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Full text of "Grammatik der attischen Inschriften"

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^arbarb €oVitg,t Ittirarp 




Ftom tM 

CONSTANTIUS FUND 

Bequeathed by 

Evangelinus Apostolides Sophocies 

Tutor and Professor of Grcdc 
1842-1883 

For Greek, Ladn, and Arabk 
Litetature 






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■■ f. 



GRAMMATIK DER ATTISCHEN INSCHRIFTEN. 



GRAMMATIK 



DER 



ITTISCHEJi INSCHRIFTEN 



VON 




K. MEISTERHANS. 



DRITTE VERMEHRTE UND VERBESSERTE AUFLAGE, 



BESORGT VON 



EDUARD SCHWYZER. 



BERLIN, 

WEIDMANNSCHE BUCHHANDLUNG. 



.>1900., 



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HERRN 



PROF. D\ A. EiEGI 



ZUGEEIGNET. 



Vorrede zur ersten Auflage. 



Aufser dem Corpus Inscriptionum Atticarum^), welches die 
Basis für die vorliegende Untersuchung bildete, sind besonders noch die 
im ,,^Ax^7Jpcciov'% im ,, Bulletin de correspondance hellenique^'^ und in 
den „Mitteilungen des deutschen archäologischen Instituts in Äthen^*^ publi- 
zierten Inschriften vergUchen worden. 

Von einschlägigen Schriften wurden namentlich die Arbeiten von 
Wecklein, Cauer, Herwerden, Riemann, von Bamberg und 
Blafs zu Rate gezogen. 



Vorrede zur zweiten Auflage. 



An Quellen sind für die zweite Auflage neu hinzugekommen: vom 
Corpus Inscr. Attic. Band IV, Heft 2 (1887); die Vaseninschriften 
von Klein (1887), und die ^Eipfj [jisglg l^Qxcci'Okoyixij, nsgiodog 
zQiTfj (1883—1886; der Jahrgang 1887 konnte nicht mehr ausgebeutet, 
sondern nur das erste Heft einige Male herangezogen werden). 

Viele Verbesserungen und Nachträge verdanke ich den ausführlichen 
Rezensionen der ersten Auflage von 0. Riemann (Revue de Philol. IX, 
p. 169—184); von A. v. Bamberg (Jahresber. d. Berl. phil. Ver. XII, 
p. 1 — 59); von 0. Lautensach (Wochenschr. f. kl. Phil. 1886, p. 225 
—236) und J. Wackernagel (Philol. Anz. 1886, p. 65—83). Diese, 
sowie die gleichzeitig mit der ersten Auflage oder seither erschienenen 



^) Von den im Corpns gesammelten Inschriften sind unberücksichtigt geblieben: 

a) die „Titnli Francisci Lenormanti saspecti'< CIA. IH, 221. 301. 328. III, 
3548—3641; 

b) die in Attika gefundenen, aber in fremdem Dialekt abgefafsten Inschriften 
CIA, I, 441 (argolisch), 423—431 (theräisch), II, 545—552 (Inschr. der 
delphischen Amphiktionen). 



- VI - 

Arbeiten von Riemann, Lautensach, Schmolling, Stahl, Kaiser, 
Hecht u. A. sind gewissenhaft verwertet worden. 

Der Abschnitt über nsvidd-Xo} ptxäv (1. Aufl. p. 98) ist weggelassen 
worden infolge einer brieflichen Mitteilung von Herrn Prof. Dr. Ditten- 
berger (vgl. auch Note 34c). 

Briefliche Beiträge erhielt ich ferner von den Herrn Dr. Imhoof- 
Blumer (vgl. Einl. X), Dr. Schulthefs (Frauenfeld) und Cand. phil. 
Eckinger (Zürich). 

Herr Prof. Dr. Kägi, unter dessen Patronat ich auch diese Auflage 
stellen durfte, hatte die Güte, mir, gleich wie früher, bei der Korrektur 
behülflich zu sein. 

Solothurn, den 31. Juü 1888. 

K. Meisterbans. 



Vorrede zur dritten Auflage, 



Die Verarbeitung des seit dem Erscheinen der zweiten Auflage neu 
zu Tage getretenen inschriftlichen Materials sowie der einschlägigen 
Litteratur dieses Zeitraums — darauf habe ich mich im ganzen be- 
schränkt — ist zumeist der Lautlehre, am wenigsten der Syntax zu gute 
gekommen. Nach einer Seite hin enthält die neue Auflage weniger: für 
die oft eigenartige Sprache der Vaseninschriften ist meist auf Kretschmers 
Darstellung verwiesen worden. 

Nach Abschlufs meiner Sammlungen aus dem neuen Material konnte 
ich noch einiges den mir freundlichst zur Verfügung gestellten Hand- 
exemplaren der Herrn Prof. Dr. A. Kaegi, dem das Buch gewidmet bleibt, 
und Prof. Dr. 0. Schulthefs in Frauenfeld entnehmen; mehr noch ergab 
ein damals unternommener Gang durch die umfangreichen Collectaneen 
des verewigten Meisterhans zur griechischen Inschriftensprache, die mir 
von seinen Angehörigen überlassen wurden. Endlich blieb auch eine 
selbständige Durchsicht des ganzen CIA. nicht ohne Ergebnis. 

Freund 0. Was er danke ich für seine wertvolle Beihilfe bei der 
Korrektur. 

Zürich, im JuU 1900. 

E. Schwyzer. 



V e r z e i c li n i s 

der hauptsäcWicli benutzten litteratur und 

der dafür gebrauchten Abkürzungen. 



AG. ^A&fivaiov^ avyygafAfia nsgiodixov xaza difirjvlap ixdidofievov, 
Tofi. I— X (1872—1882). Ud-fj^ijaiv. 

Bamb. Z. f. G. XXVIII. A. v. Bamberg: Zur attischen Formenlehre. 
Zeitschr. f. d. Gymnasialw. XXVIII (1874), p. 1-40; Thatsachen 
der attischen Formenlehre. Ibid. p. 616 — 625. 

Bamb. Jb. III; VIII; XII. A. v. Bamberg: Thatsachen der attischen 
Formenlehre. Jahresberichte des philol. Vereins zu Berlin. III 
(1877), p. 1—17; VIII (1882), p. 190—210; XII (1886), p. 1—59. 

Blafs. Über die Aussprache des Griechischen von F. Blafs. 3. Aufl. 
Berlin 1888. 

Brugmann. Griechische Grammatik von K. Brugmanu (in Müllers Hand- 
buch). 3. Aufl. 1900. 

Bull. Bulletin de correspondance hellenique, annee 1877 fl". Paris, 
Thorin. 

Cauer. De dialecto Attica vetustiore scripsit P. Cauer. Gurt. Stud. VIII 
(1875), p. 223—302; 399—443. 

CD. Delectus inscriptionum Graecarum propter dialectum memorabilium. 
Iterum composuit P. Cauer. Lip. 1883. 

CIA. Corpus inscriptionum Atticarum. Ed. A. Kirchhoff", U. Koehler, 
G. Dittenberger, vol. I— IV, 2. Berol. 1873—1895. 

CIG. Corpus inscriptionum Graecarum, ed. A. Boeckh, J. Franz, E. Curtius, 
A. Kirchhofl', H. Roehl, vol. I— IV. Berol. 1828—1877. 

Curt. Grdz. Grundzüge der griechischen Etymologie von G. Curtius. 
5. Aufl. 1879. 

Curt. Stud. Studien zur griechischen und lateinischen Grammatik, her- 
ausgegeben von G. Curtius. Bd. I — X. Leipzig 1868-1878. 



- VIII — 

Curt. Vrb. Das Verbilm der griechischen Sprache seinem Baue nach 

dargestellt von G. Curtius. 2. Aufl. Leipzig 1877 und 1880. 
De f. Defixionum tabellae Atticae edidit R. Wuensch (CIA. Appendix) 

Berol. 1897. Vgl. meinen zusammenfassenden Aufsatz „Die Vulgär- 
sprache der attischen Fluchtafeln" in den „Neuen Jahrbb." III (1900), 

244-262. 
Dieterich. Untersuchungen zur Geschichte der griechischen Sprache von 

der hellenistischen Zeit bis zum 10. Jahrh. n. Chr. von R. Dieterich. 

Leipzig 1898. (Byzantinisches Archiv, Heft I.) 
DS. Sylloge inscriptionum Graecarum ed. Guil. Dittenberger. Fascic. 

I. II. 2. Auflage 1898—1900. [Ich durfte den zweiten Teil schon 

vor Erscheinen in den Aushängebogen benutzen.] 
EA. 1883 0*. ^EcftjfiSQig aQXccioloyix'ij, ixdidofjbipTj vno r^g ip^Ad-rjvaig 

ägxccioloyix^g svaiqLag. Jlsgiodog TQivfj. ""Ev ^Ad"i^vaig. 1883 fl*. 
Franz. Elementa epigraphices Graecae scripsit ^J. Franz. Berolini 1840. 
Geyer. Mauritius Geyer, Observationes epigraphicae de praepositionum 

Graecarum forma et usu. Diss. Lips. 1880. 
Hasse 1893. Der Dual im Attischen von E. Hasse. Hannover 1893. 
Hatzidakis, Einleitung. Einleitung in die neugriechische Grammatik 

von G. N. Hatzidakis. Leipzig 1892. 
Hecht I. IL Orthographisch-dialektische Forschungen auf Grund attischer 

Inschriften von Dr. Max Hecht. Leipzig, Fock 1885. II. Teil, 1886. 
Herodia n. Aelii Herodiani Philetaerus e Ms. nunc primum editus, im 

Anhang zur Ausgabe des Moeris von Pierson-Koch, p. 412 fg. 
Herw. Lapidum de dialecto Attica testimonia collegit atque disposuit 

H. van Herwerden. Trajecti ad Rhenum. 1880. 
IGA. Inscriptiones Graecae antiquissimae praeter Atticas in Attica re- 

pertas. Ed. H. Roehl. Berol. 1882. 
IIGA. Imagines inscriptionum Graecarum antiquissimarum in usum 

scholarum composuit H. Roehl. Berol. 1883. 
KE. Epigrammata Graeca ex lapidibus conlecta ed. G. Kaibel. Berol. 1878. 
Kaiser. De inscriptionum Graecarum interpunctione. Scripsit Dr. Ru- 

dolfus Kaiser. Leipzig, G. Fock 1887. 
Keck. Über den Dual bei den griechischen Rednern mit Berücksichtigung 

der attischen Inschriften von Dr. St. Keck. (Beiträge zur historischen 

Syntax der Griechischen Sprache, herausgeg. von M. Schanz. 2. Heft.) 

Würzburg 1882. — Dazu: Wackernagel, Philol. Anz. 1885, p. 189 

bis 201. 
Kirchh. Studien zur Geschichte des griechischen Alphabets von A. Kirch- 

hofi*. 4. Aufl. Berlin 1887. ' 



- IX — 

KV. Die griechischen Vasen mit Meistersignaturen von Wilhelm Klein. 

2. Aufl. Wien 1887 ^, 

Kretschmer. Die griechischen Vaseninschriflen ihrer Sprache nach 

untersucht von P. Kretschmer. Gütersloh 1894. 
Kretschmer, Einleitung (in die Geschichte der griechischen Sprache). 

Göttingen 1896. 
K.-Bl. Ausführhche Grammatik der griechischen Sprache von R. Kühner. 

3. Aufl. besorgt von F. Blafs. 

Lautensach 1887. Verbalflexion der attischen Inschriften von Dr. 

0. Lautensach. Progr. d. herz. Gymn. Ernestinum zu Gotha. 

Gotha 1887. 
Lautensach 1896. Grammatische Studien zu den griechischen Tragikern 

und Komikern. L Personalendungen, von 0. Lautensach. Gotha 

(Progr.) 1896. 
Lautensach 1899. Grammatische Studien zu den griechischen Tragikern 

und Komikern. Augment und Reduplikation, von 0. Lautensach. 

Hannover 1899. 
Meister. Die griechischen Dialekte auf Grundlage von Ahrens' Werk: 

„De Graecae linguae dialectis", dargestellt von R. Meister. L Band. 

Göttingen 1882. 
G. Meyer. Griechische Grammatik v. G. Meyer. 3. Aufl. Leipzig 1887. 
Mitt. Mitteilungen des deutschen archäologischen Instituts in Athen. 

1876 0". 
Moeris. Moeridis Atticistae lexicon Atticum em. ill. J. Piersonus. 

— Denuo edidit G. Aen. Koch. Lips. 1830. 
Muchau. H. Muchau, Observationes de sermone inscriptionum Atticarum 

saeculi quinti. Diss. Halis Sax. 1882. 
Phryn. Phrynichus. Eclogae nominum verborum Atticorum ed. 

expl. Ch. A. Lobeck. Lips. 1820. 
Rang. Antiquites helleniques ou Repertoire d'inscriptions et d'autres 

antiquites, decouvertes depuis Tafl'ranchissement de la Grece, par 

A. R. Rangabe. Athenes 1842. 
Rein ach. Traite d'epigraphie grecque par Salomon Reinach. Paris 1885. 
Riem. Qua rat. 0. Riemann: Qua rei criticae tractandae ratione 

Hellenicon Xenophontis textus constituendus sit. Diss. Paris, ap. 

E. Thorin. 1879. 
Riem. Bull. III; Riem. IV. 0. Riemann: Notes sur Torthographe 

attique. Bull. III, p. 492—507; IV, p. 146—153. 

^) Bei der Datierung der Vasen worden gewöhnlich alJgemeinere Ausdrücke 
wie „Altattisch'^ u. ä. gewählt. 



Riem. Rev. V. IX. Otto Riemann: Le dialecte attique d^apres les in- 

scriptions. Revue de philologie V (1881), p. 145-180; IX (1885), 

p. 49—99. 
Roberts. An introduction to greek epigraphy. Edited by E. S. Roberts. 

Part. I. Cambridge 1887. 
Schmolling I. II. Über den Gebrauch einiger Pronomina auf attischen 

Inschriften von Dr. Ernst Schmolling. Progr. d. kgl. Marienstifts- 

Gymn. zu Stettin. I. Teil 1882. II. Teil 1885. Weidmannsche 

Buchhandlung, Berlin. 
Schütz. Historia alphabeti Attici scripsit A. de Schütz. Berol. 1875. 
Schulze quaest. epp. Quaestiones epicae scripsit G. Schulze. Güters- 
loh 1892. 
Schweizer. Grammatik der pergamenischen Inschriften von E. Schweizer 

(Schwyzer). Berl. 1898. 
Stahl. Quaestiones grammaticae ad Thucydidem pertinentes. Auctas et 

correctas iterum edidit J. M. Stahl. Teubner, Lips. 1886. 
Thom. Mag. Thomas Magister, ""OvonaTonv ixloyal. Ex recens. et 

cum proU. F. Ritschelii. HaHs 1832. 
Viteau. La declinaison dans les inscriptions attiques de TEmpire par 

J. Viteau. Revue de philologie 19 (1895), 241-254. 
Wagner. Quaestiones de epigrammatis Graecis ex lapidibus coUectis 

grammaticae. Scripsit R. Wagner. Lips. 1883. 
Weckl. Curae epigraphicae ad gi:ammaticam Graecam et ad poetas 

scenicos pertinentes. Scripsit N. Wecklein. Lips. 1869. 
Ziebarth. Neue attische Fluchtafeln, veröffenthcht von E. Ziebarth, 

Nachrichten der Göttinger Gesellschaft der Wissenschaften 1899 

S. 106—135^). 



1) Nß. Iq den eigentlichen Inschriftenwerken (CD., CIA., CIG., DS., KE., Rang.) 
ist nach der laufenden Nummer der Inschrift zitiert, in den Zeitschriften (AO., 
Ball., EA., Mitt.) hingegen nach der Pagina. 



Inhaltsübersicht. 



Seite 

I. Schrift §§1-8 1-13 

§ 1. Charakter der Schrift 1 

§ 2. Attisches Alphabet 2 

§ 3. Ionisches Alphabet 3 

§ 4. Aoordnaag der Schrift 7 

§ 5. Abkürzangeo 8 

§ 6. Die drei Ziffersysteme 9 

§ 7. InterpooktioD 11 

§ 8. SoDstige Lesezeichen 13 

II. Lautlehre §§ 9—44 14—114 

A. Vokalismas § 9—27 14—74 

§ 9. Der Vokal a 14 

§ 10. E'LtLUte 18 

§ 11. O-Laute 21 

§ 12. Der Vokal i 27 

§ 13. Der Vokal v 28 

§ 14. Der Diphthong at 30 

§ 15. Der Diphthong si . .' ' 35 

§ 16. Der Diphthong oi 56 

§ 17. Der Diphthong vi> 59 

§ 18. Der Diphthong av 61 

§ 19. Der Diphthong €v 61 

§ 20. Der Diphthong ov 62 

§ 21. Die Diphthonge t^y tj, (p 64 

§ 22. Quantität der Vokale 68 

§ 23. Vokalschwand and VokalentFaltung 69 

§ 24. Elision 69 

§ 25. Krasis 70 

§ 26. Synizese 73 

§ 27. Kontraktion 73 

B. Konsonantismus §§ 28— 44 74—114 

§ 28. Gutturale 74 

§ 29. Labiale 76 

§ 30. Dentale 78 

§ 31. Liquidae 80 

§ 32. Nasale 84 

§ 33. Spiranten 85 

§ 34. Zeta, Xei, Psei 92 

§ 35. Gemination 93 



— xn - 

Seite 

§ 36. Die Lautgruppe ^^ 99 

§ 37. Die Lautgruppe tt 101 

§ 38. HauchdissimilatioD 102 

§ 39. Metathesis der Aspiration 102 

§ 40. Übergang von <f in ^ 104 

§ 41. Wortschlielsendes | 105 

§ 42. „ a 109 

§ 43. „ V 110 

§ 44. Ny ephelkystikon 113 

III. Wortbildung §§ 45-47 114-118 

§ 45. Ableitung und Zusammensetzung 114 

§ 46. Volksetymologie 117 

§ 47. Dissimilatorischer Silbeuverlust 118 

IV. Flexionslehre §§ 48-78 118-195 

A. Deklination §§ 48—62 118—164 

§ 48. Deklination der a-Stämme 118 

§ 49. „ o-Stämme 124 

§ 50. „ Muta-Stämme 129 

§ 51. „ n-Stämme 131 

§ 52. „ r-Stämme 131 

§ 53. „ s-Stämme 131 

§ 54. „ i-Stämme 137 

§ 55. ,f ü-Stämme 138 

§ 56. ,, oj- und ow-Stämme 139 

§ 57. „ Diphthong-Stämme 139 

§ 58. Anomale Deklination 142 

§ 59. Kasusartige Endungen 145 

§ 60. Adjektiva 148 

§ 61. Pronomina ? 152 

§ 62. Numeralia 157 

B. Konjugation §§ 63—78 165—195 

§ 63. Verbalendungen 165 

§ 64. Augment und Reduplikation 169 

§ 65. Präsensstamm 174 

§ 66. Futurstamm 179 

§ 67. Aorist L Aktiv und Med 181 

§ 68. Aorist IL Aktiv und Med 183 

§ 69. Perfekt L Aktiv 184 

§ 70. Perfekt IL Aktiv 184 

§ 71. Perfekt Med. und Passiv 185 

§ 72. Aorist Passiv I 186 

§ 73. Aorist Passiv II 187 

§ 74. Futur Passiv und Futur exact 187 

§ 75. Verbaladjektiv 188 

§ 76. Verba auf -fii 188 

§ 77. Genera verbi 192 

§ 78. Seltene Verbal- und Nominalformen 194 

V. Syntax §§ 79-92 195-259 

§ 79. Das Subjekt ergiebt sich aus dem Zusammenhang 195 

§ 80. Das Prädikat ergiebt sich aus dem Zusammenhang .... 195 



— XIII - 

Seite 

§ Sl. Das Objekt ergiebt sich aus dem ZasammeDhaog 196 

§ 82. Genaskongruenz 197 

§ 83. Nameras 198 

§ 84. Kasus 203 

§ 85. PräpositioneB 211 

§ 86. Artikel 222 

§ 87. ProBomioa 235 

§ 88. Tempus 240 

§ 89. Modas 247 

§ 90. Die Domioalen Formen des Verbams 248 

§ 91. KoejanktioDen 249 

§ 92. Negatiooen 258. 

Sachregister 259 

Wortregister 266 



Zusätze und Bericiltigungen. 



S. 3 N. 15. Die Weihioschrift mit cc^vrag setzen Wolters und Wilhelm in dessen 
für die Schrift nachzutragendem Aufsatz „Altattische Schriftdenkmäler^^ 
(Mitt. 23, 466—492) S. 479 in die 2. Hälfte des VI. Jahrh. v. Chr. 

S. 7, § 4, 4. Zur Silbenbrechung vgl. B. Keil, Hermes 25, 598 f. ^Der Gebrauch der 
systematischen Wortabbrechung ist in Athen c. 200 y. Chr. eingeführt. 
CIA. II, 379 (letztes Viertel des IV. Jahrh.) hat noch die unsystematische 
Wortabbrechung, 444 (zwischen 200 und 189 v. Chr.) die systematische." 

S. 14 ist die Überschrift „a) Einfache Vokale^' zu streichen. 

S. 14, § 9, 1. Anders über ^dganig, Siganig Mayser, Grammatik der griechischen 
Papyri aus der Ptolemäerzeit I. Progr. Heilbronn 1898 S. 7, eine Arbeit, 
die auch sonst öfters mit Nutzen zum Vergleich herangezogen worden wäre. 

S. 15, 6, Z. 3 1. Maaavvdarjg. 

S. 16, 10. 'VTj ist im Attischen unverändert geblieben nach den Ausfahrungen von 
Hatzidakis, K. Z. 36, 589—596. 

S. 17, 16, Z. 2 1. 91, 37. 

S. 18, § 10, 2, Z. 2 1. Note 475. 

S. 19, 8. Ebenso Udvrj/nog (nicht ndve/nog), vgl. IlavrifiO firjvog CIA. II, 814, b, 18 
(374 v. Chr.). 

S. 66, Z. 1 1. TiQ^ga, 

S. 69—70, § 23. Vgl. noch xa (=xal) Iv ddo^Cai Def. 55, a, 17, das sich zu dem 
von Blafs 54 JN. 171 angeführten xa i\y] CIA. II, 50, 13 (372 v. Chr.) stellt. 

S. 71, 3, Z. 4 1. idvÖQog, 

S. 85, N. 725 fuge hinzu xarM^waC«*] CIA. 11, 791, 31 (377 v. Chr.) neben gewöhn- 
lichem xa&i]Xü)aai. 
S. 85, N. 726 a. Nach brieOicher Mitteilung von Herrn Dr. R. Wünsch ist auf der 
jungen Tafel Ziebarth 19, 7 /1HEPMH als 6ri (= J ^) *E(>/U^ zu fassen. 
S. 101, N. 901, Z. 5 1. wie. 



- XIV — 

S. 104, letzte Zeile 1. CIA. II. 

S. 109, 6, b, Z. 3 1. aticDv. 

8. 112 1. 7 statt der zweiteo 6. 

S. 115, 3, Z. 2 streiche Avxiag, Avx(ag. 

S. 116, 5. ^ Agx^fi^VTjg ist wohl beeinflufst voo Bilduogeo wie Tif4.äy^vrjg, ^AS-avä- 

^(üQog (vgl. W. Schulze, qaaest. epp. 508; Kretschmer, Woch. f. klass. 

Phil. 1899, 5). 
S. 132, 6 streiche sy/sr, N. 1175, Z. 5 1. iyx€(t)[Q(6ta. 
S. 133, N. 1181 1. *omxA[<I«. 
S. 137, N. 1198, Z. 5 1. axQonoXri. 
S. 141, JV. 1221, Z. 3 von unten l/ Kgiüi^jg. 
S. 148, 3, Z. 2 1. ^Qin-. 
S. 152, Noten, Z. 1. 2 1. IV, 2. 
S. 154, 6. Vgl. dazu jedoch auch S. 204, 4. 
S. 161 1. 16 a statt der zweiten 16. 
S. 165, N. 1392. Die Tafeln Ziebarth 21. 22 sind arkadisch nach 0. Hoffinann, Philol. 

59, 201—205. 
S. 166, N. 1401 1. 7iaQ8iXri(fvci, 
S. 170, N. 1424 1. TjarCaasv. 
S. 176 oben. Die Formen cf^j/, ^^rirat, dicovraij idiovro gehören vielmehr mit cF/w 

= fehle zusammen (am Schlufs von Absatz 5). 
S. 197 1. 6 statt 9. 
S. 223, N. 1778 1. tov nqsaßvxeqov. 
S. 228, N. 1803, Z. 1 1. fieya\Xoig. 

S. 228, 21b. to xanrjUtov "Olvfxnog scheidet aus nach R. Wünsch, Rh. M. 55, 66. 
S. 232, N. 1281, Z. 1 1. IV, 2. 
S. 253, so, Z. 2 1. nur dreimal begegnet. 
S. 256, Z. 2 1. riv. 



L Schrift. 



A. Buclistaben. 

§ 1. Charakter der Schrift. 

1. In der klassischen Zeit kann eine von der monumentalen Schrift 
scharf geschiedene Kursive noch nicht bestanden haben, da die Vasen des 
VI. — IV. Jahrhunderts v. Chr. ein ebenso monumentales Alphabet (Kapital- 
schrift — unverbundene Buchstaben) zeigen, wie die Stein-Inschriften'). 
Der ganze Unterschied zwischen Kurrentschrift und Denkmälerschrift scheint 
in der Abrundung eckiger Buchstaben bestanden zu haben ^). Solche runde 
Formen sind denn auch hin und wieder auf nachlässiger geschriebene Stein- 
Urkunden (wie Grenzsteine, Rechenschaftsberichte etc.) übergegangen. Die 
frühesten Spuren sind: 



^) Ober die Schriftzeichen anf den Vasen s. Kretschmer p. 94 — 109. 

^) Rande Formen haben in den Stein-Inschriften nur die Buchstaben jB, B, O, P, 
4>f ily 9» Q°d auch hier hat der Steinmetz bisweilen die gebogene Linie in den senk- 
rechten Strich verwandelt. Vgl. CIA. IV, 1, b, 373, 12 und 13 (VI. J. v. Chr.); I, 333 
(c. 460 v.Chr.); 499 (408—403 v.Chr.); II, 315, 3. 11 (283—280 v.Chr.); ebenso 
316—320 (300—280 v.Chr.); 379, 8. 19. 20 (229 v.Chr.) etc. Dazu die Formen 
für y: 1) ein Kreuz (seit 318 v. Chr.), vgl.: CIA. II, 724; 725; 726; 254; 270; 271; 
272; 611; 733; 735; 736; 737; 1136 (sämtlich aus dem IV. Jahrh.), 612; 307; 317; 
567; 615; 401; 414 (sämtlich aus dem HI. Jahrb.); 431 (II. Jahrb.); oder 2) die Form 
des Kreuzes mit zwei Horizontalstrichen CIA. II, 318, 10 (283—280 v. Chr.); 413 (200 
bis 197 V. Chr.) etc., ebenfalls = (p, 3) mit einem Dreieck als Mittelteil Def. 19. — 
Omikron ist bisweilen ausgedrückt durch zwei Horizontalstriche CIA. II, 441 (II. J. 
v.Chr.); oder durch zwei Punkte 442 (170—160 v.Chr.); oder durch drei Punkte 
in Dreiecksstellung 968, 53 (168 — 164 v. Chr.). — Ähnliche wunderliche Formen zeigt 
Rho CIA. II, 318, 9 (283 v. Chr.); 320, 6 (299—281 v. Chr.); 441, 5. 6. 10 (170 bis 
160 V. Chr.); 953 (II. J. v. Chr.). Durch einen Strich und zwei Punkte ist Rho aus- 
gedrückt 442, 11 (IL J. V. Chr.). — JNach Kretschmer p. 94 ist die zuweilen abge- 
randete Gestalt der Buchstaben auf den Vasen lediglich durch den Charakter des 
Materials bedingt. 

MeisterhanB, Qrammatik, 8. Aafl. 1 



• i 



— 2 — 

für das dreistrichige a{^) die Form: S (VI. — V. Jahrb. v. Chr.)*) 
vierstrichige ,,(^) „ £ (V. J. v. Chr.) 

e (V. und IV. J. V. Chr.) 
C (IV. J. V. Chr.) 
für r und H (= h) „ T und 3-C (V. J. v. Chr.) 

„ E „ „ e (IV. J. V. Chr.) 

Die kursive Form GJ = ß ist nachzuweisen seit dem II. Jh. v. Chr. *). 

3. Verbundene Buchstaben kommen (abgesehen von Zahlzeichen) in 
der klassischen Zeit fast nicht vor. Dagegen begegnen sie seit dem 
Ende des II. Jh. v. Chr. ^). 

4. Vom ersten Jahrhundert an erscheint die Schrift der Denkmäler, 
bald in stärkerem, bald in geringerem Mafse durch die nunmehr selb- 
ständig gewordene Kursive beeinflufst. 






§ 2. Attisches Alphabet^). 

1. Das nationale Alphabet, dessen sich die Attiker im VI. und V. Jahr- 
hundert v.Chr. bedienten, enthält folgende 23 (21) Buchstaben: 



8) Rundes g (S) z. B. CIA. IV, 1, b, 373, 35 (VI.— V. J. ?. Chr.), s. auch Kretschmer 
p. 101 f. — Die zweite Form des a (nach 450 v. Chr.) in CIA. I, 510; von Euripides 
mit einer Locke verglichen , von Agathon mit einem skythischen Bogen, vgl. Ath. X 
454 D. — Die dritte Form in einer nachträglichen Bemerkung zu einem Staatsdekret 
von 418 v. Chr. CIA. IV, 1, b, 53, a. Ebenso in CIA. II, 236, 8 (313 v. Chr.), Staats- 
dekret, mitten im Text. — Die vierte Form CIA. II, 1077 (kurz nach 350 v. Chr.); 
1139 (c. 300 V. Chr., vgl. die Datierung von 1138 und 1141); 1079 (III. J. v. Chr.), 
4 mal. Von dem zu Alexanders Zeit lebenden Aischrion mit dem Monde verglichen, 
W^alz, Rh. Gr. III, 650, f. S. Kretschmer p. 102. — Rundes H begegnet in CIA. J, 
230, 1 (450 V. Chr.). — Rundes Epsilon zuerst in einer nachträglichen Korrektur zu 
CIA. II, 17, A, 44 (378 v. Chr.), dann ]137, 8 (303 v. Chr.). Die litterarischen Zeug- 
nisse für diese Formen s. bei Blafs, Handbuch d. klass. Altert., Bd. P 303 f. — 
Rundes Y z. B. CIA. I, 374, 2. 

4) CIA. II, 968, 31. 42 (168—163 v. Chr.) „Titulus litteris neglegentissime 
factis lapidi incisus est.** — Eine Form, die zwischen {2 und GJ ^i^ Mitte hält, 
s. Def. 1. 

*) Zuerst erscheint eine Ligatur von N und T: CIA. IV, 1, a, 480; dann von 
H und K: II, 451, 6; IT und iV, T und E: 478 C, 4. — CIA. II, 1049 (c. 50 v. Chr.) 
bietet Zeile 14. 52 eine Ligatur von iV und JE (= vemsQog) ; Zeile 68 ein über M 
geschriebenes E {^^ fii€(og)\ Zeile 107 eine Ligatur von n und P (= nQiaßvreQog). 
Die aus den Handschriften bekannte Ligatur von O und Y findet sich schon CIA. II, 
476, 23 und 33, neben OY, Zeile 35, 36 etc. (Anfang des 1., vieUeicht schon Ende 
des II. Jahrh. v. Chr.). Auch in der Kaiserzeit erscheinen auf den attischen Inschriften 
Ligaturen selten, s. Larfeld, Hdb. d. kl. A. I^ 537. 

«) Franz p. 110; Schütz p.4— 64; Kirchh. p. 92—97; Cauer p. 227— 243; Roberts 
p. 74—107. 



^ 



— 3 — 



A 


E 





M 


[?(xo7i7ra)] 


Y 


B 


[f (ßav)] 


1 


N 


P 


<t> 


A-y 


1-^ 


K 





^ 


X 


A 


H = h') 


l^X 


P TT 


T 





2. Die Form der Buchstaben ist in den verschiedenen Zeiten eine 
verschiedene gewesen; man hat vierzehn Entwicklungsphasen des attischen 
Alphabets angenommen®). Von besonderer Wichtigkeit für die Datierung 
einer Inschrift ist die Gestalt des A, E, H, 0, M, N, 2, 

3. Mit Bezug auf die Verwendung der Zeichen ist folgendes zu sagen: 

a) E hat den Wert von «, fj und unechtem st: stpsatv evai ^Ad^i- 
vaie ig tev kXialav (445 v. Chr.)®). 

b) In ähnlicher Weise bezeichnet O die Laute o, w und unechtes 
ov\ € ßoXk avtoxQdtoQ €(STO (435-420 v. Chr.)^«), 

c) H dient nicht zur Bezeichnung eines J?-Lautes, sondern des sog, 
Spiritus asper; Hsxaxov (408 v. Chr.)"). 

d) Die später durch $ bezeichnete Konsonantenverbindung wird X2 
geschrieben: sdox^ev (570 — 560 v. Chr.)^*). 

e) Die später \p geschriebene Konsonantenverbindung wird durch 02 
ausgedrückt: (fastpiafia (439 v. Chr.)^^). 

fj ? erscheint nur noch auf den ältesten Stein- und Vaseninschriften 
zur Bezeichnung der gutturalen Tenuis vor o, co und ov (echtem 
und unechtem ov) : Evdt?og, ykav^ontdt (= yXavxfomdi)^ 9oq€^ 
^oQst (==-xovQfi, xovQji, unechtes ov), ^ovtpayoqag (?)^*). 

4. f (Vau) kommt bisher dreimal vor"). 



^) Ober die Schreibweise 7\Ta (oicbt ^ra) vgl. Theodos. p. 7 extr.: to ^H%a 6iy 
To ovofia 70V öToi/siov Saüvvitai, ort nagä dg/ahis 6 rvnog lov H iv tvtkj) 
SaasCag exiuo, wcfTiSQ xal vvv %olg naXaioTg ^Pcjfiaiotg. 

B) Die älteste Stufe ist die mit gebrochenem Iota und 1 (lioksl.) für A (Mitt.VI, 
p. 106). Ober die 13 andern Stufen s. Schütz p. 62; Roberts p. 74^107. 

») CIA. IV, 1, a, 27, a, 75 (445 v. Chr.). 

!•) dA. I, 32, A, 9 (435-416 v. Chr.). 

") CIA. I, 324, a, 16 (408 v. Chr.). 

") CIA. IV, 1, b, 1, a, 1 (570—560 v. Chr.). 

13) CIA. IV, J, b, 27, b, 48 (439 v. Chr.). 

") Ev^i<fog CIA. IV, 1, c, 373, 238, 3 (vor 550 v. Chr.), aeben xgtneQotpQovi, 
IdvöoxiSng mit K» yWaiSfoTudi I, 355; y\lav\<f6nt6i IV, 1, c, 373, 239; ^oqh I, 
355; 9oV IV, 1, a, 373; <f6Q . . IV, 1, b, 373, 97; ^[.6qsi] IV, 1, b, 373, 98. Nicht 
sicher ist ^o[v(pay6Qag] 1, 355. Ober die Vasen s. Kretschmer p. 100. Als Marke 
blieb das Koppa noch lange im Gebrauch; es sei erinnert an den xonnaxCag, dessen 
Kauf Strepsiades im Eingang von Aristophanes' V^olken beseufzt. 

1^) va^vnriyog CIA. IV, 1, c, 373, 234 (p. 198, formae vetustissimae), auf naxischem 
Marmor, viell. naxisches Weibgeschenk; d^vtaq ebd. 477, p, 4 (nach Kirchhoff nicht 

1* 



_ 4 — 

§ 3. Ionisches Alphabet^*). 

1. Seit ca. 480 vor Chr. begegnen in privaten und seit 450 auch 
in öffentlichen Inschriften vereinzelte Spuren des ionischen Alphabetes ^^). 
Dieses unterscheidet sich vom attischen in folgenden Punkten: 

a) Gamma hat die Form f. 

b) Lambda „ „ „ A. 

c) Zu den 21 attischen Buchstaben kommen hinzu: 2, % £2. 

d) H wird als Zeichen für das lange (altererbte oder aus ä ent- 
standene) e gebraucht. 



v/ 



jünger als Mitte des 6. Jahrh. v. Chr.), im Vers zweisilbig; avfo . . . £A. 1894, 170 
nr. 11, von Skias ins 4. Jahrh. gesetzt und dann sicherlich ausläDdischen Ursprungs. 
In allen drei Fällen erscheint /■ übrigens nur als Dittographie zu v, nicht als ge- 
sprochener Laut, s. dazu Kretschmer p. 37 f. Larfeld, Hdb. d. griech. Epigraphik II, 1, 
389 f. sucht alle drei Fälle als fremden Ursprungs zu verdächtigen; die Möglichkeit ist 
bei allen zuzugeben. Doch zeigt üoqti aus xoqjtti, xoq^ü, dafs ^ auch im Attischen 
noch in verhältnismäfsig jnnger Zeit lebendig war. Anderseits ist es vorsichtiger, 
mit Kretschmer p. 97 in EIO.^02 = FtoXitog einer schwarzfignrigen Hydria Ver- 
mischung der att. Form ^loXitog mit nichtatt. FioXaog durch einen fremden Vasenmaler 
anzunehmen, als mit Thumb IF. IX 334 darin einen orthographischen Archaismus 
zu erblicken. 

") Franz p. 148; Schütz p. 58—61; Cauer p. 231. 242 fg.; Roberts p. 103 f.; 
Larfeld, Hdb. der klass. Altertumsw. I* 532 ff. (Die Inschriften CIA. I, 283; 423 ff. 
fallen aufser Betracht). 

17) Früheste Beispiele für ir=:i}: 

argaTHyovg CIA. IV, 1, a, 27, a, 77 (445 v. Chr.); [al^^Hiot I, 23, a, 2 (vor 444 
V. Chr.); dvi»Hx€V 398, 2 (vor 444 v.Chr.); 422, 3 (vor 444 v. Chr.); vixHaag, 
uiQtojoxQdtHg 422, 1. 4 (vor 444 v. Chr.); inoCHcfiv 335, 2 (437—433 v.Chr.); 
"A^HvaCag IV, 1, a, 179, a, c (424 v. Chr.); \^]oHfiaxCaai, xf/Hifiiafia], (xHii I, 40, 52. 
41. 21 (424 V. Chr.). — Dazu 4 Beispiele aus IV, 1, b, 337, a (Mitte des pelopon- 
nesischen Krieges); 3 Beispiele aus IV, 1, b, 53, a, 9. 10. 22 (418 v. Chr.). In dieser 
Inschrift ist H 4mal = A, 3mala=ij; der Buchstabe E 64mal>:=i7. In IV, 1, a, 
51, a, (410 V. Chr.) findet sich mit Ausnahme einer einzigen Stelle {aTQaiEyot, Zeile 38) 
überall (29mal) ^«=77. Dazu 6 Beispiele aus IV, 1, a, 61, a (409 v. Chr.); 11 Beispiele 
aus I, 338 (408 v. Chr.). Die Inschrift ist ganz im neuen Alphabet. Zwei Beispiele 
aus I, 324, a, 38; d, 8 (408 v. Chr.). Drei Beispiele aus I, 258, 6. 13. 20 (408—406 
V. Chr.); £ = ?^ hier 7 mal. Drei Beispiele ans 1, 190, 3. 8. 10 (406 v. Chr.); E = i? 
einmal. Ein Beispiel I, 325, 13 (vor 403 v. Chr.); E = ri 10 mal. 

Früheste Beispiele für £li=to (ov): 
XOPIO£l==x^Q(ov CIA. IV, 1, b, 373, 121 (vor 480 v.Chr.); AivxoXotplSSl 
(^ uievxolo(p£6ov) I, 358, 1 (vor 444 v. Chr.); oAa'^ß IV, 1, b, 27, b, 8 (439 v. Chr.); 
Ti/^tivSIq IV, 1, a, 33, a, 4 (433 v. Chr.); ArifjivCSlv I, 443, 1 (432 v. Chr.); tiqo- 
arix^TÜ I, 40, 15 (428 v.Chr.); d^eSl (==-&€ov), I, 93, a, 8 (nicht vor 420 v. Chr.); 
Miilrri, "ai/io]aaVj iSlfi nQVTttve[oiv\ IV, 1, a, 61, a (409 v. Chr.); ^E]vSlvvfj,rig I, 
338, 11, (408 V. Chr.), die ganze Inschrift im neuen Alphabet; SSIq ... IV, 1, b, 62, 
a, 1 (408 y. Chr.). Die Schreibung von £i für unechtes ov ist lediglich ein Zeichen 
orthographischer Unsicherheit, die allerdings für monophthongische Geltung von ov 
spricht; K.-Bl. 1 386 sieht mit Unrecht in cu im Genetiv Entwicklung aus wo. 



5 — 



2. Die athenischen Amphiktyonen, welche den delischen Tempel ver- 
walteten, bedienen sich schon seit 434 v. Chr. — weiter hinauf gehen 
diese Urkunden nicht — gänzlich des ionischen Alphabetes ^^). 

3. Das ionische Alphabet wird im Laufe der Zeit immer häufiger; 
die staatliche Anerkennung erlangt es durch Volksbeschlufs unter dem 
Archon Eukleides, 403 v. Chr. 

4. Die neue Schrift zeigt folgende 24 Buchstaben. 



A = äl(pa 
B == ß^ta 
r = yüfAfAa 
A = öiXta 

E = €l 

I = ^^Ta 

H = ^T« 



lära 



1 = 

K = xccTtna 
\== Xd(fi)ßda 
M = fiv 
U = vv 



^ = atyiia 
T = tav 



5. Von Buchstabennamen sind aus dieser Zeit überliefert: aXfpa, 
ß^ta, yccfAfia, «?, lata, (jbv (nicht /iacö), vv, net (nicht nX\ rav, v, %bX^^). 



Früheste Beispiele für B=^V' 
SvfijLtaxog CIA. I, 440, 5 (vor 444 v. Chr.); Sav&Cas 440, 6 (vor 444 v. Chr.); 
pig^Sivov 299, 21 (444—435 v. Chr.); "'E^v^ig 338, 6 (408 v.Chr.); SvfißovXev' 
aovT ... 87, 4 (vor 403 v. Chr.); svgnfiivog 403, 2 (vor 403 v. Chr.). 

Früheste Beispiele für W=^rp: 
^il(ftafA[a\ CIA. I, 13, 4 (vor 444 v. Chr.); äviyqa^av ibid. Z. 7. ^ i^aXu^dttu 
IV, 1, b, 53, a, 22 (418 v. Chr.). 

Früheste Beispiele für r=sy: 
ui€tur6[Qov] CIA. 1, 40, 51 (424 v. Chr.); (F MvQ£v[rjs] 443, 1 („ioitiis belli 
Pelopoooesiaci vix multo recentias''); eveglÜtais IV, 1, a, p. 15, 30 (410 v. Chr.); 
ll]oriajais 189, b, 1 (407 v.Chr.); 'ir^vil^, Idrgvlrfi, niQraalijg], jivarvlQaa]iot 
338 (408 v. Chr.), die Inschrift ist ganz im neuen Alphabet. 

Früheste Beispiele für ui==X: 

ArifjLvConf CIA. I, 443, 1 (nach 432 v. Chr.); NriXioig^ ßovAofiivq) IV, 1, b, 53, a, 
12. 26 (418 V. Chr.); 4>aqsxAiovg IV, 1, b, 277, a, 7 (415 v. Chr.); noAr^ IV, 1, a, 
51, ef, 24 (410 v. Chr.); 2TiAvfxß[Q]iavüiv, 2riAvfji\ßg]mvoC, ßovArjg, arrjAri IV, 1, a, 
61, a, 8. 25. 35. 38 (409 v. Chr.); JiEjAArjvorafiCatg 189, b, 24 (407 v. Chr.); liygv- 
Aing, "AyQvAijg, KAiaQ/og, BovxAsi^rjg, BvfioxiArig, [n\avTiA\C\6rig 338 (408 v. Chr.) 
die Inschrift ist ganz im neuen Alphabet. 

Nicht beigezogen worden sind für das Alphabet die Grabschriften CIA. IV, 1, b, 
491 n. 1 — 36, da sie nicht genau datierbar und zum Teil auch von Fremden gesetzt 
sind. „Attice fere loquuntur omnes, litteratura constanter utnntnr lonica.*' 

") CIA. IV, 1, b, 283 (vgl. CIA. I, 283). 

W) al[ip\a CIA. II, 679, 28 (nach 375 v. Chr.). 

ßnra CIA IV, 2, 4321, 27 (c. 350 v. Chr.). 

t6 yafifia CIA. ü, 741, B, b, 11 (334—330 v. Chr.). 

[ktp' y tö älifa xa\ io\ iJ naQuaea^/ulavTai] CIA. II, add. 741, 14 (334—330 



— 6 — 

6. Nach dem Jahre 403 v. Chr. wird in halbolBziellen und privaten 
Inschriften (Grenzsteinen) das Hauchzeichen im Worte H0F02 noch 
eine Zeit lang vereinzelt beibehalten^^). 

7. Aufserdem stimmen die ersten Jahrzehnte des IV. Jahrhunderts 
in der Orthographie mit dem V. Jahrhundert darin überein, dafs un- 
echtes si, und ov auch nach Eukleides noch lange durch s und o 
wiedergegeben wii*d, und zwar «* ziemlich konsequent bis 380 v. Chr. 
(vereinzelt bis 334 v. Chr.)^^); ov ziemlich konsequent bis 360 (verein- 
zelt bis ins III. Jahrh. hinein)'^). Doch gehört diese Schreibweise weniger 
ins Gebiet des Alphabets, als in dasjenige der Lautlehre und wird deshalb 
weiter unten noch näher besprochen werden. 



y. Chr.); ^[^'j t^ €?=„iiii Epsilon'^ ^' b* ii ^^^ ™it Epsilon bezeichneten Ranme 
Mitt. VII 372, Zeile 46 (Inschrift der athenischen Kleruchen auf Samos, 346 v. Chr.). 

xittaga itaxa CIA 11, 741, B, b, 9 (334—330 v. Chr.). 

fiv CIA IV, 2, 4321, 24 (c. 350 v. Chr.). 

vv ibid. Z. 21. 

net ibid. Z. 23. 

Taxi ibid. Z. 20. 

VI %6 dk nifimov rdSv (ftovriivitav Y (== i/) ibid. Z. 3 — 4 (c. 350 v. Chr.). 
Wie in der ganzen übrigen Inschrift, so ist auch hier nicht das Buchstabenzeichen, 
sondern der Buchstabenname gemeint. Über die Aspiration vgl. Wacicernagel, Philol. 
Anz. 1886, 71, dessen Ansicht durch das koptische Alphabet bestätigt wird, 
s. W. Schulze, G6A. 1896, 256 Fufsn. 1. 

al TÖ xiZ (== kreuzweis) dve^fofiivat CIA. II, 736, B, 16 (nicht vor 307 v. Chr.). 
Zur Stelle vgl. Köhler Mitt. VIII 359 ff. — Daher die Ableitungen der alten Gram- 
matiker 1) von j^ara^, 2) von ^f^ Etym. Mag. p. 804, 43. 

20) H0P02 HP02 (sie) CIA. II, 1063; 1066; 1068; 1074; 1075 (Anfang d. 
IV. J. V. Chr.). Die Inschrift II, 1078 (Markstein mit zwei Distichen) mit der Form 
fiixaxov reicht vielleicht ins V. J. v. Chr. hinauf. [Weiteres s. § 33, a, 1.] 

2^) Die letzten Stellen für e = ct sind: lg %6 SixaarrjQtov und anoStaatv CIA. 
II, 804, A, 13. 33 (334 v. Chr.); (Qy(o{v) = aQytov II, 2718, 3 (IV.— I. J. v. Chr.). 
Auf den Def. (III. Jahrb. v.Chr.): XttQMU{l)6o{v) 102, b, 8—9 (archaisierend); in 
107, a kxi{i)voSy lxt{C)vfa 4, lxa{C)vo{v) 5 (nicht ganz sicher att.) 

32) Vgl. Blafs p. 31 f. (dazu besonders iiocIl KTriaixUo{v)q CIA IV, 2, 563, b, 53; 
nii&ttQxo{v)viag ebd. 56 (334/3 v. Chr.); KaXX(o{v) IV, 2, 767, 10—11 (332/1 v. Chr.); 
ferner die Inschrift II, 809 (325 v. Chr.). INach dem Jahr 300 v. Chr. erscheint 
= 01; noch in CIA. II, 836, B (270—262 v. Chr.) Mttk^axto{v), c— k, Z. 13; 
(fiaXCo{v) 14; [Evßo]XiSo{v) 15; UQia%Co{ü) 20; Evtvxo{v) 42; *AQXsaTQäTo{v) 43; 
Sifii,aiCo{y) 54; Nixaaio{v) 54; Balloiv), K«lXCn7io{v) 58; [7i]ooa(ano{v) 64 u. s. w. 
Besonders häufig ist o für ov auf den im allg. aus dem III. Jahrh. v. Chr. stammenden 
Defixionen: To{v)g t(XXo{y)s Def. 38, 5 (Anfang d. IV. Jahrh. v. Chr.); ro{v)Tovs 

101, 4; To{v)g avTo{v)s ro{v)s 101, 6 (neben tovs aviovg 101, 7); d6ixo(v)c(ttV 

102, a, 8; "AQiaToxQaio(v)g 102, b, 12; ttV^q(üno{v)g 103, a, 2; avxo(v)g, iiXo(v)g 

103, a, 3; ifio{v)^ ßo{v)X€vo{aro, <p€Q£vCxo(v), vo{v)v, ßo(v)Xdgf ßo{v)Xn>€Tttt, jJo(v)- 
X€vo{v)ai>Vy 7iQdtTo(v)aiv in 107, a (nicht ganz sicher att); to{v) 138, 1. VfL 
noch JV. 2t. 



8. Sonst bleibt das neue Alphabet, wenn auch die Formen der ein- 
zelnen Zeichen je nach dem Geschmack der Zeiten variieren, von dem 
genannten Jahre an in seinem Bestände unverändert. 

9. Die archaisierende Künstelei der Kaiserzeit greift bisweilen auf 
die altattische Orthographie zurück**). 

§ 4. Anordnung der Schrift. 

1. Die Schrift ist in den ältesten Urkunden teils rechtsläufig, teils 
linksläufig und bei mehrzelligen Inschriften vielfach abwechselnd rechts- 
und linksläufig (bustrophedon)*^). 

2. Seit dem Ende des VI. Jahrhunderts hört die linksläufige Schrift 
auf. Nur vereinzelt (auf Grenzsteinen) scheint sie sich bis gegen die 
Mitte des V. Jahrhunderts hinab erhalten zu haben *^). 

3. Die Dekrete des V. und IV. Jahrhunderts sind stoichedon ge- 
ordnet, d. h. die Buchstaben der einen Zeile stehen genau über den 
Buchstaben der anderen, so dafs also jede Zeile gleich viel Buchstaben 
zählt *^). Seit dem Ende der klassischen Zeit macht sich eine etwas 
laxere Praxis geltend. Die Inschriften des III. Jahrhunderts v. Chr. sind 
bald stoichedon geschrieben, bald nicht. Im zweiten Jahrhundert sind 
stoichedon geschriebene Inschriften schon eine grofse Seltenheit ^0* 

4. Seit dem Aufhören der Stoichedonschrift tritt auch mehr und 
mehr das Bestreben hervor, die Zeile mit einem Wort- oder doch we- 
nigstens mit einem Silbenende zu schliefsen **). Beachtenswert ist dabei, 
dafs die Inschriften, welche genaue Silbentrennung haben, auch 



^) CIA. ni, 70 ist regelmäfsig E für rj (neben OY für unechtes ov) geschrieben 
(143/4 B. Chr.). — Mitt. XXI 266 steht KÖQOJQotfO für KovQorgotpov (aus der 
gleichen Epoche). 

") Vgl. CIA. I, 332; 341; 343; 344; 345; 369; 373; 463; 465; 466; 467; 
504; 506; 507; 525; 529; 531; 532; IV, 1, b, 373, 2; 373, 94; 373, 105; 373, 189; 
373, 190; 492, a (älteste att. Inschrift) etc. 

^) Vgl. CIA. 1, 504, 525 and besonders 507. 

^) Das Dekret des VI. Jahrh. CIA. IV, 1, b, ], a ist noch nicht genau stoichedon. 
— CIA. I, 9 (464—457 v. Chr.) kommt als schlecht überliefert nicht in Betracht. — 
Nicht mehr stoichedon ist schon CIA. II, 14 (3S7 y. Chr.). 

*>) Stoichedon ist noch CIA. II, 413 (200—197 v. Chr.). 

^) Genaue Wort- und Silbentrennung zeigt schon CIA. 11, 842 (Anfang d. III. J. 
V. Chr.); dann 401 (III. J. v. Chr.); 602 (III. J. v. Chr.); 619 (III. J. v. Chr.); 420 
(II. J. V. Chr.); 444 (II. J. v. Chr.); 446 (II. J. v. Chr.); 459 (11. J. v. Chr.); 465 
(n. J. V. Chr.); 621 (II. J. v. Chr.); 622 (II. J. v. Chr.); 624 (II. J. v. Chr.); 467 
(c 100 V. Chr.); 470 (I. J. v. Chr.); 471 (I. J. v. Chr.); 475 (I. J. v. Chr.); 481 
(I. J. V. Chr.). 



- 8 — 

(TT, tf^, Cx, CX» Ö'f* 

trennen*®). 

5. Übergabeurkunden und Kataloge sind meist in vertikale Kolumnen 
geteilt '°). Dieselben werden durch Vortreten der Buchstaben ^^), oder 
durch horizontale Striche in Paragraphen gegliedert*^). 

§ 5. Abkürzungen. 

In den an die Staatsdekrete angeschlossenen Personenverzeichnissen 
kommen hie und da Abkürzungen am Demotikon vor. Sonst zeigen die 
Staatsdekrete keinerlei Abbreviaturen. 

Massenhaft hingegen sind Abbreviaturen in Ubergabeurkunden, Kata- 
logen und Siegerinschriften namentlich des IV. Jahrhunderts, wo jedes 
häufiger wiederkehrende Wort abgekürzt werden kann'**). Die Abkürzung 
ist keine feste, sondern liegt im Beheben des Schreibers, vgl. äata: 
und äaTar: (=ä(SvaTov)\ inty^yga: und inLyiyQam: {=i7tiyi- 
yqamai) auf einer und derselben Inschrift**). 

In der klassischen Zeit wird die Abkürzung gewöhnhch durch 2 
(oder 3) Punkte angedeutet. In der Kaiserzeit durch Apices, Winkel, 
Haken, oder einen übergezogenen Strich**). 



»») Vgl. Imxoa — lfiriaetog] 602, 5—6 (III. J. v. Chr.); ^vxQn^ — rov 621, 6—7 
(Anfang des II. J. v. Chr.); \priifi{a] — fia 420, 53 — 54 (II. J. v.Chr.); l\pri(ft(S — 
[fii\va 444, 10 (II. J. ?. Chr.); rg^a — x'^«s 446, 15—16 (II. J. v. Chr.); xaXlia—Tov 
467, 17 (c. 100 y. Chr.); 6&6aa — xdXa)V ibid. Z. 31; xoa — f^riTi^v, 3 mal, ibid. Z. 59. 
60. 61; dvea — rQK(p)aav ibid. 25; xoa — [urirriv] 471, 91—2 (l. J. v. Chr.); ßovUa 

— &tti 475, 16—17 (I. J. v.Chr.); xoa — fArijri[g\ 481, 4—5 (52—42 v. Chr.); nqoa 

— (pSQOfxsv[d\v ibid., 34 — 35. Wir haben nur Inschriften zitiert, die genau trennen. — 
Ausnahme: KakXi, — (TT^aToi/ 401, 12—13 (III. J. v. Chr.). — Ähnlich auch aufserhalb 
Athens, vgl. die Inschrift von Ilion auf Antiochos I. (280—262 v. Chr.), DS^. 156 (Z. 20 
£i;^aor — ^ai). Ebenso die Briefe des Antiochos selbst DS^ 1 58 (Z. 27 'EXXria — novrov^ 
36 nagea — xv^^^h 40 ^Aqia — roStxCSrj). Dagegen in dem Briefe des Meleager ibid. 
Z. 2 Ini^ — azoXdq, — Auch die griech. Grammatiker waren über diesen Punkt nicht 
einig; vgl. Sext. £mp. adv. grammaticos p. 638 ed. Bekker. S. noch Schweizer p. 131 f. 

80) CIA. I, 226 (454 v. Chr.) etc. etc. 

") CIA. II, 794, b, 39 ff. etc. etc. 

82) CIA. I, 274 (c. 415 v. Chr.); 275 (c. 415 v. Chr.); II, 772 (IV.— IH. J. v. Chr.); 
ebenso 773; 774. 

33) Hartel, Sitznngsber. d. Wiener Ak. d. W. phil.-hist. Cl. 90. Bd. (1878) 
p. 580—583; Bd. 92, p. 186 (278). Simon, Zeitschr. f. österr. Gymn. 1891 giebt 
S. 674 — 706 ein Verzeichnis der Abkürzungen auf sämtlichen griech. Inschriften mit 
sich auschliefsenden Bemerkungen auf S. 706 — 711. Vgl. auch Larfeld, Hdb. d. klass. 
Alt. P 538 ff. 
* ") CIA. II, 766, 13. 15 (nach 341 v. Chr.). 

»») Apices (gleich dem Akut) CIA. III, 1099 (c. 116 n. Chr.); Winkel z. B. 
1100; Haken z. B. 398, 1 (II.— III. J. n. Chr.); horizontale Striche z. B. 1031 (168 
bis 173 n. Chr.). 



— 9 — 



B. Zahlzeichen''). 

§ 6. Die drei Ziffersysteme. 

Kardinalzahlen. 

1. Für Summen (Kardinalzahlen) bediente man sich in der klassischen 
und nachklassischen Zeit (nachweisbar von 554 bis gegen 95 v. Chr.) 
folgender Ziffern'*^): 



1 = 1 

r = 5 

A = 10 

P oder P = 50 



M = 10 000 
p = 50 000 



H = 100 
P = 500 
X = 1000 
P = 5000 

Also XHHAPII = 1217; PAPAXMOZ oder P : APAXMOZ = nBVxi- 
ÖQaxfiog ««). 

2. Zur Bezeichnung von Mafs- und Münzeinheiten giebt es noch 
folgende Zeichen: 



T = Tcilaytov 
M = fipä 

^ oder ^ = (frariJQ 
h = dqaxijb'q 



C = ^fiKüßiXiop 

oder T = tevaQtfifiOQiov 

X = xf^^^ovg 

^ oder ^ = dtddiov 



I = dßoXog 

Die Zeichen T (= TciXavTOv), M (= fivä), ^ (= OTat^Q und Cra- 
Sioy) können mit den Ziffern für 5, 10, 50, 100 etc. Ligatur eingehen. 
Bei den Drachmen findet Ligatur nicht statt; Ahh heifst ohne weiteres 
12 Drachmen. Für „fünf Obolen" wird die Bezeichnung Hill (nicht P) 
gebraucht, um eine Verwechslung mit den Drachmen zu vermeiden '*). 



3«) Vgl. Franz p. 346; Westermann bei Paaly, Realenc. V., p. 703 ff. ; S. Reiuach, 
p. 216 ff.; Larfeld, Handb. d. klass. Altert. Bd. I> 541— S; Woisin, de Graecorum 
notis Dameralibas. Diss. Kiel 1886. 

S7) Die Zahlen 50 000, 5000, 1000, 500, 100, 10 z. B. CIA. I, 283, 9 ff. (athenische 
losehrift von 434—432 v.Chr., vgl. die Berichtigung CIA. IV, ],b, 283); die Zahlen 
50 000, 10 000, 1000, 10 z. B. IV, 1, b, 191a (V. J. v. Chr.); 10 000, 5000, 1000 etc. 
IV, 1, b, 545 a (V. J. v. Chr.) etc. An diesen drei Stellen für Geldsammen. — Für 
Arc^ffektorstäcke gebraucht CIA. I, 322 (409 v, Chr.); bei Anfzählnng von Scbiffs- 
nteosilien II, 789 (373 v. Chr.); Anzahl der Preise 977 (III.— IL J. v. Chr.); Amphoren 965, 
b (400—350 V. Chr.). — Das System erscheint zum ersten Mal CIA. I, 226 (454 v. Chr.); 
zum letzten Mal II, 404 (Ende des 11. J. v. Chr.); 985 (Anfang d. I. J. v. Chr.). 

3«) Beides CIA. IV, 2, 179 b, 68. 9 (325 v. Chr.). 

^) Talentrechnungen bis zu 1000 Talenten mit Ligaturen CIA. I, 273 (kurz 
nach 420 y. Chr.). — Minen: Ein M mit darüber gesetztem ^ (=10 Minen) 6 mal 
CIA. n, add. 834, b, II, 25. 66 (329 v. Chr.). — StaterrechnnngbiszulOO Stateren 
mit aotergeschriebenem 2 unter die Zeichen 5, 10, 100: CIA. I, 183, d, 3 (Kyzike- 
oisehe Statere, 418—414 v. Chr.); mit Ligatur: II, 661, d, 12 (Dareiken, Anfang 
des IV. J.); ü, add. 834, c, 22 (Gewicht, 317—307 v. Chr.); add. 834, b, II, 70 



— 10 — 

Ordinalzahlen. 

3. Für die Ordinalzahlen (Datumsbestimmungen etc.) giebt es in 
der klassischen Zeit keine Ziflern. Hingegen werden (nachweisbar seit 
der ersten Hälfte des V. Jahrb. v. Chr.)*°) Gegenstände mit den Buch- 
staben des Alphabetes in fortlaufender Reibenfolge numeriert. Im 
IV. Jahrhundert ist es das jonische Alphabet; über das V. Jahrhundert 
läfst sich einstweilen noch nicht genauer urteilen**). 

4. Unsicher ist die Bestimmung der Doppelbuchstaben AA...YY etc.*') 
Es scheint, dafs sie eine Fortsetzung des nur 24 (resp. 21) Zeichen ent- 
haltenden Systemes bildeten. 

5. Ein Komplex von Gegenständen, welcher mit A bezeichnet ist, 
kann noch weiter in Gruppen eingeteilt werden, welche alsdann die Be- 
zeichnung AI, All, Alll, AHM etc. bekommen*^). 



(Geld, 329 v. Chr.); ohne Ligatur: CIA. IV, 1, b, 191, a (Geld, V. J. v. Chr.); II, 
741, A, fg (Gewicht, 334-330 v. Chr.); II, add. 834, b, I, 30 (329 v. Chr.). 
W^ in EA. 1883, p. 2ff., Z. 14 (oaeh 300 v. Chr.) ist sicher nicht = 5 + 1 aiatiJQeg; 
was aber? — Drachmeo aod Oboleo: zahlreich von 454 v. Chr. an (=C1A. I, 226). 
— Hemiobelion: CIA. I, 273, frg. d und f, mehrfach (kurz nach 420 v. Chr.) etc. 
Tetartemorion und Chalkus: CIA. II, add. 834, b, I, 38. 39. 40. 71; II, 2; 
add. 834, c, 8 (317/307 v. Chr.). — 3 in CIA. I, 273, d, 7; f, 3. 13 etc. (425/21 
V. Chr.): I, 188, 5. 18. 23 (410/9 v. Chr.); 11, add. 834, c, 8. 54 (317/307 
V. Chr.) fassen Böckh, Kl. Sehr. VI 235; Köhler zu II, p. 533 und Dittenberger 
(nach brieflicher Mitteilung an Meisterhans) und jetzt BKeil, Hermes 27, 643 ff. als 
jhJttQxrjfioQiov (= T)' — Stadien: Eine Ligatur von n {=7tivii) mit a {^=^atadiov) 
findet sich CIA. II, 1077, 3 (Anfang des III. J. v. Chr.). — Ober Münzzeicheo der 
Kaiserzeit s. CIA. III, 61 (117—138 n. Chr.). 

*0) ^Qog K (= „Grenzstein Nr. 10") CIA. I, 514—516. Für die Datierung vgl. 
die Form des Sigma (^). Vgl. CIA. IV, 1, a, 499, b (V. Jahrb.). 

4J) Vgl. die Nummern A—K (= /— X) auf den Richtertäfelchen CIA. II, 875 bis 
923 (IV. J. V. Chr.). — CIA. II, 720, A, I (c. 320 v. Chr.) werden silberne Hydrien 
aufgeführt, mit den Zusätzen: ^(p* et («= ij) t6 Af i(p' el t6 B etc. bis zu H. — CIA. 
11, 721, A (c. 319 V. Chr.) werden ähnlich numerierte Schalen aufgezählt, bis zum 
Buchstaben II. 

4>) CIA. II, 731, A, 4 ff. (nicht vor 307 v. Chr.) schliefst eine Serie von Kränzen 
mit [aT^(pav]og l[(p'] ^ [r]a ovo YY und beginnt eine neue Serie mit atiipavog iip' q 
t6 A, ar^ifttvog lip' ^ ro B etc. — CIA. II, 736, A, 13 (nicht vor 307 v. Chr.) fängt, 
nachdem anderes vorausgegangen war, eine Serie an mit öriipavog iip* (p la 6vo 
AA, — AA, BB etc. auch auf Münzen der Arsinoe Philadelphi, Gow, Journ. of PhiL 
1884, 283. ,Die Emissionen oder Stempel scheinen mit den Buchstaben des Alphabets, 
und als dieses erschöpft war, mit den Doppelbuchstaben desselben bezeichnet worden 
zu seiu^ Imhoof-Blumer, briefl. Mitteilung an Meisterhans. 

*3) So werden z. B. CIA. II, 741, B, b, 11 ff. (334—330 v. Chr.) in einem Ka- 
talog von Kränzen unterschieden: %jiqoi, ol ro ydfifjia ^xiovreg] AAA . . . xaX ov- 
Toi xata 6ixa [ßeßlrjf^ivoi'i]. ngdirog ^vfxog' öixa, oig [yafifjLa] xa\ iaira naga- 
asarjiulavtai] . . öevregog gvf^og' 6^xa olg yafjifia xal dv[o Icot]« 7ia[Qaa€ari/LiaV' 
jai] . . . etc. Unmittelbar vorher waren 40 Kränze genannt, die den Buchstaben B 
fuhren, und in 4 Gruppen mit BI, BII, Billy BIIll zerfallen. 



— 11 — 

Spätgriechisches Zahlensystem. 
6. Das in alexandrinischer Zeit erfundene**), ursprunglich, wie es 
scheint, nur für Ordinalzahlen berechnete 27-zifrrige System begegnet in 
Athen erst seit der Kaiserzeit und zwar bei Kardinal- wie bei Ordinal- 
zahlen**). 

C. Lesezeichen. 

§ 7. Interpunktion*^). 

1. »Die Interpunktion dient dazu a) einzelne Wörter*^), b) einzelne 
Kola*^), c) gröfsere Abschnitte*^), d) Verse *°) und Verssysteme**) von 
einander zu sondern. 

2. Nach 450 v. Chr. wird sie fast nur noch gebraucht, um Zahlen 
vom Texte zu trennen**) oder um Abkürzungen anzuzeigen*^), vereinzelt 
auch, um Eigennamen hervorzuheben**). 



^^) Aufserhalb Athens zum ersten Mal io hei t^s ifirjg ßadileCag xi' CTG. 5127, 
B, 39 (221 y. Chr.), Inschrift des Ptolemaios Eaergetes. Auf Papyri seit 257 v. Chr.; 
auf Ptolemäeriaiinzen seit 266 v. Chr.: Gow, Joarn. of Phil. 1884, 283. — Ort der 
Entstehung: Alexandria, vgl. !Neae phil. Rundschau 1886 p. 366 u. Gow aaO. 

«) Für Ordinalzahlen CIA. III, 77 (30 v. Chr. — 138 n. Chr.). — Für Kardi- 
nalzahlen III, 61 (Zeit Hadrians). 

^^) Franz p. 50: De interpunctione. — Kaiser, De inscr. Gr. interpnnctione. — 
Larfeld, Hdb. d. kl. A. P 549 tf. 

*f) 8qos : *AQiifJn6og : iBfxivovg : ^dficLQvaCag CIA. I, 526 (vor 444 v. Chr.) — 
AqCarifiog \ xaXog IloXvxCfiri \ Xaix(aaTQia) CIA. IV, 1, b, 558 = p. 125 (vor 450 v. Chr.). 
Am Schinfs der Zeile steht gewöhnlich keine Interpunktion, so in dem zweiten Satz 
hinter xaXog, Die Interpunktion Wort für Wort findet sich nur bei ganz kurzen 
Aufschriften. Niemals wird die Präposition von ihrem INomen getrennt; einmal der 
Artikel vom Substantiv CIA. I, 433, 2 (c. 460 v. Chr.). 

*') xal 7iaqa6(üafa \ naga rov ivd-wov \ lo xad-^xov • CIA. 1, 2, B (vor 456 
V. Chr.). 

*») [^^(ovTtti : : "Oaoi «T av yQttijjomali] CIA. I, 31, A, 26 (444/440 v. Chr.). 
Ebenso 324 a, 63. (408 v. Chr.). 

***) xaiä&Tixe ^avoDöuv • -^[«^7ri]rcu aidoCriv, yijg dno naxqmrig \ CIA. I, 477, 1 
(VI. J. V. Chr.). xaaiyvr^ittiaiv : roiVy 6iifie(i)vev : a . ., vor dem Pentameter II, 
3840 (=KE. 82). 

^^) So CIA. 1, 463, 3 (VI. J. v. Chr.), wo man die Interpunktion eher hinter 
oXiaavTtt, als hinter nagCto} erwartete. Vgl. Usener, Altgriechischer Versbau 38 ff. 

M) xqdvn X^^^ : 1 1 1 : xXwaiv noSeg indgyvQoi • A I 1 1 CIA. I, 170—173 (422 
bis 419 V. Chr.); vgl. noch I, 188 (410 v. Chr.); II, 61 (358/352 v. Chr.) etc. 

*3) xa&vn: CIA. I, 338, 3 (408 v. Chr.); kgi: II, 766, 9 (301 v. Chr.) etc. 

M) CIA. II, 235, 3 (330—300 v. Chr.) vor dem Namen zweier karthagischer 
Gesandten. In einer Totenliste von 460 v. Chr. (CIA. I, 433, 65) vor den Wörtern 
TeÜvixog fiavtig, die auch sonst durch gröfsere Schrift ausgezeichnet sind. Vgl. 
Note 58. CIA. II, 17, A, 2 und 3 in dem auch durch gröfsere Schrift hervorge- 
hobenen Pfamen des Schreibers; ebenso add. 17, b, 1 (378 v. Chr.). 



^ 12 — 

3. Von den Inschriften des VI. und V. Jahrhunderts zeigt etwa ein 
Fünftel Interpunktion, von den Inschriften des VI. Jahrhunderts etwa ein 
Zehntel (meist nur bei Zahlen und Abkürzungen)'^'). 

4. Als Interpunktionszeichen dienen gewöhnlich 2 oder 3 über ein- 
ander gesetzte Punkte (:oder:). Beide Interpunktionsweisen sind gleich 
häufig'^«). 

5. Mehrfach begegnen — und zwar schon seit dem VI, Jahrh. v. Chr. 
^- 2 und 3 Punkte zugleich auf einer Inschrift*^). 

6. Seltener sind in der klassischen Zeit folgende Interpunktions- 
zeichen *®) : 



••• •• • • • • • g — ^ — V 



M) Kaiser p. 28. 

B^) Nach Kaiser p. 9, unten, haben c. 80 Inschriften die Interpunktion mit 
2 Punkten, c. 70 Inschr. diejenige mit 3 Punkten. In CIA. IV, 1, b erscheint die 
Interpunktion mit 2 Punkten in 10 Inschriften, diejenige mit 3 Punkten in 24 In- 
schriften; CIA. IV, 1, c bietet 16 Inschriften mit 2, 17 mit 3 Punkten. 

»7) J. J. G. A. Xn, 8 (=p.42), b (vor 570 v. Chr.); CIA. IV, 1, b, 1 a (VI. J. 
V. Chr.); IV, 1, b, 491, 35 (V.— IV. J. v. Chr.); I, 469 (VI. J. v. Chr.); IV, 1, c, 5a; 
26 c; 225 c; p. 179; 373, 3. 

^) Kaiser p. 14 ff. — Die Beispiele sind: 

Ein Punkt CIA. IV, 2, 4321 (c. 350 v. Chr.), zahlreich. 

Drei Punkte in Dreiecksstellung EA. 1883 p. 2, Z. 10 (nach 300 v. Chr.); zwei- 
mal hinter einander CIA. II, 701, II, 78 (344 v. CJir.). 

Vier Punkte CIA. I, 31, A, 26 (444—440 v. Chr.); 324, c, 23 (408 v. Chr.); 
II, 175, 7 (332 — 330 v. Chr.). An allen drei Orten vor einem neuen Abschnitt. 

Fünf Punkte CIA. I, 324, a, 63 (408 v. Chr.); IV, 1, b, 116, x = p. 129 (V.J. 
V. Chr.), vor einem neuen Abschnitt; 11, add., 17 b, 1 (378 v. Chr.) hinter einem 
Eigennamen zur Hervorhebung, vgl. die drei Punkte • im CIA. II, 17, a, 2, welche 
denselben Zweck haben; II, 677, 2. 3. 4. 5 (367 v. Chr.), hinter Eigennamen; 674, 4 
(376—367 V. Chr.) vor einem unbedeutenden Abschnitt; 1053, 2 (IV. J. v. Chr.) vor 
einem neuen Abschnitt. 

Sechs Punkte in zwei horizontalen Reihen CIA. IV, 1, a, 18, 7; 531 (VI. bis 
V. J. V. Chr.); II, 652, A, 18 (398 v. Chr.) bei einem unbedeutenden Gedankenabschlufs 
(Raumfulluug?); in zwei vertikalen Reihen IV, 1, b, 373, 116 (VI. J.) hinter einem 
Eigennamen. 

Acht Punkte in zwei vertikalen Reihen CIA. IV, t, c, 422, 13. 

]\ean Punkte CIA. I, 18, 6 (vor 444 v. Chr.), wahrscheinlich vor einem neuen 
Gedanken. II, 653 (398 v. Chr.), hinter Eigennamen im Praescript. 

Drei mit Punkt versehene Kreise CIA. IV, 1, c p. 137 f. (vor den Perserkriegen); 
I, 333, 2 (vor 444 v. Chr.); 19, 2. 4. 5. 6 (vor 444 v. Chr.). Drei Kreise ohne 
Punkt I, 526 (Anfang d. V. Jahrh. v. Chr.). Mit Punkt IV, 1, b, 1, b (V. J. v. Chr.); 
IV, 1, b, p. 128 (V. J. V. Chr.). 

Vier horizontale Linien hinter iyQafÄßoJSvev CIA. I, 140, d, 27 (406 v. Chr.). 
— Drei schräge Linien auf einer Säule, CIA. IV, 1, b, 422, 5, b (VII.— VL J.); auf 
einem Hantel, IV, 1, b, 422, u. 4 (VH. — VL J. v. Chr.). — Zwei horizontale Linien 
CIA. n, 824 (334 y. Cbr , „ex schedis Fourmonti«'). 

Drei Winkel CIA. IV, 1, c, 373, 255. 



- 13 — 

7. In der Kaiserzeit findet man, wie schon angedeutet, Apices, 
Haken, Winkel, Blätter etc. 

8. Statt der Interpunktionszeichen begegnet auch vielfach (bei Ge- 
dankenabschnitten, Zahlen etc.) leerer Raum®*'). 

§ 8. Sonstige Lesezeichen. 

1. Punkte auf dem Jota (Y) finden sich seit dem Ende des 11. Jahr- 
hunderts n. Chr.^^). 

2. Spiritus asper, Apostroph und Koronis lassen sich seit dem 
V. Jahrh. n. Chr. nachweisen®^). 



59) So CIA. I, 189, ß, i (407 v. Chr.) vor und nach den Zahlzeiehen TTI; vgl. 
die Bemerkang von Kirchhoff zur loschrift. — Bei Gedankeoabschnitten CIA. IV, 1, 
a, 27, a (445 v. Chr.). 

•0) Zwei Punkte auf dem I CIA. III, 1171, 7 (197—207 n. Chr.); auf der lobakchen- 
ioschrift Mitt. XIX 249 ff. (einmal auch bei v, Mitte d. HI. J. n. Chr.). Vgl. dazu Cröoert, 
Zeitschr. f. d. Gymnasialw. 1898, 578. 812. 

*^) Apostroph und Spiritus asper CIA. III, 1382, 3. 10 (V. J. n. Chr.); Apostroph 
1387, 2; Koronis 1387, 3. 



II. Lautlehre. 



A. Yokalismus. 

a) Einfache Yokale. 

§ 9. Der Vokal a. 

a) Wechsel zwischen a und e, 

1. Die attischen Steine vom III. — I. Jahrh. v. Chr. bieten die Formen 
2aQcc7tidog, 2aQ(ini6ij ^aqanioav, ^aqantaazai^^). Unbelegt sind 
^^Qanig, -iv, die von den auf sicher datierten Inschriften seit der Kaiser- 
zeit überwiegend auftretenden Formen mit -e- vorausgesetzt werden^*). 

2. Die Inschriften des IV. — I. Jahrh. v. Chr. schreiben -a- in xata- 
ndXxfig y xaranaXTtxdj xavaTtaXTacpdzfjg j xatanaXxatfsaia^^), Die 



62) Saganitavog CIA. II; 513, c, 9 (1. Hälfte des lU. Jahrh. y. Chr.); ^agamaartSiv] 
617, 2. 17. 22 (c. 250 v. Chr.); ^aqanCiüv Milt. XXI (1896), 438 Beil. II, Z. 11. 28 
(135 V. Chr.); Zaganioavog CIA. II, 465, 28 (Ende des 2. Jahrh. v. Chr.); 595, 5 (-«, 
der gleiche Maoo); Zaganltov 2aQaniü)Vog Mshtivg 985 D, II, 32. 34. 36. 38. 40 
(102—95 V. Chr.), der gleiche genannt 1047, 33; 1374, b; ZaganCfav Mehrevg 986 
D, 19; E, 64 (102-95 v. Chr.); ZaqanCbyvog 958 (63—62 v.Chr.); 481, w (52—42 
y. Chr.); ZaQanCtav 2418; 2546, aas Milet stammt der Ephebe SaqanCfüv 470, 101 
(69-62 V. Chr.); ^agamdg 2326, 1; 2aQam6og iv J^^oji 985, I, D, 11; E, 7. 57; 
II, E, 47 (102—95 y. Chr.); Zagdmöi, 1612, 1. — Auch noch in der Kaiserzeit: 
2:aqa7iC6}Vog CIA. III, 65, 5 (12 y. Chr. — 1 n. Chr.); 2aQanC<ov 902, 2 (138—200 
n. Chr.), -a, 712, a, 16 (c. 250 n. Chr.), -itov 1548; 3344, -og 2187; ^agduiöog 923, 3, 
wozu 5 Formen mit -er- bei Fremden. 

63) Zuerst ZeQunCfov ^eganicDVog ZahafiCvi^og CIA. II, 3294 (undatiert); erst- 
datiert 2eQani(av CIA. III, 1019, 23 (angast. Zt.); III, 2, p. 371, c sind 37 JNamen 
mit -£- bei att. Personen yerzeichnet, woza noch Zsqdniöog 140; ZsgdniSi 
145, a; Zsgan^tov EA. 1895, 117f., a^ Z. 14. Herw. p. 34; Schweizer p. 98. Das 
ursprüngliche € des fremden Götternameos wurde in der Sprache des Volkes — io 
niederen Kreisen sind die oben angeführten ]\amen zunächst üblich geworden — in 
unbetonter Silbe gesetzmäfsig durch Angleichung an a der folgenden Silbe zu a, 
blieb, wo es betont war, um yon da später die yerlorene Position zurückzugewinnen: 
J. Schmidt, KZ. XXXII 358 ff. 

8*) xatanAAifav '^^ xaianaXjüv CIA. II, 61, a, 30 (358—3 y. Chr.); xai«- 
nalxüiv II, 807, b, 129. 131. 132. 138. 141 (330/29 y. Chr.); 808, d, 53. 55. 56. 
61. 64 (326/5 y. Chr.); 809, e, 10. 12. 13. 18. 22 (325/4 y. Chr.); 811, b, 196. 200. 



— 15 — 
Schreibweise mit e kommt nicht vor. — Ebenso ist attische Form- 

3. Bald a, bald € erscheint in dem fremden Namen llvyalsvg, 
Uvyslsvg^^) und in aQQfj^oQstv neben häufigerem iQQtjifOQstv^^). 

4. Vulgäre Assimilation liegt vor in €Q€t^^^). 

5. a für lat. S tritt auf in 2ax6vdoQ^^), 

b) Wechsel zwischen a und *. 

6. Der makedonische Name, der in der litterarischen Überlieferung 
l^QQ^ßatog lautet, erscheint als '*AQQaßaXoq'^% der Libyerkönig Maai- 
viotSciq der Litteratur als Maaavvaaäq''^), 

7. Der iranische Name Mi^radäta- erscheint als MnQaddvfig , seit 
der Kaiserzeit als Mid-QidccTrig^^). 

203 (323/2 V. Chr.); 720, B, I, 25 (nicht vor 320 v. Chr.); xmanaXtriv 733, B, 9. 
10 (c. 306 y. Chr.); xaTanaXj[ix]a ibid. Z. 24; Mvaog xatttnalraipitag 3234, 3 
(350—300 V. Chr.); xttian]aX[Ta\(piTriv 316, 27 (281 v. Chr.); xamnaXtag acc. 413, 15 
(karz nach 200 v. Cbr.); xatanaXTTjv 471, 34 (1. H. d. I. Jahrh. v. Chr.); xara- 
naXj(3v ibid. 82; xaxanaXTtt(pixril[v ibid. 46; xailanalXiatfealag ibid. 65. — Herw. 
p. 56. Riem. IX, p. 64. Vgl. xatanaXialg DS. 221, 11 (Samothrake, nach 239 v. Chr.). 

w) TjXaxttzriv CIA. II, 751, B, d, 11 (350/24 v. Chr.). 

ö«) nuyaXrjg CIA. I, 234, 7 (446 v. Chr.); nvyaX^g 237, 29 (443 v. Chr.); 238, 
29 (442 V. Chr.); 240, 13 (440 v. Chr.); 37, t— v, 40 (425 v. Chr.) — Herw. p 33. 

*^) aQQr}(poQovaav CIA. II, add. 453, b, 14 (Anfang des II. Jahrh. v. Chr.) — 
Sonst iQQ-: iQQ[ri](po[Qrjaaaa 1591, 5 (III. Jahrh.); ilQQrßtfiOQrjtraaav 1379, 6 (1. H. 
d. II. Jahrh.); lQq\rnpoQriaaaav 1380, 4 (etwa gleichzeitig); iQQtjrpoQriaaaav 1383, 4; 
iQQTiffOQOvaay 1385, 4 — 5; lqQrnpoQriaaa\ttV 1392, 4 (I. Jahrh. v. Chr.). Herw. p. 82; 
Riem., Rev. V, p. 160. Die sonstige Dunkelheit des Wortes (s. G. Meyer, p. 353 
Fofsn. 1) macht ein sicheres Urteil über das Verhältnis der Formen annb'glich. 

M) Rumanadis intyq, imr. 3037, s. J. Schmidt KZ. XXXH 365 f. Schwächung 
von a za s, m. £. mit Unrecht, nimmt an Dieterich, p. 4. Die KXrjVBQirfi MexaxXsTog 
Ramanudis 1648=» CIA. H, 2877 stammte aas Eresos: and auf Lesbos sagte man auch 
"Eqiwv fiir Idgitov, vgl. auch \V. Schulze, GGA. 1897, 881 Fufsn. 1. BaQgeXe^rig ist 
Dicht von &ttQQaXiog, sondern von BaQQ^Xeojg gebildet. — Umgekehrt ist unbetontes 
€ an a der darauf folgenden Haupttonsilbe assimiliert, wenn amf id-a^[dnivaav CIA. U, 
471, 35 (H. Jahrh. v. Chr.) neben &€Qa7i[(iaavtis Z. 82 etwas zu geben ist. 

•^) 2ax6v6og CIA. HI, 1568. Eckinger p. 18; Erklärungsversuch bei W. Schulze 
GGA. 1897, 911. — Die griechische Form d«r lateinischen Kalendae, xaXMai 
(s. Eckinger p. 18; Schweizer p. 99) kommt nur in der Abkürzung xaX vor (III, 48, 
16; 173. 2). 

^^)*AQQaß . . . CIA. I, 42, a, 7; b, 9, ^AgqaßaCtp a, 8; b, 10 (423 v. Chr., Stahl 
p. 45). — MiveXa(fi IdgqaßaCov IdSrivaCf^, Ilion, c. 350 v. Chr., DS. 103, 2. S. dazu 
und zu UQQiSaio{v) II, add., 15, b, 20 (c. 382 v. Chr.), wofür in Olynth 'Eqq- (DS. 
77, 1. 2, 389-383 v. Chr.) Solmsen, IF. VII 47 W. 1. Rretschmer, Einleitung 246. 

") [ßaa]iXi(og Maaavvdaov CIA. II, 968, 44 (168—163 v. Chr.). Ebenso auf 
den Inschriften von Delos DS. 305 und DS>. 231. Riem. Rev. V, p. 154. 

") MiTQttädrrig CIA. II, 1593 (III. Jahrb.); Mi&Qaödrov Delos DS^ 254 (86 bis 
84 V. Chr.); Mi^Quödirig {Evnd-Koq) mehrfach bei DS. 326 (Cbersonesos); 328 
(Nysa). M^^Qiddxov (Röoig von Rommagene) CIA. HI, 554, 3 (vor 17 n. Chr.); 



— 16 — 

c) Wechsel zwischen a und o. 

8. Vgl. unten NeonoXitfigj NsanoXhfiq § 45, 9; Osoyivfigj Osa- 
r^vfjg § 45, 8. 

9. KsQxvopevg neben KsQxvavevg auf Vasen ^^). 

d) Wechsel zwischen a und fj, 
tO. Die Lautprozesse, infolge deren urgriech. ä nach », f, v, q als ä (und 
att. ^ aus €ä nach i, e, v als ä, nach ^ als fji\ in den übrigen Stellungen 
als fi erscheint, hatten sich schon zur Zeit der ältesten Monumente voll- 
zogen; vgl. "^E^fjxlagy ^tfjaiag, KaX{k)Kp6Qa^ l/i^f^vata, 1Iv^{^)ox6(a^ 
u. a. (VII— VI. J. V. Chr.)'^*). 

11. d-axog (neben hom. ion. d-Axog) ist regelrecht aus &aj:axog 
entstanden, braucht also keine Entlehnung zu sein^°). 

12. Für difiv€xi]g ist diav€xijg, für Tccyapov Ti^yavov uhevUeferi^^). 

13. Fremde Eigennamen behalten teils ihre Form bei: .^^'dä (VI. J. 
V. Chr.)"), teils wird im att. Sinne geändert; so findet man in den öffent- 
lichen Inschriften des V. Jahrhunderts: Avliccra^ (neben ^vA*^ra*)» 
^läxat (neben ^l^zai), Ksqdiäxai (neben KegSt^rai)^ Na^tärat (neben 
Na^^^vai) und sogar Uqiavfig (neben ÜQtfiv^g)^ "Hccto* (zu Idactog) ^*). 

14. Das IV. Jahrhundert wird der fremden Form mehr gerecht, also 
immer "lovli^tai, (nie "^lovXtävai) , *Ifjtav etc.^®). Zahlreiche fremde 
Formen erscheinen auf den Grabschriften. 



Mi&qMtov ägxovTog 1078, 1 (41—54 n. Chr.); Mi&QMir^g lid^voSfoqov 1298, 8 
(II. J. n. Chr.). — Mit dem gewöholicheo griech. Kompositioasvokal MijQoßdttig 
II, 1610 (Anfang d. II. Jahrh. v. Chr.). — S. Schweizer p. 34. 111 f., wo Weiteres. 

7') K€QXvov€vg CIA. III, 1203 (nicht näher datierbar). Ober die Vasen 8. 
Kretschmer p. 203. 238, zar Erklärung auch W. Schulze, KZ. XXXIII 320. 

'*) ^E^xCas, ZiriaCagy Kttl{X)ix6fA,ri IIv^{^)ox6fir]f XaX(X)i(p6Qa, Idd-rivaCa etc. 
KV. p. 39. S. dazu Kretschmer, KZ. XXXI 285—96. 449; Hatzidakis, IF. V 393 fr.; 
W.Schulze, GGA. 1897, 904; Brugmann, IF. IX 154. — ntxlXd^i *A&ava{(} CIA. IV, 
1, b, 373, 105 (VI. J.), in einem Gedicht, neben ry, 

7S) TO ^axeXov CIA. II, add. 834, b, II 9 (329 y. Chr.). &axog auf Vasen bei 
Kretschmer p. 121, zur Erklärung auch Kretschmer, KZ. XXXI 295; W. Schulze, 
Quaest. epp. p. 435. 

'•) diavexn CIA. IV, 2, 1054, c, 59 (Anfang des IV. J. v. Chr.); 1054, d, 10 
(354/3 v.Chr.); xtaXriv 6iav(\x]ri 6e^idv II, 610, 5 (nach 350 v. Chr.); Siav^xEig 
1054, 81 (347 v.Chr.), etc. — Herw. p. 48; Riem. Rev. IX, 63. — Moeris p. 119: 
diotvexil Xoyt^ fagTIXarayv^InnCq, "Atri'Xtag* ÖLijvexiT/EXXrjvtxdig, S. noch Schweizer 
p. 38 ; zur Erklärung des Wortes das Neueste b&i Prellwitz, Bezzenb. Beitr. 23, 250 f. 
— Ti^yavov CIA. II, 736, B, 21 (nach 307 v. Chr.), vgl. Brugmann p. 137. 

") uiri^tt KV. 40 (Exekiasvase, VII— VI. J. v. Chr.). Die Vasen, oft von aus 
der Fremde eingewanderten Meistern gefertigt, nehmen allerdings eine Sonder- 
stellung ein. 

'S) Vgl. den Index zu CIA. I. — Kirchhoff Hermes V 52. 

79) "lovXiijraij CIA. II, 17, B, 23 (378 v. Chr.); "lovXt^aiy ^IovXititüSv, ^lovXtrjrag 
(10 Stellen) IV, 2, 54, b (363 v. Chr.). — 'irJTai II, 814, a, A, 13 (374 v. Chr.). 



— 17 — 

15. Was die metrischen Inschriften anlangt, so ist zu beachten, dafs 
das VI. und V. Jahrhundert, so weit die Inschriften nicht von Fremden 
gesetzt sind, auch in der ionisierenden (daktylischen) Poesie den 
attischen Vokalismus durchführt: ^Xixiagj vsaqav^ Ttgäyfia (neben dTcdafjg, 
fißfiv) VII. — VI. Jahrhundert, und HoTsidaiag^ ßiq^ dfpsxiqav (neben 
vixfjp, TtKtTOTdTfjv, aQSTijp) im V. Jahrhundert®^). — Das gleiche ist zu 
sagen über das IV. Jahrhundert®^). — Seit dem alexandrinischen Zeitalter 
aber erscheinen auch in offiziellen metrischen Inschriften vielfach Dorismen 
und lonismen auf a und ^®^). 

16. Über vyiij, vytä; xgijtt&ai, xq&(S&at\ äv, ^V; ijtdp, in^v s. 
unten §§ 60, 11; 65, 3; 91, 38. 19. 

e) Wechsel zwischen a und w. 

17. Die attischen Inschriften bieten (pdttxcologj (paaxcoXiov (nicht 
(fdaxaXoq)^^). 

Über 2äväQogj 2(SvdQog; Ilaidv, Uaidv vgl. unten Note 646, und 
§ 58. Mad'dvfi^ -aXog ist die Form der attischen Inschriften®*). 



Bezeichnend für den Wechsel ist, dafs der ÜQiavevg 2vQi>og von CIA. II, 814, a, B, 
18 (377/3 V. Chr.) in II, 815, 11 als ngtrjvevg 2vqios erscheint. 

^) fjhxtag, anaarig CIA. I, 471 (,;Solonis temporibns, vel extremi septimi 
saeculi decenniis*' Schütz p. 29) ; veagav, nqayfjC neben rißriv I, 463 („vetastissinias 
formas praebet" Schütz p. 28), ebenso yevia IV, 1, a, 477, e (aas derselben Zeit). 
In I, 477, wo die Formen aiöoCriv, naTQOjtrjg vorkommen, giebt sich der Verfasser 
selbst als Fremder kand; vgl. Kirchhoff, Herrn. V, 54. — IIojBtSatag, vixrjv etc. 
CIA. I, 442 (431 V. Chr.), ߣa 333, 4 (c. 460 v. Chr.) atfexiQav CIA. IV, 1, b, 446, a, 51 
(V. J. V. Chr.). Kirchhoff a. 0. ; Cauer p. 244—249. Vgl. die Bemerkung v. Kirch- 
hoff zu IV, 1, b, 491, 12. — Für avo[Qi\av CIA. I, 471, 1 fordert Fengler, de Grae- 
corum epigrammatum, quae in lapidibus exstant, dialecto, Diss. Kiel 1892, p.6 av[6qBC\av, 

8>) K£. 26 (400—350 v. Chr.) ist die Grabschrift eines Fremden. Die Formen 
nv&ayo^v und ZaXvßqiav KE. 36 = CIA. IV, 1, b, 491, 12 (V.— IV. J. v. Chr.) 
kommen als fremde Eigennamen nicht in Betracht. — Sonst vgl.: evkoyCay ra^Cag 
KE. 36 (c. 350 v. Chr.); ngo^evlag 36 (400—350 v. Chr.); KsQXvgif, awTvx^av, 
6rifJLoa(q 37 (IV. J.); x(Ofji(ffSCff, aotpttf 38 (IV. J.); TfkixCag 39 (IV. J.); natgia, 
^ItxCag 49 (IV. J.); TuxTQuVf inoDw/xCav 52 (IV. J.); nvxiga 53 (IV. J.); (ptXtag (un- 
sicher oQSTäg) 69 (IV. J.); kntovvfjiCav 71 (IV. J.); MvrjffayoQag 87 (IV. J.); ysvsav 
90 (IV. J.); ysvfq 771 (IV. J.); oSomoqCag 1043 (IV. J.). 

8») Vgl. ^a^^aXirig, agsrag KE. 30 (=CIA. II, 2719) (c. 232 v. Chr.), eine von 
attischen Klernchen ihrem Genossen gesetzte Grabschrift. Vgl. die Dorismen in der 
öffentlichen Grabschrift 845 (III.— IL J.). — Homerische Formen aus att. Stein- 
epigrammen fuhrt auf Fengler, de Graecorum epigrammatum, quae in lapidibus exstant, 
dialecto, Diss. Kiel 1892, p. 4—6. 

8») (paax(üXü)[i] CIA. 11, 665, 6 (c. 385 v. Chr.); [yJocrxoiA/^ 672, 22 (376 v. Chr.). 
Riem. Rev. IX, p. 67. 

8*) MsMvIfjv CIA. n, 70, 12 (355 v. Chr.); Me&ovaTog 3184 (V. J. v. Chr.), 
aber Mi&avixri 3183 (IV.— I. J. v. Chr.). 

Meisterhans, Grammatik. 3. Aafl. 2 



— 18 — 

f) Wechsel zwischen «und ai. 

18. TtalaOTij (die Handbreite) hat in der zweiten Silbe immer a 
(nie «*)'*)• Dagegen zeigt nccXaKtT^g (der Ringer) den Diphthong®^). 

19. In Ilmqiaddriq stimmt die Schreibweise der att.« Inschriften 
mit derjenigen der Münzen Äberein^^). 

§ 10. E-Laate. 
a) Epsilon. 

1. Für TiTQaivco brauchen die Inschriften TSTgalvca^^), 

2. Statt ßaiQaxiovg liest man ßatgaxsovg oder ßatQaxs^ovg^^). 
Anderes siehe unten Note 472, und § 45, 3 fif. 

3. Neben fisXiivoQ (eine Stelle) findet sich häufiger (isli'ivog^^). 

4. Neben ^QqisXioav erscheint ^S2(ptXio)Vj für '*Q(p€Ufifi ^SlcfiXififj^^), 

5. Die Bewohner der ionischen Stadt Jiog Uqöv heifsen Jioaigttai 
und JioaEQttaif^^). 

6. Über den Wechsel von s und a vgl. oben §9, 1—5. Über e 
und a^, € und o, e und ei vgl. die nachfolgenden Paragraphen. 



86) TQtndXaattt CIA. I, 321, 10 (vor 409 v. Chr.); imaTiMXdaTovs IV, 1, b, 321, 

III, 17 (vor 409. v. Chr.); ntviendlaoTog IV, 1, c, p. 152 Z. 11 (409 v. Chr.); t^*- 
ndXaaiog ebd. Z. 24; nevrenaXdazovg EA. 1886, p. 197—98, Z. 12 (Anfang d. IV. J.); 

IV, 2, 1054, b nalaaiTiS 56. 66. 69. 76. 84. 90, -^v 71, -wv 31. 50; 1054, c nala- 
GTuiv 6. 10, '^g 21. 25, TttVTinakdaiovg 69. 73. 81 ; 1054, d, nivnnaXdaiovg 12; 
1054, e, nalaajrig 7; 1054, f, naXaarta(ovg 12; 1054, g, A nakaarrfg 37, -wv 40. 
44. 51. 52. 53. 54. 56, sämtlich aus der Mitte des IV. Jahrh. ; nalaarm', naXaaidg 
II, 1054, 18—19. 41. 43. 47. 50. 54. 55. 68. 69. 72 (347 v. Chr.); naXaajiaiai 
(ia der Uuischrift eia Versehen) add. 834, b, II, 17. 33 (329 v. Chr.); naXaatiaioi 
ibid., Z. 21; TQindXaaTot ibid., Z. 18. 20—21; naXaarialog IV, 2, 855, b, 7 (Ende 
d. IV. Jahrb.). Vgl. auch CIA. II, 167. — Herw. p. 61; Riem. Rev. IX, p. 66. 
S. daza Kretschmer, p. 127. a ist arspr., wenn Ficks Etymologie Bezzenb. Beitr. 
3, 162 zu Recht besteht. 

8«) naXaiaxu (= J) CIA. II, 965, b, 10. 25 (Anfang des IV. Jahrb.). 

8») naiQiadörjg mehrfach CIA. IV, 2, 109, b (347 v. Chr.). 

88) htiiqdvavti CIA. II, add. 834, b, II, 40 (329 v. Chr.). 

8^) Zu ßaiQaxBovgy verkürzt aus ßarga/eioOg vgl. Wote 265. 

90) fisXUvai CIA. II, add. 834, b, II, 19 (329 v. Chr.); fiaCCvog IV, 2, 834, b, 

II, 95. 96. 97 (329 v. Chr.). Riem. Rev. IX, p. 98. 

9^) 'Sl(p€Xi(üva Def. 91, 2. 5. — ^£i(fiX£ajvog, -(üva 70, 1, *Sl(ftX{(ov 71, 1, -ojva 
71, 2; Ziebarth 18, 1; ^Sltfdifiri Def. 71, 1; Ziebarth 18, 2, alle Beispiele aus dem 

III. Jahrh. v. Chr. — Assimilation von unbetontem e an haupttoniges l der folgenden 
Silbe in der Vulgärsprache. 

M) ^loaEoliai CIA. I, 226 (454 v. Chr.); JioaE[qliai 251, frg. 20 (bald nach 
425 v. Chr.) neben JcoaiglTai, 227 (453 v. Chr.); 230, frg. 25, 7 (451 v. Chr.) und 
sonst. Die Schreibung mit E (eher = unechtem «/, vgl. S. 20 N. 109), welche vor- 
aussetzt, dafs das i&vtx6v für den Schreiber etymologisch nicht durchsichtig war, 
läfst auf offene Qualität des wiedergegebenen ionischen 7 schliefsen. 



- 19 — 

b) Eta. 

7. Eta, wegen seiner Verwandtschaft mit a in der klassischen Zeit 
jedenfalls noch offenes e (ä), worauf auch das Vorhandensein eines 
zweiten langen e-Lautes (vgl. unten Nr. 13 ff.) schHefsen läfst'^), geht 
innerhalb der Jahre 150 — 250 n. Chr. (über geschlossenes e) in » über. 
Diese Datierung ergiebt sich aus folgenden Thatsachen: 

a) VI wird seit 150 n. Chr. vereinzelt mit i vermengt®*), 

b) 7^ kann bis 150 noch mit a*®*) und 

c) bis 250 n. Chr. noch mit « verwechselt werden ®^). 

8. Was die Orthographie der klassischen Zeit anlangt, so ist für 
dfia^inovg dfjba^^novg^^); für ysiOtTtovg ysttfiJTtovg^^) ; für M€Xi(fav- 
ÖQog MsXfjttaydQOQ^^)', für avßlvfj avßfjvtj^^^); für Sixivhfjg JStxivijvfig] 
für 2xfi7tioov ^xmicäv^^^) überliefert. 

9. Die Inschriften unterscheiden genau zwischen tijS'fi (Grofsmutter) 
und r*r^iy (Amme)^°*). 

10. Über die Schreibweise fj für et in den Endungen -eiogj -ata 
s. § 15, 21—24. 



93) Blafs p. 25. 

M) Avxo(iC6rig CIA. III, 1119, I, 19 (c. 150 n. Chr.); Xagriaiog 1133, 49, II 
(170/172 o. Chr.). Für das III. Jahrb. Ditteaberger, Hermes VI, p. 147. 

•6) Siehe § 14, c. 

W) e statt 7i: Zmigos CIA. fll, 281, 2 (117/138 o. Chr.); k&evas 281, 3 
(117/138 n. Chr.); Ev<pi/^ov add. 1114, a, 2 (147 n. Chr.); ^aXegiiag 1132, 4 
(166/168 o. Chr.); EiqEvalog 1144, II, 15 (184/187 n. Chr.); Mevo\y]ivrjg 1151, 4 
(180/192 n. Chr.); Mdyvsg 1188, g (217/230 o. Chr.); Si 716, 18 (vor 269 n. Chr.); 
ferner aus der Kaiserzeit, aber nicht näher datierbar: MUäaig 2746, 3; MiXeala 
2775, 3; TeQfiaaaevg 2936, 3; 'EgaxXetüug 2ib2y 3; "EgoffoTOv 1524, 2; AevaCov 
2063, 1; nsQyafi^vrj 2858, 3. 

ri statt €: "Exln^tog 1122, 14 (157 d. Chr.); nyrifji6iv 1112, 7 (175/178 o. Chr.); 
Ad-fiovri(og 1514, 1 (nicht näher datierbar wie die folgenden); *&i^axAi}(uTi}ff 2454, 2; 
'HQaxlriüiTts 2468, 3; 2481, 3; BaX^Qwg 1859, 1. 

•») äfia^finoSa CIA. II, add. 834, c, 42 (317/307 v. Chr.). Riem. Rev. IX, p. 62. 

98) yeia^novg CIA. II, 167, 51 (kurz nach 307 v. Chr.); yeiarjno^ia/ui ibid. 
Z. 63. 114. flerw. p. 46. 

W) MtXriadv^gov CIA. II, 801, 14 (c. 350 v. Chr.). Stahl p. 42. 

100) avßijvn CIA. I, 170, 19 (422/419 v. Chr.); 172, 18 (420 v. Chr.), etc. 
Herw. p. 65. 

"») Zixiv^rai CIA. I, 37 (425 v. Chr.); II, 17, B, 31 (378 v. Chr.). ZxmCfov 
CIA. III, 483, 6 (Trajan). Herw. p. 35. Vgl. Schweizer p. 75. 

»02) ri^^n CIA. n, 836, c—k, 43 (Anfang des III. J. v. Chr.); Trid^ 992, II, 8 
(I. J. V. Chr.). — tCxd^riv KE. 47, 1 (iV. J. v. Chr.); Tlx&ri CIA. II, 2729, 1. 2. 4. 7; 
3111, 1; 3167, 3; 3522, 2; 3599; 4008, 1; 4039, 2; 4050, 2; 4139, 2; 4260, 2; 
IV, 2, 4284, b; Tlt^ri II, 4195; 4196; 4197. Riem. Rev. IX, p. 66. 

2* 



— 20 - 

11. Für &€Ox6Xog, ^soxolstv (spätes Wort) brauchen die Inschriften 

12. Über MatSdaXifJTiq (= MaCö'aAiWT*^), (fQatfjQ {=(pQaTOOQ\ 
xXf^riJQ i= xX'^rcüQ) s. § 45, 2; § 52. 

c) Unechtes «*^^*). 

13. Neben € und fj hat das Attische der klassischen Zeit noch einen 
dritten c -Vokal: unechtes si. Jedes st nämlich, welches durch Kontraktion 
aus « + «, oder infolge von Ersatzdehnung, ohne Hinzutritt von ur- 
sprunglichem i, entstanden ist, wird im Alt- und Mittelattischen, ver- 
einzelt auch noch im Neuattischen durch blofses £ wiedergegeben: v€(t&' 
(VII.— VI. J. V. Chr.); svai (425 v. Chr.); Jisg (387 v. Chr.)^05)^ 

14. In der Poesie eine Länge repräsentierend, vgl.: 

TtQdaßsg il^ovTsg (- - | - - | -) IV. J. '^% 
sonst aber ganz die Natur von Epsilon zeigend (vgl. die Bezeichnung E 
und die Kontraktionen dovXoEv — dovXovv etc.), mufs dieser Laut quanti- 
tativ mit Eta und qualitativ mit Epsilon übereingestimmt haben, d. h. 
langes, geschlossenes e gewesen sein. 

15. Der Übergang von der Schreibung E zu der heute üblichen 
Schreibweise EI vollzieht sich in einem mehr als zweihundertjährigen 
Zeitraum ; denn die ersten, freilich ganz vereinzelten Spuren der diphthon- 
gischen Schreibweise fähren in den Anfang des VI. Jahrhunderts hinauf: 
''Eliii neben iisXsäaivEv (Infinitiv, c. 570 v. Chr.)*^^), und die letzten 
Spuren der monophthongischen Schreibweise lassen sich verfolgen bis in 
die zweite Hälfte des IV. Jahrhunderts: änodoüaEp (Infinitiv, 334 v. Chr.)*°®). 

16. Echtes und unechtes «» fielen also in der Schrift und in der 
Aussprache (langes, sehr geschlossenes e, das sich dann zu i entwickelte) 
zusammen. Vgl. noch unten Note 192. 

17. i wechselt mit f(») in KafHQcvg neben Ka[i€{t)Q€vg'^^^). 



108) ^erixoXovvTi CIA. II, 1651, 9 (I. J. v. Chr.); ^erixoXoi III, 305; 487 (II. J. 
n. Chr.). Ober ^eoxoXot anfserbalb Athens (Achaia, III. J. v. Chr.; Olympia, 68 
n. Chr.) vgl. DS.* p. 776, ladex. - Herw. p. 53; Riem. Rev. IX, p. 63. 

104) Die Scheidnng des si in ein echtes und unechtes rührt her von Dietricfi, 
KZ. XIV (1865), p. 65—70. Ihm folgten Brugmann Curt. Stud. IV, p. 82 ff.; Caner 
p. 230 ff.; G. Meyer p. 125 ff.; Blafs p. 24. 28. 31. 

106) viad^' CIA. I, 463 (VII.— VI. J.); ivat. z. B. 37, m, 20 (4Ä v. Chr.); Jiis 
CIA. II, 17, B, 31 (378 v. Chr.). 

106) KE. 37, 3 (IV. J. V. Chr.). 

»07) df^(, fjiaeSaCvEV, ig CIG. I, 8, B = CD. 487 (c. 570 v. Chr., Datierung nach 
Köhler Mitt. IX, p. 117 ff.). 

"8) dnodojaiv, lg CIA. II, 804, A, 13. 33 (334 v. Chr.); s. Note 21. 

109) Über Kttfxiqivg Kafjii{t)Q6vg s. Note 438. Weitere Fälle auf Vasen s. bei 
Kretschmer p. 131—136. Nach W. Schulze GGA. 1896, 233 gehört hierher auch 



— 21 



18. Unechtes £» läfst sich auf den Steininschiiften belegen in stvat, 
slgya^evOj siqyatSfiipogj siQfjfAEVog, stvsxaj ixetvog^ elgywVj slg^a^j 
f^Q^t'^j ^stvaij KkelßovXog mit Kkaidtniog, KlsHog, oipsiXoHj nod^etvoqj 
iTstqlaj 0dsivoqy X^^Qj sowie in den Fiexionstypen vaTTstVj ßorid-eXv, 
h^QW^'^j Wy^^^^^ VBiiiavtsgj d-qscpd'eiq^^^). 



§ 11. 0-Laate. 
A« Omikron. 

a) Wechsel zwischen o und a. 

1. STTccQToxog (nicht ^nccQdaxog) war den Inschriften zufolge die 
ofQzielle Benennung des Bosporanerfürsten in Athen "^). 

2. Über NsonoXhfig^ NsanoXiTf^g^ Osoyivijgj Osayiyfig vgl. unten 
§ 45, 8 und 9. 



t(t)Q^ CIA. IV, 2, 1, b, 14. 21 (405/4 v. Chr.); 15, c, 4. 13. 17 (386 v. Chr.); 
E(i)Qiivri BvCavria ü, 2858 (saecnlo quarto iaeuate noa multo aotiqnior) neben dor. 
tgdva. Vgl. ooeh oben ]N. 92. 

»") €vai z. B. CIA. I, 31, 23 (444/1 v. Chr.); egya^ero IV, 1, b, 321, II, 30; 
i^aOfÄtvov IV, 1, c, A. I, 6. 7; B, II, 19. 20 (408/7 v. Chr.); ngoegef^evoigW, 1, a, 
22, a, 7; htifixa IV, 1, a, 477, e, 2 (als Daktylos gemessen); ixtvog^ exevat Def. 
107, a, 4, ixevo{v) 107, a, 5. 10; 6Qy(o(v) CIA. II, 2718, 3; iQXffttt IV, 1, b, 53, a, 
4. 13. 30, €QXO[iv ibid. 5. 8. 9 (418 v. Chr.); xata^ivai I, 31, A, 18 (444—441 
V. Chr.); KXeßoXos IV, 1, a, 477, b, a, 1; Kh^rjfiog I, 437, 8; Klerog IV, 1, a, 477, f. 
ofptXofjieva I, 32, A, 38, B. 3, 22 (435/16 v. Chr.), ocpüsjo I, 41, 3 (424/1 v. Chr.); 
IV, 1, a, 38, a, 10; no&evog II, 2892, 1 (400/350 v. Chr.); 2TSQ[i,a\&ev IV, 1, c, 
288, a, 7 (c. 450 v. Chr.), 2xiQL(£vg) II, 798, b, 40 (kurz nach 357 v. Chr.); 4>aevog 
I, 443, 3 (bald nach dem Anf. d. pelop. Krieges); x^Q IV, 1, b, 331 e, 3. 5. 11. 14 
(vor 407 V. Chr.); ^laxegiCoatv I, 32, 19 (434 v. Chr.); x^Qo[vi7nQov CIA. II, 689, 
7, vgl. Wackernagel, KZ. 29, 133f. — raTtev CIA. I, 40, 6 (428 v. Chr.); ßoe&tv 
I, 31, A, 14; ixoQSye I, 336, 2; nagjriyysXa II, 38, 12; vsfiavreg IV, 1, a, 22, 
a, c, 13; ^Q€(pd^€g II, 2892, 5 (400/350 v. Chr.). — Gelegentlich (vgl. oben 15) 
wird für anechtes €t schon im 5. Jahrh. EI geschrieben: slvai CIA. I, 1, 4. 35 (lange 
vor 456 V. Chr.); in I, 40 (428 v. Chr.) oipeCXovrsg 11, oipHXsfJiaifov 14, sigsfinoQsve- 
a&tti 20, SiaxciQotoveaai 5, ix^iQorovsöev 29 neben rei ßolstf htsaiaxE 4, jatrev 6, 
üntif 18; 6<fuX[e%(ti IV, 1, c, 2, a, 8 (bald nach der Mitte des 5. J., wooeben auch 
xuuvtin ^= xoiV(^)\ HqaxXmog IV, 1, a, 491, a neben vavxXEoogy ;^€(>(>ovjB(r*T£f; 
• KXsia&evrig IV, 1, b, 337, a, 1 neben ixogEyE, KEäei^Hg; ansCgoJV IV, 2, 652, b, 9 
(c, 400, neben j^w^off, /^^^©(i/)^), wofür anEgav II, 652, A, 39 (398 v. Chr.), das 
als anigtov (vgl. anigova' nigag f^rj ^/orra. Hesych) zu lesen, wie W. Schulze, 
q. e. p. 116 will, die genügend zahlreich belegten Formen mit -ei- nicht empfehlen, 
wenn* auch anigutv im Attischen einmal vorhanden gewesen sein mnfs. Zum Wechsel 
von unechtem h und t vgl. die vorige Note. 

»") Snagroxog vielfach CIA, IV, 2, 109, b (347/342 v.Chr.); II, 311, 9. 10. 
20. 19. 34 (286 v. Chr.). Stahl p. 44. 



L 



.\j ^ m 



— 22 — 

b) Wechsel zwischen o und s, 

3. ^AXvans^ovvfiatoi und (das durch Vokalassimilation daraus her- 
vorgegangene) IdXcanoxovvijtrioi begegnen neben einander auf den Tribut- 
listen innerhalb der Jahre 450 — 420 v. Chr."'). 

4. Neben gewöhnlichem ^Egxi'Svg erscheint auf einer Grabschrift der 
römischen Zeit einmal 'O^x**^?"')- 

5. Für älteres ""EQXOfisvog (377 v. Chr.) wird in jüngerer Zeit 
"0QX0[i€v6g herrschend (271—265 v. Chr.)"0- 

6. Neben ^Inno&covtig kommen in der Römerzeit die archaisierenden 
Formen "^InTtod-owvtlg und ^IrtTtod'scovTig auf^^'^). 

7. Die Formen KoQxvgaj Koqxvqatoi, lassen sich seit dem V., 
KiQXVQa^ KsQxvQatoi seit dem IV. Jahrhundert belegen "^). 

8. oßeXog mit « erscheint nur noch in der ersten Hälfte des V. Jahrb., 
sonst überall oßolog^^'^). Hingegen haben die Derivata, bei denen die 

112) "Almnexovv^aioi CIA. I, 230, 8, b (450 v. Chr.); 236 frg. 71, 6 (444 v. Chr.); 
242, 8 (438 v. Chr.). — jiltanoxowriaioi I, 234, 25 (446 v. Chr.); 37, z>, 15, (426 
V. Chr.); 266, 3 (V. J. v. Chr.). — Cauer p. 276. — CIA. IV, 1, b, 272, b, 6 (V. J. 
V. Chr.). Vgl. J. Schmidt, KZ. XXXII 325 ff. 

"») 'EQX^tvg CIA. I, 179, 16 (V. J. v. Chr.); II, add. 14, b, 1 (IV. J. v. Chr.); 
334, d, 16 (III. J.); 445, 11 (II. J.); 469, 109 (I. J. v. Chr.). — ^OQX^evg KOY. 472, 
3. — Vgl. G. Meyer p. 62. 

"*) *Egxof^(v6g CIA. II, 21, 1 (377 v. Chr.); aus dem IV.— I. J. v. Chr. "Mqxo- 
fjiiviog n, 2883; 3254. — "OQXOfievog II, 332, 24. 39 (271/265 v. Chr.); aus dem IV. 
bis I. J. V. Chr. ^ÖQ/ofiiviog II, 3253. 3255. lo der Kaiserzeit findet sich oar noch 
die letztere Form; vgl. d. Index zu CIA. III, vol. 2. — Herw. p. 23 f.; Riem. Rev. V, 
p. 152; Meister p. 215; J. Schmidt, KZ. XXXU 340, der die spät eintretende Vokal- 
assimilation auf Rechnung des inzwischen erfolgten Übergangs zur spirantischen 
Aussprache von ^ s^^^t. 

'«) 'Inno&oivrCg C\k. I, 40; 45; 59; 109; 185; 188; 443; 446; 447; II, 445; 
446; 448; 450; 465; 469; 470 u. s. w. — Ebenso ^Inno&wv CIA. IV, 2, 834, b, 11, 
78—79 (329 v. Chr.). — "Inno&mvxiov, "lnnod^(ovi(Srig II, add. 567, b, 26. 15 (284 
V. Chr.). Herw. p. 25. — "Inno^eoivttg CIA. III, 1130 (165 d. Chr.); 1184, II, 17 
(c. 230 n. Chr.); 1197, IV, 2 (238 n. Chr.). — 'inno&omtCg CIA. IV, 2, 489, c, 6 
(c. 100—70 V. Chr.); 1138, 10, III (174/177 n. Chr.); 1160, II, 25 (192 n. Chr.); add. 
1281, a, A, 12 (212 n. Chr.); 1202, 60, III (IH. J. n. Chr.); 724, 6 (Kaiserzeit). Herw. 
a. a. 0. Für "Inno&tomnog (so!) CIA. II, 2394, 2 vermutet Köhler "Innod^toTnCSog (?). 

11») KoQXVQu, KoQxvQaZoi CIA. I, 179, 1. 7. 18 (433 v. Chr.); IV, 2, 49, b (8 mal 
KoQxvgalot, 375 v. Chr.); aber aus demselben Jahre: KigxvQa, KegxvQatoi CIA. II, 
49, 6 (375 V. Chr.); ferner KE. 37, 2 (IV. J. v. Chr.). CIA. II, 968, 7. 9. 16 (II. J. 
V. Chr.). — Herw. p. 27; Riem. Rev. V, p. 154; IX, p. 177; J. Schmidt, KZ. XXXII 345. 

1") ^(oav fi^XQ'' "rQ^^v oßsXwv CIA. IV, 1, c, 18. 19, II, 12 (485 v. Chr.); 
6ßi{l)oC IV, 1, a, 3, c, 5 (vor 444 v. Chr.). — oßoXog IV, 1, a, 1, c, 6; die Inschr. 
ist leider stark zerstört; IV, 1, a, 22, a, frg. ab, 13 (450/446 v. Chr.); 1, 28, 23 
(445/43 V. Chr.); I, 79, 3 (444/403 v. Chr.); I, 273, f, 38 (nach 422 v. Chr.) o. s. w. 
Riem. Rev. V, p. 173. Die Identität von oßsXog und oßoXog, welche Böckh, Staats- 
haush. I, p. 772 mit sachlichen Gründen zu erweisen suchte, ist somit inschriftlicb 
festgestellt. Vgl. J. Schmidt, KZ. XXXII 321 ff.; Kretschmer p. 117. 



— 23 — 

Endung nicht mit o beginnt (wo also weniger Grund zur Assimilation 
vorlag), noch das ältere « bewahrt: oßsXlaxog, oßsksla^ ÖKaßslia^ 
^fiifCoßsXifOV, Die übrigen zeigen o: TQidßoXov^ nevvdißokov, dsxci- 

9. Für "^OifeXiavidfiq bietet eine Inschrift des V. Jahrb. v. Chr. 
^OtpoXwvidfig^^^), 

10. Die uns geläufige Form lIvavsipKiiv findet sich inschriftlich 
nur einmal aus später Zeit (238 — 244 nach Chr.); die andere Form 
UvavoipKov hingegen an 22 Stellen aus 8 verschiedenen Jahrhunderten 
(V. J. V. Chr. — III. J. n. Chr.) ^^o). 

11. Die neben einander stehenden Formen zQtaxövTOQog, vqia- 
ytovTSQoq kommen beide nur im IV. J. v. Chr. vor^*^). 

12. Auf den att. Steininschriften erscheinen nur die Formen Toqo)- 

13. Für KeqaoßXimrig schreiben die attischen Inschriften Ksgas- 

ßliTtTfjg^^*). 



"8) 6ßeklaxoi CIA. II, 678, B, 72 (378/366 v. Chr.); oßslsCa 811, c, 163 (323 
V. Chr.); 856, 3. 4 (III. J. v. Chr.); SmßeXia I, 188, mehrfach (410 v. Chr.); 189, ab, 
mehrfach (407 v. Chr.); ii\iÄi(oß^liov CIA. IV, 1, c, p. 133, Z. 3 (vor 456 v. Chr.); 
flfxtmßüuov US. VII, p. 482, III, 8 (409 v. Chr.); CIA. II, 675, 6. 7 (Anf. d. IV. J.); 
add. 834, b, 11, 70 (329 v. Chr.). — TQitoßoXov II, 675, 20 (Anf. d. IV. J.); 836, 92 
(vor 295 V. Chr.); nevrtoßoXov I, 324, a, 45 (408 v. Chr.); Ssxwßoilov] II, 837, 23 
(in. J. V. Chr.). — Riem. Rev. V, a. a. 0.; IX, p. 63. 

"») "O(poXtov0rig CIA. IV, 1, b, 373, 124, 3 (V. J.). J. Schmidt, KZ. XXXII 325. 

120) noiav€\pid}Vtx (sie!) CIA. III, 1197, II, 17 (238/244 o. Chr.). — Hvav o^pidSvog, 
nuavoyjmya: CIA. I, 1, B, 21 (1. Hälfte des V. J. v. Chr.); II, 178, 5 (IV. J. v. Chr.); 
182, 4 (IV. J. V. Chr.; 611, 1 (IV.— III. J. v. Chr.); 304, 4 (HI. J. v. Chr.); 373, 3 
(Hl. J. V. Chr.); 461, 4 (11. J. v. Chr.); 470, 32 (I. J. v. Chr.). CIA. ffl, 177, 9 (I. J. 
D. Chr.); 1092, 8 (I.— II. J. d. Chr.); 1096, 15 (II. J. n. Chr.); 1104, 10 (II. J. n. Chr.); 
1112, 14, I (IL J. n. Chr.); 1121, 8 (II. J. d. Chr.); 1112, 11, IV (II. J. o. Chr.); 1124, 
I, 10 (n. J. D. Chr.); 1133, 13, I (IL J. o. Chr.); 1138, 14, I (H. J. n. Chr.); 1156, II, 

14 (H. J. D. Chr.); 1177, II, 16 (HL J. n. Chr.); 1188, Aß, 7 (IIL J. n. Chr.); 1199, II, 

15 (HL J. D. Chr.). — VgL Curt. Grdz. p. 471 f.; Cauer p. 276. 

^2») TQiaxovTfQov CIA. n, 827, 6 (c. 350 v. Chr.); 807, c, 42 (330 v. Chr.); rgta- 
xoVTig(ov 808, b, 66 (326 v. Chr.). — tQiaxovrogog 809, a, 127. 144 (325 v. Chr.); 
812, a, 6 (323 v. Chr.) u. s. w. Immer mit o erscheiat das Wort jQvaxoinoQiog 807, 
a, 14 (330 v. Chr.); 808, b, 61 (326 v. Chr.) u. s. w. — Herw. p. 67; Riem. Rev. 
IX, p. 66; J. Schmidt, KZ. XXXII 326 f. (o anfangs nur in unbetonter Silbe 
berechtigt). 

J") ToqiovaZov schon 447 v. Chr. in den att. Tributlisten, CIA. I, 233, II, 13 
neben T^qtovuov Bechtel, Ion. Inschr. nr. 7, s. J. Schmidt, KZ. XXXII 336 f. 

^23) TqmToXifA(p CIA. IV, 1, b, 27, b, 38; TQimoXi^ovm, 704 neben TQtnroXofiog 
auf einer Vase s. J. Schmidt, KZ. XXXII 325 f. Kretschmer p. 117. 

"*) KegaeßXiTiTri CIA. IV, 2, 65, b, 10. 18, -i?v 20 (358 v. Chr.). — dyiovo&ortjg 
n, 331, 51 ist Schreibfehler neben Ayarvod-itov 57. 



— 24 — 

c) Wechsel zwischen o und v. 

14. Neben den gewöhnlichen Formen nQYtavslaj nqYxavsvfa trifft 
man (nicht in Staatspsephismen, wohl aber in andern mehr oder minder 
offiziellen Inschriften) 8 mal innerhalb der Jahre 329—285 v. Chr. die 
Formen TtgOtarsia, ngOravstido^^^). 

d) Wechsel zwischen o und ot, 

15. TQÖ^'^Viog (nicht TqOl'Cfivtoq) ist die Schreibweise der attischen 
Inschriften (IV.—II. J. v. Chr.)"«). 

16. Über dtoa^ noetv etc. s. unten § 16, 1. 

B, Omega. ^ 

17. Omega, wegen seiner teilweisen Entstehung aus a (i;t[iäo[i€v — 
rifiw(i€p) jedenfalls ursprunglich ein offener und von Omikron quantitativ 
und qualitativ verschiedener 0-Laut^^'), wird seit der Einführung des 
ionischen Alphabets (403 v. Chr.) von Omikron (o) streng geschieden. 
Über die Vertauschung von S2I (w) und oi vgl. unten § 21, 10. 

18. Seit der römischen Zeit aber werden mehr und mehr die beiden 
Laute vermengt. Die Verwechslung beginnt schon im III. Jahrb. v. Chr. 
Häufiger aber macht sie sich in der Schrift erst seit den Zeiten Hadrians 
geltend"«). 



1*«^) ngoxaviCa, ngoxavia CIA. II, add. 834, b, I, 6. 8. 11—12; II, 6—7 (329 
V. Chr.); IV, 2, 834, b, I, 24. 37; H, 4 (329 v. Chr.); IngoravivGlav] H, 567, 6 
(285 V. Chr.)* — Die gewöhnliche Orthographie auf denselben Inschriften: CIA. II, 
add. 834, b, I, 37; II, 1 und 567, 7. — nqotavi (im Wortspiel mit tiqotsCvsiv) ver- 
laugt W. Schulze, GGA. 1897, 895 auch an der Stelle Aristoph. Tbesmoph. 936. 

^28) TgoCriiv^tp) CIA. II, add. 834, c, 57 (317/307 v. Chr.); TQo^rivl{^) ibid. 
Z. 58; Tgoiriviog (2 mal) 614, 3 (283 v. Chr.); TQoCr}Vi(ov IV, 458, b, 2 (Ende des II. J.); 
TQO^vtos CIA. n, 3398, 3 (unter den Grabschriften Fremder); -/^ Def. 55 a, 6. 7; 
TqoCvviov CIA. IV, 2, 768, b, B, II, 4; — 6 ^ijf^os 6 TgolCltiVitov II, 1167. — Aber 
TootCvvios in der Grabschrift II, 3398 (IV.— I. J. v. Chr.). Herw. p. 37, f; Stahl p. 45; 
Kretschmer p. 127. 

127) Blafs p. 26. 

^''^) Die Verwechslung beginnt schon im III. Jahrh. v. Chr., wird aber erst seit 
100 n. Chr. häufiger: tov = ruiv CIA. IV, 2, 104, a, 62, (352/1 v. Chr., Versehen); 
ZoxQtxTTjg Def. 26, 2 (braucht nicht mit V^ünsch, der o als alte Schreibung für oi 
nimmt, ins V. Jahrh. gesetzt zu werden) ; nagayyeXXeToaav CIA. IV, 2, 614, b, 40 ; og&os, 
-füg ebd. 48 (294/83 v. Chr.); onog II, 310, 6 (Anf. d. 3. J. v. Chr.); Movvtx*^ovog 
CIA. n, 408, 3 (Anf. d. II. J. v. Chr.); dnqo(faaCaxog IV, 2, 623, b, 8—9 (Anf. d. 
II. J. V. Chr.); Mixiovog TL, 1388, 9 (IL J. v. Chr.); Zovixov 435, 1 (Mitte d. II. J* 
V. Chr.); tovTo{=(o)v 438, 11 (II. J. v. Chr.); Zoor^arog II, 1627; Xmov ^^^ -wv 
II, 2386, 3; Nmatgarri II, 2468, 1; ndlXa (= Paula) III, 867, 2 (2 v. Chr.); ^toväg 
1091, III, 15 (83 n. Chr.); Eiai6v 1101, III, 30 (110/120 n. Chr.); 'HqkxXsov 1022, 
2 (117/134 n. Chr.); "OXv^neCov EA. 1883, p. 139—140, Z. 25 (nach 138 n. Chr.); 
Evyvofjitav 1114, II, 31 (146/148 n. Chr.); Magad^oviog 1120, 18 (150/152 n. Chr.); 



— 25 — 

19. Aus den Inschriften des IV. und III. Jahrhunderts v. Chr. ergiebt 
sich, dafs mit « zu schreiben sind die Wörter: ^scovrig^^^), sxncofia'^^^ 



Aiovjl6og 1120, II, 14 (150/152 n. Chr.); AsovuS. 1124, II, 15 (c. 155 d. Chr.) 
'ÄnnoXXovios 1125, 18 (c. 160 d. Chr.); Aiovt(6rig 1127, II, 17 (162 u. Chr.) 
'Inno»sovtl6og 1130, 8 (c. 165 n.Chr.); AsovUSos 1128, I, 71 (164/166 n. Chr.) 
ZolXog 1133, 104, II (170/172 n. Chr.); [Ai\ov%C6og 1134, I, 24 (172/177 d. Chr.) 
UolKav 1138, 40, II (174/178 n. Chr.); [iJTtovvfios 1047, 7 (180 n. Chr.); ZotfCXov 
1144, 17, I (184/188 n. Chr.); ZotXog 1154, II, 36 (185/192 d. Chr.); "Aßqov, 4>X6qov 
1050, n, 13 (c. 190 n. Chr.); ZolXos 1049, 10 (c. 190 n. Chr.); ZolXov 1153, II, 13 
(c. 190 n. Chr.); ZoCXog 1161, 7, II (c. 190 n. Chr.); noXXttuv 1170, 2 (195 n. Chr.); 
Zo€iXog 1171, n, 85 (197/208 d. Chr.); AeovlSrig 1036, 16 (c. 200 d. Chr.); "Enovvfjiog 
1056, 10 (c. 200 n. Chr.); AhontSog Mitt. XIX (1894) S. 401, Z. 8 (Ende des IL Jahrh. 
n, Chr.); Zoeüov 1180, 5 (nach 212 n. Chr.); yv6/4(ov 1192, b, 67 (230/235 n. Chr.); 
Zoaov 1193, 15 (230/235 n. Chr.); 'Inno&toi'Ti^og 1197, IV, 2 (238/240 n. Chr.); 
Zs^^ovt 129, 30 (c. 250 n. Chr.); Zo^Xog 1202, IV, 68 (c. 262 n. Chr.); nicht näher 
datierbar und zum Teil unsicher: lIXarovtxov 684, 3; knBQOjriiia 731, 9; Maqu^ 
^oviog 829, 3; Maga&ovioi 830, 3; Geavo 902; "OvoQaxiävri 915, 7; Ocfiiaovog 
1008, 5; AUovalg 1046, 18; AnoXXov 1048, 9; aiQuiioTri 1446, 5; 'HQUxXtoxrig 
1258, 8; ttXoxo (Dat.) 1340, 2; KaXnovqvlo, Evtvxo 144*6, 3; Aoqo&sov 1656; 
*E7iovvfi[€vg] 1689, 3; 'Hq66ov 1934, 2; Kriipiiaiiog 1742, 2; Kv^a&rjvaiog 17S1, 3; 
ZoffQovlaxov 1911, 2; "HqoSov 1904, 2; Zoalßiog 1963, 1; [<Pa\XaxQlovo[g] 2167, 
4; JlQOTayivrig 2377, b, 1; "HgaxXsoug 2419, 3; ZooißCov 2575, 2; 'AQimov[v]og 
2903, 2; Zivon. 2911, 3; "Hgodiavov 3097, 2; iZ^ora^jtfog 3333; ^ofo/U^i^ff 3444, 
4; ri^ofjiri II, 3580; tov aeßaarov 3891. — 

Umgekehrt steht q> für o in: Wvt{)/0)1'^ CIA. IV, 2, 591, b, 3 (Anfang des 
III. Jahrb. v.Chr.); naiiovtl^rig] 1124, II, 23 (155 n.Chr.); ZmXiavog 1138, IV, 11 
(174/178 n. Chr.); 2(oXov[og-] 1202, 154, I (254/263 n. Chr.); KofÄOJ^eta 121, 15 
iyQaim (=^fyQSo} 171, 1. 6; 'EnaipQwSilxov 842, 2; "AnKO/i^og 1165, III, 24 
NiaitoQog 1008, 3; "le^ to ^i[vov] 1232, 7; Jtbv 1419, 2; A&fj,ü)vevg 1501, 2; JW<?- 
vavSgtog 1763; <PiXrjf4a}Vog 2143, 4; KaoncD^tagov 2393, 2; 0fo)Ja)(>oi/ 2593, 2 
^«öidmvi? 2538, 3; Afßvtog 2690, 2; [dfJQixX^cjg 3520, 1; xv/ÄtirriQKov 3456, 1 
3476, 1. Ober die Handschr. siehe Blafs p. 35. Ober die Genitive auf -iog statt 
•^0)^, die nur zum Teil hierher gezogen werden können, s. § 54, 6 ; 57, 5. 

"») A€(ovji[g] CIA. II, add. 17, b, 4 (378 v. Chr.); Amvildog DS. 88, 2 (369 
V. Chr.); AitovrCSi II, 1237, 2 (364/3 v. Chr.); A[B\(üvUg IV, 2, 59, b, 5 (361 v. Chr.); 
CIA. II, 73, 11 (368/356 v. Chr.); AmvxtSog 864, 1 (IV. J. v. Chr.); Ae(ovtC[Sog\ 
111, 3 (345 V. Chr.); At(ovj£6og II, 1306, 4 (339/8 v. Chr.); AitoytCSog 172, 15 
(340/330 v. Chr.); 176, 3 (330 v. Chr.); IV, 2, 834, b, II, 53 (329 v. Chr.); Aetovtlg 
II, 129f, 3 (282/1 V. Chr.); AmviCSog 324, 7 (276 v. Chr.); 330, d, 6 (nach 280 
V. Chr.); 335, 18 (270/262 v. Chr.); 340, 3 (280/260 v. Chr.); 444, 84 (II. J. v. Chr.); 
445, e, 14 (c. 160 v. Chr.); 446, 62 (c. 153 v. Chr.); 447, 37 (nach 153 v. Chr.) etc. 
Aiovrlg aus klass. Zeit nur CIA. II, 835, 62 (320/317 v. Chr.). -- Riem. Rev. V, 
154; Herw. p. 27. — AtwvTlg Ev/aQ^^ov Aevxovo^ag d^vyaxriq CIA. II, 2303, s. dazu 
Kretschmer p. 26. 

"0) txntoixa CIA. II, 649, 13 (vor 398 v. Chr.); 667, 38 (385 v. Chr.); 820, II. 
Fragm. Z. 7 (IV. Jahrh.). — Riem. Rev. IX, p. 63, welcher auf Soph. Phil. 35 ver- 
weist und die Regel von Cobet (Nov. lect. p. 455, 494, 791) zitiert, der zufolge alle 
Wörter auf -fjia bei den Attikern die zweitletzte Silbe lang hätten. Vgl. auch 
Schweizer p. 47 ff. 



— 26 — 

oQsioxofiog^^^), nsvi(aQoßog^^^\ nsvrdqvyoq^^^ Über ^fiUxrsiav, Svns- 
taiovsq vgl. unten §§ 49, 17; 51, 3. 

C) Unechtes ov^^\ 

20. Unechtes ov^ entstanden durch Ersatzdehnung oder Kontraktion 
{o -{- 0, + 6, f + o) wird im Alt- und Mittelattischen, nicht selten auch 
noch in späterer Zeit durch blofses o wiedergegeben; iiidd^ovra (570 — 560 
V. Chr.); iXS'OtSav (445 v. Chr.); vnoQyolgj iponcövrcav (378 v. Chr.); 
ra^QO (325 v. Chr.)^^*^). Es ist, wie aus dieser Bezeichnung hervorgeht, 
ein von co verschiedenes, somit mehr nach „u" hinneigendes, d. h. ge- 
schlossenes 5. Für die Länge vgl. : 

«X« i^«^ Tovofia xQiS (400—350 v. Chr.)^**). 
^I— ~ l- ^ ^1 — — 

21. Schon seit c. 500 v. Chr. ündet man vereinzelte Spuren der 
Schreibweise OY, welche ein Zusammenfallen mit dem echten ov an- 
zeigen. Diese Orthographie gewinnt im Laufe der Zeit mehr und mehr 
an Boden, die alte Schreibweise hört um 360 v. Chr. auf, hält sich jedoch 
in vereinzelten Resten bis ins IIL Jahrb. hinein^*'). 

22. Das Zusammenfallen mit dem echten ov ist, weil auch echtes 
ov in dieser Zeit des Überganges vielfach o geschrieben wird, offenbar 
so aufzufassen, dafs beide Laute sich änderten und in dem* einen Laute 
ü zusammentrafen. 



131) 6Qf(ox6iu(p CIA. IT, add. 834, c, 18. 20 (317/307 v. Chr.). Riem. Rev. IX, 65, 
welcher aach auf Aristoph. Thesm. 491 verweist. W. Schulze, q. e. p. 144 d. 1. 

"') l7i]€VJ(6Qoßo(: CIA. II, 682, 29 (kurz nach 365 v. Chr.); nevjciQoßog 683, 7 
(ungefähr gleichzeitig) Riem. Rev. IX, p. 65, welcher mintoßoXog, mvKOQotpos, ntv- 
Toagvyog heranzieht. — Dazu rQi(6floX[o]v, 6€X(6ßo[Xov] CIA. II, 837, 17. 24 (IH. J. 
V. Chr.). Vgl. Wackernagel, Dehnungsgesetz 49. 

"3) nevjtagvya CIA. U, 808, d, 69 (326 v. Chr.). Herw. p. 62 ; Riem. Rev. IX, p. 65. 

"*) Ober das unechte ov vgl. Dietrich, KZ. XIV (1865), p. 53—65; Brngmann, 
Curt. Stud. IV, 82 ff.; Cauer p. 241 ff; 258—262; ßlafs p. 31, Kretschmer p. 39 f. 

"«) fitff&ovra Mitt. IX, p. 117, Z. 6 (570—560 v. Chr.); iX&offav CIA..IV, l,a, 
27, a, 13 (445 v. Chr.); vnoqyotg I, 301, 31 (432 v. Chr.); \lv]oi}c6vT(ov II, 17, 17 (378 
V. Chr.); ra^Qo, dnoaroXOy vavam&^o, örf/Lio u. s. w. 809, c, Z. 215 ff., 168 ff., b, 
Z. 24; a, Z. 220 u. s w. (325 v. Chr.). — Nur zweimal erscheint dafür cd: ^€vxo- 
Xo(f>(6(o CIA. I, 358, 1 (vor 444 v. Chr.); &s6} 93, a, 8 (nach 444 v. Chr.). Cauer 
p. 242 f., auch heva) Def. 107, a, 4, viell. nicht attisch. Vgl. oben S. 4 N. 17. 

"8) KE. 63 (400/350 v. Chr.). 

137^ ^HqaxXiovg CIA. I, 360,2 („ad extremnm sextum saec. videtur pertinere" 
Schütz p. 15), auf Vasen mehrere Beispiele, Kretschmer p. 108 f. Für das Schwanken 
zwischen o und ov ums Jahr 360 v. Chr. vgl. besonders CIA. II, 54, a b (363 v. Chr.) ; 
90. 5. 7 (356 V. Chr.). Ober die spätesten Formen mit o = ov siehe Note 22; 23. 



_ 27 — 

« 

23. Als attische Formen werden durch die Inschriften erwiesen odog 
(Schwelle)'««), oAaf'»^) und SvQaxoctioi^*''). 

Für die attische Form von JtöcfxovQot ist weder die in der inschrift- 
lichen Prosa so häufige Form KoQfi noch der Personenname J§o(fxovQid'^g 
beweisend'*'). 

24. Unechtes ov läfst sich aufser in Flexionstypen wie dem Gen. 
Sg. auf -oi;, dem Akk. Plur. auf -ovg, dem Infinitiv auf -ovad-ai belegen 
in ^Anaxovqiogy ßovXijj dovvaij &ov-y ytovqriy Xid-ovXiiicc ^ Xid-ovqyiay 
XovT^QioVj Novfujpiogj ovvsxcc, {o)noVj ovg, ^vlovQyog, Tsi%iov(S(iay 
tqinovg, (pQOVQog^^^). 

§ 12. Der Vokal f. 

1. Über Weglassung und Zusetzung von * zwischen Vokalen vgl. 
§ 14, a. b; § 15, c. d. e; § 16, a. b. c; § 17. 

2. Über den Wechsel zwischen * und a § 9, b; * und « § 10, a ; 
* und t; § 13; » und ij/ § 10, b; * und st § 15, g. 



»»«) 66ovs vTiod^elg ^fÄfirUovg CIA. H, 1054, 33 (347 v. Chr.); odog IV, 2, 834, b, 

1, 52 (329 y. Chr.); dazu W. Schulze q. e. p. 113 f.; p. 517 zu 114. 

*••) oXfjipoQov (= ovXotfOQov) li&rjväg Sifjn6og CIA. III, 323 (Kaiserzeit). Dazu 
uXdg (Mykooos) DS. 615, IS (makedoo. Zeit), dazu W. Schulze q. e. 92. 

i<0) 2vQax6aioi KOY 2431—34; cf. 2435. Riem. Qua rat. 72; Rev. V, p. 157. 
Vgl. 2vqaxoaC[€i)V] CIA. II, 52, 36 (36S v. Chr.), noch auf den nicht näher datier- 
baren Grabscbriften II, 3370 — 77. ,ForDia ethnici, quae est Uvgaxovaiog, adhuc in 
titulis Atticis inventa non est.' Köhler zu II, 3376. 

1«) ry KoQSi CIA. II, add. 57, b, 8 (362 v. Chr.); J^fitjTQi xnl Koqh 1217, 4 
(315/313 y. Chr.); riig JrjfjirjTQos xal rrjc KoQtjg IV, 2, 574, c (c. 347 v. Chr.); tJ rs 
JrifjLr^TQt xal ry Koqtj II, 467, 30 (100 v. Chr.) etc., aber KovQ[oTQcq)]({) CIA. 
11, 481, 59 (48—42 v. Chr.). — [Ji]o[ax]ovQ£6ov CIA. II, 66, 4 (356 v. Chr.); Jto- 
axovgtSolv IV, 2, 251, b, frg, Z. 12 (305/4 v. Chr.) und häufig io CIA. II, s. Index 
p. 16. Der Name jdioaxovQCdriq kann in Attika Lehnwort sein, vgl. 'Ag^iXag CIA. I 
Index. — /iioaxOgo) CIA. II, 947, 4, woneben durchweg 0=^0Vy entscheidet nichts. 
Vgl. dazu Kretschmer, KZ. XXXI 442 f.; \V. Schulze q. e. p. 513 zu p. 78 sqq.; 
p. 514 zu p. 79; Schweizer p. 66 f. 

"») avav€0(f&tti CIA. I, 43, 5 (2. H. d. 5. J. v. Chr.); AnuroQiog II, 3470. 3471 
(400/350 V. Chr.) ; ßoU I, 9, 8 (Cimoniae fere aetatis), I, 21, 9, ßoX€VT€Q[i(p 10 (V. Jahrh. 
V. Chr.); unoSovat II, 49, 15 (375 v. Chr.); OoxvMsg I, 447, I, 4; SotifjuSsg I, 448, 
II, 12; eofpavsg I, 447, II, 38; xogs, xoqsi im Vers I, 469; IV, 1, c, p. 163; Xi&oX- 
xiag IV, 1, b, 311, a, 7; A]t^o(>|>flaf ebd. 8; Xotyiqio II, 678, B, 36 (378—366 v. Chr.); 
NofJLtivio II, 2920, 1 (400/350 v. Chr.); hovixa IV, 1, b, 422, 4, 3 (Anf. des VI. J. v. Chr.); 
hoTTo IV, 1, b, 27, b, 1 1 (444—431 v. Chr.), oJtto I, 37, ß, 31 (435—416 v. Chr.), ono IV, 

2, 1054, e, 15 (Ende des IV. Jahrh., Fehler?), vgl. J. Schmidt, KZ. 32, 412; no IV, 
2, 1, b, 28 (405/4 v. Chr.); 5, c, 20 (403/387 v. Chr.); og I, 322, a, 93 (405 v. Chr.); 
EA. 1894, 165, n. 5, 5 (Eleusis); ^vlogyiag IV, 1, b, 311, a, 4; ^vXogyoig IV, 1, b, 
321, III, 15; T€txf'0(f(fa 1, 37, 11; tQiTiog I, 322, a, 99 (405 v. Chr.); (pQooids IV, 1, a, 
22, a, de, 19 (450—446 v. Chr.); woneben allerdings in Z. 9 (pgovgov = (fQovQtüv. 



— 28 — 

§ 13. Der Vokal v. 

1. Aus dem Umstände, dafs in den ältesten Inschriften der harte 
Gutturallaut vor v niemals durch ?, sondern durch K ausgedruckt wird, 
darf gefolgert werden, dafs schon in jener Zeit attisches Y den Laut ü 
(nicht u) besafs"«). 

2. Eine Verwechslung von v und t ist, von einigen Beispielen auf 
Vasen abgesehen, wo jedoch Verschreibung leicht möglich ist^**), den 
attischen Inschriften (vorbyzantinischer Epoche) noch fremd. Ein VITechsel 
zwischen v und * findet sich nur in den Wörtern l^fifpixtiopsgj ßißXioVj 
fjfiKtvg, Kivdv€vg, MvciXfivaXog, Movvixmv. 

3. l^fi(pixriov€g ist die Orthographie des V., "^AiKpixtvovsg die ge- 
wöhnliche Orthographie des IV. Jahrhunderts. Der Grund der Ver- 
änderung ist nicht klar"*). 

4. Die durch Assimilation von unbetontem t; an » der Haupttonsilbe 
entstandene Form ßißkiov läfst sich verfolgen bis ins II. Jahrhundert 
v. Chr. Seit dem I. Jahrhundert dringt von ßvßXog her wieder v ein 
ißvßUopy). 

5. Assimilation von unbetontem ^ an t; der folgenden Silbe liegt 
vor in '^fivavj ^fivavp. Die Formen mit ^ sind altattisch, die Formen 
mit V neuattisch. Wo die Endung kein v hat (in i^fiicfsog, ^fjbiasa, 
fjfii(f€ia, fji)bi(S€i)y bleibt das » des Stammes auch im Neuattischen un- 
verändert"'). 



^^8) KvX(üV CfA. I, 472, 1 („literae vetastissimam speciem prae se ferunt", 
Schütz, p. 26). KwoQTrjs neben ^foga^ KV. p. 32 etc. — Anders in den chalkidiscben 
Kolonien, vgl. Blafs p. 39. 

^**) vgl. darüber Kretschmer p. 119. 

1«) HfÄcpixtCwv, "AfKftxiiovsg CIA. I, 449, 7 (444/403 v. Cbr.); 110, 4 (444/403 
V. Chr.); 11, 54, a, 24 (363 v. Chr.). — *Afji(piXTva)V, *Afi(pixtvov€g CIA. U, 814, a, A, 
2; b, 16. 33 (374 v. Chr.); 54, a, 17 (neben 'AfKpixUovsg, 363 v. Chr.); add. 682, c, 
5 (nach 356 v. Chr.); 824, 22. 26 (334 v. Chr.); lAv(pixtv(üv 1020, 12; "AfjLtfixtvm 
1530, 1; 2363, 1. Wir übergehen hier, wie in der ganzen Arbeit, die nicht attischen 
loschriften CIA. II, 545 ff.; Herw. p. 9; Riem. Rev. V, p. 148; Blafs p. 40, 
Kretschmer p. 120. 

i<«) ßißXlov, ßCßXog CIA. II, add. 1, b, 25 (c. 403 v. Chr.); Mitt. VII, p. 368 
(Inschr. attischer Kleruchen auf Samos, 346 v. Chr.); KE. 853, b, 4 (nach 180 v. Chr.). 
— ßvßlos, ßvßXlov, ßvßXio&^xri CIA. II, 468, 25 (Anf. d. I. J. v. Chr.); 478, d, 1 
(68/48 V. Chr.); 482, 50 (39/32 v. Chr.); III, 779, 4 (30 v. Chr. — 14 n. Chr.). Blafs 

a. a. 0.; Bamb. Jb. XII, 12. Schanz Plato VII, p. VI. — Erklärt von Kretschmer 
p. 119f. 

"^) 7J fÄiav CIA. IV. 1, a, 3, A, 8 (vor 444 v. Chr.). — ijfÄvav II, 17, A, 45 
(378 V. Chr.); 794, d, 58 (356 v. Chr.); rjinvavv 1055, 37 (345 v. Chr.); rjf^vav 803, 

b, 33 (342 V. Chr.); add. 203, b, 8 (c. 330 v. Chr.); 809, c, 98 (325 v. Chr.); IV, 2, 
1054, g, A, 22 (338/22 v. Chr., neben rj/ncav A, 22; B, 66); 11, 1137, 7 (nach 303 
V. Chr.); 836, 64 (vor 295 v. Chr.). Blafs a. a. 0.; Riem. Rev. IX, p. 63; zur Er- 



— 29 — 

6. Die Formen K^vdvsvg und Kvvdvsvg (Assimilation) begegnen 
neben einander auf den Tributlisten des V. Jahrhunderts ^*®). 

7. Mvrtlfipatog ist die Ortliographie des V. — II. Jahrhunderts 
V. Chr. (18 Stellen); die durch Yokalumstellung entstandene Form Mnv- 
Itjyatog begegnet erst etwa seit 100 v. Chr. ^*^). 

8. Die Formen Movrix^'d^v^ Movvt%ia, Movvi%og, lassen sich durch 
65 Beispiele aus acht verschiedenen Jahrhunderten (V. J. v. Chr. bis III. J. 
nach Chr.) belegen, wogegen die Schreibung Movvv%i(iiv sich im ganzen 
blofe an 3 Stellen findet (einmal im IV. Jahrb. v. Chr. und zweimal in 

der Kaiserzeit) ^'°). 



kläroDg Kretschmer p. 119 f. — Die Assimilation noterbleibt in r^fiCasiav CIA. If, 
600, 22 (300 V. Chr.); [ri\fJL([ai\og 794, d, 6 (356 v. Chr.); ra ^/ÄCaea 1055, 14 (345 
v.Chr.); 7}fi£a€i> add. 834, c, 73 (nach 329 v. Chr.). — Vgl. noch ^fivav Bnll. XIV, 
389ff., 23; 402 ff., 129 (Delos, 279 v. Chr.) nnd Schweizer p. 99. — Assimilation von 
onbetoQtem i an betontes v liegt vor in 2vgvXa {^^ 2vQiX{X)a) Def. 8, 4. 

"«) Ktv6vri£ z. B. CIA. I, 240, 66 (440 v. Chr.). — KvvSvrig z. B. I, 230, frg. 

24 (450 V. Chr.). Herw. p. 26. Man kann jedoch hier auch an die schwankende 
Wiedergabe fremder Lante denken. 

1*») MiTvXr}vaTog (darnach Herw. p. 30 zn korrigieren) CIA. II, 3231, 1. 2. 4; 

III, 1301, 10 (Kaiserzeit); sonst: MvriX'^vr), MvriXrivaToi CIA. IV, 1, a, 96, 12 
(449 v.Chr.); II, 17, 80 (378 v.Chr.); 18, 11. 19 (378 v. Chr.); add. 52, c, 2. 12. 
14. 18. 25. 27 (368 v. Chr.); 699, I, 14 (352 v. Chr.); 109, 7. 11 (347 v. Chr.); 
add. 252, b, 1 (305 v. Chr.); 218, 1 (IV. J. v. Chr.); 963, II, 68 (c. 300 v. Chr.); 
983, I, 50. 136 (II. J. V. Chr.); Riem. Rev. V, 155; IX, 177. Einmal MvTvXrjvaTog 
mit Assimilation von i an v, CIA. 11, 3230, 3. — Vgl. Kretschmer, KZ. XXX 585; 
Schweizer p. 130 f. 

JW) Movvixog, Mowix^a, Mowt/Kov CIA. I, 215, 9 (434/403 v. Chr.); 273 f, 
15 (143/420 V. Chr.); IV, 1, a, 191, 3 (405 v. Chr.); II, 791, 72. 98 (377 v. Chr.); 

IV, 2, 1054 d, 1 (354 v. Chr.); II, 795, 3 mal (353 v. Chr.); 800, c, 43 (349 v. Chr.); 
1053, 1 (vor 350 v. Chr.); 807, c, 31 (330 v. Chr.); 809, 3 mal (325 v. Chr.); 811, 
c,8 (323 V. Chr.); IV, 2, 252, d, 7 (IV. J. v. Chr.); EA. 1884, 191—192 (IV. J.?); 
CIA. II, add. 299, b, 4 (320/316 v. Chr.); IV, 2, 269, b, 3 (302 v. Chr.); II, 600, 30 
(300 V. Chr.); 299, 4 (296 v. Chr.) ; 306, 3 (290/288 v. Chr.); add. nov. 373, b, 29 (Mitte 
des 111. J.); IV, 2, 318, c, a, 2 (III. J.); CIA. II, 619, 2 (Ende d. III. J.); 621, 2 (II. J.); 624, 
2 mal (II. J.); 334, 19 (II. J.); IV, 2, 626, b, 2. 65 (H. J.); 624, b, 1. 26 (1. H. des II. J.); 
451, b, 10 (II. Jahrb.) ; II, 408, 4 (II. J.); 416, 4 (II. J.); 439, 3 (IL J.); 638, 2 (II. J.); 467, 21 
(I. J.); 468, 13 (I. J.); 470, 16 (I. J.) ; 471, 29 (I. J. v. Chr.); IV, 2, 630, b, 6 (c. 34 v. Chr.); 
CIA. m, 19, 1 (52 nach Chr.); 1091, 18 (81/96 n. Chr.); 1092, 1, 9 (c. 100 n. Chr.); 1100, 
I4,n(c. 110 n. Chr.); 1096, 21 (112 n. Chr.); 1104, 17 (125 n. Chr.); 1110, 6 (130/140 
D.Chr.); 77, 26 (117/138 n. Chr.); 1112, 2mal (141 n. Chr.); 1120, 39, 1 (151 n. Chr.); 
1121, 8, IV (156 n. Chr.); 1122, II, 19 (157 n. Chr.); 1124, 1, 25 (c. 150 n. Chr.); 1133, 

25 (171 n. Chr.); 1138, 22, I (174/177 n. Chr.); 1160, I, 51 (192 n. Chr.); 1190, I, 12 
(c. 230 n. Chr.); 1197, II, 31 (238/244 n. Chr.); 23, 24 (Kaiserzeil); add. 1210 a, 6 (Kaiser- 
zeil). — Moiwxog, Movwx^cc, Movwxkov CIA. II, 247, 6 (306 v. Chr.) ; III, 77, 26 
(ZcilHadrians); 1156, II, 26 (190/200 n. Chr.); 1232, 11 (Kaiserzeit). — Herw. p. 8; 
Blafs p. 40; Riem. Rev. IX, p. 177; Kretschmer p. 119 f. Eine analoge Assimilation 
liegt vor in Evrtxk 'HQaxXemig CIA. II, 2935, 1, neben EvxvxCg II, 2934, 1. 



— 30 — 

9. Neben Siycvoipiog erscheint einmal mit Vokalvertauschung Svx^- 

10. Als attische Formen werden durch die Inschriften erwiesen 
lAÖlvßdog (nicht fioX^ßdog, fiöXißog)^'^^), Ooqixog (nicht Ooqvxög)^^^). 

11. Für 2ißvXla ist nur die daraus durch Assimilation entstandene 
Form 2ißMa zu belegen^**). 

12. Seit dem Ende des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts läfst 
sich ein Wandel des (immer noch gerundeten) v in ov pach (dem dunkel- 
färbenden) q {xad-sidqovitaTO, -ovaafiiyoVy x^ot^Co'^) und vor (deüi labialen) 
ß i^ovßQidfjg) beobachten 1"). 



§ 14. Der Diphthong ai^^% 
a) Übergang von a& in a. 

1. Der Diphthong ai, kann in der klassischen Zeit vor Vokalen 
(a, f, fj, 0, ov, (o) sein Iota verlieren. 



1") i:vxia)vCü}V CIA. IV, 2, 231, b, 23 (323/2 v. Chr.) neben 2:txv .. Z. 8; 41 ; CIA. 
II, 3327—38. 

»2) fioXvß^os CIA. I, 324, c, II, 38 (408 v. OiT.)\ fi6lvß6ov IV, 2, 1054, b, 29 (Auf. 
d. IV. J. V. Chr.); [fjL]okvßdov II, 826, 11 (IV. J.?); fJLoXvßMtav II, 807, b, 123. 124 (330 
V. Chr.); fioXvß6oxoriaav%[i] add. 834, b, II, 40 (329 v. Chr.); fioXvßöov ibid. auch Z. 40; 
fjLoXvßMatv 11, 809, e, 5 (325 v. Chr.); fioXvßöov ebd. 6; fioXvßöi^tüW CIA. II, 734, 6 
(c. 306 V. Chr.). Riem. Rev. V, 172; IX, 64. — ßoXvßdog Def. 107, a, 4 mit Assimi- 
lation von fi- an -ß- ist viell. nicht attisch, worauf auch anderes in jener Ver- 
wünschungp hindeutet, vgl. nsQißoXtßdiaai in Rhodos (Cauer 176, 11). Spater dringt 
die Form ohne 6 durch, s. Dieterich p. 121 f., dessen Erklärung mir nicht richtig 
scheint. 

"») eoQix(6v) CIA. I, 189, b, 20 (407 v. Chr.); SoQixCq) 189, a, 3. 13 (407 r. Chr.); 
BoQCxiog 11, 2084, 1 (394 v. Chr.); 64, 15 (357 v. Chr.) etc. Zahlreiche Belege aas den 
Inschriften der Kaiserzeit CIA. III, Index p. 319. 

i54) 2(ßiXXa CIA. ir, 835, c-1, 54 (320/317 v. Chr.). — Wackernagel, Phil. Anz. 
1886, p. 75; Kretschmer p. 120. 

^^^) xad-ei^Qovcfajo CIA. III, 73, 3, xai^i^QovaafJLivov ebd. 12 — 13, nebea -i;- 
74, 1. 8 in den beiden von Xanthos aus Lykien zu Ende des 2. od. Auf. des 3. J. 
n. Chr. gesetzten Weihinschriften; x^ovaov III, 1433, 9 — 10; SovßqCörig lU, 1137, 16 
(172/6 n. Chr.); 1163, 16 (Ende d. 2. Jahrh. n. Chr.); 2023 für und neben ZvßQläng Vgl. 
Dieterich, 23 f. 

»") Weckl. p. 63 if., Cauer, p. 271 ; Riem. Rev. V, p. 148; IX, 50f.; Bamb. Jb. XU, 
]2f.; G. Meyer, p. 266ff.; Brugmann 48 f. 



— 31 — 



^^^) Idd-fivccCa; masseohaft im VI. und V. J. v. Chr., vgl. den Index zu CIA. I, 
and Qoten §25,4. Zum letzten Mal in Dekreten: CIA. II, add. 17, b, 17 (378 v. Chr.). In 
Obergabeurkundeu hält sich die Form etwas länger: IV, 2, 642, b, 2 (403/2 v. Chr.); II, 
643, 1—2 (400 V. Chr.); 660, 2. 40. 50 (390 v. Chr.); 677, I, 38 (367 v. Chr.). — In 
Weiheformeln zum letzten Mal: IV, 2, 109, b, 38 (347/46 v. Chr.); sonst hat das 
Dekret, in das die Weiheformel eingelegt ist, lA&rfvä, 

Die Form 'A^tjvaa begegnet in: tä^rivdtf CIA. I, 351, 2 (VI. J. v. Chr.); 
[k^]i?|/a^ IV, 1, b, 373, 37 (VI. J. v. Chr.); ^A^nvat^ IV, 1, b, 373, 120 (VI. J. v. Chr.); 
IV, 1, c, 373, 12, c (VI. Jahrb.); lA&nv^ag EA. 1897 p. 177,B, 5 (bald nach 446 v. Chr.); 
"A&rivaag II, 652, A, 2 (397 v. Chr.); 'A»rivdas 673, a, 13 (385/366 v. Chr.); "A^dav 
IV, 2, 54, h, 67. 80 (363 v. Chr.); li^rivdif Bull. II, p. 547 (IV. J. v. Chr.); IV, 2, 
1426, b, 1; 11,1429,4. 

Die Form A&rivä zum ersten Mal CIA. IV, 1, b, 373, 65 (VI. J. v. Chr.); dann 

IV, 1, a, 373, w (Anf. d. V. J. y. Chr.). Massenhaft seit 362 v. Chr., vgl.: CIA. II, add. 
57, b, 7 (362 v. Chr.); add. 66, b, frg. c, 14 (356 v. Chr.); 699, II, 5 (354 v. Chr.); 698, 
11, 15 (350 V. Chr.); 701, 1, 49 (344 v. Chr.); 724, B, 8. 10. 14 (nicht vor 318 v. Chr.); 
203, 32 (c. 330 v. Chr.); 725, A, 16 (nicht vor 318 v. Chr.); 729, A, 3 (nicht vor 312 

V. Chr.); 737, A, U, 9 (305 v. Chr.) etc. etc. Vgl. Weckl. p. 10 ff.; Cauer p. 268; Riem. 
Rev. V, p. 151, IX, p. 50; Schweizer p. 78. 138. — Id^rivrii CIA. IV, 1, b, 373, 107 
scheint einem Gedicht angehört zu haben, das auch von einem Fremden gesetzt sein kann. 

iw) iiaüh (Baum) CIA. IV, 1, b, 53, a, 33 (418 v. Chr.) ; iXalai (Baum) CIA. IV, 1, a, 
279, a, 7 (vor 403 v. Chr.). — Ikäai, iXdaSy ilawv (Baum) II, 1055, 34. 36. 40. 41 o. s. w. 
(345 V. Chr.); ikauiv (Baum) 577, ß, 2 (IV. J. v. Chr.); [i]Xdag (Frucht) CIG. I, 123 (nach 
306 v. Chr.). — Vgl. Weckl. p. 63 ff., Cauer p. 270; Riem. Rev. IX, 50; ßamb. Jb. XII, 12; 
Schweizer p. 78. Die Atticisten empfehlen ikda, weil iXaCa infolge der Mono- 
phthongisierung von at im Ausgang mit Baumnamen wie firiXia zusammengefallen war. 

"») aiei CIA. I, 32, A, 25 (420/416 v. Chr.); 59, 34 (410 v. Chr.); 64, 7 (410/405 
v. Chr.); II, add. 1, c, 26 (399 v. Chr.); 39, 8 (vor 376 v. Chr.); add. 54, b, 14 (363 
V. Chr.); IV, 2, 59, b, 12 (361 v. Chr.). — äeC CIA. I, 36, 11 (426 v. Chr.); 79, 9 (403 
V. Chr.); II, 17, A, 34 (387 v. Chr.); 40, a, 12 (vor 376 v. Chr.); 52, 12 (368 v. Chr.); 
73, 21 (368/352 v. Chr.); Mitt. II, p. 197, 4 (361 v. Chr,); IV, 2, 1054, f, 26 (Ende des 

IV. Jahrb.) u. s. w. Riem. Rev. IX, 51. Bamb., exercit. crit. in Arist. PI. novae p. 2; 
Jb. XU, 13. 

Dagegen a/«^CIA. IV, 2, 623, e, 6 (200/150 v. Chr.). — Vgl. Schweizer p. 78f. mit 
Cröoert, Zeitschr.^f. d. Gymnasialw. 1898, 579. 

»60) aUrog (= „Giebel") CIA. I, 322, a, II, 80 (409 v. Chr.); ainog (=„Adler") II, 
678, ß, 38 (378/366 v. Chr.); «/«roV (=- „Giebel") 1054, 39 (347 v. Chr.); a^fTo? 
(= „Adler") 835, A, 1, 72 (320/317 v. Chr.). — aUialog I, 322, a, II, 73 (409 v. Chr.). 
— ivaiixiov IV, 1, a, 297, b, 6. 8 (vor 403 v. Chr.). — xaiaiärtog II, 1054, 39 (347 
?. Chr.). — naqamiStg 807, b, 103 (350 v. Chr.); nagauilCöag IV, 2, 1054, c, 14 (c. 350 

V. Chr.). Riem. Rev. IX, 50. — [t]o [a]^TCü^a CIA. II, 613, 6 (298 v. Chr.). Bamb. Jb. 
XII, 13. — Auch auf einer rotfigurigen Schale af, s. Kretschmer p. 128. 

16^) AXauig z. ß. CIA. I, 188, 1 (410 v. Chr.). — HXaevg CIG. I, 578, 3; "Akaitog 
CIA. 1790, 1; 1801, 3; 1845,5; Ulan II, 1144, 6; IV, 2, 1139, b, 4 (nicht näher 
datierbar); Ulaia Def. 49, a, 2; 50, a, 2; 'AX[ai]a 60, a, 2 (III. Jahrb.); ^Alaia IV, 2, 
768,b, A, II, 10. 



— 32 — 

l/vaxafiJ?^««), ^iKfidqaov^^^), Fga^g^"^^), 'Elaet^'^), "Etttiast^^^), 
OoQasvg^^'^), Ogattvödov^^^), KQfjtaicav^^^), Kvda&f]va€vg, Kvda- 

Qasvg, IIstQacog, Usiqast (12 mal), UsiQaia, Jlsiga^cov, Il€iQa€V(f&, 

IIstQcc^ag^'^^), 0f]ya€vg Of^yaioog^'^*), 

2. *A&fivaia ist die gewöhnliche Form im Alt- und Miltelattischen. 
In den Dekreten läfst sie sich verfolgen bis 378 v. Chr.) ; in Übergabe- 
urkunden bis 367 V. Chr.; in Weihinschriften bis 342 v. Chr. — 'Ad-fjvda 
erscheint daneben vom VI. — IV. J. v. Chr. — l/^iyra, aus dem VI. und 
V. Jahrh. v. Chr. nur je einmal zu belegen, wird in Dekreten und Über- 
gabeurkunden herrschend seit 362 v. Chr. (vgl. Note 157). 

3. ikalcc und skaa finden sich nebeneinander im V. Jahrhundert. 
Das IV. Jahrhundert kennt nur noch die kürzere Form. Ein Unterschied, 
wonach iXaia den Baum, iXda die Frucht bedeutet hätte (Suidas), ist 
aus den attischen Inschriften nicht zu erweisen (vgl. Note 158). 



i^O ^vaxauvg z. B. CIA. 11, 698, II, 12 (350/49 v. Chr.). — 'uivax]asvg CIA. II, 
2075, 5 (Rest von K deutlich). 

"3) eis 'AfJKfidqaov CIA. IV, 2, 834, b, II, 93 (329 v. Chr.); ['AfJi(piaQ\aov H, 47J, 
70 (II. J.). 

16*) rqaris CIA. II, 991, II, 7 (III. J. v. Chr.). 

"8) 'EXaui CIA. I, 164, 4 (431 v. Chr.) u. s. w. — "EXael 173, 4 (419 v. Chr.). 

iw) 'EariaiEvs z. B. CIA. I, 20, 1 (vor 444 v. Chr.). -- 'EariauEk. 1897, 38 b. 7 
Z. 9 (Eleusis). 

"7) Boqauvg CIA. I, 315, 6 (434 v. Chr.); II, 803, d, 133 (342 v. Chr.). — öo- 
qae[vs\ II, 2081, 1 (400/146 v. Chr.). 

«8) BQuavödov CIA. II, 946, 14 (IV. J. v. Chr., noch vielfach o = ov\ 

169) KQEJaiüJv CIA. II, 332, 25 (III. J. v. Chr.). Riem. Rev. V, p. 148. 

170) Kvi^a&7)vai€vg z. B. CIA. II, 603, 2 (nach 270 v, Chr.) — Kv^ad^valev]gy 
Raum für nur 2 Buchstaben, CIA. II, 50, 5 (368 v. Chr.); Kvöadrivaia 603, 17 (nach 
270 v.Chr.); Kv^a&rivttsvg 2237,2; Kvda&r}va^tog 2243, 2 (nicht näher datierbar). 

"1) *0[a]i€vg CIA. I, 121, 3 (430 v. Chr.) u. s. w. — Vai(og 318, A, 8 (421 v. Chr.); 
Varjg H, 991, H, 18 (III. J. v. Chr.). Über die Aspiration s. § 33. 

"2) Svneradv CIA IV, 1, c p. 146 zu I p. 157 o. 298 (438 v. Chr.); -amv s. 
Note 188; §§34; 51,1. 

"3) nngaiia z. B. CIA. II, 573, 22 (c. 350 v. Chr.). — Uiiqaia, UsiQaiioVj 
miQttivai, nuqaiag 573, 21. 6. 4. 5. 14 (c. 350 v. Chr.); neigaevg Mitt. VII, p. 41 
(350/300 v.Chr.); Def. 55, a, 7. 8 (III. Jahrh.) ; CIA. II, 1542, 2; 2012, 2;2459, l;2459,b, 
2 (neben miqauvg Z. 4); 2519, 3; IV, 2, 441, d, 7 (nicht vor 168 v. Chr.); IV, 2> 
2459, b, 2 (neben neigaievg 4); nngan CIA. II, add. 834, b, II, 23 (329 v. Chr.); add. 
834, c, 18. 19 (nach 329 v. Chr.); 808, c, 30 (326 v. Chr.); 809, d, 167 (325 v. Chr.); 
IV, 2, 192, c, 9. 14. 36 (320 v. Chr.); II, 1058, 9 (vor 300 v. Chr.); 770, 4. 10. 7 (IV. bis 
*II. J. V. Chr.); [lI]e[i]Qa(og II, add. 834, b, I, 64 (329 v. Chr.). Weckl. p. 53; Riem. 
Rev. IX, p. 50; Bamb. Jb. XII, 13. 

J7*) ^'fjyaisvg z. B. CIA. I, 132, 2 (423 v. Chr.). — [4>]ri[y]a[sv\g CIA. H, 66, 7 
(356 V. Chr.), Raum für nur 2 Buchstaben; *Pr}yai(og IV, 2, 1142, d, 4 (III. J. ?); injyaia 
II, 1158, 6 (1. Viertel des III. Jahrb.); 2624, 3. 



— 33 — 

4. In den Staatspsephismen findet man bis zum Jahre 361 v. Chr. 
abwechsebid ahl und d€i\ von da an nur noch die letztere Form. Nur 
in den Dekreten religiöser Genossenschaften (Thiasoten) begegnet ahl 
noch im II. Jahrhundert v. Chr. (vgl. Note 159). 

5. auTog (Adler, Giebel), ahratogy svaiixiov^ xaraihtog und 
nagaiSTig zeigen in der klassischen Zeit nur den Diphthong. Erst 298 
V. Chr. erscheint -a- in ähcofia (Note 160). 

6. In den Demotika [tiXa(i)€vg, l4vaxa{t)€vg, ''EXa{t)€vg, *jEö'T*a(t)«i;^, 
0OQa(i)€vgj Kvdad'fipa{i)€vg , 'Oa{i)€vg, Il€iQa{i)evg , 0rjya{i,)svg sind 
die Formen mit Iota die häufigeren ^^'). 

7. In der Poesie gilt auch inlautendes ai bisweilen als Kürze: 

Xdgi'V ov dixcciav (^^~) xsxofiicfijbcct^^^). 

b) Übergang von att in a*. 

8. In den Endungen -aiioc, -anvoc, -aik^g, -mixog^ -aug be- 
gegnen jederzeit Formen mit einfachem und doppeltem i neben einander; 
vgl.: ikai'ipog, ^EXauTfjg neben iXcc'ipog^^^); ^yix^fjvaüxog, "^Ad-rivaitg neben 
nccyad-fiva'ixog, !^^iyj/ai$^^*); 'Axccna, ""Axaüxog neben ^^/aiWg^^^); 
Atxandfjg, ^EQ[jbanx6g, Kogoopai'ixog, üXatanxog neben IIsiQa'ixog^^'^); 
ntoXefAaitg neben IlvoX€(iatg^^^); (Dwxak, 0a)X(x'ix6g^^^). 

"5) Vgl. den Index zu CIA. I, auf Seite 234—35, zu 11, p. 73 ff., zu IV, 2, p. 330 ff. 
and DS.i Index p. 757—759. 

"•) KE. 95, 4 (III. J. V. Chr.). Hängt die verschiedene Messung von ai und 
anderen Diphthongen mit einem Wechsel in der Silbentrennung zusammen? 

"7) nai'ivos CIA. II, 678, ß, 10 (378/369 v. Chr.). — ikatvcov IV, 2, 834, b, I, 51 
(329 v. Chr.); Uatyoig 11, 167, 44 (nach 307 v. Chr.); Riem. Rev. V, 159; IX, 51. — 
"Elaniai CIA. I, 228, 4 (452 v. Chr.); 229, 6 (451 v. Chr.). 

"8) 'A&fjvaüxos CIA. n, 780, 14 (c. 300 v. Chr.); 'A&tjvaUg CIA. II, 2854, 1 (IV. — 
11. J. V. Chr.) — navad^littClxov CIA. II, 176, 17—18 (330 v. Chr.); [rTavnd^v]aCx6v 
CIA. il, 240, 19 (307 V. Chr.). Riem. a. a. 0. — 'A^rivaig CIA. M, 751, B, a, IT, 16 
(350/324 V. Chr.); 754, 48 (349 v. Chr.); 756, 26 (346/343 v. Chr.); 2780 (W^y/TroArr/?); 
3313 (Zriaxla)', 3410 (X/«); IV, 2, 3858, b. Riem. a. a. 0. 

"9) Uxaua CIA. IV, 1, c, 53, b, 11 (419 od. 413 v. Chr.); II, 966, 48. 50. 54 (kurz nach 
191 v.Chr.);:^;fa*tW716, A,7 (c.330v.Chr.) —AxaCx[d] 723, 3 (319v.Chr.). Riem.a.a.O. 

iw) Jixau6rig ^ixaitSov CIA. II, 467, 126 (c. 100 v. Chr.); AixaitSov 470, 105 
(I. Jahrh. V. Chr.); /iixauJov KOY. 1099 (rbm. Zeit); 'EQfittüx6v CIA. II, 781, 4. 5 
(c. 300 v. Chr.); KoQcavaüx^ KOY. 1914 (röm. Zeit); niajaäx^ KOY. 2324 (hell. 
Zeit); 2324 b (röm. Zeit). — miQaixa CIA. II, 164, 33 (kurz nach 334 v. Chr.); 
n[H]QmxoTs Def. 55, a, 9; b, 4 (III. Jahrh. v. Chr.). 

18») nioXafjLaudog CIA. II, 966, 42 (kurz nach 191 v. Chr.); 968, 18. 22. 24. 26 
(168/163 V. Chr.); 969, A, 5. 12. 21. 33 (165/162 v. Chr.); 465, 79 (c. 100 v. Chr.); 467, 
141 (c. 100 v. Chr.) etc. — njoUfJLaidog 446, 72 (c. 153 v. Chr.); 450, 16 (II. J. v. Chr.) 
et«, etc. Riem. Rev. IX, p. 51. — niolsfjiafctig CIA. III, 2869, 3 (Kaiserzeit) neben 
nToXifioTCTtg 2870, 3. 

>") ^»loxaUeg CIA. I, 199, 7 (V. J. v. Chr.); 4>a)xaig II, 649, 18 (398 v. Chr.); 660, 
44 (390 v. Chr.); ^(oxatg, 4>toxai'6€g 652, A, 42 (398 v. Chr.). — <PoixaCx<o 652, 5 (398 
Xeisierhans, GrAmmatik« S. Aufl. 3 



- 34 - 

c) Übergang von a* in den Laut d^**). 

9. Geht aus diesem bunten Wechsel von a& und a hervor, dafs im 
V. — I. Jahrhundert v. Chr. ai noch Diphthong war, so wird dies anders 
in der Kaiserzeit. Ums Jahr 100 n. Chr. beginnt nämlich eine immer 
häufiger werdende Verwechslung mit den e-Lauten, und zwar begegnet: 

a) die Verwechslung mit fj nur bis zum Jahre 150 n. Chr. (sie hört 
offenbar deshalb auf, weil um diese Zeit fi sich schon dem »-Laute 
näherte)^®*); 

b) die Verwechslung mit s (mit Nichtbeachtung der Quantität), be- 
sonders häufig vom Jahre 150 n. Chr. an^^*^). 



V. Chr.); 660, 19 (390 v. Chr.); <P(oxttix6v 708, 5 (nicht vor 340 v. Chr.) — Cauer p. 271 ; 
Riem. Rev. V, p. 159; IX, 51. 

"8) ßlafs p. 50 ff.; p. 62 ff.; Schweizer p. 77 f. 

1«*) arrikrjg (Dat. Plur.) CIA. III, 7, 16 (117/138 n. Chr.); Evxrigog 3, b, 16 
(125/140 n. Chr.); ^dvaxrievs 1569, 3 (nicht näher datierbar). 

*88) 1. s statt ««. 



iTAaifttfffCIA.ni, 127,2.6(117/134 n.Chr. 



Brja 6 ivg 
Brjoe^üßg 

IlitQ e (svg) 
'EXeoiaiog 
*EXeiovaiog) 



1116,11(146/148,, 
1121,30,111(155/157,, 
1031,2(168/174,, 
1039,17(165/185,, 
1133,63,11(170/172,, 
1133,29,1(170/172,, 
1133,86,1(170/172,, 
Kv^a&riv€€{vg) 1141,16(175/179,, 
UiQsevg 1140, 4 (c. 180,, 

'Eleova- 1041, 13 (c. 180 „ 

2. ai statt €. 
*EQixai€vg 1100, 13 (c. 110 n. Chr. 

'Egixautg 1023,111, 11 (138/140 „ 
Jiofiaisig 1023 V, 5 (138/140 „ 
*EQixai{ivg) 1114,39,1(146/148 „ 
[Jio]f^ai6vg 1132,1, 48(166/169 „ 
'Egtxaiiivg) 1034, 48 (169/175 „ 



» 



» 



99 



» 



V 



J> 



» 



» 



;; 



» 



9) 



» 



» 



»> 



*El%ovaCov 
IletQsisvg) 
^Eleovoiog 
IlittVt^iov 



1144, 4 (184/188 n.Chr.) 



1154, 8 (c. 190,, 
1172, 30(179/208,, 

94, 2 (II.-III. J. „ 
i/Ay(=y«/«£v)171,a,2,l-2(II.-IlI.J. „ 
jBi?(y€6i5ffll88,cde,13(nichtvor217 „ 
Mef^ttxtriQmva 1 188, ab, 9 (217/230 
'Exatofjißema 1197, D, 37 (238/244 
Brjaeeiig 1197, III, 86 (238/244 

Nsixia i=NixaCa) 129, 23 (c. 250 
U^fiviog 1202, 1, 34. 50 (c. 262 



99 



» 



91 



9t 



>» 



» 



» 



» 



)) 



99 



) 
) 



) 



JiofiaiEvg 1138, 34 1 (174/178 d. Chr.) 
TQiv€fiaievg 1035, 40 (174/178 „ 
iXaCov{= iXiov) 1 70, 2 (IL J. „ 

€yQai(o{=fyQ€o) 171, a. 1. 6 (IL-III. J. 
xaixkvti{=xixXv&i)ni,&,Ull-lRJ, 
2aC6iog 1062, 35 (c. 210 



99 
)9 



)> 



9) 



) 
) 
) 
) 
) 

Von anderen, teils undatierbaren, teils späteren Beispielen aas der Kaiserzeit 
sind zu nennen: 

1. € für «t; (f€^vvTov CIA, III, 1058, 2 (III. J. v. Chr.); rjasXevaovTS Ol, 404, 2 
(III.— V. J. n. Chr.); 6i(f>&^Q€g, avvar^rj 48, 44 (IV. J. n. Chr.); (fiSifJLov KE. 173, 20 
(IV.— V. J. n. Chr.); Kv6ad^vei(üv 1777, 1 ; "A^^vaiiov 1331, 3; yirjg, xilfii 1379, 1. 2; 
xrr€ 1385, 2; 1388, 1; 3520, 2; xixqvmt 1385, 4; jeiaQT^q} 1423, 11; yCyvtre 1423, 
12; «*'u|€ (== avol^ai), fAE&i^tJE, ixQ€iC(oS'ria€T € 1427, c, 4. 7. 11 ;*E^(afprig ('^Ai^vig) 
1350, 3; Brjaeevg 1628, 3; 1629, 2; x^Q^f*^ 1644, 1; 'Hifiarov 1675; Ueapt^tig) 
1913, 2; x^3436; 3446; 3449; 3458; 3462; 3464; 3480; 3482; 3502; 3523 n. 8. w. 
"A^viov 3454, 2; 3545, 2; XeaaQ^og 3547, 4. 

2. ai für e: tXxaiy aiQaronat^ov 48, 29. 30 (IV. J. n. Chr.); avai^a 173,7 
(IV. J.); oixaCxri 3513, 3; maiQiarov 3441, 2. 



— 35 — 

10. Das so aus av entstandene € geht mit einem folgenden e-Laute 
in der Vulgärsprache Kontraktion ein. So entstehen die seit dem II. Jahr- 
hundert n. Chr. zu belegenden Formen: ''Ai.svg, KvSad-fjPsvc, Nixsvg, 

11. Hinsichtlich der Orthographie ergiebt sich aus den Inschriften der 
klassischen Zeit, dafs mit m zu schreiben sind: ^Igcci {nicht ''Egal)^^'^) 
und Svnszamv'^^^); mit s: ""AXxfisüovidTjg^^^) und noTsidedxrjg (trotz 
ÜOTsidaia^^^). Ohne ai findet sich 'Earicirfig (Bewohner von Hestiaia, 
Thessalien^"). 

§ 15. EL 
a) Echtes €i. 

1. Echtes, d. h. aus vorgeschichtlicher Zeit ererbtes {Ttsid-co) oder inner- 
halb des Griechischen aus « -f- * entstandenes {yspsi, sIticop) si wird schon 
auf den ältesten Inschriften durch die Zeichen Verbindung EI ausgedrückt. 

2. Ursprunglich diphthongisch, wird nach und nach echtes si durch 
qualitative Angleichung seiner Komponenten zu dem langen, geschlossenen 
e-Laut, wie ihn das (lonisch-)Attische schon lange in dem „unechten «*" 
besafs, das nunmehr ebenfalls durch die beiden Zeichen EI geschrieben 
wird. Vgl. § 10, 15. 16^92) 



iw) 'AXevg CIA. IH, 1276, B, 24 (vor 126 n. Chr.); neigevg add. 1089, 11 (vor 126 
n. Chr.); kx mtgitav 2057, 2; Kv6a&rivi(og add. 1089, 3; 1775, 3; NEtxhvg{==^Ni7CttUvg) 
2840, 3 u. s. w. ^^iofi\ai€vg CIA. IV, 2, 371, frg. a, 7 (c. 254 v. Chr.) neben häufig be- 
legtem /4iof4.eii)6vg beruht auf unrichtiger Ergänzung; auch die Richtung des Buch- 
stabenrestes vor A pafst besser zu uik]aievg. 

187) Algalot CIA. 1, 37, 25 (425 v. Chr.); 230, 5 (450 v. Chr.) etc. Riem. 
Rev. V, p. 151. 

iw) SvTiiTatttiV CIA. I, 243, 2 (437 v. Chr.); ü, 814, a, A, 8 (377 v. Chr.); 308, 9 
(287 V. Chr.) etc. Herw. p. 30; Riem. Rev. V, 155. — Dazu die Beispiele Note 172; 
§ 34; JN. 1168. 

1«») UhcfjL€(ovlSrig CIA. I, 433, ÜI, 10 (461/456 v. Chr.); "AXxfi€(ov{^rjg II, 814, a, 
ß, 19 (374 V. Chr.); -ov 946, 14 (400/350 v. Chr.). — 'AlxfAitav CIA. IV, 1, b, 373, 189 
(VI. J. V. Chr.); II, 992, 1, 7 (I. J. v. Chr.); vgl. 1102, 1. — Cauer p. 269; Riem. Rev. 
IX, 177. — Auch auf Vasen erscheint die Form *AXxfii(oVy deren Verhältnis zu ^Akx- 
fjiaicDV nicht aufgeklärt ist, s. Krefschmer p. 123. 

*»«) noTsaeätai I, 240, 50; 241, 8; 242, 5; 244, 65 (=440/435 v. Chr.). Dem- 
nach ist UoTBiSa . . CIA. I, 236, 14 nicht mit Kirchhotf und Stahl p. 38 in i7or£»- 
Saiärai, sondern in IIoTiCSaia zu ergänzen, wie ja der Stadtname auch anderwärts 
zwischen Vöikernamen steht: ÜoTleC^ata neben IdgyiXioL I, 235, 4 u. s. w. Erklärungs- 
versuch von Hatzidakis, A&rivä VIII 458—68 (verschiedene Bildungen, mir nur aus 
Wochenschr. f. klass. Phil. 1897, Sp. 474 bekannt); anders K.>B1. I 175. 

i»i) \!E]a7[t]üir[(ü]v CIA. II, 88, 8 (376/353 v. Chr.). 

1®*) So zuerst Brugmann, Curt. Stud. IV 81 ff. und neuerdings (gegen 0. Hoff- 
mann Griech. Dialekte III 384 ff.) IF. IX, 343 ff.; ebenso G. Meyer p. 125f.; Kretschmer 

3* 



— 36 — 

3. Echtes £1 läfst sich aus den Steininschriften feststellen für folgende 
Wörter: äksltpco, äfisipcov, ysltcov, dsixpvfii, Ssivog, JisitgStpf^g, 
slnov, insidri^ -xksiä, Xstog, [i€i>^-^ vstxog, dXsi^cov, nsl&w, Uo- 
tslöaia, zsto-, t€txog, (psiöofAai, OXsi^daiog^ in Ableitungssilben wie in 
nQvravsia, Flexionen wie TtoisV^^). 

b) EI als Vertreter von HP^^). 

4. In wie weit schon das Altattische fji^ durch ei ersetzt hat, ist 
bei der Beschaffenheit des voreukleidischen Alphabetes, welches für € und 
fj dasselbe Zeichen verwendet, nicht mehr zu ermessen. Dagegen läüst 
sich im Mittel- und Neuattischen ein solcher Ersatz beobachten in xAjf^ 
{xlfjco, xkjiölop, xkyd'Qov, xAiycr^ov)"*), xlfj^ca^^^), ^i/jo'xa)^*^). 



p. 35 f., während Dietrich K. Z. XIV 67; Blass p. 29 ff. Diphthoogierang des ,nDechteD 
6t* aDDehmen wollten. 

JW) ^x^aXei(p6vTov CIA. I, 32, A, 10 (435—16 v.Chr.); für afiECvtov sprechen 
'AfxsivoxXeg 1, 446, I, 34 (425 v. Chr.); 'AfjLHViaSeg 1, 138, 2 (409 v. Chr.); I, 324, 1, 37.40; 
II, 57 (408 V. Chr.) ; 'Afj,eivoxQaT€g I, 447, III, 48 ; jifAtiv[lag IV, 1 , c, 373, 251 ; ^fisivio 
IV, 1,8, 477 e; nicht viel beweist a/neivog I, 40, 12, vgl. die oben Note 110 ans 
der gleichen Inschrift angeführten Schreibungen; EvyeCraJV 1,448,11,4; ini]S€t;(aa^ 

IV, 1, a, 38 a, 4; Asivtag I, 433, II, 39 (460 v. Chr.); I, 447, III, 62; Jhvio I, 483; 
/fuiTQ^iprjg, s. Note 382; stnsv I, 31, ß, t (444—441 v. Chr.); eins IV, 1, a, 33a, 15 
bis 16; €i7iiv=sf7ietv 1, 40, 18 (428 v. Chr.); ineiSri z. B. in ineMv I, 31, A, 27 (444 
bis 441 V. Chr.); 'Egyoxlsia IV, 1, b, 373, 225; Xeias I, 322, 86 (409 v. Chr.); /U€t^ 
s. Note 1351 ; vsixea I, 492; 6Xs/C(ov s. Note 1303; mi^ofjLivoig IV, 1, a, 27 a, 15 (c. 445 

V. Chr.); J]io7i€t^r)g I, 448, 1, 12, Usiaavdqog ebd. ü, 10; üetaiava^ I, 470; S]€yo- 
ntC&rig II, 16, 32 (383 v. Chr.); norei^aiag I, 442, 6. 10 (nach 432 v. Chr.); T€tor- s. 
§ 66, 6; Tsixog I, 442, 8 (n. 432 v. Chr.); ^eiMnöeg IV, 1, c, 298, 13; <P]ei6oxQatlrj]g 
II, 16, 30; ^Xeidaiov I, 45, 15 (421 v. Chr.). — ngviaveCav I, 49, 7 (c. 419 v. Chr.); 
noH I, 45, 9 (421 v. Chr.). 

Gelegentlich wird für echtes u auch E geschrieben: IIEaiSog = UsCcfiSog IV, 

I, a, 373a; xErai Mitt. X, p. 370 n. 29 (Kretschmer, KZ. 29, 154); naQaxaXE 
CIA. II, 314, 30 (284 v. Chr.); "AfiEvoxXrig II, 3456 neben zweimaligem "AfiHvoxXiovg 
auf derselben Inschrift (IV. — I. J. v. Chr.); über oXECojv s. Note 1303; AiEjQB(fi\g s. 
Note 382; *PaXriqt Note 1268; auch die am Schlufs von Note 203 genannten Formen 
kann man allenfalls hierher stellen. 

"<) Weckl. p. 63; Herw. p. 6; Riem. Rev.V, p. 147; IX, 54; Blafs p. 46 f.; Hecht 

II, p. 1—15; BKeil, Mitt. 20, 428. Zur Erklärung vgl. die bei Schweizer p. 59 
Füfsn. 3 angeführte Litteratur. 

1»») xXriig fJiiyaXri CIA. II, 675, 44 (nach 403 v. Chr.). — xX^lg ibid. Z. 47; 678, 
ß, 54 (378/366 v. Chr.); xXsCg IV, 2, 682 c, 22 (363/356 v. Chr.); xXH\ß]ig CIA. U, 807, 
b, 143 (330 V. Chr.) ; [x]XH6ig IV, 2, 834 b, I, 45 (329 v. Chr.). Ei zeigen auch, weil 
nur aus späterer Zeit überliefert: xXiiofjLivrflf CIA. II, 1054, 65 (347 v. Chr.); xXiiSlov 
766, 27 (341 v. Chr.); xXeCB^qov, xXil^ga 807, b, 121 (330 v. Chr.); xX€$a£(yy IV, 2, 
834 b, 1, 14 (329 v. Chr.). 

198) €vxX€{C(0Vy svxXi-iae KE. 26 (IV. J. v. Chr.). 

19^) »vyaxto CIA. II, 2477, 10; 2494, 4. — dyBiaxeigWy 2, 4040 b, 8 (zw. Euklid, 
und August). 



— 37 — 
ljiifig,XaiQsXi^dfig^'^\ XoXXißöfig^''i Alyig.'Eqex^ig. Oli^yg''') 



>M) [XlrjiTovgyiüiv CIA. II, add. 554, b, 14 (386 v. Chr.); XriiTov[Qy]eZ Aiyt . . . 557 
5.6 (Zeit des Demosthenes); ItiiTovlQylrjaav 172, 4 (340/332 v. Chr.). — Vom Jahre 
300 an nor noch 6*, vgl. CIA. II, 316, Jl (282/280 v. Chr.); 331, 17. 61 (c. 270 v. Chr.); 

IV, 2, 623 b, 6. 11 (nach 250 v. Chr.) etc. Blafs a. a. 0. Die bisherigen Etymologien 
(s. 6. Meyer p. 131 Fufsn. 1, wozu Bezzenberger bei Stolpes, Uri^eltischer Sprach- 
schatz 247) berücksichtigen diese Form nicht. 

»») X^taitjv CIA. IV, 2, 141, 11 etc. (346 v. Chr.) — vgl. anö Xrjttov CIA. II, 678, 
A, 15 (378/366 v. Chr.) — XetarcSv 804, B, b, 35 (334 v. Chr.). 

«») yaa (f' ov SiöoxifÄaafjiiva CIA. IV, 2, 792 b, 27 (c. 370 v. Chr.), vsia xatva, 
ViCmv lofioi II, 809, e, 28 ff. (325 v. Chr.). 

wi) Hagiidi acc. pl. CIA. II, 676, 41 (385/366 v. Chr.); 703, 11 (341 v. Chr.). Die 
Form mit 7i& ist bis jetzt nicht zu belegen. 

202) mvTsXfiixovs CIA. IV, 2, 1054 b, 76. 79. 94. 101 ; 1054 c, 14. 33, -xa 1054 b, 54. 
89 (etwas vor der Mitte des IV. J. v. Chr.); UevjsXrjixov CIA. II, 1054, 31. 33. 45 (347 
v. Chr.). HevTsXriiXos IV, 2, 834 b, II, 97 (329 v. Chr.) neben IIsvTeXeixos auf derselben 
Zeile. Vgl. Note 410. — n€VTÜ6[i]xovg CIA. IV, 2, 1054 c, 20 (Mitte des IV. J. v. Chr.). 

«») Ugi(nrj£^r]g CIA. II, 864, 30 (400/350 v. Chr.); 986, II, 25 (400/350 v. Chr.); 
^ÄQiOTtiiSr^g IV, 2, 73 d, 4 (Auf. d. IV. J.); ^AQLair\lSrig neben Idgior el6rig 814, a, A, 
22—23; a, B, 23 (374 v. Chr.); ligiarrii^ov 708, 25 (nicbt vor 340 v. Chr.); "AgiairiCSrig 
n, 1232, 4; 2348; 2489. — W. Schulze quaest. epp. p. 458 nimmt an, eine ursprUog- 
liche Verteilung -d6r]g : rl'ig habe sich in der späteren Entwickluog vielfach aus- 
geglichen. Im Attischen jedenfalls war -rji^rjg herrschend gewordeo, aus dem auf 
lautlichem Wege die jüngeren Formen auf €{6rjg hervorgingen: das zeigen die Brug- 
maoBS Erklärung stützenden Formen MsvixXEJEZ Ek. 1887 S. 139; IV, 1, b. 373, 117; 
'HQax{X)E67ig IV, 1, b, 491, 10; II, 3937 = IV, 2, p. 285; XagixXEMv) Def. 102, b, 8—9 
(m. Jahrb.), die allerdings teilweise auch nach den am Schlufs von Note 193 gegebenen 
Beispielen beurteilt werden können. 

2M) jl^^evrilSov CIA. ü, 864, III, 21 (400/350 v. Chr.) ; l^^^f |/??/Ji;? 804, B, a, 18 (334 

V. Chr.); jl^^ivriC6ov 808, c, 72 (326 v. Chr.); 809, c, 30 (325 v. Chr.), — "A^gevei^si 
add. 834, b, II, 60 (329 v. Chr.) etc. 

«>») jlQx^vriC6ov CIA. ü, 793, b, 70 (357 v. Chr.); 802, b, 19 (349 v. Chr.); 807, c, 
61 (330 V. Chr.); 808, d, 115 (326 v. Chr.); 809, d, 30 (325 v. Chr.). — jigx^veCdov 
511, d, 141 (323 V. Chr.). 

w«) Xa[i]qeXri[(6ov\ CIA. II, 864, D, 13 (400/350 v. Chr.). — XaigeXst^ov 846, a, 6 
(IV. J. V. Chr.); 2:Tria܀(^r}g 807, a, 187. 189 (330 v. Chr.); *4QiatoXe{^rjg 1008, a, 3 
(IV. J. v. Chr.?). 

X") lXoXX]TJi6ai CIA. n, 864, 39 (vor 350 v. Chr. wegen der beständigen Wieder- 
gabe von ov durch o); XoXXrj^rjg (sie) 82, 3 (vor 356 v. Chr.); XoXXtjt^ov, XoXXrji^ri 
idd. 834, c, 34. 35 (nach 329 v. Chr.) — XoXXeiSi'^) add. 834, c, 36 (nach 329 v. Chr.)*; 
XoXXadai 943, 11, 26 (325 v. Chr.) etc. Riem. Rev! IX, p. 54. 

208) Riem. Rev. IX, p. 54 [vgl. p. 177]. An diesen sehr häufig auftretenden 
Phylenntmen lafst sich der Wandel in der Orthographie besonders gut verfolgen: 

a) 403—350 v. Chr., i^ *:€*=: 26 : 3. 

rji: CIA. II, add. 1, b, 20; 3, 4; 12, 10; 29, 4; EA. 1883, p. 171—72 ; CIA. II, 55, 
2; 56, 7; 57, ab, 1. 2; tdd. 57, b, 4; 62, 2; 73, 1; add. 105, b, 4; DS^. 412. CIA. IV, 



— 38 — 

5. Bei xlyg, naQjid ist schon um 380 v. Chr. die neue Schreib- 
weise ganz durchgedrungen; bei XfizovQystp , ?^(^Tfjg und in den Eigen- 
namen IlsvTeli^xog, ^AQidrißdrig (von ^Aqiatsvg\ \^QQ€vißdfjCy ^AQxsvflSfig, 
(ägxM + vccvg) ^ XoXXridfig, Alyi^g, ^Eqexd"fig >, Olvyg erhält sich die 
ältere in der konservativen Kanzleisprache bis ins Demosthenische Zeitalter. 

6. Seit dem Jahre 300 v. Chr. begegnet, abgesehen von der Poesie, 
in diesen Wörtern überall nur noch si, 

7. Dieses si nimmt dann in der römischen Zeit, wie verschiedene 
Versehen in der Orthographie zeigen (Bgiaig, 'Hgccxlidov, Alyig, ^Egsx^ig, 
Olpig, XoXXidtjgy liTOVQyicc), zusammen mit echtem und unechtem ai> 
die Aussprache i an^^°). Doch bleibt auch hier die gewöhnliche Schreib- 
weise, wenigstens bei den Eigennamen, auch in der Kaiserzeit, die mit 
«*^^^). Im altertümelnden II. Jahrb. n. Chr. werden vereinzelt auch die 
längst verschollenen Formen Alyr^g^ ''Egex^yg, Olvrjg wieder zu Ehren 
gezogen ^^^). 

8. Auch dasjenige HI, welches seit den ältesten Zeiten niemals 
zweisilbig war, das HI in den Konjunktiven, im augmentierten Anlaut 



2, 971, 4. 15; II, 997, 2 (wegen o = ov vor 360 v. Chr.); II, 1237, 2; 1249, 3; 1250, 1; 
1255, 3; 1258, 1; IV, 2, 25; 56, 4; 57, 1 ; II, 1261, 2; 1265, 2. 

€i: Mitt. m, p. 50; CIA. II, 55, 4; 830, 1. 

b) 350—300 V. Chr., i?* : «t = 33 : 10. 

tli: CIA. n, add. 135, c, 1; 172, 6. 9. 21; 188, 2; 244, 1; 803, c, 128. 154 ; d, 47 
872, A, 1; 941, 2; 943, I, 1. 23; III, 29; 971, c, 14; 0, 1184, 3; 1233, 2; 1244, 1; 
1245, 2; 1260, 1; DS^. 416; add. 834, b, I, 7; IV, 2, 834 b, II, 52. 54, nebea h Z. 51 ; 
IV, 2, 109 b, 4; 169 b, 1; 192 c, 2— 3; 252 e, 17; 971g, 8; 995 b, 3; 1054g, A, 26. 

«: 168,2; 186,16; 247,3; 248,3; 255,1; add. 256, b, 2; 872, c, 2; 941,2; 
IV, 2, 114 c, 1; 179 b, 1. 

c) 300—100 V. Chr., r}ti€i = 2: 61. 

rji: CIA. n, 1294, 3; 1895, 3 (Aof. d. III. J. v. Chr.). — Für h vgl. die lo- 
schriften CIA. II, 323—471; 966, 37. 39. 44; 969, A, 8. 14; 956, 21; 957, 8; 968, 39; 
991, 16; IV, 2, 252 c, 1 ; Mitt. XXI, p. 434 f., Z. 5. 

209) nvale]t^os Aafiyjaxfivrjg CIA. IV, 2, 1071 c, 3—4 (IV. Jahrh. v. Chr.) oebeo 
Hyvriis KE. 86, 5 (IV. J. v. Chr.) ; 'EgarjCg KE. 91, 3 (IV. J. v. Chr.). — XQvaeCs KV. 204 
(IV. J. v. Chr.) uebeo Bgiarfis, Poesie des IV.— II. J., KE. 94, 2. 

210) BQiatg (=^ritg) CIA. II, 3560; 3821, 2; 'HqaMdov II, 2011, 2 (alle drei lo- 
schrifteo zwischen Euklid uod Aogustus); Aiytöog III, 1027, 4 (138/161 d. Chr.); 
'EQSX»t6og 1161, 4, I (179/213 o. Chr.); Ohi^og 1133, 26 (c. 143 d. Chr.); 1124, H, 51 
(c. 155 D. Chr.); 1172, 31 (179/208 d. Chr.); XnovqyCa 58, 7 (nicht näher dttierbtr); 
XitovQyibiv EA. 1883, p. 77, Z. 6 (117/138 b. Chr.); XiTo[vQylaig\ EA. 1883, p. 101 
(nicht näher datier bar); XoUöriv (sie) CIA. III, 825, 2 (II. J. n. Chr.). 

21») AiyslSog CIA. III, 1161, I, 20 (180/220 n. Chr.) etc., etc.; "Eq^x^elSog 1133, 
I, 42 (171 n. Chr.) etc., etc.; OivEiSog ibid. II, 45 etc. etc. — Ebenso XolXf^dtjg a. s. f. 

212) Aiyril-6og CIA. IH, 1121, 34 (156 o. Chr.); 'Egex^'lM ibid. Z. 25; OiviftSos 
ibid. Z. 25. 



— 39 - 

und in den Dativen der I. Dekl."^), wird seit 380 v. Chr. vielfach"*) 
und seit 300 sogar vorwiegend durch EI ersetzt: dyad-st xv^si^ eXnei, 

9. Über die Häufigkeit dieser Schreibweise giebt folgende nach CIA. II, 
vol. 2 angefertigte Tabelle Aufschlufs. Es wird ausgedrückt: 



n 


durch m 


durch El 


im IV. Jahrhundert 


391 mal 


118 mal 


„ III. 


86 „ 


200 „ 


15 "• 5» 


62 „ 


99 „ 


»> *• » 


162 „ 


28 „ 



Die Ersetzung von HI durch El nimmt anfänglich rasch zu, seit 
200 V. Chr. aber wieder zusehends ab und hört mit dem Jahre 30 v. Chr. 
gänzlich auf. Die Schreibung der Kaiserzeit ist Hl oder H, 

10. Es ist unzweifelhaft, dafs wir es hier mit dem nämlichen Vorgang 
zu thun haben, wie in den oben besprochenen Fällen wie xAiJg, Xrixovq- 
ystv u. s.w.: rfi wurde durch gegenseitige Angleichung seiner Kompo- 
nenten zu dem langen, geschlossenen e-Laut des unechten si. Die in 
isolierten Wörtern wie Xeixovqyia zu htovQyia vorhegende lautgesetz- 
liche Entwickelung von ^ zu i wurde jedoch in den Fallen, wo e aus ei 
innerhalb eines Systems stand, auf analogischem Wege beseitigt; so wurde 
z. B. ein lautgesetzliches, aus dem System herausfallendes ti timi unter 
Einwirkung von ij ^*jw]y, tijg rifi^g, zfjv ti^tjp und des Verhältnisses 
X^^Qfx, X«^«c, X^Q^^ ' X^Q^i*) durch t^{i>) T*jii^(*) ersetzt '^^). 

11. Dafs €1 (für fji>) und sonstiges si in der That zusammenfielen, 
zeigen ein paar vereinzelte Fälle umgekehrter Schi'eibweise , wie dox^ 
(Indikativ, 368 v. Chr.); (ifjvvai^g (Nom. Plur., vor 350 v. Chr.); l^Qy^og 
(vor 350 V. Chr.) ; tsTQiJQfig (326 v. Chr.); stfi (Dativ, 321 v. Chr.) etc.^^''). 



213) Franz p. 150; Herw. p. 5, f; G. Meyer p. 130 f.; Dittenberger, Hermes XVIII, 
p. 37; Blafs p. 46; Hecht II, p. 1—15. 

21*) Die frühesten Beispiele sind: ry ßovXst, kid-Cvu CIA. H, 38, 7. 10 (nicht 
oach 376 v. Chr.); nqax»i\t\ 49, b, 9 (375 v. Chr.); m ßovXEi 50, 3 (372 v. Chr.) 

2«) [aYa]^ ivxn CIA. II, 167, 10 (334/326 v. Chr.); aveCnti 614, 21 (298/282 
V .Chr.); ilqi&ri 144, B, 11 (343 v. Chr.). Auch in den Def.: tixxh 55, a, 18; xQijvei 
87, a, 8; avTsZ 93, b, 5; "Exaisi 108, a, 4. Vgl. § 64. 

21*) So mit Wackernagel, Philol. Anz. 1886, 69 f., Brugmann p. 53, vgl. Schweizer 
p. 64 f., anders Dittenberger, Hermes XVH, p. 37, Anm.; Hecht II, p. 14 und 15. Zu den 
von Brugmann geltend gemachten Schreibungen wie x^Xxod^xE (Dativ) kommen die in 
IN. 203 und 1198 angeführten. 

2") (Toxjf CIA. n, add. 52, c, 12 (368 v. Chr.) ; MiyvvtfjyF?], unsicher, 572, 3 (400—350 
V. Chr.); Ugy^og 1249, 5 (400/350 v. Chr.); ntqriqr^g 808, b, 70. 71. 73. 77. 80. 81. 
183. 185. 187 (326 v. Chr.) neben xsTQriQSig Z. 69. 74. 77, etc.; Iry 1059, 18 (321 v. Chr.); 
inifitXriiav 445, ab, 5 (II. J. v. Chr.). — Auch ['X]Qarrji 644, 6 (400 v. Chr.); *AnoXXo(pdvrji 



— 40 — 

c) Ersetzung von «* durch «^^^). 

12. Wie ai vor Vokalen oft sein Iota einbüfst (§ 14, a), so kann auch 

schon seit den ältesten Zeiten, besonders aber im IV. Jahrhundert, echtes 

f* sich vor Vokalen (a^ «, o, oi;, m) zu s vereinfachen. Dies geschieht: 

1. Vor a in: d(jaqe{i)d (die kürzere Form herrschend seit 268 

V. Chr.)^*®); inLiisXi{i)ag^^^), riiii(Ss{i)av^^^\ Uqe{i)ct (die kürzere 

Form 14 mal vom V. Jahrhundert bis zur Kaiserzeit) ^^^); nqvra- 

vs{i)a (die kürzere Form 3mal)^^*); noXiT^{i)a^^^)^ Tavqi{})a^^% 

T07t4{t)a (die kürzere Form 10 mal, IV. J.)"^); x?^W«^^*0» 



add. 834, b, II, 54 (329 v. Chr.) sind wohl als blofse orthographische Versehen infolge 
des lautlichen Zusammenfalls von er aus 7}i. und sonstigem €i aufzufassen. Riem. Rev. 
IX, p. 54; Dittenberger, Hermes XVII, p. 37. 

»»8) Cauer p. 272 ff.; Herw. p. 9; Riem. Rev. V, p. 148; IX, p. 52; G. Meyer 
227 ff.; Biafs p. 51. Unter den Beispielen bei Cauer ist zu tilgen inir^ovy da nach 
Ricks (vgl. CIA. IV, 1, a, 184. 185, A) auf dem Steine ineTiCov steht. Über die Vasen 
8. Kretschmer p. 130 f. 

2") 6(üQEta CIA. I, 8, 20 (nach 444 v. Chr.); IV, 1, a, 25, a, 5 (nach 444 v. Chr.); 
II, add. 1, b, 23 (c. 403 v. Chr.); add. 115, b, 2 (nach 350 v. Chr.); 115, 3 (343 v. Chr.); 

IV, 2, 109 b, 20. 23 (347/342 v. Chr.); 872, B, 2 (341 v. Chr.); 311, 51 (286 v. Chr.). — 
diüQiu zum ersten Male CIA. II, add. 1, b, 32 (403 v. Chr.); dann: 114, B, 13 (343 

V. Chr.); 162, ab, 9 (336 v. Chr.); 164, 11 (334 v. Chr.); IV, 2, 572 e, 9 (321/0 v. Chr.); 
II, 254, 21 (c. 307 v. Chr.); 290, 4 (c. 300 v. Chr.); 309, 19. 31 (287 v. Chr.); 311, 16. 
23 (286 V. Chr.); 312, 26 (286 v. Chr.); 314, 12 (284 v. Chr.) etc. Dittenberger, 
Hermes XVII, p. 40, hält die Form mit ei für die jüngere. Doch ist Zutritt von 
„Iota euphonicum" (vgl. § 15, e) in so früher Zeit (Mitte d. V. J.) nicht erweislich. 
Anders Bamb. Jb. Vffl, p. 620; Curt Grdz. p. 610; Cauer p. 251. 401; Riem. Rev. IX, 
p. 52, welche alle das t für ursprünglich erklären. „On trouve dans l'Herodien de 
Lenz un texte en faveur de dmgeia (II, p. 601, 26, note), un autre en faveur de Srnged 
(I, p. 285, 64)." Riem. a. a. 0. Vgl. auch Schäfer, Rh. M. 33, 422 ; Blafs, Jahrbb. 145, 35. 

220) Die gewöhnliche Form CIA. II, 613, 10 (298 v. Chr.). — imusliag add. nov. 
256, b, 24 (304 v. Chr.); Riem. Rev. IX, 52. 

8") rifxiaeiav CIA. II, 600, 22 (300 v. Chr.). — rj/Liiaeav 1055, 16 (345 v. Chr.); 
1059, 14. 19 (321 V. Chr.). Riem. a. a. 0. 

222) Die gewöhnliche Orthographie «V^f*«, z. B. CIA. II, 573, b, 2 (IV. J. v. Chr.) 
— l^Qsa IV, 1, c, p. 138, II, 13 (485 v. Chr.); IV, 1, a, 555, a, 3 (V. J.); EA. 1897, 
p. 177, A, 2. 8; B, 5 neben jzQVTavsiag A, 7 (bald nach 446 v. Chr.); II, add. 610, 4. 7 
(IV. J.); add. 573, b, 7 (IV. J.); 758, 1, 8, (IV. J.); 706, B, 7 (IV. J.); 624, 33 (1. Hälfte 
d. II. J. V. Chr. neben 5 mal. ft); add. 453, c, 2 (11. J.); 1369, 1; HI, 345; 218 (Kaiser- 
zeit). Die Form legea läfst sich allerdings auch mit W. Schulze q. e. p. 489 auf UQtjßa 
zurückführen. 

223) nQvxaveCa z. B. CIA. II, 181, a, 4 (323 v. Chr.). — ngmavia 186, 17 (322 
V. Chr.); 190, 15 (320 v. Chr.). — nQvxavias add. 834, b, 11—12 (329 v. Chr.). 

224) noXuiav CIA. IV, 2, 281 b, 8 (c. 350 v. Chr.). 

«5) ravQiav CIA. H, add. 834, b, II, 25 (329 v. Chr.). Riem. Rev. IX, 52. 

226) Tonala z. B. CIA. ü, 807, a, 153 (330 v. Chr.). — jon^a ibid., 5 mal, von 
Zeile 61 an; 808 d, 148 (326 v. Chr.); 809 b, 144ff. (4 mal), überall neben xoniTa, 

227) xQ^CoLV CIA. II, 836, ab, 27 (320/317 v. Chr. - [x\Qiav ibid. Z. 42. 



— 41 — 

l^ya&6y,k€{i>)a^^^); Alvs{i)axai, ^ Alvi{i)ag (die kurze Form 

4 mal, VI. und V. J.)'"); '^xadiy>6(0a^'°); !^^*(yi:oda^f(Oa'"); 
''AQi^<i%6xXe{L)a^^^)\ ldxi'H^{i)cc (Schiffsname) *^^) ; BQvXXh{i)a'- 

AfiCO«*««); 0€6xXe{i)a^^^); "hq6xXe{i)a^^'')', KX€ioxQens(i)a^*^y, 
M€V€XQdT€{i)a^^^) ; iWi/(J€(*)«**^) > NavxX€(i>)a^*^) ; Nedv- 



223) '^ya&oxXeia CIA. ffl, 2970, 2971 etc. — "Aya&oxXia IV, 2, 477 b, 42 (100/70 
V. Chr.); in, 2968; 2969 (Kaiserzeit). 

229) AivEtaxai CIA. I, 259, 18 (425 v. Chr.). — Atveärai 234, 34 (446 v. Chr.); 
238, 24 (443 v. Chr.); 243, 18 (437 v. Chr.); 256, 23 (428 v. Chr.); vgl. unten Note 475. 
— AMff CIA. I, 478, 1 (VI. J. V. Chr.); Ahiag IV, 1, b, 34, c, 2 (kurz nach 434 v. Chr.). 
Dazu Aiv^o(v) Ziebarth 5, b. Neben € steht auf den Vasen einmal ei, s. Kretschiner 
p. 30. — Für Aivio{v) ao(f(ug iaTQo{v) ttQCaTo(v) CIA. IV, 1, c, 422, 14 denken die 
Herausgeber an den Asklepiaden Alvstog (Steph. Byz. s. v. Kiag), 

230) l4xa6rifiiia KE. 40, 3 (Ende des III. J. v. Chr.). — 'AxaSi^fxea CIA. 
III, 2985 (Kaiserzeit). Zum Vokalismus der Anlautsilben s. J. Schmidt, KZ. 32, 
255 ff., 393. 

»") 'dQiaxoSafjLia CIA. II, 754,52. 24 (359/344 v. Chr.). 

M«) [A]Qtaj6xleiM CIA. 11, 836, c -1, 41 (320 v. Chr.), etc. — \4QiaT6xXea IIl 
2291, 1 (Kaiserzeit). 

233) :dxdXsCa CIA. II, 811, b, 109 (323 v. Chr.). — "A^Mia 809, d, 60 (325 
V. Chr.). 

234) [BQvX]Xeiavo£ CIA. I, 37, Frg. z\ 9 (425 v. Chr.). — BgvXXeavol 247, 18 
(432 V. Chr.). 

23«) ^loxXsa Def. 8, 2 (HI. J. v. Chr.). 

236) EvyivHa CIA. III, 3150; 1831, 1 (Kaiserzeit). — Evyivea III, 2948 
(Kaiserzeit). 

237) 'uSela CIA. H, 836, c— k, 15 (ffl. J. v. Chr.); ffl, 1669 (Kaiserzeit) etc. — 
"H6ia II, 3755 (IV.— I. J.); III, 2324; 3186 (Kaiserzeit). 

238) SdXsia CIA. III, 2450 (Kaiserzeit). — BaX^a 3194; 3195 (Kaiserzeit). 

239) SeoxXea CIA. II, 989, 18 (nach 200 v. Chr.); BeoxXiag III, 3362 (Kaiserzeit). 

240) 7€(>oxA€aCIA. n, 2711, 3. 

2«) iat{t)oxQdTEa CIA. n, 2043, 1. 

242) MtViXQdna CIA. II, 758, B, II, 8. 9 (c. 334 v. Chr.). 

243) Mri$ia KV. 204 (IV. J. v. Chr.), s. Kretschmer p. 130. 

244) NttvxXea xaXrj KV. 166 (altaitisch), bei Kretschmer p. 130f. Wie das dort 
aus Idva^iXiiFä gedeutete lAva/ad^a, erklären sich ^AgiötoXia CIA. II, 1915, 2 neben 
lAQicfToXsüjg, UaaiXia II, 1935, 1 ; KqixoXia 11, 2543, 2 (post medium saec. IV). Über 
IIsv&£<fiX€{fja 8. Kretschmer p. 131. 

245) mdvSQSia CIA. I, 226, 10 (454 v. Chr.), etc. — mdvSQsa 240, 30 (440 
V. Chr.). 

246) Nifieia CIA. I, 419, 5 (vor 444 v. Chr.). — rd Nlifi]ea H, 181, 8 (323 
V. Chr.); III, 128 f. (Kaiserzeit). 

2*7) Nsfieidg II, 988. — Nifisdg II, 794, c, 25 (356 v. Chr.); 2846. 
248) SevöxXsa CIA. IV, 2, 767 b, 14—15 (332/1 v. Chr.). 



— 42 — 

2. Vor € in: !^Aw7rfXf(Of2^^"); !;^iitaSa>'r€(0«t;g**^); ßaka- 

j;«(r)ov"8); ^fx^MO^v?'"'); ./*o/ti€(0«r?^*°); 'E^*x6(0«rs"'); 

3. Vor oder ov in: ai^(J^^(*)o$^®*); j^arga^^Woi'^'**); yoqyo- 



249) [SlevoxQciua CIA. II, 758, B, II, 35 (c. 334 v. Chr.). Riem. a. a. 0. 

250) jri]s bfjLtiqiaq CIA. IV, 1, a, 61 a, 33 (409 v. Chr.). 

251) miecarai CIA. I, 232, 6 (448 v. Chr.); 233, 16, c, (447 v. Chr.); 235, 11, c 
(445 V. Chr.). — mUarai 230, 22, b (450 v. Chr.); 237, 5 (443 v. Chr.). 

252) noXvxXea Def. 102, b, 8-9 (III. J. v. Chr.). 

253) Vgl. Note 475. 

254) 'YyUa KV. 204 (IV. J. v. Chr.), s. Kretschmer p. 130. — Über vyUia vgl. 
Note 471. 

256) inwQia CIA. II, 2765, 3 (IV.—I. J. v. Chr.). 

256) 'AX(onBxei,m CIA. I, 122, 3 (429 v. Chr.); 123, 2 (428 v. Chr.); IV, 1, c, 
225 k, 15 (bald nach 419 v. Chr.). — 'Majnexesl 184, 10 (412 v. Chr.); 185, 26 (411 
V. Chr.). 

257) ^Afxa^avTSiSvg CIA. II, 652, A, 6 (398 v. Chr.); II, 1288, 2. — 'Aua^avT€€vs 
XOY. 99; 214; 215; 217; 219; 1419; 1644; 1760. Riem. Rev. V, p. 151. 

258) ßaXaviiov CIA. IV, 1, a, 53 a, 37 (418 v. Chr.); H, 814, a, B, 33 (377-3 
V. Chr.). — ßttXaviov II, 1056, 8 (334-326 v. Chr.). 

259) JexeXeievg CIA. II, 660, 4 (390 v. Chr.); JexsXsiijg IV, 2, 841 b, 64 neben 
J(x]6X€rjg Z. 122 (Anf. d. IV. J. v. Chr.) etc. — J€xsXs€vg II, 1247, 1 (320/19 v. Chr.); 
733, B, 6 (306 v. Chr.); 1292, 2 (271/70 v. Chr.); 1984, 1. 2; 1986, 2; 1986, 2 
und sonst. 

260) JiofX€i€vg CIA. IV, 2, 50 b, 4 (373 v. Chr.); II, 493, 4 (c. 300 v. Chr.) etc. — 
Jvofjinvg CIA. H, 247, 13 (306 v. Chr.); 263, 11 (303 v. Chr.); 1020, 13 (IV. J. v. Chr.?); 
add. nov. 320, b, 4 (279 v. Chr.) etc. 

261) 'EQixieZg CIA. II, 872, 25 (341 v, Chr.); ^Egixsevg 1042, 4 (HI. J. v. Chr.?); 
IV, 2, 623 b, 3 (nach 250 v. Chr.); 2020 b; II, 2020, 1; 2639, 6; -eiojg 2639, 5. Über 
die Formen mit €i s. Note 437, b. 

262) nXüj&stsvg CIA. n, 676, 20 (387—366 v. Chr.) etc. — [nX](o»ievg 703, 9 
(341 V. Chr.); nXto^eiiag IV, 2, 1561 d und sonst. 

263) [T^iv^sfxnvg CIA. H, 983, 83 (H. J. v. Chr.); 2602, 3; 2603, 3. Riem. Rev. 
IX, p. 52. 

264) äv[$]qiov CIA. II, 758, B, II, 26 (334 v. Chr.). 

265) ßttjQa/siovv und ßarga/souv CIA. 11, 758, B, 23; 11, 12 (334 v. Chr.). 

266) [y]oQy6v€iov CIA. II, 736, B, 3 (307 V. Chr.). — yoQ[y]oviov 708, 12 (nicht 
vor 340 V. Chr.). 

267) [y]gaf^iuaTio[v CIA. n, 766, 87 u. 117 (340/338 v. Chr.), neben yQafifiatsCov 
add. 841, b, 20 (396 v. Chr.). 

268) doQXtt^eoi CIA. II, 766, 23 (nach 341 v. Chr.). 

269) xoXscov CIA. II, 649, 16 (398 v. Chr.); add. 729, b, A, 6 (IV. J. v. Chr.) — 
[xoX]i6v 652, A, 47 (398 v. Chr.); xoXs[6]Vy Raum für nur 1 Bachstaben, CIA. U, 660, 
22 (390 V. Chr.). 



— 43 — 

novQ€{i)ov*^^) \ nXi{i)oVi nX^(ii)ovog, nX€(i)6va)v, nXd(i)o(ti, 
7tX^(i)ov(x"^); 7tQvtapi{i)ov"^); ar€A€(*)oP^*); (ftvn7ti(i)og*^*); 
z^>lf(*)o$'^*); l^Qi{i)ov ndyov (die kürzere Form 3mal)*^*); 
Qfiai{i)ov (die kürzere Form 4 mal)*"); K6nq€{i)oq^''^)\ Meao- 

4. Vor (ö in: ü[Z«(*)a)'®°); vi{i)(av (vom Nom. %a V€ta = Td 
v^iay^^); l4(^xlfi7tU{i)(ov'y B€vdtdi{i)(av\ 0iya^(*)a)v'"); ^Hga- 
x;i^(*)«"»); '£r^axAfi(*)ft)Vi??"*); 'Yn€qßoqi{i)(av^''^). 

13. In der Poesie wird die Verkürzung bisweilen nur aus dem Me- 
trum ersichtlich: 

dsiffioXg agyalsloig (-i- - | -i- ^ v^ | -) a»«); 



370^ xovQsCov CIA. II, add. 841, b, 6 (c. 396 v. Chr.); xovgiia auf dem andern 
Teil der Inschrift, IV, 2, 841 b, 61; xovgsiov ibid. 118. — xovgeov II, add. 841 b, 28. 
Riem. Rev. IX, p. 52. 

2^0 Über nlioVi nXfovog etc. s. unten, § 60, 18. 

»»«) nQvxavilov z. B. CIA. 11, add. 52, c, 26. 27. 30. 34 (368 v. Chr.). — n^vra- 
viov add. 1, b, 15. 27 (403 v. Chr.). 

>^S) axilBoC CIA. n, add. 834, c, 26 (nach 329 v. Chr.) neben aiiliioiig Z. 55. 

«^*) arvTinstov z. B. CIA. II, 811, ;c, 90 (323 v. Chr.); [aTvn]niov 809, e, 176 
(325 V. Chr.). 

278) rsXs£(f, T€XfC(p CIA. II, 966, A, 50ff. (c. 191 v. Chr.); 967, b, 57 (H. J. v. Chr.) 
— tileog CIA. IV, 1, a, 3. (vor 444 v. Chr.); IV, 1, b, 27, b, 39 (439 v. Chr.); II, 
631, 6 (nach 400 v. Chr.); 115, 47 (c. 343 v. Chr.) etc. 

276) 'Agiov ndyov CIA. IV, 2, 252 d, 23 (Ende d. IV. J.); III, 716 (Kaiserzeit); 807 
(Kaiserzeit). 

277) Srjüiov CIA. n, add. 834, b, I, 10. 68; 11, 31. 56 (329 v. Chr.) neben StiasCov 
ibid. I, 31. 66. 

278) XoTtQfioi. z. B. CIA. II, 944, II, 21 (325 v. Chr.)..— XonQiog 809, a, 48 
(325 V. Chr.). 

279) Meaoyeoi, Meaoyicov neben Meaoyetoig CIA. 11, 603, 6. 10. 15 (knrz nach 
270 V. Chr.). — Riem. Rev. IX, 173. -aiog in xoivt^, in ^yyaiog u. ä., s. Schweizer 
p. 59 Anm. 

»w) KXna^ CIA. II, 2278, 1 (IV.-I. J.v. Chr.). — XXsd H, 3026, 1 (IV.-I. J. v. Chr.). 

2«') vfiojv CIA. II, 809, e, 28 (325 v.Chr.). — vi(ov 808, d, 69 (325 v. Chr.), 
neben vet« Z. 66. 

••2) lA0xXr}7iii(av, Biv^iSitov^ Srja^tov neben 'AaxXijnieitov, ^OXv^tniitcDV etc. 
CIA. n, 741 (334/330 v. Chr.). 

2M) 'HgaxXstov CIA. I, 66, 4 (vor 403 v. Chr.). — "HQaxX4(^ II, 603, 15 (nach 
270 V. Chr.); 604, 8 (nicht näher datierbar). 

28«) 'HqaxXiimov CIA. I, 65, 1 (vor 403 v. Chr.). — 'HgaxXicoTriv II, 613, 15 
(298 v. Chr.). 

28») *Y7i€QßoQ[i\a)v CIA. II, 813, A, 8 (vor 400 v. Chr.). Ranm für nnr einen Buch- 
staben. Riem. Rev. IX, p. 52. 

288) RE. 1136, 4 (in. od. II. J. V. Chr.), = Def. 108 a, 4, wo sich jedoch auch sonst 
UoebaBhaiten im Metrum finden. 



— 44 — 

oder der Schreiber hat sie angewendet, wo sie metrisch unmöglich ist: 

xTci^evop svxlsav (- ^ ^ | -i- - | -y^"^), 

14. In der nachklassischen Zeit hört das Schwanken zwischen ei 
und € im allgemeinen auf, und die Sprache entscheidet sich für die eine 
oder andere Form; in den meisten Fällen für den Diphthong; wo aber 
der Akzent auf der letzten Silbe liegt, wie in doaqeKi und in den Demo- 
tika auf -eisvg, für einfaches s. Nach 250 v. Chr. findet man weder in 
dcoQsid noch in den Formen auf -eievg mehr den Diphthong**®). 

15. In einigen Fällen dauert das Schwanken fort bis in die Kaiser- 
zeit, so a) bei den Frauennamen auf -xA«(*)a, -y€P€(i)a u. a. ; b) bei den 
Festnamen: N^fi€{i>)a\ c) bei den Wörtern: *^^f(*)a, ^AQf{i)og ndyoq. 
— Über nXsioav, nXiov s. unten § 60, 18'*®). 

16. Was die attischen Demotika anlangt, so findet man neben -si^svq 
und -s€vg schon seit dem Anfang des lY. Jahrhunderts auch blofses 
(vielleicht teilweise durch Kontraktion entstandenes) -€vq\ IlXcod'svg, Jsxe- 
letfg u. s. f.^®°). (Bei fremden Namen schon früher*®^).) Diese Ortho- 
graphie wird später bei einzelnen Wörtern herrschend. So verwendet die 
Kaiserzeit nur noch die Form 'Afia^avTevg^^^), 

17. Der lautliche Zusammenfall der Ausgänge -aisvg und -ssvg zeigt 
sich auch oft in der Orthographie: J^ofJbaisvg^ ^EQtxauvg, TQivsiiatsvg 
und umgekehrt: Brjaesvg etc.^®*). 

d) €i'i neben €'i. 

18. Neben einander erscheinen: mslei'ivog und msXi'ivog^ ^Vfiel'ia 
und QV^iia^^*). 



287) KE. 24, 3 (vor 350 v. Chr.). Vgl. auch CIA. I, 478 (VI. J. v. Chr.) ; [ui]M(f 
Tode aij[/4,tt], 

288) Über die xoivrj s. Schweizer p. 57 oben. 

289) Ygi^ unten f), zur Erklärung Schweizer, p. 56 f. 

MO) mo)&evg CIA. H, 1249 2 (400/350 v. Chr.); 2482, 1; 2485, 2; IV, 2, 1561 b; 
mtoS^itog 2482 b; JsxeXeig 11, 944, ü, 36 (Ende d. IV. J. v. Chr.); "Afxa^avTivs 
IV, 2, 623 d, 8 (makedon. Zeit); IV, 2, 626 b (1. Hälfte d. II. J. v. Chr.); II, 1828, 3; 
1829, 3; 1833, 2; 1834, 2; 1836, 1, -äcjg 1830, 3; 1832, 3. Riem. Rev. IX, p. 52, Note. 

M') AafintovHivg und AafiTKovug, MaQOJveievg und MaQOivevg schon im V. J. 
y. Chr., 8. Index zu CIA. I, p. 237. 

w») Vgl. d. Index zu CIA. III, 2, p. 320. 

»98) Vgl. d. Index zu CIA. III, 2, p. 317—321, und oben Note 185. 

29«) qvfjLEC'ia CIA. IV, 2, 834 b, II, 95 (329 v. Chr.) neben qvfii'Ca, ibid. (das 
Wort fehlt in unsern Wörterbüchern); Truki'ivog ebd. 95. 96, ixeXi'Cvog 95. 96. 97, 
Riem. Rev. IX, p. 51. — nTiXeCivai CIA. II, add. 834, b, 11, 15. 16. 18 (329 v. Chr.). 
Riem. a. a. 0. — nreXtiva CIA. I, 280, 5 (V. J.)- 



— 45 — 

e) «* als Schreibung für «*®*). 

19. Im IV. und III. Jahrhundert v. Chr. ****), besonders aber innerhalb 
der Jahre 350 — 300 v, Chr. wird, abweichend von der früheren Schreibung, 
€ vor Vokal (a, f, tj, o, ov, co) vielfach durch «* dargestellt, so 

1) Vor a in: ä(ji,(piöi(i}a^^'); i^i^dp (seit 387 v. Chr.; die 
Schreibweise des VI. und V. Jahrhunderts ist idvy^^)\ i(^tyaV' 
Tov^^^); ^*r«<*)a«'og *°°) ; top ßaaiXi(^i)a^^^)\ top yQafifia- 

''AxccQPi(iya^^^); pi(^i)a von pioq^^'')\ KXi(^i)apdqoq, KXs(^i)ai- 



"*) Franz p. 233; G. Meyer p. 227 f.; Herw. p. 10 f.; Riem. Rev. V, p. 148 f. 
IX, p. 51. — €1 bezeichnet ,;ein dem i sehr nahe liegendes e^^i J. Schmidt, KZ. 27, 295 
ebenso W. Schulze q. e. 41 seqq.; p. 510; Solmsen, KZ. 32, 549f. ; Kretschmer p. 136 
Bragmann, IF. 9, 345. Der durch ei bezeichnete Vokal erleidet sogar im Vers Synizese 
fiavT€(^i}a)V (fQaofjioavvi^av CTA. IV, 1, b, 373, 99 (so nach Blafs p. 34, /navrsidiv im 
C ist unwahrscheinlich), s. W. Schulze q. e. p. 42. — Für die xoivi^ vgl. Schweizer 
p. 44. — Schreibungen wie böot. Siotp^vatog begegnen auf den att. Inschriften nicht; 
vyisis = vytis CIA. IV, 2, 1054 g, 12. 13 (338 v. Chr.), so aufzufassen wird dadurch 
nicht empfohlen, dafs auf der Inschr. sonst ei für € nicht begegnet, kurz vorher vyieig 
vorkommt und auch Z. 17 das masc. für das neutr. steht. — Dagegen ist einmal für 
den dem t sich nähernden e-Laut geradezu i gesetzt: IdvxixXCovg CIA. IV, 2, 179 b, 1 
(325 V. Chr.). 

»«•) NriXsCfog EA. 1884, 161—62, Z. 29 (418 v. Chr.) ist blofses Versehen. Die 
Inschrift hat NE[,E02:, vgl. Hival 10 und CIA. IV, 1, b, 53, a, 29. — Sonst nur 
uiafjiTtTqüfog IV, 1, b, 491, 35, b, 1; fiavTSidiv IV, 1, b, 373, 99 aus dem V. Jahrb. 

^) CIA. II, add. 834, b, H, 55 (329 v. Chr.); die richtige Schreibung {afJLifiSiai) 
z. B. CIA. II, add. 834, c, 33 (nach 329 v. Chr.). 

«»«) iidv CIA. n, add. nov. 14, b, 11 = IV, 2, 14 b (387 v. Chr.); add. 115, b, 30. 
47 (nach 350 v. Chr.); add. 573, b, 13. 18 (nach 350 v. Chr.). 

Idv CIG. I, 8, B, 7 (vor 570 v. Chr., nach Köhler); Mitt. IX, p. 117 (zwischen 
570 u. 560 V. Chr.); CIA. I, 1, c, 28; 19, 3; 25, b, 9; 29, 9; 31, A, 2. 13. 25. 26; 32, 
ß, 14. 16; 37, 5mal; 38, e, 12; 40, 6mal; IV, 1, a, 1, A, 7. 26. 28. 32. 38; 22, a, frg. d, 
7. 14; 27, a, 25 etc. etc. (alle aus d. V. J. v. Chr.). 

2»9) davTov CIA. n, add. 115, b, 13 (nach 350 v. Chr.). 

300) CIA. n, 1991, 2. 3 (zwischen Euklid und August.). 

801) CIA. II, 263, 15 (303 v. Chr.); 312, 36 (286 v. Chr.). 

80«) CIA. n, 115, 19 (343 v. Chr.); 277, 3 (c. 300 v. Chr.); 1334, 8 (IH. J. v. Chr.). 

803) CIA. n,>dd. 834, c, 55 (nach 329 v. Chr.). 

804) ziif} CIA. II, 1054, 3 (347 v. Chr.), neben Ziag 793, f, 54 (357 v. Chr.). 
80«) CIA. IV, 2, 184 b, 19 (vor 322 v. Chr.). 

306) CIA. IV, 2, 776 c, A, 11. 

807) SiX[xia\ Viva CIA. H, 818, 30 (354 v. Chr.); %vrji xal vitt^ IV, 2, 178 b, 4 (328 
V. Chr.) — NeiavÖQim IV, 2, 2724 b, 1. 

808) KliiavSqog Def. 9, 24 (HI. J. v. Chr.) — KXeMivetog Mitt. XXI p. 299 
(2. Hälfte des IV. J. v. Chr.). 

809) Def. 31, 1, 8; n, 8 (HI. J. v. Chr.). 



— 46 — 

2) Vor «, ^ in: "IxaQa<^i}€g^^'); KonvT8{i)eg''^^)\ (J^<*>iyTa*; 

3) Vor in: d'B{i.)otv^^^)\ &€(ty6xQno(;^^*); ®€{i)o(pdvrig''^^)\ 

4) Vor ov in: qi(^iiyovaa^^^)\ Mvriaid'i{i)ov^^^)\ l^vr*xA^<*)- 
oi;^^^°); ^AqiaToytXi(^i')ovg^^^)\ JfifioxXi(^i,}ovg^^^); OsfiiaTO- 
xli(^iyovg^^^); 'IsQoxX^(^iyovg^^^); MoiQOx]ii(^iyovg^^^)'j 2o(po- 

5) Vor €0 in: ajtox^«^*)«^^^) ; y«(*)«?;'o?*^®); d^<*)a)j^Ta*"°); 



310) CIA. n, 943, II, 8 (325 v. Chr.). 
3") CIA. II, 872, II, 17 (341 v. Chr.). 

312) CIA. II, 167, 43. 48 (kurz nach 307 v. Chr.). — diritai H, 40, a, 13; 54, b, 15 
etc., 6ir^ I, 32 b, B, 14 (434/16 v. Chr.). 

313) aeiolv CIA. II, add. 834, b, I, 2; H, 2. 5 (329 v. Chr.). — d^^olv ibid. II, Z. 1. 

314) CIA. II, 3777 (vorröm. Zeit). 

315) CIA. II, 1919 (vorröm. Zeit); Riem. Rev. V, p. 149. 

316) CIA. H, 3778, 1 ; SecoSoxog Ziebarth 4, 5. 

31^) KOY, 45 (vorröm. Zeit); Riem. Rev. V, a. a. 0.; JaoQO&etog Ziebarth 4, 4. 

318) §sCovaa (neben häufigerem qiovaa) CIA. II, 681, 22 (nach 400 v. Chr.). 

319) CIA. II, 872, in, 21 (341 v. Chr.). 

320) CIA.n, 580, 3 (324 v. Chr.); '^hev'AvttxXlovs s. Note 295. 

321) CIA. n, 804, A, 5 (334 v. Chr.). 
3W) CIA. II, 872, m, 12 (341 v. Chr.). 

323) [esfii^axoxXUovg CIA. H, 701, 1, 16 (344 v.Chr.); 0[€^*orToxA]^ot/b] ibid. Z. 4. 

324) CIA. II, 2216, 2 (vorröm. Zeit). — Riem. Rev. V, p. 148. 
326) CIA. n, add. 834, b, II, 74 (329 v. Chr.). 

326) Ibid. Z. 55. 

327) ^oxXiiovg CIA. n, 1060, 5 (IV. J. v. Chr.). Riem. Rev. IX, p. 51. 

328) CIA. II, 578, 28 (nach 340 v. Chr.). 

329) ynfOQ{y6v CIA. IV, 2, 773 b, A, 22. 

330) CIA. n, 119, 14 (c. 340 v. Chr.). — diorviai I, 40, 56 (424 v. Chr.); kdiovio 
IV, l,a, öle, 6(410 v.Chr.). 

331) CIA. II, 168, 9. 20 (330 v. Chr.). 

382) CIA. II, 766, 18 (338 v. Chr.); IV, 2, 178 b, 1 (328 v. Chr.). 

^) hQe[i\(ofjLfvog CIA. II, 578, 32 (350 v. Chr.) neben Ugeoj/^ivoig Mitt. IV. p. 335 
(305 V. Chr.); legewaaro CIA. II, 613, 3. 14 (298 v. Chr.). — IsQiKoawa CIA. II, 632, 2 
(IV. J. V. Chr.) neben IsQftoawa Mitt. XXIH S. 24 Z. 6 (V. J.); CIA. H, 610, 6 (nach 
Ziebarth, Mitt. XXIII S. 25); 631, 10. 20. 24 (IV. J. v. Chr.); EA. 1895, p. 100 f., A, 12; 
CIA. IV, 2, 841 b, 65; IfQoiawa CIA. II, 631, 12 (Anf. d. IV. J. v. Chr.). — Uqniaavvng 
IV, 2, 620 b, 4—5 (Anf. d. II. J. v. Chr.) neben hqstaavvrig CIA. IV, 2, 597 c, 8; -i?y 
623 e, 9—10. Zur Erklärung der Form s. Wackernagel, Philol. Abz. 1886, S. 73; 
W. Schulze q. e. 144; 519; für die xoivri vgl. Sch\i'eizer p. 93 Anm. 



— 47 — 

cog, -^«<*)a);'o^ot;**^); -^«<*)cöVrWog'*®); /7f^;'a(X^<t)co^'*®); 

20. Ob in x^^coi/rat (c, 350 v. Chr.)**0 ^^^ *» ähnlich wie in den 
obigen Beispielen (vgl. dsitavtai)^ als blofses orthographisches Zeichen 
aufzufassen ist oder vollen Lautwert hat, mufs, so lange Beispiele aus 
dem y. Jahrhundert noch fehlen, dahin gestellt bleiben. 

f) Schreibung von altem si, vor Vokalen durch 17*"). 

21. Eine eigentümliche Erscheinung, die sich im zweiten und ersten 
Jahrhundert vor und nach Christo, zumeist aber im augusteischen Zeit- 
alter nachweisen läfst, ist die Schreibweise: -^a, -lyog, für -f*a, -«*og, 
in den Wörtern: 

€V(f4ßijcc, d-sQcin^a, UQfja (10 Inschriften), (AavTi^a, natSija, I^qi- 
(ftoxlfja, "^HQdxkijay Oilöxlija, ^Acpilfja, raXdrija, ^laiyivfja, 
'Hdijay ^adccfiija^ ^Avxcnviria (Festname), FeQfiavixfja, "EQiAtja, 
@ij(ffja^ Kai(SaQfja, Alvfiov^ ^Aqriog ndyoq (9 Inschr.), ^AQyfjog, 
IdQfiogy Avxfjog, Mijdfjog, ^Hkijov^^^). 



^ AafinjQiifogj fiavnnüv s. Note 296; viv(oxoqCov CIA. 11, add. 834, b, II, 28 
(329 V. Chr.) neben veaxoQiov, Z. 45. 

33») h r^ f4€ydX(p vei(p Mitt. VH, p. 368 (346 v. Chr.). 

336) CU. IV, 2, 617 c, 5. 

337) CIA. II, 4057. 

338) CIA. n, 311, 49 (286 v. Chr.). 

»8») CIA. n, add. 834, b, II, 73 (329 v. Chr.). 

34«) Vgl. den Index zu KOY, und Riem. V, p. 149. 

M») 'A[xaQV€]i(Oi QA. II, 1060, 5- 6 (IV. J.?). 

"2) CIA. II, 1098, 2 (nicht näher datierbar). 

»«) Vgl. den Index zu KOY, und Riem. Rev. V, a. a, 0. 

»**) CIA. IV, 2, 2048 c, 6. 

»«) KOY, 645 (vorröm. Zeit); CIA. IV, 2, 2175 b, 1—2 (vorröm. Zeit). — Riem. 
Rev. V, a. a. 0. 

M«) CIA. II, 168, 20 (333 v. Chr.). 

w^) AafjLTiTQiifog s. Note 296; AnoiyoQov CIA. U, 553, 21 (c. 400 v. Chr.). 

"«) AH03Vx[C$og] CIA. II, add. 834, b, I, 7 (329 v. Chr.). 

M9) CIA. II, 2379, 2 (Anf. d. III. J. v. Chr.). — Riem. Rev. V, p. 148. 

»w) CIA. II, 3273, 2 (vorröm. Zeit); Riem. Rev. V, p. 149. 

»") xeCiovrai CIA. II, 573, 10 (c. 350 v. Chr.). Über SsCrirai, diCuivrai vgl. N. 312. 330. 

3««) Dittenberger zu CIA. III, 788, add. 263 etc.; Herw. p. 5; Riem. Rev. V, p. 146; 
IX, 55; Schweizer p. 55 f. 

3»») tvaaßrjag CIA. IV, 2, 624 b, 25 (171 oder 169 v. Chr., jedenfalls nicht nach 159 
V. Chr.); III, 788, 4; 789, 4; 836, 3; &€Qdnria IV, 2, 624 b, 8—9 (171 od. 169 v. Chr.); 



— 48 — 

m 

22. Es sind, wie man sieht, zum Teil dieselben Wörter, die in der 

Kaiserzeit auch noch in der Schreibung -sog, -sa vorkommen (vgl. S. 44, 15). 
Beide Fälle vereint beweisen, dafs zu einer Zeit, wo jedes andere si zu * 
geworden war, das «* vor Vokalen noch für eine Zeit ein e-Laut blieb. 

23. Beispiele für diese Erscheinung liefern auch Inschriften aus 
dorischem, ionischem und äolischem Sprachgebiet^*^*), alle derselben Zeit 
angehörig. Sie erklären, wie die Römer der klassischen Zeit dazu kommen 
konnten, Med'ea, Dareus zu schreiben. 

24. Was übrigens die obigen Beispiele anlangt, so reicht, so weit 
sie genauer datierbar sind, keines unter die Zeit Neros hinab ^**). 

g) Übergang von «* in ***^). 

25. Der Übergang des durch si bezeichneten langen geschlossenen 
e-Lautes in den einfachen i-Laut, den für die Volkssprache einzelne Spuren 
seit 300 V. Chr. darthun, erobert auch die höheren Schichten der Sprache 
ums Jahr 100 vor Christo*^^), und zwar ergreift der Prozefs in gleicher 
Weise echtes und unechtes sii m&aqxovvxsg (nach 100 v. Chr.); 



A9. VIII, p. 495; Uqria IV, 2, 624 b, 16 (171 od. 169 v. Chr.) neben lag hqHag Z. 27; 
EA. 1896, p. 48, n. 45, 1 ; CIA. III, 315; 316; 321 ; 353; 359; 361 ; 376; 387; [fAttVT\riav 
CIA. n, 950, 6 (50—1 V. Chr.); 7r[ai](fj}a Mitt. VII, p. 391 f. (H. od. I. J. v. Chr.); nqi- 
aßrja CIA. II, 488, d, 21 (c. 30 v. Chr.); uihriov 1049, A, 55 (I. J. v. Chr.); 'AgiüToxlria, 
'HodxXria, ^^doxkrja III, 1527, 1778, 2512; Vi(^^Ai?a 2887, 1; raXatTia 3057, 1; Eiai- 
yivrja 2916, 1; "Höria 2836, 1; AaSdfiria 312; 343; 'AvTtovvr^ovg II, 482, 22 (39/32 
V. Chr.); [rsQlfJLavrxrioig III, 1079, 25, (45 n. Chr.); ^Eqlfxrioiv Franz p. 152 (Zeit des 
Augustus oder Tiberius); Grjairioig (sie) CIA. II, 482, 22 (39/32 v. Chr.); KaiaaQrjcov 
III, 652, 9 (57 D. Chr.); *AQriov nayov 63 (Zeit des Augustus); 452 (Inschr. auf Ger- 
manicus); 567 (39 v. Chr.); 587 (c. 11 v. Chr.); 617; 788; 789; 976; 993; 'jiqyriog 
2042, 2; 'Liqriog AG. IX, p. 237 (c. 27 n. Chr.); CIA. DI, 1917, 2; Avxriog 292, 21 (30 
V. Chr. — 14 n. Chr.); MriSriog 324 (nicht näher datierbar); 'HXriov II, 2896, 2 (Zeit 
des Augustus). — Anders liegt die Sache, wo ri an Stelle von n vor Konsonant er- 
scheint. In dem allein dafür anzuführenden Beispiel 2fOTriQa CIA. II, 469, 22 (II. J. 
y. Chr.) wird man Übertragung von atoxriQ aus anzunehmen geneigt sein. 

3^4) Vgl. Ahrens De dial. II, 164; Kühner p. 114; Blafs p. 59f.; Meister!, p. 92 f. 
— Dazu KE. Praef. p. X (Kyme); DS. 630 (Kos). 

^^) Von den zahlreichen Inschriften des II. Jahrh. nach Chr. zeigt keine einzige 
mehr diese Schreibweise. 

^ö) Herw. p. 6 f.; G. Meyer p. 180 ff.; Riem. Rev. V, p. 147, wo aber die 
Form IkUCni zu streichen ist, vgl. CIA. II, 835, c — 1); Blafs p. 57 f.; Riem. Rev. IX, 
p. 62—66; Schweizer, p. 53. 

357^ Vereinzelt findet sich i> statt h (oder h statt i) schon früher: (piXlv 
CIA. IV, 1, c, 561, 3—4 (nicht nach der Mitte des V. J. v. Chr., Fehler); xalöig xal 
\(p\iloTe[CfjL\(o[g Mitt. XXI, 303 f. Z. 4 (313 v. Chr.); avfKpigiv CIA. 11, 243, 36 (vor 300 
y. Chr.); /iqC^ia 836, c — k, 83 (vor 285 v. Chr.); Neixcavog, AvasCov, dCoitot (die 
Richtigkeit der Lesart wird von Köhler in Frage gestellt) 329 (270 v. Chr.); iainQix^i 
603, 9 (c. Mitte d. HI. J.); daeßiag CIA. FI, 2724, 11 (c. 250 v. Chr., in einer Grabschrift 
mit groben metrischen Verstb'fsen) wird wohl eher hierher gehören, als die Bildung 



- 49 — 

tffizijT^Qia (38 — 32 y. Chr.); seit den Zeiten des Tiberius auch das et 
vor Vokalen***). 

26. Massenhaft begegnet in der Kaiserzeit £» für » in den Endungen 
-taiog, -tTfjg, -tpog und in den zahh'eichen mii^Iaig und vlxf] gebildeten 
Eigennamen, si ist geradezu zur Bezeichnung von i geworden. Daneben 
erscheint i für €L sehr selten'**). 

27. Weil der so entstandene i-Laut lang war, so erscheint ei an- 
fangs (100 V. Chr. — 100 n. Chr.) nur an Stelle von langem *; erst seit 
dem II. nachchristlichen Jahrhundert auch für kurzes »***). 

28. Die Schreibung ast dient zur Bezeichnung von a'i im Gegensatz 
zu aiy nach dessen Übergang in e; ebenso steht oet für o^***^). 

29. Die mit &€i bezeichnete Lautgruppe wird schon seit 100 y. Chr. 
zu l (auch geschrieben et) kontrahiert, so wird vyieta zu vyta (oder, 
was gleichlautend ist, vyeta)] ^Yyietvoq zu ^YyeTvog] ^Emetxldfjg ZM^Eni- 

-la für -£«« darstellen; anifJLi KB. 95, 5 („ID. fere saeculi^'); U=dg Def. 103, t, 2 
(in. J. V. Chr.); dnmCaaa&ai CIA. II, 6U5, 20 (Anfang des II. J.); ixovos IV, 2, 624 b, 27 
(171 od. 169 V. Chr.); ysCvta&a&y (filoTiifiovvja 624, 5. 34 (c. 150 v. Chr.). In weiterem 
(Imfani^e kommen Verwechslaogen von et und i aber erst vor seit 100 v. Chr.; vgl.: 
EiipiauttSrig QA. 11, 465, 105 c. 100 v. Chr. 



TtiSagxovvT^ 


471, 17 nach 100 „ 


» 


JlQoßaXeiaios 


470, 104, n 


69/62 „ 


i> 


EixaQi€vg 


478, c, 2 


68/48 „ 


» 


qnXare^fjuog 


478, d, 3 


68/48 „ 


» 


ynvofjLivaig 


478, b, 17 


68/48 „ 


» 


Iloa iiinnog 


1049, A, 67 


c. 50 „ 


n 


*lT€alog 


481, 83, II 


52/42 „ 


J9 


•tufidSaa 


482, 15 


39/32 „ 


99 


^EnatpQoSetTog 


482, 108, 1 


39/32 „ 


» 


iaiTtiiTfjlQia 


482,8 


39/32 „ 


79 


ini^r 


482, 16 


39/32 „ 


>» 


iniSixvvjLiivov 


482, 67 


39/32 „ 


W 


ZaXafisivtog 


482, 113, n 


39/32 „ 


99 


ixaSag 


add. 489, b, 4 


39/32 „ 


>9 


Bton i&fig 


IV, 2, 630 b, 6 


c. 34 „ 


n 



ttSialCnrtpf ttvad-ivai 630, b, 35. 40 c. 34 „ „ 
ifx^a s irevaay 11, 488, c, 17 c. 30 „ „ 

uifUftnoXiZug 2783, 3 titulas aetate Angnsti vix antiqnior. 

BoanogiCTTig f EiaCSfOQog, ^HniQdSjig, Kfj(p€ia(^oTog, TetfÄayivrjg , Teif^ttov, ^iXofjtri' 
XiSfjg II, 2849; 2799; 2900—4; 2422; 1049; 2760; 1936 (IV.— I. J. v. Chr.). 
»») Vgl. unten "YyeCq, Note 362. 
*•) Vgl. dazu Schweizer, p. 74 f. 

••«) Vgl. Ditteoberger zu CIA. HI, 100. ~ Herw. p. 7—8, wo aber rigmCvriv 
zu streichen ist, weil ei eine Lange repräsentiert, vgl. Wackernage], Phil. Anz. 1886, 
p.69. — Die frühesten, datierbaren ßeispiele für et>= kurzem c sind: Md^nfiog CIA. III, 
694, 4 (nach 98 n. Chr.); 'OXvfjLneta 127, 5 (nach 117 n. Chr.); 120, 6 (138/161 n. Chr.). 
8«i) 'A&rivasCg CIA. III, 2200; Naeig 3293. Erkannt von W. Schulze, GGA. 1897, 
896; für ou vgl. ZoeCXog oben N. 128 S. 25. 

MeiBterhans, Grammatik, 8. Aufl. 4 



— 50 — 

xld^g oder ^Ensixldfjg (= Epikides). Daher werden umgekehrt auch 
€** und *«* für blofses «* (resp. *) geschrieben: ^EXsvS'sq^sX (=^EXev- 
d-BQst)^ XoXXsudäv (= XoXXsi^dmvY^^). 

30. Infolge des frühen Überganges von ei in * ist die Schreibung 
unserer Handschriften in vielen Fällen unrichtig. Aus den Inschriften 
ergiebt sich: 

Mit si zu schreiben sind: 
ayxvqstoq^^^)] Atdvxsia^^^), läxadijfisia^^^); axdretog^^^); Idfia- 
^dvTsta^^''); a^Kpidsidiop^^^); l^vtiyoysiog^^^)] dnotsKffia (vgl. 
T€la(oy^^)] dgyvQOxoTistov^''^); W^yraAf^o^*^*); danidstov (=Teil 
des Schildes, «0*71 W*o v = kleiner Schild) '^^) ; /JaTga^^^ov^*^*); Bov- 
^«*a^^*); BQvXksiov^'^^) ; ykavxeiovg *") ; yva(p€Xov *^®); yoQyo- 
vstov^''^); yQa^(jbaT€tov^^°); JaaytvXeiov^^'^)^ Ji€&TQi(pfig^'**)\ Jitpi- 

«") 'YyeCa Mitt. XXI p. 296 f., Z. 6 (Anf. d. I. Jahrh. v. Chr. oach A. Körte) ; 
*Yy/9 CIA. m, 183, 2; 'Yy€£if add. 65, a (Zeit des Tiberius). Über die rich'tig^e Ortho- 
graphie vgl. uoteo, Note 472. Über 'EmeixCSrig, ^Eneixi^Tjg, ^JSntxsiSrig vgl. CIA. III, 
vol. 2, p. 319. vierte Kolumne, uoteo; über 'Yyslvoc ebd. 376, b; *EXev&SQi€t 158, 1 
(60 o. Chr.); XoXXeii^üSv 113, 2 (nicht näher datierbar). Vgl. W. Schulze q. e. 
p. 358 n. 7; Schweizer, p. 57 ff. 101. 

»•«) axoivCa äyxvQSia CIA. II, 827, 11 (IV. J. v. Chr.). 

««*) z. B. CIA. II, 467, 24—25 (II. J. v. Chr.). 

>«s) KE. 40, 3 (Eode des III. J.). Für €i spricht auch die Schreibung ^Axa6ri(iw 
CIA. m, 2985 (Kaiserzeit). Vgl. Ar. JNub. 1005 uod Schanz Plat. VII, p. IX. 

"•) axaxHov, ttxttiilovg CIA. II, 789, b, 34. 36 (373 y. Chr.); axaiiCmv 790, a, 25 
(373 V. Chr.). 

«67^ Wegen Idfia^avTHevg vgl. oben, Note 257. 

3««) ^fjL(f,idH6Cov CIA. 11, 698, II, 24 -25 (350 v. Chr.). 

369) HxQuxfJiov "Avjiyovuov CIA. II, 836, c— k, 45 (267—2 v. Chr.). 

3^0) anoTiiOfia CIA. H, 1058 (3ü0 v. Chr., aus dem Peiraieus). 

8") dgyvQoxoTtiTov CIA. II, 476, 30 (c. 100 v. Chr.). 

372) 'uiQnaX[fyaig, 'AgnaXiCt^ CIA. II, 811, b, 145. 148 (323 v. Chr.). 

373) ianidita CIA. II, 720, B, I, 16. 18 (320 v. Chr.). — ÄanlSia 678, B, 66 
(378/366 v. Chr.). Riem. Rev. IX, p. 62, welcher auf Hesych s. y. verweist. 

«74) ßaTQttxeiovv CIA. II, 759, II, 17 (c. 334 v. Chr.); 758, B, I, 24 (nicht vor 334 
V. Chr.). — ßaTQct/€ovv 758, B, II, 12 (nicht vor 334 v. Chr.). 

375) Wegen Bov&siTJg (Nora. Fl. des Völkernamens) CIA. I, 226—264 (von 454 
V. Chr. an). — Steph. Byz. BovS^ia. — Herw. p. 22. 

«76) [BQv]XXiiov CIA. I, 37, z, 8 (425 v. Chr.); [BqvX\XHavoi ibid. z^, 9. Übef 
BqvXXtavoi vgl. oben, Note 234. 

377) yXavxsiovv CIA. H, 759, II, U (c. 334 v. Chr.). 

878) CIA. II, 817 A, 28 (358 v. Chr.). 

379) yoQ\yovö:ov CIA. n, 678, B, 38 (378—66 v. Chr.); 717, 14 (um 330 y. Chr.>. 

«80) CIA. n, 703, 7 (341 v. Chr.). 

881) [^aaxvXtiov CIA. I, 226, 16 (454 v. Chr.); [Ja\axvXetov 243, 5 (437 v. Chr.> 
Herw. p. 22. 

882) JifiTQiiffig CIA. I, 447, IH, 53 (425 v. Chr.); 402, 2 (vor 410 y. Chr.); IV, 1 
c, 62, b, 6 (408 y. Chr.); H, 667, 4 (385 v. Chr.); 1234, 3 (385 v. Chr., z/i€(*)r^^yijff) 



— 51 — 

Xsiop^^^); doxifietoy^^*) ; ehia, Ehia, Ehsatog^^^); i(S%aQ8tov 
(= Gerüst, i(rxa^*oi' = kleiner Herd) *****); ^^^*xA«rov*^^); ^coga- 
xstov^^^)] KalavQSia^^^); xf^a/^f^ov (= Töpferwerkstatt, xf^a/tteoi' 
= kleines Gefafs)^®°); xkettfiov^^^); Kongsiog^^^)] Xaiinadstov 
(= Kandelaber , laiinddtov = kleine Fackel) ^®') ; Aaiin(av8ia *®*) ; 
AavQ€iov^^^)\ ^€vxin7t€iop^^^); Avx(AV€ia^^'')\ Xv%V€Xov (= Kan- 
delaber) ^®®); iJbdY€i^qog^^^)\ fAcl^co, sfiSi^Uy ^si^XTog; Msi^iccd fjg, 
Msi^iag, Msi^ldfjiJbogy Msil^ixk^g^ Mei^mnog^ Msi,^(avidrig^^^)\ 



IV, 2, 767, b, 8 (332 v. Chr.); II, add. 834, b, II, 45 (329 v. Chr.); Def. 6, 2 (in. J. 
y. Chr.); Weckl. p. 39; Caaer p. 252; Herw. p. 22. 

»88) CIA. II, 780, 11 (c. 300 V. Chr.). 

"4) Soxi.[fi\ilo\y] CIA. n, 684, 5 (nach 368 v.Chr.); [<r|ox«fe€rw701, 11,30 (344 v.Chr.). 

W8) Eiiia CIA. II, 991, III, 20 (III. J. v. Chr.). — EirsaToe I, 132, 1 (423 v. Chr.); 
273, b, 36 (c. 420 v. Chr.); Mitt. V, p. 44 (356 v. Chr.); II, 794, b, 58 (c. 350 v. Chr.); 
869, III, 17 (c. 350 v. Chr.); IV, 2, 767, b, 3 (332 v. Chr.); II, 807 mehrfach (330 v. Chr.); 
808, d, 76 (326 v. Chr.); 836, c— k, 36 (270/262 v. Chr.); 944, 56 (c. 325 v. Chr.); 859, 
c, 56 (III. J. V. Chr.); H, 1158, 6 (III. J.); 956, 10. 13 (II. J.); 991, 20 (H. J.); II, 1991, 
2. 3; 1992, 3; 1993, 3; 1994, 1 ; 1995, 1 ; 1996, 2; 1997, 3. 15, 1998, 3; Cauer p. 252 5 
Riem. Rev. IX, 178. Daher wird auch das Appellativ eMa zu schreiben sein (s. Blass 
p. 61; Kretschmer KZ. 31, 383). 

***) av^iv^g Sqvivoi |||| sig t6 iaxaQiiov xal rovg hSiaifiovg joü xiCxovg CIA 

IV, 2, 834, b, II, 96 (329 v. Chr.). Riem. Rev. IX, 63. 

»w) CIA. n, 836, c— k, 81 (267—2 v. Chr.). 

3«8) i]n(^rifia &a)Qax€tov CIA. II, 791, 31 (377 v. Chr.). 

8«») KalavQelarrig] CIA. I, 273, f, 6 (420 v. Chr.) spricht für KaXavgsia, Riem. Rev. 

V, 153. — Vgl. KaXavQ^tf, KakavQsajtov auf einer Inschrift von Kalaureia selbst, DS. 487. 

3W) xsQafjtela CIA. II, 814, a, B, 33 (374 v. Chr.). — xsgafxut add. 834, b, II, 68 
(329 V. Chr.). 

"1) xXhoCov CIA. IV, 2, 834, b, I, 14 (329 v. Chr.). — „Les grammairiens anciens 
n'etaient pas d'accord sur Torthographe de ce mot (Herodien de Lenz, 11, p. 415, 
21 sqq.); cette inscr. donne raison ä ceux qui ecrivaient xXeiaioVy et confirme l'ety- 
mologie xlsialov, naga t6 xixXelad^t^i (PoUux 1, 50).** Riem. Rev. IX, p. 64. 

3W) Kong€(i)(p CIA. 1, 185, A, 38 (414/412 v. Chr.). 

"3) XafjLnaSelov CIA. 11, add. 682, c, 15 (c. 356 v. Chr.). 

«w) AafiTifovHa CIA. I, 226, 11 (454 v. Chr.); 231, 25 (249 v. Chr.) etc. Herw. p. 27. 

W5) AavQt[iov] CIA. II, 780, 21 (c. 300 v. Chr.). Riem. Rev. V, 154. Vgl. zur 
Berknnft des Namens Kaibel, Hermes 22, 100 f. 

«»•) AEv[x]CnnH(yif CIA. II, 781, 13 (c. 300 v. Chr.). 

»»^) A]vx(ovEia CIA. 817, A, 18 (358 v. Chr.). 

«9«) XvxvUov CIA. II, 678, B, 33. 13 (378/366 v. Chr.); Xv^vtlov ibid. Z. 78. 

w») juaystgi^xov CIA. II, 163, 28 (335 v. Chr.), s. Kretschmer KZ. XXXI 377. 

«>o) Herw. p. 29; 57 f.; Riem. Rev. V, p. 154 u. 172; Bamb. Jb. VIII, p. 210; Blafs, 
p. 61. Vgl. J. Schmidt, Vokalismus I, p. 123; Curt. Verb. I, p. 165; Lautensach p. 26. — 
Ober ftf^^w, l^a^a, fietxr6g § 66, 6. - Msi^idSrjg CIA. II, 1729 (vorröm. Zeit); H, 1819, 
1 ; 1737, 1. 2; 3921; M€i^(ag CIA. H, 575 24 („bonae aetatis"); Mst^txX^ovg 672, 2 (376 
V. Chr.); Mei^innog, A9, VIII, p. 293 (Anfang d. maked. Zeit); II, 1735 (bald nach 300 
V. Chr.); M€i^(ov£^r}gy Mn^mldov H, 1282, 1. 2 (400/350 v. Chr.); -ov 1775, 5; Msir 
^Cdfi^og II, 1260, 1. 

4* 



— 52 — 

NsdvSQSia^''^); dßsXela^''^); ölsltiov^''^); oAx^rov*"); ögslxctl- 
xog^^^y, ""ÖQ^sla*^^); Vq}Qvv€iov^^^); 7ra*rf«rog *^«) ; navdqoae^- 
ov^^)\ Z7«vr«A«*xo$*"); nhv&stov (= grofse Platte, nXlvd'tov 
=kleiner Ziegel)*^^); nodetov^^^)\ noXvavdqetov^^^W nofbnstov^^^); 

nsXov , (STvnnsionXoxog *") ; (fxacpetov (= Becken , tSutdipiov 
= kleiner Napf)***); atpaysXov (= Opferbecken, o'ya;'*ov = Opfer- 
tier)"*); Tst&Qccg, Tsi&Qäffiog^^^); xslacn, hstaa, irela&fiv, 



*oi) mdv^QSia CIA. I, 226, 6 (454 v. Chr.); imav}SQ€irig 37, z», 13 (425 v. Chr.) 
etc. — Riem. Rev. V, p. 155. 

402) dßeXeCag CIA. II, 811, c, 163 (323 v. Chr.); oßüila 856, 3. 4 (HI. J.). — 
Herw. p. 60. 

*08) Ober öleCC(ov Cauer p. 254; Herw. p. 60; Riem. Rev. V, p. 173. — Die Be- 
lege unten § 60. 

*o*) oXxeia CIA. II, 678, B, 11. 17 (378—66 v. Chr.). 

*o«) 6Q€i>xaXxi[vog CIA. II, 751, A, II, b, 21 (350—324 v. Chr.) ; oQSixaXxCvri II, 766, 25 
(341— 337 v.Chr.), aber 0Qixaix€7 II, 689, 1 (etwas vor 350 v.Chr., ex schedis Fourmonti). 

♦°6) *OQi»)etag CIA. II, 804, A, a, 76 (334 v. Chr.). 

*07) V(pQW€£(p CIA. I, 274, 1, 11 (bald nach 415 v. Chr.). Riem. Rev. V, p. 155. 

408) naiSelov CIA. II, 754, 28 (349—44 v. Chr.). 

409) navdQoatioiv] n, 829, 11 (395 v. Chr.). 

«0) HiVTeXeixog, vgl. oben, Note 202. — Dtza nevrelEIxd CIA. I, 321, 8 (409 
V. Chr.); mvnlElxol 322, a, 96 (409 v. Chr.). — Cauer p. 273; Herw. p. 31; Riem. 
Rev. V, p. 156. Die historische Schreibang wäre lleirtiXrjixog, 

411) nXiv&€ia CIA. H, tdd. 834, b, H, 67 (329 v. Chr.). — Dafs es grofse Platten 
waren, beweist der Umstand, dafs 4 Stück 10 Drachmen kosten. — lnXiv]d^Ca}y ü, 656, 
3—4 (c. 395 V. Chr.). — Riem. Rev. V, 175. 

412) 7ro{6)6Ta CIA. H, 678, B, 67 (378—66 v. Chr.). 
418) noXvapÖQsCov CIA. H, 471, 22 (H. J. v. Chr.). 
414) nofiTiHov CIA. n, add. 834, c, 20 (329 v. Chr.). 

41^) Id notsCSaitty ÜoTecSeäTai immer nur der Diphthong, so 8 mal ans dem 
V. Jahrh. (CIA. I, 340, 2; 442, 6; 446, 40; 236, 14; 240,50; 242, 5; 244, 65 ; IV, l,a, 179,b, 
6) und 2 mal ans dem IV. (II, 58, 6; 59, 6). Weckl. p. 52; Cauer p. 253; Herw. p. 32. 

416) Hänfig in CIA. H. 

4") aeiQcSv CIA. H, add. 834, c, 40 (317—307 v. Chr.). 

418) 2uQriva CIA. II, 809, c, 213 (325 v. Chr.), Schiffsname. 

419) 2iQQ€iov CIA. IV, 1, c, 37 p. 140f., 17. 18 (425 v. Chr.). 

420) 2xiT(0V6Ca CIA. II, 817, A, 12 (358 v. Chr.). 

421) afjLYifxaio[(f:\oQHov CIA. II, 731, B, 14 (nicht vor 307 v. Chr.). 

422) atvn[7i\iiov CIA. II, 81 1, c, 90 (323 v. Chr.); [aTvn]nH07iX6x(^ add. 834, c, 41 
(317/307 V. Chr.). — Riem. Rev. IX, p. 66, welcher auf arvTinsionciXfjg Arist. eqq. 129 
verweist. 

428) axaipstov CIA. H, 678, B, 18 (378/366 v. Chr.). — axdtfiov 836, c~k, 22. 27 
(270/262 V. Chr.), etc.; axdipia PI, axatfelov \ 778, C, 18. 24 (350—300 v. Chr.). 

424) aifayela CIA. II, 678, ß, 20 (378/366 v. Chr.). 

426) Tei&gaaiog CIA. I, 179, 2 mal (433 v. Chr.); EA. 1885, p. 166, Z. 44 (360 
V. Chr.); CIA. II, 778, A, 14 (nach 350 v. Chr.) ; 872, IH, 10 (341 v. Chr.); 758, A, H, 26 



— 53 — 

TsKfafAevog, Tsiaafjbivij, Tsitsavdqoq^ Ts^advonQ^ TcKSaQXog, T«*- 
(flccg^ TsiaixX^g^ Teitfi^xQceTfjg^ TetaixQÜTSia, TsitflXaog^ TsktI- 
V^^Xog^ Tsltfinnog**^); TfjXeyovsiog^*''); tQSKfxaidsxa (tQstg xal 

XaXx€tov (Werkstätte des x«^3f «vg) **^) ; XagtiTsia^^^); %€QVi>߀tov 
(= Handbecken, xsqvlßiov =kleines Handbecken) *^*) ; XoXXeldfjg *''^) ; 
xpv[y]€Xov^^^), Dazu die Buchstabennamen Ja?, nst, (peZ, x«y, tpet, 
über welche vgl. § 3, 5. 

Mit & sind zu schreiben: 

&€(ffAO(p6Qiov **^ ®) ; Ifjbariov ^^^ ^) ; xaxona&ia **^ ® ) , KüfUQog^ 



(c. 334 y. Chr.); 733, B, 6 (306 v. Chr.); H, 612, 1 (299 v. Chr.); IV, 2, 614, b, 91 
(294-283 V. Chr.); n, 334, c, 37 (c. 266 v. Chr.); 329, 6. 21 (IH. J. v. Chr.); IV, 2, 
441, d, 2 (nicht vor 168 v. Chr.); 771, b, 3; H, 2584, 3; 2586, 2; 2587; 2639, 3. — 
Cauer, p. 253 ; Herw. p. 26; auch aaf einer rotfigurigen Vase in Neapel, Kretschmer, p. 136. 

**») Vgl. unten § 66, 6. 

***) TriUyov^Cwf CIA. II, 793, b, 73 (357 v. Chr.). 

*M) Vgl. unten Note § 62, 10. 

*») rqoxiUia CIA. I, 324, a, H, 23 (408 v, Chr.); II, 751, B, d, 18 (350/324 
V. Chr.); add. 834, b, H, 69 (329 v. Chr.); IV, 2, 834, b, 94. 95. 96 (329 v. Chr.) — 
flerw. p. 68 „fortasse reddeoda est haec forma Aristophani Lys. 722". — Riem. Rev. IX, 
P- 66 „les dictionnaires mentionnent diverses orthographes: xQoxiUa^ xQoxriXCa^ "^Q^XVr 
Un^ iqo^alla, etc. ; l'orthographe correcte TQoxihCa est la seule qui n'y fignre point." 

«0) (piUnneioi ovo IV, 2, 834, b, H, 88 (329 v. Chr.). 

«1) ^Utdaios CIA. I, 45, 15 (421 v. Chr.); II, add. 58, b, 2. 15 (362 v. Chr.). — 
Ciaer p. 253; Herw. p. 38; Bamb. Ztschr. f. d. G.-W. 1874, p. 619; Jb. HI, p. 15; 
Saoppe, Gott. Nach. 1883, p. 299, Anm.; Head, Hist. nam., p. 344. 

«2) xalxstov CIA. n, 814, a, B, 35 (377—73 v. Chr.). Aber ;^aXx^y Erzgefäfs, 
8. Note 466. 

^) XaQTireCa CIA. II, 817, A, 11 (358 v. Chr.). 

^) X^^'ße^ov CIA. II, 660, 41 (390 v. Chr.); 674, a, 1 (376/367 v. Chr.); 677, H, 
42.43 (367 v. Chr.); 680, 8. 9 (IV. J. v. Chr.); 681, 27 (IV. J.); 711, 10 (IV. J. v. Chr.). 
Riem. Rev. IX, 67. 

*^) XollfC^rjg vgl. Note 207. Herw. p. 40. 

«8) xl;v[y]€ia CIA. n, 856, II, 10 (lü. J. v. Chr.). 

«^) ix Tov UvttxCov CIA. II, 660, 44 (390 v. Chr.). Stahl p. 38. ' tv\ttxe\lo)\i wird 
<3A. IV, 2 421, d, 47 (bald nach 140 v. Chr.) ergänzt. 

*37*) ifinoQlov CIA. IV, 1, b, 519, a (vor 444 v. Chr.), vgl. IV, 1, b, 31, a; ifÄTtog^ip 
ÖA. II, 311, 15 (287 V. Chr.). Riem. Rev. IX, 63. — ifinogia (nicht ifinoqia) CIA. 
n,809, a, 219 (325 v. Chr.), s. die Verbesserung bei DS. 153, Note 4. — Riem. a. a. 0. 

*«7^) i^Uri kommt nicht vor, wohl aber ^EqUe[ia] CIA. II, 991, 1, 24 (HI. J. v. Chr.) 
QDd 'Eqixuoig II, 2176, 2 (vorröm. Zeit). Dazu die Beispiele in Note 261. 

«^«) SsafioipoQwv CIA. n, 1059, 12 (321 v. Chr.). 

«^ d) Ifiariov CIA. II, 755, 8. 9 (349/344 v. Chr.) etc. etc. — tfjiartodiqxn IV, 2, 
834, b, 97 (329 v. Chr.). 

«7 •) \x\axona»las CIA. II, 341, 16 (c. 270/265 v. Chr.); xaxona[n]av IV, 2, 619, 
b,8 (220—17 V. Chr.). Vgl. die laschrift v. Sestos, Wiener Stud. (1879) p. 33, Z. 4 
und 32 (= 120 v. Chr.), Schweizer, p. 54. 



— 54 — 

KafAiQsvg*^^); KgcoTttüy Kgconidfig*^^); xvfjbßiov^*^); MaQco- 
vit^g^^^); MixcoVj Mtxicüv^ Mtxip^g^ Mtxalicov***); V€(ax6Q$ov^^^); 
Ntglag*^*)] ö^^öytov**^); olxtlQ(o, olxttQcS, äxtiga**^); omd- 
vioi'**'); d(fidiOv^^^)\ Ilccvdia**^); llKfd'haiQog*^^)] lloaldsiov 
(neben /7o(r€*rf(öi;)*"); /Zodrfc*©? **«), //oo^trf^wV (14 Stellen, V. bis 
IL J. v.Chr.)*''*); IlQaatai^ IlQa<fi€vg*^*)\ nQoda%^ov*^^)\ nqo- 



"8) Kafn[Qri\q CIA. I, 233, 9 (447 v. Chr.); Ka/LiiQijg 237, 11 (443 v. Chr.); 239, 
52 (441 V. Chr.); Kal^]cQrig 240, 75 (440 v. Chr.); Kaf^iQrjg 256, 17 (428 v. Chr.); 37, t, 
12 (425 V. Chr.). — [Ka]iLiEQ^g CIA. I, 228, 12 (452 v. Chr.); KafdEQrjg 263, 9 (nach 
420? V. Chr.) = Kcc/LisiQrjg, — Vgl. die loschrift von Kamiros selbst DS. 449 (kurz 
nach 404 v. Chr.). Vgl. Kretschmer, p. 7 Fufsa. 2; KZ. XXXI, 337; oben, INote 105. 

*««) KQfonCdrig CIA. II, 864, III, 19 (Aofang des IV. J. v. Chr.); 991, II, 22 (ffl. J. 
V. Chr.); 315, 7 (282 v. Chr.), etc. Stahl p. 38. 

**o) xvfxßlov CIA. II, 757, 32 (335 v. Chr.); 758, A, III, 38 (nicht vor 334 v. Chr.); 
766, 15 (nach 341 v. Chr.); 835, c— 1, 39 (320/317 v. Chr.). Riem. Rev. V, 171; IX, 64. 

**i) [MaQ\mvLTai, CIA. I, 226, 5 (454 v. Chr.); Ma^mltai 227, 11, b (453 v. Chr.) 
etc. Herw. p. 28. 

*") Mixl<üv CIA. I, 438, 2 (V. J.); II, 982, 4 (lü. J.); 836, c— k, 24 (270/262 
V. Chr.); 1848, 1. 4; 1990, 2; 2006, 2; 2169, 2; 2219, 2; MUtüV II, 1968, 1. 2; 2016, 
1; MixaXCfov MixCwvog 2046, 12; MtxaXCtov MixCvov II, 2278, 1. 

**») VEfüxoQiov CIA. II, 827, 9 (IV. J. v. Chr.). 

***) 6 NiqCov CIA. IV, 1, c, 373, p. 163. 

*«) o^oviov CIA. II, 708, 6 (nicht vor 340 v. Chr.); 709, 4 (um 340 v. Chr.). 

4*») Vgl. unten § 65, 25. 

**») onrdviov CIA. II, add. 834, b, II, 53 (329 v. Chr.). Riem. Rev. IX, 64, welchei 
auf Arist. Pax 891 u. Eqq. 1033 verweist. 

**«) 6(fC6iov CIA. II, 766, 16 (340/337 v. Chr.); 722, A, 17 (319 v. Chr.); 835 
c— 1, 6. 52. 62 (320/317 v. Chr.). — Riem. Rev. IX, p. 55. 

M») ^g ndv6ia CIA. II, 570, 9 (bald nach Euklid, wenn nicht älter). 

^^) nia^eratgov CIA. II, 1723 (zwischen Euklid u. Augustus). Weckl. p. 4(> 
woneben allerdings nEia&[itai,Qog 11, 4064 (gleichzeitig). 

*") noaCSEiov CIA. I, 37, s, 80 (425 v. Chr.); ibid. y, 8. — Aber daneben noa^C 
6i>ov 40, 27 (424 v. Chr.). — Ganz nach der Regel von Ahrens, PMIol. XXVIH 
p. 193 ff., wonach alle vom Stamm noaiörii- abgeleiteten Formen (vgl. hom. Iloa^- 
Sr'Cov ttlaog) kurzes i haben. Riem. Rev. V, 156. S. auch W. Schulze, q. e. p. 11 

«») noa£S€w[g] oder Hoai^riiolg] CIA. IV, 1, b, 373, 112 (VI. J. v. Chr.). Vgl 
JNote 451. * 

«8) noaiSrnmf CIA. I, 283, 17 (434 v. Chr., nach CIA. IV, 1, b, 283, nach K.-wf 
I 184 Fufsn. lonismus). — noa^ecSvog IV, 2, 104, a, 11 (352 v. Chr.); n, 578, 36 (IV. J.) 
191, 5 (IV. J.); 256, 4 (IV. J.); IV, 2, 231, b, 3 (323 v. Chr.); 229, b, 3 (/7o<r«<f€i[cüyof] 
321 V. Chr.); 256, 4 (304 v. Chr.); 1623, d, 18 (IV.— III. J.); 623, e, 1 (IV.— HI. J.); 323 
b, 3 (Anfaog des III. J. v. Chr.) 615, c, 1; H, 317, 4 (IH. J.); 390, a, 3; b, 8 (III. J.) 
Mitt. IX, 290, m, 1 (II. J.); CIA. II, 436, 3 (II. J.); 454, 10 (II. J.); 465, 29 (H. J.). - 
In der Kaiserzeit Formen mit i und ec, — Für die Kürze des i vgl. Note 451. 

*") Vgl. nqaai{evg) CIA. II, 994, 19 (Anfang des IV. Jahrhunderts, o=ot;). - 
Stahl p. 38, 

♦") nqodariov CIA. IV, 2, 574, e, 19 (321 v. Chr.). 



— 55 — 

yovtog^'^^); ÜQOfifjS-ia^^^)] mcQvytov^'^^); ^Pid^vfivog*'^^)] 2iXfiv6gy 
2ilav6g, ^ikavioDV*^^); (StQog*^^); 2TdytQog*^^)\ (Sta&fiiop*^^); 
2tiß(0P*^^)', TaQifXonciXtov^^^); /aAx^ov (ehernes Gefafs)*®*). 

Mit ifSif sind zu schreiben: 
^^(fxk'^TTietov*^^) ; JinoXisia^^^) ; xvgtsia **®) ; "'OXvfinUia*'^^); 

31. Wie die Handschriften, so schwanken auch die Inschriften 
zwischen axqatsia und axQaxid (= Feldzug)*'*). Für „Heer" ist nur 
(SrQaxKÜ überliefert *'*). 

32. Ein Schwanken zwischen si (s) und i, begegnet aufserdem in 



«») aUfAfjLa nqoyovtov CIA. 11, 844, 17 (Anf. d. IV. J. v. Chr.). 

«7) UgofiTiaia CIA. IV, 1, b, 35, b, 28 (440/432 v. Chr.); H, 553, 11 (kurz nach 
403 Y. Chr.). 

*w) nrsQvyia CIA. H, 678, ß, 68 (378/367 v. Chr.). 

«») 'PiavfivCa CIA. n, 3282, 3 (zw. Eakl. und Aug.). 

4«o) Sanvos CIA. I, 33, 3 (433 v. Chr.); 2i(l)av[o\v li, 836, c— k, 101 (280/262 
V. Chr.); ZiXavloiV 987, A, 10. 8; B, 6 (nach 350 v. Chr.). Aach auf Vasen, 
s. Kretschmer, p. 132 f.; ebd. über XCX(ov (wofür Xsllav in römischer Zeit, CIA. m, 
190, a; 1102,22; 1128,48) und Xigtov. 

4«') aiQovg CIA. IV, 1, b, 27, b, 10 (439 v. Chr.). — ßlafs p. 62. 

H StayigiTai CIA. I, 230—259 (430/425 v. Chr.); Herw. p. 35; Blafs p. 62. 

♦63) aTci&fjL[C]a CIA. II, 673, 27 (385—66 v. Chr.). 

♦6*) ZUßtoVy StCßfüvog CIA, IV, 2, 872, b, 2. 4 (frühmakedon. Zeit). 

♦65) jttQixoTKalCov CIA. n, 821, 14 (Anfang d. IV. J., o = oi;), Riem. Rev. IX, 66, 
welcher auf dgrontohov (demand^ par le metre), Arist. Ran. 112, hinweist. 

♦«6);^aXx/a CIA. IV, 1, c, 373, 238. 241 (vor 550 v. Chr.), H, 678, B, 28 
(378—66 V. Chr.); x^fxlxla II, 818, 24 (354 v. Chr.); II, 689, 2 (etwas vor 350 v. CÄr.); 
Xahcla IV, 2, 700, b, ß, 36 (HI. J. v. Chr.), vgl. Schweizer p. 203. 

♦67) z. B. CIA. n, add. 159, b, 10 (c. 350 v. Chr.), 

♦68) Wackernagel,^^Rh, M. 45, 480 ff. ergänzt CIA. IV, 1, a, 555, a, 7 JmoXi[€i . .] 
(V. J. V. Chr.); I, 2, A, 18 [JmoXWocg (Anf. V. J. v. Chr.). 

♦69) CIA. II, 471, 28 (1. Hälfte d. I. J. v. Chr.). S. über das der xoiv^ angehörende 
Wort Schweizer p. 58; 101. 

♦70) 'OlvfinUia in Athen CIA. II, 741, A, a, 18 (2. Hälfte des IV. J. v. Chr.); 
n, 1291 (282 v. Chr.). — Dagegen die elischen Vlvf^ma U, 115, 46 (343 v. Chr.); 1319 
(IV.— I. J. V. Chr.). 

♦71) TttfiuCa CIA. IV, 2, 623, c, 37 (IV.— HI. J. v. Chr.). 

♦72) vyUia CIA. I, 335, 1, (437/433 v. Chr.); H, 791, 59 (377 v. Chr.); 793, b, 48; 
e, 28 (357 v. Chr.); 794, a, 46 (356 v. Chr.); 163, 9 (336 v. Chr.); 164, 2 (334 v. Chr.); 
804, B, a, 65 (335 v. Chr.); ;588, 18 (c. 300 v. Chr.); 315, 17 (283/281 v. Chr.); add. 
nov. 352, b, 11 (300/250 v. Chr.); 373, b, 13 (c. 250 v. Chr.), etc. etc. — Herw. p. 9; 
Riem. Rev. V, 148; IX, 67. 

♦78) azQaTSvea&ai aitov tag argatslag CIA. IV, 2, 179, b, 20 (325 v. Chr.); 
argaT€V€Od-ai avtov rag argaudg CIA. II, 176, 30 (330 v. Chr.). 

♦7^) aTQa[j]iMf 6id trjg xf^Qfxs ^VS Me&[(o]vtt£iov [^idystv] CIA. I, 40, 22 (424 
V. Chr.). 



- 56 — 

den fremden Namen: Alv€{i)atatj Alvtä%ai,\ AvXe&xaiy AvXi&va$; 
Xakx€{i)caat^ XaXutt&xat^''^ 

33. Beachtenswert ist ferner das Nebeneinander Yon KXkagxog 
(v. xXlvco, vgl. Khriag) und KleiraQXog (v. xkiog, vgl. Kketü'^ivijgy^^^), 

34. Von (otpiXsia, (ocpskia ist nur die letztere Form überliefert^^'). 

35. Den Namen der Geburtsgötlin schreiben die Inschriften Eilv&staj 
^lUi^vcc, EtXsi&via^''). 

36. Neben einander stehen die Formen (isilix- und [iiX^X''^^% 



§ 16. Der Diphthong o$. 

a) Übergang von oi in o^^'). 

1. Wie bei ai und £», so fallt auch im Diphthongen ot das Iota 
vor Vokalen (a, £, i]) häufig aus; so in den Wörtern: 



«7>) Aivsiarat, Imal: CIA. T, 259, 18 (425 v. Chr.). uHvedrai, 9mal: 234, 
34 (446 V. Chr.); 237, 25 (443 v. Chr.): 238, 24 (442 v. Chr.);* 242, 16 (438 v. Chr.); 
243, 18 (437 v. Chr.); 244, 38 (436 v. Chr.); 256, 23 (428 v. Chr.); 257, 23 (428/424 
V. Chr.). Aiviäjat, Imal: 236, 10 (444 v. Chr.). — Avlfaiai, 229, 5 (451 v. Chr.). 
Avliarai 226, 13 (454 v. Chr.); 227, 9, b (453 v. Chr.); 228, 3, b (452 v. Chr.); 239, 
51 (441 V. Chr.). Ober Avhr^xai, Ovliarat s. den Index CIA. I, und Note 78 and 513. 
— XaAxe«arat 238, 7 (442 v. Chr.); 261, A, 6 (uach 425 y. Chr.). Xalxiaxai 229, 
11 (431 V. Chr.); 263, a, 13 (c. 420 v. Chr.). XaXxBajai 256, 23. 24 (428 v. Chr.); 
264, 19 (c. 420 v. Chr.). Cauer p. 273. 

♦'* •) KUtaQxos 8. Kretschmer, p. 135. — Aber KUrdg/ov (= KXuiaqxov) AriUov 
CIA. II, 814, a, A, 21 (374 v. Chr.). — Nach W. Schulze, q. e. 521 ist JÜUtaQxos durch 
Dissimilation aus KQ(ta{}xog entstanden. 

♦76) Iv (OffsUif CIA. I, 85, 3 (V. J.). — Stahl 40; Herw. p. 71. — Riem. Rev. IX, 
55 zitiert noch *aX[«^]^«[ff] =» &aXafiCag 790, b, 29 (373 v. Chr.); oQtxaixe (sie) «= 
OQtix^Xxog^ wohl Fehler, s. oben S. 52 N. 405. 

^T^)Env&fCtf CIA. n, 1586, 9; III, 925; *IXH»vtf 1590, 1 (saecolo tertio haud 
antiquior) ; EiXeC^vM III, 836, a ; 926 ClXi(^v^<f), Auf Vasen findet sich *TU(»va^ 
8. Kretschmer, p. 157, wo auch die verschiedenen Erklärungsversuche (s. auch Prell-- 
Witz, Bezzenb. Beitr. 19, 256) besprochen werden. Vgl. EiXti&vri Bull. XIV, 389 ff., 
Z. 116 (279 V. Chr., Delos); EiXet&viaiov ebd. 402 ff., Z. 114. 118^279 v. Chr., Delos) 

♦78) Aiog MiXix£o{v) CIA. IV, 1, c, 528 (satis vetnstus, ^, aber schon fi^«=Biy); 
MiXixftfi n, 1578, 3; 1579, b; 1580 (alle aus dem Piräus, IV.- III. J.); MClixog (Name) 
III, 1 132, 19. 26; 1639 (Kaiserzeit). — MtiXixCt^W, 1579; 1581; 15^4; 1585; (IV.— III. J. 
V. Chr.); M^CXixog (Name) II, 963, 61 (Ende des IV. J. v. Chr.); III, 1039, 3 (Kaiserzeit); 
MhXixCov III, 1120, II, 31 (Kaiserzeit). S. weiteres bei Kretschmer, p. 133 ff., zur 
Erklärung auch Brugmann p. 74. 

♦79) Weckl. p. 53 f.; Cauer p. 274; Herw. p. 81; Riem. Rev. V, p. 148, Note 3; 
Rev. IX, p. 53; Schweizer, p. 80 f. — Vor Konsonanten findet sich der Lautwandel 
nicht: jog (^Toiff) kn' Ev^vxqCtov CIA. IV, 2, 834, b, II, 37. 39 (329 v. Chr.) ist 
Schreibfehler. 



— 57 — 
(fToa {axoid ist auf den attischen Inschriften nicht mehr erhalten) ^^^); 

2. Im Yerbum noietv kann Iota überall schwinden vor folgendem 
£-Laut (6 oder ly), also: nost, notXad^ai^ naijaco, no^trovfft, no^- 
aovtai, noij(Jagj noijafiy ttoi/ö'cöö'* , inotjiSsv, inorjüato, nofjaaod'ai, 
nenofjxev, nofj^^fj, noij&^vra, Ttofjffigy nofjtrjg^^^), — dagegen nicht 
Yor folgendem o-Laut; daher immer: Ugonoiotj notäv^ noicoaty not- 
ov(ft^ noiovvTOiVy notovtsa^ notovfiBVOCy inolovv, inoiovp%o*^% 

3. Der Ausfall von t in noistv findet sich schon im YI. Jahrhundert, 
besonders häufig wird er im lY. Jahrhundert. In der Kaiserzeit hört er 
fast gänzlich auf. 

4. Umgekehrt ist die Sache in Asvxovoisvq^ in M^elchem Wort die 
Kaiserzeit nur den einfachen Yokal braucht. 



^) aiod DS. 3. (athenische Inschrift von Delphi, 460 v. Chr.); CIA. I, 61, 8 (409 
V. Chr.); 322, a, 49 (409 v. Chr.); 321, 7 (vor 409 y. Chr.); IV, 2, 1054, d, 12. 18 (354 
V. Chr.); II, 778, B, 6 (nach 350 v. Chr.); 325, b, 20 (270 v. Chr.); 326, b, 11 (270 
y. Chr); 6U9, 9 (III. J.); IV, 2, 421, frg. d, 55 (bald nach 140 v. Chr.). — G. Meyer 
p. 227 f. — ajoiä steht nur noch anf dorischen Inschriften von Chalkedon DS. 594, 
25 (200 y. Chr.) und Asrypalaia CI6. 2483, 22. 6. Meyer a. a. 0. — (p^ori (zu (p&l-aig) 
Def. 9S, 5, ist, wie ij für ä zeigt, der ionischen Medizin entnommen. S. darüber 
auch 0. Hoffmann, Griech. Dia 11. III, 343. 

«1) tQiTxoCav CIA. IV, 1, b, 27, b, 37 (c. 440 y. Chr.); tQitToCa[v\ I, 534, 5 (403 
y. Chr.). — TQHTOttv 5, 5 (vor 444 y. Chr.). Cauer a. a. 0. 

«2) Aivxovoiivg CIA. I, 238, 2 (441 y. Chr.): 176, 4 (426 y. Chr.); 140, 24 (406 
y. Chr.); II, 864, 32 (Anfaog des IV. J.); 1113, 3 (Anfang d. IV. J.); IV, 2, 1054, d, 21 
(354 y. Chr.); II, 797, b, 33 (IV. J.); lüOl, 8 (IV. J.); A9. IV, 196, 30 (vor 35U v. Chr.); 
CIA. IV, 2, 614, b, 82 (294/83 v. Chr., neben -oEvg Z. 24. 34.); A9. V, 103 (287 v. Chr.); 
CIA. II, 2299, 3 ; 2304,2.4; 2305, 3; 2306,2; 23ü8; 2310, 3; 2314, 3; 2543, 3. Aevxo- 
voivg CIA. I, 237, 36 (443 y. Chr.); II, 55, 5 (363 y. Chr.); 238, 9 (307 y. Chr.); 371, 
7 (III. J. y. Chr.); 445, 14 (160 v. Chr.); 594, 3 (127 v. Chr ); II, 1568; 1767, 5; 2296, 3; 
2297, 3; 2298, 3; 2300, 3; 2301, 3; 2302, 2; 2303. 2; 2307,3; 2309,3; 2311,3; 
2312, 2; 2315, 2; IV, 2, 768, c, II, 14; lH20f. — In der Kaiserzeit nur noch diese 
letztere Form, vgl. Index zu CIA. III, 2, pag. 318. — Riem. Rev. IX, p. 53. 

*88) noiiv CIA I, 40, 54 (424 v. Chr.) u. s. w. nou 45, 9 (421 y. Chr.); noEl- 
a^aiy noTiaa, noriaovat IV, 1, a, 27, a, 41. 6. 50 (nm 445 v. Chr.); norjaovtai II, 114, 
B, 14 (343 V. Chr.); noi^aas rtoriaei (=i?) 809, b, 1 (325 v. Chr.); noriataaiv 573, 2 
(IV. J.); inoriaevl, 344,3 iVI. J.); 7ro»iöa(T,^at, 7roj?.9J II, 114, A, 7; B, 13 (343 v. Chr.); 
TienoTjxev 573, 16 (IV. J ); n orj, H^v[T]fx 673, 29 (385/366 v. Chr.); 7tor)TH (=5) 972, 16 
(nach 354 v. Chr.); norjotoys IV, 2, 597, c, 23 (hellenomakedouische Zeit). — Auf den 
Vasen gewöhnlich ino^riae, s. Kretschmer, p. 130. — In den Def. steht notc (Imp.) 
98, 5 (III. J. y. Chr.). 

♦8*) IsQOTtotol CIA. I, 32, A, 13 (420/416 v. Chr.) n. s. w., u. s. w.; aber iego- 
nosTv II, 611, 39 (3uO v. Chr.); mutoai (neben 770er) add. 573, b, 5 (nach 350 y. Chr.); 
Ttoidiv, 3 mal 167, 39. 55. 60 {noiriaas ibid. 66 neben noi^aag 73, nach 3^07 v. Chr.); 
noiovoi, IV, 1, a, 51, fg, 31 (nach 410 y. Chr.); noioimmv I, 55, c, 12 (416 y. Chr.); 
notovßag U, 490, 13 (I. J. y. Chr.); Tioiovfxivog 613, 12 (298 v. Chr.); inolovv 89, 5 
(356 y. Chr.); inoiouvro 465, 5 (vor 100 y. Chr.). 



— 58 — 

5. In der Poesie ist die Yerkärzung bisweilen blofs aus dem Me- 
trum ersichtlich, wie z. B. in dem Vers: 

EvcpQcov €^€7tolfi<f* ovx äda^g IlAqtoq 
(Inschrift des V. Jahrh. aus dem Peiraieus)*®*). 

b) Übergang von oi>'i in o'i. 

6. Neben tQtfjQonot'ixog findet sich TQi^Qono'ixög^^^ Von odo- 
noucc^ odono'ia ist nur die erstere Form überliefert*®^). Ebenso nur 

Bei äyalfiaTono'ixog kommt nur die Schreibweise mit einem i, 
bei OUätai nur die Schreibweise mit zwei * vor*®®). 

c) Ol, für o"<^). 

7. Infolge des unter a) besprochenen Nebeneinanders von ot und o 
wird in klassischer und nachklassischer Zeit mehrfach vor Vokal oi, für 
etymologisches o geschrieben, so in: 

ßo(^tyfld'ij<favT€g*^^) , o;'do<*)^c*®*), otvo/oX*)^!? **'*), Bo(^t}fidQO- 
fiicovog''% '0<*>^^«i/*«'^), JCAoX*>iyg"*). 

8. Diese Schreibung läfst sich verfolgen bis zum Jahre 30 v. Chr. 

9. Über Tgo^fjviOi = TQoi^ijvioi vgl. § 11, 15, oben S. 24, N. 126. 

d) Übergang von oi> in v^^^). 

10. Von allen Diphthongen ist oi am spätesten monophthongisch 
geworden*'*®). Das erste Beispiel nämlich einer Verwechslung von o& 



*86) KE. 759, 3 (V. J.). 

*86) TQirjQonoi'Cxüiv CIA. II, 807, c, 21 (330 v. Chr.); 808, d, 77. 91 (326 v. Chr.). 
— tQiriQono'Cxcüv 803, c, 131 (342 v. Chr.); 807, c, 5 (330 v. Chr.); 812, a, 15 (c. 323 
V. Chr.). Riem. Rev. V, 159; IX, 53; Wackernagel, Philol. Anz. 1886, p. 74. 

*87) 66onoiCav CIA. II, add. 834, c, 28 (317/307 v. Chr.). Riem. a. a. 0. 

*88) ^{inoUttg CIA. HI, 1054, 2 (Anf. d. HL J. n. Chr.); 1062, 9 (c. 210 d. Chr.). 

*89) a[ytt\lfxaT(moCxov CIA. I, 324, c, 24 (408 v. Chr.); OUäiat CIA. I, 226, 7, b 
(454 V. Chr.). 

*90) Vgl. Köhler zu CIA. H, 269. 314. 722. 729; G. Meyer, p. 228; W. Schulze, 
q. e. p. 45 ff. ; Kretschmer, p, 1 25 ; Schweizer, p. 82, Aom. 2. 

*9i) ßo[i]ri&riaavxeg CIA. II, 121, 24 (338 v. Chr.). 

«») CIA. IV, 2, 173, b, 2 (322 v. Chr.); II, 269, 6 (302 v. Chr.). 

*93) [6Vvoxo(ri CIA. II, 729, 15 (Eade des IV. J.); oivoxoCri 856, 5 (III. J.). 

"*) CIA. II, 314, 2 (284 v. Chr.); 431, 2 (nach 200 v. Chr.); 471, 3 (nach 100 v. Chr.). 

*95) Oiri^iv CIA. II, 868, 14 (360 v. Chr.); 804, B, b, 86 (334 v. Chr.); 488, c, d, 
20 (c. 30 V. Chr.). 

*<»») \X\lo([rig] CIA. II, 722, ß, 18 (Ende d. IV. J.). 

4®^) Herw. p. 9; Blafs p. 69 f.; Schweizer p. 80 und dort angeführte Litteratnr. 

498^ Nicht nur im Attischen, sondern in der Litterärsprache der Griechen über- 
haupt. Wenigstens zählt Sextns Empiricos (190 n. Chr.) in seiner Streitschrift gegen 
die Grammatiker (c. 5, p. 241 Fabr.) nor ai, et, ov als Einzellaute auf. 



— 59 — 

und V stammt aus den Jahren 238 — 244 nach Chr.: Hoiavstpicovcc*^^), 
Daran reihen sich Formen wie otakä '^°°), ävv^s (= äPoT^ai) '^°^), xvfifj' 
TiJQtov (26 mal) *°*) , vxsti^qiov ^^^) u. ä. auf christlichen Grabschriften 
der vorbyzantinischen Zeit, welche aber wegen der häufigen Verwechslung 
von fi und * wohl nicht über das Ende des III. Jahrhunderts n. Chr. 
hinaufdatiert werden können. 

§ 17. Der Diphthoog vi^^*). 

1. Der Diphthong vt erscheint vor Vokalen (a, «, o, or, «) ge- 
wöhnlich als v: 

{äi)€^Q€oyva{g); xcctsayva; nccQsikfjifva', iytnsnksvxvdSp'^^'^); xco- 
dvccg, xoodvav, xcodvcSv'^^^^); dgyväg, dgyvccVy ogyvwv^^^); vog, 
viog, vov, i5oV, vstg, voi, vcov, vovg (vgl. 4); ^Ik€id'va^^'^)/SiQ€lSva 
(3 mal)"«); 0i;a)v»«»). 



*w) CIA. m, 1197, II, 17 (238/244 n. Chr.). * 

«») CIA. m, 3436, 3. 

»Ol) dvv$€ CIA. III, 1427, c, 4; dvv^ag 1428, 3. 

^*) xv/urjTTiQtov , xvfxrjt^Qcov , xvfiitlQtov: CIA. III, 3436, 1; 3439, 1; 3441, 1; 
3442, 1; 3443, 1; 3445, 1; 3446, 1; 3448, 1; 3451, 1; 3453, 1; 3458, 1; 3459, 1; 
3460, 1; 3461, 1; 3462, 1; 3463, 1; 3464, 1; 3466, 1; 3469, 1; 3474, 1; 3476, 1; 
3483, 1; 3487, 1; 3491, 1; 3492, 1. 

WS) CIA. m, 3504, 1. 

W4) Weckl. p. 53; Cauer p. 275; G. Meyer p. 201 f.; Blafs p. 50; K.-Bl. I 136; 
Riem. Rev. IX, p. 53; Schweizer p. 84 ff. „Herodian ed. Lentz, II, 281, 29: rd 
iig vios Iriyovja ovo iariv, vlog xal yviog, TavTte Sh ol ^AttvxoX ävsv tov 
& yQ(X(povaiv und ebeoda Z. 4: ol Idd-rjvatoi t6 i rb iv 6i(pd6yy(p dnoßdXlHV 
nBifvxaaiv oiov xXa£(o, xXdtOy noiü) nodS, xal ro T€TV(pvta xal yiyQatpvla t€- 
rv(fva ysygaifva Xiyovaiv.^^ Bamb. Jb. XII, p. 17. v + i ist za v kootrahiert, 
v|^I. aufser der aogefübrten Litteratur noch Allen, Papers of the American school IV, 
72, der an vier Beispielen für vog die Messung — ^ erweist. 

w») ^if^Qwyvag CIA. II, add. 834, c, 40 (nach 329 v. Chr.); ^qQtayva EA. 1895, 
p. 89 f., Z. 19 (Eleusis); xaTiayva CIA. II, 678, ß, 65 (378/366 v. Chr.); xajsayva 818, 
22. 31 (354 V. Chr.); xatsayvat 720, B, 16 (c. 321 v. Chr.); IV, 2, 716, b, 10 (IV. J. 
V. Chr.); nagearitpva II, 811, c, 150 (323 v. Chr.) ; lx7i€nX€v[x]vü)V 793, a, 8 (357 v. Chr.). 
— Das V. Jahrh. schreibt in diesen Partizipien noch den Diphthong: iiaeXriXv&vCag 
CIA. I, 273, b, 8. 13. 23 (420 v. Chr.). 

w«*) xto^vag CIA. II, 701, 1, 68. 70 (344 v. Chr.); [x](ü^vav 706, A, b, 19 (vor 341 
V. Chr.); xatövüiv 708, 14 (nicht vor 340 v. Chr.) ; xta^vag IV, 2, 767, b, 38 (332 v. Chr.) ; 
Die Form mit Iota kommt nicht vor. 

*o«) ogyvdg, oQyvdv CIA. II, add. 834, b, I, 9. 54 (329 y. Chr.); oQyvcSv IV, 2, 
834, b, 21 (329 v. Chr.). Fraglich ist 6Qoyv[ohf IV, 2, 855, b, 2. Die Form mit Iota 
kommt nicht vor. Riem. a. a. 0. 

507) Ober 'lX€(»va vgl. oben N. 477. 

60») *Slg€i»v(f CIA. n, 789, b, 64 (373 v.'Chr.); 'agel&va 803, d, 7. 19 (357 v. Chr.); 
lach auf einer Vase, s. Kretschmer, p. 136. — Die Form mit Iota kommt nicht vor. 

«») evo)v CIA. II, 868, 7 (360 v. Chr.) — Bv^arylog 208, 1 (Ende IV. J. v. Chr.). 



-« 60 - 



2. Besonders streng ist in dieser Hinsicht das IV. Jahrh. y. Ghn, 
welches überall den einfachen Vokal aufweist. 

3. Die Participia Perf. zeigen im V. Jahrh. v. Chr. noch t;*, im FV. 
nur V. 

4. Was den Gebrauch von vlog, vog in Prosa betrifft'^®), so 
erscheint: 





vt 


V 


im VI. Jahrh. 


V. Chr. 


2 mal 


1 mal 


V 




1 „ 


3 „ 


„ IV. „ 






11 „ 


„ in. ., 






11 „ 


„ II. „ 




1 „ 


34 „ 


7» *• »1 




4 „ 


7 „ 



5. In der Kaiserzeit ist die Schreibweise mit Diphthong viel häufiger 
als diejenige mit einfachem v. 

6. Auch in der Poesie erscheint die kiu'zere Form vog oder vvg 
und zwar schon seit dem VI. Jahrh. v. Chr. Einmal begegnet vg, ein- 
silbig (VI. J. V. Chr.)"i). 



510) Herw. p. 11; Riem. Rev. V, p. 149; Foucart, Rev. I, p. 35; Bauoack Gurt. 
Stad. X, p. 88 — 91; Schweizer, p. 85. 

a) VI. Jahrhundert: vtog CIA. IV, 1, b, 373, 90 (VI. J. v. Chr.); vis IV, 1, b, 
373, 100 (VI. J. V. Chr.); vlvg (sie) KV. 72. Ober die poetischen Formen vgl § 58, 14. 

b) V. Jahrhundert: vvg (wohl nicht Poesie) CIA. I, 398, 4 (Anfang d. V. J.); 
vlsT IV, 1, b, 418, g (vor der Mitte d. pelop. Krieges); vels I, 61, 14 (409 v. Chr.); 
n, add. 1, b, 37 (403 v. Chr.). 

c) IV. Jahrhundert: vels CIA. II, 51, 19; viog Mitt. V, 318; ifov AB, V, 161, 
21 ; CIA. II, 835, A, d, 16; vov IV, 2, 841, b, 1 10; 109, b, 68 (347 v. Chr.); vog CIA. 0, 
add. 175, b, 1; Mitt. VII, 222; vov CIA. IV, 2, 48, d, 13; 73f, 6; 264, d, 12; 1423, 2. 

d) III. Jahrhundert: vo? CIA. II, 331, 4; vot;331, 57; 334, d, 2. 11; 379,3.5; 
380, 4; 836, 52; vov AB. II. 199, 4; CIA. IV, 2, 385, c, vog 50, ucot 64. 

e) IL Jahrhundert: tov CIA. 11, 983, 14mal; 984, 4mal; vov add. 453, b, 18; 
IV, 2,623, b, 31; uwi' II, 605, 7; 983, 7mal; 984, 3mal; irovff605, 3; daneben aber: 
vlm 983, III, 113 (c. 180 v. Chr.); uwv Mitt. IX, 290, III, 32 (200/150 v. Chr.); IV, 2, 
1359, b, a, 1 ; II, 1620, c, 2; 1433, 3; vov 1440, 2; vov 1500, 2; vog 1512, 3, — vlov 
1501, 2. 

f) I. Jahrhundert: vol CIA. IH, 541, 5 (65/52 v. Chr.); vov 565, 2 (63 v. Chr.); 
566, 2, (54 V. Chr.); 572, 3 (27 v. Chr.); 579, 3 (vor 15 v. Chr.); 583, 3 (12 v. Chr.); 589, 
3 (c. 6 V. Chr.); daneben aber: vl6\y] CIA. III, 562, a, 3 (88/56 v. Chr.); vlogll, 482, 
111 (39/32 v. Chr.); vlov III, 575, 3 (27/12 v. Chr.); 580, 2 (25 v. Chr.). 

Bi^) Ober VI und v in der Poesie vgl. unten § 58, 14. — Dazu vog KE. 32, 1 
(V. J. V. Chr.); vlog KE. 36, 4 (IV. J.). — Für vi avi»rix€ 6h yü Evdlxov vog IV, 1, 



— 61 — 

7. Über ysyoveta = ysyopvtcc s. § 63, e. — Niemals findet sich 
xcidsia = xcodvcc. 



§ 18. Der Diphthong av^^% 

1. Zwischen av und ov (echtes ov) schwankt die Orthographie in 
dem Fremdwort u^vkKxrijgy OvXtat^g^^^). 

2. Die Kontraktion von ao in av begegnet nur in fremden Eigen- 
namen: AavdixsvQ (spät)*^^*). Ebenso vereinzeh, und nur in Eigennamen, 
ist auch das Umgekehrte ao = ai;*"). 

3. Seit dem Jahre 74 v. Chr. erscheinen Formen wie: saxov 
{=€avTOv\ iav^gy kaxco^ haxov^ sccx&v^ iatovg, axäv^ atog^^^). 

§ 19. Der Diphthong €V^^'^). 

1. Die Kontraktion von so in ev findet sich vereinzelt in ionisierenden 
Personennamen (eingewanderte Fremde): &€vyivtig, Oev^sltcov (V. J. 
V. Chr.)*^^); OsvduiQog (Kaiserzeit) *^*); im III. Jahrhundert v. Chr. auch 
in einem attischen Wort: idQsvnccytrcüP^*^). Die umgekehrte Schreib- 
weise, €0 = €v, begegnet nur einmal, in später Zeif^'^). 



b, 373, 218 (Vr. J. Y. Chr.); ähnlich 373, 107 (VI. J. v. Chr.); KE. 22, 1 (V. J. v. Chr.). 
Einsilbiges vg IV, 1, b, 373, 94 (IV. J. v. Chr.). 

"«) Blafs, p. 71 f. 

"8) MXsärai z. B. CIA. I, 229, 5 (451 v. Chr.); Avltarao 226, 12 (454 y. Chr.), 
etc. — Ovliarai 231, 7 (449 v. Chr.). Vgl. Kretschmer, EiDleitung p. 366. 

>^«) AavSixivg CIA. III, 2539, 3 (Kaiserzeit) nebea AaoSuüg 2540, 2544 etc. 
Vgl. G. Meyer p. 189 f. 

*!') A6xoxQd[f]ris KOY, 2597, nach G. Meyer p. 191. — Ober ao == av im Ionischen 
vgl. DS^ Index p. 781 ; G. Meyer a. a. 0. 

'*') Vgl. unten § 61, 5. Die Erklärung (Übergang von äv in ä) hat Wacker- 
nagel, KZ. 33, 4 ff. gegeben. Vgl. auch Schweizer, p. 91 f. Ober 'Paarog für lat. 
Fanstus vgl. Eckinger p. 12. 

6") Blafs p. 71—82. 

»") eevyivTjgy Sevyeitiov CIA. I, 324, d, 8 ; c, 59. 68 (408 v. Chr.). Cauer p. 266. 
— Eingebürgerte Fremde (Bürger des Peiraieus). — SsvipQaatov Mitt. XXI p. 303 f., 
Z. 2 (313 V. Chr.); Gev^orog CIA. IV, 2, 964, b, 17 (c. 200 v. Chr.). Auf den ionischen 
Inschriften findet sich diese Schreibung erst später, s. dazu Fritsch, Berl. philol. 
Wochenschr. 1898, 1239. 

6") Gsv^cjQog Aglatovog UMviog CIA. III, 2903. 

MO) UgevTiayndiv CIA. 11, 403, 50 (cf. 25). — Die Inschrift enthält zwar ein 
Staatsdekret, ist aber von einem Privaten aufgestellt worden. 

wi) &p€o CIA. m, 73, 12 (Kaiserzeit). G. Meyer p. 189. Die von dem Lykier 
Xanthos gesetzte Inschrift beweist aber ihren fremden Ursprung auch durch andere 
EigeDt'dmlichkeiten, vgl. oben S. 30 N. 155. 



— 62 — 

2. In einigen vereinzelten Fällen erscheint durch Einwirkung des ev 
benachbarter Silben sv statt €*"*). 

3. In mehreren Fällen wird v teils zwischen Vokalen"') teils vor 
Konsonanten*^*) nicht geschrieben. 

4. Dafs um 120 n. Chr. sv vor stimmlosen Konsonanten die Geltung 
ef hatte, zeigt die umgekehrte Schreibung €V(pijßoKSi für iq/ijßoKf$^*^). 

§ 20. Der Diphthong ov^^% 

1. Echtes ovj aus o -^ v entstanden oder im Ablaut zu sv stehend, 
ist für das Attische nachzuweisen in den Wörtern: 

äxoXov&og {\gl xiksv^og)'^'), iBot;^€*fg"«), ßovg'^% dovAo?**«), 



^^^) Siyevivai auf der attischen loschrift von Sige(ioD CD. 487, b, 6—7 (VI. J.) 
neben ^tyetrjg Z. 9, 2vxi€vai (mit Angleichong des stimmhaften y an das folglieh als 
stimmlos zu betrachtende 2-) auf der ionischen loschrift ibid. a, 10. Der starke Wechsel 
in der Schreibung mag damit zusammenhangen, dafs der Name urspr. nicht griech. ist. 
— svatßivag CIA. IV, 2, 477, c, 19; avliv^ailn, -jl ibid 21 (2. H. des IT. J. v. Chr.). 

Vom Standpunkte der offiziellen Orthographie aus sind diese Falle nur Versehe«; 
sie zeigen jedoch immerhin, dafs ähnliches, wenn auch zunächst nur als gelegentliebe 
Versprechung, in der Sprache des Lebens vorkommen konnte; die psychplogisehe 
Grundlage ist dieselbe. 

"3) 'Efovvfisvg CIA. II, 2055, 3, -iatq II, 2071, 3 (IV.— 1. J. y. Chr.); naQaaxeaCerai 
Def. 94, 9 (III. J. V. Chr.); xoafi^rse KE. 957, 1 (127/129 n. Chr.). Vgl. W. Schulze, q. e. 
p. 511 zu p. 48; Kretschmer p. 137 f.; Schweizer p. 83 Anm. 1, wo weitere Litteratar. 

f>") 4>]Xvis -= '€vs CIA. IV, 2, HO, c, 3—4 (346 v. Chr., wo man das im Be- 
wufstsein des Steinmetzen noch lebendige vorausgehende v verantwortlich mache« 
könnte); lvo£as II, 616, 19 (c. 250 v. Chr.), = «u.; nalJLrjvig ^ -evs ü, 2438 (III. J. 
v. Chr.); *E(f>Qaiog II, 17J3 (IV.— I. J. v. Chr.). (nolvoxxov IT, 1383, 5 (IV.— I. J. v. Chr.) 
ist mc\ii '^ nolvivxTov\ der gleiche ^ame erscheint vielleicht auch in üotvoxoQj 
Ziebarth 9, der auf Fick-Bechtel 239 verweist.) In Anbetracht der verhältnismilsigcm 
Häufigkeit dieser Fälle (noch andere aus Inschriften und Papyri bei Blafs p. 78 
N. 292) erscheint allerdings der Zweifel Kretschmers p. 138 gegenüber Wackeraagel, 
KZ. XX XIII 4, der überall Schreibfehler annimmt, berechtigt. 

"^) (VifTjßotai KB. 956, 1 (120 n. Chr.). — Möglicherweise ist auch hierher n 
ziehen ^EtpQovCq CIA. II, 3736, =Ev(pQov(s? Unsicher islEße . . ., nach Skias «=szJEv€ . . . 
£A. 1896, p. 262, nr. 56. Vgl. noch Kretschmer, p. 138. 234. 

^*^) Blafs p. 70 f.; Cauer p. 258. Thumb IF. IX, 303 stellt die ansprecheB4e 
Vermutung auf, dafs Kosovos auf Thera umgekehrte Schreibung für Kovvog sei, 
was für diphthongische Aussprache zeugen würde. 

»»7) axol[ov&]oiaiy fehlen 3 Buchstaben, CIA. IV, 1, a, 1, B, 8 (500/456 v. Chr.); 
ttxolov&o{v)vT(ov I, 31, A, 30 (444/440 v. Chr.). Cauer p. 258. 

"«) Bov&etig CIA. IV, 1, c, 272, d, 3 (425 v. Chr.), neben oaai. 

M«) ßovv CIA. I, 31, A, 11 (444/440 v. Chr.); ßovg IV, 1, b, 35, b, 16 (440/4M 
V. Chr.); ßoi'[g] ibid. Z. 21. — Über Bov&tirjg (von 454 an), Bovra^rjg, Bovx . . . vgL 
Index CIA. I und Cauer p. 258. 

»»0) äovXiov CIA. I, 333, 2 (c. 460 v. Chr.). Cauer a. a. 0. 



— 63 — 

2ovviov^^^), anovdri (vgl. cttW Ja>) '*^). 

2. Von Haus aus diphthongisch (ou) mufs dieser Laut im V. Jahr- 
hundert monophthongisch geworden sein. Es ergiebt sich dies aus der 
seil 440 V. Chr. vereinzelt auftretenden Schreibweise o (32 Stellen aus 
11 Inschriften, von 439— c. 357 v. Chr.)*»«). 

3. Infolge dieser Veränderung fallt echtes ov um 360 v. Chr. gänz- 
lich mit dem aus ö entstandenen u-Laute (unechtes ov) zusammen, vgl. 
oben § 11, C. 



631) BovQMxd CIA. IV, 1, c, A, f, 20; B, II, 33 (408/7 v. Chr.). Für diphthoogisches 
ov spricht auch das interessante Ablaotsverhältais Svqia : SevqCa : Sovgla, worauf 
B. Keil, Mitt. XX, 412, Fafso. 1 anfmerksam macht. 

M2J ovXf oVf ovT€ ctc. „cxempla iaDamerabilia^' Cauer a. a. 0. — ovSinore KV. 
194 (VI.— V. J. y. Chr.), etc. etc. 

^^) ovtogy jovxfov etc. „iogens exemplorom numerus" Cauer a. a. 0. 

^ Ovliätat vgl. oben Note 513. Der Wechsel von av und ov erweist ov als 
echtes ov. Cauer a. a. 0. 

*^) ITQoxQovaTfjs Euphroniosvase KV. 141, woneben -O-, s. Kretschmer, p. 232. 

536) ^ovviov Index z. CIA. I; Cauer p. 259. 

*80 2nov6£ag, ZnovSCdrig Index zu CIA. I; Cauer p. 258. Dazu CIA. IV, 1, b, 
462, c (vor 444 v. Chr.). — Blofs aus andern Dialekten zu erweisen ist echtes ov in: 
ßqovxog {Bgovxiatv CD. 135, 8, von Melos, aus dem VI. J.); ^ov^og (Sov&^iji CD. 10, 
Lakonien, Anfang d. V. J.); OTQov&og [Zxqov^Crig CD. 533, 65, Styra, Bleitäfelchen im 
epichorischen Alphabet). 

»») ßov CIA. IV, 1, b, 27, b, 40 (439 v. Chr.) ist allerdings nach W^ackernagel, 
KZ. XXIX 141 (zweifelnd auch J. Schmidt, Beri. Sitz.-Ber. 1899, 308) ein wert- 
volles Zeugnis dafür, dafs die Attiker noch im 5. Jahrb. neben ßovv die alte 
Akkusativfonn ßciv hatten, doch erscheint ov schon früher; TOTo = Toi'ro, älteste 
att. Inschr., Mitt. XVm 226 ff.; toto(i;), totwi/, 8 mal, CIA. I, 128, (415 v. Chr., neben 
tovTo 128, 8. 133, 8); t6to{v), t6t(ov, 3mal 133 (414 v. Chr.); totipy ToaoTip IV, 
2, 841, b, 77, roTov 109 (396 v.Chr.); Wackernagel, KZ. 29, 141; Mitt. XVffl 228 
nimmt an, ov sei durch Angleichnng an die 0-Vokale der Endsilbe frühzeitig mono- 
phthongisch geworden. ZnoSCag CIA. I, 324, a, I, 21 (408 v. Chr.); oSi KE. 23, 4 (nach 
400 V. Chr.); 6x, oöäva CIA. II, add. 841, b, 36. 37 (396 v. Chr.); ZovMov 652, A, 8 (398 
V. Chr.); 6x, t6to{y), toto, totwv 814, a, A, 31. 36; B, 2. 6. 11 ; b, 37. 39 (377 v. Chr.); 
onoj' KE. 24, 1 (vor 350 v. Chr.); o, oS^va, dtfc^t^ CIA. IV, 2, 54, b, 58. 60. 64 (363 
V. Chr.); od^iva Rev. arch, NS. VIH (1863), p. 92 (vor 357 v. Chr.); oCfl^ CIA. II, 160, 
6 (336 v. Chr., nach Wilhelm, Arch.-epigraph. Mitt. XVII 35), neben ovB^evog Z. 8. — ^ 
Fraglich bleibt die Qualität des ov in 'lovUg :'loliriT(Sv CIA. IV, 2, 54, b, 6. 31; 
"lokiTfras ebd. 9 (363 v. Chr., neben 6 u. s. w., s. oben); "roXirjTcSv II, 546, 25. 26. 37 
(c. 350, aber jedes Mal daneben ßovky) gegenüber "lovhrJTaL 11, 17, B, 23 (378/7 
v. Chr., doch wechseln o und ov); zu jung ist ^lovXiirjjrig) II, 467, 147 (II. J. 
y. Chr.). 



— 64 — 

§ 21. Die Diphthonge ^, fi, a»«**) 

a) Der Diphthong 4* 

1. Den Diphthongen ^ zeigen in der klassischen Zeit : dqdovxog^^^), 

Acf<Ji/g"*), 0ik(x^fig^*^), ^adiog, qccardvri^ ^^Croj***). Über dfjfiotfiq, 
lölqc, onoiq vgl. § 59, 1. 

2. Ohne Iota schreibt sich nqäog^^'^). Über die Infinitive auf -w 
vgl. § 65, 2. Über die Endung -äai, vgl. § 59, 3. 

b) Der Diphthong i}. 

3. Der Diphthong fi erscheint, aufser in den oben (§ 15, b) er- 
wähnten Wörtern in J^og, d^p^axco, lyog, j, rgd«, änX^, d&nk^j ^co&vjIj 

4. Kein Iota prosgegrammenon hat Ifjdtov^*^). 

5. Über die Ersetzung von ti durch st vgl. § 15, b. 

6. Ein Obergang von HI (ff) in € ist zu beobachten in IJotfi- 
dfjtcüv (V. J. V. Chr.), noatdsdv (IV. J. und Folgezeit) "°). Ebenso 
scheint das V. J. v. Chr. zwischen nqovqtog und nqovBmg geschwankt 
zu haben "^). 



»>(») BlaPs p. 42 ff.; Riem. Rev. V, p. 169; IX, p. 56. 

MO) 6(fSovxos KV. 33 (altattisch); CIA. IV, 1, b, 27, b, 25 (439 v. (3ir.); IV, 2, 
834, b, II, 93 (329 v. Chr.). 

*«) iX^^a[s] CIA. n, 836, ab, 29 (270-262 v. Chr.). 

M2) Sq^^, SQ^Tja mehrfach CIA. I, 277, 15. 16. 17. 21. 22 (415 v. Chr.); Bgqxns 
31, A, 17 (444/440 v. Chr.) etc. 2[aiLio&]Q4[xa}v\ II, 701, 1, 22, resp. 30 (344 v. Chr.); 
[2]afxo^Q^xig I, 240, 60 (440 v. Chr.). 

5«) xegq^cov CIA. II, 826, 22 (IV. J. v. Chr.?). Riem. Rev. IX, p. 56. 

W4) [Ka]l4^rjs, Kak^Sov CIA. IV, 2, 308, b, 1 (c. 289 v. Chr.). 

M6) 4>a4Srig CIA. I, 299, 9 (444/434 v. Chr.); 260, 3 (421 v. Chr.); II, 872, A, 16 
(341 V. Chr.); 168, 29 (333 v. Chr.); 952, 18 (II. J.); 953, 6 (IL J.); 983, III, 140 (IL J.) 
etc. — 4»iXtt^rjg ohne Iota prosgegr. CIA. II, 985, i, 19 (I. J. v. Chr.) aod fast aas- 
nahmslos io der Kaiserzeit, vgl. CIA. lll, vol. 2, Index, p. 318 and Dittenberger zn 
DS. 685. — Riein. Rev. IX, 178, Note, welcher verlangt, dafs Iota snbscribiert werde. 

M6) 'Ptfartüivri] CIA. II, 790, b, 22 (373 v. Chr.); PiycT/^ IV, 1, b, 321, IH, 37 (vor 
409 V. Chr.). 

^4^) DqStog (Personenname) CIA. 11, 945, 20 (Anfang des IV. Jahrhunderts); Riem. 
Rev. a. a. 0. 

5«) Jri^^vov CIA. n, 946, 13 (Anfang d. IV. J. v. Chr.); äno Zjoiy II, 678, A, 15 
(378/366 V. Chr.). Ober ^, r^cTe s. unten JNote 1258. Ober ^r^axto s. § 65, 17. 

^«^) XrSiov CIA. II, 751, B, 11, 10. 12 (345 v. Chr.); 754, 45 sichere Ergänzang 
(349/344 V. Chr.); 756, 23 (346/343 v. Chr.); Riem. Rev. V, 170; IX, 57. 

^^) Ober IToat6rji(6v, HoatSsojv s. Note 453. VV. Schulze q. e. p. 49 n. 2. 

wi) iv T^ nPOJVEIOI, h T^ BPONEOl CIA. I, 117—130 (434/425 y. Chr.). 



- 65 - 

7. Im V. Jahrh. schwankt die Orthographie ferner zwischen T^noi 
(Tpoi) und Tfj'ioi ''''). 

c) Der Diphthong to. 

8. Den Diphthong w haben: Uxqo^Mov^''^ UX(aa^^% avX(üd6q^^% 

S«ov*'"), ^«a)rd$*«2)^ 'HQadfjg'^^'^), ^Q(fwg'^*)[ xaXcadi^ov^^'), xi&aQca- 
cJog***), xcofKpdog^^''), Kmo^^^^ M^QV^^^^^)^ nargwog^^^ nqoatMov^'^^ 

M3) TjÄO» (TEIIOI) CIAi I, 234, 15 (446 v. Chr.), 37, frg. t, 16 (425 v. Chr.). 
— rijioi {TEIOI) 229, 11 (451 v. Chr.); 230, 10 (450 v. Chr.); 231, 6 (449 v. Chr.), 
etc. Vgl. Kühoer-Blafs I, 252; Schweizer, p. 64, wo Weiteres. 

653) "AxQ6^(pot CIA. I, 37, frg. y, 9 (425 v. Chr.). 

W4) liX^a, 'AXtpois, lAXt^üiV CIA. II, add. 834, b, II, 8 (329 v. Chr.); IV, 2, 834, b, 
I, 47 (329 V. Chr.); IV, 2, 614, b, 9. 29 (307/286 v. Chr.); 619, b, 46 (bald nach 217 
V. Chr.) ; jiXoi(o\y IV, 2, add. 619, c, 14; IV, 2, 477, c, 7 (Ä. J. v. Chr.). 

^) avl(pSots CIA. n, 965, t, a, 12 (Anf. d. IV. Jahrh. v. Chr.). 

W6) aqniQffia&H CIA. IV, 2, 623, e, 45 (Makedon. Zeit). 

W7) *Ax€XipoSy 3 mal (V. nnd IV. J. v. Chr.), CIA. iV, 1, b, 503, a und Milt. X, 
p. 281—2. — KV. 97 (altattisch). 

6M) ivtp^iov CIA. II, 652, A, 17 (398 v. Chr.); 645, 15 (399 v. Chr.); 663, 10 (397 
bis 385 V. Chr.); 660, 56 (390 v. Chr.); 672, 14 (376 v. Chr.); 677, 1, 27 (367 v. Chr.); 
751, A, b, 20 (345 v. Chr.); 758, A, II, 40 (nicht vor 334 v. Chr.); IV, 2, 767, b, 20 
(332 V. Chr.). — Riem. Rev. IX, 56. 

869) Ctpädgta CIA* II, 736, A, 4 (nach 307 v. Chr.), vgl. Cv^agut Bull. XIV, 402 ff. 
Z. 117 (279 V. Chr., Delos). 

WO) CtpSiov CIA. II, 676, 46 (385/366 v. Chr.); 678, ß, 59 (378/366 v. Chr.); 756, 
12 (346/344 v. Chr.); 706, A, b, 5. 8 (nicht vor 341 v. Chr.); 714, 24 (330 v. Chr.); 717, 
10 (330/320 V. Chr.); 733, A, 20 (c. 306 v. Chr.). — Riem. Rev. IX, 56. Vgl. Ctp^iov 
Bull. XIV, 402 ff., Z. 11. 67. 73 (279 v. Chr., Delos). 

wi) lC]^a CIA. II, 701, I, 81 (344 v. Chr.), vgl. 678, A, 9 (378/366 v. Chr.). — 
Riem. a. a. 0. 

^*) fiCtpioTos Bull. VI, p. 126 (ioventaire de D^los de la premiere moitie du 
3« s.) et Syll.^ do. 170 (= CIG. 2852, inscr. de Milet du milieu du 3« s.) I. 54." 
Riem. Rev. IX. 

w») 'HQ(^äfis CIA. II, 859, a, b, 12 (HI. J.) Riem. a. a. 0. 

»*) VQfpois CIA. II, add. 453, b, 7 (200/150 v. Chr.). 

W6) xaiX)(p^ia CIA. II, 826, 13 (IV. J.?), xaX(pi$ca 812, a, 3—4 (c. 323 v. Chr.) 
o. s. w. Weckl. p. 47 ; Herw. p. 55. Riem. Rev. IX, p. 56. 

W6) xi&aQ(p6ov CIA. II, 652, A, 37 (398 v. Chr.); 965, a, 4 (Anf. d. IV. J. v. Chr.). 

567) x(o/4tp6[d)v] CIA. II, 971, a, 4 (nach 350 v. Chr.); [x(ü]iLi(pS[c5v] ibid. b, 12; 

xtitfHi)6[<i5v] d. 5. 

w«) K^oi CIA. I, 231, 10 (449 v. Chr.); Kfos II, 967, 34 (c. 191 v. Chr.). 

"«) firiTQtfiov CIA. II, 672, 24 (376 v. Chr.). 

*'0) najQtprig CIA. I, 477, 3 (VI. J.); [naTQ](pttv II, 115, 45 (342 v.Chr.); nargipos 
Mitt. n, 186. 187 (2 Stellen, IV. J.?). 

w') ngoar^ov CIA. II, 613, 5 (298 v. Chr.); IV, 2, 1054, c, 52 (c. 350 v. Chr.); 
1054, e, 1 (317—307 v. Chr.); 1054, f, 2 (317—307 v. Chr.). 

Meisterhans, Grammatik. 8. Aufl. 5 



^. 



— 66 — 

TiQipQa'^'^), aoifa)*'*), 2(avavtfig^''% TQay(a66g^'^% VTTSQmov^'^^), iJodsXov^'^% 
Moidfjg^''^). 

9. <rw« (Futur von (XwC«, vor 456 v. Chr.y^^), aüov (426 v. Chr.)*^°), 
d'ti^av (vor 480 v. Chr.), ^wa (411 v. Chr.)"M, ^«oy (335 v. Chr.)"') 
enthalten kein Iota. 

10. Ein Übergang von i2/ (w) in o begegnet in ^oftC«* (= d'oatdtse^^ 
kurz nach 300 v. Chr.)*®*). Vgl. oben No. 6 noatdriidv, üodtösdiv. 

11. In Eleusis findet man (Nähe von Boiotien) mehrfach i3/ mit 
Ol verwechselt: iv rot dijfioi, toX Jiovvaoi^ tqayoidotq^ ort (STsq>avA \ 
(IV. J. V. Chr.)*^*). Mehr noch ist dies in Oropos der Fall, das wir \ 
aber, weil an der Grenze gelegen, von der Betrachtung ausgeschlossen 
haben. In Athen (Staatspsephismen) sind Beispiele dieser Verwechslung 
selten ^^'0. ! 



s»*) 7iQ(^Q\ril Poesie, KE. 96, 4 (IV.— III. J. v. Chr.), Bamb. Jb. III, 7 ; Riem. Rev. 
IX, 56, welcher auf ßovnQ(pQos DS. 281, 9 (192 v. Chr., Delphi) verweist. 

5") Über atpCü) vgl. Note 1484. 

^'*) Ztpvavtov CIA. I, 387, 3 (wegen der Form des ,^0" vor 450 y. Chr.); ^^ 
vavj[7jg] 446, II, 22 (425 v. Chr.). — Unsicher ist 537, 1. — Vielleicht gehört hierher 
auch i:(plvttvtov1] CIA. il, 703, 3 (341 v. Chr.). — Dazu [2](pvavTov 11, 944 (c. 326 
V. Chr.); 2:[(o]iv[avrov II, 181, a, 6 (323 v. Chr.); Zipvavitov IV, 2, 773, b, 18; 11, 
2068, 1. Vgl. dazu W. Schulze, q. e., p. 531 zu 398. 

^^*) TQay(p6(Sv CIA. II, 971, a, 4 (kurz nach 350 v. Chr.); [TQaya}]iä(ov ibid. 
b, 4, etc. 

"») v71€[q]^ov n, 817, A, 27 (358 v. Chr.). 

6") (pSsTov Mitt. VII, p. 368, Zeile 41 (346 v. Chr.); CIA. IV, 2, 843, d, 3 (Anf. 
d. IV. J. V. Chr.); II, 421, c, 8 (II. J. v. Chr.). 

"8) (pail^eg] CIA. n, 835, c— 1, 15 (320/317 v. Chr.). Riem. Rev. IX, p. 56. 

5'^) atoüi (Futur zu atpCfo, a(otC(o) CIA. I, 2, ß, 7 (vor 456 v. Chr.), aus am^aatt 
zu acj^dCfo, s. W. Schulze, q. e. p. 397. — Bamb. Z. f. G. XXVIII, p. 619; Cauer 
p. 416—421; ßamb. Jb. III, p. 5; anleboeDd Riem. Rev. V, p. 180. 

5«0) CIA. I, 36, 9 (426 v. Chr.). — Riem. Rev. V, 177. 

581) d-cjav iTiißctXslv CIA. I, 57, b, 4 (411 v. Chr.), d^toav IV, 1, c, p. 138, II, 12 
(vor 480 V. Chr.). — Herw. p. 54. 

582) CIA. II, 162, c, 25 (335 v. Chr.). — Riem. V, 170; — aber km[d]v CIA. IV, 
1, b, 373, 1 (VI. J. V. Chr.). Der Schwund von i mag, wie in Tiläov neben nXeüov 
nach Wackernagel, KZ. 29, 144, in der CircumQectierung des Neutrums seines 
Grund haben. 

583) ^oda€i avxbv 6 UQ€vg CIA. II, 841, 14 (kurz nach 300 v. Chr.). 

58*) iv tot 6r\fjLoty TOI Jiovvaoiy TQayoiSoig (neben /^va^, at€(pdv(pf ^tovv[a]itpy 
avT^) CIA. IV, 2, 574, b, 5. 14. 21 (IV. J.). — on aitipav^ IV, 2, 574, c, 12 (IV. J. 
V. Chr.). 

586) rol Srifioü CIA. II, 277, 7 (c. 300 v. Chr.); xol Uq^ IV, 2, 611, b, 51 (300 v. 
Chr.); xofioid((^ KE. 38, 3 (IV. J. v. Chr.); ixccarcoig (kann Sing. = ixd<nü}{gy sein) 
CIA. II, 258, 11 (304 v. Chr.); in ^vox6[rj] 403, 19 (ID. J. v. Chr.) ist m lediglich 
durch das vorhergehende r^ &€(p veranlafster Schreibfehler. Blafs p. 45. 



i 



-- 67 — 

d) Übergang von cc, ji, m in ä, 17, w. 

12. Schon in der klassischen Zeit findet sich vereinzelt das Iota 
bei ^/, HI, Sil (=<?, fi, (a) weggelassen"*). Wie sehr aber dies Aus- 
nahmen sind, zeigt folgende nach CIA. If, vol. 1 (Dekrete) hergestellte 
TabeUe '^«O • 



durch 


Es wird ausgedrückt: 


9 


V 


(0 




AI 


A 


HI, EI 


H 


S2I 


n 


im IV. Jahrb. 

„ in. „ 


70 
42 
39 
45 


13 


509 
286 
161 
190 


(3) 

5 
108 


553 
267 
195 

248 


1 
1 

84 


mal 



13. Man wird das Stummwerden des i-Lautes also in die Zeit von 
200 — 100 V. Chr. anzusetzen haben. Damit stimmt der Umstand, dafs 
seit 200 V. Chr. Iota vereinzelt auch am unrichtigen Orte zugesetzt wird, 
vgl. T« d^€(p (Dual, 200—150 v. Chr.); ^corfiQq, Boijd'ov (II. J. v. Chr.); 
ZflltpTcci, Kok(pv^d'€P, vsatrigM, dniato (39 — 32 v. Chr.); yvfivaaiag, 
(piXonovi(fg (43—30 v. Chr.)*««'). 



»8«) [JEM]0 : (Ji?^^) CIA. I, 8, 2 (c. 420 v. Chr.); iv TO ngovsa) 183, 3 (410 
V. Chr.). ßlofse Verseheo. Vgl. og 155, 2 (420 v. Chr.) = ois\ ccT/iriTo {=ärfirjToi) 
322, n, 31 (409 V. Chr.). Aus d. IV. Jahrb.: Iv tc5 ^laam IV, 2, 841, b, 76 (396 
V. Chr.); rij tioXh II, 804, A, b, 70 (334 v. Chr.); tw IV, 2, 173, b, 14 (332 v. Chr.); 
raf4{a (Dativ) IV, 2, 834, b, I, 35 (329 v. Chr.); marCa II, add. 834, b, I, 52 (329 
V. Chr.). In dieser letztem Inschrift (CIA. II, add. 834, b = £A. 1883, 125 ff.) fehlen 
aoch sonst häaGg die Schlafsbuchstaben. Ebenfalls ins IV. Jahrb. v. Chr. gehört nach 
dem Heransgeber die Fluchtafel Ziebarth 15 mit €i[s] ld6[ov] Z. 10 neben "AvSov 15. 
— Aoch auf den Def.: xriQ^i 55, a, 16 (III. J. v. Chr.) — Aus dem II. J. : xoivri CIA. IV» 
2, 458, b, 10; firiTQtptü ibid. 16; tj 463, c, 2. 

^'^) Die Ausnahmen sind im CIA. II, vol. 1 (Dekrete): 

a) im IV. J. y. Chr.: ;faAxo^i}xf (für y), civts (für y) CIA. II, 61, 36 (357/352 
V. Chr.); XolXriSris 82, 3 (vor 356 v. Chr.); dazu Note 203 und 1198. 

b) im m. J. V. Chr.: tQaym^aiv 592, b, 9 (c. 220 v. Chr.) nach Pittakis!, Zeile 7 
steht rQtty(p^eav. 

c) im n. J. V. Chr.): rgaycD^oTs 594, 31 (127 v. Chr.) neben 13 maligem (p; rqa- 
ym^wv 469, 82; ^oxrj 422, 13 (170 n. Chr.); ^, axr^ 461, 2. 4 (nach 125 v. Chr.); 
vnaQxv 464, 8 (117/81 v. Chr.); ^XV 595, 14 (vor 100 v. Chr.). 

d) im I. J. V. Chr.): 

Für ^ = ^/vgl. 467—471; 478; 482; add. 489, b. 

Für H'=H/vgl. 467—488; 628; add. 489, b. 

Für Ä = Ä/vgl. 467—471; 475—478; 482; 487; 488; 490. 

^) T^ &€(p CIA. n, 605, 12 (Anfang d. H. J.); 2:cüTif^^ IV, 2, 1206, b, 4; Boydov 
n, 2023, 2; ^r^l^at u. s. w. II, add. 489, b, 32 (39/32 v. Chr.); yv/ivaatttg, (fiXonovlqg 
482, 21. 44 (43/30 v. Chr.). 

5* 



L 



— 68 — 

14. Über die von der Entwickelung von ä*, ua abweichende Ge- 
schichte von rii s. § 15, 10. 

15. Wie unzuverlässig die Orthographie der Kaiserzeit in diesem 
Punkte ist, geht aus folgender nach Kaibel Epigr. Graec. (att. Inschr.) 
gemachten Tabelle hervor. Die Tabelle bestätigt zugleich noch einmal 
das über die klassische Zeit Bemerkte. 



Iota subscriptura wird: 


zugesetzt 


nicht zugesetzt 


Im VI. Jahrh. v. Chr. 


6 mal 


— mal 


V 


5 „ 


»» 


„ IV. II. J. V. Chr. 


53 „ 


>» 


„ I.J. vor— V. J. nach Chr. 


25 „ 


104 „ 



§ 22. Quantität der Vokale. 

1. Dafs in der Kaiserzeit die Vokale mehr und mehr isochron werden, 
geht hervor aus Messungen wie^^^): 

Klag fi€v fioi naxqig ecfTiv, iyco d' ovofACc Nsixofiiidfig. 
^Hv yccQ STfj xäfjbol imd xs xccl sixoCv» 
''OySoijxovTa dvalv hsCi^v [ßtOTrjv änilvifa], , 
[Jriliov] T€ KsxqoTtoav Isqolv ßovXTJv ts [yeQatoav], 

2. Dies zeigen auch die Verwechslungen von o mit «, s mit t^^ € 
mit «*, i mit «^^°). 



589) Küig u. s. w. KE. 101, 2 (= CIA. III, 1349, 5); ^Hv u. s. w. KE. 171, 4; 
'OycToijxoVTa u. s. w. 120, 3; Jrifiov o. s. w. 120,4; sämtliche Stellen sind aas der 
Kaiserzeit, aber nicht genauer datierbar. Davon sind zu unterscheiden die Fälle, 
wo ein Namen ohne Vernachlässigung der Quantität nicht in den Vers gebracht werden 
kann, wie in [oaneQ 6r\\ najgbg ig Xaigtcavog insvxftai {€2)vaL CIA. IV, 1, b, 373, 94 
(V. J. V. Chr.); NcxoßovXa (- ^ ^) rjsUov Xk^ttqov <f(og II, 1995, 4 (IV.— I. J. v. Chr.). 

590j y^f^ auf den älteren Inschriften Verwechslung von € und rj vorliegt, werden 
wohl „Schreibversehen einer Zeit, die sich in dem neuen Alphabet noch nicht zurecht 
finden konnte^' (Kretschmer, p. 108) anzunehmen sein. Vgl. Wff==Tfff CIA. IV, 2, 841, b, 
69 (396 V. Chr.); nevtexoCTtig 135 f, 16 (nach 350 v. Chr.); umgekehrt ^'ilo^rjvri, Kleo- 
fjLTivrig CIA. IV, 1, b, 491, 7. 9 (V. J. v. Chr.); ril»6vT%g 834, b, II, 85 (329 v. Chr.); 
iaoTTjlrjg n, 2731; ^i^aßiog l\, 3134 (neben Vprjatr/iog ^Ov'^roQog; W. Schulze, GGA. 
1897, 881 Anm. 1 durfte die Form nicht ohne weiteres verwenden). Häufig treten 
dagegen die Verwechslungen von € mit tj auf den Defixionen auf. rj für £: xarri^fj- 
arjv 46, 4; xriSriaiaC 65, 6; xaradrjo) 70, 1; i{Q)ydCr}Tac (Indik.) 90, a, 2; yivria&at 90, 
a, 6; HQfirjv 91, 3. 5; ^.uij 102, 8; € für rj: aviiv 90, a, 3; "Egfxi (= -^) 93, a, 2. 3; 
XtttaSevvü) 94, 2 ; /lioxXev 94, 12. 15; fJiB = fxri 94, 13 ; SixaaieQCt^ 94, 16 ; /u«^-' = fin^' 
94, 17; MiT^ga Ziebarth 18, 7. Einmal auch tj für (i: XVQ^S 90, a, 6. Vgl. dazu 
Schweizer, p. 94 ff. mit der dort genannten Litteratur. 



- 69 — 

§ 23. Vokalschwand und Vokalentfaltung. 

1. a) Seit dem IL Jahrh. n. Chr. erscheinen Formen wie BsQvUfj, 

BsQVixidfjg für Bsqs-^^^), oxoqöov für axogodov^^^). 
b) Auf der lautlichen Eigentümlichkeit fremder Sprachen beruht 
das Fehlen des Vokals in Tslfjiijaaiog (gegenüber Telsfiijtraiog 
im V. Jahrh. und bei Aristophanes) '^^^j und in den lateinischen 
Wörtern auf -culus, -tulus, -pulus, -gulus, -cumus (-cimus), 
vgl. Jlooxlog^ AsvTlog^ 2xdnXag^ 'P^yXog, Jixiiog^^^), 

2. Seit dem II. Jahrh. n. Chr. tritt MsTayetvovmv für Msva- 
ysiTPioip auf^^'). 

§ 24. Elision '^9«). 

1. Leichtere Elisionen werden mit der gröfsten Inkonsequenz bald 
in der Schrift bezeichnet, bald nicht: 

OTtcog d' aV, og 6' ar, ovo* ini^xprjifico, ovo' snsv neben olziveg 
6i i^OQXcicfov(Ti>, xä ds Isqcc, xama de siinsdiaöixi^ n^vie avdqccg^ 

591) BeQvUri CIA. III, 2618, BeQVixi^rjg 1040, 28; 1058, 22; 1172, 10; 1255, b, 3; 
1752, alle aus dem Ende des II. und Anfang des III. Jahrh. n. Chr. Vgl. dazu und 
zur folgenden JVote Kretschmer, Wocb. f. klass. Phil. 1899, 5f. ; nach ihm schwindet 
unbetonter (kurzer) Vokal nach Liquida oder JNasal, wenn die vorhergehende Silbe 
denselben Vokal enthält; s. auch Dieterich p. 37 ff. — Schwund unbetonter Vokale in 
alter Zeit, wie er von Kretschmer, p. 124 (aus den Vaseniuschriften); J. Schmidt, 
Kritik der Souauteotheorie p. 27 JN. 1 angenommen wird, läfst sich aus den Stein- 
inschriften nicht belegen. 

«^92) axoQÖüJv CIA. III, 73, 10—11. 11; 74, 3 (c. 200 n. Chr.). 

593) Vgl. den Index zu CIA. I, Herw. p. 36. Bezeichnend für die Schwierigkeit, 
welche die Wiedergabe der kleinasiatischen Laute den Griechen machte, die sich ja 
überhaupt für fremde Sprachen nicht erwärmen konnten, ist z. ß. der Wechsel von 
TaQßavfjg CIA. I, 37, w, 5 (441 v. Chr.) neben Tgvßav^iS 227, I (453 v. Chr.), worin 
Kretschmer, Einleitung in die Geschichte der griech. Sprache 360, Versuche sieht, ein 
silbisches r wiederzugeben. 

694J Ygi, den Index zu CIA. III; Dieterich, p. 37, der freilich den Vokalausfall 
dem Griechischen zuschreibt. 

695) MtrayeiTovitov CIA. IH, 1121, IV, 17; 1123, 7 (c. 150 n. Chr.); 1133, 38 
(c. 171 n. Chr.); 1138, 27 (174—177 n. Chr.); 1177, II, 39 (212—221 n. Chr.); 1197, 11, 
39 (238 — 244 n. Chr.). Vergleichbares bieten die Sammlungen von Dieterich, p. 40 ff., 
wozu noch 'Ogoßiog bei DS. 314, Note 5. — Beispiele von Vokalentfaltung im alten 
VaJgärattischen giebt Kretschmer, p. 125f. ; vgl. dazu 'EQiinijg Def. 90, a, 3; ap(«)- 
XOVTog CIA. II, add. 682 c, 4 (nach 356 v. Cur.) ist wohl Versehen. — Kaum hierher 
gehört ^laoxxov, wie auf dem eleusinischen Stein CIA. IV, 2, 385, d, 2] (Ende des 
1X1. J. v. Chr.) gelesen wird, gegenüber ^'iccx/og der litterarischen (Jberiieferung und 
den athenischen Steinen (s. unten S. 76 ]N. 654). Die Entscheidung darüber, ob 
^laox/os ein blol'ser Fehler ist oder die eleusinische Namensform darstellt, mufs 
weiteren Funden vorbehalten bleiben. 

596) Wecklein p. 49: de hiatu et elisione; Cauer p. 291. 



— 70 - 

ovdt änoxT€Pco, ovds sQyM, ovde evog, ovdi tdi^coTtjv, xarä anqo- 
axliJTov, xaza Iökütov^ iisvd 'Isgonl^ovg auf einer Inschrift des 
Jahres 445 v. Chr.^^O; 
auch bei Sinneseinschnitt: naqaqqviiccTcc tqixi'V\ ävxvqav^^% 

2. Stärkere Ehsionen, wie: xä dixai^ OTtoog yivrjx^ iipqovxiaev 
(265—229 V. Chr.) erscheinen in Prosa nur vereinzelt '^^®). Über die 
Poesie s. unten Nr. 4. 

3. EUdiert wird bisweilen auch, wo dadurch Zweideutigkeit entstehen 
könnte: [ifid^v* ädixety tmv ^Ad^ijva^s nlsovroav (330 v. Chr.)*°°). 

4. In metrischen Inschriften ist die Elision oft selbst da, wo das 
Metrum sie forciert, nicht graphisch zum Ausdruck gebracht; vgl.^^^): 

veXdd'e inl nQCcyfji ' ayad'ov (VI. J. v. Chr. : - ^ ^ - v^ v^ - ) ; 
XccQi'Tccg [101' änsdcoxcev (III. J. v. Chr.: s^^-s>w — ); 
ä)i{X)o avad'sti^ai (VI. J. v. Chr.: _^^-.-); 

naX(l)ccdi ^A&apaiqc (VI. J. v. Chr.: -v^v^ ); 

yvvaixl sad-Xfiv (IV. J. v. Chr.: ^ ); 

n]aTQlg cJ' iaxl ^Eifscfog (IV. J. v. Chr. : v^ ^ - ). 

§ 25. Kra8l8«ö2)^ 

1. Die Sprache der Dekrete hebt es nicht, die Krasen zu be- 
zeichnen, vgl.: 

TciXla, neben : tu d(p€il6[i€pa (4 mal), zy Id&fipaiqc, a sipritpidTOy 
ä €{r)g (2 mal), ä itsri, %ä ix, xal s^aXsKpovzcav, xal iccp (2 mal), 
xal st, TW onicsd'oööfio}, xal otSiov, tov omtsd-odoiiov (2 mal), 
xal ano(STri(sd(Sd'(jov , xal iv ^ xal ix, rd tega, rä ixfJfiffKSiiiva^ 
xal €niax€va(Td"ij(f€Tai', ^ dXXfi, [i'^ iipfi(pi,(Siiivfig, ij iTViipfifplafi, 

WT) CIA. IV, 1, a, 27, a (445 v. Chr.). 
M8) CIA. IT, 803, e, 158 (342 v. Chr.). 
M«) CIA. II, 379, 18 (265/229 v. Chr.). 
60«) CIA. IV, 2, 179, b, 40 (330 v. Chr.). 

601) veta&e etc. CIA. I, 463, 5; /«(»traff etc. KE. 95, 6; aX{X)o etc. CIA. IV, 1, b, 
373, n.231, 3 = p. 131; naX{X)a^tl\, 1, b, 373, d. 105,l=p.90. Ober die Elisioo 
von Iota vgl. Kirchhoff zu der Inschrift. — yvvaixl iad-Xrjv KE. 53; nuTQlg CIA. II, 2892, 
4. Vgl. noch (f^ tjiTKüv CIA. II, 1311, 3; t^v^s av^&rjxev 1397, 2; ae tigatas 1442, 1. 

602) Weckl. p. 49: De crasi. — Cauer p. 291ff.; 266ff. Riem. Rev. IX, p. 57f.; 
für die Vaseu Kretschmer, p. 140 f. In ungezwungener gesprochener Sprache sind die 
Erscheinungen, die man als Krasen bezeichnet, in weitester Ausdehnung eingetreten; 
beim Verlesen von kunstlosen Prosatexten, wie die Urkunden waren, ging man wohl 
aus Rücksicht auf die Verständlichkeit so weit nicht, doch läfst sich im einzelnen 
nichts ausmachen, es war dabei Vieles von der zufälligen vorlesenden Person ab- 
hängig (vgl. dazu unser „ich hab es gesagt", was ja jetzt freilich auch litteratur- 
fähig geworden ist, neben schulmäfsigerm „ich habe es gesagt'*). Auf keinen Fall 
giebt die zufällige Bezeichnung in der Schrift ein treues Bild. 



— 71 — 

ta ix(i(ftOT€, t(a in\ ^ ävdqi&iia — auf einer Inschrift aus der 
Zeit zwischen 435 und 416 v. Chr.^^^). 

2. Die einzigen in den Dekreten in der Schrift ausgedrückten Krasen 
sind: zraA^a^^*), TuvavTia^''^ zccvTa^''^), dpid^rjxe^^'), xdxst (1 mal)^°»), 
fjbfj \ (1 mal)®^^), fi^XavTov^^^), Dazu kommen aus einem Dionysiasten- 
dekret raxögog, rädelipov^^^). 

3. Etwas häufiger wird Krasis in Beamtenpublikationen (Rechen- 
schaftsberichten) bezeichnet. Hier findet man: Ta?da (neben tcc älXa, 
TÖ aAAo)*"); TavToiv) (neben to avzov)^^^); rano (neben ra «ttö)^^*); 
räpaXtaxofisva (neben zd ai/a^^cTxojtifj'a)*^*); Tamii^dsia (neben zd 
ini)^^^); ^ziga (neben ^ h^Qo)^^'^); rovßolov {neben tov idd(fOvgy^^)\ 
Tovpofia (neben t6 ovofid)^^^); oxtcI) 'ßoldov (neben reo d(fd'(xX[i(o)^^^), 

In einem Rechenschaftsbericht von 329 v. Chr. ist die Krasis 4 mal 
bezeichnet, 64 mal unbezeichnet ®^^). 



603) CIA. I, 32 (434/416 v. Chr.). 

60*) CIA. I, 32, A, 6 (435/416 v. Chr.); H, 570, 28 (c. 4Q3 v. Chr.); 600, 24 (300 
V. Chr.); 612, 8 (299 v. Chr.) u. s. w. 

605) CIA. II, add. 49, b, 26 (IV. J. v. Chr.); 578, 13 (IV. J. v. Chr.) u. s. w. 

60«) Taviä CIA. IV, 1, b, 27, b, 14. 21. 36 (439 v. Chr.); II, 610, 6 u. s. w. 
SchmoUing I, p. 6. 

607) dvi&rixe = aä CIA. H, 403, 78 (Ende des m. J. v. Chr.). 

608) CIA. II, 471, 30 (I. J. V. Chr.). 

60») [u]^ 'x l7i]Qovo(ag CIA. I, 61, 10 (409 v. Chr.). 

6»o) CIA. IV, 2, 841, b, 63 (396 v. Chr.). 

6") CIA. IV, 2, 623, e, 19. 32 (200/150 v. Chr.). Riem. Rev. IX, 58. 

612) rixia CIA. H, 813, A, 11 (vor 400 v. Chr.); 1054, 75 (347 v. Chr.); 1059, 3. 
16 (321 V-. Chr.); 1061, 13 (nicht näher datierbar). — t« äXla add. 834, c, 27 '(317/307 
V. Chr.). t6 aUo 1054, 8 (347 v. Chr.). Riem. Rev. IX, 57. 

613) avaXtofia t«[^to(v)] CIA. I, 293, 8 (452/444 v. Chr.). — t6 avTov 322, II, 29, 
(409 V. Chr.). 

61*) xano CIA. II, add. 834, b, II, 56 (329 v. Chr.). 

615) xavaXiaxofiiva CIA. II, add. 834, b, I, 44; II, 7 (329 v. Chr.); IV, 2, 834, b, 
I, 42 (329 V. Chr.). — t« avaXiaxofieva CIA. II, add. 834, b, I, 12. Riem. a. a. 0. 

616) [T]an[i'\i^dnla\ CIA. 11, 814, b, 33 (374 v. Chr.). — Aber x« InC 853, 10 
(III. J. V. Chr ). 

617) riiiga (aus r^ hi^a, s. J. Schmidt KZ. 32, 368) CIA. II, 742, A, 14 (350/300 
V. Chr.); i5r^(^«) 797, a, 14; c, 18 (353/349 v. Chr.). — 17 Mgia) 797, c, 24 (353/349 
V. Chr.); i) higa 798, b, 45 (nach 357 v. Chr.); to heQov ibid., c, 19. •— Riem. a. a. 0. 

618) TovßoXou CIA. II, add. 834, c, 36 (nach 329 v. Chr.); IV, 2, 834, b, I, 48 (329 
v. Chr.). -- Tov ida(povg, rov ivT6g CIA, II, add. 834, b, I, 48 (329 v. Chr.). 

619) Tovrofia DS. 88, 35 (369 v. Chr.), athenische Inschrift von Delos; CIA. II, 
841, 16. 11 (c. 300 v. Chr.). — Aber ro ovofia add. 841, b, 19 (396 v. Chr.). — Riem. 
Rev. IX a. a. 0. 

620) djavj 'ß[o]X(tiv CIA. II, add. 834, b, H, 70 (329 v. Chr.). — tw 6(p&aXfi(6 (sie) 
CIA. I, 324, c, 43 (408 v. Chr.). 

621) CIA. II, add. 834, b (329 v. Chr.). 



— 72 — 

4. Am häufigsten und fast konsequent findet man die Krasis in 
alten Weih- und Vaseninschriften des VI. und V. Jahrhunderts bezeichnet. 
Die hier vorkommenden Formen sind: 

Tcc&ijvaia (15 mal), vä&Tjväq, Tccd^fjv^^^^), rdxQcoriJQia^^^ ädsX- 

ovpnogicavog (= d^Evnoqiwvog)^ ovgyozifiov {=6^EQ/ozifiov)^*^\ 
aniavTia {= d €7ti><tiTiä)^^^), xani(ST(nov (= xal iniaxaTOv)^*^\ 
xdyiji^^^)^ xäfiol^^^), xäno^^^), xccnoifjasv^^^), xälxfA^mv^^^ %d- 
TSQog^^^), XoP^^)', auf einer attischen Bleitafel des IV. J. v. Chr. 
steht &vicoi> = T(p vlij)^^'^); auf einer Weihung des IV. J. xä- 

5. Im allgemeinen kann gesagt werden, dafs Krasen in der Prosa 
um so häufiger sind, je weniger offiziell die Inschrift ist. — Die Kaiser- 
zeit bevorzugt die isoherte Schreibung der Wörter**^). 



622) Riem. a. a. 0. — rad^vata CIA. I, 370 (VI.— V. J. v. Chr.); IV, 1, b, 373, 
n. 5 = p. 80 (VI. J. V. Chr.); 373, n. 12 (VI. J. v. Chr.); 373, n. 13 (VI. J. v. Chr.); 373, 
n. 19 (VI. J. V. Chr.); 373, n. 66 (VI. J. v. Chr.); 373, n. 78 (VI. J. v. Chr.); 373, n. 90 
(VI. J. V. Chr.); 373, n. 114 (VI. J. n. Chr.); 373, d. 123 (VI. J. v. Chr.); 373, d. 154? 
(VI. J. y. Chr.); 373, d. 180 (VI. J. v. Chr.); 373, n. 188 (VI. J. v. Chr.); IV, I, b, 373, 
w, n. 5; n. 15 = p. 127 (VI. J. v. Chr.). 

ja&r}vä(^ CIA. I, 351 (vor 450 v. Chr.). 
Tddrjva CIA. IV, 1, a, 373, w (vor 450 v. Chr.). 

623) rdxQOJTTjQia DS. 3 (427 v. Chr.), athenische Inschrift von Delphi. 

624) ddüipoi CIG. I, 8, B, 10 = CD. 487 (vor 570 v. Chr., über die Datierung s. 
Köhler, Mitt. IX, 119). 

6«) 'A&rjvatos KV. 212, 2 mal (VI. J. v. Chr.); KV. 2J3 (VI. J. v. Chr.). — ^/[y*- 
vriTTjg] CIA. IV, 1, b, 373, n. 83 (Anfang d. V. J. v. Chr.). 

626) mxjdrri CIA. IV, 1, b, 422, n. 3 = p. 104 (VI. J. v. Chr.). 

627) ovv7ioQ((ovog CIA. IV, 1, b, 373, n. 103 (VI.— V. J. v. Chr.); ovgyoU/io-iJ 
KV. 72 (altattisch). 

628) dma^Tia CIA. IV, 1, b, 373, n. 219, 2 (VI. J. v. Chr.). 

629) xttTrCaraTov CIG. I, 8, ß, 3 = CD. 487 (vor 570 v. Chr.). 

630) xdy(6 ibid. Z. 3. 

631) xd/Lio^KV. 124, 2 mal (altattiseh). 

632) xttTio CIA. IV, 1, b, 363, n. 219, 3 (VI. J. v. Chr.). 

633) xdnoCrjaev EA. 1883, 38, n. 8 (V. J. v. Chr.). 

634) xdlxfj,i(ü[v] CIA. IV, 1, b, 373, n. 189 (VI. J. v. Chr.). 

635) xäuQog KV. 124 (altattisch). 

636) xoi CIA. IV, 1, b, 373, n. 124, 1 (VI.— V. J. v. Chr.). 

637) Def. p. n, a, 4. 

638) CIA. II, 1282,5. 

639) S. dazu Wackernage], KZ. 33, 8; Schweizer, p. 133. Der Grund liegt io 
den indessen in der Volkssprache aufgekommenen ganz veränderten Kontraktions- 
gesetzen, 8. darüber Dieterich, p. 43 ff. Aus den attischen Inschriften weifs ich dafiir 
nur etwa ^A((p)vTttis = *A(pvTaTog CIA. II, 2840 anzuführen; doch scheint der Stein 
noch in die gute Zeit zu gehören und die Beispiele Dieterichs p. 47 f. für die Eut- 



— 73 - 

6. In der Poesie begegnen täfifd, zovfioPy xayad'ov, xaQxopioc, 
Xco, aQsaiov (=0 l^Qsaiov), xdfioi u. a.^^^*). 

7. Steht TCQO- vor dem syllabischen Augment, wird die Krasis (gleich 
wie in den Handschriften) bald angewendet, bald nicht; nqovßovXsvaev, 
7tqovn€iixp6 neben nqosXaßev, nqoiati^, s. unten § 64, 25^*^). 

§ 26. Synizese. 
&säv raufs in der Poesie bisweilen per synizesin gelesen werden ^*^). 

§ 27. Kontraktion. 

1. Das meiste aus diesem Gebiete wird erst bei der Flexionslehre zur 
Sprache kommen. Hier sei nur bemerkt, dafs die mit 0€o- beginnenden 
Eigennamen bald kontrahierte, bald unkontrahierte Formen zeigen. So 
erscheint im VI. Jahrb. v. Chr. Osoa^fiog neben Govxv^og^ Oovdfjfiog^^^); 
im V. Jahrb. QsoöcoQog^ OsoTifiidfjg, 0€O(pccvfjg u. a. neben Govöcoqoc, 
GovTifiidfjg, GovifccPijg u. a.^*^); im IV. Jahrb. Geodorog, 0e6ct[iog 
u. a. neben Oovdoaiog, &ovxX€idfig, GovxQirog, Oovxiiiidfig u. s. w^**). 



^'ickluDg von eo za e, die alsdaDo aazuDehmen wäre, lassen teils andere Deutung 
zu, teils sind sie selbst sehr wenig gesichert. 

639*) xdfjid KE. 93, 3 (IV.— IL J. v. Chr.); rovfxov KE. 52, 1 (IV. J. v. Chr.); xaya- 
^ov CIA. I, 473, 2 (VI. J. v. Chr.); xagxovros KE. add. 886, a (II. oder III. J. n. Chr.); 
X(o KE. 852, 6 (II. J. v. Chr.); aQsatov CIA. IV, 1, b, 373, n. 79, 4 (VI. J. v. Chr.); 
;fff^o/II, 2724, 6 (nicht nach 250 v. Chr.). 

640j Damit stehen nicht auf gleicher Linie feste, etymologiscli weniger durch- 
sichtige Zusammensetzungen mit tiqo-. ngoe^Qos (z. B. CIA. II, add. 17, b, 6, 378 
V. Chr.) kennzeichnet sich gegenüber (pQovQaqxog , (pQovgico (Belege s. oben S. 27, 
N. 142) als jünger; auch mag die Konsonanz 6q die Verschleifung von os verhindert 
haben. — über Tigovßovlevaev etc. vgl. Note 1444. 

6") S^etov (einsilbig) CIA. I, 469, 4 (VI. J. v. Chr.). — Ebenso nvd-Ctav (=--) ^y 
MiyciQ(ü[v] da"i[^]ag km" fji[h]v avSgag II, 1675, 2 (1. Hälfte d. IV. J. y. Chr.). Um- 
gekehrt ist d-€Los CIA. III, 1, add. 171, a, 18 im Vers dreisilbig zu lesen, s. Kühner- 
Blafs I 245. 

6*2) Seoarifxov CIA. 1,473, 1 (VI. J. v. Chr.); 9ovTifi[os] 347, 1 (VI. J.); Bovdri- 
fxog IGA. 2 (VI. J.). 

6«) GeoöiOQog 447, 70 (444/403 v. Chr.); Govötaglog] 432, a, B, 10 (465 v. Chr.); 
SeoTifxCdrig 448, 13 (444/403 v. Chr.); BovTi^fiC^rjg in derselben Inschrift Zeile 15; 
Geo(pttvrjg und &ov(pdvr}g neben einander in der gleichen Inschrift 447, Zeile 33 und 
Zeile 38 (444/403 v. Chr.). Für weitere Belege vgl. d. Index zu CIA. I; Cauer a. a. 0. 

6**) Oso^oTog, Qfoyivov (sie), &e6^(OQogf SioifiXog, Bsonofinov CIA. II, 869, 20. 
17. 8. 13 (c. 350 V. Chr.); Seojifxog 868, 19 (360 v. Chr.). — Sovdoaiog 835, c— 1, 58 
(320/317 V. Chr.); &ovxi)iTog (neben Geoyivrjgj Geo$(OQov, OsotpQaaTov) 864, 15 
(1. Hälfte d. IV. J. V. Chr.); II, 1194, 2 (c. 350 v. Chr.); GovTiiLiC6lti]g 800, b, 25 (nach 
der Stellung bei Köhler vor 359 v. Chr.); 9ov[x]lijg [G6]oyivovg IV, 2, 871, b, 10 
(bald nach 350 v. Chr.); GovxQtrtdijg 767, b, 10 (332 v. Chr.). Riem. Rev. V, p. 152. — 



— 74 — 
— Ebenso steht neben Jltpilog, JinoXisia die etymologisierte Form 

2. Das Fragment eines drakontischen Gesetzes hat noch die olTene 
Form ä^xcov^ während eine Inschrift aus der ersten Hälfte des V. Jahr- 
hunderts bereits die Form dxovaia aufweist ^*'^). 

3. Beachtenswert ist, dafs die attischen Inschriften in vielen Fällen 
die offene Form sa haben, wo die Koine fj aufweist, so in sag, (aber Gen. 
Dat. regelrecht ^gog, ^gi), ßaaiXsa, {n€Qi)xXia, '^[ili^sa (Neutr. PL), sdi^oop, 
iav, s. §§ 52. 53. 55. 64. 91, G. 

4. Kontraktionen wie ao in «v, ao in a, lo (*a) in t begegnen in 
der klassischen Zeit nur in Eigennamen (Lehnwörtern); erst seit der 
Kaiserzeit auch in Appellativen: nayxQccTip^ (ftad^v, xvt](ftQly, aiitpi,- 



B. Konsonantismus. 

a) Einfache Konsonanten. 

§ 28.' Gutturale. 

Kappa. 

. 1 . Eine Erweichung von x in ;^ liegt vor in yvaifsXov (IV. J. v. Chr.), 
ruiifMV (IV. und III. J.), neben älterem xvatfsvq (VI. J.), Kvlipcav (V. J. 
v. Chr.). — Für etymologisches xcoXayghai erscheint im V. J. v. Chr. 



Die FormeD mit Sov- sind die gesetzmäfsig^en (nach der gleichzeitig^ von Kretschmer» 
p. 141; W. Schulze, q. e. 162 ff.; Solmsen KZ. 32, 526 gemachten Beobachtoog), Gea-' 
wurde aus dem unkontrahierten &eüg neu eingeführt. 

6***) JiipiXog CIA. I, 447, II, 54; JitpiXlSriq I, 383; 450; JinoUsLa s. oben S. 53 
N. 468; JitaonrjQCoiv II, 1358, VII (2. Jahrh. v. Chr.). 

^**) Vgl. CIA. 1, 61, 34 (aus einer Publikation Drakontischer Gesetze) «ixt»^ 
(409 V. Chr.); Herw. p. 82. — dxovai[a] CIA. I, 1, B, 1 (lange vor 456 v. Chr.). (jber 
die Aspiration vgl. § 33. 

ö*6) Ober ev = €o und €o = tv s. oben § 19. — Über « = «o vgl.: SavSooS 
CIA. II, 1007, IV, 9 (IV. Jahrh. v. Chr.); ebenso avxl Zardqov 946, 22 (Anfang' d. 
IV. J.). - Köhler zu Nr. 1007. — Zwvdqov 316, 29 (283/280 v. Chr.); ZtavögCdov 
1396, 2. Ebenso liQx^Xag, liv€c^(Xag, 'AgxeaUag KQrjaCXag schon im V. J. v. Chr., 
vgl. CIA. I, Index. Cauer p. 266; Riem. Rev. V, p. 154; Bamb. Jb. VIII, p. 197. — lo 
späterer Zeit erscheint lo für i: TtayxQtxTiv, atädiv, xvrjajQ^v, afiifiSi^tv CIA. III, 
1223, d, 3, 6; add. 238, a, 9; b, 6. Wagner p. 97. Vgl. Schweizer, p. 143 f., wo 
Weiteres; Dieterich, p. 63 ff. , wogegen Hatzidakis, GGA. 1899, 520 an seiner alten 
Ansicht festhält, /wvi; CIA. II, 834 b, II, 40 (329 v. Chr.) ist nach Kretschmer p. 143 f. 
ionisches Lehnwort. 



— 75 — 

xwlaxQhai^^*''). — Ein Staatsdekret vom Ende des IV. J. hat äygonohg 
(= äxQonoXtg)^^^). 

2. Auf einer Weihinschrifl des VI. J. v. Chr. erscheint KoQtvpiog, 
wohl für FoQivpiog^^^), 

3. Mehrfach findet sich x für y (vor weichen Lauten) beim Zahl- 
wort 15, regelmäfsig bei der Präposition ix, vgl. unten § 41, 4 — 7. 

Gamma. 

4. Seit den Zeiten der Koine, seit 300 v. Chr., treten in Athen 
Formen wie ylvoiica (■= yiypofiai), yipcotTxco {= yiyvüitsxa))', dkicoQio) 
(=dXiy(OQ€co)', oXioQ (=dXiyog)^^^)', Oialsvg (=0iyaX€vg^^^) auf. 
Beachtenswert ist, dafs es überall der Vokal * ist, welcher vorausgeht. 

5. Nach wie vor (bis ins erste Jahrh. v. Chr.) erscheint vor weichen 
Lauten die Form iy\ s. § 41, 4. 



647) d xvatpevs CIA. IV, 1, a, 373, f (VI. J.); yvatpsiov II, 817, A, 28 (358 v. Chr.). 
Vgl. Thom. Mag. p. 12; Riem. Rev. V, 171; IX, 63. 174. Hier scheint x das ur- 
sprüngliche zu sein, vgl. J. Schmidt, Kritik der Sonantentheorie 86. — KvCiptov 
CIA. IV, 1, b, 446, a, 18 (c. 409 v. Chr.); I\f(ip(ovo[g] II, 671, 7 (376 v. Chr.); TV/ywM 
836, c— k, 104 (270/262 v. Chr.); FvCcftovog IV, 2, 4324 u. s. w. — xmXaxQ^rai IV, 1, 
c, 288, a, 4 p. 145 (c. 450 v. Chr.); I, 20, 13 (vor 444 v. Chr.); 45, 19 (421 v. Chr.); 
285, a, 8 (vor 444 v. Chr.); 93, 9 (nach 420 v. Chr.); x(üX(txQ[iTag]f xtoXaxQeJiSai EA. 
1897, p. 177 B, 8. 9 (Psephisma aus den Jahren nach 446 v. Chr., erst nach 403 auf- 
gezeichnet); CIA. IV, 1, b, 116, r, 2. 7 (V. J. v. Chr.). Hier liegt die gleiche Konso- 
nantenassimilatioB vor wie in MexaxXsiog CIA. II, 2877 (Grabschrift einer Lesbierin); 
Margo^evis (so nach Rechte], Rezzenb. Reitr. 23, 99 für Köhlers Maiio^evig) Mexa- 
Qixri IV, 2, 3178, b (Grabschrift einer Megarerin), s. dazu Kretschmer, p. 144 f. 234. 
— Riem. a. a. 0. 

6«) ayQonoXsi CIA. II, 272, 11 (Ende d. IV. J. v. Chr.). Riem. a. a. 0. 

6«) . .. ai^ KoQTvviov dvi&'nxev [Ta]&[ri\vaC(^ CIA. IV, 1, b, 373, 110 (VI. J. 
V. Chr.), aber roqrvvios II, 2867, 1 (400/350 v. Chr.). 

660) Ober yCvofitti, yivoaaxo) vgl. unten Note 1478. 1479. — oXiagx^f^ CIA. IV, 2, 
231, b, 59 (318 v. Chr.); 6X(ov IV, 2, 633 d, 22 (maked. Zeit); Rull. XIII, 414f., Z. 7 
(c. 140 V. Chr., Dolos); CIA. II, 594, 8 (127 v. Chr.); Bull. VII, 166, 8 (II. J.); (aXi(6Q'nasv 
ibid. 163, 5 (II. J.); oXia CIA. IV, 2, 477, c, 11 ; oXCoig H, 3682, 2 ; 'OXictv&l^rjg Def. 37, 1. 

651) ^ia[X^(üvl <PiaXivaiv CIA. II, 332, 25. 39 (271/265 v. Chr.). Die Formen 
oXCog^ *PtMXevg erklären sich durch den Übergang des Verschlufslautes zur spirantischen 
Artikulation, vgl. Schweizer, p. 108, wo weitere Litteratur; anders jetzt Hatzidakis 
GGA. 1899, 514 der ^lyaXCa nach (fidXrj, oXCyov nach nXstov, fislov (die jedoch, 
wie die Schreibung ij für £« vor Vokal zeigt, in der Zeit, wo die ersteu Beispiele für 
oXlog erscheinen, noch nicht nXCov, fiCov waren) umgebildet sein läfst. — Die 
Verschiedenheit zwischen TguiXog CIA. IV, 1, c, p. 140 seq. Z. 14 (425 v. Chr.) und 
TqdyiXog der litterarischen Überlieferung fällt der fremden Herkunft des Wortes 
zur Last. 



— 76 — 

6. Dafs Y vor v die Geltung des gutturalen Nasals hatte, zeigt die 
Schreibung ^Myypovaiog^^^). 

7. Attische Form ist Xvyyovgiov^^^]. 

Chei. 

8. Der unten (§ 38 und 39) zu besprechende Wandel von x in ;^ und 
X in X schliefst spirantische Geltung von x för die klassische Zeit aus^**). 

9. Attisch sind navdoxsXov (nicht navdoxstov)^^^)^ wohl auch xpv- 
yttov (nicht xpvxsXov)^^^). 

10. Neben mehrmaligem laonvvxi^ kommt einmal l<^07tvvyfjg 
vor^"). 

§ 29. Labiale. 
Pei. 
1. Ein paionischer Fürst, der sich auf seinen Münzen ^vxxeiog 
schreibt, wird in einem att. Psephisma von 356 v. Chr. Avnnsiog ge- 
nannt. (Beides aus AvTij^siogY^^), 

662j ^Ayyyovaiog CIA. 11, 1698, 3 neben zablreich belegtem Idyvovaiog. S. dazu 
Bruginann, IF. V 380. Diese Aussprache wird auch durch die Entwicklung von y(yvo- 
/biat zu yCvofxai, (auf dorischem Sprachgebiet schon früher; ylvr^tai CD. 204, 16 von 
380 V. Chr.) vorausgesetzt, wo tdü nach i zu n geworden ist, vgl. Brugmann, Gfund- 
rifs P, 661. Diese Erklärung scheint mir immer noch besser begründet als die von 
Dieterich, p. 120 versuchte analogistische, wobei yiv(üaxü} nur durch Annahme einer 
zweiten Analogiewirkung erklärt werden kann. — Vgl. auch Kretschmer p. 171 f.; 
Brugmann p. 73. 

663) XvyyovQVov CIA. II, 835, c— 1, 69 (320—17 v. Chr.). Die Volksetymologie 
XvyxovQiov findet an Xvy]x[ovQiov'i der folgenden Zeile derselben Inschrift eine 
schlechte Stütze. 

66*) Über die ersten Spuren spirantischer Geltung von / s. J. Schmidt, KZ. 32, 
341 f., vgl. auch Schweizer, p. 114 f. Die in Kleinasien weit verbreitete Schreibung 
X statt / findet sich in Attika nur in KaXX]iaTOfjidxri CIA. II, 2594 (IV. — 1. J. v. Chr.) 
(in Tv/i^ov = Tvxtxov EA. 1893, S. 670". A, 8, 166 n. Chr. kann Assimilation vor- 
liegen). — Neben x/ erscheint vereinzelt /(;^): ^la/xV CIA. II, 1592, 2 (III. J. v. Chr.); 
"ittxxovW, 471, 9 (c. 100 v. Chr., neben -xx- ibid. 74; 467, 10; 468, 7; 469, 8; 470, 8; 
vgl. zu dem Namen auch S. 69 N. 595); B]axxf'0£ 1329, 1; Baxxtog BaxCov Bull. XV, 
255 f., n. 2, 14 (c. 135 v. Chr., Delos); Baxida Ziebarth 18, 7; Bdxx^og EA. 1893, 95f. 
Z. 41 (2. Hälfte des U. J. n.Chr.); dQxtß^xXov Mitt. XIX, 249fl:, Z. 12 (230—240 
n. Chr., neben 28 xx in den verwandten Wörtern). Vgl. auch Baxx^ = Baxxt] bei 
Kretschmer p. 174. 

665) nav6ox8io[v] CIA. II, 817, A, 30 (358 v. Chr.); Riem. Rev. IX, 59. — [J]«/o- 
fiivovg II, add. 17, b, 25 (378 v. Chr.). 

666) ipv[y]Ha CIA. II, 856, 10 (III. J. v. Chr.) neben yjvxTrjQ 817, 24. 33; 855, 2; 

667) iaonrvxi^g CIA. II, 757, 9. 12 (336—4 v. Chr.); 760, B, 12 (c. 344 v. Chr.) — 
iaoTiJvyrjg II, 758, B, 8 (c. 334 v. Chr.). 

668) CIA. n, add. 66, b, 3 (356 v. Chr.). Vgl. DS. 114, Note 3; Kretschmer, Ein- 
leitung 247. 



— 77 — 

2. Zwischen n und ß schwankt die altische Orthographie in den 
nordgriechischen Namen l^fingaxia^^^}, BlfjxvjtsQpa^^^). 

3. Ein altattischer Vasenmaler schreibt NioTtfj (vielleicht volkstüm- 
liche Anlehnung an IdyXaonrj, IdyQiontj, l^XoTtij, l^vziönii, l^aTegönfj, 

4. Für SvnaXfiTXioq der guten Zeit erscheint seit dem I. J. n. Chr. 
2vßaXiJTTiog ^^^). 

Beta. 

5. Eine poetische, öffentliche Inschrift des V, J. v. Chr. bietet die 
epische Form ßaQvdfi€Poi = fiagvcc^bsvot^^^), 

6. In dem nordgriechischen Stadtnamen 2sQiivXia {^sqßvXla) 
brauchen die att. Inschriften des V. J. v. Chr. vorwiegend die erstere 
Orthographie*^*). Auch in ^Adqaiivxiivog Ct4dQaßvTfip6g) ist die Schreib- 
weise mit fi die gewöhnlichere*^'^). 

Der Übergang von ß in w scheint in Athen um den Beginn unserer 
Zeitrechnung erfolgt zu sein, da von dieser Zeit an lateinisches V ver- 
einzelt durch ß wiedergegeben wird***). 



«59) HfÄTiQaxuoJis CIA. IT, 789, a, 64 (373 v. Chr.); 'Af^ßQaxidiiig 2275 (hellenische 
Zeit). Riem. Rev. V, p. 151. :AiußQttxim[ü}v] CIA. II, 184, 6 (323 v. Chr.); "A/ußga- 
XMürwvIV, 2, 198, c, 9; -ttis II, 1293, 4 (271 v. Chr.). S. daza Schweizer, p. 127 IN. 1 
\sl'Avßl€ärog CIA. m, 1892 für Ampliatns. Vgl. auch Dieterich p. 104. 

^) Mrixvmqvdioi z. B. CIA. I, 226, 10 (454 v. Chr.); 230, 9, b (450 v. Chr.); 
235,3 (445 v. Chr.). — MtixvßsQväoi 232, 9 (448 v. Chr.); 234, 23 (446 v. Chr.), etc. 
Herw. p. 29. 

«") Nionrj KV. 204. Vgl. Kretschmer, p. 145. 

««2) ZvßalriTTiog CIA. HI, 1091, 1, 64 (81—96 n. Chr.); 1100, 10 (c. 110 n. Chr.); 
1121,11,42; ^1 Svßalrij((ov 2027: hier war /9 Verschlufslaat ; vgl. ßQmavts in Elatea 
bei DS. 141 iN. 3. — Fehler für oder verschieden von att. AemCvrig ist Asrttvrig 
[Mmtoxrig) C\\. 111,2561. 

^^) antol^aav ayXabv i^ßrjv ßaQvdfitvov CIA. IV, 1, b, 446, a, 51 (c. 409 ?. Chr.). 
Aoch in Anaktorion und Korkyra. Vgl. Kühner-Blars I 155 Anm. 1 und die bei Brug- 
mann p. 75 Genannten. 

^) ZiQfjLvXifig CIA. I, 226, 9 (454 v. Chr.); 235, 12, c (445 v. Chr.); 236, 11 (444 
v.Chr.); 237, 28 (443 v. Chr.); 238, 27 (442 v. Chr.); 240, 58 (440 v. Chr.); 242, 26 
('*38 V. Chr.); 243, 9 (437 v. Chr.). — ZEQßvXti\g 233, 29 (446 v. Chr.); 267, 2 (V. Jahrb.). 
^%^' daza Kretschmer, Einleitung 237. 

^^^) Über UxQafxvtrivog s. Note 674. Dazu "AÖQafxvirivog KOY. 1399; 1400; 1400 b 
M.); CIA. II, 470, 110 (I. J.); Uöqaßmrivog 1398 (hell. Zeit). Riem. Rev. V, p. 151. 
Vgl. Kretschmer, KZ. 35, 606. Hierher auch Bq^txk ^AvSqdßvdog MaQiovlrig CIA. III, 
2565, a neben gewöhnlichem uivÖQdfxvg. 

^^) Dittenberger, Hermes VI, p. 302 ff.; Blafs p. 106 f. [6 rf^/xoff 2[pX(fixCav Zeg]- 
ßm 2ok[(fix£ov rdk]ßa &vya[T^Qa] CIA. III, 869, 1 ff. (es ist die Tochter des Serv. 
Salp. Galba, cos. 12 vor Chr., Schwester des Kaisers Galba); UQtjccg ^Eaii[ag . . . xal 
AdßUtg xal *IovXCag III, 316, 1, f (die „Seligsprechung" der Livia erfolgte unter 



— 78 — 

Phei. 

7. Die Hauchmetathesis im VI. — IV. Jahrh. v. Chr. (§ 39) beweist, 
dafs in der klassischen Zeit (p noch Explosiva = p + h war^*^). 

8. aifovdvXog (nicht Gnovdv'koq)^ TQdcffj^ (nicht TQÜnii^ „SchifFs- 
rand'O sind, den Inschriften der klassischen Zeit zufolge, die attischen 
Formen ^®^). 

9. Seit der röm. Zeit wird (f zur Umschreibung von lat. „f ge- 
braucht; vereinzelt auch zur Wiedergabe von lat. „p", so in 2oXg)lx&og 
(Sulpicius), lti(p(pi(xp6g (=Appianus) u. ä.^®®). 

10. Für spirantische Geltung von (p spricht wahrscheinlich €V(pij- 
ßoiav für i(p., 120 n. Chr.^^O). 

§ 30. Dentale. 
Tau. 

1. Für lycMlog (Stadt in Makedonien) haben die att. Inschriften 
^lOdXoi;^''^). Zwischen r und x schwankt die Orthographie in M^lroigioi, 
MiXxcoQioi «^2). 



Claudias); Bevvarag (=Venustas) 1081, 48 (c. 53 n. Chr.); BeqyCXiog (Vergilius) 1091, 

III, 60 (81/96 D. Chr.); BiyiJog 1093, cd, 48 (c. 100 d. Chr.); 4>Xäßiog 1098, 32 (116 
Q. Chr.); BaQyovliri'Cog] 1277, 11 (wahrscheinlich schoo zu Augustus Zeit, jedenfalls 
vor 126 D. Chr.); BixüXCav und mehrmals 4>Xäßiog 897, 3. 6. 7. 8 (nicht nach 126 
n. Chr.); 'EXßCSiog add. 1113, a, III, 27 (143/145 n. Chr.); BaXrig 1113, III, 21 (c. 143 
n. Chr.); BaXrig 1119, II, 33 (146/149 n. Chr.); Bi ßovXX^og WUy 1 (117/140 n. Chr.), etc. 
— In Appellativen zuerst ötxifjßtQog {= decemvir sti. iud.) Bull. VI, 436 Ende d. 
II. J. n. Chr.). S. auch Schweizer, p. 105 f.; oben N. 662. 

••^) S. dazu Schweizer, p. 110 f., wo weitere Litteratur. Für die Geltung von 
tf) als Verschlufslaut sprechen Verschreibungen wie IlXvevg CIA. II, 2640 (zweimal, 
für ^Xv€vg); EunQoavvt} IV, 2, 3735, b==IIl, 3172; III, 3171 für Ev(pQoaiivr}, 

M«) a(f6v(^vXog CIA. II, add. 834, c, 78. 79. 82. 83. 84. 85. 86 (317/307 v. Chr.); 

IV, 2, 834, b, II, 98 (329 v. Chr.). Weckl. p. 42 f. ; Riem. Rev. IX, 66. — T^a^xoff 
CIA. 11, 791, 40 (377 v. Chr.). 

w») SoXtfixt'av CIA. III, 870, 2 (Anfang d. I. J. n. Chr.); ZoXtptxCov ibid. Z. 3; 
SoXnvx . . 1113, 27. 28 (c. 143 v. Chr.) etc. — Uifxpiavog 1154, 20 (c. 190 n. Chr.); 
*A(p(piav6g 1177, 20 (212/221 n. Chr.); 1161, 9 (179/212 n. Chr.); 1154, 19 (c. 190 n. Chr.); 
1192, A, 2 (230/235 n. Chr.); 1197, IV, 58 (238/244 n. Chr.); lAnipiavog 1154, II, 33 
(185/191 n. Chr.); '^cpcpiov ^vyarrjQ 1945, 1 (nicht datierbar). — "AnnCov 1333, b, 7 
(Zeit des Herodes Attikos). — W. Schmitz, Beiträge z. lat. Sprach- und Litteratur- 
künde, p. 112—114. 

•^0) Vgl. oben Note 525. 

•") Vgl. Index zu CIA. I, p. 238; Stahl p. 52. 

•^«) MihetoQLoi CIA. \, 243, 9 (437 v. Chr.); 244, 80 (436 v. Chr.). — MiXtwqioi 
242, 3! (438 v. Chr.). Herw. p. 29; Stahl a. a. 0. Fremder Name. Unsicher ist 
MoXxog: fjLiXnoj bei Kretschmer p. 145. 



— 79 — 

2. Schwanken zwischen r und d zeigen die Inschriften in KvXXdv- 
T&oiy KvXXdvdiot (karisch)*''*); 'ATQafjufrtjvögj^AdQccfjiVTfjPo^ (mysisch)®'*); 
XQarsvTijg, xqadsvtijg^'''^). 

3. Statt TvvddQBbug schreibt ein alter Vasenmaler Tv{v)Tdqs(Miq^''^), 

4. ivüidiov (nicht ipciriov) ist die richtige attische Form*-^). 

5. In den thrakischen Königsnamen ^Afiddoxog^ ldfidzoxog\ Mij- 
doxog, Mijroxog scheinen die Attiker die erstere Form, in dem bospo- 
ranischen Königsnamen ^ndqdoxog, ^ndqxoxog die letztere Form vor- 
gezogen zu haben *'^). 

6. Der Name Aa^TCxqsvg wird zu allen Zeiten fast ausschliefslich 
mit T geschrieben (selten AaiinQsvgy^^), 

7. In mehreren mit dxQaxog zusammengesetzten Namen ist durch 
Dissimilation das erste x geschwunden **°). 

Delta. 

8. Für den Übergang von d zur spirantischen Artikulation liegen 
keinerlei Anhaltspunkte vor®^^). Über ovdelg, oid-sig s. § 40. 



»") KvXXavSioi CIA. I, 226, 20 (454 v. Chr.);. KvXXdvxtoi, 229, 20, b (451 v. Chr.); 
233,20 (447 v. Chr.); s. dazu Kretschmer, Eioleituog 301. 

w*) :dxQafim[ri\v[6g] CIA. II, 983, II, 117 (c. 180 v. Chr.); "ArQafivrrjvog 2838, 2 
(vorröm. Zeit). — Riem. Rev. V, p. 151. — Über die Formen mit (f s. Note 665. S. dazu 
Kretschmer, KZ. 33, 467 (d an folgendes t assimiliert). 

»") xqaxsvjaC CIA. I, 319, 13 (V. J.); 678, B, 53 (378/366 v. Chr.). — ibid. Z. 80 
XQaßsvraC. — x[Q]a^€VTat ferner add. 682, c, 20 (c. 356 v. Chr.). 

*^*) TvTaQSüjg KV. 166, Assimilation wie in den in der vorig^en Note genannten 
FormcD nach W. Schulze, KZ. 33, 397, der auch to'tw für öorto CIA. II, 603, 28 
(!• Hälfte d. IIJ. J.) hierherzieht. Vgl. auch Kretschmer, p. 145. 

•") Ivt^diov s. oben, Note 558. ivt^^cov aus ivovaC6iov mit Übertragung des 
w voD mog nach Wackernagel, philolog. Anzeiger 1885, 199. Dagegen hmia aQyvqa 
ßoU. XIV, 402 ff., Z. 62 (279 v. Chr., Delos). 

"») :Afjiad6[K(^] CIA. IV, 2, 65, b, 14 (358 v. Chr.); die Schreibweise AMATOCVS bei 
0. Jaho, Spec. epigr. p. 30, n. 24, 2. — Mri(5o6oX' (sie) IV, 2, 65, b, 3 (358 v. Chr.); 
Mriio[x-, Mri\36xo) IV, 2, 12, b, 2. 4; MriToxog Rev. des Rev. II, 185, 5 (nach Riem. 
Rev. V, p. 155). — Znagjoxog mehrfach CIA. IV, 2, 109, b (347/342 v. Chr.); II, 311 
(286 V. Chr.); Znaqjoxov II, 2757, 2. — ZnuQadoxov (sie) Bull. III, 409 ff. (in nummis). 
Stahl p. 44. Zu *Afiddoxog s. Kretschmer, Einleitung 216, zu Znagroxog 228. 

"») Aa^nxQtvg s. d. Indices z. C\S..\ AafxnQ(ia) CIA. II, 794, d, 109 (354 v. Chr.); 
A]a(ji7iQi(og IV, 2, 2270, b, 3 (Grabschrift, iV.— I. J. v. Chr.) (Anlehnung an laf^ngog; 
AafinEvg IV, 2, 104, a, 75 von 352 v. Chr. ist wohl Versehen). Dagegen ist wohl 
uiafijQsvg IV, 2, 1078, e, 7, p. 307 zu beurteilen wie "Avqofidxri u. a. bei Kretschmer, 
p. 183 f. 

WO) ZfoOQdxo ^ ZtoajQttTov CIA. II, 3003, 2; XaiQsaQCiTrj 4272; s. Kretschmer, 
p. 184; W. Schulze, GGA. 1896, 247 f. Dazu ^tifioaglciTr] II, 4250, 1. 

w') Vgl. Schweizer p. 106 und dort genannte Litteratur. 



— 80 — 

Theta. 

9. Aus den nämlichen Gründen wie für x> ^ Hiufs auch für 
d- geschlossen werden, dafs es in der klassischen Zeil Explosivlaut 
war ^®^). 

Der früheren römischen Zeit scheint spirantische Aussprache noch 
fremd gewesen zu sein, vgl. l^y&dariog = Antistes (6 v. Chr.)^^^). Dagegen 
scheint die (späte und vielleicht importierte) Ersetzung von o*^ durch Cr 
auf spirantische Geltung von d" hinzudeuten^**). 

10. Für das Demotikon ITid-svg erscheint in der Kaiserzeit vereinzelt 



§ 31. Liqaidae. 

1. Rho und Lambda erleiden häufig Metathesis, d. h. die Liquida 
tritt vor oder hinter den Explosivlaut der nächsten Silbe***). 

Die Liquida erscheint: a) an der neuen Stelle; b) an der alten und 
neuen Stelle; vgl.: 

a) Versetzung der Liquida: xccrPomop (18 mal, die uns ge- 



682) Verwechslang von ^ mit i: ^exa&rjv CIA. IV, 1, b, 373, 120 (VI.— V.J. v. Chr.). 
naqadoasiaav CIA. II, 773, a, 8 (357 v. Chr.) ist Fehler. Über MiXQa-^ Mid-qa- 
s. oben S. 15, N. 72. 

688) CIA. in, 589, 2 (6 V. Chr.). 

•84) xa&ttQia^4axoti CIA, III, 73, 9 = 74, 3 (Inschrift des Lykiers Xanthos, c. 200 
n.Chr.); xa^agCaCeaini 73, 19 (ebd.); ysviajto Mitt. XIX, 249 ff., Z. 27 (lobakcheo- 
inschrift, 230 — 240 n. Chr.); anoyQatpiato} ibid. 83 (neben ystvia&at Z. 159). — Der 
ursprünglich dorische Name AaxiaHvov CIA. II, 1499, 2 beweist für Attika nichts. 
Ganz unsicher ist Emaifvov ^^Ema&ivovg II, 2683, 2 (ex schedis Fourmonti). — 
Vgl. noch G.Meyer, p. 352; Schweizer, p. 129; Dieterich p. 100. — Umgekehrt erscheint, 
aber aufser Attika, ad^ für ax in Aiyoa&sva für altes Aiyoaieva (so DS. 174 N. 4). 

888) nix&Evg CIA. III, 908; 1230, 6; viell. 226 (in "HQtodov xov mx&^tog kann 
das letztere Angabe des Vaters oder des Demos sein). „Das ist künstlicher Aufputz, 
vergleichbar dem zerdehnten ^Innod-EbyviCg}^ Solmsen, Rh. M. 53, 139. Davon ver- 
schieden sind die Namen Hu&evg CIA. II, 977, 40, 9; IlCxd^iog 834, c, 41 (Ende des 
IV. J. v. Chr.). 

886) Über die hier behandelten, den Versprechungen zuzurechnenden Vorgänge 
s. jetzt die Schrift von Meringer und Mayer, Versprechen und Verlesen. 1895, über 
xdxQonxov dort S. 175. 188, nach dem Vorgange Wackernagels, KZ. 33, 9. Vgl. aach 
.1. Schmidt, Kritik der Sonantentheorie 108; Brugmann p. 135 ff. Auf den attischen 
Inschriften läfst sich die Erscheinung besonders in den Beamtenpublikationeo des 
IV. J. V. Chr. beobachten, welche darin, wie in anderem, mehr als die Staatsdekrete 
der gesprochenen Sprache sich nähern. 



— 81 — 

läufige Schreibweise nur einmal) ®^^), TitSdaifPivrig^^^), xatapzPoxv, 
anaviPoxv (die gewöhnlichen Formen kommen nicht vor)^^®), aisAy- 

b) Zusafz der Liquida: 2tP€iQi€vg^^% nPargidi^^^ ekriPvovQ- 
rfjaav^^^), Xqaiqidri^og^^% azA'^Xfi^^^ S^VQOxAiyxXig^^'). 

2. Über icpag^a, stpqa^a s. unten § 67, 2. 

3. Eine einfache Umstellung der Liquida AvxovPyog', AvxovyPog 
ist nicht zu belegen. 

4. Kommen im selben Wort oder innerhalb mehrerer eng zusammen- 
gehörender Wörter mehrere Liquiden der gleichen Artikulationsstelle vor, 
treten dissimilatorische Erscheinungen auf: 



687) [xar^oTiTQov Dur CIA. II, 721, B, 5 (üicht vor 319 v. Chr.). — xuxqo- 
[mov] 694, 6 (c. 350 v. Chr.); [xajiqonixov] 751, B, c, 14 (350/324 v. Chr.) ; ebenso 
Z. 17; xttTQo[n]jov 755, 15 (350/324 v. Chr.); [xtt]tqo7nov 756, 2 (350/324 v. Chr.) 
xttTQOTiTa 757, 30 (350/324 v. Chr.); xaxqoinx . .] 758, B, Hl, 38 (350/324 v. Chr.) 
IV, 2, 767, b, 58 (332 v. Chr.); 7taxQo[nTtt] 720, ß, I, 40 (nicht vor 320 v. Chr.) 
xdrqonxa ibid. Z. 42. 43; B, II, 32; xaxQonxov ibid., B, I, 30 (nicht vor 320 v. Chr.) 
xdxQOTtxtt 721, B, II, 6 (nicht vor 319 v. Chr.), ebenso Z. 7; [xd]xQonxa ibid. Z. 8 (nicht 
vor 319 V. Chr.); IV, 2, 716, b, 25; EA. 1895, 89 f., Z. 24 (Eleusis). — Riem. 
Rev. IX, p. 61. 

688) TiaaatpQsvrjv CIA. I, 64, b, 14 (410/405 v. Chr.). Der fremde Eigenname steht 
nicht auf einem Brett mit den übrigen Fallen. 

689) dnai'XQoxv CIA. II, add. 834, b, I, 25 (329 v. Chr., vgl. die Berichtigung 

IV, 2, p. 204); xaxavxQoxv 1054, 88 (347 v. Chr.). o bezeichnet den unter dem Ein- 
flul's der dunklen Färbung des q eingetretenen (wohl zwischen a und v liegenden) 
Vokal (vgl. über eine ähnliche assimilatorische Wirkung von q Brugmann IF. IX 154 
Note 2.). Noch in einem andern Falle scheint die dunkle Färbung des q zu Tage 
za treten: dem gegenseitigen Widerstreben des dunklen q und des hellen v ver- 
dankt <pQvvtyog die Umstellung in das leichter sprechbare 4*vqvixos Def. 89, a, 2 
(III. J. V. Chr.). 

690) axiXyyCq CIA. II, add. 682, c, 15 (356 v. Chr.). S. dazu Kretschmer, KZ. 33, 
473. axlayyi'i^a CIA. IV, 2, 845, 1, c, 9 (343 v. Chr.); oxUyylSiov IV, 2, 767, b, 13 (332 

V. Chr.); EA. 1895, 89 f. Z. 17. 

69^) ^vQoxXiyxCg neben d^vqoxXiyxXCg und der gewöhnlichen Form ^vQoxiyxXig 
CIA. II, add. 834, b, II, 36. 38. 37 (329 v. Chr.). 

692) [Z]xQetQi6vg CIA. II, 1020, III, 9 (IV.? J.). 

693) 7iQa[xQi6i] CIA. II, 249, 21 (306 v. Chr.), Staatsdekret; voraus geht die Formel 
Xiyoiv xttl TTQUTXüJV, Vgl. Wilhelm, GGA. 1898, 232. 

69*) iXriQxov[Qy]r}aav CIA. II, 172, 4 (340/332 v. Chr.), Staatsdekret. 

695) XquiQidri^og CIA. II, 4271 (Grabschrift, IV.— I. J. v. Chr.). 

696) o[x-]XiiXri[t] CIA. II, 155, 1 (356/336 v. Chr.). — Über die Datierung s. JVr. 127. 
Staatsdekret. 

697) Vgl. oben INote 691. 

Meister ha DB, Grammatik. 3. Aufl. 6 



— 82 — 

a) Wechsel der Artikulationsstelle: Navxkagog aus Nav- 
xQaQog^^^); TtQfjQoaia aus nQ{o)fiQoala^^^). 

b) Schwund einer Liquida: MfjTodcoQOg'^^^ (patQia'^^^); (tvfjb- 
TtQosdoi''^^)'^ im Satzzusammenhang: i 2xvqov (ti{Q)aTt]/6g MvtidldTqaxog 
Kvd-iJQiQiog) xQi{d'0)p) u. a. ^^^). 

5. Auf Bildungsverschiedenheiten beruht das Fehlen des q in aXd- 
ßaaxog neben jüngerem uXdßaaTqog''^^)^ Xißapcozig gegenüber aufser- 
attischem Xißavüaiqig'^^^)^ ^ixog neben [Aixgog (s. 6), (paidvPTijg gegen- 
über (paiÖQVPT^g^^^), möglicher Weise auch ^sQfiaatig neben d'SQyba- 

axqig'^'''). 



698) NttvxXa[Qog'i CIA. IV, 1, c, 373, 254 (VI.— V. J. v. Chr.) wie vavxXriqog 
aus "^ vttvxQÜ{a)Qog „Schiffshaupl^* nach Solmseos einleuchteoder Begründung; Rh. M. 
53, lölflF. 

699) ^ nXriQoala, c. 350 v. Chr., CIA. II, add. 573, b, 9; 578, 33 neben t« nqotiqo- 
aiccy 1. J. V. Chr., II, 468, 16; 471, 10. So nach Solmsen, Rh. M. 53, 153. Zweimal 
erscheint eine Form mit £ statt des mittleren o: zoig nQorjqeaCoigf I. J. y. Chr., CIA. 
II, 467, 28; ra 7iqo[r}Q]^aia 481, 55. Assimilation von o an vorhergehendes i} in un- 
betonter Stellung oder Fehler? — Sonst wechseln ^ und Z nicht: dafs KXfoni , . . 
CIA. 11, 788, A, 13 mit KomnC^av eins sei, ist nur eine unsichere Vermutung Köhlers 
zur Stelle, die er zu II, 991 selbst in Frage stellt. 

700) Mrir(oo6(OQog (so!) CIA. II, 2871, 1 (Grabschrift, IV.— I. J. Chr.). 

70^ (pccTQiüiv CIA. II, 599, 1 (nach der Stellung IV. J. v. Chr.). Vgl. G. Meyer, 
p. 391; K.-Bl. 1,285, 12. 

^02) avfi7Tq6€^oi CIA. II, 477, 5 (1. J. v. Chr.). 

703) IZxvqov xtX. CIA. IV, 2, 834, b, II, 63 (329 v. Chr.); ebd. H, 64 iy MvqCvnQ 
araTrjyog (aber II, 67 i^ 'Hifaiariag GTQUTrjyogf wo die ßedingungeu zur Dissimilation 
fehlen). Hierher ferner In' Idya&oxXiovg ag^ovrog inl Ttjg KsxQonCdog rerarrig nqv^ 
Tttveiag II, 470, 31 (69 — 62 v. Chr.). ßlofse Versehen liegen dagegen vor in ^aviTi(d€g) 
CIA. II, 797, b, 24 (c. 357 v. Chr.); uivxovyog II, add. 834, b, 1, 23 (329 v. Chr.), wo 
kein zweites q in der Nähe erscheint; s. Solmsen, Rh. M. 54, 346. — Vgl. im allg. 
G. Meyer p. 391 f.; Brugmann p. 133 f. — Der Träger des JVamens *0Q&ay6qag CIA. 
II, 963, 26 (nach J. Schmidt, KZ. 33, 457 als ^Oq&QayoQag „der in früher Morgenstunde 
auf dem Markt Erscheinende" zu fassen) ist ein Athamane. 

■'o*) aXtt[ß]aar[oi (der Raum reicht nur für 2 Buchstaben) CIA. IV, 1, c, 277, d, 8 
(415 V. Chr.); a])nißao[io]i II, 707, 6, (c. 340 v. Chr.) — aXdßaargov II, 745, B, 4 (Ende 
d. IV. J. V. Chr.); 839, 11 (III. — II. J.). Die Form ohne q auch in der handschriftlichen 
Überlieferung, s. K.-ßl. I, 285. 

705) XißuvüiUg CIA. II, 836, ab, 28; c— k, 33 (267/45 v. Chr.). Vgl. B. Keil, 
Hermes 25, 620; Solmsen, Rh M. 54, 347. 

706) (f^idvvirig CIA. III, 283; 291 (Zeit Hadrians); 5, 13 (Mark Aurel); 928,4; 
1058, 2 (III. J. D. Chr.), von *(pai^uv(a gebildet und erst in hadrianischer Zeit aus Elis 
nach Attika gedrungen, s. Dittenberger, Hermes 1, 409, an den erinnert Solmsen, Rh. M. 
54, 495. 

707) d^fQfxaaxiv CIA. II, 754, 29 (349/344 v. Chr.), vgl. 755, 21; 756, 8; ^iQfjitt- 
atgtg CfA. II, 675, 42 (400-350 v. Chr.). — Weckl. p. 45; Herw. p. 70; Riem. Rev. 
V, 172. 180. IX, 64. 174. 



- 83 — 

6. Für [iixQog findet man im IV. Jahrh. (seit 390 v. Chr.) vereinzelt 
liixog"^^^). Herrschend ist diese Form schon seit dem VI. Jahrh. in 
Eigennamen: Mixa, Mixiiav^ Mixotiqa etc. Eigennamen zeigen nur 
in der Form 2fji,ixQ- das Rho und auch da nicht, wenn die Endung mit 
V beginnt: 2(ji,txQog, ^fiixgiag; neben ^fiixtS-og, ^fiixvS'ioov'^^^). Auf 
eine dritte Form fnxxog weisen (fremde) Namen wie Mixxog, Mi^xxivccg'^^^), 

7. Rho für Sigma begegnet in dem dreimahgen neXaqyixov (439 
V. Chr.) neben neXaayionTiüV (376-356 v. Chr.)^^!). 

8. Von den Formen ^AylavQoq^ ^AyqavXog ist nur die erstere über- 
liefert ^^2)^ 

9. Auf späten Grabschriflen (III. J. n. Chr.) begegnet mehrfach ein 
vulgärer Wandel von X in ^^^^). 

10. Über qq .= qa^ qj s. § 36. Über q und qq in der Zusammen- 
setzung vgl 35, 5, d'i*). 



708) ^QvaCa fiixd CIA. II, 660, 9 (390 v. Chr.); [;cQ^]a(^ca /nixci 667, 10 (385 
V. Chr.); xavd fiixd 818, 18 (354 v. Chr.); oivoxorj fiixa ibid. 20 (beweist oicht Ent- 
stehung aas /uixQcc, sondern nar Anschlufs an das litterariscbe fxixQog, nach Solmsen, 
Rh. M. 54, 346); TQUTiaCeili fii\xaC ibid. 32; also nicht nur im Feminin; fjuxa Mitt. 7, 
376 (Inschrift der athenischen Kleruchen auf Samos, 346 v. Chr.). — fiixQog z. B. 668, 
12 (c. 385 V. Chr.); 678, B, 26. 31 (378/366 v. Chr.); 703, 10 (341 v. Chr.); 706, A, a, 
19 (vor 341 y. Chr.), etc. — Über das V. J. s. Note 768. — Eigennamen: MixCtov CIA. 
I, 438 (vor 444 v. Chr.); MCxag II, 836, c— k, 13 (270/262 v. Chr.); Mixotigiag] ibid. 
frg. voy 23; Riem. Rev. IX, p. 64; G. Meyer p. 363. 

^09) ZfxCxqov CIA. IV, 1, b, 373, 106 (VI. J. v. Chr.); ZfuxQog, CIA. I, 432, A, 17 
(464 V. Chr.); Z[f4i]xqCag 449, 6 (nach 460 v. Chr.); II, 1907, 1 ; ZfilxQb) II, 660, 8 (390 
V. Chr.) etc. — Aber daneben ZfxCxv&og IV, 1, b, 373, 90 (VI. J. v. Chr.); Z/uCxv&og 
Z/jtxv&iwv CIA. I, 432, A, 4. 22; MixvUov II, 1225, 7. etc., vgl. G. Meyer a. a. 0. 

710) Mixxog Mitt. X, p. 363 (V. J. v. Chr.); Mbxxiva[g] CIA. II, 968, 15 (168/163 
V. Chr.), etc. Aus fiCx^og vgl. G. Meyer a. a. 0. und p. 372. 

711) mXaqyix^ CIA. IV, 1, b, 27, b, 55. 56. 57 (439 v. Chr.). — „Sic scribitur 
etiam apud Arist. Av. 832 . . et in codice Laurentiano Thuc. II, 17. '' Dittenberger zu 
DS. 20, Note 18. - Riem. Rev. V, 156. — mXttayi(OT[(av\ CIA. II, 88, 6 (376/352 
V. Chr.). 

712) 'AyXavQov CIA. III, 372, b (Kaiserzeit). Herw. p. 19 (wo durch Versehen 327 
steht). "AyXavQog auf Vasen belegt W. Schulze, GGA. 1896, 233 Anm. 4. 

71») S. darüber W. Schulze, KZ. 33, 226 flF.; Dieterich p. 107 f. Die attischen 
Beispiele dieser weitverbreiteten Erscheinung sind Kctqnovwiog CIA. III, 1198, 23 
(n. 240 n. Chr.) = Calpurnius; Ev^qmaxog 1202, 81. 128 (bald nach der Mitte des III. J- 
n. Chr., neben 'EXtii- iu schulmäfsiger Orthographie); 'Egni^iog Bißß^^Egnivtxog 3526; 
jQOfj.r]ai] = ToXftrjaei 1433; lid-. IX 171, nr. 2; aöeqifoi CIA. III, 3531. 

714) Ober "OXvT{t)evg auf Vasen s. Kretschmer p. 147; Einleitung, 280 ff. — Ganz 
unsicher ist <foQH[ri'i CIA. IV, 1, b, 373, 97, b (VII.— VI. J. v. Chr.), wo auch <foQ7r . . . 
gelesen werdeu kann. 

6* 



- 84 — 

§ 32. Nasale. 

1. In Epigrammen des VI. J. v. Chr. erscheint zweimal die Form 

2. Gelegentlich wird vor Konsonanten der Nasal nicht geschrieben^'*). 

3. Über die Schreibweise vwipma {=vvfi(pixd), Zdv%tnnog 
{■=^Ayx^^^oQ) ^ ""AvipiTgiTTj (==l^[i(pnQlTfj) , novnfj {=no[i7tij) etc., 
s. unten § 42, 8. 

4. Mehrfach hat sich vor Verschlufslauten und Konsonantengruppen 
ein Nasal entwickelt '^^). 

5. Von den Formen ^rjXvfißgiavog , JSfjXvßgiavog brauchen die 
Dekrete und Beamtenpublikalionen des V. und IV. Jahrb. v. Chr. nur die 
erstere. Dagegen erscheint die Form ohne fi in einem Grabgedicht des 
V.— IV. J. v.Chr.: ^aAi;/J^*'ai/^^«). . 

6. Niemals findet sich die Form üalruyiCT^g, sondern vom IV. J. 
V. Chr. bis in die Kaiserzeit nur dalmxtfjg. (Seit der Kaiserzeit auch 
(jaXni(tTijg)'^^^). 



^15) CIA. IV, 1, b, 373, 208; 1, c, 373, 28. 36 (p. 180) (VI. J. v. Chr.), s. dazu 
Kretschmer p. 158 ff. und dort genannte Litteratur. 

"6) MiSalot CIA. I, 267, 4 (V. J. v. Chr.); fieyaXri(v) re I, 374, 3; d^av6(v)T0i(v) 

I, 472, 2; svoQxoTi = evogxovvri IV, 2, 841, b, 112 (396 v. Chr.); oixovrt = oixovvrt 
IV, 2, 834, b, I, 7. 11. 19 (329 v. Chr., neben oixovvri 33); N^a^Qog (neben MfvavSQov) 

II, 2281, 1; "HyriaaSgog 3749, beide auf Grabschriften; natpilov Def. 56, 2; 5(v) 
GEayivH Ziebarth 10, 11 ; aieXii avTTjiv) 16, a, 8; to(i/) x^oviov 16, b, 5. Häufig ist 
diese Schreibung in der vulgären Sprache der Vasen, s. darüber Kretschmer p. 161 ff. 
Die Erscheinung tritt in unbetonten und in Tonsilben auf, bezeichnend dafür ist z. B. 
tt(pl ZxoLfiavdQov, im Vers —s^^ — ^^ in der Vaseninschrift bei Kretschmer p. 104 f. 
Dies spricht, wie anderes, gegen vollständigen Wegfall des Nasals. Vgl. auch Brug- 
mann p. 7 6 f.; Dietericb p. 111 ff. 

"^i^) Vgl. über die Erscheinung W. Schulze, KZ. 33, 366 ff.; Dieterich p. 92 f. 
Vor Labialen ThifiTiclsfiog CIA. IV, 1, c, 491, 44 (V. J. v. Chr., auch auf Vaseo, 
s. Kretschmer, p. 235; dazu W. Schulze, GGA. 1896, 233); Zafißauh IdyxvQavri III, 
2225; 2:a/ißdu{o)g III, 3525 (neben Zaßßarto III, 3460); ^vjLiipaig HI, 1199 (zu OvfA- 
■ipiXiov, lat. subsellium). Vor xr: BeovxtCOTov HI, 3545 da. Vor tt; yltovrag = yltirrag 
Def. 86, 4 (m. J. V. Chr.); MvQQivovvra = -omra CIA. m, 1076, 28 (34 v.— 37 o. Chr.) ; 
1077, 14 (37 n. Chr.); 1023, IV, 3 (138—140 n. Chr.); 1064, 4 etc. — Gegenüber der 
handschriftlichen Form Idgvfzßag haben die Inschriften *Aqvßßag CIA. 11, 115, 6. 26. 
29. 33. 35 (343 v. Chr.). 

"8) SriXvfißqiavoC CIA. I, 229—259 (Tafeln der Logisten). — Dazu die Dekrete 
CIA. IV, 1, a, 61, a (mehrfach, 409 v. Chr.); ü, 17, B, 29 (378 v. Chr.). — ZaXvßQlav 
(- ^ V. -) CIA. IV, 1, b, 491, n. 12 (V.— IV. J.). Herw. p. 34 f. ; Riem. Rev. V, p. 156f. 
Einmal SaXvTtQiavog CIA. 11, 3296. Die Schwankungen sind für das Fremdwort 
charakteristisch. 

719) aaXntxul CIA. II, 814, b, 28 (377 v. Chr.). Dazu aaXnixiag 444, 44 (K. J.); 
445, 18 (H. J.); 446, 40 (H. J.); HI, 1284, 18. 25 (37 n. Chr.), etc. — aaXmat^ IH, 
1285, 4 (37 D. Chr.). — Herw. p. 64 f. 



— 85 — 

7. Überliefert ist nur die Form Qlßqvnv (nicht Olfißgcop)'^^^), 

8. In den auf Defixionen erscheinenden Formen Mfnioifi'kog^ Ms- 
Xdfid'iog ist V an anlautendes [i assimiUert^*^). 

9. Gegenüber homerischem [i6a6ö[ifj bieten die attischen Inschriften 
10. Über ivijvsyxvai s. § 72, 1; über das Ny im Auslaut § 43. 

§ 33. Spiranten. 

a) Heta^^s)^ 

1. Den Laut „li" bezeichnet im Altattischen, bis 403 v. Chr., das 
Zeichen H (§ 2); doch macht sich schon frühzeitig wegen des seit 450 
V. Chr. fühlbar werdenden Eindringens des ionischen Alphabets eine grofse 
Unsicherheit im Gebrauche dieses Zeichens geltend, indem „h" häufig in 
der Schrift fehlt ^^*), bisweilen auch, wenigstens in den spätem Inschriften 
des V. Jahrhunderts, irrtümlich zugesetzt wird. So sind in einer Inschrift 
von 418 V. Chr. alle „h", aufser in dem viermal wiederkehrenden Worte 
Ugog, weggelassen^^*); umgekehrt findet sich in einer Inschrift von 408 
V. Chr. fast jedem anlautenden Vokal „h" vorgesetzte^®). Bei solcher 
Sachlage ist es schwierig anzugeben, wo das Altattische von der in unsern 
Texten üblichen Aspirationsweise abwich e-®*). 



•^20) etßQ(ov CIA. n, 88, 10 (Thessalier, Anf. d. IV. J. v. Chr.); 231, 6 (Lake- 
dämoDier? 320—12 v. Chr.). Vgl. W. Schulze, KZ. 33, 368. 

^21) Mrifiotfilog Def. 64, 9; MeXafi&Cov 70, 2—3 (III. J. v. Chr.). 

722) fieaofivri CIA. II, 1054, 48. 51. 53. 74. 78. 85 (Bauurkunde, 347—330 v. Chr.). 
Ans Licht gezogen von J. Schmidt, Pluralbildungen 221; Prellwitz, ßezzenb. Beitr. 
17, 171 f., von W. Schulze, KZ. 33, 166 auch aus den spätgriech. Glossen nachge- 
wiesen. Zur Erklärung s. G. Meyer, p. 366 und dort genannte Litteratnr; Brug- 
mann, p. 76. 

723) Weckl. p. 42f.; Cauer p. 277—281; Schütz p. 54—68; Riem. Rev. V, 161; 
IX, 58 f.; Reinach p. 239—242; G. Meyer p. 322 ff.; Thumb, Untersuchungen über den 
Spiritus asper 1888; Kretschmer p. 155 ff. 

724) Das früheste, sicher datierbare Beispiel ist: ^Ahsvai CIA. I, 433, 3 (460 
V. Chr.). 

72&) CIA. IV, 1, b, 53, a (418 v. Chr.). Mit Bezug an^ Hiegog erinnert Kumanudis 
(z. d. St.) an das „nolle deos mutari veterem formam" des Tacitus. Die Inschrift 
hat auch 3 mal 11= rj und 2 mal ^ = X. — Auf dieser Unsicherheit in der Ortho- 
graphie beruht auch xanaiaaiv für xa&iaTuaiv CIA. 1, 324, I, 4 (408 v. Chr.), das 
nicht anders zu beurteilen als xaTr^fiiqav für Tta&rifjLiqav n. ä. 

•^26) CIA. I, 423 (408 v. Chr.). — xgCvavd^ irjjQtav m, 779, 3 (Kaiserzeit) stellt 
sich zu den bei Schweizer p. 177 f. behandelten Fällen. 

72» *) Über das Fortleben des Heta-Zeichens nach Euklid vgl. S. 6 N. 20. Dazu 
treten jetzt, falls die Abschriften zuverlässig sind, in den von Ziebarth veröffentlichten 



— 86 — 

2. Aspiriert erscheinen im Altattischen gewöhnlich oder schon in 
sehr alten Urkunden die Wörter"'): 

Ußdr^qa C^ßdr^gUai)'^^), Uyvovaioq'^^), Alqai {AiqaXoi)'^), 
al(Sa {Al(Sa^ Ala(av, Aladviog^ Al(i(anoqy^% axovaioq {=iäixov- 
aiogy^^^l eXnig (vgl. elnilcS)"'*''), ivog (vgl. lat. senex)^"), 'Egotd- 



FlachtafclQ HEPMII für 'EQixri 19, 7; HKATHN 18, 13, fdr *£x«rijv (wofür die 
Vasen Beispiele io genügender Zahl bieten, s. Kretschmer p. 97 ff.) und HIIASAZ 
18, 11 für anaaaSf dem HP02 Vnr ogog CIA. IT, 1068 sich am besten vergleicht. Hier 
wäre die von Breal, Mem. de la societe de lingnistiqoe VI, 209 vermutete silbische 
Geltoog des Heta -Zeichens noch mit Händen zu greifen. Aber die beiden letzten 
Beispiele sind wahrscheinlich blofse Schreibfehler. 

^^) Unsicher ist die Sache in 'AaaTjgTTai, eine Stelle \CIA. I, 234, 26 von 444 
V. Chr.) gegenüber 8 Stellen ohne /f, vgl. CIA. I, Inde:x, und Cauer a. a. 0. — Ebenso 
unsicher ^Eq^i^vq (188, 7 von 407 v. Chr., wo man Vortreten des Hauches von x ^^' 
nehmen kann) gegenüber 4 maligem ^Eqxuvg. — Besser beglaubigt ist "Haa&ot CIA. I, 

230, frg. 25, 6 (450 v. Chr.); 250, 1 (432 v. Chr.) neben ^Haaiot 226, 9 (454 v. Chr.); 
264, 20 (c. 420 v. Chr.), Cauer a. a. 0. — aQi&fiov 167, 9 (=g, 15) (412 v. Chr.); 164, 
f, 8 (431 v. Chr.) neben dgi^fiov 322, a, 97 (409 v. Chr.) etc. wird besser den unten, 
§ 39, besprochenen Wörtern angereiht. — Spät ist auch oySoi^ 325, 13 (Ende d. V. J. 
V. Chr.) neben 6y66rig 273, b, 11 (kurz nach 420 v. Chr.) etc. Cauer a. a. 0. 

^28) "Aßöriga CIA. I, 242, 20 (438 v. Chr.); naqa "Aß^rjQa 256, 30 (428 v. Chr.); 
AßSriQlTai 226, 5 (454 v. Chr.); 228, 17 (452 v. Chr.); 230, 15 b (450 v. Chr.); 231, 20 
(449 v. Chr.); 233, 17, c (447 v. Chr.); 235, 9, c (445 v. Chr.); 242, 8 (438 v. Chr.); 
244, 64 (436 v. Chr.); 256, 15 (428 v. Chr.). — Die Schreibweise ohne H nur da, wo 
Elision stattgefunden hat: naq'^AßdriQa 228, 16 (452 v. Chr.); 230, 14, b (450 v. Chr.); 

231, 14 (449 V. Chr.); 235, 11, c (445 v. Chr, ferner in der vereinzelten Form läßdri- 
Qlrai 259, 21 (425 v. Chr.). Nach Cauer p. 279. 

7«8) 'Jyv[ovaiog CIA. I, 131, 3 (422 v. Chr.); :Ay[v]o(v)a£oiv) 318, 16 (418 v. Chr.); 
*Ayvo(v)aioi 188, 4 (410 v. Chr.). Trotzdem schreiben einzelne wegen der Ableitung 
von ayvog „Keuschlamm*^ (bei Steph. Byz. s. v. *Ayvovg) Idyvovatog, 

"0) Algaloi CIA. I, 230, 5 (450 v. Chr.); 232, 6 (448 v. Chr.); 233, 5, b (447 v. 
Chr.); 234, 12 (446 v. Chr.); 264, 12 (Ende d. V. J. v. Chr.). Die Schreibweise ohne 
II nur 3 mal: Algaloi 226, 6, b (454 v. Chr.); 240, 7 (440 v. Chr.); Aiqatrig 238, 13 
(442 v. Chr.). Nach Cauer p. 280. 

'") Alaa CIA. I, 243, 33 (437 v. Chr.); AXatav IV, 1, b, 446, a, H, 21 (c. 408 
V. Chr.); I, 239, 35 (441 v. Chr.); Alaaivioi I, 240, 49 (440 v. Chr.); 242, 28 (438 
V. Chr.); 244, 61 (436 v. Chr.); 256, 31 (428 v. Chr.); Alawnog CD. 487, b, 10 (attische 
Inschrift von Sigeioo, vor 570 v. Chr.). — Die Schreibweise ohne Hnur in: Aiatoytoi 
CIA. I, 257, 53 (427/425 v. Chr.); Aiacjvijg 236, 16 (444 v. Chr.). Cauer p. 280. 

'") axovaCa CIA. I, 1, ß, 1 (lange vor 456 v. Chr.) aus dkxovaCa, vgl. dazu 
Kretschmer, KZ. 31, 421. 

'") kXnlS' CIA. I, 442, 8 (432 v. Chr.); Schütz p. 55; Cauer p. 279; Curt. Grdz. 
p. 264. 

'") 'ivoig CIA. I, 273, b, 26 (420/411 v. Chr.). — Curt. Grdz. p. 311. — Darnach 
wird auch II, 470, 10 (69/62 v. Chr.) ngog lovg evovg (nicht %vovg) i(prjßovg und 
stets 'ivTi zu schreiben sein. 



— 87 — 

T^Q''')y 'iXsld'vUW), Oltvog'''), 'iXiifog'*'), 'mvQ^og''% 
Inpog''*), "la^fiög^^'), Xa^vg ('/crxtJAo^)^*«), "Oa, "Ofj {'Oaisvg, 
'Ofid'svy). 

3. In mehreren dieser Wörter ist die Aspiration erst sekundär von 
einer inlautenden Aspirata auf den Anlaut übertragen, so in l^o), l(i%vg 

4. Keine Aspiration haben (im Gegensatz zur Koine) Xöiog und 
Xöog''*^). Die Schreibweise xad^ Idiav ist erst zu belegen seit c. 250 
V. Chr.^*^^). — Die Aspiration fehlt in ""EÖQTiog, soqtiJ; elXizTOt)'^^^). 

5. Die Aspiration wird im Altattischen gelegentlich auch im Wort- 



^") "EqoiaSov CIA. IV, 1, b, 492 (VI. J. v. Chr.); kommt sonst nicht vor im Alt- 
attischen. 

^8«) Ev^argdilri] KV. 33 (VII.— VI. J. v. Chr.). — Neben sv^dfisvog CIA. I, 403 
(Zeit des Pheidias); €vx[(ycifi^vov] 349, 2 (VI. J. v. Chr.); sv^afiivog IV, 1, b, 373, 202 
(VI. J. V. Chr.); IV, 1, b, 373, 144 (Vl.-V. J. v. Chr.). 

787) 'i^^i CIA ly^ j^ a^ 373^ j, (Anfang des VI. Jahrh. wegen des geschlossenen H)\ 
xa&ix^c I, 479, 3 (c. 500 v. Chr.); s/ov 170, 7 (422 v. Chr.); 166, 6 (413 v. Chr.). — 
Weckl. p. 50; Cauer p. 279. — Curt. Grdz. p. 193. — Lautensach 1887 Note 1 zu p. 4. 
— Beispiele ohne H erst seit dem Ende d. V. J. v. Chr. 

"8) r)&fi6g CD. 487 (attische Inschrift von Sigeion, vor 570 v. Chr.); vgl. schol. 
Apoll. Rhod. 1, 1294: t6 JA rj&fiög daavvsTai. 

789) lxQLm[riQ]ttg CIA. IV, 1, c, 225, c, A, I, 29 (408 v. Chr.). 

7*0) Auf Vasen, s. Kretschmer, p. 151. Vgl. zu dem Wort oben S. 56 N. 477. 

'«) 'IXlvog inolrjasv KV. 134 (altatt. Vase). 

7«) Über 'IXiaog vgl. unten Note 869; Cauer p. 279. 

7") 'mvQiog CIA. I, 277, 20 (c. 415 v. Chn). Das Wort kommt sonst im V. J. v. 
Chr. nicht vor. Cauer a. a. 0. Auch altlat. Inschriften schreiben Hill-, s. Kretschmer, 
Einleitung 245 Note 2. 

''**) lnv6[vea&at CIA. IV, 1, c, p. 138 Tab. II Z. 15 (485 v. Chr.). \gV'E(pinvog. 

7«) 'la&iLioL CIA. I, 8, 12 (nach 450 v. Chr.); 420, 4. 6 (nach 450 v. Chr.). Cauer 
a. a. 0. — Neben "la&fita 419, 5 (c. 440 v. Chr.). 

7«) 'laxvkog (Vasenmaler) KV. 85; 98; 99 (altattisch). 

7«) Vauvg CIA. I, 121, 3, (430 v. Chr.); 122, 2 (429 v. Chr.); 148, 2 (429 v. Chr.); 
'Oai(og 318, A, 8 (421/416 v. Chr.); 'Ofjaev 180, b, 15 (418 v. Chr.). Das H fehlt nur 
in 'nä&6v 375, 2 (vor 444 v. Chr.); 'On^iv 324, c, 20 (408 v. Chr.). Die letzte Inschrift 
kann kaum in Betracht fallen. Cauer a. a. 0. 

7«) Vgl. unten § 39. 

7«) mmrig CIA. IV, 1, a, 27, a, 11 (445 v. Chr.); I, 244, 86 (436 v. Chr.); IV, 1, 
a, 33, a (433 v. Chr.) u. s. w. "Iad[Qxov] CIA. I, 273, 25 (420/416 v. Chr.) u. s. w. Über 
faog vgl. DS^ p. 781, zweite Col. unten. 

780) xay mav CIA. IV, 2, 417, b, 6; 417, c, 13 (Koine; Mitte des ffl. J. v. Chr.). 
Vgl. Thumb p. 98; J. Schmidt, KZ. 32, 357; Schweizer, p. 119. Dazu iif^retov (ninXov) 
CIA. IV, 2,477 d, 2 (I. J. v.Chr.). 

7") 'EoQTiog CIA. I, 351, 1 (VI.— V. J. v. Chr.); iv ry ioQlr^ I, 5, 5 (Anf. d. V. J. 
V. Chr.); xouHlC^ag IV, 2, 104 a, 32 (352 v. Chr.), vgl. Lautensach 1899, 24. 



— 88 - 

Innern bezeichnet (Interaspiration)^*^): aw^ioi^^*^), «vW^rfO'^a*^'**), «v- 
o^xov^^'^), €{J)(Sodov'^^^), nqoa^ühcn (neben TTjocTif xf *v) "^) , tq^^fn- 
noöiovg (neben TQH][itn6dia)'^^^); zQt^fAtxotvhop''^^); vereinzelt auch 
da, wo Elision stattgefunden hat: nccQiÖQoi'^^^ vtad-aneq''^^)^ (Afjdivi^^^), 
diaqiiodavti ^*^). 

6. Über ?oYiy, (leyaXoVy vlvg s. Note 714; 715; § 58; über Xhetop 
Kretschmer, p. 159. 

b) Vau. 

7. Das j=-Zeichen erscheint noch einige Male auf attischen Inschriften; 
doch zeigt gerade seine Verwendung, dafs der Laut als solcher geschwunden 
war^**). Dafs f auch im Altischen in relativ später Zeit (bis nach der 
Rückverwandlung von ^ in ä nach q) noch lebendig war, zeigt bekanntlich 

XOQ^ aus XOQJifJ, XOQfä''^^). 

c) Stimmhaftes Sigma. 

8. Für (T vor weichen Lauten kann seit 329 v. Chr. (d. h. seit 
dem Übergang von Zeta in den weichen s-Laut) auch f oder al ge- 
schrieben werden : ivdial^iiovq^ ävaßa^fiovg (329 v. Chr.) ; i7tet/j^(pta^€ 
(318 v. Chr.); ZfiVQvaTog (kurz nach 191 v. Chr.); tfjij(pi^[ia (kurz nach 
100 V. Chr.); Zfidgaydog (45 n. Chr.) etc. ^^*). Der eigentlich klassischen 
Zeit ist diese Schreibweise fremd. 

9. Für ^AdiiriTog bieten die attischen Inschriften ^doiifixog^ für 



7B>) Ober die iDteraspiration Caner p. 239—241; G. Meyer p. 327 f.; Blafs p. 94, 
N. 360. 

7W) CIA. I, 481, 1 (vor 480 v. Chr.; Datierung nach Schütz p. 10). 

7M) CIA. IV, 1, b, 27, b, 55 (439 v. Chr.). 

^w) CIA. I, 23, 6 (vor 444 v. Chr.). 

"•) CIA. I, 524, 2 (nach 444 v. Chr.). 

7") CIA. I, 40, 15 (428/423 v. Chr.); aber nQoarixsiv Zeile 45. 

7M) CIA. I, 322, a, 12 (409 v. Chr.); aber rgirj/xino^ia 321, 15 (vor 409 v. Chr.). 

««) T[Q]ihejLu[xo] TvXUov] CIA. IV, 1, a, p. 5, nr. 3, D, 3 (Anf. d. V. J. v. Chr.). 

'»0) CIA. I, 34, 11 (nach 444); IV, 1, a, 116, e, 10 (vor 403 v. Chr.). 

7") CIA. IV, 1, a, 51, a, f, 32 (410 v. Chr.). 

7««) CIA. I, 77, 6 (vor 403 v. Chr.). 

763) ^ihaglfioaavTi CIA. IV, 1, c, p. 150f., frg. 2, HI, 34 (409 v. Chr.). 

764) Vgl. oben S. 3 N. 15. 

76«) Vgl. über den Schwand des / im Attischen Thumb, IF. IX 333 f. 

766) höia^fiovs CIA. IV, 2, 834, b, II, 96 (329 v. Chr.); iiVaßa[^fi[o\vg , Z. 96; 
intxjjriifiaCe IV, 2, 231, b, 39 (318 v. Chr.); Zfivqvalog 11, 966, A, 19, 1 (kurz nach 
191 V. Chr.); ipriipiCfia 11, 468, 16 (Anfang d. l. J. v. Chr.); ZfiaqaySoq III, 1280,8 
(45 n. Chr.); Zfivgva HI, 128, 14; 1336, 1; ZfivQvalog 128, 3; 'EgaC/nUt 1553, 1 (sämt- 
lich aus der Kaiserzeit). — Riem. Rev. IX, p. 63. 



- 89 - 
0Qdd(ji(jüP, -(fqddiionv Oqdaiiiav^ -(f>Q(ia[i(tiv; für (pqadiiodvvfi (fqaaiio- 

10. Zu Ende des V. Jahrb. v. Chr. erscheint auf zwei Inschriften 
die Form afjiixqog'^^^). Sonst kennen die att. Inschriften des V. und 
IV. J. (von Eigennamen abgesehen) nur die Form ohne er. 

d) Stimmloses Sigma. 

11. Vor den harten Konsonanten x, x» "J^» ^ ksmn Sigma in- und 
auslautend verdoppelt werden, wofür Beispiele aus den verschiedensten 
Zeiten (seit überhaupt geminiert wurde) vorliegen ^^*). Vgl.: 

a) vor x: ^AaaxX^niog (3 mal)"°), '^(rtrxAiyTrmd^^"^), lt4(j(fxXfj7n6- 

dcüqog"^^^), l^qiaaxovda^^^) ^ Jtoda^ovqidfig''''^) ^ Oqvvia- 

(Txog^^*); 

b) vor X' AiaaxvXog (2 mal)"^); 

c) vor t: äaavqocfa^ ''''), aqiddxa''''^)^ «(Tcrr^v^^^), Jo'ö'rffyarcöö'f v '^°), 



^8^) ^AofiriTog KV. p. 32 (VII.— VI. J. v. Chr.); 'PqaafKov Bull. XH, 169 f., Z. 13 
(1. Viertel des IV. J. v. Chr.); CIA, II, 836, 62 (vor 295 v. Chr.); 1947, 1; SeoipQoiafzmv 
n, 2667, 1; [noX]v(fQdaf4[o}v] CIA, II, 977, a, 3 (III.— IL J.); (pgaafxoavvat IV, 1, b, 
373, 99 (VI. J.). Vgl. dazu Kretschmer, p. 148 f. — Solmsen IF. VIII Anz. 64 f. 
nimmt die Schreibung a für 6 für die spirantische Aussprache von 6 in Anspruch, 
wogegen Brugmann Grundrifs P 654; griech. Gramm, p. 107 f. 

^•8) ajLiix[Q]a Mitt. 19, Beilage zu S. 191, A, 50 (408 v. Chr.); a[fAt]xQ(6 ibid. A, 
51; o\jLiLXQ(6 ibid. B, 4, früher teilweise veröffentlicht als CIA. IV, 1, e, 225, c; fÄixgd, 
OfiixQa Franz p. 152, Zeile 9 und 10 = CIG. 2139 (athenische Inschrift aus Aegina, 
c. 403 V. Chr.). Neben fxixQog CIA. IV, 1, b, 321, II, 23. 44; III, 11 (409 v. Chr.) etc. 
— Vgl. Kretschmer 172 f. 

^w) Franz p. 247; Cauer p. 283; G. Meyer p. 304 f.; Kretschmer p. 174 ff. 

7^0) AQ. VI, p. 137, 14 (gute Zeit); CIA. II, 1464, 1 (helleno-makedonische Zeit); 
II, 1494, 2; 1505, 2; CIA. IH, add. 184, a, 1 (Kaiserzeit). 

771) CIA. II, 3231, 3. 
77») CIA. n, 3243, 1. 

773) CIA. III. 1822, 1 (Kaiserzeit). 

774) CIA. III, 2375, 2 (Kaiserzeit). 

7'5) CIA. II, 1047, 8 (125/100 v. Chr.). 

776) CIA. I, 398, 3 (V. J. V. Chr.), vgl. zur Messung (v) W. Schulze, q. e. 9 n. 1 ; 
II, 1008, a. 1 (IV. J. V. Chr.). 

777) «. MoiQcjv 66yfiara Mitt. XIX, 141, nr. 2 Z. 7. 

778) CIA. I, 9, 20 (V. J. V. Chr.). 

779) A9. VI, p. 128 (V. J. V. Chr.). 

780) CIA. II, 567, 8 (III. J. V. Chr.). 

781) CIA. m, add. 132, 1, 5 (Kaiserzeit). 

782) CIA. II, 4197, 2; III, 3021, 3 (Kaiserzeit). 



— 90 — 
"^HifmaaTirig ^**) , KaXXitsaToi ^®^) , Kagvoattog '**) , Kda- 

r^yV**), sigg to^^"^), xa^icXöTiif^^ov ^**) , XatQ€(!ifzQdTij^^^); 

[A€Pog^^^), ^l7tno<5<5d'6vidog^^^)\ 
e) vor TT : Osdanixi^^^^ 

12. Vereinzelt findet sich diese Schreibung auch vor stimmhaften 
Konsonanten: Aiaaßov (368 v. Chr.)*"'). 

13. Anderseits bleibt wortschliefsendes Sigma bisweilen vor an- 
lautendem a, (Tx, (Tr, (Ttt, cy syntaktisch eng verbundener Wörter in der 
Schrift weg»°«). So: 

a) vor (T: «yt; ao(pi(x^^^); 



^83) *AqCaai(ov, 'AqCaaTvlXa CIA. IV, 1, b, 49 j, 30 (V.-IV. J. v. Chr.); 'AQtaaxto 
II, 2782, 1. 

•^84) CIA. I, 233, 27 (V. J. v. Chr.). 

^") ^AaarsQonri KV. p. 204 (IV. J.). 

786) CIA. I, 233, 8, c (V. J.). 

787) CIA. n, 2192, 1. 

788) CIA. III, 2506, 3 (Kaiserzeit). 

789) KdaatüjQ KV. 204 (IV. J. v. Chr.). 

790) CIA. IV, 1, c, 561, 4-5 (Mitte des V. J. v. Chr.). 
'»») CIA. Ilf, 2523, 1 (Kaiserzeit), vgl. 2375, 1. 

'W) maaTOjQ KV. p. 187 (altattisch). 

^98) NixoaaTQtttri CIA. IV, 1, b, 491, 31 (V.— IV. J. v. Chr.); ^os TL, 1885, U 

794) CIA. m, 1239, 1 (Kaiserzeit). 

795) CIA. I, 233, 21, c; 20, c (V. J. v. Chr.). 
»»•) CIA. II, 272, 8 (IV. J. V. Chr.). 

^»^) CIA. II, add. 573, b, 15 (IV. J. v. Chr.). 
79«) CIA. II, 1620, 2. 

799) CIA. n, 2770, 1. 

800) CIA. II, 320, 19 (m. J. V. Chr.). 

801) CIA. n, 811, c, 105 (IV. J. V. Chr.). 

80«) CIA. II, add. 834, b, 1, 11 (IV. J. v. Chr.); iut[a]a&ojadiii(vov IV, 1, b, p. 66 f., 
nr. 53, 34 (416 v. Chr.). 

80») CIA. m, 578, 12 (Kaiserzeit). 

804) CIA. n, 2984, 2. 

808) Aiaaßov CIA. II, add. 52, c, 32 (368 v. Chr.). 

806) Geyer p. 19; vgl. auch W. Schulze, Hermes 28, 22 f. Bei nicht affektiertem 
Sprechen artikalierte man in solchen Fällen die zasammenstofsenden a nicht getrennt, 
sondern liefs ein gedehntes a hören, das bei nachlässigerem Sprechen etwelche 
Redaktion erfahren konnte. 

807) CIA. n, 3688, 4 (IV.— I. J. v. Chr.). 



— 91 — 

b) vor (Tx: ccQXovto ^xiQO(pOQicovog^^% €2xia&ov^^^); 

c) vor Cr: oatsix^tg^^^), «^cmfAiyv®"), slatijXag^^^) , €l(fta&(ji,ä^^% 

si(STi(pavov^^^), T^crriyAij/g®^*), r^crroa^*^*), tovatqa- 

d) vor on: rot(SneiQa<ih^^^)^ täanovd<ig^^^)\ 

e) vor cry: staip^vag^^^), rot'ö'yiyxfö'xovg*^^), EtjffK^odiaQo^ipijt- 

Tiog^^^), 

14. Der Name des bekannten Makedoniers Polysperchon wird in 
Athen (wie auch in Lesbos) üoXvniQXwv geschrieben^**). 

15. Neben mehrfach überliefertem (STiyfa findet man diJboxsyog^^^). 

16. Für d-siiiaxog ist nur ^€[in6g zu belegen®^*). 

17. Dissimilatorischer Schwund des zweiten a in zwei auf einander 
folgenden, mit a beginnenden Konsonantengruppen liegt vor in imana- 
TiJQsg (329 V. Chr.) für inidnaaT.^^^) 



808) CIA. IV, 2, 830, b, 1—2 (395 v. Chr.). • 

«0») CIA. IV, 1, c, 62 b, 12 (408 v. Chr.). 

"0) S{s)auixeig CIA. IV, 1, b, 477, h (VI.— V. J. v. Chr., io welcher Zeit Ge- 
mination überhaupt nicht bezeichnet wird). 

8") CIA. n, 286, 13 (IV. J. V. Chr.); 595, 11 (II. J.); 470, 51 (I. J.); IV, 2, 477, d, 
24 (I. J.). 

812) CIA. n, 1055, 20 (IV. J.); 594, 34 (H. J.). 

813) CIA. II, add. 834, b, II, 37 (IV. J.). 

814) €iaTi(favo[v] CIA. II, 615, 9 (c. 300 v. Chr.). 

815) CIA. II, 277, 5 (IV. J.); 298, 10 (HI. J.). 

816) CIA. II, 720, B, II, 8 (IV. J. V. Chr.). 

8") CIA. n, 470, 49 (I. J. V. Chr.). — Vgl. dazu auch eioTiXovs Bull. XIV 389 ff., 
Z. 123 (Delos). 

818) CIA. in, 1339, 10 = KE. 145 (H. J. o. Chr.). 
81») CIA. IV, 2, 5, c, 16 (bald nach 400 v. Chr.). 

820) CIA. II, add. 834, b, I, 9 (IV. J. v. Chr.). 

821) AQ. VII, Beil. z. p. 482, DI, Col., 28 (V. J. v. Chr.). 

822) CIA. If, 2577. 

823) noXvn[iQxovTog] CIA. II, 723, 7 (c. 319 v. Chr.). Vgl. DS. 797, 23 (Lesbos). 
Vgl. ferner W. Schulze, GGA. 1897, 895. 

824) aUyovug, aUywv, atiyov CIA. II, add., 682, c, 13, 14, 16 (IV. J.). — 
ojLioieydjv II, 1054, 6 (347 v. Chr.). Die Doppelheit reicht in vorgriechische Zeit 
zurück. 

826) ^efiitov CIA. II, 1059, 16 (321 v. Chr.). 

826) CIA. IV, 2, 834, b, I, 463 (329 v. Chr.). Ebenso im Satzzusammenhang: SwaQ- 
Xovai ig T« (für rag) vavg Tag lg 2tix6XCav ötaxofiiovaä]g I, 183, 14 (ubergabe- 
ürkunde, 415 v. Chr.). 



— 92 — 
b) Doppelkonsonanten. 

§ 34. ZtU, Xei, Psei. 

Zela8*0- 

1. In den drei fremden Namen ^C(ö«*o*, Äi;C(D«»^«o«» ^f-f^(S)o- 
fkivioi schwankt die attische Orthographie des V. Jahrh. y. Chr. zwischen 
einfachem und doppeltem Zeta*^^). Für die Aussprache des Zeta im 
Attischen kann daraus natürlich nichts gefolgert werden. 

2. Seit c. 340 v. Chr. finden sich mehrfache Verwechslungen von 
C mit a (aO, welche einen Cbergang des Doppellautes C in die gemi- 
nierte weiche Spirans anzeigen: insiptiifidsv (=-^fv, 340 v. Chr.; 325 
V. Chr.); ixvqdaovaiv {= ixvqdCovaiv. nach 340 v. Chr.); 2€vq (==Z6vg 
c. 340 V. Chr.); ivdiatfiovg (329 v. Chr.); ämßa^fiovg (329 v. Chr.); 
i7t€ipijq)ta^€V (268 v. Chr.); awaycnvia^oiisvog (vor 260 v. Chr.) u. a.***). 

3. Seit dem Ende des IV. Jahrh. y. Chr. begegnet die boiotische 
Form Oeö^OTog = OsoaöoTog (att. Osodozog, Oovdotogy^^). 

Xei. 

4. Vereinzelt erscheint ein Übergang von $ in er in aiila, (fvltvog 
für ^vla, ^vXivog*^^). 



^") Blafg p. 112 ff.; G. Meyer p. 371; neuestens 0. Lagercrantz, Zar griechischen 
Lautgeacbichte 1898, 125 ff., vgl. dazu Solmsen, Wochenschr. f. klass. Philologie 1899, 
649 ff.; Bragmann p. 569, ebd. 131 über aC. — Cber die xotvii s. Schweizer p. 128 f., 
wozu noch iv€(faviC^ri DS. 140, 148 (Delphi, bald nach 350 v. Chr.); xagniaCsa^ai 
ebd. 334, 28 (Oropos, 73 v. Chr.). — Ober C^ auf einer Vase s. KreUchmer p. 103. 

82«) 'ACeioCy HCeivi CIA. I, 228, 5, b (454 v. Chr.); 244, 101 (436 v. Chr.). — 
HCCeiol 238, 26 (442 v. Chr.). — BvCavuoi 231, 22 (449 v. Chr.); 233, 15, c (447 v. Chr.). 
— BvCCavTWL 230, 10, b (450 v. Chr.). — Klat^ofiivioi 228, 11 (452 v. Chr.); 234,6 
(446 V. Chr.) etc. — KXaCCof^ivtot 230, 4 (450 v. Chr.). 

829) ineilfriifiasv CIA. 11, 117,a, 3 (340 v.Chr.); 179, 6 (325 v.Chr.); awayogaCovaiv 
xal owfx^Qaaovatv 578,^5 (wohl erst nach 340 v. Chr.); Zeig 707, 10 (c. 340 v. Chr.); 
[lne\pr\]q)ia\ev 325, a, 5 (c. 268 v. Chr.); awayrnv^a^ofAilvos] 352, 8 (vor 260 y. Chr., 
nach p. 341); TgixogvCiog II, 2594 (vor 146 v. Chr.). — Das Übrige oben Note 766; 
dazu xad-agiaC^aro), xa^aQ^aCsad-ai, d-vaiaaCsiv CIA. DI, 73 (in der Inschrift des 
Lykiers Xanthos, c. 200 n. Chr.); ZfidqaySoQ 1105, 15 (117/125 v. Chr.); 1120,11, 8 
(151 n. Chr.); 1153, 13 (c. 190 n. Chr.); 1165, ID, 44 (c. 200 n. Chr.). — Zo>C/a«^ 2699, 
1; Zfooxqarog 3277, 2 (Kaiserzeit). BlaTs p. 118f. 

"0) 9bo^otI[S]ov (sie) CIA. 11, 944, 1, 39 (Ende d. IV. J. v. Clir., weitere Beispiele 
für die Verwechslung von S und Z bei W. Schulze KZ. 33, 216 Fufsn. 1.); "H^- 
xkeiTog OeoCoJov TavayQ{alos)f also ein Böotier, 467, 152, II (c 100 v. Chr.); die 
Grabschrift viell. desselben Mannes CIA. 11, 3380. 

M») (fvXtvos CIA. n, 778, c, 18 (350/300 v. Chr.); 804, B, b, 87 (384 v. Chr.); 745, 
B, 3 (Ende d. IV. J.). Riem. Rev. IX, p. 61. — rtav €fvl(ov add. 834, c, 13 (317/307 
y. Chr,). Vgl. dazu Kretschmer p. 181 f. 



— 93 — 

5. In vulgärer Sprache wird xa^ wie die altattische Schrift der Aus- 
sprache entsprechender für ? schreibt, gelegentlich zu ax umgestellt*"). 

6. Die dem Griechen ungewohnte lateinische Lautverbindung xt wird 
auf verschiedene Weise wiedergegeben, vgl.: JS'«?rog, Hvtdzoq^ ^i^xvog, 
2€^azog, 2^azog^^% 

7. Über €?, I?; ix, ix; iy, iy, vgl. unten § 41. 

8. Seit dem II. Jahrb. n. Chr. wird dem anlautenden $ in SvnstOLKiv 
mehrfach ein e vorgeschlagen*'*). 

Psei. 

9. über die voreukleidische Schreibweise s. § 2, 3. 

10. Die dem unter 5. namhaft gemachten Vorgange entsprechende 
Umstellung von (pa zu dp erscheint in einigen Beispielen***). 



c) Gemination. 

§ 35. Die Gemination im allgemeinen. 

1. Auf den ältesten attischen Steininschriften, die nach Ausweis ihres 
Scbriftcharakters oder ihres Inhalts der früheren Zeit des VI. oder gar dem 
Ende des VII. Jahrhunderts angehören, werden die Geminaten durchweg 
einfach geschrieben, vgl. : ^In{n)6aTqaT0c^ Th{x)ixoC', KiJT{T)iog, äfAO(j{a)€ 
(Poesie), Maa{a)dviog (Ausländer), iyQa[A{[i)dT€V€, I7Qoxov{v)^<!iog, Mvq- 
{Q)ivri, äk{X)o, äX{l)a, ak{X)od'€V^ dX(l)6(i€Vog, d'aX{k)6vTcov, KdX{l)ai'' 



®'2) f]va/ufjievog CIA. I, 353 (vgl. p. 222, Votivioschr. des VI. J. v. Chr.); axvv- 
aQxovKov IV, 1, c, p. 174, nr. 225, k, 2. 9. 16 (Rechnaugsablage über die Jahre 422--419 
V. Chr.); avvjutCa;([eiv ^^ awinsi^siv liest Kretschmer, Hermes 26, 119 f. io CIA. I, 492, 
jetzt besser TV, 1, b, p. 218 (VI. J. v. Chr.). Eioe KoDtamiDatioo der amtlichen 
Schreibung /a und des vulgären a/ liegt vor in ji/axio^ov CIA. IV, 1, b, 277, b (kurz 
nach 415 v. Chr., so nach Larfeld, Handbuch der griech. Epigraphik, II, 1, 391). Ein- 
mal begegnet auch für ursprüngliches ax die umgekehrte Schreibung /a: At^oCvrig 
CIA. IV, 1, b, 373, 202 (VI. J. v. Chr., nachträglich in AiaxCvriq gebessert, also kaum 
zu Schlüssen auf die Aussprache zu verwerten). Vgl. aufser Larfeld a. a. 0. besonders 
Kretschmer KZ. 29, 459ff.; 31,438; Vaseninschr. 180ff. 

833) Vgl. CIA. III, vol. 2, Index p. 383 unten. Dazu 2:ixatov EA. 1883, 19—20, 
Nr. 3 (röm. Zeit); ZrjajCag (Gen.) CIA. HI, 1454, 6 (Kaiserzeit); 2iSxT[og] CIA. II, 
874, 4 (c. 50 V. Chr.). Vgl. Eckingcr 125 f. 

«3*) *E^v7T€Tai(üv CIA. m, 1119, 45 (c. 150 v. Chr.); "E^vmutov 1892, 3 (nicht 
vor 100 n. Chr., wegen s = «/). Dittenberger zur letztern Stelle. Vielleicht liegt 
volksetymologische Anlehnung an die Präposition i$ vor (so Weise, Bezzenbergers 
Beitr. 5, 90). 

«35) axvkoö^s(p[vs CIA. IV, 1, b, 373, 224 (VI. J. v. Chr.); (fcfvxv 1, 492, besser IV? 
1, b, p. 218, nach Kretschmer, Hermes 26, ]19f. (VI. J. v. Chr.). Auf Vasen bäu6g 
fyQaatpev, Vgl. die in ?iote 832 aogegebeoe Litteratur. 



— 94 — 
cxQog^ Ni^vX{X)og^ naHl)ddiy naX{X)r^vevg — ebenso in der Ligatur: 

2. Dieselbe Erscheinung zeigt sich auf den ältesten Vasen, die wegen 
des Gebrauches von Koppa oder wegen der Form einzelner Buchstaben 
den erwähnten Steininschriften an die Seite gestellt werden müssen, 
vgl.: ^Avd'in{n)og, Ja[id(fin{n)og^ ''Eqiiin{n)og^ OvQtn{n)og, Osidtn- 
{n)og, ^In(n)oda[i€ia^ ^In(n)6xQnog, *'In(7r)aQxog^ Kdi{t)avdQa^ ^OXvt- 
(r)fi;g, ^An6X{X)(üVj !^x*A(A)f t;$ (7 mal), ^Avd'vX{X)a^ xdX{X)iazog^ KaXiX^i- 
(poßfj, KaXiX)Kp6Qa, KaX{X)i96fifj, nvQ{Q)ox6iifj^ nvq{q)og^ yQa[i(jjb)d- 

3. In den Steininschriften begegnet Bezeichnung der Gemination 
zuerst auf einem Denkmal des jüngeren Peisistratos (527 — 510 v. Chr.) 
im Worte ^AnoXXtovog, Dann folgen "Innod-'^QiS'^g (vor 500 v. Chr.) 
u. a.^^^). 

4. Auf den Vasen beginnt die (schwankende) Bezeichnung der 
Gemination mit dem Auftreten des Kosenamens "InnaQxog, worunter, 
einer wahrscheinlichen Vermutung nach, niemand anders als der Tyrann 
gemeint ist^*®). 

5. In der klassischen Zeit fmdet (einzelne Versehen abgerechnet) 
Wechsel zwischen Geminata und einfacliem Konsonanten nur statt: 



^^) aXofXEVog CIA. IV, 1, b, 422, 4 („titulas in antiqaissimoram nameram referen- 
das"); ttlo&sv, Tirixog I, 463, 2 („ineanti sexto, fortasse vel extremo septimo sae- 
calo, Schütz p. 38); [i^YlotxfAatsve 345, 2 („titulas in antiqnissimorum nomeram refe- 
reudus'^); ^Inoargmog I, 471, 3 („Solonis teuiporibus, vel extremis septimi saecoli 
decenniis,'^ Schütz p. 29); Ilooxovriaiov CD. 487, b (attische Inschrift von Sigeion, 
c. 570 V. Chr., nach Köhler Mitt. IX, 117 ff.); d-avovrot fxyrjua (in der ersten Zeile 
ist das Ny in nciC6ü)[v], weil am Rande stehend, weggefallen) CIA. I, 472, 2 („litterae 
vetnstissimam speciem prae se ferunt", Schütz p. 26); Mvglvtjg I, 475, 2 (VI. J. v. Chr.); 
^aloVTOiv IV, 1, b, 373, 106 (VI. J. v. Chr.); NixuXog IV, 1, b, 373, 179 (VI. J. v. Chr.); 
nakai^i] IV, 1, b, 373, 217 (VI. J. v. Chr.); HaXrivsvg IV, 1, b, 373, 223 (VI. J. v. Chr.); 
äXo, K^Tiog IV, 1, b, 373, 231, p. 131 (VI. J. v. Chr.); difAoae = difioatfe (Poesie) IV, 
I, b, 492, p. 118 (VI. J. V. Chr.); KaXmaxQog IV, 1, b, 477, i, 1 (VI. J. v. Chr.); 
MtaavLog IV, 1, b, 491, 2 (VI. J. v. Chr.); aXa IV, 1, b, 477, b (Anfang d. VI. J. 
V. Chr.); iä fufj IV, 1, b, 1, a, 4 (570/560 v. Chr., nach Köhler Mitt. IX, 117ff.). 

8»7) 'JnoSafisCa KV. p. 33; 'InoxQirog ibid. 78; "Inaq^og 109; "Av^inog 39 
Jttfidamog 33; "EQfiinog 33; OvQinog 80; <Pi(6i,nog 99; KajavSiqa) 41; ^OXvtevg 33 
'dnoXtüV 35. 48; *AxiXivg 33. 38. 39 (2 mal). 80. 121. 142; ^Av&vXa 77; xdXiarog 78 
KaXi(p6ßri 122; KaXitpoga 39; KttXi<f6/xrj 39; IIvQox6fi,r) 39; IIvQog 33; ygafÄurtoy 49 
liaaqa 39. 

"8) UnoXXwfog CIA. IV, 1, a, 373, e (527/510 v. Chr.); 'Inno&HQCdrfi I, 360, 1 
(extremis sexti saeculi decenniis Schütz p. 16); nglfJi fiiv 381, 1 (460/448 y. Chr.). 

S39^ Die frühesten Sparen in der Reihenfolge der Vasen bei Klein sind: UXriltnnog 
KV. 99; "innaQxog xaXog KV. 104, 2 mal; InnaQxog xaXog, "innaqx^^i neben Virja^- 
Xog ü nnig xaXog 109. Vgl. Kretschmer, p. 173 ff. 



— 95 — 

a) in dem Fremdworte adx{x)og^*^); 

b) in den mit Mtx(x)- beginnenden Personennamen*^'). 

c) in den fremden Namen ^A^i^stoiy BvK^äyttOiy Kla^{^o- 

d) in Zusammensetzungen, wo der zweite Teil mit Rho anfangt: 
anoQ{Q)aiyoyTai; änoQ(Q)ayT^Qioy\ n£QtQ{Q)ayTiJQtoy\ aQ(Q)dß- 
dcüTog; xcfrcr^(o)axToc ; naQaQ(Q)vfAccTa; ägQfivog, dkaqqf^dr^v 
neben Evd^vQfjroc, 'y^yr&QtiTOCj dyagtjd'iyTsg u.a.**'); 

e) in der Augmentation der mit Rho beginnenden Verba, doch 
überwiegt hier go, vgl. unten, § 64, 1. 

6. Die Vereinfachung der Geminaten resp. Kürzung der langen 
Konsonanten zeigt sich in der besondei*s seit dem III. J. v. Chr. auf- 



«*«) aaxog, ctaxoi CIA. n, add. 834, b, I, 73. 74 (329 v. Chr.); aitxot, aaxo: IV, 2, 
834, b, 31 (329 v. Chr.); adxxaiv ibid. 11, 62 (357 v. Chr.). Vgl. Thom. Mag. p. 344: 
adxos ^Ajxixol di' kvbg x, "ElXiiVig Sk Jm dvo. Nach dem Scholioo za Arist. Ach. 
822 hat sich dieser Dichter beider Formen bedient. 

^*^) Über MiX' und Mtxx- in Eigennamen vgl. oben, Note 70S und 710. 

•^2) Über *AC[Osiol etc. vgl. oben, Note 828. 

W3) inoQtttvoviai CIA. I, 125, 5 (418 v. Chr.); 128, 5 (415 v. Chr.); ano^i^ahov- 
jai 120, 5 (431 v. Chr.); 121, 4 (430 v. Chr.) u. s. w. — nnoQavtriQ^V 159, 6 (41G 
v. Chr.) u. s. w. ; dno^^avtriQiov 14(5, 3 (404 v. Chr.) u. s. w. — dqußötüta 322, a, 55. 
GG (409 v. Chr.); a^außStorog ibid. 65. — [xa]mQQttXTot EA. 1895, 88 (Ende d. IV. J. 
v. Chr.); aber xaTUQaxTovg CIA. U, 167, 76 (334—326 v. Chr.). Lautensach 1899, 13. 
— naQagvfiKTcc IV, 2, 792, b, 13 (c. 370 v. Chr.); gerade in diesem Wort ist die 
Orthographie sehr dem Wechsel unterworfen, bleibt jedoch innerhalb einer und der- 
selben Urkunde fest. So bieten die Seeorkuoden CIA. K, 793 (357 v. Chr.) 12 Mal, 
II, 794 (356 V. Chr.) 11 Mal die Form nagaQvinaTa; dagegen wenden die Schreiber 
von CIA. II, 795 (353 v. Chr.); 802 (349 v. Chr.) und 803 (342 v. Chr.) nur die Form 
nagaoQvjUttTa au (die erstgenannte Inschrift 8 Mal sicher); die Schreibung mit einem 
Q ist wieder durchgeführt in 807 (330 v. Chr.); 808 (326 v. Chr.); 809 (325 v. Chr); in 
811 (323 V. Chr.) ist wieder qo durchgeführt, nur c, 17 steht die Form mit q neben der 
mit (JQ. — TieQiQavTrJQiov CIA. II, 778, c, 5 (350/300 v.Chr.); 1V,2, 767, b, 66 (332 v.Chr.); 

II, 744, ß, 5 (Ende d. IV. J.). — [d\i^riioi CIA. I, 23, 2 (450/403 v. Chr.); Sta^^n^rjv II, 
476, 32 (IL— I. J. V. Chr.); neben Ev&vqrirog I, 434, 3 (500/450 v. Chr.); *AvTiQr}Tog II, 864, 

III, 32 (400/350 V. Chr.); dvaqri&hTBg 719, 12 (321 v. Chr.). — äno^^n^ag KE. 26, 3 
(IV. J. v. Chr.). — iao^i^onov CIA. II, 476, 34 (II.-I. v. Chr.). — vBv\i}o]Qd{(pog) IV, 2, 
772, b, A, 24 (IV. J. v. Chr.). — Cauer p. 282; Herw. p. 62; Riem. Rev. IX, p. 61; 
Lautensach 1887, 18, Note 1. Die alte Zeit zeigt in solchen Wörtern auch aul'ser der 
ZusammensetzoDg (nach Vokalen) gelegentlich noch die zu erwartende Doppelkon- 
sonanz: aQTTifxaja QQVfioTg Mitt. XIX Beilage zu S. 192, B, 39; ebd. im Satzanfang 
nnvfxoC, QQUjuog A, 20. 21; 27; B, 26. 27 (Übergabeurkuude, 408/7 v. Chr., teilweise 

als CIA. IV, 1, c, 225, c); QQVfÄoig CIA. IV, 1, c, 225, f, 9; to(u) PPsiioiv) Mitt. 

XIX 163, nr. 1, 15 (421 v. Chr.) neben tbv Pufov Z. 5. VgL dazu ja QQTifiaxu u. a. 
bei den Dichtern, s. K.-B1. I 311 nod unten S. 99 N. 880. 



— 96 — 

tretenden Einfachschreibung, besonders von Jl, /i, v, ^, (T; doch sind auch 
andere Konsonanten nicht ausgeschlossen, vgl.: Kälhn{n)og^ lIdn(n)og, 
2(piji(j;)tog, raQy9JT{T)iog, 1^r(T)*xo^, und umgekehrt: l^n(^ny6lXa)y^ 
Jiii(y)iog u. a."*). 

7. Was die Orthographie anlangt, so sind, den Inschriften der 
klassischen Zeit zufolge, mit zwei k zu schreiben: K€(faXlijy**% Kollv- 
tog^*^), Blofs ein l hat Jsqxvlog^*'^). Hslexcca), ansXixKSxog sind 
auch inschriftlich bezeugt ^*^). 

8. Neben aXoiiiog erscheint aAo*fi/iog®*^). 



***) Im IV. J. V. Chr. ganz vereinzelt: ^Jy^oc^arfvc CIA. II, 49, 4 (375 v. Chr.); 
Kaliov IV, 2, 1014, b, 9 (340 oder 313 v. Chr.); lxkr]€f£av 179, b, 57 (325 v. Chr.); 
KaXXinog 1233, b, 12 (2. Hälfte d. IV. J. v. Chr.). Seit dem III. Jahrb. schon etwas 
häuBger in Dekreten: ngartolv] CIA. 11, 313, 7 (286 v. Chr.); ßaadlorjs II, 374, 8 
(m. J.); ixX[riaCav] II, 402, 6 (III. J.); IxXtjaiag II, 471, 21 (II. J.); KaXlov II, 445, e, 11 
(II. J. V. Chr.). Noch häufiger in Grabschriften: ksvaotv CIA. II, 2724, 7 (c. 250 v. Chr.); 
"AnoXtovtsvg 1881, 3; KaXXinidng 3262; <PCUnog 1986, l-.'AnoXodwQog 2146, 1 ; Koqvöa- 
Xevg 2221, 2; KaXiOTm 2391, 1 ; KnXi^GJQaJov 3512, 2; Zff.^riog 2575, 1 ; 2576, 2; Bq^tk 
3022, 2; 3026, 2; 3033, 2 und besonders oft in der vulgären Sphäre der Defixionea 
(III. J. V. Chr.): nvQo[v) 93, b, 2; <PvXCda 22, 7; SvQvXa = -iXXa 8, 4; ndXaxa 68, b, 
14; ZifxCav 86, 2; 90, a, 5; of^eXeTtti = ofj, jlisXstcJ Ziebarth 10, 15 neben Sfi /u. 13; 
Avamov Def. 111, 1; Nofimog 117, 2; .... mov 137, 1 ; ^Inovixogj ^InoXoxrjg 65, 3; 
>/Aw(yi7?60,a, 4; yXüijav b2, 2;54, a, 1. 4. 7; 56,4; 57,21; 61, a, 3; 74,3; 79, 1 ; 14; 
82,10; 84,a, 1; 88,a,4; 94,3; 95, b, 5; 123,7.8; ^raor^a» 94, 15; y/wrav Ziebarth 
11, 7. 9; TiQttTovTag 11, 3. Umgekehrt Doppelkonsonanz an Stelle des einfachen Kon- 
sonanten x&oviuog 101, 2; 'AQcaTtüVvvfiog 102, b, 4. — KaXXvnog CIA. III, 1248, 7; 
nanog 1192, 38; ^^(frjjiog 2030, 2; raQyriUiov 1636, 2 mal, '^^Ttxo? 1193, IV, 24; 
'A7in6XX(ot[tog i2il (vgl. jedoch dazu auch Kretschmer p. 173; auch CIA. II, 444 von 
200/189 V. Chr. hat neben !AnoXX(6viog in Z. 44 'AtioXXojv^ov); Jixxiog 1161, III, 7. 8 
(sämtlich ans der Kaiserzeit); KvStnoglieL 36, 1 (Romanornm tempore). Vgl. Ditten- 
berger, Hermes VI, 152E; Schweizer, p. 122 ff. 

«45) KsifttXXrivtüv CIA. H, 17, B, 11 (378 v. Chr.); 49, 6—7 (375 v. Chr.). Herw. 
p. 26; Riem. Rev. V, 153. 

«46) KoXXvT(p CIA. 1, 324, a, II, 11 (408 v. Chr.); KoXXvrevg 170, 5 (422/418 
V. Chr.); 273, b, 37 (nicht vor 420 v. Chr.); 324, c, I, 20 (408 v. Chr.); II, 872, A, II, 17 
(341 V. Chr.); 870, IH, 6 (c. 350 v. Chr.), etc. Herw. p. 26. 

«47) MQXvXog CIA. IV, 2, 574, c, 1. 7. 13 (c. 347 v. Chr.), die aus Demosth. XIX, 
60. 175 und Aesch. II, 47. 141. 155 bekannte Person. — JsgxvXog CIA. II, 804, B, a, 20 
(334 V. Chr.). — Riem. Rev. V, 151. 

«4«) ixneXexrjaat, CIA. IV, 2, 1054, b, 9. 12. 32. 46, mXex^oai 95 (c. 350 v. Chr.); 
unMxiara IV, 2, 1057, b, 7 (338/323 v. Chr.), gegenüber ntXexxatOy niXixxov bei 
Homer, mit Anlehnung an niXixvg^ nach Osthoff, Bezzenb. Beitr. 24, 154. 

«49) äXoififi6g CIA. II, 831, 3 (c. 391 v. Chr.). - aXoifJiov CIA. II, 167, 85 (kurz 
nach 307 v. Chr.). — Herw. p. 43. Vgl. Wackernagel, KZ. 30, 293 ff.; Vermischte 
Beiträge zur griech. Sprachkunde 39. 



— 97 — 

9. Zwei V zeigen: yevvrizriq^^^) ^ Ki^vvvevq^^^) ^ Mvpyiaxog^^^), 
J1q(üvpoi^^^). XsQQÖvfjaog hat nur einfachen Nasal, doppelten hingegen 
weisen auf ^AXwnsvcovvriaog^ Hslonopvfjdog, JlQOxoppfjaogj wo also das 
genetivische a sich dem nachfolgenden v assimiliert hat^^*). 

10. Zwei 7t sind zu schreiben in atvnnetov, (jtvnnivog^^^). 

11. Doppeltes Rho verlangen üs^qaißia^^^)^ ferner das Demotikon 
Kv&i^qqiog^^'^) (aber Kv^ijqa, Kv&ijgiot, dorische Insel, und Kv&Tjgia 
ein darnach benanntes Schiff) ^*^); die att. Bezirke Mv^QiVovg {Mv^qi- 



8*0) [y]€VvriTtiiV CIA. II, 596, 5 (336/324 v. Chr.). — Herw. p. 46. 

«51) Kixvvvtvg CIA. H, 829, 9 (395 v. Chr.); KOY, 662; 660 (heHen. Zeit); 
CIA. II, 859, ab, 20 (III. J. v. Chr.); 338, 22 (280/262 v. Chr.); 340, 9 (280/262 v. Chr.); 
1226, 12 (II. J.); 1366, 3; 1511; 2184—87. — Kixwsvg JiCOY. 661 (hell. Zeit). — 
Herw. p. 26; Riem. Rev. V, p. 153. 

852) Mvvv[(axog CIA. II, 971, b, 7 (nach 350 v. Chr.). >fame eines Schauspielers 
des V. J. vgl. Herw. p. 30. — Vgl. /Wi/j/y/wy CIA. I, 324, c, I, 11 (408 v. Chr.); Mw 
vCvri II, 836, c— k, 28 (270-260 v. Chr.). 

8M) ngtowov CIA. II, 17, B, 12 (378 v. Chr.). Herw. p. 33; Stahl p. 51. 

854) Über ^AXcoTisxovvrjaog vgl. oben, Note 112. — Uilonowriaog CIA. I, 184, 3 
(411 V. Chr.); 273, b, 18 (nicht vor 420 v. Chr.); mionovvriaiot 86, 7 (V. J. v. Chr.); 
nslonovvriaov KE. 47, 2 (400/350 v. Chr.), etc. — ngoxowriaioi CIA. I, 237, 22 
(443 V. Chr.); 256, 4 (428 v. Chr.) etc. In ÜQoxovriatov im attischen Teile von IGA. 
492, b, 2 beruht v auf der alten Eiofachschreibung der Geminaten, vgl. IIqoxov- 
vrja{ov im ionischen Teil a, 4 (s. Solmsen, KZ. 29, 74). — Über XeQQovrjoog mit einem 
Ny vgl. JNote 886. 

856) aivTinivog CIA. II, 675, 26 (376/367 v. Chr.); 751, B, a, 10; b, 17 (350/324 
v. Chr.); 758, B, II, 9. 10. 15. 27. 47 (nicht vor 334 v. Chr.); 759, 5. 10. 20 (c. 334 
v. Chr.); 760, B, 19 (nach 344 v. Chr.); 763, 15. 16 (350/324 v. Chr.); 778, c, 17 (350/300 
v. Chr.) etc. — Riem. Rev. IX, p. 65 f. Über arvTinsTov s. oben S. 52 N. 422. 

856) [m]^(mtß(Sv CIA. n, 184, 11 (323 v. Chr.). Stahl p. 51. 

857) Kv&r,^i^tog CIA. II, 553, 29 (kurz nach 403 v. Chr.); 946, 20 (Anfang des 

IV. J. V. Chr.); 1179, 2 (c. 350 v. Chr.); 803, e, 69 (342 v. Chr.); 807, b, 24 (330 

V. Chr.); 809, c, 79. 89. 96 (325 v. Chr.); 1024, 3 (vor 307 v. Chr.); 340, 2 (280/262 
v. Chr.); 1042, 5 (c. III. J.); 985, D, frg. o. 21 (24) (102/98 v. Chr.); 469. 112 (c. 100 
v. Chr.), etc. Kretschmer, Einleitung 279 vermutet, die Verdoppelung des q sei aus 
der (in anderen Dialekten häufiger belegten) Wirkung des konsonantisch gesprochenen 
i zu erklären ; ein Schlufs auf den Demosnamen sei daraus nicht zu ziehen. Zur Laut- 
behandluDg vergleichen sich ßoQQccg, oieggog', dahin auch die bei Lautensach 1899, 124 
angeführten nsQ^axriVtaaav (Aesch. Eum. 637), nsQ^Tiaav, neggs&rixaTO , neggix^iVy 
aus nsgi'. Brugmanns Annahme (gr. Gr. 131), es liege möglicherweise Verlegung 
der Silbengrenze in das g vor (wie in otfAfioi) u. dergl., wird durch die Beständig- 
keit der Schreibung mit gg nicht begünstigt. 

858) Kv&rjglojv 1058, 8. 22 (350/300 v. Chr.). — Kv&rigCa 807, b, 26 (330 v. Chr.); 
Kv^rigiog^\\{^'^ 3112, -/a3Ill (in titulis sepulcral. peregr.). — Herw. p 27; Riem. 
Rev. V, p. 154; Köhler zu 1058. 

Meisterhans, Grammatik, S. Aufl. 7 



— 98 — 

vovaiog)^^^) und Mv^^D^ovTta^^^), nebst MvqqIvij und fiv^Qivi^^^^) (aber 
MvQiva 1) Stadt bei Kyme, 2) Stadt auf Lemnos««^) _ und Mvq(üv^^^), 
der letztere Name wohl ebenfalls aus der Fremde eingedrungen). 

12. Doppeltes a haben 'AXixaQvdaatog^^*), Mvijaa^og^^^), ITaQ- 
v^(j(tiog^^% Tsix^ovaaa^ Tslsiirjadvog^^'^), Nur ein Sigma zeigen die 
attischen Namen B^aa^^^), 'Ihaog^^^), Kfj(pia6g^'^^) und die fremden 
Namen ^'EQsaog^'^^), 7ao'o$®^*), KoQfjaog^^^), Kvcoaog^'^^), AdqiOa^''^ 



«59) Mv^Qivovai^og CIA. I, 294, 5 (c. 444 v. Chr.); 298, 4 (438 v. Chr.); II, 553, 19 
(nach 403 v. Chr.); 804, A, a, 25; B, a, 31. 53 (334 v. Chr.), etc. etc. 

860) Mv^^ivovTTTjg CIA. n, 872, A, III, 22 (341 v. Chr.); 808, d, 181 (326 v. Chr.); 
329, 37 (c. 272 v. Chr.); 859, a, b, 17 (IIl. J. v. Chr.) ; 983, HI, 48 (IL J. v. Chr.), etc. etc. 

— lo der Kaiserzeit häufiger eiafaches Rho, vgl. CIA. III, vol. 2, Index, p. 317, unten. 

861) Mv^^Cvri CIA. II, 763, 19 (IV. J. v. Chr.); 765, 8 (IV. J.); 759, 18 (IV. J.); 
836, c— k, 25 (270—262 v. Chr.); etc. etc. Vgl. Mitt. IV, p. 183; V, p. 312, 1. — Ober 
CIA. 1, 475, vgl. oben Note 836. — Dazu fzv^QCvrjs aH(pnvog EA. 1883, p. 83, 14 
(helieno-makedouische Zeit). 

882) MvQcva, MvQvvalog s. Index CIA. I, p. 237. — Dazu CIA. II, 593, 6. 15. 17. 
21. 24 (II. J. V. Chr.); IV, 1, b, 491, 13 (V. J. v. Chr.). 

883) MvQ(ovog CIA. I, 411, 2 (V. J.). 

86*) 'AUxaQvaaarjg CIA. I, 226, 12 (454 v. Chr.); 256, 34 (428 v. Chr.); "AXixag- 
vaaaioi 230, 29 (450 v. Chr.); 233, 10 (447 v. Chr.); 235, 13 c (445 v. Chr.); "Alixag- 
vaaa[6lg] II, 963, 16 (IV.- III. J. v. Chr.); ^AXi]xa^aaaiü)v 128, 8 (356—332 v. Chr.). 
Herw. p. 21; Riem. Rev. V, p. 153, welcher eine grofse Zahl anderer Stellen beibringt. 

— Ausnahme \4UxaQvdaioi, CIA. I, 229, 19, b (451 v. Chr.). Vgl. über den Namen 
Kretschmer, Einleitung 321. 

866) MvYiaaioi CIA. I, 228, 6, b (452 v. Chr.); 234, 32 (446 v. Chr.); 240, 12 (440 
V. Chr.); 37, 42 (425 v. Chr.) etc. Herw. p. 29. 

888) "AnoUoivog nagvrjaalov CIA. II, 609, 25 (324 v. Chr.). — Herw. p. 31; 
Riem. Rev. V, p. 156. 

88') Vgl. den Index zu CIA. 1. — Cauer p. 285; Herw. p. 29 ff. 

888) Brjaatet CIA. 1, 180, c, 10 (418/414 v. Chr.); Br]aaCe H, 782, 10 (Anfang d. 

IV. J. V. Chr.); Brjaaievg 1047, 40 (nach 125 v. Chr.), etc. — Niemals mit 2 Sigma. 

869) 'nia6g CIA. I, 210, 2 (429 v. Chr.); 273, frg. f, 16 (nicht vor 420 v. Chr.). 
Herw. p. 25. 

870) Krj(f,iaie6g CIA. I, 338, 5 (408 v. Chr.); 172, c, 2 (420 v.Chr.). — KritpiGrig (wohl 
verschrieben für -aiog) 338, 7 (408 v. Chr.). — Kr}(piaiü)v 134, 4 (413 v. Chr.). — Ä^iyyt- 
ao^cagog 324, a, I, 21 (408 v. Chr.). — Kricfiaoy^injg 324, d, 9 (408 v. Chr.). — Ktiipiao- 
H>mv 448, 1, 21 (V. J.). — "EniX7j(piaiot CIA. H, 868, 3 (360 v. Chr.), etc. etc. Herw. p. 26. 

8'i) 'Eoiaioi CIA. n, add. 52 c, 29 (368 v. Chr.). Ebenso auf Inschriften von 
Eresos Bull. IV, 444 (klassische Zeit); 443 (löm. Zeit). — Riem. Bull. HI, 495; Riem. 
Rev. V, 152; Stahl p. 51. 

872) 'laarjg CIA. I, 230, 15, b (450 v. Chr.); 233, 24, c (447 v. Chr.); 235, 9, c (445 

V. Chr.) etc. 'laaeTg CIA. 11, 962, 14 (IV.— HI. J. v. Chr.). — Herw. p. 24. 

878) KoqriatoL CIA. I, 229, 9, b (451 v. Chr.); II, 17, B, 26 (378 v. Chr.). Vgl. CIA. 
II, 546, 13 (Dekret der Koresier, c. 350 v. Chr.). — Herw. p. 26; Riem. Rev. V, p. 153. 

87*) Kvtoaog CIA. II, 3080; KOY. 1893. Riem. Bull. III, 495; Riem. Rev. V, p. 153. 

876) Aaqiaaiog CIA. II, 3132; 3133 (hellenische Zeit). Riem. Rev. V, p. 154. 
AaQiaaiot CIA. II, 963, 61 (nach 316 v. Chr.). 



- 99 — 

Maaccppd(fag^^% MvXaaa^'''')^ 2vQax6<Jiog^^^). — In eigenilich attischen 
Wörtern ist cro' nicht nachzuweisen*'®). 

13. Den attischen Inschriften folgend, müssen wir in der homerischen 
Wendung ivl [leyciQotg das /ti verdoppeln ®*°). 

§ 36. Die Laatgrappe qq^^^). 

1. Die Lautverbindung q<j findet sich, abgesehen von Flexionsformen 
(wie (fquTSQiSi) oder Wortbildungssuffixen {ava7cad^aQöiq\ nur in Fremd- 
wörtern (wie JlsQaig, Magavag), in den mit ^Ega-, 0€Q(S- (== attisch 
G^tttt- oder 0aQQ-) und 'Oga- gebildeten Personennamen*®*), sowie im 
Worte ßvQCfa^^^). Dafs der Volkssprache die Lautverbindung q(S un- 
gewohnt war, zeigt sich in der auf den Defixionen vorkommenden Um- 
stellung der unattischen Form Osgascpöpfj zu ^qsasipovri^^^), 

2. In X6Q(Sov^(Tioi, XsqaovfiaXxai, (Bewohner des karischen und 
thrakischen Chersones) zeigt eine Inschrift von 452 v. Chr. die Schreib- 
weise P2"**^). Alle folgenden Inschriften der klassischen Zeit (451—338 
V. Chr.) brauchen in diesen Wörtern, sowie in XsQQoyfjaog, X^Q^^^ ^^^ 
noch das attische PP^^^). — Dagegen erscheint seit dem 2. Jahrhundert 
wiederum XsqfSovriahrig^^''), 



^^^) S. oben S. 15 N. 71. Die Umstellung der Gemiaatioa erklärt sich vielleicht 
nach W. Schulze, KZ. 33, 376; GGA. 1896, 249 f. Hieher kaoo auch gehören 
^ilUvfo CIA. II, 4242, für 4>ihvva. 

•") MvXaarig CIA. I, 233, 17, c, (447 v. Chr.); 234, 17 (446 v. Chr.); 235, 18, c 
(445 v.Chr.), etc. 

W8) 2:vQaxoa([(ov] CIA. II, 52, 36 (368 v. Chr.). Stahl p. 51. 

''') Vgl. § 37. 

^) ivl fjLfAsyaqoiqy h\ fx/uEyaQoiai CIA. III, 1326, 1. 7 (Kaiserzeit). Dazu ver- 
gleicht W. Schulze, q. e. 43 n. 3 auf p. 44 öia ^§oag £ur. Rhes. 919, vgl. ferner, was 
obeQ Note 843 Ende mitgeteilt wurde. 

***) Vgl. Kretschmer p. 177 f. 

M«) dvaxa&aqaig CIA. II, add. 834, c, 3 (317/307 v. Chr.). — Hegoilg] CIA. II, 
768, I, 7 (IV.— III. J.); Magavag 985, E, II, 29, (97 v, Chr.). — Gegano/og 3ü8, 1 
(288 v. Chr.); Gigatovi IV, 2, 834, b, I, 22 (329 v. Chr.). — 'Ogaifjiävrjg II, 804, A, 1 
(334 V. Chr.). — 'Ega^g KE. 91, 1 und 3 (IV. J. v. Chr.). 

«") ßvgaav CIA.* II, 778, A, 5 (350—300 v. Chr.). 

•**) 4>g€aa€(p(oveg = 4*€ga€(p6vri Def. 102, a, 4; ^'geaoipovrjv ibid. 101, 2 (III. J. 
V. Chr., mit dem gewöhnlichen Kompositionsvokal o, vgl. 4»€g(g)6(paTTa in Note 888). 

M») CIA. I, 228, 9 (452 v. Chr.). Herw. p. 39. 

»»6) Xi^^ov^aioi, Xi^govrioirat, Xs^govriOog, X^^Q^S CIA. I, 229 (451 v. Chr.); 
230 (450 V. Chr.); 232 (448 v. Chr.); 233 (447 v. Chr.); 236 (444 v. Chr.); IV, 1, a, 
491, t, 3 (nach 444 v. Chr.); I, 256 (428 v. Chr.); 37, 2 mal (425 v. Chr.): 258 (408 
v.Chr.); 540, 6 mal (vor 403 v. Chr.); II, 1055, 16 (345 v. Chr.); 701, I, 37 (344 v. Chr.); 
116, 10. 16 (341 V. Chr.); 137, 10 (338 v. Chr.). 

»«') X[€Q]aovr}ai7rjg CIA. II, 983, II, 70 (c. 180 v. Chr.). Riem. Rev. IX, 178. 

7* 



•- 100 - • 

3. Für Il€Q(J€q)6pfi, Osgasipovri (poetische Formen) bedienen sich 
die prosaischen Inschriften (Vasen, Übergabeurkunden) der Form Os^^i- 
(paxTa^^^). (Die Dekrete schreiben dafür KoQfj^^^). 

4. llvQQog (= IlvQCoq) , IIv^Q0»6[ifj (Rofsname) , üv^qavdQog^ 
üvQqaid^oq u.a. lassen sich seit den ältesten Zeiten nachweisen ^'°). 

5. Ebenso mufs d^a^qetv schon dem Altattischen zuerkannt werden 
wegen der Namensform Gaqqiag (Mitte des V. J. v. Chr.)®®^). 

6. Auch in ä^^riv (seit 378 v. Chr.) ^^^) , ds^qiaxoq (seit 378) «»»), 
Ta^Qoq (seit 373)«^*), Tvqqijvixoq (seit 350)«»'^) ist nur PP überliefert. 

7. Hierher gehört wohl auch ""A^qiifqtav aus ""Aqtsiifqoav^^^). 

8. oQ^oTtvyiop (aus dqaonvytov)^ nicht oQ&onvyiov, ist die Form 
der attischen Inschriften^^'). 

9. Ein Übergang von gj in qq läfst sich beobachten in ßogiag 
(c. 409 V. Chr.), neben ßo^Qcc^sv (mit dem Anfang d. IV. J.). Das so 
entstandene Paradigma ßo^gäg, -ov, -^, -av wurde nach Analogie der 
ursprünglich nicht ionisch-attischen Kurznamen auf -äg umgebildet. Das 
Adjektivum ßoQsiog behält seine alte Form bei^®®). 

888^ tps^QiipaTTa z. ß. Mitt. V, p. 115 (Vaseninschrift); 4»i^^e(p[dTx]rig CIA. II, 
699, II, 21 (nach 352 v. Chr.); 4>8^QSipaxxr^ Zieharth 16, a, 2; 17, a, 9; b, 2. Riem. 
Rev. IX, 178. — Vgl. Möris p. 360: *€^^^(/)«TTa, IdirixcSg, IT€Qa€(p6vr}y *EXXrivixt5g. 
Auch mit anderer Stammform im ersten Glied fp€Q{Q)6(paTia, s. Kretschmer, p. 122. 
Vgl. N. 884, 924. 

889) Vgl. oben, S. 27 N. 141. 

890) ni^{^)og KV. 33 (VII.— VI. J.); nv^{§)ox6(jL7i ibid. 39 (VII.— VI. J,); Uv^^og 
CIA. I, 335, 2 (437/433 v. Chr.); Uv^^avd^og II, 17, A, 76 (378 v. Chr.); Uv^^ai&og 
814, a, B, 9, 28 (374 v. Chr.) etc. 

891) CIA. I, 445 (über die Datierung Schütz p. 51); vgl. auch ^aQgaXirjg (f^axfjs) 
II, 2719, 2 (alexandrin. Zeit). 

89«) ä)^[€]vog CIA. II, 678, ß, 73 (378/366 v. Chr.) ; l^QQev^^tjg H, 804, B, a, 18 
(334 V. Chr.). 

893) ^i^^lQaxoL CIA. II, 678, B, 55 (378/366 v. Chr.). 

894) Ta^()6v CIA. II, 789, b, 76 (373 v. Chr.) u. s. w., u. s. w. Herw. p. 39. 

895) [Tv]^Qrjvix[6g] CIA. II, 826, 36 (c. 350/300 v. Chr.); [Tvß^TjVovg 809, a, 223 
(325 V. Chr.). 

896) Xaavamnog "AqQÜpqovog CIA. IV, 1, c, 570. 571 (486 v. Chr.). Die Erklärung 
stammt von Dittenberger zu S. 5. Als Kurzform dazu oder zu IdQQSVij^rjg fafst Ditten- 
berger ^!Aqq(ov, wie er jetzt CIA. II, 814, 129 bessert (DS. 86 Note 37). — IdqlffQtov 
erscheint CIA. II, 1280 (Auf. IV, J. v. Chr., xoQo6i6daxalog)\ DI, 1035, 20 (2. Hälfte 
d. II. J. V. Chr.). 

897) 6^^o7ivyi,o\y\ CIA. II, 742, ß, 6 (350/300 v. Chr.). Riem. Rev. IX, 65. 
Moeris s. v. 

893) ßogiov CIA. I, 321, 29 (vor 409 v. Chr.). — ßo^qä^sv CIA. H, 777, 4. II. 17 

(Anfang d. IV. J. v. Chr.); 600, 9 (300 v. Chr.). Riem. Rev. V, p. 162; IX, p. 62. — 

[ßloqiCov CIA. II, 167, 120 (kurz nach 307 v. Chr.). Auf einer Vase steht ßoQQag^ 

s. Kretschmer p. 177. Ein lautliches Analogon [bildet auch das Verhältnis von aregeog 

jLu (dem daraus entstandenen) OTBQQÖgi (so schon K.-Bl. I 386). Vgl. auch Note 857. 



— 101 



§ 37. Die Lantgrappe xr. 

1. Abgesehen von der Form Tsa{(S)aQa auf einer alten Vase (VII. bis 
VI. J. V. Chr.), wird in Appellativen und in attischen Namen seit den ältesten 
Zeiten für aa immer xx geschrieben^®^); Tix{x)i>xoq (VII. — VI. J. v. Chr.), 
TQixxvg, xQixxöa (erste Hälfte des V. J.); xsxxccqcov (464 — 457 v. Chr.) 
etc. etc. *<><>). 

2. Ausnahmsweise ist in der Eidesformel, durch welche die Athener 
336 V. Chr. Alexander dem Grofsen huldigen mufsten, d-dXaaaa für ^of- 
Xaxxa geschrieben®"^). Ebenso tritt aa für xx auf in einem Vertrag mit 
Naxos (400—375 v. Chr.) in ö^aXXdaaovxccq und ^aafjd'^^^^). Auch in 
den Defixionen begegnet aa einige Male®"^). 

3. Von auswärtigen Völkernamen haben xx die nordgriechischen 
Namen Oexxakog, 0Q^xxa, Boxxiatog. Nur einmal begegnet in einer 
öffentlichen Urkunde aus der Zeit des lamischen Krieges die Form 

öfö-o-aAtoV®"*). 

4. Dagegen bleibt in ionischen und dorischen Namen das cc er- 
halten: Tsixiovooa (neben attisch Mv^qivovxxa) ^ Msaaijvtog etc.®"^). 

5. Immer a<J zeigt das erst durch die Koine nach Athen gebrachte 
Wort ßaaihaaa (seit 307 v. Chr.)»««). 



899) Cauer p. 283—286. — riaa^a KV. 39 (= CIG. IV, 8156, für die Datiernog 
vgl. das Koppa 8155). Über rr für aa in homerischen Wörtern, wie Kaiiavdqa, 
^Olvuevs vgl. Kretschmer, p. 178 f. 

900) TiT[x)ixov CIA. I, 463, 2 (VII.— VI. J.); TQixxvg IV, 1, a, 517, a, 7 (500/450 
V. Chr.); IV, 1, b, 517, b, 6 (500/450 v. Chr.); TQimav I, 5, 5 (500/450 v. Chr.); tct- 
Taqojv 9, 11 (464/457 v. Chr.), etc. 

901) xajtt mdkaalaav CIA. 11, 160, 6 (336 v. Chr.). Sonst auch noch im lü. Jahrh. 
^aXajTa CIA. II, 331, 13 (270/262 v. Chr.). In der klass. Zeit überall, vgl.: CIA. I, 40, 
19 (424 V. Chr.); II, 17 A, 48. 50 (378 v. Chr.); 52, 17 (368 v. Chr.); 809, a, 228 (325 
V. Chr.), etc. — Die £ide, welche fremde Völker den Athenern leisten, sind mehr- 
fach in gemischtem Dialekt, in diesem Fall natürlich auch ^äXaaoa, wo CIA. II, add. 
48, 28 (375 v. Chr.) im Eide der Kerkyräer. 

90«) dtaXXaaaovTttg etc. CIA. IV, 2, 88, d, 6. 13 (wenig vor 350 v. Chr.). 
908) yl(aa(a)rig Def. 60, a, 4; yXtaaaa 96, 4. 12. 15; 97, 3. 7. 9. 17. 21. 25. 36. 
39, woneben yActT(T)a, s. Note 844. 

904) über Ogarra, BotTialog vgl. d. Index zu CIA. I, p. 236. — Dazu BsTiaXog 
CIA. II, 54, a, 16 (363 v. Chr.); 88, 2 (376/352 v. Chr.); 963, 51 (c. 300 v. Chr.); 222, 
mehrfach (nach 322 v. Chr.); 401, 13 (Ende d. HI. J. v. Chr.), etc. — Aber &taaaX(av, 
in einer Liste der Bundesgenossen, von 323/2 v. Chr., CIA. II, 184, 2. — Dazu BtaaXog 
(auf dem Grabstein eines Thessaliers, aus Attika?, V. — IV. J. v. Chr.) CIA. IV, 1, b, 
491, 14. 

905) Vgl. den Index zu CIA. I, p. 236 ff. 

90«) ßaaiXi^aaa CIA. IV, 2, 614, b, 11 (307/286 v. Chr.). 



— 102 — 

6. In der Poesie läfst sich cro' = rt schon in der Mitte des IV. Jahrb. 
V. Chr, nachweisen: xKsaoifoqovvxi^ (c. 350 v. Chr.)®**^). 

d) Aspiration. 

§ 38. Hanchdissimilation. 

1. Das Gesetz, dafs zwei unmittelbar auf einander folgende Silben 
(des gleichen Wortes) nicht mit Aspiration beginnen dürfen, ist auch in 
Fällen wirksam gewesen, wo unsere Texte etymologisch schreiben: aqxs- 
•^soogog (neben aQxs^scoQog, 323 v. Chr.)®"^). 

2. Noch im II. J. n. Chr. erscheint die durch Hauchdissimilation 
entstandene Form nootScfoQog neben litterarischem OcoatfÖQog^^^), 

§ 39. Metathesis der Aspiration ^'<^). 

1. Auch auf den Steininschriften besonders des VI. — IV. J. n. Chr. 

begegnen die in der Vulgärsprache noch häufigeren Formen, wo die 

Aspiration (durch Versprechen) in eine benachbarte Silbe verschleppt 

worden ist. Die Beispiele lassen sich nach folgenden Kategorien anordnen: 

A. die Umstellung findet statt in zwei unmittelbar auf einander 

folgenden Silben. 

a) der Hauch tritt in die vorhergehende Silbe und erscheint 

an der alten und an der neuen Stelle: ^x«, xcc&ix^^^^)^ 

äve&id'fl^^^), rid'iiog^^^), ipaqd'ivog^^'), Jiotfsid-iig^^^ 



907) xiaao(po[QovvTt] KE. 925 (c. 350 v. Chr.), für die Datierung vgl. Mitt. VIT, 348. 
608) Vgl. N. 1Ü72. Herw. p. 18 und 80; Riem. Rev. IX 62. 

909) ntüOCfioQog CIA. m, 1112, 55; 1133, 168; 1165, 36 bei W. Schulze, KZ. 33, 
390, woaebeo hgiig (pcjaifoowv CIA. HI, 10, 16 (209/10 n. Chr.); ^aiatpoQog 1016; 
1091; 1177; 1250. 

910) G. Meyer 281 ff., 389ff.; über die Vasen s. Kretschmer, p. 149ff., 156ff. 
Vgl. ferner Brugmann, Grundrifs V, 652; Meringer und Mayer, Versprechen und 
Verlesen 176. 

911) Über €/(0f xad^/o) s. oben Note 737. Im IV. J. v. Chr. nur noch xor^e» 
KE. 47; 50; 64. 

912) Äved^iB^Tj CIA. IV, 1, b, 27, b, 44 (439 v. Chr.). 

913) Ober rid-fAog s. Note 738. Vgl. zu dem Wort neuestens Lagercrantz, Stadien 
zur griechischen Lao1;geschichte 113. 

91*) (fccQ^ive CIA. IV, 1, b, 373, 192, p. 99 (VI. J. v. Chr.); 373, 231, p. 131 
(VI. J. V. Chr.). 

915) Jio(fiC&ov CIA. II, 835, c-I, 29 (320—317 v. Chr.). 

916) CIA. II, 2892, 5 (= KE. 71). 

9") CIA. IV, 1, b, 373, 87, p. 87, nach Kretschmer p. 151. 



— 103 — 
b) der Hauch tritt in die folgende Silbe: €voqxovvti:= svhoQ- 

B. die von der Umstellung betroffenen Silben sind durch eine dritte 
dazwischen liegende getrennt: 

a) der Hauch bewegt sich nach vorn: aQid^iiog^^^) ^ stXTjcpa 

0€Q<f€(p6vfj ®^'*). 

b) der Hauch bewegt sich nach rückwärts: Oegucf&oxX^g^^^), 

2. Infolge Kontamination der gewöhnlichen Formen und derjenigen, 
in denen der Hauch seine Stelle gewechselt hat, entstehen Formen, die 
den Hauch an keiner Stelle geschrieben zeigen. x*tcöV^^^), xakxovp^^^), 

3. Keine sichere Beurteilung erlauben die wechselnden Formen von 
Wörtern unsicherer Herleitung und Fremdwörtern: xdXxi, X^^^Vy X^^XV^^^) 



9") CIA. n, 578, 12 (350/300 v. Chr.). 

9^^) CIA. III, 1176, A, 4 zeigt, dafs der Vorgang noch in später Zeit lebendig 
war. S. zur Erklärung W. Schulze, KZ. 33, 233ff. 

»20) iv&av&ot CIA. IV, 1, b, 27, b, 13 (439 v. Chr.); iv&av&a IV, 2, 841, b, B, 60 
(396 V. Chr.); iv»avTa Def. 106, a, 5 neben hravdtt 106, b, 1 (III. J. v. Chr.). Vgl. tv&a, 

»21) äq[i,&fi6g CIA. I, 164, 8 (430 v. Chr.); aQi&fi[6v 167, 9 (412 v. Chr.) — 
agc&fdov 322, a, 97 (409 v. Chr.) etc. Cauer p. 280. 

922) d(f6dr)(p6tag CIA. IV, 1, a, 51, e, 9 (410 v. Chr.); xad^eikritporog U, 331, 10 
(271—265 V. Chr.); xad^eatitportov 332, 14 (268 v. Chr.). Lautensach 1887, p. 18. 

923) iifjrjifiofx^vcjv CIA. I, 31, A, 22 (um 444 v. Chr., nach Schütz p. 53); hpriifta- 
fjiiva IV, 1, b, 27, b, 27 (439 v. Chr.). Über ixpritpiafJL^vog s. Note 1585. 

924) 4^(Qa€(p6vr) KE. 50, 4 (IV. J. v. Chr.); 35, a, 14 (Mitte des IV. J.); 62, 8 
(IV.— I. J. V. Chr.); 48, 7; CIA. H, 2718, 4; 3765, 8 (=IV, 2, p. 232); Def. 101, 3; 
102, b, 14; 103, a, 1; Ziebarth 15, 8. 11 (wozu die in Note 884 besprochenen Formen); 
KE. 98, 4 (Kaiserzeit). — ZTf^wcpoyij KE. 62, 4 (IV. J.); 61, 5 (IV.— II. J.) ; UiQai' 
(povT] (sie! spät, daneben xaraTCd-o), ndvroig) Ziebarth 24, 6. — Über 4»€^^i(patTa 
s. Note 888. 

925) Mitt. XXII 345 (=DS. 6), Ostrakon des Phrearriers Themistokles , von 
483 oder aus dem Ende der 70er Jahre des Jahrb. stammend; CIA. 11, 864, 11, 18 
(400—350 V. Chr.). 

926) Neben ^vrjxoog Hesych. S. Note 1136. Doch vgl. zu dem Wort auch 
W. Schulze, KZ. 29, 261. 

927) s. Note 932 und vgl. W. Schulze, KZ. 33, 236. 

928) CIA. II, 722, B, 13 (c. 319 v. Chr.). 

929) CIA. II, 778, c, 11 (neben olvo^oC^iov, 350—300 v Chr.). 

930) xdXxri CIA. I, 322, 90 (409 v. Chr.); x^^V 324, c, 69. 75 (408 v. Chr.); /ctXxn 
324, a, 50 (408 v. Chr.). Cauer p. 281 ; Herw. p. 18; Riem. Rev. V, 150. 



- 104 — . 
mit dem abgeleiteten Namen KaXxriddv, AaA;C^(f£üV®^^); ^iTciv^ ^^^(av^ 

4. In '^Ad'fjvatog liegt Verschmelzung mit dem Artikel vor, vgl. oben 
S. 72, N. 625. 

5. Als attische Formen ergeben sich (fcctvij (nicht nccTVf])^^^), 
(piddxvtov {nicht nid'dxviov)^^^), (S(p6vdvlog {nicht (^novdvXog); TQaq)iji 
(nicht TQdTrfj^) s. S. 78, N. 668. 

6. Noch in der Kaiserzeit (IL J. n. Chr.) ist die Hauchversetzung 
lebendig : Kv&Qovg (= XvzQOvg) ; Xvtvia (= Kvd^via) ; XoXxlg 
(= Kokxlgy'). 

§ 40. Überg;ang von dh in ^. 

1. Unmittelbar vor dem stimmlosen Hauchlaut ist der durch d be- 
zeichnete stimmhafte Verschlufslaut zum entsprechenden stimmlosen, also 
zu T, geworden®^®). 

2. Auf einer alten Inschrift des VI. Jahrb. v. Chr. ist vielleicht zu 
lesen od-' ^Eg^^g (=orf' '^EQfi^gy^''). 

3. Für ovd' ol findet sich oiS-' ol (373 v. Chr.); für ovd^ vyidg, 
ovd-' vyi^g (III? J.v. Chr.)^^^). Diese Formen können nicht durch Ver- 
wechslung von ovöS mit ovts erklärt werden, weil sonst vor dem Spiritus 
lenis entsprechend ovt' (:= ovd') begegnen müfste. 

4. Massenhaft erscheint & an Stelle von d -f- h in den neuattischen 
Formen: oid-elg^ ovd^iv\ [ifid-eig, [ifjd-iyi wozu das Femininum immer 



931) KaXxri^6[vioi, CIA. I, 283, 9 (442 v. Chr.); Kal/iTiSovijot 239, 18 (441 
V. Chr.); KaXxlrj^ovwi 259, 4 (425 v. Chr.); Xal^V^ovlioi 230, 11, b (450 v. Chr.); 
Xal/Tii^ovioi 240, 36 (440 v. Chr.). Cauer p. 281 ; Herw. p. 18; Riem. Rev. V, p. löO. 

932) xtS^coviaxo[g] (neben ;^*i(üvi'axoff, Z. 12) CIA. II, 754, 7 (349—44 v. Chr.); 
Xc&ü)v(ax[wv] (neben /LTtoviaxov, Z. 30) 756, 7 (346—43 v. Chr.) — xi&ojvCaxov 759, 
II, 11 (c. 334 V. Chr.); xi^(6via IV, 2, 767, b, 13 (IV. J. v. Chr.) — xtTiyya II, 764, 4 
(IV. J.); Riem. Rev. IX, 59. 

938) [(p]dTvri CIA. II, 733, A, II, 12 (c. 306 v. Chr.). Riem. Rev. IX, 59, welcher 
auf Moeris s. v. verweist. 

934) (pMxviov CIA. n, 807, b, 114. 117 (330 v. Chr.). Herw. p. 69. 

9W) CIA. III, 1160, 24 (192 n. Chr., neben x^rgav CIA. IV, 1, c, p. 138 tab. II, 
Z. 5 von 485 v. Chr.); 2533, 3 (Kaiserzeit); 2519, 3 (Kaiserzeit). Mao braucht in den 
angeführten Worten nicht altertümelnde Orthographie zu sehen, vgl. zum Fortbestehen 
des Hauchlautes auch noch in der Kaiserseit oben S. 102 N. 909. 

9'6) So zuerst Brugmann, griech. Gramm. ^ 52. Vgl. dazu Schweizer, p. 113f. 
und dort angeführte Litteratur, wovon besonders Kretschmer, Einleitung 156. — Über 
Gv(f€i&i^7jg = Gv(fet6h(^r}g, 7\j(f€iMr]g auf Vasen s. Kretschmer, p. 152. 

937) o>' 'EQfxrjg CIG. I, 12=r= CIA. I, 522 (VI. J. v. Chr.). 

988) [a]vrr} axfvog ?/a ovd^^v, ov&' ol 6(f&akfioi ^veiaiv CIA. 11, 789, a, 24 (373 
V. Chr.); [o]vx ivreXkg ou^' [ifyi^g 853, 13 (ÜI. J.?) — Vgl. ovx vy^VS ovä* (nicht 
ovt') ivTili^gy 4 mal CIA., 731, B. etc. 



— 105 — 

ovdsfiiay fi^dsfiicc, nie ovt€(Ala, etc. lautet'*®); ebenso ünAei üch fif^d^a- 
fiov für fifjdafxov^*^). Eine Verwechslung von ovts und [iijts mit ovd4 
und fiTjds ist also auch hier ausgeschlossen'*^). Die etymologische 
Schreibung ovdi slg ist im V. und IV. J. v. Chr. häufig'**), vereinzelt 
erscheint auch (Afjd* hsvi^^^). 



e) Satzphonetisclies aus dem Gebiet des 

Konsonantismus. 

§ 41. Wortschliefsendes $. 
A. Die Präposition ^J. 
1. Die Form i^ erscheint: 

a) Vor Vokalen: i^ ov'**), u. s. w. 

b) Vor Sigma: i^ lalafitvog, €? 2ixsUag^^^). 

c) Vor Xei: «? SvßaXfjTlwv^^^). 

d) Vor Zeta: i^ Ziag (357 v. Chr.)'*0- 

e) Vor Rho: 6? 'Poöov (425 v. Chr.), i^'Pfjvslag (374 v. Chr.)'"). 

f) Vor Lambda, nur vereinzelt: i^ Aiqov (454 v. Chr.)'*'). 
Sonst iy Aaxsdaifiovog, iy Aaxiadäv etc. 



«3») Vgl. CIA. n, 160 (336 V. Chr.) ouJf^iEij] oeben ou^cj/o? ; 624 (II. J.) f^fi^€fAi[^] 
nebeD fArj&ev^; 476 (II.— I. J.) [firj\d€fii^ neben fxrjd^sig. Belege für oif&elSi firiB^sCg § 92. 

940) fjiri&afxov Ziebarth 10, 19. 

»41) Für ovök dg Bottmann, Ausführl. Sprachlehre. Berl. 1819, p. 28], Anm. 3; 
G. Curtius, Leipz. Stud. VI (1883), p. 189—192. Für ovrs elg G. Meyer« p. 215, 
§ 212; Meister I, p. 251. Weitere Litterator bei Schweizer p. 114. Auch hier suchten 
die Grammatiker mit Unreebt Bedeutungsunterschiede zwischen den verschiedenen 
Formen herauszuklügeln. Ammonios ed. Valckenaer, Leipz. 1822, p. 102: oi/^h fihv 
ytiQ iv T(p xa^okov , , . ovSh ^k ava^v^kv €ig t6 tSiov äyrtoroi/ov, arifialvei rijv 
vov ivog ägaiv. 

942) ovdlk] €va CIA. I, 9, 25 (470/460 v. Chr.); oMh kvog IV, 1, a, 27, a, 12 (445 
V. Chr.); fjiridk kvi I, 57, b, 3 (411 v. Chr.). 

9«) ^n$' kvC CIA. I, 77, 6 (vor 403 v. Chr.). 

944) ^1 ov KE. 844, 1 (375 v. Chr.). Nur vor Vokalen ist | lautgesetzlich be- 
rechtigt, in die andern Verbindungen erst durch analogische Übertragung hineinge- 
kommen. 

945) ^1 ZixtUag CIA. II, 143, 8 (356/336 v. Chr.); h^ 2aXa{iuvog] II, 777, 8 (IV. J. 
v. Chr.). 

946) l^ SvßaXrjrCoiV CIA. III, 2027, 2 (Kaiserzeit). 

947) i^ Z^as CIA. n, 793, f, 54 (357 v. Chr.). 

948) i^ 'p66ov neben iy AMov CIA. I, 259, 9 (425 v. Chr.); k^ "PrpfBlai II, 814, 
a, A, 27 (374 v. Chr.). 

949) [fl^ Aiqov CIA. I, 226, V, 20 (454 v. Chr.). 



— 106 — 

2. Die Form ex erscheint vor stimmlosen Verschlufslauten (x, tt, t) 
und dem stimmlosen Spiranten a: ex KsgafAScov, ix üsi^qaidov, ix tov 
u. s. w.^^^); ix 2al(xfitvog, auch geschrieben i^aXa^itvog u. s. w. ®^^). 
Die vereinzelt auftretende Schreibung ixx in ixx tov (IV. — III. J. v. Chr.), 
ixx TMP (284 V. Chr.) ; ixx nenTcoxoTcov (vor 300 v. Chr.), ixx Ufjkijxuiv 
(IV.—I. J. V. Chr.), beruht auf einem Schwanken in der Silbentrennung®^^). 

3. Vor /, (f, d^ erscheint in der klassischen Zeit entweder ix oder 
h', vgl.: Ix ^n^f^^ (4-44/440 v. Chr.)®«^»); i^ 0fjaicov (334/330 v. Chr.)»"; 
ix esTTccUag (322/319 v. Chr.)»"); ix d^dtTov (294/292 v. Chr.)»*^«); ix 
Ofjßcdi^ (IV.—I. J. V. Chr.)»'^0; ix (p^'^V^ (444/440 v. Chn)»"); ixwvz- 
(c. 400 V. Chr.)»»»); ixcfOQijoavTi (329 v. Chr.)»««); ix XaXxidog (445 
V. Chr.)»«^) — neben ""ExtpdvTOv (V. J. v. Chr.); €/.(p^Qovai> (3. P. Plur., 
418 V. Chr.); Totg ixcpiQovai (329 v. Chr.); ixipoQ^aai (400/350 v. Chr.); 
ix Xcckxldog (445/440 v. Chr.); £>t XsQQovijaov (V. J. v. Chr.) »«2). Aus 
der Zeit nach 292 v. Chr. ist die Form ix nicht mehr nachzuweisen. — 
Dafs die Form ix vereinzelt auch ihr Gebiet überschreiten mochte, zeigt 
ix (= iy) Aaaßov (368 v. Chr.) »«3). 

4. Vor ß, Y^ (f, A, II, V erscheint regelmäfsig ^p^»«*); vgl.: 



»50) Ix KeQafii(ov CIA. I, 243, 1 (437 v. Chr.); ^x UeiQaiüiV 11, 573, 6 (c. 350 
V. Chr.); Ix tov I, 244, 13 (436 v. Chr.). 

951) ix ZaXtt/LiTvog CIA. H, 781, A, 12 (350-300 v. Chr — 1/ Sdfioiv) CIA. I, 188, 
20. 34 (410 V. Chr.); i/ Zafiioiv 56, b, 7 (410 v. Chr.); ^afiov IV, 2, 1, b, 24 (405 
V. Chr.); ^aXufxivog 834, b, II, 62 (329 v. Chr.); i^ovvi^cjv III, 2006, 2; 2012, 1; 
2087, 2 (Kaiserzeit). 

952) Ixx 7[o]v CIA. II, 1060, 8 (IV.— m. J. V. Chr.); ixx rdv H, 314, 40 (284 
V. Chr.); IxxnenifoxoTMV H, 224, 3 (vor 300 v. Chr.); Ixx IlTjXrjxajv II, 1541. Zur Ver- 
teilnng eines Koasonantea auf zwei Silben vgrl. Kretschmer, p. 50; W. Schulze KZ. 33, 
397; GGA. 1896, 250 f. Vgl. auch KaXXtxxqdxov CIA. II, 1788, 2. 

9W) CIA. I, 31, B, 9 (444/440 v. Chr.). 
95*) CIA. II, 741, A, d, 6 (334/330 v. Chr.). 

956) CIA. II, 222, 5. 9 (322/319 v. Chr.). 

958) ix S^azTov (= ^dirovog) CIA. H, add. 302, b, 11 (294/292 v. Chr.). 

957) CIA. II, 2754, 1. 

958) CIA. I, 31, A, 7 (444/410 v. Chr.). 

959) CIA. II, 4, 9 (c. 400 V. Chr.). 

960) ix(po[QTiaavn] CIA. II, add. 834, b, I, 75 (329 v. Chr.). 
981) CIA. IV, 1, a, 27, a, 5. 17 (445 v. Chr.). 

962) 'Exifdvrov KE. 752 (V. J.); ixif^Qovac CIA. IV, 1, b, 53, a, 37 (418 v. Chr.); 
IV, 2, 834, b, II, 80 (329 v. Chr.); ix(fOQTJalai] EA. 1886, 203—4, 54 (Anfaog. d. IV. J.); 
ix XttXxt6og CIA, I, 28, 22 (445/440 v. Chr.); ix Xf^^oviqaov IV, 1, b, 272, b, 11 
(V. J. V. Chr.). 

983) i^ Aiaßov CIA. II, add. 52, c, 8 (368 v. Chr.); dieselbe Inschrift enthält auch 
die nicht minder merkwürdigen Formen : ^vßßdXXsa&ai, Aiaoßov, 

984) Franz p. 127; Weckl. p. 48; Cauer p. 194; Blafs p. 123; G. Meyer p. 361. 
363; Wagner p. 90. 



— 107 — 

a) Vor ß: iyßfi^fjg'''), iyßißd^cov'''), iyßolfjg^''), iy ßovXfjg^^% 

iy Bsvdidicov^^^ iy Bfjcfeioov^'''^), iy Bv^avriov^^^). 

b) Vor y: syyovog (15 mal = «xp^ovoc)'^^); iy Fagy^iTtlcov^''*); iy 

yafACT^g^^*); iy ysiTOVCop^'^^); — neben sxyovog^^^)^ ix- 
yQcccpstv^'^^) u. a. 

c) Vor d: iydixaaovTcov^'^), iydottiv, iydoxri^'% iyd oy'^'), iy dP^% 

iyj€X(pcov^^% iy J^Xov »««), iyJ^ovvaioov^^^ iy Ji,6g^^% 
iy jQVfiov^^^). 

d) Vor k: iyXiysiv, iyli^ovvsg, iyU^avvogy iyXsx^'fl, iykey^ae- 

a&aiy iyXoy^g, iyXoyt^öfispog^^^), iyXoviTJQ^ov^^^), iyXv- 



•W) iyßaTy AB. VIII, p. 400 (maked. Zeit). 

»w) CIA. II, 966, A, 38 (oach 191 v. Chr.); 968, 17 (168/163 v. Chr.); 969, B, 2 
(nach 162 v. Chr.). 

»6») AS. II, p. 484, 15 (300 v. Chr.). 
•w) CIA. IV, 2, 834, b, 68. 72. 77. 84. 85. 87. 
•69) CIA. n, 741, A, a, 22 (334/329 v. Chr.). 
»'•) ky Bria€i[m'] (= Brjaatitov) CIA. HI, 1629, 2 (Kaiserzeit). 
•71) CIA. I, 40, 35 (444/403 v. Chr.). 

w«) Für die Identität von txyovog uod tyyovog Köhoer I, p. 209; Herw. p. 49f.; 
G. Meyer 361. Immerhio tvyovog auf Samos (305 y. Chr.); DS. 183, 25. Vgl. aach 
Schweizer, p. 126. — Syyovog im V. Jahrh. eiomal (CIA. I, 381) neben zweimaligem 
Mxyovog (I, 36, 18; 65, 2); im IV. Jahrb. 12mal (H, 37, 7; 39, 7; 46, 3; 50, 15; 89, 6; 
186, 29; 272, 3; 1058, 33; IV, 2, 179, b, 18; 574, b, 26; 614, b, 11. 36) — neben 
25maligem hyovog (9, 9; 10, 14; 38, 9; 41, 11; 42, 3; 47, 12; 51, 31; 52, 11. 15; 
54, b, 11; 76, 12; 86, 12; 87,13; 115,4; 119,19; 124,17; 145,13; 171, 11; 176, 
28; 186, 8; 187, 14; 209, 13; 610, 2; add. 115, b, 17; add. 273, b, 9). Seit dem 
Jahre 3U0 hört die Schreibweise Syyovog ganz auf, am erst in der Kaiserzeit (seit 
d. n. J. B. Chr.) wieder aufzutauchen: CIA. III, 736; 907; 3547. 
») iy ragyTiTiiov (sie) CIA. III, 1632, 2 mal (Kaiserzeit). 
') h y«i"«T^ff CIA. IV, 2, 841, b, 110—111 (c. 350 v. Chr.). 
■*) fy yetrovojv Def. 87, a, 1 (DI. J. v. Chr.). 
•'•) Siehe Note 976. 

9") ixyQä(f6iv (= auslöschen) CIA. IV, 1, b, 35, b, 19 (440/432 v. Chr.). 
8) fySixlaa6}vT(ov AG. II, p. 484, 14 (300 v. Chr.). 

') ^y^oaiv CIA. IV, 2, 614, b, 39 (307—286 v. Chr.); iy^oxidg] H, 481, 53 
(52—42 V. Chr.). 

^) fy^^ CIA. IV, 1, a, 1, A, 31 (vor 450 v. Chr.). 
1) iy ^k Tüiv CIA. II, 836, ab, 1 1 (320/295 v. Chr.). 
•82) CIA. IV, 1, b, 27, b, 5. 26 (439 v. Chr.). 

»«3) iy J[i^Xov-] CIA. II, 813, A. 3 (vor 400 v. Chr.); iy JriXov 814, a, A, 29 
(374 V. Chr.). 

•) CIA. n, 741, A, a, 7. 16 (334/329 v. Chr.). 
^) iy Jiog CIA. IV, 1, b, 53, a, 34 (418 v. Chr.). 
») iy {^)QVfjiov CIA. IV, 2, 834, b, II, 59 (329 v. Chr.). 
98') iyX[fy€iv CIA. IV, 1, c, p. 138, tab. H, 11 (vor 480 v. Chr.); iyXfyetv, iyXtyii- 
aea^ai, iyU/»^ IV, 1, b, 27, b, 8. 16 (439 v. Chr.); iyXiyeiv H, 589, 27 (III. J. 
V. Chr.); iyX^^ovug I, 38, g, 22 (432/413 v. Chr.); iyX^avxog IV, 2, 834, b, II, 62 (329 
V. Chr.); iyXoyiCojtiivoi IV, 2, 614, b, 42 (307/286 v. Chr.). 
•w) Franz p. 152 (vor 404 v. Chr.). 



973> 
974] 
976) 



978> 
979j 

42 

980| 

9ev 



984> 
986> 
Mi) 



— 108 — 



dwv'**), iy AaiimQi(ov^^^y iy Ai<sßov^^% iy Asovxi- 
VcöV*®^), iy A^(AVOV^^*), iy Aivdov^^^), iy Avxeiov^^^). 
(Vereinzelt: i^ AiQOt\ s. oben Nr. 1). 

e) Vor ii\ iyfiaxTog^^^), iy Max€doyiag^^^% iy MaQa&covicov^^^^)^ 

iy fisydXoov^^'^*), iy MeyaQoov^^^^), iy Meyagiwv^^^^ iy 
Mslnicüv^^''^), iy Mvgiviig^^^^) , iy Mv^^^voiktfig^^''^), 
iy fiv(ftfjQicov^^^^), 

f) Vor v: iy vecoQicov^^^^), iy vrjCf(ov^^^^)j iy vovfMjviag^^^^). 

g) Vereinzelt vor tt: iy Ustgamg (329 v. Chr.), iynXsvaaaäv (302 
V. Chr.)'"'); 
und (p'. iy(poQij(yavTa, iy(p€QOiA^vfiv^^^^). 

Seil dem ersten Jahrhundert vor Chr. wird (abgesehen von formel- 
haften Verbindungen wie iy MvQQivoviTfjg etc.) auch vor den oben ge- 



W9) iyXvm^vlTd] CIA. n, 807, b, 86 (330 v. Chr.); iyXv^ivttov 809, a, 12 n. s. w. 
(325 V. Chr.). 

^) CIA. n, 1078, 4 (Poesie, vor 400 v. Chr.). 

991) CIA. II, 50, 7 (368 v. Chr.). 

992) iy [A]axui6(iSv CIA. I, 400, A, B, 2 (vor 446 v. Chr. wegen der Form des 
Ny, Schütz p. 51). 

998) CIA. m, 1796; 1795 Kaiserzeit). 
994) CIA. I, 170, 19 (421 V. Chr.). 

996) CIA. IV, 1, a, 33, a, 1 (433 v. Chr.). 

99«) CIA. II, 14, c, 4 (387 v. Chr.); add. 737, 41 (305 v. Chr.). 

997) CIA. I, 239, U, 59 (441 v. Chr.); 256, 1, 22 (428 v. Chr.); 259, 10 (425 v.Chr.). 

998) CIA. II, 444, 67 (II. J. V. Chr.). 

999) CIA. II, 835, 33 (320/317 v. Chr.). 

1000) ly MaxB$ov(ag CIA. IV, 1, b, 35, c, p. 65, Z. 15 (440/432 v. Chr.). 

1001) CIA. III, 1822 (Kaiserzeit). 

1002) KE. 770, 1 (IV. J. v. Chr.) (= CIA. H, 1427). 

1003) CIA. II, add. 834, c, 28 (oach 329 v. Chr.). 

1004) KE. 26, 2 (1. Hälfte d. IV. J. v. Chr.). 

1008) CIA. m, 1862; 1870 (Kaiserzeit); iy MiXinCaq 11, 3186 (aus Malta). 
1008) CIA. I, 443, 1 (c. 430 v. Chr.); IV, 1, b, 491, 13 (V. J. ?. Chr.); IV, 2, 834, 
b, II, 64 (329 V. Chr.). 

1007) CIA. n, 872, m, 22 (341 v. Chr.); 808, d, 181 (326 v. Chr.); 329, 37 (c. 272 
V. Chr.); 420, 45 (H. J. v. Chr.); Mitt. Vü, p. 7 (63 v. Chr.); CIA. ffl, 1005, 10; 1276, 
24; 1883; 1890. 

1008) CIA. IV, 2, 597, b, 9 (noch IV. J. v. Chr.). 

1009) CIA. II, add. 834, c, 12 (nach 329 v. Chr.); EA. 1883, p. 2, 12 (nach 329 v. Chr.). 

1010) iy [v^aaiv] CIA. H, 62, 1 6 (357 v. Chr.). 

1011) CIA. III, 74, 19 (Kaiserzeit). 

1012) ly neiQatdis CIA. II, add. [834, b, D, 10. 14. 29; IV, 2, 834, b, I, 48; (329 
V. Chr.); iynlsvaaatSv 11, 271, 10 (302 v. Chr.). 

1013) iyipoQtjaavTa CIA. IV, 2, 1054, c, 54 (etwas vor 350 v. Chr.); iytpeQOfiivrpf 
IV, 2, 489, d, 11 (2. H. d. IV. J.). 



— 109 — 

nannten Lauten regelmäfsig die Form i» geschrieben: ix ßMiXicog, sx- 

dfjXog etc.)^°"). 

5. Als graphische Kontaminationsbildungen sind zu verzeichnen die 
Formen: iyxovovg (369 v. Chr.); sxy Mv^QivovzTfjg (330 v. Chr.); iyx 
neiqaiwg, (329 v. Chr.)^«^»). 

6. Die Form i hat die Präposition s^ angenommen 

a) vor der Lautgruppe crx: i^xvQOV (329 v. Chr.)^°^®); 

b) in der Kaiserzeit vor x infolge der Vereinfachung der Geminaten: 
ixafiäTOiv, iKoilfig, iKsgagAScop, eKvdad-fjvsicov, iKfiqn,- 

B. Das Zahlwort IJ. 

7. Ähnlich wie JJ verhält sich in der klassischen Zeit auch I?, nur 
ist die etymologische Schreibweise noch häufiger: 

a) vor harten Lauten: ixxaldsxa, §xnovg, ex nodcov, tx xoivixsg; 
neben s^novg^ ^? noddv^ ^? xaXdvTOig, 

b) vor weichen Lauten: syddxTvlog, ey dctxxvXodv\ neben s^ddx- 
zvXog, ^? öaxTvXwv. 

8. Auch hier begegnen anomale Schreibungen wie tyy daxrvXwv 
(329 V. Chi\), iyxaidsxa (329 v. Chr.) ^o^«). 

§ 42. Wortschliefsendes (T. 

1. Wortschliefsendes o* erscheint an folgendes X assimiliert in tovX 
li^ovg (408 v.Chr.) ^019)^ 



101*) Ix ßaaiXiws CIA. III, 541, 1 (65/52 v. Chr.); 542, 3 (65—52 v. Chr.); 543, 3 
(52—42 V. Chr.); vgl. [^]xXttixßttVHV 30, 11 (c. 30 v. Chr.); feroer: ^x Ndgßmog 
623, 7 (110/120 n. Chr.); €x6rilov 13, 12 (117/138 d. Chr.); "ExXexros 1122, 23. 24 
(156/158 n. Chr.); 2vvix6rifjiog 1176, III, 15 (c. 200 o. Chr.); kx BrjaatitüVj ix Jai- 
6aU6(aVj Ix raqyriJxCoDV, ix MaqadtavCüiV, ix Mihiitav add. 1280 a, b (kürz nach 
200 n. Chr.); ''ExXixiog 1188, b, 3 (nicht vor 217 n. Chr.); ix MaQtt&(üv((üV add. 712 a, 
7 (c. 250 n. Chr.). — Ferner aus der Kaiserzeit, aber nicht genau datierbar: 
ixßakXia»(ü 23, 42; ix^ixaaavTsg 26, 4, vgl. 29, 9; ix BiQvetxtSwv 1621, 2; 1752, 
2; ix Brjaai^ojv 930, 3; ix raqyrixUojv 1460, 2; ix J(6)iQa^im(üV 1838, 5; ix 
^axia^üjv 1787, 2; ix ^€vxo[vo^ujv] 1813, 1; ix MaXir^cjv 1872, 1; ix fxeyaXov add. 
132, b, 13; ix 'PafjLVovaCtav 1985 etc. — In dem Ausdrucke ix {iy) MvqgtvovTrrjg 
verhält sich in der Kaiserzeit ix : iy = 20 : 6. Was oben S. 72 N. 639 über den 
vokalischen Sandhi bemerkt werde, gilt auch für den konsonantischen. 

1016) iyxovovg Bull. III, p. 474 (369 v. Chr.); iyx Mv^Qivovirrig Milt. V, p. 348, ü, 
6 (330 v. Chr.): iyx m[i]oaiü)g CIA. II, add. 834, b, II, 37 (329 v. Chr.). 

101«) CIA. IV, 2, 834,' b, II, 63 (329 v. Chr.). Vgl. dazu Wackernagel, KZ. 33, 38 f. 

»0") KE. 1027, c, 22, p. 434 (II.-III. J. n. Chr.); CIA. HI, 1757; 1758; 1724; 
1777; 1744. 

10") S. unten, Note 1344. 

1019) To(v)X XiM^)s CIA. IV, 1, c, 225, c, A, II, 8 (408 v. Chr.). 



— 110 — 

2. Über die Behandlung von auslautendem a vor mit a anlautenden 
Wörtern s. § 33, 13. 



§ 43. Wortschliefsendes v^^^"^). 
A. Ny am Wortende. 

1. Das Ny am Wortende erscheint in der älteren Zeit häufig ganz 
wie in der Zusammensetzung 

a) Vor Labialen als ju*, vgl.: 
Vor 71'. Tfiii noXiV^ ovafi nifiTtri u. s. w. 
Vor ß: riiii ßovlijp, ifi Bqiq^ u. s. w. 
Vor (f\ ifi (pidaxvioy, Tfjfi (pvXijp u. s. w. 
Vor }p: ^€(1 ipvxccg, tt^ji, ip^(poy u. s. w. 
Vor /a; rv^ jitfV, äfi ^fj u. s. w.^"^^). 

b) Vor Gutturalen als nasales y^ vgl.: 
Vor x: Toy XTJQVxa, rfjy xdS'odov u. s. w. 
Vor y: Toy ygafi^atsa, nXriy yrjg u. s. w. 
Vor %: tsQcoy xqrnidvuiv^ ^isy x^vo*« u. s. w. 
Vor ?: Triy ^Vfi^axiccv^^^^), 

c) Vor Sigma als c, vgl.: ia ahov 6vd8ict'^^^^)\ ia aavidi^^^*); 



1020) Franz p. 126f.; Weckl. p. 47f.; Cauer p. 295—301; G. Meyer p. 358ff.; 
G. Curtius, Gurt. Stnd. X, p. 207 ff.; Ditteoberger DS» p. 782; Wagner p. 89; Geyer 
p. 14 — 19; Hecht I, p. 6 — 27; Beispiele aas Handschriften, wo sie seilen sied, bei 
W. Schulze, q. e. p. 43 n. 3. 

1021) TTiij, n6hv CIA. I, 55, c, 3 (416 v. Chr.); oia^ nifjinrj^ II, 86, 24 (c. 3^0 
V. Chr.); trifi ßovXijv I, 36, 14 (428/426 v. Chr.); i/Li Bgi^ 31, A, 28 (444/440 v. Chr.); 
ifj, ifiSaxvl(^ II, 807, b, 114 (330 v. Chr.); rf)^ <f'^^v KE. 844, 9 (376 v. Chr.); fxhfji 
ipvxccg CIA. 1, 442, 5 (432 v. Chr.); tti/li ipfjtfov II, 273, 6 (307/306 v. Chr.); vvf* (Ji4v 

IV, 1, a, 27, 8, 48 (445 v. Chr.); a^ ^uij ibid. 33 (445 v. Chr.). 

^083) jiyy x^Qvxa CIA. II, 61, 9 (353 v. Chr.); Triy xa&oöov 73, 6. 16 (368/352 

V. Chr.); toy yQUfjLfjLttiia 42, 6 (vor 373 v. Chr.); nlriy yrjg IV, 1, a, 61, a, 16 (409 
V. Chr.); IsQcjy XQVf^aTtav I, 188, 2 (410 v. Chr.); fiky /Qvaä 32, ß, 27 (435/416 
V. Chr.); rrjy ^vfjifiaxC«v IV, 1, a, 33, a, 2 (433 v. Chr.). 

"»») CIA. IV, 1, a, 22, c, 6 (vor 444 v. Chr.). 
'024) CIA. I, 38, c, 7 (c. 424 v. Chr.). 
5025) CIA. I, 274, 15 (nach 415 v. Chr.). 

'ow) CIA. 1, 188, 35 (410 v. Chr.); IV, 2, 1, b, 26 (405 v. Chr.). Vgl. daza 
Solmseo, KZ. 29, 347. 

»02T) CIA. 1, 446, 52 (425 v. Chr.). 
1028) CIA. II, 86, 31 (376/365 v. Chr.). 



— 111 — 

d) Vor Lambda zu A, vgl.: toX AoVo*'^^"); roA Xid-^vov^^^^); 

e) Vor Rho zu §, vgl: Jq 'P6d(p^^^^); zog "P6diOv^^^% 

f) Vor flTx, (Tir fällt V aus: i^xa^ißcoviddov^^^^) , icfv^Xfi (auch 
ia&TijXfi, slcfT^Xfi^''*''). 

2. Zunächst und zumeist findet sich diese Assimilation des v bei 
eng zusammengehörigen Wörtern wie Artikel und Substantivum , Präpo- 
sition und Nomen, aber auch in loserer Verbindung: GT^ca^ nqoad's — 
idrlfi nsqi — SyxTfjciiy xai — sogar vor Interpunktionen: ra^QOfi, 
n^ddXia — axevfj otd^ ocpfiXovaiii* OMdfjiiog ^Eqoidörig tcov %vXi- 
VMV xovTOvg II ^°*^). 

3. Weitaus am häufigsten ist die Assimilation vor Labialen (bis in 
die römische Kaiserzeit hinein) ^°*^), seltener bei Gutturalen (bis 229 
V. Chr.)^°**), noch seltener bei Sigma (bis c. 250 v. Chr.) ^°**), nur ytT- 



»029) CIA. I, 32, a, 28 (420 v. Chr.). 
^o"«») CIA. IV, 1, b, 321, II, 42. 45 (vor 409 v. Chr.). 
"31) CIA. I, 32, a, 9 (420 v. Chr.). 
1038) CIA. IV, 2, 14, b, 6 (387 v. Chr.). 
"33) CIA. II, 817, A, 9 (358 v. Chr.). 
"34) n Aaxk CIA. II, add. 834, b, I, 71 (329 v. Chr.). 
"3*) CIA. II, 108, b, 13 (349 v. Chr.). 

"36) CIA. I, 237, 18 (449 v. Chr.); 262, 14 (nach 425 v. Chr.) u. s. w. 
"") CIA. I, 263, a, 15 (vor 403 v. Chr.); 262, 17 (vor 403 v. Chr.). 
"38) CIA. II, 9, 5 (394 V. Chr.). 

"39) iZxttjLißiüvi CIA. IV, 1, c, 2, II, 19 (409 v. Chr.); i2xafx{ß(ovi^(üv) IV, 2, 
834, b, II, 26. 29 (329 v. Chr.). 

"40) iajifjXy CIA. IV, 1, a, 27, a, 59 (445 v. Chr.); I, 45, 16 (421 v. Chr.); 61, 7 
(409 V. Chr.); H, 86, 14 (376/365 v. Chr.) u. s. w. — iaarrjXri I, 103, 2 (403 v. Chr.); 
l^S-, VI, p. 270, 4 (IV. J.) u. s. w. — Durch die Schreibung siarrilri CIA. I, 52, a, 3 
(420 V. Chr.) ; II, 553, 8 (403 v. Cbr.) wird die geschlossene Aussprache des e be- 
zeichnet (so mit Meister, Ber. s'ächs. Ges. Wiss. 1898, 227, anders ßrugmann p. 75). 
— Vgl. zur Lautbehandlung rtareXsv = Tr]{v) aii^Xrjv CIA. IV, 1, c, 27, c, 28 p. 164 
(„ioitiis belli Feloponnesiaci^^); inl t^v vav axsvrj jaöe, 3 mal in CIA. II, 803, e, 80. 
105. 119 (342 V. Chr.), wonebeo auch einige Male inl rrjv vavv axsvrj raSe und im 
allgem. Solmsen, KZ. 29, 330. 

"«) aT?jaau TiQoa^s CIA. I, 333, 3 (c. 460 v. Chr.); iarlu tkqC II, 589, 3. 27 
(400/350 y. Chr.); fyxTrjaty xal 42, 2 (vor 376 v. Chr.); tct^^ofi^ nrj^aXia und oipeUoV' 
aif4 812, a, 8, 1 (323 v. Chr.). Vgl. auch W. Schulze, q. e. p. 222 n. 2. 

"*2) if^ ßovXevirjQlo} CIA. II, 475, 6 (I. J. v. Chr.); ifi ndaaig 481, 58 (52/42 
V. Chr.), u. s. w. 

"*3) zuletzt in xoy yQafifiaxia CIA. 11, 380, 28 (229 v. Chr.). 

"«*) zuletzt in ^aarijAi? CIA. II, 369, 8 (c. 250 v. Chr.). 



- 112 — 

einzelt bei Lambda (bis 329 v. Chr.)*®**) und am seltensten bei Rho 
(bis 394 V. Chr.) ^«"). 

4. Über die Häufigkeit der Assimilation vor Labialen und Gutturalen 
in der klassischen Zeit giebt folgende Tabelle Aufschlufs^^*^): 



Ny wird 


vor 


Labialen 


vor 


Gutturalen 




assim. 


nicht assim. 


assim. 


nicht assim. 


im V. Jahrb. 


100 


121 


14 


103 mal 


IV 


65 


194 


31 


180 „ 



B. Ny in der Zusammensetzung^^*^). 

5. In der Zusammensetzung sind oft die lautgesetzlichen Formen 
durch die etymologische Schreibung verdrängt: 

a) vor n\ ixaTOPn^ÖM^ u. s. f. b) vor ß: ITavßcoTccdfjgj u. s. f. 

c) vor (p: iv(pavi^€i, u. s. f. d) vor /a: (fvvfidxoap, u. s. f. 

e) vor x: avS v xlrjTOV, u. s. f. f) vor y: spygacpot, u. s. f. 

g) vor X« (fvv xccQijiSovrai, u. s. f. h) vor X: naXivXvzwr, u. s. f. 

i) vor (T: avvfSxqüifSsi etc.^°*®). 

6. Man findet in einer und derselben Inschrift die Assimilation bald 
geschrieben, bald nicht ^°^°). 

6. Was den Wegfall des v vor c + Konsonant anlangt, so hat sich 
in unsern handschriftlichen Texten bekanntlich die Regel ausgebildet, zwar 
(Ti;-, aber iv-^ zu schreiben. Den attischen Inschriften ist auch diese 
Regel noch fremd, vgl. ioz^aarvi^ neben ivarijaavTi. (329 v. Chr.)'^**^). 



10*6) zuletzt io n ^axi[(x6(Sv] CIA. ü, add. 834, b, I, 71 (329 v. Chr.). 
10") zuletzt io TOQ 'PoMov] CIA. II, 9, 5 (394 v. Chr.). 
10*7) j>jach Hecht 1, p. 6-13. 

1048) Franz p. 49. 322; Weckl. p. 48 f.; J. Schmidt, Vokalismus I, p. 116; G. Cur- 
tius, Stud. X, p. 203—223; Wagner p. 90; Hecht I, 27—29. 

1049) ixaTovn^6(p CIA. I, 156, 5 (419 v. Chr.); navßoixadrig HI, 1276, 13 (30 vor 
Chr. — 14 nach Chr.); htfavl^ei H, add. 489, b, 11 (I. J. v. Chr.); aw/noixojv II, 249, 
10 (306 V. Chr.); av^vxXrjTov H, 564, 13 (HI.— H. J. v. Chr.); ^vygcKpoL I, 446, 34 (425 
V. Chr.); awxaqnaovjai H, 593, b, 18 (II. J, v. Chr.); naXivlvjtov II, 807, b, 112 (IV. J. 
V. Chr.); awaTqtaa€i II, 1054, 61 (IV. J. v. Chr.). 

«050) Hecht I, p. 28 und 29. 

10") T(^ iajTiaavTi {tag &vQag) CIA. II, add. 834, b, H, 28 (329 v. Chr.) — neben 
T^ Tag ^vgag ivarrjöavTi IV, 2, 834, b, I, 19 (329 v. Chr.), in einem andern Teil der 
nämlichen Inschrift. Als handschriftliche Parallele zu iai'^aam führt W. Schulze, 
q. e. p. 43, 3, auf p. 44 cindafafxai («= ävon.) Eur. El. 582 an. 



— 113 — 

8. V erscheint auch für jeden beliebigen Nasal geschrieben 

a) vor 7t : avnsXloav^ u. s. f. b) vor ß\ lavßävsiv, u. s. f. 

c) vor (f: ""Avtfixf^qriq, u. s. f. d) vor \p: snevtpsv, u. s. f. 

e) vor [a: iyQavfiaTsvev, u. s. f. f) vor x: xivxXlöag, u. s. f. 

g) vor y: ivyvg, u. s. f. h) vor x' nsqiTVVxdvovfSiv» 

u. s. f.i«"). 

Es ist kaum zu bezweifeln, dafs diese (umgekehrte) Schreibweise vom 
Auslaut (resp. von der Zusammensetzung) aus ihren Anfang genommen hat: 

iv noXst : svnoQoq : nivma, 

Sie begegnet aber schon sehr früh: das erwähnte svyvq gehört dem 
Allfang des YL, wo nicht dem Ende des YII. Jahrhunderts an. 

9. Über die Nasalentwicklung vor Konsonanten s. § 32, 4. 

10. Ein Staatsdekret von 368 v. Chr. schreibt ^vßßdXXscf-d'ai^^^^). 



§ 44. Ny ephelkystikon. 

1. Eine von lledde J. J. Mafsen^^^*) über den Gebrauch des Ny 
ephelkystikon in den Staatsurkunden angestellte Untersuchung hat zu 
folgendem Ergebnis geführt: 

Ny erscheint: 

a) seltener im Altaltischen (bis 403 v. Chr.), häufiger im Neuattischen 
(bis 336 V. Chr.) und am häufigsten in der makedonisch-römischen Zeit 
(von 336—30 v. Chr.). 

b) fast ebenso oft vor Konsonanten als vor Vokalen. 



^^^'^) Die Beispiele sind so gewählt, dafs jedes ein eigenes Jahrhuodert repräsen- 
tiert: (VI. Jahrh. vor Chr. — III. Jahrh. nach Chr.); vgl.: ävniX((ov CIA. III, 1016, 
7 (I. J. n. Chr.); Xavßdvnv l, 1, A, 42 (1. Hälfte d. V. J. v. Chr.); Uvtpix^QriS HI, 1197, 
II, 103 (III. J. n. Chr.); [fni]v\psv II, 51, 9 (IV. J. v. Chr.); iyQavfxccTSvsv II, add. 489, 
b, 3 (I. J. v. Chr.); xivxXCöag III, 162, 2 (II. J. n. Chr.); ivy6g I, 465, 2 (Ende des VII. 
oder Anfang des VI. Jahrh. vor Chr., nach Schütz p. 28 und 29); TtfQUWxnvovai 
II, 314, 29 (III. J. v. Chr.). — Umgekehrt erscheint fj, statt v in aliofi TcaX egya xal 
f7i€ic Def. 84, b, 2 (III. J. v. Chr.). 

1053) Vgl. Note 963. 

'^''*) „De litera v Graecoruin paragogica qnaestiones epigraphicae." Leipziger 
Studien IV, p. 1 ff. Vgl. Bamb. Jb. VIII, p. 192; Riein. Rev. IX, p. 59—60 mit Nach- 
tragen, ßeinach p. 251 — 255. — Zur Entwicklung von v icf'SXx. im Attischen eine 
vorläufige Vermutung bei VS^. Schulze, GGA. 1897,902 Anm. 6. — Nach Zacher, das 
Ny ephelkystikon bei Aristophanes, Philolog. Suppl.-Bd. VII 465 — 73, ist bei Aristo- 
phanes nach dem Zeugnis der Überlieferung und der metrischen Inschriften -v am 
Versende zu setzen; positionsbildendes v im Versinnern findet sich häufiger in 
Aoapästen als in iambischen Trimetern. 

Meisterhans, Grammatik. 3. Aufl. 3 



> _ 114 — 

Das nähere ergiebt sich aus folgender, jener Abhandlung entnommenen 
Tabelle: 



500-403 V. Chr. 



403 
336 
300 
200 
100 



336 
300 
-200 
100 
30 



Litera v paragogica 


ante vocales 


ante consonantes 


in media orat. 


in pausa 


in media orat. 


in pausa 


adest 


abest 


adest 


abest 


adest 


abest 


adest 


abest 


29 


20 


5 


24 


39 


42 


9 


43 


41 


9 


39 


15 


61 


25 


35 


21 


45 





17 





77 


6 


25 


1 


51 


1 


28 


1 


120 


32 


27 


1 


16 





24 





67 


7 


12 





38 


1 


29 


2 


82 


12 


22 






2. In der Poesie richtet sich der Gebrauch des Ny ephelkystikon im 
allgemeinen nach dem Bedürfnis des Metrums; doch wird v auch etwa 
gesetzt, wo das Metrum dasselbe zu lesen verbietet. 

= 2^^a zoda KvXoav naidoiv inSd'fjTis d-avovioiii [iv^fia xrX, ^"*^). 



III. Wortbildung. 

§ 45. Ableitang; and Zasammensetziing. 

a) Derivata. 

1. In fremden Völkernamen begegnen oft neben einander verschiedene 
Bildungsweisen: Algatog, Algaisvg; Alactipiog, Al(!(iop€vg;^AlixaQP(ia- 
(5iog^ \^XixaQpaa(t€vg; 'Agnccycog, l^QTvayiapog; ßaQyvki^Tfjg, Baqyv- 
Xievg*^ KsQcciJbiog, KsQafiivg; Kokocpoopiog^ Ko kocfoop irrig '^ ArixjJiiidptog^ 
yifjipifiapösvg, ylTjipvi^apdsvg; MaQCopirfjgj MaQcopsisvg [MaQcopsvg); 
riaQnaQiog, IlaQnaQKaTfjg; 'Pfjpatog, ^Pfjpaievg'^ ^xdipiog, ^xaif/atog: 
0^yiJTioc, OriyipTiog und Oriyovaiog^^^^), 

1055) CIA. I, 472, 1 (VII.— VI. J. V. Chr.). Reioach a. a. 0. Ober die aogeblicbe 
Dualform auf -oi s. K.-Bl. I 395. Anderes aus dein Bereich der attischen Steioepi- 
gramme, was man hieher ziehen wollte, erklärt sich aus der bei Useoer^ Alt- 
griechischer Versbau 38 f. dargelegten metrischen Entwicklung. 

^o'^ß) Vgl. den Index zu CIA. I, p. 236 £F. und Herw. p. 20—38. 



— 115 — 

2. Zu MaaaaXimfiq findet sich das Femininum MaaaaXii^ig^^^^). 

3. i und £ liegen neben einander in den Personennamen: KakXiaq^ 
KaXX€aq\ Avxiag^ Avxiaq\ Ntxiag^ Ntxiag; Xatqiac^ XaiQiag^^^% 
Die Doppelheit begegnet schon seit den ältesten Zeiten: yivaiag (VI. J. 
V. Chr.), neben Avaiq („ante medium VI. saeculum") "^®). Nur « zeigen: 
IdXal^iag^ ^Apviag, ^AQxiag^ FoQyiag, Jsiviag^ Ev&iag^ ^Eqüotiag, OaQQiaCy 
^avd^iag, Ti^iag, und die mit <y erweiterten Stämme: l^xsatag, Krr^aiac, 
Mrrjaiac, Hga^iac, ^vfjaiag, ^(aaiagy Te^aiag, TeXeaiag^^^^). — Nur 
€ weisen auf: ^Ayiag^ Alaxiag^ ^Avdqiag^ ^Aaveag^ Jt^fi^ag, Avxiag, 
Hv&sag, TeXsag''^^^), 

3 a. Erst in jüngerer Zeit finden sich die Bildungen auf -äg in 
appellativer Verwendung ^°**), die Feminina aut -icrcra^^®*) und die kui*z- 
vokalischen Bildungen mit Suffix -/u^a^^**). 

3 b. Besonders zu erwähnen sind noch die Bildungen dxoniaiog 
(nicht äxoniaatog)^^^^) j xavavaxqov (nicht xavvatqov)^^^^) y ani&a- 
^iiaXog (nicht am^afiatogy^^^) und die aus den Fluchtafeln zu belegenden 
xarovx^og (neben xdtoxog)^^^^) und nqoiiqiog (neben nqoTsqogY^^^). 

b) Komposita. 

4. In der Komposition haben gewöhnlich s diejenigen, deren erster 
Teil ein Verbalstamm ist: ""ExsTiiiog^ ^HysXoxog, MeviüTqaxog^ TsXivi- 



1057^ MaaaaXttoTTjg CIA. III, 2568, 3; 2570, 3. — jyiaaaccXtrJTig 2567, 3; 2509, 3 
(sämtlich aas der Kaiserzeit). Danebea auch MaaaaXidÜTig. 

1058) Vgl. den Index zu CIA. I, p. 238 ff. 

1059) uivaiag EA. 1883, p. 35 (VI. J. v. Chr.). — yivaiff CIA. F, 468, 1 (ante me- 
diam VI. s., nach Schütz p. 22 und 29). 

1060) CIA. I, Index, p. 238 ff. 

1061) Vgl. CIA. I, Index. Dazu l4yücg (Ausländer) CIA. II, 963, IH, 12 (c. 300 
V. Chr.); ^rjfxiov IV, 2, 192, e, 8 (320 v. Chr.); nv&ealg] II, 1016, 16 (IV. J, v. Chr.?); 
Avxiov 836, c — k, 27 (270/262 v. Chr.). — Vgl. die bei Schweizer, p. 54 angegebene 
Litteratur. 

1062) otaXSg (= valag) CIA. III, 3436 (christl. Inschrift). Über die Wichtigkeit 
dieses Bildungstypus für die jüngere Entwicklung der Sprache s. W. Schulze, KZ. 
33, 230; Dieterich p. 166. Ober die schon früh auftretenden Personennamen auf Sg 
s. Kretschmer p. 186; K.-Bl. I 493; Viteau p. 243 f. 

1068) Mri(^io[aa CIA. II, 3199 (IV.— I. J. v. Chr.); *AvTi6xiaaa EA. 1893, 221 
nr. 1,3; Nixofxi^&iaaa ebd. 224 nr. 29, 3; lina/xiaaa CIA. III, 2274 (Kaiserzeit); 
'HgaxXftojiaatt 2151; Zivwmaaa 2910 u. a., s. Viteau p. 242. Vgl. Schweizer p. 140 
Fufsn. 2; Kruinbacher, ßer. d. bayr. Ak. d. W. 1892, 270. 

1064) i(peijQ€f^uT(üV CIA. III, 47, 4 (209/10 n. Chr.). Vgl. Schweizer p. 47 f. 

1065) axonCaxog CIA. IV, 2, 630, b, 18 (allerdings erst c. 34 v. Chr.). 

1066) xavtLvaxQov CIA. IV, 1, c, 277, d (415 v. Chr.). 

1067) ly 7iivaxi(p ani&afxia£(p CIA. IV, 2, 841, b, 63 (geraume Zeit nach 396 v. Chr.). 

1068) jiQog rov 'Eqfjirjv rov xarovxtov Ziebarth 18, 13. 

lotB) T(ov vvv ovT(ov xttl Touy n^oTBQiwv Ziebarth 15, 13 (IV. J. v. Chr.). 

8* 



- 116 — 

xog, OsididxqaTog, 0€Q€xX^g u. s. w.^°^°). Umgekehrt zeigen die durch 
a erweiterten Formen immer i: 'Hytioi-, Avai-^ 2co<ti-, Tslsai- 
u. s. w.i«^^). 

5. Abweichend von dieser Regel finden wir für älteres aqxed^itöQog 
(zu verfolgen bis ins IL J. v. Chr.) seit dem I. Jahrhundert aqxid^i(üQoq^^''^), 
Die Form dq^ixi^Tonv mit i, begegnet schon im V. J. v. Chr.^°^^). — Was 
die mit dem Stamm äq^' zusammengesetzten Eigennamen anlangt, so 
erscheint der i-Laut bereits im V. J. v. Chr. in ^AqxiXoxog und ^Aq%i>- 
xA^g'°'*); sonst herrscht in der klassischen Zeit s vor: ""Aq^ißiog^ ^Aqxs- 
dfjfiog, ^Aqx^dixog, "^Aqx^liccxog, ""Aqxskaog, Aqxsvavxfig, !^^X^V€(ög, 
Aqxsvridriqy Aqx^vixog^ "Aqx^noXig, ^Aqx^xifiog, l^qx^(ptXog u. a. Auf 
den Def. erscheint das seltsame 'Aqxccfi^vovg^^'^^). 

6. Neben Xaiqiöfjfiog, Xaiqsl^örjg, XaiqiXstag^ Xaiqiaxqaxog^ 
Xaiqetpäv u. a. begegnen schon in klassischer Zeit Formen wie Xaiqi- 
ysvrjg, Xcciq^iiivrig (Anlehnung an Xaqi-y^"'^). 

7. Von sonstigen auffäUigen Formen aus der älteren Zeit notieren 
wir noch: Kalk^pixog^ IlsiS^idriiiog^ XaiqoxXijgj Osidoxqavtig, Ostdo- 
azqarog^^'^'^), ferner Avavdqoc, 2 mal, für Avitavdqog^^'"^). 

1070) 'ExixifJiog I, 448, 4 (V. J. v. Chr.); 'Hyaoxog I, 374, 3 (V. J. v. Chr.); 'Hyi- 
fxtt/og 448, 36 (V. J. v. Chr.); MsviOTQccTog I, 140, d, 19 (407 v. Chr.); [M]svsxkT]g 
433, I, 20 (460 v. Chr.); Msv^T[if^og] 231, 1 (449 v. Chr.); TfUvixog 128, 2 (415 
v.Chr.); ^egexUCSri 183, e, 3 (415 v.Chr.); ^fi^iOTQccTog II, 864, III, 17 (400/350 
y. Chr.); 4'SQexXiovg IV, 1, b, 277, a, 7 (c. 415 v. Chr.), etc. 

1071) Vgl. den Index zu CIA. I; Index zu DS.» p. 665-736. 

1072) aQXf^^f^Qog CIA. n, 814, a, A, 33 (374 y. Chr.); ciQxsd^coQog (sie!) 181, b, 7 
(323 y. Chr.); aQxs^^ojQog 836, ab, 30 (300/250 v. Chr.); 442, 17 (II. J. y. Chr.); 1358, 
3 (II. J. y. Chr.). — dgxiOiwQog II, 470, 20. 24. 33 (I. J. v. Chr.). Herw. p. 18. 80. 
Ricffl. Rev. IX, p. 62. In Delos begegnet c schon 200 Jahre früher (seit 270 y. Chr.). 
Riem. a. a. 0. Note 1. 

1073) dQxiT^xTCüv CIA. IV, 1, b, 27, b, 11 (349 v. Chr.); I, 32, B, 8 (435—416 y. Chr.). 
i"74) Über ligx^Xoxog und 'AQxcxXrjg vgl. den lodex zu CIA. I; ferner Idf^/txA,^? 

CIA. II, 789, a, 10 (373 v. Chr.). 

1075) UQxJßiog CIA. II, 789, a, 10 (373 y. Chr.); ^dQX^^rjfiog 791, 28 (377 v. Chr.); 
IAqxs/liccxov 872, III, 9 (341 v. Chr.); ^AQX^vavTrig^ ldQX€vavTov ibid. 11, 7; l4qx^VT]^^ov 
793, b, 70 (357 v. Chr.); "AQxivvxog IV, 2, 192, c, 1 (320 v. Chr.); "Aqx^ff i'^og W, 959, 
c, 9 (Anfang d. IV. J.). Das Übrige im Index zum CIA. I. — Idqxcifjiivovg Def. 55, o, 13 
(III. J. y. Chr.). Über die Vasen s. Kretschmer, p. 122. 

1076) Vgl. Index zu CIA. I, p. 242; dazu: XaiQiarQarog EA. 1883, 135—6, Z. 2 
(363/356 y. Chr.); XaiQstfwv CIA. H, 864, H, 34 (IV. J. v. Chr.). — XaiQiy[i]vrig I, 446, 
n, 50 (425 V. Chr.); XaiQtfiivriS IV, 1, a, p. 15 ff. Z. 5 (==IV, 1, a, 51, a) (410 v. Chr.). 

1077) KaXXivixo[g-] CiA. II, 812, c, 12 (323 y. Chr.); Def 54, 4; 103, a, 6. /Z«- 
&idrifxov athenischer Archen CIA. II, 332, 2 (c. 268 v. Chr.); XatqoxXiovg 864, I, 36 
(IV. J. v. Chr.); ^eiSoxQa[T7J\g 16, 30 (c. 383 v. Chr.); 4>u66aTQaiog 1058, 3 (350/300 
A. Chr.). — CIA. II, 1324, 8 ergänzt jetzt DS. 448 <P[Qv]voxXr^g, nicht 4>[ai\voxXiig, 

1078) AvavÖQog CIA. II, 331, 92. 95 (vor 268 y. Chr.). Dittenbergep %. d. St. 
vergleicht ZtavÖQog (= Zm-nvÖQog) und Üel^avÖQog (= Iletaav^Qog), 



— 117 — 

8. Neben einander erscheinen Osoyiptjg und Osay^vfig^^^^), KXso- 

9. Von NednoXig heifst der Völkername NsOnoXiTfjg, von Jixaia 
^^i^xaiOnoXiTfjg, von Msyalijrtohg^ MsyaXOnoXitrig, — Die Form NeA- 
noUzfjg ist erst aus makedonischer Zeit zu belegen *°^^). 

10. Dafs sich o nach und nach in immer weiterem Umfange zum 
allgemeinen Kompositionsvokal emporschwingt, zeigt das in den Def. er- 
scheinende olxoTrjg für gewöhnliches olxhi]g^^^^). 

11. Erwähnt sei noch die hypostasierte Namensform l^yad^^tvxog^ 
aus äyad^rj Tvxfl^^^% 

§ 46. Volksetymologie. 

12. Für ^Icfi^t^Tiddfjg erscheint vereinzelt schon seit dem IV. Jahr- 
hundert V. Chr. die durch Volksetymologie entstandene Form '^Hcpaiaiid- 
dfjg ^ö«*). 

13. Häufiger begegnen volksetymologische Formen bei der Herüber- 
nahme lateinischer Wörter ins Griechische: ^Avd^iaxiog (== Antistes)^°***). 



1079) Ssayivns CIA. II, 869, I, 8 (c. 350 v. Chr.); O^ayi^tig QsaysviSov 990, I, 6. 
8. 10 (I. J. V. Chr.). — Qsoyivrig CIA. I, 447, 1, 23 (V. J. v. Chr.); II, 864, III, 25 (IV. J. 
V. Chr.); 836, c— k, 102 (vor 282 v. Chr.). 

1080) Kls6ßovXog KE. 2, 1 (VI. J. v. Chr.); CIA. IV, 2, 318, b, 19 (281 v. Chr.); 
KXsoöriuov Qaaiov II, 2982 (ooch aas dem V. J.v.Chr.). — KXstyivriqlCWA, 188, 1 (410 
V. Chr.); KXiCdrifio£ H, 1249, 2 (400-350 v. Chr.); 835, ab, 1 (320-17 v. Chr.). 
Riem. Rev. V, 153. • 

1031) NsoTioXtrai CIA. I, 226, 29 (454 v. Chr.); IV, 1, a, 51, d, 6; e, 4 u. s. w. 
(410 V. Chr.); II, 17, B, 33 (387 v. Chr.); 66, 2. 9 (356 v. Chr.). — NsanoXCTrjg KOY, 
2276 (vor 146 v. Chr.); CIA. II, 467, 156 (c. 100 v. Chr.); 470, 113 (69/62 v. Chr.); 

III, 2838, 3 (Kaiserzeit). — Der Ortsname ist immer NeanoXvg vgl. CIA. I, 230—240 
(450/440 V. Chr.). — Herw. p. 30; Riem. Rev. V, p. 155. 

JixccionoXiTai CIA. I, 226—257 (454 — 425 v. Chr.). Der Ortsname Jlxava 
234 — 257 (446/425 v. Chr.). — Der Personenoame ^ixaionoXig zeigt o: II, 803, e, 
126 (342 V. Chr.). 

MeyaXonoXiTTig CIA. IV, 2, 614, b, 104 (307/286 v. Chr.); IH, 2571 (Kaiserzeit). 

1082) oixoTTjv Def. 87, a, 5. 6 neben oix^Tctg 87, b, 1 (III. J. v. Chr.). S. dazu 
auch Schweizer, p. 68 Fufsn. 2. 

1083) 'Aya&^Tvxog CIA. III, 1199, 1, 47 (c. 250 n. Chr.). 

1084) 'itfiCTiaSat, CIA. I, 309, e, 9 (c. 434 v. Chr.); 318, A, 3 (421/416 v. Chr.); 
*f(fiaTccc^rjg, 3 mal, IV, 1, b, 491, n. 35, a, b (V. — IV. J. v. Chr.); ^[(f-iond^rjg IV, 2, 619, 
b, 51 (221/201 V. Chr.) — Iv ['H](pttcaTia{^(üv) CIA. 11, 772, ß, 12 (IV.— HI. J. v. Chr.); 

IV, 2 772, b, I, 18; 775, b, 111,20. In der Kaiserzeit mehrfach, vgl. Index CIA. HI, 
vol. 2, p. 319. Riem. Rev. V, 153. 

1085) :dva^anog CIA. III, 589, 2 (6 v. Chr..) 



— 118 - 

§ 47. Dissimilatorischer Silbenverlast. 

14. Für xtovoxQccvop hat schon eine attische Inschrift von 409 
V. Chr. xiöxQavov, Für rsTQccdgaxiAog , eine Form, die sich bis 340 
V. Chr. nachweisen läfst, erscheint seit 320 v. Chr. rirgaxfiog. Schon 
um 330 V. Chr. begegnet TaQzfjfioQiop statt TsraQTfuiÖQiov; die etymo- 
logisch zu erwartende Form ist nicht überliefert ^°*^). Für sioiTrJQia, 
i^iriJQia bieten die att. Inschriften die vollere Form elai^TfivijQia, i?t- 
Ti]ri]Qia (sc. IsQcc)^^^''). 

15. Über xaidds (== xcera rcids), xazovg (= xard zovg) vgl. unten 
§ 85, 32. 



IV. Flexionslehre. 

A. Deklination. 

§ 48. A-Stämme. 
a) Zugehörigkeit. 

1. Von den maskulinen Eigennamen auf -tjg gehören der ersten De- 
klination an: 

a) diejenigen mit der Ableitungssilbe -dfjg (-idtjc, iddtjgy -4^^g, 
-fjdfjg^ 'sidfjg^ -oidfjg^ -oodfjg, -(ovdfjg); 



1086) xioxQKVov CIA. I, 322, a, I, 29 (409 v. Chr.). — [tf]TQtt^()axf^ov I, 173, 14 
(419 V. Chr.); TSXQaSQuxfJiov II, 766, 30 (341 v. Chr.). Aber i^rqaxfia 835, c— 1, 79 
(320/317 V. Chr.); t^tqux^ov 403, 55 (Ende d. III. J.). — TnQTrifx6[Qiov\ 11, 741, B, c, 13 
(330 V. Chr.). Herw. p. 66. 56; Riem. Rev. V, 178; IX, 66. — Riem. Rev. V, p. 169 
bringt noch bei rifi^Stfxvov {=Tjuifi^^ifxvov) aus Delos Bull. III, 375 (Kaiserzeit). — Fälle 
wie eva^ßsara * ro 6k xil. für evaeß^aiara' ro 6h xrX. CIA. IV, 1, b, 53, a (418 v. Chr.); 
nagaarag für TiaQuaraTag IV, 2, 802, b. 23 (349 v. Chr.); [v]of/,od-iTTi/x€VOi für ^(«y)- 
ofiodkxrifjLii'ot II, 258, 6 — 7 (304 v. Chr.) sind allerdings, namentlich wenn man an 
dittographische Schreibungen wie [v]ofjio{fj.6)&nrifAivoi CIA. II, 258, 7 (304 v. Chr.); 
7iQoyo(yo)voig II, 331, 19—20 (280—268 v. Chr.); TiagaysvofAev^ofisr'^ov DS. 226, 83 
(Olbia, 278 — 213 v. Chr.) denkt, nicht mehr als Versehen, zeigen jedoch auch als solche 
dieselbe Tendenz. Vgl. noch «7ro(7rf)7rrw;fora Bull. 14, 402 ff., Z. 123 (Delos, 279 v. 
Chr.). Vgl. für die Vasen Kretschmer p. 18-1, für die xoivrj Schweizer p. 131, im 
allgem. Meringer und Mayer, Versprechen und Verlesen 182 ff. 

1087) [eiaiJTtjjrjQicüv'i CIA. II, 10, 3 (c. 394 v. Chr.); [sljaiTtirriQia 325, b, 12 (vor 
268 V. Chr.); stanrjtTjQia 622, 7 (Anfang d. II. J. v. Chr.); €?(y*r?;nj[p*a] add. 453, c, 4 
(II. J. V. Chr.); iiairrjTTjQia 470, 34 (I. J. v. Chr.); [€i]aiTr}rrigta, i^trrjTriQta 481, 33. 58 
(52/42 V. Chr.); laiTr][ji(j]Qia (sie) 482, 8 (39/32 v. Chr.) etc. Herw. p. 49. Aber aas 
später Zeit: l^rriQia CIA. III, 1184, 21 (217—225 n. Chr.). 



— 119 — 

b) diejenigeD mit der Ableitungssilbe -r^^ (-dat-rf^, -qa-ri^g); 

c) diejeDi'geD mit der Endung -ivtjg {Aiaxivt^q^ ^ßlrrlyf^, 
Asnxiviiq) ^•*«). 

2. Doch lassen sich seit dem IV. Jahrhundert bei diesen Wörtern 
vereinzelte Lbei^änge in die III. Deklination nachweisen: KalX^ddovq 
(IV. — III. J. V. Chr., Anlehnung an Wörter auf -ord-iyc, wo d zum Stamme 
gehört) ^®*^); OsqsxXiidri (Akkus., IV.— III. J. v. Chr., Anlehnung an Wörter 
auf '€feid-fiqy^^)\ ^Avitfpdxovq (334 v. Chr., Anlehnung an Wörter auf 
-x^ofr-175)^®^*); Alaxivovg (Anfang des IV. Jahrhunderts, Anlehnung an 
Wörter auf -x^fV-iyc)^*'^); il/woi"?^®"*). 

b) Kasusendungen. 

3. Die Form dxayd^a (nicht äxard-tj) wird als attisch erwiesen 
durch eine Inschrift von 408 v. Chr."^"*); ebenso erscheint x^f**«'*'« ^ 
späteres x^f*^^'^^^^^*)- 

4. Für äyxoivri (vgl. die Lexika) bieten die attischen Inschriften 
ayxoiva'^^^^)'^ ebenso ist xokXa attische Form*°*^»). 

5. svd^vva (= sv&vvrO ist zu belegen durch eine Inschrift von c. 
350 V. Chr. 1^»«). 



1088) Aio/Jvov CIA. I, 299, 13 (444/434 v. Chr.); H, 703, 3 (341 v. Chr.); - "El- 
nivov II, add. 66, zweimal (356 v. Chr.); 803, c, dreimal (342 v. Chr.); 809, c, 50 
(325 V. Chr.). — A^mCvov (neben fpiloxvöovq, UavaiaxovSy Aeton fid^ovs) II, 946 
(400/350 V. Chr.); Atmirov (neben Zojoty^vovg) 803, c, 117 (342 v. Chr.); AU]7TTi\v]rf 
add. 834, b, II, 44 ^329 v. Chr.). — Ebenso auch in andern Dialekten; vgl.: Asniivtta 
Archilochos tetr. 70, 1 (VII. J.); AertTiiag, AsTuCva (Gen.), Achaia (III. J. v. Chr.) CD. 
267, A. Dahin gehört auch der Dichtername IlQaT£vag = IlQfOTtyrjg, — Vgl. N. 1091. 

1089) KaXlidöovg Rang. II, 1358 (IV.— III. Jahrb.). Weckl. p. 23. Der Buchstabe 
I hat in der Inschrift schon die Form ohne senkrechten Strich. — Kallia^ov z. B. 
CIA. II, 660, 46 (390 v. Chr.). — Vgl. Note 1187, Schlufs. 

1090) <psQtykt(6ri (Akkusativ) CIA. II, 772, A, H, 7. 11 (IV.— III. J., vgl. zu iNr. 768). 
Riem. Rev. IX, p. 72. 

1091) :4rTiqdTov CIA. II, 553, 28 (kurz [nach 403 v. Chr.); :AiTi(faiovg 804, B, a, 
74—75 (334 v. Chr.); 1179, 2. — Bei den Wörtern auf -tij? findet sich vereinzelt 
(dorisiereod) auch -lag geschrieben: [Bso\S(XTag, tragischer Dichter, CIA. II, 977, 
b, 4 (Mitte d. III. J. V. Chr.). Vgl. Uvuqartt CD. 229, B, 22 (500-450 v. Chr.). 

^^^'^)Aiax(vovg Rang. 1523 (non ita multo post Eucl) neben Aia^irov ibid. 1617. 
1645. 1660, nach Weckl. p. 23. 

1092.) Mavovg, zu Mavrjg Def. 109, 3. 6 (III. J. v. Chr.). 

1093) CIA. 1, 324, c, II, 5 (408 v. Chr.). 

109*) CIA, IV, 1, c, 277, d, 5 (415 v. Chr.). 

1095) llyxoiva CIA. II, 794, b, 20 (356 v. Chr.); 795, f, HO (352 v. Chr.); 807, a, 
144, 161. 181; c, 45 (330 v. Chr.); 728, B, 15. 23 (nicht vor 312 v. Chr.). . 

1095 a) x6lka CIA. II, 834, b, I, 68 (329 v, Chr.). 

1098) süf^vvttv CIA. n, 578, 17 (nach 344/340 v. Chr.). 



— 120 — 

6. ax^vdvltj (= (T/^vcfi^Aa) begegnet auf einer Inschrift des Jahres 
329 V. Chr.) ''''). 

7. Fremde Personennamen auf -ag bilden in den öffentlichen Ur- 
kunden des V. und IV. Jahrhunderts den Genetiv auf -ov (nicht -a): 
JlsQÖlxxov, ""Aiivviov^ ^Agvßßov u. s. w.*°^^). Dagegen findet sich -a 
auf einer Privatinschrift, im Namen eines Atheners! (Anfang des V. J. 
V. Chr.^°«^). 

8. Ionische Genetive auf -8(a begegnen in der klassischen Zeit nur 
einmal auf einer Liste von Verbannten aus Thasos (c. 400 v. Chr.)^^°°). 

9. Die späte Kaiserzeit kennt Genetive auf -iy, olY.aixij {=ol- 
xsTOv), IlattixQaifj^^^^). 

10. Im Dativ wird seit 380 v. Chr. infolge der oben (§ 15, b) be- 
handelten Lautvorgänge vielfach ei. für i^ geschrieben. 

11. Der Genetiv Pluralis zeigt schon in den ältesten Zeiten die kon- 
trahierte Form auf -cop: 6QXfj(^T(av (VII. J. v. Chr.)^^°^). 

12. Im Dativ Pluralis findet man in der Prosa bis 420 v. Chr. die 
Endungen -aai^ und -^tr*"^^) und zwar: 

a) -ao** nach Vokalen (Iota) : [ivQiccai^, Ta[ji,ia(!i,''EXlfjyoTafAia<ti>; 

b) -fj(^i^ nach Konsonanten: älXfjc^i, anddriav, avi^cti, öiifio- 
TfjOi, dixfjüi^j dQaxiJj^(^i, 'EXlfivixij(Siv, srcKSTdiridv^ fiv<TTfjai^ 
pvp(pflöi, (frrjlfjc^i^ T'^at,^^^*). 



1097) axev^vXri CIA. IV, 2, 834, b, I, 25 (329 v. Chr.). Riem. Rev. IX, p. 69. 

1098) neqSUxov nebeo mQÖlxxa, neQäCxxav CIA. I, 40 (42S v. Chr.); "AfAvvxov 

II, add. 15, b, 10. 17 (382 v. Chr.); 'Jovßßov oeben "Agvßßas, "AQvßßuv II, 115 (342 
V. Chr.); ^Aq^Hov 1023, 41 (IV. J. v. Chr.). — Doch, wenn die Ergänzung richtig ist 
KaqifCva, 2 mal CIA. II, 121 (338 v. Chr.). Die späte Zeit der Inschrift verbietet 
wohl KaQq.(vo (= ov) zu lesen ; BovkaQxog AafxoxXia Idxa^avTiöog II, 968, 30 (II. J. 
V. Chr.). Vgl. Dieterich p. 171 f. In der Kaiserzeit erscheinen viele, Genetive auf 
-a zu Namen auf -«?, s. Viteau p. 244; auch von Appellativen olaXä (=^valä) CIA. 

III, 3436 (vgl. N. 1062). 

1099) XaiQBÖYifiov 4^iX^a (man vermifst vor dem zweiten JNamen auch den Artikel, 
vgl. unten, Note 1781) CIA. IV, 1, b, 373, 121 (Anfang des V. J. v. Chr.). 

"00) ^H]QaxXBldib3 CIA. II, 4, b, 19 (c. 400 v. Chr.). 

1101) oixaCxri CIA. III, 3513, 3; naOixQnTrj 111,3464,4; "Eniifdvri 3459 (christ- 
liche Grabschriften). So neugr. xX^tfTrj, vgl. llatzidakis, Einleitung 76. S. auch 
Dieterich p. 170 f. 

1102) Mitt. VI, p. 106ff. (=CIA. IV, 1, b, 492, a, (älteste aller bis jetzt bekannten 
attischen Inschriften); über die Zeitbestimmung vgl. Kirchhoff Mitt. VI, p. 118. 

»03) Weckl. p. 5—10; Cauer p. 402—411; G. Meyer p. 476f. Man hat gänzlich 
abzusehen von den dorischen tituli donarii des Archedemos CIA. I, 423 — 425. 

1104) a) Formen auf -ä ort (in chronologischer Reihenfolge): rafiCaai CIA. IV, 
1, b, 1, b, 3 (-=1V, 1, c, p. 138, Tab. II, Z. 25, vor 480 v. Chr.); [i^afitaat CIA. I, 18, 
(-=IV, 1, c p. 138, Tab. II, Z. 8, vor 480 v. Chr.); ^EXXri]voTcifÄCaö[iv] 187, 12 (nach 
444 V. Chr.); Tct^iaatv 141, 3 (434 v. Chr.); 117, 3. 5 (434 v. Chr.); 'EXkrivorafAlaat 



— 121 — 

13. Nur vereinzelt begegnen -ät^v (aittif) und -fiiti (blofs 3 In- 
schriften) und zwar: 

a) -()cai nach Vokalen (Iota): fAVQi(x<ti^ %Mctai>\ 

b) -fiai, nach Konsonanten: dga^fifjoi^, inomriai^ Tfjai^^^^). 

15. Seit 420 v. Chr. tritt in der Prosa (mit einer gleich zu er- 
wähnenden Ausnahme) die gemeingriechische Form -atg ein^^"^). 

16. Eine Inschrift des Jahres 418 v. Chr., auf den Kultus bezügHch, 
enthalt noch fast durchgehends die alten Endungen, zum Teil mit falscher 
Verwendung von a und ij: Tafiiqai, ^iXiccai^ ÖQaxfJt^^cfi', fiVQifjcSi (sie!), 
neben ccTTodsxzaig^^^^). 

17. Über den Gebrauch der Dualformen auf -a und -aiv entnehmen 
wir den atiischen Inschriften folgende Thatsachen^^^^): 



IV, 1, c p. 159 seqq. A 16. 18. 20. 22. 26 (431 v. Chr., neben 'EXXrjvomfAiaig ebd. C, 
11 — 12, von 411 V. Chr.) ;rafi{(XGcvU, 122, 3 (429 v.Chr.); 123,3(428 v. Chr.); 130, 2 
(425 v. Chr.); /nvQiaai, [uvoQaaty \jÄV(>yaai 37 fg. 4; in, 19; m, 26 (425 v. Chr.); 
jauCaOL 131, 2 (424 v. Chr.); 132, 2 (423 v. Chr.); [jolfjiiaai 153, 2 (422 v. Chr.); 
Tautaai 170, 2 (422 v. Chr.); 171, 2 (421 v. Chr.); [Ta/j.](aat 172, 2 (420 v. Chr.); 
icifxCaai (neben Ta^u(atg) 32, B, 20 (420 v. Chr.); lufxiaatv 47, a, 4 (nicht nach 420 

V. Chr.). 

ß) Formen auf -i?(y*: ^Qaxfifj[ai CIA. IV, 1, c, p. 138, Tab. II, 16. 17 (vor 480 
V. Chr.); ö^a/lurjat IV, 1, a, 1, C, 23 (vor 456 v. Chr.); ibivaT[r}a]LV (Raum für nur 
2 Buchstaben), avTrjat 1, 1, B, 5. 31 (vor 456 v. Chr.); [IncaTciJTrjaL 291, 6 (c. 452 
V. Chr.); ^txccajijffi IV, 1, a, 22, a, frg. c, 15 (450/447 v. Chr.); [iniaidTT}]ai I, 284, 1 
(vor 444 V. Chr.); [ilmaT]KTr]ai 288, 14 (vor 444 v. Chr.); Trjai [&]Ur}[ai] 28, 5 (444/440 
V. Chr.); i^rjf^ojriai IV, 1, b, 35, b, 5 (440/432 v. Chr.); i7i]iaTatriai IV, l,c, 299, a, 2—3 
(440—32 v. Chr.); IV, 1, c p. 147 sq. A Z. 1 (433 v. Chr.); 'EUrivixijaiv, aXXriat, 
ccmiarjaiy ctvirjoi, rrjac CIA. IV^ 1, b, 27, b, 15. 30. 31 (439 v. Chr.); intaraTtjai CIA. 
I, 298, 3 (=IV, 1, c p. 146, c, 438 v. Chr.); li7iiaTaT]t]ai 299, 3 (444/435 v. Chr.); 
i7iLaTctTi]ac 301, a, 1 (432 v. Chr.); rrjai, [jrjjoi, noXeaiv^ [t^(>«]/i"^[^*] 37, i, 31; p. 47; 
h, 20 (425 V. Chr.); ir\aL aXXr^at IV, 1, c, 27, c, 5 (444—431 v. Chr.); rijai, h rrilai 
atnXr)]ai I, 40, 43. 14 (424 v. Chr.); [IniG^TaTTioi IV, 1, a, 315, B, 3 (vor 420 v. Chr.); 
I, 317, 5 (vor 420 v. Chr.); vvvtpnoi CIA. IV, 1, b, 503, a (500/450 v. Chr.). 

H05) Formen auf -cjcai: xtXiaac (neben aXXrjat, dnaarjat, avTTJaty^JEXXrjVixrjotVy 
jijiTi) CIA. IV, 1, b, 27, b, 20 (439 v! Chr.); fivqCaai (neben xriöi) CIA. I, 40, 38 (424 
v. Chr.). Der Wechsel scheint zu beweisen, dafs « lang und Iota zu subscribiercn ist. 

Formen auf -riai: [ln6]7mriai, TJaW, Tj<r* CIA. I, 1, B, 7. 25. 30 (vor 456 
v. Chr.); 6Q[ax^HIa]i (die Lücke verlangt 6 Buchstaben) 40, 38 (424 v. Chr.). 

Die Formen ifQaöalai (CIA. I, 423, 3) und ÖQOLXfJ-alGt (48, 6), welche Cauer p. 408 
noch zitiert, fallen aufser Betracht, da die erstere aus einer dorischen Inschrift stammt 
(vgl. Note 1103), und bei der letzteren die Zeile hinter dem i, abbricht, also nicht 
gesagt werden kann, ob der Buchstabe zum vorhergehenden oder zum folgenden Worte 
gehört hat. 

^^^^) Die frühesten Spuren sind: 'EXXrjVOTctfxfaig, [X''X(](xtgy ^Qa/juaTg CIA. I, 273 
(nach 422 v. Chr.); ^[7it(TTc<Ta]ig 320, 8 (420 v. Chr.). 

'Jo^ CIA. IV, 1, b, 53, a, 10. 17. 20 (418 v. Chr.). 

i'os) VVeckl. p. 13 ff.; Riem. Rev. V, p. 165; Keck p. 11; p. 37 u. s. w.; Hasse, 
der Dualis im Attischen 1893. 



— 122 — 

a) Die Substantiva der ersten Deklination auf -er, -tj, -ag, 
jjg bilden den Dual auf -or, -mv: iaxdqce^ xXit^a, dxi^Xay Tagiia, 

(ftaXa; ÖQ^Xficctp, ruisqaiv^ (STijkaiv, Ta^iaip^'^^^}, 

b) Die Adjektivformen auf -a, -jj bilden den Dual gewöhn- 
lich, doch nicht immer, auf -a, -aiv: aqyvqä^ noixiXa, %cikyLa^ 
XQV(fä\ Xid'ivaiv — aber auch vereinzelt (xXifjbaxs) fisyccXco, h&iv(o 
(sc. acfgaytöty^^"^). 

c) In den Partizipialformen auf -a, -ij ist der Dual auf 
-a, -aiv ebenfalls nicht allein herrschend: xakvipafiipa, neben 
kmopTS (sc. Aidtag Evpofiirj i:«)^^"). 



^'09) Chronologisch geordnet sind die Stellen folgende (vgl. Hasse 1893, 21 ff.): 
(ävoTv) ^Qax/^ccTv CIA. IV, 1, c p. 139, n. 18-19, I, fgh 4 (c. 485 v. Chr.); ar^Xa IV, 

I, b, 27, b, 51. 53 (439 v. Chr.); arrikaiv ebd. 49; IV, 1, c, 27, c, 23 (c. 430 v. Chr.); 
[(f.]tdXa CIA. I, 141, 4 (434 v. Chr.); ifiaXa 123, 11 (428 v. Chr.); (fiaXa 130, 7 (425 
V. Chr.); 172, 19 (420 v. Chr.); (^votv) ÖQttxfJialv 273, f, 31 (nach 420 v. Chr.); (f.iaka 
128, 8 (415 V. Chr.); IV, 1, a, 175, a, 5 (420—410 v. Chr.); I, 135, 7 (412 v. Chr.); 
138, 6 (409 V. Chr.); ri^iQaiv IV, 1, c, 321, 1, 27 (409 v. Chr.); TQoxdfCa IV, 1, c, 225, 
A, I, 31 (408 V. Chr.); [^Qttx]f^aiv 324, a, II, 9. 14 (408 v. Chr.); [^]Qaxf>iat:v 324, b, II, 
3 (408 V. Chr.); nsgova IV, 1, b, 331, e, 10 (vor 407 v. Chr.); Ntxaiv IV, 1, b, 331, e, 6 
(vor 407 V. Chr.); (fnxXa 140, 6 (407 v. Chr.); (piccXa, xXCva Franz p. 169, Z. 16, 18 
(404 V. Chr.); rctfila CIA. I, 79, 14 (444—403 v. Chr.); TafxCaiv II, 570, 3 (c. 403 
v. Chr.); [av^roxaaiyvnra II, 4308, 2 (V.— IV. J. v. Chr.); lox^Qu 675, 41 (nach 400 
v. Chr.); ifiaXa II, 649, 6—7 (vor 398 v. Chr.); naQaataTa II, 789, b, 44; 790, b, 4. 15 
(373 V. Chr.); 803, b, 76 (343 v. Chr.); jctfiCatv add. 834, b, I, 35. 38; II, 2. 75 (329 
v. Chr.); tjfiigaiv ibid. b, II, 42; IV, 2, 834, b, 1, 34 (329 v. Chr.); ngoiaveiaiv ebd. 
Z. 24; rafxCttiv ebd. 1, 35. 37. 58; II. 30. 37; II, add. 823, b, I, 3 (329 v. Chr.); ^ialv 

II, 1559, 1 (IV. J.); III, 701, 5 (Poesie, 260 n. Chr.); 828, 5—6 (Kaiserzeit). 

"10) ipi^Xa aQyvqa CIA. 1, 123, 11 (456 v. Chr.); arriXatv Xi&tvaiv IV, 1, b, 27, b, 
49 (439 v. Chr.); [(fiidXa xQvaä CIA. I, 141, 4 (434 v. Chr.); (fiaXa dgyvqa 130, 7 
(425 V. Chr.); [(ftdXa] agyvQa 170, 20 (422 v. Chr.); (ptdXa agyvga 172, 19 (420 v. Chr.); 
[(fiidXa ccJQyvQci 125, 9 (418 v. Chr.); (fidXa dgyvQa 6vo IV, 1, a, 175 (415 v. Chr.); 
I, 135, 7 (412 V. Chr.); 138, 6 (409 v. Chr.); üffgaylöe va[XCi'a TTotjxtXa II, 652, ß, 35 
(398 V. Chr.); la/dga x^^^-^ ß'^^, 41 (nach 400 v. Chr.); /pütf« oivdv[»n\ III, add. 
238, a, 11 (Kaiserzeit, unsicher). — Xi&Cm^ welches Weckl. p. 13 aus CIG. I, 151 
anführt, wird von Köhler, CIA. II, 667, 40 (385 v. Chr.) als Neulr. Plur. aufgefafst, 
und mit Recht, wie das folgende l;fov zeigt. — xXi/uaxs /ueydXü) || , afÄtxgd \ CIA. IV, 
1, c, 225, c, A, I, 30; 225, d, B, 5—6 (408 v. Chr.); [<y(fg]aym Xi^iro) CIA. II, 652, A, 
45 (398 v. Chr.). Eine andere Stelle; IIENT XQvaai atpQayUE 6uo (Böckh, Slaats- 
haush.* II, p. 285) gehört nicht hieher, da eine neue Kollation der Inschrift (CIA. II, 
668) negtxgvaco aifgaylSe 6vo ergeben hat. Hasse 1893, 21. 

^'^^) xaXvxpafiiicc und XcnovTS neben einander KE. 1110 (Poesie, II. J. v. Chr.); 
nach Hasse 1893, 36 u. Fufsn. 1 werden im Ptc. die Formen auf -e lediglich aus 
metrischen Gründen weibl. gebraucht. ]Nicht hieher gehört das schon von Weckl. 
a. a. 0. zitierte Ix'^vaa (CIA. II, 652, 45, von 398 v. Chr.), da das Partizip, wie das 
entsprechende l/ov (667, 40) zeigt (und übrigens auch aus dem ri[ö'kiiga] hervorgeht), 
als Singular aufzufassen, also txovaa zu akzentuieren ist. So Graux, Rev. de phil. 
I, 223, welchen Keck p. 37 nicht widerlegt hat. ßovXevofxivaiv CIA. IV, 2, 7, b, 9—10 



— 123 — 

d) Bei den Pranominalformen auf -a, -n ist der Dual auf 
-of, -aiy nicht zu belegen: TOt/Votj^ (sc. (pidlai^v), olv (sc. xXi[id- 

e) Beim Artikel sind Dualformen auf -a, -atv selten: tw 
arijka^ Totv Nixaip, rw xXifiaxe, xotv noXioiv, woneben das 
jüngere xatv d-satp^^^^). 

c) Kontrakta der a-Stämme. 

18. Die kontrahierte Form ^EQfi^g begegnet schon auf einem alten 
furchenförmig beschriebenen Grenzsteine aus dem Anfang des VI. Jahr- 
hunderts ^^^*). 

19. ''AS'rivä (für ^Ad'^vaia, "^A&fipda) findet sich vereinzelt seit dem 
VI. Jahrhundert. Herrschend wird diese Schreibweise aber erst seit 362 
V. Chr. — In der Kaiserzeit auch wieder "^A^fjrccia^^^^). 



(=DS. 62) steht in eioem ergänzten Passus. — Bekker an. I, p. 368, 1 — 2: xal yccQ 
x^^QTiVTKL img ccQaevixaZg fiero^aTg civil toSv d-TjXvxtov noXXaxiS' Riem. Rev. 
IX, p. 69. 

**") (fCttXtt ;^()i'flra ovo aiad^fxov i[o]iJto/|/ CIA. I, 141, 4 (433 v. Chr.); [xov]toiv 
143, 7 (432 V. Chr.); [(fidla aQyvgä \\ ai]a^fx6v tovtoiv 129, 9 (426 v. Chr.); (pioila 
ttQyuQÜ [pTaS-fji]ov tovtoiv 131, 7 (424 v. Chr.); [(f)L'Xa uQyvQcl, aTad}/Li6v tovtoiv 
132, 7 (423 V. Chr.); [(fidXa d]QyvQci || , üTa^fiov tovtoiv 125, 9 (418 v. Chr.); 140, 6, 
(407 V. Chr.); X^Q\^^^^^ II > OTad^iibv tovtoi,[i] 157, 11 (418 v.Chr.); afjufiöiai /Qvaat [\[]i 
araf^fiov tovtoiv 652, A, 28 (398 v. Chr.). — tw xXtfxaxs . . iv olv 319, 18 (444/403 
V. Chr.); olv ri nlOTig diifxuvsv (von zwei Schwestern) KE. 82 (= CIA. II, 3840, 2, 

IV. J. V. Chr.). Keck p. 29; Hasse 1893, 17 (wo auch eine Reihe ergänzter Stellen 
angeführt wird). 

H13) joiy ^goTv CIA. IV, t, a, n. 1, frg. C, 8 (500—450 v. Chr.); rw crr^Aa, Tut 
^£(6 (Demeter und Köre), toTv &€otv CIA. IV, 1, b, 27, b, 4. 12. 37. 42. 46. 48. 51. 53 
(439 V. Chr.); IV, 1, 2, p. 130 frg. d, 4 (V. J. v. Chr.); IV, 1, 3 225, k, 10. 17 (422—419 
v. Chr.); tm xXffzaxf I, 319, 18 (444/403 v. Chr.); toiv ^solv II, 660, 33. 36 (390 

V. Chr.); 661, d, 12 (kurz nach 390 v. Chr.); [t]oi> noXioiv IV, 2, 7, b, frg. b, 2 (394 
V. Chr.); toTv Nlxaiv IV, 1, b, 331, e, 6 (nach 407 v. Chr.); toiv d^eoTv II, add. 834, b 
(12mal); IV, 2, 834, b (12mal) (329 v.Chr.); IV, 2, 574, e, 11 (321/0 v. Chr.); II, 1552, 
1 (IV.— III. J.); 1520, 5 (wohl m. J.); toiv, von zwei Schwestern, 3840, 1 (IV. J.); 
TOilvx^QoTv 744, B, 9 (Ende des IV. J. v. Chr.); tu) »W 1345, 1—3 (IV.— III. J.); T^t &€(p 
(sie) 605, 12 (IL J. V. Chr.); III, 5, 22 (117—138 n. Chr.); EA. 1887, Ulf., nr. 12 (röm. 
Zt.); ToTv »sotv CIA. III, 5, 13 (117—138 n. Chr.); 6, 12 (II. .1. n. Chr.); 930, 4 (Kaiser- 
zeit); EA. 1885, 145 f. n. 23 (I. J. n. Chr.). — Aber neben der späteren Femininbildung 
&€ci: TccTv &€alv CIA. II, 1559, 1 (IV.— I. J.); III, 828, 5—6 (Kaiserzeit, nicht genauer 
datierbar). Hasse 1893, 15 ff. — Das Nebeneinander von tw und t« in gleicher Ver- 
wendung brachte auch Kontaminationsbildungen wie tu 6k Ta/nta CIA. I, 79, 14 (444/403 
v. Chr.) hervor, wo vom Standpunkt der regelrechten Grammatik ein Fehler 
vorliegt. 

»114) CIA. I, 522 (Anf. d. VI. J. v. Chr.). 

ii»5) Vgl. oben, S. 31 N. 157. — U&rivait^ CIA. III, 69, 5 (II. J. n. Chr.). 



— 124 — 

20. Von andern kontrahierten P'ormen der klassischen Zeit erscheinen 
fii^ä, y^, xvp^, xwA^, avx^ (aber a/Liy*rf^a)^^^®), 

21. Für ßo^Qccg war im V. Jahrhundert noch ßoqsag im Gebrauch ^^^^). 

d) Einzelnes. 

22. Von ^'Ayqct erscheint in der älteren Zeit nur der Singular, ebenso 
nur Alyd^^'^^), 

23. Nach Art des spateren Epos erscheint x^i^cor^*«*!^« als Nomi- 
nativ gebraucht in einem Epigramm des V.J. v. Chr.^"®). 

24. Für den Vokativ ditsnoxa erscheint auf den Def, einmal die 
Analogiebildung dianoxa'^^^^^). 

§ 49. O-Stäinme. 
a) Zugehörigkeit. 

1. Die Abhängigkeitskomposita vom Stamme ägx-oo endigen im Atti- 
schen — gleichviel, ob sie bürgerliche oder militärische Ämter bezeichnen 
— auf-a^%o^ (nicht -aQXf]g)i yv^pccctiaQXog, d'^fiaQxoc, iniiquiiqaQxoc^ 
innaqxog, xoifiaqxog, XafiTcccdaqxog, ns^aqxog, nsqmokaqxog, noXiiiaq- 
Xog, awrqvriqaqxog, ra^laqxog, TO^aqxog, rqi^ijqccQXog, TqiXTvaqxog, (pqa- 
rqlaqxog^ (pqovqaqxog^^^^), — Ebenso in den zahlreichen Eigennamen: 



H18) fAVcov CIA. I, 9, 3. 5 (464/457 v. Chr.); f^vat II, 807, b, 100 (330 v. Chr.); 
yrjv IV, 1, b, 27, b, 57 (439 v. Chr.); xvvfjg II, 678, ß, 6 (378/366 v. Chr.); xodX^ EA. 
1883, 269ff., 5 (396 v. Chr.); CIA. II, 610, 5. 6 (IV. J. v. Chr.); [G]vxatg 577, A, 10 
(IV. J. V. Chr.). Umgekehrt att. a^KfiSia EA. 1887, 26 ff., Z. lü. 14. 15 (436/401 
V. Chr.); CIA. IV, 2, 834, b, II, 99 (329 v. Chr.) gegenüber oifjLCfiöal Bull. 14, 402 ff., 
Z. 18. 115; äfUfiSri ibid. Z. 19 (Delos, 279 v. Chr.). Vgl. Schweizer, p. 139. 

"17) Ober ßoQ^agy ßo^^a&ev s. S. 100 N. 898. 

i»i8) Mrjiobgh "'AyQag (Gen., vgl. unten § 85, 18) CIA. 1, 273, f, 23 (nicht vor 
420 V. Chr.); Iv Tot[g 7iQ]og '!dyQav /uvarrjoCoig II, 315, 9 (282/280 v. Chr.). — Iv 
'^yQac[s] CIA. III, 319 (Kaiserzeit). — M^xdXog l^;f«£o? i^ Aiyag CIA. II, 2745 
(IV. — I. J. V. Chr.). Zur Erklärung des Plurals hat mau nicht sowohl an Johansson's 
Lokativhypothese (Bezzenb. Beitr. 13, 111 ff.) als an Namen wie ^Chnnoi, KXitovaC^ 
TloTVCKi, ^AXalxofi€V(f£ zu denken (vergl. Kretschmer, Einleitung 418 f.): allerdings 
gehen dieselben in jüngerer Zeit eher zurück. 

1119) äyQag, Tiv ol Ilovtoju^^cjv xQ^]f^oTQ{a[t]v' enoQev CIA. IV, 1, c p. 179 zu 
p. 80 n. 373, 9. 

1119a) /JianoTE IIPMII (= 'Eq fATJ) Dcf. 89, b, 1, wenn mehr als Schreibfehler 
neben d^anoja 'JEo^fj 89, a, 1. 

ii'O) yvfivaaCdQxog CIA. II, 594, 4 (127 v. Chr.) u. s. w. ; öv^aqxog 571, 3 (IV. J.); 
PniTQn]QaQyog Mitt. V, Beilage zu p. 86 (356 v. Chr.); InnuQxovg Mitt. II, Beil. zu 197 
(361 V. Chr.); xu^agxog KV. 194 (altattisch); [XafinciöaQY/oi, EA. 1883, p. 167—8, 
Z. 28 (V. J. V. Chr.); 7z[^Cla()/o[<] CIA. II, 88, 8 (376/356 v. Chr.); nSQinöXaQxogW, 2, 
574, g, 2 (IV. J.); 1219, b, 1.5 (Ende des IV. J. v. Chr.); [7io]Xsfitt(ixt9 H, I U 10 (396/387 
V. Chr.); avvToirjoaQxog 808, a, 151 (326 v. Chr.); ta^ittQxovg 12, 13 (nach 390 v. Chr.); 



— 125 — 

^Ayd&aQxog, etc. — Doch erscheint 324 v. Chr. eine Finanzbehörde aus 
dem Demos Athmone mit dem Namen: (jbSQcegxai^^^^). In der Raiserzeit 
kommen dazu die Wörter: vsapi^dxccQXfjg , ^vOTdQXfjc, avdrQSfifjiaräQ- 

2. Die Endung -og (nicht -^c) haben ferner die Wörter auf -voiiog 
{äyoQapofiog, yscovofiog, xXtjQOvöfiog)^^^^) und -noiog {^coQaxoTioiog, 
IsQonoiög)^^'^^), 

3. Neben OTtlofiaxog (das Wort erscheint erst seit dem III. Jahr- 
hundert v. Chr.) findet sich auch -lyg"**). — In Eigennamen ist nur -o^ 
überliefert: Ev/,iaxog, Kakki^iaxog, Avciiiaxog u. a."^^). 

4. Für „Göttin" verwendet die klassische Zeit ij d-eog^ also: ii d^eog 
(= Athene), xda d-sd (=Demet'er und Persephone)^^^^); aber in Gegen- 
sätzen: d^aög xal i^ d^sd (= Plulon und Persephone), ToXg öcoösxa 
d^eoXg xal zatg asfipatg d-eaXg. — Erst in nachklassischer Zeit findet 
sich ^ d^sd auch ohne solche Nötigung: %dg &€dg, ratg d^eaXg (282 
v.Chr., etc. = Demeter und Persephone)"^®). 

To^ttQxoi I, 79, 6 (vor 403 v. Chr.); TQtfiQaQxoig I, 55, a, 12 (416 v. Chr.) u. s. w.; 
TqmvttQXovs H, 297, 32 (299 v.Chr.); (fQaiqiaqxoi 600, 5 (300 v.Chr.) u. s. w. ; (fQovQ- 
KQxov I, 9, 13 (470/460 v. Chr.); ifvXuQxovg II, 90, 3 (356 v. Chr.). — Herw. p. 67; 
Riem. Rev. IX, 68. 

"2») CIA. II, 580, 3. 7 (324 v. Chr.). — Herw. p. 58; vgl. Stahl p. 54. 

1122) vsttviaxaQxns CIA. HI, 1162, 8 (c. 190 d. Chr.); ^vamgxvv 1080, 17 (41/54 
n. Chr.), etc.; ovaTQeufAccTccQxrjg 1155, 6 (180/210 d. Chr.)' etc. Vgl. Schweizer p. 144. 

^'^^) ol ayoQttVOfjLoij rotg ayogavofiovg, rovg dyoqavofxovg CIA. IV, 2, 192, c (320 
V. Chr.); ysMVofxovg CIA. I, 31, A, 6 (444/440 v. Chr.); xXrjoovofxog II, 804, A, b, 36 
(334 V. Chr.), etc. 

"24) r9(üQay.onoi6g CIA. IV, 2, 611, b, 3 (302 v. Chr.); Uqonoiovg IV, 1, b, 27, b, 
35 (439 V. Chr.), etc. — Vgl. vstoTioTcti DS. 186, 1 (c. 302 v. Chr.) aus Ephesos. Dazu auch 
Beispiele bei Schweizer p. 142 Fufso. U 

i'28) dnXofidxrjv CIA. II, 338, 10 (280/262 v. Chr.), etc. — bnXofxdxov 465, 12 
(kurz vor 100 v. Chr.); 467, 52 (c. 100 v. Chr.); 468, 35 (c. 100 v. Chr.), etc. 

"»6) Eh&v^axog KV. p. 32 (VII.— VI. J. v. Chr.); Evfiaxog CIA. II, 334, d, 9 
(270/265 V. Chr.); KaXX{/naxog II, 872, III, 21 (341 v. Chr.); Avai^axog 109, 3 (347 
V. Chr.) u. s. w. Vgl. auch deo Index zu CIA. I, p. 338 — 342. 

11") ri &€6g CIA. IV, 1, b, 27, b, 4. 12. 37. 46. 48. 53 (439 v. Chr.); I, 176, 6 (426 
V. Chr.); 37, g, 22 (425 v. Chr.); 320, 4 (420 v. Chr.); 324, a, 64 (408 v. Chr.); II, 660, 
33. 36 (390 V. Chr.); 661, d, 12 (c. 390 v. Chr.); 672, 34 (376 v. Chr.); 61, 8 (358/353 
V. Chr.); 610, 4. 20. 15 (350/300 v. Chr.) ; add. 834, I, 2. 3. 35. 37. 38; II, 1. 2. 5. 75 
(329 V. Chr.); IV, 2, 834, b, I, 35. 37. 38. 40. 58, II, 2. 3. 13. 30. 37. 51. 68. 72. 88. 90 
(329 V. Chr.); II, 624, 11. 27. 33. 35. 36. 37. 39 (II. J. v. Chr.); 605, 12 (II. J. v. Chr.). 
Herw. p. 53; Riem. Rev. V, p. 169; IX, 68. 

»»28) Für [xoi]v ^(cci[t] EA. 1883, p. 167—8, 26 (440/432 v. Chr.) wird jetzt CIA. 
IV, 1, b, 35, b, frg. a, 26 [Trj]v i^iav gelesen (= „Schauspiel"), r^ ^6^ xai Tjj" ^6^ 
IV, 1, b, 27, b, 39 (439 v. Chr.); loTg 6(ü6sx[a &]soTg xal raTg aifivalg &€ttig II, add. 
57, b, 8—9 (362 v. Chr.). — [ja]tg [d-]stt[i]g, [r«]? &€dg 315, 23. 28 (282 v. Chr.); 
Tttig &eKTg IV, 2, 619, b, 26 (III. J. v. Chr.). Riem. a. a. 0. 



— 126 — 

b) Kasusendungen. 

6. Über oi im Dativ (Eleusis) s. oben § 21, 11, S. 66. 

7. Entsprechend dem -adi. und -fjat^ der a-Stämme begegnet in 
den Dekreten von 500—444 v. Chr. neben -oig vielfach -OKti^^^^^). Beide 
Formationen sind bis 444 v. Chr. ungefähr gleich häufig ^^^°). Seit 444 v. Chr. 
hört der Gebrauch von -oidi auf. Es findet sich nur noch: 1) in der Schwur- 
formel eines Dekretes von 434 v. Chr. im Worte ""A&fjvaloia^v (neben 
sonstigem -oig); 2) in den Quittungen der iftiaTccTai ^EXavaivod^sv für 
die Jahre 422—19 v.Chr.) in der Form olar, 3) auf einem Demendekret des 
Jahres 403 v. Chr. in der Form oaotctv^^^^)^ 

7 a. Eine in der ganzen Gräcität vereinzelt auftretende Umbildung 
nach der konsonantischen Deklination erscheint in "'AqiatavdQog als 
Genetiv 11«^»). 

c) Kontrakta der o-Stämme. 

8. Im Worte voog wurde oo schon in frühester Zeit in ov kontra- 
hiert: vovp (VI. J. V. Chr.)^^^^). In der klassischen Zeit zeigen auch die 
damit gebildeten Eigennamen gewöhnlich Kontraktion: 2o)aivovg^ ^Avzivov 
u. s. w. Doch finden sich offene Formen in Namen von Bürgern schon 
seit dem IV. J. v. Chr.^i^s)^ 

9. Nur kontrahierte Formen haben ferner: ddskipidovg, sxnXovg, 
xayovy, naQccnkovg, nkovg, üqonXovg (Schififsname), /vov^^^**). 



^^'^) Zwischen -ovai und -oig schwanken schon die ältesten prosaischen Id- 
schriften des V. Jahrh., vgl: rolai, axoX[ovd]oiatVi «XXoioiv, *A^riva£oiOiv^ ^[vlarij- 
QCoiaiv neben joTg CIA. 1, 1, ß (lange vor 456 v. Chr.); -d\taL neben -utoig xal ITavad-rj- 
valoig I, 2, C, 20; A, 18. 19 (lange vor 456 v. Chr.). Vgl. Weckl. p. 5 ff.; Cauer 
p. 410f.; G. Meyer p. 473f. 

»80) Vgl. Cauer a. a. 0. 

"") CIA. I, 301, a, 7 (434 v. Chr.); IV, 1, c, 225, k, 6. 13 (bald nach 419 v. Chr.; 
sonst enthält die loschr. keinen Dat. PL); II, 570, 34 (c. 403 v. Chr.). 

1131 a) j^ xanrjlsTov l^Qiarav^Qos "EUuGivtov Def. 87. Vgl. K.-Bl. I, 516tf. 

113t) yovv T€ xal ccvoQ^av CIA. I. 471 (Poesie, für die Zeitbestimmung siehe 
Schütz p. 27 ff.). 

"83) ZbioCvovg, Zioaivov KE. 51, 1. 3 (vor 360 v. Chr.); "AvtCvov CIA. II, 804, B, 
b, 6 (334 v. Chr.). — Tifjiovoog II, add. 52, c, 32 (368 v. Chr.); "AviCvoog MsXttlßvg] 
983, I, 44, (c. 180 v. Chr.), neben UQLaT6vovg 985, E, k', 56 (102/94 v. Chr.). 

J"*) [a\daipi6^ DS. 88, 34 (369 v. Chr.), athen. Inschrift von Delos: nX^ CIA. II, 
807, b, 69 (330 v. Chr.) u. s, w.; txnXov I, 55, d, 6. 10 (416 v. Chr.); nagdTtXov II, 
38, 13 (vor 376 v. Chr.); ngonXovv, nqonXt^ II, 793, b, 8; c, 18 (357 v. Chr.); ^ovg 
CIA. II, add. 834, b, II, 61 (329 v. Chr.); xavCi (Dual) 1, 170, 10 (422 v. Chr.), u. s. w.; 
xavovv, xavä II, 675, 20. 38 (nach 403 v. Chr.); xavov 673, a, 26 (385/366 v. Chr.); 
xavf^ 754, 30 (349/344 v. Chr.). 



— 127 — 

10. Der mythische Held UsiQid'Oog heifst auf einer alten Vase IIe(i)- 

11. Offene und zusammengezogene Formen weisen auf die Wörter: 
^VTjXovg und x^i^o'o/oi'g^^^^). 

12. Von iifxixovv lautet der Plural rfiiixoa^^^'^), 

d) Wörter auf -lag und -cov. 

13. Über den Gebrauch von vsoig und vaog ist folgendes zu sagen: 
Bis zum Jahre 250 findet sich in der Prosa nur vsdg'^'^^^)^ von da an mit 
raschem Übergang (Einflufs der Roine) vaog'^^^^), Blofs vereinzelt begegnet 
noch in einem Dekret des religiösen Kollegiums der Dionysiasten aus dem 
II. J. V. Chr. die alte Form vsoig'^^^^). In der Kaiserzeit trifft man ab- 
wechselnd beide Formen ^^*^). 

14. Eigennamen auf -vaoc kommen nicht vor. Diejenigen auf -i^fwg 
{^Aqxsvsong, ^TQscf^yscog) sind auf -yavg zurückzuführen ^^*^). 



"35) ne{i)Qid-ovg KV. 196; vgl. Kretschmer, p. 104, 141. Die ErgänzuDgen 
IleiQi&ovi CIA. 11, 972, 1; 992, II, 18 als Name vod TheaterstückeD siod grammatisch 
nicht verwertbar. 

»36) ,'}urj;^ov CIA. I, 322, a, 79. 95 (409 v. Chr.); 324, c, 62 (408 v. Chr.). — ^vri- 
XÖov CIA. III, 244 (Kaiserzeit). Weckl. p. 42. — /Qvao/oTg CIA. IV, 1, b, 311, a, 9 
(444 v. Chr.); XQ^^^X^^^ Rang. II, 2016 (wegen o = oi/ wohl aus der 1. Hälfte d. 
IV. Jahrh. v. Chr.); xQ^oo/ooig CIA. I, 324, a, 55 (408 v. Chr.); IV, 1, b, p. 75 seq., 
nr. 321, 50. 55 (408 v. Chr.); XQ^J(fox6ü) II, 652, B, 16 (398 v. Chr.); XQ^f^oxoog II, 3582, 
1 (IV.— 1, J., Poesie); Ziebarth 5, 2. 

i»7) ^f^txovi' CIA. II, add. 862, c, 12 (363/356 v. Chr.); add. 841, b, 8 (396 
v. Chr.). — rifilxoK auf einem bustrophedon geschriebenen Fragmente CIA. I, 532, 2 
(VI. J. V. Chr.). 

»") a) V. Jahrb.: vm (Gen.) CIA. IV, 1, c, p. 138, Tab. II, 9. 10 (vor 480 v. Chr.); 

I, 60, 3; 322, a, 1. 4. 8; A9, VHI, 482; Mitt. 19, 163 nr. 1, Z. 8; vs(l (Dat.) CIA. I, 
157, 5; 158, 5; 159, 4; 319, 17; vh(^ 90, 9. 

b) IV. Jahrb.: vsai[g] II, 733, A, II, 6; Vi(o (Gen.) 829, 3; 758, II, 8; |/6^ (Dat.) 
818, 9; 51, 9; j'fw (Akkus.) 836, ab, 14; AQ. VI, 153. 

c) III. Jahrb.: rfw Bull. II, 429 (288 v. Chr.); CIA. II, 332, 44 (272/266 v. Chr.); 
Rang. 453, 43 (nicht vor 270 v. Chr.); lov vm CIA. IV, 2, 623, e, 49; EA. 1884, p. 49 
bis 50; Riem. Rev. V, p. 154; IX, p. 70. 

»39) ya^ CIA. II, 619, 18 (250/200 v. Chr.); 621, 25 (II. J. v. Chr.); vaov 622, 28 
(II. J); add. 453, b, 21 (II. J. v. Chr.); va(^ IV, 2, 624, b, 28 (1. H. d. I. J. v.Chr.); vaov 

II, add. 489, b, 27 (I. J. v. Cbr.); vaov 470, 71. 80 (I. J. v. Chr.); IV, 2, 477, d, 25 (I. J. 
v. Chr.); II, add. 489, b, 13. 17. 29 (I. J. v. Chr.). Aber schon 338/23 v. Chr. vaonoioC 
CIA. IV, 2, 1054 g, A, 16. 20, B, 8 neben vstonoioi IV, 2, 1057, b, 14 (gleichzeitig). 

"*o) Tov TS ve(6 Mitt. IX, p. 288, 21. 31; p. 291, 50 (200/150 v. Chr.). 

1141) j^y ^ttüv CIA. III, 69, 2 (Zeit des Herodes Attikos); [toi/] v€(6[v] 210, 6; 
vao) 623. 

1142) ZTQBifiveu) att. Inschrift v. Delos DS. 88, 3 (369 v. Chr.); Uqx^vsü) CIA. II, 
804, B, a, 43 (334 v. Chr.) u. s. w. 



— 128 — 

15. Zu den seltenen Wörtern der zweiten attischen Deklination 
kommen hinzu: ngovsoog, ^[jii^XTSoov, ccQpscag^^^^). 

16. ^€(jog erscheint in der Prosa nur als Name des Stammheroen 
der Phyle Leontis und hat in dieser Geltung immer die spezifisch altische 
Flexion ^^**). — In den damit zusammengesetzten Eigennamen hingegen 
treten neben -Afwg schon frühzeitig die unattischen Formen -laog und 
'kag auf 11^^). 

1 7. Neben ^fiiixTscov begegnet seit dem Ende des IV. Jahrhunderts 
V. Chr. ^^i€XT€top. In der Kaiserzeit auch ^(jbisxTOV^^^^). 

18. Msaoysw ist nicht überliefert. Im III. Jahrhundert v. Chr. findet 
man dafür Meaoyeoi^ und Msaoysioi^^^'^), 

19. Neben xdloag erscheint auch xdXog: xdXov %aXxot (c. 350 v. 
Chr.)^^*^). Dazu eine merkwürdige Pluralform: ol xdXcog (mehrfach von ^ 
357 an)^^*®}: Eindringen des Akkusativs in den Nominativ. '/^ 

20. Neben altem "^Aiitpidqsoag (auf Vasen) erscheint in den Inschriften 
nur ^Aficpidgaog^^'^^). 

21. Seit 363 v. Chr. bilden die Substantiva der zweiten attischen r^ 
Deklination den Akkusativ heteroklilisch auf: -w^^"): dX(o, Iw, ^Hyijal- 



I 



1148^ Für 7i()uv€ojg vgl. Note 551. — Für '^/uiixrtvjv Note 1146. — agvecig 
(Köhler sehreibt 'Agv^cog; es handelt sich um Opfer für Erechthens) CIA. 11, 844 (400 
bis 350 V. Chr.); die Form zeigt, dafs bei Homer statt aQVsiog aovrjog zu lesen ist, 
s. VVackernagel, ßeitr. zur Lehre vom griech. Akzent 32. 

1^*4) ^€(^ CIA. IV, 1, a, 2, c, 4 (vor 456 v. Chr.); II, 864, 1 (vor 350 v. Chr.). 

"^^) Attische Bürger; vgl. d. Index zu CIA. I. — Herw. p. 29; Riem. Rev. V, 
p. 154 f. 

"*ö) ri^t'ixTevjv mehrfach CIA. 11, 631 (Anfang des IV. Jahrh. v. Chr.), neben 
rifjLisxTsTa add. 834, b, I, 15 (329 v. Chr.), und (mehrfach) IV, 2, 834 b (329 v. Chr.). 
iffiUxTov CIA. III 98 (Kaiserzeit). 

"*7) ]VUaoyi{t)۟v, Meaoyeloig, MsaoyHot CIA. II, 602 u. 603 (c. 270 v. Chr.). 

"*^) xdXoi /alxotf CIA. II, 689, 6 („titulus medio saeculo quarto non recentior 
esse videtur'O- — Aber xdXcog Acc. PI. IV, 2, 792, b, 13 (c. 370 v. Chr.). 

"«) l^dvtig, nodeg, vniQai, xa)k(ag (sie) r| 1 1, CIA. II, 793, a, 62—65 (357 v. Chr.); 
l/LidvTsgy Tioöeg, vniQai, äyxoivcc, x^Xtvog, xccXtog r\\\ 794, b, 17 — 21 (356 v. Chr.); 
xdXcog eig xaraytaylöa add. 834, c, 18 (317/307 v. Chr.). — Riem. Rev. IX, p. 80. 

^^^^) S. Kretschmer, p. 122. Das durch volksetymologische Anlehnung an dqd 
entstandene ^Afitpidnaog erscheint schon auf rotfigurigen Vasen. Auf Steinen: ^Afi- 
(fidgaog CIA. IV, 2, 83, c (1. Hälfte des IV. J. v. Chr.); h 'Afiifiagdov IV, 2, 169, b, 
15, 'Av(p. 27 (333 v. Chr.); in' lifitfiaQaov IV, 2, 834, b, II, 60 (329 v. Chr.); "Afi- 
(fiaQdov IV, 2, 616, b, 12 (III. J. v. Chr.); li/LKpidQaov III, 25, 10 (II. J. n. Chr.); 61, 
A, I, 13 (nicht näher datierbar). Daher auch die Ableitung Idutfidquiov, s. oben 
S. 32 N. 163. 

1151) Riem., Qua rat. p. 78; Riem. Rev. V, p. 158; Bamb. Jb. VIR, p. 197. 



- 129 - 

Xsia, Kita, yfcJ^^"). — Diese Formation bleibt herrschend bis in die 
römische Zeit hinab. Die Kaiserzeit stellt die alte Endung wieder her. 

e) Einzelnes. 

22. vavXog und vavXov lassen sich beide belegen, doch scheint die 
erstere Form die häufigere gewesen zu sein^^^^). 

23. Von äfAngog^ äiinqov ist nur das letztere nachzuweisen "'^*). 
23. Xid-oq in der Bedeutung „Edelstein" ist feminin: xqvdtiq Xid-og 

(mehrfach seit 385 v. Chr.)""). 

§ 50. Mata-Stämme. 

1. xdqiq hat im Akkusativ x^Ö*''» ^^^ Form x^'g^ra gehört der 
Poesie an^^'^^). 

2. &iijbiq zeigt im Genetiv O^fAidog, Akkus. O^iaiv^^^"^). 

3. Die maskulinen Eigennamen auf -ig lassen den Genetiv und 
Dativ nicht wie im Dorischen, Böotischen und zum Teil im Ionischen auf 
-log und -*, sondern auf -idog und -idi ausgehen: ^Addviöog^ Evno- 
Xidog, EvxccQidog^ Kalhd-^fiidog, Maviäi, ^oanoXidi u. s. w.^^'^^). Doch 



^^^^) Chronologisch geordnet sind die Formen folgende: Ki(o CIA. IV, 2, 54, b, 
31. 40. 51 (363 V. Chr.); ^nl rijy "Eo) II, 794, d, 41 (356 v. Chr.),Schiffsname; tov vsm 

IV, 2, 109, b, 35 (346 v. Chr.); t^v aX(o CIA. IV, 2, 834, b, II, 21 (329 v. Chr.); 
'HyriaClefa II, 585, 13. 20 (313 v. Chr.); tov rew 836, ab, 14 (270/262 v. Chr.); 332, 44 
(271/265 V. Chr.); IV, 2, 623, e, 49; EA. 1884, p. 49— 50, Z. 1 (maked. Zeit); EA. 
1883, p. 43—4, 21. 31 = Mitt. IX, p. 288, 21. 31; 291, 50 (200/150 v. Chr.); CIA. D, 
1336, 1 (1. H. d. II. J. V. Chr., Hexain.). — Vgl. Herodian, p. 439: tov layatv xal tov 
vscjv, TOV V€üa xal tov Xaycjj ävsv tov v ^ Ovv t^j v. 

^^^3) ^[nl t6 v]avXov (die Ergänzang läfst nar 5 Bachstabeo zn) CIA. I, 28, 10 
(444/440 V. Chr.); vavXXov (sie), Inschrift v. Keos, II, 546, 13 (IV. J. v. Chr.) ist Akku- 
sativ, entscheidet also nichts. Herw. p. 58. — vavXog CIA. II, add. 834, b, II, 23 
(329 V. Chr.); V(xv]Xog IV, 2, 834, b, I, 49 (329 v. Chr.). Riem. Rev. IX, p. 70. 

1154) äf^nga (Plar.) CIA. II, 678, B, 75 (378/366 v. Chr.). 

1155) [xQv]aiTcg XC&os Cl^. 11, 676, 9 (385/366 v. Chr.); XQ^atng X[i&og] 713, 21 
(nicht vor 330 v. Chr.). Riem. Rev. IX, p. 70. 

1^56) XttQLTa, Poesie, KE. 845 (III.— II. J. v. Chr.); /dQiv, Prosa, CIA. 11, 564, 10 
(IV.— III. J. V. Chr.). — Häufig als Präposition. 

1157) e/^Kfoff CIA. in. 323 und 350 (Kaiserzeit); G^fiiSi IL 1570 (IV. J.); IV, 2, 
1380, b, (Ende des III. J. v. Chr.); 1206, b, 4 (100 v. Chr.); 1233, c, 1; G^fuv CIA. H, 
793, b, 9 (357 v. Chr.). 

1158) li6(6vi^og CIA, I, 324, c, U, 36, (408 v. Chr.); EvnoXt^og H, 413, 24 (200/197 

V. Chr.); Evxdgiöog 809, c, 191 (325 v. Chr.); KaXXi&^fit^og 470, 93, II (69/62 v. Chr.) ; 
Mavi^t I, 324, a, 7; c, 76, II (408 v. Chr.); SatnoXai ü, 811, c, 121 (323 v. Chr.); 
Darnach ist wohl auch CIA. 11, 4, 11 (um 400 v. Chr.) 'Hyrjai7i6X[i^os], nicht 'Hyrjai' 
7i6X[iog] zu lesen. Auch noch in der Kaiserzeit: JixaionoXidog CIA. III, 1624 u. a., 
s. Viteau p. 249. 

MeisterhauB, Grammatik. 3. Aufl. 9 



— 130 — 

begegnen die dialektischen Formen : 1) auf einer Privatinschrift des Jahres 
320 V. Chr.: KaQxidafAog ^cotiog (den fremden Ursprung des Mannes 
zeigt schon das a von -dafiog)^^^^)] 2) auf einem Staatsdekret von 356 
V. Chr. im Namen des thrakischen Fürsten Ketriporis: KezQinoQ^oc^ 
KsTQinoQi; jedoch nur in der diesem Fürsten zu leistenden Eides- 
formel; sonst zeigt die Inschrift auch in diesem Namen die attische 
Flexion "öo). 

4. Die Substantiva auf -novg haben noch zu Ende des IV. Jahrb. 
V. Chr. im Akk. -Ttoöa^ die Adjektiva schon um die Mitte dieses Jahr- 
hunderts -novv'^^^^). Über die Eigennamen läfst sich leider nicht ur- 
teilen. 

5. Von d'SQfjiactTig findet sich um 350 — 340 v. Chr. mehrfach der 
Akk. d^sQuttdTlv^^^^). 

6. Für IloXviivm (Name der Muse) bietet eine altattische Vase 
(VII.— VI. J. V. Chr.) noXviivig^^^% 

7. In der späteren Kaiserzeit begegnen bereits Formen wie Xi^ikivav^ 

8. Auf den Defixionen erscheint mehrmals der Akkusativ !^grf- 

9. Aus später Zeit stammt die Analogiebildung TraVro»?^^^^*). 

10. Die attischen Inschriften bieten den Stamm l^vax-, nicht It^paxv- 
als Namen der Dioskuren^^^^^). 



1159) CIA. II, 1247, 3 (320 v. Chr.). 

1160) CIA. II, add. 66, b, 15. 22; jedoch KsTQinSgt^i ibid. Z. 11 (356 v. Chr.). 
Vgl. zu der Form Kretschmer p. 187; zum Namen überhaupt DS. I, p. 188. 

1161) «^«I^TToJ« CIA. II, add. 834, c, 42 (317/307 v. Chr.). Riem. Rev. IX, 71. 
über die Adjektiva siehe Note 1290. 

1162) &€QfAaaUv CIA. II, 754, 29 (349/344 v. Chr.); vgl. 755, 21; 756, 8. Ricm. 
Rev. IX, p. 175. 

1163) noXvfAvCs KV. p. 34 (VII.-VI. J.). 

1164) Xifiivav, najQlSav CIA. III, 1379; x^QVTctvKE. 167, 6. Vgl. dazu Schweizer, 
p. 156 f., wo weitere Litteratur; Dieterich p. 159; oeuesteos B. Keil, Nachrichten d. 
GGW. 1899, 151. 

1165) (y^y yvvttixa) \4QT(fjiECv Def. 69, 3; IdQTifxCv 75, a, 3; 75, b, 5; ^AqtafiCv 
75, b, 1, 10, neben "AqTSfiCda 75, b, 4; ^Aqu^ii^og 75, a, 5. Vgl. W. Schulze Rh. M. 
48, 253. 

1165«) Ziebarlh 24, 8, neben xaTari&io. 

1165b) liytxxoiv CIA. 1, 34, 8 (c. 430 v. Chr.); livaxo[tv 206, 5; *Av]axotv 210, 26 
(nach 434 v. Chr.); livdxoiv 11, 699, 30 (357 v. Chr.); IV, 2, 1663, b (IV.— I. J.)- 
^vdxtov II, 660, 44 (390 v. Chr.); Uv]axt[(a}]i IV, 2, 421, d, 47. 



— 131 — 

§ 51. N-Stämme. 

1. Der Akkusativ der Wörter I^tiöXXcop und Floasidäv lautet in- 
uiid aufserhalb der Schwurformel 'AnoXlca^ llotfeiäco^^^^). 

2. slxoiv bildet bis in die römische Zeit hinab die Formen vom 
Stamme stxöv- (shovog, slxdpt, elxova). Seit der Kaiserzeit findet sich 
auch Tfiv slxoi^^^'^). 

3. Svneraidv hat im Genetiv Svnsnaiovog (nicht -ävo^y^^^), 

§ 52. R-Stämme. 

1. Für xXiJtcoq brauchen die att. Inschriften xXfiT^Q^^^% 

2. Für (fQcctcoQ steht immer (pQdvtiQ, welches folgendermafsen de- 
kliniert wird: (fqdxEqa^ (fqdieqsc^ (fqaxiqiav, (fqccTsqai, (pqavsqag^^'^^). 

3. Nur i'aq ist überliefert"^^). 

§ 53. S-Stämme. 

1. Über die Wörter auf -ag und -«g s. § 58, 5. 16. 

a) Wörter auf -og, 

2. Der „Bienenkorb" heifst rö (tfi^vog) (nicht (ffi^ropy^'^^). 

3. Über hri = hEv s. § 15, 11. 



1166) ofxvvvttv [^hv J]Ca xa[l] "AnoXXfo xal Jrifxri[iQu] CIA. I, 9, 15 (464/457 
V. Chr.); ivh Jo]v JCa xal Tov"An6U.(a etc. IV, 2, 49, b, 24 (356 v. Chr.). — vi\ tÖv 
noa£i6(o iV, 2, 54, b (363 v. Chr.); [vri tov z7/a] xai "HXtov xal /ZbcTciMcü etc. II, add. 
66, b, frg. c, 14 (356 v. Chr.); no[a(:]c^(o IV, 2, 584, c, B, 17 (Ende d. IV. J. v. Chr.); 
Riem. Rev. V, p. 158; Bamb. Jb. VIII, p. 201; Riem. Rev. IX, p. 81 fügt noch eine 
athenische Inschrift von Delos hinzu: t^; tisqX tov linoXXto . . . evoeßeiagy Bull. V, 
463 (II. J.). 

1167) [ii]x6va CIA. II, 1435, 2 (IV. J. v. Chr.); eixovog, eixoviy tlxova IV, 2, 614, 
b, 29. 35. 27 (307/286 v. Chr.); eixova CIA. 11, 331, 81 (vor 287 v. Chr.); e/xoy«, eixovog 
482, 35 (39/32 v. Chr.) — t^v six(6 Mitt. V, 293 (Kaiserzeit). 

"68) SvnsTaiSvsg CIA. II, 943, IV, 15 (325 v. Chr.); 944, 1, 8 (Ende d. IV. J. 
V. Chr.); SvnSTawva IV, 2, 184, b, 51 (vor 322 v. Chr.); SvneTMovog II, 1475, 3; 
1915, 2; 2366,3; 2367,2. 

1^69) [^rj]fj,oaCo}v xXTiTrj[Q(ov] CIA. I, 37, fg, 28 (425 v. Chr.); MXrjT'^Qeg 38, f, 15 
(c. 424 V. Chr.). 

ii'^o) (pgairjQf (fQciiSQaj (pQutSQeg^ (pQarioioVy (pQdr€Qa&, (pQureQag CIA. II, add. 
841, b und IV, 2, 841, b (396 v. Chr.); [(pQdT]eQai 598, 11 (IV. J. v. Chr.); l(fQdj]€Q€g 
599, 22 (IV. J. V. Chr.). Vgl. Steph. Byz. s. v. (fgatQ^a: niyero ^h (fgattig xal 
(fQajcjQ, dXXä To fikv (fgarriQ dgxoilov fderd rijg avrov xXi(Je(og, ^aTSQov dh 
vacüTSQov. Über den Akzent s. Cramer anecd. Oxon. I, 346, 16: ipqaxriq Idmxol 
f^ttv ßaQvvovaiv, ol 6k /^logieig o^uvovatv. — Herw. p. 70; Riem. Rev. IX, p. 67. 

1"») saQ KV. 133 (altattisch); im Gen. und Dat. ist ^qog, i}^* zu erwarten, vgl. 
die in Note 644 angeführte Beobachtung. 

»72) ofi^vri CIA. I, 276, 14 (415 v. Chr.). 

9* 



— 132 — 

4. Der Genetiv PL hat immer -cov, niemals -iiav: tsXäv (446 — 432 
V. Chr.), h&v (424—422 v. Chr.), tsiisviav (374 v. Chr.); reix&v (334 
V. Chr.), (STisväv (325 v. Chr.), xsläv (300 v. Chr.), ysväv (nach 200 
V. Chr.), sd-väv (160 v. Chr.), etc^^^'). 

5. Im Dativ PJ. findet sich einmal -sddi,: hsda^v (nach 420 v. Chr.), 
sonst immer -6(Si^^'^% 

6. Nom. und Akk. Dualis haben regelrecht -«t : (fxiXst, ^€vy€i> (398 

V. Chr.); 6>x«* (367 v. Chr.)^^^'^). 

b) Eigennamen auf -xX^g, 

7. Schon die ältesten Inschriften zeigen im Nom. die kontrahierte 
Form: ^Hgaxl^g (VII. — VI. J. v. Chr.)^^^^). Daneben begegnet, wenn auch 
seltener, die vom Gen. und Akk. aus rückgebildete Form auf -iijg vom 

VI. Jahrh. v. Chr. bis ins III. Jahrb. i^"). 



1178) joiv TsXüiv CIA. IV, 1, b, 31, a, A, 12 (446/432 v. Chr.); hdSv CIA. I, 583, 20 
(424/422 V. Chr.); refjiEvmv II, 814, a, A, 27 (374 v. Chr.); riix^iv 167, 70. 37 (334/326 
V. Chr.); oxivfov 809, c, 140 (325 v. Chr.); tcAwi/ 600, 15 (300 v. Chr.); yiViZv 605, 19 
(nach 200 v. Chr.). Vgl. Thom. Mag. p. 263: oq^oVy ovx oQicov; für -itov Kühner I, 
336, Anm. 6. S. noch Schweizer, p. 153. 

i"4) heaac CIA. I, 273, h, 4 (nicht vor 420 v. Chr.); ibid. frg. f, 30. 36. 39 cTsaiv. 

»"6) GxiUi^) 6vo CIA. IV, 1, b, 33t, e, 12 (bald nach 407 v. Chr.); ax]a€(i) Svo 
ebd. 16; zw axüeii) IV, 2, 843, c, 5 (bald nach Euklid); gxÜ€(i) 6vo CIA. II, 652, A, 24 
(398 V. Chr.); Svo ^evyt{i) ibid. ß, 26; aber EFXE CIA. II, 677, II, 33 (367 v. Chr.) 
ist kaum der Dual des der attischen Prosa fremden tyxoQ-, sondern mit Kühner-Blafs 
I, 432, Fufsn. 3 in ^yx^[i)U^io(, zu ergänzen. Darnach Keck p. 22 za berichtigen. 
— Riem. Rev. IX, p. 73 — 75; Dittenberger, Hermes XVII, p. 36. — Die Formen auf 
-97, die von 390 an daneben begegnen, sind (vgl. Note 1627) die PI ural forme n : [alxilri 
6vo CIA. II, 660, 12 (390 ?. Chr.); ^E^yri ovo ibid., Z. 63; oxilri [$v]o 835, 29 (320 
bis 317 V. Chr.). 

»"») "Hoaxkrjg, 2 mal KV. 39 (die Inschrift hat noch Koppa). 

"77) SevoxX(7]g CIA. IV, 1, b, 373, 212 (VI. J. v. Chr.); 'HqaxUriq neben ^HgaxlriQ 
KV. p. 192. 149 (altattisch); UQoxX^rjg KV. 219 (altatlisch). Ferner: XaQixX^g CIA. 
I, 432, A (am Rand) (464 v. Chr.); QQaavxX^rjg, ÜQOxXirig (neben JlQoxXi]g) 45, 7. 1 
(421 V. Chr.); nqtoToxXir^g II, 653, 4 (398 v. Chr.); JjinoxXir^g II, 1673, 5 (394 v. Chr.); 
HQoxXirjg IV, 2, 73, d, 3 (Anf. d. IV. J. v. Chr.) ; UomoxXirig IV, 2, 653, 3 (398 v. Chr.); 
^AQtOToxXir^g II, 26, 3 (vor 376 v. Chr.); MnSoxXirig (neben OlvoxXijg, ^iXoxXijg u. s. w.) 
1007, III, 4 (c. 350 v. Chr.); SevoxXirjg 1621 (c. 350 v. Chr.); Sevo[x]X[iri]g II, 872, 1, 
9 (341 v. Chr.); MevsxX^tjg (neben KrriatxXrjg, NavxXijg u. s. w.) 944, II, 3 (c. 340 
v. Chr.); ^pQvvoxXirjg 884, 1 (IV. J. ; Datierung s. pag. 347); oft in Grabschriften aus 
dem IV.— I. J. v. Chr.: ^evoxXirig CIA. II, 1685, 1; "AQiOroxX^rjg 1685, 3; 4>iXoxX(rig 
1998,1; KrriaixX^rig 22m,\', KrjtpiaoxX^rjg, AfxetvoxX^tjg 3Sb2', TWri^atxA^ijff 4125; 
StqaroxXirig 4130. Dafs diese Neubildungen der Volkssprache sehr geläufig waren, 
zeigt ihr Vorkommen in den Def.: Ki](pi]aoxXär}g, IlqoxX^rjg 10,2; JliaroxXitjg 24, b, 
1; lAquJToxX^rjg 25, 3; Nix[o]x[X]ir)g 28, 2. — Auch auf Vasen steht -xX^rjg, s. 
Kretschmer p. 194 f., wie auch im Eretrischen, s. Kretschmer, KZ. 33, 570. — Gegen 
HoGTmanu, der (Dialekte III 472) Herodot GfjucaToxX^rjg zuschreiben will, erklärt sich 
mit Recht Fritsch, Berl. philol. Woch. 1898, 1238. — Weckl. p. 22; Cauer p. 266; 



~ 133 — 

8. Der Genetiv endigt im VI. und V. J. auf -xXio{v)g^^^^). Seit 350 
V. Chr. begegnen vereinzelte Formen auf -xXiov, die aber nicht durch- 
dringen und später wieder verschwinden ^^^®). Seit der röm. Zeit findet 
sich mehrfach -xldoog oder -xkiog^^^^). Vgl. dazu die entsprechenden 
Formen auf -og bei den -t- und -ev-Stämmen, §§ 54, 6 ; 57, 5. 

9. Der Dativ zeigt -xlst. Daneben kommt, wie im Nominativ -xXsfjg 
für -xA^g, auch -xlssi vor: ITaaixlhi, OotvncXisi^^^^). — Einmal aus 
später Zeit (50— 30 v. Clu«.) findet sich -xA^"'^). 

10. Der Akkusativ zeigt bis zum Jahre 300v.Chr. die Endung -xA^a"^'^), 



G. Meyer p. 199; Bamb. Jb. III, p. 2; Vm, p. 199; Dittenberger, Hermes XVII, p. 35; 
RieiD. Rev. IX, 71. Nach dem letztere stehen 5 Beispielen aui -xX^rjg im IV. J. v. Chr. 

c. 100 Beispiele auf -xXijg gegenüber. Ähnlich ist das Verhältnis im V. J. v. Chr., 
vgl. den Index zu CIA. I. — In Delos scheint die offene Form die gewöhnliche ge- 
wesen zu sein, vgl. CIA. II, 814, a, A, 15 ff. (374 v. Chr.) Vgl. noch Bragmann 
IF. 9, 166. 

"'8) "AQiajoxXiovg CIA. I, 464, B (VI. J. v. Chr.), über die Datierung s. Schütz, 
p. 35); fflsvoxkiovg 299, 18 (444/434 v. Chr.); AvToxXiovg 318, 12 (417 v. Chr.); Jto- 
WXiovg 322, 5—6 (409 v. Chr.); II, 62, 3 (357 v. Chr.); [-S'wxJA^oi/f 67, 2 (355 v. Chr.); 
^(üxXiovg 69, 6 (355 v. Chr.); 70, 4 (355 v. Chr.); 4>aoxXiovg 73, 2 mal (368/352 
V. Chr.); EvxXiovg 73, 19 (368/352 v. Chr.); Qt^iaxoxXiovg 109, 1 (347 v. Chr.) u. s. w. 

1179) 4>avoxXiov, UqoxXiov CIA. 11, 1007, 5, 14 (c. 350 v. Chr.; ov noch mehrfach 
o geschrieben); ZwxXiov 962, 9 (c. 322 v. Chr.); JtjfioxXiov 836, c— k, 15 (270/262 
V. Chr.); IdgcaioxX^ov 873, 31 (vor 300 v. Chr^; 'AqiOtoxX^ov, BioxXiov, NBoxXiov 
324, 14. 22 (276 V. Chr.); JrifxoxXäov, JtoxX^ov, NeoxXiov neben AvaixXiovg 329 
(275 V. Chr.) u. s. w. — Einmal erscheint auch ein Genetiv auf -riovg', NavaixXi^ovg 
CIA. II, 2420 (IV. — I. J. V. Chr.). Bei seiner Vereinzelung hat man jedoch Schreibung 
von T] statt € anzunehmen, während in Kleinasien -riovg mit aus dem Nominativ über- 
tragenem 'Tj- häufig ist, vgl. Kretschroer, Einleitung 349.423; Schweizer, p. 155. 

1180J ^HQaxXitag CIA. II, 1665, Oberschrift (saeculo tertio exeunte vel paullo 
post); -QixXiwg III, 3520, 1 (Kaiserzeit); MsvexXiog 2917, 2 (Kaiserzeit); ^HqaxXiog 
3110, 2 (Kaiserzeit). 

"") HaaixXiai, ^oivoxX[i]et, zwei Ausländer CIA. II, 814, b, 11—13 (374 v. Chr.). 
— Riem. Rev. IX, p. 71. 

"8») AcoxX^ CIA. II, add. 489, b, 19 (zweite Hälfte d. I. J. v. Chr.). — Riem. Rev.V, 
p. 150. Der Unterschied gegenüber 'xXstist nur graphisch ; vgl. noch GQaavxXrji = -et 
Def. praef. p. II, a, 4 (IV. J. v. Chr.). 

"83) [eviu]oxX^a, ZjQaroxXitt (2 mal), [J]toxXia, . . . voxXia CIA. II, 794, d, 3. 10. 
18. 56. 63 (356 v. Chr.); JioxXia 766, 3 (341 v. Chr.); ZiaxUa 203, 13 (330 v. Chr.); 
UQiOToxXia, XaQvxXia 581, 10. 21 (320 v. Chr.); "AvrixXia (2 mal) 774, 18. 20 (Ende 

d. IV. od. Anfang d. III. J.); auch noch auf den Def.: KrjtpiaoxX^a 48, a (noch aus dem IV. J. 
V. Chr.). — MsvexX^v (neben AtoxXiovg) CIA. fl, 305, 29 (292 v. Chr.); 'Af^etvoxXrjv IV, 
2, 318, b, 27 (281 v. Chr.); AvdixXvv (neben *Aya&oxX^ovg, S€[voxX]^ovg) CIA. II, 338, 
46 (c. 280 V. Chr.) ; EvxXrjv 329, 49, U (280/270 v. Chr.) ; IV, 2, 615, b, 19. 37 (278 v. Chr.) 
u. s. w. Weckl. p. 22; Riem. Bull. IE, 505; Rev. V, 150; Rev. IX, 71. — Das 
Beispiel 'EnixXrjv CIA. II, 987, A, 12, Thiasotendekret, wird kaum viel älter sein. 
Rangabis schrieb die Inschrift der 2. Hälfte des IV. Jahrhunderts zu. Köhler bemerkt 
„Nee probabile est eum (sc. titulum) multo receotiorem esse." Die Inschrift hat 



— 134 — 

von da an -xA^v. In der Kaiserzeit findet sich -xXia und -xA^v^^®*). 
Akkusati ve auf -xXij kommen nicht vor^^®^). 

c) Sonstige Eigennamen auf -ij^g^"*). 
11. Der Genetiv hat bis 350 v. Chr. die Endung -o{v)g^^^''). Von da 



aach €V€X€V (=€V€xa), vgl. unten, Note 1732. — Ebensowenig kommt in Betracht 
JafioxXitt CIA. n, 968, 30 (II. Jahrh,), da hier ein Genetiv (nicht Akkusativ) ver- 
langt wird. 

118*) Ssvoxlijv CIA. III, 645, 2 (30/20 v. Chr.) etc. — GsfitOToxXia 678, 5 
(70/80 n. Chr.). 

1185) Anderwärts dagegen häufig (Delos, Delphi, Sparta; Belege DS'. p. 782); doch, 
so viel bis jetzt bekannt, nicht vor 228 v. Chr.) (DS^ 186). 

"86) Weckl. p. 22 ff.; Herw. p. 16—18; Riem. Qua rat. p. 80; Bull. Ifl, 504; Rev. 
V, p. 149f.; IX, p. 72; Bamb. Jb. VIII, p. 199; K.-Bl. I, 513. 

^187) Als wirkliche s-Stämme müssen gelten die Eigennamen auf: -ayrjgf 'UtaxfiS, 
'äXxrig, -av&rjg, 'ttgrjgf -a^xi;^, -yivriq, -evxrjS, -&iQ(ir}s, 'txrjg, -XTjörjg, ^XQdjrjgf -xQivrjg, 
'Xvdrig, -f^aQijg, -fjiiXrigy -fxivrig, 'firjdrjg, -vanrig, -neC&rjg, -nTiQrjg, a&ivrig, 'jiXrjg, 
'TQ^tprjg, -(fxxvrjg, '(fsi^rjg, -X^Q^^y -ipev^rigf -(oip^Xrig; ygl,: 

Evdyovg CIA. I, 299, 8 (444/434 v. Chr.). Vgl. to ayog. 
UavaCaxovg CIA. II, 946, 17 (400/350 v. Chr.). Vgl. to alaxog. 
Jrifidlxovg CIA. II, 1401, 3 (Maked. Zeit). Vgl. dvalxrig. 

TifÄttV&o{v)g CIA. IV, 1, c, 116, 5 Z. 7 (446/403 v. Chr.); 'YneQdv9oiv)g II, 959, 
c, 14 (c. 400 V. Chr., vgl. p. 538). Vgl. to av&og. 

SivuQSog CD. 267, B, Achaia (III. J. v. Chr.). Vgl. to agog (Nutzen). 
UoJivttQXovg CIA. II, 814, a, B, 30 (374 v. Chr.). Vgl. to aQXog. 
"Enty^vovg CIA. II, 553, 3 (c. 400 v. Chr.); [M]€rayivovg 814, a, A, 9 (374 
V. Chr.) ; Navatyivovg add. 52, b, 6 (368 v. Chr.). Vgl. to yivog, 

'Emvxovg CIA. H, 751, B, d, 16 (c. 330 v. Chr.); ^itr/oi;? II, 1449 (400/350 
v.Chr.). Vgl. TO ev/og. 

Jafio^igaso; CD. 46, 14, Messene (III. — I. J. ?). Vgl. to S^dgaog, 
'EUxEog CD. 440, Mantinea (IV. J. v. Chr.). 

<i»aoxriSovg CIA. II, 872, A, I, 14 (341 v. Chr.); Jrjfzoxridovg 2348 (400—350 
V. Chr.). Vgl. TO xij^og. 

"AQcaroxQttTovg CIA. II, add. 1, c,.29 (399 v. Chr'); 'Aatvxgdrovg 54, a, 19 (363 
V. Chr.); 54, b, 20 u. s. w. Vgl. to xQaiog. 

/IrifioxQCveog CD. 507, Samos (VI. — V. J. v. Chr.). Vgl. evxgivrjg.^ 
Geoxv^ovg CIA. 11, 814, a, A, 18 (374 v. Chr.). Vgl. to xv^og. 
Evfidgovg CIA. IV, 1, b, 373, 91 (VI. J. v. Chr.). Vgl. sv/^ag^g. 
Jrifiofxüovg CIA. II, add. 554, b, 7 (386 v. Chr.). Vgl. to f^iXog, 
E[v]&vfiivovg CIA. I, 314, b, 2 (433 v. Chr.); naOifjiivovg 318, 16 (417 v. Chr.). 
Vgl. TO fiivog, 

KaXhfjLTiSovg CIA. II, 698, 1, 27 (350 v. Chr.). Vgl. to fiiiSog. 
Ugovdnovg CIA. II, 804, A, a, 60 (334 v. Chr.). Vgl. to vdnog. 
U^ioneC&ovg CIA. I, 324, d, 4 ; c, 81 (408 v. Chr.). Vgl. €vnei&rig. 
EvnUgovg CIA. I, 283, 2 mal (434 v. Chr.). Vgl. das Adverb anregicDg. 
UXxia&ivovg CIA. I, 273, b, 18 (424 v. Chr.); Jrjf^od&ivovg 180, c, 5 (415 v. Chr.); 
[jlXxta&ijrovg II, 50, 1 (375 v. Chr.); Jrjfioa&ivovg II, 66, 3 (356 v. Chr.). Vgl. to 
a&ivos. 



— 135 — 

an begegnen sehr häufig Formen auf -ov^^^^). Doch überwiegt bis zum 
Jahre 300 im allgemeinen noch die ältere Bildungsweise auf -ovg. Von 
300 an aber gelangen die Formen auf -ov gänzlich zur Herrschaft ^^^^j. 
Erst die Kaiserzeit, die Periode der allgemeinen Reaktion, wendet die alte 
Endung wieder in weiterem Umfang an. — Noch ist aus klassischer Zeit 
zu erwähnen der Genetiv KXsofiijdsog (Name eines Samiers) in einem 
Staatsdekret von 412 v. Chr.^^^). 



'Pinoi^Xovg CIA. IV, 1, b, 477, m (Anfang d. V. J. v. Chr.); NavtiXovg II, add. 
1425, b, 2 (V.— IV. J.); Jrjf^oiüovg II, 553, 22 (c. 400 v. Chr.). Vgl. tö riXog, 

/liEiTQiifovg CIA. II, 667, 4 (385 v. Chr.). Vgl. t6 iQiipog. 

liPTt(f'ttVovg CIA. IV, 1, b, 477, k (Anfang d, V. J. v. Chr.); Evtpavovg I, 126, 2 
(417 V. Chr.); 158, 2 (417 y. Chr.); 181, c, 2 (415 v. Chr.); "Avritpavovg II, 4, a, 25 
(kurz nach 403 v. Chr.); Uv&oipavovg add. 1, c, 23 (399 v. Chr.). Vgl. €ifq)avrjg. 

li/LKfeCSovg CD. 195, 13, Rhodos (II. J. v. Chr.). Vgl. dipsidrig. 

'EmxdQovg CIA. 1, 243, 1 (437 v. Chr.); -oxagovg IV, 1, a, 160, a, p. 29 (407 

V. Chr.); Nixo/aQovg II, 8, 3 (394 y. Chr.). Vgl. Ijii/aQrig. 

'Axfjsvöovg CIA. IV, 1, a, 33, a, 8 (433 v. Chr.); I, 283, 22 (434 v. Chr.). Vgl. 
axptv^rig. 

OixiaifiXovg CIA. II, 190, 11 (320 v. Chr.). Vgl. to oqeXog, 

Zu den Wörtern auf ->jff, -üfj gehören wohl auch die auf -adrjg, vgl.: ^rj/ua- 
öovg 1007, 32 (c. 350, wegen der mehrfach wiederkehrenden Schreibweise o = ov) 
JrifÄaöov ibid. Z. 29. Vgl. to adog CD. 491, 19 (vgl. dazu J. Schmidt, Plural- 
biidungen 147 Fufsn. 1; W. Schulze, q. e. p. 453, 3). 

"88) Weckl. p. 22 ff.; Herw. p. 16—18; Riem., Qua rat. p. 80; Rev. V, p. 149f.; 
ßamb. Jb. VIII, p. 199; Riem. Rev. IX, p. 71—72. 

Die frühesten Beispiele sind: XcciQifz^vov, liQiaToxQttToVf*EQyofxivov, ^rjjutxSov 
1007 (c. 350 V. Chr., wegen der häufigen Schreibweise o = ov), daneben ^rjfiä^ovg 
etc. Dann 'AQtaroxQaTov CIA. II, 573, 11 (Mitte d. IV. J.); *AvTC(fttvov etc. 869, 3 ff. 
(c. 350 V. Chr.); Tt/ÄOXQciTov 872, B, 5 (341 v. Chr.); Jri/noxQttTov, Jionsi&ov 172, 22. 
13 (340/322 V. Chr.); die Gröfse der Lücke läfst ovg nicht zu; Jrifxoa&ivov etc. 809, 
c, 52; c, 220; d, 117; c, 68 (325 v. Chr.); "EntUXov 811, d, 134 (323 v. Chr.); 'Eo^- 
yivov etc. 962, II, 10; II, 8; I, 10 (c. 322 v. Chr.); JioqeCaov etc. 835, c-1, 29. 8. 16 
(320/317 V. Chr.); kQiffrotpcivov 584, 2 (318 v. Chr.); Tif^oa&ivov, 4>iXoo&ivov A0. 

VI, 271 f. (vor 307 v. Chr.); JrifjLOxaQov , Avtoxqcltov, ^^avoxQaxov (2 mal) CIA. IV, 
2, 251, b (305 v. Chr.); Aviiyivov 184, b, I, 2 (vor 300 v. Chr.); 'Enixagov A9. VIII, 
148 (vor 300 v. Chr.); Jhvoxqutov, Ev&vxqutov, Scoaiyivov CIA. II, 873, 27. 21. 5. 18 
(vor 300 V. Chr.); Mv/jai^agov, Tifiaxgctrov 1058, 4. 8. 7 (vor 300 v. Chr.); auch auf 
den Def. : ITaaKfccvov Ziebarth 4,5. 

1189) Von 300 bis 30 v. Chr. nur vereinzelt Formen auf -ovg: l4fA(pixnQovg 
(neben Qv^oxaQov) CIA. II, 371, 9 (c. 250 v. Chr.); Evfiivovg 435, 9 (200/150 v. Chr.); 
livTi/ueyovgj KaXXtifavovg, Ntxoy^vovg, ZtoxQccTovg (neben Nixoyivov, AnoXXoipavov^ 
ZwxQCLJov) 444, 26. 59. 15. 20. 24 (160 v. Chr.); "Emyivovg (neben Qeoyivov) 465, 72 
(kurz vor 100 v. Chr.); Ev&vxoaxovg (neben Z(ootxQatov) 674, 131 (nach 100 v. Chr.). 
Die in der 2. Auflage im Text stehende Bemerkung, dafs in der Kaiserzeit die Litterar- 
spräche (CIA. III, 1) fast ausschliefslich Formen auf-oi/;, die Vulgärsprache (CIA. III, 2) 
fast ausschliefslich Formen auf -ov verwende, wurde weggelassen mit Rücksicht auf 
Viteau p. 252 Fulsn. 1. 

1^^) KXeofxr\6tog CIA. I, 56, a, 5, Name eines Samiers (412 v. Chr., Staatsdekret). 



— 136 — 

* 

I 

12. Im Dativ begegnet neben gewöhnlichem ei zweimal fi^^^^), das 
wohl nur auf orthographisches Versehen (vgl. § 15, 11) zurückzuführen ist. 

13. Im Akkusativ erscheint die alte Endung -f] noch in einigen 
Beispielen"^*). Sonst erscheint überall -fjv, namentlich seit dem IV. Jahr- 
hundert (über das V. Jahrhundert sind wir leider so gut wie gar nicht 
unterrichtet)"®'). Erst die Kaiserzeit weist vereinzelt wieder -^ auf^***). 

d) Appellativa auf -fig. 

14. Von den Appellativen zeigen nur die Substantiva r^^i/^ij^g, t«- 
TQiJQfjg und l(SOT€liig vereinzelte Formen nach der I. Deklination: TQnJQfjv 
neben tqiijqtj (seit 334 v. Chr.); tsuq^qijp neben tstqiJqij (seit 326 v. Chr.); 
rsTQiJQOv neben TsvQiJQovg (325 v. Chr.); laotsXov (III. J. v. Chr.)"®*). 

15. Dagegen haben die Adjektiva immer die Flexion der s-Stämme 
beibehalten"®^). Der Grund liegt darin, dafs sie keinem Analogieeinflufs 
ausgesetzt waren, indem Adjektiva auf -fig (aufser dem einen id'sXovz^g) 
der ersten Dekhnation fehlen. 

16. Über den Akkusativ von svtpv^g^ vyiijg vgl. § 60, 11. 



^191) [-x\QaTri CIA. II, 644, 6 (400 v. Chr.); 'AnolXotpdivri add. 834, b, II, 54 (329 
V. Chr.). 

1192) KaXXixQa[j]r} CIA. IV, 1, c, 26, a, 7 (bald nach 447 v. Chr.); ['XQ]airi D, 2, 
5 (kurz nach 403 v. Chr.); 'AoTvxgaTri II, 54, b, 30 (363 v. Chr.) neben Idarvxgdrriv 
ibid. a, 20; Evtpvri IV, 2, 573, b, 6 (329 v. Chr.). Auf den Def. erscheinen IdQiOioxviri 
78, 1; ldv6QoxXe((^r) 84, a, 1 ; IlnyxQoijri 102, a, 14; Meray^vrj 102, a, 16, neben Hv- 
SQOfjL^vriv 13, 23; ZtoaifjLivrflf 87, a, 5; 'InnoxQcirrjV 57, 8; Geay^vriv Ziebarth 10, 1; 
^iXoxvdriv 14, 1; SovxXe^Srjv 18, 4; 19, 4. — Über den Verlauf der Umbildang zu 
-rjv s. auch Wackernagel, KZ. 29, 125. 

iiM) Weckl. p. 22—23; Riem., Qua rat. p. 80, Note 1 ; Bull. III, 504—5; Rev.V, 
p. 150 (180); IX, p. 72; K.-Bl. I 512. — [TLa]aa(fQiv7iv CIA. I, 64, b, 14 (410/405 
V. Chr.); KXeoipQadrjv CIG. I, 538 (c. 380 v. Chr.); ^r}\j4]oxaQ7iV CIA. II, 791, 38 (377 
V. Chr.); Idg^aToneC&riv add. 52, c, 33 (368 v. Chr.); IdaxvxQajriv 54, a, 20 (363 v. Chr.); 
liQ^OTOfiri^TIv 794, d, 28 (356 v. Chr.); "ÄQLajoipavriv 573, 20 (c. 350 v. Chr.); G^oyivn» 
962, 10 (c. 323 v. Chr.); <PiXo[x-\^[6r[\v 582, 8 (IV. J.), etc. etc. Zahlreiche andere 
Beispiele bei Riem. Rev. IX, p. 72. Vgl. Moeris p. 123: Jrjfzoa^^vtjv, uiiuxdSg. Jtj- 
fxoüd-ivri^ To aVttXoyoVy 'EXXTjvtxcüg, 

"9*) [2(oxQd]i7] CIA. III, 771, 1. — riv z. B. 657. 658. 835. 

iiw) tgirigriv CIA. H, 804, A, b, 32 (334 v. Chr.); 808, a, 35 (325 v. Chr.); neben 
TQi7}Qtj IV, 2, 792, b, 30 (c. 370 v. Chr.); H, 812, c, 148 (323 v. Chr.). — lTe]T^rjv 

808, a, 49 (326 v. Chr.); [t£T(>]i}^»?v 811, a, 18 f. (323 v. Chr.); neben tstqtiqtj CIA. II, 

809, b, 40. 106 f. (325 v. Chr.); 812, a, 33 (323 v. Chr.); ebendort auch nsviriQTi, Z. 35. 

— TSTQTiQov CIA. II, 809, c, 231 (325 v. Chr.), neben reTQrgovg ibid. Z. 216. 154 etc. 

— Riem. Rev. IX, p. 72. — iaoisXov KE. 48, 1 (= CIA. II, 2729, Prosa, III. J. v. Chr.). 
Im IV. Jahrh. noch iaouXovg CIA. II, 1138, 11 (302 v. Chr.); iaoTsXrj (acc.) 612, 12 
(in. J. V. Chr.); 413, 28 (200—197 v. Chr.). 

^^^ß) Einzige Ausnahme vielleicht igdvov tov agyvQrjQov (vgl. /(»vcTij^ijff, /ajlx- 
rigrig) CIA. II, 621, 14 (Anfang d. II. J. v. Chr.). Herw. p. 44. 



— 137 — 

11. Über den Nom. Plur. tsTQfJQfig s. oben Note 217. Über Xsov- 
TOSidisg s. § 60, 11. 

18. In einem Epigramm aus dem Ende des VI. oder dem Anfang des 
V. J. V. Chr. begegnet im Akk. PL die Form tpavdäg^^^'^). 

§ 54. I-Stämme. 

1. Über den Genetiv Sg. auf -fiwc, den Gen. PL auf -sicop s. § 15, e. 

2. Als Endung des Dativs erscheint im Mittel- und Neuattischen 
neben si> auch -j/: nolfi^ äxQonoli^, Niq, noXin (von 410 — 335 
V. Chr. 1^^^). Beachtenswert ist, dafs schon eine voreukleidische Inschrift, 
die den Buchstaben H als ^ verwendet, von dieser Orthographie Gebrauch 
macht. Nach 335 v. Chr. verschwindet diese Schreibweise, um erst im 



1197) oX je Xiy[ov]at loyovg tt^ix[(o]g ifjiv^äs xa[T'] ix[6Cvov] CIA. IV, 1, c, 422, 
13. VVeoD in -äg nicht nur eine mifsverständliche Nachahmung des homerischen 
Akk. auf sag vorliegt, ist -äg für zu erwartendes -rjg (vgl. ifjsvöfj aus tpsv^^a) zu 
beurteilen wie in ^fiäg (Anschlufs an die Akknsative auf -ägl ßrugmann p. 63). 
Doch würde man es schwer versieben, wie eine alte Form auf -a; durch die Nominativ- 
form auf -sTg hatte verdrängt werden sollen; dagegen unterschieden sich die laut- 
gesetzliche Form auf -rjg und der Nominativ nur in der Vokalqualität (offenes und 
geschlossenes e), sodal's ein Ausgleich nahe lag. Die Akkusative wie drifioöSivag, 
jQtctxoviovTag, welche Blafs bei Kühner^ I 433. 544 heranzieht, siod Umbildungen 
nach den a-Stammen, die nur in bestimmten Wortklassen und in alter Zeit überhaupt 
nicht sich finden. Aber \jjiv8ag könnte auch für \pevdiag mit konsonantischem s ge- 
schrieben sein, wie a(07id(o für aKonttto bei Pindar, vgl. ßrugmann p. 65 f. Zur 
Entscheidung der Frage genügt das Material nicht. 

1198) ly ^^ ]sfi(^ ji^iri CIA. IV, 1, a, 51, f, 24 (410 v. Chr.); noXri IV, 2, 5, d, 10 
(399 V. Chr.) ; II, 25 = IV, 2, 25, 10 (394 v. Chr.); IV, 2, 11, b, 8 (390 v. Chr.); tticgon]6Xri 

IV, 2, 48, b, 3; noXri IV, 2, 18, b, 5 (Anf. d. IV. J. v. Chr.); noXri 32, 8 (vor 376 

V. Chr.); II, 38, 10 (vor 376 v. Chr., nach Köhler Petropolitanus)'; ifA, noXrj 42, 7 
(vor 376 V. Chr.); Iv dxQonaXri 50, 17 (372 v. Chr.); dxgonoXri add. 115, b, 28 (kurz 
nach 350 v. Cbr.); 138, 11 (352/336 v. Chr.); [iv dxo7i6X]ri sichere Ergäozung 558, 12 
(Demosthenische Zeit); dxQonoXrj 162, a, 12 (335 v. Chr.). — Bamb. Jb. VIII, p. 200; 
G. Meyer p. 450f.; Wackernagei, Phil. Anz. 1886, n. 2, p. 76; Vermischte Beitr. 53 
Fursn. 1 auf S. 54; Hecht II, p. 1 ff. — Als blofse Orthographie (Verwechslung von rj 
und et) wurden die Formen betrachtet von Dittenberger, Hermes XVII, p. 37; Riem. 
Kev. IX, p. 54. — Doch geht dies der Häufigkeit der Beispiele wegen nicht an; wir 
haben im Gegenteil die Form auf -rit. als die altattische zu betrachten; die Formen 
auf -€c können sich aus der allgemeinen Ersetzung von rji durch c« erklären (nach 
§ 15, b); dai's in unserem Fall später regelmäfsig -et geschrieben wurde, gaben die 
übrigen Formen des Paradigmas mit e an die Hand (noXeojg, noXitg, noXeooVy noXeOi). 
Die Form auf -tjc, nicht die auf -et setzt auch voraus die zweimal auftretende 
Schreibung der Endung durch blofses Ej womit der lange, geschlossene e-Laut ge- 
raeiot ist, zu dem rji geworden war (vgl. dazu oben S. 39, 10): noXE CIA. IV, 2, 54, b, 
6 (363 v. Chr.); XvgE II, 1104, 1 (Grenzstein). Zur Erklärung s. jetzt Wackernagel, 
Vermischte Beiträge 53 Fufso. 1 auf S. 54; vgl. auch Brugmann p. 229. 



— 138 — 

II. Jahrhundert der Kaiserzeit in einer Inschrift auf den alten Kodros 
wieder aufzutauchen ^^®^). 

3. Über [Afjvvtf'jjg vgl. oben, Note 217. 

4. Der Nominativ und Akk. Dualis hat si (nicht €€ oder fj): äXv(f€(i) 
II = zwei Ketten (c. 403 v. Chr.)"<^<^). 

5. Der Genetiv und Dativ Dualis zeigt -soip (nicht "Smv): noXioiv 

(394 v.Chr.) 1201). 

6. Vereinzelt erscheint im IV. Jahrh. v. Chr. ein Genetiv auf -fo^^*^*). 

§ 55. C-Stämme. 

1. ä(tt;v bildet seinen Genetiv Sg. stets auf -scog (nie auf -fog)^^®^). 

2. nrixvq hat im Gen. Plur. regelrecht mqxscav (nicht nrix&vy^^^). 

3. Über vlvg, ältere Form zu vlog^ s. § 58, 14. 

4. Nom. und Akk. Dualis endigen auf -et (nicht -€f): vUt (c. 417 
V. Chr.)^205), 

5. Über die Deklination der Adjektiva s. § 60, 12. 

6. vg findet sich zweimal, avg einmal belegt^^^^j. 



^19«) vn' axQoniXri CIA. III, 943, 3 (II. J. n. Chr., im Vers). 

1200) iiXvatU) II i^'raaz p. 152 (attische Inschrift von Aegina, 405/400 v. Chr., 
-^ CIG. II, 2139). Kaegi ZfGW. 40 (1886), 340. Da die Inschrift im Ion. Alphabet 
geschrieben ist, so kann E nicht als 17 anfgefafst werden. '— Ober die Handschriften 
vgl. Bamb. Jb. VII, p. 26. 

i'<ioi) [i]o«> noXioiv CIA. IV, 2, 7, b, 2 (394 v. Chr.); vgl. Keck p. 24. In der 
von den Grammatikern zitierten Form ^oXet^v scheint eine Vermengang des Doals 
und Plurals vorzuliegen. 

i'-i02) (Tijatfo'cTfos CIA. II, 872, B, 2 (341 v. Chr.). Vgl. dazu Schweizer p. 146. 
Da die vergleichbaren Genetive auf -iog bei den -et; -Stämmen (s. § 57, 5) erst viel 
später auftreten, könnte in unserm vereinzelten Beispiel allerdings auch nur Ver- 
wechslung von ß) und o nach S. 24 JN. 128 vorliegen. — noXrjag CIA. IV, 373, 268 
auf dem Epigramm des Python von Abdera, ist ionisch, s. K.-Bl. I, 445, nach Allen, 
Papers of the American school IV, 70 Fehler für -tag, 

1-^03) aarsfog CIA. II, 167, 76 (307/300 v. Chr.); 584, 7 (318/307 v. Chr.); 379, 15 
(kurz nach 229 v. Chr.); 481, 51 (48/42 v. Chr.); III, 5, 5 (Kaiserzeit). Riem., Qua 
rat. p. 21; Rev. V, p. 163; Bamb. Jb. VIII, p. 200, welcher sämtliche Stellen bei- 
bringt. 

1204) nri/etov CIA. II, add. 834, c, 15, 2 mal (329 v. Chr.). Vgl. Phryn. p. 245 ; 
Moeris p. 298. 

1205) [. . . x]^aT7jc xal Jrifxol - - 2]iiavXovHYIE dvel&^Trjv] CIA. IV, 1, b, 418, g 
(„antiquior temporibus belli Pel. medii"). — Kirchhoff liest vtfj, vgl. aber unsere 
Noten 1200 und 1175, wo nur 't{i) nicht rj gelesen werden kann. Vgl. unten, Note 1627. 

1206) lg KV. 77 (altattisch); v6[g] Gen. CIA. II, 632, 7 (IV. J. v. Chr.); avv CIA. I, 
2, C, 16 (Auf. d. V. J. V. Chr.). 



— 139 — 

7. Erst in der Kaiserzeit erscheinen die Kurznamen auf -vg mit 
Gen. auf -v oder -vdog häufiger ^^°^*). 

§ 56. Oj- and ow-Stämme. 

1. Die Feminina auf -w (nsid'co) haben seit den ältesten Zeiten im 
Nom. Sg. niemals Iota prosgegrammenon^^^'). 

2. Von fJQMg^^^^) sind folgende Formen überliefert: 



Gen. fjQcoog {^Qco) 

Dat. ^Q(p 

Akk. ^Q(o ('^Qcaay^^^), 

Dualis ^QMP^^^^). 






§ 57. Diphthongstämme. 

a) Stämme auf -oi, -au, -ou. 

1. Von ofg sind nur überliefert: o?oc, ofpj olai^^^% 

2. Über vavg vgl. unten § 58, 7. 

3. ßovg hat im Dualis ßös (nicht /Joii)^^^»). 

4. x^^^ gßhl g^inz wie ßovg^^^^), 

1206a) ^wriJff, ^wTu CIA. III, 1160, b, 55 (192 n. Chr.); 1193, II, 39 (230—235 
u. Chr.); ^dXvg, ^'iXXv 1169, I, 24 (III. J. n. Chr.) Viteau p. 245. Vgl. die Namen.auf -a?, 
-a, obeo S. 115 N. 1062. — rj d6eX(pri t} Kovvv Def. 57, 6 neben ^£1« Kovvvöog 57, 11. 

1207) XttoixXat, 'Egarcj, KlHm KV. 34 (VII. -VI. J. v. Chr,); A[ttfini]x(o CIA. I, 
477 (VI. J. V. Chr.); GriQ(a (Hundename) KV. p. 77 (VI. J. v. Chr.), u. s. f.; anders in 
andern Dialekten. 

1208) Riem. Rev. IX, p. 79; Bamb. Jb. XII, p. 28 f. 

1209) "iiQtüOQ liQ[x]ri[yi\Tov isQst CIA. II, 778, A, 6 (350 v. Chr.); 7ou''HQ(oog rov 
tttTQov 403, 16. 54 (Ende d. III. J. v. Chr.); 401, 4 (Ende d. II. J. v. Chr.). — Ugsig 
"Hq(ü ^AQ/rjyirov 1191, 1 (III.? J. v. Chr.) aus Rhamnus. 

HEPOI, 2 mal, CIA. I, 4, 11. 20 (500/444 v. Chr.); t^ ?o^ t^ iuTQ^ IV, 1, c, 
288, a, 2 (c. 450 v. Chr.); "HqcoIi II, 1516, 1 (bald nach 350 v. Chr.); "Hgm 1517, 1; 
"Hofp iaTQ(p, 3 mal, II, 403, 1. 35. 47 (Ende d. III. J. v. Chr.); EPOI (= vq^), das 
Metrum lälst nur zweisilbige Messung zu) AG. VIII, p. 151 (Kaiserzeit); i^Qto (sie) 
CIA. m, add. 132, k, 1 (Kaiserzeit). 

GTTJaai [naod t6]v ijq(o CIA. II, 1058, 25 (zweite Hälfte d. IV. J. v. Chr.); ^q(o 
III, 814, 2 (130-140 n. Chr.); rjgaja 810, 1 (130—140 o. Chr.); 817, 1 (Kaiserzeit). 

1210) 97^ww,;KE. 107, 3 (I J. V. Chr.); rigtooi CIA. II, 603, 6 (III. J. v. Chr.). 

1211) IIEPOIN CIA. IV, 1, a, 3 (500/450 v. Chr.). 

1212) Tov olog CIA. II, 560, 3. 5 (IV. J.); tn[noig\ ? ovois ? oia[C] I, 28, 11 
(444/440 V. Chr.). Vgl. I, 534, 10 ol[v\ (V. J.). — Herw. p. 60. 

1213) /So£ ^Q[ydTa\, ßos i^v[o] CIA. I, 276, 16. 17 (415 v. Chr.). Das Cbrige ist 
regelmäfsig: ßodv CIA. I, 31, A, 11 (444/440 v. Chr.), etc.; ßocSv II, 814, a, A, 35ff. (374 
V. Chr.); rag ßovg 163, 19. 21 (334/326 v. Chr.); /?ooV 610, 6 (350/300 v. Chr.), etc. Ober 
die Natur des Diphthonges und die Annahme eines Akkusativs ßoHv s. oben M. 529. 538. 

1214) 6 /ovg CIA. II, add. 682, c, 12 (c. 356 v. Chr.); rby xovv add. 834, b, I, 45 
(329 V. Chr.); /oeg n[ivTs) ibid. b, II, 64 (329 v. Chr.). 



— 140 — 

b) Stämme auf -sv^^^^). 

5. Der späteren Zeit gehört an der Genetiv auf -iog^^^^). 

6. Im Dativ Sg. findet sich einmal -jj, sonst -£*^^^^). 

7. Der Akkusativ Sg. endigt auf -ea, nie auf -fi^^^% 

8. Im Nominativ Pluralis begegnen vereinzelt (in Staatsdekreten nur 
einmal) die zweisilbigen Formen -ifjg (r^sg kommt nicht vor), -hg (auch 
geschrieben -hsg^^^^). Sonst erscheint gewöhnlich die Endung einsilbig, 
und zwar: 



^215) Ober die Bildangen auf Vasen vgl. Kretschmer p. 191 ff. 

1216) ßaadiog CIA. III, 553, 2 {I. J. v. Chr.); 'Egsx&iog 805, 9 (54/68 n. Chr.); 
MaxttQiog 1023, IV, 9 (138/140 d. Chr.); ^aXriqiog 1027, 3 (138/161 d. Chr.); TZft- 
gai^og, üaittviiog 1112, 10. 11 (140/142 d. Chr.); nicht näher datierbar Sowiiog 
746, 6; KQKüiog 1674; Krjtpem^og 1742; Kvdad^vaiiog 1781; Id/dl^og 2198; xovqiog 
3462, 4; Ksaagiog 3547, 4. Vgl. dazu Schweizer p. 148. 

1217) .f^ l^g^l schon eine voreukleidische Inschrift, die sonst € und rj scheidet: 
yQttfjfAaisT CIA. IV, 1, a, 51 (p. 16), f, 21 (410 v. Chr.). Dazu {yQafi]iLittTei: II, 16, 16 
(um 380 V. Chr.) etc. — [ygafx/Ä]«!^ CIA. II, 90, 8 (um 356 v. Chr.). Auf diese Form 
an sich ist nicht viel zu geben, doch müssen wir wohl -rji als altattische Endung 
voraussetzen. Dafs -rjt. kaum mehr erscheint, ist nicht merkwürdig; nach dem Zu- 
sammenfall von rit und si mufste die Orthographie nach den übrigen Formen des 
Paradigma's, die fast alle -e- haben, notwendig auf -ei verfallen. Für die Form auf 
'^t spricht auch die Schreibung durch E in ^Afia^avrE ^= -et CIA. II, 1104, 3 (Grenz- 
stein), vgl. die gleiche Erscheinung bei den i-Stämmen N. 1198. Allerdings steht 
li/u. am Ende der ganzen Inschrift, so dafs die Nicht-Schreibung Folge von Raum- 
mangel gewesen sein könnte. 

1218^ Weckl. p. 21. — Die Formen auf -rj erscheinen häufig in andern Dialekten 
und in der Keine, das älteste dorische Beispiel ist liOTvnalcciij (Bpidauros, c. 350 
V. Chr.), s. B. Keil, Mitt. 20, 410, JNote 3. Vgl. auch Schweizer, p. 148f. 

1219) XaXxiöEEg {^ irig?) CIA. IV, 1, a, 27, a, 57 (445 v. Chr.); UyQvUrig I, 
338, 3 (408 V. Chr.); Inn^rjg II, 1673, 1 (394 v. Chr.), vgl. Dittenbergcr. Hermes XVII, 
38 ff.; (AXa]iieg, KoXl[v]T^sg^ ^ijyatüg, neben Batijg CIA. II, 870 (c. 350 v. Chr.); 
KoXXviiug neben IdXauTg u. s. w. 872 (341 v. Chr.); Id^fiov^eg, Ai^tov^sg, ^AXaiieg, 
^/«Qvisg, Aiofiiieg, ^Eg/tisg. Eviovvf^ifg, 'Ixagiäugy KoXXvTieg^ UaXXriv^fg, üXfo^ügy 
^ttXrjQieg, 4*Xvi6g, XoXagyieg neben IdCrjVirjg, üsigaulg u. s. w. 943 (325 v. Chr.); 
Eixadiig^^^, 7 (324 v. Chr.); Msyaqüg 1674 (,haud scio an saeculo IV. antiquior sit 
habendus^ Köhler). Über die Auffassung des -eieg s. oben S. 45 — 47; Riem. Rev. V, 
p. 148. — Über -arig für -rieg Dittenbergcr a. a. 0.; Wackernagel, KZ. 27, 267 f.; 29, 
148; 33, 18. — Das einzige Beispiel für die zweisilbige Endung in Staatsdekretea 
ist das obenerwähnte XaxidEEg, — IlaXrjeg CIA. IV, 1, c, 491, 38, 1, 4 (V. J., vor dem 
pelop. Krieg) kommt auf Rechnung der naXtig, welche die Inschrift setzten. — In- 
schriftlich nicht zu belegen ist der auch sonst schwach, wenn auch hinreichend be- 
zeugte N.-Acc. Dual, auf -ij (aus -ri^e wie -r^g im PI. aus -ri^sg) und Gen. -Dat. Dual, 
auf 'ioiVi s. K.-ßl. I 449, Anm. 5 extr. 



— 141 — 

a) als -^g"2°) vorherrschend bis 350 v. Chr. **^^), vereinzelt 
bis 325 v.Chr. 1222)^ 

b) als -€tg nachweisbar seit 378 v. Chr.""), häufig seit 350^^24)^ 
ausnahmslos seit 324 v. Chr. 

9. Der Akkusativ PI. hat -iag, nicht -fg"^*). Dagegen dringt seit 
der makedonischen Zeit, nachweisbar seit 307 v. Chr., die kontrahierte Form 
des Nominativ Plur. auf stg in den Akkusativ ein : Tovg ßacfilstg (kurz 
nach 307 v. Chr.); TOvg IsQstg (c. 300 v. Chr.); Toifg innstg (299 v. Chr.) 

U. S. W. "26)^ 

10. Bei vorausgehendem Iota tritt im Genetiv und Akkusativ Sing, 
und Plur. Kontraktion ein. Regel ist diese Kontraktion im V. Jahrb. 



1220) Weckl. p. 19; Riem., Qua rat. p. 82; Bamb. Jb. VIII, p. 200; Riem. Rev. 
IX, p. 76 f. 

1221) 'AyQvXrig, Krjcptairig, nsQyaarjs CIA. I, 338 (408 v. Chr.); nXat&rig II, 570 
(c. 403 V. Chr.); 'Extthirjg, KoXcovrjs, uievxovoirjg, Zovvirjg 864 (nach 400 v. Chr.); 
^AyxvXeiTjgj Kv^a&rjvacrjg^ IlQttatijg, ^rjyatrjg 947 (nach 400 v. Chr.); l^Xccirjg, ^^Xvfjg 
866, 2 (nach 400 v. Chr.); ccfztpoQrjg 965, b, 15 mal (nach 400 v. Chr.); Jlaiaviijg 865, 
1. 13 (nach 400 v. Chr.); XaXxt^rjg, ^EQaTQiijg, \^Ea]rcai^g 11 (378 v. Chr.); XaXxtdrig 
add. 17, b, 13. 8 (378 v. Chr.); "Axaqvri?, uiovacijg 868, 17. 20 (360 v. Chr.); liCr}Virjg, 
['A]vaxairjg, zffxeXe^g 1006, B, 2. 5, 9 (vor 350 v. Chr.); [^/apyj^c, [^af^nTQ]TJg 960, 
a, 12; b, 2 (vor 350 v. Chr.); KvSa&rivaiiig, 'Oaijg 998, 1. 7 (vor 350 v. Chr., wegen 
der bestand. Wiedergabe von ov durch o); IISQyaaijg 995, 4 (vor 350 v. Chr., datiert 
nach der Stellung bei Köhler); avXXoyrjg 1174, 1 (351 v.Chr.); AiytXtrjg, *AX(on€xrjgj 
'Af.i(piTQ07irjgj lAzTjvrjg, Brjaatrjg, OoQaiijgj KoXtovijg, KQKovrjg, JTttXXrjvijg 869 (c. 350 
V. Chr.); ['lx]aQtrjg, KoXXvT?j[g] 1010, 4. 6 (c. 350 v. Chr.); Meyttqrjg 1676 (undatiert, 

IV. J. V. Chr.). 

1222) [n6]iQ[a]irjg CIA. U, 1013, 7 (nach 350 v. Chr.); Zovvtrjg 864, 22 (nach 
350 V. Chr.); ^^aXrjQjjg 1026, 8 (nach 350 v. Chr.); [afi](poQrjg 162, ab, 16 (335 v. Chr.); 
XctXxt^rjg 809, d, 79 (325 v. Chr.); 'ACrivirjg 943, V, 23 (325 v. Chr.). 

1223) ^t6{t)g, K(XQ&ccis[r)g, neben 'Eauacijg^ [XttXxi:]^s CIA. II, 17, B, 24. 31 (378 
v. Chr.) ; KvSa&rjvaielgy neben Ilcitttvirjg 865, 1 (nach 400 v. Chr.). [/ifia^avT€Ui[g]y 
neben 'Avaxairjg u. s. w. 1006, B, 16 (vor 350 v. Chr.). 

1224) Hatavisig CIA. II, 871, A, 7 (348 v. Chr.); IdXateTg, Batelg, Aiofiaielg, "Eqxi- 
sTg, 'EaTtau{l)g, 'OTQvv€{t)g, nXoi&slg, ^Prjyautg 872 (341 v. Chr.); Kirielg 168, 9 (333 
v. Chr.); xonnsig 809, e, 177 (325 v. Chr.); liXauTg, KriipiauTg, AevxovoeTgi üaiavuTg^ 
IIstQaieTg, Züwulg, (neben AXavieg u. s. w.) 943 (325 v. Chr.), u. .s. w. u. s. w. 

1225) [l]aayfayitt[g'\ CIA. I, 37, b, 7 (425 v. Chr.); x(o]niag IV, 1, c, p. 141 seq., 
Z. 22 (423 V. Chr.); ßaaiXiag I, 61, 12 (409 v. Chr.); Heigaiag II, 573, 5 (c. 350 

V. Chr.); anoajoXiag 809, b, 20 (325 v. Chr.), etc. — Lautensach, Wochenschrift f. 
kl. Phil. 1886, p. 231. — Riem. Qua rat. 80; Bull. III nr. 21. 

1226) TOI/? ßaaiXiig CIA. 11, 243, 7 (kurz nach 307 v. Chr.); [i\ovg ßaaiXaXg 251, 3 
(307/301 V. Chr.); [toi;? ßa]aiXelg 263, 20 (303 v. Chr.); lovg Uqelg 589, 22 (c. 300 
V. Chr.); Tovg Innug 612, 18 (299 v. Chr.); tovg Innelg 323, 12 (277 v. Chr.) u. s. w. 
Riem., Qua rat. p. 80 f.; Herw. p. 49; Riem. Rev. V, p. 167; Bamb. Jb. VIII, p. 200. 



— 142 — 

V. ChrJ**^): Aly^hcog üolicog, IlQa(Siiog; Ilaiapicov; Kvdad-fjvaiä^ 
'Alaiäg, 'Eaviaiccc, ©«(T/rmg '*'*). — Im IV. Jahrhundert, namentlich in 
der zweiten Hälfte, treten auch Formen mit analogisch wieder eingeführtem 
€ auf, und zwar verhält sich: 

-cSc, -(Sp^ -a, -äg : -icag, -eoov, -ia, -^ag == 38 : 36***^). 
Im dritten Jahrhundert vermindern sich die kontrahierten Formen 
noch mehr, und um 200 v. Chr. verschwinden sie ganz"'°). 

11. € wird besonders dann wieder eingeführt, wenn das voraus- 
gehende i geschwunden ist: ^Oaicog (417 v.Chr.); üsiqaia^ nsiQaioav^ 
Ih^qociag (c. 350 v. Chr.); — aber Usigacig (329 v. Chr.)^23i)^ 

12. Die attischen Inschriften brauchen die Form Tqixonatqsvgy 
nicht TQizonaTCüQ (Windgottheit) ^^'^). 

13. Ganz spät erscheint eine Umbildung des Dat. Plur. nach den 
(X-Stämmen: toxiaiv^^^^). 

§ 58. Anomale Deklination. 

1. ccQ^v. Dieser sonst nirgends belegte Nom. Sing, zu agvog er- 
Hclieint auf einer Inschrift aus der ersten Hälfte des V. J. v. Chr.)^***). 



1227) [jlQtta]i^(ov Mitt. V, p. 85 (V. J. v. Chr.) ist unrichtige Lesart, vgl. die neue 
Publikation CIA. IV, 1, b, 517, b, 'E7ialx]Q^ü)V, — 'AarvnaXateCcjg IV, 1, b, 491, 18 
gchürt wohl dem IV. J. ao. 

^^-J«) Afyilitog CIA. I, 318, A, 9 (417 v. Chr.); noliüig 155, 8 (420 v. Chr.); 157, b, 
9 (418 V. Chr.); 158, a, 8 (417 v. Chr.); ngaaiais 318, A, 12 (417 v. Chr.); nuiaviwv 
^a VIII, p. 292 (vor 403 v. Chr.); Kv^aarivcctä CIA. IJ, 553, 3 (403 v. Chr.); Mmäg 
IV, 1, a, 71, ab, 5; d, 28 (420/413 v. Chr.); 'Eauaiag I, 29, 10 (444 v. Chr.); Beanidg 
IV, 1, a, 27, ab, 3 (vor 444 v. Chr.). — Cauer p. 413; Bamb. Jb. III, p. 4. — Vgl. 
Thom. Mag. p. 287: üeiqamg ^AirixoVj Ileigaiitog xo&voVf und ähnlich Moeris p. 287. 
— Bamb. Jb. VIII, 200. 

^'^'^^) JNach Riem. Rev. IX, 77, f. Auch die Grabschriften in CIA. IJ, 3 zeigen 
'^(og und, wenn auch weniger häufig, -uig neben einander. Ebenso auf den Def. -^(u;: 
Üttqaiiiüg Ziebarth 15, 2, aber auch ^owiä Def. 100, a, 4. — Wie grofs übrigens 
das Schwanken war, beweist der Umstand, dafs ein und dasselbe Wort die offene 
und geschlossene Form haben kann: *IxaQidt und *Ixnqtia^ sogar in einer und der- 
selben Zeile CIA. II, 872, ß, 8 (341 v. Chr.). 

1-^30) Zum letzten Mal neigaia CIA. II, 385, 11 (nach 215 v. Chr.). — In der 
Kaiserzeit kommen mit vielen andern klassischen Formen auch die kontrahierten 
Endungen auf -tSg und -a wieder auf. 

1231) ^Ott^cjg CIA. I, 318, 8 (417 v. Chr.); UeiQaia II, 573, 21. 6. 4. 5. 14 (c. 350 
v. Chr.). Vgl. aus späterer Zeit 332, 25; 603, 17; Mitt. IV, p. 206, etc. — [neiQ]ttwg 
II, add. 834, b, I, 64 (329 v. Chr.). Riem. Rev. IX, 78 f. 

1232) TgnonaTQitov CIA. II, 1062, 2 (400/350 v. Chr.); vgl. Suid. s. v. 
1^33) joxiai CIA. III, 1311, in Poesie. Vgl. Brogmann p. 237. 

1234) )^EQfi\^ agriv xQiT6[g] CIA. I, 4, 22 (vor 450 v. Chr.). FaQrjV auch in Kreta 
(Gortyn), vgl. Museo Italico II, p. 189ff. Vgl. dazu auch J. Schmidt, KZ. 32, 327. 



— 143 — 

2. Von "Aqrig ist im Akk. nur die Form "Aqti überliefert^*"^). 

3. Als Pluralis , zu dstffiog ist in der Prosa sowohl dsdiioi als 
dediid üblich: öeaiiol Xld-oav (378 v. Chr.), dstffid /«A^f^wv (377 
V. Chr.)^'''). 

4. xsQag bildet im V. und IV. Jahrb. v. Chr. die Formen vom 
Stamme xegai-i xsQaze, xiqaia. Fraglich ist xiqa (320—317 v. Chr.^*^^). 

5. Von 7CQ€ccg findet sich einmal die heteroklitische Form xqiaiog 
(338 V. Chr.); sonst xqsa, ytqsiav^^^^). 

6. Der Dativ PI. iidqtvai läfst sich belegen durcb eine Inschrift 
des Jahres 324 v. Chr. ^^^^). Hinsichtlicb des Akk. Sing. (fiaQtvp, fidg- 
TVQa) fehlen noch inschriftliche Zeugnisse. 

7. vavg hat im Gen. PL VfoSr (nicht v^tSy)^^^^). 

8. IIai(üv ist ein Beiname des Apollo, nai,dv (spät überliefert) 
der Schlachtgesang ^**^). 



1^35) "Hhov, "Aqti, li&Tiräv CIA. II, 333, 5 (271/265 v. Chr., ebenso Smyrna DS'. 
17J, 60 (246/226 v. Chr.); v^ov ^'Aqri CIA. III, 444 (Kaiserzeit) — CIA. II, add. 66 b, 
fr^m. c, 15 (356 v. Chr.) scheint allerdings die Zahl der ausgefallenen Bacbstaben (15) 
eher auf '^Aqtiv zu weisen. Bamb. Jb. XII, p. 28. Vgl. zur Deklination von ^Aqriq 
VV. Schulze, q. e. p. 454 seqq.; ßrugmann IF. 9, 157 f. 

1236) J'fcr^ol anb tüv reTQaxvxXtov, Mo]fiol Xt&(ov CIA. II, 678, B, 48. 51 (378/366 
V. Chr.). — (Sso/ÄCi ;^aAx^wM 791, 31 (377 v. Chr.); ^sa/biä at^rjg« Ix rojv Xtd-wv iyXv- 
[&]^p[ia] 807, b, 96 (330 v. Chr.), etc. — Vgl. Thoni. Mag. p. 79: ^sOfiä xdkXiov rj 

1237) [x^Q]aTS ovo CIA. IV, 1, a, 185, B, 46 (410 v. Chr.); [xi]Qai[a] 6vo 728, B, 
4 (nicht vor 312 v. Chr.); xiQui[a] 778, A, 2 (350/300 v. Chr.). — [x^igai (die zwei 
Punkte dahinter könnten Abkürznug.szeicben sein) 11, 835, c-1, 2 (320/317 v. Chr.). 
Bamb. Jb. Xll, 30; Lautensach, Wochenschr. f. kl. Phil. 1886, p. 232. — An allen 
diesen Stelleo hat x^qag die Bedeutung „Horn^^ (nicht „Flügel des Heeres"). 

1238) xQ^aiog AQ, VII, Beil. zu p. 87, Zeile 73 (338 v. Chr.). — xQia CIA. IV, 
1, b, 35, b, 17 (440/432 v. Chr.); II, 582, 14 (IV. J. v. Chr.); 163, 15. 24 (335 v. Chr.); 
603, 9 (III. J.); [xlQttSv I, 9, 7 (470/460 v. Chr.); xQidv II, 631, 7. 13. 21 (IV. J. 
V. Chr.); 560, 8 (IV. J.). — Riem. Rev. IX, p. 81, Note 1. — Der Dativ lautet xq^t^ 
wie auch yriQct, wofür inschriftliche Beispiele bei W. Schulze, q. e. p. 48^ 5 auf p. 49; 
p. 511 zu p. 48, 5. Aus den attischen Inschriften gehören hierher xal yrjQ^ teoTTjg 
ov naQiöwx' vßQiaai {lovg aya&ovg) CIA. II, 2718, 2 (wohl III. J. v. Chr.); yriQcc xal 
ifQovTCöt evaeßiag svexa (schlechter Pentameter) 2724, 11 (c. 250 v. Chr.); yrjQ^ 
&avovaav III, 1313. 

1239) uttQTvai CIA. n, 609, 21 (234 v. Chr.). Zur Erklärung Kretschmer, KZ. 31, 
447 f.; W. Schulze, q. e. p. 518 zu p. 134, 5. 

12*0) Die Formen sind: vavv CIA. II, 803, e, 36 tf. (342 v, Chr.); tijg v€(og add. 1 c, 
17 (399 V. Chr.); rrjt 795, f, 65. 73 (353 v. Chr.); vsdiv 965, b, 28 (400/350 v. Chr.); 
vava^v zahlreich 795, f (353 v. Chr.); vavg acc, massenhaft 795, c; 807, a; 808, b, etc. 

12*1) {;M]7T6Xk(ovog naibivog CIA. I, 210, k, 25 (nach 434 v. Chr.). — natärag II, 
628, 19 (c. 80 V. Chr.). — Riem. Rev. V, p. 155; Suhl p.44. 



— 144 — 

9. Der Plural zu jiQsaßevTijg lautet bis 250 v. Chr. ngdaßs^g, 
von da an nQeaßevtai^^*^), 

10. JIvv^ bildet in der altern Zeit seine Kasus mit Metathesis, später 
nach Analogie des Nominativs *^*^). 

11. Der Nom. Sing, zu Qtvsg lautet ^*^, nicht qIv^^**). 

12. Der Pluralis aTadiot zu crzrad^oi^ begegnet auf einer metrischen 
Inschrift des IV. J. v. Chr. ^2"). 

13. Zu (fTa&fjbd („Wage") läfst sich ein Singular (ftad^gAOP („Ge- 
wicht") nachweisen ^^*^). 

14. Neben vlog^^^"^) findet sich auf den ältesten Inschriften (Prosa 
und Poesie) auch noch die ursprünglichere Form vlvg^^*^). Die übrigen 
Kasus (aufser dem Akkusativ) werden bis zum Jahre 350 v. Chr: noch 
nach der III. Dekhnation abgewandelt; vgl. vUt (Dual, vor 418 v. Chr.); 
v€tg (Nom., 409 v. Chr.); vstg (Akk., 403 v. Chr.); vstg (Akk., 369 v. Chr.); 
iiog (400— 350 v.Chr.) 1«*^). 

Vom Jahre 350 an aber erscheint das Wort durchgängig nach der 
II. Deklination flektiert: v(l)ov, vt(S, vloi, v{l)cor, v{l)ovg^^^^). 

^2*2) nQiaß]etg CIA. IV, 2, 1, b, 28; ngiaßeai 7 (.405 v. Chr.); 7rQiaßi{C^tav II, 
311, 49 (286 V. Chr.); ngiaßeig 332, 42 (271/265 v. Chr.). — 7iQ£a߀v[Ta]g 386, 6 
(Ende des III. J. v. Chr.); TtQsaßevrtSv 593, 25 (c. 169 v. Chr.). Herw. p. 63. 

1243) nvxvog CIA. I, 501, 2 (vor 444 v. Chr.). — t« n([Ql ^rvliJxa Rang. 2285, 33 
(nacheuklidisch). Weckl. p. 25. 

12*4) ^{g CIA. II, 835, c-I, 89 (320/317 v. Chr.). Vgl. Thom. Mag. p. 323, 10: ^\s 
"AxTixoC, ^\v "Ekkriveg. Vgl. Solmsen, KZ. 29, 62. 65. 

1245) arädcoi KE. 1043, 4 (IV. J. v. Chr.). 

1246) ara&iubvj o Imy^ganrai CIA. II, 701, I, 50. 54 (344 v. Chr.); ara&fiov 
^ntyiyQanjai 706, A, a, 17 (nicht vor 341 v. Chr.); 722, A, 4 (c. 319 v. Chr.). — 
Andere Beispiele aus dem V* J. v. Chr. s. oben Note 1112. Riem. Rev. V, 177; IX, 69. 

1247) vlog, Prosa, CIA. IV, 1, b, 373, 90 (VI. J. v. Chr.); vlog, Poesie, IV, 1, a, 
273, e (527/510 v. Chr.); vog, Poesie, IV, 1, b, 373, 218 (VI. J. v. Chr.); vlog, Poesie, 
1, 374, 2 (V. J. v. Chr.); 397, 3, Poesie (V. J. v. Chr.); vog IV, 1, c, 422, 16 (letzte Jahr- 
zehnte des V. J. V. Chr.); IV, 2, 1393, b, 1 (später, aber xaxa rbv aQxc^oreQov tgonov)* 

1248) vlvg (sie), 2 mal, Prosa, altattische Vase KV. 72; vvg IV, 1, b, 373, 100, 
Prosa (VI. J. V. Chr.); vvg IV, 1, b, 373, 107, Poesie (VI. J. v. Chr.); lg (sie), Poesie, 
IV, 1, b, 373, 94 (VI. J. v. Chr.); vvg I, 398, 4 (V. J. v. Chr.), Prosa? Der Stamm YlY 
findet sich auch anderwärts: Sparta vtvg CD. 4, 5; Arkadien t;ti;v CD. 67, 3; Kreta 
(Gortyn) vivg, vlvCg, vivvg s. G. Meyer p. 416, wo weitere Litteratur, über die Vasen 
s. Rretschmer p. 187. — Alles Inschriften vor 400 v. Chr. 

1249) vh{l) Dualis, vgl. Note 1205; vilg CIA. I, 61, 14 (409 v. Chr.); II, add. 1, b, 
37 (403 V. Chr.); 51, 19 (369 v. Chr.); viog 1513 (400/350 v. Chr.). — Nach Krüger I, 
1, § 20 ziehen Thukydides, Piaton und die Redner im allgemeinen noch vUog, viel, 
vUej vUocv, vhigy vtiojv, vtiat, vhlg den jüngeren Formen vor. Vgl. Thom. Mag. 
p. 367: vhlg^ vt^toVy vtiag (?) xal vhig (Jifyi), xgeirro} yuQ tavra tov vtol xal vlwv 
xal vlolg, xal vlovg. 

1250) iov CIA. II, 835, c—l, 16 (320/317 v. Chr.); 836, 56 (270/262 v. Chr.); 331, 
57 (c. 280 V. Chr.). vi^ III, 128, 23; 595, 3 (Kaiserzeit) etc. vlo£ IH, 541, 5; 1124 



— 145 — 

Von poetischen Formen sind zu erwähnen: a) nach der konsonan- 
tischen Deklination: vta, vhg (ffl.— ü. J. v. Chr.)^"^; b) nach der Dekli- 
nation der Wörter auf -silg: vl^og, vUa (Kaiserzeit) ^''"). 

15. Zu (fQ^vsq (poetisches Wort) iSfst sich aus dem VI. Jahrh. 
V. Chr. ein Dativus PI. (pqaalv mit Stammabstufung belegen ^*'^^). 

16. Der aus Euripides überlieferte Dativ (pto von xö tpcig ist 
auch inschrittlich nachzuweisen^^**); dagegen kommen die Formen 
(fdovg (Gen.), cpdst (Dat.) nicht vor. Seit dem I. Jahrhundert begegnet 

17. x^^Q bat im Gen. und Dat. Dualis x^^^^Z'v (nicht x^^^*^)» ™ 
Gen. PL x^^Q^^ (nicht x«^«^) ^^'*)« 

§ 59. Kasusartige Endangen. 
(Adverbia). 

1. Die Adverbia auf -ä und -e haben Iota prosgegrammenon : rfij- 
fioaicf, Idia, onoia^^^'^); dnl^, ^, xoiv^, nccvraxy (14 mal), Qfjt^ 
(=palam), -rgfjf^^ss)^ 



I, 46; 1171, 9 (Kaiserzeit) etc.; v(i)(ov U, 605, 7 (H. J. v. Chr.); 983, 8 mal (IT. J. 
V. Chr.); 984, 3 mal (ü. J. y. Chr.); vovs 605, 3 (ü. J. v. Chr.). — Doch bietet eine 
archaisierende Inschrift ans dem II. Jahrh. nach Chr. — sie enthält auch älteres 
avi&eaav für avidTjxav — wiederum die Form vtetg CIA. HI, 167, 5 (143 n. Chr.). 

1251) KE. 30, 1 ; 845, 2. 

1262) CU. III, 914, 1; 743,4. 

1253) CIA. IV, 1, b, 477, h, 2 (Anfang d. VI. J. v. Chr.). G. Meyer, p. 470. 

1254) cf,ft5 CIA. II, 793, c, 4 (357 v. Chr.) Schiffsname (vgl. den Schiffsnamen ^wcr- 
(fOQOS 794, b, 60). Das Wort ist offenbar Neatram: 793, b, 63 steht 4>ü)g unter lauter 
Akkusativen. Die Namen der Schiffe sind keineswegs nur Feminina, vgl. den Schiffs- 
namen Oiarogy der doch offenbar männlich ist 793, b, 65 und c, 35. Vgl. K.-ßl. I 511. 

Die Stelle bei Euripides laulet: To fihv yuQ iv (p^y to ^k xaro) axoTos xaxov. 
Eurip. Meleagros nach Etym. Mag. p. 803, 45. — Vgl. Eur. ed. Nauck vol. HI, frg. 538. 

1255) fxEXK (f{(o\i6g CIA. II, 469, 10 (Anfang d. I. J. v. Chr.). 

1256) [yorv /]€W(>ori; CIA. n, 742, A, 14 (350/300 v. Chr.); j^fi^wy ibid. B, 10 
(350/300 v. Chr.). Also gegen die Regel bei Dindorf Steph. VID, p. 1384: „Legitima 

declinatio est: /f*^off, /f*^^, X^^Q^f X^^Q^t X^Q^^'^^ X^^Q^^f X^Q^^i (X^Q^O) X^^Q^^"' 
Vgl. K.-Bl. I 426. 

1257) ^rj[fi]oa(a CIA. IV, 1, b, 31, a, B, 5 (444/432 v. Chr.); ?% xal ^rjfiocft(^ CIA. 
I, 45, 10 (421 v. Chr.); ^ijirf iS{(f fi^rs $rifioa[C\(^ 11, 17, A, 37 (378 v. Chr.); ol rixorreg 
iSr]uoaCa 57, 5 (362 v. Chr.); ?(F^<? Tf . . xal xoivei H, 234, 13 (314 v. Chr.) etc. etc. — 
oTioUt CIA. II, 1060, 12 (IV.— III. J. Die Datierung ergiebt sich teils aus dem Charakter 
der Schrift, teils aus den Formen -xXsCovg, *AxoiQV€£ovg). 

1258) dnl^ CIA. I, 1, B, 2 (500/456 v. Chr.). — y CIA. D, 1054, 93—4 (347 
V. Chr.); DS. 632, 6 (nachklass. Zeit). — xoiv^ {xocvel) CIA. U, 234, 16 (314 v. Chr.); 
IV, 2, 614, b, 49 (307/286 v. Chr.). — naviaxy {navtaxet) CIA. IV, 2, 1054, b, c, 
12 mal (etwas vor 350 v. Chr.); navxax^ 11,51054, 82 (347 v. Chr.); navrax^l 835, 
c— 1, 70 (320/317 V. Chr.). — Riem. Rev. V, p. 170. Bekker Anecdot. p. 825. — U 

Meist erb an 8, Grammatik^ 3. Anfl. ]0 



— 146 — 

2. Von Adverbien auf -ai ist x^l^^'^ überliefert^^*®). 

3. Die Adverbien auf -äsi und -esi haben kein Iota prosgegrammenon : 
id^fjvläai, ""EQV&qaai, 'W^iyViyo'*, etc., etc."*°). — Für Ogidocft er- 
scheint 0Qi(f (415 V. Chr.), neben &Qi>üd'tv (Analogie zu Kqt&d'sv^ 329 
T. Chr.) 1261)^ 

4. Über die adverbial gebrauchten Formen "^En^xfjipiaiqc, NsfAsq, 
'/(T^/i*«», 'Iipip, BqavQ&vi^ ^EXsvatvt^ Mvqqi^vovvxi s. § 84, 23. 

5. Zu den Adverbien auf -s kommt ösvqs (500—450 v. Chr.), eine 
bisher unbekannte Form (vgl. dsixe^ ösvqo, dsvgi)^^^^). 

6. Die Endung -J« findet sich in ld&fjval^€, Bfj(fa^€ (vom Singular 

7. Neben der Endung -d'sv erscheint vereinzelt schon im V. J. 
V. Chr. die Form -^s: ""AXconsx^^s (487 v. Chr.), Movvixiad^s (357 
V. Chr.), sfi7tQoa&€ (c. 350 v. Chr.) ; xad^vnsq&s (348 v. Chr.) u. s. f. ""). 



Twy firi QTjry CIA. H, 844, 12 (Anfang d. IV. J. v. Chr.). — ry^s CIA. IV, 1, b, 521, b, 4 
(500/450 V. Chr.), Prosa; j^ös (Poesie) KE. 22, 2 (c. 448/444 v. Chr.) etc. — Einzige 
Ausnahme aus klass. Zeit ^ = ]7 CIA. IV, 1, b, 53, a, 35 (418 v. Chr.). 

1259) ^afjia£ CIA. IV, 2, 834, b, H, 93 (329 v. Chr.). 

1260) Einzige Ausnahme Id^i^vrjai Phil. X, p. 175 (302 v. Chr.) nach Weckl. p. 9. 
— ui&rtvriai{y) CIA. IV, 1, a, 27, a,'58. 72 (445 v. Chr.); I, 59, 32, frg. f (410 v. Chr.); 
n, 17, a, 33 (378 v. Chr.); 814, a, A, 3. 27. 30 (374 v. Chr.); 54, b, 16 (363 v. Chr.) 
etc. etc. Weckl. p. 7 und 9; Bamb. Jb. HI, 3; Herw. p. 40 und 41; Riem. Rev. V, p. 170. 
Zu den Beispielen, welche Herwerden zusammengestellt hat: *AyYEXrlai,(v)y Idyxv- 
Xtfaiiv), ldyQvlijai{v) y ui&rjvrjaiiv) , ^A^r\vitt(Siv , Ai^tovfjat>v , uiXamxrjaiVf Idfiipirgo- 
nrjaiVi uivaxäaiv (=^AvaxaCaa^v)y 'AtrjvrjaiVy lA/aQvrjaiVy Barijaiv, *EQV&Qä(ny *JB^ 
Xiäaiv, Aafinqaaiv^ Mowi/taaiv, Oivorjatv, ""Olvfinlaai , ^ÖTQvvfjaiv, IIaXltjvfjai>Vf 
nsvreXrjaiVy 4>Xvrjaiv, kommen hinzu KeipaX^ai CIA. II, 785, 2 (350/300 v. Chr.); ^Orjai 
773, 6 (vor 300 v. Chr.); "ÖQoßCaai IV, 1, a, 279, a, 6 (vor 403 v. Chr.). A überall nur 
nach i und q. 

1261) 9qC(^ CIA. I, 277, 2 (415 v. Chr.). — BQici&i[v] CIA. IV, 2, 834, b, I, 32 (329 
V. Chr.). 

1262) CIA. IV, 1, b, 517, a, 1 (500/450 v. Chr.); 517, b, 1 (500/450 v. Chr.). — 
Ri6m. Rev. IX, p. 63. Dazu 11, 1649 (Prosa, Anf. d. IV. J. v. Chr.). 

1263) Biicrafc CIA. II, 782, 10 (Anfang des IV. J.). — "A^va^ CIA. IV, 1, a, 27, a, 
54. 75 (445 v. Chr.), etc. etc. 

1264) AXtomxrj&e CIA. IV, 1, c, 569 (487 v. Chr.); Movv^x^a^^ H, 793, f, 11 (367 
V. Chr.); tfxnQoa^i 573, 16 (c. 350 v. Chr.); 312, 13 (286 v. Chr.); xa&unsQ&e 871, 7 
(348 V. Chr.); UXtonexrj&s add. 834, b, 38 (329 v. Chr.); 07ria&€ 835, 62 (320/317 
V. Chr.); "EXsvaivo&e IV, 2, 834, b, I, 38 (329 v. Chr.); vot6&€ CIA. II, 781, 11 (c. 300 
V. Chr.); ^fj,nQloa]»€ IV, 2, 619, b, 24 (III. J. v. Chr.). — Riem. Rev. V, 172; IX, p. 60; 
Bamb. Jb. VIII, 194. — Zu den Adverbien auf -d-ev, welche Herw. p. 41 und Riem. 
Rev. V, 158 beibringen: AyysXrj&ev, AyxvXij&ev, 'AyQvXijd^sv , ldX(07t€xrj&€V , AfUfi- 
TQ07rrj&€Vy Barrjd-iVy ^ExaXtjd-eVy ^EXsvaivo&eVy ^Eaitaiodev, KetpaXij&sVy KoXtuvrj&eVy 
Kov&vXrjd^sv, K(}iüid^€V, Eij^a&ev, Movvix^a&tVy^Oa&eVy^OfiS^iVy Oio&eVy üiVTsX^&ery 
ITsQyaafj&sv, 2(p€v^ttX^&ev, ^'Xvrj&ev, *Sl6i&€V, ^ilrjd^evy sind hinzuzufügeo jfvaxtUa- 
&SV CIA. II, 1109, 3 (nach 400 v. Chr.); BQttvQ(ov[6a]€v 652, B, 23 (398 v. Chr.); 'EX€v- 



— 147 — 

— Die Poesie macht sich diese Doppelformen zu Nutze: nqodd'S nvXdSv 
(c. 460 V. Chr.); ngotr^e noTsidaiaq (431 v. Chr.).^"'^). 

8. Von ovofiaazog lautet das Adverb opOfAatJvl, von ä(fvXog äav" 

9. Epideiktisches i ist selten: rrjvöi (VI. J.); vvviy mehrfach ^*^^). 

10. Beachtenswert sind die Lokativbildungen 0aXiiQ€{t), OgsaQ- 

11. ivtavd^ot ist nicht in ivravd'i zu ändern "**). 

12. TJCQcoTcog zu TiQcoTog läfst sich erst aus dem III. J. n. Chr. be- 
legen ^^70)^ 

13. Neu ist die Adverbialbildung d^xaxcc zu cJ^xa^'^'). 



&fQä&€v IV, 1, b, 446, a, 48 (408 v. Chr.); MaQa»(ov6&€v IV, 1, b, 507, b (V. J. v. Chr.); 
ZtptjTTo&ev CIA. IV, 1, b, 373, 198 (V. J. v. Chr.); "A&tuovo&ev IV, 1, b, 373, 121 (V. J. 

V. Chr.). 

1265) Vgl. CIA. I, 333, 3 (c. 460 v. Chr.); 442, 10 (431 v. Chr.). 

1266) ovofiaaiC CrA. I, 40, 44 (424 v. Chr.). Vgl. Choiroboskos (Cram. aoecd. II, 
245, 6). Riem. Rev. V, p. 159. — Vgl. afii^a^C DS. 177, 6 (304 v. Chr.) aus einem 
Brief des Antigonos an die Teier. — davUC CIA. I, 41, 13 (V. Jahrh.); vgl. aavU\l 
xal] aanovM Erythrae CD. 483, 8 f. (um 355 v. Chr.); aavktl xul uanovöiC Mesam- 
bria CIG. II, 2053, b, 9 (vor 300 v. Chr.); [aav\Xü xal danovd\EC] Amorgos Mitt. XI, 
107, 10, (c. 250 V. Chr.). Herw. p. 82; unsicherer ist dessen zweites Beispiel, das ana^ 
ÜQTlfiivov avd'rjfxfQsC aus dem I. Jahrh. v. Chr., CIA. II, 471, 71 (nicht 441, 71); Riem. 
Rev. V, 159. — Vgl. vrinocvsi, Amphipolis, CD. 551, 10 (um 350 v. Chr.); äxoPinC 
Rhodos Bull. XI, 289 (432/424 v. Chr.). 

1267) jrjvSl etc. IGA. 2 (VI. J. v. Chr.); vvvC CIA. I, 55, b, 3 (416 v. Chr.); CIA. U, 
121, 11 (338 V. Chr.). 

1268) [M]dvr]g ^PaXriQS oixoov („im Ph. wohnend«) CIA. 11, 768, I, 24 („ultima 
decenoia saec. IV. et tempora subsequentia"); xaiaSim Haraixov ^QEaqqe oixovvra 
Def. 81, 4 (III. J. V. Chr.). JNach der ansprechenden Annahme von Solmsen, Rh. M. 54, 
350 Fufsn. 2 ist e{i) aus ol wegen des folgenden oix. dissimiliert, wie otxH (erst bei 
Menaoder) nach Wackernagel aus otxoi (so Def. p. 11, b, b, 2, IV. J. v. Chr.). Ver- 
gleichen würde sich auch lotneTg für XomoTg CIA. II, 467, 12 — 13 (Anf. d. I. J. v. Chr.) 
und 6vHVf für das jetzt Brugniann p. 55 rein lautliche Entwicklung aus 6voiv annimmt. 
In allen diesen Fällen mufs übrigens mit h ein wirklicher Diphthong bezeichnet sein, 
nicht wie gewöhnlich ein geschlossener e- Vokal. Die drei letztgenannten Beispiele 
stellt übrigens schon Blafs p. 56 f. zusammen. 

1269) h^'^av^ol (sie) CIA. IV, 1, b, 27, b, 13 (439 v. Chr.); Riem. Rev. V, p. 168. 
Zu den von Herw. p. 40 f. gesammelten Adverbien auf oi\ Id&fiovoiy FagyriTToTj *£qv- 
r)oTf KoXtavol, 4^aXr}Q0L kommen hinzu: TQMOQvvd-oZ Papers of the American school 

VI, 376, Z. 54 (c. 360 v. Chr.); 'AvaipXvaiol CIA. H, 784, B, 11 (350/300 v. Chr.); 
0o()/;for 7S0, 17 (c. 300 v. Chr.); vCxri ^la&fioi KE. 941, 2 (III. Jahrh. v. Chr.); Miya- 
Qo[i] CIA. I, 443, 3 (460 v. Chr.); Haiaviot CIA. III, 61, A, III, 35 (117/134 n. Chr.). — 
h GoQix(o{i) II, 772, A, 10 (Ende d. IV. J. v. Chr.). 

1270) Mitt. 19, 249ff., Z. 3 (230—240 n. Chr., lobakcheninschrift). 

1271) CIA. IV, 2, 1, b, 34 VHfitti, {rqvg 2a^iovg) [avrCxa jnaXa ig roi/g 6rifiovg 
xal T\ag tpvXäg 6ixaxa (Wilamowitz, Sexa^ä edd.), von 505/4 v. Chr. 

10* 



— 148 — 

14. Auf einer Inschrift des V. Jahrh. v. Chr. erscheint das nur schwach 
bezeugte cinona^ für avfinap^^''^). 

§ 60. Adjektiva. 
a) Allgemeines. 

1. Hinsichtlich der Substantivierung von Adjektiven weichen die In- 
schriften mehrfach von den Handschriften ab: rj odog fj nkatsta (für 
einfaches ^ nlazsta) und umgekehrt ^ x^^^V (^^^ V ;c«^^f «^>«wV)"'^). 

b) Adjektiva der I. und H. Deklination. 

2. Zweier Endungen sind /rofr^to^"'*), ooxifjbog^^''^), smdoai- 
^^^1276^^ '■^Qjialsvoq'^^'^'')^ zweier und dreier Endungen 7iaXa(tTiaZog^^^% 
^vyiog'^^''^), XoiTtog^^^^); dreier Endungen sind ycvQiog^^^^)^ Xdiog^^^\ 

3. Die zusammengesetzten Adjektiva haben nur zwei Endungen. Ver- 
einzelt stehen da d'QtTi-^ösatai, (326 v. Chr.) neben gewöhnlichem r^*7r- 
fldsazoi^ und ädoxtfiat (326 v. Chr.) neben gewöhnlichem ädoxtfAOi^ "^*). 



1272) [xad-^ rjjLi^Q]av fxiod^ol xaxa [ta dQYifiiv\a änona^ CIA. 1, 286, 5 (vor 444 
V. Chr.). Vgl. anona^ • ^vfxnav i) avfjunav Hesych. 

1273) jfüy ^^fav xm nkaTeicSv CIA. IV, 2, 192, c, 20 (320 v. Chr.). — [irCfirUaiV 
[etxoaiv xf*^]xaig CIA. II, 311, 15 (286 v. Chr.). 

1274) j^g naxQtovg noliTiCag CIA. II, 332, 15 (271/265 v. Chr.); tag ^vaCag tag 
naiQCovg 11, 307, 15 (290 v. Chr.); naxQlovg anoväag, naxQlovg d-vaCag 628, 14, 40 
(I. J. V. Chr.). Bamb. Jb. XII, p. 31 f. 

1276) xQiriQTig xtttvri ^ox^fiog CIA. II, 804, B, a, 70; b, 53 (334 v. Chr.) (wohl nach 
a^oxcfiog). 

1276) InMaifiog xgi^grjg CIA. II, 809, d, 239—240 (325 v. Chr.). 

1277) avv xaTg SiaCv[^i 6votv x[a]ig :AQ7ial[€yotg CIA. II, 811, b, 145 (323 v. Chr.); 
a[vv] x'j ldQ7iaket(p ebd. 148. 

1278) Tialttaxittlai CIA. 11, add. 834, b, 11, 17. 33 (329 v. Chr.); nalaaxtatoi (sc. 
aavCdig) ibid. 11, 21. Riem. Rev. IX, 84. 

1279) in CIA. n, 791. 792 (c. 377 v. Chr.) öfters ^vyla, ^vyvat, aber a^oxifiog 
x(6nr] ^vyiog 791, 71 (neben aSoxi^og CvyCa Z. 67), wohl durch Assimilation an das 
daneben stehende a66xijuog. 

^280) ii]^^gaL XoLTiol rioav oxrtü CIA. IV, 1, c, 179, a— d, 32 (411 v. Chr.), aber 
rifjiiQa[o X]o[i]naC I, 187, 6 (424 v. Chr.). 

1281) ixxlrjata xvqCuy oder xvqCa IxxXrjaCa CIA. II, 230, a, 4 (nicht vor 336 
V. Chr.); IV, 2, 179, b, 72 (325 v. Chr.); II, 262, 8 (303 v. Chr.). — äyoQ^ xvqCi^ IV, 2, 
618, b, 7 (265/262 v. Chr.), etc. 

1282) i^((^ JNote 1257. — iSCag (fdayadCccg CIA. II, 470, 71. 80 (I. J. v. Chr.). 

1283) awoQlSi TeXei(s CIA. II, 966, A, 53 (kurz nach 191 v. Chr.); 967, B, 40 
(H. J. V. Chr.). 

1284) Tttxgiöofjtev xhfxaxCSag In) vavg lIHHri, xa\ xXi^axlda : I*tovxaiV d-Qt- 
7ir\6 aaxai xal a3 oxifxoi. — naQ^dofxev xiQulag inl vavg : HHjJ^/J • xovxojv 
^Qiniiöeoxai xal döoxifxai CIA. II, 808, b, 33ff.; 54ff. (326 v.Chr.). — JNeben 



— 149 — 

4. In den Adjektiven, welche Stoffe und Farben bezeichnen, ist 
das € des Stammes überall mit der Endung kontrahiert: agyvQOvg, ßa- 
rQaxs(i)ovg, }^X(xviC€iovg^ SQsovg, xsQafieovg, Xivovg, aidriqovg^ xaXxovg^ 
XQvaovg^'^^^). 

5. Kontrahiert wird ferner das s in' den Zusa\nmensetzungen mit 
'fivovg (von firä), und das o in den Zusammensetzungen mit -TtXovg 
(Multiplikaliva), -rrXovg (Schiffahrt) und -vovg^^^^). 

6. €vvovg bildet den Nominativ PL seit 302 v. Chr. nach der III. De- 
klination svpovq ovTsg^ svvovg elaiv^^^"^). Eindringen des Akkusativs in 
den Nominativ. 

7. Obiog und tSüdg sind beide gut attisch; für das Femininum findet 
sich auch die Form aä (357 v. Chr.) ^^ss). 

c) Adjektiva der III. Deklination. 

8. Die Adjektiva auf -novg bilden den Akkusativ im V. Jahrhundert 
noch auf -noda: tglnoda, isiqcinodcc^ sntdnoöa (409 v. Chr.)^^^®); im 
IV. Jahrhundert aber bereits heteroklitisch auf -now. dtnovv, TevQcc- 
novp, äsudnow (347 v. Chr.)^*^*^). — Die Flexion der übrigen Kasus 
bleibt unverändert: rszQanoätöp, Terganocfi, xsTqdnodag^ nevzinodog^^^^). 



XQvffrj ^Qi^nriöearog 661, d, 10 (c. 390 v. Chr.); x(6[7i\ag d-QtnriSiöxovg 808, d, 
88 (326 V. Chr.). — Lautensach 1887, 26. Vgl. dazu Schweizer p. 158 f. ; Dieterich p. 179; 
Radermacher, GGA. 1899, 695. 

1285) ^gyuQoZg ciA. I, 117, 9 (434 V. Chr.) etc.; ßaxQax^{i)ovv II, 758, B, I, 24; 
II, 12 (c. 334 V. Chr.); 759, H, 17 (c. 334 v. Chr.) etc.; yXavxeiovv 759, II, 11 (c. 334 
V. Chr.); Igeovv II, 766, 35 (341 v. Chr.) (s. dazu W. Schulze, q. e. p. 119, 9 auf p. 120); 
xfQce/Liiovg 167, 51 (334/326 v. Chr.); hvovv 778, c, 20 (nach 350 v. Chr.); ai^rjQa 807, 
b, 96 (330 V. Chr.); xf^Xxovg, xaXxij, /aXxovv 778, c, 24 etc. (nach 350 v. Chr.); x^varj 
1, 117, 7 (434 V. Chr.) etc. etc. 

1286) Ttivjauvovv CU. II, 476, 33 (Ende d. 11. J. oder Anfangs d. I. J. v. Chr.). — 
aTiXy CIA. I, 1, B, 2 (500/456 v. Chr.); dnXovv II, 808, c, 41, 54. 67. 105, etc. (326 
V. Chr.); SinXovv ibid. Z. 90. 107. — Über ÜQonXovg s. oben, Note 1134. — ivvovg 
CIA. II, 597, 8 (336/324 v. Chr.) etc. 

1287) f[;Voi;ff ovxsg CIA. II, 270, 10 (302 v. Chr.); (fCX\oi xai evvovg IV, 2, 420, b, 
10 (Ende des IV. J. v. Chr.); eialv svvovg xal (fCXot 11, 315, 19 (283/281 v. Chr.); 
i[ij]vovg i}[GCv] 362, 2 (c. 270 v. Chr.). VVeckl. p. 26 f.; G. Meyer p. 459 f.; DS.i 
p. 782; Kühner I, 397, Anm. 5; Herw. p. 52; Riem. Rev. IX, 80. 

1288) flrwoy CIA. I, 36, 9 (428/426 v. Chr.); ob auch CIA. II, 754, 15 (349/344 
V. Chr.) 7« a(ü[a] zu lesen ist, mufs dahingestellt bleiben; aüv I, 68, 6 (444/403 
V. Chr.); awv II, 570, 14 (c. 403 v. Chr.); ontog [a\v "Av6[{}og'] l[i] a[ä] r^ ^[rßf^tp 
T^ 'Ad-ri[va]i(ov II, 62, 8 (357 v. Chr.), die Ergänzung nach DS. 111 ; CIA. IV, 2 p. 22; 
ergänzt IV, 2, 135 f, 6. — Vgl. Riem., Qua rat. p. 73; Herw, p. 177; Bamb. Jb. VIII, 
198; XII, 34; Riem. Rev. IX, 70; K.-Bl. I 542. ) 

1-89) TQtnoöa etc. CIA. I, 332, 13. 14. 19. 20 (409 v. Chr.). Riem. Rev. V, 1;58. 

1290) ^inovvj J€iQanovv etc. CIA. II, 1054, 14. 24 (347 v.. Chr.); vgl. [S]Cnöw 
1057,23 (nicht näher datierbar). Riem. Rev. IX, 7]. 

1291) j€TQa7i6iS(ov ctc. CIA. II, 1054, 18. 20. 27. 44 (347 v. Chr.). : 



— 150 — 

9. Das Adjektiv yetnav, ystrov hat im Neutrum PL (nach 
Art der Komparative auf -fwv) die Endung -co: tS yshco olx^fiata (sc. 
ioTlv, 2 mal, 374 v. Chr.)''''). 

10. Für „endlos" brauchen die Inschriften ansigcop (nicht ccTtei- 
?og)^'ö»). 

11. S-Stämme. Vereinzelt steht der Nom. Plur. Xsovrosidhg {dl8 
bis 366 V. Chr.), neben MiXfjaiovQystg, vy^stg, ivtsletg u. a. ^^®*). — Im 
Akkusativ Sing, findet sich, bei vorausgehendem Vokal, die Endung -ä 
für -^: Evffvä (Schiffsname, 356 v. Chr) ; aulsa, Poesie, c. 300 v. Chr."®*). 
— Von vyiijg lautet das Neutrum Plur. und der Akk. Sing, seit c. 350 
V. Chr. (8 Stellen) vy^n- Eine Inschrift von 357—354 v. Chr. enthält 
beide Formen (Neutr. Plur.): vytä und vyi^^^^^). 

12. Ü- Stämme. Die Adjektiva auf -t;^ zeigen im Femininum (vgl. 
oben, § 15, c) sowohl -«*« als -sa: ^fiiasiav (c. 300 v. Chr.), rniiasav 
(345—321 V. Chr.)"»^. Umgekehrt kann im Neutrum PL seit dem IV. J. 
V. Chr. (vgl. oben, § 15, e) ei, geschrieben werden: xava nlazha (358 
V. Chr.) ^''®). Kontrahierte Formen im Neutrum PL auf -^ kommen erst 
in der 2. Hälfte des IV. J. v. Chr. vor: xavä nXaisa (354 v. Chr.); tä 
flliiasa (345 und 342 v. Chr.); na^ia (323 v. Chr.); d^rilsa (III. J. v. Chr.), 
neben iiiibiafi^^^^), — Der Genetiv Sing, endigt auf -sog^ nicht -siog: 
^IJblasog (356v. Chr.)i8<>0). 



1292) y^ijfo CIA. 11,814, a, B, 36. 39 (374 v. Chr.); vgl. DS.i p. 660. 

1293) z. B. aneCQoviSf dnelQova CU. II, 751, A, I, 4. 13 (350/324 v. Chr.); anet- 
gav 709, 5 (c. 340 v. Chr.). Vgl. zur Erklärung W. Schulze, q. e. p. 116. 117; oben 
S. 21 N. 110 

1294) XeovTosi^ieg CIA. II, 678, B, 46 (378/366 v. Chr.). — MUrjaiovQyets 676, 26 
(385/366 V. Chr.); vy^eig, ivrekeig 714, 10. 4 (330 v. Chr.) etc. 

1296) Ev(pva CIA. II, 794, d, 54 (356 v. Chr.). Bamb. Jb. VIII, 202. dxUa KE. 
850, 4 (c. 300 V. Chr.). — Aber ^^yaloipvri CIA. Ill, 768 (Kaiserzeit). Herw. p. 57. 

1298) {jyta und vyiri CIA. II, 61, d, 52; a, 45 (357/352 v. Chr.); vyiii add. 682, c, 
8 (nach 356 v. Chr.); 720, A, II, 22; B, I, 17. 18 (320 v. Chr.); add. 834, c, 42 (317/307 
V. Chr.); 731, B, 20 (307 v. Chr.); 736, A, 5 (nicht vor 307 v. Chr.). Riem. Rev. V, 
p. 163; IX, p. 83. — In add. 834, c, 42 haben wir den Accusativ, die übrigen Bei- 
spiele sind Neutra Pluralis. — Vgl. Thomas Mag. p. 365; Moeris p. 341. 

1297) Vgl. oben, Note 221. 

1298) [j^avtt . . . fisyaXa n[laUia CIA. II, 817, B, 22 (358 v. Chr.). Falsch beurteilt 
von Dieterich p. 177. 

1299) xava nXaUa CIA. H, 818, 18 (354 v. Chr.); xä rifiCaea 1055, 14 (345 v. Chr.); 
803, b, 39. 47. 85. 100. 148. 172; c, 70 (342 v. Chr.); nax^a 811, c, 171 (323 v. Chr.); 
{nmSia dvo) ^Xea Def. 102, 13 (III. J. v. Chr.). Bamb. Jb. VIII, 202; Riem. Rev. IX, 
83; aber rifil[a\ri IV, 2, 1054, g, 23 (338/323 v. Chr.); in Dolos Bull. 14, 389 ff., Z. 48; 
393, Z. 52. 60. 63 (?79 v. Chr.); DS. 588, 4 (180 v. Chr.). Vgl, Schweizer p. 146 f. 

1300) [ri\fx([ai-\og CIA. II, 794, d, 6 (356 v. Chr.); IV, 2, 1054 f, 13 (2. Hälfte des 
IV. J. V. Chr.). 



— 151 — 

d) Komparativ. 

13. Komparative auf -TSQog, Nach Muta cmn liquida steht 
-6t€Qog, nicht -uitsgog^^^^). 

14. Als weibUcher Name steht OiXiotiQa neben OtXr^Qa^^^^). 

15. Komparative auf -icov. Von öllyog wird im Altattischen 
ein eigener Komparativ öksi^iov gebildet (6 mal, 470 — 418 v. Chr.)^^°'); 
doch kommt daneben auch iXaTTcov vor^^®*). 

16. Vereinzelt findet sich Übertritt in die o- Deklination, in der 
Formel ix (=«3«) ^äzTov (294—292 v. Chr.) und dem Neutrum t6 
litXoVj das Meionopfer^^^*^). 

17. Die kürzeren Endungen -«, -ovq (statt -ovor, -ovf?, -ovaq) sind 
in der klassischen Zeit fast allein gebräuchlich. Das Verhältnis ist in der 
Zeit von 440—100 v. Chr. folgendes: 

-cö, -ovq\ 'Ova, -ovsg, -ovag = 18:1. 
Die Stelle mit der zweisilbigen durch Systemzwang entstandenen 
Endung stammt aus einer auf den Kultus bezüghchen Inschrift, die 
auch andere poetisch - altertümliche Formen enthält ^^°^). — In der 



1801) 'AxQoHQa CIA. II, 793, e, 7. 10. 18 (357 v. Chr.). 

1302) Dieselbe Priesterin heifst CIA. II, 1379, 6 (1. H. d. II. J. v. Chr.) ^iXtoiHqa], 
aber 1411, 4 'PiXlTiga] (Rest von T dentlich) nod ebenso im Pentameter ads rot 
16QV&TI 4*aUQa [iQonoX^og 1386, 2; 4'cXm^Qtt II, 2219, 1; 4266. Vgl. K.-Bl. I 561. 

1308) 6';6(0Cov CIA. I, 9, 10 (Zeit Kimons); 6[X]€£Coai 1, ß, 32—33 (lange vor 456 
V. Chr., bestätigt durch IV, 1, a, p. 3); 6X]€iC[oaiv IV, 1, c p. 133 Z. 8 (gleiche Inschr.); 
oXeiCdi IV, 1, b, 27, b, 8 (439 v. Chr.); oXeii)Cov I, 37, a, 17 (425 v. Chr.); '6Xiii)Cov IV, 
1, b, 53, a, 33 (418 v. Chr.). — Cauer p. 254; Bamb. Z. f. G. XXVIII, 619; Herw. 
p. 60; Riem. Rev. V, 173; Bamb. Jb. VIII, 202 f. Zur Erklärung vgl. Brugmann, ßer. 
d. Sachs. Ges. d. W. 1897, 185 ff.; gr. Gr.» 209. 

130*) in^ UaiTov Ti kxTia CIA. IV, 1, b, 27, b, 6 (439 v. Chr.) und sonst. 

1806) ^^ ^(«)ir[T]ov CIA. II, add. 302, b, 11 (294—2 v, Chr., Zshang nicht erhalten); 
ano Toü uilov II, add., 841, b, 5 (396 v. Chr.); ebd. Z. 53 wird ergänzt ra (/icm]. 
Zum DeklinatioDswechsel vgl. kretisch nXCvL und J. Schmidt, KZ. 32, 395. 

1808) nXiova CIA. IV, 1, b, 53, a, 33 (418 v. Chr.). Die Inschrift enthält auch die 
poetische Form aXifi^ und f^vglrjai, = /uvQtaCi. — Aus nachklassischer Zeit hri nXsC- 
ova, nXdovag CIA. 11, 628, 11. 32 (c. 80 v. Chr.). — Sonst der einsilbige Ausgang; vgl.: 



nXiCü) CIA. 


IV, 1, b, 27, b, 7 


439 V. 


Chr. 


6XiC^(a 


27, b, 8 


439 „ 


»1 


äfjLeCvovg 


CIA. I, 40, 12 


424,, 


» 


fxelCovg 


£A. 1886, 203 


nach 400 „ 


n 


fieiCcj 


CIA. II, 61, d, 45 


357 „ 


» 


iXtttTovg 


678, ß, 50 


vor 350 „ 


» 


iXaTTü) 


1055, 39 


345,, 


>» 


IXärjovg 


578, 22 


nach 340 „ 


»> 


xaXXiovg 


162, c, 26 


335 „ 


» 


nXtCfa 


1059, 19 


321 „ 


» 


nXtCovg 


314, 26 


284,, 


»j 



— 152 — 
Poesie finden sich Formen mit p seit 376 v. Chr.: fisi^ova (Neutr. 

18. nXsicaVj nXiov. Über den Gebrauch der Formen mit -«* 
(echtes si) und s ist folgendes zu sagen ^^°®). 

a) Vor langen Vokalen steht durchweg «*: TtXsloav, nlsico, nXslovg^^^^). 

b) Vor kurzen Vokalen steht s und si> : 7r3i€(l)ovog, n3i€(i)ova, nl€{i>)6- 
P(üV, 7rX€{i)o(rt, TtXsiovag^^^^), 

c) Das Neutrum Sing, hat in der klassischen Zeit nur s: nXiov^^^^^). 

§ 61. Pronomina. 
a) Personalia (Reflexiva)^'^"). 

1. Neben (rq)cSv avtcop^^^^) findet sich im V. Jahrhundert vereinzelt 
auch einfaches aq)(Sp^^^^), 



[7ll]€C(0 


IV, 373, e, 4 


272 V. Chr. 


nXeCbi 


IV, 623, b, 7. 12 


nach 250 „ „ 


nUiovg 


IV, 2, 385, c, 5 bald n. 217 „ „ 


nXsiüj 


IV, 2, 623, d, 20 


maked. Zeitalter. 


nkeiovg 


CIA. n, 328, 8 


vor 200 V. Chr. 


nXeCovg 


CIA. IV, 2, 417, b, 8 


„ 200 „ „ 


nXilca 


CIA. n, 621, 5 


c. 200 „ „ 


ikttTTO) 


CIA. IV, 2, 572, e, 9 


(schoo rö'm. Zeit, es erscheint 
der Name AEvxiog) 


iXaTTto 


II, 476, 12 


c. 100 V. Chr. 



Vgl. Riem. ßuU. IV, 146—150; Riem. Rev. V, 163; Bamb. Jb. VHI, 201; Riem. Rev. 
IX, 80. Moeris p. 32 afxeCvai *AtTixtlig, dfieCvova ^EXltjVtxtSg, 

1307) fjis([Co]va neutr. pl. CIA. II, 555, 3 (376 v. Chr.), nXeiovojv, nXeCova IV, 2, 
421,0,42; d, 53. 

1808) Weekl. p. 27; Herw. p, 62; Riem. Rev. V, 173—175; zur Erklärung Wacker- 
nagel, KZ. 29, 143 f. 

1309) nXeCmv CIA. II, 1059, 22 (321 v. Chr.); IH, 5, 12; 6, 10. — nUlto IV, 1, b, 
27, b, 7 (439 v. Chr.); II, 1059, 19 (321 v. Chr.); 621, 5 (c. 200 v. Chr.). — nX^Covg 
n, 314, 26 (284 v. Chr.); IV, 2, 417, b, 8 (HI. J. v. Chr.). 

1310) nXiova CIA. IV, 1, b, 53a, 33, p. 67 (418 v. Chr.); nXioatv CIA. H, 678, 17 
(nach 340 v. Chr.); nXiovog 811, c, 113 (323 v. Chr.); 167, 48 (kurz nach 307 v. Chr.). 
— nXdovog II, 1113, 4 (o = oi;, also vor 360 v. Chr.); nXsCovog 564, 10—11 (c. 300, 
nach der Stellung); nXetovtov 625, 9. 11. 13 (IL J. v. Chr.); 471, 35. 81 (I. J. v. Chr.); 
ni, 49, 13 (Kaiserzeit); nXeCoaiv II, 467, 88 (I. J. v. Chr.); nXsCovog III, 52, 13 
(Kaiserzeit). 

1310a) jjxiov CIA. n, 573, 17 (IV. J. v. Chr.); 167, 55 (IV. J. v. Chr.); 352, 12 
(III. J. V. Chr.); 414, 19 (H. J. v. Chr.); HI, 38, 60; 172, 1; 60, 10 (Kaiserzeit). — 
nXsiov II, 594, 16 (II. J. v. Chr.); 467, 65 (I. J. v. Chr.). — Ebenso XdSov S. 66 
N. 582. 

1311) Vgl. Dyroff, Geschichte des Pronomen reflexivum, besonders II, 1 — 2. 

1312) 10 Formen, vgl. : 

aipfüv avToSv CIA. IV, 1, a, 27, a, 2 mal, (445 v. Chr.). 

acptSv it[vTüiv] I, 31, A, 19 (444/440 v. Chr.). 



— 153 — 

2. Dagegen ist acphsg^og) (für atpsxeqipg) avTcSv) den prosaischen 
Inschriften fremd ''^*). 

3. Die Formen mit (Ty- {acpcSv, (fcpcov avTcov^ (S(fiaiv aizotg, (fcpi- 
t€Qa avTcop) verschwinden um 395 v. Chr. aus der inschriftlichen Prosa 
und es treten dafür die schon früher vereinzelt nachweisbaren Plural- 
formen savTcop (avTcSv) etc. ein. Das Verhältnis von atfäp etc. zu 
iavtcSp etc. ist folgendes ^^^'^): 

Von 448—395 v. Chr. acp.: savr. {am.) = 14 : 1 ; 
„ 395 — 300 „ „ (S(f.\ sccvr. {avr,)= 0: 54; 
„ 300—30 „ „ (J(p.: iavT. (at5r.)= 0:107. 

4. Was den Gebrauch der Formen mit und ohne € im Sing, und 
Plur. (savTOv, iavTcor, avtov, avTcav) anlangt, so läfst sich über das 
V. Jahrhundert wegen Mangel an ausreichenden Beispielen ein Urteil nicht 
abgeben. Im IV. Jahrhundert halten sich beide Formen ungefähr die W^age. 
Es verhält sich nämlich von 403—300 v. Chr. ^^^^) 

iavT. : avv = 31 : 23. 



a[(p]üiv ttvTcSv 37, fg. 17 (425 v. Chr.). 

aifdiv tt[vT(Sv] 37, fg. 26 (425 v. Chr.). 

atftSv avT€j[v] 42, a, 4 (423 v. Chr.). 

a(p(üv avT(3v IV, 1, b, 35, b, 15 (440—432 v. Chr.). 

a(pttg avTovg I, 56, 3 (412 v. Chr.). 

atpojv tti/tüiv I, 79, 9 (vor 403 v. Chr.). 

acpCaiv ttVTotg Milt. II, 219, 9 (395 v. Chr.). 

1313J ßji j' ^y xotvov \pr\(f{iafia n]€Q\ rtov ^v/bijLidxto[v] yjrjtfiCfovrai *Ad-r)Vatoi 
71€[qI ßori&siag ^ a[A]Ao xi nQo[a]idTTo\v'\tBg rijai Tzokeai rj [nsQl a(p]öjv [rj] nsgl 
t(üv 7i6[l€(o]v CIA. I, 40, 41 ff. (424 v. Chr.). Vgl. auch die Ergänzung CIA. I, 31, A, 
25 — 26 (444 — 440 v. Chr.): ^«^ /wij ti avjol oi änoixloi nsQl a(pü}V ^i](ovTai. Ver- 
langt werden in der Lücke 12 Buchstaben. — Schmolling I, p. 2 f. 

1314) [y^ a](piTSQa avTüSv CIA. I, 15, 5 (446 v. Chr.); ttjv aq)eT[^Qctv avrcjv] 
40, 46 (426 V. Chr.); [T]r)v atperigav avtcSv IV, 1, a, 71, 17 (420—413 y. Chr.). Dazu 
die Ergänzungen CIA. IV, 1, a, 46, b, 18 (421 v. Chr., hier indirektes Reflexiv) und 
IV, 1, a, 71, 8 (420—413 v. Chr.). Schmolling, I, p. 3. Wohl aber in der Poesie: 
[a](f\eTiQag] CIA. 1, 442, 4 (432 v. Chr.); atpixiqav CIA. IV, 1, b, 446, a, 51 (408 v. Chr.), 
neben wv avxov y.i[eK]v(iiV CIA. IV, 1, a, 373, 105 (Poesie, VI. J. v. Chr.). 
i3i5) a) V on 460—395 v. Chr. : 

vtiIq '[i\avxwv CIA. I, 231, 34 (448 v. Chr.). Dies das einzige Beispiel vor 
395 V. Chr. — Über die Formen mit atf vgl. die vorhergehenden Noten. 

b) Von 395—300 v. Chr.: Vgl. Note 1316. 

c) Von 300—30 v. Chr.: Vgl. Note 1317. 

i3i6| Pag 5 (des ersten Teils) giebt Schmolling 7 Belege für kam, und 7 Belege 
für «LT. (395 — 300 v. Chr.); p. 6 weitere 11 Belege für kavx, und 2 Belege für avx, 
— Pag. 19 (des zweiten Teils) fügt er hinzu (aus der Zeit von 395 — 300 v. Chr.) 
10 Beispiele für kctvx. und 14 Beispiele für avx. — Dazu t« iavxaiv CIA. IV, 2, 54, 
b, 51 (362 V. Chr.); iavxovg IV, 2, 614, b, 19. 37, ebd. iavxov 56. 58, iavxßv 71 (kurz 
nach 307 v. Chr.); oft auf den Grabschriften: iavxcüv CIA. II, add. 1392, b, 4 (HI.— I. J. 



— 154 — 

Dagegen überwiegen — eine Beobachtung, die auch in handschrift- 
lichen Texten gemacht worden ist — in nachklassischer Zeit die Formen mit 
€. In der Zeit von 300—30 v. Chr.) ^^^0 ist das Verhältnis von savr. : am 
= 100 : 7. — Über die Form s^i^yavxov s. § 15, e. 

5. Seit c. 74 v. Chr. finden wir häufig Formen ohne t;: katovy 
«ariyg, saro), sazov, ««twv, satovg, ottcöi'**"). 

Schon seit Ende des IV. J. v. Chr., besonders aber seit der Kaiserzeit 
werden iaviov {avzov) und avrov sowohl hinsichtlich der Form als hin- 
sichtlich der Stellung vielfach verwechselt ^^^^). 

6. Auf einer Inschrift aus dem Ende des IV. J. v. Chr. erscheint, 
wie in dorischen Dialekten, die Verbindung von avTog mit dem Reflexivum 
erstarrt: avzog ori5r«^^^°). 



y. Chr.); iavrov 1397, 2 (IV.— lU. J. v. Chr., Poesie); iavr^ 1401, 4; iavTijg 1413, 2; 
1414, 3; iavTov 1420, 3 (II.-I. J. v. Chr.); iavtijg 1513, 2; iavtov add. 1620, c, 2 
(IT.— I. J. V. Chr.). 

1817^ Für die nachklassische Zeit vgl. SchmoUiog I p. 8, wo als Verhältnis von 
iavT, i avT, angegeben wird 70 : 6; dazu 14 Belege für iavr. Schmoll, p. 6 — 7. Im 
zweiten Teil p. 19 werden nachgetragen 16 Beispiele für iavr. und 1 Beispiel für 
avT. — Die byzantinischen Schreiber unterscheiden in der Regel nur ccvrov und 
iavToVj Diels, DLZ. 1898, Sp. 752. — Auf den Def. steht aavt^ 102, b, 17. 

1318) iaiov EA. 1886, p. 66 (=74—44 v. Chr.); iarov EA. 1886, p. 65 (61 
V. Chr.); iattSv CIA. 11, 874, 14 (medio saeculo primo); iarov IV, 2, 630, b, 19 (c. 34 
V. Chr.); II, 482, 63 (39—32 v. Chr.); iarov CIA. Hl, 575, 4 (27—12 v. Chr.); 576, 3; 
985, 1 ; 993, 1; iar^g 473, 5; 888, 2; iar^ H, 489, b, 14 (39/32 v. Chr.); iarov HI, 
550, 5; 552, 2; 607, 4; 608, 4; iartSv H, 487, 5 (1. J. v. Chr.); 478, c, 6 (I. J. v. Chr.); 
iarovg III, 645, 9 (c. 30 v. Chr.); rov artSv <filov Mitt. V, p. 262, wiederholt auf 
attischen Inschr. von Oropos : iarov EA. 1885, 106 f. n. 7, 3 (43 v. Chr.); EA. 1886, 
58 (27—12 V. Chr.); iarov 61 b. 19, 4. — Dittenberger, Arch. Zeit. XXXIV, 65; SyH. 
n. 351; Herw. p. 12; Schmolling I, p. 8; II, p. 19. Die Erklärung (Wandel von äv 
zu ä wie von äi zu ä u. s. w.) giebt Wackernagel, KZ. 33, 7. Vgl. auch Schweizer p. 91. 

1819) [Ttt&€ TiQoanaQi^oaav kntararai, avand-ivra in* avrdiv CIA. II, 758, A, 
in, 30 (c. 344 V. Chr.); avrov xal iyyovovg 6ia rs rrfv avrov aQelrijv] IV, 2, 231, b, 
57, (323/2 V. Chr.); ors 6 ßaaUevg *AvrCyovog aniarslXiV rbv vov avrov /Jrj/LirjjQiov 
IV, 2, 264, d, 11—13 (307/1 v. Chr.); rovg vn avr^ iiprißovg dviyqaxpiv III, 1147, 
4 (180/192 n. Chr.); [rovg'] i<pT}߀vaavrag in' avrtov av[fyQax}jav 1143, 4 (179/180 
n. Chr.). Neben: rovg [v](p' [i]avroLg aweiprißovg aviygaipav 1164, 5 (nicht vor 200 
n. Chr.); rovg v(p' iavrov itpijßevaavrag aviyQaxpiv 1138, 3 (174/178 n. Chr.). — Hin- 
sichtlich der Stellung vgl.: 13 i^ ^AqUov nayov ßovXrj . . , rov a(>;|foVTa iavrtSv 
* j4^Qtav6v 4^4, 8—10 (112 n. Chr.); oder: KaVdag vnig rov vlov avrov [avtovl] 
= „für seinen eigenen Sohn'' 185, 1 (Kaiserzeit). Vgl. dazu Dieterich, p. 193 ff. 

1820) ^ehenf4,tad-a}T€T^AQiiLivrjar(pr^rägnQoaßdd-Qag^Al(^otg noirjaavrty Sare 
avrov iavr^ ^vka nagi/siv CIA. II, 834, b, II, 8 (329 v. Chr.) steht 'AQrifiiovi h 
Kv^a&rjvalcp oixovvriy i(p' ^rs ^vXa avrög avr^ nag^x^iv ebd. 51, bei K.-Bl. I 600 
Anm. 5. Vgl. auch insiäTj ZfjLixvH(ov 6 mgtnoXaQXog dvrg dya&og iari negl rov 
^Tjfiov rov *EUvaiv£oDV xal avrog rs avrov ha^€v 'Elevalvd^e xal rovg OTgaruirag 
rovg fxi&" iavrov CIA. IV, 2, 574 g, 1—6 (letzte Jahrzehnte des IV. J. v. Chr.). 



- 155 — 

b) Demonstrativa. 

7. Das emphatische i begegnet in Prosa nur auf einer alten Weih- 
inschrift: Tfjpöi (SOI, Oovdfjfjbog diöwci (VI. J. v. Chr.)^^^^). 

8. ixstvog hat immer s am Anfang ^^^*). 

9. ToaovTog, ToiovTog. Für das Neutrum ist nur die Form mit v 
zu belegen: fifjdsv zotovTov (Anfang des IV. J. v. Chr.)^*^^). 

c) Determinativa. 

10. An Stelle von ro avro findet sich frühzeitig ro avtov: iiiyad'og 
ro amov (409 v. Chr.) ; dvdk(0[jba ro avTOV (408 v. Chr.) — neben ävci- 
Xtöfjia x6 avxo (408 v. Chr.); %6 aixo na%og (347 v. Chr.); Big %6 avxo 
(318 V. Chr.)^''*). 

11. Eine Krasis von o avxog ist nur überliefert in den Neutral- 
formen xavT6(v), xavxd und wird auch hier keineswegs konstant ge- 
schrieben ^*^'^). 

12. Für avxog erscheint einmal auf den Def. arog^^^®). 



1821) TnvSi etc. IGA. 2 (VI. J. v. Chr.). 

1322) CIA. 1, 9, 33 (464—457 v. Chr.); IV, 1, b, 27, b, 32 (439 v. Chr.); I, 47, c, 5; 
e, 2 (444—420 v. Chr.), etc. Schmolliog I, 10—13, 

1323) on[(o\g [av] to Xotnov [}jLri6l]v Toi[ovt]ov iv t(fi Srifit^ yi[yvrit]ai CIA. II, 
572, 19 (400—350 v. Chr.); tocovt6[v] ti IV, 2, 33, b, 8 (Eode des IV. J. v. Chr.). 

1324) fiiys&og zb ttvTov CIA. I, 322, II, 29. (409 v. Chr.) ; avdltofxa to «[urjoV 
neben ttVttX(üfji.a tb avxo 324, c, I, 25, 23 (408 v. Chr.). Weckl. p. 29 (wo aber nicht 
lüirjxogy sondern /nfyed-og zu lesen ist); Caner p. 413; Bamb. Jb. III, 4; Schmolling, 
I, p. 4lf. — TO «uro nd^og CIA. II, 1054, 81 (347 v. Chr.); dg %b avxo xal eXc, CIA. 
n, 584, 9 (318 V. Chr.). 

1825) ^vtxXcjiLia TcclvTov] odcr TttlvTo] CIA. I, 293, 8 (452—444 v. Chr.), sonst ib 
avToiv), vgl. die vorhergehende Note. — xatä ravta. CIA. IV, 1, a, 1, A, 28 (vor 
460 v. Chr.); I, 8, 11 (vor 450 v. Chr.); 9, 37 (464—457 v. Chr.); CIA. IV, 1, b, 27, b, 
14 (439 V. Chr.); II, add. 1, b, 4 (403 v. Chr.); add. 57, b, 16 (362 v. Chr.); IV, 2, 54, b, 
24 (363 v. Chr.); 610, 6 (350—300 v. Chr.); 333, 8 und 9 (271—265 v. Chr.); 624, 9. 
28 (11. J. V. Chr.). Ausnahme xaxd tu avid CIA. II, 564, 9—10 (c. 300 v. Chr.) und 
aufserhalb der formelhaften Wendung (Präpos. xatd): rd avrd an[€Q] 116, 9 (341 
v. Chr.) und id avtd jUtj iv T(p ßrifi(f aneg 589, 25 (c. 300 v. Chr.). — Schmolling, 
I, p. 4; 6; 8. 

1326) xfui £jjo(?) xal rd ixeivov anavra Def. 59, 6. Die Form ist nicht über 
jeden Zweifel erhaben, da die angegebene Bieitafel in sehr schlechtem Zustande auf 
uns gekommen ist. Dafs sie aber möglich ist, zeigt neugr. pontisch axog. Voraus- 
gesetzt wird die Stufe dxog durch die neugr. enklitischen Formen tou, t?;;, tov, rrjv 
u. s. w. Ob die f-lose Form der Analogie des Reflexivpronomens ia{v)t- ihre Ent~ 
stehuQg verdankt, wofür ich Berl. phil. Wochenschr. 1899, 502 eingetreten bin, oder 
ob lautliche Entwicklung in enklitischer Stellung vorliegt, wofür Wackernagel, KZ. 
33, 6; Dieterich S. 192 (wenn auch schwankend) sich entschieden (vgl. jetzt dazu 
auch oben Note 524), läfst sich vorläufig nicht sicher sagen; vielleicht wirkte beides 
zusammen. — ngbg dxovg CIA. II, 482, 63 fafst Wackernagel, KZ. 33, 6 als dxovg 
(s. Note 1186), dx^ in einer Inschrift von Oropos aus dem IV. J. v. Chr. EA. 1892, 
47 f. n. 78, 4 mit einleuchtendem Nachweis als blofses Versehen, ebd. 62. 



— 156 — 

d) Relativa. 

13. Für 0, cöv, äg, ä triift man vereinzelt — nie in Staatsdekreten 
to, TMP, Tcfg, ra^^^^). 

14. Von Sang sind die vorkommenden Formen folgende ^^*®): 

6(Sri^g ^Tig ozi 

OTOV ^(ftifVog orov 



ovTiva — 0X1^ 

ottirsg alttpsg axta 

ovdT^vag — — 

Dual ^Ti^vs — — 
Niemals finden sich omivog, oniyt, axiva. Über Genetiv und Dativ 

Plur. läfst sich leider nicht urteilen. — Einmal erscheint eine Form 
o%i>va'^^^^), einmal omov'^^^^). 

e) Indefinita. 
15. Tov und rivog kommen im V. und IV. Jahrhundert neben ein- 
ander vor und zwar sagte man lieber: €% tov (sl r«), idv tov, sxovcog 



1327) ^vxivog ävi&rixiv t^(*) Idd^rivaCq %o (= S) nqmov rigyaoaxo KV. 213, 
Vase (IV, J.); nXriv TdJyMf Tw[y] hiXimlev] Mitt. VII, p. 368, Zeile 39—40 (346 
V. Chr.); (ov xe aviog ixvQUvaev xal ra ngös rovs akXovg i^eXoy^aaro CIA. II, 611, 
11 (300 V. Chr.); ras Xoinäg &va£ag rag xad^rjxsv &VHV 622, 8 (200--150 v. Chr.); 
Tce nQajrei xal xa neQi kfio(v) ßo(v)k€ve7aiy anavr' avT^ dviCa iara Def. 107, a, 9 
(Anf. d. IV. J. V. Chr., aber viell. nicht von einem Attiker geschrieben) — Einflufs 
des Ionischen? S. jedoch aach Dietericb p. 198 f.; Brogmann p. 560. 

1328) Saj^g z. B. CIA. I, 34, 7 (c. 434 v. Chr.); TJrcg IV, 1, a, 1, A, 48 (vor 460 
V. Chr.); ort (nom.) I, 40, 48 (424 v. Chr.); (acc.) 2, B, 15 (500—450 v. Chr.). — ozov 
(Mask. und Neutr.) CIA. I, 36, 11 (421 v. Chr.); II, 570, 15 (c. 400 v. Chr.); add. 841, b, 
38 (396 V. Chr.); IV, 2, 109, b, 17 (346 v. Chr.); II, 578, 30 (nach 340 v. Chr.); II, 
162, c, 22 (335 v. Chr.); 167, 88 (kurz nach 307 v. Chr.); IV, 2, 179, b, 75 (325 
V. Chr.); IV, 2, 574, b, 29 (IV. J. v. Chr.). — ovuvog kommt nicht vor. — ^arivog 
CIA. II, 54, b, 12 (Anfang d. IV. J.). — ot(p (Mask.). CIA. IV, 1, a, 61, a, 6 (409 
V. Chr.); II, 17, A, 42 (378 v. Chr.); IV, 2, 54, b, 14 (363 v. Chr.); H, 1058, 27 (wegen 
der Form yfyvrjTai wohl vor 300 v. Chr.); IV, 2, 192, c, 27 (320 v. Chr.); 11, 1058, 27 
(c. 300 V. Chr.); CIA. II, 624, II (IL J. v. Chr.). — (orivi kommt nicht sicher vor; für 
[(p]Tivc äv CIA. n, 500, 6 ist der Zusammenhang verloren. — ytivi CIA. II, 14, 11 
(Anfang d. IV. J. v. Chr.). — ovrtva CIA. II, add. 1, b, 9 (403 v. Chr.). — otzivsg 
CIA. IV, 1, c, 52. 53, 30 (420 v. Chr.); IV, 2, 7, b, 12 (394 v. Chr.). — aUivleg] CIA. 
I, 38, c, 4 (424 V. Chr.). — ovaiivag CIA. IV, 1, c, 42, 9 (423 v. Chr.) — «tt' äv 
IV, 1, b, 27, b, 47 (439 v. Chr.); CIA. I, 32, B, 12 (435/420 v. Chr.). — ww' äv CIA. 
IV, 1, c, 5, B, 4 (450/403 v. Chr.) — Schmolling U, p. 3—13. 

1329) gjty' ^y Papers of the American school V, 96 f., b. 9, 4. Zeigt, dafs in der 
Volkssprache Umbildung des Akkusativs ovriva nach orou, ortp vorkam. Vgl. oiivog, 
oxivfüv bei Thumb, Handbuch der neugriechischen Volkssprache 66 § 132 Aum. 

1330^ ouTou CIA. II, 578, 30 (nach 340 v. Chr.). Wenn nicht Fehler, Mischbildung 
ans ovjvvog uud oiuv. 



,~ 157 -- 

^oi;i33ij. gjjgp g^g Gründen der Euphonie und der Deutlichkeit; tt«^^ 
Tipog läv, OaafjXLTcov rivog^^^^). Nach dem Jahr 300 v. Chr. sind tov 
und zw (=Tir6g, zivi) nicht mehr nachzuweisen"*^). 

§ 62. Nameralia. 
a) Kardinalzahlen. 

1. Jro^***). Der Nominativ und Akkusativ lautet ovo, nicht övm^^^^). 
Für die beiden andern Kasus sind folgende Formen überliefert: 

a) dvotp (Gen. und Dativ) bis 329 v. Chr.i«»«). 

b) dvstp (Gen. und Dat.) 329 bis 229 v. Chr."«'). 

c) dvai (Dat.) seit dem III. J. v. Chr.^ss). 

d) ovo (indeklinabel, belegt als Genetiv) seit der römischen 
Zeit"8ö). 



1331) (t jov, lav TOV CIA. IV, 1, a, 61, a, 9 (410 v. Chr.); II, add. 1, b, 14 (403 
V. Chr.); 40, 13 (vor 376 v. Chr.); 55, 16 (363 v. Chr.); IV, 2, 11, b, 2 (IV. J. v. Chr.); 

II, 809, b, 32 (325 v. Chr.); et tu) IV, 1, a, 27, a, 54 (446 v. Chr.); ^/ovtos tov IV, 1, a, 
61, a, 15 (410 V. Chr.). — [^av\[iVog] ü, 61, 28 (357/352 v. Chr.); iav nvog 164, 21 
(334 V. Chr.); 564, 22 (c. 300 v. Chr.). 

1332) TisQi jiyog Tiov CR. I, 38, f, 8 (424/419 v. Chr.); 4»aaTihT(Sv Tli]vog II, 11, 17 
(394/386 V. Chr.). 

1833) vVohl aber: aya&ov Ttvog CIA. II, 383, 8 (HI. J. v. Chr.); ^av [iri Ttvi 630, 
14 (c. 50 V. Chr.). Schmolling II, p. 16. — ahi Tivog Mitt. IX, 290, III, 7 (200/150 
V. Chr.). — «TT« ist nicht belegt; Ttvd (JN. PI.) spät, z. B. CIA. 11, 476, 20 (I. J. v. Chr.); 

III, 73, 27 (Kaiserzeit). 

1334) Weckl. p. 28; G. Meyer p. 495 f.; Keck p. 38—42; Riem. Rev. V, p. 167; 
IX, p. 84. 

1336) jJo CIA. II, 652, A, 22; B, 25. 26 (398 v. Chr.); 660, 21. 52. 63 (390 v. Chr.) 
etc., etc. Über die Zeit vor 403 v. Chr. läfst sich wegen der Schreibweise = tu 
and o ein Urteil nicht abgeben. 

1336) Svolv CIA. I, 273, dreimal (Dativ, 420/416 v. Chr.); 322, dreimal (Gen., 409 
V. Chr.); 324, viermal (Dat., 408 v. Chr.); Mitt. V, Beil. zu p. 58 (Dat., 363 v. Chr.); 
CIA. II, 1054, 42 (Gen., 347 v. Chr.); 1055, 3 (Gen., 345 v. Chr.); 741, A, fg, 4 (Gen., 
334/329 V. Chr.); 807, b, 117 (Dat., 330 v. Chr.); add. 834, b, 1, 32 (Dat., 329 v. Chr.); 
add. 834, c, 73 (Dat., kurz nach 329 v. Chr.); IV, 2, 834, b, I, 34 (329 v. Chr., neben 
^vslv II, 74). 

1337) ^tJ€LV (Gen.) CIA. IV, 2, 834, b, H, 74 (329 v. Chr.); D, 167, 78 (Gen., 
nicht vor 307 v. Chr.); 281, 5 (Gen , „aetas Macedonica"); 1138, 7 (Gen., 302 v. Chr.); 
SvH{v) 591, 4 (Dat., vor 300 v. Chr.) ; ävelv 380, 27 (Genetiv, c. 229 v. Chr.). Vgl. zur 
Erklärung der Form B. Keil, Mitt. 20, 443; Brugmann p. 55 § 37, 3. 

1338) [oTTikaig] Xi&ivaig 6va[Cv] CIA. IV, 2, 385, d, 53 (Ende des III. J. v. Chr.); 
Ik' airiXaig Xi^vaig övaCv IV, 2, 432, c, 22 (197/170 v. Chr.); 6val nXoCotg II, 467, 
27 (I. J. V. Chr.); 469, 76 (I. J. v. Chr.); h öTrilkatg'] Xi»£vacg dvaCv 471, 48 (1. J. 
v. Chr.); h övol ^rjxais III, 3509, 4 etc.; auch in Poesie: KE. 199, 3. — dwt CIA. 
II, 591, 4 (IV. J.) glauben wir eher in ^vetv als 6va£ ergänzen zu sollen. 

1339) iffjjy ^yQ Qw jii^ 1443; iraiv TQiaxovTa 6v(o (sie) 1447.; so auch in der 
Poesie h^iov 6vo x' %txoai yü ovaav KE. 149, 5. Darnach ist Keck p. 39 zu be- 



— 158 — 

2. T^TTageg hat, abgesehen von einer alten Vaseninschrift, überall 
TT, nicht (Tcr^^*®). 

TSTQcc- behält sein a in der Zusammensetzung vor nachfolgendem 
Vokal im Worte TSTQccsTia (seit 335 v. Chr.)"*0* ^gl- unten ivvssTfjQig. 

3. 7t SV TS verliert sein s in der Zusammensetzung vor Vokalen: 
(jiswiTfig). nsvT-stfjQig (V. und IV. J. v. Chr.)^^**). Vor Konsonanten 
bleibt es erhalten: nsvTi-novg, nsvzs-ndXaaTog, nevTS-ßdXavog, nsvts- 
dqaxixog. a statt s begegnet (abgesehen von nsvtd-xig^ nsvTa-xoCioi) 
erst in nachklassischer Zeit: nsvTccfAvovv (Analogie zu TsrQccfAvovv^^^^). 

Über nsvTcoQoßog, nsvToigvyog s. oben § 11, 19. 

4. i^ erscheint in der klassischen Zeit in- und auTserhalb der Zu- 
sammensetzung auch in der Form sx vor stimmlosem, ky vor stimm- 
haftem Verschlufslaut: sx nodcov (neben ^5 noddov), sx xoivtxsg (neben 
^? TaXdvTOtg), ly daxTvXoDV (neben s^ daxTvX(ov); ^xnovg (neben I?- 
novg), syddxTvlog (neben s^ddxTvlog), Nur die lautgesetzliche Form 
tritt auf in der Verbindung ixxaidsxa^^^*). 



richtigen. Vgl. Schweizer p. 163. Das von Weiske, Beiträge znr griech. Grammatik, 
in der Festschrift zur 200jähr. Jubelfeier der Univ. Halle-Witteaberg, dargebracht 
von der lat. Hauptschole der Francke'schen Stiftaogen, S. 17 ff. aufgestellte Gesetz 
über dekliniertes und nndekliuiertes ^vo widerlegt schon Hasse 1893, 5 Fufsn. 1. 

1340) Für j^aaga vgl. oben Note 899. — UTragtov CIA. I, 9, 11 (464/457 v. Chr.); 
T^zTagailv] IV, 2, 834, b, 41 (329 v. Chr.); TeTtaQaxovta CIA. II, 163, 23 (338/334 
V. Chr.), etc. etc. 

13«) TSigantq CIA. ü, 162, c, 17 (335 v. Chr.); inqaitCav EA. 1884, p. 167—8, 
Z. 16 (zwischen Pompeius und Hadrian). 

1342) neviijriQCg (Gemeinname und Eigenname) CIA. IV, 1, b, 35, b, a, 24 (440/432 
V. Chr.); II, 816, 12 (vor 362 v. Chr.); 756, 15 (346/343 v. Chr.); 758, A, 19 (nicht vor 
334 V. Chr.); IV, 2, 834, b, 11, 47 (329 v. Chr.). Darnach erweist sich auch nivrirriQ 
als att. Form. — Delphi nevTasirjQC^a DS. 206, 29 (277 v. Chr.). 

1343) nevrinovg, 7i€vHno6e, [nejvTenalaaraij mvtindXaaxa CIA. I, 322, a, 21. 
26. 28. 51. 77 (409 v. Chr.); nevrino^og IV, 1, c, p. 148 seqq. 2, II, 36; -no^tov ibid. 
21; nsvxinovgiy, 1, c p. 151, Z. 21. 22 (alles von 409 v. Chr.); nevr^no^ogll, 1054, 
44 (473 V. Chr.); navußaXavoP 766, 27 (340/338 v. Chr.); nevr^^Qa/fiov IV, 2, 179, b, 
30 (330 V. Chr.); nevi^no^ig IV, 2, 834, b, I, 53. 54 (329 v. Chr.). — nevia/uvow CIA. 
II, 476, 34 (Ende d. II. J. od. Anfang d. I. J. v. Chr.). — Riem., Qua rat. p. 75 f.; Herw. 
p. 62; Riem. Rev. V, 173. — Vgl. Phyrn. p. 412: UsvTa/Ltrjvov, nevranrix^' 
fierdd-ig t6 ä eig to i, TZBvr^fzrjvov läyiov xal nevt^nrixv, 

1344) fifjxog ?x 7ro^(3v CIA. I, 322, a, 67 (409 v. Chr.); ?x xo^vtxsg IV, 2, 834, b, 
H, 57 (329 V. Chr.); fy 6axTvXoyif II, 834, b, II, 11 (329 v. Chr.). Cauer p. 294. — U 
no6(av CIA. IV, 2, 1054, c, 1 (etwas vor 350 v. Chr.); ?| TttX[ttVToig] CIA. I, 273, frg. g, 
9 (nicht vor 420 v. Chr.^; ?| SaxTvXojvW, 1054, 57 (347 v. Chr.). 

%xno6€g, IxtioSe CIA. I, 322, a, 11. 54 (409 v. Chr.); 'ixnovg IV, 1, c p. 152 Z. 18 
(zur vorigen Inschrift); kydaxTvXot II, 808, b, 167 ff., 4mal (326 v. Chr.); 809, b, 194 ff. 
(325 V. Chr.); kyödxxvXoi add. 834, b, II, 18 (329 v. Chr.); iydaxivXa IV, 2, 1054 f, 6 
(Ende d. IV. J. v. Chr.) — xal higovg ytovialovg e^nodag CIA. IV, 2, 1054, c, 83—4 
(etwas vor 350 v. Chr.); i^^dxtvXa II, 807, a, 117 (330 v. Chr.). 



— 159 — 

Formen mit a, i^aTtovg, etc., sind (abgesehen von fi?a-x*g, i^a- 
xodioi) der klassischen Zeit fremd. 

5. dxro) verwandelt sein -o) (abgesehen von dxra-xig, dxva-xöaiot) 
nicht in a: oxroi-novc, öxTio-dccKTvlog^^^^). 

6. Das a von ivpia kann elidiert werden: ipvf ößoXol^^*^). In der 
Zusammensetzung fallt es vor nachfolgendem Vokal aus: svvseTfjQlg^^*'^). 

svvia und seine Komposita ivveaxaidsxa^ ivpsdnrjxvg, ivvednovg 
haben zwei v'^^^^). Dagegen werden ivavijxovva, ivaxoaioi, svaxog^ ivd- 
xig blofs mit einfachem Nasal geschrieben^^*®). 

7. dsxcoßoXog hat in der Fuge « (vgl. dexcoQvyogy^^^), 

8. „Elf" heifst in der klassischen Zeit, bei vorausgehendem und nach- 
folgendem Substantiv, ^vdsxa, nicht dSxa stg^^^^). 

9. Ebenso wird „zwölf bei vorausgehendem und nachfolgendem 
Substantiv in der klassischen Zeit durch d (6 dexa wiedergegeben ^^*^). 
Seit c. 100 V. Chr. jedoch findet sich auch die Verbindung ÖQax^dg dixa 



ixxai^sxa CIA, IV, 2, 834, b, II, 68 (329 v. Chr.) etc. kyxulSsxa II, add. 834, b, II, 
12 (329 V. Chr.). — Weckl. p. 49; Riem., Qaa rat. p. 76; Rev. IX, p. 67; Herw. p. 50. 

1345) 6xTbmo6a CIA. 1, 322, a, 33. 37 (409 v. Chr.); 6xTu>no6(g IV, 1, c p. 148 
seqq. 1, Z. 14; p. 152, Z. 14; oxitonovg p. 152, Z. 23 (alles vor 409 v. Chr.); 6x\i(a- 
novg IV, 1, c, 225, c, A, I, 9; ß, II, 21 (408 v. Chr.); oxTcono^a II, 167, 57 (334/326 
V. Chr.); 6xr(o6tixTvXov 807, a, 114ff. (330 v. Chr.). Herw. p. 60; Riem., Qua rat. p. 76; 
Riem. Rev. V, 173. 

1346) [^yy^' dßoXo[£] CIA. II, 741, A, frg. fg, 10 (334/330 v. Chr.). 

1347) ivv€€Trj[Q(^og] CIA. II, 985, A, 2 (102/95 v. Chr.). 

1348) it,t,^ct CIA. IV, 2, 1054, b, 52 (etwas vor 350 v. Chr.); III, 789, a, 51 (c. 373 
V. Chr.); 633,4 (c. 350 v. Chr.); 1054, 23 (347 v. Chr.); 163, 11 (oaeh 335 v. Chr.), 
etc., etc. — itfvsaTiTjxsig CIA. II, 789, A, 14 (373 v. Chr.); iwedno^es add. 834, II, b, 33 
(329 v. Chr.). — ivv€axat6€xdi(f (dialektisch) DS. 326, 54 (I. J. v. Chr.). hrsaxai- 
(^ixaTo[v[ Athen CIA. III, 677, 6 (120/150 n. Chr.). 

1349) ipsviiixovTa CIA. I, 273, f, 40 (nicht vor 420 v. Chr.); IvivlrjxoaT^ II, 978, 8 
(264 v. Chr.). Vgl. ivsvrjxovTcc ÜSK 170, 34 (Milet, 246 v. Chr.). — ivaxoaiav DS. 
330, 11 (Sparta, I. J. v. Chr.). Ans Athen noch nicht nachzuweisen. — ivccTtj CIA. I, 
188, 15 (410 V. Chr.); IV, 1, a, 274, 9 (415 v. Chr.); Ivdjrig II, 660, 29 (390 v. Chr.), etc. 
etc. — ivaxigxChat^ DS^. 170, 57 (Milet, 246 v. Chr.). Aus Athen noch nicht nach- 
zuweiseo. Über das Verhältnis der verschiedenen Formen zu einander s. zuletzt 
W. Schulze, q. e. p. 104 seqq. 

1350) ^sx(6ßo[}iov] CIA. IF, 837, 23 (III. J. v. Chr.). — SexuQvyog bei Xen. 
Kyoeg. 2, 5. 

1351) ^VJfx« heaiv CIA. I, 273, frg. h, 4. 7. 11, 13 (nicht vor 420 v. Chr.); [atyloi 
MTji^txo]l dgyvQol evSsxa II, 660, 20 (390 v. Chr.), etc. 

1352) xQaTEVTal öwSixa CIA. I, 319, 13 (420/410 v. Chr.); [xQvGla] ^/(ov (Fwrffx« 
II, 652, B, 34 (398 v. Chr.); 6(6^€xa ^[soTg] 57, 7 (362 v. Chr.); öto^sxa nodtav 1054, 
32 (347 v. Chr.), etc. 

1353) Sqax^dg 64xa 6vo CIA. II, 476, 31 (Ende d. II. od. Anfang d. I. J. v. Chr.). 
Riem. Rev. V, 164. Vgl. dazu Schweizer p. 165 Anm. 



— 160 — 

10. Anders liegt die Sache bei „dreizehn". Hier erscheint schon im 
V. Jahrhundert neben rgstg xal dixa (namentlich bei gröfseren Summen) 
auch dixa TQstg: nodeg ixaiov dexa zQstg^^^^). 

TQ€tg xal dSxa wird regelmäfsig flektiert: tqicov xal dixa '^(isqcSp; 
TQial xal dexa fjLijaiv^^^^). Flexionsloses Tqsidxaidsxa ist erst seit 300 
V. Chr. nachzuweisen^^^*). — Die Form xQiaxaidexa fehlt den attischen 
Inschriften gänzlich^^'^^). 

11. Auch TiTTaqsg xal dixa wird regelmäfsig abgewandelt: xaXg 
%8VTaQ(Si> xal dexa vavaip, Thtagag xal dexa^^^^). Flexionslose Formen 
sind nicht nachweisbar. 

12. Neben nsvxsxaidsxa findet sich bei vorausgehendem Sub- 
stantiv auch dixa Tripvs: Xid-ovg^ ägiS-fiog, dixa nivts (400 — 350 
V. Chr.)^**^). In der Zusammensetzung ist nur die erstere Form möglich: 
aavideg Ttsvxsxaidexdnodsg (329 v. Chr.)^**°). 

13. dexa I? für exxaidexa ist aus Attika einstweilen noch nicht 
nachzuweisen (wohl aber anderwärts) ^^*^). 

14. Für „siebenzehn" begegnet snraxaidsxa, sowohl bei voraus- 
gehendem als bei nachfolgendem Substantiv^*®*). Bei vorausgehendem 
Substantiv kann auch dexa inTci eintreten: avdqdo^ dexa kmd (400 
bis 350 V. Chr.)i8«3). 



135*) noSBS ixaioy 6ixtt igelg CIA. I, 324, c, II, 16 (408 v. Chr.). 

1365) [i]Q6li xal dixa rniigat CIA. I, 179, 11 (433 v. Chr.). — iQidv xal 6ixa 
no6(ov I, 322> I, 87—88 (409 v. Chr.); ebenso II, add. 834, b, II, 57 (329 v. Chr.); jQtmv 
xal 6ixa ^fASQÖSv II, add. 834, b, I, 62 (329 y. Chr.). — TQial xal öixa fxriaCv add. 834, 
c, 7 (317/307 V. Chr.). — Riem. Rev. IX, 84. 

1356) jQeigxai^exa fxriaCv EA. 1883, 2, 7 (kurz oach 300 v. Chr.). Ungefähr gleich- 
zeitig erscheint flexionsloses jQSigxaiSsxa aach aofserhalb Attikas : rcDi/ iQi[igxal]Sixa 
nokeojv DS. 189, 1 (295/287 v. Chr.), Smyrna. 

1357) Auch die Inschriften der übrigen Dialekte zeigen et: DS. 540, 134; 189, 1 
(295/287 V. Chr.); 588, 20 f. (c. 180 v. Chr.). 

1368) jccig r^j]TaQ(n xal 6äx[a v]avaCv CIA. II, 794, c, 80 (356 v. Chr.); ihraqag 
xal 6ixa add. 834, c, 52 (317/307 v. Chr.). 

1359) nevTfxaCdsxa nlo^tSv] CIA. IV, 2, 1054, c, 45 (etwas vor 350 v. Chr.). — 
Daneben XC&ovg . . dgi^/Liog, öäxa nävre ibid. p. 197—8, Z. 38. — Vgl. [iv runiQUig] 
öixa nivre DS. 177, 125 in dem Briefe des Antigonos (304 v. Chr.). 

1360) (aaviÖBg) nevr€xaiÖ€xn7ioöeg CIA. II, add. 834, b, 11, 20 (329 v. Chr.). 

1361) ixxaCöexa vgl, oben, Note 1344. — [ögaJxf^äg öixa ?| DS. 120, 11 (Theben, 
355/346 V. Chr.). 

1362) kmaxalSexa noöcSv CIA. IV, 2, 1054, b, 100—101 (etwas vor 350 v. Chr.); 
Tioöcüv inraxaCöexa ibid. Z. 94 und 97—98. 

1363) ^p^gtiai öixa inri CIA. H, add. 834, b, II, 5 (329 v. Chr.); IV, 2, 834, b, 
I, 40 (329 V. Chr.). — Riem. Rev. IX, p. 84. Vgl. Dieterich p. 186. 



— 161 — 

15. Neben dxTcoxalöexa findet sich bei vorausgehendem Substantiv 
mehrfach dsxa oxrco: srtidtvXta . . . a^^^/idg, dixa oxrcJ (347 v. Chr.); 
dqaxiial d^xa dxzci (vor 295 v. Chr.) ^^^*). 

16. Die Zehner von 20—100 sind regelmäfsig^««*). 

Was die Verbindung der Zehner mit den Einern anlangt, so sind 
drei Fälle möglich: 



smd xal eixodi 
eixoai xal imd 



Der letztere Fall tritt gewöhnlich nur ein, wenn das Substantivum 
vorausgeht. Doch vgl.: xQiäxovTa nivxa dqaxfiai (420—410 v. Chr.)^®"^). 

16. Bei 21, 31, 41 etc. steht das zugehörige Substantiv nie hinter, 
wohl aber zwischen beiden Zahlen (um das ungeschickte Zusammen- 
treffen von Singular und Plural zu vermeiden): äno {ßs) tcop TSTvagd- 
xovra iivüiv xal {Tfi<;) fitdg (355 v. Chr.)^^^^). 

Diese Stellung kommt auch sonst vor: napvijxopTa nodäv xal nivxs 
(347 V. Chr.)i8ö«). 

17. Bei 22, 32, 42 etc. kann die nachfolgende Zahl im Dual stehen. 
Vgl. unten § 83, 10. 

18. Für 19, 29, 39 etc. findet sich auch die subtraktive Methode 
angewendet: kvoq diovxsg eXxod^v^ evog diovisq tqtdxovxa (V. Jahrb. 
V. Chr.) 13^0). 



1364) CIA. II, 1054, 47 (347 v. Chr.); 836, 73 (vor 295 v. Chr.). An der erstem 
Stelle hat Köhler SixaoTcrta in einem, an der letztern in zwei Wörtern geschrieben. 
In den andern Formen hat er überall die getrennte Schreibweise. Da a nicht aas- 
gestofsen wird, kann von eigentlicher Zusammensetzung die Rede nicht sein. 

1365) ^XxüOi CIA. I, 319, 6 (420/410 v. Chr.); TQidxovtaW, 1054, 12 (347 v. Chr.); 
TtTtccQaxovja IV, 2, 1054, b, 23 (etwas vor 350 v. Chr.); nevtrjxovra II, 1054, 6 (347 
V. Chr.); i^/ixovia 17, A, 67 (378 v. Chr.); kßdofxrixovxa IV, 2, 1054, b, 24 (etwas vor 
350 V. Chr.); ivev^xovra CIA. I, 273, f, 40 (nicht vor 420 v. Chr.). 

1366) Ijjj^ xal etxoai 7io^(ov CIA. II, 1054, 29 (347 v. Chr.); ja niivt]€ xal 
^ixo[aL eirj] 11, 203, 14 (330 v. Chr.); aQi&inbg raiv xi6v(ov nivie xal TQidxovra 1054, 
J2 (347 V. Chr.). — i^rixovja xal Svelv fAtSifxvmv IV, 2, 834, b, II, 74 (329 v. Chr.); 
[iov\äxovTa nivre ^Qa^/uaC I, 319, 4 (420/410 v. Chr.). 

1367) [XQ^ovlg] . . . «Q[i&]iLi6g kßöofjLrixovra 6vo CIA. IV, 2, 1054, c, 24 (etwas vor 
350 V. Chr.); hQsiwv TdiaQdxovTa rgidiv IV, 2, 834, b, II, 78 (329 v. Chr.) etc. Über 
iQidxovra niviE ^ga/f^ccC vgl. die vorhergehende Note. 

1368) CIA. II, 163, 16. 23 (335 v. Chr.). 

1369) CIA. II, 1054, 6 (347 v. Chr.). 

1370) Und nicht ivog ö^oviog iQidxovja (s. Krüger I, 1, § 24, 2, Anm. 9), vgl. 
[d]v6Qdabv ivog 6iovai igtdxlovra] CIA. I, 325, 10 (vor 403 v. Chr.). — [dv]äQdatv 
ivd[g 6iovaiv eixooiv] ibid. Z. 2. 

M ei st er hans, Grammatik. 3. Aufl. * \\ 



— 162 — 

19. Die Hunderter sind regelmäfsig^*''^), ebenso die Tausender**''*). 

20. Die Verbindung zweier Zahlen geschieht auch hier in der oben, 
Nr. 16, bezeichneten Weise: 

€1X0(^1 xal ixavoy 
exaTov xal sixodi^ 
sxarov sXxodi^^'^^). 

Der letztere Fall findet meist bei vorausgehendem, doch auch bei 
nachfolgendem Substantiv statt. Häufig werden auch längere Zahlen so 
unverbunden aneinander gereiht: nevxaxodiatq elxoai dvoXv ägaxf^cctv 
(V.J. v.Chr.) 18^*). 

21. Mit den Zahlwörtern wechseln in bunter Weise die Zahl- 
zeichen: Tag [16V JJJ iv zfa 'ExaTOiißatcovi, zag äk €ixo<fi iv TtS 
/Zoö'^dfiwi/* (300 V. Chr.)i»7'*). 

22. Bruchzahlen. „2^ Tag" heifst ovo xal ^[iKtv '^[iSgag (nicht 
i^filtfsia)^^'^^). Über die Anwendung des Artikels bei Bruch- oder Ver- 
hältniszahlen s. § 86, 32. Bei Mafsen, Gewichten und Münzen werden 
die Bruchteile durch eigene Wörter ausgedrückt. „3 !^ Fufs" kann heifsen 
TQstg nodeg xal '^fiirtodiov, oder (in einer und derselben Inschrift) zi- 
Taqzov ^fiiTtodiov („vierthalb Fufs")""). Bei Brüchen, die über \i be- 
tragen, wird mit Vorliebe die subtraktive Methode angewendet: oßokoi 



1371) ^taxoaca EA. 1884, 163-4, 33 (418 v. Chr.); TQiaxoatovg CIA. II, 314. 26 
(284 V. Chr.); TSTQaxoaiaig I, 273, frg. f, 40 (nicht vor 420 v. Chr.); mvralxoaCatg] 
ibid g, 6; i^Maxodaiv 55, 15 (416 v. Chr.); knraxoaCovg II, 737, B, 6 (306 v. Chr.); 
oxxaxoalag 803, c, 139 (342 v. Chr.). 

1372) jgig^aCovg CIA. IV, 2, 179, b, 55 (325 v. Chr.); rstQttxigxdCovg J, 273, 
frg. f, 30 (nicht vor 420 v. Chr.); [nejVTaxiglxiU . .] 280, 3 (V. J. v. Chr.); inraxig- 
XiUovg n, 312, 27 (287 v. Chr.); 6[x]Ta[xi,gxi^Covg /xe^QfAVovg Mitt. V, p. 321 (IV. J. 
V. Chr.). 

1373) ßovXriv elvai eXxoai xal ixarov av^gag CIA. I, 9, 8 (464/457 v. Chr.) nach 
der Restitution von Kirchhoff, vgl. DS. 8, 9; naQa[nl]riQc5aui ^ixaaii^Qia sig [?y]« xal 
SiaxoaCovg II, 809, a, 206—208 (325 v. Chr.); fxvQ(ov[g\ xal niv[iaxoaiovg fjeßC/nvovg 
311, 23 f. (286 V. Chr.); iLt€6ifivlov]g inraxtg/diov; xal n€VTalx]oahvg II, 312, 26 
(2S6 V. Chr.); k^axoaCuiV [xal] xdCcov oiJiXitdiv] I, 55, c, 15 (416 v. Chr.). 

137*) neviu[xoaCaig tt]xoai. 6volv ^gaxf^aiv CIA. I, 273, frg. f, 31 (nicht vor 
420 V. Chr.); diaxoaitav iq[iaxoVTa] SgaxfJKav I, 319, 7 (420/410 v. Chr.); [ovi<o]v 
t[o]v [aqid^fi]ov ixarov reiTaQaxovTa heg II, 469, 55 (I. J. v. Chr.); xtßcuTovg . . . 
agi&fjiov' ixaiov tQiaxovra xittaqag II, 1054, 86 (347 v. Chr.); [xqva]ovg kTttaxoalovg 
6v[d\ add. 737, 20 (nicht vor 305 v. Chr.). 

1375) T«ff fjLiVy etc. CIA. II, 1058, 14 (300 v. Chr.); vgl. auch oxd'Oi{ßo]g [xQvala] 
€x(ov ^(66exa, hegog ox^oißog ;f^i;(y/a txav /lll CIA. 11, 652, B, 33 f (398 v. Chr.). 

1376) h Svoiv xal rifjLCaet, rifiigag CIA. II, add. 834, c, 73 (nach 329 v. Chr.). Vgl. 
Herodiao p. 430 : fjiiaov rifxiqag xal fxsarjfAßgta, ovxl fiiori rju^ga. 

1377) TQsTg 7i66eg xal rifAinoSiov CIV. I, 322, a, II, 60 f. (409 v. Chr.); teiaQiov 
TfjLinoöCov ibid. 55. — Vgl. liTägxov riu[i6Q\axf^ov 1> 321 18 (vor 409 v. Chr.). 



— 163 — 

(oder dvotp oßoXotv) diovdai TQstg ÖQaxficci. Das zu Subtrahierende 
steht immer unmittelbar vor dem Ptc. von dsca, der ganze Subtraktions- 
ausdruck geht oft dem Ganzen, von dem subtrahiert wird, voran, kann 
aber auch nachfolgen ^^^^). 

b) Ordinalzahlen. 

23. Die Ordinalzahlen von 1 —12 sind regelmäisig^'^*). Über oydo^^^yij 
^= öydojj vgl oben § 16, 7. ngüOTog für ngozsQog steht in einer Phratrie- 
inschrift von ca. 350 v. Chr.^^^***). 

Über svaxoq (nicht svvaxog) s. oben, Nr. 6. — Bei Angabe des 
Monatstages wird für Terdgifj die Form TSTQcig gebraucht : xexqddi l(Sta- 

24. In den Ordnungszahlen von 13 —19 werden die Einer und Zehner 
in vorrömischer Zeit immer getrennt: TQlrfjg xal ösxdvfig, TsrdQTfjg xal 
df-xdiTjg u. s. w.^^^M« Erst kurz vor der Schlacht bei Aktion erscheint 
die zusammengesetzte Form iTzvaxaidsxdtfi^^^^), 

25. Bei Angabe des Monatstages bedient man sich der Umschreibung 
mit inl ö^xa : a/^i z"^^ rghi^g inl dixa^ nifiTtTfi inl dSxa, ngo Tijg 
txTfjg im dsxa, ißöofiri inl dixa^^^^ Für Terdgrifi tritt alsdann das 
Zahlsubstantiv Tsxqdg ein: zsTqddh ini dexa (407 v. Chr.)^^^*). 



1378) [Jt^]or[i/] 6ß6[X]o\i]v 6tova<av [tq]i(jSv (sc. ^Qa/fjiöSv)', 6\ßol]oh ^tovacSv 
[roi]ftJj/; [rtalaaJTrjg (f€o[)']ro)|/ teTraQtofj. nodoiv CIA. I, 321 (vor 409 v. Chr.). — 
[nXaioi] teTiaQtav noSüiv nttXaarrjg 6i6vx(av CIA. IV, 2, 1Ü54, b, 56 (etwas vor 350 
y. Chr., gelteud gemacht vou B. Keil, Hermes 25, 604 Fafsn. 2); nldrog knia noSav 
naXaairig Ssopttav IV, 2, 1054, e, 7; vipog TQitav noötav 6[voiv öaxivloiv] ^eovrtov 
ebd. 10—11 (Ende des IV. J. v. Chr.). 

1379) Yg] -jiQtaxrij SivriQu, tqCxti, TtxaQtri, nifinirj, exrrj, iß^ofiri, oyJoiy, ivarrj, 
^txaTT], h'SexaTTi, 6üi6exdtri CIA. II, 678, A, II (387/366 v. Chr.). 

1379 a) y^ 7iQ(aj(^ hn TJ ^ civ To xovQEov ayH CIA. IV, 2, 841, b, 118, sonst erst 
in nachchristlicher Zeit, s. R. Scholl, Sitzungsber. d. bayr. Ak. d. W. 1889, II, 10. 
Doch s. auch Cohn, ßerl. philol. Woch. 1893, 1395. 

1380^ Tfr(>«^t tmafjLivov BoriSqofJimvog CIA. I, 189, a, 17 (407 v. Chr.), etc. 

1381) xQCirig xal ^exaTtjg CIA. I, 238, 1 (442 v. Chr.); rsTdQrrig xal Sexatrig 301, 3 
(434 V. Chr.); n^fxnjrig xal ^exatrig 240, 1 (440 v. Chr.); ^xry xal öexdry 188, 24 (410 
V. Chr.) etc. Für das INeuattlsche vgl. besonders CIA. U, 677 (367 v. Chr.); 678 
(378/366 V. Chr.); 679 (nach 375 v. Chr.). 

133:^) inraxai^exaTri CIA. H, 482, 23 (39/32 v. Chr.); mviexat^exarri HI, 2, 2 
(117—138 n. Chr.); hi'saxat^^xaroiv] 677, 6 (c. 120—150 n. Chr.). Vgl. Tqugxai- 
S^xttTog, Delos, DS. 588, 20 ff. (c. 180 v. Chr.) und Schweizer p. 165. 

1383) 7j^^ T^j ^xjr^g ijtl 6^xa II, 610, 19 (350/300 v. Chr.); a/gi rfig tQltrig inl 
d^xa add. 834, b, I, 34 (329 v. Chr.); nifinry Inl Sixa^ iß^6fA^ Inl Sixa EA. 1883, 
p. 5—6 (nach 300 v. Chr.). 

1384) TtxQdSi inl Sixa lBoriä]QOfimvog CIA. I, 189, a, 22 (407 v. Chr.). 

11* 



— 164 — 

26. Bei den Zahlen von 21 — 99 ist die Verbindung ganz dieselbe. 
Der Einer geht mit xai voraus. 

27. Der 21«*®, 31"*% 41*^« u. s. w. wird immer durch slg ([lia) xal 
slxotSTog (sixo(fT^), slg xal TQiaxoaiög, slg Kai xsTTaqCtxoatog ^ nie 
durch TtQCüTog xal slxoCTog etc. wiedergegeben^^**). Dagegen der 22«^ 
u. s. w. dsvTSQog xal elxo^Tog^^^^). 

28. Bei Angabe des Monatstages wird in der klassischen Zeit vom 
zwanzigsten an (pd-ivovrog gebraucht und rückwärts gezählt: dexaTfj 
(p&iyovTog = „der 21."; ivaTfj (f d-ivovto g = „der 22. (oder 21.)", oy- 
doij (pd-ivovTog = „der 23. (oder 22.)" etc. — Für TsvccQTfj erscheint 
auch hier xsxqdg : xBrqddv (fd-ivovxog, — Der Ausdruck (fd-ivovxog läfst 
sich bis 305 v. Chr. verfolgen. Von da an tritt die Formel iibt^ elxddag 
ein, die seit 333 v. Chr. nachzuweisen ist. Für TSTaQTjj (ist^ eixddag 
erscheint auch hier nsxqäg [ist^ stxddag. In der Kaiserzeit wird für fisT^ 
elxddag der Singular iJbsx* slxdda gebraucht. Daneben taucht auch wieder 
die alte Form (pd-ivovcog auf. — „Der 30. resp. 29." heilst tvri xal 
via 18«^). 

29. Für TTSPVfjxotfT'^Q ist tvsvtijxovt^q überliefert*®®*). 

c) Unbestimmte Zahlwörter. 

30. Über ov&sig {^ovösig) § 92, b; § 40, 4. 

31. Über ccTtag, nag und avfjLnag s. § 86, 40 — 43. 



1385) [fi]iag xal eixoaTTJg CIA. 11, 660, 30 (390 v. Chr.), neben ^svj^gag xal dxo- 
dtrjg ibid., selbe Zeile; fiiixg xal aixoaTrjg 667, 19 (385 v. Chr.), neben ^evrigag xal 
eixoaTrjg ibid., selbe Zeile; fA[i]^ xal tixoaxH 270, 4 (302 v. Chr.); fjn^ xal efxoary 
297, 3 (299 v. Chr.); ei[g xal elxoaT6g] 749, 3 (Ende d. IV. J.). — [€i]g xal rgia- 
xolarog] ibid. Z. 11 ; fjii^ xal TQiaxoaTSl IV, 2, 192, c, 5 (320 v. Chr.); [jU/]^ xal 
Te[rtaQaxoaT^] 11, 978, 2 (264 v. Chr.). 

1386) ^furigc^ xal eixoarly] CIA. I, 189, a, 11 (407 v. Chr.); rgCiri xal efxoajy 
ibid. Z. 13; exitj xal eixoarj ibid. 16 — 17 u. s. w. ; [rr^v/rTp xal [i]^[xoar^ 978, 5 
(264 V. Chr.); [T]Q(Ty xal ivsvlrixoai^] 978, 8 (264 v. Chr.). 

1387) YYji. können hier im allgemeinen auf Reinach p. 495—500 verweisen. Nach 
Reinach würde der Ausdruck (f&Cvovtog schon um 324 y. Chr. (vgl. CIA. II, 180) auf- 
gehört haben. Er Endet sich aber noch CIA. II, add. 737, Zeile 6; 13; 21 ; 28 (nach 305 
V. Chr.). — Für die Singularform sixaSa vgl. CIA. III, 2, 2 (117/138 n. Chr.) und 
Herw. p. 48 f. — ^E]xatofjißatiavog r ergabt (pSivovrog aus später Zeit CIA. III, 60, 
13 (HI? J. n.Chr.). 

1398) nsyjrjxovTTjiQ . .] CIA. I, 22, 5 (ca. 440 v, Chr.). Riem. Rev. V, 173. 



— 165 — 



B. Konjugation"''). 

§ 63. Verbalendangen^^*®). 
a) Indikativ. 

1. Für die 2. Pers. S. Act. läfst sich, worauf auch die Kontraktionen 
wie Pixqg, (iiad-otg weisen, echtes 8i, belegen durch die allerdings er- 
gänzte Form aT€ixs[i]g (VI.— V. J. v. Chr.)"»^). 

2. Die 2. Pers. S. Med. (primär) tritt seit dem IV. Jahrhundert in 
der Schreibung -sv auf: xoKvTttsi, (= „du wirst verhüllt", IV. — II. J, 
V. Chr.)^^^^). Ursache dieser Schreibweise ist zweifelsohne die seit 378 
V. Chr. zu verfolgende Ersetzung von ji durch €*^^^^). 

3. In der Prosa zeigt die 3. Pers. Dualis der historischen Zeiten 
nur die Endungen -iriyv, -a^fjv: aved-ixtiv^ i7i:onj(fdTijv, saTijifaT'^v, 
s(l)(ffjy4ad'fip^^^*). In der Poesie hingegen kann für -tjp auch -op ein- 
treten: hoy (=„sie gingen*', II. J. v. Chr.)'^^*). 

4. Die 3. Pers. Plur. Plusq. hat noch in der makedonischen Zeit 
-aaav, nicht -ei<Sccv', 7tccQ€ilij(ps(fav (323 v. Chr.)^*®*). 



1389J Vgl. Lauteosach, Verbalflexion der attischen Inschriften. Prg. des Gymn. 
Eroestinum zu Gotha 1887. 

1890^ Vgl. Lautensach, Grammatische Studien zu den griechischen Tragikern und 
Komikern. ]. Persooalendungen. Separatabdruck aus dem Programm des Gymn. 
Eroestinum zu Gotha 1896 (schlieTst die Enduagen des Optativs und Imperativs im 
Gaozea von der Behandlung aus). 

1391) OTsCxfii']? CIA. IV, 1, b, 477, h, 1. Das Wortende und besonders der 
Zwischenraum zwischen E und ^ ist zerstört. Vgl. Brugmann p. 347, wo weitere 
Litteratur. 

"»^) xaXvnTsi KE. 84, 1 (Inschrift aus dem Peiraieus, IV.— III. J. v. Chr. = CIA. 
II, 3803, 1). Vgl. die Bemerkung von Kaibel zu der laschrift; dvayvtoasi Ziebarth 
21, 4; 22, 3 (wohl aus Megara). 

"93) So Blafs, Ausspr. p. 46 f.; Riem. Rev. IX, 87; Bamb. Jb. XII, 40. Vgl. auch 
Lautensach 1896, 22ff. ; Schweizer, p. 1168; Brugmann p. 364; Zacher, Philologus, 
Supplementband 8, 473—484. 

1894) ^vE&iTTiv ClA. I, 351, 1 (VI. J. V. Chr.); IV, 1, b, 373, 113 (VI. J. v. Chr.); 
I, 375, 1 (Anfang d. V. J. v. Chr.); IV, 1, b, 373, 76 (V. J. v. Chr.); laTr{\aaxri\y\ IV, 
1, b, 373, 183 (VI.— V. J. v. Chr.); inotrjadTriv I, 375, 3 (Anfang d. V. J. v. Chr.); 376, 
2 (Aof. d. V. J. V. Chr.); 374, 6 (vor 450 v. Chr.); dve&irriv 387, 7 (vor 444 v. Chr.); 
396, 2 (Anfang d. V. J. v. Chr.); lar^yiad^v 319, 19 (417 v. Chr.). Vgl. Lautensach 
1896, 19—21. 

1898) KE. 1110, 3. 5 (n. J. V. Chr.). 

"98) naQsUritfeaav CIA. II, 811, c, 89 (323 y. Chr.). Vgl. Phryn. p. 149: 'Hxrj- 
xö^aav, iysyQdifsaav, inenoirjxeaav, ivevorjxeoav ^qcZs' dlV ov avv 
T(p i, rjxrjxosioav, S. dazu noch Wackernagel, KZ. 29, 126f. (wo -etfxev für die 
inschriftlich nicht belegte 1. Pers. Plur. schon für das Attische gefordert wird, doch 



— 166 — 

5. Bei konsonantischen Stämmen wurde die 3. Pers. Plur. Perf. und 
Plusq. Pass. in der älteren Zeit auf -axai, und -uto gebildet: avayeyQd- 
g)avai, heraxccTO^^^^). Nach 410 v. Chr. ist nur noch die Umschreibung 
mit dem Partizip üblich: eM ysyQaiAfiSvoi^y avaysyqaiiiiivoi, ^<Jav^^^^), 

b) Konjunktiv. 

6. Durch die Ersetzung von iy durch «* seit 378 v. Chr. wird die 
3. P. Sing. Konj. Präs. Akt. der Verba auf -w gleichlautend mit der ent- 
sprechenden Form des Indikativs: oncog av Tvyxccv€& (343 v. Chr.) 
u. s. w. ^^®®). Die Gleichheit 'der Formen im Aktiv bewirkt, dafs im 
Medium vereinzelt (bei den kontrahierenden Verben) der Indikativ für den 
Konjunktiv eintritt: ngogöstvat^^^^). 

7. Der Konjunktiv Perf. wird, wenigstens im IV. Jahrh. v. Chr., durch 
Umschreibung gebildet: nagsiXijcpva ei (= J»), ä(f€(fTfjx6ra ^, y i^siSTfj- 

c) Optativ. 

8. Der Optativ Präs. endigt auf -fii : Ttaqaßaivoiiii^ aber bei Kon- 
raktion auf -iriv: iniOQTeoiijv^*^^), 

9. Nicht belegt sind die sog. äolischen Formen im Aorist. Doch 
ist der Optativ auf den Inschriften überhaupt selten ^*°*). 



ist Dur y^€/Lisv in eiDem Vers aus Meoanders ^anov belegt, s. K.-Bl. I Vorw. 
p. XIII; II, 65); IF. V, Anz. 68f.; Schweizer, p. 187; Lautensach 1896, 14f., 19; Brug- 
mann p. 314. 318. 

1897) [av]tty€yQd(pttrat CIA. I, 38, e, 3 (432/416 v. Chr.); y^y^dtfaiai, inraxtiiro 

1, 40 (424 V. Chr.). ~ Cauep p. 413; Bamb. Jb. III, 4. 

"98) [eial y€y]Qtt^fjLivoi CIA. IV, 1, a, 61, a, 36 (409 v. Chr., io dem von 
Alkibiades gestellten Zusatzantrag) ; ävayeyQafifiivca eioiv, avayeyQdfJifiivtti rianv IV, 

2, 54, b, 23. 31 (363 v. Chr.); [^]y[yeyQtt]fifJiivoi, stalv ü, 610, 2 (350/300 v. Chr.); 
yiyqafi^ivoi iiaCv mehrfach 708, c, 66 ff. (330 v. Chr.) etc. Lautensach 1896, 29. 

^'99) onayg av ttqoooöov rvyxcirei CIA. II, 115, 16 (c. 343 v. Chr.) u. s. f. Später 
wird jedoch analogisch zum Plural auf -rire eine Form -rjf auch geschrieben -jjt, ge- 
bildet, vgl. § 15, 10 mit Note 216. 

1400) fäy 5y nQog6siTai= TiQogdirixai CIA. IV, 2, 192, c, 11— .12 (320 v. Chr.). 

1*01) ubinimv (wr) nv ^ noXig naQsdriifva el CIA. II, 811, c, 150 ff. (323 v. Chr.); 
oa' aM ä(p€atr]x[6]T[a] 5 167, 85 (kurz nach 307 v. Chr.); oaa «f» av y l[^€ajr}]x6ja 
ibid. Z. 55. Lautensach 1887, 24. 

1*02) naQaßaivoi/Ltli] CIA. I, 13, 20 (Zeit d. Kimon); imoQXoiQrjv H, 578, 12 (nach 
340 v.Chr.). Lautensach 1887, 1. 2. 

**08) ^nayy€{(}[X€iav ergänzt Wilamowitz, Aristoteles und Athen I 188 für 
Köülers i7i€tyyi[XiX)oiev] in CL\. IV, 2, 5, c, 17 (403/387 v. Chr.): inayysilaisv wäre 
ebenso wohl möglich. — Snaig aqiaia xal svTeX^arata axevaaat CIA. IV, 1, c, 26, a, 
9 (kurz nach 447 v. Chr.); arriaaisv II, 2717, 2 (IV.- 1. J. v. Chr.). Dazu itnai auf 
einer Vase bei K.BL 11, 74. Vgl. über die Herkunft der äol. Formen Wackernagel, 
Vermischte Beitr. zur griech. Sprachkunde 42; Brugmann p. 319 hält an seiner früheren 



— 167 -- 

d) Imperativ. 
10. Die Imperativendung -axTav kommt erst seit 300 v. Chr. in Ge- 
brauch. Früher begegnen fast nur Formen auf -cdp {-ptcop^ -a&oav). 
Das Verhältnis beider Bildungen hinsichtlich ihrer Häufigkeit ist^*°*): 

vor 300 V. Chr. -(av : -oaaav^- 111 : 1 
nach 300 „ „ -oav : -iotSav = 3 : 22. 

Erklärung fest. Das neue d^iaXxtühais auf der elischeo Brooze von 335 y. Chr. 
(Jahresheft des österreichischen Instituts I 206) fafst ß. Keil GGN. 1899, 148 f. als 
MischbilduQi^ aus -aai und -aue, — Vgl. noch xv^^otio Mitt. 19, 249 ff., Z. 135 
(230—240 n. Chr.). 

^*04) Riem. Qua rat. p. 76—78; Herw. p. 54 ff.; Riem. Rev.V, 171; Bamb. Jb. VIII, 
205. Vgl. Moeris p. 13: ayovifov, q^ovTtovldtrixdSs, ayixtaaav, ^Sijoaaav 
'Ellrivixtos. Etym. Mag. 6, 56 dyysXXovTOiV avTl tov ayyeXl^rojaav ol 
'AxTixoC (faaiv. Am ausführlichsten handelt über die Sache Lautensach 1887, 2 f., 
welcher (von der Kaiserzeit abgesehen) sämtliche Stellen beibringt. Zu streichen ist 
dort nur nctgaMovriov AB. Vlil, 408, 19 = CIA. IV, 1, b, 27, b, 19 (439 v. Chr.), 
welches als Partizip aufzufassen ist. Die Stellen sind demnach: 

a) vor 403 vor Christo: 
66[v]T(a[v] CIA. I, 20, 13 (vor 444 v. Chr.); n&ivrwVy ovjtoVy nttQtxovratVj inifis- 
Xoa&cov, 2 mal, öqxov[vt(ov], [dnoa]uiXdvj(ov IV, 1, a, 22, a (450/446 v. Chr.); ^ni- 
fieXoa&cjy 2 mal, avvsntfieXoaOtoVf nagexovrtov IV, 1, a, 27, a (c. 445 v. Chr.); nag- 
fXovKüV^ ovtbiv, did6vTb}[v], xvttfxtvadvj(ü[v\ I, 29 (444/440 v. Chr.); nagaa^ovitaVy 
v6ifjidvT[(üv] 31, A, 4. 7 (444/440 v. Chr.); dnoTtefxipdvraiV, (vS-vvoad-uv, [x]ata&ivtiüVf 
ccnofAia&cjadvTcoVf 66vt(ov IV, 1, b, 27, b (439 v. Chr.); [dvayQlaipüVTiav I, 34, 9 (kurz 
nach 434 v. Chr.); [Tf:']Xovytü}V 35, 7 (kurz nach 434 v. Chr.); ofxoadyiojv 33, 10 
(433/427 v. Chr.); xad^ia7dvTü}V I, 37, fg, 5 (425 v. Chr.); nefinovjtov ibid. frgm. 
p. 46; ^v\jiißi]ßttattVTa)v, nefinovrcjVj xooXvovraiV, imiajv, evS-wia^ojv, ovjcdv I, 40 
(424 V. Chr.); l{i)aay6vju)Vf ldno]fjiia^(oadvT(ov I, 38 (424/420 v. Chr.); 6fjLVvvT(ov 

IV, 1, c, 42, 19 (423/2 v. Chr.); (FoiTwy 45, 19 (421 v. Chr.); Xoyiada9füv, fmoSovrtüv, 
i^aXetcfovTCDVf d7io(fttiv6vT(ov , Ta/ntivovttoVf avvavoiyovimv, avyxXrjiomtov , ava- 
ar]iLiaiv6a3(0Vf dvaQid-/Lir)adad-(üVj änoaTT)adad-(oVf naQaSa^da&ojv , dvayqa\pdv%(tn', 
ttvaygai^ oiTojv, Movrtov 3 mal, l&f\vTü)V I, 32, A (435/416 v. Chr.); 6VQiax6a&ü)v, 
ofjLVvvj(üv^ [in]ciQtta&(üVy [S6v7](üv IV, 1, a, 71 (420/413 v. Chr.); ^f/ia&üjv, [dno/nt" 
a&ü)advT](üv, SovKüv IV, 1, a, 116 (nach 420 v. Chr.); dnofjnad<oadvi(üVf nuQa^iöovTOJV, 
JoiTwv IV, 1, b, 53, a, 6. 17. 28 (418 v. Chr.); xaiaaTtjada^cov, -[a'jdwv, -ad^arv I, 54, 
a, 13. 11. 12 (416 v. Chr.); [fiiod-^oia&tav, noirjadvrcjv, noiovvitov 55 (416 v. Chr.); 
[dn]o6Mn(ar, aTion f/uxpavitov 56, a, 6. 9 (412 v.Chr.); dnofJiia&(oadvj(u[v] 59, 34 
(410 v. Chr.) ; [xaTa»]^VT(ov IV, 1, a, 51, f, 25 (410 v. Chr.) ; [d]v[a]yQaxpd[v]T[(ovl [x]a[T]a- 
[d^v]T[ü)v]y Soviüiv, laiab[(ü\v I, 61, 5. 7. 9. 18 (409 |v. Chr.); ixnQutxovifüV, naga- 
Movjcjv 79, 4. 12 (450/400 v. Chr.); [a]TTiadrt(ov 84, 10 (450/400 v. Chr.); ^ovtüjv 88, 
2 (45U/400 V. Chr.); [nagja^oviitiv 90, 10 (450/400 v. Chr.); ^löovrcjv 93, a, 9 (450/400 

V. Chr.); fjLia^oifoQovvKuVy dnoMovrojv, [v(]fi6vT(ov, inifxeXoad-coVi noiomttov 2 mal, 
[7ig]ookX6a»MV IV, 1, b, 35, b (440/432 v. Chr.); dnoMoa&oav I, 68, 6 (vor 403 v. Chr.); 
di'aygacf 6vT(üVy Cr)f^i'Ov[v]T[ü)r] 77, 5. 18 (vor 403 v. Chr.); /pcJ(y^fti[i'] 78, 5 (vor 403 
v. Chr.); [l7ii]/u€Xia&(üV 94, 7 (vor 403 v. Chr.); [dnay]yHXdvTO)v CIA. IV, 1, b, 116, 
q = pag. 68 (vor 403 v. Chr.). 

b) von 403—300 v. Chr.: 
36vT(ar, Tiagaa/ohTCüV CIA. 11, add. 1, b (c. 403 v. Chr.); [d7iofi,ia^(oad]vrb)V II, 1 
5 (kurz nach 403 v. Chr.); dnodoiKov, iQrifAiovtTcov 17, A (387 v. Chr.); ngoaayovTcov 



— 168 — 

11. Beachtenswert ist aus der Übergangszeit von -ouv in -oaaav die 
Mischform [iKf&coadvvcotrav^*^^), 

12. Hinsichtlich des Themavokals ist zu bemerken, dafs neben der 
in den Handschriften üblichen Form auf -ia&iav (3. P. PL Präs. und 
Aor. H.) in den Inschriften auch -odd-oav vorkommt, und dafs diese 
Bildung sogar die häufigere ist"^®). Es verhält sich nämlich im V. Jahrh. 
V. Chr. 1*07): 

a) Von 450—424 v. Chr.: -oV^wv : -iad-o^v = 7:0 

b) Von 424-403 v. Chr.: -oad-oav : -sad'oav = 3:4. 

Aus dem IV. Jahrhundert liegt nur eine Stelle vor und zwar für 

e) Partizip. 

13. Das Femininum des Partizip Perf. Akt. endigt im V. und IV. Jahrh. 
auf -vi>a {-va). Im III., II. und I. Jahrh. aber findet sich nur (Einflufs 



41, 14 (vor 376 v. Chr.); iminsXoa&üiv 92, 5 (nach 378 v. Chr.); danga^aviiov, am'Sig- 
nQttXTovTüiv IV, 2, 54, b, 12. 14 (363 v. Chr.); [vifji]6vxü}V 11, 163, 24 (335 v. Chr.); 
ytaxayvYV(oax6vx(oVi otpHlovTwv 809, b, 8. 9 (325 v. Chr.); Inavayxa^ovTmv IV, 2, 192, 
c, 25 (320 V. Chr.). — Aber xa»a6vi(oaav CIA. IV, 2, 104, a, 47 (352 v. Chr.) (Eleusis). 

c) von 300—30 v. Chr.: 

7iaQ(xvysXlit{ü))aav CIA. IV, 2, 614, b, 40 (307/286 v.Chr.), neben l6(pea6v]rajv II, 
601, 9 (c. 300 V. Chr.); oino^[6]a&[aj]a[a]v, neben xaTaßaX6vT[(ov] 600, 45. 43 (300 
V. Chr.); änoxiv^xtüaav 611, 44 (300 v. Chr.); naQtt66x(oaa[v\ xaxaßc^XXixtoaav 836, 
ab, 15. 16 (270/262 v. Chr.); dnoyQarpaxwaaVj axriauxwaav 403, 36. 39 (III. J, v. Chr.); 
vnod^ixtoaav 595, 5 (11. J. v. Chr.); 'iaxwaav 624, 12. 15 (II. J.); äipaviU^toaav, n(üXe[C\- 
Tcoaav, avv[tTßQ€Cxa)aav y [a]v[ttyx]a^ix(ü[aav], fji€xa[7i]aQ[a6]i66xa)[aav]f -XXiad^cjaav, 
-d'ODaaVj neben [xoXa]C6vx(o[v] 476, 6. 31. 41. 8. 49. 52. 51 (II. — I. J.); nccQ«^Mj(oaav 
IV, 2, 477, d, 3 (I. J. V. Chr.). 

d) Kai sei' zeit. 

taxtooav CIA. in, 23, 36 (Kaiserzeit); xaxaipigixcjaav 38, 3. 6 (Kaiserzeit); oQi- 
Chtoaav, ^axtoaav, unoöMad^taauv 39, 1. 4. 8 (Kaiserzeit); evxovsCxojaav, awCjtoaav 
Mitt. 19, 249 ff., Z. 48. 81 (230—40 v. Chr.). 

"06) CIA. II, 600, 45 (300 v. Chr.). 

"0«) Curt. Verb. II, p. 64-66; Cauer p. 413—415; Bamb. Jb. III, 4; G. Meyer 
p. 651f.; Herw. p. 13; Riem. Rev. V, 149; Bamb. Jb. VIII, 205; Riem. Rev. IX, 86; 
Laatensach 1887, 24. 

1*0') Vgl. a) Bis 424 v. Chr.: inifisXoa&wv (2 mal), aweni/xfXoa&tov CIA. IV, 
1, a, 27, a (445 v. Chr.); inifisXoa&cov 22, a, fr^. ac, 21 (450/447 v. Chr.); €v^vv6a&a)V 
IV, 1, b, 27, b, 20 (439 v. Chr.); imfxsXoa&coVy [nQ]oaiX6a&(ov IV, 1, b, 35, b, 18. 29 
(440/432 v. Chr.). 

b) Bis 403 v. Chr.: avaariucuvoa&cov CIA. I, 32, A, 17 (435/416 v. Chr.); l€]vQia- 
x6a»(ov IV, 1, a, 71, 19 (420/413 v. Chr.); xQ(oa&(ü[v] I, 78, 5 (vor 403 v. Chr.). 

Aber daneben: ev&wia^(ov CIA. I, 40, 38 (424 v. Chr.); [^n]aQaa&(ov IV, 1, a, 71, 
25 (420/413 v. Chr.); imf46X^a&tov I, 94, 7 (vor 403 v. Chr.); öex^a&tov IV, 1, a, 116, 
c, 9 (vor 403 v. Chr.). 

"09) inifisXSad^m' CIA. II, 92, 5 (378 v. Chr.). 



— 169 — 

der Koine) die dorische Form auf -«*a^*^°). Mit der Kaiserzeit kehrt die 
alte Endung wieder zurück^*^^). 

§ 64. Augment and Reduplikation ^^^^). 

a) Syllahisches Augment 

(und £ als ReduplikatioDszeicheD}^**^). 

1. Die mit Rho beginnenden Verba verdoppeln gewöhnlich diesen 
Konsonanten hinter s: sQQccyij, TfiaTs^qdnysv, i^gcoydog, (fvvs^Qafifxirov, 
sQQtOfjiai, dnsQQVfjxüog neben nagsQüayoTeg^ ^EQ(iO[iivfj {=''EQQa)fi^Pfj^), 

2. dxsXXoD hat im Perf. stSxaXiicc, nicht ICraAjfa^*^*). 

3. ßovXofiai, dvvafiai, iiiXXdo augmenlieren in der klassischen Zeit 
mit f, erst seit 300 v. Chr. mit 17^*^*). 



i4icf) über -via, -va s. oben S. 59 N. 505. — na erscheint in: [yiyo]viiag CIA. II, 
398, 13 (Ende d. IIl. J.); yeyovslas 593, b, 7 (II. J. v. Chr.); y€yov€{i)üiv 624, 17 (II. J. 
V. Chr.); ysyovetag 467, 92 (I. J. v. Chr.); yeyovetav 471, 27 (I. J. v. Chr.); yeyovei . . 
471, 68 (I. J. V. Chr.). Herw. p. 9; Lautensach 1887, 25. Vgl. zur Erklärung GMeyer, 
Bezzenb. Beitr. 5, 241 ; für die xoivri Schweizer, p. 192. 

1411^ y^yovvwv EA. 1884, 167, 11 (zwischen Pompejos und Hadrian); Eia>[d]v[i'\av 
CIA. III, 10, 36 (209 n. Chr.), vgl. 48, 29. 

1412^ Vgl. Lautensach, Grammat. Studien zu den griech. Tragikern und Komikern. 
Augment und Reduplikation. 1899. Hannover; Dieterich p. 209 ff.; Schweizerp. 1690*. 

*^^^) Um nicht Zusammengehöriges zu trennen, behandeln wir hier und beim 
temporalen Augment mit den Imperfekt- und Aoristformen zugleich auch entsprechende 
Perfektformen. 

"!*) I^Qayn CIA. II, add. 834, c, 4 (317/307 v. Chr.); xai%^](üyEV 167, 75 (kurz 
nach 307 v. Chr.); {^]^Qb)ywg II, 682, 30 (bald nach 365 v. Chr.); di^QQto[y(o]g IV, 2, 
672, c, 30 (c. 350 v. Chr.); {av]v[s\i$Q[a-\fifi^v]ov II, 751, B, a, 16 (350/300 v. Chr.) ; 
€^d(üa&6 EA. 1884, 97, 2 (73 v. Chr.); ansQQvrixorog CIA. IV, 2, 767 b, 62 (333 v. Chr.) ; 
cin€QQvr]x6g ebd. 67, 68. — naqiQüjyoTeg CIA. IV, 2, 792, b, 23—26 (c. 370 v. Chr.); 
'EQiüiiivn (SchifiFsname) II, 793, d, 33; e, 5 (357 v. Chr.); 794, d, 98 (356 v. Chr.); vni- 
ganrai EA. 1895, 89 f., Z. 22 (Eleusis, Ende d. IV. J. v. Chr.); ^qs^s CIA. II, 1298 (Epi- 
gramm, 1. H. des II. J. V. Chr.). Lautensach 1887, 4. 18; 1899, 9ß. 

1*16) dnsaidXxatrtv CIA. II, 332, 27 (286 v. Chr.); dniaralxiv 383, 6 (IlI. J. v. Chr.) 
etc. — Über dcf^araXxa (Koine, Inschriften von Samothrake, Ilion Milet, Nisyros, 
aus den Jahren 304/200 v. Chr.) vgl. den Index zu DS.^ p. 784; Schweizer, p. 119. 

i"8) sfxsnov CIA.II, add., 834, c, 28 (317/307 v. Chr.); mvavro II, 89, 5 (356/352 
V. Chr.). — rjßovkovTO 314, 25 (284 v. Chr.); ii^uvaio 329, 12 (vor 250 v. Chr.); 331, 
42 (vor 250 v. Chr.); TjSvvaio, rjSvvavro 420, 12. 37 (nach 200 v. Chr.). „Poetae 
scaenici foruias per rj nisi metri causa nsurpasse non videntur.^^ Riem. Qua rat. 
p. 87; Riem. Bull. III, 499; Herw. p. 53; ßamb. Jb. VIII, 204; Riem. Rev. IX, 86; 
Lautensach 1887, 4. Vgl. Thom. Mag. p. 130: ißovlofiriv xal ißovlrid-rjV nXii,- 
axdxig ot SoxLfjLior ar oi, XiyovOLVy rißovX6(Lir}v 6k xal ißovXri&i]V ana^. Vgl. 
Schweizer, p. 173, Anm. 2; Lautensach 1899, Iff. (nur an 4 Stellen ist rj- metrisch 
gesichert, dagegen oft l- verlangt; aber nur tj&sXov ebd. 42). 



— 170 — 

4. In der späten Kaiserzeit findet sich auch ^qtfQa {= iqisQoyy^^^). 

5. idXwy erscheint, nicht die jüngere Form iJAcöv^*^*). 

6. Das syllabische Augment des Plusquamperfekts wird in der klassi- 
schen Zeit nie weggelassen"^*). 

7. Epsilon zugleich und Dehnung zeigt (av)i(ayiAat^^*% 

b) Temporales Augment 

8. €1, nicht fjy haben: eXacfa, cUo/lm/v, ellxor, elXicrtfa^ slnoiifiv^ 
BlnoVj eltfa/ifiy, dxov und die Perfekta: ffxa, €tlfjg>ay slXfjxce^ siXriyfAat^ 
€i(o&ay eid-KSiiaiy etQfjfAa^, f*ßya(r/i*a*^"^). 

9. Für etlxov begegnet seit dem I. Jahrh. v. Chr. ijAxov^**^), für 
siqyaaikai, iJQya(f(xa&^^^^) ; für slariaaa ^(fTiacfa^*^^ 

10. elnop zeigt schon im V. Jahrh. beständig den Diphthong, was auf 
echtes et, d. h. auf Entstehung aus s -{- 1 hinzuweisen scheint^^'^). 



"") r(f€Qa (Poesie) KE. 168, 11 = CIA. ffl, 1379 (01. J. n. Chr.). Vgl. Wagner 
p. 114; Hatzidakis, Einleitoog 72. 

i*w) ittlüiCav CIA. n, 38, 14 (vor 376 v. Chr.). Vgl. Thom. Mag. p. 146: idlm- 
x€V Idmxo^f ovx r^X(oxiy xa\ idXaty ovx ^Acu. Vgl. LantCDsach 1899, 5f. 

i*i») iTSTd/ato CIA. I, 40, 9 (424 v. Chr ); ^emnoCrixo 322, a, 90 (409 v. Chr.); 
iitö^fiiVTo IV, 1, a, 61, a, 9 (409 v. Chr.); llnelyiygamo II, 754, 5 (3.19/344 v. Chr.); 
ttV€yiyQanjo 809, c, 222 (325 v. Chr.); heTifirjjo IV, 2, 623, e, 36 (ffl. J. v. Chr.). 
Riem. Rev. V, 162. — Laateosach 18S7, 21; 1899, 118-124. Ober den Spraeh- 
gebraaeh bei Polyb s. Wackeroagel, IF. 5, Anz. 68 f. 

1*20) [d]v[€](i)yfiivov CIA. D, 720, B, I, 49 (320 v. Chr.); [äv^stpy/^iivov? 1061, 8 
(nicht näher datierbar). Vgl. Lantensach 1899, 7 f.; 128 f. 

1*21) über das V. J. läfst sieh meistenteils nicht nrteilen. — etaa* KE. 85, 5 
(IV.— n. J. V. Chr.); difeiXeto CIA. 11, 54, a, 21 (363 v. Chr.); [xu]»€CXxva€V 791, 23 
(377 V. Chr.); xa&iiXxov IV, 1, c, 225, c, A, 11, 18 (420—403 v. Chr.); ttXxvaev add. 
834, b, I, 23, 56, 2 mal (329 v. Chr.); add. 834, c, 53 (317/307 v. Chr.); [*]r;r€To II, 1649, 
a, 4 (400/350 v. Chr.); eine s. Note 1425; ataad^' vno II, 1298, 4 (III.— II. J.); ttaato 
1336, 1 (200—150 V. Chr.); dxov D, 14, a, 21 (387 v. Chr.). — Lantensach 1887, 4; 
1899, 22—29. 107—111. — d(f%Tx€ CIA. II, 811, c, 119 (323 v. Chr.); mritpa mit 
Aspiration s. Note 922. Dazu ntt[Q\eari(f([v\ 11, 835, a, 10 (320/317 v. Chr.); nttQ- 
SiXrjifxis IV, 2, 371, c, 10 (254 v. Chr.); naQ€iXrj(p([a]KV II, 811, c, 89 (323 v. Chr.); 
eiXrjxcüS add. 489, b, 9 (I. J. v. Chr.) ; ftXrjyfiivalg IV, 2, 308, b, 3 (Anf. d. III. J. 
V. Chr.); €i(o[&6ja] CIA. H, 163, 15 (334/326 v. Chr.); €?^i?7a* IV, 2, 54, b, 21 
(363 V. Chr.); d&iafiivov CIA. H, 624, 15 (200/150 v. Chr.). Lantensach 1887, 18; 
1899, 28. 

1*22) xa&rjXxov CIA. 11, 470, 20 (69/62 v. Chr.). Lantensach 1887, 4. 

1*23) Twv TjQyaa/Liivtov CIA. IV, 2, 477, d, 12 (I. J. v. Chr.). 

^*2*) rjaUaaeiV CIA. IV, 2, 630, b, 26 (c. 34 v. Chr.). — Daneben mit abweichendem 
Anlaut ol land[TOQ\€g Mitt. 21, 303 f. (313 y. Chr.), wohl ionische Form. 

i*2S) iinsiv CIA. I, 40, 18 (424 v. Chr.); eine IV, 1, a, 22, b, 4 (450/446 v. Chr.); 

IV, 1, a, 22, c, 3 (vor 444 v. Chr.); I, 21, 5 (vor 444 v. Chr.) ; IV, 1, a, 27, a, 3 mal (445 

V. Chr.); I, 31, ß, 2 mal (444/440 v. Chr.); IV, 1, a, 33, a, 16 (433 v. Chr.); I, 37, p, 44 
(425 V. Chr.); I, 40, 2 mal (424 v. Chr.); 44, 18 (421 v. Chr.); 32, A, 2 (435/420 
V. Chr.); IV, 1, a, 71, a, 14 (420/413 v. Chr.); I, 49, 6 (419 v. Chr.); I, 59, 3 mal 



— 171 - 

11. Im Verbum iq'^d^oiiai, hat das Imperfektum und der Aorist in 
der klassischen Zeit ri (8 Stellen, 1 Ausnahme), das Perfekt hingegen 
besländig sv (6 Stellen). In der nachklassischen Zeit findet sich die Sache 
auch umgekehrt**^*). 

12. ovvsqyiixi bildet den Aorist aw^^qy^cfa^*^'^), 

13. Infolge des Ersatzes von ji durch et (§ 15, 8) erscheint seit 378 
vielfach ei, als Augment für ai> : elQi&ii, sh'^tSaTO, ineivaxs, eXrfiKs^^^^). 
Seit dem Jahre 100 v. Chr. hört diese Orthographie wieder auf. 

14. In der klassischen Zeit wurde si, in i/ und ev in riv augmentiert. 
Für das erstere liegt, wegen des frühen Überganges von ij in «*, nur ein 
Beispiel vor: «Ji^xaaaro^"*). Besser bezeugt ist jj^v: fivQi&fj (4 Beispiele 
von 403- 321 v. Chr.); fjvQijTai (c. 350 v. Chr.); lyvx^«* (362 v. Chr.)^*»«). 



(411 V. Chr.); IV, 1, a, 51, 6 (410 v. Chr.); I, 332, 5 (409 v. Chr.); IV, 1, a, 61, a, 26 
(408 V. Chr.) etc. Dieterich KZ. XIV (1865), 65 f.; Cart. Verb. II, 26; Cauer p. 257; 
Brugmano KZ. XXV, 306. Lauteosach 1887, 4, welcher auf Formen wie ci/£ I, 324, 
c, II, 18 (408 V. Chr.); ehai (= ivac) I, 1, B, 4. 25. 35 (lange vor 456 v. Chr.); 36, 13 
(c. 427 V. Chr.); 57, a, 36 (c. 410 v. Chr.); 40, 35. 49 (424 v, Chr.) und «1^/ mit €i im 
VI. Jahrh. (vgl. oben Note 107. HO. 193) hinweist. 

1426) ^^«'florro] CIA. II, 14, 17 (387 v. Chr.); rjgyoiCao 782, 11 (IV. J. v. Chr.); 
riQyd^ETo 780, 8 (c. 300 v. Chr.); [i^riqydaaTo 834, 10 (350 v. Chr.); ^^nQydaato ibid., 
Z. 23; ^riQyda[aTd\ 240, b, 6 (307 v. Chr.); tigyaCaro Bull. II, 547 (Vase d. IV. J.). 
— Ausnahmen xaieiQyda9riaav 809, b, 117 (325 v. Chr.); ^7i€VQydaa[vid\ EA. 18S4, 
169 — 170, 21 (Zeit des Pompejus-Hadrian). — Perfektformen: dqyaofxivlovlg^ 
Ityyaa^iiva] (« = €«) CIA. IV, 2, 1054, b, 26. 42 (Anfang d. IV. J.); xaruQyaafjiiva 
ri, 757, 27 (335 v. Chr.); [xaT^HQyaalfiivu] ibid., Z. 3; xauiQy[aafLiiva] 762, 4 (IV. J. 
V. Chr.); lxaTf]iQya[o]f/iva 758, B, 40 (334 v. Chr.). — Weckl. p. 36; Riem. Bull, 
m, 499fif.; Herw. p. 5; Riem. Rev. V, 146; Wackernagel, KZ. XXVn, 272; Riem. 
Rev. IX, p. 86; Wackernagel, Phil. Anz. 1886, p. 80; Kretschmer p. 197. — töuv 
rjQyaau^vcüV s. Note 1423. Lauteosach 1887,4; 1899,23. — Auch die Grammatiker 
schwankten, vgl. Cramer anecd. IV, 412, 22: l^yd^ofiat, iiQyaCofxrj}^, oneg xal iitfo- 
QHTttiy rivkg ^kv yttg 6ia rrjs TZ 6&(pd-6yyov ygatpovaiv avxo, rivhs ^k 
&id 70V Tl. — Vgl. noch ri^oXdßriaiv Bull. XIV 393 Z. 45. 52. 56. 58. 62 (Delos, 279 
V. Chr.). 

1*27) ai>viiiQ[yria]sv CIA. H, 313, 11 (286 v. Chr.). Riem. Bull. HI, 500. 

1*28) si^^o^r) CIA. II, 114, B, 11 (343 v. Chr.); i^€iQi&7i IV, 2, 834, b, II, 88 (329 
V. Chr.), etc. lne(vixs IV, 2, 614, b, 62 (290/87 v. Chr.); innvixaai^v 11, add. nov. 567, 
h, 14 (284 V. Chr.); InUviaev IV, 2, 619, b, 10 (bald n. 217 v. Chr.), etc. — tXxrixer, 
nuQSiTtiaaTo II, 331, 94. 16 (c. 280 v. Chr.). 

]429j i^rjxdaaTo CIA. II, 1651, 17 („non mnlto post iuitium saeculi qoarti"). 
Lauteosach 1887, 5; 1899, 31 f. 

i«o) r}VQ[^ff]ri CIA. II, 813, B, 16 (vor 400 v. Chr.); rjVQi&ri 652, B, 16 (398 v. 
Chr.); 747, 4 (c. 350 v. Chr.); rjvQ^d-[ri] 720, A, 24 (321 v. Chr.). — tivgrirai KE. 35, 2 
(c. 350 V. Chr.). — rjvxHcn] CIA. 11, add. 57, b, 12 (362 v. Chr.). Die Lesart in dem 
letzten Beispiel ist zu korrigieren nach Bull. III, 501 A, 1. Riem. Rev. IX, 180. — 
Weckl. p. 33; Riem. Bull. III, 499; Herw. p. 53; Bamb. Jb. VIII, p. 204. Vgl. Moeris 
p. 161: Tiv^d/urjv (fta lov r ^AjTixois, 6id 6k toü i *ElXfirixcSs, — Lauteosach 
1887, 5. 



— 172 — 

— Aber sveQysnjxaat (Ende d. IV. J.). — Nach 300 v. Chr. kommt f/v- 
als Augment nicht mehr vor^*'^). 

15. Die Wörter auf av- haben fjv; in später Zeit erscheint auch 

16. Vom Verbum olxodofiSco findet sich viermal die augmentlose 
Form olxodofiijfiipoi, neben ü)xodo[iijfiSvoi, ÖKpxijfiivcop^ i^MxodofifjCev^ 

c) Das Augment bei Präpositionen. 

17. Von xaiatfxsva^o) begegnet einmal xava(fx€va<f[idvot^ neben 
xaT€ax€vaa(i€pa, avvsaxevaaiiivoav u. s. w.^*'*). 

18. Einmal erscheint B'^ixa^BV^ neben ^J^/raV^i^ '***). 

19. Ebenso findet sich einmal avv%qtriqdq%si == awBxqiriqdqxBi,^^^^), 

20. naqacnovdi(a hat Ttaqstfnopdfjxa (nicht naqfjifnövdtixa^^^^). 



1*31) a[v€qyäT]rix€v CIA. IV, 2, 574, e, 9—10 (321 v. Chr.); svegyerrixalai] ü, 283, 
10 (gegen 300 v. Chr.); €ve[^y]i[j]rixi[v] 211, A (302 v. Chr.); JiqoivxQ^atrixev IV, 2, 
624, b, 16 (171/169 v. Chr.). ßamb. Jb. XH, p. 46. Lauteosach 18S7, 5; 1899, 146lf. 

— Dazu unsere Note 1519. 

1*32) imv^rifjLivov CIA. H, 628, 30 (bald nach 86 v. Chr.); IV, 2, 630, b, 18 (c. 34 
V. Chr.) neben inriv^riaev IV, 2, 623, e, U (200/150 v. Chr.); rivku CIA. ü, 1234 (385 
V. Chr.). 1235. 1239—1244. 1246 (320 v. Chr.) u. s. w. Lautensach 1887, 5; 1899, 45. 

— Vgl. ivxovfirjv (von avx^ai) KE, 192, 1 (Thera, röm. Zeit). Brngmann p. 72. 

1*33) oixoSofxrigjLivoi. CIA. II, 807, c, 28 (330 v. Chr.); 808, d, 95 (326 v. Chr.); 
811, c, 6 (323 V. Chr.); 167, 59 (kurz nach 307 v. Chr.) — neben; i^tpxo^ofxrixiv IV, 2, 
169, b, 14 (333 v. Chr.); ^xoöoifjirifjL^voi II, 809, e, 55 (325 v. Chr.); 6i(^xrifÄi4]v[üyv\ 24ü, 
b, 22 (307 V. Chr.); [i^]^(^xo66firiaev ibid. 5; awipxoSojLirjTai IV, 2, add. 572, e, 15 
(IV. J. V. Chr.); ^^(pxrjasv II 314, 22 (285 v. Chr.); ^ttpxrjxaaiV IV, 2, 615, b, 17 (278 
V. Chr.); (pxovof^rifLtivtov II, 836, frg. q, 7 (270/262 v. Chr.); (^xovofxrixev 444, 20 (II. J. 
y. Chr.); 446, 17 (II. J.). — Unsicher, weil nur von Pocock überliefert („qui titulam 
pessime exscripsit"), ist die Form oixtovo/urixsv (sie) 329, 16 (vor 268 v. Chr.). — 
Doch oixovofjirifjLivüiV Bull. XIV, 413 f., B, 5 (c. 140 v. Chr.). — Riem. Bull. III, 501; 
Rev. IX, 85; Bamb. Jb. XII, 46; Lautensach 1887,4. 19; 1899, 35. 51. 164. 

1*3*) xaxaaxtvaafiivoi, CIA. 11,331, 27 (272/265 v. Chr.). — Sonst € vgl. [<f]i/v- 
eaxivaa/Liävcov 281, 6 (c. 300 v. Chr,); xarsaxemaev 314, 43 (285 v. Chr.); ina- 
axevaafjiivoi II, 807, c, 29 (330 v. Chr.); [xa]Tiax€Vttafiivajv 476, 43 (II.— I. J. v. Chr.). 

— am'xaxETaxjovTo II, 121, 12 (338 v. Chr.); avvx[aj]iaTriaev 161, 8 (c. 336 v. Chr.); 
avv6imoUfirio[iv] 331, 7 (270—262 v. Chr.). 

1*35) Kl^[r]af€j/ CIA. II, 835, a, 16 (320/317 v. Chr.). — I|»/Ta[(y^»?] 716, A, 13 
(nach 330 v. Chr.). Riem. Rev. IX, 86; Bamb. Jb. XII, 46; Lautensach 1887, 6. 

1*36) awTQiTjQdQx^i CIA. II, 809, c. 29 (in ^er Transscription €, 325 v. Chr.). 
Lautensach a. a. 0., neben iTQirjiQccQxsi] CIA. II, 1212, 3 (c. 350 v. Chr.); [av]v- 
€TQ[ir]QccQx . . .] II, 252, 1 (304 v. Chr.); ItQirjQaQXfi, mehrfach, II, 807, b, 51—66 (330 
V. Chr.). 

1*37) TiaQeanov^rjxoras CIA. 11, 332, 32 (271/265 v. Chr.). — Aber nagrivofjirifiivov 
(Inschr. aus Mylasa) DS. 95, 38 (355 v. Chr.). 



— 178 — 

21. dvaX6(ja läfst das Augment erst hinter der Präposition antreten: 
dvijXooaa, ävijXcoxa, ccp^kco(jf,ai^, dpfiXcov^rjv^*^^). So auch bei doppelter 
Zusammensetzung: nQoavTJXaxfsv ^ ngotfavijXcoGep^*^^). Augmentlose 
Formen {dvdXcacfa) kommen nicht vor^**°). 

22. dtpirjui hat im Imperfekt dcplsi, nicht ^(pisi^**^), 

23. xad'i^dvü) zeigt im I. Jahrhundert v. Chr. das Augment vor der 
Präposition: nccqexad-i^avov (69 — 62 v. Chr.) ^***). Für die klassische 
Zeit fehlen noch Belege. 

24. Fär das doppelte Augment bei dvoQ&oco etc. mangeln einstweilen 
Belege ^^^% 

25. TVQo geht nur in der altern Zeit mit dem Augment Krasis ein. 
Im III. — I. J. V. Chr. wird immer nqos- geschrieben "**). Vgl. oben 
§ 24, 7 das alte Wort (fqovqaqxoq mit dem erst im IV. Jahrh. auf- 
tretenden TiQoedqoi. 

26. Zu d^cpKfßfiT^d) erscheint '^ficfsaßijrovp^^*'^). 

27. Zu XQV erscheint (einmal) /g^v^**®). 

d) Verschlepptes Augment. 

28. Vereinzelt sehen wir das Augment aus dem Plusquamperfekt ins 
Perfekt, aus dem Indikativ ins Partizip oder in den Konjunktiv und aus 
dem Verbum ins Nomen eindringen: ^QijQfiivot (400 — 350 v. Chr.); 



^''^) avriXtaaav CIA. I, 181, 1 (415 v. Chr.); 188, 1 (410 v. Chr.); av^ltoxtas II, 
444, 18 (Auf. d. II. J); ttvriXüi[fi\ivov 834, 12 (350/300 v. Chr.); avifXcoTat add. 834, b, 
I, 41 (329 V. Chr.); dvrilüi&riaav 766, 64 (340/338 v. Chr.); dvrjXto&ri add. 834, c, 20 
(nach 329 v. Chr.). — Weckl. p. 33; Ilerw. p. 44; Riem. Rev. IX, p. 85 f. — Vgl. 
Moeris p. 23: dvrjXtofxivov ^AnixdSg, avaX(Ofj,ivov ^EXXtjV Axtjg, — S. noch 
Lautensach 1899, 30 f. 

J439) TtQoavnXfaOiV CIA. 11, 379, 3 (karz nach 229 v. Chr.); iiQoaavriXtoaiv 613, 11 
(298 V. Chr.); 373, 7. Riem. Rev. V, 162, Anm. 5. Lauteosach 1887, 6; 1899, 30. 

1440) dvaXüioa dialektisch, Amorgos, Bull. VIII, 450, 16 (III. J. v. Chr.); auf Delos, 
BuU. 14, 389ff., Z. 114. 116. 117 (279 v. Chr.). 

1441) difUi CIA. II, 306, 15 (c. 287 v. Chr.). Lauteosach 1887, 5. 

1442) TittQSxa&CCavov CIA. II, 470, 22 (69/62 v. Chr.). Lautensach 1887, 10. 
144^) Belegt aus Mykonos: i7irjV(OQd^(6&7i DS. 615,4 („Macedonicae aetatis"). 

1444) 7iQo{v)ßovXeva6v CIA. II, add. 57, b, 16 (362 v.Chr.); ngovnefiypB KE. 39, 32 
(IV. J. V. Chr.). — 7iQo^[ßovXivaiv\ CIA. II, 230, a, 7 (nach 336 v. Chr.); TtQoiXaßsv add. 
834, b, I, 11 (329 v. Chr.); 7TQO€6dvet[a€v] IV, 2, 252, d, 14 (vor 300 v. Chr.); nQoiati] 
IV, 2, 014, b, 54 (307/286 v. Chr.); II, add. 453, c, 15 (IL J. v. Chr.); 465, 34 (H. J.); 
TiQoevo^&r] 467, 78 (I. J. v. Chr.); 470, 36 (I. J.); ngoezQ^xpavro 628, 21 (L J.); ngo- 
inefxxpctv 467, 9; 479, a, 7 (I. J.); ngoiaraTriatv IV, 2, 630, b, 14; nQOfßdXsro ibid. 29 
(c. 34 v. Chr.). Lautensach 1887, 6; 1899, 126 ff.; Riem. Rev. IX, 58. — VgL Moeris 
p. 276: 7iQovjQ€\p(V, oif ngoirgeipsv. Vgl. auch Schweizer p. 100 f. 

1445) ^iu(fi(yßl^Tovt>] CIA. II, 1645, a, 14, (400/350 v. Chr.). 

1446) [6] fxkv TJvi^avev, oU XQVV CIA. II, 4311, 1 (IV.— I. J. v. Chr.). 



~ 174 — 

sltfvtixoTa (408 v. Chr.); ävtiXuidagy avfiXddfad^v (ü. J.); €l(fdfi€Pog 
(I. J.); äv^XioiAa (IL J.)'**0- 

e) Reduplikation"**). 

29. Redupliziert werden von Verben, welche mit Muta cum liquida 

beginnen, diejenigen auf xq, yg, XQ^ ^Qi ^^» 9^^» ßQ^ ^?» ^^ ^***)' Aus- 
nahmsweise begegnet einmal die Form negisnXiyfiiya (c. 306 v. Chr.) "^®). 

30. Nicht redupliziert werden die Wurzeln mit yi^: sypioxa^*'^^). 
Für ßl, r'X fehlen noch Belege""). 

31. Es heifst stJxiK^cci, nicht «IVx^jiia* "'^*). 

32. Reduplikation begegnet ferner in fii[AVfi[Jbai, xixtfifia^^ ni- 

§ 65. Präsensstamni. 

Verba contracta. 

1. Schon auf den ältesten Denkmälern zeigen die Yerba contracta 
zusammengezogene Formen: vB{t)(Sd'€ (Poesie, VII.— VJ. J. v. Chr.), TsXfr{x)Py 



1**^) avvrjQrjQ/u^voi CIA. 0, 813, B, 7, luscbrift der athenischen Amphiktyonen 
über Delos (viell. vor 400 v. Chr.); [avvri]o[riQ]/uivoi 820, 4 (c. 350 v. Chr.); elarrixoTa 

I, 324, c, 1, 19 (408 v. Chr.); av^kojfÄU Il/595, 12; 624, 5 (II. J.) (s. dazu Schweizer, 
p. 174 Anm. 3); dvrjXojaag 594, 16 (II. J.); avrjXwaoDaiv 595, 4 (11. J.); daafdsvos Bull. 
V, 262 (I. J.). Riem. Rev. V, 168; Herw. p. 44; Lautensach 1887, 6f. 19. — Die 
gleiche Erscheinung in Lebadea DS. 540, 34 dvrjXtofiaaiv (röm. Zeit); Smyrna DS\ 
171, 58 dvrjJiojfia 246/226 v. Chr.). — ii^csi CIA. N, 3004, 2 G,bonae aetatis*) wird 
nicht mehr als eine Voraasnahme des ei der zweiten Silbe sein; {eraer ^tai6ov/^€Vos 
m, 1155, 17 (Ephebe, c. 200 n. Chr.), bei Dieterich p. 214. 

1**8) Vgl. Lautensach 1899,96—118. 

1449) Wir geben die Beispiele nach Lautensach 1887, 18: TiQoaxexQov/uiva CIA. 

II, 270, ß, I, 14. 20 (nach 320 v. Chr.); nsgiXsxQvawf^^vai 652, ß, 36 (398 v. Chr.); 
yiyqafjLfiiva I, 32, A, 12 (435/416 v. Chr.); ^lanfngiafiivoig IV, 2, 834, b, II, 92 (329 
V. Chr.); ixnsnXsvxoTcc II, 794, b, 41 (356 v. Chr.); üvfi7t[€](pla(oyafÄ[^]nt 678, B, 16 
(378/366 V. Chr.); xar a߀ßQ(Of^ivog IV, 2, 834, b, II, 98 (329 v. Chr.). Dazu kommen: 
Tergunriiiiva CIA. II, 778, B, 7 (350/300 v. Chr.); (SwiiaiXaa[iivri\ II, 701, I, 61 (344 
V. Chr.); awr^d^laOfiiva IV, 2, 767, b, 21 (332 v. Chr.). 

1450) SoQcina fitXQcc dgyvQlä . . . 716]qI tcv riXov 7r£g[i]€nXi[yf^ivd] CIA. II, 735, 
30 (c. 306 V. Chr.). 

i**i) xajsyvcSa&ai CIA. II, 65, 13 (bald nach 357 v. Chr.); 205, 7 (vor 320 v. Chr.); 
dviyvtoxBV 407, 14 (Ende d. III. J. v. Chr.). Lautensach 1887, 18. 

"62) In andern Dialekten ^ßXacpa, vgl. IßXafjLfiivoig DS. 510, 84 (86 v. Chr.). 
Ephesos. 

1**3) nuQiaxniai CIA. II, 302, 37 (293 v. Chr., Ehrendekret). Über elaxrjfAut 
s. Schweizer p. 171. 185. 188. 

1*5*) Lautensach 18S7, 18. fiifivr]v[jtti] CIA. IV, 2, 15 c, 4 (387 v. Chr.), etc. 
6 X . EXTYiiuivos (sie) To fiiiqov (nach Fourmont) II, 476, 2 (11.— L J. v. Chr.); vgL 
xexrrjfiivoi III, 38, 5 (Brief des Hadrian an die Athener) ; ixnanttoxoai 54, b, 20 (363 



— 175 — 

fjn(t»o{v)p, fiiffd^ot, [Aicf»o{v)vra (570-560 v. Chr.)^*"). Offene Formen 
begegnen, wenn wir von den einsilbigen auf -f« abseben, nur einmal in 
Prosa in änot^iyhip (330 -300 v. Cbr.)^*"j. 

2. Verba auf -a«. Der Infinitiv Akt. hat kein Iota prosgegram- 
menon: dgav (vor 456 v. Cbr.), iäv (445 v. Chr.) u. s. w.'*^^) 

3. Verba auf -^o). Für xqri(S&ai findet sich seit dem IL Jahr- 
hundert die Form XQüidd-m^^^^), — Als Imperativ von f^r erscheint in 
der Poesie auch f^t?-*^**^). — Für flrjii^v (nicht a(ifjx€tv) spricht die 
Nominalform (JiAfjfAatocpogstov (nicht (ffiiiyfiavotpoQstoy), für tp^y (nicht 
xpqX^iv) spricht xpriaxog (nicht ipti^Togy^^^). 

4. Verba auf -««. Die Form i7tifji,sXoviia& 'ist von 380 v. Chr. 
an fast einzig üblich. Von 380-30 v. Chr. verhält sich: 

Über das Alt- und Mittelattische kann, wegen der damals üblichen 
Orthographie, E=€ und ei, 0=^o und or, ein Urteil nicht abgegeben 
werden. 

5. Von den einsilbigen auf -sio kontrahieren in mehr als zweisilbigen 
Formen auch in ov {xaTa)da) (= binde), neben offenem dico, wonach 



V. Chr.), etc. — In deo Dialekten (Mylasa, 361 v. Chr. ; Zelea, c. 325 y. Chr.) ixrri' 
fiivog, vgl. DSi. Iudex p. 784. 

i«6) CIA. IV, 1, b, 1, a, Z. 2 oixe(J)v, 3 T[fA]f(r)y, 4 fjii[a^]o{ij)v , 5 [liClad-ol, 
6 iu\ia&o{v)vtoi (570/560 v. Chr.). — ve{r)ad^e CIA. I, 463, 5 (VII.— VI. J.). 

i«6) anoaiv^stv CIA. II, 834, 27 (330/300 v. Chr.). Lautensach 1887, 11. 

i«7) SoHy CIA. IV, 1, a, 2, c, 11 (vor 456 v. Chr ); iav IV, 1, a, 27, a, 49 (c. 445 
V. Chr.); I, 31, A, 10 (444/440 v. Chr.); 40, 19. 20 (424 v. Chr.); vixav IV, 2, 554 c, 6 
(Aof. d. IV. J ); oQäv II, 1054, 91 (347 v. Chr.); n/uSv KE. 65 (IV. J.); oQav KE. 85 
(IV. J.) etc. Riem. Rev. V, 171; IX, 87; Lantensach 1887, 25. S. noch Brugmann 
KZ. 27, 197; Solinsen 29,75. 

i«8^ XQnad^ai CIA. I, 32, A, 31; B, 14. 17 (435/416 v. Chr.); H, 476, 10. 25, vgl. 
Z. 18. 67 (I. J. V. Chr.), etc. ~ /^a[(T^«t] IV, 2, 623, d, 24 (200/150 v. Chr.). ij ist 
urgriechiscb, vgl. kretisch XQi^ua = XQ^f^u etc. Lantensach 1887, 11. Vgl. Schweizer, 
p. 175. 

^*^^) ffl^)* CIA III, 1355 (Kaiserzeit). 

A460) af^r}fÄajo[q]oQ€Tov CIA. II, 731, B, 14 (nicht vor 307 v. Chr.). Riem. Rev. 
IX, 65; af^rifiajoiarixr}] CIA. II, 720, B, I, 44 (nicht vor 320 v. Chr.). — AnOYHZTA 
= dn6if/r}aTa („abgestrichen") CIA. II, 476, 21 (11.— I. J. v. Chr.), nach Domaszewski 
Arch. epigr. Mitt. aus Östr .-Ungarn X (1886) p. 244. 

1461 j J\ach Lautensach 1887, 19, der für iTtififXsta&ai, inifisXettat, in^/ueXovvrat, 
Ins/LieXslTO einzig aus dem IV. Jahrb. 25 Stellen beibringt. — Die Stellen mit blofsem 
€ sind i;iifiÜ€Tat, Inifxaeo&ai CIA. II, 186, 26. 31 (322 v. Chr.); IntW^Xia^tü 2, 674, 
b, 28 (bald nach 300 v. Chr.); avvsTH/ueXofi^vov IV, 2, 477, d, 4 (Anfang d. I. J. v. Chr.). 
— Riem. Qua rat. p. 31; Bull. III, 496; Herw. p. 52 (zu berichtigen); Riem. Rev. V, 
168; Lautensach a. a. 0. 



— 176 — 

auch xaiadea}^^*) and, indem s weiter sich ausbreitete, im Ronjanktiv 
difi, difivai^ diwyTa& and auch iddovro^*^*) und (xava-, ano-^ äva-) 
^(ü (r= schabe) ^***) ; für fw (= siede) fehlen einstweilen noch die Belege. 
Nur in s& kontrahieren diejenigen mit Stamm auf -EY: nkita, q^os^ Sita 
(= fehle) !*•*). 

6. Verba auf -o«. Der Infinitiv endigt auf -ovy (nicht -oZy). 
Die 3. P. Sing. Ind. (Konj.) hat -oi; einmal indessen, auf einer Inschrift 
von Eleusis, wo o& und « mehrfach verwechselt werden, (yr«yavc5^***). 

Verba auf -dvoa. 

10. Von Verben auf -dvia lassen sich aus dem V. und IV. Jahrh. 
nachweisen: Xafißäyco, Xayidvia, zvyx^^^*^^)' 

11. Neben Isino) begegnet seit der Mitte des IV. Jahrhunderts Jl»/L^ 
TraVw^***). 

12. Das V. Jahrhundert schreibt xad-i^w (l Stelle); im I. J. v. Chr. 
wechseln xad^i^co und xad'i^dvo)^*^^), 

13. Für av^dpco findet sich (IV.— I. J. v. Chr.) nur «5?«"^«). 



^^^) xtxraäb) io 73 ßeispieleo anf den Def., wozu noch 5 weitere bei Ziebarth, 
die ältesten 101, 3. 6. 7. 8. 10 (gegen 380 v. Chr.); 100, a, 4 (360/330 v.Chr.) — 
xaraSit 111, 4; xaraJovfiev 77, a, 1. — Daneben Jita Def. 88, a, 5 nnd das danach 
ausgeglichene xma^im 64, a, 1. 13; 70, 2; 81, 1; 104,8; 107, a, 3 (2mal); 140, a, 
1—2; 159, a, 1. b, 6; xaiaSrifa 70, 1. 4. 5. 6; Ziebarth 18, 1; 19, 1. Vgl. auch Riem. 
Rev. V, 167; Lantensach 1887, 11; K.-Bl. U, 138 und zur Erklärung (auch für die 
folgende Note) Solmseo, KZ. 32, 527. 

i*«3) TiQogdiei (= -rj) CIA. D, 809, b, 32 (325 v. Chr.). Belege für J^j, JÄyra* 
8. oben S. 46 N. 312; für Sitayrai^ kSäovio ebd. IN. 330. Vgl. dazu Schweizer p. 174 
Fufso. 1; K.-B1. 1 214 Anm. 6. Über ngogMiai (Konj.) s. oben S. 166 N. 1400. 

^^ x«iax[oo\ifTi (der Raum reicht nur för zwei Buchstaben) CIA. 1, 324, c, 61 
(408 V. Chr.); ano^ovöt H, add. 834, b, II, 42 (329 v. Chr.); ävaliiv II, 167, 72 (kurz 
nach 307 v.Chr.). — Weckl. p. 32; Cauer p. 422; Bamb. Jb. Vm, 210; Lautensach 
1887, 11. — Anderwärts (Lebadea) dvaUorvT^S. 540, 123 (röm. Zeit). 

^*ö*) Beispiele bei Lantensach 1887, 11. 

i*ö«) Vgl. oben Note 1455. Dazu fxia^ovv CIA. IV, 1, b, 53, a, 29. 37 (418 
v. Chr.); CIA. IV, 2, 574, c; ßtßatovv II, 1058, 22 (350/300 v. Chr.); ateifavovv 619, 
18 (220/200 V. Chp.); y7ia]vtaovv 476, 15 (100/50 v. Chr.). Lautensach 1887, 25. — 
aT€(fav^ 12 (c. 347/334 v. Chr.). Von Formen auf -ol sind überliefert: Cv^oZ (Ind.) 
KE. 38, 1 (IV. J. v. Chr.); arapavol (Ind.) CIA. IV, 2, 179, b, 64 (325 v. Chr.) ; cfiyXot (Ind.) 
KE. 880, 1 (IV. — in. J. v. Chr.), um voreuklidische Beispiele zu übergeben. 

1*87) Lautensach 1887, 10. 

i*«8) vnoXi,[x[7i]avHV CIA. II, 610, 12 (350/300 v. Chr.); hBXlfinavtv Mitt. VII, 
p. 371 (346 V. Chr.). Lautensach 1887, 10. 

1*89) xad^C^r^ CIA. IV, 1, a, 22, a, c, 22 (450/446 v. Chr.). — naqsxa&lCocvov UA. 
II, 470, 22 (69/62 v. Chr.); nagaxa^tCdvojv 467, 85 (100 v. Chr., Datierung nach DS. 
521). — [n]aQaxa»(Co}V 471, 63 (um 70 v. Chr.); 482, 19 (39/32 v. Chr.). Nach 
Lautensach 1887, 10. 

i«70) Laateniach 1887, 9, Nr. 6. Aber av^avitto CIA. 111, 23, 39 (Kaiserzeit). 



— 177 — 

14. An Stelle von Icsctujbi, erscheint seit der Raiserzeit auch 
iöTa^cü**^^), von nagidtfuii nagaaTCcvco^*''*), 

Verba auf -(Txa). 

15. äpaXoco und dvaXlaxo) wechseln im V. Jahrhundert; vom lY. Jahr- 
hundert ab begegnet nur noch die letztere Form^*^'). 

16. Als Partizip zu (pTjiil dient schon im V. J. v. Chr. fpäcfxoov^^'^*). 

17. yiypcoaxco hat kein Iota prosgegrammenon, wohl aber ^vycfxo) **"). 

Einzelnes. 

18. dvvTO) ist nicht überliefert, dafür erscheint in der Poesie des 

IV. Jahrh. v. Chr. dvvco (ävvco) ^*^^). 

19. äQfiÖTTco ist die allein übliche Schreibung; a^/LioCo) findet sich 
nirgends**"). 

20. Yiyvoiiai,. Bis 292 v. Chr. schrieb man zu Athen ylyvoiAai, 
von da an yivoiicci,. In der Kaiserzeit sind beide Formen gebräuchlich. 
Hinsichtlich der Häufigkeit der einen und andern Schreibweise ergeben 
sich folgende Proportionen**^*): 

1*") lajavofiivog CIA. IV, 2, 630, b, 26 (c. 34 v. Chr.); na^iaravovrog &vgia%a 
jov lafiCov EA. 1884, 167—8, 13 (48 vor — 117 oach Chr.). 

1*72) naQaajttviTO} Mitt. 19, 249 ff., Z. 75 (230—40 v. Chr., auf der auch sonst 
auf fremden Ui'spruDg deutende Erscheionogen enthaltenden lobakcheninschrift). 

1*73) avalovv CIA. I, 55, c, 3 (415 v. Chr.); ä[n]avaXCaxriTai 32, A, 26 (420/416 

V. Chr.). — Im IV. Jahrh. nur dieses: avnXiaxofjiivtov II, 54, b, 29 (363 v. Chr.); 158, 

3 (356/353 v. Chr.) etc. — Bamb. Jb. VlII, 209; Riem. Rev. V, 160; Lantensach 
1887, 10. 

1*74) (paaC CIA. I, 40, 48 (424 v. Chr.); tpdaxovaa 38, e, 6 (424/420 v. Chr.). 
Lauteosach 1887, 10. 

1475) püp yiyy(oaxa) Vgl. uuten Nole 1479. 

ld']vtit[axov] Poesie KE. 28 „verbum ^vri^axo) certam est" (IV. J.); d^vijaxoi 
CIA. II, 2477, 9. 13 (Poesie, Anf. d. makedou. Zeit, wegen yfyvofiat)-, ^ijax€i H, 2494, 

4 (IV.— I. J. V. Chr.). Vgl. Etym. Mag. 482, 29: &v^ax(ü, fiifiVT^axa), JiSv/nog x^9^S 
JOV t . . . Tj fiivToi nagci^oais ?/€* t6 t. Weckl. p. 46; Usener, FL Jahrb. 91 (1865), 
245ff.; G. Meyer p. 186; Lauteosach 1887, 10. 

1*76) fiy{,a, KE. 89, 9 {IV. J. v. Chr.), Lautensach 1887, 9. 

1*77) [aQfn]6TT€ad^ai CIA. IV, 1, a, 2, 16 (vor 456 v. Chr.); ägfiortovaag, agfior- 
Tovu, avvaQ/jioTTovaij awaQfionovTag D, 1054, 38. 58. 61. 62. 84 (347 v. Chr.); 
ccQfioTTovaag IV, 2, 1054, b, 28 (c. 350 v. Chr.); agfiotronag ibid. 92; -ag 104; 
aQ/uoTToviag IV, 2, 1054, c, 11. 62. 86; 1054, d, 8; lü54f., 23 (gleichzeitig); agfior- 
TovTag 167, 72 (nach 307 v. Chr.); agfioirov 469, 78 (I. J. v. Chr.); 470, 55; Riem. 
Rev. V, 160; IX, p. 90; Lautensach 1887, 12. Aber in xotvrii s. Schweizer p. 176. 

1*78) Von 445— 292 V. Chr. : 

yCyvofiai CIA. IV, 1, a, 27, a, 44 (445 v. Chr.); IV, 1, b, 35, b, 25 (440/432 
V. Chr.); I, 40, 8. 15. 16. 30 (424 v. Chr.); 51, 8 (421/413 v. Chr.); 56, a, 6 (412 
V. Chr.); IV, 1, a, 185, B, 49 (412 v. Chr.); I, 59, 24 (410 v. Chr.); IV, 1, a, 61, a, 19 
(409 V. Chr.); II, add. 1, c, 24 (399 v. Chr.); 11, 9 (394/387 v. Chr.); 17, A, 72 (387 
v. Chr.); 815, 7 (c. 373 v. Chr.); 51, 39 (363 v. Chr.); 793, 8mal (357 v. Chr.); 794, b, 

MeisterhaoB, Grammatik. 3. Aufl. 12 



- 178 - 

von 445 — 292 v. Chr. ylyvoiiak : ylpofiai, = 44 : 
„ 290—30 „ „ ylyvofiai : yipoiicei = 1 : 32 
in der Raiserzeit ylyvo(iai : yivofiai, = 3:7. 

21. yt^yvciatiia. Die Schreibweise mit yv läfst sich verfolgen bis 
325 V. Chr. In der Kaiserzeit wechseln v und yv^^"^^). 

22. dvofjbai, nicht dvvco, heifst untergehen ^*^°). 

23. id-iXia, nicht d^iXu), ist bis zum Ende des IV. Jahrh. die 
Schreibweise der att. Inschriften. Seit 250 v. Chr. taucht &sX(a auf '**^). 

24. xaiw, xao). Die erstere Form scheint in zwei Inschriften des 
V. Jahrhunderts vorzuliegen ^****). Für die letztere fehlen noch Belege. 



3 (356 V. Chr.); 1055, 25 (345 v. Chr.); 1423, 3 (400—350 v. Chr.); 173, 11 (340/332 
V. Chr.); 741, ß, c, 11 (334/329 v. Chr.); 203, 24 (330 v. Chr.); add. 834, c, 9 mal (nach 
329 V. Chr.); 809, c, 83 (325 v. Chr.); 811, c, 122. 145 (323 v. Chr.); 1059, 8 (321 
V. Chr.); 1137, 8 (nach 303 v. Chr.); add. 302, b, 9 (294/292 v. Chr.). 

Von 290— 30 V. Chr.: 

yiyvofiai nttQayiyvofjLivo[ig\ CIA. IV, 2, 318, c, d, 6 (nach 281 v. Chr.). 

yCvofiai CIA. II, 307, 35; 381, 23; add. 453, b, 19; 466, 10. 16; 467, 33. 81; 
471, 53. 54. 90; 476, 34; 478, ab, 17; 481, 18. 21; add. 489, 32; 624, 40; 626, 4; 
629, 8; 630, 10; 482, 20; IV, 2, 614, b, 30. 43 (294/83 v. Chr.); 591, b, 10. 14 (Zt d. 
Antigonos Gonatas) ; 619, b, 24 (220/17 v. Chr.); 623, e, 7. — Auch die Def. bieten 
yCvov 90, a, 5; b, 3; yCvria^ai, 90, a, 6 (III. J. v. Chr.) — yCvtovttti CIA. IV, 2, 630, b, 
40 (c. 34 V. Chr.). 

Aus der Kaiserzeit: 

a) yCyvofiai CIA. HI, 48, 43. 45; 1423, 12; 1424, 24. 

b) yivo/jiai 2, 12; 5, 30; add. 34, a, 2; 49, 2; 56, 8; EA. 1884, p. 169—70; 
AG, V, 105, Z. 33 (26 n. Chr.). — Weckl. p. 56; Herw. p. 46 f.; Lautensach 1887, 9; 
1899, 62 ff. 

1*79) xaj[ayi]yv(o[ax6vTm'] CIA. IV, 1, b, 34 (p. 63), a, 11 (nach 444 v. Chr.); «w- 
yfyvcDOxsv Mitt. VII, 368 (loschr. der attischen Klerochen auf Samos, 346* v. Chr.); 
[ajvravayiyvtoaxofiivcDV CIA. II, 61, c, 27 (357/352 v. Chr.); xatayiyv(uax6vT(ov 809, b, 
9 (325 V. Chr.). In der Kaiserzeit: ysivaiaxto CIA. HI, 36, 4 (117/138 n. Chr.); yiyvcj- 
axete 48, 27 (305 o. Chr.). Dies sämtliche aus den att. Inschr. zu erbringenden Belege. 
Lautensach 1887, 10; 1899, 66 f. Hecht II, p. 16. 

1*80) Svofiivov CIA. II, 600, 11 (300 v. Chr.); 780, 7. 16 (c. 300 v. Chr.); 781, 12 
(c. 300 V. Chr.). Lautensach 1887, 10. 

1*81) idilr^ CIA. IV, 1, a, 1, A, 41 (500/450 v. Chr.); — d^ür^ IV, 1, a, 1, C, 16 ist 
unsicher; — i^ikoviUg] IV, 1, a, 51, e, 12 (410 v. Chr.); ^^^iwa[t] I, 61, 16 (409 
V. Chr.); iailovrog EA. 1883, 169—170, 13 (V. J); i&a(o[at] CIA. IV, 2, 584, c, 16 
(325 V. Chr.); Mitt. VIII, 216 (325 v. Chr.); CIA. II, 274, 9 (c. 300 v. Chr.). Nach 
Lautensach 1887, 9. — Dazu die Eigennamen: ^E&slovaiog CIA. I, 432, 19 (c. 464 
V. Chr.); 'Ed^sXoxQccjovg II, 804, A, a, 10 (334 v. Chr.); ^E^iXav^Qog 444, I, 86 (H. J. 
V. Chr.). — ^nr^ erst CIA. II, 402, 15 (250/200 v. Chr.). Vgl. Thom. Mag. p. 172: 
rid-ilrixa ^Aiiixol Xiyovüiv anb xov id-iXo), i&eXrafo, rid-iXrjxa, to Sk 
TBd^iXrixa IdXe^av^QSCjrixov, äno rov &^Xa) xavoviiofiEvov. 

1*82) {xa)ioi^i)v(o(v) CIA. I, 9, 17 (464/457 v. Chr.); -noxa^ovit U, 670, 39 (c. 403 
v^ Chr.). 



— 179 — 

25. oIxtIqco hat *, nicht et (nlxTsigo))^^^^), 

26. aqi^co zeigt Iota subscriptum ^"*), ebenso a^iy^w Jw**^^). 

27. Neben xazadia) bieten die Defixionen auch xavaäld'^iAi^^^^) und 
xaTadfjpvco ^*®'^). 

§ 66. Fatarstamm. 

1. Von den mehrsilbigen auf -i^a) wird, mit Ausnahme einer ein- 
zigen, nicht ganz gesicherten Stelle ^*^^), das Futurum immer auf -^cS, 
-Loviiai gebildet ^*^®). Besonders hervorzuheben sind ö"«« und xa&tsXv 
(von xad'i^tay^^'^). 



1483) oXxtlq' CIA. IV, 1, a, add. 477, c (VI. J. v. Chr.); oixrigag I, 463, 2 
(Vn. — VI. J. V. Chr. Über die Zeitbestimmaog s. Schütz, p. 28 und 29); otxriQOV 

IV, 1, b, 477, h, 3, p. 112 (VI. J. v. Chr.). Vgl. altthessalisch [x]aToixT£Qag Meister 
p. 296. — Kirchhoff, Monatsber. d. Berl. Aitad. d. Wiss. 1872, p. 237 ff.; Herw. p. 60; 
ßamb. Z. f, G. XXVIII, 621; Jb. HI, 5; Jb. VIII, 210. Lautensach 1887, 11. 15. 

1484) a^Ce CIA. I, 397, 4 (vor 444 v. Chr.); a^^€] KE. 771, 3 (400/350 v. Chr.); 
^(^^ofi^vriv CIA. II, 793, h, 5 (357 v. Chr.); "AvaatpCoiinivotg) 972, 7 (oach 357 v. Chr.); 
2:(pC[ovaav] 811, a, e, 18 (323 v. Chr.); 2:(pCovaa 812, a, 20 (323 v. Chr.); «[7roa](jjCo- 
f^ev . . 268, 13 (307/300 v. Chr.); atpCovrai 564, 4 (c. 300 v. Chr.); a(piovaiv 332, 35 
(271/265 V. Chr.); a(pCovjai. 574, e, 21 (231 v. Chr.); lo]ü)Cofi^vag 421, c, 11 (200/150 

V. Chr.); acpCoig 1336, 6 (200/150 v. Chr.); l\4va]a(pCo,uivoig CIA. II, 975, IV, 3 (160 
V. Chr.); a(^Cotg II, 1336, 6 (1. Hälfte d. H. Jahrh. v. Chr.); Weckl. p. 45; Curt. Verb, 
p. 170; Riem. Rev. V, 169; Bamb. III, 5 und VIH, 210; Lautensach 1887, 12. JNoch 
1889 wollte Scarborough^ Transactions of tbe American Philological Society XX 
p. Vff. bei Andokides aiuCfo in den Text setzen! — Die Orthographie ohne Iota be- 
gegnet nur CIA. IV, 1, b, 373, 109 ... ofusvog acoC . • neben der unattischen Form 
xovQcc (VI. J. V. Chr.). — Sonst erst seit dem Anfang d. I. J. v. Chr.; acoCofi^vovg 
CIA. II, 467, 89 (100 v. Chr., Archon Medeios). 

1^85) Si(f)no^a&€l Witt. IX, 291, HI, Z. 46 (200/150 v. Chr.). 

1488) xaiaSC^Tifxi 42, 1; 55, a, 16, sicher nnattisch xaM^rjfii 74, 1. 5. 6; xccra- 
dCdrifjLi- Ziebarth 17, a, 4. 8; b, 1. 3. 

1*87) xaiaörivviü 75, a, 1. 2. 3. 4. 6. 8. 9. 11; b, 1. 6. 8. 11, xaiaösvvlfo] 94, 2. 

1*88) 7ieQ[i]ivx€VTQCaeiy die letzten zehn Buchstaben sind heute nicht mehr leserlich, 
fi€QislT(ti, xakvnTrjQ[i]H CIA. II, 167, 62. 71 (kurz nach 307 v, Chr.), wozn Herw. p. 69; 
vgl. ßamb. Jb. VHl, 208. Aus der Poesie xofJtlOEa^ai KE. 95, 7 (HI J. v. Chr.). 

1*89) Vgl.: knixpriifu'ü CIA. IV, 1, a, 27, a, 10 (445 v. Chr.); yo^taJ IV, 1, c, 42, 20 
(423 V. Chr.); [lm\p\ri(f>io} I, 57, a, 28 (411 v. Chr.); axQWfxaiul II, 1054, 9. 10 (347 
V. Chr.); koyisia&at, [xpricplisiad-ai 578, 13. 15 (350/300 v. Chr.); oQtovaiv IV, 2, 572, 
e, 7—8 (Mitte des IV. J. v. Chr.); xofitel IV, 2, 1054, g, A, 11 (338/323 v. Chr.); avv- 
aymtovvica 609, 14 (324 v. Chr.); xofiiov[vTai IV, 2, 373 g, 24 (c. 322 v. Chr.); 
XciQiovvrai II, 251, 26 (307/300 v. Chr.); \xo]fjLiovvtai IV, 2, 614, b, 73 (307/286 
V. Chr.); Gvvaywviovfxiviovg] II, 323, 12 (277 v. Chr.); awtpQovndv IV, 2, 624, b, 18 
(H. J. V. Chr.); xofAiovVTav ibid. Z. 21; xofjnovvT\ai] II, 387, 13 (250/200 v.Chr.); 
xofAtovvTai 621, 22 (c. 2ü0 v. Chr.); 438, 8 (200/150 v. Chr.). Dazu die in der voran- 
gehenden Note genannten zwei Beispiele. — Herw. p. 69; Riem. Rev. V, 179; IX, 89; 
Bamb. Jb. VIII, 208; Lautensach 1887, 17; Dieterich p. 244. 

1*90) (Tcüw CIA. I, 2, B, 7 (vor 456 v. Chr.); vgl. Weckl. p. 32; ßamb. Z. f. G. 
XXVIH, 26; Bamb. Jb. VIII, 210; W. Schulze, q. e. p. 397 (von awa^w). — xa&uZ 

12* 



— 180 — 

2. Die Verba auf -d^o) haben im Futurm -acr«: iqydasTai^ atB- 
ydaetj ^oäast^^^^^). Auch Gxsvd^a) bildet bis ins IL Jahrh. v. Chr. sein 
Futur sigmatisch. Erst etwa von 300 an findet sich auch öxsvm^^^^). 

3. iXco von elaivco begegnet bereits um 464 — 457 v. Chr. ^*^^). 

4. Das Futur von xaAw, zsloo ist bis ins III. Jahrh. dem Präsens 
gleich. Seit dem IL Jahrh. erscheint auch die Form mit Sigma"^*). 

5. Für die Futurform x^o) spricht der Aorist sxscc s. § 67, 9. 

6. ripco hat im Futur Tf^cro)^*®^), ii>iyvv[ji,t (jlsI^co^*^^), €X(a ^S« 
(nicht cr/^Vw) ^*^^). 



CIA. IV, 2, 1054 g, A, 5 (338/23 v. Chr.); xa&ullv] U, 308, 13 (290/288 v. Chr.). — 
Vgl. Caaer p. 416 ff.; Lautensach 1887, 17. 

1*91) Riem. Rev. V, 179; Lauteosach 1887, 17; inegyaösrai, i^SQydaoinai CIA. 
II, 1054, 63, 94 (347 v. Chr.) etc. — xaraGxsyaast 167, 52. 61 (kurz nach 307 v. Chr.); 
^odoBi 841, 14 (um 300 v. Chr.). 

1*92) iniaxevdaei CIA. II, 167, 46 (kurz oach 307 v. Chr.); xajaaxevdaovat 403, 
32 (in. J. V. Chr.); /neraxmccaxevdaovreg 404, 32 (150/100 v. Chr.). — xaraaxsväv 
CIA. n, 383, 10 (306 v. Chr., nach Wilhelm GGA. 1898, 234, auch noch auf einer an- 
veröffentiichten Inschrift); xaTaax[iv]ü}VT£g 595, 18 (200/100 v. Chr.); xaTaax€vdiai[v] 
405, 5 (c. 150 V. Chr.); [u6Taxaj]ttax€v(üaiv 404, 14 (150/100 v. Chr.). — Herw. p. 69; 
Bamb. Jb. VIU, 208. 

1498) l^aw CIA. I, 9, 27 (464/457 v. Chr.); IV, 1, a, 27, a, 4 (c. 445 v. Chr.). 
Riem. Rev. V, 179; Lautensach a. a. 0. 

1*94) vTrotelüi CIA. IV, 1, a, 27, a, 26 (c. 445 v. Chr.); na^axalovai II, 311, b, 47 
(286 V. Chr.). — naQttxaX^ao[v\aiv II, 593, b, 20 (nach 168 v. Chr.). Herw. p. 69; 
Riem. Rev. V, 179; Bamb. Jb. VIII, 208; Lautensach 1887, 17. 

1495) pranz p. 150; Cauer p. 253; Sauppe, Comment. de tit. Tegeat. Gott. 1876, 
p. 10; Curt. Verb. I, p. 168; Grdz. p, 489; Dittenberger, Arch. Ztg. 1877, p. 99; Herw. 
p. 6. 36. 66; Riem. Rev. V, p. 157f.; 178. Bamb. Jb. VIII, p. 210; G. Meyer p. 81; 
Riem. Rev. IX, p. 91 f.; Lautensach j887, 14. — Die Formen auf rlvfo sind: 

a) Präsens: unoTivitüi CIA. IV, 1, b, 27, b, 58 (439 v. Chr.); dnoiCvEv IV, 1, c, 
5, a, B, 20. 26 (450-403 v. Chr.); dnoTiviiO ebd. 36; dnoTiviro) IV, 2, 1054, g, A, 
18; B, 61 (338/323 v. Chr.); dnoji,viTO)aav H, 611, 44 (300 v. Chr.); dnoTiviita 614, 23 
(281 V. Chr.); auch noch in der spat auftretenden Präsensbilduog anoTi,[vv]toi Mitk 
19, 249 ff. Z. 78, neben dnoTivvvjto Z. 80 (230—40 n. Chr., lobakcheninschrift). 

b) Futur: ^xT^Can II, add. 203, b, 5 (IV. J.); d7toTeCat[C\ KE. 1132 (IV. J.). 

c) Aorist: [dnd\iEiattt CIA. I, 38, fg, 18 (432/413 v. Chr.); IxTsCaataiv ixraCa, . . 
II, 14, a, 8. 13 (vor 378 v. Chr.); [T]siaaf^^vov 33, 6 (vor 376 v. Chr.); dnirsioav 758, 
A, n, 22 (nicht vor 334 v. Chr.); d7i[^r]€ia6 804, B, a, 70 (334 v. Chr.); [dno]T€iadtl(o] 
634, 10 (IV. J.); heias KE. 40, 5 (IIL J); dnoTeiadro) CIA. H, 617, 16 (lü. J.). Aber 
vniuaflv] IV, 2, 234, b, 8 (IV. J. v. Chr.) ist sehr fraglich. 

d) Aor. Pass.: i^ereCa&rilaav] CIA. II, 795, f, 33 (353 v. Chr.). 

e) Für Perfekt, Aktiv und Passiv s. unten §69, 1 und 71, 6. 
Dazu Eigennamen, vgl.: 

Teiaccfisvog CIA. I, 133, 2 (V. J.); H, 741, A, fg, 9 (IV. J.); 797, a, 6 (IV. J.); 1007, 
21 (IV. J.); IV, 2, 834, b, II, 7 (329 v. Chr.); II, 316, 45 (IH. J.); 2580, 2 (IV.-L J.). 
— Teiaafxivrig CIA. II, 1024, 14 (nach 350 v. Chr.). — TtCaavdgog I, 446, 11 (V. J.); 
449, 19 (V. J.); CIA. II, 962, 11 (IV. J.). — TttadvtaQ CIA. H, 465, 66 (Ende des IL J. 
V. Chr.); 955, 16 (II. J.). — Tuadqxov II, 946, 26 (400/350 v. Chr.). - Tevalag II, 766, 



— 181 — 

7. x^^Q^' Das der Koine angehörige Futar x^Q^^ofiai begegnet 
auf einer Inschrift des IL Jahrb. v. Chr.^*^®). 



§ 67. Aorist I. Aktiv and Med. 

1. tIvco hat im Aorist sisica^ [liyvvfn sfASi^a^ oItctIqcü äxTiQa^*^^). 

2. (pgccTTco bildet im Altattischen den Aorist €<paQ^a; später in 
Übereinstimmung mit dem Präsensstamme: i(^^a?a"°°). 

3. (Tcö- dringt auch in den Aorist ein: stfiotfe^^^^). 



29 (IV. J.); 338, 33 (ffl. J.); 371, 8 (ffl. J.); 983, 1, 58 (II. J.); H, 2866, 1. - TuaixUrjg 

IV, 1, c, 373, 248 (V. J. v. Chr.); TsiatxXiovg II, 944, Ol, 16 (IV. J.). — ^gnaCkaog 
THOiXQUTovg lid^rjvalos auf einer delph. loschr. 691, 52 (IIl. — 11. J. v. Chr.). — 
T€iatxQaT€ca CIA. II, 754, 19 (IV. J.); 755, 11 (IV. J.). — TsiaUttlog-] II, 977, w. x 
(in.— II. J.). — TeiaCfjiaxog I, 181, c, 6 (V. J.); 299, 15 (V. J.); II, 314, 5 (IH. J.). — 
TsCöinnog II, 961, 4 (c. 358 v. Chr.); 779, 4 (c. 300 v. Chr.); TsiaCTintj II, 2714, 1. 

i*^ß) Die Formen von fiCyvvfii sind: 

a) Futar und Aorist: 

avfÄfie(ax[6iv]f s. oben S. 93 N. 832 (VI. J. v. Chr.). Dazu die mit Mst^ be- 
ginoenden Eigennamen, S. 51 N. 400. 

b) Verbaladjektiv: 

(yvfLifieixTov, av/nfieixta CIA. 11, 652, ß, 13. 22 (398 v. Chr.); [a]vf^/^eixTov 664, b, 
3 (Anfang d. IV. J.) ; ovfXfieCxjov 662, 5 (nach 395 v. Chr.); avfifisixrov 660, 49. 61 (390 

V. Chr.); aviLiiLisix[Tov] 661, d, 11 (c. 390 v. Chr.); avfifisixtov 672, 17 (376 v. Chr.); avf^- 
fi€i[xTov] 675, 4 (Anfang d. IV. J.); avfjLfxsi[x]iov 697, 3 (Anfang d. IV. J.); [avfifji\BiXta 
751, A, a, II, 11 (350/300 v. Chr.); [a]vfifii[i7attl 760, A, II, 2 (nach 344 v. Chr.); avfJL- 
fjLeCxjov, avf4fiEixj(ov) 766, 9. 19 (nach 338 v. Chr.); [a]vfjLfA€LXT[a\ 758, A, III, 13 (nicht 
vor 334 V. Chr.). Herw. p. 57f.; Riem. Rev. V, 172; ßamb. Jb. VIII, 210; J. Schmidt, 
Vokalismas 1, 123; Curt. Verb. I, 165; Riem. Rev. IX, 91; Lautensach p. 26, welcher 
mit Recht in den Ergänzungen CIA. I, 204, 8 — 9 (434/403 v. Chr.) avfjL[iuLH'\xx(yv und 
II, 656, a, 3 (Auf. d. IV. J.) av\jjLfieixja\ den Diphthong gelesen wissen will. — Nach 
dem Thesaurus s. v. fiiyvvf^i, fitxrog ist et auch handschriftlich gut beglaubigt. 

1497) Die Beispiele sind nach Lautensach 1887, 16: 'ixloovai] CIA. I, 40, 28 (424 
V. Chr.); [7iaQi]^oiLi€V IV, 1, a, 71, d, 21 (420/413 v. Chr.); 7iaQ^^€i II, 167, 48. 107 
(kurz nach 307 v. Chr.); nagi^HV IV, 2, 614, b, 16 (307/286 v. Chr.); nagi^a^ai 11, 
311, b, 25 (286 v. Chr.); 312, 32 (286 v. Chr.); 318, 9 (282/280 v. Chr.); /ne&i^ovatv 
Mitt. IX, 289 (200/150 v. Chr.); lfi]f^i^ovra Mitt. IX, 291,45 (200/150 v. Chr.); e^ovaav 
CIA. 11, 4S2, 66 (39/32 v. Chr.). — Das Simplex €^(ü hat an den beiden zitierten Stellen 
I, 40 und II, 482 die Bedeutung „haben^', ob in der Bedeutung „halten^' (f/rjao) gesagt 
wurde, mufs dahingestellt bleiben. 

1498) ovvxaqiioomai CIA. II, 593, b, 13 (H. J. v. Chr.); Herw. p. 68. 

1499) Siehe die Noten 1495; 1496; 1497. 

1500) (f^Q^av CIA. I, 319, 20 (c. 420 v. Chr.); öiatfaQ^avTV IV, 1, b, 321, Col. HI, 
31 (409 V. Chr.). — ^laq^a^H CIA. II, 1054, 63 (347 v. Chr.); atpQaxTOiV II, 470, 19 
(I, J. V. Chr.). Herw. p. 69; Riem. Rev. IX, 61; Bamb. Jb. XH, p. 58; Lautensach 1887, 
15; 1899, 100 f. 

1501) f'[a]<^(yfr KE. 26, 5 (vor 350 v. Chr., dorisierend); [^a(pasv CIA. 11, 605, 6 
(200/180 V. Chr.). — Riem. Rev. V, 169; Bamb. Jb. VIII, 210; Lautensach 1887, 15. 



— 182 — 

4. (ivi^auad-ai tritt erst seit der röm. Zeit auf. Alt- und neu- 
attisch steht dafür nqiao&av^^'^^). 

5. äpayoQ€V(tai> für dvsinstv begegnet seit 325 v. Chr. ^^^^), Beide 
Formen gehen von nun an neben einander her, und zwar verhält sich 
von 325—30 v. Chi\ ^''^) 

avaiTteXv : ävuYoqsvOai, = 28 : 11. 

6. Die Yerba auf -aiv(a haben bei vorausgehendem i oder q im 
Aorist -äva (sonst -ly^a); vgl. keiävav, -qävcci,^ Tstqäpai, ^fjqdvaKrt, 
neben (pijpag^^^^), atj^iaivco bildet iaijfAfjva^^^^), 

7. aXqoo zeigt in den Modi des Aorists ä, nicht ij/^*°^). 

8. Tiad-alqa) hat sxä^fjqa (7 Stellen, 400 v. Chr. — Kaiserzeit); 
ixd^aqa begegnet nur einmal 347 v. Chr.^'^°®). 

9. x^^ bildet den Aorist sxsa^^^^). 

10. Von xaiü) lautet der Aorist altattisch sxea^ neuattisch sxavaa^^^^). 



Ebenso in andern Dialekten: diiat^a^i avvStaatpaavjeg (Kos, Dyme) DS*. 490, 15; 
DS^. 10 (beide aus dem TU. J. v. Chr.). 

1602) (ovTjaaad^ai EA. 1884, p. 167—8, 8 (zwischen Pompejus ond Hadrian). — 
ngiafjLEVov CIA. I, 47, b, 8 (vor 420 v. Chr.); rbv nQia/uevov, inqCajo IV, 1, b, 53, a, 
Z. 22 (418 V. Chr.); InqCaiio] II, 777, 5 (Anfang d. IV. J. v. Chr.); i7iQid/u€»a IV, 2, 
834, b, n, 96 (329 v. Chr.). 

1503) Die erste Stelle ist: arayogsvaalTO)] CIA. II, 809, a, 196 (326 v. Chr.). Das 
Übrige bei Lautensach 1887, 14. 

1504) Lautensach a. a. 0. 

1506) . _ Qavai, Xsiavat CIA. I, 282, 8. 11 (415 v. Chr.) ; ivTeTQdlv]aVTL 11, add. 834, 
b, n, 40 (329 V. Chr.); rsTgavai IV, 2, 1054 g A, 5 (338—323 v. Chr.); ^gdvtoai IV, 
2, 1060, b, 9 (IV.-m. J. V. Chr.). — q)^vng CIA. I, 31, A, 3 (444/442 v. Chr.). — Riem. 
Rev. IX, 88; Bamb. Jb. XII, p. 48; Lautensach 1887, 15. Spater dringt -ava vor, vgl. 
dazu Solmsen, KZ. 29, 65 ff. 

1606) xajaarifj,rj[vci]aa(o CIA. IV, 2, 104, a, 39—40 (352 v. Chr.), naQaarifirpfda&to 
ebd. 40; ar]fii^v[avu] III, 30, 4 (c. 30 v. Chr.), Brief eines römischen Magistrats an die 
Athener. 

1507) ilgtovTai EA. 1883, 167, 22 (V. J. v. Chr.); agai CIA. IV, 2, 1054, b, 41. 42. 
91 (etwas vor 350 v. Chr.); agag II, 467, 81 (I. J. v. Chr.). Lautensach 1887, 15. -- 
awdgaai Bull. 14, 389 ff. Z. 106 (Delos, 279 v. Chr.). 

1508) dvaxa&rjgufzevov CIA. IV, 2, 1054, c, 52 (etwas vor 350 v. Chr.); avaxa^- 
gavTi CIA. II, add. 834, b, I, 47 (329 v. Chr.); [xa&]^gavTt IV, 2, 834, b, I, 43 (329 
V. Chr.); xad-rjga[vTi] ibid. I, 51; xad-rgavTi II, 19; xad-tjlgai] ibid. 49; xa&rjgag KE. 
104, a, 1 (Kaiserzeit). ~ avaxad^agdfisvog CIA. II, 1054, 8 (347 v. Chr.). Riem. Rev. 
IX, p. 88; Lautensach 1887, 15. S. dazu Solmsen, KZ. 29, 356; Dieterich p. 232. VgL 
noch ctvaxa&dgaai Bull. 14, 389ff., Z. 81, 103—104 (Delos, 279 v. Chr.). 

1509) nsgixittL CIA. IV, 2, 1054, b, 75. 93 (etwas vor 350 v. Chr.); [x^]€Vj Poesie, 
KE. 89 (IV. J.); /^«flr^f«> CIA. H, 250, 10 (306 v. Chr.); lavy]x^[ai] AB. X, 541, 16 
(n. J.). Lautensach 1887, 13. 

1510) lyxiavTL CIA. I, 324, a, I, 43; c, II, 13 (408 v. Chr.); Cauer p. 421 ; Bamb. 
Jb. III, 5. — hxavaavJi CIA. II, add. 834, b, II, 50 (329 v. Chr.). Lautensach 1887, 13. 



— 183 — 

§ 68. Aorist II. Aktiv and Med. 

1. Aus der inschriftlichen Prosa des V.— I. Jahrh. v. Chr. sind zu 
belegen folgende Aoristi II: 

äyayetVy äkcpstv, ßaXeXv (ßals(jd'a&\ ysvid^ai^ dgafietv, slnstv^ 
sXstv {sXi(S&ai)^ iX&stVj iqia&a^^ svqstv {Bvqidd'cci)^ {ano-)d'a-' 
vetVy Idstv, (ä(p-)i3cicfd'at j Xaßety, (Xaßiad-ai)^ Xaxstv, Xi>neXv^ 
fjbad^siv, (ä7T')oXi(SS'ai, otfXstv^ ncc&stv^ nstJstv, jneZv, ni&icsd'ai^ 
nvO-^iSd-ai, ^ ([A6Ta')ax€tp (7raQaax^(TS'ai, , v7to<fx^<f^cct), refistp, 

2. Von tifivoo lautet der Aorist immer hsfiop, nie hafiov^^^^), 

3. Von Xelnco ist eXinov^ nicht sXvna^ sXsi^pa im Gebrauch ^*^^). 

4. Neben sqsa&ai, findet sich l^wT^ö'a* "^*). 

5. ijpsyxov, ^vsyxa. Im Indikativ steht älterem fivey^ov (kurz 
nach 403 v. Chr.) mehrfaches ^vsyxav (seit 362 v. Chr.) gegenüber. Der 
Optativ fehlt. Im Imperativ ist nur die ältere Bildungsweise (Aor. II) 
überliefert: ivsyxhco, 2 mal (439 und 425 v. Chr.). Im Partizip kommt 
nur die jüngere Form {sviyxag seit 350 v. Chr.) vor^*^*^). Der Infinitiv 
behält immer die Bildungsweise des Aor. II (ivsyxstp) bei"^^). — Seit 
c. 370 V. Chr.) finden sich Formen mit Diphthong: ivslyxfi^ ^vei^yxav, 
welche aber um 322 wieder verschwinden ^*^^). 



^^^1) Lauteosach 1887, 13 f. Ober n£€i s. Kretschmer p. 195 f. 

'"2) Tf/x€tv CIA. IV, 2, 1054, b, 7. 44. 76 (etwas vor 350 v. Chr.); naQmefiovt- 
ibid. 19; xataxifjKov II, 1054, 7 (347 v. Chr.); naqatEfitov 167, 65 (kurz nach 307 
V. Chr.); [T^efJiHV 834, 14 (350/300 v. Chr.); hffiev add. 834, b, I, 49 (329 v. Chr.); 
xaTeTäfÄOfj,€Vf xmaxsfJLOVTi add. 834, e, 13. 14 (nach 329 v. Chr.); neqnBfJiHv 836, frg. q, 
5 (270—262 V. Chr.). — sjafiov in den Dialekten: Halikarnass (460 v. Chr.) CD. 491, 
40. — Vgl. Curt. Verb. II, 21; Riem. Rev. V, 178; Bamb. Jb. VÜI, 210; Riem. Rev. 
IX, 91; Lauteosach 1S87, 13. 

1513) [i^]vü[i:]nov CIA. n, 814, a, B, 2 (377 v. Chr.); xaraXtneTv 1055, 43 (345 
V. Chr.); xaT[aU]7i6vT€g 470, 13 (I. J. v. Chr.). Lautensach 1887, 13. 

i"4) ineQia&a[i] CIA. II, add. 162, e, 7 (335 v. Chr.); iQü}jria[ag] 601, 7 (nach 300 
V. Chr.). 

1516) (ysyxitü) CIA. IV, 1, b, 61 (439 V. Chr.); [mvelyxhto I, 37, m, 22 (425 
V. Chr.); anrivsyxolv] II, 675, 2 (kurz nach 403 v. Chr.); siarjvsiyxav add. 57, b, 13 
(362 V. Chr.); anrjvevxav IV, 2, 802, b, 37 (360 v. Chr.); £ia€v[i]yxavn II, 610, 21 
(350/300 V. Chr.); ivsyxaacSv 162, a, 4 (335 v. Chr.); dniiivtvxav IV, 2, 834, b, 61 
bis 62 (329 v. Chr.); an^vsyxav II, 811, b, 108 (323 v. Chr.); uTtrjvevxav IV, 2, 583, 
c, 10 (Ende d. IV. J. v. Chr.); anri[v€]yxav II, 470, 7 (69/62 v. Chr.). Riem. Rev. V, 
179; Bamb. Jb. VIII, 210; Lautensach 1887, 13; 1896, 2 f. 

1516) (vsyxiTv CIA. II, 18, 18 (vor 378 v. Chr.); 51, 10 (369 v. Chr.); 65, 8 (356 
V. Chr.); 98, 7 (c. 350 v. Chr.); 601, 6 (c. 350 v. Chr.); 413, 10 (III. J. v. Chr.) etc. 

151^) Beispiele für Aorist u. Perf. zugleich: inavsvrjveiyxiai CIA. H, 789, a, 7 
27. 63 (373 v. Chr.); awsveCyxy, darjvstyxav add. 57, b, 9. 13 (362 v. Chr.); heCyx . . . 



— 184 — 

6. slnop, slna. Im Imperativ wechseln um 350—250 v. Chr. 
slnhco und sindtco. Vom Partizip ist überliefert etnag (um 300 v. Chr.). 
Der Infinitiv lautete immer elnstv^'^^^). — Über ^yögsvffcc s. § 67, 5. 

7. In der römischen Zeit greift die Endung des Aoristus I mehr und 
mehr um sich; so findet sich in der Poesie der Kaiserzeit nicht blofs 
fiCX«, svQÜiAfjp^'^^^ sondern sogar ^Xnt^a (Imperf.), ^yc^a "**'). 

§ 69. Perfekt I. Aktiv. 

1. Thstxa (von tIvü)) ist aus attischen Inschriften noch nicht zu 
belegen, wohl aber aus Delphi ^'^*^). 

2. Über rid'fjxa (= zid'sixa) s. § 76, 6. Über iazfjxacf&v (= sazä- 
Oiv) s. § 76, 8. 

3. Von Ti&vfjxa findet sich altattisch (464 — 457 v. Chr.) der Imperativ 
TB^vdvco. Im Partizip bietet eine Inschrift des II. Jahrh. v. Chr. tedv^- 

§ 70. Perfekt II. Aktiv. 

1. Vom Perf. II sind aus der Prosa zu belegen: 



add. 82, b, 13 (c. 350 v. Chr.); xateveCyx . . . 162, a, 2 (332 v. Chr.). J. Schmidt, Voc. 1, 
122; G. Meyer p. 604; Herw. p. 69; Riem. Rev. V, 179; Laatensach 1S87, 13 and 
20, der mit Recht G. Meyer beipflichtet, welcher in dieser Schreibweise MischformeD 
zwischen attisch hsyx- nnd ion. iveix- sieht. Vgl. noch Wackernagel, Vermischte 
Beiträge zur griech. Sprachkonde 48. 

i"8) ivstjidtat CIA. IV, 2, 574, b, 19 (c. 350 v. Chr.); avfinhto II, 603, 13 (kurz 
vor 250 V. Chr.); avsinajta 614, 17 (c. 281 v. Chr.); iXntt[g] 601, 8 (nm 300 v. Chr.). 
— Infinitiv: dndv CIA. I, 40, 18. 27 (424 v. Chr.); avunsTv 11, 61, 9 (358/362 
V. Chr.); 164, 4 (335/333 v. Chr.); 580, 17 (324 v. Chr.); 585, 14 (313 v. Chr.); 251, 
6 (307/300 V. Chr.); 254, 16 (306 v. Chr.); 589, 28 (kurz nach 300 v. Chr.); 300, 29 
(295 V. Chr.); 311, 36 (286 v. Chr.); 312, 41 (286 v. Chr.); 351, 11 (vor 271 v. Chr.). 
Beispiele bis 32 v. Chr. s. bei Laatensach 1887, 14; vgl. 1896, 2. — Bamb. Jb. VIII, 
p. 209; Riem. IX, 180. 

»19) iaxa CIA. ni, 1363, 5 (=KE. 120); svQcifievov 900, 6 (Zeit Hadrians); ev- 
QUTo KE. 873, 6 (III. J. n. Chr.). Herw. p. 52. 

iB^<>) ijlniCct KE. 167, 5, ebendort auch die Form j^a^aar; rjtpeQa KE. 168, 2 
== CIA. III, 1379 (III. J. n. Chr.). Vgl. Wagner p. 118 ff. — Anderwärts dringen die 
Aoristendungen auch ins Perfekt ein: naQsilrjtpttV DS.^ 171 (Smyrna, 246/226 v. Chr.); 
SiaujiXexav, ivt^uv/av^ (taxr}xav, nsnoCrixav DS. 330 (Lakonien, I. J. v. Chr.); so 
niemals im Attischen; vgl. diaiBJslixaaiv 471, 41 (I. J. v. Chr.). Vgl. Schweizer 
p. 167, wo weitere Litteratur; Dieterich p. 237. 

i^^i) DS. 466, 6 („post medium saeculura ante Christum secandum**). 

1622) T£^aTw CIA. I, 9, 29. 30 (464/457 v. Chr.) — neben «^ijxwV II, 975, c, 
17 (II. J. v. Chr.). 



— 185 — 
olöa, (a7r-)oAa)Aa, und mit Aspiration : yiyQatpa, Mficpa, sYltixcc, 

2. XiXoyxot neben sYktixcc kommt nicht vor^***). 

3. Für apsMya war äpscpyfjbat im Gebrauch ^^*'^). 

4. nsnqaya ist gar nicht überliefert, ningaxcc erst aus römischer 
Zeit zu belegen^"*). 

5. Über y^yova und ysyivfuibay vgl. unten § 77, 8. 

§ 71. Perf. Med. and Passiv. 

1. Der Stamm ivfjpeyx- verliert, ganz wie iXijXeyx- und stpd^eyy-^ 
den Schlufsnasal, wenn die Endung mit einem Nasal (ja) beginnt: eltts- 
vfjvsyfi^voi^. Vor s- und t-Laut hingegen bleibt das „n" erhalten: ävs- 
vijvsyxrai^^^'^). — Wie im Aorist, so begegnen auch hier seit 373 v. Chr. 
Formen mit si: ävevijvsiyxTai^^^^). 

2. afjfAaivco hat im Perf. Pass. cfsafjfAai^fiai, v(falv(a vfpa<J(iai>^^^^); 
doch läfst die Substantivform v(fd(i[AaTa (387 — 366 v. Chr.)^'^®) auf 
älteres v(pafjL[Jbai (vgl. ^(txvfifiai, (o^iiiAui) schliefsen. 

3. ßißQoicfxo) hat ßißqoaiicci, (nicht ßißqtaaiiai)^ ^iopvvfii s^cofia^ 
(nicht s^(ocffiai\ QcivvvfAi €|^(^)a)|iiai, xqovco x^xgovfiai, fugivfjftxco fjii- 
fiVfjfAai^ PCO (spinne) pipvniai,^ (foi^co (Si(Stpii<xi> (sie), /^(u/iia^ x^X^iyfta*^*'^). 



1528) LautCDsach 1887, 19 f. — Ober iXkritpa vgl. Note 922. -W(D^;ff nach Skias 
EA. 1897, 43 f. d. 13, 4 (Eleusis, 211 v. Chr.). — [i^]nißaXtav xalafiov UXafjLfiivov 
CIA. n, 167, 68 (334—326 v. Chr.) gehört zu Xinto (K.-Bl. II 477). 

"24) airixoTiov CIA. I, 54, 13 (416 v. Chr.); siXriXfog II, add. 489, b, 9 (39/32 
V. Chr.). 

1526) [iS(]y[i\(^yfiiv(yv CIA. 11, 720, B, 49 (320 v. Chr.); [av\e(^[jiivov 1061, 8 (nicht 
näher datierbar). Vgl. Phryn. p. 157: avifpysv rj &VQa, aoXoixiü fiog, x QV 
yciQ XiyBiv ttvi(pXTai.. 

1826) jccma nsnqax^vat CIA. II, 482, 67 (39/32 v. Chr.). Bamb. Z. f. G. XXVIII, 
p. 16 ff.; Lantensach 1887, 20. 

"27) eiaevrjveyfji^voi, siasvtjvsyfi^voiv CIA. ü, 811, c, 115. 117 (323 v. Chr.); arevri- 
VfyxTav I, 32, A, 4 (432/416 v. Chr.); Bamb. Jb. III, 5. Lantensach 1887, 20. 

1628) Vgl. oben Note 1517. 

"29) asarifxaafjLivoi CIA. II, 661, d, 29 (390 v. Chr.), etc. [fyrv<faafjiiva 754, 9 
(349/344 V. Chr.), etc. Lantensach, der ansHihrliche Stellenangabe hat, 1887. 20. Vgl. 
zu den Perfekta auf -afiai Solmsen, KZ. 29, 90 ff.; Wackeroagel, KZ. 30, 312. 

iMO) v[(f]df^f^aja CIA. 11, 678, ß, 67 (378/366 v. Chr.), neben 4>daf^au 975, c, 16 
(200/150 V. Chr.). Riem. Rev. IX, p. 88; Lantensach 1887, 20. 

"") xatttßfßQto/i^vog CIA. IV, 2, 834 b. II, 98 (329 v.Chr.); vn^C(oTatl\, 802, b, 27; 
c, 7 (349 V. Chr.); SU^mat, dnConjuivat 736, B, 19. 16 (nicht vor 307 v. Chr.). Vgl. 
■inol^tafiaja 728, B, 12. 20 (nach 312 v. Chr.), etc. — Aber xXtfxdxiov oip^aiv dgyvQotg 
6li€]C(ü(o)fi^vov Bull. 14, 402 ff. Z. 35—36 (Delos, 279 v. Chr.). - "EQOfi^vtj (='JE:^f ?) 
793, d, 33. e, 5 (357 v. Chr.); 794, d, 98 (356 v. Chr.). — [nQ]oax€[x]Qovfiivlat] 
[nqo]gxiXQOVfiivai 720, B, I, 14. 20 (nach 320 v. Chr.). — fiifxvrivliai] IV, 2, 15, c, 4 



— 186 — 

4. Für ioTQüüfAat (v. azQwvpvfii), xsxfOfJi'OCi (v. xdvvvikii) sprechen 
die Nominalformen: x^iia, (STQtofAa^'^^^), 

5. Sigma zeigen ni(pXa(ffiai (v. (pXdt»), slXxvtffjiat (v, lAxc») **'*). 

6. Für Sigma im Perf. Pass. der Wörter xAao), ?i;w, tIvo) sprechen 
die Substantivformen: xläofia, ^v(S(ia, änoveKSfia^^^'^). 

§ 72. Aorist Passiv I. 

1. Ein a im Aor. Pass. und im Verbaladjektiy haben: avco (zünde, 
vgl. i^av(5TriQ\ ägecxco (vgl. ägscfTiJQiov), ciQv{T)(0 (aQVtfTixog^ aqv- 
(JTiJQ)y yelccca {^AyiXaaTog), yiypcocsxa) (yvwö'To'g, iypoia^ijv), iXxca 
{kXxvad-etaai), sQafjLai (igaad-sig), ^cit^vvfAif {dpvno^taaTog), S'Quvm 
{ä&QavaTog), xQifia^at> (xQSfAaazog), fitfjtvijtrxco {'AQlfAVfitfTogX ^eca 
(^sazog), naico (ämnaiatog), nqion {ngiar^g), %sXi(ü {irsXiöd-fiv), 

2. Kein er haben xatco (ivxavtijg), cfTQcivvvfA& ((fTQfOTiJQ), 

(387 V. Chr.); fiifxvrixai U, 251, 10 (307/300 v. Chr.); fiifivri[u\ivoi, Mitt. IX, 290, 25 
(200/150 V. Chr.). — [v]€vr]f^4vr) 757, 23 (335 v. Chr.). — 6ittata(^fiivov(:, Verwechslnng 
von flrw- nnd Ofpd-, 225, 11 (oach 319 v. Chr.). — Weckl. p. 60; Riem. Rev. V, 176f; 
IX, 89; Lautensach 18S7, 23. 

1533) OTQüifia CIA. II, 1054, 14 (347 v. Chr.); x^fiaTt 809, b, 16 (325 v. Chr.). — 
Riem. a. a. 0. Lautensach 1887, 23. 

1684) ^y[siX\xvafjLiv(ov CIA. IT, 793, a, 4—5 (357 v. Chr.); cvfin[i\(pXa{oyafi[iv\ai 
678, B, 16 (378/366 v. Chr.). Lautensach a. a. 0. 

"88) xkaöfiata CIA. ü, 678, B, 33 (378/366 v. Chr.) ; ^va/uatorv add. 834, c, 36 
(317/307 V. Chr.); dn[6T]€taua 1058, 26 (350/300 v. Chr.). Lautensach a. a. 0. 

1686) i^avaiTjQ CIA. n,'778, c, 6 (350/300 v. Chr.). — ci[^]6a[Trj\Qiov H, add. 405, b, 
16 (um 200 V. Chr.). — uQvartxog Franz p. 152 (c. 403 v. Chr.); dgvajrJQag, dgvatiJQSS 
CIA. II, 817, B, 24 (358 v. Chr.) ; 818, 20 (354 v. Chr.). — "dyeXdaTov add. 834, b, 11, 47 
(329 V. Chr.). — [xajajyvajaSy I, 9, 30 (464/457 v. Chr.); xarayvcaa&imog IV, 2, 54, b, 
30 (363 v. Chr.); T^wairi II, 812, b, 57 (323 v. Chr.). Aber yvajjotatv (Poesie) KE. 91 
(IV. J. V. Chr.); [nol]vyvojrov IV, 1, b, 373, 207 (VI. J.); 'Aglyvcniog H, 872, A, 9 
(341 V. Chr.). — kXxva&sloat 11, add. 834, b, I, 55 (329 v. Chr.). — iQa[c]^B)lg 
I, 492, 2 (VI. J. V. Chr.). — dvv\n6^(xiaT]og, dvvn6l:[(oaj6\g add. 789, b, 79. 83 (373 
v. Chr.), a wird verlangt durch die immer gleiche Buchstabenzahl der einzelnen Zeilen; 
'A&TiVtttag ZtoaTTjQiag I, 273, f; 24 (nach 420 v. Chr.). — a&QuvOTog IV, 2, 1054, b, 58. 
88. 100. 104 (etwas vor 350 v. Chr.); 1054, c, 11. 30. 34. 79. 86 (c. 350 v. Chr.); 1054, 
d, 14. — XQ€fiaaTüJv 792, b, 15 (377 v. Chr.), etc. — "AqC^vriOTog CIA. II, 803, d, 105 
(342 V. Chr.) — axard^iOTog I, 322, a, 54. 57. 60, etc. (409 v. Chr.); ^^axog oder 
^EOToijg II, 829, 18 (395 v. Chr.). — dvanaimog IV, 2, 682, c, 22 (c. 350 v. Chr.). — 
ngtajüjv CIA. II, add. 834, b, II, 23—24 (329 v. Chr.). — Inettlia^ri 794, c, 68 (356 
V. Chr.), etc. — l^€T€(a&ria[av] 795, f, 33 (353 v. Chr.). — xarexQrja&riaav IV, 2, 834, 
b, n, 92 (329 V. Chr.). Aufser ^gavo), xgovoDy fivo), alles schon bei Lautensach 1887, 
23. Vgl. Riem. Rev. IX, p. 80; Solmsen, KZ. 29, 90fiF.; Wackernagel, KZ. 30, 312, 

»8») ivxavjrjs CIA. 1, 324, a, 22. 42. 49; c, II, 12. 21 (408 v. Chr.). Vgl. Smyrna 
DS». 171, 48 veoxavioi[g] „neuverbrannt" (246/226 v. Chr.). — ajQtotrJQag CIA. II, 167, 



— 187 - 

3. Über d^qacfd^sig (Poesie, IV. J. v. Chr.), s. oben, § 39, 1, S. 102 
N. 916. 

4. Von ävaYOQsvo) begegnet seit 307 v. Chr. der Aor. Pass. avayo- 
Q€v3^pcci, Die alte Form äpa^{Q)fj3ijvat erscheint noch um 321 v. Chr. ^*^*). 

5. TcctTco hat im Aorist hdxO'fiv, nicht hdyfjv^'^^^). 

6. Von (palvia ist zufällig nur der Aorist I icpdvd'fiv überliefert ^**°). 

7. ixkdyo) (iylsyco) hat iylsxO^^vaij neben iyXsyijasttd'ai. diaXi- 
yofiat zeigt immer di>sXixx)^riv, nie disXeytip; dagegen ist von xaTaXsyco 
nur xatsXiytiv überliefert^**^). 

§ 73. Aorist Passiv II. 

Aus den Prosa-Inschriften des V. — I. J. v. Chr. sind folgende Aoristi II 
zu belegen: 

dyysXrivai, (vereinzelt für ayysX&rivai)^'^^^)^ äy^vcci ^ äXXay^pat, 
yQacp^vai (niemals yqatpd'^vai), xon^vai^^ {xata-)Xeyripai> ^ ^ay^- 
vai, OTtaQ^pai, cfTccX^vai^ (fTQa(p^pai (niemals aTQ€(pd"^pai> oder 
(STQa(fd'fivcn>\ Ta(pfjpai> (niemals d-aif&ripav)^ (fd-ccqrivav^^^^), 

§ 74. Fatar Passiv and Futarnm exactnm. 

1. Über syXsyrjcfecfd-ai neben iyXsxO-fj (439 v. Chr.) s. oben, § 72, 7. 

2. Über tififjd'fjrtofiai = Tififjaofiaif u. a. § 77, 10. 

3. Ein Futurum exactum liegt vor aus der Poesie des VI. Jahr- 
hunderts: xsxXijaofiai^^^*^). 



60 (kurz nach 307 v. Chr.). — ato&rjvai CIA. II, 193, 18 (319 v. Chr.); 194, 10 (319 
V. Chr.), etc. — Lautensach a. a. 0. 

1888) ivccyoQf[v&€l] CIA. II, 251, 16 (307/300 v. Chr.). — Mfaqrid^ivTBi 719, 12 (321 
V. Chr.). Riem. Rev. V, 160; Laulensach 1887, 18. 14. 

1839) haxf^ri CIA. I, 37, t, 8 (425 v. Chr.), etc. Lautensach 1887, 16. rax^iv- 
T€g n, 1349, VI (IV.— 1. J. V. Chr.). Vgl. Schweizer, p. 190. 

15*0) [a7i]f(fdvd'r][aa]v CIA. I, 226, 2 (454 v. Chr.), töii/ (payaivTl(ov] II, add. 203, b, 
6 (c. 300 V. Chr.). Beidemal passivisch „aogezeigt werden". 

»5«) xaTaX€[y]6(arig CIA. II, 420, 9 (II. J. v. Chr.); iyXtx^V "«*>«° iyXfyi^aead^ai 
IV, 1, b, 27, b, 16 (439 v. Chr.); öisXix^ri, dtaXsx^fig II, 314, 14. 11 (284 v. Chr.). — 
Riem. Rev. V, 171; Bamb. Jb. VIII, 209; Lautensach p. 15. 16. ~ In andern Dialekten 
öifXfyrjVy öiaXiyriaofjiaL. Vgl. Wackernagel, KZ. 30, 305; Schweizer, p. 190. 

15*2) inayyeXrj CIA. IV, 1, b, 27, b, 19 (439 v. Chr.). — ijiayysiay I, 2, R, 2 
(500/450 V. Chr.);' [ayyf]Jid'f}vai 23, a, 3 (450/400 v. Chr.); ^avyl&s - - II, 309, 8 
(kurz nach 287 v. Chr.). Riem. Bull. IV, 127; Bamb. Jb. VIII, 209; Lautensach 1887, 
16. Vgl. Wackernagel, KZ. 30, 304. 

"«) Lautensach 1887, 15. 

»5«) x€xXrj[ao]iLitti CIA. I, 469, 2 (VI. J. v. Chr.). Lautensach 1887, 17, 



— 188 — 

§ 75. Verbaladjektiv. 

1. Von den beiden Verbaladjektiven ist nur das auf -ög zu belegen. 
Es hat nie die Bedeutung der Möglichkeit, sondern immer die Bedeutung 
eines Part. Perf. Pass. oder Adjektivs. Bei Zusammensetzungen (mit 
Präpositionen, mit Alpha privativum und mit Nominalstämmen) ist es 
zweier Endungen^*"). 

2. Besonders erwähnenswert ist die 16 mal überlieferte Form (fv[A- 
[Ae&xTog (nicht avfifii^xTog) und ip^OTog (nicht tp^xtög)^^^^). 

§ 76. Verba auf -fit. 
a) Ttd^fjfjLi, tfifjLi^ didcofjLif, tatfiybi,. 

1. Die kontrahierten Formen der 3. P. PL Präs. Ttd'stai^ öifdova& 
sind den attischen Inschriften fremd; vgl. did6aai>v (410 v. Chr.), d^äoa- 
aiv, ctvaTi^^aaiv (347 v. Chr.), änodidoaat. (292—250 v. Chr.)"*0 «• »• 

2. In der 3. P. Sing, des Imperfekts erscheint frühzeitig die thema- 
tische Bildung: ansöidov (323 v. Chr.), äipisi, (c. 287 v. Chr.)^*"). Andere 
Formen fehlen. 

3. Im Dual und Plural des Aorists sind für das Alt- und Mittel- 
attische, abgesehen von einer alten Weihinschrift des VI. J. v. Chr., nur 
Formen ohne Kappa überliefert: aved-hriv (VI. J. v. Chr.); avid'saav 
(460 V. Chr.); naqidoiiev (452—444 v. Chr.), naq^dodav (434 v. Chr.); 
Ttaqidoiisv (398 v. Chr.) u. s. w. ^^*^). Erst seit dem Jahre 385 v. Chr. 
tauchen wieder vereinzelte Formen mit x auf"*®); doch ist bis zum Jahre 



16*») Lautensach 1887, 26. 

"*•) S. oben, Note 1496 uud 1460. 

1547) dtdoaatv CIA. IV, 1, a, 51, e, 11 (410 v. Chr.); [a\no6i66aaiv I, 79, 8 
(450/400 V. Chr.); Moaaiv, avari&iaai IV, 2, 109, b, 20. 34 (347 v. Chr.); ano^idda- 
aiv IV, 2, 614, b, 27 (307/286 v. Chr.); anoöMaai. IV, 2, 620, b, 15 (292/250 v. Chr.). 

— Weckl. p. 32; Riem. Rev. IX, 86. 184; Lauteosach 1887, 8; 1896, 15 f. 

"") anamov CIA. II, 811, c, 110 (323 v. Chr.); ä(pCH 306, 15 (c. 287 v. Chr.). 
Riem. Rev. V, 164; Lautensach 1887, p. 8. 

iw») avid^xav, bei zwei Weihenden, CIA. IV, 1, b, 373, 180 (VI. J. v. Chr., Prosa). 

— Sonst: dv€9iTr}V CIA. I, 351 (VI. J. v. Chr.); avid^saav DS. 3 (460 v. Chr.); [nagi]- 
SofjLiV CIA. I, 294, 40 (452/444 v. Chr.); [7ittQi]Soaav 117, a, 5 (434 v. Chr.); [naQi\- 
Soaa[v] II, 642, 1 (403 v. Chr.); \ntt]QäSofi(V 649, 24 (398 v. Chr.); naqiSoatüVj naqi- 
dofjLev 652, A, 8; B, 1. 14 (398 v. Chr.); naQ^Soaav 660, 6. 58 (390 v. Chr.); [nagi]- 
Soaav, [na]Q^$olu[8v] 666, 14. 16 (c. 385 v. Chr.); nagiSofiev, naQ^^oöav 667, 2 (386 
V. Chr.) u. s. w. — Riem. Qua rat. p. 73f.; Riem. Rev. V, p. 164; IX, 90; Bamb. Jb. 
Vni, 206; Lautensach 1887, 12. Vgl. auch Dieterich p. 220. 

iwo) 7raQ^6(üxa[v] CIA. 11, 673, 23 (385/366 v. Chr.); dvi^xav Mitt. VII, 105 
(351 V. Chr.); dniötoxav CIA. II, 803, a, 99 (342 v. Chr.); UtoxaVy nags^oJxafiBV IV, 2, 



— 189 — 

300 V. Chr. die ältere Bildung noch bei weitem vorherrschend. Von 
385—300 V. Chr. verhalten sich nämlich ^"^): 

Formen ohne x : Formen mit x =. 133 : 10. 

Anders wird die Sache seit 300 v. Chr. Von 330 — 30 v. Chr. begegnen 
nur Formen mit Kappa (26 Beispiele) "'^^). Seit der Kaiserzeit macht 
sich wiederum ein Eklektizismus geltend, so dafs auf 5 Formen ohne x 
12 Formen mit x kommen ^'^*^). 

4. Im Medium sind Formen auf x nicht überliefert^^**). 

5. Die Partizipialformen avad'^aavrsq (= äpa&ipTsg) und änodo- 
advTMP (•= dnodoPTcov), wie es scheint aus makedonischer Zeit, beruhen 
auf falscher Lesung ^^^*). 

6. Das Perfekt von riS'fjfAt lautet Tid-fjxa (4 Beispiele von 400 bis 
200 V. Chr.). Die in unsern Grammatiken gebräuchliche Form ri^eixa 
(Analogiebildung zu stxa) findet sich nicht vor dem I. Jahrh. v. Chr.^***). 

7. stxa läfst sich schon aus dem IV. J. v. Chr. belegen ^**^). 

8. Von den Perfektstämmen eata- und iat^x- ist im V. J. v. Chr. 
der erstere durch zwei nicht ganz gesicherte Formen iveötciai, und 
nqo(S€(Sx(aTa^ der letztere, wenn wir vom Singular absehen, durch eine 
Form kazfixoTa vertreten. Im IV. Jahrh. kommen nur noch Formen 



834, b, II, 30. 85. 87 (329 v. Chr.), oebeo 19 maligem naqidofjLBV., inäSoaav; nags^toxa- 
fÄSv II, 809, e, 4 (325 v. Chr.) neben 20 raaligem naq^öofjieVy in^doaav; dvidrixav II, 
1217 (315/313 V. Chr.); [Mx]afAEV H, add. 737, 28 (c. 300 v. Chr.). 

löi^i) Lautensach 1887, 12. 

^"^) Belege bei Lautensach 1887, 12. 

1553) ^Qg <jgj. Kaiserzeit: 

«) xavi dvi&rixav CIA. III, 622, 12 (c. 120 n. Chr.); 735, 7 (126 n. Chr.); 904, 6, 
(150 n. Chr.); 97, 4; 131, 2; 186, 6; 227, 1; 418, 1 ; 728, 3; 773, 3; 826, 2; 828, 6; 
EA. 1883, 145-6, Nr. 19. 

ß) -aav: dvid^eaav 1106, 5 (117/125 n. Chr.); 738, 6 (137/145 n. Chr.); 167, 6 
(144 n. Chr.); 125,3; 710,5. 

15M) dnt66fjL€d^a CIA. IV, 2, 834, b, D, 73 (329 v. Chr.); anidovxo II, 784, A, 8 
(nach 350 v. Chr.); ÖU&i[v]jo IV, 1, b, 31, a, A, 14 (444/436 v. Chr.) etc. 

^**^) dnoöoadvKov Rang. 869, 17 (IV. J. v. Chr.?); dva&iaavreg avv t^ Xaßgitji 
875, 5 (nicht datierbar). Auf falscher Lesung beruhend nach Lollings Mitteilung bei 
Hatzidakis, KZ. 33, 109. 

1566) [j]e^r)\x]6Tag CIA. II, 1053, 7. (Die Inschrift braucht noch überall o für ou, 
mufs also vor 360 v. Chr. abgefafst sein ; auf eine ähnliche Datierung weist auch die 
Stellung hin, die ihr Köhler anweist); dvmi&rixEV 835, c-1, 45 (320/317 v. Chr.); 
dvaraarixoTfüv IV, 2, 614, b, 44 (294/83 v. Chr.); dvati^rixoxfov 11, 403, 38 (vor 200 
V. Chr.). — dvaTe(^€ixaaL CIA. II, 470, 71. 80 (69/62 v. Chr.). — Also ist auch CIA. I, 
10, 2 [■i€]&7]X(6gf nicht iJ€]&(i>x(6s zu lesen. . Herw. p. 5; G. Meyer p. 640; Riem. 
Rev. V, p. 146; IX, p. 55, 180; Bamb. Jb. XII, 50; Lautensach 1887, 21. S. auch 
Schweizer, p. 184. Auch auf Delos is&rixaaiv Bull. 14, 389 ff., Z. 6. 28 (279 v. Chr.). 

1557) ^tf)sixe CIA. II, 811, c, 119 (323 v. Chr.). 



— 190 — 

mit X vor: itftijxatfi, itfvfjxivat, «Criyxftig, «o'riyxor*, fiCr^yxora, stfTfj- 
xoTag ^"^). 

9. Seit der römischen Zeit tritt für xad-iaxrixa xad'itstaiiai, und 
für TtQoiffTfjxa Ttgoit^tafAUi auf^*^^®). 

10. Tid^sifiai kommt nicht vor (in Smyrna schon im IIL J. v. Chr.). 
Das Perf. Pass. von Tl&rjiiif wird bis ins I. Jahrhundert hinab durch 
xstfiaif und seine Komposita ersetzt ^'^^^). 

11. Im III. J. n. Chr. begegnen die Optativbildungen d^dot^ doJ^"^). 

b) sifii. 

12. sfpat steht mehrfach für i^stvcct, vereinzelt für 7taQ€tpa&^^^% 

13. Statt Bveazif findet sich in Rechnungsablagen der Jahre 398 und 
320—317 V. Chr. (an der letztern Stelle 19 mal) die Form IV* ge- 
braucht ^^^^). 

1558^ [7iQ]o[(5E(5t](oxa CIA. I, 324, b, 3 (in der Ergänzung sind Dor 4 Bachstaben 
möglich, 408 v. Chr.); [^viajoiai I, 99, 2 (450/400 v. Chr.). Riem. Rev. IX, 90; Lanten- 
sach 1887, 21. — tar[rix\iv (sie) CIA. IV, 1, a, 477, e (V. J.); eiarrixoTa I, 324, c, 19 (408 v. 
Chr.); 'iarrixsv KE. 62, 2 (400/350 v. Chr.) ; itpeaii^xciatv CIA. II, 564, 9 (350/300 v. Chr.); 
iarTjxoTi 758, ß, ü, 32 (c. 334 v. Chr.); [xcc&]€<lTrix6jas 809, a, 184 (325 v. Chr.); x«*- 
sairjxh'tti 812, c, 149 (323 v. Chr.); iairjxoTa 835, a, 10 (320/317 v. Chr.); [xa&ea^Tri- 
x(6g 268, 7 (307/300 v. Chr.); ii^€ajr)]x6Ta 167, 55 (kurz nach 307 v. Chr.); a^ecrnj- 
x[6]r[a] ibid. 85; xad^eaiiiixaatv 478, c, 3 (68/48 v. Chr.). Riem. Rev. V, 169; IX, 90: 
„Chez Thucydide - - on ne rencontre que les formes tirees du radical iata-y ex- 
cepte au participe feminin {d(p€aTr)xv(ai), chez les tragiques et chez Aristophane, 
il semble aussi que les formes tirees du radical iara- sont les formes ordinaires*'; 
folgt eine Liste: iara- 70 mal (ohne die Imperativformen); iarrjX' 5 mal. Lauten- 
sach 1887, 20. 21, der alle inschriftlichen Beispiele beibringt. 

1659^ Über xa&^aTrjxa (bis ins I. Jahrhundert hinab) s. die vorige Note. — xa&€- 
atttfiivoig CIA. II, 471, 24. 80 (Anfang d. I. J. v. Chr.); xa&earaf^ivov 476, 38. 61 (c. 
100 V. Chr.); xa&[t]aTafi^vog ibid. 47; xcc&earaiu^lvovg] EA. 1884, 167—8, 17 (48 vor 
bis 117 nach Chr.). Herw. p. 55; Riem. Rev. V, 171. — j€tiLiri[d-]€lg inl t^ xaXcSg ßiovv 
xttl nQO€aTaa[d]ai CIA. III, 1085, 7fiF. (61 n. Chr.). 

1560) itvaxufjia[t] CIA. IV, 1, b, 373, 143 (VI. J. v. Chr.); vnoxfla&to II, 578, 32 
(nach 340 v.Chr.); [7TQ]6axe[i>]Talt] 701, II, 62 (344 v.Chr.); ^laxetfÄ^vovg] 569, 13; 
Ineiöäv avly]x€ifÄ€Va y navja IV, 2, 1054 g, A, 8 (338 — 323 v. Chr., neben xk((ovtai, 
s. oben S. 47 JN. 351). '— awri^Ufiai (Smyrna) DS.i 171, 62. 71. 93 (246/226 v. Chr.). 

1661) Mol Mitt. 19, 249 ff. Z. 103 (230-240 n. Chr., lobakcheninschrift); Soi 
ibid. Z. 60; anoöol ibid. Z. 101. 104. 

1562) Pur i^f^iyai z. B. in /j[v]€Tv J* eilvui roTg] ovai [KrjlQvxtov CIA. IV, 1, a, 
1, C (500/456 V. Chr.); t6 6k xpi^tpca/Lt« To^e oniog av y aiöivat r^ ßovXofxivff) CIA. IV, 
1, b, 53, a, 26 (418 v. Chr.); ontag av 7j oqkv CIA. II, 1054, 91 (347 v. Chr.); elvat aurip 
ygaipaa^[at] 243, 19 (306/301 v. Chr.), etc. — Daneben auch i^stvat z. ß. i^stvat^ rotg 
(f'QaTQKXQxotg CIA. II, 600, 30 ff. (300 v. Chr.). — Blofses f?r«i. steht für TragsTvat io: 
Tüiv ts ovTüiv xQTjjuäjtov xal tcüv ngoaiovrojv CIA. I, 32, A, 25 (435/416 v. Chr.); 
[aj^q']avog aQ[yv]Qovg, ov JlaiV dv^f^[rix]EVy [oi}]x ^aiiv II, 766, 1 f. (nach 341 v. Chr.). 

1583) ^pi CIA. II, 652, B, 32, neben nqoaeajiv, Z. 28 (398 v. Chr.); 19 mal, 835 
(320/318 V. Chr.). — Riem. Rev. V, 168; Lautensach 1887, 8. Dieterich p. 225. — 
Über tvt=-tvEiai Note 1613. 



— 191 — 

14. In der 3. P. PL des Imperativs von slfii sagten die Attiker 
ovioav (nicht iatoav). Seit 200 v. Chr. begegnet sdtoaaav. In christlicher 
Zeit taucht ^rw auf^*^*). 

c) Verba auf -vv/i**. 

15. Was den Obergang der Verba auf -vviii in die Flexion der 
Verba auf -w anlangt, so schreibt das V. Jahrb. v. Chr. ofiPVTOd, ofivvv- 
%(üv^ ofAVvvai, einmal d^vvovToayi das IV. Jahrb. noch ofivvvai^ aber 
daneben schon äfivvop. Erst seit dem II. Jahrb. y. Chr. nimmt auch der 
Infinitiv die Endung der thematischen Konjugation an: aTQtavvvsi^v (200 
bis 150 V. Chr.), oi^^vveiv (48 vor bis 117 n. Chr.)^*«'^). 

16. Die medialen Formen des Präsens und Imperfekt gehen nicht 
in die thematische Konjugation über^*^**). 

17. dpoiyo) ist die altattische Form: äpoiyEv (VI. — V. J. v. Chr.), 
avpapotyoPTODV (420 v. Chr.); äpoiyvvfii erscheint erst in der 2. Hälfte 
des IV. J. V. Chr.: äpoiypvfiipag (347 v. Chr.)^*«0- 



1*6^) [at ^k SCxat 'Ad^TjVTjai ovJiov CIA. IV, 1, a, 22, a, frg. c, 11 (450/447 v. Chr.); 
at <ff TTQtx^sts oyt(ov I, 29, 6 (445/441 v. Chr.); (pvXttnovTfg iriv aipfT[iQav aviuiv fjv 
T^ T€Tayfiiv({) ovxüiv I, 40, 46 (424 v. Chr.). Riem. BaU. Ill, 503. — lo anderen Dia- 
lekten saiüiv: CD. 496, A, 21 (Chios, 450 v. Chr.). — earataav CIA. II, 624, 12. 15 (D. J. 
V. Chr.); III, 23, 36 (Kaiserzeit). Laotensach 1887, 7. — - ijko CIA. III, 3509 (christlich), 
vgl. dazu Schweizer p. 177 f.; Dieterich p. 227. 

1565) a) V. J. V. Chr.: inof^vvvali] CIA. I, 2, B, 13 (500/450 v. Chr.); of^vvvai I, 9, 
15. 20 (464/457 y. Chr.); v7roC<*ivvva[6] (sie) (Brugmano p. 291 möchte darin noch die 
alte lautgesetzliche Bildung mit einfachem v erblicken) I, 77, 9 (450/400 v. Chr.); 
ofivitTtov IV, 1, c, 42, 19 (423 v. Chr.); o/nvvrüf IV, 1, a, 116, d, 5 (nach 420 v. Chr.); 
ofxvvvjtov IV, 1, a, 71, d, 24 (420/413 v. Chr.). \afji\(f)iivvvovaiv CIA. 1, 93, 11 (nach 
420 V. Chr.), was VVeckl. p. 32 zitiert, kann \afi\(fKwvoHHv gelesen werden. — 
ofivvovrtüv CIA. IV, 1, c, p. 142 sq., Z. 15 (420 — 17 v. Chr., io einem Vertrag mit den 
Bottiäern). 

b) IV. J. V. Chr.: of^vvvat CIA. IV, 2, 7b, b, 8 (394/387 v. Chr.); ü, 52, 37 (368 
V. Chr.); 140, 9 (356/333 v. Chr.); 578, 13 (nach 340 v. Chr.); ÖEixvÜaa (Poesie) KE. 
84 (IV. J. V. Chr.); Inofjtvvvrag CIA. IV, 2, 841 b, 74. 75—76 (IV. J. v. Chr.). — neben 
[o^]uvvov CIA. II, 160, 13 (336 v. Chr.). 

c) II. J. V. Chr. -- Kaiserzeit; \o]iiQ<o\vvviiv CIA. II, 624, 9 (I. Hälfte d. II. J. 
V. Chr.); ofxvvHV EA. 1884, 170, 26 (48 vor — 117 nach Chr.). Weckl. p. 32; Riem. 
Qua rat. p. S8; Rev. V, 179; Bamb. Jb. VIII, 207; Laotensach 1887, 8. 

1566) [^ivy\vvfiivui CIA. I, 324, c, 9 (408 v. Chr.); avoiyvvfji^vag U, 1054, 88 (347 
V. Chr.); MiCxvvrai II, 183, 10 (332/322 v. Chr.); diixvvY7a[i] 196, 8 (330/326 v. Chr.); 
h'6H[x\vv^svog 195, 9 (330/326 v. Chr.); ano6iixvv[o]^a{*] 414, 19 (200/197 v. Chr.); 
ImöcxvvfjLivov (sie) 4S2, 67 (39/32 v. Chr.). Nach Lautensach 1887, 8. 

1"") avoCyEv CIA. IV, 1, c, p. 139, U, 18 (510—480 v. Chr.); awavoiyovifov 
I, 32, A, 16 (420/416 v. Chr.); avoCyovaa ü, 622, 14 (II. J. v. Chr.). — avoiywfdivag 
1054, 88 (347 v. Chr.). Laateosach a. a. 0. — Thokydides kennt nur die erstere Form. 



— 192 — 

§ 77. Genera verbi. 
a) Aktiv und Medium. 

1. Intransitive Verba zeigen mehrfach die Neigung mediale Form an- 
zunehmen. 

2. Eine Inschrift des VI. Jahrhunderts scheint dTgatevstp gehabt 
zu haben, während die Inschriften des IV. und III. Jahrhunderts nur noch 
otqat€veadai> kennen (5 Stellen) ^^^^). In in^axqaxsvBiv erhält sich das 
Aktiv bis ins lU. J. v. Chr.) hinab i«^«»). 

3. Statt diaHysad-ai erscheint seit dem II. Jahrh. v. Chr. auch 

4. änoQovfiai. im Sinne von ano^ä erscheint schon um die Blitte 
des IV. J. V. Chr.i»^^). 

5. rä dsoiAsva (= t« diovra) ist zu belegen seit 350 v. Chr. **'*). 

6. löov {==ztdi) begegnet bereits auf einer altattischen Vase^*'*). 

7. Der Ausdruck rqonaiov lazdvai, (nicht lataad-ai) wird bestätigt 
durch eine Inschrift des IV. Jahrhunderts^*^*). 

8. Über xa&ictTaiAat (spät) für xad'itSTrixa s. § 76, 9. 

9. yiyova und ysyivfifAat finden sich neben einander, doch ist die 
erstere Form häufiger, auch fast 100 Jahre früher bezeugt ^*^*). ysyit^fi' 



1588) aTQaTl€v€iv] CIA. IV, t, b, 1, a, 3 (570/560 v. Chr.). — aTQtnsvea^ai IT, 176, 
30 (330 V. Chr.); IV, 2, 245, b, 15 (vor 307 v. Chr.); 614, b (307/286 v. Chr.); CIA. U, 
314, 22 (285 v. Chr.); 317, 7 (281 v. Chr.); IV, 2, 345, c, 29 (l. H. des III. J. v. Chr.); 
385 f, 15 (IL J. V. Chr.) and soost. 

iw») i7italT]Qar€vaavTag CIA. H, 323, 9 (277 v. Chr.). 

1670) ^iaXäyovr[og avTov ntql x^? ^vvo(a\g rjg txovai nqog ndvrag *Adfivaiovs 
CIA. II, 605, 8—9 (Auf. II. J. v. Chr.); 6iaXyy€iv\ fi^iXrii] Ziebarth 16, 4. 5. Der 
Antiatticista konote SiaXiyatv aus dem Komiker Hermipp belegen (Bekker 88, 29). 

»") CIA. 11, add. 115, b, 34 (Mitte d. IV. J. v. Chr.); 266, 8 (c. 303 v. Chr.). 

157^) oixoSofiriaai, la Seofisva CIA. II, 573, 3 (kurz nach 350 v. Chr.); iniaxevdtrai 
T« SsofjLtva 1058, 15 (350/300 v. Chr.); (maxevccaavn t« dtofjLSva IV, 2, 834 b, II, 19 
(329 V. Chr.); t« ösofitva oaa CIA. II, 321, c, 7 (278 v. Chr.). — Das Aktiv Doch 
xavä . . noifbg ivog diovra CIA. 11, add. 682, c, 9 (c. 356 v. Chr.). Vgl. Note 1370. 
1378. 1418. — Über nqoad^HV und nqoa&eTa&ai (gieichbedeuteud) s. W. 1463. 

«73) Uo{v), resp. i6o(v) KV. 133 (altattisch). 

1674) \ytavla\xog iQ6n[aC\ov ta\i\dg CIA. II, 708, 26 (nicht vor 340 v. Chr.). Riem. 
Rev. IX, p. 90. 

1576) [y]^yov6Ta CIA. I, 9, 9 (464/457 v. Chr.); ytyov[6Tag] 40, 17fif. (424 v. Chr.); 
yiycyviv 699, H, 7. 11 (350 v. Chr.); 270, 12 (302 v. Chr.); IV, 2, 614, b, 69 (307/286 
V. Chr.); 623, e, 27 (maked. Zeit); Mitt. IX, 290, IH, 27 (II. J. v. Chr.), etc. 



— 193 — 

fjLai. läfst sich erst seit 376 v. Chr. belegen ^*^®). Ein Unterschied in der 
Bedeutung ist nicht nachzuweisen^^''). 

b) Medium und Passiv. 

1 0. Von ävoiyoü und f^aati^yoio wird noch im IV. Jahrhundert das 
Futurum Medii in passiver Bedeutung gebraucht: dvoi^sTui, ^ ^t;^«"'*). 

11. Dagegen erscheint schon von 350 ab das aoristische Futurum 
ztfAfid'ijaofiai^^^^). TifAijaofiat als Futurum Pass. ist nicht nachzuweisen. 

c) Deponentia passiva. 

12. Mediales Futurum und passiven Aorist haben : öiaXiyojiai^ im- 

13. Passiven Aorist (das Futurum fehlt) zeigen: ßovXofiat, diofiat^ 

14. Ein passives Futurum bildet noQsvofiai,^^^^). 

15. In einer Inschrift von 34 v. Chr. erscheint ysvfj^sig^'^^^). 



1576) y£y^vrjvTtt[i>], zum erstCD Mal, CIA.. II, 555, 9 (376 v. Chr.); [y€y€]vrjfA^vccg 
54, a, 24 (363 v. Chr.); ytyevrifjiivovq IV, 2, 179, b, 24 (325 v. Chr.); II, 564, 19 (c. 300 
V. Chr.); 312, 19 (287 v. Chr.); EA. 1884, 167—8, 11 (röm. Zeit). 

i"7) Vgl. XQ'nOi't^oi ytyovaaiv CIA. 11, 270, 12 (302 v. Chr.) öod [avrjQ aya^og] 
y€y^vr)Ta[i] 555, 9 (376 v. Chr.). — Vgl. ferner; aviri (sc. ^ vavg) xaivri yfyovsv 699, 
n, 7. 11 (350 V. Chr.), neben JoTg yfyevrjjüi^voiQ «urv/ijaKor* 312, 19 (287 v. Cbr.); ooa^ 
InMaecg yeyovaaiv 331, 62 (271/265 v. Chr.). 

1578) uvoC^nat ri ^vqa CIA. II, 1054, 25 (347 v. Chr.). Riem. Rev. IX, 90. 
S. dazu auch Wackernagel, KZ. 30, 306; Bragmann p. 465. 

1579) «V J^ T*f kri(fd-H - - fjLaatiytolalExai TtsvtrixovTtt nXr^ag CIA. II, 841, 7 — 10 
(c. 300 V. Chr.). Lautensach 1887, 26. 

1580) ufjLri&[^]aiiai CIA. II, 575, 9 (350/300 v. Chr.); ufÄrj&riaoviai IV, 2, 614, b, 
72 (307/286 v. Chr.); II, 613, 20 (298 v. Chr.); 617, 19 (um 250 v. Chr.); 594, 21 (127 
V. Chr.). Herw. p. 70; Riem. Rev. V, 180; IX, 184; Lautensach 1887, 17. Vgl. 
K.-Bl. II 112. 

1581) SuX^x&r], ötnXEx-nCg CIA. II, 314, 14 (284 v. Chr.) neben ^laU^of^ivnv 323, 
15 (277 V. Chr ). — insjLiiXrjd^aav 872, B, 2 (341 v. Chr.) neben iTTi/nfWriafa&ai IV, 2, 
109, b, 15 (347 V. Chr.); Ini/usXriaovTali] II, add. nova 15, b, 3 (387 v. Chr.); 300, 42 
(295 V. Chr.); ^TiijueXrjaloju^vovg] 567, 16 (285 v. Chr.). — nQoevorj&r) 11, 469, 55 (I. J. 
V. Chr.) neben [7iQ]ovorja6f>i€vov EA. 1884, 167—8, 18 (48 vor— 117 nach Chr.). 
Lauteosach 1887, 26. — Aber incfieXri&riaofxai (Astypalaea) CD. 156, 25 (vor 146 
V. Chr.). 

1582) ßovXriß6VTo[g] CIA. II, 605 (Anfang d. ü. J. v. Chr.); l^Sfi&riaav 489, 8 
(2. Hälfte d. I. J. v. Chr.); avlv]^af^ri 312, 18 (286 v. Chr.); (pri&rj 285, 10 (gegen 300 
V. Chr.); itpiXoitfA^^riaav 310, 8 (nach 287 v. Chr.); IcpiXortf^ri^rj IV, 2, 574b, 8 (c. 350 
V. Chr.). Aufser dem letzten Zitut alles bei Lautensach 1887, 26. 

1583) noQ€v»riaovTaL CIA. II, 86, 2, (376/361 v. Chr.). Lauteosach 1887, 26. 
»84) CIA. IV, 2, 630, b, 10. Vgl. Schweizer, p. 181. 

Meisterhans, Grammatik, 8. Aufl. 13 



ß 



— 194 — 

d) Deponentia media. 

16. Von tpfi(pi^ofi(Xi hat in der altern Zeit das Perfekt immer passive 
Bedeutung: iipfjcpiax^ai zw difjuw, rä iipfjtpiafAiva. Erst seit 341 v. Chr. 
findet sich das Perfekt auch medial gebraucht iipTfifiatai, 6 d^fiog^^^^). 

17. Bis ins IV. J. v. Chr. läfst sich dnsxQ^rdfi^v belegen ^*®^*). 

§ 78. Seltene Verbal- and Nominalformen. 

1. Die inschriftliche Prosa der klassischen Zeit weist mehrfach Verba 
oder Verbalformen auf, die handschriftlich nur durch Dichter oder Gram- 
matiker belegt waren. 

2. So verwendet ein Staatsdekret vom Ende des IV. Jahrhunderts 
das nur durch eine Glosse des Hesych bekannte Wort ädovaidlsad'ai, "**) 
(= „sich anschliefsen")- 

3. Ein anderes Staatsdekret des V. Jahrhunderts (auf den Kultus 
bezuglich) gebraucht die poetische Form &X(pri (von aie^aVo)) ^*®^). 

4. Die Aoristform inid-ovTO begegnet in einem Staatsdekret von 
c. 380 V. Chr. ^^8»). 

5. Ebenso sind aus attischen Prosainschriften (Inschriften des Hiero- 
phanten) die Formen imcoipaTo (= „er ersah sich", „las aus", von 
ifpOQcico) und rovg iniocfd^ivxag (= „die Ausersehenen") zu belegen^*®'). 



«86) [t« . .] kxpruptafjLiva (sie) t^J dr^fjn^ CIA. IV, 1, b, 27, b, 23 (439 v. Chr.); 
noiTiari T« i\ljr}(ptajuiva IV, 1, b, 53, a, 18 (418 v. Chr.); Xv€iv rt rcüv iiprj(pt[afdhtovl 
(sie) CIA. I, 31, A, 22 (444/440 v. Chr.); t« i\prj(ft{afi^vtt]y « lipriipiaro („beschlossen 
war"), « . . ((f^^v Ixprjiptafiiva 32, B, 3; A, 4. 5 (435—416 v. Chr.); [i%pri(f£]ad-ai> r^ 
6rifjL(^ n, 17, A, 15 (378 v. Chr.); i\pr](pla&ai TJT ßovl^ Bull. III, 474, 5 (369 v. Chr.); 
CIA. n, 55, 9 (363 v. Chr.); liprjtp^a&at t^ örifi^ 57, 6 (362 v. Chr.); [i]\jfri\(f\iad^ai t^[«] 
ßovXri[C\ 66, 10 (356 v. Chr.); irprj(fC[a&tti t^l ßiovXy'] 76, 12 (vor 350 v. Chr.); iipri- 
(f)ta&ai Üeigaievai 573, 14 (c. 350 v. Chr.); ixpritfLafiiva rj ßovkri 114, A, 9 (343 
V. Chr.); iipri(fCa&a& rotg (pvUjatg 872, A, 27; ß, 1 (341 v. Chr.); [k\pri\ff>lad^ai Aafxn- 
TQ€vatv 582, 2 (Ende d. IV. J. v. Chr.), etc. 

Medialer Gebrauch: o drjfjiog iiln^tpiarai CIA. II, 116, 10 (341 v. Chr.); ro 
xoivov ^\prnptajai 323, 5—6 (277 v. Chr.); 6 ö. l 332, 20 (267/265 v. Chr.); Aaxtßai^ 
fjLoviot . . ^ialv iiprjtpcafi^voi ibid. Z, 23; [o dij/nog ^v ^]xprj(f taf^ivos 380, 13 — 14 (kürz 
Dach 229 v. Chr.); (ipricpLaTat. 6 örifxog 413, 10 (2ü0 v. Chr.). 

iö85a) inoxQCvaa&ai CIA. IV, 1, a, 27, a, 47—48 (446 v. Chr.); ant\xQ\lvavto H, 
add. 52, c, 21 (368 v. Chr.). lo xoiv^ anoxQid^TJvai, s. K.-Bl. II 466 f. 

1586) ^f^y (fvkrjg xal Srjfxov xal (fgarlglag elvai ä\vj(^ dSovaia aaa^aiy ^g 
av ßovkriTa[i] CU. IV, 2, 252, e, 15 (Ende d. IV. J. v. Chr.). Vgl. J. and Th. Baanack, 
Studien auf dem Gebiete des Griechischen und der arischen Sprachen I 24. 

1587) ix^r^ CIA. IV, 1, b, 53, a, 15 (418 v. Chr.). 

1588) ^nC^ovTo CIA. 11, 38, 14 (vor 380 v. Chr.). Riem. Rev. V, 173; Bamb. Jb. 
Vm, 210. 

1889) TorffcTf lni(a\p[ax]o 6 t6Q0(fttVirig CIA. II, 948, 1 (330/309 v. Chr.); ini- 
o(p»yvTttg] 949, 2 (um 300 v. Chr.). Riem. Rev. IX, p. 90; Bamb. Jb. Xu p. 56. 
Lautensach 1887, 15. 16. Köhler zu Nr. 948. 



— 195 — 

6. Auch in Norainalformen finden sich lonismen. So brauchen 
zwei auf den Kultus bezügliche Inschriften des V. Jahrhunderts v. Chr. 
die Wörter: ^vvog und naQatßdTfjg^^^^). 



V* Syntax. 

§ 79. Das Subjekt ergiebt sich aas dem Zasammenhang. 

1. Das Subjekt braucht nicht durch ein besonderes Wort ausgedrückt 
zu werden, wenn es sich aus dem Zusammenhang ergiebt: oö*« ip totg 
fisQsaiy, äysyiyycaaxsv ix tov ßißXiov (nämlich der Sekretär, 346 

V. Chr.)''^''). Vgl. icrdlnirU 

2. Über den Wegfall des Subjektes bei kurzen Aufschriften s. das 
Nächstfolgende. 

§ 80. Das Prädikat ergiebt sich ans dem Zasammenhang. 

1. iaiip fehlt bei kurzen Aufschriften unter Statuen, auf Weg- 
weisern u. s. f. OQog TSfiivovg (= oÖ€ saxiv OQog); inoixiov €{i)g 
IloTsiäahav (= zods äyalfid iati, T<ap . . .). — icftl fehlt ferner bei 
Ausrufen: sag ^dfj'^^^^). 

2. Auch in Rechenschaftsablagen bleibt iativ (staiv) häufig weg: 
TCöV ifJijcfMV ccl TSTQvnijfi^van H: {= ixarov stt^^y^^^). 

3. Einmal fehlt ^v: ovrog änicpvysv nagcop xal änokoyovfispog' 
To dhxaaxiqQvov iy (Sxoä tj no^xllfj (350 — 300 v. Chr.)^*^®*). 

4. Der Konjunktiv fj ist nie weggelassen"®*). 

5. Dagegen mangelt einmal der Optativ eXfj: svoqxovvti fiiv fioi 
nolld xal dya&d (c. 340 v. Chr.)"»«). 



1590) ^y |i;y^ CIA. I, 2, c, 16 (500-456 v. Chr.); Tragaifiarric I, 5, 1 (500—456 
V. Chr.). — Riem. Rev. V, p. 173. 

1591) dvfyiyi,(oax€v ctc. Mi«. VII, p. 368 (346 v. Chr.). 

^^92) ^QQg T€fiivovg iTKovv/LKov uid-qvtjd-sv (ath. Inschrift v. Samos) IGA. 8 (V. J. 
V. Chr.); InoCxmv etc. CIA. I, 340 (429 v. Chr.); Uq ri^n KV. 133 (altattisch). 

1593) j^y rfjtjtftov etc. CIA. II, 778, B, 7 ff. (350/300 v. Chr.). 

1594) ovTog etc. CIA. II, 778, B, 2 ff. (350/300 v. Chr.). 

1596) ix rriq noXmg, o&€v av y 6 xagnog CIA. IV, 1, b, 27, b, 19 (439 v. Chr.); 
ou (iv €1 xdlkiaiov II, 613, 17 (320 v. Chr.), etc. 

i^^ö) €voq(x)ovvti fi[^v] if4)oi 7ioX[l]ä xa\l aytt]&(t, d (f imoQXo[Qr}V tavavtla 
CIA. II, 578, 12 (nach 340 v. Chr.). Herw. p. 51. — Vgl. [ivoqxovvxi fiiv uoi] «[Q)? 
noXXä xall aya&a] CIA. H, 842, Iff. (HI. J. v. Chr.). 

13* 



— 196 — 

6. Ein beliebiges Prädikat kann fehlen: 1) beim Ausruf: toI rijvds 
Evd'ViiidTiq (sc. ay^aiperV^^'^)'^ 2) wenn es kurz zuvor gesetzt war, so: 

a) In Relativsätzen: (fidXrj ägyvQa, ^p ^scQXQdcijg AXo%q(avoq 
0akfjQ€vg av4&fjxfp, (Srad'iiov tavTfjg . . ., (piaXti ccQyvga, fv Av<Si>- 
lAOLXfi Tfjlefidxov f^iJTfjQ (sc. avid-fixBv)^ sv jf xo yoqyovsXov (398 
V. Chr.) ^*»«). 

b) In Bedingungssätzen: idv [liv oiAoXoyäaiv . • ., idv di fAi^ 
(424 V. Chr.). 

c) In Vergleichungssätzen: rovg d^ dXXovg xeXetv €{l)g Xal- 
xlda xa&dTrsQ ol älXoi XaXx^d(ifi)g (446 v. Chr.). 

d) In Temporalsätzen: tafiiag ds äjioxvafbsvsiv • . ., oxafbTtsQ 
Tag dXlag aQxdg (435-416 v. Chr.)!«^»»). 

e) In Verzeichnissen von Weihenden fehlt oft im Verlaufe ävi- 

7. Das Verbum dvvaa&ai fehlt gewöhnhch in den Ausdrücken dg 
xdXXt(STa etc. ^*°^). 

8. Das Verbum ßovXea&a^ ist zu ergänzen in der Wendung zQÖnod 

9. Besonders zu erwähnen ist noch die Formel: rd ^ih aXXa (sc. 
sat(ü\ xad'dnsQ 6 dsXva (sc. eins) und td fiip äXXa xad^dnsq t^ 

ßovXy (sc. ixpri(fi>(STai,y^^^). 

§ 81. Das Objekt ergiebt sich aas dem Zasammenhang. 

1. Vgl. Innixog xexqvcfaXog^ ix'ijpi'Cc, Ssvotiiiog dvid-fixs (seil, 
amd) 1«°*). 

2. Tid'e(Sd'ai steht für xid^sad-ai zd onXcc in dem Ausdruck xld^sif^ai 
nqog xijv noXhV (282—280 v. Chr.)!«"^). 



«97) %ol etc. KV. 195 (altattisch). 

1698) if^iulri, etc. CIA. II, 652, B, 4 (398 v. Chr.), ebenso 654, bc, 9 ff. (dieselbe Zeit). 

1599) CIA. 1, 40, 23 f. (424 v. Chr.); IV, 1, a, 27, o, 55 (446 v. Chr.); I, 32, A, 13 f. 
(435/416 V. Chr.). 

1600) Vgl. Mvrjaü) ß[a]TQaxi6a • Navalg tfiariov • Klscj afjinixovov • 4*lXri n€Qi- 
riyrjTov • T[€]taixQdT€ia xavdvv noixiXov CIA. II, 754, 16 ff. (349 v. Chr.); TttQavrtvov 

Ttsgl t(^ edei t^ «9;f«[tV] @f«^^ ^^^' 39. 

1601) z. B. CIA. II, 86, 1—2 (376/364 v. Chr.), etc. — Aber tos fj^vvaTO xalli- 
OTov CIA. II, 420, 12 (II. J. V. Chr.). 

1602) CIA. II, 17, A, 42 (378 v. Chr.). 

1603) Die erstere Weadong z. B. CIA. IV, 1, a, 27, a, 70 (445 v. Chr.); vgl. CIA. 
IV, 1, b, 27, b, 47 (439 v. Chr.). Die letzte WeoduDg CIA. II, 38, 6 (vor 380 v. Chr.), etc. 

1604) CIA. n, 652, B, 24 (398 v. Chr.). 

1605) Xaßovxog lov Stjfiov rä onXa vnkq t^? ^Xev^[eQC]ag xal 7raQaxaXov[v]Tqg 
xal Tovg aTQ(tu(6T(tg Ti&€a&a[i n](>bg iriv noXtv CIA. II, 317, 9 ff. (282/280 v. Chr.). 



— 197 — 

§ 82. Genaskongrnenz. 
A. Bei lebenden Wesen. 

1. Bei lebenden Wesen überwiegt nicht nur das Maskulinum über 
das Femininum, sondern auch das Neutrum über das Femininum; vgl.: 
Tov TtQoßdvov xal Ti^g aiyog sxäoTOv (329 v. Chr.)^*°*^). 

2. Der Ausdruck JeV^y (= die attischen Geschlechter) hat das no- 
minale Prädikat im Maskulinum des Plural: oncog av ovv xal tcc 
rivq tfaivrjxai, Tt[ji,(aPT€g rovg ovtag eiivovg (c. 300 v. Chr.)^*^^). 

B. Bei Sachen. 

3. Bei mehreren Gegenständen verschiedenen Geschlechts steht das 
Prädikat (resp. das Relativ): 

a) Im Neutrum Pluralis: olxiai (dvo) xal ypa(p€tov, a 
nv (358 V. Chr.)i«o»). 

b) Mit dem letzten kongruierend: xsXqegf nQoaoüTtoy, 
nodeg Xld^i^.voi. (sc. Blaiv, 346 v. Chr.) i««^). 

4. Über die gewöhnliche Norm hinaus fällt folgende Verbindung: 
aTXsyyl'Seg^^^^) inltfjxvoi (ixazop TQctg) xal axicfavog aataTog, ag 
Nixiag ^Ad'rjvaiog avid"rixs (354 v. Chr.). 

5. Noch Auffälligeres hinsichtlich der Genuskongruenz bietet eine 
Inschrift von 320 — 317 v. Chr. (Katalogisierung des Asklepieions), wo Ver- 
bindungen vorkommen wie: axifpavog xQ^^ovg, o (=„was") äv^^fjxs 
— TVTTOir {TQ€tg), a ay^d'tjxs^^^^), 

9. Zweimal findet sich in Rechnungsablagen von 390 und 385 
V. Chr. ij di bezogen diuf (^(pgayldia ('= CfpQayXdsgy^^^). Den Dekreten 
sind derartige Versehen fremd. 



1606) jo{j nqoßajov etc. CIA. IV, 2, 834, b, ü, 77 (329 v. Chr.). 

1607) ^jjfog Sv ovv etc. CIA. IV, 2, 597, c, 10—11 (viell. jünger als das IV. J. 
V. Chr.). 

1608) oixlai II xal yva(feli:]ov « [^v] CIA. H, 817, A, 28 (358 v. Chr.); hf^Cxovv, 
/ovg ;^a>l;«o add. 682, c, 12 (nicht vor 356 v. Chr.); otfd^aXfjiol xal ^£g, a aviS-rilxe] 
835, c— 1, 89 (320/317 v. Chr.). 

1W9) yvprj inl ßrjuntog ^vXlvov, /siQeg nqoatonov nodig ki^ivot (sc. €ia£v), 
ccvrrj ^x^i etc. Mitt. VII, p. 372 (346 v. Chr.); onmg (T [a]y x[a\] ol oqxoi xal al aw- 
&r}xai, ag avvid-Eio XaßgCag^ 6 ai[Q]aTr]y6g, x«[l] eSfioae KiCovg vnlg lAd7iva£(ov xal 
KelbJV ovg xct[Tr}]yctyov l'A]d-rjvaLoij xvqiai ^ai IV, 2, 54, b, 17 ff. (363 v. Chr.); (ora 
ö6o xal o^ovTsg, ovg avi&rixev UgiajayoQa CIA. ü, 835, c— 1, 24 (320/317 v. Chr.). 

">o) [oiXiyyiSh]g Iniirixjoi Hill, xal aiiifavog etc. CIA. ü, 818, 8 (354 v. Chr.). 
Vgl.: TQtriQStg laaSf . . avxag xal rä axsvrj a/griaTovg yiyovivai 807, b, 42 (330 v.Chr.). 

1611) aT4\(fav]og /gvdovg, o dv^&rjxe CIA. H, 835, c— 1, 8 (320/317 v. Chr.); 
onia&e Ti\g d^v[Qag\ h agiOTSgag tvnoi III, a avidnrixe ui€((o)vTCg ibid. Z. 62 ; nament- 
lich, wenn das Maskulinnm mit Zusätzen versehen ist, vgl. Z. 11; 26; 27; 32 etc. 

i«i2) Belege unten, 1955. 



— 198 — 

§ 83. Nameras. 

A. Singularis. 

1. Das Prädikat steht häufig im Singular, obschon das Subjekt ein 
Plural ist, oder aus mehreren Wörtern besteht. Es geschieht dies nament- 
lich, wenn das Prädikat vorausgeht: snsaT^v nid'Ot ( — „Inhalt: 
Fässer^^ 415 v. Chr.); iiilad-axssv 6 ßactiXsvg xal ol nd^sdqoh (329 
V. Chr.); TQt^gaQxog* JiodoToq^ Kfiifiaodoxog^ ^Ayvod^fbog, etc. (334 
V. Chr.) 1«»»). 

2. Auch wo das Prädikat nachfolgt, kann es im Singular stehen, 
wenn die verschiedenen Subjekte als ein Begriff aufgefafst werden: o 
d^fjbog xal ^ ßovXij inltSTaiai (343 v. Chr.)^*"*). 

3. Auffälliger ist: 0vaiv(a) xal MaX^dx^ ävi&fjxev (349 — 344 
V. Chr.) 1«^»). 

4. Bei Kollektiven kann das Reziprokpronomen in den Singular 
treten: xegafACocSsi KoQiVx^iip xegctfiM aqiioTTOvti nqog äXlt/lov (347 
V. Chr.)^"«). 

B. Pluralis. 

5. Nur einmal steht bei einem Neutrum Pluralis das Prädikat in 
der Mehrzahl: xad'tog inetatTov avxotg tä ipfifplafiatcc tilg ßovX^g 
xal Tov dijfAOV (I. J. V. Chr.)^*"). 



W13) Riem. Rev. IX, 94 f. — Vgl. ^neariv lnC&]oi etc. CIA. I, 276, 6 (416 
V. Chr.). — kfjLla^taaev o ßaadivg xal ol naQsdqot IV, 2, 834, b, ü, 31 (329 v. Chr.); 
rjyays KaQl(üV, IdqiCfiag, Kv\7iQi\ogy JEvxXrjg, Kovtov CIA. 11, add. 834, b, I, 59 (329 
V. Chr.); tt^fjLS jdrjjLn^jQiog, ^EgyaoCtov, KvTTQtog, Evaqxog^ MlXaxog ibid. 49. — 
Besonders zu erwähoeo ist das von Riem. Rev. IX, p. 176 (nnd Note 3) erwähnte 
•tvno[i (fu]o, tvi oipd^akfjLoCy xQvaovg xal ägyvQovg CIA. ü, 835, c— I, 52 (320/317 
v.Chr.), „le sens est qae dans chacan des deax jvnot se troave an seal ofp&al- 
fiog^^. Vgl. ferner: IxQrjfiaia a]v€x6fita€v xaxa %p^q)tafia ^rifi[oVy o] fylQaxl/i 
^T}fAOx]aQrjg Aevxovoivgy ^A{Q\s[o]nay[t]T[ü3i\v o%6f folgt die Aufzählung DS. 181, 34 ff. 
(306/304 V. Chr.) — neben avfinav xe(pdlat[ov rwr /^i?|UaTwv oir] dvBxofnaav 
!dQ€07ta[yv]7ai ibid. 42 ff. — [luv Sk Tvy]xt*v[v\^ "^^^ noketov [noiovfiivwv r]^ 
avfifiaxCav nqog li&rjv[a£ovg arrjlXai ovaai ^A&rjVtjai dv€niTri6€io[if rj^y ßovXriv rrv 
del ßovXevovaav xvgiav s\iv]ai xa&acgeTv CIA. II, 17, A, 31 — 35 (378 v. Chr.). — 
TQiriQaQxog' Jioöotog 4>UCvov ldfj,a^avT{et€vg) , KriiptaodoTog Üqa^nikovg JSv- 
ßiqCSrig), 'Ayvoßrifiog etc. CIA. 11, 804, A, b, 17 ff. (334 v. Chr.). 

1614) B[ji] 6 örifAog xal ^ ßovXri inCararai CIA. H, 114, A, 14 (343 v. Chr.). 

1615) CIA. II, 754, 13. 14 (349/344 v. Chr.). Vgl. [Mv]riaid6T}g xegaf^evs fiB xal 
*Avdoxl6rjg dve&rixiv CIA. IV, 1, b, 373, 215 (VI. J. v. Chr.). 

!•") CIA. II, 1054, 58 f. (347 v. Chr.). Riem. Rev. IX, 85. 

1^ CIA. II, 467, 23. — Zur Erklärung des Plurals an dieser Stelle lassen sich 
zwei Gründe geltend machen: 1) die Psephismata zerfallen in eine Zweiheit: Volks- 
beschlüsse, Ratsbeschlüsse; 2) die Formel lautet gewöhnlich: oZ re vofjiot xal id 
xpritpCafiaia ngoardTTovatv, vgl. CIA. II, lidd. nov. 567, 10 (284 v. Chr.). 



— 199 — 

6. Bei Sammelnamen im Singular erscheinen Zusätze häufig im 
Plural: ovg av slrjiat iy ßovl^ acp^v amäv (446 v. Chr.). Doch findet 
sich auch der Singular : riyv dk ßovXijp^ tovg P (= nsvraxofflovg), im- 
lisXsXad'aif Tov anoöToXov xoXd^ovtfav rovg dtaxtovptag (325 
V. Chr.) 10^8). 

7. äXXog iig hat pluralische Natur: 6 ßaaiXevg ^ aXXog t*^ olg 
TiQoachaxTaif (418 v. Chr.); ebenso auch das einfache tig: iäv di zig 
liij Tcoiijasi, olg ixacfza nQoazhaxiat, ^ ccqxohv, ij Idtoiz^g (325 
V. Chr.)i«iö). 

8. In Katalogen steht zuweilen der Plural, obgleich nachher nur ein 
Gegenstand aufgeführt wird: ddoxifioi xdoTtai d'qavhidsg I (=„1 Stück"), 

neben ddoxifioi xcSnai &qavXtig I und ddoxifiog d'qavXvig I 377 

V. Chr.) 1020)^ 

C. Dualis"2i). 

a) Daalis des Verbams. 

9. Bei zwei Subjekten erscheint bis 417 v. Chr. das Verbum in 
der Form des Dualis: dved'Sirjv (6 mal), it^t^adTijp, CTro^^craT^v (3 mal), 

Im Mittel- und Neuattischen hingegen kommt fast nur noch der 
Plural vor: oti sazov ävdge dy[ad'(a] (386 v. Chr.), diber xdgzai iconj- 
x^-^dav dvo (408 V. Chr.); al ds dvo xqiriqsig diedixdad^riaav i^hi 
V. Chr.); 2ndqTOxog xal JlaiQiaddfjg, Asvxcavog natdsg, dvid^söav 

(347 v.Chr.) ^«23)^ 

b) DuaUs des Nomeas. 

10. Der Dual im Altattischen (bis 409 v. Chr.). Bis 409 zeigt 
das Nomen in der Zweizahl (mit oder ohne ovo) immer nur die Dualform, 



*^^^) ovg av sXrjfiai rj ßovlri atfmv ccvtcSv CIA. IV, 1, a, 27, a, 67 (446 v. Chr.) 
— Tiyr dh ßovXriv, Tovg, etc. ü, 809, b, 10 ff. (325 v. Chr.). 

1619) ^ (iXXog Tig, olg n^ooT^axtai CIA. IV, 1, b, 53, a, 18f. (418 v. Chr.). — 
ittv 6ä Tig fxri Trottjafi, oig etc. CIA. 11, 809, b, 1 flF. (325 v. Chr.). 

i620) CIA. II, 791, 45. 54. 96. 95 (377 v. Chr.). 

1821) Über deo Dual io d. att. loschriften haodelD : Weck), p. 13 — 18; Riem. 
Rev. V, 163; IX, 92—94; Reioach 272—275; Keck in der in der Einleitung genannten 
Schrift, vgl. die gehaltvolle Rezension von Wackernagel Phil. Anz. 1885 p. 189 — 201; 
Hasse, der Dual im Attischen 1893. 

1622) Vgl, j>jote 1394. Keck p. 11 ff; Hasse p. 49ff.; Lautensacb 1896, 30 ff. — 
AusDahme: CIA. IV, 1, b, 373, 180, p. 98 (VI. J. v. Chr.): Aiax^vrig, Xagiccg dv^&rixttv 
Ta&Tjvaicf anaQ/riv. — über den Singularis vgl. Note 1614. 1615. 

1*23) ^ti iajov ävi^ge «y[«^ai] CIA. IV, 2, 14, c, 25 (386 v. Chr.), aber ;fa^ra* 
icjvrid^riaav Svo I, 324, c, ü, 31 (408 v. Chr.); [al S\k dvo TqiriqH[g 6t€]Stxda&rjaav 
n, 795, f, 37 (353 v. Chr.); Znaqtoxog xal Uaiq^addrigf A^vxtovog nalÖEg, dvi&iOav 
IV, 2, 109, b, 36 (347 v. Chr.) etc. 



~ 200 — 

sowohl im Nominativ und Akkusativ als auch im Genetiv und 
Dativ 1"*). 

Der Dual steht auch bei gröfseren Summen, sofern nur die letzte 
Zahl die Zahl zwei ist: nsvTaxoaiaig slxoaif dvotp dgaxfj^cctp (426^-422 

V. Chr.)''"). 

11. Der Dual im Mittelattischen (bis 378 v.Chr.). Seit 409 
kann statt des Dualis auch der Pluralis eintreten (mit oder ohn^ dvo\ 
sowohl im Nominativ und Akkusativ als auch im Genetiv und Dativ: 

II (d. h. ovo) yoaviata (409 v. Chr.); xdqiiaif dvo^ (Savidsq ovo (408 
V. Chr.); tovg dqd'oatdtaq . . . rw naqd (408 v. Chr.). — tovtwv 
= TovTOiv (409 V. Chr.) ^"ö). 

Besonders gemieden werden Duale auf -ä und -«*, offenbar weil sie 
leicht zu Mifsverständnissen Anlafs geben konnten'^*''). 

12. Der Dual im Neuattischen (bis 329 v. Chr.). Das Neu- 
attische zeigt im Nominativ und Akkusativ nur noch vereinzelte Dual- 
formen auf (-«), -cö, s (-«*). Sonst ist der Plural überall herrschend 
geworden, wofür Belege massenhaft zu erbringen wären. Schon in einer 
Inschrift von 373 v. Chr. stehen einer Dualform (Akkusativ) 21 Plural- 
formen (Nom. und Akk.) gegenüber ^*^*). Die Dualformen auf -«* ver- 

1624) Keck p. 11. 42. — Die Beispiele p. 11 sind zu vermehreo darch CIA. IV, 
1, b, 1, b (500/450 v. Chr.); 27, b (439 v. Chr.); 321 (vor 409 v. Chr); 331, e (vor 407 
y. Chr.); 393, 192 (Vf. J. v. Chr.). — Für die Dacheuklidische Zeit vgl. die Stellen- 
Sammlung von Wackernagel, Phil. Anz. 1885, von p. 192 an; Riem. Rev. IX, 94. 

i»26) CIA. I, 273, f, 31 (426/422 v. Chr.). 

1626) II yfovidia /xijxog 'ixno^f CIA. I, 322, a, 53 (409 v. Chr.) ; tovg o^^oa[raTac . . . 
t(o naqa 324, c, 60 (40S v. Chr.); aavCSsg Juo, x^qiai, 6vo ibid., Z. 30. 31; ipiala 
agyvQa ara&fiov tovtcjv 138, 6 (409 v. Chr.). Za viel behauptet Keck S. 46: „Nach 
dieser Zeit (408 v. Chr.) steht bei 6vo nur noch der Plural des Nomons^'; vgl. rjlm 
$vOy fjLr\k(a 6vo, iv(pSl(o /Qvao) 6vo y araT^QS ovo, Tcatfoqi^e 6vo, axiXsi Svo, 6vo 
Cevyet, CIA. H, 652 (398 v. Chr.) etc., etc. 

16*7) Duale auf -et finden sich überhaupt nur folgende: (yx^Af(t)? ^v[d]y [ax]^l€{i)? 
Svo (Kirchhofi' liest axüri) CIA. IV, 1, a, 331, e, 12. 16 (vor 407 v. Chr.); vt€{t)? (Kirch- 
hoff liest vlrj) CIA. IV, 1, b, 418, g, 2 (vor 417 v. Chr.). H zu lesen ist anmöglich in: 
aXva€{i) II Franz p. 152 (405/400 v. Chr.); axÜ€{v) duo CIA. H, 652, A, 24 (398 
V. Ch.); 6vo C^vye{i) ibid., B, 26; über EFXE s. oben S. 132 N. 1175. — Seit 390 
v. Chr. erscheint vielfach der Plural: la]x^Xri övoy Cfvyrj Svo 660, 12. 63 (390 v. Chr.). 
— Bei den Rednern kommen nach Keck p. 13. 22 Duale auf -et und -a gar nicht mehr 
vor; doch liest Schneider bei Isokr. 4, 17 in der 3. Ausg. (1886) t(o noXii, — Für 
ai=^ä vgl. z. ß. CIA. II, 652 (398 v. Chr.). Hier findet sich: a einmal (ai 7 mal), 
Q) 9 mal (oi niemals), € und £& 7 mal {sg 1 mal). 

1828) jiccgaaraia \\ CIA. ü, 789, b, 44 (373 v. Chr.), neben: xovTovg \\ ibid., a, 
Z. 13; xovxovg || a, 18; aSoxvfjLov || a, 19; xoviovg ^vo, a, 25; äöoxifioi || a, 47; 
naQuararag \\ a, 52; xotfTo[vg] \\ a, 54; aSoxtfjioi || a, 59; [a66x\i,fjL0i, || a, 62; 
[naQaajttj'lat, || a, 64; aSoxifioi, || a, 67; [7iridaX]i,tt || a, 68; a^oxtfiov || a, 71; 
[7i]?;[<f]a>L/[«] II a. 72; nuQaaTdj[a]g || a, 72; xoviovg || [t]ov\r(üv]y b, 14; -ag | b, 
16; xXtfJiaxCdag || b, 45; [7iri\SaXi\tt\ || b, 54; xovrovg \\ b, 55; &aXufÄCag || b, 71. 



— 201 — 

schwinden um 367 v. Chr., die auf -a um 342 v. Chr., die auf -« (wenn 
wir von der formelhaften Wendung tco ^«cö absehen) um 341 v. Chr., 
die auf s um 334 v. Chr.^^^e). 

Etwas fester ist der Gebrauch der Dualformen im Genetiv und Dativ. 
Die Endungen -aiv und -oiv verschwinden (wenn wir von d^soXv ab- 
sehen) um 329 V. Chr.) ^®^^). Die Form öv^Xv^ welche mit dem Jahre 329 
V. Chr. auftritt, wird nur noch mit dem Pluralis des Substantivs ver- 
bunden ^®^^). 

13. Der Dual im makedonisch-al^xandrinischen Zeitalter 
(329 — 30 V. Chr.). Von 320 an begegnet der Dual — nunmehr eine tote 
Form — blofs noch auf einer Inschrift des II. Jahrb. v. Chr. in r« d^Bw 
(sie) neben mehrfachem ratg x^satg (=den zwei Göttinnen), rag &€cig^^^^). 
Sonst steht überall der PluraP^^^). 

14. Der Dual in der Kaiserzeit. Einige Bedeutung gewinnt der 
Dualis wiederum beim Aufblühen der klassischen Studien in der Kaiser- 



'^'^) Die spätesteo Beispiele für den Doalis auf -a sind: ia/aga /aXxa CIA. II, 
675, 41 (385/367 v. Chr.); nagaarccTa 803, b, 76 (342 v. Chr.). — Für -w: oq/lioj: \\ 
682, 11 (365/360 v. Chr.); rw iT^Q](o 706, A, b, 18 (vor 341 v. Chr.). — Für -e: 
aroXids 6vo 677, 1, 31 (367 v. Chr.); vnodiqCSs 758, 21 (c. 334 v. Chr.). — Für die 
Duale auf h s. JNote 1627. 

1630) ^uotv Tio^oTVy Svolv 6axTvloiv, oebeu oQd-oaraTnig övolv XtxhCvoig 1054, 
37. 83. 64 (347 v. Chr.); ävdxoiv 699, II, 30 (c. 350 v. Chr.); [jolv j^Mil^oty 742, A, 14 
(350/300 V. Chr.); dvolv rjfA^Qatv add. 834, b, II, 42 (329 v. Chr.); övoiv nqoxavtiaiv 
(sie) IV, 2, 834, b, I, 24 (329 v. Chr.); [fi 1]7ivolv ibid. II, 25 (329 v. Chr.); TUfiCatv roiv 
&€oiv add. 834, b, H, 75 (329 v. Chr.); IV, II, 834, b, I, 35. 37. 58; II, 30. 37, rotv 
■d-soiv ibid. I, 38 (329 v, Chr.). Riem. Rev. IX, 94. — Dagegen erscheint der Plnral 
in: xcDTidiv S-Qaviii6(ov || , [nlaoanrnT^v CIA. II, 791, 57. 70 (377 v. Chr.); tXxooi xttl 
dvol[v] vavaCv 794, c, 64 (356 v. Chr.); vavaiv || 795, f, 71 (353 v. Chr.); (fi,[a\Xü}V ävoiv 
698, II, 22 (350 v. Chr.); oQaoaxaxaig etc. 1054, 64 (347 v. Chr.); Svolv ^Qa/f^div 
1055, 3 (345 V. Chr.); ^volv arsipaviov 741, A, fg, 4 (334/329 v. Chr.); afji(poQ(vai dvoiv 
807, b, 118 (330 v. Chr.); avv ruZg 6ittCv[^i] Svolv 811, b, 144 (323 v. Chr.). — 
Riem. a. a. 0. 

16") Vgl. oben Note 1337 und Note 1633. 

1632) j^ ^^fp Qi^^ jj^ 505^ 12 („primis decenoüs saeculi alterius^'). Daneben 
[Ta]K [^]6«[/]?, [Tcc]g &eag CIA. H, 315, 23. 28 (282 v. Chr.); laTg »eaig IV, 2, 619, b, 
26 (III. J. V. Chr.); raig &ftttg, Tag &€ag 11, 628, 14. 19. 40. 24 (Zeit Sullas). Gemeint 
sind die beiden eleusinischen Götter, Demeter uod Persephooe. Reinach p. 274. 

1633) jyjti^a (fvo CIA. n, 403, 79 (Ende des HI. J. v. Chr.); [7i6]T^Qia ovo 404, 7 
(Ende des II. J. v. Chr.); ßovg jQoifictg dvo 467, 16 (Anf. d. 1. J. v. Chr.); lavgovg 6vo 
467, 24 (Anf. des 1. J. v. Chr.); rifjL^qag Svo 628, 17. 39 (Anf. des I. J. v. Chr.); fAt^vag 
$vo 482, 27 (39/32 v. Chr.). — ^Xriotav dvilv ll38, 7 (302 v. Chr.); h ai^Xaig Sv€iiv) 
591, 4 (vor 300 v. Chr.); [vnhg t](ov vüi[v] afitforäQtov 380, 4 (um 229 v. Chr.); iv 
atrj[Xaig] Xt&£vatg dvaCv 471, 48 (I. J. v. Chr.); $va\ nXoCoig 467, 27 (Anf. des I. J. 
V. Chr.). Keck p. 12. 



— 202 — 

zeit. Denn aufser Formen wie rta ^eoi, lotv d-soty und vereinzeltem 
dvotv finden sich auch Duale wie: XQ^^^ o*av^a^*'*). 

Anhang. Der Dual ohne rfro^*'*). 

15. Das Wort dvo (resp. das Zahlzeichen II) fehlt heim Dualis, wenn 
es sich um paarweise verbundene Dinge handelt: rotp dvdxoiv (= Dios- 
kuren); {roZv) '^qmv; tco ^soi, voXv S'soXv (= Demeter und Persephone); 
Totv Nixatv (= die zwei auf der Burg befindlichen goldenen Nike-Statuen); 
rcö dydXfiais, xoXv dyaXfidzoiv (= die Statuen des Ares und der Aphro- 
dite? oder des Hephästos und der Athena?); reo xklfiaxe (=die zum 
Transport dieser Statuen nötigen Bahren); toTp xaiiiaiv (= die zwei 
Schatzmeister der Demeter und Persephone); (t«) natds^ {roiv) naido^v 
(=die zwei einzigen Kinder); im innco ^svyvvfiivco; xd difd-aXfAd tov 
xiovog; xotv x^^Qotv; iptoölco (= ein Paar Ohrringe), neben ivadla 
dvo (=2 Ohrringe); naQaaidza, neben naqaaxdta dvo'^^^^), 

16. Das Zahlwort oder Zahlzeichen fehlt aufserdem, wenn es kurz 
vorher genannt war: dpayQaipdvu) 6 yQafifjbarsvg 6 Tfjg ßovX^g iv cftij- 
Xcctp dvotv Xid'ivaiV ... ol dt noaXfixal dnofnaS-oiadpTcov reo arijXa^^^^), 
Das Zahlwort fehlt also namentlich beim Pronomen: x^rcr«? Xemal II 
(=dvo) , . . axad'iidv rovxo^v'^^^^). — Ein ähnlicher Fall liegt vor in: 
aipqaytds dvo — dqyvqdii daxzvXiod [s'xovt^at]^^^^). Ebenso steht 



"3*) [T(o ^€](6 CIA. m, 5, 22; toTv Moiv] 5, 13; toiv ^fotfr] 6, 12; d^eoiv 737, 
3; ToTv &eoTv 930, 4; EA. 1885, 145—146 or. 23 (Kaiserzeit); xQ^f^ci oidvl^ci] CIA. DI, 
add. 238, a, 11 (oicht Daher datierbar); 6voTv 70, 14 (Inschr. in künstlich altertüm- 
lichem Alphabet, c. 143 o. Chr.), vgl. Note 1339. 

1636^ Die folgeade Darstellung stützt sich im wesentlichen auf J. Wackernagel, 
Phil. Anz. 1885, p. 199 ff. — Vgl. anch Riem. Rev. IX, p. 94. — Hinsichtlich der 
von Riemaon betonten Auslassung des Artikels in rafiiaiv (CIA. 11, add. 834, b, 11, 
75 = 329 V. Chr.) s. unten, Note 1659. 

183«) joiv avaxoiv CIA. IV, 1, b, 34, ab, 10; cd, 3 (vor 434 v. Chr.). — %^ 
CIA. IV, 1, a, 3 (= p. 5), fragm. C, 3 (500/450 v. Chr.). — Über rw ^«w, lolv ^Boiv 
vgl. Note 1113. — lolv Nixttiv IV, 1, b, 331, e, 6 (vor 407 v. Chr.). — rw ayalfiaxEy 
lolv dyakfxdToiv I, 319, 16. 19. 21. 22 (421/416 v. Chr.); Hephästos und Athena nach 
Milchhöfer, Wochenschr. f. klass. Philol. 1890, 1223. — tcü xUfjiaxe 319, 18. 22 (421/416 
v. Chr.). — TafjLlatv tolv d^eolv II, add. 834, b, I, 35. 38 etc. (329 v. Chr.). — nai^e 
IV, 1, b, 373, 192 (VI. J. v. Chr.) = „donarium oblatum pro liberornm salute"; naCSoi{v) 
I, 472, 1 (VI. J. V. Chr.), zwei poetische Inschriften, darum das Fehlen des Artikels. 
— TW llnnbi etc. 1, 324, c, 1, 8 (408 v. Chr.). — lat 6(p&aXf^oj (sie) etc. I, 324, c, H, 
43 (408 V. Chr.). — [jolv xM^lQoiv II, 742, A, 14 (350/300 v. Chr.); iv joi[y ;r«po"'] 
744, B, 9 (350/300 v. Chr.). — irtpöl^ta II, 652, A, 17 (398 v. Chr.), neben ivipäCto 
{x]Qva(o II ibid. B, 10. — na^aaidra II, 803, b, 76 (342 v. Chr.), neben nagaatäta || 
(= ^6o) 789, b, 44 (373 v. Chr.); 790, b, 4. 16 (373 v. Chr.). 

"3') CIA. IV, 1, b, 27, b, 49 (439 v. Chr.). 

1638) CIA. n, 652, A, 27 (398 v. Chr.). 

"3«) CIA. n, 665, 12 (c. 385 v. Chr.). 



— 203 — 

einmal: inodsgids, (STad^ii{pv) hh (=dvo dqaxiActi\ für: vnodsqlds II, 
(STad-iiiov) l-l-^"0). 

17. Die oben (Nr. 15) genannten Wörter, welche dvo entbehren, 
werden in der makedonischen Zeit (seit dem Aufhören des Dualis) ent- 
weder einfach in den Plural gesetzt: al d^sai (= Demeter und Perse- 
phone), oder mit diTxoi {ävo) verbunden: d(f&aX[iol dmol (270 — 262 
V. Chr.) ^«*^). 

§ 84. Kasas. 
A. Nominativ. 

1. Bei opofjbü sftTiv steht der Eigenname im Nominativ; einmal 
durch Assimilation an dabei stehende Dative der Dativ"**). 

2. Auch der Ausruf Idoti wird mit dem Nominativ verbunden: Idov 
XeXidcjöV "*»). 

3. In Rechenschaftsablagen tritt häufig für einen Genetiv, Dativ, 
Akkusativ oder präpositionalen Kasus in freierer Weise der Nominativ ein : 

a) bei Appositionen: ccnsldßofisv änd tiiq tstq^qov 
*Axt16oc — ^Emyipovg sqyov {=€Qyov, 325 v. Chr.)"**); 

b) bei eingeschalteten Ortsbestimmungen: ol Ta^ilai, 
. . . naqsdotSav . . . ngcoTog QVfAOC {= ii^ tm nQoifM QVfidS^ 
398 v.Chr.)"«); 

c) bei eingeschalteten Zeitbestimmungen: naqidoaav 
. . . TQsXg xal dixa ^fi^Qat eltSeXtjXvd'viaq (=TQlTri xal 

dexaifi riiiSQc^ slasXrjXvd^viaq^ 433 v. Chr.)"*^); 

d) bei Objekten in längerer Aufzählung: xovads ini- 
oiipaTO 6 IsQOcpdpTfig . . . KQiTodfjfiov . . ^Enixqdtriv . . 0^a- 
(SvXXov . . ""Ai^Tifyivfig . . Ilv^^og . . BovXaqxog (350 — 300 
V. Chr.)"*^. 



18*0) CIA. n, 758, A, n, 21 (c. 334 v. Chr.). 

16*1) Über al &sal vgl. Note 1632. — oif&aXfjLol ö^tToC CIA. II, 836, B, c-k, 8. 
19. 64. 107 (270/262 v. Chr.), üeben [6(f>&a]XfjLol 6vo ibid. Z. 10. — dixioC begegnet 
mehrfach seit c. 300 v. Chr., vgl. öltiwv axsvcSv CIA. II, add. 834, c, 72 (317/307 v. Chr.); 
€ig aTtjkag Ud^ivag ömag 593, 23 (II. J.). 

1642) j^f TQiiiQovg . . 7/ ovofjLa Taxeta CIA. 11, 809, c, lOlff. (325 v. Chr.); aber 
[xaTa7iaXi\a(pii[r^\ (a[i 6Vo]^[a] l4qti(^ [h 2x\a^ß(ovid(ov [pixo\vvxi II, 811, d, 39 — 41 
(323 v. Chr.). 

i«*3) i6ov xeXiSfüv (altattisch) KV. 133. 

1644) dneXaßofxsv etc. CIA. II, 809, c, 170 (325 v. Chr.). 

1««) ol juuCao etc. CIA. II, 652, 1 ff. (398 v. Chr.). Riem. Rev. V, 172 f. 

!•**) [naQ^öooav] - - - [M rrjg Aiav]ji6og TtQvrave^ag, TiQtütrjg nQv\Tav€vovar}g 
T]Q€tg xal öixa rjju^Qai t{i]a(Xr)Xv[&vlag - -] CIA. 1, 179, lOf. (433 v. Chr.). 

1««) Tovaös lm(6\p[ajo] 6 Ugotpavtrig etc. CIA. II, 948, 1 ff. (350/300 v. Chr.). 
Vgl. Doch 811, c, 22 ff. (323 v. Chr.); xXifiaxl6agy laxov, xsQaCug, xovrovg — dyxvQai. 



— 204 — 

4. Statt des acc. cum inf. kann der nom. cum inf. eintreten, auch 
wenn Haupt- und Nebensatz streng grammatisch nicht das gleiche Subjekt 
haben: (idd^jy) tm tä xvfidvia 7ioiij<Javti xal Trjy xavovida^ l^QTifjt(av& 
iv Kvdax^ijvaiM otxovvri^, i(p' ans ^vXa avrdg ccvtm naqix^iv (329 

v.Chr.)'**'). 

5. In den Inschriften der späteren Kaiserzeit begegnet mehrfach der 
Nominativ statt des Akkusativs: xoivixeg^ Maxsdovsg, dsxadsgj fA^vsg 
(vgl. oben, § 57, 8, ßaotXsTgy^^''). 

B. Akkusativ. 

6. Ähnlich wie der absolute Nominativ, steht bei eingeschalteten 
Zeitbestimmungen auch der absolute Akkusativ, zum Teil in denselben 
Wendungen: slrrsXfjlvd'viag smä i^fi^gag r^g nqvraVBlag (= ißdöfAfi 
tHJkiqq, 426-422 v. Chr.)"'^^)^ 

7. Für Tov fi'ftavror = „per Jahr" findet sich einmal rov ivyav- 
Tov (345 V. Chr.)'«"). 

8. Von alte OD ist nur die Konstruktion rivd ti {nicht nagd tivög 
Ti) überliefert: alrovvxsg tov d^fjbop x^Q'^^^ syxvriiSiv (333 v. Chr.)'*"). 

9. Zu belegen ist ferner nagai^Q^oo xtvd ri, aber ä(paiQiofjta& 

10. Bemerkenswert sind folgende Fälle des innern Objektes: int- 
(jL€[i€lfjTai> %iiv intfiHstap, ^v söst avTÖv iuifisXfjd'fjyai (301 v. Chr.), 
und: To ifjfj(pi(jfj,cc, o anexqivaio 6 dijfiog totg nqiüßsüiv (368 

V. Chr.)iö"). 



1648) [^y]^ j^ xvfAatia Ttoirjaavri xal trjv xavovlda, ^AgtifAtavt iv KvSaS-rivaiffi 
oixovvji, i(p* ü}T€ ^vla avjog avi^ nag^x^^'^ (^\k, II, add. 834, b, IT, 50 BT. (329 
V. Chr.). Die richtige Konstruktion: fiia&CDTsT ^ÄQi^fJivriajtfi r(p rag nQogßd&gas 
[dX(potg 7roiriaa[v]Ti, a[a]Te avibv iavr^ ^vXa [7i]aQ^]tiv ibid. Z. 7 ff. 

^649) CIA. III, 74; 915; 1362; 1464, 2. Wagner p. 125; G. Meyer p. 459 § 358. 
Vgl. Bezz. Beitr. V, 321. Anderwärts früher, vgl. Dittenberger DS. 653, Note 69; 
Dieterich p. 156. Hieher aach Kivslav Def. 103 a, 6. 

iwo) {l(i,)aariX\ve'vittg kma rj/niQag Trjg nQvtavEiag CIA. I, 273, frg. b, 13 (426/422 
V. Chr.), ebenda auch der Nominativ, z. B. frg. a, 7 und der Dativ der Ordinalzahl: 
TQ(Tr^ 'hfJi[f\Q(^ TTJg nQVTavsCcig ^[iasXriXvd^vittg\ b, 19 — 20. 

1*^1) ifx£a&(oaav . . rrjv ^le]XX€T(^a . . TSTTagdxoVTa hri, ixatbv nEvrriXOVra dvoTv 
^gaxf^wi' TOV iviavrov CIA. II, 1055, 1 ff. (345 v. Chr.). — Vgl. ifitö&waav to 

XO)Qilo]v hr] Sixa - - {e^axoaCcjv öga/fjuav) rov h'iavrov kxdatov 600, 4 ff. 

(300 V. Chr.), etc. — Riem. Rev. IX, 95. 

i«2) ahovvxig etc. CIA. II, 168, 34 ff. (333 v. Chr.). 

1663) Ygi^ die pn8s Konstruktion: ttX^ojv ^AS^vaCe 7iaQSt{= Ti)Q^d'r} ric laxCa 
vn' aviöiv CIA. IV, 2, 179, b, 35 — 36 (330 v. Chr.). — ov^h XQW^^^ dipaigriGofjiai 
dx[Q](zov ovi^ivog IV, 1, a, 27, a, 9 (445 v. Chr.). 

i«w) CIA. IV, 2, 611, b, 5 (302 v. Chr.); II, add. 52, c, 20 (368 v. Chr.). 



— 205 — 

11. Der Genetiv oder Dativ kann im Verlauf eines längeren Satzes 
durch den Akkusativ aufgenommen werden: ^ ßovX^ ^ l^^fjyaicov xazsypoo 
avTOv d'dvaTov anoxxeivavxo g , . . xori naqaßdvra (^s^naqcc- 
ßdpvog, 363 V. Chr.)^*'^'^); oncog av icpccfitXlov st nädi^v (piXoxiitsXd&ay 
. . . sidovag (280 V. Chr.)'®**). 

12. Ebenso können lose Appositionen zu einem Nominativ, Genetiv 
oder Dativ in den Akkusativ treten: aavidsg dvo, 6{i)g ag tov Xoyov 
ccpayQcccpofiei^, <J^aXOT? ixuTSQay {=€xaTiQa, 409 v. Chr.) ^*'^'), oder 
xecfokaiov rtfi^g HQid-üSv nQax^SK^cov ix tq^cov dqaxiKjdV %6v (Aidifivop 
exaCTOV (==tov fisdifipov sxd&iov, 329 v. Chr.)'*"). 

C. Genetiv. 

13. Genetivus loci. Statt ix cum gen. erscheint der blofse Genetiv 
in den Ausdrücken: dgiarsgäg slavopti, ds^^äg siat^ovxi auf zwei In- 
schriften vom Ende d. IV. J. v. Chr.^*'^®); daneben iv öshq ^ov ^*oi;^**°). 

14. Genetivus temporis. Auf die Frage „innerhalb welcher Zeit" 
steht besonders in den altern Inschriften häufig der Genetiv: nqoad'^ia 
dsxa fiiieqijov (445 v. Chr.) ; TQidxopta ^[isqcüp ifi Bqic^ slvai (444 bis 
440 V. Chr.); naqadsxsa&ai, nhxs ^fisQtöV (439 v. Chr.); ovx dn^doaav 
Tcop xsxrdqoav ixcov (374 v. Chr.); dvayQaxpdxM dixa '^[legcoy (c. 355 
v. Chr.)^*®^). Daneben frühzeitig auch präpositionale Ausdrücke: iyxog 
TQidxovxa fjfisQciop (411 V. Chr.); ip xqialv '^iiiqaig (nach 329 v. Chr.), 
etc. ^««2). 



1655) ^ ßovXrj Tj IdSffvaiürp xatiyvo) avTov S-dvarov anoxrisQvavros tov n^o^svov 
zov uiS-rjva£(üV - - naga [r]« y/ritpiaf^ara rov drjfj,ov tov ^Ad-rivaCtav x\a\\ [tt]«^«- 
[ßd]vTa jovg oQxovg IV, 2, 54, b, 37 ff. (363 v. Chr.). 

*"*) [oTiüjg av ((p]df4,illov €i naOiv [(f\i,Xotifji[€ia^ai 71€q) i6v SrjfÄOV] tovlAd^ri- 
va((üv, [i\id6i[a]g 0T[t etc.] CIA. II, 320, 21 ff. (280 v. Chr.). 

^657) aa[vl]6ig 6vo i{t)g ag (sie) tov Xoyov a[v]ay^«(^o[^]€i', ^QttXf^rjg ixaT^[^a]p 
CIA. I, 324, c, I, 31 (408 v. Chr.). 

^^''^) xecpdXaiov rif4.rjg xqiS-ujv . . . ngaS-eiödSv Ix tqkSv dgaxf^fov rov fiiSifjLVov 
axaarov IV, 2, 834, b, II, 70—71 (329 v Chr.) — neben xstpdXaiovrifÄfjg nvQoav tcüv 
i^rjxovTa xal 6vhv fjiiölfjLVtov . . . nga^ivitav ^$ d^a^f^ojv tov fxed £/xvov ixaarov 
ibid. II, 73—74. — Riein. Rev. IX, 95. 

1859) ^f^icig aaiovxi, dQiaxiQäg eiaiovit CIA. II, 835, 18. 83 (320/317 v. Chr.); 
^€^iäg siatSvTi 733, A, II, 16. 22 (nach 306 v. Chr.). Riem. Rev. V, p. 163. 

1660) iy 6e^tä{i) TOV ^€ov CIA. II, 835, c— I, 77 (320/317 v. Chr.). 

1661) CIA. IV, 1, a, 27, a, 12 f. (445 v. Chr.); I, 31, A, 27 (444/440 v. Chr.); IV, 1, 
b, 27, b, Z. 18 (439 v. Chr.); CIA. II, 814, a, B, 2 (374 v. Chr.); dvaygaiJjdTü} etc. 86, 
14 (c. 355 V. Chr.). — Gewöhnlich folgt darauf ein oiav oder ^TffiJav = „von dem 
Zeitpunkte an gerechnet, wo" — so: otuv CIA. IV, 1, a, 27, a; ineiddv I, 31; IV, 1, 

b, 27, b. 

1662) it,j^g etc. CIA. I, 57, b, 2, 14 (411 v. Chr,); iv tqioIv rifjtiqatg II, add. 834, 

c, 67 (nach 329 v. Chr.). 



— 206 — 

15. Genetivus subjectivus. Bei der ofßciellen Nennung eines 
Bürgers wird der Genetivus des Vaternamens zugesetzt ohne Beifügung 
von vlog. Zusatz von vloc findet sich nur in Weih- und Rünstler- 
aufschriften und auch hier nicht immer: Evx^i'Qog inolriasv ovQyoTifbOV 
vtvg (altattisch); ^OpTJatfiog ii ap^x^ijxev Tad'fivaiq 6 Sfnxvd-ov vlog 
(VI. J. V. Chr.), Jioy^pfjg ap^^ijxsv AlaaxvXov vvg (V. J.) — neben 
Evd^vfjbldfjg eyQaxpsv 6 /JwXiov (altattisch) ^*®'*). Freier ist die Poesie: 
vog ""AraQßov (V. J. v. Chr.) ^^^*). Häufiger begegnet der Zusatz von viog 
in der römischen Zeit (Einflufs des Lateinischen)"**^). 

Bei Frauennamen erscheint bald der blofse Genetiv, bald der Genetiv 
mit d'vydTriQ^^^^). 

Sind Vater und Sohn gleichnamig, so wird in der römischen Zeit 
der Vatername gewöhnlich nur durch die Zeichen ) oder ) angedeutet^**')« 

Über den durch Ellipse zu erklärenden Genetiv bei iv s. § 85, 19. 

16. Genetivus objectivus. Ein objektiver Genetiv liegt vor in 
E^inXsvCav im Tfjy (pvXaxfjp tcov Xsiavwp (334 v. Chr.), neben vTtdqxsit 
(pvXaxij inl Tv^qfivovg (325 v. Chr.) i««*). 

Nicht selten sind in den älteren Inschriften die Fälle, wo der bloüse 
Genetiv für nsql mit Gen. steht: t6 ip^cpia^ia xo xov (poqov (442 bis 
413 V. Chr.); xarä tov vofiov, oansq xstzcci tcöv TSfjisvdSp (418 v. Chr.); 
Tcc yQdfXfiava z^g olxodofiiag xal r^g slQ'^Vfig (369 v. Chr., = „Briefe 
über . . .") ^**»). 

1663) EvxsiQog etc. KV. 72 (altattisch); "Ovriöifxog etc. CIA. IV, 1, b, 373, 90 
(VI. J. V. Chr.); Jioyiv[rig\ avi&7}X€V etc. I, 398, Prosa? (V. J. v. Chr.). — Eii&vfjLC^g 
etc. KV. 196 (altattisch). 

1684) KE. 22 (V. J. V. Chr.); vgl. CIA. IV, 1, b, 373, 218 (VI. J. v. Chr.), etc. 

1*65) Vgl. die KaisernameD CIA. Ill, 428 If. — uod 562, 2 (88 -56 v. Chr.); 565, 2 
(c. 63 V. Chr.). In der frübrömischen Zeit noch nicht, vgl. Ditteoberger za CIA. III, 
561 (c. 164 vor Chr.). 

1666) KXioaxQäxri . . NixriQtttov CIA. II, 652, A, 25 (398 v. Chr.); noXvCnnr^ Mfr 
Xs[xio)v6]g 'AxttQvifag 660, 13 (390 v. Chr.). — Vgl. Note 1779. -- Aber: *7y*d4«]ij 
'IipMQUJOvg i^vyarrjQ CIA. II, 758, A, II, 30 (nicht vor 334 v. Chr.): 8€VaQ[C]at€i («=5) 
Uvd-o^toQov FagyriTTiov d-vyuTQi (auf einer Pfandverschreibung) 1137, 4 ff. (303 v 
Chr.). So schon CIA. IV, 1, b, p. 127, n. 14 (vgl. I, 389): [KaXjXiaTto NttvxvSovg ^v- 
ylaTTjQ ttv^d-v)xf]v (vor 444 v. Chr.). — Mit dem Artikel: IdgiffTOfÄUxrig rijgldvriad'i- 
vov »vyaxQog CIA. II, 564, 20f. (IV.— III. J. v. Chr.). 

1667) Vgl. CIA. III, 1030. 1124 etc., Dittenberger zu 1090. 

1668) i^inkfvaav etc. CIA. II, 804, B, b, 32—36 (334 v. Chr.). Vgl. Ditteoberger 
DS. 530, Note 55. — vnaqxsi {==f) (pvlaxn Inl [Tv^Qrivovg CIA. II, 809, a, 222 
(325 V. Chr.). — Im ersteren Fall ist die genetivische Konstruktion gewählt worden, 
um zweimaliges int kurz hinter einander zu vermeiden. 

1669) j^ ^rupiOfxa t6 tov (pogov CIA. I, 38, f, 10 (442/413 v. Chr.). — xata xov 
vofxov, oansQ xBlrai rdSv Tefisvaiv IV, 1, b, 53, a, 25 (418 v. Chr.). — Ttsgl fikv tmv 
yQafx[f/]d[T(ov (Sv ^ne]v\}j€v Acovvacog [Trjg] o[ix]o6ofA[tag tov V€]ctt xal rrjg siQti[v]fig 
Tovg av[fji]fÄ(i{j(ovg 66yf4,]a f^sv€[y]xf[tif sig] tov drifLiov CIA. 11, 51, 7 ff. (369 v. Chr.). 



— 207 — 

17. Genetivus partitivus. Hieher zu rechnen ist der Genetiv 
bei sfpai und yQcccfsad'at: roTq ovai KfjQvxoDV xal EvfAoXnidcov (500 
bis 456 V. Chr.); yqdipaad'ai> driiiov xal (pvl^g xal (pqaTqiag (kurz 
nach 350 v. Chr.)»«^°). 

avvxstv mit doppeltem Genetiv begegnet mehrfach: ovdsvoq ärvxij- 
aovtSif Tov öijfAov Tov ^Ad^rivaioav (347 v. Chr.), etc. — Daneben auch 
die Konstruktion naqd tivög %ii ovx saii> otc aTVX'^(^€i naqä Idx^fj- 
vaiiav (c. 355 v.Chr.) 1«^^). 

änaqxeaS^ai kann den Genetiv oder Akkusativ bei sich haben ^*^*). 

18. Genetivus comparationis. Beachtenswert ist der Genetiv bei 
vixäv in den Ausdrucken: i/ (fvkii äydqcop, naidonv, Innaoav u. s. f. 
ivixa, — Daneben auch, aber seltener, oids ivixcov ävdgag^^'^^). Der 
Genetiv mochte passender erscheinen, weil es sich nur um Spiele, also 
mehr um ein übertreffen, als überwältigen, handelt. 

19. Genetivus separationis. rf*aAf/7r6*j^ = „einen Zwischenraum 
lassen zwischen" wird in einer und derselben Inschrift bald mit dem 
blofsen Genetiv verbunden, bald mit äno und dem Gen.: diaXeiip€i> tmv 
nhv^iöoov, neben d^aXsinovteq an" äXk^Xcop (347 v. Chr.)^*^*). Bei 
dnoXsinsiv in demselben Sinne ist nur die Konstruktion mit dno über- 
liefert: dnoXslncüp dno zov toIxov sxaviqov nsvrexaidsxa nodag (347 
V. Chr.) ^«' «). 

20. Genetivus copiae et inopiae. dsXv^ ivdetv, nqogdatv^ Xsi- 
nsiv, sXkeinsiVy dnoXsinsiv haben in der Bedeutung „ermangeln" den 
Genetiv: nodög svog diovia^ ivdst xconcop, Xsinovxsg xoontöv, iviXBi>nov 



1670) ^[y]ilv J' e2[vai Totg\ oiai [Krj]ovx(k)V [xccl] EvfxoXniStav CIA. IV, 1, a, 1, 
c, 23 f. (500/456 v. Chr.). — ygdipaa&at. ^k avrov SiifjLov xa.\l q)\vXrig xai (fQaiqCas^ 
TjS av ßovXr\T\ai\ CIA. II, add. 115, b, 21 (kurz nach 350 v. Chr.). 

1«") ov6ivbg üLTvxhoovai etc. CIA. IV, 2, 109, b, 19 (347 v. Chr.); ov&tvog 
arvxriG€L tov Srifxov \to]v [Ad^rivaCoiiv] raiv dixaitov IV, 2, 179, b, 41 (330 v. Chr.). — 
ovx €(nt Ott UTV/Tjasi nagä ld&r}va(ü)V CIA. II, 86, 8 (c. 355 v. Chr.). 

'0^2) aTtuQXfO&ai xolv d^iolv tov xagnov IV, I, b, 27, b, 4 (439 v. Chr.); «tt^^- 
^ato XQvaag h h (= ^Qa/l^ccs ^vo) CIA. II, 652, B, 19 (398 v. Chr.). 

"'3) Amvxlg [av]ÖQ(av hCxa CIA. II, 1291, 3 (282 v. Chr.); 'Inno&üivrig naC- 
cTwy, Aiavxlg avöqwv II, 971, b, 9. 11 (nach 350 v. Chr.); (pvXri ivlxa Aecovrlg . . . 
ztSv lnni(ov ivonKa 446, 54 f. (c. 150 v. Chr.); (fvXr] hCxa Aiavilg Tjf lafxnaSi 
rdiv naiJiov ibid. 57 If. — ol'Jf ivCxtav . . . [li]a(6n(üv . . ävögag nayxgariov 446, 
63 (c. 150 V. Chr.), neben Evag^iSrig t^ XafAnaöi, tcüv ve{avCa'\x(üVy 7t. 64; Arifio- 
a&^vrjg . . iv r9vg€^ xal !Lia[x]cc(g(jc rfjg ^€vrigag ri[Xix(ag] ibid. Z. 72. Weckl. 
p. 41 (der den Gen. als Gen. partitivns erklären \vill). — Daneben der Dativ (in- 
strumeDtal): Ivixa AioviGia xal Bagyrilia avögdoiv — vev(xr]xev . . naialv ^ «r- 
dgdaiv ^tovvaia etc. CIA. II, 533 (von einem Choregen, karz nach 403 v. Chr.). 

'•'*) CIA. 11, 1054, 93. 54 (347 v. Chr.). 

»•'ö) Ibid. Z. 10. 



— 208 — 

xMTtcov, TQiMV xoiviycoüv anoXeinovxeq ^*'*). In der Bedeutung „fehlen" 
stehen dieselben Wörter ohne Objekt, oder mit Dativ: tavrr^ ivdeX 
(= „daran fehlen", c. 330 v. Chr.)'^"). 

21. Genetivus pretii. Neben dem Genetiv — dgaxfi^g ixavigap 
(408 V. Chr.) ^*^^) u. s. f. — findet sich zur Angabe des Preises auch äno 
und 6-x; s. § 85, 6. 

22. Genetivus explicativus. Zu verzeichnen ist folgende Wen- 
dung: opv^ liiyaq TqaysXdffov nqiani^ovioq (= „worauf ein — — 
abgebüdet ist", 398 v. Chr.)"^»). 

D. Dativ. 

23. Dativ US loci. Als Ortsadverbien dienen die Dative: ^Enixfjipi' 

^Eksvatpif (zahlreich), Mvqqivovpti^^^^). 

Erst seit 315 v. Chr. findet sich iy ""Elevatvi, ifj, MagaS-cov^^*^^), 
wogegen iv 2aXa[iTyt schon im VI. Jahrhundert nachweisbar ist^^*''). 

Über 0alfiQ€(i.) = 0alfjQot s. § 59, 10. 

24. Dativus temporis. Der blofse Dativ, ohne ^v, steht besonders 
bei Angabe der Tage des Monats oder der Prytanie, sowie der Feste oder 



1676) x«Ta Tio^og hog diovra CIA. II, add. 682, c, 9 (oach 356 v. Chr.); Xetnoneg 
xü)7i(av 795, d, 22 (353 v. Chr.); Met xtonwv 789, a, 6 (373 v. Chr.); iäv di tov 
TTQogd^ei ToSi xb xpritfiafjia 808, b, 32—33 (325 v. Chr.); hiUinov xcondSv 793, a, 
21 f. (357 V. Chr.); tqiwv xotvt'xcov änoXsCnovxtg IV, 2, 834, b, 68—69 (329 v. Chr.). 

16") lavtr^ Mei (mit nachfolgender Zahl) CIA. II, 716, A, 15 «F. (c. 330 v. Chr.); 
Tovro To ^XXetnov 766, 6 (nach 341 v. Chr.). 

"78) CIA. I, 324, c, I, 32 (408 v. Chr.). 

"'») CIA. II, 652, B, 12 (398 v. Chr.). 

1680) Jr)fir)TQ([a] xt&aQtpSoig), 'Emx7j(pi[ai]äii) oix{ovaa) CIA. II, 773, A, II, 26ff. 
(c. 300 V. Chr.) ; Inixagnia Ggtit I, 277, 1 f. (415 v. Chr.); rj Hv^ol, rj "la^fJLol, ^ N(r 
fji^i^] I, 8, 12 (c. 450 V. Chr.); vix^ 'la&fxoT, Nsfiit^, 2 mal, CIA. I, 420, 4—7 (450/408 
V. Chr.); vCxri 'Iax9fj(p KE. 941, Poesie (III. J. v. Chr.), Verwechslung von oi aod ^?; 
[Trj]v f^dx^jy tV '^V^ yevof^^VTjv (ob hioter ttjv ein iv ausgefallen ist?) CIA. II, 314, 
17 (284 V. Chr.); Ix Jtjg xißiorov rrjg BqavQuivi 652, B, 23 (398 v. Chr.); oixodofjirjaiu 
'EXsvaht, [x]aTccSivT(ov "EXevatvt, xataB^^im 'EXsvaivt IV, 1, b, 27, b, 10. 29. 50 (439 
V. Chr.); to diartCxiafAa to "EXavalvi CIA. 11, add. 834, b, I, 40 (329 v. Chr.); t« &tXa 
T« ^EXevaiPi add. 834, c, 25 (317/307 v. Chr.); t6 x^Q^ov to Mvqqivovvti 600, 2 aid 
5 (300 V. Chr.); 'EXtvaivv xal UarajfT^ xal ^vXsT IV, 2, 619, b, 1 (221—201 v. Chr.). 

— Herw. p. 40; Riem. Rev. V, p. 157; IX, p. 181. 184. 

1681) ly 'EXevölvi xaX navdxtq) xal Inl 4>vXy CIA. 11, 1217, 2 (c. 315 v. Chr.); 
iv "EXevaiv IV, 2, 614, b, 28. 33 (307/286 v. Chr.),' neben "EXfvoTvi ibid., 20. 22. 38; 
iv "EXevaivi IV, 2, 619, b, 42 (221—201 v. Chr.); II, 467, 11 und 28 (100 v. Chr.); 470, 
8 (I. J. V. Chr.); 471, 10 (I. J. v. Chr.). — ifj, Maga&ldivi] 601, 21 (nach 300 v. Chr.). 

— In der Kaiserzeit einmal *EXtvaTvt, 3 mal iv ^EXevaivi, vgl, CIA. III, vol. 2, 
Index p. 320. 

1682) Witt. IX, 117 (570/560 V. Chr.) = CIA. IV, b, 1, a, 2. 



— 209 — 

Voiksversammlungen, an denen etwas stattgefunden hat: ivarij {l(fTafii- 
voi^, nQVTavsiag), fivf^tfjQlotg^ ayoqqc xvQiqc^ vovfAijpla, xm yvfivtxM 
äycüPi^^^^). Verbindungen wie iv tm äycopi, iv %oXq Qfjasloig sind erst 
aus nachklassischer Zeit zu belegen ^*^*). 

25. Ein Dativus commodi (finalis) von prägnanter Kürze liegt vor 
in: ^vla xal ävd^Qaxsg t« iioXvßäm (= „für das Schmelzen des Bleies", 
nach 444 v. Chr.)^'«'). 

26. Auch sonst begegnet man häufig dem Dativus finalis (für €lg 
cum acc): ^Ao* zatg d'vqavg^ um die Verwendung im allgemeinen zu 
bezeichnen, während die spezieile Benutzung mit elg wiedergegeben wird: 
l^vXa sig ßdd-oa xatg d-vqatg tmv nvkid(av. Doch wechselt auch elg 
und der Dativ ohne ersichtlichen Grund: xoi^vixidsg xatg ^vQaig xal 
zatg d'VQOxiyxliaip neben ^Xoi sig xdg d'vqox(XyiVxXidccg^^^^), 

27. Der Dativus finalis erscheint namentlich abhängig von Verbal- 
substantiven, wo man den Genetiv erwartet: Xid^ot aQovQatoi> sig t6 
(fTQüOfia TM nvqy(A (329 v. Chr.), inviisXsla&ai t^g d'Vtsiag t^ "Hßri 
xal Toig dlXoig ^sotg (320 v. Chr.)^««^- 

28. Für yQafifiarsvg x^g ßovXfjg xal xov äijfxov findet sich einmal 
in einer Unterschrift yQafifiaxsvg xfj ßovXy xal xm äi]fi(j) (400 — 350 
V. Chr.)^ö««). 



168SJ ly^jy^ T^f nQvravsCag CIA. I, 188, A, 15 (410/407 v. Chr.); T€T(>«<fi lara- 
fiivov 189 a, 17 (410/407 v. Chr.); /nvatrigiotg IV, 1, b, 27, b, 25 (439 v. Chr.); ayog^ 
xvQ(a IV, 2, 618, b, 7 (265/262 v. Chr.); [v]ov[fjLri\via Bo7}^Qo/Lii(ovog 189, a, 14 (407 
V. Chr.); Uavtt&rjvattov T(ü[i] yvfji,vi[x](S[i] äyojvi' II, 164, 4 (c. 355 v. Chr.). — Herw. 
p. 47; Riem. Rev. V, 164; Machaa p. 8. 

1*®*) [^lowaCcDv] Tüiv fÄfyalojv TQay(^6olg iv r(p [ayaivt] CIA. IT, 311, 37 (286 
V. Chr.); Iv loTg Srjaiioig 465, 4 (kurz vor 100 v. Chr.). Soust ist auch in dieser 
Zeit der blofse Dativ noch die Regel. 

"85) ^{,ia xal av&gaxsg t^ fjiokvßStp CIA. I, 319, 14 (nach 444 v. Chr.). — 
Andere Beispiele des Dativus commodi: fjLoXvßSog 7(p avd-4fA(^ xal roTg ^eOfjLoTg ibid. 
Z. 12 uod 4; avyygaifal Trjg axsvod^xrig rrjg Xtd-Cvrig tolg xgsfiaaxolg ax€vea$v II, 
1Ü54, 1 (347 V. Chr.). Riem. Rev. IX, 181. 

»686) ijXot taig Svgaig CIA. II, add. 834, b, I, 68 (329 v. Chr.); ^vla 8ig ßd&ga 
Taig d^vgaig ibid. II, 13; xotvix^öeg ratg S-vgaig . . xal talg d-vgoxivxUoiv ibid. II, 65; 
^loi eig rag d^vgoxhvxXiSag ibid. II, 37, etc. — Vgl. U&oi, sig tov nvgyov, nlCv^v 
dg tov nvltova ibid. 53. 25 , neben nX^vS-ela toTg nigyotg ibid. II, 67 f. Riem. 
a. a. 0. Vgl. dazu uod zum Folgenden Brugmann 402. 

1687) Xi&oi agovgaioi etc. CIA. ü, add. 834, b, I, 48 (329 v. Chr.); inifÄsUla&at 
irjg dvaCag r^ "Hßrf xal roig aXkoig ^€olg CIA. II, 581, 5 (320 v. Chr.). 

1888) [ygafi]fxaT€ifg Tjf ßovXj xal T^ drifjK^ CIA. II, 865, 21 (Anfang des IV. Jahr- 
handerts, o = oi/). — ygafifiaTivg ir^g ßo{v)Xrjg xal rov ^rjfiov 869, 11, 21 (c. 350 
V. Chr.), etc. 

Meisterhans, Grftmmatik. 3. Anfl. 14 



— 210 — 

29. Genetiv und Dativ wechseln in aQKfteta r^ d'stS und agitfteta 

30. In der Ausdrucksweise ogog olxiag nQoi>xl (=„als Blitgift") 
änoTSTififjfA^pfjg findet sich statt des Dativs auch der Genetiv (als ein- 
fache Apposition zu oixiag), oder iv {iv nQoixi), oder etg (jelg tifv 
nqoXxay^^% 

31. Die Inschriften schreiben roxo^ tovtoig iy^vexo und Xoyiisad'at 
Toxov T€TQaxigxi>Xioig TaXdvtoig. Ist kein Verbum dabei, so steht im 
allgemeinen der Genetiv: roxog tovtov (roikdov), aber sobald Toxqg selbst 
in den Genetiv tritt, der Dativ: xeifäkaiov toxov tovka {votg avaXfa- 

32. In der Bedeutung „Archon sein^' hat auch uQ%€iv den Dativ bei 
sich: fiqx^ ds^Ad^fivaioi^g^AQi^aricQV (420 v. Chr.); inl 0OQfila)vog aq%0V' 
Tog 'A^fjvaiotg (396 v. Chr.)^«««). 

33. Unsicher ist (ocpslsXv mit Dativ ^^**). — Über die mit Prä- 
positionen zusammengesetzten Verba s. unten, Nr. 36. 

34. Eine Art Üativus ethicus liegt vor in: on(og av j (pavegä 
il (piXoiifila ii sig tov dijfiop rotg TQifiQccQXotg (= „der Wetteifer der 
Trierarchen für das Volk'', 325 v. Chr.) ^^^*), 

35. Dativus auctoris. Beim Perf. Passiv wird statt vno cum gen. 
häufig der Dativ gebraucht; besonders in den Ausdrücken: iipf/tplad'm 
Tj ßovX^y dsdox^ccif JlstQa^svaiv. Der Dativus auctoris findet sieb so- 
gar in Verbindungen wie: äno xov cocplfffiipov 2(on6hdi äQyvQiov = 
„von dem von Sopolis (nicht dem Sopolis) geschuldeten Geld" (323 
V. Chr.)i«ö5). 



1M9) [at^ipavog XQ^ffovg dgiaist]« rj S^et? CIA. II, 660, 32—33 (390 v. Chr.). — 
OTiifavog XQ^i'^^vg agliöTHa r^g &eov 652, A, 30 (398 v. Chr.). 

1690) Vgl. Dittenberger zu S.M34Note 1. ngo^xog z. B. CIA. II, 1105 (Anf. d. IV. J.); 
h TiQoixC 1124 (IV. J.?); tiqoixI 1132 (IV. J.?). Vgl. Delbrück, Vgl. Synt. 1, 302. 

i»9i) toxog Tovtoig iyivero CIA. I, 273, b, 32 (nicht vor 420 v. Chr.); [iXoyCaavro] 
TOXOV rotg r^ff &€ov, toxov iSTQaxiaxi^oig TaXd[vTotg] ibid. frg. f, 29. 30. — toxog 
rovtov f, 15. 16 etc. — xEipdXaiov toxoi; T[orff a]vaJlö)^€r<r*/^hVa(yiy] bc, 47; [t6xov 
x€(pdl(xiov rtp d]QyvQi(i) t^ dval(od^[^VTi] a, 24. 

1692) ^g^g ^^ etc. CIA. I, 260, 2 (420 v. Chr.); inC etc. II, add. 841, b, 10 (396 
V. Chr.). 

i693j naqaxalovaiv av[Tov (a(fsk]slv r^ Sr\fjL(^ CIG. I, 34 (286 v. Chr.), nach 
Weckl. p. 41. Da aber io der Lücke eher 8 als 7 Buchstaben erwartet werden, so 
hat Köhler CIA. II, 311, 48 von einer Ergänzung abgesehen. 

1694) ^7jö,[f civ ^] (pavSQct i) (piXoTi[fJiCa rj €i]g rov ^rjfiov rotg ['rQifjQtt]QXoig CIA. 
II, 809, a, 201 ff. (325 'v. Chr.). 

1695) Qiier ^\pri(p(a&ai etc. vgl. oben Note 1585. Mox^ai ÜHgauvaiv CIA. II, 
589, 6 (300/250 v. Chr.), etc. dnb tov etc. II, 811, c, 132 f. (323 v. Chr.). Vgl. Brag- 
mann p. 401 . 



— 211 — 

36. Dativ bei den mit Präpositionen zusammengesetzten 
Verben. Im V.Jahrhundert wird im/gdcpsip noch mit dem Dativ ver- 
bunden: imyQcicpsiv rotg äpa&ijfiaai. Im IV. Jahrb. ist nur noch die 
Konstruktion ini^yQcccpsiv ini nw zu treffen ^^®^). 

37. snaiveXv kann (wie bei Homer) noch mit dem Dativ verbunden 
werden : i7taivi<sai> tm druAto tm 2a(Ai(op (412 v. Chr.); enai>vi(Sai> rotg 
Nsouolivatg (410 v. Chr.); inaiviaai, Totg ^AhxaQvaaasvai (kurz nach 
352 v. Chr.) ; die gewöhnliche Konstruktion enatystv mit Akkusativ be- 
gegnet indes schon im Altattischen (seit 421 v. Chr.); von 350 an ist sie 
herrschend ^^®^). 

38. Die seltene Verbindung sntiisXeXad-ai tipi, (bei Personen) be- 
gegnet einmal auf einem Staatsdekret des Jahres 340 v. Chr.: 6 äij(Aog 
ini^fisXettai totg nqdxxovCiv rd aviicpiqovTa^^^^), 

39. Die sonst nicht häufige Wendung aifsXvai xivi r* ist mehrfach 
aus Inschriften der klassischen Zeit zu belegen ^^'^). 

40. Bei den mit avv zusammengesetzten Verben treffen wir bald 
den Dativ der Person, bald iisxd cum gen.^^^°). 

§ 85. Präpositionen ^^<^'). 

1. avxi im Sinn von „gegenüber" begegnet auf einer Inschrift 
von 320 — 317 v. Chr.: da\7i\ld8g TQstg, iv atg svi \nnsvg kccI onXiTfjg 
x[ai 0rj(J€vg'i] ävii tov MiPoravQOV^'''^^). 



1696) IntyqatfHV roTg ava^fjtaai CIA. IV, 1, b, 27, b, 43 (439 v. Chr.). Riem. 
Rev. V, 168. — k(f' ^ IniiyiyQamat] CIA. II, 735, 23 (c. 306 v. Chr.). 

16") CIA. I, 56, 2 (412 V. Chr.); IV, 1, a, 51, d, 6 (410 v. Chr.); ibid. fg, 28; II, 128, 
4 (c. 352 V. Chr.). Der lohalt des letztgeoaaotea Dekretes bezieht sich auf Verhältnisse 
des Jahres 410 v. Chr.), so dafs die Inschrift wohl als Kopie einer altern zu betrachten 
ist. — Die beiden ersten Stellen schon bei Herw. p. 51. — inaivstv mit Akkusativ 
z. B. CIA. I, 45 (421 v. Chr.); 59 (411 v. Chr.) etc. — In Delphi erscheint inatv^io 
mit Dativ noch im II. J., s. DS. 281, 11 (192 v. Chr.). 

1698^ 6 örjl^og 6 *id^rjvaCojv ini]f4€X€[iL]rtti StxaCtog totg nglaiTovatv rdSv avfjifiay 
/tov T« avfÄ(fiQ0VTa t^ <f}J[/i(^ t^ ld&rjva(a)V xaX] toXg avfXfxaxoig CIA. II, 117, b, 
20 ff. (340 V. Chr.). Vgl. Xen. Hell. V, 4, 4 Ine/LiiXeiTo totg nolsfjLaQXotg. 

1699) jQig j^ noi,riaKfjiiv[ot\g avfXfAaxlav ngog !ci^vttCovg xal jovg av[/j.f4]axovg 
a(p£Tva& TOV ^rj/nov xa iyxrrj/LiaTa CIA. 11, 17, A, 25 ff. (378 v. Chr.); ebenso «(petxB 
JIolvevxTog (6 anoyqaipug rä Ix tdiv vofifav xal rr^g aTtoygaifrjg) 2(a7i6ki6^ rcc yi' 
yrojLieva eig rrj^if InnifxCav II, 811, c, 119 ff. (323 v. Chr.). 

i700j awavoiyovitiiv xai avyxlrjovitov . . xal avaarj/naivoad^wv totg tmv trjg ^A&ti- 
vatag tafiCaig CIA. I, 32, A, 16 ff. (435/416 v. Chr.); awetangattovtttiV dk avioig [xal] 
ol otQtxtriyoC IV, 2, 54 b, 15 (363 v. Chr.); avvayonviovvtai, t^ ineaxrjfifÄiviii II, 609, 
14 ff. (324 V. Chr.); auven€fÄ(X^&ri xal toirKp navttüv II, 334, 59 (271/265 v. Chr.). — 
Über fABttt bei den mit avv zusammengesetzten Verben vgl. unten, Note 1746. 

1701) Vgl. die in der Einleitung zitierte Schrift yon Geyer. 

i'02) CIA. II, 835, c-1, 68 (320/317 v. Chr.). Riem. Rev. IX, 176. 

14* 



— 212 — 

2. äyTixQV. Einfaches dpitxQv kommt nicht vor^'^'). 

3. «TT^vavr* = „gegenüber" begegnet seit 50 v. Chr.^'°*). 

4. änö und ix wechsein in den Ausdrücken Ji^^g und tov ^AS-oa 
(443 V. Chr.) und Ji^g ix tov^'A^co (436 v. Chr.)*^°'). Im erstem FaU 
ist der Athos als Berg, im letzlern als Landesteil« beti^achtet. Bei lüseln 
steht, wenn es sich um Angabe der Herkunft handelt, i^i Olyatoi i^ 
^IxccQov (440 V. Chr.) u. s. w.i^'^«). 

5. änö und ix wechseln auch bei Zeitbestimmungen: sx xs xi^v 
TtQovsQoy xqovoav xccv acp' ov (298 v. Chr.)^^^^).. 

6. Ebenso finden sich äno und ix bei Angabe des Wertes einer 
Sache: axsifdvto ano %i,XiüdV ÖQaxfJtfCov, nqadevüi^v ix tQi>(op ägaxf^oov 
xov fiiöifipop bxaavov. Daneben auch der Genetiv: nqa&svx(av ^-J dqax- 
(imv xov fisöifjipov ixcc(fxov^''^^). 

7. äico steht auch bei aq^sad^ai, im lokalen Sinn: aq^ditBVov dno 
xov IlqonvXaiov (347 v. Chr.)i^o9) 

8. Über dno bei dialsinsiv, dnoleinsiv s. § 84, 19. 

9. Neben einander finden sich die Konstruktionen dcpiaxaa^at ano 
xivog und difiaxaddai xi^voq^"^^^). 

10. oixqi' hat auch vor Vokalen kein -5^^"). Es erscheint sowohl 
bei lokalen als bei temporalen Bestimmungen, ist aber seltener als 
/li^X^.i^"). 

1703) Vgl. Thom. Mag. p. 1: anavxixqv tov SsTvos xal xniavuxQv, loyoyqdtpoiy . . 
ttVnxQv (f^, noiTjTaC. Über die Form s. oben S. 81 JN. 689. 

1704) j^y j,a^y j^y ttTiivttVTi T^^ aiaodov CIA. II, add. 4b9, b, 17 (oach 50 v. Chr.). 
"o&) «710 lov^'A^o) CIA. I, 237, 35 (443 v. Chr.); Ix Jov'Li&w 244, 53 (436 v. Chr.). 
"06) [Oival]oi, l^ 'Ixdgov CIA. I, 240, 15 (440 v. Chr.); über i^'PoSov, i^ uiiqoVy 

iy AMov vgl. oben JNote 948; 949; 997. 

1707) EX r€ T(ov etc. CIA. II, 613, 9 (298 v. Chr.); l^ ov Kixqona laog *A&rivaüov 
ovofxd^ei] Poesie, 555, 1 (376 v. Chr.); «(/>' ov 352, 7 (vor 270 v. Chr.). 

1708) xqM(^^ (ff^(pdvii> dno X ÖQaxfJ^dÜv CIA. II, add. nov. 159, b, 7 (c. 350 
v. Chr.); vgl. U, 230, a, 14 (336/332 v. Chr.); 251, 13—17 (307—300 v. Chr.); 470, 71 
(c. 63 V. Chr.). — x€(pdXcciov icjLiijg xqi&dSv . . . TigaS-nadSv ix tqkov ^qa/f^iSv tov 
fjL^öifjivov exaaiov IV, 2, 834 b, II, 70—71 (329 v. Chr.), neben nqa&ivxiov %^ ^Q^X' 
fitov TOV fiidCfJLVov ixdarou ibid. II, 75 (329 v. Chr.). Vgl. i^ oxtat ip)ßoXöiv xal 
rifjLifoßaiov tov aTatrJQa CIA. II, add. 834, b, U, 70 (329 v. Chr.). Herw. p. 44; Riem. 
Rev. IX, p. 95. 

"09) CIA. II, 1054, 5 (347 v. Chr.). 

1710) ovx [dnoa]jrjaofÄai "A^tivaCtav xov 7i[X\ri»ovs CIA. I, 9, 22 (464/457 v. Chr.); 
ovx dno[d]Tr^aofxai dno rov [d]^iLiov tov !d&r]Vat(ov IV, 1, a, 27, a, 21 (445 v. Chr.). 
Vgl. IV, 2, 54 b, 72. 

1711) af;f^i äv KE. 48, 5 (Poesie, III. J. v. Chr.). Vgl. Phryn. p. 14: fji^XQ^g xal 
dxQtg, avv t^ ?, ddoxifAa' f^^XQ^ ^^ ^'^^ ^XQ^ liys» Ebenso Moeris p. 32; Thom. 
Mag. p. 13. — Weckl. p. 52; Geyer p. 14. 

1712J jj^^gi^ j^j ^^Q^j TTfO^e und it/Qi T^a^e Trjg d6ov CIA. IV, 1, b, 521, a — d 
(500/450 v. Chr.); ä/Q' Trjg nvXCSog II, add. 834, b, I, 25 (329 v.Chr.); axqi tov 



— 213 — 

11. iyyv g cum dat. ist aus der Poesie zu belegen: iyyvg 6d(S. Da- 
gegen zeigt die Prosa den Genetiv in: iyyvidrco y^povg^^^*). 

12. d id cum acc. ist erst aus nachklassischer Zeit (seit 322 v. Chr.) 
nachzuweisen. In der klassischen Zeit steht dafür ^vsxa (= propter)^^"). 

13. elg. Im V. und zum Teil noch im IV. Jahrhundert wird E2 ge- 
schrieben. In wieweit für die ältere Zeit noch die Form ig anzunehmen 
ist, läfst sich nicht sagen. Die Poesie, für die allein, und auch hier nur 
vor vokalischem Anlaut, eine Entscheidung möglich ist, bietet zweimal E2 
als Kürze: 

fiv^fji>' igoQcop oiXTtg', cog xalög cov sd-avs. 

ix Ilaydv äyaycov diä BotcoToSy ig ^A&fjvag^^^% 
doch an zwei andern Stellen erscheint die Länge: 

^E2 ^Aida xardßa nädiv fiaxccQi^tfTog Ididd'ai,, 

ovv6x{a) änocpd'ifi^vu) ßtJTfjv äöfiov ^Aldog E2S2^^^^), 
Die Annahme, dafs E2 und EI2 blofs graphisch von einander 
differieren und in der Jüngern Prosa überall die Länge anzusetzen 



i^ccifovg riji aiflrjg ibid. Z. 48. — temporal: ä/Qi trjg TQirtjg inl 6ixa ibid. Z. 34. 
Riem. Rev. IX, p. 99. 

"13) ivyijg S^^ CIA. I, 465, 2—3 (VI. J. v. Chr.); iyyvrdjaj y^vov[g] I, 8, 6 
(500/450 V. Chr.). Herw. p. 82. 

171*) dl' svegysaCav CIA. H, 186, 23 (322 v. Chr.); xal xfOQta&^viltov tov neigai- 
<5g] xai tov äaretog dtä töv [nokif^ov] II, 584, 6 f. (318 v. Chr.); axQtjOTa dia rov 
Xq6[vov] xal dia [rjawr« CIA. II, 404, 8 (Ende des 11. J. v. Chr.), etc. — dt kxarov 
II, add. 834, b, II, 47 (329 v. Chr.) ist in at ixatov za äodera. Vgl. Note 1816. Ober 
svexa (=propter) s. uoteo, Note 1728. — diafiiafog rrig axevo&rixrig CIA. II, 1054, 
13 (347 V. Chr.) korrigiert Köhler in diä fjLiarig ir^g ax€voS"rJ3crjg. 

171^) GA. IV, 1, a, 477 c, 2 = KE. add. 1, a, 2 (VI. saec.) ; KE. 26, 6 (ante mediam 
saec. IV., dorisierend). 

1716) KE. 26, 9 (vor 350 v. Chr.); 87, 4 (IV. saec.). Dafs auch das Attische einmal 
(vor Konsonanten) die Form lg besessen hat, zeigen lautgeschichtliche Erwägungen 
(aus ivg xogaxag mufste ig xogaxag werden wie aus iv 2xafjiß(ovi,d^v iSx. u. s. w., 
vgl. § 43, 1, f) sowie das in der Volkssprache aus iaxoQaxC^(a (nicht ei-) entstandene 
axoqaxl^to. Vgl. noch die bei Schweizer p. 45, Fufsn. angeführte Litteratur. Aller- 
dings hat tig in der Prosa wohl schon frühzeitig die Alleinherrschaft errungen, vgl. 
z. B. CIA. 11, 115 (343 v. Chr.): (ig dk tiji/ 21 ; iig lo nqvroLVHov Eg ccig^ov 27. 30. 
— Auch Wilamowitz, Aristoteles und Athen II, 306, 4 tritt für lg vor Konsonanten 
bei Solon ein. — In ionischen Inschriften hört, wie in den attischen, mit der Schreib- 
weise € = ei auch die Orthographie lg auf (c. 350 v. Chr.). Vgl. lg neben TQ€Tg, 
cidtXiTv, IxsCvov CD. 493, 5 (361 v. Chr.); lairiXriv neben (peoyetVj naax^v 551, 17 
(c. 358 V. Chr.); eanXavv, lajrjXrjV neben (hat 483, 7. 18 (unter König Maassollos). 
Ebenso lange oder noch länger erhält sich aber auch die Schreibweise € = €t in den 
lufinitiven ; so begegnet dreimaliges otpsiXsVf neben dvat auf einer thasischen Inschr., 
CD. 527, über deren Datierung Cauer bemerkt: „Bergmann, Hermes III, p. 233 sq. . . 
dicit titulum esse aetatis Macedonicae. Putaverim eum saecnlo quarto non inferiorem 
esse propter vestigia veteris rationis scribendi, quae in eo ezstare videntor* '* 



— 214 — 

sei^^^^), wird besonders durch den Umstand nahe gelegt, dafs in demselhen 
Mafse wie die Schreibweise -EIN für -EN im Infinitiv, oder -EI^ für 
-ES in der Deklination u. s. w. im IV. Jahrhundert zunimmt, auch die 
Orthographie EIJS immer häufiger wird. Die letzte Inschrift, die E = «* 
enthält: änodciaEv (334 v.Chr.), zeigt auch zum letzten Mal E2für sig^^^^). 
Ähnlich wie mit E2 = slg verhält es sich mit E2Si = staca. Von 
347 V. Chr. an ist nur noch die Schreibweise mit Diphthong zu belegen^"*). 

14. Über den Wechsel zwischen slq und dem Dativus finalis s. § 84, 26. 
Ober slq und sv bei den Verba ponendi s. unten Nr. 19. Über elg^ ngog 
und nsgi bei svvoi^a, (piloTif^ia s. unten Nr. 43. 

15. i^, ix, iy, ix* Über die Verwendung der verschi^enen 
Formen dieser Präposition vor Vokalen und Konsonanten s. § 41. 

Hervorgehoben sei der Gebrauch von ix = „von einem Ort her- 
stammend, früher dort aufbewahrt" ^^^®*). 

16. Über den WechseJ zwischen an 6 und 15 s. oben Nr. 4 — 6. 

17. iy, ifi, iy, il, ia, ig, i. Über die verschiedenen Formen 
der Präposition iv vgl. Lautlehre § 43. 

18. Die Verbindung von iv mit dem lokalen Genetiv war im altem 
Attischen noch lebendig, vgl. iv vcov noXsoav cov l^^fjvato^ xgcnoSc^ 
„im Bereich der Stadtgebiete, über welche Athen herrscht"*^*®), begegnet 
jedoch sonst nur noch in festen Anwendungen, nämlich 

a) bei den Namen attischer Heiligtümer: ifi Ilavdiovog, iv tm 
llXovT(üvog, iv Ji>ovv(Sov, fjbfjvQog iv ^AyQag^"^*^). 



^''^'') So schon Weckl. p. 58 ff. (xäg kann ebenso gat ans xal eis wie aus xttl ig 
entstanden sein, da eis nicht diphthongisch war; vgl. tifjiav aas rifidetv), Anch Rireb- 
hoff nmschreibt vielfach, doch ohne Konsequenz, inschriftiiches ig mit eis, vgrl. CIA. I, 
47, a, 5; b, 4 (420 v. Chr.); 18S, 6. 7 (410 v. Chr.) n. s. f. Ebenso Köhler 11, add. 841, 
b, 22. 24 (396 v. Chr.). Vgl. auch seine Bemerkang zp 11, 88. 

J718) (g jI, ^ixaarriQtov, neben dno^oiaev CIA. II, 804, A, 13. 33 (334 v. Chr.). 
Blafs p. 30, Note 68. 

171») etato CIA. II, 1054, 24 (347 v. Chr.); 1079, 4 (eis tb etaoi, „titulas saecvlo 
IV. vix mnlto recentior'^); 167, 61 (kurz nach 307 v. Chr.). Riem. Rev. IX, p. 58. 

1719«) jf^^f Ip j^ 6nia&o^6iu(i} ix rijs xißü)Tov t^? BQavQ(ovl6d^e]v CIA. 11,652, 
B, 23 (398 V. Chr.); die einst im Parthenon, dann im Hekatompedon aufbewahrte! 
Heiligtümer erscheinen in den nacheuklidischen Übergabeurkunden unter der Be- 
zeichnung „^x rov UaQd-evbivos^^, s. Köhler zu CIA. II, 645, p. 36. 

1720) _^i(iov(6r)v ittv tis «noxreCvT^ iv töjv noXetav a>v ^Ad-rjvaioi xQttiovüiy jrt¥ 
ufAiogtav elvai xad^ttneg iuv xts Idfi-rivaifov dnod-dvy CIA. IV, 1, c, 27 c, 14 seqq. 
(Auf. des pelop. Krieges); die gleiche Wendung stand auf der triimmerhaft erhaltenea 
Inschrift CIA. II, 33, 8. Vgl. Dittenberger zu S. 23, Note 4; zur Auffassung des Genetiv« 
Brugmann p. 395, § 447, 3; p. 439. Dahin ferner omad^e t^s S'v[Qas] iv aQiareffas 
CIA. II, 835, c-1, 62 (320—317 v. Chr.). 

1721) ifi navöCovos CIA. n, 553, 8 (403 v. Chr.) — neben iv t^ l[e]Q^ tov n[av 
Siovos] 556, 9 (IV. J. V. Chr.). — iv rtp movitavos add. 834, b, II, 41 (329 v. Chr.); 



— 215 — 

b) bei den Namen attischer Gemeinden: ix xov ygafifiaveiov iv 
JriiAOHiavidäv — olxdov, olxovaa iv 'H(fai>(Snad<Sv, iv &vfia&' 
Taddov, iv KsiQiaäcov, — x^Q^^^ ^^ Äo^wxidwv, iv Kvdav- 
ziäüov — olxovvTog il yiaxtaäwv — otxia i<f 2fiiiaxi>d(av — ol- 
xcüv iv 2xafAß(aVidcSv — iv r« ^HqaxXita iv XoXagyitav^'^^*), 

19. Die Verba ponendi ^stvai, xaiad'sivai werden mit iv und elg 
verbunden: xataO'stvai €(i)g rtoltv (445 v. Chr.); xavad'etvat iv axQO- 
nolsi (343 V. Chr.); d'stvai, stg Tfjv dxQÖnohv (341 v. Chr.); ^ivtcjv 
ifi nöXsi (435-416 v.Chr.) ^"'). 

20. Ebenso findet sich ävayqdxlJon elg ar'^Xfjv und avaygdxpay iv 
aT^lfl ^^^*). 

21. In der spätem Kaiserzeit begegnet schon mehrfach in der Weise 
des Neugriechischen sig an Stelle von iv: xsta&ai, slg TVfißov, äva- 
navea^ai elg ronov^'^^^), 

22. ivavTiov cum gen. == coram ; ivavrlov, ivavtia cum dat. = 
contra. Im letztern Sinne findet sich seit dem IV. Jahrh. auch vnev- 
avT^a^"®). Über an^vavxi s. oben, Nr. 3. 

23. l^vsxa^ stvsxcc, ovvsxa^'^^^). Die zwei letztern Formen be- 
gegnen meist in der Poesie ^'*^). Ende des IV. J. v. Chr. und mehr seit 

iv JiovvOov 420, 5 (Anfang d. IL J. v. Chr.); fJLrjftqbg iv '^dygag I, 273, f, 23 (nicht 
vor 420 V. Chr.). 

"22) ip JrifjioTKovadiv CIA. 11, add. 841, b, 21 (396 v. Chr.); iv \^H](paiaTia{6(3v) 
772, B, 12 (IV.— III. J. V. Chr.); iv 9vf^a(t7aSc5v) 774, 11 (IV.— III. J. y. Chr.); iv 
K€iQUc6[öj]v 768, 21 (Ende d. IV. J. v. Chr.); iy Kod^(oxtS(3v 785, 8 (nach 350 v. Chr.); 
iy Kv^avTi(6ü}v) ibid. Z. 5; ik Aaxi{a6(öv) add. 834, b, I, 71 (329 v. Chr.); ia Sri- 
tAaxi{S6iv] I, 274, 15 (415 v. Chr.); iv 2xajuß<o{vt^c5v) II, 773, A, 44 (IV*— HI. J. v. Chr.); 
774, 9 (IV.— ni. J.); iv XoXagyiatv 604, 9 (III.— IL J. v. Chr.). 

1^23) xttia&HVcn €{i)s noXiv CIA. IV, 1, a, 27, a, 60 (445 v. Chr.); xara^etvat iv 
axQonoXu 11, 115, 21 (343 v. Chr.); [&i]vj(ov ifi noUi I, 32, A, 30 (435/420 v. Chr.); 
\ß-il'\vai, sig iriv cixQonokiv 11, 1 1 3, 5 (344 v. Chr.), etc. 

1724) ^y aTTjXy dvayQa}pavTü)V [/m]«[^ — xal t6 Xomov avayqtttpovtmv ol aiil 
tafAlai i{i)g atrjXrjv — rag 6k aii]Xug iv ulg av avayQoiqmai lä /qrifiaTa, alles 
in einer Inschrift, CIA. I, 32, A, 22. 25. 29 (435/416 v. Chr.). Ebenso CIA. II, 17, A 
(378 V. Chr.) von Z. 64 an: oi[vayQ]a}pciT6} iv atrXr^ Xi&Cvr^ — %ig 6h T^y ari)- 
Xriv xavtriv avayQatpeiv u. a. m. 

"26) CIA. III, 1362; 1379, 2 (Poesie) etc. 

1726) avaQid^fxrjada&aiv xal dnoatfiGdad-osv %ä XQrifiata ivavriov v^g ßovXrjg CIA. 
I, 32, A, 20 (435/416 v. Chr.); dnoyQu^pai 6k avrdSv rd ovoficcta . . ivaviiov tov 
Srifiov IV, 2, 54 b, 43 (363 v. Chr.). — noXifiriaavj^s ivavtia i(^ 6rifi(^ ibid. Z. 28 ; 
ivavrlov Ttp oQxip CIA. II, 609, 2 (324 v. Chr.). — vn^vavxCa tolg Eixa6evai ibid. Z. 9. 

1^27) Weckl. p. 36—39; Hedde J. J. Mafsen, Leipz. Stnd. IV, 35; Geyer p. 13; 
W^ackernagel KZ. 28, 109—130; Schweizer, p. 35 f. 

"28) sYvexa (in Poesie seit der Mitte des V. J. v. Chr.): CIA. IV, 1, a, 477, e, 
2 (c. 450 v. Chr.); II, 3620, b, 6 (IV. J. v. Chr.); III, 749, 1 (IL J. n. Chr.); III, 781, 2 
(Kaiserzeit); 1337, 8 (Kaiserzeit); 1370, 2 (Kaiserzeit); 1389 (Kaiserzeit). 

Über ovvfxa s. Note 1730. 



- 216 — 

der Kaiserzeit dringen slvexct (auch ii^exa geschrieben) und eti^exev in 
die Prosa ein"^®). 

24. Die Form ovvexa, die mau mit Unrecht aus den attischen 
Dichtern hat entfernen wollen, erscheint in der inschriftlichen Poesie 
schon sehr früh: dgev^g ovvsxa (V. J. v. Chr.). (Als Konjunktion ist sie 
nachzuweisen seit dem VI. — V. J. v. Chr.: ovvexa ni(S%dq €(pvg^^^). 

25. Dem Attischen von Haus aus fremd sind die Formen auf -ey 
(lr€X€V, elvsxev^ ovvexBv) und die Formen auf -e (^V^xf, etvsxe, ovpsxs). 
Die letztern erscheinen gar nirgends "^*^). Dagegen dringen die Formen 
auf -£V seit den Zeiten der Koine auch in die attische Schriftsprache ein. 
Es fmdet sich nämlich ^sxsv am frühesten auf zwei Inschriften des 
religiösen Kollegiums der Thiasoten vom Ende des IV. Jahrhunderts""). 
Das Verhältnis zwischen ^sxa und ^vexsv ist im IV. Jahrb. noch 
folgendes ^^^^) : tvsxa : l^vsxsv = 51:2. 



1729) sXvixa CIA. IV, 2, 563 b, 58 (334/3 v. Chr., Dekret der Athmoaeer, neben 
'ivexa im auf die gleiche Sache bezüglichen Dekret der Ksxqonis auf demselben Steia, 
Z, 31. 40); XvBxa (sie) CIA. III, 785, 3 (30 vor — 68 nach Chr.). — ttvixev 697, 9 
(nach 161 n.Chr.); 1218,5 (Kaiserzeit). 

7730) uiX{l)6fjLSvog vlxriasv 'Enaiverog ovvsxa TOJE HA . . (= toväs oJIt^^c; 
Kirchhoff liest ovvsxa twJc) CIA. IV, 1, b, 422, Nr. 4 (VII.— VI. J. v. Chr.); apCT^f 
ovvexa xal (fiXiag IV, 1, b, 491, 8 (V. J. v. Chr.); a(ü[(fiQoa]vvrig ovvexa II, 1334, 11 
(III. J. V. Chr.). — ovvexa als Konjunktion: [ov]vexa nmihg etpvg CIA. 1, 487, 1 
(VI.— V. J. V. Chr.); ovvexa ß^triv KE. 87, 4 (IV. J. v. Chr.); ovvexa iviTEvevaag 
CIA. III, 170, 5 (Kaiserzeit); ovvexa (p^Qetg 171, c, 18 (Kaiserzeit); ovvexa öuaioaaxo 
add. 759, a, 4 (Kaiserzeit). Vgl. Brugmann, p. 562. 563. — Nach J. Wackernagel, 
KZ. 28, pag. 109 — 130 erscheint (als Präposition): 





ovvexa 


eXvexa 


beid 


es (Schwanken) 


bei Aristophanes 


22 mal 


8 mal 




5 mal 


„ allen Komikern 


30 „ 


12 „ 




11 » 


„ Sophokles (Mediceus) 


25 „ 


M 




» 


„ Aeschylas (Lanrentianas) 


4 „ 


2 „ 




~~ >» 



„ Eurip. (I. Handschriftenklasse) zahlreich — „ — „ 

1^31) In Samos findet sich evexe schon 322 v. Chr. (Mitt. IX, p. 195. 196); vgl. 
DS. 183, 15 evexe (Samos, ca. 305 v. Chr.). — Damit ist zu vergleichen tneite^ fililet, 
IV. J. V. Chr. (DS. 660, 2). 

i732j 'ii;^xev neben %vexa CIA. II, 987, A, 2. 5 („titolum post medium saec. qoartnm 
lapidl incisum esse censet Rangabis specie iitterarum fretus. Nee probabile est eom 
multo recentiorem esse.*^); evexev IV, 2, 611 b, 13 (302 v. Chr.). Bamb. Jb. XII, 59. 
1738) %vexa im V. J. v. Chr.: CIA. I, 42, a, 5 (423 v. Chr.); IV, 1, c, 52. 63, 20 
(nm 420 v. Chr.). evexa im IV. Jahrb.: CIA. II, add. I, b, 34; 85, 11 ; 114, A, 3, 7, 
12; 145, 8; 170, b, 8; add. 159, b, 5; 171, 8; 176,24; 232,9; 251,2; 252,21; 254, 
13; add. 256, b, 23; 258, 16; 263, 18; 555, 13; 579, 12; 581, 11. 21. 28; 585, 7. 17; 
607, 2; B, 10; 611, 22. 42; Mitt. VIII, p. 218. Mafsen a. a. 0. — Geyer a. a. 0. 
Dazu aus CIA. IV, 2: 38; 104 a, 9; 169 b, 32; 179 b, 15—16. 34; 184 b, 20. 32; 231 b, 
13; 563 b, 31. 40; 563 d, 4; 565 b, 17; 1219 b, 3; 1233, c, 2; 573 b; 574b, 16. 23; 574, 
c, 14; 574 d, 9; 574 g, 1. 



— 217 — 

Ums Jahr 282 v. Chr. taucht ^vsxsp auch in Staatspsephismen 
auf 1783 a) ynd nimmt bald so überhand, dafs es im IL Jahrb. dreimal so 
häufig erscheint als ^vsxa. Das Verhältnis ist im IL Jahrb. folgendes ^^^^): 

bi^sxa : hVdxev == 4 : 22. 

Die Formen Btvsxev und ovvexsv sind erst seit der Kaiserzeit zu 
belegen ^^^*). Spät erscheint einmal die auf Kreuzung beruhende Form 

26. Was den Gebrauch dieser Formen anlangt, so ist hervorzuheben, 
dafs ^Vfxa, wie auch ttvexa JinA ovyena, keineswegs nur im Sinn von 
lateinisch causa, sondern im Gegenteil fast ausschiiefslich nur im Sinne 
von lateinisch propter vorkommen »^««l. 

27. Hinsichtlich der Stellung sei bemerkt, dafs Ivfxa, sowie ^vsxtv^ 
in Prosa dem Substantiv immer nachfolgen. 

28. inl. Für das gewöhnliche (Sritpavog iip^ o) erscheint einmal 
(Szitfctvog €(p^ ov^^^^). 

29. Auffallend ist snl r^g rniiqag „per Tag" für gewöhnliches xrig 

30. lo)^ als Präposition kommt auf attischen Inschriften nicht 
vor^"^). 

31. xazd. Diese Form der Präposition ist in der klassischen Zeit 
bis 350 V. Chr. die allein gebräuchliche. Seit 363 v. Chr. finden sich 



"33a) CIA. n, 316, 21. 30 (282/280 v. Chr.). 

"8*) evfoca im II. J. CIA. II, 413, 26; 420, 16. 40; 428, 9. — Ivexfcr 414, .7. 
15; 417, 18; 424, 6; 426, 5; 438, 15; 455, 8; 465, 15; 594, 29; 595, 9; 621, 19; 622, 
21; 1165, 3; 1220,3; 1339,3; 1345; CIA. IV, 2, 432 b, 13; 432 c, 15; 451 b, 2; 477 
c, 19; 597 c; 624 b, 24. 

1735) (tv€xsv KE. 152 (II. J. D. Chr.); 953, 1 (Kaiserzeit); A9. VIII, 531 (Kaiser- 
zeit). — ovv€xsv CIA. III, 751, 14=KE. 144 (Konjanktioo; Zeit der Aurelier). 

1735 a) ^vixav EA. 1895, 110 or. 26, 5 (röm. Zeit, Ehreoinschrift des Demos). 
Vgl. Schweizer p. 36. 

1786) Vgl. fdr ^vexa: CIA. I, 59, 13 (410 v. Chr.) [aveinetv . .] tüv evU^tx avrov 6 
öfifAog iaT€(fav(oa€f ferner die häufigea VerbioduDgeo: [aT€(pavovv av]Tov . . . drSga- 
yaf^iag svexa CIA. II, add. 1, b, 34 (403 v. Chr.); 17 ßovXri . . . aT^<favto9^iTa[u vno\ lov 
6rifxov aQSJTJi evsxa xal Sixaioavvrig 114, A, 1 ff. (343 v. Chr.), etc. — ^nMviaai 
4*av6Srifxov dvvXlov 0i/|UatTacF[»^y] aQni\g svexa xal öixaioavvrig ibid. Z. 7, etc., etc. 

Für ttvtxa vgl. KE. 35 (c. 350 v. Chr.): eareg^av TiolXiis ttvsxa aaxpgoavvfis 
u. s. w. 

Für ovvfxa s. Note 1730. 

"37) [aT^(f]avog l(p' ov rä [^]vo [YY] CIA. II, 732, 2 (oicht vor 307 v. Chr.); 
[aT^(pttv]og i[(f/] ^ [T]ä 6vo YY 731, A, 4 (oicht vor 307 v. Chr.), etc. 

"88) Too</r/ . .,^7il Jtjg rifjiiqag r(p dv^gi CIA. II, add. 834, b, II, 6 (329 v. Chr.); 
oebeo dvdgl ofxoatTtp j^g rifxiqag ibid. II, 42. — Riem. Rev. IX, 95. 

1739) vVohl aber io der Koine, vgl. DS. 540, 28, Lebadea: Utog rrjg itT^arrig 
^oxifAaaCag (fröhrömische Zeit). 



— 218 - 

Verbindungen wie xaid (=xai:a tä), xaiäds (=xaTa tccde)^ xata 
elüo&oia, xaioifg vofiovg^''*^ mit syllabischer Dissimilation. 

32. In einer und derselben Inschrift findet man (jLiad-ovp di xa%ä 
sixocy izcoy, neben 6 di ßaCiXevq fAiad-ooadtoa . . to tCfAevog . • eixoci 

hfj (418 V. Chr.) ^^")- 

33. xaid mit Akk. im Sinn von ini mit Akk. steht in dem Aus- 
druck: onoiSot 6* av iTuäfjfidotfi^ xav' ifinoQiay i^^ijvfjtft (Staatsdekret 
c. 350 v.Chr. ^^«). 

34. (jLsrd^^^^). Überall, wo es sich um Begleitung, Mitwirkung, 
Teilnahme handelt, steht fAszd mit Gen., nicht (TvV, besonders also bei 
Namen von Personen: oQXfaaat fisrd twv OQxontäv (445 v. Chr.); %ovg 
116%' ^Aqvßßov ^xoptag (343 v. Chr.); olxcoa& fAsra Iti&fjvaiwy (341 
V. Chr.) u. s. w.^'**) — oder bei solchen Sachnamen, welche kollektivisch 
Personen bezeichnen: 66vi(üv fisrd r^g ßovX^g (435 — 416 v. Chr.); 
s&svTo xd onla fisxd r^g n6Xs(ag (282—280 v. Chr.)^^**). 

35. fjbsxd tritt sogar bei den mit (Svv zusammengesetzten Verben ein 
(sofern nicht die Konstruktion mit dem einfachen Dativ vorgezogen wird), 
also: avvdianoXsiitXv fierd vivog (vor 403 v. Chr.); (SvyxataövqiffBaduh 
fi€Td Ti>vog (356 v. Chr.); avYxavaiditsa^ai> fAsid %ivog (338 v. Chr.); 
avP€(STtä(fd^cci [ASTd %ivog (nach 300 v. Chr.); (fvyanodfjiAstv ^$%a tivog 
(299 V. Chr.); avfinohoQxsty fisrd xivog (282 v. Chr.)*^*«). 



1^*0) ^ü jtSp xata yjfjtptaf^ata dvccXiaxofzivtov CIA. IV, 2, 54 b, 26 (363 v. Chr.); 
xaracfe if^ia&waav ü, 1055, 1 (345 v. Chr.); xard eM&oTu] 163, 15 (334/326 v. Chr.); 
xaTovg vofÄOvg 594, 15 (127 v. Chr.). — xatä rdf^e z. B. CIA. IV, 1, a, 27, a, 3. 20 
(445 V. Chr.); II, 1058, 2 (350/300 v. Chr.); xata tov add. 841, b, 47 (396 v. Chr.), etc., 
etc. Die Erklärang gab schon Stolz, Nene philolog. Randschan 1889, 93. Die Fora 
xaT der Präposition im Attischen nur in xanvo) {vgl. jedoch über das Wort aaeh 
noch Lagercrantz, Studien zur griechischen Lautgeschichte 114 ff.), inschriftlieh vno- 
drifjMiwv xdrrvaig CIA. II, 2, 834 b II, 18 (329 v. Chr.) {ttnoitlvlfidiitavt] ebd. H, 6 
ist ganz unsicher). Der Name Idvdoxi^rjSy nach Wilamowitz, Aristoteles und Athea 
n, 74 zu dvaSixofJLoii^ weist auch durch sein x auf lonien bin. 

"«) fiiadovv dh etc. CIA. IV, 1, b, 53, a, 37 (418 v. Chr.); 6 6k ßaaUavs etc. 
ibid. Z. 1 1 ff. 

"*2) inidrif^üiai etc. CIA. II, 86, 32 (c. 350 v. Chr.). 

1743^ Vgl. Tycho Mommsen: Entwickeluug einiger Gesetze fdr den Gebraueh der 
griechischen Präpositionen fÄsrd und avv bei den Epikern. Frankfurt 1874, 1879; 
Beiträge zur Lehre von den griech. Präpositionen 1895; Geyer p. 32; Riem. Rev. IX, 96. 

"4*) CIA. IV, 1, a, 27, a, 37. 65 (445 v. Chr.); II, 115, 29 (343 v. Chr.); 116, 15 
(341 V. Chr.). 

"«) CIA. I, 32, A, 10 (435/416 v. Chr.); II, 317, 12 (282—280 v. Chr.): vgL rkav- 
xixfiv xal T« nloia tu fJLtt' avrov CIA. II, 331, 12 (270 v. Chr.). 

^^*ö) avvdi€7iolX^fjiria]av tov nolsfxov fjLixa *A^vaLa)[v] CIA. IV, 1, a, 61, ad, 7 
(410 V. Chr.); awxtt[T]a[a]TQ^yjofiat fx[£rä KsTQinoQ^og x]al twv ddsXff&\y'] II, add. 66, 
b, 20 (356 V. Chr.); avvxauidiroVTo fzstd l4&r)vaC(ti[v] 121, 12 (338 v. Chr.); owt- 



— 219 — 

36. Erst seit der Kaiserzeit werden fietd und avv vermengt: ^Aqbo- 
nccy(^€ytrai, avv lotg yviivacnuQ'^ixoXg (61 n. Chr.), avv KaniKüXloig 
p^^s^ixijaag TOP dyMvct (138 — 161 v. Chr.)'^*')- 

37. Seit der makedonischen Epoche wird iisid cum gen. auch viel- 
fach zur Umschreibung von Adverbien und Partizipien gebraucht, so er- 
scheinen für M(paXoSg, siTccxTcog, oiaovoovvvsq auch die Verbindungen 
li€t* acftpaXsiag, fisd'' Ofiovolag, fisrä Ttdatjg svia^iag^'^*^). Der klassi- 
schen Zeit ist diese Ausdrucksweise fremd. 

38. Was die Zusammensetzungen anlangt, so sind zu erwähnen 
fisraTtVQyiop (==- f,i€(fonvQyiop) und fisxaxioviov {= fj.saottTvhovy^^^). 

39. i»iixQi> nimmt auch vor Vokalen kein Sigma an: iiixQi fiXiov 
dvofi^vov (500—456 v. Chr.y^^^). Es findet sich sowohl in lokaler als 
temporaler als übertragener Bedeutung neben dem seltenern «x^*^"^)* 

40. nccQd. Über dzvx^tp naqd ripog s. oben, § 84, 17. 

Die attischen Inschriften schreiben argaifiystp fisrd ripog^ aber 
GiqccxsvedS'ai, nctqd ti,pi^''^^), 

41. nsqi cum gen. steht im V. Jahrhundert (Prosa) viermal in der 
Anastrophe ^"^). Im IV. Jahrhundert kommt die Stellung hinter dem 
Substantiv nicht mehr vor. 



arioiad-ai KaXXMfiavTa /ufra ÜHQUiibiv 589, 14 (parte priore saec. tertii); awano- 
^rjfirjGavra jusS-^ iavtaiv 297, 15 (299 v. Chr.); awenoliOQXSi . . . jusrn [r6]v Sr^fiov 
317, 14 (282 V. Chr.). — Über deo Dativ vgl. JNote 1700. 

1747J ]^Aqsd\7iayElTaL avv zolg yvfivaaiagxfxotg ol'J« CIA. III, 1085, 19 (61 d. Chr.); 
avv KanntoXCoig vetxi^aag rov aydiva 120, 5 (ADtODini Pii imperio). lo der Sltern 
Weise ist avv gebraucht CIA. III, add. 224, a, 5: Gso^mQog MaQa^toviog rotg ^€oTs 
aifv ry xXiaCa (sc. av^&rjxs). — Geyer p. 32. 

^'*8) ^„' da(faX%Cag CIA. II, 334, a b, 12 (270/262 v. Chr.); ^«^' bfiovo(ag 332, 
34 (268 V. Chr.); ^fr« ndarig svta^Cag 467, 35 (101 v. Chr.). Vgl. unten, Note 1831. 

"*®) [fj]€TanvQyiov CIA. II, 830, 3 (394 v.Chr.). — iueTaxt6viov= Kaum zwischen 
den Säulen 1054, 35 (347 v. Chr.). Vgl. fie&oQiogy iLi€aoiv)Qtog. 

1750^ CIA. IV, 1, a, 2, A, 4 (vor 456 v. Chr.). 

^^^^) f^^XQ*- ^^'^ 71Q(6t(ov xt6v(ov, fJt^XQ^ ''^'^ xtovtov, f^^XQ'' '°*^ rofxov CIA. II, 
1054, 25. 71. 67 (347 v. Chr.); fxixQ*^^ tov Kf}(piaov II, 167, 122 (kurz nach 307 v. Chr.); 

— temporal: /u^XQ*^ Sfxdtrig laxafxivov CIA. I, 1, B, 22 (600/456 v. Chr.); fJiixQf' ^ov 
Gaoyrjlttovog f^irjvog II, 814, a, A, 3 (374 v. Chr.), etc.; — übertragen: /Lt^XQ*^ ^°^ 
Tirayfi^vov I, 40, 40 (424 v. Chr.), etc. — Über äxQt vgl. S. 212. 

"*2) atgaisvo/uevog ngoregov nagä /Iri^r^TqCf^ CIA. II, 317, 7 (281 v. Chr.); Tolg 
aTQartüjraig rotg ncLQa jy noXei OTgaTtvo/ni^voig] IV, 2, 614 b, 21 (307/286 v. Chr.). 

— OTQaTTjyol ot /ued-* 'HyrjaCov a[TQatrjyriaä]vT€g CIA. II, 733, B, 14 (306 v. Chr.). 

"53) X^^eag [7i^q]i rj Soasag CIA. IV, 1, c, 2 a, 6—7 (bald nach 450 v. Chr.); 
, . . . og n^Qi ibid. Z. 8; rov noXi/ÄOv niQi xal tdSv tq . , , I, 57, b, 13 (411 v. Chr.); 
[ttjv ßovXrjv 7rQ]oßovX€vaaaav fx[a€V€yx€tv €{i)g rov dr^fiov . . .] niQiy ry vaT€Qtt[f<jt] 
38, e, 19 (c. 424 v. Chr.). — Cauer p. 424. Anastrophe von n^gi erscheint bei Thuc.V, 
18, 8 in der Urkunde des Nikiasfriedens, bei Vornahme der von Steup, Thuc. Stud. I 50 f.; 
Kirchhof, Thukydides und sein Urknndenmaterial 56 f. für nötig erachteten Streichung. 



— 220 — 

Über das Schwanken zwischen nsgi rivog und vn^Q xivog s. unten, 
Nr. 49. 

42. neqi mit Dativ, im lokalen Sinn, ist in den Inschriften durch- 
aus nicht selten: imd-tiaet oqd-odTdzag nsql ii^(Sri trj svd'Vvt'qQiq (347 
V. Chr.); &iini%ovov nsqi tm sdsi (349—344 v. Chr.); xiraiW(rxo^ negl 
r« dydXiAan r« oqd'co (345 v. Chr.)^^"). 

43. Tisql mit Akk. (=:erga) wechselt mit elq und nqog in den 
Wendungen (fiXoTifiia nsqi tiva, dixatotfvvtj ttsqI tiva, Bvvoia nsqi 
r*i^a^"*). 

44. Zu verzeichnen ist die Konstruktion döixstv nsql t**^**). 

45. TtQog, in der Bedeutung „aufS „zu Ehren" findet sich in 
folgender Wendung: t^^p dt atijX'^v tijv ngog Idli^avögov xa&slstp 

(361 V. Chr.)i"0- 

46. avp, ^vp^"^^^). Im Altattischen, bis 410 v. Chr., herrscht ^ 
vor ^'«9), vgl. 

460-410 V. Chr. ^vv : avv = 75 : 21. 
410—403 „ „ SvV : (Tvp = 9 : 50. 

"M) im^i^aet etc. CIA. 11, 1054, 19 (347 v. Chr.); afjinixovov negl t^ Jidn 764, 
35 (349/344 v. Chr.); tisqI t^ ccg/aiis) 751, B, II, 4 (345 v. Chr.); xirtov£axog mgi 
[t](S[i äya]Xfiatt t^ 6q&(^ ibid., Z. 8 ; hfxvxXov negl rf dyaXfjimi 758, B, 30 (c. 334 
V. Chr.). Geyer p. 31: „Dativom solnm Attici ponere solent". Riem. Rev. IX, p. 182. 

1756) (piXoTt/uCag lijg 71€qI ttjv navvvxC^a — rr^g mqlxovq &eovgntheu ifikiO' 
UfiCas zrig eig rovg Ji^^diM? CIA. II, 581 (320 v. Chr.). — CIA. II, 582, 5 (IV. J. 

V. Chr.) ist die Lücke (pdoTifiog i tag 9-vaiag nicht mit Köhler aasznfnllei 

in ipiXoTifjLog [j^aji/v if]g tag &va(ag, sondero, wie schon das noch erhaltene Iota zei^ 
in (piXüTtfiog [^ari negjl tag d^vaCag. Vgl. ayad-og tieqI Clk. II, 5; 51; 86; 108; 234 
etc.; ayad-og xal (ptloTt/nog ti^qC 585, 4 (313 v. Chr.); ipiXoitfiog negC 89,4(356/362 
V. Chr.). — [aJQStijg 'ivexa xal svvoCag t?? €\t\g tov 6rjfiov CIA. II, 312, 38 (286 v. Chr.); 
aQSirjg €V€x[a] xal fi/voiag, tjv ^/(ov ^lareXel ttsqI tov irifiov 331, 73 ff. (nach 280 
V. Chr.). — \ßvT]a^Cag evixiv xal (fi>Xoj[ifjii]ag , riv [?/orr€]ff SiaTiXo[vatv n'\Q6s tov 
Srifiov 316, 21 (283/281 v. Chr.); [i\vaۧeCag evixa r^g nqog rovg &eovg 307, 19 
(290/288 V. Chr.); (vvotav, tjv fl/e nQog tov ^fj/uov 297, 18 (299 v. Chr.), 

1756) ifiy jig ^^ixei jtsqI t« Iv JoTg vmqtoig CIA. II, 811, c, 154, ff. (323 v. Chr.). 
Vgl. Plat. legg. 9, 854, E: dSixet nagl ^€ovc. 

1767) [jri]v <r^ at[ri]X[riv trjlv nQ6[g] *AX[^^a]v6lQ]ov [xtt]deXeZv CIA. IV, 2, 59, b, 39 
(361 V. Chr.). 

1768) Vgl. Weckl. p. 57; Cauer p. 586 ff.; Herw. p. 59; Riem. Rev. IX, 61. 

1759) ^{,y scheint eine spezifisch attische Form za sein, denn den Hdschr. des Hero- 
dot ist sie fremd, bei Homer nnd den äolischen Dichtern steht an metrisch entseheideadea 
Stellen tiberall avv (Krüger II, 1, §4, 6, 2; Meisterp. 193) und dorische Inschriftea 
aus dem Anfang des VI. Jahrhunderts brauchen avv: rol avv ^^a/u/Äar^xot CD. 174. 
a) Von 460—410 v. Chr. 
1. ^vv (in der Zusammensetzung): CIA. I, 9, 23; 31, a, 15; 33, 1; 37, a c, 7; ^, 
6; 40, 2 mal; 42, a, 2; 52, b, 12; 55, a, 10; 119, 1; 123, 2; 124, 2; 130, 1; 131,1; 
132, 1; 158, 1; 162, 2; 166,1; 171,1; 173,1; 177,18; 179,2mal; 180, c, 18; 186, 
5mal; 183, e, 7. 8; d, 8. 10. 12. U; 184, A, 13; 185, 4mal; 237,36; 273, 15»!; 



— 221 — 
Von 403 an trifft man ^vy nur noch vereinzelt in Ausdrücken wie 

Seit 378 hört auch dieser Gebrauch auf und ^vv erhält sich nur 
noch in der formelhaften Wendung ypoifiTjp d« h^fißdllea&ai^ r^g ßov- 
l'^g eig xov d^f.iop otv doxft t^ ßovly (= „der Volksversammlung die 
Ansicht des Rates mitteilen, welche dahin geht . ."), in und mit welcher 
Formel ?t;V sich bis ins I. Jahrhundert v. Chr. behauptet ^^^^). 

47. Die Präposition (rrv hat abgesehen von der Zusammensetzung ^^*^) 
in der klassischen Zeit einen sehr beschränkten Gebrauch. Im Gegensatz 
zu fjsTcc steht sie bei Sachen (nie bei Personen), und bezeichnet nicht 
die Begleitung oder Mitwirkung, sondern die Summierung („samt", „ein- 
schliefslich", „inbegriffen") ^^^*), vgl.: avy inooviotg (nach 415 v. Chr.); 
avp TM äiiifvöstdicp (350 v. Chr.); avv t^ rqtyXvifM {^^1 v. Chr.); dea^icc 
aidriQa avv tm (Aolvßdco (330 v. Chr.); o rginodiaxog ijyaysv (Svv tto 
«>7ri;^w (330—317 V. Chr.) 1'«*). 

über avv in der Kaiserzeit s. oben, Nr. 36. 

48. vTtsQ, Beachtenswert ist die Verbindung: aqxovxeg onoaoi 
vnsQ Tov xoivov TMV 0€TTakdüv aQxovaiv (369 V. Chr.)^^**). 



315, a, 12; 313,2; CIA. IV, 1, a, 27 a, 69; IV, 1, a, 33, a, 2mal; IV, 1, a, 71, ab, 3 mal; 

IV, 1, a, 96, a d, 4; IV, 1, a, 179, a, 3; IV, 1, b, 31, a, 14; IV, 1, b, 53, a, 7. 13. 31; IV, 
1, b, 27, b, 3. 14. 32.47.48. 59. 

2. avv: CIA. 1,23, a, 8; 238, 2; 32; A, 5 mal; 40, 54; 51, 10; 180, 2 mal; 185, B, 
23; 274, 4. 12. 19; 275, 7; 277, 5. 12; CIA IV, 1, a, 27, a, 27; IV, 1, b, 53 », 5; IV, 1, 
b, 277, b, 4. 

b) VoD 410—403 V. Chr. 

1. ^vv: CIA. I, 188, 2 (410 v. Chr.); IV, 1, a, 61, a, 4mal (409 v. Chr.); I, 138, 3 
(409 V. Chr.); IV, 1, a, 160, a, 2 (407 v. Chr.); I, 283, 19 (403 v. Chr.). 

2. avv: CIA. I, 188, 22 mal (410 v. Chr.); IV, 1, a, 61, a, 3 mal (in eioem Antrag 
des Alkibiades, nebeo |- im übrigea Teile der loschrift, 409 v. Chr.); I, 139, 4 (408 

V. Chr.); 324, a, c, 5 mal (408 v. Chr.); 189, a b, 12 mal (407 v. Chr.); 146, 1 (405/403 
V. Chr.). 

^'60) ^vvaQXovrtov CIA. 11, 645, 7 (399 v. Chr.; ^vfxß6k(üv, ^v/ußoXdg 11, 12. 13 
(396/387 V. Chr.); ^vfifiax[(ov] CIA II, 20, 5 (c. 378 v. Chr.). — ^vyyQatpdg I, 283, 19 
(abgefafst c. 372 v. Chr.?; vielmehr 434 v. Chr., vgl. IV, 1, b, 283). 

^^61) CIA. II, add. nov. 477 (I. J. v. Chr.). — Nur einmal CIA. II, 47, 7 ist über- 
liefert av/ußdXXsa&lat]. Aufserhalb der Formel zeigt das Verbam die gewöhnliche 
Schreibung mit a, vgl. CIA. 11, 610, 20 etc. 

i762j Ygi^ Funck: Der Gebrauch der Präposition avv in der Zusammenselzuog, 
Curt. Stud. X, p. 155—202* 

"w) Riem. Rev. IX, p. 96; vgl. oben Note 1745. 

"«*) CIA. I, 277, 5. 12 (415 v. Chr.); 11, 698, 11, 24 (350 v. Chr.); 1054, 28 (347 
V. Chr.); 807, b, 85 (330 v. Chr.); 835, 63 (320/317 v. Chr.). Vgl. TMommsen, Beiträge 
zu der Lehre von den griechischen Präpositionen 368 ff. 

^'^•*) ag/ovreg, onoaoi vnhq rov xoivov tmv SeiTaXdiv äQxova[i]v CIA. IV, 2, 
59 b, 25 (363 v, Chr.). 



— 222 — 

49. iniq rivoq schlechtweg im Sinn von nsql rivog erscheint erst 
seit 300 y. Chr. Den allmählichen Übergang mögen folgende Beisfriele 
veranschaulichen ^'^^) : 

a) 335 — 332 v. Chr. nsgl &v X^yovdiv Kntttg usqI T^g idgv- 

asiiog. 

b) 290 V. Chr. nsgl top d7iayy0.lsi 6 dy^avod-hfig in ig %wv 

d'vaicop, 

c) Vor 200 V. Chr. in ig oov dnayyiXXovaiv vniq rcay ^vü&m, 

50. vno cum gen. erscheint auch bei Sachnamen zur Bezeichnung 
der wirkenden Ursache beim Passiv: aidrjQog xataßsßQcofiiyog vno tov 
lov (329 V. Chr.)^^*'). Über den blofsen Dativ beim Perf. Pass. s. oben, 
§ 84, 35. 

51. Mit Genetiv steht vno ferner in der Bedeutung ,,unter der Auf- 
sicht", vgl. inf[i6lij&fi T^g 6iOixfj(f€(iog vno %rlg ßovX^g (343 v. Chr.) *'•*). 

52. xdqiv = ev6ica kommt während der klassischen Zeit nur in 
der Poesie vor^^®®). In Prosa erscheint es erst seit c. 50 v. Chr. und 
zwar dem Beziehungsworte bald vor-, bald nachgestellt ^^'^]. 

53. wg = „zu" begegnet nur an fünf Stellen, stets vor Personen- 
namen: wg ßaaiXsa, dg avTOV (c. 370 v. Chr.); cog ^Oqovvfiv (c. 345 
V. Chr.); wc OiXinnov (c. 340 v. Chr.); «c Jiovvdiov (325 v. Chr.)"^"*). 

§ 86. Artikel *^^^). 
a) Götternamen. 

1. Götternamen stehen ohne Artikel in dem Ausdruck dfipvvat 
Jia etc., mit Artikel in der Schwurformel: ofivvfii^ vtj tov Jia etc.""). 



i'W) CIA. II, 168, 8 (335/332 v. Chr.); 307, 5 (290 v. Chr.); 390, 8 (Bode d. ID. J. 
V. Chr.). Herw. p. 68; Geyer p. 33. Vgl. Krüger I, 2, § 68, 28, 3. 

"") aCSriQog etc. CIA. IV, 2, 834 b, II, 98 (329 v. Chr.). 

"6») ineufXri&Tj etc. CIA. II, 114, B, 11 (343 v. Chr.). 

»'W) Ke! 36, 2 (vor 350 v. Chr.); KE. add. 35, b, 3 (350/300 v. Chr.). 

*'^**) X^Iq]^^ ^öv triv aQ/ttittV anoöo&rjvat T(p hQ(p id^cv CIA. II, add. 489, b, 18 
(nach 50 v. Chr.); evxij? X^Q^^ Hl» ^^2, 4 — 5 (Kaiserzeit); 143, 5—6 (Kaiserzeit). 

»"o») noQ€v&riaovTai ol nQiaßiiq (og ßaatXia CIA. II, 86, 3 (376/364 v. Chr.); 
nifini^ Tivtt (bg avrov ibid. 24 ; [r]a /QrjfiuTa (og ^0Q[6]vTr}V 108, b, 22 (349 v. Chr.); 
[ä(fMv]o[vfj.]^v(üv (og <PCXinjiov 124, 13 (337 v. Chr.); d(ptx6fievog oig /tuivvaiov IV, 
2, 179 b, 39 (325 v. Chr.). — Geyer p. 34. 

^'^^) Vgl. Kallenberg, Der Artikel bei Namen vod LäoderD, Städten nod Meerea 
in der griechischen Prosa. Philologus 59, 515 £f.; Gildersleeve, on the artiele witk 
Proper JNames. American Journal of Philology 19, 483 tf. 

>"«) Vgl. oben, Note 1166. Dazu [ofioaui , . .^v^HXiov, *!^Qri, *A^äv CIA. H, 
333, 5 (vor 270 v. Chr.); vn rbv "HqaxUa Vaseninschrift KV. 133 (altaltiscb). 



- 223 — 

2. In Weihinschriften findet sich der Artikel sowohl beigesetzt als 
weggelassen: za&fivaia (VI. und V. J. v. Chr.), U^fjvcclif (V. J. v. Chr.)^^'*). 

3. In den Dekreten (fortlaufender Text) haben Götternamen (die 
unter Nr. 1 erwähnte Verbindung abgerechnet) durchaus den Artikel: rö 
T^$ lt4&fipaiag, t« TginToläfioy u. s. w.*'^*). Allfällige weitere Be- 
stimmungen (Appositionen) sind ebenfalls mit dem Artikel versehen: t<S 
Ji>l TM 'OXvfiTtico, Tov Jiog Tov 2(aT^oog, Tij ^Ad-fjv^ t^ Nixji, T^g 
^AQtsfitdog TTig Bqccvqtaviccq u. s. w.^^^*). 

4. Dagegen bleibt in Katalogen (Übergabeurkunden) der Artikel bei 
Götternamen und ihren Attributen häufig weg: ""Agv^fiidog Movrixiccg, 
*A3fivaiag Zioat^giag, ^HqaytXsovg iv Kvvoadqysi (c. 420 v. Chr.); Nixijg 
X^vcr^g, //log JTolidSg, 'AQT€[iidog Bqavqonviag (398 v. Chr.) u. s. f.*"^). 

b) Personennamen. 

5. Personennamen haben in der offiziellen Sprache gar nie den 
Artikel, auch wenn sie allgemein bekannt oder vorher schon erwähnt 
sind. Der Artikel findet sich nur in dem noch als Ethnikon empfundenen 
6 ^xv^fjg syqaipsv, neben ^xv&tig syqaipsv, auf einer altattischen 

Vase^^O- 

6. In den Dekreten steht der Artikel nur in der Verbindung: tov 
nqsaßvieqov Hcolefiatop (271—268 v. Chr.)^"«). 

7. Auch der anaphorische Artikel bei Personennamen (vor dem 
Vaternamen) ist der offiziellen Sprache fremd: KaXUag '^InTtovixov, 
"yiqiatofidxfj ^AqidTOxXsovg^ 0M(fxo) AvxoVy 'Inrcoxlelq^ Jfiiio%dqovg^ 



"'») ta&rivaC(f, Ttt&TiVtt(f, Ta^i?i^ CIA. 1, 351 (VI. J.); 370 (V. J.); CIA. IV, 1, a, 
373, w (V.J.). — "A&rivttt^ CIA. I, 396, 3 (V.J.); Uoa^iSwvi ^Eoex^st 387, 5—6 (V.J.). 

"^*) e(i)s ro Ttjg li^va{a[g] CIA. I, 1, A, 27 (500/456 v. Chr.); t^ TginroXifif^ 

IV, 1, b, 27, b, 38 (439 v. Chr.); t^ 'AipqoSCrr^ H, 168, 10 (333 v. Chr.); t?? "'laiöog 
ibid. 43, etc., etc. 

1776) j^ j^i jf^ ^OXv/uni<p, tov /Itog tov ^(ürfJQog CIA. II, 162, c, 15. 13 (335 

V. Chr.); ijj IdS-riv^ ty Nixrj 163, 22 (335 v. Chr.); rrjg lAqt^fiiöog Ttjg BqavqmvCag 
add. 162, 5* (334 v. Chr.), etc., etc. — Aber CIA. III, 74 (Kaiserzeit): Mrfif Tvgawog 
ohne Artikel. 

i"6) CIA. I, 273, frgm. f (nicht vor 420 v. Chr.); CIA. II, 652, A, 16. 48. 49 (398 
V. Chr.). Aber im Präskript der letztera Inschrift [TaSi ol tafiiai rwv Uqaijv xqv 
fiatüiv Tfjg lAd^rjvdag. Ebenso 11, 656, 20 ov 17 Nixij s/ii (c. 390 v. Chr.), etc. Za 
den Katalogen gehören auch CIA. I (IV, 1, a), 3 nnd 5. 

"") o Zxv&rjg (ygaipav neben Zxv&rig ^glaiptv] KV. 48—49 (altattisch), 
s. Kretschmer p. 75 f. 

»"») TTQog tov ßaaiXitt tov nqoteqov UtoXei^aiw CIA. II, 331, 29 (271/268 
V. Chr.). 



— 224 — 

Osodovov /^l'o'x^wi'o?^"®). Aufscrhalb der ofßziellen Sprache erscheint 
aber vielfach der Artikel, so namentlich auf altattischen Vasen und Weih- 
inschriften, wenn sich der Künstler oder der Weihende selber nennt: 
*EQyoTsXfjg inoiriasv 6 Nsccqxov, EvO-vdixog 6 OaXiccQXov äpid^xsv, 
Evd^vfiidfig syqaxjjev 6 UwXiov; mit ungewöhnlicher Stellung: tav 
Ev&vfidxov NixotfjQccTov slfii. Einmal auch halbofQziell im Namen 
eines Fremden: l^Xi^at^ÖQog 6 IJoXvrcsQxovTog (Übergabeurkunde Yon 
c. 319 V. Chr.)*'*'). 

8. Immer steht der Artikel, auch in Dekreten, wenn der erstere 
der beiden Namen (der Name des Sohnes) schon ein Genetiv ist In 
diesem Kall mufste die Zusammenhörigkeit der beiden Namen äufserlich 
durch den Artikel angedeutet werden; also: !.^^*oxov rov lt4Xx&ßKidoi\ 
KXsodriiiov tov ^Aqiazinnov^ JfjfioaO-^vovg %ov Sao'^evov^ etc., etc.*'*^). 
Auch bei Frauennamen 2^oataiqag zrjg l^d^fjvayÖQOv u. a. ^^**j. 

c) Völkernamen. 

9. Das Demotikon hat bei attischen Namen keinen Artikel: JIsqi- 
xX^g XoXagyevg, ^coxgdcovg AafjtTTVQswg, JtvXXw^EQXtetjl^PTKfd-ipfjV 

Nvxdvdqov Aaiiniqea^"*^^)» 



"") KalXiaq "innovCxov CIA. IV, 1, a, 392 (vor 444 v.Chr.); lUttTanf Nucoxaqovi 
II, 8, 3 (393 V. Chr.); Idgiaiofjictxri "AQiöToxXiovg 652, A, 38 (398 v. Chr.); ^tlCox^ 
Avxov 69, 2 (355 v. Chr.); ["r\nnoxXf((f ^ri/LioxdlQ]ovg EA. 1883, 67—8 (Aofaog d. 

IV. J. V. Chr.); ©föcToToi/ Ata/Qüjvog CIA. 11, 581, 10 (320 v. Chr.) etc. Vgl. Note 1516. 

1780J ^EgyoTdlrjg iTroirjaev 6 Neao/nVj Tkrjacov 6 Neaqxov irroitjafv KV. 73 (all- 
attisch); Evd^vfxCSrig (ygaipfv 6 IJmXCov KV. 194. 196 (altattisch); xO Ev&vfidxO 
NcxoajQtttO dfii CIA. IV, 1, b, 477 i (VI. J. v. Chr.); IdvtrivoiQ (7i[o£rja€v] 6 Evfjidqovg 
CIA. IV, 1, b, 373, 91 (VI. J. v. Chr.); Ev.'^v^ixog 6 GaXiccQXov dvidrixevlW, 1, b, 373, 
118 (V. J. V. Chr). — Aber BevoxX^rig dv^&rjxsv 2(aa(vi(o IV, 1, b, 373, 212 (VI. J. 

V. Chr.). — \;AXi]^tt\v]6Qog 6 HoXvnl^QXovrog] CIA. II, 723, 7 (c. 319 v. Chr.). 

"81) li^i6xov 70V 'AXxißtdSov CIA. I, 274, 6 (415 v. Chr.); KX€odfi(Jiov rov 
AgiaUnnov II, 2982, 1 f . (vor 375 v. Chr.); ^rjfdoa&^vovg rov Gso^ivov 66, 3 
(356 V. Chr.); nag' Uyd^mog tov <PU€Ttt{Qov add. 834, b, I, 63 (329 v. Chr.); ^rifio- 
atgatov tov IdaniTov 809, c, 70 (325 v. Chr.). Zahlreiche Beispiele CIA. IF, 946 
(IV. J. V. Chr.), etc. — Wo der Artikel fehlt, scheint Versehen vorzuliegeo, so: 
Ev(f[iX]rjTov TifjioSiov I, 274, 14 (415 v. Chr.); Kirchho£f hat tov ergänzt und mit 
Recht, vgl. in dem nengefandenen Fragment CIA. IV, 1, b, 277, a, 4 (415 v. Chr.) Ev- 
(fiXrjTov TOV T[if4,o&iov]i ebenso aufiTällig ist: nag' ^AgTCov Mdvov CIA. 11, add. 834, 
b, I, 74 (329 V. Chr.). 

"82) CIA. II, 1204, 2; vgl. ferner ln\ Ugeiag "AßgvXXido; Tijg Mixtaivog Kfitp^Ct' 
^tog ^vyaTQog 1388, 8—10 neben Jlv&tag Ato^(6gov^AjLiqiTQonij&€V ^vydrrig 1392, 5—6. 

1788) iJegixXrjg XoXagiyevg), der berühmte Staatsmann C!A. II, 971, a, 5 (oadi 
350 v. Chr.); 2:(axQdilov]g Aafi[7iT]Qi(ag 652, A, 14 (398 v. Chr.); AivXX(^"Eqxui {9\t) 
I, 188, 7 (410 V. Chr.); 'Avrca&ivrjv Nixdvdgov Aa^uTgia II, 564, 15 (IV. J. v. Chr.) 
u. s. w. — Aber einmal [9]i[aC]xri{T)ov {t)ov 'Egxiia IV, 2, 59 b, 46 (361 v. Chr.). 



— 225 - 

10. Dagegen wird bei Namen von Ausländern vor dem Ethnikon der 
Artikel zugesetzt, wenigstens in der Sprache der Dekrete: ""Aariccv 
Tov *AXe6v, UoXvOiqccTOv tov OXsiMtov, ^AvÖQOvixog 6 QeitccXog 

u. s. w. ^^^*). 

11. Die Kataloge und Übergabeurkunden weichen in diesem Punkte 
von den Dekreten ab, indem sie den Artikel weglassen: 'IsQoxX^g Oaari- 
llTfjg, ^Aqxiov ^afiiov u. s. w. ^'**). 

12. In einem bestimmten Fall ist der Artikel bei fremden Namen 
auch in den Dekreten weggelassen, wenn nämlich die Namen me attische 
behandelt sind, d. h. wenn ihnen der Vatername beigegeben ist: Jafiaaiag 
Aiovvaiov Ofjßatog, ^'Aaavdqov ""Ayad-mvog Mocxsdova'^'^^^), 

13. Altattische Maler setzen das o auch bei ^Ad'rivatog: Tsi>aiag 
inoiriasv A^vatog, 3 mal (VI. J. v. Chr.)i^»0- 

14. Völkernamen im Plural haben keinen Artikel"**). Doch finden 
sich vereinzelte Ausnahmen schon seit c. 450 v. Chr."*®). 

d) Ländernamen. 

15. Ländernamen haben keinen Artikel: KvnQog, AXyvjtrog, 
0oivix^, GsTiaXia, ^ixsXia, Aiaßog u. s. w. — aber, weil ur- 



^'®*) ^Aaxiav ibv \4.U6v CIA. I, 45, 8 (421 v. Chr.); noXvajQaxov jov ^PXitaaiov 
ibid. Z. 15; IIoGrjv ibv [Zdfiiov] II, add. 1, b, 28 (403 v. Chr.); TIvSoSojQoq 6 /^rjXiog 
und 77. TOP ^riXtov DS. 88 (369 v. Chr.); ^dv^govtxog 6 96rtaX6[g\ CfA. II, 54, a, 16 
(363 V. Chr.); Mevüaov tov HiXayova II, 55, 7 (363 v. Chr.); — aber io der Über- 
schrift (katalogisierend): [MltviXaog /leXayuv €v(Qyii[f}(:], 

1785) 'leQoxXijg ^^aarjXiTtig CIA. IT, 652, A, 35 (398 v. Chr.); nag" "AqxCov ZafiCov 
add. 834, b, I, 65 (329 v. Chr.); naQa 2o(foxXiCovg KviSCov ibid. II, 55. Vgl. CIA. 
II, 814, a, A, 15 «F. (377 v. Chr.); 964 (III. J.). 

i"6) \Jafia]aCag JiowaCov Orißatog CIA. IV, 2, 574 b, 2 (IV. J. v. Chr.); "Aaav- 
6qov Itiyd&tovog MaxMva IT, 234, 11 (314 v. Chr.); AldtaXiovra JlajQdov Ilaiova 
312,37(287 v. Chr.), u. s. f. 

"8') Teiaiagknolriaevlid^rivalog, 2mal, KV. 212 (VI. J. v.Chr.); 213 (VI. J. v. Chr.). 

i^w) IcTwxa fivri^a 2LyE{i)ivai CD. 487, b, 6 (c. 570 v. Chr.); "A&rjvatoi Md^saav 
DS. 3, 1 (460 v.Chr.); ovx l^eXd) XaXxi^iag CIA. IV, 1, a, 27, a, 4 (445 v. Chr.); äno 
nsXo7iov[v]ria(a)V DS^. 28, 1 (429 v. Chr.); 2:dfiioi äno6MvT(üV CIA. I, 56, 6 (412 v. 
Chr.); i(f' olanSQ Xloi xal GrjßaTot II, 17, A, 24 (378 v. Chr.); avfifiaxCa Id&rjvaCav 
xal !dQxd^(ov xal ^A/aitüV xal 'HXiioiv xal ^Xeiaaiaw add. 57, b, 2 ff. (362 v. Chr.); 
^AS^valov xal AaxfSatinovioi xal ol avfjifjLaj^oi 332, 8 (268 v. Chr.); etc., etc. 

"89) \i]olg KoXo(f(a\yiotg] CIA. I, 13, 6 (vor 444 v. Chr.); Tolg NeonoXiraig IV, 
1, a, 51, a, 6; fg. 28 (410 v. Chr.); [T^]r nQsaßsiav rtuv 'A<pv[Tat(ov] 41, 7 (vor 403 
V. Chr.); Tolg 2afiCoig, [t^v nQaaßtC]av tc5v 2afilojv II, add. 1, b, 11. 15 (c. 403 
v.Chr.); [lotj] 4'aariXlTaigf T^Xsac tolg Tft5[y <^a<JijA*To>r] 11, 5. 26 (394/386 v. Chr.); 
Tovg awiÖQovg tcüv Mr^d^vfivalayv add. 52, c, 28 (368 v. Chr.); oTKog av ol Aoxqol 
(aaiv h TJJ avfjifjiax(ff 90, 4 (356 v. Chr.); knayyiXXoyiai, oi GstraXoC IV, 2, 59 b, 
10—11 (361 V. Chr.); ofAxagräveg Xiyovaiv CIA. II, 121, 6 (338 v.Chr.); totg li[XixaQ- 
vaaaevoi] 128, 4 (nach 352 v. Chr.); etc. Machau p. 6: „additas articulns discedit a 
geouiDo populi sermone". 

M eis terha DB, Grammatik. 8. Aufl. 15 



_ 226 — 

sprünglich adjektivisch: 17 "^rrixif, 9; 'EXläg, ii Uaia; einmal auch ^ 

e) Meernamen. 

16. Meernamen sind mit Artikel versehen: l^dgiag, 6 EvQtnog, 
ITovTog; — aber €lg di 'EXXijanopzov (wo mehr die Gegend gemeint 
ist); elg BotfnoQov (= das bosporanische Reich) *^®^). 

f) Bergnamen. 

17. Bei Bergnamen schwankt der Gebrauch: Ji^g i^^A&Wy Ji^g 

g) Städtenamen. 

18. Städtenamen entbehren des Artikels: e(i)c Bqiav, i^ ''EqetQiag 
— auch wenn sie aus Adjektiv und Substantiv bestehen und getrennt 
flektiert werden: iv dt Ni(f noli^^'^^^). 

h) Phylennamen. 

19. Die attischen Bezirksnamen, ursprünglich Adjektiva, haben keinen 
Artikel, wenn sie ohne Zusätze {(pvlij, nqvtavevovaa) sind'^®*). 



1790) iv KvTiQcpy iv A!ylv7t]T({), iv 4»oiv{xri CIA. I, 433 (460 v. Chr.); h GetraUtf 

IV, 2, 59 b, 19 (361 v. Chr.); t6[v] 2ix€[Xias ^^/ovr]« 11, 61, 18 (369 v. Chr.); eis 
Aiaaßov add. 52, c, 32 (369/367 v. Chr.). — Iv T^[t l^mjxj CIA. II, 17, A, 62 (387 

V. Chr.) ; [i\riv "Aztixtiv 249, 23 (306 v. Chr.). — /laqilov naga trifi MvaCav I, 37, z, 
6 (425 V. Chr.); aber [naQ]a MvaCav 245, 14 (435 v. Chr.). — T17V "AaCav H, 240, b, 
11 (307 V. Chr.); r^ 'AaC(^ II, 314, 28 (284 v. Chr.); t^v 'AaCav 331, 7 (270/262 v. 
Chr.). - Jtiv 'EXkaSa D, 332, 14 (268/266 v. Chr.); vgl. IV, 2, 15, c, 9 (387 v. Chr.). 

"") ds TOV 'A^Qlav CIA. II, 809, a, 176 (325 v. Chr.); [Inl tijv T]oi; EvqCnov 
(fvXaxriv 266, 2 f. (304 v. Chr.); i[x] rov Uovtov 731, A, 22 (nicht vor 307 v. Chr.). 
— Aber iig [6]l "E[l]Xriano[VTOv\ CIA. I, 87, 1 (V. J. v. Chr.); kv'EU.rian6v[T(^] II, 69, 
24 (355 V. Chr.); dg Boanoqov IV, 2, 109 b, 51 (347/342 v. Chr.). 

i*^»«) AiTJslxTov "A&(o CIA. I, 256, 32(428 v.Chr.); Ai7Js^':d»(o2bly 21 (427/425 
V. Chr.). Machau p. 9. — vno ry n^y CIA. I, 226, 11 (454 v. Chr.). 

1793) g^i^g jB^^ay CIA. I, 31, B, 2 (443 v. Chr.); i^ 'Egirgias II, 811, a, 195 (323 
V. Chr.), etc. Machau p. 8. iVÄj noXri CIA. IV, 1, a, 51, f, 24 (410 v. Chr.). — Der 
Artikel vereinzelt seit der Kaiserzeit: ralg ZagS^aiv CIA. III, 14, 6 (117 — 138 o. Chr); 
ngog triv *EUvalva 1132, 9 (166—169 d. Chr.). 

"»*) "Egex&riC^og oUe Iv i<? noXifitp dni&avov CIA. I, 433, 1 (460 v. Chr.); 
^Egsx&rilg lng[vTdv€V€] 40, 3 (424 v. Chr.) ; AiyriCSog ngvidvetg dvid'iOav II, 872, A, 
1 (341 V. Chr.); hCxa "Axa/naviiöc, Astovri^i, Aiyrildi, nav6iov(6i etc. II, 1236; 1251 
(IV. J. V. Chr.), etc., etc. Vgl. auch oben JNote 1523. — Aber: knl t% *Eg€X^>i^^os 
^evT^gag ngvTnv€vova[rj]g CIA. I, 183, e, 7 (418 v. Chr.); SMx^ni jy 'Egex^i^i' fp^^y 
II, 564, 15 (IV. J. V. Chr); nsgl trjv "Egex^^l^a (fv^v ibid. Z. 26; Ttjv 'Egix^iSa 
ngvrav6(a[v] CIA. I, 31, B, 6 (444/440 v. Chr.). 



— 227 — 

i) Demosnamen. 

20. Vollständig ohne Artikel sind die Namen der attischen Gemeinden. 
Auch die Pluralia, welche eigentlich die Einwohner bezeichnen, stehen 
ohne ArtikeP^»^). 

i') Namen von Korporationen. 

20 a. Ohne Artikel erscheinen gewöhnlich oQyecSvsg, d'iadditai,, 
eoaviatai u. ä. ^^®*). 

k) Attische Lokalnamen. 

21. Attische Lokalnamen, welche die Geltung von Eigennamen an- 
genommen haben, stehen in der klassischen Zeit gewöhnlich ohne Artikel, 
so: äyoQci, axQonolic, ßovXsvvtiQi^ov^ pscoqiov, noXtg (in der Bedeutung 
„Burg von Athen"), nqvTavBtov^'^^''), Seit dem IV. Jahrhundert findet 
sich bei mehreren dieser Wörter auch der ArtikeF^'*). 

k') Grundstücke. 
21a. Namen von Grundstücken, urspr. Adjektiva mit Ergänzung von 
Xoaqiop, yri, haben stets den Artikel, also z. B. rö UslaQyixov, ij OsXlrjcy 
^ 'Pagia, ^ tsQoc oQyäg '^®'). 



1^96) l^ Olov CIA. I, 130, 1 (425 v. Chr.); ffi n€iQa[i€i] 277, 14 (415 v. Chr.); 
ix KiQctfiitjjv 243, 1 (437 v. Chr.). 

179«) Ygi^ ygttfif^atevg ogyetüvojv CIA. IV, 2, 624, b, 5; tafiiag oQyecivtov ebd. 17 ; 
TTgcirrj avvoSog o^ynavtav 623 d, 30; yqafjifiaTivg S^iaaoitaiv 615 b; inifiiXriTai d-taaü)- 
T(üV ebd.; yoa/Li/uaT€vg igaviGTOjv 11, 616; TUfjiCag ^liowaiccaraiv IV, 2, 623 d, 20, nebeo 
7 6 xotvov rdtiv oQyiüiVtav 620 b, 7. 14. 19 tSo^BV toXg d-taautraig 623 b; t6 xolvov ttav 
iQavtaraiv 768 b, A, II, 2; rb xotvov nSv ^iowaiaardiv 623 d, 23 (alle Beispiele aus 
dem III. oad II. J. v.Chr.). „Gaaz anETällig, da der betreffende Scheiokauf jeweileo 
alle Mitglieder der Korporation betrifft, sind folgende Beispiele: ogog )^biqCov nenga- 
fjiivov inl Xvasi ^laaioraig .... CIA. II, 1111; oQog oixCag ntnQaju^vrig inl Xvaei 
ioavtaratg Toig fxixa IlavTaqiiov ^AXtonexrjd'fV 1119; oQog .... igaviaraig rotg 
fi€Ttt /^rjfivlov ^^Xt/uovaiov 1147; OQog .... iqavtataig rolg fiBtä IdQiaxotf&vtog 
1 14S u. ä. Dieser Artikel wäre eine Art Gegenstück zu S. 223, 7, ist aber sicher- 
lich nicht erklärt mit dem Hinweis darauf, dafs es sich hier blols um Sqoi handle, 
denn die Redaktion ist, besonders juristisch, genau*^ 0. Schulthefs. 

^'*') s{l)g noXiv, ifi nokH CIA. I, 32, 4 (435/420 v. Chr.); iv dxQonoXei II, 54, b, 
26 (363 V. Chr.); eig ßovXevTTjQtov 803, d, 93 (342 v. Chr.); h vitogCoig 808, b, 152 
(326 V. Chr.); Ifx ngviavtlf^ 331, 82 (270—262 v. Chr.); iv äyog^ 331, 81 (271/265 
V. Chr.); iv aöTH 594, 1 (127 v. Chr.). - Muchau p. 10: „hie usus praecipue ad 
praepositionem iv pertinuisse videtur.** 

1798) iy j^ ixQonöXu CIA. II, 49, 17 (355 v. Chr.); iv toig vstogloig 809, d, 62 
(325 V. Chr.) etc. 

"99) iv T^ mXaqyix^ CIA. IV, 1, b, 27 b, 54. 55 (c. 439 v. Chr.); ix rov 
[n]€X«Qyixov ebd. 56. — t^v 4'[€]XXii^a II, 1055, 1 (345 v. Chr.). — ix rrjg ^Paqia^ 
IV, 2, 834 b, I, 42; triv^PagCav ebd. 43. (329 v. Chr.). — t^? Uqäg oQydSog 104a, 7. 
15. 29 (um 352 v. Chr.). 

15* 



!•• -1 ■ 



— 228 — 

k") Namen von xantjleZa. 
21b. Namen von xanrjXsZa stehen entweder als Appositionen im 
gleichen Kasus wie xaTrtjXaZov oder im Genetiv, wobei der Artikel von 
xaTTtjXttop wiederholt wird^'^®*). 

1) Monatsnamen. 

22. Monatsnamen bleiben ohne Artikel, wenn sie zur einfachen 
Datierung dienen und ohne Zusätze ififjp) sind, also: FafAijl&wifog 
ißdofAfi iaxaiiivov^ Botjögoincovog kvde^dxri u. s. f. — aber tov Meta- 
yetTPidopog fitjvog, iv tm Mow^x^cüpi firjpi u. s. f. ^^^^), 

m) Festnamen. 

23. Festnamen haben, wenn sie nicht mit Zusätzen versehen sind, 
in der klassischen Zeit keinen Artikel: fivfftfiQioig = „am den Mysterien^ 
elg Jlccpdia, slg ^inoXXiavia, fAezä Ildpdia^^^^). — Dagegen tritt der 
Artikel ein, wenn ein Attribut vorausgeht: zotair di olslKoai fivCTfi- 
gioiatv^^^^), — Sind sie von einer Apposition gefolgt, so hat entweder 
blofs die Apposition den Artikel: J^owai^v twy fisyccXcov^ IJavad^- 
vccioig TOig fjf,6ydXoig^^^% — oder (seltener) der Festname und die 
Apposition: slg xd Jtovvaia zd n€iQa'ixd^^^% einmal fehlt der Artikel 
an beiden Orten, in einer katalogisierenden Aufzählung: Jlava^ijpaia 
(isydXa ^^°^). . 



1799a) ji, xttnr}Xtiov "'Okvjunog , IdyctOtov Def. 70 neben t6 xan'riXsTov to (pccXa- 
XQov ebd. 87, ib xanrjXtTov to IdQCajav^Qog 'EXevaiviov ebd. (über IdQiatavÖQog als 
Geoetiv s. obeu S. 126 N. 1131a). Vgl. ferner to jiv&ifilbivog xanrjUiov to nXfiaiov 
Def. 87, a, 2. 

1800) [r]a/LirjXiü)Vog kßöourji laxttfiiiov CIA. I, 274, 6 (415 v. Chr.); SoriSgofueivos 
ivüexarrj IV, 2, 192c, 5 (320 v.Chr.); 2x[iQ]o(fOQKuvog dyoo^ xvqCtf IV, 2, 618b, 
6 — 7 (265/262 v. Chr.), etc. etc. — Aber aQx^^b' ^^^ ^^r xQ^'^^^y ^]^'' anovdw [fov] 
Mitaysitvi[(o\vog firivig Kn[o] ^ixofirjviag [x]«l tov Borj^Q[ö]/Ltiü)va (sc. (Li^a) xiä 
rov [II\vctvo}lJi(ovog fi^/Qi dexdxrig latuuivov CIA. I, 1, B, 13 (500/456 v. Chr.); ^l[^^ 
TOV GccQyriXtdivog fArjVog II, 814, a, A, 3. 4 (377 v. Chr.); lui/Qi tov ^ExaTOfißaiiovos 
firjvog ibid. Z. 7; iv T(p [M]ovvtxi(Svt firivi 809, a, 210 f. (325 v. Chr.). — Ansnahne: 
noatSriKav fiiiv etc. CIA. I, 283, 17 (433/372 v. Chr.). Vgl. CIA. IV, 1, b, 27, b, 53. 

1801) fivOTriQCoLg =^ „an den Mysterien" CIA. IV, 1, b, 27, b, 53 (439 v. Chr.); ((l)g 
*A(pQoöCaia, f(/)ff *Avdxia, €{i)g 'AnoXXfovta^ «(/)? üdv^icc CIA. II, 570, 5. 6. 8. 9 (c. 
403 V. Chr.); f4€Td Jldvdta add. 554, b, 5 (386 v. Chr.); iv(xa /^lovvaia xal GagyTjfiia, 
Viv£xijx€V Jtovvaia ^ BaQyriXiay ^ IjQo^T^&ta, tj ^HifuCaita II, 553, 5 ff. (karz oach 
403 V. Chr.) etc. etc. 

1802) jolai ö[k] o[A]€£to(T^ fi[u]aT7iq(oiaiv CIA, I, 1, B, 32(500/456 v. Chr.); im 
fi€ydX(ov fivaxriQltov II, 315, 21 (283/280 v. Chr.). 

1808) Hava^vaCoig To\lg /Li€yd]ot,g, üava&rivaCtov tcSv jJ.€y[dX](ov CIA IV, 2, 109, 
b, 25. 27 (347/342 v. Chr.); JiovvaCmv luiv fieydXtov II, 312, 42 (287 v. Chr.); fy 
^liovvaCfov Twr Iv aati[i\ 741, A, a, 16 (334/329 v. Chr.), etc. 

1804) CIA. II, 164, 33 (nach 334 v. Chr.). 

180») CIA. 1, 419, 5 (c. 440 v. Chr.). 



— 229 — 

Seit der nachklassischen Zeit findet sich der Ärtiliel auch ohne er- 
sichtHchen Grund zugesetzt: totg fivtfz'^Qioig (II. J. v. Chr.)^**^^). 

n) Zeitbestimmungen. 

24. Auch die Angabe des Monats- oder Prytanientages hat in der 
altern Zeit keinen Artikel: fi^XQ'' ä^xccTfjg larafi^pov, etc. **^^). Doch 
wird, besonders in Gemeinde- und Yereinsbeschlüssen, seit dem IV. Jahr- 
hundert der Artikel auch vereinzelt zugesetzt: Ty dsvtiqq^ laTafiivov, 

u. s. f.^«°«). 

o) Beamtennamen. 

25. Beamtennamen zeigen im fortlaufenden Text der Dekrete immer 
den Artikel: tovg di^adtcig^ ol (fTQaTfjyol, Tovg nqo^dqovg. Nur in 
der seit dem Ende des IV. Jahrhunderts auftretenden, aus dem Kanzlei- 
stil der Magistrate herübergenommenen Verbindung (o dtXva) xat avfi- 
nqoedqoi fehlt der ArtikeP*^^). 

26. Mit den Dekreten, die in diesem Punkte offenbar die Volkssprache 
repräsentieren, kontrastieren in merkwürdiger Weise die Publikationen 
der Magistrate: die von ihnen publizierten Bechnungsablagen (Übergabe- 
urkunden) und die von ihnen gesetzten Aufschriften auf Weihgegenstände. 
Hier wird vor Beamtennamen der Artikel konstant weggelassen: naqä 



1806) f^Jlg f/vajTjQCoig Cf A. II, 466, 7 (II. J. v. Chr.); tois lleiQccioigy Jwvva(oig, 
Grjastotg, *EX€vaiv£oig, Jioyevfioig, [jil]ttVt€ioig 467 (I. J. v. Chr.). 

1807) ^jj^ öv/ofirjv^ag, f>i^XQi ^exaTtjg laiafiivov CIA. I, 1, B (vor 456 v. Chr.); 
kg TQirTjv rifi^gav 37, m, 23 (425 v. Chr.); TSigd^i (f&CvovTog 189, a, 10 (407 v. Chr.) 
etc. Mochao p. 8. 

1808) rj 6€VTiQ(f tajtt^ivov CIA. II, 610, 17 (IV. J. v. Chr.); td kßSofiH loTa- 
[xivov 578, 34 (350/300 v. Chr.); Ga^yriliavog ngb irig fxrrjg ^nl S^xa 610, 19 (IV. J. 
V. Chr.); «/(>* jfig TQ^TTjg ^nl öixa add. 834, b, I, 34 (329 v. Chr.); [n]Qo trig Sexajrjg 
[larafi^vov II, 809, a, 187 (325 v. Chr.); rtj 6€v[r]igq tata/u^vov ibid. Z. 211. 

1809) ofjLoaai r ovg Sixaardg — finit rtSv o^xwtwv — iTiifisXoa&ofv ol atQaitjyoi 
CIA. IV, 1, a, 27, a, 4. 17. 20 (445 v. Chr.); ol ^vyyQucpeig ^vvfygaipav — ^oxy rotg 
legonoiolg xal T(p dQ[x]tJ^xtovt — naQaXdßwai naQa leuv 6rjfit(QXf>^ — o Uqo- 
(fdvTTjg xal 6 ^c^^ov/og IV, 1, b, 27, b, Z. 3. 11. 13. 24 (439 v. Chr.); Tovg nQoiSgovg 
CIA. 11, 54, 10 (363 v. Chr.); Xaßoiag 6 aiQaTfjyog IV, 2, 54, b, 18 (363 v. Chr.); ol 
aTQarrjyol oiU&rivaCwv Ibid. Z. 56; [6iSo\x»ai rolg (pvUT[aig] CIA. II, 562, 9 (338 
V. Chr.); ToTg 6iccirfjTtt[i'g] 1172 (IV. J. v. Chr.); <P€f6c7inov x«[l] xor dvtty[Qa](fia 
Mei^[Qav 575, 23f. („bonae aetatis^^); 6 atQarriyog x«[l ol i]nifJ€XrjTa£ bdb, 17 (II. J. 
V. Chr.) etc. — Aber [räv 7iQof]^Qü)V kTKiprjtfiCev Xaglag 'Hvco/ov Hi^Xri^ xal avfi- 
ngofffgoi 307, 3f. (290/288 v. Chr.) etc. Selbstverständlich bleibt der Artikel auch 
in Dekreten we^, wenn es sich nicht um bestehende, sondern erst za wählende 
Behörden handelt; i«^ ök noXstg [iy]Xoy^ag iX^a&ai CIA. IV, 1, b, 27, b, 15 
(439 V. Chr.). 



— 230 — 

27. Tritt zu solchen artikellosen Beamtennamen noch eine Apposition, 
so kann sie mit oder ohne Artikel stehen: aTQaTfjyoZg €tg ^ixsXiav 
(=„den nach Sicilien beorderten Feldherrn", 418 — 415 v. Chr.), ^t- 
yrjidog nqvxavsig av^&saav o\ inl NixofAcixov OQXoviog (341 v.Chr.) ^®"). 

p) Name des Ratsschreibers. 

28. Eine besondere Erwähnung verdient der Name des Ratsschreibers. 
Der Nominativ lautet gewöhnlich o yQafifiarsvg 6 t^g ßovl^g^ aber der 
Dativ T« ygafifiavet T^g ßovXijg, der Akkusativ tov ygafjiiAaTia r^g 
ßovXfig, Euphonische Gründe scheinen hier bei Setzung und Weglassung 
des Artikels bestimmend mitgewirkt zu haben ^*'^). 

q) Das Wort ßaailevg, 

29. ßaaiXevg im Sinne von „Perserkönig" hat keinen Artikel. Handelt 
es sich aber um andere kleinere Fürsten, so wird der Artikel zugesetzt: 
%6v 2i>6(apog ßcta^k^a (376—364 v. Chr.); tov ßaa^Xia Kaaaavdqov 
(299 V. Chr.) ; o ßaa^lsvg ^ndqtOTiog (286 v. Chr.) ; toXg ßaatXsvatv toXg 
Aansdaifiovioav (268—262 v. Chr.)'«!^). — In Weihinschriften bleibt 



"10) nuQä rafiKav op t« T?]ff ^«ou ha[filevov\ CIA. I, 315, 9 (434 v. Chr.); 
^ElXtivoTUfiCaig xal naQiSqoig — 'EJiXrjVOTttfjittf xal naQ^Sgtfi xal aTQUtfjy^ 183, 6 ff. 
(418/415 V. Chr.); rajuftf leQoiy xQVf^fXTOJV t^c ^dd'tivaCag . . xa\ ^vvaQx[ov]m nagi- 
doaav 188, A, 2 (410 v. Chr.); taSs hrga^av afji(pixrvov€S *d^riva((ov II, 814, a, A, 1 
(374 V. Chr.); /usra aiQairiyov /lioxifiov 804, B, a, 41 (334 y. Ch.); naqa v^toqCmv 
im/A€Xf}(Tüiv) 809, d, 93 (325 v. Chr.), etc. Herw. p. 45; Riem. Rev. V, 161. 

1811) atQatfiyotg e(i)g Sixaiav CIA. I, 182, 8. 10. 12 (418/415 v. Chr.); OTQaTfjyds 
inl trjv /ftJpav rr/v naquUav . . dv4&tix€V II, 1194 (III. J. v. Chr.), neben lar]Qaffiyol 
ol inl TOV HeiQuitt . . «vid-^xav 1207 (95 v. Chr.); AiyrilSog nqvtämg äv^&taav 
ot inl etc. CIA. 11, 872, Iff. (341 v. Chr). Vgl. CIA. II, 652, A, 8 [ntt]Qi^o<fav lafjiC- 
mg Tolg inl Zowiaöov «Q^oviog (398 v. Chr.) u. s. f. 

1812) S yQUfi/Liauvg 6 rrg ßovXrjg CIA. I, 13, 5 (Zeit d. Kimon); 45, 16 (vor 421 
V. Chr.); II, 11, 24 (394/387 v. Chr.); 17, 63 (387 v. Chr.); 37, 8 (vor 376 v. Chr.); 46, 
9 (vor 376 v. Chr.). Doch auch vereinzelt o yQafifiarevg rijg ßovXijg IV, 1, c, 27 c, 21 
(Anf. d. pelop. Krieges); II, 50, 16 (372 v. Chr.); 86, 13 (376/364 v. Chr.). — t^ 
yqafjifjLaia trjg ßovXijg IV, 1, a, 51 f., 21 (410 v. Chr.); U, 16, 16 (nach 383 v. Chr.); 86, 
17 (376/364 v. Chr.); 90, 8 (356 v. Chr.). — tov yQu/ufAUTia rrig ßovXrjg 1, 20, 12 (= 

IV, 1, c p. 139—140); IV, 1, a, 27, a, 59; I, 41, 5; 59, 30; IV, 1, a, 51, g, 38; IV, 1, a, 
61, a, 35; II, 1, 4; add. 1, b, 26; add. 1, c, 14; 2, 2; 12, 1 etc. etc. — Vgl. Machaa 
p. 21 ; Schweizer, IF. 10, 213. 

1813) (i^g ßaaiXia = „an den Perserkönig" CIA. 11, 86, 3 (376/364 v. Chr.), neben 
77«^« fov 2iö(avC(av ßaaiXitag^ tov ZiSfavog ßaacX^a, ngog tov ßaaiXia tov SiSto- 
vCbiv, 6 2tS(t}vl(ov ßaatXfvg, 6 ßaaiXsvg 6 2iS[p}]vlü)V ibid. Z. 5fiF.; nqog tov ßaai- 
Xia KdaaavÖQov 297, 13 (299 v.Chr.); o ßaaiXsvg i:ndQT[oxog] 311, 42 (286 v.Chr.); 
6iaXex^slg t^ ßaaiXet, ifjupavCoag t^ ßalaiXil] etc. (= Lysimachos) 314, 11. 21 (284 

V. Chr.); jolg ßaatXtvaiv Toig Aax€6atfiov[i(üv] 332, 37 (268/262 v. Chr.) u. s. f. 



— 231 — 

auch hier der Artikel weg: ßaa^lioog ^ArtdXov xal ßaaiXlaatig IdnoX- 
Xüovidog (11. J. V. Chr.)'^^*). — ß aa t Isvg =. ,,krchon Basileus^* wird be- 
handelt wie die anter o besprochenen Beamtennamen, vgl Note 1741. 

r) Partizipia. 

30. Das verallgemeinernde Partizip hat den Artikel: xal aXXovltdS'^- 
vaivjp Tov ßovkofi^vov (333 v. Chr.). 

31. Ebenso das Part. fut. (finale): insatdXxaaiv nqog tov ö^fiov 
nqeaßsiav t^v dtals^ofji^vfiv (277 v. Chr.)^"*). 

s) Numeralia. 

32. Bei allen Zahlen, welche Teile eines Ganzen angeben, steht der 
Artikel: nkivd-oi slg tö ^EXsvcsiviov t6 iv atSTBi XPH, al sxatov 
==„100 Stück ä . ." (329 v. Chr.)^«'«); l^S-tivalovg {aTtdQxsa&a^) and 
xäv syiaxov fisdi^pcov (= „von je hundert Scheffeln") xqt&äv (a^ 
sXavTOV ri sktia, nvQcop ös dno roSv ixazop (Asöifiycop fi^ eXctzxov 
{fj) fj^iiixTeoav (439 v. Chr.) ^®"). Doch schwankt der Gebrauch in Ver- 
bindungen wie: xvad-Oi ThtaQsg, 6 slg xarsaycog — nodavtnx^Qsg Uli, 
slg Ttvd^fA^pa ovx ixcov (363-356 v. Chr.) u. s. f.^»^»). 

t) ovTog. 

33. Das bei oviog stehende Substantiv hat mit Ausnahme einer 
einzigen Stelle immer den Artikel ^*^*). 

u) oäs, 

34. Wenn oös bedeutet „der vorliegende", so hat das begleitende 
Substantiv immer den ArtikeP®^*^). 

1814) DS. 299 (II. J. V. Chr.). — Vgl. DS. 203. 204 (Dodona, Olympia). 

181Ö) xal akXov *A&riva((av tov ßovlofjiivov CIA. II, 168, 22 (333 v. Chr.). — 
ln€axnXx[aatv ngos i\bv d[rifid]v ngeaßeCav zriv diake^ofAivrjv 323, 15 (277 v. Chr.). 

1813) CIA. II, add. 834, b, II, 47 (329 v. Chr.). Auf dem Steioe steht allerdiags 
z// (statt j41)y was Köhler mit 6i' umschreibt; dafs aber at gelesen werden mufs, 
zeigt in derselben Inschrift Zeile 56 der I. Kolonne: rag X (= „1000 Stück ä^'). 

181T) CIA. IV, 1, b, 27, b, 5 (439 v. Chr.). 

1818) xva&ot j^tTaQi[g], 6 flg xauttyms, neben no^avi7i[Tri]Q€g IUI, eig nvd-fjLiva 
ovx ^xtov CIA. II, add.'682c, 9—10. 18—19 (363—356 v. Chr.); vgl. ibid. Z. 17: 
vSqCui III r\ fiC[a 6]vx ^/ovaa nv^fjiiva, und CIA. II, 652, B, 27 (398 v. Chr.): dax- 
Tv[Xioi, aidrjlQot oxici, TtQog hl /Qva£ov anvqov ngSaeariv. 

1819) Wicht hieher gehört tovtov äaTQuydlov etc. CIA. I, 322, a, II, 70 (409 v. 
Chr.); wohl aber: xontla' tovküv ta rj/Lilaea roneCiov (das Wort joneCtav ist nach- 
träglich wiederholt) CIA. II, 803, b, 38—9 (342 v. Chr.). Riem. Rev. IX, p. 97. — 
Sonst: \jd\vuov ruiv nolmv CIA. 1, 1, C, 37 (500/456 v. Chr.); [^v\ 6h tovit^ ^V XQ^' 
v(p II, 117, b, 13 (340 V. Chr.); i^v 6h TQt^QTjV raviriv 804, A, b, 32 (334 v. Chr.), 
etc. etc. Schmolliog I, p. 11 ff., der für das Fehlen [des Artikels nur eine Stelle aus 
der Poesie CIA. 1, 469 (VI. J.) zitiert. 

1820) a/Qi Trj[g] 66ov rijaös CIA. IV, 1, b, 521 b, 1 ff. (500/460 v. Chr.); [«]7i[o] 
jfi[a]6€ [f]% 66ov IV, 1, b, 521 a, 1 (500/450 v. Chr.); tiqIv ? i^iimi i'nv6s rfiv ßov- 



— 232 — 

35. In der Bedeutung „der folgende'' kann der Artikel zugesetzt 
werden oder fehlen^***). Er fehlt regelmäfsig, wenn eine Liste von 
Personen oder Gegenständen folgt: ccids noXsig xccTccvelovai xov fpoqov 
(408—406 V. Chr.) u. s. f.^«"). 

v) ixBZvog, 

36. Belege für ixetvog mit Substantiv fehlen. 

w) to^ovtog. 

37. Von ToiovTog ist nur die Konstruktion mit dem Artikel über->- 

liefert"28). 

^ X) sxaazog, 

38. Das bei Haatog stehende Substantiv hat bis 318 v. Chr. be- 
ständig den Artikel bei sich"**). Von 318 an (Einflufs der Koine) wird 
der Artikel vereinzelt und von 300 an beständig weggelassen^®**). 



k^v CIA. IV, 1, b, 53, a, 9 (418 v. Chr.); in\ rrja^e lijs ßovXijs ibid. Z. 27 ; to Vw*- 
öfia ToJ« «ray^«iparcü IV, 1, b, 27, b, 48 (439 v. Chr.); iv t^^e t(p xpri(p£afjLaTi II, 17, 
A, 54 (378 V. Chr.) ; ivavxlov ttttaöe ruTg [anovSals] 160, 14 (336 v. Chr.). Riem. Rev. 
IX, 79; SchmoUiog I, p. 9—13. — tüJ' äyaXfÄU CIA. IV, 1, b, p. 127, 24 (500/444 v. 
Chr.) steht wohl im Vers, wenn schou der EigeDDame nicht ins Metrum pafst 

1831) dfioaai 6k lovih zbv oqxov („folgeoden Eid") CIA. IV, 59 b, 16 (361 v. 
Chr.); noifjaaa&tti rrjv dvayogevaiv ri^v^e („folgende Verküodigoag'^) IV, 2, 614 b, 
32 (307/286 v. Chr.) — oebeD xara (ri;i/[^xa]ff raa^s CIA. II, 600, 4 (300 v. Chr.). 
Darnach Schmolling I, p. 11 za korrigieren. 

1822) [;zo>t]€(^ aiös (sie) a'igaT[ia]^ fna&ov hiXeaav (folgt die Liste) CIA. I, 260, 
ß, IfiF. (421 V. Chr.); noUis at[6]€ uQ/ak [^6oaav zo/u (pogov 258, 11 f. (408/406 v. 
Chr.); al'(f£ n[6]X€tg xaTarekovai to/li ipoqov ibid. Z. 15 f; ld^va((ov nolug atdi 
avfifiaxoi (folgt die Aofzäblnng) II, 17, A, 77 (378 v. Chr.); oVös innir^g ani&avov Iv 
KoQlv&(^ II, 1673, 1 (394 v. Chr.); idaSe tqiriQeig . . . n[aQi\Xdßo(JLBV CIA. II, 793, f, 
9—11 (357 V. Chr.); [«/;f^a]Xwra rdSe nagslaßol/Ltsv ax]€vr] 795, f, 103—4 (353 v. 
Chr.); (i/ov J' inl ttjv vav[v] axevri rdSs 803, e, 36-7 (342 v. Chr.); TQii^Qiis atSe 
l^inXevaav 804, B, a, 79 — 80 (334 v. Chr.); tgi'^Qetg maSe Innrjyoifg eig nlovv Jio- 
&ila«g 807, b, 42 (330 v. Chr.); [%]dSs nagslaßofiev - - ax€vri 807, a, 39—41 (330 v. 
Chr.); rade daiTtQa^afisv XQrjfiaTa 809, c, 1 — 3 (325 v. Chr.); [r]cfj* inQti^ idd[tpfj] 
779, 1 (IV.— III. J. V. Chr.). — Aber [«/] ^k ovo rQci^g€i[g atöe] ^[nl] JioxCfiov [Jt«]- 
^ixda&rjaav 795, f, 37 (353 v. Chr.). Riem. Rev. IX, 79, der einen grofsen Teil der 
hier gegebenen Beispiele anfiführt. Schmolling I, p. 9 — 13; II, 19 — 20. 

1828) j£« jijy roiavrrjv dyojyi^ CIA. II, 471, 55 (I. J. v. Chr.); rrfV toiavTfiv odoi- 
noQTJaai [ocTov . .] III, 5, 25 (Kaiserzeit). Schmolling II, p. 18. 

1824J ^(;() j(^)^ (fvXrjg ixdarrig CIA. I, 9, 44 (464/457 v. Chr.); xaT[a r]b[y df\(iov 
'ixctarov, xatd xr]V noXiv ixdarrjv IV, 1, b, 27, b, 28 f. (439 v. Chr.); x«^' ^xacrrov re 
jöv d^iov (Töiv &S(ovl) I, 32, A, 22 (435/416 v. Chr.); tov ivtavTov ixdarov 40, 36 
(424 V. Chr.); xara rbv iviavrov 'dxaazov IV, 1, b, 53, a, 15 (418 v. Chr.); TOjii noda 
ixaaT[ov] IV, 1, b, 321, III, 6, p. 75 (vor 409 v. Chr.); löv iviavrov ^xaatov 11, add. 
841, b, 47 (396 v. Chr.); rov ivcavrov ixdOTOv 162, c, 12 (335 v. Chr.); tov Sfjfiov 
exaarov 163, 26 (335 v. Chr.); x«^' 'ixaarov t6 f4€Taxi6viov 1054, 35 (347 v. Chr.); 
€ig exdaTTjv t^v ^i/^/cf« ibid. Z. 37 (347 v. Chr.); xaS-^ exaajov tov l[v]iavT6v 270, 
14 (302 v. Chr.) u. s. w. Schmolling I, p. 13 f. 

1825) ^y^ %xaaTov (fv[Xlov] CIA. II, 727, 17 (c.318 v. Chr.); xara firjva ^xacfTOV 



— 233 — 

y) ixäzsQog. 

39. Nur einmal, in einer Rechenschaftsablage von 409 v. Chr., fehlt 
dem bei sxdtsQog stehenden Substantiv der Artikel^***). Sonst wird er 
immer hinzugesetzt. Beispiele aus späterer Zeit fehlen ^®'^). 

z) äfACpOTSQOg. 

40. äii(p<o fehlt. Bei dfAipoTSQog ist nur die Konstruktion mit 
Artikel überliefert"^*). 

z') neig und änag, 

41. Die gewöhnliche Konstruktion bei nag und änag (=„ganz", 
„all**) ist die prädikative mit dem Artikel: d*a napTog xov ßiov, i^ 
änartcov tcop nöXscap^^^^). Der Artikel fehlt da, wo er auch ohne nag 
nicht stehen würde, so: 1) bei Völkernamen: näaiv ""A&fjvaioiCy *AS"ri- 
vaiiav andvt(iav^^^'^\ 2) bei Abstrakten: navxl ad-ivei^ näöav inifiilstav^ 
Tiaoav ävvafnv, ^isra ndatig daioztjTog, fistd ndarjg €vxo(ffiiac, fieid 
ndatjg nQo&Vfiiag^^^^)y 3) in einer Rechenschaftsablage, in der Verbindung: 
x€(pdkaiop arad^fiov navvog (nicht vor 312 v. Chr.)"^*). 

42. Wo nag soviel bedeutet wie l^xaarog schwankt der Gebrauch: 
xaxd ndaav Tfjp togay, neben napvog XQW^^^^^ ^^ navxl xai^«^***). 



IV, 2, 623e, 14 (makedonische Zeit); x«[^' k]xttatriv &[vaiav\ II, 617, 14 (c. 250 v. 
Chr.); x«^' kxdatriv ^vaCav 619, 20 (Ende d. III. J.); xu»' exaarov fi^va 594, 12 
(127 V. Chr.); [xa]d-^ ixdairiv rifi^qav add. 453, b, 19 (Anfang d. II. J.); xad-^ kxdai\riv 
ri]fjiiQuv 467, 85 (sichere Ergänzung, c. 100 v. Chr.). Schmolling I, p. 14; H, p. 20. 

1826) xv/LiarCov xal äargaydlov kxat iqov aifiriTo(i) tiaav rinageg noSfs CIA. I, 
322, a, 30, II (409 v. Chr.). 

^•2') dno Tov Toixov kxaiigov CIA. II, 1054, 10 (347 v. Chr.); kxaiiqov xov 
aii/ov ibid. 12; ^ &vQa kxttjiqa ibid. 26; ^ kxaiiqov tov yivovg IV, 2, 597c, 20 
(hellenomakedonische Zeit). 

1828) Allerdings erst aus nachklassischer Zeit: xal vnkg kav[tov xai vnhg t<o]v 
vcüv afi(fOT^Q(ov CIA. II, 380, 4 (am 229 v. Chr.); sig d/LKporeQu rd 'ArrCöeta 622, 9 
(Anfang d. 11. J. v. Chr.). Schmolling I, 16. 

1829) 6id navjog tov ßiov CIA. II, 240, b, 15 (307 v. Chr.); ^ dnaaöav rdSv no- 
X€0}[v] 65, 15 (c. 357 v. Chr.). 

1830) Ttaa^v Hairjvaioig] CIA. II, 161, 11 (336 v. Chr.); i$ 'A^valtov dndvrtov 
IV, 2,179 b, 39 (330 v.Chr.). 

1831) naVTl a&^vt[i] CIA. II, add. 66, b, c, 17 (356 v. Chr.); [noiaa]v ^ntfianav 
446, 6 (IL J. V. Chr.); fjiijd ndarjg svra^Cag 467, 35 (c. 100 v. Chr.) etc.; fdetd ndarig 
oaioTTjTcg 467, 88 (c. 100 v. Chr.); [uard nda]r)g ivxoafiCag 469, 10 (I. J. v. Chr.), etc.; 
[näa]av dvvuuiv 481, 24 (I. J. v. Chr.), etc. Schmolling I, p. 19. 

1882) x((pdXaiov etc. 2 mal CIA. II, 728, B, 25 (nicht vor 312 v. Chr.). Schmolling 
II, p. 20. 

1833) ;f^[^ G]ie[dip€]t tag dfiniXovg 6\g xai[d nn]ü[av] t[ri\v &[q(ii\v CIA. II, 600 
21 (300 V. Chr.). Schmolling I, p. 17. — Neben navtog /^»i/M«[TOf] 628, 43 (kurz nach 
80 V. Chr.); h navtl xaiQ(p 314, 8 (285 v. Chr.), ebenso 383, 12 (III. J.) etc. So ist 
wohl aach CIA. II, 374, 14 (III. J.) zo ergänzen. Schmolling I, p. 19. 



.»»_, 



•""-*^* •■■ I 



— 234 — 

43. Zwischen Artikel und Substantiv steht nag [änag) nur in den 
Ausdrücken: rijv näaap anovdi^v (=„alle erdenkliche Mühe"), elg töv 
anavxa xqovov (= „auf ewige Zeiten") "**). 

z") (SV (A nag (^vfinag), 

44. Bei avfAnag ist der Artikel teils zugesetzt, teils weggelassen: 
^Vfinag 6 (poQog, aviinaviog x€(pdlaiOP tov ägyvQiov^^^^) — neben 
x€(pdlatov avfinap, xEtpdXa^ov aqyvqiov (JVfinav^ x€(pdXatop tonov 
^viinavxog ^®^*). 

z'") oXog. 

45. Von oXog findet sich nur die prädikative Konstruktion mit dem 
Artikel: xo di xvfidtiov oXov, oXtiv tiiv noXiv^ dh oXov tov ivhavxov 

u. ä. "87). 

z"") Sonstige Appellativa. 

46. Kurze Aufschriften (Grenzsteine) lassen den Artikel häufig ganz 
weg: dsvQB flaiavidov TQiztvg zsXsvt^^ aqxsTai, 6i Mv^^hVOV(Si(av 
TQiXTvg (500 — 450 v. Chr.); oqog ^AQtifuöog Tsikivovg l^fiaQvaiag (vor 
444 V. Chr.); noQ&fislcoi^ oq(aov oqog (500—450 v. Chr.); Ib^ov ^An6X- 
Xfavog '^Eßdofislov (pQazQlag ^A%v^ad&v (403 — 350 v. Chr.)^®***). 

47. Auch die katalogisierenden Rechenschaftsberichte haben manches 
Auiföllige: tnnotg aXxog ido&fi (^^^ ^* Chr.); noXs^g aide axqattq^ 
fAia&öv ixiXsaav (421 v. Chr.) ^«»»). 



1W4) ji^y naaav knoiriaaio anov^v CIA. ü, 331, 26 (271/266 v. Chr.) etc.; ^U 
TOV anavia [xq]6vov 809, a, 218 (325 v. Chr.). SchmoUing I, p. 19 f. 

^'^) [^vf*7i[ag 6] (fiOQog (sichere Ergänzung) CIA. I, 37, t, 7 (425 v. Chr.); av/Li- 
[navTog xitpaXaiov] tov aqyvlqCov] 185, B, 23 (414/410 v. Chr.). 

i83ej [^{,fi\nttv xi[(f>dXaiov'\ CFA. 1, 184, 15 (414/410 v. Chr.); xBtpaXatov a^yvglov 
avfjinavj o 188, 40 (410 v. Chr.); xitpalaiov avfAnav 274, 3 mal (c. 415 v. Chr.); Ttiipi- 
Xviov joxov ^vfinavTog 273, f, 28 (426/421 v. Chr.); avfinav xi[(f>alatov\ IV, 1, b, 277, 
b, 4 (c. 415 V. Chr.); avfinav xi[ipaXaiov] IV, 2, 834 b, 11, 49 (329 v. Chr.); avfinav 
x€(paXaiov II, 737, 2 mal (305 v. Chr.) etc. Schmolling I, p. 16. 

^8") t6 ^k xvfjiaTiov ägyov oXov {iaTfj CFA. 1, 322, a, H, 58f. (409 v. Chr.); [ixo- 
afirjasv] oXfjv ttiv noXiv CIA. II, 240, b, 9 (307 v. Chr.); <f* oXov lov i[vMtv\tov 467, 
39 (c. 100 V. Chr.); h oXtp t^ ivuivrip 465, 100 (knrz vor 100 v. Chr.) etc. Schmolling 
I, p. 17 u. 19. 

1838) ^evQ6 etc. CIA. IV, 1, b, 517, a (500/450 v. Chr.); vgl. IV, 1, b, 517, b (500/450 
V. Chr.) und I, 517 (500/450 v. Chr.). — noQ&fiiCtop etc. I, 520 (500/450 v. Chr.); 621 
(500/450 v. Chr.); vgl. ^finoQlov xal 66ov oQog IV, 1, b, 519, a (500/450 v. Chr.); Sqos 
arifzaTog rXvxrjg Maga&tovod'SV, h aaTi[i] oixovarjg, a^fXtprjg (E)OXfitttonfog KaXXlovj 
wo auch das Fehlen des Artikels vor KaXXCov aurällt, CIA. IV, 1, b, 507, b (450/400 
V. Chr.). — oQog "AqUfxvöog etc. I, 526 (vor 444 v. Chr.). — hqov, etc. H, 1653 (403/350 
V. Chr.). — Der Artikel erscheint in oqog roi) lEfiivovg CIA. I, 506; 498 (2 Inschriften 
d. VF» J. V. Chr.); oQog rng bdov rfig '£X€lv]alva^€ II, 1075 (IV. J. v. Chr.). 
"89) CIA. I, 185, zahlreich (410 v. Chr.); 260, B, 1 flF. (421 v. Chr.). 



235 



§ 87. , Pronomina. 

a) Personalia. 

1. An Stelle von avrw, avrotg begegnet fioi, (Übergang in die direkte 
Rede) in einer Urkunde der Gemeinde Myrrhinus: oiivvvai dk tov oqxov 
xal xöv Xoyi>(fTijv, Xoyistfjd'ai , a av fioi, doxst ävijlcoxii^ai, xal tovg 
cvvtjyoQOvg (sc. dfivvpai,) (fvvtjyoQijasiP t«5 dijfioy %ä öixaia xal ipfj(pif- 
etad^ai^ ä äv iioi doxst dixaiövara slvai (kurz nach 340 v. Chr.)^®*°). 

In Delos wird im II. Jahrb. v. Chr. iavtcov für ^ficSv avtcSv ge- 
braucht^®*^). Für Athen fehlen noch Belege, 

2. Im Nachsatz eines relativen Satzgefüges findet man mehrfach 
das Pronomen der 3. Person: avtov, aviw, avzov (statt xovtov^ etc.): 
onodoi lAiJTtco disöixdtsd'fiaav xava tov vöfiop top ^ijfAOTKopiöcop, d*- 
xdaai, tvsqI avTcSp TOvg (pQcczsQag avtixa fidla (396 v. Chr.)^***) u. ä. 

b) Possessiva. 

3. Für die possessiv gebrauchten Genetive eaviov, savToop begegnet 
seit 69 V. Chr. auch das Adjektivum Xdtog: (ol sfptjßoi) xdXhazop vno- 
äeiyfia T^g Idiag (piXayad-iag Totg fi€&^ iaviovg anoXsiftoptsg^^^^), 
Über avtov = iavvov in der röm. Zeit vgl. oben Note 1318. 

c) Demonstrativa. 

4. ods bezieht sich auf etwas thatsächlich Vorliegendes, auf etwas, 
wovon der Redende gerade spricht, oder wovon er sofort sprechen 

wird^"*)- 

5. ovtog greift etwas bereits Behandeltes noch einmal auf. 

Niemals weist es auf Folgendes hin^®"). — tovtov als genetivisches 



"40) CIA. II, 578, 13 ff. (nach 340 v. Chr.). — Umgekehrt anotfavü) zotf <fj;^oTaK, 
Idv Tcva Jt €Uy notovvra IV, 2, 584 c, B, 12 ff (325 v. Chr.). 

18«) DS. 588, 2 und 151 (Delos, c. 180 v. Chr.). Vgl. Brugmann p. 421. 

18*2) CIA. II, add. 841, b, 13 (396 v. Chr.); ebenso im folgenden: os 6' av rfoly, 
fjiri tjv (pQUtriQ, (iaa/&rjvai i^aXdxpaTO) ro ovofxa avjov 6 IsQfvg xal 6 (pQatQCaQ- 
Xog, ibid. Z. 18ff. Vgl. CIA. I, 34, 7 (434 v. Chr.): oaug (T av Xa\r - -]- - [«j/«yp]«- 
(fovTojv avTov ol lleQrjg]» 

18*3) CIA. n, 470, 71. 80; vgl. tov t^cov atoTrjga III, 488; tov löiov siSQy^trjv 
486; 489; 491 u. ä.; toi; i^tov avvTQotpov 1344; xal iavi(p xal Toig iöloig 3399 u. a. 
Vgl. Dieterich, p. 195f.; Krambacher, Miinchener Sitzuogsber. 1898,11, 229, wo noch 
Weiteres. 

»***) Vgl. Schmollingl, p. 9— 13, und oben, Note 1820—22. 

184B) Als Ansuahme bezeichnet Schmolliog (p. 9) die Verbindung: [o]i;to[{ an* av' 
T(Sv] CIA.I, 231, 24 (450 v. Chr.); [ov]toi an' lavT]£v 233, 12, b, (447 v. Chr.); ov[toi 
niV ax)Tfs}v\ 235, 12, vgl. IV, 1, b, 235 (445 v. Chr.) — keine Stelle ist ganz gesichert — 
was bedeuten soll: „folgende Kolonien derselben (= der Erythräer)'^ Diese Deutang 
ist unmöglich. CIA.I, 233, 12b steht hinter diesem \p\j\tqi an' [avTfavl die Tribut- 



— 236 — 

Attribut hat gewöhnlich attributive, vereinzelt aber auch prädikative 
Stellung ^"«). 

6. ixstvog findet sich mehrfach als Pronomen der 3. Person, wenn 
nicht eine bestimmte Person gemeint ist, sondern nur ein eventueller 
Fall gesetzt wird: idv 6i ttq aXta nqodidovq zotg Tvqdvvoiq r^/t* 
noXiv , . Tsd'vaToa xal naXdsq ol i^ ixsivov (== „des betreffenden'*). 
Aber slva^ öi ^Aatvxqdvi^v ^Ad'fjvatov xal itcyovovg avTOv^^*^). 

d) Relativa. 

7. og bezieht sich auf bestimmte, ocrr»^ auf unbestimmte Personen 
oder Gegenstände: twv UgononaVy ot — ro tpij(pi(ffia, o — aber iJU- 
a&ai ikvdqag^ otxivsg — aya-d-ov^ o t*^®*®). 

8. og av giebt an, dafs die Handlung eventuell (jeweilen) eintritt: 
iot(Siv ^Aqiiodlov xal l^QKSToyeizovog , og av ^ iyyvvdzai y^ovg^^^^). 

9. Da bei eventuellem Prädikat auch das Subjekt häufig verallge- 
meinert wird, so sehen wir mehrfach og av und oatig av wechseln ^®*®). 

10. Ebenso finden sich otsxig und otszig av in einer und derselben 
Wendung ohne grofse Differenz des Sinnes ^®*^). 

11. Mehrfach begegnet oaxigovv, immer ohne Verbum^®"). ogovv 
kommt nicht vor. 



quote 60. Bei der oben aogegebeneD Deutung mäfste dies die Summe des von deo 
erythräischen Kolooien zu zahlenden Tributes darsteUen. Diese Summe wäre aber 
kleiner als die Summanden. Somit kann ovxoi nur auf das vorausgegangene ^EgvO-gatoi 
bezogen werden. 

18«) ol tovt[(ov hcyovoi] CIA. IV, 1, a, 76, a, 4 (V. J. v. Chr.); to[vs i]oi/töiv ix- 
yovovg IF, 610, 2 (vor 300 v. Chr.); rrv tovjov anovöi^v 628, 32 (100—80 v. Chr.) etc. 
— Aber Tavtrjg t« 7t[r}^dXia], Tavrrjs t« axevrj 791, 13. 15 (377/376 v. Chr.). — 
Schmolling I, Off. ; Riem. Rev. V, 163. 

1847) re^p^jto [x]«[l] TiaTSee ot l^ i(x)i{£)v{ov) und [ol] naiSeg ot i^ [l]«€^y[oi;] 
CIA. I, 9, 33. 34 (464/457 v. Chr.). Auch in CIA. I, 31, A, 23 (444/440 v. Chr.): [ari- 
fxov] flvat auTov xal naiöag Tovg i^ [ixslvov] kann, wegen der Buchstabenzahl^ nur 
ix€£vov (d. h. ixivo) ergänzt werden. Aber: eivat ^^ *AarvxQ[atrjv ld9rpfal(/v jf«]l 
ixyovovg avrov CIA. II, 54, b, 11 (363 v. Chr.), etc. 

1848) j^y tsQOTioiüiv jü)v Iv Totff tsQotgf oV vvv ^iax€iQ£Cov(Hv CIA. I, 32, A, 19 
(435/420 V. Chr.); ro xp^ifiafAa — o flnev IV, 2, 54 b, 8 (363 v. Chr.). — iX^a^i 
nivTi uv^gag, ohivfg noiTjaovrai CIA. II, 114, B, 14 (343 v. Chr.); klia&ai ngicß^ig 
TQSlg - - lo]hiV€g neCaovai, 17, A, 73 (378 v. Chr.); ot* Svvaim tt[ya&6v] I, 51, 12 
(420/412 V. Chr.). Schmoriing II, p. 3ff. 

1M9) CIA. I, 8, 5 (500/450 v. Chr.); vgl. Jo[v]g oxn«Trtyo[v]g, 9%.a[v\ oü arga- 
Trjycüaiv II, 121, 30 (338 v. Chr.) etc. etc. 

1850) dai'€U[ov]rccgy o[aTtg] av nkilaiov loxov did^y og a[v niQ&rj rovg favdCov- 
Tug agxoviag CIA. II, 570, 19 (c. 403 v. Chr.). Ein ähnlicher Wechsel 578, 29 (nach 
340 V. Chr.). SchmoUing 11, p. 9. 

«ßi) ngo&vfioC iiai notsXv, oti i^vvavrai a[yad-6v] CIA. I, 51, 12 (421/413 v.Chr.), 
neben ngo&vf^ovg oviag notdv, ort av [Svvtovrai aya&ov ibid. Z. 6. SchmoUlDg 11, p. 4^ 

1882) CIA. II, 17, A, 42 (378 v. Chr.) ; 1058, 27 (c. 300 v. Chr.). 



— 237 — 

12. Nach avTog tritt für og regelmäfsig octtt^^ ein ^®*'). Auch wo 
6 aviog fehlt, ist es leicht zu ergänzen: syxTtjiSip sft^ai aitoTg (sc. tcSv 
avrdop) (afinsQ ""Ad^fivaioig (410 v. Chr.) *^"). 

1 3. Tritt zu otsnsQ noch die Partikel aV, so wird die Handlung als 
eventuell hingestellt: xä avzd tUtj . . . änsQ ay xai JleiQaitXg „ganz 
die gleichen Steuern, welche jeweilen . . ."i^ss^ 

14. oaog und olog erscheinen promiscue gebraucht in dem Ausdruck 
oaov inl, ototf ini (= „circa") ^^**). 

15. Nach amog kann für oaog und olog auch oaodnsq und 
oloansQ eintreten ^^'^^). 

16. Die verallgemeinernden Formen onoXog und onotsog sind in der 
klassischen Zeit, besonders im V. Jahrh. v. Chr., häufig. Von 300 v. Chr. 
an werden sie gänzlich gemieden und durch einfaches olog und oaog 
ersetzt ^^^^), 

17. Auch bei diesen qualitativen und quantitativen Relativa wird 
durch Hinzufügung von äv dem Verbum die Bedeutung des Eventuellen 
gegeben, vgl.: ytal to vöcoq, oaov äfi ngccd-^ . ,, avaAtVxf *i/ = „den all- 
fälligen Erlös aus dem Wasser verwenden" (350—300 v. Chr.), neben 
TKXQstvai, tovg ta^iag . ., oaoi^ hccfiisvaav (358 — 353 v. Chr.)^®*^*). 

Kasusassiiuilatiou beim Relativuiii. 

18. Ohne Assimilation bleiben oatig, oaog, onoaog, olog, onotog^^^^). 

19. Assimiliert werden nur og und og ar"^^). 



1863) [j^vfx^ad^fa Totg avi'\oig, olaniQ ^d[v tl i{i)a](fiQSiv €t[7i]j/ CIA. I, 32, B, 18 
(435/416 V. Chr.); inl ^h T[oTg] avTotg l(p' olamq Xioi II, 17, A, 23 ff. (378 v. Chr.); 
rag avrag TifÄ(ol()](ag, at[7ifQ x]al vn^g twv aXX(ov (.io[Cv] (io der Lücke fehleo vier 
Buchstabeu) 115, 38 (343 v. Chr.); la avra, än[€Q] 6 öTifiog hpri(piattii 116, 9 (341 
V. Chr.). Schmolling I, p. 4; 6. 

"**) CIA, I, 59, 30 (410 V. Chr.). Ähulich verbalt es sich mit Xoyiadadütv ^k [ot 
X]oyi<JTal ot jQidxovra, olniQ vvv, t« utfevkofjiiva (= die, welche gerade — die 
gleicheo, welche) I, 32, A, 8 (435/416 v. Chr.); xaia tov vofiovy ootisq xbItui Twy 
T€f4€V(üv IV, 1, b, 53, a, 25 (418 v. Chr.). — o[{v)nfQ] II, 17, A, 60 ist mit Schmolling 
II, p. 14 io o[ar}g] zu korrigieren. 

i«5) CIA. II, 589, 26 (c. 300 v. Chr.); 7[ovg avTovg tfCXovg xal ix^]Qoifg vofjtov- 
/"«M, ovgnfQ av *A(^riva[ioi CIA. IV, 1, c, p. 142 seq., Z. 17—18 (c. 438 v. Chr.). 

^8W) aXsCni[i TOV x]vfÄaTlC]olv] oa[ov] inl oxta öaxivXovg CIA. II, 708, 13 
(nicht vor 340 v. Chr.); neben [a]no[nim(oxe fM^x]og olov inl Sixa SaxjvXovg ibid. 
Z. 17. 

J887) j^g a[<utdg Ti(jid]g, oaameQ xal jolg auv^ixoi[g] totg mgl Aux^'^f^t Saat 
xttid jovg vofiovg öidoviai CIA. IV, 2, 584 d, 12 ff. (Anfang d. III. J. v. Chr.). 

i«S8) SchmoUing II, p. 17f. 

18*9) CIA. II, 610, 9 (350/300 v. Chr.); H, 61, 8 (358/353 v. Chr.). 

»«w) SchmoUing II, p. 4; 18. 

»«61) SchmoUing II, p. 3; 8. 



- 238 - 

20. Vermieden wird im allgemeinen die Assimilation des Nomi- 
nativs, also t(oi^ UgoTToiboy, ot (435—416 v.Chr.), u. s. f.""). Nur 
zwei Fälle liegen vor, wo ein Nominativ (Neutr. PI.) die Assimilation ein- 
gegangen ist : nsQl nctvitav^ äv yfyovs (Ende des lY. Jahrh. v. Chr.) und 
[nsQl Tcov Uqcov xai] zffisvcip, oncog anoxaxadTfxd'fi t[pX\g &€Otg nal 
tolg iJQüoai^y, (üp i^ ccgx^g vn^gx^ (48 vor — 117 nach Chr.)"'*). 

21. Mehrfach findet sich im IV. Jahrhundert die Assimilation eines 
Genetivs an einen Dativ (eine aus den Handschriften nicht zu belegende 
Erscheinung): avy ^ (=avv ravifi ^g^ oder vnig ^g) nagsXdßofASP 
€l(SnsngüLYi>>ivov to agyrgiov (326 v. Chr.), u. ä. ^''*). 

22. Für die Assimilation eines Dativs an einen Genetiv bieten die 
Inschriften kein sicheres Beispiel, obschon mehrfach Gelegenheit dazu 
vorhanden war, vgl.: avecpäpcov dvoXv^ olg 6 äijfiog 6 ^A^ffvalcov iars- 
(pdvüoas (334 — 330 v. Chr.), tgi^govg, y oPOfAa (325 v. Chr.)"'*). 

23. Massenhaft hingegen sind die Fälle, wo ein Akkusativ einem 
Genetiv oder Dativ assimilert ist. Die Assimilation ist für die klassische 
und nachklassische Zeit durchaus die Regel"'®). 

WeitergrreifeDde AssimilatioD. 

24. Schliefst sich an ein Relativum noch ein prädikativischer Beisatz 
an, so werden entweder Relativum und Beisatz assimiliert: ägi&fjiog 



"62) CIA. F, 32, A, 19 (435/416 v. Chr.). 

1863) CIA. IF, 281, 12 (Eude d. FV. J. v. Chr.); EA. 1884, p. 167—8, 4 (48 vor Chr. 
—117 nach Chr.). 

1864) CIA. II, 808, d, 22 ff. (326 v. Chr.). Der Fall fehlt in deo HandschrifteD ^änz- 
lieh; vgl. Krüger I, 2, § 51, 10; Kühner II, p. 914, Anm. 4. — Einmal Gndet sich neben 
einander: aQiS-jtibs TQiriQtov [T]tt}V h loTg vi(ü[q]Cotg xai TaJ[v] /^ ttX^ ovadSv xal 
avv et naQ[€X]aßofi€V siantnqayfjLivov tu dgyvQiov xai [vn]^Q utv (= avv TavraiSf 
vnkq fov) to aQyvQiov [xa]T€ßkrj&ri ngog a7io[ä^x]Tas xai avlv ttl]s («= (Jvv ravraig, 
vTt^Q (ov) 10 dgyvQtov xaT€[ßXrj]d-r} 809, d, 62 ff. (325 v. Chr.). — SchmoUing, p. 6. 

1866) CIA. II, 741, fg, 4 (334/330 v. Chr.); 809, c, 101 ff (325 v. Chr.). Unsicher 
ist in[l JTJg ßovX]fjg r)g M€yaxX[sCSrig Aev]xovouxjg ng[diTog iy]QafiiiiaTev€ CIA. I, 
176, If. (426 V. Chr.), wo rjg für gewöhnliches y steht. Herw., p. 47, erklärt wohl 
richtig den Genetiv an dieser Stelle and der andern, die er beibringt (ans der Kaiser- 
zeit), durch : ygafAfiaitviiv = ygafjifjLajia tlvai. 

1866) Vg], SchmoUing, welcher für das V. Jahrhundert (II, p. 2) sämtliche Belege 
pro ond contra gesammelt und auch für das IV. Jahrhundert (p. 6 n. 8) und für die 
nachklassische Zeit (p. 10 u. 11) das meiste beigebracht hat. — Häufigere Ausnahmen 
begegnen nur in den Wendungen: inifieXtiag {(fiXoJifiCag, Bvvotag), fiv fymv ^lariXuy 
wo TjV häufiger ist als i;;. SchmoUing II, p. 6 und 11. Am letztern Orte sind eim 
paar Stellen, die für (fiXorvfiCag angeführt werden, auf BvvoCag umzuschreiben. Hinza- 
zufügen wäre p. 6 noch: [i]vvoCag, r^v }^x^[v 6iaT]6XH CIA. II, 249, 26 (306 v. Chr.). 
Dazu: ivvoCag, ^V i^x^^ ätaieXet CIA. IV, 2, 614 b, 35 (307/286 v. Chr.). 



— 239 — 

TQiiJQiov, &v Iv Totg Vfoxfoixoig ävs ilxvtffAivcop xa^slcißofASP (357 
V. Chr.) u. ä. ^««^) ; 

oder es assimiliert sich blofs das Relativum: zcSp <rx6Vcov, tov yga- 
xfjavTsg slg xifv (SttjXrjV ov naqidoaav^ ovxa iv toXq VEiaqioiq (325 
v.Chr.)*'"); 

oder die Assimilation unterbleibt ganz (seltener Fall), vgl.: tolg (sc. 
XQil(Act<Siv) T^g S-eov, a ol nQolrsQOt kayiaxal XsXoyiafi^va 7iaQ^]6o- 
(Sav (420— 416 v.Chr.) ^««»). 

Umgekehrte Assimilation. 

25. Einen Fall von umgekehrter Assimilation bietet folgendes Bei- 
spiel: snQaiTsv . ., oncog (fvXaxi^ txavij sk&o^ ^Eksv\<SX\v(id€ xal xAv 
aXX(av (=Ta ofAAa), 6a<av idsXxo slg (fvlaxijp ""Elsvctvog (Ende des 

IV. J. v.Chr.) ^8^0). 

StelloDg des Relativsatzes zum Beziehungswort. 

26. Mehrfach geht das Beziehungswort in längerem Zwischenräume 
voraus: t^v iih tpiliav xal avfifiaxiccp slvai ^Ad-rivalotg x\aV\ Aaxs- 
daifjbovioig xal TOtg ßaa^lsviSi totg AaxsdatfiovloiV xal ""HXsioig .... 
xvqiav slg xov anavta [xqovov^ ^r] ^xovai xofjii^ovTsg ot nQiaßsig 
(271-265 V. Chr.)^8^0. So auch bei der Assimilation^«"). 

27. Oder das Beziehungswort folgt nach: oUiysg 6i il^oQxoiaovai 
äcpi^xofispot s{l)g XaXxlda, sXsa^a^ töv dijfioi^ nivxs avdqag (= sXi- 



"67) igi^fide TQcriQCov etc. CIA. II, 793, a, 3 (357 v. Chr.). — Ebenso-: 6jv Uaßsv 
jbtfTct ÜoXvxXiovg lAvayv{Qaa(ov) Inl trjv "HßrjV (Schiffsname), xXifjiaxCStoVy vno^ 
CiofndTtov, laxCoVj tomtcov, naQa^qvfjiajiav livxdüv, avxvQoiv' loviotv 
T« rifiiaea vnhg loviov aniötoxev *PikoxQdrr}g CIA. II, 803, b, 140 (342 v. Chr.) = « 
Haßev . . . xXifAttxCSagj vnoCtofiaTa . . . jovtojv etc. — Ahnlich ibid. c, 93 ff.; 107 ff. 
— Schmolling II, p. 6. 

1868) ytjy axevcSv, (ov etc. CIA. II, 811, c, 166ff. (325 v. Chr.). — Ebenso: tSv ^laßi 
fjiSTd IdvTKpdSvTog 2vnakri{Tx(ov) inl irfl^ *Emnri6(oOav, ra^^oVy xXifJiaxiSag, 
nagaarciragy laxbv (xiyav, tomta' rovTtuv xa rlfilaea CIA. II, 803, b, 41 (342 
V. Chr.). Man erwartet entweder u Haßs - - la^Qov etc. — oder dann £v Haße - - 
la^Qov etc. Ähnlich noch mehrfach ibid. Kolumne b und c. Schmolling II, 6. — 
Ebenso TQirjQovg rig (Of^oXoyijaev xaivrjv ano6(6(mv 11, 807, c, 21 ff. (325 v.Chr.). 

"M) CIA. I, 273, f, 29 (420/416 v. Chr.). 

"70) CIA. IV, 2, 574 g, 9 (Ende des IV. J. v. Chr.). 

1871) j^y ^^y (piXiav xal avfjifiaj^lav dvai — xvqiav slg rov anavia [xQovov^ 
?)/] — sichere Ergänzung — rixovai xofÄlCovreg CIA. II, 332, 36 (271/265 v. Chr.). 
Schmolling II, p. 10. — inSfÄslrfdri rrjg ^loixi^aitog vno tijg ßovXijgy i(p' tiv slQi^ 114, 
B, 11 (343 V. Chr.). Schmolling II, p. 5. 

^^"^2) TiiQl 6k tiSv teQcHv xal Hfjuvtav, ontog anoxaiaaia^ roig &ioig xal ToTg 
TjQtaaiv, (Sv II aQxrjg vntJQxe EA. 1884, p. 167—8, 4 (48 v. Chr.— 117 n. Chr.). 



- 240 — 

ad'av dk %6v dri^ov nsviB äpSgag, oluvsg — 445 v. Chr.)"^*), So audi 
bei der Assimilation^®^*). 

28. Oder das Beziehungswort ist in den Relativsatz hineingezogen: 
SV atg nfnoifjvai d-valaiq {=^iv tatg d^vaiaig^ ag — I. J. v, Chr.)""). 

29. Oder endlich das Beziehungswort (Pronomen demonstratiYQm) 
fehlt, besonders bei präpositionalen Ausdrücken: jiQog (S nQovsQoy elxt 
(408 V. Chr.)^®^^). Aber auch sonst: xai* a^iav txaaxog^ (av {toviwv, a) 
ä^ €V€Qy€T7Ja€L (298 V. Chr.)^®^^). 

e) Interrogativa. 

30. Als indirektes Fragepronomen kann auch og dienen**'®). 

§ 88. Tempos. 

a) Präsens und Imperfekt. 

1. Mehrfach wird in der Poesie durch d-vfiaxo) die Handlung als 
gegenwärtig dargestellt: ^t^rjaxco xal fis x^uiv ^de xcr^v/TTf* **'•). 

2. Das Imperfekt steht besonders bei Angabe einer Beamtung: inqv- 
T(ii/€ve{v), iygafifidtsvsiv), ensotccTst, i7i€ifj^(pt^€(v), ^QX^M^ ^X^QW^^^ 
€dida(fic€{v)^^^^) (=„er war Prytane, Schreiber, Epistates, Leiter der Ab- 
stimmung, Archon, Chorführer, Dirigent"). Wenn aber die Führung des 
Amtes als Handlung aufgefafst und zusammenfassend darüber referiert 
wird, so tritt statt des Imperfektes der Aorist ein: xQ^^^^y oaov Sxaatog 
avTMi^ ^QX^v (377 V. Chr.), ol ßovXsvzal xaXdog xal öixaiwg ißovKeviScnf 
xal inqvvdvsvdav (285 v. Chr.) ^^®*). 



1»") CIA. IV, 1, a, 27, a, 45 (445 v. Chr.). 

"74) £y (== 5) }^Xaßs . . . lovxmv ra rj/uiasa ovTOi ani^üixiv CIA. II, 803, b, 40 
(342 V. Chr.). 

"^6) CIA. II, add. nov. 477, b, 8 (I. J. v. Chr.). 

1*76) CIA. I, 324, c, II, 17 ff. (408 v. Chr.). 

»8") CIA. II, 613, 20 (298 v. Chr.). 

1878) [avscnelv ^covvaCatv . . . ra)] uydiviy dtv %v\exa avtov 6 6rifjL0Q ä€fT^(fonm9]t 
CIA. I, 59, 13 (411 V. Chr.). Schmolling II, p. 3. 

""^^j nävS-og firiTQl Xmovaa xaaiyvtjr(p re noast t€ nai6C t' ((xtp d-rijaxat xal fU 
X^tov ij^€ xakvnjH EA. 1884, 65 f. (makedon. Zeit?). Vgl. aach das andere ^vgaxto ibid. 

1880) für l7iQviavtv€V, lyQafAfjLttxtviv, inearaiH vgl. z. B. CIA. I, 32, A, 1 (435/416 
V. Chr.); II, add. 57, d, 4 ff. (362 v. Chr.); ineyjrjipiCev z. ß. CIA. II, add. 17, b, 6 (378 
V. Chr.); ^o/e z. B. II, add. 1, b, 21 (403 v. Chr.); ^x^Q^y^ij ^SiSaaxsv 971 (c. 350 
V. Chr.), etc. 

^8**) XQovov oaov Üxaajog avitov ^Q^iv CIA. II, 814, a, A, 5 (377 v. Chr.); insidii 
ol ßovXevTal Trjg AiyeiSog [(plvXrig ol Inl ^torCfiov ag/ovrog xaXws [x]al dutaün 
(ßovXtvaav xttl inQOTav€va[ttv] (sie) 567, 4 ff. (285 v. Chr.). Vgl aoeh GlA. ü, 553,5 
(nach 403 v. Chr.) irta^viaai . . . oti . . . ixoQriyrjaev. 



— 241 — 

3. Kunstler unterschreiben sich auf ihren Werken gewöhnlich mit 
€TCoiria€{v) („verfertigte"), syQaipf{i^) („malte"), doch findet sich vereinzelt 
auch snoisi, („war am Verfertigen"), sygacfs („war am Malen") ^®^*). 
Imperfekt und Aorist braucht z, B. der altattische Maler Pamphaios^®^*). 

4. Imperfekt (de conatu) und Aorist wechseln auch in folgender 
Periode: a^x*rfxr[a)i'] 'AfAVVTfjg insaxeva^sv („begann die Herstellung"), 
6au ds 6kfeXsi(fd"ri xai tots fifj insveXstS^fj, vdxsqov EvtfqdvfAq ^QX^" 
rdxTcov snedxsvaasv („stellte her", 357 v. Chr.)^*®*). 

b) Futur. 

5. Das unabhängige Futurum (Hauptsätze) erscheint besonders: 
a) in Schwurformeln (1. Person)"^*); b) in Bau- und Pachtverträgen 
(3. Person)"»«). 

6. Das abhängige Futurum findet sich: a) in Absichtssätzen, bei 
ontaq, xad'ort^^^'^); b) in finalen Relativsätzen, namentlich bei otttpsg^^^^), 

7. Der Infinitivus Fuluri begegnet nach «il^fiö'^a*, snayysXXsd&ai^ 
ofivvpai, s'^oQxovp^^^^). Bei (Asklo) ist neben dem Infinitivus Futuri auch 
der Inf. Praes. zu belegen ^^^"). Für den Inf. Aor. fehlen noch Beispiele. 

8. Nach den Verben des Gehens und Schickens kann statt des Part. 
Fut. (final.) auch das Part. Praes. (de conatu) stehen: [x7JQvxa]g de sXo- 

1882) KV. 34 (VII.— VI. J. V. Chr.); 37, etc., etc. 

1883) KV. p. 96; 99. 

1884) CIA. II, 794, c, 64 ff. (357 v. Chr.). Ein Imperf. cod. liegt auch vor ia o?Jf, 
mtflov äasßstag . . . ort [y«l] ^x toü Uq[ov tov l4]n6XXü)vog lov ^rjX^ov rjyov [T]ovi 
'dfjKfixJvovag xal hvn[Tov] CIA. II, 814, a, B, 24 ff. (374 v. Chr.). 

»886) CIA. I, 9, 20tf. (464/457 v. Chr.); IV, 1, a, 27, a, 3 ff. (445 v. Chr.); I, 33, 11 ff. 
(433 V. Chr.), etc. 

1886) Bauverträge im Futur z. B. CIA. II, 1054, vod Z. 9 au (347 v. Chr.); 167, 
von Z. 39 an. — Pachtverträge: CIA. II, 600, von Z. 20 an (300 v. Chr.), etc. 

1887) oTTWff aQt^a j[tt T€ x«l xaXXiajtt xoafiritf]riae.jai rj axlgonoXig] xal ^ntax€v- 
aa&ri[a€Tai t« noitinela] CIA. I, 32, B, Stf. (432/416 v. Chr.); ineiLiiXlnffr]], ontog ug 
xaXXiaia noQevd^rjaovjac oi nqiaßug II, 86, Iff. (376/364 v. Chr.). Herw. p. 73 f. — 
Sonst gewöhnlich der Konjunktiv, vgl. unten, IVote 1982. — Über xadon s. IVote 1986. 

1888) aliovvieg tov ^f[f4,ov x^q(ov ^yxirjaiVj f[v] (p tSQvaovrat Uqov CIA. II, 
16S, 35 ff. (333 V. Chr.); xißioTog . . iv y lano luv xi6vüi[v] xeCa^jai II, add. 834, b, 
II, 56 (329 V. Chr.). Namentlich bei oXxiveg, vgl. CIA. IV, 1, a, 27, a, 45 (445 v. Chr.); 
EA. 1883, 167—8, 10 (V. J. v. Chr.); CIA. II, 114, B, 14 (343 v. Chr.). 

1889) iv^aa&at fA€v xoy xriqvxa . . . [d^v]aCav xai ngoaoöov noiriaeadai CIA. II, 
add. 57, b, 6 ff. (362 v. Chr.). — InirjyydXaio t]^ önf^fp fnMaalv] 176, 12 ff. (330 
v.Chr.); in[a]vyM6Tai iik xal eig tö Xoi7i6[v] naQ^^ta&ai XQ^fag 312, 30 (286 v. 
Chr.) — ofjiüoai 6h xal . . . ffzfiivtiv . . . xai d7io6t6at[iv] . . noirjattv IV, 2, 584 c, 11 ff. 
(325 v. Chr.). — i^oQxaiaaito 6 (fgargiaQ^og xal 6 tiQEvg avvrjyoQ'^aeiv etc. CIA. II, 
add. 841, b, 35 f. (396 v. Chr.). 

1900) xa»6n av fAiXXu (= rj) ta[E]a[&a'\t CIA. IV, 2, 584 c, 10 (325 v. Chr.); ou ol 
(y MsyaQüov fjLta^mol ^f^eXXov n^itv CIA. II, add. 834, c, 28 (317/307 v. Chr.). — ol 
ail fAiX{X)ovJfg xogrjynv 579, 23 (325 v. Chr.). 

3£eiaterhaD8 , Oraminalik, 3. Aufl. {Q 



— 242 — 

fAivij 71 ßovlij Ttsfiipdico stg tccg noletgj ä[y]yilXov[T]ag [vadetä] 
iip7l(fi(Siiiva ICO 6ijfA(p (439 v. Chr.)^*°*). 

c) Aorist. 
Konjunktiv (und Optativ) des Aorists. 

9. Der Konjunktiv des Aor. hat in Temporalsätzen historische Be- 
deutung. Er tritt nämlich (mit dem Konjunktiv des Perfekts wechselnd) 
ein nach ineiddv^ um die Vorzeitigkeit (Konj. Fut. Exact.) zu bezeichnen ^••*), 
während bei oxav (Gleichzeitigkeit) der Konj. Präs. steht ^*"'). Auch bei 
b(aq ap^^^% nqlv aV^®^^) steht gewöhnhch der Konj. Aor. („bis ge- 
schehen sein wird"). 

10. ßei eventueller Handlung (Sätze mit idv) wird bald der Konj. Aor. 
bald der Konj. Präs. gebraucht: säv di tig snnprjfpiCfl ^ äyoQsvfi (444 bis 
440 V. Chr.), neben idv di xig slnji jy iniifjrjcfiafi (435 — 416 v. Chr.)"°*). 

11. Zeitlos ist der Konj. Aor. natürlich in Absichtssätzen, hier be- 
zeichnet er gegenüber dem Präsens (Dauer) die eintretende Handlung ^•°^). 



1901) CIA. IV, 1, b, 27, b, 22 (439 v. Chr.). Somit liegt kein Grood vor, bei Thok. 
I, 116, 1 TifQiayy^XXovaaiy etc. etc. zu ändern. — Stahl p. 17. 

1902) insMv anayyiXy CIA. IV, 1, b, 27, b, 19 (439 v. Chr.); fmtl^av] anoSaatt 
I, 32, A, 11 (435/416 v. Chr.), neben inei^ttv d^ änoMofxiva y ibid. Z. 30, — ^xetv 
gilt als Perfekt: ineMv ^x(üa[t, ^Ad-rjvaCe] 31, A, 27 (444/440* v. Chr.); Imidav hia- 
a[^] 40, 52 (424 V. Chr.); ^uBiöav 6h raura 7iaQaax[€va]a »et II, 61, 24 (357/353 v. 
Chr.), etc. 

1903) £Vav 6oxy aviy CIA. IV, 1, b, 27, b, 24 (439 v. Chr.); Brav nagaSiSöiai II, 
573, 5 (medium saec. IV.); oT[a]v olov t« iJ II, 61, b, a, 26 (357/353 v. Chr.); otw 
oixoSofi^ 1054, 92 (347 v. Chr.); oiav ayoQav noiuiaiv 564, 22 (IV.— III. J. v. Chr.); 
oxay ^ijxtoaiv 331, 68 f. (270/262 v. Chr.), etc. 

1904) [gwf [Hy 6]ta7iQax^ CIA. I, 37, frg. f, g, k, 24 (425 v. Chr.); atog ay cfilo- 
^Q]^xH 40, 55 (425 v. Chr.); fW av xajaa[rj\ II, add. 115, b, 35 (kurz nach 350 v. 
Chr.); mg av xofi£a(ovj[at] 117, b, 12 (340 v.Chr.); eojg äv xariX^ojatlv] 121, 24(338 
V. Chr.); ms av t« TeTTaQaxovra fij; i^iXd^ei (•■= i^^Xd^rj, durch Versehen steht ii 
der Transscription ^^sXdeiv) 1055, 11 (345 v. Chr.); mg av 6 dnoaroXog y^rat SQ%f 
b, 18 (325 V. Chr.), etc. — Mit Konjunktiv Präs. : XQ^^^^^ avxolg amg av ^ixa(uatf 
ot ÖTjfioTai CIA. IV, 2, 584 c, 11 (325 v. Chr.). 

1908) tiqIv av cra5[« lag s\v{&vv)ag 6 7i€Qvaiv(og) SrifiaqxoQ xa\ ja [a]XXtt x^fitt- 
jla{ri)t CIA. II, 578, 25 (344/340 v. Chr.); n[Q\]v av 6oxifiaa^ III, 23, 32 (Kaiserzeit). 
Beidemal nach einer Negation. 

1906) [j^]av di Ttg i7iiifJTj(p£Cri naga t^[v atrjXtjv rj Qri]T(OQ ayoQ€vi^ ? ngoxo" 
XeTad-ait iTiixsiQy dcfacQlsTa&ai rj Xv6tv ii itav ixpr}(pi[afxiv(ov (sie) artfjiov'] dwm 
avxov CIA. I, 31,* A, 20 (444/440 v. Chr.). — ^av 6i ng [ifnri rj] intxJjri(p[Qari elc 
32, B, 16 (435/416 v. Chr.); iav 6i rtg sinri rj int\pri(p£ari fj aQXtov rj t^ukng 
naqa roöe lo ipi^fiafiaj (og Xvnv tl del TtSv Iv rtpds j^ ifjrj(p{afjiceti itQ7jfiiv[vf 
v]naQxiifa ^[^y] «ur^ «T///fi) dvai, II, 17, A, 51 (378 v. Chr.). 

'907) Vgl. unten, Note 1980 ff. 



jy. 



— 243 — 

Imperativ des Aorists. 

12. Bei einem Befehl, der sofort ausgeführt werden kann, steht der 
Imperativ Aor. — Also nicht bei der Wiederholung, vgl.: ol rafilat 
avayqaipdvKav (neben ol alsl rafilat dvayQacpoyTOOp) , ol 6b xonka- 
xQ^Tcci doviddv (neben ol atsl Tafilai di66vT<Av\ 6 yQafifiazevg Criy- 
CccTco (neben xad-ictaToa öi tj äsl Xayxdvovacc liqsia^^^^). Ahnlich 
wechseln mit ersichtlichem Grund vstfAccvvüov, veikovroav^ nuqa(S%6vT(av^ 
nccqtxovTMV ; d-svciov^ Ti&evrcov ^*°*). 

1 3. Ein Schreibfehler (Überspringen einer Silbe) scheint vorzuliegen 
in dt Tafiiag dnodoio) (= änodidoTco) Ilsiaid-sidei (= ij) xazä %'^v 
nqviavdccv ixdc^Tfjv (c, 344 v. Chr.)^®^°). 

14. Als Stilfehler aber mufs gelten die Verbindung : (Sxsifavovxoa q 
ItQsvq (o ds\ Xa%(tiv) ^cotjJqi^xov d-aXXov dtetpdvoji xal avsindrfa 
{r= dvccYOQtvBKo) in einem Thiasotendekret , das auch ein interessantes 
Anakoluth enthält (c. 282 v. Chr.)^»^^. 

15. Bei eventuell eintretender Handlung (im Nachsatz einer hypo- 
thetischen Periode) kann der Imperativ Aoristi oder Präsentis stehen : xal 
säp fiiv oiioXoyMaiv STcdxsqoi^ "^viiß ißatsdvToav ol nQidßsic^ idv di 
/tAif, TtQeaßsiav exdnQoi neiinovxfav (424 v. Chr.)^®^^). Der erstere 



1908^ ol'ruuiat ot Xa/ovreg naQa ttSv vvv uqxovtüjv . . fv (JTrjXi^ avayQaxpdv- 
TO)V (//]/« anavitt . . . xcA ib Xoinov ttVaygatfovKov ot ctifl ruf^Cat I, 32, A, 21lf'. 
(435/416 V. Chr.). — ol d^ xmkaxQijai 66[v]to)Iv x6 uQyvQtov] I, 20, 13 (vor 444 
V. Chr.). Aber: ot cchi rafJLtai . , . ix IIava&7]vai(ov €{i)s Unvad^rivaia lol Xoyov ^i 66 v- 
Ttüvlj 32, A, 25—28 (435/416 v. Chr.). Vgl. auch den Wechsel vod ^ovtmv und 
naQaöiSoVTtov {xara tov ivtavrov exaatov) CIA. IV, 1, b, 53, a, Z. 28 und 17 (418 
V. Chr.). — [avayQailJ]ttT(o 6 [y]QaiLifAarfvs t% ßovX[rjg iv azriXy Xi&ivy x]al (Tr[ri]- 
aartü CIA. 11, 50, 15 ff. (372 v. Chr.). Aber: xa^iaiana 6h ij dsi Xayxavovaa 
l^^€[ia] 624, 16 (II. J. V. Chr.). 

i909j ovToi 6h VEi,fJivivi[(ov jfjv yrjv]j bei der Gründung der Kolonie, CIA. I, 31, 
A, 7 (444/440 v. Chr.). — Dagegen von dem jährlich wiederkehreuden Fe.st der Pan- 
athenäen: lv€fi]6v7(ov ra xqia t^ (f^^u^ T(j5 ^Ad^valwv CIA. II, 163, 24 (335 v. Chr.). 
— 7io[CfjLVta Sk «fyw]i/ avrotg naQua/ovrojv ot €tn[oi,xiaTal xaXX]i€QTJaai. vTihg rfjg 
anoixlag CIA. I, 31, A, 3 (444/440 v. Chr.). t^ avT(^ firjvl (jedes Jahres) ot vav- 
To6[Uai--T]6 öixaairiQLOv Tza^e/drrwr nX\riQig] 29, 4 f. (444/440 v. Chr.). ot Sh 
jafjiCai naqnaxovtfov [xo aQyvQtov] CIA. 11, add. 1, b, 31 (403 v. Chr.). l7i]aQe- 
x6vT(ov to 6i,xaaT[riQiov\ IV, 1, a, 22, a, c, 16 (450/446 v. Chr.). Ober ein schwerer 
zu erklärendes naQEXovtoyv s. Note 1913. — t« /(»ij^uaT« t« t6Q[a S-i^vrfov (nur 3 
Buchstaben ausgefallen) CIA. I, 32, A, 30 (435/416 v. Chr.). Aber: t« 6h nQvraviia 
Ti&^VT(ov (bei jedem Prozefs) IV, 1, a, 22, a, c, 10 (450/446 v. Chr.). 

i«iO) 6 cf^ T[afji(ttg an]o66Tü} Il€iai&€(6€i xatd [rrjV nQvt]a[v€](ttV kxaairiv CIA. 
II, add. 115, b, 45 (c. 344 v. Chr.). 

19") CIA. n, 614, 15 (c. 283 y. Chr.). Ober das vorausgehende AoakoInth vgl. 

Note 1938. 

1912) xai iafi fihv 6fioX[o]yüiaiv [exdjeQloi ^v[(jißi]ßaadvT(ov olnQiaßng- idv 
6h firj, [nQ€a߀l]av ixdj[fQ]o[i] nefinovjtov CIA. 1, 40, 23 ff. (424 v. Chr.). — Man ver- 

16* 



— 244 — 

Fall ist hier der erwartete, er fuhrt zum sofortigen Abschlufs der Ver- 
handlungen. 

16. Mehrfach findet sich (sowohl bei eventuellem als bei bestimmtem 
Befehl) der Imperativ des Aorists zur Bezeichnung der Haupthandlung, 
während der Imperativ des Präsens mehr den begleitenden Nebenumstand 
ausdrückt: iav d^ fitj ä7iodid(a<Siv iv rai XQOvio tta slg^fAi^m^ eta~ 
TiQa^ävvcjy aviovq o\ fiQfjfiipoi, (rvvsKfngaTTOVTWp äi avtoXq 
xai o\ cvQaTtiYol ol ^lovXtfix(AV (363 v. Chr.)"**). 

Infinitiv des Aorists. 

17. Der Infinitivus Aoristi hat dem Charakter der Dekrete ent- 
sprechend nur selten historische Bedeutung, wie in: og ö' av dö^ji, fb^ 
äv (pQccT'^Qj Blaax^^vcci (396 v. Chr.)""). 

18. Gewöhnlich steht er im Imperativischen Sinne, d. h. zeitlos. 
Vom Infinitivus Praes. unterscheidet er sich alsdann blofs darin, dafs er 
die einmalige, sofortige Handlung bezeichnet, während jener die Dauer 
oder Wiederholung ausdrückt: avsmetv t6v avstfavov (neben ava- 
yoQsvsLP di xovds top aiitfapop rovg IsQonotovg Tovg äsl Xayx^' 



f^leiche fei'Dcr: ^av 6t 6 IfQivs firi aT£(pav(6aei rj fxri ai'iCnei xa&dniQ yiyQanraiy 
itnoTtrijüt {mvr^xovia) Squxfxag ntnQn/oiJiiia Ugag 7[f]i AItitqI rtüv &€tliv CIA. 
II, 614, 21 (c. 282 V. Chr.), — ueben: luv 6k furj ävayoQevatüa[tv q fxri aj€(pa]voiaa}aiv, 
anoiiiadTfü 'ixuatos av[rüiv . . , 6]oa/fiäg Uqus roTg ^agantaatalg 617,15 <249 
V. Chr.). — Dazu: oaivg J' uv ka , . , ^ \_dva'yq^a(p6vTfüV avroy ol l[€Qrjg'] CIA.. !, 
34, 7 (434 V. Chr.), — oebeo: oV cT' uv 66^rji firj oiV (fgdtriQ eiaax&ijpai, i^aXei- 
■kpaTüi lo ovofjia aviov 6 t€Q€vg 11, add. 841, b, 18 (c. 396 v. Chr.). — Ferner ver- 
gleiche: idv 6^ T«; ttni^ ^ IniiprupCori ^ äg^^v V K^^f^'^S nagä roSe ro V'i}- 
q)iaiLia..., [v]nagx^J(o f>i[h] avr^ diCf^oj dyaif xal [rd XQ]vf^**l^** ainlov Srifioaut 
iaru) xal jijg d-[€ov] ro ini6[ixa]T0Vf xal xgLviad-m iv *A97iv[ai6\ig ^ xal 't[6ig] 
av/Lifid/oig tag diaXvotv rrilv] avjLijLia/£a[v, C]»?|W<t>i5vTiüy 6k avjov Suvdrtfi ^ ^>^Yi 
. . ., [^«1'] 6k ^avdiov jifXTi^yy fitj jatprijto iv T^[t uiitt]xj CIA. 11, 17, A, 51 ff. (378 
V. Chr.). 

"18) idv 6k firi etc. CIA. IV, 2, 54, b, 11 ff. (363 v. Chr.). — Ähalich zu erklären 
ist der Imp. Fraes. io: ra 6k Ugd td ix xtav ;^^i;(T/uaiv vnkg Evßotag ^vaa& tag 
raj^iOTtt /u(7[a] *Itgoxl4ovg rgiig di'6gttg, ovg uv Hrjrai ^ ßovXri atpoSv avT(ov' oniog 
d" UV TaxiOTtt tvd-^ ol argairjyol awent fiiXoad^atv xal ro dgyvgiov €{l)g ravTa 
[7rJa(>€/oyTwy CIA. IV, 1, a, 27, a, 64 ff. (445 v. Chr.). nagsxovtiuv ist eine Art 
Attraclio temporis zu avvinifjiiXoad-tav. — Micht anders dürfte wohl auch der Wechsel 
zwischen Aorist und Präsens in CIA. I, 32, A (= 435/416 v. Chr.) zu deuten sein. Die 
Haupthaodluogen stehen im Aorist, so: 1) die Berechnung dessen, was man schuldig 
ist {Xoyt^ada^biv), 2) die Übergabe des Geschuldeten {ttno66vTtov) und 3) die fint- 
gegennahme {dnagiB^firiauad-fav xal dnoaxriadad-bsv xal 7iaga6i^da^iav), Die be- 
gleitenden Umstäude der Übergabe {i^aUitfovKov i7i€il6dv] dno6o}aiv und anwpa^ 
vovjojv rd yBygafjLfjiiva) stehen im Imp. Praes. Im Imperativus Praes. sind natürlich 
auch die weiteren Verpflichtungen der neuen Behörde und ihrer Nachfolfper 
{rafjLUvovrtav xal avi'uvotyovrwv xul avaarjfjtaivoa&üjv), 

191*) '6g 6* dv rfo^p CIA. II, add. 841, b, 18 (c. 396 v. Chr.). 



— 245 — 



vovvag UQonottp^^^^): oder: azsipavädai (neben (Sts(pavovv 6i 
xal elg zoh^ eneiza ^^ovop zatg ^vaiatg)'^^^^); oder: intfAsXfj^^vaif 
Tovg äqxovtag (neben smiksXsXdd'ai, Tovg aqxovtag tovg äst xad-t- 
(fzccfiivovg^^^^). Ebenso wechseln ävayQdtpat und ayayQd(p€iv^^^^\ 



191*) avemeiv rov (ni[(pttvov] CIA. II, 311, 36 (286 v. Chr.); dveinelp cT iv 
j^ S-faTQ(p tov xiJQVxa TQttytp^dSv t(p dytSvi, or* ampavovai 589, 28 (IV. — III. J. v. 
Chr.); ähnlich 585, 14 (313 v. Chr.), etc. etc. — dvayoqivetv Sk toW« tov aii- 
(favov Tovs liQonoiovi rovg dsl Xayxdvovrag UqonoBiv 611, 37 (300 v. Chr.); dva- 
yoQEViiv [av]j^v td oviofiUTa t]oi>s Uqotioiovs dei x«[^' i]xdaTriv S-ivaCav] 
617, 13 (c. 250 V. Chr.). 

1916) ariffttvcSottt ^aXXov (ft€(fdv(p evaeßiiag h^exer Trjg elg tag ^edg xal 
<piXoTt/n£ag lijg sfg iavrovg, axBipavovv 6k xal eig rov tn^na xQovov ratg xf-vaiaig 
xal dvayoQ€V€iv rov atitpavov nvjrjg CIA. 11, 622, 20ff. (Anfang d. II. J. v. Chr.). 

— Vgl. 619, 15 Qod 18 (Ende d. III. J. v. Chr.), wo ganz derselbe Wechsel vorliegt; 
ebenso 621, 18 und 25 (Anfang d. II. J. y. Chr.). 

1^1^) rrjg 6k dvayoQSvastog rov atstpdvov InifJisXeiod-ai rovg uQ/ovrag lovg 

dil xad^iatafiivovg ir^g 6k noirjatajg Ttjg arrjXTig xal r^g dvad^ioBtag imfiiXt}- 

^ijvai rovg d^x^vrag IV, 2, 597, e, 18ff. (IV.— II. J. v. Chr.). — ini/LiiXrj&iivai 
wird gewöhnlich gebraacht, wo es sich am die Besorgung eines bestimmten Unter- 
nehmens handelt {intfAilri&ijvai Ttjg dvaß^^aeiogy tov dvad^rifiaxog, Trjg noitjaefag, t^g 
dvayoQsvaeiog), vgl. CIA. II, 251, 27ir. (307/300 v. Chr.); 611, 34 (300 v. Chr.); 311, 
38 (286 v. Chr.); 312, 43 ff. (286 v. Chr.); 414, 25 (200/197 v. Chr.); 465, 18 f. (kurz 
vor 100 V. Chr.); 469, 70. 83 (c. 100 v. Chr.); 470, 59. 27 (69/62 v. Chr.); 471, 43 
(I. J. v. Chr.), etc. — inifiBXiZa&ai wird gebraacht, wenn die Behörden angewiesen 
werden, die Fürsorge für Personen zu übernehmen. Der Auftrag ist kein bestimmter, 
daher die häufigen Zusätze: idv rov 6^rirai, ort dv 6i(avrai. Auch ist er gewöhnlich 
nicht blofs an die Behörden des laufenden Jahres gerichtet, daher die Zusätze: rrjV 
ßovXrjv rriv dil ßovXevovaav, rovg imiueXijrdg rovg dd xad-utrafxivovg xar* iviavrov^ 
o'i dv ixdarors aQxovng rvyxdvojai. Vgl.: CIA. IV, 1, a, 51, fg, 35 (410 v. Chr.); II, 
40, 10 (vor 376 v. Chr.); 55, b, 13 (363 v. Chr.); 62, 15 (357 v. Chr.); 115, 16 (c. 343 
v. Chr.); 209, 5 (vor 320 v. Chr.); 225, 5 (c. 320 v. Chr.); 564, 20 (IV.— HI. J. v. Chr.), 
etc. — In CIA. II, 116, 16 (341 v. Chr.) handelt es sich zwar auch um blofse Für- 
sorge, aber diese Fürsorge wird durch einen Satz mit oniug spezialisiert, darum 
imfieXrj&rjvai. Ebenso verhält es sich mit 136, 4 (356/338 v. Chr.). — In CIA. II, 
592, 10 (c. 220 V. Chr.) ist das Präsens inifjuldad-ai gewählt, weil die Verkündigung, 
um die es sich handelt, an einer Reihe von Festen: Dionysien, Panathenäen, Eleu- 
sinien stattfinden soll. 

i9i8j dvaygd%lßaL 6k j666 rb iprjtpiaiiia . ., dvayQaipat 6k xal et rig aXXog 
vsv^xTjxev . . , dvayQaipeiv 6k xal rb Xombv ^dv rig rovrcjv rt v&xrjari (der letzte 
Befehl kann nicht sofort ausgeführt werden) CIA. II, 553, 7 ff. (kurz nach 403 v. Chr.). 

— Vgl. auch To 6[k \prj(fi]af^a r66€ b yQafXfianvg 6 rrjg ßovX^[g dvay'JQaxjjdro) . , » 
sig 6k T^v arriXriv ravrriv dvayqdifiiv rdiv re ova[d)]v noXtcav aviÄfjiaxC6üiV rd 
ovofjinra xal \ri\rig dv dXXri avfXfxaj^og ylyvrjrai' ravra fikv dvaygdypai^ kXiad'Ui, 
6i etc. CIA. II, 17, A, 63 ff. (378 v. Chr.). — Der erste Befehl kann sofort vollzogen 
werden, der zweite {dvayQatpHv) nur successive, der dritte fafst noch einmal alles 
zusammen, darum der Aorist. — Über dvayqd(peiv^ dvayqdxpai vgl. auch AB, VIII, 
p. 235. 



- 246 — 

öovpai und d*doVa*^*^®), petfiai und r^/i*€»v'*'®), fbCQUfat und fbcgi- 
C«i/»»") etc. 

19. Zweimal findet sich statt des gewöhnlichen und erwarteten ngoa- 
ayayslv durch Versehen (Überspringen einer Silbe) ngoadysi^v^^**). 

20. Mehrfach drückt der Infinitivus Aoristi die Haupthandlung aus, 
während der Inf. Präs. Nebeuumstände bezeichnet, so z. B. in dfAoaai 
6i . . ToVJf Tov oQxop' ßofi&j^cna etc. inoiivvvon 6i xal xov po^- 
[AOP oQxop (361 V. Chr.)'*"). 

d) Perfekt. 

20. Das Perfekt bezeichnet die in der Gegenwart abgeschlossene 
Handlung: nqotfqov t« inffisXijd'rjtsav t^g &v(Siag xal vvv 
Ts&vnaaiv (282 v. Chr.)i»"). 

21. Perfekt und Aorist begegnen sich besonders in Verben, die einen 
Zustand ausdrücken: insidfj Oavodfjfiog . . . xaXcSg xal (ptXoTincag xal 
äö'oDQoöoxiJTcog ß sßovXsvxev (343 v. Chr.), — neben insid^ ol ßov- 
Xsvtai , . . xaXdSg xal öixalcog ißovXsvdav (285 v, Chr.)^***). 



"1») t6 61 ttQ[yif]Qiov Sovvai CIA. II, 17, A, 66 (378 v. Chr.), etc. etc. — jov 
lafjilav Tov 6rifAov [ibv a^l i]afA[C\svov%a 6iS6vai neilocd-iiSrß SqaxfJirflf rrfi ^fiigag 
add. 115, b, 36 (c. 344 v. Chr.). 

19^0) xatttVBlfJLUi 61 ahibv xal eig TQiaxa6a CIA. II, 589, 17 (AnfaDg d. III. J.). 
— orav S-vatai,,. vi/ustv xal KakXt6dfiavTt fjLBQi6a (bei jedem Opfer) ibid. 11 ff. 

19S1) (ro y€VÖfx€Vov dvdX(oiLia) fiBQCaat häoag, z. B. CIA. II, 316, 33; 320, 27; 325, 
29, alle aus dem Anfang des III. J. v.Chr., /ueg^C^iv nur in [ontog av XQVf^dttav 
n]oQia&^vT(ov l/c& 6 lafiCag fUQC^HV rä [6€6f4£va] II, 334, g (Aof. d. m. J. v. Chr.) 
neben [t6 6k ävdXtofjia i\o ysvofneyov tt; r« irjv ffrijXiji/ xal rtiv d[vayqatf^ tüv 
6vofid]t(ov jU€QCaai tov inl ry 6iotxr\aH ebd. 25 ff. 

^®-*) TtQoadyiiv avrovQ Tovg nQVT[dv6is its ttjv ngtotriv ixxXtiaiav fiirä t« 
leQ]d CIA. II, add. 1, b, 3C (403 v. Chr.), neben ngoaayayetv 6k xal xovg vets ibid. 
Z. 37; TZQoaayaystv 6k uvrolv] ibid. Z. 24; ngoaayayetv 6k tiiv 7iQ€a߀i[av] 
ibid. Z. 13. — TiQoadysiv avibv eig tov 6fjjLiov iig rrfv n{)(6[7riv] ixxXtiaCav II, 55, 
10 (363 V. Chr.). — nQoaayayElv II, add. 17, b, 8 (378 v. Chr.); add. 52, c, frg. b. 9 
(369/367 V. Chr.); 54, A, 11 (363 v. Chr.); 51, 12 (369 v. Chr.), etc. 

^»2^) ofioaat etc. CIA. IV, 2, 59 b, Uff. (361 v. Chr.). — So steht ein Dachtrüi;- 
licher Zusatz häufig im Inf. Präs., vgl. ofivvvai 6k 6i dyly^Xtav] CIA. II, 140, 9 (c. 
340/330 V. Chr.) = „der Eid soll stattfindend — Ähnlich CIA. I, 32, A, 2: dno- 
6ovvai, aber Zeile 4: dno6i66vav (435/416 y. Chr.); das erste Mal zusammen- 
fassend, das zweite Mal mit allen Details.: „Es sollen aber übergeben werden 

Xl .... *tf .... 

^*2*) i7in\6ri 6]k ol InifihXrfral \i]civ fjLvairiQCüiv 71q6t€q6v [?«] h rst ^va[i](jL 
Tüiv /LieydXcüv /uvairjQliov (7i([/Li€X^]&[rj]aav Ttjg Öva{ag xal vvv rs&vxaaiv CIA. II, 
315, 20 ff. (282 V. Chr.). Ähnlich 176, 12 ff (330 v. Chr.). 

»925) CIA. II, 114, A, 11 (343 V. Chr.); 567, 4 (285 v. Chr.). In der Folgezeit 
schwindet das Perfekt gänzlich, s. Dieterich p. 235 ff. 



— 247 — 

22. Der Infinitiv Perf. steht vielfach in imperativischem Sinne : 
eipti(fi(f&ai> = „es sei beschlossen"; ösöoxO'cci^^^^), 

§ 89. Modus. 
A) Konjunktiv. 

1. Der Konjunktiv, neben dem Indikativ der häufigste Modus, er- 
scheint besonders in: 

a) Lokalsätzen nach : ov av, oTtov ar, onoi> ar, o&sv av^ onod-ev 

b) Temporalsätzen nach: oxav^ insiddv^ Jtcaq av, nqlv äv^^^% 

c) Modalsätzen nach: xad-ort «v, mg av, y ar*®^®), 

d) Absichtssätzen nach: tva^ oncog (ai/)^''°), 

e) Bedingungssätzen nach: ^aV^'*^), 

f) Relativsätzen nach: og äv, oaxig w, o(Sog äv etc. ^*'*). 

2. Abgesehen von %va^ einer in der klassischen Zeit seltenen Kon- 
junktion, haben alle diese Partikeln nur mit av verbunden den Kon- 
junktiv nach sich. Über ontag cum conj. für älteres onoag av cum conj. 
s. § 91, Nr. 30. Für l^oag cum conj. für älteres ^«g äv cum conj. s. § 9 1, Nr. 12. 

B) Optativ. 

3. Für den Optativ liegen in prosaischen Inschriften nur wenige 
Beispiele vor: 

a) Optativ des Wunsches: svoqxovvt^ fjbifi (jiot sX^ noXXä utaX 

b) Optativ im abhängigen Relativsatz: Ovxiog elnsv, insidii StQOfjL- 

ß^X^g vn^gh^xsv, oda naqayydXkoi 6 
(STQatfjyog ^®^*). 

1926) Über ixprj(fiCa»ai vgl. oben Note 1585. — 6i66x^ai z. B. CIA. II, 325, a, 
11 (268 v. Chr.); 564, 14 (IV.— III. J. v, Chr.); 567, 10 (285 v. Chr.), etc. etc. 

"27) Vgl. unten, Note 1956. 

1928) Über ojaVy imtöav, ms av, nq\v av s. oben Note 1902 — 1905. 

"29) xa&oTv av di/'j^rat CIA. I, 31, A, 9 (444/440 v. Chr.). Über m av, 5 av 
s. unten, Note 1996; 1999. 

1930) über Iva, ontag av s. unten, Note 1980 flF. 

i»»i) ^av dtfiaiy CIA. IV, I, a, 27, a, 25 (445 v. Chr.), etc. etc. 

1932) Vgl. oben Note 1849—1859. 

1988) [ii,oQ]xovVTt fxifA fjLot, itt} no[U,ä xot^dya^a, ei (T^j^i}], tdvavtCa CIA. II, 
add. 49, b, 24ff. (375 V. Chr.); *Pag&^v€, iv axQOTiolri TsXeaTvog äyaXfi' dvi&fjxev 
KrjtTiog, (p xaiQovaa SiSoCrig ak[k)o dvad-elvai IV, 1, b, 373, 231. 

1984) [f,2nEV' inec^rj . . .] dycDVtCofjievog v7i[riQiirjx€V (?) oinavxa oaa 7iaQayy]iX- 
Xoi 6 atgaTriyog CIA. II, 318, 8 (283/280 v. Chr.). Zur Ergänzung des Anfanges vgl. 
die vorhergehende Inschrift. — Doch kann auch die Form der unabhängigen Rede 
beibehalten werden: dniaieiXsv ov exaaioi rißlö\vXoVTo CIA. II, 314, 25 (284 
V. Chr.). 



— 248 — 

c) Optativ im abhängigen Bedingungssatz: in^yyelXaro iniSoitfeiv, 

sX TV dioixo (direkt: idv t* d^ij^ra*) "•'). 

d) Optativ im abhängigen Absichtssatz: sTtQccrxsv^ ornaq q>vXa%ii 

4. Der Optativ mit ap ist nur aus der Poesie zu belegen***'). In 
den Dekreten und Rechenschaftsberichten war für ihn kein Platz. 

C) Imperativ. 

5. In den Dekreten herrscht grofses Schwanken zwischen Imperativ 
und Infiniliv: avayqdipai^ dvayQaipdvco \ (fTScpaviSaai, aTS(pav(acdtm\ 
avsmsXv^ dveinixon (oder dvsindt(ü)\ dovvav^ dorco u. s. w. Am merk- 
würdigsten ist in dieser Hinsicht die Inschrift eines religiösen Vereines 
(Thiasoten) von 282 v. Chr., wo ein Satz mit dem Accus, cum inf. (xai 
Tov Isqia) beginnt, und mit dem Imperativ {arsipavomta 6 legsvg) 
schliefst 1«^«). 

6. Aus der Poesie ist beachtenswert der Imperativ im Relativsatz: 
« cv dog Ußov (400—350 v. Chr.) ^»s»). 

§ 90. Die nominalen Formen des Verbams. 

A) Infinitiv. 

1. Der imperativische Infinitiv steht auch ohne von einem Verbum 
dicendi abhängig zu sein: oqoq %(üqiov xovvov El9cadi(^i)(av* fi^ avfk" 
ßdXXsiV elg tovio z6 ^«^^©^ fifjd'spa fAfj&^v^^^^y 

2. Erwähnenswert ist, dafs zu einem solchen imperativischen In- 
finitiv der Vokativ treten kann: "^Edp di tv nd(S%(a^ fislsdalveip f»f, ä 
2vy€i^g (c. 570 v.Chr.) 1«*^). 



1935) ijiii^Ti [Ev^rifj.]og 71q6t€q6v t€ ln\r}fyyiCXaxo tJ^ dr]fA.(fi Im^oiaeilv «flf 
t[6v n]6X€fiov it i[t] J^o^to CIA. II, 176, 12 ff. (330 v. Chr.). — Mit Beibebaltug 

des Modas der direkten Rede: IM&€]to idv ns ßa^lCi[ti] ßorj^stp CIA. II, 311, 

17 (286 V. Chr.). 

19W) CIA. IV, 2, 574 g, 9 (Ende d. IV. J. v. Chr.) s. uotco, Note 1983. — Aseh 
nach Angmeottempus kann der Konjunktiv erscheinen: ^Kpxrjaiv ontug av xtttaj[m^' 
ad-üiatv CIA. II, 314, 23 (284 v. Chr.); nuQsnrjaaTo oncug av dcped-öiaiv ebd. 26—27; 
rriv Tiäaav iTtotrjaaTo anovSriv onvag av ol OTQatmjai (os ägtaia xttT{€)cfx€vaOfiivoi 
naq^X^Vjai tag j^p«/«? t^ drifAt^ II, 331, 26—28 (270—262 v. Chr.). 

1937) oütiot' «V . . . ariiaauv KE. 24, 1 und 2 (4UÜ/350 v. Chr.). 

1088) ajstpavdiaai avjov S-aXXov [a]T€(pdv(i), xal tov IsQ^a tov dsl Xaxov[t]tt 
xal ovTa, orav S-uatoaiv oi d-taatoTalt x]al anovSdg noiTjaojvrai, aTSfpavovta 6 
teQ€vg 2(üTTi(Jt;(ov d^akXov aretpavü) CIA. II, 614, 12 ff. (c. 282 v. Chr.). 

i9S9j [<pai]^tiLii^rig dvid-fjxfv CAd]r]vai(f roJ' ayaX^xa^ vög Uymidgj^ov j Hqo- 
ßaXCaiog^ (^ av ^6g oXßov avi^ xal naialv roTg i* Imyiyvofjiivoig CIA. II, 1423. 
Vgl. dazu Brugmaon p. 511. 

19*0) CIA. II, 1098, 1 ff. (III. J. V. Chr.?). Riein. Rev. IX, p. 97. 

19«) CD. 487, b, 8-10 (c. 570 v. Chr.). Für die Datierung vgl. Mitt. IX, p. 117 f. 



— 249 — 

3. Zahlreich ist in den Rechenschaftsberichten der Infinitivus finalis 
(ohne cüGTe) nach Verben und Substantiven: x^^Q^*^ ^^'^ xa&^gai tö 
IfQOV, ^vXa icovijd'^ tw xlifiaxs not^tfai u. s. f.^***). 

4. Von absoluten Infinitiven ist mehrfach überliefert: zo (jisp) vvv 

B) Partizip. 

5. Das subjektive Partizip nimmt (og zu sich: \inai>vi(S0L\i Qqaav- 
ßovXov (ig ovia avdqa aya^oly] (410 v. Chr.), xQiviad'ca tog dtaXvcov 
T^[p] (rv[ifjbaxia[v] (378 v. Chr.)^»**). 

§ 91. Konjanktionen. 
A) Parataxis. 

1. T£ . . T£ findet sich in der Prosa der klassischen Zeit nur in 
den Verbindungen: stts . . «l'r«, iäp t€ , . idp Tf, ovve . . oürf, /ai^ts . . 
fjbjJTs^^*^). — Dagegen erscheint seit der römischen Zeit auch blofses 
T€ . . T€ (= T€ . . xal) ^**'). — Ebenso begegnet in der römischen Zeit 
auch einfaches ts {=xai): od-sv did ts tu sigfifi^va^^*^). 

2. T€ , . xal und xal . . xal finden sich in derselben Wendung: 
xal TtQog ßovl^p xai ngog d^fiov (342 v. Chr.) neben vno ts z^g ßov- 
l^g xal Tov dfjfjkov (271—265 v. Chr.)***®). Im allgemeinen jedoch wird 
xal . . xal nur gebraucht in formelhaften Verbindungen (man beachte 
das Fehlen des Artikels in dem ebengenannten Beispiele), so z. B. in: xai 
xaxä Y^v xal xaxä d-dXattav^ xal idla xal drjfiocflix^ xal vvv xal iv rtp 
nQQ<sd'sv xqovtd ***•). Sonst steht bei gewöhnlicher spontaner Zusammen- 



1M2) ^qX^q^ j^o xadiiiqai x6 Uq]6v CIA. IV, 2, 834 b, 49—50 (329 v. Chr.). 
Vgl. ^vla Itovri^ri zw xXCfiaxe noi^aai CIA. I, 319, 18 (c. 420 v. Chr.); TaJc dvrjXoi' 
tat xov ßcjfiov Tov nXovTüJvog neQiaXeiipai II, add. 834, b, II, 4 (329 v. Chr.); vgl. 
ibid. I, 13—14; add. 834, c, 21 (317/307 v. Chr.). Riem. Rev. IX, p. 97. 

19«) ro fAlv vvv ihai CIA. IV, 1, b, 27, b, 23 (439 v. Chr.); lo 6h vv[v] dvai IV, 
2, 109 b, 42 (347 v. Chr.). 

"**) CIA. I, 59, 6 (410 V. Chr.); II, 17, A, 58 (378 v. Chr.). 

19*^) ttxi SoxH €va ajQarlriydv . . . tUe . . .] ilia&ai CIA. I, 55, b, 2 (416 v. Chr.). 
— [ia]v T€ ano tov JifirjfiaTog ^oxfj[i], [idp] J€ rrjV etc. ibid., c, 2 ff.; eidv t€ ßov- 
Xrirai vno6(x^[a&a^ eidv t€ ^ij] IV, 2, 14b, 17 (387 v.Chr.). — ovre xaid lov xoi- 
vov ovT€ xard ti^Korov ov^h Mg CIA. IV, 1, a, 27, a, 11 (445 v. Chr.) — firjre i6i(f 
/Ltiire ^riiLioa[i](f II, 17, A, 37 (378 v. Chr.). 

"*•) (og ttv ra j€ isQa ayoiro . . o? t€ ^(f[rißot] yiioivxo CIA. III, 5, 27 (It. J. 
D. Chr.). — T€ als Fortsetzoog von xai und ^k xai findet sich 11,467, 17 (c. 100 
V. Chr.). 

19*') CIA. II, 470, 42 (I. J. V. Chr.). 

i»*8) CIA. n, 115, 13 (342 V. Chr.); 331, 64 (271/265 v. Chr.). 

19*9) xal xard etc. CIA. H, 17, A, 50 (378 v. Chr.); xal t^üf etc. I, 45, 10 (421 
V. Chr.); xal vvv II, tdd. 52, c, 13 (368 v. Chr.); xal vvv xal h t^ tfinqoa^e XQ^vtp 



— 250 — 

fassung zweier ßegriffe zs . . xia/, vgl. v6 vs aqyvQ^ov xal to XQvaiov^ 
(adnsq xs vvv xa* hv äfislpovg, nqoxfqov ts STiijyyellaTO t(S öi}(A(a 
in^ö(6(S€iV . . . xat pvv inididmxsv^^^^). — Merkwürdig ist die Ver- 
bindung von Haupt- und Nebensatz durch xs . . xal^ in : insl xd z€ äXXa 
nqdxxov(Siv ytaXäg^ avctd^Btvai, aviovg (== ävad'ivxcov) xal (fxijXtiP^^^^). 

3. Häufig findet sich auch xs . . xai . . xai u. s. f. ^^^^). 

4. Polysyndeta begegnen besonders in den Dekreten: avfAimxia 
l^d^fjpaicop xai \dqxdd(AV xai ^A^aväv xai ^HXsicap xai OXe^aifiwp 
(362 V. Chr.) ; Asyndeta sind zahh*eich in den Rechnungisablagen : xsqiaXij, 
dxstpdpfi, ipoidlco, oqfiog, vnodsqlg (398 v. Chr.). — Ebenso in Wei- 
hungen: Al(Sxivrig^ Xaqiag apid'fixap xa^t/palq^ anaqxfjv (VI. J. 
V. Chr.) ^«'*«). 

5. Für 6 fjbip . . ÖS findet sich, bei fehlendem Substantiv, auch 
fisv . . ds ixsqog; xaxad-ixtö xfjp iiiv ^EXevaXvi, iv xS leqfS^ x^v 
ds sxiqav [i\ii noXsv (439 v. Chr.)^»"). 

6. ßisweilen ist in diesem Fall 6 ^lip ganz weggelassen : dvo atfQa- 
yXds Xird-lpco^ x^t;(rot>v exov(Sa xop daxxvXiop^ fj d^ sxiqa ägyvqovp 
(398 V. Chr.) u. ä. ^»^*). 



573, 15 (c. 350 v. Chr.). In der VerbiDdong: xeXevito} 6k xai 6 i€QO(pdvTfjs ^ xai [6] 
St^^ov^os (CIA. IV, 1, b, 27, b, 24 = 439 v. Chr.) bedeutet das erste xai „auch". 

1960) jS js ägy^igiov etc. CIA. I, 32, A, 24 (435/416 v. Chr.); cSaneq re etc. 40, 
12 (428 V. Chr.); nqoxsqov t€ etc. II, 176, 12 ff. (330 v.Chr.), 

^9^^) DS. 1 426, 10 ff. (267/265 v. Chr.). Vgl. die Bemerkung von Dittenberger 
z. d. St. 

1952) ji^ jg naqa tolg '^EXXrivoTafjilaig ovta vvv, xai tälka^ a ioti rovtmp 
jdSv /^^ly/UKTo»/, xai T« ix jrjg SexdtriSf InnSav nqa&j CIA. I, 32, A, 6 ff. (435/416 
V. Chr.). — [ofÄoaai 6k trjv rs] ßovXrjV (sichere Ergänzung) xai ro[vg OTQatfiyoifS 
xai jövs tnn(i]Qxovg xai Tov[g ra^iaQxovg] 11, 52, 32 (368 v. Chr.). Vgl. 332, 23 ff. 
(271/265 V. Chr.). 

1953) avfjLfiaxCa etc. CIA. 11, add. 57, b, 2 (362 v. Chr.). — xitfalr^ etc. 652, A 
17 (398 V. Chr.). — Aiaxivrig etc. IV, 1, b, 373 180 (VI. J. v. Chr.). Auch sonst ii 
Weihungen: KivxQcifJiog, noXv/LtvrjOjog inoiriaav II, 1435 (350/300 v. Chr.); ir\olv~ 
fiPfjOTog, K^vlxQtxjuog] inoCriaav 1623, 1—2 (350/300 v. Chr.);- Kaixoa&ivrig, /Ittfi 
*AnokX(i}vi6o[v *PvXd]atot inoCrjOav 1634 (II. J. v. Chr.); aber EvxfiQ xai EvßovX(6ifi 
KqanidaL inoCrjaav 1642 (II. J. v. Chr.). 

195*) xara&iJbi etc. CIA. IV, 1, b, 27, b, 51 (439 v. Chr.). 

i956j ^^^Q aifolaylöe Xid-ivto, j^^uxrovr ?;f oucr« top daxivXiov 17 [<f' kiiqfi 
dQYv]Qovv CIA. II, 652, A, 45 (398 v. Chr.); acfgay^Sia XC&ira 6vo, /^üorot/y |;|foy 
fov da[xT]vX[i]ov, t) (ff agylvQovv] 660, 21 (390 v. Chr.); atpQayCdia Svo Xi&tva, 
XQvaovv €xov daxTv Xlov , tj dk d[QyvQovv] 667, 40 (385 v. Chr.). — Riem. Rev. 
IX, p. 69 vergleicht passend Hom. Ilias XXII, 157: r^ qu Tiaqa^QafiittjVf tpevymfi 
6' 07iia&€ 6i(6xa)v. 



— 251 — 

B) Hypotaxis. 
a) Lokale Konjunktionen. 

7. Überliefert sind ov (ät^), onov (ar), onoi. {cip); od'ev (äp), 
ono&ep (äp), y (a^); onoicc (av)^®**). 

8. Für „wohin*' findet man auch ov gebraucht: änifftsiXev, ov 
sxaaTot fißovXovto (285 v. Chr.)*^*0- 

9. Für „wo" erscheint in Übergabeurkunden noch *Va, doch immer 
nur ohne Verbum: Iva ^ Nixfj u. s. w.^^*®), aber ov 6 aidfjQog xsHai, 
ov %a ?i;Aa yt.BXxai,^^^\ 

b) Temporale Konjunktionen. 

10. B(SXB ist nicht nachweisbar ^^®°). 

11. (?x^fr av (jU/^xp* «^) finden sich nur in der Poesie '^*^). Ebenso 
wenig begegnet in Prosa einfaches a/^*, M'^XQh oder a/^t or, fi^XQ'' ö^» 

12. ^(og hat in der klassischen Zeit nur mit äv verbunden den 
Konjunktiv. Einfaches £0)^ mit Konjunktiv ist erst seit der Mitte des 
n. Jahrhunderts nachweisbar ^®®^). 

13. Auch TiQiv scheint nur mit Sp verbunden den Konjunktiv zu sich 
genommen zu haben ^^*^). tiqIp äv begegnet übrigens nur nach nega- 
tivem Hauptsatz, sonst nqiv mit Infinitiv^***). Auch nqlv ^ cum inf. findet 
sich, und zwar schon im V.J. v.Chr. (Kultusinschrift, lonismus?)^®"). 



19W) OV 2. ß. CIA. 11, 314, 25 (285 v. Chr.); ov av 613, 17 (298 v. Chr.); onov 

IV, 2, 623 e, 46 (maked. Zeit); otiov «V IV, 1, b, 27, b, 11 (439 v. Chr.); onoi äv ibid. 
Z. 31 (439 V. Chr.); o&sv av ibid. Z. 19 (439 v. Chr.); ono&ev «V II, 114 A, 13 (343 

V. Chr.); icHv 66äv raiv nlaretcSv, y 17 nofinrj noQiverai IV, 2, 192c, 20 (320 v. Chr.); 
onoüt av ßovXüJvrai CIA. II, Iü6ü/l2 (IV.— III. J.). 

19") CIA. II, 314, 25 (285 v. Chr.). — Snoi z. B. IV, 1, b, 27, b, 31 (439 v. Chr.): 
inayyäXXecv 6h Tr\v ßovlrjv xal r^ai akXr^ai, noksaiv [T]r}[(fi] *E[l]ijvixfjaiv d7idai]a&, 
onoi äv 6oxy avry ^viaibv slvai. — Die Form auf -ot bezeichnet ursprünglich auch 
nur den termiaus ia quo (nicht in quem), vgl. Brugmann p. 406. 

1988) Xya ri mxri, %va t« xä^nvXa (fvXXa, Iva 6 Zevs CIA. II, 667, 12 ff. (385 
V. Chr.); Xva 6 :An6XX[(o]v, Ua i« oQ&ä nixaXa 668, 4 ff. (385 v. Chr.). 

1969) CIA. II, 807, c, 46 (330 v. Chr.); add. 834, c, 25 (nach 329 v. Chr.). 

i960) ^^Bei den meisten attischen Prosaikern findet sich laie selten oder nie; bei 
Platon nur Symp. 211, c; ziemlich oft bei Xenophon" Krüger I, 2, § 69, 27. Das Ety- 
mologicum Magn. p. 382, 8 weist eaxt den Doriern, %b}g den Attikern zu. 

1961) ^xQ*^ äv Cw KE. 48, 5 (Poesie, III. J.). 

1962) Vgl. Note 1904. — mg ohne äv CIA. II, 624, 18 („parte priore saec. 11'*):: 
fcüff 6i^Xd-(üaiv. 

1963) ^^ l^sh'tti 6[k 7iQ6]rtQo{v) ätpHvai . . . nqlv «[>/] Sfo[t,] CIA. II, 578, 25 
(344/340 V. Chr.). Vgl. Note 1908. Herw. p. 77. Riem. Rev. IX, p. 184. 

1964) ^^y j^ j,g iiji^, .... „^ij, j^ ^jri i^sXaetv CIA. II, 1055, 29 (345 v. Chr.); 
TT^lv iX&etv Tovg Srifioalovg EA. 1883, p. 3—4, Z. 44 (maked. Zeit). 

»965) 7iQäl^«(, 6k ravTa nglv rj i^tivai CIA. IV, 1, b, 53, a, 9 (418 v. Chr.). 



— 252 — 

1 4. Über das Tempus bei ^'«c ar, tcqIv äp, oxav^ snstddv s. § 8, 9. 

15. Für oxav steht orafineQ, wenn ein ip züi aiftip XQovw zu er- 
gänzen ist: Tafilag de änoxva^evsiv tovtchv tcop x^ij^jitcrrcoi', otafintQ 
rag aXXag aqxdg (435—416 v. Chr.)'*'*). 

16. Statt otap fi^ findet sich einmal all' ^ otav (350 — 300 

V. Chr.)''*0- 

17. Mehrfach erscheint otap ngmop = cum primum "•*). 

18. iTtdp für insiddp begegnet erst seit 265 v. Chr. (Koine) *•••). 

19. Die Form in^p ist den attischen Prosainschriften völlig fremd"'®). 

20. Für „als" erscheint ozs, für „seit" ay' ov (i^ oi5)""). 

c) Kausale Konjunktionen. 

21. inei für insid'q ist selten, doch nachzuweisen schon seit dem 
V.J. v.Chr.""). 

22. Massenhaft begegnet insidij (Begründung eines Antrages)^*''). 

23. ori = „weil", „dafür dafs" erscheint besonders häufig in den 
Ausdrücken (fTstpapwaai ort, inaipiaat 0x1^^"^% aber auch sonst: o%d€ 
&(fXop ä(f€ß€iag . . . or* (377 v. Chr.) u. s. f. "^*). 

24. diovi = „weil" kommt nicht vor. 



>9W) rafiiag dk anoxvafi€V€tv etc. CIA. I, 32, A, 13 f. (435/416 v. Chr.). 

196') [dX]V ^ orav CIA. II, add. 573, b, 8 (350/300 v. Chr.). 

J968) 5r«y jiQtoTolv 6 SiJiLiog (TuJyifAa CIA. IV, 2, 614 b, 31 (307/286 v. Chr.); 
orav TiQuiTov o[l6v] t* J II, 312, 56 (287 v. Chr.). 

"69) inäv xaralaßcjai CIA. IV, 2, 618 b, 19 (265/262 v. Chr.). Vgl. Thom. Mag. 
114: xttl indv, xal IneMv svQrjrat 6k ^nl nXiov xo ineMv. 

1970) ijf^p ist ionisch; Inschrift von Keos (450/400 y. Chr., CD. 530). Vgl. ^ 
Note 1989. Herbst, Hermes 25, 378 verteidigt inrjv bei Thukydides. — Ober inniaif 
vgl. Note 1902. Zu den dort beigebrachten Stellen liefse sich noch eine grofse Zahl 
anderer hinzufügen. 

1971) 5t€ Ti ßovlri xariyvo) avrov CIA. IV, 2, 54, b, 37 (363 v. Chr.). Ober a(p* 
ov vgl. oben, Note 1707. 

1972) ijisl . . DS. 21, B, 3 (= CIA. IV, 1, b, 32 B von 435/416 v. Chr.). Die Lesart 
bei DS. und CIA. IV stützt sich auf neue Kollationen von Fröhner und Löachcke. •— 
inü 7i[aQ]riyytil€ DS. 74, 11 (= CIA. II, 38 von 387 v. Chr.). Die Lesart bei DS. 
stützt sich auf eine neue Kollation von Foucart. — inel ta te aXXa n^dttovffw 
xakcüg CIA. IV, 2, 618 b, 10 (265/262 v. Chr.). — inis)] S[k ngoa^xH roTg i](ff4ßoti 
iriv Toaavrriv o^oiTiogrjaai [b^ov etc.] CIA. III, 5, 24 (nach 117 nach Chr.). 

1973) z. B. CIA. IV, 1, b, 321, III, 39 (vor 409 v. Chr.); CIA. H, 55 (363 v. Chr.); 
69 (355 v. Chr.); 73 (c. 350 v. Chr.), etc. 

1974) inaiv^aai, ort CIA. I, 56, 8 (412 v. Chr.) etc. axetpavöiaai, oxi II, 609, 19 
(324 V. Chr.) etc. In der von Herw. p. 77 für diesen Gebranch zitierten loschrift 11, 
117, b, hat oxi deklarative Bedeutung. 

1976) olde w(fXov amßiCag, oxi CIA. II, 814 a, B, 24 (377 v. Chr.); xitg ov[ü\lag 
löfifitvanv 2axvQCSov xaX Ttfio^ivov xal MiXiMov, oxi IV, 2, 54 b, 35 (363 
V. Chr.). 



— 253 — 

25. Für „weswegen*', „wofür" braucht die klassische Zeit (Sy hsxa; 
seit dem £nde des IV. Jahrh. begegnet dafür dioneq; seit dem I. Jahrb. 
V. Chr. auch o,^«^"^«). 

d) Deklarative Konjunktionen. 

26. An Stelle von or» = „dafs" findet sich vereinzelt öS^: idp di 
Ti>g slnfi ij iTVit/jfjcfia^ ij uqxcop ij IdnoTtig nagd Tods to xpij(pi(r(ji>aj 
dg Xvsiv Tt dtX (378 v. Chr.)^^"). 

27. Seit dem Jahre 300 v. Chr. (Koine) erscheint für „dafs^* auch 
dhoxi: ineiöii ^Ovadog i(i(pavl^sv, diori' 6 d^fjbog 6 Tqo^rivmv t^v 
tvvoiav änodidsiüvat (Anfang d. III. Jahrh. v. Chr.)**'^). 

e) Konsekutive Konjunktionen. 

28. Für cöore = „unter der Bedingung dafs" tritt mehrfach itp^ ans 
ein, sogar in einer und derselben Formel und Inschrift ^^^^). 

f) Finale Konjunktionen. 

29. Iva = „damit" erscheint nnr zweimal in klassischer Zeit^^®®). 
Häufiger wird diese Konjunktion erst seit dem III. J. v. Chr. Sie ist 
immer mit dem Konjunktiv verbunden^®®*). 

30. Für „damit" braucht die klassische Zeit fast ausschliefslich 
OTtiag dp mit Konjunktiv; nur einmal (343 v. Chr.) begegnet blofses 
onoag mit Konjunktiv. Dagegen wird seit der nachklassischen Zeit ein- 
faches onoag cum conj. häufiger. Das Verhältnis ist^^®^): 



1976) ^y av[ixa ttVTov 6 örjfiog iaT€(pdvfoa]€ CIA. I, 59, 13 (410 v. Chr.); 6t6n€Q 
II, 240, b, 17 (307 V. Chr.); o^sv 470, 42 (I. J. v. Chr.). 

"") CIA. II, 17, A, 53 (378 v. Chr.). Herw. p. 77. 

^®^8) insi^rj . . "Ovaaos . . ifiipftviC^i, öioti xal xotvy 6 drjfAOi 6 TQo[irivCa)\v 
rijv evroittv ano^äöiixTai] xal i6itjt ol TeXsa^ov ngöyovoi. CIA. IV, 2, 4586, 13 
(Anf. d. III. J. V. Chr.). 

"7») CIA. II, add. 834, b, II, 8. 51 (329 v. Chr.). 

"80) iv« €i. ., Iva fxri CIA. I, 37, fm, 35. 30 (425 v. Chr.). Unsicher ist I, 31, B 
2 (435/416 V. Chr.), vgl. IV, 1, b, 31, B. — Herw. p. 72. 

"") CIA. II, 310, 9 (Anf. d. III. J. v. Chr.); 592, a, 16 (III. J. v. Chr.); 404, 28 
II. J.); 593, b, 21 (II. J.) ; 438, 21 (II. J.); 455, 15 (II. J.); 469, 63 (I. J.); 470, 43 (I. J.); 
471, 88 (I. J.); 478, d, 16 (I. J. v. Chr.); 479, 32 (1. J.); 480, 33 (I. J.); 481, 59 (I. J.) 
etc. Herw. a. a. 0. 

"82) ^nwg äv im V. Jahrhundert: CIA. IV, 1, a, 22, d, 8. 16 (nicht nach 447 
V. Chr.); IV, 1, c, 26 a, 2—3. 11—12 (bald nach 447 v. Chr.); IV, 1, a, 27, a, 19, 43. 
67 (446 V. Chr.); I, 36, 9 (428/426 v. Chr.); 38, g, 21 (c. 424 v. Chr.); IV, 1, a, 51, ef, 
7. 32 (410 V. Chr.); I, 59, 33 (410 v. Chr.) ; 64, a, 16 (410/405 v. Chr.); IV, 1, c, 62 b, 
16. 29 (408/7 V. Chr.); I, 68, 5 (vor 403 v. Chr.); 83, 4 (vor 403 v. Chr.); 85, 6 (vor 
403 V. Chr.); IV, 1, b, 53 a, 8. 26 (418 v. Chr.); IV, 1, c, 116^, 7; 116*; IV, 2, 
Ib, 13 (405/4 V. Chr.). 

o;ra)ff «y im IV. Jahrhundert: CIA. II, 17, A, 9 (378 v. Chr.); 55,16(363 
V. Chr.); IV, 2, 54 b, 17 (363/2 v. Chr.); IV, 2, 18 b, 5 f. 21 (Anf. d. IV. J. v. Chr.); IV, 



1» 



— 254 — 

Im V. J. V. Chr. oncog av : 0TC(a<; = 23 : 
„ IV. „ „ „ onoaq a^» : ott« ^ = 63 : 3 
III. „ „ „ ononq äv : ottwc = 45 : 6 
II. „ „ „ oniog av : onoaq =9:9 
„ I. „ „ „ oniag oiv:o7V(ag=^ 3:10 



2, 59 b, 20 (361 v. Chr.); II, 65, 9 (c. 357 v. Chr.); 74, o, 7 (nicht vor 372 v. Chr.); 
86, 20 (376/360 v. Chr.); 98, 4 (360/350 v. Chr.); IV, 2, 841 b, 116 (c. 350 v. Chr.); 
74 b, 7 (c. 350 v. Chr.); 88 b, 17 (c. 350 v. Chr.); II, 114, A, 8. 13; B, 13 (343 v. Chr.); 
add. 115, b, 34 (c. 343 v. Chr.); 116, 13 (341 v. Chr.); 1047, 91. 94 (347 v. Chr.); IV, 
2, 109 b, 54—55 (347 v. Chr.); 574c, 4 (346/334 v. Chr.); II, 137, 10 (nach 338 
V. Chr.); 151, 1 (vor 336 v. Chr.); 162, a, 3 (335 v. Chr.); IV, 2, 128b, 18. 36 (335 
V. Chr.); 169 b, 21—22 (333 v. Chr.); 179 b, 63. 75—76 (325 v. Chr.); 197, 14 (vor 
322 V. Chr.); 222, 21 (c. 320 v. Chr.); IV, 2, 192 c, 8. 21—22. 34 (320 v. Chr.); D, 
225, 7 (c. 320 v. Chr.); IV, 2, 231 b, 16—17. 79 (318 v. Chr.); 243, 11. 31 (vor 301 
V. Chr.); 250, 9 (306 v. Chr.); 251, 16 (307/300 v. Chr.); 254, 31 (knrz nach 307 
V. Chr.); IV, 2, 270, 19. 35-36 (3ü6/5 v. Chr.); II, 258, a, 6. 10 (304 v. Chr.); 269, 3 
(302 V. Chr.); 274, 7 (c. 300 v. Chr.); 575, 11 (bonae aet.); 579, 22 (326 v. Chr.); 591, 
6 (vor 300 V. Chr.); 609, 15 (324 v. Chr.); 610, 8. 20 (350/300 v. Chr.); IV, 2, 345 c, 
8 (2. H. d. IV. J.) ; 574 g, 25 (Ende d. IV. J. v. Chr.) ; 1 10 b, g (IV. J. v. Chr.) ; 135 f; 
145 b, 11—12; 1054c, 3 (317/307 v.Chr.); 1054 f, 24-25 (317/307 v. Chr.). 

on(ag (cum coojunctivo) im IV. Jahrb.: CIA. II, 115, 40 ff. iniiJieXHa[^h 
J]^ xal Tovg OTQaTrjyovli, ot av aTQarrjylcojOtj onaig ldQli>ßßa]g xal ol naiSes ttvtov 
[xo/Lil]a(üVTai jijv «(>;f^J', neben: InifjiiXsTad^ai ontag ttv nqoaoöov Jvy^MfH {=Tvy- 
XCivri) in derselben Inschr. Zeile 16. Vgl. Herw. 73 — 76. oTKog y^vijrat IV, 2,574 b, 
10;*574e, 15—16 (321/320 v.Chr.). 

Ö7i(og av im III. Jahrhundert: IV, 2, 611 b, 53 (300/299 v.Chr.); 597 c, 9—10 
(Anf. d. III. J. V. Chr.); 591b, 10 (1. H. d. III. J.); 597 d, 25; 623 e, 45; 262e, 18; 
371 b, 7; 297, 23 (299 v. Chr.); IV, 2, 309 b, 15 (287 v. Chr.); II, 311, 29. 42. 50 (286 
V. Chr.); 313, 14 (286 v. Chr.); 314, 14. 22. 26. 34. 50. (284 v. Chr.); IV, 2, 314e 
8—9 ; IV, 2, 614 b, 25. 43. 69-70. (294/83 v. Chr.); IV, 2, 318 c, frgm. a b c, 10 (281 
V. Chr.); IV, 2, 615 b, 29-31 (278 v. Chr.); II, 331, 26. 64 (vor 270 v. Chr.); 332,31 
(271/265 V. Chr.); 334, a— c, 24 (270/262 v. Chr.); 348, 15 (vor 270 v. Chr.) ; 350, 11 
(vor 270 v. Chr.); 351, 5 (vor 270 v. Chr.); 374, 19—20 (Ende d. III. J. v. Chr.); 403, 
43 (vor 200 v. Chr.); 611, 27 (300/299 v. Chr.); 612, 5 (299 v. Chr.); 613, 18 (298 
V. Chr.); 614, 18 (c. 283 v. Chr.); 619, 9 (Ende d. III. Jahrb.); IV, 2, 373, ff, 17 (fW 
229 V. Chr.); 619 b, 6—7. 33. 38. 39 (220/17 v. Chr.), neben oniog c. conj., s. dei 
folgenden Absatz); 385c, 19—20. 58—59 (bald nach 217 v. Chr.); 407 c, 15 (Ende des 
IN. J. V. Chr.); 385 d, 33—34 (Ende des III. J. v. Chr.). 

o7t(üg (cum Conjuuctivo?) im III. Jahrb.: CIA. II, 331, 54 (das Verbom er- 
gänzt, 280/270 V. Chr.); 357, 6 (das Verbum fehlt) IV, 2, 591 b, 12 (1. H. d. III. J., 
neben oncjg av, s. oben); IV, 2, 619 b, 29 {onaig awrsXea&st, 220/17 v. Chr.), nebei 
oTicog av, s. den vorhergehenden Absatz); 385 c, 10 — 11. 16 (neben ontog av, s. oben, 
bald nach 217 v. Chr.). 

oTKog av im II. Jahrhundert: CIA. II, 621, 20 (Anf. des H. J.); 622, 16 
(Anf. d. II. J.); 624, 35 (c. 150 v. Chr.); IV, 2, 432 b, 7, 17 (197/70 v. Chr.); 432c, 8. 
19; 441 d, 15; 485 b, 8. 

ornag (cum Conjunctivo) im II. Jahrb.: CIA. H, 444, 22 (nach 200 v.Chr.); 
446, 18 (c. 150 V. Chr.); 465, 10. 45 (kurz vor 100 v. Chr.); 624, 42 (c. 150 v. Chr.); 



— 255 — 

31. Statt oTicog av mit Konjunktiv erscheint einmal (Ende des IV. J. 
V. Chr.) nach einem historischen Tempus ornag cum opt.^*®'). 

32. Mehrfach findet sich in der klassischen Zeit ontag mit dem In- 
dikativ des Futurums^®®*). 

33. (aq als Finalkonjunktion kommt nicht vor; dg av (mit Kon- 
junktiv und Optativ) ist erst aus der Kaiserzeit zu belegen ^^®*). 

34. Dagegen erscheint schon in klassischer Zeit (IV. J. v. Chr.) wieder- 
holt xa&OTt = „damit**, z. ß. : s^spe/xstp slg t^p ngcizriv kxxXfjaiav 
nsQi 'HgaxXeldov, xa&on svQijastaij äv t» dtfPf]Taij ayad-ov (325 
V. Chr.) 1Ö8Ö). 

g) Hypothetische Konjunktionen. 

35. Alle vier Arten der hypothetischen Sätze sind aus den Inschriften 
zu belegen ^^®^), doch die potentialen und irrealen nur selten. 

36. Am häufigsten finden sich, wie es die Sprache der Gesetze und 
Verordnungen mit sich bringt, die Sätze mit idv, 

37. Was die Form dieses Wortes anlangt, so erscheint an einer Masse 
von Stellen aus allen Zeiten (vom VI. Jahrhundert an) idv. Nur sechs- 



594, 20 (Ende d. II. J.); 628, 22 (Kode des II. J.). — Wahrscheinlich mit KoDJuoktiv 
442, 6 (IL J.); 454, 20 (Iturz nach 150 v. Chr.). 

on(ag av im I.Jahrhundert: CIA. II, 467, 93; 470, 22. 

ontag (cum Conjunctivo) im I. Jahrb.: CIA. II, 467, 42; 469, 78; 470, 55; 
471, 37; 476, 17. 34. 36. Wahrsclieiniich mit Konjunktiv 468, 26; 481, 27. 
Beides in CIA. IF, 467 Z. 42 und 93 (c. 100 v. Chr.). 

1983) ^nQttTTev . . 07i(üs (fvlaxfi IxttVfi H&oc *£X6v[al]va^s CIA. IV, 2, 574g, 9 
(Ende d. IV. J. v. Chr.). Unsicher ist: [a7i6](faivovaiv cF' avrov '-a[uvttya)viaaa&a]i..f 
o7i(os UV 6 ^TJfio[s dnaXlaysiri t6]u noUfiov CIA. II, 300, 20 (295 v. Chr.). — Spät 
ist: fiiliiv 1^ xoajLiT}!^ ontog firj&^noTS tovto lxXi[i(p&€iri firj]6k oXiycjQtj^^siri III, 5, 
20 (nach 117 nach Chr.). Herw. p. 74—75. 

»984) onctis cigtaild tb xal xuXliara xoafj,ri^]ria€Ttti i) axlgonoXts] xal iniaxiv- 
aa^rilasxai] CIA. I, 32, B, 8ff. (435/416 v. Chr.); knsfiü[li&ri\, otkoq (og [x]dXXiara 
noQSv^rjaovjai, oi nqiaßsig 11, 86, If. (376/364 v. Chr.). Herw. p. 73 f. 

1985) ^sdöx^ai . . . TiQoaToc^ai . . . aysiv . . , (og av vndQ/oi CIA. III, 5 (nicht 9), 
12 (nach 117 nach Chr.); nQoarjxst . . . fi€&^^€tv . . . (og av ayotto . . . y^roiro ibid. 
Z. 27. — (o[g] av fiTj . . , iw[«]r«cFo[|]i? (das Scblufs-i; noch teilweise erhalten) III, 48, 
34 (305 nach Chr.). Herw. p. 73. 

198») CIA. IV, 2, 179b, 51—54 (325 v. Chr.); vgl. 62v[ac cF' a]vT^ . . . €VQia^a[i] 
Tt dya&ov naoa [r]ö5v örifjLOJ&v xa&OTi Tifj,r)^[ria]€Tai CIA. II, 575, 4 ff. (bonae aetatis). 

i»87) ol T€ t€Q[ijg x]al ol hQonoiol x«l «f ng äXXog olSev CIA. I, 32, A, 12f. 
(435/416 V. Chr.); ^äv Si rtg (ovrJTai ^ xiaTai ?) t/^i^t«* II, 17, A, 41 (378 v. Chr.); 
€i cF' imoQxo[C]riVy rdvaviia (sc. fiot stri) H, 578, 12 (nach 340 v.Chr.); vgl.: [si] 
roidivS* dv^Qüiv €tr] noXig, ovnoi' av avrijg i^^Q^^ ax'^aaisv Zrjvl iQonaiov %Sog, 
Poesie, KE. 24 (400/350 v. Chr.); ii ol mq\a]Triyo[l] ini&ovro, idXtoöav av a[t] 
rQ[i]riQ€[i]g ai noXifiiai CIA. II, 38, 14 (387 v. Chr., Datierung nach DS. 74). 



— 256 — 

mal findet sich vom V. — III. Jahrh. v. Chr. ai^''^®). Gänzlich fremd ist 
den attisciien Inschriften die Form av, die bekanntlich in der ionisieren- 
den litterarischen Prosa des V. Jahrh. (Thukydides, vgl. die Tragiker) viel- 
fach überliefert und ediert ist'*®'). 

38. Über die Schreibweise 6(^iyäp im IV. J. v. Chr. s. oben S.45, N.298. 

39. Für €ikV€ . . ehs findet sich im V. J. v. Chr. auch elvs . . ^'•'®). 

40. Für ei (i^ liest man auch äXl^ ij und nliiy 6i '•*'). 

h) Komparative Konjunktionen. 

41. Bei einfachen Vergleichen steht wg: tag 6 d^fAog ha^ev u.s.f.^*"). 

42. (oq findet sich auch beim subjektiven Partizip^'**). 

43. Häufig ist mq ferner beim Superlativ'***) (dafür vereinzelt auch 
oloQy — niemals or«, — (log or* erst seit 100 v. Chr.)^***). 

44. Für einfaches öSg steht bei eventueller Handlung dg «y '**•); 
daneben auch onoog aV'**0» 



i988j Ober Idv vgl. Note 298. Die Beispiele liefsen sich darch eioe Uomasse 
anderer Stellen vermchreD. — av f ladet sich: av Tig ini[\lj]ritfiari CIA. IV, 1, c, 
2a, 5 ^c. 450 v. Chr.); x<xl av iCg ri axoOfx^ TV, j, b, 35, b, 18, Staatsdekret (440/432 
V. Chr.); av SvvriTai, Staatsdekret, 3 mal', IV, 2, 179b, 49. 63. 69 (325 v. Chr.); av 
6i ttg ).r}(p&(t — ccfi fjih' 6ovlog £i — av 6e iXevd-igog el 11, 841 („vestigia sermoDis 
rustici^', kurz uach 300 v. Chr., aus eiaeui nicht genau zu bestimmenden Demos); 
äv TV 7ioi\ria(o\aL Ziebarth 10, 19. Nach J. Schmidt, S. Ber. Berl. Ak. 1899, 310 Note 
sind lautgesetzlich Idv und, ueil ursprünglich dreisilbig, inriv (das allerdings aas 
den attischen Inschriften sich nicht nachweisen läl'st), die sich zu einander Verhaltes 
wie iaq zu riQog u. a., s. oben, Note 644. Anders Fick, Bezzenb. Beitr. 23, 184 f.; 
wieder anders Brugmaan p. 534. 

i989j ^y \^i ionisch: von Ualikarnass (c. 460 v. Chr.) CD. 491; von Chios (c. 450 
V. Chr.) CD. 496; von Thasos (IV. J. v. Chr.) CD. 527. Vgl. ^/ir/y Note 1970. Stahl p.47f. 

1990J SL[a\/SiQOTovrlaai, jov ^fjfiov avjU[a TZQog M]€&(ovaiovgf etre (pOQov ^oxel 
TaiTHV TOP 6rjfi,o[v avTix]a fidXa^ ^ i^aQxeiv avTotg TeAcir, oaov etc. CIA. I, 40, 5ff. 
(424 V. Chr.). 

1991 j j^p j^ yjjy^ j^y Ix T fj g ysa)Qv;(£agy firj i^stvai l^dyuv firjdavl, aXl* ? *^^ 
avTo 70 /wQ^oy CIA. II, 1055, 27 (345 v. Chr.). — xal avvsartäa&ai KaXhSdfiavtu 
fitTtt ÜiiQaUtav Iv anaai xoTg IfQoig, 7iXr)V H nov avtotg ütigatsvaiv v6fU(AOV 
lanv daiivai, akl(p ^k f4r) 589, 14 tf. (IV.— Ill J. v. Chr.). 

i»92) cjg 6 6^iuog ha^sv CIA. IV, 2, 834 b, II, 71 (329 v. Chr.). 

"»3) Vgl. oben, Note 1944. 

19M) tag [x]nXXLaTa CIA. II, 86, 1-2 (376—364 v. Chr.); (og Td/taTa 90, 9 (356 
V. Chr.); (og agtOTa 163, 3 (335 v. Chr.); (og xaXX^aTrjv ibid. Z. 33; cwff TfXiiOtoi 2»7, 
23 (299 V. Chr.); (og ägiOTa 331, 27 (271/265 v. Chr.), etc. 

i996j ^vfAfiaxog eao/Littij oiog av ^vvoif^ai agtOTog CIA. IV, 1, a, 27, a, 28 (446 
v. Chr.). Riem. Rev. V, 177. — ßovv (og oti xdXXiOTov II, 467, 17 (c. 100 v. Chr.); 
[jiaQaaTrjaavTfg cu]^ oii xdXXiaia ^v/uaTa 482, 48 (41 — 30 v. Chr.). Herw. p. 71. 

1»»«) {ß)OvXe6a(o, wc av [(5v]i'(o[f4]a[i] ä[Q]iaaT[a] CIA. I, 9, 20 (464/457 v. Chr.). 
— Einmal ohne Verbum: oncjg av,.. [n]QdTT€L xal iinkQ ti5v tnniwv j&v uixiM- 
XmtüV (og av vnkQ noXiTcjv II, 243, 31 (306/301 v. Chr.). 

199^ 071015 r<v ßovXuvTai CIA. II, 1059, 18 (321 v. Chr.). 



— 257 — 

45. Mit etwas mehr Nachdruck erscheint äansq = „gleich wie" (in 
den Dekreten selten) ^^^®). 

46. Nur vereinzelt begegnet ^ = „wie" ^^^*). 

47. Für die Sprache der Gesetze eignen sich am besten xa^oV», 

48. Tta&OTi ist verallgemeinernd: xa&ori doxst (vor 270 v. Chr.); 
daher besonders in Verbindung mit äp: xad'ori av dox^ avrjj = „wie 
es ihr in jedem einzelnen Fall richtig scheint" (410 v. Chr. u. s. f.), xa- 

49. xad-d^^^^) bezeichnet schärfer die Gleichheit; deshalb im Nach- 
satze bisweilen xaxä Tat>ra^°°*). 

50. Niemals findet sich xa&6. xa&^ o ist immer Relativ: t6 xjj^- 
ifidlia, xa&' (mehrfach) 2°<»»). 

51. Am beliebtesten ist in der Sprache der Dekrete xad'dnsQ, die 
schärfste aller Gleichheitspartikeln ^°°*). Bisweilen geht zd avzd voraus: 
idaveidaiiav snl Tatg avzatg (Svvd-i^iiaiq^ xad-dnsQ 61 äklot dedavst- 
aiihov slaiv (374 v.Chr.) 2°°*). Einmal findet sich yia&drcsQ geschrieben^^^^). 



1998) JjansQ TS vvv xttX hl a/nsh'ovg CIA. I, 40, 12 (424 v. Chr.); dianeQ vvv 
f^fi n, add. 162, e, 7 (335 v. Chr.). — Ober den selteaen Gebrauch von tSansQ gegen- 
über xa&aneQ s. Dittenberger, Hermes VI, 337; Muchau p. 37. 

1999j ojicjg J' lip jifxl ipv^o;; y ly jg ffXfVO^lfx?^, OTttV olxodofl^ TOVg Tof/OVg 

Tvig axsvo&i^xrjg SiaXelipsi tuiv nlivS^Cdonv iv Totg ägfioigj tj av xeXsvri 6 aQ/trixTCDV 
CIA. II, 1054, 92 ff. (347 v.Chr.); isQov t6 T^fjt€Vo[g] tov liiaxkrjntov xai Ttjg'Yyie^ag, 
^veiv Tovg ytcjgyovg xal Tovg nQoa/ioQovg roTv d-eolv tj d-^fitg, DS. 632, 1 ff. (1. J. 
V. Chr.). 

2»oo) CIA. II, 349, 5 (vor 270 v. Chr.); I, 59, 44 (410 v. Chr.); H, 311, 48 (286 
V. Chr.). 

2001) Die Auflösung xora « CIA. IV, 1, b, 27, b, 32 (439 v. Chr.) ist nicht identisch 
mit sonstigem xad-d, 

"^2) xad^tt ^wid-svTo 2ri[XvfißQiav]oi 7iQ[og uid-]riva(ovg xar« ravTa noieTv CIA. 

IV, 1, a, 6], a, 26 (409 v. Chr.). — Sonst findet sich xa»d noch CIA. 11, add. 17, b, 12 
(378 V. Chr.) ; add. 57, b, 14 (362 v. Chr.); 176, 20 (339 v. Chr.), etc. 

200S) xni j^ ip^ifiofia, xa&' o rj [n]o(r}[öt]g ^yivsio CIA. II, 121, 17 (338 v. Chr.); 
[xpri(pia]fjiay xad^ o nagilaßs [MiX'i]w6rig rag xQiriQiig 809, a, 165 (325 v. Chr.). 

»004) Besonders häufig in der Formel: ja fxh alla xa^ansg CIA. IV, 1, b, 27, 
b, 47 (439 V. Chr.); II, add. 1, b, 28 (403 v. Chr.); II, 55, 20 (363 v. Chr.); 86, 29 
(376/364 V. Chr.), etc. Aber auch sonst, vgl.: iav xad-dlnsQ ^ariv . .] CIA. I, 31, A, 
10 (444/440 V. Chr.); xa^cineQ tovg tc5v t[€Qdi]v rdÜv irjg Id^vaCag — xa&aniq ol 
ra tfjg !d&ijva{ag r[a]fii€vovTsg I, 32, A, 14. 28 (435/416 v. Chr.); xad^dneQ iv Kag- 
^ccüjc dvaysyqttfjLfiivai daC IV, 2, 54, b, 22 ff. (363 v. Chr.); xa&dniQ VögvvTai II, 168, 
42 (333 v. Chr.), etc. 

200B) CIA. II, 814, b, 9 (374 v. Chr.). 

2008) änavTtt . . tlvai uvroTg, xad-ansQ iyjrjtptaTat CIA. IV, ], a, 51, a, f, 32 (410 

V. Chr.). 

MeiBterhans, Grunmatik. 3. Aufl. 17 



— 258 — 

52. Der klassischen Zeit völlig fremd und erst seit dem Anfang des 
IL Jahrhunderts v. Chr. nachzuweisen ist die aus xa^a und wg konta- 
minierte Form xad'cog^^^'^), 

§ 92. Negationen. 
a) Einfache Negationen. 

1. ovx iäv bildet so sehr einen zusammengehörigen ßegriff (= xw- 
Xvsiv)^ dafs auch in der Infinitivkonstruktion ovn nicht in ^ri ver- 
wandelt wird: i^oQxootrdvco . . . avvriyoQriasiv xa dixaioiaxa t.a\ ovt 

2. AuffaUiger noch ist folgende, in der Poesie vorkommende Wen- 
dung: avTW d* ov nccqadaXiai, mfeiXsro daifioyog alaa „sors liberos 
parentibus eripuit prohibuitque, ne exemplo suo ad virtutem institue- 
rent" ^°°^). 

b) Zusammengesetzte Negationen. 

3. ovdsic, iJiTidsig werden in der klassischen Zeit vielfach etymolo- 
gisch ovdb etc, [ATjöt etg geschrieben *°^°). Ebenso erscheint fifidagAOV 
einmal als fi^äe dfiov^^^^). 

4. Statt ovdsig erscheint auch vereinzelt die Wendung ovx sfftiv 
oaxig^''^ 

5. Neben ovdtig^ firjösig, oiäsv, firjäev, ovöevog, iiridsvog etc. 
kommen seit 378 v. Chr. die Formen ov^eig, (jiTjO^eig etc. auf, welche 
um 330 V. Chr. herrschend werden. Im Zeitalter der Attikisten findet 
wieder ein Umschwung zu Gunsten der alten Schreibung statt. Das 
Nähere ergiebt sich aus folgender Tabelle ^°^^): 

2007) xK&ojg Mitt. IX, p. 291, III, 8. 32 (200/150 v. Chr.); CIA. II, 466, 22 (IL— I.J. 
V. Chr.); 467, 23 (c. 100 v. Chr.); III, 1096, 13 (112 n. Chr.); 1104, 8 (120/125 d, Chr.) 
etc. Aüderwärts früher (z. B. im arkadischen Orchomenos DS. 234, 15 aus den 
III. J. V. Chr.). Vgl. Moeris p. 196: xaO-6Ti,*AJTix(üg' xad-tog^ 'ElXtjvixiSg. ThoB. 
Mag. p. 195; Phrya. p. 425. Die Erklärung schon bei Stolz, Neue philolog. Roid- 
schau 1889, 93. 

2008) CIA. II, add. 841, b, aöff. (396 v. Chr.). Riem. Rev. IX, p. 97. 

2009) KE. 87,.2 (Anfang d. IV. J. v. Chr.). 

2010) xarä iöiwTov om ivog CIA. IV, 1, a, 27, a, 11—12 (446 v. Chr.), neben 
iÖKüxriv ovdiva und dxodov ovöerög 7i. 6 und 9; \!Ad'r}Vct]((ov fii]6k kvC I, 57, b, 3 (c. 410 
V. Chr.); xul firjSs slg ayv[o](T(^v} (= ocyvo^) II, 258, 9 kurz nach 304 v. Chr., ete. 

2011) ttXXo&i fjLnök ttfxoij CIA. H 11, 11 (c. 494 v. Chr.). 

2012) CIA. II, 86, 8 (c. 355 v. Chr.); vgl. oben, Note 1671. 

2013) VVeckl. p. 30; Herw. p. 61; Rieni. Rev. IX, 85; SchmoUing II, p. 18. Die 
ältesten Beispiele für die Formen mit & finden sich in Epidauros, den ältesten attischen 
zeitlich nicht zu fern stehend, s. B. Keil, Mitt. 20; 438. Vgl. auch Schweizer, p. lJ2f. 

a) ovösCg, /iirjösig finden sich: 
1. bis 378 V. Chr.: 
CIA. I, 15, 6 (vor 446 v. Chr.); IV, 1, a, 22, a, frg. c, 5 (450/446 v. Chr.); IV, l,t, 



259 — 





Formen mit: 




d & 


von 450—378 v. Chr. 


12 




„ 378-300,, „ 


34 


23 


„ 300-60 „ „ 




28 


in der Kaiserzeit 


18 


5 



6. Das Femininum behält immer seine Form bei {ovdsfiia, fiTjdsfila). 
Die Erklärung dieses Vorganges s. oben, § 40, 4. 

7. Über eine scheinbare Verwechslung von ovd^ und ovrs in den 
Verbindungen ovd^" oJ, ovd-' vyiig s. § 40, 3. 



27, a, 6. 9 (c. 450 v. Chr.); IV, 1, b, 35, a, A, 10 (oach 444 v. Chr.); I, 40, 15. 56 (424 
V. Chr.); I, 32, B, 14 (435/416 v. Chr.); I, 55, c, 7 (416 v. Chr.); II, add. 1, c, 19 (399 
V. Chr.); add. 84, b, 37 (396 v. Chr.); 14, c, 6 (387 v. Chr.). 

2. bis 300 V. Chr.: 

CIA. II, 792, a, 19 (377 v. Chr.); 555, 3 (376 v. Chr.); add. 789, b, 7mal (374 v. Chr.); 
8G, 35 (376/360 v. Chr.); 65, 2. 3. 4 (357 v. Chr.); Mitt.VIII, 173, 4mal (357/355 v. Chr.); 

IV, 2, 109, b, 19 (347 v. Chr.); CIA. II, 1055, II. 27 (345 v. Chr.); 803, 9mal (342 v. 
Chr.); 546, 13 (c. 350 v. Chr.); 610, 8. 10 (350/300 v. Chr.); 203, 26 (330 v. Chr.); ü, 
2343, 5 (2. Hälfte d. IV. J. v. Chr.). 

3. seit c. 60 V. Chr.: 

CIA. II, 479, 15 (68/4S v. Chr.); 4S8, a, 17; b, 8 (c. 30 v. Chr.); III, 7, 6 (II. J. 
n. Chr.); 1133, 10 (II. J. n. Chr.); 1155, 7 (II. J. d. Chr.); 1165, IV, 12 (c. 200 n. Chr.); 
48, 38 (IV. J. n.Chr.); 23,31; 32, 7; 1355,7; 1417, 12; 1418,22; 1419,13; 1420,15; 
add. 1425, b, 2. 

b) ov&€£Si f^rj^s^g finden sich: 

1. 378— 300 V. Chr.: 

CIA. II, 17, 37. 41 (378 v. Chr.); 790, b, 13. 24 (373 v. Chr.); 789, achtmal (373 v. 
Chr.); 3620, 1 {OQEIZ, c. 350 v. Chr.); 800, b, 31 (349 v. Chr.); 117, b, 15 (340 v. 
Chr.); 137, 5 (338 v. Chr.); 160, 8 (336 v. Chr.); 809, b, 35 (325 v. Chr.); 1058, 20 
(vor 300 V. Chr.); 600, 32. 52. 51 (300 v. Chr.); 1098, 5—6 (c. 300 v. Chr.). 

2. 300— c. 60 V. Chr.: 

CIA. IV, 2, 614, b, 8 (294/283 v. Chr.); II, 334, 19 (270/260 v. Chr.); IV, 2, 421, d, 
45 (Anf. d. III. J.); 477, c, 34 (Anf. d. III. J.); 591, b, 6. 10. 14 (1. Hälfte d. III. J.); 
619, b, 16 (220/17 v. Chr.); 381, 26 (III. J. v. Chr.); 384, 10 (HI. J. v. Chr.); 842, 5. 10 
(111. J. V. Chr.); auch in den Def. firiB^iv 59, 5 (III. J. v. Chr.); firi&afiov Ziebarth 
10, 19 (III. J. V. Chr.); CIA. II, 422, 14 (II. J. v. Chr.); 444, 8. 10 (II. J. v. Chr.); 445, 
a, 7 (II. V. Chr.); 465, 9 (H. J. v. Chr.); 594, 15 (II. J. v. Chr.); 622, 11 (II. J. v. Chr.); 
639, 11 (II. J. V. Cbr.); 624, 24, (II. J. v. Chr.); 840, 2 (II. J. v. Chr.); 466, 13 (H.— I. J. 

V. Chr.); 466, 82 (IL— I. J. v. Chr.); 467, 82 (nach 100 v. Chr.); 470, 15 (69/62 v. Chr.). 

3. seit c. 60 V. Chr.: 

CIA. III, 73, 11. 8 (IL— III. J. n. Chr.); 74, 7. 13 (IL— III. J. o. Chr.); 1141, 21 (IL J. 
D. Chr.). 



17* 



INDEX. 



Die Zahlen bezeichnen die Seiten. N = Note. 
Die Unterabschnitte sind durch kleinere Zahlen angedeutet. 



I. Sachregister. 



A-Stämme HS— j24. 

Abkürzungen 8. 

Ableitung ]]4— 115. 

Absichtssätze s. Finalsätze. 

Ac- = Ak-. 

Adjektiva 148-152; Dual 122, b. 

Adverbia 145-148. 

Aoiische Formen des Optativs 166, 9. 

Akkusativ 204—205 ; assimiliert 237,23. 

Aktiv um 192—193. 

Alexandrinisches Zahlensystem 11. 

Alphabet 2 — 7; zur Numerierung die- 
nend 10, 3. 

Altattisch, Alphabet 2 — 3; Zahlen- 
system 9 — 10; Interpunktion 12; Kon- 
traktion 73—74; Gebrauch des //85; 
Aspiration 86—88; Gemination 93—99; 
Qa=QQ 99, 2; tt, aa 101—102; Hauch- 
dissimilation 102; Ny ephelkystikon 
113—114; Dative PI. auf -aai, -rjOLy 
'Oiat 120—121; 126; vlvs 144, i4; 
oXal^tüV 151, 15; atfoiv avrcSv 152 
— 153; -arai = -VTtti 166, s; »€(rav, 
-HOav 165, 4; '6a&ü)v 168, 12; fx€a 
182, 10; dyyfXrjvat 187, § 73; Dual 199, 
9.10; iniyQciCfStv und inaiveiv cum da- 
tivo 211,36.37; ^vv 220—221; noXig 
= dxQonoXig 227, 21. 

Anakoluth 243, 14; 248, 5. 

Anastrophe 219, 41. 

Anomale Deklination 142 — 145. 

Anomales Augment 173 — 174. 

Anordnung der Schrift 7 — 8. 



Aorist 181-184; 186— 187; 1S8,§ 76,8 
Syntax 240, § 88, 2; 241, 3. 4. 7; 242 
—246; 246, 21. 

Apostroph 13, §8, 2. 

Apposition 203, §84,8,»; 205, n. 
12; 210,30; 223, 3; 22s, 2S; 230, 27. 

Artikel, Dual 123, e ; Syntax 222—234 ; 
249, §91,2. 

Aspiratae, Aussprache 76 — 80. 

Aspiration 85—88; 102—105. 

Assimilation der Vokale: 14, 1; 15,4; 
18,4; 22—23; 28, 4. ö; 29,6 (1V.149).8; 
30, 11; 62, s; 63 N. 538; 81 N. 689; 
82 N. 699; Konsonanten: 75 N. 647 ; 
76 N. 654; 79 N. 674 — 676; 85, s; 
99—100; 102—103; 106—113; assi- 
milatorische Wirkung von q auf be- 
nachbarte helle Vokale 30, 12; 81 N.689, 
von ß{Q) 30, 12; des Kasus: 237—240; 
Tempus: 244 N. 1913. 

Asyndeta bei Zahlen 161; io Kata- 
logen 250, 4. 

Attisches Alphabet 2 — 3; att. Ziffern 
9—10; att. Deklination 127—129; att. 
Lokalnamen 227, ii. 

Attraktion s. Assimilation. 

Augment 39 oben; 169—174. 

Ausfall von t 30—33; 40—44; 56-58; 
59—60; 67—68; von f, o 69 § 23, 1; 
213 N. 1716; von v 61, § 18,8; 62,8; 
von y 75 — 76; von v 84 — 85; ron x 
109, 6, b; von r in Konsonantengroppea 
79 N. 679; von a 90—91; von Silben 



— 261 — 



IIS, § 47; des Subjektes, Prädikates, 

Objektes 195—196. 
Aoslaut 105—114. 
Aussprache von 17 19, 7; oi 24, 17. is; 

V 28; ai 34; ei 35, § 15, 1. 2; 48, 25; 

ot 58-59; av 61, § 18; €v 62; oy 

63, 2; «, 5, ^ 67—68; y 75—76; x 

76; /S 77; (f 78; J 79; & 80; C 88, s; 

92; y 111 N. 1040. 

ar ba renspra cheD 15,3; 29,6; 61, 
§18, 1; 62,2; 69, §23, 1, b; 76, § 29, 
1; 77, 2. 6; 78, §30, 1; 79, 2. 5. 

Beamtennamen, Artikel 229. 

Bedingungssätze 196, 6, b; 
§ 89, 1, e; 248 oben; 255—256. 

Bergnamen, Artikel 226. 

Boiotien, oi = (p 66, 11 ; C== f^^ 92, s ; 
Namen auf -ig 129—130. 

Bruchzahlen 162—163. 

Buchstaben 1 — 8. 

Buchstabennamen 3; 5; 53. 

Bustrophedon-Schrift 7, §4, 1. 

C s. K. 



247, 



-Stämme 129—130. 

Dativ 203, § 84, 1; 208—211; assi- 
miliert 238, 22. 

Datum 10; 163-164; 203, 3, c; 204,6; 
208—209; 228,22. 

Defixionen: Form von (p 1 ; von to 2; 
€ für €c, o für ov 6; Assimilation von 
€ zu * 18, 4; TQoC^viog 23 N. 126; o 
für (ü 24 N. 128; Assimilation von < 
an V 29 N. 147; 'AXa^a 31 N. 161; 
mtqaim 32 N. 173; h für r^i 39 N. 
215; € für u 41; n für £ 45; 46; ig 
= dg 49 N. 357; (p&ori 57 N. 480 
noH 57 ]N. 483 ; w fiir w* 67 N. 586 
Verwechslung von s und j^ 68 N. 590 
'OXiav&CSrig 75 N. 651; J5a;^/cr« 76 
N. 654; Schwund von v 84, 2 N. 
716; j/Awi/r«? 84 N. 717; Assimi- 
lation in MeXd^&iog , Mr]fj,6(ptXog 
85; h85N. 726; Vereinfachung der 
Gemination 96 N. 844; oror für rr 101 
N. 903; h'&avta, ivjav&a 103 N. 920; 
jufj^aiuov 105; <PfQaf(f6vT} 103 N. 924; 
/y yfwdj'wv 107 N.975; x«roi;;f/of, 7r(>o- 
T^Qtog 115; ^AQXKfjiivovg 116; otxoirjg 



117, 10; Sianors 124, 24; ^AQlaxavSQog 
Genetiv 126, 7, a; "AqrifxsCg 130, 8 
TTaiTotff 130,9; -x;i% 132 N. 1177 
SQuavxX^t 133 N. 1182; KrjipiaoxX^a 
133 N. 1183; naai(fdvov N. 1118 
Acc. auf -1^ wie IdQiaroxvörj 136 N. 1192 
Kovvvy Kovvvdog als Genetiv 139 JV 
1206, a; HeiQuimg, Zowiä 143 N. 1229 
ofxa, orxot 147 N. 1268; ^i^ilca 150 
12; aavT^ 154 N. 1317; aro^ 155, 12 
T« = a 156, 13; (Jä), xuia6i(o 176 
N. 1462; y/'vo.u«* 178 N. 1478; J/cFiy^t 
179, 27; KiViCav an Stelle des Nomi- 
nativs 204, 5 JV. 1649; Artikel 228, 
21, b ; fxrid^ifg 249. 

Deklarative Konjunktionen 253, 26. 27. 

Deklination 118—164. 

Dekrete 8, § 5; 70—71; 96 N. 844; 
223, 3. 5. e; 225, 10. 12; 229,2«; 250, 4. 

Demendekrete 126, 7; 235, 1. 

Demonstrativa 155; 235 — 236. 

Demosnamen 227. 

Demotika 145—146; Artikel 224. 

Dentale 78—80. 

Derivata 22—23; 114—115. 

Determina ti va 155. 

Digamma 3, 4 N. 15; 88, 7. 

Diphthonge 30 — 68; unechte 3, a. b; 
6, 7; 20—21; 26—27. 

„Diphthongierung" von € 20,13-16; 
45 — 47; von o 58, c. 

Diphthongstämme 139—142. 

Dissimilation bei Vokalen 147 N. 
1268; bei Konsonanten 79, 7; 82, a, b; 
91, 17; zwischen q und v 81 N. 689; 
Q und a 99, § 36, 1. 

Dittographien 3 N. 15; 118 N. 1086. 

Doppelk onsonanten 92 — 93. 

Dorismns 17, 15; 83, 6; 87, 4; 100, s; 
101,4; 120 N. 1103; 129—130; 134 
N. 1185; 143, 8; 113 N. 1248; 154, 6; 
168—169; 173 N. 1440; 251 N. 1960. 

Drakontisches Gesetz 74, § 27, 2. 

Dual 114 N. 1055; 121—122; 132,6; 
138, § 54, 4. s; § 55, 4; Syntax 199 
—203. 

E-Laute 18—21. 

Echtes f* 35—56; echtes 01; 62 — 63. 

Eigennamen, ionische: 16, 13. I4j 55 

—56; 129—130; 134—136; dorische: 



16, i.i 


14, a S3, «; 120,1! 129—130; 


114 — 


17; luf -flt, -0« 118-119; 


■voot, 


vovt 126, s; -w, -o" 132—136; 


-yieis. 


■Uu; 127,14; 128,1«; Artikel 


beiK. 


222-228; Ortioimei im Plunl 


121, ii 




Eid«sf 


rmet s. Schwurformel. 


Elis 82 


s. 


Bliiio 


(JU, S ^'1' 


Bllipi 


a. Ausfall. 


Eleuii 


66, n. 


Endko 


son.atea s. Aailaat. 


ErwEi 


hnof voii»74— 7S; 106-lOÜ. 


ErsitE 


dehi.uüB20,i»i26, so; 183,5; 


213 N 


1716. 


EthDik 


n 223, s. 



Enkleides 5, s. 



Fiel 


ODBlebr 


e 118 


-195. 




Fina 


sitze 241,«; 


242, n; 


247, §89, 


1, i 


246 oben 


253 


-256. 




Fraa 


«DDtineQ 


206, 


is; 224 


s. 


Fulu 


rnm 179- 


181; 


187, § 


4; Syntax 


241 


-242. 









eeminatioD 93—102; 10», «, b. 
Genetiv 205-208; »siiajliert 237,3] 
Genaa von Xi9oi 129, is; des Nomeai 

197; 210, sb; des Verbs 192—194. 
GötterDameD 202,»; 222, § t«, i. 
Grahschrirten 16,14; 17 IS. Sl ; 4i 

N. 357; 84 M. 716; 96 N. 844; 131 

N. 1177; 142 N. 1229; 153 N. 1316. 
GreDzsteioe 1; 6, e; 7 § 4, s; 11 

«.40; 195, §80, i; 234, 4s. 



Gutti 



cke 227. 
■ le 74-76, 



I-Stämme 108. 

Imperativ 167—168; 183 N. 1511; 

191. II. ia; 192,<;; SyoUx 203, S^d.s; 

243—244; 248. 
Imperfekt lB4,s; 19&,380,i; Syalaz 

240—241. 
UdefiDita 156-1&7. 
ladikttiv 165—166. 
larinitiv auf -är 175, i; -b> 174 

§65,1; -oCv 176,B;-ü»t-i;civ 191,14; 

Svutai 2J4— 246; 247, n; 248-249; 

Acc. cum iaf. and uom. env inf. 204, 4. 
Uleraspiration 87—88. 

13; 111, a. 



ogati 



% 240, 1 



Verb« 192, i. 
obakcheninschrift 19 N. 60; 80 

N. 6S4; 147 H. 1270; 177 K. 1471; 

190, 11. 
n j s c b e s Alphabet 4—7 ; 85, { 33. 
onismen )6— 17; 18, s; 31 N. 157; 

57 1V. 480; 61, § 18, j; J 19, ij 120,8; 

125 N. 1124; 129-130; 135; 156, la; 

194-196; 218 N. 1740; 251, ii; 352, 

1»; 256, 31. 
.0 ta ansgefalleu; s. Aasfall. — zngetetit: 

40—44; 58, c. Vgl. (. 
ota prosgegrimmsnDD 36—39; 64 — 68. 
raniscb 15, T; 18, ib; 81 N. 686. 
tazismns]9,i;2S,t;4S— 56;58— 59. 

Kaiseneit s. BSmischa Zeit. 

[{ardiailia 9; 157—163. 

Kasus 203-211. 

Kamiirtige Eodungea 145— 14S. 

KasQsassimiUtiaa 237-240. 

Kataloge S, §4, s; §5; 223, 4; 225, 

11; 228, »; 229, :«; 233, st. Vgl. 

RecbeD9cbafl9ber[ chte. 

e 74, S; 87, ,; 127, jj; 216—217; 



219,3 



1 252, 1 



H 3, a, c; 6, e; 85—88; 102—104. 
HaDchdissimilatian 102. 
Haucbmetathese 102— 104. 
Heia 3 N. 7; 6 N. 20; (i5-8S. 
Homer 99, 13; 21t, 31; 250 N. 1955. 
Hypotsxis 251-256. 
Hypothetische Sätze s. Bediogungs- 



; 253, s 
151—152. 

i 1%, (, b 



>mpas{ta 22 — 29; 112—113; 115 
-117; 118, §47; 157-164; 173,«; 

195,1;; 21<l, 38; 221, 4T. 



- 263 - 



KoDJu^^atinn J65 — 195. 
KoDJuoktiooeD 249 — 258. 
Konjunktiv 166, 6. 7; 195, § 80, 4; 

Syntax 242, 9-11; 247. 
Konsekutive Konjunktionen 253,28. 
Konsonantismus 74 — 114. 
Kontamination, graphische 1 09, 5 ; 

formale 123 N. 1113. 
Kontraktion 72 N. 639; 73—74; 120, 

11; 123, 18-124, 22; 126, 8—127,12; 

131 — 132; 132-134; 139—142; 149, 

4-7; 150,9.11.12; 151, 15. 16; 153, 4; 

170; 173, 25; 174-176; 179—180; 

188, §76, 1; 189, 8; 255-256. 
K ppa 3; 28, § 13, 1. 
K or n i s 13, § 8, 2. 
Korporationen 227. 
Krasis 70—73. 
Kultusinschriften 121,16; 151, 17; 

194, 3. 5; 195, 6; 216, 25; 251, 13. 
Kursive 1 . 

liabiale 76—78. 

Ländernamen 225 — 226. 

Latein 15,5; 19,8; 48,23; 77, 6; 78, 
9; 80, 9; 93, 6; 69, § 23, 1, b; 206, 15. 

Lautlehre 14—114. 

Lesbisch 15 JN.68; lesbische Ortho- 
graphie 24, 14; 91, 14. 

Lesezeichen 11 — 13; 206, 15. 

Ligatur 2; 9,2; 110—113. 

L iq uidae 80-83. 

Litterärsprache 135 N. 1189, vgl. 
223, 5. 7; 229, 26. 

Lokalnamen 227. 

Lokalsätze 247, §89, 1, a; 251,7-9. 

Lokalsuffixe 145 — 147. 

Lykien 30 N. 155; 61, § 19, 1; 80 
N. 684. 

Makedonisch 15, 6 ; 78, § 29, 1. 

Makedonische Zeit: Aufhören der 
Stoichedonschrift 7, §4, 4; Alexandri- 
nisches Zififersystem 11, 6; Silben- 
trennung 7 — 8; « und rj 16 — 17; €v 
= €0 61, § 19, 1; Qa = QQ 99, 2; 
Stummwerden von Iota subscriptum 
67 — 68; Aussprache von y 75 — 76; 

Aufhören der Form 1/ = ^^ ^^^» 3; 
Aufhören der Haucbmetathese 102 — 104; 



Schwinden der Assimilation des v 111, 
3; starker Gebrauch von Ny ephelk. 
113-114; 'OQXofjtsvoq 22, 0; iVf«- 
noXdrjg 117, 9; TiQOiaviCa 24, 14; 
'KQxn^ (= -Off), 'fioLxrig (= -Off) 124 
— 125; Beseitigung der att. Deklination 
127 — 129; Beseitigung der offenen Form 
-xXirig 132, 7; Beseitigung der Nora. 
PI. auf -^ff, -üg 140—141; -xXiov, 
-yivov 134 — 136; iqitiqtjv 136, 14; -etg 
= -iag 140—141; x^Qat 143, 4; XQia- 
TOff 143, 6; TiQsaßsvTaC 144, 9; vtoi 144 
— 145; evvovg (= -ot) 149, 6; iavtov 
{=avT') 153; Tivog {=tov) 156—157; 
6vsTv 157 ; flexionsloses rquaxaCSsxa 
160, 10; fin'' €txd6ag (statt (f&ivovtog) 
164,28; -o)aav {==-o)v) 167; 191, 14; 
-sTa (= -via) 168 — 169; tißovXofirjV 
169, 3; st und ev augmentieren nicht 
mehr 171, 14; S-^lcj 178,23; ytvofxai 
177—178; axEva (= -«(Tw) 180, 2; 
xaXiata 180, 4; x^Q^^^fiat, 181, 7; av- 
ayoQSvaaif avayoQSv&rjvai 182, 5; 187, 
4; etnag 147; 184, 6 ; Myxag 183, s; 
ofivvHV 191,15; Aufhören des Dualis: 
201,13; (FiTToff 203, 17; Sia 213, 12; 
kv 214 — 215; %viXEV 215—217; xai' 
(=x«T«) 217—218; fjura 218—219; 
i;7r^(> 221— 222; Artikel 229, 23; 232, 
38; olog 237,16; etog {=='i(ag av) 251, 
12; 6n(og {= onmg av) 253—255; Inav 
252, 18; Iva 253, 29; (F*oti 253, 27; 
dtoniQ 253, 25; xa&tag 258, 58. 

Maskulinum (=» Neutrum) 197, 2 ; 

M a fs - und Münzzeicheo 9, 2. 

Mediae, Aussprache 75—79. 

Medium 192—194. 

Meernamen 226. 

Metathesis der Aspiration 86 N. 727; 
87, 3; 102—104; derLiquidae 80—81; 
von Vokalen 29, 7; 30, 9; der Gemina- 
tion 99 N. 876. 

Mittelattisch: Obergang von l in €i, 
ö in ov 6, 7; 20; 26 — 27; von 01; in 
ü 63, 2; Schwinden der Assimilation 
des V vor q 112 oben; Dative auf -aig 
und -otff 121,16; 126,7; Dualis 200, 
11; avv häufiger als ^vv 220 — 221. 

Modalsätze 247, §89, 1, c. 

Modus 247—248. 

Monatsnamen 23, 10 ; 29, 8 ; 228. 



— 264 — 



Monatstage 163 — 164; 208 — 209; 

229, 24. 
Mutastämme 129—130. 

JV-Stämme 131; 150, 9. 10. 

Nasalentfaltang S4, 4. 

Nasale 84—85; 110—113. 

Negationen 258—259. 

Neaattisch Schreibweise 4 — 7; 20; 
26—27; Aasfail von Iota 30—33; 40 
— 44; 59—60; Zusatz von Jota 45— 
47; 58, c; Übergang von rii (ij) in €i 
36—39; 165, 2; 166, e; Erweichung 
von X 74, § 28, 1; Aussprache von 
C92; ßo^(^äg 100, d] Hauchdissimilation 
102, §38,2; ov&€Cs 104—105; fiixot 
83, 6; aa=jT 101—102; Schwindender 
Assimilation des v vor X 112 oben; 
vermehrter Gebrauch von v ephelk. 
113 — 114; AiaxCvovg 119, 2; tov v€(6 
128—129; Genetiv auf -tog 129—130; 
'iv = 'ida 130,6; -xil^oi;, -x^a'roi; 132 
— 136; 'Tiv = (-tj) 136,18.14; noXri 
137—138; -rjg und -hg = -stg 140— 
141; 150,ii; -^w^ = -wff 141 — 142; 
XQiaiog 143, 5; vlov neben vtiog 144 
— 145; (f^ (= (foL€i) 145, le; -i?€ 
(= -d-ev) 146 — 147; -novv (= -n66a) 
149 — 150; yi£t(o (-ova) 150, 9; vyiri 
(=s-a) 150,11; rjf4iatit)a 150,12; iat/TO))' 
153; To'=o 156,13; Koojunkti? Perf. 
umschrieben 166, 7 ; hfxnavto 176, 11 ; 
avaXCax(o 177, 15; ecfQa^a 181, § 67, 2; 
ixd&ttQtt 182, 8; ixavaa 182, 10; ^vfy- 
xav 183, 6; ijveiyxtt ebd.; katr^xivai 
{=kaidvtti) 189,8; wfxvvov {^difjivvv) 
191, 16; avoCyvvfii (= ävoCyto) 191, 17; 
Medium (= Aktiv) 192—193, (= Passiv) 
193; Schwinden des Dualis 199, 9; 
200,12; inC 211,36; {dn)ttVtQoxv 81 
N. 689; 212, 2; vmvavjla 215, 22; 
Aufhören von ^vv 220—221; Artikel 

227,21; 229,24.26. 

Neutrum (= Mask.) 197,5; (= Fem.) 
191, 1; Neutr. Plur, 197, 2; 198, s. 

Nominativ 203 — 204; assimiliert 
236, 20. 

Nordgriechenlaud 77,2; 77,6; 101,3. 

Numeraiia 9—10; 157—164; 231. 

Numerus 198—203. 

Ny ephelkystikon 113—114. 



O-Laute 21—27. 

0-Stämme 124—129. 

Objekt 196, § 81 ; im Nom. 203, § 84, d. 

O^, Oj- und Oti^ Stämme 139, §§ 56. 57. 

Optativ 166,8; 190, 11; 195, § 80, 6; 

247—248, 
Ordinalia 10; 163—164. 
r p s 66, 11. 

Orthographische Modeo 95 N. 843. 
Ortsadverbia 145—147. 
Ortsbestimmungen im Nom. 203, 

§ 84, 8, b; Gen. 205, 13; Dativ 208, ss; 

Artikel 226—228. 

Parataxis 249—250. 

Partizipia 122, c; 168—169; 173— 

174; 184, §69,3; 231,80.31; 249; 256,42. 
Passiv 193—194. 
Perfekt 166, 6. 7; 168,185 169—170; 

184 N. 1520; 184—186; 189, 6—190, 

10; 192,8; 194,16; SynUz 210, sö; 

246—247. 
Personalia 152—154; 235. 
Personennamen 73,§27; 114—117; 

Artikel 223—224. 
Phylennamen 226. 
Pluralis 198— 199; 199—202; 197, 2. 
Plusquamperfekt 165, 4; 166, 5; 

170, 6. 
Poesie 11, §7, 1; 17, 1«; 20, 14; 26, 

20; 33,7; 38,6; 43,18; 58, «; 60, 6; 

62, 4; 68, § 22; 70, 4; 73, 6; 84 

N. 716; 84,6; 102,6; 114,8; 124,23; 

129, §50,1; 145,14.16; 147,7; 151, 

17; 153 N. 1314; 165,3; 194-r-195; 

206,16; 212 N. 1707; 213—214; 215 

—217; 222,62; 248,6; 251, 11. 
Polysyndeta 250, 4. 
Possessiva 235. 
Prädikat 195—196; Genus d. P. 197 

Numerus d. P. 198—199. 
Präpositionen 211—222; 172—173 

Augment bei Präpositionen 172 — 173. 
Präsens 174— 179; Indikativ 240— 24! 

Konjunktiv 242, 10. 11 ; Imperativ und 

Infinitiv 243—246. 
Pronomina 152— 157; 123, d; 231— 

233; 235—240. 

Q s. Koppa. 

Quantität der Vokale 68. 



— 265 — 



atsschreiber 230. 

Rechenschaftsberichte, Übergabe- 
urkuodeo: 1 ; 8, § 4, 5; § 5*; 32, 2; 71, 
3; 95 N. 843; 100, 3; 197, 6; 203, 
§84,3; 204,6; 205, 12; 223,4; 225, 
11; 228,23; 229,26; 230, 27; 233, 39. 
41; 234,47; 250, 4. 

Reduplikation 169—174, besonders 
174. 

Reflexiva 152-154. 

Relativa 156; 197, 3; 199, e. 

Relativsätze 196, 6, a; 236 — 240; 
241, 6, b; 247, §89, 1, f; 248, «. 

Reziprokpronomen 198, 4. 

Römische Zeit: Schrift 2; 7, g; Ab- 
kürzung S, N. 35; 206, 15; Zahlzeichen 
11; Apostroph, Spiritus, Koronis 13, 
§ 8; ri=- s und i 19, 7; Siganig 14, 1; 
d^srjxoXog 20, 11; ^l7i7io&۟)VT(g 22, e; 
IIvttvsipKüV 23, 10; (ü = o 24, 17; 
ßvßUov 28, 4; Mnvltivatog 29, 7; «t 
= €34—35; 44, 17; i]t, tj 38, 7; 39, 9. 
10; 67—68; i? = ft 47,21; i = €i 48 
— 49; o{t) 57, 3. 4; 01 = 58, 8; 1; = 
Ol 58, 10; v(t) 60, ö; a{v) 61, § 18, s; 
€{v) 61 — 62; «, iy, (f) 67 — 68; Krasis 
72, 5; Vokalquantität 6S; i == 10 74, 
§27, 4;/ = x 76,9; /S = w 77,6; y 
= f 78, 9. 10; NasalentwickluDg wie in 
Mv^Qivovvra 84, 4; aaXniaTrjs 84, 6; 
I 93, 6. 8; Gemination vernachlässigt 
95—96; i = ix 109, 6, b; ix = iy 109 
N. 1014; Assimilation von v 111-112; 
aQ/i&^toQog 116, 5; Volksetymologie 
117—118; Silbenausfall 118; Genetive 
auf -Ti 120, 9; -aQxrjs 124—125; jaTv 
= Toiv 123 JN. 1113; 'LiyQai 124,22; 
TiatQCöav 130,7; tix(6 131, §51; 
'xXi(og 133, 8; -xl^ 133, 9; '(fvrj 150, 
11; laiov 154, 0; OLTog 155, 12; 6vo, 
SvaC 157, 1; Tiivta- 158, 3; ^4xa Svo 
159, 9; zusammengesetzte Ordinalia 
163, 24; V^SQa, rjXTtiCa 170, 4; 184, 7; 
Augment von «i; 172, iß; (ovrjffaa&ai 
182, 4; ^a/a 184,7; lä&icxa 189 6; 
fara/uai {==€aTTjxa) 190, 9; Nominativ 
(== Akk.) 204, 5; anivavTc 212, 3; eig 
(= iv) 215, 21; flVfx«, iivexev, /«^fcv 
in Prosa 215—217; 222,52; Ovv {= 
fiixa) 219, 36; Artikel 223 JN. 1775; 
226 JN. 1793; Uiog (= kamov) 235, 3; 



T€ (=x«0 249, §91, 1. — Wieder- 
aufleben alter Formen: Aiyr^g 
38,7; "A&rivala 123,19; rf«? 127— 
129; -xXia 133, 10; -y^roi/ff 134—136; 
-yivri 136,13; noXr^ 137,2; vhTg 144 
— 145; (Fi;oi> 157; (p&ivonog 164,28; 
'Via 168,13; yiyvofiat, yiyvojaxto 177 
—178; e&saav 188, § 76, 3; Dual 202, 
15; ov^€ig 258, 5; künstliche Archa- 
ismen: E für Hy O für ov 7 N. 23; 
'Inno&tüiVTig 22, 6; ntT&ng 80 N. 685. 

S-Laute 88—91 ; a neben h 138, § 55, 6. 
S-Stämme 131—137; 150, 11. 
Schreibversehen 23 N. 124; 28, 2; 

56 N. 479; 66 JN. 585; 68 N. 590; 69 

JN. 595; 246,19; Verwechslung von 3 

und Z 92 JN. 830. 
Schrift 1-13; 92 N. 830. 
Schriftcharakter 1 — 2. 
Schwinden s. Ausfall. 
Schwurformel 101 JN. 901— 902; 126, 

7; 129—130; 131, §51, 1; 235 JN. 1840; 

241, e. 
Silben verlust, dissimiiatoriscber 1 1 8; 

218 N. 1740. 
Silbentrennung 7—8; 33 N. 176. 
Singular 198. 
Spiranten 85—91; ^, cF, y, /S, / 76 

—80. 
Spiritus asper 3, 3, 0; 4, 1, d; 6,6; 

13, §8, 2; 85 — 88; 102-104; 138, 

§ 55, 6. 
Städtenamen, Artikel 226. 
Stilfehler 243, 14. 
Stoichedon- Schrift 7, § 4, 3. 
Subjekt 195, §79. 
Suffixe 145-148; 114-117. 
Superlativ 256, 48. 
Syllabisches Augment 169 — 170. 
Synizese 73 § 26. 
Syntax 195—259. 

Tempora 165—191; 240—247. 
Temporales Augment 165 — 169. 
Temporalsätze 196, 6, d; 242, g; 

247, §89, 1, b; 251-252. 
Titel 225 N. 1784. 

U-Laut 63, 3; 69, §23, 1, b. 
Ü-Laut 28, 1 ; 58—59. 



— 266 — 



Ü-Stämme 138—139; 144-^110; 200 

JN. 1627. 
Übergabcurkandens. Ilecbeoschafts- 

berichte. 
Übers chrift s. Titel. 
Umgekehrte SchreibiiDgen 50 oben ; 

62 N. 525. 526; 58, -; 67, 13; 96 

N. 844. 
Unechtes u 20—21; 01; 26—27. 

Vasen 1; 72,4; 77,3; 79,3; 84iN.717 
94, 2; 102 N. 910; 127, 10; 130,6 
183 JN. 1511; 196,6, 1; 206 N. 1663 
223, 5; 224 üben; 225, 13. 

Vaa 3, 4; 88, 7; lateinisches V 77, 6. 

Verba 165 — 195; Syntax 195 — 196; 
199, 9; 204, 8-10; 207, 19; 210, 33.35; 
211,36-40; 212,6; 215, 19-21; 218,32. 
3a; 221 oben; 221,48; 240—247. 

Verba contracta 174 — 176. 

Verba ponendi 215, 19. 

Verbaladjektiv 188, §75. 

Verbalendaogeo 165 — 169; 184 
N. 1520. 

VergleichuDgssätze s. Komparativ- 
sätze. 

Verdoppelung s. Gemination. 

Verteilung eines Konsonanten auf 
zwei Silben 106 IN. 952. 

Vokalentfaltung 69 §23, 2. 



Vokalismus 14 — 74; 114 — 117; ein- 
fache Vokale 16—30. 

Vokalquantität 68 §22. 

Vokalschwand 69 § 23, 1. 

Vokativ b. Infinitiv 248, § 90, 2. 

Vülkernamen 16, 13; 56 oben; 114 
— 117; 224—225; 233,41. 

Volksetymologie 76 JN. 653; 93 
N. 834; U7, §46; 128 IN. 1150. 

Volkssprache s. Vulgarsprache. 

Vulgä r spräche 14, 1; 15,8 JN. 68; 
72 IN. 639; 132 JN. 1177; 135 N. 1189; 
213 N. 1716; 229, 26; 243, 14; 256 
i>'. 198S. 

Wegweiser s. Grenzsteine. 
VVeihinschriften 32, 2; 72, 4; 196, 

6. e; 223,2; 224,7; 229,86;230aoteB; 

250, 4. 
Wortbildung 114—118; 119—121; 

124—125; 82—83. 
VVorttrennung 7. 

Zahlwörter 157—164; 231,32. 

Zahlzeichen 9—11; 162,21. 

Zeitbestimmungen 10,3; 163 — 164; 
203, § 84, -), c; 204, 6; 205, 14; 208, 
24; 212, 5. 10; 219, 39; 228; 229. 

Zusammensetzung s. Komposita. 



II. Wortregister. 



a, Buchstabcnnamc 5, 0; tt==a 67, d; 
= «t 18,18. 19; =cco 74 IN. 646; =€ 
14—15,1-5; =»? 16—17; =t 15, 
6—7; =0 16, c; 1 17, 8-9; = w 17, 17 ; 
74 N. 646. 

-«, -aiv im Dual 121—122. 

ff 64, a; 67, d. 

'!AßSriQ(t 86. 

Idya&aqx^S 125 oben. 

^Aya&riTvxog 117, 11. 

liytt&6xXi{i)a 41. 

ayaXfittioTio'ixog 58, 6. 

ayyiXlb), Aor. Pass. 187, § 73. 



jiyyvovaiog 76, 6. 

^Ayiag 115, 3. 

ayxoiva 119, 4. 

ayxvQflog 50, 30. 

^!AylavQos 83, s. 

'Ayvys 38 N. 209. 

liyvovaiog 86. 

ayvvfii 184, § 70, 1; 187, §73. 

ayoQci 227, 21. 

ayoQuvo/Liog 125, 2. 

dyoQ€v(o 182,6; 187, §72, 4. 

"AyQa 124, 22. 

aygoTioXig 75, 1. 



— 267 - 



'AyQvX^rjg Nom. PI. 140 N. 1219. 

ayto 183, i; 184, § 70, i; 187, § 73. 

dyojviXoiuai 179 N. 1489. 

aycjvo&orrjg 23 N. 124. 

af^eXifiöovg 126, 9. 

adsXifoC 72, 4. 

aSsQipoi 83 N. 713. 

advxsiv 7i€Qt TL 220, 44. 

aS 6x1 flog 148, § 60, 3. 

a^ovovdlofiai 194, § 78, 2. 

]A^QaßvTT]v6g, MQttfuvTtjVog 77, e; 79, 2. 

"ASQiag, Artikel 226, I6. 

!:4(rtuy/? 129, §50, 3. 

«f t = aC 49, 28. 

««/, ß/ft' 31 N. 159; 33, 4. 

a^xwv 74, § 27, 2. 

aitü}fxa 31 N. 160; 33, 5. 

aßVTag 3. 

:^C(C)€'off 92, 1; 95, c. 

-«Cw, Verba auf, 180, 2. 

"A&ava(a 16 N. 74. 

:4^??j/«, -««, -«/« 31 N. 157; 32,2; 123, 19. 

U&rivasCg 49 N. 361. 

li&rjVttCs 146, 6. 

l49r]va[i)ig, 'a{C)ix6g 33, 8. 

!A&rivcciog 72, 4. 

l4.9»iv»?* 31 N. 157. 

lA&rivrjai 146, 3. 

lA&fioviig 140, 8. 

'j^^^w? Artikel 226, 17. 

ai 18, 18. 19; 30 — 35; «t elidiert 70, 

§ 23, 2. 
AiavTHa 50, 30. 
^iy« 124, 22. 
Aiyr^g 37; 38, 7. 
AiytvrJTTjg 72, 4. 
^/y^f 38, 7. 
Aiyoa&sva 80 N. 684. 
a/f^ 31 N. 159; 33, 4. 
aUidiog, ahxog 31 JV. 160; 33, 0. 
re/i, «^ 33, g. 
'ttiv, Dual 121—122. 
Aive{i)ug 41. 
Aivi{i)ciiYig 41; 55,32. 
^t*'f(i)off 41. 
^/vii«f 47, 21. 
Aividtrjg 56 obeu. 
-aivco, Verba auf, 182, 6. 
Af^tovieg 140, g. 
AIquC^ AiQatog, AiQaievg 35, 11; 86, 2; 

114, §45,1. 



a/p^o) 170, 8; 171, 13; 183, 1; 204, 9. 

cciQü) 182, 7. 

Alottf Alatüv etc. 86. 

Aiaa/vlog 89, b. 

Aia^iag 115, 3. 

Aiaxivrig Dekl. 119. 

Ata(üV€vg) Atatoviog 114, § 45, 1. 

«/r^w Augment 171, 13; Syntax 204, 8. 

Af/a(vrig 93 JN. 832. 

^AxaSrifJLeia 41; 50,30. 

cixav&tt 119, 3. 

a;far££o; 50, 30. 

Axeaiag 115, 3. 

ftxilca 150, 11. 

dxokovd-og 62. 

axoviTiC 147, N. 1266. 

«xonlaxog 115, s b. 

axoi5(y/off 74, § 27, 2; 86. 

AxQoS^ipoi 65, 8. 

ttXQonoUg 75 oben; 137, § 54,2; 227,21. 

ttXdßaaxog, ccXdßaarQog 82, 5. 

jiXaiisg 140, 8. 

^AXaiiidng 47. 

:^;ia(t)fi;ff 31 JN. 161; 33, e: 35, 10. 

ttXi((f(ji 36, 3. 

IdXe^iag 115, 3. 

AXsvg 35, 10. 

IdXixttQi'daacog, -aaeig 98, 12; 114, § 45,i. 

AXx/uscDvi^rig 35, 11. 

txXXdTT(ü 101, 2; 187, § 73. 

ttXX^ ij, dXX^ ri orav 256, 40; 252, 16. 

ttXXfjXov 198, 4. 

äXXog 199, 7. 

dXoififiog 96, 8. 

dXvat{i) 138 N. 1200. 

aXifa 5. 

«;y«yö> 183, 1; 194, § 78, 3. 

aXü)^ Ti}v 128, 21. 

VfXcjj«, T« 65, 8. 

^AX(a7ikxe{i)svg 42, 2. 

IdXionexovvriaog 22, 3; 97, 9. 

Afjtd^oxog, \4fxdToxog 79, 6. 

'Aua^dvT€ia 50, 30. 

^fta|« j/r(€i)fi;? 42, 2 ; 44, 16. 

Afitt^avT^ 140 JV. 1217. 

d/Lta^^novg 19, 8; 130, W. 1161. 

'AfiHVidSag, -iag, -oxXfjgf -oxgdrrjg, dfitl- 

Viov 36, 3. 
djuia&i 147 N. 1266. 
AfATtottxla (AfAß') 77, 2. 
itjLtTiQOV 129, 22. 



268 — 



IdfivvTag 119, 7. 

afxifi 84 N. 716. 

]AfA(fidQa{i)ov 32 N. 163. 

l4fA(fMQttog 12 S, 20. 

dfXiftSda 45, 19; 124, 20. 

dfjKfiöitöCov 50, 30. 

afitfiöi^iv 74, 4. 

du(f>iaßriTi(a 173, 26. 

^AfjufixtlfüVi *Af4(f.ixiv(ov 28, 3. 

afiifojfQog 233, 40. 

«V 236— 237; 247; 251—258. — äv=^idv 

255—250. 
avaßaCuog 88, 9; 02, 2. 
«yaj'iyycücrxa) 195, § 79, 1. 
«vayycüWt 165 N. 1392. 
dvayoQfvo} 182, 5; 187, § 72, 4. 
uv{cyQd(f.(o 166, 6; 215, 20 
l^yax- 130, 10. 
^^vwxtt/fiJff 32 N. 162. 
<ci'ax(ei^«^(7«; 99. 
^Avdxiov 53. 

dvaUaxü), -X6(o 177,15; 173,23; 174 oben. 
Uva^ClMQ 74 N. 646. 
dvaQ{Q)ri&rivai 95, d; 189, § 72, 4. 
UvßXeäTos 77 N. 659. 
'Av6{)dßvg, "AvSqdfjLvg 11 JN. 665. 
!4r<f^At? 115, 3. 
dvdQi[t)og 42, 3. 
dvE&i&ri 102, § 38. 
dve&ärriv 165, s. 
dvi&Tjxe 71, 2. 
«j/fo 61 IN. 521. 
Idvi^iaivog 80, 9; 117, 13. 
ffvijilai^a, ai'}7X(ü(7r(^ 174 obeo. 
dvoCyvvfii^ -y(o 59; 170, 7; 185, § 70, 3; 

191,16. 17; 193, 10. 
dvTl 211, §85, 1. 
\iVT(ag 115, 3. 
Livrtydi'fioff 50, 30. 
IdVTixltiovg 46, 4. 
livuxUovg 45 N. 295. 
avr^xpt; 212, 2. 
Idvrivovg 126, 8. 
:^mo/t(r(r« 115 N. 1062. 
^AvT(Q{Q)riTog 95, d. 
liVTKpdjrjg 119. 
lAvTtovirja, tu 47, 21. 
«y^Cr)« 177, is. 
-ay<ü, Verba auf, 176, 10. 
a|«o/^f«w? 46, 5. 
Undfjiiaaa 115 N. 1062. 



I dnavTQOxv 81 N. 689. 
dnaQj^ofiai, Syntax 207, 17. 
anag, Artikel 233—234. 
l'inaiovQiog 27, 24. 
dnfXix^aiog 96, 7. 

uTifiQüiVj äneiQog 150, 10; 21 N. HO. 
dnivavti 212, 3. 
amaiiCa 72, 4. 
a;r;iij 64,3; 114, § 59, 1. 
dnlovg 149, 5. 
«710 212, 4—9. 
dnoyQaffiarto 80 N. 684. 
dnoXeCntü 207, 19. 20. 
dnoxQlvofjLM 194, 17; 204, 10. 
AiiolXoifdvri 39 N. 217. 
*^7zoUa)V 94,3; 131, §51, 1. 
dnona^ 148, 14. 
dnoQiütj -iofxai 192, 4. 
a;ro^(o)a6'o^ai, anoQ[Q)avjviQiop 95, d. 
aTTo^^iJla; 95 N. 843. 
dnoaivinv 175 oben. 
dnuutafA,tt 50, so; 186, § 71, 6. 
*'Anntog 78 JV. 669. 
a^ff/ovTo; 69 N. 595. 
a^^ail^(i)of 43, 12. 
ld(yy^og 39, 11. 
!^^y»?off 47, 21. 
aQyvoriQrig 136, 16. 

ttQyVQOXOTTUOV 50, 30. 

dgyvQüvg 149, 4. 

'^(ifC/)©? TTffyoff 43, 8. 

ttQsatov 73, 6. 

«(»^axo) 186, § 72, 1. 

^AQiaaxovaa 89, a. 

lAQSVTTccytidiy 61, § 19, 1. 

a^^i', aQVog 142, § 58, 1. 

^AQtiog ndyog 47, 21. 

:;f(5iy?, Dekl. 143, 2. 

«pi^^off 86 N. 727; 103. 

lAQCaravdQog Gen. 126, 7 a. 

uQiatSQag 205, 13. 

*AQtcn^St]g 37. 

^AQiajoöaimi{i)a 41. 

*.ifpt(rTdxil€(t)« 41. 

AqiaioxXsCovg 46, 4. 

l^^iffToxAi^a 47, 21. 

UQi^aiolia 41 N. 244. 

L^^iffToijfJi^? 37. 

aQiaaja, ^A^iaartOj Aq^oötcüv, lAgiaivkla 

89, c. 
:4QC(fQ(ov 100 N. 896. 



— 269 — 



ttQX6&i(OQog 102, § 38, i. 

«QflOTTtü 177, 19. 

aQvetog 128, 15. 

'dQTTayiogy -lavog 114, §45, i. 

"AQTiaXiiog 50, so; 148, § 60, 2. 

yi^Qttßatog 15, 6. 

aQ{Q)aß^(orog 95, d. 

^A^^evySrig 37. 

a^^rjv 100, 6. 

ttQ{Q)r}Tog 95, d. 

a^^ri(fOQ(lv 15, 3. 

^Aqqtdalog 15 N. 70. 

*AQQ(q>Q(ov 100, 7. 

"AQQtav 100 JV. 896. 

*AQTefJisig 130, 8. 

'AQvßßag 84 IN. 717; 119, 7. 

api;(T)(ü 186, § 72, 1. 

^AQqoxQarfcjv 103. 

*AQxaf4iyovg 116 N. 1075; p. XIV. 

«(>/€-, a(>;|f«-, *^(?/f-, '^(Vlft- 116, 6. 

dQX€&i(OQog 102, § 38, i; 116, 6. 

'AQ/Üag 74 N. 646; 119 N. 1098. 

*AQx^v€(og 127, 14. 

^AQXfvij6rjg 37. 

-agxv^) "«P/o? 124—125. 
*AQxCcig 115, 3. 
«p///S«//o? 76 JN. 654. 
cio/of4ai mit n/ro 212, 7. 

CCQX0VT02,XlQ0(f0QlüiV0g 91, 13, b. 

«f();^(u com dat. 210, 32. 
-«ort, -«<Tt 120—121; 146,3. 
'Aaia, Artikel 226 oben. 

* Aaxlr}7it€(i)ay T« 43, 4. 
'AaxXrjTiutov 55. 
"AOfiriTog 88, 9. 
aanlöiov., -ilov 50, 30. 
danovdii 147 N. 1266. 
'AaariQLTai 86 JV. 727. 
^Aaaxlrjn- 89, a. 

^ AaaxsQoni] 90, c. 
äaatQotpog 89, c. 
^AaaivnaXaiTJg 90, c. 
^Aariag 115, 3. 
«orn/ 138, §55, 1. 
davXsC 147, 8. 

-«T«/, -«TO 166, 6. 

arr« 156, u. 
aTOff=«vrof 155, 12. 

* ATQaf^vTTjVog 79, 2. 
^AjTixTj, Artikel 226 oben. 
arv/io) 207, 17. 



äu wird a 154 N. 1318. 

at; 61, Aagmeot 172, 15. 

ttv^o ... 4. 

av&rjfdsgsC 147 N. 1266. 

«ü^fi/ 62 N. 522. 

«ui^w 172 N. 1432. 

AvlittTTigj Avlii^rrjg 16, 13; 55) 32; 61, 

§ 18. 1. 
avl(p^6g 65, g. 
avloi, -«voi 172,15; 176,13. 
ai)To(v), To 71, 2; 155, 10. 11. 
avTog avT^ 154, 6. 

avTov, avx. 152—154; 235,1—3; 236, e. 
avfo 186, § 72, 1. 
d(pttiQiofj.ai 204, 9; 258, § 92, 2. 
dipsUrjipa 103. 
'Aif^Xrja 47, 21. 
a(firiQ(pC(o 65, 8 ; 179, 26. 
«y/ {== tt fi(f() 84 JN. 716. 
ay/>7^t 173, 22; 188, § 76,2; Synt. 211, 89. 
ä(fixviojuai 183, 1. 
dtfCarafjiaiy Syntax 212, 9. 
*A(pvitttg=*AtpVTatog 72 N. 639. 
*A(f(fiav6g 78, 8. 
'-4;^a(*)/a, -a(*)'3fd? 33, 8. 
^A^ttQviia 45, i9. 
^A/agv^itog 47. 
*Ax€X(^og 65, 8. 
'AxtXX4{i)a 41. 

a/^t 212,10. — Konjunktion 251, n. 
'Axaxtoxov 93 N. 832. 
-ao), Verba auf, 175, 2. 
a(S()«o; 88, 5. 

/9, Bucbstabenname 5, 5; Aussprache 77 

—78; yß = xß 107 oben. • 

ßaXav€(t)ov 42, 2. 
ßdXXfo 183, 1. 

BagyvXieigf -rjTrig 114, § 45, 1. 
ßdqvafiav 11, b» 
ßaaUita, lov 45, 19. 
ßaaiXstg {= ^ag) 141, 9. 
ßaaiXivg, Artikel 230—231. 
ßaalXiaaa 101, s. 

/9aT^a;/f(f)ot;( 18, 2; 42, s; 50, so; 149, 4. 
Bdxxiog 76 N. 654. 

.B€Vj/(f€(«)ff, Tff 43, 4. 

BfQ{€)v(xrij BiQ(s)vix(Srig 69, § 23, 1, a. 
Briaa 98, 12; -aiBvg 44, 17; -«^€ 146, 6. 
ßfixa 5. 
/S//8;i/or 28, 4. 



270 — 



ßißQcaaxo) 185, § 71, 3. 

BoiTj^QOfinoy 5^, 7. 

ßotTi&iüj 58, 7. 

ßoXvßöog 30 N. 152. 

ßoQiag^ ßoQSiog, ßo(i^äd€v U)0j9; 124,21. 

BoanoQogy Artikel 226, i6. 

BoTiiaiog 101, 3. 

Bovd-Bia 50, 30 ; Bov&sirjg 62. 

ßovXevjriQiov 227, »ii. 

/9o(;il^ 27, 24. 

ßovlofxtti 169, 3; 193, 13; 196, 8. 

ßov7TQq)Qog 66 N. 572. 

ßovg 62, §20, i; 63 N. 53S; 139 IN. 1213. 

BQttVQüivt 208, 23. 

JBQtari'tg 38 N. 209. 
BgiaCg 38, 7. 
ßQovxog 63 N. 537. 
-B()i'>LA€(*)«i'of 41. 
£^i>ilA£ioi/ 50, 30. 
ßvßXCov 28, 4. 
Bi%\^C)uvi log 92, 1; 95, c. 
ßvQOa 99, 1. 

y, Form des Buchstabens 4, 1, a; Nameo 
5, 6; Aussprache 75 — 76; y aus x cut- 
standen 75,5; 106 — 109; y= guttu- 
rales V 110—113. 

raXarria 47, 21. 

ya^fAa 5. 

ysyovsia 169 N. 1410. 

ysiarinovgf -noSiafiu 19, g. 

ya'rw (=oj'a) 150, 9. 

ydi(av 36, 8. 

ystiOQyog 46, 5. 

y€A«w 186, §72, 1. 

-y^vf(i)it 44, 16. 

ysviaia) 80 N. 684. 

avri, T« 197, 2. 

-y^v»?ff, Dekl. 134—136. 

y€WriTrjg 97, 9. 

r€Qjuavix7)tt, 7« 47, 21. 

ysojvo^og 125, 2. 

y^ 124, 20. 

yrlQag 143 JN. 1238. 

yl{y)vofjiai 75, 4; 168—169; 177, 20; 183, 
1; 184, §70, 1; 192,9; 193, 1 5. 

yi(y)vuiax(o 75,4; 174,30; 177, 17; 178, 
21; 184, §70,1; 186, §72,1. 

yXavxeiovg (nicht -fio?, -tog) 50, so; 149, 4. 

yXttx^omSi 3. 

yXtaviKg 84 N. 717. 



yvaifHov 50, 30; 74, § 28, 1. 

nU(4tav 74, § 28, 1. 

FoQytag 115, 3. 

yo^oy^(Oor 42, 8 ; 50, so. 

FoQTvvtog, KoQX' 75, 1. 

r{)aU)€vg 132 N. 164. 

ygafÄfittTa Jtjg oixoSofjUag 206, I6. 

ygafiuatiiUy tov 45, 19. 

yQa/jfjiaT^{i)ov 42, s; 50, 30. 

yqaufjiaiivg, 6 rtjgßovXrjgf T^ßovX^2Z0, X8. 

yQttuuajivta mit Geo. 238 N. 1865. 

ygaf^juaj^ 140 N. 1217. 

yQa(fta 166, 5; 185 oben; 187, § 73; 

Syntax 196,6; 207,17; 211,88; 216, 

20; 241, s; 243,12; 245. 
yQaxpaaaSat 90, d. 
yvfAVaaiuQXog 124, § 49, 1. 

(F, Buchstabenname 5, 5; Zahlzeichen (/t) 
8, 1 ; Aussprache von <f 79, s ; 89 N. 767 ; 
J and r 79, 2—5; 6 und <r 88, 0; 6 nod 
^ 104, § 40; yS = xS 107, c; 109, 7, b. 

öt^öüv^og 64, 1. 

^iauitag 45, 19. 

JafAoxXia 119 N. 1098. 

^laOxvXiiov 50, 30. 

J^ ohne /U^y 250, 6. 

^iiTjTttij öit(aVTai 46, 2. 5. 

Mxi'VfÄi 36, 3; 191 N. 1565. 1566. 

JsivCag, 6iiv6g 36, 3; 115, s. 

Jcrra» (= ^eCrjTtti) 176 oben. 

J^x«, if;rl 163, 20. 

f^€xd&riv 80 N. 682. 

^ixarog 163, 23. 

(S^xa/a 147, 13. 

SsxaJvo, ^exttTQsTg etc. 159 — 161. 

dexttnovv {-noSa) 149, 8. 

^€x«il(£0£t^^ 42, 2 ; 44, 16. 

SsxdßoXov 22, 8; 159, 7. 

öi^iag 205, is. 

<f^^«* 192, 6 ; 193,12. 

^f^xuio? 96, 7. 

di^Qioxog 100, 6. 

ö^afxa, Seaf4oi 143, 3. 

Sianota^ Sianoie 124, 24. 

^€i}^€ 146, 5. 

J«l5Tf(>0ff 163, 23. 

J^o), «yco 175, 6; — cF^oj 47,«); 161, ig; 
162—163; 176 oben mit Berichtigung 
auf p. XIV; 192,6; 193,18; 207,20. 

^f\^aQxog 124 § 49, 1. 



- 273 — 



Mitüt cum gen. 207, 20. 

ivsyxstVy IvsiyxsTv 183, 6. 

evftfjLi 190, 13. 

evixay avextiy) 213, 12; 215 — 217; 253,25. 

'ivexav 217, 25. 

ivivrixovTa 159, 6; 101, 16. 

ivrivsyxraL, ivqvstXTai 184, § 71, 1. 

ivO^av^a, ivd-av&ot 103; 147, n. 

?n = ^veari 190, 13. 

h'iavTov = hittvjov 204, 7. 

iMQvea&tti 88, 6. 

hvia, IwsctxaCöixa etc. 159, 6. 

hvsaxtttdixaxog 163 N. 1382. 

It'vetTTjQfg 159, 6. 

frvü^i 191 N. 1565. 

Ivoiag 62 N. 524; 

fVo?, €vr} xal via 86; 164, 28. 

kvog öiovreg sixoat 161, 1 8. 

hiavd-tt, -ol 103; 147, 11. 

Ivxog 205, 14. 

ivt^Svov 65, g; 79, 4. 

^V(üuov 79 N. 677. 

i^ 105—109; 205,13; 212,4-6; 214,16. 

n 109; 158, 4. 

k^axoaioi 162, 19. 

i^aleicfoi 36, 3. 

6|J«xTi/>Lo? 109, 7, b; 158, 4. 

i^Hvai 190, 12. 

i^6TaC(Of AugmeDt 172, 18. 

^E^TjxCag 16, 10. 

i^rjxovra 161, 16. 

l^i{Trj)ti]Qiog 118, 14. 

l^oQxofo, Syntax 241, 7. 

'i^novg 109, 7, b. 

^Sv7t€Tai(uv 93, 8. 

£0, Kontraktion 26, 20; 73, § 27, 1; 61, 

§19,1.^ 
loQTTi^ ^EoQTiog 87, 4. 
InayyiXkofiav 241, 7. 
inaiviü}, Augment 171, 13; cum dat. 

211,37. 
iirav, ijirjv 252, is. 19. 
f7t€£, (ne&Sr} 36, 3 ; 252, 21. 22. 
i7i€t6dv 242, 9; 247, § 89, 1 ; 252, I8. 
i7i( 211,36; 217,28.29; 218,88. 
kniSaCxvvfAi 36, 3. 
inl 6ixa 163, 25. 
l7ttyQci(petv cum dat. 21 1, 36. 
^niSoatjuog 148, § 60, 2. 
*En{i)fix(^T]g 49, 29. 
^Enixrjtfiaia 208, 23. 

Meiaterhans, Grammatik. 3. Aufl. 



i7itfiiX€(i)a 40, 12. 

^TTifiilofXtti, 'iofjLtti 175, 4; 193, 12. — 
Syntax 204, 10; 211,38; 245 N. 1917. 
^niOTiaTTjQsg 91, 17. 
"Emarsvov 80 N. 684. 
imaTQaTtvsiv 192, 2. 
iniTQiTiQaQXog 124, § 49, 1. 
'Em(favTi 119 N. 1101. 
inuoipKTo 194, § 78, 5. 
iTto&TjaaTTiv 165, 3. 
€7T0fiai 170, 8. 
emaxatSaxa 160, 14. 
imaxai^exarog 163, 24. 
inTaxig/iXioi 162, 19. 
hnaxoaioi 162, 19. 
iQ = iv 111, e. 
"EQttCfAia 88 N. 766. 
^QafÄtti 186, § 72, 1. 
^qaviajaC 227, 20, a. 
igydCof^at 170, 8. 9; 171, 11; 180, 2. 
'£^^öx>l£i{x 36, 3. 
igeovg 149, 4. 
"jB^JCffo? 98, 12. 
^()€ri} 15, 4. 

'Eoix^yg 37; 38, 7; "Eq^x^Cg 38, 7. 
^EQixaisvg 44, 17. 
^^6(17, *EQix€ia 53. 
*EQix€{i)€vg 42, 2 ; 53 ; 44, 17. 
'EQixüiog 47. 
'Egi.firjg 69 N. 595. 
*£(>^a(()txo^ 33, 8. 
"EqfJLTia, T«, 47, 21. 
'EQfi^g 123, 18. 
*EgoittSrjg 86. 

"EgniScog, 'EQnCvixog 83 N. 713. 
i^^TjipoQioj 15, 3. 
'EQQt^cuog 15 N. 70. 
*£(>(rif ff 38 N. 209 ; 99, 1. 
^Egx^ittjg 47. 

'Egx^evg, -üg 22, 4; 140, s; 86 N. 727. 
^Xo/^f^^ 183, 1; 184, §70, 1. 
*EQX0fJLfv6g 22, 5. 
iQfoTttO) 183, 1. 4. 
^EgwiCag 115, 8. 
^ff = €?ff 213—214; 111, f. 
-foray, -eiaav 165, 4. 
-ia&(üv, -6a&(ov 168, 12. 
iSxCa&ov 91, 13, b. 
iaaT€(pd%'(oaev 89, c. 
^(TcTT^Jlj, lornjAi^ 111, f. 
laailv 89, c. 

18 



— 272 — 



Wechsel mit * 18, 6; 20, i7. — echtes 

35—56. — €1 UDd €v 61, § 19, i. — 

€i = ri 165,2; 166,6; 171, 13. 
'€1, Dual bei i-, ü-, s-Stämmen 200. — 

f* Augment 170—172. 
et, Konjunktion 255 N. 19S7. — €l firj 

256,40. — f? = €/c91,e. — ef==iy 

111, f. 
iij Buchstabenname 5 f. 
-f«a, '€tt 40 — 44; 45 — 47. iia = vTa 

168, 13. 
iidvy fiuvTov 45, 19. 
(St = et 44, 1?. 
EtxaSiig 140, 8. 
Elxadinor 47. 

Sixtt^tü 171, 14. 

iixag 164, 28. 

ilxoat 161,16. 

«fxoir, Dekl. 131, §51, ?. 

6?;ii?ya 103. 

EiXsC&eta, EilvStia 56, 36. 

eiXCTTb) 87, 4. 

f/^^ 190—191; 195, § 80, 1-5; 207, n. 

iXvsxay eivfxs, tlvexev 21, is; 215—217. 

iiTiov, eina 21, 18; 36, 3; ^70, 8. 10; 182, 

5; 183, 1; 184, 6; 196,9. 
slgya^itOy tXqyaafiai 21, 18; 170, 8. 
eXqym 21, i?. 
tiQTjjuai 21, 18; 170, 8. 
e{i)9Vvr} 20 JN. 109. 
siQ^atf ilo^ig 21, 18. 

-sTg^ -rjg Plur. 140 — 141 ; -eTg = -iag ibid. 
iU 209,26; 213,13; 215,21. 
eig xal tixooxog 1 64, 27. 
üadfAEVog 174 oben. 
itadfiriv 170, 8. 
'Staav, -eaap 165, 4. 
efgrjy^a&Tjv 165, s. 
sffftTTjTfiQia 118, 11. 
ffcTocfoff 88, 6. 
f /fff 90, c. 
tiara&fitt 91, 13, c. 
stajiifttvov 91, 13, c 
€iOTr}X(üg 174 oben. 
fftJTijAj;, ffffrijjliyi' 91, 13, c; 111, f. 
efa(fTJvag 91, 13, c. 
ffcra) 213—214. 
€h€ 249, §91, 1; 256,39. 
sh^ccj Eireatog 45, 19; 51. 
efxsi 174 N. 1447. 
«r«;^« 169 N. 1411; 170, 8; 184, § 70, 1. 



^x 105—109; vpl. W. 

Ix = ff 109; 158,4. 

I'xaorroff 232—233. 

ixaregos 233, 39. 

txavaa 182, 10. 

Ixyoyoff 107, b. 

ixyQdff-civ 107, b. 

IxJ/^Jlo; 109 N. 1014. 

Ixf« 182, 10. 

^x£i>o; 21, 18; 155, 8; 232; 235, 6. 

Ixx = ^x 106, 2. 

kxxalSsxa 109, 7, a; 158, 4; 160, is. 

ixxnemtoxotojv 106, 2. 

ixXaf4ßdv€iv 109 N. 1014. 

ixlfyto 187, §72, 7. 

'.ExXfXToc 109 JV. 1014. 

fxnflsxfjaai 96 N. 848. 

ixnsTikivxvtSy 59, 1. 

txnXovg 126, 9. 

sxnovg 109, 7, a; 158, 4. 

txniofia 25, 19. 

€X70; 163, 23. 

a«^*» 111, d. 

^Aa(Oa, '£Aa(£)€t';, ^A(r(c)ii'oc, *Ela{i)(trfi 

31-33. 
^A^<?, ^A«<V 64, 1. 
IkdxTtav, oXeC^tüV 151, 15. 
ikttvyoif Fut. 180, 3. 
^EXtv&€Qt€Z 50, 29. 

'Ehvaivc 208, 23; Artikel 226 N. 1793. 
iXtjoTovQyriffav 81, 1, b. 
'ü;iia;, Artikel 226 oben. 
nUCnta 207, 20. 
"EUr^anovrog, Artikel 226, 16. 
?;ix(u 170, 8. 9; 186, § 71, 6; § 72, 1. 
linC^fü 184, 7. 
'ElnCvrjg 119. 
kXnCg, Spiritus 86. 
1^6*1«, 51 ; 181 N. 1496. 
ifxnogCa, ifjLnoQ^ov 53. 
^y 110—113; 205,14; 208,28; 214, 17— 

215,21; 227 N. 1797. 
IvaUjiov 31 N. 160. 
Ivdxtg 159, 6. 
ivaxocfioi 159, 6. 
fvavilaj 'Cov 215, 22. 
evajog 159, 6. 
Ivyovoff 107 N. 972. 
fi'^cxa 159, 8. 
ivSixarog 163, 23. 
hSiaifAovg 88, s ; 92, 2. 



- 273 



iv^ioj, cum gen. 207, 20. 

ivsyxsTv, IvsiyxsTv 183, 6. 

evfifjLi 190, 13. 

€>'fxft, 'ivsxs(v) 213,12; 215 — 217; 253,25. 

evBxav 217, 25. 

ivivrixovTa 159, 6; 161, I6. 

^vijvsyxTaty ivTJvstxtai 184, § 71, 1. 

ivd^ttv^a, ip^av&ol 103; 147, n. 

€vi = svean 190, 13. 

IvtavTov = hittvtov 204, 7. 

iMQvsa&uL 88, 6. 

fvv^ttj IwsctxaCdsxa etc. 159, 6. 

hvsKXKLi^ixaxog 163 N. 1382. 

li'vesTTjQig 159, 6. 

evvvfii 191 JV. 1565. 

^lo/a? 62 N. 524; 

evog^ 6V7J xal 1/^« 86; 164, 28. 

ivbg öäovTsg stxoai 161, i8. 

hravd-a, -ol 103; 147, 11. 

Ivxog 205, 14. 

lv(^Siov 65, s; 79, 4. 

^»'wriov 79 N. 677. 

^^ 105—109; 205,13; 212,4-6; 214,16. 

f| 109; 158, 4. 

e^axoaioi 162, 19. 

i^aXe((fü) 36, 3. 

k'^ddxtvXog 109, 7, b; 158, 4. 

l^HVttL 190, 12. 

i^STciCfOf Aagment 172, is. 

^E^rjxCag 16, 10. 

i^rjxovra 161, 16. 

l^t{rr})ri^Qiog 1 18, 14. 

l^oQxoojy Syntax 241, 7. 

e^novg 109, 7, b. 

lSv7i6Tai(6v 93, 8. 

CO, Kontraktion 26, 20; 73, § 27, 1; 61, 

§19,1.^ 
loQTTi^ ^EoQTiog 87, 4. 
^nayyiXlofxai 241, 7. 
inaivicj, Augment 171, 13; cum dat. 

211, 37. 
iiraVy inrjv 252, ig. 19. 
instf i7t€i>6rj 36, 3; 252, 21.22. 
ineMv 242, 9; 247, § 89, 1 ; 252, I8. 
int 211,36; 217,28.29; 218,88. 
k7ii,ÖB(xvvfxi 36, 3. 
inl 6ixa 163, 25. 
IniyQatfHV com dat. 21 1, 36* 
i7ii66atjuog 148, § 60, 2. 
'En{i)ftxC^rjg 49, 29. 
^Enixrnfiata 208, 23. 

Meisterhans, Orammntik. 3. Aufl. 



inifA.iXe(i)a 40, 12. 

ijnfxilofxaiy -^ofiai 175, 4; 193, 12. — 
Syntax 204, 10; 211,38; 245 N. 1917. 
iniOTtaTTjQeg 91, 17. 
"Emaxsvov 80 N. 684. 
imaTQaTtvetv 192, 2. 
iniTQirJQttQxog 124, § 49, 1. 
'Ent(pttvr} 119 N. 1101. 
inuSif/aTo 194, § 78, 6. 
iTtoitjaavTiv 165, 3. 
€7T0fiai 170, 8. 
enraxatdaxa 160, 14. 
eniaxaiSixarog 163, 24. 
iTtTttxtg/tXioi 162, 19. 
imaxoaioi 162, 19. 
^^ = ^v 111, e. 
'EQttCf^ia 88 N. 766. 
^qafxai 186, § 72, 1. 
iqaviaraC 227, 20, a. 
igyaCofÄtti 170, 8. 9; 171, 11; 180, 2. 
'£^)^oxilfm 36, 3. 
igsovg 149, 4. 
"jB^fffoff 98, 12. 
^^«rij 15, 4. 

*EQ€x&yg 37; 38, 7; "Egs^^Cg 38, 7. 
*EQtxaisvg 44, 17. 
^^6(17, ^EqlxHa 53. 
*E^tx€(«)€i5ff 42, 2 ; 53 ; 44, 17. 
'Eqixütog 47. 
*£;(>*^^f 69 N. 595. 
*£(>^a(<)ixo; 33, 8. 
"EQfxria, Tft, 47, 21. 
^EQf^ijg 123, 18. 
^EQoiaSr\g 86. 

"EquCStog, *EQ7t(vMos 83 N. 713. 
i^^TiipoQ^o} 15, 3. 
'EQQufcuog 15 N. 70. 
•^porif f 38 N. 209 ; 99, 1. 
^Eqx^^'^S 47. 

'EQX^evgy -ieg 22, 4; 140, s; 86 N. 727. 
%ofiat 183, 1; 184, §70, 1. 
*EQX0fi£v6g 22, 5. 
igtoTttoj 183, 1. 4. 
*EQ(OTiag 115, 8. 
^ff=:€?ff 213—214; 111, f. 
-ecray, -eiffav 165, 4. 
'iad-Qiv, 'oa&tov 168, 12. 
i2xia&ov 91, 13, b. 
iaaT€(pa%'(oa€v 89, c. 
^(TcTTiiJlj, l(yr^A|y 111, f. 
iaaUv 89, c. 

18 



— 274 — 



^re, dorisch 251, lo. 

'datrixa 189—190. i 

iairiaavji 112, 7. 

iaTTjauTTiv 165, 3. 

'EaTia{i.)€vg 32 N. 166. 

^EoTKOTTig 35, 11. 

satiov 191, 14. 

iaxa^^axov 184, §68, 7. 

ia/ageiov 51. 

law, «rcTOi 213—214. 

Irc^a«, irsia&rjv 180. 

erf^off 71, 3; 72, 4; 250, s. 6. 

heTa/aTo 166, 6. 

?rjy 39,11. 

Iroff 131, § 53, s; 132, 4. 5. 

€v 61—62; Augment 171, i4. 

EvysCtfav 36, 3. 

E{)yivs{C)a 41. 

Evöi^os 3. 

€^€^^€T^<iü, Augnieot 172, i4. 

EviQmOTOi 83 JV. 713. 

Ev&iag 115, 3. 

ev&wa 119, s. 

Eild'VQ(Q)T}TOS 95, d. 

€uxA£(c)a 44, 13. 
evxXeCCfo 36, 4. 
evvovg 149, s. 6. 
Ev^CatQaxog 87 N. 736. 
(voQxog, tvoQxio) 88, 6; 103. 
evnoUa 58, 6. 
^i/TioXiff 129, § 50, 8. 
EvTiQoavvri 78 N. 667. 
EvQ^nog 226, i6. 
evgCaxcD 171, i4; 183, i; 184, 7. 
-fi/?, Wörter auf, 140—142. 
evatßsvag 62 N. 522. 
evaißtja 47, 21. 
€vaxafZ€Vog 93 N. 832. 
EvTix^g=-EvTvx(g 29 N. 150. 
cvifii^ßoiai 62 N. 525; 78, 10. 
Evipvd 150, 11. 
jEiI/«^*^ 129, § 50, 3. 
evxttQiaatrjQiov 89, c. 
€vxofiai 87, 2; 171, 14; 241, 7. 
evxQriaii(ü 172 N. 1431. 
i(p€VQ€f4ttj(üV 115 N. 1064. 
i(poQtt(ü 194, § 78, 6. 
"E(pQaTog 62 N. 524. 
"EtpQovig 62 N. 525. 
i(fvao(ft(ic 90, 13, a. 
I(p' ^rc 253, 28. 



IX (=^x) 106,3. 

^ExiTifjLog 115, 4. 

^XVQdaovaiv 92, 2. 

f;^(ü, ?;^(ö 87,2.3; 102, §38; 170,8; 

174,31; 180, 6; 183, 1; 184,7. 
iipTjffifffxat, iijj- 90, d; 103; 194, le; 

196, 9; 210,35; 247 obea. 
eojy TTiv, 128, 21. 
"Eiovvfisvg 62 JN. 523. 
e(og^ Präpos. 217, 30; Konj. 242, 9; 247, 

§ 89, 1; 251, 12. 

C 92; vgl. 88, s; 105, § 41, 1, d; Ver- 
wechslung mit ^ in der Schrift 92 
N. 830. 

-Cf, Adverbia auf, 146, 6. 

Ziia 45, 19. 

^ivyEi, Dual 132, 6. 

^ivyvvfjLi 191 N. 1566. 

^io), J^(o 176 oben. 

irib}^ C(o 175, 3. 

ZfxaqaySog 88, s; 92 N. 829. 

ZfivQVa 88, 8. 

ZoaXog 49 N. 361. 

Cvyiog 148, § 60, 2. 

C&ji s. ^0), C^icu* 

Cfp^aQiov, ^(p^iov 65, 8. 

ZwC^/ii? 92 N. 829. 

ZtüCXog s. Zotilog. 

^mwvfii. 185, § 71, 3; 186, § 72, 1; 191 
N. 1565. 

^^OJ^, ^^0)70^ 65, 8. 

ZüjOTQuiog 92 N. 829. 

77, Form und Name des Buchstabens 1—2; 

3N.7. — 7?==« 16-17; =€l9,7,c; 

= ft 19, 7, a; =«« 19, 7, b; =»«47, 

21; 132 N. 1175; 140—141; 171, n; 

189, 6; =ijt 67, d; =€« 74, § 27,8. 
77 36, b; 64, b; 67, d; 165, s; 166, e; 171, 

13. 14. 

^64,3; 114, §59, 1; 247, § 89, 1; 251, 

7; 257,46. 
*HyiXoxog 115, 4. 
'Hyriaa$Qog 84 N. 716. 
^HyrjaUeo), Akkus. 128,21. 
"Hyriain6Xc6og 129 N. 1158. 
*iyj^(t)a, "H^TJa 41 ; 47, 21. 
TjSofiai 193, 13. 

i5^^^üff, ^^^oV 87, 2. 3; 102, § 38. 
rjij rj 36—39 ; 64, 6. 



275 — 



rjlaxttTTi 15. 

^HXvjog 41 f 21. 

rjlniCct, Imperfekt 184, 7. 

Tjfii^Qaxf^ov 162 N. 1377. 

rijLlt^XJۆ)V, Tj/LlliXTStoV, TlflUxTOV 128, 16.17. 

rifjiinoSiov 162, 22. 

rifjtiav Tifxiqas 162, 22. 

fjfiiavgf rifxvavg 28, 5; rifiCae{i)a 40, 12; 

rifjiCaettj rj/ntatog, rjjuiarj 150, 12. 
rifxCxovv 127, 12. 

7]fJLH$}ßäXlOV 22, 8. 

7]f4ü}V avTtüV 235, 1. 

^V = ^aV 256 oben. 

Tjvsyxa, TJvsixtty rjvsyxov 183, 5. 

'IlQttxl6{()6r}g 37 N.203 ; 'HqccxMov 38, 7; 

'HQuxXsCdsco 119, g. 
'HQäxl€{i)oVy *HQaxXi{i)(6Trjg 43, 4. 
'HQaxXetoTiacTtt 115 N. 1062. 
^HQaxXfja, t«, 47, 21. 
TjgyaCo/Liriv 171, 11. 
rioyaOfiat 170, 9. 
rjQyoX(xßria€V 171 N. 1426. 
riQTiQfiivot 173, 28. 
^IlQ(p^7]gy '^Q^og 65, g. 
T7()a)?, Dekl. 139, § 56, 2. 
-i?f,EigeDnamenauf, 118—119; 134—136. 
-^? Nora. PI. 140—141. 
-lyfft, -jfft 120—121; 146, 3. 
r\aattofittL 101, 2. 
''H<y(rio* 16, 13; 86 N. 727. 
riOTCaact 170, 9. 
^7« 3. 

iJt^^« (=i5 kiiqa) 71, 3. 
tJtw 191, 14. 

i;v-, AagmcDt von ev 171, 14. 
^HifcLiatSTUvg 90, c. 
'Htfaiarca^rjg 117,12; 215 oben. 
ii(p€^a, Imperfekt 170, 4; 184, 7. 
-i]ai, Verba aaf, 175, 3. 

^ 80; vgl. 102—105. 

^axogj S-axelov 16, 11. 

d^aXaTta^ -aaaa 101, 2. 

ea7£(0a 41. 

^dniio 187, § 73. 

GaQQfXei^ri^ 15 N. 68. 

&a^^i(o 100, 6. 

SaQQ^ag 115, 3. 

^«TToi/ (= -ovoff) 106, 3; 151, IC. 

-&€, -^€V 146, 7. 

^f« 125, 4. 



Ssayivrjg, Gsoy^vrjg 117, 8. 

S-6T}x6Xog 20, 11. 

^ftvat 21, 18. 

GsiodoTog, GecoxQiTog 46, 3. 

d-eiog, S€io(pdvr}g 46, 3. 

^^io? 73 N. 641. 

Qet6(fiXo5 46, 3. 

&a(o, i^iXfo 178, 23. 

^<U£;, Dekl. 129, § 50, 2. 

GsfÄia&oxX^g 103. 

QsfiiaroxXüovg 46, 4. 

&efivr6g 91, 16. 

e€o-, ©oü-, Ofv- 27, 24; 73 § 27, 1. 

GsoyxrCaiov 84 N. 717. 

9io6ixxag 119 N. 1091. 

@€oCoroff 92, 3. 

Bi6xXi{i)a 41. 

;^foV, 1) 73 §26; 125,4; 201. 

d-EQanria 47, 21. 

&EQ^aax(g, -jQtg 82, s; 130, 6. 

GsQa- 99. 

G€öfj,o(p6giov 53. 

öfCoraZoff, ©frraJldff 101, 3. 

Geaanixi^ 90, e. 

Gevysirtov, Gevyivtjg, Gev^atgog 61, § 19, 1. 

GsvQla 63 N. 531. 

d^rixary (= tiJ ^jB^for^) 72, 4. 

^yj/fcx 150, 12. 

dnriQixXelov 51. 

Oj}(y6(i)a, T«; 0»J(r«(Oov 43, 3. 4. 

Grjarjtty TU AI, 21. 

d^iaamai 227, 20 a. 

GlßQonf 85, 7. 

^vjä^^jffi) 36, 4; 64, 3; 177, 17; 183,1; 

184, §69,3; 240, §88, 1. 
^oa^o» 66, 10 ; 180, 2. 
GoQa{()üg 32 N. 167. 
GoQixog 30, 10. 
öou, S. 0€O- 
Oou^^ot 63, § 20, 1. 
GgaxT], Gq^^ 64, 1. 
&{Q)avTTig 82 N. 703; 199, 8. 
GQaavSdov 32 N. 168. 
Gg^na 64, 1; 101, 3. 
&Qav(o 186, § 72, 1. 
d^getp&sCg 102, § 38. 
Gq{(^j GQiüi&ev 146, 3; 208, 23. 
^Qinrj^eatog 148, § 60, 3. 
d-vydrTigf Syntax, 206, 16. 
^vrjxovg 103; 127, 11. 
&vi^ 72, 4. 

18* 



— 276 — 



GvjUttiTttSdiv, hf 215 oben. 

SvQia 63 JN. 531. 

S^VQOxXiyxig, ^vgoxXiyxXfg 81 JN. 691. 

»vaiaaCeiv 92 N. 829. 

Gvajv 59, 1. 

^(oii)d, d'(o{i)«C(o 66, 9. 

d-taqaxHov 51. 

&(üQaxo7roi6g 125, 2. 

ft, Name 5, s; — e = a 15, 6—7; =f 18; 
115, 3; =7/ 19; 117, 12; =1/ 28—30; 
= €* 48 — 55; = istj €u 55; koosonan- 
tisches t 95 N. 857; 100, 9. — Ausfall 
voo £ 30— 33 ; 40— 44 ; 56—58; 59—61. 
— Epideiktisches i 147, 9; 155, 7. — 
Imlonischeo offen 18 N. 92. — & elidiert 
70, 4. 

'7ax/of, ''laxxos 69 N. 595; 76 N. 654. 

"laoxxov 69 N. 595. 

^'laaog 98, 12. 

^idirig, ^IrJTTis 16, 13. 14. 

War 183, 1. 

"/(fi? 226, 17. 

l'JiOff, Uws 87, 4; 114, § 59, 1; 148, 
§60, 2; 235, 3. 

i^ov 192, 6; 203, § 84, 2* 

t^Qvaeitog 46, 5. 

tei »=fi, t 49, 29; 55. 

UQ€(i)a 40, 12; 44, 16. 

l€Q€i6(o, leQscojawQi 46, 5. 

hq^Kog 46, 6. 

/^^i/or 47, 21. 

^IeQ6xlt{i)a 41. 

^ISQOxl^iovg 46, 4. 

hqonoiog 44, § 16, 2; 125, 2. 

-*£i;ff 141, 10. 

-/Cw, Verba auf, 179, § 66, 1. 

trifit 170, 8; 188—190. 

^IxaQiiug 46, 2. 

/x^tOJTi]^ 87, 2. 

'IXEC&v{t)a 56, 35 ; 59, 1 ; 87, 2. 

'IXTvog 87, 2. 

7A«roff 87, 2 ; 98, 12. 

*IXXvQiog 87, 2. 

tfidiiov 53. 

rva = wo 251,9; = damit 247, §89, 
1, d. 2 ; 253, 29. 

tvsxa 216 oben. 

-Ivrigy Eigennamen auf, ] 19, 1, c. 

'lovXtdrrjgy -ißrig 16, 13. 14 ; 63 N. 538. 

Invog 87, 2. 



Xnnaqxog 124, § 49, 1. 

t';r;r^i?f; (^Innrig) 140 N. 1219. 

^TnTroßsüiVTig, ^Innod-otüvrCs 22, 6. 

'iTTTio&dSv, "Inno&tavrlg etc. 22 N. 116. 

'Innoaod^ivCg 90, d. 

-1;, Eigennamen auf, 129, § 50, s. 

'la&fioT, "la&f^^ 87, 2; 208, as. 

^löbyivYi« 47, 21. 

fcroTTTvy^ff, iöonivxrig 76, 10. 

iaoQQonog 95 N. 843. 

iflror€iLoi;(9) 136, 14. 

i'aoff 87, 4. 

tazdvaj 177, 14. 

tarrjfjii 188—190; XQonaiov 192, 7. 

lariccTüjQ 170 IN. 1424. 

*IaxvXog, Spiritus 87, 2. 3. 

fro)' 165, 3. 

^ lipiaruiSrig 117, 12. 

•Ji/;^ {= iv 7V;ij3) 208, 23. 

^(ura 6. 

X 74—75; im Auslaut 105—109. 

xdyad-ov 73, 6. 

xdy(ü 72, 4. 

xa&d 257, 49. 

xa&alQü) 182, 8. 

xtt&dnsQ 88, 5 ; 257, si. 

xa&aQla^earai, xad^aQia^aTto 80 N. 684; 

92 N. 829. 
xad^iiÖQOvaaro 30, 12. 
xa&e(Xr](fa 103; 185 oben. 
x«^<;fa) 102 IN. 911. 
xtt&(C(o, -cCdvo) 176, 12; 173, 28 ; 179, 

§ 66, 1. 
xad-ioirifii 190, 9. 
xa&6 257, 60. 

xa^oti 247, § 89, 1; 255, 34; 257, 48. 
xa&(og 258, 52. 
xai 161, 16; 162, 20. — xaC . . xal 249, 

§ 91, 2. 
KaiadQTja 47, 21. 

xa£(o 178, 24; 182, 10; 186, § 72, s. 
xdxsl 71, 8. 
xaxona&Ca 53. 
KaX^örig 64, 1. 
xaXdvdai, 15, 6 N. 69. 
KaXavQBia 51. 
x«A^w 180, 4; 187, § 74, s. 
xdXxfxmv 72, 4. 
xaXxovg 103. 
XaAit^a;, -/«; 115, 3. 



— 277 — 



Kallivixog 116, 7. 

KttXhaSrig 119. 

KaXXC&€f4ig 129, § 50, 3. 

KaXXixxQdrov 106 N. 852. 

KaXXiarof^axri 76 N. 654. 

KaXXiaajcj 90, c. 

xailvTrTC« 163, 2. 

xaXvTiTTjQuT 179 N. 1488. 

xdX/rij KaXxriSfov 103, 8. 

xnXfpdiov 65, 8. 

xaAcuC) xaAo; 128, 19. 

Aa^«(i)^o;, KdfjLiQog 20, 17 ; 53. 

xdfiol 72, 4; 73, 6. 

xavavüTQOv 115, 3 b. 

xavovv 126, 9. 

xttTifjXsTa, Nameo voo, 228, 21 b. 

xdnCOTarov 72, 4. 

xttTTo, xdnoirjae 72, 4. 

Kagnovvviog 83 N. 713. 

xaQXOVTog 73, 6. 

AA^JorcTTio; 90, c. 

KaQ(fCva 119 N. 1098. 

KdaaxwQ 90, c. 

x«T, xaT« 217—218. 

xaxaöfjj 175, 6. 

xaiaiiriog 31 N. 160. 

x«ra;fyw 187, § 72, 7; §73. 

x«T«j/T^oxu 81 N. 689. 

xaraTTailri;; and ZasammensetzuDgen 14, 2. 

xara^^ccxro^ 95, d. 

xaxaGxevä^(o, Augm. 172, 17. 

xaiarld^bj 130, 9. 

x«rfi«yw?, xa7iayv(i)a 45, 19; 59, 1. 

xttTixta 102, § 38. 

xaioi^j^ios" 115, 3 b. 

xdjQonxov {=xdxo7iTQov) 80 — 81. 

xdrxvacg 218 N. 1740. 

x€{t)Tai 36 N. 193. 

xsitofiai 47, 20. 

xixTrifXtti 174, 32. 

x^(>«? (=x^^«T«) 143, 4. 

xtQ^diov 64, 1. 

x/^cKf Dekl. 143, 4. 

xeoa/neToVy xiqdfxiov 51. 

xiQttfAEovg 149, 4. 

KegafjLivg, Kiqdfxiog 114, §45, 1. 

KfQdiäxniy KsQ^trjxtti 16, 13. 

Af(>xi/«V£i/?, KsQxvovsvg 16, 9. 

K^QXvga 22, 7. 

KfQOsßX^nxrjg 23, 13. 

KfxqinoQtg, Dekl. 130, 3. 



A£9)ailili7i/ 96, 7. 

A^ai, Akkas. 129 oben. 

Krj(pi(fcii(og 47. 

Krjcftao^toQoZtprjXtiog 91, 13, e. 

Kriifiaog 98, 12. 

xi&aQ(^66g 65, 8. 

xe^y 104. 

Kixwviitg 97, 9. 

Kiv^vevg 29, 6. 

xLoxQavov 118, 14. 

xiaaotfOQovvTt 102, 6. 

Kixtiimv 47. 

xiTO))/ 103; 104. 

KXaiofxiviog 92, 1 ; 95, c. 

x^ftoi 186, § 71, 6. 

-xX^ijff, -xX^ff 132—133,7-10. 

-xAf^a 36, 3; -xil£(i)a 44, is. 

KXsiaivexog 45, 19. 

KXiiav^Qog 45, 19* 

KXiCßovXog 21, is. 

KXslSriuog, KUoSrifjLog 21, is; 117, 8. 

xXiiSCoVf xXitd-QoVy xXeCg 36, 4. 

xXsCC(o 36, 4. 

JS[A€cox^aT£(&)a 41. 

xXeialov 36 JV. 195; 51. 

JTAc^ra^ijlfo;, KXixaQ/og 56, 33. 

Ailaro? 21, 18. 

xitc^oj 36, 4. 

XXficu 43; 4. 

xil9;(ftov, xXy&QoVy xXijg, xXrjaiov 36, 4. 

xXijCfo 36, 4. 

KXrivegixTi 15 N. 68. 

xXriQovofiog 125, 2. 

x;i?T»?> 131, § 52, 1. 

KXixlagy KXlxagxog 56, 33. 

Ä;iw;r* ... 82 N. 699. 

xva(p€vg 74, § 28, 1. 

xvrjOxgCv 74, 4. 

KvCiffov 74, § 28, 1. 

Kvtaaog 98, 12. 

Kod-toxiSdVy iv, 215, b. 

xotvj 64, 3; 114, § 59, 1. 

xoX€{i)6v 42, 3. 

xoilila 119, 4. 

KoXXvTog 96, 7. 

KoXXvx^egj -^ug 140, s; 46, 2. 

JToAoyaJa/eoc, -(ovCxrig 114, § 45, 1. 

xo^/Cw 179 N. 1488. 1489. 

K6nQe{i)og 43, 3; 51. 

xonxat 187, § 73. 

xd(>i?, (x)o^^ (?) 27, 23; 83 N. 714; 100, s. 



— 278 — 



KoQfjaos 98, 12. 

KoQXVQU 22, 7. 

KoQTvVtog 75, 1. 

KoQ(ova(i)ix6s 33, %. 

xoafitixee 62 N. 523. 

xovQe{t)ov 43, 3. 

xovQfi 3; 27, 24. 

xovQOTQOifog 27 N. 141. 

KovfpayoQag 3. 

XQttStvjal, XQaretrtaC 79, 2. 

-x(>«Ti? 39 JV. 217. 

xqiaxoq {=XQi(og) 143, 6. 

xqifjLafjLat 186, § 72, i. 

KQTjaaag 74 N. 646. 

jr()i?T«(t)fi;? 32 N. 169. 

KQLToXia 41 N. 244. 

x^ouo) 185, § 71, 3. 

KQOjnid, KQ(o7rtSriq 54; 82 N. 699. 

KTTjaiag 115, 3. 

JSri;<rat9^i?a/(«0«'^ff 32 N. 170; 35, 10. 

Kv6avTtd(Sv, h, 215, b. 

Kvd^riQa, Kv&ii^^&og 97, 11. 

Kvd-Qoi (= XvTQOl) 104, 6. 

JTt/AXai'd'Ao«, KvXXdvJioi 79, 2. 

XuAwi/ 28 N. 143. 

xvfißCov 54. 

Kvvdvsvg 29, 6. 

xw^ 124, 20. 

xv^itCa 55. 

xi/^toff 148, § 60, 2. 

xbiöva 59, 1; 61, § 17, 7. 

xojXaxQärai 74 — 75. 

xoiil^ 124, 20. 

xwfAUQxog 124, § 49, 1. 

xtofi(p66g 65, 8. 

JST^oc 65, 8. 

A, Form des Bachstabens 2 ; 4. — il = 

Q, <r, V 80—83; 111, d. 
lay/dvcD 170, 8; 176, 10; 183, 1; 185 

oben. 
Aaöafxria 47, 21. 
AaxiaUvov 80 N. 684. 
XttfißttVfo 170, 8; 176, 10; 183, 1; 185 

oben. 

XttfiTittSaQxog 124, § 49, 1. 

XttfxnaSuov 51. 

AttfjiTiQivgy AafxmQ^vg 79, 6- 

uia/LtTKOVSM 51. 

AafiTKovHSvg, Aa/uncarsiig 44 N. 291. 
AafjLnqiiwg 45 N. 296; 46, 0; 47. 



Att/nniQevs 79 N. 679. 

-Aaoff, -X«ff 128, 16. 

AuQKTa 98, 12. 

Aav^ixevg 62, § 18, 2. 

AavQe&ov 51. 

il^yoi 182, ö; 184, e; 187, §§ 72, 7. 73. 

74; 192,3; 193,11. 
XHalvvD 182, 6. 
Xetog 36, 3. 
i€/7roi 176, 11; 183, 1. 3; 184, § 70, 1; 

207, 20. 
XiXttfuiivog 185 N. 1523. 
Asovrlg 25, 19. 
Aeiütyogagj Aeitavrig 47. 
XeovToitSüg 150, li. 
Asmivrjg 119. 
;i^;rai 185 N. 1523. 
Aiaaßog 90, 12. 
AsTJivrjg 77 N. 662. 
AevxCnnHov 51. 
^fuxovo(Ow 57, 1. 4. 
-Afojff, -ilaoff 128, 16. 41. 
AEtüvrCg 25, 19. 
ui^cJa 16, 13. 
XriSioVy Xjog 64, 4. 3. 
XriaTrjg, XriTOVQy^o} 37; 81, 1, b. 
./ii^ ipifiavöevg, Ari\pifjidvi og, Atiijßv/iavievs 

114, § 45, 1. 
XißavtojCg^ -rgCg 82, 6. 
A^^o?, feminin. 129,23- 
Xtfiivav 130, 7. 
Xbd-ovXxla 27, 24. 
Xid-ovQyla 27, 24. 
Xtfi7idv(o 176, 11. 
Xivovg 149, 4. 
XnovQyia 38, 7. 
Xoyl^ofjLai 179 N. 1489. 
itoiTTfr? 147 N. 1268. 
JlotTrd? 148, § 60, 2. 
jloi/rii^ior 27, 24. 
AvttVÖQog 116, 7. 
ilfj/youpioa/ 76, 7. 
Avxiag, -lag 115, 3. 
Avxr\og 47, 21. 
^i;xoif((»))/off 82 N. 703. 
Avx(ove(a 51. 

Avnnei og, AvxxHog 76, § 29, 1. 
iliJa^ 137 N. 1198. 
Avaiag^ AvaCag 1 15, s. 
Af/y^tov 51. 
X(ü{t)ov 66, 9. 



— 279 



|i, Name 5, ß. — ^u = /S, r 77, 5; 84 — 

85; 110—113. 
fiaysiQOS 51. 
fiaXiaata 90, c. 
Mavrjg 119. 
MavCg 129, § 50, 3. 
fiavd^ccvü} 183, 1. 
fiavT€i(ov 45 N. 295; 46, 6. 
fiavTi^a 47, 21. 
Maqavtts 99. 
fiagjvcd 143, 6« 
Ma()a))/(«0^i/;) 'fovirrjg 44 N. 291; 54; 

114, §45,1. 
Maaavvdarig 15, 6; 99, 12. 
MaaaaXtrJTigy -loTrig 115,2. 
/biaaiiyoü} 193, 10. 
-jLidxrjg, -fia/og 125, s. 
MeyaXrinoXig, MeyaXonoXltrjg 117, 9. 

{u)flfyttQOV 99, 13. 

^^yaff 84, 1. 

MsSaloi 84 N. 716. 

Mfd^tovri 17,17. 

|i«xToff 181 N. 1496; 188, § 75, 2. 

fiMtxog 56, 36* 

/ia|^ D. s.w. 36, s; 51; 181 N. 1496. 

M€i^id6r}g etc. (= Mi^iaStjg etc.) 51. 

^a'lw (=fiC^(o) 51; 181 N. 1496. 

jUf^i; (= -ovo?) 151, 16. 

MixaxXelog 15 N. 68; 75 N. 647. 

MexaQixij 75 N. 647. 

MeXtt/Lid-iog 85, 8. 

fisXiCvog, fieXlivog 18, 3. 

^iXiofJiai, s. iTiifisX^ofiai. 

MsXrjaav^Qog 19, 8. 

^^;;w 169, 3; 241, 7. 

/i^r . . (f^ 250, 5. 6. 

M€V€X€il)dfig 37 N. 203. 

i^C)/ex^aTf(&)a 41. 

M€via(a)TQaTog 90, c; 115, 4. 

fiSQaQ/ai 125. 

^f(>/Cai 179, §66, 1. 

M€a6y€(c)og, -yetog 43, 3; 128, is. 

jusao^jLiTjy fisaojuvT} 85, 9. 

Mioariviog 101, 4. 

|U«t' f/xacfaCff) 1^4, 28. 

/i€Ta 211, 40 ; 128, 34—219, 38. 40 ; 221, 47. 

Msiaysi^Tovmv 69, § 23, 2. 

fiixaxioviov, /ufianvQytov 219, 39. 

lu^XQt 212,10; 219,40; 251, 11. 

/iiy, ov 258—259. 

/ii;(F6t'?, ^i;(Ff elg 88, 5 ; 258, § 92, 3. 



Mfj^€{i)tt 41. 

MriSriog 47, 21. 

M^Siaaa 115 N. 1062. 

AfiyJCoifJoxoff 79, 5. 

firid-afiov 105; 259 unten. 

^??^€/s 104—105; 258—259. 

firix (= |U^ ^x) 71, 2. 

MrjXVTiSQVay Mtixvßsqva 77, 2. 

firiXatTov 71, 2. 

Mrj/LiotptXog 85, 2. 

fjLtivvarjig 39, 11. 

iu^w 249, §91,1. 

MriTo^cuQog 82, b. 

Jlf^Toxoff 79, 5. 

firiTQ^og 65, 8. 

^Cyvvfii 180, 6; 181, § 67, 1; 188, § 75, 2. 

MiS-qiSdirig 15, 7. 

MCxtty MtxCtov etc. 54 ; 83, 6. 

MCxxog 83, 6; 95, b. 

fitx{Q)6g 83, 6; 89, 10; 95, b. 

fiCXixog 56, 36. 

Mi(Jlxa)()&of, Jlf£ilT(u(>&o; 78, 1. 

iu«^y^<rxw 174,32; 185, §71,3; 186,§72,i. 

/Lita&ü)€(dvj(oaav 168, 11. 

jLiiCfcf&og 90, d. 

fllO^OO) 218, 32. 

MiTQa^drrig 15, 7. 

Mi^TQoßaTfjg 16 N. 72. 

MiTvXrjvalog 29, 7. 

|Ura 124,20. 

MvriaCag 115, 3. 

Mvrjal&€iog 46, 4. 

•fivovg 149, 5. 

MoiQoxXitovg 46, 4. 

jLiol=avT^ 235, § 87, 1. 

fioXvß^og 30, 10. 

Movvtx^a, MovvtxifoVf MoüVt^og, Mov- 

vv^Ca u. s. w. 29, 8. 
Mowix^a&€{v) 146—147. 
MvTjaatog 98, 12. 
Mt/Aftora 99, 12. 

Mvwivri, Mvw((av 97 N. 852. 
MwvCaxog 97, 9. 
MvQiva, MvQfov 98, 11. 
fiv^QivTj, Mv^Qivovg etc. 97, 11. 
Mv^QiVovvTa l=:-ovtTa) 84 N. 717. 
Mv^^ivovvii 208, 23. 
MvaCa, Artikel 226 oben, 
fiv 6. 

MvTiXr}Vaiog 29, 7. 
Mi/Tvliyi/ßroff 29 IN. 149. 



— 280 — 



1, Name 6. — y 84— 85; 110-113.— Weg- 
fall voo V vor ax, at 111 N. 1040; 

112,6. 
va^vnrjyog 3. 
Na€lg 49 N. 361. 
Na^tdjrjSj -ijti^c 16, 13. 
vcconoios 127 N. 1139. 
va6g, y€(6s 127—128; 128—129. 
NavxluQog 82, a. 
NavxX€{i)a 41. 
vavkog, vavlov 129, 22. 
railff 143, 7. 

NavatxX^ovg 133 N. 1179. 
ma^Qog 84 N. 716. 
veavtaxccQxrig 125. 
iV£ay(f()£(i)a 41; 52. 
J^^a TTolfff 117, 9; 137, § 54, 2; 

226, 18. 
NtanoXCtrigj NtonoXlxrig 7, 9. 
y^i)a, y^r« (= yijm) 37 ; 43, 4. 
viixog 36, 3. 
y/toff (= viog) 45, 19. 
vh(ox6qiov 46 — 47. 
yc^oi; (= Tempel) 47. 
m(jii(i 208, 23. 

N^f4€{i)aj T«, iVf^«(t)o^f 41; 44, 15. 
NäaattoQ 90, c. 
vsvQogdtpog 95 N. 843. 
vsioxoQtov 54. 
VfoiTToid? 127 N. 1139. 
vsfOQiov 227, 21. 
yfoiff 47; 127—129. 
iVi?lt(0«? 45 N. 296. 
vrjTiotveC 147 IN. 1266. 
yiiw, yw 185, § 71, 3. 
Nix{ai)€vg 35, 10. 
y^xaoi cam gen. 207, ig. 
Nixiag^ NtxCag 115, 3. 
Nixo(jL^6iaaa 115 N. 1062. 
NixoaaTQärrj 90, c. 
Nionri 77, 3. 
NtqCag 54. 
yo/i/Cw 179 N. 1489. 
vofiog tdiv TSjusvöjv 206, 16. 
'v6/Liog, 'VofiTig 125, 2. 
NovßriViog 27, 24. 
youff 126, s; 149, 6. 
VT wird yJ 79 JN. 673. 
vv 6. 

yw^ 147, 9. 
yd) (= yi}«) 185, § 71, 3. 



^, Name 53; vorenklidische Schreibweise 
3, d ; Verwechslung mit C in der Schrift 
92 N. 830. — ^ 92—93; 105—109. 

Sciv&iag 115, 3. 

|f t (= ID 53. 

S€v6xX€{i)a 41. 

SevoxQixu{t)a 42. 

Ssvonel^rjg 36, s. 

1^01, ^(u 176 oben; 186, § 72, 1. 

^fjQaCvo) 182, 6. 

loü^off 63 N. 537. 

SvßaXi^ntog 77 N. 662. 

^vßßdXXsa&ai 113, 10. 

|t/jla, (Tuila, ^iXtvog, avXtvog 92, 4. 

^vXovgyog 27, 24. 

It'y, oTüV 93, 0; 220, 46. 

^vvog 195, § 78, 6. 

Svn€Ta$(6v 32 N. 172; 35, u; 93, s; 131, 
§ 51, 8. 

^varaQ/Tig 125. 

^(/oi 1S6, § 71, 6. 

|(ü s. ^^01. 

o. Form des Bachstabens 1 N. 2. — o = a, 
€, «, i/, Ol 16, 8; 21—24; 58, 7; 115 
— 117; o zwischea KonsooaDten ge- 
schwnadea 69, § 23, 1, entwickelt 
§ 23, 2. — elidiert in 70, § 24, 4. 

6 avrog 155, 10— 12; 237, 12. 

o f4iv . . 6 di 250, 5. 6. 

*0«(i)n'? 32 N. 171; 33, 6; 87, 2; 142, 11. 

oßiXeia, oßsXlaxog 22, s; 52. 

oßoXog 22, 8; 71, 3. 

oySiiri 58, 7 ; 86 N. 727. 

oyöoog 163, 23. 

06s 104, § 40, 2; 231—232; 235, 4. 

b6ono{i)Ca 58, 6. 

d66g (= Schwelle) 27, 28. 

o£t = o'Cy (ü'C 49, 28. 

'O^^fy 87, 2. 3. 

S^^'^Sd" 104, §40,2. 

0&6V 247, § 89, 1; 251, 7; 253, 25. 

Od-OVLOV 54. 

0/ = o, u, fü, Ott 24,15; 56 — 59; 66,11. 

— Ol elidiert 70, § 24, 4. 
-OL als Adverbialendong 147 N. 1269. 
olaXa (=vaXa) 59; 115,3a; 119 JN.1098. 
otcFa 185 oben. 
ViTJ&ev 58, 7. 
o/i* = o'C 58, 6. 
'OfO*aTi2? 58, 6. 



— 281 — 



otxaCTT} = oixirov 119, 9. 

ofxfi, otxov 147 N. 1268. 

oixoSofiica 172, 16. 

oixovofxioi 172, le. 

oixoTTjs 117, 10. 

oixT^QOj 54; 179, 25; 181, § 67, 1. 

Oivyg 37; 38,7; Oivlg 38, 7. 

oivoxo(Siov 103 N. 929. 

otvo/oirj, tpvoxorj 58, 7; 66 N. 585. 

oio/nai 193, 13. 

0M)c, oloaneQ 237, i4. 15; 256, 43. 

o?ff 139, § 57, a, 1. 

-Ol?, 'O^ai Dat. PI. 126, 7. 

oxraxoaiot 162, 19. 

oxTttxig/Ucot 162, 19. 

ojfTW 'ßoXdüV 71, 3. 

oxra;(faxri;Ao?, oxraizroi;; 159, 5. 

oxxtoxttCSaxa 161, is. 

oA«^ 27, 28. 

dxa^fov 36,3; 52; 151, is. 

6h{y)aQx(a, "0Xi(y)av&(6rig, 6XC{y)og, 6X1- 

(y)w(>Ä) 75, 4. 
oXxitov 52. 

oXXvfJii 183, 1; 185 oben. 
oAo; 234, 45. 
^OXv/unUta 55. 
'OAi/irfi;? 83 N. 714. 
6fxriQs{l)a 42. 

üuyi/^t 191, Iß; 222, § 86, 1; 241, 7. 
ofiorayog 91, u. 
ovoiud iau 203, § 84, 1. 
ovofjLuaxC 147, 8. 
oVrow (== tax(ov) 191, 14. 
-071?; 77, 3. 
oTtXofid/og 125, 3. 
67t6&€v 247, §89, 1; 251, 7. 
oTTot 247, § 89, 1 ; 251, 7. 
oTTOi« 145, § 59, 1; 251, 7. 
onolog y onoaog 237, le. 
oTTOi; 27, 24; 247, § 89, 1; 251, 7. 
oTixdviov 54. 
oTTWff (av) = damit: 247, § 89, 1; 253— 

255; = wie: 256, 44. 
oQydg 227, 21 a. 
ogySKüVfüV 47. 
oQyscSvsg 227, 20 a. 
6Qyv{i)d 59, 1. 
oQSix^^xog 52. 
oQtcaxofiog 25, 19. 
'OQ&ayoQttg 82 N. 703. 
"ÖQ&eCa 52. 



oyCw 179 JN. 1489. 
"ÖQoßiog 69 N. 595. 
o()of 6. 

o^Qonvyiov 100, 7. 
^OqatfAivrig 99. 
*Oqx^svs, '0()xofi€v6g 22, 4. 6. 
Off 156, 13; 236—240. 
-off^wv (= -ia&o)v) 168, 12. 
oaoff, ocfoan^Q 237, i4. 10. 
ocf7t€Q 237, 12. lö. 
oOTsixe^g 91, 18, c. 
oaw 156,14; 236—240; 247, §89, 1; 

258, § 92, 4. 
oTttV, orafxneQ 242, 9; 247, § 89, 1; 252, 

14—18. 

oT£ 252, 20. 

oTi 252, 23—253, 27; 256, 48. 

oTiva 156, 14. 

ovy unechtes 6; 26—27; echtes 62—63; 

O für echtes ov 63, 2; ov aus v 30, 12. 
ov 63, §20, 1; Ol/, fÄ^ 258—259. 
ov 247, §89, 1; 251,7-9. 
ov^h äfjLov 258, § 92, 3. 
ovSsCg, ovdk dg 104, § 40, 8. 4; 258, 

§ 92, 3. 
oi&' (= ov6% ov&€£g (= ov^€ig) 104, 

§ 40, 3. 4; 258, § 92, 8; 258—259. 
ovx 63, § 20, 1. 

OvXidrrig 61, § 18, 1; 63, § 20, 1. 
ovvexa, ovV£X€(v) 27,24; 215—217.. 
ovvnoqltavog (= 6 ^Evn-) 72, 4. 
ovqyoxCfiov (=0 '^^y-) 72, 4. 
ovg 27, 24. 

Ol/« 63, §20, 1; 249, § 91, 1. 
ourot; 156, 14. 
o^Toff 63, § 20,1; 63 N. 538; 231,33; 

235, ö. 
otpiCXta 21, 18. 
6(pi6iov 54. 
otfXiaxdvto 183, 1. 
*0(foXüivC^r)g 23, 9. 
0(fQvvHov 52. 

zr, JName 5, 5. — n = x und ^ 76 — 77. 

TiayxQdriv 74, 4. 

Tiaidv, Ilaifov 143, 8. 

nm^slog 52. 

/rwij^a 47, 21. 

üaiQiadörig 18, 19. 

7ira/w 186, § 72, 1. 

naXniaxriq 18, is. 



— 282 — 



TiaXaOTTJ 18, 18. 

nakaatiaiog 18, is; 148, §60, 2. 

nalXrivig 62 N. 524. 

IlaXXriviES 140, 8. 

naya&rjvaixos 33 N. 178. 

IlavaxTqt (= ^j/ II.) 208, 23. 

ndvdia 54. 

navöoxiiov 76, 9. 

Ilav^Qoaeiov 52. 

IlavTaXiifav 47. 

Tittvraxy 64, 3; 114, § 59, 1. 

navToig 130, 9. 

7rff(>a 207, 17; 219, 40. 

naqttdoasiaüiv 80 N. 682. 

TiagatßaTrjg 195, § 78, 6. 

naQaistlg 31 N. 160. 

nuQttiQifo, Syntax 204, 9. 

nuQaxaXiiX) 36 N. 193. 

nttQUTfXovg 126, 9. 

naQttQ{q)vfAaia 95, d. 

nagacfxeaCeTai 62 N. 523. 

naqaanovS^ü} 172, 20. 

Trct^aaTcei/o) 177, 14. 

TiUQidQog 88, ß. 

7iaQ€ia 37. 

7iaQ€iXri(p€C(av 165, 4. 

naQSi'Xrjffva 59, 1; 166, 7. 

TiaQU/Lit 190, 12. 

naQvrjaaiog 98, 12. 

IlaQTiaQiog, -loiri^f 114, § 45, 1. 

TTftff 233—234. 

ÜaffiXQciJTj 119, 9. 

naaiXia 41 N. 244. 

7iaa)^(o 183, 1. «' 

naiQiog 148, § 60, 2. 

7r«T(>^? 81 JV. 693; Dekl. 130, 7. 

najQf^og 65, s. 

HatftXog 84 N. 716. 

naxia 150, 12. 

7r^C«(>/off 124, § 49, 1. 

TT^r (= ;ir) 6. 

mi&iSri^og 116, 7. 

TTf/^^w 36, 3; 183, 1; 194, § 78, 4. 

miQ{ai)ivg 32 N. 173; 33, e; 35, 10; 141, 

9. 10. 
Il€iQa(i)ix6g 33, 8. 
nsiQC{&)ovg 127, 10. 
neCaavÖQog 36, 3. 
neia&iiaiQog 54 N. 450. 
Ileiaiava^ 36, 3. 
n€{()aiSog 36 N. 193. 



nsXagyixov, HeXadytanSv 83^ 7 ; 227, 21 a. 

mXs{i)airig 42. 

neXexaoi 96, 7. 

üeXoTiovyriaog 97, 9. 

nifimog 163, 23. 

nifATio) mit Part, praes. 241, 8* 

mv&aaCXsia 41 N. 244. 

mvTaxigx^Xioi 162, 19. 

nsvjaxofftot 162, 19. 

mvidfivovg 149, 5; 158, 3. 

7i€VT€xa£6€xa 160, 12. 

7iiVT€xaiSäxajog 163 N. 1382. 

mvtinovg (nicht nivxanovg) \ 58, 8. 

ÜevTsXrixogy -etxog 37, 62. 

nsvTSirjQtg 158, 3. 

TrfyriJxovT« 161, le. 

nevTrjxovTTjQ 164, 29. 

nsYKoßoXov 22, 8. 

TzevrtoQoßog, nevttoQvyog 25, 19. 

Ilegyao^itog 47. 

UtQSlxxag 119, 7. 

7r€(>t' 206, 16; 219, 41—220, 44. 

nsQisvxevTQlafi 179, § 66, 1. 

nsQinXCaao} 174, 29. 

nsQiTioXaQxog 124, § 49, 1. 

7if^«(>((>)avr^p*oy 95, d. 

Il€^QMߣa 97, 11. 

Tligaetpovri 100, s; 103. 

HsQCfig 99. 

n€Qai(p6vrj 103 N. 924. 

7r?;if i;? 1 38, § 55, 2. 

iTi^füff 80, 10. 

TT^yw 183, 1. 

nCnxu} 174, 82; 183, 1. 

Iltad-itatQog 54. 

IHaarog 90, c. 

Üitd-evg 80, 10. 

Hii&tog 80 N. 685. 

nXaTaUifog 47. 

/7>lar()e(()ix6; 33, 8. 

nXaxHa, r^ n. odog 148, § 60, 1. 

nXttjiia Ncutr. PI. 150, 12. 

TrAfCO«!' 43, 8; 44, 15. 

nXeCbiV, nX^ov 152, is. 

TiAAü 176 oben; 59, § 17, 1. 

TTJlijy ei 256, 40. 

nXCvd-tov^ nXivd-siov 52. 

nXCaato s. niQtnXlaata, 

nXovg 126, 9; 149, 6. 

Zliüfuff 78 N. 667. 

/7;i«»*^(fi)fi;ff, nXfo&üg 42, 2 ; 44, le; 140,«. 



— 283 



nvv^ 144, 10. 

noSuov 52. 

Tio&dvog 21, 18. 

IIoiavExpKüV 58 — 59. 

7io{C)slv 57, 2. 3. 

TioXifJLttQXOS 124, § 49, i. 

n6Xis 137, § 54, 2. ö; 138 IN. 1202 ; 227, 21. 

7ioXcTi{t)a 40, 12. 

noXvavSqelov 52. 

noXvy,Xs[C)a 42. 

üoXvfivlg 130, 6. 

JIoAiJoxroff 62 N. 524. 

ÜoXvniQX^v 91, 14. 

iroXvipQdafKov 88 — 89 

TiojbineTov 52. 

IIovTog 226, 16. 

noQevo^ab 193, 14. 

i7o(7€/(fwi/ 54; 130, § 51, 1. 

noGiSsiog, IIogCShov 54. 

Iloaidmv, IIoaiSriKov 54; 64, 6. 

Ilotiiöaia 52. 

noTSi6satr]g 35, 11; 36,3; 52. 

TToi; 27, 24. 

-TTOfi/ (=-;ro^«) 130, 4; 149, 8. 

Uga^Cag 115, 3. 

ngäog 64, 2. 

ÜQuataC 54. 

nqajQCßt 81, 1, b. 

ngccTTO) 185, § 70, 1. 4. 

TTQiaßHg, TiQiaßevicU 144, 9. 

TiQiaßtKüv 47. 

nQeaßrja, ^ 47, 21. 

TTQsaßvuQog 223, 6. 

nqriQoaCa 82, a. 

IlQiavijg, IlQirjvijg 16, 13. 

TTQlaa^ai 182, 4. 

7r(>tV (aV) 242, 9; 251, 13; 252, 14. 

TT^tw 186, § 72, 1. 

TToo 73, 7; 173, 25. 

TiQoaOTiov 54. 

TiQoyoviog 54 — 55. 

ngotSQog 73, 7. 

TTQorjQoacttj nQoriqiGia 82 N. 699. 

TiQol'^j Syntax 210, 30. 

TiQolairifxi 190, 9. 

TiQoxoidiov (= TtQoxoCSiov) 103. 

ÜQoxovvrjaog 97, 9. 

IlQOXQovaTijg 63, § 20, 1. 

rroo/ui^&iccj T«, 55. 

TTQoviCügj TTQovrjiog 64, 6; 128, 10. 

7iQoro€0(Licci 193, 12. 



ÜQonXovg 126, 9; 149, 5. 

TT^d; 220, 43. 45. 

TiQoa^iirjjatj nQoa^sttai 46, 2; 166, 6. 

ngoa^äajy Syntax, 207, 20. 

TZQoasKovT^d^rjaav 47. 

TtQoa^xct) 88, 6. 

TiQoai^ov 65, 8. 

7r^oTai'^(*)«, ;r(>orcti/£i;a) 24, 14. 

TiQOjiQiog 115, 3, b. 

;r(>i;r«j/^(i)a, 7r(n;Tav^(/)oj/ 40, 12; 43, 3; 

52; 227,21. 
JlQ(owog 97, 9. 

TlQ^Qtt 66, 8. 

TTQtSTog 163, 23. 

TiQcjKog 147, 12. 

7irr«A^(i)ivo? 44, 18. 

TiJSQvyiov 54. 

JZToA£^«(«)«xd?, IlToXf/ua{iyg f ITroXi- 

/Lia{L)XTig 33, 8. 
IlvavsxpmVj IlvavoiptcüV 23, 10. 
IlvyaXsvg, IlvysXevg 15, 3. 
Ilv&äag 115, 3. 
JTüö^iii? 37; 38 N. 209. 
nvv&dvojuai, 183, 1. 
JIv^Qog etc. 100, 4. 
IIoDaipoQog 102, § 38, 2. 

(), Form des Buchstabens 1 N. 2; ^ = >l, 
(T, y, V 80—83; 99—100; 111; dunkcl- 
färbend 30, 12; 81 IN. 689; i^ vor (► 
105, 1, d. 

Q^äiog, Q^arog 64, 1. 

QanTO) 169, 1. 

^PagCa 227, 21, a. 

^^Cw 169, 1. 

QÜovOa 46, 4. 

(PyPmd? 95 N. 84-3. 

^5^01 169, 1; 176 oben. 

Qrjyvvfii 169, 1; 184, § 70, 1; 187, § 73. 

^Pvivalog, 'Prjvauvg 114, § 45, 1. 

^rjTy 64,3; 114, §59,1. 

^Pi&v/bivog 54. 

Qlg 144, 11. 

QJy ^^j Qff 95, d; 97 N. 857; 99—100; 
169, § 64, 1. 

qvfii{i)M 44, 18. 

{q)qvf^6g 95 N. 843. 

QMVWfAi 169, 1; 185, §71,3. 

a, Form des Buchstabens 1 IV. 3; a^=Xy 

cT, C, V, Off 84, 6; 88—89; 90-91; 



— 284 — 



109— nO; 110—113; 185—186; aus- 
lautendes a assimiliert 109 § 42. 

ff«, Fem. zu adSg 149, 7. 

Zdßßai' 84 N. 717. 

adic{x)og 95, a. 

2ax6vSog 15, 5. 

ZaXafiCg 208, 23. 

aaXntxTTigf aaXntajrig 84, 6. 

ZaXvßqCa 17 N. 81. 

SaXvnQiavog 84 N. 718. 

Zafxßat' 84 N. 717. 

Zafiod^Qqtxri 64, i. 

2av6Qog, 2tavSqog 74 N. 646. 

^dqanig 14, i. 

a£f()a 52. 

ZeiQTJv 52. 

2ixoTog etc. 93, 6. 

2iqanig 14, i. 

2iQßvXCa, 2iQfivX(a 11, 6. 

ZiQQHOV 52. 

JTfuff 92, 2. 

aC 88, 8; 92, 2. 

ZriXvfißQiavoC 17 N. 81; 84, 0. 

arifittCvbi 182, 6; 185, § 71, 2. 

Zrjfiaxi'^iSvy iv, HO, 1, c; 215, b. 

Z^arog 93, 6. 

ZCßiXXa 29, 11. 

Ziyeirig, ZiysvBvai 62 N. 522. 

aiSrjQovg 149, 4. 

Zixtvi^Trjg 19, 8. 

2txv(üviog 30, 9. 

2iXavt(ov, 2iXav6g, ZiXrjVog 55. 

.TiVCüTTifrora 115 N. 1062. 

(r£()oV 55. 

ZxafdßoivtScSv, iv, 111) f; 215, b. 

axdipiov, axaffEiov 52. 

^xdipiog, Zxa-kpalog 114, § 45, 1. 

(Tx^;£&, Dualis 132, 6; 200 N. 1627. 

axsvdCoi 180, 2. 

2xi7i£tov 19, 8. 

2xi>T(ov€(a 52. 

ax6^(o)(yov 69, § 23, 1, &. 

Zxv^g, Artikel 223, 6. 

axvXo6ia(p7}g 93 N. 835. 

ZxvQOV, iZ, 109, 6, a. 
.ZxaiAo? 78, 1. 
GfjtfifiaTo&T^xr) 175, 3. 
€ffirjfiaTog)OQ€iov 52; 175, 3. 
a^u^y 175, 3. 
ajLirjvog 131, § 53, 2. 
((T)/i«x^d; u. s. w. 83, 6; 89, 10. 



2oX(flxtog 78, 8. 

2ovßQ{6rjg 30, 12. 

Zovvtov 63, § 20, 1. 

2o(f>oxXhovg 46, 4. 

Znaq^oxog, Znagroxog 21, 1; 79, ». 

a7r«/ß« 187, §73. 

aTii&afiiatog 115, 3, b. 

anov^ri 63, § 20, 1. 

aa für <r 89—90; ffff 98, 12; = rr 101 

—102. 
ZrdyiQog 55. 
ardöia, ard^iot 144,^2. 
cfTtt&fiiov 55. 

axttd^fiog, aia&fiov 144, is. 
aidSiv 74, 4. 
<rT«Ti?;/off 82, b. 
(rT€y«Cft> 180, 2. 
{a)Tiyo} 91, 16. 
2i€iQla 21, 18. 
axsix^ig 165, 1. 

aw^j/)/^ (== axA^yy^O 81 N. 690. 
aTEXs{i)6g 43, 3. 
ataXio 169, 2; 187, §73. 
ateQSog, atiQQog 100 N. 898. 
aretpav^ (= -o?) 66, 11; 176, 6. 
Zrriaiag 115, 3. 
ZrrjaiXijSTjg 37. 
Xxtßfav 55. 

(TTJl^il); (= atriXri) 81, 1, b. 
(TTo(£)a 57, 1. 
cfiQajs^a, cfiQaTid 55, 31. 
aTgarevcjy -ofiat 192, 2. 
(rT(^)aTi?yo^ 82, b. 
.^r^ff^ieuV (= 2iEiQi€vg) 81, 1, b. 
Zjqs(f)ivs(og 127, 14. 
aTQ4(f(a 187, § 73. 
cfTQov&og 63 N. 537. 
aiq(ofiaxl^(o 179 N. 1489. 
axj^Mvvvfii 186, § 71, 4; § 72, 2; 191, 16. 
axvn7it{T)ov 43, s; 52; 97, 10. 
ZxfSXog 78, 1. 
2vßaXr\xxiog 77, 4. 
avßrfvrj 19, 8. 
ZvßgCSrjg 30 N. 155. 
Zvxsevai 62 N. 522. 
(Tuxij 124, 20. 
Zvxitoviog 30, 9. 
ai;/la, ai^A&ro^, s. ^i^ila, ^vltvog, 
avfifisixxog 188, § 75, 2. 
avfjinag 234, 44. 
avjUTXQosSoi 82, b. 



— 285 - 



2:vf4yjüig 84 N. 717. 
avv, ^vv 211,40; 218, 3ö; 219,36. 
(fvvay(oviaC6/u€Vog 92, 2. 
Zvv^xdrifjLog 109 N. 1014. 
avv8Qy^(o, Aug^iueat 171, 12. 
aw^dax^f'V 93 N. 832. 
avtTQtrjQaox^ü) 172, 19. 
avvjQttjgaQ/og 1 24, § 49, 1. 
2v7iakriTTiog 77, 4. 
2!vQax6aiog 27, 23; 99, 12. 
^vQvXa = SvQiXWa 29 ]N. 147. 
(Ti)? 138, § 55, 6. 

avajQSfXfiaittQxrii 125. 

a(f aus (y)(r 93, 10. 

atfttyiov, cftfayiiov 52. 

Oif^TSQov {aifJÖJv) 153. 

atfovdvXog 78, 8; 104, 6. 

ffcfi//»/ 93 N. 835. 

aiftov (a^rwy) 152 — 153. 

ax aas ;f(y 93, 5. 

axwccQxovTtüv 93 N. 832. 

(T;^€j'Ji;Jliy 120, 6. 

atp^to 66, 8. 9; 179, 26. 1; 181, § 67, s; 

185, §71,3; 186, §72,2. 
^cpvavTfjg 66, 8. 
Zdiv^Qog 74 N. 646. 
^üSnoX^S 129, § 50, 3. 
(rw(*)o?, awg, aä 66, 9; 149, 7. 
2(aaCag 115, s. 
^foalvovg 126, 8. 
2:w(r(}aTo? 79 N. 680. 
2(oTig 130. 

ZfOTVQa (Dat.) 48 N. 353. 
(r(ü(i)cu 66, 9; 179, §66,1. 

T, Name 5, 5. — t = x, (T, ^ 78—79; 104 
—105. 

T«, T«?, TO, TbiV = a, «?, O, (OV 100, 13. 

layccX/utt 72, 4. 
ladeXifov 71, 2. 
Tad^v^y -da, -ttiif 72, 4. 
Tax(>(UT?7^m 72, 4. 
ra^ila 71, 2. 3. 
jdfxd 73, 6. 
tajuista 55. 
rdvaXiaxofjL^va 71, 3. 
rava»'?/« 71, 2. 
idvSqog 71, 2. 
ja^iaQxog 124, § 49, 1. 
r«7rtTiJ(f£m 71, 3. 
TtTTio 71, 3. 



Tagßavijg 69 N. 593. 
raQtX^nwXiov 55. 
Ttx^gog 100, 6. 

TUQTTj/jlOQlOV 118, 14. 

TccOTiovSag 91, 13, c. 

Tarrw 166, 5 ; 187, § 72, 5. 

T«i/ 6. 

rai;^£(Ooc 40, 12. 

tavjdy TavTov 71, 2. 3; 155, 10. 11. 

T« 249, §91, 1. 

T€ . . xar 249—250. 

Tsi&Qagy Tsi&gdaiog 52. 

Tfiof- 36, 3; 180. 

TsKfafiivtj etc. (= Tiaufiivri etc.) 53; 

180. 
Te^alag 115, 3. 
r£^a(u (= T^acti) 52; 180. 
Teixiovaaa 27, 24; 98, 12; 101, 4. 
Tci';^o; 36, 3. 
TsX^ag 115, s. 

TÄlf(t)oc 43,3; 148, §60,2. 
T6l(€)^iiaffioff 69, § 23, 1, b ; 98, 12. 
TcXivixog 115, 4. 
TeXeaiag 115, 3. 
reXito 180, 4; 186, §72, 1. 
Hfzvü) 183, 1. 2. 
T^a(a)a^a 101, 1. 
lixaQxog 163, 28. 
Tfraiijs 82 N. 703. 
TSTQd{6Qa)xf^og 118, 14. 
T€Tga€z£a 158, 2. 
TSTgaivfo 18, § 10, 1; 182, 6. 
iSjgaxigx^Xioi 162, 19. 
T€TQax6aioi 162, 19. 
TSTgdnovv (= -ttoJ«) 149, 8. 
T£T^a; (= T^ce^ro;) 163, 23. 26; 164, 28. 
T£r^i5^i7<y), r£T^^^oi;(;) 136, 14. 
TSTg^gyg 39, 11. 
T£TTagdxona 161, 16. 
ThtaQtg, tiaaaq^g 101, 1; 158, s. 
jirrageg xal öixa 160, 11. 
TirTixog 101, 1. 
r^^ayov 16, 12. 
tj^e 64, s; 114, § 59, 1. 
Tij^ 19, 9. 
T^ioi^ Triio$ 65, 7. 
TijAe^oyecoff 53. 
TijyJ^ 147, 9. 

jrjffjiqlfjg, tijinoäg 91, is, c. 
ii&7ifjiL 188—190; 196, §81,2; 215, 19. 
itfidio 193, 11. 



- 286 — 



TifiCng ]15, 3. 
Tifiodsiog 46, s. 
iCv{v)vfii ISO i^. 1495. 

llVOSy TOV 156, 15. 

T/roi ISO, 6; 181, § 67, 1; 1S4, § 69, 1; 

186, § 71, 6; § 72, 1. 
TtaaacpQh'rjg 81 N. 688; 136 JV. 1193. 
tCj^ fl 19, 9. 
TXtjunolffAog 84, 4. 
70^*196,6. 

ToiovTog 155, 9; 232, 37. 
ToTaneigttai 91, 13, d. 
Toxiai 142 N. 1233. 
Toxog 210, 31. 
To^aQxog 124, § 49, 1. 
Ton€{t}ov 42, 12. 
ToQCJVtttoi 23, 12. 
joaovTog 155, 9. 
Torw 79 JV. 676. 

TOt, TlJ/Off 156, 15. 

TovßoXov 71. 3. 
Tov/uov 73, 6. 

lOVVOfJLtt 71, 3. 

Toi;(rT(>an;j'oi5ff 91, 13, c. 
TovaifTjxlaxovg 91, is, c. 
r^«(y)iloi? 75 N. 651. 
TQuyojöog 66, 8. 
TQutfTi^ 78, 8; 104, 6. 
T()€iV xttl 6äxa 53, JN. 428; 160, 10. 
jQuaxaiöixaxog 53; 163 N. 1382. 
T^^yiü 187, § 72, 3. 
TQtdxovra 161, 16. 
TQiax6vT€Qog, 'OQog 23, 11. 
TQbttxoaioL 162, 19. 
TQirjfiixoTvXiov 88, 5. 
TQirifiinoSbog 88, 6. 
T(>«^(>«(>;foff 124, § 49, 1. 
T()ii}(n;^i'), T(>i^^oi;(ff) 136, 14. 
TQiriQono{i)ix6g 58, 6. 
TqtxoQv^og 92, 2. 
TQiV€/Liaievg 44, 17. 
T()ti'f/i«(Ofi^'? 42, 2. 
TQinovg 27, 24. 
TQiTiToXsfiog 23, 12. 
TQigj(£kioi 162, 19. 
TjOiTo 71 «r^«i/ff 142, 12. 
xqCiog 163, 23. 
T(>iTTo(0« 57, 1; 101, 1. 
T(>*TTi;o^;fOff 1 24, § 49, 1. 
tQKoßokov 22, 8. 
Tgotriv 24, 15. 



TQo/Liiiari 83 N. 713. 

iQoxiXeia 53. 

r(>i;/Saygff 69 IN. 593. 

ir 101—102; für ttt? 77 N. 662. 

Tvyx«V(o 176, 10; 183,1. 

Tv{v)tdQi(üg 79, 3. 

Tv^^rivbxog 100, 6. 

Tvxixoii 76 JV. 654. 

i;. Form und Beoeonuiig 1 — 2 N. 3; 5, 6. 
— i; = #, o, o*, VI 28—30; 24, 14; 58 
— 61. — v = ov 30,12. 

V, Bacbstabeaoame 6. 
valtt 59 oben. 
xjysla^ 'Yyttvog 49, 29. 
vytttf vyiij 150, 11. 
vyU(i)a 42; 49, 29; 55. 
ifyiitg für vytig 45 N. 295. 

VI. 59—61. 

i;(t)off, v(i)i;<? 59, 1; 60, 4; 138 N. 1205; 

144,14; 206, 15. 
vxrirriQiov 59 oben. 
vmvavxCa 215, 22. 
vn^Q 221—222. 
Y7i€Qß6Q€(t)og 43, 4. 
vn€Q(pov 66, 8. 
1)710 222, 60. 51. 
v7i(oQe{i,)a 42. 

Jf = i>/dff 60, 6; ^= ovg 138, § 55, 6. 
'vg, -V, -v^og, Karznamen auf, 139, § 55,7. 
v(puiv(Oj v(fafjL(ia 185, §71,2. 



(f, Form 1 N. 2; Name 53. — (p 

78; 102—104. 
^ästvog 21, 18. 
(pai^vvjTjg 82, 5. 
^'atvoxl^g 116 N. 1077. 
(fccivü) 182, 6; 187, §72,6. 
^alriQ^eg (=^'€tg) 140, 8. 
<PaXriQiia 45, 19. 
<i>aXriQB{i) 36 N. 193; 147, 10. 
(faq^ivog (= naq^ivog) 102, § 38. 
(fttQ^ai {=(pQd^€i) 181, §67, 2. 
(fdcexajXog 17, 17. 
(fdaxarv 177, 16. 
(fda/iia 185 N. 1530. 
(ptttvrj 104, 6. 
ipaxQCa 82, 6. 
y«t (=(^ 53. 
^etdeXiCSrig 36, 3. 
*p€i^iaTQttTog 116, 4. 



TT 



— 287 



^€iSoxQaTrjg,^€i^6aTQajog 36, 3; 116, 7. 

(fsCSofiai 36, 3. 

<PsXXrig 227, 21, a. 

^sqsxXsCdrig 119. 

^egsxXrjg 116, 4. 

^f^Q^tfUTia 100, 3; 103. 

*PeQai(p6vr} 100, 3; 103. 

(f^Qü) 183,ö; 184,7; 185, § 70,i; § 71 1. 

(fEvyü) 183, 1; 184, § 70, 1. 

<Priya{i)tvg,4*riYaUigZ2 ^.174 ; 33, 6 ; 140,8. 

*Pr}y^VTiogj -rjTwg, -ovaiog 114, § 45, 1. 

(frjjbiC 177, 16. 

(p&€iQ(o 187, § 73. 

(f&tvovjog 164, 28. 

(f&6fi 57 N. 480. 

^ittXsvg (== *Ptyal€vg) 75, 4. 

(fn^dxviov 104, 5. 

*PiX(f6rjg 64, 1. 

*tA^a 119, 7. 

4>iXCn7i€iog 53. 

'PiXöxXrja 47, 21. 

(fiXoT^luiofittc 193, 13. 

ifiXoT ifjiia 210, 34. 

<PiXtiQttj ^iXcoriga 151,14. 

y);«w 186, §71, 6. 

^Xttovg, 4>X€idcetos 36, 3; 53. 

*Au/<r 62 N. 524. 

(fQttoC, von (pQivfg 145, 15. 

(fQaa/uoavvrj, ^^quO/lkov 88, 9. 

(fQairjQ 131, §52, 2. 

(fQaiqCaQxog 1 24, § 49, 1. 

(fgaiTCt) 181, § 67, 2. 

*pQsaQQ€{i) 147, 10. 

<pQeao-y ^Qsaas'tpovTi 99, 1. 

(fQovriCto 179 N. 1489. 

(fQovQUQxog 73 N. 640; 124, § 49, 1. 

(^(»ou()o? 27, 24; 73 N. 640. 

'pQvviaaxog 89, a. 

<pQWoxXrig 116 N. 1077. 

*i;Ay^ 208, 23. 

<PvQVixog 81 N. 689. 

4'b}xa[t)Cg, <P(oxtt(i)tx6g 33, s. 

(fcü? 145, 16. 

^(oa(p6gog 1 02, § 38, 2. 

;^, Name 5, 5; 76. — jf = x 102-104; 

106, 3. — spirantische Aussprache 22 

N. 114; 76 N. 654. 
X«/(>£-, und XttiQi- 115, 3; 116, 6. 
XaiQtXi^^rjg 37. 
XaiQsaQccTTi 79 N. 680. 



XccigecfargdTr} 90, c. 

Xai^oxil% 116, 7. 

;fa/^w, futur 181, § 66, 7. 

XaAx€(i)aTi??, Xa^x«aT??? 42; 55,32. 

XaXxeiov 53. 

xdXxT} 103, 3. 

XciXx^j ^ ;f. (f/xoir) 148, § 60, 1. 

XttXxiov 55. 

XaXxovg 149, 4. 

xdXxr}, XaXxri^(ov 103, 3. 

;ifo/i«^ 146, 2^ 

XctfÄSvva 119, 3. 

Xagrireia 53. 

XccQtVy ;f«(>*Tav 129 — 130, § 50, 1. 7. 

XaQi'V, Präposition 222, 52. 

XaQtaari^Qiov 90, c. 

XciTiQog 72, 4. 

;f£fr (==/*) 6' 

/f/(» 21,18; Dekl. 145, 17. 

X€QVißstov 53. 

Xe^qovriaog etc. 97, 9; 99, 2. 

XSxciQicffi^vog 102, § 38. 

:^^£ü 180, ö; 182, 9. 

Xid^(ov, Xirwv 104, § 39, 3. 

XXoiT] 58, 7. 

Xvovg 126, 9. 

;fot 72, 4. 

Xcibf^ff 104, 6. 

XoXXeiCdrig 50, 29. 

XoU^cfi^ff, -«/cf»?? 37; 53. 

XoXxii6rig 67 N. 587. 

XonCSrig 38, 7. 

;tforff 139 N. 1214. 

XQaiQiSrjfiog 81, l, b. 

XQao&at 175, 3. 

XQ^(t)a 40, 12. 

;if^i5 173, 27. 

;^(>^a,9at 175,3; 185, §71,3; 186, §72, 1. 

XQV^orri 89, c. 

XQovaog 30, 12. 

X^i^ajV, X^juflr«^? 37 ; 38 N, 209. 

XQvaojQiaiva 124, 23. 

XQvaovg 149, 4. 

XQvooxovg 127, 11. 

XvTvla 104, 6. 

;^i/r^a 104 N. 935. 

;^w 73, 6. 

xdtvwfit 186, § 71, 4. 

Xfovri 74 N. 646. 

y, Name 53; vorenklidische Schreibweise 

Oy 3} e* 



— 288 — 



tfjet (s= yji) 53. 

\p€v6äg Acc. PI. 137, i8. 

\fjrjv 175, 3. • 

ipTjarog 188, § 75, 2. 

yjri(f£(a)C(o 88, s; 92, 2; 103 JN. 923; 179 

N. 1489; 194,16; 196, 9; 210,35. 
xjj^ipiCf^cc 88, 8. 
iffrjipiafia lov (poQov 206, 16. 
xpvyiiov 53; 76, 9. 

0), Form des Buchstabens 2. — a) = cc, 
o, oü 17, 17; 24—26; 26 N. 135; = wt 
67, d. 

^ = 0/, « 65, c; 67, d. 

'tov Imperativ 167; -tag, -cu Akk. Sing. 
128—129; 139, §56,2. 



^eiov 66, 8. 
(ovrjaacf d'tti 182, 4. 
'.r2^«^^i;(t)a 59, 1. 

tog, Präpositioo 222, 53. — Konjuaktion: 
247, § 89, 1; 249, § 90, e; 253, 26; 255, 

33; 256, 42—44. 

tog ort 256, 43. 
SansQ 257, 45. 
äare 249, § 90, 3; 253, 28. 

(^TB 8. i(p^ (pT€. 
UUfBlio} 210, 33. 

(üipsUa 56, 34. 

^ilcpeXCtov, ^SlcpsXCfjiriy ^Sl(pi>XltaVy ^^(ptXCfAij 

18, 4. 

wt^^Tjg 66, 8. 



Druck Ton W. Pormetter in Berlin. 






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