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Full text of "Geschichte der mineralogie. Von 1650-1860"

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©efi^ti^te 



H)iffen|cl)cpen in Hetttfdjlcni). 



■gleuere |eii. 

3»eitcr Sanb. 
(Befd)id)U )ec iKtnerologic. 




AUF TEBANLASSIING 

ÜNDUT 

QNTBRSrOnUNQ 

SEINBE VAJSSTilT 



IIERAÜSOSOEBEN 

DÜKCH DTE 

HiarORISCHB COHMISSION 

BE[ DER 

KÜNJOU ACADBMU DER 

WISSENSCHAFTEN. 



Jlnndita. 



©ef^iditc 



ü i n e r c l o g i t 



$on 1650—1860. 



4aa^ «M finbeU. 



Stil 50 $Dl|fi^ittni rnib tinn lit^ogroti^iTlni JJifrL 



AUF TKRASUSBUNO 
DNDHIT 

OMTUsrOninn} 

8K1NIR MUWllT 

DBS lÖHiee VON BAYEUN 

NAXJHIUAN II. 




HBIUUeOE6EBBH 

'dübch du 

-»^-Il'/jN^ HIBTOEBCHS COKMISSION 
BEI DIU, 
lÖHIOL ACADBHIl DER 

wiBsrasCHAm». 



Sttrrarif<4<artiftifi^r flnttalt 

ber 3. @. eotlafc^en eu^l^anblung. 

1864. 




Ol 

V. 1 



BiMtktiifrtrI kn 3. S SolUf^cn I)it4i«)iHiin| <n Slullgorl nnb fliitUurR. 



yiknn mm ben 3ttß<(nb ber äRineralogie \>ox l^unbert Salären 
nttt ifyctm gegenkoärtigen iDergleici^t/ fo mug man über bie gott^ 
fd^ritte Raunen, \DeUI9e biefe ä8iffenf<i^ft in fo hti^ 3^^^ ge? 
ma^ fyA. Sit ber Xl^t finb fie in folil^ Seife gebiel^en^ bd§ 
{t<^ oDm&lflig mel^rere Sßiffenfd^ften au^ebilbet l^aben unb felbft^ 
fifinbig betoegen, tt>el<^e :^^Kt^tt i^^ äßineralogte )9ereinigt 
leidet jtt fiberfd^uen toar^;^* o^j^i^T^e^egen , toeil fte nur im 
Keime oor^nben. Sie ^(bySM^^ @teelogie unb ^Ifiontologie 
mu|ten t)on i^r olgef onbei*t^ »)brijy£^ ttiä) bie tl^eoretif d^ Jtr^flaQo^ 
gra^ie unb StV9fla1bf^\^fa ftnb: 9kf^ ald eigeittl^umli^e äBiffeti:: 
fd^dften an^ufel^eit/ betten fogor »ieber eine XJ^eilung bet^orflel^t 
9lit get^eilter SIrbeit beginnt bie Sndbilbung ber SBiffenfi^aft 
unb geübte Xrbeit ruft fie auf jjeber 6tttfe il^eiS Sefiel^end ^ 
wc; jeber %^, toeld^ ber load^fenbe ^um aui^fenbet, toirb jum 
neuen Stamme unb erf orbert feine piege unb ber einzelne SKenf <^ 
ifl nid^t i9enn&genb, fflr eine fold^ überall mit gleid^er Jlraft 
tl^fitig jtt fe^« SESenn bol^ ein eifriger ®elel^rter ' audruft, um 
mieiriel fd^neOer bie SRineroIogie ftd^ geloben l^fitte, ^toenn ^au^'d 

1 (i, g. 9lamineU(er0, ^nbftud^ ber a)?ineral(^emte, @. XIX. 



VI SBottoort. 

{rpflaOogtap^ifd^ed 9Biffen.unb ftlaprot^^ d^emifd^e ©efd^Iic^^ 
feit in einer 5ßerfcn vereinigt getoefen »ären!" fo ift biefer 
9(udnif an ftd^ gerechtfertigt' unb tpäre e& an^ toenn man ju 
^autf nnb illaprotl^ nod^ Sretofler, 93iot^ ^araba^ unb 
anbere befannte Stotabilitäten incot))oriren tooUtt, eine Bereini- 
gung biefer 8Crt toirb ober niemafö toorfommen. 6i^ ifl baffir 
geforgt^ fagt bad ©prid^mort^ bajs bie Säume nt<^t in ben ^intntel 
iDad^fen unb ed ifl bie ben SRenfd^en \m ben Räumen jugenteffene 
3eit be« »eftel^eni^, toeld^e bei biefer ©ef orgung »altet, ganj 
abgefel^en wn ber äJertl^eilung ber 2;alente. 2)ie 9lrbeiten ^Aup'd 
erforberten bantafö^ ali er mit i^nen tl^ätig UMir^ ein ganje^ 
äRenfd^leben unb bie arbeiten Alaprotl^i» nid^t miitber unb 
bie ganje $^9fil unb bie gange Sl^emie umfagt fein einzelner 
9Dtenfd^ unb n)irb fte um fo weniger umfaffen^ ald V^ SBeretd^ 
fid^ auiSbe^nt unb bie ^orfd^ung tiefer ju gelten beginnt. 

9Senn fo einerfeiti^ ))a^ S^ialftubium in einjelnen 9ttd^^ 
tungen aü natflrlid^ unb notl^toenbig. anjuerfennen ^ unb Mnn 
e« toie bie Oefd^d^te lel^tt, bie frud^barflen Slefnltate liefert unb 
geliefert l&at, fo ifl bie «erbinbuiig "biefer Slefultate, bie SBer= 
menbung bed gemonnenen äRateriald fflr bie Sert)onftdnbigung 
unb ©loeiterung ber SBiffenfd^ft aBerbing« nid^t minber bead^ten«- 
koert^. 9Bad an ©efe^en unb ^tfad^n burd^ bie @peciaIforfd^ung 
erfannt unb überliefert ifl, mu§ ju biefet SerboDflönbigung bie* 
nen unb in fold^er aBrife mag ein fönftiger aMineraloge too^I 
bon SKittern für feine SBiffenfd^aft antt>enbung mad^, meiere 
jur Seit nur angebeutet ober aud^ ganj unbefanht ftnb. ^reilid^ 
klängt äffe« biefe« mit bem ©egriffe unb mit ben ©ränjen ju» 
fammen^ n^eld^e man über bie äRineratogie feßfleOen h)ill unb 
barin gingen bie 3Reinungen bid in bie ©egenmart nod^ au^: 
einanber. 



3Ran M ^ f^^^^ ^ii ^fUmmungen baruber nid^t (efon- . 
betd itnau genommen unb }iemU^ iffitlltür malten (off^n; erft 
Wo](^d ifl auf eine n&^xt Unterfud^ung eingegangen/ toeldi^e 
©genfd^ften ber 9RineraIim fo }n fogen aU mtneralogifd^an^ 
}ttfel^ fe^en unb koeld^ nid^t^ unb ^t batin eine 9(naIogie mit 
ber Sotanil unb.3o^ogie ongeflrebt. X)anad^ märe bie äRinerat 
p^t^fif ber ®egenßanb ber äRineroIogie. S)iefe 9(nftd^t l^tte a\i& 
oQerlei ^tboren unb unl^Itbaren ©nlnben il^e älnl^nger unb 
loenn fte in mand^er Scgiei^ung baiS ^ortf^reiten ber äRineroIogie 
It^tnberte/ fo nfi^te fte anbererfeitd boburd^, bag fie bie £eifhingen 
ber geringen bon i|r gem&l^lten SRittel mdgUd^fl ju fieigem unb 
att^ttbeuten fud^te^ biefe äRittel olfo aud^ genauer erforfd^te ate 
ed gefd^el^ märe, im f^aKe man il^nen nid^t ben l^ol^ äßertl^ 
}tterlannt l^&tte, mie fBto^i ed getl^an 1^. äBie an Wiem, mad 
bie SRenfd^ treiben^ i^ @d^mfid^ 9(ntl^il nel^men, fo gefd^l^ 
ed aud^ \)Ux, bag mand^ gorfd^ oon ber 9R(^'fd^en Xutorit&t 
befangen unb dngefd^d^tert bie befferen UeberjeugungeU/ bie fie 
getoonnen ffotUn, nid^t }u &ugem toagten unb bag nur bie über^^ 
rafd^enben Setfhtngen ber Stegenpartei^ meldte oud^ boi» d^emifd^e 
S^en ber SRinerolien ate jur äRineralogie gel^örig be^eid^neten, 
eine aDmä^Iige Einigung }u @tanbe brad^ten, unb enblid^ üon 
ber ^SUfyxtayi ber SRineralogen anerlannt murbe^ bag bie Srf orfi^ung 
bed ganjen äBefend eined äRineral^^ fomol^I P^pfi^^ ol^ d^ifd^ 
betrad^tet^ ®egenfknb ber SKineroIogie fe^n muffe. S)iefer SSe^ 
griff ifl ottd^ fär bie gegenm&rtige @efd^i<^te feflgel^Ktlten morben. 

9kim man, nad^ ben Urfad(ien frfigt/ mar um bie 3Rinera^ 
logie in früher 3^ fo menig Xudbilbung gefunben ^, fo 
liegen fte nid^ ttm barin^ ba^ nur menige ^orfd^er {td^ mit iift 
befaßt litten , fte liegen jum X^ in ber f e^lenben Sntmicflung 
ber $ilfta>if{enfd^aften unb grogentl^ in ber Sigentl^mlid^Ieit 



bed @egenflanbed felbfl, in bent llmflonbe^ bag unj( bte nttoxqcu^ 
ni^äft fftatax nid^t mtAnt 3nbh)ibuen btrtet^ nrte bk orgonifd^/ 
fonbetn ba^ biefe immer ald Sggtegate erfd^einen^ U)o ed batm 
»0^1 gefii^iel^t^ ba§ baS älggtegat bie $orm bed ^nbiüibunmi» 
thmfcSÜ barfteDt^ aber biel öfter nod^/ baf bad Snbiüibiittm burd^ 
bie Xggregation ganj unlenntlid^ gemad^t iDirb. Z)a in ^I^e 
biefed SBerl^öItniffed biefelben itr^ftoOf ormen ^ namentlid^ Sombi:: 
naüonm, ba^ allen)erfd^iebenfle Snfel^en gemitinen lünnm, fo ifl 
begreiflid^^ bajs man lan^eStit ein 9lormaIbiIb nid^t l^erau^it? 
finben t)ermod^te unb ba§ erft burd^ SBergletd^ung bieler Sttp^aOe 
berfelben Sfet erfannt »urbe, toie bie fid^ jeigenben Serfd^iebem 
leiten ju beuten fei^n^ bis enblid^ bod äBinfelmeffen biefe S)eutung 
flberaQ erleid^terte unb möglid^ mad^te. @d jeigt fi<^ ^ier^ toad 
aud^ anbern^drtS gilt^ ba^ bie Srfinbung eined geeigneten ^nfteu? 
menteiB^ toeld^ed bad Vermögen unferer @inne fteigert nnb bie 
93eobad^tung fidler mad^t^ oft t)on größerer SBid^tigleit ifl^ afö 
mand^ nod^ fo fd^rfftnnige ©peoilation^ unb U)enn mm ba^ 
erfle Goniometer 'betrad^tet^ fo n)irb man unmiOfärlid^ an bod 
@i be^ (Solumbu^ erinnert^ beim mie einfad^ unb nal^Iiegenb bie 
Sonftruftion jened S^fhumented aud^ ifi, fo f)at ed bod^ über 
l^nbert ^a^xe gebauert^ feit man ftd^ mit Jtn^flallen befd^ftigte^ 
iü^ e& erfunben nmrbe. — &a anberer tlebelflanb mar^ ba§ man 
ben Segriff ber Slineralogie }u meit audgebel^nt f)attt unb bag 
bte l^errfd^enbe ^ol^l^florie überhaupt nid^t geeignet- fe^n !onnte^ 
ein grflnblid^ed SSiffen bormdrtd }u bringen; baju lam ein b«$ 
itC^ torige ;3[a]^]^unbert unb nod^ in'd gegenwärtige ftd^ l^tnein- 
}ie]^nbed ^l^ilof op^iren aber bie 9latur o^ne genflgenbe Saftd iMm 
Srfal^rungeUy unb ein feltfamed 9tid^bead^ten mand^r bereits tt^ 
(onnten Si^tfad^n unb Unterfud^ungdmetl^oben^ toeli^ geeignet 
geh)efen m&ren^ bie äBiffenfd^aft }U l^ben. @o l^ätte man bon 



ber Xrt, mie dtadmud eartl^otin 1670 benSakit unb 9tty^ 
bert Soi^le 1680 bte (Sbelfieine tinterfiid^te^ x>iü Urnen Unnm 
itnb tofiren bergfeU^ Qntecfud^ungen auf alle SBttneralien auiSc: 
gebel^ tootben^ fo wOxe bie aRineralogie toieBeui^t fd^on l^unbert 
^äfyce ftUfet auf bie Stufe gelomnten^ tDie fte 993 aller iud 
flberlteferte. 

®8 l^ot fi^ femer ju jeber B^t geneigt^ tt)ie tDol^l einjelnen 
^orfd^ent ein unbefangener fd^rfer Süd unb eine @a6e für Hare 
5Darf)eEung julommt^ anbem ober )um ^emmnig bed gortfdJMritteS 
ein nod^ grAgereiS 3^lent Mrliel^ ifl^ bai^ (Sinfod^fte mfiglid^fl 
complicirt tt){ebequgeben unb @d^ierigteiten aQer Srt ^u feigen 
unb ju f4<iffen, too gar leine )>orl^anben finb. 

CnbUd^ ifl bobei J^otjul^eben^ ba§ ed aud^ an geeigneten 
äRüteln SU gegenfeitiger aRitt^(ung fehlte. (MOfttt ©efeDfö^f^ 
ten, todi^ @d^riften ))ublictrten, reid^en jmar bid in bie äRitte 
bei» 17. 3a]^]^unbertö l^nauf, fo bie Ifiniglid^ ©orietAt ber SSifien^ 
fd^ften )u £onbon (1645), bie toiferlid^e (Seot>olb. SaroL) 3(fa^ 
bemie ber SRaturforfd^ (1652), bie 9Uabemie ber äBiffenfd^ften 
}u ^rid (1666), )U Sertin (1700), ju ^eterdburg (1725), }u 
@todl^Im (1739), JU aRilnd^en (1759) u. f. f., bie nteifien 3our« 
nole aber, toeU^ ben f erneueren Serle^r t)ennitteln, entfknben 
erft in ben ft^jiger Solaren bed vorigen ^al^unbertö, fo ba& 
Journal de phyaique, de ehimie, d'hiatoire Batnrelle et des 
arts wa 9b))ier, 9)elantetl^erie k. (1771), bie Smtmale unb 
annaien tm <EreO (1778, 1781, 1784), baS Journal ber p^^ftl 
toon 0ren (1790), ha& Journal des Mines (1794), bad aRaga}in 
fflr ben neuefien di^^^ ^ 9laturfunbe t>on Soigt (1797), bie 
Sbinalen ton @i(bert (1799), ebenfo bod aSgemeine Soumd ber 
G^ie ben @^eerer u. f. to. 

6eit bem Seginn unfered ^äfytpwKitext& getoann bie gauje 



9Biffenfd^aft ein ))er£nberted Snfel^en ; m man frfi^er mit einer 
qualitatit^en Prüfung jnfneben nxir^ too ein ®Ieid^ unb Ungleiii^ 
}ut e^ToEtetiftil genagt ^atte^ ba tsyuxte nun ani^ boiS quanti- 
tattoe Serliiältnig in'd 9ltige gefaxt unb ein äRaa^ob ongelegt, 
um tpo mdgli<^ bie äSertl^ ber S)ifferen)en naif Soii/Un jn be? 
ftimmen. @o mußten neue SSkil^ri^eiten erlannt lüerben^ todöft 
bei ber frttl^eren Xrt bed ©tubiuntö ftetd verborgen geblieben 
to&xm, ed mußten (8efe|e jn Za%t fommen^ toeUfe nun pü^i^ 
bie 9latl^fel lösten / an benen fid^ bergebeniS bie genialsten aSfinner 
ber t>ergangenen 3^ten terfud^ ^tten. (BlUUfytooffI gefialten ft(J^ 
bobei immer mieber neue 9(ufgaben^ »eU^e mm Ungfi für ab^ 
gemad^t l^ielt ober an bie man gar ni<^t badete ^ unb iDenn und 
aud^ gettnffe Xl^atfai^en niemals genommen loerben {tonen nnb 
fid^ ate conßante ®runb))feiler jum toiffenfd^ftlid^ Sau be^ 
toäffven, fo ifl ber 8au felbfl, foioeit bie 2^eorie il^n ffll^ren muja^ 
nod^ ni<^t ber %xt, bag nid^t )H>rau^ufe]^ Mxt, er toerbe nixb 
gar biele unb mannigfad^ Sbdnberungen edieiben. SOd man bei 
üerfd^iebenen Subfianjen in ber großen klaffe ber fog. monoo^en 
Ar^fkQe k)erf(l^id)ene formen exlanvtt, toax niift& natftrlid[^er, 
aU biefed Serl^Itnig ilberl^aupt fel^ natflrlid^ )u ftnben, ald man 
nun bei Mrfd^i^enen SRifd^ngen biefelbe $orm fanb unb be^ 
merfte^ bag gettHffe 99tifd^ungdt^(e für einanber eintreten^ ol^ne 
baS aSgeateine SKifd^ungdgefeg su berinbem, nnir toieber gan} 
natftrlid^^ bag man fflr biefe äRifd^ungdtl^e eine analoge Qu^ 
fammenfe|ung annal^ unb ba§ bafflr ate SetoeiS ber Umftanb 
begräbt lourbe^ bag biele berfelben gleid^e Ar^fiaDifotion jeigten^ 
toenn fte ifolirt im {r^ftoSifirten S^flanbe üorfamen; ba ergaben 
nun aber bie n)eiteren ttnterfud^ungen, bag nid^t nur gai^ oer^ 
fd^iebene (nid^t blog relativ berfd^iebene) 3Rifd^ungen biefelbe 
itr^ftoSform ^oben fönnen^ fonbem bag au<^ ibentifd^ 9Rif dangen 



fe^ 4}erf<^iebene in ^at feiiutn 3ttf<^ntmen]^ang flel^enbe $or^ 
meit }it!ommeR. Wt bet erßeren Zffat^^e toax bie frfii^ere 
fd^bor gefeilte ^rbemng analoger d^ifci^ Qxt\ammen^ 
fe|ung fftr gleid^e ^r^fhiOifation afö niifyt unbebingt giltig bac^ 
get^n^ mit bet Ie|teren ifl ein Qa^cmmevifani bet SttpjjiaVi;^ 
fpfteme angebeutet ^ toeld^er^ roenn er fid^ burd^ eine gegenfeitige 
Ableitung beta>äl£^ren foOte^ ein ÜS^ ju ben nrid^gflen Srrungem 
f(^aften ber Stti^^aUogitQp^e gejd^Ued ®efe| atö falfd^ bejeid^nen 
)oflrbe, ba« @efe| n&mlid^, ba§ lein llebergang ber Ar^fiattf^fieme 
in einanber fiattfinbet fBknn femer bie ^eorie burd^ bie ätrt^ 
mie man }u einer getoiffen 3^^ ^ berfd^iebenen 3Rifd^ungi»ti$ieiIe 
ber äRineralien )ufammengefe|t betrad^tete^ eine Steige t>on ^e^n- 
Iid^!eiten unb Segiel^ttngen ernannte nnb bamit weitere 6d^ne 
}og, fo änbert ftd^ ätOed mit ber üeränberten 9(nfd^uttng fold^er 
3ufammenfe|ung , tt>03tt fpAtere ^orfd^ungen bered^tigen unb mir 
f önnen ber S^Iunft unfere l^eutigen 9(nfd^auungen bürdend nid^t 
fo begrfinbet überliefern, ba§ tDir eine fidlere Sfirgfd^aft i^er 
^uer litten. SSir erinnern nur an bie ton @d^önbein ent? 
bedften äKobificationen bed Sauerfioffd unb boS no<^ loenig ge^ 
rannte Serl^tnig il^reS Slntl^ili» an berfd^iebenen Op^ben, mit 
bcren (SonfÜtution maft bid^er tooKflänbig im Steinen }u fei^n ge^ 
glaubt ^t a^ ergiebt ftd^ baraui», bag bod Sammeln bon 
Seobad^ngen unb X^atfad^en ffir je|t nod^ üon gröB^er SStd^- 
tigfeit ifl, old bad $l^iIofo)>^iren barfiber unb bag bie Specula:: 
tion mit Reinen ^flgen ftd^ begnflgen muB unb nid^t in 9tegionen 
fc^tDfirmen barf, too fie ben »oben ber a:^atfa^en ouä bem ®es 
ftd^freife tjerliert, 

(ßs ftnb bei ber folgenben ®efd^d^te im erfien aDgemeinen 
2:1^1 in jAer ^obe SRineral^^pfüt, aRinerald^emie unb 
©pftematil befiim>d^n unb in mm UeberMidt am ©d^Iuffe 



bie ^ttt>trefultote baioim t>er}eid^tiet morben. Z)et jtoeite ^tt 
enthält bie ©^ecialgefd^id^te ber Qpecie^, fokoeit {te beten 
(Sntbeduttfl/ 99eitennung unb bie mid^tigfien Xnfld^ten über il^ 
ntineralogifd^ äBefen betrifft 

9)a int allgemeinen 3^il bie ÜueDen überall angefnl^rt 
tDotben {tnb/ fo fe^ ^ier nur ettoSI^, bag für ben fpecieSen S^l^il 
au§er ben mineralogifd^ ^anb» unb Sel^rUld^em mm Seubant^ 
Sreitl^iau^t^ "Dana, 5Diif reno^, ^aibinger^ ^nu^f, Wlo^^, 
^l^illi^d^ Üuenfiebt u. a., üotjfiglid^ nad^fiel^enbe S9kr!e S)aten 
geliefert fioben: 
Sel^bui^ ber 9Rineralogie t>on SubmigSlugufKSmmerling. 

biegen. 1799. 
aXineralogifd^ 3kibeIIen wn S>. £. ®ü^a\> Aarflen. 8er^ 

lin. 1800. 
&tffthu^ ber SKinerologie t>on ^ranj Slmbrod 9ieu|. £ei))= 

8ig* 1801. 
^anbbttd^ ber 3Rineralogie t>on & 3. 6. ^offmann. ^e)^ 

berg. 181L 
SSoBfiinbige» ^nbbud^ ber Orpttognofte t>on ^enrid^ ©tef^^ 

fend. ^Se. 1834 (ber erfie ^eil t>on 1811). 
^anbbud^ ber 3Rineralogie t>on ^olf. $r. Subb). ^au^mann. 

(SAttingen. 1828. 
@efd^i4te ber Jlr^fkBIunbe t>on S. SR. SRari:. (Sarteru^e 

unb Saben. 1825. 
äRaterialien )ur äRineralogie Stuglanbd, t>on 3lilolai t). Roh 

f^arom. @t Petersburg. 1853. 1858. 
aRineralogifd^e 92oti}en bon griebrti^ J^effenberg. 1856— 

1861. 
Manual of the Mineralogy of Great Britain and Ireland 
by R. Pb. Greg and W. G. Lettsom. London. 1858. 



2!af(i^6ud^ für bie gefotntnte aRittetologie t>on St. 6. )). Seom 
l^arb t)on 1807—1829 unb beffen imb ^. ®. »tonn'g 
3al^<j^ f&t HRineralogie 2C. )>on 1880—1832 itnb beren 
SReueS dal^tbud^ für äRinerologie t)(m 1833—1860. 

aRfnerologifd^e 3al^teS]^efte wn d. %x. @Io(!et. 9{ümberg. 
1835—1837. 

Ucberfid^t ber Slefultotc mineralogtf d^cr gorf d^ungen toon SI. Ä c n n= 
flott DOtt 1850— 1860, 

Setträge jur d^ifd^en Aenntni§ ber 9J{inera(Iöt))er bon 
a». $. Äla»)rot]^ bon 1795—1815. 

Unterfud^ungen über bie SRifd^ung ber 3RineraIIör))er 2c. t)on 
%v. ©trotne^er. ©öttingen. 1821. 

3>te Knnalen ber ^l^^ftl \>on Gilbert (feit 1799) unb $oggen^ 
borff (feit 1824); bie Soumale für S^etnie unb ^^r)\it 
\>tm Sd^ioeigger t)on 1811 — 1833 unb t>on Srbmann 
feit 1834; bie Knnalen ber Sl^ie'unb ^l^armacie t>on 
3B5]^Ier, Siebig unbilopp, feit 1840; badSlrd^it) toon 
Aaflner u. a. 

5Die3a]^re8berid^teöon»erjeIiu«, bon 1822—1847 unb bie 
^ortfe|ungen berfelben ton Siebig unb Aopp t>on 1847 
bid 1860. 

®efd^id^te ber Sl^ie t)on ^errnt. Aopp. 4 Sbe. Sraun- 
fd^toeig. 1843—1847. 

$anbn}0rterbud^ beS d^emifd^ S^l^eifö ber SRineralogie bon 

6. g. »ammeUberg. »erlin. 1841 mit 5 ©u))pL bi« 

1853, unb beffen ^nbbu<^ ber aRinerald^emie. £ei^}ig. 

1860. 

gflr bie biogrcH)^if d^en Slotijen ^dbm toor jilglid^ gebient : baS 

»iogra^^ifd^Utterarifd^ ^nbnjörterbud^ 2c. t)on 3- ®- ^oggen= 
borff. Seipjig. 1858— 186;o, unb bie ^ropabeutil ber 



9Rinetalogie l>on Dr. S. S« &ton1)axh, Dr. 3« $. ito^p 
unb & & (R&rtntx. ^onlfurt am 9Raitt, 1817. %oU 
ein 9Berf / toeld^eiB aitd^ Ue filtere tninerologifd^ fittteratur 
in oEen Stid^tungen axafüfytlxify t)er)eid^ ttitb (ol^e bie 
@eognofte unb Geologie) Aber 700 Xitel ntineralogifd^ 
@d^ften unb aber 1600 Sutoren anfftl^. 



3 n M 1 1. 



CMte 

Sottoort V 

®ef<^t<^te ber SRineraljjl^i^fif, aRineralc^emie 

unb @l^ftemaitt 

I. »on 1660—1760. 

1) SRInftaIJ)§l^ft! 3—33 

Ä) SRineralc^emie 33— 57 

3) 6VftemaüI. Stomenflatur 67— 68 

VUhitbüd btefer $etiobe 68— 70 

II. 9Bon 1760—1800. 

1) aKlneraH)^t?fW 70—116 

2) ^xnnaU^emt 116—164 

3) SpfUmaiit Slomenflatur 166—176 

Uthftblid btefer ?eriobc '. . 177—180 

. III. fßon 1800—1860. 

1) WinfraH)^iVf«^ 180 

a) 5tr^fittao0tat>^te 180—242 

b) 5trVftaBi)|)tif 242—269 

c) Zl^ermtf<^e Ser^tniffe. (Sloftidtäi . . 270—272 

d) Skrlfattniffe ber ^rte 272—274 

e) 6|)edfif(^ ®etoi<^ 274—276 

r) Slectridtftt. ®a(t)antdmud. gtagnetid^ 

mu«. 9^od|>^red€(n) 276—286 

g) Str^ilaSogenie 286—303 



XVI gnlMt. 



t 



ertte 

2) SWinerald^emte 303—331 

3) St^ftematif 332-364 

4) Slomennatur 364—372 

UeberbKc! biefer ^criobf 372—382 

Bon 1660—1860 . . . ! 385—690 

Äfgifter 691—703 



I. 



(Sefditdite 



bet 



9^i]icral)i]^)|ft!^ äKmcraId|cintc nnb Stipematit 



«on 1650 bis 1860. 



Aobrll, (Ht^Aiäftt brr nincraloAtc 



(SeW^le brr Ülineralogie. 

I. 3Jon 1650 bi« 1750. 

L mnmV/ifmfil. 

^a^ Stubium ber Ar^fiaOfogräi^^te wax im SlKgemeinen um bte 
3Ritle unb gegen baS Gnbe be« L7. ^al^r^unbert^ nid^t t)iel toeiter 
Öffommen, aU im üor^erge^nben jur 3^i* ^^^ Gontab Seiner, 
^ol^anned Jtentmann, 'Soetiud be Soot, %f)topi)xa\tn9 
^atacelfud u. 9t. SBie bamate ))l^t(ofo))^irte man mel^t über bie 
Cntfte^ung unb Si^mbolif ber ^ftaDe, a($ man baran badete, eine 
genaue Unterfud^ung i^rer Sigenfcbaften borjune^men, unb ift ber 
®runb jum I^cil barin gelegen, baft bie iWaturforfd^er jener ^eit 
me^r ober tüeniger ^o.li^^iftoren ivaren ober toenigflend fe^n tooOten. 

Ser berübmte ^oad^im äSed^er ^ tritt jtoar mit 9a))tifta 
tjan^elmont^ ber toon ben ©ried^en unb Slömem überlommenen 
urih bon bem p^antaftifc^en 2^^eo))^raftud ^aracelfu^^ nod^ 

1 Sodann 3oa((tm Sedier, geb. 1635 ju Bptitv, pef!. 1682 ya 
Bonbon, ti?ar eine ^eitlang Ißrofcffor ber Siebteln in Ttaini nnb ?(tbar}t bc« 
(SVuTffirfIriV von iERaiiij inib 9a!)ern. 2th\t abwcc^fdnb in !I^culf(^(anb , ^oflanb 
unb Gngtanb. 

i 3oJann Ca<>tifla t)fln ©elmout, geb. 1577 ju «rüffel, gep. 1G44 
)n 9ili>crbe, iro er, m^ mannigfachen ga^rten in ganj (Sitro^i, gufr^u aU 
tlqt ft(( nieberlte^. 

3 ^aracelfu« S^ov^^rafluf ^ombaft von ^o^cn^eim, ^el\ 1493 
in SRaria Qinftebcin, (Sant ^äf\\%, gefl. 1541 )u @a($burg. 



I. 3Jon 1650 bi« 1750. 

L mnmV/ifmfil 

Xa^ Stubium ber Arl^fiaOfograi^^te Wax tnt SlKgetneinen um bte 
3Ritte unb gegen ba$ 6nbe bed L7. :3A'^i^^unbertd ntd^t biel ta>eiter 
grlommen, afö im üor^ergel^nben jut 3^»* ^^^ Gonrab Seiner, 
^obanned Jtentmann, 'SoetiuS be Soot, X^eop^raftud 
^atacelfud u. 9(. SBie bamate {»l^Uofop^irte man mel^r über bie 
Sntfte^ung unb St^mboltf ber ^ftaDe, aU man baran badete, eine 
genaue Untetfud^ung i^er Sigenfcbaften borjune^men, unb ift ber 
®runb jum I^cil bartn gelegen, baft bie iWaturforfd^er jener S^t 
me^r ober loeniger ^ol^^iftoren ivaren ober toenigflend fe^n tooOten. 

Ser beritbmte ^oad^im Sedier i tritt jtoar mit 9at)tifta 
i9an ^elmont^ ber bon ben ©ried^en unb Stömem überlommenen 
urih bon bem })]^antaftifc^en 2^^eo))^raftud $aracelfu^^ noc^ 

1 3o^ann 3oa((tm Sedier, geb. 1635 ju ^peier, pef!. 1682 ya 
Bonbon, ipor eine ^eitlang Ißrofcffor ber S^cbictn in Ttaini nnb Seibarjt bc« 
CrVutffirftriv von iERaiitj unb kapern. 2th\t abwrc^fdnb in ^rulfc^fanb , ^oflanb 
unb Gnglanb. 

*i 3o(ann ea|>ttfia Dan ^e(mont, geb. 1577 gu 9riiffe!, grfl. 1644 
)n Stiocrbe, iro er, nacff mannigfachen ga^rtcn in ganj (Surc^i, gnlc^u aU 
tlqt ft(( nteberlteg. 

^ ^aracelfu« X^e^^^raflue ^ombafl t>en ^o^cn^eim, ^eb. 1493 
|n SRaria Qtuftebcin, (Sant. ©(^ivt^^, grfl. 1541 )u ®al$burg. 



4 I. Son 1650 btft 1760. 

angenommenen Slnftd^t entgegen, ba^ ber Serglr^ftoD in Stein ber« 
h>anbelted @td fel^, ba er aud^ an Orten entfte^e, ta>o foId^eSj nid^t 
beftänbig borl^nben , unb ba er burd^ bie größte $t|e nid^t 3U äBaffer 
gelöst toerben lönne, bod^ fd^etnt er fo(d^e Sntfte^ung bei ben Steinen 
im 9(Dgemetnen gugegeben ju l^ben, unb ba^ fte an^ einem fel^r 
Derbid^teten SBaffer ftd^ bilben. ^ 9Bie toeit feine Seobad^tung ber 
Ari^ftaDformen ging, )eigen einige 9eif^ie(e, too ftd^ jebem Sefd^auer 
fold^e ^orm ald eigent^ümKd^ unb gleid^fam tounberbar aufbrängen 
mu^. Som ÜRarfaftt fagt er, ba^ er dfterd btere<Kg borfomme, fo 
regelmäßig unb feltfam , baß man i^n )u ©etoid^ten (pro ponderibus 
iD mineralibus bilancibus) t>erh)enbe, bie S3firfe( beiS Steinfaljed 
toerben in ä^nlic^er SEBeife erttm^nt. ^en SKineralien (ben perfecte 
miztis) lomme nur eine ^orm ju, jebod^ bcrfd^ieben je nad^ ber 
ÜRifd^ung. Sine ArVftaDrei^ bei berfelben Bpcdc^ h>ar unbefannt. 
Sie Homogenität ber X^eile im 3Rtneral l^ebt er ^nm Unterfd^ieb t)on 
Xl^ier unb $flan)e ^ox. ^ Xic Xnfu^t, aU übten bie Planeten 
eine Silbungd- unb ^ormung^fraft auf bie 3fUialie unb 9RineraIien, 
toeidt er mit Sntrüftung auf eine berbe SBeife bon feiner ^^l^fil jurücf. 

1 Qua ratione vero ab aqaa. crystalli , aliorumque subjectorum^ ita 
exalet, ut etiam maxima ignis vi vix indnci queat; ecoiitra ita prone 
in salia agat, ut leri negotio in aqaam ea dissolvat et mutet: explicare 
dorom est^ nee ratio vel calori veJ frigort soluni adscribi potest, cum 
falsum ait^ ex glacie cryatalioa generari; quandoquideni etiam 
in locia generentur, ubi nee magna nee continua glacies observatur. 
Ingentissimo Interim calore, cryatallos et iapidea non in aquam liuroidam 
reaolvi oertum est. — Credendnm ergo, Iapidea oriri ex aqua quideni, 
aed valde compacta — Phyaica aubterranea, edid. G. £. Stalil. Lipaiae 1739. 
Lib. L Sect. V. Cap. III. p. 212. 

'i Omnibua aubterraneia perfecte mixtia una tantum eademfjue 
forma eat; aed diveraa auperinductio nutrimenti. — ((Sine äRetfurialifd^e 
geu6tigtdt loirb al9 ern&tfrenb envä^int.} — Statuimua ergo, mineralibna 
unam fonnam eaae; aed diveraaa^ ut ita loqAar, matrea, quarum 
aemeu ad alteralionem formae intrinaecae, quae aubterraneorum perfecta 
mixtio et bonitaa eat, in puritate et fixitate liomogenca conaiatena, piu- 
rimum facit. Pliyaica aubterranea, edid. G. £. Stahl. Lipaiae 1731). 
Lib. I. Sect. IV. Cop, VI. p. 124. 12ö. 



1. 9RtnfraIV^tH*tf. 5 

6^ fe^nt, f^ tS, einige bergletc^en $(anettflen, obtoo^I fonft t>i)n 
großem 9tatneit, fo untocrfd^imt, ba^ pf bel^uj>tcn, fte fönnten in 
ben Planeten jebed SRttaDd (^emtfc^ 3^<^^ f^i^n, gu^Ietd^ mit ber 
rigent^fimlidM ^iarbe bed VUtaU^. 

^d^ tounberf mid^ , fagt er bann , ba| fte nid^ au<^ in ber 6onne 
einen Sdtoen, im 9tard einen SRann, in ber Senud eine gfrau, unb 
SBöIfe unb €a(amanber fel^ , ft>e((l^e ©egenftänbe fte ben 3RineraIien 
beilegen r ober id^ glaube, ba^ fte 6fel gefe^ litten, toenn ft^ in 
i^em treiben gegenüber toon (eid^tgläubtgem Solle fid^ felbfit betrad^ 
IH&tten. 1 

Sinjelne frfil|^ere arbeiten, h^Id^e aud matl^aüf<^en 6om 
^dionen ^ertoorgingen unb ftd^ an bie Ar^ftaDe anfd^Ioffen, ^tten 
ioo^I eine aufmerifame 9etrad^tung berfelben beranlaffen fünnen, ba 
fte aber a priori gefd^d^ft toaren, fo entf))rad^n fte nur bebingungd« 
toeife ber 9latur, unb )eigte fid^ f^ter, ba| biefe für bie ^rmen ber 
ftrl^fialle mam^Iei anbere @efe(e befolge, a(d fid^ auf jettem SEBege 
batten finben laffen. ^e Unterfud^ungen betrafen borjügltd^ bie fo< 
genannten regelmäßigen 1ßol)^eber ber Stereometrie: Xetraeber, äBürfel, 
Oftaeber, 3>obetaeber unb i^bfaeber. 

9Ben«el 3ami(er, ein 9{fimberger (äolbfd^mieb (1568), ^tte 
f(^on rine Stenge Don formen aud i^nen enttoicfelt unb in ))erf^cti)}if d^er 
3ei(^nung belannt gemad^t, inbem er bie ©runbformen burd^ Serän« 
berungen an Aanten unb (Sdtn ju Kombinationen mad^te» unb biefe 
toieber toerfd^iebentlid^ t^ertoad^fen unb nad^ 9(rt ber S^^^W ^"^ 
2)ri0inge f);mmetrifd^ gni)>t.nrt barfteDte. ^nfoloeit biefe Suflibifd^en 

1 PlanetiatM Interim, qui cuillbet metaJlo aeu'cuivis minerali spedei, 
pJanetam aathorem et caosam forinantein aBsignant, prorana a noatra 
Phyaica relegamua: quoriim aJiqui ita impudentea aunt, etiain magni 
nominia aliaa viri, ut non erubeacant publice aaaerere, ae in Planetia, 
cojaaJibet metalli aignum Chymicum videre poa^e, cunn colore proprio 
ntetalil. Miror^ quod non etiam in aole leonem, in Harte Vinim, in 
Veuere foeminam, imo Inpoa et 8a lamandrua viderint, quae objecta qnoqne 
mineralibns tribai aolent, aed aainoa potiua vidiaae credo^ cum aeipaus 
viderint, et taiia aimplicl et credulo popello prarrudunt Loc. citat p. 126. 



ß I. 9)on 1650 Md 1750. 

(9runblör)>er totrtlict^ in bet Statur t>orfommfn, mußten uiek ber 
gegebenen SnttDitf langen ben ftil^ftaDen entf^tec^en , unb fo finbet ftd^ 
ber äBürfel mit abgeftum^ften Scfen unb Jlanten unb mit ungleicher 
glöc^enaudbe^nung ber combinirten @eftalten unter ben 3^^nungen : 
bie Kombination eined Xetrafid^esaeberd mit bem DItaeber, bed Dtta- 
eberd mit bem SBürfel, Xra})e2oeber 2c. (Sr gibt audt^ eine ^n* 
famroenfe)}ung beiS Ohaeberd au^ Heinen Ottaebem unb ^gt bie babei 
fxi) ergebenben tetraebrifc^en 3^ifcl^^^Äume, toek^e über ^toei^unbert 
3a^re \patev t>on $au^ n^ieber in Betrachtung gebogen tourben. * 
^er gro^e ^tatf^ematiter unb 9(ftronom ^o\), ^^pUx (geb. 1571 )u 
SBeil in SBärtemberg, geft. 1630 ^u Siegendburg) entn)i(felte ä^nlid^e 
Stei^n, er conftruirt bad Sl^ombenbobecaeber, toelc^^ed bie ®efta(t ber 
löienenjeUen , bie Kombinationen bed SSürfeld mit bem 0!taeber, mit 
bem Ottaeber unb 9t^ombenbobecaeber unb anbere an ^ftaUen Dor« 
fommenbe ünb mögliche, aber baneben aud^ nic^t borfommenbe unb 

• 

nietet mögliche ©eftalten, unter le^teren bad $entagonbobecaeber mit 
gleic^feitigen ^lai^en, h>el(^ei^ mit bem i^^ofoeber, äBürfel, Dttaeber 
unb Xetraeber fcf^on bie altgriec^ifc^en SRat^ematiter unb $^iIofo)>^en 
befc^äftigt f)at 3)iefe @eftalten repräfentirten, toie auc^ bie bei^et)(er 
gegebenen Slbbilbungen jeigen , ' bie Dier Elemente unb bie fogenannte 
fünfte (Sffen^ ober ^immlifc^^e SRaterie, unb jtpar ber äßürfel bieSrbe, 
bad Ottaeber bie £uft, bad Xetraeber bad ^uer, bal ^cofaeber bad 
äUafier unb bad ^^entagonbobecaeber bie ^immeleför^r. 2)ie 3^^^ 
unb i^ge ber ^^läd^en vermittelt ^au))t|a(l^lic^ biefe ätnologie, '^ n>eI4^e 

I Perspectiva Corporum Regiilariam. Ta9 ifl, (Sine flevffige Ji^noeV' 
jung, wie t>'\t gilnf ^{rgulirteu (Si>v)>er, teit^ou $(ato imSimSo, $nb (Suclibef 
inii feilt (Slementid fö^xciht k. luxd^ einen fonterlicf^cn, netoen, be^ienben tnb 
gerccf^teu ireg, ber i»or nie im gebraut^ ifl gefeben loorben, gar £ilnfl(i<j^ inn 
bie ^^erfpectioa gebrat^t, iBnb baqu eine fc^pue Sinlc^tung , loie aug benfelbigen 
günff (SöTpern one (Satt, gar t>icle anbere dötptx, nionc^crlcv ^rt onb geflolt, 
gemacht, t>ub grfunben irerbrn mi>grn. Stilen Sieb^bern ber froren ^nfl 
)u@(ni, burcb Sentjrln Sämiger, bürgern i»nb golbtft^mib in 92ürnberg» mit 
&0iiüd>tx bfilff an tag geben u*. — Anno MDLXVIII. 

'i Nam in Ciibo recUtudo aufier basi qaadrala stabililatis quandam 
adunibi'Htiouuni habet, qiiac lodem proprietas eat et Materiae terreslria 



1. 9rmenil|»4vfV. 7 

»Mgcit^ trid^, fogtftf^Ur, UmUxifiottltii, bnr rine (bfc^affung 
bor SBelt geldugntt ^e, fonbem t^ unb aUm Soften atiQtf^ikt, 
todd^ ftfO^lkn , ba| Ue äBelt toon &M nft^affen toorken unb mö^t 
m^ gelDcfhi fd^. Sr )ri(^net gang richtig 9(bleitung unb Stellung 
bf« 2:etraeb<rd unb Oliaeberd juni Sßfltfel, unb {fätte er ft(^ mit 
tonftti^ JttvftaOen beff^fttgt, fo todre i^ ioo^I nU^t entgangen, 
toai brni feinen Gonftructionen a priori in ber Statur baltbar fei; 
unb toad nid^i Sr beobad^tete aber, tane e^ fd^eint, bon natürlid^ 
Rd^olkn nur bie Sk^neelx^ftafle, \oA^ niäft geeignet tiHiren, bie 
ntta^nten Setroc^tungen tociier )u fü^en, unb fiber beren Sifbung 
er nic^ Kar getoorben tft. ^ 

3)ie toid^fte unb folgenretd^fke (Sntbecfung ani jener 3^t toar 
ffe bte fir)^ftal{ogra))^te bad Xuffinben ber bo^^elten Strahlen« 
bte<^ung am tdlänbif^ien AallftHit^ burd^ SradntuiSSart^pUn,^ 

gratitatis momentis inia peteDtis^ cum etiam totus Terrae globas vulgo 
crrdatar In ttiedio Mandi qnieücere. 

In Tetraedro paucitas planorum algoare videtnr aiodtatein ignia — 
in Icoaa&lro vidssim multitado plaoorum signare videtur Immiditatetu 
aqaae — In Tetraedri ncumine ab una basi aurgente, via Ignia pene- 
tretira et diviaoria Tidetur adiimbrata etse^ in IcoaaSdri obtuao et qnin- 
qodiiieari ongulo, via impletaria hnmoram, hoc eat via liomectaudi etc. 

Dodecaedron vero relinqaitur corpori coeleati, liabena eundem pla- 
noniin numerum, queni Zodiacna coeleatia aignoruni; demonatraturque 
i^liquaram figurarnm capactsaima u. f. w. Joannia Keppleri Harmouicea 
Xsndi. Uncii Auatriae. 1619. p. 68. 59. 

1 Jo. Keppleri Strena aeu de Nive aezangulari (in C. Dornavii 
Amphitheatr. Sapient. Socrat. joco-aeriae. Hannov. 1619. fol. p. 751. 
liefe Sb^ntlinig ent^^alt mancherlei intereffante Betrachtungen unb Sergfeic^un« 
gn über bie gormenber ^flonaen unb ber ^floHe. te^^Icr txfiffit, bog er 
tiacm greunbe, bem taifecl. ^atff ^acfl^cr t>on SSkidcrffl« ein 9{euja^r^ef(^en( 
(strena) b^be geben ivoQen unb mabrenb er auf einem (Stenge im freien bariiber 
aa%bai^, }^ht c« gefc^neit unb (attc tie Betrachtung tet ^ntt^txnt t\t 
t^anblttitg veranlagt. 

2C^ra«mu« Bart^clinu«, geb. 1625 am la. 9[ngufl gu dtoefttlbr, 
gejl 1698 om 4. dlt^. gu i^o^en^gen. I>r. Med. nac^ jebniäbrigcn 9{eifen in 
(Snglanb, Foliant, granfreic^ unt Stallen (IG46— 1656) ^raf. ber aRat^cmatit 
nnb taranf (1657) ber SRebicin an ber Unioerfität gu £o|}CutKigen, f)>ater ftffeffor 
H ^oi^ften &tx\iift9 nnb 3ufti)Tatb. — Experimeuta Cryalalli laiandid. 



8 I. ^on 1650 bi« 1760. 

einen Sdnen, kveld^er feine ^ct^ä^nq^ barüber im ^afjxe 1670 ttx- 
öffentlic^te. Xbgefe^ bal^on, ba§ bamit eine neue )pififfii(üi\d^ Qügen: 
fd^ft getoiffer Jtn^ftolle entbetft n)urbe, fo toat ani} eine nfi^ere Se^ 
troc^tung i^rer ^rm unb i^ed inneren Saued angeregt, unb ba 
gerabe ber Xaltipat^ am geeignetften toar, einen fßM in biefe Ser« 
^Altniffe )u getoä^ren, unb ba bie @rflarung bei^ ^l^nomend ber 
Si)))))elbrec^ung ber red^nenben $^)^ftl ^ufiel, fo nmrbe ber betreffenbe 
Rtpftaü auc^ genauer beftimmt ate irgenb ein at^nlid^ loor^. 
Utaümu^ Sart^olin beftimmte bie ebenen äßinlel bed Statt^patif* 
St^omboeberd ju 101 ^ unb 79 ^ unb bered^nete baraud ben @(^eitel> 
Iantentoinfe{ ju lOS ^ 40 '. 2)ie 9eobad^tung ber bo})))eUen Strahlen« 
breil^ung fe|t i^n in lebl^fted (Srflaunen, unb toer tarif|enfd^aftli(^n 
Sinn ^be , toerbe fid^ am ielanbtf d^ Jtrl^ftaO ebenf o unb mel^r no4 
erfreuen, ate an 3>iamant unb <lbelfiteinen (an bem ^r^f^afl, cujus 
tarn mira est Constitution ut liaud sciam, num alias magus naturae 
apfMinierit gratia). 2)ie angefü^en, burdl^ ^^i^i^ungen erläuterten 
@D)erimente finb mit großer Xufmertfamleit angefteOt unb Kar be- 
fd^rieben. Sr jeigt bie Sage ber Silber in ber Sinie, n>elct^e ben 
ftum))fen SBintel ber ^(äc^en ^albirt, toie man unter Umft&nben nur 
ein 8i(b fä^, n)ie eined beim 3)re^n bed fttl^ftaOd bemeglicl^ fe^, 
bad anbere aber feinen ^la^ behaupte, unb \oxe fxd^ biefed um{e^ren 
laffe ; er , ern^ägt , ba^. bie Srfc^einung ber beiben Silber ni(^t burc^ 
ätefl^on gefc^e^en tdnne, fonbem nur burd^ eine eigent^ümli«^ äle-- 
fraction ju erllären fei;, ba^ bad fi|e 8i(b burd^ bie geh)5^nl{d^e, ba6 
betY)egIic^ aber burd^ ungetoö^nlic^e Stral^Ienbrec^ung l^orgebradbt 
luerbe. > 6r unterfiid^te aui^ feine Jlr^flaKe noc^' inanberer äBeife, 
er beobacbtete, ba§ fie auf 2:ud^ gerieben electrifc^ tourben unb tmt 

Uafniae. 1670. 4. 3n ber 3u«dnung an ben Jtontg g^iebrtc^ III. von 2)aitc« 
matf (etgt cd i9on ber epi\\äftn (Srfc^dnuiig „Spectaculiim in terris plan« 
iiovuin, in Arctois terris redundans. Quod ne divlnaret olim Graecia 
in Islandia sepultnm — — atqne in Septentrione non remitti frigore 
sed intendi-Jnminis radioB.** 

1 Hinc, CrystalJum ipsnm, a dupJicis istins Refractionis praecipua 
et singnlari gloria vocavitnus Disdiaclasticuni. 



1. 9ttnnal|)^tl. 9 

%«rnßrin, ®laä uitb ®icg«Uad EH^te Rätptt anjogen, bag fie mit 
ftSnig^tMffer fibetgofTen oufbrau(«t unb bor bnit ^ßt^^r )u Stalt 
Scannt toeibfn. ■ — 3}ie UnteTfiu^ungen Satt^cUn'« nmiben 
tiKttrT iwrfotflt Von (S^riftian ^u^gend, geb. I<i29 im ^ttg, 
flff). bafclbft 1695. a^ n bemertu, bafc bie Aantm bed i^Iänbif^ 
firV^IId alj @rit«it bcr glai^cn nii^t fii^irf unb OoIllDmmen genug 
fc^, um bie ebenen fßiintel genau, gu be^mmen, fo ma| er ben 
SteiguHgännnlel an ben @(^eiteIIanUn beö Sl^pnibDeberd unb bend^net 
aai biefem bie ebenen äBinfal ber ^[äi^. St fanb jenen gu 105 ", 
nwiau« biefe fi<^ )u 101 " 52 ' eigaben. 2)i( ätegelmä^gteit be» XtV 
floDe leitete et Von bn änorbnung bet Heinften ^S^eile ob, au« 
WeTtben fie be^b^, unb nimmt an, baft biefe beim Jtallf)»at^ eigen- 
ÜfSanli^ &pSf&xoäK fr^, entftanben buci^ Umbxe^ng einer @Ui|)fe 
um ben Betneten iCurc^effer, ber ftc^ gum grö|eten Detbalte nie 
1 : 8. ßonftiuirc man aud biefen @)t^toiben eine bteifeitige $91»= 
mihe, fo m^ptt^ beren ßantenhnntel bem ftumtifen 3lbDniboebei= 
(antentmntel be« islänbifi^en Rt^ftaQd, tvie ei buii^ no^ftebenbe 
Figuren eilöutert, tvevon 1. bad St^mboebei, 2. bie ertväbnte ^^IJ^ia: 
mibe unb 3. bie OBififr. > 




t — cum friululum hujiis cryalHlli, tlAniiuHe l&nipitdii, prr Asiu- 
l>ni, qun vitrn hpnnrlic« ordadunlnr, animnliu-, admoverem; mox iini- 
mativerti redigi in caicem siigilem calci Tivae de. p. 4. 

' ViJelur lii geiicre ivgiiltiiWs reium illHrnm, üb ordtnc parli- 
cularum iiivisibilium et HH|Liatiiim. e qiiibuj eonstal. iiriri, Nniic i-em 



10 I. Son 1660 M$ 17öO. 

9tit biefer Gonftruction fu(^i er ^uglet«^ bte Si^etifd^ft )u tx- 
flären , ba^ ber RtpftaU paxaütl mit feinen ^Idd^n ^patiiax fe^. Xu^ 
))oni SerghvftaD, toeld^en er crjstallus vulgaris nennt, nimmt er 
einen ä^nlid^en Sau an, ba er an i^m ebenfalls hoppelte Stral^Ien- 
bred^ung beobad^tete, obtuo^I toeniger ftarl, aU am i^Iänbifd^en BpaÜ^. 
2)ie Seobad^tungen bon ^u^gend über bie ®efe$e ber So^^el« 
brec^ung finb bon f))&teren $^t^ftfem befldtigt tiwrben unb ^ben gu 
ber @rlenntni^ gefü^, ba^ bie Augel ber 3BeDenoberf[ä<^e ber orbi* 
nären, ba« ®Ifij)foib aber bie ber ejtraorbinären ©trablen fe^. $u^« 
gen« gi(t ald ber €(^^fer ber Unbutation^t^orie bed £id^t«, im 
®egenfa^ )u 9tetoton, toelc^r bie Smanation^t^eorie aufgefteDt bat 
9(ud^ ber Ie|tere befc^äftigte fid^ mit b^ i^Iänbifd^en Bpaif^ unb ben 
®efe(en feiner ^i>ppelbxed^unQ , unb au« ber (Srfd^einung, bag bei 
)toei berglei^en Jlr^fHolTen bie )Düm erften fommenben StraMen bei 
einer befHmmten Sage be« gh>eiten leine tüeitere Sbeilung erWben, bei 
einer anbem Sage eine fold^e aber h)ieber ftattfinbe, unb ba§, h>enn 
it^e $au})tfd^nitte red^tnnnflid^ ju einanber ftel^en, ber gen)ö^nlid^ ge« 
brod^ene @tra^I bie ungetvö^nli^e 99red^ung erletV, ünb ber unge« 
ti)5l^n(id^ gebrod^ene bie gelvöbnlid^e , fd^Iie^ter, e« möge ein Sid^tftrabl 
»erfd^iebene Seiten bep^, * bie pd^ berfc^ieben toerl^alten. ®ie \pätex 
t)on 3Ralud entbedte $o(arifation be« Sid^te« fanb ^ier i^re erfte 
9(nbeutung. — Sinige Seiträge gur Aenntni^ ber Jtr^ftaDe gab mit 

iit ad crystalluin nostram Islandicom deveDiom, dico, quod ai quaeaaet 
pyramis ut ABCD, conflata tenuibus corpusculis rotundis non sphaericifi, 
sed sphaeroideis planis, qnDlia.efllcerentur per convernonem £ilip8i8 GH 
anpra minorem diametmm ET, cujus proportio ad mnjorem fere est 
Ut 1 ad 8, Angttlus solidus acumints D ,foret aequalis angiilo obtuso et 
aequilaterali hiijiiscc crystalli. Quinipiino dico^ si corpuscnia illa tnter 
ae essen t leviter conglutinota^ quod ubi mmperes pyramidem^ rumperes 
illam sccundam superficies paralleJas iis quae acnmen ejus consliluunt — 
Chriaüani Hngenii Zailichemi Dum viveret. ZelJirmü Toparchae. Opera 
reliqua. Amstelodami 1728. De lumine. C^p. V. De miranda Refrac* 
iione Crystalli Islandici. p. 70. 

t Annon Radiornm lumtnis di%'ersa sunt latera, diversis proprie- 
tatibus praedita? — Optica etc. London 1706. 



1. 9RmftalV^9ftf. H 

SlntDfnbung bed Slifvofto))« ätntan 2ttutotnf^ocl, ^et. 1632 )u 
3)elft, 0e^. 1723 bafelbft. SRan er^It ei« »i(b t>t>n ber 9Rina:a(ogie 
feiner S^^» ^">^^ ^^^ feine ä(b6anb(ung über ben ®\tpi ^ liedt, ^u 
totld^ i^n ^ul^gend t)eranla|t \fatk. 6^ l^anbelte fi^f iun&(^fit 
banim, ben Stein lennen ju lernen, aud beffen italf man mit SBSaffer 
Statuen unb Ornamente burd^ @u§ formte. 2!)iefe Subftan^ tourbe 
in ^oUanb ^le^fterfteen ober ^le^fter genannt. Slac^bem fieeutoen* 
boet erfa^en ^üt, ba| ber Pe^fter aud 9(Iabafter )>rft;fKmrt loerbe, 
q:perimentirte er mit einem foI(^en unb er^|te i^n in einem ®la^ 
lolben. 91U er nun bemerfte, bo^ eine n^&ffrige ^üffig&it entbunben 
ta>erbe, nmr er jn^eifel^ft, ob fie bem Stein eigent^mlid^ fe^, unb 
um fid) baoon ^u überzeugen , toidelte er ein Stücf(^ in $a)>ier unb 
trug e0 einige Xage im <Sad bei Jtc^ ^erum, bamit ber Liquor citoa 
ftd^ Verflüchtigen möge. 3)ann fc^nitt er bie %f}tiU ber Dberfiöc^ 
n>eg unb unterfud^te ben reinen £em unter bem ^itroffo]», »obei er 
mit Srftaunen bemerlte, ba^ ber Stein gaiq au^ burd^fid^tigen gl&n* 
jenben $artitel(^ mit ebenen ^lac^en befleiße, bie fo übereinanber 
ge^ft lagen, ate n^ren fte bom ^immel gefc^neit. Sr glaubte [xt 
für fal)ige 2;^tlc^en ^Iten )u muffen. @r beftimmte nun bad ®e< 
mi(^t bed bun^ bad ®Iä^ angetriebenen Siquord jiemlid^ genau )u 
V5 t>om @etmd^t bed Steint, unb behKi^rte ben Siquor in ®Iäfem, 
um gu fe^, ob bad beigemif(^te flüchtige Sal) enblic^ coagulire, bo(^ 
tonnte er fold^ed nic^ bemerlen. 9I(d er aber ben Siquor ber Suft 
au«fe4(te, um bad äBaffer )u berbunften, bemertte er bie Studfd^bung 
loon fkinen Art^ftaBen, bie. er auc^ audbem SSaffer, mit ioelc^em er 
ben gebrannten Stein übergoß, beim äSerbunften erl^elt. @r tnüp^ 
boran fogleic^^ bie ^tfpotif^e^ ba| ein äBad^fen ber Steine unb Serg^ 
wn toafferl^altigen unterirbifc^n unb burc^ unterirbifd^e« ^uer er^ 
^i^ten ©efteinen ^errü^en fönne, ba beren entn)ei(^enbed SBaffer eine 
gro^e ^enge Sa()t^eilc^en mit ftc^ führte, h)e(d^e fu^ auf ben oberften 
©efteinen abfegen unb i^re SRaffe üerme^ren. 3nbem er ioeiter ben 

I Arcana natarae detecta ab Antonio vnn Leeweiihofk. Delphia 
Baiavorum. 1695. p. 124. 



12 I. Son 1660 btö 1750. 

0ro|bIättnflfn @h;)9d untetfuc^te, bemerfte er bte 9eftfinbigteit feiner 
QpaUanffixii^tanfjitn unb beftimmte bie 9Binle( ber erl^altenen r^om« 
boibif(^n lafeln ju 112« unb 68 <> (fie betraflen 113«' 46' unb 66 « 
14'). 2)e|fenun0ead^tet Raubte n, ba^ bad fogenannte 9Ru^ot)itif(^e 
®Iad, (Slimmer, t>on ioeld^em bo(^ bad ertt)ä^nte St^omboib nic^ )u 
er^Uen ift, utib an bem bie (E(afdcttät ber Sl&tter im Sergleic^ pm 
(Bi^t^d auff allen mu|, ba| biefeiS fogenannte ®Iad mit bem ®^))d 
äberein!f>mme, unb h^ fe^r erfkunt, ald er beim @rl^i|en beffelben 
im jtolben tein äShiffer erl^ielt unb baffelbe nic^ in einen XaÜ tKt- 
toanbeb tamrbe, fonbem j/itmlidf unMr&nbert blieb. 

^ (Sr gab aud^ unboDSommene Sefc^eibungen unb Xbbilbungeit ber 
JtrVftoOe bed 9ümn^, Salt^eterd, Jtu^^fertntriold k. 

. Qienauer afö äSiele feiner 3^ forfd^ ber €nglänber 9tobert 
So^le I noc^ ben (Sigenf elften ber 9Rinera(ien. ^n feiner @djt\\i 
über bie @be(fteine nimmt er an, ba^ fie au^ bem flüffigen 3ufi<tnbe 
entftonben feigen, benn bie 3)urc^ftc^ti0teit ber 3)iamanten, SRubine 
unb Bappl^ict laffe taum eine cinbere älnfid^t )u, nur aud bem fläf- 
ftgen 3i^f^^t^^ ti^nne eine folc^e Lagerung ber tleinfien X^eile l^or 
ge^n, tfAt fie ber 2)ur(l^an0 beiS Sid^tö erforbert: SRan fe^ ba^ 
auc^, ba^ bie unburc^fic^tigen X^eiU^en bed Silber^ unb bed Slei« 
burc^fic^tig tverben, toenn fie burd^ eine Sdfung mit ®(^behHiffer in 
ben flüffigen 3uftanb berfe|t Serben. 3)ie Sbelfteine ^aben au^f toie 
Bal^t, bie an^ einer 'taKiffrigen Söfung coagußren, toie @al)>eter, 
)Slaun, SJitrioI, Steinfal) k., eine beftimmte Jtri^ftaOform, n>ie er an 
Granaten, an ben Sriftol-Sleinen, an ätubinen unb SHantanten be^ 
merlt b^be. Sei let^eren ^abe er gefe^en, ba| bie Dberfl&d^ Ui 
Sttp^aUii gan^ aud Dreietfen ^ufammengefe^t getvefen fei^, unb ^abe 
t)on 3ut9eKereu erfahren, bo^ fie biefe @efitalt too^I tennen unb ba^ 
burd^ S)iamanten bon anbem Steinen unterfc^eiben. 

1 ^ohtxi 'eei^U, geb. 1627 gu 2i«mor, <£ountV <£orf in 3r(anb, gefl. 1691 
)u Bonbon, dteic^er ^rioatmann. (Siebenter @o^n be« (trafen 9h(bar^ t>cn 
(£ovf (be« „Great EaHe**). -r- Specimen de Oemmaram origine et virtutibn?, 
au thore Roberto Boyle etc. Nanc latine, interprete C. S. Hambargi. 1673. 



1. 9lmmtl)9l^f. 13 

2At burc^ 8})abun0 fid^ ergebmbe innetf Okfraltung 'fomme bei 
ben @bdf!einen ebenfalls t)or, &^nli<^ nrie beim @tetnfal|| unb anbem 
Solgen, unb ba| fogar bie diamanten in befKmmten Stic^tungen 
\paübat fei^. 9Ron bewerft, toie ed i^ fd^toer lourbe, flii^ hinein« 
Itiftnben, ba| bie garten 6teine unb bie nreid^n Sotge barin ein 
äbnlid^ Ser^ben jeigen. 

Sr b^pxx^t bie färben bet (Sbelfteine unb beftatigt, hKid fd^on 
Senbenuto (SeOini angegeben babe, ba^ ed n&mlic^ forblofe 9lubine, 
Seltene, Xo))afe unb Slmet^i^fte gebe, an ben SMamanten. Xn leiteten 
id^ btcfe Seobod^ng ftd^, n>eil bie au^erorbentUd^ $&rte leinen 
j^e( ia^e, ob man hrirSid^ einen 3)iamant bov fk^ ^be, todl^enb 
biefc« Aennjeic^ anbete (Sbelfteine nid^t immer mit SuberUffigteit 
nterfc^eibe. (Sr fü^ an, ba| i^m ein fe^r erfahrener engßfd^r 
^^utoelter l>erfii^ert l^abe, ba^ 9lubine unb &appf^iu oft bon ganj 
gleii^er $ärte feilten. Sr ^be gelbli«^ unb gang gelbe ^amanten 
gefe^ , bie man fär Xopa^t ne^en Unne , and^ bläulic^ unb grfin^ 
lic^, einen fogar bon fo fd^öner grüner tfatht, ba| er i^n für 
Smoragb gel^atten ^tte, toaxe er nid^t burd^ feine ©eftalt atö TAa-- 
moni c^aUerifirt geloefen. Slud^ gebe ed Steine/ toeld^e jum X^I 
gefärbt, )um X^l aber an bemfelben Stüd farbbd fe^en. 2)ie äirt, 
toie bie ^arbe in ben @be({itfinen burd^ bie äRaf[e bert^It erfc^eine, 
\pttdK für ben frühen ßüffigen Buft^nb berfe(ben, ber oud^ geforbert 
«Krben muffe , koenn bie IBerbinbung metaUif^fer Subftanjen , unb oon 
biefea fe^en bie ^rben gegeben, mit Steinen )u boUtommenen SRi- 
ji^ngen über^)^t begreiflictf fe^n foOen. * 

1 — siqnidem, nt taceam recte quaeri, qua alia ratioiie corpuscula 
meUllica faerint deducta in gemmas adeo com pacta aeu aolida, atque 
dam corpora, facili illud negotio concipi polest^ hypotliesi nostra ad- 
mina; difficiJÜmum autem comprehenau est, quomodo inter mctaila et 
lapddtrs, Corpora toto genere diver^a, compositae fuerint mixturae adeb 
exqaisitae, qu&lea nonnullae apparent, partim per unicolorum tinctaram 
gemmne^ partim per diaphaneitatem retentam^ nou obatante diapersione 
illa mineralinm pigmentoram per integraiu raaasam, et pluribtis etiam 
exemplia per concinnam ügurationem, de qua pauIo ante diaseruimus. 
pag. 53. 



14 I. 9on 1C50 bi^ 1750. 

%h t)on befonbfrem 3Üert^ für feine $^))0tH<^ über bte (Snt^ 
fte^ung ber ®be(ftetne au«^ bem $lüffigen unb SBeid^en (ex fluida et 
molli materia) fübrt er an, ba^ ed Sergfr^ftaDe mit eingefc^(offenen 
^f[ertTO})fen gebe, unb ba^ man bergleid^en am ®rifoIet hcoboAM 
hab:. @r erinnert an bie @infcblüffe bed Semftetn unb befcbreibt 
einen fogenannten n>et|en Smetb^ft mit eingefc^Ioffenen baarfdrmtgen 
tot^ fir^ftaUen (StutU). 

@r beobachtet bie Jlr^ftaDifotion bed SBi^mut^d aud bem Bd^mely 
flu^, ben @iuf(u^ ber (angfamen ober befd^leunigten ftd^ftaDifation 
auf bie Srfd^einung ber ^^ormen, ben Sin^g ber @eftalt ber ®efä|e, 
bie eine frt^ftaUiftrbare tJ[(uffiglett einfc^lie^en unb bal^er biefer felbft 
eine beftimmte $orm geben k. Sine ber größten Sc^toierigfeiten ber 
Srfennung unb Seftimmung ber Jl^rftaDe lag in ber fo geto5^nIi(b 
uorfommenben ungleid^en Sudbel^nung' fonft gleichartiger t^läd^en. 
^otfU erfannte too^^I, ba^ ba^ Sobecaeber ber @ranaten nic^tbaö 
belannte ber ®eometrie fe^ , ba . feine "^läd^n feine %ixnfeie fe^en, 
fonbem meiften^ Sti^omben, einige fei^n aber aud^ St^omboibe unb 
anbere »ieber Zxaptie; ebenfo bemerfe man an ben fogenannten 
Somubienfifd^en unb 9rifto(er 2)iamanten (JQuarjtrl^fitaOen) regel 
m&^ige $)^ramiben, beren ^läc^en in einem fünfte ober @cf ftc^ 
fd^neiben, an anbem aber fd^neiben fte ftc^ in einer Sinie, obtDO^l 
eine freie Xudbilbung angenommen h)erben muffe. Se^nlid^e Unregel- 
mägigfeiten tdnne man an ben inbifc^ S)iamanten beobad^ten. * 

Um bie Seimifc^ung metaQifc^er Subftan^ in ben Steinen )u 
ermeifen, lid^tet er feine Sfufmerffamlett auf ba^ f)>ecifif^e ^etoic^t, 
\oAä)t^ ald ^ennjeid^en bamal^ für bie 3Rinera(ien n)^nig gelaunt 
unb gebraucht toar. '^ @r toaijlt einen farblofen 93ergfr^ftaS gleic^fam 

1 — saepius in adnmoiitibus receus advectis ex Indiis, jisque qui- 
busdem pulcerrimis, observavi maximam defectum uniformitatis in aräis 
supeiTicialium planorum, vel in illoruni fignris, vel in ntriaque; et 
nonounquom quoque in ipso nnihero ac situ solidorum angnlorum. p. 83. 

3 Ego non contendo, verum tu forsan novitate argumenti ductns 
litein mihi moveas, qua ratione cognoscam veritatem rei propuaitae; 
quando gemmne n gemmnriia nestimnntur ratione ponderia tot opratiornni, 



1. mntva\p1fi9f^t 15 

ate Stormalebelflrin , um mit beffen Setoid^t anbete jii bergkidben. 
^a« fyeciftfd^e ©eivid^t beftimmte er burc^ älBägen an ber :^uft unb 
im 9Ba{fer, unb fanb, ba^ bem 93erglr)^ftall, ba« äQ3af[er =1, ein 
®etari(^t bon 2^3 jufomme, n)el(i^ed Slefultat il^n nebenbei toeranla^t, 
auf bad Ungereimte ber SorfteDung ^injutpeifen, ba^ ber 93ergjh:^ftall 
Der^ärteted eid fe^, ba boc^ bad @id f))ecififc^ leichter fe)^ old ba<l 
äBaffer , unb jubem Sergfr^ftaUe auc^ auf üRabagaStar unb in anbem 
Reiften £änbem ja^lreic^ gefunben n)erben. ^ @r glaubt nun , ba^ ein 
fc^toeterer (Sbelftein metaDifc^e X^eile enthalte, bie i^m bann auc^ ald 
Färbemittel bienen fdnnten. 2)ie Seftifnmung bed f))ecifif(^en @etDic^ti^ 
toar unbequem aud^ufü^ren, benn er fagt ,,681 enim profecto mo- 
lestia.^ @r fanb, ba^ bie amerilanifcbcn ®ranaten viermal f(l^h)erer 
fe^ ate baö SSaffer, unb überzeugte fic^ auf d^emifc^em Sffiege, bag 
fie Sifen enthalten , and) burc^ i^re Sßirfung auf ben üRagnet. 2)abei 
bemerft ex, ba^ gefärbte Sbelfteine, loe^e ben Sergfrt^ftaD an ®e- 
toic^t nic^t übertreffen, bo(^ bon einer metaQtfd^en Subftanj gefärbt 
\ttfn tonnen, benn er babe (rem miram) beobad^tet, ba^ ein biel 
(Sifen ent^altenbed 3)2ineralU>a{fer fl>ecififc^ nur unmerllic^ fd^U>erer 
getoefen , aU geto^ö^nlic^e^ äS^affer. ä3ei ben unburc^fu^tigen Steinen 
finbet er ät^nlic^e 9}erf(^ieben^eiten im fpecififc^en ©etoic^t, unb be« 
ftimmt bad bed n^ei^en Warmord )u 2,7, bad bed i^matitd ju 5,7, 
baö be« 3Ragneteifenfteinö gu 4,6, bed (Sagatd ju 1,22 k. 

Obtoo^I er bie mebicinifd^ien 3Birfungen ber @teine nid^t ganj 
)»em>irft, fo fagt er hoö), ba^ er toon diamanten, 9iubinen unb 

vei granoram, compArundo Uinluni routuo lapides ejusdem speciei numt^ro 
diversos, proul quantitas ponderia arguit qua Dtiüitem corporis, neglecta 
vel igDorata methodo cognoacendi gemmarum diveraarum gravi tateni 
apecificam, quae certe iinlla rntione dependet a quantitale corporis; 
uti (nisi jam uosti) colligiTe poteris ex jam diceiidis. p. 87, 88. 

t — unde obiter auimadverto, quam leviter et aiiie ratione niulti 
viri literaii cum auUqui, tum recentiores, statuant cryatallum nou esse 
niai giaciem eztraordinarie duratam diuturno et vehementi gelu; cum 
tarnen quantitas glaciei ait levior aequali quantitati aquae (illiqne prop- 
terea aupernatet) cumque (ut addani aliam objectioDem) Hadagascar,. e 
aUae Regionis zonae toiTidae Bbiindeiit crystallo. p. 89. 



16 I. Son 1650 btd 1760. 

Bappi^xxm, bie man in SWngen gu tragen J^flege, nicmate befonbere 
SBtrfungen erfaßten ^abe, unb ba| bieled gerabqu unmöglich unb 
bcr Statut toiberftrcttenbe« babei angenommen toerbe. • 

Unter ben bie fir^ftaOe betreffenben arbeiten be3 17. S^^^j^n« 
bertd getd^net ftd^ befonberd bie 2>tffertation bed Sanen Slicolaud 
Steno avL^, betitelt: De Solido intra Solidum naturaliter contento. 
(Fiorentiae 1669.) @teno ober <Stenon, geb. 1638 gu fto^^en^ 
^gen, n>ar ein berühmter 9(rjt unb Xndtom, unb trieb längere 3^ 
ju $arid anatomifd^e @tubien. 3m 3a^r 1666 begab er fid^ nad^ 
Italien unb lie^ ftd^ in ^orenj nieber, tvo er SJütglieb ber Sßabemte 
del Gimento unb Seibarjt bed ©ro^^ergogd n)urbe. 1672 tarn er 
auf Sinlabung 6^ftian*<S V. ald ^rofeffor ber 9(natomie nad^ Stopen- 
^gen, fe^rte aber nac^ einiger 3«* h>ieber nac^ eJIorenj jurüdf, ba 
er in Jtot)en^agen toegen feineiS frühen Uebertritted }ur latl^oUfc^en 
Sleligion mancherlei Verfolgungen au^efe^t n>ar. @ettbem trieb er 
t)orjügli(^ t^eologifd^e @tubien unb fd^rieb meiere ))oIemifc^e ätb^nb- 
lungen gegen bie ))roteftantifd^en $rofefforen in 3^ena, jog bann nad^ 
$annot)er unb (ebte ^p&tet in Stünfter, Hamburg unb @d^h>erin, n^o 
er am 25. 9lot)ember 1687 ftarb. ©eine Seicbe tourbe auf Antrag 
bed @ro^^er}ogd So^mud III. nad^ t^bren) gebrad^t unb in ber Ra- 
t^ebrak t)on ©t. Sorenj beftattet. 

Steno beobadbtete t^ot^üglic^ ben Sergfr^ftaO unb befd^reibt 
feine geft^^nlic^ (Kombination bed $ridma*d mit ber ^agon))9ramibe 

I Ego saiie nuiiquam vidi.magnos effecius editos a duris Ulis et 
pretiosis lapidibns (Adamantibus, Rubinis, Sappliiris) qui 8olent annollia 
in6gi. -^ p. 4. — non aolum scriptores Magiae Naturalis, aed et Tiri 
probataie fidei ac oelebres, qiii caatius et rooderatius procredi debuerant, 
exposuerunt in scriptis suis varia de Gemmis, qtiae adeo inepta aant 
ad fidem promerendam , eorumque iionniilla adeo impossibilia et naturae 
repugiiaDtia^ ut opiner eorum credujos liomines inter eoa, qui Philo- 
aophoruin titulum vel auibiunt, vel nierentur, tion minus esse raroA, 
quam Qeniuiae ipsae sunt inter Lapides. Uli etiam, qui adroittere pos- 
aunt istiusmo i improbabiles fabulas, tanto afficiantur ab hominibos 
judicio pullontibus coutemptu et vitnperio, qnantn gemmae a divitibus 
nestimatione extolluntur. p. 3. 4. 



1. 9KneraH)^tofir. - 17 

an ben Snben. 3)er ftr^ftaD n>adbfc, Saq;k er mit Seftimmtbett, burdb 
3ufat^ t)on 9(u|en, nic^t bun^ älngie^ung etnc;r Std^ning bon ^^nnen. 
tiefer 3^f^1^ f^^be auf aDen ^läd^en nid^t immer gleichmäßig ftatt, 
fonbem dfterd nur auf ben ^^ramibenfl&c^en, bie ^läd^eit bed $rid- 
ma*i feigen aud ben Safen ber ^^ramiben jufammengefe^t unb ba^er 
je na(^ ber Ssgregation größer ober Heiner, n)ie fte aud^ 5un>eil6n 
gan) fehlen; biefe ^läd^en fe^en ba^er faft immer geft reift. ^ 2)er 
3uti>a(bd an SRaterie, fagt er tveiter, gefd^ebe an einem Jtr^ftaQ n)eber 
gleicb^eitig, no<^ fiberaO gleid^mäßig, ^ ba^er ed lomme, baß bie Steife 
ber ^t^ramtbe ntc^t immer mit ber be^ $ri.dma*d jufammenfaOe, baß 
bie $^ramibens h>ie bie ^ri^Smenfläd^en oft ungleich groß feigen, unb 
bie "e^orm bed Sreiecfd ober bed Stectangulumd mannigfadb üeränbert 
merbe unb fic^ me^r Scfen bilben, aU im normalen 3uf)anbe bor- 
fommen. @r erläutert bergleic^en berfc^iebene 9(u$be^nungen ber 
^läc^en burd^ nac^fte^be ^ori)ontaIe Ouerfc^nitte unb bertilale 
$au))tfd)nitte ^^gur 4. 

< Cresdt crystallas, dum crystalli jam delinentae planis externis 
apponitar qova materia crystallina; ut adeoque locum nulluni omnino 
invenint eomm opinio, qui autumant crystallos Tegetando crescere et 
nutrimentiim nttrahere, quo I^terc niatrici adlmereot-^ adeoque a lluido 
aaxi exoeptas particalaa, et irt fluiduni crystalli transmissas ^ intrinsecus 
crystalli particulis apponi. Nova tiaec materia crystallina non omnibua 
plania apponitnr, sed ut plarimum solis plnnis apicis« seu plnnis extre- 
mis^ quo fit 1. ut plana intermedia, seu plana quadrilatera componantur 
ex basibus planörum extremorum^ adeoque eadem plana intermedia 
in qoibosdam crystallis maiora, in aliis minora sint, in qiiibusdam 
omnino desiderentur. - 2. Ut plana intermedia fere semper striata 
sint, plana vero extrema, materiae sibi nppoaitae indicia cfmservent. 
p. 39. 

^ Kon eodem tempore, iiec eadem quantitate omnibus plania ex- 
tremis apponitnr materia crystallina; liinc fit. 1. Ut axis pyramidnni 
non semper constituat eadem rectam cum axe columnne. 2. Ui plann 
extrema niro sint aequalia inter se, unde seqnitur inaequul tas planö- 
rum intermediorum. 3. nt plana extrema non semper sint triangu- 
lana, »icut, nee semper quadrilatera sunt omnia plana intermedia. 
4. Ui angnlns solidus extremus resolvatur in plures nngitlo9 »oli- 
dos .etc. 



18 



I. «on 1650 bi6 1750. 



%i^i. 






3>abet betnerft er, hai bie 98infcl burdb bte ungleiche 
^lac^enaudbe^nung nid^t üeränbert tverben. 2)t^ ^öl^Iungen 
unb Sertiefungen, bie treppenförmigen SlUagerungen , bte (Stnfd^luffe 
t)on £uft unb SSaffcr leitet er an ben ^r^ftaDen au^ ben genannten 
Urfad^en i^rer Silbung l^er, ebenfo bie SSerfc^iebenl^eiten ber Durd»- 
ftd^tigfeit 2C. 

2)te 9(n}iel^ung(Sfraft, tvek^e bei ber 9(ggtegation ber Jtr^ftaUe 
nrirfe, glaubt er mit ber ntagnetifc^en Straft «vergleichen ju fönnen, 
unb bamit ^dnge aüc^ ber $ara(leli^mud }ufammen, ber an Jtrto- 
ftaDfläd^en )u beobad^trn fe^. SBeber bie Jtälte nod^ bie äkrglafung 
im ^er fe^ bie Urfad^e ber Silbung ber Sergfd^ftaDe, fte fe^en 
auc^' nic^t im 3(nfang ber 3>inge entftanben, fonbem fönnen noc^ 
täglid^ entfte^/ unb n>ie fie aud einem ^luibum gebilbet fe);en, fo 
bebürfe ed aud^ nur ber Jtenntni^ biefed ^luibum^, um fie toieber in 
Söfung ))u bringen. ^ 3)ad Söfungdmittel, aud nvelc^em ber Jtr^ftaS 
fid^ bilbe, toer^alte [\df )u i^m, tvie bad SEBaffer )u ben @a{)en, ^ 
unb Jtrt^ftaDe aud n>a{f erteilen, toei^en unb amet^t^ftfarbenen Sagen 



1 oertam enim eat, ut ex flaido concreyit crystallus, sie in fluid um 
resolvi posse eamdem cryatallum, modo qois verum Naturae menairnum 
imitari noverit p. 44. 

'^ flaidum enim, in quo crystallas concrescit, eodem modo m linbei 
nd crystallum, qnomodo aqua communis se liabet ad salia etc. 



1/ aRinecttlp^l^fi!. 19 

)ufanraieii0ef e(t , toie er bergletc^ beobad^et fyä>e, ffitttn ein Sdia^ 
loQon i^ter Stibung an An^ftaOen , \otU^ aud Söfungen \>tn, Siiriol 
unb 9Uaun entfte^, n>o biefe €alge fic^ unflemifc^t fD^ftallimfc^ 
überetnanber ablagern. 

Sr bef(^reibt auc^ einige rbomboebrifc^ (Kombinationen am @tfen« 
^ang unb einige Diamant« unb SRarfafittri^ftaDe, an toeld^ (enteren 
er bie abtoec^felnben Streifen auf ben 23ürfe(flfi<^en beobad^tete, aber 
nic^ enträtseln tonnte. ^ 

^r bie Jtn7ftaOograt>^ie ift bie älb^anblung Bt^no*^ bebeu« 
tenber, ate bie in berfrlben 9lic^tung gelben Seoboc^ngen feiner 
Sorgfinger, benn fie gibt ben ßhrunb an, nnirum fonft gleic^rtige 
^(^ fo t)erf(l^ieben geftaltet toorlommen lönnen, unb jeigt bad 
®efe^i(^ in ber Sergr5|erung eined Jtr^ftaDd burc^ bie Um^erfinber* 
lid^Ieit ber SSinlel, bie fie befolgt. S)ie Sebeutung ber Streifen 
ifl, toenigftcnd am Sergln^ftaD, juerfl rid^tig ertannt. 3u ä^nlid^en 
Slefultaten gelangte, toie e$ fd^eint auf etgentl^ümlic^em SBege, Xo- 
menico ®ulieln|ini. ^ ©ulielmini ))tiblicirte 1688 (lateinifd^ 
unb itolienifi^) ))^iIofo))bif(i^e Seobad^tungen über bie @eftalten ber 
Salje. 

3nbem er bie Art^ftalle bed @aH>eterd; bed Steinfaljed, Xlaund 
unb ber Sitriole befd^reibt, bef^jric^t er bie öfter« öorfommenben Un- 
t>oOIommen^eiten berfelben unb ma^t aufmertfam, ba^ beffenungead^tet 

1 — in cubifi, qaos e saxis ipse excidi, — omnia plana strias 
habebaot duoboa lateribua parailelas, ita qnideni, nt in plania oppositia 
eodem dacia lerrentur alriae, plana vero aibi iDvioem vicina«, diveraum 
strianuu daetum exliiberent. £ atriarum dacta aequitur, circa quem- 
Übet cubum, triplici motu determinatum fuiaae ambiena fluidum, quo- 
rom onua perpendici^aria ad liorizont«m, reliqui duo horizönti paralleli 
aibi invicein autem perpendiaalarea fuerunt , (Sr erläutert nun leeiter bie 
Urfa(^n fcer Bewegungen be« genannten Sluibumd, e4 entging i^m aber bie 
8qie(^ttug ber «Streifen jum ^entagonbobecacber. pag. 60. 

3 !})omcntco (dulielmint, geb. 1655 ju Bologna, geft. 1710 )ir 
^obua. Dr. Mfd., $rof. ber SKat^fematit (feit 1690) unb ber ^rometrie 
(jett 1694) an ber Untterfitat )u Bologna, bann ^rof. ber SRat^atit (1698) 
unb ber SRebictn (1702) an ber Unii»erftt&t )u ^abna. 



20 I- Son 1660 M 1750. 

bic Steigung ber ^l&c^en unb SßtnIeC beftänbig ftd^ jeige, ^ ba^ bie 
QMie ber Stcp\taüe unb bie Quantität ber ht^ftaSirtrenben äRaterie 
biefed nid^t änbere, unb ba^ ba^er auc^ bie Keinften, ni^t toeiter 
t^eilbaren ^artifeld^en ber SRaterie fr^ftaSifirt fe^en , aud toeld^n bie 
beftimmbaren gröjseren fir^taOe befte^n. ^nUxvc er {id^ auf bie 
Seobad^tungen Seutoen^oefö beruft, erlennt er, ba^ bie ftr^ftaKe 
über^au^t geocbnete Slggregate fletnerer Ark^ftaSe finb. ^ ^e fd^on 
t)on Samif^er gejeid^nete 3uf<tn^^^nf^ung bed Ottaeberd aud Hei' 
neren Dftaebem erft)figt er, unb erlennt bte babei bteibenben leeren 
Staunte atö not^n>enbig unb ber $orofit6t ber SÜxpet entf^ec^b, 
unb fe^en bergleid^ ^^oren burd^ SBaffer ober ein anbered im ^er 
enttaoeid^enbed ^luibunt geföDt. @r be^ut>tet, ba^ jebed Sal) feine 
eigent^ümlid^e ©eftalt ^abe unb biefe niemafö ioed^^Ie, ber Batpettt 
nie bie ©eftalt bed Dftaeberd annehme ober bie bed SBürfeld, ber 
3((aun niemaf^ ein $ßaraDeIe))i()ebon ober $ridma ^ u. f. n>. ^ie 

• 

1 Stabiles niliilominus; nanique sit vobie principiam, crystallisatio 
est semper plaiiorum inclinatio, ^et angulorum, cujus ope in crystallis 
iiOD satis perfectis, recte eognoscitur, unde lia bereut ad sese tenninan- 
dum, cum ab eadem necessario pendeat figurae determinatio. dm itaL 
Ortginaltr^t „Stabile nalladimeno, purclie vi sia principio di cristaiyza« 
zione, e sempre rinclinazione de* piani, e degli angoli, dalla quäle ne' 
Cristalli non assai perfetti, ben n conosce dove avrebbero a terminarsi, 
dipendehdo da essa neceesariamente la determinazione della figara.** — 
Dominik Gulielmini Opera omnia. Qenevae. 1719. p. 83. 

'^ Hae fignrae brevissimo tenoporis spatio maxime accrescebafit immo 
tali modo, ut eaedem daobus aut tribns temporia miniitia centiea qaidem 
majores fierent, attamrn eandem retinentes figuram; tarn enim longita- 
dine, quam latitudine accresceüant. fitiamsi alia Bulla ratio adesaet, 
nna haec observatio efficere manifesla haec duo pnncta Taieret, qnae 
vobis demonstranda suscepi; scilicetSalis crystallis'indicari existentiam^ 
et figurafn primorum compoueutiiim ipsiua, eosdem ab iia proficiaci roe- 
diäiite ordinata illa uniooe. p. 85. . ^ 

3 Cum igitur per replicata«, et div^rsimode habitas obaervationes 
aal muriaticnm cubicuro, Vitriol um paralielepipednm rhomboideuin , Aln- 
meo octaedricnm, et Nitrum prisma rectum basia exagonae exhibeant, 
fateri cogimur praedictas figuraa cuiqne ex praedictis salibus deberi; 
praeeipne cum imiiquam sales praedicti Schemata permuten t adinviceoi. 



1. SRineroIt^l^fü. 21 

Sebeutung untergeordneter ^fid^en einer Skftolt finb, toie man fte^t, 
nic^t f(^ in'iS ä(uge gefaxt toorben, fonft ti^ürbe ®ulie(mini ben 
SBärfel iote am Steinfal} aud^ am SHaun gefunben ^a6en, in beffeii 
Sombinationen er ^öufig eingebt; bte conftante f^ormbifferen) Don 
S(aun unb Batptiet mag i^n an^ bcftimmt ^aben, eine mi^glid^e 
gformengemetnfd^ft bei anberen Derfd^iebenen ©djen nic^t )u erfennen, 
unb fo getoann jloar bie Seftänbigfeit ber SBBinM me^r @tü|e ünb 
Xnerlennung ald ftül^er, bte Sinftd^t eined sehrij^en S^^n^nienl^nged 
toerfc^ebener ®efta(ten feilte aber nod^. 

2He genannten 6al}e ^&It er für bie ^rimitiüen , aud beren 6om& 
)>ofttion bann mit $ilfe Don mand^erlet Stgct^en anbere fecunbare 
@a(^bilbun0en entfte^en. @r beobad^tete bie Seranberung ber l^läd^en« 
form o^e äBinleUnberung , f o ). 8. toie am @tetnfal) quabratif d^e 
%läd^ )u rectangulören toerben burc^ ungkid^ma^ige^ ätnfej^en ber 
Keinen 993ürfelmoIecuIe, toie bte ^ä^ am Ottaeber bed SHaunS 
nid^t in einem Od, fonbem in einer RanU )utoei(en ft(^ fd^neiben, ^ 
unb er mad^t aufmerffam, toie bie $au))tform tro( ber mand^lei 
oortommenben Seränberungen ju erlennen fel^, ioenn man ftd^ bie 
betreffenben ^lad^en au^ebel^nt unb gegenfeitig jum ^urc^fd^nitt 

idest oitram Duoquam in octaednim, ant cubum; alumen nunquam In 
parall«lepipedam aut prisma etc. chriatailizentur. — De ßalitma Diaaer- 
iatio riiysico-medioo-mecbanicii. (9om 3a^re 1704.) 3m ZifU IL Ux 
Opera, p. 88. 

1 — adeat aberrationia in scbematibua cbryatalloram cauaa, vide- 
licet addilainentuin ^ aut exuberantia ad partein aliqaam; quae pAriter 
ex accideoti emergit^ liinc cum quadratum favile tranaeat in rectanga- 
luin, ai videlicet ad ttiram pnrtein magis augeatur^ quam ad alteram^ 
freqatrQtiaaime accidit, ut cubica salia moriatici figura tranaeat in pä- 
rallelepipedann rectum abaque debita iaterum aeqnnlitate^ uti -in anle 
gemmeo frequenter obaervatur; cujua iuaequalis aocretionia aicuti Tariae 
eaae posaunt efiicientea cauaae, iia formalia nuUa alra est, quam inaeqiialia 
accretio eaboruro aalinorum ad nnam mogia quom ad älterem lineam: 
Eadem de cauaa fit^ ut pyraniia uluminia aliquaudo in punctum nou 
lerminet, aed in lineam, sei icet quia id neceaaario aubsequi debet, ai 
baaia quadrala in rectangnlam tranaeat acuta aecundum nnam dimen- 
aionem, magia quam aecundum alfcrani. p. 91. 



22 I* Sim 1660 m 1760. 

gdbroc^t bente. ^ 9tatu|erlet Semerbingen übet bie ftrt^ftoOUlbttng aui 
bem flüfftgen Sußanbr burd^ (Sublimation unb $r&cit)ttation, ^gen 
ben ffei^igen unb intelligenten 9eüba^Ut, n^ld^et au^ ben Sert^ 
bed An^ftaüfhibiumd erlannt ^t, tote bor i^m nur einzelne ^orf(^ 
auf btefem ®ebiete. ^ ^ie fed^dfeittgen $rtdmen bed @al^erd leitet 
er ab bon einer Buf^ntmenfe^ng aud breifeitigen, unb bad Dbaeber 
»oft ^ner Serbinbung jtoeier an ber SafiS benoad^fenen quabratif(^ 
$Vramiben mit g(et(^feitigen 3)reied(en; am römifd^en Sitrtol nimmt 
er bie ^I&d^en aKe ald gleid^artig, unb befHmmt.i^re SBinlel }u 80^ 
«nb 100 0. 

Sd ift felifamr ba^ biefer ^orfd^er, ber bod^ bie äirbeiten bon 
9o)^Ie citirt, bei' ber Setrad^tung ber. genannten @a(}e fte^ blieb 
unb ftc^ nid^t n^eiter mit ben ftrl^ftaHen ber @teine sc. befc^äftigte, 
benn l^tte er biefe aud^ in feine Stubien aufgenommen, fo toäxtn 
bie ^ortfi^ritte ber 5tr^ftaDhtnbe burd^ i^n too^l fe^ er^blic^ geworben. 

S)ie ftn^ftaDe bed Cuarjed fmb }um 3;^eil audfü^rlid^er ate bon 
feinen 93orgängem bon ^of^. 3af ob Sd^eud^jer in beffen Sc^nrnjer- 
reife befc^rieben n>orben. ' @r nennt bie Jtr^ftaIlogra))^ie eine ebenfo 

1 Altera causa variatiouis figurae in salium primigenioram clir,v 
stallia est, quod eo perfectionem debitam non attingat^ sarpe etenini 
nbroero, aat oociirrnnt trnncatl angnli, ideoque maltipJicata plana, aat 
quae ad figuram pertinent defidentia; liinc illi, qntbns nee oculi, iiee 
mens Oeometrica adest, aegre figoram, qua drcurascribi debuisseot, 
determinant, fädle tamen potenint errores vitari, si non tantum nntnr* 
rus angnlornm, qnantnm snperfiderum planarum^ a qnaram sectioneii 
emergunt, considerentur; eae etenim si imaginentur eztensaer asqiie sd 
•ectionem in vertioe angali , dare perdpietur figara a Natura in ea cbir- 
stallo intenta. p. 91. 

^ Crjrstallisatio igitur geometrizantis naturae opus quoddam est et 
sane mirabilissimun^'idignnni ideo nt totins ingenii viribus, totaqoe 
mentis contentione ezquiratar, non qnod spectet tantum amoenitatem 
et Tolnptarteni. quae mirab^lium sdentiam consequitnr, verum etiam ol* 
maximam in re physica Utilitatem; videtur quippe Natura liic se pro- 
dere, et omni exuta velamine noit qnalis esse potest, sed qualis actn 
est sese praebere conspidendam. 

9 Ovptöipotr^g Helvetictts, sive Itiuera per Helvetiae Alpinas K^ 
giones (%\\9 ben 3a(rcn 1702 bt« 1711) T. I. p. 233 ff. 



1. aRtnerat|>l^i^ftt. 23 

intercffantf ate fd^toierige Bai^t, toelc^ bem ®enie ber feinften ^^tlo^ 
fo»>^cn fü ticl )u fc^ffdn mad^, bafe fte M *»^ a«^ Stunbe nod^ 
nic^t aud ben begegnenben Sab^rint^en Ratten ^erauöfinben fönnen. 
Sr 0ibt eine Bufammenfteaun^ aller Seobad^tungen über ben Serg« 
fcVfiaa bi« auf ^lintud jutütf, befc^reibt bie t)erfd^teben gefärbten 
Sarieiäten, bie braunen unb fd^tparjen (tool^in )t>er SRorion unb 
$ramni0n), ben Sitrin unb ä(met^9ft, rotl^ unb grüne Jtr^ftaKe. 
dt bemerltv bag bie ttKt^ren Sbelfteine ebenfo entftünben, tote bie 
Sergtr^fiaae, öftere biefelbe %mn unb färbenbe @ubftan} ^tten unb 
ftdt^ nii^t anberd unterfd^eiben, ate burd^ größere $ärte unb (SManj; 
bie JtrVftaOe fe^en toeii^e @belfteine, bie @betfteine ^rtere Kr^ftaEe. ^ 
^nn Sc^euc^jer in Sejiel^ng auf ben ätmet^l^ft eine ^u- 
tbet(ung )um Setgtrt^ftall gut getroffen 1)at, fo nnir ed nur ein Sa- 
faO, benn ed fiel i^m nid^t ein, ^u fragen, ob aud^ beibeDon gleicher 
Stifd^ung fe^en. @r befd^reibt mehrere ^r^ftaDe mit Sinfc^Iüffen 
anberer Irk^ftaQifirter Subftan^en, mit (Sinbrütfen, ftanälen, mit 
92affertr0t)fen k. unb nennt bie ©d^toei^ bad eigentlid^e Saterlanb 
ber Sergfrt^ßaDe. a)en Urf})rung betreff enb, neigt er pd^ ju ber SRei« 
ming ber Xlten infofem, aU er biefe anfübrenb anerlennt, ba| in 
ber eiftgen 9(imoft)^äre ber 9(I^n bie Jtrl^ftaQifationen leidster ent< 
fle^, atö anbem)&rt0; falfc^ fet; aber ©eneca'düReinung, ber ben 
Mr^floD awS Sd^nee, bet burc^ \>\dt 3a^re gu @id erwartet fei;, entfte^ 

3obann 3atob ^c^eucbaer ge6. 1672 am 2. 9(ug. )tf 3iiric^* g^P* 
cbenba am 23. Sunt 1733, 97ac$bem er t)on 1692 an in SItorf unb Vitttdfi 
fttttxxt, 1696 gwfiter @tabtorjt in ^Mdf, bann 1710 ^roffffdr ber Wlat\ft* 
matif nnb 1733 auäf ber V^t^ftt am (^v^nnaftum bafelbft, fctoie Dber*6tabtar3t 
unb (S^orberr. 

1 Hoc, qua t^lores varios Crystallorum iotneri datur, occasione 
obfi^nri» flimal, veras Ueminafl eodem modo generali, ut Crystalloa, 
eadeni plernmqne gaudere fignra, eadem tingi materia, nee differe ab 
U'iB^ nifii majori duritiei gradu, et quae ex firmioiri particolarum com- 
pactione orltur Tivadori splendore, aeit Crystallo« esse gemmatf molliores, 
^mmns Crystalloa duriores, ut nemo rairari debeat, si ex Qemmarum 
iiobiliorum gregi* pro Crystallornni varietatc illnstranda seporem, quae 
iid Cr^'atallinom piogeniem mihi refercndae videntur. p. 241. 



21 I. Son 1650 bU 1750. 

lä^t, ober bie bed ^eiligen 9lu0ufttnu$, bet i^n ä^nlid^ einem 
Schnee jufc^eibe, toeU^ t)iele Raffte m^i aufgelöst unb fo feft ge« 
froren fe^ k. 2)ie @infd^lüf[e betrad^tet er ald ein beutlid^eiS d^^^^^* 
ba| ade Sbelfteine, auc^ bie l^ärteften, anfangt flüffig 9en>efen, bie 
Strt aber, toie biefe Sinfc^^Iüffe ftattflefunben, frt^ ntd^t fo leic^ ju 
erflären. @r citirt @teno'd älnfid^t, hai ber Serglr^ftoII nic^t in 
einem toäffrigen e$Iuibum Qetoad^^m fe^n fönne, ba er aud) £uft ein- 
fcbfie^e, unb entgegnet, ba| man nun n)iffe, ba| jebem 3Baffer £uft 
betgemifd^t fe^; übrigen^ ftimmt er ber Stuftest @teno'd bei, ba^ bie 
ftrl^ftaüe bur(^ Slnfe^n ber {rt^ftaHifirenben SRat^rie ^on au|en fiil^ 
oergrd|ern unb bag, toenn ein firi^ftad, loie ed toorfomme, Don einem 
anbern umfd^loffen fe^, ber (entere f^ter gebilbet n>orben, atö ber 
eingefd^Ioffene. * @r gibt auc^ berf^iebene ^ennjeic^en an, Mcld^ 
auf bie Sntbedung t)on Jtd^ftaUfammern in ben Gebirgen fü^en 
fönnen. 

(Sine Ueberfi(^t be^ @tanbed ber itd^ftaHtunbe im Xnfange bed 
t)origen Sa^^unbertc^ genni^rt ber Prodromus Crystallographiae 
(1723) bed £u)emer 3(r3ted.aRaurit. ä(nton (^appelUt.'^ 3)ie 
ftr^fiaOe ber @belfteine, ber getoS^nlid^en Steine, <Sal}e unb StetaDe 
befd^&ftigen i^n. 2)ie toeniger feltenen unb gefd^äj^ten @bc(fteine fe^en 
}u Irt7ftaIIogra))^ifc^n 93eo6ad^tungen geeigneter ald bie anbern, n>etl 
fie leichter t)on boDfommener ^omt ^u betommen; bie metadifc^en, 
eine SBegetation nac^a^menben AD^ftadifationen fe^en nic^t burc^ 
eigentliche Siegetation entftanben, toie mand^e Sorf(^er glauben, benn 
genau unterfuc^t jeigen fie feine Drganifation i^rer 3^eile. 

1 9u4 «^teno^d Prodr. Diss. de 8ol. intr. Sol. „Si corpus soliduni 
alii corporis soiido »ndique ambitar, illud ex iis primo iiiduravit, quo<l 
in mutiio contacla sua aaperficie alterias soperficei propri^tntes cxprimiL 
Si Crystallus Crystallo^ Sdenites Selenitidi, Marcaaita llarcositat; qtm- 
dam saa parte includitur^ jani tum induruercnt contenta illa corpora, 
qaando corporain ' conti iienii um pars etinninuro tluida erat.** 

3 SRaurit. 9(»tdn (Sa|})}cler, geb. 1685 )u Stttifau, daiiU ^)crn, 
f^efl. 1769 in Tliln^tv in ber ^c^ivet}. Hrjt unb aRitglicb be« ^o^it 9tdt|^ 
in 9u}ern. 



1. Wineral^^i^fir. ' 25 

6r f^Ü füt an^tmai)t, bäjs nur bte fauern Salje fri^ftalltfiren, 
abn itt(^t bte SUIalten, \odd^ nur eine fonnlofe äRaffe geben unb 
Itfoax erft, toenn fte aUer Idfenben f^Iüffigleit beraubt feigen, unb erft 
Strl^ftttOe, tpenn i^nen ein sal acidum beigemifc^t toerbe, tooju man 
audf Sitriolffriritud gebraud^e. ^en @äuem aber fe^n berfd^beiie 
formen eigen, toie man erfe^, toehn man baffelbe äßloli mit ber* 
f(^ebenen ©äuern berbinbe. 

« 

Qx bef)>ri(^t bie l^erfd^iebenen Silbung^rten'bet Jtn^ftaKe/ barunter 
au(^ bie ftn^ftaKifotion burd^ @ubIimation, mittelft todä^ manche 
IRineralbilbungen bor ftc^ gelten Idnnen. ^ 3)abei n>irb ber ®<^nee« 
unb ^ogelbilbung ertoabnt. dx nimmt bie ftr)^ftaBifatton in ioeiterer 
Sebeutung ald bie metfiten SSorg&nger, unb jä^It ju i^en 3(rten ba^ 
AugKc^e, ftonifd^e, jteilförmi^e , ^aarförmige, Qipxppx^e, Sinfen* 
förmige k. ' 

2He ftr^fkaObef (Reibungen • {inb , je noc^ ben Dbjecten, toeld^e 
Dorlogen, jutoeilen ixendidf beftimmt, in t)ielen %äüen aber finb bie 
Xngaben bag unb fielet man, bo^ bie Sorrectionen an einem unboO» 
tommen audgebilbeten ftr^ftaK nid^t gemacht tDurben, bie bod^ auf 
6teni>*d arbeiten ^in ^tten gemad^t toerben tonnen.. 2)affelbe gilt 
Don ben älbbilbungen. @d toirb ein^ Ueberfic^t ber SRineraKri^ftaDe 
gegeben, ber Sa^td^ftaDe, ber Art^ftaKe Eünftfic^er ^robucte unb ber 
^amfteine. 

dt befc^reibt ^amantfe^ftaOe, Webten er ali ^au^tform bad 
3)obecaeber gibt, bie $Ia(^ fe^en St^ombfn ober Zxaptye ober aud^ 
^Sentagone, meiftenö getrümmt, fo ba^ ber Jtr^fiaS im ®an)en fugel« 
förmig erfc^eine. 

2)ie ftr^ftaSe bed orientalif^^en 9lubind befi^reibt er afö DItaeber 
mit ac^t ^reiecfen, au(^ %xapt^, bie Safid fei; f eltner ein Duabrat 
ali ein $araOeIogramm, ber äßinlel ber ^^ramibe 70 <^; ed ift offen« 
bar ber @)>ine0 gemeint. @o ertoä^nt er aud^ ottaebrifc^e ®a)))>^ire. 

1 — et credibile est in sabterraneis plarima tarn itfetailica tum 
Lapidea atmiK modo prodaci, quemadmodnm ex aliqnia crustatis, In- 
mellatie, raoemoais ioibi naaoentibua anapicari licet. 



26 I. Von 1650 bi« 1750. 

^n ^i^^int^ ^d^reih er gang rid^tig ate bobecaebrifd^ , bie %laä^ 
r^ml^ifd^ unb beiogonal, ber r^ombifd^ fe^en ad)i, ber.^aeonolen 
öier. 

3)en (9ranat befd^retbt er ald tetraicoeahedricus, toon toiecunb- 
lin>an)t^ f^Iäd^en umfd^lDffen, n>eld^e tl^etld qua ratifc^, t^eite tra^if^ 
auc^ ))entagona( unb ^e^ogonal feigen. 9lud^ bom 3)afatt tt^ben 
5tr^fidDe befd^rieben unb ber Selemnit unter ben ci^Imbrifd^en Rttf- 
ftadifationen angefül^r/. 

@d h>ar erft bamal^ aUm&^V^ ertannt toorben, baft bie foge^ 
nannten Serfteinerungen bon Organismen l^errü^ren, unb feine ioefent- 
lid^en formen ber mineralifc^ Subftangen fe^en, an toeU^en fie 
beobad^tet toerben. 3n feinen ))^lofo^^ifc^en äSriefen f^md^t {td^ 
Soutguet ^ in fo(genber SBeife barüber am: 

^,Le8 Pierres que Ton nomme figur^es, sur tout Celles qui 
ont la figure de Goquiiles, d^Ossemens, d'Animaux^ de Plantes 
de terre et de mer ete.^ ont 1e filus arr^^ PatteDtioii des Philo- 
sophes. Paracelse^ Agricola, Gesner^ Fallopius^ Heroati\ Aoselm 
Boot, LicetuB, Aldrovaodi, Sennert^ Stelluti^ Kircher, van Hei- 
mont^ Reiskiiis, Geier, Edouard Luyd, Hr. Charles Nicoiaa IjiDg^ 
H6decin de Lucerne et plusi^rs anlres qu'il serott trop long de 
rapporter; ont eu recours, pour expiiquer Porigine de ces Fosdilee 
de figure r^eguli^re, k uti Esprit Architectonique, 4 des Ar- 
ch^es, 4 des vertus Artinoboliques et Formatrices; i 
des Id^es sigill^es; k des Raisons S^minales et ä cent 
autres Agens semblables forg^s dans TEcole du P^ripat^tisme 
et dans celle de 1a Chimie fanatique. Et sH est arriv^ que 
quelques-UDS de ces Auteurs ayent reconnu le r^alit^ des P^tri- 
ficatioDS dans quelques cas; c'est que P^videnee de la v^rite 
leur a arrach^ cet aveu, contre ' leurs propres Priocipes. Les 

1 Leitres philosophiques sur la furmation de« sels et des cr3'8taax. 
Amsterd. 1729. — 2out« 9ourguet, gcK 1678 ;ti 9h«ine«, gefl. 1742 
)u 92eufc^tel, anfange, aus granftcic^ audgetvanbert, Jtonfmanit iit 3^^^' 
}ulc(}t ^rof. bcr '{$^ircfo)>^t( ititb äRat^emattf )ii 9?cuf(^tc(. 



1. aRtnfra())^i^fif. . 27 

äemences et les Germes que Mr. de Tournefort pritoit )i- 
Mralement mtoe aiix Bliocs de Marbre et aiix Bruch des Ro- 
chers^ se aont ^vanouis presque aussi t6t quils ont paru. La 
verit^ s'est enfin fait jour ä travers toutes cea chim^rea de la 
faQon des Savans^ et il est aujourd'hui d^td4 en saine Physique, 
que la Pierre Judaique, rAßtroite^ TEntroque, la Pierre ^toil^, 
lea Gloasop^trea^'la Langue et lea yeux de Serpent, la Crapau- 
dine^ le Strombite, rOrhbrie et cent autres Pierres, dont lea 
Doms aont auasi bizarres, que ceux des Agens auxqaels on avoit 
donn^ la Gommission de les former. 11 est, dis-je, d^cid^, 
que les Pierres de jce genre sont. des depouilles des Corps de 
Plantes et d^Animanx-p^trifi^s etc. 

Sergleid^en Stfenntnt^ hmr Don 9Bic^tiglett ffir bad ganje 
^ormenftubium ber SRineralien, benn mit ber genaueren ^^orfd^ung 
um ben otganifd^en Sau eined ^p^anim-- ober ti^era^nltt^en @tamm< 
gebtibed tvurben auc^ bie ä^nlid^en ftr^ftttSaggregate genauer beobad^tet, 
unb 9ourgu#t gibt Setträge baju. @r beft)ti(i^t bie Silbung ber 
Stalactiten, tveld^ Xournefort für t>erfteinette Säume l^ielt, al§ 
er bie Srotte Don 9(ntt)Htrod gefeben, bie Saljblumen unb (Sfflore^- 
cenjen k. a(d (Srfc^nungen Don Kr^ftoSaggregaten. 3Ran ertenne 
ibr eigentlid^e^ SBefen nur be^^alb nid^t, n>ei( bie Derbunbenen Zf^U 
i^n lu Hein frt^. II nous arriv6 k cet ^gard, fagt er, ce qui 
arriveToiti un Homme qui regarderoit une Arm^ du haut d'une 
Montagne. II verroit en gros un amas plus ou vnomB regulier, 
nnais il n'apiJ^cevroit pas les Soldats qui le oomposent, ni Tordre 
qui y est observ^. 

Ueber bie einen jlr^ftofl gufammenfe^enbcn 3RotecuIe Derbreitet 
er ftc^ gtemlid^ audfüJ^rlic^ liinb beftimmt fte ber $orm nad^ atö ^rei- 
tdt, o^e toeiter auf ein jtdr))erli(^ed einjuge^en, ob biefe ^reiede 
Xetraebetn ober, breifettigen ^ridmen ober ä^nlic^n Xafeln angehören. 
Sd genügte i^m, folc^e ^eiede auf ben ^^^ramibenflädben be« Duar^e^ 
beobad^tet gu ^ben, unb ebenfo am ällaun. iSappdUx äußert fid^ 
über bad Oberfläc^Iicbe einer folcben SorfteUung in einem Sriefe an 



28 I- Son 1650 bid 1750. 



VI 



@(j^eu(^2er * unb ben^eidt, ba^ mit Xetraebern toeber \>a^ beiagcnofe 
^^rtöma bed Ouar^ed, noc^ beffen ^V^^^'n^^^ 3^ conftvuiren fe^, bmn 
ber 9tet9Uii0dttrinIeI jh>eier gegenüberliegenben %lai^tn, loeld^en er ju 
75 angtebt (er ift 76 o 26 ') ; I&nne burc^ ben Sau aud tegelmä|igen 
Xetraebern nid^t ^erborgebrad^t tverben. Sourguct bert^btgt ft(^ 
in einem ©riefe an (S^appelUi, inbem er erinnert, ba^ bie geomr- 
trifd^en Ser^ältniffe in ben ^r^ftaOen burd^ mancherlei Störungen bei 
i^rer Silbung geänbert toerben , unb ber Jlrk^ftall burd^ rein geometrisch 
5Princijnen nid^t erflärt toerben lönnc. ^ 

ÜRit ber ftr^ftaDftructur bed StaS\patfß unb bed ®Vt>f^ M^^^f^ 
tigte fic^ bamal^ ber 3Rat^atifor unb $b^ftler be la $ire. ^n 
einer 9(bbanblung Don 1710 befc^reibt er bie @))altungdgeftalt be^ 
idlänbifd^en @))atl^e^ fe^r genau , unb beftimmt ben Sd^teHanten- 
toinfel bed Sl^omboeberd }u 105 <^, unterfuc^t au6) beffen bo^))cUe 
Stra^Ienbred^ung unb menbet fid^ bann ben biefem- 2^It, tok er ibn 
nennt, .}U bemjenigen, n^eld^er in ben $arifer ®\^p^bvüi}en bortomme. 
2)ie 9Rif(^ung bed natürlid^en ®\fp]e^ toar bamate no<^«nid^t belannt 
@r befd^reibt bie ^feilförmigen $emitro)>ieen, beftimmt bie @^(tung»' 
rid^tungen unb ertennt, ba| ber ftr^ftaU au$ triangulären Sl&ttc^en 
jufammengefe^t fe^, beren brei SBinIe( berfd^ieben unb 50®, 60^ unb 
70 meffen. » 

1 Acta Physico-Medica Academine Caesareae Leopoldina-Carolioa? 
Naturae Ctiriosorum. Vol. IV. (1737) Jdh. Joe Scheochzeri Otiornm 
Aeati Valium Conti naatio. p. 12. 

^ 3ii benifflbcu 53anb IV. ttx Acta Physico-Medica etc. Sln^ng. p. 18. 
^qaod förtnatio corporuni qualitercunque regulan'am, ui est v. g. Cry- 
stallas Diinquam ab aliqno Geometra per pura principia Qeometriae 

d^monstrari potsit. • Occuront equidem permulta iu hoc Universo 

exempla corporum figuram geometricam referentium, sed nunqaam se> 
cundum rigorem talis deprehenditur, et quidem, si dicere licet^ hnnc 
maxlme ob caasam, qaoniam, etinmsi idenJid origo in Suprema SaplentiA 
faerit geometrlca, couflictus tarnen motiiam fmiumquf divinoruni in 
corporali mundo impedirit, quo minus georaetricae regulac eecundum 
rigorem in actum deduci potuerint.** p. 18. 

3 Histoire de l*Acad^mie Royale des Sciences. Ann^e MDCCX. 
Memoires. On* peut conjecturen deU assez vraisemblablement qne U 



1. 9ttnetatt>^fü. 29 

(St untrrfud^t aud^ bie 6tral^Ienbte#un9 unb finbet fte bi>^))elt, 
bo<^ biel fd^toäc^er aÜ beim tdl&nbifd^en ^path. 3n bem 99erid^t 
über biefe Xb^rtblung ffir bie ©efd^id^e ber äßabemie finbet fid^ eine 
Semeriung, toeU^c jeigi, ba^ bie älteren ))^iIofo^^ifcl^en @))ecu[ationen 
aflm&^Iig geeen bie unmittelbaren SeobadE^tungen jurüdFftel^en mn^ten 
unb ba^ man erlannte, loie toenig mit ©d^Iüffen fort^ufommen fe^, 
bie nur t)erein)elte bergleid^^en Seobac^tungen j^ur Saftd ^ben. ^Si 
Ton voulait donoer aux Philosophes une grande d^finnce des 
principea qa^il recoivent le plus g^o^ralement ^ Texemple du 
Cristal d'Islande y seroit fbrt propre. Apr^s avoir bien connu 
lea RefractiODS qui se fout dans l'Eau et dans le Verre, ils 
^toient en droit de croire que Celles de tous les autres corps 
trajispareots ^toient en g^n^l de la niSme nature, et ne dif- 
föroient que par les diffi^rentes proportions des Sinus d'incidence 
et de refVaction, d^pendantes de la diffSrente density des corps. 
Cependant en 1670 parut pour la premi^re fois k leur grand 
^tonnement dans un livre d'Erasme Bartholin s^avant Danois^ le 
Cristal d^lslande, qui renversoit les R^les Stabiles, ou plutdt en 
faisoit nattre de nouvelles, tout ä fait impr^vues. p. 121. 

^e 6))eculatii)n tourbe aber nur fe^r. langfam geregelt/ unb 
felbft ber gro|e SinnauS < ^^lofo))^irte nod^ über bie Kr^ftalle o^ne 

# 

masse de ces deujc rooroenax de Tale n'est coropoe^e qne dtf .Inmes tres- 
d^li^s et qui ne sont pas fort oltacb^ed les unes aux aiitres, et qae 
chacane de ces laroes est form^ par de petites lames triangalaires qui 
en sont les ^l^ments. — Chacun de ces petits triangles ^l^mentaires 
ajant troi's angles aigus et in^gaux de 50, 60 et 70 degrös, comine on 
le TOit dans les morceaux de ces iames qui "se rompent, leaquelles ne 
sont que des assemblages de ces mtoes triangles ^Itoentaii^s- qui for- 
ment des triongles semblables k lenrs dl^ments; car ces Iames qui sont 
assez cassantes, donnent toujonrs ces m§mes angles quand on les 
rompt. p. 347. 

1 (Sari Don Sinn^, geb. 1707 )u 9{a«(iitt tu ^niSlanb, gefl. 1778 ju 
Upfala. 9ta6^ l&ngerem 9(ufeiu^(t in j^ttanb als ^artcn^^ufpector eines ^trrn 
(£liffort }u ^rtccami», 1788 9r}t unb $rof. ber üRincralogie ber ^bmirolitat 
in ©tccf^clm , 1741 )^rof. ber äUebtcin luib 8ctam( an ber UnioerfitSt 3u Upfala. 



32 I. Son 1650 m 1750. 

Spat campestre aufgeführt, ^n Setreff feiner gri^eren $arte M^ 
e$: conünet aliquid ferri uude durities. (Sbenfi> tft ber Sergb^ftotl 
ate Nitruai quartzösum, ber %opai unb Samragb ald Borax lapi- 
dosus primaticus etc.., ber ®ranat aU Borax lesseUatus angefubrt 
u. f. ti). 3)er 2)iatnant unb Qappf)\x fte^en beim Stlaun. 

3Ran fte^t neben einzelnen guten Seobad^tangen überall Unfu^= 
l^eit in ber Jtenntni| ber SRineralien, i^rer Jtrl^ftaQifatipn unb 3Xx' 
fd^ung, unb toerben läufig aud wenigen unb unboQIommen erfannten 
X^atfac^en ®<^(üffe gejogen, n>el(i^e toeiter gur 93eftimmung toon Oha- 
ratteren bienen, bie toeber na(^it)eidbar nod^ k)orl^nben ftnb. ©leidb« 
tawl^I mug man bie geiftige X^ätigteit bed großen Staturforfd^ bc^ 
munbem, mit n>el(l^er er auc^ baS ben organifd^en 9leic^en fo fem 
fte^nbe unorganifd^e )u erforfd^en unb ^u überfc^auen geftrebt bat 
3n ä^nlid^er 2Beife finb »uffon*«'« (geb. 1707 gu SKontbarb in 
S9i^urgogne, geft. 1788 gu $arid) Seiftungen in ber SRineral^e 
jurütffte^enb gegen feine übrigen in ber Slaturgefd^id^te. 9tome 
2)eli9le fagt, inbem er beffen Stnfic^t, bie äJltneralien fetten bun^ 
93en}egung organifc^er ^olecule entftonben, ber Duarg fe)^ bad pd^ 
mitiDe ©lae ber Statur« bie ®Iimmer SCudblätterungen bed burd^ M 
©rfalten erfc^ütterten (frapp^) Cuorje« 2c., ertoä^nt: ^Ce oourt 
extrait suffit pour d^montrer que la partie brillante du Pline 
fran^is D'est pas la Mineralogie. Nod omnia possumus omnes.^^ 

9lu^er ben ertiKi^nten ^l^^fitalifc^n @igenfd^aften ber SRineraKm 
h>ar in .biefent 3^traum nur no(^ bie ^^o^^^Dredcen} ©egenftanb 
einiger Unterfut^ungen. Dr. SB all (1708) beobad^tete, bafe b«3)ia^ 
mant nid^t nur burd^ ßrtvärmen, fonbern auc^ burc^ 93ejitral(;(en Don 
Sonnenlicht ))^o«t)^oredcirenb hwbe (Philos. Transact für 1708). 3)u 
gav' erlannte biefe GigenfAaft nod^ an einigen anbern SJlineralien 

• 

1 BatTou (M. ]e Comte de) Histoire natarelle etc. Paris 1749 etc. 
unb Histoji'e naturelle des Min^raux. Paris 1783. 

2 Cnstaliographi^. 8fic. edit. T. III. 572. 

^ Charles Frangois de Cisternay Dafay'(Do Fay), geb. 1698 
)u fari«, gc{%. cbenba 1739. 



2. 9KneraI(i^ie. 33 

unb est^ertmentttte (Übet ia^^ffoiipf^tte^tm hixäf Svto&fmen (Histoire 
de TAcad. Roy. des scieoccs. 1724) unb ebenfo $ott (1746), 
tootjiber ttn f olgenben 9lbf d^nitt . bei ben Setftungen btef e$ Sl^ilerd 
no^ bie 9lebe fel^ tvtrb. 



I. «Ott 1650 btt 1750. 

2. 9KntraIi^emtt 

2)te anab^tifd^e Sl^emie befonb fid^ nod^ in i^et Jtinb|^eit, gleid^« 
toü^I Waren mand^Iei für bie quolüatibe SefHmmung ber SRineral« 
mtfi^unarn toert^botte Seobail^tungen gemad^t toorbea Sol^Ie (f 1691) 
)et0te bn; 9leaction ber S&uren burd^ SRdt^ung blauer ^flanjenf&fte 
unb bie ber Xllalien burd^ bie braumrot^e ^rbung gelber $f[an}en< 
{rigmente; bon Säuren erfannte er bie €(l^toefeIf&ure buril^ ^f&Oung 
mit Aaßfaljen, bie 6a^fäure mit @i(berldfung. (Sr beobad^tete bie 
Silbung bed 6almialnebete, loeld^er bon Xmmonial unb 2)ämt)fen 
üon @a^f&ure entftanb, bie b(aue ^rbe be« 5tu))feros9bammDniafd, 
bie ^Sung bon ®oIb unb Silber burd^ OuedCfUber, bie Sleaction ber 
Sifenfolje gegen ®aUä))feItinctur, toomit er bad (Sifen im ^maiit 
nod^toied. @r tou|te bad jtu)9fer bom ®oIb burd^ @al))eterföute }u 
f «Reiben, unb bad Silber bom Stupset burd^ %SSltn mit Jtu^fer. (93ergl. 
fto\)^*d ®efd^if^e ber S^emie II, €. 59.) 

3)er Sert^ biefer @rfa^ngen h>urbe Don ben bamaligen <Sl^ 
mitem ni^t befonberd erlann^ nnb benäht, unb eine ()uanti(atit>e 
9(na(|^fe tourbe, au^er tiXoa in einigen einf ad^ ^Uen, Skiff er- 
befHmmung burc^ (Blühen u. bergl., toie oben angegeben, nic^ unter< 
nommen. 2)ie 9tl^emie be^errfd^ie no(^ bie 6^emie, unb bid )um 
anfange bed 18. :3<<^^^unbertd toaren bie d^emifc^n Xrbeiien über 
^neralicn nur )Mig unb unbebeutenb. 3Ran erlennt- biefe^ unter 
anberem au$ ben ))^armaceutifd^en 9ü(^ern jener Qextf too bon (Sbel« 
fteincn unb anbeten ÜRineralien ge^anbelt toirb.. Xie @u(^t, an ben 
Steinen unb SRetoOen übernatürliche (Sigenf^aften ^u entbeden unb 

«obrll, «(f<^(^te htr ntncralogic. 3 



34 I. aSim 1650 m 1750. 

i^re ä9e|ie^n0 )um äRatrotodnmd unb )u ben ®efttnien gu beuten, 
leitete notüvlid^ t>on frud^areten Stubien ab. @o toerben in bet 
Phannaoopeia Medioo-Chymica bed ^o^. Sd^ti^ber ^ (fifranffurt 
a. 3R. 1641 unb in mel^reren äluflagen k)on SSi^eliud Md 1685 et- 
fd^ienen) bie SletaOe unb Steine nad^ i^rer Sertoanbtfd^aft mit bem 
S^araher bet @onne, bed 3Ronbed unb ber Planeten unter beten 
Ober^errfd^aft gefteUt. 9lld Res solares toerben ). 93. ber Sonne, 
bie ald ein ta)o^ltt>oUenbev planet unb ald bie @eburtdfitätte ber Seben^^ 
geifler bed ÜRalroIodmud c^dralteriftrt toirb, jugetl^eilt: bod (Solb unb 
Sntimon, bie Siegelerbe, ber 9(bler|]tetn (3;i^oneifenfteiit>, ber Sor^ 
funlel, 6^foIitl^, ^<^inti^ unb 93emftein. 2)inge bed SKonbed, 
koeld^ )tm{d^en ffit unb bdfe bad 3RitteI ^alte, mä|ig t^U unb 
feud^t K. fe|^en: bie 4oei|e @iegelerbe, ber SUaun, ber fUbertoei^ 
ÜRorlaftt, überl^ut>t ti^eige tti)b; grüne SRineralien. S)em ©otum, 
einem bd^rtigen, bitten r mannlid^en Planeten, ber nur etn gfteunb 
bed 9Rard, aQen anbem fetnblid^, gehören: bie äRineralien Don etneih 
Qkfydi an Slei, ftut>fer, -älrfenil, ber SRarlaftt, @a))))^ir, 3Ragnetit 
unb aQe erbigen braunen unb fc^ioeren Subftangen. S>em 3Raxi 
ge^5re bad älnümpn )u, otte rot^, feurigen unb fc^t^igen SKne^ 
ralien, ber SHamant, %mti^tf% SRagnet u. Steine ber Senud ftnb 
ber 9enQ,.6^rVfoIit^^ Samiol, Sapi^ £a)uli, Smarogb, bad Rvinp^ 
unb Silber u. f.. to. 

SRan ^ötte glauben foUen, ba^ man bei ber SSertoenbung bei 
äRineralien )u mebicinifc^en Qtotim, loie ed gefc^a^, ioenigftend na^ 
ber .Dualität ber Slifc^ung^t^le gefud^t ^abe, bad hKir aber «i(^t 
ber gfaH ; geto5^li(^ tmtrben bie Steine in einer Säure gel5öt unb 
mit to^lenfaurem Aoli, ptt ^ufc^ unb Sogen tote man fagtr ba« 
fogenannte SRagifterium gefällt ober burd^ S)eftiUation mit 93af[er, 
SEBeingeift K. ber Sjriritu« erl^alten. — ®d f eij bei biefer ®elegen^ 
au6^ einiger 2)ugenben ertoä^nt, toelc^e man ben officineUen Sbel- 
fteinen anbic^tete. SHefe toaren: S^rt^folü^, ®ranat, ^i^intb, 

1 Sot^ann ©d^rober, geb. 1600 ju ©alg^Üffeln in Sßefl^^alen, geft 
1664 )u gtanffuTt a. SR. . $ract «igt mt> V^vPcu« in granffurt a. 9^. 



2. IRinetaCd^etnte. 35 

^tpfjxri, Shtbtn, Baüfipfjix, Sarber, ©matagb. Som Q^aiinif^ ^et^t ed, 
boi^ er bie Araft fytbe^ bad ^erj ju ftätlen unb ))or ber ^ft ju be- 
tvo^ten, er fe^ aud^ ein befonbered @))ecificum gegen ben jtram^f , itnb 
tmh am fydi ober in einem Sting afö Slmulet. gegen bie $efl getragen. 

3)er ®a))^^ir fe^ abftringir^nb, feftig^b, ein Stugenmittel, gegen 
2)9fenterie unb $&morrl^oiben ; l^eilt SBunben, ftärtt bad ^erj, l^ilft 
gegen ^eber unb 3ReIand^olie tc. ' 

3)er @ntaragb tohrb bejeic^net:- ein ®belftein burc^fid^iig ober 
burd^fd^einehb , burc^ feine grüne %axU befonberd fd^ön, .k)on'aDen 
Sbelfteinen ber jerbrec^Uc^fte. Igft i^on &^nli(^en Xugenben, toie Me 
»or^ge^enben. ' 

äin bie Sbelfteine toerben bie JtoroDen unb perlen angefc^Iof(en 
unb folgen bann bie gemeinen Steine/ bie SRetaSe, ©alje unb 
Sc^toefel. Ueberatt berfelbe äBirrtoan c^emifc^er Se^nblung. 9(uf« 
faOenbe @rf(^einuhgen,'bie fi<l^ mitunter ergaben, n>erben iool^I aü 
foh^e erto&^nt, man kOM^te fie aber nid^t )u benüfen! @o finbet ft(|f 
beim älntimon bie 93emerfung, ba| ed nac^ ber (Salcittatiofi e^ 
f(^n>erer. toiege, aü Dor berfelben, nctc^ einem ©runb'biefer ^rfd^ei« 
nung toirb aber nic^t gefragt. 9Ran .beobachtete* nur toad entfiele, 
toenn ein @tein ober ' äRetaO mit biefem ober jenem SteagenS bt* 
banbelt merbe, unb toelc^e äBirlung ettoa bad $robuct bber @buct 
in ftrantbeiten ^abe. 

1 U« ^eihnittel rouxbtn biefe Sbelfteine t^eiU nic^t ^aparirt^ al« ^ulDer 
(ber ^maragb ). 9. gu 6, 8, 10 (9ran) gegeben, tt^eiU f^rä^arivt. 2)ie 9rt 
U9 VxapaiivtM entfpric^t ber bamaügeii (St^emie. Um ^ 9. bad @alg unb 
ba« SRogi^edum bes^t^^jint^« bai^ufletlen, tourbe er tflit €>c^n}efel caldnirt 
in fd^wü^m , ^arlerem unb {iartflem Setter, f>\» ber C^toefel »ieber )»etjagt 
toor, bann lourbe er mit ^Ipetet calctnirt, bie SRaffe mit marmem Saffer 
auagetoafd^n, ber 9(i^fianb mit (Sffigfaure, mit !£er^ntin beftiHirt, ertro^irt 
unb ftltrirt, unb bann entneber gum Sal Hyacinthi abgebampft ober mit 
Co^Ienfaurem Aalt al9 SRagtfterium gefSflt. 

Ueber bie Granaten finbet fi6f bie richtige Beobachtung, bat fie nadf bem 
<91üben in @al|faure löflic^ finb. SRan fäate bann bie Söfung mit bem oleo 
TarUri unb gebrauchte ben 9äebevfc^Iag o^ne S^flcffic^t auf bie groge Serfc^ie«' 
Nnbeit ber Granatmifd^ungen. 



36 1- Son 1660 m 1760. 

Sd ift bin dkoeifel, ba§ bie @u(^t, )u ))^S^fo))^tren unb m^ 
ober tveniger toiUIü^Itd^en 3been bie 3^^a(^,unter)ui>tbnen, bie 
Utfac^e iüQX, tveU^e einer ßinftc^t in ben 3ufAmmen^n0 tgpm- 
menteHer (Srfd^einungen.im SBege log, tcnb iai man mitäBorten ft^ 
begnügte, h>o tiefered Serflänbni^ feilte. 

Unter bie (Erften, toelc^e barin eine neue Stic^tung Doqeiii^netm 
unb eine genügenbere X^orie anjubal^nen fud^ten, ge^M So^^nn 
Soac^im Sec^er, ^Chemicua et Metallurgus peritissimus,^ todSin 
bereit« oDen ertoä^nt tourbe. @r toar ber Sorl^ufer bed S^nn^ 
mad^nben (Seoxg @rnft @tal^l (geb. 1660 gu älndba«^, geft. 1734 

tu Serlin), in Sejie^ng auf beffen ty^IogifHfd^e X^eorie, inbem er 

} , • 

in ben 3RetaOen unb onberen Derbrennlid^en Aör^m eine brennbott 
Stjbe annol^m unb bie Verbrennung ber Vertreibung biefer brennbatea 
Srbe jufd^rieb. 3n feiner berühmten Physica «ubterranea * eifert er 
gegen bie Xriftotelifd^ $^iIofo)>l^e, infofem fie fid^ auf bie Sltifc^uiiii 
mtneraKfd^er ^bftan)en bejie^t, ba fte ioo^I annel^me, ba^ biefe au« 
(Elementen mit eigentl^flmlid^ (Sigenf duften befielen, koad SliemonB 
l&u^ne, tooifct aber bie 3Rifd^ungen unb au9 biefen bie tierfd^iebenoi 
3Rinera(ft)eried entfte^n, unerll&rt laffe.^ Vom Sd^benniffer, tpMf» 
bie 3RetaI(e I6fe, fagen berlei ^^Uofo))^, ba^eS eine auflöfenbe 
itraft gebe, bie l^er tonrle, tawl^er ober biefe Jtraft unb toarum fie 
bad ®oIb nic^t Ufe, ba fc^toeige bie ^^ilofo^^ie unb jeige fu|f bcü 
treiben aUer ^ßeri)KXtetifer fruc^ttod. Q^ni anberd t)er^alte ed {tA 
mit ber eblen f)KXgVrifd^ SBMffenfd^aft, ivelc^e auf ^raitifd^er ®runb 

1 Joh. Joach. Beccheri Physica subterraoea (Opus sine pari) Edit 
Novi08. Specimen Beccherianum etc. subjauzit Georg. Eraett. ^tahl. 
Lip0iae 1738. Xit crfie 9u6gaB( M Sertee ifl Don 1664. 

2 Nam ai Ariatolelioomm doctrinam drca mixtionem aabterraneo- 
rum aumamua, quid aliud illa docet, quam cominD|;iia, seu potiiia cap- 
aulaa 'praebet et nomina, quae enucleatia rebus imponi poMent; Dam 
aubterrauea mixta eaae, ex elementia conatare, aua • temperamenta <l 
qnalitatea habere, Demo ignorat; aed und^ bae mlxtionea et ex miJE- 
Uonibua tot diveraae aubterraneorum apeciea procedaat, hk opna^ hk 
labor: hie exercentur inanea artificum curae. (Phya. aubterr. L I. 
Sect IV. Cap. I. p. 90.) 



2. 9Hnftal(^einie. 37 

läge unb auf @D^menten benil^b, bie äJorgänge erforfd^e unb mit 

i^ten Sc^Uffen bann immer neue Sombinotionen in ber Statut finbe. 

3ion foU^ l>emünftigem, .feinen unb feltfamem ©tubium finbe man 

leine &pnt in aUen ©cfiriften ber $l^ilofo))l^n, ba iene, mit ibeeSen 

ätbflractionen unb (Sinbilbungen aufrieben , f o aur bloßen 9lamen langen 

unb bamit glüdSid^ feigen ^ ba^ fte gor nic^t Irnffen^ n>iet)iel fie ni^ 

toiffen. @d fe^ ftd^ barüber nid^ )u Dertounbem, benn e$ gebe aud^ 

Setter t)on ^rofeffioit, )ntld^, nad^ bem Stein ber SSBeifen fuc^enb, 

i^ren ^roce^ mit einem. Recipe abmad^en, ol^ne Srunb, Serftanb, 

Orbnung unb ßrfelg, bon fo ftnrrem ®emif(^, ba^ ^e i^utoeilen mc^t 

ungereimter träumen Idnnten. €ie forfdben nac^ leiner Urfo^e, t)er< 

toec^febi 3ufammengefe|ted mit Sinfad^em. unb lefen, nac^ @oIb be« 

gierig, toeit lieber aOe aId^)^mifKfd^ Sucher,- old bie ^i^ftfd^en, 

toHi^r^ft ffKig^rifd^en. SBoUte man biefem Xteiben auc^ in anbem 

©ebieten ber 9{attn:Iunbe ber Xi^^ere unb ^flanjen entgegentreten, fö 

^e^e bad ftd^ an bie Aufgabe toagen, einen ätugiadffcaO ju r&umen. 

2)amit ift in toentgen ©trieben bad k)or^errfc^enbe S^retben ber 

^{aturforfd^ung jener- 3^t gegeid^net. Sedier be^nnt nun feine Ste^ 

form, ii(bem er erinnert, ba| bie SRifc^ung eine Serbinbung jtoeier 

ober melier @ubftan)en fei;, ba| man mit bem @tubium ber toid^ 

tigere Serbinbungen ben Snfang inac^en unb bie mineralif (^ RiMfct 

nad^ bejiKmmter Drbnung reil^en unb*ftubiren foS. Samit erlerne 

man gteiilMam ein 9(I))^bet, um toeiter im 9ud^e bet Statur lefen )u 

tonnen. Sine Sammlung ton 3RineraIien unb i^ren ^rä^aten 

muffe immer bei bet $anb fei^n, um SSerfnd^e jurSSerglei^ung an- 

fteflen )u Idnnen, er l^be beren oft fünfjig an einem Zage borge- 

• 

nommen. dt fül^rt an, ba| er in gtoei Sauren aber breitauf enb 
Gombinationen unb jhKir xji nid^t fleinen Quantitäten bargefteSt, unb 
faum über ^nbert 2)u!aten baju ausgegeben ^be, mit Sudna^me 
ber iloften für Jtob(en, ®(afer u. bergl., toäl^enb äCnbere eben fo 
t>iele Zaufenbe oerlaboriren, o^ne ettoad ju leiften, unb mit folc^ 
^erfc^toenbung nod^ pta^tn, als to&re ed ein 9lu^, ®elb ju toer^ 
fdileubem unb nic^td^ ffli hiiffen. Sedier glaubte übrigen« an eine 



38 I- 8on 1650 btö 1750. 

SSertoanblung ber SRetaKe in finonber unb b^ffänput , aud Ziftn m 
firindl Sifen gemad^t 3U ^6en. @r 6eft>ri<l^t bad @£))eriinfnt mii 
aQer Umftii^t, ba| er ftc^ babei mit größter Sorgfalt überzeugt babc, 
ba| in bm angetoanbten 2:^on unb Oel für ftd^ lein (Sifen enthalten 
geloefen unb erft burc^ beren ^ gegenf eitige (Eintoirlung im gffuer bai^ 
felbe gebilbet toorben fei^, unb inbem er (intra spem et metam) ben 
9Ragnet genäl^, ^abe er ed erf annt. 

Sd tmrb bei ben ©l^ftemen no(^ toeiter t>on Sed^erd Xn^ 
fd^uungen bie 9tebe fe^n; auffaOenb ift, ba| er bei feinen meb 
Serfud^ für bie (^if(^ S^aratteriftif ber 9RineraIien bie Secb 
ad^tungen, toek^ namentlich }ur Unterfuc^ung ber Srje f(^im ^' 
3a^e früher befannt toaren, nid^t toeiter führte. @o unter anNi? 
in ber ,,9efd^reibung oKer füme^iften mineralifc^en (Sr|t Dnnb Setr 
t9er(darten, toie biefelbigen, bnnb eine jebe in fonberl^eit, irer no: 
«>nb eigenfd^fft nac^, aüff ade SRetale $robirt, t)nb im fleinem \m 
foQen berfuci^t toerben k'' burdji Sajarud @rlern, bom ^a^re 15:^ 
Sie in biefem ^ud^ bargefteKte ^robirhtnft giebt toenigftend cir: 
^Kirtiele. Stnal^fe auf trodenem äSege, tme fie jum S^^eil ^eute nc^ 
befleiß, atnb ift barin- auf bie SBid^tigleit einer feinen SEBage befonberf 
^ngetoiefen unb. 9(nleitung gegeben*, nne eine foh^e unt^ bie in^ 
porigen ®etm<^te angufertigen. fettet). *. ^uf bie Sebeutung ber m^ 
fü^frten SerMe für bie 3Rineralpgie ift • ebenfaUd ^ingewiefen. & 
^ei^ ed bon einer 93Iei)yrobe: ' 

^nimb unb röft (bad gereinigte @rj) gar linb, t)nb bann mxi 
ein flu| boi} gkoe^ t^I &alpetn t)nnb ein t^eil Qeine geriebene blr. 
tmtereinanber gemengt^ biefed f{u| tl^u jtve^ teil, onb be^ geronr 
$IeV trifM ein tiftü, in einen Siegel toof Dermifc^t, t9ürff ein fkr 
glüenbd fiMein barein, fo fac^t ed an )u brennen, Dnb fleuft bae bir 
^ufomnuot, baiS im er^^ ift, @oI(^ed ob ei$ h>oI eine bngetmffe )?rr{ 
ift, barauff fic^ nid^t )u )>erlaffen, fo bienet fte boc^ bar^u, bae nn: 
bie eigenfc^fft t)nb natur ber mineralien ertennen lerne." 

1 2)er fMxUX begirint: „Sag bir aug einer alten @((tt>ertfltn9en ein tf^ 
bttOIein fc^mtben ober formircn, hie an^ ein Breibt bünn )ftng(ein b^b x." 



2. aRmetfttd^ie. 39 

9(ud bon 3^Atnmen^an0 ge^ ^or, ba^ ber Seobod^ter bie 
$robe nux ungetan^ nennt, infpfeme fte bm Sleige^alt nid^t ganj 
genau giebt. Xu^fa^Iid^ ift bie 2)arfteIItfn6 t)on ®olb, Silber, 
Stupf tt, SBidmutl^, 3i>in' 9(ntimon, Ouectftiber linb Sifen angegeben. 

2Bären bergleic^en groben gehörig t)on ben ÜRineralogen getufirbigt 
toorben, fo l^tt^n fte manchen Sortl^eil baraud gießen !önnen, unb 
n>aren getmg nic^t 3uf<|tnnien{iellungen erfolgt, toie iptr fte nod^ 
anbert^ ^a^^unberte fpaiet ftnben, too ). 93. Sinn^ ben Sdfalt 
unb bie Sranoten p ben 3inner}en fteUt. (SGBaQeriud.) 

Slad^bem bie 6tf (Meinungen bed Serbrennend burc^ @tal^U 
Z^orie bed $]^Iogiftond guerft eine befHmnttere SrOärung gefunben, 
old btefeiS bei Sedier ber %att, toar, tourben d^emifd^e SSDrgänge 
über^ut^t nä^ unb forgf&ltiger iinterfuc^t, aU frül^er gefc^e^en, 
unb bie 993id^tig!eit foU^er Unterfut^ngen für bie SRineralogie timrbe 
me^ unb mel^r anerlannt. 92ad^ bem 3^gm| k)on SEBalleriud ^ 
toor ed bamolö befonberd J)er fäd^ftfdjie aSetgnutnn 3- %^' ^enlel, ^ 
toe^ex bie d^ifd^ SRineralogie förberte, unb er fagt; ba^ t>on i^m 
bie äRineralogie eine gang anbere ©efialt getoonnen ^abe. 

^enlel fc^rieb ein toeitläufiged Sud^ über ben ^^rit^ unb feine 
«>erf (^ebenen Srten, SRineroIien,. toeläfe gelb ober to^i ober gelblid^, 
aui einer Sifenerbe unb einer flüchtigen Subftan) beftel^, toeld^e 

1 Ad iocrementa Umeralogiae , plura, hoc tempore, nemo praestare 
potoit^ quam Henkel Eztrinseoos characteres, nt agos^ inoertoa et in- 
duffidentea oonsiderans, nnice ad interiora corporam respectom habnit, 
quae nonnjai per ignem et menstnia cognosd posae, optime ab ezpe- 
rientla didicit. Eine et, &äo tempore, Hineralogistarnm et Metallur- 
gomm eommnnia in Germania ezafcitit Praeceptor, ac aliam, ab hac 
tempore, obtinnit Mineralogia fadem. 

3 3o(ann %xit\>t\6f ^en(e(, geb. 1679 )u SRerfe)burg, geft 1744 
jn ^dberg, eine geitlang 9v)t bafelBfi, bann (^urfürftl. fSc^f. 9ergrat^. 

Qaemadmodum Woodward et Scheuchzer in Figuratomm Lapidnm 
et Petrificatomm Claasificatione reliqnis palmam praetolernnt, ita Henkel 
in Foaailinm cognitione nt antesignanas conMderari potest. 

9 Pyritologia ober IKeg«$i|lorte , aM be9 Dome^mften 9Knera(9 k. «on 
3. %x, ^nfel, tBnigL ^oln. unb (Sl^urfflrftL ®m &nb^ Serg« unb @tabt' 
Phyaico in grevberg. 2a3p^Q 1725. 8. 



40 I* ^n 1650 m 1750. 

ed^toefel ober ättfenil ober beibed fe^. 2)er $)^rit ent^Uc {ufäDig 
aud^ ftu^er unb @Uber, felbft ettoad ®olb. ^Dtan getmnne borou« 
@(l^toefei, arfentf , Dt)ermeht, Jtu)>fer unb Sitriol. @r t>et6reitct fU 
filier bic gfunborte/ Silbung .unb bte einlebten Seftonbt^eUe bcr 

Seine JKnfld^'ten über ^Rmerologie ge^en beutlid^er dd avA bcr 
$)^toIoeie . aud ber 9(febanblung über ben Urfprung ber Steine ' 
l[fert>or. (Sr fagt (p. 384) : r^ (SrftKc^ l^aBe id^ t)erfu(i^, ob td^ avA 
Setrad^tung ber öu^erlid^en ©eftalt bie innere Sefd^ffenl^t bei 
Steine erfe^en fönnte, aber mit fc^Ied^tem Srfolg. 3)ie breietfigtr 
gfigur bed SMamantd, toelc^e Soi^Ie iiemerfet, toäre gemtft ein fek 
fd^Iec^ted itenngeic^n k)or einen foU^en gfürften unter ben Sbelgefteinai 
ba er anbere Steine ftd^ an bie Seite müfte fe^en laffen. 3« ®- '^^ 
t^Iü|e, bie Dor ftd^ alfo geftaltet fmb, ben belannten SB^Uinbifcben 
SrVftaQ, ber im ^er in lauter breiecfigte Stüde ^erftnringet, tk 
breiedHgten jtiefe(fteine ju Xn^olb in ber Dftfee. 3)er ^ubelier, toeickr 
ben offt belobten (EngeUänber, ber il^n biedfaUö beftfagte, fofd^ tm-- 
ftd^ h>oSen, bag er bei Srmangelung ber' ®elegen^t, bte ^tix 
Ui Steint )u unterfu<^en, auf biefe ^gur a(d ein 3^d^ Sldit 
^be, unb ^ieraud einen toa^ren 3>iamant ))on anbem Steinen unter / 
fd^en lönne, toürbe jömmerlid^ betrogen h>orben fet^n, n^enn er auf 
biefe unerhörte ^ig^^ trauen unb bergleic^en Steine tauffen »oOte. 

^emac^ ^be ic^ einen toefenttic^ Unterfd^b in i^rer eigent 
liefen- angebogen Sc^toere ju entbetfen gefuc^t unb befunben, ba| 
bie ganje Sd^aar ber @belgefteine fc^toerer aU ber Bpai, ber So 
nonifc^e Stein unb anbere bergleid^en, bie. in ber Qiftoctt einen Sor 
)ug unb ©leid^^eit ^ben, fei^. 

aSad ^ilft aber nun bad'Sefel^en iM ©eioebed, ba bie §(d|e 
eben fo too^I tpie ber-2)iamant, Stquamarin unb %opa^ eine blottrigtr 

1 Dr. 3. gr. $>en(fle kleine 9)tineca(ogif((e unb (S^^mtfd^e @<(riftni x. 
mit Snmerhmgen ^aulgcgeben «on d. gr. Bimmevmann. X)re§bai unr 
Sei^)ig 17^* Buerfl Iateintf(^ »»Idea Gen^alis de Lapiduin Origine'* pk. 
Dresdae et Lipeiae 1734. 



2. äRinetolc^eime. 41 

»eftalt ^beiv? 38ad l^filft enblid^ bie ®eftalt ber tkinften Xl^ilgen, 
ba bn betten Sbelfteinen ntc^t anberd old bei bem §rauen9la§> bie 
Slotter ober Xafeln in noc^ Heinere SläUetgen unb biefe in loeit 
Heinere @5r))ergen ftc^ \yeA\ttcn, roddfe man toeiter nic^t }erf))etten 
lann, unb aud^ alfo aud fold^n beftel^? ^d) bin ta^er }^ ber 
c^imifc^n S^^ß^"^^^^^ ^ Steine g^f (^ritten, babei SSafier, ^er 
unb (Solfe bie 993er!)euoe ftnb.'' 

9ßo er ))on ber 9(ntoenbung be^ t^erd [ptxd^t, fagt er, e^ fel^ 
eine St^nbe^.gefitel^ )u muffen, ba| fc^on Xf^eopffxa^tu^ (Sre-- 
find, @4fuler unb Slad^folger Dön Slriftoteled,. barauf aufmerlfam 
gemacht ^6e. „@x l^at nö^mlid^ fold^eiS auf bie aSereinfaltigfte unb 
lomdtnfftigtte %xt getl^an, koelc^e ein jeber auc^ tanUig unb gerne am 
nehmen foUte, toenn er anif nod^ fo fe^r t)on benen abentl^erlic^en 
attf[öfenben ^öKen^äBaffem t)orl^er eingenommen tväre, bie jtoar eine 
@a(^e Derberben, aber.nic^t orbentlid^ audeinan)^ legen fönnen. @6 
rebet berfelbe Don 2n>eier(ei Slrten, ne^mlic^ t>on fc^meljlic^en unb 
unf(^mel)li(^en, t)on )>erbrennli(i^en uiib unt)erbrettnlid^en Steinen,'' 
tt>0)u er nur befnertt,.ba^ biefe^ nur t>ergtei(l^dt9eife )u i^erfte^fe^. 

@r t^t banac^ bie Steine in t>ier ätbt^eilungen: 1) feuetbe* 
ftanbige, 2) im ^euer er^ärtenbe, 3) toelc^e ftc^ na einem Staub 
jerreiben laffen, 4) bie im $euer fd^meljen. * äUd feuerbeft&nbige, 
ta>eU^^au<l^ %axU, Setoebe unb 3ufammen^lt unb i^re Sc^toere be« 
^Uen, ertDo^nt er ^en.2)iamant, Stubtn, Smaragb, (Balppi^x, %opa^ 
unb G^rt^foliti^ unb bie Jtiefel. 

Sei benen, tvelc^e im ^er l^rter tperben, r,müffen i^e X^lgen 

^ Saft 0lei((}eki0 (atte SD>{a0ntt«'toon Sromell, ein ^c^tvebe, ba9 
Ikr^Iten im '%tntx 0an) in a^nli^er Seife gur (Elaffiftcinmg ber Steine an« 
govenbet, tnbem er Apyri (Za\t, (S^Iimmer, 9mtant(, %9htft k.), Calcarei 
ei palveralenti in igne (jtaiqiein, Qf^p$, L. LazhJi) unb Vitrescibiles <i5be{« 
flcine, Granaten, 'CuoTi, %^, S9i\pi9, Wk\a6f\t sc.) unterf<l^ieb. 

Magnns von BrpmelJ. Inledning til nudig JCundskap oro Berg^arter, 
Mineralier, Mettaller samt Foasiüer. Stockh. 1730. SRaguu« oou 8rome11, 
geb. 1679 )tt @to(f^Im wib 1731 bafelbfl geflorben, war ^eibaqt be9 ^ntg« 
Mn @(l^eben. 



42 I. Son 1650 btö 1760. 

kriel nä^er jufammen treten, fid^ genauer t)erbinben, tinb alfo auA 
liac^ ber äu^erKdffen (Seftalt nid^t ntel^r fo ^o^, fonbem eingefrot^ 
fel^tt." 2)al^tt flel^ören bie aJlerflelfteinc, ©evpenün, SQSaßerbe, Siegd- 
erbe, @iegelerbe k. unb mancher 9(miantl^. 

Qu @taub leicht gerreibbtfr iintb im ^uer ber Hcih unb %k' 
Bafterftetn, ba« ruffifc^e ^ouen«6t«, ©tetnflnter jc. 

,f3w S«*w jerfftefeen ber gegrabene Sd^tefet gun 2)5(^em, ber 
Simdftein, bie 3^i<tAuifc^en ^d^tfteine, b^'®ranat, bod^ mel^r ber 
Drientalifd^e *ate ber Sfö^mifc^e, ber orientalifd^e ^l^ajint^ (toofür 
too^c^etnlic^ ber .^effohit genommen hmrbe)/ ber SRalad^U ut^, 
tveld^ed- )u t)ertOunbern, ber :3g{änbifd[fe 9i(^at." Unter le^terem ip 
ber Dbfibian geraeint. ' 

^enUl bef)>ric^t nun ba^ 'eigentlid^e ä3eftanbh>efen ber 
©teine, ft>eld^e« 1) mergelartig, 2). ober freiben^afft, 3) ober eine! 
aud beiben gemifc^ten- SRittel-SBefenS, 4) ober metattifd^ fe^. 

9Rerge(artig > (mit X^on old ^au^tbeftanbt^eil) f e^ baö 9eftan^ 
toefen bed Saite ,>$oIirs unb SEBofd^fteind, @ert)entind, einiger Slmiantbe, i 
femer in ftiefelfteinen^ Srl^ftaDen, 9aftarbt»Xo))afen unb in a&en. 
koeld^e t>or anbent leicht unb orbentli^ gu ©lad fc^mel^en, Don ben 
fauem @al^ aber nid^t angegriffen toerben. 

„jtteiben^fft" ift bo^ »eftanbtoefen im AaOftein, SUabaflerftein, 
&pai, Steinftnter, einigen Xrten ®limmer, ^uenei^, @t>^egrfftein. 
ZürKd, Sor(^Sen, in ben Steinen ber SRenfd^en tinb Spiere, in 
fold^en, toelc^e für ftd^ nic^t fc^ntelgen. 

Son ' b^ mittleren* Seftanbtoefen fe^en ber Diamant, Stubin, 
Smarogb, Bapl^ix, Xo^d, S^r^folit^, Sameol unb Dpql. 

Son metaOifd^em äBefen fe^ ber Slutftein Unb in geringerem 
@rabe ber ^\)aiinü), @ranat, üRalac^it unb Safurftein. 

. 9u|er bem ®runbl9efen fe^ bie Srt ber übrigen «rbeigefet^ten 
«laterie": 1) fal^igt, 2) öKgt, 3) metaOifc^, 4) fal^jig^fd^mefTigt. 

3u 1) bie ßoraHett, ©teinfinter, Selemniten, öim^fteiu, ruffifie« 
j^auen^Stfi^, Segoar 2c. 

3u 2) ©teinfo^Ien unb 9Uaunfteine, 3)ac^fd^iefer. 



2. Vtxnnaläftmit, 43 

# 

3u 3) ®ranat urtb i^^ajint^, blauer Steinfinter, Someol, ante« 
tbt^ft, Saftarb'XotHid unb Sürli^. 

3u 4) ,,2)te faltig ^c^toefligte Sigenfc^afft ift enblid^ aud^ in 
@tetiitn neben bet^ beftnblu^, toeld^ed mir ein mergelartiger Stein be- 
toiefen; biefer ^atte ^an^ unb gar tein @(l^h>^fcl'@r^t in ftc^, unb 
boc^ belam ic^ bon foU^em, aui einer tö^ffem Stetorte getrieben^ 
einige Xro^^ffen einer okalx^ fc^toefligten t^uc^tigleit, tveU^e tme bie 
@<^tDefe((ebfr rodffe. ^ier^er gehört bed bedO^mten ^erm SBebeU 
Snmertung , ba er * eine &Uber'3JIün|e bei einem 9ononifd^en ®tein 
in einem Qd^xank lange liegen (ajfen, tveld^e burd^ bie 9(udflü{fe 
beffetben toie bon einem @f^h>efeIsS)am)>ff angelauffen x\t k/' 

SKan erfie^t oud bem äCngefü^en; ^>ie bürftig bamald bie 
Xenntniffe fotoo^I ber p^i^fifc^en al^ bet c^emifc^en (Sigenfc^aften ber 
Steine toar, unb toie biet gan^ Hngleic^ortiged toenigftend t^n>ei{e 
für gkiii^astig genommen lourbe. . 9tud^ bie S^¥' ^ ertoä^nten Stein« 
S))ecie^ ift eine fe^r geringe. 92ac^bem^enlel; tvie er fagt, mit 
SnD&bntem ,,bie Steine in i^'re X^le bero Seftanb-SBefen^ )tt ger- 
legen gefugt/' bef))ri€^t er aud^ bad lünftlic^ Steinonad^en, koel^ 
einer »eitem @rtoä^nung, Ifxev nxd^t Derlo^nt. 

8ef|er betoanbert )n>ax et: in ber Aenntni^ ber 3fUtalU unb 3Rt* 
toOberbinbungen. . 3)en Ülamen SRetaQ leitet er t>on ßAera äXXa 
ob, „bad ift bie über alle anbem (^ikpev }u' fe^en unb gu fc^ö^en 
ftnb.'' (Sr bef))rid^t il^re ®igenfd^aften\ unb SSerbitibungen, mitunter 
in f eltfmner figürlicher Sieife. So -^ei^t ed : 

„ — 3)ad ®olb ift — ein gefeSiger f^nb mit allen, e^ toeigert 
fidf nidft mit bem Silber,- nod^ mit. bem Kut^ffer, nod^ mit bem^inn, 
no<^ mit bem $lei, noc^ mit bem Sfjie^Ia^^ftönig, noc^ mit bem 
Ws^tniic, no(^ mit bem 9Bi|mut^, nod^ mit bem Sifen, koeld^ bod^ 
fonft ein tounberlic^er Jlo)>ff ift^, )u toermifd^. 

S)er SRercuriud bezeige fic^ ate ein red^ter $erma)>^robit. „@r 
n)irb aufgelöfet unb löfet auf; er leibet unb toürtetr @r läft fic^ 
fc^nxingem unb bef c^toängrrt ; überbie^ ift er auf aOe älrt eine Sei- 
f^^läferin ber ÜRetaUen, auffer ba^ er bi^^er ben äRarthn }u ))erabf(^en 



1 



44 I- 8on 1660 m 1750. 

geflennt fyii; er Detljieirat^ {td^ mit bem 9[^; 3inn unb 3inf am 
oOergef d^lrnnbeften , l^erauf mit bem ®oIbe unb @ilber, ^^emad^ mit 
bem Stvdp^et, enblic^ mit bem Jtönige be^ 6t)ie^s®[aged 2c. ^ 

' Son ben Sd^toefelbetbinbungen '^ei^t e^:'^ ,,2)ie StetoOen tmboi 
ferner auc^ mit bem Sd^tDefel t>er6unben, ba {te benn )um Xl^eil eben 
badfenige ti^ben, toad fte borget getoefen ftnb, nel^mlid^, ftege^in 
bie mineralifd^e ®efialt jurüde: benn b^ @(^h>efel, toenn er mit bem 
@ilber jufammen berbunben hrirb , toeld^ benn ffiglid^ mittelft be^ 
Sinlioberd gefd^^^^/ unb bei ber trocfnen Sd^etbung in &ui unb 
§Iu^ auif o^ne einige 3Reinung ftc^ alfo )utr&get, fteDet ein Gemenge 
\>9t, it>elc^ed bem ®Ia|«Sr)t nac^ feiner bleifarbigen ®eftalt unb 
9tegfamleit in aUen gleicj^^ ja eben buffelbe ift; mit bem Sk^ mac^t 
ber Sd^toefel einen Sleiglan^; mit benv @))ie§gla^> König toieber 
ein @t)ie^gla^; mit bem 3inn fo ettoad, bergletc^en jtoar in ber 
@rben nic^t gefunben tmtb, aber bod^ ein toürilic^ed SRineroI, ne^lic^ 
eift gefd^ipefelteS 3RetaD borfteSet k," 

* ee}flgli($ ber 3Retaa>93egetationen fc^nt ^enlel bie früheren 
arbeiten (iappelUx^ nid^t gelannt )u ^aben. @x fagt: Steine felbft 
getood^fene unb gebiegene StetaUen fönnen .ber SRifd^ung nac^, nicit 
anberd, «ald burd^ eine^toc^enbe ^ekoegung ^or gebrad^t toerben, 
in fo ferne fte aber einen jufammen* gekauften '65r)3er audmad^en unb 
befonberd in ^ben unb ^aoric^t gebiegen erfdffetnen, fo ge^en fte gor 
fe^ t>on ber Srt be^ S^toa^^^, ftne foI(^er bei bennen Sr^en gc 
fc^iei^, ab unb l^ben mit ben toad^fenben 3)ingen im $ßf[anten<9teic6 
einerlei jeugenbe Urfad^. ^ 

äln einer anbem @teHe fagt er: ,,3)a hnr in k>orl^ergel^enben ge^ 
fe^, ba^ aKed Saumartig'e unb in ^^iben erfd^einenbe' Silber, bon 
bem näl^renben SBurjelfaft feinen 9intoadß unb feine ®rö^e befommen 
^be, fo ^Ite bitbor, ba§ biefed ein genugfamed 3^^^« fei^r bag 



J «. a. C. p. 47. 
i p. 66. 

3 p. 155. ' 



2. SKHnetald^ie. 45 

bte roMcale Sevbinbung, toelc^ fonft benen SegetaUIien unb •ätnimalien 
eigen ift^.aud^ in bem ^netabäleid^ ftatt finbe. ^ 

Sei ben Steinen ift il^ ein bergletc^en Jleimeii unb äBac^fen 
nic^t annehmbar, benn in ber Xbl^nblung über ben fäd^ftfcl^en Zopa^ 
fogt er: ^älud einem Srbboben Idnnen ^kimr berfd^iebene Säume ^< 
tooTMu^fen, aDein ein @aamen I&^t nid^t bevfc^iebene ^^c^te^aud {t<^ 
erieugen. 2)er ' gfelfenfüein ift l^er glric^fam ein äldev bon einer 
eint^igen Xrt'; Sber ber %i>pa9 unb (bet i^n begIeitenbe).9erg''6rt^ftttD 
^nb bon etnanber ^^irnmettDeit unterfdfiieben.'' Unter .ben Steinen fei^ 
ein foU^ äBad^fen nur ben GoraUen unb einer 8(ct ,,9einbrud^'' ju- 
jugefke^. 

Sim bem Serfieinerungdt'voceg fagt er: „9l\x^ ber ®rbe ivad^fen 
jlr&iter unb Säume, toeld^ boc^ erbifd^ Sdrt)ergen, bie fonft )um 
mineraltfd^ 9teid^ gehören , mö einfaugen. ^ 9luf f olc^e Xrt ftnb bie 
SegetabUien mit benen ÜRineralien nal^ Stutf-^reunbe;'' femer ber« 
)e^ren bie Xnimalten bie Segetabilien unb befonberd ber SRenfc^ ge< 
nie^ beSbti; bad getrunfene SrunnenttHiffer, ta)eld^ed mineralifd^ fe);, 
ffl^ aud^ 9RineraIfubftan2 )u, unb begügltd^ be^ 9Rertfd^en fel^(e ed 
„auf Seiten berer SRebicorum nic^t^ ben menfc^Iii^en Seib burd^ fo 
triel eingefd^ludte erbifd^ ^Iber, n>eU^e ndf befonberd unauflitölid^ 
finb, }u einer Serftetnerung unbermierlt g^d^idtt ju- .machen. ''-'^ Slfo 
St)cfcn bie 9leii^ ber Statur mit einer Slutfreunbfc^aft berbunben. 

^enlel ^t juerft ben fäc^ftfc^en Xo^d bom Sc^nedCenberg bei 
Xuerbad^ betannt gemad^t ^ 3Ran erfleht au9 ber Sefc^reibung ben 
bamaligen Stanb bqr SRineroIogie. ,,^ie %opa\tn, ^^t e$, ^aben 
ein blfittrigfS ®eti>ebe, {tnb aber babei nid^t fo- n)eid^ unb letdfft )U 
verreiben, tone ed t>i>n benen fogenannten ^I^n (f$lu^f)KXtl^) betannt 

1 p. 162 — p. 154 ^eigt t€ iu biefer $5eate(ung, er ^(te h\^ bato bte 
snetnung für tt>a^rfc^etnl[i(^, „ba^ ba« mercunft(if(^e , ober ba« i^m ietgefe^te 
arfenicalifd^ Soffen, aU ba« <5l^at ba liege, -loeld^f ein ft^toefligte« Skfen, 
al4 ber ^tmeti'^ud^ befc^toangert. 

2 «. a. O. p. 499. 

3 8on bem ma^r^fften ©S^gifc^n STo^ki«, wetd^er bem onentaltfd^n 
nic^« na^gtebt p. 654. 



46 1 Son leao hii 1750. 

ift, bie toegen il^rer gfavbe benen älmetl^fiten, $)^cint^en, €a))^ 
unb @tnaragben äJ^nlic^, unb mit einem SEBort felenitifd^ ftnb. €te 
pnb in SBa^rl^eit red^t fe]^r fefte, unb fo jufammen^tenb, bog jw 
ber 9(rt ber (Sbelgefteinebom erflen Stange, bergleid^en ber S>iamattt 
unb ^apfjix ftnb;' na^e beilommen; bq^ fie benn -auc^ ein re(^ted 
Sid^t fielen. 3)er äCffter« ober »öl^mifd^e 2:o^dd, toeld^ nii^U 
anberd ate ein fc^tt^ätilid^ unb fd^toad^ gefärbter Sr^toOf ift unb in 
benen (Srgt- Sängen, befonbecd in 3^n''®^^^^9^>i ^aufig gefunben 
hnrb, femer ber 39erg'6r^ftall felbft, unfer ^iepö^ ämet^l^ft^ biefe 
l^aben nur eine gjajsigte unb. ei^^affte ^rd^ftd^tigteit. SQBenn aber 
eine rechte 3wni<J*^^'1fw'^Ö ^^ Sid^tftra^fen unb ein ba^er cntftel^b«« 
@)nelen unb ^unfein in benen Steinen fe^n foD, fo muffen fte in 
i^rem ©an^en feft aneinanber j^altenb,- unb eine gleic^fam ^ttfantmen- 
geftanbene t^Iäffigteit f e^n , bie aui lauter Keinen^ Slättgen t)erfe|(t 
ift, unb aud fel^r t)ielen gan^ garten 2^ei(gen, bie aufeinanber liegen, 
befiel 

, ^\jKt äu^Ud^e. ®efta(t ftetfet fu^ ))ri^matifd^ bor, .t)on bier m 
gleid^en Seiten unb ftum)jffen Stfen, alfo, ba| niemals me^ ofö eine 
Qäc f))i^ig ift. 9ln ber Bpi^ ftnb. fte flacher unb.^aben bafelbft caiA 
ftum))ffe äBinlel, toeld^e aber bod^ ungleich ßnb, toie bie Siantantm, 
tocnn fie gut fj)ielen fx)tten gefd^Itffen toerben." j 

^n feiner $orfc^ungfl>Iuft beilagt er, ba| bie Sleid^en i^re ßbel 
fteine nid^t gu hnffenfc^aftlic^^en Unterfud^ung^n l^geben h>oSen. „^ä 
n>ei|, [ogt er, bon benen Sbelfteinen, befonber^S benen lofibarfinir 
}n>ar biefe^ ald gan| getoi§, ba^ fie mk gan^ unb. gar nid^t guge 
t^n ftnb unb ic^ bo^er mit ber gefä^rlid^en S3eh9a^rung foU^ €<^^ 
berfc^onet bin, aber befto toeniger ^abe 4c^ bie meinigen, toelc^ ettoa 
ba^in }u gä^Ien finb, mit ben SSerfuc^en berfc^onet. Sigentlic^ toörc 
biefe« eine ©ad^e bor bie reichem Slaturforfc^er, ba pe i^ren %Uii unb 
i^re 9trbeit antoenben tdnnten, .aEein fie fcbeuen fid^, unb aOe ftedta 
gtoifd^en %f)üx unb Slngel, h)enn bie ßbelfteine unb ba« ®o(b; ber Dttt- 
nung nad^, gum ^euer fpHen, bleiben auc^ beftänbig an i^ren Sirculn, 
Siinfeln unb'SBaagen, toelc^e fonft nic^t gu k>erad^ten ftnb, angebunbou 



2. ^kaettddtmxt, 47 

^nrc SoVie, ber- fibetl^u)^ tnekd fipb DerUenet, ift ber jetfte 
unb einer t)on benen, bem ein Sbelftein aud feinem Sabinet nic^t fo 
lieb gekoefen, ba§ er ii^n nid^t bem Sulcano gegeben l^tte.'' ^ 

So^le ^e angegeben, ba| er a\x% ben meiften burd^ftc^tigen 
Steinen . beim @rl^i^ fd^ ried^enbe S)ünfte toal^genommen ^abe 
unb fo namentlich b^m S)iamant. ^enlel fagt bagegen, ba| i^m, 
o^ngead^tet er bei feinen Serfud^ mit aütn fünf Sinnen Sd^ilbtpad^ 
fte^e, niemals bergleid^en l»orgeIommen fe^ unb ba| er be^^Ib aud^. 
t)ergebend ben fäd^fifd^ %opai im' ^er jermartert ^be. . 

$enlel unterfud^te aud^ ben bei Sc^miebeberg untoeit Xorgau 

}tt feiner 3rit aufgefunbenen S3emftein;2'ber mit einer öitriolifc^en 

I @rbe t>or{omnit. S>ie Srage, ob ber ^emftein mit bem SSitrioI unb 

( SDaun gugleic^ entftanben • ober ftt^ fpäter aui einem t)on biefen ge- 

■ 

• bilbet ^be, ift er geneigt ba^in gu beanttoorten, ba| er aud bem 

I jliefe entftanbea, irba| ber Jtie^, mein ^nter aDen Sr^ten oberfter 

unb ^od^gee^efter itie|, k)or ben man aBegeit ben $ut abnehmen 

foDte, aud^ ^tt ber 3^B^S^^ b^ äSemfteind fe^.'' @d toirb biefe 

Sbftammung bamit erllärt , ba| ber Sernftein eine getoiff e äte^nlic^f dt 

mit bem Sd^toefel ^obe unb ba|, fo gut old ber ^ie| äSitriol unb 

^ äUaun erzeuge, „bad Sc^toefel-Saure nebft beffelben S^tigleit, nac^« 

bem e^ burd^ getoiffe Umft&nbe anber^ unb .anberd beftimmt toirb, in 

j eine anbere Srt berer gemifd^ten 6bxpäc überge^.'' 

^n foh^r SEBeife tourbea bamafö \)WU ($ragep aud^ l^on S^ifem 
toeld^ gro^ Stuf Rotten, abgemacht, unb ^enfel toar; einet ber 
nü(^temften unb befc^eibenften. 

Sin 92ad^f olger ^enteld, biefelbe Slic^tung. t)erfoIgenb, ^r 

0- <6- $ott, $rofe{for ber (S^emie unb 3RitgIieb ber 3(fabemie ber 

SBiffenfd^aften gu Berlin. ^ @r befd^ränhe feine Unterfud^ungen gu- 

nac^ft auf bie Steine, ^n feiner Slb^nblung Specimen Pyro^ 

t p. 343. 

'^ «. a. O. p. ö3ß. 

3 D. Johaunis Henrici Pott (S^pintf^e Unterf Übungen welche für* 
ntkm^xäf oon ber Litfaogeognosia )c. ^hbfln. ^otfbamni 1746. ^ott tfi 
16d2 )it ^Mberflatt geboren unb fiarb 1777 )u Berlin. 



48 I- Von 1650 bid 1750. 

technicnm etc. fa|t et @vben unb Steine jufatnmen unb imterfuc^t 
\^Vipii&üjV\if i\jv Set^ften im ^er, iveU^ in ä^nlid^ SBeife tooc 
i^m 9liemanb aU ^enlel unb beffen @d^üler Steiimann getbon 
^be. „%a biefer Untetfud^img — l^be id^ nrid^ l^u))tf&d^li(^ bed 
^rrd ald eined probier « Steinet bebienet, unb ^ioar meiner @f 
legenl^t nac^ gemeiniglich bed mdglid^ fitfirfeflen e$f<suerd; benn mi! 
Siebe« unb Srat^^er ober bem orbinftven Sd^mel^-^er ift baki 
nyenig au^urid^ten, bad S^er ift l^ierin ber be{l< analysta, bie &fo- 
mifc^en Henstrua geftrinnen toenigen toad ab, tl^d toerben fte «üb 
babutci^ eotrumf)itetV bod^ l^be x^ fte nid^t eben gang t>ergeffen, too 
fid^'d l^t tooQen t^un laffen." 

Seine biet $au))t'®enera >er ^rimittk>en (Srben nennt er: 

1) Terram alcalinam ober calcariam. 

2) Terram gypseam. 

3) Terram' argillaeeam. 

4) Terram ▼itreacibilem striciiue eumtam. 

SMefe bier, meint et, miM^ten twffl meift aOed in ftd^ faf^ 
,,Uebetl^u^t ftnb )h>ar, fag^ er, aüc (Srben vitresoibel, ober loffoi 
^df )u einem but(^ftd^tigen ®Ia|>S5rt)er mad^, twM^ bie SRdgliib^ 
feit ber universalen clariflcirung unfern ganzen finfitem (Stb-GIobi 
fd^dn adumbriret, bod^ Woütn bie anbem mefyt 3ufAlK ^^^ ^'^"^ 
ober gat anbem SRifc^ungen l^b^, ate bie Terra vitresoens striotior/ 

^ie genannten ßrben ft)erben auf berfd^ebene Seife namentlut 
im {^er untetfud^t unb il^re S^afteriftil feftgefteBt. 

„^e Terra alcalina ober calcaria gibt babuni^ il^ren characlereo 
specificumam fd^nedeften }u ertennen, ba^ fte eben ttne bie aHaHfcben 
Salje mit aDen acidis efferveaoirt, fid^ barin fobirt, abtr ouA 
barau^ bun^ salia alcalina fid^ toieber nieberfd^Iagen lä^t, unb in 
ftarfem ^er fid^ )u Stall brennt, aber aud^ aliSbann fid^ n9S^ leiibtcr 
in ben acidis solvirt> Sd gel^5ren bal^in aUe Slrten t9on JtaRfiein. 
)um %\^l aud^ Schiefer unb X^one. Sei ber 3(b^anb(ung über W 
gVt^ftd^te @rbe fü^rt ber Serf affer manc^e^ an, toad bie j^enfcbenbc 
Unfid^er^t in ber Seftimmung unb Unterfd^bung ber antfigIi#eB 



2. SHnetoIc^if. 49 

Sltneralien bart^tit. Sr fagt: „Sktd ifit gemeiner, ate ba^ bie 
Auiores ft^eiben: ber Starmor unb SClabaftet toerben buvd^ ftarfed 
geuer }u Aalt gebranbt, ba bod^ ber iii'tere nur )u JtaR, ber ^tarnte 
ober )U &tfpi ftd^ brennt. Jt5nig fc^retbt: Xlabafiter fel^ eine Species 
be^ Stamtord, toeb^ed bod^ gang unrid^g: biefe confiision ftnbet ftd^ 
annfd^ aud^ unter ben ne&eften Scribentea; toie benn Linnaeus 
in feinem. Sjetemate naturae ebenfoOd ben AaDßein mit bem &ifif9^ 
ftein in eine Classe fe|t/' So frage aud^ Jtramer an: „Dh au9 
bem (Sufi^&dnt Jtall lönne gemad^t toerben? inbem i^m bennt^t fe^, 
ba| aud aDem 6)Kiat unb Xlabafter unb glaeife Mariae tonne ®Vt>d 
gemac^ toaben. — hierauf ioiD i^m ber berühmte Jtenner bon mi- 
DeralieD ^. Dr. Srüdtmann be(el^ren, n>enn er melbet: ba| aui^ 
bem 9Uabafter aOerbingd SRauerlal^ gemad^t loerbe unb ba^ bie Signa 
diagnoetica be^ Starmord unb ätlabafterd einerlei fei^n, toeld^ bix^ 
aDed be^bed ein 3^um ift k." ^ 3)ie gl^^fid^te @rbe, bie im Srennen 
)u ®Vt>^ loerbe unb ftd^ in ©fiuem nid^t Idfe, tomme im ällabafter, 
im &9)^ unb ^aueneid bor, tool^in xiud^ bai^ SRo^pioitifd^e ®Iad 
0e}a^(t toirb/ $ott ^It ben ®\^p^ fflr unfd^me(}bar. @r. beobachtet; 
ba^ er mit f$(u|ft)atl^ gemengt eine leic^tflüffige 9taf|e gebe, unb' 
fd^Ke^ boraud, ba^ ber f^Iu^ftKitl^ lein @\^\A fe^n !önne, ,rbenn t9äre 
Ui€, fo t&me gleic^ed )u gleid^em, unb n>ürben fid^ einanber niäft 
angreifen, noc^ ber Spaat ben fonft fo ftrengen (Sitfpi )um ^u^ be- 
förbem Ibnoen." ~ ^ie Terra argillacea la^t ftd^ aOein auf ber 
@(^eibe bre^, nrirb im SSrenn^ fyxti, coagultrt, folbirt fid^ nid^t in 
aotdis. Se^^ered betreffenb em>äl^nt et, ba| Mr. ^ellot bod^ au9 
reinem toei^ X^on mit oleo Vitrioli «einen X^eil aufgelöst ^ccbe 
ttnb baroud fd^Iie^e, „ba| olfo in bem fonft fo l^omogenen 3^on bod^ 
eine itoeifac^ substantz enthalten fe)^, babon fld^ bie eine 9bt folbiren 
la|t, bie anbere^aber unfobirt bleibe.'' ^oii l^lt übrigen^ ben Ü^ 
It<^ X^I für eine Terra alcalina, obiool^l er \p&ttt fagt, ba| fie 
9Uaun geben lönne, n>el(^er nid^t n>ie man bidl^ geglaubt mit i^fe 
nner toQigen ober glf))figen @rbe entßel^e. 

2>en „©laBac^gen" Svben giebt er bie S^aralteriftit, ba^ fte fid^ 



« \ 



52 I. 9on 1660 bi« 1750. 

$ott red^net ben @))e((ftein unter bie XJ^onartm, ba er im ^c 
^rt toerbe, tme ed einzig unb oKein bie X^onarten t^n. 3>er &r 
))entin gehöre aud^ ba^n, fotoie ber Sle^^rit. 

9(m Sd^luffe ber bef^rod^enen ^eriobe, im 3a^re 1750, toara 
bie altafifd^ (Srben unter jtd^ noc^ nrc^t unterfc^ieben , bie Z^iurtf 
toor nod^ nic^t ald eine ei^ent^fimlicffe ®rbe erlannt unb nnirbe boufic 
mit ber fiiefelerbe bertoed^feU ober i^re äSerbinbung mit biefer für du 
fad^ gel^alten,. btid Xuffd^Ke^ht ber Silicate toar unbelaniU unb )k 
3irIon< unb SeriSerbe nid^t entbedft, dbtvo^I man ftc^ Ungfü mit 
Säneralien bie fte entl^elten, befc^öftigt l^tte. Son b^ SletaOa 
tannte man unb )um X^eil. nur fel^r unt)oIRommen: SErfeirif, inti 
mn, aSK^mutl^, 3inf, »(ei, 3tnn, Sifen, Jtobob, Jtu))fer, £ktf 
filber, 6ifber, ®oIb. Son 9(Ionfo Sarba (1676) fagt SBallr 
riud: * ^Meicurium hie Auctor ad Metalla referre ausos est^ im' 
Don ^iaerne (1694), ba^ er juerft ben Pyritem salphureum im 
Pyritem Brsenicalem unterfd^ben unb )uerfit bed Cupri Nicolai a 
to&l^nt ^e, toie folfc^lid^ bad.beutfc^e jtu))femidel fiberfe^ toui^ 
Son ber SSBoge ionrbe au^er in ' ber $robirIun{t nur toenig %vlm 
. bung gemad^. S>ie bamalige d^ifd^e S^aroheriftif ber StetoIIe Icn: 
man u. a. aud ber Arften Stuflage ber ÜRineralogie bed SBalleriii^ 



iS^rßci^ eine 9)?enge JKnif^feuIgen t>or ^nber, »ie wxä^ große Stu^tH \t 
Oefci^fit} caa einer jaf^n unb frifd^n Stbe (toeU^e bie (Sintoo^uer @<^(c 
|lcin nennen, unb felbigcilberaS um i^ren gkifen aufgraben) oon äffen ^ 
wo^nern, düngen unt Sllten, bereitet,' toeld^e na%e(enb« im geuer ^rtgc 
brannt unb bcp gonffen ^gen ))off nfid^ 9{üniberg, auc^ Mn ba »eitn it 
gan<^ 3>eutfci^Ianb ))erffi^ret toerben. 2)ie (Simoo^ner biefef Stecfenl ticita 
au4, nebp beih Merbau fein anber ^nbmeif oii biefe«, toomit fie ft^ vSii^ 
unb ersten." — 3n einer 8efci^reibung be« gid^telgebirg« oon 1716 ipert« 
auil^ ertötet, bafi bie ihtnft ben @tetn im geuer gu ^rten loerforen gegoiiio 
fei^. SDtan ^be iMgelgen, 9iodrnS))fe u. bergL barau« gefertigt. — 9ia(( 1^ 
ifl erflere« nnrti^tig, ba« geuer mfiffe nur be^utfam unb fbt! gnmg g(9^ 
werben, auc^ ertoa^e 9rä(fmann Derfd^iebener. arbeiten an« biefem @teiiu^ 
p. 87. 88. 

1 Lucubrat. Acadero. Spec. P: in d^ Systematibas MinertJojpcH- 
Uolmiae 1768. 



2. SMnetald^f. 53 

lennen. @te \^ aud bem Sd^toebifd^ ini^ 2)eutf(^ bon 3- S)anie( 
Senfo übeife^t unb 1750 )u Serlin j^eraudgegeben. ÜRand^erbi 
angefügte 9emer(ungen jeitfen babei beir ®tanb ber 3Btf[enf(^afi @o 
nnrb bei Xngabe be^ f^c. ©etam^tö bed OuedtfUbetd aU merdoürbig 
6ei1>orge^oben , „))a% biefe angebol^'ne ®^n>ete im Sßinter größer afö 
im Sommer ift." — ©einen d^emifd^ G^rafter betreff enb, Ij^ei^ e«, 
ba^ 9oer^t>e 18 Unjen reined üuecFfUber Ö00ma( beftiOirte ol^ne 
ethxid ahbered )u finben aH eben toieber OuedfUber, unb bo^ fein 
Sbemtcud ed jerlegt ^abe, ba^er ed ouc^ tton. einigen, bod^ mit Un- 
recht, unter bie principia ohemica gered^net toerbe, toä^enb anbere 
beffen (Erzeugung Don einer gla^rtigen flüd^tigen @rbe ober einem 
principio arseDlcali mercuiificante unb t>on einem prindpio sul- 
phureo gleiten. Seim äBi^muti^ toirb aud^ erto&l^nt , ha^ man t9on 
if)m mit Sal tartari ober alkali caustico unb Salmiol OuedCfUber er- 
balte, ae^nliAed beim 9(ei, Jtu)>fer, @ilber. — 3)ie ©(Reibung be^ 
Cuedfilber^ aud bem 3innober burc^ 3)e{itiOatiQ'n mit ungeldfd^tem 
Maß unb (Sifenfeilftaub toirb* angegeben. 

Ste ftenn^(^en ber ätrfeniter^e nnrb ber Jtnoblauc^geruc^ bec^ 
beim dtfjiiim auf Aol^(e auffieigenben 9iau(^ed angegeben. 2)ie Bpe- 
cied finb: ®ebiegen Hrfenit, Staufd^gelb, fd^toarjer 9(rfenit, Ot>er' 
ment, @(^erben!obaIt, toürfKge Slenbe (Tessera arsedicalis) , Slid- 
Vntfel (Slrfenüfie^) , Jtu^femidel unb @<^nHsbengift ober arfenitolifd^ 
erbe. Unter Slauf^gelb ift t^eild Ot)erment, tl^eite 9lealgar'(8an(la- 
racha Bealgar) gemeint, bie arfenid^te Säure giU ald eine SSoriet&t 
bed gebiegenen SCrfenite, mit ioelc^em eigentlif^ ber fc^toorje Xrfenil 
unb €(^bentobaIt übereinlommt. Som Jtut>femidel tpirb bemerlt, 
bat bie tteberfe^ung in Cupram Nicolai falfc^ ^tif, „e& tann fel^n, 
ha% man glaubte, bod SBort 9liIIeI bebeute.^er ebenfo Diel aldSlicb^ 
lau«, oOein ^er \^t ed. unac^t, falfc^ ic." 

Seim Jlobalt ioirb bad Slauf&rben bed Soracglafed angegeben, 
aU befonbered SRetaS tourbe er 1742 Don Sranb erflärt. 

Som 9(ntimon l^ftt ed unter anbem : „Sennifc^t fid^ bergeftalt 
mit ben SRetaOen, ba^ feine f(^n>efelid^e X^eile fic^ tool mit bem 



54 I- 9on 1660 bid 1750. 

Sifbet unb anbem SRetoUen t>ennif(l^en ; bie metoHif (^e unb regidtnif 6e 
Xl^eile aber mit bem ®olbe aQdn. ^iebon lomnU'd, ba|t haß Siüi: 
monium ba^ ®o(b bon anbem SRetaQen temiget.'' — „^ bem SRognct 
gang }uMber, mad^t and), burd^ feine Setmifd^ung, bag bad Sifen 
bem SBlagnet nid^t me^r gel^orfam ift." 3)ie ^^arbe bed 9lot6f)rie§; 
glangerged bejeid^net äBaSeriü^ aU t)on Sd^toefel unb Xrfenif ^enuE^ 
renb, ed l^at ,,bie ^rbe, bie @d^n)efel unb 9trfenil, bermengt, in 
unb mif il^rem 3)afh))fe, ben metaQifd^en Jtöt))edt mitteilen,- ntmM 
rot^ ober gelb/' mit ^intoeifung auf Staufd^gelb, Dpcment unb Ac 
baltblume. @r fü^rt an, bag bie @)ne|gla§er)e bon äl^nli(^en anben 
leicht baburc^ )u unterfd^eiben feigen , ba^ fte am Sid^te f c^meljen. - 
ign älnmerlung 5 l^ei^t e^, „ba^ man t>ermittelft @)9ie6glafe^, buii 
fiunft, Quedfftlber mad^en fönne, ift bei ben S^emiften befannl* 
2)a| ein unreine^ StetoQ für ein reined genommen tourbe unb be 
l^b SReactionen unb @rfd^einungen unrid^tig gegeben ftnb, lommt cf. 
genug bor. @o ift unter ben itennjetc^en bed SEBi^mut^dangefilbit 
ba| e« fxi) in ©d^eibetoaffer mit rofenrotl^er garbe aufßfe. — Qnbem 
angefül^rt tbirb, ba^ bie SDtaterialiften unb 9t|}otl^eter bad aSi^muth 
ÜRarcafit nennen, toirb bie bielfad^e Sebeutung biefed SBorte^ extoöbni 
toelc^ed )u mancherlei 9Ri|berft&nbniffen Seranlaffung gab. „2)en 
Jtied, ber in fir^ftaUen unb 2)rufen iväd^ft, nennen bie Sergleutr 
SRarcaftt. 2)ie'äUd(^emiften legen bad Sßort aDem unreifen SRetaüt 
bei. MieLPcasita ferri ift bei i^nen ber Jtied. Marcasita eupri ein 
gelbed ober grüngelbe^ fiut>ferer}. Marcasita aurea ift bei il^nen 3M 
nseil er bad jtu))fer gelb tingiret: tooraud fte fd^lie^en, ber 3inf fei^ 
ein unreif ed, @olb. Marcasita argentea ift bei i^nen Sßidmut^, ba 
ed ba8 SRefffng toei^ tingirt unb bad 3inn an ^rbe unb ittange 
erl^öl^et.'' — Seim 3inl ^^t e^: „äSiir möd^ten aud^ mit ber 
3eit DieQeic^t (Srlaubnid belommen, eben unter bie 3^^'^ ^u^^ ^^ 
Sleierj, toetin tvir baffelbe toeiter unterfud^t l^^aben toerben, aufju 
fü^en. Sine Stnleitung ba}U, gu glauben, ba^ bad Sleier} ein S^^ 
feV/ i^t man aud ^nleld ^t^ritol. te. 9lld eine @igent^ümlt(^eit M 
3inld lommt t)or, ba^ ed mit einer (Sifenfeile ober ffta^ptl gerieben, 



2. SkintKOldftttdt. 55 

moenclifd^ Jtraft erjiange unb toie @ifmfeQf))an t^om ÜRognet 0Qogen 
toerbe. 2)iefed fe)^ bon einem 9lümberger ^pdtf)det juerfit bemerlt 
tootben. SMe befte $robe eined 3^^^^ f^^/ ^^ )u soften unb bann 
mit Au))fer unb Ao^Ienftaub ju cämentiren, benn toenn a(dbann bad 
fiu)>fer gelb tingirt toirb, fo ^ölt bad Srg getm| 3^^^ it^ ft(^<" 

3>ie eigentlid^en SRetoCe toerben mit 3ugabe i^er @)}ecied ob^ 
get^eilt, 1) in fd^toer ju fc^meljenbe unb l^drte SRetaDe, ®fen uftb 
jtuyfer, 2) in leidet gu f(l^mel}enbe unb toeid^e SRetoOe, Slei unb 
3tnn, 3) im t^^er befte^enbe unb eble ^tolle, Silber unb ®oIb. 

Unter ben @if ener}en ftnb cdi unbrauchbare , iDilbe unb roubenbe 
Srje genannt ber @mirge(, , Sraunftein unb äBolfram. „Da ber 
Smirgel im.geuer fe^r l^art unb au^erbem jiemlid^ arm ift, fo toirb 
er nic^t toie ein @ifener), um @ifen baraui^ )u fc^meljen, fonbem ton 
ben ^anbtoerlem jum $robi^en ())o(iren) unb ©d^Ieifen gebrandet. — 
Som Srounfiein fc^mel^t man lein @ifen, j)l^ngea(^tet er 10 unb 
me^ $rocent ^ölt, -r- tanrb bei @(ad^ütten gebrandet, in bie ^(üffe px 
tx)erfen unb bie t^be bed ©lafed ju tem})eriren.'' Sei S9ef))red^ung 
bei» SRagnetiemud ^ei^t ed: „@d ift belannt, ba| ber 3Ragnet bad 
(Sifen )ie^e; ob er aber fonft nid^t^ aü @ifen, unb ob er aQed (Sifen 
)ie^, toet^ man - nic^t g&njlid^. @inige 9(rten @ifenerg jiel^t ber 
Slagnet nidftt.. 3Barum? Sticht gefd^iel^et ed blo^ um be^ eingemengt 
ten @))ie|glafed toiSen, benn Dd^er, Slutftein unb anbere, bie lein 
Xnt^ am. @))ie|g(afe l^aben; toerben bod^ nid^t t)om ÜRagnet ange« 
)ogen. Slid^t iommt ed t>om @d^toefel ober 3(rfenil, benn bie mei^ 
@r)e toerben nac^ bem Stöften am beften ange)ogen. @benfota>enig ift 
t^ t>on bem forttreiben bed @(^n>efete ober ä(rfenild im ^^er: benn 
einige (£r)e berlieren in bem SRöften nic^t bad geringfte ton i^xtt 
Sd^toere unb toerben bod^ Dor bem 9U{ten nic^t angezogen uiib nod^ 
am beften r totnn fie mit einigem iDflammabili, toie $ar) ober %qlq, 
gerdftet toerben: einige @(^toefe(gebunbene toerben ungeröftet gejogen. 
Jtäme ed ba^, ta| in ben @r)en nic^td anberd, ald eine Sifenerbe 
to&re^ bie burd^ bad Srennenbe px 8ifen gemad^t toürbe, unb alfo 
i»or ber 9iebuction nic^t angezogen toerben !dnnte; fo folgte ouii^ 



^ I. »on 1650 m 1750. 



baraui^, ba| bte (Sr^e, toAift rol^ Dom SRognete gebogen loccben, 
reinem Sifenfe^n müßten. 9[Ud ber Utfad^ie fd^etnt ed, ba^ man 
l^ieraud f daliegen tonne , ba| in ben @if encrjen , bte v>f^ ))om 9tagn^ 
ten angejogen toerben,. me^r afö eine ytmpU Sifenl^altige <Srbe fe^n, 
nemlic^, bag in benfelben ein toürüic^ed, obgleich mineroliftrted unb 
@teint>ermif(l^te!S, Sifen fel^n muffe, boc^ fd^led^ter ate glui^en. — 
Unb hierin möd^te ber @ninb bed SSorjuged bed fd^toebifd^en ®fen^, 
k>or aQem audlänbifd^en ®ifen, liegen, toelc^ed feiten aud foliben 
Stjen au^ef(^mel)t, bie rol^e t>dm SRagnete angeji^gen merben." 

3Ran fielet, ba^ ed bei bem n>eiten Segriffe bed ^^^logtßonö 
nid^t mdglid^ toax ba$ 9tätl^fel )u löfen, toarum bad (Sifenet) einmal 
magnetifd^ fei; unb ein anberedmol nid^t. %ud) bie Stonerfungen in 
ben Au^fererjen lennjeid^nen . bie 3^^- 3)<^d Au))fer beftel^t, 1^^ ti, 
„l) aud einer braunrot^en fe))tifd^n ^rbe, Tsrra specifica cuprv 
2) au^ einigem entjünbbaren, n>elc^ man otvS ber Stebuctien ^epct, \ 
toenn man bie Jtufsferafd^e toieber ju SRetoK rebfiriret, 3) aud einen 
metaQifc^en principio, benn ioenn jemanb Au)9ferafd^e nimmt, fie mü 
&almid t^ermifd^t, biefe SSermifd^ung eine lange 3^^ ber Suft bb^ 
fe^et unb l^nad^ mit Seife beftiQiret, fo belommt man ein Oued^ 
ftiber, 3U einem S^^^t ^^t ^o nid^ CuedfUber felbft im Stupftx / 
ift, bennod^«etnHiiS barin fri, baraud Ouetfftlber toerben fönne." l 

3n ber allgemeinen Sl^aralteriftit lommt t>cx, 8) bad Aü^fer „1^ 
dnc ftarle ^nbfc^aft gegen bod aSaffer, ^mn ed gefc^moljen ift: 
l^ält man einige 2:to)>fen SBaffer )u gefd^melgtem jtu))fer; fo toirb bal 
Stapfet, mit großer ^eftiglrit unb ®efa^r, in bie f^lud^t unb ntnb 
f^num getrieben/ 

Unter ber Bpeait^ jtu))fergrün ftnb SDtalad^it unb Jtiefelmalac^tt 
toertDed^elt, benn ed f^it: „(Sin Xi^Al Jtu))fergrün gä^t ftorl mit 
Sc^etbetDoffer auf, rin 21^1 nid^t; ed ift alfo ungetoi^, ob bad 
Jht))f ergrün bon rinem acido ober t>on einem alkali ))rö€it)itiret fei;.'' 

Die älngaben, bte juiorilen über rinen ober ben anbem SRif^iung^ 
t^ t)orIommen, betoeifen, hai man auf reined ^omogened SRaterial 
ntd^t fonberlic^ ac^e, fonft tbnnte htx ber Jtu^^ferlafur nid^t gefohlt 



3. Gl^jteniatif« 9tomennahiT. 57 

toetben, \>a% fte jutoeilen 80 $rocent Jtu))fer entl^Ite (bie reinfte tnU 
^att nur 55,1). 

Set bfn Steoctionen be« @iI6erd ^ei^t ed: „^at einiget fonber« 
l{(^ 9K^k>er0nügen gegen bad Aoc^falj: benn fo balb Jtod^fal) }u 
bem @d^eibewa{fer lommt, fo mni bad @tlber l^eraud." 



I. »em 1650 bi« 1750. 

^üt fd^on t)on 9rt)icenna im 12. ^g^^^unbert gegebene Sin- 
t^lung ber SRineroIien in Steine, ÜRetaOe, 6d^h>efel unb @al)e, 
tpeU^e fu^ mit etto>ad anbetet 3)eutung in ))ie(en St^ftemen bid auf 
unfete 3^t et^alten fyit, tDutbe ungead^tet i^ter 9tatüt(id^Ieit unb 
i^tet Sott^Ie füt bie Sl^ataftetifiHI t^ielfad^ butd^ anbete ©tunblagen 
ctfe^t, toeb^ )um X^etl bet nriQfü^tlid^ften ältt'n>aten. 

Sin 9eif)riel bat)on unb toie bunt bie 3ufantmenfieDungen eigent- 
lt(bet SRinetalien mtt t^ietifc^-minetalifd^en äluiSfd^bungen, ^etfteine^ 
tungen k. toat, gibt bad ©Aftern be^ Ol. SQ^otmiud. (Museum 
WormiaDiiiQ. Apstelaed. 1655.) @t untetfd^eibet: 

A. Media mineralia. (^n 4 Dtbnungen.) 

1. Terrae. 

a. Mechanicae, %ffon, Jtteibe, Unibta K. 

b. Medicae^ Slonbmild^, 89oIud, Semnifd^e Stbe k. 

c. Miracuioaae. Terra Scadcica. Islandioa. 

2. Salia. @teinfal|, @al^etet,. XIaun, Sitriol k. 

3. Sulphura. @(i^ft>efe(. Sltfenit. r 

4. Bitumlna. 

a. Fossilia, 9la^^a, 9(d^^lt k. 

b. Marina. ISernftetn, Smbta, Sperma Ceti. 

B. Lapkles. 

1. Mious pretiosi. 

a. Magnl) duri., 9tatmot, Safalt, Sanbftein k. 



58 I- Son 1650 bU 1750. 

b. Magni, moUes, JtaSftein, ®^, Simdßctn, Smlk. 

c. Minores, molles, Sdtnautl^, %aU, S(mmotttten, Lab. 

Carpionum, Limacum, Oe. Cancrorum etc. 
. d. Minores, duri, Magnes, Haematites, Smiris^ L 
Lazuli. . ^ 

2. Pretiosi. 

a. Majores, Saf^id, 9(d^at, 3Mai^xt, 9tmet^# ic. 

b. Minores. Gemmae, Diamant, 9tu6in, ®ranat, 2ür 

fid, auc^ perlen, Se}oar k. 
C. Metalla. 

1. Metalla proprie dicta , ®oIb, @tlber, Au))fer, Gtfen, Sl'^^ 

(candidum et tiigrum). . ' 
% Metalla improprie diota, SBidmut^, Xntimon, £lue<tfUbc 

3. Metallis afBnia. 

• a. Naturalia, Galena, Cadmia nativa, Chrysoca. 
Pyrites, Quartzum, Corneum etc. 
b. Artificialia, viride Aeris, Cerussa, Minium, Sooriac. 
Vitra« etc. 
3m ®^tem bed 3ol^. gonftirn < (Niü'tia Begni Minenlk. 
lipeiae 1661) tDerben bie @rben in t>iet ©efd^led^ter einget^It: 

1. Ignobiles, 3RexQel, fireibe 2c. 2. Mediae, Greta Littonk 
Melia, Cadmia etc. 3. Nobiles, Lemnia, Armena, Boli etc. 
4. AfHnis Terrae, Arena. 2)ann folgen« Suod Goncreti, getkü: 
in magere unb fette, femer bie Bitumina, flüffige unb fefte unb bf 
Lapides in Nqn figurati unb Figurati eingetl^eilt. 3^ ^^ ^^^ 
gelten unter anbem bie (Sbelfteine f bie ioieber nad^ bem ®rabe tc 
Xurd^d^tigleit unterfd^ieben ioerben, femer afö opaci allerlei mrtoi 
lifd^e unb nic^tmetoKifc^e @t>^cied, toeU^e ate Heinere unb grd|^ 
unterfc^ieben toerben. 

3ol^. ^oa^. Sedier ift )um Xl^eil biefem. Sonfton gefolgt ut 
orbnete bie SRineralien nad^ äu^erm Jtennjeid^, um tote SEBaOeriu? 

* 3o(ann 3onfion, geb. 1603 ju (Sqmbter in ^olen, ge{t 1675 »t 
3iebenborf bei ^cgnt^. at|t @eiK ^ater loar fci^ottifd^er Sbfunft. 



3. @)^ftematif.. 9{mnfnt(atur. 59 

meint, Me Xnfanger lM>m @tuWum ber SRineralogte nid^t abgufd^eden, 
juni 2;^ aber bringt er ^emtfd^ fienn^eic^en in 9(nta)enbung. (Phy- 
Bica snbtenanea. 1664. üb. 11. See. «VI. Cap. 1.) @r ' untere 
fc^eibet rter Älaffen. 

A. Terrae — Sergla^bare (©anb), brennbare ($umu8), mercuria* 
Iif<l^ (Lutum^ liinus Argilla). 

B. Lapides, lönnen nac^ tl^etn 93er galten im f^euer, fa^ er, unter- 
f (Rieben toerben, inbem fte in einen StctÜ ober in ®Iad tter- 
toanbelt koerben, )erf)>ringen ober nic^t )erf)>rin0en ac. 

C. Hineralia. ^ier toerben bie ÜRetaüe ertoöl^nt. ^m SlDgemetnen 
bejetd^ne bad äBort Slineral etioa^ aud ber @rbe ©egrabened, 
tme ber tttf))run'0 be^ äSorted aud bem ^ebr&ifd^en anjetge, ioo 
ed „aui ber @rbe'' bebeutet. SRetad.ftamme t)om ^br&ifc^en 
Metil, toeld^ed ,,öieffen" (fundere) Reifte. a)ie ÜRetaOe ftnb 
M>aioimnene: ®oIb, @Uber, fiu))fer, (Stfen, Slei, 3inn, ober 
^oeniger t>oOiommene: WxAmon, SBidmutl^, ^td, ÜRarfaftt 
2)iefen fd^lie^en ftc^ nod^ (atö decomposita) jtobalt utü> SRag« 
nefia, b. i. Sraunftein an. 

S)ie Decomposita, ioeU^e eine befonbere SCbt^eilung bilben, ftnb 
Derf (^ebener 9(rt; toenn @rben mit 3RetalIen ober Steine mit (Srben 
ft(^ mif(^en, entftel^t ein 2)ecomt>ofitum, auc^ toenn t^erfd^iebene ^e« 
taQe unter f\i) gemifd^t toerbem @r unterfc^eibet bqbei brei klaffen, 
bie erbigen, fiteinenten unb metoUifd^en S)ecom^ofita. 

3u ben erften jäl^It er bie Situmina, Sc^ioefel, Semftein, unb 
Salje, @teinfa(), @a()}eter 2C. SRineraltoaffer. 

3u ben jtoeiten gehört ein febfamed ®^if (^ t^erf d^iebener 2)inge : 
Xorf, Sd^iefer, Ouarj unb ®efteine, in loeh^en SKetaQe erzeugt loer« 
ben, äUoun, Sorac k. 

3ur britten Jt(a{fe gehören: ^rfenil, Stealgar, 9Curi)}ignient, 
3innober, DuecEfilber, Stot^gulbenerj x 

Sr bef)mc^t jiemlic^ audfü^rlid^ bie Sigenfd^aften, toeU^e bei Xnorb- 
nung berSDlineralien berüdftd^tigt toerben unb t^erbreitet ftd^ inSrlduterun- 
gen über bie «^arte, Se^nbarfeit, £eitung für bie 3Bärme, 3)urd[irt(^tigteit k. 



60 I. Son 1660 m 1760. 

3n Betreff bed „)9otttommtn*' ober „^äfUift'', jagt et, fei» 91 
bemerlen, ba^ in bo: Sloiur -nid^d fc^Ied^t fe^ unb ®ott SDDled i»oQ 
tommen gefc^affm J^be; nxid man boOtommen nenne, fei^ mit aOfrln 
Stfidftc^ten fo genannt, n>ie bad €fm(^toort fage: @tn d)(er Strm 
ift fo biel n>ett^ ate ein teid^er Starr bafflr gibt. 

@in anbered ©Vft^ni gab ber Phannacopaeus sui temporis da- 
ritoimus Ferrandus Imperatus,* ein ^[taltener. @r t^t tu 
(Erben in fünf ®enera: 1) Agricolarum, 2) Plasfticorttm et Archi- 
tectorum, 3) Fasoruin , 4) Pictoruin et Fullonum (SBalfer) , 5) Me- 
dicorum. 3)ie Steine tl^ei(t er in 1) @be(fteine, 2) ^gurtrte Steint 
3) in folc^e, bie ft<^ im ^er )u &\f}^ brennen, 4) in fob^, toeldK 
fid^ in SUttter tiefen laffen, 6) in fob^e, bie in Stall '^vl tJertiHtnbeU 
6) in bergladbare unb 7) in fanbartige. 

3ol^. ^oadf. Sotfen^offer^ giebt eine fe^ feltfame Stntbe 
(ung. Sei ben Steinen j. 9: jä^It er auf: l) 9(ud ben ^d^bn be 
(Srbe aufgegrabene. 2) 9(ud ber Suft gefallene. 3) Xud bem (Kruiu' 
'^ ^(itfTe gef6rberte. 4) älud t^ierifdj^en 9(u^<^eibungen. 5) m 
©emmen (3)iamant, 9hibin k.). 6) Uneb(e ®emmen (99SeItaugr, 
Jta^enauge k.). 

3o^n 9Boobn>arb, 3 ein Snglänber (1728), tl^lt bie ©teiiif 
1) in folc^e, toetd^ Scl^c^ten bilben (@anbfteine, (^p^, VUvnmi, 
(Kranit 2C.), 2) Aiefel (CalcuK, %i^atß, On^, Stetiteö k.), 2) "XaU^ 
artige (®limmer, @elenit, "Xatt, aud^ 9(dbeft, Selemnit k.), 4) Go^ 
vaOen; 5)'fir^ftal[e, tool^in bie @be(fteine ac. 

(Sin Vorgänger SEBoobtoarb'd mit ä^nlic^er ®runblage toar Qob. 
^ac. Sc^ud^jer (Meteorologia et.Oryctographia Helvetioa. 1718> 
!Ran neigte fidj! aber balb^ hneber px mefyc d^emifd^ c^arafteriftrbarm 
S^ftemen. 3)ad Ser^(ten im t^er bot für gr6§ere ®tvippen einr 

1 Historia naturalis 1995, guerft ttalienifc^ Venet. 1672. 
'i Job. Joach. Bockenhofferi Miiseuin BrackenhofferianDin. Argeo- 
lorai. 1677. 

3 Fossils of al|^ kinds digested into a Metliod Suitable, to Their 

« 

mutual relation and affinity. London. 1728. An attempt Tovanis a 
Katoral Mistory of tke Fossils of Engelland. Vol. 2. London 1729. 



3. ®l^ematt!. 9tomen!latuT. 61 

fo brottd^bare 6I^Taftert{Ut, ba| ed, tme t)on 8ed^, 91. \>. SromeD 
unb ^ntfel, audf \>on 6. t>. 2ittn6 für bie ©tetne gebroud^t tomtbe, 
bie er ebenfoDd in bie Vitresoentes , oalcariae unb apyri t^eiU, ob« 
tool^I rt fonft b«r S^ralterif^ nad^ äußeren Jlenngeid^ ben Sorjug 
gab. (fö ift fd^on obenSiniged Don ben eigent^mltd^ Xnftd^ten 
biefed gefeierten Stanned mitgetl^eilt nmrben, tan aber ein Silb tton 
bem @tanb))untt feiner SRineralogie ühctffoupi )U geben, mag 1^ 
fein ©Aftern einen ^Na| finben, toie ed im Syetena Natprae (Lagd. 
B. 1735 unb Holm. 1740) paUioxi ift. 

A. Petrae, äre lapides simplioes. 

1) Yitresoentes, coa, quartzäm, silez; 

2) calcariae, oiarmor, spatiiin, eohistas; 

3) apyrae, mica, talcam, ollaris, amianthas, asbeatiis. 

B. Mincnnae. 

1) Salia. 

a) Natrum: muronim, addulare, seleniteA, lapia soil* 

lu8, spatum cxystalliaatam. 

b) Nilrum: terra nitroea, ciystallus mueronata, crj- 

stalluB moDtana, topazius, rubinas^ amatliystua, 
saphiras, smarägdus, beryllus. 
e) Maria. 

d) Alumen: nudum, schiati, adamae. 

e) Vitrioinm. 

2) Bolphum. 

a) Eleetram: Saooinum*, Ambra. 

b) BiiQipeo. 

c) Pjrites: Solphur nud. Anripigment. Pyrit valg. 

Pyrit eupr. 

d) Araenicum: tessulatam, obbalti flor., crystalKsat, 

cobaltum. 

3) Mereurialia. 

a) Hydrargyrum. 

b) Slibium. 



o) Wismtithnni. 

d) ZiDCum. 

e) Ferram. 

Staonam: Crjstallisatum^ Granatüs. 
g) Plumbum. 
h) Cupram. 
i) ArgeDtom. 

k) Aaram: Dudani) lapis lazuU, metallo inhaerens. 
C. Fossilia 6. lapides aggregati. 

1) Terrae: Glarea, Argiüa, Humus, AVemi) Ochia (fern. 

cupri, ai^enti lutea allicans, hydrarg3rri, wismathii. 
Mai^ (creta, rubxäca, terra tnpolitana, lithomargs. 
lao Lünae). 

2) Concreta, e particulis terrestribus coalita. Pumex, St^ 

lactites, Tophus (ludus, minera fern arenacea, pa.. 
dosa, laeustris), Saxum,' A^tites, Tartarus, Calcolo^ 

3) Petrefacta. GU^ptolithus, Phytoüthus, inter qaos Pi»^ 

lithus, Helminthblithus, EntomoJithus, IchtfayolithoN 

inter quos OoUthus, Amphibiolithus, OmitholitbuN 

Zoolithus. . . 

XHefed Softem erl^ielt in melieren äCuflagen äSerbeffetungen 

^leid^tDO^I {eigen olle bte 3)iiYftt0feit foioo^I bet fcl^ftaQiygra^^'c^ 

atö ber c^emifc^en ÜRineroIogie ber S^t, t90)u letztere betreff enb, nod 

fommt, ba$ £inn6 mit bereite Dorl^anbenen Srfa^ngen nic^t ^t 

nügenb befannt \Dax, tme fc^on 3* 9^* @melin (ber Sltjnevtun^ 

S)octor, biefer unb ber SEBetoei^^eit orbentlid^. Setter- an ber Uni 

t^er^t )U ©öttingen). in feiner Ueberfelung ber ,)tv5(ften- lateintfc^en 

älu^abe bargetl^an fyit ' ,,^ie d^emifd^e äRineralogie toirb fid^ toun^ 

bem, fagt er, (Sb^amet unb ba^ notürlid^e ®laubertfd^e SBunbeifalj. 

ate (augenl^afte @al}e unb old älbänberungen einer 9(rt, unb uni^ 

1 X\t\t9 S^erf bef)>rtd^t bie meinen älteren ©vfleme, ed erfc^ten )u9{üxii* 
berg 1777 unb entölt Tffl I. p. 183 ff. ein Sergetd^ni^ bon 1277 e^rtftn 
über aOgemeitie unb f)>edette 9)>2inera(o0ie bom 9[nfang bei 16. 3a^rb. bt« 1777. 



3. 6l^ftemattf. 9{imienilalur. 63 

bem gleich (Sefc^Ied^te fd^totten Sipai, ^auenetd, Selenhunb Statt* 
t^t^ befd^rieben )u ftnben. $ol toö^I bet 9Ktter gefel^, ba| 9a« 
falt, ®ranat, Xucmalin, %i>pa^, ServSi Sl^folitl^ ftc^ tme Sora; 
im t^er. aufblä^ unb fo leicht nne er gu ®Iafe fc^meljen; unb too 
t{i aud^ nur ein ftum))fer ©efd^mad an biefen Steinen, ben Stnnfi 
boc^ aü ®ef(^(e(^tömet{mal auffteOt? 9Bo iß ber fd^orfe, gefaljene 
&^i^mad bed 9olooneferf))atd unb ber'f^Ififfe, ben ße bod^ ateXrten 
ber Sinnäfc^en Muria I^Ben foDten? too ber l^erlbe ®ef(^mad( bed 
3)taniantd, 9lubind unb Bappf^vA, ben fte bod^ ali Strien bed äOaund 
^oben mäffen }c. ' 

@d toor ein eigentJ^ümlid^ ®ebante Sinnd'd atö ttrfad^ ber 
5tn^{iaIRfation ber @teine ein in il^nen entJ^olteneiS Sal) angunel^men, 
tme fc^on frü^ ertoä^nt toorben, unb barauf l^n fteOte er Di^Ie 
Specied ^ufdnmten, n^elc^e toenig ober leine äle^nGdjfleit l^aben. 

3)etn ei^flem SB3oobn>arb'd i^ tl^Inmfe 3ol^. ^ill (a ^- 
neral Natural Historj Vol. I. Historis of Fossils. Lotidou 1748) 
gefolgt, n)&^renb SßoUerdborf @rben unb Steine toie $ott Ilaffi« 
ficirte. 

3n ber Sorrebe }u feinem Slineralf^ftem fagt SBoIterdborf: 
,,3)er erfteunb ttome^fte Uaterfc^bung^grunb, bei Sintl^ei- 
lung ba SRineralien, nui^ l>on i^em Seftanbteefen l^ergenommen 
toerben. 3)enn„ ba bie ÜRineralien toeber kben, noc^ toad^fen, nod^ 
emvfuiben, fo finb fte aud^ nic^t organifc^ gebauet, ^aben auc^ leine 
®Ii^ma{{en uiib finnlic^en SEBerlseuge, baran man fie 'unterfc^ben 
fönnte. ^ierju lommt, ba| mari fic^ in biefer Sac^e auf bie dunere 
@efialt ber Slineralien gar nid^t )u t^erla^en f^ai. @8 gtebt Serg» 
orten t)on einem (Befd^Iec^t; toeld^e einanber gar nic^t g(etc^ fel^. 
2)agegen ftnben fid^ toeld^e Don ganj t)erfd^iebener (Gattung, ioeld^ 
einerlei ®eftalt ^ben/ ÜRan mu^ dlfo bie SBerftHinbtfd^aft unb ben 
Unterfc^eb ber Stinerolien, tuu^ tl^er SRifd^ung, ober nad^ ber Tta-- 
terie, tooraud fte jufammengefe^t finb, toeU^e fic^ in i^tfmi^d^ Unter- 
fuc^ng ergibt, beurt^eilen; unb l^ieraud finb bie Glaffen, Orbnungen 
unb Oefd^hi^ )u beftomen." "SDod^ foD babei auc^ bie äußere 



64 I. Son 1650 m 1760. 

unb ®efd^ma(f in Seirad^t gejogen to^ben. 

2)er SBille tft gut, bie 9(udfit$trun0 jetgt' aber bie 2>iixfti0ki! 
ber SRittet. @o toitb ate Sl^raft^ ber Qlaffe ber Steine (Lapides) 
angegeben: 

,, Steine befte^ aud feft aneinanbet l^ngenben ecbigai 5E^ettfit. 
aSetben but(^*d äBaffer nid^ft evioeid^et." 

SHe erfte Dcbnung ift: 

,,1. (Sladartige (äffen ftd^ t>on fauent @a()en (fo l^^ei|t ed ia 
beutfd^ Xq:t, im lateinifd^en aber ^et^t ed in aoidiB) nid^t aitfßfoi 
aber im t^uer am leid^teften )u einem Ilaren ®lafe fd^el^; Wä' 
gen gfeuer." 

- @ine Xnmerlung erläutert, ba^ (Sinige fd^on natürlich ®^ 
\tiftn, hne bie @belfteine, Qtif^taU, burd^ftd^tiger Ouor) tc. unb bor 
gft^ftMit^ unb Simdftein nid^t f^er fd^Iagen. 2)ie Qtefc^Ie«^ m 
üftt Qfyvcaiitte fmb folgenbe: 

1) Sbelftein. 

„^ gemeiniglid^ eine fm^matifd^ 6edKge, an @nben gugef)»^ 
©eftalt, ift burd^ftd^tig, (ä^t ftd^ nid^t feilen.''- 2)te ®)>ecie« toerbcs 
bur(^ bie ^rbe, aucb 2)ur(^fk^tiglett unterfd^ieben. Sd finb genanni: 
ber S)iamant, Zopa^, S^r^folit^, ^l^ajintl^, @))ineD, Salad, 9luba, i 
&tanai, Smetl^i^ft, Bap\>ffxx, Dpal, Ser^K, ©maragb. 

Xte ft)ecifif(^e St^nenVmenfmb erto&^nt: Xopa^ = S^foKtfeber 
äOten, ^)intl^ = Sl^ncurer ber SUten, S^ineO = 6t^nea«9bt6oi» 
Sälad (Baiais) =: Slaffer Slubin, .älubin = Pyropus. Oarbanooli» 
Qkranot = Xmet^l^ffc ber Xlten, Xmetl^l^ft = $^int^ ber ättten, Dpci ^ 
(ßkmentftetn) = Paederoe. äBe^fe, @maragb = Prasius. $nrfem. . 

2) Srvftall. 

,,6ieM einem <£belftein g(et<^, U^t ftd^ fctkn.'' 

Sptcie», naif ber garbe, ^dex^St\ßaü unb gefärbter Sr^ftol. 

3) Quar^. Hie», 
„^t feine befHmmte @eftalt, ift berfdffieben gefärbt, gemeintgfu^ 
toeil, )erbri(^t in efige burd^ftd^tigk "XffüU, läfst ftd^ feilen.'' 



8. ®l^9emattt 9tomenflatur. 65 

Unburc^ftd^tiget Ouar^. 4 

4) @anbftein. 

„^t leine befummle ©eftalt, ifi aud ben S^tümmem bed Ouat^ 
5uf ammengefelt " 

e^cied: Aiefelftetn, ©ruber ©anbfiein, ^ner @anbfMn (=aße4f« 
ftein. Cos) Setgerftein b. i. löd^eriget, fo bad SSaffer burd^Iaufen I^t. 

5) §ornftein. 

„fyd (eine beftimmte ©eftalt, ein l^omartiged ©etvebe (textura), 
^erbricbt in mufd^Iförmige burd^ftd^tige Xl^eile, lä^t ftd^ feilen.^ 

8)>eaed: Sorniol =? @arber, Saicebonier (l^ie^ ber Dn^ unb 
<5arboni(^), %i^t, 3laf)>id, ©emeiner ^omftein (Pjromachus, 
^Xmerftein). . 

. 6) ^Iu^'@))atl^. 

„^t mand^Iei ®eftalt unb f^rbe, nerbric^ in r^omboibatifc^e, 
burc^ftc^tige X^eile, ift härter ald anberer @))at^." 

S)>ecied: ©emeiner t$Iu^f)>atl^ (^ieju ber Sononifd^e Stein unb 
Stnbrobamad) , aBfirfelf^t^, 9l^ombDibaI«@))at^, WitUt^paÜ^, SrV' 
ftaainifc^er t^lu^fKit^. 

7) aSatfe. 

„^t (eine beftimmte ©eftalt, ift aud Ouar^, ?$Iu6f))atl^ unb 
Slenbe )ufammengefe|i'' (SIenbe ift für ©limmer gebraucht.) 

@))ecied: ©ranit, $ort)I^V^, 3Rarmorirte 3S>ad^, ©emeine äBatfe. 

8).9imdftein. 

,,$at feine beftimmte ©eftalt, ein faferiged ©etoebe, ift DoOer 
l'ö(^, fi^mmt auf bem 3Baf[er." 

. S})erie«: geiner Sim^fkein, ©rober Sim^ftein. — 

Se^nlic^ ift bie S^rafteriftil anberer Orbnungen unb ©efd^Iedffter. ^ 

1 8(t ben SRetoOen pnb Sfter« bie bamald miäftn äfmi^äftn ^öftn 
gebraucht 2)tefe fmb: 

O 0olb cT ®f« 6 «ntimon 

J) @ilber fc ©fei 5 Ouedfilber 

V ^u|)fer % 3tnn ^ S)i0mut( (bei -Snn^ w) 

KobcK, •«f<({<(tc ber SRineroIogic. 5 



66 I- t^on 1660 bis 1750. . 

SBir l(Ktb^n nur einige ber eigentl^ümlid^ften S^fleme ben>ora^ 
^oben, )mld)e in bem beft^rod^enen^^traum gu S^age tarnen, e^ babn I 
ft(l(^ aber ol^ne befferen @rfoIg afö bie genannten, nod^ biele onbat 
Stiltoren mit ber ijlaffification ber ÜRineralien befd^aftigt, fo %xit^t 
rid^ Sad^munb (1669), 3(Ibaro ä((onf o Sarba (1676 unb 1696), 
(gmanüel Äönig (1687 unb 1703)/ Urban ^iärne (1694i, 
6^r. 3ol^. Sang (1704), 3ol^. 3ac. Satter (1708 unh 1758}, 
Valentin Äreutermann (1717), 3o^. §einr. ©d^ütte (1720i. 
gr. 6l^r. Seff er (1735),' 3o^. (gm. ^ebenftreit (1743). 2)iefei 
unterfd^eibet bei ben ©teinen: 1. Olebae inanes, metallici coio* 
riB, too^in er u. a. 2;alf, 9(dbeft, ®^))d fe^t, 3. Glebae inanec 
lacidae, Quar^, e^lugf^t^ 2C. 3^ S^^re 1747 erfc^ien an^ Ki? 
erfte 6#em bed 3o^. 6(otfc^. SBalleriu^, beutfdl^ ton 2)eim 
(1750), unb 1749 ein ©Aftern bon ß^r. ©ottl. Subtoig. 

Sin cpnfequent burd^gefü^ted ^rincip ift in feinem btefer Softes 
^u ftnben, aud^ toax ba^ .ju -claffificirenbe SRaterial meift nur feh 
unboQfommen gefannt unb oft ^omogened mit @emengen in mt 
Sinie gefteQt. 3)a^er bie toielen Slrtenr ©d^iefer unb bie 3ufamtnat^ 
fteHung be« ^robirfteinö mit bem lafelfdj^ief er , be« Äaßfd^ief er« , aRergri 
fd(^ieferd unb ^ad^fd^ieferd , be^ Slöt^eld mit bem ©er)>entin , XaU k. ; 
SHe älggregatjuftänbe mürben meiftend nid^t rid(^tig l&eurtl^eUt, obtoobl | 
fc^on Seutoenl^oef gezeigt Ij^atte, ba§ fein ^le^fter aud mibf 
f(o))if(^en ®\}p^ltt}^iaUtn beftel^e. @$ toar toieberftrebenb anjuerfennen. 
ba^ ein unb baffelbe in bcutlid^en Jtr^ftaDen erfd^einenbe Sttnerol 
aud^ ftänglic^, faferig ober gar bid^t torfommen f5nne, bo^er bie &otc 
berung be^ ÜRarmord bom f))ätl[^igen Aaßftein , bie bed ©tiriumd \>vtR . 
®\^p^. 2)ie 2^rennung ging nod^ toeiter, benn Sinn^ fe|t bi^V I 
©J)ecie« ober ©efd^Iec^ter in bie Älaffe ber Steine unb in bie Drb^ 

nung ber jtaltarten , h>ä^renb ber beutlid^er fr^ftalliftrte Jlaltftein und 

» 

Q 3inl (bei Knn€ zz) Q «laun 

o-o «rfenil 0\ «itriol 

@alp«ter Ü ©owir 

Äoc^folj ^ @*iT)efcI 



8. ei^ffcematif. ^omenlfotur. 67 

®^V4 (gfraueneid unb Selenit) in ber Jllaffe ber @rje, Orbnung ber 
Sal^e unb ©efc^Iec^t ber Saugenfal^e aufgefu^' tvtrb.' Sa bie d^emi- 
)cben ^tlfdmittel fe^r befc^r&nlt unb bad Jlod^en unb 2)eftil[iten nad^ 
'2(rt ber alc^^mifüfc^en 3(rbeiten übltc^ toar, ol^ne genauere Jlenntni^ ber 
angetoanbten Sleagentien unb S^W^^^» ^^^ ^^^ o^^^ @in{tc^t in bie 
9lrt i^ed 9Birtend, fo toar SBirrtoan unb 3)li|ioerft&nbni^ unt>emieiblicl^. 

Sine befonbere Alaffe, toeld^e man in ben ®\^^itmen mit J^erum- 
\i^lt)fpU, bilbeten bie Steintoüd^fe, Stalaftiten unb SSerfteinerungen, 
bie etetnf\)iele (Figurata) unb Steinäl^nlic^Ieiten ((^Icali). 2)ie %eW 
arten, gemengte unb ungemengte, fc^Io^en ft(^ meift an bie Stein* 
orten an. 

Son ben @teinf ))ielen f agt 98 a 1 1 e r i u g : „ Sief e Steine fmb ibrer 
^latwc unb (Sigenfd^aften nad^ k)on benen in ber anbem 6Iaf[e Be* 
rührten Steinen nid^t unterf d^ieben ; aber bie ßuriofttät ber Stein* 
befc^reiber ^t fo biel au^erid^tet, ba^ mo man biefelbe terfte^en 
roiü, man biefen Steinen i^en abgefonberten.^Ia^ einräumen mu|^ 
tüAä^ boc^ fonft nur burd^ i^re ungetpö^nlid^e Sis^t t)on t^orl^er- 
benannten unterfc^ieben finb.'' 3Ran nenne fie nic^t unret^t Stein-- 
{piele Lo8U8 naturae, man lönne fte aber mit mel^rSted^t ber Stein« 
Itebbaber S)nele, lusos lithophilorum, nennen. $ie S))ecied biefer 
Steine ne^en fu^ feltfam genug au^, j. 9. gemalte Steine mit 
bimmtifcben jtör]9ern, mit 3Renfd^enbiIbem , X^ieren, $flan)en , jtunft-- 
gegenftanben (Äreujfteine,, S<^riftfteine,, mufilalifd^c Steine, geogra- 
pbifcbe, matbematifd^e, Sluinen-Steine). 3wr SrHärung frfd^er Silber 
n?irb richtig bemerft, ba^ fie bom Einbringen irgenb einer tüirifamen 
Süfung in Alüfte be^ ©efteind entftel^en unb t^en ber 9lrt tone ftc^ 
biefe auebreiten fann , bie Figuren abhängen. 3(e^nKd^ ftnb bie Silb^ 
fteine, Lithoglyphi, einget^eilt, benen ftd^ bie geformten Steine, Litho- 
tomi, anfc^Iiegen. 3)ie Caleulj finb Steine, bie fic^ in^ftan^en unb 
gieren finben. 3Rdn tndrrfi[^ieb \xü)on 27 @))e€ied, t^eifö in ben 
Organen gebilbet, t^Id burd^ o&erlet ^n^üt in einen X^ter«' ober 
$f{an)fnlört)er gelommen. ^ perlen lommen ba bor» 'bie Sejoar- 
ftetne, ^amfteine unb bergl. 



68 UtMblxd ^ tßmobe \>on 1660 bi« 1760. 

äSon ber mineralogifd^en 9lomenIIatur in btefem S^iabxx iE 
ti>^i9 )u fagen. 3Ran gebrauchte ol^ne ein befttmmteö $rmri)> \k 
l^erfd^iebenfien lateinifc^en, gtied^ifd^n unb arobifd^ Ütamen unb 9t 
nennungen. WUin f^atte für bie t>er^&Itni^m&^g toenigen genauer gr 
lannten Bpedt^ boc^ fel^r )fixeU/ Flamen, t^eild h)eU man bie SSerfifl 
nerungen unb allerlei ©emenge in bie SRineralogie f^dn^oq, tbe!^ 
toeil man oft bie Sarietäten einer @))ecied mit befonberett fRaxm 
belegte. @o bei Sedier (um 1670). S^d SSorietäten b€^ Guim- 
culu8, ber aud^ ahthrax unb pjropas l^ie§, ertoäl^nt er: ben AlD^ 
thystifeontoo.., Sirtites, Carchedonius^ Sandaresos, LychoiteS) Jom$; 
beim 6^r^fo(it^ ben Leucochrjsos unb Mel^chrysos, beim ^morog^ 
ben CholoS) Chalcosmaragdus, Pseudosmaragdus, Galactites, beir. 
J^matit ben ÄDdrodamas, Elatites, beim jQuarj ben ailex, Pm 
machus, Pyrites, /^rgyromehnos etc. — ^ Steine, \odd^ Sle^nb 
leit mit ^flanjen ober SJ^ieren^ ober beren Steilen l^aben, ftnb nc 
jal^Ireid^ 9lamen loerjeid^net, GeDchrites, Geranites, Peidicitet. 
Peristeritea) Aetites etc. 

2)ie Bpecxe^ ber ÜRetaQtoerbinbungen erl^ielten getoöl^nltc^ bm 
Ütamen be^ äRetaUd, ioeld^^ed man barin befonber^ beachtete unb ein, 
meiftend bie i^arbe^ bejeid^nenbed SBeitoort; nur einzelne fül^rten tt 
fonbere 9lamen toie Galena, Plumbago, MagDes ete. ^nAcn hnrnn 
bie bei ben Sergleuten, t)ot)ügli(l(^ bei ben beutfd^n, gebraucf^tni 
!Ramen im ®ang. — 2)urcl^ bie SSerfteinerungen imtrbe bie 3tavm 
lifte befonberd t)ergri^ert. 



UeberBKd ber 5ßertobe toon 1650 bi« 1750. 

(Sd {eigen ftd^ in biefer $eriobe jtoar jteime fotooi^I fflr bie Stt^'- 
fiaaogra))^e aU für bie Aenntni^ ber äRifd^ung ber aRineralien, M 
Ueberlieferle tamrbe aber t>on ben f^Mtem %üx\if€tn fe^ ungleich gc^ 
toörbigt. Obtool^I Sradmud Sartl^oUn bie ))rimitit)e ^orm ^ 
ßaicit'd fd^on um 1670 genau lannte, il^re SBinlel unb il^r @))altun0^* 



Utbnblid bn ^ßcricbc »on 1660 Ki 1760. 69 

uer^Hnift, obtvo^l n {ngte, bag Uefer Stein bD))t)eIte@tta^[en' 
bxei^ung it^, bag er gerieben elntrifi^ yoetit unb mit @&uten 
btaufe, unb obtuD^ er jut Unta^iu^ung feine« SSer^ItenS im t^et 
f^on baä Süt^D^T ansttvenbet (Kttte, fo bnirben gleic^tvo^I analog 
Beobachtungen an anbeien 3)üneialien nii^ ollgnnetn fartQefe|t. 3tm 
|unä(^ft ben ßifc^mmgen bn ©tia^tenbiec^ung tmirben Unterfui^mp 
gfit gufletvcnbet, tnelc^ fnu^tbore Slefultote lieferten unb brnen man 
bieKuffttllung ber UnbvIationS: obet SSibrationSt^eDtit 
beä Sichte« but^ ^ut^gtn^ (I7!i8) Mtbanh, Weld^ no<^ 0f{|cn' 
tvöttig gelttnb ift. 

Son Siii^tiflteit füi bw ArVflallDgiat)^ 'ioattn bie Seobac^tungen 
eteno'ä (1669) unb ©ulirlmtnt'd (1688) &ber bie Streifung 
unb ^ufantmenfefung ber Ati^flalle unb übet iie Untter' 
änberlicf^tett btr aUintel. SRanc^ tn;ftaao0ta))^if(^ SSeobac^^ 
tungen bejegen fic^ auf bie Sntfteffung ber Är^ffaHe unb So V'« (1672), 
ber bie AtVftalli[«>tion )>«^ Siämut^ö aud bem Sc^meljfluffe 
beobai^tete, unb Sc^eu^jer (1702) matten aui^ auf bie Sin- 
f(^lüffe in Itiljftallen aufmerffam unb bmii^ten fie für i^X^orie 
ker ®enefi«. . , 

Gafretler jeigt juerft (1723), bafe bieaRetallttegelationen 
nit^tä mit organtf<^ Shgetattonen gemein ^ben unb'Sourguet 
(1729) ftnit^t ani, bag bie Steiftrineiungen feine utf))tiinglt<^ ®e< 
bi[bt feien, fonbem »on ^flanjen unb leeren ab^mmen. 

^ iMr Don Süii^tigteit, ba{i la ^ite (1710) aufmerlfam moi^tt, 
tvte tvenig )]^(ofo)]^ifc^e £)}(tuIationen o^ne bie Safid' e;l}erintentelln 
9(oba($tung in ber Staturforfi^ng nuänc^ten fSnnen, gIei(^ti:)D^l fyü 
IJinnä geglaubt, a priori annehmen gu bürfen, bie Urfai^ bei JttV' 
flaBifation ber ©teine fe^ in einem beigelnifctten ©alje |U füllen. 
!Dit SRineroIc^te ^attt feinen fuit^eren Soben unb bef^rönhe fl(^ 
voTju^enKife auf bie ^dmitHung uon Steactionen,- beten man Sot^U- 
(t 1691) Biete Betbanlt, bod^ ßfft^a^ e« oft o^ne Rritil unb ofjnt 
fonbrrltc^ Seai^lung beä ^teriaU: (nolttfi^ 9tü|It(l&eS barin geigli 
bie $»birtunft. Sie aSit^tiglrit ber Sl^emie ober für bie 3RineraIogt< 



70 U- Son 1760 M 1800. 

! 
^aben öotjüglid^ Sedier (t 1682), ^cnlel (1725), 9R. to. »ro: j 

mell (1730) unb 3* ^. ?Jött (1746) edanni, toelAer au4, teie 

))or i^m 3San (1708) unb 3)u %a\f (1735), bie ^bo^P^otee 

ceng t>ieler SRineratten unterfud^te unb aud())ra(^, ba| fie burd 

eine 9(ri Don Setoegung ber X^eild^en berücrgebroc^t toerbe. 

$ür bie c^entifd^e ^Rtneralc^atalterifrif fyxt am meiften :3. ®. SBallr 

riuö get^dn (1750). ; 

Obtoo^I t^er^ältnt^mä^ig nur toentge Specied befannt toaten uni 

• 

bie nieiften ungenügenb beftimmt, unb obtool^I ein ^auftoer! Dce 
@rben unb ®emengen barunter gemifd^t tourbe, h>eil man fte für ein 
fad^ 9ber homogene Subftanjen ^ielt , f o toax boc^ bie £uft ^u clani 
fictren unb S^fteme aufjufteUen fe^r gro^ unb ftnb ba)u bie febfon^ 
ften unb tDtOIürHc^ften @runblagen gebrandet tvorben. 



II. fßoxv 1750 biÄ 1800. 

, 2)er berül^mte 6(^n>ebe, 3. ®. SBalleriud, toelc^^er ftc^ fv: 
feine 3^^ ^^ ^i^ SRineralogie größere Serbienfte ertoarb, aU irgenb 
ein anberer ^orfd^er, be^anbelte fcitfamer SBetfe bad Stubium bei 
Jtn^ftaQogro^^ie nur oberfläd^Iid^ unb ging barin nid^t einmal fo toä, 
aU man bereite t>or i^m gelommen toar. @eine Ar^ftaHbefc^reibungoi 
be)ie^ ftd^ meiftend nur auf bie Angabe ber t^Iäd^enjai^I unb mos 
finbet bei i^ bie löngft befannten 3fiinlel bed Salcitö ober ber ®i9\i^ 
tafeln nid^t atigegeben. Gleidj^tool^I toar ba^ einem ju jener Q6t ebfit- 
faUd .berübmten äRineralogen, $. ®. 3ufti,^ no<^ ju tntl, benn er 

• 

' I 3. {>. (S^ottL üon Suft-t, Orunbrig be« gefammten ä^ineralrfit^. 
irerkitien ade Soffilien ift einem, i^ren wefentüi^en 9ef(^ffen(eiten gemaiea. 
Bef^mmen^nge toorgefleOet unb befc^rieben tvetbeu. ®öttingen, 1757. - 
3n ber Sorrebe (eigt t9: ,,^eutfd^(anb , tverci^e« bie Qergtoerf« Stffenfcbafta 
na^ bem OeflSnbtufi ber %u6lanber felbft, am erflen )u einem bcberh @raN 
ber SoHtommenbeit gebracbt f^t unb ^{eii^fAni bierinnen bie ^cbrmeiji^^"'' 



1. SKnitoIt))^. 71 

äußert fi(^ barfiber: „^ert »SBoDenud fc^einet in ben ©ebanlen )u 
fle^, ba^ bie Sbelgefteine alfo toad^fen, tpte toir btefelBen in bie 
Sflinge unb anbere Jtletnobien fe^n; nieil er il^e f^gur unb €<fen 
unb fogar bie ^afelfteine auf biefe 9(rt befd^retbt. SBenn il^ feine 
anbem t>ielen ^^l^ler nad^ufel^en finb, fo ifi biefer fafi nic^i )u berjetJ^en." 
3)er $roceg ber lentfie^ung bet Rtifftaüe fd^eint SBalleriud mel^ 
befd^ftigt )u l^aben aü eine genaue Seirad^tung unb Seftimmung 
iBrer gönnen. €(^on in feiner erfien SRineralogie lommt er 6eim 
SetiQ auf bie ^age: ,,9R5gen bie Jtr^ftaSe unb äd^ten @teine i^e 
^gur iodI^I t)on einigem Salje ^aben, beffen JtrVftaUen fie am naiven 
gleic^n?'' 6r fagt: „Q^ fd^ni unftreitig ju- fe^n, ba^ folool^I bie 
Stein- ate Saljfr^ftaOe i^ren Urftmtng \>on bem eingemifd^ten irrbi« 
fc^en unb metoEifc^en äSefen ^aben/ inbem ba^ @alj (momit tl^toeife 
eine @äute gemeint ift) in fid^ felbft feine 'Jtn^flaOe befi^t, el^ ed 
mit einiger @rbe ober ettoad metaHifd^em k)ermifd^t toirb. « ^ ber 
Gbem^e tüirb getanefen, ba^ t>on ben berfd^iebenen Sermifd^ngen bed 
93itriote ober ber @d^toefeIfaure, ungead^tet biefe @äure leine f^gur 
batf <^üe @al)e unb i^e fin^ftaOe l^erflie^en; aber um nä^er ju be« 
n)eifen, ba| bie Salj^ tmb Steinfn^ftaSe, t)on bem irrbifd^en unb me< 
taQifd^ SEBefen ab^öngen, ift ^ier genug, bad S^em^I t)om Balpettx* 
geifte anjufü^en. Sermifi^f man biefen ®eift mit einem loegetabilifd^en 
reinen SOoIi, bringt er ein @al} ton fec^deHic^ter ))ridmatifd(^er S^igur, 
ober bad fogenannte 9{itrum ober ben @al^er ^erbor; mit jtod^fal) 

anbrer 85Ifer getoorben tfl, ^t p<^ jeit^er in ber S)>2ineTaIcgte mit bem Aber*' 
Utittn itffxhudft eine« Hutflünberd, be9 SaOeriu«, bereifen mfiffen, ta9 über« 
bte§ «wffer Se^fer toar. S^ (obe biefen 9)7änge( bur(( gegentoartigen ^runbrit 
be« 9RtneralTCt(^« (^jubclfen gefu<!^et ic." SBafletiu« fagt bagegen (in ben 
Lacnbrationca): y^Quldquid boni in hac von Justi Mineralogia continetur, 

• • • 

ad magnam partem vel a mea Mineralogia vel a Potti Scriptis sunt 
mutuata, imo intogrcve descriptiones saepe deaumtae.'' 3ufH*9 (Staffiftcatiofi 
nennt er toeiter maxime'inordinatam nnb saus insufficientem. p. 92. De 
Systematibna Mineralogicis. -~ Soff, {^einr. (S^ottt l»on 3u^i, geb. )u 
Srfitfen in 2:^nngen, gefi. 1771 )n ftüfhrin, xoax )ule|}t preugtfc^r 8erg« 
batt)>tmann, toittbe ober 1768 tt^en Qerf(!^(euberung oon Öelbern fetner Stelle 
rntfe^t unb ftarb al9 f^ftunglgefangener. 



72 II. Son 1750 bis 1800. 

ober minoralifc^em 9(BaIi bringt er ein Salg t>on cubifc^ %isai, 
gleid^ ber ^gur be^ jtod^fal^ed. ÜRad^te l^ier bte aßalifdbe @rbe mch 
bie Senberung in ben Salgfrt^ftaQen ? @Ieid^erge{italt , toenn @t[6cr in 
©d^eibemaffer aufgelöfet tpirb, entftel^en lamettöfe Är^ftaffe: löfet mar. 
@tfen in ©d^eibetoaffer auf, flnb ed irregul&re SSiereüe, unb fo to6tes. 
ÜRad^te l^er nid^t, ba bad Sd^eibeioaffer eind unb baffelbe bleibt, bo^ 
metaÜifc^e äBefen bie älenberung in ben Jtrt^ftaOen? SEBeiter )u be 
toeifen, ba| bie ätenberungen ber ArVfiaQe t>t>n ben 9RetaQen unb ntih 
^on bem @al^e getoirfet toerben, jeigt {td^ baburd^, bog ein unb eben 
baffelbrSRetoIt, in loerfc^iebenen fd^arfen ®eiftem aufgelöfet, feine «b: 
genommene ^ur bel^alt, unb ni^t nac^ ber ^gur ber @al}e anben^ 
Sold^ergeftab finbet man , man mag Jtu))fer enüoeber im Sd^eibeteafk: 
ober in einiger SSiirioIfäure ober @f|ig auflöfen, bo<^.)>aTaI[eIe)x))ebif6 
ftr^fiaüe." @o ftnb bie t^ragen über ben 3ufammenl^ang l9on 9Rtfci»r 
unb gform fc^on jü einer 3^ aufgetaud^t unb beftMro(^en loorben, r i 
man toeber loon ber einen nod^ Don ber anbem einigermaßen geniigenh 
5tenntniß ffotu. 

SHe 9(rt, loie man {tc^ mit* bem @tubium ber Art^ftaQe befc^ftii^. 
nxtr im älllgemeinen auc^ toenig geeignet, i^n ^^ormen einen fonber 
fielen SEBert^ beizulegen ; mit früheren Seobad^tungen t^d unbetamn 
tl^eifö biefelben nic^t Bead^tenb, fallen bie SDlineralogen immer tx>ieba 
biefelben 9lätl^fel fd^einbarer Unregelmaßigleit unb Unbeftänbigfeit ob 
i^nen. Ütur fo ift e^ erllärbar, menn einer ber ^eUften Mp^ unm 
ben bamaligen Jorfc^em, ber Sd^toebe (Sronftebt, fi(^ über ht 
Ar^ftaüe ba^in audf))rid^t, ba^ man „große Einleitung l^at, ftc^ )?rr 
jufteDen, baß mehrere mineralif(^e Adrt)er ^ufdlUgeräBetfe cim 
^gte t^ur an ber ^läd^e \fabcn annehmen muffen" ^ unb toenn n 
toeiter fagt: „Sußerbem bienet bie genaue 9(ufmerffamleit auf bicff 
gHguren me^r )ur 99efriebigung ber Sleugierbe a(d jum nni^en 91u^il 
S)ie SergDerftänbigen ^aben bid auf biefe Stunbe in ben ßr^gangen 

1 iSronflcbt« )B<rfu(i^ einer 9linera(ogi(, guerfl au« bem Sc^iccbtfc^fi: 
überfe^t 1760, bann mit Bnfaften ^erau^e^eben Don ^TÜnnic^. CEo^n^ittn 
unb ^ei^jig 1770. p. 20. 



I 



1. aRinenO^^l^llf. 73 

nadf ber Serfd^ben^ berfelben (einen Unterfd^ieb bemerlet. Dtqeni* 
gm, bie ftd^ berfelben )um ®¥ottentoer( bebtenen, red^nen niemate bte 
Stnjo^I ber Seiten. ®ie {tnb mit einem in ber 9Beite fd^dn fd^nen« 
ben Xnfe^ berfelben )ufrieben. 9lid^tdbeftptDeniger mürbe e^ gut 
fe^n, toenn ftd^ jemanb bie Wd^ nel^men h^oKte, ju unterfuc^en, 06 
nid^t eine jebloebe ©ottung loon @^ten i^e beftimmte Slnjai^l t>on 
^tgitren ffitte, inner^Ib toeld^ oUemal bie ftn^ftalli|irunß gefd^iei^t. 
3)ie^ ffoi bid^ nic^t gefd^l^en tdnnen, inbem man aKe ^paU ol^ne 
einiged Xbfei^ auf i^ Seftonbt^e untereinanber gefegt fyit 3<^ 
^ege, meinet X^U, leine gro^e Hoffnung, ba^ ettoad äBefenilid^ed 
barau^ toerbe.'' 

3n ber 1755 erfd^ienenen Orl^ctologie t>on 2)e3alier b'älrgen« 
t^iUe < (ber Serfaffer ^tftd^ auf bem Xitel bed Suc^ed ni4ft genannt) 
tfi bie ftti^aSifotion faft gan) bei Seite gefe|t, ebenfo in bem 1760 
(Serlin) erfc^ienenen @nüDurf einer Stinerologie k)on 3o^. ®ottI. 
Sel^mann. 

3m So^re 1772 erfc^ien eine ber JtrVftaIIogra)>^ie fpecieU getoib* 
meteStrbeit bon Slom^ 2)e(idle. ^ S)iefer fjKiter berül^^t gen^orbene 
%ox\^ ft>nd^t fid^ )u fünften ber Sinneifd^en X^eorie t>on ben form- 
gebenben &<dim in ben JtrVftaOen aud. ^La cristallisation est si 
esaentielle aiix sels, qu^on doit regarder ce8 corps oomme.le 
pribcipe de toutes lea formes aogulaires et.poljMres qui se pr^- 

t L'Hiatoire Naturelle eclaircie dans nne de ses parUes principales^ 
rOryctologie etc. Paris 1755. 

2 £s8ai de Cristallographie on description des Figures gtom^trlques etc. 
Pvis 17T^ 9Ran fiicbet in biefem 8u(^e ein Seqeic^nifi aller nam^ften 
fliitoreit, v>t\dft bi« gu jener ^tit über ^rpflaOe gefil^rieben (aben , nebjl fLn* 
gabet^ec^riften.— 3can i^.a^tifle 8oui0 9iotn^ be I!3«Ie, geb. 1736 
am 26. Itiigufl )u ®rav in. grantle *(£onitÄ, Qt% 1790 am 7. Tlaxi )U ^rie. 
^tac^bem er' 1757 M Secreför etnee Wc^ctxt* unb (^mebetac^emenfe mif 
3abien gegangen unb bei $oiibi(^rv in bie Ckfangenfc^ft ber (Snglan^er ge» 
ratzen loar, bann längere 3^^ in Sranquebar, @t X^oma« unb (Sifxna gelebt, 
fanb er nad^ feiner 9{ütffe(^r im 3a(r 1764 feinen Unterfialt in $ari0 ^u)>tfäc^» 
ik^ burc^ bie SRnniflceni eine« xcif^n iKebaillenUeb^ber«, Sttp. blSnnerv» fo« 
wie bur^ eine fömglic^e ^enfton unb ba« (Sinlommen )»on $noatoorlefungen. 



74 U. Bon 1760 M IdOO. 

senteot daos les aotres substances da rigse min^ral. Qnelqae 
vari^es qae soient ces forme«, H y a iant d^analogie entre cdlei 
des uns et Celles des autrcs, qu^on ne peut ndsonnablemeBt doater 
que les sels n'aieat dfitehnin^ les parties pierreuses, pjrit^isa 
et m^talliqties k prendre telTe ou teile figure qui est propre i 
ces sels.^ 

@r bel&mpft bfe immer nod^ t)orfommenbe 9inf\d^t, ate entfitiiibcii 
bie JtrVftaSe butc^ Baatnen ober Snthridlung aud @iem ober grnutt 
Itotem, hM))u il^m befonberd Stobinet SBeranfoffung gab, Yotld^ in 
feinem 9u(^e „De la Nature^ bie Unmi^licl^leit einer Jlr^ftallbtlbiin^ 
burd^ 3u£ta))ofttion bart^un ivollte. @r meint nämlic^, toenn mai 
eine @äulengru))))e bon Sergfr^ftaK betrachte unb finbe, bag jdt 
Säule eine regelmäßig fed^^feitige fe^, fo Idnne biefe Silbung nicfe: 
burc^ oOmälige 3ugabe erbiger ^artifeln entftanben fe^n, benn geger 
eine feiere ©eftalt gebe ed eine Un}a^I anberer mit mel^r ober toenign 
Seiten unb ließe fid^ ba^er tottten, baß bie $artileln el^ eine anben 
t^orm angenommen Ratten atö gerabe biefed ^eiagonale ^xx^ma, aui 
gebe ed im @egenfa$ )u einem regulären $q^agon eine Unga^I tirr 
gulärer unb fo ließe ftd^ tmeber toetten, baß bad reguläre nid^ fc 
conftant bei biefen ftr^ftaden auftrete, toenn bie Stibung burc^ ^^i^ta^ 
po\iüm ber SRaterie gefd^e^en fe^. ^ — 9lom6 3)eli«le erinnert, toa« \ 
fd^on Sd^eud^jer audgef^roc^en ^abe, baß ben Steinen ber 9au ber 
Organismen fe^le unb baß man nid^t Slftroiten unb 9lumidmalen oB 
toa^re Steine citiren !önne, ba fie nur ^etrefaften fe^en. @r dußert 
fUif, baß bie geringen ^ortf^f ritte, bie man biSl^er in ber ftenntniß 
ber ftr^ftaüformen gemad(^t ^abe, ba^ rühren, baß man in bem Ser« 
änberlid(^en an biefen formen Xnftoß genom'men unb bie ^»rinritiMt 
bon ben fecunbären nic^t mit ber nötl^igeh Sorgfalt unterf(^ieben ^be. 
S)aS ftod^fal) )eige fid^ tool^l )un>eilen in l^ol^Ien )>)7ramibalen (Sieftolten 
unb bod^ fe^ bie toürflige ))rimitibe $orm mefentlid^, benn biefe ^obl» 

t „ — ainsi il y a Finfini de rinfini k parier contre nn, qa'ane 
aigailte de cette gerbe n^aara point la forme quVlle prend oonstammeni* 
„De la Katore" part. 2. tom. 1. p. 209, 210. Edit. Amst. 1763. 



1. ^\nnatpfi/ifft 75 

^i^ramiben fe^en aM tricrfeittgen $tidmen, btcife «kr au« SBürfeln 
}ufainmni0tfe|t. (St fteQt folgenbe Söfe auf: 

1. 3)'a^ bet jinmittelbare Sffett brr ün^ttaDifation bie aSereini* 
ßun0 mehrerer faltigen ÜRoIelüIe |tt t^olt^ebrifc^en befttmmt geformten 
SRaffen frt^. 

2. 6d gefc^^ btrfeft mit tounberbarer {^mmetrifc^et Orbnung 
unb eteUung bar 9to(effi(e. 

3. 1bQ% biefe Bereinigung nic^t gefc^el^en lönne, toeUn bie 9Ro> 
ttlBle nid^t t>otlfct gelöst unb bon einanber burc^ ein ^uibum g^ 
trennt {el^en. 

4. 3)aft burc^ Serbunften/ Srf&Iten ober Sntjiei^ung eine« S^eitt 
^^ S^uffigfeit bie ertod^nte 9(nnä^erung, Seräl^ng unb Einigung 
tcr SRoIefüIe ftattßnbe. 

5. Z)a^ alfo 2uft)ug, äBärme unb jlälte bei ber Itrt^ftaOifation 

nttnotnen. 

» 

6. 2)a^ bie SRoIetäle SRaffen t>on einer conftanten rege(m&|igen 
®eftalt bilben, toenn fte 3^^ unb ^eiJ^eit-^aben, ftc^ ju örbnen. 

7. Xai fte aber irreguläre ÜRaffen ber t)erf(l^iebenften Srt bilben, 
koenn i^nen bad tS^Iuibum raf(^ entzogen unb bie S^^ f^^ h^ orbnen 
ni^^t gegeben toirb. dergleichen tonne aud^ burc^ 9etoegung be« in 
Ari^fiaOifation beftnblid^en f^Iuibum« gefc^e^en. 

8. 2)a| ba« äBaffer einen 2:^eil ber ealjfrVftaQe bilbe, o^ne 
be^tb für ba« @al) fe(bft toefentlid^ ju fc^n. S)iefe« firVftaatoaffer 
lomme aOein ben Salden ju. * ®r glaubt, ba| e« bie ^u^^rfad^ 
i^ Spdlic^ieit fe^. 9Bir begegnen ^ter jum erftenmal biefem t)agen 
Segriff bed ftn^ftann^affer«, toelc^er noc^ gegentodrtig in Uebung ift. 
^nbern er bie Se^nlic^teit ber formen ber ©alj^ un^ Steintd^ftoOe 
ft>erieO ^or^ebt, finbet er baran einen faft unumfidglid^^en 9etoeid, ba^ 

' dx fagt p. 26: „Le soufre ne contient paa an atome d'eau cod- 
•ider^ comme teile, e'fat-^-dire, aona l'^tat aimple d*d]^ment aquenx, ii 
contient oependant eelle qui entre dana la compoaition de Tacide Titrio- 
liqae, puiaqne le aonfre eat oniqoement form^ de Tnnion de cet acide 
avec le plilogiatique.'* 



76 IL S<m 1760 m 1800. 

fiberaO rin 6al) Ue g[onn Mf)»0ntre. *S)te ©egner fagen fralk^, tocmi 
e^ fo fe)^, toantm finbe man benn in ben Stettdrt^ftaUen buxc^ bk 
d^ifd^ SRittel teine @)>ttr t>on Salj? 2)arauf antloorte er, bai 
man bi^f^ bur^ bte Xnall^fe ebenfotoenig ein &a\% au^ bem SUa« 
batgefteUt l^abe, otool^I man toiffe, baft ed aud Sal) utib Dum 
)ttfammen0efe|t fe);. 

9lom^ Selidle befd^reibt in biefem äBetle eine gro^e SRoi^e 
t>im ftrvftdlkn loon fog; lünfUu^ Salden fotool^I old t^on Slineraßn 
unb gibt Sbbilbungen berfelben nad^ ber Statur gqei^net Sr 1^ me^ 
afö feine Sorganger auf bie äBinfel StüdCftd^t genommen, bo<^ baoiak 
nur bie ebenen SBinlel gemeffen. 9latfirlic^ tourben tifd^ gfonno. 
toie bie t>^amibale be^ Ouarjed unb bie oi^nli«^ am fd^toefetfatiai 
Aalt ffir gleich genommen, bie äßinlel ber S>reied(e gibt er gu 70® as 
älanb an unb ju 40^^ am Scheitel, toad für ben Ouar) ben ielige- 
Berechnungen aud ben Üleigungdtotnfeln fel^r na^a tmnmt (70® 21' . 
39<^ 180. SRei^rere ber befonben^ befd^riebenen unb abgebUketen & 
rietaten ftnb nur burd^ ungleid^ t^Iöc^enaudbel^nung berfc^eben. 

Oft ift nur bie S^l unb ^rm ber ^l&d^m angegeben. ®o H^ 
ed bon ben An^ftoKen bed ^))fert)itrioI: «Dod^caSdre rhoiuboidal 
ooraprim^, doot cbai^uoe des faces införieure et sup^rieure est 
compoB^e d'un octogooe irr^ulier et d^uo petit trap^se en biMto- 
Le« huit plana lat^raux spnt des rhombes^ des rectanglea et de$ 
pentagooes plus ou moios irreguliers.^ $^ biefer SEBeife ftnb üba 
l^unbert Ar^ftaEe auilfüi^Iid^ befdj^rieben. 

9lom6 2)edltdle untevfd^eibet nadf ben loerfc^iebenen ^onnfn 
Gattungen (esp^ces) unb obtool^l mand^ t)on biefen, toie gefagt, outb 
nux huxdf bie $I&d^nauftef^nung t>erfd(^ieben ftnb, mac^t er boc^ ^'xll ' 
ber ä^nlic^ berfu^r, ben 9}ortourf, bie ©attungen ju fe^r t)eibie# 
tigt )u l^aben unb nennt beffen Slomenflatur ebenfo toeitfd^toeifid dt 

t @ir 3o^n ^id, geb. IHS au $ettrborotig(, geß. 1775 ju Sonbon. 
IMwt^ttr unb Strjt }u Sonboiu ]^0k>r3r of fosails. London. 1748. FotfüB, 
arranged aocording to their obvioos characters etc. Ib. 1771.. 8p$^ 
genesia 1772. 



1. 9Rtnetaq)l^l^ftl. 



T7 



imbrig. ^ill to&^Iie befonbete Ütatften für jebe SomHnatton, ). 8. 
Triexahedria , Pentabedroslyla^ Hexapyraroides etc. Beim Jtolif^ti^. 
@r fyxt btefe Slomettllatur auc^ auf fr)^ftallinif(^e älsgregate aud0ebe^nt 
unb bmmen ba aQetbingd barbarifd^e Slamen vor, toic Placagnodi- 
augia, Phcagnoecieria (fflr U&ttrigen, j^albburd^ftd^tigen unb un- 
burc^fid^ttgcn XaSi}paÜji), Cibdelostracia, Stalaetocibdela , Stalag- 
moscieria etc. 

Siemlü^ oudffl^rltc^ fyit 9lom^ Selidle bie $atifer ®)7f^tml< 
Unge untctfud^t ober ben Säteite cunäforme. (Sr gibt bat)on nad^« 
fte^be 9bbilbttngen unb äu|ert {tc^, ed fc^ne, aU ob bie ®eftalt 
au^ )ioei ^ften bed rJ^omboibalen Selenit«, t>erIel^Tt gegen einanbet 
gebrel^t, entftanben fe^. ^ 



9<«* 6- 



^g. a. 





9*«. 7* 




2)ie SEBinlel in A unb C ^g. 7 fetten, toie fd^on be la $ive ' 
beobachtete, getoöl^nlic^ 50» ber ein^ringenbe 5SinIeI in B = 120» 

1 Cette fig^re, aasez singnli^e, parott produite par denz moiti^ 
retonnito en sens oontraire d^une s^Unite rhomboidale qoi auroit ses 
deox angles obtus de 120 d^r^ chaeun, et ses angles aignte de GO 
di^Tis. p. 137. 

3 Mto. de TAcad. Roy. des 6c 1710. 



79 



II. «on 1760 m 1800. 



IM» BOG = 10». 9Benn man *in ajwirf fi^nK(^ ABl) tm* CDB 
antegr,. fo .ffdbt man ia§ fii^rfKiinnige ^araUelDgntmm BDCE bn 
immitiBen ©eftalt be« @4)>fe4. Xiamit ift bad aSet^ältnifi brr ^niiitni^ 
)rifi^ Silbungen nfannt. 

SBon ber gfluö^nlic^tn ßomWnotion gibt er We ^rit^nung gigur'B 
unb bfflinnnt bie Siinffl auf btr {liitobiagonalen gUi^e ABDC )ii 
ISO» unb 50» (127" 44' «ttb 52° 160, bie ©inlel ACF unb CD6 
gibt et ju 1260 an. 

Klg Seleoite prismatique dicftMre befc^tetbt et bie oft bm- 
lommenben S^^^ingäbtlbunnni mit btnt rinf)mnsenben SSintel en 
1320 28', er gibt biefen SBinfcl ju ISO" an. a>ie betteffenbm gign^ 
rcN finb bie folgenbeti. 




3u ben glimmerartigen AiVftaQen tDiib bfi Storni 3)c«Itelc 
au<^ bet Stauiolit^, Pierre de Crolx, getei^net (non aeulemeot li 
CrjBtaltisation de cet> pierree est la Dieme que celle dea Hk«, 
maie leur surrace est toi^ours enveloppäe d'une aahBtaace micftc^), 
e« tonten nQ(()fte^be Stguren feiner äWilTmge batflcfteHt. (gtgur 10 
unb 11.) 

gemer ift bet et^iaftolit^ unter bem gtamen Made ' anflerei^ 
unb »on it»m bie a&bitbunfl gegeben (^igur 12). 

I 5)er Strfoffer fagt, bet Monte Xacle bebeutt bi( tur^ferodfrenen ««ntf« 
(loMLOgea) im lBa)!|)tn tt« ^tiulc* Kp^h. ^ilr bjt (Tn>StinteT| Hscle« wat 
el» guntort Ht eittagat angegettn. 



M. 10- $i0- n. ^ lt. 






aiait crftefct aud toerf (^{ebenen Sltigabfn, l>a| bte SReffungen b«r 
fbfnen SStnlel ^um 3:i^dl t>erf d^iebene Stefultate gaben , toeld^ed in her 
Unt>oDIcmimenl^t ber 3Reg1oeife ober au(^ in ber untooIQoiiiliieilett 
Xu^bilbung ber gemeffenen Ignbitnbuen feinen ®runb l^olte. @o gibt 
Storni Seliöle bie äBinlel ber 3)rnede ber Cuarü^amibe an ber 
Saft« ju 70© bi« 75« am St|ieitel gu 30» bid 4gfl an , fo am ®ranat 
bie aBinfel ber ^läc^en bed 9i^ombenbobecaAerd }u WQf^ bid 120^ 
unb entfl^red^enb bie f)}i(en. ÜRe^rere Xbbilbungen t^om Ouarj jeigen 
loefentlic^ nur bie %\&ä^ ber ^t^ronffbe unb i^e^ Sl^omboeberd nebft 
bfm $ridma, Xotlift je nac^ ber 3(u$bel^nung Varietäten bejeid^nen. 
3m Xn^ng ftnbet {i(^ $iIU Sejeic^nung; JtrVftaüe mit langem $ridma 
nennt er Macrotelostyla, fofd^e mit {ur^em Brachyteloetyla, anbere Elli- 
pomacrostyla, Ellipobrach jstjla etc. Sin Pangonia genannte^ @enud 
foD au% einem 12feittgen $ridma mit einer 12feitigen ^^ramibe befielen. 

2)er 9afa& galt bamatö ate ein einfad^ed ÜRineral unb mel^rere 
€))eciet hnitben i^m angereiht, an beren Är^ftallen man too^I einen 
QlaM^ab )ttr Seurt^eilung bed (S^aralterd ber Safaltfäulen l^atte ^aben 
tMmen. Wan finbet l^ier ben Sd^örl (^rmalin unb aud^ "Hn 2;^eil 
)»mi 8m))l^iboI) unb ben ®ranat ald Basalte tessulaire. S^on letzterem 
finb ba$ Sl^ombenbobecaeber, bad Xraf^ejoeber unb ba^ entlantete Sl^om« 
Fenbobecaeber abgebilbet am 2:ra}5ege ift ber , einzelne fhim^)fe ebene 
SBinlel gu 130<> angegeben, ber einzelne fj)i|e ju 75» bie übrigen ju 70* 
unb 90» (gufammen 165°): fte finb befanntlic^ 117^2' 8"; 780 27' 46" 
unb gioei Don 82^ 15' 3". Seim ^^rit hrirb bed ^reu^hnOin^d ber 
^Jmtagonbobecaeberertoäbnt, femer jum erftenmale be« fog. Scofaeber. * 

t 6t f&gt l»on biefer ^kflalt: ,Je la public d'aatant plus Tolontiera^ 
qaVil« pronve que les figurea les plus oompliqn^ ne ooütent pas plus 
k U Natare que les figares les plua simples. ** 



80 U* 8on 1760 m 1800. 

Unter ben SCbbUbungen finben ftd^ bie 9lete mehrerer ®ffital^ 
ten, t)Oin Xetraeber, 9i^ombenbobecaeber, ^entagonbobecaeber, BUl- 
lenoeber-K. 

®elegen^tK(^ beerben anäf anbete )?^vf^lalif((e Aenngeic^en be^ 
^pttd^ unb unter anberem bie ^^arbe ber Sbelfteine. S)er Serfaffer 
fogt, nxu^ man bte ba^in l^ierüber gefd^rieben, fet^ ipefentlid^ ^Igenbed: 
1) 2)ad (Sifen gibe einen grünen SSitriol unb einen gelben Oifer, 
toeld^ gebrannt, rotl^ toerbe. 3>a^er ftamme bie .rot^e ^rBe bei 
Stnbin (nocb anbem t>on ®olbpurtmr) unb bie bed 9Cmet^)^, bei 
®ranatd unb bie gelbe %atU bed %opa^, 2) 2)ad Rupia gebe einen 
blauen Sitriol unb mit einer @äure einen grünen Oder; ba^er loimne 
bie gfarbe bei@maragb£; ed gebe mit Jtali einen blauen Otter, ba^ 
lomme bie S^rbe bed Sappf^xx (toeU^e anbere t)on Kobalt b^vrü^en^ 
annel^men); mit 'flüchtigem SUfoIi erhalte man einen bläuIi^Fen Ddtr 
unb t)on biefem fomme bie f^rbe be^ SKquamarin ober SeriD. So» 
rdt^Ii<^ SBidmut^oder ftamme bie f^arbe bed ^t^acint^ k. 

9Bie bad genannte SBert Stom^ Seli^Ie'i t>on feinen 3^itge 
noffen mit äluijeic^nung aufgenommen tourbe, ^eigt ein Srief £tnn^'^. 
be((^er in ber gtoeiten ^u^abe abgebrudt ift. 6d ^et^t barin: ^Inter 
opera hoc aa^culo elaborata Mineralogica, oerte Crjstallographm 
tua primaria est Teatatur acerriooum tuum ingeniuni) obaerva- 
tionum numerum immensum, lectionem stupendam, et tarnen^ 
quod rarum est, animanr in me mitissimum.^ 9(ber aud^ ^tll 
t)erfagte i^m feine .ätnerlennun^ nic^t. * 

98ir toerben fpäter auf bie toeiteren Slrbeiten 9lom6 3)elidle*6 
)urü(f!ommen. 

^^n mand^er S3e)iel^ung toic^tiger, toenn aud^ nid^t fo umfafftnb, 

1 3n einem Briefe üon 1778 fagt.er: Milord Bute m'a remia entre 
lea mäins votre Cristallographie, et je lui en ai parl6 (commci il 4l<Kt 
de mon devoif) avec admiratioii et gratitade, en homme chann^ et 
instruit toat-&-la-foi8. Pennettez-moi , Monsiear, de vous feliciter de 
O0ite gloire, qae vouß ocqu^rez si justement dana la R^pobliqne des 
Lettre« etp. Roin6 de Tlsle Cristallograpliie sec. edit. in bet t^nebe 
p. 2XIIL unb XX, 



1. SRineroI))!^!. 



81 



fjifl. 18. 



finb bie trVfUilIogra))^f(^n tbcb^xttn bed Sc^to^en XoYbern 8er g< 
mann. * Seine älb^nblung fibet bie Jttt^ftaDfonnen bed &patf^ 
(ftaaftNi%d)> toelc^e jtierft im Raffte 1773 in ben Sllten ber iönigl. 
©efeUfc^ft ber äSiffenfd^ftm ^u Ut>fala erf^ien, h>ar füt bie Jtr^taU« 
(unbe ethe folgenteic^e Srbeit, obtt)D]^I Serg' 
mann ' feine Setrad^tungen ni<i;t f o ausbeutete, 

• • • 

toie er'ed ißh$ Üfun idnnen. 

^ dx toied mit ti^erem Singe^en aU irgenb 
einer i»or i^m bie 9(bleitung unb ben 3ufant' 
men^ng Sumerer formen mit einem inneren 
ftrVftttDteni nac^ ^nb beutete an, ba^ nur mit 
fob^ 3iadft0ci^ ba& Q^tyko^ in ber .^rt^ftaK« 
funbe gelichtet unb gehoben toerben tdnne. ^ 

@r jeigt, tpie burc^ Auflagerung r^om= 
boebrifc^ %ffMc, tü^ld^t ber burdj^ @))altung 
}u er^tenben Aemform entfpred^en, bad an 
ben Snben biefe ^imn tragenbe ^agonale . 
^riSma entfte^t unb erläutert biefed burc^ 
eine «bbilbung (JJigur 13). Diefe gorm finbe 
fu^ bei ben 5talff)Ktt^frVftaDen unb auc^ beim 
Scpdn. 

Senn bie Suffc^id^tung nur fo toeit gebe, bis bie ^«maflöc^en 




1 Xorbern Olof Bergmann, geb. 1735 ^u jtat^erinberg in SScfl« 
gotMonb, gefl. 1784 }u 9ab SRebem, mar erft Stbjuntt ber TtaÜmaüt uiib 
i^^nt, bann nac^ bem Xo^t be« Sanenu« (1767) ^rofeffor ber (Steinte uhb 
$(arnia)te an ber Unfoerfttot )U U^fala. 

3 De Formis Crystallorun) , praesertim e Spotho ortis. OptiapuJa 
physica et chemica. Vol. IL p. 2 seq. „Ast singalis sedulo examinatis 
comparatisque eariim baud exiguuro nuiuerum, superficiei licet angulis 
el planis lateriboa valdie diffeientinm, a perpancis airoplicioribu^ deri- 
vondnm certtis perapexi. Nisi hae fonnae, qaae dob iiiepte jprinüUivae 
vocantur, rite investigentur, inposteroin sicut hocasqne tota de eryatallia 
doctrina maasam constituet chaoticam, operamque et oleum ^ at didtor, 
Uli perdent, qni earum descHptiones rel P3r8teinaticam medifcantar di- 
ppeaiionem. 

Aebrll, ««fAi^tc brr Stinrrdlogi«. • 6 



82 n. Son 1750 bid 1800. 

in äi^omben bertDanbelt toerben, fo entt^e^ .badät^ombtnbobecatkr. 
tote man ed an ben (Stranaten. beobad^te. SBrnn baron bier paxoSUlt 
St^omben ftd^ ott^bel^ncn, fo bilbe ftd^ bie.gfotnttbed ^k^cint^ tto« 
quabtatige ^dma mit ber biagonal fte^btn $^iamibe). SBcnn (v 
9(uf[aßentngen nac^ einem getmffen '®efe4 abliej|^en, fo. entfiebe eim 
2)o)>|)eI))t^ramibe, beten eine ^fte auftodvtd, bie anbere abtoartd gr 
richtet \e\f. SDiefe f^orm (bad Sfalenoeber) -lomme ebenfall« an fialt 
fVatJ^ftVfi^^I'^^n bor, toeb^e* man getodl^nlid^ &ifioan^äf^n€ (Deotef 
suilli) nenne. 

^ergteid^en ^t^ramtben toürben um fo f))i$et, aU bic 9tbna^ 
ber aufgelagerten Sibxpex^n geringer fe^ unb* etfc^ienen (mit bn 
^läd^en W Jtemformj )ugef)ri^t, toenn bie Xbna^me nid^t b» jubr 
Sk^fc^toinben ber bem iterlt entf))red^ben %läi^ fortfd^teitc. 

3etbred^e man biefe ^t^ramibe borfid^tig, fo, feigen fid^ bie Act 
fläd^n unter ben längeren Kanten (margines donaleB), aber nc 
unter ben )toifd[fenRegfnben. 

Sßenn bie ®runbf[äd^n nid^t boOftänbig au^ebilbet fei^n tau' 
oj^nlid^e. 9(uflagerungen ftottfinben, fo entftftnben baraud .koieber rm 
abn>etd^be ^rmen. 

2)ad ®ranatbobecaeber fonne, atö ein ^agonaleö $ri^ma ani 
gefteSt, bürd(^ 9(bftum))fung ber Seitentanten in ein 2)obecaeber mit 
^Sentagonfläc^n bertoanbelt toerben, tote bergleic^n $orm an Un 
^\}xxUn bortomme. (Inter pjritaceas hujus variationis Tormas oon- 
pletas Don nunquam observare licet.) ^ur Srlauterung gibt ff 
eine 3^i(^nup0» ^ud ber man h)0^( fte^t, ba| er bie ^ntogonbcU^ 
9ig. 1«. ^^^^^^ ^^ $t?ritÄ nur oberflö^id^ gefannt bot 

3)ie ^^actnt^form leibe jutoeilen an Urn^oU 
ftänbigfeit. ©o beoba4)te man Är^ft^tte »cm 
fyni (^rmotom)/ toeld^e, bon oben gefc^"' 
eine Jtreugform barfleUcn (^g. 14). SBürbni 
bie, in ber ^rojection als Quabrat^ erf(^n<n 
ben SRI^omben c.N,, cO, cP unb cQ t^oD^ 
ftonbig mit ber Är^^ftoHfubftanj erfüllt, fp jeige fic^ bie J^^acintbform. 




1. 9{mera(t>^^fi!. 83 

®r bcmctft, bafe fein fleliebtet Beulet, §. ®.^af)n, juetft ben 
Sentraltem in ben ^^ramibalen ^altf^yat^fr^ftaDen beolbad^tet ^abe. 

£ie bafifc^e ^läc^e an ben 6aldt})ri$men burc^ bie ätggregation 
ber SU^omboeber )u er&ären, toiffe er nic^t, man Idnne um bie 9(se 
eine mel^r unb mt^x abne^menbe Släd^enfd^id^hing' annehmen. 2)ie 
Sfftänbigleit ber Jtemform bei fe^ t)erfd^iebenen äußeren formen be^ 
ftimmt i^n, )u mal^nen, biefen legieren nid^t ^u fe^r gu t)ertrauen 
unb man erfe^ baran, toie trügeti^ bie äußeren Jtennjeic^en fel^:^ 

er ge^t bann auf bie Ileinften Ar^ftaSt^Ic^en über unb auf bie 
Art , toie fie burc^ Sttraction twbunben toerben. Um beftimmte Är^= 
fIaQformen ju geben, muffen fxif bie X^Id^en frei unb' leicht beh>egen 
(onnen. ^iefedgefc^e^eburd^ SSfrmittlung bed SBafferd, burd^ 
Sc^mel}ung unb S^erfläc^tigung. 93on ber Jtr^ftaDifatiim aud 
bem Sc^mel^flu^ bei (angfamem @rlalten erft>ä^nt er Seif^neb am 
9Bidmutb, S^nt, äCntimon unb am ®Iafe, ebenfio an Srjfc^Iadfen. 
Sei größeren gefc^moljenen Stetalfmaffen t^erfd^minbe bie Ar^ftaDifatton 
ber unteren X^eile ^ta>ei(en burc^ ben 3)ru(f ber oberen, an n^eb^en 
fk malgenommen toerbe, fo am Silber, ®olb, @ifen. 

er bemerft bie älbltal^me ber ^em))eratur bei ätuflöfüng 
Don Salgen unb ba« f^reito^rben t)on äBärme bei ber 
JtrVf^allifation. 

Son. Jlr^ftaDen, bun^ 93erf(fi(^tigung erzeugt, 1*t1oä^nt er ber 
9labeln bed 9(ntimono|^bd, ber fog. @ilberblumen , bed Sleiglanjed 
unb bed toei^en 9lrfeni!^. Sßeiter bef))ri(^t er bie 3ufammenfet}ung 
t>on ArfftaOform aud pi^ramibalen unb tetraebrifc^en X^eilen unb 
tanberlegt bie namentlich t)on Sitin^ geltenb* gemachte 9(n{lc^, ald fe^ 
bie Urfac^ ber Jtr^ftaOifation jebedmal ein ber fr^ftaUifirenben @ubftan) 

1 Vidimus -< inter se diversissimas figuruB, ab eadem sfmthacea 

oriri. Praeterea iiotari opportet. liasce fere singulas prodire, maneute 
materiae indole eadeni, quod luculentissime nos admouet, n6 nimhim 
ibnnae credamus. 8i igitur haec, inter externaa notas sine dubio prin- 
cipaÜB, adeo est lubrica^.quid valebunt reliquae? Gerte cHteria externa 
non sunt negligenda, sed qul eadem sofncientia credit^ ae ipsum fallit: 
juvant oeulnm adsuetum, non coitvincnnt. p. 10. 



g4 n. Son 1760 M 1800. 

beigemifd^ted Sal;, benn bie jtrl^fiainfatnm fe^ ein 9(!t ber Slnsiebung 
unb biefe be^enfd^e jebe SRaterie, aud^ ^nge bie fjrorm toebcr 
bon ber Säure ab, tote man am )>ridmatif(l^en unb quabrangulorai 
@al))eter erlenne, ebenfotv^nig Dan ber S3aftd, benn foioo^I bal 
ißflanjenallali a(d bad mineralifd^ gebe , mit ber @al)fäure toerbunboi, 
bie sleic^n 3Büi;feIIrVftaIle unb in ben Oltaeberh b^ 9Cei« unb 9.m 
fal))eterd fe^ leine ®)>ur.k)on SKlaun )u ftnben, ®ä befiele eine gro^e 
SÄanniöfaltigleit ber gormen für. ein unb btefelbe €ubflanj, toie « 
am AaQft^at^ m^ ^^ unb hne man am $^ril erfel^, ber is 
aSikrfeln, Dftaebem, 3>obecaebem unb Scofaebetn In^taDifice. Sr 
beoba(^ete bie Streifen an bien ^rittofirfeln ganj richtig. Sod er 
tv&l^nte XetraeVer ift koal^rfd^einfic^ t>on ber ä^nüc^en ^orm bed ftu^ 
tiefed l^genommen. Sine fe^r gro^ Slnjal^I t>on ftr^ftaDen, bemeitt 
er, enthielten gar lein Sal) ober fo toenig, bq^ man e^ bid ba^n nii 
^abe entbeden lönnen, fo bie @belfteine, ®ranaten, Sd^örle, fo h 
gebiegenen SRetaSe unb beren SSerbinbungen mit DueÄjUber. ^ 

3)ia gan)e ätb^anblung ift reic^ an intereffanten Seobad^tunga 
unb Steflecionen. Sienn bad ©efd^ute an^fy nid^t überoO rid^tig gt 
beutet Umrbe, fo toar bod^ ein l^iril&nglid^ed SOlaterial gegeben, t^B 
mancherlei ßrfd^einungen ber JtrVftaQe in naivere 9}etbinbung ^ 
bringen, t^eitö bie 3ta^ti)ciU abjutoenben, totli^e in ben 9taturtmfien- 
fd^aften nur )u oft burd^ unbegrünbete ^^})ot^fen unb )>^ilofo)>bif(iK 
^^ntafien herbeigeführt tourben unb bie ^^ortfd^e ber 3Biffenf(^ft 
^el^mt ^en. 

^n ber älb^nblung De terra geminaruin bef)?rid^t er mu^ bir 
$ärte unb bad ft>e€ifif(^^ Setoic^t. Sr toenbet bereite ba« %((" 
mit belannten SRineraKen an\ fp toerbe ber S^nnell bom @at)))^Tunb 

1 Quo enim modo salinnm, n;ft er auf, cujus in aqua pors i* 
leviBsima quidem yestigla medris mazime senaibilibus detegere lie^ 
nihilo minus tanta Tehementia cryatalKsationem glacialem peirfioere pottft. 
nt ingenti vi firmiaaima, immo ferrea Tincat obetacula? Quomodo 9^^ 
num, nullit denudandum reagentibuB, in amalgamate auri grarefli^na»- 
'qae meUüli moleeulaa in aitom aymiaetricam oogere Talebit? Qn*^ 
•alinnm antimonii reguium fadt atellatnm? — p. 24. 



! 



( 



1. amnecalt>^ftt. 85 

aitc^ Dom ZotHtd geritzt unb -ber S^oStl^ t>om SergbVtitan ; bad 
\p€^\ife. dkioidft banire auc^ in ber 9xt, hai ^ über bte &peaH 
nic^tö ftd^cred angebe; ber 3lo))ad toet^dle {tuifd^en 3,46 unb 4,56, 
ber 9tubin ghnfd^en 3,18 utib^ 4;24, ber @a))))^ir bon .3,65 btö 3,94, 
ber Smoragb bon 2,78 bid 3,711. . 

^e t$arbe fe^ aud^ nid^t )ut>eriäfftg, benn bte xoUft {eige niii^t 
immer ben Slubin an, bie blaue nic^t ben 6af)^^ir, bie gelbe nicbt 
ben Zopa^ ober bie grüne ben Smaragb. ' 

SEBa^enb' nun^btefer^ audgegeic^nete.gförfc^er bie äußeren itenn* 
}eu^ tmAer^oIt atö trügerifc^ bejeid^net, foOten biefe faff gkid^jettig 
Don anberer Seite gerabe entgegengefeft afö bie beac^ten^n^ert^eften 
^erDorge^oben unb in ä(ntpenbung gebrad^t tperben. 

Sin 3al^, nac^em Sergmannd 3(rbeit in ber lönigl. ®efe0« 
f(^^ be^ 9Bif|enfd^aften ju Upfala (»ubiicirt to^rben nxtr, im 3#re 
1774 erf(^en bie erfte @d^rift bed na(^mate fo berühmt getoorbenen 
Slineralogen Xbra^am ©'ottlob SBerner, ' )u jener 3^^ ^ 
Sergk9ertd<9Bif(enfc^fteh unb Siedete -Sefliffenen, aud^ ber £ei))}iger 
öfonomifc^ ©efeUfd^aft S^enmttglieb. SHefe @(^ft fü^ ben Xitel: 
Son ben äußerlichen itenn^eid^en ber ^offilien. ^n ber 
Sinlettpng bef^nid^t er ben bamaligen Stanb ber ÜRineralogie. „6d 
xft biefe SBiffenfc^aft, fagt er, nad^bem i^r 9Bett^,betannter getoorben, 
feit ungefö^ 40 ^a^ren (benn fo lange ift ed, bog fie )u blühen an< 
gefangen ^t) , ;t>on fielen geleierten , gefc^ic^ten unb patriotifd^ gefimt« 
ten Männern mit nid^t toenigem @if er unb bon berfd^ebenen mit 
meiern &l&dt bearbeitet toorben: aU t>en torlc^n letfittn vif nur 
einen ^enlel^ Sinne, SBaller, Somare unb Gronftebt erta>ä^< 
nen tM. 3^^ ^i^^^^ntiffe ftnb ed bome^mlic^, bie bem ^fort- 

1 flbro^am Gottlob fBerner, geb. am 25. Btpt 1750 )U Se^rau' 
in ber Obedanfit, gcfl. am 80. Snnx l6l7 gu 2)r(«bttL €ein Sater war 
3nf^ectoT ber gKäflic^ ©olmft'fc^en Gifen^fitten. 1709 flubirte ®emer auf ber 
eeigatabemie ^u grtiberg in ®a(^fen , 1771 «n ber Unberfttat 2ei)>iig {ffttäft^ 
miffenfii^ften unb 9{atUTtttnbe); 1775 toarb er all 3nn>ector unb Se^rcr ber 
SRincralogie unb Ser^utunbe an ber greibetger Sergatabetnie angefteOt, wo 
CT bil )u feinein 2;obe (e^rte. 



•86 * n. Son 1760 m 1800. 

gange bet äXineralogie entgegen ftel^: (Sinmal, bo^ toiek biciebe 
im Sortrage mit anbem SSHffenfc^aften bermengen, unb über bcm 
jenigen, toa^ eigentlid^ nid^t ^inetngel^drt, ober toad fie ^öc^tend m 
aU eine SKnmerlung j^njufe^en foSten, bad SEBefentlic^e ber 3R\nm 
logie t)ema(^läffigen. S^exUn^ aber unb f^aupi^ai^lid^, ha% faft alk 
Slineralogen auf )ta>ei älbtoege. gerat^en ftnb: inbem ber eine Ibcii 
berfeSben bie gan^e äBijfenfd^a^ Uo^ auf bie äu^erlic^ Aennjeickn 
bauen, unb ber anbere l^ingegen aOed ^ierinnen burd^ bie S<bdb^ 
funjt unb burd^ bie Süffud^ung ber Seftanbt^eile ber 'e^offtlien tbun 
toiD." 3)ad Un))raftifd^e biefer Spaltung l^abe fic^ balb ge)eigt, ^bens 
mail tohrb leinen bon ber erfitem Partei ftnben, ber, ftid^ nid^t Km 
genötl^iget gefe^en, in feinem S^fteme bie 3Rif(^ung ber ^{ftlien nii 
qn^utoenben; unb feiner bon ben (eitern, ber ftc^ nid()t ber äufterU(ks 
ftenn)et(^n einigermaßen bebient Ißüt." 

aSalleriud unb ®erl^arb < Ratten atoedhnäßig ben- SRitteltzK 
eingefd^Iagen unb bie Sl^aralteriftit ber ^ö^eren Slaffififatton^ftufa 
bon ben c^emifc^en, bie ber Spedei mcfyc t^on ben äußerlichen Ueno 
^eid^en hergenommen.* ©eine Sßeinung aber fei;: ,,bie t^offilten mü^ 
M auf i^e Gattungen herunter nad^ i^rer SRifc^ng einget^tt toa 
ben. S)enn ein 9RineraIf^ftem f)ät leinen anbem 3^^^ <ii^ ^<^ ^' 
türlid^e t^olge ober 9lei^ ber berfd^iebenen J^offilien )u beftimmen, unb 
ie genauer biefed barinnen gefd(^ie^t, je boUlommener toirb bad Stincral^ 
f^ftem fe^n : Slun* liegt aber bie toefentfic^e SBerf d^ieben^eit ber Sfofftlioi 
in i^er 3Rifd^ung, fo toie fie bei ben S^^ieren unb ^ffan^en in ibm 
Sufammenfe^ung- (Drganifation) liegt,- unb erftrecK fid^ bis auf iftrt 
(Gattungen ^emnter: @d muffen alfo aud^ bie f^offilien bid auf i^ 
Gattungen l^emnter, nad^ bem @hrunbe i^er toefentlic^n SSerfd^ieben^ 
l^t, b. i. nac^ i^rer ÜJlifc^ung georbnet tberben." 

(Sr nennt al^. ein toeitere^ $inbemiß bed e^prtganged ber 9ttne 
ralogie bie große befte^enbe Unbeftimmt^eit ber Senmnung ber ^f\ilitn, 
„ah toelc^ haupi^&äflxd) ba^er lommt, baß bie mebreften SRinerabgm 

1 beitrage )ur dWnit unb @(f(^i(^te be« aRinfraIret(^. Serfiti 1773. ^ 



1. SRiiietart)^flt. 87 

tbeil^ neue ^trototncialSenenmtngefi etnfitl^, t^Ü i^ed ^H^fkemd 

tpegen un^elod^IidSie ober too^I goc t)on tj^en fel^ getncui^ S^nen^ 

nungen. hxani^; nU^ p.geMn!en, ^ba| fogar t)etfd^iebene Stutetav 

logen maiul^ gofTUien, iDeil fte fob^ nic^t gelftnnt, ober loeH fie 

einen anbem Sd^ftfteOer babon nid^t te(^t t)erftanben f^cibfji , gan^ 

fa(f(^ 9lamen beilegen, tiefem Uebel aber n>&re gri^tentl^te bo- 

burc^ abju^Ifen, ba^ man in ber 9B^l Ut Senennungen in einer 

ieben &ptaift äüemal tfltf bieiehigen fä$e, toeU^e bie gettfd^fiti^ften 

toäven,- toeU^ bie beften SRineralogen gebraüd^ ^ ^tteti / toelc^ am 

älteften taKiren , toeU^e bofeCbfT fibtt ^ fbärevi , n)0 bie Stoturgefd^id^te 

ber Sofftlien am me^reften florirte^ itnb^Wb.bie Sänbe^f^rad^ am 

beften gerebet loftrbe, n^efa^e ber ütotur bed ^ti^ii^ am angetifeffenften 

unb iux ttnierfc^eibung beReiben am .fd^dHt(^{len tofiren unb «femer, 

bo^ man fii^ bei mineraIogi{)d^ neberfefungen ^^e, bie Senen^ 

nungen ber ^ffilien anberd aU ^utd^ bad SBort, toelc^ in ber 

Bpxa^ gebrSu^Iit^ to^e, in ioeld^ man fibetfe|te, ju geben. ^ @nb« 

Ixäf 'fo fetten bie t>olllommenen unb rid^gen Sef^reibungen *ber ^i« 

Ken fo fel^ bemai^I&nigt, ^ba| 'man faum ein %ff^iU in «einer 9Ri> 

nerobgie, n>ekl^e ed aud^ fe^, fo befd^eben antreffen toirb, ba^ man 

t% borouS gleich lenn^ unb bon anbem, ii^ &^Ii(ben böOig unter« 

fc^ben tJHinte. 6« if!t aber biefed bad. ndt^e etüd in ber aRinera« 

logie unb i(^ toiD lieber ein ^offile f(^Ied^t georbnet unb gut beschrieben, 

ate gut georbnet unb fx^Iec^t befd^eben ^en.'' 

Qr toenbet fid^ nun an bie äußeren Aemijeic^. (Er nmnt fte 
biejenigen, totlc^ toir Uo^ turc^ unfere Sinne an ber 3ufammen« 
fe^ung ober bem 9(ggregat ber ^offilien auffuc^, unb unterfc^eibet 
fte bon ben (^^ftSsllifc^m, „bie man aud. bem Serbien ber t$i>Pien 
gegen anbere Jt5T))er, fo man bo^u bringt, bemerfet." innere Itenn* 
^et^ien ftnb bie c^if(^; em)))^rif^, bie bbm Sorlommen ^gmom« 
men ftnb. ' 

2>iefe Jlennjeidtien Dergleic^ er nai) i^rem SSert^ unb- i^er 
^rauc^barleit )ur ÜRineralbefttmmung. ^x bie &u|erlid^ Rcnn^fU^ 
tptrb angefü^, bd| fie bei aOen ®attungen ber gfoffilten unb ibrm 






88 II. 8on nfiO bi« 1800. 

• ■ 

IgnbiDibucn 'gegenwärtig finb^, ba^ fie ^t)etl&{Tig eine n^entüik $a ' 
fd^'iebenl^ett.betfelben geigen, inbem fte mit ber-STtt ber. SRifc^ung y: 
Jammen^ängen, ba^ man fte genau fen^en unb (eftimmen föhnr, tci 
{te, leidet unb fd^neO, unb ol^ne . ein* ^offU }U}erIegen, aufgefmtbc 

■ • - 

foerben föntten. - 

• Sje inneren Jtenngeii^fn fe^en .jhKit aüc^ . ,bei aSen ®attimaf? 
ber ^offiKen gegenivfirtig, abet nic^t bei jebem ^i^bibibuiim mu^ts« 
bar, * „loeil foU^ S^^tbibua' 5ftevd jur^ ^b^tifi^ Qnterfuc^g s: 
Hein ftnb.'' ^ie geöen. juberlä^ig eine twfentiid^e Setfd^iebenbeit 
erfennen, mqn fönne fte 'aber nit^ito tM^v-ta>te bie-erftom befümiBc: 
^benn bagu n)irb' eine genaue. Jtennini^- ber S^^mie (einer SBiffenft^. 
bie felbft- noc^ nid^t t)Wtg oudgearbeifet tft) erforbert." .©ie laffcn « 
nid^t gefdjiioinb unb leicht unb nic^t.o^ne 3er(egung etneiS ^offil^auffuito 
Son ben t>^^tblif(^en Jtennjeid^en.f^t er^ ba^ fie nic^t bei ol* 
Gattungen .gegenhKirtig, tveil man nur bei einigen befonbete 6^ 
fc^ften (naiu^ nad^ bem frül^er gegebenen SSeftriffe) bemerte. 3i 
geben au(^ nid^t .immer eine tuefentttä^e SSerfdjltebenl^t an ; J9emjtr. 
leige ©leftricität tyie ü^rfd^iebene Cbelfteine ;' .man lann fte au* nir 
genau !ennen uhb beftimmen, Voeil i^re Aenntnif auf t ber $t^-^ 
beru^ unb felbft "barinnen nm^^nic^t bte!Ratur'berfeIben befamiti^ 
jubem aber nodjl biele ©genfd^«^ ber Äörj}er gang uhentbecft ^ 
fie Iaf[en fi(^ nid^t [eid(^t unb g)^(^b)inbe auffuc^en/ toeil man anboc 
Äört)er unb SSerfud^e mit benfelb^n baju bebarf, man,fonn fte übrißCBs 
ol^ne 3^^^9ung ber t^effilien auflud^. ^ ö^nlid^er Xrt toerben b:^ 
em^^nfc^ jlenn}eid$!en gebürbigt unb ber 6d^(u^ gegagen, b«( ^ 
au^en itenngeid^n bor aSen • anberh ben Sor^ug t^erbienen. 9)b? 
fte^ tool^I, ba^ biefe jtenngeit^ nt(^t eben mtl tiefetem* Singet '"^ 
Skft äSefen genommen n^orben. 

@tn^ lurje (Sefd^lc^te biefer aujserltc^en Jtenngeti^en befagt, ba| ^ 
)uerft k)on ®eorg Slgricola,' bem 93ater aDer metaDurgifd^en SSifffB 
ff^ften gebraucht toorben fe^en, * ö^lid^t)on (Seiner ^ unbSdjieucbsf^ 

1' G«orgia0 Agricola de natura fossilfutn. Easlleae. 1546. fol. 
2 Conr. Qe«neru8 de figuris lapidUm. ISguri. 1565. 4. 



L mMcoitp^yü. 89 

bann oon SB^iIUnu^ t>qOftanMg<r al^ t>on einem bor ifjim, oon 
Gatt^eitfet,, 93Q!:t)to(je, @^e^Ief, £inn^, ^eii^net unb ^ill.'^ 
^ebr ober'ioeni0er l^abr biefen Aehn^eid^n foioo^l rid^tige 9efiKm< 
mung old'Soflftfinbtgbitber Xngaf^. gefehlt. 

^2)ie 93e^mmt^t ber XttdbvacEe, fagt er, fyit in ber aRat^eüt 
tmen grojsen "X^eil an b^r .SSoOlommeni^t il^n^ JQel^art : . benn J^ier 
i>(tbinbet ein jfeber ntit Summe, Sinie unb SBintel bie nämlid^en 9e« 
griffe, bie ein anberer bamit t)erbtnbet, unb ioieberum gibt ein jeber 
einem Segriff biefelbe Benennung, bie i^m ein anberer .gibt. 3^.^^^^ 
för Sort^l toürbe ^ a(fo nic^t ber Stineralogie gereic^n, tofnn fic^ 
bie SRtneralogen ba^in ^vereinigten, ei^ in biefem ßt&iH, fo met ei 
{tc^ far btefer SBiffenfcl^aft tl^un iägti, ber SRat^motit^Ieid^ gu t^un?" 
2)a^n gu gelangen, l^t SEBerner auf aQe SEBeife g^trebt unb ed ift 
fein Sierbienft, mit beftimmten Süefinitienen unb Segnffen eine jtenn« 
geic^enle^e angebahnt }u ^ben, tofli^j f o unboOtommen Jie t^toeife 
nnir, boc^ bon entfc^ebenem. Srf otg für ben.^rtfc^tt ber SBtffenfc^aft 
erlannt tverben wx%, ) 

Unter ben öu^n Aettngeic^en ibe^nbelt .er bod. ber $arbe mit 
befonberer Sorliebe unb fud^te t^re SBefentßd^feit möglic^ft.gu bertl^ei^ 
bigen. Xuf bie Xrt, nne er ben ®egenftanb beiJKtnbelte , fc^eittt eine 
€k^ri|rt)on 9). 3. (S^r. @d^affer, bie er öfter« cifirt, bon (Knflu^ 
gekoefen gu fei^n. Sie fü^rt ben Xitel: „@nth>urf ein^ allgemeinen 
^rbenberein" unb ift 1769 )u 9legendburg erfc^ienen. 2)er -Serfaffer 
^tte gunäc^ft fein Xugenmerl auf bie S3eftimmung )(er Sorbett ber 
^nfelten gerid^tet unb bagu ^^rbentafeln entloorfen unb bie 9{dmen 
t>on brannten StoturgegenftanbeQ. .^esrgen0mmen. @o ^to^t er für 
gelb: tpac^elb, ftro^elb, Stiegli^gelb, 3ReifengeIb,$a(^Jite(^geIbK. 



1 Frid. Ang. Cartheuaeri Elementa min«ralog(Ae.* Frf. ad > Viadr. 
1756. 8. — Valmont de BQmare / Mineralogie. Paria 1762. — D. Geh- 
ler^ De characlieiHbaB foaaiKum ezternia. 1757. ~ 3ob. 2^at. feit^ncr, 
(Sr^e.Orfihbe ber 8ergiDerfen>tffei(f(Hten, )n>ote Slb^anblung über bte*9Minc* 
rftlogte. ^xa^, 1770. 8. -r- J. Hill, ^omiIs arranged aeoording kKtheir 
obTions Charakters. London. 1771/8^ 



90 II. Sott 1750^ bU 1800/ 

3iir hmtent Se^d^tiuttg t>on 9(6ai\benitt0ett fd^U^ er Slotnot nodi 
$evfonett, QSelei^rten, Jtänftfer k. t)or unb ertt^^ old 19fif)9iele t>te 
^arbttatnetr: $otit)>abour, Oratii^ngelb, ^f^beOetifavift^ * k. 3)te iwit 
9Betner aufgefteSten 3(rten*euter t^tBe befle^ nod^ gegeittDorti^ 
n)enn matt fid^ itt ber ^(ntD^bung^ att(| aud gutett* (Sirünben mAt 
tttel^ fo ätigftlt^ mit i^er Sefttttttfiuttg abgibt, ^i^ hnK bo^ birr 
ttut ett9&^iten, \odä^ Xrten SBietner bei betn erfteit (Stfd^nen feiner 
A^ttaei<^^Iel^j:e feftgefieDt' l^t. -' * 
-I. SBeifr ' » . . ., 

1) $^ae« SBei^ (fd^neetoet^), an tnattd^em Ouar}, Sktf^tatb, 
, . (Sffertblut^e. 

2) Siötl^ltd^^; ati ber ^rceDanerb^, tnatic^tn d^nefifdben 

®})ed(fidri Jc. 

3) ®elblt(^ttfd^, attt toei^en Serttfiteiti, ^altTmter, Seolit^. 
' 4)* eilbetnmB; an . gebtegen @tCber, '98i«mutb, . älrfeftitfie«. 

' 5) (Srünlid^toeife, «m "XaU, Slmiattt^: ' • 

6) 9lU(^n)ei^, am 0))a(. 

7) 3inntoei|, ,,beim (Skaut^enlobelte". 
II. ®rau. • 

X) Sä^n^ärglid^grau, grauet SIeier), @limmer. 
' 2) Sifengraii (ftä^Igrau), am @ifenglan), ftra^ligen Sraun- 
ftein ,K. ' 

3) ©eiblid^au, %tippel, G^kebon. 

4) Sfaud^grau, ^erftein, ^omftein. 

5) Slaultc^grau, Zl^on, SRergel. 

6) Sbtgrau., Sleiglanj, äBi^mut^Ianj, förauftne^tanjerj k. 
Iir. Sc^toarj. 

1) ©raulid^fd^nxtr) , ^erftein, ^omblenbe, X^onfd^iefer. 

2) StfiunKdifft^nKtr}, SBoIfram, fc^toar^e SIenbe k. 

1 :Die fpantf(^ Vrinaefftu 3fabHIe, etatt^al^n ber 9HeberIanb(, gelobte, 
M xf^t ®maffl, Ch|lb<r)og ^Ibxt^t i»on £)efterrd(^, 1^1 Oftenbe belagerte, 
i^ ^emb nfii^t e^r auegujid^en, bie ber $Iat( genommen fet^. 8ie trug baf 
t^emb brei Solare, uttb no<J^ bcffen g^'rbe entftanb bal d^abeOengelb. 



1. Winerol))^}^. 91 

3) a>unlelf(^nKir), fog. idUnbifc^e Sgat^ (Dbfibian), f^to>ar)€t 

4) 9Iau(t(l^f(^ta>ar}, fc^tvarjer Srblebalt, fc(fioar)ed Sleter). 

IV. »lau. V . 

1) ^tngblau. 9(aue ®fenetbe. 

2) Serlinerblau. Sapp^, bad Blaue Gteinfal). 

3) £afut6Iau. Safurflein, ltu))ferlafut. 

4) „@<^malieblau". Srbtge Au))fer(afur. 

5) Sril^ienblau. Sifiet^ft u. fo0. f&#f<^e SBunbeterbe (bfaiucd 
Steinmarl t)on ^lanig). 

6) himmelblau. JtuHen>ttrio( , XflrKd. 

V. ®rün. 

1) @))an0tün. Jlupfergtün, mani^ ^r^u^ 

2) SetQgtön, manc^ %aU, 3(quamann. 

3) Ohraögtün. ,,Sdfri<^ted fiupfergrfih, @d^matagb''. 

4) 9(e))felgrfim e^fo)nra$. 

^) S^fidfitün. Seim grünen SIeiet} unb aSuSmutboder. 

VI. Selb. 

1) ®<^toefeleelb. * ^d^toefel. 

2) Cttrimgelb« Setnftein, mancher ^u^. 

3) (Solbgelb. QMt, mand^ ftu))fetlie^. 
^) @t»et^elb. ©d^n^efeltie^. 

5) etvo^lb. Selber 3af)>id (txqn £effa bei' (Sartebab). 

6) Semgelb. Zopa^ bom Sd^necfenftetn. 

7) dfabeOengelb. ®almet, Sergfort, mannet f))SI^0e (Stfenftecn. 

8) Ötfergelb. Selber (StfeniMfer. 

9) Dramengelb. V^ani^ Sernftrin, ouf bem @tri(b ätaufd^elb 
unb rot^ed Fleier). 

VU. «otl^. 

1) Storgenrot^. SlotH 9Ieter|i; 9tauf4fgeib (9tealgar). 

2) G€^rIa<^rot^. £t(^ot^ ^^i'^* 
H) Sbitrot^. Sdbmifci^ @ranat. • 



9a II* Soit 1760 bi« 1800. 

4) Au)>fetrot^. Jtu^fer, Jtu^femitfeL 

6) Samtintotl^. t^friged rot^e^ Rvüp^etcti, ^od^toUfn ^mncha, 

6) Ganninftnrot^. 9lu6in, mani^ 9lot]^giU[ti0<(Er}. 

' 7) i^\et[\i^Uütffxoa}\ „Robemüif^, ftobeltbefc^Iag." 

8) grleifd^rot^. ^Randfct fd^tme Spat, ^Ob^pat 

9) 9Rorborerotl^, tot^d €)?ie|0lan)er}. 

10) Sräunlid^rot^, rotl^er tl^»nartiger unb jaf)»dartigfr (EcfenftdiL 

VUI. Sraun. 

1) Slöt^lu^btaun. 3mn0rau)9en, 9Ienb(. 

2) Slelfenbraun. SDg. 9(aud^to)Hid. 

3) SielbKd^braun. Staunet (Sifatodet. 

4) Xombalbtaun. Staunet ©limmet. 

5) Sebetbtaun. Staunet ^afpid ic. 

6) Sd^koatjlic^btaun. -&xhped) x. 

3n ä^nli^iet SSktfe uhtetfc^l^et äBemet bie k)etf(^iebenen Sir 
bet äujseten ®eftalt, bad ^^tal^tfötmige, S<^e>^f XxopffUinaxtijii 
ftuglige 2c., o^ne auf einen* 3uf<^nimen^n9 mit ben ittVftaDen , loeich 
{ule^t beitad^ toetben, einjugel^en. - 

„3Ran ^t, ^ijst ed §. 93, geit^ mit bet Seftimmung brr Jbr 
ftaOifattonen fe^ nad^Iäffig t>etfal^ten: inbem man foU^ me^tentbeik 
nüx nac^ ber 3a^l i^ter. Seiten obet Qdea befttmmt, obev t>frf<^id)me. 
bie ed ben äRinetalogen )u befd^toerlic^ mad^ten, il^e, /Seiten ober 
(Sdtk )u )a^(en, tooifl gat fd^Iec^tkoeg bielectig genennet fy^t, hnnntmci 
man fic^ olöbenn .eine (Seftolt benfen fonnte^ toe(c^e man .toolltf . £a 
ftd^ abet bie Att^ftaDifatt^nen nicj^t aUein tbegen i^tet älegrlma^ki: 
untet oOen Au|etn ®eftalten am beften' beftimmen Iaf{en, fonben 
au<!^ felbft toegen i^tet fo,gtojeien,Setf(^eben^ indbefoi^bete eine gute 
SefKmmung etfotbetn: fo ift ^ aOetbingd-nöt^ig^ me^t^e @otgfa(t 
batauf }u t>etft)enben.'' 

9Ran ^abe bei bet .Jtt^ftaflif ation )u beachten : bie Otunbgeftalt 
i^ Setanbetung, bie< Jttt^ftaOifation (9lei^ bet ^otmen, bie fict 
bun^ Setänbetung bet ®runbgeftalt etgeben) nnb -beten 3ufammen 
l^ng (mit @eftein obet anbetn jttvftaBen). 



1. IKmeral^l^t^fit. 93 

SBernet n«^m hamaü fet^d ®ntnbgefta(ten an: bad S^^'^^^f 
ba« aid^tetf, bie SauIe/ bie ^^ramtb'e, bie Sldfel unb ben fteil. 

3>ad S^njigect (Dodecaedron) f e^ btqeiitge ©runbgeftalt , totld^ 

an^ gtoölf tegelmfi^gen füntfettigen ^(ac^ unter einerlei SSinlel }us 

fammengefe^ ift. @d toerlbe ntentate Detänbert gefunben unb fet^ bid 

ba^n nur am 6(l^n^felfie$ Dorgelomnien. Ungea^tet ber Semerlung, 

bag man ed nid^t mit ber fe^r fi^nKd^en fe(^feitig ffiulertfihrmigen 

Str^fiaDifatton (bai $ridma mit 9l^omboeber, M aUc %lai}en ^nf* 

ede geworben) t>frta)e(^fe(n bürfe, fie^t man bo(^, ba^ ffiemer bad 

^entagonbobecaeber bed ^l^ritd ebenfoh^ig nfi^ef betrautet unb un« 

ttrfuc^ (fobe ate feine Sorganger. 3um 9((^etf totrb ber SBfirfel unb 

bad Si^omboeber gejault. 

Jteil nennt et eine ®runbgefta(t, ta>el(^e aud ber Sefc^eibung nic^t 
h>oM }u beuten ift. 6$ ^be il^ nod^ fein 9)linera(oge enoobnt unb 
er ^be fte aud^ nur an bem magnetifd^ Sifenftein txm^Sreitenbrunn 
beoba^tet. 

3)ie ^l^ramibett fe^en einfach ober'be)>pe[t. 9Bad t)on Sßinleln 
gefagt tanrb, bejie^t ft^ nur auf gleid^ ober toerf (Rieben. 3)ie 93er&n< 
berungen einer ®runbgeftalt finb burc^ bie belannten XuöbrücTe* Xb« 
ftum))fufig, 3ufd^&rfuiig unb 3uf)>i1^ung im äUIgemeinen fel^ 
gut be^eic^net unb ft)erben bie toerfc^iebenen Ser^ältniffe, unter benen 

s 

fte ftattfinben Idnnen, bef^mx^. 3)ur(^ biefe Seränberungen ge^ 
mit Xu^^ting ber SerönberungSflfic^en bte ®runbgefitalten in ein« 
anber Aber. 6r erta)&l^nt eined fold^ Ueberganged am Sleiglan^ unb 
nrie baran ber SBftrfel bur(^ Sbfhimt'fung ber Scfen unb f orffci^reitenbe 
Sergrd^erung ber Xbfium))fungifl&^ ind Oftaeber überge^. ^ @r 
oertoeidt babei auf Xbbilbungen bef £inn^, ber^ einige übrigen^ 
faum lenntlid^ ftnb. 

üHe 8erf(^tebenbeit biefer formen glaubt er Don grd^erem unb 
geringerem 6i(berge^alt bed SIeiglanjed l^errü^renb, benn ber oltae« 
brif(^ fd^e me^ Silber )u leiten ab ber tofirflige. 

1 Sctgl. daffov in Seon^rb« SRineral. Z;af(^nbit((, 3a>rg. XII. «b« 
tbfil. 1. 71. 



94 H. Son 1750 btd 1800. 

S)te Dberf(Q^ ber JtT^taDe, b. b, bie äujsere Scfd^fm^cit tc 
Mr^ftaUfläcBen toirb genau unterfuc^t unb bef (^rieben, bic €tmfmui 
in bie Cuete, in bie Sänge, biagonat, f eberartig 2c. aneicfüiprt, bod 
o^ne SUidfid^t auf i^re (Entfteij^ng unb ben fc^on bon @teno beft^ 
d^enett Sufantmen^ng mit ber Arl^ftaSbilbung. 

<b unterfc^eibet bamate nur jtoei 9(rten be$ ®lan^; ben cte 
meinen unb ben metaSift^ ®(anjr. 

. Unter bie 3(rten bed Srud^ tarirb oud^. bad (^)ialtune0l9fr^Itmt 
gegä^U unb erUKi^nt, ba^ ber blättrige Sruc^ )9or)ügIic^ bei Atl^allai 
oortomme. SSoin ben toic^tigeren Betrachtungen, toeb^ ältere 9ec^ 
^d^ter fd^n an bie Srfd^einung ber @^ltbarleit getnü))ft litten, ^ 
(triebt teine Srtvä^nung, bagegen befd^äftigen il^n.bie Unterfc^bung». . 
ob bie Slätter grog ober llein, eben ober Irumm unb koieber unK I 
ftimmt Irumm ober toeSenf örmig ober lugelpc^ig finb , ob fie gleü 
laufenb ober audeinanberlaufenb 2c. 2)ie @))attungdgeftalten finb ir f 
anbem 8ru(^geftalten {ufammengefteüt. So ^ei^t eö, ba^ ber 91« 
glan} unb ba$ Steinfai^ in toürflige ©tütfe f^mnge, eine ^etoiffe £r 
bon Steinlo^Ie ,,in titoa^ unorbentlid^e SEBurfel". 

(S$ ioerben bie (Srabe ber 2)u'r(bftd^tigleit beftinunt unb bad burt 
{td^tige aU gemeinburd^fic^tig unb t)erbo)))>eInb bejeid^net, koelc^ed Ie|tm 
fic^ aber nur am ielänbifd^n Arl^ftofi geige. 2)ann lommen bie Staat \ 
geid^en bei^ Xbfärben^ unb ber $ärte. älld :^nftrumente, um (e^ j 
)u ^fen, finb genannt bad 3Ref[er, ber ^^erfta^l unb bie ^ i 
^ier bemerit er, bajs man ein. DoKftänbigef mineralogifc^eö 9e^ 
Ij^abe, toenn man nod^ )ufügt: ein SBergrögerungdgIa«,- ein Sf(af#^ 
mit 6d(ieiben}affer, einen 3Ragn(;t, tooju man au(^ ben Seuexftabl 
jubereiten lann unb ein^,Söt^rd^c^en,.um bamit in ber ©efc^tmnbig 
leit einige Seine t^ert>erfu(^e mit ^offUien anfteSen )u fdnnen x." 
S(^on Sinn^ nennt ate ^nftrum^nte bed Sit^ologen: Halleus, Coiter. 
Cbiilybs, Aqua foriiS) GurguHo s. Fistula flammipotenaabeque feile. 

^en 9Bert^ betS fl^ecififd^ ®emid^td erlennt er boatommeRr ^ 
fagt ab^, baj) bie SSerfud^e, beren fx^ bie $l^^ftler )ur Seftimmuiuf 
beffelben bebienen, in ber ÜJlineralogie unbraud(^bar fe^en. „DennvK 



1. aRinevat^^t^ftt. ^ 

tft c^ mö0li(^, bie boju nttt^ßen äBeri^eufie unb Sortk^ngen aDemal 
gleic^^ M bet.^nb )U l^oben? Unb mtot^eta RabiveUt tofirbe e^ 
einem SKineralogen erlaubt fe^n, mit Stufen bergleid^en Sevfuc^ igt- 
gufleDen? 3ubem, fo toirb Aui^ )u lebedmaliger älnfteSung bevfelben 
fe^ knel d^t erforbert; afeberer Sd^toierigleiten nid^^ )u gebenl^. 
^ier muffen tanr un^ unferer ®(iebma|en bebienen^ unb inbem tuir 
bad c^ffi(e, an bem tx>ir biefe^ Jtenn)et(i||en ouffuc^ tooSen; mit ber 
^nb in bie ^'if^^^ben, fo mug unS unfer Sefft^I fagen, nne ftarf 
bie mit feinem Umfang, — tveU^en toir nad^ unfevem Slugenmag 
beurt^len — oer^Uni|mä|ige Sd^toere b^Iben fel^." 

6d bebarf «feinet -Gommentard pix Seurt^eilung biefer älrt )u 
est>fnmentiren unb ift oud ber ganzen älbl^anblung er|\d^t{id^, baft 
dfterd bem .tveniger, äBefentlid^n me^ älufmerlfamlcit jugekoenbet 
tomrbe, old toai nad) bereite beße^ben Seobad^tungen ffir bad 
9BefentIi(^e gelten tonnti;, gleid^tooj^I toax$n bie äu^n Aenngeid^en 
im älltgemeineii fröl^ nic^t fo beftimmt gefa|t unb georbnet tootben 
unb bie 2t>erner'f(^e Seftimmungdmjet^obe fanb balb überaQ Eingang 
unb n^urbe mannigfiiltig t)erbeffert. 3» biefem ßrfolg trug neben^ 
gekoil au<^ bei, ba| 3Berfier fc^on in ber ernni^nten Xb^nblung 
ermahnt, )um 3^^ ^^^ Stubiumd ftd|| eine ÜRineralienfammlung 
an)ulegen unb ben Slict an too^l beftimmten Ss^m))(aren )u üben, 
ba^ femer bie SRet^obe bem Semenben nid^t mit Sc^nnerigteiten .ent- 
gegentrat. 2)ie Geiler ergänzten bad {^e^lenbe unb brachten bie 
Specied me^ ober loeniger an ben rechten $(a|, bie 9ef (Reibungen 

tourben forgföltiger ' unb tpo früher manche auffaOenbe Unterfc^iebe 

. • • • 

oernac^Iaffigt toorben U>aren, ba Ian\en fte nun aU toefentÜd^ unb 
beacbten^toert^ )u Xage. 

%on ben c^ifc^n unb fog. )9l^^fitalif(^en jtennjetd^en toinmt in 
genannter Xbbanblung nur toenig Dor. „Unter ben c^imifii^en .{inb 
bie 9krfu(^ mit ben f(^rfen Xuflöömitteln am g^toö^nlic^ften, unb 
anc^ <m gef<^nnnbefiten unb leid^eften )u machen. So bebient man 
ft* j. S. be^ ©(^betoaffer«, )u f^^cn, ob ein ^offilc, tt>enn mon 
etiva^ ba)»on barätif Itreic^t, bamit auf brauet k. — Sad fUid^tige 



96 n. « Son 1760 m 1800. 

SHcaR nnrb gebraud^t, toenn nfan Bei etttem t^offtk Scrmut^fl am 
JlU))fett3el^crti l^t, um iü ieobaä^kn, ob tö bad tr^^fftl^ aufI5»t tnt 
fid^ bat)ün blaU färbt. Semut^et man, ba| ein ^offile 9(et baltt 
fo bigerirt man ed ein toentg mit bcfHOtirtem @f|tg, unb^tofitet (jebod 
mil 'Sotftd^t) ob fold^er einen ffi^d^en (Sefi^mad babon bctommt, oI» 
toel(^fi? bei »feierten ju gefd^el^en t)Pcöt.'' 

Semerö SRet^obe unb 9tefonn bet ältinfsalogie ^tte )u fdiur 
3ett bie gl&njenbfteh @rfoIgl? uub oud aDen SAnbeifn tarnen €(bük 
jüi^, ^enfi^ meiere, ime Srod^ant, ^amefon, VÄnbrau 
9reit[^au))t, 3Sei^, it^tften. u. a.- a(d Slineralogen toettet (o» 
gejeic^net ^oben. (Sd fel^Ite übfigend-auc^ nid^t an (Segnem, bie itt 
^am Xl^eKattf eine ungerechte, felbft f))öttif(^' SBeife aRgriffen, ik 
Selt^eim (Aber aSemerd unb ^arften^ Steformen k. ^Imfkäbt 179:^ 
unb Sl^enetoif (Annales de Chimie. 1806. T. LXV.) Sittgegnungr 
}ut SBertl^eibigung erfd^ienen Don b^9(ubuiffon Aon. de Chim» 
1809. T. LXIX. ünb t)on ^E^omfonAnn. of philoaophy. VI. - 
Seinen %xfjm erl^^di^e aber tto^ mebr bie toon i^m atö äBiffenfckn 
begrünbete ©eognofie. * 

^ie Stubien einzelner SRiiteralien brad^ten um jene 3^ <^^ 
ber ^ormenfunbe eine intereffante Seobad^tung über Jlri^taOefeclricität 
^r. UI. %f}, Se|)inud entbedte 1762 bie ßlectricit&t bur<j^ dr 
toäVmen am XurmöHn. '^ 

^ Son ffietnerf ^d^riftcn flnb auger ber enva^nten in nennen: bte ütba' 
fe^ung bon 9. g. ^renfiebt'« Serfuc^ einer 3Rineratogi^e. jetb^ig 178a - 
S[ii«fU(rIi(^ed unb fpfiematift^ed ^ergeiti^nig bes SRinevolten'Jtabineti bH wi- 
{anb JT. @S((rtf(^n 8erg(aubthiann« St. Ü. $aBft von OV^in. 29anbe. grci- 
berg unb Hnnaberg. 1791 unb 1792. — Sbxxit C[(tfftftcatton uiib «cfi^reibniHf 
ber Derfc^icbcnen <9ebirg<arten.' 3)re«ben 1787. — 92eiie X^eont oon ber Qnt- 
fle^ung ber ^nge ntit ^(nmenbung auf ben Sergbau, bifonber« ben ^xtxhtx» 
gifi^fen.' "greibcrg 1791. 

^ Xb^anbhtng »en einigen neuen (^a^rungen, bie Qlectdctt&t be« Xur* 
mattn« betrcffcnb. Xu« ben M^moirea de rAcad..de Berlin, !^L 12. i> 
„Sftinccalogifd^e Oclnfigungen, )UQt 8c^uf ber (E^t^mie unb SRafurgef(^i(^te N# 
92tnera(ret(^. 8b. I. 2t\pi\^ 1768. p. 302. — 'S ran) U(rt(^ t|ee^l?r 
9e)»inli«, geb. 1724 am 18. 3)ec. )u 9h^9d, ge|l. 1802 am 10. Slug. i« 



1. aKmfta())^^fif. 97 

w^er Stein, t)on UKl/d^tm ici^ teben tvill, ^^t ed im Singan^ 

feiner Sb^nblung, fübtet ben 9tainen Xti)) ober XoutinaHn, 

n>el(^'man toegen feiner befonbem @tgenfd^aft, tn>n ber ic^ im^t' 

Qenben n>eitläufiger reben toerbe, im ^oOdnbifd^en m^ noi) ben 

!Ramen Xfc^entrefer ttnb im ^eutfc^en Slfd^enjie^ gegeben. 3)ad 

!93aterlanb biefed Steint ift bie Snfel Get^fon, too man i^n an ber 

ftüfte be« SReered im 6anbe )u finben pfleget." €r fagi, ba^ biefer 

@tein erft feit loenigen ^afjitm betannt fe^ unb bo^ er bie (Sigenfc^ft 

befttK, auf ito^Ie erto&rmt^ bie Sfci^e, bie fid^ um i^n befinbe, h>ed^fel< 

toeife anjujiel^ unb bon fid^ jii fto^en. ^utoelttre; toelc^ i^n in9 

S^er gelegt^ ^feine ^ärte )u )n:o^iren'% litten biefe Gigenff^aft )u« 

nä(^ft bemerfi unb i^n ba^er Xfd^enjie^ genannt. ,,2)er S^ourmaKn, 

M^ ed toeiter, ift ber 9lufmer!fam{eit t^^lt toftrbig, inbem er ol^ne 

bleiben, unb bIo| bujrd^ bie 9Bärme, fc^on tine betrftc^tlid^e SIectricität 

geiget. Xad faft einzige bid ie|t belannte 9Rittel, bie electrifc^e ftraft 

in benenjenigen K^tpetn, in toelAtn fie ftd^ befinbet, rege ju mad^en, 

ift bad Sleiben. 3)tan fennt je^t nur nod^ einen einzigen ^ü, ber 

biert)on eine Sudna^me mad^t SBenn @(^n>efe(, ^atj/SiegeDad 

unb anbere äbnlid^e Stikpn gef(^mo()en ^ unb l^ad^ in ein iroifnod 

metaOened ober gläfemed ®ef&^ gegoffen toerben, f o toerben fie, n^enn 

fie ertalten, electrifd^, o^ne ba^ man fie erft reiben bürfte. ^n ^la^- 

artigen A5r))em, toe(d^e bie SIectricität eigent^fimKcb befi^, ^tman 

nod^ fein 9eif))iel einer f o((^en o^ne Steiben fid^ öu^emben electrifc^ 

Araft entbedd unb ber Xourmalin — ift folglich bad eingige 9eif)ne(.'' 

^6« ^t mir biele 3Ru^e geloftet, erjä^lt er, bie Siegeln )tt finben, 

benen ber Zourmalin in feinen SBirfungen folget, unb fte auf eine 

ubergeugenbe 9(rt k>or}utragen. ^ie* fe^ geringe (Srd^e meinet Steinet, 



XorNt «on 1755—1767 ^rof. Her «iftrouoim^ b« ttt «hb. ber Siffenfd^. 
in 8frltn, bann.$rof. ber f^^ftt in ^U ^etcrdburg, Xirector bce C^abetten* 
cor^e bafelbft unb Cberouffe^er ber ruffifi^en 9{onnatf(^iil(ii , inUi^t in !Dor^t 
)»noatiftrettb. 

1 Durd^ b(o6e« (Srtoärtnei» o^ne ®il^mel)en iverben, bemerft er, biefe 
Sitbfianjen nic^t electrif^^. 



98 H. ^n 1750 bi^ 1800. 

bet auf einer ©olbtoage ittd;t me^r aU btei unb ^nninjig unb einer 
fyilUn &tan tüog, ))entrfacbte mir überaus t)te(e ^inbemtfle, Nm 
obgleid^ ber Xourmalin eine, in Xnfe^ung feiner ®r&§e auferotet 
U<^e SIectricit&t jeigete, fo toax ed mir bod^ ni^t m&Qlid^, «B^ Ct 
fd^nungen fo genau )u beobachten, aü man an einem gvS^eni Strit 
l^e ftl^un Idnnen. 3)iefei^ nun unb bie Srfc^einunfeii feOft iktuijoi^ 
ten anfänglich bei mir eine gro^e Serloirrung Wr Segriffe; toeil bir 
ienige Seite bed @teind, an tt>elc^er id^ Mr ^fäh)e (Sbclricitat aiMt 
^otte, einige Xugenblide l^emad^ aui^ bir negative jeigete, o^e ba| 
i(^ bie ttrfad^ eitftr fo fd^neOm SerAnberung entbetfen fonnte/' 
S)ie (Sefe|e, toeh^ er elMcd^ gefunben, gibt er an, nne foI$ 

1) 2)er Xourmalm b^ff^ aOemal. gu einer unb ebenberfelben 3^ 
eine ))ofitil»e unb nefiMtoe (SIectricität, bad ^ei^t, toenn bie eine &i^ 
))ofitib ift, fo ift irfr anbere genrig negativ unb fo umgefe^ 

2) 3Raii ^Ite mit einer fubtilen 3<^n0^ ober auf eine anbe 
äfftdid^ 9kt ben Xourmalin in {tebenbed äßaffer ober in ein anbem 
^^pc§ ^uibum, unb jie^e i^n nad^ einigen Slinuten ^eraud. fto;: 
wirb bei biefem Serfud^e aQemal finben, ba^ bie eine Seite bed Strinf 
ppfitiö, bie anbere aber negativ electrifd^ ift. — ,,3Ran mu^ bie^ 
borbringung einer ftarlen 6(ectricität mit bem SBaffer, toel^ » 
aOen anbem gfällen ber e(ectrif(^n Jtraft duBerfi fd^blic^ ifit, bier 
fc^ too^I bemerten.'' 

3) 3Ran lann, toenn man ftd^ berjjenigen ÜRittel, toeU^e ic^ f^etiKi^ 
anzeigen toerbe, bebienet, bie ))ofttibe Seite bed ZburmaUnd negatir 
unb umgetel^rt bio negatibe po[\tXi) mad^en. 9Benn bitf e« ' gef(ie^ 
Uffci ber Stein bon fe(bft toieber in feinen natfirlid^en 3uft<>n^ h^^ 
ba« ^|t, feine jwptibe Seite ^ört auf, negatib )u fel^n, unb »«^ 
bon ftd^ felbft toieber po[xtxo, fotoie bie negatit)e Seite aufboret, t'ofilii' 
)u fel^n unb i^e negatibe ftraft toieber beldmmt. 

* 4) 9Senn man ben Xourmalin auf ein erln|ted 3RetaD, gläfem^ 

1 3)ie Sntbrtfung ber }»d iirtett ber (Sfectncität ifl t)on Duttay wt '" 
ben aReitu^ren ber ^arifer Wabemie \>m 1733, 1784 unb 17$7 ^^^* 
gemacht werben. 



1, 



■ 



1. IKinetal^^i^ftl. 99 

SEaf e( ober gU^enbe Jto^le (egct , f o tvtrb er , inbem er toarm tarirb, 
elfctrifc^/ unb beobad^tet babei bie Siegel, bag, auf toeU^e 9lrt mon 
au(^ ben SSerfud^ anfteEen, ober toeld^e Seite be^ @tftnd man auf 
bie ^^e Viaffe legen mag, j[ebe btef er. Seiten eine SIectricitöt Mömmt, 
toeU^e ber natürlichen aEemal entgegengefe^t ift; bad ^ei^t, bie ))ofttibe 
Seite bed Steind tinrb negativ, bie negatibe aber ))i)fitib. 

5) Der S^ourmalin tt>irb aud^ electrif^, toerai man i^ reibt, 
<o^ne i^n boburd^ mertlid^ ^u ertoärmen). Dann beriete er ftd^ toie 
®Iad unb glasartige SlMpex unb Sbelfteine. 

Die SSer^ltniffe ber $Dle )ur Jtn^ftaOifation lonnte Setrinud nid^t 
beftimmen, ba er mit gefc^liff^nen Steinen q:))erimentirte. Sie toaren 
t>üti brauner ^foroe. 

Diefe Segmente tamrben 1766 iMm Sergmann fortgefe^t. ^ 
(Er nennt' bie Stellen, toeld^e bie berfd^iAene SIectricität feigen/ $ole 
unb fielt bad ©efe^ auf, ba| ber burd^ (SrtaKtrmen ')H>fUibe $ol beim 
Qrlalten negatit) toerbe unb am entgegengefe|ten $ol bie entgegen^ 
gcfe^ Clectricitfit errege, e^ fe)^ nic^t rid^g, ba| bie 9B&rme bei 
einem in lof^enbed äBaffer getauchten Zourmalin bie Urfac^e ber 
Slectricitöt fe^i fonbem. biefe fe^ ber baburd^ betoirlten SSer&nberung 
ber Oberfläche (burc^ Xudbe^ng ober 3ufammen)ie^) )tt)uf^eiben. 

Sergmann mad^te feine Serfuc^ mit gefc^Iiffenen Steinen, 
f^ter belam er bon Stinmann ungefd^Iiffene Jtn^ftaEe, grüne unb 
blaue, aus SrafUien. 

Sr bemerk, ba^ bie ^ole an ben @nben ber $riSmen gelegen 

1 De vi electrica Turmalini. Act Academ. Regia« Holmiensis 1766. 
OpuBcnla V. p. 402.~r Cujusvia Turmalini poli unius baec est ratio, ut 
calefactus positivam , refrigeratus negativazn consequator electricitatem ; 
aed eadem causa in alterum polum effectum exserit oontrarium, calelactua 
negativa, refrigeratus positiva electricitate afficitur. p. 406. — Animad- 
yertendmn mihi bie est, errorum commissum . esse ab iis, qUi electrici- 
tatem Turmalini, ez aqua ebolliente edncti, calore excitatam esse credi« 
derunt. p. 409. — Foecunda cMonium horum phaenomenorum causa in. 
soperfidei matation^, a materia Turmalinum cingente producta, posita 
est p. 414. 



100 n. »on 1750 H« 1800. 

fe^en, U|terc aber tvegen uiU)oQIotnmener .9(udbilbung itiii^ genau 
befHtnmbar. tt>aren. 3Ran fyiU fte too^I }u ben Jtd^ftaOen bed €d»nU 
ju feften. 

9(ud^ SSilfon l^aite fc^on 1762 bemexH, bd^ bet Zutmalin 
}n9ei ebcirifd^ $oIe l^obe unb ba| fte an ben @nben einer Scbfenfink 
befinblid^; bie Slectricität folge ber Slid^ng, in totldfct bie X^^cs 
bed @teine^ {tifammengefe^t fe^en. @r bemerlt au<i^, ba| er ben 
%opa€ )u biefen S^erimenten an^uioenben begonnen ^abe. ^ Si> g^ 
fc^ie^t babon in einem Sriefe an Sergntann SttoA^nungv tooiin 
SBilfon eine (Sntbetfung bon S)e jfa SSal ntitt^eilt, barin beßeben^ 
ba| -einige Jtör})er burd^ Sleiben erft electrifd^ toerben, totnn fte Dorber 
einer gekoiffen jtölte audgefe|t getoefen fe^en. @o \>ttfydU ftcb bei 
idlänbifd^ Jtr);ftan. SOSilfon ioünf(^te,' ba^ ä^ergmann Setfuie 
barüber anfteUen möge/ ba Qi^toAtn lolter did Snglanb, bebütfe 
man jur 6Iectriritätd'@nregung bort bieOeic^t leiner lünftKd^en Siäüe. 
Sergmann fanb aber, ba^ bie Stalte, bie er bid 16^ unter 9biH 
antoenbete, leinen @inf[u| auf bie @rregung l^abe, ba| fte im ®egen^ 
tl^il burd^ Srtoärmen beförbert toetbe. 

aS&^enb' einige ^orfd^er ^atfad^en feftjufteOen fud^ten, . gab ed 
ta)ieber anbere, n>eld^e bergleid^en fd^toanfehb mad^ten, bor^figltd^ biegen 
mangelhafter Seobac^tung ober 9(ntoenbung ungleid^ Dbjelte. So 

1 Act. acad. auec a. 1762. 8crgmann OpoBcals 8. V. p. 366. 
De electridtate crystaUi Islandicae. S^ilfon fc^reüt an Bergmann: 
„Scriptunculam paro, qua tiirmalini aliarumqne gemmarum electricamm 
natura lUustratur. Species quaedam Iiezaedra hoc singulare privumque 
sibi habet, qnod materiam electricam semper juzta cry^talli axim traos- 
mittat. Quo invendo ideo potissimum laetor, quod ante hoc bienniam 
in Uteri« ad Heberdenium datis scripserim, electricae materiae unam 
tantnm viam paratam esse, qua turmalinum pervadat, eam nempe, qu*^ 
per transversum lapidem dncitur, ejnsque compagem sequkur. Addi- 
dtfram, cuivis tormalino dvos veluti polos electricos esse, qnos difficnlter 
mtates Tel tollas. Jam vero cognovi hos polos vtrerooe compagis fine« 
esse, ^aif einem iBergfei^i mit bem Ccr^alten be« SJtagneM fc^ltefit er: 
„Eleelricam materiein in turmalino omnibusque gemmis, quae calore 
eleetricae fiant, particularum compagem sequi. — p. 368, 368. 



I 



1. aRineral^^pr. 101 

b^upUte ^ill, ba| bte 'boi)))eIte Stral^ienbred^ung nur jenen butd^< 
ftd^tigen itiyrt)ent eigen fel^, n)eld^ oud r^ombifc^n ^Ttileln befte^ 
iinb Sletoton ^tte unrecht, bo^ er biefe (Sigenfd^ft au^ bem Serg» 
ttt^ftall }uf)nret^e. @ie lomme nur bem r^mbif(^en SfKitl^ ut^ )tt>ar 
nid^t Uog bem töl&nbtfd^err )u, to\t2xnri6, SEBalleriud unb ßrom 
{iebt K. ber SReinung fe^en, fonbem ieber burd^fic^ttgen 9lrt beffelben. < 
@r gibt bie Sri ber SJrei^ung in bur^fU^tigen natürlid^en. Rfkptxn 
folgenberma^ an: 

1) Halt in biden SRaffen er^bt bie Sinie. 

2) @e(enit biegt fte. 

3) An^ftoO (b. i. aSerght^ftaO) bre^t fte unb 

4) ber ^patif gibt fte bo))))elt. ^ 

^ill l^at bie Ar)^fiaIIformen bed AoUft^ttt^ aufmertfam be^bac^tet 
unb bef)^d^t i^e Silbung. ^abei fud^t er bad Serle^ ber älnna^me 
:^inn^'d )u {eigen, bag ein 6al) bie $orm ber Art^ftaEe beftimme 
unb bo^ man bamit fo h^ gel^e, ein fold^d anjune^men, toenn ed 
att<^ nic^t nad^to)eidbar ^ , ba man eben bie @rf d^nung ber Arl^ftaDi« 
fotion f(^on old Setueid für ein D^borgened Sal) gelten (äffe. ' 

Unter ben p\f\f^\äftn Sigenfi^aften hHir auc^ bie $l^i)d))^ored< 
cen) ber HRineroIien ®egenftanb ber Unterfudjiung toon Satooifier 
(1776),«9lacqtter (1777) unb 2Bebgn)0Db(Phil. transact für 1792). 

& J. Hill, Spatogenesia. Lopdon 1772. -- This power tesides in all 
Spar 1 have examined. — No body has this ooivtraction ezcq>ted Spar; 
therefore no other natural or artiücial sobetance has thia power oC double 
re/ractioD. Even Sir Isaac Newton haa said, Crystal has something of 
this power; in vain: for no anthority can stand against the testimony 
of the senses. p.'4., 5. 

3 1) Tale in thick masses elevates the line. 
2} Selenite waves it. 

3) Crystal distorts it 

4) Spar gives it double, p. 5. 

3 When, fagt er bei biefer (Selegen^it, Tlieory can rech tliis heightli, 
it may do what it pleases: to creato Causes, because we sce Effect« 
that seem to us to require them., is to make all things easy; and at 
the cheapest rate. p. 10. 



102 II. 8on 1750 m 1800. 

(S^ fev ^ier aud ber 3ufatnmenfteDun0 , toeU^e^acquer ^ 
naire de Chymie. Paris 1778. t. tiois.) bariUber gegeben, SZac^^efcenki 
entnommen. 3Ran lannU, bag SerglrvCtaQ , Ouar) it6eri^att)yt, SUot 
unb anbere bergladbar genannte Steine butc^ älneinanberfc^Iagen uii^ 
Steiben il^rer Srud^ftütfe ^l^o^))l^oredctrenb Serben unb Ttacquex gHaubbt, 
ed gefd^^e burd^ bie babei ftottftnbenbe S3ett>egung unb GrtDärmm^ 
ber Ileinften X^eile. ®d werben tt>etter ate burc^ @rtoärmen pMpi^^ 
re^renb ber t$(u^f))at]^ genannt, bie jtreibe unb anbere Slaüacon, 
bad Sitterfal}, Anoc^enerbe«, %äll, ®l^, t^erftein u. a. (tromglul 
f))at^ hHtr bie $$od))^oredcen) f(^on 1694 belamtt). 2)ie meifien Un 
terfuc^ungen biefer ä(rt betrafen aber ben Sologneferftein* ober t^ielmeh 
ben baraud burc^ ®lü^en mit Jto^Ie bereiteten Send^tftetn, an bon 
biefe (Sigent^ämlic^Ieit juerft ein Sd^ufter }u Bologna, Sine. 6af 
ciorolud im ^a\ft 1602 entbedt ^t. (SSergl. au(^ SSMeriu^ Sjateim 
mineralog. 2. cid. 1778. t. I. p. 188 sq.) 

9Benn man in ben )ule|t ertoö^nten (r)^taEogra))l^ifc^en ätrbeitm 
aud^ anerlennen mu^, ba^ eine genauere Sef^r^bung ber gi>rmcn 
geübt unb ein gekoiffer 3ufammenl^ng berfelben ^»ert>orge^o6eii imirbc 
fo betoegte fid^ bie Unterfud^ung bod^ immer ttod^ in ben alten SMeifen 
unb ein entfc^benber Sd^ritt bortoärtd lonnte erft gefi^e^n, tpm» 
man )ur jtenntni| ber SIeigungdtoinlel ber Jtr)^ftaDfIöd^en gelangt un^ 
bad Siinlelmeffen übetf^änpt mcljx ald bid bal^in t>ert)oDIommitet tocx. 
2)ad $oi;tfommen jeber Slaturtoiffenfi^aft ^dngt borjüglic^ toon ba 
^beifd^affung neuer ÜRittel )ur Unterfud^ung ab ; ein einziger St)>)Hkrot, 
ein einjiged Snftrument l^aben oft mel^r baju beigetragen ald aSt^ 
©tubiren unb ;gnter))retiren mit bloßer ®))efu(ation unb $^UDfo))(fi(. 
Unb fo ^at aud^ in ber JtrVftanogra))^ie bie Srfinbung eined ^nfütu' 
mentd )um ÜReffen uon 9leigungdtoinfeIn ganj neue ®efid^td))un{te 
eröffnet. 2)ie meiften Ar^ftaOforfd^er begnügten ftd^, ebene SBintel )u 
meffen, n)o bie 9lrt ber f^(ö(^en unb bie ®rö|e ber Stxifftaüt befonber^ 

i'9ierre.3ofe|>^ 9Racquer, geb. 1718 ju ^v\9, geft. 1784 ebenU. 
^rofeffor ber &^m\t am Jardin du Roi 31t $an«, fBnigL (Eenfor nnb IRit' 
auffe^r ber fSnigl. ^orccffaufabrif gii @^ore^. 



1. 9Ritimf|>l^fl!. 



103 



)ii f olc^ 3Rcffun0 einbib, bie Steigungdhnnlel bataud ju beted^nen, 

imterfielen fte, )um X^eil bergletd^ für überflüffig ^altenb, }uin 

"Z^eil aud^ toeil ai\ ben nöt^igen ebenen äBinleln nid^t immer SReffttn« 

gen Dorgenimtmen toerben tonnten. 9tom^ S)eIUIe fyitU feine bereite 

ettiKi^nten Unterfu^ungen. eifrigft fortflefe|t unb im ^afjxt 1783 er« 

festen bie {toeüe- Auflage feiner itri^ftaDogra))^ie, in toeld^ eine gro^ 

SCnja^I t)on ÜReffungen bon. 9leigungdtirinleln mit Sarangeot'd ®omo< 

meter mitget^It {tnb. Storni 2)elid(e ei^^b, ba^ Sarangeot 

"biefeö ^nfbrument )um S^co^» Jtr)^ftaDfonnen )tt mobeOiren, erfunben 

unb bunl^ ben !ERed^anifer Sin^arb ^abe auöfü^ren laffen. < Ergibt 

nac^fte^be Xbbilbung. (^g. 16.) 




9elanntli<^ ift an biefem nod^ gegenn>&rtig gebrauchten ^nfttumem 
ber 3^er E D an bem grabuirten ftreidbogen beto^eglic^ unb ta)irb ber 
.ftiVliaa, an tt)eU^ ein Jtantennmilel gemeffen toerben foO, fo gtoifc^ 
bie Bd/tfxt ACE gebrad^t, bag A C red^nllid^ auf ber Jtante ru^t 
unb bann ber 3^io<^ ben>egt; bi^ folüobl A G ald E C genau an bie 
beiben fttb fc^neibenben ftrl^fiaDf[ä(^en anliegen. Sotoobl ber 3^0^ 



1 Crystallograpbie. T. IV. £zp]icaüon de^la Planche VlII. p. 26. 



104 1^- Son 1760 m 1800. 

f 

aU Me platte A* B f 5nnen )utn Steffen aufgetoai^fener Rtp^iaXU hixt 
@d^teben bei C Dertfir}! toerben. iDie mit bief em ^nfHrument ange^eQtn 
^]Ref(ungen toären bei Die(en toer au^ebilbeteren Itd^ftoDe ^inlangüd 
genügenb, um )u ^Qcn, toeU^e Kanten unb @<fen * gleicher XTt toom 
unb tarie ftd^ manche unterfd^eiben, bie man geto^^nlic^ für etcicb^f 
nommen f^Me. 2)elidle befa^ eine ber reid^ften jtd^fiallfammluiigpi 
unb ^tte ©elegen^eit ju umfaffenben Seobad^tüngen, < bie er nid«: 
nur^iuf Siineralien, fonbern aud^ auf bie !ünftli(^en @a(ge auebeto 
Stan- ftaunt, toenn ma|i bie mitgetl^eilten Stbbilbungen überf<baut 
toeld^e über 400 Atl^ftaDformen in f^attirter tool^lgehingener S^c^iiuiu 
borfteKen unb bie mannigfabigfien Kombinationen entölten. So fiitM 
man 3. 9. aQe ®eftalten bed tefferalen S^ftemd, fotoo^I ^oIoebrifdK 
aü ^emiebrifc^e unb eine 3Renge Don Kombinationen ^erfelben, bo: 
unter mehrere, toelc^e eine fe^r aufmertfame Seobad^tung beurhinba 
toie bie unf^mmetrifd^en 3uff i|ungen ber SBürfeletfen burc^ bie %lääc 
beö ^ialidbobecaeberd. Unbegreiflid^ ift, ba| SeöHöIe bie $Idd)c 
ber abgebilbeten Kr^fiaUe o^ne aQe Sgeid^nung Ke^, ba^ il^re & 
fd^reibung ^um S^^^ ^^ SBinlelangaben unnöt^ig toeitlaufig toertes 
mu|te unb manchmal fogar fc^toer l^eraudjufinben ift, toelc^ Sleiguna? 
tmnle( gemeint fe^. Xte eine $robe feiner befferen SReffungen moges 
^ier einige nebft ben bejä^ltd^en Slbbilbungett, toie f\t im Original 
oortommen, einen Pa( finben, toobei id^ aber )ur leid^teren Serf^än 
bigung bie t^Iäd^en mit Suc^ftaben be^eic^net unb bie Sc^ttiniiid 
tofiQela^m ^abe. 



1) ®Vt>« (%im 16)- 



^aäf 9ioiti^ 2>t\\9U, 



b c 

9{t(!^ ben gegentoSirtigen 9)9effun0(n. 

^ ^ 111« 30'; - = 143« 20'. 
b . c . 



1 (5r \^t mtxiti^n (£atatoge unb 8ef(!^rctbungeu t^erfc^iebener ^IncraluB' 
fammlungen angefertigt, bie er im 8. III. p. 601 anfuhrt. 




1. ittinerat))^)«. 



105 



2) 6aidt (^0. 1*7). 



iStbdtiltanltnwiiitd ««( Sxtillc 

* 

- = 142 30' unb -^ = 105»; 

^aif ben gcgentrartigen SKcffnngcu. 

* = 144^ 24' unb -^ = 104» 38'. 
a . a' 



y«. 17. 




S) «ar^t (Jig. 18). 



9^anbfantentomT((. - 

^ = 77«; — = 1050; -?l = 770 43'; ^ = 1050 24'. 
a b a b 




4) lot»« (giß. 19). 



$%. lt. 




^ = 120«; ^ = 1350; ^ = 1240 19'; ~ = 1350 27'. 
b D D b • ' 




2)tf Sleffungen ftnb aber nic^t immer entftnred^enb unb ed tfi 
auffaOenb, ba| er ). 9. am 9tl^ombenbobecaeber bed ®ranatö, toelc^ed 
ibm hK)^( m }a^{retc^en Sj[em))(aren )u ®ebote flanb, bie itanten^ 
tvtnlel }U 1250 angibt; au(^ finbet fid^ fein Serfuc^ mit ben ^tetgunge- 
totnteln bie ebenen SBinfel )u bered^nen ober )u tontroltren unb fo 
utngele^rt. 2)te ebenen ffiinlel am Spaftungdr^ombeeber beö 6a(ctt^ 
gifct er ^u 1020 30' unb 7/0 30' an, inbem er gegen feine SJorgänger 
^rt^otin, (a ^ire unb ^u^gen*, n^eld^e lOlo— loio 52' annahmen, 



106 n^ SSon 1760 btö 1800. 

bemerft, ba| man i^n ntd^t an BpaltanQ^fi&i^, fonbem an öu^^ 
Jtr^flaEfläd^en beftimmen muffe, ober, fügt etl^in^u, am r^cmibmbiilr 
@tKiil^eifenftein, tt>eld^er genau bte %imn bed tölanbtfc^en @)Kxt^I»^ 

^ie @))altungdt)evl^ältntffe bieac^tete er toenig unb obtooU n ob 
t)rimttit)e %üim ber ^allf))at^l(r)^ftalle ein r^omboibaled ^raneIe)ri)K^r 
annahm, fo h>tll er bamtt bo^ nid^t bad @))a(tungdrl^mbo(beT oStir 
gemeint l^aben. 

@o fagt er, ber 3lbb^ ^clvl^ l^abe nad^ bem SSorgang 9er; 
ma nnd geglaubt: ^qne les cristanx calcaires avoient toos m 
DOTBU rhomboYdal enti^rement semblable au cristal d'^Islande etc. 
unb. fügt binju: ^Je serois curieux de savoir comment ces M& 
sieurB s^y prendroienf pour ^xtraire un pareil noyau du «ps^' 
calcaire muriatique, dont les rbombes sont engag^a dans un seb 
directemeut pontraire k ceux du crytal dlslande.^ ^ 

^ür biefen spath calcaire muriatique tüerben bie ebenen Siin 
ber %lä^ gu 75^ unb 105^ angegeben unb ber ©(^ettelfantentoiid 
ju 650. 

Ungead^tet bie 3Ref[ungen biele^ gu iDünfc^en übrig Ite|en, '^ 
gaben fte boc^ ^inlänglid^e Setoeife t)on ber 93eft&nbigfett t(^ 
Jtr^ftaHtoinlel unb Storni 2)eltdle ^at biefed Slaturgefe^ »uer: 



ate allgemein geltenb erfannt unb audgeft)rod^en. 

3nbem er bie SSeränberungen burc^ge^t, n^Id^e ein SttifftaS tfur^ 
9(bftum))fung (tronc^ture) an feinen @(fen (angles solidee) unb a« 
feinen Jtanten (angles simples, qu'on appelle ar^tes ou bords) 
er(eibet, fagt er: ^Mais, au milieu des variations sana nonbn 
dont la forme primitive d'*uD söl ou d''un cristal quelconque ^ 
susceptible, il est une chose qui ne varie poiot, et qui re^ 
constammeut la m§me dans chaque esp^; cest ToDgle d^inci- 
dence ou riDclinaison respective des faces entre eMe^**' 

2tie begüglidSle 9leigt|ng ber ^läd^en gegen, einanber fei? baba 
toa^r^ft c^arafteriftifd^t tveil fte. bei jeber @))e€ted immer biefelbe unfe 

« T. I. p. 503. 
•i T. 1. p. 70, 71. 



I 



1* ^Hrcvmp^^I^L Tv^ 

tabban0i0 t)on ber mannigfaltig berfd^iebenen Xudbel^nung ber ^I&c^en 

ab bell burd^ Snfhim))fungen I^Morgebrad^ten Serfinberungen fet^. ^ 

Lid 9etf)>iele ffi^ er an, ba^, obta>o^( am SQaun, am 3ud(er unb 

,m Salpeter ble ^mitibe f^orm ein red^ttoinfli^ed Oftaeber fe^, biefed 

I^ftaeber bei ben brei Salden berfd^iebene SEBinlel ^abe, Beim äUaun fel^ 

lie Üftftgung ber ^läd^en an ber ^[x9 beftänbig 110^, beim @alt>eter bes 

täntng 120» unb beim 3uier 100« »eim »ergfr^ftatt feV ber fflinlel ber 

^täd^ an ber 9a[x^ 104« unb ber ft)i|e 9BinIe( ber 3)reiedk immer 40^ 

beim tartre vitriol^ fel^ aber jener SBintel immer 110^ unb biefer d&^. 

'^rü^ ^tte^er biefe enormen für gan) gleid^ gehalten, ber eigentlid^e Un- 

terf^ieb ber ^^ramibe bed fc^toefelfauem itali^ bon ber bed tluarjed toar 

ihm ungeachtet ber gemad^ten Untetfd^eibung t)erborgen geblieben. @r 

unterf(^eibrt jftnfd^en t)rimitiben unb fefunbären formen, bie erftern 

fe^en bun^ bie integrirenben !DloIefüIe, toeld^e toieber ein $robuh ber 

fonftituirenben, jufammengefetjt. 2)ie ^Jorm biefer lonftituirenben 

tenne man nic^t. @o feigen 9. 9. bie integrirenben SRoIelüIe eined 

toürfligen Steinfal^fr^ftaDd f leine SBürfel, bie lonftituirenben aber 

fei>en €äure unb bad SUIali, me(d^e an fu^ feine äSürfelform ^ben, 

burc^ i^ Sereinigung aber eine fold^e annel^men. 

» p. 70 fagt fr aucj (?[nm. 47): J'entenda rep^ter tous les jours, et 
par des gens d^ailleurs fort instruita, qu'on peut obtenir le tartre vkriol^ 
SOU8 plus de cihqnante formce diffi&reotes, et qui partent de \k pour 
nier la cooataiice de la forme dans lea criatanx. Ifaia ai cea peraonnea, 
au liea d« frouder la. acience deacriataux, vouloient ae donner la peine 
de r^tadier, ellea ne tarderoient paa k s'appercevoir que toutea l^a formes 
da tartre vitriol^, de mfime que cellea du cristal de röche/ dörivent d^un 
dodecaMre & plana <triangulalrea iaoc^lea, A>rin£ par denx pyramidea 
hexa^rea Jointea haae k baae , ou a^par^a par un priame intcrmMiairc 
plus ou moina lopg. II nVst paa plus dtonuant de voir la Natore donner 
nne forme constante, qnoique variable jusaqu^^ un certain point, k un 
sei, k nne pierre., k un min^/'al, k un m^tal ro^mc,' que de Ini voir 
donner nne aavenr conatante et determin^e k oellea de cea aubaUinces 
qui BODt aolublea dana Teau, et k toutea une durei^, une density, qui 
8ont les indmea dana cbaque eap^, aox l^&rea diff^rences pr^ que 
peut y apporter le ni^ange de mol^blea h^t^rog^nea qui s'y rencontren( 
mnvent interpcato.*" 



106 



II. Son 1750 m 1800. 



@i nimmt fn^ t"^!^»^ ^u|)tferpten an: 

1) lag Idraebet, 2) Wn toärft[, 3) büö Dhaeber, J| K: 
i^omboibale $araaeIel>it>ebDn, 5) bae iliomboibale Cflaebei ar^ 
6) hai 2)i)b«aAet mit .triongwlären ^löi^. 6t gtlit babon frlgtr; 
Stobitbutiflen. (Jiflur 20—25.) 




^ -^u^rtfätKi )u torl^n er aber beti (£^iattn'(p. 7T) ur: 
3ufommm^tig b« Ät^ftaBe erfongl ift, finb fDiflmbe: 

1) 3ebrt ©alj unb jebe aui jiori ob« mt^r hrterofloten ^rincipi« 
jufammengeff^te i^ifc^e SSerbinbung t^ brt Ai^ftoOtfatint fö^ig. 

2) (Si ifE fo(gIi(( jebcr fli^^ad rinm Salj im toeileften Stnu i 
bc4 ^Dttr« aitgf()0Ti0. I 

3) ^ebn alä ^ot)pell>9i^oo*t^ etfi^etnenb« Ai^ftoD ' tann mit »(^ 
ober tvmion audgebe^ntem $riMa UDrEommen unb e^enfo 

4) lann jeb« Är^pflH, an iwl^«" ba« ^ri«ma an jebnn QaV 
mit änn ^^ramibe Bfgrenjt ift, o^ine biefeS ^riäma Sorfoifimen, lln^ 
jeiflt pcb babei leine Setönbtrung (dna 5Wfltur. 

5) Ztbtx fli^ftall, an nieldiem ba^ ^riäma nuT eine 



1. Winerol^l^t^flf. 109 

TXQt , toürbe bei freier S!(uö6ilbun6[ biefelbe $^ramtbe aud^ am anbem 
snbe geigen, man lann ba^er Don einer $^amibe auf bie anbere 
cMte^en. — 3)amtt ^t Storni 3)edIidIe'bad(Bef e^^ bed ^läc^em 
:>araIIeIiiSmud audgeftnroc^en. 

6) 2)ie ^ISf^en eine^ Jtr^ftaUd lönnen in i^rer ^orm unb in 
hren relatit)en Sudbe^nungen t)ariiren, ol^er bie bejüglid^e 9leigung 
:>tef er gläd^en ift beft&nbig unb unt^eränberli^ bei jeber S^ed. 

t) Sin Jtd^ftaK mit eiiif)>ringenben SBinleln ifl oud jtoei ober 
meuteren ^nbitribuen )ufammengefe|t ober aud^ aud jtoet umgebreJ^- 
ten $alften beffelben Ar^jtalU. (Sin joU^er Jtd^ftaU ^ei^e 
Macl«. & toirb auf biete J&emitro)rinen unb 3^IKnge l^ingetoiefen, 
am (Stfpi, ^varint^ (b. i. bie @))ec.^rmotom), @iaurolitl^, Sc^örl, 
f^eIbf)Kitl^, ^ 6)nneO, an ben SRartaftten unb am gii^nfitetn. Son aDen 
ftnb fe^r lenntlid^e Xbbilbungen gegeben. 

8) Xn einem itr^ftaU t&nnen Sden unb 5tanten abgefium^ft unb 
bie neu entfle^ben Sden unb itant^n toieber abgeftum))ft fe)^n, o^ne 
ba% bamtt eine befonbere @|9ecied angejeigt toirb. S)erg(ei<i^en W)- 
ftuin))fungen (troncatares ou surtroncatures) finb )uf&Dig, benn an 
Ar^ftaDen berfe(ben ®ru))^.)etge fie ftd^ an einigen 3^bit>ibuen unb 
an anbem nic^t. 

9) 3e me^> fid^ ein Ar^flaE ber elementaren ober ))rimitioen 
'i^orm n&^ert, befto einfacher erfd^eint er unb befto ebener unb gerab^ 
Kniger ftnb feine %t&i^, im @egent^I aber me^en fid^ bie ^läd^n 
unb toerben nad^ unb nad^ Irummlinig. 

10) jtugelfdrmige , a\i6^ linfenförmige Jtrl^Palle, toenn i^re Jtanten 
uerfd^lounben {tnb, muffen alö unregelmäßige älggregate Heiner Ar^ftaDe 
angefeben n^erben-, ebenfo fe^en bie @talactiten trt^taOinifc^e älggregate. 

1 1) Singef^bffene ftr^ftaKe finb früheren Urf fnningd aU bie ein« 
fcbließenbe ^affe, 5tn^ftaIIe in JKuften unb ^ol^Iräumen fönnen h>eit 

1 Die Jh^ftaUe unb 3tt>i((ing( be« Sr(bf|>at(e )»on 8at>eno f^at )iterfl ber 
"Prcfeffor {^ermengilb $ini )u SDi^ailanb abgebtibet iitib nat^ bem ungefähren 
Suefe^n bef^rieben. M^inoir« sur des noavelles Criatallisaiions de Feld- 
spath etc. Milan 1779. 



110 11. ^on 1750 m 1800. 






f))äteren Urf))run9$ fe^n al^ bad umoebenbe ®efletn, fo bie ^S'ol 
unb (Saictte in J^o^ltäumen ber SatKi. 

12) 3ebe falinifd^ Subftanj, beten S3eftanbt^Ie fid} gegen JAn 
t)o1lIomnien ffttttgen unb berbinben, nel^me bie $orm bed SSünJ 
eber fetned ®egenlör^d, bed Oltaeber^ an, anbete Setbinbunc 
bogegeit Itl^fto&ifiten in ^mdmatifd^en obet tl^omboibalen f^otmen. ^ 
tete S^Kftn tdd)Ux jetfe^bat ^c. 

@t etlennt bad SBotfommen ))feubomott)^et Rtt^ftaUe, \kh 
fibet anbete gebilbet unb beten t^otm angenpmnten l^aben, nai 3^ 
ftötung bet Untetlage bleiben fu oU l^^e Jtori^talk üfoig. ein ä 
flHfi ge&e ber fvütfHge Quat), bet biefe ^imn ftemben itttpflaDeit ?rt 
G^^lPcfeQied, Sletglo^ obec gpb^(t»t^ betbanle. Sßenn man s^ 
bie ^mmitiben äRoIefüIe mat^attfd^ befKmmen Knnt, fo fei^ ba^^ 
i^ten älggtegaten nid^t bet %all. 3Benn man onnel^men fönne, ^' 
bet äBütfel, ba^ 3)obecaebet unb ^cofaebet. aud $t^amiben ^ufamr 
-gefegt feigen, bie ftd^ mit i^ten Bpii^m im Senttum beiS 5tTvp 
betü^en, fo l&nnm bie toittlic^ botlommenben Ati^ftaKe biefcri 
nid^t fo geba'c^ toetben, benn fonft gebe e^ batan nid^t bie b^' 
mannigfaltigen 9lbftum)}fungeti, aud^ bilden bie integtitenben £!i:r 
molelüle bed !Dteetfal}e^ bei il^tet 9(ggtegation nid^t immer f- 
Sßütfel, fonbetn fe^t oft tectanguMte ^ata(Ie(et)i)}eba 2C. 2>et Sor^^' 
folc^ Slggtegation fei^ und iyetf^üüt, benn bie ^nnmitiben SKoIefuIe, ^■ 
toeU^en bie Statut atbeite, fe^cn füt unfete Sinne nic^t iDa^efcmbc 

9lom6 2)ed[id[e ift gegen feine äSotgänget h)eit tyoxcm ^ 
^tte eine c^emifd^e älnal^fe iibetaO feine ^otfd^ungen unterjU^ 
I5nnen, fo toöte il^m aud^ bie Untetfd^eibung bon StinetaliftT» 
mdglid^ gemefen, toeld^e, obtoo^I fel^t t)etf (Rieben, i^tet ä^nlic^ ^^ | 
loegen jufantmengefteOt toutben. @r gibt im britten Sanb |V*^ 
fttl^taSogta))(fie ein äSetjeic^ni^ aDet ben (Segenftanb betreffend 
äiitoten. ^ 2)et SWame SBetner fommt nid^t toot, ©tenr r' 

« 

t (5r be^eic^net u. a. bie i^cVflaObeffi^reibungen ))oh SD^meflc (LeUreii- 
Docteor Bernard sur la Chimie etc. Pari« 1779) a\9 bie ^flflanMg*'" 
bie feit feinem Essai de Cristallographie erfti^ienen. 



1. Wineral^^toft«. Hl 

(>3ulielmtni toerben ertoäl^nt, bod^ finbet fU^ lerne Xngabe, bag fte, 

ftetli«!^ ni<^t fo aSeemetn unb burd^ folc^e Seobad^tungdmittel unter* 

ftü^t tme 3)edli«le, bte »eft&nbtgfeit ber SBinlel an ftr^ßattformen 

erfannt ^aben. Unter benen, todi^ bad itonftante ber Ar^ftaSformen 

nic^t )ugefte^-ft)oIIten, nennt et auc^ SRonnet, h)e(d^er barin fo 

toext ging, hai er itfyinpUtt, bte 9{atur binbe ft^ an leine Siegel, 

ibre Siegel fel^, leine )u ^ben, fte ber&nbere bie ®eftalt ber SRtne« 

ralien fe nad^ ber ©egenb, ft)o fie bbrlommen, o^ne Slüdfftd^t auf i^ 

9latur unb 3ufammenfe|ung. ^ 93on anbem jur Jtr)^taOifation t^ett 

toetfe 6e)figli(^en pf)\^^^i^tn Sigenfd^aften beffmd^t fHomi 2)edlidle 

bie Suti^fid^tigteit. @r fagt, fie fel^ bei ben Steinen ein 3^^ 

ber ^omogenit&t ber integrirenben SRoIetüIe unb iuerbe burd^ beren 

rafc^e unb ungeregelte 9(ggregation aufgehoben. 2)ie ^ärte unb 

bad f)>e€ififd^e ®eft)id^t feigen toefentlic^ unb twn ber SRifdfwng 

ab^ngig, nic^t bon ben berfd^iebenen ®raben bed tUidtrocfiiend, hrie 

fonft täc^tige (^ffcmiltt tool^l geglaubt ^aben, beim fonf^ xt\üite ber 

Sergtr^flaO aud. ^nbien ober bon SRi^afCsr biel l^örter fel;n, aü 

ber mxopäi^i^, aud^ ne^me bad ft'edfifi^e ®eta>i(^t leine^Stoegd mit ber 

^ärte }u, tirie Sergmann gemeint l^be, benn ber ^ärtefte befannte 

Stein, ber Diamant, fe^ UiäfUt ate Diele toeniger ^arte Sbelfteine 

unb ber tpeid^ edj/tott^pat^ fibMreffe aOe am f^cififd^en ®en>id^t. ^ 

1 M^net, Noaveau Systeme d£ Hineralugie. Paris 1779. „L'auteur. 
InipMciir g^n^l dea inUiea, et qai connoit sans doute mieux que per- 
füine ]a physionomie et .raHure des mineraux, dit pag. d6: qae 
fe bot de la Cristallographie est abusif — pag. 39: qae la Nature ne 
s'assiJeCtit k aucune rdgle, que sa r^le est de n'eh avoir ancane*, qa'elle 
varie la forme des min^aux selon les contr^es oA eile les prodoit, aans 
avoir ^rd k lear nature et & leur com^ition." — Xnt. @rimoa(b 
SRonnct, geb. 1734 gu (S^amprii in 9l[ut)eTgne, gef^. 1817 )ti ^ari«. 

^ 3n ber 9[b(anb(ung „De terra gemmarum" fagt Qergnianu, inbem 
(T auf bie !^(onerbe ber Gbelfletne (inn?ei«t: ^^Quantane ideo opus fuit ex- 
siccatione, nt eo'usque potuerit indnrari compages? Canicala earum 
regionum^ quae extra, tropioos sunt sitae, huic negotio impar est: India- 
ram requiritur magis continuus ferridiorque aestus. Indurationem con. 
fleiisstio oomitatur, gravitatetii specificam augens, unde etiam gemmae 



112 II. Soit 1750 m 1800. 

Sergmann lömmt in einer 3(bl^nbIuno t)on 1784 nod^ einr^' 
auf bie SBert^ung ber äußeren Jtennjirici^en gegen bie d^emtf<^ ^unii 
unb bleibt torfentlic^ iA feinen früheren älnftd^ten. ^ie Xb^nblKn: 
ift betitelt: MeditatjoDes de Sjstemate Fossilium- naturali * 2ai 
oft citirte ©t'^d^toort, ber t^rbe ntd^t }u fe^r )u Vertrauen, finbe&cr 
Sfigltd^ bei ber Dn;ctoIi)sie 9(nh)enbung. 2)er Sleflei ber Strahlen, rotlia 
bie t^rbe j^ertoorbringe, l^ange t)on ber Sefc^affen^t ber Dberfläd^ 
ab unb feV burd^ SBärme unb felbft< burc^ bad Xage^lidE^t Deränberlii^ 
fo ba^ bie t^arbe- adtnälig ganj toerfd^n^inben fönne. ^rbung civ: 
burc^fid^tigen €ubftans entf^nge toon ben bürc^ge^n^en Stxahln 
unb jeige eine gen)iffe SSttraction an; ed f e^ belannt, ba^ bie Sutt^ 
fid^tigleit t)on ber 9(nerbnung ber materiellen 2^eild^ ab^nge uri 
ba^ fte, h)enn biefe geftM fe^, t)erfd^nnnbe unb mit i^r ]ebe SBiitnm 
ttHÜfye fonft burd^gel^enbe Stral^Ien andüben. ^ 3)a^ er ungeadt- 
feiner fn^f}aI[ogra:|)^if(^en @ntbedtungen, bie.ü^n el^er bad ©egenth. 
I^ätten re^ren lönnen, ber Ar^ftoSform unb @ti;altujr letne Sicberk: 
unb Seftänbigleit }uerfannte, ift bereite ertoä^t ta^orben, l^ier fpivi'' 
er ed nod^ bejtjimmter aud, inbem er fagt:* Forma aliaeque qoaS^ 
tates externae^ quae solis sensibus possuot dijudicari, a reboj 
pendent circurtistantibus^ pro re hatamulüplici modo variantibo^ 
manente iptrioseca natura eadera. 3Ran ^abe fjlioax mit ^nii^n 
3Ba(frf(^einlid^Ieit an einen 3ufammenl^ang ber $orm mit ber ä(rt ^ 
@ubftan^ geglaubt, er ^abe aber gezeigt, ba^ biefe Sel^e faifcb P- 
Si igitur, fc^lie^t er, figura regularis et optime deierminata etian 
faIHt, nulli sane notae superflciariae ßdendum esse patet, quipp* 
quae drvei'sissinüs saepe materiis commünes, el in eadem null« 
modo coDstantes sunt 

» 

hoc respectu aliis crystallis terrestribus palmom praeripiunt* Opnse. U 
pag. 98. 

1 Opuecul. T. IV, P..180. 

3 Omnia haec spectacula, fdgt er wcirer, a moleculis phlogisticii 
denvanda vid^ntar, quarum diveraa vel copia, vel magnitudc, yel eJuMH 
citaa: vel etiam velocita«^ colorum determinat differeniiam. Oposcnl. 
T. IV. p. 190. 



1. 3Sl\nttaVpf}tf% 113 

^ie ^ärte bfilt er ntc^t für tpefentlid^, meil fte Don juföDigeti 
Uinftfinben bed Sludtrodnend einer Subftang abhänge. 2)er toeic^ 
^^on toerbe o^ne materielle SSerönberung burcb @r$i^en immer härter 
unb jule^t fo f^axi, ba^ er am Staffle fjrunlen gebe. 

3)ad f))ecififd^e ©etoid^t erfennt er für bie ÜRetaDe unb i^re 
^tfc^ungen aU ein mefentKd^ed itennjeid^en an, für bie anbern gof« 
ftUen fe); ed fo fd^toanlenb, ba^ beren 3laiux unb 3ufammenfe|ung 
baburt^ nidjft )u beftimmen fe^. 

@d gelte alfo bad ^benalifd^e: fronti nulla fldes, gleid^too^t 
fet^ bie äußeren itenn^eic^en bei genauer Seftimmung, h)ie fie ber 
berühmte äSerner mit ®lüi berfud^it habe, tauglid^ jur Unterfd^ei' 
bung bon Sarietäten unb ein geübte^ 9(uge lönne too^I bon il^nen 
btreft ^u entfc^eibenben S^erimenten geführt .toerben. 

Um biefelbe 3^^ ^a in ^eutfc^lanb bie Jtr^ftalHunbe burd^ 
3Berner, in Sd^toeben burc^ Sergmann unb in ^ranfreid^ burf|^ 
Storni be T^ldle ©egenftanb eined f))ecieDeren @tubiumd getoorbm 
if), in ben ac^tjiger ^a^ren gefeOie fic^ )u ben genannten ein^ovfd^, 
toeld^ an genialer 9(uffa{fung bed ®egenftanbe6 unb an feiner Seob- 
ac^tung^gabe fie alle toeit übertraf, ed toar ber 9(b66 Sien^ i^uft 
$aui^. tiefer ebenfo befd^eibene a(d audgejeid^nete 3Rann toar, ber 
@o^n eined 98eberd )u @t. ^uft, 3)e^rtement Oife, am 28. f^bruor 
1743 geboren. ®r belleibete über 20 :3a^re eine Se^teOe am SoO^ge 
bei (Sarbinal Semoine, hntrbe 1793 SRitglieb ber Sommiffion für 
3ta^e unb Setoid^te, 1794 6onfert)ator bei Cabinet des mines, 1795 
£e^er ber $^4ftf an ber Slormalfd^ule ünb 1802 $rofeffor ber aRine-- 
ralogte am Uuseum d'HiBtoire naturelle unb an ber Facult6 des 
sciences. Sr ftarb am 3. ^uni 1822 }u ^rid. 

Seine erfien Slrbeiten über bie Strultur bed ®ranatd unb ber 
AallftHtt^ erfc^ienen 1781 (Journal de Phystqae 1782), feine Xb< 
banblung „Essai d'une theorie sur la stnicture des cristaux 
etc.^ erfd^ien 1784 ünb eine ö^hlid^e ^Exposition abr^^ de la 
theorie de la structure des cristaux. 1793;^ fein berü^mted 9ttd^ 
^Trait^ de Mineralogie^ aber in erfter Xnfldge 1801, unb fomtt 

Aoftrll, mt^dfidfU ber SÜneraCoflic. 8 v 



114 II. Son 1750 bid 1800. 

ft)trb ed geeignet fe^n, feine arbeiten im näd^ften Q^ah\6nati s 

3>ie Ati^ftallforfd^ungen gingen and) tt)eitet in bem fi^on fiibr 
mel^rmate betretenen ®ebiete ber ftr^ftoHogenie. $ier toar c« tft 
jüglid^ Seblanc, ^ toeld^er ftc^ mit beireff enben ^tpetimtnUn h 
fc^&ftigte unb babei erlannte, ba^ bad SBad^fen eined JtrVftaOd oCa: 
burd^ 3usta^ofition ber materiellen 2^l^eil(l^en ftattfinbe unb Sufivz^ 
men nur fc^einbar fe)^en. (Observation sur la Physique, aar THi- 
stoire naturelle et sur les arts. XXXI. 1787. p. 29.) Sr ml; 
mannigfaltige 3Rif (jungen )}erf(l^iebener @a(}e ^er, Don Jtu})feitM'> 
ßifentoitriol , Sitterfalj k. unb beobad^tete, ba^ fiif t)oQlonunen ber 
gene Arl^ftaSe aud ben Sofungen bilbeten unb ba| ein t>or^enf(6aM 
@al) anberen ber £5fung beigemengten feine ^orm auf)tmngen fe: 
fo ber ällaun bem beigemifc^ten Sifentoitriol unb ®Iau6erfa[), r 
toeU^em biefe in Oftaebem {r^ftaDifiren (9t. a. D. p. 93). ichU 
unterfuc^te au6) bie möglid^ Sebingungen einer ^ormänbening c 
geigte^ ba^ eine Stlounlöfung mit 2]^nerbe^V^rat gelod^t, SUaunfr 
ftaDe in äBürfelform gebe (p. 241), ba^ femer ein SUaunolto^ ' 
fo((^e Söfung gebrad^t, in bie SBürfelform fidb Derönbere. Sr f^ic 
einen toefentlid^en Unterfc^ieb, ob ein ArVftaK in bem oberen r*^ 
unteren X^eil einer £5f ung f orttoad^fe , ba| bie Sergr5|ening in ^■ 
tiffer (iegenben S(üf[igteit auffaQenb bebeutenber fe^r bag an ic 
Dberfläd^e bagegen f ogar Ar^ftaSe oft toieber aufgelöst toerben ic. ^ 
er fd^Iie^t baraud auf eine ungleid^e SBert^eilung ber fr^ftoOtfaborr 
üSoIetiile in einer £5fung. %ud) über bie SSeranberung ber £age cin^ 
forttooc^f enben Jtrl^ftaDd, über bie nötl^ige 2:emperatur 2C. fteHtr e 
Serfud^e an unb ^ob l^ertoor, ba^ bie freitoiQige SSerbunffaing Üe^ 
fommeitften Jtn^ftaSe gebe unb ba| bie fog. über^&l^ligen ^hdfcn i^^ 
t^fic^en fetunbfiter ®eftalten an einer ®runbform).nur entffe^, tocni 
ein burd^ Söfung t^eiltoeife angegriffener Jlr^ftaK koieber )um ^ 
toad^fen gebrad^t ioerbe (Observations etc. XXXllI. 1788. p. 374i 

« 

1 9{ico(au0 ^ebIan^ gefT. 1806, t)or ber 9^et)oIution (Shixm ^ 
^ec)0gS k'on Orican«, fpäter-^bminiftTator bet ®etnebe|)art(ments. 



1. Mtnfralp^ril- 

<£r ^t feine Sifo^iiflen in einet hefonberen 
<3<^rift ,1^ '^ Crystfllotechnie ou Easbi 
aar lee Ph^om^nes de ia Cristallisation'^ 
Q^ammdt. »d^ 1802 nfc^ienen<ift. 

Xi( Seiffaingen Jtirtoan^ ftnb im ioV- 
genben Äapitel ertoä^l, ba fie Ber^wflÄtwife 
toie dftm\^il)e Seite bei SRinenttogie belieffen;, 
^et mag nur bemrrti iMtben, bag rr in ^t- 
|ie^ng auf bie Ai^flaQifation f\d} nic^t tvett 
rinlaffen tooOte. „^ie Stünbeningen in bet 
@eftalt hv^al^ifii^ei ftör)>ei, fogt er m fnnen 
3tnfang*gtünben bet ÜRinnrologie, toetbe \^ 
anjuge&en nid^it betfuc^en, befonbetS ba lA i^t 
aietail ali fe^r toenig nüelic^ anfe^e 33oS 
f^fifi^e ©etoii^t |u(|te et genau ju beftimmen 
unb bie älngaben bon Sttffon, < Ivelc^e ba 
mali t)Di)ügtiii(i galten, ju t)ett}oßftänbtgen St 
bebicnte ft^ batet bet Wn üttt^olfon^ et 
funbenm Senltoage. §au^ 6eti(^tet u6er 
biefe« ^fttument mit SBeigabe ber Stbbiftung 
((^gui 68) im Journal d'Histoire natutelle. 
T. L 1792. {ü&erfejt im 3ouVn«l bet «P^bfil 
»on %. 6. ®ten. ». 5. 1792). gjlan belaftet 
auf b«m Ittdet A bie in einem ßijlinbetglaä 
mit beftiHittem SBafTei fc^tpimmeiibc 2ßage, hii 

I aSalbuttn 3ac(tut««rif)Dii, B(b-.l723 ^ 
;u gont(nai-l(-¥(utilc. St% 1S06 ju ^rcifji bei 
«(rlttiHrt, fiDftn« in ^tpfit t" 5(ntTal|(4iiI(n 
)B Votil. — Ptenlcur spidüqne des *rps. 
P«i8 1787. 

1 iffiilliamaiJi^oMon, grb. 1763 ju ?i>iit-on, 
grft 181& (Unta, laUlU Siuilingciiitur unb SiltCTal, 
in Sonton nw^o^fL DetcriptioD of a new-inetru- ^P 

inent. for meaiarJag th« Hpecidc (crnvitipa nf bodiu. (H«m. 
fioc II. 1787.) 



116 ^ ' II. «on 1750 bi« 1800. 

fte an ben S^Iftrid^ bd b rinftnft, legt bann bte $ro6e auf unb hks: 
burd^ Jügelegte Oktoid^U bie SEBage toieber ' bi^ b junt &viden. 2iiiö 
ätb^ug ber Summe ber Qktoid^te toon ber erften Selaftung eiföhi 
man bad abfolute ©emid^t ber $robe = p. ^efe n>trb bann auf bk 
^[äd^e bed ftegel^ bei E gelegt, ft)obet bie äBage ftetgt unb bans 
bie }um abermaligen @infenfen bid b nöt^igen ®etoi(^te ben ®ehmtit» 
öetluft im SBajfer = q angeben. 2)ad fj)ecififd^e (Setinc^t « = -. 



II. Son 1750 biÄ 180Q. 

( SBir begegnen ju Slnfang biefe« S^xttanmt^ einem 5^*^ 
toeld^em bie d^emifc^e SKineralogie toefentlid^e Jo^^^ntte t^erbant 
aber (lud^ bie nic^td^emifd^e ^at toon feinen arbeiten öiele tüert^twlk 
Selel^ngen unb äluftlörungen geh)ohnen. Qi ift ber bamaltge f(^tK< 
bifd^e •Serg^au>)tmann 3fjel öon ßronftebt, ^ toeld^er im ^atn 
1758 anonym eine SKineralogie l^erauSgab unter bem 2^itet; Försok 
til Mineralogie,' eller Mineral-Rikets upstellniog. Stockh., toe^if^ ( 
1760 öon aSiebemann unb 1770 toon S3rünni(^ in beutffi^ff 
Ueberfeftung erfd^ien. S)urd^ feine d^emifc^en gorfd^ungen gelettrt, 
mad^te er aufmerffam, toie unbegrünbetbieUnterfd^eibung toon Grben-, 
©anb' unb ©teinarten in eigentl^ümtid^e Älaffen fel^ unb tx>ie bie 
geföarten, ©c^iefer, SBerftrinerungen unb 9laturf})iele unrid^tig beur 
tbeilt unb mit ben Mineralien öcrmcngt tt)orben fe^en. @rben unb ■ 
©teinarten bringt er in eine jllaffe, „toeil fte il^ren ®runbtl^etlen I 
nad^ einerlei ftnb, toeil biefe in jene unb umgele^rt jene in bieft 
t)erta>anbelt toerben, unb totxl i^e ©renken nad^ ber ^ärte unb 9Bei4« 
unmöglich jemals genau beftimmt n>erbcn I5nnen. 38o ^Öret tto^ 

< 

t a]rel griebr. t>on Sronftebt, geb. 1722 ju eabermanlonb^ ge{i..17fö 
}u 6to(f^c(m, 8ergratl). 



2. IRinerarc^fmif. 117 

liefen ®tünbfn bie itretbe auf, unb too fängt ber fiaRftein an in 
t>en englifc^en etbf(i^cl((ten," 

„2)er €anb xft an fid^ nic^td old Keine Steine. @oba{b man 
alfo bem Sanbe einen befonberen $Ia| einräumt, mu| man ben 
5Ua^))frfteinen gleid^ed Stecht n^iberfa^ren* (äffen. 3)ie lofen Srbfteine 
unb jule^t bie Serge muffen i^rc befonbere Älaffen ^aben." 

,,t^tepeinarten lönnen auä^ aud eben ber Urfac^ in ein Softem 
m<!^t aufgenommen h)erben. @d n>äre bie| ebenfo ungereimt, a(d 
toenn man in ber iträuterhinbe ben 3Rifte( unb bergleid^en ©etoäd^fe 
nad^ ben Sefd^Iec^tern unb ©attungen ber Säume unb Jlräuter, unb 
nadf ben SRauern unb SBänben, barauf fie fid^ angehängt ^aben, in 
©efc^rec^ter unb ©attungen eint^eifen tooffte." 

„2)ur(i& ©c^iefer toirb eine^ig^r, nic^t aber eine befonbere Art 
ber @igenf<^aft angemerft. 2)ie Sefc^affen^eit ber 2:^eile, bie id^ gerne 
beobachte, inbem oft in bem SerJ^alten einiger Unterfd^ieb barauf be* 
Tu^, betrifft biefelbige nid^t, fonbera nur eine geh)iffe £age im ©ebürge. 
So<^ toürbe id(f mir geh)i^ Qkioalt anget^an flohen, totnn bie Sigen« 
f^aft, f\i) in Sd^iefer }U teilen, einer geipiffen 9(rt aKein eigen 
toare. SOein bie^ ift toeit gefettet, ^n i^emtelanb ^t man reinen 
Cuar), fd(fu)))9enartigen» unb biegten fialtftein, berfteinerten @ifent^on, 
9(auner}e unb t)ie(e ^el^fteinarten, bie toie '^ppc in bünne Schiefer 
get^lt werben lönnen." 

„9laturft>ie(e (lusus naturae) ^aben feinen befonbern 5ßIo| — 
benn 8erg!i^ftaDe lommen mir ebenfo^Iünftlid^ üor, ali bie in gewiffen 
Jiguren erhärteten 9}lerge(gattuitgen (Slalrelor) unb ber @IagIot)f 
t^eget oft eine filrtreff(ic^ere ^gur ju ^aben, aU ber i^m t)ertoanbte 
äblerftrin." 

„$igurirte Steine ober äCbbijbungen bon '@etoä(^fen, Spieren 
unb berglei(^en SSeränberungen , bie färben in ben Steinen berur* 
fachen tonnen, finb meiner (Siafid^t nac^ \>on tomt geringerer SEBid^tigteit 
unb größerer Sc^hnerigfeit, befonberd ba bie ÜRenfdj^ nid^t einerlei 
Sinbilbungefraft ^aben, baj^ einer mit bem anbem bon gleid^n ®e< 
banten frton tonnte. unb a(fo tonnen aDe )u biefer jllaffe gebdrige 



118 II. Son 1750 bi^ 1800. 

Stbxptv unmöglid^ beftimmt toerben. S)er 3ln^n berfetben ift oui 
fcl^ gering , \a faft gar feiner , inbem alle Sffierfe be« &ißp\cci m 
il^n g{et(^ tünftltd^ unb unferer 93eh)imberung in g(eic^crm ®rabe wcüä 
ftnb. @^ entfielet k)ielme]^r aud «einem fold^en ©efc^macfe eine ^eton 
terei, bie bie Seute nad^ unb nac^ bon ber rechten 5lenntnt| 3111 ^äit' 
merifamfeit auf Äleinigfeiten ableitet.'' 

3)ie äSerftetnerungen feigen aud^ nur bejüglic^ ifpcex @ubftar, 
®egenftanb ber Slineralogie. ,,0b bie JtoraSen ®ett)&c^fe ober Ecb 
nuhgen getpiffer SSürmet ftnb, überlaffe id^ anbern oud^umac^, uü 
nel^nte fie aldbann erft mit Dieler ftaltftnnigleit in biefen 'Snttmtrf m, 
toenn fie enttoeber gu Jlr^be ^ermulmt, ober in Bpatlf unb berg(euiKE 
Äörtjer toerlpanbelt toorbcn fmb," 

3n betreff ber Scjoare fagt er: „Steine au« gieren un* 
t^fc^en finb tl^eitö au£^ brennbaren Steilen, @al}en unb einem getü 
gen X^eil Don @rbe ^ufammengefe^t; t^eitö ober mit ben ®ebetiff 
ber Sll^iere bon einerlei Sefc^ffen^eit' unb Idnnen bal^ ebenfo tocv: 
in ein St^ftem aufgenommen toerben, cii bie fteme in ben grud^ 
Die Steine au« bem Säüffeloc^fen unl) ber $utft(} ftnb in fo nxit m 
einanber unterf (Rieben , ba^.ber etftere burc^ ben motum periBtalticuiE 
in ben @ingetoeiben ber Xl^iere, ber (entere aber burd^ ben ^(et^ ^ 
äRenfc^en^änbe ^ufammengefilgt n^erben. Soltten benn nid^t bie &tm 
aiid ben Süffeloc^fen unb anbern Spieren al« relicta aniinaiia as 
gefe^en U) erben." 

3ta^ ben angeführten @rpnbfä^en totrb Don Sronftebt m 
\tfyc {loetf mäßige Säuberung unb Sid^ung bed mineralogifd^ (Segt^i: 
ftanbed Dorgettommen unb o^ne StüdEfid^t auf ^ufoOige 8leu|erii(^irJ 
3ufammenge^5rigeiS Dereinigt. 

©0 finbet ftd^* Äreibe, ^Rarmor, IrO})fftein unb fri^fhiüiftrtff 
JCaltftein noturgemfig jufammengeftelh unb toerben burd^ eine Doroit« 
gefc^idfte d^emifd^e S^drafteriftit fenntlid^ gemacht unb befHmmt. 

3)ie c^mifd^en (Erfahrungen untren freiließ noc^ )u n>eit jurütfi 
um bergleid^en (S^aralteriftit überall gleichmäßig burd^}ufü^en unt 
bei ben Riefelarten fagt er, bafe i^m in (Ermangelung ber d^emif^v» 



St. SRinnal^nttM. 

5CeniilnifTe nichts fibriß biribe, ali fie al« 
einfa<^ Xbtpn anjuff^, „ftc mögen fo 
^ufammengcfe^t ft^n, toic fie »oDen." 

Sit toetbrn baiauf rt>^i noc^ jur&cf' 
lontmen, }unä(^ß aber ift fftnotfu^htn, 
"bai Sronflebt in geba<^tfr Schrift junft 
"bcn (Sebraucb be« £et(iTo^rd erttM^nt, 
%>«ö brfanntm cinfoi^n SRitteld, mit ber 
flammt einn SamtK ober riner Aeirje bie 
■^rucefff im flirinen burti^jumoi^ni, totl^ 
mit @ltblä[c unb Si^eljöfen im @ro^ 
uorgmommm toeiben, be^ 3>if^iii«it^' ^^i' 
dir* in friner Art für bie 3RineraI(^ie 
rfcrafo bid gelriftft ^t aU baö ©oniom^ter 
fürbieÄt^ftÄUDgrop^ie. Jiieälrt, toieGron^ 
fttbt baffclbc gtbxauil)U, nfa^ren »ir aud 
bet Ufberfr^ng feiner SRineralogie ind Sng^ 
lif^e tnirt^ @. bon Sngeftritin, ■ hKli^i 
im 3«^ 1766 eine aibbanblung übet iai 
^t^o^ Mtfagte unb b(efe mit gtnonntet 
Uebetfe^ung 17?0btuden lie^ @ie mürbe 
bamt 1773 buti^ 91e(iu« \ni ©(^»Kbif^e 
übetfeft unbbKitet buti^ @^t. Q^r. ^ei' 
gel in« 2)eutf4t. > Qi ift oben angefü^tt 

> Au Etsty lowarda a a;tl«ni o( Hiii«- 
ralogie, by Croiisted(, trsrslHled trora tlie 
SwFctiah bf von Ea^Btrom, revised and 
correcled by UcadcB da Coita. Lond. 1770. 

) ^nrn Ottßae o>n Qngtfli^m« £(• 
li^reibung tinc« nuntralegifi^n JaFi^tnlabora- 
toriunt« unb infbcfonbcrc bc« SluQrnf b« Vlafc 
tD^rt in bei Stinenlcsli. Ku« b. @(^tKb. fibcrf. 
von CbT-O^enfi. ffltigtL @mftiHlbe 1774. 
2. «Hfl. 1783. 



/• 




120 U. Son 1750 bid 1800. 

mit bem Sdtl^ro^r unterfuc^te unb SBergmann etto^nt, ha% bcr {<bt8t 
bifd^e SRetaSurge %n'tma^ t)on @toab, baffelbe uitgefä^ um 173b 
)ur 3Jlinera(befitmmung gebraucht ^abe, bie Slu^btlbung ber fiun^ ^ 
SötJ^ro^rgebraud^e^ aber unb bie ern>eiterte Slntoenbung in ber i&ir 
ra(ogie berbanit man Sronftebt. 

@ein in einem Jtäftd^en beftel^enbed S^fc^enlaboratorium m 
^ie(t bad Söt^ro^r, ein äßac^dli^t, eine Jtornjange, um Qetne $rr 
ben 5U ^anb^aben, brei ^^lafc^en für bie e^Iüffe: Sora^, minerj 
fifd^e^ Saugenfal^ (@oba) unb bad f^me(}bare @alg bed ^m^, Ss< 
fusibile microcosmicani 0ß^od))^orfa(2). ^ ^ner etnen ^omcie: 
unb eine ftä^(erne platte, ein 3Ri!rofIo)), einen ^erfta^f, et»: 
^ufeifenmagnet, eine feine ^(e, ein SefteK für bad £ic^t, eiou 
Sting t)on (Sifen, um beim Qn^i^la^m ber groben bad 3Begf)>rtndr 
^u üerl^inbem. 

8ei ber Unterfud^ung hnrb aufmerffam gemacht, bie ^ixcbt cc 
bem Sergrö^rung^IaS auf il^re Steinzeit }u ))rüfen , auc^ bte ^rte x 
S)ann folgt bie SlntDeifung über bad continuirlic^ Slafen, bte planum, 
bie Stof)U cid Unterlage, bie @rö^e ber $robe, toofür % Qoü m 
Duabrat k. S)a$ $Iatin toax bamaU nod^ toenig belannt unb tour^ 
erft 1772 aU ^kdf unb SDra^t ^ergefieKt, unfere je^ige ^tncette unb 
ber für bie Se^anblung ber f^Iüffe fo mert^boKe $(atinbra^t tommt 
ba^ nid^t t)or, fonbern bie Stt>f)U n>ar ber alleinige 3:räger ba 
£(Hl^ro^rt)roben bei aKen SBerfud^en. 

. 43efonberd forgföltig ftnb bie SRetaü^nroben bearbeitet. @d b^ 
borgef daneben, bie 5Probe juerft ju röften, um ©d^toefel unb ärfcnil 
an bem ®enK^ ju erfenncn , festeren am Änobfauc^gerud^ bcS StautW, 
^ann toirb bie $robe für fid) ober mit einem f$(u^mittel toeiter ge-- 
fd^molgen. 2)ad ©laiBerg toirb für ftc^ ober mit 3vfa$ bon tütßcA 
©oroj ju Silber rebucirt, ebenfo reine« 3«"««^ ü« 3^"« ^^^ ** 

> Gtne Anleitung, Hefe« ©öIj ju Bereiten, gab juerfl SWarggrafinfc«« 
!&en(f(i^riften ber berliner Slfabetnie ^tm Safere 1746. (£« n>urbe bamall mtt 
an« ^rn borgefieQt. 



2. mnnal^mit, 131 

iften SIeierge gu 9(ei. 99eim 3innftetn foO man ettoad 9ora£ )u< 

|e^^, \oe\l er bie gu fd^neUe SSetbrennung bed 3inn« ^nbert, auc^ 

mag man mit bem S3Iafen aufl^dten, toenn man fo k)ie(3inn rebucirt 

^ot, ba| man ed erfennen lann, benn [on^i tyexbttnnt man biefed 

ti^ieber. Ouantitatit) feigen birfe $rp6'en nic^t gu mac^n. ^^beffen, 

^ei^t ed, mug man biefed nid^t für einen t$el^Ier galten, ba ein Stein« 

ienner gufrieben fe^n lann, toenn er \mi, toad für ein SRetaS ftc^ 

\r% biefem ober jenem 6rje finbe. 

Sifen^altiged €c^)t)efe(6Iei tft )u fd^mefgen, bid lein Sd^ipefel« 
9eru(^ me^ t)erft>ürt h?irb unb bann mit Soras gur @£traItion betS 
(Sifend noc^ einmal umgufd^melgen. . Sin ©ilbergel^alt tft aud^ }U ent«. 
bccfen, tocnn bad 9(ei aDmdlig o^Vbirt tmrb. S)ie Jlu))feret)e Idnnen 
meifitend rebucirt .unb bad ftu})fer no(^ burd^ Sorai gereinigt^ n)erben. 
@d tmrb bie b(aue unb grüne e^ärbung bemerlt, bie bad 5tut>fer bem 
Sora^glafe unter Umftanben ert^eilt. 

^e Sifenerge toerben ifad^ gehöriger Saicinirung bun^ ben SRagnet 

crfannt, bad SBidmutb an ber braunen ^Ofbe, bie H bem Sora^glafe 

ert^It, bad 9(ntimon an feiner t^Iüd^tigleit unb, toie ed l^ei^t, an 

feinem eigent^ümlid^en (Serud^, U>e(d^er fid^ leidster aud Srfa^rung 

fennen lernen, ald befd^reiben laffe. JtobaU ertennt man an ber 

blauen ^rbe, bie ed mit Sora^ gibt. Um bte ^arbe )u ertennen, 

bilft er fic^ bur(^ jtnei))en ber nic^t gang erfalteten ^r(e unb Slud- 

gie^ gu einem $aben. ^er Sraunftetn ' ert^cilt bem ä3orac eine 

^l^agint^farbe. 

9Ran fie^t, U>ie tveit f<^on im erften anfange bit Untcrfuc^ungen 
mit bem £ot^o^r gebrad^t tanirben.unb toxt gtDedhnä^ig bie SBabt ber 
^(u^mittel toar. 5Dcx SSerf affer gibt auc^ an, hai man ftd^ ftatt bed 
Slafend mit bem 3Runbe eined geeigneten S3(afebalgd «bebienen I&nne, 
nrie i^n bie Qi[adb(afer gebraud^en. Sem bef^riebenen Ileinen 3())t)arat 
fügt er nix^ einen «anbem bei, um SSerfuc^e auf naffem'äBege angu« 
fieDen. Qa 9lufldfungdk)erfu(^en toerben otld bie h)i(^tigften bie Salt>eters 
iBitrioI% unb Jtod^falg^Säure begeicbnet, bie 6a[))eterfciure am meiften 
gebroucbt. Sie lödt bie ftafffteine mit Sraufen auf, tooburc^ fte t>on 



123 n. 8on 1760 m 1800. 

Aiefe(« unb X(^onarten (eid^t )u untetfd^eiben. S)er ®vt)^' ^^ ^' 
toeld^er aud 5talf unb SSitrioIfäure befielet, toirb, toenn er DdDig nth 
ber Sitrtolf&ure 0e(&tttgt tft , )»on ber @ar)>eterfäure gor nid^t angegriffen 
— tft er aber ntd^t DoSIommen gef&ttigt, fo braudt er aUerbing^ mit 
ber Sal))eterfäure unb {toar ftfirler ober fd^to&d^er, nac^bem i^m M 
ober loentg SSitrioIfaured fe^It. 

Son ben Qeplit^m, toelc^e Sronftebt juerft auffteOte, tarirb an- 
gefül^rt, ba^ fie in @al))eterffiure fid^ (dfen unb bie £5fung bte befonbere 
@igen{4aft ^be, nac^ einiger 3^t in eine flare ©allerte überju- 
ge^n, bie fo feft fei;, ,,ba^ man bad'®Ia9, toorin fte ift, ^in unb 
^ teuren lann, o^ne ba^ fie ^erau^ffiDt." 

Ueber bie itenntlid^Ieit be^ 9(ngriffed einer Säure auf eine fc^nbar 
unl(^Ii(^e $robe toirb gefagt, ba^ man bte t$Iü{figteit abgießen unb 
mit Saug^nfalg fättigen foU, n)o bann, im ^aSe etnki^ aufgeld^ 
toorben, biefed niebergef erlagen tt)erbe. — 3)te SReactionen ber einjelnen 
3RetaIIe gibt @ngeftr5m nic^t an, Sronftebt befc^reibt fte in feinei 
äSineralogie unb finb babei aSe bid ba^in befannten ßtfa^rungen 
tenü^^t. 9Bir ^eben 9lacl^ftel^bed f)ttt>ox , um ben @tanb))unlt fob^er 
d^^mifc^n (Sl^aratterifüt um 1760 anjubeuten. 

®olb. ,,9Som Adnigdioaffer, \tKld^^ aud einer mit @al))eterfauxe 
bereinigten Aod^faljf&üre befte^et, toirb ed aufgelöst, aber nid^t ton 
einer jeben biefer @&uem indbefonbere, ober t)on anbem Solyrnf-^ 
löfungen unb fauren ®eiflem.'' 2)ie äSilbung bed ftnaOgoIbed finbet 
fid^ ebenfaS^ in ber S^arafteriftil angegeben. (2)iefed Ser^alten bed 
®oIbed toar fd^on im 15. Sa^r^unbert belannt) 

Silber. „SSon ber Sal^terföure unb burd^d jtod^en bon ber 
Sitriolfaure toirb ed aufgelöst. ÜRit Jtod^fala, ober beffen Säure aui 
ber SEufIdfung bed Sd^betoafferd gefäOt, t)ereinigt eiS ftc^ fo mit ber 
Säure, ba^ felbige im e^er nic^t babon getrennt hnrb, font>em )u 
einer gladä^nlid^en 3Raf[e, bie ^omfilber genennet hnrb, )ufammen< 
fd^milit." (a)iefed »ermaßen bed Silber^ f(^on im 15. unb 16. ^oifv 
^unberi betannt.) 

Platin. $latina bei ^into. ^at)on l^eigt ed: ,,:3ft ein in 



ft. mntx<iidfm\t, 123 

unjctm 3riten entbecfted 3Rttaü, toeld^e« in ben ätb^nblungen ber 
fi^foebifc^en ätfabemie 'ber Sßiffenfd^aften ffird ^a\^x 1752 .)}om ^erm 
Sc^effet^ unb bom i&etm 2ett>1«'^ in ben Philos. Traosact 1754. 
Vol. 48. umftanblic^ ift befd^rieben toorboi, bo<^ aber fo, ba^ man 
fe^ fann, bag feiner bon beiS anbern Serfuc^en ettoad t)or^er0eh)u^t 
habe. 3" ber Studforfc^ung ber bornel^mften (Sigenfd^ften ftnb beibe 
gleich glüdlic^ geto)efen. 3)ur(^ i^e Serfu'c^e ift man bon ber ®Iei(^i 
^t biefed SRetoOd mit bem @olbe überzeuget h)orben, fo, ba| man 
hüben mui, ba$ i^m bie Benennung bed tpeifien @o(be$ beigelegt 
toeibe, ob't9i g(ei(^ fotool^I ber X^eorie noc^, ald b>egen feiner 9tu^> 
barteit aud folgenben Urfac^en bom ®ojb }u unterfc^eiben ift. 

1. 3ft ed i'on toei^er $arbe. 

2. @o fd^toerflfifftg , ba^ man nod^ nic^t im 6tanbe ift , einen 
@rab bed geuerd ^u beftimmen, ber ed in ^^tu^ bringen fönnte, ed 
fe)^ benn burc^ Srennglod, toeld^ed nod^ nic^t t)erfu(i(ft tporben ift. 
9Rit anbern gangen unb falben SRetaSen fc^melget ed (eid^t, befonberd 
mit bem ätrfenit, fotoo^I in beffen glad- ate tallartigen @eftalt. 

6. SEBenn e« nad^ ber ÄufWfung burc^ ^xnn ober beffen 

ituflofung aud bem Aönigennifler gefäQet ttnrb, gibt ed leinen mine- 
ralifc^en $ur)9ur. — @d fommt ani G^oco in ^aj^ajan, einer pevua' 
nif^ien ^rmnng- unkoeit bem ^lu^ $tnto im f^nifc^en älnt^eil t)on 
tmerifa.'' 

3inn. ,,9Spm jtomg^tvaffer unb ©alggeifte, tuie auc^ t)om reinen 
Sitnolöle tmrb ed aufgelöst, allein im ©d^ibetiHiffer toirb ^ nur }U 
onem to^^en $u(ber jerfreffen." 

SUi. M@)3 h>irb aufgelöst: Son ber @al)>eterfäure, ))on einem 
tierbunnten Sitriolöle burd^ 2)igeftion mit bemfelben (ift too^l nur 
gemeint, ba| ed bat)on angegriffen toirb) toon begetabilifc^en @auren k. 
Sd ber^ält fic^ mit ber iloc^fal^fäure, toie bod Silber unb man erl^Alt 
bobun^ ein'fog. ^ornblet." 

1 ^eiirif 2^eop^tIud <^(^effer, geb. 171# 3U @to(i^o(m, geft. 1759 
tUnta, ^rcbierer am ft^ebifc^eii SergcoHegtum unb äRttnjprobierer. 
3 :6)iniam £etoi«, gefl. 1781, ^i^ppcii« »u ftingjlon in eurrev. 



122 IL 8on 1760 bis 1800. 

Aiefel« unb Xl^onarten (eid^t )U untetfc^ben. Der ®9p0, bci^e^ 
toelc^et aud italt unb SSiirioIfäur«; Befielt, tüitb, toenn er t^offieE 
ber SitrioIfAure geRittigt tft , )»on ber @a())eterfäure gar nic^t angegiinr 
— tft er aber nic^t DoOtommen gefAttigt, fo brauet er cdtccbbig» 3= 
ber Sa[))eterffiure unb }lvar ftfirler ober fc^toäd^er, nad^bon ibn n 
ober toenig SSitrioIfaureiS fe^tt. 

Son ben S^pliÜ^tn, meldte Sronfiebt guerft auffteffte, tarnt a 
gefü^, ba^ fte in @al)>eterf&ure ftd^ löfen unb bie Sdfung bir befontt^r 
Sigenfdjfaft ^be, nac^ einiger 3^^ in eine Ilare ®allette üben, 
ge^, bie fo feft fe^, ,,ba^ man bad'®Ia9, h)orin fte ift, binia' 
^ leieren tann, o^ne ba^ fte ^eraudf öllt. " 

Ueber bie Jlenntlid^Ieit beS Slngrtffed einer @äure auf eine fcbcioic 
unlödltd^e $robe toirb gefagt, ba^ man bie t^Iüffiglett abgießen n: 
mit Saugfnfal) fättigen foD, ft)o bann, im $aOe ettoad auf gel 
toorben, biefe« niebergef (plagen toerbe. — 5Die SReacttonen bcr ttnyix 
VUtaHe gibt ßngeftrdm nid^t an, Sronftebt befd^reibt fte in fr^ 
3RineraIogte unb finb babei aOe bid ba^in befannten SrfoJ^run^ 
benu|t. 9Bir lieben !Rad^ftel^bed ^ert^or, um ben @tanb)>unlt fold: 
(^entifc^en Sl^aratteriftil um 1760 an^ubeuten. 

®oIb. ,,a3om Ai^nigöhHiffer, toeld^t^ au^ einer mit <SalpetexiaG 
Dereinigten itod^faljfättre befte^et, toirb ed aufgelöst, aber iri<i^ ^ 
einer ieben biefer @&uem indbefonbere, ober \>on anbem ©a(^ 
löfungen unb fauren Seiflem." 3)te äSilbung bed itnaOeoIbed fii^- 
fid^ ebenfaDd in ber 6l[^arafteriftil angegeben. (2)iefed Ser^Üen t» 
®oIbed hHir fc^on im 15. Sa^rl^unbert betannt) 

Silber. ^Son ber €al)>eterf&ure unb bun^ fioc^ Don br. 
SitnolfAure toirb ed aufgelöst, mt ftoc^fal), ober beffen @fiiiie can 
ber Xufßyfung be« @d^betoafferd gef&Ot, bereinigt ed ftd^ fo mü M 
S&ure, ba| felbtge im ^^er nic^t babon getrennt tmrb, fonbem }> 
einer gla^nßd^en 9Raffe, bie ^omfilber genennet toirb, jufanmM»' 
fc^mil}!" (3)iefed »erhalten bed Sitberd fd^on im 15. unb 16. ^obr 
^unbert belannt.) 

Platin. $Iatina bei ^into. ä>abon ^ei^t ed: ,,3ii <<>* ^ 



2. mnttaiöftmif. 123 

r«.fer€n StiUn enÜMttti 2Dletaü, toe((^ee in ben ätb^anblungen ber 

f^toebifc^en 9Habemte -ber äSiffenfc^aften färd ^a^r 1752 .bom ^erm 

^ ci^ef f er * unb bom ^erm Setold'-^ in ben Philos. Traosact 1754. 

w^ol. 48. umftönblic^ ift bef(^rieben toorben, boc^ alber fo, ba^ man 

eBen lanii, ba^ leiner bon bed anbem Serfuc^ ettoad bori^ergetpu^t 

YCK.be. 3n ber Xudforfc^ung ber bomei^ntften (Sigenfd^ften {tnb beibe 

^Icicb gltUfltc^ gen)efen. 3)ur(^ i^e Serfu'c^e ift man bon ber ®(ei(^* 

\>eit btefed SRetaKd mit bem @o[be überjeuget Sorben, fo, ba^ man 

Bulben mu§, ba^ t^m bie Benennung bed toeiften @o(bed beigelegt 

toerbe, obed glet(^ fotoo^l ber X^eorie nad^, ate liegen feiner 3kiH» 

barleit au^ folgenben Urfac^en bom ®o.lb ju unterf(^eiben ift. 

1. ift t^ Don toei^er ^^arbe. 

2. @o .f(^n)erflfif[tg, bo^ man no(^ nxd^i im Stanbe ift, einen 
Cärab bed gfeuerd ^u beftimmen, ber ed in ^lu^ bringen fönnte, e4 
fci^ benn burc^ 9rennglad, toelc^e^ .no(^ nic^t berfuc^t U>orben ifit. 
*SKit anbem ganjen unb falben SRetaOen fc^meljet ed (eic^t, befonberd 

: mit bem Xrfenif, fotool^I in beffen glad- ate fadartigen ®eftalt. 

6. ffienn ed nad^ ber äufliJfung burd^ 3^"" *>^^ ht^en 

ÜuflSfung aud bem itönigetoaffer gefädet nrirb, gibt ed feinen mine- 
\ ralifc^ Vur))ur. — @d fommt aud G^oco in $a)xi]an, einer ))erua' 
{ nii(^ $rot)in^ unloeit bem e^Iu^ ^tnto im fpanif(^en älnt^I t)on 

ilmerüa." 

3inn. ,,Som Aomgdh)affer unb Saljgeifte, toie au(^ bom retnen 
I Sitriolole toirb ee aufgelöst, aflein im S^^ibetoaffer n)irb ed nur }u 

einem loei|en $ulber jerfreffen/' 
[ 9Ui. „@d toirb aufgelöst: äion ber @al^terfäure, Don einem 

f Derbünnten Sitriotdie burc^ ^geftion mit bemfelben (ift too^I nur 

gemeint, ba| ed baDon angegriffen h^irb) Don begetabilifc^en Sauren 2C. 

6^ Hüfoii fU^ mit ber Jtoc^fatjfäure , toie bod Silber unb man erliAIt 

boburc^ ein'fog. ^ornblei." 

1 ^enrit X^cop^ilu« ^(^cffcr, geb. 1719 )u ^^tocf^olm, gcft. 17ö9 
fb^nta, V^^icrer am ((^tvetifi^ii ^ergccHegium unb SR&n)pToMer(r. 
3 William £ett>ti, gefl. 1781, Vb^ficu« )u SKngften in 6uTrev. 



124 II- ^on 1750 bi« 1800. 

I 

fini b^erlte Sronftebt, bie ^ifc^ung biefer Bptdc» toax um ak 
noc^ nid^t befannt 

jtu)>fer. w@d toirb t?on allen S&uren, nfimRc^ t>on bfrSitn:'. 
@al)«, Salt)eterv (Seto&d^öure unb t>on aRaKf(|en Slufldfungen ir: 
mit tODJ^I ätmmonta! ^unöd^ft-getneint). aufgelöst. — ^er itiq^ferttitr:. 
erhalt eine ^o^e blaue t^arBe. 3)ie tJegetobilif^e' Saute hingegen ir.: 
eift grüne« Salj/ bo« ttnr ®ninf}jan nennen. — Slu« bcn äufir:: 
gen lann ed in metaOifd^er ^orm geföUet toerben unb eine foIAe Tc 
lung beftimntt bie @ntfteBung«art bed Sementtu)9fer«." ((Sd^on tm fs:- 
{ernten ^^a^r^unbert belannt)^ . 

©ifen. „S)cr ©ifenfal! totrb toon Saljgeift unb Dom Äönigsteo^- 
fotoiret. ^Diefer 5taII tmrb au^ ben fauern ©eiftem bun^d fr:.' 
beftänbige Saugenfalj mit einer grünen .^rbe niebergefci^Iagen, hx. 
blau toitb (Serlinerblau) , iDenn ba«. 3([fali mit einem brennt 
SBefen bereinigt ift, ba ba^ le^tere f\d) mit.bem (Sifen k)erbinbet, h" 
aber im fjcuer i^re garbc Verlieren, unb bxaun toerben." (5Eaö r'- | 
giftifirte 3Ufa(i, 9Iuttaugenfa() , h^utbe 1752 Don SRacquer mihi: 
^ Duedffilber. „SSon ber ©alpeterfäurc tojirb eö aufgelöst r- 
aud biefer ätuflöfung lann ed burd^ ein flüc^tige^ äClfali in ein im^ i 
unb burd^ ein feuerbeftänbige« Saugenfalj ^u einem gelben $ul:c: 
ober Äalf niebergefd^fagen tüerben. S3om SSitriolöI hJttb eö ti:r- 
ftarted Stodben mit bemfelben aufgelöst. 3)ie Saljfäure tbut '.r 
nx6)t^, toenn e^ nic^t bor^er burd^ anbere Säuren aufgelöst ift, ^ 
biefem ^aSe aber ))ereinigen fie ftd^ unb fte Idnnen')ufatmnen fu:* 
mirt h)erben , burd^ meiere Sublimation ein ffatrler ®ift erl^alten trir^ 

®i«mut^. „^m Sd^eibctoaffer toirb er ol^ne ^^i^^be . aufgeb' 
SHe Xuflöfung burd^ jlönigdtoaffer aber tvirb rot^. 9(ud beiben i:f 
er ftd^ burd^ teine« SBaffer .afö ein toeifee« ?ßufoer fäBen, loeldv^ 
Blanc d'Espagne Qenennet mirb. 3)ie ^oc^faljfäure fc^Ugt ibn oi:^ 
au« ber ätuflöfung nifeber, unb machet mit i^m ben ^omttji^niuü'' 

3inf. „Gr toirb« oon aüen Säuren aufgelöst, bie 3}ttriolfä:i:' 
toirfet auf ibn am ftärfften. Sie mu^ aber mit SBaffer wr^K'J- 



2. HRineralc^etmf. 125 

Jepn, toenn er baburd^ dufgeld^t loerbeiji foO.'' (£a^ ftd^) babei fin 
brennbare^ ®ad enttoidle, ;^igte Satxnbiff^ 1766, bte Snümcfelung 
t)effelben burd^ toerbünnte Sd^toefelftiure itnb Sifen lannte fd^on So^Ie 
1672.) e« Wirb eripä^nt, bat ^. ©^ob 1738 3inl im ©ro^en bei 
aBeftetltrirf befüDirte. 

@)»ted0la^. ,,Som Saljgeifte unb bhn ^önigigtoaffer h>trb ed 

< 

aufgelöst, aber Dom <SaI))eter0e{fte iDtrb ed nur jerfreffen.. 3)urd^ 
"SBaf^er toirb ed aud bet Stuflöfung, bte burc^ KönigdtaKilfer gefc^ei^n 
tft, niebergeft^Iagen.'' 

ärfenif. ,,3)er ärfeniflönig toirb burd^« ©d^eibctpaff^ aufgelöst, 
unb ift übrigen^, loeil er fd^toerlid). reiit ju erhalten, fonbem aOejeit 
mit anbem StetoHen k)ereimget t(t) burd^ allerlei ätuflöfungdmitiel 
n^entg untcrfuc^t." 

A ob alt. ^obolt. ,,iBom concentrirten 93itrioU(, @<^ibes unb 
Möni00toaffer nrirb er aufgelöst. 2)ie ätufrdfungen baben eine rot^ 
^Jarbe." 

o^er $en Sergrat^ Sranbt, mirb bemerft, ift ber erfte, ber 
ten ftobolt unterfuc^t l^at. 1735." 

Stiefel. ,,2)ur(^ @(^benxtffer, fidnigdtiKiffer unb €al}geift nrirb 
er aufgefö^t, obgleich ettoad fd^toerer, t)on ber Sitriolfäure. Me 3(uf' 
lofungen färbt er bunlelgrün. 2)ad aud bemfelben entfte^enbe Sitriol 
erE^dlt eben bte ^arbe, unb bad Colcothar biefe^ Sitriote totrb burd^ 
9l5ften, fotarie bie $räci))itate aud ben 9luf(dfungen ^eDgrün., ^er 
Salmiatgeift (5dt bie $räci))itate auf mit blauer t^trbe; tocnn man 
ober biefe Solution au§bünften lä^t unb ben Sobenfa^ rebudret, er» 
^It man feinen ftu))fers fonbem einen Ütirfeltönig.'' — 2)ad 9lf(fel 
tDurbe 1751 )uerft t)on Gronftebt metoOtfc^ bargefteOt 

Unter ben beutfd^ Slineralogen, toeb^e bie c^emifd^e G^rofteriftif 
ber SlineraKeh befonberd beachteten, ift gleid^eitig mit ßronftebt, 
3o^. (Bottlob Seemann ju nennen. Sr toar ptmix\d^ Sergrot^ 
in SerSn, too er ouc^ Sorbfungen ^elt, btd 1761, bann ^rofeffor 
ber 6^emie unb 3>ireftor bei fatferl. ÜRufeumd in 6t ißeterdburg; 
machte t>on 1765 an im Xuftrag Jtatbarina'tf 11. natur^iftorifdbe 



1^ II. »on 1760 b!« 1800. 

Sott betf Jtteibe gibt «r bad Sraufen tnit @&uren an. »Sc :: 
tneitt fie ifk, ^cigt eS tDeiter, fo todi man bod^ fel^ tDOiig twn i^:c 
Stttfte^uttg ; bie öftere baritttteit befinbUd^en SRufd^ln ftnb bcbenHiir 

3u betx Dcfetnt red^net er alle gefärbtett an^ jeirftdtten ^tz 
entftattbett'eit @tben, fo au^er betn gelbett (Stfenocfer bod Scqgr: 
ober Jtu))fergrüti, Sergblau, Aobolbbefc^lag. 

35ott ben Salden unterfd^eibet er 

1. Saure Salje. 

2. Saugettfalje. 

3. aJKttelfal^e. 
3u 1. gehören bie Sd^loefel , Salj^ unb 6al|}eterfaure. 9: 

braufen tnit Saugenf aljen unb hjerben bamit gu SRittelfaljen, f:r- ' 
ben SSiolenfaft rot^ ' 

2)ad Sitriolfaure, jagt er, finbe fid^ in ber freien £uft, in Sc 
toerfen, n)o t)iele 5tiefe aufteilen, in tnineraUfd^en SEBöffem unb r ; 
fd^iebenen Steinen unb Srben. 2)ag ed in ber Suft t>ortomine, erlt 
barauS» ba|, n^enn man SUIali aud betn ^^anjenreu^ eilte S^t t 
ber freien Suft au^fe^e, e\>apoxixe unb Ir^ftaffipre, fo erhalte er . j 
tartaram vitriolatum. ,,Unb toer folc^e« läugnen toiC, ber borf er , 
erft fo gütig fe^n, ju h)eifen„ too bie unenblid^e SDlenge bercr »mr i 
lifc^en ätuSbfinftungen ^iniomme, bie taglid^ t)on ben feuerf))etnl^ |i 
Sergen, t)on ben Sioft^erben, ion benen Sd^melg^ütten, fa fefbß^:* I 
benen 'Sillaun- unb Sitriolloerfen in bie freie Suft gejagt^ mit biefcr 
jarten fluide melirt unb alfo n>eit unb breit l^erutngefü^rt toiit ' 
@d folgt nun bie au^fü^rlic^e c^emifrf'e S^arafteriftil, ba| bicie^ 
Acidum fotoo^I t)otn Sal)>eter atö toom Jtod^fal) ba^ Saure lo^miuk 
tartarum vitriolatum unb ba^ sb\ mirabile Glaub^ri bilbe, mitos' 
gelösten Jt<t(ferben gu $Iu^t>Atl^ toerbe/ mit ^^logifton gehörig troltn: 
)u .S(^n)efe(, ba^ «S mit einer @rbe bed X^ond SlIautL gebe k. 

Son ber Saljfäure gibt er an, bag fte ebenfalls frei in ^ 
Statur toortomme. „Um ftd^ babon ju überzeugen, fagt er, f o gek 
man ft^ bie ^ü^e unb unterfuc^e ben jenigen S)am)>f , ben man ^r 
meiniglicb antrifft, ti^enn man nacb SaljqueOen gräbt, unb t9cU<^ 



2. 9ltnera((^mte. 129 

tl^ ein i^arter Sam))f über benhifeI6en«f(^toeBet, aber balb bur^ ben 
i^tritt ber äußern £uft jerti^eilet unb toerbünnet nritb. 3)en ®ettt(^ 
oe« Jto(^faI)f auem ^at berfelbe me^r alt ju fitarf , er tft erfttdFenb unb 
bat too^I el|fer Seute ben Xugenblicf umd Seben gebrad^t. Unb n)arum 
foUte e^ benn auc^ ni(^ mi)glii§ fel^n? Stnb benn ntd^t um unb Ibei 
benen Sal^iiueOen öftere Sttriol« unb ScbtoefelKefe genung? ftann 
t>eiin nic^t burd^ eine innerliche Aetionem et fieactionem, burc^ eine 
t>oTge^nbe (Er^if^ung u. b. ettoad t)om Acido Salis {o^el^? ^l^It 
ee und benn an f o((^ Srunnen , toelc^e ein toal^ted Sal mlrabite 
Glauben gdben? ac. . 

Son ben altalifc^en @al}en ift old jlennjeid^^n angeführt, b<t^ 
fie ben Siolenfaft gcfin färben, mit @auem braufen unb bamit )u 
^ittelfaljen toerben. ' 

@r bqeic^net, ald in SRineraltDäffern t^ortommeitb, bad io^len« 
faure 9laintm unb 3(mmomaf, h>obon bad erfte aufgelöd^ Ouect' 
ftl6erfublimat orangefarben, bad (entere benfelben loei| f&Oe. 3)ie 
*jRitteIfal)e braufen mit fouem unb fiaugehfalgen nic^t, Der&nbem bie 
^rbe be^ . Siolf aftd nid^t , nel^men eine tr^ftoSinifd^ ®eftalt an k. 
Sa« ftod^fal^- fäUt bad ,,in @al)»eterfäuren aufgelöste Silber unb 
Slei }u Luna comua unb Saiunio comuo'' 2c. 

2)er ealt^eter lä^t „t>ermitte(ft bed äSitrielfauem fein €aured in 
totfaen 5)om^fen fai^ren", berbrennt im geuer mit 3Jf^^ ^nb einer 
bellen flamme x. 

S)er Solmiol ift im ^euer flüd^tig unb lä^t ,,mit allalif<l^ 
Sa(^ unb Srben fein alcali volatite urinosam ^aH^xtn,** 

- (£i toerben Leiter baS Sitterfalg, ber Sorai, bie Sitriole unb 
ber 3Uaun bef^nrod^en', h>eld^er als fc^toefelfaure 9Uaunerbe, bie im 3i^ 
fterft, gilt, 

SvL ben ^l^en jä^lt er noc^'ben @elenit, too^in.er ben. bo^ 
nomf(^en €tein (Sar^t) unb' toegeii "beS $^o$)>bcreSctrend ani^ ben 
i^lu^lMt^ fteOt unb ben xoti^m Slrfenit. 

alte e^ratter :ber „®la|ai^tigen Steine'' ift angegeben, bA^ fie 
mit fi^en altalifc^n @a()en gefd^toinber aU anbere j^u ®lafe n>erbem 

steht II, •cf<^t<^tc bf r ninrra(o«if . 9 



130 "• *on 1760 m 1800. 

3)a^in jäl^lt jer aSe Sbelftein», ftiefelftdne, ^omfteine, Sanbitnn 
unb ©d^iefer. 

@inen befonberen 9ti)f(^nitt btlben bie Steine, foelAe im %car. 
faxtet, tmben, pl^ne ftd^ toeiter )U t>eränbern. ^iefe untetfc^cibet c 
na^ ber blättrigen, fafrigen ober btd^ien Silbung. 3u ben erfiRn 
ge^ihren bie ©limmer unb Xdliavtm unb bad Sßafferblet. 9bub Mr 
Platina del Pinto, tft er geneigt, bal^in ju fteSen. 3^ ^^ M^?"* 
gel^ihren bie 9(dbeftarten. 2)ag biefe ald unfd^meljbare Steine geU^ 
ift barau^ erilärli^, ba| bie ^äufig t>orfommenben S^rt^fotile tu: 
3(dbeft gehalten iDurben. 3^ ben bid^ten Sfrten . biefer ^Lbibäss: 
Jperben gejäl^U: ber ©er^jenttn, ©J)e<fftein, 3^ot)fftein, ^omfel^f^- 
unb ^omfc^iefer. ' „$ie ©runberbe aDer biefer im ^er harter tcc 
benben ©teinarten, fagt Seemann, fd^einet eine burd^ tXTf d^ebne Ur , 
ftänbe in ettoaö öeränberte unb gemifd^te a^^onerbe ju \epn.'' 

3Ba^renb bie Bat^e mit SeriidFftd^tigung ber bamoligen "Sit ' 
im @an)eiv gut d^aratteriftrt unb unt^d^ieben finb, tft biefed nicH , 
ber %ali mit ben ©teinen, namentlich mit ben in ©auem unU^u^ j 
©ilicaten unb bergleic^en ^ benn bad 9(uffc^Iie^en lehrte erftSei« \ 
mann 1780, toie f))äter nod^ ertoä^nt h^erben toirb. 

3)ie ^eorie be^ $^logtftond, lt)eld^e bamate fiberoU (SiniiaB: / 
gefunben ))aü$ unb fortlDöi^renb an Slutorität getoann, be^dflteU rü^ 
biele c^emifc^e^ ätrbeiten eine bejltimmte Slid^tung, tote früher m^ M 
5^11 toar. 2Ran erfannte, ba§ bie angenommene ®egenn>art cM i 
3(bh)efenl^eit biefed Ißl^logifton^ augerorbentlic^e Serönbemngen on br: 
ÄörJ>em bebingf unb bemül^te fid^,; biefe Utintn gu lernen unb fünii ' 
(i(^ burd^ 3ufül^ren ober Sntjieben bed rätl^fe(^aften.9[gend bctütt \ 
gubringen. äü^eil aber biefe^ 9Befen felbft aUfel^r mannigfialü^ <7s 
gefe^en tourbe unb nid^t beftimmt gu f äffen toar, fo ft>urben aud} ^ 
äbtftc^ten über !D)if(^ung unb 3^^^ung t^ag unb untlar. ^ntm 
Seemann auf bie „^au)9tfäd^Ud^ feit bed berül^mten 9ed^ 3^^"' 
gangbar geworbene 3:^eorie, ba^ in allen Äörl?em /,eine ©la^aifA^ 
brennlid^e, unb f[üd(fttge 3Rercurialifdj^ei6rbe'' enthalten fe)^, ^inbn/ürt 
fagt er meiter: 



2. SRinerald^te. 131 

„%\tx und ift }dfi 0enung ^u toijfen^ ba^ ftc^ aOe biefe brei; @rben 

in benen ÜRetaKen Befinben, unb ba§ bie erftere ben gtb^Un ^^etl 

unb bie. Safin berfeDben audmad^t, bie anbete benenfelben bie 3Hah 

Uabüität, unb bie Äraft im %tn(x gu fd^mel^en, mitteilet, bie britte 

aber benenfelben ben ntetaDifd^en ®lan) unb bod ©eft^id^t giebt." 

(St t^It bie 3RetaQe in üoOIommene unb ^alBmetaSe. 3>ie t)oI[< 
lomntenen finb biejenigen, bte eine toorjüglid^e Sd^toet^ bot anbetn 
beli^, untet bejn Rammet be^nbat ftnb, in ftatfem %enct enttoeber 
imioetanbett bleiben obet nut )u einem ftall toetben, bet/ftd^ in nod^ 
ftätletem ^euer )u &la^ fd^melgen lä^t. Sie tvetben triebet untet- 
f (Rieben in fold^e, bie auf bet Slapeüe galten obet auf betfelben jet' 
^M toetben. 3^ ben etfteten geböte eigentlid^ nut ®oIb unb ®ilbet, 
benn Platina del Pinto j^olte jtoat auf bet Stapeüe aud, toerbe abet 
babutd^ toebet teinet nod^ maOeablet. 

®oIb finbe fx^ nut gebiegen. 93om @ilbet fü^ et an : 1) ba^ 

geWegene; 2) bad ,,®Ia^et|t", befte^e au« ©c^loefel unb ©übef; 

3) ba« „$otnet|t", ein Silbet, toeld^e« enttoebet ,,butc^ ein Äod^falj- 

faured, obet butd^ Ätfenif minetalifltt tootben"; 4) ba« „Slotl^gülben» 

ct^jt", ein mit Ätfenil unb ©c^toefel minetalifitte« Silbct; 5) ba« 

^9Bei|güIbenet$t", au« @ilbet, Stup^tt, etma« 9Iei, ättfenil unb 

Scbtoefel befte^enb; 6) bod „ga^Iet^t^ au« ©Übet, Äu}>fet, «tfenil, 

S<^toefeI unb 6ifen befte^enb; e« gebe auc^ ftlbetatme«, n>elc^ gu 

ben JhH)fetetgen gel^dte. — S)ann nennt et nod^ 7) ein ^^gebetetlt", 

in bem ba« Silbet butd^ Sltfenil, @<i^toefel unb 9(ntimon minetali^ 

ftrt fei;. 

Su ben nid^t Ia)>enenfeften ^RetaOen jä^t et Rupfet unb Sifen 
a(« )iemli(( ^atte, unb 3^^^ unb 93(ei a(« ungleich toeid^ete. @t 
nennt untet ben ^pfextt^en ben fiu^fetnictel al« ein mit ältfenil unb 
^atbenlobolb innig Derbunbene« Jtu))fetet). 9!$om @ifen fül^tt et untet 
anbetn an, ba| e« bet betti^mte ^ett Slatggtaf gebiegen gefunben 
babe, unb jtoat eine anfebnlid^e betbe Stuffe in i^ten Saalb&nbetn. 
,f^^ glaube, fagt et, ba^ fte t)ot bet $anb nod^ bie einzige ift, bie 
ba in $Eabinettetn e^ftitt, abet nmnim? Xbeite, toeit man aOegeit 



132 n. Son 1750 bt« 1800. 

Qt^en bad gebiegene @ifen oefhitten f^t, folglich ft^ niemanb tir 
^ü^e gegeben, barauf gu merten; t^eild, n>et( bie metften Sammle 
\>on @tuffen«fta6inettem bad SSoqitgtt^e berfelben gemeinigliA vvh 
in tetd^n ©olb- unb @iDbetftuffen fudEfen , unb. alfo öftere b<» in 
ftructtbifc^e an anbem nid^t einmal tiHil^me^men." 

(St meint, ba^ aSolfartl^ ober SSoIfram, Sc^inl (®<^ötI), Sraiu: 
ftein unb Sifenglan^ bieDeic^t im 98efentli(^en nid^t' befonbetd iMrjdiir 
ben fe^eh. 

. Sie ^albmetaHe c^aralteriftren [xd^ babuvd^, ba^ fte fefte S&t» 
ftab, ba^ einzige OuedFftIber aufgenommen, bag fije metaUglott^ 
}iemU(^ fd^toer unb ,,in ftarlem t^uer babon fliegen.^ ^f^ ^ 
gea&l(;It: Wimuti), 3inf, älntimon, Aobolb, Duetfrtiber. 

Sie {tnb mit i^en älrten fel^ fut) abgel^anbelt. 2)ad äJortomn^: 
bon gebiegen 3(ntimon, toelc^edäBalletiu^ angenommen, Uugnetr 
e^ gebe bad bqeic^nete fd^toebifd^e mit Säle alcali fixo ein faeft 
Bülphuris. Som Aobolb fagt er, bag beffen ^rbetoefen nur etti& 
jufäQiged fe); unb ftd^ bom reguUnifd^en SBefen [treiben laffe, uvit^i ' 
bie ftoboIbf))eife burdf; öftere^. 6(^mel}en mit aUalifc^em @al^ s&' 
@anb enb(i(^ aSe ftraft, blau gu tingiren, berliere. SSa^rfcbeinlit^ 
toar bie äkranlaffung ju biefer 9e^au)>tung bie Sertoec^Iung m i 
tobalt^Itigen SlidFelerjen mit eigentli^en Jtobalterjen. 

Den (^emifc^en X^I ber SRinerälogie beftnrid^t auc^, bot^itgliit 
)u ))ra{tifc^ ^toedm, ä(udbringen ber 3flttaüe k., „bie Stnleitun^ 
^ur itenntnift unb ©ebraud^ ber t^offilien'S ^iga unb ÜRictau 1*6^ 
t)on :3o^. 9(nt. @co))o[i,i R. R. äCpoft. Stajeft. Sameralp^lpftcv« 
)u 3l^ria unb $rofeffor ber metaOurgifc^en^^mie, beffen BtffUm 3- 9^ 
(9 melin ffir ben )>raitif(^en Slinerafogen bad aDernfi^id^fte nennt. SRos 
finbet barin toeniger eine toiffenfd^ftlic^ Sel^anblung, ald eine jcicbr 
bem 3^0^ genannter $ra|i^ entf))re(^enbe, toobei aber boc^ bie ttiff^ 
f(^aftli(^en fragen, {uioeilen in origineller ^orm, berührt toerben. 

1 ($tot}annt Itntoiiio ^copoli, geb. 1723 am 3. Sunt ^it ^vclrt 
bei Xrient, gefl. 1788 am 8. 3»ci gu ^ama, jw> <r feit 1777 ^Mfffw^ 
(Sbemie unb 92aturflef4^i4te loar. 



2. 9Rineral(^mte. 133 

60 fa0t et Don ben Vitriolen: ^3)er SJitrioI ftetfet in bent fite«, 

tote ein 3^i^Altet in bet 9latt|)e; ober beutlic^ei; )U reben, er loirb 

^im^ bie Serfet^ung einer burd^fii^toefelten Sifen^ unb fiu)>fererbe er- 

l^euget 3)0. aber lein Sifenlied el^ne Jtu)»fer, unb fein ftu))feriie« 

oime (Stfen ifl, fo fann man ftc^ ü6ei^ aOe einfache unb natflrKcl^e 

3}itrtok laAen , toeb^e bie ^offiKenbefd^eiber angefü^ret l^aben. Som 

3ii^Ibitrio( tmU man an^ Ufyinpim, ba^ er Don einer mit Gd^toefel 

mineialiltrten 3tnlerbe l^tammen foK; aOein ba ber 3inl ben ®<l^toefe( 

tiit^t fonber(i(^ liebet, unb bie Sitrio{fäure ftc^ lieber mit biefem StetaO, 

ate mit (Elfen unb Jtuf^fer Dereinigt, fo ift toal^rfd^nlid^er, bo^ ber . 

3infDitriol.mel^ für eine Sertoonblung onberer Srten, aU für eine 

ibidgebuxt aud eigenen ftiefen )u ^Iten fe^. 6. 42. 

(Segen bie iStnrei^ung be« Salmiafö unb n>ei|en Xrfenife in bie 
ilTaffe ber BRittelfalje (nroteftirt er, ba fie leine feuerbeftänbige ®ntnb« 
erbe bei ft(^ führen. 93om Xrfenil fagt er 6. 50: ,,3)er Xrfenit 
läffet fic^ jtoHir im Sßaffer, itiit ein anbered Bali, aufidfen,. oOetn 
feine eigent^ümlic^e Sd^toere, feine leichte SSerbinbung mit metaQifd^en 
<5ubftan)en, ttnb fein fonberbared Ser^alten gegen- bad feuerfefi^ ^lali 
Derflatten i^m unter ben Salden feinen ^la^. 2)iefe SBertoirrung , nebft 
me(en taufenb anbem, fo in ber 9{aturfunbe obtoalten, ift eine gfrudj^t 
ber Srftnbungdfuc^t unferer Seiten, inbem faft jeber na(^ ber Slpct, ein 
Srfinber }u ^^en, feufjet, unb burc^ eine toiOfü^ic^e neue fl^fte* 
mattf<^ Sbt^eilung ben äMfail ber fV&teften 3^^ i^ ertoerben 
troc^" — a)ie (S^orafterifrtf ber aufgeffi^«rten Qpme^ ift fe^ 
mangelhaft. 

Son einzelnen SRifd^ng^t^len ber SRineralien ^nb au^er ben 
bereitd erto&^nten bon 1754 bid 1759 auf d^emifc^em SBege mehrere 
beftMmt unb i^rem ttKi^ren äBefen nad^ erfonnt toorben. 

3un&(^ffc ^at fic^ botum SCnbread 6igidmunb ÜRarggraf 
Derbient gemad^t. 6r toar 1709 ^u Serlin geboren; fein 9Jater toar 
jtpot^er unb unterrid^tete i^n in ber $^armacie, toobei feine Steigung 
lux Sbemie ertoac^te. 6r mad^te bann Stubien auf ben UniDerfttäten 
;u ^antfurt an ber Ober, Strasburg unb ^Ue, unb auf ber 



134 II- 9ton 1750 m 1800. 

audf c^Ke^tic^ mit d^etnifd^ ^orfd^ungen , tourbe jum SRttglieb bei ^ 
bemie etnannt unb 1760 i\m ^reltar ber ))I^VfttaUfcl^en JUaffe bine; 
Snftiiutö; @r ftatb 1782. 

^arggtaf jeigte 1754 bie Stgentpmlid^leit ber Xlaun^ otc 
X^onerbe. SMefe @rbe Umrbe t)0(^er tj^ette ffir eine foUartigeär 
leiten; t^te für eine mdeiät ber Aiefelerbe. $Dtt l^atte too^( K4^ 
btefe @rbe im "S^fon gefunben unb fte ald bie 8afid be« äUoiias iv 
)eic^net, beftimmt f^at er i^e Sigent^ümfid^feit nic^t au^Qi^pttia 
3flan glaubte bamald nod^ allgemein, bo^ ber ^laun nic^td tom 
fe^, at^ bie äSerbinbung ber Sc^toefelfäure mit biefer @rbe, unl^ ^- 
erften SSerfud^e 3Rarggrafd gingen ba^in, bie aud einer SQaunirftir 
mit aQalifd^er £auge gefftUie ®rbe mit Sd^n^efelf&ure ^u ixrbinic 
unb -ju 9(laUn gu regeneriren. 3)er Urnftonb , ba| biefe^ ntc{^t gelos 
t>eranla^te n)eitere Unterfuc^ungen/ iDelc^e foh?ol(;I bie ®rbe ole rc 
eigent^ümlic^e ^eraudfteUten. ot^ aud^ }ur Srlenntni^ führten '* 
n)el(|^ man burc^ äSeobac^tung be^ äSerfa^rend auf ben ^launbütr^ 
f(^on' lange ^'ätte femmen !önnen) , bag ol^ne 3^1^^ ^^^ äUfali tc 
bontate befannte SUaun nic^t gebilbet n)erben lönne. @r fKtt ^ 
mehrere S^^onarten anal^ftrt unb bie @rbe genau unterfu(|»t. @r i<if ^ 

bonn ■• i<^ beclarire t^e^, ba^ bie Terra aluminis )toar euw 

Terra in Addis solubilis, unb folßlic^ eine mit einigen Sigenfi^M 
berer fogenannten alcalifd^en unb cabarifd^n. @rben begabte, bemobn 
gead^tet aber bo(^ leine toürflic^e Terra calcarea fe^. ^ S)a^ ber ^ 
ftanb bei bei: 3^c|ung be^ reinen 2:^ond mit ©c^toefelfäure, Äiffri 
et^ fei^, erfannte eraud^. Se^tcre toax fd^n feit bem 17. Qa^r^unbcrt 
ald eigentümlich boburd^ ertannt, ba{[ fie mit @äuren nidft braufc, 
im %^nex für fid^ unt>eiänber(id^ fei; unb mit geeigneten Bufäfni ^u 
®lai fd^el^e. ÜRan nannte fte glasartige' ober g(a^(^tige @xU. 
SRarggraf betoted femer, ba^ ber fäd^fifd^e Qexpttitin nic^t ^ur 33^^' 
tlaffe ober )u ben t^onigen Steinen gered^net toerben {önne, toie bamal« 

1 Steffen (S^pmifc^e ^(^nften 9. I. %ü^, oou 1768. p. 2Uü. 



2. mnnaidftmU, 135 

o^^en be^ ^ttbtennenö im ^er aOgemrin angenommen hmr. ^n 

>«Tt ^«^ijmifc^en Schriften" II. 2:1^1., p. 3 l^et|t e«: „ffltr tooffen etfj« 

Lid nur bed Unterfc^iebd gebenten, ben ein jeber, aud^ ber fc^led^tefie 

^ERcnfd^, fogleicl baran finben lann, unb toeU^er aOemal ate ein (Se- 

rKeraÜennjeic^ jum äti^erli^en ttitterfd^ieb ber 2^on'@rb'9(rten unb' 

t>ed @er)9entinfteind unb feineiS ®ef(^Ied^td geltenb ift. :Da| nemli(^ 

erftlid^ ber Xl^on unb oQe feine Xrten, toenn {te nnii^re unb h>ürili(^ 

^b5ne ftnb, fott>ol^( gefd^Ieilimt ate ungefc^Iemmt, toenn {te red^t iroden 

Ttnb, ber S^nge gteic^ anlegen; ja fogar n)enn fie au(^ einiger mo^en 

colrintrt ober m&gig erglü^ ftnb, bafi felbige aud^-ind SBoffer ge? 

worfen,, fogleic^ nad^ unb nad^ barin jerfaÜen, totU^^ oHed be);bed 

ber ®er|)entin'-@tetn unb- feine Xrten bie 6))ed(s@teine niemal^tö tl^n 

nwrben." 2)iefed ^cxfyilUn ifaht xffn auf bie äJermuti^üng gebrad^t, 

ba^ im Sctpentin eine gan} anbere auflddUc^ @rbe fet;n möjfe, ate 

ini Zl^on. @r be^anbelte nun ben Betpentin mit Sc^toefelf&ure, tmt 

gu fe^n, ob bie £5fung f filzig fe)^ Hlaun ju bilben ober nid^t. Sie 

bilbete leinen Xtann , unb für ftd^ abgebam)>ft k. lieferte fie ein @alg, 

9lei(^ bem Sal Ebshamense, Sal Sediitzense ober S^ydschutzense, 

nämli(^ too^re^ Sitterfal}. ^ie Serfd^iebenl^eit ber Sittererbe bon 

ber Aalterbe .erfannte ^r. ^offmann^ um 1724, ben eigentlid^en 

^Öatm^ bagu lieferte aber erft'9(adF^ 1755, Leiter Starggraf unb 

1 «off mann mar 1660 m^t grbcrcn, m frin $atcr etabtatat vi>ar. 
1678 bqog er bie Uiut>er{Itat Stna, um Stebictn gn fhiHren, unb ))romot9tTte 
ta{elbfl 1681, /iSr begann nnn i^^rlcfungcn fiber (S^emie )u ^Uen. 1682 
rtietc n lüx Sicber^erl^ellung feiner (Scfunb^fit mdf SD^nben unb ))on bo. nad^ 
Gnglanb. 1685 tt>ui^e er al9 ©arnifond« unb ^tabtargt nac^ SDhnben berufen 
uitb Mrtauf(^te biefe ^teflung 1688 mit einer gleichen in j^alberftabt. 1698 
»nrbf er ^rofeffor ber SRebicin in ^c. (Sr fiarb böfelbft 1742. 

^ 3ofep,b ^i^d iisar 1728 ju Sorbeou; geboren, »o fein Sater, ber 
aud €(^ottIanb flammte, in «anbelegefc^äfteu lebte. $on 1740 an erhielt er 
feine erfle 9tt«bt(bung gu 8elfafi in Srianb, begog 1746 bie Unit)erfit&t @Ia«g0w 
unb flubirte SRebtctn unb (Sb^mic- 17^ ging er nad^ (Soinbnrg unb »urbc 
1756 ^ofeffor ber kernte in @la0goto. 1766 Um er in glei^er (Sigenfc^ft 
nat^ Sbinburg, too er 1799 flarb. Slact geigte guerfl, bog bie milben VI* 
falten ni«^ einfo^e @ubflan)en fe^, fonbem Serbtnbnngen , unb bat ibnen 
He ^anfücttat nii^t, tvic'man bamaf« glaubte, bur^ 9erbinbung, mit einer 



136 II- aSon 17M M« 1800. 

Bergmann. Slacf f^t aud^ 1757 )uerft bie Jtol^Ienf dure b#Bii 
d^tottmftrt, bie er, h>ei( fie ftd^ an 9l(talien l^iftben laffe, gebmtbaK 
ober f ise Suft nannte. 

Warggraf erfonnte im Serpentin ebenfalls bie unldöGc^ iitt 
. ald Jliefelerbe. ^n gleid^er äSeife unterfudH^ er ben 3iepfycik, todin 
SßaUertud )u ben ®^p^tt^n nnb $ott ju ben X^notten yäiAu 
unb fanb barixt bie SBütererbe, eBenfo im Sat^reuttfd^en @ped^ nt 
im älmiantl^ (feine $robe Don Serg^Steid^fiein, 9lei(|mftetn in Sc^Iefb: 
toav^ meHeid^t Sl^rl^fotil). 3(u(^ im>2^f , obtool^I biefer t>on her Sc^toriel 
fäure nur fc^t9er angegriffen toirb, erfannte er bie Sittererbe. 

SRarggtaf trug femer tt^efentlic^ jur S^aralteriftit bed 3latim 
bei, toeld^ed f(^on t)on @ta^( 1702 unb^uon Duhamel 1735 <ii: 
Dom Stgli Derfd^ieben erlAnnt toorben ttKir. @r beobad^iete ^uerft, ^ 
feine @a(^e bie flamme gelb färben, ioöl^enb fte Don ben 5to(tfaI*<r 
bläulid^ gefärbt toirb. 

3)en Lapis lazuli, toeld^ ^eniel, SBaUertud u. ä(. ^ 
Jtu)rf ererben anreil^ten, unterfuc^te er me^ac^, ol^ne iebo<^ etne€|i: 
Don Aut)fer )u finben. SSeiter l^at er über bad $(atin eine iU 
^nblung gef(^rieben, in toeU^ bie Seobad^ng* Dorlommt,^ ba| n« 
$(dtinUfung in Aönigdtoaffer bie RcAi- unb 3(moniatfaI)e gelb föik. 
aber nid^t ben aßalifd^en 3:^( bed gemeiqen @a()ed ober bad minr 
ralifd^e älltali. ®r unterfud^te auc^ ben Siologncferftein, ber na^nner 
getoiffen Sel^nblung mit l£o^(e bad £i4it an^ie^ unb im Shinbln 
toieber audfh:öme k., unb fanb, ba^ bie fogenannten f^tveren ^ 
fpätl^ (Sargte) unb aud^ ber ®l^p« biefelbe ®rfd^dnunj geben, w«^ 
ba^ biefe Steine aud ®d^h>efelfäure unb einer JtaUerbe befte^, ^ 
Q^p^ enthalte au(^ äBaffer. 

S)en genannten Unterfud^ungcn folgten bie fruchtbaren Arbeiten 
Don ©d^'eele. 

Sari äBil^elm Scheele toutbe 1742 }u Stralfunb gebotm 
Cr UHir ber ©ol^n eine« Äaufmann« imb entfc^ieb fi<^ jeitig für 1»* 

^ubflana, ber geuermalerie, ert^cilt mv^t, fpiiberii Uix^ (Stttjicf^ttBg o»« 
^HbftAit), ber .^e^lenfanre, bie er pire l'uft naiuite.' 



)e. aKinetaW^emie. 137 

@tubtum ber ^^ormacie, ha er bereit« im ^afft 1757 in einer ^Lpo- 

tf^^ )u (Sot^burs .arbeitete. 3m ^fjix 1773 fam er nac^ U))fa(a, 

too er bie Sefänntfc^ft Don Sergmann unb ®abn mad^e unb bid 

1775 Dertoeilte. 3)ann übemal^m er 1777 eine X^otbele su Jtö))in0, 

einer tleinen @tabt an bem ndrbli(ben Ufer bed Slälarf ee'd , unb lebte 

^er feinem (Sefc^fte unb bem Gtubium Der Chemie btd 1786, tt>o er, 

taum 43 ^fju alt, ftarb. Atrman fagt toon i^m^ ba^ er ebenfo 

grol unb audge}ei(^net in ben c^mifc^, a(d 9tet9ton in ben mat^ 

niatif<l^ Stonim ber 9laturlel^e geivefen fe);. 9Son feinen Dielen 

Sntbedungen finb für bie SRineralogie aU bte nnc^tigften ^u n^nen : 

bad Xuffinben ber aXoll^bb.an« unb ber 3Bo(framfäure (1778 

unb 1781), bie Sntbedung bed aRangan'« (1774) unb in Solfte 

fetner arbeiten mit bem Sraunftein bie (Sntbeilung bed S^llor'd (1774) 

unb ber Sarl^terbe (1774), toeld^e ®a^ erft \p&tn im Sort^t naä^ 

ivied. älu(^ bie Qntbetfung ber gl^Bf^u^^ 0^^^^ i^ <^^ (1771), 

unb ebenfo ntiu^ er felbftft&nbig bie bed @auerftoffd, toelc^ faft 

glei(^}eilig $rieft(et^ ^ aufgefunben i^atte, ber aber 9(^eele in ber 

9{eroffentIi(^ung )UborIam (1774). 3)ie SntbeAingen bed SBaffer« 

ftoffö unb ©ticfftoff« fd^einen Dor SCnbern, bie bed erften Sa- 

Denbif^ '^ (1766), bie be« (enteren SaDDifier (1775) anzugehören. 

Xn bie oben genannten arbeiten 6ronftebt!ä fi^tieften fi(^ atö 

ergän^b )toei älbbanblungen Sergmann*« an, bie eine: DeTubo 

femiroinatoriO) ejuademque usu in explorandis oorporibua, prae- 

sertim mineralibus, toelc^e er 1777 an Don 9orn jd^itfte, ber fie 

1779 brutfen lieft, unb bie jtoeite: Dt* Minerarum Docimasia humida, 

Don 1 780. 3 

1 ^t\tpff ^rtcfUe)^, geb. 1733 ju ^ielD^ab bei 9eeb«, ?)or!t>irr, 
f|cfi. 1804 |u IKertlumbcrlaub in ^nnfplDanicn, usir Diffciiter'frebiger, ^^tx* 
Icr 1791 bei einem gegen t^u al» greitenter genieteten ^(^^(lAi<ffu(^T S^i ^^^* 
iningl^m otte feine ^abe nnb fiberfietelte 1794 na^ 9ennfv(t>dnien. 

^ C^enr^ C^aDentif^, geb. 1731 }u ^\^a, geft. 1810 ju ^cnbcn, $ri« 
Mtinamt, ber 1773 bunb ben !£ob eine« Obcim« {u einem }o\dftn Sermcgen 
gelangte, baß er 1,200,000 ^fuiib (Sterling binterlieg, ber aber benuccb nnv 
ben :b?tffenf(!^iftett lebte. 

^ l^nbe Hb^nbUnigeu in Turbenti Bergmann ()piiscnln. 9. H. 45Ö 



138 11- »on 17&0 M« 1800. 

S9^r0mann Bejeic^net au|er Sronftebt unb Sngefttdm^ak 
treffliche SRtneralogen, toelc^ bad Söt^t^^ gebrauchten unb ilm 
geilen burc^ baffelbe auffanben: 9linmann>^ Ouift, ^ ®abn*iizt 
@^(^eele. Setgmannd Stbl^anblung bef)>ri(^t ben @egeit{itti^ oil^ 
füi^rlic^. SSon bor flamme fagt et, ba^ mit bem £5tl^o^r gtoeififc:. 
entfiel^en, ein innerer blauer, an beffen @)n|e bie grdgte $i((, ii£ 
ein dunerer bon geringerer ^i^e. Unter ben ^robej^altam^eitrch: 
er einen fleinen ftlbemen ober golbenen Söffel mit ^9^emem 3tül 
bie ^lüjfe ^nb bie bon Granftebt gebraud^ten. SlSe üx^d^mnoT' 
bad SSertntftem, ba^ Sc^melgen« Stocken 2c* fetten }u beachten, t 
unterfd^eibet bierÄIaffen ber eJoffilien: bie talgigen, erbigen, phi(^ 
f<^en unb metaSifd^en. 

Sie meiften ®a(ge fd^melgen fd^on in ber äußeren f^Iammcie 
Söi^roi^nS, einige ftnb flüd^tig. 

3)ie @rben finb feuerbeftänbig, fc^melgbar ober unfc^metgbar, 
aSen ober aud^ nui; in einem e$(u^mitte( Iddliii^, toerben iii(^ n 
güTibet unb la^^n leinen dtand^ au^. 

2)ie ^logiftica toerben meiften^' entgünbet, raud^n, k>erbrcnsr 
ober toerflfi(^tigen. Sie meiften SRetaSe fd^melgen, bie uneblen toeitr 
caicinirt unb färben bie i^üffe. 

S)a^ Ser^alten ber feften Säuren toirb f^eO angegeben ur^' 
für bie SRot^bbänfäure, bon Scheele 1778 entbecft, unter anbern M^ 
Jtenngeic^en, ba| fte bad miIro!odmif(^e @al} fd^to grün f&rbe. ^^ 
@al)e toerben einget^eilt in ))erlniftembe, flüchtige, auf Jto^Ie betonm^ 

unb 399. ^\t UtjUxc Ü6erfe(}t in (Sitgeßr^md ^afc^enlaboratarium t>on i!^(^f 
2. 9ufl , ^on ber erfteren 9u03üge bafelbfl in Slnmertungen. 

1 (^ufl4D ))on (Sngefiröm, geb. 1738 )u &inb, geft 1813 ju M^^ 
affttnjitoarbctu, 9tat|^ im 8ergco]legium unb SD^tgUeb berttabemie bcT^S^itJ» 
(dff^en gu @toi!(o!m. 

2 (Stieu 9einmann, geb. 1720'3U U^ola, gefl. 1792 gu Gililttu« 
gule^t 9tatb im ^eigcoOcgium unb aWfglieb ber Stab, ber Siff. }u etodl^^ 

3 8. Slnb^rffpn Duiß, gefl. 1799, 2)itector ber feineren (Sifenfabi^' 
catiott in @(^n)ebcn. 

^ 3o(. @ottI. (9a^n, geb. 1745 gu So^na (®ab«^(ftng(anb}, ft<v^ 
1818 2u ^tDdboIm, ^ergmeifter unb SMot im f(^n?ebifi^ ^^eigcoflegiBi^ 



2. IRinetalc^if. 139 

fcl^Ienbe (SBeinfiteififäure k.) unb l^epaü^d^, toel^ auf RoffU eine 
selbe ober töt^Iidbe äRaffe geben, bie J^e^Hitifd^ xit^t, befonberd n^enn 
fte mit einet Saure befeuchtet nritb, bal^in bie fc^toefelfauem @a()e. 

Q^ toirb bie grüne e^rbung beobad^tet, tocld^ Aut)ferfal)e ber 
^i}tbro^rf(anime ert^eilen, unb befonberd bie blaue t?on Cuprum ea- 
litum (n^omit too^I S^IorIu)>fer gemeint). ^Eleganliesiinuin spec- 
taculum.^ 

Se folgt bann bie Untecfuc^ung- ber fünf primitiven (bamate noc^ 
un^erkgten) (Erben, ber ftalterbe, Sor^terbe, SRognefta, X^onerbe 
unb ftiefelerbe. @d ioirb bemerft, ba| bad mit fialterbe ober Sar^t- 
erbe gefättigte Socacgiad beim Sr!alten Irüb )onbe, ba^ bie %ffon* 
erbe er^t einfd^rum))fe unb unfc^Ijbar. fev, unb bofi bie Itiefelerbe 
mit Soba )u einem Haren @(afe f^mel^e. 

alte Terrae derivativae ober ba^in.ge||iMg toerbeu' Jbann bie be- 
fannten ni(^tmetallif(^en Serbinbüngm aufgefül^rt, ioö) nur ffw^pen* 
toeife, ob ((^mel^bar ober nic^t, ob in ^äüxajc mit ober ot/nt Sraufen 
lödlic^ 2C. 

Bergmann gebraucht aud^ ben ©laelolben für Derbiiftembe 
"liroben. 

Die groben ber äRetaOe fmb befonberd forgfältig be^anbelt. 

Sei ben fiu^iferliefen ertoä^nt er bad ätudföOen becf 5tu))ferd au^ 
bcm Soraifhtl burc^^ 3inn ober einen Manien (Sifenbrat^. 9Benn 
let^ere $robe gehörig angefteltt »erbe, fo taffe fic^ Vioo an Au)>fer 
t>om ®etoi(^t bed (Sanken noc^ entbetfen. 

Seim 0)>ennent (Arsenicuin (lavum) ift bemerft, ba^ e4 burc^ 
gcböriged Sr^i^ in ber &u^em flamme rot^ toerbe, bei^n @rta(ten 
tmeber gelb, bei anfangenbem @<^melgen nai^ bem 9iöften bellte t^ 
bie tot^ ^rbe. S)ie 9ef(^läge auf- ber Ao^e bon Slet, 3inl, 3Bid= 
mut^ unb ätntimon finb i^ier )uerft ertoä^nt (unter ber SejeidEfnung 
nimbuA). 

Da0 äUefentlid^fte unferer l[;eutigen i^öt^rol^rfunbe liHir alfo ba« 
male fc^on burc^ bie arbeiten Don Sronftebt, -Gngeftröm unb 
Bergmann betannt gegeben. 



140 n. »on 1750 m 1800. 

Sßid^tiger nod^ xft Sergmannd gtoette Xb^nblung: De Misr 
rarum Doctmasia humida. &rDnftebt ffotit in feiner 9RtiimL\* 
t>or)U0dti)etfe in ber S^arafteriftit ber 3ftciaU€ bie d^imf«^ A(r 
jeid^en bed reinen StetoSd, reguius, angegeben, ^er ift ober ner 
auf bie @r|e SUMfid^t genommen. 

Sei ben Solbeqen ioirb bad 3(udfäl[en bed ®oIbe« ou« ba ^^ 
^etfal}faiiem Söfung burc^ Sifenbitriol erto&lmt, aud^ ba| bteörri 
(Bolblöfung mit ' gel^drig bereiteter '3i<<nl^ung bunl^ bie Silbung ^ 
mineralifd^en $ur^urd )u ecfennen fe^. — 3^ci^ Stegi^ifcbe c: 
(Slatterer}) lonnte er nur unt>oKft&nbi0 unterfuc^n. ^9et ben W' 
erjen etto&^nt er beö ätntimonfUberd aud. bem f^rftenbnrgtfc^. I- 
®ilberer)e toerben mit @a(t)eterfäure be^anbelt unb bod Silber (c 
Jlo(^fal)föfung gefäOt. S)ad. $rficit)ilat entl^K^Ite auf* 132 @ebc 
t^eile IOC X^le @ilber, b. i. 75,75 ^rocent (nad^ je^igen r 
ftimmungen 75,27). ^m 3innober beftimmt er bad Quectfilber, 
bem er' i^n mit KönigetiHiffet ober burc^ jtod^n mit @aI)fäuR, 
tt>eU^er Vio bom ®eioi(^t bed 3innoberd Sraunfteinfalf mc' 
nrirb, auflädt unb bad üuecfftiber burd^ 3int faDt Sr ertrc: 
ald ein neue«r 93orIommen ein burd^ Sitriol« unb Saljf&ure bmrf 
QuedfUber. 

Sei ben SIeierjen ioirb aU bad gemeinfte bad buxd^ Qiflsc 
bererjte Slei ertoä^nt; bad getoöbnlic^ lalffdrmige genannte fcf « 
Suftfäure ober $^odt)l(forfäure, bie ®a.^n juerft barin entberft boK 
toerbunben. Saljfaure fet^ noc^ in feinem Skier) gefunben toorNi 

3)ie S(eier}e toerben mit ®al))eterfäure« be^anbelt unb bad ^ 
burcb luftDoOe« mineraßfd^d Saugenfal) (®oba) gefällt ^a« %^^ 
pxtai enthalte auf 132 ®. StMe. 100 %^l Slei ober 75,75 flnv«^ 
(na(^ ie^igeii Seftimmungen 77,54). Seim t)^odt)^orfaufm Viotrti | 
fäUt er bad Sleio^t^b burd^ Sd^toefelföure. 3)ev 9lieberf(^Iag entbal^ 
auf 143 ®. %ifU. 100 Slei = 69,93 «ßrocent, na* je^igen »*« 
mungen 68,33. 

3)ur* S(^toefel »ererjte« Äujjfer toirb mit Sitriolfäure tm^- 
unb bann mit Üföaffer gelöst. :Kud ber oerbönnttn £öfung »ttb M; 



ü. Winettticbfmif. 141 

^ti^fer burcb €ifen im .Sieben (leföOt. ^benfo tanti man bei ben 

aubem Au))ferer)en t)erfftbren. 

Cb ba€ Sifen gebiegen in ber 9lAhir t^ortomme, toar bdmaU nod^ 

nic^t audgemoc^t, obtooffi, bie Sibirifdj^ Wajfe betannt toax., bie aber 

)[>on toielen für ein tünftlicb au^efd^molsened @ifen angefe^ tourbe. 
!X)ie ^fenerje be^anbelt er mit €al)f&ure unb fAKt bad Sifen 

aud ber Sdfung mit ))^Io0ifK{trtem fiaugenfal) (Jtaliumeifenc^anur). 

Xer Sifenge^It ift V« )>^ Stieberfc^agd = 16,66 $rocent, ä^nlid^ 
nne er f))äter befHmmt iourbe. 

Som 3iitnftein fagt er« biefen auf naffem Sßeg^ )u unterfud^en, 
fe^ ein toa^red fireu) (examen crueis est), toeil ^r aOen @Auem 
nriberfte^. Die Söfung fönne nur mit ftarler Sitri»lfäure unb toetter 
üugefe^ter Saljfäüre betoertfteUigt n^erben. 

äBidmut^e im tx mit ea())eterfäure unb faUt mit Saffer. 93om 

?tieberfd^(a0 nimmt er an, ba^ 113 X^L 100 ffit^mut^ = 88 V, $rDC. 

Som talfförmigen Sraunftein fagt er, baff berfelbe ber Sßirlung 

ber 3auem iuiberfte^e, h>enh nic^ etUHid babei ^ttf, iuelc^ed i^m bie 

nöt^ige 2)ofid ^^(ogifton geben lann. (Sä )tp S^^ )U)ufet|en« 2)ie 

quantitative Seftimmung biefed 9Reta0d, fetoie bie t)i>tt 9(rfettit, ^n< 

timon unb 5{obaIt 2c. finb untoolßommen. 3)ur(^ ja^Ireic^e, f^nt^f«^ 

Grt)enmente bat Sergmann ben @e^a(t ber ertoö^nten $räcit>itate an 

bem betreff enben ÜRetaO erferfc^t unb man fiebt, ba^- bie getoö^nlict» 

tonftant )u erbaltenben 9lieberf(blage in biefer ^inftc^t mit entf^« 

(benber Qknauigfcit beftimmt tourben. 

lÄt Unterfuc^ungen auf naffem äBege be^nte Sergmann aud^ 
melfaib auf bie nid^tmetaHifc^n SRineralien aud. Sßon SBid^tigteit ift 
in biefrr Sejie^ung feine 9(bbanb(ung ^De terra gemniarum,^ totld^ 
.^uerft im britten 9anb ber ^^, Actorum Upsal. Dem ^abte 1777 
erfcbien. (3m II. 8b. feiner Opuscula p. 71.) 3n ber ©nleitung 
n>eiet er auf bie SBid^tigleit ber c^mifc^en Unterfuc^ung unb auf bie 
Zrüglic^teit ber äußeren Aenngeid^en ^tn. * 

1 In »ystemate iniDifrftlogico oondendo, si figtlra, textura^ durities, 
color, clariias, magnitndo^ cAet^raeqae superQciei proprietates, ininera- 



142 n. «on 1750 W« 1800. 

9(($ bte btd ba^n ftlr einfad^ befunbenen Srbett nennt er t 
Äalferbe, bte ÜRagnefta, bie SatVtccbr (terra ponderosa), bie ibe: 
unb Jttefeletbe. 

@r unterftt«^ bte Smh^irfung )>etfd^iebener Sauem auf ^ 
Sbelfteine. 

SMe ©c^toef elf Sure greife au^er bem SDiantant bte übrigen & 
fteine an unb (äffe ftd^ a\x& ber Söfung beim 9{ubin, @a^)»biT, Zcv^i 
^^)int^ unb Smaragb butd^ bad t)bIo9iftifttte SIIaK Serlhir^l^ 
fällen jum 83eh)etfe, ba^ fte bon Gtfen^ gefärbt fe^en, au4 ik: 
Jtaltarbe e^tral^irt« Ste^nlic^ berl^a(ten ftc^ €al))eterfaure unb Sc 
fäure, h>el^e le^tere bad Stfen nod^ beffer audjie^e. Um fte ± 
aufidfen ju tdnnen, fe^en fte mit mtneraiifd^em Sldalt in/ra 
)U be^anbeln. SDaju gebraud^te er @(^aa(en t>on @tfen unb ah 
fie bret bid üter ©tunben im ^enet, ol^ne biefe« bi« jum ©c^nu 
ju ereilen, ^ie erl^altene SRaffe fe^ bann in einer Sd^atfcbaal; 
}erretben unb mit ©aljfäure ju bigeriren 2c. unb nun befc^reih 
bte tDeitere Stnal^fe ber £5fung bur()^ $räci)}itationdmttteI 2c. I 
Äüdftanb f e^ • Cnttoeber un^erfe^te ?|Jrobe ober Äiefeferbe, roelt^BT 
burd^ ©d^melgen mit mineraßfd^em 9(ltali im ©Ubertdffel Iei(f>t c 
tenne, ba fte mit entftel^enbem Traufen SSerbinbung etnge^ ttn^ ^' 
Ilared ®la^ gebe. 

^ie X^onerbe ioxxh mit ©(^toefelfäure geldiSt unb burc^ 9l>i!i> 
bilbung erfannt. 3)ie 9lefultate feiner Stnal^fen ergaben beim m 
talifc^en grünen ©maragb a, beim j)rientalifd^en blauen ®a))})fe^ 
beim f äd^fifc^en gelblid^en %opa^ c , beim gelben orientaltf(^en ^ 
dnti) d unb beim orientalifd^en rotten Slubin k. 

libus corporibufi Bern per et ubique flignoscendis aofilcerent, baee ^ 
san methodus incipientibus foret facillima. non tarnen praestantissm^ 
quam facui totes, quibus usibuB nostris inaerviant, ex indole partim: 
constitaentium, raro autem ob externa totiiis facie, eint derivacti'' 
Quantum fallant cbaracteres auperficiarii neminem fagit, qai imk^- 
temporibus mineralium cognitionem vel primis degustavit 1*^^^ 
p. 75. 





2. 


IKmfralc^emtc. 






« 


a* 


b. 


& 


4. 


e. 


Jltefelerbe 


24 


35 


39 ' 


25 


39 


2^onerbe 


60 


58 


46 


40 


40 


Jtatterbe 


8 


5 


8 


20 


9 


(Sifm 


6 

98 


2 
100 


6 

99 


13 


10 




98 . 


98 


^ ben heutig 


en anol^fen ftnb We SDWfd^ungeii 


i tvefentlic 




a. * 


b. 


c 


d. 


e. 


Äiefelerbe 


67,46 


— ' 


35,52 


33,67 


— 


2:^onerbe 


18,74 


100 


66,33 


• — 


100 


«eriüetbe 


13,80 


— 




— 


1 


3irtonerbe 


— 


— 


— 


66,33 


— 


Slüor 


^ 




17,49 


— 


— 



143 



100 100 108,34 100 100 

Cbige Stnal^fen Setgmannd gehören )u ben crften quantita^ 
titen, tpelc^e mit üRineralien, nam^ntlic^ mit (Sbelfteinen, angefteUt 
luurben. 3iom Roll, fagt 93 er g mann, ba^ er al^ lo^Ienf aurer 
(aöratue) angegeben, bieUeid^t aber aU reiner Aal! in ben untere 
fudtten SRineralien enthalten fe^f bom (Sifen, ba^ e^ metaOifc^ ^an^ 
gegeben, tvo^l aber caicinirt entölten fe^ unb ba baburc^ fein @emi(^t 
bermc^rt toerbe, fo fe^ obige Qa^l bö^ ju ftetten.. 

Slan fie^t, h)ie unboUIommen nod^ bie Sc^eibun^ h^ar, nic^t 
fotpobl au^ bem Ueberfe^en ber »eriO.- unb 3irIonerbe unb W 
^luord, afö bielme^r aui ber Siertoed^Iung bon Aiefel- unb X^on- 
erbe, beren 3emeng beim Smaragb nid^t erlannt unb aU Xi^onerbe 
genommen, mö^renb beim @a))t>^ir unb SRubin ein X^eil biefer 6rbe 
ale Jtiefelerbe angef^rod^en tourbe. Sei einfad^eren älnal^fen, bie 
Bergmann aufteilte, eneic^te er jutoeilen eine jiemlic^e ©enauigfeit, 
V Ä bei ber 6oba unb teim ®t)p^ unb mit Siecht fagt Ropp, * 
bafe er fic^ einen unfterbfic^en 5Ramen in ber ©efc^c^te ber anall?ti» 
fcbm ß^iebaburd^ ertoorben, baf; er juerft ed einfül^rte, einen 

1 (^f)<^. b. ($^fm. 11. p. 71. 



144 n. !8on 1750 Hd 1800. 

Seftanbtbeil nidtt immer im ifoJirten. 3uftanbe bcftimr 
)u h>o(len, fonbern in betienigen, il^rer 3ufain«ieii{at- 
nad^ genau b^Iannten Serbinbung, toelc^e fid^ am leid: 
fken ifolir-en lä^t. 

(Er unterfud^te aud^ ben ®ranat, beffen f)>ectfifc^ö Setoiih : 
t>on 3,60 bxi 4,4 befttmmt, ben B^M unb 3^oIi^ unb fb^ ^ 
aKen bie oben angegebene (Erben, biKl^ in berfc^iebenen Srr^dltn:^ 

2)en 2)iamant l(fat er befonberd unterfuc^t unb geigt, balers-r 
nur burc^ feine au^orbentlic^e ^ärte bon ben übrigen (Ebd^v 
{tc^ unterfc^e, fonbern aud^ baburd^, ba^ er in madigem }rj 
(Sd^melj^i^e bed @ilbetd) flüd^tig fe^f ober bielme^ langfam t)exh<r 

3n einer toeiteren Slb^nblung bon 1777, hcütdt Prodsf 
Ignis Subterranei chemice considerata, gibt Sergmann ^ e^ 
faUd mehrere SDIineralanall^fen unb befd^reibt genau bie Umftö: 
unter koeld^en bie fog. 3^olit^e gelatiniren. 2>iefed ©elatintrrc ^ 
ft)fiter an mehreren SiKfaten eriannt ta^orben unb bilbet für Hf- 
treffenben ©^ecied ein audge^eic^neted Aenn^d^en. Sergmann ^ ' 
achtete, ba^ ber rot^e 3^Ii^^ bon 9(ebeIfor^ in einem fomfc^(v \ 
mit @d^eiben>affer übergoffen unb rul^ig ftel^en ge(affen , in 3^ '" 
einer SSiertelftunbe eine fcfte ©atterte bilbe. Sr ipufd^ biefe mit SBüä* 
aud unb trodf nete fie, tt?obei er über bie auffaifcnbe SBerminbrnit" 
be« SBoIumend erftaunte. Stm troctenen ^ßulöer erfaiinte tx, baM 
in Säuern unauflödlid^ unb unfc^melgbar fet>, t)on mifrofoemifd^^ 
@a() im Sd^meljen nur ioenig aufgenommen toerbe, bagegen t 
Soras unb mit heftigem Sraufen t)om mineralifd^m %\lai\ unb ]i^^ 
bal^er, ba^ c« Äiefelerbe fe^. ßr beobachtete aud^, baft einige if^ 
lit^e nic^t gelatiniren unb manche erft nad^ bor^gegangener iok- 
natipn, tooburc^ ber 3)lif(^ungd)7erbanb er^ö^t toerbe, benn auc^ ^ 
mit Jtalt geglühte Ouar) gebe eine (dauerte mit @äuern. p. 228. 

a)en Äiefelfmter be« ®e^fer« fanb er avi^ Äiefelerbe beflebw^ 
unb bef)}ri(^t bie 3Rög(i(^feit ber Sdfung biefer (Erbe in 9BaJift. 

1 OpoBcul. T. III. p. 184. 



)r. 



\t* 



2. SRmeralf^emff. 145 

inbem er barauf ^intoeidt, ba^ biefed bei ftarffm2)tu(! (ttne in einem 
"^tiot^inifcl^en Xo))f) er^|t ivol(f( äBtrfaingen ^ert)otbrin0en fönne, toeU^e 
e^ unter getod^nltd^en Umftänben nid^t l^ert^orbtingt. 9(ud^ bie 3^' 
Htbe, meldte auf naffem SBege gebilbet fe^en, mögen in fold^em SEBaffer 
aufgelöst getoefen unb beim @rla(ten bataud td^ftaEiftrt fe^n. 9B5^ler 
hat im ^af^x 1849 auf biefe SBeife toirütd^ 3lpt>pb\fü\t in SBaffer 
aufgeUdt unb baraud h^ftaDifttt etf)<ÜUn. ^ 

^r bie bamalige jtenntni^ ber toulfanifc^en $Tobutte ift bie 9lb< 
banblung bon großem S^tereffe. Sie Sni^tionen leitet er t>on bem 
Zutritt toon SBaffer 1^, ioenn ed mit ber @(utl^ bed unterirbifd^en 
^bed in Serü^ng lomme. S)ie für ftd^ fd^meljbaren, 0leid^n>o^[ 
nid^t t^&nberten3Rinera[ien, toeld^e au^en>i>rfen n>erben, Ratten i^e 
^gerfl&tte über bem ^er unb entfernt üon bemfelben, JtaKIager 
müßten, toegen ber unge^uem SRenge audftrömenber Suftfaure {Roff 
lenfaure) in ber 3t&\^ beftnblic^ fe^n tc. 

Sine todUxt älb^anblung ^ObaervationeB mineralc^icae^ Don 
1784 ift )u em)ä^nen. 2 Sergmann berid^tet bie (Sntbedtung bed 
to^Ienfauem Sarl^td Don Seab^iO in 6(^ottIanb burd^ 61. SBit^e« 
ring; femer bie Unterfuc^ung bed fog. @tangenf))at^ bon Sret^erg, 
loelc^ er ate fc^koefelfauem Sad^t ertannte. ®r gibt an, ioie biefer 
burc^ SIü^ mit Degetabilifd^em SUfali }u jetfe^ unb n)ie nac^ bem 
%u«tDa{(^ bed f(^tD^e(fauem Jtali'd bie @(^ererbe ald hc^gefouert 
fiterra pondeorosa aerata^ jurüctbleibe. 

6t anolifftrte auc^ ben \p&Ux {o genannten ^l^tnit, in toeld^em 
er 46 iticfelerbe. 52 X^oserbe unb 2 SBaffer angibt. Selanntlid^ ifk 
biefed Slineral bem %opa^ \^x nd^ fte^enb unb entölt 17 ^rocent 
^hior. Semer unterfuc^te er einige ^toliü^^ koeld^ mit bem @tal^Ie 
Sunlen gaben» toä^renb ber Sronftebt'fd^e QfioliÜ^ leine ^unlen 
gebe. Obta>ol(fl fte berfc^iebener 9)ltf(^ung ftnb, jie^t er bo(^ feltfamer 
Skife ben &lfbxi, baB bie ^&rte loeber für (Senu« nod^ &pede9 ald 
ivefentlic^ jtennjeid^en gelten tonne» ba^ femer bie itiefelerbe babei 

^ Xnnalen ber (Siftmit unb ^^rmacie. 9. 65. p. 80. 
^ Opascul. VL p. 96. 



146 H. Son 1750 H« 180U. 

feinen Sinflu| f)aU, benn ber nid^t feuerfd^lagenbe 3^oKt^ tH>n-:H(bcltc;i 

ent^te ntel^ itiefelerbe aU jeber anbete. Sin äbnlti^ Stnrral 
anal^firte er imb fanb 

ftiefelerbe 55,0 

ÄaHerbe 24,7 

Sfconerbc ..... 2,5 

SWaflnejta 0,5 

. . eifenfatt 0,3 

äSaffet unb jtol^lenffiure 17,0 . 

100,0 
2)iefe ÜRifd^ung beutet duf ben je^igen Olenit ober ant s: 
9tt)o^^^0it, an bent ber Staligel^alt rnc^t aufgefunben tantrbe. t 
ina(6t aud^ gunt erftenmal ben Sorfc^Iag, bie Slifd^ung ctneiS SRtnaa^ 
burd^ 3^4^n anzugeben. 2)abei fe^ )u bemerlen, ba^ man'bt# t^ 

nur fünf (»rimitiüe @rben fenne, nömRd^ bie ®d^n>ererbe, bie Jt 

* 

erbe, bie SKagnepa, X^onerbe unb Äiefelerbe. 3)iefe f offen bur* r 
älnfangdbuc^ftaben i^er (ateinifd^en Flamen p, c, m, a, s angeir.^ 
unb fo gereift Serben , ba| bad S^^ ^ bomniltenben SRifcbuiu;^ 
tl^eild ben Anfang ber ^ormel ntad^^ unb nac^ ben be^üglid^n Cua« 
titaten bie übrigen S5eftanbt^eile ebenfo in ber ^ifen^olQt ju atm(^ 
^ttfen, 3)er 3eolit^ erl^alte in biefer SBeife ba« 3eid^n s a c, M^ 
obige italtfilitat s c a m ^ n^obei er auf ba^ SBaffer nic^t M^^ 
nimmt, ^ie ®enera fe^en bei ben Siliftiten bom k>ortoaItenben, M 
ftiefelerbe folgenben 3Rif(^ungdtl^eiI }u bejeid^nen, bei ben Fe^tgenanv 
ten alf mit a unb c. (Sr erlennt im Sab ber @ngtönber ben Sraun^rin 
ge^It'unb gibt an, ba^ beffen ^utoer, tpo^l getro((net unb mit Seiim 
befeud^tet, nad^ einer €tunbe ober bergt, bad Oe( )u t^Iammen tntfir(t(> 
"^^üiu muffe aber toenigftend 1 $funb SBab unb 2 Ungen SeinM an 
getoenbet n^erben. 2)iefed (Stptnmtnt ^abe fc^on jtirtoan angeftfOt. 
Cr ertoä^nt ferner, ba^ ber ©t)anier b'Sl^J^ar * aui^ ^ 

1 Don Saufio (m^nr^ax, geb. 1755 ju ^ogrcmio in Spanien, ^-^^ 
)u äRatrib, ®enera(btrectov ber meiitamfc^en Sergwerfc, tntbetfte 1783 »• 
ffinem 8nibrr Ton Ouan Sof^ ba9 SoIframinctaQ. 



2. 9Rineral(6emtf. 147 

iTungftrtn, in koel^em Sergmann bereite rinc SRetaDföure üemtutbct 
hat r ein neued ^RetaU batgefteOt habe unb bag «bief ed a\\6} im 9UoIfram 
(SptHiia lupi) entgolten fe^. 

Unter ben franj|dftf(i^en SRinerdcbenrilern jtir 3^t Sergmattn^ 
ift ®eor0 Salt^afar Sage gu nennen (geb. 1740 ju ^rid, geft. 
ebcnba 1824). Sr gab im ^afyc 1769 (bemif(^e Unterfuc^ungen beraub 
unter bem Xitel: Examen chjmique de diff^^rentes substances mi- 
nerales (^n^ 3)eutf(^e äberfe|t ))on'3. »edhnann. ®9tttngen. 1775) 
unb im ^ahx 1772 ^^l^mens de Mineralogie docimasiique.^ 

^n ber erfteren älb^nblung unterfud^t er bte ^rbe bed Xürti^ 

unb in Serbinbung bamit blaue unb grfine itu))ferer)e unb nimmt 

an, ba| aDe Aut^ferlafurerje mit ^iFfe eined au^ Sd^toefelleber ent' 

mitfeiten flüd^tigen Wialx entfitanben feigen, ^en Vlala^x\, fagt er, 

fe^e id^ atö einen @ta(altiten an, ber burcb bad in f(üd^ttgem Sau^ 

genfaljie aufgeW^te Äu})fer gebilbet toorben. »ei ber 3«iiörung be^ 

flüchtigen Slfali bleibe ba^ fettige SBefen beffelben am ftuf^fer (gongen 

unb baburc^ btlbe fid^ eine falinifc^e ÜRifAung üon mebr ober Weniger 

.^rte, nac^ Sefd^affenl^eit be« berfteinemben Safte«, mefd^er baffclbc 

bur<^bningen fyit — @r unterfud^te toeiter ben Safurftein, hjelcben 

er ate au« einer taltartigen unb «glasartigen (Srbe gufammcngefe^t 

annimmt un^ beffen f^arbe er einem ßifenge^alte )\ufc^reibt, bemerlt 

aber babei, ba^ ft(^ feine f^arbe burd^ Säuren gerftdren laffe, UKib- 

renb biefe baiS Serlinerblau nid^t angreifen. — 9(nbere ttnterfuc^ungen 

betreffen einen Salmiat bon Solfatara, ben 2^bon, üerfc^tebene SSktffer, 

Sbierje, QMmttf k. 2)aS Sleierj )>on $oulaoun in Stieber- Bretagne 

befKmmte er ate ^omblei unb bel^uf^tete, ba^ eS gegen 20 ^rocent 

@al)ffiure entölte. 9lad^bem ber 9[))0t^eler Saborie biefe Untere 

fuc^ng ate unrid^tig ertlärt ifoüe, ernannte bte $arifer Stabemie 

etne'Simtmiffion, meldte bie Sac^e entfd^eiben foDte. Sage unb 

£aborie mürben eingelaben, bei ben Serfuc^en gegenm&rtig ju fe^n, 

aber nur ber le^tere erf<l^ien unb erliefen fi(^ feine @|^mente 

atö ubereinftimmenb mit benen ber Gommiffion. Sage bielt aber 

über^u))t bie bamald betonnten natürlicben SIeifaI|;c für foljifaure 



« 



148 n. Son 1760 m 1800. 



SSerBinbungen, fo aud^ bad ®tün« unb bad Slot^bleiecj unb bieSol^' 
fäure fanb et ebenfalls in ben SRonganerjen , bie aud 3t>>^ ^^ 
@a^fäure mineralifirt befiel^en folten, ebenfo ber &almex unb bo 
(Sifenftxitl^. 2)a« XeHur ^ielt er für Xtfenit. @r n<xfym eine en^i^f 
(Srbe an,, bte er terre primitive ober terre abfiorbante nennt ttn^ 
toeUS^e.je nac^ i^er Serbinbung mit @äuren bieanberen Srben ha- i 
t>or bringt; man er^Ite fie, . fagt er, am reinfiten burc^ Saldinres ', 
t^ertfd^er Anod^. 9(ud i^er Serbinbung mit ber ^^^^äsie { 
entftel^e bte ilallerbe, ber $Iugf)xitl^ k. S)cr Quarg fe)^ eine Serbii^ 
bung bon SSitrioIfäure mit einem ft^en SQfali, ber Safolt^ tootunta 
allerlei SRineralien begriffen tourben, fev eine Serbinbung Don $bo»^ 
p^ox^&uu mit einem älffnlic^en äUIali, tme ed im Duorj toorfontmex 
9Ran lann eö laum glauben, ba^ leine }tt)an)ig Raffte noc^ bcB 
(Srfd^einen t)on @age*d bodmaftifd^er SJlineralogie d^ifd^e Xrbeitei 
n>ie bie t)on AU^rot^ unb SB'auquelin geliefert loerben lonnta 

2)er mit Stecht berühmte SRartin $einri(^ A(a)>rüt^ ttw 
}u iEBemigerobe am 1. iDecbr. 1743 geboren. @r ergriff bte p^atm 
ceutifd&e 2aufbaf)n 1759 in Oueblinburg unb nad^bem er bafelbfi, in i 
^annotoer (1766—68), SJerlin (1768—70) unb a)an)ig (1770—71) 
ald @el(^ü(fe gebient, tourbe er ^robifor .ber Stofe'fi^n ^ipotifde m | 
»erlin (1772—80) unb bann felbftftänbiger %potiidex bafelbfl H« 
1800, baneben älffeffor ber ^IJ^armacie beim Oberlolegium mebioiff 
(feit 1782); 5ßrofeffor ber ß^emie beim lönigl. gelbartineriecor»)« (f«t 
1787) unb ber fönigl. 9Irtiaerie>3ttabemie (feit 1791), 9lat^ un( 
SOlitglieb bed )}ereinigten ObertoDegiumd medici et sanitatis (fett 1799), 
enblid^ bei ®rünbung ber berliner Uniberfttät (1810) $rof. orbin. bei 
e^emie an bcrfelben. @r ftarb im 3lal^r 1817 am 1. Januar ya ^beitin. 

2)ie minerab^emifd^en älrbeiten Jl[at)rot]^d begannen um 1785 
unb bid an baie^ Snbe feine« Sebend ^at er fte mit unermflbetem 
Qifer fortgefe^t. Z)ie Sntbedungen beö Urand (1789), ber3irIon^ 
erbe (1789), ber ©trontianerbe * (1793), be« Sitan« (1794), 

* 2)iefe (Srbc amrbe )Ufrft i>ou (Svatoforb 1790 aU eine eigent^fimd'«^ 
bqcic^nct. j 



a» 9Rtneni((^emte. 149 

\>t^ Gerd (1803, dleid^settig au(^ bon 99er}e(iud entbecTt) bie 3taä}* 
toeifüng bor (Bigentl^flnatid^Ieit bed 1782 )>on aRürier Don Steterem 
ftein ^ entbedten XeKutd (1798) gingen barau« ^or. Xla!pwii^ 
^SetttSge }ur d^emifc^ Aenntni^ ber 3RinetaÜM^ ," hoeld^e Don 
1795 m 1810 in fünf Sänben erfd^ienen fmb unb ein 9anb 
„&ftmx^d^t Xb^anblungen gemifd^ten S^^altö" bon 1815 bilben eine 
Sammlung feiner gro^ent^eifö nod^ geltenben unb für alle 3^^^ I^^^' 
retc^ XrMten. @el^r fd^fi^bar ftnb bie Serfud^e über bad Ser« 
polten einer 9letl(fe Don. 3Rinera(ien im f^er bed ^orceSanofend, bie 
er nac^ bem Vorgang ^on S>arcet unb ©erl^arb mit SerüdF« 
ft<^gung bed Xiegelmateriate k, burc^fü^e. ®d finb 112 $roben 
im ito^bntiegel unb im Xl^ontiegel bel^anbelt toorben. JUa)n:otl^ 
mac^t aufmerffam, tote man bei ber früher beliebten @int^etlung ber 
®tein> unb Srbarten injd^el)bare unb unf(^me(}bare, meliere für 
f(^meljbar ^elt, bie ed für fid^ nid^t finb, toeil man nic^t beachtete, 
baB ber 3utritt ber Sliegelmaffe bad Sc^meljen Deranla^te, fo beim 
@trontianit, 8itterf))at^, SRarmor 2c. , 

Ueber )toei^unbert )hm %if61 mit me^ad^en Knallten au^^ie^U 
tete äCrbeiten betreffen bie Derfc^iebenften Steine unb @r}e, beren 
Kla^ot^ bie meiften ^u feiner 3^ belannten unterfud^t ^t unb Diele 
mit fo genauen Stefultaten, ba^ fte mit ben f^eren Derbefferten 
3tct^oben ioieberl(folt, nur beftätigt toorben finb. ftla)yrotl(f toar Don 
einem audbauemben (Eifer befeelt unb feine Sd^toierigleiten fd^redten 
i^n, eine begonnene Unterfud^ung burc^ufü^ren. Sd betoeidt biefed 
eine ber erften feiner Shneralanalvfen (1786--1787), n&mlid^ bie über 
ben jtorunb ,,2)emantf)}at^.'' @r tonnte bie erfte $robe mit ei(fma> 
tigern Xuffd^Ue^en nic^t ganj )ur Sdfung bringen unb bod^ ioieber- 
bolte er bie mfi^fame Sfobeit unb fe|te fte am @a))t)^ir no(^ n^eiter 
fort. S)a« Stefultot, ba^ biefer toefentlid^ nur au^ X^onerbe befte^e, 
mu|te i^n in Srftounen Derfe^. „SBeU^ ein ^o^er (Srab ber Sin« 
ye^ngdtraft unb innigfter c^ifdjier Serbinbung, fagt er, mu| ba^u 

* %x. 9of. greif^err SWülter oon Äeit^enfteiit, gcK 1740juSötfn, 
gfft. 18^ fbenba, (St^cf Ui fifbenbilrgifc^eu '^ergicefcn«, ^u^entialrat^, {»ofrat^. 



150 H- ^on 1750 bt« 1800. 

geböten unb ber 9tatuT ju ®ebote fielen, um einen fo gemeinen 8toit. 
ate bie X^onerbe, }u einem bur(^ gärtet SHc^t^t, ©lang, SÜbcr 
ftanb gegen bie SSirfungen ber Säuren , beö ^tuet^ unb ber Senrit 
terung, fo fe^r auiSgegeid^neten 9laturl(yr))er gu berebeln, ällfo ni^ttnc 
^bentität ber 93eftanbt^etle aOetn, fonbem ber befonbere Su^'t^ ^ 
c^emifd^en äSerbinbung berfelben beftimmt bad SBefen ber baroue i^ 
bilbeten 9{atur)>robu{te.'' 

Ala))rDtl(f ertannte balbV ba^ bie fctmmKid^en Dor^benai 
9linera(anall^fen einer neuen Prüfung unb Surcl^ft<l^t bebürfen unt 
er unterzog fid^ einer f old^n , IDO immer i^m ®elegen(^ett unb gcri^ 
»neM SRaterial geboten hHtr, benn nid^tS, äu^ er ftd^, iji ^ 
^ortfc^ritten einer SEBiffenfd^aft na(^t^eiliger, afö toenn bartn S^i' 
mer ate unbe}h)eife(te, längft audgemad^te SEBa^^ten angenonrnin. 
bon einem Softem, bon einem Se^rbud^ in bad anbere übergetrager 
unb mit barauf gebauten, ebenfo grunblofen ^olgefa^ toennek 
»erben. 

@r fc^ritt auc^ nic^t, tpie anbere, gleich }ur Srric^tung etn^ 
S^ftemd, fonbern betrachtete feine älrbeiten in U^ befc^eibener 93äif 
nur a(d Statetialien, h>e(d^e in f))äterer ^eit, burd^ öj^nlid^ anbem 
bermel^rt, baju bienen lönnten, ein Sl^ftem gu fc^affen. ©ein fr«« 
unb unbefangener Slicf geigt ftd^ überall unb ed toar (eine ber fl« 
neren i^m entgegentretenben @d^ft>ierigfeiten, ba^ manc^ äCutorit&tm 
n^ie Sergmann, SRarggraf u. a. 9(nal^fen ^ublicirt fyi^ttai, beres 
9lefultate gang t)erf(^ieben n)aren bon ben feinigen , foo e^ alf o um fe 
grd^ere Sorgfalt erforberte, baö ®efunbene ate leine Xäufd^ung an- 
gufe^. 

9leben ben glängenben Sntbetfungen, toeld^e aud ftIa)»r0t^« 
äirbeiten ^erborgingen, tonnte ed bod^ aud^ nid^t fehlen, ba^ ^ 
mani^ed für g(ei(^>artig na^m, load ed nid^t n>ar unb ba| i^ babcr 
mand^ (Sntbecfung entging. (Er fiu^ert ftd^ barüber bei (SelegenM 
ber 9(na()^fe bed ^maragbiS, in toeU^em SSauquelin bie gubor r» 
^BeriD entbecfte SeriSerbe loiebergefunben ^atte, nac^bem fie t?rn 
Sergmann, Slc^arb, Sinbbeim, gelier, ^ermann, Sotvil. 



2. aNttmalc^emtf. 151 

%yün xfyoi utib fxüf^ aud^ i9on Sattquelin überfein tootben toar. 
»,^0 lange bie Jtunbe be^ S)af0;nd etned ®runbfioffd in ber 9latur 
nD^ au^^Ib ber (Shrenge unfered befd^ränRen SBiffend Hegt, tann 
ein fo((^er Stoff bem Sd^belünftler oftmoC fe^ na^e liegen 'unb 
bennod^ beffen angeftrengteften älufmetlfamteit entgei^^en; bal(fingegen, 
toenn bie @|iflen) eined feieren Stoffel ttft einmal belannt ift, nnr 
itnd oft k>ettminbem muffen , bag. er fo lange l^t unentbedt bleiben 
tonnen. "" Se^^tered betreffenb ift aber üon Jtla|^'rot^ eine ber tonc^- 

• 

tigften Sntbedungen in ber Suffinbung bed Aali*d ald eined SRifd^ufigd' 
t^te ber 3lineralien gemad^t ioorben, nac^bem biefe Subftan} biö 
ba^in M nur im $flan)enreid^ t>or(ommenb angefe^ unb be^i^ 
anif $flan)enaKalt genannt ioorben mar. 

AU))rot^ fanb bad jlali unter ben 3)lineralien juerfl im i^eudt, 
bann in ber ^^eronefer ©rünerbe, im ®limmer k. - 

3n ber ^)p&in folgenben ®ef(^i(^te ber ®))eried ift am beften ju 
erfe^, toie umfaffenb bie £eiftungen Ala^nrot^ fär bie üRineral- 
Chemie gekoefen ftnb. 3um 2:^1 gleic^eitig finb t>iele älnal^fen au^- 
gefü^ ioorben bon 9t üb. 9 raubet, ^ot^eter in @al)uffeln, Sbr. 
%t. Sud^bol^, $rofef[or unb X^^ot^er )U Erfurt, 98. 9(. £amt)a^ 
bind, $rcfeffor ber S^emie )u ^reiberg, älcbarb, Sinb^eim, 
<^ever, äßtegleb, äBeftrumb u. a. 

. äUd ein illatnrot^ ^anlreid^«^ t^t ftd^ l^ouid Slicolad Siau» 
<iuelin bertoor. @r toar ber 6obn eined Sanbmannd )u ^ebertot in 
ber Kormanbie, im ^al^x 1763 geboren, trat )u Stouen bei einem 
Wpoüfdix in bie £e^e, unb ging 17^ nad^ ^rid, too er in ^our^ 
cro)^'d Saborotorium arbeitete. (Sr jeid^nete fid^ bun^ feine d^emifd^en 
Arbeiten balb fo aud/ba| i^n 1791 bie ^arifer XIabemie )um Wit^ 
gUeb ernannte. 1794 betleibete er bie SteOe eined $rofefford ber 
6^ie an ber Ecole des Mines ju $arid, bann an bem Jardin des 
plantes unb na(^ ^ourcrot^'d Xob 1811 an ber mebicinif(^ ^' 
cultfit ya $arid. dt ftarb im 3a^r 1829 in feinem 6kburtdort. 

^ie mineralc^emifc^ arbeiten Sau<(uelind iourben )um Xbeil 
burcb ^autf t^eranla^, toehber an<^ feinen !r^ftatlogra)>bif(^n Unter« 



152 II- Sott 1750 h\^ 1800. 

fud^ungen dftcrö mit feltenfm Sd^bKcf erbmnte, tDOd ol^ gindbastu 
ober t>erf(^tebenartt0 ;u gelten ^abe unb SSftuquelind Slnal^fm Oefcrtec 
bie Selege baju. @t entbedte im ^a^ 1797 im ftberifd^ Stot^bbim 
(jtifofoit) bad e^rom unb im ^a^r 1798 bie »exilU ober @Ir 
cinerbe im ä3eriK. 

Unter bcn englifci^en SJlineralogen, toeldj^ ben d^emifc^^cn "Xbed 
bei SRineralogie gefdrbert ^en-, ift mit Su^eid^nung Stielt aT^ 
fttrtt)an gu nennen. ®r toar geboren im 3a^.l73ö in ^oiib, 
ftubirte anfangt 9ie(^t0tt)if[enf (^af t unb (ebte einige 3^ old StbiH>{m 
in Sonbon, erft ^pätet toibmete er ft(^ ben 9{aturtmf[enf(^aften uet 
)}flegte ate ^ribatmann feine Stubien abtped^felnb in Sonbon , 5Dub&& 
unb auf feinem Sc^Io^ in ber ©raffc^aft ®alto)a^. 1779 tourbe er 3Rit 
glieb ber Royal Society, 1790 ^räftbent ber Royal Irish Academj. 
Üx ftarb 1812 ^u a)ub(in. 

Seine Elements of Mineralogie erfc^ienen }uerft 1784 unb : 
jtoeiter Sluflage 1794—1796. äSon biefer Ie|teren ift eine hcuüi 
tteberfe^ung burc^ 2. t>. 6reU erfd^ienen. 

ÜRit großer Slnertennung f^md^t Jtirtoan t>on ben mineralogtfi^ 
£eifitungen in ^eutf(^(anb. ,/2)eutfd^(anb, fagt er, übertraf in jcba 
i^inftd^t feibft aDed ba^, toad e^ bi^l^er fd^on bor)figH(^ed gelei^ 
l^atte unb föbrt nod^ immer fort, ft^i in feiner alten Ueberlcgen^ 
)u erl^alten; bort ift eine mineralogifd^e ©efeüfc^ft errichtet n>otbeii, 
beren ©lieber fic^ auf aUen X^eilen ber Srbe berbreiten tc." 

@rft äBerner ^obe burd^ bie 3(udarbeitung feiner äXtnetal 
bef(^reibung einen feften Soben für bie SBiffenfc^aft gewonnen. Rix- 
toan äußert aud^, ba^ er bei feinen @tubien burc^ eine noA 
9B3erner unb )um 2^ei( )>on i^m feibft unb t>on Warften georbnete 
Slineralienfammlung t>or}üglid^ unterftü|t toorben fe^. @d koar biefe« 
bie Sammlung t>on £edte, eined Sd^üler« t)on SEBemer, bamatö neben 
ber bed $a^ft Don D^ain, bie bebeutenbfte $rit>atfammlung, toeidK 
nac^ bem Xobe i^ei^ @rünberi^ t>on ber englifc^en Stegierung angcfonft 
morben hKir. 

jtirtvan tüiU für bie ^JRineralogie fotDo^I bie ))l(^vf<fd^^ ^^^ bv 



2. SRintroI^emie. 153 

• 

d^emifclM Sigenfi^aften bttüdfxdiÜQt ttnffen, unb tabelt, ba| einige 

^u eifrige Sd^üler SSBetner« geflenbie älnfic^ il^e« fie^erd mit ben 

pf}\ffx\d^ itenn^eid^en aOein ben @egenfi(anb bel^errfc^en ju tdnnen 

glauben. Xa^ 9}et^a(ten im ^er unb bie Sd^mel^grabe audjumit« 

tritt fteOte et jol^lteic^ 93etfud(fe an unb tmpjjUffit ba)u eine ^e mit 

331afe6alg, tpo eine rafd^e ^i^e ^ertomrgebrad^ ioerben lann, toelc^e 

ben )u untetfud^enben äRineralien nic^t bie 3^^ berftatte, auf bie 

St^ontiegel gu toirfen. ^te ^i^grabe beftimmte er nadf bem $V^« 

metrr Don äBebgeiooob unb bel^au)>tete , ba^ bie ^i^e bed £dt^' 

xofyx^ feiten bid 12ö<> SBSebgetooob ge^ unb 130<^ nie überfteige, 

tpAd)H üon ©auffure n)iberf))riKl^en tpurbe. 

(Er beff^ibt bei ben .ein)elnen 3RineTaIf))ecieiS öftere bad $er* 
fahren, toie fte )u )er legen unb gibt bie älnall^fen, bie bamate be- 
fannt taKiren, fe^ üoOftänbig an. 

f»3m gegentofirtigen 3uftanbe unferer mtnerologifd^en Aenntniffe, 
fagt er im britten äln^ang, erforbett bie 3^^0ung eine gro^e Xn> 
ftrengung ber Xufmertfamteit n)egen fo mand^er SBerividelungen, ba 
man SUidftd^t auf bie neun belannten Srben (bie fiallerbe, Sc^toererbe, 
SCalferbe, X^onerbe, Aiefelerbe, @trontianerbe, 3irfonerbe, äluftral» 
erbe, ^axt» Dber Diamanterbe 9r f^nter auf fünf Säuren, nfimlid^ 
bie SitrioI>, &alp, ^laiHpat^', $l(fod))l(for« unb SiMracfäure, enblid^ 
auf fünf metaQifd^e €ubftan}en, Sifen, »raunftein, Slidel, itobalt 
unb ft^yfer ne^en mu|.'' 

9ei bieten angegebenen älnall^fen bemertt man, ba^ bie unri(^' 
tigen Siefultote )um X^I il(fren @runb barin ^atUn, ba^ bad 3Ha* 
terial nic^t forgfältig geprüft unb au^etoälffU n>urbe. ®o Untren oft 
®fmenge bac^ Objett ber Unterfuc^ung unb fam biefer t^^ler nm fo 
b^ufigerbor, alö man ^ihnlic^ gro^e Ouantitöten betioenbete. Airtoan 

I Sebgewoot glaubte (1790) in einem 3anb au0 9{eu^(lanb eine eigen* 
t^umlit^ (Srbe gefunben gu kahtn, bie er Slufbralerbe nannte. tIa))rot( unb 
$atfc^tt leigten, bofi bie SD2if(^uiig«tbei(e biefe« Sanbe« i^iefelerbc, 2:^ontrbe 
unb (Sifcnop^b fepen. Xic !£)iamanterbe, welche ^Ia))rot^ (1786) aU eine 
eigen^fimUc^ im I)tamantfpotb (^cntnb) augebeutet ^tte, fanb er f)>atcr al« 
au# lliefelrrbe unb S^onerbe beftebenb. 



154 II. tSon 1760 bt^ 1800. 

gibt ate Siegel an , ba^ Don ben leid^tlödli^n Steinen m<^ toem: 
ald 400 ®ran , toon ben fd^toerlödlid^en 200 in Sttbeit gu nehmen kt^r 

Jtirtoan benennt bte @efd^(e(bter feinet Sl^ftemd naA beii&^' 
ober metaDifd^en ®runbftoffen, ed folgen bann bie SCrtcn unb l 
Unterabt^etlungen bie itlaffen, Familien, ätbänbeningen ^ 3^1'^^* 
3ünfte. SSom (^entifd^en €tanbf)unlte aud ift ba^ SSettoanbtt v^=s 
mengefteDt. ^n einem 9(nl^ang }u ben 3RetaDen uttb Srgen gibt ^ 
in XabeKen Anleitung ^um ä(uffinben bei Bpede^ mit 9Iuiffich c^ 
t^arbe unb ®(an}, ^äxie, f))ecifif(i^ed @etoid^t unb dbemifdbe Snoir 
@$ finben ftc^ barunter t)iele braud^bare unb t)rattif(^e ^obaAtsni^ 
unb SSerfud^e angegeben. S^afeln über bie quantttatibe 3^1^^""''''^ 
fe^ung ber metadifd^en Aalfe unb ^al^e nad^ Sergmann, SBenv 
Worbeau, ®aboIin, Saboifier, SertboHet, A(a))rotbs- 
fmb beigefügt. 

3Ranc^e Unterfud^ungen toaren bamalö au^erorbentlid^ erfahr 
toeil SRittel unb ©erat^e fehlten, ^ie Bearbeitung bed $(atin« y 
unbefannt ober nur bie erften SSerfud^e ba)u gemacht, ed frbftric 
für Sdt^rol^r))roben f o not^toenbige $(atinbra^t , $incetten mit $lan 
f^^n, 93(ed^e toon $Iattn ic. 

.&. 33. b. ©auffure (ber SJater) unb ^obun bemühten r 
t>ielfdd^ um ein TOtttel, 3Rinerarft)Htter ber ibif^tofycflcmmc fjei «« 
fe^en ju fönnen; fie fc^motjen bie gJrobef^Äitter (1785 unb 17871 «r 
bad @nbe einer ®Ia$rö^re an unb Sauffure toä^Iti; f|»ater (179: 
^afem unb Slättd^^en t>on S^anit (2)ift^en) , um aU ^(tcr ju bienr. 
bie i^rerfeitd an eine @(adrobre angefd^molgen nntrben. 3>ie in ^ 
f^Iamme bel^anbelten groben unterfud^te er bann mit bem SRifroJ^ 
unb gibt an, ba^ ed i^m fogar gelungen, anwerft feine Duaqfitfätr 
}u fd^meljen. ^n SreUd (^emifcben Stnnalen t>on 1795 9b. 1. jinbe« 
ficb mehrere 9(bf^anblungen über bad SSerl^alten ber 9RineraIicn v(^ 
bem Sötbrobr, in h?eldben Sauf füre fein Serfa^en befd^reibt, ^ 
relativen SAmeljgrabc berfelben |;u beftimmen. 6r bebiente fi* ^^ 
cinee ®ebläfed unb fc^ä^te bie Sc^mel^grabe nacb ber ®rrfti* ^ 
Jtügelcben, bie in tSrhi^ gebradbt merben fonnten. 



3. ®i^emati(. Stornntüatur. 155 

II. SSon 1750 bi« 1800. 

Sd xft för bie ©cfd^td^te ber aRinaoIogie btefft ^criobc 9una# 

rine ä(b^nb(un0 toon SEBaKeriud Don ^Sntarffe, in »elAfr er ben 

3B«rt^ ber mineralogifd^en ftennjeic^ unb bte @runbf&|e, rtai^ benen 

ein 9ttneralfi^ftem ju geftalten, einer Sef^^rei^ung unb Arttif unter- 

lotrft 1 Sr fagt, baft bte äußeren Jtennjetclfen fo triel nne möglid^ in 

ätntocnbung lonnnen foDen^ baft aber, too btefe unftd^er unb ungentb 

^enb, jene jlenn)et(^en , toeld^e t>om 9}er|Ki(ten im e^er unb gegen 

(bemtfd^e Xgentien ober gegen anbere Stbtpct ju erhalten finb, Bei^ 

(le^ogen toerben milffen. ^ Sergleid^en ftennjeic^en nennt er innere 

(intrinaecas notas). ^u ben äußeren ftennjeic^en )ä^It er fold^, 

ipelc^ l^cnommen finb: 

1. Som ^unbort unb Saterlanb, 2. t>om tSebraud^, 3. )»t>n 
ber @rö^ ober Jtlein^t, 4. Don ber Sbel^ett ober ttnebel^t 
5. Don 6tgenf(^aft, loeld^ burc^ bte @inne tDO^rjune^men, ©erud^. . 
®(^6^aä, %axb€, QUanj, ^eOucibttät ober Unbur#d^tigleit, 6. Dom 
äußeren 9(nfeben unb ber Struttur , 7. Don ber 9(rt ber Cntjle^ung, 
infofeme fte aud bem äteu^eren erbeUt, 8. Don ber ®eftalt. 3^ 
ben inneren Rmngexi^m ^äl^t er bie|enigen, toelc^' l^genominen finb: 
1. SSon ber @d^toere ober Seid^tigfrit, 2. Don ber ^arte ober 

1 Laciibrationam Academicarum Spccimeu Piiim de Systematibu« 
Miiieralogicis et Systemate Mineralogico rite condendo, a Job. Oot«cli. 
WnDerio etc. Holmiae 1768. 

3 p. 128. ^ 8ö. p. 120 ^igt ei au(^ borflber: Quid iinpeUt, quhi 
Mineralogos, Chemicus et Physicas iisdem mediis uti posaint ad diversos 
fiiies obtinendos? Veheroeuter dubi'tamus^ nn cörpora aimplidter mixtn 
allter quam ratione mixtiouia ab invicem distingui et iit distincta coiii 
Mderari powint: ideoqiie et an ' Mineralogiis , suo rite fnngena officio, 
adminicalia Cheroici« carero potest. Sufflcit diziase, dari corpora minet 
r.'ilin distincta, quae aecuiidnm qualitates externos nuiiquam sufTtcieiitei' 
ilistingni possiuit, nullam et dari posse Phj'aicam llinerab'uin sine coriin- 
dem Cliemica cognitione. 



156 n. »on 1750 m 1800. 

SBeid^^eit, 3. \>tm 33er^(ten gegen SEBaffer unb falintfcbe %^' 
(ad Menstrua Aquosa vel Salina), 4. toom Ser^alten im i^;r 
Ö. t)on bet SuBftait) ttnb @ntfte^ungdtoetfe, butd^ d^tfc^ @^iir: 
nad^toeidbar. 

^te 6Iafftf}Iation tiad^ ben äußeren Aenngeid^en nenne er bie rS* 
fUI(^lt(^e (superficialem), bei anbem ^ei|e fte ffinftlid^ (artificnii' 
unb tperbe unter ben neueren SRineralogen bon 3o^. @. ^ebenftrf 
(1743), ^,«. 6art^eufer(17ÖÖ), 3o^. 6.. Sedier unb 3- 6 
Siald^ (1762) t>ert^eibi0t. Sie (Elaffifilation nac^ ben innertnfer 
jeid^ nenne er bie d^emifd^e, bei anbern l^ei^ fie bie noM: 
(naturalis), fie toerbe toeri^eibi^ toon ^enlel, $ott, Snb^- 
3. $. ®. 3ufti, ßronfiebt (1758) unb »aumet (1763). t 
britte Slaffifilation fe^ bie gemifd^, t)on beiberbi ftenn^etdberr 
confequenter SBeife ®ebraud^ nuK^enb, tvogu er felBfit ftcb Mr 
UKi^renb eine fold^e, ' too balb bad eine» Balb bad anbere $ir. 
batin, eine eonfusa ju nennen fel^. @ine folc^e ^6e 91. X. ?''• 
angetoenbet (1762). Sa| man Slineralien unb ^etrefoEten mc^ 
muffe unb in bem @d^o|e ber @rbe gebilbete Steine bon bot' 
Si^eren unb ^flanjen ergeugten, barüber befte^e lein 3^H' ^ 
aber bie fiennjeic^en bon ^nbort unb Saterlanb betreffen, fo ^ 
fie ni(^t aU d^aralteriftifc^e }u erlennen ; biefelbe mineralifc^ Bä^ 
tonne an fe^ t>erfc^iebenen Orten borfommen, tme t>om Jliefe( £^ 
Sernftein genugfmn befannt fe);. SHe Slaffiftlotion mit Stüct^» 
auf ben ^nbort fe^ nai^ bem SSorgang ber älteren %^^ 
Siodcoribed, ^Hniud, ^orfiud unb 6äfa[))inud am «^ 
teften bur(^ »odfenl^offer auggebe^nt toorben (1077). Safe manic 
9Rinera(ien Ütamen nad^ ben ^nborten gegeben ^be, fommr f<^ 
bei S)io«coribe«, 5piiniu«, Slgricola u. a. bor, für bif £t^ 
indbefonbere bei Caiceolariud unb 9lIbroh)anbud ()u Xnt«^'- 
bed 17. 3a^^unbertd). 2)erg[. ftnb Lapis Phrygius, Arabicus, Ie 
dicus^ Lydias, Judaicos, Aidebergius etc. 

S)ie Äenngeid^en 2. 33om ®ebraud^, fe^en nur mit groSfr*'^ 
fic^t anjutoenben, benn ber ®ebraudb gebe nur infofeme ein i^^ 



3. 6t?ftemati(. ^tomenftatur. 157 

ftifc^e« Aennjetc^en, ate er auf ber 9latur bed Aöv))erd unb feinet 
rbeile beruhe, fo er^eKe loom <9e6rau(^ }ut ^laftit bie 9iaiur bed 
:^ond, bom f^uetfd^Iagen bie Statur be^ Aiefefö k. 3)ie berfc^ie- 
enften SuBftanjen f5nnen aber ani^ ju gleid^ ®ebrauc^e bienen, 
ne bie ^arberbe unb ftreiben ein 93eif)nel geben. Um fold^er Aenm 
eichen toiKen feigen bie 3Rarmüre bom AaHftein unb bie duaber- unb 
iBü^Ifteine bon ben @anbfteinen getrennt toorben. 9(uf ben ©ebraud^ 
labe befonberd U. ^iärne 16d4 9lü(fftc^t genommen. 

^ie Aennieic^en 9*. Son ber (Srö^e, fet^n ungenügenb unb un«- 

lüf^; bie Quantität bebinge {eine 2)ifferen} ber' RtSxpct unb 9erg« 

hr^ftaO unb t$Iu|f))at^ fdnne auf bergleid^ ®runb fjin niifi bom 

2)iamant unterf(^ieben foerben. SKe @r5^ ber S^^eile in Segie^ung 

auf bie Strultur eigne fiä>, Sarietäten ju unterfd^eiben. 3Rel^r 

ober tt>eniger ®ebrau(^ machten im ©t^ftem t>on biefen ftenngeid^: 

anf. S. t). Soot(1647), äBormiud (1655) unb ^onfton (1661). 

äle^nli^! beredte ed fid^ mit ben Jtenn}ei(^en 4. Son (Sbel* unb 

92i(^tebeIfeVn. 2)erlei Unterjc^eibung möge tpo^l gutoeilen ftatt^aben, 

nxnn bie Sejeic^nung bon beftimmten ®igent^ümtic^feiten ber betreff 

fenben Subfian) ab^nge, toie bei ben SRetaUen berüdftd^tigt toerbe, 

an ft^! aber, infofeme 6e(ten^eit ober 9li(^tfelten^eit ober toiUfürficbe 

(Sonbention bie SSegeid^nung geben, fönne teine ß^aratteriftif ba^r 

genommen toerben, S)em einen erfc^eine oft ebel, tbad bem anbem 

nic^ dbel frfd^etne. ®o jä^Ie ällbrotoanbud unb SEBormiud ben 

$lu^f))at^ unter bie ®emmen; @c^toen{feIbt (1600) aber unter bie 

lapides rodes, ber SSergfd^ftaU ift nobilis bei ^^f^^ ignobilis bei 

eyorfiud, ber ®ranit nobel bei 9EBa(c^, gemein bei Sronftebt k. - 

2)ie Aennjeid^en 5. 3eru(^, @efc^madF, ^arbe, ®Ian) unb ^eUuci« 

bitat, feigen bon befc^ranltem ©ebrauc^, boc^ jutoeilen n>ol^I ankoenbbar. 

Seim ®eru(^ fei; ju beachten, ob er einer Subftanj koirtlic^ 

angehöre, ober toon einer frembartigen begkitenben ^enü^^e. 3)er fog. 

Seilc^enftein ^abe feinen ©eruc^ toon einer barauf toad^fenben ^fianje, 

ber bur^! Sldben, Schlagen, @rhHirmen erjeugte ®eru(^ fei; oft 

(baratteriftifc^, ebenfo ber Qkruc^ einiger Situmina. 



V • 



160 II- ^on 17M) m 1600. 

toe^ Sieinfal) mit bem Sleif^Iann unb ^bi^fpatb, ber SdbM nitbn 
Sleiftmt^ K. 

9tun toenbet rr ftc^ gu ben inneren Jtenn)etc^en. 9$wn ftKcijp6 
(Behrid^t, fogt er, baft et }ur Slaffsfitation pic^t geeignet fei^, ^' 
bei bemfelben ®efc^lec^t unb fogar bei ben SSarietöten berfdben Bttz 
berfd^ieben fic^ feige, baed ab^ngig tl^Id boH einer g^rängte: 
,iber üDeniger gebrftngten äSerbinbung ber 3Raf|[ent^l(^n, t^rr 
gri^eren ober geringeren metaUifd^en Sinmifd^ungen. Semerlendtre:: 
Jel^, bag bom @efd^led^t bed %^fed unter aOen Steinen ber $cr 
nif(^e nnb $etun^ (Sar^t) am fd^ioerften feigen, am Ieic^tr|ien SiV 
unb Simdfiein. ®rö^eren Slu^^ gekoä^e bad ^i^broftotifd^ Sron: 
bei ben 3)letaOen unb Srgen, bie babur^ ald reic^ ober ärm;i^ 
erfennen. 

Sie $ärte bestimmt er mit bem gRtngemogel, mit 9lei{rrt> 
^le, ^erfta^l ober geeigneten l^rteren 'Steinen, @mirgr( .: 
^amant))ulDer. Sr unterfd^bet toeid^ere unb härtere Stiwrai' 
erftere fe^en leidet )U ri|en unb Idnnen i^re X^Ic^n }9on fi\xir^ 
3Baff er abgerieben toerben , fte feigen jerbted^Iid^ ober jä^. ^ r 
teren f e^en \>om SReff er ober ber ^U nur f d^n^ }u ri^ , gebcr 
Stal^Ie ^nlen unb toerben bon SSfiffem med^nifc^ toenig angcgr 
(Sd nrirb ^er ^rte gum 3;t^eil mit ber ä(b^fion ber 2;^eile in | 
fc^iebenen 9(ggregat)uftänben bertoed^felt. 2)ie ^rte Eönne nur 
^ilfdlennjeid^en bienen, befonberd gur Unterfd^ibung ber Sbelnr 

9luf bem aOiege ber Sö^Hc^feit ober Unlddli(^teit inS^r 
Delen^ ober Säuern bie 3Rinera(ten gu unterfd^eiben, fd^ etei'^ 
trügerifc^, benn fo getoi| ed fe^, ba^ aUe Aaltfteine mit 6»' 
braufen, fo genri^ ^tp au6), ba^ nid^t aQe Steine, toelc^ Braufm,^« 
Halffteine genommen toerben bürfen. 3)te 93eif)nele, totl^ er anfu^: 
geigen ben Siac^t^eil einer ungenügenben Unterfd^ibung bon Ste- 
gen unb ein ba^r rü^renbed öftere^ 93erioec|^feln bon SUbungm v 
Sanbfteine unb^Sd^iefer mit homogenen SRineralien. 

*i^a h)i(^tigfte (Kriterium ber 3Rtttera(befttmmung fe^ bae 3?' 
balten im gfeuer. Damit n>erben fieser unb beftimmt entfAic&r 



3. ei^eiiuitif. 9{(mieit!Iatitr. Igt 

tva^ jtaltflein ober ®^^, \oa^ pi^oSipf^tdoxcnh, f(^mel)bar ober un- 
f c^mel^Bar K. 2)amit fe^ bie ^neralogie )u ber SoBIommenl^t ge« 
lanflt, beten pe pd^ erfreue. * SRan imi^ fw^f <n bie 3«t - t>erfe|en, 
ttm biefen @a| ate entpli(^ gemeint l^ingifnel^en. 

®r toiberlegt bie @inlvürfe, totl^ toon ben (Seinem erhoben 
iverben , ba^ bergleid^en Unterfuc^ngen mit* Sd^erigfeiten t)erfnü))ft 
fe^en, ba| aDe Steine mit Jtafi unb Soro; j^ef^at, "bie glfic^rtij^fl 
etfdbeinenben im gfeuer ftd^ bod^ t>er{d^ieben imi^Üen u, .-Sr lemerft 
babei, ba^ mit£am|)e imbSUI^rol^ bie ni^ti^nO^Verimente gemod^t 
ti>erben tonnen unb ba| tnegen ber Untonffeni^ 0ber be& jBerbmffei» 
@in)elner bad 3i^I ber SttnerMogie nid^t anfjugeben fei;. 

9lad^ nod^maliger Ueberfc^au fd^liegt er mit bem @a|e: Nulliun 
itaqiie est dnbium/ quin hujusmodi Methodus mixta, quae notie 
characteristicis tarn extrinseoia quam iDtrinaecis eimul combinatis 
est 8upeT8tructa^ proxipie ad naturalem aoeedena, maximam in- 
dicans symmetriam, reliquis ait praeferenda Methodie. 

ÜRan erfte^t aui ber gegebenen 3>arfteDung ebenfotoo^I, toeld^e 
^i^Inft^ten bonrnte bie ftoeitenben ioaren unb toeU^e aRittel man befag, 
bie eine ober anbere )u unterflü^ ober anzugreifen, old au(^ ime 
man übet bie mannigfaltigen @igenfd^aften ber SRineraGen. me^ ftlar< 
beit )u getoinnen fitd^te unb fritifd^ -älnob^fen mit xlpcm äBefen 
borna^m. 

®Ieic^ta>o^I tft ba^ Softem bed aSalleriu^nii^ fo audgefaSen, 
n>te man ed ertoarten foOte, ba er namentlich bie (Erben, @anb« unb 
e taubarten ein^ eigene Alaffe mit ja^Ireid^a ®p€d<» bUben Iä§t. 
Sein Svfiem nad^ ber jh>eiten Auflage (Systenw mineralogicum etc.) 
»e« 1778 ift folgenbe«: 

a « 

» p. 152. 6« W§* tociter: Qiiamdtu saperficiales viguerunt HeUiodi^ 
DuUos Miueralogiam fccisse progreesus, facile observari potoat^i iuK> ex 
fiilverso, pam roaxima confusione, ac inumeris nominibua factam fniaac 
oneroaain. Ipaoa AuctoiTS, qm superficiales defendniit Methodos^ lacite 
arhitrinm ignis agnoscere, dum Calcai'eos a Gypseia^ Marmortf ab Ala- 
bastris et sie porro ^(ingaunt etc. . 

A b c 1 1 , 0<f <^i<^t( ber Vincridogif . 1 1 



' 



lli2 II. 8mt 1760 bt« 1800. 

i. ClaasiB. Tevrae. 
Ordo I. Terrae macree 
Genus 1. Hmnu«. 

^ 2. Ternie.calcare«e. Orelae. 
,,3. y, gypeeae. 
.„4. .„ magueaiae. 
Ordo II. Terrae tenaces.- 
Genus 1; Argillae. 
„ . 2. Uarf^. - 
Ordo 1|L Terrae minerales (Otferatieii). 
Ordo IV. ^ durae. 
Geiiqs 1. .Olareff. 
„ % Tripela. 
^ 3. Gementunn. 
n 4. Arenae. 
7, 3. •> Arena'metallica, 
^ .8r fi . animalis .(SRufd^Ifanb). 
Classir II. ^apidca. 
Ordo I. Lapides calcarei. 
. Genus. 1. Calcareus. 
^ 2u Spathum. 
y^ 3. Gjpsum. 

^ 4. Fluor, mineraiia (^InlftMit^). 
Ordo II. Lapides^ vilrefiöentes. 

Genua 1, Lapides arenaeei (Saabficifie). 
^ % Spathum scintillans (gfelbf^t^). 
f) 3. Quaruim. 

, 4. Gemmae (^amaut, 9lubitt, %öpa^ k:) 
n 5. Granatiei Lapides. 
f) 0. Aoliatae. , 

' ji 7. Jaspis. 
Ordo 111. Lapides fusfbiles. . . , 

Gen.l. Lap.zieolilici (barunter Sofurfteih, Xamialm, attfoüft» 



3. at^flfmotif. Kmiifiinatur. 14)3 

Genus 2. Lupides inanganenoeB (Srautifiein, SBoIfram). 
^ 3. Lapides flssiles (Sc^iefetartrti). 
fl 4. Lapides margacei (Ämet0eIfitrittf). 
^ 5. Lapides eornei (.$omfeI«ftfine). 
Ordo IV. lispides apjri. 

Genus f. Lapides micacei. 
^ 2. Lapides steatitici. 
Ordo V. Saxa. 

Genus 1, Saxa mixta (®ramt, ,®Itmmerfcl^ieffr k.). 
^ 2. Saxa aggregata. 

Ciaseis IIL Minerae. 
Ortio l Saliat 

Genus 1. Salia acida (Säuren). 
^ 2« Vitriolum. ' 
^ 3. Alumen. 
^ 4. NiUiuin. 
^^ 5. Uiiria. 
^ H. Alktfli ininerale. 
^ 7, ^ ^ volatile* 
^ 8. Sttiia neulra. 
^ • 9. Sal ffinmoDiaetiin. 
- . 10. Borax. 
Ordo IL Sulphura. 
Genus 1. Bituinioa. 
^ 2. Suecinum. 
^ 3, Ambras 

^ 4. Sulphura {SdfiotftU ^fi^riK k.) 
Ordo llL SeniiDetalla. 
Genus 1. Mereuruis. 
^ 2. Arsenicum. 
*-, Ji. CbbalHim. 
^ '4. SHcooluni. 
^ 5. Antiinonium. 



J64 II «on 1750 m 1800. 

H. ^isinnthuin. 
„ 7. Zipctim. 
Ürdo IV. Metaliii. 
GeDU8 1. FeVrum. 
^^ 2. Cuprum. 
„ 3. Plumbum. 

^ 4. Stannum. • • 

„ 5. ArgentuiB. 
^ 6. Aiurtim. 
^ 7. Piatina. 
2)ie Älaj^e IV. enthält »eitev bieOonorela, mo^iit xcccr. 
unb H^uRanifd^e ©d^Iadfen, ^ßetref alten, unb bic Lapides figureti m: 
Calcuii. 

(Sine befonbete Sorgfalt ^at SSSaUetiud auf bte S^raften^ 
feiner Älafien, Drbnungen k. »erttjenbet. 

Ate bad aOBerner'fc^e Softem erfc^ien, ^ote« toor äffen anbrr 
Sluf erlangt unb längere 3«* ^inburd^ (in melden Shiflagm) ol^ 
bad borjüglid^fte gegolten. 

aSerner*« ©d^üler, 2. 31. emmerltng, * gab in feinem ge^b-i 
ber SKineralogie S5b.L 1799 eine ^arftelhmg batoon unb enttvidrii 
bie bamate geltenben ®runbfä^e ber ot^ttogni^fKfc^n Slaffififatir. 
2)ie Sejeid^nung Drl^ftognofie, bon fväatg *ftenntiit§ ui: 
6(}Vi(T6vi bad Oegrabene, tourbe t)on ®erner für bie SEBiffenfdr 
ber ungemengten 9Iineralft)ecied gebraud^t; Sergmann ^atte Orrct- 
logta t)orgef(^lagen. • ' 

Sie @runblage be^ 9Berntr*fd^en Si^ftemd frDte^bie natürlün 
SBenoanbtfd^aft bilben, loeld^ au^ ber SMfd^ng erfannt toerbe. Slbr 
nid^t bie borh>altenben SRifd^ungdti^eile fe^en *i^(efihnnt#iib für bc- 
3uf ammengel^örige , fonbem bie (^arah^rifir^nben^ btejeniars 

t Subivtg 9[uguft (Smincrling, geb. 176&«pi Vmftabt, S<^ipar)bc:s 
<Sonbcr(^ttfeu, gep. 1842 jit Dartnpatt, !£)ccent ber äRmeralogie unb ^Pcc- 
bautunbe an ber Unioerfltät ju (biegen, 9ergntei{ler in.!t^Iitter, 1808 5iV. 
bei ber ^offammer in (biegen, 1821 SRitgUeb ber dberbaitbirectfon in Tarnntar;. 



3. ei^fkfmatil. S^omenftotur. 165 

nämlic^, nad^ toeldfm ed ^u itn ^offiUcn )u fte^n tomme, mit h>eld^en 
ed im aDgemeinen bic meif^ IBetlpanbtfd^afi jetge. 2)te Jtlaffen 
h^ctben burc^ bie Srunbbeftanbt^ile bejHd^net, toebbeetbige, faltige, 
btennlic^c ober metallifd^e finb. 

2)ie ®efd^Ie<^ter finb nad^ ber Htt ber bottoaltenben ober 
cbaraftmfttenben Seftonbt^eik beftimmt. 

@attungf n Jinb fo biele, aU et berfd^iebene !Dl^d^un0$t)erl^It- 
niffe gibt. 

eyopien einer ©attung, t9e((^ in }l9ei ober brei ppedtüm jtenm 
^eic^n abn>ei(^en, mad^en bie t>erfd^iebenen 9(rten einer @atttmg an^; 
üBetfc^ieben^eiten innerhalb ber @ren}en einer Strt- beftimmen bie S^a« 

rietät6t. : . . * 

■# 

^ie Slei^enfolge foU ebenfalls tia^ ber natürlid^en SSertoanbtfd^aft 
gefc^l^en. 9)abei bemerlt emmerling ganj-rid^ö: ^2Bir muffen un« 
aber bie natürliche tBemKinbffc^afi ber t^opien teined^egd al^ eine 
gexabe Sinte ober ate eine ununterbrochen fortlaufenbe ^eiU, fbo immer 
ein ®Iteb fxö) nur an bad k)ör|^ge^enbe unb nad^folgenbe anfc^Iie^t, 
audf nicbt aU ein regelmäßige^, fonbern ol^ ein t>eriDorrened, nac^ 
aOen (Seiten, audgebe^nted ^d^ benfen, in n>e(d^m einige @Iieber an 
mebrere }uglei(^ unb gteid^ ftarl, albere hingegen nur an n>enige 
ober nur an ein. einjige^, unb bieg ofi nut fc^hHui^r ft4 anfd^Iief[en." 
3)a« aSJerner'fc^e SQKneralf^em toat im 9fa^ 1798 folftenbed: 
I. klaffe. (Srben unb Steine. 
A. a)emantgefc^Ied^t. 1. 3)iamant. 
ß. äirlongefd^Ied^t. 
1. ^»jajintb. 
"ü. 3irton. 
C. Äiefelgefd^Iec^t. 

1. (Sbn^oberiU 

2. e^r^folit^ 

3. Dlirtn V SivW'«^aft be« .(Shranat«f. 

4. 9(ugit 

5. ^^eful^ian 



166 



II. ^tt I7oO bid 180(>. 



«. äeucit 

7. Wriauit 

8. &€anai 

9. (S))inea 

10. Bappi^xx 

11. 3:o^d 

12. 6iiiarafl^ 
IB. Ser^a 
U. @<l^ar( . 

15. X^timoftein 

16. eifeitliefel 

17. Ouaq ,. 
IH.^Qmftein 
19. ^erftein 

21. $cItotrot> 

22. G^fo)n:Q« 

23. fttefeiff^ef 

24. Oibftbian 

25. fia^^eimugc 
26.^¥e^it • 

27. 3coltt^ 

28. Jtmiifietit 

29. Safurftein 

30. Safttlit 
I). %l}ün^t\^U^.t 

1. Steine X^enerbe. 

2. ^ofcellanetbe. 

3. @emHne( Xhon. 

4. SimoKt. 
5.< 3ttf)nd. 

7. ^Ifteiii. 



@t)})9fdbaft be« (ikatiate. 



r- 



t)t)f(i^ft bei( 9tubin«. 



€i)?t)f(^ft be^ @(|^rl^. 



@i))))fc()aft be« Xluaq^e«. 



6t)>)>f(^aft bed 3eolüf^. 



3. ^tcmatil. 5Iottirtt!latiir. 



167 



9. jtontnb. 

10. gelbfpatK 

11. ^lierfd^kfer. 
V2. %npA, 

13. Xlaunftcni. 

14. SQaunerbe. 

15. 9Uaunf<l^tefiT 

16. eranbfdi^iefei 

- 17. 3cMM*«f< 

18. Sße|fd(itefcr 

19. 2:^onWiefer 

20. 2etribolitb 

21. @IimincT 
Ä2. Io>)fftetn 

23. e^brit 

24. ^mUenbe 

25. 8Afa(t' 

26. SBade 

27. Altitdftein 

28. £atHi. 

29. Simdftein. 

30. ®tünfrbe 

31. @tetnmart 

32. Silbftein 

33. »«rgfcife 

34. Qkibeibe 

1. »oL 

2: aimfc^um 

3. SBoItembe 

4. 9t<|)ll^t 

5. &))edftein 






Sxp}p^d^\t be«» Xi^onf(^iefer0. 



@i)>)»f(^ft b<^ QMimmerd. 



@i)>t»f(^ft be« Xrat>t)«. 



6ip))fd^ft bV« 6trinmartd. 



®i))))f(l^ft bed Seifen^Q«. 



@tpH<^ft be« ZoIM. 



1 68 II. . «otL 1 750 bid 18CK). 

«. ®er|)entinftrin j 

7. %ali ( Sii)))f*aft bc« lalte. 

8. ä^bcft ) 

9. e^anit 

10. Stra^Iftein. 

11. IremoHtb. 

F. Äalfgeft^lec^t. 

a. Äo^Ienföure Äalfgattungen. 
1. öerötnilc^. V 

4. .treibe. 

3. Malfftetu. t 

4. Sc^aumljbe. ' 

5. ©c^ieferf>)atlS)j, 

V. )öraunf>)at^. 
H. Stinfftein. 

9. aRergel. ^, > 

H). «ituminöfer Wergelft^iefer. 

11. Srra^on. 

12. "äpatxt ' ; 

13. S»)or9eIftein. 

e. «orajfaurc Halfgattungen.. 

14. Soractt. ' ' 

rf- $luMaure' Äaltgattungen. 

15. Jluft. 

e. ©c^ipefelfaHre Äalfgattunden. 

17. ^aueneie. 
<^.* Jöarvtgefc^^Iec^t. ; 



3. eyftemattr. 9{9m^tfatur. 169 

H. ©tronttongeft^leii^t. 

1. Strontionit. 

2. ßoelef«», 

II. ftlaifc. (Salje., . 

A. ig-c^^toefclfäuteg^fd^led^t. 

1. Slatürlic^ 3iitrioI. 

2. Stotütlid^er SQaun. 

4. 8ct0butter. - - 

5. «RatürKd^c« »tttcrfolg. 

. 6. Slatürlid^c« QUaubn^ali: / .. 

B. Ä'alJ)eteKfäurcgefc^Iec^t. 

1. 9latörii(^er Sal»>etcr. 

C. Äoc^falgfäuregefd^Uc^t. ' ' 

1. 3latüxl\i)ci Aod^fa^. 
^. 9latürK(^er ealmiaf. 

1. 5RatärK*e« SKineroIalfali. 

m. Älaffe. «rennlic^c goffiUen. 

A. 6<^toefel0ef(^lecf)t. 

1. Slatürlici^ ©c^tpefcl. 

B. (grbfKirjflefc^ec^. 

I.-Situntinöfed $oI). 

2. ©teinfolS^Ie. 
H. erböl. 

4. @tb})«^. 

5. SJertiftein. 

6m öonigftein. . ' 

1. Qkcipf^it 

2. Ao^Ienblenbe. 



\ 



170 n. . «Ott 1750 W« 180(). 

IV. Äfaffe. »ctalle. 

A/^IatingcfAIcd^t. 

1. ®ebicgene^ $(attn. 
H. Öolb0ef(^led;t. 

1. ®cbiegtne« ®olb. 

2. aiag^aöerj. 

C. Quedffilbergcfcblcd^t. 

1. ©ebtegened Duedfilber. 

2. 9latürlic^ Xmalgam. 

3. Ouetffilbers^mer^. 

4. üu«ffi(|j)fr=2ebcterj^. 

5. 3Jnnober. . 
I>. ©ilberßefAIec^t. 

1. ©ebiegene« Silber. 

2. Äagl^ager ©ilber: 
8. arfeniefilber. 

.4. ©J)ie60lanjfilbft. 
5. ^orncrj. 
ü. ©ilberfc^ärje. 
7. Silberglaugerj. 
H. Sj)röb8lanjet5. 
ö. Siot^gültieera, 

10. Sei^gtiltiörtg. 

11. @raugülttger}. 

12. ©(^h)ar^0ültiger||. 
K. Mu))feröef(^Iccl^t. 

1. ©ebiegene« Äupfer. 

2. Kupferglaii^. 

3. )öuntfuj)fmvj. 

4. Äuj)feifieei. 

r>. 9Bei^tu)>ferer|\. 



8. ei^pfmatif; Komnifiatitr. nt 



7. «mjferfc^toatj*. 
H. 3JotHm)ferern. 

10. Äujjferlafur. ' 

11. SRaia^i^.^ 

12. ftu))feti)dtii. 

13. eifenfc^üffifle« Äupfergriin: 

14. Oli^rnierj. 

1. ©ebtegeneö (Jifcn. 
5i. eitoeffRIwt. 

4. SRagneteifenftei«. 

5. ßifenglanj. 

«. Slotbetfenfteiu. 

7. Srouneifenfteui. 
H. e^Hitbetfwtftfm. 
». S(^n>ar}rifniftetn. 

10. IBoncifenftein. 

11. Siafendfenftetn. 

12. »laue Stfenerbf. 

' 13. ©jrüiw (Stfewetbe. . 
14. ed^mirgef. 

(>. SletflefcbUc^t. 

. I. Slfiglanji. 

2. eiaubtde^. 

3. Staunbleier). 

4. @(^tiHit)bleier;i. 

5. aW^Ieierj. 
(5. Qhrfinb(etct;i. 
T. Mrthbkierj. 
8. ©elbbWfrji. 



172 



II. SioiU 1750 btd 1800. 



9. SktürKdSier »leiöitriot 
10. »Werbe. 

1. 3i""fic^- 

2. 3iwwpriw- 

< 

I. SBi^mut^gefd^fed^t. 

1. ©ebiegener SBi^mut^. 

3. aÖ3i«mut^od^er. 

1. 8lenbe. 

2. ©attniei. 

L. ©))ie^0la"n30e.fc^Ie(i^t. 

1. ©ebiegener @))ie^0lan^. 

2. ®rauer Sjjie^glanj. 

3. 9lot^=©})iefelanger3. ■-■ 

4. SQ3eife=S})ie^gIanjer5. 

5. Sj)ie^gIanjo(i^er. 

M. Koboltgefd^led^t. 

1. äBei^er @))eie{obolt 

2; ©rauer epci^toboU y&xp)p^i^^ be« S^efrfccltf 

:•». ©lanjlobolt. 

4. ©c^tparjer @rbtoboIt 

5. äätauner 
il Stoiber 
7. ®elber 

N. «irfelgefc^UdSrt 

1. Äujjfemicfed 

2. gitdelod^er. 
O. Srattnfteingefdi^Iec^t. 

L ®rau=8raunfteiner^. 



ft 



tt 



n 



^>^ii(k\i %^ ®rbfol>cli! 



3. ei^tfmcitif. ' 920tnennatur. 173 

« 

3. 9lot^ »raunftrinerj. 
F. 9»oft?6bait9ef(^Ucl^t. 
' i: SBofferWei. 

1. @e\)tegencd Shrffnif. 
3. SltfcwIKc«. 

3. Slaufd^flflb. ^ ' ' ^' 

2. Skrffraw. ^ 
8. Uvangefd^Icd^t. 

1. 5Ped^rg. . ^ 

2. ttroti^limmer. 

3. lUfaiu>^. 

T. Wenafflcfd^lec^t. . 

1. Vlenatan. ^ 

2. g«abelftein. 

3. «ierirt. 

9Ran etfte^t on^ bi^etn Serjetd^nt^; todl^d 214 ^aut^tgaitungetf 
tnüßlt, boB bft Sanfte! an 'ltfnlitnif|ett bet Sttfc^ung M bielen 
^nerdien bic StfOe lii(^t ge^Mg b^jetc^en lie^ ^ Ifo fi.e ^inge^iyren, 
ba^ ba^er Dettvanbte oft getrfnnt unb nt(^t tiä^ berftKinbf« jufam« 
tncngnt^ft toutben. Se finben tmt @)>uid[( unb Bapplfxx im Jliefel« 
gefc^Icd^, bog^en 3af)^d4inbO)Ki( mit bem Soninb im X^gef^Ie«^, 
ben Gt^nil im Xaifgefcllet^ tc. Seid^tet foaren bte -HRetaBberHiibuh« 
gen )tt e^nen unb t^hoeife gilt noi^ gegentoAttig, xou^t SB^tner 
bamate gereift fyit 2>irfe9 &if^tim tmtrbe k>Dn frinem Utfftbtt, fotorie 
)>on ftatften < u. a. fortMi^renb bftbeffert nnb ift ütim letztenmal 



1 2)i(trii^«ubtot0 O^ulkat» £arflien, gel. 1768 |tt«iit|on> in 9M« 

lenburg, gefl. 1810 )u8erün, 1789 ^^rer bet 3)>{ineralcgte nnb 8frgbaufunte 
m 8erg' Giften «dHfHtttt )u l^erlin, 1791 8ergrat^ nnb fffffffor (ei bcr 
pTeufiif<((u 8eTgabtniniftratieii. 



174 IJ- »on 1750 bid, 1800. 



[4 



an^ feinem 9la<^laffc im 3a^ 1817 k»oii^rett^au))t t>eröffnni-r 
ft?orbe!t. . ^' 

9(u4f bie9loment(atur b>urbe in biefem 3i^tnniiit gntaurr, il- 
frü^ ^^^aff, nameHtltd^ bon Sergmann unb SBerner oem^ 
unb eine geeignete ^urifilation anstrebt. 

^ feinen Medilalionee de aysteinate «foaailium xüßte Sr:* 
mann, Une bevdtö onsegeben, man<!^lei Sfe^Ur ^er 9lomenlkr= 
unb anal^ftrte ^e fiblid^ 9{ameni)uenen , toobet n fc^n boraitf tr. 
\o\ti, ba| oft Slamen einen 9Sor}Ug l^oben, quae nihil certi si^t- 
caot^ unb ba^ ,bie. Iateinif4fe Bpxa^ bafür gdoä^U loorben kI 
y^EHi liaec lingun^ vel saltim fuit^ eruditofüm veraa^ulft: jbj. 
morlua qupquc nullis ^uotidianis e$t obnojfia mutaiionibus.'^ 

SSetner ftedte jur "Salbung ber aHgemeinen 9iamen a^t Htsieii 
auf, Uwnac^ fte fe^n foKen: unterfd^benb, fat^- unb ^adm&ri 
bejeic^nenb, lurj,. feftgefe^t, einzig unb au^e)ei4fnft. @r gab, fe^ 
bie 9((ten fd^^n get^on Ratten, aud^ 3lamtn na(| ben Sfuntertm un: 
fü^e nad^ bem J3eif)ne(. ber Sotoniler ^erfmtennamen rin. &sf: 
ber erften ^amm biefer Art \oat ^^tef^nii, nai^ bem pberft m 
^te^n getituft, .toeil biefer bad Mineral in)m 93orgebitg ber giurc 
^offmmg an SBernev überbrac^t j^te. • %r Setter Sage br 
mettte babei, ba| n>enn biefe Sjrt €A(^c( ben Stwntti eined 9Ran^ 
fü^sxtn foQ, er.i^n bom %bb^ Stod^Dn er^KiItm foIC ber i^ |Kii 
in ^antrei^^ b^Ianni gemad^t, er erKärt .fid^ aber über^u)it g^^ 
fol(^e 9lamen, inbem er bie feltfdme 9leffe(io» ^infteDt: „"Xki bie ovg» 
nifd^n Jti^rper mit ben ÜRineralien gar nid^td (i^ieii^artigcd ^aben hjü 
ber %atne eine^ ^onne^ in b^r £it(folpgie^tfe Xnnd^ung betoirtn 
tann (aervir d^ rappropliem^t)» fo, fpHte man metner SRetiiiui§M^ 
bergkii^ Iritnale Sehennungen nic^t amteJ^mcn, tocU fie unbc^ 
nenb finb unb nietj^bifd^ Jlenntniffe .eiitfernm. ^ SEBexji^r tmtbr 
bigte bie $erfonen:92amen, ^ n>ie.er fte nämlic^ gegeben uriffen tot 
n«^ ben ^nbrm «ber elften 4$efd^bem, Serbrettem k., Ni ii 

1 8ergmannij(^« 3ourna( 1790. 3, 3a^rn- 1 ^« P* ^. 
•^ öbenba p. 100. 



S. Svflcmatil. ftomenftatyr. 175 

,^ut 6k{i^tr ftnr&^narald gebdrm unb ^ya gkif^S^ eine 6r 

f enittl^feit bed (lefammteii Jlort)^ ber i^lebrten in fo einer 9Bif!(ffif<lbaft 

(tcgen ben (Brfinber ober UnletftK^ fo cine^ iUhr))erd kieuj^en:" SMft 

^tarnen fet^n au^ mriften# .^iemlii^ hA^ unb 'attd^fgeid^nei, lettere^ 

in bem Sinne genommen, ba^ bie 9enenfiün0 feine Xel^Iid^irtt mit 

anbem Sqienmraeeir'^l^.- Sr erinnert ttm^, ba^ mäf $liniud 

bcr Obfibian )tt'<E^en be$ Dbfi>tu^, ber t^naud Xet^io)>ten fja-' 

br<H^ ^tte, getauft Halben fet^, unb fo- (Kibe er ben Stt^t na<^ 

bem Stttbctfef Dr. SBit^ering unb ben metaOifiJ^ Gtoff be« Bi^im^ 

ftein« unb Sßolframd na(| beffen Cntbedter ^^eele, @d^I, latein. 

Sclielimn . benannt; Qt tOQfle übrigei«^ bergleid^eit $erfonen<9Iamen 

nic^i oft unb mir in Stmanoelun^ onbem ben Qkigenftanb Wl^I bc^ 

](ei(^9enbett gefoiutc^ ^iffru., 9lam6i nad^ ben 9Kf(!^ttngdtl^Ies , be< 

merft er, ta>ürben fe^ geeijjnet fe|^n^ irloenlt . Imr nur feiere bei atTen 

Joffilien lennten, unb J^onn nidjit fo oft t>on ben Sattem übet bie 

'Stifc^ung eineiS %^il^ etned ojibern belehrt Mrben, ja jntoeilen n^ieber^ 

holt eined« onbem beleih *ta>ürben. dergleichen 9enennungett ^aben 

aber bod^ ba^ 9lai(f tätige, ba^ ^e för blo^ Xrii>ia(namen meift ^e( 

}^vi lang au^faOen unb oft gange ^^^afen audmac^n, nic^t gu ge< 

fc^tveigen, bofi bir 8rfranbt^ei(e aud^ fttr ben blo^ äußern Seobad^ter 

tocnig ober gar nid^t in bie Sinne foOenbe Jßegenftfinbe flnbi'' 

9Ba^ bie Sorbening betrifft, ba^ ber Same rined 9tinerate ringig 
feVr b. ^. ba| iebe# nuac einen 9iamin '^ben foO, fo bemerft 
Smmerling fi^on bamal^ (1799), ^boft faft jebe« Wineral mef^reu*, 
oft äu|erft berfc^iebene Kamen ^abe, fö ba| ed {dftott fe^,, ftd^ au^ 
biefem 6^od t^ti Senennungen ^erau^ufinben unb mit riniger S^'- 
)>erUfrtg(rit }u beftöhmeii, toa^ ffir ein gfoffU mand^ Sc^ftfteKer 
unter biefem ober jenem Kamen t>erfie^n. „ü^ fd^int glric^fam eine 
Sebingung ju fcl^n, fagt er, rinem ^offil nic^t e^r rinen ^a( rin^ 
^uräumen, bid erfi ein jeber — glri(^l>ie( ob mit ober o^ne Senif — 
fein Crfinbung^s ®enie in Kamenbilbungen baran betoiefen fyU. ^a- 
her bie unge^ere 3Benge bon @t^non)^men — ba^er bie gum Xbci( 
böcbft gtoecft unb finnCofen Benennungen !" 



17« II. »m 175(1 bii ifioo. 

SAm bampte faiibfn f«^ .gBiikwIingt in bnr. gatnicatun :- 
'Flamen, f» ©Ictctti [«nur XltKtimft) Sti)^g '1784. üt nonii ^- 

@Ia«f[ii^tnufe, bm X^ — tHtRt imb SBinflliv^, Me O^lMitrri« - 
©t^irlmubteii u. f. f. . . 

^ir ixt f^mattfii^ SVotnAiIIittut > emtifä^I S^cneT toic 9r.: 
man II ben (BrEinul^ ber latetntf^m @t)»u^; Urfin bie SiUc; 
(oWter 'Kamen Wrieb 3o^. 3l.ftn^. 'JJo-tfter in fdnnr Owm 
lolf^a noTA -nyateiadtU OrTctf^twhe vocAbnlis laÜniB expir^ 
Halae. 17». — 

^k ffiense twt Starnnt tmti^ natütll<^ buri^ ^M< -3u9At« K 
^tnrfti'iiietiutfim -febr ttcntu^rtl -<Se ;citin 9S>a([rY4u< (Stkcv^ 
minerulog. i. ed. 17T«> tie. 9tai^ ■ falfleHiOT ^o^uerfichiminflra 



■ Sion bei Zaniti - 


a.iiA.' . 




-. ■. «tie 


Clethritaa. 




• i f ai« 






. . ««(ilfiaub. 


Corylh«*. - 




. ;„ 8«i9<- ■ 


Phefite.: 




. . <S(*« 


HeSlo; 




■ •;■ .,• Sottet 


DirhDiloi.- : 




.„ ..-«(n^' 


Lariotei. 




„ - , WauEbctfhium 


MoriolK». . 




. . $.9Su*<- 


OiteitM. 




.■ . g»*t.. 


PeucttvB. 




,. . «* 


Dt/ites. 




. . „ wax 


aalidt«. . 






Siattlilu. 




. , ai»! •■ 


Philiiit«. 





UfbetMicf bet Ißftiobe V)on 1750 m 18(K). 177 

Uebcrblid ber ^ßeriobc \)on 1750 bi« 1800. 

Sie Arttit ber Jtenngetd^t ber ÜRmeralien lote fie SSAlIoriiid 

( 1 768) enttmdfelt ^ai , gehört )u ben f^fö^barften Untetfuc^ungen , in 

fo ferne fie geeignet tvaren, beni ntinrralogifd^en Stubium eine be^ 

ftimmie 9lt(^tung )u geben unb für ben Sau cined S^ftetnd bie bid« 

berige SBiDfür }u entfernen, ^e ))^)^f(fci^en hrie bie d^ifd^en Gigen; 

fc^aften in i^rem SBert^e tinb in i^rer Seftänbigfeit gegen einanber 

abh^iegenb, beftimmt ft(^ ^toax 9B aller in d für eine Stet^obe, \oelaft 

beibe umfaffen foff, neigt ftd^ aber boc^ me^ ben d^emifc^en SSer^ält- 

niffen )u. Unter feinen Slad^folgern it>urbe bad t)on i^m ^emad^- 

läffigte Stiibtum ber Ar^ftaQe toieber nett aufgenommen, )una<^ft 

burc^ Slora^ be V^^U (1772), »ergmann (1773) unb fficrner 

(1774). @ie zeigten afU brei, ba^ bie Derfd^iebenen ©eftaCten einer 

St)ecieö in einem inneren 3uf<iinnten^nge fte^en. Sabei nnefeu 

Sergmann*^ Setrad^lungen fd^on auf bie fpäter t)on ^aul; au^- 

gebilbete Sor^udculartl^orie ^in, tval^renb 9{ome be l'S^l^ fHne 

^eobad^tungen burd^ 9Bin!eImeffungen unterftü^te, äBerner bagegen, 

D^ne ft(^ toief um ben molecularen Sau unb um ein e^acted 9ßinfel* 

befrimmen )u belümmem , einfad^ burc^ bie Don i^m mit Stbftum^fung, 

3uf4^&rfung unb 3uf))i1>ung bezeichneten Seränberungen einer Arl^ftaD^ 

form unb mit Seac^tung ber 9lefultate bei Sergrögerung ber Ser< 

änberung^flad^en mehrere &n\pp€n t^ertoanbter t^ormen erlannte unb 

fie auf feine fec^ (Krunbgeftalten jurüdfjufü^en fud^te. 

9lom^ be r^dle ^at noc^ beftimmter unb adgemetner atö frü^ 
gefc^a^, bie Seft&nbigfeit ber Steigung^toinlel unb bad ®e* 
fe| bed§lad^en))aral(elidmu^ ^erDorge^oben. @r maft anfangt 
nur bie ebenen ^läd^toinlel, erft um 1783 mit bem Don Saran* 
geot erfunbenen 9(nIeggoniometer bie Steigungdtoinlel an ben 
Manten. 6r erlannte ba^ Ser^ltni^ ber $emi trotte unb ba^ bie 
Stalattiten {rVftaDinifc^ ätggregate fetten unb ertoal^nt ba^ Sortommen 
^feubomor^^er Jlrl^ftaffe. 

Ueber Jtt^ftaOgeneftd ^aben aBalleriu«, Stom^ be V^^U 



178 Ueberblid ber ^ertobe toon 1750 bi« 1800. 

iinb Sergmaun gefd^ricbcn ; Id^Uxex fü^rt au^er bem Ärt«nal. 
firen burd^ SSentiittfung Don aBaffer nod^ ba^ aii^ btm Sctsfl 
fluffe (fc^on b. ä3o^Ie beobad^tet) unb burd^ äSerflücbttguna .z 

3um f)>ecifKen Stubium l^at ftd; biefen ©egenftatfb £eblanc i 
mad}t unb fir^ftadbilbungen auei gemifd^ten Sal^löfungen bcfdbhfbt:! 
bie 2)arfte0ung Don 9(IaunIt^ftaOen in 3BürfeIn ang^Qcbtn unb ^L 
Sebingungen jur Sr^eugung fecunbärer ^läd^en an einer ©ntRHrn* 
unb )ur 2)arfteKung großer unb t^oDfontmener ^tpftaüe toeiter nfpnr 
ate feine SSorgänger. 

SBenn SBernet bie 9}erl^ältniffe ber ßr^ftadifatiott tme btc ^r 
übrigen ^^fifd^en @igenfd^aften, ^^^rbe unb ©lang au^eiunmr^ 
meiftend nur oberfläd^lid^ be^anbelte, (o l^ai er ftd^ burc|» bie &m^ 
rung einer ben bamaligen Erfahrungen entf)>red^enben S^enniiiükc: 
unb burdj! eine beftimmtere Slbgrängung ber 3KineraIogt^^ inhem er h 
®eognofie al^ eigene SSJtffenfc^aft trennte, bleibenbe Serbienfie r. 
n>orben. 

(Sine i^ert)orragenbe Sntbedung in biefem 3^i^^^ni i^ bie ^t 
jlrl^ftal(e(ectricität burd^ @rh)ärmen \>on ä(e))inue (176. 
unb 98i(fon (1762). 3(e))inu^ unb »ergmann (1766) beobci 
teten fc^on, ba^ am Xurmalin bie @(ectricitäten ber $ole ftc^ toe&i(\: 
laffen. — 2)ie beiben arten ber ßlectricität ^atte 2)ufav (I733> nu 
berft — 2)ie ©tral^Ienbred^ung ber Är^ftatte ^at ^ill (1772) umci 
fu4ft unb bie hoppelte Sred^ung aüen Subftanjen t)on ber Stninc: 
be^ ^alffpat^ guerlannt, für ben Quar} unb anbere aber ale mäi 
befte^nb erad^tet. 

Die $^od})^oredceng unterfud^ten £at)oifier (1776), SRai 
quer (1777) unb SBebgnJoob (1792). — 2)ie SRid^olfon'ftt; 
aSBage ift bom ^afyc 1792. — 2)ie erften In^ftattograt)^fd^ arbenm 
bon $au^ ftnb bon 1781 unb 1784. 

äSenn (Sronftebt bie SSer^ltniffe ber Ari^fiUiQifation auf emt 
feltfame äOieife gering gead^tet unb aU n^enig h)efent(i(^ erfannt Nu 
fo leiftete er ber 'JRineralogie mefentlid^e 2)ienfte burc^ fein tlaree llr 
tbeil über bae 9ier^ä(tnig ber @rben gu ben Steinen unb biefer \\i 



Wehttbiid ber ^ertobe t>cn 1750 bi^ 1800. 179 

bcn 3^l«artcn , Setffceinentngen utib 9{aturf)>ie(en , ipeld^e nur be^ügltc^ 
tfnrrr Snbftani Segenftanb ber Wineralogie fei^. Die Wineralc^emie 
bat er burcb bte^infü^runQ bed Söthro^rd in bebeutenber SBeife 
ßeboben unb mit btefetn i^nftrumente ebenfot>ieI ober nodb me^ für 
fie getban aU 9lom£ be r:3^Ie mit bem Goniometer für bie Art^^ 
ftaUo^a^^ie. 

Um bie £dt^rol^rt>roben ^aben ftd^ and} fe^r t^erbiettt gemacht: 
(rngeftröm, 9tinmann, Ouift, @a^n, @(i^eele, @auffure unb 
befonberd Sergmann, bem toir Diele forttodl^renb angetvanbte äteac^ 
tionen i>erbanlen. 

Sbcnfo ^t Gronftebt bie c^ifd^en ftennjeid^en auf naffem äBe^^e 
^eförbert unb unter anbem auf bie Sigent^ümlu^Ieit ber ©allert- 
bilbunf) bei feinen 3^^li%n aufmerifam gemacht, toä^nb 9er()» 
mann bad äluffd^lie^en unlddlic^er Silicate mit minera- 
lifd^^em Xltali jeigte (1780), unb in bie aaal^tifd^ S^mie bad 
Skrfa^ren einfüge, einen Stifc^ungdt^il nic^t immer ifolirt, fonbem 
in einer feiner Serbinbungen }u beftimmen, toelc^e genau gelannt, 
conftant unb fonft pi einer bergleic^en Seftimmung geeignet fe^. — 
^ÜJte^rere Gbemiter ^oben t^eild neue SRifd^ungdti^eile ber Mineralien 
entbedt, tl^U bie betannten genauer beftimmt. Sronftebt ftedtc 
^uerft (1751) bad Slidfel metoüifd^ bor; Slact ertoie^ juerft bie äSer^ 
fc^iebenbeit ber S9ittererbe Don ber Aallerbe (I7ö5) unb c^aralteri- 
firte bie Äo^lenfäure (1757); SKarggraf zeigte (1754) bie©geu= 
tbümlic^Ieit ber S^^onerbe ; namentlid^ aber ^aben @ d^ e e l e unb 
i{(at>rot^ glanjenbe (Sntbectungen gemad^t. Sd^eele entbectte bie 
3Roll^bbänfäure unb bie aGBoIframfoure (1778 unb 1781), 
ba« SRangan (1774) unb bad Sblor (1774), bie Sarl^terbe 
(1774); ebenfo gehört i^m bie (Sntbetfung ber ^lu^föure an (1771), 
unb neben ^rieftle^ bie Sntbedung bed Sauerftoffö (1774). 

Jtla))rot^ entbcAe baö Uran (1789) unb in bemfelben Raffte 
bie 3irfonerbe; ba« litan (1794), ba« ßerium (1803); er be= 
n>ie« bie gigent^ümlic^leit bed 2:el(urd (1798), toeld^ed Müller 
t>on Sleid^enftein (1782) entbetft batte. !&ie Sntbechingen bed 



|gO ]][. aSon 1800 bis 1860. 

Safferftoff« Don ßabenbijb (I76ti>, bed etitfflDf fd twti u 
UDifiet (1775) unb bn 6tti)ntian<tb<-bi>n Scatofotfe 117>> 
fallen in tnefe ^t. ^r^ Sauquflin tvurbe femer ^ai Cbt;: 
(1797) unb bie Serillerbt (I7»g), burt^ @abo[in bü ^itc: 
erbe (1794) entbedt. 

3>ie Von Sergmann begonnenen quantUativm TOmcTalaniili':: 
tmirben ieB) buii$ eine 9lei^ bon Q^emiltm betbeffeirt unb vtita. 
fältigt. 3(n i^@))i^ ftanben Alafitot^ unb SSauquelin, Nii: 
Stanbe«, äjut^clj, Samf^abtug, Siegleb, äBtftrnnib u. i: 
URintral^emift^e 3(rbeilen tieferten ebenfaSe Seemann, Stpffi:. 
RitWan. 

@inen hirjen Ueberblitf bet älteren minenilogift^ <S^^lnnc ^cr. 
bcr boi^fle^nbe Slbf^itt ; bit Softem« J)on ^alleriud unb £i'i 
ner Ratten eine i^einifi^ @runb(age. 3)iefe hmibc bon ^allriiv: 
juT ß^iaftehftil benüfl unb t^eilnKtfe auc( Don ben Qifyüiem Str 
nciö, jeboii^ befc^änten fu^ bie Angaben mei^d nur auf bmieniin 
3Rtf4ungdt(mI, to^n ali bet (^rofterifiienbe angefe^ ttnirbr. 



III. SBon 1800 biä 1860.' 

1. wümaipimfa. 

@ä ifl in bOT^ergeiKnbein 3^ti'(tum ertvfi^nt tonbrn, baii aa 
ben Snfontmm^ng berfdfiebener girnnen einer !DIineralf))fneö erianE 
unb nte^rfat^ noc^getniefen ^at, unb ba^ babei junäi^ft toon Stit 
mann auc^ bie S^x^ItungSform berfiitfi^tiet tvurbe; beftimmtc Sefrf 
itbei, hKb^n bie betreffenben SJorgänge untemnrrfen, fannte lui 

' IBefltn bei grEgtren Umfans« an Sdatenal in tem atgentMrtigdi 3"^- 
tjum »ar t» gfbottn, bit gorfi^unBtu über bie ectl^itbtncn t^^ftf^cn ISiä" 
tt^afteii iii bffijnbtKn aitifeln juFammenjulidlfn, we in ben eotVrgttntn 
i'eriebtn angemefftner unttTbltibcn lannlr. 



1. aRmeral))^)^ftf. a. Str^ftattogral^^ie. 181 

ntc^t unb o^ne XntDenbung bed Salcutö tvaren fte aud^ ntd^t oufju- 
finben. S)ie etgentfid^ rfd^enbe Jtn^ftaOfogra^ie beginnt mit $au^. 
<Seine erften 9(t6etten n>aren Qbic^^eitig mit ben betreffenben 9ex^ 
mann 9. SSie btefer richtete er feinen S(i(f toorjüglid^ auf bte innere 
®tntctur ber Ar^ftaKe, unb inbem er bie @)>a[tungdfonn ate conftant 
erlannte, beschäftigte i^n beren 3ufammen^n^ mit ben äußeren ^r< 
men. 98ie fc^on oben angegeben, entnridelt er §uerft feine Snftd^ten 
in ber Xbbanblung: Eesai d'^une theorie sur la structure des cry- 
staux. 1784, fiberfe^t in ®ren*^ neuem Journal ber $^ftf. 9. II. 
1795. p. 418. 

6r erjä^b nrie bte Beobachtung ber @)»a(tungdflä<^ an einem, 

(Salcitt^riMa bie Seranlaffung )u feinen ^tn übet bte Structur ber 

Art^ftaKe getoefen unb gleid^fam ber Sd^lüffel )ur X^rie. „@ie 

brängte fic^ mir bei ber ©elegenl^eit auf, fagt er, ba mir ber Bürger 

^efrance einen JtrVftaO in bem SlugenUicfe )u geben bie ©efäDigleit 

gehabt fyittit, too er bon einer 3)rufe, bie biefcr einftd^t^boDe Sieb^aber 

mir aui feinem 9RineralienIabinet jeigte, eben (o^ebroc^en toax, ^a$ 

^ridma ^atte einen einzigen @)>tung.an ber Stelle einer Snblante 

ber 93aftd, mit toeU^er ed aufgehMid^fen getoefen toar. Statt ben Jlr^< 

ftaU in meine Sammlung,, bie bamaU im Sntfte^en toar, )u legen, 

t>erfuc^te id^, i^n nad^ anberen Stid^tungen )u t^eilen; unb nad^ einigen 

9}erfuc^en, bie auf-ö Ungetpiffe unternommen tburben, gelang ed mir, 

feinen r^omboebtifc^ fiem l^erau^ju^ie^en. 3d^ füllte fogletd^ bie 

baburc^ erfolgte tteberrafd^ung mit ber «Hoffnung ^erlnü))ft, ba^ ed bei 

biefem erften Stritte nid^t fein ©etoenben be^Kilten foHte." Tratte 

de Mineralogie. 1801. T. 1. p. 23. Ueberfe^. b. 5tarften. 1804. 

9. I. p. 74). 3)ie @})altungdgefta(ten nannte er bie )>rimitiben, 

bie äbrigen bie fecunbären ®eftalten. 

XM t>orfommenbe Jtemgeftaben bejeic^nete er: bad $arallele)9i))e> 
bon, ba« Dftaeber, ba« 2:etraeber, ba« reguläre fec^«feitige 5ßri«ma, 
bad 9i^omboiba^ (@ranatO 3)obecaeber unb ba« 2)obecaeber mit brei« 
ecfigen ^(äc^n, loeJd^e« jtoei mit i^ren ®runbfläd^n bereinigte gerabe^ 
ftebenbe ^l^amiben bilben (bie ^ejagon))l^ramibe). ^e ilemgeftalt 



111. aSon 1800 bii 1860. 



(^läi^it, t^li in anbcKtt äti^tungeit. ^iffe XiKÜuitg ffi^ gu ben 
integrirenbnt aHpWüI«. 3)ie ben Äem um^fißrnbe Wattnt jrißt W 
twn fecunbäten ^inmen rin 2)eci:«dcirm bun^ ngilniägigt Subtractipn 
einn obrr mehrerer Stetem uon integrirenbfn 3)loIrfül«, unb .inbCTii 
bie X^pri^ bie 3aW biffer Sri^ raittelft beo Galculg beftimnit, ift 
fir im ©twlbe, oQe betaitnten Jlefullate ber fir^rtanifation na<i> 
ifiren @eft^ barjulce«ii, fellift fanftigm (Snibnfunfleit botjugteifm 
unb bie formen an}U0«iien, Imlt^e bii ieft blofi ^Vtiot^f^ finb, 
cinri aber einmal bni 9laturf[>rf(^n bei i^»n Unteifu^ungen tcitf- 
li(^ bortomnten fi^nnen." Bo tonnte $au^ fiiion bamalä (IWI) 
aui\ptHbttt. ivaij gu ben 3:rium))^n einer äSiffntfc^ft ge^Srt: bie 
^rfalfiuno )u antici))treii unb bie toinmenben Sntbcditn^ 
gen }ii Bertünbirn. 

^ur 3}eTanf(^ulJc^iiiig feiner ^bec bet ^ecre^cenjen tonnen^. 27 




unb §ifl. aa bienen, an twlc^ie« er bie StbUllunfl bcö ai^ombcnbobe^ 
caebere t^n. 2« unb be« ^ntafionbobecnebn« ^ifl. 3u au«> bem Syüvfrl 



1. Wintrolplr^fif. n. RTV(t<iUD0ra|>tk. 




ffläutnrt. ^T bai ät^omknbobecaeWi; tiriib jebeä aufgefc^t^tete SUAtl- 
(^ (lame de superpositjon) an jebem feiner ttiei StJinbei um bie 
IHmenfton ein« SWoIdfllret^ ft^mälet alö boö Statteten, auf »ett^m 
ti aufftft, für baä ^ntägonbobecaeber geft^^en bie fDene^enjen um 
ffon Steigen in bie 39reite jtoif(^en ben Jtanten ÜI unb AE. ju^ 
glrit^ aber aud) um jlvei Steigen in bie $B[)e Jlmfc^ ben Jtanten 
EO unb AI. 

Soft man an ben St^ftaSen btefe ^Tt uon Gemäuer nui fel?T 
feiten unb metflenä gar nicfit bemerte, ^be feinen @ninb bann, bafi 



182 



lU. Son 1800 m 1 



^(ä^en, t^(« in anberrn Stn^tungeit. ^rfe XMIung fü^it ^ tr. 
intfflrirenben 9WcIftüU. Süie bm Htm Mm^Mmbe Watmc jeigt tr 
bfn frtunbäwn gönnen "n SJecre^wn bu«^ regehnälige Subtractrr 
einer obn nieset Steifim »on integncenben SRcIef&Iö, unb „inM- 
bie X^rie bie 3f^' liefet 9)ei^ mittelft btö Galcul« htftimmt. n 
fie im iStmibe, aüe befannten ^efultate bre JttVftaUtfatioti ijd 
itiren ©efe^en baijulegen, felb{l tünfHgen Sntbedungen eoijugnrn 
unb bic leimen anzugeben, tmlc^e bt« jeft blofi ^^(jotbetiftb fie; 
rinft aber rinmal ben Slahirforfd&ein bei i^ren Untetfuf^uneen »iri 
li4 ttortommen titnnen." ®p tonnte $auV f<^n bomal« (1^'|]> 
aueflJred^, toaö ju ben Xrium))^en einer 98iffenf(^ft gehört; tu 
f&tial)tans }ii an ti et Viren unb bie f ommenben Qntbeifnr 
j)en ju Der füll ben. 

,-^01 aSetrtnf(t(owIi(^unß feiner Ob« bet lecre^cenjen f6nn«i gi^. j; 




nnb 5ig. aa bienvn, nn Hwii^eii et bic ätblcitun)] bee Siljombentch- 
coebere Jvtn. a» unb bc» 'Centanonbobecaebetfl 5i(i. 3u ati» bein felüriil 



Wiittrali^i^ir H. ArfftaUDgrop^ir. 




d^en (lame de superpoeition) an iebrm feiner vier Stfinbet um bie 
SMmmfion etnei Wolelflliei^ f<^mälet ali bu« Slätld^n, auf tveic^ 
ei auffiel, für baä ^nlttgonbobecaebei gefi^^en bie SJecre^enjen um 
jwei Mri^en in bie Srrite jtoifc^n ben Äanlen Ol unb AE. ju^ 
ctlH<6 aber oui^ um jlwi 9(ribra in bie ^B^ itvif^t» bm Xanten 
EO unb A I. 

I^ofi man an ben flrV^aUen birfe %xt uon Gemäuer nur febr 
ifltin unb mriften« gar nidit bemette, babc feinen ®runb barin, baft 



184 !"• ^on 18(X) m 1860. 

ber Jtern al«^ aue einer unt^ergleid^bar größeren älnja^I t>on i^ür^ 
bie ntc^t mel(^r in bie Sinne f^Uen^ }ufamniendefe(t gebac^t xkiu 
muffe. 3)ann h)irb au(^ bie Slnga^I ber aufgefc^id^teten Släri. 
o^ne äSetgleic^ größer fe^n unb folot, bag bie 9tinnen« toelcbe h 
)6Iättci^en burd^ ba^ ofen^d^felnbe Surüdtoeic^en unb äSorfpringen ih. 
Äanten bilben , für unfere ©inne null fe^n muffen , toie ce ber S- 
tt)trllid^ ift. 

3nbem ^au^ biefe ©efe^c ber 35ecre«cenj DerfDlgte, gelangt'.: 
§u ber tmd^tigen X^aifac^e^ ba^ fte angeben, tDelc^? @eftaltenc.. 
einer ^betannUn Äeruform ableitbar fihb, juglciib c: 
aud^, meiere nic^t Dorfommen föttnen, unb bag baS SR^ 
luelc^ed ber Saicul giebt, bie tüal^re fd^arfe Seftimmung ber min.v 
bed ©on^ometerd gefunbenen älp^ro^imation ift. 

9Bie an ben ^anten^ beftimmte er bie 2)ecre^cen5 an bcn 6i' 
unb ber SSerfud^ baS DItaeber burd^ eine 33ecredcen) an bcn Slam- 
aud bem SKürfel abzuleiten , geigt ftdi^ ebenfo ben ®efef^en ber 2h:T^ 
toiberftrcbenb ald bie 3lblcitung burd^ bie 3)ecreöcenj an ben &'- 
ganj einfad^ erfolgt unb bie gegenfeitige Stellung üon SBürfel ur: 
Oltaeber in ber 9latur aud^ niemals anber^ beobachtet ioirb, a($ ^^ 
bie JE^eorie berlangt. .3^ ä^nlid^er SBeifc leitet er aue bem iJiir- 
bie gläd^en beö Xra^egoeber^ ab, ioie fie bei: änalcim jeigt unt ^ 
bed ©iali^bobecaeberö , loie eö am ^^l^ril borfommt unb bchjeiet, ?-*' 
baö 3cofaeber at^ eine jufammengefe^te f ecunbäre ^orm , tote e« :t. 
^^ijrit beobad^tet toirb, ganj anberer Slrt ift ate ba« frü^r Don u' 
©eometrie conftruirte. „2)ic Siaturforfd^er, fagt er, toeld^e gu an.* 
3eit, too man pd^ nod^ nid^t mit ben ©efe^en ber Structur beid:t 
tigte , aud ber ilr^ftattifation eine 9(rt üon ©eometer ^u macben f 
neigt toaren, ber nad^ unferer äBeife t>erfü^re, bertvedbfelien bae occ 
faeber unb ba^ ^obecaeber berfelben mit benen, bie man regeCmäf^ 
nennt, unb h)0 ba^ erfte burd^ gtoangig gleic^feitige 3>reie<te un^ ^J' 
gtoeite burd^ gtoölf ^ünfede, bereu Seiten ebenfa((<$ gleid^ finb. ^■ 
grängt ift. 9lUein bie X^eorie bemei^t , bag in ber 'iDlineralogte toc^"- 
ba^ eine nod; ba4 anbere mögKd^ ift. 6o bringt bie Statur Don ^ 



^ 



1. Seinfral^b^ftf. a. jertpftaUogra^^ie. 185 

fünf reflelmäfeigen Äör))«m , namltd^ bem SBürfef, Dftacber, Sletraeber, 
^^obfcaeber unb ^cofaeber ntd^t me^tr l^erbot unb ift ni^t im @tanbe 
iite^r ^erDorjubringen ald bie btei erften; unb unter ber unenblid^en 
"ilRenge ten mannigfaltigen 9(nn&^erungen, bie fie in betreff ber beiben 
anbem und jeigen tonnte, Efefc^ränlt fte fxd^ auf bie, n?elc^e bon ben 
«rinfac^ften @efe^n ber ^cre^enjen entfpringt, fo baj^ i^r ^obecoetet 
uub l^cofaeber toirflic^ bad 93oQIommenfte unb 9iege(mä^igfte ift , tvrl- 
d»ed fic^ nac^ ben ©runbfä^en ibrer @eometrie ergiebt.'' 

Xen t^aU für bad ^ntagonbobecaeber erörtert er audfä(|rlicb 

(^Dltneralogie, tUberf. k)on Jlarften. 1. p. 530) unb f))rid^t fic^ über bie 

dtalionalität ber 3(bIeitung^}abLen beut(i(^aud, mo er k)onber 

^itbftitution einer fecunbären $orm für eine ))rimitik)e Rubelt. 9lan 

imrb, fagt er, biefe @ubftitution für erlaubt galten, ,,toenn man er)9ägt, 

ba| bieäliren ber fecunbären JtrVftalle mit benen ber Rem- 

(^cftalten in einem commenfurablen 93er^ä(tniffe fte^en, 

toelc^ed auc^ bei ben k)erf(^iebenen Sinien, beren Sagen u^ec^felfeitig mit 

einanber coneft>onbiren, ber ^ü fel^n mu^. 3^ie 9(^ bcd toinletoer- 

tauf^ten (inverse) SR^omboeberd ift }. 9. beim lo^Iengefäuerten Rait 

breimal fo gro^, toie bie ber Jtemgeftalt, unb feine fc^iefe diagonale, 

toelc^e in 9{üdftd^t i^rer Sage mit ber oberen fiante ber ^emgeftalt 

conef))onbirt, ift gleid^falld breimal fo gro^ toie biefe ^ante. 2>a alfo 

bie@efe^e ber 2)ecredcen) unb bie @eftalten ber äRoletüId, h^orauffid^ 

biefe @efe(e grünben, mit ben angeführten 9}er^ältniffen not^n)enbiger' 

)m]c in äJerbinbung fte^en, fo erhalten totr' baburc^, baj^ bie ©lieber 

biefcd äier^ältniffed in rationellen S<'^¥^ au^ebrüdFt Serben fönnen, 

bie 9(uefi<^t, nad^ SSiUfü^r eine t>on ben lert^ftaCgeftalten , toeld^ 

biefe 6igenf(^aften ' beft^t , jur ftemgeftalt au^tuö^len iu f önnen k. — 

(ä(. a. a ». II. p. 19. Traite de Min. iL p. 17.) Sc^on im 

:3abre 1785 (M^nioires de Taead. dvs bc.) ^at er barget^an, ba| 

fein @efe^ ber 3)ecredcen) bad regelmäßige ^entagonbobecaeber geben 

tonne unb er erinnert babci, toie ttrid^tigber ©ebrauc^ bee (Satcute ftdj^ 

beraueftcUe, t^eild um bie äBa^r^t ber 2:^orie }u fi^iern, t^Id um bie 

(Grannen , totlAc ben @aug ber Jtr^ftaQi) ation beftimmen , )u bejeic^nen. 



186 ^11- ^0" l^^^ ^id 1^)- 

3ur Seftimmuitö ber ©runbfonnen \oaffltt er: für ba« 3i^- 
boeber bad äSer^ältni^ ber 2)iagonaIen ber ^läd^eit, fo beim Co!- 
7^3 : 7^2, beim Duarj "Klö : >^18, beim Äoninb T^'lö : : :: 
beim lurmalin /'19 : y"8 u. f. h>. — »a« J^esagonole $ner 
beftimmte er bun^ baiS SSer^Itnig einer @enlre(^ten aitd bem 6<m:r 
geßen eine Seite ber Safi« jur ^ö^e , f o beim ätKitit = »^5 : } . 
beim !Re)>^eIin =s 7/^7 : 7^2; bad quabratifc^e ^rt^ma bunt .^^ 
Seite ber SJafi« jur $ö^, fo beim »efubion 7^7 : Y'S. t<r 
SKejonit ^'21 : 2, beim SRutil 'K'ö : /'6; für bie Duabratwwr: 
na^m er ba« SBerl^Itni^ ber J^Ifte einer Seite ber Saft« }ur bo:y 
^pö^e ($aui)taje) ber Sßl^ramibe, fo beint SKeOit = Y^S : a/"9, t^ 
molJ^bbänfauren öleiojl^b = 27/ 8 : 7^'5, beim «noto« y'2 : ) ': 
3ür bie 9tectanguUir))Vramtbe befKmmte er bad 93er^[tni| ber Kil.v 
Seiten ber Saft« )ur falben $aut)tace, fo beim Xragonit = y^b 
y 2S : y^46 ober für bad r^ombifd^ $ridma ba« Ser^Itnii >' 
diagonalen unb ber falben ÜRabobiagonale )ur ^^e. SRit äbnli: 
@[ementen beftimmte er bad flinor^ombif c^e $ridma , toelc^ et \ir 
toie f^ter 3Bet^, }um $enb^oeber t^erfürjte, fo beim Xm)>h.':* 
ätugit u. a. Tableau comparatif etc. 1809. 

2)ie Jtr^ftaKe , beren eine ^Ifte umgebre^t erfc^nt unb bie icr. 
t^on 9{ome be T^dle befc^rieben n>urben, nannte $aut^ ^emitr: 
)>ifd^e ($emitro))ie) , unb erlannte an i^rer Structur^ baft t:> 
^re^ung^fläd^e eine bei bem.betreffenben ftr^ftall tr. 
iommenbe ober nac^ ben Ir);ftaIIogra))^if^en ®efev*- 
mögliche fe^. (VtaM de Cristallographie. 1822. T. II. p. iT^ 
Um bie 6lefe|e ber 3)ecredcen)en überfid^tlid^ unb mdglic^ft iun ^^ 
^ufteUen, enttoarf ^au^ barauf begüglid^e 3ci(^^n. Qn btffem>^ 
loar ed ^inreic^enb , bie (Sien unb Aanten ber Jtemgeftalt butdb ^- 
Stäben )u bejeid^nen unb biefe ^ud^ftaben mit S^f^ltn )u begldtr^ 
toelc^e bie ®efe^ ber ^ecre^cenj anzeigen unb bie fecunbäre ?:: 
^en)orbrin0en. (Sr toä^Ite bie S$ofaIe )ur SBejeic^nung ber (Eden rjc 
ber alpf^abetifc^en Orbnung unb mit bem (M oben linfe a(e A r 
fan()enb, nad; re(^td [;erum E^ I^ O fet^eub, bie Sohfonanten murh: 




1. «iiwral^^t^fi!. n. «ttVftoUogra^^ie. 187 

iir 4)r^td^uuitd ber Äanten gebraucht; bie ^lädf^cn ber Kernform be- 
nc^nete er mit P, M, T md} ben «nfanö^bud^fiaben ber Selben bed 
Worten t)rimitti). 

®enn j. 99. an tinna f^ieftoinfltc^eii ^arattelej)il)ebon, toie e« 
>xe Äemgeftalt be« gelbf^wtb* ift (gig. 31), eine ber Cden j. «. O 
mxd^ eine ^injugelommene j^l&^e Derfd^tounben 
)t, fo lann bie 2)ecre«ceng, in Jolge Ipelc^er 
>iefe<j gefc^e^n, enttoeber ouf bie @runbp(l^e'P 
}t>ex auf bie ©eitenpfid^ T ober M bejogen tott- 
>cii. ^m erftcn t^Oe fe^ man bie Sejeic^nuiigd' 
;ab( über ben Suc^ftaben, im ^ioeiten red^td oben 
iiu ben 9u(^ftaben, im brüten Gnte oben an ben Suc^ftaben. @o 
luirb U eine 2)ecredcen) um }toei älei^n in bie Sreite, (HiraOel mit 
bcT Diagonale ber ®ninbf{&(^e P^ tpelc^e burd^ E unb 1 ge^t, au^ 
^rücfen; O' eine JDeacdccnj um brei bleiben in bie ©reite )KiraUe( 
mit ber bur(^ I unb p ge^nben 2)ia8onaIe unb ^0 eine Seaedcenj 
um Dier Stei^n nad^ ber 2)ia9onale Ep. < 

Sei ben Aanten B, C, F, D an ber ©runbfläc^e toerben bie 
Decre^en^en burc^ eine über ober unter ben Suc^ftaben gefegte 3<^^l 
bqeid^net, je nac^ ibrer 9Birfung, toenn man bon ber Jtante, auf 
ivelc^ fte ftc^ be}ie^n, nac^ aufftKirtd ober abtinirt^, bei ben Jtanten 
ii nn^ 11 ä^nlic^ rec^t» ober linl^ aU @s))onenten am Suc^ftaben. 
3o toirb I> eine •2)e€re^en} um ju^i bleiben audbrütfen, bie bon D 

3 

na(b C ge^t; C eine 3)ecreecen) um 3 9iei^en, bie bon C nac^ D 
iV'bt; D eine 2)ecrc^en) um 2 9tei^n, bie nad^ ber ^lädj^e M ffetab-- 
ftcigt; 3H eine 2)ecredcenj| um 3 Sleil^en bon H nad^ G; G* eine 
^creecen) um 4 Steigen t>on G nac^ H ober -^G eine bergleic^en bon 
(t nac^ ber H entgegengefe^ten Aante k. Ste^rlei 3)ecreecen)en 
loerben äbnlid^ burc^ ^^fammenfteQung ber betreffenben ^eic^en ange« 
i^ebcn, i. S. I) D; ^H ^H k. @emif(^te Decre^enjen toerben burc^ 
^rucb^ablen angegeben, '^/3, ^4 ^^-^ ^^^^^ S^¥^ f^^ ^wf bie ®c- 
crcecenj in bie ©rette, ber ]}Ienner aber auf bie in bie JQoff^i bejie^t. 

I ^n fiU}. 31 bqricfutct V tie obevc J^Iac^e, p ta« untere Ctf an 11. 



188 



III. Son 1800 m 1860. 



I 




^- »«• 2)tc eombination fjig. 32 tDÖTf G^M . 

0ber mit 3u9^ben ber ^lacben^ettibfn ir 

G^MTIP 
jr '' IMTxP. 

3)ic Seftimmmtg ber 3^^^ ^ ^»'' 
^enjen l^ängt tjon ber 9{etgung bnr fecmcr 
^läd^e unb umgefel^rt btefe Don jener ab. 
ber Sleigung^toinfel einer folc&en ^äi< : ' 
bie ©rünbgeftalt gegeben, fo ergiebt ftd^ barau« bad SJerböÜniB '' 
Slabiud jur 3:angente/aIfo baö ber »reite jur ^öbe ber StoittS- 

GSn rec^tWtnfKc^e« 3)reiecf , befte^enb axi^ ber 2ime ber 9ä:.' 
Äu« ber »reite unb ^ö^e, Reifet ba« aReffung«breie<f (Trit'. 
mensurateur). SBenn in bemfelben a bie »reite, b We J^e« * 
»lätt^^n, y ber 9leigungelt>infel, x fein ßrgän^ung^tvinfel v^'* 
fo ift j. ». für ba^ SR^ombenbobecaeber x = bem ^IBen 9l«?r* 
toinfel jiwier Sl^ombenfläc^en über ber SBürfelfiac^ = 45^ ir 
a : b = 1 : 1 ; für ba« ^entagonbobecaeber ift x = 63« 2h » 
affo a : b = 1 : 2 K. 

®ie unmittelbare SBinfelmeffung beutet ba« ®ef^ getoöbnlti r 
läng(i(^ an unb ivirb bann au^ birfem ber SBinfel toieber ^cr^ 
beftimmt unb bie SJleffung corrigtrt. 3" *>^"" hric^tigf*en Slefuli-' 
h>elcbe au^ $aub*d ^orfd^ungen hervorgegangen , gehört bad Äurrr 
be^ @efe$e« ber Symmetrie, barin befte^enb, baft bei eintrrj- 
ben »eränberungen einer ÄrfeftaBform bun^ beren (Sombinattrc ' 
anbern formen, äffe gleichartigen 2^ei[e, Äanten, (Sden, gij^' 
immer jugleic^ unb auf gleiche 3Beife beränbert »erben, ober bar- 
alten 3^eilen be^Äemö, bei benen bofff ommene ©leic^^t until-*' 
lid^feit fitattfinbet, ftd^ ba^ nämlid^e Stbna^mgefet; ioieberbolt '^ 
iiue loi de crjstailisation appel^e loi de Symmetrie. 1815. ^ 
moires du Museum d'Histoire naturelle. T. I. $au^*d Gbenir::^ 
gefe^ ic. überfe^t unb mit änmerfungen begleitet bon Dr. %. 6. Jpf"' 
1819. Trait^ de Mineralogie. 2 ed. ». 1. (182*2) p. 196. 



1. mnttaipiftffit 0. Hrt^fta&09ra)>^ic. 189 

(Sr ^eigt bie SlBic^tigteit biefe^ @efe^ fär bie richtige Seftiinmung 
ieler formen unb fü^rt ate auffaSenbe Seif^tele bie 9i^omboeber beö 
^abaftt unb bed (Sifenglan)ed an, toeld^e butc^ bie t^orlommenben 
(eränberungen an einem 2^eil i^rer .Sden {ic^ fogleic^ afö Stl^omboebet 
A ertennen geben, ba biefe Seränberungen aSe Scfen treffen müßten, 
>enn bie Ar^ftaDe SBürfel kodren, toofüt fie längere 3^^ gehalten 
>utben. ßbenfo betoeidt er, ba^ baö ^ridma bei^ ^n^V^rtt ein rect- 
n^uläre^ fe^ unb nid^t ein quabratifd^ed, bag bagegen bad bed ^bo» 
ra^ ein quabratifc^d fel^a mäffe 2c. (Tratte de Cristallographie. 
622. T. I. p. 200 u. f.) 

6d entging i^m babei nic^t, ba^ gleid^artige ^(äd^en aud^ gkid^en 
^(an) unb bei t>«rbmmenber ®)>altbarteit gkid^e SSodtommen^eit ber> 
elben beft^en, unb ba^ biefe SSeri^ltniffe )ur Seftimmung unb Untere 
c^eibung bon Ar^ftaUfläd^en mit Sortli^il benü|t merben fönnen. * 

^au^ fyki iux Sejeic^nung ber JtrVftaOcombinationen eine eigene, 
xatürlid^ jiemlid^ toeitläufige, Stomenllatur erfunben, toobei bie fecun« 
>ären ^rmen unter folgenben ®efid^td))unlten betrad^tet unb benannt 
tDurben : 

1) in 9tü({fu^t auf bie Säuberungen ber ftemgeftalt 3. 9. 
pyramid^, prism^, ^poiote, bis^point^ etc., ^margine u. f. \o, 
Harften ^t biefe 9tamen uberfe^ mit ))Vramiba(ifirt, ))ridmaliftrt, 
entedt, bo))))e(eute(tt, entfantet k.; 

2) an fic^ felbft unb ali rein geometrifc^e ^^iguren: eubique, 
tubifd^, octaMre, octaebrifc^, birhomboidal , biforme, trifonneetc.; 

3) in Sejug auf getoiffe tvegen i^er ^ufammenfet^ung ober Stel- 
lung merftoürbigen ^läc^n ober Jtanten: bisalterne, annulaire, ring' 
facettirt, monostatique, encadre, eingera^met, zonaire, gürtelförmig, 
contractu, dilat^ etc., ^ 

4) in ätücfftc^t auf bie ©efe^e ber 3)ecre^cen3 bon fotU^ fie 

1 Aiusi, dftus lefi rhomboidts et dans les octa^res extraits par 
divisioD m^nique, toutcs Üb fuces ^tant identiques ODt le m^e ^Int 
ei le mßine poli, et les jointi naturelfi qai lenr correapondent s'obtieDnenl 
avec la mtaie facUit6 etc. Jlim. du Hus^om. t 1. p. 89. 



192 in. $ion 1800 bU 1860. 

Är^ftatt mit betn Ärriöbogen ^mnn, bt« ba« Silb auf brr OKfi 
beti gWd^e an ber^flben Stelle toteber erfd^ien-. 3e nac^ b« Sai:; 
bed jtreidbogend unb ber 9trt be^ 3)re^enö erl^äU man ben it^ 
n^inlel unmittelbar obev beffen @u))))Iement. Um ha^ fiiniente :. 
beiben %l&ä^ an berf elben @teOe in beobachten , brachte et f$ r 
einer birect )ti fel^ben Sinte f/nx Soincibenj. ^e Srfuibumi ^: 
^nftrumentd ioar für- bie Ar]^ftalIo9ra)>^ie bon ber größten 



nid^t nur toeil bamit ein ungleich genauere^ SReffen ber itaiüfsr' 
mdglid^ tourbe , f onbem aud^ toeil man nun fe^r Keine Stv^^fkJk ^rr 
tonnte, für toeld^e bad Stnleggoniometer gar nic^t ober nur tmnr. 
)u gebrauchen tiHtr. 9(ber gerabe bie Keinen ftr^ftaOe tn biefa r 
fki^t )u beftimmen, toar bon SEBid^tigleit, ba fie burc^ ätfigteu:^' 
toeniger beränbert, junäd^^ft atö normal gelten Idnnen. 

SBoUafton beftimmte mit bi<fem ^ftrument bie SBinM > 
Jtalfft^ati^d genauer ab bid bal^in gef d^a^, er jeigte, ba% bie Sttprn-- 
fation be^ Sifenbitriold nid^t r^omboebrifc^ fe^ k. 

^n ä^nlidber Steife beftimmte äRalu^ bie äSinlel me^rrmXr 
ftaSe hnx^ 9lefle|ion bed Sid^td, mit ätntoenbung bed 9le)?etitionftr;r 
bon Sorba. äBilliam $y(i)>))d (Suc^^änbler in £onbini. ^ 
boren 1773 |u £onbon, gefitorben 1828 ju Xotten^am bei i(!^'' 
äRitglieb ber Geologie»! unb Royal-Soeiety) ))ublictrte (1817) me^:* 
firVftaUmeffungen mit äBolIafton'i^ (Goniometer unb fanb ofte^ 
l^blic^e Unterfc^iebe bon ben ä(ng.aben $au)^'d. ^n einer %^^^ 
lung r^Bur la meBure cies angles des crystaux^ ))on 1818 (Ai-u 
des Mines.. T. 111. p. 411) bef))rid^t $au^ biefe SReffungen ^ 
obtool^l er ben 28ert^ bed ätePe^ion^goniometeriS nic^t t>erleiint, rt : 
boc^ ber äReinung, ba^ bad gekoö^nlic^e Goniometer in ben vm^-' 
^Ken genüge. ^Enfin, sans exclure, dans ceHaius c^as parücol^" 
Pusage des mesures prises k Paide de ia reflexioii, je suis r^ 
vaincu qtfe celies auxquelles c^oduiti le goniomctre ordinaire • 
qui ont Tavantage d^ßtre k la fois direetes et exp^ilives^ ^^^'' 
sent, soit pour d^terminer une Douvelle vari^te, soit, pour reci^ 
nattre ä laquelie des vari^t^ d^j^ class^s daos la n)^*^ 



1. Wlneral^l^ftr. «. ÄrtiftaBfoßro^l^ie. J93 

apparUeut un cristal qui en pr^senle la forme, e* qiie Ton voit. 
|N>ur la premiere fois.^ 

©r beredend nämKd^ au^ ben gemeffenen aBinleln befKmmcnbe 

aiicntoer^ltntffc ober fonfligc «nien am ftr^ftaff, rebucirt We gefun^ 

benen SBert^ ffir biefe auf bie mdglid^ft einfädln ©röjjen, tote fie 

in bct Slotiur tJorjugdtoeife erlannt toerben unb forrigirt barau« toteber 

We SEBinlel. So befdmmt er an ber ^^^ramibe be« üuarje« bad Ser« 

f;ä(tni§ einer auf bie Sianblanten au« bem Sentrum gejogenen Senfred^ten 

c r jur ^Iben ^u|)*aje c s na<^ bem gemeffenen fflinW ber $^mibe jum 

%t«ina mit Ul^V^ unb fmbet er : C8 = ein. 38^ 15' : «in. 51<>45', 

nimmt bie Sogarit^men ber Quabrate ber Sinu« unb fudjit beren natär< 

Ii<^ SaffUn au f, bie er unter ba« SBurgdjeid^n fteDt. gr finbet fo 

er : CS = 7^38H3 : Vßm', toofür er fe|t ?^58': ?^62 ober 

Sr berechnet boraud ben gemeffenen äBintel ober bafär ben ^ben 
9(anbfantentoin!el ber ^t^amibe unb finbet i^n Öl<*ö6^ tofi^renb bie 
SReffung 510 45' gab. Sr t)erfud^t nun eine beffere Uebereinfttm- 
mung gu getoinnen inbem er c r : c « = 1^20 : V^W f e|t ober = 
7^6 : J^T unb nun finbet er 51 o 40' unb ^t ba« »er^ältnife ber 
>iinien bie geeignete Sinfod^^eit. Cr jeigt, ba^ er auf biefem SBege 
ben betreffenben Steffungen bon SOtalud unb $^i[Ii))$ ffir ben 
(Bc^eitellontentoinlel bid auf 4' na^e lommt. (Sleid^too^l fiteOt ft(^ 
bamit ber Sorjug eine« e^acteren Steffen« nur um fo beutlid^ f^erau«. 
^aui^'« SRet^obe tourbe t^eite toeiter audgebilbet, t^te Verbreitet 
von Slonteiro, einem ^ortugiefen, toe{<^ (1810) in $arid (ebte, bon 
l'evv, (Sorbier, Sroc^ant be Sillier« unb bem 6)enfer ®oret. 
SRonteiro jeigte (181S) an einem (SalcithvftaS toie eine Ar^^ftaD^ 
fl&cbe ol^e 9leffung beftimmt toerben Idnne, toenn fte mit (HtraDelen 
(Sorobinationefanten stoifc^n anbern belannten {^lad^en Vorfommt (Jour- 
nal dv8 Minee Nr. 201; Annales des Mine» V. 1820) unb £ebV. ^ 

1 !lrmant tc^v, geb. 17^4 |U $an«. unb gcft. ebenba 1841, ^um ^ro« 
feffor tei* SRat^ematil aui (Sollte auf ber 3ufel 9ourbon befkimmt, aber bur^ 
3tnrm n«4 ^Suglaub verfc^Iagen, (ebtc er bafelbfl einige 3a^e aU ^riiKitffbrer 



194 ni. 9Mt 1800 M 1800. 

cmeiterte biefe« SM*^ (w *» D^tcrmiiiation de« «otM- 
faces secundaires dans les criataux par un mojen qai eii§:«i 
inesnre ni cahcuL Ann. de Chim. T. XXI. 1822). > 

£et)9'd Sejfid^nunflftmetl^be (Descriplion d'uoe eollectioB > 
mineraux form^s par M. H. Heiiland etc. par M. LeTj IS'' 
bqie^t ftc^ auf fed^d ate )»riimüt> angenommene pataSide^apitk^ 
formen: ffiflrfel, quabrattfi^e« ^dma, tbomMfd^ ^ßriteia, 9kt 
bombet dutoeilen bad ^agonak $ndma) , bad Ißnor^omMfi^ tt 
Ktnot^mnbiribtfd^ ^dma. Qtfen, ^Ud^ unb itantcn fhib toir ^f 
{^uiy mit Sofakn nnb Gonfonanten (bie $U<^en mü im m , ti kr 
jeu^ unb mit 9qie^ung auf beten Ser&nbentng biml^ eine ffcsr 
bftre SfUd^ bie Xbleitung^nol^len in ^^nn i»on dsf onenten betgefi^riein 
6o ift b' bad 3eid^ bed ätJ^ombenbobecoeberd, a' ba« Cho^ 
b* ein burd^ ben äSert^ bon n befummlet XettoKd^esoeber, a' s 
Ztat>e)oeber, too fiberaO n ein aBflrfebd unb b eine fBOtfelEaiitr N 
beutet S)iefe SRetlj^obe ift bon 3)uftenol^^ angenommen «n^ o 
feinem Trait^ de Mineralogie. Puia 1886. T. V. p. IL aq. tt 
Uutert tootben. Xuc^ ^e^ Qlo'ntaui ffot fie in notefleK ;^ 
(1862) in feinem Manuel de Mineralogie gebvattil^ 

3u e^en SebV'd fyU Stetoftet (1826) ein SKRenri itw 
benannt. 

Unter ben notabeln tttttft(diogc<tiplftn ienet 3ett mib ber ^ 
f^ GijuU ange^dtenb, ift ber (Braf Saqued Soui« be 8eir 
n9n }u nennen. St loar geboten 1751 )u 9dt mit ftetb i^-^ 
}tt aSerfaiOe«. Sor ber ätebofattion tei<^ (ShitAefiter «nb £^ 

ber iTOatfiematif unb aU Molbeter Ofl^filfe i9on ^eulaitb, bann 9ector a ^r 
UmtMrfit&t )« 8fittt(^ (1888—1880) unb baranf Maltra de coof^reocc u rc 
£oole normale unb ^rofeffor ber SDhnerolagte am College roy. de €kAri^ 
magna in ^aria. 3ube. 

1 3n ber Ueberfe^ung bts 8e(rbu(!^ ben^auv \ft bon®et§ fi^sl^* 
bie 8etHmmnns einer gla^, He in )wet befannte Banen fSIt (fag. Wtifr- 
(^ungafiac^) am S^ibot ertoS^nt !(^I. IIT. 141. 

3 9terre Vrmanb 2)ufr6not^, geb. 1792 )u 9e)9ran, ^tp. tr^t 
Dife, geft 1857 )u ^oria, Ingenieuren clief dea Minea, frofrffar berf^ 
ncralagie an ber ^la dea Minea unb an ber äoole dea Ponta ei CheiuM 



1. 9Hiietaq»^ftr. ». irr^ftoVo0ta|>l^if. 195 

in bcr frangtyfif«^ Xrmce, manberte er tuä^b betfelbm au« unb 
tfbtf in englanb, M i^ bte 9tfflautttlion loiebev in feine frü^eten 
Skr^ltniffe )urfi(fffi[^. (Sine teid^ Sammlund tyon Stt\^^cn, 
tDflcJ^e er mit großen 0))fem jufamntenflebrad^t ^tte, fAufte ber Jtönig 
t>on gfranlteic^ unb ernannte i^n )um 3)irettor berfelben. ®r l^t 
biefe Sammlung (1815) befc^ben (Catalogue de la aiUeetion min^ni- 
logiqne particuli^e du Rot); fein Dorjüglii^fited 9S3erI tfl aber fein 
Tratte eomplet de h ebaux carbonat^ et rAragonite. Londre 1818. 
'2 Vol. 4; nebft einem Sanbe ftuf^fertafeln, toAä)et 677 SUOfpat^ 
Irt^ftoOe abgebilbet ent^b, Worunter ab.er toiele nur burd^ bie ä(ttd« 
be^nung ber %laif€n t)erf(^eben ftnb. @r befi^reibt bte (Sombittationen 
t>cn 21 äl^omboebem unb 32 Sfaknoebem. 

91. Sadernagel bat in einer eingel^ben ftriüt (Jtafhierd 

%xifiö 9. IX. 1826) gejeigt, ba^ Diele Seftimmungen unrichtig ftnb, 

aui^ ein grp|er X^ei( ber S^d^nun^tn fe^Ier^ft — Sergl. ^auV 

Tniit« de Min. 2. ed. 1822. I. p. 336. -- Unter ben engKfd^ 

SttfitaSogfaplfen ifl neben ^ffilUpi, beffen Skrl ^An elementary 

introduciion to tlie knowledge of mineralogy^ tH>n 1816 bid 1823 

brei Auflagen unb 1852 eine nme 9earbeilung Don $. 3. Sroole 

unb SB. $. 9l>HUer erlebte, lun&d^ft Sroiyfe ^ ^u nennen, kodä^ 

Don ^aul;'^ X^emrte unter anbem borin abtoic^, ba^ er für dk 

teffera(en fflrßalten nur SßürfetSloIrfüIe annahm. A familiär lo- 

troduction to Crystallographj. London 1823. p. 46. — @d ift 

biefe« SBerf fe^r Kor unb forgfBItig gearbeitet umb be^nbdt bie 

XarßeQung ber 2)ecreiken)gefe^ nad^ bem Sorfc^Iage £e.Dt^'« mittelft 

ber fl^^fd^ Zrigonometrie, to&^renb ftc^ $auv nur ber ebenen 

Zrigonometrie bebient Tratte, ^n ber (Einleitung rflgt Sroole me^e 

^ler ber ^l^'fc^n X^orie unb madj^t i^m ajunäf ben Sortourf un< 

genauer 9eobac^ag — tt woold appear tliat be had ocoaaionallj 

written from tbe dietates of bis fancy, witboat eKamiotng the 

minerala he bas deacribed. — Cr em^^U bod 9lefleston^oniometer 



1 ^enrv 3ame< «coote, ^oO^Kinbler in ^nbon, geK 1771 )uSretfr 
in !3)ct»onf^ire, §eft 1857 |u Bonbon. 



unb l^t mit großer Stenouigfett bie Jh^ftaSifation l^ielcr SBünrnbr 
unb lönftltd^ Salje beftinwnt (On the measurement of the «ngW 
of cryrtals. Ann. ^f Philoe. XIV. 1819. On tlie crjrsfalKne fcfw 
of artlflcial salts. Ib. V. imb VI. 1823. VII. I«i4 elc). ^ 
i^ ^at Sebi^ ben Stoofit benannt (1825). 

3)ie {rVftaaogra))^if(^e 3Retl^obe ^au^'i^ fanb nid^t übcrott bte Sr 
|ial(mte, toeld^e ^tte ertoortet toerben t6nnen. „(SiS fd^nnen, fogt Sfic 
l^atbi, fibfvl^au))t unb befonberd aud^ in £eut(d^Ianb, bad fenfi fo fi!; 
t>fan0lt(lj^ für bad Sleue unb äSa^te ift, fic^ noc^ tvenig q^U SU}p^ m::' 
ate obetflSd^lic^ mit biefet. neuen SEBiffenfc^aft befd^fiftigl ju taki 
tootoon bie l^öuftge ^[bneigung bor aDen Sf^f^Un, unb bte Sequcvls^ 
lett ber filtern 3Ret^obe, StrtpftoOifationen }u befd^teiben (benn aod' 
btcfer befc^reibt man mel^r in einer €tunbe aU nac^ bcr nmm 
in ganzen Sagen) einen Sll^etl ber @(^ulb tragen mag. (0e^'« 
3oum. für Chemie 1807. »anb 5. $eft 2.) Sern^arbi < vxav 
na^m ein foU^ed @eltenbmad^en unb unterfud^te ^ugletii^ fritifA bv 
^uv'f<^ SRet^obe. Sr erlannte bad bie für bie ätbleitung ium 9aak 
liegenbe ^rm, nid^t toie ^aui^ angenommen l^t, bon ber 3latm 
bun^ bie 9RoIefü(e borgefd^rieben, fonbem* ber aSilllür bed Sttf^ftaSt^ 
gra)»^ überlaffen fe^ , ber biejenige pi tv&^Ien ^be, toelc^ t^ bcqB 
am bequemften unb taugltd^ften bünfo. (Er fd^Ugt bor, old ^am 
formen folgenbe anjune^en: 

1. S)ad Xetraeber. 

2. 9ld^tedKge ^e^Oeber, too^in ber SSBürfel unb bie Stbomho^ 
gehören. 

3. Sec^dedKge Oltaeber, überl^u))t bie (»i^mibalen Xi^tft&c^iier. 

4. Xd^te((ige . Sobelaeber, tOD^in bie ^agon))l^ramtben, &ain 
oeber unb 5Crigonbobecaeber. 

6. Sierjei^etfige 3>obefaeber, bad St^ombenbobrfaeber. 

6. S^Kin^igedFige Dobelaeber, bie $entagonbobeIaeber. 

7. Sier)e^edHge ^lofitetraeber, bie ^v^amibennKIrfel. 

< Sodann 3atob »crn^arbi, ^^rofcffcr ^fvS»cfckin an ber c^em««^ 
UntWTfItat «rfwTt, n>ar bofclbp gcbor«n Im 3. 1774 unb t»att ba im 3. 185«» 



1. SKinml^l^t^ftf. a. |lTi^ftaitograt>^f. 197 

8. ®€dfi'' unb jlüanjiöerfige 3Iofitetraeb<r, bie 2:riH)qoeber. 

9. €ed^< unb jnKmiigecrige Xeffaratotitaoltaeber, bie ^olid« 
o!iaebet. 

SOe anbeten belannten Krt^ftaOe idnnen enttDeber 10. al^ $l^ramtben 
ober 11. ate ^ri^rnen befc^eben Serben. 

3>a er fanb, ba| ^aui^ ein unb baf[elbe ®efe| bet ^re^en) 
bun^ t>ecfc^iebene 3^i^en audbtütfe, bie nt4ft auf etnanber jUTfld« 
geffil^rt tperben tonnen, fo dnbert er biefe Scgeid^nungdmet^be in 
inerteren fällen, bel^It übrigen^ tote ^avttf, bie 8e)ei<^nung ber 
$UI(^ ber aninbform mit PRMT ((nrimitit)), ber Selen burc^ bie 
Sofale AEO unb ber fianten bun^ bie Sonfonanten BCDFGH. 
(üne gleii^ 9lbna^e an einem breifläd^igen Od beieic^net er mit 
'AI, an einem merflocbiden mit 'A<. 3ut Sejeic^nung ber Xbna^^men 
m Srüi^, foäffU er bie SZenner ber Srüc^e. äBenn auf ein brei« 
fUid^ge« üd ein Ser^aitni| ber Xbna^me mie 2 : 3 : 6 ftattgefunben 
bat, fo k)ertoanbe(t er biefed in Srüd^ mit bem S&fflm l, nAmlid^ 
V« : % • Ve = Vs : % - Vi unb fe^t bie 5Renner )u bem »uc^jiftben 
bed (Stfed ^A'. 9ei ben Hauten fe|t er bie 9lUettun9d}a^Ien ie 
nac^ ber me^ fenfred^ten ober horizontalen Sage neben» ober über unb 
unter ben 9u((ftoben ). S. ^B' ober 6; ^B^ C unb n>enn bte Vb* 
na^me nad^ jtoei SKi^tuneen ftattfinbet' ^B' '^B\ CG u, f. to. 

9ern^arbi erlannte bad Stangel^fte ber Sk^mmung, toenn 
toie ^auV B^t^an, $ri$men a(« ©runb^eftalten getoa^It toerben, ba 
fte an ftd^ nic^t toonftanbig beftimmbar finb unb nur mit 9e)ie^unfl 
auf eine fecunb&re e^I&d^e i^re J^d^ anjugeben fel^* XU ®runb< 
gtiiaben nimmt er 1. ben äBärfel unb bie t>on i^m ableitbaren 
^rmen. 

H. 9tt^omboebeT. 
H. Ouabratottaeber. 

4. SleltanguUiroItaeber. 

5. 9l^ombeno(taeber. 

6. Sinfac^ Sl^omboibaloftaeber. 

7. 2)reifa(^e Slbomboibaloftaeber. 



(Er ertennt, bag bie 9lectan0uIär))VrAnnbe auf btr ätfon^ 
t^l^amibe gurüdtffi^bat unb baft alfo fed^« toefenlUd^ gfomRn^ 
bie Xblettung aSer Ar^ftaDifation audmc^. @d finb bteff&^< 
feci^« gönnen, toeld^e nod^ geßentoärtig al« bie 8^tus^ 
formen ber ftr^ftallf^fteme gelten, ha untet bem einfdi^ rei 
breifüii^ Sl^omBotbaloRaeber bie tlinor^ombifd^ unb flinortci 
boibifd^e $l^amibe )u i^erfte^n. (®e^len'i^ ^oom. filr bie Cbcs 
unb $^^^t 1807. »anb 5. ^ft 2. Seite 187.) 

CM ift feltfam, ba^ Sernl^arbi bei ben bieten trl^ftallogittih 
fd^n arbeiten, bie er vorgenommen, bad ©efe^ ber Sl^ntmettir al' 
eine tmOIÜrlic^e ^rberung betrachtete unb nx^i anecfannte, bns 
mit älfidfic^t barauf la^en bie l^eutigen ftr^ftaUfl^fteme mit t^oer ^e^ 
toärtigen Sebeutung, fertig tor i^m. '@tatt bcffen bemü^ er fn^Xoü 
f^tl^ unb 9lragonit t)on bemfelben 9t^omboeber abzuleiten < unb bie §i^ 
men bed Stra^Ifiefed unb älrfenittiefed auf ben äBürfel )urtcl^ufifcrcL 

@r fagt über bad ®efe$ ber @l^mmetrie: „Unter bem, toae^aB? 
fo )u nennen beliebt ^t, barf man {ic^ burc^ud Iriiie toaip^' 
pf^^^^fäftn ^e^e* beulen , bie ben S^ralter ber SOgemein^ m^ 
9lotl^tbenbigteit* mit frd^ ftid^ren; jene angeblichen (Sefe^c ber &m 

metrie finb blo^ Stegein, bie ju bem äteguiotib bor Act^jtali 

fation ober bem f&lfd^lic^ fogenannten ^r^ftaOifation^fl^eme geilem 
unb bertn conftructit^er ®ebrauc^, tt>ie ftd^ ein^n folc^ ^auto ?i 
ft)eilen erlaubte, unb n>ie man i^n auc^ t9o^( neuerbingd in 2)euix^ 
lanb berfu^t ^t, nur gar j)u leicht ine fül^rt unb baber nie jb 
gegeb^ h)erben barf." Sr erinnert babei an bie fir^ftoOr bee 9it 
^oUfp unb Sttterfaljed, beren Ißri^men' ^aut} felbft für cfuabRtmi^ 
genommen unb für n>elci^e bie 2;^eorie ber ))rimitit)en grormen wä 
too^l eine anbere ®eftalt geftatte, an benen gleid^too^l nur ^^ 
Geitentanten abgeftum))ft bortommenr 2)ergleic^ Slbtoeid^ungen m 
ber Si^metrie fe^en in ber Ülatur nur gar gu ^öufig unb $avv 
fc^ne jene fogenannten ®efet^ berfelben nic^t Don ben ftr^ftoOfonncfl. 

1 $aut^ ^t gegen Hefe 9[blcttuiig gegrünbrte (Sinivcnbungen geinaifc i-'^ 
feinem Tobleau coroparatif. 1809. p. 131. 



1. SKinnoI^^^^rtf. o. |lt9ftaIP9ra))^tf. I99 

foti^ie ftc bk Statur liefert, fonbem bon ben Figuren, in melc^ er 
fie l^orjujteaen beliebte, abftrobirt )u l^ben. (Sd^lwigger'« 3oum. 
für e^ie ttnb ^l^ftl 1838. 9anh 37. @. 396.) 

<ir i&Ü ^au^*^ SefKmmuns ber ))rinittil>eii Ernten ffir uti» 
graflgeiib, ba fte nur bim^ bo^ Goniometer Vermittelt toerbe unb Der« 
fc^ifbenc Seobad^ter immer me^r ober toeniger toerfd^ebene äBinte( 
finben tofirben. 

3«! biefer ^inftc^t gleid^ ^au^'i Xi^emc einem ©ebäube, auf 
lofen @anb gebaut. 

^rSEBer e« fftvdt befuc^t, fogt er, finbet bie ^d)mfxan^ unrid^tig, 
Me fein Sorgfinger am geftrigen Xage gab, unb fein 9tac^foIger hnrb 
bdf€a»HpUn, auäf biefer ^e bie Sßa^r^eit ntdj^t gefunbcn." — 9Rit 
ben babei }ulaf|igen unb unauf^Itbaren Seranberungen bro^ aber 
bcr Oinfhic) bed ®eb&ube«. 

„Denn man \\t geniH^igt, bie angegebenen Z)imenfionen einec 

@rttnbform fftr unrichtig gu leiten, n^nn man bet ber unmittelbaren 

ffitnielmeffung nur um eine SBentgieit k>erf(^iebene 3Raafi€ finbet, al^ 

fie )ufo(0e ber angenommenen Ser^tniffe fe^n foSten, fo toirb man 

att<^ bie Kd^tiglett ber Seftimmung ber äter^ältniffe ber Xbna^e 

be)toeife(n muffen, fobalb bie 9SinIel nic^t genau fo bef(^ffen ßnb, 

mie H jene Z^rie erforbert. 3ft ed aber erft ba^n gelommen, ba^ 

ber (Kne MfOvipM, bei biefer« ober jener %{&d^ tonne nad^ gonio« 

metrtfc^ Oeoboi^tungen bad Ser(^ältni|s ber Xbna^me, au^ \odiftm 

fie Vorgegangen, nid^t toie 1 : 2 fe^n^ e« ftimme üielme^ beffer 

mit bem t>on 100 : 201 unb finbet e$ ber 3)ritte toie 1000 : 2001, 

{0 ifl ber Sinftur) be^ ^ui;*f<^n ®ebaubed ba, unb lotr ftnb koieber 

auf bem $la^, too h>tr k)or feiner €rbauung toaren. (Sin fo^er 

Stnfbir) mul.ober eintreten, fobalb man allein t)on unmittelbarer. 

ffiinMmeffung audge^t; benn man ne^me biefe ober jene Z)imenfionen 

ber ttrunbform an, fo koirb man ^ier unb ba bie Steigungen ber 

fecunb&ren ^l&d^n anberd finben, ald fu* jiad^ ^uv'^ i&l^re fe^n 

foDim. Stau glaube aud^ nii^t, ba^ bun^ <Srfinbung genauerer 

tmnielmeffenber ^nftrumente jenem UngltUe i^orjubeugen frt^; bie 



200 HI. Son 18()0 M 1860. 

3)iffeveti) ber SReiitimgen iber 9BtnIe(maa^e toirb fortbaitcm« 
man au(^ Qlnftnimente crfunbeu ^at, bie fie bx^ ju tertiem arnuafr" 
uertnögen; benn bte Urfad^e jener 993ibei:ft>rü(^e (ie^ un^bkb intr:^ 
in ber Un\>oQ{ommen^eit ber nieffenben :3nftntmente, ate in bcr r 
\)oQfommenen älu^bilbung ber Jtrl^ftaOe unb tn ben tkintn ^ttin. 
bte man bei ber Sntoenbung ber SBintetmeffer begebt ^ 

3n ber Xb^anblung ,,ü6er eine Xljeone ber ))rimttii>fii Itoür:;: 
geftalten'' (a. a. D.), »vo er pd^ über bad eben crtm^ntr Ijertwit 
gibt er feine 9(nft(^ten bon Jlr^ftaDf^ftem, momit er ben notboe: 
bigen ^ufantmenbang bejeic^net, n>e(cl^er )tm)€l^en ber SRaterie iri 
ben bon i^ bortomminben Art^ftaDgeftalten \wxÜ€t. (£r bewirbt r± 
babei auf eine ^(b^anblung bom ^cl\}t 1817 ^ba^ aUgetneinc Sixtflut 
fatton^fl^ftem ber c^ifcben Slemente" (9leued 3^urn. für Sbeei 
unb ^^t}[xt bon ^(^meigger. Sanb 21. @. 1), mo er auf folgende 
eö^ ^inn^^t: 

1) ba^ Stoffe bon regelmäßiger ®runbform (b. i. \»on tcffcfoki 
in i^ren SJerbinbungen biefe ®eftalt jeberjeit bei^npUn, t9ie tatet 

m 

bie ^erbinbungen ber äRetaOe ba$ gemeinfte S9eif))te( geben ; baß t^ 
gegen Stoffe t>on unregelmäßiger ®runbform bun^ i^ Seretnigiv 
fomo^I regelmäßig ate unregelmäßig ir)^ftaOifirte Stbtpcc bilben; 

2) baß ein @toff, h>el(^er mit einem anbem eine Scribinbus: 
eingebt, nur bann erft in feiner ®rttnbform beränbert toixb, imb 
bie bereinigten Stoffe im ge^j^rigen SRengenber^Itntffe fte^. fla 
barf ftd^ beßj^b nur an bie Serbinbungen ber SReto&e mit €aua 
ftoff erinnern; aU O^V^ule bleiben fie immer in ben ®tan|en Nr 
regelmäßigen ^orm unb erft toenn bie Oi^bation toeiter b9tf<^rcitc; 
beränbem fie biefelbe gänjlic^." 

<Sr glaubt nun al^ Elemente bon unregelmäßiger (monooia' 
®runbform folgenbe betrachten ju bfirfen: Sauerftoff, Stitfftoff , 9k^ 
ftoff, Sd^ioefel, $^od)>^or, Soron; aOe fibrigen (hätten bie xt^mäpait 
(tefferale ober l^ol^aje) ©runbform. 

2)ie c^emifi^ Elemente bon unregelmäßiger @>ntnbfonn naitf 
er Urfbatbe unb glaubt ba« ®efe(f gefunben ju ^ben, baß «w 



1. lRmrraI|>^ftf. o. fttl^ftaUO0ra)^^te. 2()1 

Berbinbungen mit ben 9tetaUen, bte et 9teta Ilf f)at^e nennt, nie- 
txaU neue (Stunbformen btiben, toenn fic^ biefe toeiter miteinanbet 
i>eretni0en. 

Xie %üxm in n^elcber ein fo entftanbenet neuer Slbtpet ftdj^ 3ei6e, 

tönite immer burcf» einfa<!^e Ser^ältniffe ber abnähme auö ber ®runbs 

form ber einen ober ber anbem Serbinbun^ nat^etoiefen h?erben. 

m^ 9eif)9teb citirt er Au))fers Sifen« unb 3inftwKnbungen unb ben 

Slragonit, beffen %ot\n entti>eber aud ber bed loMenfauem AaUe^, 

at^ rined X^eiled feiner Slifc^ung ober au^ ber bed to^lenfauem 

N^trontiond, M eine^ anbem %f^l^ berfelben; ableitbar fel^ unb 

tvofür er bie S(btettun() aud ber be^ erfkeren nac^gutomfen fui^e. 

äikfenili«! toetfibiebcne ®runboefifaIten (too^in alfo nac^ bem oben 

Oefiigten St^omboeber unb 9l^ombent)i^ramibe ni(^t gel^ren) , fe^en 

tüdfi t)on cinanber ableitbar au^er burc^ irrationale Serbältniffe. 

^te herüber enttomfelten 9(nfu^ten geigen, ba^ 9ern^arbi bad ®e- 

biet, tod«^ er überfi^uen kooOte, gu gro^ unb grfiler genommen 

bat ah ei n^df ben bamaligen Srfal^rungen genommen toerben fonnte. 

Uebrigen« finb feine arbeiten reic^ an eigent^ümli«^ ®ebanlen unb 

iritif«^ Semerfungen fiber bie bamaligen Irvflallogra^^fd^n %ox* 

fcbungen, auf loeb^ toir f)>&ter toieber gurücRommen toerben. Cine 

tm 3ttfammcn^ng fte^nbe Xeufterung, toie fie ^tgutage loo^I toenigen 

cinfaOen tarirb, fei^ ^er no<^ angefahrt. 

^n ber Xbbanblune über bte t>rimitit>en ftr^aDgeftalten (1823) 
brilt e« Seite 408: „Sei aOem bem bleibt ed toa^r, baft feine Se^ 
ber $l^ftl unb alfo au(^ nid^t bie X^orie ber ]mmitit)en gformen^ 
feft ^^, fo lange fte nid^t meta))^fif(^ begrunbet tfl. Sßtr foOten 
ba^ aui^ nun )u einem meta)>l^l^fif(^n Seloeife fc^reiten; aOein ba 
ein fofa^ mdjt obne eine fritif(^ 3)arftet(ung bedfenigen, toad bid^ 
äber^u)>t bie aReta)>^^ftt fflr ifi^y^l geleiftet l^t, ' unb auf n>eU>e 
£Mfe bie Srl^benfte afier 3Biffenf<l(Kiften fruchtbarer für biefelbe ge^ 
mac^t toerben lönne, gu liefern ifi, unb bie^ un^ biel }U toeit Don 
unferm @egenftanbe abführen toürbe, fo mu^ e« bie gu einer anbern 
(^^Icgenbeit t^t^rt toerbcn.'' 



20^ in. son i8ob bid leeo. 

Sevnl^arbi'd Kritit ber ^ul^*f^n &ttffUtütg;cap^e \dfaMi^ 
toie biefe felbft einen neuen ^orfd^et auf bem betreffenben @M«e: 
geregt unb ju Sieformen beftimmt ju ^aben, bie fic^ febr fti^' 
erliefen. (Sd tamr ß^riftian Samuel 9Bei^, toeU^ eininf C^^- 
^p&iet afö Sernl^arbi, feine toiffenfd^ftli^e bm firt^ofla . 
getoanbte £aufbaf^n begann, äßeig nnir am 26. ^bnior 17^ . 
2eit>)ifi geboren, loo fein SSater bamatö iXrd^ibtaconud an brr 9c^ 
ürdjie bHir. ®d^on int 16. ^aÜ^xt begann er bad Stubium ber 9I^~ 
verfolgte biefe Siic^tung bid )um Saccalaureat , n^enbete fU^ abci tc 
toor)ügIi(l^ )9l^^ftf(i^en, matl^atif<l(fen, minetalogifc^en unb c^^:' 
@tt}bien ya, ÜRit jvoanjig ^a^ren 2)octor ber $^ofo)>^ie, ^afnkr 
er fid^ mit einunbgtoanjig in ber pffxlo^Qpffi^d^tn %aadt&t, faiu '- 
}u Serlin unter AIa))rotl^r Aarften een., Sobe, ittv:'-- 
)>. Sud^ u. a. meiter für feine SEBiffenf duften au^u^tlben, un^ ^- 
1802—1803 bie Sorlefungen äBerner'^ in ^^reiberg. 6r begain^r 
feine a!abemifd^en Sorlefungen in £ei))sig Aber S^te, einige 2^- 
ber ^^^l, über 3Rinera(ogie unb ®eognofie. Qkmetnfam mit jrnr 
^reunbe 6. 3* %* ftarften ^ unternahm er bie Ueberfe|iag ^ 
SRineralogie toon ^au^' unb gab bem erften Sanbe eine XbbanMiT 
Aber ^bl^namifd^e älnftd^t ber Art^ftaDifation" bei 3m ^abt b' 
untemaJ^^tn er eine jtoeijä^rige Steife Aber äßien in bie fle lycri W cn 1^ 
faljburgifc^en Sn^en, burc^ Xl^ro(, • Dberitalten unb bie @4b^i^' 
^rid. 3m 3a^r 1808 tourbe er )um ^^rofeffor ber $^fil in itci 
ernannt unb 1810 nad^ 9er(in berufen, \oo er bid an fein 611^^ 
bie ffiiffenfc^ft unb t>or)agIid^ für bie JtrVftaI[ogra)>^e t^ »^ 
er ftarb )u @ger am 1. Dftober 1851. — 9Bie im Sor^erncM^^ 
ern?äl^nt n^orben, f)tLiU fc^n^aut; t^toeife bie Xcenber^dUniffe (iif^ 
ftr^flaa« in*d ätuge gefaxt, SEBeiM^er l^at i^e Sebeutun« wifi m '^ 
ben geometrif d^en 9au ber JtrvftaDe gebenber gemöd^t , f onbetn oxn^ U^' 

1 Sttixl Sodann )Beni^arb tarflen, gf6. 1782 am 26. 9tet » 
8fi4^otv, 9Rfd(enburg, gef!. 1863 am 22. 9ug. ju 8cdtn; 1810 i^f^ 
1811 Ober^ittfitrat^ in @<^Ieftci!, 181Ä Ofjcimer OberBttrgrat^ in 9^ 
mitQlxt^ ber Slfabemie tcr Siffcnfc^often bafelbfi feit 1822. 



1. aRinfcolvl^t^l. ». tttp\taXio^ta)ßf}\c. 203 

'n^etoi^tn, ba^ fie jut-Srlennung be^ f^^t^ftlalifd^ G^aroftfr^ übet- 
xupt toor^ügltd^ beac^tendtoert^ fet^n. 3it feiner 3)if|ettatton ^ De inda- 
ando formarum crystallinaniin characiere geometrico prineipeli 
iesertatin. LipsiHc 1809,^ finben ftd^ folgenbe auf bod (Sefagte be< 
iglic^ eteOen, wo er 3. 9. bie Sngabe bed Ser^ättniffe« bon 
>intid uitb Gofimid ber Üfleigung einer ät^omboeberfläd^ )ur X^e, ber 
Mu^'fcffen, ba^ Serbaltntft ber diagonalen einer grläd^e betreffenben, 
orjiei^t: Lineae enirn diagonales^ » sola superfioie solidt csonr 
IHctme, natumm solidi ipsiiis cjusque leges internas et primarias 
•roxime exprtmere noii posaunt, sed secundnrio modo a causis 
liioribus neefssftrio pendent. <juodsi planum singulum lioea- 
umque ejus diagonalium mutuam ratiouem oontemplariS) (am 
e|>anibili8 est ab idea omnis solidi coiitemplaüo tua«, ut caven- 
lum Sit) ne de piano meditans omne soliduni oUiviacaris, quod 
\uiiiem periculum ipsum, te in centro rel non versari, monet. 
JoDlsm mdlam formae partem Tel lineam aut quantitatem ad com- 
jamndum aptam axi praepooendam esse liquet; nulla igitur oon- 
»ideratio gravior ordinisve altioris quam Situs cujusvis plani efy* 
»tallini (plana enim crjstallisatione primum offeruntur) azi oom- 
IHiratus, h. e. angulus incidentiae planorum ad axio. (Seite 15 
unb 16). SBetter I^^t ed (Seite 42): Axis vero linea est omnis 
Hgurae dominotriX) circa quam omnia aequabiliter sunt diposita. 
Eam omnia s]>eetant, eaque quasi oommuni vinculo et communi 
inter se contactu tenentur. 

^ 3t9fiten Z^i( ber Xb^nblung, ber $t^t^ftca überfc^eben, 
fügt er (Seite 44): Mos sdlioet istas lineas, iu quibus characteres 
formarum crystallinarum principales cernantur, uon pure geo- 
metricas^ i. e. physice mortuas, et ignaves, agendi vi nulla prac- 
ditas, set utique actuosas esse coutcndimus, h. e. in bis iiueis 
diregtiones videmus, iu quibus praecipue agant vires, quae formam 
nasci jubeant; nani ante orystallisatiouem ipsam, v. e. in liquido, 
ex quo crystalli oriundae erant, uUam fuisse quasi |)arUculurum 
Ibrmam, observatioue annueute coostnnter negamus. (Sergl. bte 



204 in. &tt 1600 m 1860. 

älb^anbhing ,,^namif(^e ätnft^ ber fttl^ftoDifation" m bei Ilt- 
fe|utig bed ^auv'fd^en Sel^bud^d ber ^neralogie. 1804. Tk.. 
©rite 264 ff.). 

3m 3a^r iSlö gab äBei^ eine „Uebetfid^tGc^ 3)atflrim.. 
t^erfd^iebenen naifirKc^eit iSbtl^eilungen ber JttVftaUifatiorä'v^ 
(2>en{f(i^riften bet Setliner äUabemie ber SSiffenfc^aften au« be» .U"^ 
1814—1816. Seite 289.) @r fteOt babei »unäd^ bad re^tk 
©l^tem ben ntc^tregul aven gegenübet unb (^antfteriftrt cr^^ 
toel^ed er ba^ f ))^&roebrif(^e mnnt, baburc^, bag brei S)iiiicsii».-' 
gleid^ unb rcd^ttvinttid^ untet fic^, ober bun^ &hi^f^eit be« (Seftaltcr^ 
atte^ tu biefen bret 3)tinenftonen. @r ertennt babei ha4 @r:' 
mäßige ber ^etniebrie unb enttoitfelt bie ^imebrtfi^eii Oe^dtri 
äUö fyiupilöxptt gibt er an: ba^ Dttaeber, ben 9Bürfe( w^ ^- 
@ranatf>eber, ate abgekitete bie SeucitfiHr^ ober Srticito^cr. ^ 
$i;ramibenti>ürfe(, ^i^ramibenoftaeber, $l;ramtbengranati>fbfr. 

3)ie ^miebrieen ftnb: ba^Xetroeber, ^entagonbobefocber, $k 
mibentetraeber, 2lra^oibbebecaeber, gebroc^e yt^rami b a ilc t M ete 
gebrod^ene ^ßentagonbobelaeber unb bie übrigen bid je^ in ber S^s. 
ni<^t beobac^eten aber mögltd[^ ^emiebrieen beiS ^r aiwib e ng i ta r 
oeberd ober ^qrali^oftaeberd. 

Unter ben nid^t regulären @f;ftemen unterfc^bet et: 

1. S)ad ))tergliebrige, n>el^in Cluabrat)>l^ramiben , 3>totltteber a^ 
entf))rec^enbe ^^riönten. . Xetraebrifc^e ^emiebrie, nne im f)»^r9cbni^ 
&\}\t(m, ^(Stf nid^t betannt, bagegen tomme eine ^miebrie am ibs. 
ftrin Dor, toeU^ bie ®eftalt bem gn^ri unb (torigliebrigen (r^onKfd« 
©Aftern nä^ (nw^in ber ^rmotom au<^ gel^brt). 

1 ^ern^arbi.^t f<^on (1807) angefttf^rt, Vag an« bem VvruBiroBri: * 
ba« $eutagoubobe!aeter entfiele, n?enn, wie er fagt, bie Oefe^c bkc i 
^älfte wivfen. ^b^anblung fiber bie Jhl^flaOifation be« XtfeniRtffef. vn 
len*« dDnrual für bie df^tmt unb $^fi! 8b. 3. $. 1. — 2>afcfbfl (6. S 
Seigt er oni!^, baS riii ^entagonbobctaeber mit gleid^fcitigcn S^l<l^ wr tr: 
ein irrationale« 9[Meitungei»ev^ä(tnig entfielen (Snne, tme btefe« f^es ii-^- 
noc^etviefen ^tte. ~ (Sine (SntnMttlnng ber ^emiebrieen mit Mktfld^ av ^ 
«vbeiten «on aWiS gob SR. 9. granren^cim. 3fig 1826. 9b. I. 



1. 9XtnfraIt>l^l^ftt. a. jCtlHtaDodta^l^tr. 205 

2. 2)ad )toci unb )toei0liebrig6 @t^ein mit bnn Sll^ombmüttafber, 
^blongofiaeber unb judef^drigen ^ridmen. 

3. Sad )ta>ci' unb cingUebrige Softem, ote eine 9(rt l^on Hernie« 
rie bed toorigen, mit bem ^enbl^oeber. 

4. 2)ad ein« unb gtoetgliebrige S^fittm, too gegen bad t)imge bte 
[udbe^nung na^ bet Drtl^obiagonale flattfinbet, toie am $ifta)tt. 
lebet bie "Vftme bed e))ibotfl^fiimd. W>f^, bet 8etl. Slab. ber 
Biffenf4 1818—1819). 

5. 3>ad ein« unb eingiiebtige @lfftem, ah eine 9lrt t»on ^emte« 
rie Mn 8. mit bem (Kn^ unb (SinfUcl^ner. 

6. 2)ad fe(^liebrige Sl^ftem, mit bem 3)i^aeber, ^etagpnalen 

7. 5Dad btei' unb breigliebrige @l^ftem, mit Sl^omboeber, brei- 
nb breilantigen Sobelaebem. 

3n ber Xb^nblung über bie fcl;fitaOogra))(fif<l(fe gfunbamentat 
efttmmung bed ^elbf^Mt^ (Sb^nbL ber »erl. ätiab. fflr 1816 unb 
817) fül^ er bie XMeUung bed ^enbl^oeberd aud einer Slectangular« 
i^ramibe nUfn oud unb fud^t bie Xsent^er^&Itniffe beffelben fftr ben 
reIbf)Ktt|^ in SBurjelgrS^en ou^ubrütfen, auf \oüd^ er großen SSert^ 
rgt, o^e fid^ be|^alb eigeiitKc^ red^t Hat )u fel^n. 

^Ser fi<l^ mit bem geometrif<^ @tubium ber JtrVftalle befd^äf« 
i^t, fagt er Seite 253, ber toirb gleid^fam a posteriori , b. i. burdS^ 
«n Crfoifl fibcrfü^, ba^ bie Ser^Itniffe in ben Simenftonen ber 
tört>er fc^toerüd^ anberd, oI« in £ktabratto»ur)e(grdgen (einfädle 3a^(^' 
ler^Itniffe übrigen^ nii^ audgef(^lof[en, ba fte aü SBuijeln i^rer 
Iluabrate f^on mit inbegriffen ftnb) audbrütfbar, on^une^men fel^n 
)örftenr unb er Urirb ed ^awp 9)anl toiffen, -ba^ er för biefe Xrt 
)on Xnno^en bie S9a^ gebrod^ ^t. Siege ber tiefere (itruiib 
Dorin er topDe, fev er ertoeidlid^ ober nid^i: bte £rid^tiglrit unb Sin- 
oc^^ oBer fU^ entividebiben geometrifc^ Stor^KUtniffe, fobalb man 
)on biefer Xrt Orunbloge audge^t, ifi etoibent, unb trägt bei toettem 
>en Sieg über jebe anbere S(rt/ bie ®runblage ber (Seßalt )u be« 
timmen bat>on, fo lange bribe mit ber Seobac^tung glrid^ gut 



206 lU- 99n 180a m 1860. 

ühetMttmmoL fbte b» ftartfiten »fitgf<^flfii für i^ ödhr K- 
0mii||eit tft )ugleici^ bie: ba|, toenn man lH)n bcr tiw^.r 
terften Soraudfelun^, n&mlid^ bar QUeidiifeit aller brri tais: 
red^üointltci^en SMmenftonen au^e^, tme fte bie (Shruiibla^t Ui i 
läven ober f))^&ro<brifc^ ftr^ftoUfl^ftemd ifit, bie abgelritrtcB i- 
ftond' unb £iiieart>et^ltmfff , im 93erl^(tni^ gegen bie Snn^ 
{ton ate Stnbeit, al^bann fämmtUd^ in SBuTgelgrö^ auk^^ 
folgen. " 

2)ie Sorliebe in btefer SBMfe äier^ttniffe gu finben, tDd(K: 
geometrifd^ intereffanten @igent^mlid^feiten unb ^olgenoigni br:. 
toaren, ^t mand^en rec^enben ftd^ftoBograt»!^ me^ ober »^ 
bie unmittelbare Seobad^tung, menn nid^t fiberfe^, boi^ n^r 
llmft&nben beuten laffen. Xud^ bad 9(|enoer^bnt| im Ciurr 
a unb b unb )ur ^uptait c am ^enbi^oeber beö ^elbf^Mitb», r. 
SBeife = Ki3 : 1/3. 13 : j/s angenommen ^t, ift b« ^ 
ac^ngen nic^t ganj entf)»m^enb, unb $auV no^ beim Sokn 
ba^ Sßerl^Itni^ ber ^orijontalen )ur geneigten diagonale be^ Bp^" 
T^mboeber« butd^ i/3~: |/2 au^ubrütfen, ben ftumt^fcn Sr*' 
toinlel beffelben )tt 104« 28' 40'\ obgleidd i^n bie aSef^n^n r 
SßoIIafton, 9RaIu« nnb 8iot 106^ 5' ergeben ^otteiL 

l^anl^ ^ einen eigenen Slrtifel barftber gefc^eben (Tniv 
Criotalk^raphie 1822. T. U. Seite 386) ^ toottn er bad m 
angenommene Sei|&(tni^ )« ted^tfertigen fw^, inbem er yasf,^ 
ffir ben 9Btnte1 bon I0ö«> 5' bad Ser^tnift ber SHogonden ( 
unb bamtt bie ®efe(c ber 9(bleitttng ber fecunbaren ^rmen k r 
Xlkxtt loerben mü|ten, ba| fie nic^t anne^bor fc^en« 2>ie SüTc^ 
bet Seobad^ng loirb in fob^en ^Oen meifitend ber unbolloav! 
XuMIbung ber Sld^taOe, ober ber unooHommenen 9tef{mi9 - 
)ugef<^eben. — Sernl^arbi ^tte fc^on bad t^eitloeife UngtRiin^ 
ber ^aut^fc^n 8e)ei(^nungdmeti^obe gejeigt, SBeil üntertoaif fk r. 
noi^ einge^beren ftrttit, obtoo^l er i^en SBiert^ unb bad Sert^ 

1 Buerfl in feinem „Tableau comparatif des r^nlUts de U Cri^^ 
graphie et d« Tanalyee chimiqve.* Paris 1809. p. 12J. 



1. 9KtnftA(Y>^ft!. n. JtTl^ftaffO0rat>^te. 207 

c>oui^*d, bet rrfk ^rtorfm )tt \t\9n, Ut einer Seietd^niitig fikr^u)^ 
9a^n debtoc^, ^ebfi^b anerfcimt (9llb^nb(. ber Serl SUob. 
>er SMfieiiM. 18H--1817.) Sd lomme babei auf tti^tö to6kx an, 
rtl« a«f bie Sejet^nuns ber ^eometrifd^n Soge bet ^u be}ei<l^tietibfii 
fWUi^ Mea bie gegebetien ber ^rimarform. ^aul^*d ^Vt^t^e bOM 
E>eorcMrfiiben Slei^, fagt er, trat ber einfad^ unb notfirUc^eti 
3(uff«tuii0 be» ^roftlemd in ben aaSeg, unb bertoidelte bie 9e^nb> 
[uns bns«^ felbflgefc^ffene ®(l^ta>ierigieilen )u if^rem großen Stoi^tl^ 
faft 6td iMr Unlenntlid^Ieit „(S^ möffen ^ier« koie äberaO, ei|t bir 
tnec^mfc^'OtHnifKfc^en SorfteOungen, todd^ ^etm ^au^ Inlrteten, 
abgeftreift toerben, um bie o^^onnene 5lenntni| ber iiMl^matifcl^en 
C^efetK unb Ser^Itniffe Ir);fitaOinif(^en Saued rem Vortreten )u 
laffen." (8, a, D. Seite 298.) 

Son.biefer anfielet au^el^b, grünbrte Sei^ ein neue^ €i^fiem 
b€r Sejeic^ung, meU^ed unab^ngtg iwn ber üermeintlic^en 9tealit&t 
primitiber ^imnen, bad toai über l^en ftel^t unb an bem j^ufSOigen 
3(^taHinfen unter i^nen nid^t X^l nimmt, bad ®runbüerl^ältnift 
in ben Ximenfionen )Bn5(^ft berficfftd^tigen unb l^orl^ben 
{oOte. 

2)abei unterf (fettet er nur )n>ei SföOe, enUoeber tft bad em>fi^nte 
©runbbed^Utntl tu brei aufeinanber [entrechten ^menftonen flegeben, 
ober ed ^nbeii fh^ gegen eine 2)imen{ion brei anbere unter fi(^ gleich, 
auf ber elften rec^ttannflid^e 2)tmen{ionen unb bad Ser^Itnift berulSft 
auf beul Ser^ttni^ lener erften 3)imenftott gegen bie bvei onbemt. 

fftx ben erften ^D nennt er Me brei SKwenfiimen , ober i^e 
mfften, a, b, c «nb be^eid^et bie Sage irgenb einer ^Uk^e bi»^ 
Mejenigen brei ^Snnfle, in toeld^en fie biefe brei Smien bur^d^neibet, 
ober bun^ bad Ser^Itni^ innrer Xbftfinbe b»n bem ongenoaMiami 
9ttttel)ninlt in ben brei unter {td^ fentred^ten Linien m, b^ e «te 
Soorbinaten. ^ie Sage ber %lä^ ift bann in einem einfach Sfi^fßcn* 
Der^bni^ ber brei iDimenftonen ober Goorbinoten a, b, c aud« 
^ubrücfen, unb inbem man biefe ^ai^kn ben 2)imenftonen , totldftn 
fie angei^dren, beiffigt, bie %l&äi€ ffmm )U be)ei(^nen. 



ao8 



in. »on 1800 m 1860. 



©0 flUt fco« 3cu^ j a : b : c j für bie gfU«^ ettiH Eboßr- 
b^en bret gegeneinonber redj^inflic^e 9t^ unter fk^ in b« $<* 
^Itni^ bfr Smien a, b unb c [teilen. äSenn alTe toret 2tiiifn in^lr 
ftnb, fo tmtb ed bie Sflä<i^ eine« St^ombenohaeberd f^n; ^ z^ 
batunter 0(etcl^ unb berfc^i^ben bon ber brttten, fo ifl cd bie ^^ 
eined Duabratoftaeberd ; ftnb aOe brei Sinien unter ftc^ qIoA, ^ * 
t9 bie f(Ia(^e be« regulären Dftaeber«. ^te ®Ieid^^ ber Ztar- 
fionen toitb ani^ burd^ ®Iei<^l^t ber Sud^aben au^ebrfiA. £■ 



a:a :a 



bie fjläd^e be« regulären Dftaeber«, |a ;a:e| bie eine» Cl 



bratoftaeberö feijn. a : b : 2e | toirb bie %lad^ eined OBoebcri ^ 
toelc^e« gegen bie a : b : c { bie bo))))eIte ^5l^e bei gleid^ Soft« ic 



*ia : 2b : c bie eine« Ottaeberd, h>elc^ed bei berfelben SrunbjIadN ^ 



l^albe $ö^e be« erften ^at. SJafür [a; b: Vgcl )u fe^en, toiB c ^• 
Srud^ja^l toegen üermeiben. 

gläd^en , h>elcl^e einer ber SJimenfionen a , b ober c ^Htroflel nr* 
erhalten ju bem '^txi^ biefer ^imenfion ba« 3^^^ ^^ ^'• 
Hd^ Qo; fo ioirb a ; b : od c j bie ©eitenfläc^ eine« meifeitf* 
^ri^ma'd, beffen diagonalen ft^ bereiten toie. a : b. ^ öbsfirr 
SEBeife ftnb bie 3^<^* 

a:2b:QDcl, pbTcrcxmJ, |2o :3o;QDb[ , [ a : QDb : ^^ 



b : CXa : QDc u. a. 



)u beuten unb )u berfte^. 

S)tefe d^<iN geto&^en, abgefe^n bon i^r ftlarl^ unb fit 
bt^Ceit ottd^ für bie äled^nung erf^ebUd^ SorÜ^ unb ed ^ >^ 
«loti^attfil^ Serl^Itniffe unmittelbar etnleud^tenb, toa^veiA ^ ^ 
ben ilfix£ff\fyxi S^ei^nungen grd|tent^Id berfletft ftnb. gfir ben p/es-- 
^ut^tfaü be« l^agonalen @i;ftem$ tt)erben bie d^^i^^ ^ ^^ ^auytr 



c 

a : n : OCo 



für bie ^agon)>Vramibe , 



I c 

na : na : Qgn 



für eine bergL ftuntj^ere. 



1. 59ltnfralvBtiftf. a. itt^ftaCloftra^bir. 209 



nc 



n : n : QC a 



für eine fAärfetc, 



für baö be)ra()ona[e ^riemii k. . 



ßinen 3«begriff t)on g'^äc^ert , bi^ atte eine SUcfetunfl flemeinfc^ft- 
Hcft'l^aben, äffe berfelben 2me ober äye ^araOel fmb, nennt SBei^ 
eine S^^^' Solche ^fäi^tn fc^neiben ft* in JjaraHelen Äanten. 6ine 
^Iä<^e tfi BefHmntt bifttl^ jh)ei 3^w^r ^^«f« fi^ ongel^ört, \hnl ^toei 
^HiAtungen nur einer @bfne jufwnmen fönncn unb ba^ ®efe^ ber 
3onen befte^t barin, ba^ in ber Snthjidfelunfl ber berf<lt^iebenen 
©lieber jebe« fj>ätere ®Keb beftiimnt toirb burd^ 3o»<w ^^ früheren 
Ofieber. (9)erg(. Beiträge ber Är^ftoffonomie bon %. 6. Slenmann. 
.f>. 1. 1823.) 

Unter ben frü^rtn arbeiten bon^ ei ^ ift ald eigent^ümlid^ aud^ 
bie ätb^nblung ^erborju^eben , in ta>el(l^er er bie ^inienfton0t>er^(tniffe 
ber ^upüüxptx be^ f^E^roebrifd^en €^f}em^ mit ben ^armonifc^en 
^kr^Itniffen ber %bm i^ergleid^t. (9(bb. b. S^rL 9(tab. b. 9B. 1818 
bi« 1819. p. 227.) 

SBei^ ffat feine SRetl^be, tme jum X^I fd^on envd^nt, an 
ine(^reren ^neralf^Hrde^ bun^efü^rt unb überaO barauf l^ingetoiefen, 
ba^ bie in^ Xuge gefaxten re^twinflid^ 3)itnenfionen nid^t nur bie 
^age einer Jlrt^ftaDfläd^ geben, fonbem aud^ bie Ütid^tungen bejeid^nen, 
\wniit bie Silbung be$ Jtrt^ftaD^ beginne unb in toelc^n feine pf^t}^'- 
falifcben @igent^mli(^teiten ft(^ ändern. 3n ber -SlblKtnUung „lieber 
bie Ser^ltniffe in ben ^ntenftonen ber Jitt^fÜaDft^ftefne unb in^befon- 
bere bed Cuar^ed, be^ f^e(bf)>at^ed, ber ^mblenbe, be^ Sugitei^ unb 
. be« 6V*öte*'' (bon 1825) fogt er: 

,,^e Z^tig{eit in ben auf einanber ret^tnrinllid^en Sinien, in 
ihrem gegenfettigen Ser^(tni| ju einanber, ift bad erfte, tüomit bie 
Silbiing anbebt; berSlabiud, aU bie bie@nb^ntte ber Katheten t)ers 
binbenbe ^)H>t^mife, tüirb erft burc^ fte befttmmt unb eingefe|t; in 
jenen liegen notürltd^e ßin^ten , im Slabiud nid^t. 3n biefen 9Borten 

AcbtU, Off ^ic^tf bf r SHncroIosk. * 1 4 



210 ni. Son 1800 bi» 1860. 

fmb, hne mid^ bfinft, sugletd^ mit betn ®et>rage bet piA^^aSi^ r 
fad^ften unb noti^enbtgen Setrad^tung^lveife ber jtxl^ftalldanfnte. sj: 
bie rec^tfertigenben @tünbe bet Bpta^t audgebrficft, beim i^f r: 

Md^er überaQ bfbiente. SBenn üon einem At^ftantmiilei : 

Siebe ift unb bie i^n ^erborbringenben firafte unb ®ffe^ in bcr 3i : 
tung bed @inud unb be$ Gofimid liegen unb toiden , f o ift ed ))fofüiLr: 
niclft glei(^(tig^ fonbem un))aifenb, bad 93er^ättni| , t9eI(^jr^^~ 
biefen beiben Linien in Sejie^ung auf ben Sßinlel \elbft ^u bciiin: ^ 
un^ulegen in bad freiließ i^ gleid^ äkt^ltnil t>on S^angcntr r: 
Stabiud, bon SÜabiud unb Sotangente; benn bieft bcränbot vaixir 
9ludgAng^)ninf t bet Seitac^tung bie Slici^tungen , toenn gleich nidt i:^ 
quantitatibe SSet^oItnig untet ben bettad^eten ®ibim**' 

SBie in ben meiften Si^ftemen ein tec^üointlic^ Sls^nbreu^ an.: 
nehmen ift, fo tooUie ed 9Bei^ aud^ füt bad fßnoti^ombifc^ unb fix: 
rf^omboibifd^e Softem, beten ^rmen et afö t^lkoeife ^16- unb tnn 
fl&d^ige auf bad t^ombifd^ ©t^ftem )utü(f)ufü^ten fud^t. <,S)ie liu:: 
k)on St^ftemen mit fc^ieftointlid^en S^en, fagt et, mag beut Sebür* 
bet etftei; natut^ftotifd^ Settod^tung entf))tec^en unb 0mäge«. '> 
fotbem j)u iveitetet @nth>itflung auf unb toetben )u(e^ biN^ ts h' 
ted^tn)inllid^en 9(cen enben muffen!'' — (Si ,|tt>itb bie 9ef(^jfni^ 
bet (Shninbgeftalten, nne bet ganzen S^ft^me, but(^ bie geftaitete cihr 
unnlUd^Ieit bet 3(£en, bet ganjen Stegellofigteit aOet geometrifcb n^' 
batet Set^Itniffe tiriebetgegeben.'' (91. a. D. @. 10.) 6)>atete %Accr. 
be« eifrigen Jltt)|taaogta)»^n ftnb : X^orie bet $csali^pitad>et (&^ 
malad^tf(ä(^net) bed tegulaten 5ttl^ftaDft^ft^$ , enttmifett oud ben ^^ 
menfiimdjeii^ fät if^te glad^en (1837); Sleue Seitimmung f^' 
äl^omboebetfläd^e am Stat^pai^ (1836); Uebet tec^td unb linl« ^^ 
behe Setgft^ftaae (1836); Settad^tung bed gfe(bf))at^fi^fittmd ii ^' 
SteOung einet fi^mmettif^en @aule PT mit Se^ug auf bad Stuh^r 
bet ein« unb eingliebrigen Jit^ftaUfi^fteme (1838); f^nptfe^ung berS: 
llHinblttng: X^orie bet (Sedß'- unb @ed^dtaotnet unb 3>tri> unb lv\ 
fantnet (1840); Uebet ba« Rti^fiaafl^ftem be« «ullafe« (lö4lj; U' 
bad SRaol bet Iiyn)etli(^ äBinbl (1842) u. a. 



1. Wlmttalp^tf^t 0. Kr^ftoUofltaj^if. 211 

Son bvn @<^{llern t>on 9Bei| finb junäd^ft gu nennen: ®. 9lof e ^ 

(De Sphenis atqiie Titenitae Systemate cryBtallino Dissertafio in- 

augnreFis. 1820 unb meiere anbere 9l6^nblungen ; Elemente* ber 

Ät^ftoHogtatjHe J838. 2. «ufl. 1888). », I. ÄuJ)ffer^ (De cal- 

culo crj^tallonomico diss. Goeü. .1821;'$|Jrei«f(^rift über genaue 

^effung bet SStnlel an Rt\)ftMtn (getrdnt don ber 9etl. ^fabemie) 

1826; Ueber bte Jtr)^taDft>rm be^ Jtut)fert>i!rii>(^ ^t^gg. VlII. 1826, 

bed äUnilard ibid. XIII. 1828 2c.; ^nbbud^ ber red^nenben Sxr^ftaDo^ 

nomie. 1831 k.); %. ®. 9leumann' Setträge jur Jtrt^ftaDonomie. 

1823; Diae« de lege zonaruni principio cvolulionis systetnatum 

cryatallinorum. 1826; Ueber bte JtrVftaBform bed 9t|tmtd, $oggb. 

Snn. IV. 1825; Ueber bad jtoei' unb eingliebrige Är^ftattf Aftern, 

i^Vt^päti^) ibid. XXIV. 1832, meistere hp^aüopix^d^e Unterfud^n^ 

gen. 9t. aSafternagel (Är^ftattogro^j^fc^e »etträge in ÄaftnerS 

«rdjfib. V. 1825; Ärittf ber V). «oumon'Wen «b^nMung über bie 

Jtr^ftaOifationen be$ ftaIff)Hit^. Sbenba IX. 1826); 6. $. Slam« 

meUberg ^' (£e^bud^ ber Ar^ftaniunbe. SetJtn 1852; ^nbbud^ ber 

fr^f!aaogra))Kfd^ 6^e. »erlin 1855, 3ft>rtfeiung 1857), %x. 

«ug. Ouenftebt, gr. «ßfoff u. ». 

Sleumann ^t bte 9Bet^*f(^e Setrac^tuhg beftimmenbet Stuten 
für bie Slrl^ftaDe in einer anbem SBeife aufgefaßt, inbem er ftatt auf 
bie $Ud^ be^ @t^ftemd, me^ auf il^e 9lormaIen, b. ^. auf bie 
£inien, bie aud bem 3Rittel))untte bed @t^rtemd fenfred^t 
auf bie ^lAd^en gejogen gebac^t n>erben Idnnen, bie 9(ufmer(- 
famlett rid^tet Son rein mat^atifc^er @eite, fagt er (Seiträge ^ur 

1 0uftai» 99\t, geb. 1798 3u8cx1tn, ^rcfcffor ber 9Riner&Icgte bafelbft 
unb 2>irectür be« mincra(cg..ä)i{ufeuin9 ber Unmerfttat. . 

'i Sbolp^ X^eoboT j^upffer, geb. 1799 au 9Ritau, ¥rof. erb. ber 
(^bctnie unb $^^fi( an ber UnitoeTfltat gu Sta^an unb !S)irector ter feit 1843 gu 
^er^burg crri^tetcn in<igneHf<^'meteoroIogif(^en CEentralanftalt fflr Shiglanb. 

9 gran) Qrnft Steumann, geb. 1798 )u ttdcrmarl, feit 1826 Xcctni 
unb bann $rofef|or ber VbVP^ ^"^ SKinerofogie an ber lUitDerfttät gu j{önig«berg. 

* Start grtebri^ dtammeUberg, geb. 18id )u Berlin, $rofrffor ber 
S^ic an ber Uiiii»erfitSt bafelbfl unb am (Sen^erbeinflitut. 



212 HI. SKoii 1800 bid IBiK). 

Är^ftaaononiie.a823. i>. 5), tft bicfc SBrifc ber Se^nMuns, i«B n 
bie Släd^en il^re Slqrmalen betrad^tet tvetben, baft boö @tne in bte 8:c: 
be« änbetn gefegt toirb, gänjltd^ ö^ed^tfertiöt, unb uon bfr Scu£ ^- 
{»^i^filalifd^en Setrad^tung fc^eint nac^ imferm iet^tgen @toiib)Rir' 
SOed bafür ju f))red(^, aOe SSerl^ältniff e , tme fte mit b«r ^dche c- 
treten» aufjulöfen in äSer^altniffe i^ver Slormalen, aDe SigentfrörnJc 
leiten bed Str^ftalld in ben berfd^iebenen 9ti<l(ftungen old linraxt 2.^* 
tigbiten berfelben angvtfel^n. S)enlen n^ir an bte Srfd^mingni :ir 
Slötterburd^ganged, ber jeber Ar^ftaDflad^e, me^ ober toeniget bmc: 
tretenb entft^rid^t, an bie 2id^tref(ecion biefer SMätterburc^^nge u. a. r 
fo beutet biefed 3(IIed auf eine ^ätigleit, bie fentced^t auf bte Art>^ 
fläd^e ta>irlt, b. ^. in ber Slid^tung .i^rer 9t annale." ^nb^rn er Ui 
Segriff k)on 3(>n^ <^l^ ben Inbegriff toon möglid^ t^Iäd^ barfri.: 
beren 9lormalen in ®iner (Sbene liegen; erfennt er baran ein iKin.\ 
bie ®ef ammt^eit . ber 3^^^^ unb i^ren 3ufantmen^an0 unteretnanh: 
in einem geometrifd^en Silbe barjufteUen. Verlängert man nämlir 
aSe 3|lormalen, bid ^e eine unb biefelbe @bene burc^ft^ndbcn, v 
muffen bie 2)urd^fd^nittd))untte (^läc^enorte) in einer getoben ^it^ 
liegen, bie üon folc^en 9tormalen l^errü^ren, bie in einer @baie lieac 
unb umgetel^rt gel^ören alle SDurd^f 4fnittd))unf te , bie in einer gero^T 
£inie liegen r folc^en Stormalen )u, bie in einer &)ene liegen unb taa 
%l&ifen alfo in eine unb biefelbe 3^^^ gehören. (Sr ^bt bann K: 
k)or, ba^ bie fiugelfläd^e bie ^rojedionen aUer ^läi^cn in ftc^ he^cM 
unb ba| man bie 9lormalen bon i^r begränjen laffen I5nne, fratt f.t 
üon irgenb einer Itn^ftaSfläc^e begränjen iu laffen. 

2)ie 9leumann'fd^e 3}{et^obe erforbert 3d4inungen in gro^ 
9Kaa|ftab, ba ed au|erbem fe^r fd^toer ift, fu^ )u orientiren, tvieM« 
nad^ftel^nbe bon i^m entn^orfene ^rojection^bilb ($ig. 33) eine^ Zbeü«& 
ber glätten bed tefferalen @vf^emd ben>ei^t. ®d ift babei bie %[äiix 
bed Sl^ombenbobelaeberd gur ^rojection^ebene getoä^lt. Sie JDrte bei 
äBürfelfläd^en finb bur(^ Heine Ouobrate begeic^net, bie be« EXtaebm 
burd^ ©reiecfe, bie letrafi^^ejaeber burd^ pw, bie 2:riafi«oftaeber bunt 
po, bie Xra))e}aeber burd^ L, bie ^ecali^ottaeber bur(^3<t^l^n unb fiw 



1. 92tneta(|»^);fif. d. ftr^ftoaogra|»l^ic. 



213 



910- 8S. 




I a : 7-2« • Vs'^l ^wrdb 1, a : V'2» • V4* ! "^^^^ 2, unb a : y^s : '/^a 



burd^ 3, bif Strten ber Xetrati^bcraebet, Xnalidoltaebtr unb 'Xtapt-^ 
gofber finb ebenfaDd burc^ 3^^'!^^ unterfc^ieben. Sergl. Seiträoe )ur 
Artoftattonomie @. 104 unb e. 111. 

6tne 9(nioenbun8 t>on ber ^roiectton ber ^tormalen auf bte Kugel- 
flache ffi^e 9leumann am Xfintt aud. Oßoggb. Xnn.-S. IV. 1825.) 
^n ber ^igur 34 ftnb bie ^r(^f(^nittd))unhe ber Augel mit ben 9lor- 
malen burd^ bie 9u(^fitaben ber i^nen entf^nrec^enben ^(äd^en begeid^net. 
Xx€ ®rd^e ber Sogen ^nrifc^n }h>ei fünften ift i^nen beigefd^eben. 
Sie ebenen äSinlel um ieben $unlt toerben mit 3AbIen be^eic^net, 



214 



III. Son 1800 btö 1860. 



««fr»*. 




hxf ftd^, um irie ^Igax ni^t ju üBerfflOen, auf bicfe anbeitofitt^ ^ 
0^etoien SSinlet be^te^. SBergl. ^g. 85. 

3)te erfüe 3bee einer bie Ütormolen berüdfid^ttsenben 9Rct^. ^ 
bie 9leutnann'f(^e, gab fd^on Sern^arbi (®e^(en'd ^outn. I^*«^ 
2. e. 378), ioenn er fagt: ,,9tan mod^t {td^ eine unrk^tiee Soc^- 
toon ber 5lT^ftaIIo0ra))l^e, iDenn man glaubt, i^ SBefen beße^ ii ^^ 
Seftimmung ber ^mitit>en unb fecunbären formen. 2)eiilt mos i^ 
auf iebe ftrVftaSifationdflad^ eine fenbed^te Sirne gebogen, läiH oL 
biefe Sitiien in einem gemeinfd^aftli(^en fünfte fi^ fi^neiben, bcfKcs^ 



1. gRinfraH>^Vf^t ». MfftaXLo^xap^xt. 



215 




X>M «erl^ältttijj btefer Sinien trigonomctrif^ *♦«• »•• 

imb fliebl auf Wef< SBetfe We Soge ber 3W*- 

tungen an, nad^ n>el<^ fic^ We "XifÄU 

me^t ober Weniger angejogen: fe er^It 

man ein »erfal^ren, ba« bet "Xf^eoxxe h)eit 

angemeffener, aber in ber Sludffil^rung mit 

me^r ©(^wierigfeit üerbunben feljn Mrbe." 

(Sine eigent^flmlic^ 9Ret^obe ber 9e^ 
jeic^nung ^at 3- S- ^- |>au«mahn ^ ge= 
braUd^t. Sie fd^Iielt fi(^ infofeme an bie 
^etboben t)on $au^ unb Sern^rbi 
an, aU bie Ar^fiaKt^eile ber ^rimärform, 
Aanten, (Stfen, 9(|en, befonbere Sud^ftaben 
er (Halten, bedl(ffid^tigt aber für bie fecun- 
bären §Ia(^ t>or)üg(td^ bie S^nen, ju 
toeI(^ fie ge^dren. ^ie S^^ finb oft, 
felbft ffir einfache ©eftalten, fel^r toeitläufig 
unb comj)Kcirt, ba^ bie üRet^ebe n^enig Singang gefunben ^t. Da« 
^pesaüdoftaeber 3OY2 (9laumann) erhält j. 8. bie gformel 

16 (AE Yi -DB Vfi-) 16 (EA'Va -DB %) 16 (BB 3/^ . EA %), 

^audmann ^at juerft ^ie f))l^ärif(^e Trigonometrie für Jtr^ftaO- 
rec^nungen angetoenbet in ben Id^ftaOogifc^en 9eitr&gen. Sraunfd^toeig 
1803. 8ergl. h>eiter beffen ^anbbud^ t^er aHineralogie 2. Äuft. ®öt» 
tingen. 1828. — Sr entloicfedt barin aud^ bie 3bee eine« 3^1^^^^' 
^nged ber monoo^en @)^fteme mit bem tefferalen ; tvie ber SBürfel ate 
ein ®Iieb ber 9let^ ber Sli^omboeber angefe^en toerben fönne unb 
ebenfo ^ie au« bem Sl^ombenbobetaeber conftruirbare r^omboebrifc^e 

1 Sodann griebric^ Subtvtg OaiKmann, geb. 1782 am 22. gebr. 
)u ^annoter, geft. 1859 am 26. ^Dfc )ii ®i^ttingen, too er fdt 1811 ^rofeffor 
ber SRineratogie unb ZtdfUoU%\t an ber UniberfitSt. grÜ^r Hubitor bei ben 
9ergamtetn )tt diattMffai unb 3cletfelb (1803), braunf^weigifc^ jtammer* 
fecrttar (1805) unb 9eneral-3nf)>cctor ber 8erg% ^fittcn« unb @a|iii>erlc bei 
ehemaligen j^önigrei^« fBefl^^Ieu )u Saffel (1809). eetne f)»ecteOen ^flaS' 
unb SKincrafbefHmmungcn finb in ber (^fc^ii^tc ber 9RineraIf)>e€tee ern>a(^nt. 



216 HI. Sott 180(> m 1860. 

^^adialfomt, \m ba<( Dftaeber in Witte ber 9iei^ii ber Cuabrott: : 
miben fte^e, anberfeitd ate ein Sl^omboeber mit ber baftfcbcn ^ 
bettad^tet toetben fann unb toie bann bie burc^ bie 9tanbkntcii ^cl- 
Oueeroien jur falben ^aujjtaje ftd^ »erhalten = 1 : 7^6, too^ii ^: 
bfe äl^nlid^ 2)imenftonen am ^ßf})atb ber^alten = 43 : 15 V^6 o. i :: 
J^nbb. b. Slin. 2. »ufl. 9. 1. p. 213 — 219. — Untecfuc^ungcn ü 
bie formen ber leblofen 9latur 93. 1. 4. ©öttingen. 1821/ t?rr 
aud^ au^fü^rlic^ Silbungen burd; Art^ftaDaggregate, frummflac^ige vr: 
mi^ilbete gormen k. bcfJ)rod{>en toerben. 

^on Jt u )) f f e r'e^ Sejeid^nungdmet^obe tvirb [päitt noc^ Me 9i^ m: 
Sinige Sla^re nad^ äBeig begann t$riebrid(^ SRo^^ feine ä* 
{testen über bie itr^ftaIIogra))^ie unb über bie SRineroIpgie im JLif 
meinen ^u enth>i(feln. 

^riebric^ Wlol)^ toax geboren am 29. 3<tmiar 1X73 ^u 6vr 
robe am ^arj, tpurbe nad) me^rjö^rigen geognoftifc^en unb bergab 
nifc^en Steifen im ufterreic^ifd^en Staate ^rofeffor ber SRineroIogic ^ 
^o^nneum in ®ra^ (1B12), bann an ber SSergatabeinie in ^reib.t; 
(1818) unb au ber Umt>erfität Pen (1826) bvS 1835, too a oL 
mirflidber 93ergratb in bie 93em>altung übertrat unb toieber Inebrf•zc^ 
bergmännifd;e Steifen in Oefterreid^ untema[;m. @r ftarb 1839 er 
29. 6eJ)tembcr ju 2lgorbo in 2^^rol. — 3Bie au6 bem Sorberi^e^nt - 
ei^eQt, fo n?aren bie ^au)?tgefet}e ber JlrVftaQograp(;ie, bae @efe( t.t 
j^läd^ent^araUeli^mud unb ber 93eftänbig!eit ber äBinfel burc^ 9t cd^ 
be r^öle, bad ©efc^ ber Symmetrie xin)^ ba SBeränberung ber äiy. 
ober entf))red^enber Linien nac^ rationalen Soefficienten burcb ^ai\ 
bereite erfannt; bie SBa^I gefc^Ioffener. ©eftalten ate Q^runbfornuT. 
hatte SJern^arbi I;er\}orge^oben unb beftimmter, aU f rüber gefdcr. 
bie ®runbformen ber Är^ftaUf^fteme unterfc^ieben; bie 9lb(etiunc;tT 
fecunborer Är^ftaDe Uwren t)on ffieife auf ein rec^ttoinfliAed Scenfni; 
belogen h>orben; gleic^lool;! i}ai bie organifc^e 3}erbinbung biefer I; 
ten, loie [xe 3fli»i}^ au^gefü^rt, bae gange ©ebiet ber ftr^ftattluii^ 
neu erl^Dt unb jugängKc^ gemod;t. 6r ^t bie bejüglicften Segnn. 
fd>arf gejeicbnet, bie lerminologic geregelt, bcn Unterfdf^ieb öon ÄtVfiaü 



1. SKincral^^l^ftf. a. Jlr)rftaIIi>era))^te. 217 

t»ft<rnt tinb 5trtoftaUret^e unb bie @efe^ brr (Kombinationen beflimmter 
xuc^gefproc^en. @cin ©runbri^ bo: SRineralogie bom ;i)Ea^t 1822 fann 
in biffer äJe^ie^nn^ Ate eine ber borjügltc^fien Xrbeiten bejeid^net 
ii>erben, toelc^e bae Ir^ftaSo0ra))^ifcl^ ©ebiet betreffen, älnberd ift tu 
mit feiner Xnfc^auung ber gefammten SRineralogte unb toad er bafür 
iü^ natur^iftorif<^ unb i^r juge^örige 93efHmmung gelten laffen tooQte, 
obiDo^I Tn ben einmal beftimmten ©renken überall Sonfequen) unb 
flare @rtenntni^ unb Unterfd^eibung ftc^tbar ift. 

3Roffi toibmet bem 3ufammen^ng unter ben einfach ®eftal' 
ten befonbere älufmertfamteit unb ^bt ate bad merftoürbigfte Stefultat 
ber bamit berbunbenen älbleitung bie Steigen ^ ^erbor, bie fi<^ er- 
lieben, ioenn man bei eina|igen ®efta(ten aud ben erften abgeleiteten 
uac^ einerlei ^etfa^en eine jtoeite u. f. f. ableitet, ^n^biefen Steigen 
lommen nur jtoei ^runbja^Ifn, 2 unb 1/2, t^or unb baS ®efet 
beo {^ortf (^reitend ift nur ein einjiged, n&mlid^ nad^ ^otenjen ber 
C^Srunb^a^len , beren @c)»onenten bie gangen S<^^^n, bejahte unb ber^ 
ueiute, in x^xcx natürlic^n Drbnung finb. Die Steil^en bringen, in- 
tern fte auf ©renjen führen, bie $ri^men ^rt^or. ^an er^lt i)on 
ben ertoä^nten (Befef^ ein Silb, koenn man um einen 9l^ombud, 
a(^ berSafid einer 9^K>mben))V^amibe , ein Stectangulum }ei(^net, um 
biefe^ toieber einen 9t^ombu$, beffen Seiten mit bem erften paxaüA 
u. f. f. 3)ie 2)iagonalen biefer St^omben koerben k>ergrö|ert loie 
1 : ^ : 4 : 8 ober Don ben umfd^riebenen )u ben eingefc^riebenen toie 
^ • V2 • '/4 • Vs unb äfyüii^ bie ä(|en, koenn man bie St^omben ber 
^^Un gleich fe^t. (Sd ift aber Vs : V4 : V« : 1 : 2 : 4 : 8 eine Slei^e 
auebrüdbar burc^ ^otenjen toon 2 ober 2-3 : 2*^ : 2*» : 2« : 2» : 2^ : 2\ 
U'omit bae @efet^ bed ^^fc^reitend biefer 9leibe unb 2 aU beren 
C^runbga^l be^eic^net ift. Xuf bergleic^n ®efe|e grünbet 9Ro^0 feine 
fvv)'tattogra|>^ifc^e 9e)ei(^nung, be}ei(^net bie ^ßt^ramibe ber ®runb« 
iU'ftalt mit P unb fugt fftr bie abgeleiteten -^ißv^amiben (mit gleicher 

1 9luf tfTglfic^en dttxfftw (at jc^on ÜRalu« aufmerf|am gemacht. Th^rie 
tie la double R^fractioi) de la Liinii^re dnns les Snbstanoes Criatnllis^s. 
Parie 1810. p. 121 et in. 



218 lU. 9ton 1800 (td 1860. 

Safid) bic juge^örißcn (Si^onenten bet Scunbyil^I mit t^ Ä-- 
-f unb -r- 6ci; ^ ». für obige Slribc 

P-3, P-2, P-1, P, P+1, P4-2, t'+B. 
aja« ^ri«tna unb bie bafif d^c gl&c^c erhalten confequent We gr:- 
P + OD unb P — OD. 2)a§ ®efe| be« gortf (freiten« her Äeite br . * 
üuabratJjJ^ramiben ericnnt man in ä^nlic^er ffieife buni^ llütfcb.-: 
eine« Duabratö mit einem biagonalfte^enben Duabrat unb r:- 
britten, bietten k. auf biefe Xtt umfc^riebenen. 

2)ie Seite ber Safi« ber ®runbform ber^ält ftc^ jur aHaar. 
= 1 : 'Kä unb bie Seiten ber umfc^riebenen Cuabrate fteben bc;i ■ 
bem aSer^ältniffe h)ie 1 : r"2 : 2 ; 2/12 ober aud^ für He einae'c- 

benen h?ie. —^ : 7-2 t -^ : 1 unb fö bei ßleiii^ »afi« fü: : 
«Sen. a)a aber 1 : rli : 2 : 2/'2 . . . flteid^ ift mit ^^2• : i . 

\o ift ba« ®efe$ be« ^ortfc^reitend au^ebtfldft bun^ bie $otm|€ii r: 
Y)i, toomit bie @ntnb)a^I bejeid^net ift. 

3)ie Sl^omboeber, tuelc^ burd^ 9(bftunt))fung ber €(j^eitell:n:- 
abgeleitet toerben tonnen, bilben eine 9tei^, beren Hjctn bei <tir.r- 
^orijontalen ^rojjectionen, h)ie bie $otengen ber S<^^ 2 abndr- 
unb taHU^fen» ä^nlid^ toie bei ben 9l^omben)>i^amibett. 2)iefe Airn:- 
reuten ta)&ren bon befonberem SBert^e, h>enn fie eine Sef6taci^' 
bed Sorlontmen« abgeleiteter JtrVftaDe gefe|Ii(^ anjeigten, fte t»erIi.T- 
aber an ^ntereffe, ba biefe« nic^t ber %aU iß unb Slblettttiiglc:^^ 
cienten o^ne beftimmte (Sinfd^&ntung beobachtet toerben , ioeim fie r. 
rational finb. ^e ^i^ridmatifc^tn unb tetarto)m«mattf<^ €ktt^' 
imirben anfangt Don SRoi^d auf ba« )m«matifd^, r^ombifc^, 6rnr 
bejogen unb al« burc^ ba« auftreten bon ^Iben ober biertel« %tr - 
entfifcanben betrachtet. 91« ^u)^tfVfteme finb be^eic^net: ba« rbf 
boebrifcf^e, ))^ramibale (quabrato))t^ramibale), t>ri«matr'r 
(r^ombeo))VtamtbaleX unb ba« teffularifc^e ober Sßürfeifvftem. ^' 
II. I^eil be« ®runbriffe« Seite VI.— Vffl. f))ri(^t er ft<^ ober f6r 



1. 9MinetAl^^t^ftt. a. M^ftaUDgraly^ie. 219 

ir ha^ «cfte^w f(^iefimnllic^« «5«ifVfleme auä unb ba^ We 3a^l 
n: Jtr^ftaOfVfteme bamad^ bermel^toetben müffc. SWe ©Vf*^»«« ptt*> 
ebingt burc^ i^re Derfc^tebenni Srunbgeftalten o^ne Slfldfid^t auf 
eren ft)(cteOe SCbmeffunoen ; toenn le^tere hdanni, ^ei|t ber Snbegtriff 
er baraud abgeleiteten ®eftalten eine Ar^ftalltei^e. 

3n bem 1832 erf(^ienenen SSSerle ,,£ei(^tfa^Ii<i^ älnfane^griinbe 

»er 9{atur0ef(^id^e bed äRineralreic^'' ftnb bie tlintfd^ 6Vf^eme an^ 

(efit^rt, ate: bad ^emiort^ott7))e, bad j^entianort^ot^ye unb 

Kkd anoTtl^ott7))e. 2)ie ^tiorität ber XuffteQung ber JtrVftadf^fitenie 

>aben SBei| unb SRo^d, leber für fUf^ in 9(nf)>ruc^ Senommen unb 

[ener in einem Sriefe an Sretofter (3a^u(^ ber 6^. unb^^f. 

Don 8(^n>eioeer unb 9Reine(fe. 8anb VI. 1822. Seite 200), biefer 

in einem folc^en an ^amefon (Sbenbafelbft Sanb VII. 1823. 

3ette 216) i^e CrUärungen abgegeben. ^ beiben Sriefen ^errfc^t 

ein gereifter Xon. 92a(^ ber 3^^ ^ $ubIifation barüber, ^fitte 

3äexi (1815 unb 1816) bie Priorität, boOftanbig lann fte il^m aber 

nici^^t ^ugef^voc^en h)erben, ba Sern^arbi fd^on im $iafyc 1807 bie 

(H^ninbformen ber Bt^^tmt erlannt fyit, nne bereite oben ettiKi^t'unb 

n>ie er auc^, bie S^fteme bon 3Rol^d bamit toergletc^enb, biefed in 

feiner ätb^nbhing „Ueber bie )nrimitiben ©runbeeftalten" (3<^l^rb. ber 

e^em. unb $^)^f. t>Dn 6(^nm00er unb SReinecte. 9anb VII. 1823. 

©eite 427) ^erbor^bt. * 

SRol^d erlldrt fi(^ übrigen« gegen bie 3^^^^ bon 9ßei|, toefa^ 
nur $(&(^en aber nic^t toie bie feinigen, ©efüalten angeben. 

S>ie aiet^obe bon 3Roffi ift bon ^aibinger, ^ ^päitx mit 

1 Sie ber I3egriff t»on ^{lonfvflem cinfa«^ auf ba« ^u^'fi^e Oefe« ber 
tS^mmctrie gcgrfinbet »erben tdnne, ^6e iil^ tu einem Huffa^ „über jhi^flall* 
fVffem unb Ihi^llaOrei^e'' barget^n. Oount f. (S^. b. (Srbmaun. Ob. VIT. 
1B36. a l&S.) 

•i fBil^clm «aibinger, geb. 1795 om 5. gebr. }u Sien, btibete fti^ 
bei aKo6« in (9rat unb greiberg )um Shneralogen, lebte bon 1822—1826 im 
iSuManb, meiften« beim I3anticr tttan in Sbinburg, bon 1827—1840 |n 
(Einbogen, tourbe bann @ection«rat( im t. (. SRinifterium ffir Sanbe^cultur unb 
^ergtoefcn, fou>ie Director ber (. (. geologifd^cn S^eiil^ianflalt 



220 til- ^01^ 1^^^ ^<^ 1^^^- 

8(nnä^eruiv0 an9lauinann, angetoenbet »oorben, elnrnfo tH>n;^:: 
3)urc^ ^aibingcr'« Ueberfe|ung bcr 9»ob^'f(6en TOiHeralw 
biefc 9Retl^obe in englanb bdtannt gctoorben. > (Treatise o« M --- 
logie. ßy Frederic Mohs. Translateü froin the Gemuio, v 
coDsiderable additious. By William Haidjngor. Edio£' '. 
1825. 3 Vol.; t>on bemfelben ,,Snfangd0vünbe ber 9Knera(i>gt(. trr 
1829 unb ^anbbuc^ ber beftimmenben iERineralogie. Sßten 1845/ - 
«e^^rbu* bcr SRincraloflie k. Don Dr. g. X. SR. 3i»>^e. »im > 
2)ie Differenzen betreffen foivol^I bie 9lrt ber SCfilrituiig olr : 
Se|etc^mtn0 unb Benennung ber enormen. 2)ie 3«^<^^n für bk h. 
brtfcl^n tefferolen ©eftftlten finb ). 93. bei 

SXo^S Naumann 

1. ^ejaeber Ji qdOod 

2. Dftaeber .00 

3. 9lf;onibenbobefacber D odO 

4. S^etrafi^^ejaeber An aoOn 

5. 3^ri(didoItaeber Bn mO 

6. Xra))«)oeber Cn mOjn 

7. ^ejafi^oftaeber Tn niOu 
S}eyglei(^e im ^Jolgenben nad) ber SDorfteUung Don Au)>ffer'e^ I>fr 
bie t>on 9taumann. 

2)ie oben angeführten ^et^oben , bie fyläc^t eineö Kri^^lU :r 
ein angenommene^ ^(senfreu) gu bejie^, fanben, obmoU ^< -: 
febr fo(gerei(^ ertoiefen, bod^ man<^er(ei ®inn>enbungen. Sd^nSr* 
i^axti (9leued Sourn. für 6^. unb $^^f. Don ©d^tveiggcr. San^ * 
1823. (Seite 389 k.) ^at fte einer eingebenben Jtritit untenrcr^:- 
unb i^re SRängel barget^an unb 9(. Xl^. jtu))ffer f)>ri(^t ftib ttv* 
faUd bagegen au^. @r finbet, ba^ bie ^au\f\d^, 23ei|*fdK r 

* Ueber ba« ^erfa^reii, wtl^t^ in bem ^runbrig ber IRinerali^k r. 
SKotid befolgt ivorbcn ift, um ^flalle in rid^tiger $erf^fctii»e git ints 
bat ^aibingcr in ben Mem. of the Weruerian Soc. 1821—1823 nsfS.' 
banblitng t^uMictrt, wot)on eine llcberfet^ung tu ^ogg. 9nn. b. ^bvf. tu&tr 
iBb. .5. 182Ö erfc^enen tft. 



JCviiHngcr. 




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1. SRtnftak^eimr. ii. j^n^ftaUosrap^tf. 221 

. o^e'fc^e 2i^eorie, ivntige fünfte au^enommen, im ®ninbe nur 
bfr ^arfteduitg ber SejicJ^ungen, bie }totfc^en bm berfc^iebetxen 
c%>ftaQflä(^n ftattftnben, t>erf(^ieben fe^rn. „^ictaui tvirb sugleidt 
xr, fagt er, ba^ bie Sejeic^nung^rt ber ^^läc^en ein loefentKc^er 
xr^enftanb i^rer Bearbeitungen fe^n mu|te, benn eine S^eic^nungd- 
±, bie mit mat^ematifc^er Seftimmtl^it bie Se^ie^ung einer fecun> 
Iren %l&i)e )ür @runbfonn gibt, gibt notbtoenbig ^ugleii^ ben ®ang 
<% , ben bie Sted^nung nel^^men \oü, toenn man bie 3Bin(eI ber fccun« 
ixen Sorm oud benen ber Shrunbform bered^nen tiriQ, unb biefer 
^itfi ift nad^ ben berfc^iebenen X^orien toefentlic^ berfc^iebcn. @r 
f)t ^au^ immer bie £ange getoiffer Sinien unb Slic^tungen, nac^ 
^«^Icben bie 2)ecred€en)en gefd^e^cn, 9Bei^ l^ingegen feine red^ttannt« 
c^eit 3(;en ber 9ie(^nung jum ®runbe; beibe finb gejtoungen, immer 
lif biefe eigentlich imaginören 2)inge, bie man nie bireft meffen lann, 
urücfjufommen, unb ge^ fo einen inbirelten ®ang, ber fte immer 
rft auf einem Umtoege jum S^tl fü^."" (£r bertoirft biefed Ser- 
d^ren unb hntt in feinen Formeln immer nur toirllic^ SRcpored ber- 
inigen unb bamac^ bie Sdd^tn formen unb mit Regierungen auf bie 
Tivobnten 2)imenftonen unb 9(£en nic^td )u t^un ^ben. @r.be)eid^net 
. 9). am äl^omboeber bie t^Iöc^e mit P, bie Cc^eitellante mit x, bie 
Hanbfante mit z. Schreibt man nun Px für bie ä^ngente ber falben 
Ueigung ber Si^omboeberfläd^en an ber Aante x, fo lann niPx eine 
vläcbe begeic^nen, bie ebenfadd burc^ bie fiante x gel^t unb beren 
)leigung gegen eine burc^ x unb bie ätce gelegte @bene eine m mal 
o grofte Xangente gibt, ate bie Xangente ber Steigung bon P gegen 
diefelbe ^(ad^. Diefe ^läc^e gehört einem @Ia(enoeber an. Sbenfo 
iY>erben burc^ nPz ^I&d^n bqeid^net, bieburc^ bie 9tanbtante z ge^n, 
fo baft bie Xangente ber falben Steigung biefer '^lä^tn an ber ftante z, 
II mal fo gro^ ift, aU bie Xangente ber ^Iben Steigung ber glöc^nP 
an berfelben Jtante , fie bilben ebenfaUe ein @faIenoeber. €ine %lä^, 
n>elc^ bie Jtante x gerabe abftum))ft, lann man mit qdPx, eine, koeb^ 
cbenfo z abftum))ft 00 Pz ober le^tere '^ladftn (bed näd^ft ftttm))feren 
^Hhomboeberd unb ^agonalen $ridma*d) gerabegu mit x unb » be)ei(^en. 



222 Ili. ^n 1800 M« 1860. 

SHefe S^c^nungdart gibt nu^t nur, fagl er, glei6 bfr - 
fad^ffccn Si^A^w^fK^^B ^^ ^läd^ unteretnanber , beii mm rr* 
fu^ tmi|, toenn man rinfod^ red^n^n h)iO; fonbem fte Ion = 
leicht gefnnben toerben burd^ eine einfach annä^embe SteffiK: r 
9{ei0un0dtmnlelö ber neuen ^l&c^en an einer ftonte, auf bte 
3ei<i^m bejiei^en toiB unb an ber fte ftd^ finben; bad 
X^ngenten ber falben .Neigung ber neuen ^l&dfen ^ux Zoii^i ^ 
^Iben Steigung ber ®runbfi&d^en an berfelBen ftaitte gibt mcr- 
bar m ober n/' So ift ber Stanbfantentointel be^ Sokit^tobiiK!' 
toeU^ed J^aul^ Variete metaBtatique nannte, = 133^; Wc 2as?*^ 
bed falben SSinfete Don. 660 V2 ift aber Smal fo gtoi olö Vk :r 
genie bed l^alben Sßinlefö beim (9runbr^omboeber an benfelbcH SU— 
ober bie a;angen;te bon 37^ 27',Ö; bie ^l&c^e er^It alfo bae 3.-- 
3Pz. 

SBSenn bie 9(enberung ber 9{eigung m(|t bie Steigung jfm: r 
nad^barten t^lad^en, fonbem bie Steigung gegen bie 9(;e betiiirt. * 
fd^reibt man bie 3^^!/ bie bad Serl^äbni^ ber Ingenien ber %r 
neigungen audbrüdCt, über bad 3^d^en ber ^runbr^mbe^er"^ 
nad^ Strt eined Sjr^onenten. @o bebeutet P^ eine ^ä^, toebk r 
P liegt, b. i^. P in einer mit ber X^e rei^ttarin!K<^ Siirir hn 
fd^neibet, beren Steigung gegen bie 9(|e aber fo gro^ ifi, ba| r 
2;angente bad bo))t)elte ber Xangente ber Steigung bon P ^m h 
atse beträgt. 

^n äifnlUfytt SBeife fül^ Jtu))ffer, no(^ mit momi^Ih 1 
Iftr}ungen, n^enn bie S^^^^ tttoa^ com^Iicirt Vocthm, feine iv: 
für aOe @^fteme burd^. Seim tlinor^omboibifd^en Stiftern rnmoc ^. 
Slec^ng natürlich einen anbem ®ang a($ bei ben @i^ßenea r 
red^ttointlidjien 9(cen. <Sr )etgt, ba^ feine B^d^en auc^ leiil^t au$ N--' 
t)on $au^ unb 993 ei § abzuleiten ftnb unb mac^t auf bie Scm^- 
ber anali^tlfc^ ®eometrie für bie 9^l^nb(ung bed Segenfianbe» c^ 
mertfam. Sergleic^e beffen ^nbbud^ ber rec^nenben Jlrtofianoiim 
et. $eter«burg 1831. 4. 

S^ toäre )u t9ünf(^ getoefen, bafi bie Aut^ffer'fc^ füd^fN 



1. SKtteroq)^! a. ien^aUo^rav^tr. 223 

>^Ic^ offenbar an Unmittelbarfeit bed Srfennend unb S9eftimntend 
tYmrr Jltl^ftafffläcl^e unb bejie^O^lvdfe einer ftrl^aOform alle t^or^- 
^^l^ttben übertrifft, mel^r Eingang getvonnen ff&üt aH ed ber ^0 
i>c»r; ba man aber einmal an bie 3Ret^oben t)on SSeift unb 
9ti>^d getvd^nt tiHir, unb ba etnige ^afpce bor bem Srf deinen l^on 
^v^ffer'ö ftrl^ftallonomie, 6. %. 9{aumantt eine auf bte X|ren 
legTünbete Xbkitung unb Sejeic^nun^ borgenommen ^t^ bie fid^ 
r&enfaOd burd^ (Sinfac^^t, jtür)e unb Alarl^ett audjetc^et, fo i^eilten 
ic^ gunöc^ft bie beutfc^ Stineralogen borjugdtoeife in biefe bret 
SKet^oben. 

9laumann^ begeid^net feine SRet^obe aU eine etleftifd^e ^u 
t>encn bon SSei^ unb 3Roffi unb in S^ie^ung auf bie bed le^teren 
äußert er: i,9Benn man in ber SRo^^fc^en 3Ret^obe bad 2)o9ma ber 
nac^ $oten}en fortfc^tenben 9iei^ <iufgibt, Wie id) aud 8ebfirfni| 
nad^ gr6^erer Sinfad^^eit ti^un }tt muffen glaubte, fo n^erben fon)o^l 
bie ätbleitung aU bie Sqefa^ung gbid^fam bon fe(bft bie leid^tere 
^onn onne^en, in tDck^ ü^ fie ^ter )u geben berfu«^.'^ (®runbrig 
ber Jtr^fiaaogra))^te. 1826. @. Xll) 

3ur 2)arfteQttng feiner äRet^obe biene aU ein einfad^ed Seif^iel 
bie Slntoenbung auf bad <)uabratif(^e ©Aftern. 

^ie )ur Stammform getoö^Ite Ouabrat^^ramibe tvirb mit P be< 
j^eic^net, .mP ift bad 3^(^en einer ^i^ramibe bon gleid^er Stellung 
mit P «ber bon berfc^iebener SCsenlänge, koie m angibt, toel(^e$ größer 
ober Heiner ald 1 ober bie bafür genommene Xseulänge ber 8tamin< 
form P fevn tann. SBirb m = o, fo enlfte^t bie baftfc^ %läift, toirb 
m =r 00 ein quabrattfc^ ^dma bon ber Stellung nne P. 

3ttr älbkttung ber Dioctoeber toerben bie 2)iagona(en ber Safid 

1 ftaxl grtcbrid^ 9{aumann, geb. 1797 am 80. 9Rai gu !S)r(9ben, 
würbe nac^ einer miiferalogifc^n Steife hmdf 9tonorgen im 3a^r 1821 unb 
1822 ^rioatbxent in 3ena (1823) unb Sd^^ig (1824), barauf t>on 1826 au 
^rofcffor ber ftrvPaflogro):tiie unb Xidci)>Itnar«3nf))fctor, fowie bon 1835 an 
anii^ ^rofeffor ter Oecgncfie an ber t^ergacabemie ju ^rdberg ti9 1842, unb 
fdtbrm 9rof. orbin. ber DKneralegie unb Ckognefie an ber Um)»eiiitat )u 



j 



I 



I 



224 



III. Son 1800 bi« 1860. 



§id. 36. 



bcr ©taiiimform P ober einer inP na<6 einem (lofffirioilcii i» . 
(ändert unb bie (Sdf|>unlte ber Saftd mit ben enhpavSteu M :- 
tängerten 2)ia0Dna(en burd^ gerabe Sinien Derbunben unb tatv± : 
9(#tecf, bie 9aft€ eined 2)ioftaeberd, tonftruirt, beffcn Xrt hat 
befktmmt ift. ^a€ aUgemeine S^^n eined 2)iobaeber$ tami : 
mPn gefc^eben toefbcn; imrb m = od fo entfielt ein tbogierL. 
^^ridma aoPn, be^en Ouerfc^nitt bürc^ n befümmt ift, toirto m- 
fo entfielet bie baftfd^ "S^äd^^ ; ivirb ober n ::= oc f o bilbrt ^ r 
bem Dbogon ein Ouabrat, biagonal flel^nb )ur Safiö l^on P r- 
biefe umfcbreibenb ; bif 3^^^^^" ^^ biagonal ftel^mben Cuobrcr: 

miben finb bol^ Pao unb mPx, :•* 
biagonale 5|Sri«ttta = QO P oc , init:-- 
för* Ol = o toieber bie baf^dft ^cf? " 
fc^eint. 3)ie nebenftebenbe ^gur ^'< * 
läutert btefen 3$organg. ^iemit fis^ r 
^rmen be^ &f^mi febr einfacb iin^ ::• 
{ommen enttoicfelt.unb begeicbnet ui^ ic* 
ftd^ folgenbe^ Scbenta: 

m>l 

P . . . m P . . . Qc P 

Pn . . . mPn . . . (xPn 

POD . . . mPoo . . . QCPOC 




oP 
oP 
oP 



m<l 

mP . . . 

mPn ... 

in P OD . . . 

Oln biefer 2Seife finb fämmtfi*c ftr^flattf^fteme beJEmnbrft r' 
ftnb bie S^d^^ ^^ anfd^attltd^ unb re^räfentatit), bo^ fte bnt Sc' 
fdS^en unb unbebingt ben SWo^e'fc^en bwjujie^en ftnb. 3n feinm - 
3al^r 1828 erfc^ienenen Sel^rbuc^ ber 5RineraIogie ^t 9lanm:" 
tyon fÄner SJejeie^nung^meife für bie berfd^iebenen Ir^fitalltftrten 9tm.: 
ft)ecie!S ©ebrauc^ gemacht unb im ^a\}x 1830 ^ab er ein Sefobud^ >' 
reinen unb angetoanbten J$n^ftaDo0ra))l^ie in ^toei Sanben berat? 
loeld^ 3Cffe« ba^in gef^örenbe befj)ri(^t unb gu ben boBftänbk^" 
unb borjüglid^ften SBerfen biefer 9lrt gu gälten ift. Xuc^ ba« rr 
SRitfc^erUd^ am unterfc^loePidfauem Stall ($om. Xnn. VIIL ic,- 
beobachtete unb bamald aU ein eigent^umlic^ed angefe^efit^fkaOMtr 



1. 9Itiieia(^^f. A. Stti^^taüo^vapf^ie. 



825 



j^toifc^m bcm fltnor(»ombtf(^ unb IIint>r^i>inbinWfc^ ftehenb, Ivirb 
al^ Writnofbrifd^ St^firm barin audfü^rGd^ mtimdklt unb überaD bte 
analvttfd^e ©eometrie angeioenbet. Skrgletd^e toeiter beffen ^Slemmte 
b€T %oretifdben JtrVß<^Do0ra^bte." Seif)i0. 1856. 

;^n bfr ernMl^nten JtT^ftaao0rat)bie k>on 1830 (l. Seite 136) 1^ 
92auntann auf eine ^emiebrie im teffetalen Stiftern aufmerlfam qt* 
mac^t, toelc^e bte bon SSei^ unb SRo^d angegebene nod^ erioeiteri, in« 
bem er entn>i(te[t, ba| aud^ ^aeberv Sll^ombenbobetabeber unb XetraKd« 
bcn^aeber ald ^emi^rieen, koen niii^t qiioad phaenomenon fo boc^ 
quoed noumenon anjufe^ ftnb, ipenn fte an Sontbinationen oeneigt^ 
flächiger ^emiebrieen t^(ne^men, unb ebenfo DItaeber, XriaKdoItaeber, 
5Z:rat)e}oeber , SR^ombenbobelaeber unb fflurfel atö ))ara0elfläd^tge ^^ 
mtebrieen, tvenn fte mit ^HiraffelfUid^gen ^emiebrieen borlommetu 31 au* 
mann begtünbet btefe Sd^Iu^Igerung burc^ bie Betrachtung, bo^ bte 
boloebrifd^en ®eftalten aU ®ren)g(ieber ber h>irfKd^ afö folcbe fennüic^ 
4&emiebrieen erfd^nen, toie er burd^ nad^fte^be Sc^ata erläutert. ^ 




: Cftacb«. 

= ^laeber. 

: 9l^mbetibob(faeber. 

: Xviafifottacber. 

= Sra|>qoeber. 

= S^etrafid^afbfr. 

= $<|a(t«p(tacber. 

-^ = Ictttteber (+, -). 




• 
ooOoo 
qdO 
raO 
mOm 
QOÖn 
m-On 
O 
2 



mO = 



2 

mOm 

2 ' 
mOn 

2 

2 



2)eUotbb«befaeber (^xa* 
^esbobefaeber). 

= 2^ngonbobefaeber. 
=: ^aliltetraeber. 
= fcntagonbobdicbfr. 



(Th 



«ebcti, «ef^it^tt Kr IHii(r«l08te. 



Diati^bobelaeber. 
15 



3)iefe @ntnrideluti9cii t>ctfoIgen^, flclangte er gu otm oh : 
d^arafteriftrtcn a:etartoebrie ber teffetakn eSrornten (^k^gg. SIiiil X< T 
1855. @. 465 unb Elemente bor tl^eoretifd^en StTt^ftttffograpbte i^ 
©. 105), inbem er ba« ®efc| ber fd^on toon SRol^d^ (®nnibri? : 
1822) eegebenen Sl&Iettung ber tetraebrif^etr ^entogonbobeta^cc r. 
bem ^dKdoftaeber auf bie erM^nten ^oloebtifd^ ©efloIlcR r 
toenbet. ^raud ergibt fid^ unter anbem, ba§ aud bem ^etz^.' 
^eiaeber ein ^ßentagonbobefaeber afö tetartoebrifdbe f^rm (im» :. 
^alidtetraeber gebeutet) entfte^en lann unb ebenfo au^ bem £itaa: 
ein tetartoebrifd^ed ^etraeber, t^>^:men, tveU^ mit beit gleii^iuDB!.-' 
I^emiebrif(^ in ber Srfd^nungdtoeife übereinftimmen, toddbe o^n 
naturgemäß mit einanber an bemfelben Art^ftaD borfemmen U^:- 
ftKii^renb fte ald <^emiebrteen für berglcic^en Sombinatton fid> ou^.. 
fd^Iie|fn fc^einen (t>ergletd^e obige @d^mata). 3)iefe Stcfultate th^ 
tifd^er €^etu(ation fanben unertoartet t>on o)Htf<^r Seite iJ^ 0* 
tung, ba aJlarbad^ * OPogg. »nn. XCI. 1854. @. 482) an K- 
ftaDeu bon d^Iorfaurem Slatron, an benen, toie 9tammeU^f:: 
CTJogg. «nn. XC. 1853. S. 15). guerft beobaitetc, ^eitto^^crr: 
belaeber^ unb Xetraeberfläc^en gugleid^ auftreten, 6trfular)?rl: 
rifation unb )h>ar red^td unb linld je nac^ ber ^löc^fteUcs: 
entbecft ^at (3SergIeid^e baju bic 8emerfungen toon C SJrlc: 
in 2eon^arb*« bleuen ^al^rbüc^ern für 3RineraIogie. 1854. g. >^ 
unb 1855 S. 268.) 

9Iaumann J^at bie erhKil^nten SSetrac^tungen aucb auf ^l' 
quabratifc^e unb ^e^agonale Stiftern au^cbel^nt unb auA auf evs 
eigent^ümlid^e r^ombot^))e ^emiebrie im quabratifd^en €t^ftem hn 
gehncfen (Sßogg. änn. XCVl. 1855. S. 580. Slcmente ber tberr.^ 
Jtr^taIlogra))l^ie). £er 9{aumann'fd^en Wet^obe finb unter antfn: 
gefolgt: mit t^eiln)eifer Hbänberung 9(. 9reit]^au))t (SoUft&nh:^ 
^nbbu(^ ber Mineralogie. 3)redben unb £ei))}ig. 1836); @. grr. QHtdr. 
(®runbri| ber SRineralogie. 9tfim6erg. 1839); ^. Stopp (Sinlcitua: 

1 (S^r. 9{ug. {^ermann ^axhadf, geb. 1817 gii dauer in @<blm: 
¥rofcf[or an ber UniberfttSt |tt ^redldit. 



1. aRinetal^l^^flt. n. jrTl^ta]ro9ra)>^te. 



227 



n bie ftrvftaaogva)>>tr. Srounfcit^eio. 1B49); X. fiennf^ott (labtU. 
ieitfaben ber aWtneralogie. 3üri(b. 1869). 

^ana ^ gebraucht ebenfaltö 9laumahn*d SReii^obe/ lürjt aber 
>ic S^^^ ^^ ab^.inbem er bie Sud^ftaben, toeld^e bie @tunbfotm 
ingeben, toeglä^t unb nur bie Xbleihingd^al^len anfd^reibt, fo }. S. 
■^ Statt 3P; 3-3/2 ftatt 3P%; OC) • od fiatt oo Pod; m-n ftatt 
inPn; für bie bafifd^e t^Iäc^e fe|t er o, für 00* aud^ i'= in&iiituin. 
Die 3©«^ beutet er in einem @<^ema an. SBenn i eine So>^ <l 
Ltnb m unb n > 1 , fo . er^lt bad quabrolifd^ ®l^em f olgenbed 
Sdbema: 

%üt hm SrfMliian: 



1 I l-ii 

li. l-ii 

m . ui-n 



1-00 

1-00 

m — 00 



X OD-n ' 00— OO 

Sergl. A System of Minera- 
logy etc. by James D. Dana. 
New York and London. 4. ed. 
1854. • 



1 


V. 

1 /> 
1 


« 


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2 


22 






21 


3 




33 1 




4 


42 


' 1 

1.44 1 


ö 




1 


l 


12 


id 


1 ii 



Sine eigent^ümlid^e Sejetc^nung f^at ®riffin^ borgefd^^Iagen. 
3)ie bret (Brunbasen, ioelc^e eine Jlrt^flaDfUid^ befUmmen, bqeid^net 
er mit P (bie lÄngfte al« ^aujjtaje), T (bie-'näd^ftlänöpe), M (bie 
fürjefte); toenn eine "S^äd^e jtoei äjen fd^neibet, fo ffel^t ber 3nbej 
m\d^ ben 3eic^ berfelben }. ». MVsT unb gibt ba€ Ser^Hnil 
r>on M )u T an, toenn fie bte brei 9(|en fd^neibet, fo ift bod Ser- 
hältnil by^ erften )ur britten hinter P gefd^rieben unb bad ber jtoeiten 

I Sftme« 13)ana, geb. 1813 gu Utica im 6taot SfktO'f^xt, ^roftffpr 
ber 9}atiir0efc!^d^te am Yale OAlege px 92eiv*$ai»en im @(aat Connecticut. 

3 3obn 3pfe^b <9rifftti, f^eb. 1802 )tt Bonbon, gabrifant i^emifi^ 
llp^yarate bafettft: 



I 

I 



238« II i. Soll 1800 (td 1860. 

jur britten ^intw M, g. 8. P V3M V^T. ein^ien toerbm mt: r 
gcfd^eben. @t ^ebt ^cttoot, ba^ feine 3«^ efrenfe fyxi, «k:- 
ftimmtec fe^^n aÜ bie tton SRiHer (f. u.), toeO^ }023: i. 
M2/sT f<l^eibtttiib {236} ftatt Pi/aMV^T, gu^ laff« W^ 
Heine Su#aben angeben, . tpelc^. ®eftalt untetgeorbnct {et xiu^ - 
gibt ferner eine Äbfilrjung Wefer S^d^^ttf toelc^e ^u a^nlidben tL-t- 
ftite bie k>en 9laumann gebrauchten, p^ne aber btn 3ufaanBa:r 
einer fl^ftematifc^en Ableitung, iDte er an biefen tmnüi^, |u esttc^- 
^r bie bem ürt^ftaK bei ber ^fdftreibung )ir gebenbe @teBKii$ k^ : 
er tficirung ber SBeltgegenben bor, ben Sefc^auer nad^ Suba : 
kuenbet,. aud^ Sejeid^nung bön Dben unb unten am Ax^ftoll ^^ 
Z = 3^wi*'^ W"^ N = 9labir. A System of Cryetall^^Rf 
with its application to Mineralogy. Glasgow 1841. 

2)ie bon 9{eumann angeregten ^rojectionemetboben H.r 
längere 3^^^ unbead^tet, * finb aber bann bon Stiller ^ imb £s.- 
ftebt lieber aufgenommen toorben. 

903. $. 3RiI(er ^at bie ftereogra))l^if(^e 9Ret^obe cntxmdtlx r. 
angett)enbet (A treatise on crystallographj. 8. London 1839, Ni:: 
mit @rft>eiterungen bon 3- ®raili(^. 8. SBien 1856, unb An rt 
mentQry indroduction to Mineralogy by the laie WilliaBiP^ 
lips, by H. J. Brooke and W. I(. Miller. London 18521 c 
toerben babei bie burd^ bie ^läd^ennormalen ' auf ber ftugeffläd« r 
gegebenen fünfte auf bie @bene eined gr5|ten fireife^, hei 9m 

1 i(«f bie ^eflimmung ber 9{prma(en, ftatt ber 9age ber SflU^ ^'^• 
^t iD{. ^ graiifen^ciin aufmerffam gema(^ in feiner ^rt «wa tc l 
(äfion. 8re«Iau 1835 unb ^oggenb. 9nn. XCV^ 185ö. 

2 Silliam ^dllon)« mxUtv, geb. 1801 )u ^lanbotKit^, ^xmsrir 
f^ire, fett 1833 $rof(ffor ber SRineralogie an ber Uniberfltat )it CoMir 

3 Srootc unb fluider geben bei i^req IhD^flottbefc^buiigeB as^ lerr 
bie 92etgung f öftrer 9{oniui(en .^u einanber an, ober bie @if)>|»Ifmect :- 
ftanteniointel utfb niäft biefe felbfl. 2)a0 ifl ffir ben ^rctd tinn %tAci: 
bie ettpa am ]h)^flaO «»^tjunc^men , gan) gut unb »Sre au^ gut. He ^:::: 
men i^rer 2:angeRten, ®inu«, Sofinu« k. |^t)ttffigen; bie natvr^H^rifde Ts- 
rofterifül verlangt aber bod^ biSig ben »irKid^ ^u beoBail^nbcn fj^inld usi * 
nii^t )unä(^ft toegen ber 9{ed^nung ba. äRan fann befanntf«! ie aoA tr. 



I. 3RiiifTal)>^f)1. a. Jti^ftaOeeTaV^if. 



329 



reifeö t>iojJdTt, tnbftn man in» ^ntttte mit rinrm $dI iti It^ttxt« 
•uräf gnabe Vtnien »rrbtnbet (U fr^ ^gut 37 bn 9l{ittel))untt 
inet Äuflfl, E, C ^tt/m bie ^t>U brt ®TiinMreife3, in E befinbe fu^ 
<aä Sluge, P', Q< feigen )ti»t $unlte (obiger 91onnaItn), fo Utffm 
y\e grraben Sinim EP' unb EQ< ben ®TUttb(m« in P unb Q, unb 
Ink lotntt P unb Q bic ^ojertionen Bon P' imb Q'. 




^Q. 3» )dgt eine fol^w ^toiection am Sefuttian, »p bi( $unlte 
.^tpifttK" c unb m bie $Toi(ctione)ninIte bn g^lä^cnnomalfft Von 
Cuabraiv^ramtbcn, bie jhrifc^n c unb a eben bergteic^ von biago' 
nalm Ouabrat)]^[amibcn , bie bon i, s, e, x, o, v beiglei^en twn 
^icltatbein finb unb a unb m brn bribtn quabiatiftben $riimni, 
r, 1) Ktogonafcn ^ri4mni entfpm^. Sinrßl. ^g. 39 unb i 





etelmg, H( iniii tnn Ärriff (|iM, mit Um WcflfTionfgeninnrtn rttnfr Mtftii 
li'iuld iric »t|Ttii Sl1M^ltmt^l irnmrttdtat «rhilltii. 



230 lU. )8on 1800 m 1860. 

gut bie Sqetc^nung ber gfläc^n fd^it WtlUr in einer ^uetk :. 
S93. ffl^etveH k>ot0ef(^lagenen äSeife (A geneml Meth<Ml of C^» 
latinig the Angles made by aoy Planes of Cryatals etc. PhUn^ 
Transact. of tbe itojäl Society of London. I. 1B25) nur btt Ir 
metetl9erti^e nai^ dnanbet an ^ unb ftellt {ie in fttammem, fo * • 
für ba« ^aeber, (111) für ba« Ditoeber, (210), (3lOj, iS^^^ 
für betraf id^ejaebcr, (321) = (a : V2 « : Vs«) &« ^öeife, - 
= (a ; Va» • Vi*) ^^- f^^ ^ejalidoftaeber u. f. f. 

t$ür ben Qtoed ber Orientirung koerben aud^ gleic^Kirtidf ^r 
)>erfd^ieben bejeid^net, g. 93. bie SBürfelfläc^en 001 unb 010 inu : 
bie Dtlaeberflfid^en III, HI, ill, lli k. a)ie «Kiffer'fc^ «etbc:^ ■ 
bid^er »orjüglic^ bon Ärt>ftaB))l^^fifem angetoenbet toorben. — i^: 
bie Segeic^nungemet^obe bon $. 3. Sroole in ber ätb^nbluiu .< 
the Geometrtcal Isomorphism of Crystals^ (Philoa. Transact l"*'* 

@ine anbete, ebenfalls fc^on \>on 9!eumann (Seitro^e 3 i-^ 
ertoä^nte älrt ber ^rojection, tDobei ftatt ber Slormolen bie Ar,:- 
flächen felbft, ober.i^re 3onena;en eine getvä^Ite ^rolectioneebfne 'c- 
ben, ift bon 9(. Ouenftebt ^ au€gebi(bet knorben. 3n feiner S?.: 
lung hierüber ($oggenb. 9(nn. 9. IV. 1835. @. 504) begetifcnet c :> 
^{irinci)) in folgenber 38eife: Segen toir fämmtlic^e $lä<i^ eine« >^ 
ftaUd burd; einen beliebigen $unft, fo fd^neiben fic^ alle biej^^^- 
ttjelc^e in eine 3one faden, in einer 2inie, ber Sonenaye biefcr ^^ 

1 SRit 9{e(^t bemerft 92ainnann, ta§ beigld^eu Seieti^wnigmr: 
o(ne dni0c @ignatui* bev ®runbfonn, zeitiger re)>rafentatit> finb, ta n: 
attc ätiäftw cined unb beffdben gormcR»3nbegnffe« Derbinbenbe 9nur< 
entbehren, o^ne flc!^ toeber biivc^ grögere ftürge noc^ buril^ rdd^tm ^i^: 
(inf>fe^len. (Slemcute ber äRiiicralogie. 1859. @. 15. 

2 Ueber bie burc^ il»iacv (nac^ 2ami 1818, 2»b(n>ell I.^'< 
Oragmaiin 1829) angenommene 8c^nb(uHg tt9 ^epgonaltvPna« ^■ 
dr.e9 brcijä^^Iigen, ben Sc^duUautcn eine« 9{^omboeberf entfrrrö- 
9;:fnfvflcm«, eergl. 9{autnann*d (Slemente ber t^oret. Jh^flaOograr^«- ^ 
^ 186 unb 252. 

3 gricbric^ %uguß Cuenflebt, geb. 1809 gu tti«Iebfu, {unr r 
{Icut am miueralogif(^en ättufcum gn 8erItR, bann fdt 1837 ^iricff: ^ 
SRtneralogie unb (^eognoFie an ber Uni«>erfität gu Tübingen. 



1. Wtnmilp^t^ftf. a. ftt^flaOograp^tr. 231 

Xxe^e SuTC^d^nittdlintm finb alfo bie fämmtlid^en S^^^^^t^ ber 

I 

i^egebenen %laAtn etned S^ftcmed unb (offen toir fte eine beliebige 
^läd^e fd^netben, fo tft baburc^ i^re gegenfettige Sage bem 9luge fxdfU 
bat gemacht. " 

Duenftebt benft [\i) babei bie parallelen ^läd^en eine^ Jtr^ftaOd 
fo einanber gmöBett, ba^ fte nur eine bilben, bie Stebuction^- 
ebene. 3)iefe nrirb auf bet ^rojecttondebene (totld^e jugleic^ bie 
@bene bed $a))ierd, n^orauf bie ^rojection angelegt ift) butc^ eine 
' idxnxt bargefteOt unb ed fd^neiben ftc^ baber aOe ^lä^en einet 3^ne 
in einem ^unft (^onenjmnft, ju toelcbcm bie 3onenaye, ber fte J)aranel 
geben, berlürjt ift). Da§ ^Tojtcttondbilb »irb me^r ober ipeniger 

- beutlic^ je na(^ berSßa^I ber $rojection^bene. Duenftebt hat feine 
' ^nfc^uungen in bem Sucbe ,,3Retl^obe ber Art^ftaIIogra))^ie'' Tübingen 

1H40. im 35ctail entnndelt unb in feinem „§anbbu(^ ber TOineralogie" 

(5X:übingen 1855) bat er me^rfacbe Xntoenbung babon gemacht. (Sergl. 

•' auc^ beffen «bbanbl. über ben Satolitb in $ogg. Ann. ». 36. 1835 

- unb %x. ^faff« „©runbri^ ber mat^ematifd^en SJerif^ältniffe ber 
Krt^ftaUe. Slorbringcn. 1853.) Q^ie ertpä^nten ^rojection^met^oben 
geben nothn>enbigerh>eife für bie ^arfteOung ^ablreid^er Kombinationen 

- ein Siniengetoirr , h^Ic^eö eine gro^e Sudbe^nung ber t^guren erfor« 
'.' bert, um etnigerma^ tid^ttg gebeutet unb überfdiaut h>erben ^u !6unen. 
-: (Sie baben baber ni(^t allgemeinen ßingang gefunben. SBie bie o^« 

f(ben Ser^Itniffe ber ArV^ftaDe, h^enn fie nad^ aOen Se^ie^ungen, 
' ttKlc^e @egenf}anb ber $orf(^ung fe^n lönnen, betrad^tet n)erben, nid^t 

inebr bem @ebiete ber ^Mineralogie, fonbem bem ber ^^VP' juf äffen, 
. fo Derbält ed fl(^ aud^ mit ben Sejiebungen, h^Id^e au^ fold^en $ro< 

jectionen ^erbotgeben unb abgeleitet toctttn fdnnen, fte ge^ihren ber 
' matbematifd^en unb f))eculatit)en An^ftaDograbbie, ald einer eigenen 
'; äSiffenfcbaft ober, tt^nn man foxü, ald einem S^Q^ ^^^ 3Rat^matif 
,. an. ^ie Pflege biefer 9ßif[enf(baft unterftü^t aber, h)ie bie ber $b)^ftt 

unb (StH^mie, bie Su^ilbung ber SRineralogie unb fann biefe babei 
• burd> neue ©efe^e ober neue ^JDlittel für ibre S^nei^ bereic^ n)erben. 

— lieber ba« Serf abren , Patt ber 5W(^^« wnk ^^^ ^rameter , bie 



232 ^<'* ^ott ^^^^ ^^ ^^^' 

9torma(en ber ^(äd^en bec Ari^ftallbetrad^tiiRg gu ®niitbc yg U.: 
äußert ft^ !Raumann, bag e^ für bad SeböTfniS bft SRineralrr 
ald eined X^eiled ber ^^l^fiogra^ie, nic^t ^toecfmägtg fd^rae, n 
fo abftractc äuffaffung ber fjormgeltenb ju machen, tcit ü^ßfnr^ 
fie aud^ bei tnand^en Betmd^ttmgen ber t^orettfd^en Jtivftallogr-:' 
feVn möge. 2)er 3RineraIog bebürfe für feine S^*'^^ ^iivr nk^r 
re^fifeniatit)en93e)ei(^nuno. (StementeberSRineralogte 1859. 3.K>.: 
@r fü^rt le^ered tveiter aud in feinet t^retifd^en Stt^ftaflf^ar; 
V>on LB56 (®. VI.) unb nimmt }ur 9licl^tf<i^nur folgenbe ®sttiir-3 
toeld^e für bie 9lufna^me trVftaUo0rat>l^ifc^er SRet^oben in bie 9ltL':i: 
logie über^aut>t maa^gebenb fel^n bürften. 

1. 9lOe correlaten t^Iäc^en in ftmulianer @cif(en) gu eimt *r.: 
betfelben fjform t)ereinigt )u ben{^n, mitl^n ben Segriff ber ^t:: 
immer in ben SSorbergrunb )u fte&en>, bie ^(äc^en ober mir ok r 
gren)ung^Iemente ber formen, unb nid^t oU felbftffcSnbige Cb'^ 
)u betrad^ten; 

2. bie 9lbleitun0 aUer, }u einem unb bemfelben ^rmencnnr^ 
gehörigen formen , fo ipeit aU nur möglich; auf eine Umfd^rei^c- 
berfelben um bie ®runbf orm }u grünben , unb al\o tit ber äiegd ^ 
Keinfte äCbleitung^ga^l == 1 5U fe^en, toeil biefe 9(6Ieitung^eii|itnic:: 
tpeit leidster t)or^ufteIIen ift, atö eitie auf @infi^retbung geghxr^<' 
Sonftruction ; 

3. bie Serfd^iebenl^eit ber ftrt^ftaUfvfteme enttoeber bun^ ta>cc 
bene @runbelemente ober auc^ burc^ d^rofteriftifc^ unb baufig irki^ 
lel^renbe ^ilf^Ietftente bet ^eit^nung au^ubrüdCrn, unb 

4. in jebed 3^^n beffelben ^ormencom^lese^ ein gemcntiit?-'' 
lidjfe^' ©runbelement aufjune^men, toeU^e^ und an bie 0ntiil>rnc 
Uefed Som)>Iesed erinnern foS. 

^m SSer^erge^enben ftnb bie ioefentltc^ften ^^ortfd^ritte bejn^^t 
toelc^e bie allgemeine Ar^ftadograv^ie betreffen, infofern bie 9<trr 
lung ber formen allein baju bienen lounte; bon arbeiten über t> 
ciettere ä}er^(tnif[e ftnb bie Weiteren @tubien über äStnldbcfttminr:. 
)u nennen unb über bie gegenfeitigen Se^ie^ungen ber criinn:.* 



1. aKmeral^^fif. a. fttl^ftaUo^vapffit. 233 

-tr^flaUfl^fteme. f^ür bie erfteren bat man )unfi(^ft ben Ser^fffeningcn 

>e^ @DntDmfterd bie Xufmerifamfdt gugetoenbtt. (Sine neue Slrt t)on 

Hefleinondgoniometer befc^rieb-Saum^attner (®tlbed'd Snn. LXXl. 

1H22); ein bem Garangcau'fi^en fi^nltd^e^ Snftniment Xbelmann 

( ^^oggenb. Snn. 9. 2. 1824) ; ba^ S8offaftDn'f(^e ©ontometer füc^te 

rR ubberg ju toetbeffem (Jtafirner'« Slrd^ib. S. X. 1827), ebenfo ®ra« 

\>e« (Sinintan'« Americ. Journ. of So. XXUL 1832); aJeflen 

( SlSofigb. 9mi. XX VU. 1833), @bh>. Sang (Jameson's Edrab. new 

plitloB. Journal. XXII. 1836); unb 3tttt(^er(i(^ befd^rieb ein fo(<^ed 

i'ilitDggb. Xnn. XXIX. 1843), toelc^ nixl^ Oegentvärtig ^ufig gebraucht 

toirb. Hnbere ^^ftrumente biefer 9lrt {tnb angegeben t)on SRol^ö, 

Sabinet, Slatt^iefen, ^ranfen^eim, Ogben, 91. 9loob, ^ai^ 

binget, ^ SS^. $. 9Ri(ltr u. a. Xuc^ bad Steffen ebener 3BinIcr tft 

)3Dn ^. $faff borgefc^Iagen unb für toeitere Sered^nung ber Jtrt^ftaOe 

attgen>enbet tDorben ($oggb. Xnn. CIL 18&7). Sin i^nfintment baju 

befd^rieb S. Sc^mibt (Jtr^ftaOonomifd^e Unterfud^ungen. SSttau unb 

^fit)5ig 1846), ferner gu mitrodto^nfc^ Sleffungen Sbtoarb Sratg. 

Edinb. new philos. Joiirii. Vo). XIX. 1835. 93on Siid^ttgteit tft 

hierüber bie ^^^reidfd^rift über genaue 3Reffung ber SBinlel an jlrv« 

ftaBfcn** bon 8(. ^, »uj)f fer («erlin 1825). & hjerben barin bie 

^bIeri|ueUen bef))ro(^en unb bie Stittel i^nen ju begegnen; bie X^orie 

ber 9tef{e^on^meffungen ^t Jtu))ffer auc^ in feinem ^nbbuc^ ber 

red^nenben Jtr^ftaKonomte ("Petersburg 1831) auSfü^rKc^ enttoicfelt. 

^e genauer man meffen (ernte , befto me^ getponn man bie lieber- 
l^eugung, ba^ SBinfelbifferengen an Ar^ftaBIanten, fodd^ nad) ben 
(S^mmetriegefe^en für gleic^rtig geben muffen, nic^t, toie man frü^ 
oft glaubte, nur Don ^l^tem ber Seobad^ng ^errü^ren, fonbem ba^ 
fie audf in bem Xggregatbau ber Jtr^ftaQe il^en ©runb. ^aben, ba^ 
ba^er nur yi^Ireic^ Weffungen an biebn ^nbibibuen eine aU normal 
an^ufei^enbe Seftimmung geben li^nnen, obtvobl eine foI(^e in ben 

■ .f)aibtiiger bef<^rie6 au<^ einefiRet^e^e siigrap^ifd^en ^intelmrffungen 
flfiner jhi^(tall(. eit^ung^bertc^t ber SBienrr tlfabemie ber GiffeRfc^. Ob. 14. 
1854 niib JBb. 17. 1«>Ö. 



234 HI. ^n 1600 bt« 1860. 

monoa^ren Sl^ftemen niemals ben ®rab ber Sid^^ett unb 
erreid^t, h)ie e^ im tefferalen Sijftem bcr %aü ift, too \nt tm z^: 
ioert^igen ®runba|en lein @c^n>an{en }u[a]feiL 

2)^ äBert^ xt^ttoinllx^tt 9(|renf^fteme unb bte t>oit 3äei| ^ 
0ef))ro(^ene älnftd^t, ba| man mit ber S^t ta)oh( oUe Jh^oIL . 
folc^e toerbe gurüdfft^ren lönnen, f^abtn SSetrad^tungm be« baa^:^ 
unb li[inor(;ombotbifc^en S^ftemd in biefem Sinne toeranla|t c 
ä(6^anblung über bie 3u^^ctK<^i^un0 bcr l^agonalen Scftoün i 
brei rcc^thnnHi<i^e äjen \>on 6. Slaumann » (^ogg. äiul J. 
Ib35. p. 363 2C.) ^at ge^etgt, ba| eine folc^e Slebuction nur ::- 
möglid^ ift, tvenn ber ^au))tasentpert^ in ber ref))ccttt>en ®Iltn^a^. 
ein 3KultiJ)lum ober ©ubmultiplum öon. l^'/a ^<^^ «ncr latin::-- 
3a]^l ift r tt>eil nur unter biefer 93ebin9un9 bie ä^blettung^obUn :r 
nal toerben fönnen. $iemit ift aber nic^td anberd au^rftnmtfc, i 
ba| ade l^esagonalen Jtr^ftaQrei^en )ule|t oud bem ^q^aeber ol? :: 
©runbgeftalt abgleitet tperben.f ollen unb ba| bann bte ^acicr:. 
®eftalten aU ^artialformen tefferaler ftc^ ^erau^ftelTen tourboL Z 
äPleffungen geben aber an ^e^agonalen !IRineraIft)ecte^ ^ufig £n'. 
ti>elc^e für eine fold^e älbleitung b>enigftend um einige äRinutm >: 
änbert ioerben muffen, toenn bie 3(b(eitung€oefftrienten bie fonft «v. 
achtete ©infac^l^eit ^ben f ollen. ^ — Qn Setreff bee iKnot^:: : 
fc^en ©l^ftemd ift -ein 9Serfu<i^ ber älebuction auf red^ttDtnlliibe S: 
bon Sleumann am^äl^init gemacht toorben ($ogg. 3(nn. IV. i>/ 
unb ein ä^nlic^er bon mir am älsinit, äUbit, unterfc^tDefligfu:! r 

i (Sine ^6^n)^Iung t)W "SHaninaitn ton 1824 Oft« X. ^eft) heiz 
tie Srage, ch, trie grtoö^nlti^ angegeben, fär bie (Srnubbimenfloncii ter Ain- 
ftallrei^eu irrationale ^erbältniffe angenommen toerben müjfen, icabrta: : 
äbleitungijcocfficientcn fccunbärer gormcn immer rational finb. 6« l^:::■ 
rtf^jrcrc )öcif^)ielf angeführt, \\>ttä}t für rationale ^er^altniffe ju f^^rec^en »d-rj'- 
'S>a9 (9t\tti, bog ungIei(^Ttige%en bur^ 9er&nberung nid^t- glcic^xtig xdO^c 
tonnen, lägt aber foIc^e'^Bed^aitniffe mäft gu. 

2 g. ^ocbfletter (lat in einer Sb^anblung über bie SrVftalItfa!i?n ^.- 
(Salcit« biejeu gall \ptdtU erörtert, unb nac^etoiefen, bag mit rationolta t: 
leituHgdcoefficienten ber Würfel uid^t in beffen 9{^omboeberret^e etnge^n fn-j 
(2)ent|(<^rift ber mat^em.-aatttrw. Älaffe ber öiener «lab. 8b. VI. IBM.- 



1. mnttttl^tifxt. a. Kx^ftaOogra^^te. 235 

S<alt K. @0 tptrb babei ber 3ufammmlJK(no mit bem r^mbif(^en 
>SVftein na(^jutt)dfen tyex^u^t (©^^ItHriflö«*^ 3oum. LXVI. 1832.) — 
^ad nun näber befannte o^ttfc^e Ser^alten mad^t bergleid^n.SlebuC' 
tionen ntd^t mel^r )u(äf(t0, aud^ bat jtu)>ffer gezeigt, ba| bct fiu))fer« 
t>itTio( ntc^t auf ein tec^ttotnfltd^e^ ät^enlreu) (^ogen tverben fönne, 
fomit bad fltnor^omboibifd^e ArvftaQf^ftem ah ein eigent^ümlic^ed )u 
betrachten fe^. (^ogg. änn. ». VIII. 1826. S. 61 Jc.) 

. 3)ie S(el^nU(^teit bieler monoa^en Ar^f^^IIf^i^^i^ ^^^ ^^ teffera- 

ten, toelc^e beibe frül^er oft Detkoed^feln lieg, ^t auc^ S3eranlaf[ung 

gegeben, eine innere SSerbinbung unb gegenfeitige älb^angigfeit ^et« 

felben }u bermut^en .unb äJreit^aut^t^ ^t nac^ bem SSorgange 

^au^mann'd (^nbb. b. SRin. 1828. 99. I. @. 213 ff.) geglaubt, 

bie Xbmeffungen aOer monoa^en ^rimärformen au^ 2)tmenfionen bed 

tefferalen @vftemd herleiten, b. i. eine ^omörmetrie ber Ar^ftaUf^fteme 

bartl^un )u lönnen. 9(nbeutungen ^ie}u gab er im ^a\)xh. b. 6l^em. 

unb $bvf. bon @<^l9eigger unb @(^ta)eigger»®eibel 93. XX. 1827. 

S. 326; in ». XXIV. 1828. ©. 121 enttoitfelt er feine 3bee unb 

nennt bieX^orie ber betrefenben älbleitung ^rogreffipn^tbeorie. 

@r glaubt aud einer tef[eralen ®eftalt, too er bem St^ombenbobefaeber 

ben 9}or)ug bmr anbem giebt, aUe anberen Jtrt^ftaQifationen ableiten 

)u tonnen, fo bag fie in ber toiffenfc^aftlic^en Betrachtung nur )U 

einem mat^atifc^n 3ufammen^ang unb )u einem Art^ftaQifationd' 

fVftem fü^en mürben. 

ä3reitl^aut)t t^eilt bie S^en mehrerer tefferalen @eftalten in 
720 Xbeile unb berechnet banacb bie Stammformen monoa^er ftr^ftaSe, 
beren X^en ftd^ al^ beftimmte X^dltoert^e bon 720 in Sqie^ung auf 
bie tef[era(e (fc^ematifc^e) @runbgeftalt barfteSen (äffen. ®r fagt, bag 
bie 3a1^I 720 (bie ^ermutation^al^I )9on 6) ber @rfal^rung zufolge 
bat angenommen toerben muffen unb glaubt bur(^ biefe 9(b(eitung ein 
Wittet gefunben }u ^aben, bie SEßinfelmeffungen controliren unb bie 

I 3o^anit griebric^ tlugufi »reitt^aupt, geb. 1791 am 16. SD^ai 
;u frobflgeaa bei eaalfelb, (Sbeipein'Onfprctor unb ^itfei^rcr bei ber Oerg' 
atabcmic in greiberg (1813—1827), bann ^rofcffor ber Od^ftegnofle bafeftj. 



236 nr. »Ott 1800 Md 1860. 

tva^ren 9Biufet banac^ befümmen gu Idnnen. €0 tmrb in Sr«i^:' 
auf ba« DItaeber bte ©tammfotm be^ 3Rqonit = ^'Vt^ ^r ^' - 
Sliöriit (üon S3emdu in b^r'DbetJjfalg) = ^^/x^o ^« bte bc« fc- 
betommt einen ettoa« anberen SlBertl;, namlt(^ ''^Vi^o ^» ^^ - 
©d^eelit öon äinnhwCb = ^^,%'2o O; bageßen We be« BdfttYrt rr 
Sd^IaggenhHiIb = **^V7io u. f. ii>. 3« äj^nl«^ 993fife toetbec - 
Sl^omboeber unb ^e^agon^i^ramiben auf ben SSürfel ober boxoss r 
geleitete ®eftalten bejogen. gn feinem äSerte «^SSoUft&nbigcs r^ 
buc^ bcr Mineralogie/' 2)teeben unb £ei)>)ig 1830, fitibel wm r. 
^togreffiondtl^edrie au^fü^Kd^ entiptffelt unb auf fömmtlui^ imS 
ft^fteme burd^ @infül^rung geeigneter f(^atif(ber ®efialten angttoec^ 
aSBie xd) fc^on im ^al^r 1830 (6l^aralteri|lil ber aKincraUen S. : 
gegeigt l^be, bre^t ftc^ bie gange X^rie gunac^ft um bcn aac^rr 
menen ®enerals9lenner 720 unb tft tlar ; ba^ tavenn man bicfes 9c 
grö^ert, bie SReffungen mit ber X^eorie nod^ beffet ftttnmcn m^x 
2)a ber gebrauchte 9{enner burd^ fein Staturgefe); begrünbet ift, fc k: 
ben abgeleiteten Sßinteln auc^ nül^t ber SBert^ beigelegt toerben, toeir-: 
i^nen 8reit^au})t guerlanni ^at. * ©iefet eifrige ^rf(!ber tec^ 
übrigen^ itt bem ©tauben an feine X^eorie au(^ babun^ beftörfa, ^:7 
er t)tele Sßinlelbiff erengen, toelc^e anberen äXineralogen ab guTci^ 
galten, für tpefenttid^ na^. @r l^at barauf bauenb auc^ Sqiak: 
in ben ^rt^ftaUfl^ftemen unterf trieben, ta^eld^ anbete Xx^g^aBo^ftajf^ 
nic^t annehmen, inbem er g. 93. ber Xnfic^t ift, ba^ (m vaan^ 
Cuabrat))l;ramiben (93efut)ian) bie ®lei(^rttgfeit ber -^loc^ bi: 
fc^einbar unb il^re Steigung gur ät^e ni(^t einerlei, fonbem birin^ 
fe^, ba^ ed berfelbe ^aü an ben ^esagon)>t^ramiben ber X)Kttite es-' 
^t^romor))^ite , äl^nlid^ an ben 9t^omboebem be^ Xurmalin u. i. s. 
h)ie au!^ nad^fte^enben ^^iguren erfic^tli«^ C^g. 41 , 42, 43, 44). <$ff 
läufige Slad^ric^t t)on ber Xuffinbung fünf fe^r eigent^fimlid^ Xbttr 
lungen ^e^agonaler unb tetragonaler ittl^flallgeftalten. S. älugu^ Brm 
l^aupt. greiberg, im äug. 1829. — SoOftänb. ^anbb. b. aRineraL it^;^- 

> 8crg(. darüber and^ ^cffel in C^^ev*« ^(i^fttaL S^örter^m^ 9t > 
18a0. e. 1290. 






1. 9tinftaq>(l^Y. a. ^ftaU^^xap^it, 



237 



9*A* «1- 



W%' ** 





9(0. 4S. 



iWfl. <4. 





Stettbaupt ift in neuerer 3^^ ^urd^ eine Seobac^ng t)on 
Sen^f«^ unterftüt^t, ba| nämKc^ ber Xurmatin o)>ttf(^ }t9eiapg fet» 
(^oggb. 9Knn. 108. 1859), toieber auf bie emKi^nten Snomolien )u< 
rüdgelommen unb glaubt bomit eigene Jtr);fta0a6%i(ungen begrünbet 
%u feben. (Er nimmt nun 13 itr^ftafffvfteme an, toeld^e in bie bter 
älteren ®ru^t^en eingetl^eilt auf nac^ftel^enbe SEBeife d^aralteriftrt h>erben. 

I. ®nH)J)e. a:efferale ©vfteme. 
A. Sfometrifc^ tefferal. D^ne optx^d^t «je. Spinell. 
6. Xntfometrifd^ tefferal. D)>tif(^ eina^g. 

1. Xetragonifirt tefferal. (Sinige ®ranate. 

^- ^e^agonifirt tefferal. Soracit. Sifenfie^. Jtobaltin. 

II. ®ru))t)e. Xetragonale <B\f^t^me. 

A. Sv^metrifd^ tetragonal. Dpü^^ einairig. Qxxton. 9luti(. 

B. Xfi^mmetrifd^ tetragonal. Dpti\if ^toeia^g. 

1. Slonafvmmetrifd^ tetragonal ^^otrafe. 

2. SHaft^mmetrifcb tetragonal. Xnata«. 






238 11^- ^on 1^^ ^^ 1^^- 

III. @ru)>)>e. ^ejagonale S^fteme. 

A. S^mmetrifd^ ^ejaflonal. Cj)tif4 einajig. Äarbonite. £j^ 
Scritt. 

B. ätfl^ntmetrifd^ l^agonal. 0))tif(^ {tvetang. 

1. Wonaf^mmetrifd^ ^e^agonal. @intge ät^tite. Almrc - 

unb anbete äCftrite. Tiirmalinus amphibollcos uitt ' 
ferro8U8. 

2. 2)iaf^minetrif(^ j^exagonal. Turmalinus hjstalieitf^, T 

dichromaticus ^ T. medius, T. calaminus. 

IV. ®ru)))}e. ^eterogonate ober rl^ombifcbe @i^{lenie 

A. $oIoj)ri«matifd^e. 

1. ©^mmetrif^ ^eterogonal. Stn^ijbrit, Sragone, JIi^p^:* 

2. 3Ronaf^tnmetrif(^ l^eterogonal. @ifenV>itrio[, Au^yferla^ii 

@t)ibote, ^V^O£<^e, 9(nt))^tbole. 

B. ^emifnn^matifcbe. 

1. 3)iaft;mmetrifii^ j^eterogonal. ' 9(bu(ar. fSegntotofitb. 

2. S^riaf^mmetrtfd^ ^eterogonat. $eriKm. SKifroBm. I^ 

tattin. äl^init. 

(Serg« unb büttenmännif<^e S^tung,, XIX. 3a^g. — Seoiibar^f 
gieue« Sfl^rb. f. SRin. 1860). 

@d ioirb )ur richtigen 9eurt^ei(ung ber neuen &ffitme tntijä^vc 
batauf anfommen, ob bie o))tifd^en @vf (Meinungen an i^nen ofignmc 
unb conftant fic^ ertDeifen, ober ob fie, tvie bid je^t toobtfi^li^ 
ate bur^ Same(Iar))oIarifatton l^erborgebrac^t erlannt toerben. (i^L 
^aibtnget Sa^rb. b. gcolog. 9lei(^g=änft 1860. XL). 

SSon anberen .auf bem großen ®ebiete ber Jtr^fltaIIogra))bie gdi^ 
ferten 3(rbeiten mögen nod^ nad^fte^enbe l^ier ertoäbnt toetben: 

3olSf. 3of. $Prcc^)tIJ iJS^eorie ber ÄrVftaffifation, ®ebUn'd 3wr 
nai 95. 7. 1808. 



1 3o^. 3of. ^xtiSiftl, geb. 1778 gu 8tf(^of«(eim t». b. 9}1^8n ingcBsfre. 
gett. 1854 3u SBten, wo berfelbe )u(e^t !S)trfctor be« )»ol9te(^n. 3nfKtntii. 



1. Wnml^^i^ftf. ft. Setl^flaUof^to^^tr. 239 

Brochaiit de Viliiers, ^' la CristalliBation consid^r^e 
eom^triquement et phjBiquement, ou Tralt^ abr^ de Cristallo- 
ra))hie etc. Straebourg. 1819. 

e. t>. SHaumer/^ SJerfuc^ eined SSe^Sud^ed ber Jtr^taDIunbe. 
rheti I. ©etltn 1820. fRat^träge bajü »etlin 1821. 

3. ®. ®ra^maiin,3 jur )>b^ftf(i^en Jln^ftaDonmiiie unb geo- 
tetrtfc^en Sombination^lebre. $eft 1. €tettin 1829. 6ombhiatorifd>e 
StitlDtdriung ber fir^taUgefialten. ^ogg. 9(nn. XXX. 1836. 

G. 1$. @ermar, ^ ®ninbti| ber Jttl^alRunbe. ^aOe 1830. 

3. 5r. 6^. ^effel, * ftrl^ftaaometrie 2c. («efonber« abflebniA 
tue ©thler*« p\}\fl SBörterhi*. S3anb V.) Stipixq 1830. 

F. 8. Beudant, Trait^ ^l^mentaire de Mineralogie. 2 M. 
[*ari8 1830. 

9L 9S. 3. Ubbe,^ äSerfiiA etner genetifc^en ßnltotcfliino ber 
mfd>atiifAen ftr^ftoDtfattondgefe^ )c. Sremeti 1833. 

3R, 91. 9. $reftel,7 Xnleihing lux ptx^pectit>\^Am Snttoerfung 
Der Jlrbflaffformen. ©dtttngen 1833. 

Dr, $. S. ®etnt^, ^ Uelkrftc^t ber in ber 9latur mi^lid^ un]b 
loirüic^ borlommenben Jtr^ftaOf^fleme. 9)re0ben 1843. 

1 %nbr. Sean SRarte 8ro<^ant be SiKicr«, geb. 1772 )u Sittter« 
bei 3ianM, geft. 1840 }u ^ri«, ^rofcffcr ber SKiueralogie an ber ^le 
ries Mines. 

'i S. iSeorg Don S^anmer, geb. 1783 am 9. fLpxxl an Q6r(it, $ro« 
frfTor ber StatnrgeMi^te unb SUKneralogte an ber Untt»crfU&t gn (Sriangen. 

3 3. (9. (»ragmann, geb. 1779 gu 2in)(otp bei Stettin, ge|!« 1852 ba« 
felbfi, ^Tofeffor ber S^attfematit am ^Vmnafium )u €^tettin. 

< (5. gr. ®ermar, geb. 1786 gu ©lauten im ^tbönbnrgift^en , gell, 1853 
^^u ^Üe aU 9rofeffor ber SRinwalcgie an ber UniDerfitSt bafelbfl. 

^ 3. 8^ <i^^r* ^(ffc^ d<^- 1796 )u iRümberg, $rofe|Tor ber 9Rinera« 
Icc^xt an ber Unioerfität gu 9)tarburg. 

<i 9. S. 3. U^be, geb. 1807 gu Jtönig9lutter (8raunf<^n>eig), ^rofeffor 
ber SRat^moähnnb V^t^fit am d^aroHnum )u 9raunf((meig. 

< 9R. 9. Sr. 9refle(, geb. 1809 gu <9öttingen, Oberlehrer ber iRat^e* 
matit nnb 9totitn9ifFen|(!^ften am (S^miiafittm gu (Smben« 

H 9. 8. 9eini(, geb. 1S14 gu fUtenbiRg, Vrofeffor ber Vhneialegte 
unb (Siegte an ber tdntgl. ^ofi^ted^ntfc^n €>(!^nle gn 2)regben. 



240 "1- ^on 1800 m 1860. 

Dr. ^riebri(^ $faff* @ninhi| ber mcäbtmcOiiAtn ^c 
niffc ber Art^ftaUf. Sl^rbltngen 18&3. 

A Dufr^noy. Trait^ de Mineralogie. H ed. 5 Vol. i 
1856—1869. 

3o{^ann äCuguft brünett, ^ie aKgmeinen ©efe^bcribt^:- 
gtat>l^ie, gegtönbet auf eine l»on neuen ®eft(l^tö)>un{lni «ol^" 
X^eorte ber geraben Sinte im ätaume unb in ber (Sbent fir bebi 
f(i^tef: ober red^ttointltge Goorbinotenft^ftente. (Sretfdtralb 186a 

Ueber B^iOingebilbungen unb beten X^eorie ^ben ^aitu 
unb Sl-aumann gefd^rieben (3ftd 1825. 1826. $009. Xiiit. U. ^ 
Surl^enne (^ogg: Xnn. 1829), Sleumann (Sd^toeigarrB:: 
neue 3^^^. 3. 1831), Sreit^a4i)>t, fta^fer u. a. 

anbete' neuere, einjefne Ät^ftaHgnH)J)en ober beren Serlöt^ 
betreffenbe 9(tbeiten ftnb t)on ÜRöbiud, Sei^merte, St. 9Rv:: 
3)ana, Sabte^, 9Iatba<^, Sl^olger, Stanten^eim, X> 
foffe, ©tätlich, ^effenbetg, äRatignac, 2)e^cleiie:. 
93tett^aut)t, 9taumann, ®. Slofe, @ella 2c. aSer^bidbe L» i 

* 

Jtenngott'd Ueberfid^t ber 9tefu(lak mineralogifcber ^rf<kx 
1850—1860. 



@ine eigent^fim{i(^e 9lrt, bte @tructur ber Art;fitaUe )u etfrr^' 
^at 3. gr. S)anietl * (Dfcn'd ^p« föt 1817) angdüfiibct, is!^ 
et toetf(i^tebene Sofung^mitfel auf pe cinhntfen lie| unb äbnitd' >' 
l^guten, toel^e 9ßibmannftätten (1808) butd^ Segen ton Sa^ 
etfen mit @a()>eterfäure erbtet! , auf ben %l&i^ mf^rcrvr Stx^ 
regelmälißf S^^w^wö^« l^ertoorbrad&te. Stefe SSerfucbe bat £evtc:: 



1 3. gr. ^anitU, geb. 1790 }u Bonbon, gefl. 1846 b«fcfHI, %xt^ 
ber iSf^tmit am J^ingl^SoOrge inSonbon. 

2 grana 2 nabelt,, geb. 1810 ^u SSien, geft 1859 }u 9roi«9<S^> 
bei ®ten, $rofeffot ber SRtaerofogic, (^eognofte unb fdoimit am ^Mf^ts^i"' 
3nflttut in Stm. 



1. 9Rmeraq^ftf. a. itcl^f)aOogtQ4)^te. 241 

f Dttgffelt unb bamit bte Stnictur bed Ouaqe^, Stvagonttö u. a. 
^DKneralien )u anall^firen unb aufjul^eOen gefuc^t. 

Sott ber Sftrad^tting über bie S^fAmmmfet^ung ber Xd^ate, 
bfren @tructut et im 3a^r 1849 bunl^ Xe^ mit t^ti^&ure tt* 
fotfd^te, ^ au^el^b, untertvarf er an^ ben Serglrl^fiaO unb anberc 
3i(icate einer fold^en 9(e|un0 unb gelangte }u folgenben Stefultoten: 

1. ^rd^ bie SintDirlung einer langfam Idfenben $lü{figleit ent« 
fteBen ouf ben natürlichen ober fünftlic^ erzeugten gläd^en ber jtr^- 
ftaUe regctmfiBige Vertiefungen, toelc^e t^er (Seftalt unb Sage na^gang 
oenau ber Kr^fiaDreii^e entf^ec^en , in n^eld^ ber Stbxpex felb^ gel^5rt. 

2. ^efe Sertiefimgen fmb gleitl^ unb in einer (mraDelen Sage, 
n>enn bie Jtr^ftaKe einfädle, bagegen bei jeber regelmäßigen ober un« 
regelmfi^igen ^ufammenfe^ung t>erf(^ieben gelagert. 

3. ^ie ®eftalten, toelc^e biefen SSertiefungen entf^red^en, lommen 
toie man aud aOen Srfc^einungen fd^Itt^en mu|, ben fleinften regele 
md^igen ft(h:t)em }u, aud toeld^tn man ftd^ ben ftri^ftall {ufammen- 
gefegt beulen fann. %U ft^ecieDed StefuUat ber Unterfud^ung bed 
Quargel ergab ^df, ba^ alle Quarghl^ftaOe, fie mögen \oa^ immer 
für eine fiu^ere Oeftalt beft^, i^em inneren Sau nac^ au^ ben 
im ^agonalen &\j^Um i9ortommenben {^ilften ($emiebrieen) befielen 
unb ba| fie metftend aud biefen giften mannigfaltig gufammengefelte 
Btmllingtfn^ftaae {tnb. Se^bolt nennt biefe )um Unterfd^iiA bon 
ben getDd^nlic^n 3^^I^8ung$)toiIIinge. (6it(ungdberid^te ber 
aSSiener Sttabemie t>on 1855. »anb XV. 59.) ^n ä^nlid^ Sßetfe 
ät^te er XragonttfcvftaOe mit Sffigf&ure ober 6al)fättre unb unter* 
fui^te bie Sbgfiffe mit {^lufenblafe mifrof(ot>if(^. (Qbenbaf. 1856. 
»anb XIX. 6. 10.) 

Zl^retiff^ Betrachtungen über bie f^^rifd^ unb eIb7t>foibifd^ 
^orm ber JtrVfiaDmoletüIe unb i^e Hnorbnung in ben berfc^iebenen 
ftrVftaOgeftalten ^en SoIIafton (Philoaophioal Transactions for 

1 Sd^ ifaU fo(<^e 9eti»erfu<^e f<^on im 3a^r 1845 am fL^i angfftettt unb 
terDcrge^ben, lote fie bo« 0tmtnqt bon h^flalltfirtcr unb omor^p^r JKefderbe 
an ibm bent(i<^ bart^n. 8ttOcHn ber IRtUu^ner fRob. ber Qtff. 1845. 9hr. 87. 

«•>tll» «cfi^ii^tc ber IHiirnil^elf. 16 



1813) unb 3i. S)ana gegeben. (American Journal of 8cienee^ 
XXX. 275. On certain laws of coliesive attradkm. By h»- 
D. Dana. Read before ihe American Asaodatioo of 6eoi> j* 
and Naturalista^ held at Boston, September 1847.) SergL :.' 
91. X. ^orfter Philosoph. Magazine X. 1855. 



3lcben ben Är^ftaHen öon homogener ©ubftang unb ihre i 
gregation l)at man aud^ ba^ 3uf^Ynmen))orIommen ^eterogenerr 
ad^tet unb in mehreren %äüen ali regelmäßig erlannt, ein aUgcnuT: 
®efe| barüber l^at ftc^ aber nid^t l^eraudgefteKt. 9{eguldre Senrc 
fung ber Är^ftattc öon ©taurolit^ unb 3)ift^en f)at @ er mar .v-. 
ai}Ui (1817), bergleid^en öon 6alcit unb $^rit ^aup, ijon fSUzrcr 
unb ß^Iorit »r.ett^au>)t, anbere SWarj, ^^illi»)«, ©irt, c: 
binger jc. S8erglei<^e 9Jl. 2. granfen^eim ,,btc äebtc iwjii :- 
So^äfton/' ©eite 354. 



b. fri)flaHp|iHk. 

ZHe 9lefu(tate ber Docker beft)rod^enen ftt^taQo^a)>^{beii ?r: 
[(jungen, toeld^e burd^ SBintelmeffung unb Stet^nuag gehNmncii tvcrre 
toaren, fanben butd^ bie ^um Xl^eil gletd^s^tig neben^etge^bcn :vc 
fc^en ©tubten me^ unb me^r i^ Seftätigung. S^^^^ ttmrbe (c: 
bidl^er ermittelte Siniengerüfite am Jtrt^ftaObau burd^ bie iiittbed&fi; 
ber $oIarifation bei^ Sid^ted mit einer neuen 23e(t tanttibaten 
unb ))rad^ti)o([er (Srfd^nungen erfüOt unb audgefc^mütft. 

@c^on 9{eh>ton ^atte aud feinen unb ben 9eobac|tuii9tn rr: 
^ut^gen'd am ii^länbifd^n Jtr^ftaK, tote oben angegeben, ben 6d4i? 
gqogen, baß ein Si^itfira^I )>erf(^iebene ©eiten ^obe unb baiouf Hs 
gekoiefen, hrie bie Srfd^einung, baft ein giveiter bergleic^ Jtr^fiatt H 
2>o))))e(biIber bed erften bei gtoei Stellungen nid^t tmeber bcrboiq^lr 
bamit ^ufammenju^ängen fd^eine. SRalud * entbedfte im 3a^r 1n>^ 

1 etienne Soui« SKalul, geb. 1775 am 2a Sunt iu 9«ni, poL 
ebenba am 23. gebr. 1812. (Sr trat 1796 alf Unterlieutenant }n baa fcaairir* 



j 



1. Wlnerald^emtf. b. ltr)^ftdIlo))tif. 3I3 

II od» ein# anbere 9(¥i bnn i^t biefelbcn Sigenfc^aften ^u ert^eilen, 

h>ie e^Jbei ber btQ)»^lten äJrcd^ng grfcf^iel^t/ nämtid^ burd^ 9(efle|ion 

^on getoiffen f^negelnb^n ^läd^en unier einem befHmmten ffiintel. 

@inen 2^1 biefer Sntbeitnng ntadjite et g'ufaOig. (St beobad^tete etned 

älbenbd (im 3a^r 1808) buYd^ einen idlänbif(^ (BpaO) ben Stefie; 

ber unterge^nben @onne an ben Senflerfd^ben bed IdnigKc^n 

<Sc^loffed Sucemburg unb fanb , b<t^ bie bHbeh Silber beffeifeen , totnii 

er ben ArVftaS breite, abko^c^felnb an ^nienfüät ab- uttb ^nno^eii. 

(Bp&Ux fanb. er, ba^ bei getignei^n f)negelnben $(ä(^n uttb bei^^ 

porigem 3BinIeI ber reflectiiten Strahlen üon beti 2)0)>))elbtlbern bed 

Ulonbifd^n fir^ftaHd, toenn biefer bie rechte £age ^be, eiue^ gan^ 

t>erfd^nrinbe. 

Sr ertannte, ba^ Sleiftttt^ unb Sort^^ Sc^toef«! unb Setflln^ftaa 
^e Sid^t in ä^nlid^ SSkife mobificiren ober t)o(atiftren tme ber ü- 
länbifc^ (Bpaify unb ba^ bie bun^ einen bo)y)>e(bred^ben Jln^aO 
gegangenen Stra^kn entgegengefe^t ^wlarifirle fiid^tbfinbel bilben (Deux 
faisceaux polaris^ eo sena ooniraire), nämlid^ foU^e Wo bie Seiten 
(ober Sc^toingungen) beß einen red^ttointHc^ auf benen bed anbern 
fielen. 6r erlannte,, ba^ für bie boUtommene ^olorifation \>uxi) 
9teflesion ein beftimmter SinfaHdtoinlel bed Stra^Iö not^toenbig fd? 
unb )>a% (toa^ aber nur mit 99ef(^ränlung gilt) polxttc 3RetaIlfIäcl[!en 
bad £i(^t nid^t ))o(ariftren. (SSergleic^e 6Klbert*d Sinn. S. 31. 1809, 
93b. 40. lt*l2 unb 93b. 46. 1814.) 

ältalud toenbete feine Sntbedungen auf bie Jtrt^ftaOe an um )u 
beftimmen, ob fie einfad^ ober bo))t)eIt brec^b fei^n (1811) unb con< 
ftntirte )u biefem S'^Boed $oIarifation^)>)Kirate, t^te au^ einem 6)xege( 
unb Mi\ptit^, tl^ite aui jtoei 6))iegeln beflel^b. Sin, ben bunlel 
gefteOten @))teget er^enber Jlrl^ftaK, toenn er s^fc^en ben beiben 

^ntccor)»«, madfit ol« Sa^itan bie Sf(b)ttge in Scgt^^ten (1798) vnb in 
!S)eiitf4l«iib (1805) mit, «sar 1806-1808 Untcrtirector ber eefefHgungen iwn 
®tra§bnrg unb »urbe 1809 in $an9 £)berfl(ieutenant unb (S^amtnator bei ber 
^^oß^tfd^nifc^en ^nU, bcren 6#(er.er t»on 1794—1796 gnoefen loar. — 
€^etn( „Tb4orie de la double r^fraction de la Inmi^ dana les snbatances 
criaUüinea" tonrbe in 3ttbr ISIO Mm dn|Htttt gcfcBnt 



344 HI. Sott 1800'M« 1860. 

@)ne0eln gebeert ftmrbe, jetgte bte b0|)))d[tr Sred^ng bcffcftro r 
3)a6et fanb Stalud, ba| bie in aBftrfeln unb DftaAfm ht^^idttn: 
ben St&tpCK einfädle, bie vmften Rt\f jjkiSk ober hoppeüe @tKar:.- 
bred^ung beftt^n unb ha et biefe aud^ am &9 eriannt , f o tdfme br% 
gform nic^t ein DÜaeber fe^n, tote man Dermut^ ffobc. (SSbr:- 
Xnn. 40. 1811.) Sie Cst^enmente, YoeU^ frfi^ gemad^ toeI^^: 
toaven, um einfache unb bo^))e(te Stra^lenbred^ung )ti 
Ite|en in bielen gf&Oen leine ftc^e SefHmmung ^u. ^aup, 
aud^ biefem 3^ ber JtilfftaOiunbe feine Xufmerffamteit %nQtiKür 
l^ite, beurtl^Iie bie Xrt ber Sttal^Ienbred^ung, inbem et bvnbh 
^äd^ eined ftt^ftoOf^ eine @ted(nabel, bie er in t>ai€btebeiie i^^- 
brachte unb Oerfd^ieben toeit tyoxti Ar^ftaK entfernt ^clt, bcttainiv 
toat bie So^^lbred^ung ftarl genug , f o fa^ er auf birfe Sem r 
9label bot>^(t, bei f(^toad^em 93red^ung$benn5gen fonnie aber nr. 
entfd^ben totthm, ob ber Art^ftaK einfad^ ober bo))|)eIt bretbenb ^ 
®(ei(^n>o^l l^at $aul7 f(^on au^t^pted^, bo^ aVe Sitbfbnr^ 
beren integrirenbe SSoleKUe fic^ burd^ 6)^metrie aniS^dc^nftt, bif er 
fad^ <Stral^Ienbrec^ung beft^en; fo ber SSKirfel, ba$ regulfirf Chanr. 
unb bad 9l^ombenbobecaeber. ®r ^at femer ertannt, bo^ and» ic 
bot)))eIbred^enben ^ikpetn ätid^tungen eigen ftnb, nac^ loelc^ fie tccu 
9)o))k^Ibred^ung jeigen. (Tratte de Mineralogie 1801. Tom. ! 
pag. 230. 231. unb Tom. II. pag. 204.) <Sr ^6t ^ectwr, r 
n^ert^boD bad itenngeid^en ber Stra^Ienbred^ung namentlich pa $> 
ftimmung unb Unterfd^eibung gennffer (Sbelfteine. (Sur i^'uaage de* 
caiaetires phyBiques des Min^rauz, pour la distinction des Pienv^ 
prteieuses qni ont ^t^ taill^es. Ann. des mines. IL 1817.) ?s 
arbeiten bon SRalui» fd^eint er aber im ^aiftt ber $iiN3liitiim ^ 
fke^ber Stb^anblung nod^ nid^t gelaunt )u l^ben unb ertoS^ itetx 
erft in bec gioeiten Auflage feiner 3Rineralogie oon 1822. 6r ht 
fd^eibt ba (Tom. I. p. 401.) einen barauf ft<^ grünbenbm Sa 
fuc^ bon Xrago, bie bo^))eIte Strahlenbrechung )U entbetfen, tnbcc 
man jtoei @))altungdjtü(fe bon ftaUf^Kttl^, beren ^au)>tfd^ntite (b«A 
bie lüi^ere 3>iagona(e ber ^ad^ ge^b) ftd^ red^ttotnlttd^ iicii|ni 



L 9Ktnera(t>^fit. b. llrVfiaSi>t)ttf. 245 

CKttf ein mit einem $unft 6e)et(^nete^ ^^er legt unb bojiptfd^ ba^ 
^robebl&ttd^ bre^, H>o bann, n^enn H bot>pelbrecl^b ift, in t)ter 
Sagen bie ol^ne bad SUtic^en gef eignen )n>ei ^untte ald ^iet etfc^nen. 

2)ie Serftti^ bon Slalu^ beft^ftigten )iinö# anbett ^i^frfec 
itnb neue Ghrfc^nungen tmtrben beobad^tet. Xrago ^ erfannte im 
3a\fx 1811, ba^ ber niffif(^ ®fimmer.im f>olarifttten Sid^t mit einem 
Malfipatyitt^ftaSi unterfud^t, ^rben l^orbringe, unb ba^ fte in 
b€{fen }kQei Silbern comtdement&t erfc^inen (couleare compMmen* 
taires), ebenfo bei Siattem bed (S^p^^patf^ei; er ertannte ben aO* 
m&Iigen ^rbentoed^fel, todd^ platten bon Sergtn^ftdO )eigeh, n>enn 
bie analt^ftrenbe Siyrrid^tung gebre^t imrb» (®ilberi*d 9(nn. 8. 40. 
1812. ©. 145 ff.) 

SMefe Srfc^einung betra(^ete (1817) gfre^neP al» ba« Slefultat 
einer eigent^ümlic^ $o(arifation, bie er (Sir{uIar))olarifation 
nannte: (Ann. de Chioi. XXVIU. 1825.) 

3m 3a^ 1813 beobad^tete Sretofter' im ))oIariftrten £id^te 
bie eBi))tifd^n, bon einem fc^toarjen @trif^ bunl^)ogenen, ^rben» 
ringe am %opa^ unb bie trei^örmigen Slinge mit bem fc^toarjen Areu) 
am 9hibin, Cid K. unb SBollafton beobachtete fte am idUnbtfd^ 
6al€it (burc^ bie baftf(^en, angef(^liffenen %lää^), 

2>ad h>ic^tigfie (Ergebnis jener 3^it toar aber bie n&ffcvt Srienntnig 

1 ^Dominique grau^ot« 3can Xrago, geB. 1786 am 26. geBr. )ii 
Qflagel bei 9^i0n<>n# 9^» 1^^ ^^ ^' ^^^' l^ 9an«, Vfhronom be^Sahgen« 
bflreau a«f ber farifer ^tertnoarte, ^rcfcffor berUnal^fe, Oeob&fie unb fodo' 
len Srit^metir an ber )wl9te<^mf((eu e«^ule in Vartl. €ktt 1809 SRitglieb 
tt9 Snßttut«, 1831 JtammenntegUeb unb 1848 ä^tglieb ber |>rot»ifonfi^n 
9{egiening. 

2 lugitllin 3ean Sre«ne(, geb. 1788 am 10. Tlax )u 9rogtte im 
Xtpaxi. be l'Sure, geft am 14. 3ult 1827 )u SUk b'Sota^ bd ^ari«. 3»' 

* U^t IngeDieur en Chef des Ponte et Cbausa^B in Vari«. 

5 €ir 3)ai9ib 9rf»fler, geb. 1781 am 11. 3)ec gn ©ebburg^f ^^l* 
burgBfBire in @<^ottIanb. Urfprfinglt<^ V^rmaceut, fpfiter Vb^ocat, ben 1810 
bt« 1827 t^etl« in Qbtnburg, t^eiC« auf feinem ^nbgut tflerl^ bei JDletrofe in 
dteirburg^j^tre lebenb, att((«t frofeffor ber 9(^f an ber UmiBecfitat gn €t 
flubreto«. ~ lieber feine melfac^en hvflalIo^f(^n Unterfu<^nngen f. beffen 
^A Trcatlae of Oplics.* London 1858. (Wit tviflen erßhitemben 8Ubem.) 



246 HI. Son 1800 bid 1860.. 

einc^ 3ufA)^^>"^"'^^i^d^ jtmfd^en ber $orm ber IErt;ftaOe tinb bei ,i 
ber 3l|cn ber boj)t)eUeu-Sre<^n0, toAd^n Sretofter in ben o-i^ 
1619 unb 1820 barget^an l^t. ,,92a(^bem id^, fagt er, bte mi 
jt5r)>er, beten ))rimitt)>er ßem t>on $errn $au)^ befUmmt tr::: 
toax, 0e))rüft l^atte, jeigte {td^, ba^ ade fit^ftaUe, toeb^ nute: 
Xse ^ (ber bo)))>eIten Srec^ung) fytbm, ju einer getviffen äleih :. 
ftemgeftalten, bie mit 5 tQ ei 9l^n begabten aber gu einer arrc 
9iei^e ge^i^ren unb ba^ bie übrigen Jterngeftalten in benienigra t 
ftaUen bortommen, beten bot)^It bred^enbe ftt&fte im OUHö^^tc: 
ftnb burc^ bie t>etetnte SBitfung i»on btei gleichen auf etnanber ru 
toinffi^en äljen." 3« *>^n Äerngeftalten bet etften Slrt jäblt er :: 
9i^omboebet, l^e^agonale ^ri^rna, bie ^e^agonale ^^tamibe unt : 
^t^ramibe mit quabtatifdpet 99aft€, beten Jttt^ftaHase (^iq^tarei 
bie einjige getabe Sinie, bie ftc^ in biefen Jtdt))em fl^mmetrijci r- 
laffe, juglet(^> Äyc ber ^olarifirung fe^. fßom quobratif(ben %r.r 
fagt er, bag ed in einigen %aUtn eine Sudnai^me gu machen iiK- 
ba baiJ (^>romfaure 33Iei unb bie fdjtoefelfaure SRagnefta noA o«: 
biefe Äerngeftalt geben, aber jlpei äjen befiften, er toei^t aber icc: 
barauf l^in, ba^ fie boc^ it>o^l eine anbere Jtetngeftalt ^ben mi^' 
©0 bemerh et im 3abt 1819, unb im gabt 1820 fiteDte fi* •: 
bie 9li(^tigteit feinet ©d^luffe iyon Itt^ftaai>gra))^ifdber Seite ber: 
unb cotrigitte ^ a u ^ felbft mc^tete feiner Seftimmungeii. „SRein ♦ 
gemeine^ $rinci^, fd^retbt er bann, gilt babet je^t o^ne aQc 1 
nabme unb bo^ fentrec^te ^ti^mct mit quabtatifc^et Safid gebort .: 
etften Älaff e bet Äetngeftalten , njobin i(^ e« in bem oj)tif eben Srut 
nunme^t anö^ öetfe^e." 3tuc^ bie britte Älaffe bet Äetngeftalten. '• 
^r )ri0t fxä^ bem aOgemeinen $tinct)) auf eine bemetfendn>ertbe if 
entf<)ted^enb. 2lDe gu biefet ftfaffe gebötenbe Är^patte äufeem tr<* 
©tra^Ienbred^ung no(^> ipolarifation. 2)iefc Är^ftaCe fe^en ber ^'ur 
ba^ Dttaeber unb bad Sibomboibalbobelaeber, 

• 

1 dtic^tung. \jx Ux fie nic^t bo^|>eltbrei!^iib ftnb. 3n ^ie^ung au« > 
Qergtrpflall a^igtc fc^on Oeccaria (Joarn. de.PhyB. octobre 17T2), N^ 
ber S^td^tung ber ^ri^eno^e teine !3)o|)|)e(bre(^ng ftattfinbe. 



1. ÜRtneral^^fli b. jert^ftaffo^tif. 247 

9(to )})ren)ftet im ^alj^r 1820 bie 3Ro^d'f<l^e ^xtfftaUü^ap^it 
tennen (etitte, geigte ft(^ feine o))tif(i^e e^aratteriftif, fokueit fte mit 
>eT 3^^! ^ ot>tif(^ Sxen )u geben toar, mit bef fn^ftaOi>gra))^i' 
fc^en ®ni^^ining toon SRo^d übereinfKmmenb; bad r^omboebrifc^e 
unb ^t^ramibale Softem bon 3Rof}i entf)n:a(^ bem o)>ttf(^en ber Sx^- 
ftaOe mit einer 9t;e ber bo)>))elten Sret^ung, bad {mdmatifd^ Don 
'IKo^d bem o))tif(^en Der ftn^ftaUe mit }ti>ei S^en ber 2)o)9))eI6re(^ung 
unb beffen Xeffularft^ftem bem o))tif(^en o^ne bot)))e(te Sret^ung. Qx 
^ergleic^t tüeiter bie 3)to^d*((^en unb $au)^'fd(fen @rnnbgeftalten mit 
(einen optx^d^n (^rgebniffen, toonad^ bie Slo^d'fcM SefHmmungen 
in t>ielen*e^en genauer erfc^nen ald bte bon $aul^ unb er bemerlt 
baju, ed gebe biefed hinlängliche @rünbe „bad Serbienft bed fran- 
^dftfc^n unb bed beutfc^n Sl^ftemd ber J{r9ftaI(Dgra))^ie gegen ein- 
anber ab)un)iegen.'' Sr gibt eine Xafe( Don SRineralienv toorin bie 
^auv'fc^ ftemgeftalten al^ ^nmfel^aft ober unrichtig angegeben 
unb bte toabren aud bem o))ti((^en Sier^Iten Doraudgefe^t toerben. 
Sarin beftimmt er bie {formen ber f(^toefelfauem üRagnefia, bed d^rom- 
fauem SCeid unb bed 3Refot)^)> aCd r^ombifc^, hKi^renb fte i^au^ atö 
quabratifc^ genommen, ebenfo aCd rbombifd(f bie ^r^ftaDe be^ foblen- 
fauern Sar^t unb fo^lenfauern Strontian^, fotoie bie bed 3oIttb, für 
ioeI(^$au)^ ba^ beiagonale Ü|iridma gefunben unb ebenfo aCd r^om^ 
bif(^ bie t>on ^auV aU r^mboebrifc^ erlannten J^rvftaDe bed Jtr^o- 
Ittb, Sc^baftt (G^baftt), @ifent>itrio( uttb atö teffu(ar ben bon ^aut^ 
in ben r^ombifcben Arl^ftaOen gegäblten Sffonit. Qn Setreff be<^ 
(S^baftt ^at er ftc^ geirrt; ba^ fCinorbombifd^e unb Kinorbomboibifc^e 
ovftem n>urbe noc^ aDgemc^ jum r^ombifc^en gejablt) Sine anbere 
2afe[ jeigt bie Uebereinftimmung ber o))tif(i^en ß^arafteriftil mit ber 
irv|taIIograt)^if(^en t>on üRobe unb er bebt ^ert>or, ba^ bei nic^t 
toeniger aU neun Don ben elf Stineralien , too ^au^'e^ Seftimmungen 
oon ben feinigen abtoei<i^en, Wob^ bie ma^re @runbgefta(t gefun« 
^en b^be. 

„Gin fo aufeerorbentlid^e» ^«föwwenfKmmen snrifd^ einem rein 
frDftaUogra^bifcben unb rein o)>tif(ben Softem behütet, fagt er, bie 



248 111* ^n 1800 M 1860. 

ätid^ftigfeit ber ®runbf(^, auf n>eU^n beibe beru^n.'' @x gibt iuh^ 
eine 2lafel, toorin jterngeftalten, ft>e(<l^e Irt^ftaEometrif(^ nix^ ntc^t 
beftimmt tparen, aud bem o))ttfc^ 3ktfydten angeUnbigt hmrben. 

3tadf biefer Xafel geböten )um r^omboebrifd^ unb (»^tamibaku 
(einangen) Stiftern : 

Stagnefta^^btat 

3(rfenilfaured Jtt4»fer. 

@(immer bon ^aria^I. 

3(^tl^^o))^t^lm bon Ut5n. 

@id unb meliere fünftlid^ Sal^e. 
3ur Klaffe bed ))n^maüfd^en S^ftem«^ ge^örenb, beftimmt er: 

3oKt^. 

SiaOage. 

jto^lenfauem Sart^t unb 6troniian. 

^etalit. 

ftreu^ftein (.^tmotom). 

(Sl^romfaured SIei. 

^dfibifopffü^lm bon e$atoe. 

3Kef(>^t> au^ 9lubergne, ^Idlanb unb ^lenarbutf. 

Wabelfkcin bon ^roe. 

6d^aba{tt 

$au^n. 

@obalit. 

^nen ^nnelftein, genannt CiDnamome Stone. 

ßom))ti>ntt 

^lectrifd^et ®almei. 

£e))iboIitl^. 

ätealgar unb D))ennent. 
3ut ^affe IV. ober jum tefferalen Stiftern gel^örenb, nennt er 
ben (Sffonit, fal))eterfauem @trontian, faljfaured Jtali 2C. 

^n fte^t, ba^ bie meiften biefer Kr^ftaKe richtig beftimmt koaren. 
(Säerglei«!^ ©ilbert'« «nn. ». 9. 1821. ©. 1 ff.) 

Sreiofter gab aud^ bolb mehrere t^Oe an, koo er burd^ bie 



1. 9(htcm4>Mfi!. b. itrl^flairo)»tt!. 249 

kfttmmung ber o^ttfc^n Xsen €u6fton)en unterfd^ieb, bie man für 
(eic^ geilten l^olte unb loo eine genauere 9(nait^e ben Unterfc^eb 
eftätigte ober beftättgen foEte, fo an mehreren Salden, %aü unb 
(Flimmer unb ben ^popf^t^üxitn bon Utftn unb ^oe. (St befummle 
[c^on 1814) ben Slraoonit ate }koeta|ig, toäl^renb 9iot benfelben für 
inaiig gelben fyitU unb glaubte am 9i>racit eine neue ftemgeftalt, 
en SEBürfel ate 9t^omboeber entbeA )u l^oben, ba er an il^ eine 
Ixc ber bo)>t)eCten Sred^ung entbedte (1821). (Er beobad^e bie Ser> 
c^iebm^t ber o^tifd^ Ssentarinlel am gelben brafUtantfc^ unb oia 
»en blauen Xo))afen t>on ä(berbeen>@l^e unb ben farblofen bon Sleu* 
(oQanb unb bermut^, ba| fie fui^ im &df(dt an gflutf&ure unter- 
dieiben. (®tlbert'« Xnn. 18. 9. 1821.) 

9Bie Sretofler befi^ftigte fic^ Stot > mit ben neu angeregten 
Stubien ber Jlrt^fiaEotHil. ^m ^afycc 1815 beobad^tete er, ba^ ber 
*:rtraorbtnare @tral^l ber 2)o^t)eIbrei^ng in berfd^iebenen itrt^fitanen 
>ei bem einen Don ber. 9tce g(ei(^fam )urüdFgefto$en, bei anbem aber 
ingejogen toerbe unb er unterfd^ieb bamad^ bie Sio^t'^Ibrec^ung in 
rine re^u(fit>e (negatibe) unb attractibe ())ofttibe); bie erftereXrt 
^fige ber idlänbifc^ ftn^^aD unb ber SeriO, bie le^tere ber Duar^. 
l@ilbert*d 9tnn. 9. 65. 1820.) 

2)te b^Ioriftrenbe Sigenfc^ft bed Zurmalind tamrbe Don ©ee- 
bed (1813) unb Siot (1814) entbedCt unb nun biefed 9Rinera( ftatt 
be« tdl&nbtfd^ Bpaü^ Dorjug^toeife ate fogenannter Xnali^feur ge- 
btaud^t, bid SticoP im 3abr 1828 in bem nad^ i^ benannten 
9[pb<irat 3toei Jla(If))atb))ri^men fo combimrte, bag tait beim Xurmaltn 
nur ein ))oIariftrter ®tral^(enbünbe( Mird^gel^t. 

1 3caii Qa^tifte 8tot, geb. 1774 am 21. «^ril }u ^ri«, Vrofcffcr 
ter V^t^pr om doUk^t be grance (fett 1806) unb (fett 1809) ber «ftronomte 
an Ux %aeaUJkt ber SSStffenf elften )U ^art«, SRtiglteb bc« Stifltttttt (fett 1806) 
unb br< SSngenbnrettU bafe(bft (feit 1806). 9eft. )u fari« om 3. gebr. 1862. 

^ ffitHtam 92t€o(, geb. 1768, geft 1851 )u Obinburg, 8e^rer ber 
1$^9ft( )n (Sbinbnrg. A method of increaaing the divergenoe of the iwo 
rays io calcareoas spar, so as to prodnee a Single Image. Jameaon*s 
New Journ. Vol. VI. 183& 



250 111- ^n 1800 Md 1860. 

^üxi ^atte and) 1826 ben Sorbierit ald "änah^an va:: 
befunben unb borgefd^Iagen. ^ älbet aud^ nxAt frl^allifirtf Xr:- 
tourben im ))oIatiftrten Sid^t unterfud^t unb ed liMtrm bte bann r 
gefteHten 93erfu4^ fät bie Stfc^tnuneen an At^ftaften cbenfolb rr 
;3lntcteffe. 

@eebecf beobachtete (1813 unb 1814), baft et^t^ke^ la^ ::*' 
abgefölS^bed ®\a^ bad £i<i^t )>o(ariftre, > »vetofiev erlannle l^rijr 
fatien am "äd^i, an ®ummt, äBad^d, $om 2c. tirie ottc^ fc^ ftfi.. 
(1811) unb ^nb, ba^ burcf^ med^antfd^ 2)ni(t ouc^ ^toiüpatp r 
@teinfal} bo))t)e(t bred^b loerben. (ed^toeigger'd 3a^. S. 17. M 

Sren)fter beobad(ftete in ben ^afyxn 1817, 1818 itnb b. 
au^erbem bie merhvürbigen Stfd^nungen , iDeld^ gegentodttig um : 
Benennung ^leed^roidmud be^eid^net toerben. (£r brobacbtet;. >r 
ein $ridma bon b(äulid^grünem SeriS in einen 9ilnbe( (yolonfb- 
!^id^ted gebrad^ft, ein fc^dn blauet Sid^t bun^Iaffe; toenn fei« 1- 
fenited^t auf ber ßbene ber $o(arifmtng fte^, bagcgen ein gncil: 
tt>ei^ed £id^, toenn feine äl^e in biefer ßbene liege unb obtl: 
(Srfc^einungen etlannte er bei einer 9let^ bon äRineraßen aal ^r 
berfd^iebenen monoa^en Jtri^fitaDfl^ftemen. (®i(bert'd Xitnolen. 9. ' 
1820. ©. 4.) 

3)er )u biefen (Srfd^einungen gei^ötenbe 2)id^roidmud r.:: 
)uerft (1809) bon Gorbier' an bem bon i^ ^d^oit genanr- 

1 Staxl a^tc^ael SDtaxx, geb. 1794 am 2. 3an. )u (Sarltoi^, ;::^* 
^rofeffor ber ^Wit unb attgem. (S^nnie am (SoHegium (Sarolinum un: :: 
anatom. ^irurg. Suflitut }u Sraunf^treig , tjon 1824 M 1847, n?o er ::: •' 
9tu^ef!anb trat. — 2)a6 ber nelfetiDraune Oergfr^ftaV al9 Hnal^feur io crt::. 
d^en, t^ergl. meine Ib^anblung „über bie ^olarifirenbe (Sigcnfc^ft be« @iiir7' 
unb einiger anberer SRineralten.'' ^ogg. Xnn. 8b. XX. 1830. S. 412. 

i Xf^cma9 3o(ann ©eebecf, geb. 1770 am 9. S^ril gu dtet^l, ' 
1881 am 10. 2)cc. )U Berlin, friiMtgeleHer , feit 1818 9)9itglieb ber 1' 
ber ^if[enf(^. )u Scrüu. — ^ie betreffcnbe Hb^anbl. ta ecj^wctgger'« Jc>^ 
$9b. 7. 1813 unb 8b. 11. unb 12. 1814. 

3 Vierre Soui« «ntoine Corbier, geb. 1777 am 31. iXjn 
«bbeDifte, ge|k. 1861 am 30. SRär) )n ^ari«. Bule^^t ^rofeffer ber Or--' 
am Jardin des Plantes unb am Mas^nm d'hiatoire nat. |u ^ric 



1. 9Rinfra()>^fU. b. Ihr^ftatfo^ttf. 



2dl 



KtiKral (je^ft ßorWerit) erfannt, iftaber nac^ J&erfc^eFd * genaueren 
tnterfuc^ungen (Ueber bad 2\dft Ueberf. t)on @<^mibt. 1829) eigent« 
Id} ein ^ric^roidmud, ivie er au(^ f))äter am Xo^Hid unb anbetn 
iRineralten Don Soret^ beobachtet n>orben ift (Recherches siir la 
K>6ition des axes de double Refractiou etc. Genöve lb21). 2Me 
^i€^tabfort)tion am Xurmolin (fc^on 1778 unDo&fommen Don SBal« 
etiud beobachtet), ift in bcr Stic^tung ber ^u))ta£e aud^ t)On Sveit« 
>am>t im 3a^r 1820 erfannt toorben. (Oilbert'd «nn. ». 64.) . 

^a bie Slineralien bed tefferalen S^ftemd leine 9(bfort^ondeif(l^et« 
mngen biefer Strt toa^e^men laffeu, fo bejeic^en fte mit Qi^ffnt 
>ie ^o))t)e(breci^ung unb bamit bie Klaffe ber monoa^ren ©l^fteme. 

3u ben fc^önften Seobod^tungen fiber ben 3ufammen^ng ber 
^r^taUform unb be^ opttfc^en 33er^ltend gehören biejenigen, n)e(<^e 
Biot (1815), ^erfc^el (Mem. of the Cambridge Soc. I. 1821) 
.tnb Sreiofter (Traneact of the Roy. Soc. of Kdinbui^h. IX. 
1821) über bie DOn .^aui^ Quartz plagiMro genannten Jtr^ftaQe am 
.^efteOt ^aben, n^obei ftd^ im )>oIariftrten Sid^t (an platten re(l^tn>tnf« 
[ic^ 3ur 9(;e gefc^nitten) beim 2)rel^ be^ Stnal^feurd in glänjenbem 
^arbentvec^fel ein mit bem SCuftreten ber Iinl^< ober red^tdgeneigten 
S^ra^päc^en (fte^e ^gur 45 unb 46) correfponbirenber Unterfd^ieb 
offenbarte. 

%i%- 46, 8<B. 46. 





1 eir 3o(n gret KBiUtam «erfc^el, geb. 1792 am 7. aH&ra )ii 
aioug^ bd tBinbfor, ^riMtgcIe^rter, t>oii 1850 bi< 1855 !Director ber fonigl. 
<D{ün)f )ii Bonbon. 

^ Sr. 3; @eret, geb. 1795 am 18. SRat )u et. ^eterfburg. ^xiwiU 
f^ftfbrtct. 



252 HI. Bon 1800 m 1860. 

^erfc^el untetfudj>te 53 folc^er ÄtVflaffe. »retoflei dr 
bamtt aud^ We 3wfatnwenfe|un0 ber JCtnct^^fHt^ftaffe au« ber:'/: 
Kttte' unb red^t^geipunbenen 3«Wt)tbuctt unb ®. S. airö^cr:: 
burd^ GomBtnatton einer Knfö^ unb einet red^t^btefeenben ?knr - 
gletd^er Dtdfe bier fid^ freujenbe farbige ®\^xalen, naif Mi :! 
red^t^ getoenbet je nad^ ber Soge ber platten übetetnanber. (Sni:: 
21. gre^nel in ?Pogg. änn. ». XXI. 1831 unb ®. 9. ! 
ebenbaf. XXII. 1831.)- 

am Slragonit erlannte 5Rarj bur<^ ))oIariftrte« 8i(^t 3^^* 
bilbungen bei f(^einbar gang einf ad^en Jlt^ftaDen ($i>gg. Smt 8 ^ 
1826) unb \d) ^abe gezeigt, ba^ an biefem ÜRineral bei einfaSri:- 
J>oIartftrten Sid^t, in golge folc^er Swf«wmenfe|unfl bie ^laiifätr 
btlber mit bloßem Sfuge, o^ne Änat^feur ju fe^n pnb. (^o^^" 
93. XX. 1830.) 3)iefe (Srfc^einung ift am 3:o|)a« guerji bon 8r<r 
beobad^tet Sorben, inbem er burt^ ein ©|>altung^tücf gegen ben^- 
fal^, bon too |)olariftrte« Sid^t guf äffig reflectirt tourbe, SM ■ 
®lfmmer, (Sp\\>ot u. a. (A Treatise on Optica. Seite 260. Philo» 
Transact. for 1814 unb 1819.) 

333ie in biefer SEBeife bie Sage ber ?ßoIarifation«ebene tetk 
beftimmen, l^at ^atbtnger bun^ bie nac^ i^ benannten ^^ote* 
Wen 93üfd^el" gejeigt. ($ogg. «nn. 83. 63. 1844 unb 9. 68. i^ 

Äffe biefc in mancherlei SKc^tungen ft(^ betoegenben tlntetfuttts: 
ftnb bon ja^Ireid^en JJorfd^em toieber^olt unb bcrtJielfältigt ir-' 
unb gel^ören jum S^eil bie betreffenben arbeiten me^ in ba« & 
ber $]^)^fil aU ber 3Rinera(ogte. t^fir le^tere ^ben )unä# t^'- 
»er^ltniffe befonberen SSäertb, toelc^e jur 6^rafteriftif ber «ni- 
fation unb jur Unterfd^eibung ber ©})ecte« bienen , unb mit rinwi 
Mitteln, ioenn nid(ft an aücn, bo(^ an bieten Jlr^flaffen erliinntv<t- 
Knnen. 

»lit Stüdfpc^t hierauf fmb mehrere' Unterfud^ungen bon »refft 
angeftefft toorben, um ben J)ofitit)en unb negatiben ß^^ 

t ®eorg «ib^ell 9(ir)^, geb. 1801 inmmid, ^oitkmUMtJ' 
feffor ber Sffhrcnontie unb ^f^^fU an ber Unit}erfttSt }u QEambribge. 



1. 3Rtii€vaM)ti^ftt b. lltVftaOo)>tiI. 253 

b. i. mit ftörterer Stellung brd au^orotbentlic^ ober bed orbent- 
ic^en Btxafflt^) an bo))))eI6Te(l^ben ftr^ftaOen barjutl^n. @r jetgte, 
aj$ bU Surc^meffer bet ätinge bed ^olarifationdbilbei^ t^trüeinert toerben, 
9enn man )koft platten k)on gleid^er Sefd^affen^tt aufeinanber legt, 
a^ fie aber Dergrö^ toerben, toenn bte platten bon entgegengefe^ter 
Irt. jlennt man alfo ben Geratter einer .platte, fo lann bamit ber 
iner anberen beftimmt toerben; er gab toetier bie Slet^obe an, auf 
ie jn unterfuc^be $Iaüe ein ®l;^Iättcl^ ^u legen unb fie bann 
Et i^er Sbene im )»>(ariftrten Sichte ^u bre^n, koobei bie Slinge, ober 
en^iffe Starben berfelben, in )toei Quabranten berbunleU koerben; 
efc^se^t biefed beim Sertauf(^ mit einer anberen ftrl^ftaD))latte in 
leic^ äSeife, fo ift i^r (^after berfelbe u. f. to, (Sergl. ^, ^. n. 
^erfc^cl ^Som Sic^t'' aud bem (Snglif(^n überfe^^t t>on Dr. 3. 6. @. 
^(^mibt 1Ö31. @. 5^0 unb Sretofter'd A Treatise on Opücs. 
i. 256.) Sin anbered 9RüteI )u biefer Seftimmung ffai 3>olie < 
ngegeben. 92ad^ feinen Beobachtungen behnrtt red^td drfular ein^ 
ittenbed £id^t um bie 9l[|e eined negatik)en einoiigen ftrl^ftaO^, in 
arauf fenlred^t gefd^nittenen Patten linear anal^firt, biefelben Sp 
Innungen, aU linld cirlular einfa&enbed £i<l^t, ebenfo analk^firt, 
m bie 9((e eined )M>fttit)en ui^b umgele^rt. (Sbenfo k)erf(tiiebened 93er« 
alten fanb er an ben )toeia(igen Jtrt^ftaDen, too ftc^ SRudlotuit, 
i:all, Sragonit, OalpeUt, 2)iot)ftb unb grelbf^Hit^ toie bie negatiMt 
inaiigen, Salcit, Xurmalin, ^Iboaad, hingegen XofHid unb ®\fp^ 
ne ber ))ofttit>e dirlon t>er^telten. ($ogg. 9(nn. 9. 40. 1837. 2)ar' 
eOung ber ^rbenle^e 1853.) 

Sluf bie burc^ 2)ru({ entfiel^ben äkr&nberungen ber $olari- 
ition^bilber grünbete SRoigno unb @oleit ein Kennzeichen gur 
Interfc^bung )N>fttiDer unb negatik>er ftrt^ftaOe. (Instit. 1850.) 

^obe gab auc^ ein SSerfai^ren an, n)oburci^ man tinfö bre^nbe 

I ^einrtc^ SBil^dm 'S)o^t, geb. 1803 )u Stcgni^, t>on 1826—1829 
)ccent unb au|erorbeiitU(^r ^rofeffor an ber Uni)»erfltat )u Adnig^berg, banu 
ugerorbcntlic^r unb (1845) orbcntlid^ $rofef[or ber $^9p( an ber Untoerfitat 
I Berlin. 



254 



III. Son 1800 hü 1860. 



I u < 



t - 



itnb rec^tö brel^nbe Serglri^ftalle unterfc^ben fann. i^tac : 
». 40. 1837.) 

• lieber ben allgemeinen 3ufan!menl^n9 biefer Sircnlozpel.L'- ^ 
l^at ^afteur ^ barjut^un gefud^, bog bte iSrfd^finung mir t<i r 
ebrifd(fer ffr^ftaHifation t>on fold^ ^rmen toorfontme , bie r. 
redete unb (inle ^anb, ^ mä}t becfen Idnnen; nadf 3)e[ 
ift fte ftetö mit Xetratoebrie berbunben. ($afieur, Add. de 
et de phyp. XXIV. 184». XXXL 1851. XXXVIII. 18.>3. Z 
foffe, loetit 1857.) '(3ierglei(^e oben im Srtifel ^Str^fraaccr 
bie Beobachtungen bon 9{aumnnn unb 3Rarba<^. 

Sei biefen Unterfud^ungen ^aben fe^ iäu^ Sn^aSkt ' 
ffinftlic^er ©alje gebient, unb jcigen fi(^ babei beutficb bte *rr: 
bad Stubium ber Jtrl^ftaEe nid^t ängfitlic^ auf bte SotiomiRin 
figentlid^en SRineralien aKetn etnjufcbränien, benn bdtle nu^ 
biefe bead^ten looBen, fo toärc ber hnjfenfc^aftlic^e @tanb|»nrt:' 
lange nic^t erreid^t, beffen toir un« gegenhKirtig erfraten tonne 

ein fe^r fd^^bare« Qnftrument jur Seobadbtung be« ^cltc- 
mu« ift bon ^aibinger (1845) confhruirt toorbm, ii^eUvr ^ 
©rfc^einung ?ßIeo<^roi«mu« nennt, g« ip bie (^g. 47) imTi 
fd^nitt abgebilbete bid^roflobifd^e£u))t)e. Sin bännee lat: i 

Äi«. 47. 







@)Ktltungdftfitf bon reinem Salcit ift an beiben Snbm mit 
(mdmen bon 16^ berfel^^en unb an einer @eite mit einer getoobrrjr 
2nppt, @ine Keine Sid^töffnung an ber anbem, erfc^emt ^vx6 ■ 

1 Soui« Vafteur, geb. 1822 }u 2)ö(e, ^tpl 3ura, frfiber ^rcf cfir 
^^^tal ffiiffenfc^. gu 2)tion ; t)on 1849 bi« 1854 ^rofeffor ber (Orc: 
ber %acaUai ber Siffenfd^. )u ^trag^nrg unb bann M 1857 )« Stfie, f;: 
nnirtig €^tubtenbtrector bei ber 9(bmtmflratton ber ^f^em 9{ormanifoff pi ^: 

2 &, 3>erafoffe, geb. 1796 )n et Duentin, ftofeffbr ber mw:i 
bei ber ^ncultai ber Oiffenfd^. gu ^ri«. 



1. 9Rinfra()»^ftr. b. jeii^ftaffo))tif. 255 

uppe hoppAt unb laffen ßd^ bamit bte )ufamnfenoefe|teit ^axbtn bo^yfielt« 
recfeenbrr Att^oKc jerlegen, ba bie beiben fiod^bilber ^toeten Xurmalin^ 
latten bergletc^bot finb, tüo an ber einen bie 9(^ Dertital ftel^t, an 
er anbem l^origontal. J^atbinget ^t mit btefent :3nfittument eine 
co^e SRenge )>IeD(i[innf(i^ Rxt^\ia\k untetfud^t. (lieber ben ^leoc^oid^ 
lue ber ftn^ftaOe. $rag 1845. 4. lieber ^leoc^roi^mud unb bie 
Lr^ftaUftruftur bed äCmetb^fted. @i|ungdberid^t ber SSiener SCtobemie 
. SB. 1854; über ben $(eo(^roi^mu^ be$ (E^r^fobeda^, be^ SCugite, 
(m^bibold 2C.) 

Sd iDore tH>n mand^ Qktmnne, namentlich ati^ )ur Unterfcf^et^ 
•ung Don fiofttiben unb negatiben ftr^fioBen, ba nac^ Sabinet brt 
tarier gebrod^e ®tra^( aad^ ftärler abf orbirt tüirb , toenn man färb« 
ofe jtd^ftatte farbig mad^en unb bann auf ^leoc^roidmud unlerfu(^n 
onnte, unb au(b barüber ftnb Serfui^ angefteUt tüorben unb ift ed 
>. Scnarmont* gelungen, $leo(broidmud fünfHid^ ^frbmrgubringen, 
nb€m er geeigneten fr^ftaHifirenben Saljen in ber Sdfung ^rbfteffe 
>dmifd^te. Sin bor^üglic^efl) 9tefultat er^elt er hnxi) %äxbm bed 
üinor^ombifd^n maffer^altigen fal))eter{auren@trDntiand, beffen £öfung 
mit concentrirter ammoniatalifcber (Eam))f(^etin{tur berfe|t n>ar. platten 
nefer ftr^ftaDe, re(^tn)inni(^ ^ur ^tittellinic gefd^nitten, geigen bie 
i^arbe bed G^romalaund unb mit ber bi(^rDf(o))ifd^en 2uppt ein rot^ed 
unb ein bunfetoiolette« gelb. (Instit. 1854. 60.) 

Sinen "äppaxat, n>omit bie S^aralteriftil ber Jtr^ftaHf^fteme unb 
ihrer 5<>^^^'^ ö^n o))tif(^er 6eite in febr einfa(^er SBeife ftd> barfteüt, 
babe t(^ mit bem 9Iamen Stauroflot) angegeben. 2)ad Stauro^ 
\top beftimmfbte Sbenen, in toelc^en bie @tral^(en ber ^o)))>eCbre(^ung 
[(^tvingen (^ut)tfd^nitte, Slafticität^^en) unb bqei(^net i^re £age 
gegen eine beliebige Seite einer An^taOfIöd(fe ober gegen eine itante 
ober 9lce. 2)abei tarirb ber Ad^ftaD in befümmter SteDung Ij^inter 
einer 6alcit))(atte mit angefc^liffenen bafifd^en 3^U(^ gebre^ unb 

1 ^cnri^ Bureau be G^narmont, geb. 1818 am 6. @fpt. )ii fbxeu^, 
Dfpart. ^rt et Soire, Inginiear en clief des Mine«, ^roffffor ber SRinera« 
logie an ber tcoh dea Mines gu ^x\9. 



256 UL 8im idoo.btiieaa. l 

bunlf einen Zurmolin (ober 9Iicol) unterfui^ ^ oBm iuß 
bie ^tt)itf<i^nitte bed Jttdl^ftaDd mit benen b«^ 5Z:;uniiaIni« cnan:: 
)ei0t ftc^ bad ätingbilb mit bem fc^toarjen ftreug untmaiibat, it l 
anbem Sogen ift ed toet&nbert, gebrelj^t ober au^dof^ inb b- 
erft toiebet )um Sorfc^, toenn bet ftTt^ftaS um einen Müs^ 
SBiniel, ber gemeffen toetben lann, gebrei^ tmrb. 2)ie tem- ^ 
ergebenbe (S^ratterifiKf ber !ttitftaVH\fftmt ift folgenbe: 

L &i^fttm ber eiKfa4ltrt^IeKire4eKleK ftr^jttlle. Xeffmie^ tiln 

2)ie tefferolen ftrt^ftoOe jeigen in jeber Sage, lodU^ nai -'' 
auf bem Xrfiger gibt, bad Jtreu) normal unb beim 3)rel^ be« I:c? 
unber&nbert. 

11. 6i|jteme ber bo)i)ieIt^a^(eK(re4eKbes ftri^flaffe. 

3(Qe bo)))>elt bved^ben Jtrt^ftaOe jeigen in Aetmffen Stufoni 
bad Jtreu) gebre^t ober farbig ober löfc^en ed beim 2)rc^ ol. -• 
in einzelnen Stic^ngen bereiten fte ftd^ toie bie tefferalrn. 

@^fteme mit eixer opti]6fen Slsc. 

1) Cuabratifc^ed Softem. 

1. 3(uf ben SUd^en ber Cluabrat))^ramibe fteUt fn^ balJi^ 
nad) ben Höhenlinien ber 3)reie(fe. 3)ie 2)re^tannlel auf ben &>r: 
fanten ftnb gleic^. 

2. 9(uf aSen (nidmatifd^en ^läd^en ^at bad Rreu) bie ^ ^ 
^ridmenoce ober ber $au)>ta|e. 

3. Suf ber baftfc^en ^(äcl^e erfc^eint bad itreu) normal unt ^'' 
2)rel^en bed ^r^ftaUd un^eränbert. 

^) ^eiagonaled Softem. 

1. Xuf ben ^läd^en ber ^ecagon^yt^ramibe fteDt fic^ ba»^'^ 
nad^ ben Höhenlinien ber 2)reie(f e tmb bie 3)rel^tarinlel auf ben &^' 
lanten ftnb gleid^. 

2. 9(uf ben 31%n beö ÜR^omboeberd fteUt ftc^ ba« Smi s^' 
ben ^Diagonalen. 



1. ttmerolMt^ b. ltr)^fklIo)>HL 257 

3. «uf ben ^Uid^ be« ^hknoAet^ fteSt ^d^ bad Itreti) itac^ 
'cn Höhenlinien ber ^I&c^en feiner ^oloebrifd^enbi^e^agonalen ^il^tamibe. 

4. Xuf aOen tHnrfommenben $tidmenfl&<^en iuffi baS Jtreu) nor« 
nal in ber Xic^tang ber $ri9menoce. 

5. Xuf ber tafif^ Sflö(^ etfi^einl bad Itreu) noxtnal unb beim 
Drel^ bed Itrl^ftall« unDetfinbert. , 

' ' e^^tmt mii itvei epttfd^en Sjen. 

3) St^ombifd^ed (S^ßem. 

1. Stuf ben ^(^n ber 9it^omben|)l^annbe fte^ bad ftreu} mit 
oreierlei Sßinl^In auf ben breierlei Seiten ber 2)reiecEe. 

2. Xuf ben ^ri^menfl&d^, tbie auf ber mairo« unb fnaSfift 
oiagonolen ^läife fielet ba^ jtreu) in ber Stid^tung ber ^v4>ta|e, 
irbenfa auf ben 2)omen in hti Stiftung ber S)omenfante. 

8. auf ber Baftfd^en ^^Ifid^e, koenn fie aU Sll^ombud erfc^nt, 
ftebt bad ftreu) nad^ ben'^Hagonalen unb entf)n:ed^enb in ber 9ttc^* 
tung ber Seiten, toenn fie fil^ Slectangulnm erfd^nt. 

4) ftlinorl^ombifc^ed B^^^ttm. ^ 
l/9uf ben Seitenfläd^en bed ^enb^oeberd erf(^eint ba^ ^reu) 
gegen bie $au))taie gebre^t, ebenfo auf ben ^ladj^h eined jtlino« 
boma^ gegen bie 3>omenIante. 3)ie ^re^imnlel ftnb auf ben {ufammen- 
ge^5renben ^fid^en gleid^ unb bie jtreuje bem biagonalen .^u)>tfc^nitt 
t)on Iinl9 unb red^td mit gleic^n Sßinfeln ju- ober ab0eneigt, toed^felnb 
auf ber Sorber« unb ^Hkffeite beS-firl^fiaad. 

2. 9uf ber ort^obiagoholen "S^ift erfd^eint bad fireu} in ber 
dficbtung.ber ^u))ta|e 4tormaI. 

3. Stuf ber flinobiagona(en ^la^e erfd^eint bad fireu) gegen bie 
,§aut)ta|e gcbre^i 

1 !Z)te Serfd^iebcn^dt ber flinifc!^ ®)^fleni( i»om r^ombtfd^en )dgt flc^ 
nadf 9l9rrf mbcrg unb 9lcumann aud^ bun^ etneil Unterfd^ieb in ber garben« 
tutenßt&t ber Votonfotionl^ilber ber beiben o^Hfi^n 9;^en. (9ogg* 9(nnalen 
9b. 35. 1835.) 1!)ie )ttr Beobachtung geeigneten giSi^n mflffen aber gett»9^n« 
U4 angefi^cii taKvbtn, npib boo tßiot^onbtf«^ &f^m ifl tM« Binor^om« 
boiti{((en auf bt((e IBeife niäft filier )u untcrfc^etben. * 

HohtXls «cf^i^tc ber «Hncrotegif. 17 



260 ^^* ^on 18Ö0 M 1860. 

H)ef0ntttc^ für (^ifd^ gleich un^ 4u|ert: „^t mel^ bie optSIfdfm 
$^nomene für Heine frembe (ShunengHttgen emf^finbliil^ ftnb, \xm fo 
toeniger ^{feh fte ali befimÜDe S^otattete ber Spe6e9 tn ber SK^ 
neraloflie.*' («. a. D. IV. 18Ä5. ©. 161.) 2)ie auÄel^ttutta ber 
Utiterfud^ungen tne^en bte feltfamen SlnomaKeen. So ettvA^tit S^retD- 
fter eined S^abafttfr^ftoIlS, beffeh Jtem bte DoEIomihen normale 
©truftur mit }5ofitit)er 9)oJ)Jjettreci^iinfl jrigte; biefe JJofUil« Srec^g 
begann aber bei* befi aufgelegten Sd^id^ten aDmälig M gum Ser< 
fd^nnnbeh a'bjune^men unb ))erioanbe[te fU^ bann bei ben fiugetflen 
Sd^id^en in eine negative. (Transactione of the Royal Society 
of Edinburgh. XIV. 1840. Seite 165.) He^nltc^ tourbe bei anbem 
ftn^ftaSen beobad^tet unb ^erfd^^I unterfd^eb ^ofitit^e unb negatii9e 
9,pop\)\fWitt r Iveb^ed bon- S)edc(ot)eau£ beftatigt unb beigefügt 
Würbe, ba| ber^Ibe ebenfo ant ^enntn ^ofttibe unb negatiije ^nbi« 
Dibuen gefunben l^abe. (Ann. d. mines. XI. 18S7.) 

Siot ^atte fd^on im Qa^r 1818 ben ®ümmer nad^ ber SHöer- 
genj ber ojrttfc^en äCjen in toier ®n(ppen getbeilt, bie fjjäteren Unter« 
fui^ungen bon ©ilUman jun. (1850), ©enarmbnf, Slafe unb 
(Stailiäf jcigen an biefen ÜHinerafien bie berfd^ebenpen SSSnlel ber 
o})tifd^en Äjen, ioed^felnb ^fotfd^en O^unb 12^, unb hrieber |ftrif^en 
$0^ ttttb 76®. (Unterfud^üngen über ben ein« unb jtoeiajigen ®Iimmer. 
(©t|ung$bl. ber SHener Slabemie b. 9B. 1853. Ann; de Chinii» et 
de Phys. 34. 1852. Dana. A System ofHtneralogy. 4. ed. 1854.) 
<Die Unali^feir lonnten gleid^loo^ nur einige ali toefenttldj tetfd^ieben 
ifnjufel^enbe ÜRifd^ungen |tnben. ©er ®runb biefer Srfd^eihungen xft 
nod^ ni(^t ermittelt, )um*21^etl Kegt er in ^er bon S tot (M^m. de 
TAcad. des Sciences. 1843) fogenannten Polarisation lamm^laire, 
n)onad^ toie bei gefd^id^teten ^la^^tten bö^ Std^t burd^ Sleflesion unb 
8red^ung ^)oIarijtrt toerben fann unb loomit er bie 8rf<^einung ber 
©o)}t)eIbre(^ng an tefferalen firi^ftaKen, Sltaun, ©teinfal), 93oracitK. 
erllärt. (Ueber einen fel^r merhoürbigen %aH biefer ä(rt am Xnalcim 
berit^ete Srctojier. Edinb. Transact. X. 1826.) 

^ni) StoilTtngePbilbungen lonnen ben o)^fd^en G^arofter toer&nbem 



l. mnmüpiM^. b. Rtvf^oSotJttl, 261 

uub babun^ €(l^(^ten jlDdastger &lmni€thl&tidfen fd^eittbar ein> 
<i{io tPfrben, ätmctl^Vfie t^ SttIuIavtH)lanfatu>n berlietoi obetr ein 
f)la^rti({ed Kflgreeat fe^ Mnn boM>elbrcd^enber jtrVftaOe tane ein 
2n>))fen Sflüffigfeit bad fitd^tnut einfach breiigen, (^tanlenl^feim. 
SVftem bet ftn^fioHe. 1842. @. 64.) 3laiäf @(^eerer.fann bie Ur^ 
foi^ f o((^ ^Erfd^nuneen aud^ $aramoTt)l^9tmid fet^n. (3)e{{en @d^ 
^ber ^otamorp^itoitd'' 1854« @, 61.) 2)a| femer med^nifc^er 2)rud( 
babei einen ßinffu^ ausüben fann, l^t Srelofter fd|on 1816 gejeigt 
unb bie neuefien Unterfuc^ungen bon 4ßf äff ^ Oßogg. Snn. CVU.) 
fiobfn boburd^ -am Galcit bleilftenbe Seränberungen. im ot^ttfd^en 
^JSer^ten ^orgebroi^i 9(ud^ bie Xemt^atur ift analog bon Sinfitit 
unb M SRitfd^erlid^ juerft bie Stfi^nung beobod^, ba| om 
&\}}p^ beint Sm>annen bie beiben ppü^ifm ^n fic^ nfi^n bii {te 
in eine )u{ammenfaDen; bei nod^ ^ö^erer Xem))eratttr aber. (offnen ^e 
ftd^ tvieber, jeboc^ in einer @bene, toeb^ gegen bie bonge xtdfi^nh' 
lid^ fte^t ($ogg. ^nn, VIII. 1826.) Srekofter fanb ein ä^ntidft^ 
äkrbaben beim @laubetit (für rot^e« £ii^t) (Edinb. phil. TnrDsvct. 
XI. 1829), to&ffx^h 3Raxt in biefet SBeife am XbtKid eine Ser> 
grö^erung bed 9(£entmn{el< beobachtete. • (Sd^toeiggerSeibel nette 3a^tb. 
ber e^emte IX. 1833). ^edc(oi)ettus ^ M neuerlii^ gegetgt, ba^ 
am JDrt^oflad burid^i ^o^ Xem))eratur eine folc^ (Erfd^einting mit 
bleibenber Ser&nbening bed 9Binie{d ber ot^tifi^n X^en betoirlt 
tverben fann. 3Ran fte^t aui .biefen Setftiielen, tote bod. o)rtffd^e 
^rVftaDftUbiiim ber Ökologie etoifo unertoartete aU^intcref|ante Xnf> 
fd^läffe }U getoi bermag. 

3e toeiter man in biefem ®ebiete . bed Sid^ted borbrang unb -je 
fpecieEet man feine Sirbingen in ben ftrl^fitaDen berfolgte, beflo mannig» 
faltiger unb feltfamer toaren bie ent^flOten Ocfc^etmingen. 



1 «. 8. 3. Sri(brt4 Vfaff. geb. 1825 am 17. 3itlt )u Srkngcn, 
^rofeffor ber 9hnera(ogie bafc(bp. . 

3 «(f. 2. OliDter DtUloiitaux, 0(K 1817 am 17. Oct }u 8eamMt«, 
!re)>aTt te rOife, Mattre xle oonffirence k ]*£^le normal« aupdrieare )» 
faria. 



262 ni. soit 1800 m 1860. 

6o zeigten bte Seobad^ttingen ^crfd^eP^, ba^ bie SIcndvcEÜ 
ofittfd^ )^a|tger ftr^ftaDe Itd^ mit ber ^r(e bed butd^e^mben 6trd^ 
))etfinbem. (Sx fonb ). 8^ biefen SBinfel bat ber @oba fiir iräfats 
Std^t 560, f(it TOt^ed ahn 76<»;.Behn eal))eter ifl bagcgen bcrlScdf 
fflt totoletted Sic^t grdger al4 ffir rot^.. Stetojier fanb <nR 6k» 
(ent (Srongmartin) }toet Sjen mit ein«m SBiitIfC Don na^ 5* % 
»t^ St<^t, aber nur eine X^e fär violette« l&c^. (A Tral» 
on Optica. 1853. @. 265—266.) 

Snbem SretDfier ba« bon SRetaOen reflectirie Sid^t imtofufe 
etlannte er^ bctg ed in einer eigentümlichen SBeife )>oIariftrt weöt 
unb entbedCte bie bon i^m benannte eltif^tifc^e ^olarifatiM 
(1830) ; mand^erCei (Sigent^ümKd^leiten tmnrben femer an beii Stit^M^ 
aufgefunben burc^ bie Seftimmung bed ^olarifatton^toinfel^, ber 0^ 
tenft&t ber $oIarifation , ber ^benjerftreuling tmb jener tmmi 
Sid^^erftreuunfl, ber fogenannten f^IuoreSceng, auf toelc^ eksfcE 
Srelofter )uer|) am S(u^f))at^ (SifHirit) aufmerifam QemaAt he 
(Reports ber Brittish Association at Newcastle. 1838.) €# tont^s 
bie Sred^une^er^ltniffe genauer befUmmt unb bie t>on 6ir Sil 
liam Hamilton t^oretif<( Derlünbigte lonifd^e 9lef ractict 
}uerft toon ^um^^rel^ Slol^b am Sragonit ($i>0g. Xnn. 9. 37. isSa 
no^elmefen unb bann ebenfalls am 3)io))fib t>on SB. ^atbingf? 
(Si^unfl^bl. ber Jßiener 9(fabemie b. SB. 9. 16. 1855.) 

(Sd unterftü|ten fflr bie )>räcifece ftenntnig aOer biefer SerföL* 
niffe bie V^fÜer ebenfo bie Slineraloflen , ab biefe bie ^^fiier, ^ 
bie Drientirund barüber fiel ber ftr^ftaKograt^l^e )u, unb loenn cd 
bie- SRineroIogie Don fold^en ^orfc^ungen fär i^ nfi^flen S^aoti ^ 
Sefkimmung ber Stineralf^ed feinen allgemeinen OMrcnnl^ madcz 
iann, fo finb fie i^ bod^ bon ^o^ ^^[ntereffe, benn fie geigen tr: 
bie Slnorbnung ber Xl^eildM nid^t minber bie Duelle f))erififd^ 6^ 
f duften \^, aü bie Qualität ber SRaterie felbft. 

Sremfier fyit nod^ eine befonbere filaffe o^^tifd^er Silber bc 
fd^rieben, toe% ftc^ auf ftr^ftaüfläc^en Don S^ugft)at|f, Xlaün, 3:üpa. 
3lmpff\bol, Soracit, ©ranat k. t^eite unmittelbar, tf^Ü toeim fr 



1. «inera(»(|ftt. b. in^^fiallö|rtt!. 2dS 

leic^ tourd^ ein geeignete« c^emtMe« Vgeri« alterirt toinben, feigen, 

toenn man ba< 9tlb eines iterjenltc^ted Mbaäfiiet, tpeU^ toon i^nen 

reflecttrt totib. (Edinburgh TransactioDt. Vol. 14. 1837; Philoe; 

Hag. Jan. 1853.) 9>iefe Ȇber finb fe^ numnigfottig unb ^iM^fl 

merflirfttbig, benn fie getofi^ einen fOM in bie innere Itn^ftal* 

ftrultur, toeU^ un< beutlic^ erlennen Uftt, ba§ biefe toeit feiner unb 

con^iltdrter ifl, ob felBfl bie nii(n)«io)nf<^ Unierfui^nngen gefixter 

unb nid^tge&tFter ^(ad^ bon 3>anie[, £el^bo(bt, Gt^arff u. a. 

Mrmui^ liefen 1 unb e« tfl «uffaBenb, baf biefe Crfi^ungen, - 

toeCd^ feit 1887 belannt, nur tt)enig berfolgt toorben finb. SretD^ft 

ffot in feiner SDbl^nblnng 38 fo((^ Silber borgeßeDt , toeb^ biefem 

Dcrbienten gfocfci^ }u (Bftm bie. Sretofier'fd^ Sid^tfiguren 

getauft toerben mSgen; fie finb )um Z^( fo feltfam, ba| bei einigen 

bim^S feine 8e)ie^ng ju ben Seiten ber Sttf/fUiUfUUI^ ^eHnnrtritt, 

iv&^renb anbere gan) ft^nrntetrifd^ gegen fie gefleSt finb. 5Die am 

(Sdjkifit biefe« Srtileld gegebene XbUIbung, 9^0^ ^^» i^^ ^^ 

fold^ ^igur, tane fie auf ben OftaAerfUM^ bon Xlaun entfite^ 

U9enn ber fitVflal einige 6e(unben in SBaffer getaucht unb bann mit 

einem %adft getrodhiet tanrb, bei tbeiterem dintauc^ in berbfinnte 

@al))etevffiure, berftNinbelt fid^ ber breifhral^Iige 6tem in einen fei^ 

ftra^figen; bie SBürfelflSc^ an biefem 6al) geigen unter A^nßd^ 

UmfUnben patäütl mit ben S)iagottaIen ein red^ttiHnBii^ au«^ bier 

Ianglt(^ Sii^tpeden unb einem ffinften in ber 9titte befte^be« ltreu|, 

totUifti bei ^origontalet 2)re^ng ber %VU^ um 45® in ein ft^ef* 

trnnlfiti^ ftd^ beniHinbelt; bie ^(^ bed 9l^ombenbobe(aeber« geigen 

einen länglit^ elli))tif(^ Sid^tfMen in ber 9lid^Ktng ber lurjen 2)ia« 

gonole K. SRan lann ba^ fd^Keften, bag ^&^, toeU^ berfd^iebene 

1 QrciDfler fagt barfl^er: ,— In whateTer way cryatallographert 
shali sDcoeed in acooanting for the varioaa secondarj forma of crystala, 
they are theo only on the tfiretliold of thdr sobjcct. The. real oonsti* 
tation of crystals woald be still nnknown; and thoogh the ezamioation 
of tbese bodiea haa been prettj dil^ntly parsned , we can ai this mo- 
ment form no adeqoata Idca of the oonples and beaatifbl organiaatioD 
of theie apparcntly simple striictares. — 9. o. O. p. 164. 



264 III- ^n 1800 M 1860.. 

^guten jeigm, fr^flaSogra^ifd^ itid^t gleic^arttg {tnb. 9rel»{lft 
OHd^, bajs bief^ t^guren Bei butcl^fallenlbem Std^te fiil^tlar 
SHefe @rf(^ungen gel^dren )u beiten bed Xfleridmu^ mib \tt 
$Iinttti» em>a^nt fttien flemfhca^lenben @bel{fetn S(^rto<(o.i 
9üt^e „UAet ben Xftnod^bel^ein bed 6. $Kmud 8e< 
1812. 40 

Sl..£luift h^ijmh )ttcrft beutlid^ ben Xfteridimtd 
(Xb^. ber fihriel. fd^ioeb. Sdabemie ber SüffenftlMt 1768 imb 177 
femer Srfidmann, Qhraf Sourno«, ®ret)tne,r Katrin, Cjlsr: 
unb^aü)^, toelc^er bie Srfd^nung btml^ bte S^NtbungStKi^ft^ 
)it erHfiven fud^fte. {Tnitik de Mui^ralogie. % ed. 1822. U. Sem ^ 

®(et(l^}et% mit Sreiofier l^t Sabintt^ btefen Xperite 
iwtgfiglic^ für buvd^el^bed £id^t beft^nnl^en unb für eine 6ccr 
erfd^einung erH&rt, inbem er geigte^ ba^ berfelbe \}bn frinm yosafiil- 
^em, toeU^e in fl^metrifc^ Stnorbnung ben 3uftt>niiieitbaii9 M 
firt^ftaDmaffe gletd^forn unterbred^fen, i^rü^e. -SDe fafrigcn Ste^' 
fo0t-er, hne fafertger ®^, jtal^jxit^, Si^on, Xd6<ß, gfben tih 
Duere gegen bie gfilamenie eine. @tra^lenlinie (Rgne asito'qoe) vt 
in* ber 9tid^tung ber Sfafern einen Sling (eerele parfa^iqiie^ i? 
@a)>{^^ir l^ben biefe t^afern bie Sage ber Seiten eined, regulären Be^ 
edfd' (ber SombinotioniSfanten ber baftfd^fen grl&c^e mit ben $rter3 
fUic^) unb ein Serfud^, toobei.ein fold^fed @vfiem Don gc^em «ec: 
nnnIBg bitni^d^nitten unb burd^ bie fd^neibenbe ^^Uc^e bann eis äs: 
ring gefe^en tourbe, beftätigte i^m bie Zl^eime. @ntfpre<^enb falt 
Sabiitet einen bier* unb fe(^dftral^ligen Sidj^tftent am &xaMax tc 
unb (enteren fogar mit einem tHirl^Iifd^ ftrei^; toeU^ tn büfr 
9aQe bie Areu)ung ber Strahlen bed Sternd, in ber au^ hu &t: 
flamme liegt, burc^fd^fnetbet. (Compt^ rend. 1837. joggen, fc 
©. 41. 1837). ®rft im .^a^r 1856 'fjnb biefe Unterfuc^ungen tcL 
*SoIger toieber aufgenommen loorben, iveld^r aber bte ^etreffroba 

1 docqnee Oa^tnet, geb. 1794 am 5. Tlaq gn ^ufHjnan, Sk^^ 
8ienne, iprofrffoc ber f^^ftf am (SeS^e fomd'Ie'Oktfnb su 9atii» W^ 
ber Stab, ber SifTenfü^. bafelbf». 



1. gHMmlM^. b. iiKt^floHotiti!. 26S 

SreMiet'fd^ ni<^t gdaniit )u ^(cn fc^ernt Solger ettmnt jtoar, 

t>a^ gaferbUbunfi, Stmfung ber Dbctflftd^ unb 6)xr0cluii0 i>9ii 

3))altuiigdfUi<l^ XftecUtimd er|eugai Unnen, bo^ ab» in tnclm 

'^aen bie 3ufamma^uiie^&l^ boit 3t>^IIing^iI^ttR0m bte Utfa«^ 

babon fe^en. 60 )rt0m bir brad^V^i<WX^^>^ SflSc^ ^ Xra0onit6 

einen £i((tfhetfen nac^ bev $aut)tot^, ^enü^renb tton ber &u|eren 

horizontalen Stretfung, toenn biefe ober bun^ 6d^Ieifen ^intoeg« 

genommen, setgen fie einen .fpU^en- red^ttointtig )ttr ^tt))tase btm^ 

bie innere 3toi0ingdfiniftut, unb A^nltc^ ifi ber Xfteridmud am Sakit 

5U erÜKren, loenn man aud^ auf anbere SBeife leine &pux einer 

3tm(lingdbtlbung an ben ftr^^fioDen ertennen lann. (@i|ungdb. ber 

3Biener aOobemie. S. XIX. 1856.) 

Q^ptüdk arbeiten über Atl^fUiOo))üI ^ben au|er ben genannten 
no(^ geliefert bie $^filer unb'äRineralogen: Xngftrdm, Sabinet, 
Seer, ^euffer, S. t>. Sang/ aRüUer, aRilUv, SRarbai^, 
9t5rremberg, beffen $o(ariffo)> boi)ägIi<^ angetoenbet toirb, SB. fß. 
^era^^ai^, toeU^ (185S) am fal^ftalliftrten fc^&Kfelfauren :3ob<^inin 
eine tme Xurmalin audgejetc^net )N>Iarifirenbe @ubftan) entbetft ffoi 
((Srbmann'd ;3a^b. 9. 1. 1864), Keumann, ^afteur, $age, 
Slubberg, gffirfi 6aIms^orftmar, Xalbot, Sßert^eim, 
SSilbe u. a. 

(Sine umfafienbe Xrbeit fiber ittl^{iaOo)>tif entölten bie Xb^anb* 
lungen bon 2)ed€loi)eau{; «Sor Temploi des propri^t^ optiques 
birdfringeotes poor la dtormiDation des esp^oes crjBtaUistes»^ 
Ann. des mines. Tom. XI. unb XIV. 1858. 

3)ie bon SEBerner fo fe^ gef<^fit^ Xbfhtfungen ber gfarbe 
traten ab toefentlii^ ilenn)eid^ mel^ unb me^ ii^ ben ^ntergnnft, 
feit man bun^ bie Xnalyfen fiber i^ ttrfai^ unb bie SuffiOigbiten, 
koelc^ fie unternwrfen,. bekl^rt tourbe* ^^ plns ks obaervatioos 
ae multiplieroDt, fagt ^auV# et plus souvent il arriyera que ee 
csnct^re ne pnrlera k Poeil que pour le tromper et lui iaire 
prendre le chatige. *^ (Er erinnert babei an ben Smaragb, an totU^ 
man lange 3^t bie rein grfine gfarbe ^ • toefentlic^ ^elt, M fti^ 



266 in. Son idoom iseo. 

)ei0te, bog ber Sert^O, t>on gelben, Uaugtflnen unb Uoiteii^ 
ftuancen, bäffelbe Stineral fe^', a^nlid^ ^abe ftd^ am i^fopAxi 
3trfon ertoiefett. ^au^ bejetd^fnete bal^bte ^axbe nur gaiq alfK 
offtit in ber SKnetabgie eine befonbere Xevmtnologie für wrtiAer 
}U fyAien. (Trait6 de fiün^ralogie. I. 1801. p. 225.) 

3ur Sefd^bung aber unb )ur Seßimmttng ber Saiidita k.^ 
ft(l^ bte meiflen beutfd^ Xuioren ber SBerner'fd^ gfarbenana^ 
btent, unb man fyd erfonnt, bo^ )toHir bte metaOifi^ garte c^ 
ftantet tinb im XOgemeinen berläffiget, ba| aber aud^ tn wiate 
^Hen bte ntd^tmetaCifd^ ^färben ^U ftennjeid^ jur C^rofe:^ 
ber @))ede9 geben, ft>enn bte Stifd^ngdber^Iiniffe ge^drig benkfjite 
toerben; ed lann ). S. ein grfiner ®ranat ein ®rf>§iilar fel^ ffl^c 
fotblofer ebenfaH^, ed fonn aber ein farUofer ®ranqt fem Umiä 
fel^n. tteber bie Urfacl^en ber minenilifd^ ^beti l^abeft Vk r 
gefteOten Unterfud^ungen nur in eingelnen ber iroofet^aften %ib ar 
nfigenben 9luff<^Iu^ gegeben. SrtoA^endtvertl^ ftnb bie Seobac^tan^ 
bo^ mand^ biefer ^rben bon orgatiifd^en Gubflanjen ^txt&m.^ 
inbent bamit bie Silbung ber betreffenben 9iKneralien auf noffen Sepr 
ftd^ beutKd^ ertoei«. 3)ergleid^en ^rbufig lommt na^ Vlaxttlv, 
Serred mand^em Steinfal^ )u (Aiin, des scienc. phya. et b* 
puU. par la Soo. roy. d^Agriculture etc. de Lyon. DL 1M0 
nad^ ®autl^ier be Slaubri; bem Sameol (Sd^ftmgger^Getbel^ «e 
:3a^rb. VI. 1882), noc^ Seb^ bem ©rnoragb t>m Shtfo in Str 
®Tanaba tOompt rend. 1857); ^e Senbriten im S^akeb9R f^ 
m^ fHa^paxl, SRacculIod^, ^amefon unb 9lee9 D. efeni«' 
ebenfaDd gro^tl^te Senferben unb SRoofe. Sergleicbe ^. Schneite 
über ben (Serudf^ gefdf^Iagener Duarje Oßegg. 9nn. 96. 1855). OMcr 
bte ÜRineralfarben im XOgemetnen fie^ie ®. Sufotoinber 3*f^ 
ffir bie gef. Slaturftriffenfc^. X. 1856 ; fiber bie ^benfoanbbms & 
Sabrobor fte^e ^effel in Jtafhter'd SCrd^b. 10. 1827, Senffä 
^ogg. SCnn. 17. 1829 unb Slorbenfftölb ebenbaf. ». 19. 1^301 

1 8(rgl. SDefeffe „De FAzote.« Pari« 1661. p. 62. 



1. 9RineraI)>^l. t>. irrt^ftftO0t>tiL 267 

5Dfn ®(an} fyit ^au)f fafl nur bei ben gebiegenen StetaOett 

lI« ein toefentüc^ Jtennjeld^ bead^tet. 3n {^offmann*9 Stinera« 

o^ie t>oii 1811, mit Shrunbloge ber Sßernet'fd^en Se^, finb fed^ 

Krten bc^ ®Ian)e9 untetfcl^iebcn, ber metanifc^ unb fyifhmttoUi^, 

yex ^cmantglan), $erlmuttetg(an), B^g(an) unb (Sla^taitj^; d^nlt<^ 

bei 9t oM (^B122) loo aber ber ^IbmetaDifd^ ®Ian} feine ^an^art 

bilbet, fonbetn al# metalUl^nlid^ ^erlmtittetgfan) eth)A^nt ift. 

^au^ntann fe|t ftott tN^Ian} *- 9B<u^^Ian} unb ^tmi^Ian) unb 

fügt ben Seibenglan) aU befenbere 9kt }tt. Sine tiefer ge^be 

llntetfu(^un0 Aber bie Ser^Itniffe be« ®lattyti ift t>on ^aibinger 

angffteOt n>orben. ^vlttm er toefentKc^ nur brei Xrten be9 (Blan^ed 

onnirnntt', ben (iCadgCan), ^omantglan) unb 9letaI%Ian), ba $erl< 

Tnutter- unb S^0^<^^) ^^^ bmt ber Struftur aU k)on ber Subflonj 

ob^ngen, mad^ er aufmerifam, ba| ber ®Ian) ein na^u unmittet 

barer Xudbnuf ber £i<^tbred^ft ber Slbtptt fel^. SMe Jt0r))er mit 

geringer Sre^traft beft^n Obt^Ianj, bie mit einer bebeutenberen 2>ia' 

mantglon) unb bie mit nod^ {Idrierer SletaUglan}. (Er erlennt aber noc^ 

h)eiter bie ^olorifation bed Sii^e^ burd^ 9iefIe|ion toon ber Oberfl&d^e 

ald eine )ur Sergleid^ung antoenbbare digenfc^ft, ba -eine beftimmte 

9leIation be« ^Iari{atien«ftrintete )um Sred^ung^er^Itnil ftattfinbet 

unb jener Sinlel mit bem Sred^ngdesfwnenten fleigt. 3^ f^^ 

Unterfud^ungen bcbient er fic^ ber bid^o9(ot)if(^en 2uppe in \üüftx 

©teDung, bo^ ba< obere 9ilb batf bed orbindren Stra^Ied ifl. Seim 

®la^Ian) ift bad obere Silb aufterorbentfid^ ^0 im Sergleid^ fa bem 

unteren, bie ^be bed reflectirten f&ä/M immer toet^; beim 5Dtamant* 

glan) ift bat untere 9tIo nie ganj au^eUf<^t unb jeigt 6fterd eine 

beftimmte tjfarbe unb fi^nGc^ ifl e^ bei bem SltetaDglan) , inbem ^er 

ba« 2t(^t )nm Z^il in ber Cinfaleebene, gum TSfnl red^ttoinSic^ 

bavauf ))oIariftrt toirb unb ba^ €tra^[en bun^ betbe Silber beiS 

3>i(^ro^))d ge^' (®i(nn0«b. ber SEBiener »abemie ber SHffenfc^. 

9. I. 1848. e. 197.) 

^aibinger ^t auc^ ben $Ieo(^oi«mud refbctirttii £i<^te« an 
meieren Iht^ftalen unterfud^t, tvelc^ an buntangelaufenen StetaSen 



268 . in. 4Bün 1800 bt« 1860. 

t)pn Slobili unb 9Rar| Beobad^tet toorben toar. * CBibiioÜi. mur.lSi 
Si^toeifiger^Seiber^ neue 3a^r6. 9. U. unb III. 1B31). ^aibii.r i 
}et0te gunöd^ft, baB 0eimf[e Sd^iOetfarben ber DberfUi^ im & ' 
fidf4)erfaYben an ^ogenen ittl^ftttllen uerfd^iebeii fe^^en, jioifi^ bok: ' 
aber ein beftimmter ^nfammen^ng ftattfinbe. ^Siobtte »^ er 
^Tben ber Jtii^ftaKe finb mit griinem SIfi(^enf<^tOer Derhrnbei, fs> 
fjarben mit blauem, blaue mit tu))fntotl^ ober goIbgeCtev Sttös. ; 
3m äUIeenttinen «rfennt « Me b«b«I« garto. aU c»W»': 
t&re, iebod^ )eigen fid^ 9(udna^en. 3)iefe @t^UIerfarbeii fiit z 
t)erf(^iebenen äUc^tungen fwlarifirt, loeU^ burc^ bod SHc^roäo^ !t 
ftimmt toerben lönnen. ^aibinger beobad^tet enttoeber goi^f £r 
ftaOe ober bereif, auf matte« ®Iad ober Sergtrl^fUilI aufgeM^*^ 
unb mit bem 3Reffer ober einem ä(i^att)iftill auf)M)Iirtcd $ulMr. 

S)iefe Unterfu<^ungen finb meiftend mit fuiiftlui^ borgepte 
Salden ang^fteKt toorben, bod^ fttlj^rt ^aibinger au4!^' an, tes^ 
t>ott SRobsibbänit reßectirte Jei<^t im eitraorbinären Stfi) ber \^ 
!o))ifd^en Suppe bon fd^öner Safurfarbe ftd^ )eige unb fU^nliäf^ ^ 
3inRober, 6u^t, ben Stiberblenben k. beobad^tet toer^. 9)ieL^ 
fUd^enfarben jeigen fti^ enttveber nad^ aOen Seiten ^n gleii^ pdxM 
ober fie finb e» in befKmmten l9on ber med^nifc^ SiiorbniiflS ^ 
X^eilc^en abhängigen Slid^tungen ; in ber Sttd^tung ber SIct ober rcic 
tonnüic^ auf biefelbe. (Si^ungdb. ber fBiener 9({abemte ber S|c^ 
fc^ften 8. Vm. 1852. &. 97. Staturimffenfd^ftl. Stb^nMuiga 
». I. 1847.) 

Z)ie Urfa<^ ber bunten Anlauffarben, U>el<^e an Vm^Sn 
öfterd t>orIommen, ^t ^au^mann erforfd^t unb finbet, bafi fie ci>ß 
fel^ bflnnen 6d^ii^te berfc^iebener ber 3RineraImaffe feCb^ fremkoiiüp 
@ubft«n)en )Uiuf<^retben fel^n; Ctfenoci^b^i^brat, 9langaiioiVb((^ 
ne^en ^ufig babei Xnt^il ober oberfl^d^lid^ gebilbete Do^ ^ 
metaSifd^n äkrbinbungen. (£eon^arb'« neued ^a^rbui^. 1848. 6.3^ 
Ueber ba« bunte Anlaufen toon &)afXop\}x\t in Jtu)>fen>itrioI «*^ 

1 Sßtxgi. aw^ ©TCtt)fler „Treatise on new philoB. Instrum. W«^ 
1613. p. 344. 



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1. SDUncrnq^^^fiL b. iti^Mo)>tiL 269 

frbmann'd ^afych. XXX. S. 471. 1843.) 



5Dte Bftfolgenbe %a^tl giebt ^ben btt Miti^^^^n im Sot^« 
.e^ben bef^nrod^en ht^fiaDot^d^fn Stibet. ^g. 51 ba« $oIari« 
ation^bilb bfd (rinai^igen) Saint (bur^ bte^bäftfd^ %li^), Sig. 52 
^ad ^olanfottmi^bilb bf« (atoriaitgen) 9Ru«Iota>it; ^t^. 68 baffelbe 
Bilb t>on cirfular t>oIanfirenban Duat); ^g. 54 bat Silb combtmtrter 
^tattht rine^ Ixtd^'- unb nnt^ red^bre^ben 9etglrl;f(all0 (XtTt^f<^ 
BtAraU) ; f^g. 55 ba9 9ilb eined au^ lintd« itnb rec^t^el^beit' ^* 
DtDibuen (1, 1, 1 unb 2, 2, 2) beflc^ben Xmrt^Vl^fi^^Od; ^g. 56 
nn 9retofier'f(^ 9ltfbifbtlb bon XUtun, leidet mit SSofffr gfä^t; 
grtg. 57 ein bergbidEfen ' bon XIaun, bun^ Saljf&ure ober GaipcUx* 
^äutc ^etbwgmifen. 

• 

£okme fid^ ein gefe^ul^er S^f^^^^^^ng ber trVfita)[ogra))^ifd^ 
älcen mit ben o))tift^en batget^an l(^t, fo l^aben bie. Untevfitd^ungen 
t>on 3Ri^f(^ erlief ^ auc^ g^rigt, bag bie Xudbe^nung ber firV- 
ftalle bur«^ 22 arme mit ber Xrt foU^ Xsenfvfteme {ufammen« 
^änge. (k fanb: 1. baft bie Atl^ftaD^ bed 'tefferalen ^Vf^emd (nut 
gleid^attigeo red^thnnllic^ @runbacen) bun^ bie SBarme ^ in oOen 
Stic^tungen glei<^;audgebe^nt unb bag dfo i^re äBinlell nic^t toerfinbert 
koetben« 

2. 2)a| bie Ar^ftaDe bed ^<igonalen S^f^emd fic^ in ber Slid^« 
tung ber $au)ytace anber^ bereiten ate in ber Stiftung ber Ütebenoien, 

« 

3. 3)aft bie jtrl^ftaae bed r^ombif<^en @^ftem^ fic^ nod^ aOen brei 
9li(^tungen bedftreujed.ber ®runba{en toerfd^ieben beritten. (Xb^nbt. 

1 Sil^arb SRitfc^erli«^, geb. 1794 am 7. 3an. |u 9leurebe bei 3eber 
in Oftfrie^Ianb, $rofeffor (feit 1822) ber Chemie an ber UntMrfttSt/ fowie 
am Srifbrt4«tti4elai$*9iiJHtirt jn 8cTfin. QrfiMrfingli^ Orientalilt 



270 HL Sim 1800 U« 1800. 

ber »nlincr 9IIabetnie 1825. SSngrcu^ aud^ SR. S. itanUtU- 
De crystallorum oobaesione. 1829.) 

Sine ä^Iid^ Unterfud^unQ ^t%. @. üteumann onAft^: 
gefif Dt unb bif t)0n i^m angenommenen tl^ermifc^n Sem cli |o$as- 
faOenb mit ben o^tifd^, morunter er bte Slaftkiltttdaien tri. 
angenommen. ($ogg. Xnn. XXVII. 183S.) 

3n neuefiet Seit ift.ber (Begenftanb tarieber Don gc. $fftr: 
genommen tootben. 2He Stefuttote feiner Seobac^ngen finb: 

1. S>ie ftrVftoOe be^en f4 burc^ bi^ SSärme metß fe^ Pax!:: 

2.. @ine Sontcaction nod^^ einer SRiil^tung finbet im fikn^a 
feiten ftatt unb etreid^t nie bie ®r5ge ber Xudbe^nung Hai af 
SlidE^tungen, 

3. O^ne Xudna^e ift bie XuA)el^ttng ber Jtxt^^Ie st :- 
gleid^ X^en nai^ biefen ebenfaBd nngleid^. 

4. S)ie ®rdge ber Xudbel^nung ftel^t in letnnn Ser^^ 
ber ®rö^ ber X^en eined ittl^flaad. @o ift beim Sof^t fn^-^ 
qtapifi^if bie Xs^rifolge a < b < c, tl^ermifc^ Entgegen a < c < 
beim %opa9 h^ftoDograt^l^d^ a < c < b , t^enmf d^ c < i < - 

5. 3fomor))^ Stbtpet be^nen fU^ nid^t glet(^ aud. ($096- i*^ 
». CVn. 1859.) 

9tad^ ®tailid^ unb b. Sang erfolgt bie SeenberAibeniitc trt 
2!emt)eraturer^6^ung gan) nad^ ben bl^Iannten ftr^ftollifation^r 
ba^ nämlic^ baburc^ niemate ein JtrvßaOfl^ftem in ba^ anbm c' 
ge^t unb ebenfp toenig babei ein irrationale^ ^rameteit)erMüni^ ^ 
einem rationalen toirb. (@i(ungd6. ber mat^. hotunrnff. ID^ ' 
SBiener Xlabemie. 9. XXX. 1859. 6. 369.) 

Xu(^ ba9 98&rmeleitung«bermagen ber itii^fiale *- 
@enarmont in Sejie^ung )u i^^ren frVflaIIogra)>^(^ €t^'' 
fo ba^ baffelbe für gleid^e Xien gleich, für berfd^iebene ober jiift^ 
fd^fieben )eigte. (Memoire sur la conductibilit^ des BuheUoca' 
staDis^s par la chaleur. Ann. d. ehini. XXI. unb XXU. 1^' 
^fir bie S^aralterifUI ber Ser^ältniffe ber Jlr^ftaSocen unb ba ^ 
flnred^ben (Kafücit&ten finb bie äkrfud^e- bemer fcn ftoert^/ ^ 



5at>art ^ mit platten \}on Sergfat^ftoO, in t)erfi^i«ktten 9U((iunfien 

acfc^niUeti, angeflellt fyd, unb toorauf er Jtlangfiguven ^OYbra<^te. 

Sie geigen mani^e inier^ante )Berf<^icben^t fd^nbor gon) glcid^ 

Strt^ftaQfUU^ ). 0. bcd getodl^ntu^en ^agonalen ^ridmad unb fined 

(d^fc^Iiff^nen) bi«0ona(fte](|enb^* (^^« 9(nn. 9. 16. 1829.) 9)iffe 

Unterfiu^ungen ftnb bid iett beriüglid^ ber $^V{il ange^örig, rben{i> 

bie S>iat^ermie aReUoni'd, (^oeg. Snn. ». 35. 1835 unb S. 37. 

1836), bie ennittclung ber f)>ecifif(i^en äßarme t>on S, 9leu» 

mann ($og0. Xnn. 9. 23« 1831) u. f. to. a)ie Stufno^e berfelben 

in bie Wineralogie, bie fie immer^n gu bead^ten ^t, l^ngt tooi^fig« 

U<i^ .Don ber. 8r(ei<^lening ber Xnloenbung )ur SRineralbefUmnmng ab 

unb loon ben 9RitteIn, bie bafür geboten toerben. 9EBenn bid nod^ ber 

(Entbectung ber ^olarifotton be« Sic^ted bie (Kgenfc^ft ber einfädln 

unb hojfpdtm Strahlenbrechung nur l9on toenigen SRineralogen burc^ 

eigene Seoboi^tung für bie SRineralbefiimmung benu^t iourbe, fo log 

ber (8runb in ben €<^tanerigtetten, bie ftrVftaOe fo ))or)urt<^ten, ba^ 

fie bie betreffenben Srfc^nungen jeigen tonnten, grgento&rtig ift bie 

äbt ber Seobac^tung fo erleichtert, ba^ biefe (Eigenfc^ft ber itrVftaOe 

aOgemein )ur Beobachtung lommt 3)ie ^VfÜ ^t bofür geforgt unb 

f toirb ed (finftig nod^ mit mehreren Srfc^nungen an ben ftr)^ftaOen 

ber t$aa fe^n, toelc^ }ur S^t nur $^Vfi^ )» i^ Sfotfc^ ^ben. 

2>te Sigenfc^ft ber ^rte ober bed ^rtegrabed i{l oon je^ )ur 
Unterfc^ung ber SUneralien benü^ toorben.. ^auV (1801) be> 
ftimmte bier Orabe: 1. SRineralien, toeld^. ben Guar) .ri^en, 8. fold^, 
bie ba« OHod ri^> 3. bie ben (Saldt rifen unb 4. fotd^, loelc^ 
toeic^er ftnb al« (Sabit. SRo^« na^ (1820) nur atiqcralien ate 
©Geber fetner ^rteflala unb Derme^rte i^re 3a^I auf )e^n, {tanfi^ 

1 fclir ear»art, geb. 1791 am 80. 3uui ju aRcji^rte/ gefL 1841 am 
16. SR&T) gu 9ari< , luU^t SonfettMtor be« f^Mitottfc^n Cabiaeti om (SoSAgc 



272 . "^- S<m 1800 m 1860. 

7alf unb SHamant. 2)en fragltclen $&rtegrab etiif# 
{Hmmte er imdf Serglnd^ung fetneiS Ser^abend mit ben 
61ale. 3)a&et bebiente ft f\d^ einer feinen unb fe^ baxlni f. 
auf tüeb^er bte ^obe neben einem 9ltneral ber €lale g c fh iilc « WKt 
%üx bie gelööl^nlid^en %äUt ift biefe Xrt audreic^cnb^ unb nml «=- 
Voärtig fiblid^. dlit^n unb 6treid^ auf Vtttattpfattnt iatk iir 
^anffner emf^fo^Ien (Stefultote ber ttnterfuc^ung fiber bir <c: 
unb f))ectftf(^e Sd^ioere ber üRineroIien 6t: ^etrsdburg 1813.) Stirr 
mit 9RetaDfKften tourben t>on Ärutfd^ borgefc^Iasen. (Sthmols^rr- 
^ngergeig k. 2)re$ben 1820.) Genauere ttnterfuc^ungcn finb tau* 
tn)n9l. fi. ^ranteni^eim angefteOt toorben (De erystallorvB i* 
hüeeione etc. 1829)7 ti^eld^er bie {^rte nad^ berfc^ebenen fSißr" 
auf Jtr^ftaDfiad^en beftitnmte. Dbtoo^I er nur bad Stilen mit 3tn.' 
t)on Sinf, »lei/Sinn. ®i>Ib, ©itber, ftu^^fer, Stfen unb 2::: 
unb ©ajj^^ir mit §anbbru<f anh^cnbete, fo griangte et boA jin ?^ 
intereffanten Stefultat, ba^ ft(!^ aud^ ^er ba« ®efe4 bcr €Mwr 
t)oniommen bem&^re unb bie $&rte nad^ gleid^fartigen SKc^ngm n^ci 
gletd^ fe^, nad^ uitgleicbartigen aber mel^r ober ti^fiii^cr biffecim 
9Cuc^ f anb er , ba§ ber geringfte ^drtegtttb relatib immer jener ^ 
julomme, h^eld^er ber t>onfommen{)e Slätterburd^ang entfjmi^ Scr 
^aul; ^atte bergleid^en SSerl^alten an ben bon i^ 2>tfi^en ^ewaixr 
Mineral erlannt fjray^ par une pointe d'acier^ sur les gnoc^ 
faces de ses lames, mats non sar les faoes laterales. ^ 3)er 5(3 
SMft^en (öon jtoeierfei Äraft) bejie^t pd^ l^ierauf. 3« abnlicben ?i: 
fultaten mie JJ^öw'^n^^iiu gelangten Ä. ©eebetf. ' ßc^c 

1 nQu^ liAeae crystallographis ejosdem valoris rant, illae eexK'^': 
etiam faabent dnritiem , et ubi dariUes dWerBa eet^ in axibos qno^ 
seu ^imenaionibuä crystalli diver^tatem invemes./* — »Corpora qs« 
ohemicis proprietatibus omninp di versa, eadein tamen Tel aiiiiUi fon 
praedita sunt, eaadem dnritiei Jeges sequantur. Non ita qaideni ot ru- 
dern daritiem. habeant, in qna.nmltum discrepare posaunt, sed c 
dnritiei rationes* eaedem sint, e. g. in calcio earboniao et nairio nitno. 
in calcio fluorato et strontio nitrico.^ 

2 ?. gr. S. «ugiifl @ecbed, grt. 1805 g« 9eno, geft. 18^;: 



ärtetwfifune M ito^^aOen 1833) unb 9L gfrati) ($og0. Xnn. 8. 20. 
B50) , todift ben beim 9tt|KR audgeubien Snttf bunj^ ®eta>i<i^e b^ 
immUn, bie an dnqn ben nienben @tift feft^ottenben J^bel auf^ 
^legt n>erben lonnl^, ko&^tenb beim Serfiui^ bie $robe, unter bem 
Stift foftbetoegt ttu»be« <Ed ift |emer ein. in biefe(^%:t koitlenbe^ 
;nftTument bon ^railid^ unb $efärel angegeben tawrben, todäft^ 
e ©Ilerometer genannt ^ben. (äBiener XIabemie.' 93. XIII. 1 854.) 
9. Aenngött' ^1, bie ^firte betreffenb, auf ein intereffanted 
iet^fyöiJtmi aufmerifam gemai|^, toeld^ bei ifmnor})^en @t>^ed.bOtt 
ontoleger d^fammenfe^ng -ßottfinbet unb barin befte^, baft mit 
^m relotitmi - fj^eeififi^en (Sckoic^te in gerabem Jinb mit bem Stonu 
^olumen im umgete^rtrn 83erl^ltniffe bie ^rte ftetgt unb ffiUt unb 
^ei 0lci(^ gbiil^ ifL ^e ft&rler bie Jbvf^if^^^i^^^Af^ ^^\ ^^ SUome 
Dirlt, um fo mtfjft ioirb bie 9Raf| e bec eingelnen ältome {ufammeu' 
(ejogen, h>obun^ fie too^l Heiner toerben, ibre ®eftalt aber biefelbe 
> leibt. SRan l^t fit^ fo bei ber Silbung ber trVftaOifuenben Zl()on< 
^be in ben ftorunbtrt^'tallen bie Jlr^ftaUifationftfraft mächtiger )u 
^cnlcn ald. bei ber Silbung bed favftaOiftrenben, Sifenoc^bd in ben 
^motitbvftaOen; bie ältome bed @auerftoffd unb äQuminiumd müf|en 
in ben Stolecülen bed Aorunbd Heiner h>erben, toäbrenb bie ®eftalt 
unb @rut>)nrun0 mit beqenigen äbereinftimmt, . toeld^e bie grd^en 
SCtome bed 6auer{iU>ffd unb Sifend in ben äloIeciUen bed Stot^fen- 
erjcö jetgen« (fö toirb fomit bie 3fomort>^ie ber beiben Jtrl^ftaIIf))ecied 
nic^t aufge^obeQ, f onbem . ed kmrb nur bur«^ bie Sontraction ber 
3Ka|{e.in ben Xtomen unb burd^ bie.ft&rfere fttl^ftoUifationdlraft bad 
f)»eofif(^- Oetanc^t erbost, bie Xtome fe^ gebunben unb bie ^ärte 
eine ffi^iftxt. ^ Sriauterung ift folgenbe: SEQenn bad ®rti>icl^t bon 
einem Xtom Sifen == 28 unb bon einem Xtom Gauerftpff = 8 , f 9 i)it 

4 

I>rc«bcn, frfibcr Sc^rer bn 9MU .in f^ttün, boAit Xircctor ^er tec^nifd^E 
:i5i(tunglan|lalt |u 3>re<teu. 

s 9. 9boI)>( fteangott, geb. 1818 am 6. Sanuar )u 8re«(au, erfl 
^niMtbocetit an ber Unttoerfttat bafelbfl, Vann Ck^ülfr am t t ^fmiaemlieii» 
cabinct m Otcn, gegenwärtig ^rofcffer bu SKineroIcgie |u B^^rii^* 

Heftet I. Okft^t^c Ut IHii«nrf0«if. 18 



274 in* ^on 1800 M 1600. 

ba« ber 9mp}p€ bed <Sifci(i>S^M Fej 0, = 80. ebeiif» 
bad Setmc^t einem Xtont Xltimtiitttm =b 13,7, bod 0elDid^ ber irr 
Qxrtppt ber Xl^necbe A), O3 s: 51,4. 2)a« ffwcifihj^ ScMh y 
^fimtttt» = 5,2 angenommen , ift ffit 80 Sctmc^ttcilr be»:-: 
ba^ Qtoid^t emeiS bI^^^^ Soliimd Soffer = lö,S9. SBin? ^ 
ältome be« Qtfen9 unb bcd SKttminrnm« hn ^fimotit unb Art 

/ . 

Oleid^ «toi, fo müfetc boö f^jerififd^e ©etoid^ft bed ftoninb^ =7.- 

B 3,34 fel^n, tofil^enb H m SSirtlic^ =f 4,1 ifl. ^i«« :- 
l^ert)0r, ba| ein gleii^ 0n>|ed Solum Jloruiib tme bad bei ^tsc 
SS 80, nid^t 51,4 toiegen tenn, fenbem 63,099 tvicgt, wUn i- 
Slolecüle unb Xtome entölt old bo« entftwed^eiibc bei ^t^ 
ficnngott fü^ etttf 9leil^ bon SRineroKen an, \odäf€ boi Cv^ 
befiätieen. (iga^rbttd^ ber I. (. 0eo(i)0. Sieid^danftaU. Skr ^''^~ 
1852.) 

• • 

e. 3|PC(ifif4rs Crtoi4f. 

3ur Sefümmuno bed' ft)enfcf(^en ®eim(^ied gebrouifett f :>* 
nod^ bie ^^broftatifd^e ffiage unb SRt(^olfoji*^'SCreoiiicter, befinttr 
n^ie berettd etio&l^t, fd^on Hirtoän bebient ^otte. 9la<^ ber i 
bilbung, toeld^e ^auV in feinem 'Trait^ de Mmertlogie Mi i^ 
gibt, ^at er bad juerfi 1792 befd^ebene ^nftrument tÜDOi abgeafeer 
tnbem er ben S^finber gegen ben SDrat^ ^ fegefffonig {iilanfai ht^ 
um bem Sßaffer Weniger 9lethmg${I&d^e )u bieten. Cntfi^tctaK S-' 
}üge t>or biefer 9Bage fyit baS ff>&ter in ®ebrau(^ gefornrntnc IReiitr 
\d)t Wlt^Qla^ , toeld^e« mit 9Saffer gefüllt unb foo^l terftbCoffcs r 
einer feinen SQJage torirt ttntb. ^an bringt bann bie fir üd r 
gezogene ^obe in ba$ (Slai unb erffi^t nac^ abermaligem &&r- 
unb SEBägen bad ®en>id^t bed (t)erbr&ngten) gleid^ Solume t^:^ 
Sfefe 9(rt, bad ffecififd^e Qktmc^t )u beftimmen, iß t>on 6et^r 
(Trait^ 41^mentaire de AliD^ralpgiei 2 M. Pteris 1830) ongeiK'- 
toorbeu« 

Seubant ^t au^ (^Sogg. 9nn. 9a 1828) bie nifo^a )r 



1. mnnaip^tj^ f. mOMML •atoamftimt«. aRagncttSmitd sc 275 

^«^tmiiifnngni «nteifu<^t, todd^ ^ ffir Dcrfi^iebeiie Samtaien «iner 
®)>fci«« ffSm^ jrigen unb gefunben, ba| fie toot|ü0tic^ m ber Xtt 
ber Sttuctur bn $voben, in ^Smrfffilät unb Suftetnfd^Itti begrünbet 
ftnb unb gfo^cttt^te berfd^toinben, tamtn man bie firoben (nilDmfirt 
u«tb in btefem S^^nbe mit ben geeigneten Sorfu^tömalregeCn bad 
fpecififc^ (Belm(^i beftimmt. «. Xof e finbet ober, bi^ ba< ft^erififd^ 
@fkirii^ immer ^ö^er audfaOc je feiner bie Ser^ilun^ fel^, in bet 
bie $robe angetoenbet toerbe. (^ogg. 73 unb 75. 1848.) (Ebenfo 
^. ei^if f (Ann. Cb. Pharm. CYU. 1858), toelc^ au<^ eine eigen» 
t^flmKc^e SRet^obe bef^^eben Ifat, ba« ipedfiVft ©etotd^t fefler SOtiptt 
mit äUdftd^t Alf bad 6fttigen ber ^luffigleit in einet ®Iadrd^re beim 
€infenlen berfe(ben )u befümmen. Xnbete, }um ^eil a^nKd^e, für 
bie SKneroIogie gegen bie üMid^en nic^ befonberd beborjugte Ste« 
t^oben ftnb bon Slaiwonbi, 3en)f(^, Ctffelb unb 8)üboid, 
9t. Steuer unb X. Oabotin befd^ben koorben. 

f. Ctritridtif. •tiMBiswif. JUf«etlsMif. ^\%%i^xntt9i\. 

2M eleltrifi^ Ser^otten ber SKneralien nnirbe in bem gegen« 
tMrtigen 3^Aum na«^ berfd^iebenen Seiten toeiter erforf<^t unb be* 
fonberd xoox t% l^auVr toeU^ ben (BegenfiUinb aufno^ unb an ben 
«leifken ber bamald belannten Specie^ fotgffiltige Untecfm^ngen an> 
fteOte. 3n feinem Trait^ de Mineralogie (S. I. 1. ed. 1801. p. 236. 
unb 2. ed. 1822. p. 185 unb 244) be{<^eibt et meutere Keine 
8It)tKirate, um fotom^I bad Sleftrifc^koerben im Ulgemeinen ab au«^ bie 
Xrt ber Cleltricit&t an einem SRineral )u be^men. 6r gebrauch 
ba|tt t^U feine ele(trif<^ StabeC, toeU^ er bun^ eine geriebene 
etegeOadßange eine belonnte SIeltrictt&t ett^be, t^Id ein SfMltung«« 
f^üil bon i^Unbtf«^ (Saicit (11 unb 9 £inien lang unb breit unb 
3Vi 2tnten bid), mm koel^fem er bemerlt ^otte, ba^ er butd^ bloßen 
2hrud( )toifd^ ben ^ngem + eL tverbe unb ben eleltriftj^n fiufianb 
fe^ lange bellte. Cr ^ng ein fob^, ^y^ einem g^etfiel befugtet 
unb balancirte< CtMEd^n an einem Seibenfaben auf unb erfannte 



276 UI. Som 180a m 1860. 

burd^ 9(ti)iel^en ober Xbßo^en bie — ober + SL etiicd gciäcr 
electrifd^ gemachten 9Rtnerafö. (Ann. de Chim. et de Phjv. V. l^r 
(Sr befefHgte . einen \ol(fyen Solctt auc^ an bie eCe&rif<l^ Sabd ::: 
brad^te einen auf einem Stift betoeglid^ 2^r&ger für ein Tme^r 
)m^ma an, toeld^ ertoarmt barouf gelegt }iit ^Srüfung bimte. V 
bie Steibungdelefttictt&t mcnl^t er auf ben Suft^nb ber ObcKfBik =^' 
merifam, inbem bie + @L auf glatten ^la^en etned JtsivM^ ^ 
in — ®I. beränbere, toenn biefe rau^ fei^ k. Scitar tfoGitr r 
inbem er bie $robe mit 9Bad^^ an eine Stange t>on Outamlo^ :': 
Siegellad befefdgte ober au^ ba§ 9leib}eug untetfuc^ir ; {b M ^ 
ba^ Siegellad auf Sloll^bbanit gerieben + ^l- toerbe, biffer alfc~r 
^aul^ fyit nad^ i^rem ebltrifd^en Serl^Iten bie Slineiafißt* 
toier JUaffen- jufammengeftettt, afö 3foI<^i>i^m ohtt 2eiter , + cbr - 
eleltrifd^. Ul§ t>^roe[eItrifd^ erioa^nt er ad^t B)pecit^: Scr^:: 
a;ot)a« (fd^on bon (Santon t 1772 afö foI(^ erfannt), ii':'' 
Öucrft öon Srarb 1805 aU })^roe[. Beftimmt), a:urmalixi ••' 
©armonn 1707 unb Semer^ 1719), 3Sle\otpp, $reh : 
Zinc oxjdö (Salamin), S^^en. (Sd entgingen ibtn bce sirrr. 
metrift^en 93i(bungen nid^t, toeld^ bei bergleic^ Jtrt^ßaOen twricer- 
(ber ^emimor))^idmu^ Sreit^au^t'd) unb mit ber ä(rt ber $el ' 
Segiel^ng fte^, bal^er man baraud aud^^ auf bie Qualität bei i^ 
f<^liefcen ttane. 9(m Xurmalin fd^ bie + @I* ^«m fl&c^esrntor 
9t|enenbe bed $ri^mad eigen; am Soracit, bon biet eL S(jmi. i^>* 
bie boKIommenen SßürfeledCen — el. u. f. \o. S)en fd^n bon 9a: 
mann beobad^teten SSBec^fel ber $oIe bet'3u< unb abne^menber 2er: 
^atur erto&^nt ^aut^ bei feinen erflen Serfud^ mit bem Ir 
malin ni^t, ^pSin f)>rid^t er .baboit tbie eS fc^eint in ber Viamr< 
biefe iSntbedhtng juerft gemad^t }U ^ben. (Traif 6 de Cristallo^po» 
1822. Tom.^ IL p. 557.) Som 6a(amin (feinem Ziqc oxjd^} sr 
Xadf^en ffl^ er an, ba^ er in einer ft&Ite bon ll-^ 9t eUtnir 
Polarität jeige, bei fteigenber Xem))eratur biefe aOm&^ig abitrr::' 
unb crMid} berfd^toinbe, bann mit bertaufd^ten $oIen tm^etle^ k^' 
bei ber 3;em))eratur einer glfl^enben Ho^t toieber berfd^loinbe uc: 



>a^ harn Vbtßfßm bie eleftnft^n Srfc^nungen neuerWngd eintreten. 
(9C. a. D. S. 662.) 

»telDfler ptü^ (1824 $Oflfl. Xnn. 9. 78) rine 91M(^ t>on 

3RinfraIien auf !ßt;roeIettrtctt&t unb fanb fie huxd^ Xnhoenbung ber 

inneren SRentbrone ber Arundo PhragtnHis ober mittelft einer fe^r 

feinen leitet belDeglit^en 9läbel aud^ Beim eiolejtt, SRefoItt^, Galrit, 

nelbem 8eria, Sorl^t, GdlefUn, Geruffit, S>io)>ftb, 9)tamant, Duar}, 

Dperment, Sd^toefel :c. @r beobad^, bafi feinet Xurma(in)>ttb)er 

ebmf^ )>v^^^f<^ )i>^^ ^^ 9<'^^^ Stücfe, ivfi^renb ein bun^ ^len 

unb. 3^^^l^>> jerlleinerter SRagnet feinen aRogneti^ud DerUert. 

(Santon ^otte juerfit 1759 beobad^tet, ba^ ein in Stütfe jerbrod^ed 

3£unnalin)mdma an ]ebem @tu(f bie + unb -^ (SIeltricit&t jeige, toie 

bad unjert^te ^ridma.) 

Sine genauere Unterfuc^ung ber )>VvoeIeItrifd^ SRtneralien unb 

namentlich be« Calamind gab Jtft^Ier ($ogg. Sinn. 17. 1829); ber 

Zumtaltn indbefonbere .ift ^on 8ecqtterel (Ann. de Chim. 1828), 

3. Sorben (Transact of the roy. Soc of Edinb. XIII. 1834) 

unb ®. Stofe ($ogg. ICnn. 89. 1836) unterfud^t tDorben. 9lofe 

fanb , ba^ jened ^ömenenbe , an ta>el(^ bie gfläd^en bed })rtmitit)en 

9l^oniboeberd auf ben gfUc^n bed getod^nlic^ t>i>rIommenben breifeitigen 

$ri6inad ru^, bei abnebmrnber Zenq^eratur immer negatiD toerbe, 

ba^ ber ®rab ber eleltrifc^ (Srregbarleit bei l»erfd^iebenen Xurmalinen 

fe^r t>erff^ieben fev unb ba^, loie fd^on frfi^er bemerft loorben t9ar, 

bie reinen unb burd^fid^tigen Sarietoten am ft&rtften eleftrif«^ tperben. 

aBeitere eerfu<^ Aber ^t^orleltricitot ^aben Srman Oßogg. 

ann. 2i&. 1832) unb SB. ^anitU ($ogg. Htm. 49. 50. 56. 61. 

62. 74. t^on 1840—1845) angefteÜt. Qd^on ^au}^ erhM^nt eine« 

Xo))a«, loeli^r an beiben @nben bed $ndma'd — Sieltc, in bet 

Glitte ober + Cleltricität aeigte (Trait4 de Min. 2 ed. Tom. IL 

p. 154); nad^ Srman ift am brafdionifc^ %opai bie SIettricitfil 

nac^ ber ^ridmena^e — , recf^ttointlidj^ }u berfelben -{-« 

i ®il(clm Oottitcb ^aiitcU gci. 1814 )u (^miithtn, 9tcgieniug0« 
(f|iTf SRerffburg, feit 1849 ^rcfrlfor ber V^^pt an t(t Unti9etfit5t {U 8<i)>}ig. 






^8 ' III- Son 1800 m 1B60. 

$ a n If Il^t leitete Seobad^tung anfangt beffarttten (^ogg. Int'^ 
ftKiter aber tJ^eitoetfe anerfannt unb fanb bei toeticter H«tef«b: 
Unterfd^ebe im Serl^alien ber pberifd^en unb braftCanif^« 3^* 
n>el(^e mit bet (SnttmdHung i>erf(l^ebener X^r^fkattff&Aai lafane 
jul^ngen fd^cinen. (». a. D'. 56. 184Ä.) ör ^t feinf «ofiufc at 
auf bett &pf^ , Ciuari unb Sotacit au^gebel^nt unb otigegcko. b 
bei le^terem tiod^ $oIe an ben 9Rittel))ttnIten ber SBürfeTfla^n d 
treten. • 

$. 9tie^f unb ®. Stofe ^aben ebenfalls au^ffi^i^ Ite 
fud^ungen übet $)^roele(tricitSt mitgäl^It. Sie nennen ben $0l, toriik 
bei junel^menber t+) 3!em^jeratur po^tib elefttifd^ tehrb, ben anölcf^:^ 
bet babei — deltt. ta>itb, benantilogen unb fanben, bo^ beim 2tsc 
unb $re^nit bie Seiten btr $tidmen gleid^e $ote ^oBen unb ber « 
gegengefe|te )H)ifd^en fie tn bad ^nnete be« Rt^ftaSi faOe. %t \ä' 
jttl^ftalle fi^Iagen fte'bie Segeid^nung centra(«^o(arifi^ m,'^ 
®egenfa| )u Xurmalin, Sotacit tc. ta)o bie ungleichartigen foi^c 
ben-ßnben befKmmtet Xfen liegen unb nennen biefe termiB:l 
t^olarifd^ ($ogg. Snm 59. 1843). ^anlel erRart ftc^geys^ 
Snna^me centrals^olatifd^er Stx^^aUe (infoferne fie nid^ ^^v^» 
unb nimmt beim %opa^ eine pmp^'\ä^ Settl^Iung ber fiA ^ 
er erfl&rt fid^ aud^ gegen bie ^eid^nung \>on analog unb ani?; 
ba er am Soracit bei fleigeiiber 3?eml)eratur einen SEBec^fd ba ?* 
fanb, h>ie ^au|^ beim Salamin Cßogg. 61 unb 56). Sagegc«^ 
\)on 9lofe unb 9tie^ Oßogg- 61) Sinn^enbungen gemotzt iwr^ 
unb er^t aud allen biefen tlnterfuc^ungen , iDeU^ nur mit (isc? 
fe^ feinen gleltroflo^ angeftefft h>erben »fmen, ba^ bie ftfato 
bun^ bie mannigfaltigften ^inßfiffe unb bie Srt ht9 iSgpemaAa^ 
leidet berfd^ieben audfaDen, h>ie oud^ 9tie^ unb Slofe an ^ 
großen 2:^eil toim TOineralien feine $t^roeleItticit&t bemerft tfoioi. ^ 
»eW^en fie 8re toper angegeben. 

3ur annä^emben Seftimmung ber eleltrif^en Seit«n<^ 

t $ctcr Z^topffxl mt%, geb. 1805 ju Setftn, frofeffor inbfti^^ 
ber fRabemie ber $dtffciifc^ften bafelbft. 



Ä ^igleit> ber äXinetolieti 1in)> fc^ im 3al^ 1802 SBecfiMJ^ )>en 
U SB. 9t Uteri (mit 19. 6d^Iott^etm) b^ü^tiAeu tootbeit. St 
aIS^ bif 9ti«cra()n:obni in bie l^eu<^lflen ^nbf unb betfi^e mit 
i>nen bie $oU einer 8oita*f(^ @fiuk «on 50--8a utib Aber 100 
ilattenfMiaren unb ertanttte an bem erhabenen Schlag bie £eiter. 6r 
<xt bie meiften brnnald betannten 9RineraIf))eried in biefer Sßeife ge* 
nrfift (®e^'d ^tmn. ffir bie (S^ie, $^)^ unb StineraL VL 1808). 

9(e^n(i^ Q^rnnmente fieOte 3. pelletier an, inbem er mit 
>en 9lineraIt>roben eine Seibner>^Iafii^ )u entlaben fnd^te unb boran 
nt Seiter erlannte. (OKIbert'« Xnn. ber $^)^. 9. 46. 1814.) > 

3n anberer Seife ^be ii^ bie Seitungdfä^bit ber Stineralien 

beftimmt unb f^nqH, ba| fie }u einem tnroltif«]^ jtennjetd^ bienen 

tonne. (@rbm. 3oum. L. 1850.) 8d toerben babei bie frifd^ ge« 

f c^Ioflemn groben mit einer Sdu^pt ^on SivlOA^ fl^a^t unb in eine 

Sdfung tN>n Aut^ferbttriol getaucht S)a aOe minerolifc^ Seiter gegen 

bad Sin! negatib fuib, fo belegen fie fii^ mit metoQtfd^ ftii)>fer 

unb gef<^e^ biefed bei guten Sritem in ioenigen €ecunben. ^^ 

f anb unter anbem mehrere au^eteid^nete Sntl^arite ni^t lettenb. 

<Sie tourben e^ aber bolUommen burd^ QUu^, Idnnen bo^ nic^ 

ald bur<^ }^ftoticnt S^ldorten berloalt angefe^ toerben k. S)er 

5Diamant jeigt fid^ aber auc( na^ f<(arfem Olü^ ali 92i<^tleiter^ 

tocUM Beioet^t, ba| bie Seitung^f&^leit mit bem S^flanbe ber 

Arvftalifatbn ober bc9 S(mort)(^dmud fU^ t>erAnbem lann. 

C 9Bartmann benil^ ffir foh^ Unterfw^ung einen gal* 
t>anif(^ Gtrom, beffen @tarfe er meffen unb finbem lonnte; er 
fanb, ba^ bie Stinerolien oOe Qkabe ber SettungdfA^gfeit bon ber 
DoUommen|len . Seitung M )u boDftfinbiger ^f^I^^^n (eigen, ^m 

1 3o(anii 93il(elm Siltter, ge6. 1776 ja 6amit in ^(((ffien, gcfl. 
1810 )u SRAw^n, ^tiMtgele^et unb SRitglteb ber Itabemie ber Oiffcnfc^f« 
tcH tafcIb|L 

3 QcTgL bie Vb^blungcn r»ou ^aulmann nib ^cnrici (Gtnbicn bei 
<96tttn8if^n Vereine bergmanntf^er greunbc IV. 1838). tuficr Sdanntem 
geben fie tn, ba| bon leitenbcn JVtetaSoerbtnbttngen bie frVftftOsfIrtai nnb am 
ivcOtemKcnflen metallif^ gloBjettbcn gegen oabcre tie belferen Setter fe^n. 



280 ' ni; Sön 1800 m 1860. 

XKsemeinen er^elt er Sl^nlif^e Slcfultate, Yoxe fk frü^ hdeamt 
@r ^iht ttnter anberem l^etDor, ba^ nnter ben fCnor^omMNicl b^ 
ftaOifhen^en @\ftmi lein SfHet t>orfomme unb bei momM |ci t ^ 
ftallen eine Serfd^iebenl^t ber Seihtngdf&^gleti je naii^ ber Südkr 
be$ SttomeiS gegen Me Sf^e ber St^mmetrie erbmnt fsobc i> 
stitur. 1853.) 

lieber ben 3i^f<^^^^^d ^ £ettungdf5^iglett für H^ 
tricitat mit ber@tructur ber ftr)^ftalle>it ®. Stebesi::- 
(^ogg. Xnn. LXXVI. 1849) Serfud^e angeftdft, tnbem er ^Lis- 
t^erfd^iebener Stx^ftaüe mit S)^i>^btuni befireute ünb rci ^tt p inl B<t terr 
eine feine ifoKrte 3fUiaU\lfil^ fef^te, toeld^ burc^ eine Setlmer^c 
po^üiot Sleftricität mitget^eilt Würbe.. a)a6ei entfernte. fU^ U» flfiLv 
))on ber eleftrifd^en S^if^e nad^ allen €eiten gteic^mäfig , aI{o r 
JtreUfl&d^ entbidlienb, tvenn ber Jlr^f^^^'I ^^ tefferolrr HMtr obet r 
amorf)l^er Jt5r)>er )ur Unterlage biente, ffir aDe Stn^fiöOe oabsr 
Svfteme entftanben in biefet 9ßeife eEl^t^tifd^ ^gnten. 3tt tbaJo^ 
Slefultaten tft t>. SenarmDnt gefommen, toeU^er ben Jtt#il c 
Stanniol Belegte unb an ber Selegung eine freidrunbe JDeffmng r 
brad^te, auf ber bie 9leta%ilK )u ß^^ ^^^ toeld^ Sbtb^at 
gugefül^rt tourbe. ^ 9)unleln jetgte ftd^ to&^renb ber Cntlabing ::* 
tefferalen Jtrl^ftaDen eine leud^tenbe ftreidffäd^ unb ebenfo auf ^^ 
bafifc^en %VUi^ be^ quabnttif(^en unb ^eiogonalen Si^flenS; er 
anbem %lä^ biefer S^f^eme fotoie auf Jtrl^ftaOen bed r^onKi^ 
unb bet ttinifc^en Sl^fteme gab eine Sid^tfinie bie Stid^tung^ber gri^ 
Seitungdffi^gteit an. 

Sie unterfud^ten ArVftalTe toaren; 

9}om tefferalen Softem: St^rit, Steinfa^, fOaun, 6)^ 
nit, aRagnetit, ^t)x\t, (MeniL 

äSom quabratifd^en &\ffttm: äkfutnan,. fiafftterit, 9hitiL 

93om ^e^agonalen Softem: Salcit, 3S.paüt, &maxQf/b, Irr 
malin, Äoruub, ^ämatii. 

Som rj^ombifd^en Stiftern: 9ar)^i,Söle{]Hn,@c^iDe[eC, %tpü. 
älntimanit, Xragonit, Staurolit^, @eignettfa^ 



<S|ribot, ®Iauberit k. 

Sotn Ilinor^om^Dtbifd^en B\fft€m: JtuHettntvioI, 9(|imt, 
bD)9t>e(t c^imifauted Kall (Mdoioire sur la ooDdoetibilit6 saper- 
ficielie des corps oristalKete par räeotriciM de tenaoB, par M. 
de Senannont, lu i TAcad. d. ae. le 17. d^eembre 1849. Ann. 
de CliiiD. et de Phjs. 3. s^r. t XXIX. 229.) 



3)ie Si8cnf<^ft bei Slagnctidtnud toittbe t)on $auV/ toie 
bon feinen SBorg&ngem mit bcr. SRognctnabel imb einem äRognetjitab 
geprüft 9Ran unterfd^teb am SRognete^enflein ben )M)Iarifc^, ^ at< 
tractorifc^en, tinb ben nic^ polavid^, tetractorifd^en. ^auy 
geigte, ba| nun fw^ bei ber 9efitimmiin0 biefed Unterfd^iebed infofem 
leid^ t&ufd^ Idnne, ab bei ber $rfifitnfl mit einem etkoad ftarfen 
^Rognet bcr eine $oI bei mognetifc^ (b)ei mdgli((art9et(e onfgel^ben 
unb bo entgegengefe|te bann ^enwrgerttfen toerbe. dr gebraud^ 
ba^ |u folc^ S3e(fu<^ eine SRognetnobel bdn f<^d^ mogne» 
tifc^er firoft. Son biefem Xngenblicf an, fagt er, toufbe aSei unter 
meinen ^&nben )u Slagneten. S)ie SU^^e toon ber ^nf^ ®R^' 
bic auft bem Saii)9^n£, ^on ^amont, t»on ber ^itf^I Corftca u, f. to. 
ftie|en ben einen $oI ber Beinen 9Ragn€tnabe( nüit bem n&mlid^ 
$unite ab, tpeU^ ben entgegengefe|ten $o( an)Og. (TisiM de- Mi- 
neralogie. Tom. IV. 1801.) Um fd^taMtdEfen SRognetürnui .}tt er« 
lennen, n&^ette er einer 9Ragnetnabe{ einen SRognetftab bei gleid^« 
namigen ^len, bid bie 9label red^ttoinflid^ )um mognetifc^ 9Reri' 
bian )n |te^ lam. Sd betmrfte bann ber geringfie magneti((^ 3ug 
einer Subfiana bai Umfd^lagen ber SabeL Xuf biefe SBieife, totUft 
er bie9Ret^obe bei bo)>))elten SRagnetiimui nannte, ertannte 

1 Tiit CMtHSnng bei <9ffetfi, hifi dtrid^nomlse V<>Ie ft^^ abMen mib 
mi9tfi4namigff{<!^ ongte^n unb 9}eTbmosnfttAmie beim Gtrd^^n fiMt<^ ^e« 
Uritat hervorbringe, fo wie bte (Sntbecfnng tcr Snclinotien In SRtgnetnabel 
ift Don 0eor9 ^artmann, gfK 1489 )n (S(foIt#beiin bei 9ainber(|, fleft 
1564 )n Stfimbcrg. 



282 ni. Son 1800 M 186a 

?t Stagnetidmud am ^mattt unb Simotrit, «m @ibmt, 
Seubantit (äBfirfelerj) unb S^omtt. Sbenfo an me^rccvn 
bed SBemer'fc^ Sraunf )^t^'^ , an aSen ®tanaten, au^ an boi hr 
ftit^gat unb an aSen Siarietoten bed S^foKt^. Sr nuu^ oataei 
fam, bag Ie|tere bamit bcm anbern @beCfitetnen untctf trieben toeii? 
fönnm, bean tein onbrnt rot^ ober grflner Sbelfieia |d0c h 
ntagnettfd^ Sigenfi^ft. (Ann. des mines. Tom. XIL 1817. |».3ä 
Trait^ de Min. 2. ed. I. p. 219.) 

S)eleffe (»rufte ben SRagnetidmud bon ^nerolten unb kl- 
arten unb gelangte unter anberen }u bem Slefultate, ba^ |^ hkl- 
ttfd^ Subflanj ))oIarifd^ gfmA^t toerben I&rnie unb ba^ bte 93m?' 
lung ber magnetif^ !ßole in einem jtrl^ftall nid^ in Sejte^Hse z 
feinen X^en fte^. du &^n1id^ 9lefultaten i^ ©rei^ geksi 
fennte aber an ben oltaebrifd^ ilrl^^aOen bad SRagnetit Don $nr: 
in ^V'ol, ni(^t tme an anberen, $oIarit5t f^erborbringen. (Seit'* 
Sur le magn^tisme polaire dane lee miii^rauz et dans les rod^ 
Ann. de chtm. et de phja. t. 25. 1849. Sur le poävoir mg*- 
Hque des rochee. Xhn. dee mines. t. 14. unb 15. 1849. 9xn 
?ßogg. Stnn. 98. 1866.) 

3)te Grfd^ungen bed tytm ^arabat; ^ (1846) entbfdtm ti: 
magnetr^mud ftnb }ur 3^^ ^ur an toenigen SKneroIien tt^t 
nn>rben. SMamagnettfd^e ArVftaOe fteSen ftd^ Hioif^ ben ^olm cn^ 
ftorlen (SIeftromagnetd red^ntttc^ gur äJerbinbungdlintf hct fsl 
\Dtnn fte fic^ frei betoegen fönnen. 9)tan nennt biefe ältd^tung aeq*^«* 
torial, tpft^renb bie beim getoS^Ii^en SRagneti^mUd (na^ ber Sc 
binbungdlinie ber !ßoIe) a^ial ^ei^. 

3tad) ^arabatf ftnb biamagnettfd^ : SBidmut^, Snttmim, Silb^ 
Rvtpfct, (Solb, Srfeml, SSoIfram, Xlaun, Saicit; no^ ^lüdc- 

t Ki^acl ga^abav, gcB. am 22. BtpL 1791 ja 92ninngt»ii hei t:- 
bon, ®p(n ciue« ^fft^ibl^ feit 1827 ^cofcffor ber (Q^tmit bcc Eon.« 
InaUtation in Sonboiu 

3 Suliul ^i&dtx, gcK am. 16. duli 1801 )u Glberfelb, Viofcff^t rt: 
9)fat^mati( unb $^t^fl( an ber Unioeiftt&t )U 9onn. 



nb 9eer: 1 S^^f 9m0»ntt, Sn^i^t, Xopa^, lÄfättn in mand^ii 
(artdfilm ic (Ein 3uf(URmen^an0 ber (Ecf Innung mit bem S^toltcr 
nr o|»ttf<^ Xsmr tote t^ $lü((er bemut^f, tmttbf Don ftnob« 
aud^ itmb Zvn^^CI HnberAmd^ unb tjl nad^ bcien Serfud^ bte 
tk^tbaft nur mk bef SUd^tung ber gri^ten SHd^üglrit fotoo^I bei 
tagnetif«^ QkiTamagneiifc^N) aK biamagnetifi^n firt^ftaSen unb 
Jbtpem üheilfauHfk lufammett^neenb. ($Ifldev unb Seet. $oflg. 
k 81. 1850, ebenba bie ttnlerf. toon ^. JtnobUud^ unb 3. %^n* 
alt). 2>iefe Unteifut^ungen, toel<^ au^ eine groB« Xnyi^I metaU 
fc^ unb nid^etaOif<^ Serbinbungen M osid mognetifd^ bor* 
^ban ^oben, finb no<^ ald beginnenbe fin}ttfe^ unb ))i>rI&ttpQ 
keenftaift bet $^fil; ed ge^t aber au« ^Ifttfet'd XrbeUen bereite 
ne mognetifc^ G^HuofterifKI bev fit^aSfvfteme Verbot, tvelc^ %iia» 
>0ie mit bet p)itifi^ )eigt unb in beffen Xb^nblung «On the 
lagnelic IndueCion of Crystab. 1867 enttoidell ift. 



lieber 4ie ®gcnf(^ft ber $^og)>^oredcen) ffoi 3. $^. 2)ef« 
aigneg (Journ. de Phys. 1809) ja^reic^ Serfu^ie angefteKt unb 
S ift i^m gelungen, bie burd^ ®Ifi^ jerftdrte Cigenfd^ft beg $l^d« 
^tegcirend bunl^ ebftrifi^ Schläge toieber l^ufiteOen. SMe t>oIl> 
:änbig{le Xrbeit hierüber, fotoeit bie bamald bebinnten 3RineraIfpecied 
le mdglii^ mochten, geben bie ffinf Xb^nblungrn iwn d^f^f^ 
Uactbud ^einri«^. ^ (2>ie ^^pf^ticmt ba SÜtp€X u. 1811 
id 1820). SRü ben 8o«M^maB^^In, toelc^ er anft>enbete unb 
tit feinem fe^ geübten Sluge erfannte er bie ^i)d)>^oregcen) fotoo^ 

I tugufl 8ccr, geb. om 81. 3nfi 1825 )u Xntt, ^rofeffor ber SRa^« 
tatil an ber UntoerfitAt )u 9onu. 

) 3efe)>( f lacib«« ^cinrt^, geb. am 19. Oft. 1758 )tt Gi^eriiug 
91 Jhreife 0(er))fal| unb Kegenlburg in 8a)^ni, gcft am 18. San. 1835 |tt 
}egenlbuT0, 8enebictiner im Steic^jlift &. Qmmeran in Siegeniburg, too er 
785 bie 1791 ¥^tlofo)>^ie lehrte, bann ^rcffffor ber 9{atur(e(re an ber Uni« 
erfttat gn Ongolflabt 1791 bil 1798 mtb ft>ater Vrofcffer ber Q(l^erimenttl* 
^1^1 am Sfocnn |s ttegcnfbingi 



284 ni. fßon 1800 M« 1860. 

bur<ifr Scfhral^Iutig ald burd^ (Srtofinnen für dne gro|e Sii|afcl rr 
SRmeralten , bei toeld^ fie Bid bftl^n üBerf el^ tDOcbm ton - 
fieDte fid^ aber babet f^avt€, ba^ bte (Etgenfd^aft bei iMiffct- 
!3[nbttribuen betfelben &pec\t^ ntdjft conftant fet^; fo fanb er SDiamcnr 
iDeld^e butf^ Seflta^lung nid^t )>l^od)>^ore^rten, to&^rmb i^- 
XDgemeinen biefe Stgenfd^ft in einem ttOT)ilgfi(l^ <Brabe fibr*: 
@t jeigte, ba^ Seftral^Itmg butd^ eleltrifd^ Sx^t toie S w ia e ib 
fmrit, beftimmte für biete SRineraßen, Ivelc^e burd^ ( gitoatnuin g :c> 
)>l^ore^riren , bie ba)u nötige Xem^eralur unb be^ätiqU, ba|^^ 
toieber^olte eleltrifc^e Sd^töge bad burd^ ®Ifi^n gerfidrte Sauhrf: 
mögen toteber ^ergefteOt ta>erben I5nne. . 

^m ^afyc 1820 erfc^ien aud^ eine Slb^anblung boii Sretr^*- 
über bie ^^o^^^oredcen) ber Slinerafien. @r bebtente fid^ |ar ft^ 
obac^tung i^eiltoeife eined ^lintenlaufe^, in totU^tm et bie $:r^ 
er^^te. @r ^at aud feinen Serfu^ folgenbe Stefultote lufamir 
gefteOt: 

1. 3)te Sigent^ümlid^Ieit burc^ 3!em)>eraturer^5l^ung ju Hr? 
p1)ött^cxttn lommt einer großen Slnja^l mineralifd^ Sttb^an)«« u 

2. 3)ergletd^en Stinetalien ftnb meiftend gefArbt unb nur Ki]t?£ 
lommen burd^fid^iig. 

3. 3)te ^rbe bed ^od))l^orifill^en &i^M fie^t in leinem be^inst? 
3ufammen^ng mit ber ^rbe be« SKnerab. 

4. 2)ie Sigehfd^ft )U ^^od^^ore^tren lann burc^ mif febr r 
tenftbe $it^ boDIommen jerftiHrt toerben. 

5. ^ Slgemeinen tarirb bad Sid^t nid^t foieber bon €iib^aB;c; 
abforbirt, toelc^ ^^ö^^ore^drt l^ben. 

6. 2)ie (Stfd^einung bed ))^o^^^orifd^en Sid^ted burc^ Crtoanwt 
ift unab^öngig bon bem burd^ Sleibung eqeugien, benn ed Umn 
Stbtpn burc( bleiben no<^ ))^o^)>^ore^ren, toelc^ buni^ Sr^ifeB hc; 
(Sigenfd^aft berloren l^aben. 

7. ^ad ))^o^))^orifd^ Std^t l^at biefefben Sigenfi^ften tme bc' 
Sii^t ber Sonne ober eined anberen kuc^tenben jt5r))erd. 

8. 3)a einige äiarietöten berfelben &p€dti pfyoVpf^xiitm n , onbcir 



tbcr itic^t, fo lann bie $^o^9re^cctt) nic^t atö eine toefentfid^ 
Sigenfd^ft eined befttmmten äRtnetaU ongefel^ ioerben. 

SrelofteT beoBad^lete aad^, ba^ maiu^ SRineroIieo aui ber« 
fcj^icbenortie )>^od|»l^re9meiiben Zl^etlen )ufammen0efe|t fe)^, eine 
BcDbod^ng, ioeli^ t)pn ^allad ^ fd^on 1783 (M^moiree de Peters- 
boui^ t L) gemad^t tootben ift. (Er iefdftmbt einen %luüpaki tooh 
jlat^ttnenbttrg, toelc^er fc^im beim Gtto&rmai bittd^ bie ^anb einen 
foeiiMtcn @d^n #t, bet fid^ mit flefieigetter SSanne in (Sitün unb 
»lau Mrfinbert unb ecM^t bobei Sorietfiten biefed SKnerab t>Ott 
Dubottloun unb 9reitenbninn in Sad^en, ipeli^ auf tnolettem (9ntnbe 
grün geobert ftnb unb bei benen bie grfinen $art^eh immer )uerfl, 
auc^ hw^I nur oOetn, beim Crto&rmen ^^o^ore^cirenb ft>erben, 
(AniMiles de Chimie et de Phydqoe. Tom. XIV. 1820.) 

X^. 3. $earfall fyiX bie Serfuc^ mit Snloenbung bon 9ld* 

tricitfit (1830) toieber auf genommen unb gegeigt, ba| nmnc^ SRineralien; 

tDeI(^ burd^ (ErtDärmen für fid^ nid^ ^^odt)^oredcirenb n)erben, biefe 

(Sigenfd^aft bun^ eleltrifd^ @<^(age erlangen fönnen, fo mani^e %hx^* 

f)9at^, (Solcite unb 3)iamanten, anbere bagegen, %mcüfi9fte, Sappffite, 

Granaten k. )eigten tD^er für fUf nod^ nad^ bem Sleftrifiren eine 

$^o«t»^m^en). ($ogg. Xnn. 96. 1830.) @r geigt toeiter am g^Iul» 

\paH^, Ut% fid^ bie gfarbe be« ))^o^^rif(^ Sid^ed mit ber 3a^I ber 

eleftrifc^ €<^Iäge t>er&nbere unb ghHir für geglühte unb ni<^t ge» 

glübte groben. Sin fiu^t glAngenbeiS äiefuUat gaben bie (e|teren. 

Xud^ bie fc^n bon ®rott^uft (@d^toeigger'd 3oum. XV. 1815) genuu^« 

- ten Beobachtungen Ober geglO^ unb nid^t geglfi^ Oit/lmolfffan, toet 

(^ er in @al)ffiure I0«te unb burd^ abbamt»fen ober gäSung mit Xm* 

inoniaf toieber getoann> toiAer^oIte $earf all unb fanb, ba| fid^ bie 

aud fofaler Söfung abfe^ben ftrl^ftaUe al^ ))^o«))^ore«cirenb ernnefen, 

ba^ $rftci)»itat mit Slmmonial ober nic^t, ax^ä^ nid^t burc^ 6leftrifn:en. 

1 Veter eimon ^alUe, geb. 1741 )u etxVm, gefl. 1811 bafelbfl, 
trurbe 1768 i»on ber J^aiferiit i(at(artna II. na<!^ Stufilanb Berufen, Um ba6 
fftt}^ nttumiffeRfd^ftfi^ )h bunM^rft^n, bereifte ^ibericn, ben lltoi tc, 
ff^rtc 1810 na4 8erfiR inrfliL 



386 ^- tton 1800 M6 1860. 

9tottffTni 1 l^atte ben fo eef&lben S^Ioro)»^ flocl )iMiK 
cirenb gefunben, toenn er Dotl^ nUfi qtfßäJ^ toorbfn iwr, kr i 
iWfU aber auf btefe SBSetfe Ibe^otMK, jetgte nur f^^M^e^ 
pffoxticeni. Xu(^ eine tl^toetfe obtoo^I nic^ anbaucnibc ^ 
toon glu^f^^, toeCc^ bunfi (BU^ farBIo« gc to o fbe a totn c 
^earfall bei ber @tntotibtng eleltcifc^er €<l^(&ee Beobo^ i^ 
«nn. 98. 1831.) 3. IB. S)ra^)»er fanb, boB rm bim^ ^iMar 
^od)>l^e«drenber fiösf^ leine Cleltricitfit ba6ri jeige. (Sinr 
^rmaceut. Sentralblatt 1851.) 3. Sd^iteibier ttuu^ «Kfad^r 
bojs ein X^I ber Sii^terfc^nungen beim S^tfamtnciifii^fagei r 
DuarjftMen bal^ rfll^re, ba| in 3^ ^ M^iflen Stribn^ €>:r^ 
gvm ®Ut^ lommen unb baburd^ fogor Sd^lDefeißattb tp^ 
toerben lann. 3)te $l^o^oreton) entfiel bur^ eine Sfkt^ W c 
Suf^ebung i^ Bufammen^nged ftd^ fidgembe iSt^J^&tkam- 
9tore€Üle, tote \oldft» ^d^on toon $ott angebeufet toiitbe. ih' 
«nn. ». 96. 1856,) 

€oto)ie bie Untetfud^ng ber Rt^ftaUe in ben tocsfd^tebeiiffei % 
iungen aufgegriffen unb h)eitrr gefül^ tmtrbe^ ebenfo bef^fifUgltv 
ftfi^ bamit, bie Umftftnbe i^ Sntfte^ng ju erforfc^. 2)ir tear 
fenben Seobad^tungen ftnb fo }al^retil^, mitunter aud^ in ben fiiter 
3eitWhimen f^on aufgenommen, boft ^er nur angefftl^ toeiboi kr 
toad bem 99(idt eine Oor^ ni^it gelaunte, neue 9Kd^ng auf tne^ 
(Bebiete be« Gtubiumd eröffnet ^t iü ift junac^ bie ftuMir 
bed 3)imor^^idmttd tm SBitfd^erltc^ pi erto&^fn, too^' 
}etgt, nne ie na<^ ben Ser^äftmffen bie bei bet ftn^Uibm^ ^ 
fam, namentlid^ je nad^ ber Zenqieratur bei XotU^ fk fiaUM^ 
ffir biefelbe SRifd^ung eine toefenllid^ oerf^iebcie %^ 
entfielen tann. (Jt. 9$. 9((ab. $anbl. 1821). (Sr ffot Wrfe fi^' 
nung )uerft am fauren ^^08))^orfauren 9t6trum beobachtet, bann eK- ^ 

i ^(fet>or gceil^ert oon (»rott^nf , gtl. 1185 gaM^ig, f^^ 
)u <lkbbu|} in ru|fif(^ 2itt^auen, $riDatinann« 



1. a9Knctol|4Vf^ g' Ih1^{l«llo0enif. 2S7 

Ltd^ am St^tvefel gqrigt, ba| er im v^om6{f<^ obn: flmor^om« 
[f<^ Stiftern h^Oiftte, le nac^bem er aM einer Söfung toon 
^tDefeDo^knftolf fld^ au^d^be ober an« bem &fym^fbii eiftorte. 
%nn. d. chim. et de phys. XXIV. 18230 

Jtu)>ffer gimtble }toar, biefe {ßnor^emUfi^ ArVf^aile otif bte 
rtDo^nl^en r^ombtfi^ rebiictren |tt fftmien ($Oflg. Xmi. 9« IL 1824), 
^ famen ober balb mehrere gf&Be t^or, tpeb^ bie febfame (Srf(^- 
ung bc« 2Mmort)^Umud beftAttgteii. 

{^atbinger unb 9Ritfc^erIt<i^ fanben, boft ßi^if^^^t ^nb 
Mtter{a(|, je nad^ ber Xem))eratur bei ber i^re SSfung tn^flaOiftrt, 
>cnf baft r^ombtf<l^ ober Rtnor^ombifd^ Softem annehmen , o|ne 
De Seranbenitifl ber 9Kf4wnfl ($o0g. 9nn. J3. VI. 1826) unb ba^ 
n 9litfebttrioI aui ber m&fferigen Sdfrnig unier IS^' C in rl^om« 
tfc^f }imfd^ 15® unb 120 <^ aber in quabratifd^ Av^ftalen fid^ 
u«fd^eibe, e« jeigte ft<^ fogar, ba^ btefed 6a^ fiber 30<^ flinorl^onf 
tf<^ hVftaDifire unb ba^ mit^ ein Xrimor)>^#mud befte^. eftanfen« 
eim fanb \paUx ^mor)»^dmud am @a())eter unb fteOfte }u bem be* 
innten r^mbtf<^ aud^ r^ontboebrifl^ bar. ($ogg. 40. 1837.) 
loi) merbofirbiger aber aU biefe (Erfc^einung toar bie Seobad^tung 
Kitfd^erHc^'d, bo^ fo^e Ar^ftoOe burd^ 2;em))eralurer^d^ng i^e 
porm totifidn, o^ne in flfiffigen 3uf^<Kvvi>' ^erfe^t loorben 
u fe^n. 6o fanb er, ba| bie r^ombifd^ Art^ftaDe bed 3inlbi^i>l^ 
nb 9itterfa()ed -bei 42® in ein Aggregat IHnor^ombift^ ^ribikribuen 
[^ bertoanbefo unb ba| bie r^ombifc^n Arl^ftaOe bed 9ticfeIbitriofö 
11 einem berfd^Ioffenen Olafe ber GonnentoArme au^efe|t, oft il^re 
it^ere ^9tm bel^atten, ba^ fte ftd^ aber beim Seibttd^ ald ein 
>auftoeTl toon Ouabrat^it^amiben geigen. Xe^nlic^ beobad^teie er 
m fti^fiallen bon felenfauerm Sinloc^b Oßogg. Xnn. S. XI. 1827). 
Iu<^ ba« 3^Aflen bed Xragonit beim (Sr^^ tamrbe einer ä^nli^ 
Imtagetung ber SRoIecfile Don ber r^mbifd^en ivCt r^ombodmfd^ 
(orm )ugef(^rifben (9. a. 0.) unb ebenfo bie merhoflrbige Ser^ 
inberung, toelc^ bad gelbe r^ombifc^ QuedfUberjobib burd^ bIo|e 
Berü^ng erleibet, inbem ed in bie quabratifc^e xoti^ SRobiftlotton 



288 III- Son 1800 h» 1860« 

fibecge^ ORttfcMi^ ut ^og«. Xnn. XXVU. 1833.) 
bag nid^t ein flfiffiger ober ela^fc^ flüffiger, banq^ffdranger .Jbs: 
erforbett tverbe, um jt^fteOe )U bt&en, ime man 6td^ wtesz 
ffatie, fonbem ba| bo^u geeignete SRoIecttladMDcgiuigeB «# s 
ftanen S^jianb ber SUtptx t>9rbmmen Idnnen« 

' 2)afie0en^^t älolgex iiberl^u)»t in S(btebe geftcIK, tei a 
3)tnn>t^l^ie ober'$oI|;mD(t)^ie (egrftnbetfeV, inbem et na^s**^' 
fuc^te, ba| ber gfoB einer Xrtmort>^e für bie Xitonfasire, auf 
®. 9lpf e oufmerlfam gemod^t ^tte, burd^ ^feubomotfi^fie gn 
{et;; ber älnatad fe); urf^rünglid^ blaued-SIttanDCV^r ber 9ro«fit lisr. 
osi^b^t^brot gelogen unb mit Seibel^tung ber . gform gu Zilaöii^ 
umgetoanbelt toorben, nur ber Slutil fei; urftMnglic^ Mcfe Söun r 
i^rer eigentl^ihnlic^n ftr^ftaSifation; bie itrl^ftoOe bed 6a(citf £S!c 
fel^n, tane a^nlid^e^ fd^on Serji^rbi annahm, auf bie bc^ Sfo^ies 
)urüd()uffi^ren, h^eld^en er übrigen^ ettyo^ onbere äUnirfftti^en pe- 
fannte, ate fie bie Srfo^rung bi^^r gegeben. (@iiibten fur <btfiR^ 
lungdgefd^t<^te ber SRineralien. 1853, — Xragonit unb fia^tt jsn: 
1855.) 1 3Benn ed fd^toer koar, bie Umgeftaltung eineö bernü gor 
gelten JtrVftaQbaued in einen anberen ol^nf Suf^bung bed ffpbes ^ 
ftanbe^ anjune^men, fo fonb fid^ toetter an bem bott Sfui^d a^ 
peaten ä(mor^^i^mui$ ein Serl^Itni^, toeU^ bergbid^ Uadifr 
rung fefter SRoIecüIe nid^t )loeifeI^ft Iie|. %ui^^ bt^wdc na 
amcxpfji einen 3uftanb bed Starren o^ne JtrtfftoDifation, .einen 3^ 
ftanb, toelc^ einem gfluibum t^gleid^bar fei;, tomm man fU^ bc|s 
betannte Seloeglic^leit ber Xl^eile l9egbente'. Xud^ biefer S^ftanb lief^ 
JtrVfiaKe, ol^ne ba| bie ^rfteSung einer ^luibitot not^toenbig ü 

^ @c^on frü^r ifl toon ^ajteu.r »erfüll worben, tic gornien bimcaif: 
ihi^ftalle aufeintfnber jurüc^ufü^ren, mobei aBer SinMHfferenjf n «Jon 3H«4' 
TAd^t berfidfi^ttgt > »urbcn (Instit. 1848). (Sbenfo ^t «Ib. SKfiller t:.* 
Se^nlid^Ieit getoiffer (SomMnatipneit au« i»erf(^iebenen ArVliaflft^lemeii "imk 
gdtenb gu mad^en gefud^t (^ert^autL ber natorforfc^. (SefcOf«^. in Safrf I3L.. 
^ergl. au(^ Sabret^ „Th^ea de cliimie et de phjsique pr^seotte ib 
fücolt^ de Sciences de Paris 185!l unb U^moires de -racadinaie de Dijoe. 
1854. 



1. 9linmil|>l^i7{ü. g. JttVftöffogenif. 989 

$u(^d * ^t fübn bicfen Qlegntftanb eine fe^ tnteteffanle, oft tm^9 
^anbene Sb^bbmg gef<^etot, toottn et auf bie Setfd^ben^ 
»on O^mI imb Oiiat) aufmerffam mad^t utib 8eift)iek anffi^» tone 
mütpl^e Gubflitnien oDniSI^Rg in ben fci^Siftrten Sufianb übevge^; 
ber (fingere 3^ gefd^l^e unb in SBoff^ 9^i>f[ene, ^lafüfd^ 
ieta>i>rbene €i^ta>efel unb bie glaftge otfenid^te €fiute, to)el<^ nad^ unb 
lad) hvMRnif«^ 0efüge annimmt, ein Xnologon )U bet Umtoxinb« 
iing bed fllaftgen f[)ife^tutei« in ht^ftaltfirten-, ta)eb^9eubant ober 
9raconnot (18dl) juerfl beobad^tete, ober bed ®lafe^, totnn ti 
»orcellanartig gemad^t tmtb, tone ba)u Steaumur im ^fft 1789 ein 
Serfa^ angegeben. Xnbererfeitd jetgte %vi^9, tone ht^ftoSifirted 
Sd^to^efelantimon , \otnn ed gefc^mol^ unbrafd^ erfaltet ta?itb, amatpl^ 
)uf!tanb annimmt unb neuetbtngd geft^mo^en unb langfam ertaltet 
oieber in ben It^^fitttaifirten 3ufhtnb iwMUf/tt. (€c^to)eigger'd 3oum. 
K dp. VU. 1838 unb $ogg. ». 31. 1834; (Srbmann'« 3. ». VU. 1886.) 
tBegen biefe Xnfid^t finb <Einto>enbungen t>oA Sergeliud unb 
(ranlen^etm er^ben to^orben. Sergeltud glaubte, ba^ bie Sr> 
(Meinungen berXmor))^e auf bie^Sfomerie )u bejie^ fe)^, ,rbamit, 
agt er, ffilll aud^ bad ^u^tffid^lid^ Sßid^ge im Unterfd^eb )torif4fen 
Tl^ftaDifirt unb gefialtlod h>eg, benn ed giebt t^erfd^ebene ifomerif<l^ 
Robtftcotbnen, bie beibe frV{)aOi|tren.'' (SSerjeliu« 3aM^- ^^^ 
5. 184.) ^e Sfomerie befle^ nad^ i^m barin , „ba^ ei^ Aörper giebt, 
)ie avA einer glei^ien Xtomenan)abI berfelben Elemente )ufammengefe|t 
tnb, biefe aber auf unglei<^ SBeife }uf ammengelegt ent^ien, unb 
Kibun^ unglei«^ d^emifd^ (Kgenfd^ften unb unglet<^ Ar^ftaDform 

1 3el^anii 9{e^emnt i»on ga^f, geb. am 15. SRai 1774 )u SRotten« 
ffl im baiKrif^eii IBalb, geft am 5. SRai) 18&6 )u aRfin^en, flubirte anfangt 
(Kcticin an ber UniMrfttat in SBien, wenbete fi(^ aber balb mit Sorliebe ber 
r^emie unb SRineralogte su. 1805 wnrbe er ^riiKitbocent für biefe SBiffen* 
lüften an ber UntMrjItat )tf Sanbl^ut, 1807 orbentlt^ ^refeffot bafelbfl; 
823 (SenfeitMlDr ber mincralogift^n Canunfung bei Staate« unb Wabemifer 
n aXün^en. 8eim Urning ber Sanbi^nter Umi»erfitat na«^ fOtiindftn 1826 
octrte er all ^rofeffer SRtneralegie. 1888 würbe er in baf OBermebicinal« 
EomitA berufen unb 1885 xnm Oberbergrat^ ernannt. 

»•htll, mt^^^u ber IKiiCTaIO0i(. 19 



290 III. non 1800 h\$ 1860. 

l^oBen'' (3aM^* @- 1832. 44). 3)umad be^nte Mrf< ^kce ie k 
atid, ba| er fogat an bte Wöelic^ktt erinnerte; e# 
unb ^gribium, jtobalt unb 9ltdFeI, tfomerifd^ Stobt^colti 
beffelben ©runbftoffed fei^n ober 1 9(tom atofi^bbanfdme 
aRobification bon 2 Sltomen Sßolfrantf&ure tc. (3a^sedK 1833 £. ^ 
§ud^d bemerlte bagegen.ba^ ber ^meritoud Bei Sbiffidfangte 
S(mor))^6niud qax nid^t in Setrod^t lonune,. ba| irm itdqKr fir t: 
aü tfomerif(| bejetc^net ioerben fihine, to^o^I alber ott ^mmmkut 
)toar burd^ bie Sigent^fimlid^IeU, in allen X^en unb mA <&* 
Siic^htn^en gleid^e ^^Vfif^^ SSefd^ojfenl^t )u gelten, b. ^. gbiil csUac 
0letd^ elaftifd^, gleid^ ^art }u fei^n unb )u Sit^t unb SBonne M abe 
)u bereiten, ^d SSer^filtni^ ber Sfomerie fe^ gang mierilait .C: 
nnir lool^l, fagt er, babei bon einem ttmicigen ber Mtomt hk ^ 
aKein bie| toirb man bo<^ ni<^t im Smfle jüx eine &Baxia% m 
geben tooOen. SRan tonnte jtd^ bobei nur eine äfyaßid^ Sedbten: 
in ber Sage benlen, tone toir fte im Proben bei ben Sfioüßn§äafi^ 
beobachten; aKein eine fob^ Ser&nbemng toerurfacl^ iriiic qaeSass 
Serfd^ieben^eit ber Stitptt, inbem bad Umlegen bIo§ ein me ^ ttai fc 
aber fein ^emif^fer SSorgang tft." (H f^abe bielme^ btf Maiän 
ba^ ^ ber 3fi^^n^mud )um XI^I in JtcvftaOidniud unb SwcSibs 
mud aufUfen toerbe. (Srbmann'd ^ownu VU. 1836. 6. 346.) 

3>ie X^orie bed 9lmor))^dmu^ tourbe ebenfoflö tMm ^xanUi 
^eim ^ beiämt)ft, loelc^ bad geringere \ptd^^ 9nmd^ w^ ^ 
£eid(^tld0(i(^feit ber fogenannten ametpffcn 6ubfbin|eii butil^ bie t 
n>efenl^it bon $oren unb bamit bo^ berfc^iebene Seri^alien hei D9^ 
t>om Duar) ju ertlären fud^te. (3n beffen „Sefyct bon ber So^^cs.' 
1835. @. 391.) ^ud^d entgegnete, ba^, abgefel^ t>im ben $rta 
toelc^e bie atomiftifd^e X^orie überaQ annimmt, mit ben i9on ^mfff 
^etm gcmdnten bie bo0fommene Continuität ber amor))^ glaeoitcis 
Subftanjen im ä8iberf))rud^ ft^, t)ermöge toel<^ {te einen ftak 
Qüatii unb boOIommene 2)urd^fi<^tigfeit beft^, toenn fit Don 9a:^ 



< aRorit 9ubn>ig Sranlen^eim, geb. 1801 am 89. Sind |b 9na 
fi^nxig, Vrofeffor ber ^^vßl^ii bec UniMrfität )u ^reüav. 



1. mtiml^l^i g. Itct^llaloacmf. 291 

lUd bie Cigetifc^ft ffobtn, bcm £ic^e beti SDun^gang )u geflattai, 
ui fU^ boraud bte geringere ^firte bed OtHitt gegenfiber beut Ouavg 
benfo toentg exlUteen loffe, ob bie fc^l9ac)e S^tbe bed amüt}p^ 
^toefebptetffUberd ober bie rotJ^brotme beiS amotf/Xfen @<i^toefeIonti« 
itond, obef bie ®efd^meibigtett bed omi»))]^ Sc^toefefö. Xud^.erflfire 
>ie Xnna^ l>f>n $0101 nUfyt toie gelrnffe 6tltcate, ). B. (Sranat 
Sefutrian), toot bem @d^iiiel)en t>on S&tiren nur fd^toer angegriffen 
Derben tinb bann bie ftiefelerbe ^ntberffemig fi^ au^d^eibet, io&^enb 
ii^ bie (Sltiex, bie {te beim €c^l^n liefern» leidet anfldfen unb eine 
»oDtomniene (BaÜerle bilben« 3>ur(( rin Ar^flaOifirett , mit ober ofyu 
Dimor)>^#mttd loffe fU^ biefe UnmHinblitng nii^t erO&ren, benn bei 
iner Ir^MIinifd^ fRaffe fei^ bie 8ntil^&(^ uneben, matt ober nur 
c^immemb, aber ni(^t glatt unb gUn^enb, toie beim (SKafe bei (Bra« 
latd (unb Sefu^iond). ((Srbmann'd Soum. 1836 VII. 6. 345.) gfran* 
en^eim ffat frine Snfid^t no<^ rinmal )u Dert^eibigen gefud^. ,,Xie« 
nanb itoetfelt, fagt er, an ber frVfiallinifc^ Structtn: einer $Iatin«, 
Silbers ®oIb< ober itu^fer«Patte, bie auf gabKinifc^ SEBege ober 
mvdf 34<t^vienbruden bei frinen mitaOifi^ Ißultoeri gebilbct tfl; 
nan ^t aber ebenfo ft>enig (Srunb an bem frVftaOinif<^ ®effige bei 
gebrannten X^onei |u )tDofeIn. 5Die Sd^loefeltro)^ unb trieb Site* 
aObaber, in benen man bei ber (Erftarrung bie firVftaOfoben beutlii^ 
te^t, }eigen» fourie fte gan) erftarrt finb, leine &put mefjK an ben 
fttvftaOen, in bie fte fid^ toerloanbelt ^aben, fo toenig toie bai burd^ 
)ie ^roceffe bei Sdftmiebeni in frinem Qkffige toeränberte Uhmige <Eifen 
to<^ Jtrt^ftaUP&c^ ftat" (&tfim ber ftn^Oe. »reüau 1842 S. 164.) 
Die angefü^ fftr ben äbnor))^iimui bei gefd^^enen ®ranati gel« 
cnb Qtmadfk Sbilid^Ieit in €al|f&ure k. ift toon ben ®egnem nid^t 
oeiter erH&rt toorbeit« 

9Rit ber Srfenntni| riner Stobcularbetoegung 0^ flftfpgen 3»* 
tanb erflarte ftd^ toriter rine 9le|tge t)on Srfc^nungen an ben $f eubo> 
nor))^ofen. Sd^on SBernet l^tte auf fogenannte XfterfcvfiaDe 
^ingenriefen unb S9reit^u)>t ^t in riner flrinen Gd^ft ,,Ueber bie 
Kec^t^t ber Jtrt^ftaSe. t^rriberg 1815" mehrere berglric^ beftnwd^ 



292 in. 8on 1800 (td IMO. 

itnb bie Untetfd^iebe Don ben Mfitn bat}iit^ 0€fiul^ $ast s: 
bafür bad Sort ^Bpigtoie,^ Stcu^KIbnng, gebraucht, unb obch 
ba| fein Chaux sulfatfe ^igtoe Xn^t^btit getoefen, toefa^ hr 
aufnähme Don SBoffer ®)^^ getoorben, o^ne babei bie Sn^t^te^ 
)u verlieren, ^aibingtr (^egg. Xnn. 8. 11. J827) ^ n hi- 
SEBetfe eine grdffere 9let^ foU^er $feubomoct»M^ flenSgeiib cSz 
unb gejeigt, ba| mit ben eintretenben d^emifd^ äScrfinbcmiidn ::: 
ein Urnfn^ftaUifiren für bie SieuMIbung ftattfinbet, tod^ im ^r* 
bd^ utf^rünglid^ Stinerate Bemerlbar, toft^nb &t^erG<^ Me ^r- 
bed (elfteren nod^ erl^alten ifi S)a^tn geltet bie Qd^n frikr ^:: 
Seubant beobachtete) Id^oITinifc^ Umtoanblung toon itiiHctiÄ:: 
ober Safurit ju 9lala<^it, Don 6^Ifoftn gu Somit, ^Ragnctit s 
^ämoHt, ®alenit )u anglefU, . »acl^tocalcit in Sac^t, Sbokias r 
^^nit, bie Ummanbluiig^ Don <Su))rit ^u SRaloi^tt (fd^on tora U.. 
mann 1814 erto&l^nt), Don ätnttmonit in S3alentimt k. 

2)iefe $feubomot)>l^ofen {eigen nid^t nur eigentümlich Soi^i^ 
itiffe Don jttl^fla&bilbung, fonbern -^ugleic^ bie mannigfaltige 9it^ 
äRineralbiibung übtvffaupi unb bet Seränbeningen, todi^ eine Bttr.^ 
fÄ^igifi. 

(Eine Steige l^e^er ge^Sviger X^atfad^en f^t SanbgreBe ' cr:t 
tädt (Uebet bie $feubomor)>H^ i^ Stineralreid^ k. Gaffel l^i■ 
unb bef))nd^t bie burd^ Xbformung, mittelfit Unt^fiSung ober %m 
bing, unb bie burd^ Umtoanblung entfte^ben SKIbungen (Me ntv 
fomatifd^en ^feubomor^ofen 9laumann*d)in Diererlei SBeife 19« ^- 
g<^b, n^mlid^ o^ne Slbgobe ober Xufna^e Don Stoffen, mit ^ 
luft Don Seftahbt^Ien, mit Xufna^me Don fofa^, mit Xusur- 
Don @toffen. Slum ^ (bie ^eubomott>H^n rc. Stuttgart, im' 
mit 9lad^trägen . 1847. 1852) fül^rt bie betreffenben etfc^einungm ^ 
fentlii^ auf jD^ei 9(rten juriUf: 1) Umtoanblung eine« SKneral«" 

1 (Seorg SanbgreBe, geB. 1803 )u <£affel, ^niMtbocent m k«^ 
tjcrfital jii SWarbi^rg. 

^ 3o(. 9{ein(arb Qlum, ge6. 1802 ^ Qanoü, ftofeffor an teru 
Mrfität )u $Hbe(berg. 



1. 9llincta()>^Vf^!. g. Ht^ftolbgmie. 293 

ein anbetet, 2) Serbifittgung eine« ÜRinetafö butc^ ein anbered. @r 
nennt If^tece UmUIbungen Serbtfingungd'$feubomDtt>H^« ®r it* 
Sdjmbt 268 ^Oe biefer k)erfd^ebenarti0en Silbungen. Xfö bie bei ber 
UmtiHinbIttn0 befonbetd tätigen Vgentien erfennt et Sauerfioff , SEBaffer, 
SloJ^Ienffittre, Sc^toefeC unb Xallerbe, bei ben SSerbrfingungd^^foibo« 
mott»^ofen ftaib iie Setbrfineer bor^etrfd^nb Duarj, ^motit^ £imo« 
nxt, Vl^t 

Cine tldt€od)m^ift 6rII&rttne bec Sorgfinge l^t 9ß. .j^aibinger 
Mtfud^t (Ueber onogene unb fotogene $fettbomor^ofm , S^agblatt ber 
Serfammlung ber beutfc^n Slaüurfotfd^er )u ^a^. 3. 1843. Z)effen 
^nbbttc^ bet befHmtnenben Stinerologie. 1845). (Sntftxed^b bem 
eIeItro)>9fitii9en $ol ber goItMuiifd^ Soule, toeld^ man Xnobe 
genannt l(fat unb bem negatit>en, toeU^er Jtatobe^t, t^ilt er bie 
^eubonu^^ Stibungen in anogene unb latogene; bei erfteren 
hnrit eine elrftrmtegatitoe 6ubfitan) umtoanbelnb auf bie t>or^nbene 
}U t^ eteftro)>ofttitoe, bei le^^ettn ift ed umgele^. ^aibinger glaubt 
bamit au(^ ba« Soriommen ber in elefironegoüt^er 91it^ng fortfc^- 
tenben ^feubonmt^^ofen n%r ber Srboberfl&d^, alfo äpto l^inauf, 
gegen bie entgegengefe|ten xatfo ^inab anbeuten )tt Iihtnen. 

2)iefe (Ml&rung ift ftreng genommen nur für einige goOe (Z)pft 
baiion, @<^wePuttg) {xiffenb, benn ein gaübonifd^ 6trom lann too^I 
Setbinbungen erjeugen, ou^ '^&citntate auf ber jtatobe, ba| aber 
ein Xu^n^et^feln einer Siifc^ung burc^ eine anbere babei l^orlomme, 
ifl nt(^t ettoiefen, man mfi^te mir bie einfachen d^emif^ ^Oungrn 
ba^n teilen , toelc^e aber beffer unrnittdbor aliS f olc^ bejeic^net toer» 
ben. 9tan ^at fM^ ba^ aud^ nfi^Iiegenben Urfac^ )ugeliKinbt 
unb toor)ügli(^ 6(^eerer ^ unb Seleffe^ i^iaben eine ftritil ber frfi* 
beten Srllfitung^tten ber {»feubomot^i^en Silbungen vorgenommen. 
Sabei ifi 6(^eeref )ttr Unterfc^bung einer eigenen Xrt berfeOben 

1 f . 3. t. ^(eobor enteret, ^th. 1813 |tt 8erU|i, ftofejfor bet 
(E^nie «n ber OergAfftbemte )u Stetberg. 

2 fT^tlte Xeleffc, geb. 1817 )u Vitfi, IngMeur des Ifines, f tofcffor 
ber Ökologie unb flRinetvfogic bd bet gacvltat ber ttiffenf^afleK )■ Oefut^. 



^4 IH- Son 1800 bt< 1800. 

loeranlalt tvorben tinb nennt eine Umtoanblung, tote fie bei» b: 
Tl^ont6tf(^en Sd^toefel mit @t^Itun^ ber äußeren ^fcrm nmcA^ «s 
rl^ombtfd^en ftattftnbet, ^aramorf^^ofe. 3)ad urf^mnigBAe n i? 
äußeren §omt noc^ fenntltd^ SRineroI, loeld^ ber yar fli i wtiW^ : 
Qhrunbe liegt, be}ei(^net er nad^ $aibtnget'9 Sorfil^Iag bniM 
3ufa4 ,,$aIfio.'' (Er ertofil^nt eined f^omHfi^ ht^ftaStfcrtrs fbr 
lit^ aud 9lom)e9en , &u§erli(l^ mit flinorl^ontbif^er ®efialt brS fslb 
9{atroIit^, eine« 9lm))^boId nad^ $aiao<9lm)>^bol, aOMf« boi» fc 
Uo^anUt u. f. ta>. ®r Beseid^net ben foeiteren Unierf#teb f obkr fc 
mor^l^ofen t)on ben getod^nlic^ Umloanblungd« unb Ser b ra ng K a ä 
$feubon!ort>l^ofen , inbem er aufmerffam ntad^, ba^ biefe ^ett tei 
eine fiier bie ©renjen bed urff^rüngltd^ ftr^ftaOd ^maudgefecnbe 9r 
lecuIar^Sianberung gebilbet tourben , toä^enb bie ^t ami H ^ wg 
burd^ eine innerl^alb ber ®ren}e be« urf)>rfinoIif^ Jht^^Alb %m 
finbenbe SRoIecuIar-Untfe^ung entfitanben. S>ie Stlbmid eise 
getodl^nlic^en $feubomor)>l^ofe t)erlange med^ntfd^ ätbgttgdloegf ffir Ni 
@toffft)e(^feI unb fe)^ fiet« mit Ser&nbcrung be« ttrf^nrfittolul^ oih 
Inten ®etoid^ted berbtfnbenr ber ^roceg bed ^ramor^^t^nuc« kni^ 
aber einjig unb oOfein auf einer innerl^ bed betreffenbeR AivM* 
ftattfinbenb<n SRoIecuIar'Xnjiie^ng, beren Ucfad^ unb SBirfin^ 
aud^ bei t^öBiger Slbft^emtng aKer mec^amfd^en XbjugdtDcoe eintroa 
Idnnen. 90« ein 9eift)iel einer fünftüc^ erjeugim SRinerals^^aiavr 
^^ofe eni>&^nt er ben geglühten ©obolinit, toeI(^ nad^ brm Sintma 
be« i^n i^orafteriftrenben SergHmmend an abfolutem 9eaoi^ nvk 
merllid(f berliert, an f^fifd^em ®etm($t aber nad^ feiner 9eoba4&n$ 
t>on 4,35 auf 4,63 lommt. 3)abei ^eige ba« D)>tifd^ Ser^a&en ^ 
unb nad^ bem ®Ifi^en Itn^fiaKfhiKtur, bie Solumabnol^e iiac( bes 
&VÜ^ ta)eife aber auf eine anbere JttVftaBifation ^n , ald ftc mt 
bem Olafen beßei^. %&v ba« Srfennen foI<^ ^aramor)»^«! bif« 
befonber« aud^ bie 9(rt i^re« Sorlommen«, fte fänben ftc^ imtteir a 
bid^tem unjerfe^ten ©eftein etngenntd^fen , h>o eine StoffnKmbenmg nd 
au^n ober bon au|en nid^t mi^glid^ fei;, (^er ^ramor)>^«mud unb fcinr 
Oebeutung in ber 6^ic, SRineroIogie unb ©eologie. Vraunf<^to. 18541 



1. 9linftaq)(^ g. Ihl^anoflfnie. 295 

&ätttx€x (qtodfett bie 9tid^ttgfrit ber (IrRfihtneenSIum*^ ffir 
mel^vere ttfpni^t %afU, namentlich für bie butc^ Sludtaufd^ Den 
SBcfloiibt^etlm ctttrtm Umtoanblttn0d'f$fettbomot))^ofen, too er toon 
tecn 119 angegebnen gf&Oen nur 60 gelten lä^, ebenfo beanfianbet 

er einen großen Zifol von Slunt'd Setbr&ngttngd*$(feubomor^H^* 
^Hai^ feinen SriUrungen finb nfimlic^ man«^ berglric^en Silbungen 

cine^ toeit cmniAcirteren Urf)minged aU man btd ba^n angenommen 

• 

^atte, benn ed ^en ftc^ foU^ )uto)etlen att ^eubomi>rt)^fen noil^ 

^{eiibomor)»^en l^aud. Sc^eerer nennt biefe )>oIVgene ^eubo* 

moiti^ofen im Oegenjaf )u benen bon einem 9Ubungdftabium, ^toeläft 

er ob monogene beietc^net. Gr i/UfU ba^in (Salcit iia<^ Sod^t, 

<ialenit na«^ Qaicit, ^matit na<^ Sarl^t k. unb l^ot auf c^ifd^ 

9Bege me^e Don beiben Xrten bargefteOt. Katürlidjf toerben boburd^ 

toie er auc^ )ugefike^t, nur bie 9RdgIi(^Ieiten folc^ ^roceffe angebeute^ 

bie übrigend in ber Katur «»ielfad^ anberd geloefen fet^n tdnnen unb 

|ur Seit metft unbelannt ftnb. (Semerlungen unb Beobad^tungea über 

afterb^iiale. Sniunfc^toeig. 1856. Sefonberer Xbbrutf aud bem 

^onbtoMerbuc^ ber reinen unb angetoanbten S^ie bon Stebig, 

^{oggenborff unb SBd^Ier. 2. Xufl.) 

2)eleffe ma<^t aufmerifam, ba^ man oft mit Unrecht Don einem 
frembortig eingefi^ffenen item auf eine fSfeubomoi^^ofe bed umgeben« 
ben ftilrftaOd gefd^Ioffen* ^be, fo Don eingefd^Iojfenem ®ranat auf ben 
flberfcVftoOifi^^ SefuDian, ba auc^ bad ttmgele^rte Dorlomme, fo Don 
©Gmmer in 5Di{ik^, anbalufU, Staurolit^, S^Iorit in SRagnetit k. 
6c^ Sttneralien jugleic^ bl^M^ifirt, ttKt^ Irii^t )u begreifen, fo 
fdnnen fte {t(^ in allen Serl^tniffen um^üOen unb burc^bringen« 
Seoi^ftoert^ fe^ bie Um^u&ung eined Stinerald bun^ ein anbered, 
loenn bobet eine gelmffe Symm e iii e ber itr^ftaBftructur Dorlomme, 
eovetoppement avec orientation. ®r citirt 9eif)iiele Don Derf<||iebenni 
Sünerotten, beim fa^ftallinifi^ (ikfüge rabial na«^ bemfelben Gen« 
trvm ge^, fo ba| fie, tane er fagt; eine atruclure en opcarde geigen, 
erinnert an Sie regelmfi^gen SerUHic^fungen Don S)ift^ unb 6tau« 
rotit^, SbttU unb ^^imotit (Saf anomelan) , Xm)>l^iboI unb Xugit unb 



S96 in. Son 180^ M 1660. 

fi^id^/ beren betet» am Sifh^ U» Xrtiiel« * JttlfflttIb0M)»|ie <Sr^ 
ta>&^nung 0ef(^al^, unb ^ält btele bergUc^n Crfc^eimiiigeK ffir ei« 
Seichen einet, toenn atu^ nid^t obfolut gleid^tiseii Itct^RoIifaliim ui* 
h>enn au<^ ein eth^flOenbed ober eingel^iUlted SRineral MtubMUMfi^ 
fe^n Idnne, f o feV bad bod^ teine^tpegiS immer ber %aU. Xnbeijnrfeiti 
erllore ber 3lfomort)^idmud meiere S^De, tvo man ^feubomist'^itaiiS 
angenommen ^be. (Sr giebt in tobeOarif«^ 3ufammenfitdluitg bie 
belannten )>feubomor)>l^irenben unb ))feubomor))^oßrten &pem^. Unter 
ben erfieren erfd^einen, tote fd^n 9Ium bemerfte, am i^figfikii 
^\)xit, ^matit, £imonit, CXuati unb ^brofUtcote mit XoBei^, unter 
ben )>feabomort)^{trten £t))arit, Sjtetnfal), SkrVt, XnbVbrit, avt^# 
(Karbonate. Xn Vi ber belannten (nad^ Slaumann 64^ &pcdti 
lomme $feubomort>^dmud bor. (Reclierohes sor lea Paeudomor- 
phoees. Ann. des Hines. t. XYI. 1859.) 

Sd l^aben femer ilber $feubomor|>M^ gefd^rieben: Dr. Suflati 
8if d^of 1 iOßbudt ber (^emifd^ unb t^i^^ftlaUf^cn »eologie. 93. IL 
1855. 8eft)rid^t audfü^ic^ bie im Qkoitn babei totrienben f^em^c^ 
Stgentien. @l. $. Dtto Solger, bie Snttoidflung^i^i^te ber 9Ri< 
neralien ber Xallglimmer-i^milie k. Sf^^^ 1^66« Dr. (B. 0eorg 
SBintler, bie $feubomor))H^n bed SRineroIreidM- Slüncben. 1855. 

Seiträge )ur Itenntni^ folc^ Silbungen unb Umbilbungen ^ben 
geliefert: Srett^auf^t, 5Daita, ®lodEer, 9l5ggerat^, i». ^auer, 
Itno^, ftenngott, $. TtülUx, 9leu|, 6anbberger, (8. 9lofe, 
®. Dom 9tat^, 6illem, 6orbV, b. S^PH^^^i^ u. a. 

S)ie em>äbnten SRolecuIarbetoegungen in {Harren itdr|mii finb 
au<^ bon 3. %. £. ^audmann befturod^ unb burc^ Beobachtungen 
an neuen Setftnelen feftgefledt toorben. Heber bie burd^ SRoIeotlar' 
beta)egungen in ftarren leblofen X^tpttn betinrlten ^formfinberuneett. 
Odttingen. 1856. 

Die p^tvitomotpfftn Ser^bniffe bürfen nic^t unbead^tet bleiben, 
toenn Stätj^f^j^ über Xnomalien bon JttVftoOformen gegenüber bereu 

1 daxl ^itjlat) <£(rt{lop^ 9if(^of, geb. l}92)n^Mberg, Vrofeffor 
ber S^niie unb Technologie au ber UnioerfitSt }u 8ottiu 



1. 9Rniera(t»l^yfU. g. ili)^{laffO0entf. 297 

9Rif (jungen t^orCtcgen, ein befonbere« Sntereffe l^aben fie aber ffit bic 
^geolofifc^ CrfUtungeiu ^efe Silhtngen {tnb fibrigenfS gutoeilen f o 
tYügfnfdft, baft felbft bor t^ielgeflBte fttvM^^^ SBBeift bie ^^UmU 
JttVfIaOe @|S{<ubomi»)»H^ ^<>n Ouwci nßdf 3>atoIit^) für fid^e erH&tt 
unb aU ein Xnol^gpn bon Qalc^ unb Xrogontt angefe^ ^, obioo^I 
fie bon SeD^ ^nb f$^ili))|)d ri^tig gebeutet kootben toateit (Xbl^. 
! )>ct Serltnrr »abemie 1839.) 

CKne intifcffatite DneOc ba ftit^fbiObilbung l(fat Secquetel <* 

traticn B^I^# toeU^ iti^ftoOe mittelst eined fe^r Ungfam tmrfenben 

galiKintfc^ Strome^ batfteOte. Sr est)erimentitte mit einer in Uform 

; gebogenen Std^re, toelc^ er an ber Siegung mit Z^on Dber 6anb 

{aU 5Dia))^agma) fftBte unb in bie beiben Sd^frl berft^iebene gfläffig* 

leiten go^, bie er mit einem ftu)»fer|itreifen Mrbanb. Sr er^ett in 

biefer Seife itrt^ftoDe k^erfd^idbener @a^ unb Sc^toefeberbinbungen. 

(Ste^rere Xuff&le in ben Ann. de Chim. t>on 1827—1832; Instit 185S.) 

Sbelmen ^ nuul^te ebenfoAd eine neue Xrt foU^ SJilbungen 

belannt, tnbem er Sdfung^mittel im 6(^el)flttft auf berf<^iebene 8er« 

binbungen ontpenbete^ unb itu«^ gefteigert» fortgefe^te ^^ erfitere 

n)icber entfernte. XI^ foU^e £dfung^mittel gebraui^ er bie 8orfättre 

unb ben Ooroc. dx fyU eine SUUft bon Slineralien, beren KlnftUd^ 

bargefteOte SRifc^ngen er in befagter ffieife aufld^, in fin^ftoOen 

erholten unb Mrtoanbte neue 6))ecied gebilbet, fo in ber 9lei^ ber 

S^nneOe u. a. (Ann. de ehim. et de phya. 22. 1847 unb 33. 1851.) 

2)ie 3^4^(4 fludfttiger 6ubftan)en bei er^d^ Xnn)»eratur 

ober beren (Kntotrbing auf .beftimmte Slifc^ngen toar )um Qmtd ton 

fir^fiaabilbung ebenf^^ (Segenflanb ber gforfc^ung. ffiö^Ier fieOte 

Jtr^ftoOe oon G^mos^b ^, inbem er ben 3)am)^ Don 6^romfut)er> 

<i^Iorib bun^ OUfi^ lerfe^te ($ogg. ». 83. 1834), üimi oertoonbefte 

1 «nun (SSfar Oec^ueref , geb. 1788 )it ^tiSon fsr foiag, 2)e« 
iKirtcmcnt S^ircft, ^tofcffpc an Miute d'faialoire natareUe ia ^tie. 

3 5atoh 3ofe)»b <SbeIinen, geb. 1814 luQoumc U€ S)aiy, 3>eparte' 
ment !Doube, geft 1852 )u ^^xt9, Ingtoieur en qhef des Mines, Vrvfrffor 
ber l^ecimafie tn ber ^le dea Minefl (1840) unb Vbmiuifhmtor ttt ^or* 
cdUnfabrit pi e^xtz (feit 1847). 



298 ni. 8on 1800 m 1860. 

G^Iotdfen bun^ emm Strom toon S^toefehoofferfloff ia IbSr. 
(Ballet de la aoc. g6oL de Fnnoe. Tom. VI. 1835), Salb:«: 

2:Uan(i^Iorib, Bei Zutritt l»on 9Baffecbam)yf, ShV^oOe MR 3nr: 
(r^ombifd^) unb XtianosVb ersten; bun^ @ iniuufm ig tHm fh» 
t>^otd^Iorib auf glü^ben ftaR, Arl^ftaDe i»oii X)Hstit; S>iiTeft* 
erhielt Sidmutl^tm unb Slntimonit-fttl^ßaDe burd^ B^rfc^ns ^ 
(S^IoTtari^mut unb S^Ioranthnon mit ^Gi^lDefeliDaffer^o^ m ber <9ir 
l^i^ K. (Daubr^, Cotaptes rendns le TAead. XXIX. 1^^ 
Durocher. Ibid. XXVm. 1849.) 

3)auBr^e i^ot ferner flejeigt, ba§ bei gin t w tung twn CK? 
fUicium auf rot^Ifi^be JtaUerbe, Xaderbe, Z^onmbr sc fctbfc 
fkter Duar) unb toerfd^ebene eUtcate, SBoOafbnit, (S^rt^oCl^, 2)ittr. 
3^)^fibf S^Ikf^xt^r ©ranat k. ersten loerben fdnnen; bmi ti 
Iid(fe 9(nn)enbung t>on S^Ioralumimum -— Jtorunb, @|riitel[, €M«ai 
(L. lostit. XXn. 1854). 9Bie Subflanten, todU^ unter grMM^ 
aSer^Itniffen Don S)rudt unb Xem^^ratur unld^fic^ finb, bei fMs 
S)ru(( unb er^d^tet Xem))eratttt gelMtxunb aud bar S^fiing ban ff 
Jtn^ftalTen er^Iten ta>erben tdnnen, liat Sd^af^fiutP an hn SUt. 
erbe flejeigt, bie er auf fold^e SBeife in SBaffer IHU tmb bcn« 
OuartfrVftaOe erl^ielt. (3Ründ^ner ®ele^ Xn^eigen 1845. ImL 
@. 557.) dbenfo Iddte aßd^Iet bei einem 2>rtt<ie t>0ii 10 -I- 
3[tmof^l^ren unb einer 3:emt>eratur bon 180®-- 190® 9fy9iff/i^^ 
aStoffer unb erl^ielt baraud JtrVftaOe biefed IRinetaU. (Xn. ic 
e^em. unb ^l^armac. LXV. 1849.) 2)tefe Serfud^ ffaib in gr^ 
9(u(^l^nung bon Senarmont unb S>aubr^e^ loftier gefttß 
n)orben. Senarmont er^^te bie 6ubflan)ett, toeU^ aufieinoxM 
nxtrlen unb ein S5fungdmittel g. S. burc^ (Entbinbung t^on SUUet 

1 it Qmil 6(^af(aut(, gfb. 1808 am 16. %thx. ju 3ii0oI|toM, f> 
ffffor bfr Ofognofie an ber Uim^erfitSt )» 9Nlm!^n nnb SonfenMtor fcer ^ 
gnofKfil^n fj^aaMfammlung bdfelb|l. 

3 $aul :^auBr^<, geb. 1814 am 25. 3mtt )tt 9Ret, In^ieor dn 
Mines, frofcffor ber TOncrologte unb Geologie an ber 9>^t5t ber OnW» 
fc^ften )u etragburg. 



1. 9RinfraI)>l^t^fH. g. ittVflaaogfiiif. 299 

amt Iräftiger maiftn foOttn, in gefc^Ioffenen in einen ^fintenlat^ 

)ef<l^o6enen Std^en. dt fUUte auf biefe SEBeife bun^ (Ir^t^ einer 

;^fttne t>on heippiU lo^Ienfaurem Kattum mit Jtiefeßftli unb Stealgat 

hrvfiaOtftTten Ouaq bar, mit anberen geeigneten Sdfungen Salcit, 

äRaeneftt, Sarl^t unb eine Stei^ bon SuQi^reten. (Sbenfo brac^ 

Sautr^e burdft ftorfe« (Er^i^ t)on S8affer in einem gefc^loffenen 

eifemen Xt))Nkrat mit ben geeigneten @ubftan)en berfi^iebene Silicate 

^ur Siyfung unb Jtrl^ftaltfatimi. (De Senarnioot, Exp^rieoces snr 

Im. fomration artÜlcielle de quelques mfn^raux par vole humide. 

Ann. de ehim. et de phys. t XXXII. Daubr6e, l^des et ex- 

pMeneefl sjnthMques aur le ni^tamoqihisQie et 8ur k fonnation 

des roehea eriatallineB. Paria 1860.) 

2>ie ttirlung (angfamer Silbung ber tr^ftaDtfirenben Serbinbung 
mtttelfl 2)iffuften ober burd^ Stifdjfung mittelfit ^ori^er 6(^eiben)Anbe 
^ben beobo«^: 9tac^ (Comptes rend. 36. 1853), 2)rft)ermann 
(Ann. de ohim. Pham. 87. 1853). So^I (ebenbaf. 88.) unb Stuf^h 
mann (Instit 1865). 

Xud^ bie Alteren Qrfai^rungen, ba^ au^ bem &^e^flu^ Stt^* 
fiaOe gebifbet toerben, finb tmeber aufgenmnmen unb bereit^ tomrben. 
arbeiten l^erfiber ^aben geliefert: ^audmann Speeunen erjatallo- 
graphiae metanurgicae. 1820; Stitfd^erlidif, Xb^nbL ber Serfiner 
Sdabemie t>im 1822 unb 1823; Sert^ier, Rechevehe« aur la fuai- 
biKt^ dea ailicatea; ®aubin, toeb^ burc^ 6d^me()<n t>on SUaun^ 
Aimnb barflelbe, Oomptea rendua de TAcad. t. Y. 1837; ®. Stof e, 
lieber bie Shrt^llaOfmn ber r^omboebrifc^ StetaOe 1850; Sifd^of, 
Wanro^ u. a. (8erglei(^ X. Oitrit, tteberft(^t ber {M^genneten 
tun{Hi(^ 9lfaieralien. ^^eiberg 1857.) 

IktqUidfm ttnterfm^ngen finb nid^t nur für bie Stinerologie 
t)on 3nteref|e, fie finb ed iti nod^ ^5^erem (Brabe fflr bie ©eognofte 
unb (Beobgie. 2>et alte Streit ber 9te)^ni|ien unb Putoniften ffok 
bomit eine loefentlif^ Serfinberung erlitten; bie frnift angeführten 
Belege jur Gtüfung ber einen ober ber anberen Unfid^t ^^aben ft^ 
nic^ ate aOgemein giltig betoft^ unb man ^ erlannt, ba| biefelbe 



300 ni- Son i8oe m leeo. 

|Rineralft)ecifd oitf ben toerfd^iebetiften SEBegen tn Stt^ftoHa otir 
toetben lü^ne. 

Sfaibere Unterfud^ungen ioaten auf bie Sdnitgsiiiga M£:t 
mener ädtöbUbttttg bor Ittl^ftaOe, i^re ®rd|e^ me^ skcr iscr 
fUd^cnreid^ Sarietfiten K. gorid^. 

S9 tft fd^on im knotigen 3riirauin erto&^nt Ivorbcn, bo^ iMii 
tOLf^UÄöft äkrfuc^ über 2)arfteSun9 Doi» Jtrl^ftollcn angrptdlt n^ s 
eigene Sd^rift üier W Itunft fdd^ SUbungen )ii leiten ^cnnigB^ 
^t. Sr nannte biefe ftunft fttl^iaOoted^me. <b ffi^ a, ^ 
man, um aud @a^Iöfungen tmOIommene JltVftaSe pt ec^Iirs. 6t 
fä|e mit flad^ Soben. gebrauch niflffe, ba| ebie fl er ifl »ete 2a 
t^eratur }u bead^ten unb ebenfo bie Soge unb Stellung hei itafM- 
toeb^r i»ergrdftert toerben foB. (fo bemet!t, ba^ man %^ikt, toeb 
burd^ 3uffiSe be« Gimtahd an JhVJiaDen entfianben, lokber k 
beff em lönne , ba| bod SSad^fen leine befttmmte 9ttn%c fyäft mSt bsj 
jebet Xl^eil eined ftrl^ftaSd, ioie Kein er fe^n mdge, feOß eis ^ 
gangen ä^nlid^er itrl^ftaD fet^, ba| ). 9. ein Ohoeber, todäfc^ ? 
taufenb StödFe jerbroc^en toerbe, burd^ eine 9Bettrr6iIbttn9 lasK-: 
Oltaebet gebe, toeb^ t>on bem gerbrod^enen nic^t l>eifci^teben fe)^ :^ 
(De la Cristallotechnie ou Essai sur lea Ph^nonitoea de Ja Cif 
atalliaatioD. 1802.) 

Seubant l(fat biefe 2forf(^ngen fortgefe|t. 9r erlrmit ate & 
fad^ entfte^bet f^ormDerfc^iebenl^t bie Seimengung einer ^tr^ 
artigen 6ubffan;. 6o er^eK er aud. einer Sdfung t>on C^bmatiiff 
bad @al) in Oltaebem ^un^ beigemengten ^mftoff , SQonn btßst 
ftrte in anberen SRobifilationen aud einer £0fung in 6aI)Kleifa: 
ober 6a[)f&ure, ald aud 9Baffer u. f. to. (Aon. de MineB. 181^) 
3)iefen ®egenftanb be^anbelt femer eine Xb^anbbtng Don 9L Sauer 
nagel ^fiber ben Sßirlungdlreid ber ftr^ftaOe'' (Jta^rr*« Sbi^. T. 
1825). Gr brac^ lünftlidjfe ^l&c^en an t>erfd^iebenen Salgbi^ff 
hutdf Xnfd^Ieifen ober Slnfdjfneiben ^tt^x unb legte bann btefr St» 
ftaOe in eine geffittigte S^ung beffelben 6a^ed. £abei bemerftr a 
ba^ bie tünfllid^en ^(ä(^en fid^ fortUIbeten, loenn fte cmnbinaiir«^ 



1. aXinemlt»^^. g. Ri^flaOosenif. 301 

a^ig taKiteii, au^bem aber Mmatbten. (Er et^It fo fjfl&i^ unb 
Jtnmtn, totläfe bei ben angetaMtnbten 6a^en fonfit fe^ feiten finb, 



|. 9. ben ^V^amibentoürfel | a : 2a ; opa | am S^bmatrimn, bie 



$I&d^ bed geta^nKc^ ^Mtagonbobefoeberd am fa())eterfauren fßUx* 
yp9\f (bad St^mbenbobefaebet lonnte er boran nid^ Vorbringen), 
Die 9UU^ eined XrioKdoltaÄerd am Xlaun u. f. \o. dt unter« 
fuc^te au(^ tirie toeit ein gebilbeter JltVfIaS bmlen Idnne, um Jtrl^ftaKe 
riner Sdfung auf fiiä^ abzulagern unb fiberjog firVftaDe mit bfinnen 
&df\i^ Don Sotf ober fBia^, too er bann toeitere Sergrft^erung 
mit 0infd^luft ber frembartigen &^UijU bemerlte. 9(e^nß(^ Serfuc^ 
^at Stopp angeßeDt unb gefunben, ba^ ba Qeberjug, too)u er ge« 
f&rbted SoHobium gebraud(fte, ben etngefd^Iojfenen JttVftoS nid^ überaO 
toolRommen betfe, toenn ein gforttoad^fen fitattfinbe. (Xnn. ber S^ie 
unb $^rm. 94. 1B55.) Unterfudjfungen über bad SBeiterloadftfen 
t)erfUimme(ter, ober mit {finfUid^en %lädffn Derfe^er Jtn^ftaSe, ftnb 
femer oon SRarbac^ (Compt rend^XLUL 1856), $afteur (Inatit 
1856) unb ». 6enarmont Oßogg. Xnn. C. 1865) angef^St toorben 
unb ebenfo bon St. b. ^auer (St^ung^b. ber SBiener Utabemie ber 
Sß. 8. 39 unb 40. 1860). 

b. ^auer erlannte, baft bie gleid^ ItrVfiaDform gtoeier Salge 
m<^t ^nreic^, um eine gfortbilbung bed ftrbftalld eined (Sai^ in 
einer £iyfung bed anbem )u betoirfen, fonbem ba| aud^ ber gleich 
2^bt>ud ^ (^if(^ 3ufammenfetung in beiben ba)u nöt^g fel^. 
Sr nennt in biefer SEBeife gebilbete Itd^ftaQe e|)ifomorb^e unb bie 
bieder ge^lhrigen (lrf<^ungen (l)>ifomor)>l^i^mud. b. ^auer 
fteOte unter anberem berglei^ JlrbflaOe aud ber ®tn^ be« fc^loefet 
fouren Stagnefta-ftali bar mit folgenben übereinanber hvßaOifirten 
Slifc^ungen: 

Co8 + K8 + 6A 
CaS + kS + öA 
Mg'S + kS + 6A 

Mg8 + H«NO ]x ^ + 6* 



304 in* Son 1800 m 1860. 

ft>eU^ 1789 in feinem Trait£ ^l&nentaire de CUmie bie lOb i^ 
brcnnungdld^e borlegte, 'bae SBSgen unb SReffeti m ber Shn i 
gemeiner unb genauer eingeffil^ unb bie 2efyct t^on ben taf: 
$ro)iortionen trat Balb befKmmter auf, iuxdUfyft buni^ bie Un* 
t>on l^* ®- 9li<^ter ^ (Xnfane^grfinbe ber etSi^iometrie S » 
Sre^Iau unb {Hrfd^berg 1792— 1794),^ roufi, ^al^liiffat, h 
ton^ unb bor|flgItc^ burd^ eine Stei^ audgeteid^netrr Qntcififc^ 
bon Serjeliud, to&^enb bie c^ifd^ S^^ngm, toe^e Mi." 
Sntbetfung he» ©albanidmud (burd^ ®albani 1791) mittdjl bar 
Solta 1800 con^irten Sattle, t>on Sab^r Ktd^olfon, fiatiti 
Serjeliud, ^ifinger u. a. borgenommen tmttben, emr tl^ 
d^emtfd^ X^eorie anbahnten, toeb^e, nad^ 3. SB. 9litter*«Sei:r 
borjüglid^ Serjeliu^ )um Vertreter ^tte. Serjeliud batfkr 
iSAüd auf bie berfd^ebenen Stineralmifd^ngen angetoenbct unb mSi rr 
Siegeln bie fal)artigen Serbinbungen beftimmt, totU^ }te jufncrr 
fet^n. ^efe fyii er bann mit 3^d^ in ^rme(n boxguffeDen y-:^- 

2)ie 3a^I ^^ d^emifd^n (Elemente ift burc^ bie genaueten ^ 
bungdmet^oben, abgefe^en bon ben Stabilolen ber ft^on fiiiff*^ 
lannten Qhrben unb SQIalien, toeld^e man ifolirte, bcbeuienb tKmt- 
toorben. 

3m l^a^re 1801 entbedte ^atfd^ett^ in einem SKwnl s 
SRaffad^ufettd bad 3^antalum unb nannte ed Solumbittin. i^- 
fanb Sieberg' baffelbe in' fd^toebifd^ äRineralien unb matu^ 
Xantalum. 1809 j^fite SEBoIIaflon, ba| bad Zantohm 3:^ 
Solumbium biefelbe 6ubftan) feigen. 

1803 entbedte äSoIIafton bad fiallabium unb 1801^^ 
Sl^obium im Patin. 1804 entbedte @mit^fon Zennant^i^ 

1 Seremiai Qenjamin ^iäfttx, anfange 8erg)>robiTfr fv 9tr(^ 
färb 1807 all 9ffe|for (er 9erg»frf«abininifhration unb 9(Tcairi|l an ^^ 
cfOanfabrit gu Qerltn. 

2 Charte« ^atfc^ctt, geb.'lTöö, gelt 1847 ju C^lfea habti^ 
»-«uberl Oupaf (Sfeberg, geb. 1767 |u ^tod^olm, geft. 1818 )BMf^ 
^ ©mit^fon^tcnnant, geb. 1761 au @dbv in ^orfftire, g* 1^'' 

)tt 9ou(ogne. 



toIUt»SDe9cottU ^ bad Ddmium utib dvibium, ebenfon^ im 
lUatinfanb« 

1811 Iviirbe »on Gourtoid ^ bod 3ob m bcr Xfd^ bon See* 
>flasi|fn oufieefiiiiben, 1817 t>9n 9rfl»ebfon* baft Sit^ion tot 
tietaltt^, 6|>obitmen titib enit0ett ZumtaKnen unb in bemfelben 3a^ 
yan eerjeHud baiS Gelen in bent SU^Iamm, tt)elc^ ftd^ iei ber 
grobricotipn ber SSd^toefdEfftttte )u <9rttiA^Im alfe|ie. 2>ev ba}u bie> 
nenbe €c^toefel ftavmU aud gfa^bmer^Sd^to^feDie^. 

1818 enibeifie @tromeVer^ (mit i^ ^ermann, 9Ret|ner 
unb Starften) baft Sabminm in ^U^i^ ^inbs^b unb S^ 

188& imnbe Don »etjeltu« bie <ie|i0e) Zl^orerbe im33^ottt 
entbedt nnb 1826 «on 8aUtb ' ba« »rom in bev Stutleriauge bei 
a/c<cnvit||et0. 

1880 erlannte Sefftrflm * in ZdbevgoMKfenei^ ein eigent^m» 
üc^ 9tetaO, t9dU^ er Sanabium nannte. 3>el Stio, ein 6|Kii 
nier (f um 1849) ^otte baffelbe fä)on 1801 in einem mesüanifd^ Sleiei} 
entbech unb tftVtlronium genannt, ate etgentlfimlid^ aber auf bie 9(u< 
timt&t t>im SoIIet<2)edci)ttU ^n imeba aufgegeben, ba ed biefer für 
G^rom ^ieÜ ffi»^(er ? )eigte (1831) bie ^bentitftt biefer StetaOe. 

1838 entbedte-Stofanber® bai Sant^an in Ger^Serbinbungen 

1 ^. 8. CoHet'Delcotid, geb. 1778 au Sacn, geft 1815 )u ^rii. 

s 8. Conrtpt«, geb. 177T'su Dijon, geft 1888 )tt fm9, erfl 9^r« 
maccat, bann Calj^ettcfabritaitt wi^ ^^xft^xmitor «^ifd^ ^rotaftc 

' 3. Vug. Xrfi»cbfon, geb. 179S |tt &a§ttf^olm$^et9t, ge|t. 1841 
)u ^bcnfoe. 

4 gtiebr. ®ttomei^er, geb. 1778 )u Odttingen, geft 1835 bofcIb|t 
aU f tofeffor -ber S^ie« 

d X. Serone 8a1arb, geb. 1802 )ttSRoitt)»e&ier, ^ofeffor b<i:(^emie 
on ber gacititat bei ^ciencee unb am SoH^e be ^anct )u $an9. 

« »iU Gabriel Gefflrbin, geb. 1787 )u 3l9bo eoden, geft 18i5 

7 9riebri(^ ®5^Iet, geb. 1800 gu (Sfc^ere^etm bei Sranffnrt a. Sit, 
frofeffw ber S^enie an ba UniiMrfltSt )u OSttingen, flefte bag tOmmitittm 
tar (1827), ba« eeritttitin ufib gttnitin (1828) sc 

^ C duftall fiRofanber, -geb. 1737 |u Gabnar, geft 1868 }tt tng«« 
bolm bei !Drottntiig(obiu 

«•»cII, «cfi^i^tc kcr Kimratoait. 20 



unb 1843 bad 2)tbVm, Stbium unb 2:erbittm (Beobiter bc« 
Dttriutnd). 

1844 entbetfte (Slaud« bad 9tüt^etiium in ^httnrfidfUnbcit 
ttiib 1845 ^. Siofe^ bod Stiobtum in rinem 9KiiciraI tun »oben« 
maid in Sa^^^, 9ltoBit. SRan(^ anbete aü 9tiob ^ottig angeffiroc^ciic 
Stineralien, Suitnit, @atftardlit^ sc entölten eine Sfiure, beim 
Stäbicale U^ (1860) ati eigent^mlu^ angef^od^ unb S)ian er- 
nannt ^abe. 

@e^ tDenig gelannt ifl bie l»im Gbanberg' (1845) im nor^ 
ioegifd^en 3ii^ott ^ eigent^ftmltd^ bf)eid^e Sotetbe. 

Ste^rete biefer neuen SIemente finb toettet in betfd^tebenen 3Rv 
neralten aufgefunben toorben. €o bad 3ob 'im Soborgl^rii toon 
!SauqueIin (1825), bad fßtom im 9nnnargl^rit toon Serl^ier 
(1641) unb im QmboIU^ kM>n $Uttner (1847); txa £tt(^on im 
Xmbl40onit t>on 8er)eliud (1820) unb im £it^ml lM)n 6. (Kmelin 
(1820); bo^ ^aabtum im ^aabUtmfioIb bon »erjeHud (1835)^ 
ba^ Selen in einer 9lei^ bon SSerbinbungen mit Slei l^on ^. Slofe 
(1824, 1825), femer im SuIairU unb Serjefin bon Ser^elittö 
(1818), im Selenquedftlberain! bon bei 9lto (1820), im Dnofrit l»on 
fterften (1825)^ im Serbod^it \>. ^. Slofe (1825), im ZiemannU 
\>. 3Rarc .(1828) unb im Staumannit D. $. 9tofe (1828). 

.Z)ad SSanabin fanb man in mel^reren SRineroIien ald Sanabin- 
fäure, fo entbedte ei^SoIbort^ imSolbort^t(18S6), ^crgematttt 
im S^ed^enit (1850), %x^i^ex unb Stehler im (Buf^nd^t (1854) unb 
2)amour im S)e^cloi^it. 

3)a^ £ant^n mürbe ate JDsVb im SRenajit erfannt bon Iteirften 
(1840), im »obenit bon «ernbt (1848), im Xritomtt bon »erlin 
(1851) unb im 2ant(;qnit bon Smitl^. 

1 (S. (Srnft (Slaud, geb. 1796 gu S)or^at, ^rofeffoi: bei $(axmo€te aa 
ber Uiiii^erfttät bafdbfi. 

'-' «)einri^ «ofc, geb. 1795 am 6. tuoufi )u ©wßn, ^tofeffor bfr 
(S^tmit baffibft. 

9 & griebr. B)»aühtx%, geb. 1805 ^v ©tod^olm, $refeffor ber üfftmit 
uiib ^^bvfit bafelbft. 



2. 9RmrcaUtcmif. 907 

Vbn auit toiele (Elemente unb beircit OsV^e« tveU^ bot 1800 
nur in toenigen Stineralien tntbtdt toattn, ftnb nun ta>ieb<r^o(t auf* 
Qefunben unb nai^dmcfen toorben. 

eo bte $^od))^otL&ute im 9B3<ttofDtt twn gfu^iS (1816), tnm 
b^mfelben im £a)ulü^ (1818) unb im SEBAgnerit (1821); tMn »cr)e« 
I i u d im 9(mbIVgonit (1820) unb in einer 9tei^ )N>n ft.ut>fen){l;b*, 
@ifmosVb< unb Sleips^bsScrbinbungen. 

Sie Sorfoure erlannte ftIa))tot^ im 2)<Uolitl^ (1806) unb im 
Sotrvolit^ (1810), Soge! im S^init unb fiamt>abiud unbSogel 
im Zurmalin (1818), ®. 9lof e hn ai^obiiit (1834), ^eft im ^t^bro* 
boracit (1834), ^at^e« im Sorocalcit (1848), Ulec im »mronatrocalcU 
(1849), Srni imS)anburit (1850) unbSec^i imSarbeteOit (1858). 
3)ad ^Ittot tourbe aufgefunben im RtifoliQ^ bon Xbilbgaarb 
(1800), im Dtttocerit b. @a^n unb »erjeliu« (1814), im G^irn« 
brobit bon Sel^bett, in bieten ®Kmmeni. 

3)ad S^lor ^t SIebetg im €obaIit^ nofi^etariefcn (1811), 
$faff unb 6ttomel^er im eubial^t (1819) unb in meisteren Sbi» 
berbinbungen ^ man ed aufgrfunben. 

SeriOerbe entbedte pSauquelin im SuIIad (1800), SeVbett 
im S^^foberiO (1824), ^attioall unb 3. Sifdifof im ^l^olit 
(1833), X. erbmann im Seuto^an (1841); bie girlonerbe fanb 
e<i^eerer im 9Bö^Ierit (1843), 6i»grett im itoto^reiit (18&0),. 
9erlin im Za<i^lfa)»^Ittt (1853). 

^e feltene ^tteretbe kmirbe im gergufonit bon ^arttoall (1828) 
unb im (Sttiemt bon 6.4eerer (1841) gefunben unb bie SatV^erbe 
in tief elf «Uten Serbinbungen, in toelc^ man fie bor^ md^t beob* 
adfiei kcMt, fo.im Sretofterit bOn Connel (1832), im (Sbingtonit 
bon ^ebble (1855) unb im ^t^Io|)^n bon €artoriu9 bon 
äBalterd^aufen (1855). 

2)ie Xitanfäure fanb »erjeliud im^b^mignit (1824), ®. »ofe 
im$ereto>dlit (1840), 9(. (Srbmann im Jteil^auU (1844), aSit^nel» 
im €(^orIamit (184!*) # man entbedte fte femer in einer 9lei^ bon 
Sifmberbinbungen. 



308 ni* 8mi leoo Ki 1660. 

3>te- S^mf&if e f^t Serjelitid int Sauquelmit «o^^geiFtrs 
(1818) unb {^etmann im ^dnidt (1833). 

3)a« ffitene XeDur entbedte ®. 9lof e im ^effü (1829) «nb 
im aitait (1830), Se^tle im 2:eirabl^it (1881). 

2ki^ Cabmium ^Bnt Sonnel unb %f^om^tn im 
OttfBcfunbfn (1840). 

2)a man im Dorigen 3^^^^ ^^ Xuff(^Iic§fn unldtfii^ €Q^ 
cate nur mit ilntvenbung bon SlQalien fannte, fo tiHtreit bicfe fdb^ 
in bergleid^ Serbinbungen auf fol^fe 93eife nic^t gv tff liim ii ai > e 
ItKtr ba^ rin großer ®el9inn, Xuffc^Iie^ungdmetl^bfii gu fiaba 
Xodäft bie Sffümmung bct SDSaRen guRegen. Sine foU^ 9Rctk^( 
bun^ Xnh^enbung . bon fal})eferfautem Sarl^t ftnifbe )Ufr^ tum ¥c 
lentin Stoff/ b. j. (1802) Bei bet fimlt^t eined 9eIbf)Ntt|« ^ 
braucht. 2)iefe SRet^be iß bann (mit Xnit>enbun0 Don td^bnlantB 
Sar^t) bielfa«^ abgeönbert unb berbeffftt toorben unb 1823 ^ 9fr 
geliud audl^ ba^ 9(uffd^iegen mit ^lugffiure eingeffi^. Smr itutct 
3(tt i»on Xuffd^liegen burd^ SBerfe^en be$ h^flaDiftrten unUMicftfa 3t 
licatd in ben amctJpf^ 3uftanb, too bann in bielen %äSl€n £diBiHa: 
eintritt, tirie ^ud^iS }uerfl bemerfte, ^6e id^ )ur Xnall^e mm Otaaem 
unb Sefubian (1825 unb 1826) angefbenbet. — S>ie fd^tarierige 3crfir^ 
bcr Xbiminate unb bed ftorunbd fyit $. Stof e burd^ Hntoenbung \Kt 
fi^toefelfaurem Jtali befetttgt (1840); Setgeliud ^ik hitfH e:u; 
fc^on früher )ur S^^^A ^ Xantalate mit Sortl^ gebrauch 

Sei ber gro|ett SSerbreitung ber Sifenec^be in ben SKncrBt 
mif(^ungen toar ed bon befonberer SBic^tigleit, ben ®f^t an Ct?^ 
unb jD^l^buI )u beftimmen. ®d ftnb ba}u mehrere 9let^oben angegebn 
n>orben, bie bor^üglid^ffe aber bon ^ud^d (1881) mittetft gnto e n b i : 
tH>n lo^Ienfourem Statt unb fo^Ienfaurem 9ar1^ unb eine anbieie (IS^ 
mittelft metaSifd^eh ltu))fer(S; für unl^Iid^ Sünerolien apnbtit üd 
}u biefem 3^' f^^^ 0Ut ein Xuffd^Iie^n mit Sorocslo^ na«^ brs 
8orfd^Iage $ er mann*«. 

1 9$a(entin 9tofe, geB. 1762 )u Berlin, gcft. 1807 ebenba/ |[^tk!t: 
in QcrUn unb Slffcffor bed OBercoQegtum 9)?ebtcum. 



8. Wtbatttddfntdt, 309 

Xud^ bte ben Oa^^Sttf fac (1832) angertgte utib toon St. 9lo^r^ 
3. t>. £tfbt0, Starguetite, 9t Sunfen, 9. Bixtni u. ü. ou^ 
gebilbcie Zitrirmei^obe ^t ber Sltnetalanal^e me^d^ SMenfle 
edeifitt, unb Sunfen itnbUiri^^off ^aBen in ifingPct ^Srit ein 
ncueiS, ^di^ft inicreffanted SRittel )ur qualüotitom Xnab^fe an ben 
Siiiicn erlamil, todd^ «»on ct^^ten fUM^en 6uBßan}cn im 6))ectnnn 
in toeifc^iebenet SEBrife etfci^finm unb |um Z^I fd^n frfl^ bon 
«Ocrfd^el, gfottcault, S. SL 9RtlIet, ^^eatfkene unb 6toIed 
beobac^ loorben finb. Sunfen ' unb Jlird^^off > gilben b<nmt 
3lDci neue IDfoIicn entbnR, beren Stobicale ftc S&fium unb Stubi* 
bium nemien. (^oegenb. Xnn. 8. CX. 1860 il CXIU. 1861.) 

8<|fiflR(l^ ber f)»ectellni c^emifc^ Untetfui^unoen ber äRineralien 
fmb im IL Z^eik bie Sbtmen unb Sei^ngen ber Xnall^er berieii^nei, 
fol0eit.ei fftr ben Qtotd biefeft 3BerletB seeighet fc^en unb mdglii^ toat.' 

6otoie bie genaue Jtenntnt| ber SRifi^ng branntet unb neuer 
9RineraIH)ecied erfnfi^ unb auf trielfad^e SBeife Qtptülfi tawrbe, ebenfp 
mehrten ftd^ bie d^ifi^ Sttitel ber fftr ben Slineralogen unentBe^ 
liiftti (|ualitoüben $robe unb baju tmirbe befonber^ ber QJebraud^ beC 
Sdt^roM t^erbeffert unb ectoeitert. Sui^ J^iet ging, aU ein &ifikt 
0a^n*d, 8er)elitt# boran unb ^Uicirie im 3al^ 1820 (beutfi^ 
1821) feine befannte Xb^nblung fiber bie Xntvenbung be# SiH^o^rS 
in ber 6^ie unb SRinetalogie, toeli^e tner beutfd^ Xuflogen erlebte 
unb in'd 3fran|dftf<^, Snglifc^, ^talienird^ unb Sluffifd^ äberfe^t 
tmnbe. S^ürt unb äSineralogen bemfi^ ftd^ auf biefem CBege, 
d^cterifHfc^ Simctionen ou^umiiMIn, toddft nod^ gegenfp&ttig in 
Sntoenbnng finb. 6o ydgte gfu«^« (1818), tote }pit9^}fyw^üüTt Ser* 
binbungen bun^ Sefeud^ten mit €<^toefeIf&ure ah ber grünlid^ %&x* 
bung ber flamme, bie fie bann ber Sdt^ro^omme ertl^Ien, )U 

1 ». Oil^efm 8vnfen, geb. 1811 «m 8L VUk% |tt Mttinges, Vro« 
ffffvr b«r dünnte «h ber QniberfitSt |m ^ibetterg* 

s •• »»(ert itir^b^ffr g<b. 18i4 «m 13. SSSr) )it4Bnlg«bfTB^ 9»' 
frffet ber 9(9|il an ber Unioerft&t |tt ^bclbeig. 

8 ttse Mr i»tl98Hbtge tügftbe fScr Mncralanal^en bi« 1809 finbet fi^ 
m ^aitv*t Tftbleao eomjMnUiT, seoonde partie p. 121 tq. 



310 QI- ^n 1800 Bi« 1860. 

flennen {tnb; ©mit^fon ^ gab (1823) bad Serfol^tm an, Subcr 
bu)xl^ Sd^meljen nttt 6oba. im Stebucitondfeuer ju getfe^ n^ c 
t>on eingdretener ^^rbilbung boburd^ gu überzeugen/ ba^ vnte 
^u| auf blantem @UBfr mit SSoffet befou^tet; too man bam ss 
ben entftel^enben brfiunlid^ni ober fd^MitjIifl^en Rieden auf bie Bi^ 
fäitre in ber $ti>6e fd^Iiegeti tann; 1824 jetgte er eine Stet^obe, fütiu 
6ubftan}en butc^ (Srl^^^ ber $robe aitf einem rinnenfIhtmgeB Potz 
bled^, loeld^ an eine ®Iadr5l^e geßedt ioirb, in biefe 915^ ga tnäo 
unb ertannie bamit bie ^Iu|f6ure im ^u^tMtt^ unb ZoiMif ; l^^ 
befd^rieb- Xurner ^ ein SSerfal^en )ur Snibecbing bdS 2it^ieii# licc 
@<i^mel)en ber $robe mit S(u|f))atl^ unb fc^tDef^outem Bbaamd 
eS toirb bei Qk^entoaxt t)on Sit^on bie guerft ^n S^r. Omelia- 
beobad^tete rot^e t^bung ber flamme ^erborgebrad^ ; ebenfü fs^e 
mit Xntoenbung Don ^fSpaÜfy uHb foutpem fd^hyefelfourrm itttli (16^ 
einSlittel an/ bie SorfAure in unlddßd^ Stlicoien buti^ btrbate^ 
^fert)or0erufene grüne ^rbung ber ^omme )u entbedkn. ^arfort^ 
gab (1827) ein 3RitteI aum Shifftnben bed Jlafid an, tnbem erSufH 
OlVb in Sora; litöte ttnb bann bie $robe beifi^mol)/ loo M 
@e^alt berfelben an Aali bad ®lad eine bla| blatte gocfee 
|^art4>rt toar ei$ ouc^, toetc^ juerft jetgte, nne bad S0t^^ MH 
)ti qüantitoben Sefttmmungen bienen limine unb toenbele ed )iir Gütt 
ptoU an (,Mt $robirIunft mit bem ibOfttOft^ 1. ^^ 5Die 63kr. 
ptobe. greiberg 1827). 

Sine einfa<^ 9teaclion, nrie bunl^ IBefeut^ten -einer gcfK^oio^cici 
$robe mit Saigfäüre ein Jlu|)fergel^alt burd^ bbne ^bttng ber ^ßamm 
entbedFt nrirb, ^abe id^ (1827) angegeben;' ^. ®eri(fe f<^Ififlt (1856) 

1 3. Setot« S^acle ©mit^on, geft. 1829 )» (^itua, natflrri^cr e«^- 
bon 9u^\f, $(r}og )9on 9?ort(umberIanb. 

2 (Sbioarb Xuxntx, geb. 179Gauf Samalca, geft. 1887 )h ^un^test 
bei 8onbon, $ri>feffor ber Steinte an bet Uniberfitat bafelbfl. 

3 (S^rifltan ©^otttob <9$me(tn, geb. 1792 in ^flbtngen, gef. 1S$« 
bafefbjl, ^vofeffor ber C^^emie unb l^rmdcie. 

4 ^buarb $arfort^ geb. 1797 )U ^orforten in ber Ocoffil^fl 9M, 
gefl. 1835 ivL ©aloefton in X<xa9, a(9 Oberfl im 2:e^<imf(^ ferre. 



2. 9itietftl(^t€. . 311 

t>m, bte 6al2fäute buni^ Sl^brfitbec )u fife^Kn. 1837 jfigte 9er)f liu« 

bie 9lebiKtion )>on Sd^toefelatfcntl unb arfenii^ter SSure im ®Iad« 

tolben bun^ Xittoenbuiiß finer mit @obal<uige getr&nhen Jtol^Ie. Wlelfcttt 

groben auf Roß, 3RobfVt&n^äme k. ftnb 1839 tmn $Iattner< 

^blicirt toorben , totlifcx bte SRetl^obe {^ortd )ur quatititatiDen 

93eftuiimuiig< aui^ auf Jtu)9fer, Ski unb anbete SDtetaOe ou^be^nte 

unb fein Setfol^n in^bem SBSerle ^bie ^robitbinft mit bem Sdt^o^ 

t>on Statl griebtid^ gSIattn^r. greiberg 1834; 2 ed. 1846 unb 

3 ed. £ei))}i0 IdÖS'' audfü^Gd^ mitgetl^tt fyxL 

Ski fid^ bie oben ertoä^nten Setfud^ ©auffure'd, bie Sd^mel^' 
grabe bei Stinerolien ann&^emb buvd^ bad Sdt^rol^r ju beftimmen, 
tA^ pt(KlX\i^ erioiefen ffahm, fo ^abe ic^ analog ber ^rteffale eine 
€<l^mel)flale t>on fed^ä Stormalfhifen, jtmf^en Xntimonit unbSron^it^ 
t>orgefd{^la0en unb gqetgt, tane t>iele fe^t fil^lid^ 3Rineralien babutd^ 
bidj^t unkrfd^ben tocrben fOnnen (Srbmann*« 3oum. X. 1837). 

Z)ie bid^ bef)nn>d^en Serfuti^ ftnb aSe mit bem getod^nfid^en 

2SÜf€offt unb mit atmof^rifd^ £uft angefteSt toorben, ein 3S,ppaxat, 

um mit com^nrimirtem Gauerftoffgad ober aud^ mit JlnaOgad, toie ber 

Xmeribiner Stöbert ^are^ )uerß (1802) get^n, )tt opttxxm, ifl 

t>on bem SRed^ifer ^ol^n 9leta>nvann in Sonbon nad^ STngabe bed 

SRineralogen 3. Sroole (A new Blo^pipe. Ann. of Phil. YIL 1816) 

^efleSt toorben unb Slarle' unterfud^te bamit aOe bamate für 

unft^mel^bar gebenben SRineialien. ^e l^orgebrad^te ^i^ toar fo 

gro(, ba^, tone et fagt, Unfd^mel^borleit old C^tacter ber SRinetalien 

gfin)lt(^ Derfc^taHinb. Sr fd^moI)<fiIatin, Ouarj, S^kebon, Qivlim, 

€trineB, &m^, G^foberiO, ätnbalufit, SktbcDit^^fl^, a:alt k. 

(6(^toeiggerd Soittn. 8. 18. 1816. S. 20. 21. 22). ^ Stetomann 



1 torl griebn(^ ^lattner, geb. 1800 )u4Hein-SaIter«borf beirret« 
bös, 0e|U 1868 )tt drdbeig. 

2 ftDbett ^«re, geb. 1781, ge^ 1858 }u ^ffüo^i^a, 9»f(ffor ber 
^mie aa ber Unit)erptat bafelbft. 

9 Qb». !Z)antel CUrte» geb. 1769 |tt IBUKingbcn, Buffer, gefl. 1822 
I» CoMlribgf , Vrofeffor ber SRiserologie an ber UnioerfitSt bafcfbf. 



312 UI- 9oir 1800 M 1860. 

toenbete SSktfferßoff unb 6imer{ioff fletmfii^t an, ^arit l^atte Ite in 
getrennten SB^cen jujiaiinnenfltdnien btffen* Sie ^le^^ete Xtt toiube 
ftwter toiebev anfgenommen unb ed ergab {tii^ mit folgern 0eHfife eine 
Stei^ fe^ tntereffanter (Srfd^nungen, ober ^etabe kocgen ber an^ 
orbcntßd^. $itKr bte XOe« fd^mol) ober betfUkl^gie^ ettoiM fU^, 
abgefe^ bon ber (Emfai^^ bed Sn^mentd, ber dkbroiidb be« 
getDöl^nfid^ dfitlj^o^d fftr bie Unterfd^bimg ber äRineralieit stoed« 
mäßiger, unb imrb bad Sleumannfd^ Qkbl&fe nur in befenberm 
^Oen angetoenbet. lieber anbere ®ebUife mit SDIo^Ibani^; Xexptn' 
tinUbom^f, mit Xntoenbung bon ®adflamme k. f. X^eobor Gcbeejper'd 
„2»tiftofy:bud9/* »raunfd^toeig 1851. 

3uni (Bebet^ ber 9RtneraU^emie im gegeniofirtigen ^Alft^ttbeit 
trugen aber ou^ ben Xrbeitrn Vingelner toefentKc^ aud^ bte fyße^ 
motifc^ georbneten Se^rbü<ber bei, ioeU^e bie mannigfiabtgen Crfa^ 
Hingen gefammelt unb erUutert )ttm @tubtum boi^oten unb iugfingß^ 
mochten. 0d finb fikt unter ben Alteren pt nennen: S)od ^onbbud^ 
ber d^emifc^ älnall^fe ber 9RtneraIItet)er bon 9EB. X. £am)>abittt. < 
^berg 1801, mit Slad^ägen 1818> unb ba« ^bbud^ ber am^ 
b^fcben G^ie k. bon d. $. $faff,^ 2 Sbe. Xtbna 1821—22; 
2 ed. 1824 unb 1825; Iran ben neueren: S)a^ {^rnbbtid^ ber ^anB^ 
(iftifd^en S^emie bon $. Stofe, futft 1829, bann in mel^rereit Xuf* 
lagen, )ule|t 1851 in 2 Sfinben erfd^ienen. 9tamentlid^ 1^ biefei 
Sujl^ im Verbreitung ^ ber SKneroIanoIl^fe beigetragen unb gux (Be* 
tinnnung einer correcteren Sinfid^ in bie 9Rifd^ungdberl^Itntffe bet 
unorganifd^ StoturUr^, benn bie betreffenben Sbbeiten tamrben 
nun nod^ toofjl ge}nrfiften Stet^oben au^gefO^ unb tonnten aud^ bon 
tnelen 9RineraIogen , toeld^ nid^t eigentlich Geiler looren, oudgefü^ 
toerben. ^w SBermel^ng ber Anleitungen )ur Stineralanafiffe in ber 

t ffitl^eftn Sugufl 8am)}abtue, geB. 1772 gu ^e^Un im ^eciogtbmn 
etannf^^tg, geft. 1842 )u grciBetg, 9rpfcffor ber dirnU unb ^tttenfmibe 
an ber Bcrgalabemie. 

3 StTilltan «einriß Vfcff, geK 1778 }n etsttgtrt, geft 1962 )n 
Atel, ^tofeffor ber SRebicin, ^p( mib S^mie bafelb^ 



SL ' Blluintf <^mti<» 313 

YicuePeii3«t,bttfd^SB9^Iet,9lammeUbetf, gfrefentitd, SUnet, 
aSill u. a. ft)nd^t ffir bm 9Bert^, toebf^ ber Chemie in berVKnero^ 
logte )tterlaniit toirb, unb ed tfl faum |u begmfen, toie ft<i^ bie 
3Xo^«'fd^ 6d^lc bagegrn erlUmi lotinie unb ime ed frfi^ber 
aRa^ii0m bebutft ^^ l9eU^ bor|fioG(^ bon 9et)eUttd unb 
fjrud^d imebcr^olt be^M^ an bie Slttneralogen ergangen finbJ • 

SBoren fc^on ju Cnbe bev borigen unb im Xnfongr ber gegen« 

tpSxügen ^^mtbc biete äRtneralnttfd^gen in ber Sri BefKnmtt, ba| 

i an UffMn bie Crfo^ngen ber d^if^ ^)wrttimen ge^nAft toerben 

lonnlen, fo gef<^ biefe« bod^ er^ in innfaffenber SBeife um 1811 

bim^3aIob8et}eIittd. Siefer anlerorbentlid^ Slonn taxir geboten 

: gu 9Bafbecfunba bei £iirft)Rng in Oßgol^Ianb om 29. Sbtgitft 1779 

; old ber 6o^ eine« S^Iborftanbd, fbibirte 1796 )u Up^cda aSebirin 

; unb toitrbe 1802 SJod^r ber SRebicin unb abinngirter ^ofeffmr ber 

I e^emie unb $(armacie an ber mebmmfd^ Gifuk ju etod^olm^ 

1807 tmrRii^ ^»ftffor an biefer jfnffailt 1808 tmttbe er SRitgKeb 

ber etoi^obner nobemie, 1810 $rAfäent berfelBen unb 1818 t^ 

I bcfkSnbiger 6ecretfir. 3n biefem o^^^e nntrbe er bei ber ftrftnung be« 

Sll^tß itorl Se^ann in ben S&el^nb er^ben nnb 1836 bei Qk* 

Icgen^ feiner Ser^oÜ^ung in ben gfrei^ermßanb. (Er ftorb am 

7. abgnft 1848 {tt €le<I^Iin. 

3)ie ja^bfii^ Xnol^, toet^ 8er)elitt« angrfldtt ^otie, nm 
bie 9lif<^gi« ober ttomgelmi ^ ie ber (Kemente genau pi befKmmen,' 
boiten i^ {u einer SHdhtffion ber SRtnerabmfc^ngen borberettet unb 
inbem er an biefen bie Olefefe toieber ouffw^, loelc^ bie d^emifd^ 
$r&)Kiralr leigten, befc^ftigie er fti^ mit il^en )um ^frommen ber 
SBiffmfi^ ebenfo eifrig^^ioie i^ 3^ ilIa))rot^ unb Sauquelin. 
dt unierftt^ fa^ aSe bamol« beiannten Sptati unb ioieber^Qe bie 



1 %i^x He f^ecieSe (l^roflerlllif ber SRtneralten ffaU t^ b«e ^^etnifc^ 
Seilten «ieOet^t iwerf anffS^i^icr oI« anbete bcnütt nnb eine Qe|Uaunttiigt« 
met^be ber @)»eciee barauf gcgtfinbct Seist, »eine S^nifleri{Kf bet SRino' 
ralien, 1. 9bt(. 1880, 2. 9bt(. 1831 imb „^ff(n int 8efHminnitg ber Vlu 
nerafifn mitteilt einfoi^er t^ifc^r BerfiMl^ auf ttotfenem nnb naffem fBege, 
193$** — boiM bie 7. CufL 1861. 



314 ni. . Son 1800 BU 186O. 

äheren Slnall^fm/ namenilid^ totnn bie ftJM^iometrifd^ 
fe^brl^afted Slefultat anjetgte. 

3n ethem l^iftorifd^en SBerid^ fi(er bie Se^ve ton ben 
Ser^Itniffen Bei ^emift^en Setbinbungen, \odi^ er im ^o^ l^l^ 
an bie Klabemie )u Stod^Im erftattete, \\pnd^t er a(# Siihir$>Sc 
folgenben Sa^ aud: 

„SBenn ftd^ )tt>et RlSnspet in melieren Ser^Uiriffm ixtKifea 
lönnen, fo finb btefe 9lulti)9la be^ einen StS^tpeti mit gatqendaUA 
SSenn [tdf osl^birte fi0r))er l^erBinben, fo tfi ^er SaunfMt !e 
am ioenigflen fanetftoff^Ittgen ein gemeinfc^aftlid^ SMtrifor fir^ 
6auerfioffgel^aIte ber übrigen ober biefe ftnb SRuItt^Io: \)t>n jenem « 
einer ganzen S^^^- brennbare StSitpet berbinben ftc^ m eine» fAc 
SSer^&bniffe, ba^ toenn fte osvbirt toerben, ber Sauerstoff hH öm 
bem be§ anbem ehttoeber gleid^ ober batwn ein .9RuIti)Atm mit « 
ganzen 3a^L'' (Sd^igger'd 3; 9; IL 1811 6. 322.) 9Ud^ Mo 
(8efe|en, tveU^e Me (Srfa^rung JbdoA^rt ^tte, }nrüfte »ergenml ^ 
9(hal^\en unb con^irte bie Serbinbungeh ber SRifd^ng. 2^s£ 
mußten atid^ bie Serbinbungen ber Jtiefebtbe in bie 9tci^ ber €tbt 
gebracl^t toerben unb &^nfi(^ bie 6(^n)efe(berbinWngen. Um aber Mrc 
äkr^filtniffe ge^ihng bar^ufieOen, gebroud^ er d^<^ unb Mfiite 
baju ben Snfangdbud^ftaben bed (ateinifc^ ^tarnend etned jcbcB clr 
mentoren @tofed, toeld^ent/ n>o er fftr me^e (Elemente besfelkieic. 
no^ ein unteifc^eibenber SSnd^ftabe beigefügt hmrbe, }. 9. 8 = mlftm 
Sk = silloium^ St = stibium, 8n = stannuiti u. f. f. 3>te i^en^tei 
3eid^ brfiJEen immer ein 9lif(^ng^enri<^ <S(tom, Soüanen) m, 
ti^enn mehrere bergleid^en angegeben ta>erben foOen^ fo gefd^e^ e#teri 
3a^len. @o gibt er. (1816) bie Oit^bebed^^nt^ferd an = Cd + 
unb Cü -f 20; bie S<l^toef elfÄiure = 8 + 30; SBoffer = 2H + 0: 
fo für Äurterful>)^te: GuO + SÖ; CüÖ + 2s6. SMe gforwel M 
Aolialaund fd^b er bamaU 2 (AI 6 + 2 SO) + (j^o + 28U1 
(Sd^toeigger'« 3ourn. 8. 13. 1815.. 6. '240.) 

ä3er}eliud erlannte balb, ba^ biefe f$ormeIn unhot^igeiiKr: 
)u t)iel fagen, unb für bie jufammengef enteren 9Rif dangen nid^ wM 



- 2. 9Kiterca<l^f. 315 

3U üBerfel^ fn^. (Er ioenbete ba^ fOr erbariige SRineroIien, nft« 
mentltd^ fftt bte SQicate einfachere Formeln an, We er im ®egenfa| 
}U jenen d^emifd^en bte mineralogifcl^en nannle. ^ier er^tm 
bte Z>g^h€ ebfnfaO« bte anfane0bti#aben il^ Stobilak, bte M 
@C)>onenten ober 6oe|ficienlen gebrauchen ^a^Un geben aber niir 
trelattt) bad Ser^Itnt^ ber Sanerftoffmengen an. 60 galt bamald ber 
9le|>^in für ein X^onerbeftltcat mit gleid^ Sauerftoffmenge in Stture 
unb Saftd. (Er erhielt bad 3eid^ AS, n^eil bte Sal^I 1 aU agponmi 
ober Goefftcient nitl^t angefd^eben nnirbe. ^er Xafelfpat^, \oo ber 
Sauerftoff ber- Jliefelerbe bad bo^)9eIte t)on bem be$ JlaRed, erl^idt 
bad 3etd^en C8^ 3)en ^[d^t^l^ot^l^t^alm bejeid^net Serjeliud bamdd 
mit K8» -f 6C8»; ben »l^ffolitl^ mit MS» + CS« + MgS« + aFS. 
S3er0lei<^ ben folgenben Xrtitel: 6l^ftematil. (Sc^tDeigger'd ^um. 
»b. 11 unb 12. 1814.) • • 

Sei ben (^ifd^en ^Nmneln ^t SeraeHud toefentlid^ 9(blftr> 

jungen angebrad^t, ihbiln er bie 6auerfli>ffati>me burd^ 'fünfte, bie 

6<^n>efelatimte burd^ (Sommata angab, n. 9. K Mo; K Mo ffir ba« 

moIt^bbAnfoutt ilali unb ba« entf^nred^be @ul|)^ret. 9ei SD^))eI< 

afmnen fft^ er bte bur^rid^en Qud^flaben ein, g. 9. II' = 2 Xt. 

aSaf^erftoff, *e = 2 ».-(Kfen ic. a)er ahiljen biefer gformeln ift 

me^rmoM befiritten liH)rbeh. (Bin englifd^ (S^iter, Sranbe, fingerte 

ful^ (1823), bog fte e^ bered^net fet^, irre )u leiten unb ^u mt^fH» 

ficiren, ato Stlar^ }tt geben, ba§ fie leic^ in S<^fi unb 2)ru<f 

unrichtig toerben tonnen, ha% fte nid^t berfianben n^ben I5nnen, 0^ 

in Sebaitlen i^rer ganjen Sänge na(^ gelefen )tt n^erben, bag man 

bei btefen + d^d^en, (Stpontnim unb Soefficienten, ktd^t glauben I5nne, 

man ^be ein olgebraifc^ 9ud^ Dor ftd^ k« Sle^nlid^e (Eintoürfe mad^te 

SB^etoell (1881), tod^ au^fteSte, ba| biefe firmeln leine efnfad^ 

!})ariegQng be^ ätefuttate^ einer Sbtab^e fel^, fonbem bag fte affec« 

tirten, befKmmte Serbinbung^toeifen ju erlennen }u geben. (Er fd^Utgt 

ba^ anbere ^formeln bor, }. 9. ftatt ber ©ranatformel h 4- As 

bei Serjeliud, bie ^ormel 4 8i + 3fe + 2al '+ 240 ober 

(2« 4. 30 + 3f6 -f 20) -f 2(« + 30 + al + SO). 



316 ni. 8en 1800 m 1860. 

Xtibcre 9^aB«n an ben Quotienten Stnflanb genommm. €e ofibr 
tt. £iebtg unb ^oggenborff^ ba^ fie, um Soloci^dbniiri c 
dgebraif d^ $oten|en rnib bie baroud entfi^enben 3i ^ *^m»^ P ^ 
meiben, C Ojf tott CO^ fd^vetben unb aiul^ bte Sni^ ^ ^^ 
atome toeglaffen, dfo ftatt -G^fi^ tanftig C4 H^ f e^ toMoL fe 
toar fSr 9er)elittd n^t fd^toer, ^d^ .gegen bergfeic^ (fndKBtetf 
|tt Dert^bigen unb ba^y ffir bie Stmoroli^emie toe nifl f ic n^> Hstto-: 
ber Ser&nberungen baqut^un^ unb fo befte^ beim atu^ feinr ^ecx: 
no^ogegentoaTtig, nwc ^ man, um nid^ beten gtoeierlei afomexi 
bte fogenannten minetalogifd^ in ber legten 3^ 'attfgeBeks nd s 
bie c^ifc^en gebraust ^ 

' Sinige do^re, hoc^bem (Ber)elittd angefangm, bie Wbmk 
anall^fen in gebadeter SSSeife tu ptü^tn, tamrbe bariifear ein gfl^eae 
(Seftd^töfelb eröffnet burd^ bie bon'gfu^« b^^itetrn SerUifi:^ 
eined SSicariren^, ftöd^iontetrifd^ Sertivtew»/ O^infffl^ VSjiKs? 
t^Ie. Sei ber Xnab^e bed ®e^itd (Sd^lAigfler ^oiiiil 16. u:: 
bemerite er, ba^ man ben SauerfloffgelMt ber JtoQevbe w^ ^ 
(Kfenos^bd .{ufammenne^en niüffe, um gefe|ttc^ Sielalionci |i ^ 
l^en unb ba| {t(|^ ba« SifenosV^ a(^ ein eteOt^erlrcIcr tm fii 
icige. „^ glaube, fogter, bag ftd^ in ber ^oigt Society fi<^ 
toerben, bie Diel toentger pber gor tein €ifenoci^b, bogegeii «hi cot 
grd|ere Quantität bon ftaU engten toerben.'' «Xud biefem 9^ 
Imnfte hnrb man bie ätefultote mehrerer Xnoli^fen ^n 9linex«Bfft^ 
betrad^ten muffen, toenn man fteeinerfeitd ^mit ber ^^emüiifm^ 
)H>ctiond(e^e in ttebereinftimnmng bringen , anbrerf eitt ber^inbet« »^ 
ba| bie Gattungen nic^t unnötl^rtoeife )u f e^ lerfyKttert »^ 
toai, tmnn man immer in Keinen SKifi^ng^berfd^ieben^eilen fii^ 
einen ^inreic^enben (Brunb jur Trennung finben tooOte, am 8i^ ^ 
todk ^dftn koürbe, bag man bd monc^ nidH uM^ im @lanbc ttte. 
einen beftimmten (Battungic^ralter ju f äffen. ^Dk f^bef^Q^ne 3)^ 
erbe Kefert mit 9(mmonium fo pt tme mit Jtafi, ober mit biefenk^ 

i l^rgt eetselhie SaMberid^te III. (1824). XU.. (4888). XV. (19»- 



% WnnMftnAt. 317 

Rafien }uglet<i^ Xloun; toätt H tpo^l tfocdmA^g, btffe hm )Ht* 
btebenen 3ufatnmmfe|ttn9(ti, Me In i^vcn ))^fifd^ St0(nf<^ften 
XV mä^ wn rinaitber abtoeid^en, ate brei t^erfi^ebetie ^a^gaitungen 
1 betrod^ten? Zkid Xmmonntm lann ^i« bte Stele bed Jbitt ganj, 
ber )uin ZI^I toertteten, unb um^elel^rt.^ dt bemerlt b^ju, ba| eft 
S^^Ien • gelungen fei;, ou«^ mit Slatrum Snannld^AlIe batrjufieBen 
mb bog btefe« <m ben gfeIbf)Ktt^ erinnece, toeCd^et 9latnim fitott fiaU 

^ btefen 9eoBa<l^ngen nnb Xnf^^ttungen ifl eine Oninblage 

für ben barauf folgenben 3foiit9t))l^i»mttd nid^t |u berlennen; ber 

Sebanle, ba^ in 9tif<^0en ein R0(^ometrifd^ Sertreten betfd^ 

^ener 9tif(^ung^tl^ ol^ne toefentli«]^ Xenbetung bet pffff^^i^ (Eigen« 

((lüften (mid^ bet ittl^aBtfatiim) borbmthe/ ift beiitlii^ audgeftnm^; 

cd fe^U aber bie näffttt Setrad^tnng biefeft 8er^(tn{f|e9 unb feiner 

SebiKgungen, e^ fe^U fOt bie geniale ®li))e bie iweitere Xu^ffi^rtutg. 

^efe ift erfl biet ^afpct \pUet (1819) tum 9Ritf<^erlii^ in ber Sri 

gegeben tovrben, ba| er )eigte, ba| bieoritenbe SRifd^ngiStl^ bon 

analoger <l ^if< ^' 3ufA*"nienfetung fel^, unb ba^ et bie @Hnij^ 

obet omtS^etnbe QkU^^ tijttt ftrt^ftoIRfation (füt analoge Stifd^ngen) 

an einet audgebe^nten Stei^ i»m €al}en noil^enHefen fyit (Seine 

etfien XiAetten ^ietOBet ftnben ftd^ in ben Xbl^onblungen bet 9erltncr> 

aiabemie 1819.) .9Begen be< (efteten Set^^iltniffe« ^ et bie bico' 

titenben llifi^git^e if omot)>^e genannt S# jetgt ^ bei biefen 

Unte(fu<l^ngen ted^t au^Denb, toeU^ SBetti^ ba« Gtubium ber 

&ftmt fftr bie Siinerabgie ^be, unb loeU^ Sort^Ie biefet SBiffen« 

f(^fl ertoat^en, loenn Vte %t^6fft Aber ben ber^Itni^mA|ig engen 

Jtrei« bet unfere Qrbfrufle btibeiiben Steine unb (Erje ^ntoegfe^ unb 

aw^ jenen g fatu rlntobueten einen fBM )ttloenben, fftr beten Silbung 

bii gilnfKgen 9Ritte( unb Umfl&nbe in ben d^emifd^ Saboralorien 

erfocf^ unb geboten toerben. S)ie mei^ ttnterftul^ungen ^t SRitf d^er* 

li^ «I ffigenannten fBnfHiil^ 6al^ ou^gefft^, fo junU^^ cot ben 

arfcttSfouem unb )>^ol|)^orfauem Sal§en mit ben Safen: SUR, 9talrum, 

Ximmmidr Bor^t unb 8(eio(^; bann an ben Gtülffl^aUn bon 3^' 



818 in. Seil 1800 bis 1860. 

f^, 9lufeIo£i^b unb Stognefta unb bcrm 3>9t»)^Ifa^ mit \kr. 
faittem Aali unb fd^loefelfautem Xnunonial nebfl äfynüä^ für ]Uc 
0S);[b, Jltt))fetD|:)^b/ Sifhioslrbul unb 9Rang(mos9btiI. SRitfi^aliikiar 
M feinen Untetfttd^uttgen )u bemSd^u^, ba| eine gleiii^Si^r 
ältomen, toenn ^e auf gleid^ SSeife berbunben finb, gbiile ünt^ 
form Vorbringen, tinb bag bie Atl^aOform iriil^t asfbaSe 
ber Stome, fmibem auf il^rer Stnjal^ unb SSerbinbungüoc^ fev 

^fe &dßif\t, toeld^e SRitfd^erlid^ aud ber Unterfing i» 
nannter fitnfttid^er Salje gejogeit l^aite, ttmrben fxdb \nndf jfiiks 
9ItneralanaI)^fen beftätigt, fo burd^ bie Xnab^e etner 9^ Mier 
arten burd^ $. Slofe (1820), burc^ affidüft an Xnit»^ob r 
SSonSborff (1821) unb an banalen t)oin ®rafen XrolU^^^y- 
tneifter (1823). SHefe Srgebniffe loaren gerabc)u bem 0efe( tnip-^ 
toeld^ed ^au)^ gefunben §u ^Ben glaubte^ ba| n&tnGi^ bie Jbr^ 
fation Don* SRinetoIien, beren SRifc^ung m«^ biefelbe, jebei|dt^ 
eine, toenigftend in ben ^bmeffungen ^d^bene fel^. ^auf o^- 
fid^ bo^ gegen SKtfd^lic^'ö. Seobad^tungen unb finb feine Sn&r 
guerfi t>on einem feiner @d^filet in ben AnnaleB de GhiiDie£^ 
1820. p. 305, f)»aier in ber gloeiten Auflage fetne« Tnut^ de Mir 
ralogie 1822 t. 1. p. 38 Don i^ felbft fmblktrt leorben. i^ 
(Sinlofirfe betreffen Doi^ügKi^ bie- Bei mehreren fftr ifowoif^ gam 
menen Serbinbungen }ü beobad^tenben SEBintelbiffereiqen berft|Mt 
fo beim Sar^t unb Gdkftin, unb nut bei ben 0ren}foniiaii * 
äSfirfel, Xetraeber, älbombeiAobecaeber, jeige fii^ too^ 3f0"^ 
mud für Derfd^iebene äRtfd^ngen, toad .eine befannte &k^ ^ 
»itf d^erlid» ffobt nur an fe^ Wenigen 3RineraGen feine 9i^ 
tungen ertoiefen unb Stbtoeid^ungen ber SBUfci^ung .^ätten too|( (^ 
i^en (Brunb in )ufclDigen Sinniengungen, ald ba| ^e ffir iscfn^ 
genommen toerben l^nnten* 

9)i^ frfil^ fc^on Don $au9, SBei^, »ern^arbi, ^auivit^ 
unb Seubant beobad^tete SUeu^l^t ber ^rm be« (KfeiiftMit^, <Ua^ 

9Ranganf))atl^, QitiXipaäfi, ertlarte. ^au^v ^urdft ^^^ ^^ ^" ^ 
bomor))^ofe, ^audmann unb Seubant fd^rieben fte bem Onp^' 



2. ftbifcolf^cmsf. 319 

u , bag in bi<fni SRinecoIien mxntt ettood lo^eofaum JlaR enthoben 
ei; unb ba| biefem eine befonbere Ar^ftaStfationdlraft )uIomme, bie 
^n htf&^t, anbem äfjnli^ SktMnbungen feine Sonn au^i4n:&gen, 
elbft toenn beten SRenge eine übertmegenbe feV« S>a)u ^tte ein Set* 
fuc^ S3etn^arbi'4 SBeranlaffung gegetoi, toeU^ (Etfent>itrioI mit 
Sin&Htriol %€m\\^t topftaOifiren Keft unb ein ®al) bon bet gorm be9 
(Sifenbitriote erhielt, oucl^ toenn biefer im Qkmifd^ mx in gerinoar 
SRenge bor^nben hKir. 2)iefet unb mehrere A^nlic^ Serfu^ ftnb 
bann bon Seubant ben^ielfdltigt kpmrben, aber SRitfc^erlic^ yngtt, 
ba| biefe 6al)e immer gleiche ^rm ^tten, toenn i^r SBafierge^ 
berfelbe toar. 2)ie tkinen SEBinIeIbifferen)en ifomor^^ Serbinbunsen 
f (^reibt er bem ttmftanbe )u , ba^ bie fiegenfeitige SteOung ber fleinften 
2:^eil(l^en nii^t odOig unob^ngig fet^ bon ber (^ifc^ Stffinität, t)on 
bcr Sa^cität für äBarme unb im SOgemeinen bon allen foU^en Sin^ 
flüffen, toeU^ bon bet t^erfd^iebenen Statut ber SXaterie ^errü^ren. 

Sland^ Cintoürf e txmrben nod^ gemad^t bon Jt a r ft e n , 9R a r | u. a., 

aber bie Seif )riele , toeU^e für bie Se^re 9R i t f d^ e r ( t c( d f tnrad^en, me^en 

ft(^, fo unter anbem burd^ ben beobachteten dfomorpl^idmud ber fd^toefel« 

fauren, felen^ unb d^romfouren 6al)e (1830), unb Serjeliu^ t>er« 

tbei^igte bie neue Xnfd^auung, toeld^e für 6^ie tarie für 9RineraIogie 

gleich fnu^tbot )u toetben k»etf)>tad^. 2)ie gfottneln tourben nun fo 

gefd^rieben, ba| man bteS^c^ ber ifomor))^ 9lif<l^ungdt^Ie unter 

einanber fetzte unb in eine iUammet fa^« S)a biete 9eif))iele bor> 

logen, too bet eine ober anbete SRifc^ungdt^ einer ifomor))^ (Btu)^ 

aOein in bie Serbinbung einging , fo Iddten fi<^ bie 93etbinbung^ mit 

mef^reren bagleii^n -Stifd^ungdt^eUen in bie erfteren einfach auf 

unb ^t bor}flglt4f Seubant ^ betteffenbe Sftec^nungen angefteOt 

(R^herches aur la nuini^re de discuter les analyses chimiques 

pour parvenir k d^terminer exactemeDt la oomposition dea mioäraax. 

Mem. de TAcad. rojale dea Seienoes de rinaCiUit de France VIII« 

1 gtan^oif ®ul^(ce ^eubant, ge». 1787 )u faril, gcf). 1850 
c^enba, )u(e^t ^rofcffor ter Ohneralogie au ber gaeuItSt ber i^tffenf^afteu }n 
Van«, Oen<ralinft>ector ber UnitMtjttat unb SRitglieb be« SnflttuMk 



320 



III. 9m 1800 m 1860. 



1829 unb Tralt6 äteenteire de Min^mlogie. . Pvis 1830. IL 
p. 396^ 

3nbem er an Me Snifte^ngtort bev itkVßttOe tmmtwk^i 
bte manntgfaliigefi (Stttmengungm, Wc boBci twtfemincii tSnoi; b 
namentC^ hutdf (ftnfilu^ SSerfud^ nod^utoetf m , bofe bie iljmKt» 
6al^ in aOen SSfr^Untffen )ufatitmeiiIfl;MKfirm, ffi^ er oI.k 
toeU^er S93eif e bei ber Sered^ung ber Stnali^ bürauf MM s 
ne^en fei^ unb nne ®emenge angebeutet toerten , ta>enn bie WSfbm 
geioiil^te ber Sefitanbtl^Ie nid^t in ben etnf ail^en Ser^lteiHen }h war 
ftel^en/ toeld^e bon reinen Serbinbungen Bdannl ftiib. Unter is^ 
ioäüß tt' att 9eif))iel ben boretrome^^et mabyftrten S^to&ß 
• 2)te Xnal^yfe gab: ' 



Xrfenit . 


. 56,2015 


&ifto^ . 


. 10,7137 


SRitfel . . 


, 16;3890 


etfen . . 


. 11,1238 


ftobab. . 


. 4,2557 


itut^fer . . 


. 0,7375 


»fei . . 


. 0,5267 



99,8479 

SMe berechneten Xtomgeivid^ geigen unmtttidBar feine g(fe|tt 
Sqie^ung. <Sr bereitet nun 9ti(fe( unb 5tobaIt a& S(rf eiiabeibiiiteB9& 
toie fte in ber 9tatur läufig borbmmen, bad Sit))fier att ^rniN^ 
t)mt Su^ferfied, bod Sifen 4ld ^$l^ unb bad Ski ald SfcigbsiK;-' 
finbet fo ber Stnalj^e entft^red^ nod^ftel^be (Skmmgfi^: 



KrfenilnidFel (Ni As^) 
SrfeniSobalt (Ck)AB2) 
^ijrit , . . . • 
j(ut>ferlie9 .... 
IKeiglan) .... 
arfenileifen (Fe As») 
SRetaOifd^ 9(rfenit ... 



67,7410 

15,1072 

1«,2123 

2,1382 

0,6084 

5,1585 

0,9009 

99,8615 



%, SKnetoCd^mtie. 321 

3n btefct fSeife htnä/Mt er oui^ bie 6aitefß9ff*SerBuibuneen 
tb rnaJ^ auf Me Si»%tk aufmetifain, (et foU^ bte Sauerflolf* 
engen gu boed^ unb nad^ i^rcm Ser^&ttm| Me Bfmitdn ju btibfn. 
id ein Setflnel, too bte Begleitung Xnbeutung etne^ (Bemenge^ geben 
mn, ffi^ er einen mit (i)Nbot borfommenben 8m)>^oI an. 
Xnobrfe be0 Xmf^^biad a unb bte be# dpXbm b gab: 

' a. b. 



iltefetetbe 


63,1 


42,4 


Xp^nerbe 


M. 


27,3 


AoOerbe 


10,6 


10,9 


XaOerbe 


10,4 


1,1 


CtfenoKV^ 


21,8 


18,3 



100,0 100,0 

Stit Semad^I&ffigung ber Z^onerbe ffi^ bte bered^ete Sauer« 

ftoffmenge bon a )ur Xm^^bolfimnel unb ^ erft^tü^, ba^ bte ®Heber 

ber SRifc^ng Zremofit, nac( ben bamaligen 3^h^ = Ca Si^ + M' SS^ 

unb Xcttnot =. Ca'Si' + F^Si^ ftnb, fiber bie Serbtnbung ber ent« 

baltenen Z^onerbe gibt aber ba^ )n)et|e SRineral 9(uff<^lu|, ba bie 

Sered^nung bafflr bie <E))ibatfonnel gibt unb ba^ UHt^d^nlic^ ma<^t, 

ba| ba analoge Wxipipbol ettoad babon eingemengt ent^i Sr b^ 

rechnet nun bie Z^onerbe biefed 8ntt>^iboI ald einem folc^en (E)nbot 

ange^drig unb erUutert fo beffen Xnafi^fe al^ ^errfi^renb bon einem 

©emenge bon: 

«-.^t f <2;renu>Iit (Caßi» + M>'8iO 38,39) 
ain1*AoI ^^^^^ ^.^g., ^ ^^g.^^ ^^^^^^ 86,3 

(3#t (Ca3;Sia + 4Ä80 3,05) ^ 
^^ ^2MItt(F»8iJ + 4A8i) 10,56^ '^'^ 

99,9. 

Xc^ttli«^ beml^et er ben (^nbot unb bie Heine i^ beigemengte 
Duontitfit Xmt>^oL — Cr ^ bergleic^ Stet^nungen oui^ mit ^fe 
bon Obii^ungen bun^efft^ 

2>ie Aernttm^ bieler IRinetaGen unb Settorten ifl burd^ f ö^e 

tfhtlU afHH4t< ^ «tatralatic. 21 



322. ni. 8oti 1800 m leeo. 

^^uffion ber äbioli^f^n toefmtli^ gefdrbert toorbeti, bod^ fyii fc^on 
Serjeliud gemannt, nic^t gu l9<rg€f|en, ba^ Ue Stefultate ber 9c« 
ro^nungen i^ren ®ninb aud^ in fe^ktl^aften Xnall^fm l^en ttimm. 

(3*aM6. 10. 1831, ®. 164.) 

^ie ifotnor))^ Ser^&Itninc tKran{a|ten ntand^erlei Xenbening bcr 
älnftd^t über bie ^i^fanmiettfetung Befonniev SSerbinbungen , ntitl^ 
au^ äCenberuitg ber ^etnifd^en S^i^tn unb Formeln. 3)te ifomort>^ 
®rul)»)enfclbflbetrcffenb, fud^tc ©erl^arbt* (febm. Sourn. IV. 1835) 
geltenb )u tnad^en, ba| man aSe analog )ufammengefe|ten Oc^be ale 
ifomi>r))^ unb Dicarirenb anjufe^ l^e, to&^nb frül^cr SRitfd^er^ 
lid^ gftotfff Sefd^r&nhingen bafftr angenommen IfatU, ®txffaxhi 
^at nad^ feiner Stnftd^t f&mmtKd^e Silicate neu bered^net unb formultrt. 
Serjeliu^ (i^al^re^bet. 16. 1836r S. 166) bemerlt ba)u, ba^ bie 
SRineralien gleid^fam aud i^rer SRutterlauge au^Id^ftaDiftrt feigen, unb 
ba| {te bak)on in il^rer .3Ra{fe mel^ ober toeniger einfdj^Iiegen, loeb^ 
in bie f^ormel gebrad^t, barin getoig noc^ frembet feV, ald tn ben 
JlrtpftaDen felbft. 3)ie SSerbinbungen in beftimmten äierl^&Itniffen, fagt 
er, ftnb beßimmten ®efe^en untertoorfen unb geftaiten nic^t bie (Er- 
bid^tung k)on 3tei[d^^ngtaben , toie man fte gerabe bebarf ; bie Jlrt^ftaS- 
formen f j)red^en aud^ ein SBort mit, toeld^ed in t>ielen ^Den t)erflanben 
ioerben lann unb fiet^ bie äCufmerIfamfeit.auf fid^ gießen mu|; tfo* 
mort?]^e Subftitutionen ftnben oft ftatt, aber ifornor))]^ Ritpet fub- 
ffcituiren ftd^ dnanber nid^t immer, unb ed ifi ni^t erlaubt, oOed, 
toad bie Formel )u einer ifomor^^ @in^ett bebarf, blinblingd gU' 
fammenjufc^lagen.'' S^^ecieD er!l&rt er fid^ gegen ®er^arbt'd,SormeIn 
für ben Slm^jl^bol unb STugit, toeld^e aU k^Si^ bejeid^net toerben unb 
gegen bie gformeln für bie t^lbf^t^e, bei toeld^en ®erl^arbt ein 
®lieb au 2R9SH annimmt, ba« jtoette aber al« 6«Si»ober 6, 7, 9 
ÜJlifd^ungdgetoid^te biefeiS Silicate^ in bie gformel bringt, ba bo^, toie 
SerjeliuiB bemerlt; fo gro^e Stbtoeic^ungen in ber J{r);ftanfovm ftd^ 
nid^t auilbrüden. v 

t jtarl griebrid^ ©erwarbt, geb. 1816 gtt ©tra^Burg, geft 1856 
ebenba, avle^t ^rofeffor bet S^emie an ber ^acull&t ber ttiffenft^ftcn. 



2. aRin€faU^emif. 323 

SBie bei 3er^arbt ging aber aud^ bei ^päUxen 9M^wtn Ua 
kreben ba^n, t^eite einfad^ere gormeln )tt gewinnen, t^Id bie 
[ineralmifci^ungen, toelc^e man geeinigt ^en tooBie, toenn ouc^ mit 
mge^une ber 9er)elittd'f<^ SSorfdj^riften , unter eine gemeinfd^afts 
^e t^ormel )u bringen, ^ad ®ebiet ber Silicate tixir bafär bet 
aut)ttummel))Iat unb ift ed nod^, unb fdj^on ber Umftanb, ba| man 
ber bie B^fammenfetfung ber ftiefelerbe niemaU fiifcx unb einig toar, 
ot^te |u t)erf(^iebenen^$orme(n mdft oberxtoeniger beredten. Z)iefe 
'rbe l^otte bei Serjeliud unb feinen S<^ülem bad Qdä)m Si 
Ber^eliud h^ptai^ aud^ fd^on Si unb Si), bei Saurent ifl fte Si, 
fi (äaubin, S. ®melin, SRarignac u. a. Si, bei.Soebeler 
;i2 O^ (bie 3uf ammenfe|ung ber natürlid^en Silicate. ®dttingen. (18b7). 
li ift feltfam, ba| Serjeliu^ unter ben ®rünben, bie Jliefelerbe 
ilö Si )u betrad^ten, anfül^rt, ba| bann eine Xnalogie ber Sonftitution 
M CTt^offad mit bem Stiaun fhittfinbe (^a^redb. 14. 6. 116); ber 
S<blu^ für Si aud ben Seobac^tungen bon aRaric(na c ^ Onftit. 1858), 
ba| bie ^luoribe bon Stiicium unb 3il^n in getariffen Salden ftd^ ifo« 
mor)>^ t)ertreten, ift aber aud^ nicbt ol^ne Sebenlen angune^men, toenn 
aucB bie 3innf aure 8b ift , nne babei boraudgefef^ tvirb. ^e JtrVftaSe 
ber Riefe If aure , be^ Duarged, ^aben nic^t bi^ entfemtefte Xe^nlic^Ieit 
mit benen ber 3ii^i^fÄure ober bed Jlaj^teritd, aud^ tr^ftaSifirt bad 
Silicium nad^ Senarmont unb S)edcIoi)eaus tefferal, bad Qxnn 
aber m^ Stiller quabratifd^. ' 

38ar aud^ bie ©leic^^eit ber ^orm ate Setoeid gleich 9Rifd^ung, 
tote man frü^ geglaubt i^atit, had^ SRitf d^erlid^'d ertoä^nten 9eob> 
a(^tungen nid^t me^r faltbar, fo tourben anberfeitd SRifd^ungen mit 
ber ^orm in einen 3uf<K^^^^ng gebracht, nrie ed t>ar^ nid^t ge* 
fc^^cQ lonnte. €d hKir aber bie Se^re Dom 3fomor)}l^idmttd laum 

1 3(aa C^arlef SRarignoc, geb. 1817 |utiknf, ^rofeffpr ber Qendt 
an ber icabemie bafelbft. 

^ 9{enerüi^ ^at X^. @((eerer ge»i(^tige <9rfinbe ffir bie Bttfammenfe^nng 
Si gfgcbeiu Snnalen ber d^emie unb ^^rniacie ton SB^Ier unb't). Sie« 
Mg. Oh 116. Voggenb. Xnn. b. 9^f. it. (Sktm. t9b. 11& 



324 ni. »mt 1800 m iseo. 

and £i(^t getreten, aU Ue Xudftd^ten, toeld^e fk ffir bte (Sifenntni| 
bed 3uf<^^>i^^^^^ ^o'^ JtTl^taHifatton nnb 9Rtf<^ng eröffnet ^nttt, 
bun^ bie <Entbe(htng bedS)tm#r))^tf$mud (1821), toeU^ bolb ein 
%n* unb $o&rmor)>^idmud folgte, gettfll^t toorb. ß« ift bed 2)imot« 
))^dniud beseitd oben ettofi^nt toorben. SRitfd^erlii^^ttegefunben, 
ba| ein unb berfelbe SÜkpex, aM einerlei Stoffen nod^ gleid^ Ser« 
^filtniffen )uf<unmeneefe|t, bod^ )toeierlei gegenfeitig nUijit l»on, etnanber 
ableitbare ^rnien annel^en ttnne. . & bnnte olfo twn einer, nament- 
lich nenm, %oxm lein Gd^Iu^ me^r auf bie 9Rtf(^ung gemocht tofrben, 
fte tonnte eine etgent^fimlid^, fte tonnte aber au(^ eineUttgft betannte 
feVn. ^ man im ^ntereffe aller biefer Ser^^i^iff^ -^^njing, bie 
Jtrt^taOifationen ber äRinerafien genauer )u bergleid^, fo fleSte ft^ 
balb nod^ eine anbere Srfd^einung ffctaui, ioeU^ bie Xnfi^t be« Hö« 
^erigen 3fomor))l^idmud, loenn nid^t ün^hbar )u nuul^en Ufitn, ht>d^ 
merlUd^ beranbem mu^. Sd zeigte fu^ namlic^, ba^ in ben B^f^Umtn 
ber SRonoacien aud^ ein ^(omor^l^idmud für 3)ti[(^ungen beße^, totU^ 
xtiäjt bie entferntefte SBertoanbtfc^aft ober Segiel^ung 3U einanber t>er 
riet^en. Unter ein}e(nen beobad^teten %&Ü€n toax ber bon Sreit- 
i^avLpt, ba| Qfydtopifxit unb Sraunit, toef entließ bon g(ei(^ $omi, 
einer ber feltfamften. ^d) unternahm nun eine umfaffenbere Unter- 
fud^ung biefed Ser^ältniffed unb fanb biefelb^n JtrVftoDrei^ bei ben 
berfc^iebenftenSRif (jungen, fo bei Snatad unb 9())0))^VQi^; Uranitunb 
äSefuoian; ßaicit unb ^amotit, ftorunb, ST^enatanit, G^Qot)^9Dit; 
©mit^fonit unb $V^arg);rit; Ouar) unb @maragb unb9[]Kitit, 6^1: 
tofin, @al))eter unb Sorbierit, üßanganit unb ^re^nit, Xnämonit unb 
Sttterfal), Xinlal unb Sugit ic. 2)ie äk^nlid^teit ber unmittelbar 
ober inx(!^ Stbleitung ertannten grormen biefer SRineraGen loar f ogar 
oft größer unb bie Uebereinftimmung in ben SEBinteln t^odlommener, 
ate bei ben \\omotpffm 3Rifd^ungen 9Ritfd^erIi(^d. ätbgefe^ alfo 
bom S>imor))^i8mud )eigte fu^, ba| bei monoo^en @Vf^emen ifomor^b^ 
ober ^omöomor))^ jtrl^ftallifation tetne^toegd gleid^e ober nad^ t^ica- 
rirenben Seftanbt^eilen gleiche üßifd^ung berbinben muffe. (Seikag )ur 
jtenntni^ ifometrifd^er unb ^omdometrifc^er JtrVftaUreil^n. Sd^koeigger^ 



2. aRtncroI^emif. 325 

5eibe( 9L ^ofyA, bcr d^. u. ^fft^l 8b. IV. 1832.) (Eine a^nlic^ 
Vtpeiterte S^faminenftellung folgte bitn^ Srcit^au))! ((Etbmann'd 
;otini. IV. V 1835), totU^ct glaubte, baraud ben Bdjlni'iiäfett )U 
ürfen, ba| jebe d^ifd^e Subftanj unter getoiffen 9ebingungen bet 
Cnna^e eined jeben ArtfftallifatiimdfVftem^ f&^ig feV. — ^e audgef 
el^nteßen SSereletd^ungen biefer 3(rt 1^ 2>oita angeffceOt unb eine 
itiff^ t>m ifonuN^^n Specied (auc^ ben €)Ki(tungdtoet^&Itniffen nac^) 
.ufgefunben, totläft jum Xl^eil eine l^öc^P betfd^ebene SDtifd^ung ^ien. 
lAmerican Journal of Scjenoe and Arta. 9. 9. t6. 17. 18 toon 
: 850 — 54 u. Annak of the Ljceam of Natural History of New York 
roK VL 1864) 0. »ofe, ^unt, »orbenflijtb, 3- »roofe u. o. 
i^oben 9eif)nele bafür geliefert S)ana nennt ben 3fimwt})^dmud bei 
^emifc^ nif^t anolager 91lif(^ng ben ^eteronomif<^en, intiikgen* 
nfi )tt bem getod^nlid^n ifonomtfil^en; S>elafoffe nennt jenen 
ßIefiomDC)»^idmud. (Comptea rend. 32. 1851.) 

2)iefe Slfitl^el bed 3fomort)^idmud {inb. ®egenfianb mebrfod^ 

;Jlnterfu(l^ungen getoefen. Z^. 6(^ eer er tünbigte 1^6 ($ogg. Xnn. 64) 

*ine eigent^fimli<^e 3finhi>r)>l^ie an, IveU^ er bie )>o Ivm er e nannte 

;$e[l;nierie). dr no^m an, ba§ in ben betreffenben SRifd^ungen fär 

)leid^ %€tm, nxdfi tovt bei bem btd^gen (monomeren) ^f^mor^i^d« 

4nui Xtom für %tüm, fonbem bag eine SRe^abl bon Xtomen bed 

nnen 6toffed bunl^ ein Stom bed anbem bertreten toerbe. mR' foOte 

ein Vertreter fe^n Unnen l»on R, ober ouc^ ibR' ein Vertreter t^on 

dR, nrie.fc^on D. 8ondborff' <1821) auf eine Vertretung i»on 

brei Xtome^ Z^onerbe für )toei Stome Aiefelerbe*i^ingenriereh l^atte. 

Sc^eerer tourbe )u biefer 3^ )un&d^ bur<^ ein mit bem Gorbierit 

,in ber %ov«i übereinfUmmenbed, c^emifc^ aber namentliil^ burd^ einen 

Safierge^lt t>erf<^iebene« Stinerol, beftimmt, taeld^ er ^HpafMiOf 

nannte, (k )eigte, ime i^ SRifc^ung auf gleich aOgemeine gorniel 

ju bringen fei;, tvenn eine Vertretung m>n 1 Stom ZaBerbe bun^ 

J 

\ 1 9. Vbelt^t i»oii QoKfborff, geb. 1791 )n ftbe, gcff. 1^9 jn ^U 
^ ftngfoTl , ^rofcffor htx üfftmit an ber Unit»afitat baftlbft 



326 ni. Jßtm 1800 m 1860. 

3 XtmneSBofffr jugegeBen toarbr (Er nal^ femer, tmeSoitdborff, 

• • • 

ein Sertreten \>m 8X1 für 28i an. VMet btefen SorauSfelungen 
berechnete er eine 3teä^ \>on Wtnerolmifd^ungen , ed fleOte ftc^ oBer 
lalb ^au^, bag, toenn aud^ für einzelne ^Oe bomit bie t>erlangte 
Uebereinftimmung et)ieß ftmrbe, in einer 9le^r)al^l anberer bie t^er^ 
fd^ebenarügfien ^betniffe eine foU^e ni^t juIieBen. &^ ergab fic^ 
unter anbem, ba^ bei XntDenbung biefer Vertretung bie meiflen bei 
berechneten SRifd^ungen, toenn aud^ l9on gleid^er JtrVftaSifotiün, bod^ 
nic^t )U einer gleid^en affgemeinen d^emif^en ^rmel führten, ba( 
umgele^rt, toenn ftd^ bie (^emifd^e Formel dU allgemein gletd^ eituie^, 
nun öftere bie ftn^ffaffifation ber betreffenben tRifc^ungen in feiner 
Segie^ng ftanb unb ba^ bie X^orie auf bie fri^fhxOtogra^^^fdb unb 
d^emifd^ too^I gelannten fogenannten ^eolit^e fx^ nic^ anh)enbbar 
jeigte, bei toeld^ ©d^eeret bem SBajfer bie bon jeber tjage SAeu- 
tung t)on JtrVftafftoaffer gab. @d lam baju, ba^ ber 9(f)Kcftonti^ unb 
ll$nlid^ SRineroIien, auf loeld^ bie Sl^orie pc(%te, Don ben metften 
9lhtetaIogen ald 3etfe|ung#|)robucte -befunben ftmrben unb ba^ in 
manchen ^Den ein Vertreten t^on 2^, ober aud^ 4 ober 5ft befiere 
Stefultote gab ab baiS angenommene Serl^Itni^ t)on 3 ä ^egen 1 Mg. 
(Naumann in SBö^Ier unb 2iebig'« «nn. LXIV.' 1847.) SBenn 
bal^er a priori gegen ©d^eerer'd Slnfd^auung ni(^t« )u erinnern unb 
ein Vorgang tool^I fo benibar toar, toi^ er i^ genommen, fo t)erIor 
fte toenigflend bie affgemeine ®eltung burd^ bie mand^erlei Sudna^en, 
loeU^e toorlamen. (Eine A^nlic^ Xl^eorie fteffte 1848 {^ermann' auf 
unb nannte fie ^eteromerie. (Srbmann 3oum. 43. 1848.) Sr 
nimmt an, bafe unglrid^ jufammengefet^te Jt&r^er gleid^e jtrt^flaffform 
l^ben fönnen, toad, toie obin gefagt toorben, j^nl&ngltc^ erimefen ifi, 
unb ba^, toenn bergleid;cn StMfet ober i^re 9fif dangen Verbinbungen 
mit einanber einge^,,bad $robutt bie e$orm ber (^lieber l^be. S)iefe 
®Iieber ju finben fei; Sad^e ber Sled^nung unb ber (Erfahrung ober 



t $anf 9iubol|)V$crmann, geb. am 12. 3Rai 1806 )u 2)re«beii, 
(S^emiler bei ber «nflalt für lanfiU^c SDHneralto&ffer ju äfto^bit. 



^ed 9lad^ta>ctffd i^ @Ctf^^ mit Ut t>otaud0fff|ten Ar^ilaDtfatton. 
Die Stcd^nung fann Mrfc^ebene Xrten t>on ®fiebctn für glcid^ 
Refultat t^er SRtfc^ng audmtfteln , an bem- genannten Slac^toeid 
yieStt if olirten QUteber in ber 9latttT fe^It ed abtx in )a^Iteid^ 9&0nt 
S^eerer ^gqeigt, ba^ bic ^ctctomme in bct |yaut>tf(H^e mit fetn«c 
^oIl}m«rie fibneinlomine; bcnn toenn ). 8. nad^ ^evman-n ^etevomete 
©Heber bie Wüfyvai^ II* ä, H« §>, S» ä« to&ten, fo fann man 

fisSi« = fi^Si + fiSi unb 
lli>Si« = K>Si + SffSi, 
man lann folglich bie ®(ieber auf ll'Si unb KSi rebuciren; ba abec 
« Si =r »«81», fo toäte ber 3fomort)^i«mu« baburc^ erflätt, ba^ 81 
^olt^mer ifomor))^ mit Si^ k. (Sfomor^l^tdmud unb ^ol^merer^Sfo« 
moTt>^dmud. S. X^. Sd^eerer. Sraunfc^toeig. 1850.) 

gd^ ^be flejeigt, ba^ man in gleich 9Beife bie S^^ ^ Sfome 
bon Si gleid^fe^ unb bie ber 9afm betfd^eben mad^cn fann, inbem 

• R»"8i = ffsSi« 

»»Si» = ««Si« 

n 9 Si^, hH) fic^ bann ber $oIVmeridmud unter ^intoeifung ber gleiil^ 

Jttlffiallifation fOr 8%, 6% unb 5K ergeben t9ürbe. (tteber 3fonu>r})^, 

^tmctt>^e, $oIl;nterie unb ^etenmierie. Srbm. 3<>u^- ^^- 1850.) 

Sie Ünftc^^ ber Seurt^eilung folc^ SHieber tritt l^er beutfic^ 

^rtoor, unb toenn 8i ifrnnor))^ mit mSi) unb n mit mS, toie biefe 

Seiftneb bort^un toürben, femer 3 B unb 2 R x\ünM}pf) mit )( unb R, 

n)ie eine toeitere Xnna^me BefKmmt, \oo to&re bann eine gefe^i<^ 

(9ren)e für berlei Sertretungen flber^ut>t )u finben? ^ermann be* 

trachtet 9Kf<^ungen auü ^etenmieren OGebem ciÜ Aggregate ber 

lederen, fo bafe bie ®(ieber i^e Sigent^Iii^Ieiten ^Vfif<^ ^^ 

<^if(^ Xrt in ber Sqpbinbung, toeld^e bad Aggregat i»orfteOt, nid^t 

t>erlteren, loie biefed in 8e}ug auf bie 9eftanbt^eile bei etgentlid^ 

^^(d^m Serbinbungen ber %aU i{L 2)ie ^eteromeren Slolecule ttnnen 

^ QXidf t)ereinigen, toenn i^e ArVftaOifation nur eine t^eiltoeife 



1 



388 ni. Son 1800 m 1860« 



iäftdiifc ift, ba^ Slimmrr m>rfommfn, todäfc fti^ tm (»biifiitaat 
t^toeife old eitio^g unb ^Utorife olfS {toriacig l>er^alteii. ^ct«i:' 
nitnott mit 3>atta oti, ba^ {td^ II buK^ 3R iMriretni iafft, ail 
burd^ 2R, fnner ba^ R bun( 1. Xtotn äSaffa: imb loie Bitttr 
angenommen, baft- 3^ für iHg tfomot))^ emireten IBmieii. Etk 
bie ^eteromeiren ©lieber für eine Stetige bon äRmerafien becniietB: 
bie Stefuttate in feinem Sßerl: „^eromere^ TUntttd^&t^m.' Ib^ 
unb Seidig. 2 ed. 1860 mitdet^eilt. ^ 

StammeUberg^ 1^ bie ^eromerie Befitrittcn (beffen ^ 
toörterbud^ bed c^em. ZI^U ber aRineralogie. Siertrd eun^le«. ls> 
gleid^too^I ioenbet er fie bei ben SRifc^ungdbere^nungen an, is^o c 
i. 8., fi^nlid^ h>ie ^ermann, l^eim Xurmafin berfd^iAeitc ^ 
monomer ifomort>^e 3Rif(^ungen angibt;- fo bei ben ^Ibfpot^, b 
))^iboIen k. äBenn biefe ^ufammenfr^ftaSifiren, tOQ4 mSfi waä: 
fd^nlic^ gefd^e^en tann, fo l^at man ben ^eteromeriötmi^ ^ernaiii 
3ßan mu^ ben t(lei| unb bie üßül^e aner!ennen, toelc^ ftc^ Bi^ttxt: 
^ermann unb Stamm'eUberg um bie Srforfd^ung befogtetSc 
^&ltttiffe gegeben ^aben, beftimmte ®efe^ bafür laffen fii^ abavc 
nic^t folgern unb bad Siefultat ifü ioefentlid^ nut bie (Ertoeitenoig ^ 
Äenntnil ber SKineralrei^e, loeld^e bei fioc^ometrif^ öecfejicte 
SRifd^ung gleic^fe Är^ftaffifatioa ^aben, S)ic 3Wit^feI ber 3fp«tt* 
t)on9lnatad unb S))o))^VlIit, @mitl^fonit unb ^^mrgt^rit, ^nSoIcc 
augit K. finb nod^ fo ungelöst toie öor brei|ig.3Ä^^# too fif jö^ 
)ur ®pta6)€ tarnen, toie oben angegeben ift. Sßenn man ühifK 
bebenft, toie feiten bad aRoteHal eineiS aiKnerate }>ofBomnm teac: 
homogen ift, toie eß in ber Statur berJtrt^fitaHifation (icgt, batfi^ 
artige Sinfc^Cüffe ju ben getoöl^nlid^en Srfd^ungen ge^dcen, wb 
man toeiter bebenft, toie toenig manc^ Xnalt^tifer herauf SUd^ 
nehmen unb toie toenige unter ben t^ielen, toelc^e onaA^tnir ^ 

1 %u(^ in (Srbmann*« 3ourn. 43. 184a uiib 74. nnb 75. 9b. 1856. 

3 Stdxl griebric^ 9}ammel8berg, geb. am 1. 9[)>n[ 1813 in^^ 
^rofeffor ber (S^mit an ber Unii^erfltSt bafelb|t unb 8fbrer ber «i« «= 
Ärnj^I. •etDerbeinfHtnt. 



9. VtiMtttUfendi. . 399 

t>&Oig coRfcte Snal^e an^uffl^ren im Gtanbe ftnb, unb toenn man 
iiberbie^ mit Solger in Srto&gung )ie^t, bag bie Stabilität bcr 
SRiiietaI)n:obuctc tiid^t fo ftd^ ift, old man oft angenommen, fo er« 
fte^ man too^l, ba| aud^ für bie gug&nglic^eren S&Oe, h>ie bei ben 
Silicaten bun^ ftM^iometrifd^ ^^poÜte\cn unb 9le<^nungen, biefc^toan« 
tenben !Di{feren)en ber 9(nal);fen nid^t ald gefe^^lic^e bar}ufteSen fefn 
tocrben unb ba^ man be}ügIid^'Specu(ationen ni<^t )U i»iel SBertl^ 
brilegen mu^, toenn man jt($ ben ^Ixd frei ersten unb nid^t in 
conqdicirte Srilärungen DerfaOen toiB, too am Snbe nid^td toeiter ate 
eine« ber eben ertoä^nten Serl^firtniffe bie Urfad^e bed 3t&t^ete i{L 

Sfir bie 3fi>nt<>tti^ie nid^t analog conjtituirter äRifd^ngen ift nod^ 
t)on anberer Seite eine (SrlUirung i»erfu(^t toorben. 6(^on im ^afjft€ 
1840 fyit (Braf ed^affgotfd^ ($ogg. Snn. 48 u. Ser^eL 3a|redb. 20) 
bie ;^omor))^e Don Galcit unb 9litratin ober &aJlp€tn bai^it ^u er« 

flären gefud^t, ba| Jtali unb Statrum« nid^t toic ber Jtall ^ufammen« 

* •• • 

gefegt Jel^, biefer fei; R, jene A. Unter biefer Xnna^ tonne man 

für ben Galcit. fd^reiben Ca + C + 30, für ben GofytUx aber 

2K + 2N + 60, unb ed' jeige {t(^, ba^ V2 9ltom bed Ie|teren 

Saljed eben fo Diel Xtome feiner (SIemente entölte, toie 1 Stom bed 

erfteren Solged, toomit bie 3fomort>l^ie erffärt toerbe. * Ser^eHud 

Erinnert, * ba| man bun( bergleic^ SeriSnberungen feine )ut>erUif[ige 

' . ••• - 

(Srfl&rung er^Ite, benn BaM \ef ifomor))^ mit NaS, tooOe man für 

• 

bod Statrum au<^ Na fe^en, fo Hf^ bo(^ leine SRuIti))Iication ober 
2)it>ifton , um bie Stornja^I in beiben €al)en gleid^ ober )n:ot)ortionaI 
)u maf^, bemt fie bliebe in ben. beiben 6a^en immer ioie 11 )u 
6 ; man mflffe alfo für biefen %all bie 3ufammenfe|uttg bed 9Ia« 
trumd tmeber anberd ne^en unb Na fd^ben ober für bad €ult>^ 

< 3n Qetreff bcr 2>imoK^te fMi 9caf G^affgotfc^ bie^^^oi^c auf, 
baf ftc melletd^ banon ^errfi^ren fann, bo§ bie Vn^I bcr cinf«^ Vtomc 
ft(( in bcr einen t>on ben beiben JhrVfhiflfQrmcn )»crbo^)?(e. Sdf bin .fWitcr |n 
einem ^ll(tf^n G^lufi ^efbmmen, o^nc bag mir bie Vnfic^t bon G((affgotf(( 
befcinnt »ar. (8crgL (Srbmann*« 3onm. 49. 1860.) . 

•raf 9. 9. SKartmilian ei^affgotfi^, geb. 1816 am 11. SR«i {u 
^rftg, ^citM^Ann in 8crlin. 



330 ni. «on 1800 M 1860. 

NaS^, to)o bte ^aljH hex conftituirenben 9(tome = 11 in bdbet) Solgen 
0lei(^ toürbe. SBad l^ier pa^t, pa^i oben für ben Shtratin ober @al* 
t)eter gegenüber bem Salctt iDieber ntc^t. dagegen festen eine befriebt« 
gerenbe Srtl&rung aud ber Uebereinftimmuno ber 9(tomt>o(ume fold^ 
SRifd^ungen ^erborguge^ ober ani einer $ro))ortionaIttat berfelben. 
hierauf \)ai ^, Ropp^ guerft aufmerlfam gemad^t ($o0g. Snn. S^B. 
1841). S)ad StomDoIum etned JUrt)er$ xft ou^ebrüdEt burd^ ben 
Quotienten auiS feinem f)>ecififd^en ©etoid^t in fein Stomgekoid^. %üx 
bie mo{iome^ifomor))^en SRineralien geigt ftd^ gleid^ed ober toenigftend 
ann&^ernb gleic^ed StomDoIum, fo für Strontionit 250, für ben 
ifomor})^en GerufPt 257, fo für S)oIontit, jDialogit, Siberit u. a. 
r^bmboebrifd^ SarBonate tarie 202, 206, 188 K. 3Ran lonnte olfo 
fc^tiegen, ba^ ber 3fontor|)l^idmud aud^ Bei pltjiomütp^ ober polifmetta 
ÜRifd^ungen mit bem Stombolum gufammen^nge. Da bad Stomt^olum 
i5on 1 ältom 'Stiträtin 470 ifl unb' baiS Xtomt^olinn bon 2 Sttom 
Saicit = 463, fo fc^eint bie 3fomot^^ie biefer Beiben SerBinbungen 
bal^er }u rül^en, ba^ ein Salcitlrl^ftall 2 9(tom CaC re))räfenürt, 
toenn ein SlitratinhVftaD 1 9(tom 'NaA t^orfleDt. SSürben biefe 
ÜRifd^ungen fic^ berBinben ober t^ertreten lönnen , f o lie|e {tc^ ertoarien, 
iai ed in biefem Ser^ältni| ber S^^l ber 9(tome gefd^^ toürhe. 
Dana geigte 1850 (Od the isomorphism and atomie Tulome etc. 
Americ. Joum. IX.) , bo^ bie 3(tomüolume ifomor))^ Jt9r^ ft<!^ 
n&l^er tommen, toenn man bad nac^ getod^nß^er SBetfe Berechnete 
8tomt)oIum burd^ bie Slnga^I ber Slementoratome ^ibirt (Sin in 
biefer 9rt corrigirted Xtombolum nennt er einf))ecifif(^ei^. 6o, 
fü^ er an , f ei; bad geiod^nlic^ Bered^nete 9tomt)oIum bed Ouarged 
=: 218,0; bad bed ifomor))^ (S^aBafit« 4582,4; btbibirt man aber 
biefe gol^Ien burd^ bie S^^l ber conftituirenben Xtome , alfo Bei ber 
Aiefelerbe=^ 8i burd^ 4, Beim S^BafH = R>8i3 + 3X1 Si^ + i8H 
(S)an(t fd^eibt H nid^t afö 3!)o))t)elatom) burd^ 89, fo er^ man für 

1 ^ermann Stopp, ge6. am da Oft 1817 )u ^nan, ^rofcff^r ber 
$^Vflf unb (S^emie an ber Unii»erfität gu (^egen. 



' 9. IRtnftald^le. 331 

beibe bif fe^ fi^nlic^en 3a^bn 54,5 unb 51,5. 9)ana ^at in &^n* 

Ixd^ SEBetfe We XtomDolume einer großen 9let^ t^on ^neralien Be> 

red^net unb unter anbem bad Slefultot ergaben, ba^ bie fünf Don 

SSammeUberg für ben Xurmaltn aufgeftellten 9Rif (jungen gan) 

biefelbe ^u)>t)a^I, nfimlic^ 44 geben. @r }ie^t bie Folgerungen, ba| 

tfotnor))^ SÜitpnn, mit i^ o^ne Xe^nlidJ^Ieit ber 9tif(^ung, gleid^ed 

ober ptt/pet&onak^ f))ecifif(^ed 9ttomboIum )uIomme, ba| eine 93er« 

fd^kbcn^ ber S^HiItbarldt babei nb^t bon Selong ^u fe^n fc^ne, 

ba^ Jtftr^cr bon einem glei(^ f))ecififd^ Stombolum bdUig berfd^iebene 

f^rorm ^ben (önnen (nrie Ouar) unb Xlbit), bad f))ectfif(^ Sttonu 

t)oIttm aOein alfo leinen fielen Sd^Iuft auf bie JttvftaQifaüon )ulaf|e. 

SBic fc^toanlenb aber nod) ber Soben ift, auf totU^tm ftd^ be^ 

artige ttnterfw^n^en beloegen,^ jeigt eine betreff enbe Arbeit bün 

^. ec^rSber \ (9teue Seitr&ge )ur Sblumtibmie. $ogg« Xnn. CVII. 

1859), aud iodSftt ^ettoorge^t, bag bie ättombobime ifontot^^^ SBer« 

binbungen im XDgemeinen gan} eben fo n>ett audeinonber liegen, aU 

bie Xtmntoolttme entf^wed^ber ^etermntc))]!^^ SSerbinbnngen; ba^ gleid^ 

Sbombolum (SfafÜendmud) bon ^foniorp^idmud nid^t bebingt tarirb, 

eben fo toenig gen&^ed Xtombolum, oblvo^I d bei eityelnen Qhvip}^ 

fu^ fo }eigt. tine Stb^angigbit ber Stcen unb SSSinlel ifomor))^er R'dvpcx 

Don ber abfobiten Oki^ iSßti Xtombolumd beffcatigt fi<^ nic^t unb 

2:em))eraturbnf<^ben^ten M @runb bifferirenber Seobad^tungen 

lommen nie fo bAeutenb bor, ba| fte bon toefentlid^ (Sinfbtffe 

to&ren. ^ämatit unb Jtontnb bifferiren in ben SEBinteln um. 8', im 

Xtombolum hne 15,3 : 12,9. SoOte bad Solum be« ^nuaitit gleich 

bem be^ ilorunb toerben, fo mfi^ jener* um 4000 Eid 5000^ obge« 

tfi^It ober ber Jtorunb um eben fo biel eriofirmt toerben. 

1 {>finrt(( e^rSber, geb. 1810 am 28. ^tpt ju S^fin^n, !Z)irfctor 
bn (öderen Sfirgerff^ulc )u SRannbeim. 



} 



332 ni. »Oll 1800 m laeo. 



m. . »on 1800 W» 1860. 
3« Gipftcntiitit* 

tiKuren kteitö )u Cnbe bed tHmgm So^^unbectd bot Si( 
Uriud unb Sronftcbt, utib ebenfo tl^etbDetfe iMm Servri ki 
SRineralfii^ftemcn d^emtfd^ ®ntnblagm segetei fDoxbcn. ^auip Ukt 
fein 6#em in d^Iid^ SSktfe. Seine ittaffen toaien (1801) 
L @&utel^Itsge SuBftonjen, mit einer <Srbe Dber einem VBaü to 
bunben; bie Orbnungen nad^ ben erbigen ober oOEoIifd^ 9«fea, te 
(Benera naä^ ben ft>eciellen 8afen: fiaS, aSor^t, €lroRticn r 
11; @cbige Subftonjen, oud Stben, gutoeilen mit einem XBoE fe 
flel^b; leine Unterob^Unng; nur.®))ecie6: Oaiär) unb bceSiGcait. 
ni: (Snt}ünb(i(i^e (nid^ metaOifd^e) jSubffatngen; bie Oi^mti^en ut 
ber aXifd^ung : efnfod^e unb gnfammengefet^te : Sd^loefel, SHamont x^ 
»itumen, SemftefnK. IV. 3RäaU\\^ eubflftn)en. 5Dte Orbnm^n 
na^ ber Srt ber Os^bir« unb Slebucirbarleit; bie Venera na^ ba 
einzelnen SReto^en. 

3n ber gtoeiten Stuflage feined Traiti t^om ^fyct 1822 ^ ^ait 
ffir jtoei Jlluffen au(^ ben t>l^9fiIaUf<^en ^bitufS Beigejogeiu & nntis' 
ftl^bet: L ^ete S&uren, too nur Sd^koefelfAure unb Sorfouie angt 
fü^rt ftnb. II. Substaoees m^UiqueB ' h^lto>pBide» (b. ^. Utfi 
unter frembartigem %nblvi geigen).; Cknerä: Statt, SarVt )c mr 
oben, Ouar)> unb bie Silicate old 9ln^ng, ba ber C^amBer M 
Stabilatt ber jtiefelerbe no(^ nid^t feßge^eOt* toar. HL Sob^luHx» 
m^talliques aotopsides (b. ^^ bie ftd^ mit il^rem tmrlttd^ XnfcU 
jeigen), bie HRetaHe, nad^ ber DE^birborleit toeiter georbnel IV. ^ 
jtlaffe ber Sombuftibttien. 

SEBenn ^ter ber G^emie fd^on ein ^u)>tant^l an ber Alofftfibtioii 
juerlannt toar, fo ging SergeliuiS noc^ toeiter, ba er audf]n<4 
ba| bie Stineralogte fiber^u^t nur ote ein X^ ber Gl^emie mny 
fe^n koerben tdnne ober nur einen Xn^ang }u i^ bilbe. 



3. e^^ematil. 333 

Qi Ikfjt ober, fogt er, ania beti (Bcenjen bed menfd^id^ S3er> 
mdgend, trgmb eine SMffcnfd^ft )u eincip MUigm Sefc^Iofien^ tu 
bringen: alle Stf[enf<l(faften tofirben bann in ethe ettqige )ufammen< 
foBen. „Xu^bem tf(, YtM (i\nfSRm\d^ ju lernen t^ermag, gegen 
ba^ ®an|e fo geringe ba| fotvol^I bte uni»oIKommene SndMlbung ber 
aSiffehfc^ft feKp, toie bad 9emfil^, fie fo )u imOfokn, ba| 
t9cmgPend einem gtnjen Qk^dfitäfU, jnfammengenommen gleich einem 
6in)elntoefen beirad^tet, bie aOgemetne Xu^bilbung in oOem julommen 
mdge, ^^ i^^ tingebie 9lenfd^ nid^ )U erreich bermog, und 
nSt^en, SRoierieni bie }ufanimen ein Crfenntni^s9an}ed oudnun^, 
aU bef onbere aStffenf d^often ab)tt^nbeln.'' Xud bief em Orunbe toerbe 
Dcrmut^Hc^ aud^ bie 9RineraIogie immer M eine befonbcre S3tf[enf(^ 
abge^nbett tperben. (U f d^ aber tlar^ bo^ fie mit ber S^ie gleid^ 
& if i ü i ^cütn mfiffe, ba| Umtofil^ungen in biefer Uffkn auc^ bie 
Slineralogie umßfii)en unb Snibedhtngen im (^emtfd^ ®ebiete {tetd 
bcibe ertoeitem mfiffen* 

. 9n ber ^ge, ob benn ber SRineraloge einer d^emifd^ 9(nallrfe 
bebflrfe, um ein 9tinera( ju befKmmen, fönne man ftM ben Sammler 
t>om Sttnerologen unierf (Reiben , jener fud^ bIo| 9tamen für bie 
Stineralien, biefer ^obe hau 8ebürfni§, i^e Statur )U erlennen. 

Sr t»eidt bann barauf ffin, ba| eine Snorbnnng ber SRineratten 
nac^ ben fiu|eren Aennjeic^en )um ^laatA i^red (Krfennend nid^t ttne 
bei ®egenftfinben ber orgonifc^en Statur gefc^e^ ISnne. 3n ben 
le^^teren ^errfil^ fiberaS glei^ SRifc^ung bei (fSd^fter Ungleid^^ in 
ben grormen, in ber anorganif^ni Statur bagegen ^errfc^e eine aflge^ 
meine ®(eii(^ ber äußeren ^formen bei ber fl&rf{len Xbtoeic^ung ber 
SRifc^ung. Z)er (ltnfltt| ber ebltnN^tfd^ Zl^eorie auf bie (^emie 
mad^e fii^ aui^ bei ber SRtnerabgie geltenb. 

„^xt eleltrod^emifi^ Xl^eorie, fagt er, 1^ und gelei^, bag in 
jAem )ufammengefe^ten wtptx Beßanbtl^eue bon entgegengefef^ten 
etettimjiemifc^ 8i0enfd(faften twr^anben fmb; fk ^t gele^, ba^ bie 
äkrbinbungen mit 'einer itraft befle^, bie )nn>))ortionaI tfl ben 9raben 
bed eleftrod^ifd^ «egenfa^ed ber »e^anbt^. 3)araud folgt, ba^ 



334 ni. 8on leoo m« leeo. 

in iebem }ufammengefe|tett Stlk}pn ein ober m^ftttt eIeltro))ofttU)e mit 
einem ober meldeten electronegatteen Seftanbt^en )H)tl^ben {elyn 
muffen, b. 1^. im ^Oe bte Serbinbung aud Dieben be^e^, hai jebem 
Stoffe, ber in einer Serbinbung aü Safe auftritt, ein anbetet ent» 
flwed^ mfiffe, bet bagegen bie Stolle einet S^te f^t — bet Stoff, 
ber in einem %aUt elefttonegatit) ift gegen einen ^fitfet ^fttitoen, i. ff. 
bet gegen eine ftfiriete 9afU ab €dute teagitt, fann in einem anbetn 
eIeItto))ofitit) fel^n gegen einen ft&tler negativen, b. ^. ein onbermol 
ald Saftd gegen eine ftätlete B&uxt fidf t>et^ten, @o ). fß. toettritt 
in bet Setbinbung jtoeiet iSfiuten bte fc^toSd^m bie @teSe einet Safid 
gegen bie ftdttete." Son biefem StanbJ^nft aud bettad^tet fomme mit 
einemmale Sic^t unb Dtbnung in ba« (S^od bet Sc^eugniffe bed 
Slinetalteid^ unb bie 3Rinetalogie toetbe )ut SBiffenfd^. 2)ie S^ 
Don ben d^emifc^en Sktl^&Itnt^engen, koeU^ in bet legten ^olfte bed 
ttetf[offenen ^a^ti^nbettd ft(^ aud)ubtlben angefangen, fomme in bet 
SRinetalogie ebenf o }ut Xntoenbung toie in bet 6^ie. äBenn fic^ 
fol^ jut 3^t nic^t immet entf)n:ed^enb jeige, fo liege bet ®tunb 
)um 2^1 in bem Slangel an (Senauigbit bei bet S^^ng obet 
nod^ me^ in bet @d^toietigIeit, um nic^t )u fagen Unm5glid^feit, 
eine im äRinetaltetd^ gebilbete Setbinbung tein unb ftei t)on fremben 
Stoffen )u et^alten, in bem 3uf<nnmenln;fla(liftten k., in her Seut^ 
t^eilung be« Stefultotd bet ätnal^fe. 

Xld Safid bed @vftemd nimmt et an, ba^ iebed Glement eine 
minetaIogif(^ ^milie begtünben f5nne, toelc^e <ax& i^m felbfi unb 
aOen feinen Setbinbungen' niit anbeten Stoffen beßel^n, bte gegen 
baffelbe elelttonegatit» ftnb, nad^ leiteten t^etlen fid^ bie ^milien in 
Otbnungen, ). 93. Sulphttreta, Carbnreta, Arsenieta, Oxjda etc«<, 
fetnet Sulphates, Carbonates, ArBeniates, Silicate» etc. / 

Su einet S^ieiS ge^ihren bie SRinetalien i»on gleii^ Suforn- 
menfet^ung in gleid^ Set^&ltni^mengen , bte betfd^benen gfot« 
men, in toeld^ eine Sf^ed botlommt, bilben i^ Sotietfiten. — 
ein Seif^I mdge bie Snotbnung fUt bie gfamilie bed (Kfend et« 
Uiutent 



8. e^emattt. 335 

$ami(te bcd Stfend. 
1. Orbnung. . (S^egened Stfen. 
&pedti. ®ebtegen (Sifen. 
^ SReteor^Gifen. 

2. Drbnung. ©(^toefekifcn. 
Bpeati. ©c^lpefrific« = Fe + 48- 
^ aiagnctfie« == Fe + 28. 

ftujJ^Tfie« = FeS2 + SCuS. 
»letfa^lerj (©))ie69lanjbfcierj)=s;PlSb+2CuS+2Fe82. 
3. Orbnung. Jto^(enftofft>erbYnbungen. 
©»)«cie«. Qkap^t = Fe + 200C unb Fe + 100 C. 

M ©ebtegen @tal^l. (Son Saboutd^e in ^anlreid^, nad^ 
®obon be et. 9Remta*d Kna&^e) = 2Fe + G. 
4» Orbnung. Xrfmilberbtnbungen. 
l. 6»)ecte«. aRifejwifel = Fe + As. 
i. I» So^fcr» = Fe As + 2Cu 8. 
5. IT go^lerj = Fe^As + 3Cu8. 

5. Orbnung. XeOurberbtnbungen. 
1. Spedt9. (Bebiegeh %eUux fog. := Fe + 10 Te. 

6. Orbnung. OiVbe. 

1. Bptat^. eiutflrin, ®tfenglan) = Fe + 30. 

2. ^ «ttractorif^c u. retractorifd^f ©fenfrje=Fe02+2FeO». 

7. Orbnung. Sc^toefelfaure JSerbtnbungen. 

1. et>eded. 9tatürUil^er eifent^itriol = FeO' + 280'. 

2. „ Oc^er = 2FeÖ» + 80» + öH» 0. 

3. „ (Rfenjjcc^erj = 4Fe09 + 80» + 12H2 0. 

8. Orbnung. $^od)>^inrfaure Serbtnbungen. 

1. eptat». »laue (Rffnerbe = FeO» + 2P0a. 

2. « Subphosphas ferricas = FeO» + iVaPO^ + ^H^O. 

3. „ 8ubphosphas ferneo-manganicus. 

9. Orbnung. jtol^lenfaure Serbinbungen. 

1. etwcic». aSei^ et>at^fenftein = FeO^ + 2C0> 

2. . Subcarbonas ferroso ferrioos. 



336 lU. «OK 1800 M 1800. 

10. Ordnung. XtfenilFauve SeiKiibiment. 
1. «J)ectc«. ffiürfdetj = 4FeO« + AsO« + fUB^O. 

11. Orbnung. G^omfmire Sorbinbuneeiu 
1. 6|)eded. G^ometfen. 

12. Drbnung. Stolftamfaate äSerbttibungm. 
1. 6|>ecieÄ. ffiolfrom = MgO« + WO« mit SFteO + WO«. 

. 13. Drbnung. Jtiefelfottre SecMabititgm. 

1. epttUi. . (Sifenlteffl s FS«. 

2 

8 



4 
5 
6 

7 
8 



Trittlicias fenieos = Fs«+ 2A4. 
„ Bilieias ferroflo-dumiiiicteB s: AS -{- 4fS -)- 4A4. 
C^olit^ = fS + 4MS. 
SRelotttt =. fS + Ca 
®ranatffemt0ed gfop = FS + C& 
SÖklamt = AS + 2fS + 3 CS. 
„ ®ranaif(hmnge9 Soffil uiib Sangbonfl^tlttii = VtS 
+ F«S + 4AS. 
9. „ 9(t>l0m = CS^ + FS -f 2Aa 

14. Drbnung. Xontalfoure Serbinbungeit. 

1. Bptcki. Xantolit, Gotumbit. 

2. „ ^ttro^Xantal. 

15. Drbnung. Xitanfaure Serbinbungm. 

1. et^cie«.. aRänalanit. 

2. „ Xitaneifen. ^ 

3. „ Stfentitan. 

4. „ 9ltgrin. 

16. Drbnung« Sifen^brote. 
1. 6»)ecie«. Dc^er = FO« + lV2.H»0. 

« 

3n biefer Sktfe finb anbete ^mtlien burd^effi^ (St 3m>^ 
f. Qi). u. $1^. 1». 6<^n)etgger. Sb. 11 u. 12. 1814. S>ie erPe Oon^ 
läge bed eldttrod^emifd^en G^P^iniS unb einer borauf angcivaiiha 
Slomenilatur finbet fic^ in Kongl. Vet Ac. HandL 1812.) 



8. e^HitfinattL 337 

3)icff« &t^ fonb matMl^ci aßtberf )mtd^ , ba e« auf bte 
pif^^Mi^ S^raltrriflif gar feine StfidPftc^ na^m, unb hne (S^tccmt 
etnanber ^oqutufen t^egen, fo gelangte ^Ib ein anbered Stiftern 
}u ungetoö^nüc^em Stufe, toeld^ im boOen <Begenfa| )tt bem i9ün 
9ev)eliud aDe c^ifd^ Sl^ralterifH! aud ber aRineralogte bettoie^ 
Gd HHir bad 6l;{itein bon gfviebrid^ SRp^d, toeldj^ed )um erftoimol 
im 3a^e 1820 erfd^en (bie C^arahete bet iUaffen, Orbnungen k« 
t>on Sfriebrid^ aRpl^. Siredben 1820). 3Rol^d ipoOte bie SRineralogie 
in fi^nlic^ 9B3etfe be^nbeln, toie bie Sotanil unb ßoologie bejubelt 
tDurbe. 9B3te £inn6 get^n, be|ei<^n€te et allgemein Slaturgefd^ii^ aU 
bie Sßif{enf<l(faftr oud ber gegebenen natürlichen Sefc^ffen^ eine« 
Slaturtnrobiilted bie f Vßematif<^ Benennung ; aud ber Benennung bie 
nolfirlif^ 9ffcl^ffenl^ beffelben }u finben. ,,ttnb bie 9RineraIogi^ 
i^r Xfffü, ift boffelbe für baf» 9tinera(rei(^, toad bie Sloturgefd^d^te 
übaffoiipi für bie gefamnUe materielle Statur x%" ^e natürfid^ 
9ef<l(faffen(feit totrb bun^ bie natur^ftorifdM Sigenfc^ften eriannt, 
mit toeI<^ bie 9taiur bie SMnge l^erborgebrad^t ^ unb bie, fohne 
bie 2)inge felbffc, ipfi^enb U^iKtt Setrad^tung unber&nbert bleiben. Stur 
i»on foic^ (Sgenfd^aften foO für bie S^ratteriflil ber 9Rineralien unb 
für i^ SVfiem ®ebrau<^ gemad^t toerben. Dad ^^emifc^ Ser^aben 
unb bie d^emifd^ 3ufammenfe|uttg fdnnen bal^ leine natur^ftorifc^ 
(Sigenf duften ober Jtenngeid^ liefern, biefe finb im allgemeinen ^vipi^ 
fäc^lif^ burd^ bie OkfUilt unb 2:t^eiKarIeit, bun^ bie ^rte unb bad 
f)»eciftfd^ (Setoid^t gegeben. ,,3)ie Stineralogie, fagt er, fe|t, toeil fte 
ein X^ ber 9Iaturgef<^id^te, unb biefe eine Slementartoiffenfc^aft ift, 
nif^d aud anbem Srfa^ngdtmffenfc^ften t^orauiS, unb erforbert, 
au^ ber fiogil, nur ein äSenig bon aiat^atii Unter £ogit ber* 
fke^ if^ ffia nif^td ,ald ben gefunben unb untoerborbenen Stenfd^« 
t)er{ianb, ein rid^ed natürlid^d 2)enten unb \>a» Selou^eVu 
beffen, toad man t^ut, tnbem man benft, bamit man nic^t in ^n« 
confequenjen berfaOt; ber geM^ntic^ f d^olaftif d^ ^unber , towmitnum 
bie £ogiI toerunfkltet, taugt }u ni<^td. ^on SRat^attl gebrandet 
man in ber JlrVftallograt)^ie launi fo' btel, ald ein 9RarIf (Reibet 



f. 



*• «^ 



33S * IIL ^ofi 1800 m 1860. 

nM)iQ ^at, toenn er fein ©efd^ft ntc^t gotia mec^nifcb fcftruhr 

a)a| mit fotd^n Sepiimnungitn nur ein ntangeC^fte«, n 
unter fdgar |e^ bürfttgeiS Silb toon bem Sßefen ber SRinerofim cx^ 
toirb, fäBt nad^ SRo^ ber Wetl^obe nic^t |ur,2aft, e6cn fo 
h>enn ble Sejiimmung eined SRinerote toegen Slangefö brr tKtforjr? 
Sigenf duften ober bielme^r, toeil fie nid^t nad^U^etdbor, mAtgefihr^ 
lÄnn, bcnn in ber Botamf unb Zoologie ip ba« aitd^ fo; vbnsr. 
lönnc mitte I6or, tH)r(m«gefe|t, man fyibe jut Snrglnd^img rr 
genügenbe Stetig bon Ueberg&ngen, mid^ mand^ SKneroI be^rr 
h)erben. (®runbri^ ber SRineroIogie. 1832.) 2>ie ffuiy SitttrafLrr 
ber SRol^d'fd^en Xnftt^t auf ber angebeuteten Safid tß fe^ fitoffnr 
imb confequent, letber jeigt fii^ baiei, ba| bie totffenfc^fttii^ ^te^^: 
gleic^fam für bdd (Srfte, bie Ütatür bage0en fflr bad 3ti9nie gib: f:^' 
ftd^ le^tere nid^ ber Stetl^obe, fo Uetben i^ $robucte eben sirh 
fKmmt. SMe 9Ret^obe be^l^Ib ju finbem unb i^e SeBttffmnieit tectr 
tragenb px machen, tonnte fii^ 9Xo^^ nid^ entfc^lie^; fte geigtr c 
ja an ben normalen Silbungen mineralifc^ ^bil^ibuen, an rr 
befKmmbaren 5tr1^fiallen, jureid^enb, um bie Slineralogte ber 9etjr! 
unb Zoologie ebenbürtig )u fleDen unb analog ju bel^tibeln ; fie o^^ 
le^tere ju er^ben unb bad aud i^r )u mod^, toad fic^ M ie^o« 
ber -Sotanit unb 3i>oIodi^ ^id^^ mad^en lie|, unb jn ertemien, Ki 
fold^ed nur mit Stütfftd^ auf bad d^ifd^e SBefen eine« Stinenlr 
möglid^ fel^,^ fanb bei SRol^d leine Sead^tung. Sfr^elitt« ix 
natürlich t)or .anberen ein ®egner ber 9to^*fd^en $rtftd|rien uc^ 
beflagte e^, toie er QafyccSbn. VI: 18S!7 S. 210) fogt, ^fo tr 
Talent )ur Sertl^eibigmtg einer unred^figigen &id^ angdoenbct ^ 
fel^." 3n Sejie^ng auf bie d^emif^en Sigenfd^^ ^tte 91 cS 
unter anbem ben €a| audgef )n:o(^en : „23enn'ed )ema(6 gefc^e^, ^ 

1 3)te erf en begriffe b^r SRineroI^gie unb Geognofif ffir jnng< ^nhi^ 
Bergleute ber L t. dflerrnd^ifi^n @taoten. 3ni Auftrag ber 1 L öftere 
im Wlfin^* unb Qergivffen «)crfagt «)pn griebrid^ ^off9, t t UHTflktes 
©ergrat^c jc. herausgegeben nad^ feinem Xobe. ®ien 18i2. ©b. L €. Till 



8^ et^rmattf. • 339 

ein 3tonfl ber K«ttttgcf<^(^ Wefc ^genfd^often gu fetner SWet^obe 
antoenbet, fo übetfc^teitet er feine gefe^Iid^en Orengen, ttnrb mit 
anbeten SBiffenfd^flen t)ermiff^t nnb i9tttmdtlt ftd^ enblu^ iii aOe bie 
Sc^toietigleiten , toot>on bie SRineralogie lange ein' toamenbeiS ^eif^iel 
gegeben ^t^ Serjeliu« bemerltbaju: „Diefe« Sloifonnement fommt 
mir t>or, tpte bod eineö 3Renfc^en, ber im 2)unte(n iappt unb ftd^ 
toeigert; fU^ einer Seuä^U gu bebienen, ioeil er bann m^l^ ft^, d(^ 
er bratu^, unb ^ffming genug ^t, ben SSeg bennoc^ ju ftnben.'' 
(». (L'D. 6. 211.) 

6<^on einige ^o^re Dörfer l^tte gfuc^d bie IRo^d'fc^e £e^e Don 
htn natur^orifd^en Sigenfd^ften aU ungereti^tfettigt erüfiri @r fagt 
in feiner afabemifd^ Siebe über ben gegenfettigen @influ| ber S^emie 
unb SRinesoIogie (1824) : „3^f<^^n ben organifc^en Adr)>ern tmb ben 
SRineralien ift ein ^immeltoeiter 9(bfitanb. S)ie 3<>(^O0i^ nnb Sotontf 
^ben nic^d mit ber 9)lineraIogie gemein, ate gett>iffe Jogifc^ Siegeln, 
iiH>ran oOe äBiffenfc^ften gleichen Snt^ neigen. — 61» ift Hog 
Oinbilbung, nic^rOefe^ — ed ftel^t. nic^t im Suc^e ber Statur g^ 
f4^rieben, ba^ bie SÜneralogie nur bie unmittelbar hHii^e^mbaren 
Sig^fc^aften ber SRineralten in Betrachtung }u )iel^ ^be. 2)er 
S^i ber SNneralogie ift, bie SRinerafien f ernten unb unterfc^ben 
jtt k^^ren, unb u^ grünblid^ unb umfaffenbe Jtenntniffe babon gu loer« 
{«^ffen. Xfefer ^totä tonn meiner SReinung nac^ ol^ne Sei^Ife ber 
G^emie nic^t DoDIommen erreid^t tt)erben.'' 

^auv l^üt fd^n (1801) bie @))eried in berSRtnerafogie befinirt 
ate einen Inbegriff twn Jtdr))em^ beren inkgrtrenbt SRoIetüIe einanber 
ftbnlic^r unb auö benfelben ®runbfbffen^ in bemfelben Serl^Itni^ mit 
einanber Derbunben, gufammengefe^ finb. (Sr taHir Don bem 93ert^ 
ber i^miii^ Jlenntni^ eine« Sfinerald für bie Biffenfc^ft ber 
Wneralogie fo über)eugt, baft er fagt (Trait6 de Hin. I. p. 167): 
^Je sens tout ce que mon travail a gagn^.ä oette r^union (mit 
ber G^ie), et oombien je sniB intiress^ k oe que Too sache que 
c*e8t k r^lcole dea Hines, en France, que ia cbimie et la cri- 
stallographie) m long^empa iaol6e6, on oontract^ une liaison 



f 



340 . III. 8on 1800 bU 1860. 

Uroiie^ et se aont promis de ne se plus qoitler.*' 3^ kft I^ 
tonnte ^au^ ttüxaten, ba^ bie etloä^nte SfrUnbitne cme baex^ 
fel^n n)erbe unb fte ifl ed oui^ gemorbm ol^gcod^ bcd X0|f«M>r 
Setfud^d, eine Xrenriung )tt l>erffi0en. Xbftea^irt man im be 
Sefd^tänfungen ber naturlj^ftorifd^n (Sigenfd^aftnt, fo fnib bie db: 
meinen ©runbjfige ber ^Vf^ematit -bei SRo^d- tocit b cfiu i untB ;=: 
Io0ifd^er g^d^net afö bei einem feiner SSorgangcr, unb tnben er tr 
Segriff ber ®Iei(^artigf eit (mit ber ndt^en 9tüdfUfyt ai^tu^ 
®runbe liegenben Sin^iten bei ben SSarietfiten ber Sf^tm) fii K 
Specied,. ben Segriff ber Sel^nlid^feit aber für hit i^t^fsai iDÄ 
ficationdftufen geltenb mac^t unb Don ber @))e€ied onggc^b bc 
Sbau bid }u ben (SK))felt>tinIten . ber itlaffen fortffii^, ^ er si 
$rinci))ien gegeben, koeU^ fär jebed &i^fUm )u beod^tm fc)^ bim 
SRo^d l^ebt old einen Sorjug feined @l^fkmiS ^erauö, bog Me 
fteHten ®ef(^Iec^ter, Drbnungen unb jtlaffen nic^ nstr ba|tt 
eine jufammen^ngenbe Ueberftc^t toon bem ®ati^, brm SRiacraims 
)u geben, fonbem ba| fte oud^ bie met^obif<be Seftintmung ber ^sitc. 
buen geftatten unb glaubt, baft fein anbered afö fein natur^cjbn>irr: 
^rincip fold^ )u leiften k>ermöge. . 2)a| er babei Dor bem 2U^, ikI^^ 
bie XSi^emie aber bie 9Xineralien gebreitet, nid^t immer bie Sage« ;: 
mad^te unb o^ne ed fid^ geße^ )u tpoCen, ^nu^ für fein Si^flm $.r 
tl^eil bak>on )og, betoeifen meliere 3falle.ttnb ifit nix^ iüngß ten eaa 
feiner eifrigften Sd^üler au^)nriKben ta>orben. (§. 3E. 9R. S^t^f^' ^ 
S^rofteriftü bed natur^iftorifd^ aRineralf^fitemed. SBien 1858.1 

üRo^d l^at auc^ bie Suft, ®afe unb freie flüffige 6auren ia h 
SRineralogie aufgenommen, tpie fc^on £el^mann. 3>ie JUnffen {vat 
befonberd benannt) unb bie Drbnungen feinet €vftem^ tHm 1822 faü: 

L.Jtlaffe. 

1. Drbttung. ®afe ((Sefc^Ied^ter: $V^ogen«®a«, S(tmof^p^Sr«ae> 

2. „ äBaffer. 

S. „ @&uren (Jto^Ien*, @a(}s Gc^tpefd«, 9ocar >*^ 

Srfenif'Söure). 
4. „ @a()e (bie im SBaffer löätid^ eal)e). 



8. e^emaiü. 341 

n. Alaffe. 

1. Ortmitt^g. ^lotbe (6 ©tfd^Ied^ter, ®V)9d, AttH^K^r ßaictt ».)• 

2. ' „ »atVte(6®<f(^I.,etbcrit,S<^rtl,®armei,aarVtic.)> 

3. n Aetote (1 ©eff^L, S^orftüber unb S^Iorqued|t(lber). 

4. „ aRoMtte (6 ®ef(^I., SirolDitit, Oltoenit, S)io))ta^, 

5. „ ®Ginmet (6 ®ef(^I., (S^R0t)l^l7ait, Sitnanit, ®ra))l^tt, 

Ort^pflad, Xugit k.). 

7. „ Oemmen (15 (Sefc^L, Xnboluftt, ftoninb, 3)emant, 

Xo)Mdi Duat) K.). 

8. ;, Sc}e (11 Qkfc^., e)>^en, »uttl, (Su^nnt, ffiolfram k.). 

9. „ * aRetoSe (10 ©efd^., @ebif0ene aRftttOe). 

10. „ AMe (5 ®ff(^(.r 9ltde(m, Xrfmotyi^rit, AoBalttn, 

^yprtt Jc.>. 

11. „ (Slünye (8 (Befd^I., S^^lerB, Xteentü, ®alenit, Xnit* 

moitit K.). 

12. „ »knben (4 ®ef(^L, Xlobanbin, ^pfyätvi, $rou{Ht, 

3iniiobcr k.). 
18. rr 6(^tDefeI (1 ®ff<i^I. , 6(^toefel unb bte Xrfemtfult)^utete). 

m. Alaffe. 

1. Orbming. ^rjc (2 ®efc^Iec^ter, ^onigfletn, Sonftein). 

2. , Api^Ien fl ^cff^I^ 9miin> unb €Mnfol^[en). 

S)ad Stel^ftfil^ Softem iß bon {^dibinger angenommen loorben. 
2>te bvci Afaiffen ftnb bei i^ änrogentbe, (Seogenibe unb $^l^ti)gentbe 
bfnanni (^nbbuil^ bn bcfthnmenben SRineralogie. 1845.) Aenngott 
tyä bicfef Svfintt 1868 mh Crtoctteningrn unb Sotrectionen neu 
^au^gegdben (bad Vb^'^i^ Sttneralf^flem bem gegentofirtigcn &mh* 
pwOi bcr SBtlffnf^ft gm&| bearbeitet) unb 3t^f ^ * N <!^ ebenfaO^ 
angenommen unb babei ben Setfuc^ gema<^, ben Segriff ber bon 

1 g. 2. m. Bt^|>e, f. f. Seeeieningfrati unb ^ofeffot bcr nineralegte 
an bcr Umoerfit&t |tt IBten. ÜtfL bafelbfk am 22. %thx. 1868. 



312 ni- Son 1800 Btd 1860. 

3Rof)^ aH ..naturl^iftorifd^" Bejeid^neten Sigenf elften ju fifedr- 
3n femer ,,6^am{tmftit bed naturl^flotifc^ SKiteralf^^Mii^ ^^ 
'1868^' fteDt er ben ©aj auf: ^3ebc ffiigenfd^ft, bic an «»enb cbr 
ÜRinerale in feinem urf^rünglid^ 3^1^^^ erlannt unfb toabfgeiimz 
tt)erben lann, ol^ne ba^ burd^ beren Setra^tung unb Iliilexfiäb^ 
bad 9RineraI SSeränberungen untertDorfen tanrb, ju beren ^ertwcictr: 
jtenntniffe einer anbem SBiffenfc^aft boraudgefe^ toerbcn, tft n 
natur^iftorift^e Sigenfd^aft." 

@r bef^d^t nun bie Itennjeid^en, toel^e t>on brm Ser^oUn ir 
geuct, ©d^meljen, Seränbem ber garte, Snümcfbing flui^ftiger Str> 
Traufen mit @öuren, aufUfung, ®e(attmren tc. ^ g c n o mawi hi 
unb glaubt fte atö nid^t ^emifd^, fonbem bem SRo^fc^ Snir 
nod^ ate naturl^iftorifd^e betrad^en )u bftrfen, ba bie ^a^igbit. iL';, 
geben, bem unt>eränberten ÜRtneroI urf^^ngR^ gufommf ui^ ,r 
Seobad^ung feine d^emif d^en Itenntniffe erf orberfid^ ^^P^n. ^ h 
jic^ung auf ba« ©affergeben beim ©r^i^en fagt er (©. 13): „t^tr 
liegt ed fo nal^e, ouc^ bie SRenge bed Safferd burd^ bie Seti^t^ 
beftimmung be« 9Jlinerate bor unb nad^ bem ®lü^ pg erfahr 
unb aud^ biefe aU ein Slerfmal )u betradf^ten , loelc^ in en&dr 
f^aDen mol^I gebrandet n^erben fdnnte; aOein bie Seurt^bing h.r-: 
^De fe^t Selanntfd^ft mit ber c^enrifc^en 3^^tvtntenfe|]ntg if^ 
Sltineratö borau« unb bie quahtttatiDe Seftimmung bon Seflonh^nlr 
gehört nid^t meffr in« ®ebiet ber Staturgefd^d^te/' Vtan ttfiäft ircK 
bag Qxp)ße ben Sßertl^ berd^emifd^en Itennjeic^n für bie SKnerttkc. 
jtüar erlennt, bafe i^n aber bie ?ßietÄt ffir SRo)^ unb -feine ^hiararr 
}u feiner unbefangenen unb fidleren Sfufnal^e berfelben fonuncs ^ 
%üx bie 9Cnl^nger- biefer $rinci})ien ift übrigen« fein Sorget immR 
bin ®en)inn, benn l^ben fte nur einmal ben f&ettif beS ttt^h« 
ber @äuren K. edannt,-fo ift lein S^^^^h ^ f^^ al&n&^ ait 
bie bpDenbetfte Slnal^fe eine« 3Rineral9 al9 na t nrl ^ ftotifd^ BereiNi^ 
erlennen toerben^ benn inuner ift e^ bie utf^nrün^id^e Sub^ang, idcI^ 
babei bie (Sigenfc^aft.jeigt, in berfc^iebene SRifd^ungdtl^eile )a icrfoffrL 
immer ift ed eine @igenfd^aft bed 9(rgentit 87 $ro€. Silber, irr> 



3. e^liemalär. 343 

eine bcd $t^ 46 V, $toc. Sifen )tt mtl^ßen k., unb Aber ine 
^ulaffigleit Ut aHittel )u foU^ (^entUtitft ^u gelangni, loirb man 
fid^ aiu^ )tt t^&nW0en totffen. 

^c Siitbecfungen . bed SSicovirend k^on ÜRtfc^ng^i^dlen unb btr 
bed Sfonunr^dmu^ mii|tcn für ein dfemifi^ 9RineraIf#em Don ent« 
fc^tebenem Stn^uffe fel^n, toenn fk ou^ ein fogenannted natut^iftorifd^ed 
iDemgcr berül^irlen. Sd l^tte {t(^ geariel^v bag jened SSkc^feln bei ben 
3Rinct«i\p€Qie^ boqfiglid^ bie Safen ober bte eIettn))>ofUit>en SRifc^ung^ 
t^k traf unb fo finberte benn Sergeliu« fein elftem (1824. 
^^2cMM>'d S^tfd^rift far aRtneroIogie. I.) bal^in, baft er bad eleftro« 
ne0attt>e $rinci)) ftatt bed^ frühen e(eftro|>o{ttiMi für bie Slaffificotion 
in Xntoenbung brai^ie. dt untqffc^ieb 1) Stid^t o^^birte Jtörper. 
Alaffen: 1. (Bebiegene, 2. 6ttl)>^rete, 3. Xrfeniete, 4. Stibiete, 
5. XeOurete, 6. O^miete, 7. Surtete, 8. ^^brargV^ete. 2) DtqhivU 
SLbtptx. JUaffen: 1. Oc^be unb t^ ^^ciie, 2. ®afyf^, 3. 3txixak^ 
4. aRuriate, 5. ^^tApf^t, 6. ^(uale unb g^IuofUicate, 7. Sorate 
unb 9orofiIicate, 8. Aarbonale unb ^l^brofarbonate, 9. älrfeniate, 
10. aRob^bbaie, U. S^ronuOe, 12. SSoIframiate, 13. XÖntalat^ 
14. Xitanate, 16. Silicate unb SiKdo-XUanate, 16. Xluntinate. 

®(ei(^eitig möffentfic^te %. 6. Seubant (Trait« ^l^meataire 
de MindnOogie Parw. 1824, beutfc^ Don Jt. g. X. ^rttnann. 
^^V%' 1826) ein tn^ ber ^up^ad^t ebenfaOd nadf bem eleltronega- 
tiDen $rincit> conftniirted Stiftern. Seubant enttoideUe babei aw^ 
bie X^orie ber (Slaffifieation toom mineralogifd^ Stanbpunll au^ 
unb machte burc^ eine Unterfnc^ung be^ relatiben äBert^ ber minera- 
logifc^ ftennjeid^ geltenb, ba| ben d^ifd^ ber Sorytg Dor aOen 
anbem )u geben unb bie BptaH ald ber Inbegriff ber aui gleichen 
(Bntnbbeftanbi^eilen in gleich beftsmmtm Ser^bnif{en gebilbeten 
^nbibibuen angefe^ toerben muffe. Qr bef)>ric^t bie Srage, totU^ 
unter ben Stifc^ungen mit glei(^ oOgemeiner |jpnnel ab €j»ecied )U 
betrachten. (Sd i^ unmöglich, fagt er, biefe gftage )u I5fen, unb SUfed, 
toai man t^ fann, ift, fünfllif^ bie Qhtnjen )u piifyen, toeli^man 
für bie 6))ecied annimmt 3)abei ^abe man fic^ an bie einfai^ 



344 



in. «en.iaoOBtt 1860. 



3al^Ifn )tt l^aOen, nü^ toelc^ ungloftfel^fite SftKnbinin h 
9ttf(^utts«0climl^te immer t^crrinigen, „fo tonfb man fine Mpüc 
Bpccx^ aud bem bo)»t)eIten Savbonat bed JtaBrd unb bcr So^ 
beftel^b au« 1 Xtom be« erfien unb 1 Xtom ber gtoebrn aofe 
bieOetd^t fSnnte man ebnif o 6f)ecied au« ber Combtnolum mn l f^ 
2 Xtomen bor elftem mit 2 ober l Sliom ber jtDeiien SSertnh]: 
ioclc^e man in ber Statur tennt, bilben; aOein ald Ho^ Santar 
mu^ man bie burc^ Xnolirfen gefunbenen Serbinbimgen bmi 5 Strss 
AaOIarbonat unb 2 9XagneftafatBonat, ober bon 19 bed etflccB sc 
5 beiS jkoeiten k. anfel^.'' 2)teFe gang natfirH<|< Xnf c^aumg ifi lür 
oftmatt n^ieber t>erlDren gegangen unb totrb k)on emge (ncn 9Swtttb§r 
)um 23^U nod^ nid^t iead^tet. Seubant erUiutert tDoier, bo|^ 
@(^nnerigteiten biefed Segenftanbe« biefelben Bleiben, loenn «ai yi 
ftatt an bie SSifd^ung, an bie ftr^f^aOtfation leiten iooOe. Cr iks 
borauf l^in, toie bie lineare älufßeOung ber Sfomiltcn, unbrineonM; 
ift toenigßend in einem bef^teitenben Serie ni<l^t mdgGd^, bie näioa 
9e)ie^ungen unter i^nen mel^od^ jerrei^en unb unfennt&c^ »o^ 
mug. @r nimmt brei Alofjen an; bie erfte berfelben umfd^ biqenfE 
^milien, beren eIectronegatil>e 9Rifd^ungdt^etb mit bcm Saarrib^ 
SBafferftoff unb^tuorOkife bilben fdnnen. Sr nennt biefe 0a)olt;. 
(in ®ad aufldäi^t) ; bie Rbtptx ber gtoeiten itbffe ^obm ba« gnnr 
mit €&uren ftet« ungef&rbte XufIKfungen }u geben, bal^ bcr 9m 
Seufod^te ()9on ioei^er Sdfüng) ; bie Kkpn ber britten JHaffe ^Aa 
mit Sauren geffirbte SSfungen^ ba^ ber 9Iame Sl^rDtf ol^te itcz 
farbiger £&fung). 

Xntimonibe. 

Gtannibe. 

3incibe. 

»idmut^e. 

{^^brarg^tibe. > 

Xrg^ribe. 

Pumbibe. 



SUicibe. 

Soribe. 

ä(ntl(^acibe. 

^V^rogenibe. 

:a)Dtibe. 

6u()>l^ribe. 

C^Iofibe. 



ZontaGbe. 

XungfMbr. 

23tanibf. 

SRoI^bibe. 

6l(^omtbe. 

Uranfte. 

Stftnganibe. 



8^»'-^ «— 



345 



Sflentbe« 
ZrOuribe. 

Xrfenike. 



SUitminibe. 
aRagncfibe. 



W^n/OtH^ 



CoBoUibf. 
Sufwibe. 
Sbitibf. 
$(attntbe. 

O^mtbe. 

»ie Sfamtliett uitb Qkfd^Ied^ter fmb i^emifd^ ^rafteriftrt unb tjl 

S^OMftmpf bor itlaffen, hne man ft(( 
bii^ tfet)eii0t, toeitn imm ». 8. äffe Gilicote mH nid^tmftaOifd^ 
unb mctofftf«^ Sofen in brr Waffe ber <!ki)oIvte eingeml^t finbet 
3)affette @^^flem if^ in ber 18S2 erft^ienenen itoeilen «uflose feine« 
TnM äteienteite ete. beibe^ben. «n 3al^r f»)dtet a» bad erfte 
«enbonffi^ S^^flem etf^en ein d^f«^ «^^ toon 8. «melin * 
(SeonM>'d dettf<^ft ffir fRinecalegie l unb U. 1825). Sie CafU 
biefe« 6trM« be»«*net ber Xutor in fdlgenber SBeife: ;,»ei ieber 
Serbinbmie tonn ber eine Stoff mel^ M dftav^ f^rmenbe«, ber 
anbete niei^ al» c^emtfi^ fleformted Vrinci)) angefe^ toerben, b. ^. 
ber eine bcAA bem anbem, ber gbidHam nur al# IBntnblage bient, 
be^mmte, fotool^I )>^ftlali^ ab ^emif<^ C^oroftere auf. 6o finb 
bie ttic^etaSfd^ Stoffe im Ser^AItniffe gu ben metoOif«^ al# 
fomenbe ^rincitnen anjufe^; bie Sauerfbffmetoffe unter einanber, 
bie S^r», Qob*, e^tiefel' unb $^))^9tetane unter einanber 
aeigen inel me^ Xe^id^teit in D^ftfalifd^n unb (^if(^ 9M&It< 
niffen, M bie Serbinbunflen eine« unb beffefl^ SletaOe« mit Sauer« 
Mr C^or, 3ob, 6d^fel unb $^o<))^or unter einanber jeigen.'' 
Omeltn orbnet bono«^ bie demente, mit bem eleftronegatioften Sauer* 
floff beeinnenb unb mit bem eIeftro)>ofitit»fken italium fi^ie|enb, in 
)toet Qku)»)ien : i> 

t Sco^olb (SImelin, geb. am 2. «ug. 1788 |it Wtttnecn, grft am" 
18. ftpiit 1858 in ^cibfAfTB, M er »on 1814 Hf 1851 M Vrofeffer ^er 
flXcbicin unb C^k bocicte. 



346 ni. Sotr I8OO m I8OO. 

a. !Rid^aBdttKe: Sauerftoff , Shifferftoff , ^tiOMf, gfaut. &* 
3ob; Seien, Sf^loefUr $i^odt)l^, Soron, Jto^Ieitffcoff. h. üc:! 
Srfenit, Sntimim, XeDur, ffitdmutl^, 3inl, Aabmtttm, 3^' ^ 
QuedfUber, Silber, ^aOobium, Osmium, ^nbium, St^oboni, &£ 
®oIb, Jtu))fer, Sltdel, jtobolt, üRangan, (Stfen, Uran, Gbroni, StL*: 
bän, ßdfetl, %anUl, Xitan, StKctum, 3i^i>>^Hun, SDinniitnn, &.~ 
ctunt, ^tttxrm, Senum, SRagntum, (Saictuin, ©trontnim, 9crr- 
Sttl^ium, Stotrium unb itoKum. 

3ur erflriv Slbt^ung ge^en a9t 3Ritmalifn, bir €0»^ 
entl^alten , ioeil fie biefem il^ toic^tigftm (figenfd^flm tocAoabt, ^. 
S&uren utib ifyct Secbinbungeit ret^ ^ boim. tote i^ äloMak 
(dfp bie fc^toefelfouren, pf/o9iflfffn^xtn, bocfattrm, iol^IciifaiBKii Se 
btnbungen u. f. f., bie )toeite SbtJ^etbtng . ent^&It Me %ltu>Ai, >. 
britte bie G^Ioribe, bann folgen bie Selen» unb €d^tDffidtoctinbn9c 
unb bie SteteHe. 3>ie erfte SlM^ung »effaat tanAer in Im^iiab:: 
unb kHiffetfreie Sauerftoff^Setbinbungen. . 

2)et ®runbgebanle, ba| ein (Slemeitt ober beffen £>Ab t* $^ 
binbungen ba^ fonnenbe fel^n tdnne, f(|iml»Ptt.^Aut^, ^au^naniLft 
angebeulet, fonnte feine aOgemetn gfUcnben Vdcge . gdoinncR unb t:t 
biefem Qk^tiS^räU au0 totwU ftd^ au^ bod St^pcm nii^ f^ 
obiDoi^l ed fpnft manil^ gute (Bnit^tmmgen boidtot £eon^arb^ tc 
ba« fihnelin'fc^ Sl^fiem in feinem ^nbbwl^ ber Dtf^/hßgntt/fit 2. iic^ 
1826 angetoenbet. 3n bet Uebeqeugung, baft bir l^d^etm doffificnmi^ 
fhifen nid^t einfeitig (ri^ftaKogra))l^i{<| ober dMV^ 1» d^anAniiba 
fel^n, Juckte Slaumann ein- St^em ju cimftmtfm, IdcU^, kc* 
®meIiR begonnen, toeUer fäl^ foBto. $ie Jbeabft<l^te SSmiingaF 
Don itr^ftollifation unb Slifd^ung ffiv bad 6bf(tficaÜon«tmacir ?cu 
aber aud^ nif^t toeitet aü bei ®melin ober tvor ebenfo tOofmi 
uneben ^ btefeg Sl^fiem in ber Silbung ber D r bn my it wasit 
Sorjüge. 2)en Seg«ü bon S))ecteg gibt 9{aumann «9«: «d^ 

1 iiarl CAfar t)on Seon^arb, geb. am 18. 6e|)t 1779 {« topc- 
^im ^ ^nau, gefl. am 28. 3an. 1862 lu ^cibettcig, $r»fe||er bo ft» 
rofogie unb (Seogiiofie an ber Unit^erfitSt )u i^eibelbeig 0eil 1818). 



S. e^^fkfftMtijf. 347 

bunbener ^tibteibuen l^t eine imneralo^tf«!^ @|)#ded/' — 3)a£ 

I. JUaffe. {^t^bro(vte. Di^be, @al)e tmb analoge Serbinbungen. 

loeb^e im SBaffer leidet auflödltc^ ftnb. 

1. Drbnung. SBaffer unb (Sii. 

2. „ SBaffetl^ltige ^^btol^. 

3. ^ SBafferfreie {^l^brolvie. 

II. Alaffe. ^aloibe. Salje unb analoge Serbinbungen, WU^ im 
9Bqffer nid^t, ober bdd^ft toenig auflddlid^ ftnb, unb in toeU^ 
toeber Stiicia noc^ SOumia bie 9loOe ber €fturen JlpieUn. 

1) 4BnM»tK. KU^tmetaOif^e ^oibe. 

1. E)rbnung, hHifferfreie, md^tmetaOifd^e ^oibe. 

2. » liHilferl^Itige, ni^^etaOifc^ ^oibe. 

2) Ohut'pe. VkiaUiidft ^oloibc 

1. Drbnung, toafferfrete, mrioOtfil^ {H^bibe* 
. il I, . tooffer^ge, metoUifd^ iK^i^bc 
UI. inaffe. eilicibe. 6a^e, toeU^ im SBkffer unaufldtfic^ ffaib, 
in loe^en aber SiKcia ober Xlumia bie StoOe ber @&ure f )iielen, 
fonrie biefe beiben eubfianjen feAfL 

1) Qkme. 9li<^tmetalfif(^ GUicibe. 

1. Drbnung, toafferfreie. 

2. „ toafier^ttige. 

2) (Shutn^L Sm^teie €iKeibe. (aRü metaHifd^ unb m^^tmetob 

Itf(^ 9«fen.) 

1. Drbnung, toaRerfreie. 

2. ^ taxiffer^bige. 

S) Qhm^ lRelaOif<^ Silicibe. . 

1. Drbnung, taoffer^attige. 

2. -IV toafier freie« 
IV. Akff«. SRrtalbOiVbe. 

1. Oibntmg, tM{{ar^abigr. 
„ wa||ei|icie« 



848 III. Son 1800 bU 1860. 

y. ftlaffe. Wtttallt. 

VI. JUoffe. Sttl^^uribe. • 

1. Drbnung, ®[an)e. 

». „ Äiefe. 

3. „ Sbtibfti. 

4. ,, ©i^toefel 
Vn. ftloffe. antl^tactbr. 

1. Otbnung. S)iatnattt. 

3. f, Stiutne. 

4. ^ or8amfc^4aure 6a^e. 

(&l^ud^ ber SRineralegie Don Dr. JtatI gfricbrid^ Sttttmunm. f«r 
litt. 1828.) 

3Ran fie^t, ba^ bie ®ojippt ber am)^oteren @tltcale rise ^ 
fc^toanlenbe SteOung ^ben, atid^ ge^ ed nid^t ioo^I oh, Gfm. 
S^fobmO K. untet bie Jtiefeli»etbinbunflett )it ^eOcn. 

Slaumann fyii in feinem Se^tbuc^: „demente ber SRoierttk^* 
toeb^ Don aOen bte metfite 93et6rettttng -^efunben 1^, in^ tocM 
feit bem erfien «rfd^nen im ^o^ 1846 bid 1869 ffinf bfl»? 
not^toenbig tmitben, bad angefahrte Giepern , n^efa^ er iikigeiii rjh 
für eine a))tn:ocimatiDe 3ufA<n^n^f^0ftng anfielt, koeifter asOqf^itn 
boc^ ioefentlid^ mit unber&nberter ®runblage unb bte Vnncqnft r 
einem Xuffa^e in Seon^rb'd 3^(^ft: „9teue« ^o^buc^ sc ^ 
gang 1844," beffirod^ unb erl&utert üt tommt ju bem GdUk 
„hai bie 9Ie^n(i((Ieit ber anorganifd^ 3Ra^t, o^ne SerMfu^tMcs: 
ber $orm ed ift, toelc^e bei ber mineralogifc^ 6(affcficttlipn y»or^» 
ft^eife in hai Xuge gefaxt toerben mu^." 

3)abei mfiffe ben d^ift^ Gigenfd^ften^ tnttefonbere ber i^csAtr 
SonfHtution ber Süneralien bie ge|ldrige Seoc^timg gefd^eiA 
^6ie re)9röfentiren [a, fagt er, bie Statcxie felbfl, biefe^ äBen 
))^oIogifc^en unb )>^^{tf<i^en Srfc^nungen }u (Bruiibe Gegenbe Cnbfca; 
h)elc^ed in ber c^emifd^n SonfUtution^formel feinen loiffmfcl^afi&te 
Xuebrutf ftnbet. SBie to&re ed alfo mSgfid^, eine natuxgiemaiß 



8, €^rfleimittl. 349 

BufammenfleSuiig bet StmmiKm )u Gtaiibe ju Mngm, o^« Mefe 
[ihrunblogr i^ed SSSefen^, bicf<9 toal^^ft utfa^ltc^e Stoment i^et 
lanim 4bfi^ctiiuii0dtoeife einer Dot^figlti^ Seac^tutiQ )u tofltMgen? 
üRan )nrüfe niit manc^ ber ongAüd^ bUi auf &uittt itennieu^ 
)e0tfitibeten StitieralfV^e unb man toirb ffaj^ Abecjeugen, ba^ biele 
3nM»tKn becfeUen nur butn^ einen untoiOMrli«^ ^inbltd auf bte 
ätefttltate bet t^mifc ^ SnalVfe getoonnen loecben fimnten, to&^venb 
mand^ anbere Okuppm, bei benen bie| ntd^t ber -goD liKtr, bei 
beren Silbung man e« tanrBi^ flbev fii^ bermod^, oDen d^tf<i^ 
Stentin^enien )u en^agen, bie feUfamPen unb unnotürlid^fien 3»* 
fommcnfieOttngen barbieien/ 

3n üffnliäftm @inne f^nid^ ftd^-8er)eltu^ oud, inbem er bie 

fragen in Setiac^t )ie^t, totUft ffir bie SuffteDung etned aOgemetn 

angune^enbenr dMHf(M Stineralfvf^emd )tt ertrtem fel^. 2)te 

cxfU Sebtngung befle^ barin , baft nid^ Xnbered att bie ^f antmen« 

fe^ung in ber Qkunblage ffir bie Xnorbnung 23^ ne^en bflrfe. 

„Xif^tt 6o|, fagt er» iß ffir bie (Begentoort berientge, toeU^ am 

fd^toierigfien bad Sfirgerreii^ erreii^ tmrb. 5Dte Steigung, unorganifd^ 

':)}robttcte nac^ benfelben $rinci)nen, tote bte organifd^, }tr orbnen, 

^t fo in ber SRineroIogie Surjel gefc^lagen, ba§ fte fd^tmerig mit 

ben Suf)eln ou^uret^ fe^n nnrb. (Sine ^olge babmt ifi ber SSkrt^, 

tt>fU^ man auf ben Segriff bon bem gelegt ^> koad man minera» 

Io0if(^e &ftdt^ nennt SBenn id^ oudftwed^, ba| in ber SRineralogie 

nidfti r)üfffmUn iß, \oai bem Segttff bon 6))eeied ttäfprü^t, fo ^obe 

ic^ toa^(^nli<^ aOe SRineralogen unferer 3rit gegen nii<^, toeil man 

ed ffir ein gro|eg SSerbienß 1^, toenn ein Serfaffer in ber Slinera' 

lofiie tDO^I befHmmt, \oa^ &pt(xt^ ifi, ol^ne uimdt^ )u t^bn ober 

bamit lufammenyißeOen, loa« nul^ bo^n gel^5rt, unb ^bei nuu^t 

ft<j^ bad nalur^florifi^ ^nci)> me^ geltenb old \M <^emifc^. Xber 

load iß ed, toa« man in ber 9RineraIogte )u orbnen ^? Cntloiber 

ftnb €i einfoi^ Qhninbßoffe ober unorganift^e c^ifc^ SerUnbungen 

btrfelben. SBod iß eg, loa« ü^ ^bentität ober 9Ki(^t»3lbentit&t be* 

ßimmt? bie Seßanbt^eib unb bie berfc^Aenen d^emtfc^ $co)wttioiien, 



350 ni. «im 1800 m 1860. 

na(^ toeU^ fte fU^ terlbunben J^ben." fßtx%eliu4 i^pak^zz 
aiK^ ben 9lad^t^eil, toeU^et für bte SefHmtitung na^ fi«^ in 
jetd^n, namentlich fn^fiaOogtat^^d^n, burd^ bad Sfc^abai ^ 
:3fomor)»^te entfte^. „Sine SBtDftd^nfl m bet Xrt bcr Scfloittbel 
l^ebt, flleid^ime bie in i^en befümniten ulaüöen ^ßtepetima, t 
3bcntität auf. -' 3f genauer toir mit bet G^ie Mannt gew^ 
ftnb, befto me^t f^aben toiv bie Stfa^ning gemocht, ba^ etnr 2B 
3ufammenfe|un9iSart bie Sel^nlic^fait in ber geometnfd^ ^ r: 
ben übrigen &u^en Cigenf duften Beftimmt, ober gleich 3<N^~ 
fe|ung^rten Detfd^iebener 6(ntnbftoffe )u einer etiqi^en Qftdisi 

• _ 

k^ereinigen, gel^ört )u einem ber größten Sttlgriffe, toelil^ ^ 
toerben lönnen« Dbe:r foKte ed-in ber äRineralogiie liil^tig fe^n, :^ 
bem fc^ftaOiftrten orfenilfauren unb ))l^b^l^orfauren Sbttrmi (m }i. 
fte im 9lineralref(^e k>orlamen) einerlei @))etied )u nuu^, icnl* 
in gform unb fiu^eren (Sigenfd^aften nid^t unterfd^eben toerbcn tm- 
®f) lange ber naturj^iftorifc^e Segriff Don @{>ede« in ber SRinen^'f 
feflgeJ^often tanrb, ttrit^ eine foU^ Sertoirrung niemals oufWraL' - 
@d ift feltfam, ba^ Serjeliud niii^td t>on einer Specied irnSKiK:^ 
reid^ tmffen tooHte, ta>&l^renb er boc^, toie oud bem Sot^geto-' 
erfid^^tlid^, Seftimmungen }ut Unterfc^eibung Don 6)»eaed {iHKtJ 
toeU^e anbete 9RineraIogen, ).9. f^ud^d, frfi^ nit^l Beamtet Indt 
ba^ n&mlid^ bie ifomor^l^ Vertretungen nic^t berei^ttgen, ^ ^ 
treffenben Slineralien in eine &lp€at€ )u rinigen. „^Derjenige, "^^ 
er loeiter, toeU^er unter äbtgit ab biefelbe @ptdt^ CS^ -f' HS^ .-* 
Gffi + fS» aufffl^, begel^t benfeUen ^^ler, tane ber, toeUcr z^' 
fc^tyefelfaurer fiali^XaSerbe unb fc^loefelfaurem 'AaIi4S9niosl^I <»-- 
@al^ machen tooOte, toeil fte einerlei Ad^fitaOtfation ^oBen." — *' 
@d^Iuffe bed Xrtileld Äußert er^ „Siele SRineroIogen toerben d t'n 
3toeifel cH^ eine £&d^Iid^feit betra<bten, ba^ man bie Sugitt :: 
mel^e Orte im 9RineraIfVftem {teilen jbB. Sber focr floffiftciien »r 
formen, fonbem Serbinbungen, unb ba- g(ei<^ Serbiiibiaig«c^ 

1 3n btr beutf^en Ueberfe^ung M 3<(^rc9beric^t(«: „meil fte ni^ f=^ 
dnetiti %ütm unb eiiitttd Safere (Sigc«f<l^ten miterfi^ieben loei^ 6se^' 



8. e^emotif. 351 

• 

kuif (^en ungkid^en ®ninbftoffen ^uftg gleid^e §tttfftoU^txmen Befommen, 
tft ed Hat, ba^ btefe itr);flaDfonnen an iftel^rercn GteOm taKeber 
»orfommen mflffen, unb bte^ gilt itic^t Uo| füt bie f^imn bed Sugitö, 
onbem au^ füt mtfycete anbere JUt^ftaQformen.'' Oa^berid^ 26. 
l847. e. 306—314.) 

®Iei(^)ftttg mit Staumann ^t {^auSmann (^nbbud^ ber 
iRineralogie. 1. XI^I. 1828) feine Xnfu^ten bom 3RinetaIfVftem mit« 
(et^eilt, nac^ totl^n er im äBefentfid^en f^on 1809 unb 1813 einen 
Sntnnirf tmUicitt ^atte. 3)ie natätlic^en Setlvanbtfd^ftdtoet^eUtniffe 
>eT HRineroIien foOten babei, (^emifc^ unb )>|l^ftf(^, bie £eit})unfte fel^n. 
^audmann belannte ftd^ )tt bem Don %ud^i (Hebet ben gegenfeitigen 
Sinffu^ ber S|femie unb SRineralogie. 1824) gegebenen, ^päUx äbet 
mobificirten, ^ Segtiff bon SJlineralfpecie« ate ben Inbegriff k)pn 
Stineralien, \otU^ gleiche ftr^fkOtfation unb gleid^e ober gkic^ma^e 
(pux^ Sicariren gleiche) d^emtfc^e Sonftitution ^ben. 2)ie Bjpmci 
fteOt er nac^ bem am meiflen (^arafteriftrenben Süfc^ungdtl^I in 
größere &tuppm )ufammen, inbem er einen formenben, me^ ate 
anbere altit>en SRifd^ungdtl^, anna^. 2^a9 Sl^ftem ift folgenbed: 

L ftlaffe. SRetaQoibe. ed^ioefel, 9)iamant, ®ra))^it, Sntimon, 
Srfenil, ZeOur. 



u. 


H 


StetoOe. 


m. 


n 


XeOUribe. 


IV. 


m 


Xntimonibe. 


V. 


tt 


Xrfenibe. 


VI. 


19 


Setenibe. 


vn. 


n 


Sulfuttbe. 


1. 


Orbnung. @<^toefe(meta0e. 


2. 




„ • 6<^toefe(metaOoibe. 


8. 




^ 6<^toefeImetaaoib'9letaOe. 


4. 




6d^toefeImetaII*0sl^be. 



1 gn((« ^t fiKiter tiefen begriff- für feine gormattoncn angenommen, 
füt bie 6)>edef aber ben ^nv*f<^ begriff gelten laffen. (Ueber ben Segrilf 
ter i)<KnetaIf^ef Qtbmann'« 3onm« 45. 1848.) 



352 IJI- ^n idOO ^^^ id^' 

VUL Mane. OKMmibe. 

1. Otbnunfl. Ost^bc 

1. Untero^nttng. VUtoSüt!^ 

2. I, (Ecben. 

3. „ aRdoOoib-'Dsf^be. 

2. Dtbnuii0. ^vteolc 

1. Unterotbnuns. Qrb^btate. 

2. „ StdoKoAb^Vbsttte. 
8; Drbitttna. SRongftitate. 

5. IV SDumituttc. 

6. „ Silicate. 

1. Unterorbnungi 9Ski{fcrfme StKcate« 

USki^. 9Rit »afen ft. 

2. ^ SRtt 8afen R. 

3. ^ 9RU «Ofen R + R- 

2. Untmrbnung. äBafferl^Utge Silicaten 

1. Steige. {^brofUicole. 

A. aXit Safen ft. 

B. aRtt »afen R. 

C. SRit »afen R + R. 

2. fUdf^. Silicate mit ^\(tiitaUn. 

A. SRit »afen R. 

B. aXit »afen fi. 

C. atit »Ofen R + R. 

3. ttnterorbnung. Silicate mit SdlivefeCmetaSen. 

4. „ SiUeate mit ^uoriben« 

5. „ Silicate mit S^^dmben. 

(S9 ift biefed &9\Um in feiner Set *fel^ 0ut gegliAett; notflrlt^ 
trennt e« auc^ toiel Sel^nlid^f ^^ anbete, fibrigen« toenigev an)u« 
ertennenbe Stiftern, me^ k^ereinigen, aber bo« ift über^u)9t ein nii^t 
)U befettigenber Uebelftanb, toenn nur ein ©eftc^tdpunlt toerfolgt 
loerben lann. 



Sa«tmb » !. in 


boT^enft^cnb ijem^ 


. mum sirttaK 


auibUbctm, fanb oui^ hat flRo^ft^ ^rintit) eine XntKnhtti0 bun^ 


»ieiHa«|il, udfyc 18», 18S» ui* 183S fdnSliltan «enmleoi 




M äWnodIWtaM). 


SHe «lortmunfl ift 


nfenHili fKlgod»: 


:. «taHt. Salit . ■ 




1. Oibnuii«. 


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1. CMnnng. 


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1. Ditanms. 


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'. Älofif. 8t(R)C. 




1. Drbnung. 


E*1k)>I.- 




8. 


a*».. 








35i in. 0011 laoo m« i86o. 

3. Drbmmg.- Sitiime. 

(H ift ttt biefnti @i;filctnii, Ime in bem ^on Vt^m bei ber G^« 
Yoltcnftif ba^Iafftficaitoiidpuffti bcr 3toed(, boita^ bit 6)Ncic« ßnben 
unb beftimnten }u Unnen, befonberd bctücfftc^tigt; Mib ist fottiett cd 
bie bürftigen SRittel geftaU<n, mit taxieren M ^ie natur^ßorifd^e 
Slet^obe begitüflen }u mflffen glaubt, ift btcfe Q^r^AerifHf fM^g 
burd^gefü^rt. 3^ biefer Sejie^mtg fogtäRo^d toon .bem Slmetal^ 
fVftem: „9Ran ber(angt eine SiarfieKung ber Stannigfaltigfeit ber 
Statur unter toerfd^iebenen Stn^^etten unb tmll fid^ in btn Stanb ge< 
fe^^ feigen, bie in ber Statur toorfommenbc^ Subibibuen }u ertennen, 
b. 1^. bie Stellen, toeld^ i^nenange^itapcn, befümmen., unb bie mit 
benfelb'ea t>er(unbenen Kamen unb Benennungen auf .fte übertragen 
}u Knnen." SRan vKa^ anerlennen, ba| in t^er 9Beife bie fogenaniften 
naturl^iftorifd^n Si^fteme bie l^ier genannte Oef&mming ber Gpecied 
me^r im Suge geilten l^aben aU bie (^emifd^en St^ßeme.« Sd lag 
bief ed aber leinedtvegd in ber Unfä^igfcit ber (enteren / foU^ed )u leifiten, 
fonbem, ba fte meiftend t>en S^ilem aii^ingen, nmrbe bie 6^> 
ralteriftil, gleid^am aU belannt, ntd^t befonberd i^oi^e^oben. 3d^ 
l^abe in meiner S^aralteriftif ber 9Rtnera{ten (1830) biefem SRangel 
ab}uHfen gefud^ unb eine d^ifd^ Steigung ber ©t^^ed bobei ge- 
brandet, tofe {te $u(^d unb Stpgniart ^ jam Xl^ angetoenbct 
^aben, in ber i^au))tfad^ bad elettroc^emifd^ $rinci)Pt n»^ feinen 
@egenf&|en jbenü|enb, toie eiB bie Glättete leidster unb fidler bieten 
tonnte. Sie nid^tnxetaHifc^en Serbinbungen Umjrben ba^ nnd^ ben 
mel^r d^aralteriprenben eIefh:onegatit>en, bie metattifd^ nad^ ben me^ 
d^rafteriftrenben eW trot)o jttiben SRifd^ungiSt^Ien gecei^. . S) u f r e n o i^ 
bemerlt au einer fold^ Xnorbnung (bei Slnffl^rung bed ®qftm^ \>on 
9(. Srognidrt): „Cette mani^re de prooeder est^^da re«te, oonforme 
& ce qui a lieu pour la Zoologie, o& Ton iovpque des oaractferes 

1 «leranber ©rogniart, gcK. 1770 ju Jfari«^ gcjl. 1847 ebenba, 
Ingenieur en chef des Mines, Diwctor ber «nigL 1JoTcefi«ifi*rtf px &/oxH, 
^rofeffor ber flRineralogie am Haa^e d'hMtoirä oatarelle. 



3. @i^{lm«ti( 35e| 

difi<§rent8 pour la Classification de diaque ordte. Lea dents et lea 
organea de la nutritition prdsentent dana les mammiföres an prin- 
cipe de clAssiAeation naturelle qui est abandono^ pour les reptiles 
et lea poiseone, oh il n'a plus la mtoie valeur.^ (Trait^ de 
Mineralogie. T. II. 2 ed. 1856.) — Alex. Krogniart, Tableau de 
la diairibution m^thodique des esp^ces min^rales etc. Paijs 1833. 
Slaturgcfd^* M 5KiiieraItei(^d toon Dr. 3o^. 9ttp. %ud^. StvxipUn 1842. 
9Wtt Srsrfinbttng burc^ WVWd^e Cl^altm fmb loeiter ju nrnnnt : 
ba« Byfttm bon 6^. Up^. €^e^art ' (Treatise on Mineralogie« 
New Haven. 1832), hiclc^ed nur auf bte JIrVftaOtfdtton ober bie 
ßkftalt fiber^ul^t ecgrünbet xfi, unb tbeUtoeife bie (Kaffiftcation ^m 
£. a. nieder 3 (Biblioth^ue universelle. 1832. Le r^e min^ral 
ramen^ anx m^lhodes de niistoire naturelle. P^ria. 1835). ^er 
toerben brei jtlaffen nac^ ber Srt bed QUange« unb ber Durc^ftc^tigleit 
bffKmmt, bie vierte nad^ ber Cigenfci^aft ber Serbremilii^feit; nur 
au^ebUbete ftrVftaOe grften aCd 3egenftanb ber (SlaffificatiDn. ' ' ^e 
Jtloffen ftnb: 

1. Cristaux mtellopbanea. 

2. ^ lithophanea. 

» 

1 Charles Vp^am e^tparh, geb. 1805» IVaffai^nfrttS^ 9rofcffor ber 
(Sb^tnie an ber Medical Scbool )u S^defton in 6flb« Carolina nnb Setter 
bCT SRinccalogie am Ambberat College in SDIaffa^ttfettS. 

) Sottis «Ibcrt Xeder be eauffure, geb. 1786 )v ^enf, Vrofeffor 
ber SRineroIogie unb Oeologte an ber STabemie |n 0eiif. 

s Mais aacnn zoologinte ni botanisttf n*a januifs song^ 4 sdmettre 
dans ane dsssiilcslIoD , oü des individus dana V^Atd le plas parfalt 
doiTent senls Mre comprls , tous les animaiiz et lea T^tanz imparftits 
iDonU)^ on malodef, qni existent daos la oatnre; encore motais a*tH)n 
pens^ 4 donner une place dans la classificatien anz tronpeanz d^ani- 
roanz, 4 eöU des esp4oes d'animanz qni lea oompoaent, on 4 elasser 
ilca forftcs d*une senJe on des plusienrs esp4oes d*arbres, des amas de 
bois morts oa en Mai de d^compoSition^ anpr4s des diTerses esp4oes 
d'arbres, dont se oomposent ees forte on dont pro^eaaeni oes bois, 
eaptoes qni sont le senl et ^Mtable objet de *deseription et de dassill* 
eaiion. C'est ponrtant 14 oa qni a tptgonra ^M fUC en mhi^ralogie.*' 
U lUgae Miniral. T. I. p. 390.* 



356 ^^* ^^^ ^^^ ^^ ^^^* 

. 3. Cristaux amphiphaDes. 
4. • ^- mflammables. 
. SHe Drbnungen bet erften filaffe finb bie gebiegcncit Skufc ::: 
äCtnalgame unb aietaagemifc^ (AUiagefi), bie fJt^ritt itnb Scasb^ 
^ier ift bte 9Rtf(i^un0 bod otbnenbe $rind)>. 3)ie Dtbrnngn ^: 
ttmtcr in gamilicn QeäftiÜ na4^ j)l^tfalif<^ (Sigeiifd^ftai, fo^r? 
SRetaQe in bie feilten bcr be^nBoreti unb ft>rdben. ^üt Stacn h: 
^^{tfd^ unb d^rnifc^ d^raftetiftrt, bte €)9ecied noc^ bct Ati^MItrr 
imtetfd^eben, tvobei aber ffir biefelbe &^t^ leine fitvftallmle s^ 
ift, fonbern jebe fecunbäte e^orm eine befonbcre Speae^ ht^6mm, » 
ba^ bet l^ecaebrifd^, oftoebrifd^e unb hiboftoebrifc^ Oobiiit tr 
eptde^ bilben! 

e^emif<^e @l^fteme ftnb bon SliUStorbenf lid Ib « unb 8. 9:^ 
aufgefteSt tootben. ®it finb toefentlid^ auf bie atomt^c^ S^^ammc 
fe^ung gegrfinbet unb Derjid^en ba^ auf eine S^araftrrißS, iDcUr 
5UT Sejlim^ung bet ®))ecieiS führen fönnte, benn toenn mm at 
annel^men iDoOte, man I5nne ba}u bie 9(nal^fe )>erlangen, fo VLät 
nod^ bie tDeitere ^orberung «gemad^t, ba^ man biefe Slnofi^e (f«r: 
toie bie 3Serfaffer biefer B^^ttmt )u tfmrl^en unb in tbre grnur 
)u bringen l^abe, ioad bei com))Iicirteren 3tif (jungen tm^t rosbl s^ 
fü^rbar trtire. SDie ®ruj)i)en ftnb hur burd^ bie d^emtfcbe gtwc 
d^arafteriftrt 

^9{DrbenfIi9lb unterfd^bet fieben Alanen: 

1. $a))Idite, entl^oltenb bie (^emifd^en ®ranbfloffe. 

2. 3)tj)Ioite, entl^altenb bte ®runbftoffe untereinonber, 

3. Sibit^Ioite, entl^ltenb bie Serbinbungen ber 5Di)^Iabe wkz 
einanber. 

4. Xribi^Ioite, enfl^altenb bie Serbtnbungen bon 9tbt)>l0itni sri: 
2)ij)Ioiten. 

5. Zetrabi))loUe, ent^ltenb bie Serbinbungen ber Sibit^Ifttt 
unter fid^. 

i iRiU &nfia\> iRorbcHfltöIb, geb. am 12. Oft 179S }■ WOaßi 
in^mnlanb, Obetintenbant be« PitHifd^eit 9etgiDefene, itt 9tiftagf»c« iM|E^ri 



. ' 8. eyficiiiata; .' 357 

6. $entabit)I'Oite, mtl^fenb bie Setbmbungen ber 3:etrabit)Ioite 
mit SbipUibnL 

7. j^es«bi))[oite, entMEtmb bte SSerUnbim^en ber 3;ftrabi|)(oite 
mit 9ibit>Ioiten. 

3)te ittaffen )erfaOeir auf folgenbir SBBeife in Oybnungen, Okimr 

«mb €t)fdef« S^ bie Drbimngcii unb Oenera toitb rin}i8 unb dOein 

auf ben atomiftifd^ fdau ber d^tfd^ SNnmdn, nid^ aber auf bie 

«^ernifi^ Secfd^^enlM^ bn (Slratentr Stfiäftd^t goimmnen, unb )U)ar 

entfiel^ bie Cibnungen butd^ bie SRanniefoßieleit, toeU^ bie SDifilotte 

enttoebev unter ful^ batbieten - ober in toeld^ fte unter einanber o^ne 

Stfidfic^ auf numerifcl^ Serffftltniffe )U m^ }ufammen0efe|ten Set» 

Unbungen* )ufammentreten; bie (Benera aber bun^ bie Serfd^iebenl^ 

ber nttmcrif(^ SerJ^Attniffe, nad^ toeld^ bie Serbinbung ber.2)i))loite 

unter einanber flottftnben. dxft bei bem toeiteren S^<f^^ ber (Benera 

in epinti lommt bie d^iftbe 9ef<^fT^^ ber Elemente in Setrad^t. 

— Serni man bad 6v^ ^^ einlebten bun^e^t, fo faOt auf, ba| 

in bet et^ Maffe miv ein einjiged (Benud mtiglifb ift, in toeUbem 

S^koefel, JtobbnPoff unb f&mmtlic^.flebiegenen SRetaDe bereinigt finb, 

fo baft.e^L 17 &ptaH umfia|t, tofi^enb in ben übrigen iUaffen bie 

Otbmmgen bieir Venera unb iebe^ nur mit einer @|»etted ent^aben. 

^ ber fed^ten ftlaffe }. 8. {inb Aber 100 (Benera, t9orunter nur 

13 mit 2 &fmtA unb nur S mit 3—6 BpeoH, in ber ftebenten 

Jtlaffe iß audb faP jebe S))ecied ein ®enu& ^on burd^ biefen 

Uebelfionb ftinn ba« 6l^ftem nid^t genfigen. @d liegt auc^ im $rincit>, 

bo^ obn)obI (^emifd^ fi^Iid^ &ftAti. oft ^ufammenlommen, birfed 

bo^ aud^ oft bei gan} unfibnlu^en ber ^fl ift, fo erfc^einen ). 9. 

@id unb Jtu)»fero{Vbul ald )ioei &pmti bon bemfelben @enu« ilR, 

ebenfo Duot} unb Siolfiamf&ute, toett bdbe R, Jta(ifult}l^at, ffiolfram 

ttnb ilrobit K. (Uebtt ba« atomi{Uf(^'d^enufcbe 9KneraIfvftem unb ba^ 

(Etaminationifirftem ber SRineralien. Son Kttö Korbenfliölb. .^^Ifing* 

ford. 1849^ SHefer Xb^anblung ging fd^bn eine &^nli(^e im ^a^re 

. 1827 Mwud: FOraök.till fmnttftnniDg af Kemiaka MineralSysteroei 

% eL 1833.) 



358 I^ S«Mt IBOO M« 1860. 

(9. 9lofe l^at ein Al^nnii^ ®^m conftnmt, baki dkl^ 
®enera nac^ bet ftt^ftaKtfation gebilbet unb ^ »ed bc(lN|R ü* 
lti^f(allD(^etnif(^f genannt. 2)te Stnfänge ba)u finbcit fut in ior 
»uc^e: „eicmentc ber Ät^ftatfogTaJJ^c" Jc. 1S30. 2 ed. 1833; ^ 
iDeitere 9(udfft^ng tft bon 1852 (ba^ (rt^^aDöc^emifd^ SKnaoBrnr 
9lafe glaubt bomit letn ^tmijifM ©^ftetn gegeben gu ^abea. Jtxr 
fagt er, toenn id^ attd^ mit SetjeGud' äbtfic^t tooOBbtmncn eiiibcidiB^ 
bin, baft bad Sl^ftem nur auf bie Xrt ber (SUmatU mtb bem ^ 
f ammenfe^ngiformel 9lü(Ifi(^t )u ne^en fyit, ^o ifk boc^ bie Ihtcl 
form nid^d Xnbered aü ber XuSbrud einer befiimmten Sttf^omMcr^i 
unb fte tmrb und auf biefeSBeife um fo mel^r ein fünfter %üim >er. 
aU tarir bei bielen äRineraOen unb bielteic^t bei ber grO^tcn Skkvd 
bon einer fo jsoDftfinbigen Stenntni^ ber ^ufammenfe^ng, oH fks» 
Slorbenflidlb'fd^e Softem erforbert, nod^ toeit entfernt ftnb.'' 

Sir laften ed bal^ngefteOt fe^n, ob' bomit barget^n ifk, H"- 
&^tm lein gemifd^ted }u nennen fe^, ed ift jebenfoll^ eine m^ hei 
batt 3uf ammenfleDung )ttm 3toetf einer Sergleid^ng analoger 9tif<^in:r 
unb ^t feinen SBertl^ in ber forgf&Itigen Seftimmnng ber ^omdi. h 
freilid^ öftere auc^ eine anbere TSönfhruction oli bie gegebene jukn-^ 

^d ©l^ftem bott Sana ^ ^uid^ folc^e Smnbloge; bie Siier:: 
ftnb nod^ ber 9(na(ogie in ber 9Rifd^ng geeinigt unb na<l^ ber fo 
ftoDifatton in ®tvi/ppm gebracht S)ie $au)itabt^lun0en fti^: 
I. (Elemente. 

II. @ul)>l^rete, Xrfeniurete ». 
m. fjrlumnbe, S^loribe, Sromtbe, 3obibe. 
IV. O^pb'Serbinbungen. 
V. JDrganifc^e SerbiiAungen. 

%Bx bie Unterabt^eKungen bienen bie {mu^tberbinbungdpufni ^ 
Sauerftoffd, aud ber fögenannten ^Vbrogengru)))>e: RO^, BO^n^ 
RO^; unb aus ber fogenonnten ähfenifglrut^: RO» urtb S^0\ 

VinUx ber ^Drm RO^fiel^ bie^Suren ber <Brtt)»))ei| 1. bast 
licoter ^. ber Xantalate, Columbate, ^tonote, 2:ttifgßate, Sb^Mxtt 
SSanabate, ^l^omate; 3. ber @ul))^te unb Selenate; 4. berSenti 



9i ei^iumtta. 350 

Unter bet %mn R^O« ^Ofcn Ue &hxm ber (Sxvtppen ber 
"^^o^pfyiU, Xtfentate, Xntimonair unb Wirate. 

Unter bn gform RO^ ftel^i bie 6Attre ber Sarfonate unb unter 
b^r 9orm R^O' bie ber Oxalate. A Syttem of Hineralogy etc. by 
J. D. Dana. 4. ed. 1854. 

Xu^ ben angefahrten @Vf^^*n^ fhib nix^ triefe anbere erf^ienen^ 
n>€b^e ftd^ auf fi^nlic^e, meifl il^emifd^ (SruiMogen baftren, fo bon 
»ondborff (1827), Aefetftein (1827), ®Io(f er (1830), eufdtb 
(1831), 6. 8or). $re«[ (1834), Sd^ubert (1886), Z^omfon 
(1836), ecaec^i (1842), 3. %xi1>tl (1843), »ammeldbere < 
(nad^ Serjeliu« 1847), 3. 6ISfa))man (1853), £eVnterie (1853), 
eainte^eiaire Sebtlle (1855), Slbam (1858) u^ a. ICed ^etero« 
meren @VPemd toon ^ermann x^ fd^on oben (fRmeraU^emie) ertofi^t 
loorben. — Z^Itveife aui anberen Xnfi^uungen ift bad &t\t€m bon 
SBei^ entflanben (fiarften XrcJ^b. I. 1829). 9Bei| ninmtt jtoei 
Glaffificationdfhifen über ber ®attun0 an, bie er 'gamSen unb Drb« 
tiungen nennt 2)ie ^miOen fuc^ er bun^ 9ud)ei4tnung berjenigen 
Gattungen )u Bilben, toeli^ im* ganzen Sau ber (Erbe eine bergleid^i^ 
tpeife imd^ttge €teOe einnehmen, fo bilben Duar|, ^Ibfpat^, ®Iimnicr, 
$omb(enbe, ftalfflein }c. bie ^ttfl)»tnfte t»on gamilien; aad^ bie (Sbel< 
fteine eifc^nen ü/m aU eine ber natürln^en Samilien. S)ie Drbnun« 
gen baprt er auf (^enrifd^ Serl^Uniffe. iM &tlkm ifl folgenbed: 

I. Orbnung ber osVbif<^ Steine. 

1. SamUte bed Ouar|cd: 

2. „ be« S^bftNit^. 

3. „ be« etotwlitl^. 

4. „ ber ^bibfitetne. 
6. ^ be» SeoB»^. 

6. „ bed 



1 3. 3. 9cr)eltn«* neue« c^emif^c« SDiKneralf^ftem k., (eiaufgegeben 
t>on S. g. Wammelebcrg. iRfimberg 1847. 9Ran JInbct in biefcm 0u4e 
tic fSmiiitH<^n InffS^e unb JtriHTtn, xotidft eeqefitt« tter SRtnctalMcme 
gc((tn(ien ^t 



3fiO ni. 8911 i0Od 1^ laee. 

8. „ bft Zl^oiK. - 

9. ^ b^ (Branot«. 
IQ* ^ ^ ber <£belftaiie. 
11. „ ber aRetoOffetne. 

II. OtbnittO bct folinifd^ Strine. 

2. , bf« SlttlftKil^. * 

3«. ^ bcd @d^lM{f|Mtt^ 

4. ff . bed (B^cd« 
5. . ^^ bed 6temf<^. 
OL Dibmmg ber faßnifd^ (ScfL 

1. gcMrilie bed e)Hitl^ai{lctn§. 

2. w ber Jtu)»fcrf olje. 
9. ,„ ber »(etfal«& 

IV. Drbmisg ber oDtfbifcl^ die. 

1« %aadüt ber ost^fd^ (Etfimerie, 
11 IV bed 3^nitfitehid. *. 
/ * 3. jy ber 9Ranganer)e. 

4. ^. beft 9tot^u))ferc(|e«. 

6« ,r bed SBetlfH^^njme«. 
: V. Dibntttig brr gAtefenen äRetoQe« 

(fine etn}ige gfatmlte. 
VI. Orbnüng ber gefc^Wefclten SRetoOe. 

1. gfamiKe bed @dMeQiefe«. 

2. „ \M Sbtglanjed. 

8. „ bed Oioiif)ne^an)er)e0. 

4 ^ bed 8^0^^ 

5. ,, ber 9Ienbe. 

6. „ befe dtoO^lügtsfe^* 
VÖ. Drbnung ber 'QfnflarmnaBirien. 

1. Sfamifie bed.Sd^tvefete. 

2. . bed 3>iamantd. 



4. ^ bcr Srb^e. 
• 5. „ ber Brennfal^ 
Dbtoo^l bt^ef 61;^ 1 0efm| eine« bet toemgfi gettigenben i^, 
10 ift e« bod^ titon S. ^attmann (^oitbBuc^ ber aRmetdogte IMS), 
K. DtteBJIebt (^anbbitd^ ber attnevologtf 1855) ttnb %x. ^faff 
((Sntubdl bev aRmerabgie 1860) mit geringen SRobificaüonen ange« 
nommcn toofben« 

dnblid^ lofire noi^'ein 6#em cmf getrlogtfd^^c^ewifd^en 
^rindtnen gu nennen, toel«^ Sloffi ^blicitt ^. (Mnovi ptindi^ 
mineralogiei. Vebeiia 1857.) Cr bilbet. fe«^ itlaffen mil Itnterftb« 
t Ölungen Don Crbnungeii, „WRanym,"* %0xmlitn, Ztibnd, St»^ 
uitb Arten. . 

5Dte ftloffen pnb: 

I- 6|0fle9e aXinerafien: Shifffr, <l«fe ic:. 
IL (Enbogene Sünetaliin: ^n .^olge ber SentMdMrme ber (frbe 
aud 2MimHen unmtticll^r ober bttrd^ B^elung geMbet 9RetaIIe. 

HI. ^)N>gette SKnerolien, ' and einem toSfferigJiefrftgen flfbibum 
entfianben, SelbftA^ 

' IV. $erigene aRineroQen, auf a^Bd^, SBeife tok Hl ober burilft 
3erfetttng tMm CtUeiiten eni^anben« fieolit^, ^brofUicote. 

V« v^ngenc aBKnewdten. SetBinbnngen toerfcfwener S&nten mit 
Sofen tttStf/kt ®tKcatf; Corbonate, 6ul)i^, O^lorfite k. 

VI. 9tetttgene 9KnecaIien, bitn!( Stegenemtion bet alten (Beweine 
unter aRittoitlung ))lutonif d^ Xui^oiui^nAen entfhuiben ; bft^ Qhanot, 
3)t{lt^, 2)to)»ftb, %0\M, (Stimmer, Xnnnalin ae. 

3)ie Stineralgeneftd gut Saftd eineg Stineralfifflemd }tt ma<^, 
ift abgefel^ bon bem ^ot^fc^ Se&netI * fd^on befinden nid^ 
t^nfic^, toeil ein imb J^eObe G)>e(ieg ni^t mtf einem, fonbem 
auf gor tnelartigen, trotfenen, nofjfen unb gofigeir SBegen entfüe^jen 
lann. 

i din HttTt^e ei^m \fi bai fden IBH i»on t>' €fteffcn# ^»tiSItcirtf. 
(^tn ««ofittnbtgc« «mibbit^ to Oit^ftognofle'' Vfi. IV.) - 



362 III. «en 1800 M 1880. 

Sin auf ®eogenie boftrted 9KiiemIfVflem ^ f(^Ctei^> 
angeregt (®runb)ei(i^nung \>H notfirCc^ €l^fiemd brr 6qrl ;r 
t^m ging bann aud^ ein natttf))I^Iofo))^if(i^ ©l^fiem ou^ m ^'± 
181S (2e^6ufl^ ber 9latutgefcl^((te), too bte bter altn Ckur. 
.^er, Stifte aSktffer unb Stbe tmeber eingeffi^ lonbeiL Stü* 
^Iofb))l^ifd^ ®l;fieme, toma ba< ^Bofttife, * 9te0atiDe unb ^idiffns 
emgmig nnb emgbotfctt k. bte Sofen, fbtb vmi %. X. 9titl * 
(SSetfud^ etnei^ neuen Svf^emd ber minerologtfc^sciiifadkii ^> 
Sombevg unb .Süt)bittg AlO) unb bon ST. Stenge (28»%^ 
SJibtigung ber Stineralogie di» ®nmblage aBer Goi^Senrnbai. €^ 
1819) J^erottdgegeben toorben. ^ le^terem Si^^brm imvb «nler ny* 
bJEid Safier ongeffll^ aU = 50 Erregung unb 50 Cncgttti fcü : r* 
Gd^toefel ift: 90 @rregung unb 10 (Srregbarlett; ber Ckaj 9i ^ 
regung unb 20 (Srregbarlett u. f. f. 

3m Xnfd^Iul an bte eigentlidM SKneroIf^rprme tfi ^ba« Sr- 
ber ftrtrffcalle bonSR. ^ ^iranlen^etm. 9reMau isa^yam:- 
3)ie Itlaff en tMibea t>on ben fed^ Jtcl^Bfl^flemeti geMlbet nb r 
foSen tn fftnf)d^ Orbnungen \t naäf btn al9 Ciwibfwiiw i »^r. 
fe^ben 6))altung«f ormen , beren bret ben teffemkn, }l9ei bes te:^ 
gi»nalen (qüobratif d^) ^ jtoei ben ^agonalen, btcr ben tfolErr- 
(rl^m(ifd^) r biet ben numoOtnifc^ (IQnerl^cmiKf^^) imb «iar ^ 
totf(iHtf<^ (nhioir^emMbifd^) itt^ffa^Oen angeben. 9ur4 ^< ^' 
ber ^emiebrie toerben Familien unb burc^ Se^Sc^lett in ben 1' 
me{fu«gen SLaiiungen Befttnnni S)a9'6i^{)em ifl: 

L JOaffe. SCef{etaIe ita^Se. 

1. Dtbnuttg. Snmbform, ber SEBfttfeL 

1. ^d^Mfi^ 

^ fL Otbnfuig. ®ruttbfonn, bod OKoeber. 
h ^oebtifd^. 

2. Xetraebrifc^. 

1 Sorena OUn, geb/lTTd jn 9b(»M in €{«^(en, gefl. 1851 ^y^-- 
oI« ^Toffffor ber StAtUTgeMi^te imb 9Uiiti^^Ioifo)i^e <tt ber tt«iMi(R& ^tV- 



8« cs^miAtiiL 808 

3. Orbttung« (feuitbf mm , bad (Br a nntocber. 
1. ^oloeVtifd^. 

IL Jttaffe. Zdtagofiale Jta^flaEe. 

1. Orbnnng. ährui^fotm, bad ^dma. 

2. ^ drunbfotm, bad Oltaeber (£kab(at)rt^tamibe). 
IIL jtlaffe. ^e^agonak ftsl^Oe. 

1. JDrbnung. (ShrunbfDrm, bad $ri^ma. 

2. „ ®runbfimn, bad St^omboeber. 
IV. flloffe. 3foHimfc^e Äti?Me. 

1. Otbnung.' Srunbform, bad getabe tectangulfire ^ridmo. 

2. „ ©Tunbfarm, baS gerabe r^otnBtfc^ $ridma. 

3. ,, ©runbform, bad tectanguläre Oftaeber. 

4. „ ' (Bmnbfonn, ba< St^omben^Oftaebet. 

V, JUoffe. Sbnofiäi^i^ ftn^fiaHe. 

1. Drbtittttg. <Bntnbfmn, bod gerabf tl^ttn^Mbifi^ $ttdma« 

2. ^ ©ntnbfonn, bad fd^iefe i^irtbifd^ $ridma. 

3. • ,, ®ninbfenn/ bad r^boifd^ Ditoeber« 

VI. Jllaffe. Zrülinif«^ At^jioBe. 

SMefed €l^eiR' ^ oim^ bie itrf^aOe ber fogenoimften Utt^td^ 
@al)e tt n f geii o inm e» unb bietet, loie bie gonje SEb^nbliiTtgr für bie 
Jtvt^ftoDbtnbc, maimigficl^ iiiteie||iuife SMm unb Setfai^iigeit. 

fteine« t»on «Den angefft^iten @t^flemen 1^ oOgimeiiteit Cingang 
gefunben. ' SBenn man t>erlaiigen btm ebec loeim ed toenigßetii 
toünf(Mtoectl& ißt b«i| itiV^Oifation tti^ Wi^unq, taie {ie im 
^ßtinci)) ber (Bfeic^ortij^. fiBr bie €i|iecie« bertoenbet toeikcii, fo ü^ 
im ^rincifi ber Se^iil|leit ^^ bie l^ö^eren Cldffification^fen gelteob 
gema^ ioerbai foBen, fo ifi Kar, ba| mir ein gemifd^ €l^ftem 
biefe Xufgabe Ufen farni. SBSemi ei ^ ober JuM^toeifeii Iie|^> ba| 
biefe aufgäbe ni^t iMbor feV, fi^ hnrb ein St^flem^ toelcH ^i^ SKttel 
bietet, für feine Stufen beftimmte uab fiberaÖ let^t nad^lvettbare 
S^QVflftece mi)iigeben, * einem nnbeiftt bo9|ii|ie^e!n * lel^ttf l9eld^ 'btti 
toemger obet*niivt ttemmg» mib bA§ l^et (^eniff^ &fpmt mi^r 



364 UI. Jßmt 1800 m 1860. 

lönnen aü fogenamiie: tuil»tt>ißottfd^e, . iAaxf fctned 9dBfl((i 
fud^, befagted gemtfd^ed @l^ftem )u @ianbf ^u brtii0en, toed 
Srfolg immer mtfy: toon ben $flegent btr 3flxnnalfywk a^ 
l)on ben Jtn;ftalIogta))l^n, benn bte baBei in Seirai^ Immnl 
^Itniffe ber Jttl^ftallifatiott fmb (eid^ tu (ettri^etlen, bie Saal 
ber/c^emiMen.SSer^Qmfle ift ttbtt tont fc^iocrer tttib ^üAtü 
fod^ jtenntniffe t)om SBefen bet äRiitentlmtfd^ittig. 



ic 



m. Sott 18Ö0,biÄ 1860. 

3m Xiifange biefeil S^^lunberi^ galt }ifmQil^ oOgmiB c: 
bie SBeniet'fd^e Siomenllatur, MkUfc t>ott ^aul^ eintgr faifia^' 
et^eft, o^ne ))aft «(er ein dnl^li«^ ^rind|) baffir oufgejldb toR^ 
tD&re. 9B3o ei» möglid^ toor, no^m ^att^ bie 8Qei<^nung ba9^ | 
ffir ben Stineralnctmen cm, fo Chaux. fliiia;^ flott ^ufSpoÜf, Q^ j 
phosphat^e ftatt ilpaül, Chaux saifatfe flott S^ u. f. i ^ 
»enn bergleid^ Sioinen ober SSenemtungcn to^cR finer )■ ff^ 
ckten aSi(d^un0 ntd^. mOgGd^ loacen, gel^ er )ti onknen iifct* ^ 
tobeK er bie Stomen nac|f-ben ^nbotten, benh tvoBe man }. A ^ 
^bofead t»om Sefub •*- 9.efui»ion. nennen, toie in ^DeutH^"^; 
fd^e^, fi> liege botin einerfettd ein $Ieimodmu^, anbcceifeitt ofci.^ 
Stüdfid^t, ba| eil oud^ einen 9Mröd ou« 6iberien gek, ein S^ 
ffmd^. Ofeenfo tobelt <t bie Sternen nad^. ber gorie, bemi Wiä^ j 
dttf bte (üdttung ben ?temai ber Sorietfit fibeitrdgen.^ 9t(m ^^ ^ 
atineral (feinen Ssinit) lanoSthe, vtcbtten Stein, BenAmt, t^^ 
ober imitdie biefer.6ufef(aiq, toeU^ grün fel^n. Sod tne !t^ 
betreffe, iveU^ nid^bebenten, fo $alt er fit fiSr }üiaffig ii"k ^ 
bo^in bie Kamen ou« ber Vb^t^obgie; Ziion^ Itron ic.r ^* 
Silbnng n^d^ $ei^onennomen , nodji ben Kamen ber CidbcAr, >f^ 
et an, benn „moti mütte fe^ ^veng fei^tr fogt «r, toenn ^b^^' 



4. ftomMlbitiir. S65 

Irt, ein ber 9SSiffenf<^ft gemad^lcd (Befc^ htni^ ^eme Ibt twn 
S^renfolb ju bcja^Ien, toftbommen tooOte.^ 3m Oebrigen fagt er: 
^Dan» tto snjet d'iuie auem grande difiioult^, toat est admiaaible, 
^xeept^ ce qui est inexcuaable.^ V^ SHe flried^ifd^ &fira^ D» 
nene fi&r bte Stomenflolur beit Sov)ug bor alm anberen. Sott feiner 
Romenllaiiir ber Jb^floOe . ifb fd^on oben bei 9ef)Mcei^ng feiner Jtr^ 
'taDodra))^ bie Stebe getoefen. 2eo4i^arb fyii ttne ftarften biefe 
Benennungen ^um S^eil fiberfe^t,' looOte ober nod^ ioeüer ge^ unb 
bie Decredcenien barin anbeuten. ^oraud ftnb fftr I9tde ^formen 8e< 
nennungen entftatibettr toeCd^ fd^on i^er £tege foegen unbrauchbar 
tinirben unb auc^ toeiter in bie 9Siffenf(^aft nid^t flbergegangen ftnb. 
SDergleid^ finb }? 9. ffir bie ftr^fhiOrei^ be« ^ctld: tfotranbcdt 
)ur fec^eitigen @fiuk, |toeifa(^ {toeirei^g entrollet )um Serfd^toinben 
ber Kcfnft&dftn (Tar. btsaUerne); btei)ta)eit]^ibei^ entranbedl in 



1 3n Viefer 9ctte^«iig ifl etn Orief Don 9e((cn (Don 1807) an !DeIa« 

met^crte ton:9nt(reffc, tvorin er jiigt, b'Vubniffonr ^Se-ibm mttgetlcitt, 

ba§ ScH^DTC einem Don i^m entbec^en SRineral |n(^ren ber n)in<raIogi|((cn 

(^efeUfc^äft tn 3ena ben 9lamtn 3entt (T^nite) gegeben ^abe, bag aber 2e« 

Iftore im Joom. deo Mine« 9h. 121 batüber bie QrflSntng gebe, er b^be 

biefe« SRinenil inm Snbenfes einer ber merfloBrbiglken Qegeben^igi be« debr" 

bttttbettf, nimfif^ na^ ber^f^tac^t bei 9ena gelaitft „^e^eclitere/ fd^bt 

debten, ,rn»irb mir crlonben^ )n bemexfen, bafi ein foI<i^er <^nb mir fe(r 

unf(bt(fli(^ )n fe^n fcl^tne. ^nn loae ^t boc^' bie 9hneraIogie mit ber ^dfid^ 

bei 3eaa gemein? Sil man Deigeffen, ba( bie SBiff^f^often mir ben grif 

ten tennen? Sßifl man ^% erregen unter benen, loetd^e bie Siebe jn bieftn 

SSiffenf<^en vereinen foll? SBklä^ t^renfifc^e Mehrte ^t bie Unbefi^eiben« 

Veit gf^bt, ein SRineral ober dnen anbem »i|fenf(^ftli(^en Oegenflanb- 9t o^* 

ba(bit )u nennen? ttnb bo^ loor bie BäfUri^ bet'Stolla^ geimf eine ber 

»erhoArbigflen S^ben^eiten bei aij^e^nten 9a(r(mibertf. 2)er ^Ib, ber 

bie fran|9fif<^ Station auf ben (9i^l be« Stn^mg gehoben ^at, tvie )n feiner 

3eit griebrid^ ber Qko%t bte f einige barauf ^ob,. Tann in bem Serfa^en beg 

^enn Meutere feine ^nlbtgnng finben, bte kleiner lofirbig wSxt Xtc felbft'b<>^ 

t§ anfgef^nml^, bof bie IBiffcnfd^aften mit ben €tteitigfeiten ber Kationen 

nnb ^rrf(^ nic^tg }n tbun (abe»v «nb 9^ f^anMtt btclme^r baf Onffitiit 

in 6einem &inne, aU ei ben bon Sf^m anfgefetiten fireie ffit|Ii(^ ^erm 

(Irman in 9erlin ^netfannte." -^ *Öe(len*g 3onrnaI fftr bie Hernie »c 4.9b. 

1. «. 1807. 



3M ni. »Oft 1800 M 1860. 

bar Südens b<t. €<i^ieitdbt«0oimk (birhomboidale); nmniEerl 
tei^t0 entonbedl in ber SlU^ng ber S^eitelbiagmiab s^ k 
fd^teSantet )um Serfc^torinben bev Jtemfläc^ (oDotnel^): i: 
cmbem Sa^/fUmtn tirirb bod Hatürlid^ nod^ ötger, {0 bdv 2ci» 
SntranbeiA unb entlan^ranbet )ur fed^eittgen Sank, ]tocW ® 
fd^eb in b» Sttd^tuite bim M unb jum Serfd^fmitben bct P^^ 
brdfac^ entrltttbedt )ur jmMffitttgen BauU, glpeifad^ entttdlariaBti 
enifd^dteßantet |um SSetfd^tnben ber P^gfUH^en unb trierf«! cstfite- 
(UsduoddciinAle) u. f. f. (Smi^tb. ^bbuc^ bet Dttßo^fMlfiL I^: 

Setzen ttd erfottnte, ba^ d^emifd^ Stamm ffir bte Voinsh* 
md^ tati0lk^ fel^, er tanD <tBer, ba^ ieberSlame fU^ tn'dSalrirr 
muffe fiM^eti laffen. . (Sr flogt fd^n 1814 übet bk Sa^, «^ 
Samen pi geben. ,,^(^ tann md^ anber« ate ^6(^Kd^ miSlini^a ' 
ungqä^mie @ud^ trieler ÜRineralogen, 9lamen belannler %(^ sr 
)u&nbem, toeil boburd^ bad Stubium fe^ erfd^toert toisb. — S: 
^ bic SRmetalogie geiponnen burd^ bte Sertoufd^g M 3bQ^' 
3d^tlSfV^)>^t^alm gegen %ptp1f\ifRt, ba bte eigenfd^ft; toeUe te 
Sebetitung beranla^te, bet bicien anberen "SDlinerafien borfomaß' 
btefe Sud^t.ber 9l(unenbet&nbenmg- lieg! btdta)eilen blofc iit bc« & 
fafferd Segterbe, ber SBiffenfd^ft etload bon feinem Ctgcncn ibss- 
tbetlen, tt)eH^e8 ®efd^enf aber, toemt ei \mtct mc^« auf fti to, ^ 
3ebe^ Vermögen fielet unb bei bem Sefer feiten bdS erregt, *»=•' 
gütige ®eber bieOeid^ beabftd^ttgte." (Sd^toeigger'd Senm. ». • 
1814 ©. 232.) 

SWol^«, toeld^er too.mögltd^ m ben (Scieifen fiiiin^« wmV 
Mute, mt ber Xnftd^t, ba^ nur bie fVflematifd^ atomenibt» - 
©tanbe ^tff, bte gorberungen |U' erfüllen , n^eld^ bte Watinyf*«^ 
überl^attj)t art bie 9lmnenffatuf jü ffctten l^abc. Cr fd^uf baJff r 
feinem @vf^em ange))a|te XomenflotiM?, too burc^ ein 93eiio^^ 
JDrbntingdname baS iSefd^Ied^t unb toieber bftrd^ ein SetHwt bei ^ 
f(^Ied^t«name bie BpetAei Bejeid^et, j. ©. Drbnung: ©tw!^; ScfÄ* 
Xri))l^an^®pat^; $))ecied: 1. )nridinatif#er 2:rit>^'^|>at^ (e^whnnr. 
2. aiotomer a:ri»)l^an«©)Htt^ Oßrel^nit), 9Ro^>« ^bt l^w, ^^ 



4. 9tomfitn9üit. 367 

ti<^t fvßematifd^ Ütomenflatur, bif t(bieOe, loie er fte nennt, ber 
SBiDtfir »aum gebe, bie fvßetnatifi(ie aber btefe mmx befd^&ile. 
Dabutc^ aDetn, fagt er, toen» {te übrigen^ aud^ leine em)>fe^(enben 
Sigenfd^ften beffi^, ix^tttbe bie fvftemolifd^ SlomenBatttr ber oQge* 
neinen Sinfü^rung toürbig fe)^n. äRol^d fd^nt bomald. geglaubt )u 
^oben, bie Stetnungen übet. \xa SKineraffVi^ Mtben ffinftig nid^t 
nel^ toeit ouMnanber ge^ unb fär ben %aU etnop allgemeinen 
Uebevetnliinft im Svfiem ^e bie fl^iematifd^ Komenftatur oDetbing^ 
Hnige SPTjüge Dor ber f)»ecifif(l^. S)ie (Erfahrung ^ aber gqeig^ 
^ai ei eine gro^e'6aIamü&t geloefen, loenn jeber St^ftemotSer tme 
SRo^d toerfa^ren toare, benn fd^on bei 8veit^aut>t, toeU^ bie 
Fogenannies natiir^ißetifd^ $rincit>ten ben 9R,0^9 angenommen, 
führen bie oben eiürten 9Kineralien S)>obumen unb $re^t gan} 
anbete 9tamen unb f^ ber erfte oligonrr ^ocen, ber le|teve 
r^mbifd^er $te^nü — . !Die fri^fialIogra))l^tf<^e Slomenflaiiir ift 
luetjt t^on 9Ro^« befUmmter unb fd^er unterfd^eibenb. gegeben 
morben ab twn feinen Sorg&ngem, ^ ^t. aber .ebenfoOd mand^ei 
Xbänbenmgen erlilten t>9n Staumann, Sreii^au^t, ^effel, ^ 
^au^mana, ^aibinger u. a. Xld 9deg mögen ^ier einige 
S^iwiiiymen angeffi^rt toerben, 

2)ie' ^eioebrtf^- Zrigon^I^i^fopletracber bon SRoH ^1^ 

bei 9taumann: ZetwiIiB^esaeber; 

bei ^au^mann: ^l^mibentoürfeC ; 

b^ 94rett^a.tt))t: ^aeberlontige ^f oftteffaraeber ; 

bei {^effe{: 6x4 toanbige AeilfUid^ner; 

bei ^aibinger: ^oribe; 

bei Solger: Jti)>t)ling (bie ^rietfiten; Pitdit)))Itng, e^bMU^BM)« 
Inig, Sb^fitH^iing, StingüM^Iing k.)* 

. ^r itpeiftentigen S^etrogona^dlofitetraeber bon SRo^d l^et^ 

bei Saumann: ^bfUetroeber; 

^ 3o(. gr. C^rifltan ^effel, geB. 1796 }n 9törnb(rg, ^rofeffor ber 
VKneralogie, Serg« ntib ^{Htenbrnbe an ber UniverfitSt in VloAm^. Steffen 
^flolomettie k. im 9ttnin ^Uffdftu ^fihl CB8ttecbit^ 8t. V. 1880. 



368 "• Sern 1800 W 1860. 

Bei ^audmannr ^ta))e}oeber ; 

bei 8rett^aut>t: bellDibe 3l0fttefrataebfr; 

bei'^effel: 24ta)(itibi8e Sanjenfl&t^; 

bei ^aibingrr! Seujitmbe; 

.bei Bit>t>^: 2)eItQib>3tofttetraeber; 

bei SSDT^et: tou(fltn0 (Me $arift5ten: gflat^budSing, SKaghs^ 
Itns, JtnM^lbudRtng, ^dtfetbiKRing, @)n;et}biHHtii0 k.). 

S)te ^tagimbobela^er t^ott* 9R o 1^ « ^|eit bei ^ c f f e 1 : 12=€toT 
fOd^er; bei Sreitl^aul^t: bomotifd^ Sobdad>er; bri*<&aibis:r 
$l^totbe; bei äSolger: 9uile(limt)lnig (bte Sar. geneiner Sei 
ttm))Itng, ^ad^budFelttm^tng). 

€« tflmerMfirbtg, ba^ungead^ biejeltfamc^efferfi^Str^' 
flatur fd^on im 3<^l^ ^^30 jnrfd^tenen 'ifl unb t^ Un^alibaxfe: 
gletd^ in bie Xugen fidi, bag bod^ nc^ im ^jfiSfct 1854 ein? 
feltfomere ju ^ge (bmmen tonnte, nfimlid^ bie Mit O. Sclgrr ' 
JtrVfiaOogira^^e ober gfimnenle^te bet ftoffeintgen 9Zaiuzfiil9cr r 
(Sf. $. Otto SBolget.. Stuttgart: 1864). 9tan fanti fauat gUiu^ 
ba^ e« ein Qklel^tter emftlic^ bomit gemeint ^Be. 3)a {iaht *: 
). 9. ein ^lAtttig^feetiglig'breifM^bomftifbltg^^oni^lbfirfll^ ^s.^ 
fd^&rfliger> feeujgiebKger äBo(fromit'@cl^ftrf(ing; ein toeiMbR:^ 
tret^ger, toenbelf^nbIig4)HfibItger, red^t9tnigf}nnbfig«lombB0rr In: 
etänbling; ein xtioli^ixihi^^tx^^ lol 

ln9ci^eI^9cfertimt)ligstoürf(iger linier ^^l{er)*Zim)96nd tu f. f. — c 
tottnfii^nj^ertl^ eine Einigung ^ur JtvVfkiQterminDCogte tvCrr, ir' 
bod^ toentg Hoffnung ba)u borl^nben , benn \dvm au<^ Zfnmntlrr - 
nrie bie bon ^effel unb Solger leinen.Singang fti^eit, \ö xxt- 
bo(^ ^ manc^ei onberen ^ebraud^t unb me^ ober tDeirigcr becbcts 
tnbem fte ber ©d^üler bom fie^rer annimmi unb im 9tot^foA fcic ^ 
Hd^en St^ont^men auffudjrt. (SergL ald ^iegu fe^ btenfii^: ^€^iio«>r 
ber JtrVftaOogrot^^ie. Son Dr. XboIfiSenngott aBieii. 18&5j - 
S)od^ ioir lehren }ur Sldm^Rotur ber 9RineraIf))ecied juriid. ^ r 
gco|f 9lti2a(|l berfetben/ bejonberd ber metaKi{d^en, »on SSerner tr 
beittf(|ie Stamen- ^tte unb ba J^aui; bie €|>ecicd oft nur ab i^:^ 



4. 9^Dmennahir. 369 

JerbtnVunflen benannte, fo flrfanflten We gricd^tf^ 9^men nur au« 
ttS^Kg )u oDgenteinfrem QMbtaud^. ^ft i^ e\ftai^ ^tte ffit btele 
^e eigene Slimtennaiur ober man fud^te eine frembe bun^ Xnfxiffen 
mb UeberfetKii munbgered^t )u maifytn. 

9efDnbetd Seubant bemfil^e fUfy um (Stnfü^tung ber gried^ifd^ 
Ramen unb mad^ toteber aufmerifam, bA^ bte Kamen ta>o möglid^ 
tid^t bon %oretifd^ Sbeen, fonbem bon itgenb einet Sigenfd^ft U9 
Dlineraß ^genommen toerben foDen. ^ 3^ ben 9(n))affungen ge^i^ren 
>ie bon i^ gebraud^en 9lamen Nickelocre, Zigu^Iioe (Siegelet)), 
Harkise (^otlied), Sperkise (€))eettie^) u. a. 

Xel^nlid^ im Igtalienif^ finbet fid^ bei 9RonticeUi' unb 
GoDelli' (Prodromo deHa Hineralogia Yesnviana. Napoli. 1826X 
). », Auioa flatt ^u^n, Umboldilite flatt ^umboIbtiHi^; Feldispalo, 
Quarzo, Taloo; bei anbetn aud^ Assinite ßatt X|init, Dtottaso flatt 
2)iot)ta9, CabaBio ftatt S^bdftt u. f . f . 

Ginige SXinetalogen l^ben geglaubt, eine lateinifd^ 9lomenflatut 
einfügen ju muffen, fo Wedfet, ^ ©lodfet, » S9teitl^ttuJ)t unb 
^ana, toeld^ abet eined Seffeten fibetjeugt, fte balb loiebet auf« 

1 Dans les noms qa*on est Obligo de faire, ü fandrait, aatant qae 
po88ible^.Mter lesnoma «Ignifloatifo qni sont dMr^ de quelques idto 
th6oriqaee^ car de tel« noms qoi oonviennent a^)onrd*hiii k certaias 
Corps, demain deviendront absurdes, paroe qoe les thtorie seront chan- 
g^. Gr fS^rt baffir ben iRamen ^t^ro^en an (Srembfing im %tnit), ber nad( 
einer 3bee t»on 2)olomieu oeMlbet tootten nnb «un gerttbe)« mtaugli^ fe^, 
ba man il^ ben Ur(|>rung bc« 9D9ineraIS bei Ocgcnt^I bcnle. (Trait^ de 
Mineralogie. 2. 6d. 1830. p. 527.) 

2 3:eoboro aRonttceUt, geb. 1759 juSrinbifl, geft. 1846 }U ^o^uofi, 
^rofeffor ber S^enrie an ber UnitserflfSt )u 9^ea^I. 

s fticcola (SoDelU, geK 1790 )tt Cajo))e, 2:etta bt £st>ors, ge^. 18S9 
)u 92ea^el, ^rofeffsi ber angctvanbten S^emic bei bet Se^drbe bei ©tiafien« 
unt Srfidenbaue in 9Iea^eI. 

^ 8. «Ib. 9leifer be ©anffnte, geb. 1786 )u Öenf, geft 1860 in 
^«^ottUmb (?), ^snsTstMcff^ ^^ iDKRcnIsgie nnb «ctlogie an bet tU»' 
bemie yi Oenf. 

» örnfl gricbr. Öloder, get. 1798 ja Stuttgart, a«|t 1858 bafelBfc 
^rcfeffcr ber 9RtneraIsgie an bet UnitserfitSt }tt Srefidu. 



370 11^* ®on ^^^ ^^^ ^^^* 

gdgeben ^t. ^te 9(otnen 9le*ert (Le r^e min^nl. ISß^-: 
weiften«, lÖatintfirunöen, toorunter: Nickelocram, Sperkia, I^ 
kisa, Blenda^ 2^guelina, Cupro-Mica, Ferri SpaÜium; axktt '^ 
Breithauptia, Hausmannia, Klaprothia, Leadbilliaetc ^^:::i': 
Oatur 9reit]^au))t'iS (SoSftanbiged .^nbbud^ ber SRinerobgie. is: 
ift ftftematifd^. ©o l^eifeen j. 95. bie. ©^jecie« bc« ®cnud: TWodi^- 

1. Thiodinus atrontosus, 6ölef!in. 

2. ,) Bjntheticus, JtaKfc^perf |>at^. 

3. yi barytoeas, 9ar)^t. 

4. „ plumbosae, Sleibitriol. 
Sre^itl^au^t ift bieOeid^t ber einjige äRineralog, toe^m '^ 

bunte i@aufn>erl ber SRineralnomen nod^ nid^t bunt genug ifL ^Uizi. 
fagt er, bemimmt man Scfd^tDerben über bie SSiel^o^l ber %r-/ 
unb bo(^ ift ed bamit {einedtoegd fo arg. SRan l>erglei<^ mn. / 
pd^ barüber ju beru^gen, bie fafl in'd Unenblic^c ge^ibeStiur-jr. 
ber ^ßflangennamen ac. ^afe |ttr Qtit eine fvM^^f<l&^ 3lomc«nr- 
bie !Rament)ertt)irrung nur bef5rbem I5nne unb t>or oDem bu 2n: 
fül^rung einer geeigneten f))ectfifd^en 9lomenI(atur an^ußreben fet, ^ 
$ a i b i n g e r ^eröorge^oben. (^anbbud^ ber befHmmenben SKnaal:'* 
1845.) @r f^at bie beftel^nben Südfen erg&njt unb analog to : 
l^gen ®ebraud^ 9lamen , loeld^e fid^ auf irgenb eine @igmf(^^ ^- 
ÜRinerate begießen, ber gried^ifd^en &pxai}t entnommen. 3* ^ 
fobiel id^ gefonnt, bie big^erigen5Princij)ien ber Slomenllatur in mr" 
Sd^rift: ^^^eüJlineralnamen unbJote mineralogifc^eStomenRotui. In* 
beleud^tet unb mid^ toefentltd^ an .^aibinger angef^loffen, ebc 
itenngott u. a. 

'^ie Ütamenifuellen, n>ie fie nad^ unb na^ benü^ touAai, *'■ 
bon ber bunteften 9(rt unb bie im jtoeiten Z^eil folgenbe 9^-' 
ber Spedei gibt barüber f^jecieffe «uffd^Iüffe; toir l^aben gegen 20 %^' 
au« ber .gried^ifd^en unb flanbinat^ifc^en ÜR^^oIogie ; über 330 ::: 
(Belehrten, ®annem unb Sreunben.ber aßineralogie, unb nac^ ^^'^^ 
anberer Art an^ äffen Stauben; über 300 nadji gunborten ; 120»^' 
frVftaffogra)>l^ifd^en unb ©truetur»83erl^ältniffen ; 125 nac^ \itx^' 



4. 9timiml{ahtr. 37| 

m 

81 nac^ ^rte, f))ectfif(^ed ®tifo\^i, ^eOucibttät unb anbeten pi^tffi\ifm 

@i0enf(^aften ; 180 md) bem c^mifd^en Setl^lten unb nad^ ber ÜRifd^ung ; 

111 nac^ allerlei 9e}ie^n0en unb äBtOIürlid^Ieiten ; 58 alte 9lamen 

unbefannten Urf^nrungd. ätegeln )u einer guten ÜtamenHIbung , bie 

lci(^t 3^bem einfaDen, ftnb hrieber^olt gegeben toorben; ber 3lavxt 

foDte Don einer c^aratteriftifc^en @tgenfc^aft l^etgenommen, lur), too^l^ 

tUngenb, gtiec^ifd^ ac. fe^n, aber bie Sßroci« f^at biefe Stegein gar oft 

nic^t befolgt Sin Sfid auf bie belannten Slamen I&^t ben ®runb* 

leicht buri^fd^auen : ed fe^It an Sigenfd^aften, bie für jebe &pec\e^ 

auö)etc^nenb unb babei )ur Slamenbilbung braud^bar tofiren unb ed 

fc^b an Sßorten, um bie gleid^en Sigenfc^ften für bie toetfd^ebenen 

!raineralien aud^ Derfd^ieben au^jubrüdFen. Um }. S. eine d^aralteriftif^ 

faferige 6tructur )u bejetc^nen, nal^m man für eine @))ecied A ben 

iRamen 9^11^'**^ ^^^ fivaaog^ feiner %lai}^; für eine anbere ©))ecte« B 

ben Flamen Jtrol^bolit^ bon xpox^fg, ber f^aben; für eine britte 

6t>ecied C to&^Ite man ^ibrolit^ bon fibra , bie ^\tx ; für eine bifrte 

@)>ecied D Stemaliti^ , bon v^fJtcc^ gaben ; für eine fünfte @))ecied E 

Sleurolit^,. bon peiigop, gafer; für eine fed^dtc SKetajit, bon fiiru^a^ 

bie 6eibe, unb immer nod^ ftnb faferige SRineralien ba^ aber ed fehlen 

bafür neue äSorte; fo ^at man, um Slineralien nad^ bem fettartigen 

d^aratteriftif (^ ®lan)e )U taufen , aOe gried^if d^en SEBorte ausgebeutet, 

)ndi^ %^, Xalg, Seife, Del, @d^iere k. bebeutfn, fie l^ben aber 

für bie berfc^iebenen fettgl&njenben @t)ecieiS nid^t audgereid^t; a^nlic^ 

tft ed bei ber f^arbe; um rot^ anjugeben, fteuerten (Sriec^ifc^ unb 

£ateinif(^ bie SBorte )ufammen: igvd-pog rot^, ^oSalog roftg, 

^Sop bie 9lofe, ^Soxpovg rofenf arbig, ^oS^o) ber Slofe gleid^, 

^^oi %^^j^ toegen ber gl^fd^farbe, nv^^öri^g rdt^Iic^, (poivlnMog, 

})urtmnotl^, nXiv&og $^xt^A, b. ^. ber eifenl^Itige, gebrannte, toeil 

er rot^ ift, carneun fleifd^farben, rutilusrot^, rubellus rot^, mbeus 

rot^, erub«»oere erröten )c« unb immer nod^ {tnb SRineralien übrig, 

bie man nai( i^ter rot^t garbe taufen mdc^te, ed fehlen aber bie 

SBorte baju. 

Sd fel^ erlaubt in 9e)iel^ng auf biefen Uebelftanb unb bie ntc^t 



1 



befolgten oBen ertofi^nten nomentlatorifc^en Slegetn mit cincit^ 
aud ber citiTten Sd^rtft: ,;9>te 3RineraInatnen ^c/' gtt fc^Geln: »Sa 
Sttoa^ an ftd^ SSerßänbi^ed bon t^erfifinbigen SRenfd^ nii^ ofi^rn 
geBrau«^ unb gel^anbl^aBt \t>xx\>, ha fte bejfen bod^ bcbörflen, fs L: 
bet ®runb babon nur barin, ba| biefed ®eBrau<i^ Atn n'xii f' 
gemein mdglfd^ ift. SBürbe btefet Unyßanb, übet toel^S^r 
unb Stfal^rung bie btelfeitigfte Selel^rung geben , nt^t fo Nfatfig üc 
lel^ ober aBfid^tlic^ betbedK, fo toare gar mand^m fo^fHfü^ ^^' 
ein @nbe gemad^t, too ed ftd^ immer an bie nid^t )tt Beßteitaibe c: 
nid^t Beftrittene SBortrepc^feit bon ®tefem unb :^em anBaiBBr 
aber nid^' Begreifen toiQ Ober berfc^toeigt, ba^ beffen un^o^i:.' 
fül^rung unb 9Intoenbung nid^imdgltd^ ftnb." 



UebcrblidE. 



(Srfl mit bem Snbe be3 borigen unb bem 8f nf ange be* ^p 
toärtigen Sal^r^unbert« Beginnen in ber 3RtneraIogie ejactere te- 
fud^ungen; man Begnügte fid^ nid^t me^r mit anna^emben Srfjhr 
Bungen, man ftreBte ba§ SBefentlid^e bom Suf&O^igen gu fonbetn, i^ 
flimmte ®ef e^e aufjuf?nben,'unb bie J)^i?fifd^e Dualitöt eine« Sfiiw:-- 
mit feinem inneren d^emifd^en SBefen im 3*ifönimen^ttg ju erfflc- 
Die SSnioenbung ber SWat^ematil gab ber Jtr^ftaODhfnbe eine i^- 
Oejialt, bie ßntttjidflung ber o^Jtifd^ejt ^er^Uniffe eröffnete iH et 
großartige« Oebiet ber hntnberbottften ®rfd^einungen tinb man I^ 
ftfgen einen mit Sid^tbluhten gefd^müdtten ®arten , ebenfo reijcnb H: 
fid^ afö bon Stntereffe in feinen ©ejie^ungen ju ben Ärfiftei, t^' 
ben regelred^ten Sau ber SKaterie leiten unb be^errfd^n. 

3)ie gottfd^ritte ber Cremte betoSl^en i^an mfi^ttgen <&*? 
auf bie fidlere SefKmmung ber SDRneralfjjecie« unb bieten widü^- 
SRittel gu i^rer ©rfemmng unb Unterfd^eibung, too bur^ bol ^ 
ff&ltmi ber Slggregation bad i^fnbibibuum für eine pffiffSaW^ ^ 
ralterifti! ber Seobad^tüng entzogen iß. 5Die ®efd^(^te ber SttneralT- 



UebfrMid. 373 

• 

leigt tni^ret neueften$eriobeunDndtennBarbfn®etDtnn, toeU^iJ^rem 
grortloniincn bun^ bie StudlUIbung ber $^VfiI ^t^b 6l^te getootben 
\mt fte )etgt nebenl^, tote biefe SEBiffmfc^aften fell^ft toieber butd^ bie 
9(ntoenbun0 geförbert hnirbfn, toeld^e bie Sttneralogie bon ben ge« 
botenen Stfa^tungett unb Hilfsmitteln gemad^t unb ii>te fte fold^e in 
i^rem ®ebide mit Srfolg toeiter geführt -l^ot. 

3n ber Jtri^ftaaogcat)^ie fte^n bie 9(tbeiten $auv*d obenan, et 
ifi ber Sntbeder bed ©efe^ed ber @l;mmetrie unb bed ®efe|ed ber 
9l;ent>erönberttng burd^ rationale SbleitungScoefftcienten. @r berbanb 
mit feiner Xbleitung ber flrl^ßaOformen eine atomifUfc^e X^eorte ber« 
fel&en unb gelangte burd^ biefe feEbfit )u ben gefunbenen ®efe^n. (3r 
gab juer^ eine feiner Xl^orie angefMiBte e^acte Jtr^ftallbegeid^nung. 

3m $iafyct 1809 Befd^rieb SBoIlafton fein äteflecion^oniometer 
unb ifl biefe« ein ft)efentli(^ed Slittel ju^ einer genauen SSinlelbeftim' 
mung getoorben, loie fie frfll^ nid^t belannt toat. 

3)ie ie|igen ®runbfonnen ber ftrlpftallf^fleme ftnb guerflt im i^la^re 
1B07 bottSernl^arbt ^ert^orgel^oben toorben, o^ne ba^ er bamit bie 
t>0n 9Bei( 1815 unb üRo^d 1820 aufgefteSten JtrvftaDfVfteme in 
i^rer toa^ren 9Aeutung erlannt f^t 993 ei g umging ben atomiftifd^ 
fir^ftaObau unb fa^te einfad^ baS ©runbasenheuj breier ^imenfionen 
in*« Xuge, toonadft er Xbleitung unb Sejei^nung bi(bete. @r fyit 
^uerft bie ^emiebrien richtig gebeutet unb i^e Snttoitflung gezeigt. 
3Ro^d fd^uf mit Se^ie^ung auf bie Xienli^er^&Itniffe eine flrVftall« 
f^mbolit, toeld^e bon Ütaumann (1826) eine )toedhnfi^ige 9krein> 
fac^ung er^elt. 

Sie f(^n t>on Sern^rbi angeregte 3^ ^^^ ArVfiaQbe}eid^* 
nung burc^ $rojection ber gegenfeitigen Sage ber grlad^ ober i^rer 
9{omiakn ift fflr eine beftimmte (Sbene ober aud^ für bie ilugelfiac^ 
Don Stau mann (1825) burd^geffi^rt unb bamit ba« bon Sßeift )uerfi 
Vorgegebene Ser^ltni^ ber S^n^n f^' ^^^ An^ftaK fiberftd^tlid^ 
basgeftcOt loorben. Stiller unb Quenßebt ^aben biefe ^rojection«« 
metboben toetter enttoide(i 

itupffer be^eid^nete (1831) eine eigent^flmKc^ Xrt, bie Stbleitung 



374 UI. Son 1800 bid 1860. 

fecunbäTft JtrVftaQfläd^en )ur S)arfteOiitiQ }u bringen, inbem er fte 
nid^t auf £inien unb X^en, bte nur auf Umtüegen ju BefKmmen, 
fonbetn auf bie m^hattn Sßinlel unb Setgleic^ung t^er Xangenten 
unmittelbar bejie^ unb bamit auf bem Ifitjeften SEBege jum S^^^ V^ 
gelangen fud^te. 

2)ie JtrVftaKmeffungen unb SlcenbefHmmungen glaubte Sreit« 
"ffaupt (1828) burd^ feine ^vogreffiondil^rie controltren unb berid^tigen 
)u I^nen, bad Slaturgefe^ für biefe XJ^eorie ifl aber btd ]e|t nic^t 
üte begrünbet ju erfettnen. 

Slu^er ben genannten ^orfd^em ^aben ftd^ an (ri^ftaOogra^^ifd^en 
ättbeiten t^tö burc^ 9(udbilbung ber Xi^orie unb Sered^nung, t^U 
burc^ 9lntt)ettbung für bie (E^aratteriftil bet'S^cted eine 9lei^ Mn 
^orfd^em betl^eiligt, beren ^ier nur einige genannt n>erben tdnnen: 
$au(Smann (180S. 1828), SRonteiro (1818), 9B. $^init>d 
(1817), @raf Sournon (1818), S9rod^Ant be SiUierd (1B19), 
S. b. SRaumer (1820), SebV (1B22), »roofe (1823), ^aibinger, 
®. »ofe, 3iP»>«/ ®ermar, $effel, »eubant, granfen^eim, 
S)ana, S)ufrenoVr 9)edc(i>iseaus, li^.fiolfd^aroh), SRarignac, 
Stopp, SlammeUberg, .^effenberg, ©railid^, ftenngott» 
b. Sang, $faff u. a. 

S)ie goniometrifc^ Snftruntente finb ebenfaDd (Segenftanb be^ 
Stubiumd gen^efen unb 93erbefferungen angegeben toorben bon ätbel^ 
mann, Slubberg, aRitfd^erlidJ, »abinet, l^aibinger, gfran« 
tcn^eim, Sc^mibt u. a. 

3Ran tann n>o^I fagen, bag in ber mat^emattfc^n unb befcriptit^en 
ftri^ftaCogrartie «ufeerorbentltd^ geWPet toorben ip, ba aber bie 
Swfc^er balb biefen bolb jenen ®ep*t«t)unft für ben toic^tigeren 
l^ielten unb eigene SBege ju ge^fen, auf biefem ®ebiete oft ta^enigfr 
Wtonerig unb immer anjie^nber ifi, aU ben gfuftfta^jfen eine« anbern 
jw folgen, fo Pnb bie l>erfd^ebenflen 9Ret^oben ber «bleitung, Slaffi« 
fication, »e^eid^nung unbÄenennung berÄnjflaCe ju Xage gelommen 
unb ift eine Einigung barüber fo balb ni(^t ju erwarten. SMefem UeM« 
flanb gefefft fw^ oud^ ber, baj bie ftn;iiaaograt>^ie in i^rem allerbingd 



Uebneittf. 375 

bebeutcnben fflert^ für We SKnerdogie bod^ jutoetfen überfc^ä^t 
n> erben iß unb manche nic^t bead^ttten, baji fie i^e Gtubien nid^t 
feiten an Ar^fiaEe anfnü))fen niit|ten, bie nur ald gro^e Slaritäten 
tyi>ttoinmen unb toelc^e unter l^nberten nid^t einer ienurid gefe^n 
f}at , tüäbrenb bie betreffenben SRineralien Wnedtoeß« fdtcn unb eintße 
fogar 9U ben toerbreitctflen gehören; baji ferner burc^ bie getoonnenen 
trvftaaograpMfc^n ®efe^ für bie TU^a^l ber Rt^ftaüt bie @rfd^< 
nung neuer e^Iöd^en fd^on antici^irt ifi unb beren SEBi^ti^ett bun^ 
ben Umftanb bebeutenb gefc^älett hrirb, ba^ an bem pl));f^ali\^cn 

m 

unb (^emif^en 9Befen ber Subftanj nid^t bie geringfle Xenberung )u 
bemerten, ob fie Dor^nben ftnb ober nid^t 

Son befonberem ^ntereffe für bie JtrVftaÜftubien toar bie Snt« 
betfung ber ^olarifation bed Sic^ted burc^ 9talud im Sa^re 1808. 
3RaIud erlannie, bo^ bie Strahlen etned bot)))eUbred^enben Jirl^ftoD« 
)>i>Iari{trt unb ba^ ber orbinare unb e|traorbinare entgegengefe^t ober 
recbnoinflid^ gegen einanber (»olarifirt fe^en unb er benü^te biefe Sigen« 
f d^aft , um einf ad^ bre(^enbe unb "doppelt brec^enbe ftr^ftaSe übtxfyxapi 
5U ertennen. ^nhtm bie $^i?pler feine 6j}>erimente »erfolgten, er« 
gaben ftd^ gl&njenbe ßrfc^nungen, n^Id^e bie ®rut)))en ber ilii^ftaO« 
fi^fteme, toie fie bereite feftgefteQt HKiren, beftatigten unb mit neuen 
3RitteIn c^aroherifirten. 

^ie erften $oIarifationdbi(ber, n^l(^ba^in führten, tmtrben bon 
9(rago (1811) beobac^M (toelc^er am Cuarj auc^ bie nad^mote toon 
f^rednel aU eigent^ümlic^ erlannte 6ircuIar)>olarifation entbedNe), 
ferner t)on Sreto^fter unb SBodafton. Sren^fter unterfd^ieb bann 
(1813) bie otrtifd^ einafigen unb }n»eia|rigen ftrt^ftaDe utib emned, baft 
erftere }um quabratifd^en unb ^e^agonalen 6i^ftem, festere ober jum 
r^ombifc^ unb ben Ilinifc^n Si^ftemen gehören. 

3)ie Untetfuc^ungen über bie ))o(ariftrenben Gigenfd^ften ber 
An^flaDe bun^ 6eebetf (1813) unb 9tot (1814) ern^iefen ben Zur* 
molin aH bortrefflic^en Xnah^feur, rottet lange fafl audfc^lieftlid^ 
bei betreffenben Beobachtungen gebrandet n>urbe, bid 9licoI (1828) 
ben nad^ il^m benannten 9[)))Kirat mittelft einer (Sombination bon 



376 ni. Bon 1800 m iseo. 

AoOftKitl^dmen confhuicte unb au|ct anbem oud^ bod fd^tixfelfaitce 
Sobd^tnin \>on^cxapati (1853) atö t>oi)ü0lid^ ba)u erlaimt tovrbc 

aRit bor Scrbtfferune ber VtitUl mehrte fid^ ber Xntl^l an folc^ 
nntetfud^geti unb ßeOte ftc^ ein S^fammen^ng ber ^olarifotiimd» 
eifc^nungen mit bet. JUv^oKfonn auf fibevrafd^enbe SCBeife ^oud, {o 
bur(^9iot, ^erf(^el, Sretofter (1816/1821) unb bur(^ gredne^ 
S(irV(1831), aRarc^^aibinger, a)ol»e, an ben red^tö unb lintd 
getounbencn Snbibibuen bed Duaqed unb Xmet^i^ßd, burd^ SRarc 
unb meine Seobad^tungen an StonOingdbilbunBen bed Sltogonitd, buxt^ 
$a{teur, 3}e(afoffe u. a. an €ircuIatt)oIarifttenben Soden. 

^ 3ufammenl^ang bamit ftmrben bie Srfc^einungen bed 3>i(^roids 
mud unb Ißleod^roidmud, toeld^e Sorbjer (1809) unb Sretofler 
(1817— 19)entbedtten, bon^erfd^el, Soretunb J^aibinger toeiter 
Verfolgt ßaibingeT ^at )u biefen Seobad^tungen ein iM)qügli(^ 
3nflrument, bie btd^rofIoj)if(^e Zappe (18^5), confttuirt. 

J)ie SJeobod^tung »iof« (1815), bafe an geiöijfen ilrt^ftaDen bet 
aufeembentlid^ ©tro^l ber parier gebrochene fetj, an anbem ber 
orbentlid^e, begrünbete bie äbt^eihingen ber pofrtiötn unb negativen 
Arvffaille. 

a)ic^ toie überaa in ber Motur, fo oud^ im otJtif<^en aSer^Uen 

Dorfommenben «nomalien fül^rten, inbem man eine erHärung fuc^te, 

ju neuen ©ntbeiungen, ftnb ift l^ier junäd^ft »tot*« SameKdr^VoIari-- 

f ation (1843) ju nennen , toeU^e an ben getoö^nlid^ einfach bred^bm - 

teffetalen Ärt^ftaOen unter Umflänben eine 3)ot>j)elbrcd^ung ]^eri)orruft. 

— a»an ging, bad intereffante Sebiet möglid^ft audbeutenb, and} balb 

JU »eobac^tungen über, um barjut^un, toelc^cr ©nflul auf bie ^olari* 

fationderfd^cinungen, bie ajentoinfel, gorm ber Ȇber ac. burd^ ajru* 

erbarmen ober burd^ bie 2lrt bed burd^faffenben Sic^ted audgeübt toerba 

unb ftnb. bamit arelpfter, «erfd^el, 3Ritf^erIi(^, 3Katx, S)ed« 

cloisjauj, spfaff «, a. ju fe^r mer&oürbigen 3lefuttaten geengt 

anWKcfecnb finb ferner, aurgeit nur an toeniaen aRineraIf»)eaed 

unterMt ober «ä^er beftimmt, bie grfc^einungen ju ertoä^nen, toel^e 

bie oon »retofter (1830), entbecfte .effi),tifc^e gSoIarifatioii betreffen, 



TXtUtUid. 377 

^ iMtiffitUtam^amtltont^eoretif^i^orauigefagte, Don^ttmt>^t^ 
E ot^b (1833) am Sragonit unb \>on ^aibingf r (1855) am Z)io^ftb 
ic^etmefene tonifd^ Slefraction, bie li^on Srelofter (1838) fo ge* 
:&nnte gfluote^oi), bct t)on 9tobt(i, SRars unb Doqil0Kc^ toon 
aibtns^r ieoba(9tete $Ieod^rotdmud teßcctirten Sic^ttd bongetmffen 
^iaerforbigoi Arvßallen .unb meH<u^c Unterfuc^unflen , ioeld^f bie 
^rec^une^bcr^ältniffc, ^larifationdtmnlel, ^ntenfU&t b<t $o(ari« 
ition K. betteffm« 

SBie buvd^ bie 9<fümmun0 bet i^ii\äfen ^))tfd^nitte an ben 
^«i^bmen Jb^ftoIIfonnen bie JtrVßaDfvßeme auf etnfai^ SEBeif e dtaxal* 
rriftrt feDftben Idnnen, ^obe ic^ mit bon 6laurofIo)) ge)etg^(185Ö. 1866). 

3UU biefe Sor^tniffe geta)fi^vm einen ititerejfan^n 9Ii(( in ben 
^€m ber Jtrl^PaOe unb jeigen mannigfaltige (Sigentl^mlic^Ieiten fflt 
crfi^iebene St^ecied, ed ftnb aber t>on Sremfler, toeU^ fflt bie 
lri7ftaIIo))tif t^g unb erfinbungdreic^ toor tmt leinet neben i^, 
ii>df anbete (Stf (Innungen belannt gemodftt tpotben, totU^ bie Sttuetut 
^arafteriftten unb öfterd ab ^d<l^ft com))(icitt etteunen iaffen. @(^on 
Daniell ffoi (1817) butd^ Sieben tegelmä|ige Settiefungen auf 
IrVftaDfläc^^entfie^en fe^en uubSe^boIbt (1855) ffat feine Seob* 
ic^tungen fottgefe|t; 9ten>ftet )eigt^ abet (1837), toie fte buti^ 
Keflecion einet fiic^tflamme auc^ bei ben feinften gan) unfd^nbaten 
ECe^ungen in fe^t mannigfaltigen Sid^tfiguxtn fi(^ lunbgeben, loefa^ 
»uglet«^ mit bem fogenannten SlftetiiSmud butd^ 9 abinet (1837) bie 
Srfläruttg ali Don einet ^tc^ unb GKttetetfc^einung ^ettü^tenb 
^efunben ^aben. 

SBie man bie SBitthingen beifiid^te^ an ben AtVftaOen etfotfd^te, 
rbenfo fuc^te man i^r tl^etmif(^ Set^ben )u befHmmen unb toutbe 
9on 9titf(^et(i(^ (lb25) bie Xrt bet Stuöbe^nung beim (Etto&tmen 
:orref)H)nbitenb mit gleic^attigen obet Derfc^iebenattigen X^en etfannt; 
if^nltc^ Don Sleumann, $faff, (Stailid^ unb D. £ang. Slnalog 
geigte ftd^ nac^ S&tt\udfen Don D. Scnatmont hai 9EB&tme(eitungd« 
oermögen. 

Xnbete in Setbinbung fte^enbe Untetfuc^ungen, )ut Q/cit me^t 



378 ^'v Son 1800 M 1860. 

bet $l^ftt ange^drig, fmb bon Sabart (1829) ilber bie (Slaffcicit&tni 
ber ftrVfitaae. t>on SOtelloni (1885) ä6er SDiatJ^crmie, Don Sleumann 
über bie f))eafif(i^e 9S&tme berfelben angeßeOt tootben. 

aWe »fr^aitniffe bft^örte l^aben gronlen^eim (1829), 3t. ©fc* 
bc* (1833), 81. grang (1850), GJratlic^ uni) ^claref (1854), 
tofld^ ein @tlerometft conftruitten, genauer beftinnnt unb fyit fUf bobei 
im SlDgenteinen bad ^au^^d^e ®efe| ber Sv^i^n^^^ ^^ geltenb ^ 
au^efleOt. Jtenngott l^at auf ein intereffanted 3}er^&(tnit ber ^örir 
)um f^c. ®ehnd^t bei ifontor))l^en @)>e€te9 aufmerifam gemacht (1852). 

3m ©ebiete ber Skftridtat, bed~ 3Ragnettdmud unb ber ^^od-- 
)9^oredcen) finb bie früheren Unterfuc^ngen reinbirt unb erg&njit, )um 
X^eil aud^ gan) neue gugeffigt n>orben. 

S)ie @rfa^rungen über $V^oeIeItririt&t l^ben bereid^ert Sretofler 
(1824), flö^fer (1829), »ecquerel (1828), Sforbe« (1834), «iefc 
unb ®, 9lofe (1843), tpeld^e am $re^nit unb %opa9 an glpei @etien 
ber $ridmen gleiche $oIe erlannten unb ba^ bie entgegengefe|ten gtotf^ 
fie in ba« Snn^e be« Är^ftaff« fatten , femer |) an! el (1859), todifvc 
Zo^i^, Qpfftn, Duar), Soracit u. a. uitterfud^t ^t. — ^eeldtrif^ 
2eitung«f8^igleit tft t)i)n3«tter (1802), pelletier (1814) unb mit 
Xntoenbung t)on @ali>anidmud t)on mir (1850) ah ben Stineralien 
gefnrüft n>orben; f^^ecieDe ttntetfuc^ungen über einen 3ufammen^ng 
berfelben mit ber Jtn^ftaDfhuctur ^ben SBiebemann (1849) unb 
t. ©enarmont (1849) angefteHt. 

2)a^ bie Sigenf^aft bed SiagnetiiSmud in Diel me^ Rollen )ur 
S^arafteriftil btenen lönne, aü man frfil^ geglaubt ^tte, tfl t>on 
^ant) bargetl^n ivorben. S)eleffe (1849) unb ®reiB (1856) ^ben 
aSerfu^e über @negbar(eit magnetifc^er ^olarit&t mitgetl^U. ^ 
Ser^aitniffe bed bon gfarabaV (1846) entbedten 3>iamagnetidnnid 
tDurben bi« je^t nur an toenigen SRineralien fhibirt. Heber $^o«» 
l)^«>re«cenj finb S9eoba<^tungen geliefert toorben Don ^effaigned 
(1809), 3. $Iac. ^einric^ (1811—1820), Don »retoper (1820) 
unb «pearfaU (1030), toelc^er bie Srfc^einung an mehreren für pd^ 
nid^ ))|^od^^ore^irenben Ärvllatten bun^ eleftrifd^e ©c^Ifige ^orrief 



neberMttf. 379 

nb bte mcthoürbigen Setfu^ t)on ®rDtt^u^ (1815) fiBer ben 
♦folowp^n tmeber^olt fyxt 

6(^on bie &ltextn SRtneralogen unb ^^emtter Ratten ber 6nt< 
tehung tinb ^ortbilbung ber Jtr^ftaDe Xufmrrifamteit gefd^enlt, bie 
utrft bef)nn>c^e $mobf l^t ben ®eft(^tdfretd btefet gfotfc^ungen 
>ebeiitenb enoeitert unb in ben berfc^iebenflen Slic^iungen ftnb ht^flaffo« 
^enetifc^e Sft'erimente angeflteDt tuorben. 3)a6et totttbet)on!Dlitf(^er« 
Itci^ ber S)fnioTi)^i«m«« entbedt (1821) unb bon gf^c^« bet Ämot* 
jjhidntu«, iDelc^en 8er§eliu8 auf bieSfomerie rebuciren jufönnen 
glaubte. 99etbe boten Seiff^iele einer Slolecularbetoegung im feflen 
3uftanbe unb ^aibinger erfUrte bamit fd^on im Sa^re 1827 eine 
9let^ bon ^feubomor^^ofen, toelcf^e Umbilbungen bann ber ®egen< 
flanb einge^ber Unterführungen t)t)n Sanbgrebe (1841), 9(um 
(1843), e<^eerer (1852), »olger (1866), SDeleffe (1869) u. a. 
ßf tüorben finb. 

2)ie SBirlung ^i)toaäfn ele(trif(^er 6tr9me fOr bie Strl^flaUbilbung 

jeigte »ecquerel (1827—1832), bie Ärt^ftaDbilbung burd^J^tlfe bon 

!^dfungdmitte(n im Sc^mel^fluffe Sbelmen (1847. 1851), bun^ jer« 

fct^eitbe Sinn>ir(ung ftäc^tiger Subftanjen SB 5^1 er (1884) unb bunJ^ 

Serfet^ung fotc^ felbft 3)attbr£e unb 2)urD(i^er (1849). 3>ieSBir« 

htng langfomer Silbung burc^ ^ffufion unterfuc^en 9Rac< (1858), 

Xretermami, 93ol^l unb Äu^lmann (1855); bie fd^on frfi^ 

brfannten Silbungen a\x9 bem 6<^mel)f(tt^ finb toieber aufgenommen 

unb bereid^ert toorben bon ^audmann (1820), 9litf(rerlid^(1822 

unb 1823), Sert^ier, ®aubin, (S. 9lofe, »if (^of, SRanroB u. a. 

Seobac^tungen über ha9 SBad^fen ber Jlt^fialle, bie Xu^bilbutig 

fecunbArer unb ba9 Ser^Iten tfinfüic^ angebräd^ter gflSd^en finb toon 

2eblanc(1802), »eubant (1812), Salternagel (1825), Kopp 

(1855), b. ^auer (1860) mitget^(t toorben, femer bon Starbad^, 

^afienr, b. €enarmont u. a. 

Xnbere auf bie Sntfte^ung^toeife unb Stntctur ber itrt^fiaOe be< 
iflglid^e Unterfuc^ngen l^ben ^ranlenl^eim, Rnop, S. t). Sang 
unb 6i^arff geliefert unb mit Slfidfti^t auf bie fttV{hia>Ginfd^(üffe: 



380 ni. son 1600 m 1860. 



erl^arb (1814), Slum, @evfeTt unb eöi^ting (1854. 1859). 
3)ie üRineralc^emie f)ai ftd^ erft in ber gegcntoartigtn ^eriobe tDtffen« 
fc^ftltc^ 0efta(M# tvenn «ud^ bk Vorarbeiten bon SBSenjel, Serg^ 
mann, Airivan, Saboificir, Slid^ter, $rou|lt, Sal^luffac, 
SaltOB in bad Snbe bed borigen ^a^lfunbertö faQen. SDie nuttdfl 
ber SSoIta'ffl^ene&uIe (bon 1800) burd^ 2)ab9/ Sti^olfon, Gar* 
lUU u. a. borgenommenen (i^erimente . führten Serjeliud iitr 
ekltro^mifd^en Xl^orie unb ^u ben Snioenbungen , toefai^e er ba* 
k)on für bie ^niert^retotipn unb S^eic^nung ber Sttneralmifd^ungen 
gemacht ffot 

@otoo^l in ber Jtlaffe ber metoOtfc^ old unter ben nid^tmetol- 
Ufc^n @ubftan}en finb eine 9leil^ k>on SIementea enftetft koorben: 
1801 unb 1802 badXantalumburd^f^atTd^ett unbSteberg, 1803 
bad ^aOobium unb 1804 bad 9i^bium burd^ SSollafion, 1804 bad 
Odmium unb dinbium burc^ Smit^fon Xennant unb Sollet« 
3)edcottU, 1811 bai» 3ob bon'Courtoid, 1817 bad Sitlfion bon 
Slrfbebfon unb bad ®elen bon Sergelittd, 1818 bad (Sobmium 
\>on Stromel^er (mit i^m ^ermann, äReilner unb ftarften), 
1825 bie %S)Oüexie bon 9er)eliud, 1826 bad 9rom t)mi Salaxb, 
1880 bad Sanabium bon 6efftröm (bei 9tio 1801), 1838 bad 
Sant^an unb 1843 bad 3)ib)^m, Srbium unb Xerbiunt bon äRof anber, 
1^44 bad. Stut^emum bon (Slaud unb 1845 bad Kiobium bon ®. 9tpf e. 
^m Saläre 1860 ftnb auf gatq eigentl^mlid^em SSege, burd^ bie Sjpcctral^ 
ana(vfe, bad S&ftum unb äiubibium bim Sunfen unb Aird^^off 
aufgefunben toorben. 2)ie d^emifd^anol^tifd^ O))eratio]ien erretten 

tt^efentlid^e Srtoeiterungen unb SBerbeffetungen unb bie Suffd^te^ungd« 

* 

met^oben für bie ja^Ireic^en Silicate, toelc^ ein äCSali enthalten unb 
unmittelbar bon Sauren. nic^t serfe^t ioerben, burd^ S. 9lofe b. j. 
(1802) mit fal))eterfaurem »ar^t unb bon Serje^Hud (1823) mit 
t^IuBföure, ftnb gunac^ft ^ier ju nennen. SSon befonberem aSkrt^ 
für bie Stineralogie toaren aber bie ja^Ireid^ arbeiten, loeld^ mit 
bem Söt^ro^e Jür bie quaßtatibe äual^Je borgenommen tmirben unb 
fyd fi* l^ier borjüglid^. «eraeli ud berbient gemad^t, femer Sfud^d, 



UOemiä. 381 

nttt^fon, Zitmer, 6l^t. (Smtlin, ^atlort, statiner unb 
i* finaO^aiSs tiHb anbcrn tflnftlid^ ®eH&fm, (^are, 3- 91^ Vornan n, 
I orte unb Xl^. Sd^eeret. 

f^ffit bie quontttalbe 3RmemIanarvfe fyii 9er)eltud eine toett 
^ i9erbmtenbe Gd^ule gegtfinbet/ unb er ivar e9 au^, toeU^ev bie 
emifd^e ^roportiontfe^ au^btlbete unb auf bie Stinerafmifd^gen 
xMenbete. SHe mtnerologtfd^en unb d^ifd^ Formeln {tnb ebenfalls 
>vi i^ au^egangen. 

5Die SoTtfi^tle ber Jli1^flaaogra))l^e unb ber d^emifd^ VxtcAifit 
rranlagten )a^Tri(^e nnterfud^ungen übet bad SSeri^Ihtig eined gefetf< 
c^en 3ufanimeh^0e9 ber SRtfc^ung mit ber gftnrm unb fiber bie 
Irfüd^ getoiffer. Sd^toanlungen ber Slifc^ung bei fDnftiger gleicher 
bet fe^ fi^Itd^ »ef^ffen^t ber betreffenben TOineraliem ?Diefe 
Liiterfuc^ungen füllen }ur 6rfenntni| bed t)on gut^d fogenannten 
$tcarirend (1815) unb jür 2e^ be« 3foniorj)l^iÄniu«, toeld^e 
on Wlxi]d)ttlxdt (1819) -begrfinbet tourbe/ ^e ©rf^^einung aber, 
a^ neben ben ifomor))^ SRifd^ungen bon analoger 3uf<(nYmenfe|ung 
mdf eine 9lei^ ifontor^^ SRif dangen bon nic^t analoger, oft gan) 
erfd^iebenarüger, SonfHtution erfannt hmrbe, gab S^eranlaffung )u 
S^eerer'« X^eorie einer ^ol^w^tte (1846), gu ^ermann*« 
peteromerie (1848) unb gu ben Xl^eorien ber Ätomtoolume Don 
;to))}> (1841) ftnb 3)ana (1850). — 2>ie Sebingungen bed ^\om9ti 
>^iiSniU!B ftnb fej^r mannigfad^ inter)^rt unb bie frfi^ bestimmten 
Srfinjen oDm&^Iig bertmf^t toorben, o^ne ba^ fibrigend für bie neuen 
Hnft(^ten: eine gan) ge|U^e ®runblage anguerlennen tofire. 

Sie 6l}flematil,i )ur 3^t ffir bie fRineralogie toeniger toii^g 
n>egen ber ©rut^tnrung unb Slei^ng ber &petiH, aü toegen ber 
(JfounbfätKi bie bobei fiber bad il^rer SBiiffenfc^ft 3ugel^örige ober 
9%id^t)ugel^9rige enttoidtelt toerben mfiffen, geigt, tine fd^on im borigen 
^o^^nbert, nur ^ficifer unb me^ unterftü^, bie rein c^emif«^, 

< 2)ie 9{omcnfI«tnr betreffenb Mnoetfen »ir anf ben Xrtifel unb er« 
»a^nen nur, bog bie f|>edf(f(!^ Sbmenflatiir gur 3<it oUtoemein ben 9or)ug 
D^ einer fi^flematifi^n er^Iten ^t 



389 III. Son 1800 bt« 1860. 

eine i)0Quadt9eife )>^tf(l^e unb eise gemiffl^te äHiii^iig, nit t>-T 

• 

man bad @tubium borjeul^n^ unb ben 9e9tiff uon S^Kdee k^ i-' 
loiD. 3)te d^ifd^ Slid^tung ift t^orjfiglid^ Don. SerteliuS s»a:i.7 
unb bem SRinemlft^ftem eine eleltroc^ifc^e ©runbloge geg^cn tKttz 
bie ))^fif(i^e 9ü4|tung i^t SRo^d aU bie einzig bext^ügU aüaxt z 
.ftc^fkOtfotion, ^rte unb ft^ecififd^ (Sekuic^t al^ btc «Oout^tHci: 
)uv Seftimmung ber @)^ed geltenb }U mad^ gefacht; bie gcnnic. 
äUd^iung l^ben, für bie eigentlid^e Slaffiftcatton ber c^onifi^ rr 
übertoiegenbenSntJ^iljuerlennenb, Slaumann, gfuc^»u.fi.br:^ 
2)iefe gemif^te SRid^tung ift t&, toelc^e yam %tü\axR€u ber £r*. 
fd^ft mt\jft unb mel^ Soben getoinnt unb einen erfreultd^ 9f:.i ' 
bie 3ulunft ber aRineroIogie getoä^ 3Ran ^t bie Sto^c^x:: 
cit)ien, leiber ^t nod^ einer 9iei^e bon S^^ren, atd ungenugoi^ c 
ni^t giltig begrünbet edannt unb fomit ber c^entifc^en SubfUn^ f:i. 
bie i^r 3Befen nur tl^eiltDeife in ben @igenf(^ften Don Jlrv^narr 
^rte, ft)ecififd^ed ®eh)id^t k. auöf))rid^t, bie noturgemage SKch:.^ 
^ugeftanben unb bie gebül^renbe Sead^ng gefd^ft.. i,2)nin tDohl: 
fagt9taumann, h>enn irgenb ettoad )ur S^aralterifirung berätst, 
eined unorganifd^en Jtör^erd gel^drt, fo ftnb ed feine d^ennick ö 
fammenfe^ng unb feine tarid^tigeren d^if^ äleaciionen. 2)te 9icr 
logie, ald Staturgefc^id^e ber SRineralien, i^t eine 3>arfltDttBg rr 
felben nad^ allen i^ren @igenf(^aften )U geben, wak> borf alir r*> 
d^e^ifd^en @igenfd^aften nimmermehr aU SQotria bei Seite kit 
S)ie gegent^Iige 9(nftd^t berul^t entioeber fiuf einer unrid^tiga $r 
fteBung bon ber Aufgabe ber SRoiurgefd^id^te ober auf einer ir: 
gon) naturgemfi|en ^araDelifirung ber Stineralien mit ben Mnc* 
Organismen/' 



n. 



<5ef(l|t(l|te 



ber 



Wlmxal%mn%tn {^ftüt9% 



$on 1650 bis 1860. 



<Sefd)t4)te ber üttneralgalttmgen (Bptäti), 

Son 1650 ii» 1860. 

(Sine gntauere Untnrfc^etbung ber fi^nlid^en 3RtneraIf))ecvd be* 
innt ftfi mit SBerner unb ^a\i\f, unb bon Irl;{lairogTa))^fd^ 
5ctte mit ber 9Ro|^d*f(^en Schule; bie eiactere Seftimmung aber mit 
er Suebilbung ber anal^tifc^en Chemie fett AIat)tot^; burc^ fte 
mrbe ebenfo eine Steige neuer @t)ecied fennen gelehrt, ald aud^ Don 
telen befannten barget^n, bag {ie nur aU SSarietäten )U betrachten 
rt»en. 3e nac^ ber inbiütbueOen älnfti^t über bie ^efentlid^Ieit einer 
rtannten 2)ifferen) tüurben, ebenfo burd^ bie Seiler, aU burd^ 
ie ftr^fiaDogra^ben , 6t)ecied a(d neu aufgefteOt, toeU^ oft balb 
lieber t>erfd^hH»nben unb )um ©etoinne ber äBtffenfc^aft f^mrlod t>er- 
iitounben tofiren, Ratten fte nid^t i^ren Stamen jurücfgelaffen, ber 
ann an feine Sertoanbten ft(^ an^fingenb, erft nac^ langen 3^^^^ 
nbhc^ getilgt unb t)ergeffen tourbe. ^efe tlebelflfinbe toieber^olen ^ 
ic^ forttoäbrenb unb loerben aud^ niemals t)erf(^toinben, benn abge^ 
eben t)on leid^tflnnig ober ungefc^idtt angefteUtenr Unterfud^ungen, 
Deld'e bei ber großen Stenge tl^(ne^menber f^orfc^r nid^t fehlen 
onnen, geben aud^ mand^ anbete, toel(^ bon bef&^igten unb ge« 
Dt{)cn^ften 9eobad^tem geführt toerben, un^Itbore Seitr&ge, toeti 
te auf ®runb unrichtiger 3)eutung gebenb gemad^t toerben. 5Da)u 



386 &(^\dfte ber SRinetalgattungett. 

fommt, \>ai bie Seltenl^eit geiotffet SRinerolten eine iiiek{ei%Ilsr 
fud^ung nid^t julägt unb ba| oft gro|e Sd^toterigtettm 6(f^tT. . 
Beurtl^eikn , ob man reinem unb ttn)erfe(ted SRoterid i»or {kl ^:: 
benn biele ®))ecied, bie ald neu belannt gemacht toutben, bote^' 
f^ter ald gemengt ober t^eUtpeife ierfe^t erfoiefen. XoS SoLir^ 
a(d (Sntbeder ))on 3to\>xtattn genannt ju ioerben , liefert ani ro: 
unreife ^c^t unb ertoerben ftd^ btejenigen befonbere SeiMmpt, tvi* 
bie 3RiÜ)c ber 9let)ifion nic^t fd^uen unb bergCeid^ einer toi^el: 
Unterfud^ung unterioerfen. @o toed^fe(t ein beft&nbigeiS Zxvmi j 
Sinigen unb toenn aud^ bie Sifte )toeifel^after @^ecied jeittodje c: 
nel^men fd^eint, fo toerben bod^ bie Südkn Utlb ioieber osigru 
3)te (^ortfd^ritte ber ^orfc^ung erfennt man gIei<^tüol^ an ba ?^ 
rung ber St'^cie^, todäftn eine SSefentlid^Ieit jugef^nnMl^ s^- 
mu^. Sei SSerner betrug il^re 3^^^ int ^aJ^re 1817 (noi £ 
berienigen bie nur afö Sorietaten gelten lönnen) ettoa 225, y^' 
io&rtig ftnb über 700 (bie toenig unterfud^en ni<^t mitgeratec • 
lannt. ^d^ l^abe fte fttr bie l^iftorifd^e 8e{t»red^iing in mij^d'i 
®nit)t>^n gebrad^t: 

« 

I. ®ru))))en ber nid^tmetallifd^en SRineralien. 

«ol^Ienfkoff. 

Sd^toefeL 

Selen. 

S^uor s SSerbinbungen« 

S^lor ' Serbinbungen* 

@al))eterfaure SSerbinbungen. 

fio^lenfaure Serbinbungen. 

Dl^e SBäffer. 

ä8U SSaffer. 
@d^t9efelfaure JBerbinbungem 

Ol^ne aOiaffer. 

aRU aOBaffer* 



Q^ni^V«^ bfc metttUifc^ aMnevalien. 387 

'$>f^o^pf)9xianxt Setbinbungen. 
Dl^ne äSaffer. 

Sorfaure SJerbinbungcn. 
JttffelerW tinb Jti^fc(faure Serbinbungen. 
D^ne aSJaffet. 
9tit X^onerbe. 
O^ne X^onerbe. 
SRit 3Saner. 
3Rxt X^onerbe. 
O^ne X^onerbe. 
itiefelfaure Serbtnbungen mit f$(uor'9Serbtnbungen. 
n , n ft 6^(or> Serbinbungen. 

t, Sd^ioefelfauren Serbinbungen. 
,, Sorfauren Serbinbungen. 
2^onerbe unb X^onfaure Serbinbungen. 
6id unb ^^brate. 

II. ®ru^))en ber metallifd^en SRineralten. 



n n 



arfenü. 


Silber. 


Sntimon. 


itut)fer. 


2:eaur. 


Uran. 


Slolvbbän. 


aSi^mut^. 


SBolfram. 


3inn. 


Xdntal. 9liob. 3>ian. 


»rei. 


Xitan. 


3tnl. 


S^ront 


Sabmium. 


®oIb. 


SttdeL 


Sribtum. Osmium. 


itobab. 


$Iatin. 


(Sifen. 


^aOabium. 


SRangan. 


Ouedftiber. 


Ger. Sant^n. 



Serbinbungen mit organifc^ @fiuren. 



388 I* ®rut)t)fn het ni^tmttaUi^tn DIHnfnilifn. 

Sei ben einjelnen @))ecie$ ift auf t^re (SntbcAtng mb 9kz 
mung im -äHIgemeinen StücFftd^t genommen fa>orben, in (SiodBitr: 
etnjugel^en erlaubten bie t^orgefc^riebenen ®ron^ be^ Subn ^. 
^a über bie d^ifd^en Formeln bei^ einer großen Sttjabl toen&e:^ 
bie Meinungen fe^r üerfd^ieben ftnb, fo tvurben geta>5^nGi mr ^ 
aiefultate ber Sfnal^fen, fDtoeit fte für bie ©cfd^ic^te -ber SSfe^r ; 
t)on Sntereffe fe^n fonnten, angcfü^ unb bte SRifc^unglöeitöa? 
beigefügt, h)el<^e gegenn)ärtig ate bte normalen angefeben tKttz ! 
Sie n>i(^tigeren @)>ecied n>urben natürlid^ audffi^Itc^ iAaiitä i: 
bie toeniger toic^tigen ober toeniger gefannten. ^ftr ^pccUi, M* ' 
3Sorfommen ein fe^r Verbreitetet ift , finb feine ^nborte amr, 
ober nur foU^e, toeld^e für befonberd au^ejeic^nete Sanetäfts > ^ 
merlen^ioert^. ^ie t>or}ügIi^ benu|ten Duellen ftnb im Sortrci: ^ 
erften %f}dk^ f^wielT angezeigt. 



I. ®rn)itiea ber mi^tmetaHtfc^eii Wntiälitn. 

Diamant. 2:)ie Jtr^ftaOifation bed 3)iamant§ l^ben 9rr. 
SBalleriuS u. a. in ber SBeife alteret gforfc^er bef^rieben, fi^^- 
feine S}>altbar!eit., $ftrte, fpecipfd^e« ©etoic^t, $bo«J>^orefcfm ^-:^ 
Seftral^^Iung unb fein«; ßlectricitfit ttlannt — 9lom6 bt 1*3*'^'-'- 
$au^ bestimmten bie Är^ftalKfation genauer, geben ba« fyi^^^- 
taeber an 'unb ertoäl^men be« ^emiebrif^en ©^arafterö ber gormoL - 
Seiner Subftanj nad^ l^ielt man il^n längere Qeii für etnm i^- 
artigen Stein toie ben Sergfr^ftall, * bid man ftc^ bur^ bol J^' 
l^alten im i^euer überzeugte, ba^ er ein t)erbrennlid^ Stitpc^ ''^ 
Sine jiemßc^ audfü^rlii^e ©efd^id^te biefed meritpürbigen 9&ßni 
giebt SKaquer in feinem Dictionnaire deChymie (1778), €w- 

1 2)a6 biefe« niti^t ber gatt fei, geigt« ©ergman« 1777, unb lula- 
Diamant eine befonbere (Srbe an, bie er Sbelerbe, terra nobitis^ uc:- 



ür bte (Sntbe(fun0 ber ©uBftan^ M 2)iamantö befonbere d i^ntcrcffe. 
Der erfte, YoeU^n barüber entf(^eibenbe ^tpmmtnU \>exanla^c, toar 
>er ®roMeT)O0 l»on %oilana, Sodmud III. 6r lie^ fie burc^ 
H t>erani unb Sargtont in ben ^afyctn 1694 tinb 1695 }u Floren) 
mfieOen. 3Ran gebraud^ einen SrennffJtegel (miroir ardent) itnb 
7eoba^iä<, ba| ber ^antant burd^ bie ^ift gerftört iourbe. Qpattt 
lieS gfran) Stienne toon Sorraine, nad^nmld Aaifer ^tani^ I. 
>tcfe Serfud^e in SEBien mit Xntoenbung t>on Ofenfeuer n>ieber^o(en 
Ltnb erl^ielt biefelben SlefuUatc. 9)ie S^miler glaubten aber nid^t 
Daran bid b'Xrcet, ^rofeffor^ ber €^ie am Idniglii^en ^nftitu^ in 
ißarid mit bem ®rafen Sauraguaid o^Iid^e Serfud^e in ^orceOandfen 
anfteOte unb mehrere ^Diamanten babei berf d^koanben , obkoo^I er 
einige in Heine Äugeln Don ^oreeOanmaffe fe^r too^I eingefc^Ioffen 
batte. 9{un begann man ber au^orbentlid^en Srfd^nung äbifmerl« 
famleit gujutoenben unb balb nac^^er qr^mentirten Sl'aquer unb 
® obefrov be Silletaneuf e barnber unb am ^6. guli 1771 festen 
fte einen fehlerfreien SriDant in SRaquerd fiaboratorium bem ^euer 
aud. b'9(rcet, Stouelle unb mehrere anbere $erfonen mo^nten 
bem Serfud^ bei. S)er ^amant tonirbe auf einer feuerfeflen Stap\d 
in einer 9BuffeI er^i^i Ütad^ 20 SRinuten ftarlen ^erd beobad^ete 
man um i|^n eine SIrt bon leuc^tenber $ttOe ; nac^ n^eitem SO 3Rinuten 
tooDte man i^n abermald beobo^ten, aß man aber bie RcCp\d aud 
ber SRuffel ^erborjog toar ber 2)iamant bereite t)oDftfinbig unb \pwcUA 
t>erf(^tounben. 

SU^nlid^ SSerfud^ fteOtcn herauf b*9(rcet unb 9loueUe an 
unb einr ja^reic^ ®efellf(^ft, jum Z^ ^«(^efitellter $erfonen, 
fanb fi(^ babei ein, benn bad Sntereffe ber ®ele^en t^te ft(^ 
bem gangen $ub(iotm * mit. 2)er (Erfolg timr berfetbe, bie 3)iamanten 
toerfd^toanben unb bicfed fd^ien ald X^ad^ fefi^u^e^, l9enn man 
aud^ nid^t n)u|te, toad babei borge^. ®Ietd^too^I gab ed eineAIaffe 
t>on Seuten, totUfc bad factum läugneten, toenigftend in fofeme, ba^ 
bad goter nid^t unter aOen ttmflAnben ben 2>iamant gerfidre. €d 
untren ^^utoeliere unb 3)iamanten^nb(er, fi9elä)t bel^t'^eten, bag fie 



390 I- ®ni^m l>on nid^rto&ifc^m SKnccttltcs. 

diamanten in Ao^Ientmtoer gehörig dn^epadt dftert ein« ki: 
gfeuer ptA^tgAm Jetten, um \U t>i>n getariffcn ^kdoL }b icxr 
unb baj$ bic ©tdne babei t^oQIominen etfydttn toorben fdm. e- 
berühmter Sutoelier, Se Slanc, erbot fx^ Bei (Mt^nbA r-. 
neuen Setfud^, toeld^en 9toueI(e anffellie, einen Sionffity 
^er ju übergeben, koeU^n er nai) feiner SSBetfe eingef^irfies h 
unb man getD&^e i^m gerne. @r padk ben SHamont m ra ' 
meng bon Jtreibe unb ltol^Ien))uber in einen feuerfeflen Zirgti n 
fteSte biefen neben bie Stap\tln mit ätouelle'd 2)iamaiitnL 5^ 
einem ftorfen treuer Don brei @tunben toax Don (enteren ^ioKrs: 
einer gän)lid^, bie anbem gro^ ^OfdÜ Oerfd^unben. X^ i^ 
Se 9[anc feinen Siegel^ unb^ aU er i^n nac^ bem Silaltn«- 
brod^en unb mit anbem ^un^elieren nad^ bem Stein im ^rnion t&r- 
f setgte ftd^ btefer ^u il^rem gro^ (Srflaunen tane gum Znan)^ - 
(Selel^rten ebenfaOd berfd^nben. Se Slanc gog ft<9 bm4 ^^ 
gemeine $5nbdlatf(^en etioad bertinrrt aber fcineStoegd fibeqeiuit vc^ 
unb in ber Zfyit bauerte ber Xrium})^ ber Xtabemüer m<^ 1^- 
benn bei einer a^nttd^ ®elegen^ett, n)o Saboifter bir &^^ 
leitete, übergab ein anberer Sutvefier, 9RaiI(arb, «aveeoDa^' 
fagt Saboifter, vraimeDt digne de la reoonnaiBsance des Si^ 
brei ^Diamanten ben S^rturen ber @f|e. ®r l^tte fie luu^ 'r' 
Sßeife in Jto^Ien))uIbei in einen irbenen $feifenIot>f etng()w!t r. 
biefen in einen mit ^nb, ber in €aI)iiKiffer getrfinlt tpor, gr^-' 
unb mit Jtreibe belegten anbem Siegel eingefc^Ioffen. Stan ^ " 
k^ierflünbiged, fel^ ^eftiged %^uet, toeld^ i^W <^^^ f<M '^' 
ertoeid^te. Staquer hntr fo -überjeugt, bag babet bie Tm:^' 
berfd^n>unben feVen, ba| er, ate SRaidarb ben 33egel 9fNr. ^ 
)urief , er möge feinen ^amant lieber im Stuge hei Statmia »^ 
9lber n^elc^' ein Stounm ergriff aSe @egentx)firtigen , o(d fic ^^ 
^amanten aai i^rer SertHtdFung o^ne aDe Serfinberung ^eit^rmi^ 
fal^n. @ie litten au^ an Setanc^t nic^td «verloren. 6« W^ ^ 
lein 3^f^I ^^t, bd| bad Serfc^tannben bed ^amontt in ?'-' 
nur unter bem Zutritt bet'Suft ftattfinbe unb eine liKil^ 8fifaff^ 



Äo^lfiiM. 391 

1^. ®Iei(l^n>o^ tDurbe ber Serfud^ mit SRaiDarbd SettMcfung nnfber« 

;>It unb bad ^eftigfte ^er M ^orceDanofend 24 Gtunben lan^ )ttm 

brennen angetoenbet. S)ad Stefultat toax a£ct baffelbe. SRitouarb 

mb Sabei fteOten ttmtere^erfud^e biefet Sri an, iDelc^e nid^t anberd 

Ludfieleii. 3tel^m ®ek^e hielten bad Serfc^ta^nben für eine S3er> 

lüd^ttgung, anbere ffir ein B^^^uben in Keinen ©füttern u. bergl. 

Um bieräbet Xufft^tu^ }u er^Iten, t)ereintgien fid^ bie Xfobe« 

mler 6abet, Sriffon, 'Sal^oifier unb SRaquer unb [teilten bie 

iEktbreminn0dt>erfui^e bun^ ein Xfc^tml^fifd^d Stennglad an. 3)tefe9 

berühmte ®Iad f^at SS 3oS 3>ur(^meffer unb 12 %ni Stenntbette; 

aud^ bebtenten fie ftd^ eined mit 2:eT))entin5l geffiOten ^ol^Iglafe« bon 

Serniered, beffen linfenfihrmiger innerer 3laum bei einet IDxit t>on 

G 300 5 Sinien einen S>un^effet Don 4 ^ft fyittt (®e^Ier). fXan 

brachte bie ^amanten ntntet &la^loitn unb fonnte f o ben Sorgang 

genau beobad^ten. ^bei jeigte fti^ bie iniereffante Srfd^nung, ba^ 

bie DberflSd^e bAr @teine bon 3^ V^ 3^i ^inen fd^tüfirjlid^n Xnflug 

(cmtt^ Sltißt) erl^ielt, ber toiebet berfi^tiHmb. 6d fonnte feine 

€(^me(}ung ioa^genommen loetben. 9Ran bemerfte fd^on bamald, 

ba| bie £uft na^ bem Serbrennen unb bad Spettioo^et ber ®Io(fen 

^njugebrai^te« ftaChKiffer trübte unb ein mit SAuren braufenbed 

^racitntat abfegte unb fanb bun^ Dergleid^be Serfud^e, ba| ftc^ ber 

2)iamant ^ani ä^Iid^ toie itoJ^b D^^elt. 3)te ^bentitfit tamrbe f))ater 

au|er S^o^M 0^^ ^^ 6mtt|fon ^^enn'ant, toeld^ (1796) 

geigte, baS gleiche ®etot(^te Don fto^Ie unb Diamant, mit Salf^eler 

oil^birt, gleid^e Stenge fto^Ienffiure gaben, burc^ ©u^ton be 9Ror* 

Deau (1799), toelc^ 6(^miebetfen burd^ Diamant in Gta^I beitoam 

bette, bur^ Stafenjie (1800), Xllen unb $e))V^ (1S07), Z)ai»V 

(1814) u. 0. SUd ein intereffante« Orgebnife tanffenft^ftli^ Speea* 

lation ifl an^ufü^ren, ba| 9leta)ton f(^n 1675 aud ber ftaiten 

@tra^Ienbre<^ng bed Diamant« ben &^Iu^ )og, ba^ er ein berbrenn« 

VtS/e^ Kikptt fd^n mfiffe. 

D^geac^iet Sern er bie Crgebniffe ber d^ifi^ Serfw^ Dor 
jtd^ ^tte, tonnte er fU^ bod^ nic^t entfd^e^en, ben Diamant in bte 



392 I- €^rut))>en ht% nidj^tmctaBt^en SRinnaUnu 

Stetig hm SomhifiibtKen gu fe^n , bie }fy\ffi^d^ (Stgenfd^ften fcfnenen 

Vititv bie (Sntflel^ung bed 2)iamaiitd ftnb maiu^erki ^'i^potf^tn 
aufgefieDt morben. 9(ud friner Ii(^t))i)Iariftrenben ßtgenfd^ft, bon 
Seinen SuftUafen im 3nnem OeranIa|t, fc^IoB »retpftcr (1820, 1883), 
ba^ ber 3>iamant tme bet Sernftein mi bem ^flongenveic^ abftamme. 
ätel^nlid^et 9(n{td^t koaren ^antefon, $e|^oIbt u. a. SDag et aud 
£dfungen t>ou S^btlo^Ienftoff, aud^ Jtol^lenfaure^ln^ftalliftrt feV, ^eii 
9(. S^bre, 3De))iIte, Simmlet u. a. angebeutet. ^ S)ie monnid^ 
faltigen SSerfuc^, toeU^e aule|t \>m %>t^pxc1i (1853) angefteDt 
tDurben, um SHamanten {unft(i4i^ gu mai^en, ftnb tl^ß gang mift- 
glüdt, a^li f^abm fie )u feinem erl^blid^en Slefultote geführt — ^e 
älteften befannten £agerft&tten bet*2)iamanten finb bie inbifd^, in 
®oIIonba unb Sunbelf ^unb ; . bie brafUianifd^en fmb feit 1727 belonnt. 
S)ie fritl^er ate 6t)ielmarlen gebtaud^ten beim ^olbtoafd^ gefunbenen 
Steinc^ea mürben bamaId.t)on einem Oekool^ner be« ©erro bo gfno, 
Stamend S9emarbino ^onfeca Sobo, ald 2)iamanten guerft erZoimt 
St btad^te eine SRenge batwn nad^ ^(iottugol ium SBedauf, toobuc^ 
bie älttfmetlfamleit bet Slegierung auf ben. neuen gfunbotl, benn )0ot« 
l^er i^atte man nut inbifd^e 3)iamanten gelonnt, geleitet toutbe. 3» 
3a^t 1730 toutben bann bie btafUianifd^n SHamanten ald ätegofe 
etlUtt. — 3)et (Sefammtetttog allet 2>iamantbe)itle StafUliend (äSina^ 
@etae^, ^Ratt^^o^, S9al^ia) an to(»en diamanten toritb bid ium 
^afyc 1850 auf mel^ aU 10 SliSionen Aatat,. im äSiett^ t^on 
105Va äRiSionen X^Ietn an^efd^Iagen. . 3^t IBetorid^t beträgt 44 
(Sentnet , unb gefd^ßffen toürben . fte 'auf eine l^e SRiOarbe gu 
fd^en fe^n. ' 

3m Ural ftnb diamanten im 3<t^t 1829 entbedtt koorben, noc^ 
bem Sllesanbet ^. ^umbolbt unb frü^ fd^on Sngell^atbt unb 
SRam^fd^^to il^t m5glid^ed Sotlommen nad^ ber geognoftifd^ 9(na« 
logie bed Sobend mit bem bon Sraftlien angebeutet i^otten. S9id ^vm 
3a^re 1848 foDen aber nut 71 Stttde gefunben tootben fe^n. 

3n Stotbcarolina towAtn Am 3^^ 1B47 SDiamanten en&edt 



5ti)l^{enfto{f. . 303 

ßrofeffot @^(t)arb f^att^ f(^on im J^a^r )844 aud. bem i9on i^m 
tac^getoiefenm SBorlommen btd i^iafoluimtd (ber 2)tamatiten be^er« 
^ergenben ^^eldart SrafUiend) an mehreren fünften ber ®olbregionen 
>cr SSereinigten Biaatm bie SBol^rfd^nlic^Ieit fold^en Sorlommend 
yon S^tomanten audgef^nrod^en. Sonteo liefert ebenfaQd SKamonten 
anb i{l t>on ba ber berbe fi^toarje Diamant (mit Sinfd^lu^ ton 
amor)>^er ito^Ie) t)on 3)iarb (1844) mitgebrcu^ unb auf 9kranlaffung 
oer iSabemie in $arid i9on 9t i bot unterfui^t toorben. ®r .ift bann 
aui^ in 9a^a gefunben toorben unb Ummt im ^nbel unter bem 
Flamen* Sarbonat toor. 

. 3)te »rfiber Stogerd ^ben (1847 unb 1860) ben SHamant 
mitteljl @alt)eterffiure,unb ioppdt d^romfaurem ftali ost^birt unb auö 
ber in Siebigö Jtaßa)itHirat aufgefattgenen ^lenffiure ben Ao^Ienfioff 
befttmmi 

(Eine audffi^lid^ Qkfd^id^e berfl^mter S)iamanten giebt jUuge'd 
^anbbud^ ber (Sbelfteinbmbe, ^er mag boriiber nur Stad^fte^enbeS 
aiigefü^ tperben. 

3)er grö^ belannte 3)iamant ift ber bei^ 9labfd^ bon SRottan 
ouf Someo. Sr V^t eine birnenförmige ®e{lalt, ift bom reinften 
aSaffer unb toiegt 367 Aarat (72 Aarat = 1 Sotb lölnifd^). Se* 
rü^mter aber ift ber ftol^M>noor> Serg bei^ Sid^d, e^aU im 
Sefit^ bed ®rotnu>gutt in Sel^, ]e^ im Aronfd^ft bon Qnglanb. 
Seine frfi^e ®efd^i(^ berliert ftd^ in ber @agen}eit 3nbien9, im 
3a^re 1804 lam er in ben ei^H ton 3)el^i unb blieb bafelbft bid 
er bem crobemben Xatorenfürften 9tabir«€(^]^ im 3a^re.l739 jufiel, 
ber i^n noc^ jtboraffan brad^te. 3m ^al^x 1813 tamrbe ber i^n be« 
ft^be @c^^ @<^uia ton 9lunbfd^it'@ing^ jur Xbtretung be# Steint 
ge)lmingen unb lam biefer, in ein Xrmbanb gefaxt, unter bie firon« 
iutoelen ton £a^ore. Unter S)alib * @ingb toat ein englifd^ 9le|tbent 
nebjt Xrtt|>t)cn tn £a^ore floliomrt tomrben. 3n Sfolge ber (Em)>drung 
jtoeiir 9iegtmenter ber €il^tru|>))en tonirben bie itronjutDelen oU Seitle 
ber engBf«^ Zrs)))mi erüfirt unb 18ÖQ ber Jlo^>noor ber ilftntgtn 
ton Snglonb *überbra(^ (b tDog bomott 186Vi« ^^Arat unb toar 



394 I« ®ni^)>m bcr ni<l^tmftaO(ifdi^fn 9ltneraKen. 

nur )um X^l unb untegelm&^ig gefd^Iiffen; Sm ^a^r 1852 er^U 
er in Xmfterbam ben SriDanlfd^mtt, ioobürd^ fein ®rh>i<^ auf 
106 Vi 6 ftarat rebuctrt tourbe. 

Xnbere berfil^te 2>iamanten finb; ber ^Orloto* ober „^mfief 
bamer« Diamant'' ^on 194^4 Hdxai int rufftfd^en Sietd^dfcet^ter; ber 
„^xH" pber „Slegent" im franjöfifa^en Änmfdjatf, t>on IS6V4 Äaiot, 
iDoDIommen an StlaxffÄt urfb €d^5n^eit bed @<^Iiffed; ber „^loren» 
tiner" ober ^S^odcaner'^ im dfterreic^ifi^en Sd^a^, bon 139V2 Aarat; 
ber irSoncV" bon 53 V2 ^^^<^^ im S^t|e bed 5latferd bon 9lu^nb. 
ätOe biefe berül^mten Steine ftnb oftinbif(^n Urf))runed. 3n Srafifien 
h)urbe }u Sogogem (SRinad ®erae9) int l^a^re 1853 ein 2>iamant 
Don 254 Statut gefunben. ®r ^t ,,ber Stern bed @fiben^/ tfl 
l^oIRonnnen rein, n>iegt gef^eniofirttg; nac^ bem €d^eifen 125 Jtarai — 
Serfll. $anbbu(l^ ber Sbe(ßein!unbe bon ft. @. JKuge. Sei^jig. 1860. 
— 9Iu^eget(^ete SHamanten, oln>o^I toeniger berühmt old bie ang^ 
fü^en, finben fid^ mel^rere im Sd^aft bon Snglanb, grdnfcei^ 
Sod^fen, Sofern k. — 3)a« ©d^leifen be« SHaraantö mit feinem 
eigenen $ulber tourbe erft 1456 t>on Subn^ig bon Serquem aud 
Srügge in f^(anbem erfunben, Siamanient)o(irer aber gab ed f(^on 
1385 )tt 9tümb«:g. 3)ie erften S>iamanten' in ber SriHantform Iie§ 
ber jtarbinal Stajarin um 1650 fi^Ieifen. 

^er 9lame 3>iamant ftammt bom griei^ifd^ aSdfiagy ber ^r- 
tefte ©tal^I ober Äörjw. 

•rt^it bon /(^flr?)^<t') fd^reiben, H>egenbed abfärbend. Steigblei, 
}um X^eil Plumbago. SSurbe lange mit SRol^bbSnit berioed^felt unb 
für ein bleihaltige« SRtneral gelten. Gd^eele jeigte juerft 1779, 
tat ber ^tapf/it beim Serbrennen mit Balpettt faft gan} in Ao^Ien« 
f&ure ftd^ bertoanble. 3>en eifen^ltigen ^ielt man ffir ein Sifen« 
carbüret, bo(^ geigte Jlarften u. a., \>a% bad @ifen al9 Off^ ent» 
leiten fel^. 9}ie reineren äJarietäten bon (^lan , 93ünftebe( k. emnefen 
ftd^ nac^ bem Xnab^fen bon ^rij^fd^e, %u^^, $rinfe)) M)efentrt(^ 
cl9 Jto^Ienftoff. 2)ie JtrVftaDifotion imrb geto^^Iici^ afö l^e^agonal 
genommen (bergl jtenngott in ben€i|ung«b. berSßiener SRabemie 



e<fctoff«f. 395 

^54) ; a. @. Slotbenff iölb gtebt fk bon ben Sarietätm bon @rdbv 
ftb Stotgaarb in ^x^a^ ate Qinor^ombifd^ an (1855), ^uc^d ^ielt 
e Jtil^ftalle }um X^eil für $feubonu)rt>^ofen bon )erfe4tem fto^len« 
fen, gab aber julef^ bte Set^t^it berfelben )U. 

5Dfr beri^mtefle ^nbort für feinen, )u 6<l^rftbftiften rc ankoenb* 
aren, Qko!pf)xt ifi SonotDbale' in Sumberlanb. äüor ettoa 50 ^a^n 
>urbc bort eine reine SRaffe bon 70,000 $funben geförbert, bad $funb 
m SBert^ bon ungefähr 30 Schillingen. 



e4»cfct« Seit ben Slteßen Seiten befannt. SBallerittd nimmt 

mit ben ^^(ogifiifem an, ba| er ein au^ Sitriolf&ure unb einer 

brennbaren SRaterie )ufammengefe|ter Rik^pet \tif, fagt aber bo<i^ in 

einer feiner Observat.: „Quid impedit quo minus dicamus Bulpbur 

nil aliud esse quam inflammabile conoentratum forma solida aen 

terrestri.** (Syst Mineralog. 1778.) — SMe ftrl^fiaOifatton hmrbe 

^uerfl t)on Storni be T^dle unb ^ul; befümmt. 3Ritf d^erlic^ jetgte 

(1823) bie 2)imort)^ie bed ©c^toefetö, ber au« einer Söfung in 

<S<i^ti)efeCIo^Ienfloff r^ombifd^ unb aud bem S^mel^fbiffe ninor^mbtfd^ 

hvflaDiftrt. jtut)ffer fud^te bie beiberlei ^formen in Sinllang )U 

bringen, (^ogg- 1824. ». II.) 

Xu« einer £9fung in Zerf^entinSI fyit f<^on ^erietier (1801) 
febr regelmäßige itrl^ftaDe bon Sd^toefel, bie (»rimitibe ^V^mtbe, 
ersten. 

2)er Urid^tigfte Bfunbort be« Sd^toefefö ifl Sicilien, toeI(H i^fp^H 

_ _ • 

gegen eine SliOion Gentner liefert. Ueber bie Sertmcfelungen unb 
3Rißftönbe, toeb^ 1840 Vorgerufen tamtben, aU bie nea))oIitamf(^ 
Slegierung einer franjöfifd^ (BefeOfd^ft ba« SRonotwl Ober Xu«« 
beutung unb Skriauf bed ficilianifd^ @<^fetö fiberlteß, f. £eon< 
^rb« 9t. 3a^rb. 1853. p, 280. 



386 I- ®nit)4)en ber nifl^tmdalltf<^ SRmeroltm. 

ÄfUll. 

Wtn, naä) frv^v^Vi bnr 9tonb, benannt t)Dn S3et}eltud foD 
na(^ bei 9t io (1820) ju Sulebrad in Wlej^oo t^orlomnten, ift aber 
(t§ ie|t ntd^t nä^er unterfud^t. @d ift fräßet t^on Sroole 9lioIit 
genannt lüorben. ®aS ©elen tourbe »on »erjeriuö im 3^^^ 181' 
in bem €(^Ianinte entbetft, tüeld^er f\if (ei ber S^brication twn 
€(l[!h)efelfäutc )u ®xip9f}ülm abfegte. — lieber feine SSerbinbunßen 
mit Duedftiber, Silber, aiei 2c. f. biefe aRetafle. 



SUiartt t>on Af^ifirpö^, glänjenb, ftottfic^. SIu§f))at^, ^B« 

3n biefem ^neral entbecfte Sd^eele )uerft bie t^Iu|ffiure im 
3a^r 1771. ffienjel unb Slic^tcr ^aben e« (1783—1785) toeiter 
unterfud^t, bann ft(at)rotl^ mit na^u benfelben Slefultoten toie 
2)at)V unb 99er}eliu§, toonad^' bie reine aRifd^ung = ^uor 48,72, 
6aldum 61,28. 

99ei aBalleriud (1778) l^^t bad 9Riner«[ Fhior in meieren 
€t)eried, bie nac^ ber gfarbe, aud^ twn Sbelfieinen, benannt tourben, 
fo fluores Bmaregdizri, saphirini, amethystiDi, aud^ smaragdus dporius, 
topazias spurius efc. Sie- $^odt)l^ore^en) ioar fd^on frül^ beob« 
ai^Ut toorben, £u %a\i 1736 unb SRarg'graf 1750 ^aben borflber 
gefd^eben; SBallertud ffi^rt ha»on aud^ an: „Cum aqua fort! pul- 
cherrimum exhibent phaenomenon, sub hac cocinra in ipeo menstruo 
phosphorescentes^, aud^ bag )h)ei aneinanbergefi^Iagene 6fü(fe )>^o^ 
^i^oreSciren. Son ben Slineralogen bor aBalleriud tourben bie 
%bxiHp&afe meiftend unter bie lapides gypaoeos geßeOt. dagegen 
mad^t SBallerittd bie richtige Semerlung, ba| bir^uorrd mit bem 
&t}ßi ft^eljen, toad nic^t gefd^e^en fönne,* toenn biefer bon berfelben 
Xrt todre. Sr felbjltoar bor 6d^eele*d <Sntbedhing geneigt, ben 
SIulf^Krtl^ far eine Serbinbung bon JlaR unb Sd^toefel )u ^ten. 

3)ag man mit SIu|f))atl^ unb @(^loefeIfäure in ®Iad a^^en fonn, 



SItior<8nbmbun0fn. 397 

fd^on im 3a^ 1670 bon ^eintic^ Sd^toan^arb in Ütfimberg 
ohadfM toorben. 

3flan ffnnt am 2\paxxi alle l^olorbrifc^en ^u))tfoTmen bed ieffe^ 
leit Svi^emd. ^e getoS^nlic^en f^ormen flnb }uerfi t>on Storni be 
3^1^ unb $auv befiimmt morbfn, anbete t>t>n ^f^xlUp^, ®. 
ofe, ^effenberg, ftenngott k. UeBer bie mitunter eigentl^Üm« 
be f^rbent)ertl^ei(un0 an ben SijxiritfrVftaDen unb i^r 93erfc^n>inben 
tm QHü^en (mit einem ®en)i(^tdberluft hxi ju 0,05 $rocent t>er< 
inben) fi^rieb Aenngott (Sit^ung^brtic^ ber äBieitet Sfabemie 1858), 
Tfelbe ebenba äBet ^nfd^Ififfe in Si^Hiritfr^ftaaen. 

Selannt ffir fd^dne Jtti^aDe ift @nglanb (Sumberlanb, 3)cr6v- 
►ire, 3)et>onf^ire Jc), ©ac^fen (3inntDalb), Stottterg am $arj, 
>d)toarjn)aIb k., bie am fd^^nften t)^o$))l^ore$cirenbe Sarietat, 6^lo- 
ot)^an, ftnbet ftd^ )tt 9lertfd^indl in @iberiea unb ift um 1796 
nxd} ben ^rfüen ®alli}in belannt geworben. ®rottl^u| l^ot 
1815) über biefen Stein 9eoba<^tungen ongefteDf, toeU^e im aDge« 
leinen X^eil, $ertobe III.) mitget^eilt ftnb, ^earfall ^at au^fff^r« 
ic^ fibet bie $l^odt>^oredcen) bed Si^xiritd berichtet (ebenba). 

3w bem fog. jUnlenben tJI«fe* bon SBelfenborf in ber Dbert)foIj 
at <3d^aff^öut( (1844) einen ®e^qlt an unten^l^riger Säure an- 
legeben; Sd^rötter glaubte (1860), bafe er Djon enthalte, ©c^ön* 
»ein jeigte aber (1861), ba| ber ®erä(^ beim Steiben \)vn einer nwm 
>ritten) Stobification bc« ©auerfioff« l^.errü^e, bie er Hntojon nennt. 
»a(^ 3)eteffeer^alt bet bunfel gefdrbte SijKtrit juhmten 0,08 ©tid^ 
toff. aJer bei ben »ergleuten übliche beutfc^e 3lame gluftf |)at^, Slwfc 
leitet ft(^ ab Don bem ®ebraud^e bed 3Rinerafö aU ^luj^mittef bei me^ 
taaurgif(^n arbeiten. 3» fold^em 3iDedFe tourben im ^afyc 1853 Don 
riner ®rube in 2)eDonf^ire nic^t Weniger aU 400 Tonnen Derfauft. 

Xie beruhten SRun^inifc^en Safen, beren. fc^önfte 9(uguftud 
oon Slecanbria mitbrachte, follen Don SifHirit gefertigt getoefen fe^n. 

Z)er Slatof lit, Dom ^Ifigd^en 9iatofIa im ®ouDemement SRoöIau 
benannt Itnb fd^on Don Sol^n anol^fitt, ift nac^ ^ermann (1849) 
ein ®emenge Don iipaxxt mit SRergel unb SiDianii 



398 I* ®nt^^fn bft ni4iinftaIEtf4ett aRtnrralifiL 

Set $rof ot)it, l»Qn npdaionop, 3flaik, t^on @d^eerer (1853), 
Jtem einet $feuboinot))^ofe, t^on SUienbetg in €ad^fen, ift na<i^i9tud^ 
unb 9)ana (1855) ebenfaQi» Zipatü. 

ia^MM, 4)on »p^06 (Sid unb >l/i>oß Stein, toeil et fe^ 
leidet fd^mil)t, toie bad (Sid; fteilid^ eine üBettriebene Setgleid^ung. 
!Det Jttvolit^ tanitbe bon Slbilbgaatb entbeA unb benannt (um 
1800). 2)etfelbe fanb barin f[u|faute X^onetbe. . (St toutbe toeiter 
i9Qn b*2nbtaba unb ftatßen befd^rieben unb. )uetft genauet bon 
Jtla))tot^ anolvfttt, koe(d^et ben Ütattumge^b na(^etmefen ^ 
Siefed methoütbige 9Xtneta( toat bid in bie neuefte 3^t eine nttneta« 
logifd^ @eltenl^eit, toeld^e fe^t t^uet bejol^t tmixbe. @tefecfe ^t 
guetft feine Sagetftätie in ©tönlanb bef<§rieben (1822). Stoc^bemman 
anfing bad Don SB 51^ (et borgefteOte äUumimum ffit bie Xec^nil )u 
geioinnen, ^at man ben ^nbott bed Jttl^oKt^d, toelc^et bagu ben&tt 
toitb, genauer etfotfc^t unb )u ^igtoi unb 9(rtfut>^otb ein 80gfuft 
m&d^tiged £aget Don 300 ^| 9(udbe^nung entbedt, too baö 9RineraI 
nun betgmännifd^ getoonnen unb )u fe^r biHtgen greifen t)etf(mft 
toirb. ©eine SRifd^ung ift ^luot 54,19, aluminium 13,00, Slatrium 
32,81. — 3)ad äOumfnium loftete )nr. Jtilogtamm im Siafyct 1856 
3000 ^ancd, im 3a^t 1859 nur 300 ^ncd. . 

(B^MH, Don ;)r/Q>y @<^nee unb Xi&og Stein. 3uetß bon 
^erm-ann unb Sl^obneio untetfud^t (1845), bie JtrVftaDifatton bon 
Aolfd^atoto. Sid je^t nut ^u 3RxnH im Ural Dotgrfommen. 

Sluot 58,04, älluminium 18,57, Slatrium 23,39.. 

Stltocerit Benannt bom ©e^alt an S)ttetetbe unb Setosifb. 
3uetft beftimmt Don ®al^n unb 9et)eliui? im ;3a^t 1814. gfluof 
SSetbinbung Don Saicium, Serium unb Yttrium, f^^lun in €d^toeben, 
91. ämetifa. 



C^r-Herbitülititseii. 

eteinftli. @tal^l fyd )uet{l (1702) gezeigt, ba^ tm itod^fo^ ein 
Don bem getod^nlid^ Aali Detfd^iebene^ SCOali entl^alten fe^. SSeitete 



d^lort^fttittkun^en. 399 

nterfud^ngen barfiber lourben DonXu^mel angefteOi (1736) unb 
>n aRarflgraf (1758 unb 1759). 

3n i^offmannd ^nbbu(^ ber (SSknter'f^en) Stinetalogie bon 1816 
t bemerh, ba| pix 3ett leine 9[nalvfe beiS Steinfal^e^ Dorl^anben unb 
ixh für bad Iünftlt(^ 2)argefteIIte bte Xnalt^fe t>on itirtoan ange« 
tbrt, toona^ ed au^ SoIgfAure 35, 9latron 50 unb S3affet 17 
Erftttnbe. 

3n ber SRutterlauge be^ etetnfalted t)on ^11 fanb ^uc^d (1822) 
5)ntren t>on ^o'^. ^n ber SRutlerlauge be^ 8eejal)ed bed mittellän« 
ifc^en SReered entbecfte 93alarb in aRontt>eaier (1826) bad Srom, 
>elc^ed er )uerft SRunbe nannte. — 9(. Soge! fonb im Steinfal^ 
on 9er(^te^aben unb ^aDiein @)>uren t>on 6^IorIa(ium (1820). 
Relloni ^t (1833) gejetgt, ba^ bad @teinfal) .t>on bielen unter« 
achten it5r))em bie meiften SEBämteftra^ren burc^laffe (92 ^rocenl; 
Boras Tä^t nur 28, 9(laun nur 12 ^rocent burc^ge^en). 

3)ad fog. Jtnifterfal) üon SQ3ieIic)!a tourbe (1830) toon S)umad 
mterfuc^t unb ba^ beim 9tufIofcn in SEßaffer {i(^ entbinbenbe ®a$ aü 
äEBaff^toifga« erlannt; ^. Mofe jeigte f^joter (1840), baft biefem 
Süd aud^ fto^Ientoafferftoffgad beigemengt fet^. 

92ac^ iRarcel be @erred rü^rt bie rot^e ^^rbe bei mand^em 
Steinfalj t>on Snfuforien l^er (1840). (S^Ior 60,68, Slatrium 89,32, 

^auV tannte (1822) nur bie f(^on bon Storni be F^ele ange< 
gebenen .formen bed ^aeberd unb DItaeberd, toeld^ le^tere nac^ 
[einer Semerbing entfte^en, toenn man Urin ald äluflöfungdmiüel 
ne^me. 3Ro^ tttoä^ni (1824) bie ^läd^ bed 9{^ombenbobelaeberd 
unb Setralid^ecaeberd (A^) unb bemerft, ba| biefe beim Q^ie^ffH 
bon ftrVftaDen in feu(^ter £uft am ^aeber }um Sorfd^ein lommen. 

6lMM«« 2)ige{HbfaI) bed B)9b>xvi^ be le SoS, na^ Seubant 
Son emit^fon in ben Subfimaien bed 93efubiS tnücdt (1823). 
S^lorfalium. 

SilwiiL Slud sal ammoniacum. lieber einem noturG«^ BaU 
miol au^ ber »uc^fc^en Xatarei gtebt 3. (8. SRobel Stacht 



400 I- ®ru))^en ber ntd^etalltfc^m aRineralten. 

(1768). Äla^jrot^ ^ai Wefen onall^firt unb eBenfo einen öom Sefub 
nad^ ber eru})tion öon 1794. Sritr. 3. p. 89. — S^lorammonium. 

SRerfkofirbtge ^rtielle ätu^be^nungen an ben Jh^^Oeh bei^ Sal- 
miak tyit 3Ranc (1828) Beobad^tet unb 9laumann (1846 unb 
1850) bergleid^en,. toeld^e ai« Sl^omBoeber unb tetragonale 2raj)e* 
joebet, jum JC^il mit ^emimor^^idmu«. erfc^nen. 

SSerbinbungen bon 6^Iormagneftum, S^Iorcardum unb SBoffer 
finb ber ßarnallit \)on @ta|furt^ in ber )|)reu^fd^en ^robinj 
©lidj^fert, belannt' gemad^t (1856) \>on $. Slofe unb «ad^ ^erm b. 
ßarnall benannt, analvfttt bon Defien;* femer ber 3;ac^v^V^tit, 
bon tcexvi; fc^nett unb vScjg 2Baffer, h>egett ber 3erPte^ltd^eit, bon 
@ta^furt^. 3)iefer n)urbe beftimmt tm^ benannt bon 9iainmel^ 
betg. @in Jtalium:9(mmontum'@ifen(^lorib ift ber itremerfit nat^ 
bem Slnal^tifer 5p. ÄremerS, ber bie ©ubfkanj tn gfumarolen be^ 
aSefub« fanb (1851). 



ftolifaljieter* QalpeUx bon sal petrosum, -sal petrae. So^Ie 
äufeert jtd^ juerft beftimmt (1667), ba^ ber ©aljjeter au« pjem äßali 
unb ©aljjeterfäure beftel^e. 3)ie Är^ftaHtfötion l^aben juerft 9l.'be 
rg^re unb^gau^ beftimmt, fie nahmen ben SBinfel bon ao P = 120^. 
-^ ©einer Sigenfd^aft, mit glül^enben Äol^Ien ju bctoniren, erfco^nt 
fd^on Sloger SBaco im 13. Qa^rl^unbert. — ©aljjeterfäure 53,42, 
Äali 46,58. — 3)afe ber Äalifal>)eter aud^ rl^omboebrifc^ fr^ftaOiliren 
fönne (au8 einer Söfung in S38eingeifi), l^at granfcn^etm beoBad^tet 
(1837. 5Pgg. 40). - 

Stitrotiiu 9latrumfal))eter. SJlariano be Slibero mad^te (um 
1822) belannt, bafe in bem ajiftrift. ätacama in 5ßeru eine Bi« 
25 SKeilen Joeit fic^ erftrerfenbe ©c^idjfte bon fal}>eterfaurem SRatrum 
borlomme. SRan ^atte bamald Bereite 40,000 Zentner babon ge« 
n>onnen. — Sluf feine Bebeutenbe boj)))eIte,Stra^lenBred^ung'^t9Rarf 
juerft aufmerifam gemad^t (1829). Sc ßanu fyti ba« ©alj (1838) 



. üol^Unfaure Serbinhingen. 4()| 

mal^ftrt «nb toefent&d^ aui fal)»eterfaurem Stotnim jufantmengffe^ 
^efunben. — Salt>eterfäure 63,56, 92atrum 36,44. 



lU^Ioifaiire Hrrkiiüiniisen. 

fbiiMil. Son Storno be T^dle unb 8orn für-Sakit 0e> 
^ben, bon SSerner, ber il^n benannte (l;)on Xragonien), anfangt 
ür eine Sariet&t bed ^paiit, bid Rlaftrot^ 1788 ertoie^, ba| et 
lud lo^lenfautem ftaQ befiele. Slad^bem ^auip fle)etgt l^atte, bafi 
>ie ArVftaDtfation bed Xragonit tt>efentlid^ Don ber bed Saictt k>er' 
(Rieben unb bie ^formen nxä^t, tote Sern^arbi Derfud^t S)atU, auf 
inanber {urüdgeffil^rt toerben fönhen, fu(^ten bie S^miler nac^ trgenb 
itier Serfc^iebenl^t ber ÜRifc^ung t>on ber bed Saicitd. Unter anbem 
mben Zl^enarb unb 93iot (1807) bie genaueften Unterfud^ungen 
darüber angefteDt, o^ne eine SRifc^ung^bifferen) )tt finben. 3ladf bad 
2t(^tbre(^ungdbertn5gen f^nb 9t ot für Salcit unb Xragonit na^u 
(leic^ unb bemertt, ba| le^terer nid^t nur eine \>t>ppdU, fonbern fogar 
ine breifad^e Slefraction )eige. — 9(uf bie SSennut^ung Itirtoand 
1794), ba| bad Slineral Strontfanerbe entölte, unternahm Xl^enarb 
)al^tn ge^nbe Serfu^e, ol^ne aber ettoa^ . anbere^ . a(d Io]|^Ienfauren 
ilal! )u finben. ^Si c'etoit 14, fagt ^au)f barüber, le dernier mot 
le la chimie, il fiiudroit en condure que la difförence d'enviroii 
Ll<*V2i 4^^ existe entre les aogles primitifs des deux sabstances, 
^t qoi en indique uue coosid^rable entre les formes des mol&;ulea 
nt^granteS) est un^ efi&t sans cause, ce que la saine raison dd- 
;avoue. II est plut6t k pr^umer que de nouvelles recherebee 
aineneront ici cet accord qui a constamment r^n6 jusqu^ä pr& 
tent^ entre les r^ultats de Tanaljse chimique et ceux de la g^ 
n^trie des cristaux.^ Sd machte ba^er ungeioö^nlic^ed 9tuffe^en aU 
Btromei^er int $ia^xe 1813 burd^ fe^ forgfältige Slnal^fen in einer 
Heike k>on ältagoniten einen ©e^alt an tol^{enfaurem Strontian nad^- 
Died, ber übrigen^ {t(^ toed^febtb jeigte unb nic^t über 4 ^ocent 

Stohtil, 9t\<Sfiiftt ber SliRCralogic. 26 



1 



Betrug. ®^ fanbcrt ft^ aber fpäter wad^ älnal^fcn Den ^oh- ir 
Sud^irlj (1815) Sarietät'en toon Äragontt, tpeU^ feine S^r 
©tontianerbe entl(>ielten / unb Deleffe f^at biefe^ au<^ rabcBi: 
gqeic^neten äCragonit toon ^etrengrunb bei 9{eufo^I in Ungcn 
[tätigt (1843). @d geigte \xif alfo, toad f(^n 3:^enarb tntt t: 
nid^t für untpa^rfc^einlic^ gel^alten, bag biefelbe 9Ktf c^ung in ipr ~^ 
)>erfc^iebener Jtr^ftaKifation Dorfommen fonne (3)inun:t>^^i">t^)- 

^aibinger \ptcid) guerft bie 5Keinung au^, "bafe bal 3^- 
eine« Slragonitfr^pate in fd^toac^er Sfotljiglü^^i^c mit einer Her • 
lung in rl^omboebrifc^en Salcit iufammen^änge unb ®. Scfe r 
(1837), bo| eine Söfung i5on ßi^torcalctum in 9a3«ffet Bei 9«r. 
lid^er %evXpttatVLX mit fol^tenfaurem Ämmoniaf gefoSt, ein $räw 
gebe, toeld^e« getrodfnet cni^ Är^ftatten t)on r^ombocbrifc^ C:^ 
beftel^e, ^a^ aber eine ^^c ÄaKlöfung in biefcr SBeife gefölli i- 
gonitfr^ftaÜe liefere.' — Sine au^fü^rlic^e Sirbett ^ientber giet: ^' 
äb^anblüng über bte l^etcromorpl^en S^Pänbe ber to^enfaumt >- 
erbe. SCbi^anblungen ber Berliner äfobcmic 1866. — SXe ftrr 
fation unb namentlich bie S^iffing^bilbungen bed ätragonit finb h. 
Don ©enarmont befd^rieben trorben (Ann. de chim. et de i 
XLI. 1854). 

Sr elfter erfannte (1814), bafe ber ärogtmit jltei &?:. • 
®ot)))elbred^ung befi^e, toä^renb bamateSJiot gefunben baben tr:- 
ba^ er toie ter (Saictt nur eine optifd^e Slje ^abe. 

3ld^ l^abe (1830) auf bie (Srfd^inuhg aufmerffam gemalt, : 
Stragonitfr^ftöHe bei butd^faffenbem t)oIarifirten Sichte in ber Ä'i- 
ber ^priömenaje, ol^ne Slnat^f eur eigcnt^ümK(^ üert^eilte ^olariiff;' 
bilber ber jtoeiajigen Äri^ftaffe jeigen unb jipar neben einanbet '': ' 
ttjie .fie bei gefreujten, unb anbere, tote fie bei parallelen t<-^' 
fationSebcnen erfd^einen. — 1833 f)at ^um^^re^ Slo^b an ^" 
SKinerai bie fonifc^e Slefraction nad^gehJtefen, iveU^ €ir£- 

1 ^iVLtxWäf ^at berfelbe gefunben, bag ft4 ^rogonit au«!^ in ^nrc(» - 
S^emperatuv h'xVoen Uiint unb unige!e^rt r^omboebrif^er (Safcit h<i o^'- 
Temperatur. ¥^ÖÖ« *"n, 112. «. 1861. 



^amiltott hvad^ tl^rettfc^e @|)ecttIaHon unb.Sled^nttng toovoud am 
jelünbtgi ^atte. 

(Sin, gegen 4 $rocent fol^Ienfaured Sletoc^b ent^Itenber Stra- 
)onU, ifi Don 9reitl^aii)>t old S^arnotoit^tt, nod^ bem ^nbort 
EaTnotm^ in Dberfd^Ieften , ald @t)ected aufgefleBt toorben (1842).— 
Sin äbagonit mit 78 $rocent lo^Ienfauvem.SRanganosVbuI ifi Don 
8veit^au))t Bei @<i^emni^ aufgefunben nnb Don SlammeUberg 
;1845) atml^fttt tvorben. @r .erbtelt ben 9tanten 9Ranganocalcit. 

CtrraMtttt* benannt bon bem Statin 6ul)«r in 9lonneBuvg, 
Der i^n ju Snbe bed Dorigen ^^^^unbertd au9 €trontionfl^ice in 
S^ottlanb na^ 3)eutf(l^lanb brad^te. @r towi^ anfangt für eine 
3lrt Don 9Bit^erit gelben, bod^ fiel bie @rf(^eiming auf, häi ein mit 
ber {al))etetfauren Söfung beffelben geträirfted $a)ner beim ä(n)flnben 
mit rot^ flamme brenne, üud} ^tte Slumenbpd^ gefunben, ba^ 
biffed 9Rinera( auf X^ete ni(^t old t5btlic^ed ®ift tmrfe, h)ie ed Dom 
3üit^ betannt ioat. gm 3a^e 1793 entbecfte itla)>rot^ barin 
bie banad^ benannte (Strontianerbe, toeld^e ßraioforb fd^on 1790 
ate eine eigent^ümlic^e @rbe be)ei(^net ^atte, unb jeigte, ba^ bad 
üRineral eine to^Ienfaure Serbinbung berfelben fe^. Dr. ^opt in 
(SbinBurg machte gletd^^eitig bie (Sntbe(fung bie[er Srbe, bie er Stron« 
tian nannte, befannt. 

I)ie aKifcbung bee Strontianit^d ift: Äo^Ienfäure 29,79, Stron^ 
tianerbe 70,21. 

^auV nahm bie JtrVftadifation biefe^ Stinerald ald ^qragonal, 
fie iourbe Don SJlobd, 9laumann u. a. dld rl^ombifd^ beftimmt. 

£er Smmonit, Don %h. 2^^omfon nad^ bem ^rofeffor 
Gm mono benannt (1838), ift ein ©trontianit mit 8—12 5Procent 
CSaIcit. ginbet \xd) in SRaffac^ufett«. — IrailU ©tromnit, Don 
Stromnel in ben Orfaben, fd^eint nn ®emenge Don ©trontianit unb 
Sarvt )U fel^n. 

Bi^ctÜ. Son SBerner benannt nad^ bem (Sntbeder aSit^e« 
ring, ber bad SRineral guerft (1784) beftimmte unb anall^ftrte. (Sr 



404 I- @(ru)9))en to ntd^hiietatttfi^m SRinciraliciL 

fanb, ba| e^ m^ lol^Ienfautem.Satl^t bt^e^, Im aaif [fäietki 
r^en beftätigtcn. Äo^Ienfäre 22,33, Sart^terbe 77,67. 

^ant) na^m -anfangt bie itri^ftaDifation fnr ^ogonol, 1:^: 
!ßl^irii})$, 9laumann Beftimmten {te old r^omHfc^. — VSJDms^. 
m Sumberlanb, ^Botvftelb tn 92inri^umberlanb, too bal SttKiai: 
<l^if<j^en {Gabrilen t)ertoenbet, aud^ baju tiad^ ^anheii^ wäsr^' 
tonrb (@teo unb Scttfom). * 

8art|tocaIcU* SSon Sroote unb S^tlbren bffh'imnt (b:^ 
3>ie ätnol^fe ton 6^ übten jetgt, bag iai äRinetal etneSotouT. 
boh gletd^en Stifc^üngdgetoU^ten t>OA fo^enfaurent Socl^ unb &^> 
faurem Itall. fto^Ienfourer Sari^t 66,34, fo^Ienfaurer ftaB S3,6t 
' 2)te ArVftaQifation tourbe Don 9roo!e ald IImor^lKi<^ • 
ftimmi. — Sllftonmoor in ßwinberlanb. '— 2>iefette SBcAnhcw ' 
rJ^ombifc^erÄrijftaaifation iftberälftonit Iwif So^n^onii- 
na(^ bem. ^nbott älfton SWoorc benennt. — ©eine At^^^ 
fyii u. a. 3)e«cloQeauj (1846) untetfud^t^ ber fre tfornor^ «^ •• 
be« SBitl^t faub, ferner be ©enormont (1854). 

CoWt Äallfjjat^, Äallftein. Son oalx, ÄaR g«ifli*c«- 
bem affgemetnen 21^ biefer SOHneral^efc^id&te angeführt toorben. - j 
ßraömu« »art^oli'n im i^a^re 1670 bie SEBinfel ber eivfc> 
form be« ßalcit« beftimmte unb on i^m bie ©rfd^nung b« bcjfjxt' 
©tral^Ienbred^ung entbedfte. ^ßu^geng (1690) t)erfoIgte unb wn:. 
ftänbigte biefe Untetfud^ungen, unb »ergmann bejubelte (i:r 
juerft au^füJ^rlid^ bie Är^ftaffifation be« 6alcit'«. a)er 3W*^^ 
feiner formen l^at alle Är^ftairogra^)^en beft^aftigt unb Sowe - 
rS^Ur $au^, Sournon, fUlonteiro, £ek)^, ffietS. 5f'" 
SKaumann, Sreitl^au^t, ^^aibinger, ^effenberg k. ^ 
Beiträge ju i^rer Äenntnife geliefert. 3)ie gegenioartig angencmKO^ 
SBinfel bc« ©t)altung«rl^omboeber« (lOö^ 5') pnb m Ucberdnpijnw- 
mit ber Angabe öon $uVgen« (105^) burc^ genaue ?R#n3^ ^^' 
aRalu« (1810) unb öon aSolIafton (1812) ermittcB Wf^"^ 
^auv ^at in feiner SRineralogie bon 1801 ben {ffiintel ju 104<)26'^' 



Angegeben, toa^(^nIt(^ toeti ^ bämit ein ))reeifcf SCudfcrudE fih ba$ 
9!leT^(titi^ ber langen unb luTjen ^agonole ber Sl^omBenfUlti^ er« 
gab , nämlic^ Y^d \V'%. 

39ottrnon l^aitm ^Sf&ftt 1808 eine !D{onogta))^ie ^audgegeBenr 

^Trait^ compjet de la ehaax carbonat^ etc^^, toorin et in 

677 t^iguren bte SomitnoÜimen t>on 21 9l^om6oebem unb 82 6tale< 

noebcrn batfteOi SSeU^ 3^<^(^ ^ic Jlenntni^ biefer ^formen feit« 

bem erhalten ^, jeigt bte Si^blnng )>on dt)))>e in ben 3)en{« 

f ^ft.m ber IttiferKd^ Xfabemie ber SSHffenfd^aften in ffiien (9. IIL) 

l>oii 1861, in* loelc^ über 700 itrVftaOcombinationen bed Saicit be^ 

f<i^tteben ßnb, beren @Iemente 42 toerfd^tebene SV^omboeber, 85 Slale« 

nocber, 7 ^ogonin^amtben, ^ridma unb ba{lf<^ ^I&d^^ $auv 

gab m 3a^ 1822 nur 154 SBortetfiten an. 

9ßie tDeit bie Jtt)^aHoora)»^te in S)eutfd^Ianb nod^ }ur 3^, al£ 

$au^ fein Trait^ de Mineral«^ )9ubliarte, jurütf toHtr, leiflt ftc^ 

an ben Xngaben Aber bie JtrVflaOfonnen beft Galcit tane fte bei Snf 

merling, einem bamaU angefe^en SRinerabgen Dorlonnnen (2el^ 

bu<^ ber fRtneralogie 1802)« Sr em)&^ unter anbem einfädle fed^^ 

feittge ^^amtben unb berg{ei(^n untgete^rte, tN>n benen er fagt, ba^ 

fte erfennbar finb, ft^nn.bie einfa<^n ^t^amiben mit i^ren Snbffäten 

aufgetDO^en t)orf0mmen, er fü^rt topOIommene ffiftrfel unb DItaeber an. 

9>ie erjite d^ifd^ Xnoll^fe gab Oergmanir (1774). Gr fagt, 

ber fiallftMt^ befte^ (drater) aud 84 $rocent aeria flxi, 11 aqoae 

et 55 caldB purae. 3)er ^^äfzt log in ber SefKmmung ber Kopien« 

faure. Suc^ol) anolvfitte i^ tmSa^ 1804 unb fatib feine toa^ 

3ufammenfe(ung. ^ 9tifd^ung ifl: Jlol^Ienffture 44, JtaOerbe 56. 

IRittdft eine« @|Mltttngdftfiit« bon Saictt enftedtr 9Ra(ud im 
3a^re 1808 bte $oIari{ation be« Si(^tg, toobon fc^ ^ul^g^en», 
ebenfaO« bun^ Sepbod^tungen an einem fob^n Jtrvftalt, Snbeutungen 
gegeben ^tte. Seit biefer (Entbedung ftnb bte burd^fic^ttgen (borjüg« 
Ii(^ bie iilonbifi^) fti^ftaae biefe« 3Rinera(« ffir bie ftt9fitaOot)tt! 
wn grofter SEBi^gleit getoorben, in ben fbg. ftitote, in {^aibinger« 
bi(^ro{Io))tfd^er Sut^)>e, in meinem Stouro^ K. 



406 I* ®ru)»Vm ber tttdj^etoKifc^ Vineraßro. 

fx. $faff zeigte in neuefier 3ett (1859), baft.bm^ 3M x 
ileibenbe SRolecuIarsSSetfd^fbung an ^6dcb = ^twUuiifftMhitir 
l^rDorgebrad^t tperben fönne, tt>eU^e getoiffen 3^0tnd^ilbai^ s 
ftmd^t unb- einen 2ic^tfira^I in 'biet Strahlen tl^b, beten pd :^fr 
bte «nbem jtoei tecl^tnrinnid^ )>oIarifitt fthb. 

Üfiad^ itnoblauc^ unb Xt^nbalL (1:850) ^dÜ füf ifiKiUr 
fttoi^d^ ben $e(en ftarler Stognete mit ^orijpntaler {^atqtar or 
^ngt äquatorial , b. f). fenfied^t jnr SSerbinbungdlinie ber ^k 

Serül^ntte ^nborte fd^dner unb mannigfaltiger Str^cJk üst i* 
$ar), ^erBl^^ire unb (Sumberinnb; ffir h>affer^ne BfciUtan^^ 
^Uüü> (idl&nbifd^er SpaÜf). 

Dutd^ bad Soripmmen gro^r Ar^^aSe fuib @t 2aimmt r 
Sefferfon Eountie« in 9leU'?)orI befannt. 3)ana nennt eincntec 
im ftabinet t^on ^ale €eDege t>on 165 $funb^. 

93om btd^ten (Salcit obto jtal^tein, toosifigltc^ tnm SRarcr: 
tanaben t)an ben aittneralogen }ur 3^^ ^^ SBalleriud ^- 
€^ed unb Sarietiiten untofd^ieben; er eno&^tti babet bn t:.' 
nite«.be« $Iiniü«,.ben $l^enfltte«, ßl^erniteÄ, Vcrdd^^ 
6af al))inud, Ck)rnaggiooe, Bardiglio, Brocatdia, Nero toc-^- 
Oialio antico etc. a)er ttnk^ fio^le ^oUige Xntbra!i)Utk, i' 
t^raconit, au^bem @a^burg*f<l^en, .tfi bon itIa))rot^ «»^ 
kDorben. 3)en marmo roeso antioo j^t^audmann ^imatclr 
genannt, ben Giallo. antioo, burd^ Stfenec^b^^^brat gef&rbt, Si^ftr 
conit. 2)er bituminSfe Aaltftetn toh:b fc^n bei Sinne otoa^ 
bei SSalleriu« Lapis Suillus; bot? Steiget Marga, uri^^' 
er fed^ @))erieiS unb i»e(e'Sarietaten. Xuf bt^ 9e|ieMg ^ '^ 
geli» )um l^brattltfd^en Aalt ^at borjflglic^ Sfuc^d aufüerfM o^^ 
(Ueber ftall unb SÄhrteL ffirbmann« Soumat ». VI. 18») ' 
S)ie erften SSer^id^e mit bem lit^ö0tat>^ifd^ett Stein bo« &^ 
^fen tDurben bon äL @ennefelber im :3<^^re 1795 genaiH 

a>en erbigen Salcit, bi^ Ärefce, ^ C^renberg, j«« ^- 
aud Sd^alen bon ^nfuforien befte^n^, gefuni^n, (Xb^iiMirJWff ^ 
berliner Sltabcmie 1838 uilb 18S9.) 



Ho^Iaifaure SerMnhtttsrtu 407 

SatottU, nad^ 2)o(omieu benannt, ber jueift (1791) barauf 

aufmertfam mad^te. 9itterf))at^. Sitterlall. Sauffure b. ]. fanb 

ben ^Dolomit (1792) toefirittlid^ nur aud lo^Ienfaurem ftall .befle^enb 

mit 5,86 $rocent X^onerbe, tvobei abev ber Aolf, tane jlitioan be« 

merft , in btcfem @tetn mit toeit me^r ftcer Suft l^erbunben ift aH in 

anbeten ftalffteinen, h>eil @auffure faft gleiche 3Rengen AaRerbe 

unb ficeSuft angab, toa^enb im canarifd^en ÜRarmor bad Ser^Itni^ 

100 : 86 fe^. $auV nannte i^ ba^ Chanx carbQn9t^e alumini- 

f&re (1801). Älaj)rot^ jriflte (1804) feine. hxi^re äufammenfeljung. 

— 5U)^lenfaurer Roll 54,35, lo^lenfaure laßtrbe 45,65, — gord^« 

t^ammer geigte (1849), ba^ ein Ueb^d^u^ an fo^Ienfaurem Aall 

t>on eingemengtem Salcit ^errü^re unb mit G)ligfäute e^a^irt ioetben 

töiuie. — J^r bie 2)oIomitbiIbttng ftnb bie 93eoba(^tungen )>on ^ax* 

binger unb SRorlot (1849) bon ^ntcreffe, bo^ Galcit unb Sittet» 

fal) gu 1 unb 2 Xtomen bei einem Srude i)on 15 .ä(tmof)>^ären unb 

einer Xem))eratur \>t>n 200^ ftc^ DoDftänbig in Dolomit unb ätn^V^rit 

jerfe^. 

Xa% unter ben Arl^ftaQen be^ 2)o(omitd tetratoebrif(^ formen 
(^albpc^ige @IaIenoeber) i)orfommen , ^be id^ an einer SSarietät aud 
bem$in)gau fiejeigt (1835). 2^t»^ ^at (1837) baffelbe an JtrVftaDen 
toon $efev in SaDo^en beobad^tet. 9(m Saicit ift biefe Srfc^einung 
nic^t belannt. 

2)er eifen: unb mangan^altige fog. Sraunf^Kit^ ift )uerft bon 
»omd be rg^Ie 1772 ate $erlfj)atb, Späth perl6, befd^rieben 
n>orben. 

Kigicflt Sei SEBerner ^Steine Xallerbe". 6r lannte nur bie 
bi(^te Sarietat \>on ^rubfc^i) in ÜRä^en, toefa^ 3). 9Rttd^eI }uerfl 
ani SBien nac^ Sn^^^d brad^te unb mit £am))abiud gemeinfcbaft« 
U(^ nntcrfttd^. 2)ie Xnaltrfe erft>icd lo^Ienfaure XaRerbe. 2)er fri^ 
ftaOifirte SRagneTtt ift juerft t>m SRo^d (1824) atö eigent^flm« 
lidft @t>^ed bqeic^net unb „hxad)\fttfpei AaSbabib" genannt toor« 
ben. Strome^er ffoi bann (1827) gezeigt, ba^ biefe 6))ecied tue* 
fent(i(^ au^ lo^lenfoitrer Zaitcrbe befte^ unb baft mehrere bt« 



I 



408 !• a^vuipiptn ber nui^tetattifc^ nmevaßci. 

ba^n atö Stiterftxit^ mff^^t Stmcrafim btefelbe SafaMMt^ 
l^aBen. 

^itf)n (mit 10 $roccnt FeC) bet eteunerit, tod^ci^r 
binger (1827) nac^ bem ®rafen Srcunfr Benannt ^ fi 
Sarietat iwn {to^ l^at SEBalrnjitebt anal^fitt — SJalmfteHii 



tttlfer^ulHge kodlenfiiire IteriiUiimgaL 

eäkiu ^ad 92ttrum ber Snten. ^er 9lame 6oba {nrant im 
im 17. 3A§ti^unbett t)or. Um 1759 toutbe bon 9targgrofte 
Ütatrum aü ft^e^ minetalifd^dS 9(IIaIi, Dorn Jtafi, ate fi|(« tc^'^ 
lifd^e^ 9(IIaIi, unterfd^eben. 

2)ie Derf^liebeneh 9Iainimcar(onate, Yiotl^c in ber Itatuz r i 
lommen, ftnb bor Stol^d 0ctt)5l^nd^ bertoec^felt unb fftr cjMi 
polten tvorben. SRo^d unterfd^ieb ein r^ombifc^ f r^ftoOtliraibel 6^ 
Xl^ermonatrit bon ^aibinger, unb ein Hinor^ombifc^, toA^ 
er I^it9ridmatif<^ed Slatronfal} nannte. SHefed ifi bie @|pmfl&^ 
©ne britte ®j)ecie« ^at Sa^ge/fc^ebifd^er ßonful in Irijwtelif jj 
fannt gemad^t (1773). JDiefe fü^rt ben SRamen Irena, toiefieo 
b'en gunborten in ber $robing Sulena , jtoei Xagereifen tm g^F 
genannt »irb. Diefe ift bon Äla}>rot^f (1802) anal^firt uiÄta 
^oM a(^ t)ridmatoibif<^ Xrona^Sala ibqetc^net !m>rbfR.-£<? 
ai^ermonatrit ift juerft bon »eubant anar^pri tporben. 
^ie 9Rif(^un0en ftnb: 

Üo^lenfAurc 
®0ba 15,39. 

X^ermonattit 35,89. 
Xrona 40,16. 

«ailnfPt »efümmt unb nad^ bem frantdftfii^ (S^mOet 9^^ 
luffac Benannt bon »ouffingault (1826). Sorbier, S. f *»^ 
li»)« unb a)e«cIotjeauj l^aben feifte ÄrirflaBtfation bejümmt W 
jeljt mit Sic^l^eit nur bon fiaguniffa in Steriba befannt — W*» 
fäure 27,99, «öfferbe 18,00, Katnim 19,75, fiaffer 84,26. 



Stotnm. 


nAffff. 


2l,(i6. 


62,95. 


50,14. 


14,47. 


S7,94. 


21,90. 



64locfeIfaiite 8<«(tnbiintnt* 400. 

^^9»i|fttfit« ^m v8t»p SBoffer unb aRagncfia (Magnesia 
a> Suerfi bon ZtoIIe^Sßac^tmeiflev aiml^ftri (1«0?), Satte> 
m iMm ^feoten in 9leu«3etffV* ^^^ M^ i<^ bie Sartetät t^oit 
tni auf 92egro)»ofile otiab^flTt unb bie 6t)cci«S benahnt. — Jto^Ien« 
re 35,77, ZttRerbe 44,75, aSBalfer 19,48. » 2)te 5tn;ß(irtfattDn 
; ^amt (1853) d« Umovl^ombif«^ bef(^teben. 

Sk^fi^ 9ltfd^ngen mit itall tmb SRagnefils, }inb ber ^l^brd« 
ignocalcit ober ^l^brobolomit nad^ 9lammeUberg ))om 
^ut), Don mr beftimmt (1845), ber ^ennit $etlnann'd Dom 
inbort fknna in ÜHorbamerifii (1849), ber $reba})it )9on $rAa))0, 
n ^et^^olbt benannt (1843), bon %. 9lot^ anaR^fttt (1851), 
b ber'^eneatit, tod<^ Slotl^ gletd^teitig and^firt ^i Slac^ 
enngott finb $reba))it . unb $cncatit (Bemenge bon Salctt unb 
ructt. (ttebetft<|t k. 1859.) ed^n frü^ ^ 3>amour ben 
reba^ M ein fol^ Gemenge eriUtt. 

Sine bem $encatit analoge Stiful^ng ^ (ein Stall s$encatit) 
r blaue itoOfiein bom SSefub, ioelc^ ftlaf^rotb im 3a^l807 
xahffkt fyd. 



SMfmtftlfmxt Derbtntangen* 

INnnpt. Son fiapig^ fd^toer. Sei ffialleriuS Oypeom spa* 
loenm gravisrimam. Cr giebt ba^ f))ecifif(^ Oeloii^ )u 4,5 an, 
tamen nihil melallid, fagt er, quod atteotionem merelur^ con* 
net) adhuo detectuip.^ ®a^n geigte juerß ben ®e^lt art San^t« 
fbe, toel«^ Bergmann unb be IRorbeau (1781) meiter unter« 
legten. 8ei ben beutfc^en 19ergleuten ^eg ba« attneral &^toerfpat6, 
nb biefen 9lamen ffi^ ed aud^ bei SBerner. ^aul; gab ben 
tarnen Barl^t. ^m frühen tmirbe ber 8an^ bon Dlonte ^temo 
ei Sobgna nSIftx beo(^ (Bin 6<^^ad^ iwn Bologna, Sin« 
en« Cafeariolo, b^obac^ete im 3a^e 1630, ba| bieftr -6tftn, 
ine 3^t lang bem £t(^ au^efe^t, im ^unfein leui^te. ^ortunio 



410 !• Q(ru)>t>fn bn nic^tiiwtaOifi^it SRinnalien. 

£.tceti, $rofeffor ju 8olQ0na, fd^^B boriUber 1640.. SoctfidKc^ 
UaäjMe ber Stein , toenn er üerftolen , mit Semdl bi|T(^!iiettet uab 
colrinirt toutb^. (Sd hnttben nun loielfac^e 93erfiMl^ mit i^m ang^ 
fteDt, unb langete 3^t galt er ate ber einzige Stein, ber fpU^ 
Sieenfd^ft ^e, bis 1675 (El^. ä Salbuin fetnei) ¥^^or ent^ 
bedte, unb ^omberg, ©u fjat^ (1730) unb SRargßraf (1750) 
melj^rere &^nlid^ Srfd^einungen an )>rä)>arirten unb nic^t* )>rä)mrten 
Steinen too^na^men. 

SBeftrumib, Stlat^tot^ u. a. ^ben bad SRtneral analst 
unb gejetgt, ba| ed toefentlid^ aud fd^tpefelf aurer Sar^terbe beftebf. 
Sd^tvefelfaure U,2, Sari^terbe 65,8. . . 

aSiit^ering l^t f(^on (1796) ben »el^alt an Sd^ivefelfaure )u 
32,8 unb bte ^r^terbe ^u 67^2 angegeben. 

2)ie ^rt^aStfation bed SSon^td kmirbe juerfl Von Storni be 
r^dle unb $auv beftimmt. gm 3a^e 1801 erloa^nt ^au^ nur 
13 ftrVMbarietäten , im 3a^..I822 fül^ er beren 73 an. 

gfür bad SSortommeh fd^ner ^n^ftoOe fmb ^elannt: Snglanb 
(3)ufton), 3lut>ergne (9loure), bad Jäc^ftfd^e unb bdl^mifd^ JeqgcHtge, 
Ungarn. 

9(uf lünftlid^em SEBege fteDte 3)lan ro^ SarVtlr^ftaae bar bunb 
3ufammenf(^melgen bon einfod^ [(^tpefelfaurem Stall mit toafferfrrietn 
S^Iorbarl^um , Slu^taugen 2c. {'Sinn, b. 6^. u. $l^rm. t>. Siebig 
unb^ aSd^ler. 9. 82v 348). 

3um SBar^t gehört Sreitl^aul^td 3((Umoc^i^it, i»on «Uo« 
fio^ogf anber^tabet (1838). SSon Untertoiiribttd^ im ^förftent^um 
Sd^tvar^burg. 

SiUcIliii/ bon coeleatis, l^immelblau, in Se}ie^ung auf btegarbe 
einiger. SSarietäten; ^S^iöt^it'' bei itarften; nod^ ^emt St^fi«. 
ta)eld^er eine blaue faferige SSarietät bon ^airif^otvn in $enfVtbanien 
nad^ (iux9pa gebrac^ ffat, bie (uerft nad^ Ala)>rotl^'d Xoalirfe (1797) 
aU fd^n»efelfaure .Strontianerbe erlantitr tvtirbe. ®dfiki feObft M^ 
bod SRineral ffir Iu)>ferl(faltigen faferigen (b^^p^ genommen, &ß Qe^ 
finget ®e^alt 419 f c^toefelf auter , Strontianerbe nnir fd^on ^tuffcx in 



Gd^iveffifMm QftIbmbitiigaL 411 



d^en fßatlflm nad^g^efm toocken. . ^«t an^q^^rtm SUcftttt 
Stcilien ffoHt bcieitd 1781 SXoIomitu m ben bottigen 6W|^d» 
crt enHMtt, er ^clt i^ abet ffir Sarl^, fn» ifyn Sauquelin 1798 
bsyfixie utib ab bad @trmitianful)>l^t etfomite. 3>ie Hr^ftoIIo« 
>ben bis ba^, felbfl ^aul^v toetioec^elien ben 65Iefim mit bem 
r^t, otmfjH (S $aii^ ntfl^t entging, bo^ bcr ftumf^f« SBSinlel «m 
lUungd^^ma bei Söleftind um «ttoo* 3^ 0T5|et fe^, ald an beut 
9arVt«. $auv erträ^iit (1822) mit 10 ifar#al[bariet#ten, 
(\ax)> Befc^neb (Ann. des Mines XVIIL 1850) noc^ Sdanbtre, 
i Sriftol, Seogang im Soljbuvg'fd^, ©icilien, ^enengntnb in 
gam 2c. €(^toefeIffiure 43,65, ®trmtt<merbe 56,45. — 2)te bbine 
rbe bei SdbfKnd bon ^na tüfftt nai^' ffiitift^in bon einet @)mr 

I \ffifo^f^auxtm 4Kfenost^buI ^et. - . ' ^ 
Sine äSetbinbung toon fc^hiefelfäutem Sotl^t unb fc^toefelfautem 

II ift üMi 3)ufteno^ (1835) Streut genomit toetben, luS^nm 
$ 9Rarqttid be 3)t^e. ^inbet fidb )u Stuffi^re im IDetMttement 

dU^tme. — @^e)farbd Salfttenbarvt, na(^ ben Xnfang^Iben 
n Saicit, Strontian unb Oott^t, ijit'etn ®emenge; ber fog. 6^o« 
itit au^ bet ®raff($aft 6^o^arie in Üteu^^orl iß ein quar^^Itiger 
at^t. 

fli|l|lttt. 3ion upvSooqj tuaffcrlo^, n>eil et ft(^ Dom ®9}>d 
it(b ba$ t^^^Ien be^ Sßafferö unterfcE^eibet. 2)iefe$ ^nera{ n>utbe 
m bcm «Hd 5Poba im 3a^re 1794 entbedft, unb ftjeil et e« füt 
nc Serbtnbung bon faf^fauem ffatf btelt, 3turtacit genannt. @d 
ammte bon ^aO in %\^xt>l Unb h)utbe.t>on i^m angegeben, ba^ ein 
beil bat>on 4300 ^tb ffiaflet^ }ut Sufldfung etfotbere. 9.1 a)^- 
otb, ber ed 1795 untetfuc^te, ^e(t eine genauete d^mifc^e ^rSfung 
m fo m)t^n)enbiget, aU et »u einet Xufnatung gelangen n^oQte, 
tme cS bet 9latitt mdgltc^ fe^r eine, fotoo^ im elngetrMtiteten ab 
ri^^ailifirten ^i^rlbt, {o fti^ gvm 3etf[ie|en geneigte, mittelfaljige 
Jetbinbung in tticfnet, feftet unb nut in einet fo flbenmtgenben 
fBaHemienge aufUMbater 9ef(^affen^eit batiufteden.'' Obtoo^l 91 ap-- 
ot^ bamalS ein gemengte^ (Beftein analvfttte, fo jeigte ft(^ boc^, ba| 



412 I. ®ru^9^ ber ni#tmctelift^nt SRHieralint. 

ietn fal}fattm SUäi barin k)orbm«ie, bcr Staute 9tttciactt alfo ui^iu 
Uffi0 fel^. — ^au^ M ^^d aRinetal (1801) nad^ feinen ^jt^ifOi 
Oigmfd^flen atö eine eieent^ihidid^e <S|)ectci» erfannr, bieer, nai^ 
Sauqitelin gqeigt ffattt, boji fte an« toafferfretem f(^ef#nnrem 
Stau befiel^, Cbaux talftifte anbydre nannte, loiMn bann Stlap^ 
t9tff, ber ^ter meiere Sarietfiten anaivfitte, ben Kamen an^tfs 
bttt ^genommen l^. {^au^mann ifat \>a9 SKneral noi^ JtarÜen 
jlarflenii gettannt ()Br.e{tl^att|)t fagie bamate, bag biefer 3lcm 
nüfii Be^eid^ne unb fibetbie^ bad Df/t Metbige). 

2>te Jtd^ftaDifaäon' bat )tietft ^avUif beftimmt; ^. 2. ^au^ 
mann ^t (1861) bie 3fom^^ ^on 'Kn^t^birit mitSatVt,- eUeflin 
unb ä9Ieibitnol nad^jntoeifen gefud^. * — Sßerner nannte nur bie 
blauen Sarietöten Xnl^rit SDedwn 6uI)Jitttrbe bftni e^ifN- 
»ddler fanb ii^ 1801 ba^Ib^ toteber auf, nnbSebtet ^bamold 
eine SDtffertatton über i^n gefi^eben (Diaaeit. inang. sisteos exameo 
physicoKshemicunt Oypfii caeral^ Sulzae atc.). ^tanrog er^tt 
Xnl^l^t in berfelben Sßeifrtane Uitn'9fat^t angegeben, oud-S^Ior- 
colctum unb fd^tvefelfaurem.italt, tünfHid^ b^ftoOtfirt.. . 

CHaferit. Sal po^ychrestum Glaser!, nad^ bem G^enrifer G^ri- 
ftop^ ©lafer (1664) toon ^au^mann Benannt. SSon Smit^fon 
ate Veßuvian Salt ernannt <L813). e4h)efelfäure 45,94, Äafi 54,06. 
3Me Är^ftaHifation l^at SHo^ö befltmmt. — SBefuö. 

XtcaarbU, nad^ bem ftanaöfi^en e^enriter, S. 3. X^enarb, 
benannt, bon ßafafeca, ^rofeffor ber ß^^emie {u SKabrib. (1826). 
©d^tocfclfäure 56,34, SRotrum 43,66.. ©te JlrS^taKfation toon Gor- 
bier unb Sreit^a.u})t benimmt. — SJorIpmmen in ben ©aljtoerlen 
t^QCI ©fijarlinp« bei SKabrib. 

• ■ ' 

«MiWUaxtia« S9ün ».«ongniart, btt ba^ SRinetal im 3«^ 
1808 |u SiDanibia in Spanien entbetfte unb bestimmte, h>uib< H 
«od^ >m um bie SJarfteDung ber Wtoefelfauren ©«Ige t>erbienten 

« Sfhd) nenerai ©eAac^tuiigcn \wn «. Ö($rauf bcftätigt P4 tiefe 3fc* 

■«■ ■■ tif r I • » M ^ 



anc^m Sotl^tm nad^gftonefen ioocken. . ^«t audgQad^rtm SUcfiKti 
td Gicifien fyttkt bneitö 1781 SXoIomitu m beti bottigen SM^loefd» 
itBen enibedt, et Ijkit '\\fn abet ffir Satl^t, Kd t^ Sauquelin 1796 
nalVfurte unb ab hai Bixmtian\ntiffyit etfomite. 2)ie ftrVf^IIO' 
:apf^ M ba^, felbfl ^aul;, betioec^eitm ben G^Ieftin mit bem 
kiTt^t, obtoo^l ci .^A^V ^^ entging, bo^ ber ftmnf^fe ffitntel am 
)^Itungd^ma bei SMefHnd um «tioa- 3<> grölet fe^ r ald an bem 
rd 99aiVt«. ^au^ erttM^nt (1822) nur 10 ifar#airtMrift#teiip 
»u^orb Bef(^rteb (Ann. des Mioes XVIII. 1850) niK^ 22'anbtre, 
on Sriftol, £eo0cmff im @al}burg'f(^nr ©icilten, ^enengntnb in 
ingam k. €(^toef«Ifäure 43,55, ©trcnticmerbe 56,45. — 2)ie hhut 
;axbf M GdlefUnd bim ^ena tiüftt imc^' SSitifttin bon einet S^ut 
on ))f^o^^atttem 4Sifetio|l^buI ^et. . ' ^ 

®ne äietbinbung Don fd^felfäittcm Sotl^t unb fc^oefelfautem 
taU tfl t)Mi S)ufteno^ (1835)2trent qnumnt nmben, luß^ 
e«» SRatquid be 3)t^e. ^nbet ftdb )u Stuffi^re im IDetMttement 
u Studie. — Biftp'ax'oi 6aIf(T6n6arvt, na(^ ben Xnfang^lben 
on Saicit, Sttontion unb 8atl^ iftein Gemenge; bet fog. 6^o< 
aril au^ bet ®raff($aft S^o^arie in^teu^^orl i{i ein quar^^Itiget 
3arl?t. 

Si|)|lnt. 3$on äpvSfßOgj tpaffcriod, toeil et ftc^ bom ®9}>d 
urcb ba$ ^e^len beö SBaffer^ unterfcE^eibet. S)iefe$ ÜRineral tt>utbe 
•on bem ab*6 5Poba im 3a^re 1794 entbedft, unb ftjeil et e« füt 
ine SSftbinbung \)on [afjfauetn Äalf btdt, SRutiacit genannt. 6d 
tammte bon $aD in Xl^rol Unb tvutbe.bon ibm angegeben, ba^ ein 
tbeil bat>on 4300 ^ib SJaflet^ jut Suflöfung etfotbete. Jlla^ 
otb, bet ed 1795 untetfu(^te, ^elt eine genauete d^mifdbe ^rSfung 
im fo not^toenbiget , aU et )U einet SufHäning gelangen tDoQte, 
toic c« bet Statut mdgltc^ fe^, eine, fploo^ im ehtgettMfneten ate 
rVftalttfitten ^uf^i^^i {o fU^ gvm 3ctf[ie|en geneigte, mütelfal)tfle 
Serbinbung in tttcfnet, feffet unb nut in einet fo flbetlirifgeHbm 
fBaffetmenge aufiddbaret Scfctaffen^t batfufteOen. " Obtoo^l Rlap-- 
ot^ bamatö ein gemengte^ (Seftein anaivfitte, fo 3eigte ft(^ boc^, ba| 



414 I* #nititmi Ut nhl^ehdlifd^ DKitenilint. 

XI&. ftavafiat. ^nbort ^ktnetf im 5^ftrei<^tf(^ett ®al^Iantmergiit. 

« 

imjMt, bon 993. 3[. Xa^lor 1858 nad^ ben ^nber £e Sonte 
benannt unb befitimntt ; ift eine Serbinbung bon fd^toefelfourem 3la* 
trurn mit fc^loefelfaurem Slmmmria! unb SEBaffc^r. — $5^Ie 2ad $iebrad 
in ^onbura^. — ®ana beftimmte.bie Är^ftallifation. 

*fRifeaü^ üon Wifeno, Wtbe t)on ». ©cacc^i (1849) bejfinnnt 
unb aU föwre« fd^iDefelfaured Stall erfannt. 

(E)if0init. Sitterfal). 2)iefef Salj, juerft bargefteBt aud ber SKtne^ 
ralqueDe bon ®)^om in SutreV unb bal^er benannt, tourbe um 1695 
in Snglanb belannt, 1710 fteDte ed ber Snglänber ^o^ aud ber 
Mutterlauge bed Seefa^ed bar, 1717 f^r. ^offmann au9 bemSeb- 
lifter SBaffer. SBalleriii« Befd^reiBt ei unter bem 9tamen Sal oeu- 
tram acidulare anglicanum ober Sal Ebshamense. Sergmann 
l^tit bereite (1788) bie ^^ufammenfeftung jiemlid^ genau angegeben. 
2)ad natürlich borlom'menbe bon^bria fyit 5uerftftIa)>rot^ anob^firt 
(1802), man l^att» ed iü haf^xn m^ QcvpolV^ Angabe für^ben 
alaun (fd^toefelfaure ^onerbe mit JtaHerbe unb Sifeno^t^) angefe^. 
^e ft>äteren genauen Stnal^fen finb bon ©tromeJ^er. — ®<^toe^I* 
fäure 32,52, lalferbe 16,26, ffiaffer 51,22. — ^auV M *>«* ^^* 
btfd^ $ridma ber Jtr^ftaDe bed (St^fomtt für reti^tnnntlu^ genommen, 
9Ro^^ bie nod^ geltenben fitl^f{allbeftimnningen gegeben. 

^e SöSlid^Ieit biefe^ ©aljed gegenüber bem ®t)p^ i^at biet baju 
beigetragen, bie2!aKerbe bon ber5tallerbe }u unterfd^eiben, ipadburc^ 
Sl.adE 1755 gefd^el^en ift. (Sr nannte bie @rbe bed Sitterfalje« 
SRagnefta. 

?oHrtriU, bon otA^j, biel, unb äXg^ ©alj. 3uerft unterfuc^t 
unb beftimmt bon 6tromei;iet (1818). SSBurbe früher für faferigen 
än^^brit gehalten. ©d^Wefelfaurer Äalf 45,17, fd^toefelfaure SKa- 
gnefto 19,92, fd^toefelfaure« Äali 28,93, ffiaffer 5,98. — ^aibinget 
i)at bie Är^ftaKifation ate r^omblfd^ befKmmt (1827). . 



eiaffcr^olttee fc^tDcfelfdiire SfrMnbiin^. 413 

^vntteir Olauber ®IaubeTtt genannt« Seon^arb taufte e^ bann 
^ Otongniavt @<(toefelfaurer Mi4Sfi7, f<l^n)efe(fautre« 9la< 
jn 51,13. — 2)ie itr^ftaUifatton ^ben ^^illit^d, !ßaumann, 
o IBd unb duften 01^ Beftimmt. 

^d} tyiht (1846) gegeigt, bag bte Serbinbung burd^ 3^ifAtnmem 
rrteljen einer gehörigen 9Renge bim ®t>pi unb ®IauberfaI) In^ftäDi- 

er^Iten n)erben lann, ^rif^fd^e gelangte auf naf[em SSege 
Sel^nbUing bon Ov)>d niit fc^toefelfaurem 9latrum ju bemfelben 
•5\»Itat (1857). 

RifcigtiK, nad^ bem $rofef[or SRa^cagnt bon 5tatften U- 
mnt. — S<^n>efelfaure« ämmontal. — SSefub, äetna. 



ttafler^alKge fd^tDefelfanre Herbininiigeii. 

Itiftitttt, Sal mirabile Glauben, banac^ bet 92ame bon ^ai- 
i itder. Sei äBerner ©lauberfal). Glaubet fteOte eö juerft Ktnfi' 
d} bar (1658). 9lad^ Ropp fd^etnt ba« ©lauberfal) im®roSen am 
rii heften )a Sriebric^^^II im ^Ibburg^ufifc^en bereitet ta>orben pi 
:\^n, unb ttnirbe al« ^ebric^dfal) feit 1767 berbreitet -- ^inbet ft^ 
un>cilen, fo bor einigen Sauren )u Serd^gaben, in großen, fe^r 
»oUfommenen JtrVftaDen, meiftend aber mit SBerluft bon 8 SKifc^ung^^ 
\enH(^ten SEBaffer bem>ittert. S)ie ArVftaQifation lannte 3Rq^^ im ^al^e 
1H20 nur fe^ unboQiommen, audfü^Kc^ befd^rieb er fte in feiner 
;!lb^riogra)>^ie bon 1824. 

«liMt^ t)on 3fd^I, nad^ bem Slineralogen unb€^emtlet Slöbe 
benannt, tft bon ^of}n (um 1811), bann t)on ^auer (1856) ana^ 
[tiftrt toorben; er ftimmt ioefentlid^ mit bem Slftralanit an^ bem 
Soben brr Aanbuanifd^en @een bon Xfhrolan überein. 93efte^t aud: 
f4>fei>efetfaurem Slatrum 42,58, fd^toefelfaurem SBagnefta 35,90, 
a>Jaffer 21,52. 

6ine ö^nlic^ Serbinbung tft ber i^öto^it,. frVftaIIogra))^if(^ be« 
ftimmt bon ^aibinger (1846), unb bon i^m benannt nac^ bem 



416 I- &tuppttt Ut nK^tmctttOifc^ SKnaMOni. 



GiciKen, Ocfocb, ber SKentmartve bei $arid ttnb bie Gt^engr t>on 
^aO unb Serd^te^abm.- UrV^maffen tion auBcrorbenfli^cr .(!kd|e 
unb 5tlarl^eit ^at man um 18Ö1 )u Sletn^rbdbnttm Bei (Botl^ eiit< 
bedt. — SDer feinförnige ®^^ ^igt XIabafter, nac^ Roif ))om 
Ärabif(^en olub astar, b. i. Äbbrüdfe ier SJlauern, gefonnte in bie 
Stauern eingefe|te Steine. 

WaM. 93on alumen, bei $(iniud. 2)ie Stifd^ung biefed @a[)e^ 
ift erftl^td^ bie Unterfuii^ungen t>on 6^a))tal unb Sauquelin 1797 
genauer befftmmt n>ofben, frü^joufbe oft fd^koefe^oute X^nerbe 
für ätlaun genommen unb h>ar man über bie 9BefentH4lIeit eincd 
9(lfali*d 5u feiner Silbung im Unllaren. SRarggraf jeigte 17H 
bag bie @rbe im Sllaun i>on ber JlaUerbe berfd^ieben, unb toeiter, 
ba^ biefe (Srbe aud^ im ^on enthalten unb barin mit Jtiefelerbe t^er- 
bunben fe^. äBie fe(tfam d^emifc^ Erfahrungen bamald intert>retirt 
tpurben, jeigt eine Semerlung bon 3BaI(eriud (in beffen ÜXinera« 
logie \>on 1778): HLb coDcludimus, iam in mineriB enameratis 
Omnibus quam iu terris et lapidibus, a quibue oum oleo vitrioli 
alumen produci potest, adesse terram quae in aluminosam sit 
mutabiliS) eandemque in ipso alumine esfi^in calcaream indo- 
lem mutatam; adeoqae nullam iaferri posse conclusionera , apro- 
ductione aluminis ad praesentiam terrae argillosae, niai alia «mal 
aocesserint momenta a quibus idem evineitar, vel a denegata 
praeparatione aluraiDis, ad abseDtiam argillae. 

@ined. natürlidE^en j{ alia lau nd t>on ber 6oIfatara bei$ou))ole 
ertpä^nt Srei^ladE (1792), unb RIat)rot^ l^at (1795) ben ani 
ber Orotta di Alume bei 6a^ 3Rifcno bei 9leat)el unterfud^t. 

Sinen 9iatrumalaun bon San ^nm. in @übameri{a ^ 
2:^omfon (1828) beftimmt, 

Sf4etiiiiBit, ^on bem gunbort Xfd^ermig in Ungarn, ift bon mit 
ber älmmontafalaun benannt toorben; $faff f)ai iffti (1825) ana^ 
b^ftrt, ^ixinud l^tte bei einer frül^eren älnall^fe bad 9(mmo;iiaI über» 
fe^en unb glaubte lAlIerbe gefunben ju l&aben. — Xnbm anaDrfen 
t>on ®runer, 2am|)abiud, ©trome^er. 



e<i^i9cf«lfMKf 9ci6mhiii0Cii. All 

wTid^nt Sotvtrn nad^grtviefm tootben. ^m audgejeid^eten SdlefKn 
S Stdlim ^otte bereild 1781 SXoIotnieu m ben bortigen Sd^loefet 
&6en ettfbedFt, er ^irlt i^ ober ffit Satl^t, M il^n Sauquettn 1798 
«Ii^furte ttnb aU bad @troiittanful)»^at erfamite. 3>ie ftrvftaQo« 
ckpf^ M ba^, feObft ^au^, bortoed^elten ben GMeftm mit bem 
otr^t, ohool^I e^ ig au 9 titelt entging, ba^ ber ftutn^fe ffiinfel rnn 
ixiltungd^^ma M (SdlefHn^ unt «tloa< S^ grl^ev fe^, ate an bem 
d aSorVt«. <gau)7 emxiM (1822) nur 10 ftr)^taIIlMriet^ten, 
^inarb befc^rieb (Ann. des Mine« XYIII. 1850) nod^ 22 anbere, 
>Tt Sriftol, Seogonff im @al}burg'f d^ r Sicilien, igerrengnmb in 
ngant tc. 6(^h)ef«Ifattre 43,55, Strmtianerbe 56,45. — 2)ie blaue 
cttht bei SdkfUnd bon ^ena tüfjftt na^' SStttftein bim einer 6^ur 
an )>[^odt>l^orfaurem 4Eifeno|]^bu( l^er. ' ^ 

Sine SScrbinbung bon fd^toefeifaurem Sor^t unb f<^toefeIfautem 
taU tfl toOK 3)ufrenol^ (1835) Srrelit genannt nwrben, )u Q^ 
e€» Slarqntd be 3)r£e. ^nbet ft6 ya Suffiöre im {Departement 
ru St^one. — @^e}farbd Galftrenban^t, nac^ ben Xnfang^Iben 
on Galcit, Strontion unb Sort;!, iftein ®emenge; ber fog. 6^0« 
>arit au^ ber ©raffd^aft S^o^arie in Sleu-^orf i{i ein quar^^Itiger 
BarVt. 

tCi|1|ftrtt. 3ion ävvSooqj ii>affcr(od, hTeil er ft^ bom ®)fif^ 
>ur(b ba$ f^^Ien bei 9Baf[erd unterfc^eibet. 2)iefe$ ÜRineral to>urbe 
bon bem Äbt^ ^oba im 3a^re 1794 entberft, unb h>eil er e* für 
eine Serbinbung t)on fafgfauem jtalt bielt, 9Rurtacit genannt. @$ 
ftammte bon $aD in Ü^^xtil unb n)urbe.bon i^m angegeben, ba^ ein 
HUW bat>on 4300 a:i^ile SBaffer' jur Suflöfung erforbere. AI ab« 
rotb, ber ed 1795 unterfu(^te, bie(t eine genauere d^mifcbe Prüfung 
um fo not^h)enbiger , ate er )u einer Stuftlärung gelangen U^ollte, 
^U»ie c4 ber Watur mdgltd^ fe^, eine, fotoo^ im ejhtgetrodFneten ate 
trVftalUfirten 3uf^^r f^ f<^ V^ 3^<^^ geneigte, mittelfaljige 
Sfrbinbung in tridhter, ^efüer unb nur in einer fo flbernrirgenben 
SBaffennenge aufldti»arer 9e(d>affen^eit bariufUOen." Obnn>^( AIat>> 
rot^ bamaU ein gemengte^ @eftein anatvft^e, fo )eigte fU^ boi^, ba| 



ba^n ate SitterftMi^ atiflcfd^e Stmerolten UefeKe 3tt{dmmett|etune 

{^ie^n (mit 10 ^tocent FeC) bet eteitnerit, tof^en $ai* 
binger (1827) naif bem Stofm Sttunft benannt fyd. Qm 
Sariftät iwn ^at) ffat SSalrnftebt ana(#l — aSalrnftebtii 



IValferlffilHse todlntftitre llcrlitiiMMgeiL 

3)ad 9ittrum ber SRten. SDeir 9lame €oba fommt BetetiS 
im 17. 3<^r^unbert bor. tlm 1759 tamrbe bon Slarggraf ba« 
9latrum aU ft^ed minetalifd^eS flttalx, bom StaVx, dtö ft|ed begetoN« 
Itfd^ed 9QIaIt, unterfd^eben. 

3)ie berfc^iebenen Slairumcarbonate, toeld^e in ber 9latur bor< 
lommen, ftnb bor Vlo^i geiod^nlic^ bertoed^felt unb fftr gleid^ Qf- 
fydUn toorben. 3Rof)i unterfd^^teb ein r^ombifc^ Ir^ftoSiftrenbed €a^, 
X^ermonatrit bon ^aibinger, unb ein IKnor^ombifd^ed/tpeU^ 
er ^.emitxidmatifd^e^ 9latronfaI} nannte. S)iefe« ift bie &}߀dH Sobo. 
eine britte ©Jjecie« M Sa^ge, f^bifd^er ßonfui in ahril^ofi« be« 
fannt gemad^t (1773). ©iefc fü^ ben Slawen Xrona, hrie fte an 
ben gunborten in ber $robinj ©ulena, jtoei 3^gereifen ton Sojan, 
genannt »irb. 3)iefe ift bon ALat)rot^ (1802) analt^ftrt unb bon 
3Ro^% aU ))ri9matoibif(^ Xrona^Sal^ b^etc^net roorben. — S)er 
^ermonatrit ifl juerft bon Seubant anall^ftrt tvorben. 

3)ie SRifdS^ungen ftnb: 

Jlo^cnfAttrc 

Soba 16,39. 

2:^onattit 35,89. 

2^rona 40,16, 

«illlKfftt SefHmmt unb nad^ bem fran)9ftf(^ (Slfemtet SaV* 
luffac' Benannt bon öouffingault (1826). ßbrbter, SB. ?^il* 
li»)« unb J)e8cIoijeauj l^aBen feilte ÄrijflaHifation benimmt. W« 
jeftt mit ©id^^eit nur bon fiaguniffa in aReriba Befanni — Stoffkn* 
fäure 27,99, ÄAlferbe 18,00, flatrum 19,75, JÖaffer 84,86. 



Kainini. 


Safer. 


21,66. 


62,95. 


50,14. 


14,47. 


37,94. 


21,90. 



)ll|09|il|orfoitre HrrbinitiHgrii. 

«>«lit. S9t SBerner balb fär ^lugf^Hit^, Balb fär Aquamarin 
T^cdUn obf^ffitSd^örl, S^foKt^ k. SSievner crfannte i^n giictft 
n 3a^ 1775 M ein etgent^mlic^fd SRineral, unb A(at)rot^ 
rigte 1788, ba| ed aud ))l^od))l^orfautem AaR befleiß. 3)avduf l^n 
ab i^m SEBerner ben Flamen 9ipaüt, bon unarao}^ dnart/^ 
^etxuQ, 3:&uf<^nfl, ioeil bre SfRmemlogen fo trirffac^ fiber fein SEBefen 
i^ 0et&uf(^t ^aben. — 3n dner Sarietat bon ^rifd^ GHücf )u Solenn* 
S^orgenfihbt glaubte Xromdbotf (1802) eine eigent^Onißd^e Srbe 
mttoedft }u ^ben, bie fr bon i^ren gefc^madlofen &alyni Xguft« 
rrbe nannte (bon jäyiyaxo^^ t9eld^ eigentlid^ ^nic^t geloftet, niil^ 
jeerffen" ^ftt) JtIat)TOtl^ unb Sauquelin loiberlegten biefe 
iCngabe. 

Sen e^Ior unb f^btorgel^ bed X^xititd ^ben |uerfl ^elletter 
unb 2)onabei (1790) im. faferigen SItKttit bon Cfttemobuta, unb 
Ala)>rot^ bie ^bt^ffinre im erbigen.bon Watmorofc^ nad^getoiefen 
(1807). ®. Slofe fteOte barflber (1827) genauere Untcrfuc^gen 
mit frVfiallsftrten Sariet&ten an unb geigte , ba| ber ®e^It an S^lor 
unb Slttor toefentlkl^ fel^. SBd^Ier ^e au<^ in bem ifornorf))^ 
^t^rmnoc^l^.e^lor gefunben. a>ie ^c^ung ift: $^o«t>^orfaure 41, 
ftaDerbe 48->50, €^Ior« unb griuorcaicium 10 $rofent. 

S. Olaver, ^ äteinfd^ unb X. Söget i^^n im Wo«)»^orit 
t>on Xmberg, Wt>to\^ unb ^c^dmfi^I. bei 9EBaIbfa|en 6))uren bon 
3ob aufgefunben (1857 unb 1858). 

^aul^ berjetd^et (1822) am S))atit 14 AtVßaDcomBioattpnen, 
bie ^emiebrifil^ (Skftalten beffelben fmb )uerft bon 91 o^ 4« ^at- 
binger (1824) unb 9t au mann ertofil^nt unb gebeutet toorben. Sine 
audfü^rlic^ Srbeit über feine RrV^aDtfation gab SD.eScIoigeaui: 
(Ann. des Mines, III. ser. t. IL). 9larc ^t (1831) ben VifoAi 
tpA\il untnfwl^t, lonnte aber bie bermut^ete SircuIai))pIanfation 
nid^t ftnben. 

3n Betreff ber $^od))^ore«cen) mad^t ^auv (Tabl. oomparat. 



420 '• ^tut>t>^n ber nic^tmeMilif(^«i Sttneralim. 

1809) bie Scmnfuno, ba| nur iene .Ibl^ftaSe t>^o^^or(drirfn , an 
toeld^en bie baftfd^ %läd^ toorfontme; in feinem Trait^ de Min. 2. ed. 
ettDä^nt er, bag X^eobor b. Sauf füre bun^d^^i^ng t>on ®l^)>9 
mit $^o«)}^orfäure ^patU barflefteOt l^e, ioeld^ eefas^ ))^o«))bD« 
redctre, ni<^ aber burc^ Srioormen. S>iefer Ifinftlid^ 9bfaüt habt 
femer bie (Sigenfd^aft QC^abt, tme ber Xurmalin ^t^oelectricitat gu 
jetgen (!). 

Serül^mte ^nborte für fc^dne Xt^atith^aOe finb ber et. ®oil 
l^arb, S^enfriebereborf in ^ad^fen, €onilt>aIIid, Srenbal, 3^^ 
t^I }c. 3n größeren 9Raffen lommt nur ber biegte »{Kttit ($^^ 
p^oxxt) unb ber faferige t>on ^emabura bor. 3)er le^tere tmsbe 
im So^re 1788 old Sauftein gebraucht ©egentp&rtig iß ber, mit 
@<l^h>efelffiure oufgefd^Ioffene, äl^Hitit ati 3)ungmittel bon grofer 
SEBid^tigteit getoorben. 

@inen 2alfa)>atit mit 7,7 $rocent XaOerbe fyii ^ermann 
(1843) )u Äufin« im Ural entbetft unb befümmt. 

9)er ^rancoUt, t>on SBeal ^anco bei Xobiftol, bon »roofe 
für neu gel^alten unb t>vn %. ^. ©enrV (1850) analJ^ftrt, ift ftpaüt 

ein jerfeftter 5t»)atit fc^nt ber Dfteolit^, bon oarioPy »ein, 
Änod^en, unb l/&ogy ©tein ju feVn, toeH^ SromeU benimmt 
^t (1861). 2)er 3H)atit-ij» auf berf<^iebene aSWfe lünfWii^ >)ar8efteia 
toorben bon SRanrofi, gfi^rd^l^ammer unb ©aubr^e, todi^ 
a)ämt>fe bon $^o«))^ord^{orib fiber rot^lfi^enben ÄoB leitete <1851). 

ffiagscrit, beftimmt unb anali^firt bon 3. 91. gud^d (1821) unb 
benannt nat^ bem bamaligen Dbcrbergratl^ fflagner. fflSürbe frü^ 
für Xopa^ geilten. Ueber feine ftr^ftaffifation f<^rieb Seb^ (1827). 
SlammcUberg fyit i^n 1846 anali^ftrt. — $^o«»)^orfaure 43,82, 
Slagnefia 37,04, gluor 11,73, aRagnefium 7,41. ginbet fi«^ felff 
feiten im ^pöOgraben bei SSerfen im Saljburg'fc^. 

«»W»|i«lt, Don »reitbauj>t ob Specie« aufgefieOl (1817). 
9Ran ^ieU ba« SKneroI früber für Sfojjolitb: nm nun )u erinnern, 
bafc fein e^wItungetoinW größer, al^ 90« tme beim eft^olitb, gab 




vettbaupt ben Ütotnen k^on afii/9),v/cSrtogy ft^iefhrinfltd^. Set- 
CtuiS l^t t^n juerft d^emtfc^ untcrfud^ unb ben Sit^ottge^alt auf^ 
ftinbffi (1820). (Sine gemine älnalt^fe ^at StammeUberg (1846) 
Tiefet t 

^l^oeJ)^orfaure 47,66, 2:^onerbe 34,47, Sit^ion 6,94, «Ratrum 5,95, 
fuot 8,50. — e^futSborf bei ^Senig in Gaij^ai. 

Iei0tiai, auäf Aenotim, t«on itifog^ fremb, m€p6^, leer, unb 
#ju//, @^re. Seftimmt bon Ser^eliud (1824) atö p^o^tl^orfaure 
)ttererbe. SerjeliuiS glaubte frfi^r (1815) eine eigentli^ümlic^ @rbe 
arin gefunben ju ^aben', bie er X^orerbe nannte, berid^tigte aber 
»cn i^rrt^um in feinem ^o^^^^c^t für 1825. 

Seubant b<^t babon SSeranlaffung genommen, bem 3RineraI 
>en Flamen Xenotim )u geben, ^aibinjer unb Sd^eerer Ij^aben 
>ie Art^ftaüifation beftimmt. — ^aibinger nennt badäRineral nad^ 
Dem (Sntbetfcr beffelben XanI — Xantit. 

^kfit, l>on Sreit^aupt (1813) aufgefunben unb bon SBer« 
uer fürXfkitit geilten, tomrbe bon^aibtnger ab bon r^ombtfd^r 
5lxi^flaOifation beftfanmt unb nac( bem fäd^ftfd^ Dberberg^uptmann 
Saron b. {^ erb er benannt. 6oQ^ aud $^o«)>^orföure, Half« unb 
Xi^onerbe beße^en. — (8^enfrteber«borf in Soc^fen. 



lUofferljaliigr plio%p\f$xfMxt tlerbtiiRMsrii. 

2t)ilU|. 2)ad Stineral tourbe anfangt ffir notürlid^ SerUner« 
b(au, natfltlid^ Smalte, 8ergblau unb Safurftein gelfialten. Unter 
bem noturKd^en Sa(inerb(au berfkanb man ben SiDtanit Alaprotl^ 
;;figte (1795) guerft, ba^ ed t>on biefen t^d^i^en feV unb fanb Aiefel« 
erbe, X^mierbe unb SifenfaD old feine Seftanbt^Ie. 6r fd^(ug Dor, 
ce l^ajufit^ ju nennen. Unter biefem Stamen unb unter bem Slamea 
Slaufbat^ (bie Sarietftt tion Ariegla<^ in Stevermorl, toeb^ 
l^uerfi bon SBibenmann 1791 beebad^tet nmrbe) ret^e ffierner ba« 



422 I- ^nt^^fn 'Vn nic^titietallifil^ SKitfroltriL 

SHineral an ben Safurftein an. Sim btefrm fBlav^patb gol y .: 
rot^ eine (fuantttatit>e Xnall^fe (1807), bei tDrlc^ bte^^e^N^ct^ 
nid^t gefunben toutbe. (Sbenfptoentg ^atte fie 2rom«i9berti>' 
beobad^tet. dvft gfud^d entbedte (1818), ba^ bcr £a|iifiib : 
42 ^ßrocent ^^odj^^orfäure entl^Ite unb gab eine quantitativ Xa^ 
»onad^ er enthält: 5p^og)>l^»rfäure 4l,ßl, Zl^ntrbe 35,73, Ii. 
erbe 9,34, Äiefclerbe 2,10, ©fenojvbul 2,64, SBaffer 6,06. e?c:-- 
änolJ^fcn mit Varietäten onbeter gunborte t)on Slammeif^ ' 
©mit^, Sruf^ unb 3>öelfiröm geben eüoaö toenigcr Ibrrz! 
betätigen aber im allgemeinen' bie gnd^^'fc^en Stcfultote. 

Sernl^arbi l^ielt (1806) bie JtrVftaCifation fftr tcfferol vst^ 
2a\\xl\ti) für eine Srt bon ©^tneO, $l^illi)>d Bat bie %ctma i 
r^ombifd^) genauer be|itimmt. 

Sei ben e^anjofen fül^rt bad äRineral ben Slamen Jlla)»reti' 
md^ ÄIaj)rot^ bon SJeubant öorgefi^Iagen. 3m ^obre lS5v - 
man biefed feltene SRinerat in fd^dnen Jtrt^fiaOen ju £incoIii4»3::r 
®eiyrgia gefunben. 6te ftnb r>on 6^. U. 6^e)»ar b IbefAiiebe« tevrr- 

Sniuiberoit, nad^ bem S^emifer @))anberg tH>n 3- OB' ' 
ftröm beftimmt unb benannt (1854). jtomtnt mit £a}uli^ - 
^orr^iöberg in äBermlonb bor u&b befte^t aud ^^o^p^otiäuu ::.^ 
@{^tpefelfäure 17,32, X^onerbe 37,84, jtall 6,0, <£t|^noc^ ^ 
Statrum 12,84, SEBaffer 6,80. ~ a)ie An^ftaDifotion bot £au: 
beftimmt. 

SaHeUit. iRai) bem (Sntbed^er Dr. 98dbe( bon Sabtngtni : 
nannt. 3)at)t^ unterfud^te i^n juerft (1805) unb JtIti}>rotb (i^i 
2)nb9 nannte t^n ^^btorgilit. Seiben entging ber (Sle^alt ob i:* 
))^orfäure, toeld^n gfuc^d (1816) entbetite, ^uerft im aBoucOit er 
Smberg, toeld^en er Safionit nannte (bon Idaiag, bit^ bct«:r 
vaul^, bid er ftd^ überjeugte, bag bevfelbe iwm SBobefltt twn $^ 
fta^l nid^t i^erfc^ben fe^. — Seine 9lif(^ng ift: ^^eftp^TfäniT ar^: 
Zbonerbe 38,13, Soffer 26,73. -^ Seine Str^NItfatiDn bafm f^: 
\ip^, »ttfr^noj^ unb 3. Senff befKmmt (1B30). — ^ebrr ^r 



fBafffv^tige ^i^oi^ocfattfe Verbinhingeii. 423 

rr @triegifan Sreit^att))td, Don Sangntfittifgi« in €a<^fen. -~ 
lud^ bct ila)>nitit, Don jtenngoti na^ bem ^nbort Aa^nidf in 
Ingatn benannt, gti^tt nac( bor Xnoli^fe Don ®. €t&belet jum 
»BaDeOit 

ftilitt^ na(| bfm Stomen eined Steint xakaf^, todd^ bri 
liltntud ald ein meergrdncr Sbelfiein ang<ffi^ nritb. (Et ^^ 
luc^ 2;ütltd Don iuv^oifle, iürtifc^, tt)ri( tx ou^ ber Xibdki )tt und 
f^ebvac^ tDirb. 3oit^. ^ifc^er unterfc^ieb (1819) bret Sbtm, bie 
er JtalatI, älga)>^it (Don $nu Slgo))]^ oufgefunbcn) unb ^o^tl nannte. 
(Sr ^ielt t^n fär X^n, mit Jlut>ferosVb«^)^rat gef&rbt. ^o^n ^t 
i^n 1827 juerft anol^ftrt unb {^ermann 1844. ffiefentlic^: Vk^^ 
p^orfäute 30, X^onetbe 45, SESaffer 18, Jtut>feretV^ r Sifimofl^. . 

S)fr ald Sbfiftdn braud^bare Aalait bmmt unter bem SSamen 

^ürfid aud $erfien unb aud ben SSüften Xtabiend. Son ba^ fanbcn 

ftc^ bei ber Sonboner 3nbuftrie - XudfteOung im So^e 1851 audge« 

^fic^net fc^5ne Qtistmplaxe bid gu ^felnu|gr5^. 2)er. gtfine fc(Ie{t{<^ 

tft tDenigcr jum S<^Ii{fe brauchbar. — Ser fid^ Xfiriid mitb oft mit 

bem fog. S^^nturfid Derh>e(^felt, biefet ftammt Don SRaftobong&^en, 

bie blird^ Aut)fero|l;b gefftrbt finb. — Der $reid eine« fil^anen orien« 

'tolifc^ iürli» Don erbfenßröfee ift 8—10 ©ulben. — 3«« 5Wufeum 

ber laiferlii^ Uabemie )u VtoÜau befinbet ftc^ ein Xfirfid Don 8 SoD 

l'änge unb 1 SoO Sreite. 

Xe^id^ toafferl^ltige X^on^^o«))^ate finb ber ^eganit Don 
etriegi« in ©ad^fen, teeli^n »reit^auj>t beftimmt ^t(1830), Don 
%i)yavov^ 9laute, toegen ber r^ombifc^en ^ridmen unb t^rbe. 

%ct ^tfil^erit, nai^ bem ruffifc^n Slineralogen unb $etrefacto< 
logen 2^if<^^t Don Sßalb^eim benannt unb beftimmt Don ^er* 
mann (1844). — 5Jon 3Kfd^ne lagitef im Ural. — »eibe 9Rine= 
rafieti \fiX ^ermann (1844) anab^r^tt unb fanb im $eganit: 
$^)>^orffiute 30,49, X^erbe 44,49, CifenojVb 2,20, SBoffer 22,82; 
im gtf<^t: ¥H>)^orfäure 29,03, X^onerbe 38,47, Cifenoftb 1,20, 
Sajafjer 27,50, ®angart 3,0, Äuj^ferofl^b 0,8. — (Kn anbete« Xbon* 
^tA^i Don 9ii(^onb in Dtaffa^^ufett« bat ^ermann (1848) 



aual^fttt. Sd b<Ht au«; JßlM)>^^ure 37,62, X^onetbe 26,66, 
SBoffer 35,72. •;^ermaitn ^telt e^ für ben Don ^mmon^ Jbcnannten 
(»ibbftt, biefet ift aber ein X^onerbe^teat. Setgl. ®t(b{tt. 

99rett^au))ti^ SBandcit ift ebenfaQd nad^ ^lattner ein 
nniffer^Itiged 3:i^onerbet)Mpl^t. ^er 9lame ift t)on äiari^a (Soigt^ 
lanb) geßcben (1837). 

ettttHU^ nad^ bem ÜKiniftet Don ®txuin Don Ules benannt 
unb befUmmt (1845). S)ie n^gen il^ eigent^ümKcl^cn ^eminiott>bie 
merttoürbige Ärl^ftftlfifatiott xfk Don SRars beftimmt toorben (1846). ~ 
SMe äRifd^ung ift bie bet ))l^od))l^otfauren Xmmom2d(s9Ragriefta. 1845 
in* einer äXoorerbe beim ®runbfeau ber ®t. 9tico(aitirc^ gu ^mbur^ 
aufgefunben. 

'{yDbrO'tl)palit I;atZ)amour ein tuafTerbaltige^ 5taIf))(;De)>^at aus 
bcn ^P^re'näen benannt (1858). 



fiorfunrc tterbiftittitgen. 

€af|o(tii* 3la^ bem ^unbort ®a{{o in 2^od{ana Don Aarften 
benannt (1800). Sie äJorfäure tmirbe im Xo^tanifd^en Don ^oefer* 
unb äRadcagni im S^^re 1776 entbectt, im firoier bed äSefuDd 
fanben fte SRonticelli unb SoDeüi im ^aifct 1817, auf ber 
3nfel SSuIcano iourbe 1810 eine t^abrif ^ut ®etoinnung errichtet. — 
^la)>rot^ anal)^ftrte ben @af[oIiu Don ®affo (1802) unb @tro^ 
me^er ben Don 9}uIcano. SBefentlidi): Sorföure 56,4, Sßaffet 43,6. 
— 2)ie ArVftaDifation beftimmte SRiller old flinorl^omboibifc^ (1831). 
—7 9lad^ @. 93e4i (Studi sulla formazione dei sofHoni boraciferi. 
Firenze 1858) fteigerte fi^f bie ^ßrobuctjon ber Sorfäure in Xoelana 
Dom So^re 1851 bi« 1857, Don 21,269 SPfunben big gu 301,9.30 ^funb 
nni er glaubt, ba^ man in S^^^i^ft gegen eine l^lbe SRiUioti $funb( 
getoinnen n>erbe. 

9$mit 3uerft Don ^afiud unter bem 9lameh fubifc^ct 
Üuarji beji^eben (1787). SJon äBernerbenönnt. Sie erfte äbtaCt^fc 



ft t>oii Sieftrumb (1788), totld^ bie 8arf&ute borin fanb unb 

leben bo: XaUnrbf tioc^ Jtallerbe angab, bie ba< 9Rinetal nti^t ent^t 

(iauquetin fanb bei fcintr Xnah^fe nttr bie ^Ifte bet entM^enen 

Dlagnefia unb na^ben 9leß für Sorffiure. Qknauet hHtr bie Xna« 

Vfe t)on $faff (1813), mit toeU^er bie ^päUxn bon StromeVer, 

2(rfDebfon unb ÜRammeUberg überdnflimmten unb bie ju ber 

SMmel Mg'B^ führten, bid bie neueren Unterfud^ungen Don $. 

fKof e (1858) unb ^tinit (1859) )eigten, bag bet Soracit auc^ S^lor« 

magnefittm unb ^nnir 10V2 $tocent ent^be. Zkig ber Soracit bunift 

(Srtoarmen electrifd^ toerbe unb Dier electrifd^e 9(|[en beft^, ^t )uer{i 

^auV (1791) ee^eigt, ebenfo, ba^ biefe ät|en ben (Edenasen bed 9EBfir« 

feU entf)nreil^ unb bie berfc^iebenen $o(e tvie beim Xurmalin in ber 

äu^en ^läd^nerfc^einund {i<l^ bejeic^nen, inbem ber negatiDe^oI mit 

ben nic^t k>eränberten Sdfen, ber ^ofitit>e aber mit ben burd^ bie Xc< 

traeberfläd^ t>eränberten ilbereintomme. Studfü^Iid^ ift feine (Slec- 

tricitat t>on ^anlel ($O0O. Xnn. 50. 1840) unb Stieg unb @. Slofe 

O4$O00. äinn. 59. 1843) unterfud^t toorben. 2)ak)ib 9ren>fter mad^te 

(1821) bie Semerfung, bag ber Sorarit ftd^ opix^if bot)))e(t6red^nb 

oer^olte, ba^ bann einige JRineralogen, barunter Seubant, ba^ 

Art^ftaOfl^ftem aU ^agonal nahmen unb bie a(d SBurfel geltenbe 

^orm für ein bem 3BärfeI fe^r na^ommenbed Sl^omboeber erfl&rten, 

bid Siot (1843) feine ätrbeit über bie Polarisation lamellaire belannt 

mod^te unb bamit bie Xnomalie be^ o)>tif(^ SBerl^Itend be^ Sorocit 

ihre ßrttärung fanb. 

D. Solger bat eine intereffante 9Ronogra)>^ie biefe^ SRineraU 
gcfcbrieben (^nnot>er 1855). 

£er 6ta|fart|Ur nad^ bem f^nbort ®tagfurt^ in ber $roDin) 
8a(^fen bon @. Slofe benannt (1856), tourbe )>on jtarften entbetft 
unb ifl na(^ ben älnall^fen t>on $ein|(, Sietoert u. a. Soradt mit 
1 ^tom SBaffer unb toabrf^^inlid^ rin S^^u'^G^t'^o^u^ beffelben 
g(ei(^ bem ^arafit Sofgerd. 

tMrataracit, borfaure Aalt: unb Xallerbe mit SSaffer. (Sntbetft 

» 

unb befKmmt Don $. ^efc (1834). — jtaulafud. — Se^r feiten. 



9M!M)Ü, Don podiVfo, ber Stofe gletd^. Son ®. Stofe entiwtft 
unb befc^rieben (1834); n fanb fein elecirift^ Stor^m tme beini 
Söracit. »efiel^t naif 9lofe toefentUd^ au« Sorf&ure unb AaDert)e. 
Onantitatit) nod^ nid^t analJ^ftrt, — Sibcricn. — ©el^ fdten. 

9mtültit 3)ana nennt tl^n ^^eftn, t>on bem StuHMtn 
^a\^e^, tocl^n au(^ (1848) geigte, bag ba« reine SRinetoI nur aud 
tpafferl^ltiöer borfaurer ÄaHetke befte^. — i^fquicfue in Sübomerüa. — 
@. Sed^i ^ot i^ 1853 in ben Gonaetionen ber Xodlanifc^ @offtom 
gefunben. gfür bad Aalfborat Ca B? giebt bie STnah^fe tn>n Scd^i 
4Aq, bie toon ^a\^e9 6Aq. 

VorosqlrocalcU^ ber ^ame tn Segte^ung auf bie Slifd^ung^t^eile. 
Säon Ulej befd^rieben unb anal^firt (1849), ebenfo bon SDiff unb 
9lammel«berg. SBefentlid^: »orföure 45,66, ÄaH 12,21, Ha* 
trunt 6,80, SSäaffer 35,33. — äu8 bem füblid^ $eru, too e« ben 
giamen lija fü^rt. 

Xiiifal, ber orientaltfd^e 9lante be« Sora|. äti« S9t(^ittel fc^on 
im 15, 3al^rl^unbert crtofil^nt. Um bie SWitte be« 18, Sa^r^nbert« 
^ielt man i^n für ein 5tunft))robuct, unb 1753 fiugerte ber 3)ane, 
Dr. Snod, ber Soras tverbe in ^^bien au« 9[(aun, bem 9RiId^faft 
t)on €u))]^orbium unb Sefamöl bereitet 1773 befc^rieb Saum 4 eine 
Seobad^tung, h>onad^ aud einer 3)2tf(^ung )9on 2^^on, %ctt, äBajfer 
unb ^ferbemift, nad^bem fte 18 ÜRonate lang an einem f endeten Ort 
geftanben, Soraj gebilbet toorben fe^. — ®a| ber Soraj öorfaure 
unb SRatrum entölte, mar fd^on in ber erften ^älfte be« 18. 3«^' 
liunbertö befannt. — a)ie SWifc^ung ift: Sorfäure 36,58, Slatrum 16,25, 
fflaffer 47,17. — ^au^, aKol^«, Sij)j)c u. a. I^aben bie Är^ftatti* 
fation beftimmt. — 93or}ügIi(^ aU äludblü^ungen bed Sobend an Seen 
in 2;ibet, Snbien unb ß^ife. 

SarbereUit, benannt t>on 93e(^i nad^ bem (ärafen't^r. £arbe< 
rell unb )>on i^m anal^firt (1853), unb aU tpaffer^Itiged bor> 
foured Slmmonia! beftimmt: 93orfäure 69,24, 9lmmoniumosVb 12,90, 
aöaffer 17,86. Äommt in einem Sagunenfrater Slo^jana'd t)or. 



iliffdet^e imb hefftfmire tSfrMnbungen. 427 

fitrfelrrir nni ktefrlfanre ^erbtninngtn. 

2>er 9er0(n^aII toax fd^on bm SHtm lo^l^I Mannt ixvki fagt 
rliniud bon i^m ^quare sexangulis nascatur lateribuB, oon facile 
itio' inveDiri potest.** — 3lm aDgemeinm 2^1 Wefcr ©efd^til^te tft 
mni^nt, bai er (Segenflanb bet Unieffud^img toax: t)on ^u^geti« 
1629 — 1695), ber feine bo^^te Stra^tenbret^ung entbecfte; bon 91. 
io^U (geft. 1691), ber in einigen ftrl^ftaDen SEBaffertrot^en beob« 
Kittete unb barau^ auf feine Silbung ati« bem griüffigen unb SBeid^en 
d^lü%, feine ^amibale (Seftalt befd^^^ u>ib bad ft^fifd^ (Setuid^t 
>cfttntmte, toonad^ et unml^gKc^ ein im^ftete« 0id fel^ lönne, ttrie 
Diele glaubten; )>on @teno (1669), ber bie ArVflaOform befd^eb unb 
auf bie ©treifung aufmerffam mai^te; r>on Sd^eud^ger (geft. 1733), 
r>€x i^ ben Xmel^vft )ui^(te; Don (^ap^lUx (1723), ber bie Sinfei 
)eiiier $l^amibe befKmmte; Don Sinn^ (1749), ber glaubte, bag er 
bie ^orm be« 6al|)eterd ^be; Don Storni be TS^Ie, toelc^ feine 
'^t^amibe mU ber &^nlid^en (Kombination bed fi^tvefelfauren RalVi filr 
gtei4^ ^ielt. 

^au)^' no^ ate Stammform bad ät^omboeber ah, ioelc^ bun^ 

j^emiebrie aud ber ^agon)rt;ramibe entfte^. Sr befHmmte 1801 nur 

H formen, n>obei bie Xxapeifläd^ (ber Xra))e}oeber) an einer Sarietöt 

Quartz-hyalin plagiMre angegeben ftnb. 1822 fü^ er 1'3 Combi* 

nationen auf. Unter ben ft»fiteten ftrl^ßdOogra))!^ ^ben fti^ 9Beig, 

{laibinger, SSafternagtl, e^e))arb, &. 9lofe (Xbl^nM. 

ber Serliner Xtabemie 1844), 91 i der, Sella u. a. mit ber Art^* 

ftaOif ation bed Ouarjed bef<^ftigt. 9ef onber« aber bat Z)e«c(oi)eau| 

eine SRenge neuer ^ää^ entbecft unb ein treff(i(^ ®efammtbilb bec 

Quaqformen gegeben (Ann. de Chim. et de Phys. 1855. 3; aer. 

XLV. 129), iDorfiber 6. gf* Slaumann nmter berichtet unb feine 

tTVftaOö0ra))^f(^en 3^4^ ^^^ angetoenbet fyit (9i 3a^b. für 

IRineral. Don Seon^rb. 1856. p. 146.). 2)ie JtrVftaOrei^ ffeeOt fi4^ 

banad) ale eine bö<bft rei<be beraub, unb Hmben an Stbomboebem 



unt^ Qkgetir^omboebern , trigonalen Xraf^qoebeni unb ^^amiben, 
^riiSmen 2C., 166 loerfc^iebene t^ormen gejault, ^abei jeigt ftdb ta^ 
äior^enfd^en einer tetartoebrifd^en 9[ud6i(bung bed @vfteme9, loe((^ 
9latimann (erettö im ^obxe 1830 für biefed atineral erlanitt ^t 
(ArVftaQo9ra))^te J. p. 492). — 3ioiDinfi^bilbttngen l^en juerfi SBei^ 
(1816) unb ^atbinger (1824) befd^rieben. 

9(m Ouat) l^at ätrago bie 6irfuIavt>oIari(ation bed £i(l^ted enl- 
befit (M^m. de riustit 1811). 2)a| bad o)>tif(l^ Ser^Iten im 3u> 
fammen^ng fte^e mit bet Sleigung bet Xra))QoeberfI&d^ nad^ Snb 
ober rec^tö gegen bad.^ridma, geigte $erf(^el (1821), ^ -- tteber 
eine begfiglid^e 3)re^ung an Serglrl^ftaaen fd^eb (S^r. SBeift (1886). 
2)a| ber neUenbraune 8ergIrt^ftaD<9lauc^tD)}ad) ald Xnolt^feur bienen 
f önne h>ie ber Xurmalin , mit biefem. aber in ben Srfd^nusgen nur 
übereinf omme , toenn feine Jtrt^ftaSase ^origontal liegt, tvo bie bcd 
Xurmalin^ bertilal gefteKt i{t, ffaU iif gegeigt (1830. ^ogg. 20). 

2>ie $oIarifation^erfd^nungen bed Duotjed in einfach unb 
combintrten platten l^t cm^fü^rlic^ 6. S. Xir^ unterfitdj^t nvi^ 
grei^nel (1831. SJlogg. 23 unb 21). 

2)a| im Slmetl^^ft red^td unb linld bre^enbe Ouarg^^nbibibuen 
berbunben fmb, boben Sretofter, 3Rars (1831) unb ^aibinger 
barget^n. ^aibinger geigte au6f (1847), baft fu^ ber Smet^fl 
auf ber baftfc^n (angefc^liffenen) P&djie mit bem 3)id^ofto)> unter« 
fu<l^t, bi(^romatif(^ bereite unb nid^t toie anbere einaiige Slrl^ftalle 
gleid^farbige Silber gebe, melc^ Srf4fjrinuiig mit ber ertoä^nten Ser* 
^4fung gufammenl^ängt (Sergl. @i$ungdb. ber 3Biener Xtabemie 
b. gas. 1854 p. 401.). — 2)ie ©tructur unb ten »au i>er Duorg* 
fd^ftaDe ^ben ^r. Se^bolt (1855), J3. b. Sang (1856) unb 
^r. @(^arff (1859) gu beleuchten gefud^t, unb finb mi^ £evbi>it 
aUe Ckarglr^fiaSe aucf ben im ^esagonalen S^f^em borlommenben Hernie« 
brieen gufammengefe^^t unb meiftend 3(ggregate bon B^oiliingdbUbungen. 

> 55evgf. 3? Ute, lieber beu 3«fflnm>«nl^ö»9 t« ej>tt{(i^en öigenfc^ften ber 
VergtrvfioQe mit i^ren äußeren fr^ftaflogro^^ifc^en ftenngei^en in ^cgg. knn. 
1837—1840 iiub beffc» „a)arjteaung ber garbenJe^re'' 1853. 



ftt({r(frbe unb (iefelfaute Sabrntungen. 4^ 

2)ie an ben $l^vairoben borfornmenben fletftgen, aud g(atten unb 
aui^cn &Uüen (eftei^ben 3^<^nun0fn fhib toon SS eil (1816) unb 
>aibing«r (1824) burd^ B^IIingdbUbung (SerhHid^fung }meter 3m 
»toibum, tpdd^f um GO^' *um bte ^au^a^e gegen einanbet gebrel[^t 
tnb) erll&rt h^orben. 

^v ein 9l^omboeber a(d Stammform ftimmen ani) bie itbrng- 

^^uten, toeld^e ®at)att (1829) an Quat)))Iatten beebod^iet ^t, 

ttycnaif fU^ nur bie abtoed^felnben %Uiiftn ber $v^a^^ 0l^(^ ^^' 

ballen K. 3)a| gefd^iAoI^enet unb nrieber erflarrter dMati feine bo^ 

)9elte Strahlenbrechung befttK. ^at 8reta>fier (1831) beobäd^tet. 3)0^ 

beffen f))ecifif<H ®eHri4t bid 2,2 fid^ bermtnbere, ^at 6^. @t. (Slaire^ 

3)6t)ine (1855) ge)eigt, unb borauf ^n, fotme in Stficffid^t auf bie 

(Sigenfi^ft ber 3)o)>t)eIbre(^ung ^at ^. ätofe aü IfMfft Wafyc^d^nliif 

angenommen, ba| ber Duarj ni^^t aud bem Sfeuerftu^, fonbem auf 

noffem SSege entftanben fev (^859. $ogg. 18), unb ebenfo ber 

Ghranit, toie ed bereit« 3u^<^^r Sifd^of u. a. gegen bie ^bttoniflen 

Mrt^eibigt ^aben. 

2)ie Jltefelerbe tanirbe fc^on im 17;.3a^rl(ntnbert aH eine befon« 
bere, bie fog. glatec^tige (Erbe, totldfe mit pa^tnUn SuffitK^ )u (Sfod 
fc^melge, be^eic^nei 3)ad Silicium tamrbe boraud, ^uerft t>on 9 er« 
)tliud bargeßeOt tl824), in fei^ftaOinif(^n Slättem bon SEM^Ier 
unb Xyebille (1856). 

3)a| ber Duarj toefentlid^ aud ftiefelerbe befie^, jeigte 8er g« 
mann (1792), Xromdborf, ®ul^ton, ftla^rot^ tc, unb fflr 
ben Xmet^Vf^ S. Stofe (1800). Xd^arb IfotU in le^terem (1784) 
60 $rDcent X^onerbe unb 30 ißrocent Jliefelerbe gefunben. 

Berühmte gfunborte großer unb tUirer Duarjhvfiane, fog. 8erg> 
{r#alb,jnb bie Xlt^en berSc^toei) unb 6at)ol^end, 8ourg bXHfan« 
in ber S)attt)^n^, Sd^nit^unb SRarmorofc^ in Ungarn, Staboga^ 
tor, 9{äD*9or(. 

Ueber bad Sorlommen in ber Sc^toei) fd^rieb Oruner im ^afftt 
1775: „3n bem 3inlenberg an ber ®rimfel ift bor fflnfjig 3a^en 
ein AeOer (ftrVflaaieOer) entbeA hH>rben, ber ^unbert Gentner an 



ftrVftaUelt reid^ toax , unter .toel((m ft<^ t>olIfommen reine Jlrl^liaQe t>o\\ 
100 bid 600 ]a 800 $funb an ®eioi(^t fanben. 3n bem Serge 
ttr«lattt.'tanirbe ein ileDer eröffnet, ber 15000 Qhtlben an Sfortb 
gefd^lt toorben x% (Sin anberer, attf bem Serge Sonbbalm, toeU^ 
900 Qiud Ar^ftaOe bon l»erf(^tebener &t'6it entlob, unb no«^ ein 
anberer in bem itreugßftode t)Ott '24000 ®ülben an SSBeri^. 3n bem 
Serge ^ogbom bei S^fc^bac^ ift bor loenigen ga^ren ein JUIbr er« 
öffnet toorben, in ioeld^, unter ui%&^Kgen Jtd^ftoDen, eine €&ile 
t)on 1400, eine bon 800 unb eine bon 600 $funb, aBe fo rein, old 
toan iemaU no(^ gefe^en ^t, ftc^ borgefunben ^ben." 

Z)ie JtrVftaDe oon SRaboga^r foBen guioeikn 15 btd 20 ^| 
im Umfang fyiben. Jtn^fta&e bbn aufterorbentlid^ <9rd|e fanb man 
aud^ (1852) gu ßrafton in SoKnecticui, ein ^ridma fogar twn 
6V4 9u| Sänge unb 1,1 gfuft bid , bie ^vramibenfUd^ über 2 ^| 
(ong, bad Sekoid^t gegen 2913 $funbe. — Sinfd^Ififfe frember Stmeml^ 
fubftan)en in Duarglr^ftaDen finb^fc^on bon Sot^(e, @<^eud^)et u. a. 
älteren '^orfd^em beobad^tet toorben, bie 9(b^anblung, toeU^ herüber 
Slum, &. Seon^arb, Se^bert unb@öd^ting gefc^rieben l^oben 
(bir Sinfd^lAffe bon SDlineralien in Irt^ftaDifittett 3RineraIien. ^arlem. 
1854), em^ä^nt 42 aRinerälien nid^tmetalKfc^ unb metaOif«^ Xrt, 
toeb^e .ab .(0% @infd^(üf[e t)oiiommen. < Son befonberem 3nteref{e 
für bie X^orie ber Ouai^bilbung finb bie beobad^teten Sinfd^Iftffe Joon 
Salcü, 2ipaxit, ®5t^it,^ Simonit, ^ifrit, %timonit, ^t^rorgi^ k. 
3u Snbe bed t)origen unb im älnfang bed gegentoärtigen So^r^unbert^ 
n>urben bergleid^en itt^ftaHe mit 6infd^lüf[en bon ben Sammlern oft 
mit großen Summen be}al^tt Sefonberd toaren bie ifiit dtnfd^Uffen 
bon Stutil (^ar* ober Slabelfteine, cheveux de Venus, flaches 
d'amour) gefd|ät}t unb . fanben fid^ bergleic^ in ber Grid^nf d^ 
Sammlung, toeld^fe 200. unb 600 Stubel lofteten. — S)ie im 3a^ 
1826 oon St elfter ate (Knfc^iaffe beobad^teten, jum XI^I fe^ 
estHinfibeln gflfiffigleiten, ^ott X^. Simmler ffir liquibe ftol^Ienfäure 

^ 8ergL auc^ (S. eöc^ting „He <Sinf(^(ftffe oon 9RineraIien sc grdbeiB 
1860" m\> tenngott „€^ung«b. ber ttioifr Wab. 1852 unb 185a. 



Kiefelevbe unb ttefrifdurc Serbtnbnugeit. 431 

[3000. 106. 1858). 2)aB ber Duat) 6)mten kMm organtfd^n @u6> 
nngcn ent^Ur, ^(en itnoc, Stanbed, ^ein| u. a. nad^etmefen 
nb 3)elcffe i^tin maiui^ 0,2 @ticIßoff gefunben. 

äioii bcn Varietäten bed hVfiaDiftrteii Duoqed, bie noi^ ber 
rar6( au(^ t^erfd^tebene Slamen ^ben, SUtin (bie gelBen)^ Statte^ 
D))a9 (bie nellenbvaunen), SRotion (bie fd^toKo^), finb bie t)to« 
^tcn ober ^mtiffl^ftt bi» gefd^älteften.. . S)et 9)ame ftommt tH)n 
tpLidtvarpqf gegen bie Zninteni^t, toofür i^n Sviftoteied lutb 
Knbere em))fo^(en ^bcn. ^e fd^ihi^ Smetl^ liefeit Obetftein 
m 3t9ei6rfi(n<i^» 3iII^rt^I# Sd^einnil, ber Ural, CeVlon unb »ra« 
tlien. Die meifien gefc^ntttenen Sbnet^Vf^ fmninen aud 9rafUien , fie 
ianben frii^ in ^o^ greife, gegento&rtig toirb ein fc^iner einkra^ 
:i0er Stein l^öd^ftend )u 4—6 X^Ier beyi^It. 

SMe ^be bed Xmet^fk, xotH^t einige bon einem 9tangangel^ 
gleiteten, ber ober nac^ $etn| nur Vioo ^^cent Slangan betrfige, 
dürfte nac^ biefem Geifer einer eifenfauren Serbinbung gugufc^reiben 
[el^n (1844). 

2)ie 9Atbe bed Stofenquotied (ben Sobenmaid) ift noi^ ^uc^d 
t>on einer geringen Stenge Xitanin^b ^errül^renb {ßifso. @eib. 62. 
1Ö31),- nad^ Sert^ier k)»n einer orgamfc^en Gubfianj. 

3um biil^ten Cuor) ge^dren: ber ^ornftein', t)imt l^omartigen 
Snfe^ benannt, ber ^oI}ftein, mit ^o^tectur, unb ber C^bifc^e 
Stein, burd^ Jb^Iige Xl^(e gefärbt, unb a\& ^bir^ein gebrandet. 

3tt ben OuarskHmetäten mit Sinmengungen ge^dren ber $raf em, 
))on n^tftfioCi lottd^grün, bad itat^enauge, fo genannt toegen beg 
ecPemd runblid^ gefc^Uffener StüdAr, ber ält>anturin, tneOeic^t 
tfon avenlore, 3ufaS, in Sejie^ung auf ben gufftOigen S^nb bed 
ebenfo benannten '<iUafed bei Sd^meljs^erfuc^' gu SRurano, untoeit 
Senebig, ber Cifentrefel unb Saft^id. 

2)ie fog. ita^augen (mit fafertgem 3>ift^, Xmtant^ k. ge* 
mengt) tH)n 'Stolabor unb (Selylan, HKiren frfi^ fe^ gcf(i^&ftt, gegen« 
to&Ttig roerben gefd^Itffene Steine Don ^felnu^i^ mit 20—40 unb 
50 Bulben bQa^tt/ — Slingftctne t>on dof^d b^ ^^—1 Xhaler. 



432 I. ^ru^^m ber nic^tntftnaifi^n aXttiftaUeit. 

2)er fog. Selenlquarg, ein quaqiger Satibfiein, ber in gTi^^rren 
bünnen $faitten ettaKid gebogen toerben tann o^ne }u ixeäftn, nnirbe 
früher aU eine befonbeve Selten^ fe^ tifciwc beja^It. (Er tfl .)ue# 
iuv ^ijftt 1780 t^on bein SRavqui^ be Sabvabio aud SvaftGen 
naii^ Portugal gebrod^t toorben. 

^i ein X^( bed fog. erbtgen Quotged, fiiefelfinter, Rotier« 
fc^tefet 2c., "tex oft m&d^tige £ager bilbel, aud @<l^ilbe¥n Don 3nfu^ 
focien befte^, ^at S^renbetg (1836) gegeigt @r fc^eb ein eigene^ 
SBert ,,3RilrogeoIogie" 'über bie betreff enben UnterfUd^ungen. ^ 
Atefelerbe biefer Snfuforien ift aber amor})]^ unb bo^ opalaxü^. — 
3>er fog. Sd^toimmflein (Quarz neetique) ift }uerft Don ^anquelin 
unb Suc^oi) (ISII) anol^ftrt toorben. 2)a| S^alceboti, ^euer* 
ftein unb Xd^at, ®emenge ^ün hi^taQifirtet unb ornor))^ Jtiefef^ 
erbe feigen ober Don Öuarg unb 0))al, J^-^ut^^ guerft borgetffon. 
(©d^toeigg. @eib. S. Z. 1838.) @r fd^ieb bie o^xriarttge iliefe(erbe . 
Doh ber frVftaOtftrten burd^ magig^ concentrirte Jtolilauge. — ^ ifibt 
gegeigt, ba^ beim Sieben "o^n 9(d^at))(atten mit ^|f&ure bie tiptX- 
artige itiefelerbe angegriffen, toirb, to&^enb bie quargige bobei unber- 
anbert bleibt. (®e1el^rte Singeigen 1845, 9tro. 167.) Se^bolt ^t 
biefen SSerfuc^ (1855) mit gleich 9iefultaten toieber^olt. 

2>er 9lame Sl^alcebon flammt Don Jtaicebonien in SUeinafien, 
Jtarneol Don canieus, fleifd^forben (nac^ ^tt| (1844) rü^ bie 
Sarbe Don (Sifeno^vbl^er), ^eIiotro))Don4^<orpJ«<ofr; bei^ßniud 
ein Sbetftein, •Gl^rt;fD))rad, Don /pt/<rd$, 3o(b unb npäaogj 
laud^grün. S)ie @teinmofaiflo&nbe ber 6t. ^Bkn^isipelk in ber 
3>omtird^e 6i Seit gu $rag, aud bem 14. ^A^^unbert, entölten 
))rad^tDoae @täd(e Don Sl^n^o)>rad (aud ^d^leTten). ^im ^fßfyct 174C 
foS er in ben Jtofemi|er Sergen ioieber tieu entbedtt ttorbett fc^. 
AIat)rot^ geigte, ba^^ feine, garbe Don 9lideli%t^b ^etrü^re. (Kn 
f<^dner 3tingftein toftet 5—10 Xl^Ier. 

Dtt)^Sf Don äifvi; ein ftreifiger dbd^n, au<^ flraOe, ^nger« 
nagel. — Serü^mte Onl^e in ben Sammlungen gu SBien unb Sredben. 

Xd^at^ Dom ^hiffe Xd^oted, AxirvQj in ©icilien. Ueber bie 



ftiefriesb« utdb ffffHfatire 9fcUiibiiii0m. 483 

Btibuiifl ber X<l^t*9lanMbi baBeneoIIitii (1776), Saftud (1789), 
i. ti. 9ii4 (&on^. Xäf^B. 1824); Sloeggerat^ (1849), Jtenn« 
sott (1851) u. a. gcf<i^rie(eit unb mdjiend icne ^nfUtration ber 
Dtanbelrteme otigenimimen. 

VLAtt bad'^fttben brr S^(cebene unb S^ote ^t Slüeggevat^ 
SRüt^hinflOi gmiad^t (Seon^. 3o^. 1847. p. 473). Od toor fd^on 
ben'aiteit Mtaimt unb toiib t^Iloetfe nod^ m ber -Xtt, tmc fte^intu« 
erivd^t,' im 3tottbril<ffi^ ttnedombct. 2Ke bagu tautUUfm Steine 
loetben einifle SBocl^ lang in l^onigtoaffer gelegt unb bann ein SSer« 
tollen be< aufgefogenen ^onig« bun^ Sd^toefelffittte beloetIpeKigt, 
toobutd^ \ifin Braune unb fd^tootje ^athtn in Streifen ober größeren 
f^tetfeit eqeugt toerben. Slan toerße^ aber aud^ rot^, blaue unb 
gelbe ^rben }tt geben. 

S)te Sd^atfc^leifereien gu Oberfiein im S^a96Mit\^ nahmen 
im 16. ^a^l^unbert il^ Xnfang. S)ad ^ben, toeli^ )uer{it 3^« 
Kener audfibten unb bagu Steine in Dberflein unb 3bar lauften, 
tourbe bor einigen 3)ecennien in Oberen brfannt unb bamit bem 
aU^at^nbel ein großer Xuffd^tamng gegeben. S)ie ^nbkr lomen hxi 
Srafifien , too fte um 1827 borjüglid^ fdjidne unb )um ^rben geeignete 
Steine enttetften, bie nun im (Broten belogen unb )u Oberffein toer* 
arbeitet Werben. — (S. JUuge'd 0bel|iteinfunbe.) 'Vtac*üuUo4^ er« 
n>ä^nt, baft man in 3nbien bie Steine mit Soba flberjt^c unb bann 
in einer Stuffel brenne, babei bilbe ftd^ eine fe^ ^rte, emailartige 
^Raffe auf ber Oberfffic^, toeI(^ beim Sd^neiben für ftam^ benü|t 
Werbe. (Sv^togg. 1820. S. 30.) 

OHU ^n onaXXiO^, ein (Sbelflein bei Siodcoribe«. Stlap» 
rot^ jeigte (1797), ba| ber ebk Dpal ata Jtiefelerbe mit 10 $rocent 
Saffer befte^, anbere Dpoit jeigen aber ben ffiafTergf^It fel^ toe^' 
felnb unb bi< 2 unb 8 $rocent ^eruntergel^b, f o boft man gegen* 
to&ttig benfelb« ffir untoefentfic^ ^It. 3>a| ber Dpü amoxpffc 
Äiffdetbe fe^^'-M tSfud^« barget^n (1833). — «od^ ©eleffe tnt^ 
Vat er m 0,37 StidtNf. S)er fd^M^« ebk Dpal finbei {td^ |u.^« 
toftti)a, itffilfäftn ttafdfau unb «»>erie«, in Ungarn; |«n Särlenf^I 



ift bon l^auV (Mineralogie 1801) and fernen SKffen unb 6)^oai 
unb jloifc^liegenben bOnnen Suflfi^^n Md^ Xrt bct Stetotonf^ 
Silinee edUktt toorbem . • 

^eSariet&ten ffil^ bie 9tamen: l^l^alit^ t»Mi MrAog» 01a«, 
^aliopal, ^eliopal, 9teni(it l»on SRenU 'Stontont bei $ari^, 
l^l^bTO^I^ati, toon ^Joip imb tf€tp6g Imdikni, fc^nmb, tocil et 
int aSoffet butd^fd^enber toitb. 2)ec foiferlt<^ SüH» in SKen ent« 
^It bie fd^jhifiten unb gOikn ebb» Dpak, barunter ein toeftbeciloilc« 
eaa t>on l $funb 2 Soü^, im geringflen Xnfd^Iag 70,090 OhObeii 
an aSettl^. Siefer Dpal foO unter ber Stegietung bet Jtaifecin Vtaxia 
X^erefia \>on bem SBienet @teinl^nblet ^anpi, löeld^ <M^ 
fenbet Um», um geuerfieine ffit b<tiS Sbtar gu fuii^, ottfoefunben 
toovben feVn. — A(einere 6tfi(te t)on fc^dnem 9<Kvbenf)riel toerben lut 
4—5 SouidboT beyi^It, fog. @oIil&e mit melden ^nbett 2>ttlaten. 



lUftfrer^e kiefrlfaittf iftrMutaitgei. 

1. ÜRit X^onerbe. 

# 

(BmüpJfe bed Granat. 

JDie 6)9eded l^ei^en: Xlmanbin, bon SDobanba, einer 6tatt 
in Sofien (lUeinaften), XUod^roit, bon aAil(S;r^oc, bon ba:< 
fittberter ^rbe beim S^rndicn, ®ro|u(ar» bon gfoaflularit, 
Stftd^erre, toegen gorbe unb gform, 6»>effartin bom gunbort 
&p^att, Utoarotoit, nod^ bem ruffif(^ 9tini|)er, ®raf b. Uiooroto, 
^^top, bon nvpmnig, feuerougig. 

Son ben Sranotformen IM fc^on aiom« be T^dle bad 2>0b^ 
foeber unb 3;rat)e)od>er unb üj^re Gombinotion befd^cBen, unb ^an« 
(1801) bie Sombinotion mit einem ^atidc^eber ^ngueeffiei ®cgen* 
tofirtig lennt man boron oJfe ^o{pebrif<^ tefferolen ©cßaUen. »rnt« 
^u))t Ifat tm Qkanai bon $itlaranta ein ZetraK^^t^ber beobo^ 
ebenfp ^effenberg am ®tamt bon Suetbad^; ®. 9tofe l^t an 
einem ©roftulat bon »erefoMi bie ^läd^en be» SBfirfeCd unb M 



>ttaekeir« anfgefunbeii^r «tib $^tl(t))d> X..t). Storbenfliölb Hnb 
•V. ^t^Unhtvi (Sun. Stotitc« 1858) fffihm SriolMEtaä^ Ibe« 
itnmt. (Sctul. %. D. flotfd^roto. SRaterialieit k. ». 3. 1858:) 

Fl tM>m Qkttf XroIIe-aBa^ttneiflrr (1825). Sie ffi^ »u ber 
tfx^ fl Cflc n te är t ifl . eeümboi aOemetiim S^oM« todd^ banate K? si'^ 
•V- 2'R 8i ^efd^dboi toiitbt. S>a|i-bk ®miiotm (mit Xu^io^ bed 
IM^^) n<u^ bem Bi^mdytn nnt Soljf&tre g^Iatisatn, ^bf uJ^niu^« 
3ict9tcfni. (AdflneT« 9^. 10. I8d7.) 

aimanbin, benamtt l»n ftarf^fft. S>rr gtSnUnbifi^ <fo8. 

fci^lige ^fiifnp) fouxU guerfi bon ^romdbovf (1801) utib bon 

Grüner t^^O?) anoll^fhrt, toreU^e beibe wnUx onbem ewm Qk^li 

iMti 10 ^kocmt divSonerb« fanben. 2)« ^ärft ®t((t4in ^otteil^ 

(SkbtilatM Seiumnt .JtUbvbt^ tetgl» (1810) bic Xtaefen^%bUfct 

(Stbe. — Xromdbovf d &wmi ^Orfte bieOdd^t Cubtoll^t srkoefeit fn^. 

•2)tf Xnallrfen bon flla))tel^, Ißi^in^tx, flarfiten, Zro^IIe- 

SSad^tmciftetr bie ben ntir angefteOten tinb bte nmeften feit 1841 

fü^ ftetmtlid^ )tt bfr9ti(d^ng: Jtkfcln^ 36,70, Z^ncrbr iM),40, 

(Sifenosvbul 42,90, för twvmal reinen SUmanbtn. 

3>fr 9l(nutnbtn tonir h>al^rf<i^einli(^ ber Carbunettlus bc# fjSIiniu«. 
3Ke feinen bnn^fii^en Qariet&tea, (efonberd au4 9egu, <!eblen nüb 
SrajUien, toefben «old G^^nrndpeiac gefd^nüictt unb Itfenn ^ bon 
binlfingli^ geller gatbe ftnb, jiemltd^ ^od^ bqo^Ii 2He meiften ^b 
aber bunlebot^ unb toerben bann al6 ®ranatfc^alen stfi^iffen (flu9^ 
gefc^Ugeit). 2)tefe fbib bim geriiiserem tktti^ 

•cififanr. ^on ^ofrot^ £a£mann.im ^ai/tt lt90 am SMfbi» 
fittl in Sibirien entedft 9Raa ^eft i^ gbii^ anlnngd fftr Obonot 
Serner ffi^ i^ in feinen Se^rfurfen bon 1808 tmb 1809 ^Irr 
bem Kamen Oto^niar ab eigene €pmti tmft . Cr mürbe jnerfl b«n 
5t(abrat^ (1807) anah^fitt. «Oig reine (toei^) Sarietileii fO^ 
ya ber SRifd^ng: Jtiefelerbe 40^,- X^mierbe S2,M, AaUetbe 36,67. 
^^ ber fifgenonnte flanelllein SernerS bon feiner bem 
Svmi ober Aane(&{ Ofnlid^ ^rbe, tpe((^er ^ufig aü $Va)int^ 



•136 ,!• ^tif^P^ ^ m(i^tiiiftalifi^ tRittnalien. 

Miauft tontb. 2)cr X)>Iom ^auv^ö f^ mu^ ber Xiuili^fe t>oii 
Saufliet |tmf(^en (Sct$ulav unb ber fdlgenbm @pmt^ XDiH^roii 
l^aui^ benannte i^ tHm crifitfi^, einfft«^, tpegen bet einfach Sof- 
ftaflfotm; n&mltd^ be^ bmd^ bie Strdfime a n g e benlete n SBirfeld unb 
ber (Eombmation mit bem St^mbenbobilaeber aU etnfcui^ SeiftHel 
ber 3>ecre8cett}8efe|e. I^aul^ trennte i^ aud^ ab befonbere €tiecie< 
tM>m (Branot unb na|m ben^ABfirfel cii feine ^ri n iiti uf» t u i an. 

fttt^üU* SMt b:Sn.braba benannt, (fin l^ie^ 'ge^driger 
(Bronat bom Xeufeteftein in Sod^fen ift mit fe^ a^tc^ Stefnltatm 
t9ie bei ben ft»fitem Sndl^tibm^fd^ 1.786 t»en Sieg leb ttnterfaii^t 
tpofben. 

Jtiefderbe 86,06, «ifenosl^ 3149, JtaOeybe 32,76. {^e^ ber 
9ReIanit 9Bemet«. Son fiilaSf fcl^ioar}. (k tombe f<^on.l79« 
krpn CmmerUng befd^rieben nnb (bie SSarietfiten bon: 9t<idcatt unb' 
äUbano) juerfi boik SauqueKn nnb JtUf)rot^ «nab^ftrt 

6)M|fflSlis. 9id^ ni(^ rein boverbmmen; oiber ber SRifc^ne 
nad^ bdr^errfd^nb in (Branaten ctnd "bem 6|)effart, bon ^bbant in 
Gmmectiait tmb ^robbbo bei ^j^un. flieftlerbe 36,5,. 3;^oncrbe 20,3, 
üRanganiH^i^buI 43,2. 

llMfMitV bm '^ef '(1832} befkimmt unb benannt^ S)ie reine 
9KfdMtg ift: Ittefeletbe 27,71, S^mosvb 34,60, Jtal&tbe 37,79. 
3n ben belannten Sortetfiten toomttral nac^ ben Xnallrfen iHm flo* 
monen <1842), 91. Srbmann (1842) unb S^amour (1846) nrit 
(Sts^vHax aemtf(^i 

%p$}ß, ein X^on^Hgranai ^ jucrfit tum STfa^rot^ (1797) 
anall^rt toorben, toeld^er nur 10.^rocent Xallerbe -angibt nnb nadf 
beffen Stefultaten 'ber ^x^p bie Sranotfmnel- ntd^t l^aben Iftnn. Ser 
C^mngeH^ 'bmrbe bon (Bellen (1803) noi^etmefen, Ala^roi^ 
^tte i^ nid^t angegeben, ^i^ ffabt xlfn " (jtaftner Std^. 8. 1886) 
mit befonbeter SUUffti^t auf bie ^Berbe oMb^ unb 20 $rocent < 
bam>n et^aben, ou«^ ^ibt meine Snafi^fe bie ttranatfmrmeL 

* 3k ben aitern unb neuem ©eri^fen" t^on 9tatnmel<i9erg x^ burÄ 
eine« 2Jnitffe<^(cr lOgcfe^^t. ' . 



t - aSof <rM< Ii<fHf«ttf« Sertiiiteiidfii. 437 

9t«6ere (1850) tdmmt ha^ mtl^baie Qfynm, ab Cr an. 

3)te )itm @<^(tffe hraüd^en $Vvo)9e lotmncn mir aud Sff^eit 
Stieftfiberfi Bei 9lfront|, XriUi| uitb $o)>fflt4^). 9)a« Oklo^t etn^elner 
^dtitor 0e^ nur &u|etft fclini 6t» )u Vr Sol^- SHe auf Sd^nfire 
|C9O0enen f«C(tHrt«n itdtner lo<rben )ifunbt9fife leerlauft. (Eine -©ar* 
Yüur t>on 1000 &Wt ber fefikn fimrk tmrb mit lao— 14Ö (Bulben 

Stfiiiin* 91«^ bem Sefuto dd gfunbort toon Setner benannt, 
Der xffH d« eigene et^eciei auffteOte, fQk^ )um 6^M, G^olit^, 
^^ajint^ K/gered^et 2)er 6tberifc^ l»on ber aRftubung bed 8adM 
älc^taraflba in ben 9lib>iflug ift 1790 bon ^ofratl^ Sasmann ent» 
bcdt nwtben. Rlapx^tf^ f^ai yierfk biefen, fotoie ben ^om Seful» 
(1797) anoll^firt. 

2)a| ber Sefutrian nad^ bem @<^mel)en mit 6aI}fSttre gelotimTe, 
^t ^ud^iS Suerfi beoba^tet, unb (E(..aRa0nud> boft bobei fein f))eci* 
ftf<H Octanc^ bon 3,4 bid 2,94 ftc^ minbere (1830). 

Xnf eine ftd^ «ttnterfd^ung .be» Sefmnand b^m ®ranat iwr 
bem £dt^o^ ^ ü^ aufmerffam gemad^t (itaftner« 9(rc^. 14. 1828). 

6(^eerer unb 3Ragnud ^aben (1855) einen SSSafferge^It bon 
0,3—2,9 ^^rocent nad^geloiefen, toek^en Slammeldberg einer fecunbfiren 
Skränberung* gufd^reibt. — Dbkpo^l bon bem Sliheral fe^ yi^reid^ 
Xnall^fen bon Itarflen, bon mir (1826) SRagnud (1831), ^er< 
mann (1848), ätammeUberg, 6d^eere'r u. X. bor^nben, fo ift 
bie gfomel ba Slifc^ung bo^ no<^ nti^f mit 6idM^ feftiufteSen. 
^m XOgemetnen fle^t fk ber be« (Bro^Iar no^. 

9lome be r^dle sei(^ ben ttnterfc^ieb ber Jtrtrflaattnnfel )toi« 
fd^ Sefubion unb 3irIon; ^avi\^, ber i^n ^bofrad nannte, bon 
iiiä unb npaagf um an^uietgen, ba| in ben Jtrvfiallen (Beftalten 
anberer €(^ecie« ^emtfi^ borlommen, befc^eb 1801 ffinf Sombinatio« 
nen, 1822 neun, toorunter einr »e^ngfi^lige bom SSefub. 

b. Aolfd^aroto fä^ 6 Duobratt^i^miben an unb 5 2>ioI« 
taeber nebfi ben ^«men unb gibt bie Xbbilbungen ber bnc^tigften 
Gombinotionen. Stateriolien )ur Slinerdogie I. 1853. — 3<^ ^be 



boton (S«rieiat ov« ^Kemoiit) Vs ^ Be^MHet mit Wm 9tftsMKiiien. 
mintel bon 9<^86' aO", too^l bte ftewyfcHe OuAt oi^^fluiib e, toäi^ 
je tofgelMiimen tfi (1886).- 

$k^ gc|^IHm,^:ffl^ füf eigene ®)leci(d ge^o^ 

gittfiarbit iMtt ^fntgtttb in ^iilnlaiib noc^ 9L l». Kotben* 
füBlb, Sobott nä^ bem (S^einaier £obo ha Gilbetva Don »er 
)elittd, ®5(ftiinit bon ®6<tum in @d^tt)fben, S^^v^it^^^i^ 
nai^ bem S^üet §. t>. d^etovetnolp-Mn 91. b. Ko9b«nt<idlb; 
(SVt>yin^ bonaes ojpriamv 5tu)»fer, loegen bed fftrte n ben fiu)ifer 
gel^ted, (Bgevan na<^ bem gfunbott QiBef in Blumen, JEant^tt 
bon iap86g^ gelb. 

S)er reine Sefnbian tvtrb aut^. ate @<^mii<fletn gefd^üffen «nb 
^|t in igtalien im ^anbel Gemme du Vesuve. . 

&xupp€ ht^apxhot . 

5Det Stame ift bon {jtaut; gegeben bon imiioaiQf Sngnbe, tvcil 
bie SSaftd bed ^dma'd na(( ber GteOung, ioelc^ er ben ShvfiAlen 
gegeben, ein äilSf omboib -ifl unb alfo gegen bie SH/nlH^ bed SCmf^^oI«, 
einen Sl^ombud, mit einer ^gabe ecfc^nt, ba )t9ei Letten gegen 
bie übrigen baran berlängert ftnb. 

2)iefe Qkuppe umfaßt brei &}p€dt^; ben ^n|it, Sotfit unb 
9langane)nbot. ^ * 

$ifia}it, ber Käme bon9Bernernacl^ nurtüxia, bie ^{iaye» 
tnegen ber ä^nlid^ garbe. 

' äSurbe (fingere Seit für eine Sorietöt bon ^bxOff^ül ge^^* 
bonn in mehrere 6)>ecied unter berfd^iebenen 9lttttten getfeimt @9 
XffalUi bon^itarften (1800) nod^ &€dX6g junger dtoeig, Sren^ 
balit bon Xrenbol, a)e())l^init bon Sauffure noc^ ber Sou)^, 
^tlplfinat, Oifnnit bon IBouig b'Oifand, ^ufd^fintt n<M^ bem 
ruffifc^en Senator bon SRuffin^^ufd^tih (eine fi^ftn )iCeo<^voifd^ 
9}arietfit) benannt bon4)Bagner (1842), »utflantit noc^bem eng- 
Itfc^en (Seologen Sudlanb bon 2t^tf n. , ^ 

^ Ueber bw »er^ftnifi ber (8|)ibot jum (Granat berßr. bie «b^ÄnWuiiji 
t>onO. I^olger „(8pxM unb Ohnmat;" ^firi^ 1866. 



SAffnftfie (icfdfoinf Sctbiabun^m. 439 

^an)t (1801) Na^m f<far bte ^temmfom^^nab^ r^mboibifd^ 

^riöma an mib ertv&l^nl ftebm Gombinationeiu SSei-^ )ei0le, ba| bic 

StiVfiaDc burd^ derigiMte äSaibiitw aü Htnor^ombifd^ bctioc^tet tpevben 

ionnai (Xb^. bor »etl SOob. 1818^1819 unb fibe« bte Xlftmie bed 

<S<^ibotfvfk<m^* fi<^lin 1820), eine Uebetfid^ aOn gläd^ unb gformen 

bed (S)nbot M Stitter b. 3et»^arototd^ grfieben (@i|un0«b. ber I. Xtab. 

ber 3Btf(. ^u 9Bten 1859). Setgf. aud^ >. Jtoffd^atoto Stateriolien )ut 

^metalogie Stu^Ianbd. 8. HI. unb ^effeitbergd minerologifd^ 9to< 

ti^en. 2)a§ bn G))ibDt in burd^fld^tigen ftr^f^^^I'^^ <^I^ Xnolt^feuv tarie 

'XurmaKn fär bie £t(^t)>oIattfation gebraucht fberben tiyhne, ettoa^nt 

ilenngott (Ueberfi^t K. im ^a^re 182^). 

3)ie alteften d^tfd^en Xnali^fm finb t)on 2)e8ci)t{U (Jtar|)end 
lab. 1800), Sau^ucUn unbi^o^n (1810); ^n neuerer Seit ^bcn 
t^ ftü^n, StammeUberg, ^ermann, 6(^eerer, &toiax* 
(Sfc^er u. a. unterfud^t. 

3)ie SRifc^ung ift aftnä^emb: itiefelerbe 38,76, Z^onerbe 20,36, 
Üifenoc^b 16,35, JlaRerbe 23,71, XaKerbe 0,44 (Sarietdt k)on Xrenbal 
uad^ 9lantkne{«ber0). 

Biifit ^|t ber etfenfreie (Spitot. S)iefe @t»cie9 tvurbe burc^ 
einen SRineralien^nbler, loel^n {^ b.* S^i^ <^uf feine jteften in 
Mrain, SteVermart unb Jlämt^en reifen (ieft, auf ber Boualpt in 
ii'tanU^ juei^ .gefunben unb Saualpit. genannt Sßerner gab 
bann ben 9lamen Sox[xt %a\i gUic^eitig >imrb^ ber Soltreui^ifc^ 
^oiftt bom Sl^tM^ S^ndt in Qkfree^ entbetfi. • 

ftla)>vpt(^ (lat biie Sorietät bpn bo Qauaipt. juerft. anab)ftrt 
(1807), bann 8u(^o() bie auö brm 8a)^cut^if<^tt, mit ben f))&teren 
ä(na()^|en )temU(^ ubeteinlommenb. ^e 9Rifd^ung ift loefqitlic^ : Sie^ 
feierbe 42,40, X^onerbe 31^44, AoUabe 26,16. 

Xm^ &((rbtter unbitufe(f)a entölt ber^Difit bon beteau^ 
al)K 2 ^coccnt 3iripnerbe (1855). 

^ie^ ge^rt ber X^uXit nrn^ bcm alten Sbunen Stortoegenor 
X^ule, unb bieOeic^ ber 993i4^am.it, W)n Sretofter na<^ bem 
^inber ^errn 993itbam benannt. 



9la(^ ber firt^ftaBo«cat»^fd^ 9eftiiitimiiifl )>on »roate (1831) 
tpäre ber goiftt fein @)Mtot, fonbetti Urne mit kct gfotm M CiiBa« 
überrin, h^elc^ed neunlicl^ au(^ Z^au 6eirlbeft5ttgi 

fftf^ ben It^ftalltfgra^^fc^ unb of^tif«^ Untecfttd^uimeii i»oii 

3>f dcloi)eatts ift bte fttl^flaOifattoA tl^»tnMfd^ fAnn d. um. 1850). 

*/ • 

attstiac^itot SSerner^ t)imonteftf(^er Sraunft^in. <6aulp 

(1801) t^eilt juerft eine unboKIommene Xnoll^fe bon einem S^etxtlier 

9ta))ione mit, f)>fiter tourbe' er bon Sotbiet, ©efflen (1824), 

^axitoall (1828), Sobrero (1840) u. a. unteiffu(^t. dr lommt 

mit einem bi« 24 ^rocent SBlanflanojl^b cnt^Itenben 3^i}tt übeiein. — 

93if^er nur bon @t, SRarcel in ^iemont Selannt. 

9lad^ S)ana fd^Iieten ftd^ al^ Ser^S^nbote $ier an: SCBanit, Dxtf^, 
Sagrotionit k., bte beim Serium naiver bef^Dd^en Iperben foQen. 

®tn ÜRineroI )>on ber t^orm bed <£)ribot aber mit ber formet be^ 
®ranat ift ber (1854) toon^aibinger befd^iebene^^rtfd^in, nac^ 
bem (Sonferbator ber SQSiener mineralogifd^en Sammbing Sßar.tfcb, 
benanni; to. ^auer ^at i^n anal^firt unb 29 ^rocent SRanganpsV^uI 
barin gefunben, tooburd^ er borjüglic^ c^arolterifirt ift. ^ermann 
fteOt i^n )um Drtl^it (Mamt) üU äRangan-Ortl^it. — O^bq^ian in 
Ungarn.. 

9lci«iU> !Der 9lame boa ^aut; gegeben, nac|r juVom^ non 
fitx^Q f * ttmcr , toegen jDer fium)»feren ^l^&mtbe im Sergleid^ mit 
ber bpn Sefubian 2c. 9töm^ be r^ßte ettoä^nt 'jnerft fetner itr^^ 
ftti^e, bie er mit benen beiS ^l^jint^ l>erglei(^i, aber bod^ eine Ser- 
fd^ieben^eit anertennt. — -^Audmann red^tiet i^n )um ffitvnerit, Don 
bem er fi(^ burd^ ba^ '^elatiniren mit ®a^f6ure tvefentliH^ unter- 
f(^bft. Cr ift }uerft tonn £. ©melin unb* Stromet^er (1^2) 
anol]^ n^mrben, bann Don SBolff <1843) unb 9lat^ (1863). — 
Z)ie Xnalt)^fen geben bie SRifc^ung be« 3otftt. — ^ie^ betSRiggonit 
Don ßcftcd^i (1653), Don SRonte Somma^ unb DieOeid^t aui^ ber S^- 
fro)>it Don @. D. SS^alterd^aufeii, Don ben 6t;Ko))eninfe(n bei 
Satanea. . * 



akiffccftrie fk^afauxt SctMnbimgoi. 441 

fItlAdbi. Sft 9tam tion t'^fNfik, 9le(el, SBoOr, ^lorU bie 
r^fhüfe in S&iicm grrfctt unb ba^ irüb toerbe», bon ^avif. Ci 
lYto surrft ald Gommtt, bonf Monte Sonniia, bimbeSam^t^ertjt 
797) angffO^ SauqueUn ffat i|fn juetft anob^, ifbiNl^ bm 
ftfc^Ii^ tfdMt an Slatton ebtx^^cn. Z)i(fer hmrbe ecß 1821 
>n Xrfbebfon nac^etoiefen. 2)en ^el^ se^ngen Slaoliti^, 
»on Aa/op, DA unb A/i^o^ Stein, toegen bed ^tOifian^) tod^ 
^n bor b&nifd^e aRinctalien^nUir 9{e))))erf(^mtbt )tterfl 1808 
cKc^ Sfrriberg brachte, Beftimmte 98erner ald eine befonber'e Bptdt^ 
Yxter bem 9lanien ^ettfiein. Sauquelin, toeld^er biefen (1809) 
Ttb JtIa))rot^, toeb^er t^n (1810) anal^ftrte, fonben barin bad 
Cltati, no^l^en ed aber 0än}(i<^ für italt; S^r. (Smelin jetgte 
1823), boft bad ailoli grdgtent^te 9latnim fe)? unb tueitere Sna- 
ofen bon Sd^eerer unb Sromeid beft&tigten ed. 

a)ie aXifc^une ifi Mentltc^: Jtiefelerbe 44,74, X^onerbe 33,16, 
rZatnim 16,01, Rati 6,09. ^ ^au\i befKmmte juerfl bie Ar^ftaQi- 
ation. 2)er SabVn nad^ bem Seiler Sak)t^ uitb ber £abo(tnit 
\ad^ bem itafienif«^ Ütaturforfd^er ^. 6ak)oIini, toeld^e IDlineralien 
Ulonticelli unb (Sobedt (1825. Prodromo della Mineralogre 
V'esuviana) ah eigene S)9ccied aufgefteOt l^aben, gehören nad^ ÜRit^ 
[c^erltc^ unb 9reit^u))t )um 3lcpf)^lxn, )um X^eit in an- 
fangenber S^^ung. (Ebenfo aRonticel.Ii'd Seubantit na(^ bem 
fran^öfifc^ Sttnerobgm Seubant benannt, unb nac^ StammeU« 
berg unb Sreit^au))t alid^ ber Cancrrnit, todäftn &. Stofe 
(1839) entbccft unb noi^ bem mffifc^ SKttifter (Brafen San er in 
getauft ^t. ' . 

•ellarit ttoc^ bem Geiler 0e^len «Mm %u^^ benannt unb 
)>on i^ benimmt 1815. -S>iefe« aRineral tamrbe juerft bon bem SRi« 
neralien^nbkr gfnfc^ola aud bem Sfaffol^ nac^ SRfinctfen gebrad^t. 
$u<bd ^t i^n jucrft -«nallrftrt unb tvetl nur bie Sauerftoffmengen 
ber Stifcbnng mit befUmmten i^mifc^ Ser^Itni^engen fKmmen, 
n>enn fie »mt ber ftattetbe unb bem CifenoiV^ Mrrinigt loerben, fo 
entnahm er booon ba« befte^be Ser^Itnift hti Sicariren« (ba ber 



442 I. OmMMit Wt ttii|taifia]lffc|eii SKnctoIint. 

9 

<Etfenost^b0e^(t nur 6^/2 $inMmi>* fo 6nbcirt {td^ toenig; ok fohM 
ober 6ifeno|t^bur angenommen trnib.) 3^ ^Be bad Htnecol im 
Sol^e 1825 anall^, in Ueberemfiintihuiig mk Wn f)Mteren Sbiali^ 
l»9n S)antottt, fiül^n unb StammeUberg. 

"SAt aRifd^ung i{i kDefenflid^: JUefderbe 31, Zteiifcbe 21, Cifcn^ 
o|rt^ 5, JtaRetbe 87, XoBerbe 3, äBoffer 3. — S^edclotseani N 
bie Jtr)H^aifaüon aV^ ((nabrattfi^ befUmmt (1847). 

{^nmb^IMUUb* .2)ad 3)itneral tvurbe bon 3RonticeIli unb 
6abe((i )u @^ren 3. to. ^umbolbt getauft, ate biefer im ^abre 
1822 nad^ 9lea)>ei^ lam. 3^re d^emifd^e älnalt^e Xoax unrid^ttg, tmc 
id^ 1833 gejeigt l^abe unb 3)amour beft&tigte. Steine 9tnal^fe gab: 
Ätefeletbe 43,96, S^onerbe 11,20, ©fenojvbul 2,32, Äolferbe 31,96, 
laHerbc 6,10, 5Rathim 4,28, ÄaK 0,38. — SBcfub. 

@ine nö^ete SefHmmung ber Ar^ftadifation gab ^e^tot^eauc (1844). 

^ie^ ge^M, mit 9(udtaufd^ eined 3^(d ber ^^onerbe burd^ 
eifenoj^b, ber aJUIilitl^, toclc^en gleurieu be »ellebue jucrft 
bcftimmt unb nad^ ber fionigfarbe benannt hat (1800) unb »eitlen 
)uerft (1820) (Sarbi, iebod^ mit unrichtigen ätefultaten, anab^ftrt ^t 
Sorrecte älnal^fen l^at 2) am cur geliefert (1844) unb mit Xie^cloi^ 
jeauc gejeigt, \>a^ ber 3ReIiIit^ ^um J^umboIbtilttE; ge(^öre. Sroote 
^at bcn ^umbolbtilitl^ nad^ Dr. ©ommern?iIl — Somraertoillit 
genannt. 

unb U»oq^ 6tetn. Son Xljiomfon benannt (um 1B07), t9uxbe 
^uerffc "oon Sauquelin (1807) anall^ftrt 2)ie $^obe toHir tmn 
aXtfntecd^ 9Raggiore im-StaenttntfdM«. Sauif ueltU: gibt 21 ^kocent 
aSaffer an. i^. 9lofe anob^ftite (1822) einen fogeminnlrH Sarlolttb 
avA bem goffatl^l unb fanb bie äRifd^ung mit ber be^ Xnakim übet 
etnftimmenb, nne aud^ $au4^ foUjied hvftaQ^gra^«^ fd^on 1807 er 
toiefen ^atte.* »rpole befHmmte (1831) bie Sh^ftaSifation bet^Sar 
tolit^ Dom Skfub ol^ quobrotifi^ (mit )>lrmmibaler ^emiebrie) unb 
Sretti^au^t ^&(t i^n (1842) für ibentifd^ mit bem ^umboibtilti^ 



^ bo^n toat brr figcntii^e Sotioiit^ »od^ md^ antiB^ ivorbcn 
unb Scacd^i (1843) ^ mit «tiev Qenamn 9liid^ ^uccffc m^0t, !m«|. 
ha» aRinevoI fein SEBoffer eiH^Ik, offo tHmi Snaldtoi, Omefinit unb 
e^bafit, tommt cd toern^dt toofben, mefeniftd^ becf^eben fc^. 
StammeUbers ^t (1860) bk Ximl^fe ficaal^F« befUtiet' a)te 
fRiff^ii0 ift toefentiu^: JKcfeleibe 40,41, X^onerbe 22,45; Adbtbf 
.33^1«^, Stotrum 4,00. — $at bie jShmatfosmeL 

Xii^Sroote ^ben^effenberfl, )». Jtotffi^dtotvuiib 3lani« 
meUber0 bie-llil^ftaflifatieit unlerfiufft. 

• • • 

evfottU, \>on ®. Slofe in be;i Sarfoto'fd^en ©olbfrifen im Ural 
entbecft unb nac^ bent f^nbort benannt (1842). ^ie ÜRifd^ung ift: 
fticfclarbe 49,26, SC^onerbe 32,84, Äalferbc 17,90. 

flknertt 3ueffi t»mi blnbraba &lapol\Hf; t»on (rje£m^, 
Stfineel^ benamü, bi)nXbf(gaarb9ta))ib0litl^, t>on ciadyi^, dhit^ 
bfimnct Giüif i»on ^aut^'^arant^in jum X^eil toon ma^ap^i», 
toerUu^ liegen bed Serluft beS QMmtjed; SinI ^at ben Stamen SB3er< 
ncrit gegeben. SMe ei^ätnoll^en finb bon ®imon>. Sol^n (1810) 
unb £a ug ier, einige Savietoieu t>ön ^atgad unterfud^te 9t ovb e n f li 5 Ib 
(1821) unb in grd^erem Umfang .^artto) all (Pericul. ohem. miner. 
de Wemerita Aboae« 1824), %lf: äSSolff (De comporit. fossil. 
Ekabergitifl, Scapolitlii et Uejoaiticu berol. 1843), ^erman-n (1858) 
unb Don ®. bom 9lat^, toeld^er 13 l^rietdten anal^ftrte (1853), 
2)a^bii^ ÜKineral fe^ gur aSertoitterung genügt ift, foift e$ f<^tper, 
eine 9timna(mifi^ng fef^ufteSen, e^ fd^iiftt, ba^ bet urf))rüngli(ltl^ 
SBenktit barin mit bem 9lej[onit übereinfomme. Ständler entl^lt 
ibfigend btd 8 ^ßroeent Slatrum, mand^r 7 $ro€ent Jlali, fi> ba| 
jebenfaOd me^e S))ecie^ unter bem 9tamen äSemerit Hi )e|t )hx* 
einigt finb. ^^u\^, ioeld^ bie Jln^ftaOifation befiimmte, ^tnod^ J822 
aSemerit unb ^rant^in al^ @)9ecied getrennt, SRenteito l^tte fd^on 
1809 attfmerifam gemaii^, baf; beibe gu «peinigen fet^n. ^^ty. Roh 
ff^ar et» fyii bU niffifit^ SBernerite ou^fü^id^ befc^rieben. (91. U.) 

Si^p^ »^^ (1^^) f^ ^ Strvfialle tra^oebrifd^e ^emiebrie 



an, t>. ilotfc^arokD nimmt fie oto :)il^ramiMe. -- ^nm Scmettt 
0(|M nac^ bct 9(na&rfe «Mm £. @tabtmtUe»(l849) bcr 9l«t« 
ialii Mn SdltoiC in aRaffod^iifcCi, loc^m 9ro0{e (1834) nad^ bon 
$n>fef[or%uitaI benannle; betttlaufvlit^, bon ^iUrtm^c fltin-- 
lic^blauunb J/d-og @trtnr mmi Baitdfcc, toe^en e^rgematt« 
(1828) ^te eigene 6))cded oufgeflteBt (nod^ Sroole foD fr ftbrisend 
nod^ einem r^mbif c^en ^ridmop ^m 143 ' SO' f)MQm). 99 gd^i^KeK. 
femer ^el^ bct -^atalogit Sorbenflidlbd (nttd^ iteiingott) 
unb nac^ 4>. Jtolft^aroto ber Sttoganotoit, koelc^ ^ermann 
nad^ tem ®rafen Sttoganoh), $räftbenten ber laiferlic^ SRoe^ 
lauifc^en naturforf<^enben ©efeDfd^aft benannt ^ai 90d me^r ober 
to^ig^ i^e^te SEBernerite ftnb )u Betrad^n: ber X(gerit bon 
{^antlin, nad^ bem Sntbeder ätlger ))on 6. $unt benannt (1849). 
berXt^eriaftit t>on Strenbol, k)on i&€^ttatogj nic^ beobul^tet, 
überfel^en> toon ^. SSeib^e (1850), ber Sou^eranit luni Sotqrran 
in ben $^enäen, pxetft ))on €^art)entier befd^eben- unb toon 
2)nfr^not^ toeiter unterfud^il (1829). 

3)er ^4)).)^r b. ^. nad^^ati^ douUeoieDt susceptiUe de Tae- 
tioD du feu. 3uerft l^ei SRouIeon t>on £pUettre unb 0iUet^£au- 
mifnt (1786) aufgefnnben^ . 

brbietU« guerft t>on Gorbier in &p(mkn w» dßp- bc (Botcö k. 
aufgefunben . unb toegen feinet SHd^coi^mud — S)i(^roit benomit 
(1809). äSerner nannte i^n^olitl^ bon kop hoB Seik^en, toegoi 
bert^rbe, ®itbo(in nannte t^ }uS^ bed&rafen Stetn^il 
— @tein^ei{it. Z)er ßd^lanifd^e -l^ftt audj^ Su^^f at))>^r, 

. Gorbif r unb ^au^ Rotten feine JtcVftoOifdtion fAr ^KSf^mil 
genommen, SRo^d beftimmte fie guerft rid^. QM^ece SMeitai 
barüber. lieferten ä^amnau (^ogg. Sinn. 12. 1828) unb ^audmann 
(Ueber bie Jtrl^ftaDfotmen bed.Gorbieriti 4)on Sobemotd in Sattem, 
«dtttngen 1859). 

%er- Corbierit tourbe ^uerft )9on £. ®meltn unb ^ttome^ex 
(1819>.ana^^ftrt, toeid^ aud^ ben fogenamtten «^oiten gfa^Iunit 
oon gfa^Iun mi t^m «»eretnigte. SSetter ifäbtn i^n S. Sd^u^^ (1B41), 



i€ ürfrlfoiife SecUnbiiiigen. 445 

ncffon imb ed^ttxet (1846) airall^ftri 6(^eerer« 9ittati^t bei 

cttteifit iMm AcagerOf in 9linrtoegfn gab: JKefeCabe 58,44, X^« 

Dc 33,95, eifmocl^ 1,07, ZoOetbe 12,76, JtaBrrbe 1,12, SSkiffet 1,02. 

Ueber bic (Eiedifc^aft be4 Cotbterit, ba4 Std^t ju t>»Iari{iTm, 

yxith Wtati ($O0g. . 1826). 2)a|i er nad^ brri tec^ltmnHtd^ *3ii<^« 

«i0en bei btml^faOaibeiii £if^ -barfd^cbcnfMig fei;, ^t Sir 3o^ 

erfi^el bcotad^ (i629)'UiibaB/i9atbinfierJMM^e(Ktgenfd^ 

; f<inet SDb^bbtng Aber bm $leiMl^4inti4 (1845) toeitn: bcf|nroil^nt. 

ci^ ^be i^n in btcfn: ScgieJ^ung mit bem Staunet» ttntcrfuc^t 

BHüR^. QkltfycU Xn). 1856). 

2)er Gotbimtmanc^ Sf«nb<>^ iß )ur 3^^n0 geneigt nnb 
eT0lfi<^n ber&nberte S«riet&ten tamrben unb tapcrbm t^fibocife no^ 
Xv befonberc Bptdt^ geilten. ®ie finb befonberd bon X^. Sd^eerer 
nterfud^t toorben, toe(<^er oud ben SkfuUaien eine eigent^flmKd^ Xrt 
OK 3fomort>^ie folgerte (1846), bie er bie ))o[l9mer*e genannt ^ai 
tv ifüi fte fftr bie 3)i(l^oitgruf)}9e in ber Xrt angetoenbet, bo^ er 
.nnal^,'ba§ 1 ältom Xallerbe burd^ 3 Xtome äBaffer ifomort)!^ toer- 
r^en n^erben Idftne. 2)agegen ^aben9taumann,^aibinger, Stam- 
n el4berg unb anbere ©nlDenbungen gemacht unb ic^ ^abe bad Be« 
rcffenbe in einer Xb^nblung über 3fontort)^ie, Ximor^l^ie, ^oll^merie 
xrib ^eromerie (SXflnd^. Qkle^rte 9ln). 1850) audffl^rlid^ bef))roc^ej|. 
Die Mineralien, toeld^e aü meffx ober toeniger beränberte 3)i(i^rotte 
injitfel^, finb: älf))afioIitl^ bon Jtragerde in 9tortoeg<n, bon 
ianceCofiaiy umfaffen, unb U&o^y toegen bed Sorlommend mit 
(oafferfreiem (Sor^ierit. Son@<^eerer be^mmt unb benannt (1846). 

(5^(oro)»^);l(it bon ICbo, ^tm x^P^^ O^n unb (p^Xkop 
Statt, bon Sondborf beffimiAt (1827), toon %. ^adfon benannt. 

(Edmarlit ))on Sretoig, na^ C^marl benannt unb befiimmt 
Don Srbmann (1841). 

gfa^Iunit, beiftid oben ertoA^ Jiaif {^unt ge^ ffi^ 
obirt fkc^ na^ ber ^ui^onit, nai^ bem ^roiifce benannt,* t>on 
X^omfon (1885). 

tgantolit^, i9eg(n* ber gro^ fttV^aBe, toon Zamela in 



^nfotä^; t)i>n9lDrbfnfttdlb ttäMtt finb beftfnnetoi (1837). $iiitt, 
)9m» ^im^oflen bei Sd^neebcrg betiotini SEBirb ffi^tt Don fiarflen 
(180Q) ertofi^nt unb ift Den Jtla)»v4)tl^v S. ^(tnelin «t o. anali^ 

^tafeolH, DüR nptiato^, laud^ritn, unb i/S-os dein inni 
Stetoig in SlortDegen. CnftedH bon @diniir<-bciR fftngem unb «mm 
IVfttt bon @rbmann (1841). Sei^it |u €9^ bed ^M^ffor ®et| 
benannt unb Befitimmt Don ZroI{e«9B«4tinet{iet (1827). gftnbet 
fic^ bei ^^tti). 

kuif ber gil^rardilUt 9{otbenfIi9(be (18Sd) foD jerfetier 
Gorbierit fei^n. . S)et Slome ifi bon «^ %em tinb atgiHa, 3;^on, 
toeil er beim @f^i^ Si^ngeruci^^bt.' f^nnlanb. 

Seiicit* SSon Xavxd^ toei^. Unter biefen\ Flamen guerft Don 
aSJerner aitfgefteSt unb Don itlat)rot^ (1797) andi^ftrt. Stlap- 
rDt^ entbedfte bann jüm ^tennial im üRineralreid^ bqd Aalt, ta>el< 
d^ed man bid bo^in ald bem ^flanjenreid^ audfd^Iiepd^ eigen geilten 
f^atte. @r fd^Iug be^^alb aud^ Dor, ben Flamen ^flanjenaQali in ^ali 
umjuanbem unb ftatt SDtineroIaHali (für bie Saftd ber @oba 2c.) ben 
92amen Station )u brauchen. Seine 3(na(^f( ftimmt mit ben f)>ateren 
Don ärfDe^on, SKtobejeto, Sbid^ k^ fel^r na^ uberein. 35ie 
aJtifd^ttug.ift: Äi^felerbe 55,58, S^oneri/ 23,1B, Äoli 21,26. — 
ätbid^ gibt in einem £eucit 8,83 $rocent Slottum an (unb 10,4 
S,a\i), 2)ie gelod^nlid^en SJarietäten enthalten* nur @))uren ober^ febr 
geringe SRengen Don Slatrum. — ^aul^ tyit xi}n 9tmt)^igen, Don 
djuifp/ bot)))eIt unb ysped Slbftammung, toeil er nad) bem SBürfel 
unb {ugleid^. nad) bem Sl^mbenbobefaeber .f))altbar ]t\f (n^d tool^I 
n)enig beobachtet ioorjben ift). 3Ran lennt bi^^er nur bod getoö^nlii^e 
ira^je^oeber afö feine Är^ftattform, 

£«bftbor^ imd^ ber itüfte* Don Sabrobor cil4 einem ^au)^nbort 
benannt. £abrabot • ^bf^tl^ bei Aarften 0800). Sobraborftrin 
bei SBerner. Jtla)9rot^ ffdi i^n )uerft (1815) anab^firt, im W- 
gemeinen mit ^tdidfen 9bfultaten, ioie f1»ätere G^emüer. SBBefentfic^ : 



»offerfreie hcfdfattff «ftMithttiom. 447 

f eirrbf 58,42, X^onctbe 29,71, AaDetbr 12,35^ Watvum 4,52. — 
tevi hatrumfreten bon (Stü^ bei ^arga« (Cr^b^i^) M 9lotbeiM 
ö Ib (1620) andvfhi 

SMe JttVßaOifatum bed Sabtobor ^t {iterfl <S. »ofe (1823) 
raucr bcftuntitt — 3)er f<trbenf)>telenbe toon £abrabmr toax um 1775 
(atint; im 3o^e 1829 bat einen fold^ StotbenflidlbJn t^nn< 
»b bei Djamo entbedt, beffen t$farben auf f(^ be0tftn)ten pdbf^ 
len ©teOen fd^Om- Reffet l^t (1827. itafhiecd Xnb. 14^ Aber 
^ Sorbenftnel Untetfud^ungen angefteOt, ebenfo Senff (1880). 

Sei ^Setet^f in ber Kä^e bon ^eterdbutg tmttbe becgleid^ 
rbotf^enber Sabmbor um 1780 tyom Qknctal i. Sam, unb im 
lE^re 1784 tH>n bem ®enetal b. Sohlen entbedft. 8on biefem Steine 
\\xn fnb niK^ gefd^nittene Xifd^t^Iatten in ^Merebuvg. 3n bie 9lAb^ 
^ £abtobot ge^ihrt ber fogenannleSauffurtt ober-^abe. 2)en etften 
ütnen gab i^m 2;^. t>. @«uffure (1806), feinem Satev }U 8^, 
X i^n suerft am ®enferfee (Semanfee, bober ctn^ Semantt) fanb. 

Z)en atamen S^be erbielt eine Satiet&t, tDefabe man fQr 3Upfjftit 
rlt S)a man untec onbem Cigenfc^aften biefem @lein mif bie 
«ilung bed ^ftfttoe^ iufd^rieb, fo nannte man i^n oiui^ kpi» lachia- 
OU8, italienifc^ pietra iscimda, tooraud bie^an^ofen Jade bilbeten. 

(Br Umtbe fc^on 1787 Donf^ö^fner onal^ftrt, bann \>m Sauf« 
ttre bem ifingem unb 1807 bonfilat^rot^. {^d^erd ICnab^fe toax 
ani unrid^g. 

Itaiftbil, 49on apop&6gf mift tei^ümnflic^, in Sejiebung otif 
ie e)Matunedt)ef^Itniffe. SefUmmt unb benannt Mn (B, Siofe 
1823),. ber i^n au(^ ahali^fttt fyit 9Cbi(^ fyd ibn (1841) mit \t^ 
i^nTxd^ Siefultaten onab^fixt. Stofe fartb i^n am SRonte Somma, 
ioxdff^ammtx beobachtete i^n (1843). in gro^ too^Iaudgebilbeten 
trVfUiIen in 9u(fantf(^en Xuffen aM ^dhuib, Q^epax^ uubStam^ 
neUberg b^^en i^n (1848) ald »eftanbtbeil bed 9RHeot^n« Don 
^Dqiiai nac^enriefen, tooi^on er eüoa 36 $rocent oaMadjl (mit 

2>ie Jbl^MIifation .ifl t^on &. 9tof< «nb neuerlich «bn %. 



^effenierg (9lincraL 9lotiaeit) befKmmt «mtem 3He 9lif d^img ift: 
JKefeletbe 43,70, Xi^pnerke 96,44, JtaOribe 19^d6. 

Wonticellt unb eo))elli, unMahnt mit 9lofe'4 SelKimaiiie, 
fiMiten im ^afyct 1825 ben Xnoitl^ (di'6Qtm-@pmt9 unter bem 
Ütamen ß^riftianit^^f, na^ bon ^nj C^ri^ian ^titbrt«^ 
t>0n S^-anematl, toeU^ fcd^ bomote in flUaSfA onfl^iilt unb mit 
i^en ben Seful^ befml^te. - - ' 

Xld Xnortl^ite öbev bo(^ noi^ fle^nb gelten ^Igenbe SRinerafien: 

%mpf) o\rtliti , ioirn äf^p^y bo)))}ctt, unb aS^X&^Q^i^, t»on 
So]0 in-^innlanb, befKmmt t>m Kotbeitfliaib (18S2). 

StptolDnitTnac^ bem ^nbrn^te S^toimi in Dberconaba, mm 
S^ pmf on befitimmt CI837). 

3>i))Ioit, bon Sinkoog^ bo))f^t, bon gtamerlet @|Kiltttn{^' 
^ä^, nad^ Sreit^^au^t; Sroole, .ber bad 9RineraI juer^ be- 
fd^eb, nannte ed naif bem -^nber 6. ig. SattoBe — * Satrobit 
(1824). e^r. (Smelin M i^n anoli^ftrt (1826). 2)er 3fuiü>ott i^ 
bie 3nfel Smitol an ber Jtafte, bon ®r5nlanb. ^ ^ 

Snbianit cax^ ^xitmit banac^ ber Stame.* 3^*^ Don Sott^ 
n n . befd^eben (1802). -^ Si^enebi; unb Saugier traben tbn 
anallfftrt. 

Sefiolitj^, Don linoq (Q 9iinbe, 6d^ale unb il/iy^o^ etein. 
unbSitfbfatpit (Sinföit) nad^ ber Sinbfal^grube in^nlonb ieiMcaxii, 
fte^ nad^ ^ermanm fotool^I in Jtn^ftaKifation d% "SS^ijiwa^ bem 
Xnort^ fel^ na^e (1849). 3)er£e^Iit ifbjuerft Oon9lorbenffi5Ib 
(1842), ber Sinbfol^it Don Jlomonen (1843) beftimmt toorben: 9lac^ 
Sreit^ au )»t ift ber (e|tere eine $feubbmi^rt>l^ofe ^^n &^it 

$ol4^atgit, Don noM Diel unb ugy^^ f(|^mmemb, auc^ 
Slo-fit unb älofellan Don ber Slofenforbe, ift* Don £. SDanberg 
beftimint unb ana&^ftrt toorben (liB40). gfinbet ^ bei SKnr in 
ed^loebeH. 

Sßilfonit nac^ bem englifd^ C^emiler Silfen benannt unb 
beftimmt Don $uni (1BÖ4). Sud Gonaba. 

Crt^oIIad, Don op^o^ red^HoinlKc^ unb mUt»^ fpaben. 



-fleffffaurf Sattn^iidfif. 449 

Itett^autit 9€lkrf)iat^ bet arteren 9Ifiimbeen. 9ei 9BaUe« 
i u 9 <1778) Spathom motinaiis. <Sri>ifft>bt filatiMe Ufn <nt« eiitfr 
»miiffm Scbe )mlfitkt, 9iaihtin4 tfi «enri^t, ii^tt fareme 9K< 
Büit0 iwn 9Itttf)'atl^ unb Chtarj gu ^ben. Seine Jtfi^llaEfifathm 
Kir bamaU nod^ faft tmbrfannt. . 09 miib mit fin Spathuiti sdn- 
illaiM rhomboidale «ngegebfn. ^firffor $tnt bon 'SDtailanb ^ublt- 
irte hn ^afyct 1779 ritte SD^blung Wer bt#^elbf))atl^ bon Sabeno 
M^mdre snr ifea ftooveHet Qiistallintiiyii« de FeMqwth etc.), in 
ytld^ er rine fel^ imboOfoimnene Sefd^tribung btefer ktf/^oXk ber> 
üi<6t unb me^ ober n^eniger lenntlid^e 9(bbftbungtn berfeUen gegeben 
<xt. -^ ^dutf (1801) nal^ alS Stömihfmn ein fi^efrd $ridma 
ti , nne ed. bte @))altungdri(^t)ingen geben unb befHmmte ben 99inl)rl 
crUfaiobiagmmfen BfUcN M }ur Cnbft&c^ P =» 90® unb girir $ri«* 
rtenflfid^ T s= 120 o. 9t befd^rieb 12 Kombinationen unb brrieflei 
KtnÜntNeen: -9a}<i|*^^f bie Jb^oBifätion -oudf&^i^ enüoitfelt 
3lb^. bet »erL Wob. 1816,. .1820, 1836, 1888). tv ntf^ att 
St«nitiif0ftn ba« belanfiie ^enbl^^ibet on-Xn^ : » =^ 118^ 60"; p : m 
= IIOM17. ®. »ofe (1823) unb Äu»)ffer (1828 ^ogg. l3).^bA 
^te IReffungen besbolfüanbigt. 2)ie inteteffanten Jtafttbaber>3nriIIinge 
kit aBett erliiitert (1814 @<^g. 10): 3Ro^d noIN «I^ Gf^unm* 
onn rine flinor^mnbifc^'^Si^vannbe «n <1820). SRiS^tete neue dtmh 
ingdbiibungen ^ 0rett^au)»tbelannt>gemad^ (1858. 9erg* unb 
^ültenmännifd^ S^ng). 2)ie Xnolt^en bed OrtHI^^»" 9Bieg(eb 
1785), ^e\ttx (1788), StoreK (1788) unb SeffcTumb (1790) 
laben^ binen (Stfpk ön 9(BaK an. 3)enr RaUge^ fanben juerfi 
B. 9lofe unb Sauquelin, toefd^ ben ftberifd^ Ott^ollai onol^ 
irte. ftla^rot^ ^ toeüer me^eve Somtftten onol)^ unbiomnien 
ifhie Stifullate mtl-benen-^t^aieret Itsa&^ttlet im SBefetitlid^ Obeicin. 
SieStif^ng ifk: Jttefrferbe '65,21, Zl^onecbe 18,18, taC M,«. 
-— S>er gttne fiberifc^e (Sma)anen{ieui) enthalt rine S)mt Von ItuH^ 
c^^^b; biele Sarietaten ^ben rinen fleinen Zl^l bed itoK bim^ Stotnon 
vertreten. — Xeleffe fanb in ben mrifiten ^Ib^M^n GjNnen orga> 
ntf<ber Cnbflan}. Xuf p^xpifem\ife^ SBege entftoHbmr imni man 



9tQif iex 'h^ft0Sieticci^'\4fm SefHmimiiig iH^n «roote (1831) 
to&vt bet Soiftt fein S^tot, fonbem Urne mit bet gfMn bcd Sidhid 
überein, ioeld^ neueriid^ aii<^ S>auBet*beflAtigi 

Üldd^ ben IrlpftiUl00Ta^d^ unb o^c^ Unteiftu^ungeii iMm 
3)edcIot)eau| ift bie ftTt^flaUifatiM t^»mMfd^ (Ann d hud. 1859). 

SRangiiiic^itot SBerner^ ))iemonteftf(l^er Sraunftetn. ^autf 
(1801) t^eilt juerft eine unt)oinommene 9(nalvfe l)on einem S^etHttiet 
3la})ione mit, frater tourbe* er t^on ßorbier, ©efffen (1824), 
;&arltooII (1828), ©obrcvo (1840) u. a. untei!fud^t Sr tommt 
mit einem bt« 24 ^rocent SBtonganoj^b ent^Üenben ^oiftt ubevein. — 
Sidl^er nur bon @t. 3RarceI in ^emont belannt. 

Ütadjf 2)ana f^lieften;ftd^ a($ @er>@)nbote $ier an: 9(Banit, Drt^, 
Sagrationit ^c., bie beim Serium naiver bef^od^en toerben foOen. 

@in SRinercri ^on ber ^^orm bed (l}>ibot aber mit ber Formel bei^ 
&xanai ift ber (1854) l)on$aibin9er befd^ebene^^rtfc^iu, nad^i 
bem 6onfert)ator ber äBiener mineralogifd^en @ammluna Sßar.tfc^, 
benanni; 1). ^auer ^at i^n anall^firt unb 29 ^rocent SRangan^sl^buI 
barin gefunben, toobnrd^ er ))or2ügIi^ (l^aralteri{trt ift. ^ermann 
ftellt i^n 2um Ortl^it (Siaonit) al^ SRangan^Drt^it. — D^lo^ian in 
Ungarn.. 

Dteiafttt» Ser 9lame \>oti $au^ g^eben, naci^ fis/c^p twn 
/MX(Hi^ f * Ikina , toegen >er ftum^feren ^l^ämibe im Serglet(^ mit 
ber bpn Sefubian 2e. ffttm€ be T^Sle ectoä^nt'ntterft fetner Stt\t 
ftoKe, bie er mit benen bed ^ajint^ k)erglei(i^t, aber bod^ eine Ser- 
fd^iebenl^eit aiiertennt. -— v^audmann red^Het il^n gum 93(9nerit, Don 
bem er fld^ bun^ ba^ 'Selatiniren mit Sal^ffiure ioefentfii^ unter- 
fc^bet. Cr ift guerft toan S. ®ineltn unb- &txi>mt\fet (1822) 
anoi)^ to^orben, bann t>im SßoCf f (1848) unb 9latl^ (1868). — 
2)ie 9(nal^fen geben bie IRifc^ung bed 3otftt. — (ie^ ber aRi§gonit 
t)on 6c6c(^i (1853), bon 9lonte Sommo^ unb )HeKei<^ aud^ ber 6^^ 
U'epxt toon @. t^. aSalter^^ufen, bon ben 6i^(iH)eninfeln bei 



»affcrfick ncfrifmc« 8ctMttbuit0cft 45 t 

>itvi^ XuffisActi M 9latiiim0el^ltö unb imh h^aUoqxa^iftt 6cHr 

hwci^ «. 9lofe (1828) iJ^vActiftct toötbm. a)ie ft)atmn Xnaf^en 

t>on Sictnud, Strometpet (1821), $t. S^engßrdm (182S), 

®. SDofe, VLhiif u. a. ^beti toffentlic^ MefeOcn acftittaie gegeben, 

ta>efa^ Sflgett tN>ii bec Xnolyfe bedSIUt bon Sinbo ki gfa^Iun 

et^iflt. a)ie Sifd^ttltg tfü Ue be0 DtOfOUa mit ftt<^tometnf<^ 

9(u«taaifii^ be« ilalt*d gegen Stotrum. .Jliefebtbe 69,23, Z^nn^ 

M,22, 9tainim 11,56/ r- Heber feine AtV^tFaümi ^en 9leu« 

mann, Bmt^autit, ita^fer, {^effenbevg u« o. geH^weben. 

Sroolf naimte i^n noii^ $fofeffor GUabelanb — Sleabelanbit, 

Srett^aiitit, Xetattin, bon rßnpwnr Siertebna^, Siedet, in 

S9e)ie^ng auf bie flinor^omboibtf«^ itn^aOifatton. ^1^ gel^dren, 

aitm Z^ mü Xttitattfil^ Uetner Stengen be< 9{atnim< butd^ itali: 

S)er$eriHtn, bon mgaÜMni^^ f^ tingdum neigenti, in 9e< 
^trl^ng onf bie £age brr<bibfUic^ bev$Q4men. 8on9reit^au^t 
(1824) dd eigene Gptcu^ «ufgefteBt unb bon S. ®. ®nieUn (1824) 
AnAt^fiit. . ^ 

Set £oK0t(a«, tion ilo$<^ fd^^ unb JcZaco f)Mllett bonSveit« 
bau^t (1846), anaIVfttt bo^ Stuf^linb @mit^. 

^^ ^bt^^ftl^tit, bon ino unter unb oy^vpoc W^r ^on 
9reit^au)it.(l832) na(^ ber Xnolbfe Mn StammeUberg. 

3)er $ertfterit, t>im ««pcara^ bte Zaube, towgen ba line 
am ^te einer Zaube f^^iOemben färben. 8on Z^omfon (1B4S) 
M eptfk^ oufgefMIt gfunbort $ert^ in Oberconabo. .Siac^ bet 
Xnabpfe wn ^unt 

MißSUi, iMm ^)ur^ toenig unb nlaw f^Ndten, Mn Breit« 
^att)it (1826). ee.rieliu« ertpfi^te i^n fi^m 1825 in feinem 
3oViegberii^ ob ein neueg Stineral, toe^e« 2)alinan im Qkomt 
)u !Daniriti<3^ bei Gtodl^bn aufgefunben ^ unb toelc^ er ipSkt 
Statrumfbobumen nannte. 6r mai^ aui^ fd^ aufmerifam, ba^ b«# 
SKneral toa^<^nlicl^ oft mit gfelbfiMt^ Mloed^elt tawiben feb. 

9St ber Vna^^e bon 8er)eliud fHmmen im SefentGil^ bie 
flutteten bim ^agen, ^anci^, G^obneto, ®c^eerer u. a« fiberein« 



^tffAlt, annfi^mtb; JUefeletbe '63^1 , Z^ono^ 23^5, AaCtobe 4,24, 
9{ainim 8,40. 

^itffet ge^Srcn ber^afnefjorbtt )»on ^ofnefiotb in 3^Ianb 
iittb ber-ttntonii t>oit Unionknlle in bm äSemnigien @laatm. 

^effenbf rg, toeU^n }u fämmUiil^ ber Sdbf^^gtu))))« ge^ 
ligen @)Kcif« !o^taaogrAt>^{ii^e »eUt&ge gelirfert IM (^cfkn äRmewL 
9tott)en) ifi bet äRrinung, ba| ber Dtig^IIad leine cigent^tbnliil^ 
ArffinOtfitfion )dge unb rin toa:änbctter SUbit ober $erilltn fet^. 

Stdd^ 3)ebiIIe ifl bet. aCnbeftn ou« ben e^cbiOncn bcr Xitbe«, 

« 

ein me^ ober toenigerjerfeltei^ DUgoHad. ^bic^ 1^ i^ (1841) a($ 
eine eigene ®|>ecied üufgeftdlt. 

Sergl. über bie* obige 9elbf)»at^gmt)))e Xbi(^ in ^ogg. 9tnn. L. 
.nnb ^ranlenl^elm in Seonl^arbd 91. 3^1^. 1842. — Ueber bie 
dnrtOing^efete ber Hinorl^mboibifd^ 3fe(bft)fit^ f. ». S. Jtal^f er 
in ^$ogg. -ann. 9. 54. .1835. Hebet ü^ Wiff^ung: %f^ 6(^eerer 
in Seoni^f. 3a^rb. 1854. @ie geben naäf feiner 4In|u^t Selege )ar 
^^ol^meren ^fctnorf^i^ ^^^ fernen mel^e auc^ in ber ^fmrm bed 
äBemeritd, alfo bintort)!^, jn lil^fkiOifiren. 

^)H(IM^)^ bon t/ffAo^ ®IaS nnb tpa^ig fd^nenbe. bon 6a r« 
toriu^ t>. äS^aIter«l^anfeJi (1855) tTt ber ^form nnc^ ein Selbfyal^ 
(bem^Ort^oßad fe^ M!^nlxdjD nnb )ei<^net' fi<l^ in ber 9lifc^ng hwcdf 
efnen bebeutenben ®e^a(t an San^t oud. 6r ift bon SBaUer^J^aufen, 
U^rlattb unb @to(Iar«®.f(i^er anolt^ftrt toorben nnb l^at ber leitete 
gejeigt, b(tg bie fril^ angegebene geringe SRenge @(l^toefeIfättre*in 
reinen JtrVftaHen nid^t Dortomme. . SM^äRifc^g ift, bad Jtoli itnn Z^ 
buvd^ Slatrum Vertreten: Jtiefelerbe 52,12, Xl^onerbe 21^3,'8atVterbe 
16,19, Jtali 9^9«.. 9i« le^t nur int Sinneni^I in a&tSi« gefunben. 

9lld t>uÜani\d^ amtpf^ ©Ufer felbf^Htt^iger SRineralien geben 
ber Dbfibian unb Sim^ftein, ber ^ed^^ftein unb $ertftein. 

Obfibian. ®inen lapis ObBidiaoüg, nac^ Dbfibiud, ber i^n 
aud 9tet^)po)nen gebrac^ l^atte, benannt, erioä^ \^on ^^iniud. 
lieber ben Dbfibtan l^t im 3a^f 176a &aJ^ lud ^ine Slb^anbfaing 



akifffrf Tfie Kefdfaut« JOnttnhmgen. 453 

t^dftitbtn. tBetgniann etto&ffni t^iv, cSA unkt itm Kamen ^i- 
&ttbif(^eT Stf^at idannt, tu feiner äCB^blung: De productis 
^ulcaoids. • Opusc. IV. 204^ unb ^icBt ouii^ eine Xnalt^fe mii 
^ (iefelieer, 22 t^omger unb 9 ^tfen^Orbe. <Er tourbe toeiier bim 
Stute (1797), Slremmdbotff unb tCBilgaarb untesfud^,. obev 
xft Stlapxoti^ unb Sattquelin fanben beirAiGge^li 3^ neuem 
)eit M i^ bor)ä8li(^ 9Ut(^ (1843) anab^ftrt, 9lurbo(^KlB46), 
Del>tlle, Stbmann u. a. 

9er Obftbidn ^var fd^ ben «Iten 49rie(^en Mannt, loelc^ i^ 
,u ^fUIftri^en u. bergl. beniltten. 2)ie alten 9Nejri<aner*'J^en i^ 
n 4^iic^ 4Bktfe gebraucht unb in einem &lfmkoi bon (Sorte} 
^on 1520) an ben fiaifer Jtarl V. toirb ertoä^nt, bafi-in Slejrifo 
Barbiere mit Dbftbtanmeffem^ rofiren. (Er tbirb ^u Sc^utft^egen* 
Itanben, Sofen» Qpxe^ln u. bergl. gefd^Uffim. — S)a| bet Dbfibian 
ein rofc^ abgelül^ited (ilad fei^, )et0t eine Seobac^ng ^amourd, 
[pan 1844) , tDona<^ ein Obfibian beim dtt[ä^en - t)Idt}Kd^ mit einer 
ftarlen ^Detonation jeritnrang unb )eif)>littertt (Compfces rendua). 3(^' 
^6e mit einem SRarefanit, fo genannt' bom ^unbort am f6(xäft 
9RaretanIa in Aamtfc^atla, ä^lid^ed beofrad^tet. (Sd tourben aud 
einem runblic^ @tüc(e |tbei $(att0x gefd^nitten, beren eine beim 
4$oUren ringd am 9tanbe gerflrtitterte^ bod ^nn^^ a^^ unberfe^ 
blieb. Siefe ^ßlatU jeigte fu^ im @tauro«to)) dttfa(^ brei^nb/ loa^* 
rmb bir gant^ auc^ am Staube, erhaltene beutlic^ • @))uren bon 
Xo))))elbrec^ng gab, brie /in rofc^ ^ü^Ite« (Sla^* . (SRfin^er ®e« 
lehrte 9n|eigen 1856). ... * • / . 

Sen ^ed^ßein, bom Sf^I^ut) benannt« ertofi^ Sd^ulje 
(1759) unb $dt;f(^en (mtneralogifd^ IBefdftiotbung be^ Skgenb um 
IReiffen. 1779).* Sßiegteb unb^kr^orb ^aben i^n guerft anall^ftrt, 
aber fe^ unboOtommen. @ic em^^en lein XQali. Jtla)>ro>^ 
anolvfirte ben fiac^fWn 4>om aReiftner (1802) ttnb giebt 1,75 $rbcent 
'Jtatntm an. D. £. Crbmann anoU^firte i^n (1832), bann Jlnoc, 
unb unter ben neueren 2)eleffe, b. ^uer, 3a(fron/@<l^eereru.a. 
:Dtc 9lif(^ung gleicht ber bed Obftbian. 



454 !• <iM^1^n bcr ni^^etoKfc^ Shmaiini. 

^ $erliletii, tooii bet tSntiflen StnAnv unb bem |icrlm< 
ä^id^ Xnfel^ ^oimi flßr tmtb. t)on S>o(oiiiieu (Steife nod^ 
ben It)Mt^R Sitfebi 1783> erMl^t, 6)>anatisatri (17S6), ee= 
vttffiii <1794), grillte l (1701) it. a. 

JllAfTTOtl^ (ntttfi^fble ben mgotifcl^eii yctljhm (180S), femev 
Sau<(uelin, Ctbnianii (18»2), SDeleffe, e. D. aSalterd« 
Raufen u. ^a. 

3>ie Slnatlpfen geigen felbftmt^^nl^e SR^d^ng. ^id^ ge^Acen 
bec 6^l{^&ruUt, tyon ber Ugfidfen Qk\tok, ber SaulU, nml^ bem 
Serge Saubi in ^tianb Don ^ord^l^iiminev benannt (1M2) «iib 
ber'AtaMitgfim^^mec«, )9om ShiBan JtroHa auf^Acmb benonm. 

2)er »imdflein ifi ba« f dornige Wai biefer (Beffeme. 

®ie^ bie gtdiete Xb^nbUin^ tipn-0. £. Stbrnann in beffen 
Soutnd für G^. »: 11(. 1832. 

XriMM^ t>on tQHfixw^q^ breifo^ erf (fieinenb , t>M ^attl^ ^ 
nannt (1801). ^uetft tMm b*S(nbraba <unt 1 799> unter ben» 9lttmen 
6^obumen, von" <rir<$d<oei - af(^farMg^ etloA^nt« Sanquelin, 
9er)eUui$/ $ifinget unb 9C. Sogel^ bie'i^ guer^ Anofi^' 
ten, entging \>a^ Stt^ion/ toefa^ Xrfbebfon (1818) bortn noib' 
geiviefen l^at 9lan fonnfe juerft bieSariet&t ^otvUtdn. 1817 totttbe 
burd^ b; £eiDn^arb*itnb 9(. &ogeI bie Sorietfit aud 3>^irf Mannt, 
toeld^ bogel onalt^ftrt ^t. 1825 entbedte Xuttal ba« SRinerd 
)n eterKng in Slaffad^ufett^. 3)a« XHaK betreffenb, fb gaben 
Sauqueliit in feinet etften Xnafa^fe, unb ebenfo S}^rieltll^ unb 
^ifinget gor leinet an, f)iäter'fanb Sauquelin Jtofi unb Sogel 
ebenfan^, nad^l>em ober Xrft)ebfon bad Sit^Mi gefunben ^ottr, 
fanben 6ttflLme)^er unb-9tegn-ault nurSitl^on, unb erft fragen 
(1840) geigte, bag neben biefem aud^ Katrum in Heiner Stenge ent^ 
leiten fe^. , . - • • » - 

'i^au^ unb Sroote tonnten nurbad ®^ltuftgdt)ridma beftimmen, 
im 3a^e 185Q aber entbed(tt Q^ben Seeld Bei 9lonoi^ in fRoff«^ 
(^ufett« gn)^e au^gebilbete firl^alte btefe« Slinerate, h>ehl^ t^on 
iCana beftinmtt unb gemeffen utib ate ^domor)jb mit ben Sugtt- 



ÜBaff^rfrne t((rfclfaitre Sfrbtnbimeen. 455 

JdyfUitten erlantU iporNn fiijb. — Stuf^ ^ birfen fotoie ben ^o< 
^«tmcn iwtt Stnling anal^fnrt. — ^e 3Rifd^ttiig ift (mtl. äkrtrctang 
irined {(dnen X^te bed Stt^ion burc^ 9tatntm) toefeittlic^: ftiefel' 
erbe 64,98, Z^miarbe 28,88, £itl^ett 6,14. 

9(ttitt|, ^on dv^flfAoir,^ JBIdtt. lieber btefed^bon b'Xnbtaba 

auf UtönenfteAe unb' Benannte SRineral blieb man lange in Xtnge- 

t9i|^t, bi« Sbebenflijrrnh baffelbe im ^'^tt 1817 bei einem 

^9efu(^ jener gnfef tm^er fonb. Xrfbebf on .^t e« anal^rt unb 

t>arin ein neue^ 9UIaIi entbedt (1818), iveld^ er Sit^n (bon 

X/d^og, Stein) nannte. Strome^er unb Xegtiautt (1889) ana> 

lf>ftrten t^ mit &^Iid^'9lefultaten, ^agen (1839) geigte, ba| er 

oitc^ 9latrum ent^ftfte^ 2)te neueten Xnob^en fitib tfon 6mit^ ut^ 

Sruf^, Stammel^berg unb $Iattner. 

Die Slifc^ung n&f^ ft(^: Äiefelerbe. 78,29, X^onerbe 17,40, 
Vit^ion 3,18, 9{«tmm 1,18. (Sine SSarietdt bon (Rba ffoi »rtit* 
i>au))f Jtaftor genannt (h^gen be^ ^ufammenborlommen« mit einer 
anbem &}ptdH, bit er $ol(u( taufte). Sie JtrVftaDifation tfl nur 

untooBfommen befonnt. 

•t . 

(ßxuppt ber (Btlimmer. 

2>ie (Ntwmer finb bid }u. Cnbe be^ borigen ^a^unbertd mit 
bem ZoS unb ®Vt^ bertoed^felt tooiben, SU« Olaciea Hariae ftnbet 
man Olimmer bei ßm. Adnig ertofi^, 1687, unb U. ^iärne 
fü^rt lüpidea micacei an, 1694. Miea bejeic^et im Soteinifd^ 
ctttMi4 im 6aiibe toic (Mad ober 6i(ber fc^mmembed. äßd Mioa 
finbet M ^ Wimmer bei 3* Sioobtoarb, 1728, bann ate Vitrom 
Rothenicuin, toorüber Stange 176r eine Xb^blung gef<^ben 
^ (9iittera(ogif(^ »ehifkiguneen. ». &). 

Sallerittd (1778) i^at GHimmerunb Zall beftimmler getrennt 
aU feine Sorgbiger. ßx fO^.an, ba| man i^ Olaqiee Mariae 
nenne, ioeH> man Silb^ unb Statuen ber (^eiligen ^ngfrau mit 
feinen gUnjenben S<^twn befheue unb )iere. 

Bergmann ^it i^ bor «bem Söt^^ unterfud^t (1792) unb 



ebenfalls Stnal^fen griiefert, ^if me^r ober toeni^er ft^bt^fl iteb 

Genauere Snol^fen gab ftlat>«.ot^ (1610) ui^ mai^e auf bnt 
Untai<^ieb bed iaSn:belM^9^>^ unb tallerbefccicn ®ltmmct&.aitfiiteii' 
\am unb auf beul^beutniben AoUgel^t 2)te <qia{)^ßr^.^Jariel&leii 
kDaren ein StudfotDÜ pud . Sibttien^nb ein Siotit Mn bo^^ haicr 

« • • ' • * • 

t)<t Sitbionit t)on . 3inntoa(b, in >9eldbem il^ bod. )^tl^ion im. Aoli 
ftitßittß.^ 

l^tn 3a^re 1816 ^^U ^ityt auf bad bexfd^nt Scd^Uoi bec 
@Um)ii<tattcn im )M>lariftrten 2i(|it aufmortfam unb baS Qt tn«^ 
jtlafleR )erf aKen, tiämli«^ in fol^ ntittiner it)|ti{d^.9^,imb in 
foU^, too fi<| beten }toei in berfd^tebeneit SSiutebi Ireujen, fenta, 
ba^ bie erfte Klaffe ftd^ burc^ einen gi:Q^n Qk^ali fin Zalterbe ou^ 
|ei(^n< (l^I^moire syr PutHit^ de la polarisiition dp la lumito ete). 
Sitti0e Salute nac^^er (1820) anol^fttte $. Stpfe mehrere (SMimmec 
arten unb fonb, bo^ fie ettoad .^(ujifäüre entl^Iten, gleic^tig ana- 
IVjttten 6. ®. ©-melin unb $. 91. SBen) ben £e)?ibplit^ unb (anben 
bef{en Qkfydt an Sit^ion unb ^ujtf^UYe. @me[tn beobad^tete (1824) 
md), ba^ ft(^ bie lit^ion^tigen ÜRineralien äber^au)>t bobunl^ d^atoi* 
teriftten, ba| fie bie griamme (ntt^trot^ färben, toobunl^ man ein 
letd^ ftennjeid^n gekoann, Sit^idnglimmer bon anbem )u unterfd^eibcn. 

SDie Sarietfiten bed einoi^gen (Blimmer» tion Stonvoe in Stat- 
|)orI, aXia^I unb fiarofulit in. ®rön(anb anal^firte ii^4ni ^o^re 1827 
unb geigte ioie biefe SKimmer )»on ben gtoetasiB^ babnrc| (^if<l^ gu 
un^il^eiben fel^, ba| fte toon . concentrirter Sd^tocfdfäure im iM^ 
jerfe^t l9erben, tpeUM ^ ^«t leiteten nid^t «df^^t 1839 ^t 
@))anbe'tg meistere ®limnvt anal^fitt, fettiet Snomeid^ älofaUd, 
IS^obneto ii. a. Sie £it^ndlimmet ftnb bott Xutnet^ Slegnrault, 
Stammele bet0 4t. Oi untetfud^t tooiben. ®egemoSttig tarnt man 
gegen 100 9lnal)^fen biefet SRineralien, tvejh^ gletd^lDoi^ niK^ wU^ 
gu fici^eren t^ormeln gefü^ ^ben. .Stanim-eUbetg i^fol bie meiften 
beteil^nei. 2)ie Sped^ ober ®xnppn\ nal(^^enber €)>eeic$ ftnb: 



1. BWil a>kcr einacigfr ®Iimmet, SRagnefta^Iimmer. 
Xcr Siosnc SiotU i|ll»Mi ^aui^mann ge^btn toorben, um iin 
3)iDt« ScsWcnlie in Ut .Jlrvf^Do)>ttI ber (Sßmmer. tu erinnent. 
>Bif(e byfer ©Qinnier o&^nm fi(^ etim Stronatmifd^ung, in Hxld^ 
¥i imjuQdtpetfe ^onnbe, R s ZaUerbe, Aalt, Ütatnith; im SOde* 
meinen finb fie nac^ StammeUl^etg 93erbinbun0m toon. Gingulf)« 
filicattn »s R3'si.+ nfi8i. 2)ie An^ftoOtfatiim ift niK^ tvid^ ^fu 
Utnglid^ benimmt. @ie ift Ij|es40onol, tonm bad äMncroI toirllii^ 
o^<^ etnasig ift, unb untn birfer Soioudfe|tin0 ^bf Uf (1897) 
ctnige äBinlefaneffungen für ein St^ombo^rr bered^nct unb ^ot )>. ft0^ 
f <^atot»^ eine i^eciiflonak ^Stymmibe angenommen. SEBenn bie ot>tif^ 
Sittoiigleit toegen JUein^t be^^ SEBinbld jtamer Jtcen nur eine fd^« 
bare t9öre, fo Ednitte bor Siotit r^Dmbifc^ ober IKnorl^ombifc^ fei^n 
unb Mre bann ber ,^ogoj)it nur ,(d^ ätit SarietfiA beffelben )u be^ 
trad^. ZHe bunfle t$arbe ber meinen Siotite geftattet . nid^t ^n* 
l&nglti^ bidtf ^ßkttten )u ben of^tifc^ Unterfuc^ungen an)Utoettben 
unb ben r)itif(^ 6^ra!trr ftc^ nad^juloeifen. 

9Hd gunborte für fe^r grogbUttterige Slaffen ftnb SRiadI im Ural 
unb Monroe in !Reu^f)orI befannt. Sie Ar^fialle l)om äSefuD (mit 
ninorbombif<^ ^bitud) ftnb tum &. Siofe, Sroo^fe, aRiller 
unb t). flj>f f d^arolD gemeffen unb toon S^obnelo unb 9romeid aua- 
IVfirt toorben. 3um Siotit gehört Sreitl^utK^ Slubellan, tfon 
rubellns, rotl^.* 

2. IMeiitt, nac^ ^ana; SRo^oint bon 9loto)tria, 9iu|Ianb. 
3tDeiasiger QUimmer. JlaUgltmmer. S>tef e ®(immer finb nad^ 
StammeUberg im äUgemeinen Serbinbungen tH>n ilalttrifUicat unb 
Z^onerbeftngubTtlicat ^ Rä + nü'si. Aaum ift ein aRineral o))ti{^ 
fo toielfad^ untnfu<^t tootben ab ber aRulcotott in feinen Satiet&ten 
ufib filmen anfangt biefe Unterfud^ungen eine i/U^t mannigfaltige 
Sleibe twn 6))ecie« )u bejeid^nen. 9io teilte (1816) geglaubt bier 
^u))tgttt|9^ unterf<^ben )u lönnin, je nai^ bem SBinlel ber o)»tifd^ 

< aRatemlien )ur Wiiteralogie Sluglaiifce 11. 294. 9rrgl AeitneotU 
eil^ttng«^. ber &iena Wab. 1853. 



458 I* (^tvopptn bn nic^tmftaHifc^ SKiiMolien. 

9|en D^n 50^ es«», 66<> iinb 74^ Md 76Q. eenatmottil sd9te(1852) 
ba| Mffe SEBintd fc mif ber Stortretung tfomort»^ Sifd^tigdt^cik 
auf bad manntgfalügflr iv^feln , o^ bog boid 9lifd^ttg<0cfet^ toefoti^ 
Kd^ beränbftt toirb. — eiUiman jdgte (1850), ba|, im MPegcitfal 
5tt 8ioH (Btfa^ngen, bW CBene bet o))lifd^ Xsm n^t nur in 
bcf tteinere Siagonide ^n baftfd^n S^ici^^r fonbmt id m^;mii 
Satidftim aud^ in bie (Sbene bct gtft^ecen diagonale faO«. <ira.i- 
liif i^t (1853) eine gte^ 9Mftt foU^ 9ltt^ot)ite mteffuc^ Mnb 
gieU (1864) an, ba| ber 9Bink( bet ofrtifd^en ä^en an. ^ unb bem- 
felben etfld um 6^—8« Donite, je na<i^bfm bie ed^id^ ber-aifittcr 
bi(|^ter ober minber bi(|t aneiiianbet Soften. -— 3ktd |butsofb|n{^ 
Set^lten fotDol^f ber ein» atö )to)eia^gen.®(tmmer i^ twn mit (1855) 
befd^rieben tt>Drben. — 2)ie ftrt^ftoOifoüon bed Sht^tritd tmttbe.iwn 
^üM^ aU rj^embifd^ befKiftmt, t>on$l^iIi^}vd itnb 3)nffenoV |um 
^eil a(d ninor^ombifd^. @enarmont mrnmt ^ a(d i^i>m6tf<l|[ an, 
ebenfo (Srailid^, S)ana unb Jtotfc^aroto); ^e geigen Jt^mtdnnfc^ 
älüdbilbung )u iltnor^ombifd^ ^rmentv^d. ftotf^arolo l^.bie 
ruffifd^ ÜRtukobitftVftaDe befonberd genau unterfud^, bef daneben unb 
abgebilbet (SWaterialiefl k. 1854^1857). 

^e o^rifd^en llnlerfuc^ungen toon Silliman, Senatmont 
Slafe unb ©railid^ ^aben aber nod^ eine JUaffe ®lin0ner leimen 
gelel^, an toeld^en {toar gtDei t^p^dft X^en bemerlbar fbib, bie fu^ 
aber unter einem bid 1^, unb n^eniger l^erunter geloben SSünltl )U« 
fammenneigen unb i^ren ®r&n}tmnfef in 15<> ju ^ben fd^nen. Siele 
biefer ®limmer ftnb ber 9Rif(^ng nod^ 9h>tite uftb ia^ Srfd^feiiien 
jtoeier ^£en bei ttiel^reren ips^I bon anbem ttrfad^n M üon ber 
normalen Art^ftaKifation J^erräJ^b^ ^ana nenni fre ^^logot^tte 
(i9on q>Xöymmg, Don feurigem älnfeffen, naäf Srett^au^t). ffi. 
9tid^olfon beobad^tete (1788), ba^ ber ruffifd^ ffilimmer ein bebeu^ 
tenbe^'tlectrifdM SabungdDermögen beft^ unb .confttuitte eine elec< 
trifd^ Satteri^ aui ®(immerf(^fn. 

Sunt 9Rudci^btt gel^Sren obqp f(^Iie|en ftc^ . (pim X^ )erfe^t) an 
i^n an: . • , 



IkMTnfffie KcfeifaiiceJBcfMiihiii0fn. 459 

5Der §u<^ftt, nod^ bcm Slincfologfii to. t$u<^d, t>on @<l^aff* 
Ȋull (cROtnit (1842). Ot tttt^b 3,95 ^Tocmt 6^comi>sVb. Som 
5d^toot|mfliiii im 3ill^i^^* 

Si^aff^äutl (1848). gtlkrt^al, aRotitoe K. (Bt entölt bU 

:> ^nxent SBoffn (cttood SBSoffor, bid 3 ^rocent mt^olten aOe 9lvd< 

coüttr). Stoi^ @iiiii^ uiib Btuf^ bfirftr l^ie^-aud^ bor Samourit 

oe^iyren, t^on S>eleffe (1846) iUNl^9«ti\out benannt. Son^imtbv. 

3>cr Ttaxgaxit, bon lAOQyugirtf^ j bie $o:Ie, in Sqie^ttng 

auf ben $crlmittietg(an}. Sine eigentümlich buTd^ ben AoSgd^ 

unb bie geringe 9R^0^ an XQoIien c^aratterifvte @))ecie% @ie nnrb 

fc^on bott 9Ro^« (1820) ertva^nt. ^\L juerft »on Xu SRenil, 

nenetlic^ (1851 unb 1853) bon ^ermann, @mit^ unb 9ruf^ 

anab^ftrt toorbm. Sie jeigten auc^, ba| mit i^m ber Smer^Ht^i 

i>on 2. ®mit^ (1850) übeteinlomme. — 3)er SRatgarit finbet fic^ }u 

3teT)ing in Xt^tol. — ^iel^ auc^ ber^ SorunbelUt unb Cling* 

mannit 

2)er (Eu)>^Vllit, .bon ci; ta>o(|I, unb tfvkloiß, Slatt, t>on 
^iUiman (1850). Son UnionbiDe in $enn(vl^nien. 

2)er (S))^efit, nadjf bem ^^inMnrt @))Hud, toon 3. S. Smit^ 
0^50). 

^ £if>^anit, Don J« bo))))elt unb ^awog kuc^tenb, fd^einenb; 

t>on 9torbenfIii^Ib (1846). Som Ural. 3n bie 9lä^ be« aHargarit. 

^er ®ilbertit, bon X^omfon, nac^ bem $r&{tbenten ber 

Qkologifc^en (SefeOfc^ft in Sonbon, Sa)). Gilbert, benannt unb 

i>on iif^unt analvftrt (1835). 6t. Xuftle in eotntoaOi«. 

2)er&eri€it, bon avp^^^f bie@eibe, toegen be^ feftenartigen 
manyt^r bon Jt £ifi (1850). Som Zftunu«. 

3. 8U|taiil, bom Sit^onge^It, au^ Binntoalbit bon Qxnn* 

UHiIb, iie)>iboIit^, lH>n Xf5i/(9<&ir, Heine Bd^vtppt, £it^iongIimmer. 

Diefe Wimmet finb burc^ ben Sit^iongd^t unb btft«^ grditre 

Oienge^Iuot, aU bei ben borberge^ben ^orfommt, borjfiglii^ (^raf ^ 

teriftTt. 3^ 8ei(btf(^e(abaiCrit untetfi^eibet fie leii^t. 3(^ i^^ 



460 ^' ^^^njiVPtn ber iiU^kmäMl^ SRinccalifn. 

# 

(1830) oc9ci0tf ^i Ite nod^ bem St^mcljen, tooti S&tirm lerfe^ 
toerben, o^e ^u gelatimren. StammeUbers l^t neben bem Sit^um 
auö^ 9tatnim gefunben, toeld^ bte f^fil^even Xnal^fen md^ ongAm. 
(Kne beftiotmte gformel ifi|t fu^ |ttr 3eit ntc^l aufM^t* 

Slüefe @Kmmer Ibnn^ au# gu ben Kefelfbt^fauren Setfeinbttngen 
OefteDt U>erben. 

®ltmmer ift.J ald $robuet tont ftii)sfertnnKe| bei ®atpmbetQ m 
@d^ben t>on 9Ritf d^erltc^. btobai^ unb anolt^ftrt toorben (I8S3). 
2)te metften ©limmer ent^ten nod^ Seleffe €t»iiren erganifd^ 

Snbftan)« 

• * . 
' @taiirafU(^ bon orrc^i/pö^, Itreuj, unb Xt&oq, Stein, in Sejie^ung 

auf bie freügförmigen Sh^ilinö^I^f^Ä^f^- ^^^ 9lame toon Siefame^ 

t^^rie (1792). Site 3lamen finb Sanier laufftrin, fd&toatj«^ ©'^ö' 

naiM, jlreu^ftein. ÜRan ^ö^Ite ba^ ÜRineral gu ben Sarietäten beS 

Sdjiörl^, auc? jur .gornWenbe. ®ie gemö^nlid^en 3*iöiwö^ befc^rieb 

fc^on Storni be V^^lt (1777). ®ie 'erften »nol^fen fmb twn 

Sollet ajegcotilg, Sauquelin unb Älajjrotl^ (1807), unter ben 

neueren ^naVqSitxn %ai fid^ befonberö Sacobfon (1844) mit-biefem 

SRineral befc^äfttgt. 3)te TOxfd&ung ift noi^ nic^t fu^ leftintmt. tgine 

Sarietät t)om @t: ©oiti^arb gab nac^ ber Stnab^fe bon Sacobfon: 

Äiefelerbe 29,13, 2:^onerbe 52,10, ©fenojVb 17,58, 2:aHerbe 1,28. 

Seine jlr^ftaüe l^at ^a\x>^ ^uerft nä^er beftimmt unb 2Qei^ 

(1831) feine ämiainße erläutert. — ^ür reinere Är^ftaHe fmb ber 
@t. ®t)t^^arb, für größere 3^i0inge Dmm})er in ber Äuöergne unb 
e^ömjji^effa in S))anien alt Junborte befannt. 

VaMnflt, na^ älnbolufien ate^nbovt, benannt t>on ^eI'am^ 
t^^rie. 3)er ®raf Soutnon- (annte i^ bersitd (ab 2)tafmant< 
\pciüf) 1789: ftarften ertoä^nt il^n (1800) nid^t; koo^ aber ben 
aude^ötigen C^iafUlit^, todS^ tt na($ ber Xe|inlt(^leit ber^d^* 
nung auf .bem Qoerfc^nitt ber $ridmen mit einem gried^«^ X taufte, 
er fagti ba^ man i^n inj^antreid^ fd^oa feit beit 3a^re.l75l burd^ 
2)e. Slobien lanole, .toeld^er il^n in.- feiner Disaertalion sirr la 



rormation de trois difiürebtes espteea Ae pienres figuniea Nfd^eb. 
9tom€ be V^^lt fyxi eine 9(bUbung bal»on .gegeben, ^-aul^ nennt 
ben C^oflolfli^ Maole, b. t. ein ifo^let SOfümbM, unb befc^eibt bie 



Rtt^ftoOe oud ber Bretagne 'tinb toon San Jago di Cooipofltella. — 
SBerner nannte i^ ^^oi^If^ot^. Sern^arbi unb 8etibant 
^aBen i^n puxft mit bem ünbabiftt bereinigt, unb ifl btefe Seretnigung 
bitr<^ 8unfend Xnalt^fe gerec^rtigt tootben. ^an^mann bemerft 
nac^ rfner Slitt^eUung bed gfürften )u'@a(ih«^rftniar, b«| bie 
^dftoaxy Seic^nung dfterd bon etngemengten lo^Hgen Zl^etkn ^errft^ 
unb na<^ bem ®Ifi^ ble Waffe ber ArV^Oe old -ein ^mogened 
®an|e crfibeine. ^e filteren Xnali^enbedXnbalu^tftnb bon Vini^ 0(9 
unb Ouvton (WOS), bie neueren be« Slnbalhflt unb G^afloUt^ 
t>on Sunfen (1840), Stbmann, $fingften, ^ubert u*. o. 

a)ie SRifc^g ift: Jtiefeletbe 37^5, Z^onerbe* 62,5. S)ie Rt^ 
ftaOifoticm ^ )uerfi Beon^arb ttäftt beftimmt, bie genaueren 
SReffungen gab ^aibinger, t9e((9er auc^ an Jtn^fitaDen auUBrafilien 
einen beutlt«^ Xric^oiMu« beobachtet ^t (1844). 

^tl|ea^ bon S/g unb ü&4poq, t^on }U)eierIet ftraft, in Sejie^ung 
auf ba« balb )>ofttibe balb negottt^ electtifö^e Ser^alten unb ou^ 
kx>egen ber jtoeietlei ^firte auf ben @)HtItüngdP&(i^en. tiefer ÜVame 
mürbe bon ^avi)^ gegeben, ber $rttoen unS @})altun0dfonn guerft 
beftimmte. 

SSerner ^i i^n St^antt, bon Tt^awoq^ blau, getauft. 9lan 
fennt i^n feit 1784 unb ^ben bereite», ©ouffure b. j. 1790, 
3trut)e unb^errmann %taf)^fen angefiellt, toeb^ gan) fel^Ier^aft 
rmb unb 13—39 ^ro^ent ^iiHerbe angeben. 3uerft ^Kit i^n 1809 
ftlabrot^ genauer unalvftrt; berfelbe beiherlt über ben Sauffure« 
(^en 9lamen 6ab)>are/ > mit ioelc^em ba« SRineral I&ngere 3^^ 
>e)etd^net tamrbe, ba| er ))on einer fehlerhaften Xudfpräc^e bon 6a))))^ir 
)ertomme, inbem i^ ein englif^er SRineroIien^finbler ^eänd ber 
flauen ^rbe toegen ate folgen bejetc^nen tooOte unb Sauf füre 

1 «CT^I. tkigmanntf^ Sountal 1790. 3. da^ig. 1. «t. e. 14a 



462 I- O^cutil)«» bor nk^tmctttllifi^ aRmcniGa. 

i^ unter biefcm t)CTflümme(teti 3Utmm Qapptat tm $eT|t$ t: 
®otbon gugefd^A erl^tdt %t&ffn tmnrbe er <n4 it^R^ 
ober 6d^0rlf^l^, blauer XaK itnb blauer (SRntmer geMUt c:: 
nennt i^fi eine 9(rt tum .SeriO. SHe neueren SnoK^fc» Mi In 
fon^ aiofaled, SRarignac/Srbmann; Snrit^nbSnih: 
geben 4^ tie Stifd^ng bed Slnboluftt,. todd^ aSf» Vmoi^ flMc 
9loA ^orc^l^animer rfi^ bie. blaue ^rbe iHm «tRcuSeU: 
V9A)d^Drfaurem (Eifenott^bul 1^, na^ 3>eleffe ent^k a &r 
orgonifd^ ©ubfian}. 

(b ge^teen Jfkfftx ober .ftel^ .in ber aRif^ng ito^: 

^er 9R0nroIttl^ nad^ SRonroe in 9teu»DorI baiamitu^: 
eigene @f)ecied aufgeßeOt t>on 6iIIiman b. j. (1849). 2)itlv> 
t>on Smit^ unb Srufi^ ^dten, ha% er ^ü^ffcn fe^. 

aSirt^it, nad^ ^erm t>. SBidrt^ benannt unb bcjKoat 
^eft <l89b),. todU^, mit 4,6 ^rocent 9B3ii(fer, tKt&ibertoltr 
)tt fet^n fd^t. Um ^elerdburg in Okfi^ieben. 

3)er Xenolit^, t^on let^^f ein Bfcetnber, unb iii^)^:' 
in »etie^ung ber (Entbedung be$ aRin^ral^ bei $eter^of in B«^ 
in (fremben) @efd^ieben, \>on 9torbenfIid(b (1843). 

Sber Sillimanit, eine\)eitlang für 9lnt^)>^90it gdbobm 
Sotoen (1830) unterfcf^i^ben unb nad^ bem amerilam{(^ ^' 
(ogen ®iin\nan benannt. 9torbdmet3a. 9lac^ Sana Mr: 
ÜKineral einer n&^ern Unterfu^ung unb ift t>u:ttüäfi nat b<i:^' 
bem 3)ift^en abrigend (^emifc^ Je^r na^fte^nbe &fcati^ - • 
2)edc(oi}eau£*d o)>tifd^n Unterfm^gen ift bie firvNTiiaiirc 
@illimattit r^ombifd^, a(fo gan)Jk>erfd^ieben toon ber bedSiS^i''^ 

Ser 9u(^o{}it, nad^ bem Sf^emüet Su(^ol^ l^on 9n<' 
gelauft, ber f^ibrolit^, t>on fibiu, ^afer, unb Ud^oqj 6ttat • 
ber frühere 9l^&ti}it bom alten Stl^tien (Z^rol), ^^ ^^^' 
itnb gemengte, ebenfalte l^tel^ ge^drige IRtneralien. 

3n feiner 9(rt ganV eigent^ümlu^ ift bie wetft bon 8<>^ 
(1817) beobad^tete ^erhKi^fung unb gegenfeitige (bi^vnc 
3)ift^< unb Stauroliti^trl^^aen. 



iBaffftftfic firfdtf«itte Sffibiiibiiiigen. 46S 

- Cnfxt|k» JSfAdQuyiaQ unb BerilliM finboi fi(| fc^on M bfn 
Lten. ^e SG^amntung bed 9lmnend t{)"UiAeiannt. 

3n ben frft^ntn Xtta()^f?ii bmi »etgmann, X<^Atb (1779), 
inb^etm (179D); ^t^tx (1791), {^ermAns, )Solit|, Sab« 
ueltn itnb itIa>rot^ fouTbe bie SÖmOnbf nid^. nrbmiit, f^nbem 
\x ^C^iiei^be «genommen, frffc 1798 entbedtte Sanquelin biefe (Krbe 
a ScfiS unb bamr tourbe fie fogleU^ bon ^an!^ owl^ im .CmoMAb 
rnnut^, ben biek btd ba^n ffir ein betfil^iebened SKnetoI fidlen, 
^auquelin fanb fie auc^ bei einer neueii Xnolvfe be0 Smatogb« 
nb JlU))totl^ tanb fie nun ebenfoDd. $aul^ ktemnigte borauf, 
nt f(^' 9tom4 be T^dle get^n l^tie, ben SmotUgb unb ben 
3mfi, unb fo au^ Aarfteli (1800), toS^renb {ie Setner tto# 1811 
ite itveicdei Gt^^edb^eii^ete« 2)ic9eriaerbe tmicbe attfangd 01 1^ 
inerbe, @fi|erbe genannt, ^oovir yXimii^ , ffi^, tvtegen i^ ffiften 
Sa^e; Sinf unb Stla^ioi^ fd^Iugen bie Deieid^ung Serilkrbe ber. 
5Die Srbrilen ft^eiet Xnal^rüler^ nftmentltil^ bie bon SRoberg 
1844) be^Hgtm im SBefenOiilen bie Ie|ten Xiwlt^ t>mi SBau« 
nueltn unb Jtla)>ti^t^ unb geben: ftiefelerbe 67,46, ^E^erbe 18,74, 
SenDerbe 13,80. Sen (S^omge^ll ber (»eiuanifd^ 6mara^ ^t 
RIa))(Ot^ |u 0,8$xi)eent, SauqueUn Act |n S,5 ^^cocent (Os^b) 
anflegeben« ^ 6maragb aud bem {^boi^t^ fanb ^ofmeifitet 
tein 6^rom unb 2t\»^ \ifmhi bie gtfine ^forbe ber Gmoragbe.bmi 
9Mo. in Stett^Oranaba, einit organi(^n Sub^anj )u (1858). •— 
2)ic fiTV|it(iBtfatiiw>it jum Z^l Mon 9tom6 be V^^U MH^mit 
^au|r (1800) giebt 7 Gombinationen, barunier leine bt^ecngMolen 
^ramiben, bei Slo^iS (1824) finbet SiSi eine angegeben, bei9lau< 
mann (18528) )i9ei. SRo^« na^ ein SUj^^oeber old 6tammfot9i# 
bie meiiien f))&teren Stinerologen eine ^agontn^amibe, toeI(^ itu^f« 
f er genau gemeffm ^ (Segentoarüg bnnt man 8 ^og^nole $b«a« 
mibfn (normal unb biogonal), 4 bi^esogonak $i^iiiibeii, 1 bi^eso« 
gonabd $riima, bad l^agonale $riMa (normal unb biogomd) unb bie 
baftf^ gU(^, toe^e ttefkoCten Aefonberd an ben ntRiMen itr^MIen 
cnttoidflt ftnb unb »rni b. itolf^ar^to (DtoieriaKen 9. I. 186a) 



genau 'gemeffen^ unb in manntgfabigen SomUnäticmAi aiigcftilbel twf- 
ben ftnb, •* • ^ ' " 

Serü^ ^nbertr für bte SeriK 'genanten' SaridSten finb im 
Ural *unb hn Stettfc^inSfer ®ebtet, befonbetS im SrHrg^ng SDmm 
Station. Sie finb im 3ol^ 1V2S t)on bem Slettfd^'n^ter ®iittoto 
entbecft l9orMm. 3m Sa^e 1796 tamrben bortfüt me^ral« 5-$iib 
tme unb )ur ' Verarbeitung taiiglt«^ Seriffe (fog: Xquamorine) ge« 
funbeb. .Statt fanb $ri«men bi« fiber 9 35ff Sänge unb 1—2 SoO 
3)iffe, im »etoid^t bon 6— 6- ^funben. 

^e ruffifd^ ©maragbe^ aud bem Aai^thienButget SSrcgrebtef 
nmrben im QaSjrt 1880 »»n einem Sauer beim Suff nc^n^ bon 99itt« 
sein )ur 2;^eergehMnnung im Serefon^fd^n entbe<&, bie eigentlich 
Sager ft&tten' fanb herauf ber Stteftinr ber Jtat^rinenburger Steine 
fil^leiferei b. fti>{ot9in. ^^ lavmt StttftaUe bi« ju 40 (Seitttmeter 
SAnge bei 25 unb mel^ Senttmeter iDicfe tH>r. JDiefe Smaragbe ^elt 
man frü^ aü Dx^if -düfelios^b ^^firbt, bie neueren genaueren Unter 
fuc^ungeti ertniefen ober , ba§ fte aud^ to^n (S^omosl^ bie ^(tAe ^ben. 

^e beröl^ten @maragbgrubemim XunlaH^l in Columbia ftnb 
im ^jo/lft 1565 entbedtt unb 1568 )H>n ben 6)»amern beftrbeitet taNNcben. 
^e ))on 9leu«@ranaba fannten bre S^ier fd^on 1587 uftb Beuteten 
fte gierig au^, „bie ^adte in ber einen, bad Gd^tbert in ber onbem 
^nb/' toie eine alte 'G^onif eq&l^lt. 

2)te SRinen ))on 3abaral^, bei Jtoffeir avx xoUfftn Steere (f^nft 
beriU^mt), lännte man, )n gfolge einer bort oufgefunbehen $iero« 
gt^t)l^hf(^rift fd^on 1650 D. 6^r. — Xud^ «raftlien )i^ biefe Steine. 

^fehlerfreie @d^mudfte{ne »on- ®maragb toerben bad Jtarat mit 
80 liSfokt bejo^lt, bie 8erille ober Slquatttarine foften aber ba^itorat 
nur 2—3 I^aln« 

t^r eilt maffiged Si>rIommen trflber unb mi^forbiger fttt^fiafle 
flitb SimogeiS ttt ^anfreid^ tmb "Sfteu^^omlsf^'CSlctoort^ unb ®raf* 
ton) in 9tDrbamertIa befonnt. Wan- fünb <ut legieren Orten 8ert&> 
moffen' öon 185, 1Ö76 unb fogor 2918 ^nben: ^ 2)ie »eriÄe ton 
Sobenmaid in Ȋi^ befd^rieb fd^mt ^rlurHrn' 3a^re 1792. 



SBaffftfrfif üefelfmite Serbmbun^ni. 465 

^er 2)abibfonit, nac^ btm fd^ttifd^n Stinerali^gen 3)atotbs 
n, toon X^. Z]^0mf4)n hemmt (1835), bpn XBab^en. 21^ om- 
»n üJMa^ barin bU SeriBcrbe, 2a4n))abiud jeigtc (1838) bte 
^etitttfit mit Smoragb. X^. Sltö^atbf on glaubte in btcfent 9ttncta) 
a ntue» VUrnmi orfunben gu l^bfn (1836), toeic^ et IConium 
iniUe, bim Aberdonia, b. i Stberbeen. 

2)er (Bof^enit, nad^ bem ^nbort (Bof^ in aRaffaö^isfetld, t)on 
hepaxh, nad^ ber c^if(^ Xnab^ bon 3. 983. SRallet (1854). 

MctiCU, ^ Don 7>^My|, betraget, toeil er fttc Ousi)^ ongefel^en 
uttoe, »on 91. b. Sterbe nj ftd(b, loelc^er gnrrfl bie SSari^t cok^ 
n @maragbininen im Jtat^nenburfl'fc^ beftinmiie (1863). (Krnfifc 
eprid^ enlbwhe i^ ^evauf (1834)' bei gramimt in Scf^cineen unb * 
L Slpfe (1844) üU dn iBorbinmnft bed dlmeneebirg«. .^atttDall 
taj^ftrte guerfi ben ural^d^en (186S), 0. Sifd^of ben bon gFramont.^ 
eibe Xnab^fen geben : ftiefelerbe 53,96, Scriaerbe 46,04. 

SHe ArvttASceil^ ftbel^ie befenbet« burc^ bd« aCuftreien bon 
^omboebein in abnormer SteDung j(bet britten Xrt) intercffant ift, 
xt b. Aolfd^aroto (3RateriaIien 9. II. 1854—1857) genau ent* 
idfett unb bun^ 3^d^nungen erButeri SSergleic^ 9e)^rid^ in $ogg. 
nn. 41. 1837. — Cd pnben fi^ im Ural mitunter fauftgrofce Är^^^ 
xütf bie Raren Serben gefd^Iiffen unb geben toert^boQe (Sbelfteine. 

Cifltl, bon hv unb »kam, leidet f^HxIten. Qx tourbe im ^a^re 
785 burd^ 3)onibe)^ aud 6flbamerila naö^dnxopa gebrad^t. $aut^ 
eftimmle unb benannte i^n )uerft. ^a^ Sorfommen in Sraftlien 
3t ip. Sfc^koege nad^gennefen. 1858 fyit i^n b. Jlolfd^aroto unter 
rn Steinen ber ©olbfeifen be« fübli(^en Urate entbedt. — Ueber 
ine JttVf^aOifation \)aben bi^ mriften JltvftaQogra^^en gefd^rieben unb' 
;(j^abud ^t bad Setreff enbe in einer 3Ronogra)>^ie ^ufammengefteUt. 

t SBegen be« &^Uh on Vertierte finb 9Mafit, QnMa«, Seuto^M 
IIb iRc(ino)>^n (ier na^ bem ^marogü angeführt, obtoo^I ber GuHa« )ur 
kni^l>e ber Silicate mit !2:i^onerb( unb f^^rx, unb bie fibrif^rn )ur <Shnipp( 
rr C^ilicate c|«c Sonette gelten. 



(3)eii{f(IMften ber 9Ratl^atif (1^ « 9latuTtinff eiifcM^m klaffe ber Jl. 
älfabemie ber aStffenfd^orfteit px SSien, ». VI.). 

SDie erfte d^fd^ älnolt^fe tft toün SauijueHn (1800). (Er sab 
einen totel px geringen ®el^It, namentlich an 3:i^imerbe (18—19 ^rocent) 
unb an SeriKerbe (14—15) an unb einen Serbift tomt 27—31 ^rocent. 
Sef)eliud anal^firte i^n(l@18), unbmit gleid^Siffttltot 9lallet 
3n neuefter 3^^ (1855) jeigte S)am4)ur bun^ 4 Xnall^fen, bft| er 
tDefentfid^ 6 ^rocent atoffer entl^te. 2)ie Wifd^ung ifh ittefelerbe 41,86, 
Xl^onerbe 34^9, SeriUerbe 17,13, ffioffer 6>12. 

8tfa9if^,\öni^vstofpcun/ßj feet^. Son (Sr^marf Bei Sretang 
eotbedt unb benannt (1840). ;^e ftr^fiaQfimn beftimmte aBallmarf 
unb Crbmann (ber 6((t9ebe) f^t-^n analtj^tt (1841), abemnftim« 
*nienb9«amme[tSrberg. Säe aRifd^ungifi toefentKd^ : IRefelarbe 45,83, 
»eriaerbe ia,61, Äqttcrbe 27,78> %biet 6,88, «atrium '7,60. — 
ffiegen bed SeriDerbefHieat« ^ angefüi^ V 

^el^er gel^Stt ber 9ReIino)>l^an, l»om fälivotpunßfiq j l^imtgs 
geK, nac^ ©d^eerer, toeld^en 91 ^^i^ter .anatv|irt \f(d (1852). 
@d^eeref f)nrad^ felbßbie Setmutl^ung aud, ^ er Seutofil^n \t^ 
t6nne. 



tthifftrfrdt kttftlfanrt tltriitiiiinngrn. 

2. D^ne I^onierbe. 

®ru))))e bed $t^ro£end. 

2)er 9tame $)^ro£en ift t^on ^au)^ für ben Slugtt gegeben ta)9rben 
.unb-ftammt öon wvp, geuer, unb isvoq, grentbling, imiman ber 
Xnftd^t tvar, ba^ biefed ÜRineral lein $robuct bed ^erd fet^ unb 
nur }ufällig bei @ru)9tionen in bie bullantfd^n ©eftcine gelommen \ttf. 
9^ gehören in biefe ®ru)9)9e, h>eld^e afö Stftlicate tomr^üglic^ Don 
fiollerbe, 2aßerbe, @ifeno£VbuI unb 3Ranganos)^bul, fotme bunl^ ben 
®))aItung«n)inW toon na^e 87^ d^arafterifttt ftnb, folgenbe ©|)ecie*: 



1. StVtltoattf noA hm ^f^GfAnt (S^rmifnr SL^oUafton, bf- 
tannt t>fH! ^auto. 

Sri SBetner ^816) al« Sd^Iftein \tfft unt^oSfoinmen bc- 
trieben, feit 1793 bftamit. 2)ie. firt^fküfifoKoR ^ot {uorfl Sroote 
(enauer beftimmt. Aarften atoä^ni t^n (1800) utitet bem Ham^n 
ta^tl^patff, fxüffex nannte er il^n (Brammit. 

Rlapxüt^ analt^ftrte t^n (1803, eine fri^fere UnaltfU fc^i mit 
i«ng itmnnem Stoterial atigefiteDt toofben )U fel^n).. Sr fanb aujkt 
lem tiefelfawen ftall 5 $n>cent SBoffer, tooi^on bte f))ai(tn Xnoli^en 
>m Bitomt^tt (1821)/ »eubant (1^32), $. ätofe, Sey« 
»ert u. a. geigten, bo^ e« untoefentlid^ fet^. 3)te Snob^en ^ebm: 
liefebrbe 52,38, XaÜaht 47,62. — ^tanlenbeim fyd ben aBoDa* 
tontt lutxft aü einen $l^ocen betrac^ttt. 

2. WaMII, tfon ^/«, bo))))eIt^ unb ö>«^, Xnblnf, bon ^au^. 
Der SMofiftb nmrbe um 1800 bon Sonüoiftn, SRitelieb ber Xte* 
«mie )u Zurin entbecft unb er^elt bon i^m nad^ bem ^nbort, bem 
rbal %la, bm Hamtn Xlalit. '{kul^ Derrintgte i^ mit bem 
Kuffit, mn^ beraRnffa^XI^e, ebenfalte toon Sonboifin benannt, 
tnb f))Atrr unter bie SpMti ^rocen. 

2)en 3)io))rtb bon ber Stuff a > 9a)»e l^t »uerß Saugier analt^fttt: 
)on«borff unb ^. Xefe (1820 unb 1821) analvfirten faft gan) 
tfenfreien an^ ^nlanb unb fümmen bte Slefultate ftMterer Xnali^en 
rit ben i^rigen^fiberein. 

Die 9lif(^ung ift: Aiefekrbe 56,22, JtaBefbe 25,54, Zailerbe 
8,24. 

^aibinger ^t (1855 ättabemifc^ Serii^te) gqeigt, boft ber 
yiüpflb d^nlii^ toie ber Xrag^mt bie lonifc^e Slefractiim beft^^- 

tx€ ftn^aSifation ift bun^ genauere SReffungen bon X. Z. itu^f« 
er befttmmt nnnrben (1827). dr bernttlte, ba| bie Xangmte be« 
alben ^ri^mentoinleU genau balb fo grol ift, ate bei ber {^omblcnbc 
RofJner X.). — »erglei^e 9RiIIer, Duenftebt, ^effenber-a. — 
Ritf(^erli<l^ unb Sert^ier baben 1823 bun^ 3ufAmmenf^me(|en 
er SRifd^ung^tbeile in ben geeigneten SScrbältniffen bem natflriicbcn 



468 1- ^hm^Msi ber ni^^bmitaUif^ atinmiin. 

galt) a^idi(|en Id^flaOmifd^en -S)to)>fib tOtaÜen; i^ ^^: 
afö $od^ofen)>robuIt (kM>n 3nnba4) gefunben unb oaftli^ ii>44 

SHe 0ro|efi unb ^d^dn gcforbkn Sttiffbaüt bim Sd^totttieRiur 
3i0ertlJKi(; tofld^ nid^t md^ toodommen, finb fdl^ p 64>a&' 
gefd^iffeiv tooi^en. 

Sunt Sio))ftb gel^dren: ber Baf^Ut, bon €a^a m tdt 
benannt t)on b'Snbraba; ber Satlaltt,. iMmt SathlJK ^• 
t^on Stenobanj; ber äRalaloltt^, t>im |<€ril»»4^ iMit, > 
l^i^og,. Stein, bon {^aitt^'; ber JtottoUt^, toos «m»^ « ^ 
)Beere, unb Xid^oq, t>on'b'Xnbraba, bereild t>ott ^a«^ oi^ 
$t^O|en i)eretntgt. 

3. fbisit, üon cH/;"//, ®Ian)w 3)er Xugtt tourbe mm' 
bent 6{l^5rl unb 2^unnaltn, unb jt)äter mit ber 6(t(aUtf<^^^ 
t^ereimgt, bt$ i^n SSerner old eigene @attun^ auffteUtr. Sd^ 
lertud (1778) Bejet^net Augites (PKnii) eine« Xquamoiiit 

« 

SBauquelin ualb AJa)).rot^-^aben bie erfien grnanms- 
b^en geliefert (Sariet&ten bom Sktnoi unb toon^adcoti), f)^ - 
er Don @e)^bert, Slofe u. a., indbefpnbere tit feinca ü>cr 
faltigen Sorietdten \>on 3. ftub^rnatfil^ (183«) anal^jiit : 
SlamnteUberg (1858) ^t bie SSerl^ältnt|niengei9 t>im <Sifenn>' 
Sifenoc^bul barin beftimmt. Xie Stugite unterfd^ben jtd^ '^ 
Z)io)>ftben burc^ bad (üitireten t)on nte^ ober toeniger (SifenoE»^'^ • 
SaftiS, bei ben X^onerbel^altigen nimmt Sbtmmel^becg eine iu^" 
Vertretung bon R» S> bttrd^ K XP an. 

3. {^ebeniergU^ nac^ bem fd^itoebifd^n Sl^mifer £. ^eben^. 
toott Serjeliud. S^erft k>on ^ebenbfrg befc^ebcn (i^''' 
bon Serjeliu^ benannt 2)ie Xnolvfe bon $. 9tofe (lB2ui :^ 
bie 9Rifd^ung eined reinen Sifen-italt'^t^rojren. Xunoberg in 3c 
ben. äSoIff l^t einen ä^ntid^ Kugit toon älrenbol anah^fin. 

^ier fc^Iie^t ftd^ ber^ubfortit an, koelc^en S<il )uet{i an^^* 
unb benannt l^at, bann Sretoer, .6mlt^ unb Sruf^. &^ 
gegen 12 ^rocent JlaQerbe unb 36 $rocent Sifenoct^ — v^^ 
Sounti^ in Steu^^otl. 



fBofffrfrei« tiefelfaure Serbiitbun^cn. 469 

4. ddfcffoiiU, na^ bcm bormaligm ^raftbenien ber äkmtiigten 
5taaten Sefferfon benannt, twn fteating. Sntbedt »im Sa- 
li i:en unb Jteating unb bon iej^tcrem anoll^fnrt (1822). 

3{l bunl^ SRan^onoc^^buI itiib. (ttoad 3i>dEi>£^ (i^^fi Ca unb Fe) 
tö Safen t^raRmfhft.< ^rantltti .in Slm-Serfd;. 

5. Vegitti, nad^ ^(fgir, bem altf!anbinabtf(i|en '®oft bed Sttered, 
on (S^marl.cntbecft unb bmanni (fo tfi toon ^lantamtu (1841), 
Uattner unt^ätammeUberg (1868) Anol^fict nwcbennnbMfem* 
(^ ein 9latnim«0tffn'$Vti%m, ifrit Aalt, Xalfefbe k. - 

9rett^av))t fyd (1850) getetgt, ba| bt€fed.atifanB# |um:atTf% 
ebfontt gefieDte SRtneroI ben $ri^mentotnlr( bed Xiigtl^ ^be. 

9Ril 2euIot>^n l»etHHul^fn onf ber ^i^fel Stoobön im Sleevbufen 
Ott Sretmg. 

Sine ii^nlic^ Stifc^ung IJKit ber S(fmtt OHd^nrit), tM>n «i^) 
:))t|fe, tveßen ber f)n^ iSnbungen feiner $ridmen, l^on $. 6tr5m 
1H21). erine Jtrt^ftaOifalion ^oben 9lttf<^erli<l^ unb (^aibinger 
efHmmt. Ström ^t iffn )uerft ana&^flrt, bann 9er)eltu^, 
e^unt unb ätammmeUberg. — @Qer in 9tom>egen. 

6. StINtil, ))on ivtrraTP^g, ber Gegner, ioegen ber'Sel^rrIi(^- 
nt (nnfc^mefgbarlett) bor bem Sdtt^ro^r, befümtftt tinb benannt bon 
tenngott (1855). ^ na(^ ber Snal)^fe t>on 6. b. ^auer ein 
piner Xallerbe^^Vtocen Mg' ä^ = Aiefebrbe 60,64, ^lOerbe 39,36, 
- 3b)ar bei aUot^tlM in VtäfyKtn. 

Sin oeränbertec ®n{iatit fc^nt bet Slenff elaerit bon Smmond 
1 feVtt- . @t ifitnad^ eiitem ^erm San 9lenff elaer getauft, itommt 
t SCngitform bor unb ent^t noc^ Seit 2,85, nod^ ^unt 5,6 $ro< 
mt äSaffec SMi^Dorf. 

7. SMige/ bon StuXkayqy Setft^eben^t, Wgen- unglei<^ 
^poltbartett, bon {^au^. fflutbe )uerft bon (Sauffure b. ä. be< 
mnl gema^ (6maragbit). ^e erften genauen Xnall^frn finb bon 
toller (1829), ber aud^ bic 6)MrtnQg«bintel befttmfnte. SIttn fiteDte 
ann bad Slineral )um Sroncit; \i^ ^be il^m auf Qhninb ber feilsten 



St^meljbatffit unb bed Jtalfg«l^lted bie SieBe einer eigenen S))ccie^ 
^uerlannt (1843). Su^eid^net am $at) unb ju ©ro^ori im @al}' 
buxQ'\i)cn, 2)iefe <S|^ed ift tane* bie folgenbe burd^ ben metaQo^« 
lid^n ^Imtrtftrglan) attf bet ort^obtagonalen @)Ki(iittig#{{a(^e d^xal- 
teriftrt. — 6(^af ^aütl l^ot in «net Sfttietat bon Stacco bei @mua 
dfi $rocent Sanabtnot^b unb 3,7 Slatrum gefunben (1844).' 

8. erMcil (Sconjit), >on ber. bronoe — Sorbe.. @eit IbOO 
bcfotmt. StliüßxMf^ mobigrtr (1810) e^ie äjorietät »on Jtraubat in 
iSte^ermarf, ftd^jUr me^e SBarietaten (1826);. er ift femer t>on 
MtgniiuU^ @f(^af^.autl, Saober un)) bon mir analf^jirt toorben. 
@r ift ein 3:aI{'eifenos^bu(^2)iaIiage. 

$ie^ ge^rt i^u^'6 $V>)>'vi^^€n# ^^^ Cnefß, flbet, unb 
a^P-ivo^y ftraft, bon größerer ^rte atö ä^ntid^e 3RineraIicn. äSerner 
nannte i^n $auht, nac^ ber ^utöinfel an ber Jtufte b09 Sabrabor, 
ba^er wxi^ frül^fer £abraborif(^ ^ornblenbe. fi(a))rot^ ^t il^n 
. juerft anol^ftrt, bann 2)amour unb SRuir. -^ 2)ie{e SRineralien 
Derbonten i^en metaQ&l^nKcl^en @(^IIer na^ @(l^eerer einem bunbl« 
farbigen, in ja^Ireid^en SameUen eingemengten ftör))er, beffen %t* 
nrid^tdmenge einige $rocent betragen bürfte (1845). 

9tnbere %ro^ene mit @ifen- unb SRanjganbajtd n>erben in ber 
tUaf[e ber 3RetaKe ertBä^nt toeri^en, . , . . 

®ruj)j)e br« am^j^ibotö. ' .* 

2)ie ®ru))J)e beS 2lm^)^tbote fte^t mit ber borI;ergebenben in einer 
merftoürbigen SSerbfnbung, -inbem pe bejöglW^ biefett^ ÜJKfc^ung^rei^c 
jeigt unb aud^ bie Äri^ftaffe gcgenfeittg ableitbar erfd^einen. 3)er h)efent: 
(id^fle llnterfd^ieb ift, bag bem Hnt))l^ibol ein €))altungd))ri^md 4>on 
124V2° Sw^o»nw<- Äujjffer Ij^at guerft (1827)* bie Stbleitbarfeit biefeiJ 
^ridma'd au^ bem ^ugit^mdma ertoal^nt, toie oben beim S)io)»fib an^ 
gegeben. SBeiter ^at biefen 3ttfömmenl^ang ®. SSof e .<1Ö31) eriau^ 
tert ($Qgg.< 22), bte 3(e^nlid^t ber SRifd^g ^erbifirgel^oben unb in 
)6e}ie^ung auf bte Rrt^ftaBifation, auf Jtrl^ftaUe t)om Ural, beffen 
Uralit, ^ingetonefen, tvelc^e bte ^äu^re t^orm bee ^iigit^ mit ber 



BpalAattdt btd Mwipl^änii beriUnbcn; er ^t ferner beobachtet, ba§ 
^tm^ &f^müitn bon 9lm))l{^iboSrVftanen ftd^ Sugitfoniten bilben. SMe 
neiieren au^fjftäiäftn SMettm l^ierflber tooiv ätammeUberg ($og0. 
CUL 1858) i^ben btefen 3ttfmnmen^<m0 betätigt; 
^ St)ecied fitib: 

1. SroKilil, ))»ti Val Tfcmola in bcr Sd^ir m beffen 9la^ 
^foffffor $ini ba^ 3Rmttal giterjt eittMte, aSerner. ^o^ul^ 
nannte i^n ®rammattt/ bon rP^I^Mi®^, Sink, toeil er an 
jerbnM^enen $ridnieir auf ber Sll^mnbet^d^ eine «Sinie bemertte, bte 
no<^ ber ^ngen Diagonak gelegen erfd^ Sine unietne SSariet&t 
b9m et (äpttlJHtrb ift.fc^on I70Q t>im StUpx oif^ anafiffirt iDOvben. 
Seuba.nt, fion^borff unb »ulet^ Stammeldberg l^^ben bie 
SRifc^ng beftimmt, toefendidj^: Hicfelerbe &8,3ö, 2;aaerbe 28,39, Mh 
erbe 13,26. 3taif biefem Stefultai ftnb bie @auecßeffmengen tton 
Ca, Hg vnb Si = 1 : 3 : 8, frft^ ioaren {ie ald 1 : 3 : d an» 
genonnnen koorben. ' s ' . 

$ie^ gehört bieüeic^t ber no^ nid^ an^ll^firte Aotfd^atfrtott, 
t>on 9lerben{Iii^lb, nad^ bem SRineralogen b. Aotf c^ati>to benannt. 
a)er StxiltungiStmnlel i{l 124^ Stailalfee. 

2. VttMttiilf bon ufMpifioXo^j jtoetbeutig, l«et( man bie ®pt* 
cied mit ^elen berf(^iebenen @ubftan)en bereinigt l^at; toon ^au^. 
3)er äbefte Slame ift ^omblenbe unb ^omftein, toegen ber Sfi^x^^ 
bie bad SRineral beim Surd^bred^en ben 9erg(euten entgegenfteDt unb 
bie ber Don bem $ome' eined $ferbe^ufd bergKc^en tourbe. Z)a man 
toegen ber bebeutenben @d^ta>ere ein SRetaO barin loermut^, aber 
liur ettoad Sifen fanb, fo bilbete fu^ ber Stome ^omblenbe, bon 
blinb, in berfelben Sebeutung, loie man auc^ Stoffe ol^ne Itemfo 
nennt (ftirto an). 3>iefed 9)tinera{ iourbe meifteni» bem @d^5rl )uge> 
Ifiiß. SBerner ^t ed juer^ genauer befd^rieben, o^ne* übrigens ben 
StKiItungiStoinlel anjugeben: - Stelle ftr^ftaKformen ftnb fd^n oon 
9lom6 be 1*3^"^ befc^rieben toorben, er tannte- bereite .bie getödl^n- 
lid^.i)ortommenb^ $emitifo))ieen') au^l^Iid^er l^at fte ^aut^.unterfud^t. 

«Ser Xm)^ibo( ift yierft bon Jtirloan (17Q3),i S^a)>ta[ unb 



Stlapxttff (1809) anob^firt toorbm, ober etft Sondborff ^t 
(1822) bie 9Rtf(|un0 genauer beftimmt Scn bei 2:^onerbe biefei 
Sfünetate no^ et an, ba| fte bie ftiffekrbe beitrete , unb gtoor fo, 
ba^ 3 9Uome X^onerbe txn Xeipitbalent fftr 2 Xtome Atefelerbe fei^, 
eine Xnfid^t, ioelc^e nai^malfi^ in Sd^eererd pob/rnttem 3fomDr))^i^ 
miH audgebilbet toovben ift. 3>ie &(tetn Snalt^fen geben trtne SBalien 
an, StammeUberg giebt in einer SUifft betf<^iebener SacieMim 
Mali itnb 9lalstim (^ufommen bon 2—6 ^rocent) an unb bringt bie 
tbonerbe^Iügen Xmf^^ibole mit ben t^onerbefreien in UebereinfUmmung 
buri^ bie älnna^me, ba| ¥e iSi'^ unb R' Si^ i^maotpf^ mit R» SS« 
)t^, tote äte^nlic^ Sdurent unb S)an'a ingenommen* ^ben. 

5&ttn^ ben @e^(t an @tfenoslfbu(,'®fenosVb unbZ^onetbe ftnb 
bie Sbn)>l^ibole (unter ivdd^en mineralogirdb Ido^I jtDei BpcAH ^ 
unterf^eiben Maren) bom'Xtemolit^ betfd^ieben. 

^iel^ gelten:- ' - ' ' 

2)er ftarint^in, nac^ Aämt^en/ Carinthia, benannt, toebben 
SBerner ol^ eigene @)}ecie^ auffteDte. 

' 2)er ^argafit, nad^ ^rga^ in ^linlanb benannt, t>on SBer 
ner )um Jtoltolitl^ gefteHt. ^au^ l^atte i^n fd^onfür 9[m))^bo( er^ 
lannt. @benfo SBernerd @tra^(ftei-n unb beffen Galamit, t>on 
caiamuB, toegen ber f(^i{ff tonigen JtrVftaOe. 3m Stra^lftetn aue 
bem SiOert^al ^t ©e^len (1803) @))uven'bon 6^romi^b nac^^ 
getoiefen. 

3)er diap^ilxt, bon ^atpig, Slabel, t>on Volmer befc^rieben, 
Don X^omfon analt^ftrt (1837). 

^er (Sbenit, na^ (SbenbiOe in Sleu^Dort, bon 9reit^au|>t, 
bem Sremolit na|Fe fie^b. 

3. I(n4li)i()pait, bonanthopiiylluiny bie <Betoär)nelle, n^egen ber 
garbe, t)on Sßerner. ^^ nad^ ben äCnaIvfen bon So)»eltii^, ^ 
®melin u. a. ein SaI!sSi{en«9lm))^iboI, burc^ ba« ^l^ ber 
Jtallerbe au^^<^net. SCong^erg. 

4. «rfnebfiait, nad^bem ((^toebi^en geiler ^rfbebtön; bc^ 
mnnt bon »Yoofe (1823), ©ofool^ »roole'fateWtlfc^erlti^'iJ 



:paHiaxtAt ^ Sm)»^iboId ixrMttbcn; tt f^t ferner feeobod^ct, hai 
Axdf @<^mer^en »on 9lm))^ttollrvfta0en ftd^ atuflitformm üSttn. S)ie 
eurren ou^fü^Iui^ älrMtm ^terflber )>oi> älammeUberg (^ogfl. 
HI. 1858) fftübfn biefen 3ttfammcn^<m0 bcft&ligi 
^e Bptäei finb: 

1. XcoMltt^ ))on Val Tf«ano]a in bcr 6#kDet)/ in bcffcn 91% 
irofeffor $ini ba4 aXtnrral )tter)t enftofte, SBerncr. ^o^utf 
annte t^n (Srammatit, bon ygiptfi^j ®(rid^, 2utie, toeil er an 
vbrcK^enen $ri<nieir onf ber St^ombenfUlc^e eine £inte bemerlte, bte 
a(^ ba .langen diagonale gelegen erfd^ Sine unreine SarirtftI 
9m et Otott^rb ift.^on 1700 toon ilU)»roi^ anaU^ toorben. 
leubant, fion^borff unb ytle^t StammeUberg \fAm bie 
ftif<^ng beftimmt, toefentlic^: Hiifelerbe 58,36, 3;atterbe 28,99, 5taUN 
be 13,26. 9tai^ biefem Stefultat ftnb bie @auecßeffmengeit tton 
ti ^ Hg unb Si = 1 : S : 8, frfl^ ioaren ^ aU 1 : 3 : 9 an« 
»nommen toorben. • « # 

$ie^ gehört t)ieDei(^t ber no^ nid^t an^lt^ftrte Jtotfd^atotoit 
Dn9lerben{Iiölb, nac^bemSRineroIogen t>. AoIfc^aMto benannt. 
)er @))abungdttrinlel ifi 124'. Staifolfee. 

2. ItatPlilaIr l»on äfAtpißoXoii y jtoetbeutig, iveil mein bie @))e> 
ee mit tnelen berfd^iebenen @ubftan|en t>ereinigt ^; tton {^au^. 
)er ältefte 9lame ift ^omblenbe unb ^omftein, toegen ber 3<>^i8^ 
e bad 9Rtnera( beim 2)un^bre(^ ben Sergleuten entgegenfteSt unb 
le ber bim bem ^me eined $ferbe^uf8 bergGc^en ti>urbe. 2>a man 
»egen ber bebeutenben @d^ta>ere ein SRetaO barin Dermut^, ober 
tir etUMd (Eifen fanb, fo bilbete fid^ ber 9lame {^emblenbe, toon 
linb, in berfelben Sebeutung, Ime man au(^ 9Ulf[e o^ne item fo 
fnnt (ftirtvan). 3>tefed 9)tinera{ tourbe meiftend bem @<^drl )uge« 
iblt SBeiner ^t ed yierft genauer befd^rieben, o^ne äbrigend ben 
^paUungftmnlel anheben; SRe^e JtiVftaQformen ftnb f<^n ton 
:om^ be r^j^le befc^rieben to>orben, er Ignnte bereite .bie getod^n* 
cb t>orfamtmenben ^emitro))ieen, au^fO^Iic^er ^t fte ^au)^ unterfuc^t. 

^Der Xm)^ibo( ifit ^erfi ^on ftirloan (1783),. 6§a)>tal unb 



474 '• 9itu!ppen bei ntd^tmdallifc^ 

einem 3;tmolit, ebenfo bie eine« »am %abm, ^wii SR^irtai^. anbete 
l>on ätic^ter, 9Ret|enborff tc. 

»erglotf, »ergfleifd^, »etgleber, iinb Ätere 9lamen für 
äldMttHitietfiien. 

^ie^er ge^ aud^nm^ »ammeUl^ergd Snal^, bcr StpmA- 
iin, irni nviuay bie SBefle, loeCc^n »reit^ait))t (1831) a(« eine 
bef^nbece @)Kcied befd^ncb. 

9lad^ ben 9(naI^eB Don S>amoitt (1846), @<|af^fiuü, 
StammeUberg u. o. ift, ttne Sana aufmerffam gem«^ ^, ber 
Slet^lj^vit ipof^l ald ein btd^ Ztonolit an^ufe^ 2)iefe« SKiietat, 
beffen 9lame bon p^tppöqj bie Stiete, ftamvtt, toegen frinar t)ennetnt' 
liefen ^ttraft für 9liei;enleiben, toitb fd^^ bei UL SlbrolDanbud 
(geft. 160Ö) ernannt SBaHeti'u« (1778). nennt i^n unter ben 
3aft)idarten iinb fü^ct aud^ baffit ben Stamen ^a\>e an (bon lapis 
UMshiaiicus, hwmud bad fnin^ftfc^ jade entftanben). SBernex ffoX 
i^n ate &t)(rcied aufgefteOt unb mehrere Sariel&ten, bontnter- ben 
Seilftetn, unterf (Rieben. 3)te fd^dnften Sariet&ten biefed etein« 
tcmtnten oui^ QJ^ina, ^etften- unb ouö ber Zilrlei, SRan fertigt S)oIi^^ 
unb S&belgriffe baraud, Sc^en, Xmulete u. bergl. 

ftluge bemertt, baft im ^nbentonum bed ftangdflf«^ ftn>n< 
(<^^ bon 1791 eine Xrinffd^Ie bim 3leplrcit mit bem SJBert^ bon 
72,000 gh^oncd t^er^eid^net ift, ein« anbete mit 50,000 %taM^ u. f. \o. 

Oaliaitonlt, nad^ bem SRinemlogen unb (S^iter 99abington 
benannt unb )uerft Befc^ebcn bon Sebl; (1824), t>on 9ixppt (1842) 
anal)^{trt, bann Don.X^pmfon unb neuerlich bon Stammeidberg 
U86$), iDeU^er' gegeilt fyd, ba^ ein Xifüt bediStfen« ato Dpft^ ent* 
^Uen ift,- toä^b Sixppc unb Xl^omfon nur Sifenos^bul ange» 
nommen ^tfen. 3)ie aRifi^ng entf^d^t noc^ ben altem Xnab^fen 
einem 9lint)^l unb unter StammeUbergd Soraudfe|ungm ffl^rt 
feine Slnab^fe ebenfaOd ba^n. S>ie ÜRifd^ng ift: SikHAnht 50,66, 
(Sifenosv^ 10,96, Stfeno()^bul 10,ä6, aRanganof^uI 7,67, SUdt^ 
erbe 20,35. !Rad^n)en itiVf^abeftinDnungen boii SebV^unb SDauber 
(1855) ift ba« e^^ftem iiinor^omboibifd^ , übrigen^ toie .i^ibinger 



ttaffrrfcfte ftefdfoiirr SctMnHmflni. 473 

tfSungßu, «te auif eiiw k)on älrft>fbfoii. «ngeftrOte Vnof^fe )et^ 
i, ba^ ber bamaligc ätrfbebfontt nur eine gelot^nlic^ (mit ber 
triftot bmi Sogrltterg 4ia^r ftBereinlimtmenbe) {^omUcnbe toar. 
tc^ im 3a^e 1839 einen grdnlanbifc^en old XrfMbfoAtt lFe)ei<^ 
ttn ä(m)>^i6ol noc^ ber t>im mir enttoorfencn @d^mei)Ptak (nrüfte, 
ranlaftte mt(^ bie miffollenbe Seic^tflfifligleil beffelbeit ^* einer neuen 
lalpS^, beren Siefultat in i^ift einen 9laintm<(EifenocV^'9(mt>^( 
ennen Iie|. 3(^ ^be bofftr ben 9lmnai SIrfbebfonit beibe^ten. 
AmmeUberg ^ bA^ Oifen 0rt|ten%tt« ott Cifenin^b entölten 
funben unb in ber oben angegAtum Xrt beffen 3f omirr)>^tMu« mit 
m Slatrum unb Sifeno^t^bul angenmnmen^ 

SDmr SRaneaitomt^^ib^ toir^ bei ben Slanganberbinbungen er« 
ibnt loerben. — Sin am))l^iboIartifted, burd^ einen Statrumge^k 
n 12 $rocent, bei 11 fiaU unb 11 ZaSerbe, au^e^eii^nete« flineral, 
bm itni>)> unb SB. ^offmann (1859) onab^ftri C« ent^h 
»rigen^ merflii^ me^r iliefelerbe ob bie 9m)^ibp(forme( fotbert. 
kiib^m in Sad^en. 

Xte faferigeSiarietäten, t^eiU bon^0t)fib, t^^ bonXremolit 
ib ber Sldbeft unb 9miant )u betrachten, ^er Stame 9(dbefi 
mntt bim aafi§axog, unoudldfc^Iic^, für unberbrennlic^, Xmiant, 
n äfi/€tPTog^ unbefletft, rein, bteOeiil^t toegen bei^ 9letni0en^ im 
ruer. 2)er Xdbeft tpirb fc^an t>on $littiud ettoa^nt unb hMkr feit 
eorg Sgricola (1546) aOen äRineralogen betannt. 6amt>iani 
it 1686 (in philosophiciil transactioos) eine Xb^anblung über, i^n 
fc^eben, ebenfo Srfidn^ann 1727, äRare^r-af 1759, Serg« 
ann 1782. Stan no^m nod^ )tt Cronftebt^ 3^ mcl^e 
ttfd^ungm aU einfod^ «Srben, fo bie (Sranaktbe, (SUimmeverbe, 
;oltt^erbe k. S>ie Xdbefterbe golt ebenfo bid Verginirnn jeigte, 
i^ Hiefeleibe, SRagnefia unb itoOerbe i^ Sefikmbt^ feyen. Sr 
it \d)on mehrere ^ibefUocten onah^ftrt <0pii8c« IV. 160). SHe 
nal^fv bon iga|>]^ (1836), üon einer (angfaferigen grönUnbifc^ 
arietät, geigte ba« etuxi« eifenMtigr Zolterbeftlicot be« Snftafit; 
c J(ndtrfe be« X^befi bon ^rantaife, bon Sondborff, enlftn^oi^ 



474 I* ®nM9|>en bei ntc^tuutallifi^ Siiwnlica. 

finetn ^Crrmolit, fbeitfo bie ehte^ Dam Zob^cg, tmi HUiim.c^- 
t>oft Stic^ter, aSei|eiiborff ic. 

Serglotf, aS^rgfUifd^, Sevgleber, imb lbm%ar 
9(d6eftoamtfiten. 

tin, imi MVßiay \M SBefle, todd^ »Tett^ou^it (1831) 1' 
befonbfce @)Kcied befd^rieb. 

9M ben Xnoi^en inm S^amour (1846), S^an: 
StammcUberg u. o. ift, Voit Sana aufmoffam gcnnh te 
9le)»l|^fit toof^l afö ein bid^ ZtoRoIil an^ufe^ Sief»%^ 
beffen 9{ame bon f'€9(»cSs, bie Stiege, ftammt, loegoi fcnec vcr: 
lid^en ^baft ffiv SUmnIeäten, totrb fd^Mi bei HL XUrcfe- 
(geft/ 1605) cmUfnU SBaHeri'ud (1778). nennt t^ vsr. 
3af))tdarten unb filmet aud^ baffir ben Slainen ^aU ob m 
iBchialicus, ttwraud bad fran^öftfc^ jade entftanben). Srri:< 
i^n ate €t)«cted aufoefteOt unb mei^nrere Sarietötcn, tanrse 
Sei (ft ein, unterfd^ieben. 3)ie fc^önften Sarietäten Mrf^ ^^ 
tommen ou^ (E^ina, Werften- unb ouö ber XikfeL SRan fotb^^ 
unb Sobelgtiffe baraud, Scalen, Xmubte u. betgl. 

filuge bemerh, ba| im ^nbentorium bed fian^ftif^« ' 
(<^^ bon 1791 eine Xrinffd^ole bim 3Uplpnt mit bm 3B<!:^ 
72,000 ^ancd M^eid^net ift, eine anbere mit 50,000 grond :^ 

8|bbiitonlt, nad^ bem äRinetalogen unb (S^emibr Sabir 
benannt unb )uerft beft^rieben bon £ebl; (1824), i^onüxp^ 
anci^fxxt, bann bon.X^pmfon unb neuerlich bon ätammcU 
il&5&), toeb^er'gegeiet fyii, ba^ ein %i^ be^-Slfen« aU v^- 
Mten ift,.. u>ä^enb 9ixppe unb X^omfon nur @$eni^^' 
nommen ^tten. Sie SBifil^ung entf^irid^t nod^ ben altern^- 
nnem 9lin))^ibol unb unter Slam meldbergd Sorouefrlun^'^ 
feine älnal^fe ebenfaO^ ba^n. 3>ie aRifi^ng ift: itiefd«^ 
(Stfenosv^ 10,96, ;(Stfeno()^bu( 10,^, SRanganofl^ul 7,67.* 
erbe 20,35. 9{ad^ ben itr^aObeftimtnunsen boti £eb V u"^ ^^ 
(L855) ift t>a4 e^^ftem flinor^omboibifd^ , übrigend Une 4>^^^ 



» ^ana UobadfMen, ber ätugttfonn in me^Kreten Sejie^ngeti nahe 
enb. Stammeldbecg nimmt i^n, in berfelben äSrife toie ben 
)it mit Ott^ofto, fOr ifomqct)l^ mit brm Siigit. Xttnbal. 

fStcttit, t>on ariuQ^ %a\%, 7a({, at^talcüm fd^on bei ^ie« 
n^mu^ Garbanud im 16. 3<i^^unbart crtüo^t. SSalleriu^ 
c^reibt me^e SBarietäten unb fül^ an, ba| man b»n i^ ht- 
gerifc^ertmfe ein Oe( (oleum talei) bereitet unb cXf^ ^Imiltel ber> 
tft ^be. Xeltere 9lnall;fen ftnb kwn ®erl^arb unb {^d)>fner 
r90). 3)ie ecfie genauere ätnal^e gab fllat>r0tb (1808) bon 
ter Sarietät »om Ct. ®ott^acb. 3<^ ^obe i^ 1827 onalt^ itnb 
45 ^atignac unb Sedcloigeaui^ fetner 2) eleffe, Sc^eerer, 
ermann u. a. ^ 9lefultate ber Snolvfen bifferiren ta)efent(tc^ 
ir in bcn Angaben be^ geringen, atö ^ufäDig- an)ufe^enben SBoffer« 
^Itd (toon 0,04—6 ^rocent). 3)ie SRifd^ng tft: ftiefelerbe 63,27, 
aUerbe 36,73. S^er fog. e)>edflein ifl erbiger itnb bid^ter Steatit. 
ClnrfilUb^ too x^^^^i ®o(b, unb il/r>og, Stein; biefer 9lame 
urbe t>on $(iniud für ben %opa^ gebraucht, )op^ auif 6ron< 
ebt (1758) unfern e^n^olttb fteUi 9SaI(eriud fü^rt i^n (1778) 
lerft ate eigene QpcAH auf, bemerft aber, ba^ er fc^mel^bar fei^ 
nb bot ba^er too^l aud^ ein anbered Slineral mit i^m k^ertoec^frlt. 
>auv ^t )uerft feine Itr^ftaDifation unb bo))))e(te Strahlenbrechung 
eftimmt. 6r nennt i^n ^eribet (fc^on bei b'9lrgenk)i(Ie tinrb 
ildb) ein Peridotufi unb ein Clirysolithus ertaki^), ein 9lame, 
)c((^ unbelannter Stbftammung bei franj^fifd^en ^utoelieren gangbar 
t (Qoi a deux peridots en a. (rop). — Scacc^i ^at an: Qfjitt^i 
Axtbat bon Slonte Somma genaue 9leffungen angefteOt unb bie 
Irvftaaret^ bargelegt (185 1>. 

3uerft ^t ibn, aUOIitoin, ®melin anaivfirt (1791), er na^ 
ic Zatierbe für Z^enerbe, bann anaivftrte i^n JlIa)>rotb (1795^ 
inb genauer 6trome)^et (1824); bie ft)ätent Sbiab^n fttmmen 

tHientli* bamit überein. a)ic Slifc^ung ift ^\l^^ mit etwa 9 ^ro^ 
:fnt (Jifcncrvbul. 



476 I &tuJip^ hn n((|ttnflafftfc^ SNitfrafia. 

Jtla)>TOt^ l^t oud^ ben OltVttv, t^on SBernft ii> . 
eine befonbere St)ecic« betrachtet, anall^ftrt tiiib fc^oR «eingl, :r 
mit bem ©^folitl^ )ii bereinigen fel^. GtromeVer «Äöte :: 
iuerft fleflen 0,3 ^rocent Äitfdofl^b, fanb e« aber ni^ tu br. . 
folit^n, toelc^e ald meteonfdM Urfpntng« angufe^, tornati 
Serjelind nod^elüiefen ttmrbe. Mummlet fyd im taeurr 
S^foRt^ bon StaEama ®)ntren bon arfentc^ter €amt gefmi^r 

8in reiner Xalferbe^e^tVfelit^ ift noi^ bet Xnot^ i»n 3- 
ber Soltonit Q^epaxü, nad^ bem ^nbott Soltm in :' 
c^ufettS benannt, unb ebenfo noc^ ber Snaivfe ton 9lammrlt 
unb nad^ ber anficht i»on @cacc^i, ber grorfitertt, toeU^r. 
(1824) nac^ bem ameritanifi^en ®eo(oflen gforfier getauft br. 
fmbet fic^ am SSefub.- 

Sin Jtaa^3;aIferbe*ei^foIitl^ ift ber SlonticeHit, t^cn^ 
(18^1), nac^ bem nea}>olitamf(^ IRineralogen Slonticelli h 
unb \>on @cac(^i guerfit (1844), neuerlich t>on 9tammeUbfr| 
IVftrt. aSom «efuto. — a)al^n gehört auc^ ber Satracbit i 
^ÄUt)td (1832), t>on ß&xQax^^y 5tofc^# toegen brr ^a: 
grrofc^Iaic^. ^inbet ftc^ am SKjamberg in 3^rot unb tft (l^'^ 
ätammeUberg analt^ftrt tDorben. 

-Sin (Eifenos^büI^Xallerbe^e^rt^font^ (mit -26,5 ^roceni 
D£^bul) ift SBald^nerd ^^alofiberit k)om ^tferfhibl (1^24 
Slame ift bon fJaAo§, ®Ia«, unba/($i7pe^, ^ifen. 3« bicfa 
93reit^au)>t^ XautoUt^ (1827) geboren, \i>A6^ am ^'j 
)?or1om>nt. ^er Slame foD an jtu))ffer^ ^utomettie n 
Jt^ombefif^ftem) erinnern. - 

S)er ^"Cjoüx unb 3:et)^roif unb ä^nltd^ (Etfen « unb 1' 
(S^r^folitl^ toerben bei ben SSerbinbun^en be^ @ifend unb i^ 
aitgefö^rt toerben. — ^aft ber ß^r^folit^ oud^ meteorifcben Ux 
»orfomme, entbedFte man guerft ^n bem Steteoretfen Don Sxox 
n)eld^e^ ^allad (1772) aufgefunben ^at unb loelc^^ gui 
Ir^ftaUiftrten ^(^rvrolitl^ einf(^lief|t. 3)a^ biefe @inf<i^lüffe Gl 
fe^cn, h)ar aKcrnern (1811) noc^ gtoeifel^ft. 



Skfffrfreie tiefelfaui^ 9<rbiiibuii«m. 477 

Der e^rVfolit^ fi^t ate e^muftfim, friner flerttigfn ^rte 
rn , nid^t im -ecfitn. 9l«nge. 2)a^ ftatot tmrb mit 4—5 (BuOxn 
^It. 

9fltoliiitt, nad^ bem (Sl^iler ®aboUn, toeb^er im ^a^e 1794 
n bie JHtererbe entbecfte, benannt bon Sdeberg. 

2)ie erfie ^^c^rid^t l»on biefem SRineral gab ber Scrsmei^er 
9er )u etodF^m (1788) unb ertoi|M> ^i e« »u JDttarh^ iNm 
r^eniud ottfgefunben tporben \e^. ®abo(in gab bei feiner 
n Xnolt^fe 19 ^roceot Xl^onerbe unb 88 ißrocent bef netten Srbe 

(Sdebetg, ber ti 1797 anali^ftrte, gab nur 4V2$¥ocent Xl^on> 
/ bagegen 47 V2 ^ocent ber neuen Srbe an. Aia4»r0t^ {eigte, 

bad aXineral nur 0,5 X^onerbe unb 69,75 2)ttererbe entl^e. 
rjeliud fanb bann (1816) nodft Seros^bul ate SRifc^ungdt^ 

ft>äteren XnolVtifer, Serltn, Sonnel, S^omfon, ®(^ee« 
u. o. fanben d>tn biefe SRifd^ung^t^Ie unb in einigen Sarietfiien 

btd )U 11 $ro€ent SeriOerbe. 

!Z)ie angaben finb )^ur«^f(^nUt(id^: Hiefekrbe 24—29, ^ttetr« 

45—51, eerin^bul 5—16, SeriOerbe 2—11, (EifeninAbuI, San* 
loi^b... ^ad 9fineto( bebarf nvif tamterer Unterfud^ung, benn 
fanber fanb in ber ^ttererbe beffelben nod^ jtoei neue (Erben 
[4), »rU^ er Grbium unb Xerbium nennt 3)tefe Flamen 

aud bett 9u#gben bed SEBorte« ^tterbt; (in ®<^tteben), tem 
bort bed ©abelinitd gebilbet tDorben. 

5tu))ffer beftinunte.( 1827) bie XrVftaüifation aU r^ombifd^., nad^ 

(li))« unb 6(^eerer ift [xt f linor^ombifd^ ; nac^.X. d. 9lprbett< 
Ib r^ombifc^ (1859) unb aui^ Sd^eerer ftimmt nun ffir rl^ombtfd^. 

Xai eigent^mlid^e SergBmmen im gfeuer ift )uerft k^on SßoUa« 
[ bemerft unb bann tpeiter bon Sergeliud unierfuc^t toorben 
6). 3d^ ^obe (18ä4) aufmerifam gemacht, baft bad ft)ecififd^e 
^xdft nadf bem QHü^en t>on 4,25 auf 4,31 er^d^t toerbe unb bad 
eral bann nic^t melj^r gelatinire; Sc^eerer beftimmt (1S41) ben 
rrfc^ieb im ftKcififi^n Qktovifie k)or unb nod^ bem QUfl^ |tt 4,85 

i,63. 



Kairotitl^ mit bm 9btmm atabeigeolitb. $auV (1800) «hrigtr 
mit bicfcm aud^ SBemcfd 9le^I)fo(ft^ ind» ^fa)<«Gt^ nnb ^ab t^ 
ben9lamen9Refot9)), tHm /u^o^, in ber 9litle, utib nmo<r, @c^ 
fihilt, toeil bie JtrVftaOtfation in ber SKtte fie^ ilmf^ bet bc« 
@trai^^Iit^ uiib AuKcit (Xnolcim). Cr Beßixtnite bicfe ol^ quabni^ 
tif^, bcmerlt bie Slectricitfit burc^ (Enoärmen unb bad @e(ätintreti. 
Slait erftel^ bavaud fotme aM ber Xtiab^e bon Saiiquelin, ha% 
^aui^ toie SBerner bie etß 1816 bon %u^^ unb ®e^Ie.ii bf- 
ftimmten e))cae9 Stefolü^ unb Slole^tt nix^ ffir Slotrelitl^ bielt. 
2Hefeii betreffenb ^t SmitH^n bat* 9tatnim batin entbeA unb 
Jllat^rotl^ (1803) eine 93atteffit twn ^offeaMH im^au anabpfht, 
bie er toegen bdS Slutrumge^altd 3tatxoliiff benannte. 

2>ie genauere ftenntni^ bed SRtnerate berbanfk man 9u<i^^, ber 
otfd^ ^urd^ äReffungen ertme^, ba| bie ihl^alKfatton nic^t quabtatifi^ 
fonbern r^bifc^ fet^. 3)ie fl^fitetn Xnal^fen ^oben bie bmi .i^ ^ 
^Itenen ätefultote nur be^&tigt 

2)ie SRifc^ung Ift: Jliefelerbe 4^7,91/ Z^onerbe 26,68, 9faitntm 16,08, 
ffiaffer 9,38. 

$iel^ gel^Sren: 

^er Srebicit, noil^ bem ^^tnbort SreDig ift ÜHortoegen, Don 
Sergeliud benannt unb (i 834) auf eine XnÄl^e boit'Sonb^n ^in 
a\9 eigene ®Jpecx^ aufgefteOt S)ie Xnaltpfe bon 5tarte (1852) ftimmt 
mit 9tatrolit^, ebenfo bie bon Siebeüng; bie Sleffungen @. älofe'd 
^^f/tcäftn ebenfdOd bafOr. 

3)er.9(abio(itl^, bon radtus, Strol^l, uub A/t^og, Don 6^- 
mart, anall^ Don ^ünefelb (1828)^ nad^ ber Xnal^fe Don 
©d^eerer (1846). «on »reDig. 

S>er Selfunttt, nac^ bem Sa^ntän Se^unt, benannt Don 
Z^omfon (1838). 

Ser Sergmannit, na«^ Sergmann, benannt Don $auV; 
Don SSernrr 1811 ate beforibere ®^ected-unterbem 9l}amen 6)>reu< 
fiein aufgefteOt. Son Stabait in 9lorh>egen. ^t nad^ ber Xnal^fe 
Don &dfeexex bie Wifcbung be« 9IatroIii^. ^c^eerev betrautet 



n aü firte ^(iitctamütpfftHt / ba ferne fcembe- (fttnor^mbifd^) Str^* 
allifation t>bn einem -frfll^eten ^$aI&e>9tain)(U^'' ^erril^ (2)er 
a7antot)>liltdmu0 k. 1854). . . - 

2)er @a(altit ^atbingerd, Don /<^Ac?j ^c^cmroc ^ . 3Ril(^ 
egen bet toe(|en gfarbe, ift nad^ ber Xnob^fe t^on ^auer (18M) 
tb me^ no(^ nad^ ber bon ^ekUile (1866) e6cnfaU^9t4ti9(il^. . 

€lite)U, bon <riroA/c?fQ>,*tninun fei^n, toegen bf0 flrftmmen« 
•r bem Sdt^ro^. benannt unb beftimmt bon ^uc^d unb (Seifen 
816), t>or]^ mit bem mtroBt^ bertoed^It. 3^e 9inoUrfen'l9Btben 
x^ btrf))&teren bon Scott, Stieg el, Xai^Ior ih a. befSIttgt > 

S)ie 9t(f<^un0' tft: Aiefelerbe 46,50, Z^onefbt 26,88, StoBr 
H 14,08, «Baffer 13,59: ' ' - 

lieber ge^5rl>er ^oonaffliif^, $unalit^, b«im gfimbort ^o^ff 
Dftinbten, bon 8'roote benannt ttnb bon C. ®. ^melintfRa^ 
Jrt (1841). 

3)ie JttvftaOifotion be$ Sblejitö tft juerft genauer buvd^ ®. 9lofe 
; ninorl^ombtfc^ beftimmt ioorben (1833). 

2)er ttefilitl, \>on fidaog 9Ritte unb k/öi}g @tein, 3^f^' 
ctcd jnnfc^en 9tatroIit^ unb Stote^it, bon'^udbd unb ® fielen 
ne) beftimmt 3ft ein Sfole^tt beffen ftallerbe }um.2i^( \>uxd^ 
trum bertir^enMft. !Die Xnall^je bon gfud^« unb Seilen geben 
gjurd^fc^nitt: Äiefclerbe 47,0, ac^onerbe 25,9, Äallerbe 9,8, 9latnim 
, SBaffer 12,2. @})atere Xnal^fen fHmmen baintt fiberein. ' 

$ie^ gel^6ren: 

Ser Xntrtmo{U^, nac^ j)em ^nbort Shitrim in 3r(anb, t»n 
»omfon benannt (1838), loelc^ 4 $rpcent Aitli angibt; *^bb(e, 

ii^n (1857) analvftrte, f(htb bie 9tif(l^ung be« Stefofit^. 6e^ 
ilic^ )ttfammen0efe|t ifi $ebble*0 9<<t5el{t^ nac^ ben ^Bhinfeln 
mnnt (1867). ^efe noi^ etioa« frogKd^ &ptdH ifl ft^otf 1828 
i 9er)eliu0 unter bem 9tamen SRffole bdannt gtmad^t loorben. 

1 ^er eidqit gelatinirf Mäf %n6f4 tote ber Wttrofilt MlDommeiu 7>\t 
gäbe Mn ttainiitcI«ber^<C^nbbu^ ic. 1860), bag cro^ne ' 
tt^t »erbe, ifi uur ri^tig, toenn fit be» Qtfß^itn ^fetejtt bctriffL- 



188 I. (»niM^ bct'nk^tmHoSifc^ Jtta^^ 

" Xer ^atrtnfltORU Sn^omfoitd (1835) iffc ckt^bür:: 

neral l^iynt Soygelbirg ber guten Hoffnung gebtac^ ^, tm Sir. 
iienannt. aShrrttet erhielt ü^ tm3al^ 1763. 9tad^ ^an^k. 
»uetfi 9lDd^on, l^om^^jlitfHittt, im dolore 1774 iui4 Sno)» ä^:: 
Z)et fvatQdßfd^ ^d^, «Hm D^on«, imtrbc 178» m ta 9:^ 
iti^^rftoc 6if(reiievlenibe(It unb shorl en gerbes^ floks^: 

0€ttAtlllft» 

N Ses $cf 1^ limrbe )iierft ton ^affenftat (1788) ocl-^ 
bann toDn fiUt^virtl^^ 93au(|uelin, Saugiev.. iDIeiiialtfrii 
ttnMDbmnten unb. gelbnt nammtfi<i^ ben SBafferge^ wi^ li^' ' 
2He erften genaueren Stnall^fen ftnb t)on Seilen QBll v^ ' 
^et Sarietaten aud Xi^vol^ iie ftnb buvd^ bte \)f»Uxn ^^'- 
ftebt, ^egnault, 2^l(fOtnfo.n lu a. beftatigf toorb^n. 

2>ie SKifd&ung ip: Äiefelerbe^ 44,28, 23^onetbe 24,60, t^' 
26,8», aCBaffer 4,30. ^ 

Die Atl^ftanifatiön ift }uecft ton ^aut^, genauer ton 9laBP < 
beftimmt koorben. 

. S)te ^l^roelehricüfit be$ $re^it ^t fd^on ^au4 ^-' 
ein« intere{{anie<€rf(i^^nung über jloei gegenetnanbet gelr^ ^^' 
^sen^ beren analoge ,^Ie in ber 3Rttte bet {urjen .S^tagdsi:^ 
rl^^ifdM^ridma'dlufpmmenfoIIeh, i{l ton^^. Stiel uiib6^ 
beobad^tet koorben <1843). 

.^ie^er gel^dren: 

Der Au^.l^olitl^, Jtou)?l^oKt§, £am^t^erie'|S, Ook '^ 
lenl^t unb Xi&o^^ ®lein, ioeU^ fd^on ^au^ )um $re^ 9^»^ 
. S)er Xebeiit ober tSbelit, ton 9Cä^eIfor| in Sc^bcR. ^ 
äßalmftebt ,(1826) analv{irt>tt 

S)er^atfefonit,:nad^ bfni amerifan^d^SKnehUogoiS^*'^ 
anoIvftrttonSSI^itnei} unb toafferfrei befunben, nad^3<^'^)^^ 
Sruf^ entpt er aber SSkiffet \oit ber ^rel^nit unb ifi md: 
\^ terfd^en. 

Son %iltc^r aRifd^ng ^nb: 



fltafffv^ottide ikfrifaurf 4QcrHiibitti0en. 483 

fkt S^Utaß^toIttl^, bon /i^pö^ grfin wßbäaziiQp Stern 
inb iUt^6« 6tem t9cgcn ber ^tbe unb fteHifj^rmig fafrigcn 6trul^, 
^on (L Z. 3a<fon, anolt^ bon SB^itne); (1848). StammeU^ 
»er0 slaubt bte SRifi^unfl aü bte rittet toaffer^abtgen 6t)ibot U- 
ra(^tm gu I5nnen. — Som £afe 6u)periiv in Slorbammb. 

S^or (Bro)>t>it, noiift bem gpunboft ®n)bbtro)» in aBingoIer^ 
tif«l(rfbi^( tu €c^ta)(ben, beftintmt unlb analvfitt toon £..€ttanber0 
1B49). 9lai^ »ammeUbetfl ottftnrid^t bie SRifi^nft ber med 
ire^it mit iopifdUm 9Baf{et0e^(t S)ad SRincMl ift fibrigen« no(^ 
ur<l^ einen ®e^It Mi XaUerbe t>on 12 ^rocent unb Aaß l»im 
$ro€eiit ouiSgrieic^ei 

' 2)er Uigit, mu^ Uig auf ber 3nfe( Sft^e, beftimmt »on^ebble 
1858) ^at eine bem ^rei^nit a^ntid^ SRifc^ung, entölt ober 4,7 ^> 
ritt 9tatrum. • • 

VitldK^ t>on äpaXxis, fc^taHu^, toegen geringer elettrifc^ (Er- 
rgfambit, t>en ^au^. Sim ^(^lomieu auf be» Si^Ifotminfdn 
iterft entbedt; er nannte t^n Zeolitbe dure. 993er ner nannte i^n 
Bürfeljeoltt^ unb ftubi}it, t^on oubns SBfirfeL Seine ^u))t« 
>nnen finb bon ^äub (1801) beftinnnt toorben, 

SauqueliJt l^t i^n juerft anaivftrt,, genauer ^. 9tofe (}823), 
onnel, ^enrV, Zl^^mfon ^. a. Seine SDtifd^ng ifl: Aiefelerbe 
5,15, 2;]^onerbe 23,00, 9tafrum 18,87, 9Baffer 7,98. fHammtl^ 
erg unb t>. ffialteri^aufen ^ien barin auc^ geringe Stengen 
;ali gefunbem 

9retofker fanb (1826), ba^ ber Xnabim, ungeai^tct feiner 
fferolen ftivNBf<tH»ii, bag Sid^ {»olarifire. — ScrgL A. Treatbe 
Q Optica. 1853. p. 277. 

9lai^ Sana ge^feen ^ie^: 

S>er Glut^alit^, bon Slut^, tan Flamen be« (n^bct^Aleg in 
Hl^ottianb, anolvfirt bon X^omfon (1835). Son fliI)HUril. 

Ser <Eubno)>^it, bon ivdpdfpog, JDunIe(^t; foD f^önc neb- 
V 3ei4^nttng bebrüten, bon SBeib^e (1860), nai^ ben Xnali^fen 
m 9prd unb Serlin. — 8am0 in 9tocl9egen. 



484 I- '®nit)^ ber nt<^eiaSif<^ SHnnoIien. 

* * 

9(9 .ritten burc^ S^^ung ber&nbevten fltnalchn htttäiäfiei "Sana 
bett $ifranftlctm, bon «iit(><$9 Htier, tvegm ber fKtteretbe, ui* 
tCnalrim. @r tmtrbe bon Stent Ql^ftni fl851) unb ben »ed^i (1952) 
anall^tt unb entl^lt 10 $n>cent Xalletbe. Monte CapoYcMino unb 
Monte Cätini in ;2:odIana. 

Sat)it, nod^ bem enfbetfet^SÄbi, bon Stene^J^int (1W3); 
beffen Xndivfe güb: ftiefeletbf 49,16, Xl^onetbe 19,66, XaRerbe 13,^ 
»atrun^ 10,5«, Äali 1,23^ SBotfler 6,57. aioSfan«! *" 

ftnmmitit^ na(| bem • .fran)6fif<IM SRineralagen Otllet be 
Saumont, boii SBerner (Sinnomt). S3on titlet be Saumont 
im 3al^re 1785 ju $uelgoet entbecft. ®r tamrbe )uevfL ton X. Sogel 
anan^ftrt, bann bon £. ®menn, ßoAnel, ^elff^'u^ a. tnit A^« 
Kc^n Slcfultaten. 

3)ie SRifd^ung ift: fiiefelerbe 01,63, ^onerbe 21,51, Jlallrrbe 
11,78, SBJojfer 15,08. 

^ a u 1^ ^at )uerft feine Kt^flaDtf otiim befümmt , genauer ^l^t llipi 
unb SJufrenol^. 

^ie^r gehört nad^ ©uftenoi^: 

S)et fieon^arbit, nac^S. b. Seonl^arb benannt, bon dum 
(1843), nnalt^tt bon 2)elffd (1844). ed^emni^ in Ungarn. 

'S)er Sa))»rcianit, bon Sa^orciano im Zodfahifc^, t>on 
^ Gabi bef (^rieben, bon %f). Snberfon aholl^urt (1843). 

QaNllf/ bon XufittCio^t bem Stamen eined ^teinei, bcr in 
ben ®ebid^en be« Dr})^eu« ertoäl^nt toirb. 

$au^ t^eilte ben früheren äSfirfeljeoIit^ in ifoA 6})ected, ben 
analem unb ben GJ^abaftt (bei SBerner auc^ €<^aba{H). 2>er9lame 
S^obaftt ober Chabasie tou.rbe juecft bon ^odc b'Slntic ber ^caip* 
fd^ ArVftaObarietfit ^trifhomboidale^* gegeben. • 

^au\) ^t juerft'bie Ar^oKformen befitimmt, femer $^iUi))d, 
^ a i b i n g e r , 2 a m n a u u. a. (gfr. 2;amnau*d 3)tonogra)>l^e' in 2eon^. 
Sal^rb. 1836). 

S)ie erfte unboIHommene Snal^fe iftbonSAuquelin, bie)t9rite 
fteOte Sera eil u« (1818) mit einer Varietät böm ®ufkib«Berg in 



9afferl^0c fi^dfauce Sertinbun^it 4g5 

[^eittdanb* an, ^tt oNr Un gefunbmm Jtte^kiVegf^It fOr )tt f^\ 
Ktf^cbfpn anoi^e bann (1823) eine Sariet5ttoon,^vo€,toe{(l^ 
>te \pütxn Xnol^fen bon Z^omfon, Sonitel, ^ofmftnjt,.9lam*. 
ntl^bixQ im aSrfentKd^ fiiereiniDmmeii« 3)ie Stifd^ung^ ber 3Re^ 
^f^I tfi< j{iefer«:be 48,00, X^onevbe 20,00, ftoll 10,96, SBaffev 21,04. 

Cin Z^ bei JtoRd 4ß burdft Jtalt ui|b 92atnim lKrt<«ten. -^ 
Sin reiner 9latrum < 6[^aba{ti' fc^nt ber l>on S(rfl>ebfon anab^fortei 
fyax iwn XUan (1823) lugefenbete ju fet^n, {n toeld^em er fcinen 
latt unb 12 ^rocent Stotntm -angibt. S« ift ober ^Ipeifel^ft, ob 
Kid SItneral tanrflic^ (S^bafit flcturfen -(Seqeliud Sol^b. IIL) 

3um S^bafH ge^Jren: 

S)er ^l^alolit^ (bon tp€a$6g £infe unb X/i^o«: Stein?) Don 
Bretl^au)>t (1896), geMJ^d^ in ben tiud^ beim S^abafit bor> 
ommenben 3t9iDin0dti#alIen, . toon SA^pa in Sö^men . unb Viani« 
Eaufetoa); in 3r(anb. Sroofc ertoied i^n (1837) aU S^baftt-. — 
Der ätcabialit Xlgerd l>on 9tot).a Scotia. 

. Der ^a^benit, nac^ bem Geologen ^a^ben in Salhmore, 
tnannt t>on6leat)eIanb unb bef (^rieben t>on fiet)^ (1839). €ihb 
inreine unb jum Zbeil auc^ jerfe^te Är^ftatte. — S3aItimore. 

Son &^Ii(^ 3)ttf<^ung ftnb bie €))e€te^: 

^el>t^n, nac^ 2et)^ benannt unb befKmmt, t)on 9retofier (1825). 
)aibinger l^t bie KrVßaDe befUmmt. Serjeliud/^til^ juerfl 
inafi^ftrt (1825), ferner €onne( unb 3)amour; bfe 9Mf(^ng \Mfi 
»er be^ Cbabafttö fcbr naf^ unb ouc^ bfe fttt^flallifation bof Zamnau 
1836) mit ber be^ C^bofU )u einigen gefui^, ®. Stofe jergte aber 
!92ineralfv{lnn 1852), ba| biefii nur auf eine, gejtoungpie SBeife 
efd^e^en I5nne. — e^roer-^nfeln. — $er 9lifd^ng na4^ lommt bm 
nit berSRefolin uberein, toelc^en 9er|eliu« fd^ 1822 anlvfkt^ 

«Mdtaiil^ na<^6^ (Smelin, t)on Sretofler befianni unbt^om 
SarloKt^, mit toek^m er Md babin für gleich geilten ober benoec^felt 
ourbe, toegen feineiK ot>tifd^ Ser^(ten# getrennt (l 826). Zl^omfon 
Kit (1834) eine untHAbmmene Xnalt^fe gegeben, genauere S(nali^fen 
inb bie toon Sau^«eUn, ßonnrl unb SlammeUberg! 3)ana<^ 



486 I- (BtHUppm b<r ni4tmeta8if<l^ SKnetotien. 

ifl Wf Slifii^ttnfi'ber be« (S^afi» fe^ S^Wif uiib Xamnatt, ^än^ 
mann u. a. I^ben il^n mit (fiterem bereinigt. Sdn i^emtf d^ €eite 
aber ifl biefe Sereintguns be^begen ntc^ tvol^I sutSfliBr ti^ ber 
(Bmelinit mit €al^{Sure boOIommeh gelotinirt/ ber Cl^baftt aber o^e 
©aCertUIbung }erfet^t iohrb. Son fri^|fat8e0rat)^tfii^ €ette ftnb aud^ 
bead^Abertl^e ttntcrfd^, H>orauf ®; ^ofe {9RineraIfvM 1B52) 
auftourlforn gemad^t l^t. — SSicenja itnb 9ntrim in ^rlanb. 

9lad^ IDaiia gel^drt )um ©melinit tbtr Jhi^aIItfdtion*nad^ i^ 
fielet il^ih ndl^ ber lieber er it Igadfon^ ^B34), benannt mh^ 
bem Sannt Seberer, bormafigen amerifantfül^en Cönful. — *9leii< 
Sc^ottlanb. 

9la^eftel^enb tft femer ber ^erfd^eUt, nai^ ^erf^l benannt 
ttön Slßb); (1826) bon Stet 9leale in Mafien. Samotlr-^ i^h 
(1845) anali^ftrt, ebenjo b. Sftalterdl^aufen (bDn Sei GoßrQb.) 



^tlftgiiiit^ nad^ .^alagonia in Stalten, bon @. b. 9B altera- 

■ 

Raufen (1853), ein gelattmrenbed SRtneral bon }temltdf tv^d^felnber 
3ufammenfet}ung mit bortoaltenbem ^^on« unb Stfenoct^bftlicot unb 
16 5^rocent SBJaffer, Slatrum 1—6 $rocent. 

fftttitfit, nad^ bem fcanjöftfc^en Geologen gfaufad be Saint 
0fonb benannt unbi befUmmt bon Samour (1844). 2)amour$ 
Xnali^fen geben: JHefelerbe 46,12, X^onerbe 17,08, ilall^4,68, Stottum 
d,18, fHiafitt 26,94. 3taßf a)ana ifl bie ArvftoIIifattea quobratifc^, 
nad^ ben a))tifdjfen Seojbac^tungen bon SedcIot}eaii£ (1£58) tefferoL 
— Ratferftu^I im ^reidgou;. 

flHri^, nad^- bem englifc^en 9lineraIogen 3* ^^iHi^«, be^ 
namtt bon £ebi^ (1^26). ^c^ biefe« SRineral mit bem Jtall^ap 
motom/ tbeld^en juerft SBernelint befHimmflinb anolt^ftrt i^t, bann 
2. &mtix\i (1825) unb Aöl^Ier (1837), ^bereiiftomme,^ )etgtt erft 
1844 eotinel bun^ eine Xnal^fe ^et Sarietät t)on Giants Canee- 
Waj tri :3rlanb. . Cr entl^ft Hnen 2:^eil be« ildti be« SRarbtirger 
Aalll^rmdtom« burd^ Sta^m bettreten. Xttbete fkmctftten ffatb bon 
©<tmout unb S. b. SBalter^^aufen analtHtrt korben. 



ttHc Xnofirfe l»on S>aini)ttr (»fttidät oM ^^Mbu*) ^kc 
«efdcttx 47,90, Z^imobe Sd,37, itaff 7,)6, itali6,86,.aaiaff« 15,67. 

5Dte JttVftelBfaitim tfl t^on Set>l^, S€ttieliiil| »toolt writ 
tftilUis, Wtaxi^nac, {^aibinger, Xaumanit unk itile^ kwt 
E)e«clot)eatt((1848)bf|lnmnt tbocben (et ricnntt^G^nftiaMt). 

8in fcl^.na^^be«, l>MM<^t mit bem $^iUtt)fit ftbcmn» 
fimmtcnM, t^on^^oole, 9ttdtx hts&au^uxt, iMbniuecIiA toon 
5r ebnet (1847) mit i^aifd^ toeteinistedVKneral $ JKr «Urnen« 
>tn, n«^ bem itafieirifd^ ^Kmadogtn 4Bi0monbi benannt, immi 
geon^Mb (1817)« (Bidmonbi ^ bn0 SKneroI Beag^Mt be* 
lunutt (18X7) »on C^o», M)en, fiAtn, nnb «yop/a.f ttnfmd^tbax« 
feit, loeti bad Stinecal tocbet mit 6&ucm bcondt, nod^ Im bem 
L^öt^^ fic^ ottfbUl^t. aRonticelli nnbGobelli ffilbtn (1825) bie 
RtVfIaBifation. ob teffecol an (ottaedro regolare). Sai;t>i>at guerft 
1820 eine gan) fe^Iec^fte XnaO^fe gegeben. $ti^ ^be i^ ((Sele^ 
Kn). 1839) onoll^ unb feine ibl^aOifation unb StoüKneAKIbunfl, 
darunter bie fd^einbote Silbtmg bon Dnabrat)ri^amtben, befc^ ri dbe n , 
\an% in Xkbereinftimmung mit 6r ebner, ber aud^ gute Xbbilbungen 
>erfelben gegeben ^t (£e0n^bd ^aljfti. 1847). S)ie Süfc^ng fanb 
<^ etnnid oblpeic^enb »on bev bc^ Stocburget unb Jtafiela ^rmotom, 
im Vtittel: iliefeletbe 42,72, X^etbe 25,77, JtaU 7,60, Stali 6,28, 
SJaffet 17,66. SHe JttyMIe M»^ «^ ob OKimonbin Mi ^enrn 
9Kebici'@t>aba erholten. 

SRaxignae ^ (1846) fe^ taMi]M<i^nlt(^ biefdben St^oIIe, 
aber unter bem Atomen fß^t)^ onafif^, to%enb ber ben i^ 
fogenonnte Oümmibin fofl bie bo|i|ieIte Stenge an Jtaff )eigt« bal^ 
rtn anbere« SRinerol gdoefen {e^ .mtt|. (U gd^feen ^ie^ oud^ bie 
Xbracit, unb Xxicit benannten SRinertfien. 

ftnMti»^ t>on «p^a>9 .irp/uorra», gttftnmnenffledi» unb 
Tißi»m, f($neiben, nmUen, loeil fid^ >ie Ar^ftoOe an ben 3ttf9iB«cn' 
fügungen ber yv^ amib e n UBi^, an ben Sc^eiteQanldi, t^eilen lajfen, 
«>on{^attl^. SBetner nonnie i^Areugflein bpn ber treuifirmigen 
3tm0tng«bilbttng feiner JU^fflane unb unter biefem Kamen iß er feit 



ml. flhaiMmi her nUttaiefoHMtn Wt unuSk n. 

ir&d befaimt 9tom^ be l'^^U tamile bie jgtMpStfOL jpr^- 
avtS^' fd^ ttnb nannlU ifya . Hyadute Uanclie emcifarae. br 
«nol^färte i^ü tucrfl (1780) tmb^ fonb (d^on Me Ban^ i;^ 
j|^3»cmt), .eine 4^n<rtterf Xnol^e gab JtU^rol^ (1797), ^mh 
nelHiI (1836) niib boh meierten Soridateii Stb^Ux (1857) <r 
Gonilel JC. 

• ^ aRif(Ni0 ift Menttid^: Ai^elerbe 48,14. Z^onobe : • 
»M^b« 19^94, SBoffet 14,07. 3)ie^ Ad^Mfifa^i^ $ ^^' 
btaxtatct l9orbm tooti il:BI^IeT, £ebtf, 2>edcl0^i}eatt|it. a. 

^ie^ ^d^dvt bet SlteJOenii X^omfottö (1836), iKtSr^ 
tion m Sk^ottlanb, bon l9eU^m^^t(lt)id, S^edcloiicao: ^i 
S>atnour gqeigt ^oben, bo^ er im Sttt^t^onnotom' {(^; itbr 
^tte leine Sot^terbe gefunben. 

' " (SftiMgt^Rit, nod^ ^exvn Sbing^toin in Q^Iaögoto, ker & ' 
(nibedtte, benannt unb befithnmtbon ^aibtnger (1835). isr 
gab eine ntanget^ofte 9(nal^fe mit einem Setluft i^on U ^cdcc i 
oJ^neXngabe ber Soc^tetbr (182&).. {^ebble i^t i^ tii^ 
an«It^{trt(r85ö).unb fanb: Jliefelerbe 36y98, Z^ontrbe 22,63, rc^ 
erbe 26,84 > SBoffer 12,48; 

3)ie ^n^ftoOe ftnb bon ^aibtnger gemeffen unb beftes-^ 
ben. — S>Hm6arton unb Olb^i()KttriI in Sd^ttlanb. — ixtii^- 1 
nennt ü^n 9(ntiebrit, bon dvti gegen unb £^(Mr, SofB, ^^ 
in ^Qie^ung auf bie $emiebrie ber Jtr^ftoSe. 

« Vrcttiterit, px &ftm €ir 3)ai»ib Sretofterd, iaiasr < 
»roofe, toel#er bie ftrl^tfation befitimmte .(1825). S(t^: ^ 
^e(t bad SRineroI anfangt für ibentif«^ mit einem fd^ l^^' ' 
9let^tud onall^ftrten fogenannten 4)re^mtatttgen Stilbit, toeifbn i 
Sle^iu^ feine Sarl^t' unb Strontianerbe entl^eü (Sonne! ^-^ 
bie miftt 3Rifd^uftg bef ^nerol^ bargetl^n unb Z^omU^ ' 
%n<ibfie beft&ttgt. Jiamd^ tnO^ ber »r^lofterit: 

. ftiefefcrbe 59,67,. 2:^oncrbe 17,49, ©trontianerbe 8,32, .^ 
erbe; 6,7^, JtaOevbe 1,34, äBaffer 12,58, .©fenoftb 0,29. (K« 
— ©trontian in ©c^ottlonb. 



( -9»«!, nai^ {^rnn $orte, k»mi.9tene0HM (18S^. «ital^ 
^n 6. Sed^i: Jticfeletbe 58,12, "Xf^omU 27,i0, XaBobe ,4,87, 
alt 1,76, aiatntm 0,16, AoK .0,10, Sßoffer 7,91. -- «elattnirt. — 
ioiHe Ghttni in 3Mfatick .^ « 

CtilMt, bon arflßm, gUn^ai, t>on ^aut^. X)er 6ii(M Mlbele 
neu X^ bed k»»n (Sronflebt (1756) iftenannten 3toIitH; Sefner 
ntetMtA gtinfl neBen bem 9laM^(ifi^, ben @tral^I« unb aUticr« 
(oHtl^; ^aul; iMtcfni^bie b^tctn jtoet ftneber unler bem ftamen 
TtilKt, tnbem er i^ St^flaBifattön ffiv gegnifei% oblettbat i^elt 
)rett^atttit 1^ bann (1818) 'fftt ben- @tra^|eo(it^ ben 9tttmen 
>e«min, )»on Sif^w^ Süfd^, tnnrgefc^Iagen unb MAReb bem 
»&ttet)eoRt^ aßer^erd ber Korne ßüSbxt fbxotU fyii 1832 bie 
JetAnberune gonad^t, ba| er ffir ben SUtterjeDlit^ ben Kamen ^eu< 
anbit^ nac^ bem @elretar ber %tolo^x[äftn Oefellfd^ft in Sonbim 
>erm ^e.ulanb, gab, b^n Sreit^au^tfc^n Sedmtn aber 6ttlbit 
lannte. S>te ^olge bat^on.toar, ba| nod^ gegenloArtig ein Z|eil ber 
D>lineraIogen bad 6tilbit nennt, tvad ber anbere Detotn nennt. 

5Die ^ier gemeinte @))ecied ifi bie, fKnor^ombifd^^ ber S^Ifitter^ 
eoUt^ ffierner«^ ... 

Sroole ^ bie itrVßaOifation juerft genauer beftimml. $auv 
ia(>m r^e für r^omBifc^. Sei ben früj^eren 9(nali^fen toei^ man nid^t, 
>b fie ben Stilbit ober Xe^min betreffen, ba bie SRifd^ung beiber fe^ 
i^nlic^ ifi; Z^omf on ^t (1828) einen @tilbit Mn ^roö anaU^ftU 
i^nlic^e |inb mit na^u gleich St^ultot b^n SBalmfiebt, 9tam« 
neUberg, 2)amottr u« a. anall^ftrt toorben. Die Slifd^ung ift: 
Riefflerbe 69,9,'2:^onerbe 16,7, ftaBerbe 9,0, SBaffer 14,5. V 

3n bet Stifd^una fibereinftimmen^ ifk ber (^ifiilbit von ®. 9tofe 
(1827)*, ber Käme t>on ini, an, bei, unkt 6tilbit, b. i. bem @tilbit 
tia^efte^b. Set>l^ ^It aud^ bte JtiVflaDtfation beiber ÜKneroUen 
nicbt ffir toefentCic^ t>erfc^ieben, nac^ O.KDfe ifl aber bad €f|fleni 

1 Xic to4< Sarbf bt« ^tillHt« t>on^gaffa rfi^rt na(^ fteiittgotr»on 
fitiftn dngfmengfeii SRineral f^.' 9d 500f(u^er !0ergT9§erung erfannte.er He 
3tilbtti»dife a{$ faxbM nnb bae figment nmMi^e 9I«^n bifbeiib. 






r I 



(1832) mm unlMhoitiiem gfipitorte. 

9tii bem SlUUt t>emmgm Xlger imb Sana oi^taiSt 
montit bonSel»];, nod^ bcm frangöfifd^iBobgeiiCIicW^i 
fkiDiit ienttimt (1840). QNr ift bon 2>cief f c (1844) aad^cc^i 

^1^ 0el^ ferner. ber Sincolnit unb (Ett}eoIit| tmt 
cocf, toeld^ 2tt Seerfulb inaRoffo^dtf Mrbmaii 

3n bie 92% «0!^ b^ $arafliI6it, Mn «»(«, bei, i 
unb6tiI6U; 6. t^^alttv^l^aufiitJM t^n oU ene tasSri 
fel^ &I^U^ et^ed a«f0fßeOt (1858). Soti .^MP^ «t > 

StMiii, üon 5^<7/ui7, Sünbel/S3üfd^, twn »relt^am ^^ 

bie e}>ectc« ©tilbit. SJie ^ch SInatvfnt, tod«^ M "^ ^• 
Stilbite dod^caedre lamellifSrine, oli ben äd^fen 2)cdmtB/^i 
ftnb bon S. 9le|iud (1824) unb ^ifinget audgefu^ nvr^- ' 
ridät au« 3f«tanb>. {Die f»)äteten änol^fm iiimmcn im fBAsJ 
mit bte[eÄ überein/ 

g)ie aRifd^uttB ift: Äti?fekrbe Ö8,Ö9, a:i^onerbe 16,14, t' 
8,80, SBaffer 16,97. 

©e^r nal^efte^wb, .toiettctd^t mit bem a)c«min flbmmfc»^ 
ift ber ^l^^oftilbit, melden Seubant (HRineroIodie 1832) ;!i3 
eigene ©t)ecie« auföejiellt l^at (gr mt^fiÜ nur 52,4 fJtocnöi^ 
erbe. — garoß. 

5Daöegen ifl Seubant« Bpf^&xp^xthxt, ungeachtet bti - 
einftimmunfl ber ÜKifc^ung mit bem J)eÄmin, ate eine ei^*' 
@j)ecie« burd^ baS ©elatiniren mit ^uren bejeic^net, twb«^'' 
3)e«min o^ne ©attertbtlbung gerfe^ nnrb/— Soroß. 

ZlMftnitf .;iad^ bem Süneralogen unb 'fintier Zb. Zl'^' 
benannt, Mm»rDoIe.(1822), ber feint Jtrtffitaaifaüim ^<^* 
aud^ eine Xnal^fe gab, o^ne übrigen« bad ent^tene SKt^ ' 
finben. »erjeliu5,l&al (1822) eihe genauere «nol^rfe b«8^'' 
bitrd|i bie f^tem bestätigt toorben ift 



8>ie «tMttHD iÜ: JUcfdMe 37,51, Z^imnbf 81,28, iUSeibe 
12,79, SUdgfmt 4,72, SSteffrt ia,70. — 2)tttii&«cton m «d^Uanto. ' 

»rrto^f r (1822) ab eine .ftefonbore ^ptöi» «ifBcfMIt IM- €<l^n 
Sioniiceni unb «oti^IIi ^nb^ t^ (1825) mil bem X^oniforot 
t^fmmgt ttfib ^ammtl^btXQ ^ burdp fetsi^ Xtioli^ bcr Sottcttt 
)9im Jlaaben in SM^mcn (1840) inni d^eimWet erite bad 9IU^ 
bicfer Smimgun« befUittgt 

9lad^ emfitl^ unb flrtt|| (186'3> ge^ femrt ^ii|ev btr 
0}aritt €^et»<itbf8^ nod^ bcm ^^nborte JDiarf in 9bbtnf<»^ benannt 

tftn unreiner Z ^ am fonitfil^nnt nod^^ana and^ X^Dmfoni 
C^alUtt^ )tt \ern (1886); 2)et Xome fUnmnt iron /o^'i^f > gfeuer* 
9nn, toegen ber 9k^(ifl^t bed SRiiieraldr mit biefem. — Xnkim in 
3tlanb. 

tKn 2;^o«fQnit mit 6,26 ^oeent ZoOetbe ifk ber ^iltot^om» 
fonit Don Slenegl^ini unb Sed^i (1863). 2)er dufof l»fm mMpog^ 
bitter, be}iel^ M onf biefen QMM^ ber 3;aB« ober Sütercrbe. -- 
ZoAina. 

€toMU, nad^! Sloane, Seftler ber IDline k)on!Dlonte Satini in 
Xodlana, too ia^ 3Bineral Dorlommt, bon ÜRenegl^ini (1853). 
%a(^ ber ätnal^fe bon (S. Sec^t: Jliefelerbe 42,l8, ail^on^rbe 35,00, 
«all 8,12, aiillcrbe 2,67, mixvim 0,26, Ralx 0,03, fflajfer 12,50. 

Cltorit, t)on j^A^oipög^ grünOd^elb, grün, unb tti*ikofl% 
iHm ^^«/i;» 9^i^ unb X/&og @tein, in* Sejie^ung auf bie f&^er- 
fdrmtge ®ru)))nrung ber JtrVftaQe. 

5Diefe Stinetolien tourben unter bem tRomen (Sl^lorit bon ffiern^r 
}uerfk oI« eineei^ent^ilmli<^6t>^e6 bejefc^net, frfi^ l^tle man fie oliB 
eineSartetfit be9 Slciit^ angefel^ 2)ie nfUn9(n(dit^mi9en^bpfnt^ 
(1786), Sauquelinunb 8am))abiuHS finb f e^Ier^ft ober itid^t mit 
e^Iortten onge^eOt, fte geben ben -SBaffergelMt nid^ ftber 4 ^oeent 
an. S)ie l»on mir (1827) angefleOten 9(na(vfen mit (Koloriten -bon 9^» 
matof unb au« bem Sil^^l (feinfd^^)rig mit eingetoad^fenen Sbt^fUn 



«Mm SRagnHit) )et0len, ba^ bcr SBaffngelMi 15} ^cocrnt betrage uitb 
bte 4S^ii»iie leU^t Uoit Zoll «nlnüd^aben loffc, jugbid^. godb ftc^ unter 
bell MMiniitcii nftDct Xvtfii ftti UntefUitb tüttb . hMbtx nitcb'Jbcfthniiitt. 
niMi^ me^rece fogewitmte €^tite )« ano&jfiven (1836) unb bann ftoci 
6|»ccie^ AufitifleQni, beten ^ine bttid^ bte äRifiJ^ttng bed b etic f fen be n 
SKneroK on^ bem giOett^, bie onbere biml^ bie be« SBünccott bmi 
SU^motof iJ^mlteriftft ifL 3enem beließ id^ ben fc^on bim Sernex 
gegebenen Kamen G^Iarit, btefed nann!^ id^ 9tt)>iboIit^. Stetne 
Xnal^^totttb^ biml^ Satrentr«^)) unb Stüel befUtifli, feeb^ 
(1889) biefelben Sariet^Uen. anol^eten, ebenfo buxd^ bie ftMteten 
Kn^IVfen bon 3>eleffe, SRarignac, Sami^ux, Stammeliberg 
it 0. -r ISI. Stofe. glaubte tine«Serbeffentng )tt mad^, ivenn er metne 
Kamen gegenfeitig Uettoufd^e unb nannte bo^ (S^brit, load xij: 8fr 
^nbolit^ genannt, bagegen Sli^ibolit^, toad t(^ 6^(orit genannt ^obe. 
' Z)a biefer ganj unnü^e Umtaufci^ natüvlid^ ntd^tLoDgemein angenommen 
tttti^, fo tft bamit nur ein SBeitrog )u jener Kamencmifufton geliefert 
toorben> an ber-bie aXineralogie ioon jel^ }u leiben Ifi!^ 

^e 9Rifd^unQ bed S^Iorftd tft je nac^ ber größeren ober geringeren 
S^rtretung ber XaOerbe burd^ @ifenoxVbu( toet^elnb, toefentIt<^: JUefel- 
eAe^^, Z^onerbe 30, XaBerbe 17—24, (Sfenojvbwl 27—15, SBBaffer 
12. — Seine Ärt^ftattifation ift l^ejagonol. JÖrooIe unb BRiller 
geben bie Sbmeffungen etner ^e£agon))9ra)nibe.t)on 132<' 40' am @4feiteL 

Xie 9Rifd^ung bed 9li))ibortt^ 2eigt bie Safen toeniger ioed^felnb 
unb tft toefentKd^: 

Jtiefekrbe 32, Xl^ionerbe 17,4, 2;aIIerbe 34,4, Gifenot^bul 4,2, 
SBäaffer 12. * 

Sie JtiVftoaifalion be^ 9it)Hbo(itlSfd |atte vS^ (1827) O» ^esagonal 
beftimmt unb fo lourbe fte aud^ oon ben Übrigen SDlineralogen am 
genommen unb. f^nrad^ bte gol^lreid^ äReffungen btffür^ xodfy 
0. fto(f (^ar oko (1851) angefieSt ^1 unb ta»orau< er 13 ät^mboeber 
unb 8 l^esagonale ^^ramiben beted^nete. Da aber. ein otnerifanifc^ 
9liinbo(tt^, Alinoc^Ipr benannt, beut(u^ ^toet o))tiff^Sls(n eriennen 
Ite^, fo.im^ b.fiolfd^arolb (1854) bte.Unterfud^ngen toteber auf 



imb ftäiU fU^-'l^cfttttd, hol We frO^ dt« {ktaflon^antibat Ibr« 

imb SBHdrI bor Xrt pnb, boft imr an fel^ gut ötiigeKIbeim ftr)^« 
fioKen ber Unterfd^cb t>im einer ^ogon^pl^vamtbe edennltot hritb. 

S)aft aud^ ber SU^nboKti^ tHm-Sd^Atof ^ al# o)»ttf<i^ pom^ 
}^, toennnnm J^iitUngßd^ biSe platten beo&od^ bnn, 1^ id^ 
mit brm &BDam^)^ nad^gdoiefai (1865). S)er AHnDd^for, Don 
»1/m» fid^ nei^, unb x^^^^^^j 0Yün, iMm Slale (1861) fo l^e* 
nonnt toegen bed gro|en Xbflanbed ber ot>tif d^ X|en (86 <^ > utib 
toegen ber grfinen %oxht, fß rm 9li|rfboKtl^, ber gegen bte gelodl^« 
lii^ SSatietfilen eine onubge Stellung einninnnt, toie ber ^»goliit 
gegen ben Slotü %c finbet fid^ )u 9Befi»6^e^ in ^ennfvlbamen, 
«Hm too^ ü^ 6Tat9 anclb^ftrt 1^ Sd^'J^Ktbei^n gu SRnrlt fieugafl 
taiSot^euUHfi^en gefunbtn unb anob^firt (1864). — 9lad^2)e«clDi> 
ieau{ ived^felt an berfd^benen Sorieioien beiS fogenonnten Minoc^brd 
ber SBinlel ber of^tifd^en X^en bon 30 <>. bid 86 o. (1857).* — dum 
SUtriboliti^ gel^drt femer ber ^ettc^tenbergit nad^ bem ^eqog 3Ra* 
liniiHan bon Seud^ten^erg benannt twnS'^ tor ei n0 ff (1848), 
nii(b 9on Jtomonen unb ^ermann (1847) anoCi^^rt JtenngDtt 
\fii bobon einen beutlid^ Ilinor^mbifd^en Arl^ffaD beob«d^i<»i — Slod^ 
Dedcloij^auc to&re er aber o|)tif(^ eina^ig unb bem fSennin )U« 
näd^fi jiel^b. ©er ^elmintl^ SSoIger« (1854> bon * ?A/i#*»e, 
ber SBurm, gel^ört nad^beffen Änol^fe ebenfalls gum Slijnbofit^. — 
®ottl^b,.ai^en in 2:^röl. ' ' 

3n bte m\it tl^eild bed (S^eritd, t^ette bed 9lit)iboIitl^d gel^Sren 
ober finb t)ielleid^t aud^ mit i^nen )u t)ereimg^n, folgenbe üRinetalietf : 

X^^rofiberit, bon iffQi^ Sd^um unb aiSiigoq Sifen, bon 
gr. ©anbbetger (1860). 

Seine aRtfi^ng ift: ftiefe(erbe ^6^46, Z^ionerbe 21,d5,. difen« 

ixpitM 44,24, ^Ilerbe l,06> SBSoffer 7,74. — SBSettburg. 

. 
1 9{a4 9Iafe fhib He optifdften S^en nid^t gleid^ jn einer auf bie ®|)aN 
tung^ftad^e normalen 8inte geneigt, ber iSBtnfel ber einen Ire Jnif btefet Sinie 
betrSgt gegen 68?, ber ber anberen 27*. • ' * . 



9eiefftt,.tutt^ 2>eleffe. totanntnwn Ko^mattn. S>elfffe 

and^Me SatMUm ^iMm DMt«tt u«^ dkm SHe SKf i^tnid 

ifL: JtwMevbe d9^45 , Sa^necbe 18,26, 3:aBabe 15,8d, «fbiosi^tel 
15,12, aBtoffct 12,57, SUa 0,45, 

ttieUfrerg <1847)« 9M* bcr SCnofi^e bmi Stammeliberg (to^n 
1849) ent^U er IHefelert^ 40,88, Z^MifAc 10,' 6, C^cnoi^b 8,72, 
(llfnteslrbul 8,96, 5SMCUAt 20,00, SUXMbt 0^68, ataffor 10,ia — 
atobottt^I, ^oqbuTfl. 

Soifttit t^oii e. OL 6i^«icb aimlvftti (1856). Jticfdecbe 8S^ 
Zl^nerbe 16,40, (EifeiioA^ M2r Otfenost^bul 23,01, 3:alla^ 7,54, 
SSBonev 9,87, Stoß unb Katntm 3. — Smt ^biifnatt. 

Xabftgit, nad^ bem Xabevg in Sßermlaffb, anol^firt boii 

6t)an(fr0 (1839). Stefelerb^ 35,76, 23^»hetbe 13,03, 8ifeii9Ci^bttI 

6,34, Zftaetbe 29,27, ^angdnoil^ 1,64, Jlali 2,07, mfjjtx 11,76, 

^Iiioi 0,64, aRäßttefium 0,46. 

• $f^ubi>t)l^it, bon yß^vSog, jtilfd^ unb O^ri^it für @aqmiAiit, 

timt Sttnn^oii (1855). Slacip ber Slnafiffe bon b. ^auer: Stiefel^ 

eiA)e'33,61, Xl^onetbe 15,42, Zatttibt 34,41, (EifenosS^I 2,58, aS^fn 

12,75. — Sbiar in SWi^ren. 

* • 
atete^torU, t>on fi€TÜ in bet Sebeutung ^ju, an" unb ^^btU, 

fid^ an b*m Gi^florii anrei^b. . 3>iefed t)om Si^lorit burd^ bad ©da- 

tiniren mit @al^fäure Iei<l^t )u unterfd^eibenbe äRineral l9om Süd^- 

berg bei Stbingerpbe am ^at} ifl bon R. Stß (1852) anoll^jtrt toorben 

unb fyii eine bem äl^^rpftberit ft^nlid^e 3Rifd^un0. 5tiefelerbe 23,77, 

^onerbe 16,43, @ifen(^bul 40,36, XoIIerbe 3,10, äBaffer 13,75, 

ÄoB, 3latrum (©})ur). 

ffWfai, b»n ben $enfiinfd^ Vtpm, bon gfrdbel 'befil^rteben 
unb bon Sä^to^ijer onolt^ftti, lottant in bcv SMfc^ttiig faß'flcni 
mit bem 9ti|iiboBt^ fiberein. 5Die fti^flaOifation iß ober ^esa0ona( 
uitb er i{it iiad^ S)edcIoij^U£ (1857) o)>tifd^ einapg, eb^nfo m^ 
meinen flaurofIo)nfd^ Seobod^iungen. 



■Miicii^Afti^f fU^^^cfwct Scrtiyfcoyti« <Mft 



timmt «Hb Iiefäiimt Don Stotbent^i^Ib (18i3). dt iß )uet|l t)tit 
^artimia (1B48) mol^ tmUn, bottn twn ^ermann, iBtntf^ 
Stufig unb 6mit^, beten Xnal^fen tial^ filerehtphntneiu S>ieW 
f <^tt]i0 nfi^ ^ f e^ ber bei^ 3ti)nboIttl^ mit Sbidtaufd^ einev senn^en 
SRetige bon ^rnierbe. burd^ C^mo(i^. 

2ie Jb^ßaDifattim Hfl t>or)ilgIid^ butd^ b. Soffd^avoto (1849) 
genott befttmtiit toorben. (Sx i/iüt fie nod^ ber bomoltgen S)eiit»ti0 
bet 9ii)xboUt^b#aKe old mit. biefen übeteinlommenb unb beßtmmfl 
fie ob ^eia0onal. 3» S^iej^ung auf. bod i^fd^ äSetl^Uen {tnb 
tvlbecftned^t^i^ Kngaben biyrl^anben; S)ed<lDi)eaus glaubt )i)9ei 
oi^ttfd^ Sl^en erteintju ^ben, Slorbenflidlb nal^m eine an. 
9tttd^ meinen fUiuri>fIo^f(^en SBerfud^, )u U)eU^ iii^ einen l^in- 
langlii^ bidenitaffUtO benfi|en lonnte, ift.ber Aammererit, eina^ig. 
SHe biil^n äSaiiet&ten biefed 3Xx^ttaf» tamxbipi guerfi belannt unb 
erließen t>on ^ieblet ben Flamen ^t^obod^rom, t>on ((o^otr bie 
ätofe unb XQ^f^ %oxht, benannt, toeti ed in bünnen platten mit ^x^ 
fi^otl^er garbe buni^i^nenb ift. — Siffen^I im Ural, Saltimore, Zecod. 

9%x9^ixH, t>on nvg %c[in, unb (ncXvQ^g ^rt, beim Sremten 
^rtet toerbenb, l^abe id^ (1835) ein ^tn^ral t)on (Slba . benannt, 
V^Hn^ nad^ meiner Stnatj^f e bem Jtämmererit f el^r na^e fte^t. 3!fie 
Snal^fe gab: ftiefelerbe 37,03, ^onerbe 13,50, S^romos^b 1,43, 
laHerbe 31,62, gifenortbul 3,62, SBaffer 11,00. — giad^ S^eleffe 
folen l>iele fegenannte eble €er))enttne ber eammlukgen ^S^^rofHerite 
fe^n. (2. unb SL ^cSfA. 1861 p. 800.) — SSbn'fel^r äj^nlid&er HSiy- 
fc^ung ift'ber'SermtcuIit, toon vermtB, SBurm, h>e8en ber tourm« 
fiyrmigen Jtrfimmung bor bem Sd%o]^r, "om 3^l^omfon beftänmt 
(1835), borSto^Iel; neuerbingd anal^fttt (1860) unb bon il^ ald 
eine SatietSt bed fil^ofllent angefe^. Sad |el^ t^erfd^bene SSer^ 
\i(A\m ^tft bem £§t^^, benn ber ^l^ofHertt \ifidUi nid^ an, 
ft»id^ gegen biefe tSereintgung, ebenfo toie" bie SRifd^ung gegen bte 
Xnftil^ Zefd^e^mad^etd, U% ber äSemricuiitl^ ein ^^tol^l^N^ fel^ r- 
Sermont unb SRiIbusg in 9lorbameril(i. 



fl«n|il|^ f>ot¥ Mffp6g SBSad^ un^ iJt9^g @(etsit .twti 8xeit* 
(r«ut»)t (1828) bfRimmt luib tmier $faff' « Settimg inm 9UaI 
anofirflct (IdaO). a>ie aRifd^uno i|l: Atefelerte 37,9&> Z^nctbe 12,18, 
^tMBeibe 18,02v aBafffr.31,00. — ^nlenftem in Sd^bfiat. 

6it)Mtt, t>ort fiapo, bte Setfe, auc^ $totin, t)on Mr<($rf/^ gfett. 
Setfenflein. 3)et €a)}onit bom Gof) Sigarb in GonnoaDtd ift jüetfl t>on 
ÄI<i})rot^ (178t) unb hneberl^olt im ^affxe 1810 analt^fttt lüorben, 
Sfe^Rd^e StefMltatf ^Sen 3. £. @mitl^ unb ®. 3. Sttif^ bei ber 
SCnälvfe eined @a))imtt ))on ber SlotbKlfte beiS Sa!e @u)9miM: in Slorb« 
omerilft etl^Iten, wAä^ 3). Dttren imteif bem 9{amtn X^alxi (1652) 
befd^eb unb tporin et eine neue @rbe, \>oxt xf^ X^a(ia benannt 
gefunben l^aben tooUte. Smitl^ unb Srn{^ jeigten, ba| biefe (Scbe 
eine mit ÄaK öeninreinigfe SÄlferbe hwr: . 

^e ^d^ung ift nid^t genau fefigtiißeHen. SJhuift^emb i^ ^e: 
Äiefelerbe 48,0, ail^onerbe 7,6, ©fenoj^b 2,4, Xalferbe 26,0, SBaffer 16,0. 

ftimasU, nad^ jtirh)an benannt bon £1^. X^omfon (1635). 
5Rad^ fetner «nall^fe:' Äiefelerbe 40,50, SC^onerbe 11,41, ©fenos^ul 
23,91, Äall 19,78, aSJajfer 4,35. — Srlanb. 

Stedttt^. ,bon viög^ |ung unb X/O-oq, Stein, bqn @ beeret 
(1848). Slac^ feiner SlnAl^fe: Äiefelerbe 51,25, t^onerbe 9,32, ZaU" 
erbe 29,92, Äall 1,92*, ffiaffer 6,50, ©ifenoöbttl 0,80. — Stoffel«^ 
Iu))))e bei @ifenad^. ä(renbaL ' 

CIttelU, nad^ bem t^nbort Dttrej an ber ©renje bon Susentburg 
unbSfittid^, bon ^au^, bon Sloeggerat^ (afö itaifUit) befc^eben 
(1813). iHaä^ ber 9nalvfe bon 3)amour (1842): Äiefelerbe 43,43, 
I^onerbe 24,26, ©fenojvbul 16,77, aRanganojvbuI 8,11 , SEBafler 5,65. 

^^U\t, bon fpikXop, m^, entbedt bon Xuttal, anab^ 
bon %^mfon (1828). Äiefelerbe 38,40, 2l^oner]^ü3,68, (Kfenosl^b 
17,52r Xallerbf 8,96, Stali 6,80^ SBiaSer 4,80. — Sterling in SRof^ 
fad^uf^. — mä^ ^ana n)&te bad SRineroI mit beviDttrelit gkic^. 

. etfifatfri^it, nad^ bem'gfunbort Straf ont^ in B9l^en, benaimt 
bon de^^arobid^ (1853). Xnalbfirt bon {tauer: Aiefeleite 53^2, 



I9dffn(alti0e KcfMfaitre* 8fv6inbu«t0fn. 497 

^onetb< 7,00, eifenoiVbttl 15,41, XaKerbe 2,94, Stall 1,37, ABafTer 

3o|{t, tH>n ^^iiig, @ef)Kinn, für Seteinigung, toeil bad 9Ri* 
taI in ^ucMlmtV'@ru6e bri Slebrut^ in SomiDaDid gefunben tmtrbe. 
Ott X^. X^omfon (1814) JftefHmmt. 3ta^ feiner XnalVfe: Jliefelerbe 
^48, Z^onerbe 31,85, @tfen»cVbuI 26,01, JtaR 2,45, aBSafter 5,28. 

C|IffU»a, t)OQ ber SCeJ^nKd^bit mit S^brit. Gr tourbe juerß 
895) bon t^iebUr ht^ijxxthen unb S^lDritft>atl^ genannt; ®. 
off galft ben Staaten 6^Imtmb. 0. S. Crbmann ffat ifftt (1835) 
itxfi anolvfirt, ed entging i^ aber ber 9Baf[erge^It, h)eU|en 
Sondb.orff (1838) nad^getoiefen fyit SKt Stüifftd^t auf ben ®e« 
ilt an SifenosV^ unb (SifenosVbuI ifl er bon ^ermann unb bon 
tr analVfhrt toörben. kleine Xnal^fe gab: itief derbe 26,19, Xl^on< 
bc 38,30, (Sifenoft^b 6,00, Sifenoi^bul 21,11, Xolferbe 3,30, Sßaffer 
,50. Sarietat bon ^regratten in XV^oL Der S^oritoib t>om Ural 
ttbalt einen 3:^1 ber 2:i^onerbe burc^ SifcnosV^ bertreten. $ie^ 
»boren ober fie^ fe^ nal^: 

Der 9lafonit, nac^ J^erm Dtoen 3)lafon benannt unb ana< 
Htrt bon S. X. ^acffon (1844), Bit^neV unb ^ermann. 
':}ana fieDt i^n jum S^Imtoib. — Sl^obe^^dlanb. 

Der Sidmonbin, nac^ bem SRineralogen ©idmonba benannt 
nb anaivftrt t>on Deleffe (1844). ^c^ ^be i^n 1852 analvftct 
nb 6 $rocent Zalferbe gefunben, toeU^ Deleffe nic^t angibt. Dad 
Rineral ifi nur eine Sarietfit bed Gl^oritoib. — St. VtarccI in 
Mentont. 

(Sine ftd^ ^ier anf(^Iie§enbe ®ru^^ fe^r fi^nlic^ Silicate, bur^ 
eringen ®e^It an Stiefelerbe audgejeic^net, ftnb ber Slintonit, 
&ant^o)>l^t^nit unb Difierrit. 

CliitMit^ na^ ^erm be SBitt Clinton benannt, bon {Horton, 
|fit(^ unb IRat^er. 

Dieff« Stineral ift bon %b: Slemfon )uer|i (1832) unter bem 
Ramen Se^bertit b€f(^rieben unb analvftrt toorben, Z^omfon 

«»»fit, »t^dfidfif brr lHiirr«l»«<«. 3) 



4n8 '• (l(nt^))iii her nic^tmetaUtfd^en Süncralien. 

unb'ätid^arbfon f)ahm ed ^olntefit nad^ Dr.^olmed genannt 
(1836). 

3)ic Slnali^fen toon Elemf on unb SRicfcarbfon geben 3,6 — 4,55 
SBaffer an, neuere änall^fen i)on 9ruf^ (1854) niit 1 $rocent SEBalfer. 
Sriif^ fanb: 

Ätefelerbe 20,18, Sf^onerbe 38,90, eifenojVb 3,37, ^allexb^ 21,25, 
Äalferbe 13,52, Slatrum 1,14, iBaffcr 1,04, Spuren toon Äali unb 
3«Ionerbe. — 3tmitt; in Sfleu«f)orf, 

^ie StrVftaQifation ift Don Horton ald l^efagonal begeic^net 
toorben, Sreit^au^t ^ölt fte für Iltnorl^ombifc^. 3)te Jtr#aSe fmb 
&u|erft feiten. 3m ^tauroffp)) jetgt er fiif nad^ meinen Seoboc^ 
tunßen ctnaiig unb ebenfo ber Xantbop^üxt unb ^ifterrtt. 

ttntf^t^if^tiit , \>oniccvi^6g gelb itnb qp^AXai/, Slatt, benannt 
unb beflimmt öon (S. Slofe (1841) unb t>i>n SRei^^nborff anaB^firt 
(1843). ©eine aJlifd^ung ftebt ber be«'6Kntomt, mit rpelc^em i^n 
aud^ 31)ana i)ereini0t, giemlic^ na^e. — ©fatouft im Ural. 

Sifterrit; i)on Si boj)j)eIt unb ate^pog ^art, tpegen ber jtoei-- 
fad^en ^ärte auf ber baftfd^en unb ben ^ri^matifd^en ^läd^en, t>on 
S9reit^au))t juerft' beftimmt uYtb öon mir anal^ftrl (1847). 3)ie 
SRifd^ung fte^t ben börl^erge^enben na^e, bie allalifd^e Saftd ift aber 
burd^ mel^r laßerbe unb Weniger Äall Vertreten, ^aibinger ^t 
bad Mineral faft g(eid^)eitig mit 93reitl^au))t Sranbifit nad^ bem 
®rafen SranbiS, benannt. — 3Ronjoni im ^^^ffat^al. 

(Etonilrit, )oon x^^^^^ ba^ ©d^melgen unb xgirög abgefonbert, 
burd^ bie Seic^tflüffigfeit t)or bem £ötbro^r l)on ä^nlid^en üRineroIien 
unterfd^ieben; \)on mir (1835) befc^ieben unb anaU^firt. Sie Snal^fe 
gab: Äiefelerbe 36,69, a:]^onerbe 17,12, 2:al!erbe 22,50, ÄaBerbe 
12,60, Sifenojtjbul 1,46, SBaifer 9,00. — eiba, 

< 

IBsgottÜ, beftimmt t)on X. 6. ^\xr\t (1851). ©eine Sinaivfen 
geben: ftiefelerbe 32,84, SC^onerbe 13,37, ©fenoj^b 2,00, 2;oBecbe 
35,12, ftalferbe 0,96, SBaffer unb J!o^lenfäure 16,92. ZHeSRifc^ung 
ftel^t ber be« SPvrofHerit na^e. — 6aIumet»3nfeC in ßanaba. 



SBafferboIti^e fiefelfaurf fimtnbiingrn. 499 

@ru))t>e ber «?|Uitt (t)on ai^Ua, Z^on). 3)iefc ®ru)>^ 
üben bte Sincote, totld^ tvefentlid^ nur atid fitefclerbe, Xbonerbe 
nit totcarirenbcnt 6tfeno|^b) unb äBaffer b«fie^en. Sie t^Ien ftd^ 
in foI(^e, toeld^e mit Saljföure ©oDefte bilben ober mit äCuöfc^ei- 
itng 0e(atini^fer fiiefeletbe jerfe^t koerben unb II. in fold^e, tvo bie 
ierfe^ung enttoeber ol^ne ©aOertbilbung ober überl(iau))t nic^t mit 
:at^fäure erfolgt. 

I. ätrgillite, totld^e mit Saljf&ure gelatiniren. 

%ti9^%ün, bon aXkorpapfjCj anber^ fd^einenb, iveil nian i^'n 
ür ein ftu)>ferer3 ^te(t. Xad 9RineraI, h>e(d^ed ^uerft 91 ie mann 
1809) beobad^tete, bal^er auö) Sitemannit, ift )9on StromeVer 
eftimmt unb benannt toorben (1816). Stromel^er anall^ftrte bie 
upferbaltige Sarietat toon ©rflfent^al bei gaalfelb, Sunfen eine 
upfcrfreie toon ^ecborf bei Sonn. Sert^ier, fflald^ner, Serge^ 
nann u. a, fyAtii ibn anal^ftrt. ^ie Stnal^fen jeigen }um Xbeil 
äbh?^i<^unflen. 

Xxe Xtnal^fe t)on Sunfen gab: Äiefefarbe 22,30, 3:^onerbe 32,18, 
?ifenoiVb 2,90, SSaffer 42,62. 

j^aüMlit, nac^ bem Geologen Omaliud b'^alloVr benannt 
>on Sert^ier (1827). @r anal^firte »uetft eine Sanetät bon ätnglor 
>ei £ütti(^. 3)ie Stifc^ung iß: Aiefelerbe 44,94, X^onerbe 39,06, 
{Baffer 16,00. $ie^ geret^nete Sariet&ten t)»n anberen ^nborttn 
geigen Kum 2^ 9Cbh>ei(^ungen unb einen SSofferge^ biö )u 25 ^roceni 

ftotfItU, )9on ^oXkipioPj toomit3)iof8loribed bie fogenannte 
Samif(^e Srbe be)ei(^nete, t>on Jtarfiten benannt 3)et \fon Jt(a)M 
rotb unterfttc^te AoOl^t t)on @<^nit ift fc^on 1794 t>on gfic^tel 
befc^rieben toorben. Sertl^ier l^at eine Sarietdt aud @))anien ana* 
IVfirt. 2)ie Stifc^ng ift: ftiefelerbe 15,0, 2:^onerbe 44,5, 9Ba|fet 40,5. 

€t«$U ober Ciwobi, )X)m gfunbort auf ben €amoatnfeln (Upola) 
benannt unb anal^firt bon &i[Hman. Aiefelerbe 31,25, X^onerbe 
37,21, SS^affer 30,45, ZaUerbe 4,06, Bpux bon Kotnim unb lo^Ien* 
faurcm Jtalt. 



500 !• ^tu^en ber nic^etaSifc^ SXhifcarin. 

- »^xiiHtU, nod^ bem Sntbeder Sc^rdtter (bct buS ü^r 
D^ikUinallo^^an nannte) benannt wn®loitx^ SAiottc:: 
ed anall^firt (1837). Die 9(nali;fe gab: JtiefeleTbe 11,95, Ihr 
46,^0, aSoffer 36,30, Kall, Sifenosl^b, itut)fero|l^b lub m ^' 
6(^toefeIfäure. -- 2)oain0erb^g bei Sret^ftctn in etd^mad 

II. SrgilHte, toeld^e mit Salgfäuxe ni<^t gelatir: 

yiprojilvUit, Don 9riJ(^, ^uer, unb q>vXX/Tt^j ait^SIäop 
Menb, loegen bed 9(ufbUttern$ bor bem £dt^ro^r. 2)ide$ ^' 
teurbe länflere Seit für loll geilten,. bem e« fe^r gleoit, fe- 
mann (1829) feine ©elbftftänbjflfeit ieißte. 3)er gunbort bfl^ 
foh)«I tourbe erft 1830 üon ^iebler entbecft. Sr toiiAejJ«i=' 
^ermann, bann aud^ bon StammeUberg, SerlinunbS' 
anaf^firt (SSarietöten Doit@))aa, @^onen, Süb^SaroIina). ^^^' 
IVfen geben toef entlid^ : Äiefelerbe 66,0, Il^onerbe 28,5, SNa ^ ' 
@tn. Xl^eil bed d^ineftfd^ fogen. 9(gaImatoIit^, Don i)^ 
Sc^mud, auc^ Silbfäifle, n>eil er )u Sd^mucffac^, gigurenx ' 
arbeitet toirb, gehört l^ie^er unb ift bic^ter $V^o))^ffit. 9d^r 
^ei^t er Silbftein. Ala))rot^ anall^firte i^n juerß (1797). 

Ciwiltt, t>on ber SnfeT Simoltd (9[rgentiera) in 9^-' 
ätrd^i^el, Don Alaprot^ benannt. 2)ie rimoKfc^e @ibe toot ^ 
bei %f)top^xa\k, 2)iodIoribed unb ^liniu'd erlDo^nt iisi ^• 
a(9 Xrjneimif tel unb )um Steinigen t>on Sca^m unb lUeibiro^-' 
gebrandet. Jlla^rot^ l^at Ufn juerft anab^ftrt SRitä^I«^' 
fubat ^aben ^limoff, ^auer unb Dud^alpff Sorietätat otie.t 
lanb unb 95^en anall^ftrt. SEBef entließ: Aiefelerbe 63,d, 2ionecbi> 
CifenojVb 1,0, SBaffer 12. — ßiel^er gebart ber ^elicanitCc: 
Iqff*«, t)on Aieto (1858), femer, ber toefentli(^en 9K|#nii$ " 
bad 9Rineral, todd^d SreU^au)>t unter bem Stamen Xe"' 
ate eine befonbere Bpe^k9 oufgefteOt ^t (1838). a)er 9lane «^ 
bon äifa^itjgj b. 1^. ft(^ nic^ Dergrö^emb, n&mlid^ Der bf»'- 
rol^r nid^ onfd^toellenb. D. $auer^e9 anoI^fM. — ^^^- 
Sd^en. 



SDaffft^Itifle tiefelfaure Serbinbunefti. 501 

9|9(crit, ^m(poX/g, @<^u^^, befHmmtunbanaIV{trtt>Dn.®utI< 
emxn (1825). SSon ^nd, ^epaximtnt U Wäitt. ßine Sarietät 
>on 9la|od ^ 6mit^ analt^ftrt. 

3)ie Sttfc^uitgifl: Aiefelerbe 42, Z^nerbe 4S, Saffer 15. 

^ie^r gehört ober fie^i fe^t na^ ber Xueftt Xl^omfon'd 
lb35)p nad^ Zuefa, bem lateinifc^n Flamen beö S^uffed Xtveeb in 
Sc^ottlanb, benannt; nad^ ben ätnal^fen bon X^omfon unb 91 i- 
barbfon: ftiefcletbe 44, 2]^onerbe 40, SSaffo: 14, Aall, Xalfetbe, 
JifenojVbuI. 

93on fe^r al^nlid^ SRifc^ung ifi aud^ ber 9tacrtt (bom franjöf. 
iiacre^ bie ^(ntutter) bon 9rfit^au))t, na^ 91. SRüIIer: Stiefel^ 
rtbe 46,74, D^onerbe 39,48, ffiaffer 14,06. grriberfl in Sac^fen. 

eJfenter. f}at rin 2^etl beö fogen. Stetnmarf*^ eine a^n(i<^ 
üRtfc^ng. — ^ad Steinniarl bon Stod^Ii^ in Sac^fen tamrbe fc^on 
1596 befc^rieben, i^ul. @rnft Sd^fit fc^rieb barfiber 1763 eine Xb