso gründlich gelehrter Theo- 
loge, als scharfsinniger und beredter Denker. Sein Werk lag 
an 65 Jahre lang in der Handschrift und wurde erst 1740 von 
den Ordensvorstehern zum Drucke befördert. Da nun in dem Wör- 
terbuchc, wie es gedruckt ist, nicht nur Ritter's Schriften, der 
als kroatischer Schriftsteller, so viel bekannt, erst im J. 1684 
auftrat, sondern sogar Ardelio Dellabella's Wörterbuch, citirt 
werden, so ist klar, dass die zwei Ordensbrüder, denen die Re- 
vision des Werkes vor der Herausgabe desselben von den Or- 
densobern übertragen war, einiges darin nachgetragen haben. 
„Opus," heisst es in der Approbation des Prior Generalis, ,,ad 
inclytae nationis Illyricae obsequium a venerabili Conventu Le- 
poglavensi (wahrscheinlich lebte Belostenec hier) reassumtum, 
iterato ex commissione Superiorum Religionis a duobus idiomatis 
gnaris SS. Theologiae Doctoribus revisum." Es scheint indess, 
dass sich diese zwei Doctoren bei der Revision nicht sehr an- 
gestrengt haben ; denn im kroatischen Tlieile wird oft auf Wörter 
verwiesen, die in der Reihe gar nicht vorkommen. 

Gabor Jnrjevic (1675), k. k. Dreissigstamts-Controlor (Pro- 
tipisec) zu Varasdin, aus einem adeligen Geschlechte, im übri- 
gen unbekannt. 



279 

Pavel UiUcr genaimt Vilezovic (1684), mirde zu Zeng (ill. 
Senj) an der kroatischen Küste, wo sein Vater Beamte war, 
ums J. 1650 geboren und in Belgien erzogen. Von da brachte 
er den Geschmack an Wissenschaften in das damals noch sehr 
rohe, kaum durch einzelne Lichtfunken einiger besser gesinnten 
Priester und Ordensbrüder nothdürftig erhellte Kroatien. Um 
das Jahr 1681 erschien er als Deputirter von Zeug auf dem 
ödenburger Iteichstag, in den J. 1682 und 1683 aber als Ab- 
geordneter der Stadt Zeng am kais. Hofe. Hier machte er sich 
durch Lobgedichte und Anagramme auf den Kaiser und seine 
Minister, besonders den damaligen Bischof von Neustadt, La- 
dislaus Graf Kolonie, beliebt. Um in seinem Vaterlande seine 
literarisch-politischen Zwecke besser verfolgen zu können, musste 
er seinen wahren Vorsatz anfangs unter der Maske literarischer 
Charlatanerie verstecken. Da er sah, dass der Familienstolz 
sehr weit ausgebreitet war, so fing er von der Heraldik an und 
fabricirte Stammbäume aus seinem Kopfe, aus etymologischer 
Wortdeutung, aus der Poesie und Redekunst. Wenn er mit 
diesem Redekram die interessirten Familien aufmerksam ge- 
macht und an sich gefesselt hatte, und es nun zum scharfen 
juridischen Beweis kommen sollte, so liess er sich die Archive 
zeigen, brachte dieselben in Ordnung und machte sich Anwer- 
kungen zu seinem literarischen Behufe. Nach seiner Agentie 
in Wien kaufte er sich zu Agrain ein Haus und das Gut Sitja- 
revo, reiste aber oft in Privatgeschäften als Vertreter von an- 
dern nach Wien. Im J. 1687 zur Zeit des pressburger Reichs- 
tages bei Krönung Josef I. ward er zum Ritter von goldenem 
Sporn geschlagen, Im J. 1691 ernannte man ihn zum Vice- 
Gespan von Lika und Krbava, dann zum königlichen Rath, end- 
lich zum Freiherrn. Er beredete die Stände der drei Reiche 
dazu, in Agram eine Druckerei zu errichten; hiedurch, so wie 
durch seine Verhältnisse zum Hofe uud zu den Grossen, beson- 
ders aber zmn Clerus des Landes, zog er sich aber nach der 
Zeit viele Verdriesslichkeiten zu. Nichtsdestoweniger war er unter 
Ks. Leopold I. in alle Archive gesandt mit dem Auftrage, alles, 
was zum Erweis der Rechte des ungarischen Reiches auf die 



280 

illyrischen Länder dienlich wäre, aufzusuchen. Endlich brach 
das Ungewitter mit aller Gewalt über ihn aus. „Nata post Leo- 
poldi Victorias (heisst es bei Keröelic und Smendrovic) Commis- 
sione neoaquistica, systeraatica item, Protonotariorum judicatui 
non favente Leopoldo rege die 5. Maji 1705 mortuo, in eas ta- 
lesque ruit calamitates (er scheint Mitglied und Theilnehmer 
bei der neoaquistischen Commission gewesen zu sein), quod 
universa et quaevis supellex sua direpta tarn in aede Zagrabiensi, 
quam et bonis Sitjarevo exstiterit, oneratusque innumeris in- 
juriis Viennam concessit, prius finem vitae quam negotiorum 
suorum sortitus." Er starb in Wien am 17. Decb. 1713. Ker- 
öelic nennt ihn „virum summae diligentiae, qui plurima conscripsit 
et notavit, quorum meliora lucem non viderunt." Ueber den 
Hass und die Verfolgungen, welche er sich durch seine litera- 
rische Betriebsamkeit zuzog, bemerkt Keröeli6 Folgendes : „Visa 
ejus vulgari lingua edita ab illo chronica, item vulgo Sibylla, 
tantus in immortalis memoriae virum concitatus ab iis, quibus 
doctrinae et literae vi vocationis incumbunt, ast livor atque 
odium, ut prope infinitis calumniis et injuriis affectus, omnique 
spoliatus substantia, Viennam abiret, ibidem 1713 mortuus." Es 
scheint also die herrschende geistliche Partei in Kroatien die Aus- 
übung der Schriftstell er ei in der Nationalsprache von Weltlichen 
und die Ausdehnung der Literatur auf profane Gegenstände als 
bedenklich, ja als gefährlich und wahrscheinlich auch als einen 
Eingriff in ihre Monopolsrechte erachtet zu haben. Doch mögen 
den Sturz und das Unglück Ritter's auch noch andere, uns un- 
bekannte Verhältnisse herbeigeführt haben. Ritter war ein un- 
ermüdet fleissiger Literat und Sammler von Materialien zur 
Geschichte, aber nur ein ziemlich seichter Gelehrte, und ein 
durchaus oberflächlicher, unkritischer Forscher. Seine lateini- 
schen, sowohl gedruckten als handschriftlichen, später von Ker- 
öeliö und andern benutzten Werke findet man fast vollständig 
verzeichnet bei Engel L 288—290. IL 146. 155—157, ferner 
im Catalog. Biblioth. Szc^chcny. Sein warmer slavischer Pa- 
triotismus und seine Verdienste um die kroatische Sprache, 
Buchdruckerei und Literatur verdienen übrigens die dankbarste 



281 

Auerkennunji;. Dieser Riihm soll und wird ihm ungeschmälert 
bleiben. 

Pavel Ccskovic (1690), Canonicus Cantor des Capitels an 
der Cathedrale zu Agram, im übrigen unbekannt. Seine Predigt 
vom J. 1690 wäre, wenn die Angabe richtig ist, das älteste bis 
jetzt bekannte Product der auf Betrieb Ritter's in Agram ein- 
geführten kroatischen Buchdruckerei. Er starb als Präpositus 
Major, Canonicus Senior, Abbas S. Margarethae de Bela, den 
2. Septb. 1724. 

Simon Judas Sidic (1696), Domherr zu Agram, starb als 
Abbas B. M. V. de Belastena und Gustos der Cathedralkirche 
zu Agram den 28. Novb. 1710. 

Mlhalj Sioiunic (1697), Domherr von Agram und Archi- 
diakon von Gorica. 

Juraj Gvjurlcic (vor 1700), Pfarrer zu Vidovec. 



XVIII. Jahrliiindert. 

MihalJ Krislolic (vor 1704), aus Kroatien, Priester des 
Paulaner-Ordens, in welchem er sich als Doctor der Theologie 
und Prediger auf das rühmlichste auszeichnete. Er starb im 
J. 1704. (Horanyi IL 446, aus Orosz Synopsis Annalium FF. Ere- 
mitarum 0. S. Pauli, Sopronii 1747. 8".) 

Ivan Krislolovcc (1710), gebürtig aus Varasdin, Priester 
des Paulaner-Ordens, wurde, nachdem er die gewöhnlichen Ehren- 
stufen durchgelaufen, zuletzt im J. 1715 zum General seines 
Ordens erwählt — in welcher Würde er der 64. der Reihe nach 
war — und vom Kaiser Karl VI. mit dem Titel eines kaiserl. 
Raths beehrt. Er starb im J. 1730. Ausser zwei kroatischen 



282 

Schriften, die er herausgab, schrieb er die Geschichte des Hauses 
Oesterreich lateinisch, und das Leben des h. Paulus des Proto- 
eremiten italienisch. (Horanyi II. 447.) 

Stefao zubenannt Zagrebec nach seinem Geburtsorte Agram 
(1715), Priester und mehrmaliger Guardian des Kapuciner-Or- 
dens des hl. Franciscus in der steirischen Provinz, ein uner- 
müdet thätiger Prediger und Schriftsteller, der zuletzt durch 
vielfältige Mühen an Kräften erschöpft und des Augenlichtes völlig 
beraubt, den Rest des Lebens in beschaulicher Ruhe zuzubrin- 
gen genöthigt war. (Horanyi HL 579). Er wurde im J. 1688 zu 
Agram geboren und starb den 15. Februar 1742. 

Stefan Skvorc (1717) aus Agram, Clericus regularis. Er 
nennt sich, wie der Obige, nach seiner Geburtsstadt auch Za- 
grebec, und ist deshalb von jenem um so sorgfältiger zu unter- 
scheiden. 

Perenc Susnik (vor 1739), Priester des Jesuiten-Ordens, 
lebte zur Wiederherstellung seiner durch Berufsarbeiten ge- 
schwächten Kräfte in behaglicher literarischer Müsse zu Agram, 
und arbeitete hier, unterstützt von seinem Ordensgenossen Jam- 
bre§i6, an einem kroatisch-lateinischen und lateinisch-kroatischen 
Wörterbuche. Aber ein Nervenschlag und der bald darauf er- 
folgte Tod machte im J. 1739 seinem rühmlichen Bemühen 
kurz vor der Erreichung des vorgesteckten Zieles, ein Ende. 

Andras Jambresic (1726), aus Zagorje in Kroatien gebürtig, 
Priester des Jesuiten-Ordens, lebte in Agram und setzte das 
von §u§nik angefangene, bereits bis zum Drucke gediehene W^ör- 
terbuch fort. Sowohl früher als nachher gab er mehrere an- 
dere, die kroatische und lateinische Sprachkunde betreffenden 
Schriften heraus. Sein Todesjahr ist unbekannt. 

Ivan Mihalj Solluer (1734), wahrscheinlich ein Ausländer. 



283 

Stefan Focek (1735), Pfarrer zu Krapina, starb den 8. 
Juli 1747. 

Junij Mulili (1739 — 1750) , Priester des Jesuiten-Or- 
dens, apostolischer Missionär oder Landprediger, starb im Je- 
suiten-CoUegium zu Agrara, kurz nach gehaltener Nachraittags- 
predigt, am 31. Decb. 1750 (oder 1751). 

Joslp Bedekovic (1744), aus einem adeligen berühmten Ge- 
schlechte in Kroatien gebürtig, trat in jungen Jahren in den 
Paulaner-Orden, in welchem er zuletzt die Würde eines Gene- 
raldefinitors bekleidete. Als Historiker ist er bekannt durch 
sein voluminöses Werk: Natale solum S. Hieronymi in ruderi- 
bus Stridonis occultatum, Neostadii 1752. fol. 2 Bde, in welchem 
Buche sich viele interessante, wiewohl eben nicht zum behan- 
delten Thema gehörige Notizen befinden. (Horanyi I. 155. Eb. 
N. Mem. I. 361—363.) 

Slcfan Raffay (1744), Präbendist des agramer Domcapitels 
(„Priibendarius Chori Ecclesiae Zagrabiensis"), Fortsetzer der 
Ritter'schen Chronik, starb zu Agram den 2. Novbr. 1750. 

Jerlnia 8oslai*lc (1746), Priester des Franciskaner- Ordens. 

Ivan (jlallyuff (1747), der Uebersetzer von F. Pomey's Flos 
Latinitatis. 

ßolUzar Adam Kercelic (1747), dessen adelige Vorfahren 
aus Krbava stammten und sich im Dorfe Berdovec unweit 
Agram niederliessen, wurde geboren zu Berdovec am 9. Febr. 
1715. Im J. 1747, also im 31. seines Lebens, wurde ihm das 
Canonicat von Agram und im J. 1749 die Würde eines Abtes 
ertheilt; im J. 1752 ward er Beisitzer der Banalgerichtstafel. 
Er starb im J. 1778, im 63. seines rastlos thätigen Lebens. Ker- 
öelic behauptet unter den lateinischen Schriftstellern seines 
Vaterlandes , besonders als Historiker, einen ausgezeichnet ehren- 



284 

vollen Rang. Er benutzte ausser den Handschriften des Capi- 
tels , beonders die handschriftlichen Vorarbeiten Levakovic's, 
Ritter's u. a. Unter seinen zahlreichen lateinischen gedruckten 
und ungedruckten Schriften (die man bei Engel I. 290 — 291, IL 
145, 242 etc. verzeichnet findet), ragen durch urkundliche For- 
schung und kritische Freimüthigkeit besonders hervor : De regnis 
Dalmatiae, Groatiae et Slavoniae notitiae praeliminares, Zagra- 
biae (1770) fol., und Historiae Cathedralis Ecclesiae Zagrabi- 
ensis Partis I. Tomus I., Zagrab. 1770. Fol., welches letztere 
Werk nur vom J. 1091 bis 1603 reicht, indem der fernere Druck 
des aus drei Abtheilungen (Partes) bestehenden Ganzen unter- 
sagt wurde. Auch das erstgenannte Werk wurde nur auf spe- 
ciellen Befehl der Kaiserin Maria Theresia zum Drucke zuge- 
lassen. Schade, dass Keröelic's lateinischer Styl so barbarisch 
horrid ist. (Horanyi IL 327.) Was er in kroatischer Sprache 
schrieb, kann in Vergleich mit seinen lateinischen Werken nur 
geringfügig genannt werden. Er machte sich um sein Vater- 
land auch noch durch die Vermachung seiner schätzbaren Bi- 
bliothek an die agramer Akademie, das erste Beispiel einer 
patriotischen Handlung dieser 'Art in Kroatien, besonders ver- 
dient. 

Hilai'ius Oasparolti (1751—1758), Priester des Paulaner- 
Ordens. Horanyi (IL 4.) verwechselte ihn mit P. Stefan Za- 
grebec und schrieb die von diesem herausgegebenen Predigten 
irrig jenem zu. Er starb als Vicarius provincialis nach 1758 
zu Lepoglava. Er wurde im J. 1712 geboren und war früher 
Prediger im Kloster Lepoglava, hierauf Vicarius provincialis 
(Collega minor aptris provincialis) , in welcher Würde er am 6. 
März 1762 starb. Seine Frömmigkeit und Gelehrsamkeit wurde 
sehr gerühmt. 

Arsenius Gllc (1752), gebürtig aus Varasdin, Priester des 
Franciskaner-Ordens der Provinz des hl. Ladislaus, über zehn 
Jahre Prediger zu Agram und Varasdin, im J. 1770 noch am 
Leben. 



285 

Perenc Tanszy (1754), geboren den 23. März 1698, fasste 
in der Jugend den Entschluss, sich dem geistlichen Stande zu 
widmen, und studierte die Humaniora im Scminarium zu Agram, 
hierauf drei Jahre lang die Philosophie und Theologie in dem 
kroatischen Collegium zu Wien, zuletzt besuchte er noch die 
Universität zu Bologna. Als er von da zurückkehrte, versah er 
ein halbes Jahr lang die Stelle eines Cooperators zu Konöina, 
einem Gute seines Onkels, des Bischofs Georg Branjug; im 
J. 1723 den 24. Aug. wurde er Pfarrer zu Stenjevec bei Agram, 
im J. 1729 den 1. Mai Domherr zu Agram, und nach succes- 
siver Erlangung mehrerer anderer Priesterwürden zuletzt Bi- 
schof von Bosnien 1749 den 6. August. Zwei Jahre darauf, am 
30. Juli 1751, wurde ihm das Bisthum von Agram verliehen, 
dem er bis zu seinem am 11. Jan. 1769 erfolgten Tode vor- 
stand. Seinen milden , freigebigen Sinn und seine sonstigen 
Verdienste um die Kirche rühmt Farlati in s. Illyr. sacrum 
Tom. V. p. 602. 

Lovrcnc Bogovic (1755), stammte aus dem ödenburger 
Comitate in Ungarn, erkor sich in früher Jugend den Mönchs- 
stand und trat in den Orden des hl. Franciscus, in welchem er 
durch zwei ascetische Werke seinen Namen auf die Nachwelt 
fortpflanzte. 

Älihalj Silobod genannt Bolsic (1758—1768), Pfarrer zuerst 
zu Martinska ves, dann zur hl. Dreifaltigkeit unter dem Berge 
Okic, wo er im Jahre 1787 starb. Er stand zu seiner Zeit als 
ein sinnreicher Mechaniker und als gewandter lateinischer Dichter 
in grossem Rufe. 

(Jodofrid l'alkovlc (1758), Priester des Franciskaner-Ordens, 
ist bloss als Vf. eines kroatischen Gebetbuches bekannt. 

Fcrenc Kovaclc (1760), Herausgeber und möglicherweise 
auch neuer Uebersrtzer des Thomas von Kempen'schen Buches 



286 

von der Nachfolge Christi. Er starb als Capellan zu Vidovec 
unweit Varasdin am 22. Mai 1789. 

Forlnnat Svagel (1761), Priester des Franciskaner- Ordens 
und Prediger (Concionator generalis) der Provinz des hl. La- 
dislaus desselben Ordens, wie auch Qiiadragesimal- Prediger zu 
Agram. Er wurde zu Varasdin den 29. Sept. 1715 geboren 
und erhielt in der Taufe den Namen Peter; im J. 1734 trat er in 
den Orden zu Ivanic; im J. 1767 starb er zu Verovitic (Veröcze). 

Mikula Lovreneic (1762), Priester des Jesuiten-Ordens, Fort- 
setzer der Eitter'schen Chronik. 

Jara,j Res (1764), Domherr und Cantor der Cathedrale zu 
Agram. In seinen Händen befand sich eine Zeit lang ein an- 
sehnlicher Theil des überaus wichtigen Nachlasses des berüch- 
tigten Raphael Levakovic, welchen er dann im J. 1745 an Bal- 
thasar A. Keröelic verschenkte, der davon sehr guten Gebrauch 
zu machen wusste (Engel IL 154.). Res starb im J. 1767 den 
22. Juni zu Agram. 

Peter Berke (1765) aus Legrad, studierte die Humaniora 
zu Varasdin, hierauf die Philosophie und Theologie zu Wien 
und Bologna, wurde nach der Rückkunft ins Vaterland zuerst 
Kapellan in Bistrica, dann Pfarrer in seinem Geburtsort Legrad, 
wo er am 23. Juli 1798 starb. (Horanyi N. Mera. I. 768.) 

Pi'okop Svoboda (1765), Priester des Frauciskaner-Ordens, 
von Geburt ein Böhme, geboren im J. 1728, trat in den Orden 
1750 und ward Prediger und Apothecarius in demselben; starb 
zu Ivanic im J. 1767. 

Miknia Gonipp (1768), aus Lipnik am Modru§potok im 
agramer Comitate, Pfarrer zu Krapina, starb im J. 1778. 

Bollizar Matakovic (1770), Domherr der Collegiatkirche 
zum hl. Geist in Casma und Pfarrer bei der Mariakirche auf 
dem Capitel in Agram. 



28t 

Ivan Pazy (Pazy) (1770 — 1772), aus einem alten adeligen Ge- 
schlechte stammend, wurde von dem syrmischen Bischofsstuhl, 
auf welchen er nach Verwaltung mehrerer priesterlicher Ehren- 
ämter gelangte, auf jenen von Agram übersetzt im J. 1770, 
und stand in besonderen Gnaden bei der Kaiserin Maria The- 
resia, so wie in liebevoller Achtung bei dem seiner geistlichen 
Obhut anvertrauten Volke. Er starb eines frühzeitigen Todes 
im J. 1772 (Farlati V. 602.)- Th. Miklou§i6 führt ihn als Redner 
(Blagoreönik) in der Reihe der kroatischen Schriftsteller auf in 
s. Izbor dugovany S. 100. Wahrscheinlich ist von ihm nichts 
im Druck erschienen. 

Josip Erncsl Mallevic (1771), aus einem adeligen Ge- 
schlechte mit dem Prädicate de Sarujvär, ursprünglich aus bos- 
nischem Kroatien stammend, geboren in dem Marktflecken Ivanic 
den 1. März 1742, wurde 1765 Priester und Cooperator in dem 
varasdiner Gränz-Generalat, am 24. Mai 1777 Pfarrer zu Ga- 
re§nica ebenfalls in der Gränze, hierauf den 10. April 1791 
Katechet bei der Nationalschule in Agram und endlich Altarista 
zu St. Marcus in der letztgenannten Stadt, wo er am 23. Juli 
1808 starb. Er war ein sehr fleissiger kroatischer Schrift- 
steller. 

Karol Szolenghi (1771), kön. Inspector der Seidenwürmer- 
zucht und Seidenfabriken in den Königreichen Ungarn, Kroatien 
und Slavonien. Ob ein Kroat, kann ich nicht bestimmt ange- 
ben. In Th. Miklou!^ic's Izbor dugovany S. 104 wird ihm aus 
Versehen ein Buch zugeschrieben, welches er nicht verfasst hat. 

Josip GaUnf (Oaliynff) (1772—1785), Bischof von Zagrab, 
der sein Andenken durch eine ansehnliche Stiftung für Arme 
(300.000 fl.) verewigt hat, wird von Th. Miklousiö in Izbor 
dugovany S. 95 in der Reihe der kroatischen Schriftsteller 
aufgeführt. Ob von seinen, dort angemerkten Predigten etwas 
in Druck erschienen ist, weiss ich nicht. Er starb den 5. Fe- 
bruar 1785. 



288 

Josefa Gräfin Orsic, geborene Gräfin Ziehy (1772), ist bis 
1832 unter den Kroatinnen die einzige, welche als Schriftstellerin 
mit einem in der Landessprache verfassten Werke auf dem Ge- 
biete der Nationalliteratur öffentlich auftrat. Josepha (nach dem 
Sterbeprotocoll) Gräfin Orsic, geborne Gräfin Zichy, war Ge- 
mahlin des Grafen Christoph Orsic, und starb in der Pfarre 
Stubica den 6. März 1778. (In Izb. dug. ztr. 100 heisst sie irrig 
Eleonora.) 

Ivan Lalangue (1774), Doctor der Medicin, von Geburt ein 
Belgier aus Luxemburg („Belga Luxeraburgensis"), des varas- 
diner Comitats Physicus, zwar ein Ausländer, der jedoch nach 
Miklouäic's Angabe (Izbor dugovany ztr. 103) auch selbst in der 
kroatischen Sprache schrieb; nach Juranic hingegen wurden 
zwei unter seinem Namen herausgekommenen Schriften von 
Eugen Klimpacher ins Kroatische übersetzt. Er starb zu Va- 
rasdin im J. 1799, im 56. Jahre seines Alters, wie man auf 
seinem Grabsteine liest; war demnach im J. 1743 geboren. 
Mehreres über seine frühern Lebensumstände berichtet er selbst 
in der Vorr. zu s. Medicina ruralis 1776, die indess auch von 
Klimpacher aus deni Lateinischen übersetzt wurde. Er hatte 
die Medicin in Wien studiert und war ein von van Swieten 
und der Kais. Maria Theresia sehr geschätzter Mann. 

Anton Romani (1774), kön. Inspector der Seidenwürmer- 
zucht und Seidenfabriken im Königr. Kroatien. Th. Miklou§ic 
nennt ihn ebenfalls unter den Ausländern, welche in kroatischer 
Sprache geschrieben haben. (Izbor dugovany str. 103.) 

Miknla Planlic (1775), Priester des Jesuiten-Ordens, ging 
als apostolischer Missionär nach Paraguay, wo seiner die aben- 
teuerlichsten Schicksale harrten, indem er zuletzt vom Volke 
zum Könige erwählt wurde u. s. w. Er starb im J. 1777. 

Engenliis Klimpacher (1776), Priester des Franciskaner-Or- 
dens, nach Juranic's handschriftlichen Notaten der üebersetzer 



289 

zweier medicinischer Werke von Lalangue. Er wurde den 26. 
Juli 1738 zu Varasdin geboren und erhielt in der Taufe den 
Namen Ignaz; im J. 1756 trat er zu Ormo^ in den Orden, in 
welchem er Theologiae Lector, dreimal Guardian und einmal 
Minister provincialis ward, und als Ex-Minister zu Varasdin 
den 26. Jänner 1817 starb. 



Maximilian Chiolicli von Löveusperg (Collc) (1777), Dom- 
herr des agramer Capitels, wird von Th. Miklou§ic in s. Izbor 
dugovany str. 94 in der Reihe der kroatischen Schriftsteller 
als lateinischer und kroatischer liedner aufgeführt. Er wurde 
zu Zengim J. 1749 aus einem alten adeligen Geschlechte geboren, 
besuchte die Schule zu Fiume, widmete sich dem geistlichen 
Stande und studierte die philosophischen und mathematischen 
Wissenschaften zu Graz. Sein Vetter, Wolfgaug Chiolich, Bi- 
schof von Zeng, schickte ihn nach Rom, um daselbst den phi- 
losophischen und theologischen Cursus zu vollenden. Nach seiner 
Rückkehr wurde er Professor zurerst der Kanzelberedtsamkeit, 
dann der Moraltheologie auf der Academie zu Agram, endlich 
aber Domherr und Archidiacon von Vaska, in welcher Eigen- 
schaft er am 15. Sept. 1808 im 59. Lebensjahre starb. Mehrere 
lateinische Predigten von ihm s. bei Horanyi N. Mem. I. 648 
bis 649 (wo das Geburtsjahr 1759 irrig angegeben ist.) 



lYan Mulih (1777), geboren ums J. 1738, früher Priester 
des Jesuiten -Ordens, hierauf apostolischer Missionär in der 
agi-amer Diöcese, starb zu Agram den 12. October 1798. 

Ivan Vilkovic (1779), Priester des Jesuiten-Ordens und zu- 
gleich Professor der Grammatikalschule am Gymnasium zu Agram' 
in welcher Stelle er auch nach Aufliebung des Ordens bis zu 
seinem Tode, der am 10. Septb. 1790 erfolgte, verblieb. Er 
war als fertiger lateinischer Dichter sehr beliebt. 

äafatik. Literatlirgeschichte. II. Band. \Q 



290 

P. Gergnr Malevac (1781 — 1800), Priester des Capuciner- 
Ordens des hl. Franciscus, Prediger zu Agram und Guardian* 
Er wurde zu Vinica in Krain am 2. März 1732 geboren und 
starb zu Varasdin den 29. Jänner 1812. 

Filip Wohlgemuth (1782), geboren ums J. 1739, Pfarrer 
zuerst zu Sunja im 2. Banalregimente , dann in Agram bei der 
Kirche Johannis des Täufers in der Neustadt (in nova villa), 
hierauf Domherr des öasmaer Capitels , Rector des Generalse- 
minariums in Pest, Abt zum hl. Erlöser von Leker, Lector 
des öasmaer Domcapitels, starb in Wien am 13. Novb. 1804. Er 
war ein vielseitig gebildeter, kenntnissreicher Mann und ein 
ausgezeichnet trefflicher lateinischer Redner. In lateinischer 
Sprache schrieb er eine ;,Descriptio geographica Comitatus Cri- 
siensis," welche ungedruckt blieb. (Engel IL 242.) In Angele- 
genheiten des zum Theil durch die türkische Invasion, zum 
Theil durch Incorporirung zur Miliz fasst um allen Güterbesitz 
gekommenen und nach Agram verlegten öasmaer Capitels war er 
unermüdet thätig, wiewohl ohne besondern Erfolg. (Engel II. 
275-276.) 

Iguac Szent-Martony (1783), Priester des Jesuiten-Ordens, 
nach Aufhebung desselben Professor der Humanioren am Gym- 
nasium zu Agram, hierauf Pfarrer zu Sobotica auf der Murinsel 
und Vicearchidiacon, wo er am 13. Febr. 1806 starb. P> stand 
als lateinischer Dichter in einem grossen Rufe. 

Bollizar Kociancic (1784), geboren in Samobor im J. 1740, 
Doctor der Theologie, eine Zeit lang (um 1775 — 1784) Pfarrer 
zu Sisek, zuletzt seit 20. März 1797 Domherr des agraraer Ca- 
pitels, starb den 4. Jänner 1806. 

lyan^Dinko (Dominik) Vukasovlc (1784), Protonotarius apo- 
stolicus, Domherr des zenger Capitels, Consistorialrath und 
Pfarrer zu Otochacz in der kroatischen Gränze. Er verfasste in 
deutscher Sprache im J. 1777 eine Beschreibung des karlstädter 



291 

Generalats, welche an den Ilofascnten von Keresztury, einen 
Kenner und Freund gelehrter Arbeiten, nach Wien eingesandt 
und durch C. D. Bartsch ans Licht befördert wurde im „Ungr. 
Magaz." Pressb. 1783 Bd. III. St. 4. Vieles daraus steht auch 
bei Engel II. 174. 298 ff. 309 ff. 

Simon Jellaclc (1785), Domherr des agramer Capitels, Ar- 
chidiacon von Gorica, starb den 21. Mai 1797. 

Tllus Brezovacki (1786), geboren zu Agram um das J. 1754, 
Priester des Paulaner-Ordens, nach Aufhebung desselben Bene- 
ficiat zu St. Marcus in Agram, wo er am 29. Oktober 1805 
starb. Er war ein Mann von glänzenden Geistesgaben, ausge- 
rüstet mit einem hervorragenden Scharfsinn und Witz, und dich- 
tete in lateinischer, kroatischer und slavonischer Sprache mit 
Leichtigkeit. Viele kurze satyrische Gedichte stehen von ihm 
in den damaligen kroatischen Kalendern. Einige seiner Dramen 
hat Th. Miklouäic umgearbeitet und von neuem auflegen lassen. 

Jura.j Paüdorlc (1786), geboren im J. 1738, seit 1786 Dom- 
herr des agramer Capitels, Cantor der dortigen bischöflichen 
Cathedrale, Doctor der Theologie, infulirter Abt der hl. Apostel 
Petri und Pauli von Tata, mehrerer Gespanschaften Gerichts- 
tafel-Beisitzer; starb den 10. November 1826 im 88. Jahre des 
Alters. 

Ivan Dcveric (1787), Priester der agramer Diöcese und 
Magister der kroatischen Nationalschulen, starb um das J. 1790. 

Ferenc Josip Kosednar (1787), Alt^rista zu Varasdin. 

Maximilian Y^rhorec von Rakitovec (1787—1827), Bischof 
von Agram, Prälat imd Mäcen unvergänglich ruhmvollen An- 
denkens. Er wurde geboren zu Karlstadt am 23. Novb. 1752. 

19* 



J92 

Sein Vater, Alexius, war k. k. Gränzhauptmann. Der junge 
Verhovec wuchs unter der Aufsicht seiner Eltern auf und wid- 
mete sich anfangs, das Beispiel seines Vaters nachahmend, dem 
Soldatenstande, den er indess bald verliess, und auf die Stimme 
seines Innern achtend, einem höhern, geistigen Berufe folgte. 
Er trat in den geistlichen Stand und studierte zu Bologna, wo 
er die Doctorswürde der Theologie erlangte. Im J. 1776 am 
1. Jänner empfing er die Priesterweihe, wurde darauf Diöcesan- 
Notar, Subrector im Seminarium, Supplent der Theologie an der 
Academie und Professor der Rhetorik im Seminarium zu Agram. 
Im J. 1784 wurde er Rector in dem auf Kaiser Josephs IL Ge- 
heiss errichteten Generalseminarium zu Agram und zugleich am 
14. Decb. Domherr des agramer Capitels. Im J. 1786 wurde er 
Rector des wiedereingeführten Seminariums zu Pest und Director 
der theologischen Facultät daselbst. Allein schon am 21. Aug. 
des folgenden Jahres 1787 wurde ihm das Bisthum von Agram 
verliehen , welches er bis zu seinem am 16. October 1827 
erfolgten Tode unter seiner segensvollen Verwaltung behielt. 
Mehr als einmal wurden ihm auszeichnende Beweise der Huld 
und Gewogenheit des Monarchen zu Theil. Im J. 1792 wurde er 
zum Geheimrath, im J. 1808 zum Commandeur des St. Stephans- 
Ordens, im J. 1809 zum Stellvertreter des Banus ernannt, im 
J. 1815 aber mit dem goldenen Civilverdienstkreuze beehrt. Im 
J. 1810 erhielt er das Gut Rakitovec sammt Prädicat. Seine 
Verdienste um die Kirche, Menschheit, Wissenschaft und kroati- 
sche Nationalliteratur sind eben so vielfältig als bleibend. Er 
vermachte der Cathedralkirche von Agram ausser 3050 Ducaten 
60.000 fl. Conv.-M., dem Armenstifte für 24 Studierende aber 
54.522 fl. C.-M., führte im J. 1804 den Orden der Barmherzigen 
Brüder in Agram ein und machte 1819 eine Stiftung von 10.000 fl. 
C.-M. für das Hospital derselben, wies zur beständigen Unter- 
haltung der stubicer Heilquellen die ansehnlichen Einkünfte des 
siseker Magazins an, erweiterte und bereicherte die bischöfliche 
Bibliothek mit ungeheuren Kosten, schenkte der, nun öffentli- 
chen academischen Bibliothek von Agram mehrere tausend Bände 
seltener und kostbarer Werke, und unterstützte gemeinnützige 



293 

literarische Unternehmungen auf das thätigste. Sehr viele kro- 
atische Schriften sind auf seine Veranstaltung und Kosten er- 
schienen. Auch auf eine kroatische Bibelübersetzung war sein 
Augen nierk gerichtet, welche aber nicht zu Stande kam. Er 
selbst dichtete anmuthige Lieder und schrieb mehrere religiöse 
Bücher in kroatischer Sprache. (Vgl. M. Kunitsch's Empfindun- 
gen im Jubeljahre Seiner Exe. des Herrn Bisch. Max. Verhovacz 
von llakitovecz, Varasdin 1826. 4". J. Graf Sermage's Trauer- 
rede bei Exequien für M. Verhovecz von Rakitovecz, Bisch, von 
Agrara, Agram 1828. 4^ und besonders Th. MiklouSic Luctus 
Eccl. Zagrabiensis in obitu Exe. D. Maxim. Verhovecz de Rar 
kitovecz, Ep. Zagr., Zagr. 1828. 4".) 

Adam Aloysiiis Barice vlc (1790) aus Agram, geboren im 
J. 1756 am 12. Sept., studierte am Gymnasium der Jesuiten in 
seiner Vaterstadt und fasste den Entschluss, selbst in den Or- 
den zu treten. Allein gerade in dem Jahre, in welchem er seiu 
Vorhaben ausführen wollte, wurde der Orden aufgehoben (1773). 
Nun ging er 1774 nach Wien und studierte daselbst die Phi- 
losophie und Theologie mit ausnehmendem Erfolge. Nach seiner 
Zurückkauft in die Heimath wurde er zuerst als Kaplan zu 
Pakrac, hierauf als Professor der Eloquenz, wie auch als Biblio- 
thekar am Archigymnasium zu Agram und nach 8 Jahren als 
Pfarrer bei der Mariakirchc am Capitelhof angestellt. Die glän- 
zenden Verdienste, welche er sich um diese Pfarre erwarb, und 
die hohen christlichen und geistigen Tugenden, durch welche er 
hervorleuchtete, bewogen den Grafen Franz Sermage ihm die 
unter seinem Patronate stehende Pfarre Bördovci unweit Agram 
im J. 1803 zu verleihen. Allein schon drei Jahre darauf, aiu 
21. März 1806, entriss ihn der Tod der Kirche und den Wis- 
senschaften im noch nicht vollendeten 50. Lebensjahre. Bari- 
öevic war zu seiner Zeit einer der gebildetsten Männer des Va- 
terlandes, doch, wie gewöhnlich, fast mehr im Auslande bekannt 
als in seiner Heimath. Als lateinischer Stilist hatte er kaum 
seines gleichen. Er war Mitglied der Acaderaien zu Neapel und 
Turin, und correspondirte überdies mit Mitgliedern der Univer- 



294 

sitäten und Academien zu Pest, Wien, Prag, St. Petersburg, 
Helmstädt, Görlitz, Rom, Pisa, Pavia, Ragusa u. s, w. Die 
Kaiserin Katharina IL liess ihm durch die St. petersburger Aca- 
demie eine goldene Denkmünze nebst kostbaren Büchern über- 
senden. Das meiste, was er in lateinischer und kroatischer 
Sprache geschrieben, blieb leider ungedruckt und ging seitdem 
schon zum Theil verloren. (Vgl. Horanyi N. Mem. I. 294—297. 
Voltiggi in der Vorr. zu s. Wörterb. Miklouäic Izbor dugov. 
Str. 93.) Auf Kosten des Bischofs Mandic liess er J. Mikötzi's 
Nachlass: Otiorum Croatiae liber unus, Budae 1806. 8", auf- 
legen. 

Toraas Miklousic (1791), geboren in dem privil. Markt- 
flecken Jaska (kr. Jastrebarsko) den 27. October 1767, studierte 
die Grammatikalien an dem Archigymnasium zu Agram und 
wurde daselbst aus der Syntax in das Seminarium alumnorum 
aufgenommen, wo er die Poesie und Rhetorik, so wie auf der 
dortigen Academie die Philosophie, im pester Generalsemina- 
rium aber den vierjährigen Cursus der Theologie absolvirte. 
Als er im J. 1790 nach Kroatien zurückkehrte, ward er als 
praktischer Theolog eine Zeit lang Supplent für die Religions- 
lehre bei den Nationalschulen, Im J. 1791 den 12. Juli feierte 
er seine Primicien in Jaska und wurde daselbst Cooperator bis 
zum J. 1795. Gegen Ende desselben Jahres concurrirte er um 
die vacante Stelle der poetischen Katheder an dem Archigym- 
nasium zu Agram und erhielt die Professur der Grammatik. Im 
J. 1799 wurde er supplirender und 1801 ordentlicher Professor 
der Poetik. Am 20. Jänner 1805 ging er als Pfarrer nach 
Pu§öa und am 4. März desselben Jahres nach Stenjvec bei 
Agram, von wo er im Juni 1831 als Pfarrer und Vicearchidia- 
con nach seinem Geburtsort Jaska versetzt wurde. MiklouSiö 
erwarb sich in den neuesten Zeiten um die kroatische National- 
literatur die grössten Verdienste. Die Schriften, die er in der 
Muttersprache herausgab, bilden eine stattliche Reihe. Seinem 
warmen Patriotisnms genügte nicht, die Erzeugnisse seiner Stu- 
dien und seiner Müsse zur Öffentlichkeit zu bringen; er um- 



295 

fasste mit gleicher Soifjjfalt all(!s, was irgend zur Emporbringung 
der Muttersprache und zur Bereicherung der Nationalliteratur 
dienen konnte, und gab mehrere verwaiste Schriften schon ver- 
storbener Auetoren zum Theil in verbesserter Gestalt heraus, 
andere entriss er dem Untergange, indem er sie seiner Bücher- 
und Handschriftensammlung einverleibte, und für künftige Zwecke 
aufbewahrte. In lateinischer Sprache dichtete er mit eben so 
viel Leichtigkeit und Gewandtheit als Eleganz, Würde und Kraft, 
Seinem unermüdeten patriotischen Eifer und seiner freundschaft- 
lichen Güte verdankt die gegenwärtige Darstellung der kroati- 
schen Literatur ihre vorzüglichste Bereicherung. Er starb am 
7. Jänner 1833 und vermachte seinen literarischen Nachlass 
seinem Neffen Ignac Kristianovic. 

Martin Sabolovic (1792), Priester der Jesuiten-Ordens, der 
Philosophie und Theologie Doctor, Titular-Canouicus des Capi- 
tels von Öasma, verfertigte mehrere witzig - sinnreiche macaro- 
nische (lateinisch-kroatische) kleine Gedichte, welche in der 
Handschrift von Liebhabern aufbewahrt werden. In Jos. Mikötzi 
Otiorum Croatiae liber unus, Budae 1806. 8.° p. 37 — 40 steht 
ein lateinischer Brief von ihm, datirt den 9. Okt. 1780 zu 
Prespa. Vgl. auch Th. Miklouäic Izbor dugovany str. 102. — 
Er starb den 23. Jänner 1801. 

Franz Körnig (1795), von Geburt ein Deutscher, Leh- 
rer der büigerlichen Erziehungsschule an der königlichen 
Hauptschule zu Agram. — Gebürtig aus Radkersburg in 
Steiermark, studierte von der frühesten Jugend an in Agram 
am dortigen kön. Convicte, wurde als Lehrer zuerst in Samo- 
bor unweit Agram angestellt, dann als Lehrer der vierten, da- 
mals neu errichteten Nationalschule nach Agram versetzt, zu- 
letzt zum Nationalschulen-Director befördert, in welcher Eigen- 
schaft er den 26. Febr. 1807 zu Agram starb. 

Josip Horvälh von Szent-Pöter (1796), geboren zu Pomorje 
auf der Muriusel den 29. Febr. 1772, war eine Zeit lang Pfarrer 



296 

in seinem Geburtsorte, hierauf wurde er Domherr des agramer 
Capitels, und ist nun zugleich Synodal-Examinator, Referent des 
bischöflichen Consistoriums und des varasdiner und szalader 
Comitates Gerichtstaf elb eisitzer , 



Anton Vranic (1796), gebürtig aus Karlstadt, Pfarrer zu 
Öipak im agramer Comitate, jaska'er Districtes, Vicearchidiacon 
des karlstädter Districtes, starb den 13. Aug. 1820. 

Ferenc Graf Orsic (1798) Domherr des agramer Capitels, 
Abt und Archidiacon vom Kemlek, starb den 18. Jänner 1807 
im 48. Lebensjahre. 

Ferenc Dianic (vor 1799), geboren um das J. 1739 zu Sa- 
mobor, Professor der 2. Humanitätsklasse am Archigymnasium 
zu Agram, starb den 10. Decb. 1799. 

Josef Gorsak (1799), Pfarrer, geboren zu Agram den 12. 
Juli 1754, war 1779—1784 Cooperator zu Petrinja, 1784—1796 
Pfarrer zu Jesenovec im 2. Banal-Gränzregimente, hierauf 1796 
ff. Vicearchidiacon und Staabspfarrer des 2. Banal- Gränzregi- 
mentes zu Petrinja, wo er am 5. Febr. 1824 starb. 

Mihalj Slnkovic (1799), Pfarrer zu Ivanec zum hl. Johan- 
nes dem Täufer. (Pleb. Szvet. Ivan. Kerzt.) 

Ignac BedekoYlc, Vf. einer Abecevica. 

Simeon Cucic (Chnchicli), Professor der Philosophie an 
der Academie zu Agram, nach MiklouSic's Izbor dugovany str. 
95 lateinischer und kroatischer Dichter (nach Gay schrieb er 
Gelegenheitsgedichte). Er wurde den 14. Febr. 1784 zu Peöno 
im sluiner Gränzregimente geboren , studierte am griechisch- 
katholischen Seminarium zu Agram, hierauf an der Universität 



297 

in Pest, wo er 1806 Doctor der Philosophie ward, erhielt 1807 
die Professur der griechischen Sprache an der Academie zu 
Agram, im folgenden Jahre 1808 wurde er zum Professor der 
Philosophie, im J. 1812 zum Präefect des griechisch-katholi- 
schen Seminariuras ernannt; er starb den 27. Jänner 1828. 

Simcon Kuefac, Priester des Franciskaner-Ordens, Pfarrer 
im Dorfe Ciklei, ungarisch Siglös, im ödeuburger Comitate. 

Stefan Korolia, früher Pfarrer zu Sisek, dann Domherr des 
agramer Capitels, wird von Th. MiklouSic in s. Izbor dugovany 
Str. 97 in der Reihe der kroatischen Schriftsteller mit der Be- 
merkung angeführt, dass er viele Predigten verfasst habe. Die 
daselbst erwähnten Uebersetzungen desselben Vfs. scheinen auf 
einem Irrthume zu beruhen. Er starb am 4. Mai 1825. 

Leopold Payer, Medicinae Doctor und Physicus zu Varas- 
din, wird von Miklou§i6 in s. Izbor dugovany str. 103 unter 
den Ausländern , welche in kroatischer Sprache geschrieben, 
namhaft gemacht. 

Mihal,j SllTalio, Professor der Rechte an der Academie zu 
Agram. (S. Th. Miklouäic's Izbor dugovany str. 102.) Geboren 
den 20. Mai 1753 im pozeganer Comitate, Professor der Ge- 
schichte an der Academie zu Agram seit 1780—1806, mehrere 
Jahre zugleich Prodirector des k. Archigymnasiums, starb am 
6. Mai 1806 an der damals herrschenden Epidemie. Er hinter- 
liess lateinische Hs. über die Geschichte der Päpste und eine 
unvollendete Uuiversalhistorie. Mehrere Gedichte in slavoni- 
scher Mundart sind von ihm hs. noch vorhanden. 

Jakob Tasllc, von Th. Miklou§ic in s. Izbor dugovany str. 
102 als „Pesmoznanec Horvatski" angeführt. Er war Ajdmini- 
strator der Pfarrei Pribic in a^ramer Comitate und starb den 
17. Juli 1802. 



298 

XIX. Jahrhundert. 

Imbi'ih Vory (vor 1803), Domherr des agramer Capitels, 
hat, nach Stulli (Vorr, zum Wörterb.), einige kroatische iSchul- 
oder Jugendschriften verfasst : „libros in usum scholarum patria 
dialecto protulit." Wahrscheinlich Hss. Gebürtig aus Varasdin, 
war zuerst Cooperator zu Agram, hierauf Nationalschulen-Di- 
rector und später Inspector, zuletzt Domherr und Lector des 
agramer Capitels. Er starb den 21. Febr. 1809. 

Imbrth Karol Raff'ay (1804), geboren im J. 1755, anfangs 
Professor der Logik an der Academie zu Agram, dann Pfarrer 
zu Krapina, hierauf nach einander Canonicus zu Agram, Abt 
von Triskay, Lector des Capitels, Prälat der Banaltafel, Prae- 
positus major zu Agram, Beisitzer der kön. Septemviraltafel 
und zuletzt Bischof von Diakovar, in welcher Würde er am 10. 
Jänner 1830 starb. 

Jive Zigmund Karner (1812), Pfarrer zu Bezi (oder Beze- 
nje? — „Bezonyzki Farnik") in der raaber Diöcese. 

Ivan ßirling (1813), geboren zu Agram den 31. Mai 1775, 
Domherr des Capitels zu Agram, Synodal-Examinator, Referent des 
bischöflichen Consistoriums und des agramer Comitates Gerichts- 
tafelbeisitzer , wegen seines bei der Seelsorge vielfach bethä- 
tigten Eifers, so wie wegen seiner erbaulichen Kanzelberedtsam- 
keit allgemein beliebt. 

Anton Nagy (1813) gehört, ungeachtet er einiges auch in der 
kroatischen Mundart schrieb, der illyrischen Abtheilung an, wo 
bereits eine biographische Notitz von ihm gegeben wurde. (S. 86.) 

Imbrih Lopaslc (1814), geboren um das J. 1780, Stadt- 
hauptmann zu Karlstadt, des agramer und varasdiner Comitates 
Gerichtstafelbeisitzer, gehört vielleicht mit grösserem Rechte 
der illyrischen Abtheilung an. 



299 

Joslp Vracan (1814), geboren den 6. Febr. 1786 in Agram, 
früher Cooperator zu Zajezda, Altarista zu Varasdiu und Kate- 
chet der Nationalschulen daselbst, hierauf Professor der Gram- 
matik zu Varasdin, seit dem 3. Novb. 1815 Pfarrer zu Ludbreg 
im kreuzer Comitate und eine Zeit lang zugleich im koprivnicer 
Districte Vicearchidiacon, ferner des varasdiner und kreuzer 
Comitates Gerichtstafelbeisitzer. 

Janas Chanyi (Caiiji) (1817), geboren um 1762, Pfarrer 
zu Verbovec im agramer Comitate, Vicearchidiacon des kreuzer 
Districts und des po^eganer und kreuzer Comitates Gerichts- 
tafelbeisitzer, auch als lateinischer Dichter in grossem Hufe. 
(Th. Mikiouäic Izbor dugovany str. 94.) 

Peler Zanic (Zanich) (1817), Pfarrer in Maruäevec im va- 
rasdiner Comitate und Vicearchidiacon im obern Districte, der 
kreuzer und varasdiner Gespanschaft Gerichtstafelbeisitzer. 

Imbrib Doniiu (1818), geboren zu Agram den 8. Oktober 
1776, Doctor der Rechte, beeideter Landesadvocat, Professor 
des vaterländischen Civil- und Criminalrechtes an der Academie 
zu Agram und Senior der juridischen Facultät, so wie des 
agramer Comitates Gerichtstafelbeisitzer. 

Anton Rozic (Rosich) (1818), geboren um das J. 1787, Pro- 
fessor der Humanitätsklassen am Gymnasium zu Varasdin, des 
varasdiner Comitates Gerichtstafelbeisitzer. 

Joslp (ji,jarkovccki (Gyurkovcchky) (1819), geboren um das 
J. 1764 in dem Marktflecken St. Johann zu Zelina, Pfarrer zu 
Samarica in der kroatischen Militärgränze, starb den 18. März 
1832. 

Ivan Gusic (vor 1821), gebürtig aus Vivodina im agramer 
Comitate, früher Mitglied des Beuediktinerordens , hierauf 



300 

Priester („sacerdos deficiens") der agramer Diöcese, starb zu 
Agram den 21. Juli 1821. 

Malias Jandric (1821), geboren um das J. 1776, war Pfarerr 
in Cerkvena in der kroatischen Militärgränze und starb den 
13. Febr. 1828. Er war ein sehr fleissiger kroatischer Schrift- 
steller. 

Jakob Lovrencic (1822), geboren zu Agrara um das J. 1780, 
früher mehrere Jahre lang Provisor des Grafen Dra§kovic auf 
dem Schlosse Trakostjan, dann im Privatstande zu Varasdin 
den Musen und der Beförderung der Nationalliteratur lebend. 

Jui'a,j Pavlinic (1823), früher herrschaftlicher Provisor, dann 
im Ruhestande. 

Filip Smolec (1823), Pfarrer im Dorfe Orehovec im agra- 
mer Comitate, starb den 8. August 1828. 

Josip Sever (1824), geboren um das J. 1795, Weltpriester 
der agramer Diöcese, Professor der Grammatik am kön. Gym- 
nasium zu Varasdin. 

Anton Mihanoyic (1825) lebte früher in Wien, ward hier- 
auf eine Zeit lang (1826) Gubernialsekretär in Fiume und pri- 
vatisirte dann abwechselnd in Pest und andern Städten der 
Monarchie. Von ihm ist auch eine Abhandlung über die Ver- 
wandtschaft der slawischen Sprache mit dem Sanscrit in Hor- 
mayr's Archiv 1823 N. 66, 67, 71 erschienen. 

Ljudevlt Gay (1826), geboren zu Krapina in Kroatien am 
8. Juli 1809, studierte durch fünf Jahre am Gymnasuim zu 
Varasdin ; schrieb dort in lateinischer Sprache eine Dissertation : 
De antiquitate arcis et oppidis Krapina; absolvirte die zweite 
Humanitätsklasse zu Karlstadt; gab dort eine deutsche histori- 
sche Abhandlung unter dem Titel: Die Schlösser bei Krapina, 



301 

nebst einem Anhange in botanischer Hinsicht, Karlstadt bei 
Trattner 1826. 8", so wie mehrere kroatische Gedichte und Ueber- 
setzungen in demselben Jahre heraus; beschäftigte sich im 
J. 1827 mit einer Sammlung der Materialien zur Geschichte 
Kroatiens, Slavoniens und Dalmatiens; absolvirte im J. 1828 
bis 1829 an der grazer Universität die philosophischen Studien 
mit Vorzug; studierte Aesthetik und die historischen Hilfswis- 
senschaften und vermehrte seine Sammlung mit vielen Daten im 
Johanneum zu Graz; 1829—1831 studierte und absolvirte er 
die juridischen Wissenschaften an der pester Universität und 
gab zu Ofen eine Disseration über die kroatische Orthographie 
1830, 8". heraus ; hier pflegte er Umgang mit Kollar, vermehrte 
seine Sammlung im Museum etc., im Jänner 1831 legte er bei 
der Banaltafel als Notar den Eid ab, 1833 weilte er in Wien 
mit literarischen Arbeiten beschäftigt. 

Ferenc Xaver Korilic von Mrazovec (1826j, aus Popovec im 
kreuzer Comitate, geboren den 9. Oktb. 1771, Canonicus der 
Cathedrale zu Agram und Archidiacon von Verbovec (Vrböcz), 
bischöfl. Consistorialrath, Synodal-Examinator, Präfect der from- 
men Stiftungen und des kreuzer, varasdiner und agramer Co- 
mitates Gerichtstafelbeisitzer. 

Ignac Krislianovl^ (1826), geboren zu Agram den 31. Juli 
1 796, Cooperator der Stadtpfarre zu St. Markus zu Agram, seit 
1831 Spiritual des bischöflichen Seminariums daselbst, seit 1834 
aber Pfarrer zu Kapella, unweit Belovar im St. Georger Gränz- 
regimente, ein eifriger, rastlos thätiger und verdienstvoller 
Pfleger der kroatischen Nationalliteratur. 

Josip Romuald Kvalernik (1826), geboren zu Ravnagora 
im agramer Comitate den 7. Febr. 1799, wurde, nachdem er 
den Studiencurs zu Agram und Laibach vollendet hatte, zuerst 
in Laibach als Adjunkt bei dem dortigen academischen Gymna- 
sium, hierauf aber in Agram als Professor der Civil- oder Real- 



302 

schule an der kön. National-Primärschule angestellt, woselbst er 
eine Zeit lang auch Actuar des Studienconsesses war. (Starb 1851.) 

Imbrih Ozegovic von BarlabaSevec (1826), geboren den 15. 
Septb. 1775, wurde 1801 Pfarrer in Bisag , 1807 Vicearchidia- 
con, 1815 Domherr des agramer Capitels, 1816 Regent des 
kön. Josephinischen Convikts und Prodirector, 1826 Abt zu St. 
Helena in Podborje und des agramer, varasdiner und kreuzer 
Comitates Gerichtstafelbeisitzer, 1828 Beisitzer der Banaltafel, 
im J. 1829 aber Beisitzer der kön. Septem viraltafel, erwählter 
Bischof von Dülmen (das alte Delminium, hzt. Duvno statt 
Dlmno, im Innern von Bosnien) und Archidiacon zu Varasdin. 
Im J. 1833 den 14. Decb. ward er zum wirklichen Bischof von 
Zeng und ModruSa ernannt. 

Josip Rizmann (1826), geboren zu Varasdin den 6. März 
1797, früher Cooperator zu Vidovec, dann Pfarrer zu Obrezje 
im varasdiner Comitate. 

Josip Verorec (1826), geboren zu Alt-Gradiska den 26. 
August 1767, Canonicus zu Agram und Archidiacon von Bezin, 
Synodal-Examinator und Referent des bischöflichen Consistoriums, 
des zagraber und varasdiner Comitats Gerichtstafelbeisitzer. Er 
starb 1834. 

Ludvig Bedekovlc von Komor (1827), k. k. Kämmerer, Ba- 
ron der kön. Gerichtstafel (Tabulae Regiae Judiciariae Baro) 
und der kreuzer Gespanschaft Obergespan. 

Matlas Laab (vor 1828), Pfarrer zu Novoselo (ungr. Ujfalu) 
im ödenburger (oder szalader) Comitate. 

Simon Palaliu (vor 1828), Pfarradministrator zu Stinacz 
im eisenburger Comitate. Caplovic erhielt von demselben die 
meisten Notizen über die sogenannten Wasserkroateu in Ungarn, 



303 

welche er in seiner Schrift: Croatcn und Wenden in Ungern, 
Pressburg 1829, 8". dem Publicum mittheilte. 

Josip Harannislek (1828), geboren in Ober-Stubica um das 
J. 1805, gegenwärtig Cooperator zu Kagina in der agramer Ge- 
spauscbaft. 

Ferenc Xaver Lncic (Luczlch) (1828), Doctor beider Rechte, 
Abt zu St, Georg in Lisa, Ritter des Civilehrenordens, Canoni- 
cus des Capitels zu Agram und Archidiacon von Kemlek, Proto- 
notarius apostolicus, des varasdiner und kreuzer Comitates 
Assessor. Starb den 28. Decb. 1834. 

Benvcnnti Orlic (vor 1829), geboren zu Kostajnica im J. 
1759, trat im J. 1776 in den Franciskaner-Orden , in welchem 
er sich als ein sehr eifriger Seelsorger bewies und zweimal das 
Amt eines Minister provincialis verwaltete. Er verschied in 
Agram den 28. Mai 1829. Seine hinterlassenen Hss. werden 
in dem dortigen Franciskaner-Kloster aufbewahrt. 

Ivan Krizmanic, infulirter Abt zur hl. Dreifaltigkeit in Pe- 
terwardein, Vicearchidiacon und Pfarrer zu Bistrica im agramer 
Comitate, des agramer und varasdiner Comitates Gerichtstafel- 
beisitzer. Er wurde den 3. Juni 1766 in der Pfarrei Mali- 
Tabor geboren, wo sein Vater Inspector der Güter des Grafen 
Rattkay war. 

Josip Herovlc (vor 1830), geboren zu Agram den 20. Okt. 
1780, Oberlehrer in Samobor seit 1799. " 

Tomas Koscak (Koschiak) (vor 1830), National schulen-In- 
spector, starb in Agram den 20. Jänner 1831. Er wurde zwar 
in meiner Geschichte der slavischen Literatur (1826) als kroa- 
tischer Schriftsteller verzeichnet; es ist indess von ihm im 
Druck nichts erschienen, es sei denn, dass er an der Correction 
der Schulbücher gearbeitet oder anderes Unbekannte handschrift- 
lich verfasst habe. 



304 

Iran Ernest Bedenko (1830) geboren zu Samobor im J. 
1790, Pfarrer und Vicearchidiacon zu Krapina. 

Jiira,j Dulikravic (1830), griechicb-katholischer Mönchs- 
priester und emeritirter Feldkaplan. 

Mlkula MarakoYic (1830), Rechtsgelehrter. 

Ivan Marie (1830), geboren in dem Pfarrgebiet von Ko- 
stajnica den 25. Mai 1807, Kleriker im Seminarium zu Agram. 

Pavel Stoos (1830), geboren um 1807, Kleriker im Semi- 
narium zu Agram, auch durch lateinische gedruckte Gedichte 
bekannt. 

Ivan Hadzic (1831) , geboren in der Pfarre Pomorje auf 
der Murinsel den 15. April 1791, Cooperator zu Mali-Tabor in 
Zagorien an der Gränze von Steiermark. 

Ferenc Milasinovic (1831), geboren den 4. Decbr. 1808 zu 
Bednja im varasdiner Comitate, Studien-Praefekt im bischöfli- 
chen Seminarium des Jüngern Klerus zu Agram, seit 1832 Pres- 
byter. Von ihm sind einzelne kroatische Gedichte und Aufsätze 
hier und da (namentlich in dem Unterhaltungsblatt „Luna" in 
Agram) im Druck erschienen ; mehreres hat er in der Hs. druck- 
fertig. 

Karol RakOYec (1831), Hörer der Rechte an der Academie 
zu Agram, im J. 1832 Jurat der Banal tafel. 

lYao Nepomuk Labas (vor 1832), ein adeliger Gutsbesitzer, 
emeritirter Oberstuhlrichter des varasdiner Comitates, Beisitzer 
der Gerichtstafel des agramer und varasdiner Comitates. 

Josip Knndek (1832), Kleriker des agramer Bisthums, Hörer 
der Theologie am Seminarium zu Agram, geboren im Schlosse 
Ivanic den 24. August 1810. 



ßeilienlbke der kroatischen Werke. 



!• Spraclikunile« 

1. Orthoöpie : Namenbüchlein. 

Ahecedar kerschamki za deczu. Vu Zagrebu, po Änt. Jatidera 
1771. 8\ — N. Ausg. 1773—1777. 
Juranic. 

Lnen kmsicza za haszcu ladanyzlceh skol HorvatzJcoga 
orszaga. Namenhüchlein für Landschulen. Vu Budimu, pritizk. 
z hraly. mudrozkupchlne szlovami 1796. 8^. — N. Ausg. Imen 
knisicza za Imszen ladanzkih uchilnicz Horvatzkoga orszaga itd. 
1823 8\ 07 Str. 

Imen knisicza za Imszen varoskeli skol Horvatzkoga orszaga. 
Namenhüchlein für Stadischulen. Vu Budimu, pritizk. z kraly. 
mudrozkupchine szlovami 1790. 8". 07 str. — N. Ausg. Imen 
knisicza za haszen varoshkih uchilnicz Horvatzkoga orszaga itd. 
1823. 8*\ 71 str.^ und v^ielfach später. 

Shlahikar aliti jimen knisicza za haszan ladanyzkih shkol 
Horvatzkoga naroda va Ugerszkom kraJyc^ztvi. Namenbüchlein 

äafofik. Literntnrgesohiohte. II. Band. 20 



306 

zum GehrcmcJw der Landsclmlen der Jcroatisch-slmvischen Nation 
im Kgr. Ungarn. Ofen, Univ. Sehr. 1828. 8^. 84 S. 

Bücherverzeichniss der Univ. -Buchdruck, v. J. 1830. (Ob 
für die Wasserkroaten?) Die S. 61 vorkommenden Buchstaben 
T. S. K. scheinen den Schulen - Inspector Tomas Koscak anzu- 
deuten. 

ÄBO Tahlicm. Ofen, Univ.- BucMr. 4*'. 

Shlehehuvanya tahela, po koje pravom potrebuvanyu vu 
ochitnih sholah detcsa vu szlaganye vsmlce verzti szlovliih vpu- 
titi sse mogu. Ofen, Univ.-Buclidr. Fol. 1 Bl. 



2. Orthographie. 

a. Kroatische. 

Andr. Jambrcssich Manududio ad Croaticam Orthogra- 
pJiiam. Zagrabiae^ typis Joannis Veits 1732. 8". 

Juranic. — Auch einigen Exx. seines Lexicons fügte Jam- 
bre§ic die Regeln der kroatischen Orthographie bei. 

Manuductio ad Oroaticas dictiones dehite scrihendas. Za- 
grahiae, typis et sumtihus Ja. Bapt. Veits 1745. 8^. 
Juranic. 

Vputclienye vu Horvatzho pravopissanye z pravochtejenyem 
y glaszomerenyem sa potrehu narodneli sJcol Vugerzlioga y Hor- 
vatzkoga orszaga. Anleitung zur kroatischen BecMschreibung 
zum Gebrauche der Nationalschulen (kroatisch und deutsch). Vu 
Budimu, pritizk. z kraly. mudrozkupchine szlovami 1780. 8". 
52 ztr. — N. Aufl. ebend. 1808. (S". 70 str. und vielfach später. 

Naputchenye za Horvatzki prav chteti i piszati , zkup 
z peldami liztov y driigeh piszmeneh nnchinov za potrebuvanye 



307 

Imhini/zkih shhol vu Ito^rvatzlcom Jcrali/eztvu. Anleitung zur Icroa- 
tischen liechtlesung und Rechtschreifmnfj, Vu Buäimu etc. 1830. 
8". Va Bo(j.-\-70 S. 

Büchervorzeicliniss der Univ.-Buchdr. v. J. 1830. 

Kratka omtiocd Horvatzho - Szlavenzkoya pravopiszanpa, 
poleg nmdrolyuhnch, narvdnch y priffuzpodarneli temelyov y zrokoVf 
od L. 0. G. (mudevila ot (Jay). Kurzer Entwurf einer Jcroatisch- 
slavischen Ortliograplüe , nach pliilosophischen , tiazionalen und 
ökonomischen Grundsritzen. Vu Budimu, iz tizkarnicze kraly. 
vszeuchilischa 1830. S". 27 str. Kroatisch und deutsch. 

In dieser kleinen Schrift trägt der Vf. auf gänzliche Re- 
form der allerdings sehr unbequemen und oft alles Grundes 
ermangelnden alten Orthographie an, und empfiehlt die Be- 
zeichnung der Consonanten nach Art der böhmischen statt der 
bisherigen Composition derselben für einfache Laute. Sehr be- 
achtenswerth. 

b) Deutsche. 

Kratek nainik pravopiszanya Nemskoga za potrcbu naro- 
dneh skol Vugcrzkoga y Horvatzkoga orszaga. Anleitung zur 
deutschen Rechtschreibung. Vu Budimu, pritizk. z kraly. mudro- 
zkupchine szlovnmi 1780. 8". 

c) D e u t s c h - k r a t i s c h e. 

Des neuen und vermehrten Lehr- und Schulbüchlei7i$ für 
unsere kroatisclie Jugend zweiter Theil, genannt die kleifie 
Schreibschule, enthaltend die gri'mdliche Anweisung zur deutschen 
und kroatischen Rechtsschreibungskunst. Wien, gedruckt bei Jos. 
Kurtzböck, Je. k. illyrischen und orientalischen Hof- und Niederöstr.- 
Landschafts-Buchdrucker 1771. 8*\ 123 S. 

3. Sprachlehren. 

a) Kroatische. 

Pauli Killei' nlins VilftZOVich (rrammafirfi (Jroatirji , n. an. 
1700. MS. 

20* 



308 

Engel Gesch. v. Dalm., Kroat. und Slaw. S. 156 aus M. 
Keröelic und J. Smendrovic Scriptorum ex regno Slavoniae 
collectio. Zagrabiae 1774. 8^. Die Grammatik mag, wie das Le- 
xicon und andere Schriften desselben Vfs. , mehr die illyrische 
Mundart des Litorale, als die eigentliche kroatische, umfasst 
haben. Wo sich die Handschrift jetzt befindet, habe ich nicht in 
Erfahrung gebracht. 

Joll. Vilkovlcll Priest, des Jesuiten-Ord. Gründe der hroa- 
tischen Sprache zum Nutzen der Deutschen, verfasst zu Agram 
im J. 1779. Hs. in der academ. Bibl. zu Agram. 

(Jgnaz Szeilt-Mai'tODy's) Einleitung zur kroatischen Sprach- 
lehre für Teutsche. Ohne DrticJcort (Varasdin) 1783. 8^. 118 S. 

Die Vorr. ist unterzeichnet Varasdin 1783. Wenn der Vf. 
in derselben sagt: „Wir sind die ersten, so es wagen, jene 
Sprache, die man eigentlich die kroatische nennet, in sichere 
Regeln zu bringen, und die Anfangsgründe zu einer vollstän- 
digen Sprachlehre für jene Mundart, welche in den Gespan- 
schaften von Agram, Kreuz und Varasdin und den nächst an- 
gränzenden Provinzen üblich ist, zum Gebrauche lehrbegieriger 
Ausländer zu entwerfen", so gilt dies eigentlich nur vom Drucke, 
denn in der Handschrift war ihm Vitkovic vorangegangen. Uebri- 
gens wurde diese Sprachlehre mit solchem Beifalle aufgenommen, 
dass binnen einem Monat alle Exx. vergriffen waren, die jetzt 
selbst in den Bibliotheken Kroatiens sehr selten sind. 

Kroatisclw Sprachlehre oder Anweisung für Deutsche, die 
kroatische Sprache in Tmrzer Zeit gründlich zu erlernen, nebst 
beigefügten Gesprächen und verschiedenen üebungen, herausge- 
geben von Franz Körnig, Lehrer zu Agram. Agram, im Verlage 
der bischöß. Buchhandlung 1795. <S". 419 S. 

Die eigentliche Grammatik reicht nur bis S. 266, von da 
an folgt: „Anhang zur kroatischen Sprachlehre, bestehend in 
verschiedenen üebungen", nämlich ein Vocabularium S. 269 — 314, 



309 

deutsche Aufsätze zum TTebersotzen ins Kroatische S. 315— 342, 
kroatisch - deutsche Gespräche S. :i4:i— 413, kroatisch - deutsche 
Briefe S. 414—419. Kornig legte die Szent-Martonysche Gram- 
matik zum Grunde, änderte hier und da Einiges, aber eben nicht 
zum Vortheile des Buches, da er, von Geburt ein Deutscher, in 
den Geist der kroatischen Sprache noch nicht tief genug ge- 
drungen war. 

Ilm'vatzha Grammatika oder Jcroatische Sprachlehre voiii 
einem Menschenfreunde (.los. Rrusl Mallhicvicli) verfasst und 
herausgegelen. Zu Agram gedruckt und verlegt in der Je. h. jpriv. 
Novoszelschen Buchdruchcrei 1810. 8". 371 S, 

Da Matievic im J. 1808 starb, so ist diese Grammatik 
ein opus posthumum. Sie ist im Ganzen fast nur ein neuer 
Abdruck der Kornimischen vom J. 1795, doch stehen hie und da 
andere Beispiele. Der Herausgeber wollte zwar die Kornigische 
Grammatik verbessern, hat sie aber im Gegentheil in mehr als 
einem Punkte geradezu verschlechtert. Im Wörterbüchlein S. 
259—304 setzte er die deutschen Wörter voran, Gott Bog, wo 
bei Kornig zuerst Bog und dann Gott stand. Selten stösst man 
auf wirkliche Verbesserungen. Für Vidra Biber hat er richtiger 
der Biber Breber, der Otterfisch \'idra, für Biza Hausen Viza. 
Piavka Egel Hess er aus und ersetzte es durch einige andere 
Fische. Die Uebungen, bei Kornig S. 315 — 342, Hess er aus. 
In den Gesprächen ist manches geändert worden. Zuletzt sind 
ganz andere 6 Briefe, als bei Kornig, angehängt. Unverzeihlich 
ist es, dass wenigstens im Plural der Local nicht vom Genitiv 
getrennt wird, da doch dus eine ganz andere Endung ist, als 
dnsah. Wenn gleich im Kroatischen der Local für den wahren 
Genitiv häufig gebraucht wird, so kann doch der Genitiv dus 
nie den Local vertreten. Dobrowsky's Slovanka I. 232. 



Jezichnica Horvatzho - Slavinzka za hosen Slavincev i po- 
trehochu oztaleh ztranzhoga jezika narodov, po Josefil (iyarkOTCChki 
Plebanushu Santarichkom na svetlo dana. Kroatisch - slawische 



310 

Sprachlehre zum Nutzen der Slawonier und Gehrauche der 
übrigen ausivärfdfjoi Nationen. PritizJc. vu Peshti z slovi Mathie 
Trattnera od Fetroze 1826. 6"*. 167 ztr. Kroatisch und deutsch. 
Die kroatisch -deutsche Vorr. erstreckt sich S. 1 — 45, die 
Grammatik S. 46—163, am Ende ist ein Gespräch beigefügt 
ebenfalls kroatisch-deutsch S. 164 — 167. Die ganze Sprachlehre 
ist höchst elend und wimmelt von Fehlern und Unrichtigkeiten 
aller Art. Sie ist im Grunde weder rein kroatisch, noch rein 
slawonisch oder illyrisch. Deshalb wurde sie von der Censur in 
Agram nicht gebilligt, aber in Pest ohne Anstand zum Drucke 
zugelassen. In der Orthographie weicht der Vf. von der alther- 
kömmlichen Weise bedeutend ab; er schreibt z. B. c st. cz, 
s st. sz, f st. s, und bedient sich des j st. y zur Mollirung, 
z. B. znamenje, postavljen, rodjenik u. s. w. 

Simon Palatin's Stinacze)- Pfarradministrators hroatische 
Sprachlehre. Hs. 

J. Caplovic Croaten und Wenden in Ungarn 1829. 8". S. 26. 

b) Lateinische. 

Diachhoya jezika zacheteh navuJca za potrebnozt narodneh 
skol Vugerzhoga y IlorvatzJcoga hralyeztva. Elementa Linguae 
Latinae. Vu Budimu, pritizJc. z hraly. mudrozkupchine szlovami 
1796. 8". 

Vielleicht auch öfters aufgelegt. 

Ant. Rosicha Pervi temelyi diachhoga jezika za pochetnike, 
vu domorodnem jeziku van dani. Vu Varasdinu, pritizk. z szlo- 
vami Ivana Szangilla 1821. 8^. 

Ant. Uosicha kratko vputcheuye vu kruto hasznoviteh y ze- 
vszcma potrchneh temelyih Diachkoga jezika, oszebujno za one 
pochetnike, koji raztolnachenye navuchitelov vu pamcti lehko 
zadersati, z szlahem pako szvojem piszmom raztolnachujucJiega 



311 

(luzti(/avaH ncmoreju, zknps.JuscHo vu matennzJccm jcziku. Vu 
JJudimu, priÜzk. z Vwjcnke niudronuchene zkupchine Fcstanzke 
szlovami 1821. 8". 28 str. 



c) Deutsche. 

Pomum granatum, worinnen durch die in dem löbl. Va- 
rasdiner Gcneralcd übliche kroatische Redensart der wahre Kern 
der deutschen Sprache cxpUciret ivird, und dieses meinen liehen 
patriotischen Trivialisten, besonders denen, deren Wappen hier 
heigedruckt, zum leichtesten Begriff als ein nützliches Präsent 
zum neuen Jahr zusammengetragen durch iloscplinin I^Iatticvich, 
weltl. der löhl. Agramer Diöces in das 6. Jahr Priester. Agram, 
gedruckt hei Anton Jandera in Capitel 1771. S". 110 S. 

Nemska grammatika, oder AnfangsgriXnde der deutschen 
Sprachkunst, zum Gehrauche der kroatischen Jugend in der 
Layidessprache verfasst. Wien, hei Jos. Kurtzböck, k. k. illyrischen 
und orientalischen Ilof- wie auch Niederöstr. Landschafts- und 
Universitäts-Buchdrucker und Buchhändler 1772. 8". 109 S. 

Diese Grammatik steht auch noch in den neuesten Bü- 
cherverzeichnissen der kön. Ofner Universitäts -Buchdruckerei, 
und ist ohne Zweifel dieselbe mit der in kroatischen Katalogen 
unter folg. Titel angeführten: „Nemska grammatika, zadersava- 
jucha temelyi Nemskoga jezika za podvuchanye oneh, koji sze 
Nemskoga jezika navchiti sele". 

Vu Nemskoga jezika navuku vputchemje, za potrebnozt 
narodneh skol. Vu Budimu, pritizk. z kraly. mudrozkupchine 
szlovami 1706. 8'\ 

Seitdem wahrscheinlich oft wieder aufgelegt. 

Napuchemje vu navuk nemskoga jezika za potrebuvanye 
narodnih skol Vugerzkoga y llorvatzlioga kralyeztva. Pritizkano 
vu Budimu z kr. mudrozkupchine szlovi 1831. 8'\ VII-{-32o ztr. 



312 



4. Wörterbücher. 

a) Eigentliche Wörterbücher. 

Dictionar, ili reclii szlovensiclce z vexega (veksega) ukup ze- 
hrane, u red posztavlyene y Dlachkemi zlalikotene^ trudom Jui'ja 
Habdcliclia MasJmika Tovarustva Jesushevoga , na pomoch 
napredJca u Diacldcem navuhu sJcolneh mladenczeu Horvatszhoga 
y Szlovenszlcoga naroda, z dopuschenyem Gornyeh. Stampan vu 
Nemskom Gradczu pri odvetku Vidtmanstadiussa 1670. 12^\, ohne 
Paginirung, Sign, ee oder 28 Bogg. 

Habdelic hat auch an einem ausführlichen lateinisch-kroa- 
tischen Wörterbuche gearbeitet. Seine Vorarbeiten sollen in die 
Hände Franz Sussiuli's gekommen sein, der die Arbeit fort- 
führte, bis sie dann JambreSic vollendet hat. (Miklou§ic.) 

Pauli Ritter alias Vllezovlch Lexicon Latino - lllyricum. 
0. an. 1700. MS. in 4". 1132 pag. In der hischößiclien Biblio- 
thek zu Agram. 

Auch dieses Wörterbuch, wie andere Schriften desselben 
Vfs., gehört fast mit eben so vielem Rechte der illyrischen, als 
der kroatischen Literaturabtheilung an. Ritter scheint die Sprache 
der alten Chorwaten in Litorale und Militärkroatien, und die 
der Provincialkroaten nicht zu sondern, sondern als ein Ganzes zu 
behandeln. Nach Kunitsch (Aufsatz in der Gartenztg. 1830) soll 
dieses Wörterbuch mit verbesserter und wirklich analogischer 
Orthographie geschrieben sein. Bei Engel II. 156 wird dasselbe, 
nach M. Keröelic's und J. Smendrovic's Collectio, unter fol- 
gendem, höchst sonderbaren Titel angeführt: „Lexicon sclavoni- 
cum, puritati suae sacrum restituens idioma." Das Wörterbuch 
enthält ja die illyrisch-kroatische Volkssprache! 

Ädm. Eever. P. Joaiinis Bellosztenecz c Sacra d. Pauli 
primi Eremitae religione Gazophylacium seu Latim-Illyricorum 



313 

Onomatum aernrimn, sclectiorihis si/nonymis, phraseologiis^ vcr- 
horum r.on.strucfionihu.s, metaphoris, adaf/iis almndantissinie locu- 
pletaiu7n , item plurimis authorum in hoc operc adductorum 
sententiis idiomatc Illyrico delicaüs illustratum etc. atque hactenus 
intcrclusum et nunc primum peculiariter Ilhjriorum commodo aper- 
tum. Zar/rabiae, typis Jonnnia Baptistae Weitz Ind. R. Oroatiae 
Typograpld 1740. 4". Tomus I. Latino •■ Croaticus pag. 1288, 
Tomus II. Cruutico-Latinus pag. 650, Dcdicatio et Praefatio fol. 12. 
Unter der Dedicatioii (ohne Datum, wahrscheinlich vom 
J. 1739) an Graf Joseph Eszterhazy de Galantha etc., Ban von 
Dalmatien, Kroatien und Slawonien, ist unterschrieben „devo- 
tissima proviucia croatica Ordinis S. Pauli primi Eremitae", 
welche das verwaiste Werk herausgab. Es heisst nämlich 
darin: „Opus posthumum, suo pridera viduatum authore", und 
an einer andern Stelle: „quod sexaginta et nitro annis in tene- 
bris delituit". Demnach fällt die Abfassung des Werkes vor 
das J. 1680, und der Vf. war damals, als er es schrieb, schon 
hochbetagt. Die Ausdrücke: „Opus quod et ad maturitatem 
gratiossimis favorum Tuorum etesiis fovisti, et iisdem, ut publi- 
cum videret lucem, fecisti" , sind also dem Obigen zufolge nur 
auf die Unterstützung des Druckes durch den Ban zu beziehen. 
Dieses Gazophylacium ist eine vortreffliche Arbeit. Ungeachtet 
JambreSic mehr, als unser Vf., auf reines Latein sieht, so über- 
trifft ihn dieser doch an Reichhaltigkeit und an bestimmter 
Scheidung des Kroatischen von dem Illyrischen. Der Vf. unter- 
scheidet nämlich die dalmatischen und slawonischen Wörter, so 
oft er sie anführt, durch die Buchstaben D. Sei., so wie die 
türkischen durch Tur. Sei. von den provinzial-kroatischen. Die Or- 
thographie ist fast die heutige; nur gebraucht der Vf. bei einigen 
Vocalen (a und e) gewisse diakritische Zeichen, um den Unter- 
schied der slawonisch-dalmatischen und kroatischen Aussprache 
bemerklich zu machen. Dem lateinischen Theile sind die Kegeln 
der Prosodie des Pantaleon Bartolomeus Raveriuus angehängt. 
Die Vorstücke, Zueignung, Vorr. des Vfs., Approbation der Cen- 
sur etc., auf 12 Blatt, sind beiden Bänden vorgesetzt, also 
doppelt da. Die Approbation der Censur ist vom J. 1737. 



314 

Lexicon Latinum interpretatione Illyrica, Germanica et 
Hmigarica luüuples, in usum potissimum sUidiosae juventutis 
digestum, ah Andrea Jambrcssich Suc. Jesu Sacerdote, Croata 
Zagoriensi. Zagrahiae, typis academicis Societatis Jesu per Adalh. 
Wilh. Wessen 1742. 4'\ 4 Bl Titel und Vorr. , 1068 S. La- 
teinisch-hroat-deutsch-ungr. Wörterbuch, 36 Bl. Index Illyrico- 
sive Oroatico - Latinus , 10 Bl. Naclistücke , nämlich Indiculus 
particularis nominum (kurzes Sachregister), Nomina herharum 
usitatiorum, römischer Kalender und Anleitung zur kroatischen 
Orthographie, 

Der Jesuit Franz Sasnik bearbeitete das Wörterbuch, wie 
einige meinen, nach altern Vorarbeiten Habdeliö's, und 1739 
war der illyrische oder kroatisch-lateinische Index (der übrigens 
sehr mager ist, dem 2. Theile von Belostenec weit nachsteht 
und dem Zwecke wenig entspricht) sammt allen Nachstücken, 
so wie der Anfang des lateinisch-kroatischen Wörterbuches be- 
reits gedruckt. Im J. 1740 nahmen sich die Stände von Kroatien 
des Werkes an; allein der Vf. starb in ebendemselben Jahre. 
Andr. JambreMc nahm sich des verwaisten Werkes an, Hess 
einige Bogen im Index und dem Buchstaben A des lateinischen 
Wörterbuches Umdrucken, und bearbeitete das Uebrige zum Theil 
selbstständig. Das Wörterbuch enthält zugleich viele geogra- 
phische und historische, besonders vaterländische Artikel, auch 
gibt der Vf., wie zuweilen auch Belostenec, von den darin auf- 
genommenen lateinischen Versen und Strophen überall eine 
kroatische Uebersetzung ebenfalls in Versen. Die Orthographie 
ist, bis auf einige wenige Ausnahmen (z. B. s st. sh) die noch 
jetzt gangbare. Die Anleitung zu derselben ist nur einigen Exx. 
beigelegt, und die darin vorgetragenen Regeln harmoniren nicht 
ganz mit der im Wörterbuche selbst befolgten Schreibweise. 
Auch zwischen dem kroatischen Index und dem lateinischen 
Wörterbuche findet hier und da eine kleine Divergenz statt. 
Dies alles kommt wohl auf Rechnung der verschiedenen Vff. 
Jambre§i6 hatte schon 1732 die Regeln der kroatischen Recht- 
schreibung besonders herausgegeben. Es ist übrigens auffallend, 
dass der kleine Stamm der Kroaten fast zur nämlichen Zeit 



815 

zwei Würtcubüclier von solchem Umfange imd Gelialt (Tlialten 
hat. Die beigefügte deutsciic und ungaiische Erklärung mag den 
Werth des .lambreSie'schen zur Zeit seiner Erscheinung nicht 
wenig erhöht haben. Dobrowsky wirft dem JambreSic vor, dass 
(!f nicht, wie Belostenec, den Unterschied zwischen dem Kroati- 
schen und Illyrischen angegeben, sondern beides unter einander 
gemischt habe. Slovanka I. 186 — 188. 

Horvdt-Nyelv szeretöinek haszndra szolgdlo rövid Dictio- 
narium. (Kroatisch-ungrisches WöHerhuch.) MS. in 4". In der 
Bibliothek der Jcön. Almdemie zu Af/ram. 

„In crassitie non excedit unum pollicem". (J. K.) 



b) Vocabularien und andere lexicalische 
Schriften. 

aa) Kroatisch • deutsche. 

Andr. Jauibrcssich Index vocum Oroaticanim et Germani- 
carum cum brevi introductione ad linguam Oroaticam. Zagra- 
biae, typis Ja. Weitz 1738. S". 

Juranic. 

Nemske skole navuk, seu Vocabularium croatico-germanicum. 
Agram, gedruckt bei Franz Hav. Oerauschek, Landschaßs-Buch- 
drucker 17(15. <9". 82 str. 

Es ist dies wahrscheiulich nur eine neue Ausg. von Jam- 
breäic's obigem Index. In der Folge wurde dieses Vocabularium 
sehr oft wieder aufgelegt. Wir wollen nur noch einige Ausgaben 
anmerken, und zwar: 

Kroatiach'deutschai Vocabularium, u. 0. u. J. S". 2 Bogg. 

Dasselbe Ofen, Univ.'Schriß 1815. 8'\ — Vocabularium Croutico- 
Germanicum, to jezt Nemske skole navuk, kok Uarvatom tak 
Nemczem na haszcn. Vu Budimu 1821. 8'\ 32 str. (BücJiewere. 
da- Ofner Uniu.-Buc/idr.) 



k 



316 

In der Ausgabe 1815 sind den deutschen Substantiven die 
Artikel vorgesetzt worden. Dobrowsky's Slovanka I. 233 etc. 

Kleines kroatisches detitsches (sie) Wörterbuch für die 
Jugend, umgearbeitet, verbessert und vermehrt von einem Jugend- 
freunde. Agram hei Franz Suppan 1829. 8^. 48 S. 

Ein höchst mageres, nach Materien in Kapitel eingetheiltes, 
von Fehlern in Bestimmung der Wortbedeutung nicht freies 
Vocabular für Kinder. Die Orthographie weicht von der ge- 
wöhnlichen zu ihrem Vortheile darin ab, dass st. cz blos c 
gebraucht wird. 

bb) Lateinisch -kroatische. 

Sylldbus vocdbulorum Grammaticae in Illyricam franslatus 
cum appendice generum, declinationum Emanuelis Alvari (auctore 
Andrea Jambrcssicll). Zagrabiae, typis Jo. Barthol. Pallas 1726. 
8\ — Ib. typ. J. Weitz 1735. 8\ Die zweite Ausgabe 
u. d. T. : Em. Alvari Syllabus vocabulorum Grammaticae in 
Illyricam vernaculam conversorum (auct. Andr. Jauibressicil). 
Zagr. typ. J. Weitz 1735. 8\ 

Juranic. 

Syllabus vocabulorum Grammaticae Emmanuelis Alvari in 
Croaticam linguam conversorum (auct. Tlioma Miklonsliicb Prof 
Zagrab.). Zagrabiae, typ. Novoszelianis 1796. 5". 216 p. 

Der Uebersetzer unterschrieb sich unter dem kurzen kroa- 
tischen Vorworte T. M. P. G., und mit dem ganzen Namen am 
Ende des Buches. Ob er die frühere Arbeit des Jambre§ic bei 
der seinigen zum Grunde gelegt und verbessert, oder eine ganz 
neue Uebersetzung geliefert habe, kann ich nicht angeben. 
Viele Wörter sind, der Natur der Sache nach, nicht sowohl 
übersetzt, als vielmehr erklärt oder definirt; im übrigen ent- 
spricht das Buch ganz seinem Zwecke, und war, so lange Alvari's 
Grammatik in Schulen gebraucht wurde, von nicht geringem 
Nutzen, um so mehr, als darin auch Wörter vorkommen, deren 
Erklärung man in den Wörterbüchern vergeblich suchen würde. 



317 

Flos Lntinitatis, ex auctorum Laiinae Ungtiae principiim 
monumcntis cxcerpüis, et tripartito vcrborum, nominum et par- 
ticularum ordine et indice in hunc digestus lihellum, auctore 
B. P. Fraucisco Poiney Soc Jesu, editio in Oroatia prima (la- 
tine et croatice). Zagrahiae, typis Jo. Bapt. Wcitz 1747. S". 
min. 319 pag. — Flos Latinitatis etc. lat.-croat.-gcrm. Budae, 
typ. r. Univ. 1797. 8". 

Ndmeth Typographiae Regni Hungariae p. 172. — Der 
kroatische Uebersetzer war Johann GallynlT. S. Th. Miklou^ic 
Izbor dugovany ztr. 95. 

Radiees Ungtiae Latinae cum derivatis et compositis suis 
in trihus idiomatihus, latino-eroatico-germanico, denuo editae. 
Zagrahiae, impensis et typis Jo. Thomae Trattner 1788. <9". 
314 pag. — N. E. Budae ttjp. r. Univ. 1801. 8^. 

Das „denuo editae* scheint auf eine frühere Ausgabe hin- 
zuweisen, die mir indessen unbekannt ist. 



Lesebücher. 

Chtcjenya Jcniga od pravotvornozti m potrebuvanye naro- 
dneh skol Vugerzhoga y Horvatzlioga hralyeztva. Fritizkana vu 
Budimu z kraly. mudrozkupclnne szlovami 1790. 8^. 240 ztr. — 
N. Ausg. Chtenya kniga i t. d. vu Budimu i t. d. 1829. S". 
4 Bl.-\-240 Str. 

Dieses, seitdem oft nachgedruckte Schulbuch gehört dem 
Inhalte nach unter die populär - moralischen , der Bestimmung 
nach aber unter die paedagogischen Schriften. 

(Eniericll Vory , agramer Domherr, hat nach Voltiggi (Vorr. 
z Wörterh.) mehrere Schulbüchlein in der Landesmundart ver- 
fasst. Auch Thomas Koscak , Nationalschulen- Direktor, hat einige 
Schulbüchlein übersetzt, andere verbessert. Was davon gedruckt 
worden, ist mir nicht bekannt. — J. Gaplovic erwähnt in s. Bu- 



318 

che: Croaten und Wenden in Ungern 1829^ S. 26, TrivialscJml- 
bücher für die Kroaten in Ungarn gedruckt, aber er macht keines 
namhaft.) 



II. Redekünste: Poesie und Prosa* 

A. Dichtkunst. 
1. Sammlungen verschiedener Gedichte. 

Sammlung kroatischer Nationallieder, bei Th. Mikloiisic. Hs. 

Sammlung kroatischer Volkslieder, bei N. Marakovic. Hs. 

Beide genannte Herren beabsichtigen die Herausgabe der 
von ihnen gesammelten kroatischen Volkslieder, — Ein kroati- 
sches Volkslied von einer gewissen Mara steht in lateinischer 
Uebersetzung in B. Köröelic Notitiae praeliminariae p. 133. 
Eitter hielt die Mara für die Gemahlin Kolomans 1108, Verstös- 
sen 1109. Keröelic erklärt diese Deutung für Unsinn und 
meint, das Lied sei nur ein Lied und nichts weiter, es liege 
dem Namen nicht nothwendig eine historische Person zum 
Grunde, allenfalls könnte Mara eine Tochter des Königs von 
Kroatien, Stephan, sein. — Auch in der Vorr. zu den Evangelien 
1651 stehen die Anfangsverse von vier kroatischen Volksliedern. 

2. Einzelne Dichtungsarten. 

a) Lyrische Gedichte. 
aa) Rcligiös-inuralische «esiiiige, llyiniieii, KIrcliciilledcr. 

Kerschanzke catholichanzke navuka popevke y obilno pro- 
schenye chez vreme S. Äpost. Missie. Vn Bndimu, pritizk. pri 
Nottenstein 1716. 12''. 2 Bogg. 

Bei Prof. Sui)an in Laibach. 



319 

ilurja Mulilia Dnliovne jachke poszluvcmya aposztohJcof/a, 
müoztlvnum volyum preszvetl. y prepost. G. Grofa Fereticza 
Zichy, Biskupa Gyurzhoyu. Vu Gyuri, stump. 1760. 12''. 83 str. 

üitlmra octochorda, sioe cantus sacri latini et croatici, 
guos in octo partes pro diversis t&mporihus distrihutos ac chorali 
methodo (mit Musiknoten) adornatos pia munificentia sua in 
luceni prodire jussit alma et vetustissima Ecclesia catJwdralis 
Zagrahiensis. Zngrahiae, typis Ant. Heiner 1757. Fol. 358 p. 

Peszme duJiovne, koje sze popevaju vu vremenu poszlanya 
apostolzkoga, na szvetlo dane negda od Meshnikov Tovar. Jesush., 
koji poszlnnye ovo ohnnshali jeszu, szada od oneh, koji ov poszel 
ohnashaju , prestampati vchinyene. Vu Zagrebu, po Iv. Thom. 
Trattner 1780, 12''. 156 str. 

Ob dies ein Wiederabdruck des obigen oder einer andern 
Sammlung sei, weiss ich nicht. 

Popevke kerztchanzJce z litaniami (Zagrahiae c. an. 1780?) 
12\ 24 Str. 

Popevka pri sz. Messi, 1781. S". 

Trattner'scher Bücherkatalog. Vielleicht eins mit dem Obigen. 

Popevke pod sz. Meshum y pred prodechtvom z molitvami 
y litaniami za povekshavanye szlushe hosje na Horvatzki ober- 
nyene. Vu Zagrebu, pritizk. pri Iv. Thom. Trattner 1793. 12^. 
16 Str. 

Wahrscheinlich auch später wiederaufgelegt, da derselbe 
Titel, ohne Angabe der Jahrszahl, auch in den neuesten (1831) 
agramer Bücherverzeichnissen steht. 

Die Psalmen^ ins Krontische (metrisch':^) iJibersetzt von Franz 
Xaver Korilicü. MS. 



320 

„Fr. Koritich nunc laborat in exprimendis vernacula poesi 
Psalmis ad normam immortalis Mattei Neapolitani", sagt Voltiggi 
in der Vorr. z. s. Wörtb. 1803. 

Nove duhovne jacshe , he je z oszehitim trudom popiszal 
i ssemu Horvatskomu narodu priJcasal Zsigmiind Karner Blsk. 
JunJce Bezonyzhi Farnik, va leti 1812, z dupuscheni/em prepo- 
sztavnih. MS. 252 pag. In der hischöfl. Bibliothek zu Agram. 

In der ungarisch-kroatischen Varietät, welche man insge- 
mein die wasserkroatische nennt. 



bb) Lieder, Odeii, Elegien. 

Peszma od Josefa Gzeszara. Vu Zagrebu, pri Iv. Trattneru 
1780. 12^. — Basselbe ebend. 1789. 8". — Basselbe vu Zagrebu, 
pritizk. vu Novoszelzkoj szlovotizki (nach 1796). S*'. 6 str. 

P. Oreglira Oapucina Bar za novo leto 1784. Vu Zagrebu 
po Jos. Kar. KotscJie 1784. S". — Nagovarjanye szoldatov na 
vojuvanye proti Turchinu. Vu Zagrebu, po J. K. Kotsche 1787. 
16^. — Novoga preszvetloga Biskupa (Max. Verliovcza) pozdra- 
vlenye, koj ovczam je na veszelye. Vu Zagrebu, po J. K. Kotsche 
1788. 4". — Nagovarjanye Vukasovicheveh dobrovolyczev na 
vojuvanye proti Turchinu. Vu Zagrebu, po J. K. Kotsche 1789. 
16^. 15 str. — Najizvisheneshi Ivan Erdödy na viszoku Banzku 
chazt po Leopoldu IL izvishen. Vu Zagrebu, po J. K. Kotsche 1790. 

Shimona Jellacllicha Kan. Zagr. Horvatzke vittie dobrose- 
lenye, vuchinyeno, kad je Bana naztavlyenye 31 Velikomeshnyaka 
leto 1785 etc. Vu Zagrebu, stamp. po Jos. Kar. Kotsche (1785). 
4'\ 7 Str. 

Patru Bamascenu ztarczu izpeval je J. B. K., kada on pet- 
deszeto meshnichtva leto je obszlusaval. Vu Zagrebu, z szlov. 
Jos. Kar. Kotsche 1787. 4'\ 7 str. 



321 

Sdarnmi Varmefiyinm od Erdnäzhn y To2)olovechkc Bnn- 
deriahkc hmpnnie im vremcnu S2vnjßf/n razpuztchanya szlavnu 
szlmm dnvnli jeszu dan 5. Jamiara 1798. 8^. 

Szim. ChoclliclKI (Pliil. Prof. Ziujr.) Vcszmc llorvatzhe. 
Th. Miklousic Izbor du;;ovany str. 95. (Wahrscheinlich 
Uligedruckt. 

J. Tuzliclia Pcszme Horvntzke. 

Th. Miklouäic nennt ihn in Izbor str. 102 „Peszmoznanecz 
Horvatzki". 

Vehiveclmi zpomenek szmerti plemenitorodyenoya Josefa 
Kralya aliter Kozaricha iz Moravcha, 65 let ztaroga den 11. 
Travnn 1804 prem'murlwya. Vu Za/jrelm, jYritlzh. pri Jos. Kar. 
Kntsrhe (1804). 8*\ 8 .s^-. 

Tliom. Älikloiischicha Zpomeneli vcldvcclmi Anne Prclancz 
rodycHC Benlcovich ., od hrldke szmerti dan 15. Sziishczn 1804 
vu Karlorczu zavjete, po nekojetn zmcd priatelov saloztno szlosen. 
Vu Zayrcfm, vu Novoszelzkoj szlovotizhl (1804). (S". 5 str. Zioei 
ynehntr Trmff'rycdicMc. — Imenoszlmmik 2>reizvish. G. Jos. Klo- 
hushichy aldurau 10. Szmlicza 1810. Vu Zayrvhu (1810). 4". 
11 str. — Vkschenyc Vil Horvatzkeh pri vnndnvnnyu novin 
Zayrehcchkch dan 1. Szerpna 1826. Als Beilage zur agramer 
Zeitschrift Lnna 1826 N. 1. — liazeztanck leta 1826. Ehcnd. 
N. 1. — Peszma na dan narodni preszvetl, Ozcszara y Kralya 
Ferencza I. 4'*. 1 Bl. Das bekannte vaterländische Lied: Gott 
erhalte Franz den Kaiser, ins Kroatische i^)ersetzt; als Beilage 
zur Lima 1827 N. 14. — Imenoszla vnik mojcga iztinzkoga pria- 
tcla J. L., 27. Grudna 1827. Vu Zagrclm, pritizk. z szlovami 
Ferencza Suppan. Fol. — Zreszno-iztinzka domovine lyubav proti 
Bann szvojcmu (Ign. Gyulay), iz velikoga zpravischu Vuger- 
skoga vu Zagreh dojduchetnu dan 23. Vclikomeshnyaka 1827. 
Vu Zagrclm (1827) 4^. Als Beilage zur Luna. — Hasznovita 
miszel pri naztajajuchem letu 1828. Als Beil. zur Luna. — 

äafafik, Literatnrgesohiohte. II. Ban>]. 21 



322 

Ohszlusavanye narodnoga äneva pressvetl. Czessara y Kralya 
Ferencza 1. 12. Szvechna 1828. Vu Zagr. (1828). 4^ 2 Bl Bei- 
gefügt ist eine lateinische Uehersetmng des vaterländischen Liedes: 
Gott erhalte Frans den Kaiser , von Aloysius Christianovich, 
Fjcchortator academicus ^ und mehrere deutsche Gedichte. Beil. 
zur Lima. — Ohszlusavanye narodnoga dneva Nyih Velichan- 
ztva premilozt. Gozpe Karoline, preszvetle Czessaricze y Kra- 
lyicze, den 8. Szvechna 1829. Beil. zur Luna 1829. N. 7. — 
Chaztenye ^narodnoga dneva Nyili Velichanztva preszvetloga Oze- 
szarza y Kralya Ferencza 1. 1829. Beil. zur Luna 1829. N. 8. 
— Auch in den agramer und varasdiner Kalendern kommen 
sehr viele Meine Gedichte von Mihlousic vor. 

Domovini na postenye Vila zpeva szve hotenye, vu Zagrebu 
den 15. Travna 1809 , zpeva sze na nota: „Zpaval JanJco pod 
jablonJcom" . Vu Zagrehu, v Novoszelzkoj szlovotizlä (1809). Fol. 
4 str. 

Zpomeneh godovnoga dneva veszelya Michael MisMcha, 
Bürgermajztora vu Koztajniczi, y szmertne salozti nyegove go- 
zpoje. Vu Zagrehu, pritizk. z szlovami Novoszelzkemi 1813. 8^- 
20 str. 

Imbr. Lopaslliclia Preporod grada med Arvati Karhvcza 
dan 20. Velikomashnyaka u letu 1814 dozivlyen. U Karlovczu 
1814. 8". — Gradyana piszma virnog naroda Horvatzkoga Ozaru 
szvome pridohrome Ferenczu I. k narodyenomu danu 12. Szichna 
1818 u Karlovczu alduvana. U Karlovczu, pri J. N. Brettner 
1818. Fol. — Pozdrav Horvatov Karlovachkih szvom velikom 
domorodczu Nyih Excellenczii G. Biskupu Zagrehach. y chazti 
hanzke Nameztniku Max. Verhovczu y Nyih Gozpodztvu G. Bi- 
skupu Josef Salczu, u Karlovczu dana 5. Klaszna 1823 uchinyen. 
U Karlovczu, pri Iv. Nepom. Preftner 1823. Fol. 4 str. — Pre- 
izvish. y prechazt. G. Alex. Alagovich, czirkve Zagreh. velikomu 
paztiru etc., vu pokornozti alduvano. U Karlovczu, jni J. N. 



.^'-■jt 



323 

Brettner 18S0. 4". 4 str. — Pr. Gozp. Franczu Baronu od 
Vlasskh Bann yttl U Karlovczu 1832. 5". 7 str. 

Alles in der karlstiidter Varietät, folglich mehr der illyri- 
schen Abtheilung angehörig. 

Maxim. Voriiovcza Bisk. Zagr. Plcszcpcszem pri dosheztju 
vu Zagreb Nyih Vcliclianztvi Ferencza I. y Karolinen 27. den 
Maszna 1818. Vu Zagrebu 1818. Fol. mit Musiknoten. 

Es ist dies ein Kolo-Lied, welches von einer Anzahl in 
Nationaltraclit gekleideter kroatischer Adeligen beiderlei Ge- 
schlechtes während der Ausführung des Nationaltanzes Kolo auf 
einem JJ. Majestäten zu Ehren zu Agram gegebenen Balle ab- 
gesungen wurde. Man findet es kroatisch und serbisch auch in 
Davidovic's Serb. Zeit. 1818 N. 55 in der Beilage abgedruckt. — 
"Wahrscheinlich verfasste der Bischof Verhovacz auch mehrere 
Gedichte, denn in MiklouSic's Izbor dugovany wird er S. 102 
als „Vitiznanecz fpoeta) Horvatzki" angeführt. 

Fer. Xav. Koritieba Domorodzko raduvanye na den 7. 
Szvihna 1826, pri poszvetchenyu G. Imhriha Osegovich Kan. 
Zagr., knkti szv. Helene od Podhorja Opnta. Vu Zagrebu, pritizk. 
pri Ferenczu Siq)pn)i 1820. 4". 3 str. 

Jos. Rlzinana Izpisz szvetJcuvanya ponovlyenoga novomesh- 
nirlitrn a po dokonclianem poloztoletju prepost. G. Jos. Domi- 
nich Kan. ZaeJieszanzkoga etc., dan 3. Travna 1826. Vu Va- 
rasdinu, pritizk. od Iv. Szangilla 1826. 4". 12 str. — Veszela 
peszma na dan 20. MiholschaJca leta 1827, kada vu szlob. 
y kraly. varoslm Varasdinzkom preizvisli. G. Grof y Ban Hor- 
vatzki Ignacz Gyulay prezmosn. G. Gi'ofa Karola ztareshega 
Erdödy vu chazti najvekshega Kneza szlavne Varmedyie Va- 
rasdinzke utverditi je doztojal. Vu Varasdinu, po Iv. Szangilla 
(1827). 4\ 4 Bl 

Jos. Roiuiialda Kvalcrnika Pleszopeszem Juraju bratu szvo- 
jemii, kadabi on leto 1826 na Belu ili po Vuzmu pervu nedelyu 

21* 



324 

dgnecza vusmenoga pervi put Otcm nehezhomu dlduval. Vu Za- 
grehu, pri Fer. Suppan 1826. 8^. 4 str. — Imenoszlavnik priszv. 
G. Josefu Grofu Sermage etc. h dnevu 19. Ssushcza 1828 alduvan. 
Vu Zagrehu, z szlovami Fer. Suppan (1828). 4^. 4 Bl. 

Ausserdem sind von Kvaternik in der deutschen agramer 
Zeitschrift mehrere Räthsel u. a. kleine Gedichte in kroatischer 
Sprache erschienen. 

Ludv. Gaya Peszma od Zagorja. In der agramer Zeitschr. 
Luna 1826. 30. OJdhr. — Razvezanye zganyke. Ehend. 1826. 
18. Juli. — Podertine Gzeszargrada vu Zagorju. Agramer Un- 
terhaltungshl. 1828. N. 17. 

Jos. Haramiiztka Na dun ohszlusavanya godovnoga dneva 
21. Grudna 1828 vnogopost. G. Tliom. Miklousliichu Pleb. vu 
Ztemjevczu vu gluboJcoj poniznosti alduvano. MS. 

Peszma pri naztavlyanyu Icrisa y jahuke na znova podi- 
gnyen turen na czirhvu sz. Katarine na Szelih vu Zagorju. In 
der agramer Zeitsclir. Luna 1829. N. 33. 

Nut ! Novo leto ! Mati — sin — zorja ! Preizvish. G. Jos. 
Kushevichu, Jcraly. Dalm., Horv. y Szlavon. Protonotariushu etc., 
za dar novoga leta 1831 napiszano , vandano y alduvano od 
Pavia Sloosz KleriJmsha Bish. Zagr. Vu Zagreim, prittzJc. pri 
Fer. Suppan (1830). 8^\ 9 str. — Noch Horvatzke zemlye, po 
plachnem zahodu trojjedne domovine szuncza, iliti placli Horvatov 
zverhu szmerti G. G. Ignacza Gyulaja kr. H. D. y Sz. Bana 
ytd. Vu Zagrchu, pri F. Suppan 1831. 8". 16 str. — Glasz 
horvatzkoga szlovztva po szmerti Thom. Mikloushich. Vu Zagr. 
Suppan 1833. — Protuletno szlavoglaszje G. Jos. Mihalicz 
Kar. Vu Zagr. 1833. <9". 4 Bl. 

Jiii'Ja Dullikraviclia Peszma na cJiazt y diku preszvetl. G. 
Alcxandru Alagovich Bisk. Zagreh. vu Zagrehu dana 25. Jul. 
1830. Vu Zagrchu, prit. z szlovami Fer. Suppan 1830. i". 2 str. 



325 

Jos. Yracliana Veszela domorodna peszma po szinu domo- 
rodneni zpevana na den vpelyanya na ztoliczu Bislcupie Zayre- 
hcclike G. Alexandra Alagovich etc. Vu Zayrehu pritizJc. pri Fer. 
Suppan 1830. 4". 

Mikiilc Marakoviclia Salozt nad szmcrtjum Großcze Dra- 
skovich. Vre Zayrchu, pritizh. pri Fcr. Suppan 1830. 8'\ 2 Bl. 
Viele lyrisclie imd andere Gedichte in der Hs. (Kuiiitsch). 

Jos. Mariclia Izlcra domorodne li/uhavi viszoko2Jost. G. Thom. 
Mikloushkh Fleh. Ztemjcv. na ohnovlenyc leta 1831 alduvana. 
Vu Zayrchu, pritizh. pri Fer. Suppan (1830). 8^. 4 Bl. 

Kaiia Uakovcza Peszma najszvctlejshoj Großczi Elcotiori 
PatachicJi etc. , JcaJcti viteskoj narodneya jezika Ijubitelici na 
oczvetenye godovnoga dana alduvana. Vu Zagrehu, pritizh. pri 
Fer. Suppan 1831. 8''. 4 Bl. 

Fcrcncza MliashiDOViclia Za dan narodyenya G. Tom. Mi- 
hlaushicha — in dem ayramer UnterJialtungshl. Luna 1831. N. 44. 
— Flach nad szmertyum G. Ignaczia Gyulay Bana itd. Rhp.— 
Frigovorlyivczev plach. Rhp. — Za zpomeneh poh. Tom. Mi- 
kloushich. Vu Zagr. Suppan 1833. 4". 2 Bl. 

Herovic's Gedichte und andere Aufsätze (Gay). 

Na grohu poglavitoga y preizvishenoga Horvatzkoga domo- 
rodcza G. G. Henrika Mixicha od Dolny. Ltikaocza itd. Vu 
Zagrehu, pri F. Suppan 1832. 8'\ str. 

Unterzeichnet (J., d. i. Liidvlk (Jay. 

Friatclyzka szuza zverhu tenye pokojnoga Josefa Kuhulye- 
vicha od Zaktzy itd. od Bogoszlovja poszlushitehv zlejana. Vu 
Zagrehu, pri F. Suppan 1832. 8". 2 Bl. Von Audrasü Zlipleü. 

Selya ztarinzko-horvatzke kralyicze Fr. G. Baromi Fran- 
czu od Vlassich Banu ytd., po Josefu Kaildek. Vu Zagrc^u, pri 



326 

F. Suppan 1832. 8^. 21 str. — Klio G. Ant Stoegera han. 
szlavi. Vu Zagr. 1833. 8^. 2 Bl. — Bech G. StepJi. Osegovichu 
od Barldbasseveza. Vu Zagrehu 1832. 8^. 4 Bl. 



b) Didaktische Gedichte. 

aa) Eigentliches Lehrgedicht. 

cc) Mit Rücksicht auf religiös-moralische Erbauung. 

Mattb. Magdalcnich Von den vier letzten Dingen des Men- 
schen, dem verlornen Sohne u. s. w. (eine Sammlung Gedichte), 
0. 0. (wahrscheinlich zu Gratz) 1670. 8^. 

Denis Ossians und Sineds Lieder, Wien 1791. Bd. IV. 
Vorr. S. 7, woselbst ein kroatisches Distichon als Probe von 
Metrum abgedruckt ist. In der Bibl. zu Agram fehlt dieses Buch. 

P. Gregura Kapucz. JDuhovni Kalendar za vszaki dan 
czeloga leta iz pohosne Thomasha od Kempisz hnisicze vzet. Vu 
Zagrehu, pri Iv. Thom. Trattner 1793. 8". M ztr. 

ß) Moralphilosophisches Lehrgedicht. 

Pririchnik aliti razliko mudrozti czvitje, zpravlyeno po 
Pavln Vilezoviclia Zlatomu Vitezu, cz. hr. Szvetl. Vicsmku, o. 0. 
u J. W. 168 S. 

In der primorischen Varietät. Kurze Sprüche über Lebens- 
weisheit und Lebensklugheit in gereimten Versen. 

bb) Poetische Epistel. 

Gabora Jnrjcvieba Lizti Heroov, to je velikeh na glaszu 
lyudi. Vu Bechu, stamp. pri Janushu Cosmeriovishu cz. kr. szvetl. 
stamparu 1675. 12^. 171 str. 

Poetische Episteln in fliessenden Reimen , in denen aus- 
schliesslich religiöse Gegenstände behandelt werden. 



327 

c) Erzählende Gedichte. 

aa) PoetiHchc Erziihluiig. 

a) Behandlung heiliger Gegenstände mit erbaulichen Zwecken. 

P. Gregara Kapuczina Horvatzha od Kristushevoga naro- 
dyenya vitia. Vu Zagrehu, Novoszehhemi szlovotizki 1800. 5". 
45 str. 

Ein, der unbestimmten Form wegen schwer zu klassifici- 
rendes, übrigens vortreffliches, originell -launiges, man könnte 
sagen humoristisches Gedicht ohne allen Obscurantismus, aus 
dem sowohl des Vfs. gutes, fröhliches Geraüth, als auch seine 
Befähigung zum Dichten zu ersehen ist. — Auch in dem kroa- 
tischen Kalender kamen alljährlich sehr viele Verse von P. Gre- 
gur vor. 

Antnna Kanixiicha Szveta Boxalia Panormitanzlca dcvicza 
itd., iz Tllir. na Horvat. preneshena po Ivanu Krizmanii'Iia. MS. 

ß) Behandlung vermischter weltlicher Stoffe. 

Oddüenye Szigetzko, tuliJco razlichitom, kiiliko ncchujenom 
doszle Hcrvatzke ritme lipotom zpravJt/eno po plemenitomu 
y hrabrenomu G. Pavla Yilezovicll aliti Ritter, Hervatzkomu 
y Szenyzkonm Vlaztelhm, szlavn. vojvodztva Ricardianzkoga 
Capitanu. U Lincu, kalupom Gasp. Frajsmidovicha 1684. 12^. 
88 Str. 

P. GPCgnra Kapuczina NcztnmcJino vczdaslmycga tahora 
izpiszavanye za leto 1788. Vu Zagrehu, pritizk. pri Jos. Kar. 
Kotsche 1789. 8». 56 str. — Za leto 1789. Vu Zagrehu itd. 1790. 
8\ 42 str. — Za leto 1790. Vu Zagrehu itd. 1791. S". 40 str. 

Der Vf. hat sich darin mit V. G. C. unterzeichnet. Leichte, 
tiiessende Reimereien über die damaligen Kriegsereignisse. 

bb) Idyllen. 

Simon Palatin's Des P. Virgilius Maro Eklogen, aus dem 
Lot.. Versetzt. Hs. 



328 

„Das erste prosodische Werk in der kroatischen Sprache" 
sagt davon J. Caploviö in s. Croaten und Wenden in Ungern 
1829 S. 26, welche Behauptung ganz unrichtig ist. 

cc) Heldengedichte. 

ÄdrianszJcoga mora Syrena, Groff Zrinski Petar. Stampana 
u Beneczih pri Zamarij Turrinu Leta 1660. Fol. 166 unpagi- 
nirte Bl. nebst 5 Kupfern. 

Das ungarische Original von Grafen Nikolaus Zrinjski 
erschien unter dem Titel: Tengernek Syrenaja. Gröff Zrini Mi- 
klös. Nyomtatta Bechben a' Koloniai Udvarban Kosnierovi Mate 
Czäszär Ö Fölsege könyvnyoratatoja. Anno 1651. 4". 160 Bl. 
Unlängst gab Kazinczy die gesammten Gedichte Zrinjski's heraus : 
Zrinyinek minden munkäi, Pesten 1817. 2 Bde. Graf Peter 
Zrinjski übersetzte das Heldengedicht seines Bruders ins Kroa- 
tische. Es enthält 2 Vorgesänge, 15 epische, aus 1700 Strophen 
oder 6800 in der Mitte und am Ende gereimten Versen beste- 
hende Gesänge, und 12 kleinere Gedichte als Anhang. Die Hel- 
denthaten des unsterblichen Vertheidigers von Sziget, des Grafen 
Nikolaus von Zrinj, des Urgrossvaters des Dichters, werden darin 
auf eine ernstfeierliche Weise besungen und gepriesen. Das Ge- 
dicht enthält zwar, besonders in den Episoden, viele höchst 
gelungene poetische Stellen, behauptet aber dennoch, in Vergleich 
mit den besseren Erzeugnissen der dalmatischen Muse, nur einen 
untergeordneten Rang. Der Versbau insbesondere steht dem der 
vorzüglicheren ragusanischen Dichter weit nach; der Reim ist 
selten vollkommen, tadellos, und die viermalige Wiederkehr des 
Doppelreimes in derselben Strophe hat eine für das Ohr äusserst 
lästige Monotonie. Bei allem dem ist das Gedicht seiner histo- 
rischen Bedeutung, so wie seines sprachlichen Werthes wegen 
sehr schätzbar, und steht noch immer einzig auf dem kroati- 
schen i*arnasse da. Die Sprache hält zwischen der dalmatischen 
und der eigentlichen kroatischen gleichsam die Mitte ; es ist die 
sogenannte primorische Varietät, d. i. die Mundart der Bewohner 
des heutigen kroatisch-ungarischen Litorale und der Umgegend. 
Unter den kleinen Gedichten am Ende sind einige recht lieblich. 



329 

Von den Kupfern stellt eines den Uebersetzer, Grafen Peter 
Zrinjski , und eines den Vertheidiger von Szigeth, Ban Nikolaus 
Zrinjski, dar. 

J, Miltoiüs Verlornes Paradies, aus dem Englischen über- 
setzt von Joliaun KrizDiauicli. IIs. 1827. 

Die Uebersetzuug ist trefflich, aber leider in Prosa. 

Virgils Acncis^ 1. Gesang, in gereimten Versen übersetzt 
von Franz Xaver Korilidi. Hs. 

Der würdige Vf. fing die Aeneis an in gereimten Versen 
zu übersetzen, hat aber die Arbeit nicht vollendet. 

d) Dramatische Poesie. 

Til. Brzcovacllky Szveti Alexi, komedia. Vu Zugrehu, po 
Jos. Kar. Kutsche 1780. 8*. (Jiiranic.) Dass. n. Ausg. (?) Alexis, 
igrokaz vu chetverem izpehjivanyu. Vu Zagrebu, stamp. pri Jos. 
Kar. KotscJie 1708. — Matthiash Grabantziash diak, vu trojem 
dogodu izpelyan y igran vu kralyevzkom kouviktu vu Zagrebu 
dana 12. Szechna leto 1804. Vu Zagrebu, pri Jos. Kar. KotscJie 
(1804). S". 98 str. Verbessert und neu aufgelegt voti Th. Mi- 
kloushich nebst Lyubomirovich ili priatel pravi. Vu Zagrebu 1821^ 
S". Vgl. unten. — Diogenesh ili szluga dveh zguhlyeneh bratov, 
veszeli igrokaz vu peterom zpelyioanyu po Th. Mikloushich P. Z. 
vu novem pogledu na vnogeh selyu na szvetlo dan. Vu Zagrebu, 
vu Novoszelzkoj szlovarniczi 1823. 8^. 102 str. (Brezovaöki 
hinterliess das Lustspiel in der Hs., MiklouSic verbesserte es.) — 
Igrokaz paztirzki, Hs. Melodram, zum Nutzen armer Studie- 
renden verfasst, welche es privatim in herrschaftlichen Häusern 
vorstellten. — Kovach Krapinzki. Hs. Ein satyrisches GedicM. 

Diese Dramen, besonders Matthiash GrabanciaS Diak und 
Diogenes, wurden sowohl im Seminarium und im Convict, als 
auch an andern Orten mit vielem Reifall aufgeführt. 



'b* 



Imenoszlavnik rechnopeszmcn , igrokaz na zadavek zahval- 
nozti Matt. A. od Thouiasha MikloiLSbich dovershenoga bogo- 



330 

szlovcsa aläuvan leto 1791. MS. — Lyuhomirovich ili priatel 
pravi, igrohaz vu trojem zpelyivanyu po Mat. J<aD(lrich Pleb. vu 
Czirliveni izpiszan, y po Th. Mikloiishiclui PI. Zt. na szvetlo van 
dan. Vu Zagrehu, z szlov. Novoszehhemi 1821. 8". 108 str. Ferner: 
Mathiash Grabantiash (lies Grabancias) diaJc, vu chetverem 
zpelyivanyu po Tit. ßl'ftzovachky Prevend. 8. Marha Izpiszan, 
y po Th. Miklousbichtt PI. Zt. v drugem pogledu van dan (ebendas.) 
str. 109—190. Vgl. oben. Ein Nachwort des Herausgebers ist 
datirt 14. Februar 1822. — Huta pri Szavi, ili lyubav za lyubav., 
igrohaz narodni vu dvojem zpelyivanyu, pri predavanyu Hiriuma 
napervoztavlyen vu Zagrebu dan 1. VszeszvetscJiaka 1822. Vu 
Zagrebu, z szlovami Novoszelzkemi (1822). 8^. 39 str., dazu ein 
vorausgeschichter Predgovor mit einem eigenen Titel auf 7 Seit. 
Dieses kleine Gelegenheitslustspiel wurde zu Ehren des kön. 
Kommissärs Grafen Jos. Majläth von Szekhely bei Gelegenheit 
der Zurückgabe des kroat.-ungar. Litorale an Ungarn in Agram 
deutsch aufgeführt.^ und später von dem Pfarrer Th. Miklousic 
ins Kroatische übersetzt. — Lizimakush ali machuhinzki nazlob, 
igrokaz saloztni vu peterem zpelyivanyu po T. M. P. Z. (TODiasIia 
Mikloushicha Pleb. Ztenyev.) vu novom pogledu na szvetlo dan. 
Vu Varasdinu, vu szlovarniczi Joana Sangilla 1823. 8". 52 str. 
Dieses Drama erschien schon früher, zur Zeit der Jesuiten., im 
Drucke, nebst vielen andern, die jetzt beinahe gänzlich ver- 
schwunden sind. Mikloushich Hess es neu auflegen. 

Szveti Bernard, igrokaz iz Diachkoga na Horvatzki prezta- 
vlyen po Jos. Vracliail Pleb. Vu Zagrebu, pritizk. z Novoszel- 
zkemi szlovami 1815. 12^. 52 str. 

Jakoba Lovrenchiclia Bodbinztvo., jeden veszelo-igrokaz, vu 
peterom dogodu iz Nemskoga na Horvatzki jezik preneshen. Vu 
Varasdinu, pritizk. pri Janushu Sangilla 1822. 8^. 116 str. — 
Predszud zverhu ztalisha i roda, igrokaz v trojem zpelyivanyu, 
negda po Karlu od Ekartshauszen vu Nemskom, szada pako 
Horvatzkom jeziku na szvetlo dan. Vu Varasdinu, pritizk. pri 
Janushu Szangilla 1830. 8^. 88 str. 



331 

Vitezovich, igrohaz vu chetvcrem izpehjivanyu, igran 1793. — 
Ahdulunimush, ili iz paztira krali/, igrolcaz vu trojem izpelyivanyu 
zhiipa y z peszmanii. — Familia Hiinyadianzlca, ili y nedusnozt 
taJcaj gdagda Jcoczka ztigne, pripetchenye iztinito Uta 14ö7, igro- 
haz saloztni vu trojem izpelyivanyu. — Baron Tamburlanovich, 
ili pelda nerazumnoga potroshlyivcza, igrohaz. — Kuholy med 
psheniczum, ili bogoszlusnozt i zhazlivozt^ igrohaz vu trojem 
izpelyivanyu iz Nemshoga na Horvatzhi preneshen. — Mahariush, 
ili zerczalo y pelda chiztoche, igrohaz vu trojem izpelyivanyu. — 
Odverha izhavczi, igrohaz vu treh pohazih, iz Nemshoga Fridriha 
Gotter. — Veliho-Vechnih, igrohaz vu peteh pohazih. — Papiga, 
ili hrepozt, gda nestima^ szrechu vchini, igrohaz vu treh pohazih 
iz Nemshoga Äug. Kotzehue na Horvatzhi obernyen. — Vrano- 
vich, ili lyuhoszumlya po jednem czepelishu , igrohaz vu jednem 
pohazu, napravlyen l. 1825. — MS. 

Abschriften von diesen zehn ungedruckten Dramen befinden 
sich bei H. Th. Miklouäic, Pfarrer in Stenjevec. 

Josephus venditus, seu ejus in Aegypto vicissitudines, tra- 
gicomödia croat., in quinque actus digcsta. — Pravdenich^ ili 
ovah hiva na ladanyu , vu treh pohazih iz Nemshoga Karla 
Ehartshausena. Aufgeführt in den J. 1792. 1794. 1804. — Du- 
snozt szlushe, igrohaz vu peteh pohazih iz Nemshoga od A. Vilh. 
Iffland. — Szamo sziromastvo ncchini ncszrcchnoga , iU haj je 
prevech^ ni niti z hruhom dobro, igrohaz vu peteh pohazih iz 
Nemshoga od A. Vilh. Iffland. — Lyudi merzenye y detinzha 
pohora, igrohaz vu peteh pohazih iz Nemshoga od Aug. Kotze- 
bue. — Szvadlyivozt y pomirjenye med bratmi, igrohaz vu peteh 
pohazih. — Gluhonemi, ili Meshnih de VEpe, igrohaz vu peteh 
pohazih iz Franczuzhoga. — Redhi proczessush^ igrohaz vu treh 
pohazih. — Zplatchena zvedlyivozt^ ili porushenye bludnozti, po 
zpamctncm szvetzhcm plebanushu vchinyeno, igrohaz vu treh po- 
hazih. — Gozpodarovich ztari tergovecz, ili hoji duge dela^ naj 
gleda, odhud nye izplati., igrozhaz vu treh pohazih. — Ztalnozt 
bratinzhe Ijubavi, igrohaz veszeli vu treh pohazih. 



332 

Diese eilf dramatischen Stücke befinden sich handschriftlich 
in der Bibliothek des Alumnats-Seniinariunis zu Agram. 

Lustspiel in makaronischer, aus der kroatischen, deutschen 
und lateinischen zusammengesetzten Sprache. Hs. In der bischöß. 
Bibliothek zu Agram. 

Oszmanschicsa , igrokaz iz Illir. na Horv. preneshen po 
Ivanu Kriznumicliu. MS. 

Die Uebers. ist in Versen, wie das Original: J. T. Mar- 
navicha Osmanschica u Rimu 1630. 4°. 

Kar. RakOYCza Duh, dramatichka vitia, Gozp. Franczu 
Vlassichu Baronu, Banu itd. Vu Zagrebu, pri Franczu Suppan 
1832. 8'\ 18 Str. 



B, Prosa. 
1. Dichterische Prosa. 
a) Romane, Erzählungen, Mährchen. 
Jak. Lovrencüiclia Pripovezti za chutUva szerdcza. 1823. MS. 

Jur. PaYlilllcha Vu predoblengu nazad Budima grada vu 
szusanztvo kerztchenikom dojduche jedne Tiirzke devojke Karti- 
gam zvane zpomenka vredno pripetchenye. 1828. MS. — Eben- 
falls aus dem Ungarischen übersetzt. 

Das ungarische Original von Ignac Meszaros erschien zu 
Pressburg 1772. 8". 

Jur. Pavliniclia Pripovezt od szilno pograblyeneh dveh de- 



vojhih spfinyolzheh, Evicze y Oertrude. 1828. MS. — Ebenfalls 
aus dem Ungarischen. 

Jiir. Pavliniclia Bludyenye po treh szveta iiranah jednoya 
Spam/olcm. 1821). MS. — Aus dem Ungarischen. 

Antola Uosiclia Belizar y Gelimer kraly VandahJci. 1826. 
MS. 

Ign. Krlzllanovlch Telemach, aus dem Französischen des 
Fenelon iU)crsetzt. MS. 

Iv. Ernest ßcilcnko Viszoki szud, ili Karcsz y Fatima 
(Roman aus dem Deutschen: Das hohe Gericht oder Chares und 
Fatime). MS. 4\ 1 In. 151 str., 2. hn. 132 str. Bei H. Th. 
MiMouhö. 

Fmilia , zcrczalo dohrote y tcrplivnozti, dogadyaj vu Sjta- 
nyolzkem arszagn dovershen. MS. 4^. 67 str. Bei H. Th. Mi- 

Jdousiö. 

Endymio)i iliti lyuhav chloveka. MS. 75 str. In der 
hischöfl. Bibliothek zu Agram. 

Zriny Mikloush ili dogodyenye Zriny Miklousha Bana 
horvatzkoga, nyegovch dveh priatelov, y Judife Ilyefalvi, iz vii- 
gerzkoga na horvatzki po ,]. V. (Jiir. Pauliulch). Vu Zagrebu, pri 
F. Suppan. 1833. 8'\ 107 str. 



b) Volkssch wanke, Witzspiele iis 



w. 



Milialja Sliilloboda alias BoKsliicIia Cabnla, to je na vsza- 
kojachka pitanya kratki, ter vendnr prikladni odgovori vu Hor- 
vatzkem jcziku na szretlo dani od Rnga, Baga, kaga Racze den 
Turzki Fop, Chta VOzcM Iztinzko aLDVVanl (1768). Vu 
Zagrebu S". 10 str. z dveini tabliczami. 



334 

(„Famosa Cabala de lusu Lotto latine ab eodera edita." 
Th. M.) 

Lado Horvatghi iliti Syhilla, 1781. 4". (Biese Ausg. steht 
in einem Bücherverzeichnisse der ehemaligen Trattner' sehen Offi- 
cin zu Agram.) — Lado Horvatzld iliti Sibilla zverhu mnenya 
dojducheh pripetcheny ., na 9 Vil razluchena po negdashnyem 
hnezu Pavlii Rlltern napravlyena za hratchenye vremena y dugoga 
chasza. Vu Zagrebtd,, pritizh. z szlovami Iv. Th. Trattner 1783. 
4". 40 str. — Neueste Ausg. Pritizh. vu Karlovczu pri J. Nep, 
Prettnerju 1828. 4". 20 unpag. Blätter. 

Ob diese Sibylle (ein gesellschaftliches Spiel mit Wahr- 
sagereien) noch bei Lebzeiten Ritters gedruckt worden, ist mir 
nicht bekannt; aus den Worten B. A. KerÖelic's „visa ejus 
(Ritteri) vulgari lingua edita ab illo Chronica, item vulgo Sibylla, 
tantus in immortalis memoriae virum concitatus ab iis, quibus 
doctrinae et literae vi vocationis incumbunt, et livor atque odium, 
ut prope infinitis calumniis et injuriis affectus Viennam abiret 
etc.", möchte ich fast schliessen, dass es geschehen ist. Ritter 
verfasste seine Sibylle in der primorischen Mundart; in den 
Ausgg. 1783 und 1828 hat ein Ungenannter die Sprache ganz 
kroatisirt. 

Jak. Lovrenchiclia Nekoja czoprii razlaganya za razsvet- 
chenye hludechemu puku szlusecha. 1830. MS. 

2. Eigentliche Prosa: Reden. 

Antola Milianovicha Rech domovini od hasznovitozti piszanya 
vu domorodnom jeziku. Vu Bechu pritizh. l. 1825. S". 

Lndvika ßedekoviclia de Koiuor Govorenye vu velihem zpra- 
vishu 3 Miholyschaha 1827 pred pochetem chaztnihov Varme- 
dyinzheh premenyanyeni (restauratium). Vu Varasdinu, stamp. 
z szlovami Ivana Szangilla 1827. 4*\ 7 str. — AUocutio ah 
J. U. D. L. B. Lud. Bedekovicli de Koiuor etc. ad Status et 



335 

ordines Com. Crisiensis d. 16. Aug. 1832 gencrcäiter congrcgntos 
Croatico idiomate pronuntiata. Zagr. typ. T. Suppan 4^. 10 str. 
(kroatisch). 

C. Menqschmften in Versen und Prosa. 

Izhor dugovany vszahoverztneh , za haszen y razveszelenye 
szlusccheh, po Toniaslui Miklousllich Plcb. Ztcnyevechkem izpiszan 
y na szvetlo dun. Vu Zagrehti, vu Novoszelzkoj szlovarniczi. 
1821. 5». 180 Str. 

Der Vf. sammelte, wie er in der Vorr. sagt, viele Jahre 
lang an gemeinnützigen Materialien zur Belehrung seiner Lands- 
leute. Einiges von seinem Vorrath nahm er in seinen hundertjäh- 
rigen Kalender (1819) auf; anderes brachte er in diesem Büchlein 
unter; vieles blieb fiir künftige Zeiten und Zwecke vorbehalten. 
Das Buch enthält: 1) Eine kurze Geschichte des slawischen und 
insbesondere des kroatischen Volkes. 2) Nachrichten von Buch- 
druckereien und Schriftstellern in Kroatien. 3) Ein Hausrecept- 
buch. 4) Eine Sammlung kroatischer Sprichwörter. 5) Einige 
kurze Gedichte. 6) Einige Denkwürdigkeiten aus dem Kunst- 
und Industrieleben und eine Anleitung zum Lottospiel. Im zwei- 
ten Abschnitte stehen die Namen der kroatischen, und zum 
Theile auch der slawonischen und dalmatischen Schriftsteller, 
sie mögen in lateinischer oder kroatisch-slawischer Sprache ge- 
schrieben haben, doch ohne nähere Angabe ihrer Werke. 

111« Gescliiehte uiiil C.eo^raphie. 

A. Geschichte. 

1. Allgemeine. 

Kronika vezda znovich zpravliena kratka Szhvenzkim jezi- 
kom po D. Anlola Fope Vraracze Kanovniku Zagreheclikom. 
Stampane v Luhlnne po Juane Manline leto 1578. 4". 4 und 
65 Blatt. 

Am Ende der lateinischen Dedication unterschrieb sich 



336 

der Vf. „Anthnii. Vramecz D. Philosophiae E. Z. Canonicus ac 
Parochus in Piain etc." (Rain-BplJJKHi^e?). M. Keröeliö und J. 
Smendrovi6 sagen in der Collectio: „Scripsit historiam, cujus 
frequens apud scriptores mentio". Unter der dalmatischen Chro- 
nik, die Ritter benutzte, ist keine andere zu verstehen, als eben 
die gegenwärtige Vramecische. (Engel I. 289 ist hienach zu 
berichtigen.) Keröeliö sagt: „Antonius Vramecz, Varasdiensis 
Archidiaconus, Georgio Draskovichio (Ep. Zagr.) authore typique 
Maecenate historiam suam edidit." Hist. Cath. Eccl. Zagr. 1770. 
Fol. p. 244. 

Krvniha dliti szpomen vszega ssvieta vikov, u dva dela 
rasredyen, Jcoferih pervi dersi od pocJietka szvieta do Krisfushe- 
voga porojeni/a, drugi od Kristushevoga porojenya do izpunenya 
Uta 1690, szlosen y na ssvitlo dan po Pavlu Vilezovifthu Zlatomu 
Vitezu. U Zagrehu Uta gozp. 1696. 4". 222 str. — 2. Ausg. 
Kronika aliti szpomenak vszega szveta vekov, vu dva dela razre- 
dyen, Jcotcrih pervi dersi od poelietha szveta do Kristussevoga 
narojenya, drugi od Kristussevoga porojenya do izpunenya Uta 
1745, szhsen y na szveth dan po Pavlll VilczovicllU Zlatomu 
Vitezu y pervomu Horvatszhoga orszaga stamparu, prestampana 
vu Zagrehu po Ivanu Weitz Horvatszkoga orszaga stamparu 
1744. 4^. 243 str. — 5. Ausg. Kronika dliti szpomenek vszega 
szveta vekov na tri dele razdelycn , kojeh pervi je od pocitctka 
szveta do narodyenya Kristushevoga, drugi od narodyenya Kri- 
stushevoga do Uta 1744, tretji od Uta 1744 do Uta 1762, 
szlosen y napervo dan po jednom Mashniku iz Tovarustva Je- 
zuslievoga, z ztroskom Ferencza Zcrauscheg knigovezcza vu Za- 
grehu pri Kajetanu Ferenczu Haerl. 1762. 4^. Der letzte Theil 
auch ahgesondert unter dem Titel: Pridavek kronike iliti zpo- 
menka pripechemj od Uta po narodyenyu Kristushevom 1744 do 
Uta 1762 zehran, razlosen y napervo dan po jednom Mashniku 
Tovarustva Jezushevoga, stampan z ztroskom Ferencza Zerauscheg 
knigovezcza vu Zagrehu pri Kajet. Haerl. 1762. 4". 

In dem Ex. der kais. Ilofbibliothek in Wien findet sich 



337 

folstMule schützbare, die Geschichte des Buches sehr gut erläu- 
ternde handschriftliche Note: „Cronicam hanc croatice couscrip- 
tam edidit I). L. li. Taulus Uillcr, Eques Auratus et S. M. Con- 
siliarius. Ilanc ille ex vetusta et auteriori cronica Dalraatica 
etiam speciatim Ragusea occasione inductae Zagrabiam typogra- 
phiae edidit sub nomine Panli Vilftzovldl. Continuavit usqiie ad 
an. 1744 quidam Chori Eccl. Zagiabiensis Praebendarius Sle- 
[diauus Uafl'ay, quo anno fuit reimpressa. Nunc (sive 1762) denuo 
typis est data sumtibus bibliopolae (richtiger bibliopegi) Zerau- 
scheg. Continuationem ab a. 1744 fecit P. Nlcolaus Laureiichlch 
e S. J. in iis, quae exterarum provinciarum sunt: quae vcro sunt 
patriae et doniestica, opus sunt ab an. 1748 inclusive Balthasarls 
Kercselldi Can. Zagr. et Tabulae Judiciariae Assessoris, sicut 
ad a. 1752 fol. 42 insinuatur. Laurenchich titulum libri immu- 
tavit et Kitteruni oniisit , authoremque chronices false adstruit 
quenidani e Societate Jesu. Ne debita laude veri et Icgitimi 
authores careant, haec anuotanda erant, et ue putetur cronicam 
hanc recentius opus esse." Engel I. 289, vgl. auch II. 146. (Die 
hier uneigentlich sogenannte dalmatische Chronik ist die Vra- 
mecische.) In der Dedication, so wie in der Vorrede zu der 
1. Ausgabe, welche beide in den Ausgg. 1744 und 1762 leider 
ausgelassen sind, äussert der Vf. mehrfach seineu warmen sla- 
wischen Patriotismus, z. B. „imo et ipsi vastissimae patriae 
nostrae nati, sublimiora ingenia nacti, eaque per literas exco- 
lentes, peregrina potius Latinorum orbi se claros, quam gloriosa 
Slavorum... lingua patriae se charos et gratos rcddere Student 
etc." Ritter verfasste seine Chronik ursprünglich in der karl- 
städter - Humaner oder primorischen Mundart ; Stephan Kali'ay 
provincialisirte oder agramisirte die Sprache durchweg , und 
Lüvrenäc und KerCelic befolgten dasselbe System , wobei 
natürlich mancher schätzbare ui^d schöne Archaism etc. der alten 
Ausg. verwischt wurde. Wenn gleich die Chronik in kritisch- 
historischer Hinsicht nur von mittelmässigem Werthe ist (Engel 
nennt sie in alten Sachen nicht nur sehr mager, sondern auch 
unrichtig und unzuverlässig), so ist sie hingegen in anderer, 
besonders spiachlicher Hinsicht, sehr schätzbar. — In Jurauic's 

Safaffk. Literaturgeschichte. II. Band. 22 



338 

handschriftlichen Notaten finde ich die 1. Ausg. also verzeichnet: 
P. Vitczoviclia Kronika etc. Vu Zagrebu 1694. 4^ Hier muss in 
der Jahrszahl doch ein Fehler sein. 



2. Besondere. 

JoSi Szcvera Krateh zavjetek dogodeny sjnssov hralyeztva 
Mugyarslcoga , zadersavajuclü pripetchenya od pochetha ovoga 
hralyeztva do Ändrasha III. iz kervi Arpiadiunzhe po zpolu 
nmshem hralya zadnyega. Vu Varazdinu, pritizJc. z szlovami Iv. 
Sangilla. 1824. 8'\ 49 str. 

Ant. Rosiclui Fripovezt naroda Hurvatzhoga od nyegovoga 
pochetha do Ladiszlava hralya Vugerzhoga. 1825. MS. 



3. Quellen: Diplome. 

Kg. Koloman'8 von Ungarn Schenkungshrief an Martin 
Lapsanovich, kroatisch, datirt aus Zara im J. 1105. Das Ori- 
ginal im Archive der gräflichen Familie Orsic. 

Im J. 1675 wurde dieses Diplom dem Kg. Leopold unter- 
breitet und von der k. Hofkanzlei als echt anerkannt. Eine 
lateinische Uebersetzung davon findet man in Keröelic's Notitiae 
praeliminariae p. 114, ferner in J. Mikoczi Otiorum Croatiae 
liber, Budae 1806. 8^ p. 433. Wiewohl die Echtheit dieses 
Diploms von einer k. Hofkanzlei anerkannt ward, Keröelic über 
dieselbe nicht entscheiden will und Mikoczi sie nicht zu bezwei- 
feln scheint: so bin ich dennoch, nach der von Mikoczi mitge- 
theilten kurzen Sprachprobe (p. 440) , in welcher sogar das 
türkische Wort majdan vorkommt, überzeugt, dass diese 
Urkunde unecht und ein Machwerk neuerer Zeiten ist. — Aehn- 
liche alte Urkunden in kroatischer Sprache , so wie andere 
Scripturen, Protocolle etc., werden dem Vernehmen nach in den 
Archiven Kroatiens noch aufbewahrt; ich konnte indess nichts 
Bestimmtes über dieselben in Erfahrung bringen. 



/ 



939 



4. Literärgeschichte. 

Ailaiiii Al(>.Ysii nariclievicll Historia litcraria Oroatiue. MS. 
— Ej. Conunent<trius de sorlptoiihus patrUw. MS. ante a. 1705. 

Hoianyi N. Meni. p. 295. L)cr Aufsatz war, nach der Aus- 
sage seines Neflen, in kroatischer Sprache verfasst, ging aber 
leider iu neuerer Zeit verloren! 

ß. Geographie. 

Anl. Kosiclia Kmteh mvjcteh zemelyzkoga zpiszavimya 
Horoatzhe y Vugenhe lemlye y oneh orasagov, koji z Vugerzhcm 
::jedinyeni jcszn., tcr za driigc i tretjc skolc midienike prcpiszani 
jcnzu. Vu Varasdinu, pritizJc. z szlovami Iv. Sangilla 1823. 
8\ 64 Str. 



1¥. PliiloN4»|iliie und Pi'ulago^ik« 

1. Schriften über populäre Moral. 

„Adamus Aioysliis Bnrichcvieh Zagrahkw Farochus, doctus, 
cniditua, latimis panis eleyuns(piv , qui Ciceronem de Off'iciis, 
Sencctufc, Amicitia ab sc in lllyncum (Croaticum?) traductum 
hrevi edittirus est". 

Voltiggi in der Vorrede zu s. Wörterbuche 1803. 

Jakoba Lovrcuellicha Kratlca dohreh dersany pripovedanya. 
Vu Varasdinu, pritizk. pri Iv. Szangilla. 1824. S". 105 str. 
In Erzählungsforin, vorzüglich für die Jugend. 

Nachin vu vszeh sivlenya dogodyajih vsziydar zadovulytumm 
hiti, negda po Auf. Alf. od Sarasea vu Franczuzkeniy szada vu 
Horvatzkcm Jezikii po Ifi;ii. Krlzlianovicll izpiszan. Vu Varasdinu^ 

pritizk. pri Ivanu SzaugiUa. 1820. 8'\ 254 str. 
Aus dein Deutschen übersetzt. 

22* 



340 

Indianzhi Mudroznanecs, ili nacJdn hah cJdoveJc vu drustvu 
lyudiJi srechen hiti more, na horv. jedh preneshen po Josefa 
Maricll Kl. B. Vu Zagrebu, pri F. Suppan. 1833. 12''. 54 sfr. 



2. Schriften für die Jugend. 

Ant. VraDicIia MlajsJn Robinzon, iliti jedna hruto povolyna 
y hasznovita pripovezt za detczu od J. H. Kampe, iz Nemskoga 
na Horvatzlä preneshena , dve hnige. Vu Zagrebu , pritizh. vu 
Novoszelzkoj szlovotizki 1796. S°. 1. Jen. 277 str., 2. hn. 350 str. 

Fer. Dianicha Navucli. vu Zagr. HorvatzJce detcze priatel 
vu pripovedanyih. MS. 4^. 176 str. 

Bei Th. Mikloiisic in Stenjevec. — Dianic wollte sein 
angefangenes Werk weiter fortsetzen, als tr aber den Druck 
ankündigte, so meldeten sich keine Liebhaber dazu. 



T. Hatliematik* 

1. Arithmetik. 

Mlbalya Shllloboda drugach Bolshicha Arithmetika Hor- 
vatzka. Vu Zagrebu, pritizk. po Ant. Meiner. 1758. 8'\ 384 str. 

Naputchenye vu brojoznanye, za potrebnozt narodneh skol 
Horvatzkoga kralyeztva^ pritizk. vu Budimu z kraly. nmdro- 
zkupchine szlovami 1782. 8'\ — N. Aufl. Vu brojoznanye na- 
puchenye, za potrebnozt narodneh skol Vugerzkoga y Horvatzkoga 
kralycztva, Beclinenbücldein. Ofen, Univ. -Schriften 1799. 8^. — 
Seitdem oft wieder aufgelegt; in dem neuesten Bücherverz. der 
Univ.-Buchdr. mit dem Titel: Naputchenye vu rachunztvo za 
potrebovamje narodneh skol Horvatzkoga kralyeztva, Anleitung 
zu Rechnen. Ofen, Univ.-Schr. 1818. 8". 65 str. 



l 



341 



2. Arithmetik und Geometrie. 

Jos. Roinuahl Kvalcrnik's ScUze aus der EccJien- und 
Messkunst, zuerst deutsch herausyegebcn , dann ins Kroatische 
uf)crsctzt. MS. 

Kunitsch. 

3. Arithmetik und Algebra. 

Jos. Ronmald Kvalcrnik's Arithmetik und Algebra, in kroa- 
tischer Siyrache. MS. 
Kunitsch. 

4. Angewandte Mathemetik. 

a) Astrognosie. 

Fcr. Jos. Koszeduara Cisio ili zvezdoznanskoga navuka 
z kratkem raztolnachenyem zpisanye, iz glaszovitoga Kirdlyhcgyi 
Janosha piszem vu Vugerzkem na Horvatzki preohernyen. MS. 
17S7. 4'\ 112 Str. Bei Th. Mikhusiö. 

b) Kalender. 
aa) Jährige. 

Lyiibimlra Zclcnlugovicha (t. j. Pavla Rillera dnigach Vlle- 
zoviclia) Kalendarium iliti Misxechnik Horvatzki za leto 1695. 

Fritizkan vu Zagrebu 1605. 4^ 
Juranid. 

Horvatzki kalendar za l. preztupno IS 12. Vu Zagrebu vu 
Novoszelzkoj stamp. 32^. 24 Bl. — Za leto 1829. 1830. 1831. 
1832. 1833. etc. Vu Zagrebu , vu szlovotizki Fr. Suppan 32^. 
24 Bl 

Dieser deu krainischen und süddeutschen nachgemachte 
Bauernkaleuder enthält blosse Zeichen statt der Schrift ; ist 
jedoch auch mit einigen Lesestttckcn und unterhaltenden R^^ime- 
reien, ausgestaltet. 



342 

Horvatzhy halendar za prozto leto 1834 vu Varasdinu pri- 
tiskan y nalosen po Josefu Plazer. 32^. 2d Bl. Der letzte Bogen 
später umgedrucict, mit Spottgedichten ivider den Agramer. 

(Anl. Nagya) Novi y ztari Kalendar Horvatzhi za prozto 
leto 1813. — Kalendar Horvatzhi za leto 1818. Vii Budimu, 
pritizh. z Vugerzhe mudrovuchne zhupcliine szlovi 12^\ 48 str. 

Die übrigen Schriften dieses Vfs. sind in slawonischer 
Mundart geschrieben und gehören der illyrischen Literatur- 
Abtheilung an. 

Danicza Zagrehechka ili dnevniJo za prozto leto 1834 z tol- 
nachnikom liisnem vszakoverztneh na haszen y prikratchenye 
vremena szlusecheh. Pervoletni techaj. Vu Zagrebu, pri F. Suppan 
1834. <S". Tolnachnik 94 str. 

Von Ignaz Krislianovic. 

bb) Hundertjährige. 

Ant. Rosiclia Horvatzki ztoletni Kalendar od leta 1818 do 
1919, iz najholsheh kalendarov Nemskeh zkupszlosen. Vu Zagrebu, 
pritizk. vu Novoszelzkoj szlovotizki 1818. 8^. 

Thoin. Mikloushiclia Ztoletni Kalendar iliti dnevnih ztoletni 
Horvatzki do leta 1901 kasucJd. Vu Zagrebu, vu Novoszelzkoj 
szlovarniczi 1819. 8". 211 str. 

Sehr reichhaltig. Die Plrzählung im Anhange hätte indess 
wegbleiben können. Es sind auch einige kurze Gedichte beigefügt. 

¥1. ^KFatur- und C^ewerlikiiiitle. 

1. Allgemeine Schriften über Haus- und Feld- 
wirthschaft. 

Hisna knisicza, vu kojoj zadersavaju eze vszakojachka 
Vrachtva duhovna y szvetzka domacha, kak Jiisni gozpodar proti 



Mi 

Bor/u, hlhncmu szvojemu y szamomu szebi, y vu poszlih szvojeh 
puna.^hnti sze mora. Vu Zagrcbu, stamp. po Iv. Thom. Truttner 
1783. 12\ 243 Str. (Th. AI.) 

(In einem gedruckten agramer Kataloge ist der Titel in 
einzelnen Wörtern sehr abweichend angegeben.) 

llisna hnisicza. Vu Zagrehu, pri Novoszelu 1797. 12^. 
(Jurani6.) 

Ich weiss nicht, ob dies eine neue Ausg. oder nur ein 
neuer Titel der obigen Schrift ist. 

Mathias Jandricli Ucher die Hauswirthschaft. MS. 
Der Yf. hinterliess 1828 diese Schrift ganz druckfertig, 
die indess seitdem bereits verschollen ist. 

2. Besondere Schriften. 

a) Weinbau. 

MIÜ. SÜTallcha Navuch. vu Zagr. Nachm obdelavanya ter- 
szja. MS. 

Th. Miklouäic Izbor dugovany str. 102. 

b) K a r t f f e 1 b a u. 

J. B. Laiangac Nachm jahuke zeniclyzTce szaditi. . Vu Za- 

grchu 1788. 8\ 
Juranic. 

Nnviik zemelyzTce jahiike iliti hrumper za h'uh, jeztvine 
y JiOnyJccrmu potrchuvati, hak takaj ovc od polinhlycnyn ohchuvati 
y diKjo zadirsnfi , ix Nemskoga na Horvatzko prcncshcn 1816 
(po Thom. Mlkloushichu I^lcb. Ztenyev.). Vu Zagrchu, po Novo- 
szelzkoj szlovotizki 1817. 8". 16 str. 

c) Tabak. 

Navuk za duhan szadeclie lyudi wszaga Vugcrzlioga y Ga- 
liczie. Vu Budimu, pritizk. z szlovami kraly. nmdrozkupchine 



344 

1790. 8^\ 42 Str. z jeänum tahliczum. — N. Ausg. ehend. 1822. 
8^. 42 str. nehst Tabelle und Inhaltsanzeige. 

d) Flachs und Hanf. 

Vputchenye od lana y honopely ohdelavanya za polyode- 
lavcze. Vu Budimu, stamp. z szlovami hr. mudroshupcliine 1789. 
8". 37 str. y dve tahlicze. 

Navuchanye za obdelavanye Jconoplyi. Vu Budimu szlov. 
hr. mudrozhupch. 1828. 8^. 30 str. 

Bücherverz. der Ofner Univ.-Buchdruck. 1830. Wahrschein- 
lich ein neuer Abdruck der obigen Schrift. 

e) Seidenzucht. 

Kratek navuk, hak dudovo belo drevo zaszadyati, y chervehi 
szvilu delajucM hraniti sze moraju. Vu Zagrehu, po Fahtoru 
Ant. Jandera 1768. 8^. 

Juranic. 

Kar. Szolcnglli Krateh navuh za murve szejati y presza- 
dyati, hah sze szvilni chervi lechi y odhraniti moraju. Vu Za- 
grehu, stamp. pri Ant. Jandera 1771. 8^. 45 str. (Th. M.) 

(Bei Juranic wird der Titel mit andern Worten angegeben.) 

Krateh navuh, poleg hojega najholye heleh murvi drevje 
zadobive sze, ter y szvilni chervi redno hraniti sze mogu, vu dve 
hnige razdelyen, hojega popissal y vuchil je Anton Roman j, cz. 
hr. murvi y szvile Inspektor. Vu Varasdinu, stamp. po Ivanu 
Thom. od Trattneru 1744. 8^. 86 str. (Nemeth Typogr. R. Hung. 
p. 165.) — Eb. 1775. 8''. 82 str. (Th. M., idem Catal.) 

Lndv. Mitterpacliera Navuh od murvi vrednozti y szvilneh 
huhczev hranenya za narodne shole. Vu Budimu, z szlovami hr. 
mudrozhupchine 1804. 8". 52 str. — N. Ausg. ebendas. 1823' 
8'\ 52 Str. 



345 

Das deutsche Original ist: L. Mitterpacher's Unterricht 
über die Maulboerbünmo und Seidenraupenzucht zum Gebrauche 
der Landschulen. Ofen mit k. Univ.-Schriften 1804. 8". 56 S. 

f ) Bienenzucht. 
Od hasznovitoga pcJiel dersanya. MS. 

g) Viehzucht. 

Pav. Iv. Venzcla Bazyovor y navuh od dersanya y hrane- 
nya ovacz, zatem od ohdelavanya diihana. Vti Zagrehi, stamp. 
po Änt. Jandera 1771. 8\ 

Der Vf., ein Böhme, schrieb sein Werk in deutscher Spra- 
che, aus welcher dasselbe ins Kroatische übersetzt wurde. 

Od zherhi y pazJce okol ovecz, hak sze najmre vu dober 
etalish poztaviti y vu tom chuvati mogu. Vu Varasdinu, stamp. 
po Iv. Thom. Trattner 1775. 8". 61 str. 

Knisicza od baratauya z ßnkl van dana po jednom finJco- 
lyuhitelu (Fer. Grofu Ol'sic). Vu Zagrebu, pritizh. vu Novo- 
szclzkoj szlovotizki 1708. S". 36 str. 

h) Kochkunst. 

(Ivana Birlinga) Nova zkupszlosena Zagrebechka szokachka 
kniga vu sheztch razdelyenih, zadersavajucha naredbe 554 jeztvine 
pripravlyati. Vu Zagrebu, vu Novoszelzkoj szlovotizki 1813. 8^. 
213 Str. 

i) Miscellen; Hagelableite r. 

Oglasz gozpodarzki od tuche y ztrel zvoditelov ili odvemi- 
telov, Wirthschaftliche Ankündigung von Hagel- und Blitzablei- 
tern. Agram, bei Jos. Rossy 1825. 8^. 18 str. 

Kroatisch und deutsch, mit einer Abbildung des Hagel- 
ableiters, übersetzt von Thom. Miklousie. 



346 



\n. m e d i c i 11. 

Vrachitel hetegujuche sivine, ili vrachfva za rogatu marJm, 
hernike y mladinu (po Josefi Groficzi Orsilich). Vti Zagrehu 
1772. 8". — 2. Ausg. Vrachitel hetegujuche sivine, to jeszt vrach- 
tva sa rogatu marhu, kermke y mladinu, pervich po J. G. 0. R. 
G. Z. (Joscfl Großci Orsllicb, rodyeni Großcsi Zicliy), vezda jaJco 
p)0 F. G. 0. K. Z. (Fer. Grofu Orsllicll Kanon. Zagreb.) na 
ohchinzhu haszen van dana. Vu Zagreim, vu Novoszehhoj stam- 
parii 1799. 8'\ 130 str. 

Vi. ßapt. LalaugUC Mediana ruralis, iliti vrachtva ladanyzha 
za potrehochu musev y sziromakov Horvatzhoga orszaga y oJcolu 
nyega hlisnesseh mezt. Vu Varasdinu, stamp. po Iv. Thom. 
Trattner (1774?) 1776. <S". 2 Im. 373 str. 

Das J. 1774 finde ich in gedruckten Katalogen; in den 
handschriftlichen Notizen aus Kroatien steht hingegen 1776. 
Allein das J. 1774 scheint unrichtig zu sein; es steht unter der 
Vorrede der Ausg. 1776. Uebersetzer war ohne Zweifel Eageniiis 
Klimpaclier. Vgl. Vorr. S. 13. 

Iv. Bapt. Lalaugiie Krateh navuh od meztrie puphorezne, za 
potrehochu muslceh y szironiasJceh ladanyzJceh sen Horvatzhoga 
orszaga y okolo nyega hlisnesheh ztranJci, na Horvatzki prene- 
shen od P. Evgeuui Klimpacher 0. S. P. Francisci. Vu Zagrehu, 
po Iv. Thom. Trattner 1777. <S". 211 str. 

lo. Bapt. Lalangue Med. Boct. Tractatus de aquis medicatis 
regnorum Groatiae et Slavoniae etc., iliti izpiszavanye vrachtve- 
nih vod Horvatzkoga y Szlavonzkoga orszaga, y od nachina nye 
vsivati za potrehochu lyudi, na Ilorvatzki ohernyeno po P. Eygcn. 
Klinipacher. Vu Zagrehu, stamp. po Iv. Thom. od Trattneru 1779. 
8\ 116 str. 

Leap. Payer Vrach. Varasd. Od krcpozti toplicz Varasd. 
y Krapin. 




447 

Angeblicli kroatisdi und gedruckt, nach Th. MiklouSic 
Izbor Str. 103. 

Fotvcrdyeni nacldni sa vu vodi vtoplyene, zadushene y dru- 
gem nachinom nesrechne lyudi najprilosnesiie pomocln, Icoji na 
poszlusnozt hraly. odluchenya, den 5. Febr. 1779 previszokomtt 
hrnly. vu Vugerzkom orszoffu tolnarha zpraviscliu ätinoga, za 
ohchinzlcn hnszen y znanye razylnshuju szc. Vu Zagrebu, po Jos. 
Kar. Kotsche 1780. 8'\ 28 str. , „,_ 

HI # 

Mich. NeilsUuUcra Kndeh navuk od czeplenya koz kravjeh, 
na Horvatzhl jezih preneshen. Vn Zar/rrhit, vu Nnvoszelzhoj szlo- 
varniczi 1804. 8*\ ' '^ 

Prepiszi za liJcare y ran vrachitele hrdlyeztva VugerzJcoga, 
Icoji czeplenyc Tcravjih koz zvershavati seliju (po Ant. Nagy pre- 
nesheno). Vu Budimu, pritizh. z szJornmi kr. mudrozkupchine 
(1825). 8\ 30 Str. 

Poznanyc kuge chlovechanzke (s. l. et a.) Fol. 1 Bog. 
Von Th. Miklonsic im Auftrage der Behörde übersetzt. 

Padanye marhe rogate odkud hiva y kak sze z tem bara- 
tati mora od Alcxia Polnay, vrachenya marhe navuchitela, izpi- 
szano (s. l. et a.) Fol. 1 Bog. 

Von ebendemselben. 

Kratko kuge marshcclie izpisanye. (Vu Zagrehu, pri Fer. 
Suppan) 1830. Fol. 2 Bl. 
Von ebendemselben. 

Kuge marsheche z drugemi zateplyivemi marhe betegi pri- 
zpodahlyanye. Vu Zagrebu^ prüizk. pri Fer. Suppan 1831. Quer- 
folio. 

Aus dem Lateinischen von ebendemselben. 



348 

NacJdn cliloveka od ztehloga psza, viiJca, machke, hache all 
druge jadovite Btvari ranyenoga szegurno zvrachiti. Vu Zagrebu, 
pritizh. pri Fer. Suppan 1831. Fol. 2 Bl. 

Im Auftrage der Komitatsbehörde aus dem Deutschen 
ausgezogen und übersetzt von Th. Miklonsic. 

Thom. Mikloasic Hausarmeibuch. MS. 



¥111. Jurisprudenz und Polizei. 

1. Civil- und Criminalrecht ; Rechtspflege. 

Decretum, hoteroga ie Verbeivczi Istvan Biacliki popiszal, 
a poterdil gha ie Lafslou, Jcoterie za Mathiafsem Jcral bil, ze 
vfse ghofspode i plemenitih hotieniem, Jcoteri pod Wugherfske 
corune ladanie fslisze, od Ivanassa Pergofsicha na fslovienfski 
ieziJc obernien, stampan v Nedelischu (po Budolfu Hof kalter) 
leto nassegha zvelichenia 1574. Fol. 93 str. 

In der acad. Bibliothek zu Agram. Das Buch ist dem 
Grafen Georg Zrinjski gewidmet. Am Ende steht eine kurze 
Schlussrede des Uebersetzers. Ob der Name des Druckers im 
Buche selbst steht, ist mir nicht bekannt. 

Orszaga deputati na znanye davaju, da komu presheztna 
leta executie ali hrivicze vchinyene bi bile, depidatii Icralyevzhoj 
pritusiti sze imaju. Vu Zagrebu, 12. Febr. 1739. Fol. 

Imbr. Domina Predznanya pravicz szamoszvojneh Viiger- 
ekeh. Vu Zagrebu, z Novoszelzhemi szlovaml 1818. 8". 142 str. 

Imbr. Domlna Dogodozpisz pravicz szamoszvojneh etc. Vu 
Zagrebu, z Novoszelzhemi szlovami 1819. 8^. 190 str. 

Imbr. Domiiia Navuclianyc vu praviczah szamoszvojneh, 
hnige I. stran. I. od Oszob. Vu Zagrebu, z Novoszelzhemi szlo- 
vami 1821. <S". 214 str. — Stran. IL od Oszob ludzkovolnyeh. 



349 

Vu Zagrclu, z szloimmi Ferencza Suppan 1830. S". 162 str. — 
Knigc IL stran. I. od Biigovany. Vu Zagrcbu 1830. 8". 234 str. 
— Knigc IL strani IL odszcJc II. od Pravicze vu dugovanye iz 
nachinov prmashajucheh. Vu Zngrebu 1830. 8". 148 str. 

Durch dieses Originahverk hat sich der Vf. nicht wenig 
ausgezeichnet und um sein Vaterland verdient gemacht. Wegen 
vieler Neuerungen in der Sprache, die man für zu willkürlich 
und zu wenig slawisch hält, scheint indes« das Werk den sonst 
verdienten Beifall nicht zu finden. 



2. Kirchliche Verordnung. 

Fercnt'Z Tauszy Blsh. Zagreb. Vszcm bratom i szinom ztolne 
czirhve Zagreb, ochituje szvetJce, vu kojeh szlobodno je delati ali 
ni. Vu Bechu 1754. Fol. 

Ein anderes slawonisches Buch von demselben Vf. s. in 
der illyrischen Abtheilung. 

3. KriegsartikeL 

Ärtikulushi vojnichJci (s. l. et a.) 4". XX. Cap. 
In der Bibliothek der Acadcmie zu Agram. 

4 Zünfte. 

Naredba obchinzka za ravnanye y obdersavanye tak drusine 
kak gozpodarov^ van dana iz velikoga Zagrcbech. zpravischa leto 

1812. Vu Zagrebu 1812. 

Im Auftrage der Behörde von Th. Miklouslc ins Kroatische 
übersetzt. 

Opchinzke naredbe za zkupchinu y drustvo czehov kralye- 
ztva Vugcrzkoga. Vu Budimu, z kraly. mudrozkupchine szlovami 

1813. Fol. 40 Str. 



:^50 



5. Polizei. 

Limitacsia vsseh ümgovany kupovneh y mesterBkeh posdov 
pri izliadyanyu sJiajnov, Jcoji pod szrehro van dcmi jessu, dan 
15. Martiusha leto 1813 po sslavni Varmedyiji Zagrehech. na- 
redyena. Vu Zagrehu, vii Novosselshoj sdovarniczi 1813. Fol. 
28 Str. 

Navuk od metle ogeny gaszuche (s. l. et a.) Fol. '/•. Bog. 
Von Th. Miklousic im Auftrage der Behörde übersetzt. 

IJL. Tlieolog^ie* 

1. Uebersetzungen der heil. Schrift. 

a) Psalter. 

Arfa Bavidova, to jest Soltari szvetoga piszma poleg Vul- 
gate z ssvojemi za laglye tesessih mezti razmevanye raztolna- 
chenyi, vu domorodni nafs jezik prenesseni po Anlliim YrailicllU 
Flebanuslm na SipJcu Uta 1816. 4". 330 str. 

In der bischöfl. Bibliothek zu Agram handschriftlich vor- 
handen. Der Uebersetzung des Textes sind kurze erläuternde 
Anmerkungen beigefügt. Es ist sehr zu bedauern, dass diese 
Arbeit ungedruckt geblieben ist, und es nun, nach des Ueber- 
setzers Tode, wahrscheinlich lange, wo nicht immer bleiben 
wird. 

b) Hiob. 

Das Buch Hiob, ans dem Latein, ins Kroatische übersetzt 
von Ivan Ncpoiuuk Labasll, vor 1832. Hs. bei Ignas Kristianovic. 

c) Klagelieder J e r e m i a s. 

Flach iliti narekuvanya Jeremie proroha, na Horvatzhi 
jeziJc preneshena po Anuiuii Vranieliii etc. 1820. MS. 
In der bischöfl. l>ibliüthek zu Agram. 



351 



d) Loctionen aus den Episteln und Evangelien. 

Szvcti Evcmr/cliomi , kotercmi szvcta csirkva Zagrebecsha 
Szlovenzha oJcolu (jodisca po ncächje te szvctke sive, z jcdncm 
Icratkem Catcchismusetn, za nevmctelne lyiidi hasznovitem, szve- 
tloga i viszoJcopostiivanoga Gozpodina Petra Petreticsa Bislcupa 
Zagrebecshoga ohlazfjtim i ztroshom i szhvenzJcem szlovom na 
szvetlo van dani, i stampani z dojmscsenjem gormjeh vu Nem- 
skom Ch'üdcze na 1651 lato prl Fcrencze Widman — Stadiuse 
8^. min. 29-\-24-\-319 S., ausserdem Index. 

Vorausgellt „Predgovor" von Bischof P. Petretic auf 29 S., 
und Kalender auf 24 S. , dann folgen „Evangeliomi nedelyni" 
auf 1 — 133 S., „Evangeliomi szvetecsni" auf 134—185 S., Appeu- 
dices, enthaltend „Popevke duhovne" auf 187 — 237 S., „Cate- 
chisraus pueroruni" auf 238— 301 S. und Erklärungen über diese 
Ausgabe, namentlich über die Orthographie, ferner Exorcismen 
beim Nahen des Gewitters, Hagels u. s. w. auf S. 301—319, 
ausserdem noch ein Index. In der Vorrede stehen unter anderem 
auch die Anfangsverse von vier kroatischen Volksliedern. — 
Episteln stehen darin nicht. 

Szveti JtJvangelmmi , koteremi szveta czirkoa katholicska 
Szlovenzko-Horvaczka okolu godiscsa po nedelgah y szvetkeh sive, 
z jcdnem kratkein catechismussem za nevmeielne lyudi liaszno- 
vitem. Vu Chczke Tcrnave 1604. 8". 368 str. 

Catal. Biblioth. Szechdny. T. I. P. I. p. 336. — Bücherver- 
zeichniss der Ofner Univ.-Buchdr. vom J. 1799. — Auch in der 
Bibl. des H. v. Jankovic in Pest ein Ex. — Jordan Orig. slav. 
IV. 118. 

Szveti Evangeliumi za ncdclye y szvctke. Vu Zugrebu 
1694. 8'\ 

Aus Jurani<i's Notaten. Es ist dies vielleicht ein Versehen 
statt der obigen Ausgabe ? 



352 

Ssveti Evangeliumi , s koteremi szl. ztolna czirhva Zagre- 
heclika Szlovenslw - Horvaczka dies leto po nedelyah y szvdheh 
sive. Vu Zagrehu, pri Ivanu Weits 1730. S". 

Aus Juranic's Notaten. 

Ssveti Evangeliumi na vsze nedelye y sBvetke czeloga leta 
za potrebnost szlavne Horvatzhe BisJcupie 2 dvemi pridavhnü na 
Jconczu poztavlyehemi, z dopusclienyem poylavarov. Vu Zagrehu, 
stampane po Ivanu Thomashu plem. od Trattnerov 1778. 8^. 

In dieser Ausg. steht noch fs statt des spätem sh. 

Ohtenya y Evangeliumi na vsze nedelye y szvetJce czeloga 
leta za potrebnozt preszlavne BisJcupie ZagrebecJike, z dopusclie- 
nyem poglavarov. Vu Zagrehu, pritizh. pri Jos. Kar. Kotsche 1787. 

Diese Ausg. besorgte Johann Deveric, Priester der agramer 
Diöcese (st. um das J. 1790). Die erste Abtheilung, enthaltend 
die Lectionen aus den Episteln und Evangelien, wurde zum Ge- 
brauche der Schulen auch besonders, ohne den Anhang von 
Hymnen, Gebeten u. s. w., verkauft. 

Ohtenya y Evangeliumi na vsze nedelye y szvethe czeloga 
leta, za potrehuvanye narodneh sJikol HorvatzJcoga hralyeztva. Vu 
Budimu, z Jcraly. mudrozkupcMne szlovami 1799. 5", 127 str. 

Bücherverzeich. der Ofner Univ.-Buchdruck. vom J. 1830. 

Evangyelye z Episztolami na vsze nedilye i szvetJce vszega 
leta, z popiszanum muhum gospodina nassega Jesussa Kristussa, 
na hatrenye i duhovnu haszan vszim pravovernim Kerschenikom 
Horvaczkoga naroda. Soproni 1806. 8^. 282 str. 

Für die sogenannten Wasserkroaten in Ungarn. — Es sind 
dies wahrscheinlich dieselben Evangelien und Episteln, deren 
Hr. Caplovic, als für die Kroaten in Ungarn gedruckt, in s. Kroa- 
ten und Wenden 1829 S. 26 auf eine sehr unbestimmte Weise 
erwähnt. 



353 

Szvcti Evangoliumi na vsze nodelye y szvetke czeloga leta, 

za potrrhnozt szlnvne Uorvatzhe Bishqnc Zagreheclike ^ z dvemi 

pridarhni nn hmczu pozttivh/rncmi, z flojmsclicnyem poglavarov. 

Vu Zagrcbu, jnitizk. z ztroskom pH Novoszclzkoj szfovotizki 1807. 

S". y257 Str. 

Szveti Evangeliumi nedelyni y szveteclini czeloga Icta za 
potrchuvanye szlnvne Biskupie Zagrcheclike, po zapovedi y ohlazti 
preszvctloga y prepostuvanoga Gozpodina Maximiliana Vcrho- 
vacz Bisknpn Zagrehrchkogn , drugoeh nn szvctlo van dani. Vu 
Zngrchii, pritizk. vu Novoszclzkoj s.~J(>rar))ir,zi IS 79. S'\ 241 sfr. 

Besorgt durch Th. Miklousi«. 

Chtejenya y Evangeliumi na vsze nedelyc y szvetke czeloga 
Icta, z prilosenuni muknm Kristushcvtim y znvjetkom zcztavlyeneh 
Evangcliumov, z miloztivnem Nyih Velichanztva Oz. Kraly. szlo- 
hodnem pritizkanya dopuztrhenyem kak y z privolenyem duhovne 
ohlazti (za skolc Illyrichkc), po Thom. Mikloushicllll. Vn Bechu, 
vu szlovarniczi cz. kr. administraczic skolnch knig prodavanya 
1821. S". 417 Str. 

Von vielen Druckfehlern entstellt. 

Chtejenya y Evangeliumi na vsze nedelye y szvetke czeloga 
leta za potrchuvanye szlavne BisJcupie Zagrehechke, po zapovedi 
y ohlazti preizvish. Gozpodina Alexandra Alagovich Bisk. Za~ 
grehcch. Vu Zagrehu, pritizk. vu Fcrencza Suppan szlovarniczi 
1831. 8*\ 307 Str. 

Der Druck besorgt durcli Th. Mikloaslö. 

e) Die vier Evangelien. 

Die vier Evangelien und die Apostelgeschichte^ kroatisch, 
in der hischöß. Bibliothek zu Agram. Hs. 4^. 007 S. 

Die Handschrift bricht mit dem 22. Cap. der Apostelge- 
schichte ab. Sie wurde von drei verschiedenen Abschreibern 

i^afaflk. Literatnrgeschichtc. II. Band. 23 



354 

geschrieben. Man kennt weder den Namen, noch das Zeitalter 
des Uebersetzers. 

f) Der Brief Pauli an die Philipper. 

Der Brief Pauli an die Philipper, hroatisch von Ivan 
Bliiing. Hs. 

g) Neues Testament. 

Szvcto pissmo Novoga ZaJiona Gozpoda nashego Jesusha 
KristusJia, szada najpervicJi iz DiacJiJcoga na Horvatzki jezik po 
lyailll (JllSZich Reda szv. Benedikta, predi pah szlavne Biskupie 
Zagrehachke Meshniku, prenesheno. Siran I, Evangeliiimi 4^. 
226 Str., Siran. IL Chini apostolzki — Ocliiiuvanye szv. Ivana 
Aposiola. 4", 289 str. Hs. In der hiscMfl. Bibliothek zu Agram. 

Dieses Neue Testament, so wie die obigen Evangelien und 
der Psalter Vranic's scheinen Theile derjenigen Bibelüberset- 
zung zu sein, welche der agramer Bischof Maximilian Verhovac 
beabsichtigte, die aber nicht zu Stande kam. Vgl. Dobrowsky's 
Slowanka I. S. 69. 

h) Ganze Bibel. 

Die heil. Schrift ins Kroatische übersetzt von einem Unge- 
nannten (J. K.) Hs. 1831 ff. 

Der grössere Theil der Uebersetzung ist vollendet; der 
eifrige, hochverdiente Mann arbeitet an der Beendigung seines 
frommen , patriotischen Unternehmens mit rastloser Thätigkeit 
fort. 

2. Gottesdienstliche Bücher, Amtsbticher 
für Seelsorger. 

Job. Biliin^ übersetzte die Messe sowohl nach dem lateini- 
schen, als auch nach dem griechischen Ritus in die kroatische 
Sprache. IIs. 

Kunitsch in der Gartenzeitg. 



S66 

Manuale Confesftariorutn, iliti ruchnn hnisicza epovednikov, 
navlaztito hratinzTceh otczev Marianzheh y Snnßnzkeh hratovddne 
szv. Skapularn y szv. Kordirze iz Zagreha poszlaua od PP. Fran- 
cziskanov. Vu Zagrebu , stamp. po Ivanu Pallas 1726. 8*\ 
269 Str. 

Mannale , to jezt niclma knisicza, iliti kratck navuk ma- 
schcni lajkom alt zhqme hratje za lepeslii na hosjem putu na- 
predck, iz vszakojakeh vnogovredneh y vucheneh szatvoritelyov 
iliti antorov zhipaszpravlyen y izpiszan po vnoffoposht. Otczu 
Koloczani Adainil licda sz?\ Paria pervoga puztchenika etc., potlam 
od posJit. Otcza Bcdekovlcll JoSftfa göre zpomen. reda Deßnitora 
generalskoga preohei-nyen y na szvetlozt dan. U Gradczu 1744. 
8'\ 171 Str. 

iloli. ßirling übersetzte die Gebete, Formeln u. dgl., was die 
Seelsorger bei Kranken und Sterbenden zu beobachten haben. Hs. 
Kunitsch in der Gartenzeitg. 

Ignaczia Kriztianovicha Pomochnik betcgujucheh y vumira- 
jucheh. Vu Zagrebu, pri Ferenczu Suppan 1832. 12^. 251 str. 

3. Glaubenslehre. 

Rlih. ßDChicha Kerztchamki navuk. Vu Nedelischu (zw. 
1564—1574). 

Th. Miklouäic Izbor dugovaiiy str. 83. — Engel II. 148, 
nach M. Keröelic und J. Smendrovic Scriptorum ex regno Sla- 
voniae collectio, Zagr. 1774. 8". — Buöic soll mehrere Bücher 
geschrieben und herausgegeben haben; die zahlreichsten Pro- 
ducte der Buchdruckerei zu NedeliSöe sollen, ausser Verböczy's 
Tripartitum , besonders Katechismen und andere protestantisch- 
theologische Bücher gewesen sein, die hernach verboten und 
ausgerottet wurden , und von denen jetzt in Kroatien nichts 
aufzufinden oder wenigstens nichts zu erfragen ist „Ex hac eadem 
typographia prodivere libri protestantium catechetici et theolo- 

2:r 



356 

gicJ, quidam sine auctoris, quidam vero, nt Michaelis Buöic, cum 
scriptoris nomine." Worte der Coli. Script. 

Jui'j«a Habdeliclia Kergtchanzhi navuk s dogadyaji sz. Pissma 
{um 1674). i^». 

In dem P]x. der agramer Bibliothek fehlt das Titelblatt. 

Ahecsevicm dragem mladem ohodvojega zpola lyudem ha- 
smovita y potrehna Ignaczia Bedekoviclia. 

J. Stulli im Schriftenverzeichniss am Schlüsse des Wörter- 
buches. Nur muthmasslich schliesse ich aus dem Titel, dass es 
kroatisch sei und, nach Art ähnlicher Büchlein, auf einem Blatt 
das Alphabet und dann den Katechismus enthalte. 

Jur. Mnliha Missionarius apostoUM, poszel apostohhi vu 
navuku kerpJchamJcem poztavlyen. Stamp. vu Gollegiumu Zagre- 
bechJcom Tovarustva Jesusli. po Adalh. Wessely 1742. 8^. Dve 
Jenige, 1. Jen. 164 str. y pridan Summarium ptoszla apostolzJcoga 
LXVI. Str., 2. Jen. 641 str. 

In Nemeth's Typogr. R. Hung. wird das Buch so ange- 
führt: G. Mulih S. J. Catechismus croaticus. Zagr. typ. coleg. 
S. J. 1742. 8". 640 pag., summarium LXVI pag. 

Jlir. Muliha SJcola KristusJieva JcerztcJianzJcoga navuJcn ohilno 

puna. Vu Zngrehu, stamp. po Iv. Weitg 1744. 12^. 538 str. 

Boll. MattakOYiclia Kan. Zacheszan. NarucJma Jmisicza na- 
vuJca JccrztcJiauzJcoga vu priliJci razgovora med navuciiitelom 
y vucheniJcom. Vu Zngrehu, pritizJc po Ant. Jandcra 1770. 12'^^. 
312 Str. 

Mali KateJcismus. Vu Zagrehu 1783. 8'\ — N. Ausg. Ka- 
teJcismusJi mali z pHanyi y odgovori, za nqjmensJiu detczu Hor- 
vatzJioga orszaga , Kleiner KatecJiismus. Vu Budimü, pritizJc. 
z Jcraly. mudrozJiupcJnne szlovami 1796. 8". — N. Ausg. Vu, 
Budimu ytd. 1821. 5". 24 str. Stereotyp. 

Seitdem als Schulbuch oft wiederaufgelegt. 



3W 

Menshl KuteJcismus, za navuchanye ladanyzhe decze. Vu 
Zat/rebu, po lo. Thom. Trattncrii 1780. S". — N. Ausg. Kate- 
kismush mcnshi z pitant/i y odyoi-ori za navuchanye ladauyzlie 
detcze Ilorvatzlcoga orszaya. Vu Budimu, prit. z kr. mudrozJmp- 
chine szlovami 1790. 8'\ — N. Ausg. Vu Budimu, ytd. 1825. 
8". 84 Str. 

Oft gedruckt. In dem neuesten ofner Katalog als „Kate- 
kismush szrednyi, Mittlerer Katechismus" angefühlt. 

Velihi Katehismus. Vu Zayrcbu 1783. 8^\ — N. Ausg. 
Katekismush veliki z pitanyi y odgovori za ochitno y poszebm 
navuchanye detcze Horvatzkoga orszaga, z pridatkom od dvore- 
nya pri szvete meshi. Grrosser Katechismus. Vu Budimu, pritizk. 
z kr. mudrozkupchine szlovami 17'J7 (1700). 8^. — 'N. Ausg. 
Vu Budimu ytd. 1817. 8^. 143 str. 

Seitdem mehrmal gedruckt. 

Tahela temelyita katekistnussa, Fol. maj. (vor 1788?) 

Raztolnachenya zverhu vclikoga Katckismusha, iz Joh. Ne- 
pomuk Längs Pfarrer in Marien, na Horvatzki jczih preneshena 
po Jos. El'ü. iMalllliCVlch huly. perveshne skole Zagr. nav. kerztch. 
navuchitclu. Vu Zagrehu, pritizk. vu Novoszclzkoj szlovotizki, pet 
knig, 1706—1802. 8". 1. kn. 1700. 166 str., 2. kn. 1796. 122 
Str., 3. kn. 1707. 180 str. , 4. kn. 1801. 244 str. , o. kn. 1802. 
211 Str. 

.Maxilull. Vcrhovcza Kerztchanshi navuk z nwlitvami (Ca- 
techismus parvus cum precihus pro populo). MS. (Vor 1810 ?) 

Krdtka summa velikoga ohcsinszkoga katekizmusa za ucsnyu 
mläje druzsine gornyih ugr'szki Horvdtov oscbUo zdelan krez 
Laab IVIallliasa Novoszclszkoga Fdmika. Budini, tldcsen zipiszmi 
mudroucsne Fcstlianszke szkupcsine (1804). 8". 10R str. 

Veliki obchinzki Katekismush za gornye Ugrszke Horvate 



358 

ossehite zidelan hrez Laab Malliiaisha NovoszeUhoga Farnihi. Vu 
Budimu, pritizh z kraly. mudrozkupcJdne szhvami (vor 1830). 
8«. 159 Str. 

Vgl. auch Caploviö Croaten und Wenden in Ungern (1829) 
S. 26. — Der eb. S. 27 erwähnte grosse Katechismus von Lang 
wird von dem oben angeführten von Jos. Ern. Matievic wohl 
nicht verschieden sein ? 

Jos. Gyui'kovecllky Izlwd navukov od Boga y vere hatoli- 
chanzJce, za haszen puJca ladanyzhoga. Vu Peshtu, Tvana Tratt- 
nera szhvami 1819. 8^. 119 str. 

Podvuchanya vu najpoglcwitesheh vere iztinah y najoszebi- 
tesheh herztchanzheh dusnostjah , od preizvish. G. Bishipa Ma- 
ximil. Verhovacz od Bakitovcza vszem duJiovnem paztirom 
y oztdlem JcerztcJianzkem ovczam szvojem haldi vu zadnye volye 
odluhi za duhovnoga napreduvanya odvetcJiinu szerdcJieno predana 
(izpiszano xio Tliom. MikioushidlU Fleh. Ztenyevech.) Vu Zagrehu, 
vu Novoszelzhoj szlovarniczi 1822. 8". 694 str. 

Kerztchanzhi navuk, za Franczuzhe BisJcupie naredyen, vu 
Nemshi y Diachhi jezik preneshen, szada po Iguacziii KrlztlailO- 
vlcll vu Horvatzhi ohernyen. Vu Zagrebu, pritizh. pri Ferenczu 
Suppan 1831. S». 

Joll. Bliiiüg übersetzte den Unterricht von der Taufe und 
den übrigen heil. Sacramenten. Hs. 
Kunitsch. 



4. Erklärung der heil. Schrift. 

Jos. Vrachana Razlaganye szveteh Evangeliumov , chetiri 
ztrani. Vu Varasdinu, pritizh. po Ivanu SzangiUu 1823. S". 
1. str. 214 Str., 2 str. 206 str., 3. str. 156 str., 4. str. 203 str. 

Nach den Pericopen für Sonn- und Feiertage des Jahres. 



359 



5. Sittenlehre. 

Kratha ileszet zapovedi hosjeh lyrlpovedanya , po Jakoba 
Lovrenchich na ssvetlo dana, kmsicza 1. Vii Varasdinu, pritizk. 
pri IcanH Szangllla 1825. 8". 111 str. 

Wahrscheinlich aus dem Deutschen. Das 1. Heft umfasst 
bloss die ersten drei Gebote. Der Vf. sagt: „Oztale zapovedi 
z vrenienoni na szvetlo budu izishle , ako se ztroski k rukan» 
dobü." Bis jetzt ist iudcss nichts weiter erschienen. Es kommen 
dai'in auch Verse vor. 



6. Schriften der heil. Väter. 

Tertullian's Werke, kroatisch. 584 S. 
Das Ex. in der Bibliothek der Academie zu Agram ist 
ohne Titelblatt. 



7. Predigten, Homilien. 

a) Einzeln. 

Pavia Chcskovielia Ztolnc Ozirkve Zagr. Kantora Sermo 
funehris , to jezt saloztfw govorenye ttad pokoponi G. Imbriha 
kneza Erdoedia. Vu Zagreim 1690. 4'\ 

Aus Juranic's Notaten. Dies wäre demnach der älteste 
kroatische Druck aus einer agramer Üificin. 

P. Prokopa Szvobode Preporodgeni Cheh , ulit'i szvctozti 
szvetlozt szv. Prokopa, vu domovini Clielia, Krapini napervozta- 
vlyetia 4. JuUusha 1765. Zagnd)iae, typis Franc. Xav. Zerau- 
scheg 1765. 4'\ 29 str. 

Boll. Ad. Kerehclit'ha Najvredneshe ztahwzti pelda G. Jamish 
Btisan, Horvatzkoga Orszaga Vice-Ban, 7, Aprila 1767 vu Za- 
grehu pri Opaticzah zakopan. Vu Zagrebu, stamp. pri Fer. X. 



360 

Zerauscheg 1767. 4'\ — Dusnozti zpunenye proti pohojnomu 
Crrofu Petru Troillu Sermage ytd.^ po vdovi y odvetku nyegovem 
na vekovni gpomeneJc alduvano, y vu farni czirhvi B. D. M. vu 
Ztenyevczu, vu kojoj od 26. Aprila 1771 pochiva, dan anniver- 
sariuma ochivezto vchinyeno leta 1772. Vu Zagrebu, stamp. pri 
Ant Jandera 1772. 4". 

P. Gregura Kapucz. Trojverstna Marie Therezie Rimzhe 
Czeszaricse y Apostolzke Kralyicze hrepozt, vu vremenu mert- 
vechlcoga ohsdusavanya szl. Varmegyie y plem. Magistrata Za- 
greb, dan 16. Prezimcza (Jan.) 1781 vu farni czirhvi sz. MarJca 
vu Zagrebu napervoztavlyena. Vu Zagrebu, pritizkano po Jos. 
Kar. Kotsche 1781. 4". 35 str. 

Fillpa Wohlgemuth ZpomeneJc preizvish. y preszvett. G. 

Grofa Xristofa Orshich od Szlavetich etc., Tcada vu farnoj czirhvi 

. Gornye Ztubicze szvoje proti Otczu pohornozti y lyubavi dusnozt 

preszvetti szini nyegovi zvershili jeszu dan 27. Febr. 1782. Vu 

Zagrebu, pritizh. po J. K, Kotsche 1782. 4^. 34 str. 

Jap. Pandui'icba O. Z. ZpomeneJc clünov y sivlenya preiz- 
vish. y preszvetl. G. Josef a Gallyuffa BisJc. Zagreb, etc., kada 
vu ztolni czirkvi Zagr. dusnozti proti pokojnomu izpunenye po 
szlavnem kaptolomu szvetechno bi sze obszlusavalo den 18. Szu- 
sheza 1786. Vu Zagrebu , pritizk. po Jos. Kar. Kotsche 1786. 
4^ 24 Str. 

Max. Veiiiovacz Rede an die Soldaten vor dem Feldzug. 
Hs. (Bei Kriztianovic). 

Jos. Goi'SCliaka Fleb. Govorenye zarad srechnoga Mantue 
predoblenya dan 25. Augusta 1799. Vu Zagrebu, pri Ant. No- 
voszelu 1799. S". 

Mantue nazad-doblenye, szloseno y alduvano postenyu neo- 
hladanoga viteza etc. B. Faola Kraya Generala etc., recheno 



sei 

dan 18. Au<justussa leto 1799 po Alili.ilii Sziiikovich Pleb. Szvet. 
Iv. Kersst. Vti Zagrebu, priüzic. pri Jus. Kar. Kutsche 1799. 
d'\ 10 stf. 

Diihuvni razyuvor., vchinyen dan 4. Grudna 1803, vu vre- 
mcnu uhszlusavanya pcrvuga ztuletja vpelyanya vu szloh. kr(dy. 
varash Varasdin Guzpc Opaticz Sz. Ursule D. y M. Vu Za- 
grebu, pr'Uizk. po Jos. Kar. Kotsclie 1804. 4". 

loibr. KtIP. Itafl'ay Prudechtvo vu priliki vpelyavanya Redo- 
vnikov od Miloszerdnozti vu obchmzki spitßl ■■ vu Zagrebu dan 
23. Vclikumcshnyaka 1804. Vu Zagrebu, pritizk. vu Novoszelzkoj 
szlovarniczi 1804. 

Jos. Vracliana ProdecMvo na den obszlusavanya zahvahwzti 
Bogu za oszlubudyenye perve glave czirkve Rimzkoga Pape Pi- 
usha VII. dan 8. Majusha 1814 vu farni czirkvi Varasdin. Vu 
Zagrebu, pritizk. vu Novoszelzkoj szlovarniczi 1814. 4^. 13 str. — 
Mertvechko prodeclitvo na den obszlusavanya zpomenka sztnerti 
9. Majusha preminuche izvishene G. Großcze Anne oztavlyene 
vdove G. Grofa Ferencza Draskovich od Trakostajna, rodyene 
Jankovich od Priber, dan 27. Majusha 1823. Vu Varasdinu, 
pritizk vu szlovarniczi Ivana Szangilla 1823. 4". 17 str. 

Petra Zaniclia Mertvechlco prodechtvo na szmertni zponienden 
G. Grofa Ferencza Draskovich od Trakostajna VI. Sejp^. 1817 
obszlusavan. Vu Zagrebu, vu Novoszel. szloo. 1817. 4^. 8 str. 

Jauüslia Clianyi Zpomenck pokojnoga G. Grofa Burthola 
Patachich od Zajezde y Zarand, iz kr. szvetl. Komornika, etola 
Banzkoga priszednika y Varmedyie Posechice Velikoga Supana, 
14. Apr. 1817 obszlusavan. Vu Zagrebu, pritizk. ru Novoszel- 
zkoj szlovotizki 1817. 4°. 15 str. 

Filipa Szilioicez Prodechtvo na dan bluffoszlavlyanya Ka- 
pele sz. Antona na Guscherovczu den 22. Klaszna 1823. Vu 
Zagrebu, pritizk. vu Novoszelzkoj szlovotizki 1823. 4*. 22 str. 



362 

Imbrilia Osegoviclia od Barlahaslievecs Gavorenye na chazt 
y postenye preizvish, preszvetl. y prepost. G. Maximiliana Ver- 
Jiovacz od Batikovecz Bisk. Zagreb., Jcada on dan 1. Prezimcza 
1826 Mashniclitvo petdeszetoga Uta vu ztolni czirhvi Zagreb, je 
ponovil. Vu Zagrebu , pritizJc. vu szlovotizhi Jos. Bossy 1826. 
4". 23 Str. 

Gavorenye duhovno na 1. dan mesz. Proszincza 1826, hada 
preszv. G. Maximilian Verhovacz Bish. Zagreb, etc. , pedeszeto 
leto chazti reda meshniclikoga je obszlusaval , recheno po J. Y. 
K. Z. (Josefn Verhovaczu Kan. Zagreb.) Vu Zagrebu, vu szlovo- 
tizJd Josefa Bossy (1826). 4\ 17 str. 

MertvachJco prodicJitvo na dan obszlusavamja zpomenha 
szmerti preizvish. G. Maximiliana Verhovacz Bish. Zagreb., re- 
cheno po Franyi Xaverlu Luzzieh Jaspristu od Kemleha etc. Vu 
Zagrebu, prit. pri Fer, Suppan (1828). 4". 14 str. 

Ivana Hasicba Prodechtvo na dan blagoszlavlyanya czirJcve 
sz. Imbriha pod hoztel Gradom ytd. Vu Zagrebu, pri F. Sup- 
pan 1831. 4». 14 str. 

b) In Sammlungen. 

Antola Vramcza Prodechtva (zw. 1570—1578). 
Th. MiklouSic Izbor dugovany str. 82. 

lo. Bellozlenecz „Becem sermones, illyrico idiomate, de SS. 
Corpore Christi" (gedrucJd vor 1675). 

Alexius Horanyi Memoria Hungarorum I. 272, wahrschein- 
lich aus F. Orosz Synopsis Annalium FF. Eremitarum Ord. S. 
Pauü P. E. Sopr. 1747. 8**. 

Mihalya Shimuillcha Kan. Zagr. Szlusba Marianzlui, to je 
osem prodeki na oszem szvetkov B. B. M. Vu Zagrebu 1607. 4". 
Aus Juranic's Notaten und Stulli's Verzeichn. 



363 

llihal.va Sliiiiiiiiiiclia Fenix pokore pod krelyutmi miloszer- 
dno(/ff pclikana poc/uüujuchi, tu jezt prodeke nedcli/iie, k zdenczu 
pokore vdbcciu;, za czelo Icto, z ztrosUkom preszvctl. G. Jan. Jos. 
Bahicha, izebranoga Skardonzkoga Biskupa, B. D. M. narodyene 
od Kutycva Opata, cz. kr. szvetl. Tolnachnika, ztolne czirkve 
Zagt: Lcktom y Kan. ztareshega, y preszvetl. G. Biskupa Zagr. 
Stef. Selishevicha etc. vu duliovneh Vikariusha y vszeh duhovneh 
pravdi szudcza najvekshega na szvetlo dana. Vu Zagrebu, stamp. 
1697. 4". 556 str. — Frodeke szvetechne za czelo leto etc. Vu 
Zagrebu, stamp. 1607. 4". 461 str. 

Alihalya Kristoßcba Frodeke szvetechne (vor 1704). 

Ob diese Predigten wirklich im Druck erschienen sind, 
gibt Fr. Orosz in s. Synopsis Annaliuni FF. Ereniitarum Ord. 
S. Pauli P. E., Sopr. 1747. 8". niclit deutlich an. Vgl. Horanyi 
IL 446. 



ISlctaiia Zagrebeza Kapucz. Hrana duhovna ovchicß kerzt- 
chauzkeh, ili prodechtmi za vsze czeloga leta nedelye y szvetke 
(Pabulum spirituale ovium christiauarum, seu conciones in sacra 
evangcUa etc.), vu peteh ztranih 1715 — 1734. 4". — I. stran vu 
Zagrebu, stamp. po Jakobu Wencz. Heywel Orszaga Horvatzkoga 
stamparu 1715. 4". 613 str. (Conciones in Evangelia Domini- 
carum totius anni.) — //. stran Prodeke szvetechne chez vsze 
szvetke Gozponove, B. D. M. y Szvetczev, kojl sze vu Bi^kupii 
Zagreb, obszlusavaju, Vu Klagenfurtu, stamp. po Matth. Klein- 
niayru 1718. 4". 640 str. — ///. stran Razgavori duhovni (ser- 
inones ascetici) y szvetechtta prodechtva. Vu Zagrebu, stamp. po 
Iv. Barth. Pallas 1723. 4". 530 str. — Stran IV. Prodechtva 
nedelyna, y za oszebujne potreboclie. Vu Zagrebu, po Iv. B. 
Pallas 1727. 4». 426 y 172 str. — Stran V. Prodechtva za ne- 
delye Trojachke y zverhu deszet zapovedi bosjeh. Vu Zagrebu, 
stamp. po Iv. Weitz 1734. 4". 336 y 293 str. 

(Iiu Sz^ch^ny'schen Katalog hat der 2. Band die Jahrszahl 
1716. 650 Seit.) 



364 

P. ForliUhltl Svagel Opus seledum conciomim festivalium, 
o-rdinariarmn et extraordinär iarum, in tres Tomos divisum. Za- 
grahiae, typis Franc. Gajet. Haerl 1761 — 1762. 4^. I. Tom. 
391 pag. et Appendix concionum quadrages. 67 pag. , II. Tom. 
209 pag., III. Tom. 458 pag. 

P. Änt. Vieira Pet Kamenov preche Davidove, gtolnacheni 
vu peterem prodechtvu , «> Latinzhoga na Horvatshi jezih pre- 
neslieni po G. Juraju Ressa O. Z. Vu Zagrebu, stamp. pri Fer. 
Xav. Zerauscheg 1764. 4". 237 str. 

Bali. Mattakovich Sermones morales super Dominicis totius 
anni, ex opere Itdlico Jo. B. CampadelU ParocJii Paduani in 
vulgare idioma Croaticum tradudi et in duas partes distributi, 
cum addita croatica in fine institutione moribundorum. Zagra- 
biae, typis Änt. Jandera 1770. 4^. I. Tom. 631 pag., IL Tom. 
517 pag. 

Ivana Muliha Prodechtva hratka y gotova za nedelyne dneve, 
Del I. Od perve nedelye horizmene do trojaclike. Vu Zagrebu, 
po Ivanu Thomashu Trattneru 1782. 8^. Del II. Od perve po 
trojalcih do angelzke, 1784. 8". 

Jos. Hoi'vallia Kratha na zpodobu kerztcJianzJcoga navuJca 
prodecJitva za vsze czeloga leta nedelye y szvetke, iz Jos. Poly- 
Jcarpa ScJdlcher Pleb. vu Laszingi v dolnji Austrii hnyige na 
Horvatzki prenesJiena, chetiri strani. Vu Zagrebu, pritizk vu 
NovoszeUkoj szlovotizki 1796. 8^. 1. Del. 254 str., 2. Del 292 
Str., 3. Del 198 ztr., 4. Del. 207 str. 

J. Caploviö erwähnt es unter den für die Kroaten in Un- 
garn bestimmten Büchern. S. Croaten und Wenden 1829 S. 26. 

Jan. Jur. Hollanda Raztolnachenye Evangeliumov tiede- 
lyneh, kniga chtenya za varaskoga y ladunyzkoga cJdoveka, kak 
takaj za potrebochu duhovneh paztirov etc., iz Nemskoga na Hor- 
vatzki preneshena po Jos. El'U. Alallhievichii, chetiri knige. Vu 



365 

Zagrchu, pritizk. vu Novoszehhoj szlovotizhi 1796—1799. 8". 
/. Del 1796. 240 str., II. Del 1796. 286 str., III. Del 1799. 
262 Str., IV. Del 1799. 2SS sfr. 

Maxim. Chiolicll Kan. Zagreb. Blagorechnik. 
Th. Miklougic Izbor dugovany S. 94. 

Slef Korolia Knn. Zagreh. Prodechtva. MS. 
Ebend. S. 97. 

Maximiliaui Vcrliovacz Dtctiones ei homiliae, latine et croa- 

tice. MS. (ante 1810.) 

P. Benrenilli Orlich Concionrs dominicales, festivales, qua- 
dragesimac et extra ordinariae. MS. 4^. 4 voll. 

Bei den Fraiiciskanern der St. Ladislai Provinz. — Vgl. 
auch Th. Miklouäic Izbor dugovany S. 100. 

Ignaczia KrizUanovicha Blagorcchjn zu c^^c czcloga Uta 
nedelye, na 2 strani razdeli/ena. Vu Zagrefm, pritizJc vu szlovo- 
tizhi Fer. Suppan 18.80. 8'\ 1. Del 300 str., 2. Del 300 str. 

Joll. HirlJDg'S Predigten, melrere Jahrgätigr. I/s. 

Malh. Jandrich's Predigten auf das ganze Jahr. Hs. 
Der Vf. schenkte die Handschrift dem agramer Buchdrucker 
Suppan, die Censur bewilligte inde.ss den Druck nicht. 

Simon Palatin's stinaczcr Pfarradministrators Sonntags- 
predigten, ins Kroatisehe übersetzt. IIs. 

3. Öaploviö Kroaten und Wenden in Ungern 1829. S. 26. 

Thom. Miklonshich'S Predigten auf das ganze JaJir. Hs. 



366 



8. Erbauungsschriften. 

a) Biblische Geschichten und Heiligen-Legenden. 

Zaclwtek liistorie, iliti JcratJci y IcJihek nacMn mlade lyudi 
historie naucJiiti, Icnisicza perva, Jnstwia sz. piszma, od jednoga 
Mashniha. Vu Zagrehu, pri Kajet. Härl 1759. 12''. 1776. 1780. 
8". 94 Str. 

Aus Jiiranic's Notaten und agramer gedr. Katalogen. 

Historia iliti pripovezt szv. piszma ztaroga y novoga zaJcona, 
sa potrrhuvanye narodneJi sJcol Horvntzhoga orszaga. Einleitung 
in die biblische Historie. Vit Budimu , pritizJc. z hraly. mudro- 
zkupchine szlovami 1799. S". — N. Ausg. Vu Budimu ytd. 1816. 
8". 184 Str. 

Als Schulbuch seitdem oft nachgedruckt. 

Joannis Kristolovecz „ Vitae cursus Sanctarum Marthae et 
Magdalenae". Croatice, ante a. 1730. 

Horanyi Memoria Hungarorura II. 447. 

JuP. Milliclia Zahon bratinztva y zavjeteJc sitJca szvetoga 
Isidora y Maricze. Drugoch stampana im Zagrebu po Ivanu 
Veitz 1746. <9". 

Aus Juranic's Notaten. Die erste Ausg. ist mir unbekannt. 

Blasen oga Augustina Gazotti , negda Bishupa Zagrebech- 
koga, sivlenye, po jednem ztolne czirhve Zagreh. Kanoniku (Boll. 
Adama Kerchelichn) vdn dano. Vu Zagrehu, stamp. po Iv. Veitz 
1747. 8\ LXVIII. y 102 str. -'^ ""- 

Das Leben soll eigentlich von Joh. Tomko Marnavic sein 
(Vita b. Augustini Gazotti Patricii Traguriensis ex Ord. Domi- 
nicano, Episcopi Zagrabiensis ac dein Lucerinae, in desselben 
Schriften bei Engel IL 153), und Keröelic es nur übersetzt und 
zum Drucke befördert haben — „sumtus suppeditante Stephano 



36T 

Putz, Episcopo Belgradiensi" sagt Horanyi (II. 828) , der übri- 
gens den Ausdruck „a se concinnatum" davon gebraucht. 

Hilariona (lasparotti Czvet szvetch , ali sivlenye y chini 
szetczev, Jcoji vu nasheni Horvnfzkem y Szlovenzkem Orszcufu 
z veksJmm pohosnoztjnm ohszlusrwnjn sze, chetiri knige. Vu Nem- 
skeni Gradcsn 1751 — 1758. 4*\ 1. Del Szetczev od Prezimezn, 
Szvechna y Shnshcza 976 str., 2. Del Szvetezev Travna, Rosnya- 
kn y Klnsznn 02H fitr., S. Del Szetczev Szerpna, Veliko- 
y Main - Maslmyakn 965 str., 4. Del Szetczev Miholyschahn, 
Vszeszrrtsrhoka y Gntdnn 990 str. 

Nach einer andern Naclnicht erschien der I. Theil zu Grätz 
1752, der 2. eb. 1756, der 3. zu Wien 1761, der 4. eb. in eb. J. 

Lndov. Jacobilli Znvjetck sitka szv. Feliciana Biskupa 
y Muclienika , iz Latinzkoga na Horvatzki jezik preneshen po 
jednom iz Tovamsttm Jesitsh. Vu Zagrebu 1762. 4". 

Aus Juranic's Notaten. 

Al'Senia Gliclia szveteh pasztirov, paztiricz, tesakov y szpo- 
dohneh sivlenye ytd. MS. Fol 1770. Vol. I. p. 182., 11. p. 72. 
In Bibliotheca conventus Caproncensis. 

P. GregllPa Kapucz. Sivlenye Kapuczina iz roda Leslya 
Gfofn, Kalvina iz Skoczie Orszaga , imenom Archangela. MS. 
1799. 

Veszela y zn chteti kruto vugodna pripovezt od pobosne 

y hogabojerhe Rhewnizke Groficze Genoveve na pochetku toga 

ztoletja sivurhe, na Horvatzki ohernyena po Jos. Km. MatthleTi- 
Chü. Vu Zagrclm 1808. 8'\ 95 str. 

b) Eigentliche ascetische Schriften. 

Pervi otcza nashcga Adama greh, y sdloztno po nyetn vsze 
chlovechanike nature pomshenye, ztolmacheno y na kratkom po- 



368 

piszano po Jnrjii HabdelM'lm. Stamp. vu Nemshem Graäcm pri 
odvetku VidmanstadiusJia 1674. 12^\ 1181 str. 

Jnrj. Habdelicha Zerczalo krepoBti B. JD. Marie (um 1674). 
587 Str. 

In dem Ex. der agramer Bibl. geht das Titelblatt ab. — 
Vgl. die illyr. Abth. 

Thomae Kempensis De iniitatione Christi L. IV., a Joanne 
KrlStolOYCCZ croatice editi (Vindohonae 1710). Horanyi IL 447. 
— Tomassa od Kempissa Od naszleduvanya Kristushevoga Jenige 
chetiri. Vu Zagrebu, znovich prestampati vucJiinyene po Cajet. 
Fer. Ilürlu 1760. 8"". 278 str. 

Diese 2. Ausg. ist von Franz Kovacic. S. Th. MiklouSic 
Izbor dugovany str. 98. In welchem Verhältniss dieselbe zur 
1. Ausg. stehe, ob es eine neue Revision des Textes sei etc., 
weiss ich nicht anzugeben. Es scheint jedoch ein blosser Wie- 
derabdruck zu sein. 

Psalterium MarianzM, hojega pohosni szluga Marianzlii 
iz Diachkoga na HorvatzJci jezih je ohcrnul. Vu Zagrebu, stamp. 
1714. 16^. 141 str. (Th. Mildousic). Psalterium Marianzhi, 
Tiojega negda szv. Bonaventura je znashel y zkupazpravil, leto 
pah 1714 jeden pobosni iz Diachlcoga na IIorvatzM je preobcr- 
nul. Vu Zagrebu, stamp. po J. Veitz 1740. 12". 

Aus Juranic's Notaten. 

Stefaua Skvorcza Rachun najhasznoviteshi zverhu preshet- 
noga leta. Vu Zagrebu, pri Ja. Vene. Heyvol 1717. — N. Ausg. 
Rachun leta, znovich prestampan. Vu Zagrebu, po Jos. Kar. 
Kotsche 1796. 8^ 

Aus Juranic's Notaten. 

Stcfana Skvorcza Hasznovito z szlatkem, tojeto lepi hrathi 
navuhi za vszakojachld ztalish. Zagrabiae, typis J. B. Pallas 
1724. 8«. 

Aus Juranic's Notaten. 



369 

Slefaiia Kapucz. Zddnya volya ali protestatia duhovna vu- 
mirajuchif/a. Zagrahiat\ ff/pis Jo. Barthol. Pallas 1723. 
Aus Juianic's Notateu. 

Glanz muchecJiC(/a vu puztchiui, iliti duhovna oszmicza, 
koju za duhovni napredek je popisznl y alduval vszein Redovneni 
y Bogn zagovorncm dushiczam, navlaztito Reda szv. Ferencza, 
jeden ponizen Franciskan. Vu Zagrebu, po Iv. Barth. Pallas 
1724. 8". 324 Str. 

Ivaoa Mlli. Sollnera Put vu nebo po pravoj zpovedi raven 
y po vszagdashnyem premhhlavanyu srechen. Vu Zagrehu , po 
Ivanu Veitz 1734. 12. 

Aus Juranic's Notaten. 

Slef. Fiicllka Historie z kratJceni duhovnem razgovorom od 
poszlednyeh dugovany. Vu Zagrebu, stamp. po Ivanu Veitz 1735. 
12^\ 432 str. — N. Ausg. Historie — dnigi put stampane. Za- 
grabiae, typis heredum Veitz 1753. 12^. (Jurani6). 

Ein Werkchen nach Pater Kochem's Phantasmen , in wel- 
chem Fufcek beweist, dass aus ihm ein Shakespeare hätte werden 
können, wenn er nicht kroatischer Priester geworden wäre. 
Indess bleibt dieses Buch, wenn auch kein ehrwürdiges, doch 
immer sehr merkwürdiges Denkmal der Kunstgriffe der Verfin- 
sterer in Kroatien, deren Wirkung leider noch heutzutage fort- 
lebt. (L. G.) 

Jlll". Mnlllia Zerczalo zpovcdno , vu koje sze je hasznovito 
ogledati lyudcm vszakoga ztalisha y zpola. Vu Zagrehu, stamp. 
1742. 8\ 144 Str. 

Jercm. Soslaiicha Duhovni vonccz. Vu Si>pr<)Hi( 1746. 5". 

Trojverztno szv. zpovedi zercalo. Vu Zagrehu, po Ivanu 
Veitz 1749. 12". 

Aus Juranic's Notaten. 

äafaffk. Literatnrgesdiiohte. U. Band. 24 



370 

KratJca premisJüyavanya sverhu chetireh poszlednyeh chlo- 
veka sa vsmhi den meszecza z LntdmJcoga, Nemskoga , Fran- 
cmshoga y SpanyoWkoga na Horvatslä jesik preneshena za diish 
zvelichenye od jednoga is Tovarustva Jesush. Redovnika, vu 
Zagrehu, Irfo Juhüe^imn 1750. Stomp, pri Ivanu Veitz. 12^. 
84 Str. 

Krateh navuk od ohchinzhoga jubüeuma iliti veszeloga 
szvetoga ohilnoga proschenya. Vu Zagrehu , pri vdovicze Marie 
Anne Veicz 1751. 8". 

Juranic. 

Potreben y krutek navuk od julileuma, kojega sz. Otecz 
Papa Piush VI. za czesz. kraly. Orszage je podelyil, z molit- 
vami navadnemi. Vu Zagrehu, pritizk. vu Novoszelzkoj szlovo- 
tizki 1795. 12'\ 22 str. 

Al'seil. Glicha Put szvetoga krisa. Vu Zagrehu 1752. 12^. 

Ohchinzke miszie pitanya knisieze na tri skole po redu 
razdilyene, kirn szu prüosene jachke y hasznovita naredha od 
kerztchanzkoga nauku etc. , na zapovid Nyihove Exczellenczie 
nashega Biskupa. Vu Sopronu 1759, 12^\ 170 str. 

Für die Ober-Kroaten (Wasser-Kroaten) in Ungarn. In der 
Bibliothek des H. v. Janknvic in Pest. 

Put szvetoga krisa ytd. na horvaczki jezik od jednoga pa- 
tra r. szv. F. prov. horvaczko-kranyszke na szvetlo dan. Vu Za- 
grehu, pri F. X. CzerausJiegu 1765. 

l'clra Bcrke Kinch oszehujni szlavnoga Orszaga Horvatz- 
koga, to jezt chudnovita pripetchenya y oszehujne milosche clm- 
dnovitoga kipa Marie Biztricltkc. Vu Zagrehu, pH Fer. Xav. 
Czerauscheg 1765. 8". 234 str. 

Horanyi N. Meni. I. 768 hat die Jahrszahl 1762. 



371 

Goi*U|)pa Zcrcmlo Murümzko kipa Jem^uletmlcoga vu Kra- 
pitui. Vu Zafjrcbu, pu Äntunu Jnndent fadorii 1708. 8*'. 
Aus Jm-ani6's Notatcn. 

Naniclmu Icnisicxu vechnoyu naklona preszv. oltarzhoga 
Shakramcntüj zu potrchu onch, hoji h rcchcnoj hratovchini zpd- 
daju. Vu Zayrehu, pi'i Julinne vdore Jnndera po Jos. Kotsclic 
1773. 12'\ (S""?) 54 Str. 

Mikulc IMailtichn Fubosna y hratku zu vszaki dan mcszecza 
premishlyacanya, vszem szveto siveti y szrcchno vumrcti sclycchein 
kruto hasznovita. Vu Varasdinu, stamp. pri Iv. Thom. Trattnera 
1775. 12'\ 

Ivana Ploloiuea Vszakdashen szmerti zpomenek. Vu Z'iyrehu^ 
po Ivanu Trattneru 1780. iA^". 
Aus Juranic's Notateii. 

Kratek nachin zvershiti put szv. krisa , kojeyu K. Jesmh 
od dvora Pilattisha do goi'e Kalvarie je vchinil. Vu Zagrcbu 
pritizk. po Jos. Kar. Kotsche 1782. 12^. 36 str. 

Szv. Ferenczu Saleziusha Biskiipa y Herczega Getteven- 
zkoga Filotea, iliti vpelyavanye vu pohosno sivlenye, iz Latin- 
zkoga na Horvatzki jesik ohernyeno (po Boll. Koczianchieha), 
vlaztito za napredek duJiovni szvctzkch lyudi. Vu Zngrebu, stump. 
pri pletn. Tom. Iv. Trattneru 1784. 8". 

In diesem Buche hat der (anonyme) Uebersetzer Kociancic 
in linguistischer Hinsicht das bestmögliche geleistet. Das Buch 
behauptet in der provincial-kroatischen Mundart vor allen übri- 
gen in Prosa den Vorzug. (L. G.) 

J. D. YakasOYicha IViprava h szmerti. U Zagrebu, po Jos. 
Kar. Kotsche 1784. 8". 

Aus Juranic's Notaten. — Ich weiss nicht, ob es zur kroat. 
Abtheilung gehört. 

24* 



372 

(P. Greglira Kapucz.) NehezM paztir pogiihlyenu ovcm 
ische. Vu Optuju, stamp. pri Fet-encm Sclmtzu 1795. 8^. 34 str. 

Vrata nehesha odperta vernomu herztchenizhu , molechemu 
y dusnozti herztcJianske obvershavajuchemu , pervich hers hripne 
molitve, drugich y Tcerz ispunyevanye pravicze JcerztcJianzJce, 
y pobosna chtenya etc., trudom P. Szimeona Knefacz Reda szv. 
Francziskuslia va GziJcleskom szeli otcm duhovnoga. Stampa 
druga popravna y povehshana. Soproni, pri Jos. Ant. Szieszu 
1804. (9^ 441 Str. 

Die 1. Ausg. ist 1800 erschienen. 

Tomasha KempitanzJcoga Reda szv. Augustina Od naszle- 
duvanya Kristushevoga Jenige IV., ke je na HorvatzM jezilc 
preztavil y szvojim zemlyaJcom na vechnu haszan dal Jive Zsig- 
niund Karner Bishipie Jurzhe BezonyzM Farnih va leti 1812 
z dupuscJienyem prepoztavnih. MS. in Fol. 373 pag. 

Handschriftlich in der bischöfl. Bibliothek zu Agrara auf- 
bewahrt. — In der ungarisch-kroatischen Varietät, welche man 
insgemein die wasserkroatische nennt. Die älteren üebersetzungen 
dieses Buches siehe oben. 

Navuk od proztchenya vu obchinzkom y od proztclienya 
obileumzJcoga ili szvetoga leta vu oszebnom, z pridavkom moUtvi^ 
po Tliomashu Miklouslliclm Pleb. Ztenyevech. izpiszan. Vu Za- 
grebu, pritizk. pri Ferenczu Suppan 1826. 12^. 192 str. 

c) Gebetbücher. 

Putni tovarus pervich sada u stampi na svitlo dan i vnogim 
ptobosnim Ijudem na vsivanje i tovaristvo udiljen. Leta 1661. 
V Benetkih pri Babianu, z dopuschenjeni obchinskim. 12^. 
441 Str. 

Kolo 1851. SV. VIII. 131. 

Putni tovarws s vnogimi lipimi novimi i p>obosmnii molit- 
vami iz Nlmskoga na Hervaczki jezik isztomacheu i izpravlcn 
po meni Gro/f Frankopan Calharlui Goszpodina Qroffa Petra 



373 

Zrinszkoga kisnom tovarusm^ szada drugi put tt siatnpi na 
svitlü (lau i vnO(jim pohosnim lyudeni na vsivanjc i tovarlstvo 
vdilyen. Lublani, stroskom Janussa Carla Mally krainske pro- 
vinczie Tcnigarz (sie) 1715. 12^. 314 S. Vorne ein nicht pacji- 
nirter Kaletider. 

Bei Prof. Snpan in Laibach. 

Pohosnozt y hratovchina h szv. Isidoru , podignyena pri 
kapelli szv. Dulia poleg Zayreba, 1672. 8^. 124 str. 

Szohotni Jcinch B. D. Marie, aliti pohosnozt za szohotne 
vszega leta dneve, Icoteru najpe^'vo vszem vernem B. D. M. szhi- 
gam za zvelichenye je popiszal preszvetli G. Eszlerbazy Pavel od 
Galanthe, sz. BimzJcoga Ozeszarztva Herczeg y Vugcrzlcoga Or- 
szaga Palaiinush, vezda pako na Horvatzki jezik vchinila jezt 
prenezti preszvctla y miloztivna Gozpa Maria Magd. Nadasdy 
preszvetl. G. Draskovicha Jamisha vdova. Vu Zngrehn 1696. 
W. 164 Str. (Nach Juraniö 4V 

Flamen pobosnozti proti szv. Ferenczu Xaveriushu , na 
Sßhvenzki Jezik preohernyen po Simonil Jnd. Sidich, Kan. Zagr. 
Vu Zagrehu, 1696. 16". 

Aus Juranic's Notaten. 

JllP. Gyarlchicba Officium ili moUtve od szv. Jurqja., iz 
Diachkoga na Horvatzki jezik preneshene (gedruckt vor 1700). 

Philomela iliti slavichek vu puschini. Vu Zagrehu, stamp. 
po Jakohu Vcnczeslavu Heywel 1720. 4^. 327 str. 

Pohosnozt na vsze hasznocita k szv. Ferenczu Xai^eriu, po 
Jura j II Älulih S. J. Vu Zagrebu, vu coUegiumu Tovarustva Je- 
sushevoga 1739. 12^. — N. Ausg. Pobosnozt — drugoch van 
dana. Vu Zagrebu, pri odvetkih Weitz 1753. 12*'. 

Aus Juranic's Notaten. 

Jura Mllliha Pobosnozt na vsze hasznvvitu k sz. Ferenczu 
Borgia^-hu. Vu Zagrebu , stamp. po Ivanu Weitz 1744. 12^. 
192 Str. 



374 

Jura Mulilia Nebesha hrana, to jezt pohosne moUtve, litanie 
y popevJce. Vu Zagrebu, po Ivanu WeiU 1748. <S". 
Aus Juranic's Notaten. 

P. Lovr. BogOYiclia Bcda ss. Fer. Hisa data, uzidcma pri 
S2. Brigu Kaharie, va hoj sze naJiajaju izihrane molitve, off'i- 
cziumi, litanie, hratinztvo, blagoszlovi, Jcrisni put , ugodne jacsJce 
y zerczdlo k ss. zpovidi. Stampana va leti 1813 (vu Soproni) 
8^. 572 str. — Erste Ausg. Hisa slata, Soproni 1755. 8^. 

Horanyi I. 314. 

P. Lovr. BogOYicha Marianzho csvetche. Soproni 1757. 8^. 
Horanyi 1. c. 

Oodofrida Palkovicha Beda sz. Fer., Duliovna Jciticza, ha 
je na Novom Gradu lipo czvala, ah je vecha zrastla, y z jachha- 
mi nahichena zeleni pri divici Marii. Vu Gyuru (Jaurini) 1758. 
S". — N. Ausg. Soproni 1778. 5*^. 288 str. 

Horanyi H. 3. 

Pobosnozt na postenye sz. Ivana Nepomuczenzhoga. Vu 
Zagrebu, pri Kajet. Uaerl 1762. 12^. 
Aus Juranic's Notaten. 

Krateh navuh od sz. Maslie, hahoti y molitve pod nyum, 
iz hnige tahaj sz. Ferencza Salesiuslia izvadyen. Vu Zagrebu 
1762. 8\ 

Aus Juranic's Notaten. 

Seztnedelyna pobosnozt h sz. Aloysiushu Gonzage iz To- 
varustva Jesusli. Vu Bechu, stanip. leto 1765. 12^\ 48 str. 

Knisicza molitvena. Vu Zagrebu, pri Ant, Jandera v novi 
veszi 1769. 16'\ 

Aus Juranic's Notaten. 

P. Ivana Malilia Hrana nebezha ili molitvena hniga. Vu 
Zagrebu 1777. 8*\ (TU. Mihlousic). — Hrana nebezha vu 



pobosneh molitvah, litaniah y popevkach za haszen vszalmia 

kerztchmiha. Vu Zagrchu 1779. <9". 1815. 8\ (Gedr. Kotnhf/e.J 

Vgl. oben Jur. Muliha Hrana nebezka. Vielleicht dasselbe? 

Molitvena knisicza, vu kojoj zadersavaju sze niolitve juter- 
nye y vecherne z vnogemi litaniami y molitvami tali za sive kak 
za nmtve kruto hasznovitemi etc. Vu Zagrchu 1788. 5". (Gedr, 
Katal.) 

Vgl. oben. 

Kroatische Kircltetigclcte. Agram 1807. 
Dobrowsky's Slowanka I. 253. 

Molitvena knisicza, vu kojoj zadersavaju sze molitve ju- 
ternye y vecherne z vnogemi litaniami y molitvami, koje pri sz. 
Mcshi navadni jeszu. Vu Zagrchu 1826. (Gedr. Katcd.) 

J. Caploviö bemerkt in s. Kroaten und Wenden (1829) 
S. 26, dass die Ober-Kroaten in Ungarn etwa sechserlei Gebet- 
bücher haben, ohne sie näher anzugeben. 

Pohosnozt devet dnevov na postenye sz. Ivana Nepomu- 
czenzkoga. Vu Zagrchu, pri Kar. Kotsche 1781. <9". 
Aus Juranic's Notatcn. 

Vszakoverztna pohosnozti kerztchanzke zvershavanya. Vu 
Zagrchu, vu Novoszelzkoj szlovotizki 1802. 8^. — N. Ausg. 1815. 
N. Ausg. Vu Zagrchu, pritizk. po Fer. Suppan 1830. 8^. 193 str. 

Die zwei letzten Ausgaben besorgte Th. Mlklonsic. 

Molitva zahvahwzti za povernyeno zdravje preszvetl. Gze- 
szarza y Kralya. Vu Varasdinu, z szlovami Ivana Szangilla 
1826. S». 4 Str. 

Ivana Birlinga Molitvena knisicza. MS. 1826. S". 336 str. 

Pohosnozt k hosanzkomu szerdczu Jesusha odkupitcla na- 
shega, kakti zjedincnye z vszemi pravoverniki na duhovnu haszen 
siveh y nwrtveh, z vnogemi szvetemi prozichenyi od ztolicze apo- 
stohke nadclyena ^ vu Rimu Icto 1790 podignyena^ szada po 



376 

czelem kerztchamhem s&vehi ragsJiirjena y vu Horvatzlcem jeziku 
z raztolnachenyem , molitvami y jednem pridavhom na szvetlo 
van dana od preizvish. G. Biskupa Maximiliana Verhovacz. 
PritizJc. vu Zagrehu pH Ferenczu Suppan 1827. 12^. 93 str. 

Th, Miklou§ic trug das Büchlein aus deutschen „libellis 
precatoriis" zusammen, wie es in der Approbation der Censur 
heisst. Joh. Dvojak Can. Zagr. und Karl Radinovic Cooperator 
übersetzten es aus dem Kroatischen ins Illyrische. 

MoUtvena hnisicza za vssakdaslmyu pobosnozt vszakomu 
kerstcJieniJcu zevszema potrehna (po Th. Mikloushichu). Vu Za- 
grehu^ pritizk vu szlovarniczi Fer. Suppan 1828. 12^. 221 str. 

9. Miscellen. 

Regula y testamentum sseraßmJcoga Otcza nasliega sz. Fe- 
rencsa. Stampana vu Zagrehu, pri Iv. Barth. Pallas 1725. 4^. — 
N. Ausg. Vu Zagrehu, pri Kajet. Haerlu 1760. 16^\ 

Aus Juranic's Notaten. 

Jnr. IVfnlilia Zerczalo pravedno , gdi sze ima iztinito izpi- 
szanye, kada, kako y zasJito Gerchkoga zakona lytidi od ztarc 
kerztch. katol. czirkve y od Rimzkoga Pape jeszu odztupüi. Vu 
Zagrehu 1742. S". 

Aus Juranic's Notaten. 

Kratck zavjetek zrokov , koje pred nekulikemi letmi jeden 
vuchen Luteran je szudü zadovolyne, da iz Luterana, Kalviniste 
y vszakoga krivovernika mora Katolik poztati. Vu Zagrehu {um 
1746?) 12\ 

Aus Juranic's Notaten. 

Fer. Jos. Koszcdnara Pltanye k dragem domorodczem szla- 
vneJi orszagov Dalniatinzkoga, Hormtzkoga y Szlavonzkoga : „ Ma- 
gister! quid facienda vitam aeternam possideho?'' Mester! kaj 
szem chinechi, da sitck vekivechni zadohim? MS. 4". 44 str. 

Ohznanenye od hratovchin, s. l. et a. (Zagrahiac, typis 
ifovoszelzk.) Fol. 4. 



Uebersiclit der Schriftsteller. 

(Die mit Cnrüivschrift gedruckte Zahl zeigt die Seite, wo die biographische Notir. zn finden 
ist, die übrigen Zahlen denton die Seiten an, wo des beireffenden ScIiriftatcUers Werke an- 
geführt werden.) ' 



A. Illyrhche Schriftsteller. 



Acimoviö Stjepan. 99. — 156. 
Alberti Maria. 57. — 143. 
Alethv Ivan. 5S. 
Altesti Ivan. 88. — 153. 
Ambrozoviö Ivan. 92. — 116. 
Anöic 0(1. Aniö Ivan. 42. - 208, 

249, 250. 
Aüdriasi od. Andriaäcvic Vitale. 45. 

— 2552, 251. 
Angeli (Do Angclis) Ivo Karlo. 66. 
Anpoli Mihajlo. 50. — 261. 
Anic V. Anf.iö. 
Anonjmus prosb. Diocleas. 1. — 

183. 
Antica Ivan Lnka. 45. — 133. 
Antun znb. Dalmata. 13. — 202, 

200, 210, 211, 212, 2G9. 
Appendini Frano Maria. 92. — 105. 
Aquilini Ignacio. 46. — 2G2. 
Armoluäiö Jakob. 47. — 150. 
Arnold Gjuro. 94. — 148. 
Babi6 Tomo. 52. — 106, 144, 146, 

252. 
Baöi(i Antun. 61. — 229, 242. 
Badri(i Stipan. 57. — 219. 253. 
B&ja Pavao von. 74. 
Bajay Ipnac. 95. — 268. 
Bak§i(i Bogdan. 32. — 248. 
Balaö Vinko 42. — 215. 
Banduloviö Ivan. 26. — 198, 199. 
Banovac Josip. 69. — 236, 266, 266. 
Barakovici Gjurgje. 28. — 125, 167. 

168. 
Bartuöeviö H. 9. 

J. 9. 

Baäie Gjuro. 73. — 236. 

Pctar. 80. — 110, 163, 245, 

257. 
Beliö Juro. 85. — 230. 



Bonoäa Sini. od Stjepo. 17. — 116, 

124. 
Berliö Ign. AI. 99. — 106. 
Bernardin Fra. 1. — 196. 
Bctora Baro 39. — 168, 252. 
Bottondi Damian. 73. — 140. 

Jos. 7.1 — 140. 

Bianchi (Blankovid) Dinko. 53. — 

218. 
Blapoeviö Adam Tad. 76. — 150, 

180, 229. 
Blankovii Nikohi. 40. — 194. 
Bobali gen. Kuko, Frano. 22. — 126. 

MiSotiö, Savino. 19. — 124. 

Bogaäinoviö Petar Toma. 44. — 144, 

168, 262. 
Bogdaniö Danilo Emro. 84. — 182. 
Bona V. Buni<5. 
Bonafiö Jorolim. 70. — 222. 
Bonioelli Lizandro. 72. — 222. 
Boröiö Marin. 86. — 183. 
Borcäic; Marin. 14. — 142. 
Borkovic Jakob. 97. — 239. 
Boäkoviö Pctar. 57. — 136, 146. 
Boäkovira Anica. 68. — 146, 172. 
BoSnjakovic Tadia. 73. 
BoÄin Anton. 49. — 263. 
BraCuljeviö Lovro. 60. — 254. 
Brezovafki Tilus. 91. — 163. 
Bruöre Marco. 97. — 141. 
Bubanovi(i Silvest. 89. . 
Bndina od. Budineus Simun. 18. — 

100, 142, 207, 212, 213. 
Budmani geb. Bogascini, Lukrecia. 

89. — 141. 
Buni6 Julia 10. — 122. 

Ivan 8t. 32. — 131. 

— ml. 51. — 136. 

Luka. 78. — 140. 



25 



378 



Bunie Miho. 10. — 121. 

Miho Matie. 10. — 148. 

Nikola. 40. — 132, 1G7. 

Saro. 41. — 143. 

Buratoviö. 9. 

Bureäiö v. Bore§iö. 

Biu-gadelli. 86. — 205. 

Canavelli v. Kaiiaveliö. 

Carobbi v. Karobbi. 

Casotti Marco de. 99. — 180. 

Cassius V. Kaäiö. 

Caucich v. Kavöiß. 

Cavagnini v. Kavaujin. 

Cemini (Komenius) Jacinto. 34. — 

196. 
Cerva Seratino. 68. — 235. 
Cevapoviö Gergur. 95. — 180. 
Öili6 V. Karaga. 
Clasci V. Klasi6. 
Clescovich v. Kleskoviß. 
Comnenus v. Komneno. 
Cosrao Stiepo. 43. — 194. 
Costa V. Dalla Costa. 
Cubranoviö Andria. 7. — 148, 165. 
Cuglis V. Kuljiz. 
Cveti6 Gjuro. 14. 
Dalla Costa, Angeo. 79. — 195. 
Därzic od. Darza, Gjorgje. Si. — 

117. 

Ivan 32. — 214. 

Marin. 8. — 121, 167, 176. 

De Albis v. Zorauiö. 

De Angelis v. Angeli. 

De Carls Gjuro. 33. 

Dellabella Ardelio. 59. — 109, 233. 

De' Maris Ivan Maria. 91. — 190. 

Dimitriö geb. Betera, Maria. 48. — 

146. 

Niko. 5. — 119, 142. 

Divkovic Matia. 25. — 163, 217, 231, 

246. 
Divniö (Difniko) Petar. 6. — 120. 
Dobretic Marko. 79 — 224. 
Dolci (tSladic) Sebast. 67. — 237. 
Doroti6 Andrija. 93. — 171. 
Dosen Vid. 74. — 150, 158. 
Dragiöevi6 Miho. 79. — 224, 267. 
Drazic Ivan. 51. — 158, 263. 
Dudan Vinko. 49. — 163. 
Dvojak Ivan. 97. — 268. 
Etoroviö Petar. 6. — 120, 171. 
Feri(5 Juro. 84. — 116, 117, 153, 

161. 
Filipovi6 V. Ileldenthal, Adam. 95. 

— 155, 160, 171, 189. 
Jerolim. 64. — 146, 221, 

254. 

gen. Gargiö, Ivan. 49. 

Petar. 64. — 255. 



Fustinioni Franjo. 84. — 230. 
Galjazovic Maria. 8. — 228. 
Garanjin Ivan Luka. 74. — 208. 

237. 
Gärgic Innoc. 62. — 220. 
Gargo iz Varesa. 87. 
Garliciö Ivan. 50. — 218, 
Gaudencio od. Radovciö, Petar. .36. 

215, 249. 
Gazaro vi6 Marin. 30. — 177. 
Georgice viö Atanasio. 31. — 143, 

157, 248. 
Getaldi Frano. 47. — 158. 
Gjamanjiö Rajmundo. 33. — 101, 

232. 
Gianuzzi Dinko. 84. 
Giorgi Bernardiu. 45. — 116, 133. 
Giorgi zub. Giman, Stjepo. 45. — 

144. 
Gjorgjic Ignacio. ,54. — 136, 163, 

244. 

Sisko. 25. — 261. 

Gjurini Josip. 85. — 106. 
Gladiliö Antun. 51. — 163. 
Glaviniö Frano. 23. — 241, 243, 247, 

250. 
Gledjevi6 Antun. 50. — 134, 179. 
Gleg Tiraotej. 53. — 179, 228, 233, 

240. 
Gliubusci V. Ljubuski. 
Gozze V. Guöetiö. 
Grabovac Filip. 63. — 185. 
Gradi od. Gradiö ßasilio. 17. — 245. 

Ignacio. 18. — 124. 

Petar. 18. — 124. 

Gregoriauiß Placido. 10. 
Grisiö Gjuro. 66. — 255. 
Grozdic Mihajlo. 79. — 101. 
Guöetiö od. Gozze Arkangeo. 20. — 

261. 

Jerolim. 33. — 143. 

Ivan. 35. — 178. 

Rafael. 32. — 261. 

gen. ßnndeviseviß, Savko. 24. 

— 177. 

Stjepo. 6. — 165. 

Vinko. 62. — 233. 

Guaduli6 Ivan. 29. — 126, 143, 149, 

162, 172, 177. 

mladji. 53. — 135, 162. 

§isko. 42. — 133. 

Habdeli6 Jure. 37. — 249. 
lladziö Nikola. 98. ~ 180, 188. 
Ilektoreviti v. Etoro^rit. 
Iligja Gjorgje. 89. ~— 142, 156, 175. 
Ilorvat Adalbert. 96. — 239/ 
Ilorvatovi^ Marko Antun. 93. — 154, 

192. 
Jablanczy Ignac. 77. — 190. 



379 



Jaiö Marian. .96. — 148, 188, 243, 

2G0. 
Janöetiö Klemont. 33. — 149. 
Je^iß Ivan Bapt. .94. 
Jozepac Ivo. .99. — 231. 
Jiiraaid Antun. 81. — 226, 267. 
Jnriö IVtär, 73. — 266. 
Juriiic Gjuro. H. 
Ivan Zadranin 4H. — 168. 
Ivaniäevic Ivan. 33. — 128. 
Ivanoäiö Antun. 81. — 147, 151. 
Ivanovit Marko. 93. — 159. 

Tomo. 91. — 187. 

Kaßiö Antun. 60. — 182, 228, 241. 
Kali(i Arkangeo. 80. — 230, 239. 
Kanaveliö Petar. 37. — 131, 167. 
Kaniili(i Antun. 70. — 104, 222, 223, 

255, 2G5. 
Karaga od. Ö\\\6, Luka. 60. 
Karagiö Luka. 66. — 255, 264. 
Karaman Antun Matiasovif^. .'5.7. — 

144. 

Mihü. 02. — 245. 

Karnarutici Bernardin. 18. — 167. 

Kaiobbi Ivan. 85. — 193. 

Ka6i(i Bartuo. 24. — 102, 142, 143, 

198, 202, 206, 214, 241, 243, 

248, 269. 
Kastratoviö Antun. 31. — 128. 
Katancic Matija Petar. 82. — 115, 

141, 152, 187, 205. 
Kavanjiu Jerolim. 48. — 134. 
Kavöiö. 47. — 144. 
Kaznaöic Antun. 99. — 156. 
Kernipotic Joso. 81. — 151, 170. 
Kesic Antun. 200. 

Nikola. 62. — 199, 200. 

Klasiö Matija. 63. — 220. 
Kleäkovic (irisostomo. 63. — 254. 
Kne^eviö Petar. 74. — 164, 165, 

200, 244, 256, 266. 
Knezovi(i Antun Josip. 63. — 164, 

264. 
Kolungjiö Frauo. 91. — 230. 
Komcnius v. Couuui. 
Koinneno Viuko. 30. — 103, 127. 
Komulüviö od Konioli, Li^andro. 18. 

— 212, 246. 
Kordiii Gjuro. 83. - 152. 
Kosmus V. Coanio. 
KrajaöiC Marko. 85. — 152. 
Kraljiö Ivan. 57. — 263. 
Kristicovic Marin. 5. 
Krivonosic' Antun. 31. — 177. 
Krizaui<i (ijuro. 38. — 103. 
Kuljiz Luka. 62. — 233. 
Kuzmic Luka. 32. — 248. 
Lali<^ Frano. 49. — 150. 



Lanoäoviö g en. Gjuriö, Marian. 77. — 

105, 200. 
Lastriö Filip. 62. — 208, 226, 235, 

254. 
LatiniC v. Primovid. 
Lcakoviö Bernardin. 85. — 226, 237. 
Lekusiö Marian. 57. — 252. 
Letuniö Vlaho. 48. — 261. 
Lcvakoviö Rafail. 31. — 100, 149, 

213. 
Lipoveiö Jerolim. 64. — 195, 234, 

237, 264. 
Ljubuäki Lovrjenc. 52. — 106, 146, 

218, 200, 226. 
Loderecker Peter. 107. 
hna\6 Ivan Josip Pavloviö. 80. — 

187, 195, 237, 233, 245, 257. 
Lucio Anuibale. 32. — 128, 178. 
Lukariö gen. Burina, Frano. 15. — 

122. 
Lukiö Marko. 80. — 193. 

ötipan. 96. — 242. 

Lukiniö Uija. 54. — 252. 
Macedoniö Agustin Flavio. 42. — 

144. 
Mai'ukat Petar. 50. — 244. 
Mancinelli Lucido. 33. — 149. 
Mandiö Antun. 89. — 171. 
Mandikiö Petar. 79. — 256. 
Marüi Ivan Petar. 48. — 251. 

— - Nikola. 84. — 168. 
Mareviö Ivan. 87. — 244, 258. 
Marianoviö Stjepan. 98. — 107. 
Mari6 Joso. 98. ~ 156. 
Markovac od. Margitiö, btipan Jaj- 

öanin. 50. — 217, 218, 233. 
Markoviö AmbroÄo. 97. 
Marnaviö Ivan Tomko. 25. — 177. 

213, 243. 
Martini Angeo. 1. — 260. 
Maruli('. Marko. 5. — 162. 
MaiJeroni Tiiomas. 80. — 257. 
Mati6 Ambro^o. 98. — 189. 
Frano. 72. — 256. 

— — Jure. 96. — 181. 
Matieviö Stjepan. 32. — 214. 
Matkoviti Ivan. H3. ~ 194. 
Matovi(i Josip. 77. — 223. 

Mattei (ijaiimaria. 81. — 105, 110, 
244, 257, 266. 

— — Gjuro. 57. — 109. 
Mazaroviii Krist 51. — 228. 
Mazibradiö gen. §uljaga, Marin. 15. 

— 122. 

Oracio. 28. — 126. 

Megiser Jerolim. 24. — 108. 
Mcnze v. Miuöotici. 
Meröeriö Leonardo. 17. — 196. 
Mernjavßiö v. Marnavic^. 



25* 



380 



Mersiö Ivan. 51. — 13B. 

Meznar David. 8G. — 230. 

Mihaliö Antun. 93. — 102, 154, 240. 

Josif Kalas. 93. — 155. 

Mihaljevi6 Mihajlo. 96. — 229. 

Mihaly Antun. 96. — 259. 

Mihiö Josip. Gl. — 14G. 

Mikalja Jakob. 34. — 108. 

Mileti6 Augustin. 93. — 227. 
Milinkoviö Frano. 98. — 155. 

Mihajlo. 77. — 147, 237. 

Miliäi6 Mihajlo. 75. — 140. 
Minöetiö Vladjo st. 38. — 132, 174. 

ml. 63. — IhQ. 

Vlahoviö, Sisko st. 3. — 

118. 

— ml. 38. — 178. 

Miosiö Andria Kaöiö. 69. — 138. 

Pavao. 98. — 206. 

Mulih Juraj. 61. — 219, 221, 252, 

264. 
Nagy Antun. 86. — 153, 185, 191, 

245, 268. 
Naljeäkoviö od. Nale, Bartola. 28. 

Niko. 9. — 121. 

Natali od. Nadali, Jakob. 49. — 

134. 
Natalis Frano. 48. — 150. 
Nenadiö Ivan Antun. 68. — 169, 

223, 256. 
Ninkovic Silvestar. 96. — 238. 
Occhievia v. Lastriö. 
Omuöeviö Öimun. 32. — 248. 
Orbini Marin. 45. — 134. 

Mauro. 23. — 246. 

üstoi<5 Jerolim. 79. 
Palikuda Nikola. 76. — 180. 

Petar. 27. 243. 

Palmotiö Gjöna. 36. — 129, 174. 

Gjorgje. 41. — 133. 

g. Dionoriö, Jakobica. 41. — 

133. 

, Ivan. 30. — 149. 

Papaliö Jerolim. 5. 
Papusliö Antun. 66. — 234. 
ParoJiö J. 9. 

Pataßid Baron Adam. 65. — 111. 
Pauli Matia. 87. — 161. 
Paulovici Bernardin. 63. — 263. 
Paviö Imro. 67. — 140, 160, 170, 
195, 200, 201, 208, 210, 221, 
222, 227, 236, 240, 266. 

Karlo. 90. — 147, 154, 187, 

230, 267. 
Paviöiö Dominik. 67. — 235. 

Nikola. 83. — 152. 

Paviäeviö Josip. 77. — 180. 
Pavlie Bartuo. 98. — 165, 240. 
Pejkid Karst. 52. — 219. 



Persid Frano Niko. 83. — 225, 226. 
Peötaliö Gdrgur. 83. — 185, 257. 
Petroviß Marin. 66. — 234. 

Vinko. 48. — 134. 

Planöiö Jure. 95. — 101, 228. 
Posilovid Pavao. 34. — 248, 249. 
Pozza Mihajlo. 44. — 243. 

Vinko V. Puöiö. 

Primoviö gon. Latiriö, Paskoje. 57. 

— 125, 177. 
Protic. 87. 
Puariö Ante. 67. 

Puöiö gon. Soltan, Vinko. 38. — 178. 
Pustaiß Martin. 92. — 188. 
Quarko Frano Ciprian. 85. — 190. 
Radalja Frano 34. — 178. 
Radio Ludovik. 78. — 256. 
Radinoviö Karlo. 98. -~ 268. 
Radmanoviö Josip. 70. 
Radniö Mihajlo. 44. — 250. 
Radoviiiö v. Gaudencio. 
Raffay Imro Karla. 94. — 231. 
Ranjina Dinko. 16. — 122. 

Martolica. 16. — 160, 

Rapiö Gjorgje. 72. — 160, 236. 
Relkoviö v. Ehrendorf, Josip Stipan. 

86. — 189. 

_ _ Matia Antun, 70. — 

104, 159, 161, 187, 192, 194. 
Resti Gjona. 61. -- 136. 
Riardoviö R. 93. — 259. 
Ricciardi Bernardin. 52. — 150. 
Rosa Stjepan. 64. — 150, 204, 223, 

242. 
Salatiö Bo2o. 80. — 257. 

Ivan. 97. — 141. 240. 

Santiö Matia. 98. — 190. 
Sassio Antun, 33. — 178. 
Sebastianoviß. 94. 
Sertiö Juro. 91. — 226. 
Simunoviö Ivan. 48. — 252, 
Öipu§ Josip. 86, — 192. 
Sladi6 v. Dolci. 
Sorgo Bernardin. 46. — 262. 

Franatica. 75. — 181. 

Pjerko Ignacio. 83. 

— — gen. Franko, Andria, 17. — 

123. 
Squadri Vlaho. 47. — 169. 
Staröeviö Lovro. 37. — 143. 

- — äima. 92. — 107. 

Stipan Istrianin gen, Consul. 13. — 

202, 209, 210, 211, 212, 269. 
Stipanovi6 Karla. 77. — 141, 
Stojanoviö Josip. 85. — 230, 238. 
Stulli Jaöim. 87. — 111. 

Ivan. 90. — 258, 267. 

Luka. 91. — 193. 

gumäiö. 90. — 141. 



381 



Tadianoviö ßla2. 71. — 115. 
Tamparica fJavrilo. 15. — 122. 
Tauszy ]''rano. 67. — 221. 
Telitonoviö Antun. 33. — 262. 
T6r/.i(i Luka. 4.9. — 26S. 
Tomaäeviö. 1. 
TomiC- Frano. 97. — 231. 
Tomikovii^ Li2;andro. 85. — 164, 

185, 2:i8. 
Troäan Simo. 87. — 268. 
Tudisi Marin. 76. — 179. 
Turkoviö Anton Josip. 86. — 152, 

164. 
Valovid Valentine. 28. — 161. 
Velikanoviö Ivan. 78. - 179, 225, 

256. 
Vorantins v. Vranftiö. 
Votraniii p. CavCid, Mavro. 3. — 

118. 
Vidali J. .9. 

Vilov Stipan. 6,9. — 220, 254. 
Vincenz der Bosnier. 19. 
Vitaljiß Andria. 49. — 144, 158. 
Viteleski (Vitellescus) Matia). 48. — 

244. 
Vladimiroviö Jure. 77. — 193. 



Vladimiroviö Luka. 74. — 223, 226, 

256. 
Vlaäiö Josip Antun. 80. — 159. 
Vodopiö Vlalio. 19. — 160. 
Volanti6 Gjanluka. 91. — 237. 
Voltipp Joso. .90. — 114. 
Vranöiß od. Verantfus, Antun. 10. 

— 260, 

. Fauste. 19. — 107. 

Vrinjanin Frano. 97. — 239, 
y\\t\C'. Nikola. S.S. — 258. 
Vulotic Potar. 47. — 163. 
Zamagna v. Gjamanjid. 
Zani6i(-, Ivan. 73. — 1G9. 
Zanotti Ivan. 48. — 175. 
Zboriöid (Zboravöiö, Zboriö) Benko. 

19. — 197. 
Zlataric^ Dinko. 21. — 124. 

Marin. 89. — 172, 181. 

Simun. 28. — 126. 

Zmajevi6 Andria. 35. — 186. 
Zoränic od. De Albis, Petar. 17. — 

171. 
Zoriöi6 Matia. 73. ~ 182, 2B7, 265. 
Znzzori iJornardo. 71. — 237, 265. 

Peäionia. Floria. 23. — 161. 

Pavao. 18. — 231, 246. 



B. Kroatische Schriftsteller. 



Bariöevic Adam Aloys. 293. — 339. 
Bedekovici Ign. 296. — 356. 

Josip. 283. — 355. 

V. Komor, Ludv. 302. — 334. 

Bedenko Iv. Em 304. — 333. 
Belostonoc Ivan. 277. — 312, 362, 
Berko Petor. 286. 
Birlins Ivan. 298. - 345, 354, 366, 

358, 3(i5, 375. 
Bogo-viö liovr. 285. — 374. 
Brezova(M<i Titus. 291. — 329, 330. 
Buöiö Mib. 273. — 355. 
Ceskovic; Pavel. 281. — 359. 
Chanyi (Oanji) Janu§. 299. — 361. 
Chioltch V. Löwensperg, Max. 289. 

— 365. 
Cuöiö Sim. 296. — 321. 
Deverie Ivan. 291. — 352. 
Dianiö For. 296. ~ 340. 
Doinin Imltr. 299. — 848. 
Dulikravici .Für. 304. — 324. 
Fuöek Stef. 283. — 369. 
Galjuf (dallyuff) Jos. 287. 
Gallyutt" Ivan. 283. — 317. 
Gasparotti Ililar. 284, 367. 
Gay Ljudev. 300. — 307, 324, 325. 
Gjuriöi(5 Jur. 281. — 373. 



(Jiurkoveai Jos. 299. — 309, 358. 
Giiö Arscnius. 284. — 367, 370. ' 
Gorsak Jos. 296. — 360. 
Gorupp Mik. 286. — 371. 
Gregur Kapuc. 320, 326, 327, 354, 

360, 367, 272. 
Gusic^ Ivan. 299. — 354. 
Ilabdoliö Jur. 277. — 312, 366, 368. 
lladzic Ivan. 304. ~ 362 
Ilarainuätek Jos. 303. — 325. 
IIorvÄth Jos. 295. — 364. 
Jambresiö Andr. 2S2. — 306, 314, 

315. 316. 
Jaudri6 Mat. 300. — 880, 343, 365. 
JellaCiö Sim. 2»7. — 320. 
Jurjeviö Gabor. 278. — 326. 
Karner Iv. 2igm. 298. — 320, 372. 
Kerßelii^. Bolt. Ad. 283. — 837, 369, 

366. 
Klinipacher Eng. 2iiH. — 346. 
Knofac Sim. 291. — 372. 
Kociande Bolt. 290. ~ 871. 
Korolia Stef. 2.97. — 865. 
Koritici v. Mrazovec Fer. X. — 301. 

319, 323, 328. 
Kornig Franz. ^5. — 308. 
KoäCak Tom. 303. — 306, 317. 



382 



Kosednar Fer. Jos. 891. — 3U, 376. 
Kovaöi6 Fer. 285. — 368. 
Kristianoviö Ign. 301. — 333, 839, 

342, 355, 365. 
Kristotiö Mih. 2S1. — 363. 
Kristolovec Ivan. 281. — 366, 368. 
Krizmani^ Iv. 303. — 327, 328, 332. 
Kundek Jos. 304. — 325. 
Kvaternik Jos. Rom. 301. ~ 323, 

341. 
Laab Mat. 302. — 357. 
Labaä Iv. Np. 304. — 350. 
Lalangue Iv. 288. — 343. 346. 
Lopaäie Imb. 298. — 322. 
Lovrenöic Jak. 300. — 330, 332, 

334, 339, 359. 

Mik. 286. — 337. 

Luöiö Fer. X. 303. — 362. 
Magdaleniö Mat. 277. — 326. 
Malevac Gergur. 290. 
Marakoviö Mik. 304. — 318, 325. 
Mario Iv. 304. — 325, 340. 
Matakovi6 Bolt. 286. — 356, 364. 
Matieviö Jos. Ern. 287. — 309, 311, 

357, 364, 367. 
Mihanoviö Ant. 300. — 334. 
Miklou§i(i Tom. 294. — 316, 318. 

321, 329, 330, 335, 342, 343, 
345, 347, 348, 349, 350, 353, 

358, 365, 372, 376. 
Milaginovic Fer. 304. — 325. 
Mulih Jur. 283. — 319, 356, 366, 

369, 373, 374, 376. 

Ivan. 289. — 364. 

Nagy Ant. 298. — 342, 347. 
Orliö Benven. 303. — 365. 
Oräiö Graf Fer. 296. — 345. 

Glin. Josefa. 2S8. — 346. 

Ozegoviö Imbr. 302. — 362. 
Palatin Sim. 302. — 310, 327, 365. 
Palkoviö Godof. 285. — 374. 
Panduriö Jur. 291. — 360. 
Pavliniö Jur. 300 — 332, 333. 
Payer Leop. 297. — 346, 
Pazy Ivan. 287. 
Pergoäiö Janus. 275. — 348. 
Plantiö Mik. 2S8. — 371. 



Pomey Fr. 317. 

Raffay Imbr. Kar. 298, 361. 

Stef. 283. — 337. 

Rakovec Kar. 304. ~ 325, 382. 

Res Jur. 286. 

Ritter Pav. g. Vitezoviö. 279. — 307, 

312, 326, 327, 334, 336, 341. 
Rizmann Jos. 302. — 323. 
Romani Ant. 288. 
Ro^iö (Rosich) Ant. 299. — 310,333, 

338, 339, 342. 
Saboloviö Mart. 295. 
Sever Jos. 300. — 338. 
Sidiö Sim. Jud. 281. — 373. 
Silobod Mih. g. Bol§ic. 285. — 333. 
X 340. 

Simuniö Mih. 281. — 362, 363. 
Sinkoviß Mih. 296. — 361. 
§kvorc Stef. 282. — 368. 
Smolec Filip. 3m. — 361. 
§o§tari6 Jerem. 283. — 369. 
Sottner Ivan Mih. 282. —■ 369. 
Stefan g. Zagrebec. 282. — 363, 369. 
Stivaliö Mih. 297. — 343. 
Stoos Pavel. 304. — 324. 
Susnik Ferenc. 282. — 314. 
Övagel Fortun. 286. — 364. 
Svoboda Prok. 286. — 359. 
Szent-Martony Ign. 290. — 308. 
Szolenghi Kar. 287. — 344. 
Tauszy Ferenc. 285. — 349. 
TustiC Jak. 297. — 321. 
Venzel Pav. Iv. 345. 
V6rhovec Maxim. 291. — 323, 357, 

360, 365. 
Verovec Jos. 302. — 362. 
Vitezoviö v. Ritter. 
Vitkoviö Ivan. 289. — 308. 
Vory Imbrik. 298. — 317. 
Vraßan Jos. 299. — 325, 330, 358, 

361. 
Vramec Ant. 275. — 335. 362. 
Vrani6 Ant. 296. — 340, 350. 
Vukasoviö Iv. Dinko. 290. — 371. 
Wohlgemuth Filip. 290. — 360. 
Zaniö (Zanich) Peter. 299. — 361. 
Zrinjski Graf Peter. 276. — 372. 



Verbesserungen. 



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„ 219 „ 1 von unten Badrchu = BacViohu. 

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„ 325 „ 8 „ .Tos. Maricha = Ivana Maricha. 

„ .329 „12 „ Brzeovachky = Brezovacliky. 

„ 347 Statt 447. 



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Z Safarik, Pavel Jozef 
2957 Geschichte 
G733 



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