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Full text of "Hansisches Urkundenbuch, bearb. von K. Höhlbaum [and others]. (Verein für hansische Gesch)."

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I 












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k. 



HANSISCHES 



URKUNDENBUCH 






HERAUSGEGEBEN 



VOM 



VEREIN FÜR HANSISCHE GESCHICHTE. 




BAND III. 



HALLE, 

VERLAG DES BUCHHANDLUNG DES WAISENHAUSES. 

1882 — 1886. 



HANSISCHES 



URKUNDENBUCH 



BEARBEITET 



VOK 



KONSTANTIN HÖHLBAÜM. 




BAND m 

MIT EINEM GLOSSAR VON PAUL FEIT. 



HALLE, 

VERLAG DER BUCHHANDLUKO DES WAISENHAUSES. 

1882 — 1886. 



INHALTSÜBERSICHT. 



Einleitung . VII— XXI 

Urkunden von 1343 bis 1360 1—319 

Anhang I, England 320—343 

,, n, Flandern 344—356 

„ in, Russland. Deutscher Handel mit Nowgorod 357 — 375 

Nachträge und Erläuterungen zum ersten bis dritten Bande . . 377—487 

Alphabetisches Verzeichniss der Orts- und Personen-Namen . . 489 — 532 



Glossar. 
Berichtigungen. 



I 



EINLEITUNG. 



Die Bearbeitung des dritten hansischen UrJcundenhandes hat sich anfangs 
mit dem Plane verknüpft, der in der Einleitung zum vorigen angezeigt war. Es 
hiesse im Grunde nicht die Grenzen des Werkes überschreiten, wenn der Heraus- 
geber es unternäJime, seine Eindrücke aus dem Stoffe, der zum Theil neUy zum 
Theil wenigstens in neue)- Fassung vorgelegt ist, vor dem Benutzer zu entrollen, 
Dod^ tourde dieser Plan wieder verlassen. Denn wer vermöchte, allgemeinen 
wissenschaftlichen Anregungen entrückt, ohne welche der vielseitige Gegenstand 
nicht lebendig zur Anschauung gebracht werden kann, fern von einer Bibliothek, 
welche diesem zugleich universal- und spezialgeschichtlichen Studium unentbehrlich 
ist, den Antrieben sich ganz zu ergeben, welche aus der zwingenden Macht des 
Stoffes entspringen? Auch darf wohl die Einleitung, die von dem persönlichen 
Verhältniss des Verfassers zu seinem Werke reden soll, nicht zu dem Buche über 
die deutsche Hanse erweitert werden, welches die Fülle der neuen Belehrung, die 
an diesen Urkunden haftet y in der Gegenwart zu fordern scheint. Ich möchte es 
als ein Recht des Herausgebers erkennen, die Ergebnisse seiner langjährigen 
Forschungen in einem seidständigen Werke zur deutschen Geschichte nieder zu 
legen, wenn die Schwierigkeiten beseitigt sind, deren gedacht wurde. 

Hier erwächst mir nur die Aufgabe, darüber zu berichten, was ich für den 
dritten Bafid des Urkundenbuchs gethan habe. 

Indem ich den Stand der Forschung besah und was jedermann weiss, beschloss 
ich nochmcds einzukehren bei den Archiven und den entlegenen Fundstätten, an 
denen man bisher vorbei gegangen war. Es ist ein Erfolg des Gegenstandes selbst, 
nicht so sehr seiner Behandlung, wenn dieses Verfahren vom Glück begleitet 
worden ist. Im Hinblick darauf habe ich die Verzögerung des Abschlusses weder 
zu bedauern noch zu entschuldigen. 

Zwei Reisen nach Frankreich umrden unternommen, von denen die erste 
beinahe einer Kriegsfahrt glich wegen der Kämpfe mit Gewalten der Natur und 
überraschendem Widerstand bei Genossen des Fachs, Dieser ist indess zum Theil 
bewältigt worden. 

Den grösßten Gewinn trugen die Untersuchungen in Lille ufhd in S. Omer 
davon, wo eine Fülle altflandriscJier Dokumente behütet wird. Dank dem eifrigen 



viir 



Einleitung. 



Beistande, den mir Herr Cand. Gröppel^ dann Herr Dr. Uoeniger, jetzt in 
Berlin y als Begleiter gewährte, konnte ich mir dort reiche Aufklärung verschaffen. 
Das Archiv des Nord - Departements zu Lille birgt allein Materialien ersten 
Banges für die Geschichte der Hanse. Ausser den originalen Urkunden, welche 
in grosser Zahl noch in das 13. und 12. Jahrhundert hinauf gehen ^ verdient die 
flandrisch 'hurgundische Chamhre des Comptes, die den hedeutendsten TJieil dieses 
Archives vorstellt, besonders dadurch Beachtung, dass sie die Kopiare und Regi- 
stranden der gräßich -herzoglichen Kanzlei j daneben auch die Urkundenbücher aus 
dem Hennegau in ihrer Hauptmasse betvahrt; es ist bekannt, duss der Rest vor- 
nehmlich in den belgischen Staatsarchiven von Brüssel und von Gent zu suchen 
ist. Die Cartulaires de Flandre und d^ Hainaut, vor ihnen aber noch die 
Registres des chartes, deroi lange Reihe in belgischen und französischen Archiv - 
Berichten mederhoU beschrieben worden ist, veranschaulichest, die Handlungen der 
Herrschaft in den tvirthschaßlichen Fragen dieser Landstriche, welche man bei- 
nahe den klassischen Boden des Handels und der Gewerbe nennen darf Sie 
bdehren zugleich über die Geschichte der Finanzpolitik dieser Herrschaft^ ivelche 
die Aufmerksamkeit für den Handel und die Stellung der obersten Gewalt zu den 
grossen Mittelpunkten des Handels bestimmt hat. Für eifte Forschung, die sich 
neuerdings eines besonderen Beifalls erfreut, ist in den bändereichen Registern 
und Rechnungen eine nahezu unerschöpfliche Quelle der Erkenntniss geboten. In 
diesen Verfügungen und Briefschaften — sprechende Belege für den jeweiligen 
Stand der politischen Lage, in welcher die kleine Grafschaft inmitten des Zusammen- 
hangs der grossen Mächte sich grade befunden hat, etnpfangend und gebend, — 
spiegelt sich, wie ich meine, mit der Deutlichkeit, die man wünscht, das Finanz- 
system einer Landesherrschaft ab, welche, früh zum Bewusstsein ihrer Bedeutung 
gelangt, die Grundsätze moderner Staatsregierung anzuweiiden beginnt. Indem 
auf den Werth dieses Stoffes für das finanzgeschichtltche Studium über das 14. und 
15. Jahrhundert hingewiesen wird, darf eine andre Wahrnehmung, die sich auf- 
drängt, nicht übergangen werden. Gegenüber den Zuständen und ihrer Entwick- 
lung in dem wirthschaftlichen Leben der Volkes* fragt man am Ende überall nach 
den Persönlichkeiten j welche an ihnen Theil gehabt, ivelche die sittliche Verant- 
wortung tragen für dasjenige, was gethan, wie für das, was unterlassen worden 
ist. Hier nun Hesse sich ein tiefer Einblick in die Bestrehmgen der massgebenden 
Personen geunnnen: der Herren, welche Grafen von Flandern und Herzoge von 
Burgund gewesen sind, ihrer obersten Berather und der Träger der. amtlichen 
Gewalt. Vorzüglich die Rechnungen über die gesammte Verwaltung des Landes 
und der einzelnen Provinzen, verglichen mit denen der grosse^i Städte von Flan- 
dern, dürften ein verständliches Bild der Verhältnisse und derer, die sie lenkten, 
gewähren: für eine Zeit und für Angelegenheiten, die in der Geschichte des deut- 
schen Volks noch eine geraume Weile der Erläuterung entgegen sehen werden. Es 
sind Belehrungen allgemeiner Natur, welche die schweren Bände der gräflich - 
herzoglichen Kanzlei aus sich spenden , die Lettres missives, deren erster Band, 
bis zum Jahre 1400, wenig ergab, für die späteren Perioden ergänzen. Aber 
indem eine lebhafte Anschauung der allgemeinai Beziehungen Flanderns zu den 



Einleitung. xx 

Staaten und den Völkern von Europa aus diesen Dokumenten gewonnen wird, 
empfangen die hansischen Dinge, deren Erkenntniss hier vorangeht ^ durch sie 
sowohl ihren Hintergrund als auch die Farbe, welche sie abhebt von den andern. 

Das grosse Archiv der Stadt Lille, eine der „fünf Städte^' Flanderns und 
Genossin der vlämischen Hanse, bemerkenswerth durch den Umfang ihres Urkunden- 
schatzes und den Reichthum der städtischen Rechnungen, blieb versperrt trotz 
wiederholtem Besuche. 

Dagegen erschlossen sich in S. Omer das Archiv und die öffentliche Bibliothek, 
der man früher schon werthvolle Beiträge für die Monttmenta Germaniae ent- 
nommen hat. Ein dUes Gemeinwesen von eigenthümlicher Bildung, besonderem 
Ansehen, weit reichender Wirksamkeit wurde dort der Gegenstand der wissen- 
schaftlichen Untersuchung: ein früher Träger des Verkehrs, ein germanischer Vor- 
posten, dem die deutsche Handelswelt nachgefolgt ist, wurde ermittelt. 

In Douai wiederum, wo über den Urkunden der Stadt noch heute der 
goldene flandrische Löwe auf dem Thurme des Rathhauses schwebt, konnte ich 
mich unschätzbarer Dokumente Über den Verkehr des Festlandes mit England, über 
die Organisation des Handels mit der Insel und über die breite Entwicklung des- 
jenigen Gewerbes, welches Flandern das besondere Gepräge gegeben hat, in eiliger 
Arbeit bemächtigen. 

In Valenciennes, ehemals ein bekannter Ruhepunkt auf der grossen Strasse 
vom Westen zum Osten, heute noch Sitz einer Bibliothek, welche das Wissen von 
der Vergangenheit zu bereichern im Stande ist, haben die urkundlichen Spuren 
aus dem Leben der Bürgerwelt des Mittelalters sich völlig verurischt; wie es scheint, 
für alle Zeit: man gedachte einmal das Archiv zu retten vor feindlichem Ansturm, 
aber es hat sich dabei verloren; die Andeutungen über das weitere Schicksal, die 
sich fanden, führten zu der Ueberzeugung ^ dass der Verlust unwiederbringlich sei. 
Was heute über die handelsgeschichtliche Vergangenheit von Valenciennes und über 
das genossenschaftliche Leben in den alten Mauern der Stadt noch gesagt werden 
kann, hat Herr Dr, Caffiaux, Ehren- Archivar von Valenciennes, mit Hebens- 
tvürdiger Bereitwilligkeit mir angegeben. Man empfindet doch die Dürftigkeit 
zuverlässiger Kunde; durch andre Gänge wird man zu diesem Punkte vor- 
dringen müssen. 

Die Erwartungen, die ich in die grossen Fundgruben von Paris gesetzt hatte, 
blieben zum Theil unerfüllt. Denn es erwies sich, dass man bei dem Anhäufen 
von handschriftlichen Werken und Urkunden, dem der unvergleichliche Reichthum 
der Hauptstadt an der Seine zu verdanken ist, die Wege des deutsch -französischen 
Verkehrs aus älterer Zeit aus dem Auge verloren hat. Die jüngeren Abschnitte 
der hansischen und der deutschen Handelsgeschichte überhaupt werden dort besser 
beleuchtet. Aber es fehlt nicht ganz an Zeugnissen für die Verbindung zwischen 
Flandern, Hennegaü, Artois, Champagne mit dem nordwestlichen Deutschland, wel- 
ches den Antrieben in der Hanse, bald stärker, bald schwächer, gefolgt ist. Darüber 
hiruius konnte durch die Vertiefung in die Urkunden des grossen Archivs und der 
nationalen Bibliothek eine ausreichende Gesammtansicht derjenigen französischen 

Huisischet ürkandenbnch. lU. b 



X EinleitoDg. 

Entwicklung aufgebaut werden y tcelcJie sich mit unsemi Studium berührt. Der 
unabsehbare Vorrath der einheimischen Litteratur leistete dabei Bimste, welche 
an einem andern Orte nicht einmal hätten verlangt werden können. 

Immer wieder findet man Aufschlüsse über die hansischen Dinge und die- 
jenigen Einrichtungen^ welche sich mit ihrer Bildung und ihrem Fortgang ver- 
knüpfen, wenn man die Geschichte von Flandern und von Brabant in den mächtigen 
Archiven ihrer Städte durchblättert. Auf beiden Reisen nach Frankreich konnte 
ich meine früheren Erwerbungen aus Belgien erheblich erweitern. Kaum darf 
es ein Zufall genannt werden, dass mir dann vergönnt worden ist, in dem Archiv 
der Stadt Köln in denselben Gegenstand j in die westeuropäischen Gestaltungen, 
deren Einwirkung auf das Leben der hansischen Kaufmannschaften und der Hanse 
schon seit langer Zeit im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit^ gestanden hat^ in 
andrer Weise einzudringen ^ als bei einem schnellen Archiv - Besuch in der Regel 
möglich ist. Eine Fülle leiser Andeutungen umrde verstanden, halb verdeckte 
Spuren, von denen die einzelne wenig bedeutet — der Klang eines Namens, die 
Erwähnung einer Waare u. a. — , Hessen in ihrer Vereinigung einen Weg zur 
Erkenntniss der Dinge finden y den man früher wohl nicht beachtet hat. Dasselbe 
Verfahren wurde auch auf die übrigen Seiten der hansischen Geschichte angewandt, 
wie ich meine, mit Erfolg. 

Gleichzeitig richtete sich der Blick von neuem nach dem Osten und Nordosten 
des hansischen Bereichs, Dort, wo die grösste That des deutschen Mittelalters 
vollbracht worden ist und der Boden vorbereitet umrde für das Deutsche Reich, 
blieb der Zusammenhang zwischen dem Einst und dem Jetzt, der Wetteifer der 
Völkerschaften um die Macht im Handel und in der Kultur weiter aufzudecken, 
als beim ersten Anlauf gelungen war. Bessere Mittel standen jetzt zu Gebote. 
Das Archiv der Stadt Thorn besonders hat in deih letzten Jahren einer ausser- 
ordentlichen Pflege sich zu erfreuen gehabt; Herr Bürgermeister Georg Bender ist 
als Freund geschichtlicher Studien der Beschützer des Archivs geworden, werth- 
volle Dokumente sind unter seiner obersten Leitung wieder ausgegraben. Einige 
Ergebnisse der neuen Ordnung können bereits in diesem Urkundenbande hervor- 
treten. Sicherer vermag dieser nun die Linien nachzuziehen^ auf denen der Ver- 
kehr der Deutschen mit den Slaven in einer Zeit verschärfter nationaler Gegensätze 
sich bewegt hat. Gewissermassen als eine Gegengabe für diese Belehrung bietet er 
von der andern Seite Zeugnisse aus dem Westen dar, in welchen die Kaufleute 
von Preussen auf weitem Wege jenseit des Rheines und des englischen Kanals und 
als mächtige Geldherren im alten Europa erkannt werden: ein Netz von Ver- 
bindungen wird offenbar, auch die schlichten Namen der Kaufherren und Rath- 
mannen leiten hinüber K 

Weiter hinaus^ drüben, wo vor 700 Jahren der norddeutsche Kaufmann, bald 
der Vertreter der hansischen Gedanken, die Lande an der Düna und an der 

Man beachte z, B. die Namen aus den Bürgerlisten von Dortmund, üeberhaupt bench- 
tigen die Zunamen der Personen die Ansicht von der Bewegung der Bevölkerung im Mittelalter. 
Man vgl. dde Nachweise im Register. 



« 



Einleitung. xi 

finnischen Bucht für Deutschland zuerst erschloss, war noch immer nach neuen 
Abdrücken seines Wesens zu forschen, so eifrig man auch schon seit langer Zeit, 
dabei gleichfalls für dieses Urkundenbuchj die deutsche Natur der fernen Kolonien 
hatte feststellen können. Es ist eine ernste Aufgabe der lebendigen Wissenschafl, 
welche sich nicht in die Alterthümer verliert und erstorbenen Bildungen nachspürt, 
die gemeinsamen Qrundlagen der alten Heimath und dieser Niederlassungen am 
Meere beständig nachzuweisen; denn eine geschichtlich gewordene Kraft des deutschen 
Volks sieht sie vor sich, deren Beruf noch nicht vollendet ist. Bis in die jüngste 
Zeit hat der geschichtliche Sinn der Nachkommen der norddeutschen Kolonisten 
den Anschluss an die schöpferische Vergangenheit deutschen Bürgerthums gesucht: 
die Entdeckungen, welche ihn belohnten, gewannen unter diesem Lichte erhöhte 
Bedeutung. Am weitesten ragt der Urkundenfund empor, der sich in Reval im 
Jahre 1881 ereignete; noch heute ist das dortige Archiv nicht ein wohl bekanntes 
Land, Auch von diesem' Funde hat der Urkundenband schon einen ausgedehnten 
Gebrauch machen können. Bei den Vorarbeiten für derselben j die ich an der 
Stätte der Entdeckung ausführte, wurde zugleich das hansegeschichüiche Studium 
überhaupt, für die verwandten Unternehmungen und für die Fortsetzung dieses 
Urkundenbuchs , auf dem erweiterten Arbeits felde im Auge behalten. Man wird 
immer bemerken, dass seit der Zeit, da die nördlichen Meere Europas Strassen 
der Geschichte geworden, die Kultur der Völker und der Staaten allein von dem 
Westen ausgegangen ist. 

Aber auch die Einwirkungen des Westens, selbst in der Beschränkung auf 
das heutige Deutsche Beich , bedurften, wie mir schien, einer neuen Untersuchung, 
Mancher Punkt in der hansischen Geschichte bis zur zweiten Hälfte des 14. Jahr- 
hunderts unterliegt dem Zweifel; einer von wesentlichem Gewicht, die Gemeinschaft 
der KaußetUe von Preussen und von Westfalen, erfährt noch die mannigfaltigsten 
Deutungen. Ich glaube, dass die westßlischen Archive, in die ich mich abermals 
vergrub, eine bündige Antwort geben. Schon die kurzen Aeusserungen der Ur- 
kunden, welche weiter unten mitgetheilt sind, vermögen die Lösung der vorhandenen 
Zweifel anzubahnen \ ihre volle Erklärung bleibt der Darstellung der hansischen 
Geschichte vorbeJialten. So weit ich die Entwicklung der Frage verstehe, die der 
Vorwurf unsrer Arbeiten ist^ mu^s Westfalen überhaupt ^ näher in den Vorder- 
grund der Betrachtung gerückt werden. Es zdgt sich, wie mir scheint, dass die 
Handlungen der Einzelnen und die Triebe der Gesammtheit der Städte aus West- 
falen einen grösseren Antheil an der Gestaltung des hansischen Wesens gewonnen 
habeti, als ihnen die altere Ansicht eingeräumt hat. Statt des Beweises, der hier 
nicht am Platze ist, sei nur der westfälischen Städtebündnisse gedacht, welche den 
Zusammenschluss der städtischen Gemeinwesen des Ostens und des Westens ver- 
mittelt haben. Der staatsrechtliche Begriff, welcher in das spätere Mittelalter 

^) Ich viöchte auch nicht vorbeigehen an dem Nachweis, dass die Westfalen zuerst über 
Lübeck und Wisby den Uandelsweg nach Russland eingeschlagen und auf ihrer Fahrt die 
Niederlassung an der Düna gestiftet haben. Vgl. die Hansischen Geschichtsblätter, Jahrgang 
1972, S. 23^65. Dazu u, a. unten S. 358 u, 393. Die Erzählungen von der sog. Äufsegelung 
Livlands durch die Bremer dürften doch nicht mehr tciederholt werden. 

b* 



XII 



Einleitung. 



Deutschlands eindrang und zum Bahnten der Hanse wurde, ging doch von den 
Veränderungen aus, die der Grundsatz der staatlichen Hoheit und seine Anwen- 
dung thatsächlich erfuhr y die dann nach dieser Seite zuerst in den Bündnissen 
der westfälischen Städte gegen die Mitte des 13. Jahrhmiderts ihren Ausdruck 
gefunden haben. Der üebergang von ihnen und von den Einungen andrer Städte- 
gruppen zu dem Bundesverhäitniss , das in der Erinnerung fortlebt als die Ha/nse 
der norddeutschen Städte, war leicht zu gewinnen^. Ich möchte es vorziehen, 
indem ich die Wirklichkeit der vergangenen Dinge treffen will, von einem Bundes- 
verhäitniss zu reden: die Form und die Zwecke, in denen es sich bewegte, und die 
Mittel, deren es sich bediente, stellen sich anders dar als in den festen Grenzen 
eines Bundes, auch in dem Sinne der mittleren Zeiten. Wie aber die Geschichte 
der Deutschen Hanse hierbei noch mehr sich als wesentlichen Theil der deutschen 
Geschichte giebt, so erhebt sie sich in dieser Beleuchtung als eine hansische 
itber die hansestädtische, welche in der allgemeinen Kehntniss die Vorherrschaft 
behauptet. 

Bedarf es des Nachweises, dass der Versuch gemacht worden ist, überall, 
auch an den Stellen, die nicht schon genannt worden sind, zu den ursprünglichen 
Quellen der Ueberlieferung wieder vorzudringen? Selbst in den Archiven der 
wendischen Städte, mit denen die Sammlungen für das Urkundenbuch vor 16 Jahren 
begonnen haben, ist Altes und Neues wiederholt geprüft worden, wie mir scheint, 
nicht ohne Gewinn für ein tieferes Verständniss. Bei einer genauen Untersuchung 
der Arbeit, die auf den nachfolgenden Blättern niedergelegt ist, dürfte man finden, 
dass die ausgedehnten Nachforschungen von langen Jahren auch hier Beziehungen 
und Gestaltungen an den Tag gebracht haben, die, eine jede für sich vielleicht 
gering, eine neue, weitere Bedeutung gewinnen durch den Zusammenhang. So, 
möchte ich sagen, wird das Alte, welches früher schon bekannt war, hier wieder 
neu; es erringt sich seinen Platz in einer Verbindung, die sich jetzt erst ergab. 
Wo persönliche Einsicht sich verbot, ist die Hilfe bewährter Fachgenossen in 
Anspruch genommen worden, daheim und dr aussen, wie die späteren Anfuhrungen 
zeigen. 

Eine weite uiid empfindliche Lücke hat sich trotz allen Bemühungen auch 
hier noch erhalten^: Englands Archive wurden nur zum geringsten Tlieile erreicht. 
Eine Erklärung ist in dem vorigen Bande gegeben; eine andre lag in den Schwierig- 
keiten einer neuen englischen Mission von Seiten des Hansischen Geschichtsvereins. 
UeberaU wird man es mit Dank begrüssen, dass der Vorstand des Vereins, dem 
die Wünsche des Herausgebers dieser Urkunden seit Jahren bekannt waren, unter 
dem Beirathe von Georg Waitz für die Aufgabe neuerdings eine Kraft gewann, 
die sich an Fragen der englischen Geschichte bereits selbständig erprobt hatte. 
Dr. Ludwig Riess, seit einigen Monaten in London thätig^ wird durch seine ein- 
dringlichen Nachforschungen das Bild von der Deutschen Hanse in England von 
neuem entwerfen können; wohl anders^ als diese Veröffentlichung es gegeben ^ auch 



>) Vgl. auch Band 2 dieses Werkes, Einleitung S. X. 
«) Vgl. Band 2, S. VIII. 



Einleitimg. xill 

anders, als sie es vermocht h(U\ Am Ende bedarf der Gegenstand an sich einer 
gesonderten Behcmdlung, die bei der Eigenthünüichkeit des englischen Stoffes in 
den bestimmten Grenzen dieses Urkundenbuchs vielleicht gar 'nicht möglich war. 
Trotz allem ist es doch auch hier gelungen j die Prüfung der Quellen, deren man 
sich bedient, aufmerksam zu wiederholen, neue Zuflüsse wenigstens anzudeuten '. 

Fragt man nun nach dem Geunnn, den dieses Sammeln der Erkenntniss 
bringen will, so muss der Herausgeber die Antwort versagen. I^ie Gründe wurden 
schon im Eingang berührt; sie ergeben sich auch aus der Stellung des Verfassers 
zu dem Werk. Nur die allgemeine Natur der Belehrung muss er noch kenn- 
zeichnen. Die Fülle der Einzelheiten widerstrebt der Aufzählung; häufig genug 
ist das Bedürfniss der Forschung^ welches die Zukunft befriedigen soll, offen 
gezeigt. 

Dies aber ist der allgemeine Widerschein der Urkunden, dass das Leben des 
norddeutschen Bürgerthums im Mittelalter früher und stärker, als man heute noch 
erzählt, seine Bahnen geändert hat: in der Richtung auf eine neue Zeit, auf neue 
Gedanken. Unerniesslich war sein Gesichtskreis erweitert seit den Tagen, da 
Handel und Wanderlust die Welt hinauszog über die Meere und der religiöse 
Trieb sich mit ihnen verband. Schon äusserlich hat sich die Karte von Europa 
verändert: keine Forschung Hesse sich mehr empfehlen als die über die Handels- 
Strassen, welche die Stapel- Ordnungen und die Zollrollen in diesem Werke erläu- 
tern. Man weiss femer y wie die Vorstellung vom Besitze sich verschob y der durch 
die Arbeit erworbene jeden andern besiegte. Niemals war in den mittleren Zeiten 
das Geschäft mit der Waare, zu welcher das Geld gehört^ so sehr ein Gegenstand 
der öffentlichen Aufmerksamkeit wie in den Tagen des ausgeprägten städtischen 
Bürgerthums: die Salzungen seiner Erlasse und der sog. Privilegien, welche es 
ausserhalb der Heimath errang, legen Zeugniss davon ab; die Urkunden dieser 
Bände, vornehmlich des dritten, beweisen die Sorge für den Schulz des Besitzes j 
sie belehren über die fortschreitenden Erfolge im Volkerrecht unter der Anregung 
des hansischen Kaufmanns und sie zeigen, wie in den Verträgen der hansischen 
Städte mit Flandern im Jahre 1360 eine feste Anschauung von den Normen für 
den Verkehr über die Meere, die man allgemein achten wollte, niedergelegt wurde. 
Hiermit wird eine andre Stufe der Entwicklung berührt, welche längst sichtbar 
war in der deutschen Geschichte. Der Begriff, welcher über dem ältesten Mittel- 
alter geschwebt hatte, war in Wirklichkeit verloren^ die Idee von der Theilung der 
obersten Gewalt zwischen Papstthum und Kaiserthum; die Städte, die einzelnen 
und die vereinigten, bewegen sich neben den Fürsten und Herren, welche die Landes- 
hoheit besitzen, gleichfalls als selbständige Mächte in der Gliederung des öffent- 
lichen Wesens: stark in der staatlichen Fürsorge für die Wohlfahrt der Bürger, 
die sie zusammen hält; aber staatliche Obrigkeiten nur bis zu der Grenze, an 
welcher ein neues Landesfürstenthum, das sich bildet bis zum Ausgang des 

Vgl. unten S. 320 und den 15. Jahresbericht des Harnischen GeschidUsvereins vom 
15, Juni 1886, S. 4. 

«) Vgl, besonders Anhang I und nn, 599, 600, 602, 603, 605, S. 405—407 u,ö. 



XIV 



EinleitoDg. 



15. Jahrhunderts \ auch diese Aufgäbe der Staatsgewalt übernimmt nebst allein, 
was sie in sich schliesst. Bis zu dieser Wendung, welche den Niedergang der 
Hanse mehr bestimmt hat als alles andre, steht die Verbindung der norddeutschen 
Städte in der gemeinsamen Pflege des wirthschafllichen Bedürfnisses der Kauf- 
mannschaft und des Handwerks auf ihrer Höhe. Die Urkunden dieses Werkes 
zeigen den Anfang und den Fortschritt auf dieser Bahn, Dem Satze der kirch- 
lichen Lehre: homo mercator vix aut nunquam potest deo placere stellen sich Ver- 
träge entgegen, welche denkwürdig sind als 3£erkmale einer veränderten Lage der 
Welt. Mit einem unverkennbaren Zeugniss klingt dieser Band aus: nicht nur 
eine einzelne Stadt, sondern die Gruppen der Städte an der Ost- und der Westsee, 
die dem lübischen und dem hamburgischen Bechte folgen, und nach ihnen die 
Städte Binnensachsens wehren in demselben Augenblick y da sie die Vertheidigung 
ihres Rechts und ihrer Hoheit gemeinsam beschliessen und ihre obrigkeitlichen 
Befugnisse zur Anwendung bringen, das geistliche Gericht von den bürgerlichen 
Verhaltnissen einmüthig ab*. Eine Aeusserung der Zeit, die in noch weiterem 
Umfange, aber in gleichem Sinne, in den allgemeinen Angelegenheiten des Reichs 
und soeben in England ^ früher bereits in Frankreich gethan worden ist. Auch an 
diesen Verträgen, die hier nicht zum ersten mal hervortreten j lässt sich daneben 
bemerken, dass die Wiederholung bekannter Ueberlieferungen der Forschung doch 
von neuem dienen kannK 

Zwei Punkte sind es indess besonders, die hier einer neuen Prüfung unter- 
zogen worden sind, diejenigen nämlich, welche die fortlaufende geschichtliche 
Erzählung der Urkunden in diesem Bande beschliessen. Ich meine den Kampf 
um das Meer, der sich mit dem Namen König Waidemars von Dänemark 
verbindet und die kriegerische Periode der hansischen Städtegeschichte eröffnet^ 
welche zum Frieden von Stralsund führte; andrerseits den kaufmännischen 
und den städtischen Erfolg, den der Deutsche zu derselben Zeit davongetragen 
hat auf dem unruhigen Boden von Flandern in den Grenzen des Rechts und des 
Handels. 



1) Man lese auch die schone Abhandlung von Moriz Bitter über das deutsche Fürsten- 
thum in der Mitte des 16. Jahrhunderts in der Cottaschen Zeitschrift für allgemeine Geschichte 
von 1885. 

«) Unten n. 426, 428 u. 507, dazu S. 203 A. 1. Man halte damit auch folgendes zusammen: 
8. Trond, eine Stadt mit altem Handel, wird im Kampf mit dem Kloster um das Recht des 
Asyls in feierlichster Weise mit dem geistlichen Banne belegt, im Jahre 1370 {Piot, Cartulaire 
de S. Trond 1, n. 451); der Kölner Rath untersagt deshalb den Besuch des Jahrmarkts den 
Bürgern von S. Trond, dieses aber schreibt zurück: dat onss dit al te zunderlingen zere ver- 
wundert tuwert, dat ghy soe cortelingen ur jaermaerct opgeset hebt, die ghy omme aldusgedaner 
cleynre saken wille ontvriit ofte ontvridet laet als omme bans wille (StA Köln, Or., Papier). 
Und doch war die ganze Umgebung von geistlichem Wesen durchtränkt. 

•) Gemeint sind dort die Beschlüsse von Rhense, hier das Statut Praemunire von 1353, 
vgl. (hieist. Engl. Verfassungsgeschichte S. 403 und Buddensieg, Joh. Wiclif und seine Zeit 
(Halle 1885), S. 84. 

*) Durch den neuen Gesichtspunkt gewinnt wieder für sich n. 507 eine höhere BedexUung 
als n. 203, was gegenüber Hänselmann in den Hans. Geschichtsblättem , Jahrg. 1873, S. 32 zu 
betonen ist. 



Einleitung. xv 

An den ersten Gegenstand wird man mit der Kenntniss, welche die jüngste 
lebendige Geschichtserzählung aus hansischein Gebiete befestigt hat, herantreten. 
Sie tcird den Versuch zu weiterem Vordringen nicht ausschliessen wollen. Das 
Urhmdenbuch bestrebt sich, eine abweichende Ansicht von der Fügung der Ver- 
hältnisse, welche die Frage nach der Zukunft des Gleichgewichts im Norden gestellt 
hat, selbständig zu begründen. In weiten Anmerkungen ist der Stoff wieder 
gesichtet, aus ihnen mag man die Ergebnisse entnehmen: ich hoffe, dass sie dem 
thatsächlichen VerhaUniss noch näher kommen. Dies aber kann hier trotz allem Ver- 
zicht auf die Darstellung doch nicht übergangen werden, dass der nordische Fürst, 
welcher der heftigste Gegner der deutschen Städte wurde, zu verstehen sein wird 
nicht allein aus seiner Feindschaft gegen die Hanse, vielmehr aus den Vorstel- 
lungen von seinem Beruf, die ihn erfüllt haben wie seine Genossen unter den 
Fürsten \ Darf man über ihn anders urtheilen als über Karl IV oder die 
gleichzeitigen Herrscher, die sich um den dauernden Besitz der höchsten Gewalt 
bemühten? 

Eben um diese Zeit, da der Knoten im Norden sich schürzte, ist im Westen 
eine Entscheidung gefallen, die in der Handelsgeschichte der Deutschen Hanse 
und der Kaufmannschaft überhaupt vorzüglich Erwähnung verdient. Die deutschen 
Städte, welche die Leitung der Kaufmannschaften an sich genommen, bescUiessen 
den Verkehr mit Flandern aufzuheben: fast zwei Jahre hindurch ist das Land 
von Deutschland abgeschnitten, wenigstens, wenn man so sagen darf, offiziell 
gemieden y die anerkannten Vertreter der gemeinen Deutschen haben Flandern ver- 
lassen. Dann aber erfolgt ein Austrag, welcher die KaufletUe zurück führt, ihnen 
einen ausserordentlichen Vorsprung gewährt. Man erkennt in dem Vorgang die 
Stellung der Städte als öffentlicher Gewalten und als der Träger des Handels 
nach allen Seiten. Allein die Dokumente, die hiervon reden, ihre Beziehung und 
ihre Tragweite, vermag nur zu mirdigen, wer im einzelnen aufmerksam betrachtet, 
wie es damals um Flandern gestanden hat Eine Andeutung wenigstens ist nicht 
zu umgehen. 

Grade jetzt stossen hier Gegensätze zusammen, welche die gleichmässige Ent- 
uncklung durchbrechen: nationale und gesellschaftliche , wirthschaftliche, dynastische, 
staatspolitische. 

Ein Markt für die handeltreibende Welt, steht Flandern ganz unter dem 
Einfluss der allgemeinen Lage; eine gewerbliche Bevölkerung von stark germani- 
schem Geblüt und doch immer leicht erregt in ihren öffentlichen Angelegenheiten, 
sehen die Flandrer sich verknüpft mit den grossen Verwicklungen der Zeit, welche 
sie mit erfassen. Wer könnte leugnen, dass das Verhältniss zmschen England 
und Frankreich hier nachdrücklich eingewirkt hat? Seit den Tagen der nieder- 
ländischen Vereinigung, die durch Jakob van Artevdde getragen wird, und seit 
der Annahme des französischen Königstitels durch Eduard III von England, 
zwischen dem Schlachtfeld von Crecy und den Abmachungen , die man zu Bretigny 
traf Der Wettstreit der vorwaltenden Mächte des Westens musste die Bedingungen 

») Vgl. auch Hans. Geschichtsblätter, Jahrg. 1878, S. 73, 74. 



XVI Einleitung. 

der Staatlichen und wirthschaftlichen SteUung von Flandern lestimmen , der Krieg, 
der sich nun entspann, für den Handel massgebend werden. Auch das Meer, 
welches ewischen den Gegnern lag, — es bespült die flandrische Küste — wurde 
zum Kampfplatz. Es war eine der wicMigst&n Strassen des Verkehrs: Seeraub 
und Plünderung y wie die Urkunden zeigen, wurden alltägliche Erscheinungen. 
Aber mehr als dies. Eine städtische Bevölkerung, verschieden gefärbt in jedem 
der drei grossen Mittelpunkte des Handels und der Industrie, einig in dem An- 
spruch auf die Schätzung ihres Werthes, kämpft um das Recht einer nationalen 
Bewegung, welches hier mit dem Bechte auf Freiheit und Nahrung zusammen 
fällt Ganz auf England hingewiesen, mit dem es verwandt ist und vertraut seit 
langer Zeit, mächtig nur durch die Wolle von England'^, die dem Kaufmann und 
dem Handwerk in Flandern die Bethätigung der eigenthümlichen Kraft erlaubte, 
erblichte dieses Bürgerthum auch jetzt wieder seine Herrscher auf der Seite von 
Frankreich, bei König Eduards Gegnern, welche die seinigen waren. Die politische 
Spaltung im Lande in den ernstesten Fragen, die gestellt werden konnten, musste 
die Verhältnisse des Verkehrs schwer bedrücken. Man kann sich nicht wundem, dass 
der Friede von Bretigny und die Verträge zwischen Flandern und der Hanse so 
nahe bei einander stehen: in einem Augenblick der Buhe verständigen sich die 
Gewalten, die zuvor nicht hohen zusammen kommen können; die Thatsache des 
Friedens schien eine Aussicht zu eröffnen, der man sich hingeben musste; es 
wurde nothwendig und möglich die Osterlinge, die Hanse, deren man bedurfte^, 
zurück zu rufen. 

Die allgemeine Verwicklung hatte indess nicht allein da gestanden. Atich 
in der Ansicht von dem Wesen der landesherrlichen Gewalt ging die Grafschaft 
mit dem Volke aus einander. Man weiss, dass Flandern der toichtigste Schau- 
platz des städtischen Bürgerthums gewesen ist: alles athmet rastlose Bewegung, 
im täglichen Wirken y in der Ausbreitung städtischer Macht. Aber die Autonomien^ 
welche sich nun thatsächlich entwickeln^ stossen in einem andern Gange der Dinge 
auf die Autonomie, welche gesetzmässig vorhanden ist. Das Bürgerthum beschränkt 
sich nicht darauf y seiften Wohlstand zu vermehren; vielmehr strebt es vorwärts 
auch in den Fragen des Rechts und der Verfassung und es trifft auf die Schranken, 
welche die Obrigkeit im Lande errichtet hat. Denn auf der andern Seite steht 
der Willen der Herrschaft — wie sie auch immer geartet sei — , welcher ni<M 
gesonnen ist, auf das Recht ihrer Macht und auf den Gebrauch derselben zu ver- 
zichten. Grundsätze, wie man sieht, welche in dieser Umgebung eine Versöhnung 
ausschlössen: hier hat denn auch bald die centrale Macht den Sieg davon getragen, 
mehr als hundert Jahre früher als in Deutschland. Noch aber messen sich die 
Kräfte. Hier das nachdrückliche Gefühl eines städtischen Republikanismus, gestützt 
auf den Besitz des Kapitals; drüben die Herrschaft, der Graf, welcher die Unter- 
thänigkeU verlangt und die Theilnahme des privaten Wohlstandes an dem gemeinen 

*) Vgl. unten die Urhmden im Bande und die um 70 Jahre jüngere Äeusserung im 

lAbell of the Englishe Policye, herausg. von Hertzher g und Pauli y r. 90. Dazu besonders 
unten S. 407 Anm. 15. 

«) Vgl. auch a. a. 0. v. 280. 



Einleitung. xvil 

Wesen, Zu dieser Forderung des öffentlichen Wohles, der die Kassen der grossen 
Städte und grossen Kaufleute dienen sollen, gesellen sich die persönlichen und 
dynastischen Zwecke des Grafen, die bei einem Ludwig UI mit besonderer Schärfe 
ausgeprägt sind. In alle Wandlungen der Ixige, die einander ablösen, wird das 
Vermögen des Bürgerthums verwickelt Die Rechte des Landesherm, die unge- 
wöhnlichen Ansprüche eines fürstlichen Prunkes, die Politik mit Frankreich gegen 
England, die Erbstreitigkeiten des Grafen um Antwerpen und Brabant, welche 
ebenfalls zur Entfaltung der Kriegsmacht führten ^: dies alles hat die ungeheuren 
Summen verschlungen, welche die städtischen Rechnungen verzeichnen, Sie wurden, 
unmittelbar gezahlt oder auf die Ausrüstung von Truppen verwendet; sie wurden 
zum Theil durch Anleihen aufgebracht^ oder durch neue Auflagen der Städte 
auf den Handel. Wie aber, wenn Unfrieden und Gewalt den Zufluss des Gtldes, 
den das weite detUsche Hinterland ehedem brachte, schon aufhalten? Die neuen 
Statuten der Städte vei-mögen nichts weniger als ihn wieder herbei zu leiten. Jede 
neue Regelung des Verhältnisses zwischen der Herrschaß und dem Lande, welche 
sich in kurzen Absätzen vollzieht, fordert neue Spenden aus den Kassen. Am 
Ende wird ein Stillstand geschlossen und durch weitgehende Zugeständnisse eine 
Lage angebahnt, in welcher der deutsche Kaufmann gern zurück kehrt nach 
Flandern, weil er von neuem Sicherheit für den Handel gewonnen hat. 

Hierzu tritt ein drittes Glied der Unterbrechung des friedlichen Handels- 
verkehrs: die demokratische Bewegung, welche über den Westen dahin zog. Lange 
schon rückten die unteren Schichten im Bürgerthum vor; man bemerkt sie im 
städtischen Regiment früher als in den deutschen Gemeinwesen. Ihr Anspruch 
wächst j auch die Kraß dieser Macht in den grossen öffentlichen FVagen: ihr ist 
Jakob van Artevdde zum Opfer gefallen, ihrer bedienten sich hierauf die Parieien. 
Man begleitete dann die Bewegung, die unter ähnlichen Verhältnissen in Frank- 
reich entsprang; man zog aus ihr neue Nahrung: die bürgerlichen Unruhen in 
den Mauern der Städte mehren sich auch ohne den Kampf mit der Grafschaß; 
mit Etienne Marcel, dem Prevost von Paris, steht man in Verbindung^. Auch 

') Eben mrd eine Ahhandluvg von Goovaerts über die Flotte vor Antwerpen bekannt: 
Compte retidu — de la commiss. royale d'histoire de Belgique, t, XIII, 1, 1686, 8, 33 ff. 

•) Vgl hierzu unten n. 368 Änm. 1 u. ö, — Ueber die Gesinnungen der Kaufmannschaft 
in Brügge vgl. besonders n. 472 Ä. 1 und den zweiten Band des Brügger Archiv -Inventars von 
Giüiodts; über Ypern Vandenpeereboom, Ypriana, notices, etudes, notes et documents sur Ypres, 
Band 2 und 7 ; über Gent: De voorgeboden der stad Gent. 

•) Zwei Briefe Marcels an die flattdrischen Städte bewahrt das Archiv rot» Ypern, beide 
kurz vor dem Tode des Privost (1358 Juli 31) geschrieben, 1358 Jttni 28 und Juli 11, gedruckt 
bei Vandenpeereboom a, a. 0. 7, 430, bei Kerry n de Lettenhove, Oeuvres de Froissart 6, 466, 
verzeichnet bei Diegerick, Inventaire des archives d' Ypres 2, n. 584, Für den Handel sind in 
den AexMserungen Marcels, welcher die Krone von Frankreich und den französischen und flan^ 
drischen Adel anklagt und sie zur Selbsthilfe aufruft, diese besonders bemerkenswerth : toos 
marchans qu'il [die vom Add] trouvent, mettent ä mort et raen^onnent et ostent leors marchan- 
dises — , ont pris qnarante et cinq mules chargies de draps de Flandres et d'ailleors et yceuls 
ont pillies et ostes aus marchans qui les menoient, avecquos les dis draps, und: ceste annee — 
88 dis pays estoit tres fertile de bles et de vins, ne soit du tout gastee et perie, et qu*il n'y 
HanntcbM ürkimdenbfich. HL C 



XVllI Einleitimg. 

mit dem Tode dieses Führers an der Porte S, Antoine zu Paris konnte der demo- 
kratische Zug nickt erlöschen j uoeü er sich in Flandern festgesetzt hatte, aber er 
fand sich ab mit dem Stillstand der Autonomien von Flandern. Eine andre 
Wirkung, die er hervorgerufen^ liess er indess zurück, Sie ist bedingt durch die 
Eifersucht auf den Besitz durch Erwerb y in Gemeinschaft mit dem Geldbedarf 
der Grafen. Wie das Handwerk empor dringt und sich Geltung verschafft, so 
stürmen die kleinen Städte, welche das Land schon damals in mächtiger Zahl 
bedeckten, gegen die Alleinherrschaft der grossen an. So geschieht es, weil die 
Berechtigung durch Zahlung pflegte gewonnen zu werden, dass sie dieselben 
Gewerberechte, welche den grossen Gemeinwesen ihre Stellung gegeben, die Privi- 
legien für die Tuchweberei von den Grafen erwerben konnten. Gent, Brügge und 
Ypern müssen sich den Wettbewerb der kleinen Genossen gefallen lassen; sie alle 
treten mit Eifer ein: das stolze Ypern weicht um einen Schritt zurück^, aber 
überall greifen Misstrauen und Neid nunmehr Platz, Ein Gruthd mehr, den 
Handel des Auslandes wieder an Flandern zu fesseln. 

All diese Bezüge des flandrischen Wesens muss man ins Auge fassen, wenn 
man die Verhandlungen verstehen will, welche in den Jahren 1358 bis 1360 ganz 
Flandern zu den Verträgen mit den fremden Kaufleuten geleitet haben. Dazu 
noch das Münzwesen im Lande und die Geldwirthschaft, welche befolgt worden 
ist oben und unten; nicht weniger das Verhältniss zu Brabant, die Lage der 
Städte, des Handels und des Gewerbes in diesem Herzogthum, das Verhältniss 
der niederen Lande überhaupt zu den Fürsten und Bürgerschaften des nieder- 
rheinischen und des westlichen Deutschland, 

Indem in Flandern unter den mannigfaltigsten Einflüssen der Handel sich 
wieder niederlässt, beginnt er unter neuen Bedingungen. Allgemein der europäische, 
der deutsche, nicht blos der hansische, wie die Zusammenstellung der Urkunden 
in diesem Bande zeigt: die Vergleichung , welche sie möglich gemacht ^ wird eine 
gerechte Ansicht von der Natur dieses Fortschritts in der allgemeinen Handels- 
entwicklung gewähren. Uns geht vornehmlich die hansische an. Es ist nicht 
dieses Ortes, die Grrundsätze des Rechtes, welches 50 Jahre zuvor für die nord- 
deutschen Kaufleute in Flandern galt, gegen die Errungenschaften vom Jahre 
1360 abzuwägen. Bei einer Vergleichung wird man den Unterschied bald erkennen: 
die Ausgabe der grossen Rechtsbriefe, zu denen man später stets zurückgeJcehrt ist, 
hat sich hier bemüht, das Ergebniss anschaulich zu machen; die Ableitunge^i sind 
•gekennzeichnet, die alten Sätze , welche weiter bestehen sollen, die neuen, welche 

ait qui labeure et cueille les vins , ne aussi ou mettre les vins poor les vassiaols des villes qoi 
sont toos ars et anssi les villes. Vgl, auch Chron. Moguntin. in den Chroniken der D. Städte 
Bd, 18, 8, 162, Mon, Germ, hist., Schulausgabe, S, 7, Eine übertriebene Schätzung Marcels, 
der fich mit J, v, Artevelde doch nicht messen kann, giebt Robiquet, Hist. municrpale de Paris, 
1880. Zu Artevelde vgl. Gotting. Od. Anzeigen 1878, Stück 10, S. 305 ff. 

Man würde aber die Wirklichkeit verkennen, wenn man sich dem Urtheü von A. Wauters, 
Recherches sur Vhistoire de Ticole Flamande de peinture, I, in den Bulletins de Vacadhnie royale 
de Belgique, 3, sirie, t, V, n. 2, 1883, anschliessen wollte, der den Verkehr zwischen Flandern 
und Deutschland in der zweiten Hälfte des 14, Jahrhunderts sehr gering anschlägt. 



Eiiileitung. xiX 

lange Verhandlungen hinzu getragen haben, wurden von einander geschieden; der 
Gang der Verhandlungen und der Errungenschaften ist durch zahlreiche urkund- 
liche Beweise erhellt, die Privilegien -Entwürfe geben, jeder an seinem Plate, die 
Bedeutung der inhaltreichen Jahre y in denen man zur Verständigung gelangt ist, 
zur Genüge an. Man wolle dabei bemerken, welcher Werth den hansischen 
Beobachtungen aus Dordrecht\ der Handelspolitik des bairischen Begenten in 
den nördlichen Niederlanden und seiner Städte in diesem Zusammenhange bei- 
zumessen sei, wie der Aufenthalt des deutschen Kontors in Dordrecht die Be- 
dingungen für die Rückkehr nach Flandern zu Gurrten der hansischen Kauf- 
leute erweitert, die Entwicklung des Handelsrechts gefordert hat Man mag 
dabei nicht übersehen, welche Gewalten von Flandern die Verträge, die die Ver- 
leihungen sindy am Ende abgeschlossen haben, im Vergleich zu einer früheren 
Zeit, auch, dass es nicht mehr die hansischen Kaufmannschaften, sondern ihre 
Obrigkeiten, die vereinigten Städte gewesen sind, welche mit den LandesgewaUen 
verhandelten und Flandern schliesslich zu einem einheitlichen Handelsgebiete für 
das gesammte norddeutsche Städtethum gestaltet haben. Man darf fast sagen ^ für 
Deutschland überhaupt. Denn jenes Eingreifen Nürnbergs, das die Urkunden 
erweisen \ zeigt den Gewinn, den die Haltung der hansischen Städte auch für 
die Kaufleute von Süddetäschland, welche hinter Nürnberg standen, verschafft hat. 
Seit langer Zeit auf dem Wege nach Nordwesten, längst schon „Lagerleute'' in 
Köln mit den Lombarden und Venezianern *, wohl vertraut mit den Verhaltnissen 
in den Städten des Maasthais und von Flandern \ in zollfreiem Verkehr mit dem 
hansischen Lübeck^ und mit den .lubischen und den andern hansischen Bürgern 
auf Schonen^, vermitteln hier die Nürnberger den Zusammenhang des nord- 

>) Unten n. 396 ff,, vgl. n. 401 u. Anm. 3, 

«) Vgl besonders unten S. 251 ff., 29 f unten u. ö. 

>) Vgl Ennen, Quellen zur Geschichte der Stadt Köln Bd. 4, n. 213; s, auch das. 
n. 218 u. 219. 

«) Man beachte die Aufmerksamkeit, welche ülman Stromer den Gewichts- und Müns- 
Verhältnissen in Brügge zuwendet, Chroniken der D. Städte i, S. 102 ff. 

») Vgl a, a. 0. S. 223, Z. 9 

•) S. Hans. U. B. 2, n. 584 § 10. lieber Augsburg und Rostock s. Hans. Geschichts- 
blätter, Jahrgang 1879, S. 81. — Die Bewegung in der Handelswelt ist doch lebendiger gewesen, 
als in der Regel erzählt wird, axAch der Anfheü mannigfaltiger. Aus Maastricht, welches zu 
den ältesten Kaufmannsstädten im deutschen Bereich gehört und weit ausgedehnte Beziehungen 
schon im 11. und 12. Jahrh. nach dem fernen Osten wnterhalten hat, erfährt man, dass der 
gemeine Rath daselbst 1391 Febr. 13 beschlossen habe: dat so we van den Schoensche vorderen 
tieghen vremde loide beringe ghilt, de sal denen beringe alleyne leggen, niet onder bering, den 
be van Scboenen bracbt bedde of weder porter gegbolden, bei Strafe von Verlust des Herings, 
Publications de Iq socOti d'archiologie dans U duchS de lAmbourg 15 (1878), S. 305 Anm. 1. 
Später mehren sich die Zeugnisse; i. J. 1525 hat sich die Genossenschaft der Schonenfahrer zu 
einem geselligen Verein umgebildet. In der Verbindung mit den holländischen Städten, welche 
in den sechsziger Jahren des 14. Jahrh. Freibriefe für Schonen erhalten, vermag ich nicht mit 
Eversen a. a. 0. die Maastrichter zu suchen: ihr Schwerpunkt lag in dem Ziusammenhange mit 
dem Rheinland und dessen Städten: von hier sind sie na^h Schonen vorgedrungen, sicher, wie 
die Nürnberger, schon in der ersten Hälfte des Jahrhunderts. Vgl unten n. 364 Anm. 1. 

C* 



XX Einleitung. 

deutschen Wesens , dem sie sich anlehnen, und des süddeutschen auf flandrischem 
Boden: der Gang über deti Kanal, den die Nürnberger längst unternommen 
hatten, musste auch hierdurch an Sicherheit gewinnen ^. Die Haltung der Hanse- 
städte, die zugleich für SüddetUschland denkunirdig geworden ist, e^np fängt daneben 
eine Beleuchtung, wdcJie ihre innere Natur offenbart: durch die flandrischen Privi- 
legien für Kampen. Die Hanserecesse gestatteten bereits die Wahrnehmung, dass 
die Bürger dieses Gemeinwesens in Cher-Ijssel häufig genug ihre eigenen Wege 
betreten haben in den allgemeinen hansischen Fragen, zumal gegenüber dem Norden. 
Auch hier im Westen enthüllt sich nun dieser Sondertrieb, welcher unrksame 
Mittel ergreift und su der Sonderstellung der Kampener führt. Indem die Diplo- 
maten der Ha9ise mit den Genossen und -Gegnern verhandeln, müssen sie es 
ansehen, dass die Kampener ihnen zuvorkommen, einen Erfolg für ihre ganze 
rechtliche Stellung in Flandern und ihr kaufmännisches Geschäft davon tragen, 
während für sie der Abschluss noch fehlt: man wird urtheilen müsset^, dass sie 
überflügelt worden sind, wahrscheinlich auch, dass sie mit ihrem Anhang dem 
flandrischen Grafen y vielleicht seiner Kasse, nicht so sehr als Vertreter der Handels- 
weit gegolten haben wie seinen Städten. 

Tiefer mag in di^en und die andern Punkte, welche der Urkundenband 
berührt oder nur streift, eine spätere Untersuchung eindringen. Ist es überhaupt 
die Aufgabe eines solchen Werkes, die Forschung aufzurufen, so begehrt dieser 
Band var züglich, welcher mehr sein will als eine blosse Aneinanderreihung von 
Texten, das Studium nachhaltig und vielseitig anzuregen. Er umfasst keineti 
grossen Zeitraum in der Entwicklung des Volks;, aber ich meine, dass er gewichtig 
wird durch den Inhalt der Dokumente y welche sich in engen Grenzen der Zeit 
zusammen drängen. Leicht wäre es gewesen, den Umfang zu verdoppeln, denn 
die Sammlungen, welche vofi neuem begonnen wurden, haben einen fast über- 
reichen Stoff zu Tage gefördert. Allein ich war bestrebt, dem Benutzer zu der 
Herrschaft über ihn zu verhelfen, die ich selber immer gesucht habe. Es galt, 
ihn zu gliedern, die Zeugnisse zweiten Ranges an zweiter Stelle zu bieten, aus 
den volleti Texten, die mir vorlagen, nur die entscheidenden Sätze mitzutheilen, 
die andern Mos anzudeuten, sogar ganze Urkunden- Gruppen, deren Werth für 
die hansegeschichtliche Forschung einem Zweifel nicht unterliegt, die aber dem 
Rahmen dieses Werkes sich nicht hätten fügen können, ohne ihre Gestalt zu 
verlieren, hier bei Seite zu schieben, nachdem ich sie für die Bearbeitung benutzt 
hatte: so u. a. die Dokumente über die vlämische Hanse y über andre Hansen und 
Gilden des Westens. Auch sie sollen demnächst zur Anschauung gebracht werden. 
So entstand die lange Reihe der Anmerkungen und der Erläuterungen oder Aus- 
führungen, die ich, abweichend von dem sonst beobachteten Verfahren, in diese 
Urkunden- Sammlung eingeschoben habe; so auch die zweite Hälfte dieses Bandes, 
welche die U eberlief erung aus der früheren Zeit hansischer Geschichte einer aber- 
maligen Prüfung unterzieht, dabei, wie mir scheint, in mancher Frage einer 

Unter anderm: ein Nürnberger wird 1366 Aprü 12 Besitzer eines Haukes in London 
durch Verleihung von K, Richard II, 8 Bot. Ht. pai, 2. 12, nach B. Faulis Äbschriflen aus 
dem Becord Office in der Kon. Büflwthek zu Berlin. 



Emleitung. xx] 

richtigeren Auffassung vorgearbeitet hat Von Nutzen wäre es gewesen, die 
Vonnesse van Damme, die älteren Bestimmungen des englischen Liber niger 
admiralitaiis, die lübischen, hamburgischen und bremischen Schiffrechte, das von 
Stavoren und andre Quellen des Seerechts, welche der Zeit und dem Gegen- 
stände nctch zu den hansischen QueRen dieses Abschnitts gehören, auch hier mit- 
zutheilen, äwa in einem Anhang; indess gab ich dem Einwände Baum, dessen 
oben gedacht, wurde; wie ich hoffe, mit Becht, 

Das Begister folgt diesmal nicht dem Muster dller hansischen Veröffent- 
lichungen, aber es fasst den Inhalt des Bandes fester zusammen und verschafft 
der Masse der Beziehungen, die in den Urkunden ausgesprochen oder angedeutet 
sindy eine grössere Durchsichtigheit, indem es die Namen der Personen mit denen der 
Orte verknüpft Berichtigungen zu den Begistern der früheren Bände, • die nicht 
haben ausÜeiben können, setze ich nicht an den Schluss: einem jeden, der durch 
Studium oder ZufaU dik örtlichen Verhältnisse eines engen Umkreises beherrscht, 
wird es leicht werden, dem Herausgeber eines hansischen Urkundenbuchs dort 
kleine Fehler nachzuweisen. Auch in dieser Beziehung kann ich nur wiederholen, 
dass die hansestädtische Forschung mit der hansischen sich nicht deckt. 

Die ausserordentlichen Schwierigkeiten, welche aus der Vielseitigkeit des Gegen- 
standes und dem Mangel dauernder Verfügung über die nothwendigen litterarischen 
Hilfsmittel bei der Bearbeitung dieses Bandes erwuchsen, wird nur ganz verstehen, 
wer unter ähnlichen dürftigen Verhältnissen einmal versucht hat, einen grossen 
Stoff zu bezwingen. Sie werden nicht insgesammt überumnden worden sein, weil 
die Mittel versagten; aber überall hol der Trieb gewaltet, ihrer Herr zu werden. 
Ich kann, indem ich die Arbeit an diesem Bande und an dem hansischen 
Urkundenbuch überhaupt beschliesse, nicht unausgesprochen lassen, dass ich den 
Kön. Bibliotheken zu Berlin, Bonn und Göttingen, der Bibliothek des Deutschen 
Beichstags und der Landesbibliothek zu Düsseldorf, die mich zu jeder Zeit in 
weitestem Umfange unterstützt haben, den aufrichtigsten Dank schulde. 

In einem Urkundenbuch pflegt man ein Werk des Fleisses zu stehen: ich 
würde mich glücklich schätzen, wenn man in diesem auch ein Werk des Eifers 
erkennen wollte. 

Köln, im At^ust 1886, 

Konstantin Höhlbav/m. 






}. 



URKUNDEN 



von 1343 bis 1360. 






\ 



}J 



i^^^V^ 



VOUBEMEHKÜNG. 



Von dem dritten Bande des Hansischen Urkundenhuchs wird hiemit die erste 
Abtheilung ausgegeben. 

Es war beim ÄbscMuss des zweiten Bandes die Absi^^ht die Urkunden der 
JaJire 1343 — 1360 unmittelbar folgen zu lassen. Allein ein grösserer Aufschtib 
wurde erforderlidi. 

Es erschien nothwendig den eigetitliclwn Urkunden aus der ersten Periode der 
hansisclien Geschichte die übrigen Materiulie^i , welche zur Aufklärung derselben 
dienen y anzureihen. Indem ich beschloss den Rahmen des Urkundenhuchs zu 
erweitem, nahm ich auf mich die Statuten der hansischen Kontore von London 
Brügge und Nowgorod von neuem zu untersuchen und zum ersteht mal kritisch 
bearbeitet in möglichster Vollständigkeit in einem Anhang zu ediren. Neue wich- 
tige Handschriften aus Kopenhagen und Riga, die ich in Göttingen lange benutzen 
konnte, werden den Bau der hansischen Gesetzgebung in dem Hof der Deutsclien 
zu Nowgorod deutlicher erkemien lassen als bislter. Die verwickelte Untersuchung, 
die noch nicht abgeschlossen werdeti konnte, hielt die Beendigung des dritten 
Bandes mehr auf, als ich früher annehmen durfte. 

Einen andern Grund des Aufschubs bot die erneute Durchforschung belgischer 
und französischer Archive atis dem Gebiete des alten Südflanderns, welche ich, 
,mit ausserordentlichen Mitteln aus der Kasse des Hansischen Geschichtsvereins 
ausgerüstet, im Wi'nter 1879 auf 1880 mit Hilfe des Herrn Cand. phil. Gröp- 
jyell, meines ehemaligen Zuhörers, unter einer sehr ungünstigen Konstellation der 
VerMltnisse ausführte. Es galt, wie ich schon im Vorwort zum zweiten Bande 
p. IX gefordert hatte, Lücken in der Erkundung der hansischen Geschichte durch 
die Erschliessung der ei'nschlagenden Archivalien aus dem germanischen Westen 
auszufüllen, die blas hansestädtische IJ eberlief er ung durch die von der Hanse 
mit bestimmte fremdländische zu ergänzen. Die wiederholten Untersuchungen in 
Brüssel, Brügge, Ypern, die erstmaligen Nachforschungen in S. Omer, Lille, 
Douai und Paris, die mich auf der erwähnten Reise beschäftigten, förderten ei^ie 
afisehnliche Fülle 'neuen lehrreichen Stoffs zu Tage. Jetzt erst glaube ich die 
richtige Unterlage für eine allseitige Beleuchtung der Hansegeschichte in der ersten 
Periode bieten zu können. Das Dfpnrtementalarchiv von Lille allein birgt Mate- 
rialien ersten Ranges für die Geschichte der Hanse. Ich entdcclUe dort die 
gesammten Registranden der gräflich flandrischen Kanzlei des 14. und 15. Jahr- 
hunderts , bis zur Stunde verlorene Haiulschriften für die Wissenschaft. Li vlä- 
mischer SpraeJui abgefasst, den französischen Gelehrten daher so gut wie ganz 
verschlossen, durchaus ungenügend repertorisirt , der deutschen Gelehrtenivdt daher 
ganz unbekannt, bewahren sie in zahlreichen voluminösen Folianten sämmtlichc 
Schreiben des flandrischen Gouvernements, die in Finanz- und Handelssachen, 



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VI Vorbemerkung. 

aber auch in allgemeinen politischen Angelegenheiten in der gräßiehen Kanzlei 
wahrend der genannten Zeit ausgefeHigt sind, theiU in kurzen Inlialtsanzeigen^ 
tlieils in vollem WortlmU. Sie sind umcluitzbar für die Erforschung der Harne- 
geschicJite, der Geschichte des flandrisch ~etiro2)äisch<m Handels und der merkwür- 
digen politisclien Verwicklungen Flanderns mit dem Auslande. Das Decennium 
hansisch 'flandrischer Konflikte, iceUhcs der Erwerbung der neuen Stapel gerecld- 
SrtWkJ von 1S60 für die Hansen vorausging , wird hier durch ein fein ausg^filhr- 
tes vollständiges Tdbleau gräflich flandrischer Finanz - und Staatspolitik in ein 
neues Licht gesetzt. Die Kürze der mir zugemessoten Zeii verbot mir die reiche 
Fundgrube sogleich auszubeuten. Die Darleihung der toichtigsten Bände für die 
Hansegeschichte ,in nmner Bearbeitung an di^ kön. Bibliothek zu Göttingen ver- 
suchte der Vorstaml des hämischen Geschichtsvereins durch den Hanscaiischen Mini- 
ster - Residenhn , Herrn Dr. Krüger, und das Auswärtige Ami des Reichs bei 
dem französischen Gouvernemeyit für mich zu erwirken. Der abschlägige Bescheid 
legt mir die Pflicht auf nochmals auf längere Zeit das Archiv von Lille aufzu- 
suchen, um den reichen Inhalt der Registerbände der hansischen Geschichtsfor- 
schung zuzufiUiren; gleichzeitig die andre: die Bearbeitung der für die flandriscli- 
hansisdien Beziehungen entscheidenden JaJire 1358 — 1360 vor der Hand zu 
vertagen. Die Reise wird im Laufe des nächsten Jahres unternommen werden. 
Damit will ich abermalige Nachforschungen in dem Nationalarchiv zu Paris ver- 
binden , welches mir bei dem erwähnten Aufenthalt trotz der Fürsprache der Kai- 
serlichen Botscliaft zu Paris z. Th. unzugänglich blieb. 

Die Ausdehnung und Vertiefung der Studien für den dritten Baiul d^s 
UrkundenbucJis hat die Verzögerung bewirkt, tcclche in Wirklichkeil eine Verbes- 
serung des Werks verheisst. Eine sdiwere Erkrankung und die Uebernahme der^ 
Leitung des Stadtarchivs von Kein gaben ferner Anlass die Herstellung des Manu- 
skripts für diesen Band zu unterbrechen. 

Indern ich eine Abtiieilung folgen lasse, glaube ich, dass ihre Mosaik doch 
sc1u>n eine neue Ansicht der hansischen Geschichte aus Jahren, die bisher für 
steril gegolten haben, vermitteln wird. Die zweite, stärkere wird sich mögliclist 
bald anschliessen. Sie soll den in den vorstehenden Zeilen berühien Gegenstän- 
den, eitler Sammlung der die vlämische Hanse betreffenden Dokumente y welcJie 
für die Getiesis der Deutschen Hanse sich fruchtbar erweisen, und in der Ein- 
leitung einer Abhandlung über mehrere Fragen der Entwicklnngsgeschichte der 
kaufmännisch -städtischen Vereinigungen und des hansischen Bundes in stren- 
gerem Sinne, zumal Fragen verfassungsgeschichtlichcr Natur, gelten. Verstehe ich 
die Geschichte der Hanse recht, so bedarf sie auch in ihren älteren Partieen trotz 
wiederholter Behandlung noch einer tiefer greifenden Erschöpfung des Stoffs, dii^ 
sich nicht auf die gewohnten Bahnen hansestätltischer Gcschirhtsforschung beschränkt. 

Lindenthal bei Köln, 24. December ISSl. 

i>)\ liöhlhaum. 



1343 Febr. 11 - 1343 April 29. 



1. Peter von Polnow, Heir von Zanow, verleiht seiner Stadt Zanow hieben 
Grundbesitz das lübische Reckt, indem er seine Burg dem Schweriner Recht 
unterstellt. — 1343 (feria 3 post dominicam qua cantatur circumdederunt) 
Febr. 11. 

Or.'Tratissumpt von Bischof Johann von Kamin von 1348 (in octava assumptionis 
Marie virginis gloriose) Aug. 22, Zmxow, in Privatbesitz: „ran Propst Haken 
in Stülp eingesandt*^, Gadehusch, 

Gedntckt: daraus Gadehusch, Pomm, Sammlwig 1, 87 , tconach die Bemerkungen 
bei Kratz, Städte Pommerns 561 sich als unrichtig enoeisefi. 

2. Gr. Ludwig [II] von Flandern, Nevers und Rethd giebt den deutschen Kauf- 
leuttn eitlen Freibrief. — 1343 April 18. Courtrai (Cortrick). 

StA zu Köln, Original' Inventar des hansischen Kontor- Archivs vofi Brügge- 
Antwerpen a. d. J, 159 L Die Urkunde selbst ist nicht aufzufinden, weder in 
Köln, wohin jenes Archiv i. J. 1591 zum grössttn Theil übergeführt wurde, 'noch 
in Lübeck, das den Best der Flandrica und die Anglica'na des Archivs aufbewahrt. 
Das Inventar ist sehr sorgfältig gearbeitet, so dass nach Virn das liansische 
Archiv heute in Köln rekonstrkiirt werden kann; es tiennt den Aufbewahrungsort 
(Capsula major signata littera B, dariyx mit H bezeich^iet) , führt die Besiegelung 
an und kenivzeichnet die Urkunde als in vlämischer Sprad^ geschrieben. Den- 
noch wird eine Verwechslung mit U, B, 2, n. 617, welches das Inventar vorher 
unter littera G nennt, oder wahrsclieinliclker noch mit der Privilegienbestätigung' 
Gr. Ludwigs III von 1349 Ajyrtl 30, s. unten , vorliegen, welclve in einer Ueber- 
lieferung gleichfalls unrichtig datirt ist, vgl. das. Stückbeschreibung über die 
ftandrischeyi Kopiare, 

3. Gobelin Abt der Cisterziemer von Gutwall auf Gotland und die Prediger- 
brüder zu Wisby transsumiren deii Schutzbrief der dänischen Begierung in 
Estlatid für die Kaufleute zur Handelsfahrt nach Nowgorod U, B. 2, n. 411. — 
1343 (in crastino beati Vitalis niartyris) Ajml 29, Wisby, 

RA zu Reval; Gr., von 2 S. noch 1 vorhanden. 

Gedruckt: daraus Hildebrand, Dipl. Suecan, .5, n, 3697; verzeichnet Livländ. 
U, B, 2, Regg. n, 964, 

4. Gr, Adolf [II] von der Mark bekundet sein fiir die nächsten zwei^ Jahre 
mit Dortmund geschlossenes Bündniss zum Schutz des Landfriedeiis gegen 
jedermann, ausgenommen seinerseits das römische Beich, Erzbischof Walram^ 
von Köln, Bischof Ludwig von Münster", Markgr. Wilhelm von Jülich^ die 
Grafen Adolfe von Berg, Dietrich'' von Kleve, Gotfried von Arnsberg, Niko- 
laus von Tecklefiburg , den Herrn zur Lippe' und Herrn Konrad von der 
Mark, seitens Dortmunds ausgenommen das Beich ^ Erzbischof Walram von 
Köln^ und die Städte Münster, Osnabnkk^ und Soest; verheisst in dem- 

ä) Kille Kenig jihv/Tr Hand hat HhtTt/fHchrirbrn: «looem. h) Ehen mo: WiUelmu. e) Ulm »o 

Ainxuf/efügt: et EnfreH^rto opiKCOpo Le^KÜcnsi. di I-Mn »v vhtrgvtchrithzn: Goranlo. o) Ebm «o. 

phaogenitu Johanni. f) A6e»i «o dafür: ot doiuinis Ottimo et Bemardo Lipp. g) Elen mo hiuzu- 

fftfUgt: et Oütfriilo (romitc «le Am8>»eT)r. 

*) Oftnabrück schliesst mit B\»ch. Gotfried, Kajtitel und Diefistmannschufl von Osnabrück, 

Quakenbriick, Yhurg, Gronenberge, Hunteburg, Wittlage und aitn dem Stift Osnabrück ein 

BündnuM auf Weihnachtefi über 4 Jahre zum Schutz der Bechte und de» Landfriedens 1343 

Okt, 24 firohl nur von iHKrtikuhirn- BfdeittungJ, StA zu Osnabrück III, G, Or. m. U S., mit- 

HaiiKischos Urkunden buch III. 1 




2 1343 Mai 1 - 1343 Juni 19. 

selben u. a. bei Klagen seiner Unterthanen gegen einen Dortmunder Auf- 
hebung und Arrestirung von Personen und Waaren allein gegen den beklagten 
zu gestatten und gewährt den Bürgern der Stadt sicheren Durchzug und 
ufigehinderten Aufenthalt in seinem Lande, in so fern Vergehen von ihnen 
(jure et gracia) gebüsst werden. — 1343 (ipso die Philippi et Jacobi aposto- 
lorum) Mai 1, Dortmund. 

StA zu Dortmund; Or. m. S. Die unten natirten Nachträge zum Or. bezeichnen 
jedenfalls eine Erneuerutig und Ausdehnung des Bündnisses, die fiach 1349 Nov. 1, 
dem Wahltage Erzh. Wilhelms von Gennep von Köln, und vor 1357, dem Todes- 
jahr Bisch. Ludwigs von Münster, aber ersichtlich ohne Gr. Adolf, welcher 1347 
Anfang starb, stattgefunden hat. Das Dokument diente gewissermassen als Formel 
Gedruckt: daraus sehr inkorrekt ufid lückenhaft Fahne, U. B. d. St. Dortmund 2, 
n. 373. 

5. Dorpat an Lübeck: meldet die Verhandlungen über die an lübischen, dar- 
pater und wisbyschen Bürgern auf der Handelsfahrt nach Nowgorod durch 
den ehemaligen Hauptmann von Reval verübten Gewaltthätigkeiten^. — 
[1343J Juni 19. 

Aus StA zu Lübeck; Or. m. Resten d. S. 

Gedruckt: daraus Urk. Gesch. d. Urspr. d. D. Hanse 2, 362, wiederholt Lirl. 
U. B. 2, n. 709; Mb. U. B. 2, n. 718; vgl. Uvl. U. B. 6, Regg. S. 46, n. 960, 
nelleicht auch n. 974 c. 

HonorabilibuB viris et circumspectis dominis consolibas civitatis Lubeke 
amicis suis .presinceris presentetur. 
Honorabilibus viris et circumspectis dominis consulibus civitatis Lubeke amicis 
suis presinceris cousules in Tarbato cum mera dilectione et amicicia obsequia sna 
prompta. Honorabilitatem vestram cupimus non latere, quemadmodum per con- 
cives vestros Marquardum Volkestorp et Tidekinum Pallas vobis forsan prius est 
relatum, qnod dominus Gonradus dictus Preen miles quondam capitaneus Reva- 
liensis anno proxime preterito in quadragesima * predictos cives vestros et non- 
nullos concives nostros, eis versus Nogardiam declinantibus, duobus tamen de 
nostris concivibus sub bona securitate et amicicia per suum filium Petrum primo 
ad se vocatis, post bec alios cum bonis omnibus, inter que erant bona eciam 

getheilt ron F. Fabricius, schlecM gedr. (Friderici,) Gesch. d. St. Osnabrück 1, 243. — 1344 
Mai 2 wurde das obeti Bd. 2, m. 345 Anm. 2 notirte Bündniss der kleinen Städte Westfalens 
unter Führutig Soests von 1325 März 3 ohne Berg und Attendorn, aber mit Schniallettberg , dem 
Marschall Joh. ron Beifferscheid ron Westfalen und defi Burginannen von Ruthen, Hovestat, 
Hallenberg, Werl auf ein Jahr erneuert, Haeberlin, Analecta 2, n. 23, im Auszug Seibertz 2, 
n. 691; dann unter Bestätigung von Erzbisch. Walram von Köln auf Recklinghausen und Bischof 
wid Stift von Münster von Ostern auf 5 Jahre ausgedehnt, 1345 Jan. 4, StA zu Soest, XXII 
n. 5, 2 Or., Häberlin a. a. 0. 304. S. unten n. 27 Anm. — 1345 Nov. 1 oder 8 (feria 3 in 
septimana communi) beurkundet Brakel ein Bütidniss mit Neustadt Warburg auf WeihnacJhteti 
über 4 Jahre zur gemeinsamen Abwehr jeder GewaltihcU utid zur Hütung des Landftiedens, 
StA zu Warburg, Or. m. S., mitgetheilt ron Dr. Hechelmann; Gegenausfertigung Warburgs bei 
Wiifatid, Archiv f. Gesch. u. Alterth. Westfalens 5, 165. Ebeti so am selben Tage Paderborn 
gegen Warburg, StA zu Paderborn, Or. m. S. *) Die ganze Angelegenlieit läuft dem Auf- 

stände in Estlatid 1343 parallel. Konrad Preen erscheint zuletzt als Hauptnumn rofi Reval 
1341 März 10; 1343 Mai 11 findet sich Bertram Parenbeke urkundlicfi als sein Stellvertreter, 
Lirl. U. B. 2, n. 802, 813. Da I^een 1344 Urfehde schwört, a. a. 0. 6, Regg. 48, n. 974c, 
so kann nach deti in den folgenden Anmerkungen notirten Daten über die Zeitbestimmung unsers 
Schreibens kein Zweifel walten. — Die diplomatisclten Transaktionen dieses Jahrs zwischen Est- 
land, Finnland, Scfiweden berühren die HansegenchicJäe nur mittelbar, können hier darum über- 
gangen werden; vgl. Höhlbaum, Hans. Geschichtsblätter Jahrg. 1878. Eben so später die Ver- 
mittlung Lübecks bei der Auszahlung der Gelder aus dem Verkauf Estlands an den Deutsckorden, 
1346 ff. *) 1342 zwischen Febr. 17 und März 31. 



1343 Juni la 



8 



dviüin Wisbycensiuni, de termiuis et territorio Rathenonim Nogardeusium ad 
castrom Narwie redoci permisit violenter iDponens eis, quod vias indirectas, quas 
non debebant, transivissent. Raeione cujus ipse dixit eos penam vite et bonorum 
privacioneni incurrisse coartans eos ad hoc, si cum bonis vellent evadere, quod 
fide data et snb honore jurameuto addito^ ut didicimus, promiserünt se et bona 
sna ibidem secum habita vel eorum commutacionea in festo penthecostes * tunc 
proxüno in castrum Narwie predictum castro circumvallato vel non * debere repre- 
sentare. Super quo quosdam de vestris concivibus et de iiostris patentem litteram, 
quam ipse dominus Conradus pro suo placito conscribi fecerat, invite oportuife 
sigillare. Eapropter dicto domino Conrado in Castro Wittensten captivo detento 
transmisimus illuc quendam consulatus nostri socium secum de premissis gracia 
placitandi, ubi tunc eciam dominus magister Lyvonie, commendator de Velin, com- 
mendator in Perona et advoc^tus Yerwie presentes erant*> in qnonim presencia 
placita de hoc facto et colloquia tractabantur. In quibus quidem placitis preno* 
tatus dominus Conradus dixit se ipsam causam in prenorainatos dominos magistrum 
Lyvonie, commendatorem de Velin, commendatorem iu Perona neenon dominum 
Woldemamm de Dolen et dominum lohanuem de Ykesculle milites et ad eorum 
dicta velle conpromittere, ut quicquid ipsis, dum convenirent de hoc facto, justum 
Tideretur, quod in hoc deberet consistere et manere. Sieque cum prefatus magi- 
»ter Ljrvonie et quidam sui eommendatores cum reverendo in Christo patre et 
domino nostro domino Wescelo episcopo Tarbatensi* presentibus dominis Wolde- 
maro de Dolen et lohanne de Ykesculle predictis ac Engelberto de Thysenbusen 
milite pluribusque alüs fide dignis placita postea celebrarent, direximus ad eos 
quosdam nostri socios consulatus postulantes et petentes, quatcnus ipsi vellent 
ibidem dedarnrej quid eis de hoc facto expedire et jus tum videretur. Littera vero 
patente f cujus copiam huic annexam vobis mittimus^, que per dominos, qui una 
cum dicto domino Conrado, prout iu eadem continetur, paeem inter ehristiamsmura 
ex parte una et Ruthenos Nogardie parte altera gwerra inter Christian itatem et 
Plcscowenses pendente^ denuo contirmaverant, exstitit sigiUata, eorara eis ibidem 
publice Iccta et audita, sepedictus dominus magister Lj^'onie et alii domini respon- 
dentcs dixerunt, quod secundum illiiis tenorem littere antedictus dominus Conradus 
contra prenotatos cives miuus juste processisset et quod ipsi inculpabiles cssent 
In hac parte. Sed quia sepedictus dominus Conradus premissa pro nunc vnlt 
minime consentire vel servare, sinceritatis vestre circumspeetionem attente depre- 
camnr, quatenus^ si contra nos vel uostros concives de hujusmodi eoram domino 
rege Dacie vel alibi aliquam pereeperitis fleri mencionem, pro nobis et nostris 
esse dignemini et velitis nostri amoris et perpetni ser\icii interventu, sieut pro 
vobis et vestris pro nostra facultatc libeiitcr faeiemus. Pro littera insuper preli- 
bata, quam vestri et nostri concives super premisso sigillarunt, rehabenda satis 
laboravimus» licet eam adhuc non sumus tonsequtit et quantum sutficimuSi inten- 
dimus laborare factnri igitur in premissis, ut de vestra circumspecta eonfidimus 
lioneDtate. In Christo valete. Si quid inde vobis occurrerit, nobis petimus revelari. 
Scriptum nostro sab secreto, octava eoqjoris Christi, 



*) IMS Juni L *) Btsiehi sieh auf deti eslländisclum Bauernaufstand vor dem Sie^ äeB 
Ordethghetres tim 14. Mai 1343, wo die Ausdehnuntj der Empötrr nach 0»im möjfhch erschim» 
•) J}er Meister traf Mai 4 dort ein^ i7»w folgtm die Komture roh FdHn und /?*<^, der Vbßi 
nm Jetwen i#. a,, Weimettstein n^nrde Mtttetpttnkt der Unternehmunßen (legen die aufständischen 
Bauertt, Hoenekes lirL Tteimchronik (heraunß, ran Ilohlbaumj S. 21 , *JÜ, *\ 1342 Auff, 26 

roüi Papßt n/m Btschaf ernannt, lArL U, B, G, n. 281ä, *) Nidd mehr rorhcmden, ^) fleit 
Mai 1343, Hamekf a, ». CK 28 Anm, 4. 

l* 



i 1343 Juli 17. 

6. K. Magnus von Schweden mül Norwegen beurkmhdet seinen Ausgleich mit 
den Seestädten^ Lübeck, Hamburg, Rostock, WisnMr, Stralsund und Oreifs- 
wald. — 1343 Juli 17. HeUingborg, 

1, 
An» StA zu lÄtheck; vielfach durchkorr'ußrter GedeiikzetUl a, Pergutnffit 

Aus L StA zu Lübeck; Or. m, woMerliaJten^n S. A. d, Rücken von einer Hand 
d, 15, Jahrh.: Magnus Zwecie, Norwegie et Sclianie rex e bello cum civitatibus 
fjesto ad pacem veniens hec sigillavit 1343, ferner: Kn sonebreffe wol 100 jar 
olt twischen koning Magno van Zwedon iinde dessen steden. 

H StA zu Hamhurtf, Trese K 23; Or. m, S. 

R RA zu Rostock, w. 5310; Or, m. Stücken d. S, JuftgJuins, 

RA zu Mlsmar, Prinlegienhuch fol, 02, 

RA zu Stralsund, Privilegienhuch fol. 68. Junghans. 

In Greifswald ist nach Mittheilung von Perlbach keine Spur des Dokuments auf- 
zufinden. 

Gedruckt: aus 1 Lüb, U, B, 2, n, 770, tciedeiholt Hilddtrand, Dipl, Suecan, 5, 
n, .3717, rerzeichn, HR, 1, n. 137; aus 2 L Lüb, U, B, 2, n, 771, loiederhoU 
Hildebrand a, a, 0, n, 3718 ufid Sverges Traktater 2, n, 259; aus 2 R Meklenb. 
U, B. 9y n, 6324, rerzeichn. Urk, Gesch. d. Urspr. d. D. Hanse 2, 373 wid 
HR. 1, n. 138. Vgl, Bd, 2, n, 710, Detmar bei Grautoff 1, 255, HR, 1, 67 
zu 1343 Jan. 6, Schäfer, Hansestädte 137. 



Discordia, que inter magniflcum prin- 
cipem dominum Magnum Swecie, Nor- 
wegie et Schanie regem et . . civitates 
vertebatur, sopita et pacificata est in 
huDC modam. 

[1,] Primo quod omne dampnum ab 
utraque parte durante diseordia recep- 



Universis prcsentes litteras inspeetaris 
Magnus Dei gracia Swecie, Norwegie et 
Schanie* rex in Domino saiutem sem- 
pitemam. Injuriatur memorie frequenter 
oblivio et longinquitate fit temporis, quod 
res Clara presentibus redditur obscura 
futuris, et^ sie intcrdum contingit, quod 
recisa repullulant°, suscitautur sopita et 
sepulta resurguut. Sane adversus obli- 
vionis dispendium de scripture remedio 
prudencium cautela providit presertim 
in illis, que propter vitanda gravia peri- 
cula personarum debeant firmitate per- 
petua stabiliri. Hac igitur consideracione 
inducti in omnium deferimus publieam 
nocionem, quod dissensionem* et discor- 
diam inter nos, regna nostra ac* domi- 
nia parte ex una et civitates maritimas 
videlicet Lubeke, Hamborgh, Rozstok', 
Wysmere', Suudis et Gripeswald** parte 
ex altera dudum inimico salutis humane 
procurante motas et subortas concor- 
d*iudo sedavimus et sedando concorda- 
vimus in hunc modum. 

[1.] Primo videlicet quod dampna 
omnia et singula hincinde ab utraque 



a) Skanie li. h)'jehU Jl. c) ropuUant /;. d) dissencionem //, //. e) et H. t) Rostoch Ä. 
K) Wiamoro //, Wismer Ä. h^ Gripeswalde /;. 

») Ein Bremer Hermann von Nienburg begegnet 1343 in Rij^en, Brem. U, B, 2, n, 479, 
StücJcbeschreibu ng. 



1343 Juli 17. 



tum erit quitum et sedatum et amplius 
non remorandum, sed de dampuo facto 
et illato, postquam composicio per . . 
dominos compromissa fuerit et dominus 
rex suis capitaneis hujasmodi composi- 
cionem denunciare potnerit, idem domi- 
nus rex restaumm faciet et civitates hoc 
tacient vice versa. 



[2J Preterea de captivis ab utraque 
parte isto modo condictum et placitatum 
est, quod illi, qui depactati sunt vel pro 
se certificaverunt aut per aliquam par- 
einm donati sunt, ita manebunt; sed illi, 
qui adhnc non sunt depactati nee certi- 
ficacionem fecerunt et eciam non sunt 
donati y manebunt quiti, liberi et soluti. 



[3J Insuper si . . advocati et com- 
uiissarii domini regis predicti aliquas 
novas adinvenciones vel statuta per totum 
regnum sunm instituenmt et servaveruut, 
qae essent contra antiquas justicias et 
conswetudines civitatum predictarum, ille 
debent deponi, cassari et penitus annul- 
lari. Coucedit eciam memoratus domi- 
nus rex, quod civitates predicte debent 
uti Omnibus e[a]rum* juribus et liberta- 
tibus antiquis, sicut et cum hoc omnia 
privilegia ipsius domini regis et suorum 
progenitorum et aliorum regum ac prin- 
i'ipum eisdem civitatibus conccssa et 
indulta debent in suo valore permanere 



5. 

parte discordia durante recepta equaliter 
reconpensata censeri'' debent et quita 
ac*" sopita totaliter dimitti, ac si nun- 
quam contigissent, et" ad animnm mi- 
nime revocanda. Dampna vero civitati- 
bus predictis, si qua post noticiam nobis 
factam de composicione per dominos 
Gunthcrum comitem de Swarzebürgh** 
et Älbertum Magnopolensem, Stargardie 
et Kozstok" dominum Lubeke domiuica 
proxima ante festum beatorum Galli et 
LuUi * pro utraque parte compromissa et 
uos uostris capitaneis regnorum Sweeie 
et^ Norwegie ac dominiorum nostroruui 
aliorum potuimus eaudem composicioneni 
uuuciare, illata diuoscuntur, plenarie re- 
fundi faciemus civitatibus predictis fac- 
turis nobiö et uostris idem vice versa. 

[2J Preterea de captivis utriusque 
partis taliter placitando convenimus, quod 
depactati seu qui de certo quid solvendo 
vel dando pactum aut caucionem de sol- 
vendo fecerant aut per aliquam parcium 
hincinde cuiquam donati sunt, in eodem 
statu quo sunt permauebunt; nondum 
vero depactati seu qui de certo quid 
solvendo vel dando pactum vel caucio- 
nem* non fecerant aut per aliquam par- 
cium hincinde cuiciuam donati non sunt, 
liberi debent esse penitus et soluti. 

[3.] Ceterum novas adinvenciones vel 
statuta per advocatos et officiales regni 
nostri Sweeie et terre Schanie^, si qua 
contra justicias et consuetudines antiquas 
servata et inducta sunt, deponi volumus 
penitus et cassari dictisque civitatibus 
et earum incolis omnia jura, libertates 
et privilegia antiqua tarn a nobis (}uam 
progenitoribus nostris et regibus Sweeie 
et terre Schanie** eisdem civitatibus con- 
cessa et indulta in suo vigore debent 
permanere et inviolabiliter observari 
dicteque civitates ipsis ibidem uti debent 
pacifice et quiete, sicut ab antiquo fuerat 
observatum. 



a) roconseri /;. b) qnitta ot /?. c) f^hU 11 «l) Swar/*^l»oiTh //. Swarcelovh /.'. o) Rostoch //. 
T) f^hU li. g) de »'»Iveiidn/fiyt n hiu-.u. \i\ Sknnio i:. i) w-nim <l'* V >"la. *•. 



•) lS4.i Okt. 16. 



lUi JzLL — :S43 J^ 24. 



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1. 2, 

et eifidem civitatibas inviolabiliter per- 
petao observarL Et ipsa prinle^ e: 
libertates e[a]niin* presentibos ex spe- 
cial! gracia confinnamas. 

Hojas rei tesied sunt reverendns in 
Christo pater et dominus dominiis'* Petrus 
Lundensis ecdesie archiepiseopus regni 
n«>stri Swecie primas, Albertos Magno- 
]x>lensis. Stargardie et Rozstok' domi- 
nus. consUiarii regoorum nostrornm Swe- 
cie. Xorwegie et terre Schanie*^, ac 
honorabUes viri domini Hinriens Pape, 
Hennannus de Wiekede, Johannes Ciin- 
genbereh* Lubieensis, Johannes Miles, 
Hellingbernus de Hetveide' Hamborgen- 
sis^ Ludolfns de Gotiandia\ Hermairnns 
Lyse Rozstoecensis^ Georgins Witten- 
beke et*" Hinriens de Suiten* Wysmarien- 
sis*. SeghetVidus et Thidemannns Witte 
Sundensis, Ererhardus de Letzenize" 
et Hennannus de Essendia Gripeswal- 
denriis civitatum predictarum proeonsnles 
et oonsiiles et alii plures fide digni. In 
quorum omnium evideneiam finniorem 
.sigillum nostrum presentibus dnximus 
apponendnm. Datum Helsingborch", anno 
Domini millesimo trecentesimo quadra- 
gesimo tereio, feria quinta proxima 
ante festum beate Marie Magdalene. 

7. Lübeck an K, Eduard [III] von England: nnticortet auf die Beschuldigung *, 
dass CS mit Stralsund, Wismar, Rostock und Greifsicald an der Arrest h-ung 
eines von Wilhelm von Letcnay von liarcnstcorth zu Stralsund geladenen 
Schiffs theil genommen, mit der Versicherung vollständiger Unschuld und 
meldet die auf seinen [Lübecks] Wunsch gegebene Erklärung Stralsunds, dass 
es in seinem Kampf mit dem König von Schweden und den Grafßn von Hol^ 
stein ein allgemeines Aus fuhr verbot für Getreide erlassen und deshalb das 
Schiff bis auf weiteres aufgehalten habe. — flS43 Juli] 

Jjomhn, Piihh record Office; unbizeichurta* Or. m. Spuren iL S. 

Gedruckt: daronn Jyüh. U. B, 2, n. 10^1. S. nuten n. S — 11 und n. 25. 

S. Rostock an denselben: bekennt in derselben Sache seine volle Unschuld und 
meldet das Gerücht, dass Stralsund die Schuld an der Arrestirung trage, — 
[1343] (in vigilia beati Jacobi apostoli) Juli 24. 

lyjndon n. a. ().; unitezeichnetes Or. 
Gedruckt: darmtn a. a. O. 4, n. 3H. 

•A) «iirfiii «/'V v^.ra.jr. In f^h't li. (I Ro/.-toch /:. ili Skaiiie /;. e» Klins:henl>^r(-h H, 

KliiiKhniil^onrli IL. ft IIotfoMc //, HcilvoliJo /;. ci IIaiii)>unren-i'is //. /.-. h) Ludolphuft de Ood- 

lumliii /;. i) Kii/.sti»ckM»iisi^ //. k) Sültoii II. li AVisinarionsi*. // /.'. nO I/>tzeniize //. R. 

in Ili'l-iiur»Mirtfh //. l:. 
») IHr knniffliche Zunchrift ist nicht in^hr *rhtiU*n. 



1343 Joli - 1343 Sept. 9. 7 

9. Qreifswaid an denselben: eben so, doch ohne Hinweis auf den Schuldantheil 
Stralsunds. — [1343 JuliJ 

London a, o. 0.; unbezeichnetes Or, m. Spwren d, S. 
Gedruckt: daraus a. a. 0. ^, n, i082. 

10. Wismar an defiselben: bekennt in derselben Sache seine Unschuld und ver- 
sichert, dass die Zuschrift Stralsunds an den König [n. 11] auch die Recht- 
mässigkeit des Verfahrens von Stralsund darthue. — [1343 JuliJ 

London a, a. 0,; uhbezeicJmetea Or. m, Spuren d. S. 
Gedruckt: daraus a. a, 0, 4, n. 35, 

11. Stralsund an denselben: erklärt in derselben Sache, dass es im verflossenen 
Jahre in seinem Kampf mit dem König von Schweden und den Orafen von 
Holstein, welche den gemeinen Kaufmann geschädigt und K. Waldemar von 
Dänemark aus seinem Reich vertrieben gehabt, ein allgemeines Attsfuhrverbot 
für Getreide wegen der Theuerung erlassen und Wühdm von Lethenay, der 
dem zuwider gehandelt hat, deshalb aufgehalten habe, ohne dass der übrige 
Theil seiner Ladung berührt worden wäre. — [1343 Juli.] 

London a, a, 0,; tmbezeicknetes Or, w. Spwren d, S. 

Gedruckt: daraus a. a. 0, 4, n. 34; verz. Reg. dipl. Mst. Dan. II, 1, n, 1885. 
S. unten n. 25. 

12. Albert von Varenholte^ Kurat der Kirche von Kampen, transsumirt die 
Sühneurkunde 2, n. 675 des schwedischen Königs Magnus für Kampen ^ — 
1343 (feria 2 ante Laurentii martiris) Aug. 4. 

StA zu Kampefi; Or. m. S. 

Verzeichnet: daraus Register van charters en bescheiden ra» Kampen 1, n. 100 und 
Heg. dipl. hist. Dan. II, 1 n. 1857. 

13. K. Magnus von Norwegen und Schweden beschränkt zu Grünsten der Seestädte 
des Ostens und aUer Kaufleute der Deutschen Hatise den Zoll auf die Ein- 
fuhr nacli Norwegen^ stelU alle neu eingeführten Zölle ab und bestätigt 
sämmtlidie alte Handelsprivilegien, — 1343 Sept 9. Warburg. 

Aus H StA zu Hamburg, Trese K 21; Or. m. S. 

L StA zu Lübeck; Or. m. S. 

S RA zu Stralsund, Privilegienkasten, norweg. Urkk.; Or. m. S. Junghans. 

R RA zu Rostock; Or. m. zerbrochenem S. 

RA zu Batizig, Stadtbuch 1 fol. 9. 

Gedruckt: atis L Dipl Norveg. 8, n. 151, Mb. U. B. 2, n, 774; aus R Meklenb. 

U. B. 9, n. 6339; verz. Urk. Gesch. d. Urspr. d. D. Hanse 2, 373. S. oben 

Bd. 1, n. 1144, beswiders S. 395. 

In nomine Domini amen. Nos Magnas Dei gracia regnorum Norwegie* et 
Swechie ac terraram Scanie et Hallandie rex recognoscimus et tenore presenciom 
firmiter protestamur, quod propter gratuita servicia, qae nobis civitates maritime** 
orientales exhibere studuerunt videlicet Lybek*, Hamborgh^ Wismaria*, Rozstok^ 
Stralesond*" et Gripisvald' ipsis civitatibus jam dictis et earum incolis necnon 
nniyersis mercatoribus de hansa Theatonicorum ex speciali gracia et munificencia 
damus et concedimas per presentes, quod cum ipsi vel eoram aliquis ad civitates 
vel villas forenses regni nostri Norwegie*" pervenerint, dabitur de qaalibet nave 

a) Norveiifie L. b) marittimo /.. c) Labek L. d) Wygmar L. o) Stialeiandh L, 

f) Oripeswüld L. 

») Die Bürger von K. geflossen nach Urkunden ton 1343 Aug. 13 und 1344 Sept. 17 ZoU- 
freiheit zu Stareren, Register a. a. 0. n. 101, w. 102. 



1343 ßcj.U 10, 



> 



ttaam melius talentum auuouo iu ca exbtentiB pro tbeoloueo, excepto flore tritict 
qttod floor* in Norico uuiicupaturf et sie ipsi mercatores^ banse memorate^ 
ah omni ampliori theolouco intrando et exeuiido regnum predietuiu erunt quid 
peuitas et soluti, Preterea oimie iiovuni theoloneuni, quod teniporibus iilustiia 
Hnquiiii rcgis Norwcgie^ nostri proavi karissimi feliciB meniorie ipsis eintatibus, 
earain ine^lis et mercatoribus banse prediete ioposituni faerat, ubdicaums et depo* 
ninius per presentes, volentes iit ip!;«i uiercatores* prenaiTate banse apud anti- 
qunm theoloneum pemiaueant, quod temporiims hicliti Erici Norwegie regis' dare 
Bolebant, iit superins est expressnuu Ceterum ut inemoratf»s amplioris benefieii et 
gracie prcsidio proscquaniör, ipsis et mercatoribus prebhate ban^e omnia priri- 
legia, libertjxtes, plaeitaciones, juöticias et connueludines antiquas i\ma a meuiorato 
rege Ericx> et aliis progenitoribus nostris coneeösas ancturitate presenciuni confir- 
manius^ precipientes nostri« tbesaurariis et ballivis, ut hec miimia premissa prefatis 
mercatoribus (firmiter)* observentur, dutiimodo dicti mercatores de bansa eadem 
privilegia, plaeitaciones, juBticias et consuetudines antiquas in diebus doniioi Erici 
regis et ali<»rum progenitnruni nostrf>runi in Norwegia*' habitas^ eonswetas* et eer- 
ratas uobis et nostris servaverintj pnmt ipsorwni tenur et %igor pleniuH edocet et 
declarat. In eujus rei testinioniuni sigiUum nostrum regui Norwegie'' presentibus 
O eAt appensuni. Datum in Castro nostro Wardbblergh^, anno Domini 1343, in erastiDO 
nativitatiH beate virginis. 

14. K, Eduard III von England an Gent, Brügge und Tpern ': fordert die 
Bestrafung Konrad BrakcJs, welcher einm Sf:huldscheiif auf den Namen 
Tidemann Limbcrgs gefälscht hat. — 1343 Sept. 10, Nottingham. 

Aua London f PubL record Office; Rot. Iit. c/öms. J7 Kthr. III p. 2, 14 d. mii der 
Schlusffbem^kimg: Et erat j>atena. 

Rcx dllectis et iidelibuB suis capitaneis^ burgimagistrls, advocato, scabinis^ 
eousulibus et probis hominibus villaruni de Gandavo, Rruges et Ipra salutem. 
Nuper dato nobis intelligi, ([uod Conradus Braken dilcutuni mercatorem nostrum 
Tidemannuni L}Tnbergbc macbinaiis injuyte gravare i|uandam Htterani obligatoriani 
ducentarum et deccm bbraruni stcrlingorum «üb .sigillu dieti Tidcnianni talso t'abri- 
cavit et dietam litteram cuidani Rynfiashe filio ctijusdam burgensis de Bruges 
liberavit, nt ipsc dictas ducentas et decem Mbras*8ter!higonim a prelato Tide- 
niann*s licet nicbil debeat, per potenciam extorquerei, sicut ex testimonio aecepi- 
nius fide digno: «uper hoc vos per bttcras nostras rogamus speciates, ut a molesta- 
cione eideni Tidemanno virtute dicto littere obbgatnrie sie tabricate facienda super- 
sederetis omnino. Et (|uia jam intelleximus, quod ideni Conradus jani est apud 
Brügges i>ropter boc arestatus, qui litteris nostri» prirais exprobando alias eontra- 
dixit in nostri injuriam et conteniptuin, velitis, petinius, contra dictum Conradum 
tarn pro fabricacioiie quam nostro contemptu predictis ad dcbitam pimicionem 
proeedere^ prnut justicia suadebit^ ita quod jiena illius aliis tiniorcm iucuciat con- 
siniilia perpctrandi Datum apud Notingham, 10. die Septcmbris. Per eonsiliuni. 




ft) flvT L. b) Ipd ae merctlon» r. c) nicni \mv>ij 1,8. d) Nonrvfrle r^ o) fpai «t 

*) i>ffj flandrischen Knuflruttn tcurde Ftbr, 8 die Befreiunff ron Mauir-, Bi^ücken- tiiMl 
Pfhtitttrgeld auf Orttnd der FrfUmeff f/atfiitifji , (^ty remrdJt Hb, F fol, <JÖ**, Abschr, r&n Jung^ 
hunJt: Aug. t2 in*rde dir FrHttii*}^ttt(f drn Sf:J^fflt!^rntt EicJ*4ird nm Wentfale^i tu Bont*m lye fahlen^ 
Kitt. Iit, c/rtMA* 17, 2. 24; Sei*t. 7 mtrde Hn SchHt:brii'f für deti. iMtitßcfien Kfm. Hftdulf Bdfe 
außgeBtrUt , a, «* O. 17, 2. 26, 



1343 Okt. 17 — 1343 Okt. 18. 9 

15. Erzbischof Walram von Köln verheisst dm Katifleuten von Nimwegen und 
Geldern üherJmupt^ Geleit für Personen und Kaufgut innerhalb seiner 
Grenzen, — 1343 (crastino beati Galli) Okt. 17. Köln. 

StA zu Nhnicegen, Lade 7; sehr hescMdigtes Or. ohne S. 
CredrHckt: daraus Handvesten vnii Nymegeu 204. 

16. K. Magnus von Schweden und Norwegen^ bestätigt unter genauer Grenz- 
bestimmung der Stadt AnUam ihre Vitte auf Falsterbode mit eigener Gerichts- 
barkeit unter Venvahrung gegen Ansprüche der andern Seestädte. — 1343 
Okt. 18. Warberg. 

Aus StA zu Anklam; Transsumpt von 1373 Aug. 10. Junghins. 

Gedruckt: daraus HiUlebrand, Dipl. Suecan. 5, n. 3737 und Srerges Traktater 2, 
n. 205; aus einer majujeUutften Ueberstizmuj Starenliagen, Beschreib, d. St. Anklam, 
Beil. n. 52, tvonach verzeichnet Urk. Gesch. d. Urspr. d. D. Harne 2, 374. 

Omnibus presens scriptum cernentibus Magnus Dei gracia rex Swecie, Nor- 
wegie et Scanie salutem in Domino sempiternam. Noverint [universi]*, quod nos 
discretis viris consulibus et civibus de Anklem spacia et loca ipsorum vulgariter 
dieta fit in Falsterbothum cum omnibus et singiilis limitibus et fiuibus dictorum 
locorum, sicut in diebus magnifici principis domiui Erici felicis memorie quondam 
regis Danorum et ab antiquis temporibus ipsi et eorum predecessores dicta loca 
tenuerunt^, per presentes adjudicamus, videlicet per viam ab ecclesia sancti 
Spiritus descendendo usque ad indaginem in viam de[s]cendentem** ante curiam 
Gurcken usque ad terminos maris salsi, dehinc lineariter usque ad easas, que 
prambuden dicuntur, dehinc ultra ad vittam Sundensem, quo loco frui debent 
cum omnibus juribus majoribus et minoribus in dicto loco super omnes in ipso 
excedentes seu delinqueutes. Dantes eisdera et eorum successoribus merum jus 
et dominium predictam fit possidendi, teneudi et pro sue voluntatis libitu tempore 
nundinarum nostrarum ibidem libere occupandi, prohibentes sub optentu gracie 
nostre firmltcr et districte, ne aliquis undecunque adveniencium de quacunquc 
civitate vel villa sive Gripeswald sive aliis civitatibus quibuscunque memoratam 

u) jehlt A. b) dceondcntem A, könnte tf'tnsu in «leccdentcm iimyt Hindert tcrrdm. 

*) Nov. 13 (ipso die b. -Briccii) icurde dieselbe Zusage noch besojulers Arnheim gegeben, 
StA zu ArnJieim, Lade 2, Or. m. S. Von 1437 datirt eine Urkunde über die Aufnahmt Aryi- 
lieims in die Hanse, N{jhoff, Invent. van >/*. archief van A. s. a.; vgl. dazu v. d. Boftp, HB. 2, 
n. 439 j¥ 2. Gelegentliche Erwähnung verdient hier der nach dem Tode Hz. Bainahh II ange- 
sichts der Unmündigkeit seiner Kimler und der grossen Schuldenlast 1343 Dec. 1 geschlossene 
Bund der gemeinen Städte des Herzogthums Geldern und der Grafschaß Zutfen: Nimwegen, 
Geldern, Zutfett, Boermonde, ArnJieim, Emmerich, Tiel, Zaltbommel, Harderwijk, Doesborg, Goch, 
Doetinchem, Lochern, Venlo, Neustadt, Gent, Maasbommel, Wageningen, Elborg, Hattum so wie 
der Städte Erkelatz uml EcM zur getneijisamen Wahrung aller Bechte im Lande, Nijhoff, Gedenk- 
waardigheden van Gelderland 2, n. 1. «) Durch Vertrag mit K. Waldemar 1343 Nov. 18, 

Wnrberg, geicinnt Magnus eine tietie Anerkennung seiner Herr schaß über Schonen, Blekingen, 
Lister u. s. w. gegen 49000 Mark; bei Streitigkeiten zvnschen Dänemark und Schweden über 
diesen Besitz sollen Schiedsrichter entsclieiden ; Hildebrand a. a. 0. n. 3741. 1344 März 25 wird 
dann ein Job. Longns in Schone advocatus i» Veibindung mit Lübeckern und einem Stralsunder 
gaunmt, Lüb. U. B. 2, n. 795, wahrsclieinlich ein Vogt der Deutschen, nicht des schwedischen 
Königs; vgl. oben U. B. 2, n. 584. In weiteren Festsetzungeti des Tages zu Warberg verheisst 
Magnus für die Unterdrüekung von Land- und Seeräubern in seinen Beiclwn zu sorgen, ut 
mercatores et alii navigantcs in bonis libera pace perfrnantur, und ihnen ganz zu entsagen, 
ferner in seinen Beichen das Strandrecht nicht mehr zu üben. Waldemar gelobt seinerseits dort 
u. a. keinen Deutschen (Allemannos quoscunque condicionis cujuscunque aut status existant) gegen 
K Magnus zu unterstützen, Hildebrand n. 3743, 3745—7, Srerges Traktater 2, n. 271, n. 2ü0\ 
») Vgl. Bd. 2, n. 443, 013. 

Uaj>\M:\iCn Urlcnndenbuc'h III. 2 



8 1343 Sept. 10. 

unam melius talentuin annone iu ea existentis pro theoloneo, excepto flore tritici 
quod floor* in Norico uuDcapatur, et sie ipsi mercatores^ banse memorate'' 
ab omni ampliori theoloneo intrando et exeando regnum predietum erant quiti 
penitas et soluti. Pretcrea omne novum theoloneum, quod temporibas illnstris 
Haciuini regis Norwcgie*' nostri proavi karissimi felicis memorie ipsis civitatibus, 
earam ineolis et mercatoribus banse predicte inpositam fuerat, abdicamus et depo- 
nimus per presentes, voleutes ut ipsi mereatores"" prenarrate banse apad anti- 
quum tbeoloneam permaneant, quod temporibus incliti Erici Norwegie regis' dare 
solebant, ut superius est expressum. Geterum ut memoratos amplioris beneficii et 
gracie presidio prosequamur, ipsis et mercatoribus prelibate banse omnia privi- 
legia, libertates, placitaeiones, justicias et cousuetudines antiquas ipsis a memorato 
rege Erico et aliis progenitoribus nostris concessas auetoritate presencium confir- 
mamus, precipientes nostris tbesaurariis et ballivis, ut bec omnia premissa prefatis 
mercatoribus (firmiter)' observentur, dummodo dicti mercatores de bansa eadem 
privilegia, placitaciones, justicias et cousuetudines antiquas in diebus domini Erici 
regis et aliorum progenitorum nostrorum in Norwegia*" babitas, conswetas* et ser- 
yatas nobis et nostris ser>'aYerint, prout ipsorum tenor et vigor plenius edocet et 
declarat. In cujus rei testimonium sigillum nostrum regni Norwegie** presentibus 
est appensum. Datum in Castro nostro Wardbbiergb^, anno Domini 1343, in crastino 
uativitatis beate virginis. 

14. K. Eduard III von England ayi Gent, Brügge und Ypeni^: fordert die 
Bestrafung Konrad Brakeis, tvelcher einen Schuldschein auf den Namen 
Tidemann Limbergs gefälscht hat. — 1343 Sept. 10. Nottingham. 

Ans Lofidon, Piihh record office; Bot. lit. cUtus. 17 Edw. III p. 2, 14 d. mit der 
Schlussbemerkung : Et orat patens. 

Kex dilectis et fidelibus suis capitaneis, burgimagistris, advocato, scabinis, 
consulibus et probis bominibus villarum de Gandavo, Bruges et Ipra salutem. 
Nuper dato nobis intelligi, quod Conradus Kraken dilectum mercatorem nostrum 
Tidemannum Lymbergbe macbinans injuste gravare quandam litteram obligatoriam 
dncentarum et dccem lil)rarum sterlingorum sub sigillo dicti Tidemanni falso fabri- 
cavit et dictam litteram cuidam Rynfissbe filio cujusdam burgensis de Bruges 
liberavit, ut ipse dictas ducentas et decem libras» sterlingorum a prefato Tide- 
manno, licet nicbil debeat, per potenciam extorqueret, sicut ex testimonio accepi- 
mus fide digno: super hoc vos per litteras nostras rogamus speciales, ut a molesta- 
cione eidem Tidemanno Wrtute dicte littere obligatorie sie fabricate facienda super- 
sederetis omnino. Et quia jam intelleximus, quod idem Conradus jam est apud 
Brügges ])roptcr boc arestatus, qui litteris nostris primis exprobando alias contra- 
dixit in nostri injuriam et contemptum, velitis, petimus, contra dictum Conradum 
tarn j)ro fabricacione quam nostro contemptu predictis ad debitam pnnicionem 
|)rocedere, prout justicia suadebit, ita quod pena illius aliis timorem incueiat con- 
siuiilia perpctrandi. Datum apud Notingbam, 10. die Se])tembris. Per consiliuoL 

a) ll«T L. h) ipsi ac m«Tcatore> /.. c) mom. lianse //. S. d) Xorvejcie r,. o) ipsd et 

incnatores /,. f) recis Xon'o^e /-. i:) fVfitt JI. h) Norvogia, Norvogie /.. i) j'ehlt im dm 

an-irfH Aui-jertiiinnihH. k) Wardhl»enro A, WardU)rgo S. 

*) l>eu flaudrischeu Kaufleuten irurdc Fefn: S flie Befreiuntf ron Mauer-, Brückefi- mid 
]*/lafttergehl auf (rnntd der Frrihriefe hestätifft, City record^ lih. F foJ. 60^* , Abschr. roM pTung- 
hau:*; Auf). VJ wurde di*- Frnhtssunij des ScJuffx/i^rnt Bichard rou Westfaleu zu Boston ttefohkn^ 
Bot. Ut. Claus. 17. 2. :i4; Sqtt. 7 wurde ein Schutzbrief für den I)e^*tsc1ien Kfm. Badulf Bek 
auHf)est^nt , a. a. O. J7. i>. 20. 



1343 Okt. 17 — 1343 Okt. 18. 9 

15. Erebischof Walram von Köln verheisst den Kaufleuten v(yii Nimwegen und 
Oeldem überhaupt^ Geleit für Personen und Kaufgut innerhalb seiner 
Grenzen, — 1343 (crastino beati Galli) Okt. 17. Köln. 

StA zit Nimtcegen, Lade 7; sehr beschädigtes Or. ohiTe S. 
Gedruckt: daraus Handresten ran Nijmegen 204. 

16. K, Magnus voyi Schweden und Norwegen*^ bestätigt unt-er genauer Grenz- 
bestimmung der Stadt AnJäam ihre Vitte auf FaUterbode mit eigener Gerichts- 
barJceit unter Verwahrung gegen Ansprüche der andern Seestädte. — 1343 
Okt. 18. Warberg. 

Aus StA zu Anklam; Transsumpt ron 1373 Auff. 10. Junghans. 

Gedruckt: daraus HiMebrand, Dipl. Suecan. 5, n. 3737 und Srerges Traktater 2, 
n. 265; aus eitler mangelhaften Uebersetzung tStarenliagen, Beschreib, d. St. Anklam, 
Beil. n. 52, wonach verzeichnet Urk. Gesch. d, Urspr. d. D. Hanse 2, 374. 

Omnibus presens scriptum cernentibus Magnus Dei gracia rex Swecie, Nor- 
wegie et Scanie salutem in Domino sempiternam. Noverint funiversi]*, quod nos 
discretis viris consulibus et civibus de Anklem spacia et loca ipsorum vulgariter 
dieta fit in Falsterbothum cum omnibus et singulis limitibus et finibus dictorum 
locorum, sicut in diebus magnifiei principis domini Erici felicis memorie quondam 
regis Danorum et ab antiquis temporibus ipsi et eorum predecessores dicta loca 
tenuerunt*, per presentes adjudicamus, videlicet per viam ab ecclesia sancti 
Spiritus descendendo usque ad indaginem in viam de[8]cendentem** ante curiam 
Gurcken usque ad terminos maris salsi, debinc lineariter usque ad casas, que 
prambuden dicuntur, dehinc ultra ad vittam Sundensem, quo loco irui debent 
cum omnibus juribus majoribus et minoribus in dicto loco super omnes in ipso 
excedentes seu delinquentes. Dantes eisdera et eorum successoribus merum jus 
et dominium predictam fit possidendi, tenendi et pro sue voluntatis libitu tempore 
nundinarum nostrarum ibidem libere occupandi, prohibentes sub optentu gracie 
nostre firmiter et districte, ne aliquis undecunque adveniencium de quacuuque 
civitate vel villa sivc Gripeswald sive aliis civitatibus quibuscunque memoratam 

a) jrhlt A. b) dccondcntom A, könnte thfnso in Jecodentom umiftäijJert tccrJi'n. 

*) Nor. 13 (ipso die b. -Briccii) wurde dieselbe Zusage noch besonders Arnhcim gegeben, 
StA zu Arnheim, Lade 2, Or. m. S. Von 1437 datirt eine Urkunde über die Aufnahme Arn- 
lurims in die Hanse, Nijhoff, Inrent. ran yji. archief ran A. s. a.; vgl. dazu v. d. Hopp, HB. 2, 
n. 430 S ^' Gelegentliche Erwähnung rerdietit hier dei' nach dem Tode Hz. Bainalds II ange- 
sichts der Unmündigkeit seiner Kimler und der (frossen Schuldenlast 1343 Dec. 1 geschlossene 
Bund der gemeinen Städte des Herzogthums Geldern und der Grafschaft Zutfai: Nimwegen, 
Geldern, Zutfen, Roermonde, Arnlieim, Emmerich, Tiel, Zaltbommel, Hardirwijk, Doesborg, Goch, 
Doetinchem, LocJiem, Venlo, Neustadt, Gait, Maasbommel, Wageningen , Elboig, Hattum so wie 
<fer Städte Erkelenz und Echt zur gemeinsamen Wahrung allei' Rechte im Lande, Nijhoff, Gedenk- 
waardigheden ran Gelderland 2, n. 1. *) Durch Vertrag mit K. Waldemur 1343 Nor. IS, 

Warberg, gewinnt Magnus eine neue Anerkennung seiner Herrschaft über Schonen, Blekingen, 
Lister u. s. w. gegen 49000 Mark; bei Streitigkeiten zwischen Dänemark und Schweden über 
diesen Besitz sollen Schiedsrichter entsclteiden ; Hildebrand a. a. 0. n. 3741. 1344 März 25 icird 
dann ein Job. Longns in Schone advocatus in Verbindung mit Lübeckern und einem Stralsunder 
genannt, Lüb. U. B. 2, n. 795, wahrsclieinlich ein Vofjt der Deut selten, nicht des schwedischen 
Könige; rgl. oben U. B. 2, n. 584. In weiteren Festsetzungen des Tages zu Warberg rerheisst 
Magnus für die Unterdrückung ron Land- und Seeräubern in seinen Beiclwn zu sorgen, ut 
roercatores et alii navigantes in bonis libera pace perfruantur, und ihnen ganz zu entsagen, 
ferner in seineti Reichen das StrandrecJd nicht mehr zu üben. Waldemar gelM seinerseits dort 
II. a. keinen Deutscheti (Allemannos quoscunciue condicionis cujuscunque aut status existant) gegen 
K. Magnus zu unterstützen , Hildebrand n. 3743, 3745 — 7, Srerges Traktater 2, n. 271, n. 200^. 
'-) Vgl. Bd. 2, n. 443, 013. 

Han«i«che«> l'rkiindoiil'Uch III. 2 



10 



1343 Okt. 31 — 1343 Nov, 24. 



fit ipsonim sine 8{c]{tu* et pleno consensu eorum advocatoruni oceupare seu per 
editicia aUqua inbabitare vel ipsas ibidem construere vel in aliqua earum parte 
jus"* diminuere presmnat ullo" modo. Nullus eciam advocatoruni nostrorum vel 
officialium seu quivis alter cujuscunqne condicionis aut Status antedictam fit pro 
ipßb consniibns et vDlanis de Anklem inpetere vel detinere audeant, prout graeiam 
nostram salvare valuerml et gravem ulcionem duxerint evitandam. Datnm in 
eastro nostro Wardbiergis**, anno ab inearDacione Domini 1343, in festo beati 
Luee ewangeliBte, nostro sub sigillo. 

17, Kfiappe Johann Sdiwerin besdicinigt im Namen des K. Magnus vmi Schimdai 
und Norwegen den Empfang von 382 M. & von den Kanflmden der Deut- 
schen Harne für Rückstände aus dem Zoll. — 1343 OkL 31. Lübeck. 

Au9 L StA zu Lübeck; Gr. m, S, 

Gedruckt: tlaram Mb. U, B. 2, n. 778. Dm* m. 777 die Un, Vollmachi fd/r Jok. 
Sd^werm von Okt. 17, Lödöse. 

Omnibus, ad quos presens scriptum pervenerit, ego Johannes dictus Zweryn 
armiger cupio fore notum publice recognoscens nie ad usuni domini mei domini 
Magni regia Swecie et Norwegie in civitate Lubeke a mereatoribus in Iienaa 
Theutonicorum existentibus de eadem civitate Norwegiam visitare solentibus* 
trecentag et octoginta duas mareas puri argenti poncteris Colonieusis per eosdem 
mere-atores ratione cujusdam theolonei temporibus domini Haquini quondam regis 
Norwegie in eadem terra suppositi et statuti expositas integraliter absque tdlo 
inpedimento sublevas^e. De quil>u& trecentis et octoginta duabus marcis pari 
prefatos mereatores in dicta Theutonicorum hensa existentes ac omnes et singnlos 
alios, quoriim interesne potent, nomine antedicti domini mei regis ac nomine 
proprio quitos dimitto penitus et solutos per presentes. In cujus rei evidens 
lestimonium meum sigillnm presentibas est appensum* Actum et datam anno 
Domini 1343, in vigilia omninm sanctorum, loco supradieto. 

18, Gr. Meinricfi pTj und Nikolaus von Holstein bestätigen die Zusicherungen 2, 
n, 524 für den Verkehr Schleswigs in Dänetnarh — 1343 (in oetava omniom 
sanctorum) Nov, 8. Goitorp, 

Gtfmmarchir zu Kopenhagm; Or. m, Stücken d, 8. 

Gedrudct: darnm Sch^sw.- Höht ü. S, $, n, 97; HUdebrtmd, D^l Suectm. 6^ 
n, S739. 

~19. Haibcrsiadt verpflichtet sich gegen Quedlinburg unter Wahriiwj aller früheren 
Vereinbarungen hei Vcrunrcchtung der Stadt durch einen Fürsten, Grafen^ 
Herrn f Ritter, Knecht oder sonst wen einen solchen nicM jsu unterstützen, 
sondern ihm zu ctitsagcn und ihn erforderlich m^ Falls rw bekämpfen, bestimmt 
die Art seiner Beihilfe und stellt die Sfrafsummen für die Überlassung auf^» 
— 1343 (in sente Katerinen avende der heylighen juncvrowen) Nov. 24, 

Sktatdarchiv iti Magdeburg; (Jr, m, S. 

Gcdntckt: d€tratis Sdttnidl, U, B, d. St, Halber Hlatlt 1, n, 471; rmch dntr ifj>äUr€n 
Abschrt/l Janicke, V, B, d. St. i^mdlinburg i, m. 14H* Dk Gtgenurkumk Qtieä' 
lüU^urffs Mwi glachlnutehde Erklürunifeti fon Hafba'ütadt umi Queddi$d>urfi an 
As<:ft€rHy)en mid rfm dirHrm an Halber s^fadt (Nor. 25) «, a* 0. 1, n* 47 Ü, Ä 36$, 
n, 473 und Jankk^ «. a. 0, 112. S. oben Bd, 2, n, 4,W und n. 674. 



Wci>loftburcli, 



li) ja» onfiim piüto A. 



c) »oUo /uikifhon(*. 



i1) tH» f'ttitrsfisunff ^i i 



') Magddmrg umi Halk ludim gteh 1343 (an deine heiligen arende to twelfteo) Jan. 6 
uf :{ Jahr€ gegm Vn^unracktung rerbilndtl, DreghaujHf Bemhrtib, d. Saal-Crftfits 2, 299. 



1343 Dec. 13 — 1344 Jan. 13. 11 

SO. Or. Johann [III] , Heinrick [II], Nikolaus und Gerhard von Holstein und 
Stormam versprechen den Städten Lübeck und Hamburg ihren 1342 Okt. 13 
(des sändaghes vor 8ente Gallen daghe) su Lübeck ausgefertigten Sühndnief 
[2, n. 710] in aUen Punkten eu befeigen, obwohl die Besiegdung noch nicht 
allerseits erfolgt ist. — 1343 (in 8ente Lncien daghe) Dec. 13. Lübeck. 
StA zu Lübeck; Or, m. 12 8, 

Gedruckt: daraus Schlesw.- Holst. U. S, 2, n. 98 u. n. 166, Urkk. über d. Transit- 
verkehr zw, Lübeck u. Hamburg n, 31, Lüb, ü, B, 2, n. 784; HB, 1, n. 133, 
vgl das. S, 67, Vgl Lüb, U, B, 2, n, 776, 783, 

21. Diesdben gdoben mit [genannten] 11 Rittern und 9 Knappen in ihrem Aus- 
gleich mit Lübeck und Hamburg aXlen von ihnen und ihren Mannen seit der 
Sühne von 1342 Okt, 13 zugefügten Schaden bis 1344 Juni 24 zu ersetzen, 
die von Krummendiek, von Porsvdde, Bloksherg und Musgard, faUs sie von 
der Sühne sich ausschliessen, zu befehden, deren Festen zu brechen^ sie aus- 
zutreiben, ihrer Habe zu berauben und friedlos zu legen, jede städtische Klage 
über Verunrechtung eines Bürgers durch die Mannen in 6 Wochen abzustellen 
und den Städten ihre alten Freiheiten, Zusicherungen und Gerechtigkeiten zu 
lassen. — 1343 Dec. 13. Lübeck, 

L StA zu Lübeck; Or, m, 23 S, 

H StA zu Hamburg; besiegelte Abschrift Lübecks von 1344 Okt. 15, 

Lb StA zu Lübeck; Vidimus der Minoriten das, von 1346 März 19 [nicht 9, wit 
HE. a, a, 0,J, 

Gedruckt: aus L Lüb, U, B, 2, n, 785, aus H (Klefeker,) Samml, Hamb, Gesetze 
u, Verfass, 9, 681, verzeichnet Urk, Gesch. d, ürspr, d, D, Hanse 2, 374; ange- 
führt aus Lb Lüb, U, B, 2, 735; HB, 1, n, 134, Vgl, Lüb, U, B, 2, n, 811: 

1344 Okt, 15 erklärt Lübeck die Original -Urkunde in seinem Gewahrsam zu 
haben [Or, m, S, in Hamburg, Trese M 34], n, 786, 789, 791, 793, 802, 814, 
1075, HB, 1, n, 135, 136, und Mantels, Marquard von Westensee 23, S, unten 

1345 Mai 6, 

22. K. Eduard [IIIJ von England an die Sherifs von London: untersagt ein- 
heimischen und fremden Kaufleuten aus England Getreide auszuführen ausser 
nach Gascogne, Irland^ Flandern^ Bretagne^ Brahant, Spanien, Holland, 
Seeland, Deutschland (ubi viget caristia bladornm, ut dicitur) und ausser von 
London, Southampton, Exeter, Dartmouth, Bristol, Great-Yarmouth, Lynn, 
Boston, Kingston am Hüll, Ipsunch, Newcastle, bei Strafe der Arrestirung 
von Ladung, Schiff und Mannschaft und befiehlt die Ladungen der Schiffe 
zu überwachen, — 1343 (apud Ditton, anno regni Anglie 17, Francie 4) 
Decbr, 23, 

London, dty Becords, Liber F fol, 76, 

Gedruckt: daraus Delpit, Collect, d, docum, frang, en Ängleterre 1, n, 142, 

23. K, Magnus von Norwegen und Schweden erneuert sein Gebot über die schul- 
digen Leistungen der ausländischen Handiverker und Kaufleute in Bergen 
unter Strafandrohwig, — 1344 Jan. 13, Warberg. 

Kgh Bibliothek zu Stockholm, Arne Magnussons Sammlung, Cod, 330 fol, 1; Us, 

aus dem Anf, d. 17. Jahrh.; altfiordisch. 
Gedruckt: daraus viit Vergleichung andrer Hss, Norges gamle lore 3, n. 75. Hier 

auf Grund einer Uebersetzung von Dr. Wilkcn in Göttbigen. 

Magnus von Gottes Gnaden König von Norwegen, Schweden und Schonen 
sendet allen, die diese Urkunde sehen oder hören [lesen] , Gottes Gruss und den 
seinigen. Wir fügen hiermit zu wissen, dass wir durch diese unsre öffentliche 

2* 



12 1344 Febr. 19. 

Urkunde alle Urkunden und Privilegien bestätigen, welche unsre Vorfahren die 
Könige in Nartoegen und wir der Stadt Bergen gegeben häbe^iy wddie das 
Stadtrecht seinem Laute nach in allen seinen Theilen und Artikeln stüteen mögen, 
und verbieten jedermann dies zu brechen oder Uebertreter zu hegen bei Strafe der 
gesetzlich vorgeselienen Busse. Auch gebieten wir allen ausländischen Hand- 
Wirkern y die in der Stadt weilen, die uns schuldigen Naturalabgaben unverkürzt 
nach alter Gewohnheit zu entrichten sowie unsre Kriegsstetier, sobald wir sie ein- 
fordern lasse^i, Im Verzugsstrafe mid andei-n vom Gesetz vorgeschriebenen Geld' 
strafen. Und mit Bezug auf die vorgenannten ausländisclien Ilafidwerker und alle 
ausländischen Kaufleute jeder Art^ die in Ungehorsam oder Trotz sich gegen unser 
Stadtrecht von Bergen vergehen und die gesetzmässigen Strafen nicht oitricJUen 
wollen, sowie auf diejenigen, die solclw Uebdthäter als Hehler bei sich auf^nehnien^ 
fördern und ihnen bei Missachtung der gesetzlichen Strafen behilfli<ih sind, gebieten 
wir unsern Amtleuten mit Hilfe unsers ScJiatzmeisters, der Rathmannen und edler 
inländischen Kaufleute, die den vollen Genuss des StadtrecMs haben wollen, durch 
das Mittel der Haussuchung die Forderungen auf Strafgelder durchzusetzen, indem 
sie sich Bürgen für die richtige Zahlung durch die Widerspenstigen versclmffen, 
Falls sie aber nicht der Art in gesetzlicher Weise vorgehen kömien wegen Wider- 
setzlichkeit und Zusammenrottung, so gebieten wir allen denen ^ die der Tlieilnahme 
an letzterer überführt tverdoi, bei Verlust von Fneden und Freiheit binnen Monats- 
frist von Bergen abzuziehen, um nicht wieder zurück zu kehren; es sei denn, dass 
sie die bestimmte Erklärung abgeben sich keiner Einung gegen ^ie Gesetze und 
das StadtrccJit anschliessen zu wollen. Und das Gut derjenigen, die aus den 
vorbenannten Gründen in der Stadt verklagt werden, darf keinen Falls fort- 
geschafft werden, bevor wir uml die Stadt unser Recht efnp fangen und sie selbst 
die Strafe verbüsst haben y die sie sich zugezogen. Diese Urkmule ist gegeben zu 
Warberg am zehnten Tage des Julfestes im 26. Jahr unsrer Regierung. Unser 
Klerk Arne AslaJcson hat dies Dokument besiegelt, Helge Ifversson schrieb es 
nieder. 

24, Hz. Erich I von Sachsen- Lauenburg erklärt, dass er nach dem Schiedsspruch 
Hz, Ottos von Braunschweig -Liuieburg den Bürgern von Lüneburg bei Eslingen 
von Tuch und Lebensmitteln nur die alten urkundlich bestimmten Zolle abfor- 
dern tverde, — 1S44 Febr, 10. Haue bei Winsen, 
Aua L StA zu Litnehurtj; Or. m. S. 
H tStaatsarchir zu Hannover; Or. 

Gedruckt: aus L U. B. d. St. Lüneburg 1, n. 414, aus H Sudendorf, U. B. von 
Braunschireiff und Lüneburrf 2, n. GS. V<ß. Lüb. Chronik. 1, 255 unt. 

Wi Eric van der gnade Ghodes de eldere hertoghe to Sassen, to Engeren 
und to Westvalen bekennen und betughen, dat de rat van Luneborch hevet sie 
vele beklaghet vor us, dat men van eren borglieren unrechten tollen neme to 
Eyslingbe sunderliken vor sagen ^, vor Yresch und vor sardouc und vor spise, 
dede van Hamborch upgheyt to Lunel)orch to der borghere nut. Des hebbe wi 
daghe holden, dar use oni van Luneborch hertoghe Otte' hevet jeghen' weseu; 
de hevet use breve hört, des ghinghe wi to eme, wes he us darumme bescghede, 
dat wolde wi stede holden; oc boet sie de rat to rechte, dat sc sagen*, Yresch, 
sardouc und allerleye want ni anders vertollet en hebben men vor punt swar und 
dat allerhande spise, w(T devic se si, dede upgheyt to der stat nut, scal wesen 

ai Olli hört. 0. van LnnelKwh II. 
') Sit riW wie sayon. -) St* riil irit : f fegen war titf. 



1344 März 23 — 1344 April 22. 13 

sander allerleye . tollen , also oc de olden breve spreket; und do U8e oni hadde 
bort de* breve, do dachte em, dat men hir unrechte hedde an dan. Dammme 
na uses omes seghende late wi van allem unrechte. Vortmer we usen tollen 
bewaret edder hevet van user weghene, de scal den voresprokenen tollen holden, 
also de olde bref und desse bref spreket. Dit is ghedeghedinghet to dem Houwe, 
dat uppe der Lu und uppc der Elmenowe** leghet, und hir hevet over wesen 
hertoghe Eric use sone unde her Ludeke Scacke, Ker Bertram Zaber, her Johan 
Scorleke riddere unde andere vele user truwen man, van der anderen halve use 
om hertoghe Otte van Luneborch, de hirvor sproken is'*, und use om greve Alef 
van Scowenborch de junghere, her Bertold van Reden, her Luder van dem Hanse 
riddere, und to eyner groteren betughinghe, uppe dat desse deghedinghe stcde 
und vast bliven und unghebroken van us edder van usen uakomelinghen, hebl>e 
wi to dessem breve use ingheseghel henghet heten. Dit is ghescen na Godes 
bort dritteynhundert jar in dem verundvertighesten jare, des ersten donre*daghes 
in der vasten. 

25. K. Eduard [III] von Etigland an die BaiUifs von Boston: befiehlt auf die 
Klage Wilhelms von Lethenet/e von Eaveusworth über den an ihm daselbst 
von [genannten] Lübeckern, Stralsundern, Greifswaldern, Rostockern, Wis- 
marern veriUßten Seeraub mid über seilte auf 7 Wochen erfolgte Einkerkerung 
in Stralsund und nach fruchtlosen Rechtsforderungcfi an die Städte die Güter 
der genannten Kaufleute bis su 60 £ zu arrestiren. — 1344 März 23. 
London, Tower. 

London, Piihl. record office, Rot. lit. clauA. 18 Edw. III p. 1, 18. Eben so an 
die BailUfs ron liavenHicorth und Kingston am Hnll für die Betrage von 80 £ 
13 ß 4 ^. und 40 i*. 

Gedruckt: daraus Lüh. U. B. 2, n. 1079; rgl. das. n, 1080. S. oben n. 7—11. 

26. Bertold Rode bevollmächtigter des Raihmanns Johann Rode zu Rostock 
bescheinigt gegen Patd Styrkarsson Schatzmeister zu Opslo den Empfamj von 
200 Mark von seilen des Köyiigs Magnus von Norwegen für verkaufte Waaren. 
— 1344 (Palmsonntag im 26. Jahre des Königs) März 28. Opslo. 

Geheimarchir zu Kopenhagen, Dipl. Arn. Magn. 65 n. 0; Gr., S. fehlt; altnordiseh. 
Gedruckt: daraus Diplom. Nor reg. 4, n. ^80. 

27. K. Eduard [III] von England bekundet^ dass für den Esterling Hildebrand 
Bereswerd, der unerlaubter Weise 2 Tonnen mit falscher Münze im Werth 
von 200 £, dann zweimal je 20 £ falscher Münze über See nach England 
gebracht und in York verhandelt, eben so 20 Sack Wolle, dann 10000 Felle 
und 80 Sack Wolle unverzollt ausgeführt hatte, auf die Vorladung vor 
Gericht nicht erschienen und für friedlos erklärt war, 2 Engländer eine 
Busse von 100 Mark vor Gericht ausgezahlt haben j und erklärt ihn darauf 
hin für schuldfrei und des Friedens wieder theilhaftig. — 1344 April 22. 
London j Westminster. 

Lfjndon, Pnhl. K^cord office, Bot. lit. pat. IS Kdw. III p. 1, 28. 

2ii. Herford^ an Lübeck: bezeugt, dass Tidemann Lambert i, dem die lübischen 
Söldner 10 Tonnen Häringe abgenommen haben, sein Mitbürger ist, und 

a) «le*«) //. lii uppo <ler Elmo\ro ninl up der Ln //. c) SnUA. U. <i) bonnmot II, 

>) Mai '^7 (des donersdaghes in d(»r pinkestwokcn) sichlonii rs mit Bischof Gotfried, Stift 
nnd Stadt ron Osnabrück und (ir. Bernhard ron Barenshertf eintn Landfrieden auf Weihnachten 
üIht H Jahre im Umkreis ron Osnabrück, Herford, Barensberg , Lintbertf and Bielefeld zum 



14 1344 Mai 1 — 1344 Juli. 

ersucht um Rückerstattung. — 1344 (in die beatorum Philipp! et Jacobi 
apostoloram) Mai 1, 

StA zu Lübeck; Or. m. Ä 

Gedruckt: daraus Mb. U. B. 2, n. 799, Das. n. 845 und 852 andre BMa- 
matumen aus dem schwedischen Kriege durch Sendenhorst in Westfalen; das. 2, 
n. 894 Verbindung der westfälischen Stadt Bocholt mit Dänemark 1347 Dec. 24. 

2d. Stettin an Stralsund: verspricht auf Wunsch Hennikin Halste, der im offenen 
KiHeg mit dem König van Schweden Söldner Stralsunds gewesen j bis Juni 24 
zu geleiten. — 1344 (5 feria infra octavam pentecostes) Mai 27, 

StA zu Stralsund; Or. m. Besten d. S. 

(hdruckt: daraus Hansereoesse 3, n. 224. 

30. K. Magnus van Schweden, Norwegen und Schonen wiederholt den Freibrief 2, 
n. 589 für den Verkehr der Lübecker in Schweden. — 1344 (sabbato trini- 
tatis) Mai 29. Warberg. 

tStA zu Lübeck; Or. m. S. 

Gedruckt: daraus im Auszug LOb. U. B. 2, n. 800, wiederholt Hüddfrand, Dipl. 
Suecan. 5, n. 3787; ganz sinnlos Torfaeus, Eist. Norweg. 4, 474; verzeichnet 
Urk. Gesch. d. Urspr. d. D. Hanse 2, 374, Sverges Traktater 2, n. 273 und Beg. 
dipl. hist. Dan. II, 1, n. 1902. 

31. Derselbe beurkundet sein mit Lübeck, Wismar, Stralsund, Rostock und Greifs- 
wald geschlossenes Bündniss zur gemeinsamen Bekämpfung der Seeräuber^ 
zu der sie [der König einerseits j die Städte zusammen andrerseits] je 6 grosse 
Kriegsschiffe ausrüsten werden, welche bis Nov. 11 das Meer befrieden sollen. 
— 1344 (dominica trinitatis) Mai 30. [Warberg.] 

L StA zu Lübeck; Gr., gezahnter Bri§f 

D StA zu Deventer; Kopiar hatis. Privilegien a. d. 16. Jahrh. 
Gedruckt: aus L Hanserecesse 1, n. 139 wid Sverges Traktater 2, n. 274; verzeichnet 
Beg. dipl. hist, Dan. II, 1, n. 1903, aus D Kopj>mann, Hans. Geschichtshlätter 
Jahrg. 1874, XXXVI Anm. 2. Vgl HB. 3, 4, 5 über spätere Ausrüstungen, 
besonders über eine von Bestock t^nd Stralsund im Heibst 1345 gemeinschaftlich 
ausgerüstete Kogge. 

32. K. Philipp [VI] von Frankreich verfügt die Wiederherstellung aller alten 
Hechte und Vorrechte für die Besucher der Märkte von Champagne und Brie, 

4^' welche durch Franzosen mid Fremde verletzt worden sind, und regelt von 
neuem den Verkehr daselbst mit besonderer Rücksicht auf die ausländischen 
Kaufleute von Italien, Deutschland^ und Provence. — 1344 Juli. Chateau- 
^ Thierry. Auszug. 

^t:^. Nationalarchiv zu Paris, tres. des cluartes, Begistre de Vhilippe de Valois, cöti 75. 

^h^ Gedruckt : daraus Ordonnaf^ces des rois de France 2, 202, wonach hiti' der Auszug. 

bewaffneten Schutz von Schlössern und Landen; StA zu Osnabrück II C 355^, Or. m. 7 S., 
mitgetheilt von F. Fabricius, gedr. nach eitier Abschr. (Friderici,) Gesch. d. St. Osnabrück 1, 252. 
Aug. 9 (in dem hilgcn avende sunte Laarentius) nahm es an einem Landfrieden theti, den die 
Gr. Gerd und Johann von Hoya, Dompropst Bruning zu Minden, Amtmann des Fürsten Otto 
ron Brannschweig im Stift Minden, die Herren zum BergJte, Stadt Mi}iden, Weichbild Lubbeke, 
Gr. Berpihard von Bavensberg und Burgmannen von Vlotoio eingingen, StA zu Minden, Or. m. 
2 S. der Gr. ron Hoya. ^) Der Verkehr der Deutschen auf den Märkten von Champagne 

u}\d Brie, nicht nur der westdeutschen Kaufleute, sondern auch der aus dem ganzen Bereich 
der Ostsee ist seit dem 13. Jahrh. bezeugt, vgl. U. B. Bd. 1 u. 2 s. v. Frankreich, und auch 
hier gemeint. Doch statten sie den Italienern nach, die auf deti Märkten seJir früh Fuss 
gefasst hatten. In der Ordonnanz K. Karls IV von Frankreich für diese Märkte ron 1327 Mai, 
Paris, (Xationalbibliothek zu Paris, Manuscr. fran^. n. 2S33, sec. 15, fol. 133^, auch gedruckt 
Ordomuinces des roin de France 1, 800) werden als Ausländer ausdrücklich nur Italiener und 
Provencalen genannt. In obiger Urkunde ist also eine Ausbreitung des hatisisch- deutschen Verkehrs 



O 



1344 Juli. 



15 



^y 2. Die Aufseher der Märkte sollen keinen weiteren neuen VerordnungePh 
F^fc^ Gunstbeseugungeti ximl Zriklungserlasse irgend einer Art Fdge geben, 

[SJ Item toutes compaignies de marchanz et aassi li marchant giuguUer 
Ytalien, Outremontainy Florentin, Lueois, Milenois, Genevois, Venitien, Almans, 
PirmvanceaM et dautres pays qui ne sont de nostre royaame, se marehander 
venlent en iceluy, auront deraoiirance pour euls ou leurs facteurs boneste es dites 
foires, sans avoir mension priiicipal autre part, et seureinent venront, demouront 
et retourueroiit, euls^ leurs marchandises et li conduiseurs dicelles ou sauf conduit 
des dites faires^ auqael ooub les prenons et reeevons des maintenantj eoäemble 



^_ ^^ VcrttehmHch fcurde er durcJi die Städte der vlätMschen HtMse, der 17 Städte 

rjj^JESlllÜ'^ S)t ^f^niitteU, auf ileren Genesis utul Beikhufig £ur defilEcJicn Hmtse ich weiterhin 
W€fd€. Danach i»t <f« gewif^s^ das» Deutsche mich unmittelbar in sehr gro9$er Zahl in 
FVamkreidi Handel triel^en, eißcne^ Hätuier mid Strassen in dm Städten der Champagne besoäse*^ 
In Prorins schenkt Gräfin Bhmka von Trabes 1211 Norbr, zur Erinrnrung an ihren verstorbenen 
Gemahl den Armen des Gotteshauses u. a* camoraa defuncti Creaselmi Judei sitas in yIco Alleman-^ 
nonus (Nat Bibl Paris ^ Collect. Mmeau 115, chartes et diplomes 1310—11, f. 119); die Nieder- 
fatfWiiy eine^ Juden in der Strasse der Deutschen ist hierbei von Bedeutung. 1260 Dec, 20 
ten^emdet sich EB. Konrad lon Hofttaden bei Gr. TJiübatU ton (Jiampagm und Brie für Kauf- 
teute wn Köln, die icegeit eitier antjebliclien Schuld des Erzbischofs van emem Bürger i^on Paris 
gcrichiUch belangt und durch die Markiror. Atelier ton den Märkten ausgesMossen worden: veraio 
cum nniTcräi cives Colonienses propter eorum menta et obaequia sacrosancte Romane ecclesie 
Atqne divis ixnperatoiibus necnoD re^bus Romanomm inclitis fide Liter et devote »ein per impen&a 
de iptorom Imperatorum et re^m gracia ab antiquo sint taliter liberati, qnod Hon debeaot neque 
poMJnt de ^ure propter suorum debita arcbiepiacoporutn qualitercunque contr&cta ab aliqQO vel 
aliquibns impeti m ttiirarum aliqua nee in personis et bonis suis aliquatenus molestari, bittet, 
qiiai«nus eadem gracia et übertäte sicut bactenuts ipsos oiyes Colon ieua es in terris vi nundiDiB 
vestm fTui permittere dignemini et gandere, mandautes magistm nuiidinaram et alüi judicibas 
et offieialibus vestriSf qnod idem et ^imilia circa cives ipüos faciant per omnia et conservent, 
was doch £um Heil der Grafsclmft selbst aussdilagen müsse; NatT Bihl Paris , Collect, Colbert 
fi, 59, 500 f foh 282; vgl Cardautis n€tch mongeUmften Aussügen AnnaL d. hist, Vereins f, d. 
Nkderrhein 35, S. tJO, n. 515. Die Kölner sind unter den Hanseti jedenfalls die Pfadfinder 
m Fitankreicli geicesen; ihrcfi Verkehr dorthin über Brabant kennzeichnen die Sätze der alten 
Zollrolk der Marktfrafen nm Jülich von 1330, die 1344 (nicht 1343) Febr. 5 meder hergestellt 
teerden, für den Transport nach MaastridU^ Lineen, Brüssel , Mecheln, Leettwe, jenseit der 
Maas ülterhaupt, Qtiellett z* Ge»ch, d. »SV. Köln 4, 267 Anm* In Bar-sur-Aube wird 1261 Mäiri 
fOft einer dortigen Bürgerfamilie einer zweiten an Haus aufgelassen, welc/tes, ehemals in 
Besüi Japhet0 wn Langres, in vico AlleraÄnnorum belegen ist^ d\irbois de Jubainrdlef Hist, 
de Bisr p. 105; jedenfalls im guter Gegend, da ah Naclibarlmus das des Maires bezeichnet wird, 
heute gleich einem Theil der Bue Neuve beim Stadtthnrm. Hirrauf findet sich auf den Märkten 
ean Troges ein „Hans der Deutmthen** ericähnt: 1287, w^j es nach dem Cxtmpotus terre Cam- 
ptmie ISS li^*reJt 10 hous den Steuerempfängern vfUrichtet (maiaoii aux Alemanz) und nochmals 
35 Urres, tcähreml daneben die coiiimanz de la chappelerie Walou blas 17 sous iahten (Nat BibL 
i^Uris, Collect, Clairamhnult 469, Griff. Rechnungen 12m^l31Ü fol 131); 1288, teo diisselhe 
Htma erst 217 litrcs 10 saus, dann 70 Unes 17 aqhs rdtgiebt (das. 487 foL 373); 1320 m* 1340, 
Bourquelot »Vi Mhnoires dr lAcademie den inticript, et belles-httres, aerie 2^ 5, 200^ nach welchem 
das Haus spätrr nach einend Brande t\ J. 1524 noch bis 1578 zu rerfolgen ist, Bourtpteht teeist 
MH 1340 auch ein detitsclies Haus in Bar-sttr-Aube nach, coart am Alleuiands, mU Wohn- 
räumen und Keltern, a, a, 0, Ä 199, Detttsdte Leinwand in Frankreich im 13, Jahrh. fuhrt der- 
selbe auf, doch kennieichfiet die Enmlmung nicht den unmittelbaren hansisch -deutsclirn Handel, 
Veber alle Seifen des Marktverkehrs in i^hamyrngne utul Brie vgl. tlas angeführte Werk von 
BoarqufUtt und die i/tri Warnhjnig-Gheldtdf^ Hist, de la Flamire 2, 500 lückenhafl tdiged rockte 
Verordnung, die ich U'eiterhin aus der Nat, BibL Poris^ Mamiscr, fran^', 412 (Culnulrier sec, 13) 
rollständig mtftftetlen werde, Pronns war nach dem Ausdrude eina' Urkunde (tJrdmmances 7, 626) 
gegründet „sur le fait de la marchandise de la drapperie*'. — Die Urkunden der Chafnpagne des 
Kational' Archivs m Paris, aus der ich eine Nachlese tu getcinftert hoffe ^ wareti mir im 
Ikcemher 187U nicht der Art lugänglich, dans ich sie schon ftir diesen Ort hätte verwerthen 
tonnen. 



16 1344 Juli. 

leurs marchandises et biens, sanz ce que par autres que par les gardes dicelles 
foires soient pris, arrestez ou empeschez, se ce nest pour meffait present; et se 
aucun meffait contre ce, il sera punis par les dits gardes. 

[4.] Item aucun marchant Ytalien, Lombard, Alman, Prouvencal oa aatres 
dehors nostre royaume ne pourront mener par enls ou par autres aucanes mar- 
chandises ou denrees par les destrois diceluy, se ce nest pour les mener es dites 
foires ou que dicelles foires soient parties et alienees par vendition, eschange oa 
autre contract ou que par defaut de vendue ayent demore es dites foires par les 
jours ordenez par lancienne coustume a icelies denrees vendre sns paine des 
marchandises estre a nous acquises. 

[5J Item li drapier et marchant des dix et sept villes li quiex sont tenas 
de venir es dites foires, amenront leurs draps en icelies foires selon ce, quils 
souloient ancienement, et ne les pourront conduire ne vendre en gros autre part 
pour mener hors de nostre royaume sus paine diceuls estre acquis a nous, jusques 
a tant quils les ayent premierement emmenez en lune des dites foires, non 
obstant graces que nous aions donne au contraire a ceuls de Chaalons ne a autre 
des dictes dixsept villes, lesquelles nous rappellons de tout des maintenant. 

6. Kein Kaufmann braucM seine Waaren dem Käufer ohne GegenzaMung 
zu übergehen; erfolgt diese nicht in 3 — 4 Tagen ^ so geht der Handel zurücky 
besondere Stiptdaiionen vorbehalten. 

7. Alle Waaren, die nach Gewicht verkauft werden, sind öffefitlich aus- 
zustellen, bevor sie beliebig verkauft werden dürfen, 

[8J Item tuit marchaanz de chevaux, Ytalien, Alman, Provencal ou autres 
dehors nostre royaume tenront estables de leur chevaux es dites foires des les 
trois jours de draps jusques a changes abatus et ne seront pris, arrestez ou 
empeschez pour nous ne pour autres, se ce nest jiar les gardes des foires, et ou 
cas que a requeste de noz gens, escuiers, eourretiers ou autres seroient par les 
dites gardes arrestez, il ne pourront estre tenuz en arrest plus de trois jours, 
mais incontinent les trois jours passez li marchant a qui il seroient les pourroient 
penre, amener et en faire leur profit sans amende. 

[9.] Item li marchaanz de cordouen amenront et venront es dites foires aus 
Heus et aus trois jours accoustumez et publiquement montreront toutes leurs 
denrees des le premier jour et par les trois jours de cordouen selonc ce que 
ancienement le faisoient, et en autres lieux ne autrement ne les pourront vendre 
en la dite-foire. 

10. Alle Kaufleute erhalten mit ihrem Gut für Zu- und Abzug und Auf- 
enthait Schutz gegen Gefangennahme j Afrestining und Behinderung wegen Streitig- 
keilen auf den Märkten. 

11. Besotiders tvird den Beamteyi verboten die Pferdehändler, die durch zaJiU 
reiche Vergewaltigungen abgeschreckt worden sind, zu greifen oder zu arrestiren. 

12. Den Gesellschaftern von Wechslern siml bestimmte Wechslerbuden ange- 
wiesen. 

13. Die Gerichtsbarkeit auf den Märkten haben allein die Vorsteher (gardes) 
dersdbim, se ce nest par les gens de nos comptes en cas de souverainete et les 
gens de nos jours de Troyes en cause dapiaulx seulement. 

[14.] Item aucuns Ytaliens, Oultremontains, Provenceaux ou autres dehors 
nostre royaume ne pourra user des obligations ou scellez des dites foires ou li 
aidier des privileges, franchises et libertez dicelles. se il es dites foires na resi- 
deiice, fors que du conduit ou cas que aucunes denrees menroit es dites foires 
ou remenroit dicelles, si eomnie dessus est dit. 



1344 Juli — 1344 Juli 6. 17 

[15 J Item tuit marchanz Ytalien, Lucois, Venitien, Genevois, Almans et 
daatres pays estrangers frequentanz les dites foires ponrront faire contraux et 
obligations entreuls en nombre de pieees dor et dargent pour cause de mar- 
chandise et contraux faiz es dites foires et non entrautres personnes. 

16. Den Marktvorstehehi werden alle andern Beamte der Champagne zur 
Verfügung gestellt. 

17. Itcdienische, überbergische und andre nicht französische Wechsler haben 
hinnen 2 Monaten Gesdlschaßeti zu bilden oder das Land zu verlassen. 

18. Kein Kaufmann darf Geld höher ausleihen als gegen 15 Pfund von 
hundert im Jahr, 

[19.] Item nous ordonnons, que tuit deffendeurs soieut receus a plaidier 
leurs canses par procureur sans grace en la court des foires es cas qui ne desi- 
rent detention de corps, non obstant coustume contraire, et que se ancune chose 
est doubteuse ou desire interpretation pour le gouvernement des dites foires, ks 
gardes dicelles qui sont et qui seront y puissent interpretter et esclaircir par le 
conseil de la court des dites foires selonc les anciens usaiges et coustumes. 

[20.J Item que pour abregier les causes et les payemens des dites foires et pour 
oster les parties de longues plaidoiries nous ordenons de quelconques accessoires, 
qui seront proposees en la court des dites foires, soient declinatoires, dilatoires 
ou autres, excepte les peremptoires tant seulement, que les gardes des dites foires 
porront faire delaissier les parties sans ycelles recevoir en jugement selon ce que 
U leur semblera que bon soit, meismement la, ou il semblera aus gardes des 
dites foires en leurs consciences et par le conseil de six ou huit des plus souffi- 
sanz de la foire notoires ou autres saiges tous accordans a ce, quil soit bon de 
le faire et daller en avant sus le principal sans ycelles parties recevoir en droit 
ne en interlocutoire, et se les parties en appellent ou fönt pourchas sur ce par- 
devers nous a nostre court, nous ne voulons, que a ce deferent les gardes dicelles 
foires, mais voulons, que ce non obstant ils facent les parties proceder sur le 
principal et procedent en outre, tout aussi comme se il nen estoit poinfr appelle 
ne fait aucun pourchas ou impetration au contraire. 

21. Die Uebertretung vorstehender Bestimmungen ivird bestraft. 

22. Wechsel und kaufmännische Kontrakte haben nur mit den Marktsiegeln 
Gültigkeit. 

23 — 31 betreffen die Pflichten der Marktvorsteher, der unteren Beamten gegen 
die oberen, die Zahl der Beamten y die Zahl der Notare (von denen vier fran- 
zösisch und lateinisch zu schreiben verstehen müssen), die Pflichten der beiden 
Tabellionen j die für die Ausfertigwng von Urkunden ausschliesslich zwischen 
Italienern eingesetzt sind, die AH der Publikation gouvernementaler Erlasse. 

32. Alle entgegen steheitde Bestimmungen tverden aufgehoben: die gegen- 
wärtigen sollen aber allen königlichen Gunst- und Privilegienbriefen für die ein- 
heimischen Kaußeute und für die Gäste vmi Harfleuer nicht Eintrag thun. 

33. Aelteste und Gemeinheit von Gotland bekennen sich laut gemachter Zusage 
gegen K. Magnus von Schweden und die Stadt Wisby^ zu einer bis Okt. 13 
zcMbaren Schuld von 1000 M. kölnisch.^ — 1344 Juli 6. Boma. 

Ärchir d. Akademie d. Alterthumskunde zu Stockhohn; Domkirche^i - Archiv von 

Wisby; Or., S. ahgefalleti. 
Gedruckt: daraus Hildebrand, Dipl Suecan. 5, n. 3805, wiederholt hier. Vgl das. 
w. 3863. 

') Ungefähr in dieselbe Zeit und in diesen Zusammcnliang fällt die Aufzeichnung des 
Stadtrechts von Wisby, auf das hier nicht näher eingegangen icerden kann. Die etwas später 
HaiL»ischcs Urkandonbuch Ili. 3 



18 1344 Juli 6 — 1344 Juü 8. 

Onmibus presentes litteras visuris vel audituris seuiores totaque commonitas 
terre Gutlandie salutem in Domino sempitemam. Tenore presencium litterarnm 
recognoi^cimas, quod secundum promissionem discretonun virorum Uknati de Bier- 
nungi et Gagnwidi de Alvis illustrissimo domino nostro domino Magno Dei gracia 
regi Swecie, Norvegie et Skanie ac civitati Wisbycensi factam ipsorum nomine 
ac aliorum in litteris dicti domini nostri regis expressorum ac ex parte toeius 
terre nostre mille marcas pari Coloniensis ponderis ad quindenam post festum 
8aneti Michaelis proximo venturum^ nos integraliter solvere per presentes litteras 
obligamus; si solvendo predicto termino defecerimas, qaod absit, nos itemm ad 
satisfaciendam de dampnis et interesse, qae exinde predicto domino nostro regi 
vel civitati predicte accidere quomodocumque poteri[njt', obligantes. In cujus rei 
testimonium sigillum nostrum presentibus litteris duximus apponendum. Datum 
Rumis, anno Domini 1344, in octavis beatonim apostolorum Petri et Pauli. 

54. K. Eduard [III] von England erneuert den von K. Eduard /!/ den Kauf- 
leiUen der Deutschen GUdhaRe zu London verliehenen Freibrief 2, n. 31. — 
1344 Juli 8. London, Westminster. 

London, Puhl record office; Bot, lit pat. 18 Edw, IIL 38. 

35. Hz. Erich d. ältere und sein Sohn Erich von Sachsen f-LauenburgJ verleihen 
den Bürgern von Lüneburg Frieden und Schutz, indem sie bei Schädigwii; 
durch ihre Mannen Ersatz, bei anderweitiger Vergewaltigung Vermittlung, 
bez. kriegerische Hufe angeloben und bei einer Fehde mit den Herren von 
Lüneburg Frieden und Schutz ßr den Verkehr der Bürger in ihrem Lande 
bewahren wollen, so fern diese den rechten Zoll entrichten; verheissen alle 

a) poterit Abdruck. 

geschriebene Vorrede zu demselben, die eine historische Erzählung enthalt, lautet nach dem 
Abdruck bei Schlyter, Saml af Sweriges gamla lager 8, 21 u, 22: In Goddes namen amen. 
Dat si witlic, dat, do sik de lyde to Qodlando van manigherhande tunglien sammeden, do svor 
man den vredde, dat en jowelc scolde al ummet land den vorstrand vri hebben achte vadem 
up ind land, oft [d]ar acker oder enghe vore were, up dat en i[c]Iic sinem gude desto bad 
helpen möchte. So we oc queme nnder dat land [nnde] to anker holde, de scolde sin ander 
dem svornen vredde. Unde do id vorbad quam unde de stad ghewos, do hof sik van manigher- 
hande tnnghen dicke groth t(wist)e, mord unde vorradnisse. Do sande man an hertoghen Hinrike 
enen hertoghen over Boyern unde Sassen, de bestedeghede uns den \Tede unde dit recht, als et 
vore sin oldervader keyser Lothar ghegheven hadde. Hir weren over disse herren, de hima 
stan: biscop Gerold, biscop Evermod, biscop Berno van Meklenborch, de marcgrave van Voborch, 
grave Fredric van Amsbergh, grave Hinric van Ravensbergh, grave Alf, grave Siverd, grave 
Vulrad, grave Hinric van Rasseborch, Lydhard van Meynersheim, Ludolf van Waltingberode, 
Gunselin, Anno de kemerere, LApold [!] de droste unde grave Reynold van Lubeke, in dem 
sevedcn jare, do keyser Fredric mechtich keyser wesen hadde. [U, B. 1, «. 15.] Sind aver, 
do sie grot twist irhof tvisschen stad unde land, do sande man an köning Magnusc van Sveden, 
do bestedeghede uns do unse recht unde vriheyt [ü, B. 1, n, 773.] Darna köning Birgher 
van Sveden [U. B. 2, n. 234 n. 2], hcrtoghe Erik, hertoghe Woldemar van Sveden unde hima 
voruiyede unde bestedeghede uns köning Magnus van Sveden, van Norweghene unde van Scono 
unse recht unde vriheyt unde gaf uns, dat we twe böke hebben scolden, en in Götensch undo 
en in Dydesch, beide van enem sinne unde rechte overal tomale; unde queme en niye recht, 
dat in dem boke nicht were, dat scolde man richten, also id recht si, unde scrivon dat in beyde 
löke nicht umme to kerende; unde gaf uns, dat we hebben scolden en inghesegel van beyden 
tunghen. •) Das Diarium minorit. Wisbyens. bei Fant, SS. rer. Suecic. 1, 2, 33 berichtet 

zu 1342: decollati fuerunt duo proconsules dominus Hermannus Swertingh et dominus Johannes 
Moop et multi alii. Er steter gehört der Gemeinde der Deutschen an, s. Band 2; die Familie 
begegnet auch im lübischen Rath. Den beidefi Simon uttd Gregor und Zwertinch (laici Linco- 
pensis diocesis) gestattet Papst Klemens VI 1349 Mai 17 eine Kapelle in S. Marien zu Wiiby 
zu stiften, Hildebrand a. a. 0. 6, n. 4429. ») Okt. 13. 



1344 Juli 25 — 1344 Sept. 10. 19 

ünrechtniässigkeiten zu Wasser un^ zu Lande abzustellen und Transitgut 
nicht für Schädigungen und Uebertretungen der Begleiter haftbar zu machen, 
den Bürgern auf Begehren zur Hilfe bereit zu stehen und die von ihnen und 
ihren Vorfahren gemachten Zusagen zu halten. — 1344: (gedeghedinghet to 
Lnneborch, voltoghen to Louenborch, in sunte Jacobes daghe des hilghen 
aposteles) Jvli 25. 

L StA zu Lüneburg; Or. m, S. 

H Staatsarchiv zu Hannover, Äbschr. im Begistr, princip. 

Gedruckt: aus L U. B, d. St. Lüneburg 1, n. 417, aus H Sudendorf, TJ. B. von 
Braunschw, u. Lüneburg 2, n. 77. Vgh Lüb, Chronik. 1, 255, 256. 

36. K. Magnus von Schweden, Norwegen und Schonen verleiht den Bürgern von 
Zutfen für den Verkehr auf Schonen einen Freibrief genau tvie K. Walde- 
mar [III] von Dänemark 2, n. 450 \ — 1344 (die Felicis et Adaucti martirum 
beatorum) Äug. 30, TreUeborg. 

Z StA zu Zutfen, n. 99; Or. m. Stücken d. S. MitgetheUt von Archivar Bitmsdyh 

zu Arnheim. 
Provinzialarchiv zu Arnheim; Privilegienbuch von Zutfen fol. 82. Nach einer 

Kopie Bonä<imB mitgetheilt von demselben. 
Gedruckt: aus Z Sverges Traktater 2, n. 278. 

37. Derselbe verleiht auf Gestich der lübischen Rathmannen Konstantin und 
Tidemann von Güstrow den Lübeckern und allen Kaufleut^n ein Privileg für 
den Verkehr auf der Newa genau wie die schwedischen Herzoge 2, n. 217, — 
1344 (die beati Egidii abbatis) Sept, 1. TreUeborg. 

L StA zu Lübeck; Or. m. S. Daselbst ein Vidimus von 1351 Juni 15, s. unten. 

D StA zu Devetiter; Kopiar hans. Privilegien a. d. 16. Jahrh. 

Beichsarchiv zu Stockholm; Vidimus von 1354 OJff. 9, s. unten. 

Gedruckt: aus L Lüb. ü. B. 5, n. 806, iviederholt Hildebrand, Dipl. Suecan. 5, 

n. 3830, Livl. U. B. 6, n. 2818 u. Sverges Traktater 2, n. 279; verzeichnet ürk. 

Gesch. d. Ur^. d. D. Hanse 2, 376 u. Beg. dipl. hist. Dan. II, 1, n. 1912; 

aus D Koppmann, Hans. Geschichtsblätter Jahrg. 1874, XXXVI Anni. 2. 

38. Lübeck bezeugt, dass es nach Vereinbarung mit K. Magnus von Schweden, 
Norwegen und Schonen die Trave für alle Gegner des Königs verschlossen hat, 
seine ünterthanen in ihrem althergebrachten Recht in Lübeck erhalten und 
im Nothfall die Aufkündigung der Freundschaft dem König ein volles Jahr 
zuvor anmelden wird. — ISM (in festo nativitatis beate Marie virginis) Se^yt. 8. 

StA zu Lübeck; gleichzeitige unbeglauhigte Abschrift. 

Gedruckt: daraus Liib. ü. B. 2, n. 807, tciederholt Hildebrand, Dipl. Suecan. 5, 
n. 3831 u. Sverges Traktater 2, n. 280; rerz. Beg. dipl. hist. Dan. II, 1, n. 1914. 

39. K. Eduard III von England an den JBaillif von Southampton: befiehlt die 
Freigebung der wegen Misshancflung eines Engländers in Deutschland arre- 
stirten Güter von Kaufleuten aus Dinant und ladet ihn mit den Parteien 
vor das Kanzleigericht. — 1344 Sept. 10. Hereford. 

Transsumirt in n. 42. 

Edwardas Dei gracia rex Anglie et Francie et dominus Hybernie vicecomiti 
Snthamptoniensi salutem. Cum nuper ad prosecutionem magistri Johannis Piers, 
quem ad curiam Romanam pro expedicione quorundam negociorum nostrorum 

*) ÄUen Besuchern der Märkte zu Falsterbode untersagte er Äug. 25 die Beeinträchtigioi^ 
der Bürger von Ahus (villani Aosyenses) iw ihrer Vitte daselbst (locum et situm suum ibidem 
dictum Aosmannsefitt) , Hildebrand, Dipl. Suecan. 5, n. 3826. 



20 



1344 Sept. 10. 



ibidem miseramuB, nobis suggereretur, ipsum versus partes regni nostri Anglie 
jier Coloniam rcdeuutem per Edmimduni de Berkelingis de Colonia captum et 
usque ad castrum de Messelyn, in Iplelandia^ in domiiiio archiepiscopi Cnloniensis 
duetum et inprisouatum uialeque tractatiim et m prisona ibideni, quouöque tineui 
per mille et 300 floreiios pro deliberaeioüe sua habenda cum prefato Edmundo 
fecisset, detentnni tnisse; noaque postmodum per litteras no^tra« et per dilectam 
et fidelem nostrum Radvi[cum] baronem Stafford senescallum ho^tpicii nostri ad 
partes Almanie transmissum tarn predictiim archiepiseopum et oivitatem Colonieu- 
sein quam diversos dominoy, in quorum doniiniis predictus Edmnndusi moram 

*traxit, requisiöse, quod dictum Edmtmdum ad debilam satisfaecionem dicto Johanni 
tarn de floreuis predictis qnam de dampiiis, que in hac parte sustinuit, laciendam 
compellerent ; et pro eo, quod prefati archiepiscopus, comunitas et domini qui- 
cunque ad huju^modi rogatus nostros facere uon euraruut, sed ei defuerunt omniiio 
in ju8ticia exbibenda, et ut eidem Johanni super lioc provideremus de remedio 
oportuno; volentes eereiorari, utrnm prefatus Jobannes captus et inprisonatii«' et 
finem hujusmodi pro deliberacione sua babenda lecerit, iit est dictum, necne, et 
81 sie, tune per quem et per quos et pro quot florenis lineui feeit et cujus precii 
füerunt, necuon de dampniSy que idem Jobannes sustinuit occasione inprisonamenti 
predicti, et si predicti archiepiscopus, coimmitas et domini sie requi^^iti prefato 
Johanni in exhibenda justieia defuerunt ac eciam de aliis articulis et cireunistan- 
eüSj que premissa contingebant: mandaverimus vicecomitibus uostris Loudouieusibus: 
per sacramentum proborum et legalium bominum tarn mereatomm quam alioruui 
de eivitate predicta, per quos rei veritas melius sciri possfit]*', diligeutem inde 
facerent inquisieionem et eciam distinete et aperte factam uobis in eaucellaria 
uostra 6ub sigillis suis et sub sigillis eonim, per quos facta foret, mitte re[n]t*' 
ind[i]late**f et quia per inquisieionem illam per ipsos sie captam et in cancellaria 
üustra retornatam compertuni fuerit, quod predictus Johannes captus erat per pre- 

, dictum Edmundimi et Simouem valettum suum et alios ignotos de societate saa 
die jovis proximo pogt festum nati\1tatis sancte Marie virginis anno regni nostri 
Anglie sexto decimo* in quodam eampo inter villam de H , . /' ^ et TÜlam de Herck * 
in dominio comitis de Loos in Almania et exinde dnctus fuit per predictos Eilmun- 
dum , Symonem et alios ad castrum de Messelj^L in dominio predicti archiepiscopi 
in Almania et in eodem castro iuprisonatus, quousque idem Johannes tinem cum 
prefato Edmundo per nougentos et 40 floreuos auri de scuto, precii cujuslibet 
trium soUdomm et sex denariorum, quos idem Jobannes pro deliberacione sua 
babenda prefato Edmundo in domo sua plenarie solvi fecisset, et quod prefotuB 
Johannes statim post adventum suum apud dictum castrum de Messclyn. positus 
fiiit in cippis et in eisdem continue permausit per primos quindecim dies tempore 
inprisonamenti sui predicti, ita quod noo exiebat de cippis predictis per diera 
neque per noctem per eosdem quindecim dies ad dampnuni ipsius Jobnnnis mille 
marcarum, et quod prefati arehiepiscopns, seabini et commnnttas de Colonia, 



nl'fftrtir^n , i[ nicht einmal »tcktr. 



c) oitterot A, 



<t) indelnte /.. 



6) U<t* P^f«mm% 



M Bur tst keinen ftilk an Mmchede a, iL Muhr iu ilrnkm, wie in der UrL Gtsch* 2, S79A.i 
fftmatit t»tf ^ondn'H wohl mt Mtchdcn nOrdUch vqh Mamtncld; mich Mtdutn in BrabtuU keiisi 
hiUuii$ch MatcHnin, Mfßclinia, IpklanAiu int abrr, me mir Hr. Siiuiharchicar Jiormanä m 
Namur btstätitjt, gar nicht zti ülnUifieirmp an Muatlandia wäre m denken; der Nmne ixt in 
der entiliichen Kanilci ^ ical dort frtmd, enUitUi worden, *) 134:^ Sf}>t 12. *) Wetin 

der Oftmamt in der That mtt H bajann^ lo ^ar hier nelieicht HasneU fftmctt^ *) Htrdc 

/rt Villf in der Grafachaft Loo^ am Fhitt Haxk (laf. Arrh^iJ, dt:r m die Detnrr (an H'^kher 
iHfit} flitüHl^ nordut^hch von litmitii. Graf rrm Loaä war zur Zeit Dieirich. 



1344 Sept. 10. 



21 



^Äcopus de Lege« et comcs de Loos paar litteiMs Liustras et per prefatum baro- 
uem de Stafford i^uper [ireiuissig requisiti prefato Johanui in jiisticia m hac parte 
exhibenda oranino defuenint: voleotes sabditis nostris in justis querelis suis sub* 
v«*nire tibi prec[ejpimus* per breve nostrum, quod omnia bona predictonim arehi- 
epiftcopi, episcopi, comitis, Edmiindi et Symonis et subditorum suoTaniy que inira 
balivam tnam inveniri contingeret, usque ad suminani oetingeutarum triginta et 
uidu8 librarum tnnm solidonim et quataor denariorum, ad quos dicti floreni et 
dampna ipsiu8 JoLannis se extendunt, arrestari et salvo eustodiri faceres, *iUo- 
nsque eidem Johanni de eisdem octingentis triginta et ima libris tribus golidis et 
qaatuor deuariis foret satisfaetum vel aliud a nobis inde haberes in mandatis* 
Siibseqaenter qnia pro eo, quod prefatwe Johannes diem suum clausit extremum, 
Johannen Bodewül, Johannes de Wyttis, Johannes Martyn et Willelmus de Cor- 
newaelle execntores test^menti prel'ati Jobannis idem breve nostrum cera inclusuni 
in cancellaria nostra restituerunt uobi.s ingtnneius .snpplieando, nt dictum maudatum 
ipsorum executorum nomine juxta ultiinani decedenti« voluntatem ex[§]equi'' face- 
remus: tibi per aliud breve nostrum precepiüiu«, quod omnia bona predictorum 
archiepiscopi, episeopiy eoniitiö, Ednmndi et Symonis ac subditorum suorum, que 
intra ballivam tuam contingeret inveniri, usque ad summam octingentanim triginta 
et unius libranmi trium solidorum et quatuor denarioruni, ad quos dicti floreni et 
ilampmi [iredieta se extendunt, arrestari et salvo custodiri faeeres, quousque 
prefatis executoribus de eisdem oetingenti« triginta et nua libris tribus solidi« et 
qaatuor denariis satisfactum esset vel aliud dneeremus dcmandandum, et que et 
eujusmodi bona arrestari sie täceree et de valore eornndem et quorum forent et 
de toto facto tuo in hac parte nos sub sigillo tiio redderea cerciores. Jamque 
Johannes Hasard, Walterus Spylard, Johannes de Wadesey ^, Hubertus Salenieor*, 
Thomas Damheye ^, Lambertus Midrethyne*^ Egidius de Huy, Jacobus Marde 
de Huy, AlarduB Salemcer* et Jobannes Lucie mercatores de Dynaunt ad nos 
tlcbiliter aceedentes, pretendentes quod diversa bona et nicreimonia sua usque ad 
oon modieum valoreni per te ad sectam executorum predictorum et pretextu 
ejusdeui Ultimi mandati nostri in nundinis saneti Egidii juxta Wintou esse subito 
arrestnta et per ciuosdam bomincs apj^reciata uec causam racionabilem in sugges- 
tionc prefati Johannis Piers aut m processu predicto super hoc habito fuisse 
coDiiirehensam nee jam coram nobis in cance Ilaria nostra, ubi tain ipsi quam 
dicti executores comparuerunt, per dictos executores aliegatam, per quod ipsorum 
mcrcatomm bona et mercimonia debeant arrestari: nobis cum instaneia suppli- 
caverunt, ut eadem bona et mercimonia sie arrestata dearrestari et eisdem restitui 
faciamus, habito respectu ad jacturas et dampna, (|Ue incurrei'ent^ si mercimonia 
«UA predicta ad tarn longinquas partes transveeta per ai'restacioneni hujnsmodi 
oon vendita remanereut; et qnia dileeti et Hdeles nostri Walterus de Mauny, WiU 
letmus TrussetI de Flore et Terricus de J[auny m^ilites in eancellaria nostra eon- 
fttituti manuceperunt pro prefatis mercatoribus de Dynaunt de respondeudo pre- 
dictis executoribus de bonis et mercimoniis predictis taJiter arrestatis vel de precio 
earondem pro te facto vel si non factum fuerit faciendum, si ipsa vel eorum 
precium eisdem executoribus adjudicari contingat: tibi preeipimus, quod omnia 
bona et mercimonia dictorum mereatorum, que, ut premittitur, arrestasti, sine 
dOatione dearrestari et prefato Waltero de Mauny vel suo in hac parte attornato 

«) Ut identisch mit Wndrt^mjCf Wntertgsfife , Bd. ä, n, 12, ei h. WadrtchiCM. ') Vgl 

Satmyr Bd. ^^ n, 603 A* 1. ') Ftfl Damhtfjh «> «. 0. *) d. K 3fnlcra€in^, cgi Bcrman^, 
CWlnlaire dt In commtme de J}inafU 1, 96 Änm, 



22 1344 Sept. 11. 

ac mercatoribus predictis liberari et r%|titui faci[a]s^ per manucapcionem supra- 
dictam et dictum breve nostrum, per quod bona et mercimonia predieta 4ic 
arrestasti, una cum retomo tuo de precio bonorum et mereimoniorum eorundem 
et qae et cujusmodi et quorum fuerint et de tote facto tuo simus cum presenti 
mandato nostro habeas m cancellaria nostra citra diem sabbati proximum post 
festum exaltacionis sancte crucis proxime futurum^ vel ad eundem diem ad ulti- 
mum, ubicunque tunc fuerit, quam diem tam predictis mercatoribus quam prefatis 
executoribus dedimus ad raciones suas super discussione premissorum ibidem pro- 
ponendas et ad faciendum ulterius et recipiendum quod curia nostra consideraverit 
seu adjudicayerit in hac parte; et hec nullo modo omittas. Teste me ipso, apud 
Hereford., 10. die Septembris, anno regnorum nostrorum Anglie decimo octavo, 
regni vero nostri Francie quinto. 

40. K. Magnus von Schweden, Norwegen und Schonen bestätigt fiach Verein- 
barung mit den lübischen Bathniannen Komtantin und Tidemann Güstrow 
den Lübeckern ihre für alle seine Reiclie von ihm verliehenen Privilegien 
ausnahmslos, verheisst jede ihnen von seiften Beamten und andern Unter- 
thanen zugefügte Unbill, tvenn die Thatsache erwiesen, nach Landesrecht zu 
richten (nemine suflFragante), verbietet seinen UntertJianen ohne sein Vorunssen 
Fehden gegen die Bürger anzuspinnen (incommoda seu dampna — machinari) 
und gelobt eine etwaige Aufsage der Freundschaft gegen die Kaufleute ein 
volles Jdlir zuvor anzukündigen, — 1344: (sabbato proximo post festum nati- 
vitatis beate Marie virginis) Sej)t. 11. Helsingborg. 

StA zu Lübeck; Or, m. S. Zeugen: Erzhischof Peter von Land, die Herren Gustaf 
TufUEson, Nikolaus Kyrning, Kanut Folkasofi, Stigot Peter son, Änund Stura, 
Karl Xaskonungsson , Puke Glysitig, Magnus NikUesson Ritter und Joh, Chri- 
stianson. 

(redruckt: daraus ürk. Gesch, d. Urspr. d. D. Hanse 2, 377, Lüh. U. B. 2, n. 809, 
iciederholt Hildebrand, Dipl. Su^can. 5, n. 3833 u. Sverges Trdktater 2, n. 282, 
S. oben n. 38 und Lüb. ü. B. 2, n. 808: Tags zuvor restituirte der König den 
Lübeckern ihre Besitzungen und Eechte in dem Kupferberge [in Dalekarlien, die 
seit 1322 bezeugt sind, a. a. 0. Anm.], auch ürk, GtscJi. 2, 378, wiederholt 
Dipl. Dalekarlicum 1, n. 15 und Hildebrand a. a. 0. n. 3832. 

41. Gr. Wilhelm [IV] von Hennegau, Holland, Seeland, Friesland ' verfügt [mit 
mehreren genannten Herren] für alle Zeit tmd auf Grund der urkundlich 
begründeten Ansprüche DordrechtSy dass alle vom Meer in die Maas fahrenden 
Koggen, Ewer und Hulke und andre Schiffe und Kaufmannsgut ausser bei 
der DurchfaJirt nach Flandern ihre volle Fracht bis Dordrecht zu führen 
haben, wo Aus- und Umladung stattfinden soll, und befiehlt den Rentmeist^m 
von Südholland Dordrecht in der Wahrung dieses Rechts beizustehen. — 1344 
(des saterdaghes na onser vrouwen daghe nativitas) Sept. 11. Dordrecht. 

StA zu Dordrecht, J n. 3; Or. m. S. 

Gedruckt: daraus r. d. Wall, Handresten van DordrecJit 1, 193; nach einer späten 
Abschrift v. Mieris, Charterboek 2, 685 uyid Oudenhoven, Zuyt • Hollandt 104. 
Zu dieser Konfirmation des Stapelrechts vgl. oben 2, n. 720, Lüb. Chroniketi 
1, 259 und die Aeusserungen der Herrin ron Voorne bei r. d. Wall 195, 196. — 
Den Zöllnern ron Niemansrriend wurde Okt. 18, Brüssel, der Befehl Zoll zu 
erheben ron allem Gut, das auf dem Strom unterlvaTb Kölns (beneden Colen) 
gekauft wird, StA zu Amsterdam, mitgetheilt rofi Dr. Scheltema. 

A) &cies /.. 
») Sept. 18. 



1344 Sept. 18 — Okt. 16. 23 

42. Verhandlungen mr deni Katizleigericht K, Eduards III von England über 
die Ärrestirung von Waaren von Dinanter Kaufleuten und über die Zuge- 
hörigkeit der letzteren zur GildhaUe der Deutschen in London^. — 1344 
8ept 18 — Okt. 16. 

Aus L StA zu Lübeck; gleichzeitige Ausfertigung a. Perg. Mitgetheilt von Wehr- 

mann. 
Gedruckt: daraus inkorrekt Urk. Gesch. d. ürspr. d. D. Hatise 2, 378. 

Placita coram rege in cancellaria saa die sabbati proximo post festum exal- 
tacionis sanete cracis anno regni domini Edwardi regis Anglie et Franeie, videlicet 
AngUe decimo oetavo et Franeie quinto. 

Dominos rex mandavit vicecomiti Suthamptoniensi breve suum in hec verba: 
[folgt n. 39 J 

At idem yicecomes dictum breve nostrum, per quod bona et mereimonia 
predieta arrestavit, ad dictum diem sabbati in dicta cancellaria retomavit et idem 
vicecomes sie respondit, quod breve predictum retomatum fiiit Waltero de Tudden. 
ballivo libertatis episcopi Wyntoniensis pro executione ejusdem brevis facienda, 
qni sibi respondit, quod ipse virtute dicti brevis eidem ballivo per dictum vice- 
comitis retomum arrestari fecit omnia bona et mereimonia Johannis Has[ardJ% 
Walteri Spylard., Johannis Wa[de8ey]*, Huberti Salemeer, Thome de Amien*", 
Lambert! de Malaratyne, Egidii de Huy, Johannis Lucie, Walteri Spilard. et 
Alardi Salemer de Dynant subditorum episcopi de Lyges super feriam sancti 
Egidii juxta Wyntonn, per 12 liberos et legales homines de balliva sua eadem 
bona et mereimonia in presencia eorumdem mercatorum appreciari fecit ad qua- 
dringentas et septem libras et sexdecim denarios et quod idem ballivus dicta 
bona et mereimonia salvo custodiri faceret juxta formam dicti brevis et plura 
bona subditorum episcopi de Lyges non invenit in balliva sua nee aliqua bona 
predictorum archiepiscopi, episcopi, comitis, Edmundi, Symonis aut subditorum 
snomm preter bona et mereimonia predieta per ipsum ballivum sie arrestata in- 
venit in dicta balliva sua extra libertatem predictam, postquam dictum breve sibi 
retomatum fait. Et ulterius idem vicecomes dicit, quod predicti archiepiscopus, 
episcopus, comes, Edmundus et Symon aut eorum subditi nichil habent nee 
habnerunt in balliva sua extra libertatem predictam, postquam dictum breve de 
arrestando bona et mereimonia predieta sibi liberatum fuit Et predicti executores 
petnnt, quod predieta bona et mereimonia sibi liberentur juxta formam arresti 
predicti. Ae predicti mercatores de Dynant in dicta cancellaria nostra persona- 
liter constituti dicunt, quod ipsi sunt de domo in civitate Londoniarum, que gilde- 
halla Tbeutonicorum vulgäriter nuncupatur, et quod ipsi domum illam una cum 
alüs mercatoribus hujusmodi habent, et exhibuerunt hie in curia quandam cartam 
domini regis inter cetera continentem dictum dominum regem prefatis mercato- 
ribus Aimanie et eorum successoribus predictam domum habituri[s]'^ concessisse, 
quod ipsi aut eorum bona seu mereimonia infra dictum regnum seu potestatem 
ipsius domini regis pro aliquo debito, de quo fidejussores aut principales debitores 

a) Hftselet Li h) So mtus mit n. 39 u. 8, n. II tjeleten werden Jür Waierigg. von L. c) DamheyO 
btM9tr oben n. 39. d) habitori L. 

Beachtensicerth wegen der Zusammetistellung von Köln und Huy, abgesehen von dem 
Zeugniss für die Ausdehnung der kölnischen und rheinischen Handelsbeziehungen nach dem Osten, 
ist die Urkunde K. Ludungs ron Ungarn vofi 1344 Mai 13: den Kaufleuten vom „heiligen 
Köln**, von Huy und aus den übrigen rheinischen Gegenden, welche sein Reich des Handels 
wegen besuchen, verleiht er das Recht nicht höheren Zoll zu entrichten als die Kaufleute von 
Böhmen und Mahren, Lacomblet, U. B. z. Gesch. des Niederrheins 3, n. 403, wozu das. n. 421 
und 488. 



24 



1344 Sept 18 — Okt. 16. 



üon extitermt, uee pro aliqaa transgressione facta seu faeieuda per alios (jnani 
per ip908 arrestcütur Beu graveutur\ bona sua predicta sibi restitui supplieaudo^ 
presertini cum Johannes Hamoiidus major civitatis predlcte et aldermauDUs dicto* 
rum mereatonim Almauie predietam domum sie habeucium dictum dominum regem 
iD eadcm caneellariii eertificavit, quod pretati mercatores de Dynant sunt merca- 
tores de gildehalla jiredicta. Et prefati executores ad hoc dicunt replieaudo, quod 
prcdictus Edmundus mercator de dictis domo et gildehalla existit et bona et mer- 
eimoüia habet cum predictis mercatorlbus de Dyuaut iu communi, per quod ipsi 
mercatores de Dynant per cartam predietam nequiuüt se juvard et hoc verificare 
offerunt se paratos. Et dicti mercatores de Dyuaut contrarium asserentes vide- 
licet dictum Edmundum nee de domo uec de gildehalla predictis existere nee cum 
dictis mercatorlbus de Dynant bona in communi habere, verificacionem juris 
pctieruut. Per quod dominus rex assigna\it mngistrum Johannem de Thoresby 
et Johannem de 8aucto Paulo clericos de caneellaria sua ad verificacionem suam 
hujusmodi sive inquisicionem inde apud sanctum Martinum magnum Loudoniis die 
lune proximo po8t fe^tum sancti Dyonisii anno predicto * in preseneia parcium 
predictarum caiiiendam; ut idem dominus rex de veredicto inquisicionia seu cer- 
titicacionis prediete iu dieta caneellaria ceitirtcatus ulterius inde faciet, quod juris 
tuerit et racionis. 

Ac tarn predicti executores* quam prefati mercatores de Dynant coram pre- 
dlctig Johanne et Johanne ad dictum diem apud dictum locuoi de sancto Martino 
comparentes se ponunt iu inquisieione super premissis, et pro eo, quod iidem 
executores tempore, quo juratores inquisiciouis prediete de consensu parcium pre- 
dictarum electi et jurati, et cujus inquisicionis medi[e]ta8* de mereatoribus Almanie 
et altera medietas de ci\^tate Londoniarum virtute cujusdam carte eisdem merea- 
toribus alienigenis per progenitores dicti domini regis coueesse et |)er ipsum 
dominum regem confirmate ac cujusdam mandati dicti domini regis eisdem 
Johanni et Johanni de carta predicta allocauda directi allocate existit coram 
prefatu Johanne de Sancto Paulo et Edmundo de Grymmesby, qui loco predicti 
Jobanuis de Thoresby una cum predicto Johanne de Sancto Paulo ad hoc depu- 
tatus ad diem veneris proxime sequentem^ quo die partes prediete coram pre- 
dictis Johanjie et Jobanne adiomate fuerunt, non venerunt. Propter quod datus 
est dies dictis mereatoribus de Dynaunt essendi coram rege in caneellaria sua die 
sabbati proxime sequent!^ ubicunque tunc ttierit, ad tacieudum et recipiendum 
quod curia regis consideraverit in bac parte* Ad quem diem sabbati partibus 
predictis in dicta caneellaria vocatis et comparentibus dicti executores nichil 
dixerunt in effectu, quare dictii bona et mercmionia dictonim mereatorum de 
Dynant taliter ad sectam dictorum executorum arrestata dearrestari et prefatig 
merciitoribus de Dynant liberari non debeant, per quod consideratum est, quod 
eadem bona et mercimouia sie arrestata dearrestentur et prefatis mereatoribus 
Ubereotur Et ideo mandatum est prefato Waltero de Mauny, quod eisdem mer- 
eatoribus de Dynaunt dieta bona et mercimonia dictorum mereatorum taliter ad 
«ectam dictorum executorum arrestata et eidem Waltero de Manny per dictani 
mauucapcionem liberata libere juxta eousideracionem predietam. 

43, Lübeck an Strahund: emtchtf da es die [zur Befhedmig des Meeres] tu 
skUmde Kogge noch nicht habe anfireihcn kOnncn, die k^n. schwedische 



4) m«4UAfi /.. 



•) 1344 Okt, IL ») Okt, 15. M Okt. 1$, 



1344 Herbat — 1344 Dec. 13. 25 

und die straJsundische auszusenden ^ dem schwedischen Schatzmeister die 
Zurüstung einer weiteren anzukündigen und Lübeck ein passendes Schiff bei 
Gelegenheit eiligst nachzuweisen. — [1344 Herbst?] 

RA zu Stralsund; Or, m, Spuren d. S. 

Gedruckt: daraus Hanserecesse 1, n, 140 zu 1344. S. oben n. 31, unten n. 58. 

44. K. Eduard [UI] von England verleiht den Kaufleuten von Deutschland 
Schutz und Gkleit für Handel und Aufenthalt in England nebst Schirm vor 
Arrestirung wegen fremder Schuld, wegen früherer Vergehen gegen das Statut 
über den WoUenstapel und wegen seines Haftbefehls gegen alle Franzosen 
(Gallici), Unterthanen, Anhänger und Bundesgenossen des französischen Königs^. 

— 1344 Nov. 21. London, Tower. 

London, Publ record Office, Bot. Ut. pat. 18 Edw. III p. 1 m. 4. MitgetheiU von 
Sir T. Hardy. 

45. Die altmärhischen Städte Salzwedd, Stendal, Gardelegen, Tangermünde und 
Osterburg beschwören ihre Einung zu gemeinsamer rechtlicher Verfolgung der 
in einer von ihren Städten ver festeten, zu dauernder Verbindung unier einander 
und gegenüber der Landesherrschaft, besonders zu gemeinsamer Abwehr von 
Steuer forderungen, zu geschlossener Vertheidigung gegen jede Art von Gewalt 
und zu solidarischem Eintrete für diejenige Stadt, welcher wegen ihrer Ver- 
tretung für alle Schaden zugefügt unrd*. — 1344 (in sunte Katherinen avende 
der heylighen juncvrowen) Novbr. 24, 

StA zxi Scdzwedel, 6, 8; Or. m. 1 S. u. 5 Siegelschnüren. 

Gedruckt: daraus flüchtig Biedel, Cod. dipl. Brandenb. 1, 14, n. 124; angeführt 
ürk. Gesch. d. Urspr. d. D. Hanse 2, 383. 

46. Bostoek an K. Eduard [111] von England: beschwert sich über den durch 
Wilhelm von Letheney wegen eines Raubes bei Ravensworth erwirkten hon, 
ArrestirungsbefeUs [oben n. 25]^ erklärt, dass seine angehörigen seit mehr als 
30^ Jahren Raub und Vergehen dort nicht verübt, und bittet um Besserung. 

— [1344] (in die beati Andree) Nov. 30. 

London, Publ. record Office; Royal letters, PortfoUo; Or. Junghans. 

47. Oreifswald an denselben: ebenso. — [1344] (ipso die beate Lucie virginis) 
Dec. 13. 

London, Publ record office; unbezeichnetes Or. tn. Spuren d. S. 
Gedruckt: daraus Lüb. U. B. 4, n. 36. 

48. Forderung Wismars gegen Lübeck und Rostock wegen Rückerstattung des 
Schadensersatzes, den es nach Schiedsspruch von Stralsund und Greifswald 
für die an Kaufleuten von Dänemark im Hafen und unter dem Geleit von 

•) 86 tn n. #7 a'« ein»ige Abweichung. 

1) Am 11. März hatte der König die Bearbeitung der sämmtlichen Bergwerke in Northum- 
berJand, Cumberland und Westmoreland auf 10 Jahre den kölnischen Kaufleuten Wilhelm Gode- 
retfcyk, Hinrich van Orel, Arnold van Anne und Albert Mülyng und dem englischen Goldschmied 
Dietrich von Riswyk übertraf, wofür er sich den 15. Theil des gewonnenen reinen Metalls aus- 
bedang, StA Lübeck, Anglicana n. 30, Or. m. S. *) Denselben Städten und Seehausen und 

Werben bescheinigen 1345 Febr. 24 in Braunschweig Junker Erich von Braunschweig und 4 braun- 
schwdgische Ritter atis der ümgebttng von Göttingen den Empfang ron 1500 M. als Rate von 
den 3000 M., welche jene dem Hz. Otto ron Braunschweig und ihnen zu zaTUen gehabt; StA 
Braunschweig, Or. m. 5 S., Junghans. 

HaittbchM ürkundenbach III. 4 



H 1345 Jan. 30—1^45 MArz 29. 

Wismar verübten Gewaltthätigiceiten der Friedenskoijgen von Lübeck und 
Rostock hat mhlen müssen. — [1346 J • 

StA zu Lübeck; Abschr, n, Pergament 

Gedruckt: daraus HtifMcfcces^e i, n. 141 ^ tvoiu Erlauterunffen dm. Ä 72, wd^ 
obi{/etH Datum, das sich nicht fuihrr prädmren lässt. 

49. K. Eduard [III] von England erneuert den von K, Eduard [I] den Kauf- 
hüten der Deutschen Gildhalle 0u London verliehenen Freibrief 2, n. 31 auf 
0wei Jahre^, — 1345 Jan, 30. London^ Westmitister. 

London, Ft^l rewrd Office, Bot lit pat 19 Edw, IIL 1, 3L 

• 

50. K. Magnus von Scliweden, Norwegen tmd Schonen verspricht den ihm von ^ 
Stralsutid su sendenden Boten freies Geleit bis Juli 25 (ad festum beaü 
Jacobi), — 1345 (feria 5 post domioicam remiiiisc^re) Febr. 24. Warhcrg. 

RA zu Strahufid: Or. m. Ä 

Gedruckt: duratis ürk. Gesch. d. JJrspr. d. D. Hanse 2^ 383 und Hildebremd, 
Dipl. Sttccan. 5, fu 3904, 

51. Kulm quitürt Tliorn Namens vier seither Bürger für die Bezaldung ihrer in 
Seeland schiffbrüchig gewordenen und verkaußen GiUer. — 1345 Febr. 27. 

Aus Staatsarchiv zu Königsberg; Or, m. S. a. d. liücken, Mitgethdlt fwi Ko]fi^*mann, 

Noverint uDiversi presentis scripti noticiam habituri, qood noß consules de 
Ciilmine harom serie publice profitetiiur ooinine nostromm civiuoi videlicet domitii 
Thilemanni de Palzod, domioi Cristiaoi de Steynwege, domini Thihnaimi de Her- 
ken piarum recordacioniim necnon domini Stacii de Ilen'ordia 126 florenos in 
aiimma, qaaBtam ipsos contingebat de bonis in navi Hermanui Babiz de Stovern 
in Zelandia natifragio subeumbeDtibuB^ venditis Thiiemanno Papen pro 30 Ubrts 
grossorum, ab honorabilibus viris dominis consulibus de Tborun plene et Integra* 
liter recepisse, Presentibus firmiter promittenteSj dictoa dominos consules de Tho- 
run ex parte emum nostroram predictornm eoruuique herednm ac successornm 
indempnes et inmonitos perpetue servaturos ipsosque pecunia pro predicta per 
no8 recepta omnimode quitog et solutos asserentes et teneotes ae presentes qai- 
taeionis litteras ipsis couferinius nostre civitatis sigillo eonsingnatas, Datum anno 
Domitii 1345, die dominica in quadragesima qua cantatur ocuü, 

52. K. Magnus von Norwegen, Schweden und Schonen an die Einwohner von 
Jämtland: untersagt allen ausländisclien Kaußeuten ihre Waaren [ausser 
eur re^ihien MarUscit] von den Winter näcMeti [Okt. 14] ab bis mm Schluss- 
thing zu Markt utid Verkauf jfu bringen bei Strafe der Einsiehung und giebt 
ihnen Kauf und Verkauf nach dem Thing frei. — 1345 (am nächsten Mitt- 
woch nach der Gregorsmesse, im 26. JaJir) März 16. Brckka. 

Heichsarcftit^ ^u Stockholm; Or. m. S.; alm&rdisdi. 

Gedruckt: daraus Norffcs gamk love 3, n. 77, Diplom. Non^g. 3, n, MäBundMid^ 
brand, Dipl Suecan. 5, n. 3918, 

53. Minor Uen- Guardian Arnold m Kampen transsumirt die Sühneurkunde 3, 
n. 675 des schwedischeft Königs Magnus für Kampen. — 1345 (feria 3 post 
annuneiacionia beate Marie rirginis) Märe 29, 

StA SU Kampen; Ör\ m. S. 

Verieichtiet: daraus Begmkat iHm cAan«r$ m budm/dm tfom Kany^ i| h, 103, 
S. oben n. Ui. 

>) Febr. 10 erneuert dtr König obige n. 2^ von 1343 Dtc. a3, indem er die Ausfuhr am§- 
iChUeisUch auf Brügge «ftr^l, R^mer, Foedera .% 1, 29; Aug. i giebt er dem miechen Km^* 
mann Bänhdi mttt einen Schut^M^^f auf 2 Jahre, Bot. Ut. pat. 19 Edw. III. 2. 2Q. 



1345 April 6 — 1345 Mai 6. 27 

54. Chr. Konrad und Johann von Oldenburg an Osnabrück: melden unter Bestä- 
tigung Oldenburgs, dass sie der mit bremischem RecJU ausgerüsteten Stadt 
Oldenburg 7 freie Jahrmärkte verliehen und für deren Besuch allen Kauf- 
leuten Geleit zusichern. — 1345 (feria 4 post dominicam qaasimodogeniti) 
April 6. Oldenburg. ^ 

StA KU Osnabrück; Or. m. 3 8. 

Gedruckt: daraus Mittheil d. histor, Vereins zu Osnabrück 6, 149, Ehen so an 
Dortmund, StA zu Dorttnund, Or. w. 3 S., gedr. Fahne, ü. B, d, St. D. 1, n. 112. 

55. Stockholm bezeugt, dass nach Aussage seiner Mitbürger Hennehin Ekman^ 
Hennekin Meyer, Scinikin Winningh, Könihin von Lon und Gerlach von 
Dröseke der jüngst verstorbene Hennekin Rawen in Danzig nur zwei Schwe- 
Stern, die in Dortmund Begginen (baggite vulgariter dicte blabeggina) sind, 
hinterktssen hat, und fordert Auskehrung der Erbschaft zu deren Gunsten^. 
— 1345 (die beatorum Tiburcii et Valeriani) Aprü 14. 

StA zu Dortmund; Or. m. S. Junghans. Diese Privaturkunde mws hier angezeigt 
werden, weil sie die deutsche, speziell westfälische Niederlassung in Stockholm 
durch die Namen Lon und Dröseke bezeugt. 

56. Knappe Bernhard von Stenbeke, Gaugraf von Stromberg und Oelde *, bezeugt, 
dass er auf Wunsch des Knappen Hermann Hotman die von demselben 
bewirkte Verfestung aller Bürger von Lübeck uneder aufgehoben^ und nimmt 
sie in seinen Frieden. — 1345 (dominica qua cantatur cantate) April 24. 

StA zu Lübeck; Or. m. S. 

Credruckt: daraus Lüb. ü. B. 2, n. 828. Das. n. 827 Ehrenerklärung der lübischen 

Bürger Danscekron gegen Hotman, n. 829 Urfehde Hotmans vor dem RcUh von 

Münster: ohne Frage in Folge eines Waarenraubf. 

57. Ritter Harlwich, die Knappen Johann Wittekop und Iwan Kanzler von Krum- 
mendiek: erklären ihren Beitritt zum Ausgleich der Grafen von Holstein mit 
Lübeck und Hamburg [n. 21] und geloben gegen die deputirten Rathmannen 
von Lübeck der Stadt volle Sühne. — 1345 (des neghesten daghes uses hern 
Godes hemelvarth) Mai 6. Lübeck. 

StA zu Lübeck; Or. m. 3 S. 

Gedruckt: daraus Lüb. U. B. 2, n. 832. Das. gleiche Erklärungen der Bruder 
Luder, Iwan und Hasse von Kr., 

58. Stralsund an Bärgermeister Heinrich Pape^ und Rathmann Hermann von 
Wickede* zu Lübeck: bittet dem Vorzeiger Vicko von Stade, Bürger zu Stral- 
sund, von den 251 M. Stralsund., die Lübeck an Auslagen ßr die im Auftrag 
Lübecks gestellte Kogge schuldet, unverzüglich 100 M. Pf. lüb. auszuzahlen, 

*) Andre Deutsche in Stockholm und Schweden: 1335 der Westfale Joh. Brakel, Bürger 
in Stockholm; Joh. CMsmar, erst Bürger daselbst, stiftet 1336 einen ÄUar in S. Nikolai zu 
Stockholm als Bürger ton Lübeck, Hildebrand, Dipl. Suecan 4, n. 3117, 3121, 3274, 5, n. 4136, 
4143, 4162, 6, n. 4171, vgl. Mantels, Thidemann von Güstrow; 1351 Juli 1 urkundet neben den 
Sathmannen Joh. Langanesa und Detmar Lille der Bürgermeister von Stockholm Joh. Berkhof, 
Scenska Pergam. bref 1, n. 130; ein Detmar Lüdenscheide ist Bürger in Abo 1346 Juni 5, Hil- 
debrand a. a. 0. 5, n. 4084; Tidekin Brakel in Nyköping 1352 Febr. 15, Mathias Westfal in 
Westeräs 1353 Dec. 6, Pergam. bref 1, n. 57, 147; Hartechinus und Tidichinus Fridagh [doch 
woM Deutsche] Bürger in Söderköping 1349 Jan. 8, Hildebrand a. a. 0. 6, n. 4392 u. 4421, 
wo der letztere als Baihmann aufgeführt ist. Vgl. oben n. 33 Änm. 2. •) Die Besitzungen 
hegen im Stift Münster zwischen Hamm und Wiedenbrück. ») Als Bürgermeister seit 1342 
genannt, Lüb. U. B. a. a. 0. «) Als Bathmann bis 1355 genannt, dann als Bürgermeister, 
a. a. 0. 

4* 



28 1345 Mai 7 — 1345 Juni 8. 

den Rest umgehend durch einen Boten zu senden. — [1345] (in crastino beati 
Johannis ante portam Latinam) Mai 7. 

StA zu Lübeck; Or, m. Best d, S. 

Gtdriickt: daraus Lüb. U. B, 3, n. 114: um die Mitte d. 14. Jahrh. Zur DtUi- 
rung 8. oben n. 43 und HR. 3 S. 4 unten. 

59. K. Kasimir von Polen gewährt Bürgern, Gästen und Kaufleuten von Thom 
das Recht mit Tuch und andern Waaren in seinen Landen und Städten zu 
handeln. — 1345 Mai 10, KraJcau. 

Aus RA zu Thorn, SchbL IV; Or. m. 8. A. d. Rücken von einer Hand d. 15. 

Jahrh. : Begis Kazimiri ad omnia sua dominia veniendi et forisandi. MitgetheiU 

von G. von der Ropp. 
Gedruckt: daraus Voigt, Cod. dipl. Fruss. 3, n. 50. 

Nos Kazimirus Dei gracia rex Polonie notam facimus universis harnm serie 
litteraram, quod providis viris consulibus nniversitatique civium ac omnibus et 
singulis hospitibas et quibaslibet mercatoribas commorantibus in civitate Thoru- 
nensi cum pannis et rebus quiboscumque mercimonialibus ad nostras terras et 
ciyitates veniendi et intrandi nobiscumque pro hajusmodi pannis et mereibus ad 
ipsomm placitam forum faciendi aut habendi damus plenam et omnimodam secu- 
ritatem. Si antem nobiscum super eisdem pannis et mereibus pro suo placito 
convenire nequierint, extune damus eisdem et cuilibet ex ipsis omnem licenciam 
pro rebus ipsorum predictis cum quo aut quibus maluerint forum faciendi et ad 
suum beneplacitum de ipsis pannis et quibuslibet aliis suis mereibus disponendi. 
Datum Cracovie, feria 3 infra octavas ascensionis Domini anno ejusdem 1345, 
^b nostro regio sigillo pendenti. 

60. Die Testamentsvollstrecker^ Thomas von Bauseyes und seiner Ehefrau zu 
Lynn beurkunden den Verkauf des 2, n. 182 bezeichneten Grundstücks zu 
Lynn an den Kleriker Wilhelm de Bek daselbst. — ISiÖ (die veneris pro- 
xima post festum sancti Augustini archiepiscopi Cantuariensis) Mai 27. Lynn. 

StA zu Lübek; Or. m. 3 8. 

Gedruckt : daraus Lüb. U. B. 2, n. 835. 

61. AnMam bezeugt, dass es in seinem Streit mit Greifswald über einen Platz 
zu Falsterbode das Schiedsrichteramt Stralsund und Demmin übertragen habe^. 
— 1345 Juni 8. Stralsund, 

Aus G Universitätsbibliothek zu Greifswald, Msc. Pom. n. 148; Abschrift von A. G. 

r. 8chwartz e cod. civitatis DemmineDsis apographo. MitgetheiU von Perlbach., 
Gr RA zu Greifswald, Diplom. Gryphiswald 1, 461; Gesterdings Abschrift von G. 

Eben so. 
Gedrudct: aus Gr Hildebrand, Dipl. 8uecan. 5, n. 3953; verz. Reg. d^>l. kist. 

Dan. II, 1, n. 1937. 

1) Das Testament von 1326 Juni, a. a. 0. n. 468, verdient hier nur deshalb Erwähnung, 
todl das Original mit den übrigen Urkunden der Deutschen Kaufleute in England in das ArcMc 
ton Lübeck gekommen ist; d>en so a. a. 0. n. 714 und die unten zu n. 62 verzeichneten Urkunden. 
s) Wismar bestimmt 1345 Mai 5, Mekl. U. B. 9, n. 6524, in seiner Bursprake § 6: Qood nisi 
tres (ursprünglich dao) cives nos tri habentes propriom suom panem habeant tmarn bodam in 
Skanore, 8 marce argenti. §7: quod nnUus ci?iuni nostromm in Skanore aliqnam discordiam 
inter cives nostros ortam aUqnibns aliis intimet vel queroletur nisi advocatis nostris sub pena 
8 maroaruni argonti; später 1347 Mai 10, a. a. 0. 10, n. 6762, in § 5: quod nullus accipiat 
bodas in Scanore (sc. ante Jaoobi); 1348 Mai 29, a. a. 0. n. 6851, in § 8: quod nullus acdpiot 
bodas in Skanore ante Jacobi sub pena 3 mr. arg. 



1345 Juni 20 — 1345 Sommer. 29 

No8 consules civitatis Tanklam coram nniversis recognoscimus et protestamur 
lacide per presentes, quod super disseosione habita inter honestos viros consules 
Crypeswoldenses et nos ex parte cujusdam spacii campi (situati)* in Valsterbode 
dicti [vitte]** discutiendo dimisimus super honestos viros consules Stralesundenses 
et consules de Demmjn et de singulis et omnibus^ortis de eadem per presentes 
(conunittimus)* in eisdem dominis consulibus preliba(ta deliberatione)*, ita quod 
quicquid nobis pro justo jure in bac parte dixerint et pronunciaverint, servare 
debemus pro grato perpetue et pro caro. In cujus testimonium nostrum sigillum 
presentibus est appensum. Datum SundiS; anno Domini millesimo tricentesimo 
quadragesimo quinto, feria quarta proxime ante festum beati Bamabe apostoli. 

62. Wilhelm de Bek Kleriker zu Lyrm beurkundet den Verkauf des in n. 60 
bezeichneten Grundstücks in Lynn an Philipp Wyfh, Bürger daselbst. — 1345 
(die lune proxima post festum sancti Botulphi abbatis) Juni 20. Lynn. 

StA zu Lübeck; Or. m. S. 

Gedruckt: daraus Mb. U. B. 2, n. 837, vgl das. n. 871, 926, 927, 928, 3, n. 317. 

63. Inventar eines [vor der Maas] ^ verunglückten Schiffes von Hamburg. — 
[1345 Sommer.] 

Aus L StA zu Lübeck; PergamentroHe. Mitgetheilt von Wehrmann. 

Gedruckt: daraus Lüb. U. B. 2, n. 1004 zu 1345—50. Das. Anm. ist aus detn 
zweiten Kämmereibuch der Stadt eine denselben Fall betreffende Aufzeichnutig atige- 
ßhrt, die Verhandlungen von 1345 Nov. 10 beurkundet, den Schiffsführer aber 
parv. Sybrandus von Hamburg tiennt. 

Ista bona fuerunt in navi parvi Sybemi de Hamborgh. 

In primo Deythardus Murkerke habuit in navi predicti de tali signo ^ 

2 lagenas, in quibus fuerunt 4 mille operis lucisci et 66 timber helsink et 32 timber 
harwerkes et 6 timber harwerkes et 47 timber operis Suevici^. Item Hartwicus 

de Verden habuit in navi antedicti de tali signo J 23 mesas cupri Suevici* et 
1 lagenam operis, in qua fuit 2^2 miHe cum 4 timber operis abevi et abeser et 
16 timber hermelines. Item Hinricus Longus habuit in navi predicti de tali signo £ 
unam lagenam , in qua fuit 4^2 mille operis lucisci et 8 timber hermelin et 67 
malyen flornm, et 30 clippeos aureos et dimidium centenarium canphas. Item 
Gherhardus Stokelet habuit in e[a]dem° navi 1 lagenam de eodem signo 7^, in 
qua fuit 5 mille operis pulchri et 10 timber lasten. Item Hinricus de Hoy- 
gingben habuit in navi prenominati de tali signo ^ tres scinmesen, in quibus 
fuerunt 10 mille smascin et duo mille leporum alborum et 250 revel et 4 dfej- 
cades* pellium cervorum et 6 cutes Vaccine et 6 cutes [c]egale8' et 6 pelles foco- 
rum. Item Alvinus de Lapide habuit in navi predicti unam lagenam de tali[bu]s' 
signis ^177? ^ fl^* ^^^^ ^ ™U^ operis lucisci. Item Everhardus Campyr et Ever- 
hardos Scboneweder babuerunt in navi prelibati de tali signo ^ unam lagenam, 

a) So 6rV, Lücke von einem Worte in O. b) Lücke in O, nifa Or. c) eodem /.. d) dacades L. 

e) tegales L f ) talis L. 

») S. Lüb. ü. B. 2, Nachträge S. 1089 zu S. 926. Ein Theil der Manmchaft wurde bei 
dieser OelegenJicit erschlagen, a. a. 0. *) D. t. schwedisch, vgl. Bd. 1, n. 448, Z. 1 v. unten; 

vgl. aber 2, n. 589, S. 260 A. 1. 



30 



1345 Sommer. 



10 qua tmt 4 mille et 15 timber helsincht, et 150 clippeos aureos et 3 mallen et 
36 timber lasten; in predicta lagena fuit 20Ö cHppe[i] aure[i]' et faerant signati 

€um tali signo ^g; item io dicta lagena fneniut 100 clippe[ij' aurefi]» et 38 et 

3 pauleone et 1 leon, ista pecimia fuit signata cum tali signo ^ \ item in dicta 
lagena fuit 100 clippe[i]' aure[i]* et 2 clippe[i]* et 3 pauleone et 1 leon et 28 
malien cum tali signo signat[i]'' ^, Item Gregorius Svertink habuit in na vi sepe 
dicti de tali signo ^ unam lagenam^ in qua fuit 7 mille operis pulcbri; item 

habuit onam lagenam de tali signo ^, in qua fuit 5 mille opcra Incisci et 
5 timber et 1 mille popelen et dimidium mille achevisaen et 3 timber lasten; item 
habuit in nari predicti 20 libras grossorum Flamensis pagamenti cum tali signo 

signat[a8]^ ^. Item Nicolaua de Kyle habuit in dicta navi de tali signo 2 lagenas 
^, in quibus tuerunt 2 bal[e]* smaschin et fuemnt 2000 et 1 timber et unum 
timber operis ruffi, et predicte lagene faerunt inplcte cum pellibus leporum rubeo* 
rum; item habuit unum frustum revel et fuerunt 17 decadcs et unam frustum cum 
pellibus leporum rubeonim et fuerant unum mille; item habuit unam schinmesen, 
in qua fuerunt 2200 ing. [?] smasehln, et ista bona faerunt concussa in 6 cutibue 
bovinis acutis et 2 cutes [cjegales**, set in uua mesa habuit 6 latera carnium et 
«nu[m] clippeu[mj* apri, et una alba cutis equi erat dictas cames circum ligata 
et 2 cutes bovine. Item Hinricus Lobeke habuit in navi prenominati de tali signo 

^ unam lagenam, in qua fiiit 37 timber harwerkes boni et 27*/^ timber lasten 
et 2 mille schevenissen, et 55 ulnas linei panni, in quibus fuerunt 3 paria linea- 
rum vestium, et 1 wardebos et 1 capucium et unum trusale cum argenteo parato 
et 4 tymber popelen. Item Hinrieus Omler et Jobannes de Wittene habuenmt in 

dict[a]' navi unam lagenam de tali signo ^, in qua fuit 2 mille operis pulchri 
et unum quartale et 20 timber hetsinghes et 8 timber oi)eri8 tSuevici et 9 pelles 
castorines et slagduc et 3 timber lasten et 3Vt timber harwerkes. Item Johannes 

Cloet habuit in prescripti navi 2 lagenas de tali signo Tc, in quibus fuenmt 4 

mille mordove et 3 quartale popelen et 12 timber operis lucisci et 5 mille operis 
lucisci et unum quartale et 6 timber hermelin et 6 timber lasten; item in dicta 

lagena babuit Hermannus Svedinchusen 200 clippeos cum tali signo 8ignato[8]** '*|^. 
Item Hinrieus Bruskowe habuit in cista Jobannis Dülmen, que fuit in navi pre- 
dicti Syberni pie memorie, 100 clippeos aureos et 21 clippeos et fuerunt signati 

cum tali signo :k; item Iliuricus de Hoygingben habuit in eadem cista 200 clip- 
peos cum tali signo signato[Bj^ ^. Item Johannes Wessekin habuit in antedicti 

navi unam tnnnam de tali signo ^p", in qua fuit 3^^ mQle operis lucisci et 3 miUe 
operis pulchri et 3 timber koningghe ; item habuit in cista naucleri Syberni 84 clip- 
peos aureos et 16 florenos de eodem signo. Item Johannes de Ekeuvorde habuit 

in navi prescripti 10 vasa foci de isto signo S, Item Hermannus Hercnis habuit 

in navi prescripti de tali signo fj nnam lagenam, in qua fuit 7 mille cum uno 






t>) tignato L, 



c) bftU /.. 



d) Ugtlm L. 



1345 JuH 4. 31 

quartali pnlchri operis et 2 timber hemelen, et de tali signo ^ 9 seippont cere 
Bigensis. Item Nicolans de Anvorde habuit in navi predicti 1 saccam cum 30 marcis 
pari argenti de tali signo >j^. Item Thydericus Hoye habuit in navi sepe dicti 
2 tonnas graves et 1 ballam yel scinmessen tali signo ^. Item Gonradus Volk- 
mari habuit in e[a]dem* navi 2 mesas capri Goslariensis de tali signo +I+- Item 
dominus Albertus de Luneborgh consul in Hamborgh^ habuit in e[a]dem* navi 
- 200 tritici. Item Bruno de Alevelde habuit in dicto navi 18 mesas cupri Gosla- 
riensis de tali signo ^. Item Johannes Pauli habuit in pretact[a]^ navi 18 mesas 
cupri Goslariensis de tali signo ^. Item Bertoldus de Osterrode habuit in pre- 

script[a]^ nari unam tunnam gravem cum filis et auricalco de tali signo \. Item 
Daniel de Sampleve* habuit in e[a]dem* navi unam rollam linei panni de tali 
signo ^. Item si cuprum de tali signo !^ vel aliqua alia bona inveniuntur. Item 
si Ulla bona de talibus signis ^ ^ in dictfa]"" navi inveniuntur. Item si uUa 
bona de ta^bus signis ^ j^ de cupro; lineo panno yel ballis gravibus tunnis. 
Item si aliqua bona de isto signo inveniuntur ^ de cupro, Imeo panno yel gra- 
yibus tunnis. Item si aliqua bona de isto signo ^ in dictfa]"" nayi inyeniuntur. 
Item si aliqua bona de isto signo ^ in e[a]dem* nayi inyeniuntur. Item in cista 

domini nayis 5 libre grossorum in auro de tali signo ^. Item in eadem cista 
44 clippep]* aurep]* et 2 florenpj* aure[i]*. 



64. Die Gemeinden Mddorf, Hemmingstedt, ddenwöhrden, JBüsum, Wesselburen^ 
Neukirchefiy Hemme, Lunden, Weddingstedty Henstedt, Delve^ TeUingstedty, 
Nordhastedtj Albersdorf, Kercherstedt^ Böckelnburg, Edddak, Brunshüttelr 
^ Marne versprechen in ihrer Sühne mit Or. Johann [111], Heinrich [II] und 
Klaus von Holstein und ihren Landen deren Unterthanen Sicherheit des Ver- 
kehrs in Dümarschen und rechtes Gericht 4 Wochen nach vorgebrachter Klage, 
geben Eider und Trenne auf und ah jedermann frei unter Versicherung des 
Schutzes gegen neue Zolle der Grafen, und bedingen für die Dümarschen und 
die Kaufleute, welche Dümarschen besuchen, den Fortbestand der altherge- 
brachten Zölle in Holstein aus. — 1345 (des mandaghes na sunte Peters und 
sunte Pawels daghe) Juli 4. Hanerau. 

OeTieimarMv zu Kopenhagen; Or. m. Stücken d. S. 

CMruckt: daraus Michehen, ü. B, des Landes Dühmarschen n, 22. Die C^egen- 
Urkunde der Gr. Heinrich und Klaus bei BoUen 2, 397 mit dem falschen DcUum 
1355. Vgl WaUz, Schleswigholsi. Qesch. 1, 236, auch Detmar zu 1345. S. 
oben 2, n. 406. 



a) eodem L. b) pretacto, prescripto L. c) dicto L, d) clippeos aoreos, flocenos anreoi L. 

>) Stirbt 1351, IM. U. B. 2, 925 Anm. 1. «) Im lüb. Ober- Stadibuch findet sich 

auch der Name Zamplewe. Ä. a. 0. 



32 1345 Sept. 8 — 1346 Jan. 31. 

65. K, Eduard [III] von England an die Baillifs von Boston: erklärt, dass sein 
Arrestirungsbefehl im Falle Johann Piers /n. 39 u, «. 42] deti auswärtigen 
Handel seines Reichs schädige (si mercatores alienigene, per quorum accesstim 
commoda non modica regno provenire noscantur, se cum bonis et mercandisis 
suis ab eodem regno hiis guerrarum^ temporibas meta arestomm hajusmodi 
retraherent) und die Privilegien der Ausländer verletze, und befieJilt die arre- 
stirten Waaren Tidemann SpicenaW von WippernßrdCy Johann Clyppyngs d. 
äit, Ditmer und Joh. Clyppyngs d. jilng, von Dortmund, Johann Crummons^ 
von Dortmund, Alvin Blomerods * von Soest, Kikemanns und Tidemanns van 
Appesfelde von Dortmund, Johann Clyppyngs d. jung., Ditmer Clyppyngs und 
Gerkins von Herssefelde, Deutscher Kaufleuie, frei zu geben, so fem sie den 
schuldigen Zoll entrichten. — 1345 Sept. 8. London, Westminster. 

London, Publ record office; Rot lit claus. 19 Edw. IIL 2. 16, 

66. K. Waldemar [IV] von Dänemark bestätigt allen Besuchern von Beval die 
ihnen seit der Zeit K. Waidemars [II] zustehenden Bechte (omne jus hone- 
stati congruum et libertati), indem er für Aufenthalt und Niederlassung 
dasdbst [liihisches] Becht und Gewohnheit der Stadt für massgebend erklärt. 
— 1345 (die b. Michaelis archangeli, teste domino Stigoto Andersson milite, 
capitaneo terre nostre Estonie) Sept. 29. Beval. 

B RA zu Beval; Transsumpt Burchards von Dreilewen, Deutschordens -Provineiah 
von Estland, von 1347 Febr. 1 m. S. Daselbst Abschrift de3 14. Jahrh. a. Perg. 

Bp daselbst Corpus privilegiorum der Stadt, eine übereinstimmende, aber fnaterieU 
umcichtige und im Datum irrige Ausfertigung von 1345 Jan. 7. 

Gedruckt: aus B Livl U. B. 2, n. 837, aus Bp v. Bunge, Quellen d. Bevaler Stadt- 
recht s 2, 102, n. 28. Der Aussteller ist der Statthalter, nicht der Konig, der 
überhaupt nicht in Estland gewesen ist, vgl. Hans. Gesckiehtsblätter Jahrg. 1878, 
S. 92 u. Anm. 2, dagegen unrichtig Beinhardt, Valdemar Atterdag (1880) S. 142 
u. 536 Anm. 104. Die ürkufule tdrd 1347 Febr. 1 von der neuen Herrschaft in 
Esiland, dem Deutschordeti , mit allefikaufmännisclten und städtischen Privilegien 
iciederholt. 

67. Markgr. Ludwig von Brandenburg und Lausitz bezeugt^ in der Sühne mit 
Stendal u. a., dass die Bürger der Stadt gemäss den früheren markgräflichen 
Zusicherungen frei von Geleit und Zoll sein sollen zu Salzwedel, Gardelegen, 
Osterburg, Tangermünde^ Seehausen, Werben, Havelberg, Arneburg und inner- 
halb seiner ganzen Gerichtsbarkeit. — 1345 (vigilia sancti Nycolai) Dec. 5. 
Spandau. 

Geh. Staatsarchiv zu Berlin ; Kopiar der Vogtei Arneburg n. 193. 
StA zu Stendal; gleiclizeitige Abschrift, Datum: an deme mandage na eante Bar- 
baren dage, Dec. 5. 
Gedruckt: daraus Riedel, Cod. dipl. Brandenb. 1, 15, n. 166. • 

68. K. Magnus von Schweden und Norwegen überträgt Anklam ein Grundstück 
auf Falsterbode für eine städtische Vitte zu vollem Eigenthum mit Gerichts- 
barkeit und mit der Befugniss die Bürger der kleinen Städte und Orte aus 
Anklams Nachbarschaft auf der Vitte aufzunehmend — 1346^ Jan. 81. 
Lödöse. 

>) Mit Frankreich. «) Dieser und Gotschalk Ludeleskete [!] fordern 1345 Febr. tor 

Mayor und Sherifs von London von einem dortigen Bürger den Betrag eines von ihnen mu Brügge 
auf London gezogenen Wechsels ein, London, City rec., Rolls of pleas Äs. mb. 25b, Junghans. 
») Nach der Rerolution und der Verfassungsänderung in der Stadt, vgl. Götze, Gesch. d. St. 
Stendal 137 ff. *) 1345 Juni 19 hatte der König seinen Schwägern Ludmg und Ec^tert von 



m 



1346 Jan. 3L 



33 



Am A StA £u Afiklam; Gr.- Transsumpt roti 135S Okt. 9^ a, unten; da» Oi\ 
cerhrtn. Junghans. Vgl oben n. 16, 

Omnibus preseiis scriptum cernentibus Magims Dei gracia rex Suecie, Nor- 
wegie et Scanye salutem in Domino sewpiteraam. Noverint universi nos* hono- 
rabilibu» viris et discretis consuUbiis et civibns totique eommunitati in Tandem 
spacia ac loea uniiis vitte in Falsterbftde cum oranibuö viis, distinctionibtis et 
semitis dimisisse, quam vittam de Johanne Gyardeson, Petro Nykleson, Nycolao 
Tliymik^ viUanis in Hagha justo eoipcionis tj^tulo acquisivimus secnndum leges 
patrie sie disrinctara: \idelicet a crnce, que di8ting[u]it*' vittam Sundensem, Gri- 
peswaldensem et Tankleniensem, usqne ad euriam Henuekyni Graventop, a curia 
Hennekini Graventop usqne ad curiara Margarete Gyorderi, a curia Margarete jam 
diele ad viam et sie linealiter abcnndo nsque in oppositum vitte Gripeswaldensis 
et juxta ipsam redeundo usque ad enicem prenarratam, cum omni jure, utilitate 
et fructibus perl'ruendis et singulis [an]ni8'* tenendia scotamuB et per presentes 
dimittimus cum omuibtis juribus majoribus et minoribus in dicta ritta et loco super 
omnes excedentcs et delinquentes judicandfojs*' secundum quod jus Lubicense exigit 
et requirit. Dantes vero prenotatis viris et ipsorum eoncivibus merum jus et 
dominium predictam rittam et loea sie possidcndi, tenendi et pro sue voluntatis et 
ntilitatis libito teniporibus nundinarum nostrarum ibidem libere et paeifiive oceu- 
pondi, probibentcs tirmiter universiB de quibuseunque civitatibus, opidis seu villis 
adrenientibos, ne premissos cousules seu ipsorum cooptdanos aut familiäres in 
fitia ntta eisdem assignata et diatincta debeant aliqualiter netpie audeaut quocun- 
que tnodo inpedire seu gravare ultra bonam vohmtatem eorundem. Douanius eciam 
sepe dictis viris de gracia speciali, quod villanos, cives seu opidanos de opidis, 
villis prope Tanklem jacentibus in ipsorum vittam tempore nundinarum coUigere 
posHint omni libertate, utilitate et fructilms pcrtViicudis cum eisdem. Volumus eciam^ 
quod prenotati consules et ipsorum concives loea inhabitatorum [a]' via predicta 
itsque ad salsum mare amieabili composicioue et empcione emere possint Quibus 
lociß eniptis et racionabiliter comparatis premissis cousuliiius et ipsorum civibus 
prenotatam vittam ipsorum cum omnibus suis distinctionibus, metis et viis pre- 
seriptis ad salsum mare deinceps perpetuis temporibus adjudicamus pro ipsorum 
utilitate et libertate de geueraciooe iti geDeracionem congaudeudo et fruendo, prout 
eeteri cives de aliis civitatibus ipsorum mera libertate in suis rittis gaudere dino- 
»cuntur ProUibentes per graeiam nostram firmiter et districte, ne quis advocato- 
mm nostrorum, eorundem otTficialiumj tamiliarium seu quivis alius, eujuscmique 
condiciouis, Status aut eminencic tuerit, predictis eonsulibus et in ipsorum vitta 
cohabitantibus ulia gravamina, inpedimenta seu aliquales molestaciones contra 
justieiam attemptet vel audeat irrogare, sicuti gratiam nostram diligere et gravem 
tüeitois nostre rigorem voluerit evitare. In quorum omnium evidens testimonium 
sigUlum nostrum duximus apponendum. Datum Lndosie, anno Domini 1346, feria 
tercia proxima ante purificacioDem virginis gloriose. 



i4ii J, f) ot Ä. 



e) ditüngwit A. 



il) oroii J. 



e) jiuU- 



4r eine jährliehe Beftte von 200 M, süb, Köln, aus den Märkten von Schonen r erliehen, 
ßetrgt» Traktate 2, fi. B84; 1346 Fdyr. 1 erhieU atme ChmahUft Blanka von Namttr gleichfaUtt 
Einkünfte aut den sckoninchen Mnrklefi mffeuieaenf JUg* dipl, hüt. Dan. II ^ 1, n. 1963. 
•) MM* X, 74 ist eine Versammhmg ron 8tral9und, Greifmcald, Anklam und Demmin iur 
B rm i H ß nm § de$ aUen Landfi-iedem iiFTthMUeh m daä Jahr 1S4€ amtoH X356 omgiHUt, vgl 
HB* B, B. 

Bmtütekm VAünA^mh DL 5 



34 



1346 Febr. 22. 



69. Die Seestädte an die Detäschen Kaufleute zu Nowgorod und diese an Beval: 
beurkunden die vereinbarten Beschlüsse über Handelsfahrten in die Städte 
Russlands und über Aufenthalt des Kaufmanns in Nowgorod, — 1346 Febr. 22. 

1. 
ÄU8 RA zu Riga; länglicher Pergamentstteif, von 2 Händen, wie unten angegdfen, 
h€schrid>en; die Schrift am Rande stark verblasst üeber den CharaJäer des 
Dokuments s. die Anmerkung am Schluss, 

2, 

Aus Re RA zu Reval; Or,, Perg., m. St. des Siegelbandes, 4 Siegeleinschnitten u. 
einem Stück d, hriefschliessenden S, 

Gedruckt: aus 1 sehr flüchtig Napiersky, Russ, Uch ürkk. n, 68 a, aus 2 inkor- 
rekt Livl U. B. 2, n. 842, wiederholt Napiersky a, a. 0. n. 88 b. Vgl unten 
die Willküren des Kontors von Nowgorod zum Datum. 



L 



Witlik zi dat al den ghenen, de dessen 
bref zeen unde hören, dat de olderlfide 
unde de wisisten unde de meyne Dy- 
desche koopman, de do to Nogharden 
weren, des to rade zint* gheworde[n]** 
mit eyner voUenkomener eendracht na 
den breven unde den bode van den ste- 
den buten landes unde binnen landes 
bi der see: 

[1.] Dat nyn man schal meer reyse 
dün t0 Negharden, he zi we he zi, den 
des jares ene, noch ghüt wedder to 
bringhende den des jares enes, dat zi 
an sende ve^ edder an kumpanie edder 
welkerleyge'' wys dat ghüt zi. Were 
dat zake, dat jenich man mit desseme 
verbenemeden ghode worde bevänden, 
dat schal men anspreken vor vervaren 
gh&t, dat zi buten landes edder binnen 
landes, it zi wor it zi, t0 sünte Peters 
behüf. 

[2.] Voortmeer welk man de hiir bi 
sieden weghe kymt, de schal by sleden- 
weghe wech varen, it en were zake 
dat it worde een meyne besedtinghe 
edder een hastich doynchge, dat men 
bewysen machte, de schal varen mit 
deme eerste[n]'' watere*. Were' dat zake 
dat he dat eerste verbenomede water 
vorleghe, so schal he heten een somer- 
vaar. 

a) Davor in R durchstrichen sint b) g^MWorde R. c) In R telbttwtrbttsert tau welkelleyg«. 

d) eerste R. e) Auf tinvr Rasur, t) worde R: g) edracht Re. h) VUrg^schritUn. 1) da R*. 

D. i. durch Kontrakt fUr Kömmission und Sjpeditian, vgl. Pauli, LQbeckische Zustände 
1, 138, 140. 



2. 

Honorabilibus viris dominis consulibus 
in Revalia presens littera presentetur. 

Honorabilibus viris ac discretis domi- 
nis consulibus civitatis Revalie older- 
manni, seniores necnon universi merca- 
tores Teutonici in Nogardia existentes 
quicquid poterint servicii plus honoris. 
Juwer erafticheyt do wi to weten, dat 
wi sint to rade worde[n]' mit ener vuUen- 
komen e[n]dracht' na den breven unde 
na den boden der stede buten landes 
unde binnen landes der ze: 

[IJ Dat nen man mer reyse don 
schal to Nogarden, he si we he si, den 
des jares enes, noch dat gut nicht mer 
weder komen schal den des jares enes, 
dat si an kumpanige eder an sendeve 
eder an welkerley wis dat gfit si. Were 
dat sake dat jhenich man an desseme 
vorbenomden gude** breke, dat schal 
men anspreken vor vorvaren gfit to 
sunte Petres behuf. 



[2.] Vortmer we bi scledeweghe to 
Nogarden kumet, de schal bi sclede- 
weghe wech varen, it were sake dft it 
worde en mene bisettinghe eder en ha- 
stich doynghe, dat men biwisen mochte, 
de schal varen mit den ersten watere. 
Were dat sake da[t]' he dat erste water 
vorleghe, so schal he heten en somer- 
vare. 



1340 Febr. 22. 



U 



L 

ßj Vortmer welk man de hiir bi 
waterweghe kjint, de scbal bi water- 
weghe ötvaren, it en were zake dat it 
wordc eeii luene besetbighe, alse hiir 
bescreven Bteyt, deu wintervaren. Were 
dat zake dat Jen ich man dat vorbeno- 
mcde leste water vorzümede', de st*hai 
beten ee» wmtervaar. Dease dinc sche- 
len anstaan to winaehten de iifi was 
wente voort over dre jaar* unde oc to 
boldeue** sunder aargbelist 

f4j Voartmer so en*" scbal nyn man 
ridene umme lant mit gbüde dat zi dor 
Prücen edder dor Swedcn uoch de wa- 
kevaart varen also to 0sele edder to 
Enriande edder jeneghen wecb^ de wa- 
kevaart* mochte beten, bi live uiidc bi 
gbäde, sunder aUene üttozeghelende to 
de Kighe, to Revele edder to de Fir- 
nowe, Were dat zake dat jcnich maö 
desae Terbenomeden dink breke^ de"" 
hedde vorboret lif imde gut imde des 
nicht to" Uitenc. 



[5J Vortmer van dem vurbenomeden 
makeden werke, also de stcde bir bodcn 
hebbet, nppe desse tyt so hastigbe nicht 
ansetten raoghen, wi motent vorvolgen 
mit den Russen : so sint wi des to rade 
worden mit ener vnllenkomen endracht 
dor der nfit willen des uieynen kop- 
manueS) dat mcn na sftnte MichaeliB 
daghe de nu tokomende ig* nen valaeh 
werk kopen sal noch togben werk noch 
nen barwerk, dat en Russe maket lieft, 
noch neyde edder inghebunden doyntssen 
noch nen werk, dat ghemake[tj'^ is hü- 
ten sin w&en, sunder hervestwerk mach 
men wol kopen unde dcsgbelikes na 
nnen werde. Dit vorbenomcde werk 
sal nen man kopen na deme vorbeno- 
nieden daghe sünte Micbeles de nu to- 
komende is noch to Noygarden noch 



2. 

ßj Voortmer welk man de to No- 
garden bi watere kumet, de schal bi 
watere wech varen, it were sake dat 
it worde eu bisettinghe; men* vorsumet 
he den dat teste watar, so schal he he- 
ten en wbtervare. Desse vorbenome- 
den dincht alse van desser vorbeuome- 
den reyse van wmachten de nn was 
schal stan dre jar^ up en behach unde 
desse vorbenomeden dincht to holdenc 
snnder aUerhande arghelist. 

[4.J Vortmer sind wi des to rade 
worden na den breven, dat nen man 
uumie lant mit gflde riden schal noch 
dor Prnsen noch dor Kurelant noch dor 
Swcdeu, och dat neman to der wakc 
varen schal noch to (Jzele noch to Kure- 
lant noch nerghen dat wakevare beten 
mach, Zunder alleue uttoseghclde van 
der Righe, van Revele, van der Pernowe. 
Were dat sake dat jhenich man an des- 
sen vorbenomeden dinghe breke, de 
hedde vorloren lif unde gilt unde des 
nicht to latene, de in des kopmaunes 
rechte wesen wiL 

[5J Vortmer van dcme valscheu '' ma- 
keden %verke, alse de stede bir enboden 
hebbet, up desse tyt also basteliken 
nicht ansetten moghen, wi moten it erst 
vorvolghen mit den Rusen: zo sint wi 
des to rade wordefn]' mit ener vuUen- 
komen e[n]dracht'' dor nut willen des 
menen kopmannes, dat men na sunte 
Miehelis daghe de nu tokomen is* nen 
valsch werk kopen schal noch nen to- 
ghen werk noch nen harwcrk^ dat en 
Ruse maket heft, noch ncne neygede 
noch limede eder innebunden doynisBen 
noch nen werk, dat ghcmaket si buten 
sinen wesen, sunder hervestwerk unde 
desgbelik mach men wol kopen na smen 
werde. Dit vorbenomede valsche werk 
schal neman kopen na deme vorbeno- 
meden daghe sunte Michahelis de nu 



s) Simtt 4t* urgprÜnftlehm inOrifl^M. t») I>i* Sehr iß kirnt fftm» vtf»kloSH. c) nen ß. d) w^tö- 

Vitft R. «> Von hifr bi» nidtt to auf einrr Rarur und ¥on (le bi$ mtm ^ktutä des patu*m Affdb pon 

riiur awitni tlu^fatU ^UicMt^UiifHx Hand, t) ^mOMkß R. g) tdane R», h) walMbon Be, 



I) Von 1345 Dec, 25 bis 1348 Dec Ü5, 



«) 134ß Sep*. m 



36 



1346 Febr. 22. 



1, 
to Pleachowe noch to Pioscowe noch to 

Ryghc noch to Darbate noch to Revele 
noch to Velin noch to Gotlande noch 
ncrghencj dar Küssen pleghen to vareiidc. 
Wc dit vorbenomede werk kofte, de 
hrcke abo vele au eneme tinimere also 
an eneme däsende. Dit werk sal nen 
man kopen, de in des kopnaanues rechte 
wesen wil, he m we lie si. Were dat 
sake, dat jenich man an desseme vor- 
l)enonieden werke breke, de schulde 
vor boret beb Iren dat gut nude teyn marub 
üdlvereB unde des nicht to hitende to 
»ante Pcteres behof. 

pjj Vortiuer dat nen niaü hebben sal 
to Nogarden des jares mer wan däsent 
mark noch an kumpanighe noch an sen- 
devc noch an nenerleyge dinge. Were 
dat Hake dat genich man darboven her 
vt*rde, dat siildc vorvaren gut weaen to 
Hunte Peters behof, dat andere an eunte 
Petre« h(*f" numnier to komende, it eu 
Hl an »ante Peteres minne. 



/7,/ Vortnier so bewaren sieh sunte 
Piitn*» oldcrlfidc hiran also, dat se van 
ytllk<*n manne sinen ed ncmen aklus, 
tliil i*m Ooi alno helpe nnde alle Godes 
lilllfen undc de gude here sante Peter^ 
diit h4' den wiHekore des breves snnder 
iili(«rliandc argclist hebbe^' gheboklen'\ 
Woro ilat aake dat men yenigen man 
•iiimIm bcvore, de hemeliken wech vore 
luldor mit arger list, den scholde nien 
iii)ii|»rakant it were hüten landes edder 
hUumi limilcMf al8o alse de brel sprekt 
lliriiiiit b<>WHrcn »ich ylikc sunte Petereö 
(ddiiflfldts dat rg an de broke nicht en 
komiMi, iilüo in den brcve sereven steyt. 

/Hj Vortnier dat nen lerekint boven 
twinllrb Jitr («It is in deme rechte to 
NiW"'*l<^n iiireh to Nogarden anbinnen 
br««n' HiAu\\\ de in des kopniannes 

f%i^\^\^^ WrM'M WÜ. br Kl WC hc J*i- 



2. 

tokomen is noch to Nogarden noch Ples- 
cowe noch to Pioscowe noch to Kygbe 
noch to Revele noch to Darbate noch 
to VeÜin noch to Gothmde noch ner- 
ghenc, dar Rasen pleghen to varende, 
de in des kopniannes rechte wesen wil, 
he si we be sL We dit vorbenomede 
werk kort, de brekt alse vele an eneme 
tinimer alse in eneme" dusende. Were 
dat sake dat jhenich mau an dem vor- 
benomeden valschen werke breke, de 
scholde vorboret hebben dat gut nnde 
10 mark sulvers unde des nicht to la- 
tene to sunte Petrcs behnf. 

fOJ Vortmcr so sint wi des to rade 
worden dor nut willen des mencn kop- 
mauueSj dat nen man hebben schal l>oven 
dusent mark des jares to Nogarden noch 
an kumpanige noch an sendeve noch 
an nenerley dinghe. Were dat sake dat 
jhenich man boven dusent mark to No- 
garden vorde'^ bin eneme jare, dat 
seholde vorvaren gut wesen to sunte 
Petres bihuf unde dat andere gut num* 
mermer to körnende to* Nogarden*, it 
en si an sunte Petres minne. 

[7J Vortmer so schollen sie sunte 
Petres olderlude birane also bewaren, 
dat se van yliken manne smen et nemen 
aldus, dat eme Got also helpe unde 
alle Godes hilghen nnde de güde sunte 
Peter, dat he den" willekore des breves 
suuder allerhandc argbelist holden hebbe. 
Were dat sake dat jhenich man birmede 
vunden worde, dat he hemiliken eder 
mit argher list van denne queme, wore 
men dat gut eder ene* bivunde, dat 
were wor it were, dat scholden [sef 
anspreken vor vonaren gut to sunte 
Petres bihuf unde des nicht to latene. 

fSJ Vortmer sint wi des to rade 
worden na des menen kopmannes behuf, 
dat lerekindere boven 20 jare olt to 
Nogarden binnen noch in cleme rechte 
leren schollen, de m des kofvmannes 






1346 April 12 — 1346 Aprü 18. 37 

1. 2. 

Datum anno- Domini 1346 , kathedra rechte wesen willen , wente de kopman 

sancti Petri. Hirbi schole ghi weten, grote lindinghe unde 8[m]aheyt' heft 

Herman ^, dat dit en utscrift is des bre- van den groten lerekinderen. 
yes, den men neghelen schal vor dat 
scbap. Blivet gesunt leve vrent. 

70. Erebischof Otto und das Domkapitel von JBreniefi und Grr. Gerhard vofi Hoya 
an K, Magnus von Schweden und Norwegen: bitten auf Gi-und des ihnen 
vorgewiesenen Freibriefs 1, n. 840 die Kaufleute von Bremen in Norwegen 
in ihren alten Freiheiten und Gerechtigkeiten zu erhalten und auch ihfien 
die gegenwärtigen und zukünftigen Freiheiten des gemeinen Kaufmanns in 
Bergen zuzuwenden (quod juribus, gratiis et libertatibas, si qne vel quas 
communi mercatori Bergis** moram trahenti de novo gratiose dederitis vel 
imposternm daturi fueritis, sepe fati nostri dilecti cives et mercatores Bremenses 
non minus aliis mercatoribus libere gaudeant et fruantur)*. — 1346 (feria 4 
proxima post festum palmarum) April 12. Bremen. 

StA ZH Bremen; Or. m. 3 S. A. d. Rücken voti einer Hand d. 15, JaJvrh.: Item 
imse vriheyt to Barghen van deme koneghe ut Norweghen, ron einer andern: 
Unse scippere mögen oer vorlaren scepe unde gudere antasten, ock vrii blyvcn 
Bunder venckenisse. 

Gedruckt: daraus Brem. U. B. 2, n. 544; Dipl. Norveg. 5, n. 187 ; angeführt Urk. 
Gesch. d. ürspr. d. D. Hanse 2y 384. 

71. K. Eduard jJII] von England wiederholt seinen Freibrief 2, n. 460 für die 
Deutschen Kaußetäe von der Gildhalle zu London mit besonderer Anwendung 
auf die Deutschen Kaufleute Konrad Clypping, Tidemann Lymbergh ^, Johann 
von Bek, Tidemann Spisenaghel, Johann Clypping den älteren^ seinen Bruder 
Konrad und Johann Clypping den jüngeren, die ruich Aussage des Londoner 
Bürgers Johann Hamor^, Aldermanns der DetUschen Gildhalle, dieser ange^ 
hören (domum predictam inter ceteros mercatores Alemannie habent et de 
gilda ejasdem domus existnnt) undy so lange sie in ihr bleiben, die beurkun- 
deten Freiheiten geniessen sollen^. — ISiß (anno regni Anglie 20, regni 
Francie 7) Aprü 18. London^ Westminster. 

L StA zu Lübeck; Or. tn. S. Per breve de privato sigillo. 

Ld London, Publ record Office; Rot. Ut. pat. 20 Edw. III 1. 17: Pro mercato- 
ribus de la haanze. 
Gedruckt: aus L im Auszug Urk. Cresch. d. Urspr. d. D. Hanse 2, 364. 

a) swahoyt Rt. b) Lkißir in n. 72: in r^^o vostro. 

») Ist jedenfalls der zu 1331 Nov. 10, oben 2, n. 505, genannte Oldermann der Deutschen 
in Nowgorod. Hieraus ergiebt sich, dass die Vorlage 1 das den Deutschen Kaufleuten einge- 
schärfte Odtot rorstelÜ, die Vorlage 2 die daraus resuttirende Mittheihing über die Rechtssätze 
an die livländischen Städte. *) April 25 erneuerte K. Magnus die Pnrilegien ron Opslo, 

wobei er die Bestimmungen Hakans V von 1317 Nov. 13, 2, n. 311, über den Handel der Gäste 
in der Hauptsache wiederholte, Norges gamle lote 3, n. 78. ») Ihm bestätigte K Eduard 

1348 und 1350 „auf tausend Jahre" mehrere Güter in Somerset, Wilts, Southampton, Budes 
Northampton, Canterbury, Suffolk: Calendarinm rotulor. in turri Londinensi 157, 159. 1350 ist 
er [mit andern Deutschen Kaufleuten] wieder im Besitz, der WoUensteuer : Indentnra inter regem 
et Tydemannam de Lymbnrgh et alios de snbsidio lanarnm ad firmam demissa, Botulorum orig. 
in curia scaccarü abbreviatio 2, 212. *) Den Kaufleuten von Spanien stellte der König 

1345 Juni 22 einen neuen Schutzbrief aus, Delpit, Docum. fran^. 1, n. 144. 



38 1346 April 19 — 1346 Juni 28. 

72. Gr. Christian von Delmenhorst und Konrad von Oldenburg und der Edle 
Rudolf von Diepholz an K. Magnus von Schweden und Norwegen: wie n. 70 
für Brem&n. — 1346 (feria 4 infra octavas festi pasche) Aprä 19, Bremen. 

StA zu Bremen; Or. m. 3 S. Ähioeichung oben angegebeti. 

Gedruckt: daraus Brein. U. B. 2, n. 545; Dipl Norveg. 5, 188; verzeichnet ürk, 
Gesch. d. ürspr. d. D. Hanse 2, 384. 

73. Dieselben an denselben: vidimiren die Urkunde K. Erichs von Norwegen 1, 
n. 1150. — 1346 April 19. Bremen. 

StA zu Bremen; Or. m. 3 S. 

Gedruckt: daraus a. a. 0. n. 546 und n. 189; verzeichnet a. a. 0. 384. 

74. Hamburg an den Abt des Klosters Aduard: ersucht die Grietmannen und 
Richter von Friesland zur Förderung der hamburgischen Kaufleute bei ihrem 
Handel daselbst und in andern Gegenden anzuhalten. — (1346 April 23.) 

Transsumirt in n. 75. 

Venerabili in Christo patri et domino domino abbati monasterii in Adwarden 
consnles Hambnrgenses fidelia et parata servitia et post hnjos vite enrsam ad 
gandia pertingere sempiterna. De tristissima gwerra, qne inter vestram terram 
ex nna et HoUandiam parte ex altera proch dolor est snboi-ta^, Deo teste samns 
plnrimnm contnrbati, et si Dei sapientie placnisset, ne talia contigissent, de hoc 
ex intimis gauderemus. Noverit antem vestra prudentia, qnod statns nostre civi- 
tatis stat in negotiationibns exercendiS; quas quidem negotiationes quidam de 
nostris civibus in terra vestra, quidam in Hollandia, quidam in aliis diversis mundi 
partibus exereere lucri gratia sunt consueti. Quapropter bonitati vestre devotissime 
supplicamuS; quatenus gretmannos et judices terre vestre vestris salutaribus monitis 
informetis, qnod mercatores nostros terram vestram visitantes benigne recipiant 
et pertractent, alios autem, qui soliti sunt cum suis mercibus terminos alios visi- 
tarC; non inpediant, sed permittant eos divertere libere quorsum velint Nos enim 
parati sumus et semper sumns vestrates tamquam nostros proprios cives in Omni- 
bus benigniter et fideliter promovere, rogantes, ut nobis et nostris similia faciatis. 
Unde petimus, quod nobis super istis per latores presentium nostros nuncios beni- 
gnnm ordinetis responsnm, quos quidem nuncios per vestram commendabilem 
pietatem petimus amicabiliter promoveri. Ad hec ergo faciatis, prout cfe vestra 
bonitate confidimus et prout debeamus perpetuis temporibus deservire. 

75. Groningen transsumirt auf Wunsch des 8. Bernhard -Klosters zu Aduard 
die Zuschrift Hamburgs . von 1346 (in feria octava pasche) April 23 n. 74 
und bezeugt, dass das Kloster entsprechende friedliche Versicherungen den 
Hamburgern gegeben. -— [1346 c. Mai.] 

Prorinzialarchir zu Groningen, Ommelander Archiv; Or. MOgetheilt ton Archivar 

Feith. 
Gedruckt: daraus fehlerhaft Driessen, Monum. Groning. 1, n. 50, 

76. Wisby an Danzig: beglaubigt den bevollmächtigten eines seiner Mitbürger 
zum Empfang der Nachlassenschaft von dessen HandelsgeseUschafter^. — 
1346 Juni 28. 

Aus StA zu Danzig, Schbl. XI, la; unbegiegeltes Pergament. 

>) Eben war Gr. Wilhelm IV von Holland 1345 Sept. 26 im Kampf gegen die Friesen 
gefallen. •) Wie noch um diese ZeU die gotländieche Münze in Riga herrschte (rgl U. B. 

1, n. 88), beweist eine Urkunde roM 1H3 Not. 10, in wdeher die Rechte des Erzbischofs von Riga 



1346 JüH 15 — 1346 Jiüi 26. 39 

Honorabilibus et discretis viris amicis eorum singalaribus dominis consnlibus 
civitatis Danzich consales Wisbycenses paratom animum in omnibns complacendi. 
Constitatns coram nobis dilectas noster concivis Johannes Buehom discretum yirnm 
Johannem Dreyleshaghen exhibitorem presenciam in suum verum et legitimum pro- 
cnratorem snper boniS; que dilectus sibi socius Lambertus Magister pie memorie 
post se dereliqnit, quomm bonorum sibi Johanni duas partes et sibi Lamberto 
terdam attinere asseruit, prout, cum necesse foret, sufficienti testimonio probare 
veilet, constituit et eiegit; item super tribus timber operis harwerkes ad sendeve* 
et nna torace super premissa eidem Lamberto commissis constituit procuratorem 
eundem dando et concedendo eidem in premissis exigendi, levandi, quittandi^ 
faciendi et dimittendi plenam et liberam facuitatem gratum et ratum habiturus, 
quicqnid dictus procurator fecerit seu dimiserit in premissis. Quamobrem vestram 
pmdenciam petunus prece muita, quatinus prenominatum procuratorem cum effectu 
promovere dignemini nostrarum precum et serviciorum interventu ad nos firmum 
habituri respectum, quod de omnibus, que dicto Johanni in hoc casu presenta- 
bontnr, nulla monicio secundaria subsequatur, recepimus enim hujus fidejussoriam 
cancionem. In premissorum testimonium sigiilum nostrum presentibus est appen- 
8um. I^atum Wisby, anno Domini 1346, in vigilia beatorum Petri et Pauli 
apostolomm. 

77, K. Eduard [IIIJ von England veröffentlicht das Protokoll des vor den Richtern 
Heinrich le Scrop und Oenossen in dem kön. Kanzldgericht K, Eduards [II] 
1321 Jan, ^ [2, n. 375] entschiedenen Prozesses von Kaufleuten der Deut- 
schen Hanse, — 1346 Jtdi 15, Windsor, 

L StA zu Lübeck; Or. m. S, Toste Leonello filio nostro carissimo custode Anglie. 
Ld London, Publ recordoffice; Rot Ut, pcU, 20 Edw, III: Exemplificatio cujusdam 

perampli jndicii pro mercatohbus Alemanie vocatis le haiinze. 
(Gedruckt: aus L Urk, Gesch, d. Urspr. d, D, Hanse 2, 365 und Lab, ü. B, 2, 

n, 412; angeführt aus Ld Calend, rotul, pat. 153b, 

78, Derselbe an die Sherifs von London: erklärt , dass die Beschlagnahme von 
Waaren der Deutschen Hanse gemäss seinem Arrestbefehl wider den Erz- 
bischof von Köln u, a. [n. 65] den Freibriefen, welche Arrestirur^ um fremder 
Schuld und Vergehen willen ausschliessenj und den von ihm selbst beurkun- 
deten Urtheilen des königlichen Kanzleigerichts [n, 77] widerstreite, dass nach 
dem Zeugniss des Aldermanns der Hanse zu London,, Johann Hamonds, vor 
dem Sherifsgericht die arrestirten Kaufleute sämmÜich der Hanse angehören, 
und befiehlt die Waaren derselben unverzüglich frei zu geben, — 1346 Juli 26, 
Windsor, 

London, Publ record office, Bot. lit, claus, 20 Edw, III, 2, 22: Per totum con- 

silinm. 
Ld daselbst British Museum, Mr, Cotton, Claudius E 7, sehr schlechte verkürzte 

Abschrift vom vorigen mit falschem Datum, 
Gedruckt: aus Ld Urk, Gesch, d, Urspr. d. D, Hanse 2, 742, Vgl n. 71. 

tu der Stadt definirt, die Münzgerechtigkeit dabei angeführt, zugleich aber hervorgehoben wird: 
ipsa tarnen moneta sab GK)thlandensi8 monete pondere permanente, Livl, U. B, 2, n, 821, VgL 
aueh HUdebrand, Big, Schuldbuch, Einleitung, Wie die Gildestube von Soest, oben U. B. 2, 
n. 605 Anm. 1, so hatte Biga auch eine von Münster; 1353 Febr. 2 verkauft der Deutschordens- 
meister beide der Stadt zurück, nachdem sie früher gegen eine Geldsumme dem Orden ubergd>en 
waren, lAvl. U. B.'2, n, 947, ^ S, eben S. 34 Anm, 1. 



40 



1346 Juli 31 — 1346 Aug. 27, 



79. Dordrccht gieU den Kaufleuten mn Harderwljk ^ und aus ganz GekUrn freies 
Grekii für Fiorsonen, Schiffe und Zufuhr stir See innerhalb seines Bmrhs 
auf 8 Wochen nach der Aufkündigung. — 1M6 (op sinte Pieters arond tin- 
ghaeüdc Oeghst; Juli 81, 

StA £ii Hardtru^jk; Or, i». Stü^ d, S. Junofuuts. 
Gtdruckt: Schransa't, Hardermcum (mtigti, 2, 15. 

80. Kaiserin Margarethe, Gräfin vöh Ucnmgau und üolland^ wiederholt defi 
Erlass Gr, Wilhelms [IV] iifjer den Weinstapel zu Dordrecht 2, «. 75ö, indem 
sie die erwaltnlen Eiuzelausnahmen iilergehi und UeheHretungen des Gebots 
dem Urtheil ihres Raths vorbehält. — 1346 (op sinte Pieters avont iDgaende 
Oegst) Juli 31, Geertruidenberg. 

i'nircrsitätsluhliotJiek zu Lcytirn, Priviktfiur von Dordrecht fot 138, 
Gt^drttckt: ilarutis v, MtetiSf CMrterhoi'k 2, 72L Nach v, d. Wall, Ilandrcstm 
van Dordre4;ht i, 208 tmirdc dtm m die oben n. 41 an^seiffU Urkunde be^UUigL 

SL Die Kaufhutc von Deutsehland ^ Kaslilien^ Portugal, Aragon und Plaeensa 
an Maubeuge'in Hennegau: bevollmächtigen Abgeordnete zur Beschwerde über 
die Schädigung ihre» Tuchhandels in Maubeuge durch die dortigen Tuchnmeherj 
bitten um Bestäligung und Erweiterung ihrer alten Privilegien und um die 
Konßnnaiion derselben durch die Gräfin von Hennegau für jede der bitt- 
stellenden Nationen *, — [1340] Aug. 27. Brügge. AngeJtängt das GtUeteliten 
und di^ Zusicherungen [der Stadt Maubcuge] auf Grund des gräßicfien R^- 
vilegs für die Kaufleide von 1325 [1324] Februar. 

Aiu Dtparttmtnial- Archiv zu Lilk, Chatnbre des eon^t& B n. 782G. MiiffctturiU 
von Mr. JJtftaistWM. Zur Datin^n{f a, n. 83 Anm. 

A sagee hommes, discreis et honorables pourveuB en tontz bieiis, noz chier^ 
et boms amiß li esseevins, li jurcit et toiiteg li eomiiiünaltez de le ville de Mau- 
buege en HajTiau nous leg marclieantz dAlemaiiigne, de Castele, de Portingalei 
dArragon et de Plasence en Lombardie &alut et plenteit damours. Plaise vous 
savoir, qae nous envoions pardevers vous noz bienz amez et foialz compaignons 
marcbantz des ditz nations a che deputeis depar nous, presenleur de ches noz 
lettreSj tont en piain enfoiirmet de nostre entenüon sour les grans griefe, pertes 
et damages que nous communalraent avous recbeu et de jour en jour reebevonÄ 
des drapiers et niarchantz^ qui vendent draeps en vostre ville de Maubaege. Cbest 
asaayoir premierement, que uns previleges et acors a esteit faitz entre vous et 
aucime partie des ditz marebantz, qui ne sont wardees ne ne voelent warder ne 
tenir, raais out fait et tont autres acors et ordenaucbes contre ebe que contenut 
est en le dit previlege et acort: a savoir est, que contenut est ens oudit previlege, 
quil doivent veudre leur draeps a koIz et a livres petit Tournois, quil soloient 
jaditz vendre a blans, et parmi leur dit ordeiiance il vendent a solz et a livres, 
mats ne prendent autre monnoie nulle fors eseutz de Jobannes pour 16 solz la 
pieche et nient plus haut, lesquelies ont leur cours en le dicte ville et oonteil 

*) nirer Gilde: frutribus fniternitatis uautamiu et incrcatorara inare degentiura vuigo dicte 
gbildo, fjesittttrif Bm:hof JoJtann *^n Vtrrchi 1346 (1345) Fd»\ 5 ein tmi€i f)ratorium in der 
$tadHschm Pfarrkirche zu errichim: nach dem Or. im StA su Hardertvijk, S. ahffrriägen, kapirt 
von Junghans* *) Am 11, JuH 1346 trifft in Gtfit ein Bote von Köln eif%, Rekrmnfftn der 

wtad Oent 2f Slö. Dieser mrd in oln^fer AjH{jele{fenheit und iceffer% Bmeuerung der Freiheiten für 
die Kaufleute von Westfalen und Preumeti^ rpl unten n. 8Sf augffesandt worden sein. In OmU, 
besonders über in BHißße mnti die eutschndend^i Schritte der Kaufleute in beiden Dingen fffthan 
worden; Köln hat gemäss seinem IlandrUsugf eiftm hertarragmden Aniheil daran; rtfl auch 
n. 32 Anm. 



1346 Aüg. 27. 



41 



de Haiüau, de toutes mauieres de oiarcbandises a 19 solz. Et parmi ehe nous 
samble^ quil sont tournez a vendre a leur monüoie ainsi, qiiil soloieiit veudre eo 
ancUien tenipz, et chesti nous est avis molt estre contraire. Pour laquelle chose 
aösi niolt de marcliantz yroieut aehater plenteit de draeps dedens le dessus- 
dicte rille, se il pooient metre et alloeir leur mooiioies, quil prendent et rechoiveiU 
en paiemeat de leur marchaiidisea selone la value et cours, que on les met et 
prent ens ou roialme de France contre le escut de Johannes, quar tant de escutz 
de Johannes ne porrien savoir, se che nestoit teile monnoie, comme nous rechevons 
de uoz biens et marcbandiäes, que nous yendons aus marehantz de toutz pars, et 
comme on le met et prent ens ou roialme de France et en le eonteit de Flandres, 
81 comme dit est. Pourquoi nous vous prions et suppüons: nous, qui en toutz 
tempä avons aehateit draeps en la dicte ville de Maubuege jusques a ore et encore 
entendons achater, arons volu et voldriens, que vostre terre et ville fuist honnoree, 
a?ancie et essantie en tous lieus et en toutz pars et ausi vostre draperie, que il 
vous plaise a acordeir et maintenir a toutz les ditz nations les prerilegez, poins 
et articles, qui jaditz acordez aves, et avoec che croistre et multeplyer en aucuns 
pointz et articles de vostre grace especial, lesquelles vous seront monstrees depar 
nous par les dessusditz deputeitZj presenteur de ches noz lettres, lesquelles vous 
plaise donneir foy et credence de che, que il vous depar nous exposeront de bouche. 
Et ausi vous plaise supplyer a la contesse de Hainau, que eile voiUe pour lavanee- 
ment de son pais ehest ottroier et confremer et seeler de son seel a cascune des 
ditz nations par luy sa lettre pour estre plus segur et plus ferme a toutzjours, 
mais et en faire bonne et brieve delivranee a noz ditz deputeitz et a nous par 
ciaus cnvoier vostre boine volenteit et response* Nostre Seigneur vous ait en sa 
sainte et benoite garde, Escript dedens le ville de Bruges en Flandres, le 27 jour 
dou mots dAougst, et seelleit ches noz presentes lettres des saiaus daucuns boins, 
chiertains marehantz des ditz nations a la pryere et requeste de toutes les autres 
marehantz eommunalment des dessusdietes nations. 



[L] Premiers que leur lettre, quil ont de nous sayellee de no sayaul et con- 
Frumees de no chier et amet seigneur monsigneur le conte de Hainau, qui fu 
donne lan 1324* ou mois de Fevrier, leur soit tenue et reniplie de point em poiut, 
et que on leur fache halle le merquedi et le samedi, cest a entendre de leure de 
prime jusques a miedt et de leure de nonne jusques a sollel eouchant 

[2] Item que 11 drap soyent boin et souffissant de 30 aunes de lonc, de 
25 livres de pesant sur lestal et de 7 quartiers et demy de let sur lestal. 

[SJ Item que li drappier preuderont le monnoye teile, quelle coura en le 
contet de Hayunau au jour, quo li marchant aecateront les dras. 

[4] Item que tout li drap qui seront jugiet a coper, seyent copet en trois 
pieoes, 

*> Mir ufibekannt. Alka want ich in (ür NatiotMRnhlioth^k in Paris übet' Mcmbrui/e nmit^ 
fein kofmtef ist nach IHeruftf Rtchrchrs hist, mr MnnhcHgc diens: dit Stadt, sdton im Witrog 
cOf» Mecrsm S70 simnnnt, ist in der Mitte des 13. Jtthrh. industridif durch Tuchwirken , und 
kommerziell nehr ansehnlich; die Ausfuhr richtet mch besonder» auf Deut schUtnd fdic Rheinlande}; 
en hrMeht eine Hallen- Bruder scJmß der Tuchmacher, im 13. Johrh, soll es 2000 Weber daselbst 
(fegeben tuthen ; 13 J4 wird nnc Tuchhulk aTtcfU^ , 40 Jaftrc »pättr, bei Gelegenheit der oben 
itt*fienile7t Verlutntlhmgen , zeigt »ich der Verfall der städtischen ManufaktHren ganz deittlich, 
p. 154: ». J. 132:1 hat Gr. Wilh^^lm dm Schtiffen ron M, geblattet «ur Im hoissons, dmrhs et 
marchandintn ^ dit innerhalb der Mautm ffum Verkauf kommen, ättc Steacr m erheben, desgL 
1339; grosse Feuersbrümte in den Jahren 13S7 und 139$ ternichtm die Prodtiktion und die 
Bedeutung der Stmft gämlich, 

Ila&al#ch»i t;rka]idon1>uch UI. 6 



42 



1346. 



[5J Item qae tout drapiers u drapieree uportent une balle de dras eti le 
halle, Sil les ont, et ehils ki neu dain une balle en aporte chon, quil eu ara; et 
qiie li drappier u drappiere soyent a leur eetal tant et si longenieiit, qiic li halle 
dare, u per^oiie soaitissaiis depar hiy, qui aussi bien les puist vendre, que chils 
qm li catels aera, et que li drapiers ne drappiere ne se lievent de leur estaas 
pour faire markiet tlautruy oe pour savoir le consel dou vendeur et don markant. 

[GJ Item que Bi tost, (jue li drap sout accatet, i\m\ soyent rewardet dou pois 
dou lonc et dou let tel, quil doiv^ent y estre, pour par tel mauierc, que chil, qui 
Bereut accatet dedens uaidi, soieni rewardet le joumee meismes; et chil, qui 
ßeront accatet apries nouue, seront rewardet leudeniaiu dedens midi. Et ue 
seront li marchant ue li oöteleut tenut que de taut de dras a payer^ qui venrorit 
a lostel 

[7] Item que sil a en le ville uu marebaut ou pluiseur;^ et si aient en com- 
menchiet a faire leur accat, commeut que li accas ne soit meBuies parfais, sil 
voelleot envoyer une partie de cheö dras u tous, quil les puissent envoyer pamii 
tant, que li hostes eu responde pour yaus. 

[SJ Item que li hostcjs puist aler requerre pardevaut justiche pour leB 
markaus tout a par luy u avoekes yaus toutes fois, que besoins sera, pour 
remonstrer, quo tout li point de le lettre leur soyent temit et wardet, et que li 
bosteH ne puist rieus fourfaire ne au f<igueur ne a le ville par leur raison monstrer 
u autre persoune, qui li dit markant roiront de le rille u dailleuri^ voire, sauf 
chett, quil ne fache ne dis analuy vilenie. 

[9] Encoire est il aeoordet, que sil estoit ensi, que nuls drapiers ne ven- 
deres de dras detfausist de nuls des poins deseure dis, il seroient a 10 solz de 
ban as mestiers, et les doit li preyos de le halle constramdre a faire tenir et les 
bau« lever. 

[10 J Et »il estoit ensi, que a le deflaute dou prevost de le halle li marefaant 
ou leur hoste sen trasissent au graut prevost, chils ou chelle^ qui seroit en def- 
faute des poins deseure dis, seroit a 20 sols de painne envers monsi^eur de 
Haynnau. 

[11 J Et pour choo ne demoroit mies que li lettre ne tenist se forche. Et 
doit li prevost de le halle, qui couques le sera pour le temps avenir^ faire tenir 
le lettre par sen sairement de point em point, 

Ö3. EntiCiirf zu einem neuen Privileg der Stadt Muubeuge in Hennegau für die 
Kaufhnit^, von Dcutuchlandf Kastilien, Portugal, Aragon und Piacenm in 
Bfxug auf ihren Tuchhandel in Mauhcuge, — [1340]. 

ÄHn DfjmrUfnepital ' Arckii' lu Lilk, CJtambre d^ft compt€H B n. 7836. dÜlfietlt^li 

von Mr, lMh€iisn4^4i. Zur Datining », n, SS Afim. 

Singneur esscievin, jureitz et toute la communaltez de le ville de Jlaubuege 
en Haynau, plaise vous savoir, que pour cbiertaines neccessitez et defautes, que 
li marcbeantz iLVlmangoe, de Chastcl, de Portingal, (LVrragon et de Plasenehe 
en Lonibardicu ont eu et rechen, aient et rechoivent de jour en jour par les dra- 
piers dcllc dite ville de Maubuege est il que pour norir pais et tranquilite entre 
vous singneur dune part et les ditz marcbeantz des dites nations dautre, qiie il 
vous soit aggreable dejans consenter, donner et ottroier les poins, Privileges et 
articles chi aprej^ escriptcs. 

[IJ ehest asavoir premierement, que tont li drap que on fera en le ville 
de Maubuege soient l»oin, loyaul et bien tanis et quil aient leur droiture de pois 
de largiccho et de longhcte vi poursuans ilou tnut cnwi, quil est en le mon.Hfrc 



1346. 43 

Et sil est enssi qoil soit autrement, quil faille de sa droiture, quil soit copes en 
trois pieches et que tout li drap, con* vendera en le ville, soient tordeit. 

[2.] Item que li drapier de le dite ville de Maubuege puissent faire aporter 
en le halle tant de dras, quil leur plaira, sans fourfait 

[3J Item que li halle soit faite sour le merkedy et sour le seumredy^ ehest 
assavoir de leure de prime jusques a midi et de leure con ara maugiet apres 
jusques a soleil eouchant. 

[4J Item que les draps que li marchant aceateront en le halle, leur seront 
delivreit hors delle halle sans coust et sans frais en paiant le droiture dou 
singneur et le portage des draps ensi, quil a esteit acoustumeit de lonc tamps. 

[5.] Item que U drap que on soloit acateir et yendre a blans, soient acSteit 
et vendut a petys Toumoys. 

[6J Item que li hostes des marchantz puissent aleir avoec les marchans en 
le halle pour ciaus aidier et consillier et acateir pour ciaus par tel condicion, que 
li hostes, quiconques soit ou sera, sil yeut acateir draps sans les marcheantz, il 
anchois, quil accate doit donneir boin traitt et boine seurteit a le ville de Mau- 
buege de bien payer, quauquel accatera pour les ditez marcheantz. 

[7J Item si deus ou trois marchantz ou plus vienent en le ville de Maubuege 
pour accateir draps, que li uns puisse accater pour touts les autres. 

[8,] Item que li marchans puissent ameneir couretiers de dehors le ville de 
Maubuege pour ciaus aidier a consillier ou prendre couretiers en le ville, tels 
com il leur plaira, mäis sans courtier ne puent accateir, et parmi paiant tel cou- 
retage, com on a acoustumeit cest a entendre deus deniers dou drap. 

[9J Item que li drap de Maubuege quon menra as fiestes, aient trois jours 
de monstre et quil soient tordeit, et se uns draps vendutz est trouveis cours aune 
et demie ou mains, on le doit rendre au marchant au feur des drapz vendutz, 
et se il estoit cours plus de aune et demie, que li draps soit copes en trois 
pieches. 

[10 J Item que lez marchants puissent accateir toutz draps copes et loyer 
avoec autres et revendre pour tels, quil sont et quil les avoit accatees. 

[ll.f Item que couretiers ne puissent loyer les draps et que li loieur loient 
les dras as marchantz pour le feur, qui mis est en le ville, et sans nul vin 
donneir. 

[12] Item que li marchant aient respyt de paier les draps, quil aceateront 
en le ville de Maubuege, jusques a le tierche halle par ensi, que les draps ne 
puissent jeteir ne faire meneir hors de le ville, se seront li drappierpayet des 
draps vendus, se che nest par le greit des drappiers, qui les dras aront vendutz. 

[13,] Item que li marchantz puissent accateir tant de draps aval le ville 
pour encouloureir leur draps, quil avoit accateis en plaine halle, quil leur plaira, 
SUIS mauvaise ocquison et sans fourfait, et que eil drap leur soient rewardeit et 
selleit par chiaux, a qui il appartient par coy li marchant ne puissent pour tel 
cas demoreir en la ville. 

[14] Item que pour coy aucun marchant, qui achatent draps a Maubuege, 
et pour deffante des drappiers, que les draps ne sont boin ne loyalz et convient, 
quil sont coupes en trois pieches, ausi les marcheantz, qui les ont achates, et il 
puissent leur pourfyt et exploit avoir faites, il leur convient demoureir en la ville 
une halle on deus pour acheteir autre tant de draeps que on leur a coupeit; pour 
che nous vous prions, que nul draep ne soient porteit sour le halle pour vendre, 

a) Man erwartet: qaoo. b) 7 Natürlich -^ sammedy. 



44 



1346. 



se il ne soient rewaerdeit et saieleit en la nianierej quil Bont depuiö qail sont 
achatez» 

[15 J Item que eascun tlrapier depuis qnil aront leur draeps fais, quil le« 
fönt porteir aus wardeiirs et seelleitj eomme dit est. 

[16 J Item qiie tonti^ drapiers fout porteir a la halle toutz leurs draeps, quil 
ont waerdez et seelleis, et les puissent toiit vendre, sil peucnt. 

[17J Item tjue toutz draeps venduts en la ditte ville soient venduts a soh et 
a livres, en prendaut eiipaiemeut touts manieres de monnoies dor^ dargent et de 
keuivre au pris et valne, quil coura entre marcheantz de toutes manieres des 
niarcbandises en le conte de Hayuau, 

^[18 J Item poar che, que nous marcheantz dessusditz sommcs residens en le 
roialmo de France et en le conte de Flaodres, oii nous vendons nostrez denrees 
et marchandiseä, et no poons refusons refiiser les moenoies conrsaules ens ondit 
roialme et conte pour leur dit pris et valeur et eommunalment qui sont faites et 
i'orgiet et out cours eus oudit roialme de France, et vous ne voldries prendre 
telles oiamioies en payement de vos draepz, nous ne porriens achater ne faire 
paiemeut des ditz draepz, se nous les avions achatez: pourqnoy vous prions a 
nous ottroiery que toutes monnoien aient cours et en puissons faire paiement des 
ditz draeps au pris et value, que il valront on roialme de France en toutz raar- 
chandises eascun a son juste pris haut et bas ensi, quil valdront et cours aront 
ychelles monnoies en le couteit de Hainau coutre les dittez monnoies de France, 
quelles que elles sont ou seront petites et grandes. 

[t9J Item suppiient les ditz marchanta, que nnls de leur varlez paist lavoir 
de 3on maistre prendre pour juer a dei8 ne foiiriaire lavoir de son maistre pour 
combatre ne pour autrc mesfait, quil fache, queil quil soit, dcdens le ville de 
Maubuege et delle conteit de Hainau. 

[20J Item que unlz des ditz marchantz des ditz nations ne soieut arresteit, 
empechiet ou molesteit ni tenutz pour autruy debtez ne mesfais, quil pevent avoir 
fait on fönt en temps avenir, fors eascun pour sa debte et mesfait. 

83. Gr. Margart'tht' von nvnmgan und Holland hesiätUjt auf Gesuch der Kauf- 
letUe von Deutschland ^ KastUkn, Portuyal, Aragon und Piacenm unter 
Zustimmung der Stadt Mnuheuge in Ilennegau die Privilegien der Kaufleutc 
für den Tuchhandel zu 3Iaubeuge. — [13iß]^. 

Ah^ liqftarUtnnUitl ' Ärchtr zu Lilk, Cfuimbn (les comples B, n. 7827; nickt näh^r 
charaktmiirtf Ausfatigf^nß, fdm- offenbar Efiiwurf. MitpetheiU von Jfcfn Dehtmne^, 

Marguerite eontesse de Haynnau, de Hollande, de Zelaude et dame de Frize 
a tüus ehiaus qui ces presentes lettre« verout u oront, galut. Tres chiers amiste, 
«avoir faisons, que pardevans nous et no e^nsel sont venut des marchans des 
royahnes dAlemaiugne, de Castelle, de Portingal, dArragon et de le chite de PlaS- 
sance en Lombardie remonstrant, commeut nos chiers sires et peres jadis eoutes 
de Hajimau de boine memore desirans et diligeos dou proufit commun^ qui par les 
marehans et lenr marcandises est maintenus et mouteplyes avoient en tamps passet 



»; Margardht war Gräfin §eit drm Frühjahr IMG, folgit im Okiobfr diesem Jnhra detn Huf 
J^ftduiff» drg Bnitfvn mtch Dtfttitchhtnd , wohn «f€ ihrem Sohn WiUitlm dt^ Hcfjierunfj täitrat; 
der 9ptU4Te Widerruf lommt hier kaum ih Frage; nie $iarb 1350 Juni. Die m den drei letiten 
Urkunden behandele Angekttetdieii scheini mit d<n Storun<itn *fe« TuclJuiftdeh im »ikdlichen Flan- 
dern iu korrt^pandircn, i^bcr welefte unten n. 116 Anm,, und dttrum in den Beginn d0* Reg%€r%mg 
der Gräfin genrist werden tu mutinen. Vgl auch Eecueil d<$ nncienne* coutunnt de la Bclgi^m^ 
eoutum^* du paga et comti dt JfainmU 1, 30^38, ^ 



1346. 



45 



aneuns et ebertaiiis cstatos et previleges accordes, ottroyes et donnes as marcliaiis 
de pluisenrs nations siir le fait et estat des draperies de do viJle de Maobiiege, 
ri comme il apparoit plus plaiaement par les letbres de no ditte vUle faites par 
le gret et auetorite de no dit signcur et pere* et eonfreraees et aprouvees par 
ses propres lettres annexees as de«susdittes ; et comment aussi contre les dictes 
lettres et confrumatioD venoient et faisoient aiicun drapier de no ditte ville en 
aueune partie, si comme il disoient^ siippliant et recjuerant a grant instaiioe a 
nous et a nos eskevins, jures et comminiitet de iio ditte ville, que les estatus et 
previleges dessusdis volsissiens confermer et approuver et reDouveler et ycbeus 
faire teiiir et warder, ensi que plus a piain sont eontenues es dittes lettres, les- 
qaelleB nous avous veues et oyes et les avons fait inserer et encorporer en ces 
presentes. Et premiers uue lettres saycllee du sayel de no ditte villc de Mau- 
boege sainnes et entires contenans le foumie, qui sensuit. Item uneg autres lettre» 
sayeJees dou sayel [de]' uo dit signeur et pere saines et entires euficbiee parmy 
les dittes lettres en ceste founaie. Item imes autres lettres sayelees dou seel de 
no ditte ville de Mauboege sainnes et entires, dont tele est la teneurs. Item unes 
autres lettres de no dit seigneur et pere ^ayelees de sen * sayel sans vice et 
Sans soupechon entiehies parmy les dessusdittes, conteoues ceste fourme. Et ces 
dessusdittcs lettres veues diligaument considerees nous, qui ensuivir volons les 
voies et fais de nos pred[e]cesscurs'* en toiis biens, desirant le proufit, pais et traiis- 
qnilliter des marcheans et le pourfittable accroissement de la cose commune, 
eDchuvant pour ebe a le supplication des dis procureurs en no[m]" des marcbans 
des nations dessusdittcs, consilliet et deliberet avoec saiges meurement, avons de 
eJiertaine science confremees, approuvees et renouvelees, coofermong, approuvons 
et renoavelons les lettres de do dit seigneur et pere, volons et mandons, <jue 
tdtmes »oient et wardees en tous leur poins comme dessus as marebans de toutes 
les nations denommees en ycelles et en ces presentes. Et au sourpkis quant a 
aueune» supplications faites par les procureurs deseure dis de grant especial 
eucontemplation comme dessus volons, ordenons et mandons, que tout li drap des 
drapicrs de no ditte ville de Maubuege, avai^t quil soient pour vendre portet en 
le halle, soient en tout et dou tout parfait et passet par tous les rewars, lioules 
et seaulx et autres solennites en toutes coses sour le painne et lois eontenues es 
lettres de no dit signeur et pere conmie dessus. Et se pour aucunne boine et 
rais«^miahle occoison sans fraude et sans niuance li dit mareant apres leur accat 
fait en le balle avoient besoing davoir et accater une balle u deiis de draps u 
environ, il nous piaist et volons de grasce especial*, que li prevos de le halle 
de ehe lui en puist eongier donner ensi quil a autrefois estet fait. Et si deveront 
li drapier vendre et li marchant accater a sols et a libvres, et a toutes de nos 
monnoies coursables en no contet de Haynnau, sauf nientmains que pour che que 
li dit marchant sont resident et vemlent leur mareandises ou royalme de France 
et en le contet de Flandres et recboivent les monnoies coursables en ches lius, 
Icj^qnelles on poroit ou vorroit par aventure refuser en no ditte contet: nous 
volons, ordenons et mandons, que li dit marchant se puissent acquitter et acquit- 
teront des aotres monnoies que des nostres tant dor comme dargent pour le fuer 
et pris^ que nous y avons mis et metterons selonc les nostres. Et que toutes che 
venrc^it u feroit encoarus seroit en le painne de 60 sols blans a aplikier a nous 
ensi, quil est acoustume des bans des mcmnoies. Et toutes lesquelles cose» et 



•) WiUutm IJL 



') Soviel wie: ßon> 



d) et «»pecio) li. 



16 



1346 Aug. 28 — 1346 tiÄcli 8cpt. 24. 



caÄCUüe delles avons accordees et täites a le supplieation deä dits procareurSi 
comme dit est^ noue eskevinsj jures, le prevost et les Iiommes de Je halle ^ les 
drapiers et commmialters de no ditte ville a cbou appielles et concordialement 
aseentis si mandrms et comuiandoDe a tous mm justichables, as queb en puet 
apparteDir^ qüe les estatas et privUeges eouteiiiis es lettres pardessus recitee» 
et transcriptes et toutes les autres coses contenues eu cestes üostres preseiites» 
conmie dit est, wardent et tiengiieut et tacent teiiir et warder partiiitement sans 
aucuu deffaut Et pour ehe qae tres hieu soit enai tenut, wardet et maintenut a 
tnujours, avons poQr nous, nos boirs et successeura fait uiettre nostre propre 
sayt-'l a cc8 presentcs lettres. MaDdous et requeronö a nos eskievins, jurcs et 
communaltet de do ditte viJle de Maubuege, qwc pour plus grant pais et seuretet 
des raarühans des nations dessEsditte8 11 ap]>eudeut leur sayauls avoec le nostre« 
Et nous eskieTinSj jures et couimanalters de la ditte ville au comniandement 
de HO trcs redoubtee dame medame le coutesse dessnsditte et pour ehe, que a li 
devons et volons obeir et par especial es coses deseure escriptes et ycelles tfenir, 
warder et maineteuir entiremeat, avons fait par cainmun assont mettre uostre sayel 
avoec le sien a ces presentes. 

84. DieseB^e an den Rentmeister von SüdJwJland: erhJürt dm Verkauf und das 
Löschen aus Koggen, die von der See kommeH, in Brielle für eine Verlef^fmg 
der Freiheiten Dordreehts, verbietet allen Transport von Sah nach Urteile 
ohne vorausgegangenen Stnpel, Kauf und Vennessung eu Dordrechi wie die 
Abfuhr von Sah aus Brielle^ welches doH verhmft und gelijscht ist^, — 
134.0 (des maeudagcs na sinte Bartholomeus dach) Aug. 28. Geertrn'ideuhvrg. 

Umi?^sildlsbibliothtk £h Letjckn ; Privikgiar von Dordrecht fol, 126, 

G^fy-uckt: darauH t\ Meris, Charterboek Ü, 724. 



65, Riga an die [Deutschen] Kaufleute in Dänaburg: prägt das Verbot des Ver- 
kaufs gewisser Pehsorten^ das vom genmuen Kauf mann in Nowgorod erlassett^ 
und in Riga rerkilndet worden j, ein und verlangt das WTirfelspid nicht zu 
dulden. — [1346 nach Sept. 24] 

R RA zu Riga; f>r. m. Sjmreti d. S, 

Gedruckt: danius inkorrekt Naj/iersky, Rus»,-Hr!. Urkl\ tu 12S tum Emh da 14., 
Äftfmig des 15, Jahrh,, ttiedtrholt Livl U. B. 6, n, 3085 zu 1346 mit richtiger 
B€£i4:hu}%g auf da» oben n. 09 abtfedruckie Schreibini und hirr mit Benicksieh- 
tijfUfuj der vou HiUkhrand^ Livl Mitthedutigvn 12, 267 (/t^ffehrneH Verbeiseruftgen, 
Die Zcitbf Himmung erffirbt mch aus dem amjefiihrtm Schrcihnt § 5 und aun der 
Erwähnung der darauf ftdgendcn Bursprakc ^ die nach Gewnhnheit in Riga am 
SomUag vor S. Michaeli» fd, i, im Jahr 1346 mn 24. Sept.], vgl f\ Bunge ^ Riga 
im 13. M. 14. Jahrh, S, 78, verkilndft tturdt, 

Proconsnles ac consules civitatis Rigensis universis discretis mercatoribus in 
Daneborgh exist^ntibus salutem et felicibiis successibiis babundare. Üniversitatcm 
Testrara volumus presencia non latere, qnod juxta communis mereatoris arbitriuni, 
qnod NoDgardie extitit arbitrutiiiUj quod nallus mercatoruuj emcre debeat aliquod opus 
proprie ghetoghen werk nee aliquod harwerk sub pena 10'niarcanim argenti cum 
perdicione bonoram, sie etenim nos de nostro plebiloqino, quod vulgariter proprie 

>) In Brabnnt htntätigte Hz. Johann III 1346 Sept. 26 bei der Konfirtfuftian der Priri- 
kgien Aniwerjienß allen Kaußmdm die. voft ihm mtd geinrn VorfeJirm rerliehene Ftäheit und 
dat ni**n cUten menicho, die — recht beghecrt — , recht cndt» vonnisne doe — den poertreo Da 
hoercn ende allo vremde Ittde na hoeren rechte, ghelikc dnt der ToerÄeide stat recht itihe«ft; 
^A tu Atdwerpefi, C f (rj^ Ot. m. Ä» gedr, Willems, BrabantHche yetsim X. «. 19!*, 



1346 Okt. 10 — 1346 Okt. 22. 47 

baersprake dicitar, edictum nostris fecimus conciyibus nniversis; quare scitari^ 
qmcanque hujus arbitrii ac nostri mandati in hac parte fuerint transgressores, 
predictam penam 10 marcamm nna cum bonis emptis apnd nos se nover[in]t* incur- 
risse. Ceternm quemadmodum vestre hactenus nostris precibns nniversitati suppli- 
cavimaSy adhuc rogamns, nt ludo taxillorum desistatis et facientes, ut, quando a 
nobis reqnisiti de lado fueritis, Testrum* velitis salvare juramentum. Datum Rige, 
nostre civitatis sub secreto. 

86. K. Waldemar IV von Dänemark bekundet die Anweisung einer Vitte auf der 
Insel Avnager an die Bürger von Zutfen nach Art ihrer Vitte auf Schonen ^. 

— 1346 Okt. 10. Roeskilde, 

ÄU8 StA zu Zutfen, n. 106; Or. m. Stücken d. S. MitgetheiÜ von G. v. d. Hopp. 

Omnibus presens scriptum cementibus Waldemarus Dei gracia Danopum 
Sclavorumque rex et dux Estonie salutem in Domino sempitemam. Teuere pre- 
sencium constare volumus universis, quod viris discretis burgensibus de Suthfene 
spacium quoddam terre, quod yulgariter dicitur vitthe, in insula nostra Amake 
assignayimus sub propriis distinctionibus^ crucibus sive palis cum omnibus juribus^ 
privilegiis et legibus, sicut in Skaner a nostris progenitoribus consimile tcrre 
spacium retroactis temporibus habuerunt, inhibentes districte onmibus officialibus 
et advocatis nostris, ne ipsos contra tenorem priviiegiorum nostrorum inpedire 
quoquo modo presumant, prout indignacionem nostram et ulcionem regiam 
voiuerint evitare. In cujus rei testimonium sigillum nostrum presentibus duximus 
apponendum. Datum Roskildis, anno Domini 1346, die beatorum Gereonis et 
Cassii martirum. 

87. Dersdbe bestätigt ZtUfen die Freiheiten, tcelche die Stadt zur Zeit seines 
Vorgängers Waldemar für den Handel in Dänemark besessen hat — 1346 
Okt. 10. Roeskilde. 

StA zu JZutfen, n. 106 a; Or. m. S. MitgetheiÜ von Koppmann. S. Bd. 2, n. 450. 

88. Kaiserin MargarethCy Gräfin von Hennegaii und Holland^, bestätigt die voti 
ihrem Bruder Gr. Wilhelm IV den Kaußeuten von Preussen und Westfalen 
gegebenen Freiheiten 2, n. 658 und n. 674 auf 6 Wochen nach der Aufsage. 

— 1346 Okt. 22. Ath. 

Aus StA zu Köln; Or. m. 8. 

Gedruckt: daraus sehr flüchtig Urk. Gesch. d. Urspr. d. D. Hanse 2, 390. 

Margerete bi der ghenade Goeds keyserinnen van Rome aitoes meersende*, 
gravinne vanHeynnegouwen, van Hollant, van Zelant ende vrouwe van Vriesland 
maken cond allen luden, dat wi gheconfirmeert hebben ende confirmeren onsen 
goeden vrienden den ghemenen coepluden van Prusen ende van Westvalen aisulke 

a) noverit R. b) qnod v. R, 

*) Seiner eigenen Stadt Kopenhagen verlieh er später für die Märkte zu Drakör alle Frei- 
heit des Kaufs und Verkaufs, des Wandschnitts und des gesammten Handels, toie sie sie von 
seinen Vorgängern für die Märkte von Skanör erhalten hatten, ifidem er alle Fremde und Gäste 
von der Theilnahme ausscMiesst (ne — se de hujusmodi libertate — intromittat), 1348 Aug, 3, 
Nissen, Kjebenhavns Dipl. 1, n. 67: gleichfalls ein Schachzug gegen die in schwedischem Pfand- 
besitz befindUdien schoniscJien Märkte. >) Margarethe selbst war nicht mehr in den Nieder- 

Ictnden; bereits im September wurde sie durdi K Ludung nach Baiem zurück gerufen, wohin 
sie nach Einsetzung ihres Sohnes Wüfielm zum Statthalter und eines Vormundschaftsraths für 
Hennegau abzog, vgl, Wenzelburger, Niederlande 1, 217. Die Ausfertigung dieser Konfirmation 
erfolgte also lediglich durch die Kanzlei. «) üd>ersäzung der lateinischen Formel: semper 

avgosta. 



48 1346 Okt. 22 — 1347 vor Febr. 19. 

brieve ende recht, als si van onsen lieven broeder Willem grave van Hejiine- 
gouwen, van HoUant, van Zelant ende here van Yrieslant, dair God die ziele 
af hebben moet, beseghelt hebben, ende hebben gheloeft ende gheloven hem in 
goeden trouwen alle dat recht ende voirwairden, die si van onsen lieven broeder 
voirseyt beseghelt hebben, te houden over al in allen onsen landen voirscreven 
tote ses weken toe na onsen wedersegghene durende in allen manieren, als die 
brieve houden, die si van onsen lieven broeder voirseyt beseghelt hebben. In 
oirconde desen brief beseghelt med onsen seghel. Ghegheven toit Ath, int jair 
ons Heren dusent driehondert sesse ende viertich, des sonnendaghes na sinte 
Lucas dach. 

Jussu domine imperatricis. S[ignavit] B. decL 

Per magistrum domus Theutonicorum Alemannie. 
Henricus Hamer. 

89. Dieselbe an die Baillifs, Schulzen, Richter und Zollner ihrer sämmtlichen 
Lande und Herrschaften: befiehlt ihnen die Kaufleute von Preussen und 
Westfalen, denen sie die vofi Gr. Wilhelm verliehenen Freiheiten bestätigt, 
überall ruhig und friedlich nach dem von ihm gegebenen Zollrecht /2, ». 658] 
fahren zu lassen. — 1346 Okt. 22. Ath. 

StA zu Köln; Or. m. S. 
Gedruckt: daraus a. a. 0. 390. 

90. K. Eduard [III] von England an Stralsund: fordert Genugthuung auf die 
Klage Simon Lambrechts von Hegham wider die Städte Stralsund, Lübeck, 
Kampen und Rostock im Ostlande und Staveren, Hamburg und Zwolle in 
Friesland, nachdan eine gerichtliche Untersuchung ergeben, dass Bürger der 
genannten Städte den befrachteten Schiffen Simons sechsmal in den Jahren 
1333 bis 1344 durch Seeraub und Ermordung der Mannsch<xß einen noch 
nicJU gebesserten Schaden von 3000 £ zugefügt haben. — 1347 Jan. 30. 
London, Westminster. 

London, Publ. record office; Rot. lit. claus. 21 Edw. III p. 1, 27 dorso. 

91. Hz. Wilhelm von Baiern, Pfalzgraf bei Rhein, Erbe von Hennegau und 
Hollandy verleiht Deventer volle Verkehrsfreiheit für Personen und Gut in 
seinen Gebieten zu Wasser und zu Lande ausser zu Amsterdam^. — 1347 
(1346, des wondsdaghes nae onser vrouwen dach purificatio) Febr. 7. Geer- 
truidenberg. 

Universitätsbibliothek zu Leyden; Privilegiar von Deventer, Transsumpt von 1347 

April 2. 
Gedruckt: daraus v. Mieris, Charterboek 2, 731. S. oben 2, n. 698. 

92. Klageschriß der Kaufleute der Deutschen Hanse zu London an Mayor und 
Aldermänner der Stadt über die unrechtmässige Erhebung von Zollen, — 
[1347 vor Febr. 19.] 

Aus n. 93. 

Zwischen Amsterdam und Deventer herrschte langer Zwist wegen der Zölle, Ausgetragen 
wurde er durch übereinstimmende Erkläntngen beider Städte über die für ihre beiderseitigen Bürger 
fortan gültigen Zollsätze von 1347 Okt. 16 (des dinsdaghes na sente Victocrs daghe): S Or. im 
StA zu Amsterdam, Jjzerne kapd, Lade 26, mitgetheiU von Dr. ScheUema, und im StA zu 
Deventer, mitgetheilt von /• van Doominck; gedr. nach schlechten Abschriften v. Mieris 2, 744 
und Dumbar, Deventer 1, 515. Am 27. Mars d. J. hatte sich Bewerwijk mit allen „freien 
Städten Hollands** Amsterdam gegen Deventer angeschlossen, StA zu Amsterdam, Or. m. S,, 
Abschr. von Junghans, 



1S47 Febr. 19 — 1347 April 22. 



49 



As sages et honoiirables seigneurs tneire et alderraans de Lonndres monstrent 
les marchantz del hanse de Alemaigiae repeirantz a Loundres, qe eome les viscoütes 
de Loundres et les baillifs de leawe eneontre Imir vieux usages et franchises 
eoitumeSy qils out usee peislblement en la dite eitee de temps, dont il nad memorie, 
detcreipient et demaodent des avantditz marchantz de cliescun 1 00 de bord 1 bord, 
de cbeseun laast de harang en bareles 6 A, de ehescim poys de lürniage 4 ^. et 
de cheseun ehival 4 A Parquei prient les avantditz marchantz, depuis qils ont 
estes qiiitez en tein]>$ de touz meires avant ces hu res, viscontes et lour cleres 
entrevoüliez ore ordenier, qe dcscee en arant ils ne soient phig greves, qar ils 
se teignent gentz enfranchises en la dite citee, qi eonvendroient vinre et morir 
ovcsqe vous fii avensist par composition de Bisshopesgate* 

93, Äussug aus den Protokollen der städtischen GildhaUe su London: Die han^ 
sißchen Kaufleute beklagen sieJi über die Erhebung gemsser Zölle vor Mayor 
und Aldermänfiem und empfangen die Anerkennung iJirer Zollfreiheit — 
1347 Febr. 19. 

Alis London^ City records, Libti' F fol 147h, Juntjhans. 

In ista congregatione * venerimt Xydenianims Lymberg, Hildebrandus Suther- 
man, Tydemanneü Confot mereatores de hansa Alemannie et pro se et aliia 
mercatoribus de eadeni bausa liberaverunt Galfrido de Wicbingham majori et 

aldermanuiö quandam billani in hec verba: [folgt n ]. Qua billa lecta coram 

predictis majore et aldermanuis inspectisqne libris memorandorum in eamera 
gyhalde Loodoniensis de consuetudinibns et custumis de rebus predictis exactis 
non invenitur in eisdem libris, quod de equis oeque de bordis aliqua eustuma 
capi debet; de caseo vero, si mereatores de predicta hansa dueant extra civitatem 
cadeoffl pro usu suo proprio vel ad dandum amieis, millam solvant inde custmuam, 
set si dnserint casenm extra civitatem ad vcndendum, custumam antequam nsi- 
tatam inde solvere debent; de allece etiam per mereatores banse Alemannie de 
partibus hanse predicte usque civitatem Londoniensem addueto nuUam custumam 
inde solvere teuentiir; et si forte diseensio inter ministros et balHvos civitatis 
predicte et mereatores ejiisdem banse ratione alicujus custnme ab eis exacte 
evenerit, fiat inde discussio per aldermanniim mereatorum predietorum et testi- 
nnonio ejus eredatur, etc. 

94, K, Eduard [III] von England erneuert seinen Schufebrief für die Kauf- 
leuie von Difmnt in Alemannien [2, n. 482J. — 1347 März 2L Eeading. 

Lmdon, Publ record Office; Bot, lü. pat. 2t Edw, IlL L 22, 

95, MetUeme im friesischen Altami an Hamhurg: beridUet über die den gefan- 
genen Üamhurgem getvährte Genugthuung, — 1347 April 22. 

ÄUB StA zu Hamburg, Tri^st Ee 37; Or. m. S, 
Nobilibus viris et diseretis eonsnlibus civitatis Uamborgk singuli judices terre 
Aldeomboehte per Menternam constitnti quicquid possunt obsequii et bonoria. 
Universitati vestre harum Htterariim serie cupimus declarare, qiiod vestri con- 
dvea pro captivitate eis facta in aqnarum fluminibus per nostros conterraneos 
pleomm justiciain receperunt a suis debitnribus seeimdum consuetttdinem terre 
noetre in rebus et personis; scientes, si simjlis casus nostris conci^ibas vobiscum 
eontigerit, quod vobis vel vestris incolis non imputamus, si plcnam justiciam 
Mcondum consuetudinem civitatis vestre receperint in rebus et personis vice versa. 

') Die laue in prima Beptim&oa quadrageiime umo regni regis Edward! terdi post oon- 



1 17t%iiaideiib«c]i UL 



50 1347 Mai 16 — 1347 Mai 28. 

In CQJos rei testimonium sigillam judicum per Menternam constitatorum hiis 
litteris daximus connectendum. Datum anno Domini 1347, in profesto Georgü 
martiris. Yalete in Christo filio virginis gloriose. 

96. Wishy^ an Danzig: fordert die Auslieferung der Nachlassenschaft des in 
Danztg getödteten Lambert Magister an die Rathmannen Heinrich Lange und 
Hermann von Essen zu Greifswald, die im Namen seines Bruders Johann 
der wisbysche Bürger Jakob Buchom hierzu ermächtigt hat. — 1347 (feria 
4 ante pentecosten) Mai 16. 

StA zu Danzig^ Schbl, XI, 1; Or., S. abgerissen. Junglians, 
Gedruckt: daraus Hüdebrand, Dipl. Suecan. 5, n. 4182. S. oben n. 76. 

97. Aufzeichnung über die Vertheilung der Schlüssel zu den Gemchtsschreinen der 
Osterlinge zu Brügge. — 134:7 Mai 28. 

1. 
Aus StA zu Brügge, n. 459; Or. m. dem durch einen Pergamentstreifen angeknüpften 
ursprünglichen Schlüssel von feiner ArJjeit, 5^U C"*« ^*ocÄ. 

Aus K StA zu Köln, hatis, Priviiegienbuch d. 15. Jahrh. a. Perg. fol. 154. 

L StA zu Lübeck, fehlerhafte Abschrift von 1393 Aug. 24 im flandrischen Kopiar 

n. 8 p. 62. 
Gedrnekt: aus 2 L Lüb. U, JB. 2, n. 876; verzahnet aus 1 Güliodts vati Severen, 

Invent. d. archives de Bruges 1, 1, n. 459. 

1. 2. 

De siotel van der scrine, daer tghe- Item int jaer ons Heeren 1347 upten 

Wichte van Aehnaengen in staet ten 28. dach in Meye so was dat gewichte 
freren in den doremtre, ende dandre van den Oesterlinghen gheyket teghen 
slotele van der scrine vorseit die ligghen dat ghewichte van der stede van Brugghe, 
ten carmers in de scrine van Lubeke tweike ghewichte gheleyt es ten freren 
Dit was ghedaen up den 28. dach van in der Oesterlinghen * scrinen , die staet 
Meye int jaer 1347. Daerover waren in den dormter. Dit was ghedaen in 
der Jan van den Paradise ende der presentie van scepenen den heere Johan 
Michiei Yperlinc scepenen. van Paradise ende den heer Micheel 

Yperlinck bi den bevele van burgher- 
meesters den beer Gillise van Couden- 
brouck ende den heere Jacob Wittebolle. 
Ende de ander siotel es gheleyt in der 
tresorie van Brugghe. Hierover waren 
van Lubeke Heinrick van Loen, Hart- 
wiick van Werden ende van Pruysen 
Johan de Rode upte tut aldermans ende 
van Dorpmonde Bertram Suderman. 

>) Vgl die im Testament der Lübeckerin Greta Pleskaw u. a. ßr Gotland ausgeworfenen 
Summen: der deutschen S. Marienkirche in Wxsby ad ymaginem 24 Schill, lüb., der Trinitäts- 
kirche 5 Mark, allen atidem Kirchen daselbst je 6 Seh., allen Plebaneti je 3 Seh., allen Priestern 
je 18 ^, zwei schwedischen Nonnen je 1 M.; femer einigen Nonnen in Eeval; 1347 März 16, 
HUdebrand a. a. 0. n. 4154. «) GiUiodts a. a. 0. 2, 72 führt aus den Stadirechnungen von 

Brügge 1345—6 die Einnahmen aus der Oosterlinghe hoBinghen an, die einzeln nach ihrer Lage 
aufgezählt werden; die Summe beträgt 500 Schilde, in ParisiBe 550 lib. — Ueber Gent %ind die 
Osterlinge vgl. den [wohl ungenauen] Auszug aus den Stadtrechmifigen von 1347 fol. 9 über die 
von Gent eingegangenen Schulden bei Huyttens, Becherches sur les corporations Gantoises 32 A. 2: 
Dies heeft de stede te baten letteren sprekende np poorters van Colne, die hoaden 21 lib. 10 s. 
oade Yngelsoe, dat men daeraf gecrighen can, commen der stede in baten. 



1347 Juni 11 — 1347 Juni 30. 61 

98. Die Richter des [friesischen] Emsgaues (Emisgonie) an Hamburg: bitten ihren 
Landesangehörigen freundschaftlich zu begegnen und den von ihnen besiegelten 
Frieden nicht zu brechen ^ — 1347 (in festo beati Barnabe apostoli) Juni 11. 

StA zu Hamburg, Trese P 20h; Or. w. 2 S, 

Gedruckt: daraus Friedländer, Ostfries. U. B. 1, n. 60. S, oben n. 95. Jum 17 
{domin. p. fest. b. Viti martyris) ertheilt Hamburg den Boten von Ostfriesland in 
einem Schreiben an die Aebte, Geistlichen, Richter u/nd Vorsteher von Friesland 
Geleit und Sicherheit für die Fahrt nach Hamburg bis Sept. 29 zur Herstellung 
des gestörten Friedens, StA zu Hamburg, Trese P 48, Or. - Transsumpt des 
Abts Wibrand von EJarJcamp von Juli 25. 

99. Bischof Johann [IV] von Lübeck transsumirt den Freibrief Gr. Wühdms [IV] 
von Hennegau und HoUand 2, n. 610 für den Verkehr der Lübecker in seinen 
Landen. — 1347 (in festo nativitatis sancti Johannis baptiste) Juni 24. Lübeck. 

StA zu Lübeck; Or. m. Stück des S. 

100. Prinz EdxMrd von Wales, Herzog von CornwcdeSj Graf von Chester, ältester 
Sohn K. Eduards [lUJ, überlässt dem Kfm. Tidemann von Lymbergh den 
Sdüagschatz sämmtlicher Zinnbergwerke in Cornwales von Juni 24 bis Sept. 29 
über 3 volle Jahre ohne Einschränkung und Widerruf mit dem Kündigungs- 
recht Tidetnanns zu Aug. 15 vor Ablauf des ersten oder zweiten Jahrs; über- 
trägt ihm den ganzen Zinnhandel in Cornwales und Devonshire^ und die 
gesammte Eintuxlime des Ausfuhrzolls, über die er im Exchequer zu West- 
minster Rechenschaft abzulegen hol, und bescheinigt Tidemann den Empfang 
von 1000 Mark baar für die Zeit bis Sept. 29 und von 2000 M. für das 
nächstfolgende Jahr, während der Rest von 1500 M. zu gleichen Theilen 
Dec. 25, Ostern, Juni 24, Sept. 29 entrichtet werden soll. — 1347 (die lune 
in crastino nativitatis sancti Johannis baptiste) Juni 25. London. 

L StA zu Lübeck; Original- Bestätigung von K. Eduard III, teste Leonello filio 

nostro custode Anglie; 1347 Aug. 25, Glocester. 
Ld Londoti, Publ. record office; Rot. lit. pat. 21 Edw. III. 2. 3. 
Gedrt^kt: aus L Urk. Gesch. d. ürspr. d. D. Hanse 2, 392. 

101. Das Land Harlingen an Hamburg: erklärt neben seinem Bedauern über eine 
Schädigung von Hamburgern durch Westfriesen die im Änschluss hieran 
erfolgte Ärrestirung von Harlingern durch Hamburg für ungerechtfertigt, da 
es mit den ersteren nur in Feindschaft lebe, bittet um Freilassung und ver- 
spricht allen hamburgischen Kaufleuten Sicherheit des Verkehrs in Harlingen. 
— 1847 (sequenti die apostolorum Petri et Pauli) Juni 30. 

StA zu Hamburg, Trese Ee 34; Or. m. S. 

Gedruckt: daraus Friedländer, Ostfries, ü. B. 1, n. 62. S. oben n. 98. 

102. Oeistliche und Räthe und Richter des [friesischen] Emsgaues an Hamburg: 
danken für die Entlassung ihrer arrestirten Landesangehörigen, indem sie 
dem besiegelten Frieden gemäss die Hamburger überall zu fördern geloben, 

*) Chr. Wilhelm V von Holland und Hennegau gestattet dem Bürger von Zierikzee Jan den 
Hont Juni 21, MiddeJburg, für erlittenen Schaden Ostfriesen zu pfänden ausser auf der Scheide 
(upten Vlaemschen stroem) und in^ Flandern; Beichsarchiv im Haag, Beg. 0. B. in Beyeren 18, 
1346—1348, cos. B fol 20, gedr. Charterboek van Vriesland 1, 204. *) Hierüber klagen 

die Kaufleute u. a. 1348 Jan. 15 vor dem Parlament: T. v. L. kaufe und exportire allein alles 
Zinn aus Cornwales, so dass sämmtliche Engländer ausgeschlossen seien; sie werden abgewiesen, 
weil jene Einrichtung zum Vortheil des Prinzen getroffen sei: nach Cottons Auszügen aus den 
Becords erwähnt Macpherson, Annais of commerce 1, 537. 

7* 



52 1347 zweite Hälfte — 1347 Aug. 8. 

bitten die Wiedererstattung der einigen emsgauischen Kaufleuten durch den 
Vogt von Oldesloe genommenen Güter um so tnehr zu vermitteln, da nach 
seiner Aussage vor dem lübischen Roth aus Freundschaß zu Hamburg der 
Vogt den Raub begangen haben seil, und versprechen die durch einige TJebd- 
thäter den Hamburgern zugefügten Unbilden nach Kräften aufzuheben. — 
[1347 zweite Hälfte.] 

StA zu Hamburg, Treae P 20; Or. m, 2 S. S. oben n. 98 u. unten n. 107. 
Gedruckt: daraus Friedländer, Ostfries, ü. B. 1, n, 64. 

103,Aebte, Geistliche ^ Vorsteher und Richter vom Westergo in Friesland^ an 
Hamburg: fordern um Entlassung ihrer arrestirten und gefangenen Landes- 
angehörigen, die dem bestehenden Frieden zum Trotz geschädigt worden, und 
versprechen dasselbe für Hamburger und hamburgisches Gut, wenn solches in 
gehöriger Form bei ihnen nachgewiesen werden kann. — 1347 (die Septem 
fratrum) Juli 10, 

StA zu Hamburg, Trese ad W 27; Abschrift. 

104. K. Magnus von Schweden, Norwegen und Schonen an seinen Schatzmeister 
in Bergen: weist ihn zur Bezahlung seiner Briefschuld von 200 Mark fein 
kölnisch an den Rostocker Johann Rode oder dessen Ordre an. — 1347 (feria 
3 post divisionem apostoloram) Juli 17. Lödöse. 

BA zu Rostock y n. 5520; Or. m. Stücken d. 8. Junghans. 
Gedruckt: daraus Meklenb. U, B. 10, n. 6780. S. oben n. 26. 

105. Die Friesen des sedändischen Bezirks Westergo bekunden, dass sie sich mit 
Bremen vollständig verglichen haben über die Ärrestirung westergoischen Guts 
in Bremen, welche die Stadt wegen eines an ihren Mitbürgern auf dem 
Meere von Udfem der Westergoer irrthümlicher Weise (ignorantes eos fuisse 
amicos, ut fueront) verübten Raubs an Tuch und andern Waaren verhängt 
hatten. — 1347 (in cetu de Hertwert) Äug. 5. 

StA zu Bremen; Or., S. abgefallen. 
Gedruckt: daraus Brem. U. B. 2, n. 665. 

106. Die Vögte des mutieren und des östlichen Theils von Norden und die Grossen 
vofi Norden an Hamburg: versichern den von dem Vogt von Westnorden und 
andern Edlen angestrebten Frieden mit Hamburg ehrlich zu wollen und ver- 
sprechen den hamburgischen Kaufleuten Odeit. — 1347 (in die Cyriaci mar- 
tiris et sociorum ejus) Aug. 8. Hof von Norden. 

StA zu Hamburg, Trese P 47; Or. m. 4 8. 

Gedruckt: daraus Friedländer, Ostfries. U. B. 1, n. 61 mu Juni 21. 

>) Westergo und Ostergo schlössen mit Gr. Wilhelm von Hennegau und Holland 1347 
(sdinxendaghes na sente Margheten dach) JuU 17 einen torläufigen Frieden auf 20 Jahre, fd/r 
den die Zustimmung des Kaisers, des Königs von England, des Markgrafen von Jülich und des 
Herrn von Beaumont eingeholt werden sollte; bis dahin giU Stillstand zwischen Hennegau, Hol- 
land, Seeland, Westfriesland, Kampen einerseits, den Ostfriesen andrerseits bis 1348 April 27; 
bis dahin dürfen die ünterthanen des Grafen nicht nach Ostfriesland ziehen mit Ausnahme aüer 
Kaufleute auf beiden Seiten, für deren Schiffe auch nicht das Becht der Landruhr gelten soü: 
Beiehsarchiv im Haag, Beg. 0. B. Beyeren 18, 1346—8, cos. B fol. 42. 1348 (dominica pro- 
xima p. fest trinitatis) Juni 22 geloben Ostergo und Westergo dem Grafen, seinen Bittem und 
Städten und Herrn v. Beaumont den Stiüstand auf 20 Jahre von Juli 26 ab zu halten: aber 
der Verkehr wurd abgeschnitten hoc addito, qaod «i decreveritar pro negociationibus exercendia, 
qni Uli« ati volueriut, tria loca nostraram terrarum, abi res venales exponontor et forum exer- 
cttur, videlicit Harich, Cotawerch in Westergine et Holwich in Ostergine in omni tempore — 
libere potettis visitare, stare et recedere: a. a. 0. Beg. EL 22 cos. C fol. 5b. 



1347 Aug. 9. 



53 



1Ü7\ Termihiten und das fnesische AUamt heurhmden ihre Sahne, mit der StmU 
und den Kaufleuten mn Uamburg über die seit 134G Mär^ 25 herrschenden 
Lrrungeii im Handelsverkehr \ — 1347 Äug, 9. Hamburg, 

AuA StA £ti Jlttnihtmif Tiesc Ec 37; Or. m. 2 S, Das. Et 34^:iG gldchlanitmk 
Urkumlm row HarUngnt in Frmland (gedr. Fr\edlüntle^\ Ositfries. U. B. J, n. 63), 
Astringien und Wangmi und den Btirgern ron Jtver, dni Klonten Klarkampt 
Dokkttmf FursiPertf dan Distrikt Winninglhe in Weiss- Antringi^i und den 
StäiUert Leetutmrden uf^l Dokkum. 

üniversis in peqietuom auditnris prcscntia seu visuris abbas et couventiis 
moiiasteri! in Mcuteroa necnon jndiccs, consules et tota nniversitas pa^ Frisie dicti 
Aldeotnbecht sahitem in Domino sempiteniam. Paeis veiieranda dementia honiiiies 
ad divini cultus irequentiam roborat et ad aiiimarura et corporum salutem incitat 
et ad proxinioruni dilectiunem iodiicit, quoB ^werrarum odioBa protervitas ad 
dlBsenBiones provocat et taeit ab eqtiitatis et salutis semitis dcviare, Hiuc est 
qai>d natis et in perpetuun! iiascitoris cupimus ease notnni, quad, cum cives et 
inereatorea Hamburgenses per qiiosdara nostro« eonterraneog suis br^uis et navibus 
essent sine debita Providentia spoliati et cive» et mereatores Hamburgenses pro 
reeuperatione suorum bouortim et uavium nostros couterraneos cum suis bonis et 
navibus detinereot et ex boc dissensionis materia erebresceret et majus. perieulurn 
timeretur, nos divina nobis opitulaotc graeia dictam dissensionem et dLäcordiain 
ad sonam lirmam et eomposicitjuem iuviolabileni perpetuo diiraturas cum con- 
galibuSi civibus et mercatoribu8 HamDurgcnaibus dcduximiis iu hunc modum. 
Videlicet quod omnes cause controversie et inimicieie, que iiiter nos et nostram 
terraiii ex una et dictos coiisulea, eives et mercatores Haraburgeuges parte ex 
altera de predictis eausis suborte sunt et fueruut scilicet iu spolÜB, captivitatibus, 
arrestaeionibus, vuhieribus et homieidiis utrobique a festo annunciacionis dominiee^, 
quod occurrebat sub anuo üomiui 134G uaque in presentem diera, debent esse 
sopite penitus et sedate nee umquam debent in malo per nos et nostros heredcs 
et successorea ad memoriam revoearij sed nos et uostri successores et heredes 
Tolamos et debemus consules, cives et mercatores Flamburgeuses in niari et in 
terra, in rebus et corporibus favorabiliter promovere. Si vero, quod absit, qni- 
quam de nostris eonterraneis ausu temerario cootra haue nostram laudabilera 
ordinationem et compositionem consules, cives et mercatoree Hamburgenses per- 
turbare presumereut aut gravare, tales debent esse de nostra terra exules et 
progcripti, nißi de hujusmodi pertnrbationibus et gravaminibus fecerint emendain 
plenam et satisiäctionem debitam et condignani. Quicumque eciam bomines aut 
persone, cujuscumque condiciauis existant, hujusmodi pacis perturbatores et uostre 

f üomposicioois violatores receperint, detinuerint ant foverint, erunt eqne rei et 
pene simili subjacebunt. Hajos nostre composieionis et ordinaeionis mediatores 
et placitatores sunt honesti et discreti viri frater Goswinus conversus monasterii 

[in Ülaro Campo et Rike Oodo civis in Dockern ad hoc per abbates, pen^onas 
gretmannoS; judices et universitatem Albe Asterginis specialitcr deputati et per 
DO» presentibus approbati necnon discreti viri Albertus conversns in Werem et 
Gocko conversus iu FaJtwerthj Sycko et Wobbe Altetessone cives in Apinghe- 

I dämme nostri compatriote fideles. In omnium igitur premissorum testimonium ad 
majoriä roboris firmitatem sigilla videlicet terre nostre, eonventus et abbatis pre- 

' dictorum presentibns sunt appensa. Actum et placitatum Hamborch , anuo Domini 
nuliesimo trecentesimo quadragesimo septimo, in vigilia beati Laurentii martiris. 

*) Doä Land Wurst^n^ unterwarf ttich um dieselbe Zeit dein Her sag Erich von Sachäen, 
f, £/. B. d. Hs. 0. Braumchiß.'JJkmdiufg 9, 2€. *) Marx 25. 



64 1347 Aug. 9 — 1347 Okt. 18. 

108. Hamburg eben so. — 1347 Aug. 9. 

StA zu Groningen; Or. Mitgetheilt von Archivar Feith, Mittelsmänner aus dem 
Rath von Hamburg: Bertrammus Tolner, Hellingbernus Hetfelt, Nicolaus Fran- 
soyzer et Johannes Nulicis. 

Gedruckt: daraus Driessen, Monum, Groning. 1, n. 5^. 

109. Dasselbe urkundet eben so über seine Sühne mit detn Kloster Äduward und 
dem Hunscgau in Friesland. — 1347 Äug, 9. 

Provimialarchiv zu Groningen; Or. MitgetImU vmi Archivar Feith. 
Gedruckt: daraus Driessen, Monum. Groning. 1, n. 51. 

110. Gr. Johann [IITj, Heinrich [II] und Gerhard [V] von Holstein verpflichten 
sich gegen Hamburg mit ihren Mannen bei Strafe des Ehüagers zur gemein- 
samen ßm eineeinen präcisirten] Bekämpfung der von Hummersbüttel, von 
Strutzinghe, Zabel, von Trdlow und von Zule, zur Belagerung und Zerstö- 
rutig der Schlösser Stege ^ und Wolddorf und zu gänzlichem Abbruch des 
Damms zu Stege, zu dauernder Freilassung der Alster und der alten Königs- 
Strasse, und geloben an Stelle der beiden Schlösser nie mehr Festen zu errich- 
ten und nach erreichtem Zwecke keine Sühne ohne Hamburg einzugehen^. — 
1347 (in deme daghe sunte Bartholomeus des apostolen) Aug. 24. Hamburg. 

StA zu Hamburg; Or. 

Gedruckt: daraus Schlesw.- Holst. IL S. 2, n. 170; früher (Klefeker,) Hamb. Cresetze 
u. Verf. 9, 683. Vgl oben 2, 89 tf. 95 und Lüb. Chronik. 1, 259. 

111. Hz. Wilhelm von Baiern, Pfalzgraf bei Rhein, Erbe von Hennegau und Hol- 
land, bestätigt die Zollfreiheit aller Bürger von Kampen in seinen Landen 
bis zur Aufkündigung. — 1347 Sept. 1. Haag. 

K StA zu, Kämpen; Or. - Trafisfix zu der Bestäügungsurktmde von 1360 Dec. 8. 
Reichsarchiv im Haag, Reg. 0. R. in Beyeren 18, 1346^1348, cos. B fd. 52. 
Verzeichnet: atis K Register van charters en bescheiden van Kampen 1, n. 106. 
S. obeti n. 91 u. Anm. zu n. 88. 

112. K. Eduard UI von Er^land an die Beamten seiner Wollsteuer zu Great- 
Yarmouth: befiehlt Tidemann Limherg und die andern Kaufleute von der 
Detdsehen Hanse die zollfreie Ein- und Ausfuhr ihrer Waaren zu gestatten. 
— 1347 Okt. 18. London, Westminster. 

Aus London, Piibl. record Office; Rot. lit. claus. 21 Edw. III p. 2 m. 14: Pro 
Tidemanno de Lymborghe et ceteris mercatoribus de hansa Alemannie. Daselbst 
eben so an die Zöllner rofi Boston, an die Beamten des Ausfuhrzolls für Wölk 
zu Great'Yarniouth und zu Boston. Mitgetlmlt von Sir T. Hardy. 

Rex collectoribus subsidii duorum solidorum de sacco et sex denariorum de 
libra pro certo navigio snpra mare in yeniendo concessi in portu ma^e Jerne- 
muthe salutem. Qoia dilectus nobis Tidemannus de Lymbergtie mercator Ale- 
mannie assumpsit coram nobis et consiiio nostro apud Londoniam de satisfaciendo 
nobis pro se et ceteris mercatoribus de hansa Alemannie, qui habent domum in 
civitate nostra Londoniensi que gildehalla Teuthonicorum yulgariter nuncnpatnr, de 
snbsidio predicto pro rebus et mercandisis per ipsos infra regnum nostrum Anglie 

>) Hier ist die sie. von Oldesloe a. d. Alster gelegene Burg gemeint, während die Burg 
Stege in SchL-Holst. U. S. 2, n. 171, weldie mit ihr dort identificirt wird, die Burg auf der Insel 
Moen ist. >) In den Konflikt mit den genannten Rittern gerieth dann auch Lübeck wegeth 

Strnssenraubs, der von ihnet^ verübt worden: im Bereich des dreijährigen Landfriedens roth 1349 
März 1 u. Aug. 10 fand die Aussöhnung durch Urfehde statt, 1352 Jan. 26, Lüb. U. B. 3, 
n. 133, wozu 2, n. 904, 1, n. 752; vgl auch 3, n. 132 u. 135. 



1347 Okt. 28. 55 

adducendis et ab eodem similiter educendis: vobis mandamus, qnod tarn ipsnm 
Tidemannnm quam alios mercatores de dieta hansa Alemannie dietas mercandisas 
absqüe dicto sabsidio yobis inde ad opus nostrnm solyendo infra dictum regnum 
nostrum adducere et ab eodem educere libere permittatis, quousque vobis super 
hoc aliud inde duxerimus demandandum; de singulis pecuniarnm summis tarn 
dictum Tidemannum quam alios mercatores de dicta hansa Alemannie et eorum 
quemlibet racione subsidii hujusmodi in hac parte contingentibus ac de nominibus 
omnium et singulorum eorundem mercatorum mercandisas hujusmodi extra regnum 
nostrum Anglie ducencium vel infra idem regnum portancium indenturas inter 
TOS et aldermannum dictorum mercatorum de hansa Alemannie in portu predicto 
in forma debita facientes et nos inde, cum per nos premuniti fueritis, in can- 
cellaria nostra distincte et aperte certificantes. Teste rege, apud Westmonasterium^ 
18. die Octobris. Per consüium. 

113. Beschlüsse der gemeinen Deutschen Kauf leide des römischen Reichs in einer 
Versammlung im Remter des Karmeliterklosters zu Brügge über ein Statuteti- 
huchy Über ihre Theilung in ein lübisch-ivendisch- sächsisches \ ein westfälisch' 
preussiscJies und ein gotländisch-Uvländisch' schwedisches Drittel, über die 
Wahl von 6 Aelterleuten und ihre und der versammelten Kaußeute Befug- 
nisse. — 1347 OkL 28. 

Gedruckt Uanserecesse 1, n. 143, Eine Abschrift von K daselbst im StA zu Köln, 
Tians, Privikgienbuch d. 15. Jahrh. a. Perg. fol. 156. 

114. Der Deutsche Kaufmann zu Brügge erlässt eine Ordonnanz über den Handel 
mit den Laken von Aardenburg. — [1347 Okt. 28 J 

1, 

Atis L StA zu Lübeck; flandrischer Kopiar 8, n. 8. 

2, 
Aus K StA zu Köln; Kopiar n. 258 fol. 50b. 
Daselbst B 2 fol. 159b. 
Gedruckt aus L Lub. ü. B. 2, n. 878. S. die vorige Nummer. 

1. 2. 

Dit es de ordinantie, de ghemaket es Dit es de ordinancie, de ghemaket es 

np de lakene yan Ardenborgh. uppe de lakene yan Ardenborgh. 

Dat negheyn copman yorseyd noch Dat neghen coopman yorseghet noch 
neyman yan siner weghene neghene la- neyman yan siner weghene negheyne 
kene dingen noch copen sal, se ne sin lakene dinghen noch copen sal, se ne 
ghevolden in de rechten yolden, dar se sin gheyolden in de rechten yolden, dar 
scoldich sin inne to sine, also id yan se sculdich sin inne te sine, also id yan 
olden tyden hevet ghewesen, ende dit alden tyden heyet ghewesen, ende dit 
to holdene truweliken sunder arghelist. to holden truweliken sonder arghelist. 
Ende were dat sake, dat it yenich cop- Ende were dat sake, dat id yenich coop- 
man yorseyd iof yenich man yan siner man yorseghet iof enich man yan sinen 
weghene breke, dat de soide gheyen weghene yerbreke, dat de solde gheyen 

*) Die Fortdauer der engeren Verbindung der sächsischen Städte unter einander wird für 
dien Zeit bezeugt durch das Mittleramt, welches Braunschweig und Goslar in den Streitigkeiten 
iwisehen der Stadt HildesJieim und dem Bischof Heinrieh von beiden Parten vhertragen wird, 
verbunden mit ihrer Oberaufsicht über Wahrung des Friedens; in HildesJieim herrschten lange 
Mümirrungen; Urkunden n. 481 a^c, 832, 421, 541a von 1345 Sonnabend und Sonntag vor 
Ä Luden [Dec. 10, 11] und 1346 S. Martins Abend [Nov. 10] im StA zu Hüdesheim, 5 Or. 
und 1 Abschr. 



d6 



1347 um Okt. 28. 



van ylken lakene vif scillingh grot etide 
darto gal he bliven to dcmc scggenc 
des ghemeynen <*opmaus, ende de older- 
lude de sbt lüaclitich cneii ylkee mau, 
dar seys sie van verm^den, to verma- 
Dene bi ßinen ede, iof lie id wol ghe- 
bolden hebbe of nicht, also dicke alse 
[se]» willen. 

Vortnier so sollen alle coplude vor- 
seghet holden dcsc ordinautie vorseyd, 
de also verre comen sin, dat so sm 
bekant in copcne ende in vorcopenc. 



2. 
van elken takene vif scillingb grot ende 
darto feal he bliven to denie seeghene 
des ghetiieucn coopraans, ende de alder- 
lüde sint machticb euen elken man, dar 
seys sie van verraoden, to vemianene 
bi sincn eede, iof he id wol gheholden 
hebbe off nicht, also dicke alse [se]' 
willen. 

Vortmeer so sollen alle cooplude vor- 
seghet holden dese ordinancie vorseyd, 
de also verre comen sin, dat ae sin 
bekant in copene ende in vercopene. 



115, OrdonnanM des Deutschen Kaufmanns über den Tuchhandel zu Poperitigeti^, 
— [1347 um OM. 28J 

Aus K StA SU Köln ; ftatidrisduer Kopiar n, 258 fol. 49. 
Daatlhst Kt^iiar B 2 fol 159. 

L StA zu Lühixk; ßandriseker Kopiar 8 n. 6; (Jrdonnnm n. 111 ^ weldie dar Va-- 
ß4rnn{f Poptringens n, IIB eM^ßfi^, IMc danx umcesaiiHchen YarianJtm werden 
hier nicht mittjetheiU. 
Gedruckt: am L LüL iL B. ii, n. S77, Y^ß. HR. J, 75, 

Dit es de ordinancie, de gbemaket es bi den ghemejTien coopluden van 
den Romescben rike van Älmanien, wo dat men de coopmanscepe holden 
sal van den lakenen alse to Pope^inghen^ 

[Ij Int eerste dat oegheen coopman to Poperinge lakene sal copen noch 
do€n copen, he en si selven vor oghen iof sün wert van Brucghe iof siins werdes 
clerc iof des coopmans sekere cnape, up ene böte van elken lakene twe scillingh 
grote ende des nicht to latene, id en were sake, dat enicb man nicht mer denne 
20 lakene of dar beneddene hebben wolde, dat" mach bi doen copen met ener 
littere [van]" sinen werd to Poperinghe, ende de littere sal bezegbelt siin metten* 
singette van den alderluden', dat darto gheordinieret ende gbemaket es bi den 
ghemejTien coopluden vorseghet; ende wer id so, dat dit enich man breke iof 
eynich man van siner wegbene, de solde ooc verboret hebben van elken lakene 
twe scillingh grote. 

ßj Vort dat neghen man lakene to Poperinghe sal copen noch don copen, 
se ne sin erat van den ramen gbedacn uppe de vorseghede böte, id en were dat 
enicb mau sonderlangbe varwe van lakenen to donde hadde, de men ghemenlike 
nicht to cope vint*. ^ 

[3J Vort dat neghen man Poperinsche'' lakene copen sal noch don copen 
in neghener stede dan to Poperingen iof in vrien jaermarkeden nppe de böte 
vorseghet 

[4J Vort dat negheen clerk off* knape, de denende es in bcrbergben van 
den coopluden vorseid, ncghene manghelinghe noch gbeselscap hebben sal met 
yenigben curbroder van Poperingben, dat scbedelic si den coopluden vorseid, ende 

•)/tAff Lu. h\ h) , , d« c<»pcfi>cbope holden m1 to PbpQringon Alse rxn ilcu Ukenr^ /.. c) d« f« 
A}/€A>i K, /.. B) met 4«n £» f) filditrlndtPo l. g) ob riat L. h\ Pupcnch« L, &> cu>cli L. 

') [hcM OrdammnSf verbuftdm mü dem foigenden Erlastt, ttird die erute Hchni fluche Grunde 
hije für defi Tuehrerkehr der Ikulsdien mit P. bü m das IQ, Jahrh* fttnein, Mü K Omer 
werdifn ent^yrechende Vereinlmnift^* to» 1389 üb »ehr iohkä^ jfetrof/en , 9, de9^ erwähn$m 
Kopiar in Lübeck p, S.J /f. 



1347 Nov. 21. 57 

wäre dat sake, dat enich clerc off knape hiran met der waerheet bevonden worde, 
met (den)* ne sal neghen coopman vorseid meer handelinghe hebben noch sine 
bederve laten doen, up ene böte van enen pand grote, also dicke als he id dade. 

[5,] Vort dat neghen coopman, de to Poperinghe comt umme lakene to 
copene, njmmanne met omme sal don^ gan umme lakene to copene to siner 
behof snnder he met eneme clerke, up de böte van elken lakene twe scillingh 
grote. 

[6.] Ende were dat sake, dat en clerc allene were to Poperinghen umme 
lakene to copene van enighes coopmans weghene, de solde dergheliic don van 
des coopmans weghene, up die böte vorseghet. 

[7.] Vort were dat sake, dat enich clerc of knape, de denende* es in her- 
berghen van den coopluden vorseghet, yenich van desen vorsegheden punten** 
brake ende daran worde metter* waerheit bevonden, met den ne sal negheen 
coopman vorseghet mer handelinghe hebben noch sine bederve laten don, up ene 
böte van enen pund grote, also dicke also he id dade. 

[8.] Vort were dat sake, dat enich werd dese vorsede punte** breke iof dade 
breken met yenighes coopmans gude vorseghet, dat des coopmans gud vorseghet 
de vorseghede böte betalen sal, also darvore steet bescreven. 

[9,] Umme dat man dese' vorseghede punte** vast ende ghestede bolde sunder 
arghelist, so sint de olderlude machtich enen elken "^ to vraghene bi sinen eede 
van elken punte** vorseid, iof hi se gheholden hebbe iof nicht 

116. Poperingen verkündet zu Gunsten des Deutschen Kaufmanns seine Verfügungen 
über dessen Tuchhandel in der Stadt '. — 1347 Nov. 21. 

ÄU8 K StA zu Köln, Hanseurkwiden ; Or. m. 2 S. Ä. d. Rücken gleichzeitig: Ghescreven 

te Poperingheu int jaer ons Heren als men scref 1347. 
Gedruckt: daraus Urk. Gesch. d, Ursjyr. d. D. Hanse 2, 404. 

Wie sceipenen, coriers* ende al de ghemeene der capelle toebehorende bin 
der core van Poperinghe doen te weitene allen liedeu, dat wie bi ghemeenen 
acorde ende assente gheordeneirt ende ghewilkuert hebben den ghemeenen coop- 
lieden van Älmaengen wel te hou[d]ene*' ende te doen houdene alle de pointen, 
die hiema volghen. 

[1.] Dats te weitene int eerste, dat wie onse draperie so wesenlike heiteren 
willen, datter nemmeer gheen ghebrec in vonden wert ter eren ende ter baten 
van ons ende van den ghemeenen cooplieden. 

[2J Vort dat gheen wardeire siins zelves lakenen vonnessen* sal up ene 
boete van 60 j^ Par[isise] van elker waerven, dats iemene iehouden wäre. 

a) So L, motten K. b) nymmanne mer sal umme don L. c) to dononde L. d) ponte /.. 

e) met der L. f) alle dese /.. g) yslilcen L. h) hoatene A'. 

>) Zwischen Poperingen und Ypern war lange Streit gewesen wegen der Draperie, weil jenes 
Tuehe, namentlich gestreifte, nachgeahmt, für deren alleinige Bereitung YpeT9% pririlegirt war; 
durch Spruch Gents, Brügges und Yperns ron 1343 April 29 vrurde dies wie der Tuchrerkauf 
im Detail Poperingen untersagt; es handelt dagegen auf den Rath „böser Leute**, unterwirft sich 
aber 1344 Aug. 7 unter harten Bedingungen, lässt die Subjektionsakte ron den auch in unserm 
Erlass genannten ersten Vertretern der Gemeinde Gaerd tmd Payer neben Schöffen, Keurherren 
und Bäthen, anerkennen und empfängt 1346, dann wieder 1351 die gräfliche Bestätigung: Die- 
gerick, Inrentaire dYpres 2, 518, 523, 528, 539, 553. Zwei Jahrzehnte später gerathen Pope- 
ringen und Commines wegen dessdben Gegenstands in Streit mit Ypern, a. a. 0.; für Ypern wird 
1373 Jan. 11 der S^uch ron 1344 wiederholt, n. 629. *) Vgl. scabini, chorarii et commu- 

nit<u de Poperinghes bei Joh. Longus, Chron. S. Bertini, Mon. Germ. SS. 25, 865. «) D. h. 

amtlich prüfen und durch das Urtheil die Laken für brauchbar erklären. 

Haittuches Urlrandenbuch III. 8 



58 1348 Jan. 7. / 

PJ Vort dat gheen ostellier van den vorseiden cooplieden van Almaengen, 
siin wiif noch yemene van sinen weighe lakene copen sal no doen copen bin der 
vorseider core van Poperinghe omme vort te vercopene binne der vorseider euere 
up ene boete van 10/ Parpsise] van elken lakene. 

[4.] Vort dat gheen ostellier vorseid noch niemene van sinen weighe enighe 
laken copen sal no doen copen te gheens coopmans boef up ene boete van 60 / 
Par[isi8e] van elken lakene, hen zi dat de coopman zelve vor hoghen zi ende 
in presencien iof siin zeiker cnape, iof het en wäre tote 20 lakenen iof daer 
beneiden, ende daerof ene lettre te bringhene van den vorseiden cooplieden ghetee- 
kent metten siugette, dat hiertoe gheordeneirt es bi den vorseiden cooplieden. 

[6.] Vort dat gheen hostellier vorseid gheene draperie reden sal no doen 
reden, daer die vorseide cooplieden van Almaengen te huus siin, up ene boete 
van 60 j^ Par[isise] van elker waerven. 

[6J Vort dat niemen binne der vorseider euere gheene lakenen vercopen sal, 
vor dat zi van den ramen comen siin, up ene boete van 10/ van elken lakene, 
hey ne wäre dat enich van den vorseiden cooplieden enighe sonderlinghe vaerwe 
dade maken, die men niet ghemeenlike vonde te cope. 

[7J Vort dat gheen cuerbroeder van der vorseider euere enighe lakenen sal 
copen no doen copen omme vort te vercopene binne der vorseider euere zonder 
alleene smaendaeghs in elke woeke, ende dat te copene met siins zelves goede 
zonder enich gheselscap te hebbene binne der euere noch derbuten up ene boete 
van 10/ van elken lakene. 

[8J Vort waert so dat die vorseide cooplieden enich goet brochten iof zenden 
int behout van haerlieder weerden binne der vorseider euere ende hemlieden 
daerof enighe scade came iof ghesciede, dat wielieden darof ghehouden willen 
siin gheheellike ende al, iof hen came toe bi kenliken meskiene. 

[9.] Ende alle dese vorseide pointen so hebben wi beloeft ende beloven wel 
ende ghetrauwelike te houdene ende te doen* houdene zonder fraude ende malen- 
gien ende hennof waerreide te home altoos, als wie beseflfen, datter yemen tie- 
ghen doen wille. 

In kennessen der waerheiden hebben wie sceipenen ende coriers vorseid 
deise lettren ghedaen zeighelen met Lambrecht Gaerds ende Gillis Payers zeighels 
onse wel gheminde ieselben over ons allen, omme dat wi ghenen ghemeenen 
zeighel en hebben. Yscreiven zwondsdaghs vor sinte Clements dach. 

117, Vergleich zwischen den Deutschen Kaufleuten zu Brügge und den Schotten 
von Inverness (van der stede van Hildemessen uut Scotlant) genau wie der 
spätere Vergleich der Kaufleute mit S. Andrews und Cupar Fife n. 11^. — 
1348 (1347) Jan. 7. (Brügge.) 

StA zu Brügge, Groenenboock C foh 64, flüchtige Abschrift. Die Abtoeichungen von 

n. 127 sind dciselbst unter den Varianten angegeben. 
Gedruckt: sehr flüchtig r. Sybels Histor. Ztschr. 28 (1872), 364. 

118. Prenzlau, Pasewalk, Ängermünde und Templin beurkunden, dass sie einem 
jeden aus einer der vier Städte, der Gefahr, Klage oder Schaden für die von 
ihnen zum besten der Herrschaft und des Lat^des geschlossene Einigung zu 
erleiden hätte, beistehen und Unruhe und Kampf in einer Stadt gemeinsam 

a) doene K. 



1348 Jan. 11 — 1348 Jan. 20. 59 

unterdrücken und entscheiden wollen \ — 1348 (ipsa sexta feria infra octavas 
epiphanie Domini) Jan. 11. JPrendau. ^ 

StA zu Prenzlau; Or. m, 4 beschädigten S. MütheÜung des Magistrats von Prenzlau. 

Gredruckt: nach einer schleckten Abschrift hiervon Riedel, Cod. dipl. Brandenb. 1, 21, 
161 n. 96. Vgl. Kratz, Städte Pommerns 285. 

119. K. Magnus von Schweden und Norwegen gestattet den Bremern freien Zugang 

nach Norwegen y besonders nach Bergen, gegen Entrichtung der lierkömnüichen 

Zolle ausser der von K. Hdkon eingeführten Auflage. — 1S48 Jan. 13. Bohus 

B StA zu Bremen; Privüegiar sec. 14 fol. 84. Zweifelhafte Überlieferung. 

Gedruckt: daraus Brem. U. B. 2, n. 568, wonach hier; Dipl. Norveg. 5, n. 197 ; 

verzeichnet ürk. Gesch. d. ürspr. d. D. Hanse 2, 405. S. oben n. 71, 72 u. 73. 

Magnus Dei gratia rex Swecie, Norwegie et Scanie omnibus presens scriptum 
eernentibns salutem in Domino sempiternam. Tenore presentium constare volumus 
evidenter, quod nos ex gratia speciali civitatensibus Bremis ad portus nostr[o]s' 
Bergis, ita quod theloneum et tributa, que temporibus proavorum nostrorum dile- 
ctorum dominorum Magni* et Erici^ [qu]ondam** regum Norwegie bone memorie 
dari consueverunt, integraliter solvere teneantur, ad dies nostros aditum liberum 
concedimus et accessum ipsos de theloneo per progenitorem nostrum karissimum 
dominum regem Haquinum felicis recordationis imposito* pro tempore, quo pre- 
dictos nobis favorabiies et in conservatione unionis et pacis erga nos fideles inve- 
nerimus, liberos penitus dimittentes. Prohibemus igitur per gratlam nostram fir- 
miter et distriete, ne thezaurarius noster Bergensis, qui pro nunc vel pro J>0mpore 
fuerit, seu suorum aliquis advocatorum vel officialium predictos cives Bremenses 
seu suorum aliquem contra hanc gratiam nostram presumat aliqualiter impetere'' 
vel gravare, prout indignationem nistram gravem voluerit evitare. Datum in castro 
nostro Baghah[u]s^ anno Domini 1348, in octava epiphanie ejusdem, nostro sub 
sigillo. 

IZO. K. Eduard III von England an Johann von Wesenham, Einnehmer der WoU- 
Steuer: bestätigt den Deutschen Kaufleuten von der CHldhalle zu London die 
von K. Eduard I und II bestimmte Herabsetzung des Wollenzolls auf 3 Pfen- 
nige vom Pfund. — 1348 Jan. 20. London, Westminster. 

Aus L StA zu Lübeck; transsumirt in n. 123. 

London, Publ. record. office; Bot. lit claus. 21 Edw. III. 2. 2. 

Gedruckt: aus L flOchtig Urk. G^ch. d. Urspr. d. D. Hanse 2, 406. 

Edwardus Dei gracia rex Anglie et Francie et dominus Hibemie dilecto ser- 
vienti sno Johanni de Wesenham pincerne suo, collectori custume tam pannorum 
de lana quam pannorum et lettorum de Worstede infra regnum nostrum Anglie 
factorum et extra idem regnum nostrum educendorum vel ejus locum tenenti in 
portu ville de sancto Botulpho salutem. Ex parte quorundam mercatorum de 
regno Alemannie, qui habent domum in civitate nostra Londoniensi, que gildehalla 
Teathonicorum vulgariter nuncupatur, nobis est cum instancia supplicatum, ut, 
cum pro quibusdam prestationibus et custumis, quas celebris memorie domino 
Edwardo quondam regi Anglie avo nostro gratanter concesserunt, sibi et heredi- 
bus suis infra regnum nostrum Anglie solvendis, videlicet de qualibet libra argenti 

a) nostns li. b) condam H. c) Letter wohl: impedire. d) Bagbahira Js! 

") Okt. 18 beauftragt K Karl IV den Erzbischof Otto ran Magdeburg und Markgr. Wal- 
demar von Brandenburg einen Landfrieden im Lande Sachsen von Nov. 11 auf 3 Jahre schwören 
Mu lassen, Huber, Regesten Karls IV n. 770. •) S. 1, n. 840. ») 1, n. 970. 

*) 1, n. 1095 (wozu n. 1040), 1111, 1150. 

8* 



Oll 



IZm Jan, 20. 



estimacioDie seu valoris reruni et uieroaiidisarutu per ipsos infra regiium Doetnim 
Anglie adductarum, quocnmqae nomine censeantnr, tres denarios de libra in iiitrotta 
reriim et iiiercandisarum hajusinodi iufra idem re^uum nostrum^ et siniiliter tres 
denarios de libra argenti in eduecioue rerura et mercandisanuu emptarum in regno 
no8tra predicto ultra eustumag aiitiquas eklem avo nostro aiit aliis ante dataf^ et 
pro quil)usd**\in aliis prestationilnis et custnmts eidem avo nostro per ipsoni nicrca- 
tores eoneessis inter eeteras übertates eis per cartam dieti avi nostri, quam eon- 
finnavimus, eoncessas coueessum sit eisdem, quod nulla exactio, prisa vel prestatio 
ant aliquod aliud onus super personas mereatonim predietoruni , inercandisas geu 
bona eornndem aliquatenus imponatur contra forinam in dicta carta expre^sam et 
conces8am: ac insuper jier eartam Uonc luemorie domini Edwardi nuper regijt 
Anglie genitoris uostri, quam shniliter confirmavimus, eisdem Diercatoribus dt eon- 
cessun)» quod ipsi mercatores universi et i>ingiili et eorum suceesaores domum 
predietam in civitate predicta babituri in omoibus eisdem libertatibus et liberis 
eonauetudinibus^ quibus ipsi mereatores tarn ipsius genitorb nostri quam progeni- 
torum suorum temporibus usi sunt et gavisi, manutencrentur in perpetimm et ser- 
vareutur, et quod idem genitor noster ipsos mereatores extra hujusmodi libertates 
et überas consuetudines uon traheret nee, quantum in ipso fuit, trabi aliqualit^r 
pennitteret, et quod idem genitor noster vel heredes sui super ipsos mercatores 
aut eorum bona vel mercimonia custumam novam indebitam uon ponerent salvis 
eidem genitori nostro et beredibus suis antiquis prisis suis, prout in cartis et cou- 
firmaeionibus predietis coram uobis et eousUio nostro ostensis vidinms plenius cou- 
lineri: velimus ipsos mercatores in libertatibus et liberis cnusuetudinibus suis, 
quibus ipsi uostris et dictorum progenitorum nosti^orum temporitnis usi sunt et 
gavisi, manuteneri et servari ac de custuma 4mjusmodi pannorum de lana, sive 
de assisa vel ultra aut infra assisam iuerint, ae de dieta custuma dictorum pan- 
norum et lettorum de Worstede neeuon de aliis costiimis novis et indebitis de 
ipsis mereatoribus pro aliis bonis et mercimonäs Infra dictum regnum nostrum 
Anglie emptis ultra tres denarios de qualibet libra argenti estimacioiiis seu raloris 
rerum et mercandisarum hujusmodi de novo exactis quietos tieri jubere et omnino 
lüde exonerari: nos pro eo, quod per certificaeiones thesaurarü et baronum de 
seaeeario nostro de mandato nostro tactas et in cancellaria nostra missas est eom- 
pertum, quod prefati mercatores pro pannis de Anglia extra dictum regnum 
nostrum Anglie tarn temporibus doraini Edwardi quondam regis Anglie avi et 
domini Edwardi nuper regis Anglie patris nostrorum quam nostro eductis custumam 
triam denariorum de libra estimacionis seu valoris pannorum hujusmodi solverunt 
et sölvere eonsueverunt, et non est conipertum, quod de aliis custumis pro pannis 
hujüjsmodi solvendis temporibus predictis onerati extitcrunt, volentes ipsorum sup- 
pUcacioni favorabiliter inclinare vobis mandamus, quod demande, quam eisdem 
mercat4»ribu8 pro custuma dictorum pannorum de lana, sive de assisa vel ultra 
aot infra fucrint, ae pro custuma dictorum pannorum et lettorum de Worstede 
aut aliis custumis novis et indebitis ultra dietos tres denarios de qualibet libra 
argenti estimacionis seu valoris rerum et mercandisarum hujusmodi et alias eustu- 
mas per ipsos ab antiquo debitas et in denariis solvi consuetas tieri facitis, super- 
sederi faciatis omnino ^ Et si quid ab eis vel eorum aliquo contra formara car- 



*) ydtr, IS werden auf Parlament ttbe^chlunit U¥ui auf die allfftmcine Klage über Emfuhr 
$ctUtchi€r und Am fuhr fftä^ en{f lücher Müt%£€ Anfuhcr iii dvn Hüfm btsteUi und wird h, a, 
LeMtimmt, quod tuitre&torc« oxtrii»«>i cum winlst paanu, A?eHo [toodorid i4 aliid uiercibu« «t iii«r* 
dmoniU qiii> t^tioDc i4 {H^rturbatione ad regnaro Dontnim 

v<jtii»iiit auu liuiqtio ibidem ttilaiinnt, tton ooacti* ao lauM» 



1348 Jan. 28 — 1348 Febr. 24. 61 

tarnm et confirmationum predictarum seu libertates et antiquas consnetadines suas 
nuDUS rite leyayeritis, id eis restituatis indilate. Teste me ipso, apud Westmona- 
sterium, yicesimo die Januarii, anno regni nostri Anglle vicesimo primo, regni 
yero nostri Franeie octavo. 

121. Weiss 'Astringien an Hamburg: ersucht nach Äbschluss ihrer Sühne dem 
Lande die Auszahlung von 1200 Goldschilden zu bescheinigen und den Bür- 
gern, die das Gebiet von Hamburg besuchen, den zwanzigsten Pfennig zu 
erlassen. — 1348 (die oetavo Agnetis virginis) Jan. 28. 

StA m Hamburg, Trese Ee 18; Or. m. 8. Vgl n. 113. 

122. Abt und Konvent des Cisterzienserklosters Klarkamp bezeugen, dass Abt und 
Konvent des S. Bernhard- Klosters zu Aduard den Kaußeuten von Hamburg 
zu keiner Zeit Unbilden od^r Raub angethan und wegen ihrer räumlichen 
Entfernung und wegen Kriegsgefahr nicht im Stande gewesen seien die Leute 
von Westergine, welche Kaußeute von Hamburg an Grut und Schiff &n beraubt 
haben, durch geistliches Gericht oder weltliche Macht zur Leistung einer 
Genugthuung zu zwingen. — 1348 (ipso die purificationis beate Marie vir- 
ginis gloriose) Febr. 2. 

Prorinzialarchiv zu Groningen; Or. Mitgetheili von Archivar Feiih. 
Gedruckt: daraus Driessen, Monum. Gronhuj. 1, w. 53. 

123. K. Eduard [III] vofi Etigland wiederholt aus den Kanzleirollefi auf Gesuch 
der Deutscheti Kaußeute seinen Freibrief n. 120 (exemplificandum). — 1348 
(anno regni Anglie 22, Franeie 9) Febr. 3, London, Westminster, 

L StA zu Lübeck; Or. m. S. MitgetJieiU von Wehrinann. 
Londmi, Pitbl recard office; Rot. lit. pat. 22 Edw. III 1. 41. 
Gedruckt: aus L mit dem falschen Jahresdatum 1349 Urk. Gesch. d. ürspr. d. D. 
Hanse 2, 406. 

124. Gr. Dietrich d. ältere von Ldinburg bezeugt, dass er nebst seinen Erben keithen 
Anspruch an den Bürger Wynman vofi Riga und dessen Bruder habe, die 
freie Leute sind. — 1348 Febr. 24. 

StA zu Dortmund; Or., Transfixbrief. zur Urkunde der Junker von Limburg 1354 
Sept 20. — Den Cregetistatid des Streits, der durch diese Erklärung beigelegt ist, 
werden Schuldforderwngen gebildet haben. 

Nos Theodericus comes de Lymborgh cupimus fore notum universis presentia 
yisnris et auditaris, quod nee nos nee omnes heredes nostri quiequam juris habe- 
mus in discreto viro Goscalco Wynman ^ cive Rygensi et suo fratre Johanne de 

pADnos et alias mercandizas infra dictum regnam libere emere et excercere et eas ac alia mer- 
dmonia vinis et bladis dontaxat exceptis ad purtes exteras, lanas yidelicot ad stapalam et alia 
mercimonia ibidem vel alibi juxta eoram libitum, oon tamen ad inimicos nostros extra treugas 
commanionem regnorum et sübditorum continentes ac pacem duccre posaint juxta formam statuti 
in parliamento nostro apud Eborum anno regni nostri Anglio nono tento [1335] de communi 
eondlio dicti regni nostri de hujusmodi mercatoribus extraneis infra idem regnum cum mercan- 
disis snis venientibus et eas excercentibus ad communem et publicam ipsius regni utilitatem editi 
et per totum regnum ipsum eciam publicati sab penis in eodem plenius expressatis, non obstan- 
tibus libertatibus etiam per cartas regias in genere seu specio concessis aut consuetudinibus, 
sieut idem statutom apertius continet, supradictis, ita tamen quod legales mercandisas exerceant 
et solyant cnstomas et subsidia, que debebant: Bymer 3, 1, 151. ^) Eine in Riga mehrfach 

rerireUne Famüie, vgl. Livl, U. B. 3 ff., Register. G, W. gehörte von 1349 ab dem Roth der 
8t4tdt an, s. Böthführ, Rigische Rathslinie (2. Aufl.) 76. Der Name seines Bruders ist nicht zu 
identificiren : vielleicht wäre ein Schreibfehler für Dalem zu vermuthen. 



62 1348 Febr. 28 — 1348 April 24. 

Clahem, sed nobis notorium est et protestamur ipsos fore liberoB homines atque 
probos; 8i vero hec premissa quisquis eontradiceret, ille contrarium diceret veri- 
iati. Promittentes insuper pro nobis et nostris ipsos, nbicunque poterimus, pro- 
moYere. In qnorum testimoniam sigillum nostrum pro nobis et nostris heredibus 
doximus presentibus appendendum. Datum ipso die Mathie apostoli, anno Domini 
1347. 

125. Erzbischof Walram von Köln verkündet den von März 17 ab (Gertrude daghe) 
auf 3 Jahre für die Lande zwischen Wupper und Weser geschlossenen Land- 
frieden mit Bischof Ludwig und dem Stift von Münster^ Gr. Engelbert pil] 
von der Marie und den Städten Münster, Soest und Dortmund^ wie Erz- 
bischof Heinrich Bd, 2, n. 345 mit den Zusätzen: dass Rechtsstreitigkeiten in 
den Territorien des Friedens, wdche der Territorialherr nicht entscheidet, auf 
Berufung nach Friedensrecht auszutragen sind, desgleichen (in 8 Tagen) 
Klagen über Verweigerung des Rechts für Verumndung von Seiten des Amt- 
manns oder Richters im Territorium des Uebdthäters; dass Gr. Engelbert 
30 Mann stelÜ, auf einer Tagsatzung des Landfriedens der Mehrheitsbeschluss 
auch die abwesenden Bundesglieder bindet*, eine Klage wegen IViedbruchs 
und dessen Begünstigung durch den Viermännereid zu erhärten ist, die Auf- 
nahme eines neuen Mitglieds durch die Geschworenen bestimmt wird, der 
westfälische Marschall JolMnn von Reifferscheid als Vertreter des Erzbischofs 
der Hüter des Friedens ist und dass der Bund den bezeichnetefi Endtermin 
überdauern soll, wenn ein für diesen Frieden begonnener Kampf dann noch 
nicht abgethan ist. — 1348 (des donersdaghes na sunte Mathies daghe) Febr. 28. 

D StA zu Dortmund; Or. m. 5 S., das von Soest abgefallen. 

StA zu Koesfeld, n. 56; Or. 

Gedruckt: aus D sehr nachlässig Fahne, U. B. d. St. Dortmund 2, n. 376. Das. 
vom selben Tage eine Beitrittserklärung von Gr. Gothard von Arnsberg; den Bei- 
tritt Koesfelds beweist das Original im dortigen Archiv. 

126. Die Vögte beider Theile von Norden an Hamburg: melden, dass die Gemein- 
heit des Landes den langen Zwist mit Hamburg durch Verleihung eines drei- 
oder sechsjährigen Geleits für die Hamburger beilegen woUe, wenn dasselbe 
auch den Nordenem zugestanden wird. — 1348 (feria sexta post diem beati 
Mathie apostoli) Febr. 29. 

StA zu Hambtirg, Trese P47b; Or. m. S. 

Gedruckt: daraus Friedländer, Ostfries. U. B. 1, n. 66. Vgl. oben n. 113. 

127. Vergleich zwischen den Deutsehen Kaußeuten zu Brügge und den Schotten 
von S. Andrews und Cupar Fife über die Beraubung eines Deutschen Schiffs 
durch die letzteren und die in Folge dessen durch di^ Deutschen erhobene 
Schätzung. — 1348 April 24. (Brügge.) 

Aus B StA zu Brügge, n. 4ß2; Abschrift a. einem Pergament mit n. 130 und mit 
dem Enttcurf zum flandrisch- hansischen Privileg von 1360 Juni 14. 

Br der Vergleich n. 117 von Jan. 7 mit den Kauf leuten von Inrerness. 

Verzeichnet: aus B GiUiodts-van Severen, Invent. de la viUe de Bruges 1, 1, 
n. 462 mit irriger Inhaltsangabe. S. oben n. 63. 

>) 08n€ä)rack fehlt. Eben hatten die Bischöfe von Osnabrüdc und von Minden, Or. Gerhard 
von Jülich'Barensherg, Gr. Adolf VII von Holstein, Gr. Hermann von Eberstein, Otto r. d. Lippe, 
dsr Drost von Barensberg und die Städte Herford, Osnabrück, Minden, Lübbeke und Lemgo in 
dsr Kirche zu Wiedenbrück ihrerseits einen Landflriedensbund auf 5 Jahre geschlossen, Lacamblet, 
U. B» i' Gesch. d. Niederrheins 3, n. 456. «) So hatte er selbst schon 1338 hinzugefügt, oben 

M, n. 005. 



1348 Juni 3. 63 

Het es te wetene, dat dese mde[n]ture* orcontscepe dracht ende kennessen 
brincht, hoe dattovereen ghedraghen es, vereflfent ende veracordeert bi burgmee- 
sters, seepenen ende raed van der stede van Brugghe, dat van den debate, 
eesschen, ghescille, scaden ende verUese, die ghesciet ziin ende gheweest ebben 
tote de daghe van heeden tuschen den coplieden van Almaengen, die met hären 
goede ende copmanseepen die stede van Brugghe antierende ziin, of een zide 
ende den coplieden van der stede van sinte Andries ende van Cupers huit Scot- 
land^ over hemlieden alleene of ander zide als van der scade, die de voorseide 
copUede van Almaengen ontfinghen van eenen scepe, dat gheladen quam met 
goede ende copmanseepen huut Almaengen, daer meester of was Lutkin Zibrant 
van Hamborch, dat ghenomen was ende in Scotland ghevoert, daer ghedeelt ende 
ghepaert. • Van denwelken de voorseide copUede van Almaengen een ghemene 
arreest ghedaen ebben up Scotten alghemeenlike in der manieren, dat iema 
volghet ende bescreven staet Dats te wetene, dat die voorseide copliede van 
den steden van sinte Andries ende van Cupers huut Scotland, die comen zuUen 
verzueken iof zenden in Viaendren met hären goede [ende]** copmanschepen, gheven 
zullen den voorseiden coplieden van Almaengen ter . tolne te Brugghe, daer zi haer 
goed vertollen zullen, van elken sachke Scotscher wullen 4 grote Tom., item van 
elker laste natter hu den 12 grote, item van 1 laste droger huden 8 grote ende 
van 1 pachke diererleiders vachten iof ander dinch so zullen zii gheven int ave- 
nant van dat men van vachten gheeft multiplierende tieghe de voorseide Scotsche 
wullen. Voort so es te wetene, dat waerd also, dat enghe van den steden van 
Scotland, eene alleene, meer iof alle hierna in tiden toe te comene, pais, effinghen 
iof acort maechten tieghen de voorseide copliede van Almaengen, so ziin scul- 
dich die voorseide copliede van der stede van sinte Andries ende van Cupers 
voorseit** te liedene met hären avenante van der scade, van datt naer haere quan- 
titete up hemlieden quame, naer hare grote te baten, weder ebbende van dat si 
tevoren hierof betaelt sdhden ebben, ten gotdinkene" van den zegghene van der 
wet van der stede van Brugghe, bi wien alle' dese dinghe ende elk zonde[r]linghe'^ 
ziin beleet ende ghetermineert. Van deser indenturen ziin drie all[eens]** mencioen 
makende, daer die stede van Brugghe die eene of heeft, die copliede van Almaen- 
gen dandre ende die copliede van Scotland, die der stede van sinte Andries ende 
der stede van Cupers* toeboren, ebben die darde. Dit was ghedaen int jaer ons 
Heren 1348, up den 24. dagh van April. 

128, Knappe Jdkoh Borko verleiht der Stadt Wulfsberg [Labes] neben Grundeigen- 
thum den Besitz des lübischen Rechts. — 1348 (feria 3 proxima ante festum 
penthecostes) Juni 3, 

Original oder Vorlage überhaupt nicht mehr aufzufitiden. 
Gedruckt: Schöttgen, Altes rnid neues Pominerland 44. 

129. Gr. Wilhelm [VJ von Hennegau und Holland an seine Zöllner und Ämtleute: 
befiehlt die Bürger von Deventer nach ihrem alten Zoll und Recht durch seine 
Lande fahren zu lassen. — 1348 (des dinxdaghes voir pinxteren) Juni 3. 
Haag. 

Beichsarchiv im Haag, Reg. 0. E. Beyeren 18, cos. B fol. 102. 
Gedruckt: v. Mieris, Charterhoek 2, 752. 

a) indeture ß. b) cooplieden van der stedo van Hildemessen uut Scotlant lir. c) fthlt B. 

d) de voorseide cooplieden van Hilderaessen Hr. e) ter discematien ende goetdinckene Br. 

f) allen B. g) zondelinghe B. h) 2>i> Sehrijt ist in B durch Feuchtigkeit vernichtet. i) der 

stede van Hildemessen Br. 



64 1348 Juni 7 — 1348 Juni 14. 

130, Brügge urkundd übe)' den Ausgleich der Deutschen und Schotten wegen der 
Beraubung der ersteren U7id der Beschatzung der ar^em, — 1348 Juni 7, 

Aus StA zu Brügge f n. 462; Abschrift auf einem Pergameniblatt mit n. 127, durch 
Mäusefrass sehr beschädigt, überschrieben: Dese es besegelt metter stede zegliek. 

Verzeichnet: daraus GilHodts-ran Severen, Invent, de la viUe de Bruges 1, 1, 
n.462. 

Wi burgnieesterSy scepenen ende raed van der stede van Bragghe doen te 
wetene allen den ghenen, die dese lettre zullen zien iof boren leesen, dat quamen 
voor ons als voor seepenen in propren personen Dietaert Moorkerke, Jan Wisskin, 
Heinric Goilar ende Beram van Rostocke over hemlieden ende over al die ghe- 
meene copliede van Almaengen , die de seade ontfinghen up die zee van den Scot- 
ten, ende maechten machtich ende setten in hare stede Janne den Tsercopere 

als te besoekene, te ondervindene ende * van allen den Scotschen scepen 

mers*" int Zwen comen zullen vercoket, diewelke paeis ghemaecht ebben metten 

voorseiden coplieden van Almaengen dato '^ in sinte Andries ende die van 

Cupers ende dat ghescriite den voorseiden coplieden over te zendene omme van 
hemlieden te nemene na der voorme van den voorseiden ....** van elken zacke 
wuUen vier grote Tom., van der last natter banden 12 gr. Tom., van der last 
drogher huuden 8 gr. Tora, ende voort van va[cbten]*' van dierleide maltiplije- 
rende na der wiecbt van der wullen bi der orconschepe van deser lettre, diewelke 
wi burgmeesters, seepenen ende raed van der voorseider stede van Bmgghe ebben 
doen beseghelen hnnthanghende metter stede zeghele van Brugghe ten zaken. 
Dit was ghedaen int jaer ons Heren etc. 1348, up den zevensten dagh van 
wedemaent. 



131.Aherdeen, Edinburgh, Dundee und Perth an Brügge: erklären unter BevcHU 
mäcMigung zweier Boten sich bereit zum Ausgleich mit den Deutschen Kauf- 
leuten und mit Flandern. — 1348 Juni 14, 

Aus StA zu Brügge, Groenetibock C foh 65, überschrieben: Copie de nngne lettre 
de credence ponr les commissaires des quatre grosses villes'de Escosse sur le 
dififerent suscript [n. 117], et contient la dite lettre entre aultres choses ceste 
clausule: jugc nous, comme vous vouldries estre jugies, et mesure nous de teile 
mesure, quo vous vouldriez quon vous mesurast; en lan 1348; am Schluss: Con- 
cordat cum originalibus litteris. Durchgesehen von Professor Förster in Bonn, 

Gedruckt: sehr flüchtig v, Sybels Histor, Ztschr, 28 (1872), 365. S, oben n, 130, 

As honnourables hommes et sages en toutes bontez habondans les bourg- 
maistres, eskivins et tous les conseauls de la ville de Bmges en Flandres depar 
les aldirmans, baillifs, conseauls et communs des villes de Abredien, Edinbourgh, 
Donde et de Saint Jehan ou non deaux et des toutes les antres grosses villes du 
royaume dEscoce salutz, cherres amistiez et tenir la vraie degnite sanz excepcion 
des personnes. Nos loiaux et feaulx amis, des vostres affectuouses lettres a nous 
mandees naguaires ensealees du seal de vostre ville, contenantz qua la reqneste 
Symon le Smoutere vostre compaignon en loy et Lanrens Reingot vostre bourgois 
voulez volentiers et du euer, se nous vueillons encliner a vostre consail, mettre 
vostre poynne et diligence ponr ostier le debat, qua este et encore est entre nous 
et ceaux de nostre roiaulme dune part et ancuns marchanz dAlIemaigne et ceaux 

a) Etwt 35 Luchttaben sind durcA ein Loch im Ptrffamtnt vm^iehttt; tM •rgHiuen tcHre: zu enUeheidfH. 
b) f c) AUrwtaU ein« Lücke von c, 25 Jfuckstabm. d) bTftiuo e. 20. et Xur dit ersten 

2 BuchtUMben sind tu tnttxfern. 



134d Juni 14. 



«i 



de Flandres dautre part, si que chaseune partie öew tendra pour conteute par 
raison f noos vous rendons graces et merciz et a^ requerantz snsditz le plus espe- 
ciaulment et du euer, que nous pooDs, Et sommes eo grant desir du desenir, 
quant Heu et temps soffreront a ce faire, si vous signifions loiaulment et en boiine 
foy, que nous sommes et avont este touzjours desirantz et convoitons, que bon 
accort eust este, maintenu et garde entre les marehaDtz dAUeiuaigne, tous autres 
marebantz et especiaulment entre vous et nous, si conime autrefoiz a este, et le 
debat, qui tant a dure et eneore dure, nous deplest fortment et durement a despleu 
ganz doubte. Et sommes continuelment prestz et serons de nostre part pour 
lueisnie le debat assoagier et ostier en toutes voies convenables, raisonnables et 
honnourables^ car pour bonneur sauver se doivent bons euers a la mort aban- 
donner, se mestier feust, si comme vous savez. Et quant il vous plairra a ser* 
chier et examiner les secrez de banne eonscience, vous trooverez par vraie 
evidente, qua moult grant t<:»rt avez suscite et nourri descort entre nous et vous 
pour loccasion de la neif dAUemaigne, tant pour eeu que les biens ne les per- 
sonnes ne la nief ne tiirent pas vostres, quant pour eeu que la inesprison, se 
mesprison soit^ ne se fist mie dedenz vostre Jurisdiction ne par nulle personne 
de nostre roiaulme. Et par mesme la raison, que vous vous en mellez, sen pour- 
roient melier ceaux dEspaigne, Arragon et Portugal et qniconques vouldroient, 
et ensi auront une qnerelle juges sanz nournbre, que seroit grant inconvenent. 
Et par meisme la raison vous pourriez vous melier des occisions täites entre nous 
et les Englois hors de vostre Jurisdiction et nous auxi des mesprisons faictes 
entre vous et vos anemis bors de la nostre, lesqnelles choses sont plainement 
contraires a droicture. Et pour eeu, se vous plest, jugez nous, si comme vous 
▼ooldriez estre jugiez, et mesarez nous dautfrejcelle* mesure, comme vous voul- 
driez que [o]n** vous mesurast, car eertes tout li mondes se men^eille, que par si 
poure cause vous avez laflfection deffaite, que souloit estre entre nous, Pourquoy 
nous vous transmettons nos ebiers et especianle messages Adam Tor burgois de 
Edinbourgh * et Willanme de Feth bonrgois de Dunde aians nostre commission et 
plainement enfourmez de nostre entente pour trattier et accorder sur le debat 
gusdit sur lestat de nous et villes sus escriptes et viute * et accort acctieillir entre 
nous et vous. Et nous vous prions et requerons le pluz affectuousement^ que 
nooft savons, que nos ditz messages \nieillez, se vous plest, en gre recevoir, ferme 
foy adjustier as leurs ditz et si tendrement avoir regart a nostre honnour, que 
vou» avions sur toutz biens terriens par vostre bou consail, que vous nous avez 
offert en vos lettres, que nous vous en soions a touzjours tenuz, Escript souz 
\m seanls des nos quater villes dessusdictes » le quatordzime jour de Juignet^ lan 
de grace 1348. 

132. Sm. Erich der jüngere von Sachsen cm setneth Ohm Hz, Otto von Braun- 
ichweig- Lüneburg^: nteldd sein Abkommen mit der Stadt Lüneburg , wonach 
die Bürger ihr Gut und SaU überall gemäss seinen wkundlichen Zusagen 



■J A» ««rJtMMrf ¥vn F, aut d»UticeU« in M, b) neu Js, nmmügtidk, F. 

*) Au0. 2g behmdm mim Scköffm lu Brügge, da$$ wich Adam Thor im Auftrag der vier 
SkiäU MUT V0raniwartHng gegen Gent, Brügge, Y})ern und gani Flandern ten zecgbene ende 
im «ilidoiiie ?at) den gliemetien bope van scbepenen bin der Etede van Brucghe vor ihnen ein- 
^UtdH p SiA m Brügge w. 464^ Or. hl S. Der weüere Verlauf fjehüri der Hatmegeachkhte nicht 
«Msfcr OH. ■) Zu terstthen « vilte, Billigkeit. ■) Mit Bz. mihelm regeUe er März It 

1I011 SekiffMüerkehr auf der Ilmenau iwvichen Lüneburg und UtUen, U, B* ä. St, Lüneburg /, 
ü. 43^ g Smdmdorf $, n. 249, tvoM nur von jtartikttlarew Intere»8e. 

in. 9 



ee 1348 Juni 29 — 1348 Juli 25. 

ohne Schaden für seineti Zoll und seine gercchfefi Ansprüche befördern mogefi *♦ 
— 1348 (in die beatorum Fetri et Pauli apoatolorum) Juni 29. 

L StA lu Lüneburg; ffleiehxeiti^fes Or,'Tran$mmpt des RaihM, 

H Staat9arehiv sh BantKn^er, Meifistr. pritwipum. 

Gedruckt: au^ L U. B. d. St Luntburg 1, n, Ul, ai« H Sudendcff, ü. B, row 
Braumckw, li. Lüneburg 2, n. 274, Vgl oben n, 130, 

133. Minor iten-Gtiardinn Latnberi zu Kampen und Kurat Albert tranuwmren 
die Urkutiden 2^ n, 676 u. 677 von K. Magnus von Scliwcden und Norwegen 
für Kampen. — 1348 Juli 4. 

StA ^u Kampen; Or. m. 2 S, 

Verzeichnet: daraus Register vat% charters en bescheiden van Kampen 1, n^ 108 und 
Reg. dipl hist Uofi. 11, 1, n. 2032. 

134. Brügge an Reval: beglaubigt Bernhard Cramefi als Vertreter des Briiggers 
Johann Breidel gegen den verstorbetien Johann Bervic von Reval j der früher 
als Gesdlschafier Breidels einen Theü ihres Oesellschaftsgutes (scilicet aeptem 
pannos, de qtiibus idem Job. Bervic pro parte sibi eontingente nnam libram 
gross. Turon. dicto Job* Breidel debens remaosit, necnon certam quantitatem 
de fructibus quadragesimalibus, qui canstituerunt quatuor libr. gross. Tur., 
de qüibus idem Job. Bervic partem inediam Job. Breidel eciam debens 
remansit) ohne Ersatz entführt^ zur Einforderung des klägerischen Antheils 
nthd der Efnolunietite desseWefi. — 1348 Juli 24. 

RA SU Reral; Gr., S. abgefalteth 

13S.Gr. Wilhelm V von Holland beurkundet sein Versprechen den Maas -Kauf- 
leuten von Bordrecht hei Besserung ihres in Geldern und Utrecht erlittenen 
Sdiadens beijsusteJien. — 1348 Juli 25. Rotterdam. 

Aus Rekl^sarchiv im Haag; R^tg. 0. R in Beyeren J8, 1346^8 cas. B fol 109^ 

Willem etc. maken cont allen luden ^ dat wi gheloeft bebben ende gheloven 
den coepluden ongen portercn van Dordrecht, die bi der Maze varen ende ons 
langhe ghenoghet bebbcu als van seaden^ die sii gbeleden bebben lot sbertoghen 
lande van Gbelre of op siuen strooni, soe wanneer dat oerloghe ghesoent of ghe- 
vreedt es, dat wi nu op hebbeu tiegbcna den bisscop ende der stat van Utrecht, 
dat wi hem helpen zullen, dat hem vergoudeu worde alzulke scade, als sii daer 
leden bebben. Ende waer dat zakCy dat hem tenden desen orloghe voirscreven 
gbeen gbulde van den hneren cortelike ghescien en mochte, soe bebben wi hem 
gheoerloeft ende ocrloven, so wat lüde of goede, dat sii ghevangben ende ghe- 
crighen inoghen up den hcre van Borne* of op heren Walraven sinen zonc, dat 
sii die vrilike binnen onsen lande brenghen moghen ende onthoudcn, ende ghe- 
loven hem daerin te vorderen ende te helpen met goeden trouwen tot dier wilen, 
dat si gbulde ende verset bebben van hneren scade voirscreven. In kennesseo 
der wareyt bebben wi desen brief open bezeghelt met onze zegbele, Ohegbeven 
tot Rotterdamme, des vridaghes na sinte Marien Magdalenen dach^ anno [i3]48. 
Jnssu doraini ducis per commune consilium 

in Villa Ko[tterdamensi] ibidem presens. 

S[ignavit] Vlec. 

8[ignavit] G. de Nederhem. 

») Mü Rückächt hierauf tcird der Zoll von Sah lu Lautnburg de wile dat dit orlogh« 
wäret LJ4S (in der hilghen mertder daghe Äbdon et Seunea) JuH 30 gefordert, UHkhrend das 
Sali HaMt auf der Elbe freie F*il*rt hidjen soll, a. a. 0. nn. 444, 2SL *) Seit 1320 Jokmm 
eu Sittard, Herr rem Fatkenherg und Graf von Lignff. Der Sohn ist Walraf IV. 



1348 Aug. 3 — 1349 Febr. 2. 67 

136. K. M(»gnu8 van Norwegen und Schweden untersagt den ausländischen Kauf'' 
leuten die Fahrt in seine SehatBlande und^iiber Bergen hinam. — 1348 
Äug. 3. Opsio, 

Kgl, BibUothek zu Kopenhagen, Arne Magnussons Samml, Cod,. 330 fol, I, Hs. a.' 

d, Anf, d, 17, Jahrh.; aUnordisc?i. 
Gedruckt: daraus mU Verghichung andrer Hss. Narges gamU Uwe 3, n. 83. ESer 

auf Orund einer üebersetzung von Dr. WUken in C^öttingen, 

Magnus von Oottes Gnaden König von Norwegen, Schweden und Schonen 
sendet aüen, die diese Urkunde sehen oder hören [lesen], Oottes Chruss und den 
seinigen. Uns ist eu wissen gethan, dass at^ländische Kaußeute nach unsem 
Schatglanden und in andre Orte segeln, die bisher nicht besegelt wurden und 
deren Besuch unserm Lande und manchem Kaufmann im Lande Schaden bringt. 
Wir untersagen darum auf das nachdrücklichste jedem Kaufmann mit seinen 
Waaren nordwärts über Bergen hinaus oder sonst wohin in unsre Schatelande 
9U segdn und widerrufen hiermit und kassiren (aUe Urkunden, die in dieser 
Bithtung gegeben sind, und wer dagegen in Zukunft handelt)* und dahin mit 
seiner Waare segdt oder Kaufgut sendet^ verliert dasselbe an uns. Diese Urkunde 
ist gegdfen zu Opdo, 7 Tage vor der S. Lorenemesse im 29, Jahr unsrer Regie- 
rung und in unsrer Oegenwart besiegelt, 

137. Dekan Moriz, erwählter Erzbischof von Bremen, die Orafen von Delmenhorst, 
die Stadt Bremen und die Sechzehner -Richter des Landes Rustringen beur- 
künden ihre auf 2 Jahre geschlossene Einung zur Wahrung des Friedens, 
verbinden sich zwischen VördCy Ottersberg, Langwedel und Wüdeshausen jede 
Schädigung eines Bremers, eines Friesen ^ Sachsen, eines Kaufmanns oder 
sonst eines Diöcesanen nachdrikklich zu verfolgen, die andern mit ihren Land- 
eingesessenen y Bremen zu Wasser mit 4 ausgerüsteten Eken, zu Lande mit 
20 bewaffneten, Mordbrenner oder deren Helfer in der ganzen Diöcese dem 
Gericht zu Hberliefem und die Errichtung neuer Schlösser und Befestigungen 
an den Weserufem zu bekämpfen^. — 1348 (in die beati Martini episcopi 
et confessorifl) Nov. 11. Bremen. 

StA eu Bremen; Or,, die 8 S. äbgrfaUen, 

Gedruckt: daraus Brem. ü, B, 2, n. 586; vgl, n, 616, Zwischen Moriz und der 
Stadt in der Hauptsache erneuert 1350 Sept. 12, das, 625, Zur theilweisen 
Erklärung vgl, Schumacher über die Erzbischofsfehde in Brem. Jahrh, 6. 

138. Johann, Bertold, Weiderich, Bitter Heinrichs Sohn, Wolderich Johanns Sohn 
und Odeke Lappe an Hamburg: verpflichten sich auf. ein volles Jahr alle 
hamburgischen und andern (et alioram locoram) . Kaufleute mit Ausnahme 
der Dänen beim Besuch der Elbe in ihren besonderen Schutz zu nehmen, sie 
gegen Baub innerhalb ihrer Oerichtsbarkeit zu schirmen und ausserhalb der- 
selben sie vor Baub nach Kräften zu bewahren. — 1349 (ipso die purifica- 
tionis beate Marie virginis) Febr, 2. 

StA eu Hamburg, Trese Q 8; Or, m, 5 S, MitgetheiH vm Koppmann, 
Angeßhrt: daraus ürk, Gesch. d, ürspr, d, D, Hanse 2, 408, 

a) So nach den andtrn Hu. 

*) Einen Separatrertrag mit den Bustringem ähnlichen Inhalts gegen die Wurstflriesen 
hatte Bremen gurar April 13 geschlossen, Brem. ü, B. 2, n, 576, dazu n, 585. 

9* 



•8 



1349 Mar« 1. 



139,11z. Erich II von Sachsen- Lauenhurg, Gr. JoJmnn IIl, HeinricJi II, Niko- 
laus und Gerhard von Holstein beurkutiden ihren auf 3 Jaiire mit Lübeck 
geschlossenen Landfrieden , indem sie Ilainburg und Gr, Adolf von Schauen- 
hurg den Beitritt offen lassen. — 1349 März t Lübeck 
Aus StA ni Lühcck; Or. m. 12 Ä, da^ 13. abgesprungen. 

Oedntckt: duraus Utk. Orsch, d. ür^pr. rf, B. Harne 2, 40S, mederhoH Scktemc- 
Höht U, Ä 2, w, 172, und Udn IL B, 2, n. 924. Vgl IM. Chronik, i, 27 L 

Vy Eric bertoghe van Sassen de juMghere, Johaii, Heüric, Clawes unde Gherd 
greven to Holzsteo bekennen unde betiighen opembare in desser sentit, dat wi 
deghedinget bebben mit den besebedenen mannen den ratmannen der stat tq 
Lubeke unde se mit U8 enen lanh^ede to holdende in desser wys. 

[Ij To dem ersten male dat neman na desaeme daghe roven, bernen eder 
en den andern van scal binnen iisen landen ane der beren orlogbe unde en jewelk 
user mau scal sik noghen laten an recbte vor sineme heren. We sik daran nicht 
wolde laten nogbeu unde dar emboven rovede, brande eder en den andern venghe 
in usen landen, in welkeres user lande dat schude eder deme de schade scbude, 
deme schole wi andern alle volgheu mit nsen banneren: wi Eric bertoghe to 
Sassen mit drittieb mannen mit behuen unde dertich mannen wapcnt, Johan greve 
to Hoksten mit dertich mannen mit helmen unde dertich mannen wapent, Heuric 
unde Clawes greven to Holzsten mit dertich mannen mit helmen unde dertich 
mannen wapent unde Gherd greve to Holzsten mit teyn mannen mit helmen unde 
mit teyncn wapent; vortmer de van Lubeke scolen volghen mit veftich mannen 
wapent unde mit tejoi schütten in den landen to Kaceborgh unde to Holzsten, wor 
des not is, unde mit ener bbden mit encme drivenden werke unde mit eneme 
werkmestere van erer stat over achte mile nnde nicht vorder. 

[Z] Vortmer wil greve Alf van Sehowemborgh in desseme lantvrede wesen, 
so scal he volghen mit teyn mannen mit helmen wnde mit teynen wapent, unde 
willet de van Hamborgh darinne wesen, 80 schoten se volghen mit dertich mannen 
wapent mide mit teyn schütten in den vorbenomeden landen, wor des not is, und© 
mit euer bilden mit encme drivenden werke unde mit eneme werkmestere van 
erer stat over achte mile unde nicht vorder. 

[3J Unde en jewelk uppe sine egbenen kost, win Ende vorlast na mantalen; 
oft des not were, so scal en jewe[l]k'' volghen noch enes also stark, alse hirvore 
screven is. Were ok dat des groter not were^ malk scal volghen mit aller macht, 
unde were dat user heren welk nicht to lande were, so schal men usen ambet- 
luden tospreken umme desse volghe, de scholen se don van user weghene; desse 
volghe scal men don binnen den landen to Raceborgb, to Sadelbendingen ^ to 
Holzsten unde to Stormern. 

ßj Vortmer were dat user jenich, de in desseme lantvrede sin, in usen 
landen vorvanghen worden nte den landen to Zwerin unde to Wittemborgh, in de 
laut scole wi volghen mit alsodaner volghe, alse hirvore screven is, unde weder 
don dat uppe de heren unde uppe de lant, dar it us ut gesehen is. 

[3J Vortmer wc de misdedere hovede, busede eder spiscde, de scal like 
sculdich wesen, it en were also, dat he des nicht en wiste^ dat se vürvestet 
weren; des mach he unsculdich werden sylf twclfte user umbenicbteden man 
uppen hilghen. 

[6J Vortmer were dat jenich man umme rof, brant unde venknisse eder 
umme andere misdat vorvestet worde in user enes lande eder in der stede jenich, 



ii)j«w«4 i« 



1349 März 1, 



69 



de scal vfirvestet weseii in user aller landen uode in den sieden; mer de stede 
mit eren vilrvesteden luden, de er des^er tyt virvestet weren, unde mit eren 
helpem dar scolen se dat mede holden^ alse se alsus langhe dan heben , unde 
ok mit usen vürvesteden luden, de er desser tj^t viärvestet sin, Bcolen it de stede 
holden, alse se vore dedeu; ok nen user heren vorbenomet ofte en ander man 
scaI de misdedere uppe der heren daghe voren, quemen se aver dar, so scolen 
se nenes leydes neten, wolde dat jenich man wercn, de scal Uke sculdieh weisen. 

[7J Vortmer were dat rot' eder braut eder vengnisse in user lande eu scude, 
dar vluchtighes votes volghet worde, in welk user lant de rof dreven worde eder 
Tanghenen tovoret worden, dar se inne hieven, worde wi darto laden eder usen 
vogheden kundeghet, dar Bchole wi und alle de use volghen vor de veste unde 
scolen darvore bliven. Welk user mer darto gheladeu worde, de scal volghen 
binnen ver daghen, alse hirvore schreven is, nnde wert de veste ghewnnnen, de 
9Cä1 men breken ane der heren slote, de en oldiughes tohort hebben, 

[8J Vortmer were dat jenieh borgbere van den vorbenomeden steden Lubeke 
nnde Hamborgh eder jenieh kopman in usen landen dot gheslaghen worde, de 
dat dede, den seole wi v^rvesten nnde seolen darumme volghen in allen stucken 
alse umme rof, brant eder vcugnisse; were ok dat der van Lubeke borgher welk 
ofte knechte welken bederven man in usen landen dot sleghe, des Got nicht en 
wille, dar scolen se over richten, ofte men en claghet, alse ere Lnbesche recht 
tosecht ; mer were dat se sloghen ere vdrvestcdeu lüde eder rovere eder de ghene, 
de en helpe den wolden eder deden mit hnsende eder mit spisende eder anders 
jenegherleye wys, dar scolen se ane wcsen sunder broke. 

[OJ Vortmer were dat jenieh man umme misdat ghesculdeghet worde, de 
dessen lantvrede r^rde, des be vfirseke, des mochte he unsculdicb werden sjif 
twelfte nser unibernchteden mau uppen hilghen; were aver dat it mannen in den 
landen unde steden witlik were, dar scole wi np volghen, alse desse lantvrede 
tosccbt. 

[10 J Vortmer were user heren jenieh, de siner manne jeueghen vümnrechtede 
na desser tj't, den scole wi andern heren mit den ratmannen van den steden 
bericbten unde scolen des macht bebben, dat he ene bi rechte late na deme rechte, 
dar he an beseten is. 

[11 J Vortmer desse lantvrede scal stan dre jar na desseme daghe, unde 
were dat jenicb stucke eder veyde birvan apstunde, des scole wi alle mit den 
gleden een bltven unde user nen scal sik daghen eder senen, wi en hebben der 
stucke eenen gantzen ende. 

[12J Unde mit dessen degbedingen scolen nenerleyc vryheyt, breve eder 
bantvesten broken wesen eder in jeneghen stucken värerghert. 

Vor alle desse vorbescrevenen stucke vast to holdende snnder jenegherleye 
arghelist so hebbe wi den vorbenomeden ratmanneu unde user en jewelk dem 
andern lovet mit band unde mit munde bi usen truwen unde mit us use tmwen 
man: ake van hertoghen Erikes weghene her Egghert van Crummesse unde Hart- 
wicb Tzabel, van greve Johannes weghene her Johan van Rickelkestorpe unde 
her Hart^vich van Rantzowe, van greve Henrikes unde greve Clawes weghene 
Dethlef Wensine van Golevitze unde Otte Wensine unde van greve Gherdes 
weghene Henric Glusing unde Cort Metzeke, unde to euer opembaren betughinge 
sint nser aller inghesegbele mit user medclovere ingheseghelen ghehenget to 
detsein breve, Ghedeghedinget unde ghegbeven to Lubeke, na Godes bort 
dusent jar drebimdert jar in deme neghen unde verteghesten jare, des ersten 
sandagbcB in der vasten. 



70 



1549 Ende Mta - 1340 April 30. 



140, Rostack an K Waldemar von Dänemark: bittet, indem e$ das huldige Am^ 
harren bei H$, AlbrecM von MeUenburg begründet, seine Bürger in Däne' 
mark ßu schütaen und ihre CHUer daselbd im schirmen, wie das Recht im'' 
langtK — [1349 Ende MäräJ 

StA Mu Mostöck; £k^vmrf, 

€MmM: dmmt$ Mddenb. IL B. 10, n. €945, vxmt^lbßt über die Dattrung. 

141, Hg, Erich p] d. ältere und sein Sohn Erich [II] von Sa^en, Engem und 
Westfalen bestätigen das ZoUreclU der Bürger von Hannover bei EsUngen, 
n€U^ dem der auf einer in 2 Monaten erfolgten Hin- und Rückfahrt ent- 
richtete Zoll für bessetes Gut das geringere befreit, und verheisst der* bis^ 
herigen Zoll daselbst nicht £u erhöhen. — 1349 (to palniee) April 5. 

StA ffu Hannover, caps, 120 n, 2; Or, m, 2 S, 

Gedruckt: darmis ü, B, d. St Hannover 1, n, 2TB umd Sudendorf, U, B, t* Bramh 
schweif -iMneb, Ots^ 2, «. S09, 

142, Hb, Wilhelm von Baiem, Pfalzgraf hei Rhein, Gr. von Holland, Seeland, 
Herr von Friesland, wiederholt deti Freibrief Gr, Wilhelms /717 ^<>^^ Hennegau 
und Holland 2, n, 610 für die Lübecker, — 1349 (feria 3 post dommicam 
qua cantatur misericordia) April 28. Haag, 

StA SU Lübeck; ffldck^eitige unbeglaubigte Abschrift awi Holland. DmelbH §me 
swrite mit dir Bemerkung: Gopm privilegii comltls HollaDdie Lubicensibus dllD- 
taut dati ad byennium post revoc&ciatieni dnraturi. 

CkdmdUt (laratis iMb. Ü. B. 2, n, 331; ungefüJwi Ürk, Gench, d. ürtpr. d, IK 
Han^e 2, 169* 

143, Gr. Ludwig flH von Male] von Flandern wiederholt den Freibrief ßr die 
Deutschen Kaufleute 2, n. 616 \ — 1349 April 30, Cou^irai, 

StA SU Köln, Hanaeurkundett; latein, Or. m, S, Auf dem inneren unteren Rande: 
Per meum comiiem in sao magno oonsilio in gardaroba Curtracl ad reqnestiua 
JobBDnia de Bursa* preseotibQB multis de tribua b^niB nllit sc alüs de oommimi 

») Nach Erhebung Älbreehts mm Reichsßrsten tmd Henog [a, a, 0, n, 6S60} forderte 
WüHmmr liostock mm AhfaU auf, a, a. (X n, 6893; die Stadt huldigte aber dem Hersog ISiB 
Marx 2S, «« 6BU, Vgl, auch oben 2, n, 406, E$ enibrannte ein Kampf, vgL Lüb, Chronik. 1, 
273, in dem in gewohnter Weise Ratdf auf dem Miere vorfiel, a, a, 0. n. 6984, Herstellung det 
LeknBrerhäUniMen bei Verlobung rofi Waidemars Tochter Margarethe mit Alt^echt^ Sohn Hein- 
rieh in auf dem Tage su Lübeck 1350 Mai 8, n, 7076; dazu n, 7130. — Ungefähr in die 
Mitte de$ 14, Jahrhunderts fällt eitie von Junghans kopirte Aufseichmmg Ober Ausgaben beim 
Bau der Rostocker Vogtei su Skanör, RA tu Rostock, n, 5560 b, tifwegelmässiges Pergament^ 
bSäUchen: Hec aimt expoDita pro stractura domus advocati in Skanore: primo 21 mr. ciim 4 aoh 
pro 1000 wagbenachöd, item 5 mr pro 5 duodenii sparen, item 2 mr. pro 22 stendere, item 
2V« ntr. pro ano magno duodeno etendere de 32 pedibns. Item mag^ittro Coniado Carpenter ot 
flocÜB fitiia pro precio et sarratoribos et fertoribaa 11 mr Item advocato 6 mr. in parato pro 
aebiplagb et pramlaghe. Item 6 mr. pro triboa milibus davomm Jo[banni] de Calmare, itoa 
1 puod pro undecim panbaa pendulomm, item 8 »ot. pro B panbug sludiaereti ad janna« Kt 
feneatraa. *) Schon 1348 Nov. 4 hatte er den Freibrief der spa$Hschen Kauf leute von 1343 

Ncnf, Ä) fvgL Bd, 2, 271 Anm, und ufUen, Anhang] wiederholt Nicht überflüssig uird ein Hin- 
weiM »ein auf die AUians sicischen EngUmd und Flandern von 1343 Dec 10, Rymer, Foedera 
3, i, 178, wodurch K, Eduard III einen fast ausschhessenden Einfluss auf Flandern gewimU* 
Eine Episode des Kampfes K Eduards mit der Bretagns iH u wM, wenm er 1349 Aprü 26 
bigmtgt, dass bei einem SmgefN^ im Kanal ein feimdHehe» Schiff dnur^ Johasm ton Berg (van 
dt Beregbe) von Westfalen mä gewafiketer Hand aufge^ffen mid eing^aeM worden, Bai, Ht, 
jMi. 23 Ed, IlL L 15^ Mai 12 werden hansische Kaufleute im Prosens Lrthenay, vgL oben, 
unter Bürgschaft Tidem, lAmbergs befreit, Rot. Ht, cltms. 24 Ed, II L h 4d, Zwei getdrisdke 
Kaufkute erhallen auf Gesuch der Heriogin ran Geldern Pardon für einen TtMlschlag, Juni 8, 
Bot. ht, pat. 23 Ed, IIL L 3, •) War Bathmann in Brügge. 



1349 April 30 — 1349 Juni 19. 71 

patria ad parlamentum oonyocatU. H. Yliederb[eke]. CoUatio üacta est per tos, 

per Jacobnm de LylMinfosse et per me. 
Dasdbst Absehriftm im kons. PriviJegienbuch a. Perg, f6L.92, im flandr. Kbpiar 

d. 15. Jh. a. Pop. fol 49, im flandr. Kopiair n. 258 föl 25, im flandr. Kbpiar 

n.B02 foL2i. 
L StA «M lAÜbtek, mehrere spätere Abschriften. 
»A Mu Dansfig, Schbl XXVII, 82; FtivUegiar d. 15. Jh. foL 22. 
StA eu Brügge, Ouden Wittenbouck fol 4. 
CMkruckt: aus L inkorrekt Dreger, De jure naufr. 248; verzeichnet Urk. Oeseh. d. 

Urspr. d. D. Hanse 2, 411. 

IM. Notar Dietrich Gramme transsumirt die vorige n. 143 auf Gesuch Gt^schalk 
BredenveUs, Heinrich Echofs und Ludwig Degens \ — 1349 April 30. 
Kloster Eeckhout zu Briigge. 

mA SU Köln, Hans. Privüegiar d. 15. Jahrh. fol. 92. 

146. Or. Ludwig [111] von Maie] von Flandern wiederholt den Freibrief ßr die 
Deutschen Kaußeute 2, n. 617 K — 1349 April 30. CJourtrai. 

StA zu Köln, Hanseurkunden; vläm. Or. m. S. Auf dem inneren unteren Bande: 
6i min here den grave in sinon groten raet in de warderenpe te Cnrtrike ten 
yerzooke van Jhan van der Barze present Tele goeden Heden van den drien ste- 
den ende andere van den ghemeenen lande nnboden ten perleroente. H. Vlieder- 
[beke]. Collatie es ghemaect bi u, bi Jacop van Lybanfosse ende bi mii. 

Daselbst Abschriften im flandr. Kbpiar d. 15. Jh. a. Pap. fol 50h, mit falschem 
Datum: achtesten dach st<Ut achtersten, vgl. oben n. 2; im flandr. Kopiar n. 258 
fol. 28, im flandr. Kopiar n. 302 fol. 26. 

StA zu Lübeck; mehrere spätere Abschriften. 

StA zu Danzig, Schbl. XXVII, 82; Privüegiar d. 15. Jh. fol. 25. 

146. He. Bogislaw /T7, Barnim jJVJ und Wartislaw [V] von Pommern, Fürsten von 
Bügen, bewidmen ihre Stadt Grimmen bei Bestätigung ihrer Gerechtigkeiten 
mit läbisdiem Recht. — 1349 (des negeBten dingstages na des hilligen crnzes 
dage, als id ward geftmden) Mai 5. Uckermünde. 

? Nicht zu ermitteln. 

Gedruckt: ohne Quellenangabe Dähnert, Pomm. u. Büg. Landesurkk., Supplem. 1, 
1231. 

147. K. Kasimir von Polen beurkundet die Einrichtung einer gemeinen Handels- 
Strasse zwischen Thom einerseits und Breslau, Wladimir und Sandomir\ 
— 1349 Juni 19. Brest. 

Aus RA zu Thom, Schbl. IV; Or. m. S., a. d. Bücken von einer Hand d. 15. Jahrh.: 
Yersas Wratislaviam et Wladimiriaro. MitgetheiU von O. v. d. Bopp. 

Gedrudct: daraus Voigts Cod. d^l Pruss. 3, n. 59 ^ wiederholt Cod. dipl. major, 
Polomae ed. cura soäetat. Ut. Posnan, 2, n. 1289. Vgl Coro, Oeseh. Polens 
2, 545. 

BredenoeÜ ist Bürger zu Gent; JEkhof wird später 1356 als Aettermann der Deutsehen 
t» Brügge aufgeführt, war es vielleicht schon früher, die Listen sind erst seit 1356 erhalten; 
Degen d)en so. VgL dazu HB. 1, n. 200. *) Nur auf diese beiden flandrischen Privilegien 

wird sich die NoHz des Ausgabtbuchs von Biga, über weiches unten Anm. zu n. 149, beziehen: 
1860: Item notario domini Bygensis Alberto pro littera confirmacionis communis mercatoris 
3 mazets. *) In der zwischen Polen und dem Deutschorden in Preussen Juni 14 und 23 

getroffenen Qrenzberichügung wird u. a. bestimmt: omnis tarnen homo Wislam transiens infra 
granidas prenotatas [in der Bichtung auf Pommern] a coaccione quacumque ad deponendnm 
ipsint res, bona seu merces necnon et ab exaccione et solucione pecunie cujuscumque et impedi- 
mento qnolibet liber erit nee ad solyendum predicta per quempiam conpelletnr; BzyszczewM u. 



72 



1349 JqU 2. 



Noverint quibus expedit nniversi, quod nos KazimiruB Dei gracia rex Polonie 
exuunc statuimus et irrevoeabiliter ordinamus publieain stratam et transitum per 
dommiuiii noatri regni omnibus ae universis mereatoribug, cujuscumque statas ant 
eondicionig exigtaut, cum mercibus eornmdem quommciinque de eivitate Thorun 
yersQS Wratislaviam per bas civitates rideücet per Raczeniam, per .Conin, per 
EaÜB et per Schilburg, item aliam >iam de Thonin versus WladLuiiriam per 
Seczecbow, per Kazimiriam et per Kimigstat nccnoii per Lublin, versus vero 
Sandomiriaiu per Brest, per Laneiciam et per Opoczno, et ecoiiverso de illis civi- 
tatibus sttpradictis versus Thorun' traiiseuiitibus perpetuo duraturam gaho tameu 
theloneo nostro^ quod a tempore antiqno est statutum. In cujus rei testimouium 
nostrum sigillum presentibus est annexum, Datum iu Brest, feria sextfl post 
oetavas corporis Christi, sub anno Domini 1349. 

148. Minoriten- Guardian Lambert zu Kampen und Kurai Ätbert transsumiren 
die Urkunde K. Erichs von Dänemark 1, w, 128G für Kämpen^. — 1349 
(feria 5 post festum sanctorum Petri et Pauli apostolomm) Juli 2. 

StA zu Kampen; Or. m, 2 i9, 

Vrrseichnti: daraus Ee^Mtr rm% charters en bescheideti van Kampeti It vk 110^ 
Bei/, d^. hittt, Dan, II, 1, n. 2057. 

149. K Magnus van Schweden und Norwegen gestatiä auf das im Namen aller 
Seestädte vorgebrachte Gesuch Lübecks während seines Kriegs mit Ru.ssland 
van Ootland und aus den Uvländischefi Städten den unbehinderten Handels- 
verkehr nach Bussland*. -=- 1349 Juli 2. Stockholm. 

Aus L StA zii Lübeck^ Cod. privikg, mn 1455 ^ 2 foL 24, deutsche Udtersetmng. 
Gedruckt: daraus Lüb, IL B, 2, n, 933, mederMt Livl U, B, 6, n, 2840, HÜde- 
brand, Diphm. Sfiecan, 6, n, 4461 und Sverges Traktater 2, n, 291, 

Magnus vau Codes gnaden [van]"" Zweden, Norweghen unde Schone konyngb 
allen , de dessen breif zeen , heyl in dem Heren to ewicbeyt. Alse denne de 
beschedene manne unse vrunde borgbermestere unde radmanne der stad Lubeke 
van weghen aller stede van [der]'' zee uns nu to dem anderen male hebbeu angbe- 



«)' 



T, 



h}ßhu L. 



Mucikowski, Cod. dipl Pol 2, n, 500, Dogiel, Cod dipl Pol et Lithuan, 4, n, 67, vgl Coro, 
Gesch. Polens 2, 281 uniten, — ü^^er Praper Kaufleuie nach der Mark Brandenburg hin vgl 
Som, Breslauer ü. B. 1, n. 194: 1349 Juni 25. «) Ueber dm Verkehr nach Schonevi ini7- 

JMirt Kamj*en 1349: Voert alle die ghene, die mit onset» bargcr<Mi vaenen <?Dde spise ende loen 
van hera D«>raen« die «ün burger off laragt*, den mach men vrodo biedern bynnen Bcips boert ende 
bynnen siinre boedon tc Schonen op onacr vitten gellker wüb als onsen borgeren bynnen ooser 
ttat. Nanninga 'üitterdijkf (h^erijsnelsche äStad-, Dyk- en Markeregten 1, 128, *i Das Am- 

gabcbiich der i^adt Etga 1348—1360 kt der Uvländischen Riiter»cK Bihl nt Riga n, 386 r«r- 
seidinet su 1349 rar Ostern: Item 8 oraa pro vlno mlBAo donjitto preposito in tempore svnodi et 
pro vino mi8«o illis de Bweda« nach Ostern: Item comiti Hinrico de Holzacia et tllis de SwecU 
raittebÄntur donacione« oonetantes 1 mr. et 2 or. Vgl dazu Junghans, Cht. Heinrich d. Mischte 
P, Holstein 17; der Bericht der Lüb, Chroniken 2, 270, der hier wie firüher aus mmr mtiän' 
diaehm (J^Ue [HftenekeM lirl BeimchronikJ geschöpft hat, seigi eine durchgehauie flebereinstim' 
mumg in den Iktten mit den rusHischen Chromken, über welche £u vergleichen Bonnetl, Kuss.- 
MvL Chronographie, Rigas Antheü an den schwedisch -russischen Vermeklungen beuugem seine 
Ausgaben na^ d§r$slbet$ Quelle: 1350. Item 3 mr. Rig. de privilegio regis, worunter nur obige 
Zusage gemiimi stim htnn: item eipoanimus ad usu« regia Swecye 51 mr. et unam rertonem 
fdurchstricher^J; iUm eacposoimu^ ad utcus regia Bwecjr« b univorsia eipensia 60 mr. Parallet 
der obigen Zusicherung gehen andrerseits die Eintragungen: 1S49. Item 8 or. et I articii pro vino 
miaao domino Woldemaro de Roais et domino Hermanno de Tboroh eonanli Wiabicenai und It^m 
nnnciii de Wvabn 8 or. 



1349 Joli 10« 



73 



valleu, dat wj" ere borghere, dewile de krigb wäret twisßchen uns uppe eüe uiide 
den Russen uppe andere syden, de stede alse Gotland, Berel, ßyghe unde Peruow 
ande andere stede unde dorppere uppe andere zideo ran der weghen to unsen 
vigenden myt eren guderen hiinitimales friig mochten varen; dar hebbe wy vor- 
lenet, dat ere borghere unde medeiiiwoDcre der vorigere ven stede unde wicbelde 
uude ok andere stede darumme by beleghen, dewile dat de upslach unde de 
vrede nu begrepen wäret, wol moghen darben tUeen unde darsulvest ere werve 
unde kopensehop vor uns unde uriöe lüde unde alle andere, de umme unsen willen 
doen tmde laten willen, dat doen, so veme se myt unsen vigenden alse den 
NoQgarden Russen unde Pleseoweren nene handelinghe hebbefn] unde dewile 
sodanne krigb myt den erbenomeden Russen in vruntscbop edder in rechte nicht 
gj gheendighet Unde weret, dat dar wol entjegben dede unde den van uns 
edder den unsen in lyve edder gude schaden neme, dat schal uns nymant keren 
to walt edder broke des vredes upgenonien. Glieven to dem Stokesbohii, anno 
1349, in dem daghe der merteler Processi unde Martiniani. 

150. K. Waldcnmr IV von Dänemark^ an Stralsund: verheisst eine gewünschte 
EfUschädigung in bestimmt angegebener Form^ fordert seinerseits Recht für 
Misshandlung und Beraubung eines Kna2ypen, efitschuldigt sich wegen Zurück' 
behaltung eimr Kogge für den Krieg^ verlangt Verwendung für Besserung 
eines Schiffsraubs und empfiehlt die Einsielhmg der Fahrt zwischen Gellen 
und MenJdint nach Wismar und Rostock, mit denen er im Kriege steht, — 
[1349] Jtdi 10, 

Aus RA £u Stralmtfui; Ot\ a. Papier nu Resten d, brkfschliessenda^ S. MütfetMU 
i'Ofi Kopimiann. Zur Batirung s, oben Anm, su n. 147^ CrnUin, chronici Dan, 
Sialand,, SS. rer, Dan. 6\ 525, Lnk Chronik, i, ^3 und die Sühnct4rhm4e von 
1350 Mai 8 im Mekknh. U. B, 10, n. 707$, liiedel. Cod. äipl Brand, 2, $, 300. 

Dominis consulibus Sundensibus presentetur. 
Nos W[aldemarus] Dei gracia Danorum Schvorumque rex vos amicos nostros 
dilectos dominos consules Sundenses in Domino quam intime salutamus, vobis 
diguiticantes nos litteras vestras nobis nuper uiissas pleualiter intellexisse, diver- 
»as causas et bonorum seu rerum amissiones vestris concivibus et mercatoribus 
illatas continentes, quod nobis displieet, Dens novit Unde unam litteram apper- 
tam vobis mittimus, quam si sigillo vestro pendenti sigillaveritis, extuuc officiales 
nostros et capitaneos ad uostrani presenciam citemus, volcntes ipsos vestros con- 
cives et mereatores ad obtinendum justiciam ab Ulis nostris officialibus efficaciter 
jidjurare. Itenj pro f'amulo nostro in man submerso et melle ejusdem in vestra 
ctvitate vendito nobis justiciam petimus ordinari et in hoc nobis ita faciatis, sicuti 
A nobis volueritis rehabere. Item petimus, quod egre oon feratis, quod coggonem, 
ütper quo nobis scripsistis, retinemus, quia ipsnm tempore gwerre nostre non 
posfiumus supportare, sed finita gwerra secundum vestram complacenciam pro eodem 
Cflggone et aliorum nostrorum amieorum satisfacere cupimus Deo annuente. Item 
causa profectus vestri et aliorum eivitatensium nostrorum amieorum exlstencium 
naves nostras, qnas in man pro impedimento emulorum nostrorum hujusmodi in 
portnbus nostris reponi fecimus et locari volentes, quod propter vestrum commodum 
el aliorum eivitatensium nostrorum amieorum, ut premittitur, cessent a spoliacione 
et deäistant. Eeiam propter hoc naves nostras a spoliacione cessare fecimus^ quod 

■) Mai 17 hatte er Hs. Erich ron Sachsen - Lauenburg das Land Gjedser (Geezoor), Insel 
wnt aüen überkommenen königlichen MecJUen rerUehen, Sudmäorf^ U. B, s. Gesch. wn 
u. Lüneburti 7, 22h 

» UrkKudonhmch W 10 



74 



1349 Aug. L 



sperabamns. qaod civitatenses videlicet Roztok et Wysmer nostros emulos exiBtentes 
informasse debuistis, quod iiobis jiisticiam pro injuria nobis per eosdeii] fata reddere 
vellenty qaod adhue minima 8entimuB. Sed ntiper et de novo idem emuli nostri 
nobis 2 naves abstulenint, pro quibiis Dei adjutorio et vestro et alioram ami- 
comm nostrorum ciritatensiiim emendam aoquirere volumus et speramus, losuper 
amicabiliter yos rogamus et eonsilio consulimns quo poterimus saniori, quatenns 
vestras naves inter passa^a Jelland et Moneklmt Telificare non permittatig vel 
ad Wy8ra[er] siTe Roztok sive alibi in iUo circulo venire faciatis. Scriptum 6 feria 
proxima post octavam apostolorum Petri et Pauli. 

151. Hm. Erich d, jüngere von Sachsen -Lauenhurg beurkundet seitien Ausgleich mit 
Lüneburg über die Versoüung von Tonnefisaljs su JBuchhorst und Lauenburg, 
— 1349 Aug. 1. 

Aus L SiÄ tu Lüneburg f* Or. m. 8. 
H StaQ^ardiw jsh Hannover; B^/u§r, principum, 

Grffrtickt: aus L U, B, d. St Lün^urg 1, n. 454, aus H Sudendorfy U, B. t>oi» 
Braunscliweig u. Lünd>urg j2^ n. 3:2$. 

Wy Erich de junghere van der gnade Goddes hertbegbe to Sassen, to West- 
valen und to Eogberen bekennen openbare in dessem breve, dat wy sin endrach- 
tich worden mit dem rade to Luneborch und eren borgberen um de schelinghe, 
de se twißchen uns uod im was van tunnen weghene, dar men dat solt in stotte, 
dar nns und nnsen ammetluden an misduehte. Des bebbe wy en gans dingh mid 
dem sulven rade to Luneborch vor uns nomen, dar alle scbelinge unde unmod, 
de sc bit in disse tit ghewesen heft, mede viegen is twiscben uns unde dem rade 
unde eren borgberen to Luneborch vorbenomed, also dat men drudehalven und 
rertich wispele soltes scal stoten in teyn leste tunnen^ de scal men vortollen vor 
twe punt peuninghe unde scal darvore gheven viftehalven scillingh to arin[g]pen- 
üinge to der Bocborst. Des mach unse t^lner to Lovenborch nemen van den teyn 
lesten soltes ene tunnen vor achte scillinge, de scal he afslan in deme toben deme, 
dest dat solt bort; na dieser wis so bored sik negbedehalf schepel soltes in de 
tunnen, van der tunnen scal unse tolner to Lovenborch hebben enen buchbant 
unde enen hovedbant nnde enen holten to der steve lenghe van iseme maket^ 
unde ok de Bulve rat to Luneborch der sulven mate lik. Ok scal de sulve tolner 
hebben to Lovenborch enen soltschepel, de se lik cempet wesen scal in allen 
Stacken mit dem soltschepele to Luneborch. Misduchte unsem tolner in jener 
tunnen, de tunnen j dar cme ane misdnnght, de scal he vorslan mit der mate 
der bände unde des holten; hett se ere mate, so en scal he se mch mer varen, 
ia se grotere wen de mate, so scal he dat solt ute der tunnen slan unde meten 
dat solt mid dem vorscrevenen scbepele, dar scal bi wesen de man des dat solt 
is edder sin bode; heil se mer wen neghendehalve schepel soltes ^ dat scal men 
uns ande unsem tolner van unser weghene beteren na rechte edder na gnaden, 
heft se ok nicht boven neghendebalven schepel soltes, so en scal he dat solt niefit 
binderen edder varcn, Hirenboven gheve wy van gnaden: sint m der last 
soltes twe tunnen edder dre, de se boven negdehalven schepel soltes in sich 
hebbet, de schollen ane broke wesen, sint dar aver mer m der last wenne twe 
edder dre, darvore scal men uns beteren den broke edder unse^ tolner na recbte 
edder na gnaden. Disse vorscrevenen stucke wille wi unde unse erven unde unse 
naoomelinge gans, stede unde unttobroken ewiUken holden* Disse breff scal nen 
binder edder scade wesen den breven, de wy unde unse elderen deme rade unde 
der stat to Luneborgb gbegheven hebben ^ wente vry willet se im alle holden. To 



1349 Aug. 6 — 1349 Äug. 22. 



78 



euer opeobare bethnginghe desser diiigh hebben wy uase ingheseghel mid witscop 
to desseiD breve ghehenhet. Na Godes bort 1349, in sunte Petrus daghe also 
eme de bände afsprunben des hilgen apostoles. 

t&2, K, Philipp [VI] von Frankreich wiederholt und erweitert seine Verordnung 
über die Märkte von Qiampagne und Brie und über den Verkehr der frem- 
den, auch der deutsehen, Kaufleute daselbst [oben w. 32j, indem er die Aus- 
fuhr von Wolle jeder Art aus seinem Reiche untersagt. — 1349 Aug. 6. 
Bais de Vincennes, 

NaHonalarchiv su Pari9, Registre de la chamWf des comptts, i, J, 1737 nach Mit» 

^eihifi^ von Mr. G, Fagniez terhrannt. 
GtdrrnM: tlarmts Ordonnanees des rais de France 2, 308, in moderm9irter GestaU 
Immbert, lUcueil des awc. Imsfranc.d, 546. Die sachiichm Erweiierungm mnd 
für die Hanseffcsckichte nidit von Belartg. 

155. J3>. Erich fj] von SacJtsen [-Lmmiburg], Ghr. Johann ßll], Heinrich ßl], 
KikoJaus und Gerhard von Holstein bejseugen den Beitritt des Gr. Adolf von 
Holstein uml Schauenburg und der Stadt Hamburg su ihretn Landfrieden 
mit Lübeck von März 1, n. 139 K — 1349 (m ßunte Laureocius daghe) Aug. 10. 
Lübeck. 

StA m Lübeck; Or. m. 3 von 5 S. 

GtdruiM: daraus Urk. Gesch. d. Urspr, d. D, Harne S, 411 und IM. ü. B. 2, 
n. 93e. Vgl. Mb. CiM-onik. i, $72. 

154, Gr. Ludwig III von Male von Flandei^ verleUit den Kauflenten des Landes 
Norden auf Gesuch Dammes und auf Bath seiner drei Städte auf 3 Jahre 
8i€heres Geleit durch Flandern. — 1349 Aug. 23. Gent. 

Aus Staatsarchiv nt Gent, flandrischer Kopiar: Decreteu van den grave Lodowyck 
rftö Vlaodreü fol. 15y üherschrid/en : Conductio ad tres annas pro mercatoribug et 
gentibaa terre Nordenai», Mit^HlieiU von Warnlcmitf an Lappenberg L J. 1834, 
dem Urhnideftbuch £ur Verfügung gestellt ron Weiland in Giessm^ neu mitgetheiU 
ton Staatnarchirar F. dHoop in Gent, 

LudoTiciTs FlandrensiBj Nivernensis ac Registetensis comes imiversis presentes 
littcras inspeeturis saliitera. Norerint iiniTersi, qiiod aos ad sapplicationem dilecto- 
nam nostrorum burgemagistrorum et scabinorum \iUe iiostre de Dam habito super 
bec concilio nostrarum trium villarum omiiibus et singnlis mercatoribas terre Nor- 
demis ccrtum, bonum et securum conductiim veniendi, eundi et redeimdi per 
totam terram nostraoi Flandrie cum suis bonis et mcrcimoEÜs uuiversis concedi- 
mw per presentes et a data presentium nsque ad terrennium, addito super bec, 
qnod iD dicta terra nostra niehil mali feceriiit; dum tamen iufra festum beate Marie 
Hagdaleue proximo futurum* umversitaa diete terre suos ordinaverit procuratores, 
giodicos et majores speciales potestatem habentes satisfacieiidi quibuseumque sub- 
ditis nostris de injtiriis atqne dampuis per gentes dicte terre illatis, prout postulat 
ordo juris, Datum iu villa eostra de GandavOj 22. die Augusti, anoo Domioi 1349. 

. Per dominum comitem preseotibus daminis de 
Aingbieu, de Halewin, Heorieo Pape et vobis. 

S[ägnavitj C. de Beyne, 

*) JSM Juni 1$ verpflichtet »ich Hi. Erich d jüngere mit J^iUm und J^iappm gegen 
IM^ die Landwehr nmschen dem Möllner und dem SaMImrger See bis wum BaraMd^ mmf 
»am Moeim grabm vnd dm darüber ßhrendm Weg dttreh einm Schlofjfxnm gegen Stra89en* 
fämber rerMehlie^Mm m küam; Lübeck uM dk Strecke fort^ doi Bi$thitm BoUämrg unterhält 
dm HareMdidc, MäUn di€ Landtcdtr mf teineift Grunde^ Lüb. U. B. 3, n, 123 ---1^5, 
•) Juh 22. 

10*^ 



IB 



1349 Äug. 22 — 1349 Aug. 24. 



155. Denelbe eben so für Harlhigen. — 134^9 Ang, 22, Genf, 

A* a. (X erttährtt. 

156. K. Kasimir von Poleth gewahrt den Kaußeuten von Thorn und aus Preussm 
wie allen andern auf der Handelsfahrt nach Ungarn * freien Durchsug durch 
Sandöjmr, — [1349] Aug. 24. Sandomir. 

Am T BA lu Tharn, iSchbl, IV, 5; Or. m. S, A, d. Rückm rmi einer Hand den 
15. JA,: VerauB UngariÄm per Sandomiriara sino prejudicio Cracoviensium. 

Gtdruekt: daraus Voigt, God, dipl, Pruss, 3, n, 60. VgL Caro, OtscK Poltns 
2, S45, 

Noö Kaziniirus Dei gracia Polonie rex notum facimus tenore presencinm 
quibus expedit universis, quoJ üostris regnicolis omnibus et preserthn civitatis 
Sandomirieimis oecnon incolamm et inhabitanciiim eandeni eondicioiiem facere 
volentes meliorem et commodis ac iitilitatibus ipsorura pro noßtris viribus intendere 
ac invigilare suraopere cupieutes omnibus et singuiis mercatoribns de Thoruu et 
partibug ac iocis omnibus terre Pnissie- necnon et aliis quibuscunque locis seu 
partibug, cujuscunque Status ipsi mereatores vel condicioiüs existant, cum ipeorum 
rebus et mereibus versus Hungariam vel qoascunqae partes et loca ipsius terre 
Hungarie traiisire volentibus per civitatcm eandem tiostram Sandomiriensem cum 
rebus et mereibus ipsorum transeundi et cundi liberam et omnimodam tenore pre- 
seucium ipsis damus et coucedimus facultatem, imU[o]* ipais, si non alias qua»- 
cüuque trausiverint vias, vel alieui ipsoram aliqnod incommodum et inpedimcütum 
preparante. Öirailiter vero e converso quieunquc mereatores de Hungaria et ejus 
quibuscunque locis vel partibus versus Thorun et partes Prussie predictas se cum 
ipsorum rebus et mereibus, ut prcmittiturj per dictam civitatcm Sandomiriensem 
transteraut Ubere ac secure cum eisdem rebus transeuntes. Per hoc autem uostrum 
mandatum civitati nostre Cracoviensi in nuUo peuitus derogamus^. In cujus rei 
testimonium nostrum sigillum prcseutibus duximus appendcudum. Datum Sando- 
mirie, die 8<ancti Bartholomci apostoli. 

157. GotscJmlk Skarpmibrr'rgh Hauptmann des Schlosses Bohus an Liiheck: ver^ 
spricht auf dessen Zuschrift genommenen Wein frei zu gehen, wetm er gegen 
NachJdage gesichert würde, ufid den gefangenen Hermann Winiermast ffu 
entlassen, bittet um das WoldwoUen Lilhe^Jcs (dem er die Niedcrlegung seines 
Walles um Nannendorp nidii anrechnen will) und ersucht es Kampet^, Sta^ 

%) mdli T. h) den^^gamns T. 

i) Für d^i Verkehr zmäcJten Ufuiam und deti rheinischen Gegenden ist tvicHtig die Jie$iä- 
tifffifi^i der Zusatjett JC LfHlwuji^ von Ungarn ron 1344 Mtn IS, chen n. 42 Anm.t durch K, 
Stefan vof% 13^0 Aaef, 10 nchnt ZolUarifirunff, Lacomhlet, ü. B. z, Ge^cK d, Niederrhein^ Jy 
it« 4S8, *) lieber eifum prcussixchen Ausfuhrartikel, die Tuche, enthält das Archir iu Tkam 

0im Verordnung ran 1349 Noi\ 15 in einer Kopie atis der erntm Hälße des 15, Jahrh, mtf 
Papier, die nach eitier Ahschriß van ffn. Dr, Hagedorn Imäei: Von den waüenwebeni. Anno 
Domini 134D proxima domiüica ante festurn sancte Elisabeth actum ot arbitratuni per ci?itÄtes terre 
Praasi© [cnin] ooDsenati et volantate dommü nostri superforitt sub hiis verbis* Wie wiUeJrtjren, 
das aUe tnch^ dy muri iti denie lande getnacht^ geverbet adir ongeferbet, behalden snllen 30 den 
lang. Ist in e)ner balben elen C2Q korcz. das aal äjn ane vor; was is aber me karczer ist, da» 
sal man vorSngon bis czn 30 elen foJ noch gesecxcae des kowfTea. lat is abir 28 elen Iturcx, m 
Aal man das tuch inczwey sneyden und nicht gancz forkow^Gu, dorczn sal ja geboii eynen Ar- 
dnog bvise der 8t&d, do jT« ^'nne czn markte gobro«ht wirt Dieselhe Vertn^ämmmg ciürt Voifft, 
GmeK PrtuäB, 5, 70 Anm, :i nocA «imem ^fMm Buch** im Staatsarchiv zu Ethmgtberg, da§ timr 
nath MHiheilung vtm Hn, Sina$mrehifmir Phifippi dort mcht mehr auf^findm isi, Die^eBm 
WiSis^ hat Voigt, Cod, dipl. PrwM.S, 185 «» 137^ ahgednuikt; T^pptn, Aktm dm' Ständ^ki^ 
Preutacng 1, U5 ohne jedm twingmäm Grund m 140$ Jum Ifi, 



1349 Aug. 29 — 1350. 77 

veren und Hardermjk zur Genugthuung an ihn und seine Freunde für die 
ungerecUe Tödtung (decollari) gewisser Freunde von ihm hei Kopenhagefi eu 
verantiissen, — [1349] (in die decollacionis beati Johannis baptiste) Äug. 29. 

StA zu Lübeck; Or. m. Besten d. S» Das em^eldammerte im Or. durchstrichen. 

Oedruekt: daraus Mb. U. B. 3, w. 109 m 1349 Äug, 29^ woM richtig mit Büd>- 
sieht auf die 1349 Anf. Juni erfolgte Zerstörung von Nannendorp, 

158. Gr. Gerhard von Berg urhundet mit Duisburg über Handel und Verkehr^ wie 
Gr. Wilhelm i. J. 1302y oben 5, n. 28. — 1349 (in vigilia exaltacionis sancte 
cruds) Sept. 13. 

StA zu Duisburg, n. 29; Or. m. S. 

159. K. Kasimir von Polen verheisst den preussischen Kaufleuten, besonders von 
Thomj Sicherheit für die Fahrt durch Ruthenien, in Wladimir, und ErseUz 
fwr Schaden. — 1349 Dec. 5. Sandomir. 

Aus BA zu Thorn, Schbl IV; Or. m. S. A. d. Bücken von einer Hand des 15. 
Jahrh.: Per terram Russie versus Wladimiriam. MitgetheiU von G. v, d, Bopp. 
Gedruckt: daraus flüchtig Caro, G^ch. Polens 2, 265. 

NoTerint oniTersi presenciam noticiam habituri, qaod nos Eazimirns Dei gracia 
rex Polonie dominusque terre Rusie damus et concedimus plenam et omnimodam 
secoritatem omnibus et singalis mercatoribus de terris Prusie et de nostris terris 
precipae e Thorunensibas* per terram nostram Rusie transeandi et ad Ladinüriam 
nostram civitatem veniendi ibique negociandi, mercandi et morandi salvis rebus 
omnibus et personis. Promittimus eciam pro omni dampno mercatoribus predictis, 
si, quod absit, ab aliquo homine in terra nostra Rusie eveniret, quod dampnum 
de nostro thezauro solvemus. Actum Sand[omiiie] sub anno Domini 1349, sabbato 
infra octaTam sancti Andree. In cujus rei testimonium nostrum sigillum duximus 
appendendnm. 

160. Der gemeine Kaufmann der Deutschen Hanse zu Brügge bannt aus seinem 
Rechte den Kaufmann Blamenrod von LübeckK — 1350. 

Aus L StA zu Lübeck, flandrischer Kopiar 8 fol. 55. 

H StA zu Hamburg, Hs. d. Hamerecesses von 1356, seit 1842 nicht mehr vorhanden. 
Credruckt: aus L Lüb. ü, B, 2, n. 985, aus H Urk. Gesch. d. ürspr. d. D. Hanse 
2, 400. 

Vortmer so si to wetene, dat Thideman Blomenrod ghebroken hadde keghen 
den ghemenen copman alse keghen de ordinancie vorbescreven; dat nen copman 
anderswar recht solde soken dan Tor uns up ene böte van ener mark goldes '. 
Keghen welke ordinancie de selve Thideman brokich worden is op de böte vor- 
seyd, dewelke böte em bi versoke van em selven ende bede Tan sinen vrenden 
Teriaten was oppe Teirtich scilde, dewelke veirtich scilde he utgaf bi sinen willen 

a) Hierauf folgt eine radirte Stelle von 12 — 15 Luchetaben, O. v. d, Ropp, 

*) Auf ihn und MattMus de Bursa war 1350 März 20 vom Bathmann Arnold Voet von 
Stralsund ein Wechsel für Bechnung der lübischen Bathmannen Heinr. Pape und Herm. Bio- 
wtmrod ausgesteüt, aus der sich ein langer Bechtshandel entunckelte, Lüb. ü. B. 2, n. 964; aüein 
mü obiger Bannung ?Mt er nichts zu schaffen. 1360 ist Tid. Blomenrod als gestorben genannt, 
StA zu Mbedc, Westphah n. 172, 172 a. Vgl oben n, 65, über Alvin BI. desgl. >) In 

den vor 1350 äbgefassten Brügger Statuten, deren rolle Mittheüung hier ausgeschlossen wer- 
den wntss, lautet §4: Voort dat negheen coopman din anderen voor neghein recht laden noch 
beiden zal dan Toor nnse recht, id en were, dat een man vlnchtig weere, noch nyeman nnder 
uns Inden des anderen gaed arresteiren zal met neghenen rechte dan met onsen, he ene hadde 
anghest, dat een ander metten Ylaemschen rechte voor em wesen mochte, oder he ene dedet mit 
orlove van den alderlnden, npte boete van 1 marck gonds, Urk. Creseh. 2, 398. 



76 



1350 Januar 5. 



ende dania blef in der Duschen rechte^ also he tOTorcn was. Dama do quam 
de Thkleman vorsejd ende seghede dat recht des copmans op bi vrevelen mode 
€nde blef darbutet]. Darna int jar uns Heren 1350 so quam de selve TUdeman 
Blomenrod ende beclaghede den meynen copman vor de wed van Bruc-ge also, 
dat em de 40 scilde solden sin afghebroken' bi ferse ende bi archeiden, van 
welker claghe de wet vorseyd de warheit horde ende delde den meynen copman 
recht ende Thidcman Blomenrod unrecht. Umme dis groten unrechtes willen ende 
nmme der smaheit willen, de he den meynen copmanne wolde tohcbben bracht, 
of he des macht hedde had, so droch de mene copman over een ende ordinerde 
dese ponte, de hirna stan bescreven. 

[1.] Dat is te wetene, dat ncn copman, de to der Duschen henze behort, 
sal nene gheselscap noch wederlegginge maken Doch holden stille noch openbare 
met Thidemanne Blomenrod vorseyd. 

[2,] Vortmer m wat scepe Thideman vorseyd of sine gheselscap er god 
inschepen, dat dar nen copman, de to der Duschen henze behore, sin gud 
inschepen sole noch lecghen, 

[3.] Vort 80 ne sal neyn schephere, de ghewonnen were of ghevrachtet van den 
henzebroders, Thidemans vorseyd noch siner gheaellen god voren noch nnthalem 

[ij Vortmer so wey disse vorseyde pÄnte brake ende darmede met der 
warheit bevonden werde, de solde wesen buten der Duschen rechte ende nummer 
geholden wesen vor enen guden knapen. 

161, Lübeck utid Gr, Otto von Schwerin beurkunden ihre mit hulhjähriger KHU'^ 
digungsfrist bis Ostern über drei Jahre geschlossene Einung zu vollkommener 
gegenseitiger Sidienmg von Stadt und Land, wobei Lübeck seinen Verpflich- 
tungen gegen deti [hestehetiden] Landfrieden von Uerren und Städten *, die 
volle Geltung seiner Verfesiungen für den Grafen und das Recht gegen 
Strassenräuber und verfestde unbeschadet der Einung einzuschreiten sich vor- 
behält, der Graf seine Burgen den Lübeckern jederzeit offen m halten und 
sich nur im Einversiändniss mit Lübeck verfesteter anzunehmefi verspricM 
(men were dat, dat wi erer vorvesteden lüde welk behüveden tu user not, 
de scole wi en bi namen scriven ^, unde dröghe wi unde desulven ratman 
des over en, dat wi sc uutholden möchten in useme deneste np ene besehe- 
dene tj'd , so scole wi en darvore »tan — , dat se ere unde der menen Straten 
ergheste nicht werven schun binnen der tyd — in uaeme deneste — unde 
achte daghe dama; unde wanne se ut useme deneste wi willen laten, dat 
scole wi densulven ratmannen achte daghe tdvoren unbeden)*. — 1350 (in 
twelften avende) Januar 5, Lübeck. 

1. 
8 Chroisheri, Archiv ju tSchtcerin; Or. m, S., lübi&che Ausfertigung, 
L StA XU IMeck^ Eniufurf dazu a. Pergam. 



L StA £u Lübeck; Or, m. 2 von 3 S., gräfliche Ausfertigung. 
DaseWH ^^Uumrf auf einan Blatt mit 1 L. 

») 6m Afghöbrplroii t. 

») 1349 MäTM 1 %md Aug. 10, oben n, 139 und UL «) Lübtä^ btUU «kA noch wetUr 

die PoliHh der fireim Hand vor. In den mihtdUchm Verabredungm mit dem Grofm, IM. U* 
B, $, fi, 950, htdinffi $9 9kk oiM, doMB e8 im InUruH dea oben erufähntm LandfirifdmB ßt§m 
dm Grafen aelbit mu Felde $Men kötMe, nachdem et tkh ihm jk Micht eMoimr und dau m 
mar nach eigenem Gefallen def% Grafen bei Untrtdrückmtg eimmgibrÜMger Vansallen untcrMiswn 
werde; geineraeits venpricht t» umrechtmäshf^ vetfeukU in löBen, 



1350 Tebr. 9 — la'iO April 2. 



79 



Gedruckt: mis 3 Meklenb, U. B. 10, n, lOSiÄ; aus 2 L Lob, ü, B, 2, n. 95J^ 
wiederholt Mekknh. U. B. 10, n. 7034 B; aus 1 L a. a. 0. M, n, 950, wieder- 
haU a, o. O. 10, n. 7034 A, Vffl IM. Chramketi 1, 273. 

162, Hm. Bölko von Schlesien y Herr von Fürstef^^erg und Schweidnit^^ befreit die 
Bürger vo7i Frankfurt a, 0. für alle Zeit von allen Zöllen und Abgaben für 
den Handel in seitien Gebieten gum Dank ßir ihren nachdrücklichen Wider^ 
stand gegen den falschen Markgrafen Waldettutr von Brandenburg, — 2550 
(in die camisprivii) Fä^, 9, Baut^eti, 

StA tu Frankfurt a, 0.; Or, 

Gtdnukt: daraus Biedel, Cod. dipl Brandmb. 1, 23, n. 62. Alk Freihüiltm dsr 

Stadt, besonders die StapdgerechtigJmt [s. 6ha% 1, h. 469], wwrdm ^on Marhgr, 

jAtdmg d, Bömer ISäl Jan, 8 bestätigi, a, a, 0, n. 67, 

163, Notar Christian Drussate beurkundet die Zusage der Schöffen, Keurherren 
und Tuchmacher von Paperingen an die Sendeten der Kaußeute über Länge^ 
Verkauf ufhd Messung der Tuche von Poperingen im Änschluss an n, 116. 
— 1350 AprH 2. S, Martin bei Poperingen, 

Aus K StA SU Köln; flandn EJopiar d, 15, Jahrh, auf Papier föl, 12B, sehr 
flüchtige Abschrift. 

In nomine Domini amen. Per hoc presens pnblicnm instrnmentum cunctis 
pateat inspecturis, quod anno incarnacionis ejusdem millesimo tricentesimo quinqua- 
gesimo, die secunda mensis Aprilis, hora vesperarum in aula domns religiosi viri 
domini abbatis sancti Martini de sancto Audomaro apud Poperinges*, indiccione 
tercia^ pontificatns sanetissimi in Christo patris et domini nostri domini Clementis 
digua Dei provideneia pape sexti anno octavo in mei notarii publiei et testiuin 
wper »criptornm ad hoc specialiter vocatorum et rogatomm preseneia personaliter 
oonstitati providi viri et bonesti scabmi et correarii viile de Poperinges MorinensiB 
diocesiB p^ omnibuB drapariis aen coDfeetor[ibng]'' pannomm laneonim diete viUe de 
Poperinges et nomine eorandem cupicntes et desiderantes sumnio desiderio, ut 
aflfierebant, commodam, utilitatcm et profectum dicte ville pro viribus augmentare 
sponie sna et non coacti et ut mercatura in ipsa villa valeat confluere et crescere 
babnndanter, promiserunt fide et juramento eorporaliter prestitis ab eisdem in manu 
mei not{ariir publici subscripti stipulantis pro omnibus, quomm interest 6t interesse 
poterit in futurum, pro dictis drapariis et eonmi snecessoribus ac eoruni nomine, 
qnod perpetno futnris temporibus omnes panni lanei, qui de cetero fient in dicta 
rilla de Poperinges per draparios modemos vel eomm snccessor^, quibus ad 
presenB nti solent mercatores Alemanie et quos dicti mercatores ab antiqno eniere 
consneyernnt in predicta villa et adhuc, erunt longitudinis triginta sex ulnarom 
ad viigam seu cordam Brugenseni. Si^ vero aliquis pannus laneus inve[nir!etur'* 
minoris longitudinis quam triginta sex ulnamm ad virgam seu cordam predictam, 
venditor hujosmodi panni lanei defectum dicte loogitndinis dedacere teneretur de 
predo vendicionis dicti panni pro rato defeetua ejnsdem panni lanei. Promisemnt 
et insnper dicti scabini et correarii nomine dictorum drapariorum et pro ipsis et 
pro eortun successoribns sab jam prestito juramento, quod de cetero dictos pannoa*^ 
laa608 in aliqua halla infra dictam viUam vendlcioni non exponent aliqnaliter sen 
exponi facient faturis temporibus, sed pocius eosdem pannos laneos exponent vel 
exponi faeient m eomm domibus, prout actenus est fieri consnetum, se quantmn 
ad premiesa firmiter tenenda et inviolabiliter observanda scabini et correarii pre- 
dicti pro dictis drapariis et eomm suecessoribus erga dictos mercatores Alemanie 



m 



1350 April 11. 



et eoruin successores effieaeiter obligaudo otnnibus excepcionibus in premissis ces- 
santibas. Asserentes eciain dicti 8cabini et eorrearii pro dictis drapariis et eornm 
successoribus, quod per preiiiissa non intendunt aliqualiter revoeare quendam cyro- 
graphum seu quandaiii eartham sigillis Uimberti Gaerd et Egidii Payere nee et 
nomiBe seabiDorum, correariorum et tocius concilii diete ville de Poperinges in 
pendenti sigiliatam penes dictos mercatores existenten^ ^; jmmo voliint et expresse 
consentiiint , quod dictiis cyrograpbiis seu dicta cartha perpetue et irrevocabiliter 
robur tencat firmitatis. Promisenint eciani dieti seabini et eorrearii pro dietis 
drapariis^ eorum successoribus et eonim nomine necnon Ludolphus dictus de Vine, 
Dethaerdus dictus Moerkerken, Lubertus Knoep, Nieholaus van der Linden et 
Bertramimis de Rostoke nomine dictorum mereatorum buper boe, ut asserebant, 
potestatem et mandattim speciale a dietis mercatoribuß habentes, qnod exnune 
renditores et eniptores pannorum j>rescriptorum solvent qailibet mensuratoribus 
dictorum pannorum deputandis per dietos scabinos et corr[e]arios* ad meusurandum 
eosdem, et qui super hoc et de dicto officio fidcliter observando suum prestabunt 
jnramentum pro quolibet panno, quem mensurabimt j unum obulum geu unam 
mitam ^ et quantum ad hoc fideUter Berraiidum dicti seabini et eorrearii pro dietis 
drapariis et eornm successoribus et eonnn nomine se erga dictos mercatores et 
e converso dicti LudolphuSj Detbardus, Lubertus, Nieholaus et Bertrammus nomine 
dictorum mercatorum et pro ipsis ac eorum successoribus erga dictos scabinos et 
correarios efficaciter obligaverunt Super quibus dicti Ludolphus, Detbardus^ 
Lubertus, Nieholaus et Bertrammus nomine suo et dictorum mercatorum*' Alemanie 
sibi fieri pecierunt publicam instrumentum a nie notario publico seripto testamento 
astancium invocando. Acta sunt bec sub autio, die, mense, hora, loco, mdicione et 
pontificatu predictis, presentibus discretis viris Wilermo te Molnare, Johanne Baerd, 
Martino Hademare clericis et Johanne de Stoten layco Morinensis diocesis testibuB 
ad premissa vocatis s^pccialiter et rogatis. 

Et ego Cristianus Drussate clericus Morinensis diocesis , pnblicus im- 
periali auctoritate uotarius et curie Morinensis juratus verum", quod premissis 
Omnibus et singulis, dum agerentur et tierent, ut pretertur, uua cum testibus 
prescriptis presens interini eaque vidi et audivi et in hanc publicam for- 
mam redegi. Ideo hie me subscripsi et huic publico instrumento manu mea 
seripto'* Signum meum solitum apposui rogatus in testimonium veritaÜJE»« 



164. Johann Witte veti Strahund verpfändet für eine Schuld von 15 M. sehonisch 
Johann Soisink ein Landstück auf Schonen. — 1350 April 11 

Am Geheimarchir rn Kopctihufjfen ; Or. m. 3 S. (Hausmarkenj, Junffham. 
OedrudU: daraus Hildd/rmidf Dipl, Suecan. 6, «. 4561, 

Omnibus presens scriptum cernentibus e^o Johannes Witte filius domini Thi- 
derlei Albi consuüs Sundensis in Domino saiutem. Rccognosco et teuere presen- 
cium publice protestor me teneri ex justo debito Johanni dicto Boysincb et suis 
heredibus veris in quindecim marcis Schanensium denariorum proximo festo nati- 
Titatis beate Marie* sine ulteriori dilacione et absque ullo inpcdimento super 
terram Schanie integraliter persolvendis. Pro istis quindecim marcis ipsi Boy- 
singhe ohligavi terram meam proprie de erden, quam emi atque comparavi ab 
Henrico de Eibingo sitam in anteindagine ^ in hunc modum. Si nou pcrsolvero 
tempore predicto, quod extnnc dicta terra sua debet esse justa empcio et si ultra 



«> «w 11$, >) Sept 8. •) n. u iwÄI der V^ntrand. 



d) iieri|iUi Kf 



1350 April 13 — 1350 Juni 4. ^ 81 

hoc aliqnod mcnrrerit periculam racione antedicte pecanie sen dicte terre, illud 
aibi et suis proximis totaliter per me aut meos heredes justos refdndam expedite. 
Ceterum profiteor per presentes, qnod Hinsekino de Lubeke in Valsterbothe ple- 
nam dedi et de auctoritatem antedictam terram faciendi et dimittendi, ad primam 
diem proprie dinghedaghe resignandi loquendo proprie schaten et quod idem Hin- 
sekinns de Lubeke presentem litteram dicto Boysinghe presentabit. In cujus rei 
testimonium et ad cautelam pleniorem sigillum menm proprium presentibns duxi 
apponendum. Testes hujus rei sunt Hermannus Kam et Hennekinus de Warne 
ciTCS Sundenses ad premissa specialiter vocati' et rogati' et ad evidenciam eorum 
sigilla una cum meo presentibus apposuernnt. Datum anno Domini 1350, domi- 
nica misericordia Domini. 

165. Der Baih von BiMitz bekennt von Bischof Johann von Kamin das Privileg 
bestätigt empfangen zu haben, durch welches Bischof Friedrich von Kamin 
bei Begründung der Stadt dieselbe u. a. mit lübischem Recht, mit dem Längen- 
und Scheffelmass und der Münze von Kolberg und dem Instanzenzug nach 
Kolberg bewidmet hcU. — 1350 (feria 3 post dominicam misericordia Domini) 
April 13. 

Staatsarchiv zu Stettin, Dipl civit. Bublitz, n. 4. Amtliche Mittheilung. Die ab- 
weichenden Angaben hei Kratz, Städte Pommerns 43 Anm. beruhen auf Irrthü- 
mem: ist die erste Verleihtmg selbst auch älteren Datums (Bisch. Friedrich 
1329—1343) und möglicher Weise 1340 erfolgt, so fehlt Jieute doch die urkimd- 
liehe Beglaubigung des ersten Gnadenakts, 

166. K. Eduard [HI] von England^ an die Einnehmer des Ein- und Ausfuhr- 
zolls vofi 2 ß für einen Sack Wolle und 6 ^ für ein Pfund Kaufgut zu 
Boston: befiehU Lübert von Warnethorpe, Bertold van Älen, Heinrich Rode, 
Walter von Risle [?] und Johann Dultnen, Führern von 4 Deutschen Kog- 
gen, die mit Oel, Stockfisch u. a. von Norwegen zum Umladen nach Boston 
gekommen sind, den Zoll für die Ausfuhr zu erlassen. — 1350 April 24. 
London, Westminster. 

London, Publ record Office, Bot. lit, claus. 24 Edw. IIL p. 1, 20. 

167. Derselbe an Hamburg (Hamburgh in Alemannia) : fördert für Johann Goy- 
land, Bürger und Kaufmann von Norwich, die Berichtigung einer alten 
Schuld von 260 £, die er gegen den inzwischen verstorbenen Hamburger 
Johann Gut und deren -Gesellschafter in Hamburg für Waaren zu fordern 
und von Guts Bruder Heinrich vergeblich wieder zu erhalten versucht hat, 
weil dieser die Schuld überhaupt geleugnet, — [1350] (anno r. n. Francie 
undecimo, regni Anglie 24) Mai 5. London, Westminster. 

StA zu Hamburg, Trese LI 43; Or. ohne S, Das. eben solche Wiederholung von 
Mai 7. 

168. Minoriten- Guardian Lambert zu Kampen transsumirt die Verleihungen K, 
Wcddemars [III] von Dänemark für Kampen in Bezug auf sein Reich und 
die Vitte auf Schonen von 1326 Sept. 5, oben 2, n. 452. — 1350 Juni 4. 

StA zu Kampen; Or. m. S. 

Verzeichnet: daraus Begister van charters en bescheiden van Kampen 1, n. 115. 

a) vocatis, rogatis Or. 

^ Im selben Jahre wird er im Bürgerlich von Kamjten als dortiger [Ehren-] Bürger 
genannt, r. Doominck en Nanninga Uitterdijk, Bijdragen tot de Geschied, van Overijssel 6, 95. 
Hanaisches Urlrandenbach lU. 11 



82 



1350 Juni 7. 



169. K. Magnus von Norwegen und Schweden verleiht den Kaufleuten der Deut- 
schen Hanse zu Bergen auf ihre Klagen das Recht Lebensmittel für eigenen 
Bedarf einzukaufen und befiehlt seinen Beamten widerspänstige Schuldner 
der Hansekaußeute durch Strafen zur Zahlung zu zwingen, — 1350 Juni 7. 
Bergen. 

1, 
Aus L StA zu Lübeck y Norvegica n. 39; Or, m. S. 
Daselbst Transsumpt des Bischofs Johann von Batzeburg von 1447 (ipso die domin. 

post ascensionem Domini) Mai 21, 
B BA zu Bostock n. 5340; gleichzeitige unbeglaubigte Abschrift. Junghans. 
StA zu Damig, Stadibuch 1, p. 10, Abschrift, 

2. 

Uebersetzung und Transsumpt einer Wiederholung von Juni 26, s, n, 1 72, von 1351 
Mai 2. 

Gedruckt: aus 1 L Diplom, Norveg, 3, n, 272; früher mit dem falschen Datum 
1357 Juni Torf aus, Eist, Norweg. 4, 485 und in einer schlechten Uebersetzung 
Willebrandt, Hansische Chronik 3, 22; zu 1357 verzeichnet Urk, Gesch, d. ürspr, 
d. D. Hanse 2, 443, Die Datirung toird zweifellos durch 2. Vgl Nielsen, St. 
Catharinas og St, Dorotheas Güde i Bergen (Christ, Vid, Selsk. Forh, 1878) S. 3 ff. 



1. 
Universis presentes litteras visuris vel 
audituris Magnus Dei gracia regnorum 
Norwegie et Swecie ac terrarum Scanie 
et Hallandie rex in Domino salutem 
sempiternam. Et quia discreti viri 
mercatores de hansa Theotunicorum in 
civitate nostra Bergensi existentes nobis, 
dum ibidem moram contraximus* perso- 
nalem, eonqnesti sunt se expensas sen 
bona comestibilia ipsis pro samptibus 
et ore eorum necessaria in generali foro 
Bergensi, ubi eis hueusque et in nullis 
aliis locis infra prediete civitatis limites 
et extra illa habere et emere consuetudo 
et lieitum fuerat, pro sua pecunia ve- 
nalia nullatenus invenire: ideirco nos 
consideratis ipsomm tam magnis neces- 
sitatibus eorumque piis instaneiis incli- 
nati et ut ipsos amplioris beneficii et 
graeie presidio prosequamur, ultra et 
supra omnia alia privilegia, placitacio- 
neS; justicias et consuetudines eorum 
antiquas ipsis per nos et progenitores 
nostros in Norwegia datas et concessas 
ex speciali gracia per presentes duxi- 
mus annuendum, quatinus onmibus et 
singulis mercatoribus in hansa Theotu- 
nicorum predicta ad civitatem nostram 
predictam Berghen applicantibus libere 
concedatur et liceat bona hujusmodi 



2. 
Magnus van der gnade Codes der 
rike Norwegen unde Sweden unde des 
landes Schone unde H[a]llant^ en ko- 
nynk. Wy beden alle den gennen, de 
dissen jegenwardighen breff zeen edder 
hören lezen, ewyghen heyl an Gode. 
Umme des wyllen, dat de ghemene 
kopman van der Dudeschen henze vor- 
my ddeist wysen kloken luden, de an 
unser Stadt ligghen to Berghen, hebben 
vor uns geclaget an den tyden, do wy 
sulven to Bergen weren, dat see neue 
spyse unde etlike wäre, der zee nod 
hadden unde bedrofften to erer vorthe- 
rynghe unde erer behuff, konden vele 
vynden edder hebben uppe deme ghe- 
menen markede der Stadt to Berghen, 
dar em was beorlovet ere spyse to erer 
berghynghe to kopende unde to erer 
behuff unde an neuen anderen steden 
bynnen der Stadt to Berghen edder 
buthen, unde zee des orlaves nicht 
hebben gehat beth an dysse jegenwar- 
digen stunde, wy hebben ere grote not 
ghemerket unde hebben uns gheneghet 
vormyddelst zundergher unde merer 
gnade to vulvolgende eres mylden ge- 
bedes unde begherynghe. Hyrumme 
boven alle privilegia ut vorbenomede 
vryheyt, dedynghe edder olde rechti- 



n) traximos J?. 



b) Hollant Li 



1350 Juni 7. 



8i 



comeitibilia* ad sumptns eonim et ex- 
pensas non tarnen qnoad yendicionem 
eeu mereatiiram aliqiiam emere tarn extra 
qaam infra tbmm et limites dictos t^ik- 
mark^ predicte ciritatis iiostre Berglien 
dne impeticioiie et reelamacione eujiis- 
ciinque. Ceterum coequerebantur nobis 
sepedicti inercatores, quod debitores 
eomm qob curantes litteras suas sive 
fidem ipsis dcbita sua, in qaibuB eis 
obUgabantur^ disthetis et receptis ex 
ntraqiie parte terininis solvere non cu- 
nmmt, unde eosdem mercatores ma^a 
incomoda et diversa sepius et variahi- 
Uter contingebant Nos vero indempnitati 
eomm tali preeavere et obviare volentes, 
ot cogDoscant se ad nostra beneplacita 
eo forcius 'obligatody ex eadem nostra 
speeiali gracia deerevimiis statucndom, 
quod debitores mercatomm predictoriim, 
cQJoscimqae Status aut einineMcie et 
ondeeunqne de regnis uostris et daminiis 
fiierintf elapsis soliicionum et promissio- 
Qiun suarum daUiram inter partem iitram- 
que terminiä creditori vel creditoribiis 
soifi de prefltta hansa Tbentiroieoriim 
debita sua preseripta in preseiiti cou- 
tracta vel imposterum contrahenda infra 
mensem proximum post tenninuni suum 
8ca terniinos elapsiiHij ut premittitur, 
«ire lapsa« snb pena tredeeitn mareba- 
rum et octo solidonmi denariornm dicto- 
mm artigh racione infricciouis littcranini * 
Doslramm dicte >Tilga[r]itcr^' brewabrut 
integraliter persohere studeant et aflec- 
tent. Si quis vero contra hanc nostram 
graciam aiisu temerario venire attenipta- 
verit et debita sua secuudum formarn 
et mandatum nostnini, ut preiniBsuni 
est, solvere non curaverit^ extunc the- 
fiaurario et balivis nogtria Berghcnsibus, 
qui nunc sunt vel hiis qiii pro tempore 
fuerinty sub obtentu gracie nostre fir- 
miter et districte eommittimus in man- 
datiSf ut debita bujuBUiodi creditori suo 
8CU creditoribus de predicta han^a Tbeo- 



eheyt edder wonbeyt, de en van uns 
edder van nnsen vorolderen in dem rike 

to Norweghen beleyut edder gbegheven 
is, so gunne \vj van sundergber gnade 
vreghen unde gheven vormyddelst desser 
jeghenwardigen serilft, dat en jewelik 
kopmao, de in der Dutzscben bense is, 
de in unser Stadt to Bergben vorbenomet 
sulven wjl des bmken, schal myt vry- 
beyt unde mach to syner vorterynghe 
unde noet etlike gud unde wäre k^pen, 
alzo vele alz he behuff heft, alzn wol 
baten niarkedes alz up denie markede 
in allen enden der vorbenomeden Stadt 
to Bergen unde in allen enden bjiinen 
deme lande, dat tickniart* gbeheten ig, 
wes se to erer egbeneii kost edder spyse 
behufl' hebben unde nicht vort to vor- 
kopende , sunder jeuygherleye hynder 
edder wedderrupent edder jemendes 
vorbot Boven dat so clageden de vor- 
beuomeden koplude, dat se niennyger- 
leye wv^s schaden nemen unde groten 
hynder hadden an erer kopensehop van 
den jenen, de myt em kopslageden, 
wente se holden ere wort unde eren 
loven edder ere breve nicht, alzo dat 
^e den kopluden nicht betalen op den 
dach edder np de tyd, alze" se lovet 
edder wilkort hadden; darvan so beft 
de kupman inennyerleye wis schaden 
genomen. Uppe dat de kopman bekenne 
unse behegelicbeyt desto lever to vor- 
warende, so wylle wy den vorbenomeden 
schaden unde den kopman darane be- 
waren unde stedighen van sundergber 
gnade weghen dar en recht over unde 
willen y dat de schuldenere der vorbe- 
nomeden koplude^ se zyn we se syn 
edder an wat State edder werdicbeyt 
dat se syn edder van wat enden unses 
rikes edder herschap dat se sju, de 
dat loven edder ghelovet hebben deme 
vorbenomeden kopman uppe ene wysse 
tyd na erer beder behegelicheit to be- 
talende unde de den dach edder de tyd 



D. i\ m viel tcie tbakmarke, Gem&thm§p «. 6bm Si^ n. 21 \md n. 284. 



11' 



84 



1350 Juni 7. 



1. 
tanicomm jnxta mandfatum nostrnm pre- 
missum disponant et, si necesse fderit, 
acriter extorqueant jure nostro regio 
pena yidelicet supradieta dieta* brewa- 
brat nallatenns pretennissa. In cnjns 
concessionis evidenciam firmiorem sigil- 
lom nostrom presentibus est appensnm. 
Datum in civitate predicta Bergensi, anno 
Domini 1350, septimo idns mensis Junii. 



2. 
der betalinghe Torsumet; alzo dat he 
dem kopman nicht en betält nnde dat 
lethe van noet wegen edder van vor- 
sumenysse wegen edder van qwades 
willen weghen, de schal edder de scho- 
len by 13 mark broke unde 8 schillinghe 
der pennynghe, dede artighe beten, deme 
vorbenomeden kopman bynnen deme 
negesten maynte, dat negest kompt der 
tyd unde deme daghe, alz se deme kop- 
man gelavet hebben^to betalende, vul 
unde al betalen, unde we syk daran 
vorsumet, de schal de 13 mark unde 
8 schillinghe gebroken hebben umme 
des willen, dat he unse both unde unse 
breve ghebroken heft, dat up Norves 
gheheten is bre[v]abrud^ \ Is dat also 
dat jemant van vormetenheit unse gnade 
unde unse bot, alz wy vor gebaden 
hebben, breket unde syne schult an der 
wyse, alze vor ghescreven steyd, nicht 
betalet, so bede wy an strengicheyt 
unsen vogeden, de nu to Bergen syn 
edder an natiden tokomende syn, unde 
andern unsen amptluden by beholden 
unser gnaden, dat se desulven schult 
mit strengicheyt unses rechtes van den 
schuldeneren uppanden unde deme kop- 
mann van der vorbenomeden Dudeschen 
hense to danke betalen unde nenerleye 
wis den vorbenomeden broke, de ghe- 
heten is up Nor[v]es*' brevabrud, to ghe- 
'ven edder versumen. To euer merer 
stedicheyt unser gnade so hebbe wy 
unse ingesegel vor dissen jeghenwar- 
dighen breff ghehenget, de dar is ghe- 
geven an der vorbenomeden stadt to 
Bergen, na Grodes bord 1350, an dem 
negesten daghe na jsunte Johannes de 
to mytsomer kumpt 

170. Der Hauptmann von Finnland verheisst im Namen des Königs von Schweden 
den Bevalern Verkehrsfreiheit ausser für die Fahrt nach Nowgorod. — 1350 
Juni 7. Revai. 

Ät48 RA Bu Beoal; Or, m. S, 

Gedruckt: daraus Litl Ü.B. 2, n.901 und HUdebrand, Dipl Suecan.6, «. 4581. 
lAvl, ü. B. 2, n, 902 die Veröffentlichung dieser Zusicherungen durch den Rath 

a) /ehlt'Ji. b) brenabrad irrthümlieh L. c) Noxnee hier L, 
>) Ungehorsam gegen einen königUdten Erlass, . 



[1350?] Juni 9 — 1350 Juli 10. 85 

fxm Beval anseme Bürger; vgl das. n. 910 — 922 über andre Verbindungen mü 
Finniand. S. Sverges Traktater 2, 172. 

Omnibus presens scriptum cernentibas Gerhardus Scytte capitaneus Finlandie 
salntem in Domino sempiternam. Tenore presencium protestans publice recog^iosco 
me honorabUibus viris dominis consnlibns Revaliensibns firmiter promisisse, qnod 
omnes et singuli eoram concives Revalienses cum omnibns suis bonis videlicet 
pannisy aale, vino, annona, homnlo, cera et opere ac alüs rebus et bonis qoibns- 
conqne secore et libere nbiqne terraram et locorum eciam aquarum stare et esse 
debeant ac yaleant pre illustre principe domino meo domino Magno rege Swecie 
omnibusque hominibus et subditis suis, dummodo versus Nogardiam non declina- 
verint ciyes Revalienses supradicti. Preterea si inculparet prescriptos cives Reva- 
Uenses aliquis pro %o, quod in Nogardia faissent et ibidem mercimonia exercissent 
et abhinc bona Rutenica produxissent, pro hiis onmibus suis juramentis se possunt 
excnsare. In cujus rei testimonium sigillum meum presentibus est appensum. 
Datum Revalie, anno Domini 1350, feria secunda proxima post octavas sanctissimi 
corporis ChristL 

171. K. Kasimir van Polen an Thom: gewährt dessen Kaufleuten sicheren Durch- 
zug durch die Herrschaften seines Bruders Hz. Boleslaws von Plock. — [1350?] 
Juni 9. Krdkau. 

Aus dem Transsumpt von 1352 Febr. 16, 8. unten. Kann nicht zu 1351 gehören, 
toeil in diesem Jahr der Vitustag selbst auf Mittwoch (feria qnarta) fiel 

Karimirus Dei gracia rex Polonie honorabUibus et discretis viris consulibus 
et toti universitati civium in Thorun sue gracie plenitudinem et favoris. Notifica- 
mus vobis, quod ad peticionem fratris nostri ducis Boleslai Plozcensis onmibus et 
siDgulis vestris concivibus et mercatoribus transitum per Plozc et dominia ejusdem 
ducis Boleslay secnrum indulgemus. Datum Cracovie, feria quarta ante diem 
beati Viti. 

172. K. Magnus von Norwegen und Schweden fu/r die Kaufleute der Deutschen 
Hanse zu Bergen wie oben n. 169. — 1350 (an dem negesten daghe na sunte 
Johannes de to mytsomer kumpt) Juni 25. Bergen. 

Übersetzung im Transsum^t von 1351 Mai 2, s. unten. Die Abweichung im Datum, 
die zu bestimmt gegeben ist, als dass sie ein Fehler genannt werden dürfte, giebt 
bei der sonstigen durchgehenden üebereinstimmug der Texte an die Hand, dass 
der Frei' und Schutzbrief des Königs von Juni 7 aus sacMichen oder formalen 
ChrOnden hier Juni 25 wiederholt worden ist und ein neuer, selbständiger Alf 
torliegt. 

173. Astringieny Wangien und die Stadt Jever an Lübeck: bitten um Auslieferung 
des durch den Lübecker Smilau arrestirten Guts (lagenam et duos saccos — 
Yullengam), das einst dem verstorbenen Eboka Uffana, Bürger zu Jever y gehört 
hat und ihm von Bürgern von Kämpen auf der Elbe widerrechtlich abgenofn- 
men ist. — 1350 (ipso die septem fratrum) JüU 10. Jever. 

StA zu Lübeck; Or. m. Besten eines 8. 
Gedruckt: daraus Lüb. ü. B. 2, n. 972. 

174. K. Kasimir von Polen und Ruthenien verspricht den unter Vermittlung von 
Ersbischof Jaroslav von Gmesen mit dem Hochmeister des Deutschordens Hein- 
rich Dusmer geschlossenen [Grenz-] Vertrag zu halten und die Bürger von 
Thom oder andre Unterthanen des Ordens weder durch Becht noch durch 
Gewalt an Habe oder Leuten wegen Konfiszirung von Tuch in Thom (propter 



86 1350 Aug. 24 — [c. 1350 Dach der Handschrift.] 

detencionem pannorum) zu beheUigen, — 1350 (die beati Bartholomei) Äty. 24. 
Lemberg. 

Staatsarchiv zu Königsberg; Or, tn. S,, weder 1877 noch 1878 aufzufinden. 

Gredruckt: daraus Voigt, Cod. dipl Pruss, 3, n. 65. Vgl. Coro, Gesch. Poiens 
2y 286. 

175. Erzbischof Fromhold von Riga wiederholt und bestätigt auf Gesuch Rigas 
und der die Ostsee und Livland besuchenden KaußetUe das Handelsprivileg 1, 
n. 786. — 1350 Sept. 6. Riga. 

Bä zu Riga; Or. m. S. 

Credrucht: daraus Livl. U. B. 2, n. 903. 

176. Erzbischof Wühdm von Köln beurkundet seinen mit Doffmund auf 5 Jahre 
von Nov. 30 ab (sente Andreys dach neist körnende) geschlossenen Freund- 
schaßsvertrag wie Dortmund mit Erzbischof Walram 5, n. 588 ohne Rück- 
sicht auf den Grafen vow Jülich und die Entscheidung von Soest über die 
Gerechtigkeit einer Fehde, aber mit den Zusätzen, dass auf Erfordern der 
Stadt sein Marschall von Westfalen und die Amtleute 3 Wochen norch der 
Einladung in Dortmund dem Vertrag Treue schwören sollen und dass seiner- 
seits die Rechte des Stifts Münster, von Seiten Dortmunds die der Städte 
Soest j Münster und Osnabrück (in vurwerden, as it tuschen in geschreven 
steyt), beiderseits die des päpstlichen Stuhls und des Reichs vorbehalten sind. 
— 1350 (des sundags vur dem vurschreTcn sente Andreys dage) Nov. 28. 

StA zu Dortmtmd; Or. m. 8. Junghans. 

Gedruckt: daraus sehr mangelhaft Fahne, ü. B. d. St. Dortmund 2, n, 383. Vgl 
oben n. 125. 

177. Warwith an Lübeck: bittet um Freigebung und Schadloshaltung von Mitbür- 
gern, die auf dem Meere beraubt worden sind. — [c. 1350.] 

Aus StA zu Lübeck, Trese Danica; Or. m. auf gedr. S., dessen Bild ein schreitender 
Löwe [?], dessen Umschrift: SigiUum villanonim in Warwith. Ju/nghans. 

Honorabilibns Tiris et discretis dominis de Lybik consnles ceterique ciTes in 
Warwith salntem in omnium salvatore. Discrecioni Testre declaramos, quod Nico- 
lans Thordson et Thuro Orimison, qoi a quodam Johanne dicto Hund in mari 
spoliatos, combustas et captas detinetur, nostri concires sunt, nnllis eorom deme- 
ritis exigentibnS; qnod sab verbo veritatis protestantar. Unde vestram honestam 
discrecionem habemns exoratam, qnatenns justicie intnitu et divine remnnerationis 
i)iteryent[a]* vestras partes efficaciter interponatis, qnod ipsi predati bona sua 
ablata et recompensam pro navi combnsta poterint rehabere et ipse Thuro a capti- 
yitate liberari, mercedem a summo Deo recepturi, potissime quod in exaccione 
comitum sunt residentes. Scriptum sub sigillo ville nostre tergo af&xo. 

178. Kjöge auf Seeland [?] an Stralsund: ersucht den Vorzeiger j seinen Mitbürger, 
pn Handelssachen] eu befördern und vor Beschwerung wegen der Klage Hen- 
nekins van Sunden zu schirmen. — [c. 1350 nach der Handschrift] 

Aus S RA zu Stralsund; Or., Perg. m. Spuren d. brieftcMiessenden S. MitgetJieiU 
von Koppmann. Für die Datirung bieten sich gar keine Anhaltspunkte : c. 1305 
wird in Stralsund ein Strassenräuber Henneko Sasse ver festet, Fabricius, Stral- 
sund. Stadtbuch 174, n. 137, doch ist er gewiss nicht mit dem unten genannten 
identisch. Die Familie van Sunden findet sich in St^n, Francke, Strals. Ver- 
festungsbuch n. 213, aber auch an mehreren andern Orten. 

a) intnrrenti L. 



[c. 1350.] 87 

Nobilibos dominis ac prndentibus consalibns Stralesnnd inhabitantibas 

littera presentetur. 
Nobilibas dominis ac pradentibus consnlibus Stralesund inhabitantibas con- 
snles ceteriqne viliani in Eekns commorantes salutem et servicinm eorom in 
Omnibus benivolom, promptnm et paratum. Utinam sie acceptum ves^am hone- 
statem hnmiliter habemus exoratam^ quatenus exhibitorem presenciom Hennichi- 
nnm Saxson nostrum eonvillanom in negociis sive qne apud vos habet negoeiando 
promovere velitis causa Dei nostrarumque precum interventu ac vestre honestatis 
et noii sinentes ipsum in aliquibus indebite pregravari, maxime quia innotum ei 
fuit ex causa coram vobis ex parte Hennichini van Sunden super ipsum conquesta, 
hoc seiet Dens, prout a[p]pro[b]are* potest partibus nostris in presencia fide digno- 
rum et bonorum. Quod si feceritis vobiscum in omnibus cupimus promereri requi- 
siti. Ab omni malo Dominus tos conservet, nobis secure precipientes. 

179. Elbing an Lübeck: bittet um Verwendung für die in Stralsund geschädigten 
Mitbürger. — [c. 1350.] 

Aas StA zu Lübeck; Or, m. aufgedrücktem S. 
Gedruckt: daraus Lüb. ü. B, 3, n. 764. 

HonorabUibus yiris amicis specialissimis dominis consulibus ac toti com- 

munitati civium in Lubech detur. 
HonorabUibus viris amicis specialissimis pre cunctis diligendis dominis consu- 
libus ac toti communitati civium in Lubech universitas, consules ac communitas 
pauperum in EUbingo se paratos ad quevis beneplacita obsequii et honoris. Quo- 
niam de speciali vestra amicicia ac ingenuitate pre onmibus civitatibus presumi- 
mus et corditer gaudemus, ideoque ad vestra sana consilia duximus fideliter recur- 
rendum. Fama quadam nobis innotuit, quod pociores cives in Stralesundis cuidam 
dvi de Riga ipsorum libumas presumpserint et aimuerint instaurari copia multorum 
hominum ac necessariis victualium preparamentisque armorum respexerint" nostro- 
mm concivium in periculum et gravamen, et quod nostri concives per eosdem 
in ipsorum districtu ipsorum rebus ablatis sint detenti^ Et quia nulla düfidacio 
inter nostros dominos ac ipsos de Stralesundis precesserit, ergo veritatem non 
adhibemus, de quo nimis miramur et turbamur, attamen timemus rem in actum 
fore productam. Si sie res sint, verisimiliter nobis rescribere vestra discrecio non 
dedignetur. Cum enim nostri concives complices et socii exstiterant in man 
omnium mercatorum et frui pace deberent prehabita et consueta in ipsorum districtu 
ad ipsorum civitatem velificando et quia semper viguit amicicia vera inter nos et 
vos et omnes civitates fidelissime promocionis et nunc luere debemus, quod nun- 
quam demeruimus vobis attestante, pro eo intima cordis nostri gemescunt, eapropter 
vestras fidelissimas amicicias, de qua nobis fides exstat omnis boni, lacrimabiliter 
exoramus, ut vestris fidelissimis promocionibus, consiliis ac juvaminibus adinventis 
nostri' concives ipsorum rebus ablatis salvisque personis Uberi et inmunes red- 
daatur, quod specialiter circa vos et vestros nostrorum omnium virium facere 
debemus et tenemur reconpensam. 

180. Rostock an Goswin von Herike Meister des Deutschordens in Livland: ersucht 
in Erwägung, dass weder Lombarden noch andre nicht zur Hanse der 
Deutschen Kaufleute gehörige an der Gemeinschaft der Kaufleute in Now- 
gorod theilnehmen dürfen, den wegen Abweisung eines Lombarden daselbst 

a) aprophare 8. b) respexBerint L. c) et detenti L. d) et at nostri L. 



88 [c. 1350] — [Mitte des 14. Jahrhunderts.] 

I 

über Deutsche Kaußetite in seinem Gebiet verhängten Arrest aufzuheben. — 
i [c. 1350.] 

; Aus R RA zu Rostock, n. 6901; Entumrf a, einem ungleich beschnittenen Perga^ 

^ mentstück. MUgetJieiU von Direktor Eräuge. 

Gedruckt: daraus flüchtig ürk. Gesch. d. Urspr. d. B. Hanse 2, 391, vnederhoU 
1 • Livl U. B. 2, n. 909. 

Reverendo et preclare religionis magnifico domino domino Gozcewino de Herike 

ordinis fratrum sancte Marie domus Theutonicorum per Lyvoniam magistro^ con- 

sales Eozstoccenses paratum complacendi animum et serviciam snom promptam. 

Ad vestre dominacionis noticiam deferimus per presentes nos pereepisse relacio- 

nibns tarnquam veris, quod, cum quidam Lnmbardns tempore non dudum elapso 

ad Nogardiam pervenisset, oldermanni et mercatores Theutonici ibi existentes 

seenndam jnsticiam suam, quam ibi habent, et privilegia inter ipsos et Rutenos 

ibidem olim condita et ab antiquo habita et servata sine omni abusu seu violencia 

reete facientes eundem Lumbardum a curia Nogarden domiciliis et cohabitacione 

sua prohibuerunt, non volentes ipsum in suam communionem mercatoriam recipi, 

cum secundum jura, libertates et consuetudines banse sue et antiqua privilegia 

inter mercatores et Rutenos ibidem ab olim hincinde firmata nullus talis videlicet 

! Lumbardus aut aliquis alius extra Theutonicorum mercatorum hansam existens ad 

i nnionem mercatorum recipi seu admitti debeat, sicut ibi antiquitus est servatum'; 

I vos autem, domine, ob hanc causam, ut intelleximus, quosdam Theutonicorum hanse 

I mercatores gravi indignacione vestra angariaveritis et feceritis arrestari. Cum 

I igitur ipsi mercatores dicto Lumbardo in terris vestris, ubi conduc^s et dominium 

I vestrum transit, vel eciam extra illas nuUam omnino violenciam aut injuriam 

I fecerint, sed in Nogardia, ubi jura eorum dictant, fecerint, sicut jusle facere 

debuerant, ut superius est prescriptum, nos de vestra et ordinis vestri legalitate 
I sperantes non aliud nisi bonum favoris, promocionis et amicicie singularis, cum 

vos et ordinem vestrum, ymo eciam ordinis vestri personas civitati nostre et nostris 
similiter applicantes sineeris semper favoribus et/dervicüs nobis possibilibus cum 
effectu prosequi diligamus: dominacionem vestram ex intimis deprecamur, quatenus, 
si qua in nostros concives et alios mercatores quocumque modo auctoritate vestra 
facta est arrestatio, illam cassare et annullare dignemini graciose permittentes 
mercatorem jure suo gaudere et privilegiis habitis ab antiquo, ad instar legalium 
predecessorum vestrorum tam benigni vos ad hujusmodi exhibentes, ut proinde 
vobis et ordini vestro, ubi facultas nobis applauserit, nostris devotis servicüs obli- 
gemur. Altissimus vos conservet incolumem et longevum et vestro gracioso peti- 
mus pro responso. Datum etc. sub nostro secreto. 

181, Das Land Norden an Lübeck: überträgt diesem die Entscheidung Über die 
Verwendung von Bergelohn bei eitlem Schiffbruch. — [Mitte des 14. Jahr- 
hunderts.J 

Aus StA zu Lübeck; Or. m. Stück d. S. 

Gedruckt: daraus Lüb. ü. B. 2, n. 989 zu Anf. d. 14. Jahrh., wiederholt Fried- 
länder, Ostflries. U. B. 1, n. 52. 

Detur judicibus in Liubeke. 
Honestis viris et discretis judicibus in Lubeke advocati, consules terre Nor- 
densis se ipsos cum salute. Vestre significamus discretioni, quod litteras petitorias 
reeepimus a judicibus in Hamborg, ut mercedem laborum de bonis naufragantium 

Erwählt 1345 Dec. 14, stirbt 1359 Sept. 10, s. Hermann von Wartberge. «) Vgl. 

Urk. Gesch. a. a. 0. 200, 201, erneuert 1346 Fdn: 22, a. a. 0. 276. 



[c. 1350] — [Mitte des 14. Jahrhunderts.] 



89 



aput no9 fideliter coUect[is]» Johanni et Heinrico latorOics presentiniii dari facere- 
mus. Sed cum hoc vestri nimcii videiicet frater V. lector t'ratruui predicatoram 
cum Buo socio contradicebant , vobis iina cum judiribus in Ha[m]borg'' comtiiisimus 
judicandum, ut, qukquid vos ona cum illis de merecde dietoruiii homiuum duxe- 
ritis ordiDandum, nobis per vestras patentes litte ras dietam mercedera iitteratorie 
dedaretig bona aput dos medio tempore, donee vestras \idcrimu8 litteras, couser- 
vando et obtonc yestris nunciis dicta boua dar! intcgraliter t'aciemus. 

182. Zwei Friesen an Hamburg: fordern die Leistung des ihnen gehörigeti ausste- 
henden Zolls von Staveren unter Androhung der Fehde. — [c. 1350 J 

ÄU8 StA zu Haviburg, Tre.^f Aa 2, 3: gtzahnter Brief m, 2 Ä S, oben 3, n. 656. 
Nähere Merhnak für die Daiirung fehlen, 

BoTghermeyster ende raet ran Hainborcb ende die mene meynte van Ham- 
borch weet, dat ic Sicka Olbada ende Feyka SickjTiggha ju doen groten ende 
biede ju »aelut mit vrienscap also ver, alst jii bihaghet. Vnert wet, dat Alaert 
Simonzone, daer God die sele of hebbcn nioetj min lieve maech, sont sins Uvea 
ende maeticli siner viif sinne mi vrielike gaf sin andeiel van der tolle, welke tolle 
I stne olderen ende Jarich Lievekenzones olderen plaglien opioboren binnen Sta- 
raren van juwe borghcrs bin Staveren ende noch sculdieh m\ öi>t(>l?oren; al en 
liebben juwe borghers desen tollen langhe tit ootliolden Alaert ende Jargbe, want 
I langbe vorleiden en es gben quit laten. Hiromme bidde ic ju, dat ghi Jarich 
lendc rai bisebeit doen van deser vorscreven tolle; waiiter Jarich ju dicke omme 
gbemaent hett, nu maue ic ju omnie dese tolle mit dese brieve, ende ist sake, 
dat gi Jarich ende mi ghen bisccit doen en willen, so weet, dat ic ende Fedeka 
vorscreven, min neve, voert ende alle onse vriendeu ju ende alle juwe borgbers' 
outsegghen ende willen ju scaden mit Jarich tn water ende to lande, waer wi 
connen ende moghen. In kennis van desen so hebbe ic ende Fedeka, min neve, 
onae seghelen binnen op desen brief ghedrucket Ghegheven tot Sueke binnen 
des« jare, 

183, Statuten der Ripen- und Dänemark- Fahrer m Stade. — ßlitte des 14. 
JaJirhunderisJ 

Aus S Archiv tkin hisioriscJim Vereins zti Stade^ Buch des KmchenhaueramU a. d, 
H. Jahrhundert. Die AnfaiigsbucMahen der muelnen AbsäUe mid roth ausge- 
malt, die»e Hclhst gleicfiiäUg numerirt, 

Grdriteki: daraus fehlerhaft Ardiir d. Vereins f. Gesch. u. AUerthümer der Herzag- 
thümer Bremen ufid Verden lu Stade IS$2, 135—138 iu c 1300. 

Dit is de rechticheyt unde de [v]yndinghe'', de de heren de ratbmanne van Stade 
ercn borgheren, dede tho Kipen unde tho Denemarken pleghen tho 8eghel[en]de", 
bebbet ghegheven , dewile dat it en den heren den rathmannen nutte dunket unde 
behagbet tho holdende dor reynecbeit der kopensehop unde dor des willen, dat 
»e Den quat mcbte nehebben in erer kopenscbop vor anderen koplnden. 

[IJ Tho dem ersten scolet se hebben twe olderhide, de scholet se kesen 
jßte. Weret dat de twe olderhide nicht nescgbelden des jares tho Ripeu 
ie tho Deneraarken, so schnlen de koren olderlude enen setten nth der knm- 
pcnye, de dar erst seghelden des jares, unde de schal it tho sieh nemen sunder 
wedders]irake unde de schal vnlle macht hebben also de oldermann, den de mene 
kumpenye set hevct. 



mt colloctarum L. 
UrknniloDbiich m^ 



h} UAheUtT^ L. t) toOfban ff. d) yndlngh^ S, o) i 



12 



90 



[Mitte des 14. JührhütidertaL] 



[2J Vortbraer sowanne de kurapeiiie over knnipt, so ne sclial dar nemeiide 
vcfr dem anderen vore lopen unde vore kopeu, se ne bebben eer na des older- 
inaunes rade thogamene wesen, nnde so wat de olderman en bot, dat scbolen se 
holden. Ocb eft de olderman, de dar set is van den koren olderluden, wedder 
tho bus segbelt, so schal he dar enen anderen setten in eine ßtede, de schal Mille 
macht bebben aleo de oldennan, de dar ghekoren is van der menen kuropenye. 

[3J Vorthmer üvere dat yement uth der kumpcnie queme iippe kopenscop, 
de he kopen wolde^ dat were botere, hude, visch, wathmal^ talg, ale^ bedde edder 
andere kopenschop, knmpt dar en andere utli der kumpenyej de it mede hebben 
wil, eer he, de dar erst upqnam» den godespenning utbdeyt, he schal it eme half 
laten, it ne were so, dat der botere mer en timne were, des visches mer eu hun- 
dert, des watmales eyn half hundert^ en hut^ en half schippunt talghes, cyn tunne 
ale^ eyn bedde edder also klene, dat men it nicht delen ne mach, so schal it de 
dar erst iipqiiam alene beholden; mer is des mer, so schal it de dar erst up- 
qiiam delen unde dem andere[n]* half lateu, also hirvore screven is. 

[4] Vorthmer queme ycment uth der kumpenye uppe perde, ossen edder 
quick, dat he kopen wolde, kumpt dar en andere up uth der sulvcn kumpenye, 
er he den godespenning uthdeyt, de it mede hebben wil, des si luttik edder vele, 
min edder mer, he schal it eme mede half laten, 

[5,] Vorthmer were dat yement uth der kumpenye desser vorescrevenen stucke 
yenicb breke, also dicke, also be dat brect, schal he dat beteren der kumpenye 
mit veer olden groten. 

[fij Vorthmer were dat yement uth der kumpenye enen kurapan hadde 
edder enen knecht, de bir nen borgher ne were, den he to Ripen unde tho Dene- 
marken sende, de gast edder de knecht de schal de kumpenye mede holden 
unde den olderluden horsam sin; brect he aver unde also dicke he brect, acbal 
sin kumpan dat beteren der kumpenye mit ver olden groten, 

pj Vorthmer were dat yement in der kumpenye deme anderen dar vorekop 
dede, de schal der kumpenye dat beteren mit veer olden groten. 

[8J Vorthmer were dar yement in der kumpenye, de dar schuldeghet w^orde 
umme brokc, den he dan** hadde in kopenschop, de hir nicht bescreven is, dat 
si in welker kopenscop it si, dat schal stau in den olderluden; spreket se, dat 
dar broke ane si, he schal it beteren, segghet se aver, dat dar nen broke ane 
81, he schal is quit bliven* 

[9J Vorthmer were yement in der kumpenye, de den anderen vorvrenghe 
mit quaden worden , mit sleghen , mit stoten edder mit jenegbem unvöghe, de sc-al 
dat beteren der kumpenye mit ver olden groten. 

[iOj Vorthmer ne schal nement uth der kumpenye unvoghe, de eme ghescben 
is, so hirvore screven is, dar in dem rechte claghon, it ne si dat de unvoghe 
so grot si, dat he van den heren unde van den vogheden dartho dwungben 
werde. Claghede he it aver unghedwunghen edder brochte he it bemeliken tho, 
dat he dar tho claghende dwungben worde in dem rechte, dat schal he der kum- 
|*enye beteren mit veer olden groten. Mit alle desser vorescreven beterbighe dar 
18 der kumpenye mede beteret unde nicht den heren den rathmannen tho Stade 
unde dem sakewoldcn* 

[11] Vortmer oft user borgher jenich, de in der kumpenye nicht ne were, 
dar aulven seghelde edder enen kunipan eddcr sinen knecht dar sende, de neu 



&) i 



b) (fwMfirüngtifh in M dAlUM, «i^r no w^yntdirL 



[Mitte des 14. Jahrhunderts.] 



»i 



borgher ne were, de schal dar den olderluden borsam sin unde de f vjyndinghe' unde 
desse rechticheyt, de in desse[me]^ boke steyt, mede holden. 

[12] Vorthmer oft dar yemende van desser kunipenye gut hadde, dat were 
welkerleye gut dat were, dat he van henne dar voret hadde, weret dat eme 
vordrote dar weUte wile tho liggheude unde dat he dat gut so drade na fniueme 
mllen nicht vorkopen ne künde unde he jo van denne wolde, so schal he dat 
gut in der knmpenye den meoen kumpaien dar erst beden umiiie sodane ghelt, 
also it eme mest ghelden mach, eer he it nudersweme vorkope; vorkoft he it 
andersweme, eer he it der kumpenie boden heft, he schal it der kumpenye 
beteren mit veer olden groten. 

[13J Vorthmer oft der knmpaue jenich de in desser kumpanie is dar tho 
Uipen oft in Deuemarken dar borgheren edder vrowen gut to borghe dej^, wert 
he nicht betalet uppe de tit, also he dat gut to borghe dan heft, edder wert he 
lettct in der betalinghe, so schal he gan vor den olderman iinde schal eme dat 
kundegben, dat he nicht betalet kan werden; kan eme den de olderman niclit 
heJpen mit bede, dat eme sin ghelt werde, so schal de olderman der menen 
kumpenye dat beden, dat se dem manne edder der vrowen, de also nicht betalcn 
ne willen, nen gut tho borghe ne don, dem kumpanc ne si sin ghelt erst bitalet 
So we dat deyt, de. schal der kumpenye dat beteren mit ver olden groten» 

[14] Vorthmer we den anderen in der kumpenye schuldeghet, sprect he ene 
mit tughe an, he schal is ene overgan mit twen gäden knapen, mach he aver 
ene nicht vortüghen nndc thut he des in God unde in sines sulves munt, so schal 
hc »weeren den eet aldus, dat eme God unde sunte Nicolaus ^ also helpen in 
giner kopenschop, also he des unschnldich is» dar he eme schult umme ghift, 
imde nldiLs scoieu och de tughe swereu, de men leth up eneu in der kumpenye, 

184, Brcfnen an Braunschwöig : gestattet auf Lübecks Verwendung den Bürgern 
der Städte Sachsens den Verkauf ihres Getreides in Bremen wie den eigenen 
Bürgern und bittet um Miifheihmg desseti an Goslar, Hannover, Hameln 
und die andem sächsischen Städte. — [Mitte des 14. Jahrhumlerts] 

Tramsttmirt in der folgenden Nummer, » 

Honorabilibus et discretis viris amieis suis dominis proeonsulibns et consulibus 
Brünswiceasibus consules Bremenses amicicie et obsequii quantum possunt. Nuper 
honorabiles viri domini consules Lubicenses nobis suppliearunt» ut annuerc velle- 
mnfl civitatibus Saxonie , quod frumenta, que civea dietarum eivitatura ad civitatera 
nostram Brcmeusem apportareot et ibidem ad lobia eivium uostrorum coUigcreirt 
ücite, pro sua voluntate navigio scu aliter abinde dcportare possent, quorsum 
vellent, simili modo tamquani uostrL Igitur predictorum dominonim consulum 
Lul)icensium precibus favorabiliter incliuati concedere et permittere volumus, quod 
cives civitatum Saxonie apport«ntes frumenta sua ad eivitatem nostram ibidem 
vendere poterunt, quorsuuj velint, pari modo quemadraodiim cives nostri. Pre- 
midfta petimus consulibus Goslarie, Honovere, Hamelen et aliis civitatibus et oppi- 
d]8 Saxonie nostro nomine intimari, Scitote premissa domiuis consulibus Lubi- 
oeDsibus simili modo nos scripsisse. Datum nostro sub secreto. 

185. Braunschweig an Hannover: übersendet das Schreiben Bremern n. 184, — 
[Mitte des 14. Jahrhunderts] 

Aus StA SH Hannovtftt äiUste^ Kopialbuch der Stadt 79. Die Schrift2Ü(fe weisen 
ifanx eniseJiieden auf die sweite Hälfte de» 14, Jahrhmiderti. 

>) Bekanntlich der Patron der Senfahrer. 

12* 



92 



[c. 1350] Fübr. 11 — [c. 13501 Jali 24. 



Gedruckt: tiarau^ U. B, d, Stadt //«nwww 1, 531 irfthumikh sum Ende d, 13. 
Jahrh., mederkoH Lüh, T. B. 3, ». 113: ,,ergt^: Hälßc dts 14, Jahrh.*', Brm. 

U, B. 3i «. 40:^ mit Bückmcht auf dk Varmegehmg zum letztax Drittel des Jahr* 
hunderts. 

Honestis viris ainicts nostris sinccris doininis consiüibua in Honovere consules 
Brnnswicenses obscqaiosaiti in omiiibiis voluntatem. Vestrara amiciciam presentibug 
scire afFeetamus, quixl domiui coaäules Bremenees nobia Ktteram «uam miöemnt 
gonantein ht sequitur in hec verba: [folgt n,18ij, 

180, Thom^ an Lübeck: bittet um Verwendung für gewisse Kaufleute aus Tharn, 
die in Brügge handeln^ hei den friesischen Aeblen, — [c, 1350J Febr. 11. 
Aii^ StA iH Likbfck; Or. m, Spuren d. aufgedrüdctett Ä 
Gedruckt: daraus Lith. U. B, 3, n, TC^, 

Honorabilibus viris ac faoiosis doniinis consulibiis civitatis Lubicensis amicüs 
Bostris kariyisimis consules Thorun civitatis Pmcie saluteni cum plemtiidiue omnis 
boni. 8crlc litterarum mercatorom de Prussia Brugis existencium intelleximtis 
ipsos vobis pro litteris valeotibus ex parte bonoram e[orum]* abbatibus in terram 
Fryseoriim mitteiidis supplicasse; quas et si eisdem prescntastis, vestre honestati 
regraciannir meduUitus et attente* VernDiptamen si adhuc easdem ipsis preseu- 
tatas nan ceraitiö aut porrectas, extmic eandem vestrain omni qua possumus 
instaneia honorificenciam exoratims, quatiiius intaitu Dei nostroniiDqtie üdeliQin 
iiiterventa serviminum predictis mercatoribiis litteras valeutes ipsis abiles ad terre 
jam dicte abbates velida conterre. Eciam ad emoneoda bona jam dicta discreti 
viri mereatores Ewerhardtis Rynhof *, Ewerliardus Pape et Bertoldus de Balga in 
Brugis a coinmuni mereatoram Prussiensiiim consomo in procuratorcs sunt legit- 
tioios constituti et a nobis atfirmati, similiter Johannes Fryseus, Johannes Rapen- 
Silber et Htnricus de Wattenschede per nos in procuratores electi sunt pro bonis 
eisdem et emissi^ pro quibus in soliduni aat coriim quolibet divisim promissiones, 
si quaspiam feeeritis erga illos, de illis ad nos firmnni sitis respeetum habituri. 
Promittimus quideui de eisdem indempnes vo.s et salvos tii-miter et jiigiter suf»- 
levare, in eu prolectiim dietorum mercatorom respicientes beniv[o]lenciam*' nobis 
exhibebitis valde gratam. Datum Thorun, in crastino sancte virginls Scolastice, 

187. Dortmuml an den Deutschen Kaufnuinn auf Gotland: bestellt nach dem Tode 
Ludölf Schaeps den wishyscken Rathmann Segebode Stolle su seinem Alder- 
mann, — /c, 1350 tmch der Handschrift] Juli 2i. 

Au» StA *« Dortmund; liotlws Buch foL $ b, üb^rschrieheti: Litter* veraiis Got- 
landiaiij» twchmah: Littera versaa Gotlandiara de aldermanne [I] eligendam PI. 
Gedruckt ; daram fehlerfmft Fahne, IL B. d. Stadt Dortmund 2, n. SSO, Für die 
Datirun^ sind nähere Anhult^punkte nicht tjegehen, 

Benivolo nostro aefvicio cum mutua eonplaceneia premisso. Amiei cnrissimi, 
vestre dilectioni et honori cupimns fore notam nos veraeiter intellexisse dominum 
Ludolphum dictum Sehaep quondam nostrum aldermaniinm apud vos in vestra 
civitate, quemadmodum vobis pleuius eunstat^ camis debitum exsolvisse. Unde 
discretum virum dominum Segebodouem dictum Stoite vestri consulatus consocium 
absentem tamquam presentem lecimas, eonstituimns et ordinavimus nogtnim verum 

«) 4^11* L ' b) ImdIwIimsqLiiiii L, 

M Thorn und dU §^^mmiUißhm preunsiichm Städte, namentlii^h Daniiiu B nn mJb t r^, ESbk^ 
Köm^sberg, ßttken m den fimfHger Jahren in sehr regem Verkehr mit IMiok; im dOfÜgm 
Archiv befindet »ich eine lanffe Beihe rem Erbschaflisbriefen aus dm Studien ^rem$m$, ÄbtMk 
Bani^mca, >) lit ftpäter Mathmann in Thorn, ». HB, /, Btgit^ $, v« 



1351 Jan. 15 — 1351 Febr. 18. 93 

et legittimom aldermannum ad agendum et faciendam qaevis et siogula, qae noster 
aldermannas apnd vos facere seu agere potest et debet, necnon ea, qae ad eun- 
dem racione juris et consaetadinis ab antiquis temporibus hacusqae observate 
spectare sea pertinere dinoscantur. Rogantes vestram providenciam ampliori 
studio, qao* valemus, et affeeta, quatenus prescriptnm dominum Segebodonem in 
bi^jusmodi negoeiis dignemini nostri servicii et amoris respectn effectaaliter pro- 
moTere, id apud vos et vestros cum omni düigencia volamus promereri. Videte 
feliciter et longeve nobis fidaciter preeipiatis. Datum in vigilia beati Jacobi apostoli. 

188, Die Kaufleute in Dorpat an Lübeck: bitten um üeberwachung des Handels 
der Nowgorodfahrer gegenüber dein König von Schweden, der nach dem ein- 
liegenden genauen Bericht alles Kaufmannsgut von Dorpat une dasjenige von 
BevcU für die ihm angeblich zugefügten Unbilden arrestiren und die gesammten 
Städte und den gemeinen Kaufmann mit einander entzweien unU; ersuchen 
um Mittheilung dieses Klageberichts an Gotland und Brügge. — [1351] 
(sabbato post octavam epyphanye salvatoris) Jan, 15. 
RA zu Rostock; gleichzeitige undatirte Ahschriß. 

(redruckt : daraus HR. 1 ; n. 144 zu 1350, wiederholt lAvl. U. B. 6, n. 3208 mit 
richtig begründeter Datirung [das. Regesten S. 203] zu 1351 und Sverges Trak- 
tater 2, 131 hiernach eben so. Vgl. oben n. 149. Dies für die hansische Ver- 
fassungsgeschichte sehr lehrreiche Schreiben berichtet Ober eine Episode des schwe- 
disch-russischen Kriegs, der nur durch seine Nachwirkungen die Hansegeschichte 
streift. Zu ihm gehören der Geleitsbrief des Königs für Riga tmten n. 190 und 
sein Anschreiben an Wisby, unten n. 192 ^ welches durch diesen Zusammenhang 
hansischen Charakter gewinnt. Sie alle zeigen das schnelle Vorgehen des auf sich 
selbst bedachten Raihs von Riga, der wohl mit den Dorpatem wie mit den Boten 
van Lübeck verhandelt [vgl. das Ausgabebuch von Riga zu 1351 Anfang: 7 fer- 
tones pro expensis Brandes versus Tarbatam et pro medone et esoce empto 
mi8[8]o nnnciis de Lübeck; IVs mr. cum 4 oris in reysa domini Gherardi Meyen^ 
ad Podele (d. i. Walk) cum nunciis de Lubek], sich aber eine eigene Verleihung 
vom König, unten n. 190, sichert. 

169. K. Eduard [III] von England nimmt die Kaufleute von n. 166, welche nach 
eigener Aussage der Hanse von der Gildhalle der Deutschen zu London ange- 
hören, nach den Privilegien derselben in seinen besonderen Schutz und ver- 
pflichiet sie unter Bürgschaft Hilddfrand Sudermanns und Johann Langes 
von Deutschland nur zu dem alten ZoU von 3 ^. vom Pfund ihrer Ladung. 
— 1351 Jan. Z4. London^ Westminster. 

London, Publ. record office. Bot. lit. claus. 24 Edw. IIL p. 2, 3. 

190. K. Magnus von Schweden und Norwegen nimmt die Bürger von Riga für 
ihren Handel in seinen besonderen Schutz. — 1351 Febr. 18. Riga. 
Aus RA zu Biga; Or. m. S. 

Credruckt: daraus Livl. U. B. 2, n. 936, wiederholt Sverges Traktater 2, n. 298; 

auch Lagerbring, Swea Bikes Hist. 3, 414, woncu^h verzeichnet Urk. Gesch. d. 

Urspr. d. D. Hanse 2, 412. Ueber die Bedeutung dieses Schreibens fär die 

Hansegeschichte, welche auch seine voUe Wiedergabe rechtfertigt, s. oben n. 188. 

Auf seine Erlangung bezieht sich der Posten im Ausgabebuch der Stadt Biga 

1351: 30 oras minus 1 artonis pro duabus tunnis cenrisie missis roilitibns da 

Swecia. 

Omnibus presens scriptum cernentibus Magnus Dei gracia regnorum Sueeie 

et Norregie rex ac terrarum Hallandie et Scanie dominus in Domino salutem 

sempiternam. Noveritis, quod nos honorabiles viros et discretos proconsuleS| con- 

Bathmatm seit 1348, vgl Böthfähr, Big. Bathslime S. 74. 



94 



1351 Febr, 25 — 1351 März 5, 



sules et cives Rigenses cum omuibus et singulis bouis suis sub nostram pacem et 
proteecionem guscipimus spccialiter defeiideiitlos^ probibentes sub obtentu grade 
Bostre firmiter et districte, ne quis advoeatonira nostrorum, eorundem ofücialiiUD 
seu quivis alter hoiDiBum nostrorum, cujuscunque condicionis, status aiit eminencie 
existat, eosdera cives vel coram aliqiiem ad regna nostra seu doiuinia sive per 
terras sive Darigio casu vel proposito divertentes vel divertentem litterasquc domiüi 
magistri per Ljvouiam aut domini commeDdatoris in Castro Dönemyiide pro majori 
testimonio deferentes vel deferentem contra haue nostre tuicinnis graciam presumat 
cootra justiciaro quomodolibet impedire, ymo in omnibus, quibus potuerit, effica- 
citer promovere. Ceterum omnes et siiigtilos amore uostri quicquam facere vel 
omittere volentes instanter requirimus et rogamus, quatiMus predictos cives ^ dum 
per ipso» requisiti ftierint, Dei intnitu nostrororaque consideracione precaminum 
jüvare velint consiliis et auxiliis oportunis, nou permittentes ipaos rebus vel per- 
soöie vel aliqiiibus iudebite molestari, quod erga promotores eoriindcm promereri 
eupimas requisiti. Datum Kige, anno Doiniui 1351, 12 calendas mensis Marcü, 
sub aecreto nostro, sigilto nostro majori non presente. 



191. Es. Albrechi von MeMenburg, Stargard und Eostock bestätigt Lübeck die Frei- 
heiten bei Dassow und auf der Steptutjs wie U. B. 1, n, 582, indem er die 
Errichtung einer Befestigung bei Dassow aus (dien Kräßcn *« hindtm ver- 
spricht j verleiht den Bürgern volle Zoll- und Ungeldsfreiheit in Rostock, 
Wismar und innerhalb seiner ganzen Gerichtsbarkeit und gewährt ihnen 
Befreiung vom Strandrecht. — 1351 (in crastino beati Mathie apostoli) Febr. 25, 
Wismctr, 

SiÄ f 14 Lübeck ; Or, m. S. Unter den Zeugen die Rathmannen Heinr. Rade, Arnold 
OropeUn von Rostock uitd Herrn, Walmerstarp von Wimnar. 

ÖedrucH: dar au» Lüh, U. B. J, n, IIS; rerzetdinH Urk. Gesch. d, ürapr, d, D, 
Hanse 5, 41B, Lüb, II B. 3, n, 119: QuiUun0 über ein Sühnegeld Lübecks von 
150 M., vgl das, n. 120, 12L 

192. K. Magnus von Schweden und Norwegen an Wisbg: weist es an Hilfsmann' 
schaß für seinen Truchsess r« steUepi^ — 1361 Alan 5. IfapsaL 

AuA W (rymnumaWihUothek iu Wexiö, Spegeh Rudern Gothlandim, schUclite Ab* 
Hchrifl. MitifithtiH von D. Schäfer. 

Gedruckt: durtim Strdmü^ Chronica Guthüandorum 103, 104 zu 1361 Febr, 13 ^ 
auch Lagerhring, Swm Rikes Hist 3p 473 Antn, 3; wiederfioU LirL U, B, $, 
n, 28(S9t wo duH SchreOten Regg. 204 n. 1103 a bereits richtig umdaHrt ist tu 
1351 ^f utui Sverges Trnktater 2, 293 Anm. Welche BtdmUmg das Schreiben 
für die Hansegeschichtr hat, rrgiebt die Zusammenstdlung mit n. W8 und 190, 
doch schettU €8 von einer Spegclschen Uebcr arbeitung nicht guns f)rei zh setn. 

Magnus Dei gratia Suecorum, Norvegiorum et Scaniae rex dUectis sibi in 
Christo proeonsulibusy consulibus ac toti communitati civitatis Wisbycensis gratiam 
in Domino et salutem. Exigant, prob dolor, hominum peccata dienimque raalitia, 
«t [njunquam' sint vel [njullo** loco securi sed ex omni parte pavidi antsuspecti, 
prout ex diversarum mundi partium disturbio ac guerris satis audistis, ac propterea 
»emper vlgilandum est et potius ante tcmpus peractnm ocrurrendiim quam pogt 
valneratam causam remedmm qua[c]rcre; iUos nempe lelices describit antiquitas, 




\t) Qiio rr. 

q Hkmadt Bckränkt sieh das Lob em, wekJits Schäfer in der Hisior. 2tsehr, 45, ö$0 
Rydbergs Kombination nchntkt. Schon p, Bunge hat den richtigen Zusammenfumg wkmmi wnd 
das Hrhindische Urkundenbuch ist ton Rifdberg an t*iekn Stdkn bmmUsi worden. 



. 1351 März 5 — 1351 März 14. 95 

quibos ex alieno praestatar caatela perionlo. Qaapropter yos per praesentes reqni- 
rimoB ac firmiter et sab obtenta gratiae nostrae yobis praecipiendo mandamus, 
qiia[teiia8]* 8i[c]^ nayiam et personaram nomero consneto pro expeditione nostra 
com annis sufficientibas vos paretis, qa[odJ'' semper die nocteque, qaotiescnnqae 
per nobilem militem dominum Nicolanm Thorissen dapiphemm nostmm dilectam 
reqnisiti fiieritis, statim absqae morae dispendio pro reg[ii]i' defensione, propria 
et quo reqniret seu [pjrecipiet*, procedere valeatis. Sic in praemissis acturi sitis 
yestrom honorem et nostmm favorem diligenter illibatam habituri. Datum Hap- 
poscalam Ociliensis dioeceseos, anno Domini 13[5]1', sabbato ante dominicam 
invocavit. 

193. He. Wilhelm V, Or. von HoUand, bekundet^ dass er unter Verfnittlung von 
Hamburg und Amsterdam einen Stillstand mit Stade bis Sept, 29 geschlossen '. 
— 1351 März 5. Amsterdam. 

Aus H Beichsarchiv im Haag, Beg. E, L, 22, 1351^1356, fol. 2. 

UniTersis presencia yisuris seu auditnris nos Wilhelmus dux Bawarie etc. 
Omni veritatis noticia volnmus esse notnm, quod nos ob pacis reformationem et 
discordie inter cives [civitatis]^ Stadensis parte ex una et terram nostram HoUandie 
parte ex altera suborte unionem necnon nostrorum fidelium amicorum civium Ham- 
burgensium laborem in predictis et affectum, prout nostrorum fidelium de Aemster- 
dämme auribus litteratorie instülatum^, videlicet se* treugas amicabiles a civibus 
Stadensibus usqne ad Michaelis festivitatem proxime affuturam' obtinuisse, pro 
nobis et nostris subditis et subjectis treugas inviolabiles predictis civibus Staden- 
sibus quoad terminum prenotatum damus et presentibus confirmamus ac omni fraudis 
formidine seclusa promittimus observare bona fide harum testimonio litterarum etc. 
Datum in opido nostro de Aemsterdam, anno [13]50, quinto die mensis Marcii. 

Jussu domini ducis 

per commune consilium et 

vobis etc., presentibus ... S. 6[erard] de Herlair. 

A. [?] de Berwairde. 

194, Papst Klemens VI an die Bischöfe von Oesd und Dorpat und den Propst 
von Biga: befiehlt in ihren Gegenden die Zufuhr von Waffen, Pferden, 
Schiffen, Lebensmitteln und Kaufmannswaaren zu den Bussen, welche die 
mit K. Magnus von Schweden verbundenen Karelier und Ingrier bekämpfen, 
den Kaußeuten zu untersagen, — 1351 (2 idus Marcii, anno 9) März 14. 

Vatikanisches Archiv; Originalregesten. 

Gedruckt: daraus Theiner, Monum. Polon. 1, n. 700, wiederJioU Livl ü, B. 6, 

n. 2846 und Soerges Traktater 2, n. 302. S. oben n. 192. Vgl. Sverges Traktater 

2, n. 299, 300^ besonders n. 305. 

a) quantnm W. b) sit W. c) qua )V. d) regi fV. e) recipiet W. f ) 1361 W. g) /thU H. 
h) instilla Q H. i) seu H. 

*) Dem hansisch -deutschen Verkehr im Westen giU mittelbar der Landfriede zwischen 
ErMschof Wilhelm von Köln, Hz. Johann von Brabant und den Städten Köln und Achen, 
gesehlassen 1351 Mai 13 in Köln auf 10 Jahre ßr die Gebiete zwischen Rhein und Maas von 
Andernach bis Xanten, autorisirt von K. Karl IV 1354, erweitert 1351 durch den Beitritt 
Johann» Herrn von Montjoie und Falkenburg, 1352 durch den Johanns von Falkenburg, Herrn 
von Born und Sittard, 1356 (1355) Fd>r. 5 durch den Eintritt Hz. Wenzels an Stelle Hz. Johanns 
und in Bezug auf den Waarenverkehr van Kaiser Karl IV 1356 Jjan. 4 näher dahin bestimmt, 
daas der Erzbischof in dem Grebiet zum Besten des Friedens von jedem Wagen Kaufmannsgut 
einen einmaligen Landzoll von einem alten Königsturonesen erheben darf, Lacomblet, U. B. z. 
Otsch. d. Niederrheins 3, n. 496, 530, 550. «) Sept. 29. 



96 



1351 März 16 — 1351 März 20. 



195, K. Eduard ßll] i'on England an die Einnehmer des Zolls von 6 \ vom 
Pfund und 40 A vom Fass Wein stt London: befiehlt auf Bürgschaft der 
hansischen Kanfleute Johann Lange und Luhert von Losynge den hansi- 
sehen Kaufhuten Hlldcbrand Sudrrmann und Genossen fikr ihren in Dord- 
recht geladenen Rheinwein die Einfuhr nach London £u gestatten, so fern 
sie die (die Steuer entrichten , nachdem sie von jedem Fass Wein 40 ^ und 
von jeder Pipe 20 ^. darüber hinaus zugesagt haben, — 1S51 Mars 16, 
Lofulonj Westminster, 

Lmulon, IhthL record affice; Bat Ut. daus, ^5 Edve. JII. 27, 

Ld daselbst y British Museum ^ Ms. Cotton, Claud.ns E 7, schlechte Ahschriß rom 

vorigen. 
Gedruckt: aua Ld Urk. Geseh, d, C/rapr. d, D. Han$€ 2^ 744* 

1B6. Gr. Margarethe von Hennegau und Holland verleiht DordreeJd das StapeU 
recM wie später Gr, Wilhelm V 1355 Mai 15, — 1351 (1350, op sintc 
Gheertruden dach, die doeii was den zeventiensten daeb in Maerte) März 17, 

DordrecJd, 

?, Matidschnftliche HandfeMtn — Chronik von ran ä. Hmtte Band 3. Nur Bd. 1 
i$i im Druck erndHcnrn^ wenigstens in Götiimjen und Köln altein su finden. Den 
gurerlässiffen Text kitnn iclt ä^ther erst mtten ru 1355 Mai 15 <fd>en, 

Otdruekt: daraus r, Mieriä, Charterhoek 2^ 7 TZ 

9 

197. K. Eduard III von England an seine Zolleinnehmer zu Boston: befreit die 
KaußetUe der Deutsehen Hanse für Einfuhr aus Norwegen und Ausfuhr 
aus Boston von der neumi Auflage. — 1351 Mär^ 20, London, Westminster, 

London f British Museum ^ Mn, Coiion^ Claudius E 7, 

Gedruckt: daraus ürk. Gesch, d, Ürspr. d, D. Hanse 2^ 745, wonach hier. 

Edwardu.s Dei gratia rex Anglie et Franoie et dominus Hibernie coUectoribua 
subsidü sex denariorum de libra pro ccrto navigio «upra mare üiveniendo iiaper 
coneessi io portE villc de sancto Botiilpho salotem. Cum mercatores de hansa 
Alemanie pisces Tocatos ötoekefishe et alia bona ot merdmnnia de partibus Nor- 
wagie usque portiim predictiim et quedam alia bona et mercimonia iiifra regnum 
Anglie emere et in portit predicto in navibus earicari et iisquc dictas partes Nor- 
wegie et alibi duci et earicari facere proponaiit, iios pro eo^ qiiod dilccti nobis 
Hildebrandiis Süderman, Johannes Longe et LubbertuB de Losinge mercatores de 
hansa predicta manoccperaut videlieet qnilibet eorum in »olidtim coram consilio 
Qostro de respondendo nobis de sex denariis de libra pisces et alia bona et mer- 
cimonia predicta ultra custumam trium denarioruni de libra ab antiquo debitam 
pro dicto navigio inveniendo eontingenlibus, vobis niandamusj quod cnm prefatis 
maniteaptoribus Tel eamm depatatis in bac parte de e^ingulis pecuniarum summis 
pisces et alia bona et mercimonia per dietos mercatores et eorum qiiemlibet infra 
portom predietum udducenda vcl de eodem edaeenda de hujusmodi sex denariis 
de libra ex causa predicta contingentibus racionabiliter computetis, et de eo, quod 
pro coraputo hujusmodi indc deberi inveniri contingeret, indenturas inter vos et 
dictos manuca[»tore8 vel eorum deputatos predictos in forma debita fieri faciatis 
et nos in eaucellaria nostra inde sab sigillii* vestris distincte et aperte de tempore 
in tempUB ccrtificetis, ipsos mercatores et eorum quemlibet de piscibus et alih 
bonis et mercimoniis suis predictis negotiari et eommoduni suum absque exaceione 
hujusmodi sex deuariorum de libra vel alio inipedimento facere permittente«, Pro- 
vido, quod iidem mercatores de dieta auttqua custuma trium denariorum de libra 
per manus collectorum ejusdem nobis respoudeant, nt debebunt, et quod vina extra 



1351 April 12 — 1351 Juni 15. 97 

regnnm nostrom Anglie non dacant seu duci faciant sine licentia nostra gpecialL 
Teste me ipso, apud Westmonasteriam, yicesimo die Martii, anno regni nostri 
Anglie vicesimo qninto, segni vero nostri Francie daodecimo. Per consilium. 

198. Derselbe an die Einnehmer der neuen Auflage von 6 ^ vom Pfund ^ von 40 ^ 
vom Fass Wein und von l2 ^. vom Sack Wolle in London: gebietet zu Gunsten 
der hansischen Kaußeute Hüdebrand Sudermann und Hermann Minier und 
ihre Ausfuhr von Wein, Wolle u, a. eben so, — 1351 April 12. Londan^ 
Westminster. 

London, British Museum, Ms, Coti. , Claudius E 7. Daselbst gleiche Schreiben 
erwähnt ncuh Boston für Konrad von AffUn und Herrn, Minter, nach Lynn für 
Joh, von Haifeld und Tidemann von Bale, 

Gedruckt: daraus a. a. 0. 2, 745. 

199. Ersßnschof Olaf von Drontheim und Bischof Gisebrecht von Bergen transsu- 
miren die Urkunde des K. Magnus von Norwegen und Schweden von 1350 
Juni 25 [oben n. 172] für die Kaufleute von der Deutschen Hanse zu BergenK 
— 1351 (an des hilgen cmces avende, alze dat ghevnnden wart) Mai 2. 
Bergen. 

StA zu Lübeck; Kopiar des Bergenfahrer - Kollegs a. d. zweiten Hälfte des 15. Jahrh. 
a. Papier. Mitgetheilt von Wehrmann. 

200. Bertdld Lappe und Alberich Lappe Bitter Heinrichs Sohn, Bruderssöhne, an 
Hamburg: verpflichten sich wie in n. 138. — 1351 (in die sancte trinitatis) 
Juni 12. 

StA zu Hamburg, Trese Q 19; Or. m, 1 8. u. 1 Siegelband, 
Gedruckt: daraus inkorrM und mit falschem Datum Schuback, Strandreeht 282; 
vgl. Suhm, hist. af Danmark 13, 262. 

201. Ergbischof Fromhold von Riga vidimirt das Privileg für die lübischen Kauf- 
leuie von K. Magnus von Schweden und Norwegen n. 40. — 1351 (in vigilia 
corporis Christi) Juni 15. ^ 

8t A zu Lübeck; Or. m. 8. 
Angeführt: daraus IM. U. B. 2, 754. 

202. Ebenso n. 37 ßr den Verkehr der Kaufleute auf der Newa. — 1351 Juni 15. 

8tA zu Lübeck; Or. m. 8. 
Angeführt: daraus IM. ü. B. 2, 751. 

203. Braunschweig beurkundet sein mit Halberstadt ^ Quedlinburg und Aschersleben^ 
von Sept. 29 auf 3 Jahre •geschlossenes Bündniss gegen jede Verunrechtung 
einer Stadt, zu bewaffneter Hilfe auf gleichen Schaden und Gewinn, zu 
Fürsprache oder passiven Widerstand bei Vergewaltigung einer Stadt oder 
des Bischofs von Halberstadt durch den He. von Braunschweig, zum Tragen 
aUer hieraus entsprityenden Verwicklungen, zur Anerkennung einer Verfestung 
wegen Baubs, Mordbrands, Diebstahls und VerrcUhs in einer Stadt ^, und 

>) Zu diesen gehören auch Westfalen, wie die Erbschaftsbriefe der in Bergen verst^benen 
Bürger Herrn. Bödecker von Hamm und Christian Ravensving von Münster von 1351 Fdir, 14, 
Nov, 4, in StA eu Lübeck, Westphalica n. 69, 98, zeigen. Eben so sind dort die Niederlande ver- 
treten: Schöffen und Rath von Oldenzaal beglaubigen bei Lübeck die Vormünder der Neffen des in 
Bergen 'verstorbenen Hermann Schuttorp, 1352 April 16, StA Lübeck, Frisica n. 9 ff, ^) Die 
engere Verbindung der 3 Städte wird 1358 März 12 von Bischof Ludwig von Halberstadt aner- 
kamii, Sdmidt a. a, 0. n. 507. *) Eben so verpflichtet sich gegen die 3 Städte der Edle 

(kto V. Hadmerskben, Herr zu Egeln, a. a. 0. n.490, vgl n. 491. 

Baatiadies Urkundfliilnich IIL 13 



98 1351 Juni 24 — 1351 Juli 30. 

erklärt j dass es nach Abkunft mit Magdeburg^ Goslar^, Helmstedt und den 
3 Städten 4 Hüter des Friedens und Richter in Streitfällen (von Magdeburg, 
Goslar, Braunschweig je einen, von den 3 Städten einen) bestellen wird, die 
auf Aufforderung zweier Städte ihres Amts warten soUen *. — 1351 (in sente 
Johannes daghe baptisten to middensommere) Juni 24. 
StA zu Halberstadt; Or. in. S. 

Gedruckt: daraus Schmidt, ü. B, d. St. Halberstadt 1, n. 487, Bas. n. 488, 489, 
492 gleiche Erklärungen van Juni 24 von Goslar [wobei die Zahl der Hilfsmann- 
schaft niedriger angesetzt, für den Hz. vofi Braunschweig der Bischof von Hildes- 
heim genannt und das Eeich ausgenommen ist], Helmstedt [mit geringerer Mann- 
schaft] und von Juli 15 von Magdeburg [mit Rücksicht auf den Erzbischof von 
M] und Janicke, ü. B. d. St. Quedlinburg 1, n. 160 [nach einer jungen Ab- 
schrift] gleiche Kollektiverklärung von Halberstadt, Quedlifiburg und Ascherläfcn 
gegen Helmstedt von Juni 24 [StA zu Helmstedt, Or.]; entsprechend von Magde- 
burg gegen Helmstedt: StA zu Helmstedt, Or. m. S. Vgl. Hans. Geschichtsblätter 
Jahrg. 1873, 30 Anm. 2. 

204. [Die Deutschen Kauf leute zu Brügge an Brügge:] klagen über die Verletzung 
ihrer Privilegien in Bezug auf Haft, Waffentragen, Bieraccise, kaufmännische 
Gesellschaften, Bürgschaft der Hauswirthe^ über die Behinderung ihrer Mass- 
nahinen gegen die Schotten, und bitten um ein eigenes Wagehaus in Brügge. 
— [1351 Sommer] 

RA zu Rostock; Or., S. abgerissen. 

Gedruckt: daraus HR. i, n. 159. Zur Erläuterung vgl. oben Bd. 2, n. 154 u. 
n. 336, Bd. 3, n. 117, 127, 130, 131. 

205. Dieselben an dasselbe: beschweren sich über die Verletzung ihrer Privilegien 
in Bezug auf Schiffahrt. — [1351 Sommer.] 

RA zu Rostock; Or., S. abgerissen. 
StA zu Hamburg; nicM mehr vorhanden. 

Gedruckt: daraus HR. 1, n. 158. Ist eine Spezialausßhrung zur vorigen Klage- 
schrift. 

206. K. Magnus von Schweden und Norwegen gestattet den Wismarern ^ auf Gesuch 
Hz. Albrechts von MeUenburg die ungehinderte Zufuhr deutschen Biers nach 
Kalmar, — 1351 [?] Juli 30. Stockholm. 

Aus W RA zu Wismar; ridimirte Kopie aus dem ersten Drittel des 16. Jahrh. 

rom Stadtsekretär Nikolaus Egbrecht mit der Jahreszahl 1351. 
S Reichsarchiv zu Stockholm; vidimirte Kopie des Herzogs Adolf Friedrich von 

Mekletiburg von 1G20 Juli 17 in einer hansischen Abschriftensammlung. 
Gedruckt: aus S Hildebrand, Dipl. Suecan. 6, n. 4599 zu 1350. Dem JaJtre 1351 

wird der Vorzug zu geben sein, vgl. unte% n. 213 und die Ausführungen von 

Rydberg, Sverges Traktater 2, n. 306. 

>) Auf sein Gesuch erhielt Goslar twi Gr. Konrad von Wernigerode für Kam, das auf 
seinem eigenen Gebiete gewachsen ist, Zollfreiheit bei der Vienenburg, 1351 (seute Valentines daghe) 
Febr. 14, StA zu Goslar, 2 Gr., Junghans. «) lieber die vorausgegangenen 3 jahrigen Bünd- 

nisse zwischen Braunschweig und Helmstedt von 1349 (in sinte Ylien daghe) Sept. 1 zum Schutz 
gegen Vergewaltigung v<m aussen und zum Austrag städtischer Streitigkeiten in Helmstedt, und 
von 1349 (in sente Katerinen daghe) Nov. 25 gegen Verunrec/Uufig durch Hz. Magfius vgl. Hän- 
seimann in Hans. Geschichtsbll. Jahrg. 1&T3, 29. Dem ersten traten SqH. 1 die Edlen von War- 
berg auf 3 Jahre bei. 3 Or. m. S. im StA zu Helmstedt, mitgetheilt von Hänselmann. Dass 
eine Beschwerwig im Zoll die Vereinigung voth 1349 Nov. 25 zu Stande gebracht, wie ChrofUk. 
d. Deutschen Städte: Braunsdiweig 1, XXXIV gesagt ist, bezeugt die Bundesurkunde nicht 
ausdrücklich. ^) Auch Rostock hat in diesem Jahre dm König besandt, wie die Ausgaben 

für die Reisen der Rathmannen Hirm. Lyse und Dibbold Hom im April in den Kämmerei- 
rechnmngen der Stadt zeigen. 



1351 Juli 30. 99 

Magnas Dei gracia rex Swecie, Noiregie et Scanie omnibas presens scriptum 
cernentibns salutem in Domino sempiternam. Noveritis, quod nos excellentis prin- 
cipis generi nostri carissimi domini Alberti ducis Magnopolensis inständig pro 
civibns in Wismaria nobis porrectis favorabiliter inclinati de speciali gracia doxi- 
mos admittendnm, quatenus cives de Wismaria predicti cerevisiam Alemanicam 
versos Calmariam* sine nostra, advocatoram nostromm et ofßcialium impeticione 
quacomque ac sine omni onere dednctionis argenti in monetam nostram ibidem 
nunc et de*" cetero libere valeant apportare, privilegiis, libertatibus et graciis ipsis 
qaandocnmqae prias per nos indaltis inconcusse in suo vigore et robore perpetao 
daraturis. Datum in Castro nostro Stokbolmensi"", anno Domini 1351 *', in crastino 
beati Olavi regis. 

207, K. Eduard III von England hefiehU wegen eines von den Kaußeuten der 
Deutschen Hanse in Flandern zu Sluys begangenen Vergehens die ArresUrung 
aUer hansischen Kaußeute in England mit Ausnahme von Tidemann von 
Limberg und Oliver von Reval. — 1351 Juli 30. London, Tower. 

London, British Museum, Ms. Cotton, Claudius E 7. Daselbst gleiche Schreiben 

erwähnt nach Somerset, Glocester, WiUs, Southampton^ York, Norfolk, Warr., 

Hereford, Stadt London. 
Gedruckt: daraus Urk. Gtsch. d. ürspr. d. B. Hanse 2, 746, wiederholt hier. Die 

Abrechnungen über die in den einzelnen Grafschaften arrestirten Guter in Hanse- 

recesse 1, n, 153 — 157, wozu das. S. 81. 

Edwardus Dei gratia rex Anglie et Francie et dominus Hibemie vicecomi- 
tibns, majoribus, balivis, miniBtris et fidelibus suis tarn infra libertates quam extra, 
ad quos presentes littere pervenerint, salutem. Quia mercatores de hansa Alle- 
manie in Flandria commorantes ingrate contra nos se gereutes non recolendo de 
gratiis, beneficiis et libertatibus eis per nos concessis Richardum Curtis* de Bristoll 
mercatorem, ligium hominem nostrum, injuste et contra libertates et priyilegia 
mercatoribus nostris Anglie in Flandria concessa apud lEscluse in Flandria tur- 
piter morti adjudicari et tradi procurarunt, dicentes publice omnes Anglicos falsos 
et homicidarum manutentores et non fide dignos existere, aliaque enormia quam 
plurima eis imponentes in nostri contemptum nostrique et totius Anglicane nacionis 
opprobrium et scandalum manifestum, sicut dilecti mercatores nostri, major, con- 
stabularii et alii mercatores de stapula nostra apud Bruges in Flandria tenta nobis 
significarunt, nos, advertentes non esse justum nee consonum rationi, quod Uli, 
qui sie ingrate contra nos se gerunt et nos et nacionem nostram Anglicanam diifa- 
mant, libertates et privilegia seu commodum aliquod in regno nostro Anglie habeant 
seu in eodem protegantur, a(f requisicionem majoris et mercatorum de stapula 
predicta, de avisamento magnatum et aliorum de consilio nostro nobis assistentinm 
omnes libertates predictis mercatoribus de hansa predicta per nos concessas nee- 
non omnia bona, catalla ac debita ipsorum mercatorum de eadem hansa, bonis 
et catallis ac debitis dilectorum nobis Tidemanni de Lymberge et Oliverii de 
Revele duntaxat exceptis, in manum nostram duximus capienda. Et super hoc 
assignamus dilectos nobis Richardum de Saltbye, Willelmura de Spaigne et Fre- 
dericum de Tillneye conjunctim et divisim ad inquirendum per sacramentum pro- 
bomm et legalium hominum de comitatu Lincolne, per quos rei veritas melius 
8cir[i]' poterit, infra libertates et extra, in quorum manibus et in quibus locis 
predicta bona et catalla existunt et per quos dicta debita debentur et ad capien- 

a) Kalmcrinam S! b) Jehlt S. c) Stocholmensi S. d) 1350 S. e) Cortoys, Urk. von Sept. 28j 
unUn n. 214. f ) scire L. 



100 1351 Juli 30 — 1351 Aug. 28. 

dnm et seisiandnm in manam nostram omnia bona et catalla dictornm meroatoram 
Alemanie de hansa predicta, qae in civitatibas, burgis, villis et aliis locis in comi- 
tatu predicto inveniri poterant infra libertates et extra, bonis et catallis ac debitis 
predictonun Tidemanni et Oliverii exceptis, et ad ea salya et absqne alienacione 
aliqaa costodire faciendum, qaousqae iidem mercatores corsun nobis et concnlio 
nostro super premissis responsuri venerint et aliud inde duxerimus demandandum. 
Volentes, quod indenture inde inter nos, Richardum, Willelmum et Fredericum et 
alioS; in quorum custodia bona et catalla illa fuerint, modo debito fiant, ita quod 
illis, quibus eadem bona et catalla liberari mandaverimus , plene et integre respon- 
deatur de eisdem. Et ideo vobis mandamus firmiter injungentes, quod eisdem 
Richardo, Willelmo et Frederico et eorum cuilibet in ptemissis faciendis intendenti 
sitis consulentes et auxiliantes, quoties et prout ipsi vel eorum alter vobis scire 
fecerint vel fecerit ex parte nostra. In cujus rei testimonium has litteras nostras 
fieri fecimus patentes. Teste me ipso, apud turrim Londoniensem, tricesimo die 
Julii, anno regni nostri Anglie vicesimo quinto, [regni]*" yero nostri Francie duo- 
decimo. Per ipsum regem et consilium. 

208. Derselbe an die Sherifs van London: befiehlt mit Bezug auf den vorigen 
Erlass zu verkünden, dass alle Waaren, Güter und Ausstände 'hansischer 
KaufletUe \ ausgenommen die Tidemanns und Älunns, den früher bezeichneten 
Bichtem auszuliefern sind. — 1351 Juli 30. London, Tower. 

London, OUy records Liber F fol. 202b. 
Gedruckt: daraus HB. 1, n. 146. 

209. Derselbe an dieselben: befiehlt in Ergänzung des vorigen Erlasses zu ver- 
künden y dass die hansischen Kaufleute nicht an ihrem Leibe geschädigt 
werden dürfen. — 1351 Äug. 7. London, Westminster. 

London, OUy records, LSb. F fol 202 b. 
Gedruckt: daraus HB. 1, n. 147. 

210. Derselbe bekundet, dass er die hansischen Kaufleute Johann Reynbergh, 
Christian Megnbergh, Frowyn Dalons, Heinrich Smythman und Tidemann 
Smythman auf ein Jahr in Schutz und Geleit genommen, weil sie geschworen 
haben, dass sie nicht der Genossenschaß der Deutschen KaufletUe in Flan- 
dern angehören^ welche sich gegen Engländer und England vergangen hat. — 
1351 Äug. 12. London, Westminster. 

London, Publ reobrd office, Rat. Jü. pat. 25 Edw. III. 2, p. 6; PatUische Ab- 
schriften. 
Gedruckt: daraus HR 1, n. 148. S. oben n. 207. 

211. [Die Deutschen Kaufleute zu Brügge an Lübeck oder Hamburg^:] klagen, 
dass allein Brügge^ welches ihnen im Gegensatz zum übrigen Flandern übel 
will, die Auslieferung der in England arrestirten Kaußeute und Güter bis 
zu diesem Tage vereitelt habe durch Verweigerung seines Zeugnisses über die 
Ermordung eines Engländers. — [1361] Aug. 28. 

RA zu Rostock; Abschrift. 

Gedruckt: daraus HR. 1, n. 160. S. oben n. 207. 

a) fehlt L. 

>) Die Holländer und Seeländer nahm der König JuU 17 in seinen Schutz, so fem sie die 
schuldigen Handelsabgaben entrichten winden, a. a. 0. fol. 202 (Junghans); nach einer späten 
Abschrift gedr. v. Mieris, Charterboek 2, 800. >) Vjß. n. 212. 



1351 Sept. l — 1351 Okt. 12. 101 

212. Die Deutschen Kaußeute zu Brügge an Hamburg: berichten über die ihnen 
widerfahrene VergewalHgung durch die Engländer und die Verweigerung des 
schuldigen Beistandes durch Brügge im Gegensatz zu dem Grafen und der 
Gemeinheit von Flandern, klagen über den Widerstand Brügges gegen ihre 
Bitte um ein. eigenes Wagehaus nach Art der Engländer und Spanier und 
gegen ihre Beschwerden über Verletzung der Privilegien, melden ihren ein- 
helligen BeschlusSj den sie mit ihren Klageschriften auch den andern Städten 
und den Meister/i van Preussen und Livland mittheüen werden, von 1352 
Febr. 2 ab ihren Stapel in Äardenburg oder auf Grund ihrer Privilegien 
zu Antwerpen zu halten und bitten um Billigung wie um Verbot des flandri- 
schen Handels nach Brügge. — 1351 Sept. 1. 

StA zu Hamburg; nicht mehr vorhanden. 
Gedruckt: HR. 1, n. 161, 

213. K, Magnus von Schweden und Norwegen verheisst Wismar alle von ihm ver- 
liehenen Privilegien, die hßim dortigen Raihhausbrande untergegangen sind, 
zu erneuern. — 1351 Sept. 5. Helsingborg. 

ÄU8 RA zu Wismar; auskuUirte Kopie. S. oben n. 206. 

OmDibag presentes litteras inspecturis Magnas Dei gratia rex Swecie, Norwegie 
et Scanie salatem in Domino sempiternam. Ad audientiam nostram fide digna 
relatione pervenit, quod discreti viri et nobis in Cristo dilecti consales civitatis 
Wiszmariensis inopinato et casuali sui consistorii incendio diversas litteras saper 
certis sibi per nos concessis et indaltis libertatibas et privilegiis in grave nimis 
snom dampnum et prejaditium, quod dolenter referimus, perdiderant No&igitur 
ipsis in hoc casa pio condolentes affecta tenore presentium omnibus, quomm inter- 
est, intimamas, quod prefatis consulibus Wiszmariensibus omnia eomm privilegia 
libenter renovare et reparare volumas, cam per eos reqaisiti fuerimas, sicut ea 
temporibus felicis meraorie domini Erici qaondam Danorum regis liberius habue- 
rant. Datam sub sigillo nostro apad castum nostmm Helsingiaborgh, anno Domini 
millesimo trecentesimo quinquagesimo primo, qainta die mensis Septembris. 

214. K. Eduard [III] von England an die Sherifs -von London: befiehlt auf Gesuch 
einiger Kaußeute von der Deutschen Hanse in England, die an der Ermor- 
dung von Richard Curteys zu Sluys unschuldig sein wollen, den in n. 207 
verhängten Arr€st bis zum Weihna^htsfest aufzuheben^, damit die Kaufleute 
mit ihren Hansegenossen in Flandern und überhaupt jenseit des Meeres über 
den Fall sich zu unterreden vermögen^ immer ausgenommen Hildebrand Suder- 
mann. — 1351 Sept. 28. London, Westminster. 

L London, City recards, Lib, F fol 204h. 
X Lr London, Publ record Office, Bot. Ut. claus. 25 Edw. III. m. 11 d. 

Gedruckt: aus L HR. 1, n. 149, atis Lr Rymer, Foedera 3, 1, 232: das. eben so an 

die Sherifs von York, Lincoln, Norfolk, BailHfs von Sandwich; eingetragen in 

Rotul. orig. in scaccario abbreviatio 2, 217. 

215. Derselbe verheisst den durch den Mord in Sluys gefährdeten hansischen Kauf-- 
leuten Schutz in England. — 1351 Okt. 12. London, Westminster. 

London, Publ record office, Rot. lit. pat. 25 Edw. III. 21. 

>) Nach Rot. lit. Claus. 25 Edw. III. 13 witrde sclum Sept. 9 die Freilassung aUer Koggen 
vom OtÜamde verfügt. 



102 1351 Okt. 18 — 1351 November, December. 

216. Lübeck an Göttingen: ladet zu [1352] Jan. 6 Göttingen und die benach- 
barten und zugewandten Städte zu einem Tage aller Städte des lObischen 
Drittels in Lübeck ein, wo über das beigegebene Klageschreiben des lübischen 
Drittels zu Brügge berathen werden soll. — [1351] Okt, 18. 

StA XU Göttingen; Or. m. Spuren d. S, 
Gedruckt: daraus HR. 1, n. 162. S, oben n. 212. 

217. Entwurf zu einem Schreiben des [lübischen] Drittels der Deutschen Kauf- 
leute an seine Kaußeute in Brügge: es soll goneldet forden, dass der Graf 
und die drei Städte von Flandern wegen des Deutschen Stapels in Brügge 
brieflich besandt sind und dass zur Verlegung des Stapels^ wenn eine solche 
unbedingt erforderlich wird, die Zustimmung ertheilt wird. — [1351 c. Okto- 
ber 18] 

StA zu Göttingen; Abschrift. 
Gedruckt: daraus HE. 1, n. 163. 

218. Entumrf zu einem städtischen Schreiben an Qr. Ludwig [III] von Flandern : 
die Abstellung der von den Deutschen Kaufleuten erhobenen Beschwerden 
gegen die Stadt Brügge und die Seeoffizianten zu Sluys wird erbeten. — 
[1351 c. Oktober 18] 

StA zu Göttingen; Abschrift. 
Gedruckt: daraus a. a. 0. n. 164. 

219. Desgl. an Gent und Ypern. — [1351 c. Okt. 18] 

StA zu C^ttingen; Abschrift. 
• Gedruckt: a. a. 0. n. 166. 

220. Desgl. mut mut. an Brügge. — [1351 Okt. 18] 

StA zu Göttingen; Abschrift. 
Gedruckt: a. a. 0. n. 165. 

221. Hameln an den Deutschen Kaufmann zu Brügge: meldet, dass es den Grrafen 
und die Städte von Flandern wegen des Deutschen Stapels in Brügge brief- 
^lich besandt habe, und ertheilt zur Verlegung, wenn eine^ solche unbedingt 
erforderlich sein soUte, seine Zustimmung. — [1351 November, December] 

Aus StA zu Köln, Hansische Briefe; Or., Perg. m. d. Spur d. briefscMkssenden 
S. Eine Inhaltsanzeige a. d. Bücken at4S dem Ende des 16. Jh. giebt irrthümlich 
Hamburg als Aussteller an, 

Honorabilibus viris aidicis suis presinceris dominis aldermannis et 
mercatori in Brugia detur. 
Honorabilibus viris et mire sagacitatis amicis suis presinceris dominis alder- 
mannis et mereatoribus regis Romanorum universis in Brugis existentibus consules 
in Hameln se totos et non minus. Eo quod ex relatu veredicorum intellexiraus, 
qnod scabini et consules Brugenses privilegüs et libertatibus vestris vos frui non 
permittant et in pluribus vos offendant, et presertim de translacione loci forensis 
de Brugis ad alium locum vobis plurimum condolentes decrcyimus nostras litteras 
deprecatorias premittere, unam videlicet ad dominum comitem Flandrie, aliam ad 
consules Brugenses, terciam ad consules Gandenses, quartam ad consules in Ypra. 
Et istas litteras deprecatorias ideo premittemus, ut si forte juvare possent, quod 
hujusmodi precibus et litteris nostris et aliarum civitatum inpetrari possit, quod 
privilegia et libertates vestras omnes salvas poteritis obtinere, tunc nobis utilius 
yidetur, quod locus forensis mercimoniorum in Brugis Flandrie permaneat sicut prius. 



1351 Nov. 15 — [1351 — 1352.] 103 

Si vero hoc ibi neqaaquam inpetrari possit, extnnc, qnantam in nobis» esse potent 
et quantam ceteris civitatibus ita placet^ vobis plane et plenarie consen[timas]^y 
qnod Yos plenum posse habeatis hnjasmodi locnm forensem stapel vocatam trans- 
ferendi a Brugis ad aliam locum^ nbi communi mercatori conveniencius fuerity 
pront vestre consideracioni yidebitur melius expedire, nbi eciam privilegia et liber- 
tates Yobis necessarias poteritis inpetrari. Et insnper si locnm forensem, postquam 
per TOS a Brngis ad alinm locnm translatus esset, aliquis cnm bonis snis tnnc in 
Brugis yisitaret, quod transgressor ille omnia bona sna, ille scilicet qne ibi tnnc 
addnxit ant tanti valorem perdiderit, cujus qnidem excessns emende una dimi- 
dietas civitati sue, in qua civis est transgressor ille, cedere debeat et pertinere, 
alia vero dimidietas vobis aldermannis et communi mercatori pertinebit et trans- 
mitti debet illic, ubi tnnc locus forensis fuerit, ut inde privilegia et libertates 
yestras poteritis observare. Datum nostre universitatis sub sigillo. 

222, K. Eduard [HI] von England an die Sherifs von Londofi: bekundet auf 
Gesuch Hildebrand Sudermanns und der übrigen Kaufleute von der Deutschen 
Hanse ihnen seinen Schutz und Geleit bis zum nächsten Pfingstfest verlängert 
eu haben. — 1351 Nov, 15. London, Westminster. 

L London, City records. Über F fol. 207. 

Ld London, Puhl record office. Bot. Ut. pat. 25 Edw. IIL 3. 10. 

Gedruckt: aus L HR. 1, n. 150. S. oben n. 214. 

223, Hz. Wilhelm von Baiern als Graf von Holland befiehlt für den Bereich der 
nordholländischen Grafschaft nur einheimisches Bier zu gebrauchen und au 
verkaufen, ausgenommen Amsterdam, wo Bier jeder Art verwandt, aber nicht 
verführt werden darf, und ausgenommen das ausländische Umlands-^ (Omme- 
lands) und das hamburgische Bier, alles bei Strafe von 10 Pfd. holt, zum 
besten von Haarlem. — 1351 (des vrydaghes na sinte Lucyen dach) Dec. 16. 
Haag. 

Eeichsarchiv im Haag; Reg. EL 25 fol. 9 h. 

Credruckt: n<ich einer schlechten Hs. v. Mieris, Charterhoek 2, 806. 

224. Klagen der Seestädte gegen den König von Schweden und seine Beamten über 
die Besteuerung ihrer Buden auf den Vitten, Eingriffe in ihre Gerichtsbar- 
keit, Beschränkung der Fuhrgerechtigkeit, Besteuerung von Schiffen, Verge- 
waltigung bei Wandel und Waffentragen ^ Besteuerung der Handwerker, 
Angriffe für einzelne Mordthate^i, Beclüsweigerung und Vexirungen wider 
die Deutschen, Zahlungsverweigerungen und widerrechtliche Aneignung schiff- 
brüchigen Guts. — [1351 — 1352.] 

R RA zu Rostock; gleichzeitige Niederschrift. 

K Geheimarchiv zu Kopenhagen, Dipl. Langebekianum XIV, Ähschrifl „ex rotula 
membranea, ut ridetur, regis Magni Stnck tempore scripta in arch. Rostock.". 

Gedruckt: aus R u. K zu 1352 HR. 1, n. 175; aus K HildSbrand, Dipl. Suecan. 
5, n. 3672 irrthümlich zu 1342 Dec. 6, Srerges Traktater 2, 186 zu 1351 Ende, 
1352 Anfang, was das richtigste ist mit Rücksicht auf die unten n. 246, 247, 248 
verzeichneten Urkunden ; verzeichnet nach den ungenügenden Anhaltspunkten Munchs 
(Det NoTske Volks Hist. 2, 1, 279 — 280) Reg. dipl. hist. Dan. II, 1, n. 1849 
zu 1343 vor Juli 17. 

225. Klagen des Königs [Magnus] van Schwellen wider die Seestädte über ver- 
botenen Handel und Fischfang, Wandhandel im Detail, Usurpation ausge- 
dehnter Gerichtsbarkeit durch Aufnahme Fremder in ihre Vitien und durch 

a) vobis in HH. 1, n. Iß3 i$t/al$ch. b) consensimos A'. 



104 [1351—1352] — 1352 Febr. 18. 

Ausübung des Blutrechtes , Defraudation von Steuern und Zöllen, Duldung 
von Schenkwirfhhinen auf deti Vitien^ unrechtmässige Ausdehnung ihrer Vitien' 
grensen, namentlidi durch Lübeck und Stralsund, — [1351 — 1352 J 
ü MÄ rti MostocM ; auf einem Blatt mit der vorigen Klaffeschrift, 
K Gefieimardiiv su Kopenhoffen; wie oben. 

GedrucX-t: aus E u. K HM. 1, «. 176 u, Srergc^ Traktater 2, 188; aus K Hüäe- 
hrand, Dipl. Suecan. 5, n. 3672 irrthümlich zu 1342 Dtc. 6\ Es ist die Geffen- 
Eingabe der kön, BeanUen auf Schonen gegen n, 224. 

Saß. Klagen des Königs [Magnus] von Scfmeden wider die Kaufleute aus den 
Seestädten^ genannt Hansebrikler, über Misshandlung von Norwegern ^ Ver- 
gewaltigungen gegen königlichen Besitz, gegmt nichthansische Deutsche Bewohner 
van Schweden und Norwegen ^ gegen Norweger in Nowgorod, iiber Ausfuhr- 
verbote wider Schweden und Norwegen, Unterstiitmng der feindlichen Russen^ 
durch Zufuhr und über gewcdtsame Entfernung aus ihrer Bruderschaß. — 

[1352J 

R IIA tu Rostock; wi^ oben. 

K Geheimardm gu Ko^mthagen; wie obeti, » 

Gedruckt: am E u. K KR. 1, n. 177 und Sverges Traktate 2, 189; aus K Hüde- 
brand^ Dipl Suecan, 5j «. 3673 irrthümlich mh 1342 Dtc, 6, wohin auch Bunge^ 
Livl U, B. 6r Megg. S. 203 n. 960 die Schrift rermst, während sie doch doB 
päpstliche Verbot drr Zufuhr an die Russen von 1351 Man 14 2ur Voraussetzmtg 
hat und eine Ergämung zu t». 225 ist. 

227. Not^r Bertold von Wernigerode transsumirt auf Verlangen der Bathmannen 
Johann von JEssen und Joimnn Musinch und andrer Bürger von Thom in 
Gegenwart der Kanoniker und Vikare der pomesanischen Kirche die unver- 
leide besiegelte n. 171 Über den Handelszug der Thomer durch Flock — 
135,2 (in refectorio canonicorum Pomezaniensis ecclesie) Febr, 16* 

RA lu Thom, Sekhl. IV, 6; Or. m. 2 S. 

228. Johann Herr von Ghistelles gestattet den Deutschen Kaufleuten auf ihr und 
auf Brügges Gesuch ein Haus oder einen Keller in Brügge zu miethen oder 
gu kaufen, um darin auf Grund ihrer alten Privilegien von Graf und Stadi* 
für Kauf imd Verkauf eine eigene Wage m halten, die er liefern und mit 
allen BugeMrigen Beamten ausstatten teird^ und verfügt über die Verpflich- 
tungen des Wägers, der ein Vluming sein soll, indem er ihnm das RedU 
der Gewichtsprüfung einräumt — 1352 Febr, 18, 

StA ^u Küln^ Hameurktmden ; Or. m. Stiick des S. Da» Trans^umpt hat den 

Text nicht in seinem hthalt, wohl aber in der Form entsUllt. 
StA £u Dmmg, ScMd. XXVII, 82; Trii-ikgiar d. 15, Jahrh. fbi 102. 
Gedruckt: mi Vergleichung des Or. aus deni Transsumpt n. 229 HR, 1, n. 167, 

229. [Die Deutschen Kaufleute zu Brügge] an Dortmund: übersenden eine Absckriß 
des Freibriefs n. 228 für eine Wage der Deutschen Kaufleute su Bringe. — 
[1352 Febr. 18 J 

StA lu Dftrtmund; Or. m. 2 S. (Hausmarken der AcUcrleute?). 
Gedruckt: daraus HR, i, n. 167. S. unten u. 250. 

') Zu den Verhandlungm mit den Rusitm, deren Charakter icfc noch niehi xu erkamen 

vermag, gehören die Poste^i im AuHgahehuch der Stadt Riga: 1352: l fertoucro pro spcciübus et 
potu Huth^norQtu tiandomm, itrm 11 or&a ctrni tirtoiK* pro 1 Unna c^rvisio luiBsa Hatbeiiis, item 
23 otds pro pisctbu« et oervUia toissiü HtiUiviiis de Nogardia. *) S. Bd. 2, h. 154 ^ 160 w. 

33G. Hierfier gehört wohl die Eintragung der Stadtrc^^hnuttgen von Brügge 1351—1362; BrlxlB 
de Hey [Klerk der Stadt J van der Goatorlingheo prtvilcgieti te oopierse 51/, GiOiadis-ran 
ßeverm, Imm$* de Bruges 2, 72, 



1352 Febr. 19 — [1352] April 9. 105 

230. Bestimmungen Kampens über Lohn von Schiffern für die Fahrt nach Osten ^ — 
135^ Febr. 19. 

Am K StA zu Kampen, Kopiar dänischer PriviJegim fol. 6. Mügetheilt ron 

KoppvM,nn, 
Kr daselbst Boeck van Hechten fol 20h, 
Kg dasdbst ChMenboek fol 25, mügetheilt von Koppmann, beide nur durch den 

Eingang beachtenswerte 
Gedruckt: aus Kr u. Kg Overijsselsche Stad-, D\jk' en Markeregten 1, 31 u. 130. 

Int jair ons Heren 1352 is overdragen': ist sake dat enich sebipman bii der 
reyse vart mit onsen bürgeren ende sin schip ontlast te Scbonen, die compt van 
Bygbe, Revele, Pemonwe ende Stokholme^, den sal men sin loon verbeteren 
mit twelf olden groten, item van Gotlande ende Prasen negben olde groten, item 
van Colberghen ende van al Wendesseben steden ende van Lnbeke zess olde 
groten, ten wair sake dat een sebiper ander voirwerden gbemaket badde mit 
Binen sebipmans. 

231. K. Karl [IV J an Breslau: gestattet, wenn K. Kasimir von Polen Kaufleute 
von Breslau auf ihren Handelsfahrten nach Polen, Preussen und Buthenien 
an Personen oder Out schädigt, mit Hilfe aller Beamten aus dem Beich und 
aus Böhmen die ünterthanen des polnischen Königs an Personeti oder Crut 
bis zum Ersatz des erlittenen Schadens zu arrestiren und aufzuhalten. — 
1352 (indict. 5, regn. n. 6, 8. kaL Marcii) Febr, 23. Bistritz. 

StA zu Breslau; Or. m. 8. 

Gedruckt: daraus Korn, Breslauer U. B. 1, n. 208. Huber, Regesten Karls IV 
n. 1466 a gehört zu 1354, s. unten 1354 März 2; Huber n. 1466 muss nach 
Mittheüung von Geh. Archivrath Grufihagen ganz wegfallen. 

232. ÄfJdam beurkundet sein Bündniss mit Greifswald, Demmin und Stralsund 
wie dieses unten n. 236. — 1352 (in vigilia pasebe) April 7. 

RA zu Greifswald, n. 131; Or. m. 8. 

Verzeichnet: dar ata HR. 1, n. 181, wo ältere Regesten angegeben. 

233. K Eduard [III] von England erneuert seinen Schuizbrief für die Kaufleute 
von Dinant für England. — 1352 April 8. London, Westminster. 

London, Publ. record Office, Rot. lit. pat. 26 Edw. III. 1. 11. 8. oben Bd. 2, n. 482. 

234. Wisby an Beval: übersendet die Abschrift eines lübischen Schreibens in 
Angelegenheiten des Deutschen Kaufmanns zu Brügge mit der Bitte um 
Weitergabe an die benachbarten Städte. — [1352] April 9. 

RA zu Reval; Or. m. Resten d. 8. 

Gedruckt: daraus HR. 3, n. 5 und Hildebrand, Dipl. 8uecan. 6, n. 4656. 8. unten 
n. 244. ^ 

235. K Eduard [III] von England bekundet, dass er die Kaufleute der Deutschen 
Hanse y die des Mordes an Richard Curteys beschuldigt sind\ auf ihr wieder- 
hoUes Gesuch bis zum nächsten Michaclisfest in Schutz und Geleit genommen, 
insbesondere für die Einfuhr von Rheinwein (qne citra terminum predictum, 

a) Int jaer onn Heren 1S52 op santo Valontiins dach (Ftbr. 19) hobbe wi scepen onde raet ghevonden, ^e- 
wilkort ende ghesat: Ar, Kg. b) ende Lnbeke in Kg übergesehrieben, wojür die Worte weiter unten 

/eklen. 

») Einen einzelnen Fall, wo für die rechtmässige Verladung von Häringen der Kafnpener 
auf Schonen das Zeugniss des Vogts ton Schonen verlangt wird, fuhrt Nanninga Uitterdijk an 
m Register van charters en bescheiden van Kampen 5, n. 248, *) n. 207 u, n, 208. 

Haasiflches Urknndonbnch HI. 1 4 



106 ^^^ 1352 April 18 ^ 1352 April 30, 

nt preteiidünt, commode deliberari non poterunt), indem er ihnen Schürm 
vor Arrestining und den Gcnuss ihrer alten Rechte mid Freiheilen verheiss^, 
— 1352 April 18. London, Wesimimter. 

L Lmdtm, Jhibl record office, lioL lit. pai. 26 Edtß. IIL 1, 15, 
Ld Londmtt Britiah Mn^mm, Ms. Cottortj ClmidiuM J5 7. 

Gedruckt: am Ld Urk. Gtaeh, d, ür^pr. d, D. Harm 2^ 748; mrteU^wet AR i, 
«. 15t Ä n. 222, 

236, Strcdstoid beurkundet sein mit Greifswald ^ Anklam und Defumin von Med 1 
(a festo sancte Walburgis) auf ein Jahr geschlossenes Bibidniss Mum Sdiuig 
des Landfriedejis, — 1352 April 28, 

Aus MA MU Straitund: Or. m, S. Junghans, 
Vtrsädmet: daraus HK i, 182. 

Noveriöt universi, quod nos consules civitatis Stralessundeusis tenore presen- 
cium reoog^oscimas [«. s. w. wie oben 2, n. 097 bis § 7 incl. mit den Ahtmchungen: 
§ 3: Stralsund verpflichtet sich zur Stellung von 50 Mann, § 5: für tempore 
exitus: tempore, quo ad illam civitatem, cui subvenitur, perveuerint]. 

[8J Preterea ai aliqui consules vel cives in aliqua dictarum civitatum inter 
se iitigarent aut diseordarent^ ad concordandum ipsos et pacificandum alle tre8 
civitates plenuiu posse juris vel amoris habere debebunt, et preterea gi aliqui 
coDSules vel cives alieujus predictarum civitatum cum consulibiis aut eivibas ali- 
quibus alterius civitatis aliquem liaberent raocorem prcsumentes eos hujus raucoris 
ocx.*asione turpiter monere aut pravis verbis molestare^ de hoc debereut alii con- 
sules in illa eivitate ipsos molestatores avertere precipieutes ipsis, ut jure coo- 
tentarentur, 

[9 wie dort Sj 

In quorum omnium premissorum evidens testimonium nostnini sigtllum pre> 
seutibus est appensum. Datum Stralessund, anno Domini 1352^ ipso die sanett 
Vitaliß martiris, 

237, Stockholm an Lübeck: bezeugt auf eidliche Ämsage seiner Rathinunneti t/bAoMH 
von Loon Ufid Ludwig Knevell *, dass Ludwig Schreiber (Scriptor), Voneigtr 
dieseSf seine Schuld von 20 Fass Eisen, die der lübischc Kaufmann Heinrich 
Leve^idighe mit VoUniacfU seines verstorbenen Vaters Arnold i. J. ISSß in 
Stockholm neben einet andern Schuld von 2 Fass Sediundsthran (foee) tJOti 
dem Stockholmer Heinrich Schwarz (Niger), laut Nachweis bereits vor der 
grossen JPsst vollständig entrichtet hat, und ersucht die TestametitsvoUstrecJIcer 
Arnolds von einer Klaffe gegen Heinrich abzuhalten. — 1352 (vigilia Philipp! 
et Jacobi apostolorum beatorum) April 30, 

StA zu Xöfcfdt; Or, m. Ä 

GtdruM: daraus Lüb, U. JB. 3, n. 136. 

238, K, Eduard flll] t»<m England an Hamlmrg: meldet, dass er die in Folge 
von n. 207 arrestirten Güter der Deutschen Kaufleute Ludehyn Qoktfnthorp^ 
Johann Gusiwod, Johann von Rammesberugh ^ Ludekyn of the Heyth, Huse- 
iyti Osenhrugge, Albert Wgskynthorp, Johann Rgngsted und Heinrich von 
Hidse 1351 Sept, ß wieder frei gegebef^j weil sie geschworen haben, dass sie 



•) In eiti^ JCrbMchaftaangelr(frfihrit raipfiMt JÜ^il Mai 2S Stockholm urinr hrid^n Rath' 
«iflimot Ulridi von Aticndem und dejsiten Bruder Ludtetg {wteiUr ticn UeuiftchtJ an Lübeck^ 
Lüh, Ü. Ä i, n. 3S; 1353 Mai 30 begegnet aU Uathmann m St(H^hiflm Johann Berkhof, a, o« 
a 1, n. 17^, 177. 



1352 Mai 7 — 1352 Joni 17. 107 

nicht der Genossenschaft der Deutschen Kaufleute in Flandern angehören 
und an der Ermordwig von Richard Curteis unschuldig sind K — J352 Mai 7, 
London, Westminster. 

StA eu Hamburg; Or. m. S, 

GtdntdU: daraus HB, 1, n. 152. S, oben n. 210. 

239. Wisby an Reval: übersendet die ÄbscJirift eines Schreibens der Deutschen 
Kaufleute eu Brügge mit der Bitte um Weitergabe an die benachbarten 
Städte. — [1352] Mai 31. 

RA gu Beval; Or. m. Besten d. S. 

Gedruckt: daraus HB. 3, n. 6. S. unten n. 244. 

240. Dorpat an den Deutschen Kaufmann eu Brügge: erklärt, dass es über 
dessen 2kASchrift mit den Städten Estlands nicht bis Juli 25 rathschlagen 
kann, verwahrt sich gegen die Erhebung eines Schosses von seinen Mitbürgern, 
da es an den goÜändischen Drittelskosten theilnimmt, und gesteht nur ein 
Wagegdd eu von der neuen Wage, falls diese errichtet wird. — [1352] Juni 2. 

BA SU Beval; Transsumpt in n. 241. 

Gedrudct: daraus HB. 3, n. 7. S. unten n. 244 und 250. 

241. Dorpat an Reval: übersendet seinen Bescheid n. 240 auf ein Schreiben der 
Deutschen Kaufleute zu Brügge von Jan. 8 und bittet um Beurtheilung des- 
selben. — [1352] Juni 2. 

BA zu Beval; Or. m. S. 
Gedruckt: daraus HB. 3, n. 8. 

242. Der Bath beider Zungen von Wisby an Beval: beglaubigt seinen Bathmann 
Jordan König. — [1352] Juni 15. 

Bä zu Beval; Or. m. Spuren d. S. 

Gedruckt: daraus HB. 5, n. 9; voh v. Bunge, lAvl. U. B. 6, Begg. 46, «. 940a, h 
mit den Urkunden unten n. 244 irrthümlich zu 1340 gesetzt. 

243. K. Magnus von Schweden und Norwegen bestätigt bei Beilegung des Zwistes 
zwischen Wisby und Stockholm dem ersteren die alten Privilegien für zollfreie 
Ausfuhr von Getreide, Speck und andre Waaren und erweitert für die Bürger 
van Wisby das Becht des Getreide- und Salzverkaufs vor allen andern Gästen 
zu Stockholm. — 1352 Juni 17. Warberg. 

Aus K Geheimarchiv zu Kopenhagen, Crothland n. 1; Or.- Transsumpt der Domi- 
nikaner und Minoriten zu Wisby von 1389 (die 11 milium virginom) Okt. 21. 
Junghans. 

8 Kgl. Bibliothek zu Stockholm, Peringskjölds Mon. Sceogoth. 1, Vidimus von 1449 
mit dem falscJten Datum 1342. 

Gymnasial' Bibliothek zu Wexiö, Spegels Rudera Gothlandica. 

Archiv d. Akad. d. AUerthumskunde zu Stockholm, Langebeks Absc^. ex orig. 
membran. in arch. reg. Stetin. fasc. 41, 17. 

Reichsarchiv zu Stockholm, schlechte AbscJtr. von K a. d. 18. Jahrh. MitgetMlt 
von Schäfer. 

Gedruckt: aus K Lagerbring, Swea Rikes Hist. 3, 416, t€onach verzeichnet Urk. 
Gesch. d. Urspr. d. D. Hanse 2, 420, und nochmals im Auszug 3, 318 Anm. 6 
mit dem unrichtigen Datum feria 4 proxima post oct. corp. Christi; aus S und 

1) Aug. 14 verlieh der König sicheres Geleit auf ein Jahr für Hennekin Benesthuyth von 
Hamburg, Joh. Huder, Heinr. r. Nerthe und Herm. Pral, Kaufleute aus dem Ostlande, London, 
Reeord oflUx, Rot. Kt. paJt. 26 Edw. IIL 2. 15. 



108 



[1,352] JuJi i:; 



den ßl^mdm Hhs, lUldf^trand , IHpL Sttectm. 5, fK 3647 zu 134;i; mU fhm-^V'n, 
ftiUchtn Datum antjcführt Suhm^ Hiat, af Danmark 13^ 6^f wottack verzrirluir^ 
Üfh Gc^cK 2, 370. 

Omnibus presens scriptum eernentifjus Magnus Dei graeia rex Swecie, Nor- 
wegie et Skanie in Domino salutem Bempitcrnam. Notum facimus umvereis, qaod 
nos omnes et singuhs eontroversias inter dilectos nobis consule« et cives Wisby- 
censes ex ana parte et consules et cives Stokholmenses ex altera super privilegiis 
utriusque ciritatis subortas sedare et cum quadam lueida declaracione componere 
volentes* omnia privtlegia a raagnifico principe Magno [qulondara*' r^e Sweeie 
avo nostro karissimo necnon ilhistribus dominis Erico patre nostro karissimo et 
Woldemaro [qujondaoi'' ducibua Suevortim dietis eivibus Wisbyeensibus indulta de 
eonsensu consiliariorum* nostrorum dilectoriim cum modificacione infrascripta de 
novo auctoritate regia confirmamus in huwc modum. Videlieet qiiod ipsi Wiby- 
censes supradicti omni facultate gaudeaat qua prius annonam, lardum et alias 
merces quaslibet ad partes quasuimque voluerint absque solucione thelonei libere 
deducendi, nisi ex certis causis prohibieiouem per totum regnum Sweeie nos facere 
contigcrit generaleoi^ Insuper cum in privilegiis Stokholmensibns cautum sit et 
expressum, quod nnllus hospitum Stokholuie adventantium vel eommorantium possit 
ibi aunonam vel sal emere vel vendere nisi citra integre Icste quautitatem, ex 
unanimi tarnen consensu consulum civitatis utriusque ipsis Wisbyeensibus pre ceteris 
bospitibus Stokholmis applicantibns annonam in t[uautitatc trium t^lentorum vide- 
licet quarte partis leste et sal in pondere unius navalls talenti ibidem vendendi 
taeultateni reiuittimus perpetuis temporibus duraturam, ut supradicti Wisbyceuscs 
biis privilegiis contenti ad ulteriora non presumant, sed eonmiuui lege alioruni 
hospitum in ceteris contentantur. Prohibemus igitur tirmitcr et districte, ne quis 
ipsos Wisbyeenses vel ipsorum aliquem in pcrsonis vel rebus contra premlssas 
libertates presumat** aliqualiter impedire, prout penam proinde condignam voluerit 
evitare. In cujus rei evidentiam tirmiorem sigillum nostrum nna cum sigillo civi- 
tatis noBtre Stokholme predicte sunt appensa. Datum Wardbyrg, amio Domini 
1352, dominica prima post octavas fest! corporis Cbristi. 

SU4,Dorpat an Hcval: berichtet, dass nmn sich mit dem liaihniann Jordan König 
von Wishjj der nacli dem Besuch von Riga, Wenden, Wolmar^ Roop in 
Dof*pat gewesen und nun zum Bischof von Oc^d gegangen^ auf einen Tag zu 
FeUin Aug. 15 geeinigt habe, um über die Gerechtigkeiten des gemeinen 
Deutschen Kaufmanns in Flandern zu verhandeln ^ und bittet um einen 
etwaigen besseren Vorschlag, — [1352] Jidi 12. 

BA zu Rmal; Or, w. lUaten d. S. 

Gedruckt: daraus Hit. 3^ n, 10. Sr unten n, 2$0. Wohl hierher gehOrcn die Evf^ 
tragun^en des Ausgahebuchs ron Biga: 1352* Item dcderuut 8 or. cursori eunti 
in Peronam. Item 8Vt fertonetn pro expenais umbassintonun in LemeseUe, Item 
3 fertoneB com 2 orb pro vino ambaadiatoniiii, Ehm m wohl aud% die Eintra^ 
fpmg des folgcfiden Jahr»: 1353. Iteai 2 mr. cam 8 aolldis Joh&nni WjnifiAn« 
qitiia cxposüit pro tueroitoro in Flandria. 

245, K, Magnus von Schweden^ Norwegen und Schonen bevollmächtigt den Vor- 
Zeiger Uet/ne Stywe zur Einlösung seit^r verpfäfuh.ten Kronen • und zu ihrer 



') S. 1, ff, 773. «) Einru Grtfcnmti hierzu bUrhi die IJtber^agtmg der HlhM^m üaioft»- 
9te%ter durch IC Karl IV auf Waldemar 13$0 Febr. 19, untn Zustimmurit/ benaehbarUr T«Ti- 
orialherrm. />(M bemiruki^ Lüheck rcmumtrirt ^ mrd aber obmMfkgig ke^Me^znk ^w Q m mim 



1352 JuU 14 — 1352 [vor Aug. 9], 



109 



Feherführumj aus Deutsdiland (de partibus Alemannie) nach Schweden. — 
X352 (sabbato proximo post festum septem fratrum) Jtäi 14. Marsirand. 

SiÄ tu Lübeck; Or. m, S, 

Gtdntckt: daraus ürk, Gesch. d, Urspr. ä. D. Hanse 3, 422 und IM. U, B. 3, 
«. U9, 

246. pL^ibUeker Entwurf zu einem] Freibrief des K. Magnus von Schweden und 
Norwegen für deti Verkehr imd Aufenthalt der Liibecier auf Skanör und 
Faisierhode, beir, den vollen Besitz schiffbrüchigen Guts, das Waffeniragen^ 
den Deiailverkauf von Tuch und Leinwand wie freien Handel urul Ausfuhr 
edler Waaren, das Recht eigener Fukreti, Löschgerechtigkeit ^ Zollentrichtung ^ 
den Bestie der näher umschriebenen Vitte und die Gremen zwischen lühi' 
schem und dänischem Recht, die Geltung der liibischen Vogtei und Gerichts- 
barkeii mit Einschluss des Privilegs de non evocando und des Erbrechts, — 
1353 [vor Aug. 9J. [HelsingborgJ 

R RA m Rostock; gleichzeitige Abschrift. 

L StA n< Lübtck; Vidimuä van 1528 Aug. 12 von lübisclien GeUtlichen ohne Bezug^ 
nal\me auf die Besiegehmg. 

Gtdruckt: aus L ah ausgefertigtes Prinkg ürk. GcscJi. d. Ursjtr, d. D, Hanse 
j8, i24 und Lüb. ü. B. 3, n. 140; aas R u. L richtig ah blosser Entwurf HR. 
1, tt, 17 B, teozu auch zu rergleicfhen Bgdherg in Srerges T^aktaier $, 190; ver- 
zeidtnet Suhm, Mist, af Danmark 13, J973 und Reg. dipl. hist. Dan. 1, n. 2358, 
Ein näheres Datum kann nieht ermitteU werden ^ weil bei dem Mangel an OtteUm^ 
Zeugnissen die Verhandlungen Li^ecks mit dem König, irt dener^ diese Vortaffe 
emen Akt darstellt , nicht genauer zu tef folgen, sind. Der Entwurf wiederholt 
und ertücitert die alten Gercchtigketten der Lübecker für Skanör ufid Fahietbode 
U* B. 2, n. 282, 448, 479, 590, 657, fasst alle Beschwerden der Kaufleute gegen 
die Vögte tusammenf wird ctber nur durch die Aufrichtung eines Stillstandes und 
dessen Bestätigung durch den Konig Autf, 9, n. 24$, beantwortet. 

1147. Eben so ein rostückischcr Entwurf zu einem Freibrief für den Verkehr der 
Rostocker auf Skanör und Falsterbode, — 13ü2 [vor Aug. 9]. Ilelsingborg, 

RA SU Rostxfck; gleiclizeitiye Niederschrift ohne Beglaubigung. 

Otdruckt: daraus Wöchetitl rast. NachricfUen 1754, 18, im Auszug (NettelbladtJ 
Abhandl. v. d. ürspr. d. Stadt R. Gerechtsame XLIV zu 1351, aber von dem- 
selben in dem Verseiehn. z. Gesch, d. Rostock gehörigen Urkunden (1760) Mu 1352 
(DruckfelOer: 1325) aufffeführi; richtig; zu 1352 HK 1, n, 180 mit einem Gedenk- 
idt d für diesen Enttcurf 1, n. 179; verzeichnet Suhm, Rist af Danmark 13, 
271, iconach auch sdton i. J. 1754 das Original rermisM wurde (weil es keines 
jemals gegdten hat)^ und Reg. dipl. hist. Dam, 1, n, 2353. Für diesen Entwurf 
gelten auch die Bemerhmgen tut vorigen Nummer. 

MS8. K, Magnus von Sd%weden^ Nortcegefi und Schonen roHßcirt mit seinem Reichs- 
raih den von Hb. Älbrecht von MeMenburg, seinen Bäthen Ritter Anund Sture 
utul Jonas Christinesson und seinen Mannen Dietrich Veregde und Johann 
Ebbesson bis Pfingsten 1353 [Mai 12] geschlossenen Stillstand mit Lübeck, 
indem er dtn Bürgern der Stadt bis dahin vollen ungehinderten uml sicheren 
Verkehr und Handel auf Grund der alten Rechte ^ Freiheiten und Gewohn- 
heiten in den drei Reielieti und in seinen iünrigen Besitsungen gewährt und 
während des Kampfs von den seinigen geraubtes oder arrestkies Gut und 

Wtddemars, si et in qaantiim vobis ad versus tion fuerit, doch ton einem Treueid freigesprochen^ 
ifwl mner neuen I*rinkgienbestäHgung und mit dem Ver9preehen ausgestattet, du8$ es als Reidts-^ 
gtadi nie vom Reich abgc^wnt werden soll, Lüb. U. B. 2, n, 960^963, 973, 974, 



110 ^^^ 1352 Aug, 9 — 1352 Aug. 29. 

gefangne Leute frei zu gehen oder einzulösen verspricht, — 1352 (in vigUia 
beati Lfaur^iicii martirie gloriosi) Aug. 9, 

StA tu LQhedli! Or. w, S, 

Gtdrw^: daraus Urk, Geach, d, Urspr, d. D. Han^ J?, 422 und Lüh. ü. B, 3, 
n, 140, icicderholt Sverges TraMaUr 2, n, 309. 

24U. K. Waldemar [von Bänemarh] ver$imcht Lübeck Sicherheit (eyncö gaozzen 
velighen dach) bis Bum Ausgang des näclisten Pßngsi festes ^ mit Einschluss 
der Genosseti Markwards von Westensee* und in der Zwisdtenzeii volle 
Handelsgcrvchtigkeit in seitieni Reich eu Lande und zu Wasser in hergebrachter 
Weise. — [1852 um Aug, !).] 

StA iti Lübeck; 2 Enticürfr o. Perg, u. a, Papier. 

Gedruckt: daruns Lüb. U. B. .3, n. 142. Die entaprcchetidt Zimd^ermig Lübecktt, 
die durch dessen pUer ntbensäMicheJ Fehde mit denen von We$tensee fter vor ge- 
rufen waTy datirt von 1352 Aug. 9 gleichfalls bis zum ohiytn Tnmin. Vgl a. 
a. O. n. 15Gf 1353 Febr. 24: Arrestiruftg einer der Wittwe Marktcard Breidt« 
in Odmisee ffeltoriffen Kiste in Lübeck, 

i^aö, [Versammlung der Städte des gotländischen Drittels: Dieselben an Lübeck:] 
sprechen sich gegen die der Deutschen Gemeinde zu Wisby und den ^ädtcn 
des Drittels von dem lübischcn und dem tcestfälischen Drittel in Flandern 
gemeldete Errichtung einer eigenen Wage [zu Brügge] aus, weisen auf die 
Gefahren für ihre alten Privilegitm aus der Zeit des Stapels zu Aardetiburg 
und zu Antwerpen^, indem sie die Fortdauer dar früheren Vergünstigungen 
bei der neuen Wage bezweifeln ^ die hier geforderte Stmter schädlich flennen 
und die grossen Ausgabeti für den Ankauf der Wage betonen ^ Mengen Ä6er 
das einseitige Vorgehen der beiden Drittet und litten um eine cdlgetneifie 
Besprecimng der Angelegenhmt und definitiven Besclmd. — [1352 Aug. 15J 

RA zu Bcittoek; Abschrift, 

Otdrudtt: darum HIL 1, n. 169. Zur Datirung tgl da». 3, 6 — S. 

251. Gr. Engelbert von der Mark bekundet sein für die näclisten fünf Jahre mit 
Dortmund gcsddossenes Bündniss zum Schutz des Landfriedens genau wie 
Gr. Adolf [II] oben 7h 4. — 1352 (feria tereia proxitua post assnmptionem 
beate Marie virgiuis) Aug. 2L 

StA zu Ihrtmund; (}r. m. äS, Daselhsi eine gleichzeitige Ahschr. a, Perg. 
Gedruckt: Fahne ^ Die Herren von Huvele 2, n. 18, 

252. Gr, Johann [III], Heinrich [11], Nikolaus und Adolf [VII] von Holstein 
und Stormarn verpflichten sich durch einen bis zum folgenden Pßngstfest 
über 2 Jahre ^ geschlossenen Vertrag mit Lübeck weder gemeinsam noch ein* 
sein Krieg gegen Lübeck zu unternehmen oder etwas ihm schädliches gu 
begünstigen, unter Ausscfduss von K. Magnus von Schweden ^ bei dem sie 
auch in einem Krieg ßwisdten ihm und Lübeck ausharrefi dürfen tmbesdmdei 
den Privilegien und dem RerlU Lübecks^, — 1352 (die decollacionis aancU 
JobaDDis baptistej Aug. 2fK IJilteck. 

*) Bin 1353 Mai 15. ») Im zueilen Enttntrf ah ttohhe dte 3 Gebritder Breide genannt, 

•) Ä oiett Bd. 2, n. 118, 154, 160, 2C6. •) Bis 13o3 Mai 24. ^) Am selben Taffe rer- 

$prtehen (ir. Heinrich und Xikolnus bei lTeher{iaf*e der Burg tSe^felterff durch Lübeck di€ Aus- 
tämmg drrneBm mit 2(Hm M. in 4 Terminen but 135.% Weihnachten ; für Or. Johann benekeimgt 
min Geheimachreiher Joh. liogtin, Domherr zu Lübeck' , nttch dem Tode den Grafen fl359j, «Ich» 
tS52 Aug. 29 (aIm kk et my vordcnkc) der Baih rm% Lübeck ^staltet Äa6f tkc JmUämimg dm 



W&i Angr. m — 1352 Sept. 29. 



111 



StA SU Lübeck; Or. m. 2 S. u, 2 PergamenUirtifm, Zeugen: Mariiu&rdiis de Wisch, 
Marquardua de Brocdorp«^ Hinricus de Reventlo, Laderua de Ouwe milites, Ladol- 
fus de Sebinkcle dictus Bredehala, Otto de Weualne, Wulfo de Pogghewisch et 

• Henninghoa de Siggem arraigeri. 

GtdrwM: daraus Mb, U. B, 3, n. 143, 

MS3, Gr. Jakann [IIIJ, Heinrich [U] und Nikolaus van Holstein und Stortnam 
verpflichten sich für die Dauer ihres Vertrags mit Lübeck hei einetn Kriege^ 
der aus gegenwärtigen oder zukünftigen Irrungen zwischen K. Magnus und 
Lübeck etUstehen würde, im Namen des Königs den Frieden herbei zu führen 
(iü ajuicicia vel in jure). — 1352 Äug, 29: Lübeck, 

StA nt Lübeck; (hr m, 3 S., von denm 3 hesdUidigt. 

Gedruckt: daraus Dipl Norvcg. 3, n. 279 und LüL U, B, 3, n, 144, 

204* [Die Städte des läbischen DrittelsJ an die Boten der den Osten besuchenden 
Städte [gotländischen Drittels] : melden auf die Zuschrift n, 250, welche den 
Boten einiger Seestädte und läbischen Driftehstädte im Eathhaus m Lübeck 
rerleseti worden^ dass, da nach Aussage lühischer Kaufleute zu Brügge die 
€dten gräflichen und brüggeschen Privilegien für die Wage auch für die fieue 
Wage gelteti sollen , beschlossen ist eine eigene Wage einzurichten ^ wenn Brügge 
für einen vorkommenden Schaden stehen will, und bitten in dem Drittel an 
deti Kosten für die Einrichtuttg theilzmiehmen, — [1352 HerbstJ 

BA zu Boatock; Eni nur f. 

Gedruckt: daraus HB, 1, n, 170, tciederhoU Livl ü. B, 6, n. 3210, 

255, Diesdheth an die Deutschen Kaufleute lübischen Drittels zu Brügge: übersenden 
den voranstehetulen Bescheid über die Wage zu Brügge. — [1352 HerbstJ 
BA zu Bostock; Enttcurf, 
Gedruckt: daraun HB, 1, n. 171, wiederhoU Livl ü, B. 6, n, 321L 

i56, Lübeck^ Wismar, R47stovk^, Stralsund utid Stettin beurkunden ihr auf 2 Jahre 
geschhssettes Büminiss gegen die Utisicfierheit auf dem Meere, — 1352 Sept, 29, 
Au$ L StA zu Lahf^ck; Or, m, 5 & 
BA SU Bostock, n, 55S2 u. 5594; 2 Or, m, S. Bas, ei» %mbeglauingt€r Entwurf, 

Junghatt^, 
Gedruckt: ana L Lüh. U, B, 3, n, 148; um einer rostaddseken Ausfertigung Bast. 
Wijchentl Nachrichten 1754, 37 und KetUlbhidt, Bo8t, Gerechtsame XXV III; 
rerzeiehni/et HB. 1, n, 183, 

Nos eon Stilen civitatum Lubeke, Wismer, Koxstook, Stralessnnde et Stettin 
inter nos talem coQpromisiDms unioDem a datii presencium per bicnnium continumn 
integnim daraturam, Si aliquis iiisidiis sen inimieietjs statum maris voluerit depra- 
rare, illad dob unanimiter dct'endere volamus et debemus; cujus quidem defen- 
tioDis quoad cxpensas et interesse nos de Lubeke terciam partem et uos de Wis- 
maria et de Rozstook terciam partem et nos de Stralessundig et de Stettin terciam 
partem portabinius, que eciam defensio major et minor erit, prout rei et necessi- 
talJB exigeneia luerit et gecundiim quod tunc inter se prenominate concordaycrint 

r^rpf&ntieten Zalh rcn Oldesloe [»* obat 2^ n, 662 Anm,] mit den jährlich aun ihm fUentendm 
Gtldem zu rrranMtahfn (also icb wol love^ dat id acreven ata in der stat äcultbokc t& Lubeke, 
md« oeh d« brcTC der vorbyndytighe konyngU Magnos van Sweden ande der liereo van HoUtea 
ä9 salTcn tith wol utwyzet [!J, Liih. U. B. S, n. 145, 146, Das, Anm, die ZoUintraden hut 1387» 
bi» wdhm aha der Zoti tmpfMkt blieb. *) IHr Handehheriekmgm i0F StadZ hdmehtm 

mtm BMta^wiUfm im dort^m ^adtbitclt : Schuldhurgnchaflen zweier Bürger von Zuifh^ J^t^, Kok 
utui Joh, ThobioM für Summm, dk üi Bniffge zahlbar find, J352 Atig, 17, OH, 28; mügetheiU 
ArcMcar Sasg in Schwerin, 



112 



1352 Okt. 16. 



cmtates. Quidqaid eciam ex ista defenaione civitatibus insurrexerit, in illo ad 
omnem CTcntum debent ci vitales predicte sibi invicera seu iina ci\itas alteri astare 
et finaliter adberere. In cujus rei testimoniuni sigilla Dostra presentibns sunt 
appeosa. Aetam et datum anno Domini 1352, in die beati Michaelis, 

257. Ersbischof Wilhelm van Köln hetirkundä seinen mit Bischof Ludwig von 
Münster und dessen Stiß^ Bischof Balduin von Paderborn, Gr. Engelbert 
von der Mark ntid den Stlidten Münster, Soest mid Dortmund für das Land 
Westfalen auf 5 Jahre geschlossenen Landfrieden *. — 1352 Okt, IG, 

Aus Z> StA SU Dortmund^ glrichseiti^je unhtfflcvubigtt Abschrift a. Pfrgament, 
Gedruckt: daraus in Amsüifm Fahne, IL B. rf. St, Dortmund 1, n, 136, Vgl oben 
n, 125 und n. 4. 

\Vy Wilhem van Codes genaden en yrschebiacop van Coloe dät kündich al 
den ghinen, de dissen breif seyt uiide boren lesen, da! wi dorieb dat beste unses 
landes tho Westpbalcn, unser man, unser deynstman unde alle der gUyner, dej 
darynne wonthefticb sjti oppe dyssit des Rynes, bebbet overdregen enes lant- 
vredes mit den ersanien bcren biscop Lüdewige van Monstere unde mit sjTue 
gbemeynen gbe.sticbte, mit biscope Baltwine van Paderlionie, mit beren Engelbraehte 
greve van der Marke, mit der stat van Monstere, mit unser stat van Söst nnde 
mit der stat van Dortmfinde den selven vrede tho haldene sänder argbelist in 
allen vorwardeu, als bima gbescreven etc^^. 

flj Also dat wi vorgesprokenen heren nnde en jflwelich stat bi erme rechte 
und bi eren alden wontheiden blyven. 

[2j Vortmer so welle wy dat, dat neyman de strate noch nyneghcn manne 
efte sin gät mit rove, mit brande efte mit eynigerhande gewalt anvjrdigen sÖlen, 
hey en doy dat mit gerichte unde mit rechte, ane dat en jfiwelich here unde en 
jfiwelich man doyt ß\Tien laden, dey eme tho bc warne stat 

fSj Ock en sal men neyman besetten efte bekümmeren in disser heren sloten 
efte lande und in dissen steden vorgesereven, bey en si sachwalde efte borge in 
der sake, dar men den kunimer öme doj^. 

fij Vortmer worden lüde twyacbticb, de bcßeten weren in cnes heren lande, 
dey sal dey here scheden mit mynne efte mit rechte; schey des nicht, wey dan 
syne not clagede vor dem lantvrede nnde vor den gbincn, dey den lantvTcde 
gesworen hebbet tho haldene unde tho warne, der en jflwelich here und atad 
vorgesereven twe zetten sal und stedes zittende hebben sal, dey wile dat disae 
vrede waren sal, deme sal men richten na vredes rechte. 

f5J Ock wonede dey ene in enes heren lande und dey andere in cnes 
anderen heren lande, ßo sal de kleghere eschen van deme ammetmanne efte van 
dem richtere, dar dey andere ander sittet, dat hey eme richte na rechte unde na 
lope des landes; dede dey amnietman efic dey richtere des nicht, wolde der 
klegere dat klaghen vor dem lantvrede, dat sal men richten over den ammetman 
etlc over den richtere na vredes rechte und dat sal gescheyn bynnen achte daghen. 

[6j Vortmer worde wey verbodet und vorvolget vor deme lantvrede, atee 
lantvredes recht is, dey in disseme lant^Tede bezetten is edcr were under wil- 
kemc heren dey besetcn were, dey solde dat richten na iredes rechte sflnder 
argelist: hedde dey bere des neyne macht, so sal he eschen volge, dey sal men 
eme dojTi 4n?ortöghet sunder wedcrsprakc, 

*) lB5i März 31 (feria Bccuuda proxima ante palriiaa) erkläH Gr. GerfHtrd rim Btfg und 
Barfj^nbmrff, ültc9ter Soht dt^ Grafen twi Jülich j f^tr Mch und das Ixind Befff den BeitriH m 
Mffan J'Vieden, Stihrris, U. B» 1. Landes- u. Urchtstfeacf'. Westfah^m 2^ n, 730. 



1352 Okt lÖ. 



113 



[7,] Vortmer wey in disseme lantTrede scbaden dede, den meo kftntlich 
bcwisen mochte, den aal men küntlike weder dojTi sunder eyde. 

[8] Vortmer sal allemiallioh, dcy in disser heren lande bezetten und wontacli- 
tieh zyii, den >Tede sweren und lialden 8uuder arghelist; wey des nicht en dede, 
den zai dey tere, dar hey under zittende is, vorwisen van den sloten, der hey 
mecbtieh is: dede hey oek schaden, deme sal men volgen na rredes rechte unvor- 
bodet Keyn here sal oc enc noch sin ^t vorantworden , wey oek eghen slot 
bedde eder glot gheweddes, en wolde hey den lantrrede nicht swereu^ so en 
drofte men eme nicht richten; dede hey aver schaden in dem lantrrede, dem sal 
men volgen na lantvredes rechte. 

[9] Vortmer breke wey den vrede, wey sieh sj^es güdes nnderwynnet, 
dey sal like schfildicb sjti alse dey hantdedighe man. 

[10 J Oek welle wi dat, dat men eynighe man in dey slote, dey in* dissen 
vrede boret, &al geleyde gbeveu sünder mallich konie unde varc oppe sm recht 
ane vorschnldycgeylt. 

[11.] Vortmer dat disse vrede stede, rast nnd ungebroken blyvc, so vor- 
binde wi Wilhem en irsebebigcop van Colne vorgenant uns, dat wi vyve unde 
veyrtieh man gewapent gäder lade mit unser stad van S6st unde mit unseme 
lande solen balden und beköstigen oppe unse eventure tho beschcrnienc den vor- 
gesprokenen vrede. Vortmer sal Ijekostigen tho dem vrede biseop Lüdewich van 
Monstere vorgenant mit ziner ^tad van Monstere und mit 8yme gansen gestiebte 
dertich man gewapent güder lüde. Vortmer de vorgesprokene biseop Baltwm van 
Padcrbome zal beköstigen tho di^ssen vrede twintich man gewapent giidcr lüde 
Vortmer aal greve Engelbracht van der Marke vorgescreven beköstigen tho disseu 
vrede dertich man gewapent guder lüde. Vortmer sal de stad van Dortmünde 
beköstigen und balden tho dissen vrede vif man gbewapent güder lüde. Und dit 
mI allermaliieh doyn oppe zine kost und op zin eventür sünder arghelist. Wer 
oek dat des not were dissen vorgenanten volgeren tho merrene , des solen maebt 
hebben de gbyne, de tbö dissen vrede gesworen hebhet und dartho gesät zin. 

[12] Wer oek dat eyn schryincgbe Arne hröke des vorgenanten vredes 
gesebe^ der schryingbe sölen volgen alle dey ghiüe, dey dey höret und vomemet, 
also verre alse sey dörren vor lyves noth, und dar en solen sey nicht ane breken 
wedder dey heren noch weder er gerichte; wolde aver dar enboven }Tiich man 
veden, des solde dey lantvrede en behelplieb zin» 

[ISJ Were oek dat disse vorgenante vrede vorbroken w[u]rde, dar neyn 
volge efte neyn wapenschrieht Iho haut na gesche , wanner de here , in des lande 
de schade gescheyn were, eflte disser stad willich, de birvore gesereven zin, 
deme de schade gescheyn were, volghc oppe dey den schaden gedan hedden 
esftcheden, dey zal men en doyn darna b^Tinen achte dagben nnvortoget, unde 
wey irst de volge eyscbet, deme zal men irst de volge doyn und darby blyven, 
winte dat geey ndet sii na lant^redes rechte; unde stallede men dar^or slote, in 
wilkes heren lande vorgeschreven dey slote beleghen weren eder dar na bi 
beleghen weren, dey zal volgen unde stallen mit alle zincr macht ane argbelist, 
und weret dat, dat eynich man efte here keren wolde und dat slot entsetten» 
dat zal en jäwelieh bere nnd stad vorgescreven mit aller macht beweren belpeo 
und »tallen behirdeUj winte dat geeyndet werde na lantvredes rechte. 

[14.] Unde wi Wilhem en yrschcbiscop van Colne vorgescreven en dorven 
»eyne volge don mit alle unser macht, vorder dan wi hebhet in deme lande tho 
Westi>halen, dar disse vrede yime begrepen is. 



a) in in X>. 
üikuadüibQdk m. 



15 



114 



1352 Okt. 16. 



[15J Wer dat ynich here eder man dissen vredcbrckere husede efte liovrde. 
dey were also scb&ldieli alse dey liantdedighe man. 

[inj Vortmer en sölen nyue bereu efte stede gelt eder dej^nst nenieu vau 
vredebrekeren, efte sey begrepen werdet, men sey soleu riehteu na vredes rechte. 

[17,] Wer oc dat dey gliync, dey den vredc waren zielen van der hcren 
weglicne und der stede, dey dartbo gesworen hebbet, dat dey verbodet würdeü 
ran des vredes wegbene, sehe den efte erme gbesinde gbeynich schade utb efte 
tbo hiis, dar sal men tbo don na vredes rechte; were oc dat der welieh nicht 
en qÄeme tbo der vorbodinge, dey anderen, dey dar koinet, dey zolen macht 
bcbbeu tbo doviie und vort tho varene na der meysten meyiiingbet und wa[t]' 
de nieyste meyninghe overen dreget, dat zal vort gan in allen dinghen, 

[18 J Vortmer sal de vrede en nieyne ingesegel bebben , dat zolen dey van 
Söst yrst waren encn manent van eres heren weghene heren Wilhelms des 
irschebiscopes van Colne, der stad van 86st und des gbemeynen stiebte«, dey in 
diggen vrede boret; dnrua de stad van Monstere van eres beren weghen bysschopes 
Lödewighes und des gbemeynen stiebtes enen manent; darfna)** luntvogede 
bisehopes Baltwines van Faderborne enen manent; darna lantvogede beren Engel- 
brachtes greven van der Marke encn manent und darna de stad van Dortmünde 
sal dit ingesegel waren enen manent, nnd aldug zal disses vorgenanten vredes 
ingesegel dme ghaii der wyle, dat dissc vrede wäret. Ock bi wemc dat ingesegel 
is, dey zÖlen maclit bebben tho vorbodene de gbyne, de tbo denie vrede horet^ 
und daghe tho legghenc na der meysten meninghe, dey den vrede wäret, dar it 
nätlikest is und bcqaemelikest. 

[lOJ Vortmer de gbine de gbesat werdet tho warne den vrede imd dartho 
gesworen bebbet, dey zolen macht bebben tho entfane in dissen vrede, dey dem 
vrede niUlicb zlu, und en solen nj^nen man entfan, eey en dünke op Got und op 
eren eyt, dat bey dem vrede nfitlicb zi, und en zolen noch vrentscap noch haat 
ansejTj. 

[20j Vortmer wante wi Wilbem en yrscbebiscop van Colne vorgenant tho 
WestphalenUuide tho allen tyden nicht wesen en mogben, so lievele wi bereu 
ilermanne van Plettenbracht^ eme rytter, imseme marschalke tho Westphalen, 
unse gewalt den vorgenanten vrede van unser weghen thö sweme, tho haldene 
und tlin br)dene, likerwis alse wi dat selven doyn zolden, also dat bey bödere 
und bescbermere zy des vorgenanten vredes op dissyt des Kynes in unseme lande. 

[21,] Vortmer wer dat ejTiich urloge opleype bjTinen dissen vrede, dat vor- 
volget ^^^rde, alse vredes recht were, dat langer warde dan disse vrede, dar 
zal mallicb by dem anderen bljTcn also lange, winte dat vorscbeden werde 
BÜndcr arghelist. 

[22] Vortmer bekenne wi Wilbem yrschebiscop van Colne vorgenant : wer 
dat her Herman van Plettenbracbt ritter, unse marschalcb vorgescreven, unse 
ammet opgeve efte uns afgcnge mit dodc efte mit anderen zaken, wene wi dan 
zettet in zme stat, dey zait don and zal dey zelven macht bebben tho dissen 
vrede, dey bey haddc. 

[23] Vortmer wer dat dey gbine, dey wi vorgenanten heren und stede tho 
dissen vrede ghezet bebbet uud ghesworen bebben euer volge efte enes rechtes, 
nicht ovcreyn en dröghen künden, war dan dey meyste mcny[n}ge' thovellet van 
en, dat zal vortgan in allen dingen sänder wedersprake. 

[24] Vortmer were gbeynich here hirvor genant efte dieser stede ofte dey 
bima in dissen vrede qficmen, gheynige klage brechten vor dey gbine, den 



x#. 



b) ÜÄi />. 



c) mouyiro /*, 



1352 Nov. 12 — 1353 Jan. 2. 115 

de Trede bevolen is, dey zolen ere klage don und gan af und laten sieh de 
anderen beraden öme dey klaghe. 

[26,] Vortmer wer dat eynich man van alle den ghinen, dey nü in 
dissen vreden zint efte hima inkomen moghen, dey anders dede dan also, alse 
dey vorgenante vrede bescreven is, und darüme angesproken würde van den 
gbynen, dey dissen vrede gesworen hebbet tho warne, wolde hey dar icht weder- 
spreken, des zolde hey naer wesen over tho gane dan hey zieh entschuldigen 
mochte. 

[26] Vortmer disse vorgenante vrede dey sal waren van dertyd, dat disse 
breyf gescreven wart, over vif jar, alinch en jar na dem anderen tho tellene, 
sunder eynigerhande arghelist in alle der wis, alse hirvor ghcscreven is. 

[27] Vortmer wi biscop Lüdewich van Monstere, Baltwin biscop van Pader- 
bome, Engelbracht greve van der Marke, Herman van Plettenbracht rytter unde 
wi stede Söst, Monstere und Dortmünde vorgenanten sweret und lo^et alle disse 
vorgesprokenen stücke vast und steyde tho haldene sunder argheliste. 

[28] Darumme so hebbe wi Wilhelm yrschebiscop van Colne, Lüdewich 
biscop van Monstere, Baltwin biscop van Paderbome, Engelbracht greve van der 
Marke unde vd stede Söst, Monstere unde Dortmünde tho ene orkünde dissen 
breyf bezegelt mit unsen inghezeghelen, dey ghescreven is do men talde na 
Codes gebort düsen[t]* jar dreyhündert jar und twe und viftich jar oppe sünte 
Gallen dach. 

268. K. Eduard pil] von England gestattet den Deutschen Kaufleuten Gozelin 
del Haghe, Arnold Lakensnyder, Gotschalk von Smythusen, die lange Zeit 
in York ansässig geivesen sind, die Vorrechte ivirUicher Bürger daselbst zu 
gemessen. — 1362 Nov. 12. London, Westminster. 

London, Public recard office, Rot. lit. pat. 26 Edw. III, 3. 18. 

259. Bischof Engelbert [von der Mark] von Lüttich nimmt Dortmund tithd die 
Dortmunder mit Gut und Waaren ninerhalb seiner Diöcese und ausserlwlb 
dersdbeti in seinen Schutz (dummodo prenotati cives nos sinant et velint juri 
eorum esse potentes) und verheisst, ihnen seilten Beistand für die Zeit seines 
Lebens K — 1362 (ipso die Cecilie virginis) Nov. 22. 

StA zu Dortmund; Or. m. S. Junghafis. 

Gedruckt: daraus lückenhaft Fahne, U. B. d. St, Dortmund 1, n. 134. 

260. Thorn an K. Magnus von Schweden: beglaubigt Gotfried von Olfin und 
Konrad von Dune als Bevollmächtigte mehrerer seiner Bürger zur Empfang- 
nahme der ihnen in Schweden genofnmenen und genau mit ihren Marken 
aufgeführten Güter, und verwendet sich für die Rückgabe derselben. — 1363 
Jan. 2. 

Aus StA zu Dayizig, Schbl, LXVIII, 1; Or., S. abgerissen. Stammt aus dem Thorner 
Stadtarchiv, ist in Vossbergs Besitz übergegangen und von diesem dem Danziger 
Stadtarchiv geschenkt. Junghans. 

Magnifico excellentique principi ac domino Magno regi Swecie gracioso 
fantori nostro consulum universitas in Thorun serviciorum constanciam cum 
noticia veritatis. Domine gloriose, coram nobis honorabiles viri Albertus Rebber, 

a) ddsen D. 

') Ud}er die Art der Beziehungen Dortmunds zum weiteren Westen giebt eine gelegentliche 
Notiz im dortigen Archiv Auskunft. In einem Prozess des Dortmunders Heinrich Muddepenning 
gegen seinen Neffen Konrad Schoneiceder, 1353—1301, erwähnt erster er, dass er jenem, nachdem 
er seinen Handel nach Brabant, Efigland und Flandern aufgegeben, sein Haus zu Antwerpen 
mit allem Inventar überg^)en Jiabe. 

15» 



116 



ia53 Jan. 2. 



Tj^demannus Fape, Hermanniis Rnbyt coucousules, Hermaimus Kywe, Hermaünas 
LippeiTode, JohauDes Rote, Hemianuus Coenißk, Henricus de Thomn, HeDri- 
cos Swartze, Alvinu8 Blummyrot, Hartwicus Pfui, Andreas Sassun, Johannes 
Canel, Ewerhardus Rynliof, Hermannns Cleyman, Ewerhardne Pape, Gotfridu« 
de Olfin, Couradns de Dunet Albertus Roekindorff, Conradua de Herekin, Tkide- 
mannus Rynk, Henricüs de Medle, Bertoldus Stidpeses, Johannes Blander et Got- 
fridus de Haltern concives nostri düecti super exigendit« ac repetendiB bonis 
ipsorum ml'rascriptis in nave Johannis de Vene per vestros occupatis Gotfridum 
de Oltin et Conradum de Dune predictos, preseneium exhibitores, conjunctim et 
divisim procuratores ipsorum veros et legittimos ortlinarunt, plenam ipsis aut 
ipsorum alteri in premiseis tamquam onmes aut eorum qnicunque personis inter- 
essent propriis, dantes potestatem ratum id firmtter habituri. Igitur graciam 
vestram exoramue, quatenus Dei et justicie contemplacione ac serviciorum oostrorum 
ob respectum eadem bona signis ipsorum subscriptis lucidius roborata Gotfrido et 
Conrado predictis reddi integraliter proeuretis, super nos ac presentes litte ras 
respectum firmura habentes et habituri, quod predicH conconsules et concives 
nostri et eorum quilibet juramentis ipsorum coram nobis factis bona sua nee alio- 
imu repetant, et quod super bonis hujuömudi, que Gotfrido et Conrado predictis 
aut alten ipsorum presentata fiierint, nulla accio secundaria graeiam vestram quo- 
vismodo aggravabit, unde ab eiadem certa fidejussoria caucione sumus premimiti. 

Albertus Rebber viginti septem massas duri cupri signo tali Pl; Thidemannus 
Pape triginta quatuor massas duri cupri signo tali x^ et duo frusta auri; Her- 
mannus Rubyt unam tunnam cum wurmcrut signo ^; Hermannus Kywe sex 

frusta cere signo lD; Hernmnnus Lipperode et Hart^vieu«» Pfui uuum vas 
continens novem lapides wurmcrut et 250 marcas argenti signis talibus 
jT^jr, Johannes Rote duo frusta cere signo +; Hermannus Coenink et Heu- 
ricus de Thorun et Uenricus Swarte qnadraginta octo frusta cere signo S\, arcug 
autem talem ceram includens signo jS; idem Hermannus Coenink triginta tres 
massas mollis cupri signo 3k. J item Hermannus Coenink et Gottndus de Haltern 

viginti Septem massas molÜB cupri signo ^; Alyinus Btummyrot unam tunnam^ 
habentem 6000 ruffi Ruthenicalis operis et unam tunnam cum wurmcrut et viginti 
massas motlis cupri et duo frusta cere, omnia signo tali 1^ ; Andreas Sassun qua- 
tuor Irusta cere signo tali ^i^ ; Johannes Canel ttn[um] ' vas wurmcrut signo 
^ 1^; Ewerhardus RjTihof 5 frusta cere signo ^+; Hermannus Cleyman tri- 
ginta quatuor auri et quinque marcas argenti [puri]^ signo ^; Ewerhardus Pape 
quatuor frusta cere signo ^; Gotfridus de Olfin 12 frusta cere signo tali 3f ; Coa- 
radus de Dune unam tunnam habentem 4500 et quatuor tendelinger ruffi 
operis signo tali ^; Albertus de Rockindorf decem frusta cere signo tali 



«) OKA l>! 



l.) ^ ./u,.,A-j;,*. 



1363 Jan. 23 — 1353 Febr. 20, 



117 



IT; idem Albertus duo fmsta cere sigoo tali IT; ideiii Albertus unum fru- 
sttun cere signo pf, arcus autera dictani ceram ipsius Alberti includenö 
signatas ßigno tali T; idem Albertus de Rockindorf uniim vas continens 
2000 ruffi Kuthenicalis operis et 14 eymmer lassiez signo yP; Conradus de H[e]- 
rekin* 52 massas mollis cupri siguo y 4^^ ; Thideman Rynk decem frusta cere 
signo tali J^; Henricus de Medle triginta duo tVusta oere et onam tunnam 

habentem 2V» lapides serici et 400 lassiczin signo Tk.: Bertoldns Stulpeses 
unam tunnam haben tem dnos lapides gariofilornm et tria frusta argenti et 1700 
operis longi et 1000 ruffi Rutbeniealis operis minus 4 tendelinger signo ^ J/, ; et 
Johannes Blandor viginti unum frusta cere signo -4* . In quorum omnium testi- 

monium sigillum civitatis nostre presenttbus est appensum. Datum anno Domini 
1353, erastino circumcisionis Domini. 

261. K, Eduard [III] von tkgland an die Sherifs von London: befiehlt sein 

Statut von Wcstm inster, nach dem nur den bestellten kömglichen Wechslern 
das Wechselgeschäß zustehen soll (nullus teneat commynia cambia monete 
nostre auri seu argenti nee aliquod proticuum capiat pro hujusmodi cambio 
faciendo sub pena tbrisfaeture monete taliter cambiate preter eambiatores 
nostros, qui proticuum de bujusmodi cambio capient), von tieuem zu puhli- 
ciren, mder die lombardischen und deut selben Kaufleute (diversi mercatores 
tarn Lumbardi quam de Alemannia et aUi infra tnrrim nostram Londonien- 
8em)y welche dagegen seit Verölfentlichung des Statuts privaten Wechsel in 
ihren Häusern halten und alte englische Gold- und SUbermünze ins Audand 
tierfuhren f einsuschreiten ^ sie ein;^u$perren , das vorgefundene Geld su 
heschlagefi utul . '/i davon dem Exehcquer zu überweiseti (inteneionis nostre 
existit^ quod liceat quibuscumque personis juxta formam statuti auriim pro 
argento et auruni pro auro vel argeuto canibiarey dum tarnen communia 
cambia non teneant nee proficuum ijide capiant). — 7353 (anno regni Anglie 26, 
Francie 13) Jan. 23. Lmidon, Westminster. 

London, City recordSf Lihcr G faL 3. Jungfums. 

262. Hg. Älhrecht und Jolmnn von Meklmburg, Gr. Otto von Schwerin und die 
Städte Lübeckj Rostock, Wismar, Grevesmühlenr Gadebusch, Stemberg, Ribnitz^ 
Onoien, Schwerin^ Wittenburg und Neustadt beurkunden ihreti auf 2 Jahre 
geschlossenen Bund zum Schutz des Landfriedens *. — 1353 Febr. 20. Lübeck. 

Am R EA SU Rottt^yck, n. 5999: Or, m. S3 Pergammii>ändem mit dm Namen (ftr 

Pari4tcnttfn u. m. 19 S. 
Bd doidbat dm zweite AtifferHgung m. S. 
Gedruckt: GtrcU^, Ächte Samml rcrsck Schrtfffen (Wismar 1742) 683; art^feführi 

Lüb. [j\ B. .?, n. 158 Änm. 2, n, ÜIS Anm,^ im Amzug Wigffir, Blücher 1, 218, 

n, 305 i verzeichnet Huher, Bege^tm Karts IV , Beichs»achm n. IßL Vgl. IMb. 

Chron, 1, 278. 

*) Vkkü LMimv un4 Hermann Scf^arfenberg hatten hirs zurar mm WKartie Ldfiewand Sauf' 
huim geraubt und auf des er$teren Burg Ihitimo gefuhrt; auf der g eme in e m Strwi/ie war fnm WH' 
8ehm Bürgtrn um dieselbe Zeit eine Fracht Pfeffer abgenommeft, Lüb. U. B. 3, n. 155 u. 153 ; Stra$gen- 
ritälbw bertmbiem einen Brief boten gwi§chen Lübeck und ^akwnd, n. 159: altes im Fdmtar d, 4* 



118 1353 Febr. 20. 

Wy Albrecht unde Johan brodere van Godes gnade hertoghen tö Mekelen- 
borch, tö Stargarden unde tö Rozstocke heren unde wy Otte van der sulven 
gnade greve tö Zwerj^n unde wy ratmanne van den steden also Lubeke , Rozstock, 
Wismer, Gnevcsmolen, Godcbutz, Sterneberch, Ribbenitze, Gnoyen, Zwerj'n, Wit- 
tenborch unde Nyestat bekennen openbare unde betagten in desseme breve, dat 
wy tösamende degliedinget bebben enen gantzen steden lantfrede tö holdende in 
desser wys. 

[1.] Tö dem ersten male dat nemant in unser vorbenomeder heren landen 
roven, bemen edder een' den anderen vaan schal edder in der stede eghendome 
ane heren orloghe, unde ccn jewelk unser maan schal sik noghen laten aan rechte 
vor sineme heren; weme*" dar nicht aan ghenoghede'' unde darenboven rovede, 
brande edder een den anderen venghe in unsen landen edder eghendome, in 
welkeres unser lande edder eghendome dat schude edder dem de schade schude, 
deme schole yfy heren* unde vry stede volghen mit unsen banneren, also hir 
gheschrevcn steyt: wy Albrecht unde Johan hertoghen vorebenemet mit sestich 
mannen wapcnt" mit helmcn unde twintech schütten unde wy greve Otte vorebe- 
nemet mit twintech mannen wapent* mit helmen unde teyn schütten unde wy 
ratmanne der stat tö Lubeke mit veftich mannen wapenf unde teyn schütten mit 
eneme drj-vende werke unde mit euer blyden unde mit werkmesteren, der men 
dartö behövet, unde wy ratmanne van Rozstocke unde Wysmer scholen beyde 
volghen mit veftich mannen wapent unde teyn schütten mit enem drj^vende werke 
unde mit ener blvden unde mit werkmesteren, der dartö' behöf is, unde wv 
ratmanne der stede Zwerj'n, Wittenborch unde Nyestat scholen alle dre volghen 
mit twintech mannen wapent unde nait teyn schütten. Were dat desse stede 
vorbenomet Lubek, Rozstock unde Wysmer de werk unde blyden also veme van 
ercn steden voren scholden, dat se zec een jewelk mit erer volghe nicht velich 
voren mochten, so schole wy heren, dor der laut se varen, de in desseme lant- 
frede syn, se stcrken, dat se zee velich ütvoren moghen (und)"^ wedder tö hus. 
Unde desse volghe schal een jewelk here don van sineme lande unde de rat- 
manne van erer stat over verteyn mile een jewelk uppe sine eghene koost unde 
vorlust, mer wyn naa mantalen. Were ok des vorder noot, so schal een jewelk 
volghen noch enes also stark mit luden, also darv'ore gheschreven is. Were 
ok des noch vorder noot, so schole wy alle volghen mit gantzer** macht, unde 
were dat unser heren jenich nicht tö lande were, so schal men sinen ammetluden, 
de he dartÖ settet unde benomet, töspreken, de scholen desse volghe dön van 
syner weghene. 

[2J Vortmer we de misdedere hovede , husede , spisede edder jeneghe hulpe 
dede van den unsen, de schal like schuldich wesen; vindet men een uppe open- 
barcr schult, scheghe een den dar wat umme, dar en schal neen broke ane wesen. 

[3,] Vortmer were dat jenich man edder borgher umme roof , brant edder 
venknisse, umme hovent, husent, spisent edder jenegherleye andere misdaat edder 
hulpe eer desseme lantfrede yorvestet were edder na in desseme lantfrede in 
unser enes lande edder der stede jenich worde, de schal vorvestet wesen in unser 
aller landen unde in den steden unde den schal nemant ut der veste laten, it een 
sy bi unser aller wille der heren unde der* stede, de in desseme lantfrede syn. 

[4,] Vortmer neen*" unser heren vorebenomet, stede ofte ander man, schal 
de misdedere uppe der heren daghe voren; quemen see aver daar, so scholen se 

a) iem&Dd It». b) zwomo n$. c) noghode Ü». d) heren mid onson bannoren und wi stode 

volghen Ha. e) gowapent R», f) mon d«rt& bohoret J?«. g) &> Hi, fthU Ji. h) aller 11$. 

i) /ehlt H». k) Korrijfirt aus negfaen H. 



1353 Febr. 20. 119 

nenes leydes gheneten, mer men schal over se richten, wolde dat jenich man 
weren, de schal like schuldich wesen. 

[öj Vortmer were dat roof, brant edder venknisse in unser jeneghes lande 
edder eghendome gheschude, dar schal men vluchteges vötes volghen, in welk 
unser lande edder eghendome de roof dreven werde edder vanghene togheveret 
worden, dar se inne bleven, dar schole wy alle volghen binnen veer daghen 
dama, dat wy gheeschet werden van jeneghen, de in desseme lantfrede is, unde 
scholen darvore blyven unde nicht afteen, de veste unde de misdedere syn 
degher vordelghet unde vorsteret, unde de here schal' sik des giides under- 
winden, in des lande de veste licht, also vele also des is in sineme lande**, 
unde schal een den schaden wedderleggen also verne, also dat gfit*" reken mach 
dem^, dor des willen dat men** darvore tut. 

[6J Vortmer were dat jenich borgher van dessen steden, de in desseme 
iantfrede syn, edder jenich ander kopman, pape edder pelegrym doot gheslagen, 
ghevanghen edder gherovet worde, de dat dede deme schole wy volgen, also 
man schal dön umme roof, brant edder venknisse in allen stucken. Were ok 
dat jenich borgher edder borghere knechte van dessen steden welken unschul- 
deghen man doot slogen in unsen landen, des God nicht en wille, unde uppe 
openbarer daat begrepen worde, dar schal de here over richten, in des lande dat 
ghescheghe; kummet he aver wech, so schal men en vredelos leggen, also de lant- 
frede tösecht. Were over, dat se slogen ere vorvestede lüde edder openbare revere 
edder de jene, de een hulpe dede mit were, mit spisende, mit husende, mit hovende 
edder in ander jenegherleye wys , dar so scholen se sunder broke ane wesen. 

[7,] Vortmer wert een umberuchtet man beschuldeget umme misdaat, des 
he* verseke, des mach he unschuldich werden vor sineme heren sulftwelfte des 
heren umberuchtegher man uppen hilgen edder vor sineme hovetmanne, den he 
t6 deme lantfrede schicket ofte de here üt dem lande is; is he aver een beruchtet 
man, so mach he neue were hebben, men he schal den täch doghen mit twelf 
unberuchten luden. 

[S]. Vortmer de vorvestet syn umme undaat, de schole wy heren beschre- 
ven' gheven den steden unde wy stede wedder den heren, unde de noch vorve- 
stet werden dessulven ghelik; dat schole wy heren kundeghen laten in unsen 
landen unde wy ratmannc in den steden van den jenen , de alrede vorvestet syn, 
twischen hir unde mitfasten, unde van den anderen, de naa vorvestet werden, 
also' it uns allererst tö wetende wirt, unde we** darna den misdederen jenege 
hulpe dede, also dar\ore* schreven is, de schal like een schuldich wesen. 

[9.] Vortmer so*' schal desse lantfrede nu anstaan, also desse bref ghescre- 
ven 18, unde schal waren van paschen nu kummet^ vort over twe jar, unde 
were ok dat jenich stucke edder veyde hir van desseme lantfrede upstunde, des 
schole wy heren unde stede vorbenomet een bliven unde unser nen schal sik 
daghen edder sonen, wy en hebben der stucke enen gantzen ende. 

[10.] Vortmer scholen unser vorbenomeden heren slote , de in desseme lant- 
frede syn, den heren unde den steden, de in desseme lantfrede syn, apen staan tö al 
cren neden, de den lantfrede anroren, unde de stede vorbenomet wedder den heren. 

[11.] Unde mit dessen deghedingen unde breven scholen nenerleye hant- 
feste*, breve edder vryheyt ghebroken wesen edder in jeneghen stucken vorergherd. 

a) de heron scholon in der Wiederhnlung von 1354 A'or. /. b) alz in sinon lando is R$. c) alzo 

vele und verne des gtid Rs. d)/«A/< Rt. e) So Rs^ het //. f) vorbenomod Rs. g) wand 

B$., van den jen«i Vit vorvestet worden fthU im Dokument von Febr. 27. h) swo Rt. i) voro R$. 

k) fthtt Rt. 1) hantvestinge Rt. 

>) 1353 März 24, 



120 



1^53 Febr, 20. 



[12] In deßsen laiitfrede neme wf heren vorbenömet den bischop van 
ZwerjTi, den bischop van Raceborch mit syneme stiebte unde de heren ran Werk 
alle dre, unde willen se darinne weeen, so seholen fae)* ßunderlike wissent dön 
mit lovede, mit breven itnde mit volghe, Unde wy ratmanne van Lubeke nomcn 
in dessen lantfrede den bischop van Lnbeke, den hertoghen t^*! Lnneboreh, de 
hertoghcn van Sagscn also hertoghe Erik unde hertßghen Johan , de grevcn 16 
Holzsten alle dre^ sunderliken nmme grevcn Johiinne, of he »ik berichtet mit 
nns van** Lubeke umme sine breve, de wy claghen^ de he uns nicht gbe- 
holden hett, den greven van Schowenbörch, de «tat van Hamborch unde de stat 
to deme Kyle; willen se darinne weseuy so seholen se sunderlike wissent dön mit 
lovede, breven unde mit volghe nnde in aller volghe desses^f lautfredes schal een 
jewelk des anderen velicb wesen ane de des lantfredes uuvclich syn. 

[ISJ Vor alle desse vnrschrevene stucke vaast unde stede tö holdende 
sunder jenegherhande arghelyst so hebbe wy heren mit uusen medeloveren, de 
hirna beschreven staan, nnde user jewelk dem anderen unde den ratniannen van 
den vorbenomeden steden unde wy ratmanne der vorbenomedeu stede loven den 
vorbenomeden heren unde eren medeloveren unde user jewelk dem anderen mit 
hande unde mit muode by unsen truwen: also mit uns Albrechte und Johanne 
hertflghen tö Mekelenborch de ratmanne van Roxstocke, de ratnianne van der 
Wysmer, de ratmanne van Gnevesmolen, Godebuti, Ribbenitze, Gnoyen unde 
Stemeberch unde van unsen mannen Godschalk Storm, Johanne van Plesse, 
Luder* van Schoneveit, Raven Barnekowe, Hinrik van Stralendorp, Otte van 
Dev>iz riddcrCj Benide Alkune, Clawese Parkentyne, Hartwicb Knien, Danqnardc 
van Bulowe^ Vicko MoUeken van Uyvitze unde Heuneke Molteke van dem Strit- 
vclde knapen , unde ndt uns grcve Ottcn t(5 Zweryn * de ratmanne van Zwerv^n, 
van Wittenborch unde van der Nygenstat unde mit unsen mannen Olrike van 
Dryberghe ridder, Gherolt Hasenkop. Ludeke van Rluchgere, Henningh Knope, 
Olrike' Raven, Berchteheyle unde Gerhart Sehonenberch knapen, unde vor de 
stat tr> Lubeke de ratmanne der stat unde een jewelk raat vor ere stat, Unde 
to merer betfighinge hebbe wy tö unseme lovede alle unse ingheseghele vor 
dessen bref ghehenget. Were over dat de ingheseghele nicht al vor dessen bref 
een quemen, so schal doch desse bref by syner macht Idyven, unde wy^ een 
bese^helet, de schal ene holden, Were ok dat hir en here afstorve, so scbolen 
syne erven dessen lantlVede vort holden uppe de benomeden tyt, also it hirvore 
sereven is. Were ok dat der lovere een edder mer atstorve, so schal doch 
desse bref by siner macht blyven, de ghedeghedingct unde gheschreven is \b 
Lubek, na Godes bort drutteynhundert jar in deme dre unde voftighesten jare, 

des midwekenes vor sunte Matbies daghe des hilgen apostels. 
• 

263 > Die Herren Klaus, Klaus der junge und Bernhard von Werte und ihre 
Sfädk beurkunden ihren mit Hb, Albrecht und Johann von Meklenburg^ 
GrJHh vmi Schwerin, deren StädUn und Lübeck au f twei Jahre geschlossenen 
Landfrieden muL mui. wie diese in n. 262 und rerheissen zu stellen: Herr 

n) So ÜB, f*Mi R- b) den Vttß Rt. 0) tc^Fen iu, <l) Lndolfe R** «» 1C*lK> Hji. v« lEf« 

*) Mit »mnm Knappen Blücher und Knop und dm Städteji Schwfrm und WiUmhmg 
hatif difAer ehett gtMd sich in ätinem Streit mit Lidtfck dnn Spruch Bvuehof Bertram^ iTOfi 
Lübeck UTul Hz. Alhrichis ran Mcklenbttrg ganj £H unterwcrfm, d^n Vvrttchrißcn dru Land- 
fntdefiü im ctnsdn€ti iu folgen ^ m*d ru Ostern , tw der (fro$^r Landß^etit bcifirmm tmllte, erfi^gtt 
die Sßhm, wekfie u, a, das Maus Brdeßn (van deme Bodevinc) dm Lidßcckern siclkerie; Lüh. 
IL B, Sf n. 154, J61t tcelche Iditere in einer glncliseitigen Kopie im BA gu Bostodt^ h, 7:^Sl, 
ru finden ist. 



1353 Fobr. 27 — 1353 Mai 18. 121 

Klaus van Werle 30 gewaffnete in Helmen und 10 Schützen, die beiden 
andern eben so viel zusammen, des ersteren Städte Parchim, Malchin, 
TderoWj Mcdchow und Lage zusammen 40 und 10 ^ eben so die Städte der 
beiden Junker Güstrow, Röbel, Waren, PlaUj Penzlin, Neu-Kaland^ aUe 
gemeinsam eine Blide und ein treibendes Werk nebst Bedienung. — 1353 
(des mytwekens vor dem sundaghe tä mydvasten) Febr. 27. Sternberg. 

StA zu Lübeck; gleichzeitige Ausfertigimg m. 23 Pergamentstreifen mü den Namen 
der Besiegler, aber ohne jede Spur der Siegel 

Gedruckt: daraus Lüb. ü. B, 3, n. 158; im Auszug Wigger, Blücher 1, 219, n. 306. 

264. K. Eduard [IIIJ von England erneuert seinen Schutzbrief für die Kaufleute 
von Dinant in England auf ein Jahr. — 1353 März 7. London, West- 
minster. 

London, Public record office, Bot. lit. pat. 27 Edw. III. 1. 19. S. oben n. 233. 

265. Hz. Johann [III] von Sachsen [- Lauenhurg] erklärt seinen Beitritt zum 
Landfrieden n. 262 mit dem Rath von Mölln und den Rittern Walraf von 
dem Duvensee und Otto Wackerbart und dem Knappey% Hartwich vofi Ritzerow 
d. aU. und sagt 15 gewaffnete und 5 Schützen zu. — 1353 (des neghesten 
sündaghes na paschen) März 31. Lübeck. 

L StA zu Lübeck; Or. m. 5 S. 

RA zu Bestock, n. 7044; gleichzeitige Abschrift. Jtoighans. 

Gedruckt: aus L Lüb. ü. B. 3, n. 163. S. oben n. 262 § 12. 

266. Greifswald beurkundet sein mit Stralsund von Juni 24 (a festo nativitatis 
sancti Johannis baptiste) auf zwei Jahre geschlossenes Bündniss zum Schutz 
des Landfriedens. — 1353 Mai 9. 

Aus BA zu Stralsund; Or. m. S. Junghafis. 
Verzeichnet: daraus HB. 1, n. 187. 

Noverint universi, quod nos consules civitatis Gripeswold tenore presencium 
recognosciraus [u. s. w. genau mut. mut. wie oben n. 236 bis § 8 mit der Ab- 
weichung in § 3, dass die Städte sich zur Stellung von 30 Mann verpflichten]. 

[9.] Ceterum nulluni ducatum vel securitatem spoliatoribus libcre strate, 
piratis et malefactoribus dictis bodenstulperen nostram civitatem intrandi dare 
debemus vel prestare. 

[10 wie dort 9.] 

In quorum omnium premissorum evidens testimonium sigillum nostrum pre- 
sentibus est appensum. Datum Grypeswoldis, anno Domini 1353, in octava 
ascensionis Domini Jhesu Christi. 

267. Demmin beurkundet sein mit Stralsund y Greifswald und AnJdam mut. mut. 
eben so geschlossenes Bündniss. — 1353 Mai 9. Demmin. 

StA zu Greif sicald; Or., S. abgerissen, Band vorhanden. 

Gedruckt: daraus Gesterding , Greif»icald 57; verzeichnet Balthasar, Apparatus 
hist. dipl 20, Urk. Gesch. d. Urspr. d. D. Hanse 2, 423 und HB. 1, n. 186. 

268. K. Magnus von Schweden, Norwegen und Schonen ratificirt seinen Stillstand 
mit Lübeck bis 1354 Febr. 2 (ad festum purificacionis beate virginis jam 
venturum) icie in n. 248. — 1353 (sabbato proximo ante dominicam trini- 
tatis) Mai 18. Bohus. 

StA zu Lübeck; Or. m. hescJuidigtem S. 

Gedruckt: daraus im Auszug Lüb. U. B. 3, n. 174; verzeichnet Urk. Gesch. d. 
Ursjyr. d. D. Hanse 2, 423. 
Banaifchcs Urkunüonbuch III. 16 



122 1353 Mai 18 — 1353 Juni 19. 

269. Kämpen an Lübeck: berichtet über die nach seinem mit Stralsund, Rostock 
und Wismar bis Dec. 25 geschlossenen, nun abgelaufenen Stillstand in Kamr 
pen arrestirten Güter von Stralsund. — [1353 Mai 18.] 

Aus StA zu Lübeck; Or, a. Papier m. Stücken d. Ä 

Gedruckt: daraus Mb. ü. B. 3, n. 262 zu 1356 Jwni 18; verzeichnet HR. 1, 
fi. 191 zu 1354 Juni 7. Die Chronologie ist nicht ganz sicher: 1354 Juni 6 und 
1355 Juli 8 werden Stillstände durch die Schiedsrichter rorgeschrid>en bis 1356 
Aug. 15 t wozwischen dann der Spruch von 1356 Aug. 4 fattt; ein WeihnachtS" 
termin kommt nicM vor. Aber auch zu 1354 Juni 7 kann das Schreiben nicht 
gehören, weil es dann doch zu dem Spruch von Juni 6, dem es vorausgehen 
mUsste, nicht passen würde. Zu 1353 allein könnte es sich fugen, mit Rücksicht 
auf die Erwähnung eines früheren Stillstandes in der Klageschrift Stralsunds 
van 1355 Sept. tl, vgl. unten. Er müsste unmittelbar nach den GewaUÜiaten 
im Oktober 1352 bis Dec. 25 geschlossen sein. 

Commendabilibns , honestis et discretis viris dominis proconsnli et con- 
sulibus civitatis Lubecensis amicis suis dilectis. 
Commendabilibus ^ honestis et discretis viris dominis proconsuli et consalibus 
civitatis Lubecensis amicis suis dilectis scabini et consules in Campen honoris, 
amicicie et servicii promptitudinem cum omni studio complacendi. Honestati 
vestre presentibus innotescat super treugis alias inter honestos viros dominos 
consules civitatum Stralessund, Rocstoc et Wysmarie eorumque concives ex una 
et nos ac nostros concives. parte ex altera ordinatis etdatis, de quibus ipsi alter- 
cantur, quod treuge hujusmodi precise exspirabant ipsa die natalis Domini, ad 
quam erant ordinate, et post illam diem bona civium Stralessundensium in opido 
nostro existencia per omnem viam, formam et juris ordinem arrestata prosecuta 
fuerant et optenta. Omnipotens vos conservet. Datum sub nostro' secreto, sab- 
bato post pentbecostes. 

270. Staveren an Gr. Wilhelm von Holland, Seeland, Friesland und Hennegau, 
Hz. von Baiem *; meldet, dass, nachdem es den bischöflichen Zoll zu Staveren 
erworben (an ons ghenoemen), die freien Städte Hollands dort so lange zoll- 
frei verkehren sollen, als seinen Mitbürgern die überkommenen Freiheiten für 
Holland gewahrt bleiben. — 1353 (des wonsdages na zente Vyts daghe) 
Juni 19. 

t StA zu Amsterdam, Yzeren kapel; Or. m. Stücken d. S. Junghans. 

Gedruckt: daraus Handvesten van Amsterdam 1, 130, wiederholt v. Mieris, Charter- 
boek 2, 817. 

2171. Die Ritter Vicko und Vicko von Stralendorp, Vater und Sohn, verJieissen in 
ihrer Sühne mit Wismar über einen von ihnen verübten Häringsraub bei Pol 
jedem Bürger von Wismar, jedem Gast und einem jeden von den gemeinen 
Kaufleuten in ihren Grenzen auf und bei Pol und an der meklenburgischen 
Küste angeschwemmtes schiffbrüchiges Gut zu retten und zurück zu erstcUten, 

a) nostxos LI 

») 1353 (1352) März 12 hatte derselbe den Schiffern und der S. Jakobsgilde zu Zierikzee 
gestattet auf eigene Kosten auf den Dianen von Schouwen für alle vorbei segelnden Kaufleute ein 
Seezeichen zu errichten, dafür von jedem fremden Kaufmann mit eigenem Schiff 4 ^, von jedem 
Häringsschiff 2 ^ jährlich zu erheben: StA zu Zierikzee, A 3 n. 51, Or., S., zerbrochen; Pro- 
vinzialarchiv von Zeeland zu Midddburg, Reg. D, van Putten fol. 61. Decbr. 1352 hatte er 
einem Bürger von Schiedam gestattet zur Besserung seines Schadens zu Wasser und zu Lande 
Dänen zu pfänden wie gleichzeitig andern Spanier aufzuhalten, Reichsarchiv im Haag, Reg. EL 
26 C fol 17, 17 b. 



1353 Juni 27 — 1353 Aug. 10. 123 

bezw. den Erben auszuliefern. — 1353 (feria quinta ante festum beatorum 
Petri et Pauli apostolorum) Juni 27, Wismary Raihhaus. 

EÄ zu Wismar; Lüitr Hcariarum fol 76b, Abseht, a. d. zweiten Hälfte d. 16. Jdhrh. 

272. Bürger Goischalk Menze von Wismar an Rostock: berichtet Über die Erfolge 
und den gegenwärtigen Stand der Bekämpfung der Raubschlösser ^. — [1353 
Mittsommer.] Wismar. 

RA zu Rostock; Or. m. S. 

Gedruckt: daraus nach Mittlieilung Koppmanns Lub. ü. B. 4, n. 45, wonach hier. 
Vgl Lub. Chron. 1, 278 zu 1353 wid unten n. 280 und 281. 

Yiris famosis ac discretis dominis consulibus in Bostoc detur. 
Viris discretis ac multum honestis dominis meis consulibus civitatis Rostoch 
Ghosschalcus Menze civis in Wismar servicium indefessum. Noverit vestra famosa 
zagacitas, sicuti vestri consodalcs michi reserarunt, qualiter jam tria edificia seu 
castra bene munita fossilibus circumfossa penitus destrusserunt seu cremari fece- 
mnt et duos spoliatores, heu non plures, suspendi fecerunt, quos in uno castro 
invenerunt. Item circumvallavimus castrum Lassan, indubitanter Deo dante spe- 
ramus et veementer presumimus ipsum uno die horribiliter expungnare, cum mille 
vicibus nobis exhibuerunt illud idem castrum, sed non solum cdificium sed eciam 
cum hoc ipsam pessimam gentem desideramus. Russus^ vobis insynuamus, quod 
allecia nobis apportata seu destinata per dominum Thidericum Holthoer bene et 
multum prospere et legaliter destinavit, quia presagium et bonam fortunam nec- 
non gaudium salutiferum nobis inposuit, cum Deo favente per omnia nobis bene 
succedit ' Datum Wismer, sub sigillo meo Menzen vestri hospitis. 

273. Die altmärkischen Städte Gardelegen, Stendal, Altstadt -Salzwedel, Seehausen, 
Osterburg und Werben beurkunden ihre Einung zu gemeinsamer Handhabung 
der Verfestungen, zu voüer Gemeinschaft in Territorialangelegenheiten, zur 
gegenseitigen UnterstCäzung des Rechts der einzelnen und Abwehr jeder Ver- 
unrechtung"^. — 1353 (an sunte Laurencii daghe) Aug. 10. 

StA zu Gardelegen; Or. 

Gedruckt: daraus Riedel, Cod. dipl. Brandenh. 1, 6, 100, n. 38. Etitsprechende 
Erklärung von der Altstadt Salzwedel, Stendal, Gardelegen, Seeliauseti, Osterburg 
und Werben vom selben Tage a. a. 0. 1, 17, 501, n. 72. Ergänzung dazu von 
1354 Jan. 1 a. a. 0. 1, 15, n. 197. Vgl. oben Bd. 2, n. 385 und 385 A. 1. 

*) Die Einnahme der 3 vorzüglichsten Raubschlösser erfolgte im Sommer 1353: bereits 
Juli 18 übergab Hz. Erich d. jung, von Sachsen - Lauenburg den lübischen Rathmannen Joh. 
WoUrogel und Joh. Wittenborch die Verwaltung der Burg Dömitz, Lub. ü. B. 3, n. 179; 
rgl. n. 178 Sühnebrief des Geschlechts von Zule [im Lauenburgischen] gegen Lübeck wegen der 
an Bürgern verübten Beraubungen; n. 180. Auch die tieuerdings von Dr. Crull rekonstruirte 
Stadtchronik Wismars von Heinrich von Balsen (Separat- Abdr. a. d. Jahrb. f. Meklenb. Gesch. 43) 
erzählt von der kombinirten fürstlich- städtischen Expedition gegen die Schlösser, deren sie aber 
mehrere nennt ah die lübische Chronik, versetzt sie jedoch falsch ins Jahr 1354, s. das. S. 13 
«. 20, indem sie die obigen Kriegsereignisse mit denen des folgenden Jahrs zusammenwirft, s. 
unten die Urkunden zu 1354 April, Mai; neben Lübeck, Rostock, Wismar lässt sie die civitates 
81avicale8 [lOb. Chron.: mit velen anderen — steden] aktiv auftreten. — Bis 1358 dauern die 
Irrungen über Dömitz, die zwiscJten dem Hz. von Sachsen utui Lübeck entstanden; in diesem Jahr 
entsagte April 21 Hz. Rudolf allen Ansprüchen, die er in Folge der Zerstörung der Burg erhoben 
hatte, Lüb. U. B. 3, n. 297, 298. «) Im Lüb. U. B. für rursus [d. i. vortmer] erklärt. 

») Die Bedeutung der einzelnen Städte tcird durch ihre Kontingente gekennzeichnet: Gardelegen 
hat zu stellen 7 bewaffnete Reiter und 2 Schützen, Stendal 14 und 4, Sahwedel 6 und 2, Oster- 
burg 3 und 1, Seehausen 7 und 2, Werben 2 und 1. 

16* 



124 1353 Sept. 18 — 1353 Sopt. 29. 

274. Der Lühecker Willehin Reyher giebt als Unterpfand für eine Schuld von 
50 Schilling Groschen gegen Johann Ebbeson genannt Diaconus seine zwei 
Buden auf Skanör (duas tabernas meas pannicidanim dictas lerbother in 
NsBstwitheleyghe Scaner situatas) ^ — 1353 (quarta feria proxima post diem 
exaltacionis sancte crucis) Sept, 18. 

Geheimarchiv zu Kopenhagen; Or. m. beschädigtem S. Junghana, 

S75, Auszug aus den Parlamentsbeschlüssen über den englichen Wollenstapel und 
die Theilnahnie der Deutschen an seiner Beaufsichtigung. — 1353 Sept. 23. 
London j Westminster. 

London, Public record office, Botuli pari, Or. 

Gedruckt: danach Rotuli Parliamentorum 2, 251, wonach hier. Vgl. das. 246 ff., 
254 ff. ufid MacpJ^erson, Äntials of commerce 1, 540 ff . 

Nous volons et ordinons, qe les marchantz estranges elisent deux marchantz 
estranges, desqueux lun devers le Suth et lautre devers le North soit assigne de 
seer ove les meirs et conestables des estaples, ou ascun des ditz esluz vendra 
doier les pleintes tochantes marchantz aliens, qe serront meues devant les ditz 
meirs et conestables a totes les foitz, qe ascun des ditz esluz y voldra estre et 
de veer, qe plein droit soit läit as ditz marchantz aliens. Issint, qe les ditz meirs 
et conestables ne cessent point daler avant en lour proces en cas, qe tieux esluz 
ne y viegnent pas, et en cas, qe debate sourde par entre eux sur discussion 
dascun plee* ou querele, soit le tenour de cel plee* ou querele mande devant le 
chaunceller et autres de nostre conseil a terminer illoeqes sanz delaie. Et soient 
aussint esluz sys persones cest assavoir quatre des aliens, dont deux soient de 
Alemaigne et deux de Lumbardie, et deux de Engleterre, qi soient prodes hommes 
de foie et facent serment de faire bien et loialment lour office. Cest assavoir, 
qe quant et a quele heure ascune question ou debate sourdera ou avendra entre 
marchantz dascune noun resonable leine ou dascune noun due enpackure^ solonc 
les covenantes faites entre lachatour et vendour, qe les dites persones ou quatre 
de eux puissent devant le meir de lestaple et ses officers par lour serment dire 
et amender si, come reson vodra, et a ceux sur ceo soit done credence sanz 
nul contredit. 

!^6. Zwei Bürger von Lund bekunden, dass dem Rathmann Tidenmnn Los vofi 
Wisby im Prcsund versammelte Kampener (protunc congregacionem habuerunt) 
daselbst aus dem Schiff Tidemann Drosekeres Waaren (5 frusta pannorum) 
geraubt während des Stillstandes zwischen detn König von Schived^in utvd 
Kampen. — 1353 (in die beati Michaelis archangeli) Sept. 29. 
StA zu Lübeck; Or. m. 2 S. 

Gedruckt: daraus Lüb. ü. B. 3, n. 181. Gleiche Erklärungeyi liegen vor von der 
Stadt Lund Okt. 28, dem kön. Vogt rmi öland Nov. 4 tmd detn Lagmann der 
zehn Provinzeti Nov. 7, Lüb. U. B. 3, n. 183—185. 

277. Wisby an Lübeck: verwendet sich für seinen Rathmann Tidemann Loos bei 
dessen Klage gegen den Haupttnann und Schiffsführer der Kamjyemr im 
0resund wegen Waarenraubs und erklärt, dass es im Frieden mit Kampen 

>) Am selben Platz erwarb derselbe Ebbeson für 20 M. neuer schon. Pfenn. und 2 Stuck- 
cJiepi Silber zwei andre Kleiderbuden nebst CHrund ufid Boden von Thuro Compan 1357; das., 
Junghans. *) So viel tcie plet: Hr. Prof. Förster, Bonn. ») ? Doch nicht die Ver- 

packung der Waaren, besonders der Wolle? 



1353 Okt. 10 - 1353 Dec. 1. 125 

sei, dessen Bürgern auch zur Zeit des Rauhes Sicherheit heim Verhehr in 
Wisby wie dem gemeinen Kaufmann gewahrt und mit den Kämpfen des 
schwedischen Königs ausser hei einem Zug gegen die Heiden (tunc sibi unius 
Davis dicte snicke subsidium facientes) nichts zu thun habe, — 1353 (die 
sancti Gereonis et sociorum ejus) Okt, 10, 

StA zu Lübeck; Or. m. Resten d. aufgedrückten S. 
Gedruckt: daraus Lüb. U. B, 5, n. 182. S. n. 276, 

278. [K, Magnus von Schweden an Lüheck:] erklärt dessen Zuschrift nicht anders 
heantworten zu können , als er früher den Boten in Helsinghorg mündlich 
geantwortet hohe, — [1353] (sabbato ante Luce ewangeliste) Okt. 12. Stockholm. 

Tfanssumirt in n. 280. 

Gedruckt: daraus HB. 1, n. 172, wo S. 104 über die Datirung gehayidelt tcird. 

Das Schreiben hängt zusammen mit n. 268 u. n. 282 und muss zum Jahre 1353 

gehören. 

279. K. Eduard ßll] von England hefiehlt eine Untersuchung zu Gunsten Her- 
mann Wensems, Wilhelms von Grcnrode und andrer Kaufleute von Deutsch- 
land, deren Schiff an der Küste von Runnysmede (Romeneye) gescheitert und 
seiner Ladung herauht worden ist. — 1353 Okt. 24. London, Westminster. 

London, Public record Office, Rot. lit. pat. 27 Edw. III. 2. 4 d. 

280. Lüheck an Rostock: erklärt sich auf Verlangen bereit die Entscheidung Stral- 
sunds über den von Lüheck getragenen rostockischen Antheil an den Ausgaben 
für die Burgen Dömitz, Butsow und Redcßn anzuerkennen^, hittet um eine 
entsprechende Meimingsäusserung und übersendet die Zuschrift von K. Magnus 
von Schweden n. 278 im Wortlaut. — [1353] (in profesto beate Katberine) 
Nov. 24. 

BÄ zu Rostock, n. 5379; Or. m. Spuren d. S. 

Gedruckt: daraus HR. 1, n. 184 wid Lüh. U.B.4, n. 48. 

281. Dasselbe an dasselbe: wiederholt eindringlich die durch seinen Notar bereits 
gestellte Forderung um Ersatz des rostockischen AntheiJs an den von Lübeck 
für die Rostocker auf Geheiss dortiger Rathmannen gemaclden Auslagen in 
Bezug auf die Burgen Bämitz, DutzoWj Redcßn. — [1353] (crastino Andree) 
Dec. 1. 

RA zu Rostock, n. 5381; Or. m. S. 

Gedruckt: daraus HR. 1, n. 185 und Lüh. U. B. 4, n. 49. S. die vorige Nummer. 

282. K. Magnus von Schtveden tmd Nortcegen^ bevollmächtigt Hz. Albrecht von 
MeUeyiburg und Gr. Heinrich [II] von Holstein zu Verhandlungen mit 

>) Im RA zu Rostock finden sich Verzeichnisse der auf die Eroberung verwandten Kosten, die 
im Lüb. U.B.4, n. 46 u. 47 abgedruckt sind: Ista, que secuntur, tenentur domini consules videlicet 
Kozstocenscs, Wysmarienses et Lubicenses conjuuctim persolvere, quia oa in Dutzowe consumpta 

faerunt et cxpcnsa postea, quando idem castrum fucrat dictis dominis consulibus prescntatum . 

Somma in toto — 244 mr. et 4 solidi minus 4 den. et hec summa est computata feria 6 ante festum 
Sjmonis et Jude [Okt. 25] anno 53, «. d. Rücken: Negocium civitatum Lubicensis, Rozstocensis 
et Wismariensis et eciam Carapensis [! ? an das overijsselsclie Kampen ist gar nicht zu denken] ; 
eben so in Bezug auf Dömitz (Domenitze) , wo die Generalsumme mit 388 M. 10 fi verzeichnet 
ist. Die einzelnen Posteti, die hier von keinem Belang siml, veranschauliclien die Lieferung von 
Faurage für die Truppen und zeiffen, dass Ratzeburg das Kriegsdepot gewesen. *) Eben 

Nov. 16 hatte er Ludwig von Namur, Bruder seiner Gemahlin Blanka, eine jährliche Rente von 
100 M. aus der Münze zu Lutid für Dienste verlielien, donec uundinas nostras Scanie ab hiis, 
quiboB nunc inpignorate fore dinoscontur, liberare potorimus, Sverges Traktater 2, n. 313. 



126 1353 Dec. 15 — 1354 März 2. 

Lübeck und zum Abschluss eines Stillstands oder Friedens. — 1353 (dominica 
tercia adventus) Dec, 15. Helsinghorg, 

Grossh. Archiv zu Schwerin; Or. m. S. 

Gedruckt: duraus Styffe, Bidrag tili Skandinav. hist. 1, n. 13 und HB. i, n, 173. 

283. Derselbe bevollmächtigt Hz, Albrecht von MeUenburg zu Verhandlungen und 
Vereinbarungen mit den Seestädten Rostock, Wismar und Stralsund. — 1353 
(quarta feria quatuor temporum proxima post Lucie virginis) Dec. 18. Hei- 
singborg. 

Grossh. Archiv zu Schwerin; Or. m. S. 

Gedruckt: daraus a. a. 0.1, n. 14 und HB. 1, n. 174. 

284. Der Roth der Stadt Essen (oppidi Assindensis) bezeugt die eidliche Aussage 
seiner Mitbürger Johann Wynre und Albert in der A, dass Friede zwischen 
dem König von Schweden und Kampen bestand (pax et treuge ordinata et 
Stabilita erant) zur Zeit, da die Kampener den Raihmann Tidemann Loos 
von Wisby im (/^resund beraubten. — 1354 (ipso die circumeisionis) Jan. 1. 

StA zu Lübeck; Or. m. S. 

Gedrudct: daraus IM. U. B. 3, n. 190. S. oben n. 276. 

285. Hz. Albrecht von MeUenburg bezeugt, dass dem Vorzeiger Rathmann Tide- 
mann Loos von Wisby Waaren aus Drosekers Schiff im 0resund von der 
Flotte Kampens daselbst 1353 Sept. 28 wahrend des von ihm hergestell- 
ten Stillstands zwischen Kampen und dem König von Schiveden (sabbato 
proximo post quintam feriam [Sept. 26], in qua treuge et securitas — recepte 
sunt per nos et Ordinate, durantibus adhue treugis) geraubt worden sind. — 
1354 (feria 2 post conversionem beati Pauli apostoli gloriosi) {Jan. 27. 
Stralsund. 

StA zu Lübeck; 2 Or. m. d. Sekret und m. d. grösseren S^ 
Gedruckt: daraus Lub. U. B. 3, n. 192. S. die vorige Nummer. 

286. [Versammlung der Städte zu Rostock ?.] Aufstellung von Gesetzen für die 
Grapengiesser und für Handwerksgesellen ^ — 1354 (des sondaghes to invo- 
cavit) März 2. 

Gedruckt: HB. 1, n. 188. 

287. Breslau an K. Karl [IV]: bittet die Ausschliessung der polnischen Kauf- 
leute aus Breslau, die er für die Sperrung der Handelsstrasse nach Ruthe- 
nien durch K. [Kasimir] von Polen (quod rex Polonie dixerit se terram 
Russye proprüs suis hominibus expugnasse et quod illa via solum suis homi- 
nibus et mercatoribus patere deberet) angeordnet, diesem anzuzeigen und den 
Hochmeister und die Gebietiger von Preussen zur Behinderung der Bürger 
und Kaufleute von Polen aufzufordern. — 1354 (die dominica invocavit) 
März 2. 

Staatsarchiv zu Breslau, Kopiar der Korrespondenz Breslaus mit dem Kaiser 

1347 — 1355. 
Gedruckt: daraus Kam, Breslauer U. B. 1, 170. Die entsprechende Aufforderung 

Karls IV an die Komture des Deutschordens in Preussen von 1352 Febr. 24, 

>) Für Kaufmannschaft wiederum ist der Belehnungsbrief des Bitters Ernst von üslar 
vom selben Tage bemerkenswerth: er belehnt die Meister der Kauf leute zu Göttingen mit dem ihm 
von seinen Eltern erblich überkommenen Becht der Hanse (de banse), Schmidt, U. B. d. Stadt 
GöttiHgen 1, n. 190, wozu das. Anm., nach einer Abschrift d. 15. Jahrh. im Lib. ccp. pap. I. 



1354 März 3. 127 

welche Klose, Von Breslau 2, 1, 199 (verzeichnet Huber, Regesten Karls IV 
n. 1466 a) nach dem jezt längst verlorenen Extraord. registr, D, N. 9 in Breslau 
anfahrt, beruht wohl auf einer Konfundirung van unsrer n. 231 und der vorlie- 
genden; in Königsberg ist nach Mittheilung von Herrn Staatsarchivar Philippi 
keine Spur eines solchen Schreibens zu finden. Hieran schliesst sich ein Schrei- 
ben Breslaus an Karl IV von 1355 ohne Tagesdatum über die Erklärung K Kasi- 
mirs, dass er die Handelsstrassen nur seinen ünterthanen gewähre, Korn a. a. 0, 
1, 172, 

268, Hz. Wilhelm von Baiern, Gr. von Holland, bekundet , dass er für Holland, 
Seeland und Friesland den Bürgern von Stade Geleit und Schutz heim 
Handel von Ostern ah auf 2 Jahre zugesichert hahe. — 1354 März 3. 
Dordrecht. 

Aus H Beichsarchiv im Haag, Beg. E. L. , 1351 — 56, fol. 45. S. oben n, 193. 
Dux Willelmus de Bavaria, comes Hollandie, Zelandie, dominus Frisie ac 
successor proximus comitatus Hannonie universis presentes visuris vel audituris 
salutem et omne bonum. Noverit vestra universitas, quod pro nobis et subditis 
comitatuum nostrorum HoUandie, Zelandie et dominii Frizie discretis viris et 
honestis burgimagistris , scabinis ac omnibus aliis ineolis seu civibus civitatis de 
Staden s[e]curum' conductum comitatus nostros a[c]*' dominia visitandi, ibidem 
standi necnon recedendi ad firmas treugas duraturas a festo pasche iustanti pro- 
xime usque ad duos annos inclusive ^ omnibus dolo et fraude exclusis concedimus 
per presentes. In cujus rei testimonium sigillum nostrum presentibus est appen- 
sum. Datum in opido nostro Dord[r]acensi*', 1353, die lune post dominicam qua 
cantatur invocavit 

289. Hz. Älhrecht von MeMenhurg heurkundet seinen mit dem Fürsten Nikolaus [IV], 
deti Junkern Klaus [HI] und Bernd von Werte und deren Städten und 
Landen von Oktoher 16 (van sunte Gallen dage de ncgest kumpt) auf 2 Jahre 
geschlossenen Landfrieden zur Wahrung der Einzelrechte, zu gemeinsamer 
Abwehr von Rauh, Brandy Gefangennahme und Strassenrauh an Kaußeu- 
ten und Reisenden (Kontingente : der Herzog tmd sein Bruder Johann [I von 
Stargard] mit 100 hehelmten Mannen und die Städte: Rostock mit 50 bewaff- 
neten, Wismar mit 40, Grevesmühlen, Qadehusch, Gnoien, Ribnitz mit je 
10, Sternberg mit 20, Brandenburg mit 30, Friedland mit 20, Lüchow 
mit 10, Parchim mit 40, Güstrow mit 30, Röbel mit 10, Malchin mit 30, 
Teterow mit 5, Malchow und Flau mit je 10, Lage mit 5, Kalden mit 10 
im Umkreis von 14 Meilen von Rostock und Wismar innerhalb MeUenburg- 
Schwerins und von Farchim und Güstrow innerJudb Wertes), zu Vermitt- 
lung bei auswärtigen Fehden einzelner Friedensgenossen und zu besonderer 
Unterstützung der Herren von Werte ^ des Herzogs Johann von Sachsen 
['Lauenburg], des Grafen Otto von Schwerin und der Stadt Lübeck^, — 

a) sacnmm Tl. . b) ad //. c) Dordacensi H. 

>) Von 1354 April 13 bis 1356 Apr. 24. «) Jan. 12 (sundaghes bynnen den achdaghen 
t& trelfleD), Bosiock, schlössen die Junker' von Werk mit den Herzogen von Meklenburg einen 
ewigen Frieden unter Assistenz ihrer Mannen und der Bathmannen Hinrich Rode und Johann 
Tolner von Rostock und Hermann Walmersdorp und Clawes Strömkendorp von Wissmar, RA 
zu Rostock, CHr. m. d. S. von Klatis und Bernd und der Städte Güstrow und Waren. 1354 
JuH 28 sahnte sich Lübeck mit dem Knappen Detlef Wulf, welcher Bürger beraubt hatte, unter 
der Bedingung seiner Gefolgschaft auf 4 Wochen gegen jedermann ausser gegen Hz. Erich d, 
jüngeren und Johann von Sachsen, Gr. Johann von Holstein und die Geschlechter Tzule und 
Scharpenberch, Lüb. U. B. 3, n. 208. 



128 1354 März 14 — 1354 AprU 23. 

1354 (des vridaghes vor der domineken oculi dat is des sundaghes vor mit- 
vasten) März 14, Rostock. 

R RA zu Rostock; Or. m. d. S. der 3 Fürsten und der Städte Parchim, Güstrow, 
Malchin, Waren, Plau, RÖbel, Teter ow, Penzlin, Malchow, Lage, Neukalden. 

Re daselbst Entwurf für eine Ausfertigung der Fürsten JoJiann u/nd Nikolaus und 
der Junker von Werle mit dem Satze: Desse lantfrede sint twe, de erste alse 
mid den hei'toghen van Mekelenborgh und den heren van Wenden unde eren 

• stcdeVi, de andere mid den heren van Mekelenborgh nnde greven van Zweryn 
unde eren steden unde den van Lubeke. 

Rl d<iselbst Abschrift von R a. rf. Ende d, 16. Jahrhunderts. 

Gedruckt: aus R flüchtig Denkmal der zu Rostock gehaltenen zwoten Jubel -Feier 
des Religion -Friedens 1775 p. 16, wiederholt Lisch, TJrkk. d. Geschlechts Malt- 
zahn 2, 119 ff., n. 256. Vgl. Lüb. Chroniken 1, 278. 

290. Lübeck an Stralsund : verweist in Beantwortung einer Zuschrift auf den 
Beschluss der jüngst in Rostock versammelten [wendischen] Sfädte^ wonach 
Stralsund mit Greifswald sich über die Massnahmen zur Befriedung des 
Meeres Zif einigen und Rostock und Wismar darüber zu verständigen habe, 
und erklärt sich bereit für denselben Zweck in bisheriger Weise thätig zu 
sein. — [1354, frühestens Ende März.] 

BA zu Rostock; Or. m. Besten d. S. 

Gedruckt: daraus HR. 3, n. 225. S. oben n. 286. lieber aus fraglich ist, ob HR. 3, 
n. 227 auf diese Sache bezogen werden kann. 

291. K. Magnus von Norwegen und Schweden widerholt sein Gebot den [auslän- 
dischen] Schuhmachern in Opslo nur den bestimmt vorgeschriebenen Aufent- 
haltsort einzuräumen. — 1354 April 23. Bohus. 

Kgl. Bibliothek zu Kopenhagen , Arne Magnussons Samml. 54 n, 1 ; Or. , S. fehlt. 
Gedruckt: daraus Norges gamle love 3, n. 86 falsch zu 1352. Hier übersetzt von 
Dr. Wilken in Göttingen. 

Magnus von Gottes Gnaden König von Norwegen, Schweden und Schonen 
sendet allen, die diesen Brief sehen oder hören [lesen] , Gottes Gruss und den 
seinigen. Es ist uns zu wissen gethan, dass verschiedene Hausbesitzer in Opslo 
und andre Leute in ihren Häusern neuerdings Schuhmacher geduldet Jiaben, 
ivelche in der Stadt Waare zum Verkauf anfertigten wider die Bestimmung des 
würdigen Herrn Königs Hakon guten Angedenkens und tcider unser Bestätigungs- 
dokum^nt, das keinem Schuhmacher nebst Waaren einen andern Aufenthalt in 
Opslo als den im Grossen Hof gestattet. Wir verbieten demnach durch diese unsre 
öffentliche Urkunde abermals, dass irgend jetnand in Opslo, wess Standes und 
Ansehens er sei, auf seinem Hof und in seinem Heimwesen in Zukunft Schuh- 
macher halte oder hege ausser denen, tvelchen wir hierfür eine besondere urkund- 
liche Erlaubniss ertheilen: immer aber ausgenommen jegliches Verkaufsgeschäft. 
Wer dem zuwider handelt, verfallt unsrer vollen Ungnade und überdies einer 
Busse von 8 Örtug 13 Mark für die Uebertretung , jeder für seine Persony der 
Schuhmacher wie der Hausbesitzer, der ihn beherbergt. Ufid soll derjenige das 
Strafgeld eintreiben, der die Vollmacht für den Aufbau der Marienkirche besitzt. 
Ferner aher verbieten wir jedermann bei derselben ßtrafe die Privilegien der 
Schuhmacher, welche im Grossen Hof wohnen, in unerheblichen oder crJieblichen 
Dingen zu missachten oder zu schmälern. Gegeben ist diese Urkunde zu Bohus 
am S. Georgentag des 33. Jahrs unsrer Regierung und besiegelt [in wisrcr 
Gegenwart. 



1354 April 29 — ia'54 Juni 6> 



129 



93. Markfr, Ludwig der Römer vmi Brandenburg und Lausitz an Lübeck, 
Jiostockf Wismar und die andern mit Hz, Albrecht von Mcklenbttrg vor 
Schloss Görlose lagernden Städte: ersucht sie^ denen er kein Recht gegen seine 
Mannen verweigern i4^ill, die ohne Kriegserklärung begonnene Belagerung der 
Feste und die Vertiihfnng seijies Landes aufzugeben und bevollmächtigt sei- 
nen Ohm Gr, Oltze von Lyndow und seinen Marschall Laurenz Griflcc v^on 
GrifenbcT^ gur Besetzung der Feste und lu Verhandlungen, — 1354 (feria 
3 post dorainicam qua cantatiir mifiericordia Domini) April 29. Drtesen. 

StA ^u Lübeck; Qr. wi. tmftjtdrückian S,^ Pap. 

Grdruckt: darum ürk, Ge^ch. d. ürspr. d. D, Harne 2, 432 und IM, U, B, 3, 
/i. J9S. S. obfn n, 37^, unten n. i?54. 



293, Gr. Otto von £bcr stein, Herr von Naugard^ 6r, Ulrieh vmt FUrstenbet^g, 
die Berren von Lode^ Vidante, Dewitze, Stegelitze , Boreken. Wedel, Osten ^ 
Manien ff'el, Troje, Brilsewitz schliessen mit den Städten Stargard, Greif eti- 
berg, Treptow einen Landfriedetv gegen Strassenräuher ^ Mörder, Piraten 

(bodden8tulper')j Mordbrenner und deren Helfer von Pfingsten ab auf 6 Jahre. 
— 1354 i^dcs ueghestcn vrydages na sunte Johauues daghe, also hc in dem 
olije ghegodcn wart) Mai 9, Naugard, 

Gedruckt: ohne QmlJenanffahf Schoettfjen und Krcffsig^ Uiplom, hist, Germ, med. 
ctnn 3, 45. 

294, Hi. Albreeht mn Meklenhurg , Stargard und Rostock verpflichtet sieh gegen 
Lübeck für den bei der Uebernahme (adepcio) von Schloss und Stadt Gra- 
bow. Im Eroberung von Sckloss Garlose und Einnahme von Schloss und Stadt 
Lengen geleistetem^ Beistand und Aufwand die daselbst su in stall irenden 
Vögte und Beamten eventuell auf Klage Lübecks abzusetsen, an den genann- 
ten Orten und in deren Nadibarschaft keine Feste oder Verschanzung zu 
errichten oder lu dulden und bei Letisen^ Grahow und bei andern Burgen, 
Befestigungen, Städten und Orten an der Elhe^ wo seine Herrschaft bestefd 
oder mit Hilfe Lübecks errichtet werden so//, die Lübecker zollfrei Jassiren 
lu lassen, — 1354 (Nobelyw, feria 5 ante ebdomadaDi rogacionum contiiiua) 
Mai 15. 



StA SU Lübeck; Or, m, S, 

Gf druckt: daraus Lüb, ü, B. 3, n. 199, 



S, obm n. 292, 



295. Vorläufiger Schiedsspruch Lübecks im Streit zwischen den Städten Stralsund^ 
Rostock und Wismar einerseits und Kampen andrersetiSf wonc^ bis 1365 
Jidi 25 ein Stillstand zwischen ihnen aufgerichtet, Kampen in seifmn Korn- 
l^omiss auf Lübeck zu einer Tagleistung daselbst bis 1355 Mai 24 (tu des- 
»eme aeghesten pjagfaxeten) verpflichtet ist und die beiderseitigen Waaren- 
Arrestirungen in Kämpen und Stralsund vor der Hand nicht aufgehoben 
werden sollen. — 1354 (feria 6 iotra oetava^ penthecosteö) Juni 6, 

StA SU La6«dt; Entwurf 

Gedruckt : daraus HR, 1, n. 192. 

Hm, [Wilhelm von Baiern, Gr. von Hennegau und Holland] an Dordrecht: 
wivhrholf das Gebot, dass alles Salz ausser dem von Bürgern aus den freien 
Wiätm geführten zu Dordredä gestapelt ufid vermessen werden musSj und 
gestatid nur den getiannten die Fahrt mit voller Ladung gum höckstett Markt 
imch Köln oder Vetdtyo (Vellen) und herrschaftlichen Knappen di^ Theilung 



HmÄfrliM Ürlciinttctnhnrh MI 



17 



130 ^^^P 1S54 äuüi 6 — 1354 Jani 28. 

der Fracht, indem er sich die Bestrafung der üebertreier vorbehält^. — 1BS4 
Juni 6. Uoijg. 

HHchaarchir im Haetg, Ite0. EL, 33 cas, C foL 36. 

297. Hs, Wakkmar van Schleswig bestätigt den Bilrgem von Tandem , den Kauf- 
leuten und Krämern und allen Gästen daselbst den Gebrauch des RecMs und 
der Gewohnheiten von Lübeck und befreit sie von aUen Zöllen in seiner Herr- 
schaft , indem er Tondern zum Markt für die benachbarten Hardcn macht. — 
1354 (an des h. lichuams avendt) Juni 11. 

Staaisarcliiv lu SchUj^u^i<f^ Stadt Tomlern n, J; Oi\-TrafmBumpL vtm J436 Dtc. C, 

S. alt ff€ fallen, Mitg^ftnlt rvn Ilille, 
Gedruckt: sehr (tüchtig Wcätphalen, Monunu inedita 4, 32^2. 

298, K, Eduard III von Kngland bestätigt auf S Jahre den Deutschen Kaufleu- 
ten die ihnen von den Königen Eduard I und II verliehenen Handelsfreihei- 
ten und nimmt sie in seinen besonderen Schutz gegen jede lieschwerung gegen 
Leistung dci' schuhligen Abgaben, — 1354 Juni 28. London^ Westminster. 

Attt StA -fw Lübeck j AngUcuna n.41; Or, , S, rihgifallrn. Mitgetfmlt von Wehr- 
HtamL In Köln ist liezeichn^id^ Weise weder ein Or. fioch eine Abschrift vor- 
handen. 

StA lu tSoent; Abschr, in einem von Lübeck milgctheilirn Kopiar di'A 10. JahrK 

StA £ii Wi'iidf Caps. n. 5; Abschr. d. 16\ Jahrh. im l'iipierli€fl: PrivUegia reguxo 
Aii^liae. 

StA ZH Kampen, Mann. Privikgiar des 16. Jahrh. fol 6 b. 

Gedruckt: aus S Hadferlinf AnaUctu medii aem 1, 42, wondcii vcrseielmH Urk, 
Gesch, d. ^rspr. d. D. UanH 2, 433, 

Edwardus Dei gracia rex Aüglie et Fraiicic et douiiniiö Hitemie universis 
vicecoinitilius , majoribtis , ballivis ^ ministris et omüibuß aliis fidelibus suis necDon 
coUectoribug iiiuragii, pontagii et pavagii tarn iiifra libertatcs quam extra, ad qaos 
presentes littere pervenerint, salutem. Sciatis^ quod cum cclebris memorie 
dominus Edwardus quoiidain rex ÄDglic avus noster inter cetera« Itbertates, quas 
per cartam suam, quam coufirmavimuSj conccösit mereatoribus de Atemamiia et 
aliis mercatoribus extrancis et alienigenis pro quibusdam prcstacionibu8 et custu- 
lüis per ipsos mercatores de rebus et mercimoniis suis eidem avo iioatro et here- 
dibus suis solvcndis coucessisset , quod ipsi salve et secure öub tutcione et pro- 
tectioEe nostris in regnum nostrum Anglie et ubicunque infra potestatem nostram 

*) Uf%gefähr derselben Zeit gehört eine Auseinandersetzung der fwrdhjllandischen Sttidtr mit 
ihrem Herrn über die Zölle uml fd^rr die Aufmihme Fremder an, die »ich im Heiclisarchir Htg. 
EL 22, 1351 — 1356, fcd. 77 untrr der l>Htermhrift: Dita die antwordo. die die ^oede lüde van 
den stedeo van Noortboltant overeen ghedragbon zun, die m niiiii liere gbeveti wijlen ran 
aUuIkoQ ghel^reke, ali lii hon over gbeBcreveti findet: L Ueber Aussmhiirger^ 2. Vourt van 
comanscepen , die si doen beneden den boghesten marcten» daer miiii here dnc tollen mede ver- 
lieft. Daer antworden zii of, dat zu niet vorder scoudich en zirn ovcr te gheven, dau bare 
hautvesten bout, want baer hantvesten hoat^ dat zii tolicuvri varen sollen t^ water cod*« te 
lando, waer miin bere macbt beeft. Daer zejt miin bere, dat men alle bantvesten virätaeti 
zcl zonder argbelist, mar zoe ivcs goede dat mcn cofte op miins bercn stroem ende gbleti 
toUeo cu gave, docbt mün here, dat inet argbelist wäre, want die goede ymmer tollon scul- 
dich zun, alse zun stroem gberoert word. 3. Voort dat Bonime fiteden porters ouLfangben wt 
vreemdun landen baten miins borten palen , die haer goet bobbcn leggbendc boven den tollea 
ende aUo vree, aU zii porters zun mitten goede voorbi onge tollen tollenvri varen, bi wilktfu 
püvntc miin bere 7.iin beerlicbede ende zun tollen verliest. Davr antworden »i of: ii dat zakc, 
dat miin bere daerof op enigben ateden yet te segghen, dat hi dU* noeme; is dat zake, dat zu 
de^ nit^t vinint worden en mogben roet boerer bantveUen, dat kü dat betören, dat diinct htm 
red^n* Hierof mjeat mliii baf«» ai« mit den anderen poynte vorgcieven. 



1354 Juni 28. 



lai 



Hlibi veniant cum mercaiulif^is suis quibüseuiKjue de unirngia, pontagio et pavagio 
liberi et quieti et quod uElk exaetio, prisa vel prestaeio 8eu dilacio occasione 
prise de mercimoniis et mereandisfs seu aliis boiiis siiis per nos vel per alium seu 
alios pro aliqua neeessitate vel easu routra voluntatein ipsoriim luercatorum tieret 
aut ticri peroiitteretur im'i statim soluto precio, pro quo ipsi mcrratores nlii>i 
hujusmodi mereimouia veudere possent, vel ei« alias gatisfacto , ita qttod reputont 
sc couteotoSy et quod super mereimonia, mercaiidiBas «eu bona ipsonim per uos 
vel niinistros iiostros iiulla appreciaeio seu estimaeio imponeretnr et quod in 
Omnibus geueribus piacitoruni , ssajvo casu eriuiiiiiH pro quo iufli^^euda sit peiia 
mortig, ubi niercator iraplieatuH fiierit vel alium iiupHeaverit, cujuscuuqiie coii- 
dicioDis idem iiupliratits existent , extraueua vel privatus, iu uuudiuiH, civitatis 
bu8, villis sive bwrgis, übi tuerit .suffieieus eopia ujertatortiui predictoruui et 
inquisicio fieri debeat, ^'ü medietas inquisieionis de eisdem nicreatoribii« et 
|lDcdietas alia de aliis probis et legaiibus bominibuB loei illius, ubi plaeitatiim 
riUud erit; ac boue memorie dominus Edwardua nupcr rex Anglie progenitor 
iioster per cartam suam, quam similiter per aliam carlam nostram contlr- 
maviinus, coueesserit pro sc et heredibus mm prcf'atis niercatoribus Alemanuie, 
\\Vm videlicefc qni babent domum in eivitate Loudonicnai que gildeballa Tcu- 
thonieorum vulgariter uunetipatur, tpiod ijlsi et eorum suceessores uuiversi et 
singuU domiini predietam babituri in omnibus hiis libertatibus et libcris con- 
suetudinibus, c[uibus usi fuerint et gavisi, manutciiereutur itnperpetuum et ser* 
varentur et quod ipsos mereatores extra bujusuiaili liljertates et lit*era;4 eonsue- 
tndines non traheret nee, quautum in ipso fuit, aliqualiter trabi pennitteret et 
quod predieti mereatores Alemannie et eorum successores predietam domum habi- 
lari imperpetuum infra reguura et potestatem nostram has haberent liberfcate», 
videlicet quod ipsi aiit eorum bona vel mercimonia infra idem regnnm et poteeta- 
tem pro aliquo dcbito, de quo fidejussores aut prineipales debitoreg non existe- 
rent, nee pro aliqua transgressionc facta seu facienda per alios quam per ipsos 
non arreatarentur nee gravarentur, prout in caitis et conti rmaeionibus predictis 
plenius continetur: nos prefatos mereatores Aleraannie cum rebus et mereimo- 
niis suis infra regnum et potestatem nostram predietam venientes, nc ipsi vel 
eorum aliquis super libertatibus eis sie eoncessis molestentur indebite seu graven- 
tor, favore henivolo proaequi volentes suscepimus ipsos et eorum quendibet ae 
boinines et servientes suos necuon naves et alias res et mercandisas suas pro- 
prias quaseunque in protectionem et defeusionem nostram specialem necnon in 
ftalfnm et seeurum eonductum noatrom districte inhibentes, ne quis eis in perßo- 
nU, navibus aut aliis rebus seu bouis suis veniemlo ad regnum nostruni causa 
mere^ndisandi dampnoni inferat aut gravamen nee quiequam de eis contra 
Tolantatem suam eapiat seu ipsos super libertatibus suis eis sie eoncessis indebite 
perturbare presumat contra tenores cartarum et confirmaeionuni predictarum, ita 
tamen quod custumas et subsidia nobis in regno Qostro Anglie debita indo sol- 
v^uat, at debebunt Et ideo vobis mandamus, quod ipsos mereatores et eorum quem- 
libet ac homines et servientes suo«, naves ac alias res et bona sua veniendo in 
i^egBum nostram cum mereandisis suis, sicut predictum est^ mannteneatis , prote- 
äs et defendatis, non inferentes eis vel inferri permtttentes injuriam, niolestiani, 
dampnum, impedimentum aliqaod seu gravamen, et si quid eis farisfactum fuerit, 
id eis sine dilaeione faeiatis emendari; nolumns enim, quod de navibus vel aliis 
rebus, bonis seu mereandisis predictis quiequam eapiatur ad optw nostrum aut 
ilterius cQJnscunque contra voluntatem absqae satisfaetione debita eis inde facienda. 
In enjus rei testimonium bas litteras nostras fieri teeimus patentes per triennium 

17* 



132 



[1354] Juli 13 — 1354 Sept. 1. 



dnraturas. Teste me ipso, aped Weßtmenasterium , 28. die Junii, anno regni in 
Anglia vicesimo octavo, regni vero iu Francia quintodecimo. 

299. Greifswald an Stralsund: erklärt in Beantwortung einer Zuschriflf dass es 
mü dem Beadduss Lübecks, Stralsunds und der andern Städte [in einer 
nicht notier bezeichneten Angelegenheit] einverstanden sein wolle, — [1354] 
(die beate Margarete virginis) Juli 13, 

RA lu Strtdjitmd; Or, m. S, 

Gedrtwkt: daraus ILR. 3, ^16, n. 2M mit ohiffem Datum und mit BtjMung om/ 
unare n. 4?5>Ö, itogeffrn nichts einsuwendcn sein wird. 

300* Entwurf eines städtischen [wohl rostockischen] Klageschreibens an K. [Mag- 
nu$] vofi Schweden wegen Bedrückung ihrer Mitbürger in seineti Reichen 
durch ungewohnte Zölle «. a., besonders von Seiten des Hersogs Benedikt 
von Holland, wider die Privilegien seiner Varfahren und seine eigenen, — 
[1354 oder 1355] (Fetri ad viucula) Äug, 1. 
RA ja RoHtockf n. 8501 i Ehtumrf, 

Gedrtu'kt: daraus Jjüfjeibrinfj, Sicca Rikcs Hist. 3, 43:^ und HR, 1, n, 19T MI 
1554 Aug, 1; rerzekhn-et lieg, dipl. hiät, Dan, i, n, 2360. Kopjmiann ätelU dim 
Schreibefi mit der Klagt^elmß von 1364 Nor, 10 susammen, ob mit Recht, igt nicht 
auszumachen. Für eine fnrädse Datirung fehlen genügende AnhaUsjtunkte, 1352 
Aug, 1 wird Baujt Algotssfjn in einer Urkumle des K. Magnus einfach aht con- 
güiarias bezeivhptrt (Stertfes Traktater 2^ i, n, 308}, 1355 Juli 21 y %, %mtrn^ fiat 
er den roltm Heriogniitel^ desgl. in einer Urkunde rmi 1355 Dec, 8, s, unten; 
1356 beginnt der Kampf um die Herr schaß , der 1300 mit der Theilung in ci» 
schwedischem und ein dänisches Halland endet. Mit den Städten iM %n dieser 
Zeit kein Frietle gettchloHisen worden, die polnischen und kommet sielUm Schunerig- 
keitcfh dauerten fort. Am wahrseheiniichsten ist daher* tcenn Siyffrs Angabe rich- 
tig ist (Bidrag tiU Skandin. hist. 1, XKI), Beugt sei 1353 Herzog geworden, 
d€iSB das Schreiben dem Jahre 1354 oder 1355 angehmi, 

301, K. Magnus ran Sehweden, Norwegen und Schanen bestätigt den Bürgayi 
von Zutfen (Siithfelt) die Freiheiten , welche sie zur Zeit seines Vorgängers 
K, Waidemars [III] von Dänemark [m Schonen] besessen haben, — 1354 
(die Felicis et Aucti martirum beatorum) Aug, 30, Trelleborg, 

StA SU Zutfen, n, G6; Or, m. S, Mitgetheilt von Koppmann. S, oben Bd, S, 
n, 450, 

302, Frankfurt a. 0. heurkundct seine Vereinbarung mit Stettin über die uäcr- 
fahrt K — 1354 Sept, 1, 

Am StA zu Stettin, Commerdenaachen ; Or, m, S, Junglkann, 
Wissen sullen alle, dy diseii keghenwortj^ghen bryi' Beben ader hSren, daat 
wyr ratman czii Fraiikenvorde mit den wysen lutben uusern siinderlighen vor- 
derern und tVnndeu den ratheru von Stetyn obereyn getragbeu haben dorch fro- 
men und niitzs der gemeynen koufluthe in sulcher wyse, alz b^niach gesereben 
yst Welch koiifman gew^^nuet eynen sehyfhern nninie hescheyden h*in, der sal 
ym syn ghut utfürcn bys czu Frankinvorde suader hesserungbe ader merungbe 

*) IHe ErlauhftisA gegen die Vnredlicldceii und die übermägmgen Lohnforderungm der 
Schiffnknechte und gegen die Umfttte d^ SchtffuftdtreT, Gut au^ der Ladung lum NctchtJteil der 
^igtaUhümer an Zolles Statt idtzuliefrrn , mU Stettin anmMcft^eUen und die Befriedung der bei' 
dermtigen Bürger auch für «tw^ii Kriegsfall tutt Hz, Barnim d, älteren von Stettin ftMtn^ 
Mi«m erlmli Frankfurt rom Markgrafen Ludwig d, Bomei' JuH 23, Mttdä, Cod, dipL BTtm- 



184 



l&A Sept. 5 — 1354 Sept. 18. 



304, JBjs* AlhrecM von MeUenhurg^ Siargard und Rostock^ heurktindei den durch 
ihn im Namen non K. Magnus von Schweden, Norwegen und Schonen mit 
Liiheck {in amuihuft dissencionibus et contro versus) gescMossetien Stilhtand 
bis Nm'» 11 (feato beati Martini episcopi) i\her ein Jahr, t>erbürgt sich für den 
sichep'en und gefriedeten Verkehr und Handel der Bürger in Schwedt*n, Nor- 
loegen und Schonen und für den vollen Besinnd ihrer bisherigen Freiheiten 
und Rechte innerhalb dieser Zeit und verordnet die RückUefernng des vorlie* 
gendcH Dokuments , so bald die Be^iiiignngsurkunde des Königs Lüheck über* 
gebeti sein wird, — 1354 (feria sexta ante nati^itatem Marie virginis) SepL 5. 
Wismar. 

StA sti Lttbtcki Or, m. Ä 

Gtdrucki: ditrum Lüb, U. B. 3, i*. 210, mderMl im Auszug Scerge^ Trakta- 
ter 2, f^ SIC. 

305, Uibrek bezeugt , dass es unter Vcrmiifhmg des Hersogs Albrecht von Mehlen- 
bürg einen StiUstand mit K. Magnus von Schweden^ Norwegen und Schonen 
bis 1355 Novbr 11 geschlossen und für diese Zeit allen Leuten des Königs 
freieti Zugang eur Stadt ^ zum Hafen und lum Landltezirk, Aufetithalt und 
Wandel daselbst und sichereti Abzug gewährt habe. — 1354 (in die nativi- 
tatis Doniine iiostre) Sept. 8. 

GtoMherz, Archiv £h Schwerin; Or, m. ankang. S. 

Gedruckt: daraus Styffe, Bidrag tili Ska*tdinaf7. hint. 1, ii. 1€, S. di€ vor. Nummer, 

306, Junker Dietrich und Johann van Limburg ^ Söhne des verstorbeneti Eber^ 
hard: bescugen wie frilher gegen Riga, dass der Bürger Gotselmlk Wynmann 
von Riga na^Ji dem Zeugniss Gr. Dietrichs des älteren von Limburg und 
andrer ein freier, recMsehaffener Mann und als solcher jsu l>chandeln sei. — 
1354 (die «abbati post nativitatem b. Marie \nrgini8) Sept 13. 

TranstiHimrt in n. 308. Vgl. obtm zu n. M4 die Auazüije aus dem Auagabdfuch r<m 
Eiga. Dom Zeußnis,n betrifft wohl den hnnfiisch - flandrischen Vrrkchr. 

307 ö. Bischof Bertram von Lübeck transmmirt das nordische Friedensdokument 
für Wismar von 12fi4 Juli 6, oben Band 1^ n. 1149. — 1354 (feria 4 
ante testum beati Matbei apostolij Sept. 17. 
EA gu Wismar; Abschrift twi c. 1600. 

h. Eben 80 das Vertragsdokument K. Waidemars [IV] von Dänemari' für die 
wendischen Städte von 1341 Juli 15, oben Bd. 2, n. 679. — 13o4 SepL 17. 
Dtutlhst Ahnchrift a. d. Anfamj den IG. Ja lir hunderte, 

c. Eben $o das Privileg K. Erich [Metiveds] von Dänemark ßir dk Fahrt auf 
der Ostsee nach Nowgorod von 1294 Oktober 9 , oben Bd. 1 , n. 1158, — 
1354 (feria 5 ante festum beati Matbei apoatoli) Sept IS. 
Daselbst Abschrift vom Notar Veta' Walujhe. 

d* Eben so das Zollprivihg des K. Magnus von Norwegen und Schweden fiir 
die Seestädte vot^ 1343 Sept 9, oben Bd. 3, w, 13, — 1354 Sept 18, 
Daselbst Abschrift a. d. Aj\fang des 16, Jahrhunderts. 

1) Am 9, Au{fitst tear er für mch und smt^ Nttchfotffer in ein Dirmt- und Lrhnm^trhäH^ 
mUB SU K. Ma^us und dtsseti Nachfohjer fftiretetv; für dte LrhmhuJde umrdr ihm eine Jahn»* 
P$n9im WW 200 Mark reinm ^Silhrrs odrr 1000 Mark Pfcnnuje aus den Eimtuhmen ron Schonm 
9U^ewi^m^ seine Seestädte und Hafen st eilte er dein Komg und seitMrtn Anfianff /Mr KriegstHeck€ 
rur Verfiiffung; voUe Bundesffmossenschaft wurde ausgemachi. Der Vertrag ist gedruckt ißci 
Stgffe, Bidrag tiU Skanämar. hirt, J, n, 15, und Stersßet Traktater 2, n. 315. ' 



1354 Sept 20 — [1354] Sept. 22. 



135 



9. Junker Dkirich und Johann mn Limburg publiciren unter dem Beistand 
der Raihmannen Otto Voss, Rudolf von SturlOj Johann von Redinghusen 
und Johann Lewe von Dortmund und unter Miibesiegelung der Stadt Dort- 
mund ihr Zeugniss für Gotschalk Wymnann n. SOG, — 1S54 (in vigilia 
saucti Matbei apostoli) Sept, 20, 

StA S14 Dortmund; Or. m. anhang. S. ton Voss tmd Lewe, 

309, Nikolaus Thure^son, Lngman der selm Provinzen o* Smälandj an Lübeck: 
fragt an, ob es, me f/erüchtweise verbreitet ist, ihm wegen Erfüllung seiner 
Pflicht gegen den König auf den Märkten von Skanör nach dem Leben stel^ 
len icilL — [l^o4] Sept. 20. Stockfwim, 

Am StA zu Lübeck; Or. m. S. 

Gedruckt: daraus Lüb. ü. B, 3, n, 212 zu J353—1354, weil Thuresfton nur in 
dtestti Jahreti ah Lagman begegnet , bereits 1355 ah Hauptmann von Kalmar, 
Dnsi SchreUtrpi hnnfjt mit dem Streit siHsclien Kampen und den Städten Stral- 
sund, J^ostoek und Wismar zuuHmm^^n^ ttemondcrs mit dem oben n, ^Ü erwähnUm ^ 
Zeuffniss Thuressscms rtm 1353 Noe, 7, gedr. Lab. U. B, 3, n. 185. 

Honorabilibus viris et domiois omaibus coiisulibus Lybieencibuß detun Vo8 
honorabiles viros et doiüiiios omnes et singiilos cfnisules Lybicenseg ego Nicliolaus 
TharessoD decem provinciarum legifer in Domino siuceritcr saliito. Et quia vere- 
dicomm perceperani ex relatu vos plerosque et fere omnes me cum peetinia 
vestra atque consiliis proponentes interticere, qnod, sicut in Deum tspero, prome* 
meram nuUo modo nisi per hoc, quod domino meo regi utilitatem auam super 
Dundinig suis in Skanoor per vos retuleram, et per qiiendam villanum vestrum 
videlieet Herniannum' Kleinogh% qui mich! vituperium et danipniim intnlerat 
mfLltiforme: quarc vos int5tanter rogo, quantum possaiUj quatenus mhM volimta- 
tem vestram super hujtismodi dictis velitis intimare, utrum iiiiehi eavere debeo 
publice vel occulte. In Christo valete. Scriptum Stokholm[i8] , vigilia beati Matbei 
apo6toli et e wangeliste, meo sub secreto. 

310. Johann Buxtehude [stralsundi scher Vogt auf SehonenJ * an Stralsund: berieih 
ielf wie die Stralsnnder [auf SehonenJ wegen d(r von den Lübeckern und 
Stetiiftern verübten Gew(dtf luden beiasiigt werden ^ und bittet in Erwartung 
weiterer Angriffe um neue Instruktionen. — [1354] Sept. 22. [Vitte auf 
SehonenJ 

RA gu Siralitund; Or. 

Gedruckt : daraus nach Koppmanns Mittlicilung Lüb. ü. B, 4, n» 52 ^ wonaeh hiar. 
Zur Itatirung egL n, 312, rttr Sacke auclh t*. 309. 

HonorabiUbuB viriB dominis proeonsulibus et coDBulibuB civitatis Htra- 
lessund. 

Premissa condigna salutacione servicii et honoris. Qiiemadmodum diseredoni 
restre nuper transscripsi , qood dominus Andreas Neghelssen una com Veregheden 
et Jobanne Dekcn laboraverunt bomicidio et incendio per Lubicenses cives et 
Stetinenses peracto me et vestros cives fraudolenter inmiseeri, et pronune labo- 
mnt nos pro bomicidio per Bertoldum de Monasterio dudum perpetrato agravare 
et diversis blandis sermonibus doloqae multit'ario et minis quam pluribus me inva- 
seront; ego autem super meram junticiam me tirtnabam et libertatem eonqueren- 

>) S. wUm n. SS6 Anm. 



136 



[13M] Se|.t24 - 1354 Söpt 29. 



cium pariter et jiidicum, qai tantum querelas contra eives Lubicenses et Ste- 
tiBenses proposiRTiint. Hioc scitote, qiiod c*>nsÜiiim fecerunt occaltuin, quod 
ignoro sed credo , quod voliint me habere ad presenciam regia Swecie , qui in 
brevi versns Helsingheborcb erit ventunis; qiuipropter vestram prndenciam pre- 
eibus iiielitis exoro, quatimis mihi respcmsma juxta yestruoi prudens coosilium 
reformetis, quoraodo sim facturus et cives vestros houeste defensurus, quia de 
die in dieni uovas et malieiosas excogitant inve&etoneSy qnaliter me poterint 
molesUire traudolenter et agravare. Valetc in Christo. Scriptum crastino die 
beati Mathei, meo sub sigillo. Per Johannem Buxtehuden. 

Sil, mtfer Laurens Karhon, Präfekt von Schonen, an den stralsundischen Voifi 
auf Falsterbode : erklärt sich bereit im Namen des Könujs an den beiden 
folgenden Tagen mit ihm in Malmö über Ersatz des Schadens zu berathen^ 
welcher Stralsundern und andern zugefügt worden, die im Vertrauen auf 
den königlichen Schutz die dortigen Märkte in herkömmlicher Weise besucht 
hatten. — [1354] (quarta teria ante Michaelis) Sept, M. 

RA zu Sirahund; Or,, PapitTf m. Spuren d. aufgtdrücktrn S, 
Gtdrudä: dar mm HR. 1, n. 189 zu 1S53 Sept J?6\ En ini kaum wtthrsdteinUckf 
da»8 dk GewaltIMtigkeiien stpiscftett den Kampmtrn und dpti Burgern ron Stral- 
sund^ Moslock wrwi Wimnar, dk mn 32. Sept, 1352 gmchafien^ schon m schnell 
zu eintni Versuch sum Ersnts des Schadens ^ und gar t^on schwedisch^' StritCf 
geführt haben; man hcnchtr den Utntjwierigen Gantj dicMT fianicti Ai^O' c. 

yklmehr äclteint mir das Schreiben in dan Zummmenfumg dc^ vorläufuj* 
sprnchü fon Lübeck von 1354 Juni 0^ üben n. ^,95, uml des Berichts rmi JoK 
lluxidiudc cmi Sept. 22 ^ n, 310, hinein zu gehören. 

312. Tngwar Petersson, Bürger mi Nestwed^ erklärt für sich und seine Sippe völ- 
lig entsehädigt und gesühnt jsu sein für Jas Ausbrentien seiner Sude und 
andre GcimUthaten^ die ihm Sept. 14, in Mtmkeholm von Seiten der Vittefi 
von Liibcek und Stettin zugefügt worden (exustioiie bode mee et aliis quibus- 
eunque violenciis in laco dieto Munkebolra prope Falsterbothis die exaltacionis 
sancte crucis nunc proxime preterita a fittis videlicet Lubiceosium et Steti- 
nensium et suis protuuc inhabitatoribus). — 1354 (die Cosrae et Damiani 
martinim) Sept. 27, 

stA iti Lübeck; fh'. m. ^ Ä 

Gedruckt: daraus Lüb. U,B* 3, n, SH, Vgl oben n. 310, mden n. 313 und n. 316. 

313. Die Ritter Johann Alexandersson von TyrchingCf Andreas NicUssm$ von Ska- 
prtisa, Peter NieUsson von Knutstorp und die Ktmppen Heinrich Nielisstm 
von Ellinghe . IJlf Aghasson , Johann Rabok und Andreas Päersson erklären 
sieh entschudigt und gesühnt für den Todtschlag, den Bürger aus Lül/ecJc 
und Stettin umi athdre Insassen von deren Vitten Sept. 14 an AU^ander 
Jonsson von TgrehingCj Johmn Alexanderssons Vater, in Munkeholm ver- 
übt. — 1354 [iu ßabbato proximo ante diem beati Michaelis) Sept, 27. 

StA iu Lübeck: Ot\ m. 7 S. 

Q4dr%$eki: daraus Lub. IL B, 3^ n. -415, VgL die vorige Nummer. 

314. Lübeck j Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald und Stettin verkünden ihr 
auf 2 Jahre geschlosHcnes Bündniss sutn Schutz des Meeres. — 1354 Sept. 29, 

ÄitA W BA zu Wianar; Or, mit Stückm ran B S. 
li IIA ru Rostock, n. 5583; Or, m. $ Ä Jungkam. 
Daselbsi n, 704S; unbtglaubigtcr Entwurf u* I^gament, 



ia8 



1354 Nov. 1. 



DOstrag Scaneer habitatores quendam Alexandrum Jobannig de Tyrdhiuge advo- 
catiim noBtrum in Munkaholm prope Falsterbodhe, nailis ipsius precedentiUu» 
demeritis animati set, quod dolenter ret'erimus, dyabolica inflammacione succeosi 
crudeliter iiiteriectum ac in quadam domo vicina liabitatore trustrata abscondituü» 
et ibidem armis, quibns ad sui corporis defenmonem indutus faerat, spoliatum 
carni humane licet mortue eon compassi iribumaniter combusserunt Verum luaje- 
stas noBtra regia gravi ex hoc perturbaciane concussa super predictis excessibus 
tarn ferociter et subdole perpetratis gravem et condigiiam uicionem expeteret^ 
'nisi motuB nostros justieia suadente commotos innata Dobis elemencia refrenaret 
Unde quia Dobis in remotis agentibus predicti [s]celeris* patratores dilectis nobis 
doiiiinis Andree Nicholai, Herniamio de Vitzen militibus ac Tidhemauno Vereg- 
gedhe et Johanni Ewasou 8uper juribu» nobis in bac parte debitis per composi- 
cionem amicabüem s^atisfactionem impenderant competentem, ne predietorum 
nostroruni fidelium pactam quamvis nobis inconsulto cum predictis initum et fir- 
matum irritare in aliquo videamur, ipsum, ut per nos imiversitati parcatur, ex 
benignitate regia confirmamus declarantes universitatem civitatis Lubiceosis pre- 
dlcte ac ipsius vitte protunc inhabitatores ad satisfactionem atiam nobis, heredibns 
nostris sive successoribws in posterum faciendam aliqualitor non teneri. Datum 
Helsingborghe, anno Domini 1354, in festo beatorum öymonis et Jude aposto- 
lorum. 



317, Hm, Alhrecht und Johann von MekJenburg , Hs. Johann von Sachsen , Gr, Otto 
von Schwerin uttd die Städte Lübeck ^ Rostock, Wismar^ Grevcsmühlcn, Gade- 
buseh, Sternberg f Rihnits , Gnoien, Schwerin, Wittenburg und Neustadt 
erneuern und erweitern das zweijährige Landfriedensbündniss n, 262 auf 
2 Jahre. — 1354 Nov, 1. Lübeck, 

Aus L StA ui Lübeck; glrieh^cütg^ unhesiegdte Atisferti^Hg, 
Gedruckt: daratm Hdnse, Samml. t, Gesch, «. Staatsuns», i, 261 und Lüb, ü, B. 3, 
n,218; vtrztichnd Urk. Gesch, d. Urgpr. d. B, Harnt .2, 434. 

Wy Albrecht und Johau brodere van Godes gnaden hertogben tö Mekelen- 
borch, tö Stargardeu und to Rozstok heren, wy Johau van Godes gnade hertoghe 
tö Safisen, to Engberen und tö Westvalen unde wy Otte van der sulven gnade 
greve tö Zwerin unde wy ratmanne van den sieden alse Lubeke, Rozstoek, Wj^- 
mer, Grevesmolen, Godebfiz, Sterneberch, Kibbcnitze, Gnoyen, Zwerin, Witteu- 
boreh unde Nyestad bekennen openbare unde betügbcn in desseme breve, dat wi 
tösamende ghedeghedinghet hcbben encn gantzen steden lanttVede tö holdende in 
desöer wys. [U. s. w. genau wie in w, 202, 1 — mit (km Zusatz in § 1 nacht 
wy Albrecht — twintech schütten: wy Johan hertf^ghe tö Hassen mit vefteyn man* 
nen ghewapent unde vjt' schütten]. 

l?.] Vortmer wert en borgher schuldeghet, de en unberüchtet man is, de 
mach öik weren mit twelf borgheren, de umberuchtet syn vor deme rade unde 
in der stad beseten sin. Were over dat der tnghe van borgheren yenich opghe- 
dreven worde, also dat he eme nicht mochte helpen tüghen, so schal mcn enie 
daghe leggben, dat he andere bederve lade neme sine tuchniese mede vort t5 
bringhene. Were over dat en borgher ^chuldeghede beruchtcde lüde, de mach 
hc wj'nnen sulftwelfte borgheren, de umberuchtf-de lüde sint, also dar\'ore scre- 
ven steyt 

[7a.] Vortmer werden elende lüde rovet» misshandelet edder in yenighen 
stucken vor^^anghen, also de lantfrede tosecht, de moghen ere elende beswerea 



1354 Nov. 10 — 1355 Jan. 13. 139 

mit ereme rechte unde moghen enen bernchteden man wimien svlfdridde, de 
bedeire lade sin in ereme rächte. 

[71.] Vortmer wert enes heren man, de anberachtet is, schuldeghet, de 
mach sik weren sulftwelfte, de nnberachtede lade sin, ande wert siner täghe 
welk apghedreven, dat se eme nicht moghen helpen täghen, so schal men eme 
daghe legghen, dat he andere bederve lade neme sine tfichnisse mede vor tö 
bringhene. 

pc wie dort 7, 8 = 8 mit der Einschaltung zwischen: dessalven ghelik 
und dat schole wy heren: ande van den anderen, de na vorvestet werden, des- 
salven ghelik. 9 — 11 = 9 = 11. J 

[12.] In dessen lantfrede neme wy heren vorbenomet also Albrecht ande 
Johan brodere hertoghen tö Mekelenborch den biscop van Zwerin ande den bis- 
cop van Raceborch mit eren stiebten unde wy ratmanne van Lubeke den biscop 
to Labeke, ande in aller volghe desses lantfredes schal en yewelck des anderen 
velich wesen ane de des lantfredes anvelich sin. 

[13 wie dort 13 mit den Abweichungen: Godschalk Storm fehlt, nach: Devytz 
eingeschaltet: Vicke van Stralendorpe de janghe, nach: Stritv^elde knapen ein- 
geschaUet: ande mit uns Johanne hertoghen tö Sassen de radmanne van Molne 
ande mit ansen truwen mannen Walraven van deme Dftvenzee, Otte Wakerbard ' 
riddere ande Hartwich van Ritzerowe knape. Schluss] na Godes bort dritteyn- 
handert jar in deme veerundevefteghesten jare , in alle Godes hilghen daghe. 

318, Entwurf eines [städtischen, wahrscheinlich lübischen] Klageschreibens an 
[K. Magnus von Norwegen und Schweden]: die Arrestirwng von Hansekauf- 
leuten soll aufgehoben werden; die Verunrechtung der Hansen in Opslo und 
Umgegend durch königliche Offijsianten, welche gegen die bestehenden Bestim- 
mungen sie in ihrem Winteraufenthalte daselbst einschränken und ihnen den 
Handel im Detail und den des Gastes mit dem Gaste untersagen, ist zu 
beseitigen und der Verkehr auf Grund der alten ReclUe, Privilegien und 
Gewohnheiten eu gestatten^, — 1354 (in profesto beati Martini episcopi et 
confessoris) Nov. 10, 

.RA zu Rostock, n. 849"); Abschriß des Entumrfs. 
Gedruckt : daraus Diplom. Norreg, 8 , n. 16^ und HR, 1 , n. 196. 

319, Stettin vidimirt die in seinem Besitz befindliche Urkunde 2, n, 149 über die 
Zusicherungen für den kaufmännischen Verkehr in Sivinemünde, — 1354^ 
(ipso die Elisabeth vidue gloriose) Nov, 19, 

StA zu Lübeck; unbeglaubigte Abschrift. 
Verzeichnet: daraus Lüb. U. B, 2, n. 247. 

320, Edomsherred ' an Gr. Ludwig III von Male von Flandern : ersucht seine 
Kaußeute in Flandern na^h altem Recht unbeschwert verkehren zu lassen. — 
1355 Jan. 13. 

«) Warkorbard L. 

') Hängt vielleicht hiermit der Befehl des Papstes Innocenz VI von 1355 Jan. 31 an den 
Bisehof von Lübeck zusammen beim K, Magnus von Schweden für Ersatz eines an dem Deutsch- 
orden und dessen Unterthanen begangenen Raubes zu wirken? Gedr. Sverges Traktater 2, n. 317, 
auch Voigt, Cod. dipl, Pruss, 3, n. 78 und Theiner, Mon. Polon. 1, 741. •) Nicht unter- 

bringen kann ich zwei Gesandtschaften Hamburgs aus dem Jdfire 1354, welche die dortigen 
Kämmereirechnungen, herausg, von Koppmann, 1, 40 u, 41 verzeichnen: Dominis HiDrico Hoop 
et Johanni Stendale super Luneborch yersns coDsules Stadenses et consules Buxtehudenses, 3 €6, 
preter 2ß, — 3 ^. ad reysam versus partibus Frisie. ») Ging n<ich Nielsen, lAber censua 

Daniae 106 Änm. 5 i. J, 1634 durch die Fluth unter; westlich von Husum, 

18* 



140 



[ia55] März 1. 



Amb Staat emrchir gu Gent, flandrischer Kopiar: Decreten vftn den graTc» Lodowyck 
van Vlandren fol 93, unmittdbar hinUr der imten abßedrudUm Aniieort des 
Grafm von 1355 Juni 9, urUer rf/r Außchriß: Lettre die de Vrieaen brochten 
an niinen beere. Mi^tfethäU ron Warnkönig an Lappetnberg t. J. 1834. dem 
UrkutuJefibuch sur Verßg%mg gestellt ran Weüand in Giessm, nenk wtUgethmU 
von Stoiit^archirar i^. d* Hoop in Gent. 

Gtdrurkt: daraus Archiv f. Staats- und Kirchm/fesch. d. Herzogth. Schk^w. wmd 
Holstein 2, 500^ wieder hoU SchL- Holst Ü,'S, 2, n. 3G7. S. unten die Urkunde 
wm Jum 9, 

Streimuo principi ac domino reverendo domino comiti terre Flandrie eonsulcd 
ceterique nieliores, universa qiioque comiiiunitas in Edomshert sub domino dace 
principe Waldemaro S[l)eBWicen8i ' salutem et id sapere quod est justum. Domino- 
rum princ'ipuin interest, quod judicum refert^ omnes Christi fideles veroaque 
üiercatores juösu domiBico mercancias veras in omnibus exercentes in canetis 
promovere. Vestre discrecioni clarius elacegcat, dum hacteous noBtri patres ac 
predecessores pro mercanciis regionem [vestram]" vestrumqoe comitatum visitave- 
rant, eorum bona non arrestabantur nisi arrestatione triutn dierum comitisque 
arbitri[o]'*, ut aut infra memoratos dies eoniparent ant quita diüjittent[ur]'; qua- 
propter dementem bouitatem vestram in biis scriptis humiliter exoramus , quatinus 
nostros modernes mereatores nunc teniporum terram Flandriara visitantes jure anti- 
qno et supradiek» uti atque frui peralittatis; cognoscentes, quod si preees nostrc 
in hac parte fuerint penes vos exandite, vestri comitatus mereatorea nostros fines 
pro mercanciis affeetantes, ubicunque volueri[nt]^, prociil dubio erimus promotari; 
sin autem, nostris conterraneis strictius*^ inhibemus capitali sub sententia bono- 
rumque onmium snb optentu omniumque rerom amissione, quatinus de cetero 
vestram patriam pro mercimoniis visitare non eonentur; preraissoque tarnen, bonum 
pro in^rato reddentes , quod si vestri mercatores nostrum portum visitare volen- 
tes", ipsos benivole suscipere et caritative intendimus pertractare. Datum in pre- 
torio universitatia nostre, anno Domini 1355, in octava epyphanie. 

321, Der Deutsche Kaufmann gu Nowgorod an Reval: meldet das Verbot geschnit- 
tene Laken ausser den englischen nach Nowgorod bu führen und bittet dem 
Deutschm Kaufmann in Brügge das Verbot der Handel sgenossenschaß mit 
den Fiamingen von nettem einntsehürfen, — [1355J Mars 1. 

Aus HA m Beral; Ahschr. a. einem Papierblatt^ das einem Kopial- oder DenkeU 
buch angehört haben muss, ron äner Hand, die in detn 1. Denkelbuch des Berakr 
HfUhs (1313—73) sehr häufig wiederkehrt; auf der folgmdefi Seite detseiben 
Bhtii^ ein€ gerichtliche Inskription von 1355. VtfL oben n, 69, 

Den acbaren wysen luden den heren deme rade thü Revele des hoves older- 
many de wysesten unde de ghemene Dudesche kopuian des boves thfi Nogharden 
ere unde willegbes denstes, wat se vormoghen. Juwer wysheyt unde jftwer 
bescbeydenheyt du wy tfi wetende, dat * des hoves olderman , sine wysesten unde 
de ghemeyne DMesche kopman, de do tu Nogharden weren, des over en ghe- 
dreghen sin unde menliken in ener menen stevene ghewilkoret bebbet dorch nut 
willen des menen kopmannes, dat nen man mer na desser tit, also desse breph 



w^ Sbendoeiisi Vor lag*. h) Uitg^t Xu>iteJim*tttt Aal kaum «v im OHgimtt ftatmmdm» *ii* Wm. 

dmig t*i uny*fjrätuhSUh^ o) 8u mtuj di* fartofi* trffänMi ufmr^en. 4) tttütriam Vorlafe, 

9) diodttent Vtfrla^e. f) roliif<ritQiis Vvrtoff«, Ig) ItatiVM striotias Vart^^t mir un^f»tHämdiidk 

h) «c. «d portom oo«tnita roninfnt t^Ur portttm natttnua «|iplira«rint. 

^) Hiat ist die Williür von 1356, d&s andereo lannendagbeB ia der rftsten [Man IJ, msä 
der Nowgcfoder Skraa mederholt , Urk Oesch, c/* ürspr, d, D* Hamse S, B89, woraus 9idh Mm 
J}atir%mg d$s Schreibens trfftebt. 



[1355] Mai 1 — ia55 Mai 15, 



141 



tlr deme menen eopmaone tu Briigghe glielesen is, kopen en sehfl tili Xoghar- 
den tÄ verende np de Rfissen nocli th Ghotlande, thö der Rige, thfl Revele, 
thfl der Pernow, tlifi Darpete eder nerghen here in dit lant nenerhafide ghesne- 
dene lakene^ se sin war se ghemaket syn, ane Eiighel[s]cb want, dat mfit en* 
ghj-i^'elk ghüt man wol vfiren, wente wy van dessen snedenen lakenen vele scha- 
den unde vorwites van den Rassen gheliat beleben als van groveliker körte 
weghene unde van tbwyerleye wände unde wanve in eneme lakene. Vortmer 
so beft de mene kopnian menliken over en ghedreghen unde ghewilkortb där- 
snlve&y dat nen man na desser tith, also vorghescreven is, ok up de R&ssen 
TÖren en schal nenerleye echarlakene ghclistit eder nnghelistit, se en liebben ere 
vulten grene. Hu-ymnie so bidde wy jil, dat gliy dat also lilghen, dat bir en 
ghywelk eopman vor gliewarnet werde, dat Le in neuen schaden kom^; unde 
we dessen wilkor vorbreke, de scolde vorhoret hebben alsodau want tfl sänte 
Peteres behüph, also hirvore ghescreveo is, uude theyn mark silvers. Vortmer 
ßo ßcal wetcu jüwe erbarcheyt, dat wy wol voruomen hebbet unde uns wol 
dickere unde mer thü wctcnde worden is, dat ichteswelke coplude van Almanyen, 
de in unseni rechte siu unde in Flandereii pleget tö lygghende, kumpenye maken 
unde hebben mit Flaniynghen ', dar des copmaunes recht van Akuanyen sere 
medc krenket wert. Hirumme bidde wy jöwer wysheycht mit allem vlite, dat 
ghy juwer besehcydenheyt hirtü bröken willen nude sende jtiwe besehedcne breve 
van desser'' sake wegbene an den menen eopman van Almanyen tu Brügge^, 
dat aldusdaner bandclinghe dar nicht ghestedet en werde, wcnte des kopmannes 
recht van alsodaneu luden darmede sere ghenederet wert, unde wene me darmede 
irvaren mochte, dat die also gherichtet werde na des kopmannes rechte, dat sik 
en andere darby dw[u]nghe unde des van nemendo nod mer en sy. Ghesereven 
dea anderen ßfinendagbed in der vasten. 

322, Kampen an Lübeck: erklärt sich mit Dank für die hisherigen Bemühungen 
bereit auf den gewollten Siillsfand mit Stralsund j Roshck und Wismar wegen 
der Vorfälle auf Schonen bis Jtdi 25 (ad festum b, Jacobi proximum) ein- 
Mugehen und seine Mitbürger auf dem Meere snm Frieden mit deti genannten 
Städten anzuhalten; meldet ^ dass es in derselben Sache den König von Schwe- 
den u. a, bereits hc^andt habe, — [1356] (feria sexta post dominicam jubi- 
late) Mai 1. 

HA zu Bostockf fi. 6580 e; Abschrift de» Ttanssumpis in atirr Zuschriß lAhecka 

(m Rostock. 
Gedruckt: daram HR, 1, n. X9S, f^oiu doHUnt n, 194 das Begleit^chraben Ltibecks 

an Mostock, S, oben n. 29^. 

5. Gr, Wilhelm V von Holland verleiht DordrecM das Stapelredd für alles 
Kaufgut, das auf Bhein, Maas^ Waal, Ijssel^ Leck und Merwede transpor- 
tirt wird, und befreit davon nur die Bürger von Middelburg , Zierikgee und 
Dordrechi^ — 1355 Mai 15, Haag, 

Am D StA lu DordfredU, J n. 4; Or. m. Ä 

MekhsarcfUv im Haag, Beg, hmi comit WilMnti fl^l 25, 



m) en on n. 



b|i 



r wM^rhatu 



*) ZukUt unim-BOfft 134$ Fdtr. 2Ü, a. a. 0. 276, *) Mü dieser Btmtdung hängm 

wohl dif rtm Stiten Biffo^ im Jahre 1355 reramffahtm SttmvMn ftuammcn: Item Traloven pro 
7 ■olldiü grosiorum^ quos expuauit itj Flandriu. 1 mr, cum 4 oria. Item daie sunt pro 5 librin 
grotfornm in F*kndrm 15 rar. Au»gahebuch der Stadt Riga 1348—1360. •) Ihe Urkun* 

dm ^er die ßroue Sühf^e DordrrctUs mit dem Orafm mnd alle bei v. d, WaU gedruckt. 



14S 



1B55 Mai 15. 



Ät^tA SU MiädeUyurg, Pnnlegiä)aek 3 fol 9 unter der Außchnft: Dese oopie i« 
getoglien uit tregiBter van HoUant bii mü Buschhnhen. Nach MitthciJunif inm 

^ ÄTc^nvar r, d* Feen in Middelburg, 

Gedruckt: aus D* r. d, Watlf HandresU^t ran Dardrecht 2, Ji35; nach einer 
Abschrift r. Jfifm, Charterboek 3 ^ 845; verjsächnet aus M de Stoppelaar, Lnvm^ 
tar. d, stad MiddeJburg 1 , ». &2. 

Hertoghe Willem van Bejeren, grave van Holland, van Zeland, here van 
Vriesland ende verbeyder der graefscap vao Ilenegouwen docn cond allen ladend 
dat wi omme menighen trouwen dienst , die onse goede lüde van onser stedc vao 
Dordrecht ons ende onsen voervorders tot menighen stonden ghedaen hebben 
ende ons ende onsen nacomelingben doen sullen, ende om goede jonste, die wi 
tot hem waerd hebben, wel bcraden ende voersien ghegheven hebben voer ons 
ende voer onse nacomelinghe graven vao Holland onsen goeden laden ghemeen- 
liic van onser stede van Dordrcebt voerseit, die nu siin ende namels wesen zul- 
len, eweliic ghedurende, dat alle goed, dat ten Kiinj die Mase, dien Wael, die 
Ysel, die Lecke ende die Merwede neder eomen sal iof opwaerd varen wille, 
van waen dattet eomt iof wien dattet toebehoerd, binnen onser stede van Dor- 
drecht voirseyt eomen sal ende rechten Stapel aldaer houden alsc [van]* coem 
ende zout, ende dat sei meu aldaer vercopen ende vermcten op eenen andren 
bodem sonder arghelist, ende alle ander goed des gheliix, dat ten stapel toe- 
behoerd; wtgheset onsen goeden luden van onser stede van Middelbureb ende 
van onser stede van Zierixec, die zullen met bare volre last opwaerd varen ter 
hoecbster marct met zoute dats te Colne iof te Velne ende weder nederwaerd 
met eome of met anderen goede , daer si willen ; ende des gheliics sullen doene 
onse goede lüde van onser stede van Dordrecht voirseyt. Ende waer dat zake, 
dat yemand met sinen goede voerlii ouser stede van Dordrecht voemoemd voero 
ende stapelreehts daermede niet en bielde, als voirscreven is, soe consenteren wi 
ende ghcloven onsen goeden luden van onser stede van Dordrecht soe wes dat 
gl daertoe doen sullen, dat sullen wi hem volstaen ende vaste ende ghestade 
houden, gheliic of wilt selve ghedaen hadden. Ende om dat wi willen, dat alle 
dese voerscreven poynten ende v^erwaerden onsen goeden luden van onser stede 
van Dordrecht voernoemd, die nu siin of namels wesen zullen^ van ons ende 
van onsen nacomclinghen vaste ende ghestade houden worden eweliken, soe heb- 
ben wi descn bricf open bexeghelt met onsen zeghele. Ghegheven in den Haghe, 
op den viiflieudeu dach van Meye, int jaer ons Heren dusent driehoudert viif- 
endeviiftich. 

Jussu domini comitis preseutibus dominis 
Jo[hanne] de Drongheleu, Jo[bannc] de Hruele 
militibus. 

II. Popponis presbjiero et domino de Merwede, 

Jo[hannes] de Bueren, Dominus de Yselstein. 

SM, Def selbe erweitert die Verleihung scnwa Oiteum; Wilhelm n. 41 für den Sta- 
pel von Dordreelä, ifidem er jede üehertreiung mit Verlust voi% Schiff und 
Gut bedroht und ein Viertel hiervon der Stadt DardredU anweist und die 
Scemifuhr der Bürger aus seinen andern freien Städten eximirt. — 1355 
Mai 15, Haag, 

D StA lu Bordrecht, M n. 4; Or. m. S. 

H Itmcfmirchir im Haag , Heg, boni comiL Wtthelmi cas. B foh 25. 
Gedruckt : aus D \\ d. Wall a. a. 0.1, '^3if, tiacA dner achkchtcn Ahsckrtfi von 
H t\ Mierin a. a. 0. 2, ^7, 



1355 Mai 15 — 1355 Juni 9. 143 

325. Dersdbe urkundd wie Or. Wilhelm [IV] oben Bd. 2, n. 720 Ober den Wein- 
Stapel zu Dardrecht. — 1355 Mai 15. Haag. 

StA zu Dardrecht, E n. 25; Or. m, S. 

Gtdmckt: daraus v. d. Wall a. a. 0. 1, 238; nach einer schlechten Abschrift 
V. Mieris a. a. 0. 2, 845. 

326. Dersdbe wie Kaiserin Margarethe n. 84. — 1355 Mai 15. Haag. 

D StA eu Bordrecht, M n. 2-, Or. m, S. 

Reichsarchiv im Haag, Beg. EL. 33 föl. 54. 

L Universitätsbibliothek eu Leydcn, Privilegiar von Dordrecht fol. 162b. 

Gedruckt: aus B v. d. Wall a. a. 0.1, 240, aus L v. Mieris a. a. 0. 2, 846. 

327. Kampen an Lübeck: bittet beim Schiedsspruch mit Greifswald zwischen Käm- 
pen einerseits und Stralsund, Rostock und Wismar andrerseits zu erwägen, 
dass es durch die schweren (inmoderatas et enormes) Anklagen seiner Geg- 
ner beim König von Norwegen und Schweden arg geschädigt worden sei. — 
[1355] (sabbato post penthecostes) Mai 30. ' 

StA zu Lübeck; Or. a. Papier m. S. 

Gedruckt: daraus Lüb. U. B. 3, n. 261 zu 1356 Juni 18; verzeichnet HB. 1, n. 190 
zu 1354 Juni 7. Bas Schreiben ist doch wohl durch die oben in n. 295 erwähnte, 
bis Pfingsten 1355 vorgesehene Tagleistung hervorgerufen, kann kein unmittelbarer 
Akt des vorläufigen lübischen Schiedsgerichts von 1354 Juni 6 sein und darf am 
Ende gar erst in das JaJir 1356 ^ wie im Lüb. ü. B. geschehen, gesetzt werden, 
vor den definitiven Spruch Lübecks von 1356 Aug. 4. HB. 1, n. 191 gehört 
bestimmt erst zu 1356, s. unten. Kampen zögert in dieser Angelegenheit mit sei- 
nen Erklärungen, zu einer Anordnung des vorläufigen Schiedsspruchs von 1354 
Juni 6, n. 295, giebt es seine Zustimmung erst 1355 Mai 1, obenn. 322: festum 
b. Jacobi proximam beweist, dass diese erst 1355 erfolgt ist. 

328. Gr. Ludwig III von Male von Flandern verspricht auf Gesuch die Kauf- 
leute von Edomsherred die alten FreiJmten für den Verkehr in Flandern 
weiter geniessen zu lassen. — 1855 Juni 9. Schloss Male bei Brügge. 

Aus Staatsarchiv zu Gent, flandrischer Kopiar: Decreten van den grave Lodowyck 
van Vlandren fol. 92, überschrieben: Mins beeren andworde van den lettren van 
den Vriesen hier achter gbescreven. Mitgetheilt von Warnkönig an Lappenberg 
i. J. 1834, dem Urkund^nbuch zur Verfügung gestellt von Weiland in Giessen, 
neu mitgetheilt von Staatsarchivar F. d'Hoop in Gent. 

Gedruckt: daraus Archiv f. Staats- und Kirchengesch. d. Herzogth. Schleswig und 
Holstein 2, 561, wiederholt Schi -Holst. U.-S. 2, n. 368. S. oben n. 320 und 
U. B. ^, n. 243. 

Ludovicas comes Flandrie , Nivernensis et Registetensis consulibas et commu- 
nitati universe in Edemshert sub domino principe Waldemaro S[l]e8[wjecen8e ' 
salutem et sub lege debita quiete gaudere. Licet mercatores semper benigne 
recipere et favorabiliter expedire infra nostros districtus, tarnen nos decet jura et 
leges majorum nostroram ad nos devolata illibata servare. Hinc est qnod preci- 
bos vestris inclinati vobis universis et singnlis intimamns, qnod mercatores vestros 
cum rebus et mercimoniis suis ad patriam nostram accedentes totiens, quotiens 
[eis placuerit]**, gaudere faciemus integre libertatibus suis ab antiquo et specia- 
liter a tempore bone memorie avi nostri comitis Koberti consuetis. Datum apud 
Male juxta Brugas, anno Domini 1355, die nona mensis Junii. 

329. K. Waldemar IV von Dänemark an Stralsund: beklagt die dem Deutschen 
Kaufmann durch die Seeräuber zugefügten Unbilden, verspricht Nikolaus Lim- 

%) Swesbecense die Abschrift. b) fehlt in der Abschrift. 



144 1355 Juni 11 — 1355 JuU 6. 

beck unverzüglich deswegen nach Seeland jsu senden und ersucht ihm eitlen 
Vertreter Stralsunds beizugeben. — [1355?] Juni [11], Mors, 

Aus RA zu Stralsund, Brief Sammlung ; Pergamentstreifen m. 8. MitgetheiU von 
F. Fabridus. Für die Datirung vermag ich nur das Itinerar des Königs zu 
benutzen y das, zwar sehr unvollständig bekannt y einen längeren Aufenthalt des 
Königs in Jütland nur für den Sommeranfang 1355 nuchweist: Aufenthalt bei 
dem Parlament zu Aalborg April 19 bis Mai 19, dann Juli 29 wieder in Hol- 
back, vgl, Beg, dipl. hist, Dan, 1, n, 2388 — 2394 und Contin. chron, Dan. Sict- 
land,, SS. rer. Dan. 6, 529, dazwischen um Juni 24 in Helsingborg, um einen 
Stillstand mit K Magnus von Schweden zu schliessen, Chron. Sial. a, a. 0., 
wozu Sverges Traktater 2, n. 319. 

Viris nobilibus consulibus Sundensibus presentetur. 
Woldemarus Dei gracia Danornm Sclayorumque rex^ viris providis et hone- 
stis consulibus Sundensibus quidquid sibi promocionis et honoris noverit cum 
salute. Noverit vestra provida discrecio nos de dampnis et injuriis communi mer- 
catori per piratas, de quibus nobis scripsistis, enormiter illatis non modicum con- 
dolere, sed propter diversas causas nobis et regno nostro incumbentes, quibus ad 
presens occupati sumus, dictos piratas et malefactores conpescere non valemus. 
Volumus enim dominum Nicholaum de Lembeke militem, qui potestatem ex parte 
nostri habet faciendi et omittendi in universis, Sellandiam celeriter destinare, cui 
nuum ydoneum de vestris, qui posse vestrum habet cum eo placitandi super 
hujusmodi nobis scripta, illuc, si placuerit, transmittatis scituri, quod ea, in qui- 
bus hii duo concordaverinty ratum habeamus. Datum Morsoo, sub sigillo nestro 
legali, secreto non presente, octava corporis Christi. 

330. K. Eduard [III] von England erneuert seinen Schutzhrief für die Kaufleute 
von Dinant in England auf ein Jahr^. — 1355 Juni 12, London, West-- 
minster. 

London, Public record office, Rot. lit. pat. 29, Edw. III. 2. 24. 

331. Gr, Wilhelm von Holland urkundet über den Salzstapel in Dordrecht wie oben 
in n. 296. — 1355 (op sinte Pieters ende Pouwels avond) Juni 28. Haag. 

StA zu Dordrecht, B n. 24; Or. m. S. 

Gedruckt: daraus v. d. Wall, Handvesten van Dordrecht 1, 249, nach einer schlech- 
ten Abschrift v. MieriSy Charterboek 2, 858. 

332. Derselbe bestätigt den von Zierikzee bestellten Vogt der Holländer, Seeländer 
und Friesländer auf Schonen. — 1355 Juli 6, Haag. ♦ 

, Alts M Provinzialarchiv zu Middelburg, Registr. Henrici Fopponis EL 42 foh 57. 
MitgetheiU von Provinzialarchivar van Visvliet. 
Beichsarchiv im Haag, Reg. EL 25 fol. 71, EL 42 fol. 18. 
Verzeichnet: aus M v. Visvliet, Invent. v, h, provinc. arch. van Zeeland 1, n. 716. 

Hertoge Willem grave van Hollandt, van Zeelandt, beer van Vrieslandt ende 
verbeider der graafscap van Henegouwen maken condt allen luden, want onse 

^) So nennt sich der König seit dem Verkauf Estlands an den Deutscharden 1346 Aug. 15, 
wahrend bis daJän „ac dux Estonie" zum Titel gehörte. Andrerseits fehlt hier „rex (rothorum**, 
welches 1360 in den Titel aufgenommen wurde. •) Durch Erlass an den Sherif von Lin- 

coln hatte der König Mai 4 die Anschuldigung fremder Kaufleute zurück gewiesen, er habe allen 
Fremdlingen verboten Wollentuche in England anzufertigen hei Strafe von 4 Sh. vom Tuch und 
Verkehr und Aufenthalt den fremden Kaufleuten untersagt, Dolentes, qaod dicti racrcatores 
alieDigene aut aliqois eomm pro IedIs vel pellibas lanatis, corio vel plambo mercatomm 
Anglie ad partes exteras snb nominibos mercatomm alienigenarum — occasionentor , impetan- 
tur, molestentur — sea graventor, Bymer, Foedera 3, 1, 299. 



1355 Jidi 8. 145 

goede lade van Zirixee^ bevolen hebben Hughe Pieterssoon onsen knape ende 
doerwader die voechdie te Sconen opten lande ende in den watere van allen 
onsen poerteren van Zirixee, soo bevelen wi hem die voechdie van allen onsen 
poerteren ende allen onsen luden van Holland, van Zeeland ende van Vries- 
land, die tot Sconen opten lande iof in den watere comen suUen, te beley- 
den ende te bewaarne tot onser eeren ende oirbaer allen onsen goeden luden, 
ende bevelen hem naerstelic, dat hi se te rechte houde ende beware ende 
besceime van onrechte, wacr hi mach. In orconde desen brieve besegelt met 
onsen segele.* Datum in den Haghe, des manendaghes na sinte Martiins dach 
in den somer, anno [13]55. 

Jussu domini comitis presentibus domino 
Joanne de Poel milite et Daniele de Merwede. Dominus de Ysselstein. 

H. Amerongen. 

333, [Versammlung zu Lübeck:] Vorläufiger Schiedsspruch Lühecks und Greifs- 
waids im Streif jswischen den Städten Stralsund, Rostock und Wismar einer- 
seits und Kampeyi andrerseits, wonach bis 1356 Aug. 15 ein Stillstand zwi- 
schen ihnen aufgerichtet wird, die vier Städte bis 1355 Sept. 20 ihre Klage- 
und Antwortschreiben in Lübeck einzureichen haben, Kampen 1356 zwischen 
Juni 12 und Juli 25 zuerst seine 3Iachtbotcn, dann die andern drei Städte 
die ihrigen nach Lübeck senden und die beiderseitigen Waaren-Arrestirtin- 
gen in Kampen und Stralsund ungeändert bleiben sollen, so zwar dass den 
Stralsundern' da^ Recht zusteht ihr Gut in Kampen unter bestimmten Bedin- 
gungen in Geld umzusetzen, — 1355 (ipso die Kiliani martiris gloriosi) 
Juli 8, Lübeck, Rathhaus. 

BA zu Bostock, n. 7046; nnheglauhigtes Pergament. 
BA zu Lübeck; eben so. 
Gedruckt: daraus HB. 1, n. 198. 

334. Wismar kompromittirt in seinem Streit mit Kampen auf den schiedsrich- 
terlichen Ausspruch Lübecks und Greifstvalds, — 1355 (ipso die Kiliani mar- 
tiris) Juli 8, Wismar. 

StA zu Lübeck; Or. m. S. 

Gedruckt: daraus Lüb. U, B. 3, n.2H0; HB. 1, n. 202. Die Urkunde zeigt den 
Ausstellungsort Wismar wie die fühjenden Bostock und Stralsund, ist aber frü- 
hei' geschrieben und nach Lübeck mitgebracht, ivo Juli S die Versammlung der 
wendischen Städte stattfand; s. d. vorige Kummer. 

335, Kampen eben so in seinem Streit mit Rostock und Wismar. — 1S55 Juli 8. 

Ä. a. O.j Or. m. Stücken d. S, 

Gedruckt: daraus a. a. (>. n. 2:il; HB. J, n. 20:i. 

336. Klage- und Yertheidigungsschrift Kampens wider Stralsund wegen Mords und 
Todscldags auf Sclwnen. — 1355 Juli 8. 

Aus StA zu Lübeck; Or. m. besdiädigtem S. 

Daselbst gleichzeitige Abschriften der Klage und der Antwort. 

Gedruckt: daraus Lüb. U. B. :i, n.2:i2; HB. 1, n. 206. 

Dit is de claghe, de wy scepene unde raadt van Campen claghen van 
gbebreke , dat dy borgherc van dem Stralessund ghedaen hebben unsen borgheren 
unde unser Stadt van Campen. 

') Mai HO luitte der Graf den Bürgern ron Zierikzee gestattet englisches Tuch zu eigenem 
Bedarf einzuführen trie zu färben und weiter auszuführen ; für den Verkauf in Z. xcird dasselbe 
Tuch gleich allem ausländiscJten in die Tucfihalle rertriesen , r. Mieris, iliarterboek 2, Sn2. 
Han»i8ch«s Urknndenbach III. 19 



% 



146 



1356 Juli H, 



[tj Toe dem eersten, dat se glogheu dree neder uoser borghere, daer eea 
np der walstede doet bleef unde dy twee vor doet ligghen leeten , eer den jeuich 
borgher van Caiupeu argli toekerede den bor^hcrcn van dem Sunde. 

[2J Vaertmeei' quam de voghet van dem Sunde mit siineii borgUeren unde 
claghede swaerlike claghe over iin.s des kouyugbs vogbedc unde den gheraeeiieu 
voghedcn uppe ISchonen, also dat dy borghcre van Campen golden oere burghere 
vaa dem Sunde gbcmoerdct hebben unde ghedoedet dy vroiiwen in den umiue- 
banghe^ dy kjndere in der weghen. Doe stünden up dy vogbede van Rozstoc 
unde Wyömer unde segheden, daer tuen dy moete swoer, wes- dy van dem 
Sunde elagbeden, dat clagbeden sec mede. Voert elagbede dy voegbet van dem 
Sunde ^ dat onse borgbere bedden leersen gbestoeleu unde ander güet unde hed- 
den reeroef gbcdaen, welker ßwaerliker claghe unse borgliere, dy sii daermede 
berocbtigbet badden, doe unßebnidich waren unde noeh unsebuldieh siUi als men 
dat in der wacrheydt sal vinden, 

[3J Voertmeer is ons doen verBtaen, dat dy voghet unde dy heren van 
dem Sunde hebben dese voerscreveue claghe mit eren breveu gheehighct dem 
koninghc van SwedeUj unde vermiddes der claghe is onse stadt unde unse bnr- 
ghere an grote ßwcernisse ghecoemen, unse burghere geslaghen, ghevanghen, 
ghescattet unde gheschaedet an unseme güede unde ghenoemen toe tweentwintich 
hondert pdndt groeten. 

[4] V'oertmeer so quamen drie unser borgbere in dy stadt toe dem Sunde 
unde vermoededen em gueder vrientschap Bunder jeuigberhande häde , want see 
der saeke, dy toe Schone ghesebiedc, allent onscbuhlicb waren; de woerdeu 
aenghesprokeu voer moniere, deve unde reeroevere mit öwaerhker claghe 
unschuldiehUiken, des sy nicht van dannen coemen moghten^ bebolden oeres 
liives, sy en mosten burghen setten voer vierhöndert marc Wendesch, des sy 
onser hreve noch jenegberbande dinghen ghenecten mnghteny sy en raosfen dat 
gheldt betaelen, daer sy mede verdertt sin. 

ß,] V^oertmcer dat sy toe sestich personen ofte raeer unser borghere der 
besten coepitide van unser Stadt hebben bescrcvcn in oer register voer reerovere 
unde vor schoedeve, daer wy sy unschuldicb inne kennen, 

[GJ Voertmer hebben sy leede ghediebtct, dy sebeudelie sin, up unse bor- 
gbere ^ alse wy vernoemen hebbeti. 

Dit is dat antworde uppe de eersten claghe up dat eerste gbebrek, dat 
de vamme Sunde segghen, dat sii hebben by de van Campen, also tom ecrstcn: 

[tj Dat sy seggheu^ dat twelcf borghere der van Campen quemen in der 
eerster nacht to Schonore, des nicht en is in der waerbeyt, mer alle de ghene, 
de me veressehen künde, de daer scbuldich ane wereo, de leten de scepenc 
van Campen beseriiven, sie wercn bur^^here to Campen eder gheste, dy sandeu 
sie bcscreveu den heren van dem Sunde in ere stad unde bebeeldcn sii selven 
besereven unde beden de heren van deui Suude, woer sii dy veresschen kon* 
den, dat sii daertoe vorderden, dat daer richte over ghingbe aisulk, als daer 
billeken over ghingbe, des <le raet van Campen dree hebben ghekreghen und 
hebben daerover richtet und voert nicbt an spiiren wolden, oft sii der meer 
künden kriighen, dat nie daerover richten wolden, Unde wy claghen (lode und 
voert allen göeden luden, dat sie dne unne borghere btTUrhtiMlcn unde noch ver- 
claghen, de uniscbuldich dn, wcnt sii oec segghen, dat viere van oercn hurghe- 
ren woerden vanghen unde woerden ghe voert in des vogbedes bodeu, de onse 
voghet beelt, went in den dtigli, dat unse voghet dedo ummc vredes willen unde 
des bcsiciu De8 quemen des morghens nuKt s doeden vrent an unsen voghet 



1355 Juli a 



147 



nndc begliereden mit unsetn rogbede, dat sie claghcn tnosten over de vere mit 
irmc doden vruiidc. Des ghiiik uiise vogbet toe uiide weygberde uiiseii borgbereii, 
dat sc nicht over die vere klagben mosten, nnde dat dcde he iinime vrede unde 
ghenacde unde umnie vretsebap willen unde leet sie gaen. Ock do dat sehriebte 
undc dat rucbte des nacbtes waert uppe dem lande , doe woerdeu onse burgbere 
feere vervecrt nnde en wisten nieht, van wannen em dat sebriehte anequam, 
unde weren in groeten angbeste oers liives nnde oeres güedes. Des boet unse 
voghet unsen borgberen, dat sii nicht en scholden gaen van onser vltten, wen 
wolde jenieh man em argh toekeren, dat sie dat eme scholden helpen keren. 
Unde segghen ons der tighte unsebiildieb nnde al unse borghere , unde de wy noch 
veresÄchen kuaden sonder de bautdadegben , dy wy beni bebben gheven bescreven. 

[2J Uppe dat ander stueke, wen sie segghen, dat sie onser borghere dree 
an«preken toe dem Sunde vor deve, vor reerovers unde vor mordere, des wy in 
der waerbeyt wol weten unde bcvilnden bebben, dat sie der ticbte unschuldich 
siji, öoe dreef sie daertoe de koningliike woldt, dat sie borgben setten mosten, 
want sie ghewamt worden van ereu vrunden, dat sie de sehomekere van deme 
Sande toe unrechte vannnc luve scolden gbeswocren bebben, Unde voer de 
uureehte beseattinghe , den en sehagb toe dem Sunde ^ soe bebben sie oer gftedt 
der van dem Sunde, dat toe Campen was, mit rechte aneeproken unde de 
ansprake sehagb buten vredes, also dat nenerhaude vrede was twisschen en und 
ons, als wy dat mit der waerbeydt vtilbringljen willen. Des bebben unse bor- 
gbere dat gi^edt mit rechte bebolden nnde mit neneme onrechte. Voertmer so 
wille wy des mit der waerbeydt välleneoenienj dat sie unse borghere, dy up de 
tiid in Pruszen weren unde na des to dem Sunde quemcn, anspreken vor dueve, 
vor mordere uude vor reerovere, went unse vogbet unde unse menen borghere 
der saeke uusebuldieh sint; so hoepe wy des, dat sy neuer misdedegher lüde 
scbuldt beteren seuUcn, de wy nicht en weten, we de sint. 

[B] Uppe de elaghc der bereu der raetmanne van Rozstok, wen sie seg* 
ghea, dat binnen velicbeyt unde vrede by naebttiiden unse borghere ncmen enen 
ercr borghere nnde enen erer borgber knecht unde voerden sie u])pe unse vitten 
unde ßlogbcn sie daer doet unde nemen en alse gtedt alse tweehondert marc 
Lubeäche penningbe: daer antworde wy also toe, dat wy der ticht unsehnldich 
sin alse vredes unde güedes te nemeude, mer een man waert gbebracht up onse 
vitten, des wy nicht ue wisten, wee de weren, de ene daer brachten eder van 
wenne sie weren. Des waert ghesegbet to Jacob Prummere: su, Jacob, dit is 
de gbene, de düneu broeder doetslaghen bell unde den anderen toe toede wünt» 
Doe hoerde wy segghen , dat de Jacob toeleep unde wutndede den man toe doede, 
de« doe unse burgbere nicht ne wisten , wee he w^as , wen hadde he levendich 
* ac UDsen vogbet nnde unse borghere koemen , so hadde en unse voghet gberne 
gheliegct, als he de \iere dede. de be hadde van dem Sunde: unde doe leet 
wag midc noch leet is [uns]* unde al unsen burglvercn unde hoepen jo des toe 
alleii tiiden, dat [nicht]* jenich unschuldich man des anderen misdact beteren sal. 

[4J Uppe de elagbe der bereu der raetmanne van der Wysmer, wen sii 
•ei^heDy dat binnen velicbeyt unse borghere doet bebben gbeslaghen twee erer. 
bofgbere nnde ghenomen alse gSedt alse tweehondert marc Lnbegcber penningbe: 
daer antworde wy alsus toe, dat wy unde onse burgbere des degher unsehnldich 
itü der ticht, men de jene, de wy hcbben den beren van dem Sunde bescreven 
gheveiiy went wy nä to deeser tut nemende scbuldieh enwesten; men wisten sie 



^\MU L, 



19^ 



148 1355 Juli 13 — 1355 Juli 21. 

jemende schuldich to nomende van den sacken, daer wolde wy en guede rich- 
tere to wesen, unde bidden sie des, dat sie dar nene unschuldeghe lüde mede 
betyen, wente wy hoepen des jo to allen tiiden, dat neen unschuldich man des 
anderen missedaet beteren schal. 

ßj Voert went de van dem Sunde also groete claghe als van seventich 
personen, dy op Schonen solden doet ghebleven wesen unde ghedoedet de vrou- 
wen in den ummehaoghe, de kyndere in der weghen, aen dien konyngh van 
Sweden ghebracht hebben over ons und onse burghere: welke claghe men also 
groet ter warheydt nyet en vindet dan to seven mannen van dem Sunde, Rozstoc 
unde Wysmer, so sin wy unde unse burghere vermiddes der swarer onrechter 
claghe in unsem guede gheschadet toe tweentwintich hondert pont groeten, als 
voerscreven is. 

Ghegheven onder onser stad seghel, int jaer ons Heren dusent drehundert 
viifendeviiftich, op sunte Kylianis daghe. 

337. Rostock hompromittirt in seinem Streit mit Kampen auf Lübeck und Greifs- 
wald ivie Wismar in w. 334, — 1355 (in die beate Marg^arete Virginia) 
Juli 13, 

L StA zu Lübeck; Or. m. S, 

R RA zu Rostock; Entwurf von Juli 8. 

Gedruckt: aus L Lüh. U. B, 3, h, 234; verzeichnet HR. 1, n. 204. 

338. Klageschrift Rostocks wider Kampen wegen eines 1352 Sept. 22 auf ScJimien 
verübten TodscUags. — 1355 Juli 13. 

Aus StA zu Lübeck; Or. m. S. 

Gedruckt: daraus Lüb. U. B. 3, n. 235; HR. 1, n, 207. 

Dit is de claghe der radmanne van Rozstoch over de borghere van Campen, 
de in den jaren der bord Godes dusend drehundert in deme tweundevifteghesten 
jare uppe Schone weren, dat de Campere darselves in den vorsprokenen • jaren 
der bord Godes achte daghe vor sunte Michaelis daghe* bynnen velecheid unde 
vrede unde bi nachtiden eynen erer borghere unde eynen erer borghere knecht 
van Rozstocke hebben ghenomen van der schomaker Straten unde voreden*» se 
uppe ere vitten unde sloghen se dar dod uode uppe der selven Straten nemen 
en also gfid alse twehunderd mark Lubescher penninghe. Dar bidden de vor- 
sprokenen radmanne van Rozstocke lik umme van den van Campen an rechte 
edder an vrundschap. Gheven is desse claghe under deme hangheden ingheseghele 
der sulven radmanne, in den jaren der bord Godes dusend drehunderd in deme 
vifundevifteghesten jare, in sunte Margareten daghe der hilleghen juncvrowen. 

339. K. Magnus von Schweden und Norwegen bekundet, dass er mit seinen nor- 
wegischen Vassalien den Bürgern von Kampen alle in Skanör und überhaupt 
in seinen Reichen vet übten Todschläge ^ Brandstiftungen und Vergehen gäm^ 
lieh vergeben habe, und erneuert ihre alten Freiheiten und Privilegien. — 
1355 Juli 21. Helsingborg. 

Aus StA zu Kampen; Or. m. S. 

Gedruckt: daraus Dipl. Norveg. 5, n. 222, wiedeiholt Sverges Traktater 2, n. 318; 
Charters en hescfieiden van Kampen n. 29. 

Magnus Dei gracia rex Suecie , Norvegie et Scanie omnibus presens scriptam 
cementibus salutem in Domino sempitemam. Licet graves et enormes injarie per 
quosdam ville Campensis inhabitatores tam infra nundinas nostras Skanor anno 

a) vorsproDeken L. b) Torenden /.. 

Sqjt. 22. 



1355 Juli 30 — 1355 Sept. 11. 149 

Domini 1352 quam alias antea in diversis nostris dominus crudeliter perpetrate, 
motas primos, quos previdere non possumus, ad seviciam excitent et instigent^ 
innata tamen nobis clemencia sensus nostros a conceptis rigoribus , presertim cum 
eosdem Campenses jam dudum apud nostram prcsenciam humiliatos viderimus, 
cohibet et refrenat. Eapropter noveritis, quod inter nos et vasallos nostros 
dominos Benedictum Dei gracia Osterlandiarum et utriusque Hallandie ducem^ 
Eringislonem coniitem Orchadensem et Ormerum Osteinsson dapiferum regni nostri 
Norvegie ac alios familiäres nostros, qui alias fuerant et sunt, ex una parte et 
discretos viros proconsules , consules et communitatem ville Campensis prediete per 
moduni, qui sequitur, extitit placitatum. In primis videlicet cedes, incendia ac 
alias quascumque injurias per eosdem apud predictas nundinas vel alibi, ut pre- 
mittitur, usque in presentem diem quomodolibet perpetratas taliter ob eorum 
instancias mitigamus, quod emendas peeuniarias et alias quascumque juri nostro 
regio occasione dictorum excessuum debitas remittimus et quitamus, declarantes 
tenore presencium nos, heredes nostros vel successores nuUis unquam temporibus 
super predictis exeessibus aliam ulcionem debere aut posse expetere vel emen- 
dam. Insuper ut predictorum excessuum et oflFensarum remissio plurium noticiis 
imprimatur, eosdem Campenses privilegiis omnibus et singulis ipsis per nos con- 
cessis libere et paeifice deinceps sicut bactenus frui volumus et gaudere, decer- 
•nentes litteras super ipsis confectas in pristino semper robore duraturas. In quo- 
rum omnium evidenciam sigillum nostrum presentibus duximus apponendum. Datum 
Helsingborgis , anno Domini 1355, in profesto beate Marie Magdalene. 

Dictionem interlineariter positam approbamus, que est: excessuum, nee per 
eam presentes haberi viciatas aliqualiter volumus vel suspectas. 

340, K. Magnus von Schweden^ Norwegen und Schonen bevollmächtigt Tidehe 
Feregghede zur beliebigen Verlängerung des von Hz. Albrecht von Mehlen^ 
bürg in seinem Nanien eingegangenen Stillstands mit Lübeck [n, 304], — 
1355 (Laghaholmis , in crastino beati Olavi regis et martiris) Jtdi 30. 

StA zu Lübeck; Or. m. S. 

Gedruckt: daraus Lüb. U. B. 3, n. 239, 

341, Die Boten Hamburgs * beurkunden ihre Sühne mit den friesischen Klöstern 

Klaarkamp, Aduward, Jerusalem, Mariengaardy Dockum und Foswert , 'nach 
welcher alle Schädigungen an hamburgischen Schiffen und Giltern seit 1346 
März 25 vergeben sein sollen, — 1355 Aug, 11, Emden. 
StA zu Hamburg, Trese P s; Or. 
Verzeichnet: daraus Friedländer, Ostfries, U. B, 1, n. 73. S. oben n. 107. 

342, Stralsund kompromittirt in seinem Streit mit Kampen auf Lübeck und Greifs- 
tcald wie Wismar in n, 334. — 1355 (die sanctorum martirum Prothi et 
lacincti) Sept. 11. 

StA zu Lübeck; Or. m. S. 

Gedruckt: daraus Lüb. U, B, 3, n, 243; ÜB, 1, n. 205, 

343, Klageschrift Stralsunds gegen Kampen wegen Gewaltthaten auf Schäften aus 
dem Jahre 1352. — [1355 Sept. 11.] 

Aus L StA zu Lübeck; Or. m, S, Stralsunds. Mitgetheilt ron Wehrmann. 
L 1 daselbst ein Entwurf [?] auf einem Bhitt mit einem Auszug aus den Klage- 
schriften Bostocks und Wismars; bessere Lesarten, 
Gedruckt: daraus Lüb, U, B, 3, n. 244; HB, 1, n.208. 

») Botschaften Hamburgs nach FriesUmd sind aus diesem Jahre drei bezeugt durch die 
Kämmereirechnungen voti Hamburg, herausg. ron Koppmann, 1, 40: Ad reysam in Frisiam per 
dominos Uoop et Stendal 83 U. ^ß, Johann! de Gotinghe in Frisiam, Ueynoni Marketbrod 7 €t. 
in Frisiam. 



150 1355 Sept. 26. 

Hec est querela, quam movent cives Sundenses contra Campenses. 

[IJ Primo quod in nundinis Scanore in anno Domini 1352 (veneruut)* duodecim 
viri de Campen (et)* nocturno tempore in mera tranquilitate et pace fregerunt 
bodas duas et res eivium dietorum spoliare nitebantur, quos dicti nostri cives cum 
adjutorio eivium Wismariensium comodose depulerunt. Alia vero nocte adve- 
niente dicti cives Campenses venerunt cum magno clamore, excercitu et congre- 
gacione (et)' armata manu nocturno tempore invaserunt cives nostros in muitis 
suis rebus jacentes et pacem sperantes ipsosque spoliarunt omnibus suis rebus in 
valore quingentarum marcarum Sundensium, ibidem sex de ipsis interfecerunt, 
tres vulneraverunt et quatuor captivatos duxerunt in bodam advocati Campensis, 
quos ibidem detinuit usque in diem, et qu[i]^ tandem fuerunt dimissi prefecta 
tamen caucione per nostrum advocatum. Pro ista violencia nichil juris a dictis 
suis malefactoribus consequi poterant de omnibus sibi per ipsos minus juste 
illatis. 

[2] Item cum dicti nostri cives Sund(is)'' venerunt, de dictis suis injuria- 
toribus invenerunt tres in Sundis, quos pro suis veris spoliatoribus et occisoribus 
jure Lubicensi inpetebant, a nobis quod juris fuit super ipsos fieri postulantes; 
tunc supervenienti Maas Tochslegere ** advocato Campensi et scabino ibidem 
nobis instanter supplicaWt, ut dicti tres fidejussoribus traderentur. Tandem fac- 
tum fuit ad ipsius rogatum, quod dicti tres fiierunt fidejussoribus traditi super 
terminum deputatum , quod in illo termino esse deberent in Sundis et dictis nostris 
civibus facerc de injuriis, contumeliis et violenciis ipsis illatis totumf et de omni- 
bus sibi obicien(di8)* quod esset juris Lubicensis, quod si non facerent, deberent 
esse (de)victi'^ in quadringentis marcis Sundensium denariorum nostris civibus dan- 
dis. Quem terminum, quamvis sepissime ad ipsorum iustanciam per nos proro- 
gatus fuit, neglexerunt et servare contempserunt. Quo viso per nos dicti nostri 
cives hujusmodi pecuniam per ipsos Campenses arbitratam et neglectam pleno 
jure Lubicensi a dictis fidejussoribus sunt consecuti, a quibus et aliis sibi justi- 
ciam fieri afFectant. 

[3J Item conquerimur nos consules Stralessundenses , quod stantibus istis 
amieabilibus treugis per Hermannum de Rode ex una et Johannem Brunen ex 
altera factis et treugatis et postmodum per nos ad peticionem ipsorum et domi- 
norum consulum Lubecensium prolongatis dicti Campenses bona nostrorum eivium, 
que ob spem pacis et securitatis in portum suum devenerunt, usurparunt et de 
omnibus hiis se intromiserunt, que adbuc detinent minus juste in nostrorum eivium 
dispendium et gravamen*, videlicet 17 lastas siliginis et 10 lastas allecium et alia 
mnlta plura, a quibus nobis justiciam petimus et fieri postulamus. 

344, Willekin Beverstede und Volmar Buxtehude bescheinigen bis zum Eintreffen 
der entsprechenden Quittung des Roths von Lynn in England, dass ihnen als 
Erlös aus den bei Wismar schiffbrüchig gewordenen englischen Gütern 800 M. 
lüb. Pfenn, vom Roth von Wismar überantwortet sind. — 1355 (in profesto 
Cosme et Damiani) Sept. 26. Lübeck, Rathhaus. 

StA zu Lübeck; Nieder - Stadibuch. 

Gedruckt: daraus Lüb. U.B.3, n. 246. 

») Ho L 1, /ehU L. b) qaod L, L 1. o) So Li, Sundonses /.. d) /. / l^tarr : 

Thosl^her. e) So LJ, obidentibos L. ^ t) 80 LI, convicti /.. g) Li fdkri fort und 

*chlie4»t: a qoibtu nobis josticiAm petimoK inpendi. [Von andrer Hand:] Et bona ista füorant decem 
laste alleoiam, itom 17 laste siliginis nostris ciyibos aooepernnt. [Durchstrichen:] Item oonqnorimnr, qnod 
nostris ciTibos deoem lastas alleciam in die beati StefEuü in fseto natiritatis Christi [Dec. 2€] accepe- 
ront, pront met reoognorerant se tali die piedicto accepisse. 



1355 Nov. 1 — 1355 Dec. 8. 151 

345. Oldenburg bekundet sein Freu/ndschaftsbündniss mit Bremen zum Schutz des 
Handels zwischen beiden Städten, gestattet den Bremern während der nach- 
sten 20 Jahre bremisches Bier in Oldenburg zu verkaufen ^ bestätigt die bis- 
herigen Regeln für gegeyiseitige Kaufmannschaft und Kramerei, indem es 
Hilfe bei Schuldfarderungen verspricht und fordert, und gelobt keinen Geg- 
fier Bremens ausser seinen eigenen Herren, bei denen es vermitteln will, zu 
unterstützen \ — 1365 (an alle Godes hilghen daghe) Nov, 1. 

StA zu Bremen; Gr., S. abgefalkn. 
Gedruckt: daraus Brem. U. B. 3, n. 76.» 

346. Hz, Albrecht und Johann von Meklenburg , Brüder, und Gr, Otto von Schwe- 
rin bekunden ihre bis Ostern über ein Jahr [1367 April 9] mit Lübeck^, 
Wismar und Rostock vereinbarte Ergänzung zum La^idfricden [n, 202]: dass 

jeder des Friedbruchs angeklagte, der im Lande ist, in 14 Tagen bei der 
Kirche seines Kirchspiels, der grade über See befindliche binnen 6 Wochen 
sich zu stellen hat, widrigenfalls nach Landfriedensrecht verfahreyi wird. — 
1355 (des suiinavendes na sunte Mertens daghe) Nov, 14, Wismar, 

BA SU Itostock; Or. m. S. Hz. Albrechts tind der 3 Städte. 

Gedruckt: daraus Lüh. U. B. 3, h.249; verzeichnet Urk. Gesch. d. Urspr. d. D. 
hause 2, 430. 

347. Breslau an K. Karl [IV]: meldet, dass durch Traktat zwischen der Herr- 
scJmft von Preusscn mit Litauen die Kauflcute eine nahe llandehstrasse von 
Preussen durch Litauen nach Ruthenien ohne Berührung der polnischen 
Grenze und ohne ZollpfUcUt gewonnen ^ und bittet den hei ihm weitenden Her^ 
ren von Preussen hierin die Beförderung der kaiserlichen Kaufleute gleich 
den 2>reussischen aufzutragen. — 1355 (in erastino sancte Elyzabetb) Nov. 20, 

Staatsarchiv zu Breslau; Kopiar der Korrespondenz Breslaus mit dem Kaiser 

1347—1355. 
Gedruckt: daraus Korn, Breslaner U. B. 1, 172. Vgl, oben n. 287. 

348. K. Magnus von Schweden, Norwegen und Schonen ratificirt mit seinem 
ReichsrcUh und unter Bürgschaft von Hz. Benedikt aus den Osterlanden und 
den beiden Halland doi von seinem Bevollmächtigten Dietrich Vereggede von 
[1355] Nov, 11 (die beati Martini episcopi — proxime preterito) his [1358] 
Juni 24 (post biennium ad proximum — Johannis baptiste nativitatis diem) 
mit Lübeck geschlossenen Stillstand [in der Form der Abmachungen von 
Hz, Albrecht von Meklenburg n. 304]. — 1355 Dec. 8, Stockholm. 

StA zu Lübeck; Or. w. 2 S. 

Gedruckt: daraus Diplom. Norreg. 3, n. 28i} und Lüh. U. B. .?, n. 251 ; verzeich- 
net Urk. Gesch. d. Urspr. d. 1). Hanse 2, 4.23 und Sverges Traktater 2, n. 321. 
S. oben n. 340. 

>) Die „Verbindung des Grafen von Scowenborch, Vormundes des Stifts Minden, der Stadt 
Minden und Ritter, Knechte und Batlude des Wicbildes to Lübeck mit dem Herrn Cord ron 
DiepJiolz zu Erhaltufig des Landfriedens, 1355^^, tcelche in Urk. Gesch. d. Urspr. d. D. Hanse 
2, 435 angeführt ist, meint tiatürlich nicht Lübeck y sondern Lübbeke in Westfalen, ist ron ganz 
partikularer Bedeutung und gehört, wie der Abdruck in Treuers Geschlechts- Historie der rofi 
Münchhausen Beil. 8. 31 zeigt, in das Jahr 1358. Ein andres partikulares Bündniss zwischen 
den drei ersteren und den Stiftern Minden und Osnabrück und der Stadt Osnabrück icurde 1357 
Febr, 21 (des hilgcn avendes sunte Peters ad cathedram) geschlossen, StA Osnabrück, Or. in, 
2 S,, mitgetheilt ron Fabricius, schlecht gedruckt in (Friderid ,) Gesch. d. St. Osnabrück 1, 279. 

«) Dieses wird Schiedsrichter in Landfriedemangelegenlieiten zmschen dem Domkapitel und 
dem Roth ron Hamburg wegen Verluste in den Kämpfen mit Joh. Hummersbüttel und denen 
rofi Krummendik, Lüb. U, B. 3, n. 240 — 242, 245. 



152 1355 Dec. 8 — 1356 Jan. 26. 

349. K. Karl [IV] wiederholt in seither Bestätigung aller Freiheiten und Privi- 
legien Kölns , insbesondere des StapelrecMs , die Bestimmungen über die frem- 
den Kaufleute daselbst Bd. 1, n. 555 S. 183 Z. 31 bis S. 164 Z. 12. — 1355 
Dec. 8. Nürnberg. 

StA zu Köln; Or. m. ahgefalleiier Goldhulle. 

Gediiickt: daraus Lacombl^t, U. B. z. Gesch. d. Niederrheins S, 547. Die Auf- 

hehmig des Stapelrechts u. s. w. 1356 Jan. 5, a. a. 0. n.551, ist thatsäcMich 

von gar keiner Bedeutmuf gewesen. 

350. Dordrecht an K. Eduard [IHJ von England: bittet, indem es für die Kauf- 
Icute von England und für sich selbst Eintracht und Frieden umnscht, mit 
den Gesandten des Grafen von Hennegau und Holland U7n seiner [des Königs] 
Nichte (seureur), (kr Gräfin von Holland und Hereford, unWen Geleit und 
Schutz vor Arrest in England ausser bei eigenen Schulden oder in einem 
Todesfall (propre trepas) *, und versjyricht Handelsschutz für die Engländef^ 
in Holland tind Seeland. — [c. 1355.]^ 

London, Public record officc, Royal letters, Tortfolio. Jungha}is. 

351. K. [Kasimir] von Polen an den Hochmeister des Deutschordens [Winrich 
von Kniprode] : ersucht ihn sich ihm und den sieben tatarischen Häuptlingen 
gegen Litauen anzuscMiessen , um so den Bürgern und Kaufleuten des Ordens- 
landes die Wege und den Handel nach Russland zu öffnen, wozu er allein 
nicht im Stande. — [c. 1356.] 

Staatsarchiv zu Königsberg, Formularbtwh , von Voigt nicht tmher bezeichnet. 
Gedruckt: daratis Voigt, Cod. dipl. Pruss. 3, n. 83. Vgl. Caro, Gesch. Poletis 
^^ 311. 

352. Anklam beurkundet sein mit Stralsund, Greifswald^ und Demmin von Febr. 2 
(a festo purificacionis sancte Marie virginis) auf drei Jahre geschlossenes 
Bümlniss zmn Schutz des Landfriedens. — 1356 Jan. 26. 

Aus TiA zu Stralsund; Gr., S. abgefallen. Mitgetheilt von Fabricius. 
Verzeichfu^ : daraus Hli. 3, n. 11 , vgl. das. S. 0. 

Noverint universi, quod iios cohhuIcs civitatis Tanglym presencium tenore 
recognoscimus [u. s. w. genau mut. mut. wie oben n. 266 bis § 10 mit der Abicei- 
chung in §3, dass Anklam und Demmin sich zur Stellung von 15 , Stralsuml 
zur Stellung vo^i 50 und Greifswald von 30 Mann verpflichten]. 

lu quorum omnium evidens testimonium nostrum sigillum presentibus est 
appensum. Datum Tanglim, anno Domini 1356, in crastino conversionis sancti 
Pauli apostoli gloriosi. 

') Es wäre zu erwarten: bei eigenen Vergalten. *) Datirting: genunnt ist ohne Frage 

die Nichte K. Eduards TU Mechtild^ Tochter IJeinriclis Plantagcnet von Lancastcr, 1352 ver- 
mä/ilt an Wilhelm V von Holland; da hier der Abfertigung einer Gesandtsclmft durch den 
Grafen, der 1354 zu hen'scJien beginnt, gedacht mrd, derselbe 1357 im Herbst durch Wahnsinn 
regierungsunfälüg wurde, so ergiebt sich als wahrscheinlich die obige Zeitbestimmung, Junghamf 
wollte K. Eduard II r er stellen. ^) Für Greifswald fiUtrt die Urk. Gesch. d. Urspr. d. I). 

Hanse 2, 43i) zum Jahre 1356 an: „Stiftung der beiden kaufmännisciwn Conipagnien der Scho- 
fienfahrer und der Bergenfahrer** nach Bohnert, Samml. pomm. Landesurkunden Supplemettt 

4, 210. Mit Unrecht, vgl, Kosegarten, Pomm. u. rüg. Geschichtsdenkmäler 1, 28, 29. Xach 
einem jetzt verlorenere, in dem [mir unerreichbaren] Tractatus de Jurisdictione von Stephani 
(1623) Hb. 2 pari. 2 cap. 7 excerpirten KompagniAuche wird die Gesellschaft als bereits beste- 
hend zu 1356 erwähnt: a. 1356 so heft de erlike rat thom Gripeswolde befryet de broedere 
van der Copenhagenschon cumpaDye in sulker wise: eft dar schege messtoege, hartocb nnde 
scheldewortc sunder lemedo unde dodslag, dat yd de oldeberen under sik ricbten unde entÜYgcii. 

5, oben U. B. 2, w, 493 nebst Anmerkung, 



>* 



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1356 Jan. 29 — 1356 Mai 6. 153 

<\^ 

/ Insnper omnia quicunque hominum aliqua bona vel aiiqaam pecuniam mutao 
./ acceperit in aliqaa civitatum predictarum et in nostra, nolentes quod in unaqua- 
qae aliarum civitatnni et in nostra pro predicto mutuo ducatn aliquo uti debeat 
Tel gaudere. 

555. Klageschrift Wismars wider Kampen wegen Todschlags und Raubs auf 
Schonen, — 1356 Jan, 29, 

Au» StA zu Lübeck; Or, m. S, 

Gedruckt: daraus Lüb. U. B, 3, n, 253; HR. 1, n. 209. 

Noverint nniversi hoc scriptum inspecturi, quod nos consules civitatis Wis- 
mer pro querimonia nostra contra Campenses damus et ponimus articulos infra 
scriptos. 

[1,] Primo quod Campenses interfecerunt crudeliter in nundinis in Skanoor 
noctumo tempore duos de nostris civibus infra bonum pacis et securitatem regis 
ibidem juratam et civitatum, et bunc articulum probare volumus sufficienter, ut 
de jure debemus, si et in (|uantum ipsum ultra boc, quod dicta interfectio nostro- 
rum civium satis publica est et notoria, probare debeamus; nam retulit nobis 
dominus Hinricus Ghunter noster consularis , qui tempore hujusmodi interfectionis et 
litis advocatus noster fuerat in Skanoor, quod, sicut de nocte hujusmodi interfec- 
tiones et lites*fuerunt , quod sequenti die de mane venit advocatus Campensium, qui 
tunc temporis advocatus eorum erat, ibidem ante universos Theuthonicos advoca- 
tos et se dolere multum de hujusmodi homicidio et interfectione asserebat et 
rogabat ipsos advocatos, ut amore Dei ipsum juvarent ab hujusmodi incommodo 
et infortunio in amicicia et favore, et querulose conquercbatur suos ita predomi- 
nanter esse insanientes, quod compescere eos non valeret. 

[2.] Secundo quod noctumo tempore ipsis res suas in valore ducentarum 
marcarum Lubicensium denariorum abstulerunt, ut proximiores amici eorundem 
nostrorum civium interfectorum conqucruntur, et hunc articulum probare non 
intendimus, sed ad unicam manum ipsis ponimus articulum memoratum. 

In testimonium dacionis et posicionis premissorum secretura nostrum presen- 
tibus est appensum sub anno 1356, feria. scxta ante festum purificacionis beate 
Marie virginis. 

So4. [Entiourfzu einem Schreiben] Hamburgs an seine Nachbarstädfe : die Stadt 
meldet y dass die jüngst Febr. 2 in Lübeck versammelten Seestädte wegen 
Beschiverden der Kaufleutc liibischen Drittels in Flandern auch für die 
abwesenden beschlossen hätten Rathmannen von Lübeck, Stralsund und Ham- 
burg für das ganze Drittel an die Stadt und die Kaufleute nach Briigge zu 
Pfingsten [Juni 12] abzuordnen, und bittet um Bevdlmächtigung, — [1356 
nach Febr. 2,] 

StA zu HavUturg, seit 1S42 nicht mehr rorhandeti. 

(redruckt: daraus HR. 1, n. IDüy 3. S. unten n. 350, 

S55, Stolpe bekundet gegen Lübeck seinen Dank für die Befreiung und Auslösung 
eines von Gr, Adolf von Holstein und StornKirn bei Fehmarn (in portu 
maris terre sue Cymbrie) arrestirten stoljnschen Schiffs, — 1356 (feria 6 post 
dominicam quasimodogeniti) Mai 6. 
StA zu Lübeck; Or. m. S. 
Gedruckt: daraus Lüb. U. B. 3, n. 258. 

356, Die Städte flübischen] Drittels an den gemeinen Kaufmann dieses Drittels 
in Brügge: beglaubigen Rathmannen von lAiheck, Stralsuiul und Hamburg 
als bevollmächtigte, — 1356 [vor Mai 25]. 

Han^iM-hm Urkundenbach III. 20 



1356 Juli 12 - 1356 Sommer. 165 

361. Kampen an Lübeck: hevollmächtigt seine 'Rathmann4:n Lambert lialduins' 
sehn und Hiomas Touslaegher bei Lübeck, — [13^6 zwischen Juni 12 und 
Juli 25.] 

StA zu Lübeck; C>r.y S. abgerissen. 

Gedruckt: daraus Hli, 1, n. 210 und Lüb, U, B, 4, n. 27, Das Datum ergießt 
sich aus dir BeMimmung des Schiedsspruchs von 1355 Juli H, fjißen n, 

362. Hz. Wilhelm von Baiern, Gr. von Hennegau, Holland, Seeland, Friesland, 
verheissf den gemeinen Gilden und den Bürgern von Utrecht Schutz in sei- 
nen Landen gegen Entrichtung der zur Zeit seines Aeltervaters und seines 
Ohms üblichen Z^Hle für die Dauer seines Lebens und Sicherheit vor Zwei- 
kampf. — 1350 «des anderen daghes na sinte Peters ende Pouwels dacb; 
Jnui 30. 

StA jif Utrecht, Der tftat cojnboek B fol. 04 : auch Kofn^^juch A foL l'i und K 

f"l 5h. 
G"ini<.kf : daraus >: Mieria, Ch^trferboef: 3. i. Vtjl. datt. :j. 7. 

363. [Hauibunj] an K. [Walde mar IV] von Dä/iemark: verwendet :iich für die 
Sicher ^ff^liing .^rimr and der gut« inen Kaufleute gegen die neu errichtete 
Bcfi-yfi'Vni'i a^f Helgoland. — [c. 130*1 Sommer.] 

^tA Z'i HfttH'.ntrn . Pertjan.'-htbhjti . aiif xr*kh*iH HU. 1, n. If/fß, mi'< J>>/^ /ncht 

ih'.hr 'fjrhonjJ* n: K'.fiiZ'j't. 

fi *.o r I . *:7rr : '\nr t^^ ^ >/;. ^r>.« ':h. d. l > */ tr. d. D. Hau y ;/ . J37 . yri^d*r}t//It hi^rr ; rtr- 
:':'^>.'t B'j. *nj'l. ht<t. Dan. 1 . u. :i4'>i. Daf^ Schreibe a^.irt ich mit lUrinhardt, 
] 'a i ütujr A r'-rda^i O'j '• '.t u <f K:*n(y. ^t*rtt in^ ■'! *< >0 « S. ^3*j in IP n> h >* >#// z *4 den 
VfKttft'Jep* un A'*n. ^*}. VpL l^jjf^fib<r(i, l'titer *isru »^fuirtt^Ati^n l'mfan^f '4tt/i 
i'i- -.i^-f 0'^i'*t\<^''': H'loolaixdif •'1>'J0- >. 15. l'J. 

AJ re^rrm Da«;ie posi salutaeioneui «ic s^ribatar. 
VesTre j.aiea! ma^Tiificencie re^^ali no» ex relationibu* pereepisi?e. ut videtur 
tamqiiaizi veri? . v. .• ^iu^-ddam iörtali«/iuni *ujtra terraijj dictam Hil^belaud bii^^ 
brevibu* dirr'^i;* ';MiiMnixi-^^e ei -jut"! ijo^ir«"? eive* ei '.-oniniUijeni ijier':av>reijj 
interdunj iiiLiir* e: ]v.'Truui riu^dem terre ••b •pem ^aluTif^ corjK»rurn at/jae reruin 
coDti#nt ^isiiare et hatKrri^ ibideiu retudniij siriinilare. Qu'»cin'a o]AUj pro dictw 
ncK'iris tivi'^r.i e: 'y-KjnjTini iEercat''re «jTiervrjTr- supplicarnu* venire prepotenti et 
infeLTjf ioJiliziSi'r.'.'iii huiüili prec-e et aii>:Lia. '^uaieiju^ laliter ecni a^lvr^-ati*. f^iü- 
ciatis et laTii'J^ari'c* ve^rri- ibideiu exUteLtibus dinjeuiiDi ordinäre ae pree»fie in 
effeetüEj. «jUv-a a ji'i-- ]"na]i«:io nobl* a/.- LO^tri;? et eonjnjuni uien.-at/jri nulia j>eri- 
cnla au: Texar-ir^ a!i'jua:*rnui- iüleraLtur ant inierri pr^x-ureumr. Xobi^ ve^^tra 
regali- iLai^i4';eDc:a '■.•zvj. reLe^'•^v ... pre'.'ij'iat •.•/•ritiJeijter. ^^aM riu^'-ulariier 
erga d-ni::a':'i--irn; TrrTraiL exiiLiäii: ci:piii:iir de-^n"ire. .Soripniu ijo^tro sab 

-50"^. Lnä'jititt'p^r ^*Jtih'^pr:\rh L'*'y'.hr *hi Orr* r:^•'r•J/■I^ rjriyi^/i .'^rrai^ttM. 
Ii>*i^'yj^ . W^t'ntar vi,* Kiwpi-n tu >'iO'':st 'Ur na* SOf'jti'*'u - f. J. IH'/Z 

- Dt» JE»v''»'^**/''-it'K' U'>«. 'i-' •■■»#. Jtfi. 'j •t*^uh'"-t '\j,[tf*'h : ,t ♦■- '•*:! ,t''i lij! Ttf 
ci^-i?? Lf>tr: Lik'TT:**t sL-ua :'.-.: r.::i iitL-:: iii'-ftfct': T:!;ti* \>'i^v. t. ^i.tL..'- •'-•. '.-^ll ö rii? 

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aZU. Zuli* . £tf*ritti^^. t**tr» hef:u> ''w' v.fi*i> i'»»'r / :j ^-'•-•»'•<i; '*^u*:r. K h.^'*J' •'.«#. vjfci'/;^^. 
l'iVj 1m-^,. iT "^r »•* Bl'.i* . Oi* -* i'ttii. r»^fi» JL^/"-: fi*T Kr'.»»*. pt't*rttr,J!: . Jiz. Al*^*-Oi^ "-«. 



7 



154 1356 Mai 25 — 1356 Juni 12. 

StA zu Hamburg; Entwurf, seit 1842 nicht mehr vorhanden. 
Gedruckt: daraus HR. 1, n. 199, 1, Zur Batirung s, oben n. 554 und unten 
n. 358. 

357. Dieselben an Brügge : eben so. — 1356 [vor Mai 25]. 

A. a. 0. 

Gedruckt: a. a. 0. 1, n. 199, 2. 

358. Johann Buxtehude von Stralsund an Stralsund: meldet 'neben der Begegnutig 
des Herzogs von Meklenburg und der Grafen von Holstein mit de^n König von 
Dänemark, dass wegen Verspätung der preussischen Eathmannen [die städ- 
tischen Sendeboten] erst Mai 27 von Lübeck aufbrechen werden. — [1356] 
Mai 25. [Lübeck] 

RA zu Stralstind; Or. 

Gedruckt: daraus HR. 3, n. 12. Vgl das. S. 9 uiid hier n. 354, 356 und 359. 

359. Versammlung der Sendeboten der osierschen Städte aus den drei Dritteln mit 
dem gemeinen Kaufmann zu Brügge: Bestätigung der kaufmännischen Be- 
schlüsse oben n, 113 und Bestimmungen über die Rechte und Pflichten der 
Aelterleutc, deren Uneinigkeit Anlass zur Versammlung gegeben, und über 
eine jährliche Verlesung der gräflichen und der brüggeschen Brivilegien für 
die KaufleuteK — 1356 [um Juni 12]. 

Gedruckt: HR. 1, n. 200; das Dokument findet sich auch noch in Lübeck, ftandr. 
Kopiar S, 21, und in Köln, Imns. Pririlegienbuch a. Perg. fol. 155. Vgl. HR. 
S. 126 über die Bedeututig dieses Recesses und n. 201 : ein Verzeichniss der Aelter- 
leutc 1350—1404. Die Beschlüsse von 1354 April 20, Urk. Gesch. 2, 397, 399, 
folgen unten im Anlha^uj. Ich muss denken, dass folgende Eintragungen des 
AusgabehucJis der Stadt Riga aus dein Anfang 1357 auf diese flandrisclie Sache 
von 1356 Bezug nehmen, um so mehr, da, so weit ich sehe, i. J. 1357 nichts 
besonderes im Interesse des gemeinen Kaufmanns in Brügge untertwmmen ist: 
Item data est V2 "ir- cursori de Prusia ox parte communis mercatoris cum 

8 oris, item ad cxpeusas nunclorum de Lubek ad usus communis mercatoris 

4Vä nir. , — — item pro expensis domini Wulfardi versus Lubek 35 mr. cum 
fertone, Lirl. Ritter schafls - Bibl. zu Riga, n. 3S6. Gemeint ist an letzter Stelle 
der Rathmann Wulfard de Sundern, vgl. Böthführ, Rig. RatJislinie (2. Aufl.) 
S. 76. 

360. Bertdd Lappe und Alberich Lappe wiederholen für Hamburg n. 200 *. — 
1356 (in die penthecostes) Juni 12. 

StA zu Hamburg, Trese Q 97, Or. m. S. 

Verzeichnet: daraus Urk. Gesch. d. Urspr. d. D. Hanse 2, 408. 

') Im Anschluss an n. 116 Anm. 1 mag hier das Zeugniss berührt werden, das der Graf von 
Flandern in seiner Ordnung für die Tuehmacher von Ypern 1356 Jan. 7 über die Tuche von Yjyern 
ausstellt: onso stcidc van Ypre — moest ghestaen heift ende nocii staet up de goede draperie, die 
men daer maect, dewelke men coopt ende orboort verre ende naer; anesiende, hoc dat meii in veile 
steiden ende dorpen omtrent — drapiert ghelike endo contrefaite lakenen van wuden , van liisten, 
van langhen ende van breeden , ende naer dat men drapiert in onse vorseide steide , daenneide de 
draperie — zere gheblameirt mochte siin specialike in verren landen, mits dat de vorseide drape- 
rio van Ypre met starken kueren ende ordenancen — good ende loyal es ende moet siin ende die 
contrefaite lakenen — zun zomeghe zonder loy ende zonder ordenance licht van ghewande ende 
ghedrapiert elc alsoos hi wille, daermeide de Heden vorro ende naer, die se coopen ende orboren, 
over Ypersche lakenen zere bodroghon zun; dann ivird über die l'uchwirkerei für Ypern und 
Umgdmng ausser für Dixmuiden, Belle und Rosselaar näheres bestimmt. Originaltranssunrpt 
rofi 1356 Juni 29 im Reichsarchiv zu Brüssel, Chambre d. comptes de Lille. *) I. J. 1356 

wird von Hamlmrg für die Sicherheit der Schiffahrt auf der Stör gekämpft : Domino Meynardo 
de Heyde 21 U. ^ ß 3 ^. supra Storam , quaudo cum Stadensibus navigabant pro raptoribus. 
Hattib. Kämmervirechnungen , hera. von Koppmann, 1, 51, Exposita des Jahres 13r)6. 



1356 Juli 12 - 1356 Sommer. 155 

361, Kämpen an Lübeck: bevollmächtigt seine Bathnmnnen La^hbert Balduins- 
sohn und Th(yinas Touslaegher bei Lübeck, — [1356 zwischen Juni 12 und 
Juli 25.] 

StA zu Lübeck; Gr., S. abgerissen. 

Gedruckt: daraus HB. 1, n. 210 und Lüb. U, B, 4, n, 27. Bas Datum ergibt 
sich aus der Bestimmufig des SchiedssprucJis von 1355 Juli 8, oben n. 

362, Hjs, Wilhelm von Baiern, Gr, von Hennegau, Holland, Seeland, Friesland, 
verheisst den gemeinen Gilden und den Bürgern von Utrecht Schutz in sei- 
nen Layiden gegen Entrichtung der zur Zeit seines Aeltervaters und seines 
Ohms üblichefi Zölle für die Dauer seines Lebens und Sicherheit vor Zwei- 
kampf. — 1356 (des anderen daghes na sinte Peters ende Pouwels dach) 
Juni 30, 

StA zu Utrecht, Der stat coinboek B foh 64; auch Kopiebuch A fol. 13 und E 

fol 5b. 
Gedruckt: daraus r. Mieris, Charterboek 3, 3. Vgl das. 3, 7. 

363, [Hamburg] an K. fWaldemar IV] von Dänemark: verwendet sich für die 
Sicherstdlung seiner und der gemeinen Kaufleute gegen die neu errichtete 
Befestigung auf Helgoland. — [c, ISoG Sommer] 

StA zu Hamburg, Pergameutldatt , auf welchem HB. 1, n. 199, seit 1S42 nicht 
mehr vorhanden; Konzept. 

Gedruckt: daraus Urk. Gesch. d. Urs}yr. d. D. Hanse 2, 437 , wiederholt hier; ver- 
zeichnet lieg, dipl, hist. Dan. 1, n. 2406. Bas Schreibet^ setze ich mit Beinhardt, 
Valdemar Atterdag og hans Kongegjerning (18S0) S. 236 in Beziehung zu den 
Urkunden von Aug. 29. Vgl, Lappenberg , Ueber den ehemaligen Umfang und 
die alte Geschichte Helgolands (IS 30) S, 15, 16. 

Ad regem Dacie post salutacionem sie scribatur. 
Vestre pateat magnificencie regali nos ex relationibus percepisse, ut videtur 
tamquam veris, vos quoddam fortalicium supra terram dietam Hilgheland hiis 
brevibus diebus construxisse et quod nostros cives et communem mercatorem 
interdam limites et portum cjusdem terre ob spem salutis corporum atqae rerum 
eontigit visitare et habere ibidem refugium singulare. Qnocirca opem pro dictis 
nostris civibus et communi mercatore querentes supplicamus vestre prepotenti et 
ingenae dominaeioni humili prece et attenta, quatenus taliter cum advocatis, offi- 
ciatis et familiaribus vestris ibidem existentibus dignemini ordinäre ae preesse in 
efTectomy quod a dicto fortalicio nobis ac nostris et communi mercatori nulla peri- 
cula aut vexationes aliquatenus inferantur aut inferri procurentur. Nobis vestra 
regalis magnificencia cum generoso . . . precipiat confidenter , quod singulariter 
erga dominaeionem vestram eximiam cupimus deservire. Scriptum nostro sub 
sigillo. 

364, EndgiÜtiger Schiedsspruch Lübecks und Greifswalds zwischen Stralsund, 
Rostock, Wismar und Kampen in Sachen der auf Schonen^ i. J, 1362 

*) Die Bürgerspraclie Wismars von Juni 5 berührte Schonen : § 0. Item (juod nisi tres 
cives nostri habentes snnm proprium panem habeant nnam bodam in Skanoris sub pena 3 mr. 
arg- • § ^' Item qnod nullns civinm nostronim in Skanore aliquam discordiam inter cives nostros 
ortam aliqaibus aliis intimet ve\ qiieruletur [intiment und qiienileutur bei Burmeister] nisi advo- 
catis nostris sab pena 3 mr. . Ausserdem wird dort Bürgern und Gästen verboten Bier von 
Wismar gegen fretndes auszuführen, fremdes eitizu führen über den eigenen Bedarf hinaus, bei 
10 M, Strafe. Gedr. Burmeister, Bürgersprachen der Stadt Wismar 13. — Die Schlösser und 
aile Zoüe, Einkünfte und Bechte auf Skanör mul Falster})ode verlieh K. Erich von Schwedefi 
1356 Dec. 27 für die Hilfe, die er Uim beim Erwerb der Krone geleistet, Hz, Albrecht von 

20* 



/ 



156 1356 Aug. 4 — 1356 Aug. 29. 

Sept 22 verübten Gewaltthaten: das Geridit über die von ihm bezeichneten 
Missethäier steht Kampen zu, den drei andern Städten die Freiheit dieselben 
gerichtlich weiter zu verfolgen; das verfallene Bürgschaftsgeld Kampens für 
drei des Mords bezichtigte behält Stralsund und es empfängt von Kampen 
bestimmtes Gut für 400 M.; sein Roth wird Klagen Kampens gegen Stral- 
sund auf Todschlag und Verleumdung entscheiden ; die drei Städte sind schuld- 
los wegen ihrer Beschwerdefiihrutig beim König von Schweden^ dem Herrn 
des Geleits, wider Kampen; beiderseits sind Schäden durch Rückerstattung 
zu bessern; Kampen ist gebunden Rostock und Wismar Recht zu gewähren 
für Mord und Raub; jedem einzelnen in den vier Städten ist erlaubt ausser- 
dem Klage anzubringen. — 1356 (des donredaghes na sunte Peters daghe 
als em de bende untsprunghen) Aug, 4, Lübeck. 

BA zu Rostock, n. 7048; geschnittener Brief. 
StA zu Lübeck; gezahnter Brief. 
Gedruckt: daraus HB. 1, n. 211. 

365. K. Waldemar ßV] von Dänemark bezeugt, dass er in seinem Handel mit 
deth Städten Bremen, Hamburg und Stade auf Bischof Bertram und den 
Roth von Lübeck bis 1357 Ostern [April 9] kompromittirt , und verpflichtet 
sich dem Spruch nachzukommen. — 1356 (die saneti Johannis in decoUatione) 
Aug, 29. Lübeck. 

StA zu Hamburg, Trese L 30; gleichzeitige Abschrift. 

Gedria-kt: daraus Urk. Gesch. d. Urspr. d. D. Hanse i>, 437 urul Lüb. U. B. 3, 

n. 266, wieder Jiolt Brcm. U. B. 3, w. 84; rer zeichnet Reg. dipl. hist. Dan. 1, 

n. 2404. 

366. Hamburg seinerseits eben so *. — 1366 Aug. 29. 

StA zu Hamburg, Trese L 36, gleichzeitige Abschrift. 

Meklenburg auf 12 Jahre, doch sollten dabei die scJtonisclie Münze und die Gewohnheiten und 
Vorrechte der Marktbesticher nywerändert bleiben, Styffe, Bidrag tili Skatidin. hist. 1, n. 17, 
Sverges Traktater 2, n. 323. Die Söhne Albrechts wurden mit Südhulland und zwei scJionisclten 
Landscfiaften belehnt, Albrecht erhielt zum Pfände Kupferbergwerke in Lalekarlien, a. a. O. 
n.l6, 20, 21, IVaktatei' n. 324 nebst Anlangen. 1357 Api'il 28 erfolgte die Uebergabe ron 
Sciumen an K. Erich durch seinen Vater, K. Moijnus, welche dwaige Verpfändungen nicht aus- 
schliessen sollte. Traktater n. 327. Mai 24 verlieh dann Erich dem Grafen Adolf von Holstein 
200 M. kölnisch jiUirlich aus Markt oder Zoll ron Skatwr, a. a. (). n. 329. Sipt. 6 (fing er mit 
den holsteinischen Grafen ein Bündniss gegen K. Waldemar von Dänemark ein, a. a. 0. n. 331. 
1357 Juli 2 bekennt sich Hz. Albrecht von Meklenburg gegen den Bürgermeister Johann Tolner 
zu Rostock zu einer Schuld ron 120 Mark Pfennige, zahlbar Sq)t. 8 aus seinem Zoll zu Skanör, 
HA zu Rostock, n. 7056, Gr., S. abgefallen; und 1358 Mrz. 26 (feria 2 post palniarum) Urkun- 
den der Ritter Konrad Nordmann und die Knappen Henneke und Vicko Moltke ron Stridrehl, 
Brüder, eljeti so zu desselben Gunsten über 34 M., a. a. 0. n. 7059. ^) In einer andern 

Angelegenheit kompromittirt Hamburg gleichzeitig auf Lübeck: in seinem Streit mit Hz. Albrecht 
von Meklenburg, Markgr. Ludtoig dem Römer von Brandetthurg , Erzbischof Otto ron Magde- 
burg, Hz. Rudolf von Sachsen, dem (rrafen ron Anhult , Gr. Otto von Schwerin, den Lützows, 
Scharfenbergs und Plesses in Landfriedensangelegenheiten werden Gr. Heinrich von Holstein und 
der Rath ron Lübeck zu Schiedsrichtern erkoren, Aug. 29, Lüb. U. B. 3, n. 267 j 268: Okt. 9 
fertigt Hz. Albrecht von Meklenburg die entsjyrecftende Urhnuie aus, a. a. O. und Urk. (resch. 
2, 438. Die ausgezeichnete Stellung Lübecks, welche der Stadt von allen Seiten zugestanden 
wurde, bestimmte den 1356 fiach Aug. 15 in Lübeck gehaltenen Fürstmtag , an welchem auch 
K. Waldemar roti^ Dänemark theilnahm, vgl. Lüb. Chroniken 1, 280. Wie andre Landesherreti 
80 knüpfte M'^aldetnar den Hz. Albrecht [V] ron Sachsen [- LauetiburgJ an sich durch eiiw»» 
Dienstrertrag, 1356 Dec. 2fi, Sudendorf, U. B. ron Braunschw. und Lümburg 7, 223. 



^ 



1356 Okt. 5 — 1357 April 16. 



1Ö7 



367, Auszug aus den Protokollen der städtischen GuiWialle zu London: Fest- 
setzung des von den hansischen Kaufleuten zu zahlenden Zolls auf Waid, — 
1356 Oktober 5, 

Au8 London, City Records Üb. G fol, 51, Junghans, 

Die Mercurii proximo post festum sancti Michaelis anno regni regis Edwardi 
tercii po8t conquestum 30 ordinatum fuit et concessum per majorem et alderman- 
nos, quod mercatores de hansa Älemannie debent dare pro castuma cujuslibet 
dolei wLsde tantommodo 3 denarios, uude medietas pertinet ad vicecomites et 
altera medietas pertinet ad hospites, qui sunt de libertate civitatis, in quorum 
domibns predicti mercatores hospitantur. 

368. Hamburg an Kampen: d<inkt für die Bemühunge^i in seinem Handel mit 
dem Herrn rofi Kuinre und bittet dessen versprochene Entschliessungen mit- 
zuthilen^, — [1357] Jan. 20. 

Aus StA zu Kampen; Or. m, Spuren des ImefscMiessenden Sekrets. Zur Dati- 
rung s, n. 37 :i, 

Honorabilibus ac circumspectis viris schabinis et consulibus in Campen 
nostris amicis dilectis preseutetur. 
Unsen vruntliken grut tovom. Leven besunderen vrunde, juwer erbarheyt 
danke wi sere grotliken umme juwen guden willen unde woldaet, de gi uns 
bewiset hebben in deme, dat gi bearbeydet hebben by juwem ersammen heren 
bisschoppe tUtrecht an der sake Johans sone Uermans van Kuenre, unde, leven 
vrunde, alse gi uns latest schreven, dat de zulve Johan wolde zik beraden bette 
to mydwinter neghest vorghan ^ unde jw denne zin beraet secghen , bidde wi 
vruntliken, oft Johan vorbenomt jw dat beraet ghesecht hebbe, dat gi uns 
dat willen weten latcn unde dat gi vordan juwe beste daryn don dor unsen wil- 
len unde wesen unsen borgheren to vordemisse, wor gi moghen, dat wille wi 
gheme truweliken alle weghe wedder vordenen an jw unde an den juwen in liken 
oft in groteren saken. Süd Gode bevolen. Schreven in sunte Fabiane« unde 
Sebastianes avende under unsem secrete. 

Consules Hamburgenses. 

369, Scidicsser, Geschworene uml Pfarreingescsseyie der Kirchspiele Lunden mid 
Hemme in [Norder -] Ditmarschcn verleihen allen Kaufleuten dar Stadt Lüne- 
burg unter der Bedingung, dass ihnen dort ein gleiches wird, Geleit für 
Zu- und Abzug und Aufenthalt in den Kirchspielen (prava arte abjecta). — 
1H57 (feria sexta post dominicam qua cantatur reminiscere) März 10, Hemme. 

StA zu Lünehnnjy Rctfistr. pririkyiorum sec, 14—10. 

Ot druckt : daraus Sudendorf, U. B, z. Ge.u-h, r. Braunschw. u. Lüneh. 3, n, 11, 
U. B. d. St. Lüneh. 1, n. 520, 

370. Hz. Wilhelm von Baiern, Gr. v, Hennegau, Holland, Seeland, Herr von 
Fricsland, wiederholt seinen Freibrief n, 142 für die Lübecker auf zwei Jahre 
narh etwaigem Widerruf. — 13i)7 (dominica qua cantatur quasimodogeniti) 
Aprit IG, Middelhurg, 

L StA zu Lübeck: (jlekhzeitigt Abschrift aus Holland. Ob überhaupt bis zu einer 
originalen Aumfertitjung ijediehen ? 

*j I)*r Streit icar ällcnn Datuinn. Schon in den hunthurgiachen Kämmereirechnunyen 
ron 1354 (Iura, ron Koppmann, 1^40) icird notirt unter den Ausgaben: DomiDo Niculao Het- 
felt 48 lur. prctcr 2./> ad Hollandiam contra domiiium de Kunre. >) 1356 Dec. 25. 




168 1357 April 24 — 1357 JuU 13. 

StA zu Köln; flandr. Kopiar d, 15, Jahrh. a, Papier fol, 171h unter der Äufschrifl: 

Privileginm solis Lubecensibus concessum concemoDs spolia marina. 
Gedrudct: aus L ürk. Gesch, d. Urspr, d. D. Harne 2, 439 und Lüb. U. B, 3, n, 280. 

371, Hz, Erich [II] von Sachsen [- Latiehbtirg] verspricht den Bürgern von Lüne- 
burg vollen Schutz des Verkehrs in seiner ganzen Herrschaft y gewährt ihnen 
unbehinderte Fahrt mit Salz und anderm Gut zu Geesthacht^ Boitzenburg 
und in seinen Landen überhaupt y falls sie nach alter Gewohtiheit ihre Schiffe 
zu Lauenburg verzollen, und hebt die Grundruhr in seinem Lande auf (süer- 
leye unrat unde gruntrorynghe). — 1357 (in dem Dertzyinghe, des sunna- 
vendes vor sunte Wolburghe daghe) April 29. 

L StA zu Lüneburg; Ch: ?w. S. 
Daselbst Abschrift im Re^isir. pririJegiorum. 
H Staatsarchiv zu Hannover; Begistr. jyrincipum. 

Gedruckt: aus L TT. B. d. St. Lüfieburg 1, n. 521, am H Sudendorf, U, B, z. 
Gesch. r. Bramischw. u. Lüneb. 3, n. 20. 

372, Kampen verkündet seinen Schiedsspruch zwischen Ritter Johann Herrn von 
Kuinre und der ganzen Stadt Hamburg, indem es letztere von der Verschul- 
dung eitles Todschlags frei spricht und alle beiderseitig verübte Vergeh^i für 
erloscJien erMärt. — 1357 Juni 6. 

Aus StA zu Kampen, n. 125; Abschrift a. Papier. 

Verzeichnet: daraus Begister ran Charters en bescheiden ran Kampen 1, n. 125. 
S. oben n. 368. 

Wy scepene van Campen szoenslude ende segghers van sacken als van aller 
schelinghe ende onminnc, dy ghewesen heeft tusschen heren Johan heren van 
Kuenre ridder ende alle siine vriende ende hulpers op ene siide ende dy Stadt 
van Hamborgh ende al eer burghers ende hulpers up dy ander siide ont in desen 
dagh toe, des sii aen ons ghebleven sin te beyden siiden, segghen: dat eerste, 
ghewoerden van burghers van Hamborgh binnen vredes, daer dy güede lüde van 
Hamborgh hem onschuldich af segghen, dat dy van Hamborgh eer enschuldt 
daeraf doen sullen, daer Heyne van der Woert, Johan Pape, Henric Vülsiik ende 
Radeke Mersehen burghers van Hamborgh van oerer Stadt weghen mit oeren 
eeden voer ons, daer dy here van Kuenre voerscreven tgheghenwardich stont, 
t^n hylighen beholden hebben, dat dy Stadt van Hamborgh ende oer burghers al 
onschuldich sin raedts ende daedes des nederslaghes, dy an Jacob Vlandermau 
voerscreven ghedaen is, ende dat sii gheenen vrede aen dien heren van Kuenre 
voerscreven oft siine hulpers ghebroeken hebben, dien dy stadt van Hamborgh 
by rechte hem verrichten sulle. Voert van allen schaeden, dien sii onder hem 
ende oer hulpers malcanderen ghedaen hebben te beyden siiden ont in desen 
dagh toe, dat segghe wy alincliiken quiit ende segghen daeraf ene alinghe olde 
vaste stede kersteliike szoene te beyden siiden te holdene sonder alle arghelist 
ende daermede voertmer güede vriende te wesen. Actum et presentatum anno 
Domini 1357, feria tertia post octavam penthecostes. 

373, Hz. WiUielm von Baiern ^ Gr. von Hennegau, Holland, Seeland, Herr van 
Friesland, bestätigt den Bürgern von DevefUer, damit sie seine Jjande des 
Handels wegen mehr besucJien und seine Unterthanen bei sich freundlicher 
aufnehmen, alle ihnen von seinen Vorgängern verliehenen Privilegien und 
empfiehlt sie jedermanns Schutz. — 1357 (sunte Margrieten dach) Juli 13 ^ 

») Zu 1.H57 JuU 8 verzeichnet Kratz, Städte P&mmems S. 252 eine Verleihung lülnsd^en 
RecJUs an Leba (I.cbemundc) nach Oramer, GeBcii. d. Lande Lattenburg u. Bütoto 2, 262. Wie 



1357 Aug. 4 — 1357 Sept. 27^ ^ ^ 159 

SiA SH Der enter; niM näher he:eichn€t. 

Gedruckt: daraus Dumbar, Het kerkeJ. en wereitl. Derenter 530, loiederholt r. Mie- 
ris, Chart^rboek 5, :25. 

374. K. Eduard ßll] vofh England an die Sherifs von London : befiehlt zu ver- 
kündefij dass er alle Kaufleuie aus Lombardien, Deutschland, Genua ufid 
den andern überseeischen Gegenden für ihren Hayidel in England in seinen 
besonderen Schutz genommen , dass jede Belästigung derselben unter Strafe an 
Freiheit wnd Leben steJie und dcLSS niemand ihnen unter irgend einem Vor- 
wände von Gut und Waare^i irgend einen Betrat) abfordern dürfe ^. — 1357 
(anno r. Anglie 81, Francie 18) Äug, 4, London, Wesfminster. 

Ijondon, City liecordA, Liber G foL62b: Proklamation ron Aug. 4 (die veneria 
post festum sancti Petri ad vincula). Jungluins. 

375. Gr. Engelbert [HI] von der Mark beurkundet sein mit Dortmund auf G Jahre 
geschlossenes Schutzbund niss gegen jedermann ausser gegen das lieich, den 
Erzbischof Wilhelm von Köhiy die Bischöfe Ludung von Münster und Engel- 
bcp-t von Lütticli , Markgr. Wilhelm von Jülich, Gert von Berg, Johann 
von Kleve, Godni von Arnsberg und Klaus von Tecklenburg, die Herren 
Otto und Bernd ron der Lippe und die Städte Münster, Osnabrück und Soest, 
witer den früheren Bedingungen, unter Bestätigung der Befreiung des kauf- 
männisclicn Guts von unrechtmässiger Arrestirung in der Mark und der 
alten Handelsgcrcchtlgkeit und des sicheren Geleits daselbst, — 1357 (crastino 
assumptionis beate Marie virginis) Aug, IG, 

StA zu Dortmtitid : Or. m. S. Daselbst fine (jleichzritifje Abschrift a. Pergamnit, 
Vtrzcichmi: Fahne, U, B, d, St. Dortmund 1, n, 139. S. oben n.4, 125, 176, 
251, 257, 259. 

376. Hamlurg beurkundet sein Bündniss mit den Hersogen von Sachsen -Lauen- 
bürg zur Bekämpfung des tvidcr Hamburger und den gemeinen Kaufmann 
verübten Ra/ubes in Hadeln. — 1367 Sept. 27. 

Staatsurchir zu Hannover; Or. m. beschädigtem S. Auf dem Kücken gleichzeitig: 
Eyuc tohopesettingo ofFte vertindiugo der van Hamborch iinde der Sassen heran 
uppe de Knien undo rovere in deme lande to Hadelen. Mitgetheilt ron Archir- 
sekrdür Dr. Dncbner. 

Gedruckt: daraus Sudendorf, U. B. z. Gesch. ron Braunschictig und Lüneburg 
3, n. 35. 

Wy radmanne der stad van Hamborch bekennet unde betUugUet opembare 
in desser jegbenwardegbcn schritt, dad we us hebben verbunden unde verbindet 
in desscm jcghenwardeghen breve mit den edclen vorsten den heren hern Ereke 
unde hern Alberthe van der gnade Godes hertheghen tho Sassen, tho Engheren 
unde tho Westfalen in desser wys, also hirna screvcn is, uppe Wolder Kulen unde 

fdfcr er, aus d*:r ttchkchtcn Ueberliefrrung des Dokuments schtirssend , hier mit Cramer a. a. 0, 
1, JfXJ — lOS fine Vmcechslung mit dem kulmischen Hechte annimmt, so r^rbessert auch Cra- 
mer auf Grund gtschirhtlicher Thatsaclwn und der Form der Ueberlieferung, die einer Fäl- 
schung nnh'zu gleichkommt, in dem Handf.rcmjdar st-ints Werkes, icelcltes mir das kön. Staats- 
arc/iir zu Stttfin durch Iln. Staatsarchirar Dr. Prümers zur Verfügung gestrllt hat, im Te.vte 
die Wortr ^Lubrsch Recht** mit eollnn Rnht in „Culinesch Recht.'' Der Text ist so entstellt, 
dass das Original dvr ersten Verleihung kaum wirdrr zu erkennen ist. V) -^^^^'- ^^ wurde den 

Vlämingern. Brahantern und Seelätulern das Tragen ron Waffen und Messern durch den 
König rfrljotm , a. a. O. fol. 71b. Dasselbe wiederholt 1363. Junghans. — A. a. 0. fol. 62 wird 
ein Falkner Tidemann ron Königsberg gniannt, der Falken nach England gehracJU, seinen Zoll 
dafür nicht entrieht^'t hat, 2 Abschriften ron Junghans, ron mir rerOffentlicht in Altpreuss, 
Monatsschr, 15, 169, 170. 




*•< 



160 



U* 



1357 Sept 27. 



uppe Pape Kulcn unde uppe de rove^e unde ere helpere, dede rovet hcbbet uthe denie 
lande tho Haddelen unde weder inthe deine lande use borghere van Hamboroli 
unde den menen kopman unde uppe alle de glienne, de ze liuset edder hovet eder 
spiset in deme lande tho Hadelen unde anders uppe neuen man. Vortmer so schal 
malk zyn eghene eventure staan in vengnisse, in dodslaghe^ in wunden eder in 
schaden; helpe us ok öod, dad wy nemen vromen mit den vorbenomden vorsten 
in vanghenen, in slothen, in göde, in erve eder in have, dad schal half der vor- 
sten wesen unde half use; unde allend, dad hirvan upstevt, alse hirvore bescre- 
ven is, de» en schal zyk neniend af z0nen eder daghen, we en zonent eder 
daghent al. Vortmer zo schole we ze spisen inthe deme lande tho Hadelen unde 
weder uthe deme lande bcnthe tho Hamborch, men binnen deme lande en schole 
wy een neue spise gheven. Vortmer winne we vesthen in deme lande, de schal 
men breken ; duchthe id ok us nutte wescn mit den vorbenomedcn vorsten , dad 
US nutte duchthe wesen dor der rßvere willen, so scholdcn de vorsten unde wy 
de slothe holden van der vyende gfide, unde venghe wy roverc, dar schal men 
over richthen, alse ere broke thozecht: queme ok erer welk «the deme lande j de 
schal der vorsten vervestede man bliven unde wesen in erer herschop unde in 
deme lande tho Hadelen unde nummermeer darin tho komende. Vortmer unde zo- 
wan dessen vorbenomedcn roveren sturet is, so en schal dcsse verbindinghe neue 
macht mer hebben unde so schal men de slothe breken. Tho ener bethughinghe 
desse vorbenomedcn dink zo hcbbe we unzer stad inghezegcl dessen brcve thoghe- 
henghet. Thughe desse stukke zyn Hartwich van Ritzcrowc unde Dydcrik zyii 
breder, Vicke Marschalk de eldere unde Vickc Marschalk zyn sone voghet tho 
Bergherdorpe unde Hermen Öchulthe unde anders vele goder lüde. Ghegheven 
tho Hamborch, In dad jar unses Heren duscnd drehundert in deme zevenunde- 
viftheghesten Jare, in deme daghe der hilgh<4n sunthe Cosnias et Damianes. 

377. Hz. Erich II von Sachsen- Lauenbunj und All/recht V von Mölln und lieryt- 
dorf verleihen den Hamhurgern und dem gemeinen seefahrenden Kaufmann 
Schirm für die Fahrt an der EWmihiduug gegen Iludvln und für den LcHcht- 
thurm auf Neuwerk, und hestäiigen alle alten Freibriefe (tuch für den /*>/// 
einer Fehde. — 1357 Se2)t. 27. Bergedorf 
Trnnsstnnirt l'toS Jan. ;26, s. unten. 

(rfflritckt : ans t'incm Kofnar Svhnhack, Stratiflrechf :J,9:i: (KlrfArr.) Jftimh. (jtsrf:/ 
n. Vrrfass. 10, JJOiK S. r. B. Bd. 1 n. ;J, BcgiäUr s. r. Xn,nrrk. 

In den namen unzes Heren wy Erik unde Albert' van der gnade Godes 
herteghen to Sassen, thu Engheren unde thu Westvalcn alle den jenen, de des- 
sen breef anzeet unde höret, heyl an Code. Witlik zi id allen luden, dat wy 
mid güdem berade unde vulbort unzer truwen raadgheven unde man dor zunder- 
liker vruntscop unde deynstes willen, dat de radman unde borghere van Ham- 
borch uns unde den unzen ghedan hebben, unde dor nut des meynen kopmaiis 
zo gheve wj' vor uns unde vor unze nakomelinghe den borgheren van Hamborch 
unde deme kopmanne, de de zee züket, van der ze de Elve up bethe thu Ham- 
borch, van Hamborch de Elve unch bethe in de ze, ze zin van wat lande ze 
zin, desse vryheyt, de hirna gheschreven zyn. Tu deme ersten, dat nen man 
roven scal de borghere van Hamborch edder den kopman ud unzem laude thu 
Hadelen edder dar wedder in thu watere edder thu -lande. Vortmer dat men 
deme torne thu der nighen nicht nagher buwen en scal, men alze dar nu 
ghebuwet is, noch wy noch unse nakomelinghe noch neyn man. Vortmer we 



i 



ISJjO Jan. 29 — 1350 Mai 6. 153 

Insuper oninia, quicunquc hominum aliqua bona vel aliquam pecuniam mutuo 
acceperit iii aliqua civitatum predictanim et in nostra, nolentes, quod in nnaqua- 
que alianira civitatum et in nostra pro predieto mutuo ducatu aliquo uti debeat 
vel gaudere. 

353. Klageschrift Wismars wider Kampen wegen ToihcMags und Raubes auf 
Schonen. — 1366 Jan. 20. 

Aus StA zu Lübeck; Or, m. S. 

Gedruckt L daraus Lüh. U, B. 3, n. 2o3; HR. 1, n. 200. 

Noverint universi hoc scriptum inspecturi, quod nos consules civitatis Wis- 
mer pro qiierimonia nostra contra Campenses daraus et ponimus articulos infra- 
scriptos. 

[1.] Primo quod Campenses interfecerunt crudeliter in nundinis in Skaneor 
nocturno tempore duos de nostris civibus infra bonum pacis et securitatem regis 
ibidem juratam et civitatum, et hunc articulum probare volumus sufficienter, ut 
de jure debemus, si et in quantum ipsum ultra hoc, quod dicta intertectio nostro- 
rum civium satis publica est et notoria, probare debeamus; nam retulit nobis 
dominus Hinricus Ghunter noster consularis, qui tempore hujusmodi interfectionis et 
litis advocatus noster fuerat in Skanoor^ quod sicut de nocte hujusmodi interfec- 
tiones et Utes fuerunt, quod sequenti die de mane venit advocatus Campensium, qui 
tunc temporis advocatus eorum erat ibidem, ante universos Theuthonicos advoca- 
tos et se dolere multum de hujusmodi homicidio et interfectione asserebat et 
rogabat ipsos advocatos^ ut amore Dei ipsum juvarent ab hujusmodi incommodo 
et infortunio in amicicia et favore, et querulose conquerebatur, suos ita predomi- 
nanter esse insauientes, quod compescere eos non valeret. 

[2.] Secundo quod nocturno tempore ipsis res suas in valore ducentarum 
marcarum Lubicensium denariorum abstulerunt, ut proximiores amici eorundem 
nostrorum civium interfectorum conqueruntur , et hunc articulum probare non 
intendimus, sed ad unicam manum ipsis ponimus articulum memoratum. 

In testimonium dacionis et posicionis premissorum secretum nostrum presen- 
tibus est appensum sub anno 1356, feria sexta ante festum purificacionis beate 
3Iarie virginis. 

354. [Entwurf zu einem Schreiben] Hamburgs an seine Nachbarstädte: die Stadt 
meldet, dass die jüngst Febr. 2 in Lübeck versammelten Seestädte wegen 
Beschwerden der Kaufhute lübischen Drittels in Flandern auch für die 
(djwesendefi beschlossen hätten Bathmannen vo7i Lübeck, Stralsund und Ham- 
burg für das ganze Drittel an die Stadt und die Kaufleute nach Brügge zu 
Pfingsten [Juni 12] abzuordnen, und bittet um Bevollmächtigung. — [1356 
nach Febr. 2J 

StA zu Hamburg, seit 1842 nicht mehr vorJMnden. 
Gedruckt: darum HR. 1, n. 190, 3. S. unten n. 356. 

355. Stolpe bekundet gegen Lübeck seinen Dank für die Befreiung und Auslösung 
eines von Gr. Adolf von Holstein und Stormarn bei Fehmarn (in portu 
maris terre sue Cymbrie) arrestirten stolpischc^i Schiffs. — 1356 (feria 6 post 
dominicam quasimodogeniti) Mai 6. 

StA zu Lübeck; Or. m. S. 

Gedruckt: daraus Lüb. U. B. 3, n. 258. 

356. Die Städte [lübischen] Drittels an den gemeinen Kaufmann dieses Drittels 
in Brügge: beglaubigen Biithmannen von Lübeck, Stralsund und Hamburg 
als bevollmächtigte. — 1356 [vor Mai 25]. 

IIun-ischOH Urkundonbach IJI. 20 



154 1356 Mai 25 — 1356 Juni 12. 

StA zu Hamburg; Entwurf , seit 1842 nicht nnehr vorhanden. 
Gedruckt: daraus HB, 1, n, 199, 1. Zur Datirung s. oben n. 354 und unten 
n. 358. 

357. Dieselben an Brügge: eben so. — 1356 [vor Mai 25]. 

A. a. 0. 

Gedruckt: a. a, 0. 1, n. 199, 2. 

358. Johann Buodehade von Stralsund an Stralsund: meldet neben der Begegnung 
des Herzogs von MeJclenburg und der Grafen von Holstein mit defn König von 
Dänemark, dass wegen Verspätung der preussischefi Raihmannen [die städ- 
tischen Sendeboten] erst Mai 27 von LübecJc aufbrechen tverden. — [1356] 
Mai 25. [LübeekJ 

BA zu Stralsund; Or. 

Gedruckt: daraus HB. 3, n, 12. Vgl. das, S. 9 und hier n. 354, 356 u. 359. 

359. Versammlung der Sendeboten der osterschen Städte aus den drei Dritidn mit 
dem gemeinen Kaufmann zu Brügge: Bestätigung der kaufmännischen Be- 
Schlüsse oben n. 113 und Bestimmung über die Rechte und Pflichten der 
AeUerleute, deren Uneinigkeit Anlass zur Versammlung gegeben, und über 
eine jährliche Verlesung der gräßichen und der brüggeschen Brivilegien fiir 
die KaußeuteK — 1356 [um Juni 12] . 

Gedr'uckt: HB. 1, n. 200. Das Dokument findet sich auch noch in Lübeck, flandr. 
Kopiar 8, 21, imd in Köln , hans, Privilegienbuch a. Perg. fol. 155. Vgl. HB. 
S. 126 über die Bedeutung dieses Becesses und n. 201 : ein Verzeichniss der Aelter- 
leute 1356—1404. Die Beschlüsse von 1334 April 20, Urk, Gesch. 2, 397, 399, 
folgen unten im Anhang II. Ich muss denken, dass folgende Eintragungen des 
Ausgabebuchs der Stadt Biga aus dem Anfang 1357 auf diese flandrische Sache 
von 1356 Bezug nehmen , um so mehr ^ da, so weit ich sehe, t. J. 1357 nichts 
besonderes im Interesse des gemeinen Kaufmanns in Brügge unternommen ist: 
Item data est Vt ^^- carsori de Prnsia ex parte communis mercatoris com 

8 oris, item ad eipensas nunciornm de Lubek ad usus communis mercatoris 

4Vf mr., item pro eipensis domini Wulfardi versus Lubek 35 mr. cum 

fertone, Lirl. Bitterschafts - Bibl zu Biga, n. 386. Gemeint ist an letzter Stelle 
der Bathmann Wulfard de Swndern, vgl. Böihführ, Big. Bathslinie (2. Aufl.) 
S. 76. 

360. Berthold Lappe und Alberich Lappe wiederholen für Hamburg n, 200 K — 
1356 (in die penthecostes) Juni 12. 

StA zu Hamburg, Trese Q 97 ; Or. m. S. 

Verzeichnet: daraus Urk. Gesch. d. Urspr. d. D. Hanse 2, 408. 

1) Im Anschluss an n. 116 Anm. 1 mag hier das Zeugniss berührt werden, das der Graf von 
Flandern in seiner Ordnung für die Tuchmacher von Ypern 1356 Jan.7 über die Tuche von Ypem 
ausstellt: onse steide van Ypre — meest ghestaen heift ende noch staet up de goede draperie, die 
men daer maect, dewelke men coopt ende orboort verre ende naer; anesiende, hoe dat men in Teile 
steiden ende dorpen omtrent — drapiert gbelike ende contrefaito lakenen van wudon , van liisten, 
van langhon ende van breeden, ende naer dat men drapiert in onse vorseide steide, daermeide de 
draperie — zere gheblameirt mochte siin specialike in verren landen , mits dat de vorseide drape- 
rie van Tpre met starken kueren ende ordenancen — goed ende loyal es ende moet siin ende die 
contrefaite lakenen — zun zomeghe zonder loy ende zonder ordenance licht vui ghewande ende 
ghedrapiert elc alsoos hi wille, daermeide de lieden verre ende naer, die se coopen ende orboren 
over Tpersche lakenen, zere bedroghen ziin; dann wird über die Tuchwirkerei für Ypern und 
Umgebung ausser für Dixmuiden, Belle und Bosselaar näheres bestimmt. Origindltranssumpt 
van 1356 Juni 29 im Beichsarchiv zu Brüssel, Chambre d. comptes de Liüe. >) L J. 1356 

wird wm Hamburg für die Sicherheit der Schiffahrt auf der Stör gekämpft: Domino Meynardo 
de Heyde 21 C^ 4 /9 3 ^. supra Storam , quando cum Stadensibus navigabant pro raptoribiu. 
Hanib, Kämmereirechnungen, hera. von Eoppmann, X, 51, Exposita des Jahres 1356, . 



1356 Juli 12 — 1356 Sommer. 155 

361, Kampen an Lübeck: hevoUmächtigt seine Rathmannen Lambert Balduins- 
söhn und Thomas Touslaegher bei Lübeck. — [1356 zwischen Juni 12 u. 
Juli 25 J 

StA zu Lübeck; Gr., 8. abgerissen. 

Gedruckt: daraus HB, 1, n. 210 und Lüb. U. B. 4, n. 27. Das Datum ergiebt 
sich aus der Bestimmung des Schiedsspruchs von 1355 Juli 8, oben n, 333, 

362, He. Wilhelm von Baiern, Gr, v, Hennegau, Holland, Seelandy Friesland, 
verheisst den gemeinen Gilden und den Bürgern von Utrecht Schutz in sei- 
nen Landen gegen Entrichtung der zur Zeit seines Äeltervaters und seines 
Ohms üblichen Zölle für die Datier seines Lebens und Sicherheit gegen den 
Zwang des Zweikampfs. — 1356 (des anderen daghes na s. Peters ende 
Pouwels dach) Juni 30. 

StA zu Utrecht, Der stat copiboek B fol. 64; auch Kopiebuch A fol, 13 u, E 

föl, 5b. 
Gedruckt: daraus v. Mieris, Charierboek 3, 3, Vgl, das, 3, 7, 

363. [Hamburg] an K, [Waldeinar IVJ von Dänemark: verwendet sich für die 
Sicherstellung seiner und der gemeinen Kaufleute gegen die neu errichtete 
Befestigung auf Helgoland, — [c, 1356 Sommer.] 

StA zu Hamburg, PergamenÜ)latt , auf welchem HR, 1, n, 199; seit 1842 nicht 
mehr vorhanden; Entwurf, 

Gedruckt: daraus Urk, Öesch, d, Urspr, d, D, Hanse 2, 437, wiederholt hier; ver- 
zeichnet Reg. dipl. hist, Dan. 1, n, 2406, Das Schreiben setze ich mit Reinhardt, 
Valdemar Atterdag og hans Kongegjerning (1880) S. 236 in Beziehung zu den 
Urkunden von Aug. 29, Vgl, Lappenberg, lieber den ehemaligen Umfang und 
die alte Geschichte Helgolands (1830) S. 15, 16. 

Ad regem Daeie. Post salutacionem sie scribatur. 
Vestre pateat magnificeneie regali, nos ex relationibus pereepisse, ut videtur 
tamquam veris^ vos quoddam fortalicium snpra terram dietam Hilgheland hiis 
brevibos diebas constmxisse, «t quod nostros cives et commnnem mercatorem 
interdom limites et portum ejusdem terre ob spem salutis corpornm atqne rerum 
contigit visitare et habere ibidem refugium singulare. Quocirca opem pro dictis 
nostris civibus et communi mercatore querentes^ supplicamus vestre prepotenti et 
ingenae dominacioni humili preee et attenta, quatenus taliter cum advocatis, offi- 
ciatis et familiaribns vestris ibidem existentibus dignemini ordinäre ac preesse in 
effectam^ quod a dieto fortalicio nobis ac nostris et communi mercatori nulla peri- 
cula aut vexationes aliquatenus inferantur aut inferri procurentur. Nobis vestra 
regalis magnificencia cum generoso . . . precipiat confidenter, quod singulariter 
erga dominacionem vestram eximiam enpimus deservire. Scriptum nostro sub 
sigillo. 

364. Endgültiger Schiedsspruch Lübecks und Greifswalds zwischen Stralsund, 
Bostockj Wismar und Kampen in Sachen der auf Schonen^ i, J, 1352 

1) Die Bürgersprache Wismars von Juni 5 berührte Schonen: § 6. Item quod uisi tres 
cives nostri habentes suum proprium panem habeant unam bodam in Skanore, sub pena 3 mr. 
*rg. . § 7. Item quod nullus civium nostrorum in Skanore aliquam discordiam inter cives nostros 
ortam aliquibus aliis intimet vel quoruletur [intiment und querulentur bei ByArmeister] nisi advo- 
catis nostris, sub pena 3mr. . Ausserdem wird dort Bürgern und Gästen verboten Bier von 
Wismar gegen fremdes auszuführen, fremdes einzuführen über den eigenen Bedarf hinaus, bei 
10 M. Strafe. Gedr. Burmeister, Bürgersprachen der Stadt Wismar 13. — Über die Scho- 
nenfahrer von Dortmund vgl, das Dortmunder Urtheilsbuch bei Frensdorff, Dortmunder Sta- 
tuten und Uriheile (Hans. Geschichtsquellen 3) S. 146 u, CXX. Über eine Kompagnie der Scho- 
nenfahrer in Maastricht unter dem Schute von S, Olof, die ujeit alter ist als die erste schriftliche 

20* 



15G 1356 Äu^. 4 — 1300 Aug, 29. 

- Sept 22 verübten Gewaltthaien : das Geiicht über die von ihm bezeichneten 
ilissethäter steJd Kampen tiu, den drei andern Städten die Freiheit dieselben 
gerichtUch weiter su verfolgen; das verfallene Burgschaftsgeld Kampais ßir 
drei des Mords besichtigte behält Stralsund und es empfängt von Kampen 
hesfimmtes Gut für 400 SL; sein R(Uh tvird Klagen Kampens gegen Stral- 
sund auf Tadsdilag und Verleumdung entscheiden: die drei Städte sind 
Schuldtos icegen ihrer Beschwerdeführung beim König von Schweden^ dem 
Herrn des Geleits ^ wider Kampen; beiderseits sind Schäden durch liilck- 
erstattung su bessern; Kampen ist gebunden RostocJc und Wis^nar Recht 
zu gewähren für Mord und Raub; jedem einseinen in den vier Städten ist 
erlaubt ausserdem Klage anzubringen. — 1356 (des douredagbes na s. Pe- 
ters daghe als em de beude imtsprmigheii) Aug, 4. Liiheek. 

EA SU Rostock f n, 7 048; geschnittc^ter Brief 

StA zu Lübeck; gezahnter Brief, 

Gedruckt: daraus ME. 1, ti. ^IL 

865. K Waldemar [IV] von Dänemark hezeugf , dass er in seinem Handel mit 
den Städten Bremen , Hamburg und Stade * auf Bischof BcHram und den 
Roth von Lübeck bis 1358 Ostern [April 1] kompromittirt habe, und ver^ 
pflichtet sich dem Spruche nachzukommen. — 1856 (die s* Johanuis in de- 
coUatione) Aug, 29. Lübeck. 

StA SU Hamburg, Trese L 3$; gleichzeüige Abschnft* 
Gedruckt: daraus Utk, Gt^ch. d. Urspr. d> D. Hanse S, 437 und Lilh. U, B. S, 
n. ^6', wiederholt Brem. U. B. 3, n. 84,- i-erzeichtui Eeg. dipl, hist^ Dan. 1, 
ft. 2404, 

366, Hamburg seitierseits eben so\ — 1356 Aug, 29. 
StA SU Hamburg, Tren L 36; gleiciizeitige AhBchrift, 



Erwähmt9i§ (1391} ^ t^gh die Einleitung su diesem Bande, — Die t^hiösser und alle ZoUt^ 
Einkünfte tiiwf Hedite auf Skanör und Falsierhode t>erUeh K, Erich von Schweden 1356 Dec,27 
für die Hilfe, dte er ihm beim Erwerb der Krone geleistet f Hz, Albrecht von Meklenburg auf 
12 Jaltre, doch tdHen dabei die schonische Mmise und die Gewohiiheittn und Vorre<Me der 
Marktbesucfier %mverändert bleiben, Styffe, Bidrag tiU Skandin, hist. 1, m. 17, Eijdhcrg, Sver- 
ges Traktater 2, n. 323. Die Söhne AlbredUs imtrden mit SudJiaUund und zwei ndtoniitchen 
Landschaften belehnt, AU/recM erhielt zum Pfände Kupferbergwerke in Valekarlien , a, a, O. 
n. 18, 20, 21^ Rtttiberg n, 324 tiebst Anltängen. 1357 Apr. 2S erfohfte die Übergabe von SchO" 
nm iw» K, Erich durch scinefi Vater K Magnus, Kelche etwaige Verpfändungen nicht aus^ t 
$Mieii€n sollte, ligdberg n. 327. Mai 24 verlieh dann Erich dem Gr. Adolf von HoUteml 
200 M. köln. jährlich at« 3{arkt oder Zoll von Skanör, a. a. O, n, 329. Sept. 6 ging er mii] 
den holsteiniHchen Grafen ein Bündniss gegen K, Waldemar von Dätietnark ein, a, a. O. n.S3t 
1357 «/Wt 2 bekennt sich He. AtbrecfU von Meklenburg gegen den Bürgermeister Johann Totner 
tu Bostock lu einer Schuld von 120 Mark Pfe^mige, zahlbar Sept. 8 aus seinem Zoll su Skanör, 
BA tu Boiftock, n. 705i/, Gr., S. abgefallen; und 1358 Mre. 26 (feria 2 poBt pftlraaruin) urkun» 
den der Bitter Konrad Nordmann und die Knappten Heimeke und Vicko Moltke von Strtdvdd^ \ 
Brüder, eben so eu desselben Gunsten über 34 M,, a, a, Ü, », 7059. *) E% ist nicht gani 

klar, vHfrauf Bich die EitUragimg der Stadtredmungen tmi Veventei* berit^t, die zu 1356 unter 
den Aungi^en nennt: craitino b. W&lburgis [ 3fai SJ aervo ecabiiionim de Campen portanti lit- 
terain »cabinis dö rege Dacio, per »cabinos 5 b. 4 4^ Van Doorninck, De Cameraars ^Bekenin- 
gen van I/eventer 2, 3» S. i2i; ein Zusamtnenlrnng mit obigem Handel ist aHsanehtnen, — £Sne 
andre Beziehung in demelben Uecfmungen gu 1357: zwei Bürger von Berenter entrichten dem ^ 
Kamwrrer 35 M. de cenlBitt orieiitali per ipsos tracta und 38 Seh. 8 Pf. werden umgegeben in 
expenrä factis b domo Vredea, quando emeruiit (scabiDi) cervisiam Wj'^marienficrn a conciTibiis 
»Hl«, a, a. 0. Ä 451 w. 4Bß, «) In einer a$%dern Angekgettlmt komjnofnittirt Hamburg gleich' 
eeitig auf Lt'ibeck: in seinem Streit mit Hi, Albrecht von Meklenburg ^ Markgr. Ludttig dem 
Bomcr von Brandenburg , Enlnschof Otto von Magdeburg, Hz, Endolf von ßaehscn , dem Ora- 



1356 Oktober 5 — 1357 Jan. 7. 



157 



367, Ai(S£t^ aus den PfotoMlen der städtischen Chiildhalle zu London: Fest- 
»etsu4Hf des von den hansischen Kaufleufen zu mhJenden Zolls auf Waid, — 
ISoß Oktober 5. 

Au^ Lonthn, City Mscords, Hb. G ftth 5L Junghans, 

Die mercurii proxirao post festnm sancti Michaelis anno regni regis Edwardi 
frcii post conqnestum 30 ordinatum fuit et coiicessuni per majorem et alderman- 
Bos, quod raereatores de liaiisa AlemaiiDic debeut dare pro eustuma eiijuislibet 
dolei wisde tantummodo 3 denarios, uiide niedietüs pertinet ad viceeoniites et 

|tltera medietas pertinet ad hospites, qui öunt de libertate cmtatis, in quomm 

CdomibuB predieti mercatores hospitantur. 

368, Der deutsche Kaufmann Radehe Vrowendorp [von ElbingJ bescheinitß für 
Jolmnn van Rüden, deutschen Kaufmann [von Elbing] ^ gegen Jean de la 
Tour, Herrn von OUiergues^ den Empfang einer Ratenzahlung von 9iO Gold- 
gulden K — 1357 (1356) Jan, 7. Brügge. 

fen roH AtifuUt , Gr. Otto t*on Schwerin, den LutzowSf Sdiarfenha-gs wnd Fi€ise$ in Land'* 
fri^deitsanffelegenlieitvti weiden Gr, I£ehmcl$ ron Holstein und der liath i?on Lühtck tu Schiedt- 
riehtwft erkoren, An^, 29, Likb. ü. B. 3, n. 2€7, 268; Okt. 9 fertig Hs, Albrecht von Meklen- 
lmr§ die entgprechende Z^'rkunde auBf a. a, 0. und Urk. Ge^cfi, 2, 438, Die ausgezeichnete 
ßttUunff Lübecks j welche der Stadt von allen Seiten SHijestarulen wurde ^ bestimmte den 2356 
Auff, 25 in Lübeck gehaUtnen Fürstentag, an welchem auch K. Waldemar vott Dtfnemork 
l9iahm, Detmar in KoppnwLnns Ausgabe , D, Städiedironiken 29, 527, Vgl unten n, 379 
Anm., auch Eettdiardt, Vahlenutr Atterdag ag hatis Kongegjerning S. 235 w. 54S, Wie andre 
^Jjandesherren so knUpfte Wakltmar den Hi, Albrecht ron Sachsen [-Lauetibm-gJ an sich 
rcÄ einen DienHvertragf 1356 Bec, 28, Stidendorf, IL B. von Braunsckweig u, LAineburg 
223. ») IHe unscheinbare Quittung getmhrt nach mehreren Seiten reicl^e Aufklärung. 

Der AuJtsteUer der Urkunde und sein Auftraggeber sind Preussen ans Elbing. yrowetulorji 
ird Ältermann des preussi^ch -westfälischen Drittels im Kontor 2u Briigge 2363 und 2307, 
^, 2, n, 202t m'm' vertritt später cds Elbinger Eathmann die Stadt anf einer Versammlung 
m Lübeck, 1374 Mai, HB, 2, n. 73; sein Käme fehlt in der Rathsliste bei Toeppen, Elbinger 
Antiquitäten S, 268. Joli. v. Btiden, gleichfalls aus einer GrosfikaufmannsfawiHe ^ ron wel- 
cher rerschiedene Mitglieder in Brügge Handel trieben, Heinrich i\ B. auch in der Ältermann' 
thaß war, vgl, HB. a.a, O. utwl fhlliodts- van Severettf Inrentaire des archives de Bruges 2, 
55 t 56, ist 1370 Bathmann in Elbmg, J^ocppen a, a, D, Dit Quittung verknitpft dtis Ka^ 
ffittd der preusaiHclien Kaufleute mit drr kriegerisclwn nationalen Bewegung in Frankreich^ 
neben %celcher dte Mndisclw einher ging; eben war die Schlacht bei Poitiers geschlagen, Ä\ 
Johann H gefangen worden, Sie leitet zugleich unmittelbar ru den GeldgescJiäften der detttschen 
der andern fremden Kaufleute in Brügge uiwi zu den Verhäiinissen , tcelclw eben den 
der Hamen vtm dort vorbereiteten. Vrowettdorp, nacli Wiederaufrichtang des hansi- 
schen Sta2)eis in Brügge dort im Weinluindel thOtig, vgl. Gilliodts a. a. , tählt atigenschei»- 
JhcH tu den KnußetUen van divcersen natiocnon, bei welchen die Stadt Brügge i, J. 2357 die 
»sariigsien Anleihen machtet um die detn Grafen von Flandern zukommende Jahresrentr für 
Summe ton 66,000 her. Pur. eintmlig ahrulösen , mttächst aber einen Betrag ron 20,000 l. 
mtUUHihUn* Dte Anleifwn konnten aus den geicöhnlicJttn Einnahmen der Studt fitcfU gedeckt 
werden, belief sich dtych ihre Gesammi ausgäbe i, J, 2357 — S auf die Summe ron 77, €48 l», 
W^ton allein 29ß27 h d^m Grafen übergeben wurden. Durch Erlass von 2357 (135<>) Mars 
2$ eerdoppettc das städtische Begiment die Acase für die Zeit, bis die 66,000 l. wieder ein- 
ffd/racht wären: hebbcn ghewillfcuert ende gbeordiueirt, dat de vorscide st^de van Brucgbe 
bebbeo ende effen zal van nu vortwaert dobble asftise van den wiDC, dats te wetene een pond 
rat« Tan den vata; voort van den vate zeema achte sceleghe grote ende van den Oeeterscbeu 
rief«, van andren vremden bicre ende van Ingbebcben ale van elken stope twe© miten, omme 
d'ac^rinede te botaelne onaen vorseiden princbe ende den vörseiden cooplieden de somnie van 
pencghen van der voraeider oflossiughen teti terminen, diere np gbeordineirt sün (aus Ouden 
Witienbouc fol, 34 im StA m Brügge mitgetheilt von Hagedorn); vgl Gilliodts a,a,0. n, 522 
u, Anm,, n, 522, S. 33 Anm, n. 525, S. 89, 95 ^ n. 565 Anm,; über den starktn Verbrauch 
von Bier durch die Flandrer, welches die Preuitsen und die Osterlinge ihfwtt etifülhrten, vgl 



168 P357i Jan. 20. 

Aus Ärchkes Ncdumaks eh Pari», Trimr des clwrUs, eaU R^ 21; Or, m, mAm^.. 
wahlerhaU. S,p auf weldiem der Name des Atisstellers VroweDdorp pe» cM e toi 
ist. Mir scheint, das» AI fr. Leraujc, welcher in seinem flüchtigen Werke Ke- 
cker ches critiqttes sur les rehtions politiqucs de la France avec VAllemagne de 
1202 ä 1378 (Bitliotheqm de ftcole des Hautes - Eiudes 50, 18S2) S. B66 
Anm, eine Quittmuf VraMwendOfps (dort Wranwendorp geschrieben!) gegen Jean 
de la Tour über 1000 Gulden von 1357 Not\ 1, Brügge, neich Ard^, NaL 
M 259 anführt, irgend eine schlcMe Abschrift van der Hier veröffentlichten 
Qiiittung benutxt urul dieselbe perunstaUei hat Nach freundlicher Mütheikmg 
tan Herrn Alfred Maury, Direeteur g6niral des ArcMres NalionaUs, wird 
dort unter M 259 kein derartiges Stück aufbewahrt und hat eine entspree^nde 
MitiJkilupig desArchit^s an Hu. Leroax niemals stattgefunden. Dessen Angabe 
wird aus diesem Chrunde hier nicht für ein Regest su 1357 Nm* 1 verwerthe^. 
Unsre QuiHung ist für den Zeitraum 1356 — 1361 das einzige Zeugmss im Na- 
ti(malarchiv über den deutsch * hansisch' franiösisdvenGeldterkehr. Den Namen 
des ScliMners hat mir Hr, Maury gleichfaUs fuichgewiesen, 

Saclient tou3 ce^ux qui ces lettres verront ou orront, que joa Radekins 
VrÄUwendoorp, marchant de Almame, ay eict et rechuit el uom et al oebs de 
Jeliau de Rndeii, marchant diVlmaine, de Jehan de la Tour, sire du Lierges, 
par les maius Ramont de Bruwant noefcentz et quarante florbs de Florence de 
boin oir et de boiii pois en rabat et aineiirissemeut * de gringeur^ somme, eu 
laquele li dis Jehans de la Tour estoit obligees par ses lettres envers Jehans de 
Raden dessusdit, ainsi que par les ineismes lettres obligatoiree plainement peat 
apparoir. Des quelz noefcentz et quarante florins de Florence dessusdit je me 
tieug pour le dit Jehan de Rüden bieu absüls et plainement parpaijes et en 
claime quite le dit Jehan de la Tour et tous autres, a qui quitanee en doit ou peut 
appartenir; et si en prometz a quiter le dit Jehan de la Tour enverg le dit 
Jehan de Rüden et tons untres, que aucune riens luy en porroient demander on 
calengier, par le tiesmoing de ces lettres, seellees de mon propre seel pendant, 
Faites et donuees a Bmges^ le sieptisme jour de jainvier, lan de grace mUle 
troiseent chuinequante et siis. 

369, Jlamhurg an Kampen: danJd für die Bemühungen in seinem Hanäd mit 
dem Herrn von Kainrc und bittet dessen versprochene EpUschliessungen mit- 
zutheihn^. — [1357] Jan, 20. 

Aus StA m Kampen; Or, m. Spuren des briefschliessenden Sekrets. Zur DoH-- 
rung /?. n. 37 L WiUMrUch und tmrichtig führt Nanninga Vitterdijk, der auch 
das Tage$datum falsch auflöst (in Jan, 27), dies Stück zu 1327 auf in demr 
Register van Charters en Bescheiden van Kai^pen 5, n, 63, 



die drastische Schüderung in The LibcU of ihe Englishe Policye, herausg. vcm, Bert^erg umd 
Pauli, V, 282 ff. Cbei* den Einßms der finanziellen Frage in Flandern auf die deHi$dke 
Hanse in Brügge vgl, die Andeulutigen in der Einhitung su diesem Bande. — Wie mü 
Frankreich haben die Kaußeute aus Freussen mit Spanien früher in Verbindung giettm^ 
den, ah bisher angencmmen worden ist. Ein älteres Datum ah die bei Hirsch, HamMs* 
u. Gewerbsgesch. S, 83, 65 ff, gemachten Angaben gewährt das Brügger ArMt^ Über den 
Schiff^truch nnmlich emea preussischen Kauffahrers auf seinem Kurs nach Spanien k J, 1374, 
vgl GilUodta a, «, O. ß, 533 ff. Ohne jeden Zweifel ist der unmittelbare Handel wdt mUrr 
ah t'(\ iV. Hier ist eine Frage ^ die in den Archiren r<m Spamiets 

noch |i literarischai Hüfsmittel ergaben nichts, «) D* t, amoüiilr^ 

«eroünt» Verringerutigt Vermit^enntg ; ameDdn'r = amoiuilrir» vgl bei Littri^ Dictionnmre #. r, 
•) Aus tlem lat. grandior (grandia) gebildet, ») Her Streit war älteren Datums. Seinm m 

den Hamburger Kämmereirechnungen mn 1354 (herausg, von Koppmann ^ 1, 40) tcirä noHrt 
unter den A%*sgaben: domino Nioolao Hetfelt 48 tnr. preter 2 ^ ad HoUandlini contra domlntmi 
da Ktmre. 



1357 März 10 — 1357 April 29. 159 

Honorabilibus ac circumspectis viris schabinis et consulibus in Campen^ 
nostris amicis dilectis, presentetur. 
Unsen vruntliken grut tovorn. Leven besunderen vrunde, juwer erbarheyt 
•danke wi sere groüiken umme jawen gaden willen unde woldaet, de gi uns 
bewiset hebben in deme, dat gi bearbeydet hebben by juwem ersammen heren 
biBSchoppe tUtrecht an der sake Johans sone Hermans van Enenre. Unde, leven 
yrunde, alse gi uns tatest sebreven, dat de zulve Johan wolde zik beraden bette 
to mydwinter neghest vorghan* unde jw denne zin beraet seeghen, bidde wi 
ynmtliken; oft Johan vorbenomt jw dat beraet ghesecht hebbe, dat gi uns dat 
wiUen weten laten, unde dat gi vordan juwe beste daryn don dor unsen wiDen 
unde wesen unsen borgheren to vordernisse , wor gi moghen. Dat wille wi gheme 
truweliken alleweghe wedder vordenen an jw unde an den juwen in liken oft 
in groteren saken. Süd Gode bevolen. Schreven in sunte Fabianes unde Seba- 
stianes avende under unsem secrete. 

Gonsules Hamburgenses. 

370, ScMiesser, Geschtvorene und Pfarreingesessene der Kirchspiele Ltmden und 
Hemme in [Norder] -Ditmar sehen verleihen allen Kaufleuten der Stadt Lü- 
neburg unter der Bedingung , dass ihnen dort ein gleiches zu Th^^il wird, 
Geleit für Zu- und Abzug und Aufenthalt in den Kirchspielen (prava arte 
abjecta). — 1357 (feria sexta post dominicam qua cantatur reminiscere) 
März 10. Hemme. 

StA zu Lüneburg, Begistr. privilegiorum 14. — Iß.Jlts. 

Gedruckt: daraus Sudendorf, U. B. z. Gesch. von Braunschweig u. Lüneburg 3, 
n. 11, ü. B. cC. St. Lüneburg 1, n. 520. 

371. Hz. Wilhelm von Batern, Gr. v. Hennegau, Holland, Sedand, Herr von 
Friesland j wiederholt seinen Freibrief n. 142 für die Lübecker auf zwei 
Jahre nach etwaigem Widerruf. — 1357 (dominica qua cantatur quasimo- 
dogeniti) April 16. Middelburg. 

L StA zu Lübeck; gleichzeitige Abschrift aus Holland. Ob überhaupt bis zu einer 

originalen Ausfertigung gediehen? 
StA zu Köln; flandr. Kopiar 15. Jhs. a. Papier fol. 17 T unter der Aufschrift: 

Privilegium solis Lubecensibus concessum concernens spolia marina. 
Gedruckt: aus L Urk. Gesch. d. Urspr. d. D. Hwise 2, 439 u. Lüb, U. B. 3, n. 280. 

372. Hz. Erich [II] von, Sachsen [-Laue^iburg] verspricht den Bürgern von Lü^ 
ndmrg vollen Schutz des Verkehrs in seiner ganzen Herrschaft, gewährt 
ihnen unbehinderte Fahrt mit Salz und anderm Gut zu Geesthacht, Boitzen- 
burg und in seineti Landen überhaupt, falls sie nach alter Gewohnheit ihre 
Schiffe zu Laumburg verzollen, und hebt die Grundruhr in seinem Lande 
auf (allerleye unrat unde gruntrorynghe). — 1357 (in dem Dertzyinghe, 
des sunnavendes vor s. Wolburghe daghe) Aprü 29. 

L StA zu Lündyurg; Or. m. S. Daselbst Abschrift im Begistr. privüegiorum. 
H Staatsarchiv zu Hannover; Abschrift im Begistr. priticipum. 
Gedruckt: aus L U. B. d. St. Lüneburg 1, n. 621, auA H Sudendorf, U. B. z. 
Gesch. V. Braunsdiweig u. Lütieburg 3, n. 20. 

373, K. Eduard III von England an die Stadtbehörden von London: befiehlt iiber 
das Eigenthumsrecht an 39 Falken, auf welche der Falkner Tideniann von 
König^erg und der englische Kaufmann Joh. deUatfelde Anspruch erJieben 

«) Bü 1356 Dec. 25. 



160 



1357 Juni 2 — 1357 Jani 6, 



II wd die deii Zoll nicht passirt IwheHj Nachforschungm anntsiellen. — 1557 
Juni 2^ LoiuJön, Westmimter, 

AuB London^ Cittf Itccorth, lib. G fol €2, Jurnfham, 

Gffhuckt: ebendaher vo*i Uohlbaum in der Altiiirtisa, Moruiteschrtft 1$, S, 268, 
S, tmtcpi n. 375, 

Rex ma^jort et vieeeomitibos Londouiamm salutem. Cam coUectores parve 
cnstumc iiostre ac scnitatorea nostri in portii civitatis predigte uos in canceUaria 
nofitra certificaverint, quod quidam Tidemaunus fauconer de Conjugesburghe alie- 
nigena et alii asportavenint in portii predicto de iiavi Tidemaiini de Sconeburgh 
luarinarü trigiuta et uovem fakoues diversariini sortima, mimi^tris uostris U»ideiii 
lüde penitus igiioraiitibüs, et sie absque licencia dictomm ministrorum nostroruEi 
geu aliqüa eustiinia pro eisdem nobis soheiida; et quod idetn eollcctores et sera- 
tatores pro eo, quod ipsi, acTipientes per assereionem predicti TideinanDi mari- 
narii, quod tina medietas dictonim triginta falconum fuit in rei veritate predicti 
Tidemanni lalconarii alienigene et altera medietas eorumdem Jobannis de Hat- 
felde mercatoris iodigene, et eeiam pro eo, quod quidam tamulus indigeua pre- 
dicti Johanüis de Hatt'eld calumpuiavit totam proprietatem de ommlius sapradictit* 
talcoiiibus, ut premiltitur, asportatis et amotis absque licencia miuistrornm uostro- 
ruiu predietorum et absque eustutiia nobi^ inde soUita, omnes predietos in castodia 
ejuödem Johannis de Hatlelde arestiirunt et adhiic detioeiit aub aresto: nos^ ot 
tarn pro nobis quam pro prefato Johanne tieri laciamus quod est justum, voleutes 
per votü plenius certiorari^ «i ana medietas falcouum predietorum fuerit predicti 
Tidemanni fakonarii au omnes lalcones illi fnerunt ipsius Jobanuis de Uatbield^ 
sicut eupradictum est, nee ne, et per quos vel per quem dicti faleones asportati 
extiterint et amoti a navi predicta et ex qua causa, qualiter et quomodo, vobi.*i 
niaudamus, quod per sacramentiim proborum et k^galium hominum de eivitate 
predicta, tarn mercatomm et marinarioruui quam alionmi, per quo» rei verita.s 
melius sein poterit, diligentem super articulis prcdictis et aliis artictilis ea tan- 
geutibus faciatis iu(|iiisicionem et eam distincte et aperte lactam nobis in can- 
cellaria nostra snb sigillia vestris et sigillis eorum, per quos facta fuerit, sine di- 
lacione mittatis, et hoc breve. Teste me ipso, apud Westmunasteriumj secando 
die Junii, anno regni nostri Anglie tricesimo primo, regni vero nostri Francie de- 
cimo octavo. 



S7^* Kampen verkündet seinen Schiedsspruch zwiscJien Bitter Jahann Herrn von 
Kuinre und der gangen Stadt Hamburg, imlem es letztere von dei' Verschul- 
dung eines Todschlags frei S2>richt und alle von beiden Seitm verübte Ver- 
gehen für gesühnt erklärt. — 1357 Juni 6, 

Aus StA zu Kämpen^ «. XJiÖ; Abuclmß a. Papier, 

Verzeichnet: daraus Regtstcf' van CJiafter» en Be^ckäden van Kawpen 1, #t. lüS. 
Ä Ql>en n. 3Gt}, 

Wy Bcepene van Campen, szoenslnde ende segghers van sacken als van aller 
sehelinghc ende onminne, dy gheweseu heeft tussehen bereu Johan heren van 
Kuenre riddcr ende alle siine vriende ende bidpers op ene siide ende dy Stadt 
van Hamborgb ende al eer burgbers ende hulpcrs up dy ander siide ont in dcseo 
dagb toe, des sii aen ons gbebleven sin te beyden siiden, segghen: dat eemte^ 
gbcwoerden van burgbers van Hamborgb binnen vredes, daer dy gfiede lüde van 
Hambiagh hcm ousclmldieh af seggben, dat dy van Hamborgb eer eosebtüdt 
daeraf doen snllen, daer Heyne van der Woert, Johan Pape , Heuric Vftlsük endo 
Kadcke Merscben, burgbers van llaniborgh, van oerer Stadt weghen mit oeren 
eedrn voer ous. daer dy bere van Kuenre voerscrcvcn tgbegbenwardicb stont. 



1357 Jimi 7 — 1357 Juli 13, 



161 



ten hyligheo beholden Lebbeu, dat dy stadt van Hamborgh ende oer burghers al 
onschuldich sin raedts ende daedes des nedershighes, dy an Jacob Vlanderraan 
voersereven gbedaen is, ende dat sii gheeaen VTede aeu dien beren van Knenre 
voerscreven oft siine hulpers ghebroeken hebben, dien dy Stadt van Hamborgb 
by reebte bem verricbten öuUe. Voert van allen aehaeden, dien sii onder hem 
ende oer hulpers malcnnderen gbedaen hebben te beyden siiden ont in desen 
dagh toe, dat segghe wy atincliikcn quiit^ ende seggbcn daeraf ene alinghe olde 
vaste ötcde kersteliike szoene te beyden siiden te ht^ldene sonder alle arghelist 
ende daermede voertmer güede vriende te wesen. Actum et prcsentatum anno 
Domini 1357, feria tertia poBt octavam pentheeostes* 

575. Zeugniss über das EigmilmmsrcM an 39 Falken^ die aus Pre^issen nach 
London gebracht sind, — 1357 Juni 7. London. 

Am London f City Rccards, lib. G fol, 63. Junghans, 

Gedruckt: chendaher vfjtt Hohlbaum in der AUpreuss. Monutsschrtft 15, Ä 169, 
S, oben n. 37$, 

Inqaisicio eapta coram Henrico Picard majore civitatis Londoniarumj Thoma 
Dolsely et Ricardo de Notyughauj vicecomUibus eju^dcui civitatis, septimo die 
mensis Junö anno regni regia Edwardi tercii post conqnestum tricesimo primo per 
breve domini regis huic iii(|Uisicioni consutnm ad inquircudiim de omnibus articuli;? 
in eodem bi*evi contentis per saeramentum Johannia Fbouu, Kieardi Grace, Jo- 
lumnis Yonge, Jobannis le Cooky Willelmi Swynesheved ", Thome de Oxonia, Ste- 
phan! le Chaundeler, Jobannis lEspaygne, Bartholomei van Haie, Henrici Trans- 
bale, Philippi Fitz Niehole et Henrici atte Cloo. Qni dieunt super sacramentum 
smtni^ qnod Georgine de Henyiigtou, serriens et mercator Jobannis de Hatfeld 
inercatoris indigcne, emit triginta et novem falcones diversarum sortium in partibas 
tran^niarinis aput Spruce ad opus prcdicti Jobannis domini sui et eosdem faleoneö 
in navi Tidernanni Seoneburgh marinarii posuit usqne Londonias ducendos; et 
cum idem Tidemanuus in portii Ix>ndoniariim tuim prefatis talconibus applieuisset, 
quidam Galfridus de Crymelforde, serviens predicti Jobannis de Flattcld, falcones 
predictos extra navcni predictam eeint et illos in custodiani predicti Jobannis nia- 
gistri »Hl posuit, in cujus custodia adbuc existunt Et dicnnt, quod predicti fal- 
eones sunt proprium calalhun ipsius de Hatfeld absffue hoc, quod Tidemannus 
&oconer de Conyngesburgb alienigena seu aliquis aliws abijaid habet seu habuit 
in faleonibus predietis post empeioncm eorumdem per predictiioi Georgium factam 
in partibus transmarinis, ut predictuni est. In cujus rei testiniODium huic inqui- 
sicioni jarati predicti sigilla sua apposuerunt. Datum Londoniaruni , die et anno 
supradictis. 

^376, Et» Wilhelm von Banrnt Gr. von Ilennegau^ Holland^ Seeland, Herr von 
fVmlandf bestätigt den Bürgern von Deventer, damit sie seine Lande den 
Ilnndels tcegen mehr hesHchen und seine Unterthanen hei sich freundlicher 
aufnehmen^ alle ihnen von seinen Vorgängern verliehenen Privilegien Ufid 
empfieUt sie dem allgenieinen Schutze^. — 1357 (s. Margrieten dach) Juli 13^* 

«) RiektS^ Mir« levM &w}ni«ilioTod? 

*) Begi^^tiffcn DeverUers nach einer andern Seite beleuchtet der Amf/(d*cp08ten der StadU 

ruhnun^en su i:i5T Man 24: Henrico dö Lare «erro scolastici Daveutricuftis de copüa littemruin 

mlaarum ßeTglien in KomrcgiAm sigillatartim per eundem cum gigilto eja^ilem »colafiticip 4 s, a<l 

|fc{lMin«htm, Van 1/oominck, Cameraar^-Kekeningen van Dertnter $, *9, S. 50L *y Zu 1H57 

Juli 8 rcr-feic/tfurC Kruts , Stiidte Pumutmu S, 353 eine Verleihung lubiächen RechU an Lcba 

■ (I^beiuttn dt' I niteh Cramer , Gettch. d, Lande Lanenbnrg «, Büi^w 3, 3C3, Wie aber rr, am 

HAmi»ch<*« Urkiuid«iiiliiticb UL 21 



16^ ^^^^V 1357 Aog. 4 — 1357 Sept. 27. 

StA :u Detenier; nicht näher bezeichnet 
Gedruckt: dar am Dumhar, Het kerkth en wereltl, Detenter S* 520, trie3 
i\ Mkris, Charterhoek 3, M, 



hoH 



377, K. Eduard [UJ] von England an die Sheriffs von London : befiehlt m ver- 
künden^ dass er alle Kaufleute aus Lomharäten^ Deuisddand^ Genua und 
den andern überseeischen Getfenden für ihren Handel in England in seitiett 
besondefen Sehäz genommen ^ dass Jede Beläsiignng derselben unter Strafe 
an Freiheit und Leben stehe und dass nienmml unier irgend einem Vor- 
tcande von Gut und Waaren ihnen irgend etwas abfordern diirfeK — 1357 
(anno r. Anglie 31, Francie 18) Aug. 4, London, Westminster, 

London, Cilif Records, läicr G foL 6^: Proklamation von Aug. 4 (die vcneris 
po3t festura s. Petri ad vincola), Jnnghnns. 

378, Gr, Engelbert [III] von der Mark beurhmdei sein mit Dortmund auf 6 Jahre ^ 
geschlossenes Schutzbünäniss gegen jedermann ausser gegen das Reich, 
Erzbischof Wilhelm von Köln, die Bischöfe Ludwig von Münster und Engel- 
bert von Lütt ich ^ Markgr, Wilhelm von Jülich ^ Gert von Berg, Johann von 
Kleve, Godeii von Arnsberg und Klaus von Tecklenhurg, die Haren Otto und 
Bernd voti der Lippe und die Städte Miinster^ Osnabrück und Soest, unter den 
früheren Bedingungen, unter Bestätigung der Befreiung des kaufmännischen^ 
Guts von unrechtmässiger Arrestirung in der Mark und der alten Handels-' 
gerecktigkeit und des sicheren Geleits daselbst. — 1357 (crastino assnmptio- 
nis b. Marie virginis) Aug, 16, 

StA zu Dortmund; Or, m, S, Daselbst eifie gleichseitige Abschrift a. Pergament 

Gedruckt: daraus Rubel, Dortmunder U. B. 1, 2, n. 73L Ä oben n» 4, 125, 

176, 2S1, 257, 259. 

* 

379, Hamburg beurkundä sein Bündniss mit den Herzogen von Sachseti -Lauen- 
bürg zur Bekämpfung des an Hamburgern und an dem gemeinen Kauf* 
mann verübten Itaubes in HadelnK — 1357 Se2)t, U7. 



der sMechien Überlieferung de« Dokuments 9chlie88e9id, hier mit Cramer a.a^O* I, 100 ^Ifj 
eine Verweehselutig mit deni kidmisch^n Rechte annimmt , so verbessert auch Cramer auf Grum 
geschichtlicher Thatsachen und der Form der Überlieferuttg , die einer Fälschung nahezu gleich- 
kommt, in dem Handexemplar mne$ Werkes, welches mir das kön, Staatsarchiv s%t Stettin durch 
Hn. Archivar Dr. Prumers zur VerfUgung gestellt hat, im Tcjtte die TTorfc ,»Lube8ch Recht*' 
mit voUem Recht in „Calmescb Recht**. Der Text ist so entstellt, dass das Original der »$tmj 
Verleihung k4zum tcieder su erkennen ist, V 1^^- H ^^^rde den Vlämingern, Bra 

und Seeländert^ das Tragen ton Waffen und Messern durch den K(h%ig verboten, a,a^O. foL 7t\ 
Dasselbe wiederholt 1363, Junghans. ■) Auf dieses Bündniss, waches durch n^ 380 ergänzt 
ißird, Eictrifelsohne nicht auf ein allgemeiine» Landf^fiedembQndmss von 1357, Lübeck, zielen meh 
rere Angaben der Hamburger Kämmereiredknungen , welche in Koppmanns Ausg€tbe 1, S. 
S9 und in seinen HR. 1, S. 140 Anm. 4 mitgetheüt sijid. Diesen Verbuftd und den 
£u JAlbeck von- 1356 August, oben n. 365, 366 Anm., hat Herrn ^ Korfier tfisammen < 
als er von einetn festlichen Tage K. Waldemars von Dänanark mit norddeutschen Fümten 
XAdedfc „aeciindimi cbrouicam Danorum'* und vmi einer pax gcueruUä txsrrarura m 1357 
Kceard, Corpus 2, lOf/T. Audi die Kacltricht über das Kapitel der Minoriten in 
welche er wu 1357, unmittelbar vor dem Übergang auf 1358, hier ansckhiB, ist bei Detnmr 
(Koppmanns Ausgabe S. 527) su 1356, vor dem Übergang auf 1357, gegebm. Seit Traleigerp^ 
Hamb, Chronik, herausg, von Lappenberg, S. 88, hat die verurorretve ErzaiUung Korners 
geführt; aueh die Hanserecesse a, a, O. sind zu beriehiigen^ Die ünzuverläimgkeU des 
Vorgängern fem std^endcn, flüchtigcf^ Chronisten bclmditet vollends der PtinAI des VtHrafft, 
dar$db« nur gegen die Räuber in Haddn imde audcrs uppe neuen mau wirken soU^ t. ob^n 
Ttxtt woraus Körner eine pax generalis terrarnm genuidii haL 



1357 Btyt 27, 



163 



Slaad^arcT^ic sh Ranmvcr; Oi\ w, bcicHädigieiH S* Auf ätm Kücken gleichmtig: 
Eyue tubopes^ttiiigo offtc verbindiDge der vna Hamboreii uude d^r 8a£Ben bereu 
uppe de KuIcD unde rovere In detne Unde to Hadelcn. Miigtilmli von Ärchi* 
rar Dr. Doebmr. 

Gedruckt: cbetidaher Suäendoff, U. B, £, Geich. von Sraumchtimff «. Lüneburg 
3, H. 55- 

Wy radniaDne der stad van Ilamborch bekennet unde betbiighct opembare 
in desser jeghenwardegben scbrift, dad we us bebbeu verbunden unde verbindet 
in desseni jeghenwardegben breve mit den edelen vorsten den heren beni Ereke 
unde hern Albertbe, van der gnade Gfldes hertheghen tbo SaBsen, tho Engberen 
unde tlio Westfalen, in desser wys, alse birna screveo Is, uppe Wolder Knien unde 
nppe Pape Kulen unde uppe de revere unde ere belpere, dede mvet hebbet uthe 
deme lande tbo Haddelen unde weder intbe deme lande use borgbere van Ham- 
borch unde den menen kopman, unde uppe alle de ghenne, de ze buset edder 
hnvet eder spiset in deme lande tho Hadelen, unde anders uppe neuen mau. Vort- 
mer so Bcbal nialk zyn egbene eventure staan in vengnisse, in dodslagbe^ in wun- 
den eder in schaden; helpe us ok God^ dad wy nemen vromen mit den vorbe- 
nomden vorsten in vaugheueuj in slothen, in güde, in erve eder in have, dad 
sehal half der yorsten wegen unde hall^ use; unde alleud, dad birvan upsteyt» 
alse hir^'ore besereven is, des en schal zyk uemeud af zonen eder dagheu, we 
en zffnent eder dagbent al. Vortmer zo scbele we ze spisen intbe deme lande 
tho Hadelen unde weder uthe deme lande benthe tho Hamborch, men binnen 
deme lande en »chole wy een nene spise gbeven, Vortmer winne we vestheu in 
deme lande, de schal men breken; duehthe id ok us nutte wesen mit den vor* 
benomeden vorsten, dad us nutte duchthe wesen dor der rovere willen, öo 8chol- 
den de vorsten unde wy de slothe holden van der vyende güde, unde venghe wy 
fflvere, dar schal men over riehthen, alse ere broke thozecbt; queme ok erer welk 
uthe deme laude, de schal der vor??ten vcrvestede man blivcu imde wesen in erer 
hcrscbop unde in deme lande tho Hadelen unde nnmmermeer darin tho körnende. 
Vortmer unde zowan dessen vorbenomeden raveren sturet is, so en schal desse 
verbindiughe nene macht mer bebben unde so schal men de sbtbe breken. Tbo 
euer bethughinghe desse"* vorbenomeden dink zo hebbe we unzer stad ing^iezegel 
dessen* breve thogbebcnghet, Thughe desse-* stukke zyn Hartwich van Ritzerowe 
unde Dyderik zyn broder, Vieke Marschalk de eldere unde Vicke Marsehalk zyu 
•60061 voghet tbo ßerghcrdorpe, unde Hennen Sebultbe unde anders vele geder 
lade. Ghegheven tho Hamborch, in dad jar uuses Heren dusend drebundert in 
deme zevenundcvifthegbesten jare, in deme daghe der hilghen suutbe Conmas et 
Danuanes. 

380. Uz. Erich II von Sacltsen- Lauenhurg und Albrccht V von Mölln und Berge- 
dorf verleihen den Hamburgern und dem gemeinen setfahrenden Kaufimmn 
Schirm für die Fahrt an der Elbmihidung gegen Hadeln und für den Leudit- 
thurm auf Neu werk ^ und bestätigen alle alten Freibriefe auch für den Fall 
einer Fehde, — 1357 Sept, 27. Bergedorf. 

7rafiA8umirt 1356 Jan. ü€f t. wfUen fu 388. 

Gedruckt: am einem nachlässigen Kopiar SchubacJ:, Strandrecht S, 283 ; (KlefderJ 
Hamb, Gesetie u. Verf 10, 209. S\ U. B, Bd, 1 tu 2, JlegUter 9, i\ Neumrk 

In den namen unzes Heren wy Erik unde Albret ^ van der gnade Codes 
bertegben to Sassen , thu Engberen unde thu Westvalen alle den jenen, de des- 



A) 9af b> s^t 



21* 



164 l-i5: ökt. Jü. 

gen breef anzeet nnde boret , bevl an Gode. Witlik zi id allen laden, dat wv 
mid ^deiD berade nnde Tolbort nnzer trnwen raadgfaeven nnde man dor znnder- 
liker Tinntscop nnde deynstes willen, dat de radman nnde borgfaere ran Harn* 
borcb ans nnde den nnzen gbedan hebben, nnde dor nnt des mevnen kopmans, 
zo gfaere wr vor nns nnde ror nnze nakomelinghe den borgfaeren van Hamboreh 
nnde deme kopmanne, de de zee züket, van der ze de Elve np bethe thn Harn- 
tiorcb, ran Hamboreh de Elre nnth bethe in de ze, ze zin ran wat lande ze zin, 
dease Tr^be^'t, de bima gfaeschreven zrn. Tn deme ersten, dat nen man roren 
scal de borghere van Hamboreh edder den kopman nd nnzem lande thn Hadelen 
edder dar wedder in thn watere edder thn lande. Vortmer dat men deme tome 
thn der Nighen nicht nagher bnwen en scal, men alze dar nn gbebnwet is, 
noch wj noch nnse nakomelinghe noch neyn man. Vortmer we nppe deme tome 
is thü der Nighen 0, den scal ne^n man hinderen an zime qneke, swmen, seha- 
pen noch perden noch an der weyde, de nmme den tome belegben is. Vortmer 
zwe nppe dem tome is, den he send in dat land an zime werve, den scal nevn 
man hinderen; ok zo we wil np den tome oder van deme tome van der stad 
weghen van Hamboreh thü lande edder thü wathere, den scal nejn man hinderen. 
Vortmer de breve nnde de viyheyt, de nnse elderen hebbet gegheven den bor- 
g^eren tho Hamboreh nnde deme meynen kopmanne, de stedeghe wy in dessen 
yeghenwardighen breve nnde willet, dat ze ewyghen waren. Vortmer were dat 
zake, dat en schelinghe npstnnde twischen nns nnde den van Hamboreh, des 
mcbt seheen en mSche, zo scholen desse breve jo in erer macht bliven nnde 
schal holden, alze desse bref inne heft, twischen deme lande thn Hadelen nnde 
der stad van Hamboreh. Dede jenicb man darboven, dat schole wy nnde nnze 
nakomelinghe ym keren helpen. ThA eyner betflghinge desser vorbenSmeden 
dingh zo hebbe wy nnze inghezeghele dessem breve thüghehenget Täghe desser 
stncke zin Hartwieh van Bytzerowe nnde Dyderik zyn broder, Vicke Marsealk 
de eldere, Herman Sehnlte, jnnghe Vicke Harscalk, voghet to Bergherdorpe, nnde 
ander vele ghnder Inde. Gegheven thü Bergherdorpe, in dad jar nnses Heren 
dnsent drehnndert in deme zevennndevyftighesten jare, in deme daghe der hil- 
ghen zfinthe Cosmas nnde Damianes. 

• 
361, Protokoll über eine Verhandlung mit den Herzogen Erich I und Erich II 

von Sachsen- Lauenburg wegen der ZoUp flicht der Kaufleute von Hannover 

und Uelzen. — 1357 Okt. 29. ZoUenspieker. 

Aus StA zu Hannater, Adtestes Kapialbuch foi. 39 mit der Bemerkung: Et notan« 
dam, qaod ista preacripta plaeita sunt scripta ad libmm ciTitatis Loneboich et 
ad libnim civitatis Ultzen pro premiBSoram perdura[D]ciori memoria et caatela. 

Gedruckt: ebetidaher ü. B. d. St. Hannover 1, n. 367. S. oben n. 141. 

Na Goddes bort driteynhnndert jar in deme seveden nnde veftighesten jare 
des sondaghes vor alle Goddes hilghen nppe der tolenbode to Eyslinghe wart 
ghedegbedinghet twischen den erbaren vorsten heren Erike deme elderen nnde 
heren Erike sineme sone, bertoghen van Zassen, nppe ene zid nnde den bor- 
^eren van Honovere nppe andere zid aldas , dat twene ratmanne van Honovere 
scolden hebben beholden mit oreme ede van orer stad weghene nnde orer ghe- 
menen borghere weghene, dat dit ore olde tolnrecht were: wanne eyn borghere 
van Honovere sin ghnt hedde ens vortolent to Molne eder anderswore, dar men 
in der herscap van Zassen plecht tolen to ghevende, so en droifle men dat ghnd 
nerghen mer vortolen nppe der reyse, mer dat ghnd mochte men voren nnde 
bringhen vri unde nmbeworen over lant nnde de Elve npwort eder nederword|' 



[1358.] 165 

wor male wolde. Den eed leten de vorbenomeden heren Tan Zassen deme rade 
van Honovere dor vruntscap unde spreken, se wolden de borghere van Honovere, 
bi deme reehte laten dor uses heren willen van Luneborch. Dit deghedingheden 
her Bertolt van Reden, her Zeghebant van Berghe riddere nnde Zeghebant van 
Reden. Hir weren over twene ratmestere van Luneborch, her Johan Beven nnde 
her Härtwieh van der Znlten, nnde twene ratmanne van Ultzen, Herman Brasche 
nnde Ludolf Stirhom, van der van Honovere weghene Olric Luceke de junghere 
*nnde orer stad scrivere. 

Vortmer ward dar ghedeghedinghet nmme de van Ultzen, dat (Je vorbenomde 
hertoghen van Zassen se seolden bi reehte laten an deme tolne der stucke, dar 
se umme schelhachtich weren. 

382. Hevci an Dortmund: fordert Recht für seinen Rathmann Johann Zabel wider 
die Wittwe Arnolds v. d. Trappen in Dortmund, die sich in seine Handels- 
geseUschafi eingeschlidien hat. — [1358J 

ÄU8 R RA zu Revdl; Entwurf auf Papier mit der Bemerkung: Et istam litteram 
istios simil[em] * littere misimus oldermanno commani[bTi]8qTie ^ mercatoribus de 
Jo[haniie] de Schide^ de hausa The[u]totiicoram. Das Datum weisen die An^ 
merkungen n<ich. 

Vos astutos viros et honorabiles dominos proconsules et consules in Dirt- 
munde proconsules et consules Revalienses sincerum animum in omnibus compla- 
cendi semper paratum. Noveritis, ad nostram venisse presenciam honestum virum 
dominum Johannem Zabel, nostri consilii socium^. Querulosam queremoniam mo- 
vebat® super vestram concivem uxorem domini Amoldi beate memorie van der 
Treppen', se intromisisse absque ejus scitu de sua societate et familia, quas ipse 
nutrivit sine adjutorio domine predicte et in quibus partem non habuit, [ut]^ idem 
ipse dominus Johannes asserit. In quibus mirari non sufficimus, qualiter domina 
predicta sine inpeticione vel questione aliquali de suis bonis et sua societate se 
ita intromisisse t, qu[ia]*, si in aliquibus esset vel fuisset predicte domine obligatus 
et si aliquis ex parte domine predicte in jurisdictionem nostram venisse t atque 
predietnm dominum Johannem in nostro jure inpeti>isset, sibi plenum jus super 
eundem dedissemus, et adhuc et omni tempore non denegaremus alicui. Quare 
precibus effectivis vos rogitamus, quatenus talem dominam investigare dignemini, 
ut bona, in quibus sepe dictus dominus Johannes habet jus, sibi sequi permittat. 
Si autem non, scitote, nos velle sibi favere illo jure in nostra civitate, de quo 
favetis et conceditis vestr[e]' conciv[i]^ in vestra civitate. In quibus petimus 
rescribi responsum, quam cito poteritis. Valete in Christo. 

383. Bürgermeister, Schöffen und Roth von Brügge in Flandern an Lübeck und 
die andern Städte von Deutschland (Alemaengen) : beglaubigen, nachdem sie 
mit dem Grafen von Flandern und dessen Städten auf die von dem bevoll- 

ft) similifl R. b) commonisqao R. c) movebatur R. d) fehlt R. e) quod R. f ) vestra R. 5) conciro R. 

») War 1352 aus Dortmund ausgewandert, Rubel, Dortmunder U, B. 1, 2, n. 687, später, 
1363, Ältermann des preussisch- westfälischen Drittels in Brügge, HR. 1, n. 201, kehrte dann 
nach Dortmund zurück. Die hier behandelte Streitsache war 1360 März 22 ausgetragen, s. 
unten zum Datum. «) War Rathmann in Reval 1352, 1354, 1356, 1358, 1360, v. Bunge, 
Berater RathsUnie S. 127, Joh. Säbel. Die letzte Zahl ist hier ausgeschlossen, tceil 1360 der 
Handel schon beendet war, vgl. vorige Anmerkung; wahrscheinlich fällt er ins Jahr 1358. 
*) Ä. V. d. Trappen, de Grada, als Dortmunder Rathmann 1347 zuletzt erwähnt, war 1362 rer- 
ttorhen, Rubel a. a. 0. n. 627, n. 770. 



2ßg ^^H [1358] Jan. 12 — 1358 Jan, 14, 

mächf igten lühischeu liathnann Bernhard van Oläenlorgh uhcrrekUe^ Klage 
übvr Verletzung der alten Freiheiten und Frivilegien der Kauflciäe von Deutsch- 
land die Ahsendung einer Botschaß nach Lübeck besddossen haben, welche 
billige Genugthuung daselbst vcrhelssen sollj ihrerseits ihren Itaih Willem 
Vernaechtenson Licent» jur, utr, tmd die llerrcti Willem t^an Bochout, Jan 
Canphin und Tideman Yanden Berghe, welche zusammen mit den gräflichen 
Gesandten Herrn Gossin de WHde^ und Woider Vander Bmeghe, Schild' 
huqipen, und den Genter Boten Herrn Jan Blankard Mag, theol, Roth 
der Stadt Gmt, und dem dortigen Schöffen Jakob WiUebard abgeordnet wer- 
den*. — [1358] (den 12. dach van laumaent) Jan, 12, 

StA SU Brügge, n. 528; Enticurf auf unbeglauhigtem Papierblatt, auf wdclitm 
$kh auch unsre n. 400 he findet. 

Gedruckt: daram ME, 5, n, 228^ ffülitr GiÜ%odi6*van Severcn, Incentaire des 
archivcs de Bruces 2, n, 528, 

38i, Erzbischöf Wilhelm von Köln, Hz, Wenzel van Luxemburg, Brabant und 
Limburg, Markgraf des Reichs, und die Städte Köln und ÄcJien verpflichten 
sich gegenüber der Zunahme des Unfriedens Im Lande, der auf den Strassen 
mul andei*tveitig täglich sich zeigte und bestärkt durch die Vollmacht 
K, Karls [IV] von neuem die in ifirem zehnjährigen Landfriedensbunde über- 
nommenen Verpflichtungen in vollem Umfang zu erfüllend — 1358 (des 
eonclags na antdage druÄeinmissen) Jan, 14, 

StA ^u Kohf, ürkundefi n, 2218; Qr.,Pgm,^ m. 4 anhatuj, S, 

Gedruckt: durans Enmn, Quellen z. Gesch. d, St. Köln 4, n, 307, twj. Mittfidl a, 

d, Stadtarchiv v. Köln, H. 7, S, U2, n. 22X8; fridter mU falecJtcw Datum gedr. 

Lacomhldf IL B. r, Gesch. d, Nkderrlmni 3, n. 576 und ver^, Böhmer - Huber, 

BetfcBttn Karls IV, RekhssacJhen », 290. 



•> iii(4tingbo ehotoci?ht in HR, o. a, 0, ; Soppmam idcnmähsi nichlisglio = wewlingho* Bei OiUio'lti. a. a. 0. 
leokt buttr oiadatuighQ pbu ä, h. in VotimotehL 

>) Gewöhnlich Godefroi le Sau^ftge genannt ^) Die Gesandtschaft unterblieb aus unbe- 
kannten Gründen f Koppmann in HB, 3, S. 2lfi unten. Die Gründe sind in den flandtiAch' 
hrabantischen Vencickiungen gu suchen, welcJ^e zur Zeit die Aufmerksamkeit mehr in Än&prueh 
nalhfnen uls die Wf4ftS€he und Bedürfni*&e der Hanse, Durch den Traktat ran Äth, 1357 
Juni 4, Willems, Brabantsche \jeeiden 2, Cod, dipl n, 63, waren Gr, Ludwig von Flandern die 
Stndtc Mechcln und Äntwapen und der Titel eims Hirzotffi ron Brahant sui^esprochen. Es guU 
indess die thatsächlichc Herrschaft zu gewinneti; die Städte Flanda'ns unterstützten dtätei den 
Grafen bis in das nächste Jahr hinein. Derselbe Jan Canphin, der nach Lübeck deleffirt wer* 
den aoilte, sog Febi\ 12 ah Hmtpitnann eitter brüggisdien Hilfssclmar sum Grafeti mr Ani» 
toerpen, doe onse princh».* aise steide van Antworpe ordinerde te paysieme ; Febr, 21 kehrte er 
gwrück, Briigger Stadt rechnungen hei GilliiHlts a. a. 0, 2^ S. 95. Kein Zweifel, dass diese Be- 
nehung obige« SchraUn Entwurf hlcibcn Ue^s. ^ Der Bund von 1351 Mai 13, oben fi. 

iÄS Änm. J, SU welchem jetH su vergleichen sind die MtUheü. a. d, Stadtarchir, H 7, S. 4 ff.^ 
iiber neiine Fortdauer nach dem sehnjältrigen Termin das, 6\ 31, n. 2342, Der Friede, den er 
herbeiführen widUe, galt wesentlich den grossen HandeUstrassefi im niederen Lande, die man 
fion Ostm% \md Norden her betrat (inferiom Alotnanie): er hcMoss einen Theil des FürHenthumi 
Lüttich ein; vofi Biägenbach kommend Miess die Grenze bei Scharrat* (heute Cheratte) unterhalb 
wm LUttich, gegenüber Herstal, auf die Maas, begleitete diese bis Echt gegenüber Ma€$egck 
9Weigt€ dann wieder redUs ab mul lief auf Xanten m, vgl Lact/mblet 3, n. 496, Eine andre^ 
nicht näher m beätimmetuie *Sic}terung des V^'erkchrs in dtn niedereft Landen deuten d%e Stadt- 
rechnungen ron Wesel (im SUuitsarchtv m Düsseldorf) für 1358 an: tiuiimo civitatiB Trmjec* 
tensia, qui portavit litten^ treuganim» 8 d*, unm\^tteUiar vorher: nuncio epiücopi ColonieDsis de mer- 
ftttoribus, qaod pociitent ambtvUrc, 6 d» über die ran dem Ersbi$chof, dem Hersog von Jülich 
und den Städten Köln untl Achen geviachtevi Versuche zur Einführung einer gleichen Münxe 
II» den Verkehr vgl. Laccmblet a. a. 0, ti. 574 (13^7 Aug, 15), aueh n, 59L 



1358 Jan* 20. 



167 



^85, Versammlung zu Lübeck: Rathmannen der Städte Liiheck, Goslar, Ilamhurg, 
Rostock, Strcäsund, Wismar, Braunschweig — in Vollmacht ihres ganseti 
Driiiels der Kaufleute des Reichs von der Deutschen Hanse zu Brügge und 
der Städte ihres Drittels — sowie Rathmannen der Städte Tfioni und ElUng 
— in Vollmacht der Städte von Preussen — verkimdcfi unier dem Siegel 
Lühecis für alle Städte und alle Kaufleute die von ihnen wegen Vergewal- 
tigung dc^ Kaufmanns in Flandei^n beschlossene wlldändige Handelssperre 
gegen Flandern, Mechdn und Antwerpen^ in 12 Satzungen; tmnach die 
Städte von der Hanse das Verbot jedes unmittelbaren und mittelbaren kauf- 
männischen See- und Landverlehrs dorthin in angegebenen 3 Artikeln su 
veraffetitlicJiefi haben, die Schiffahrt durch den Kanal geregelt, der Abzug 
der Kaufletite aus Flandern, Mecheln und Antwmj)en su Mai 1 vorgeschrie- 
ben, Ucbertretung der Beschlüsse durch einen Kaufmann mit Strafe nach 
Stadtrecht, Widerstand utul Ungehorsam von Seiten einer Stadt mit Aus- 
schluss am Hanse und deutschem Recht fiir alle Zeit bedroht, für die Gül- 
tigkeit einer Abkunft mit Flandern voUe Uebereimtimmung aller Städte ge- 
fordert und die Beobachtung dieser Beschlüsse unter Einsatz von Leih und 
Gut geboten wird. — 1358 (in deme sunte Fabiaiii unde Sebastiaai daglie 
der hilglien mertelere) Jan. 20, Lübeck, Rathhaus» 

Das beHegdtc Originai- Protokoll i$t nicht mehr t^orhanden, 
L StA SU Lübeck, Batatica w, 103; Amfertigutig für den lUbiscfieti Rnthmann 
Bernhard Oldenborg §u Brügge, vgl oben w, 383. Ein Sitgel hat dien^ Exem- 
plar meUeicht memah gehabt; der Einschnitt für ein Siegel ist noch Hagedorns 
Mittheilung im Pergament rarhanden, doch ist da» Dokument, welches als JSf^i* 
läge zu einem Briefe an Oldenborg niedergeschrieben wurde, kaum in der somt 
ubUcJteti Weise verscfilmsen, bzw, t€7'»iegelt tcorden. 
E BÄ SU Beval; Brudistück &ner Ähscfirifl für die Uvländist^n StäcUe. Vgl. 

n. 3Se, 
Gedruckt: am L und B HB, 1, n. 212 und 3, n. 13 mit dem Hinueise Kopp- 
mamm auf Detmars Bericht gu 13Sß üfter die Verlegung des hatisischm Sti^s 
mm Brügge nach Dardrecht (jeiit Chromken der B, Städte 1$, KoppmßomB Auf- 
gabe, S. &2S). 
Doch woM auf die Verhandlungen, die i\ J. 1S5S an diese Beschlüsse sich knüpf ten, 
melen die Eintragwngen des Ausgabebucfhs der Stadt Riga, Livl BUteräcfiafls* 
Bibliothek su Riga n. S86: pro expensia domini Wulfardi [de Sundern*] versus 
Lubek R^ymara Swen 10 Vt vor* cum 2 aol; Johanni Sv&rten ex parte communis 
mercAtoris 3 fertones cum 2 oris; adhuc ad usus reyse domjni Wulfardi 1 fert,; 
pro expensis doniiui Wulfardi de anno preterito 2 mr.; ZesMirio Meyen — ad 
usum communis mercatoris 4 Vi fert. ; genauere Daten sind nicht angegäfen. 

386. Lübeck an Dortmund: theUt, indetn es einen Dofimunder Boten wieder ab- 
fertigt, den ersten Punkt der Beschlüsse n. 385 über die Handelssperre gegen 
Flandern, Medieln und Antwerpen mit, verheisst die weiteren Beschlüsse 
des Tages durch seinen Boten auf Flemäem, der in hursetn Soest oder 
Dortmund berühren wirdj nnzmeigen; ersucht es sie seinen Bürgern und 
Kaufleuten nachdrücUidk einzuschärfen und sie unter denjenigen benachbar- 
ten Stfultm weiter zu verbreiten ^ welche es angeht ^^ wie die Städie Thom 
und Elbing sie den Uvlämli sehen utid anderti [prettssischenj Städteti mit 
Begleitschreiben von Lübeck verJcünden wollefi und die Bäthe von Gotland 

») Die OfÜnde für die IBminziehung von Mecheln und Antwerpen «. in n, 383 Anm. S. 
«) Vgh oben im n. 359, ■) ViefleicM betrifft dieee Mittfteilung eine Notii der Stadtrechnun- 

gen von Duieburg, welche in der Bolle aun dem B44^immg^ahr I367S, ettßa gum Fr^hj'^r 
1S58, metden: 7 d, tiuncio civiuti» TremonieasiB , StA JhMmrg. 



les 13Ö8 Jmu 20 — 1358 Jan. 2L 

und aus Schweden ihren Beifall schon suvor schriftlich er£heiU hctbm; erin- 
nert an den einhelligen Beschluss, dass jede Stadt, welche dem Statut ihre 

Zustimmumj versagt oder sich dagr(}eti vergeht, für alle Zeit von der Hanse 
der Deutschen und dem deutschen Hechte soll ausgeschlossen sein; bittet um 
schleunige BiicMusserung, — 135S (ipso die Fabiani et Sebastian! martl- 
ram beatorum) Jan, 20. 

StA tu Dortmund, n, 414; ufibrglaubigie gteich:eitt^ Abschrift a. Fergaintnt; aho 
tine der Kopien i'mi der /«i>i>c/k"n Zuschrift , durch tv<fiche Dortmund auf CrC9uch 
Lübecks die Jit^achhU^e an die Nachbarstädte gebracht hat. Das Original geWgt 
ist nicht viehr vorhanden. 

Gedruckt: durauii HM. J, n. 213; datmch kurz verzeichnet Bühel, Doftmwider 
r. S. I, ^, n, 73.% 

387, Hacelherg an Hamburg: fordert RecM für MUbilrtjer in einem Korngcschäß 

wider Böhmen, von welclien einer Bürger zu Magdeburg ist, in Verfolg des 

Handels vor deti Räihen van Magdeburg und Havelberg K — 1358 Jan, 2h 

StA zu Hamburg; Or. m. S., »eit dem Brande von 164Ji nicht mehr rwhmdcH, 

Getiruckt: nach dem Or, bei Riedel, Cod, dipl Brandetdiurg. 1, 3, 293, n. 7, 

wiederholt hier, 

Honorabilibtts viris, doiuinis consuUbns civitatis Hamboreh consules civitatia 
Havelberg iii oimti decentia servicium eoriim et boiioreiiL Jower erbarebeyt 
bydde wy vruntlyke iu dessen bryeven, dat gy Hannes Teinpeler und Wytztui 
uDsen borgheru behulpen gyn dorch nnses denstes wylleii, dat ein' mjTine eder 
recht ghescye van Nyebel Ples und Wernere sjTien seilen , Bemen, mnme dat 
körne, dat se em' neder vorden imime vnicbt, dar se dyeke vor joren umme 
ghewesed sint; nnde latheu nnsen borghem dar nycht rechtlos nmme jeghen de 
ßenienj dat sye uppe de reehtda^he vor jow nycht ghekomen sint, also sye 
vor jow besceyden weren. Weiine Hannes Tempeler echte nod bcwysen mach^ 
dat he van unser stad wegben in luises hem denste, des niarkgreven van Bran- 
denborg, ghevanghen wart nnd noch ghevanghen is und den bern heilt na ghere- 
den dorch syner nod nnd ok dor'* unser nod undc syn recht vor jow bynnen 
der tbyd nycht bearbeyden en künde, Okwethed, dat erbare Inde, de ratmanne 
van Magdeburg ans gescreven hebben in eren bryven, dat Wyczo unser borgher 
und Nyckel Ples ere borgher vor en gheweset weren und liedden erer sake to 
heyden syden gbentzlyken tbo uns ghegban, und beden uns in eren bryven dorch 
eres denstes willen, dat wy se med mynne eder ruet rechte entscychten wolden. 
Don nnse borghere und Ples Beme vor uns quemeu, don weren ore sake nnd 
rekenscap also gestaldet, dat wy dartho nycht komen konden myt mynne sye 
entscychten, und sye ok appe beydeu syden, nnse borghere und Ples de Beme, 
orer sake nycht to uns gbentzlyken ghan en wolden, wen yo na eren worden 
nnd wyllen; des en künde wy se nycht untscychten. Des bydde wy jower 



») &>! 



Ii) ilicr 4m Abdruck kann nicht richtig ^in. 



1) Vfß, d4n Auf^z von Schm^^Uer, Die ältere EUthandeUpolHik, tlie Stapelrechte und — 

Kämpfe von Magdeburg, Hamburg und Lüneburg, in dem Jahrbuch f Geseitgehung , Frnra/* 
tätig Htui Volks wir thAchaft im Deutschen Betch, Jtüirg, 8^ Jhft 4 (1884/, S, 'j:i ff Dte Br- 
deatung Moffdehurgs ab Handchplad im ftpätcreti Mittelalter n?ird dort eben »o sehr tu hoch 
angcMchhigen , wie die Stellujig Hamburgs im 14. Jh. eiujieitig und zu eng beleuchtet iit (S.33J^ 
indem die weit vorgeschnttenctt nitderldndiacfhai Hamlehberiehungen der Stadt, welche die 
hamburgi^chcn Meclit^anfieichnungen , besonder tt das Schiff recht, vergegenteärtigai , iUfer sehen 
»ind. — (Iber Magdeburg wird dw Oberclbe mit Wauren attn dem We^ttrn permrgt: 1205 find 
fr ruf er Tufjlm für l>resden urkundlich genannt^ 1325 paiiüi EeMeiiae» und FoprentM*» bei der 
ZidUttUic zu Pirna y de^gi fran^si.*chft Weine, Cod, (Uitl Sftxon. mt. II . r^, a. IL 



1358 Jan. 2G — 1358 31ärz 4. 169 

erbarcheyt, dat gy sey med rechte oder myd rnjunen entweie setten, wen gy 
de yrsten sint, dar de sake vore weset lieft. To eyiier bewysinghe hebbe wy 
unse heymelike ingheseghel an dessen bryf lathen drugken. Datum in die Agnete 
virginis , anno Domini 1358. 

388. Fropst, Dekan und' Kapitel von Hamburg iranssumiren die Bestimmungen 
über die Fahrt an der Eibmündung gegen Haddn und über den Leucht- 
thurm bei Neuwerk n, 380, Bd. 1, n. 1323 u. n. 1340. — 1358 (in cra- 
stino conversionis b. Patdi apostoli) Jan. 26, 

StA zu Hamburg, Trese Q 9 u. 98; Or. m. 8. Daselbst ein Originalentumrf a. Perg. 

389. Groningen an Lübeck: beschwert sich, dass Lübeck ihm nicht gleich allen 
deutschen Städten das Verbot der Flandernfahrt ^ angezeigt, welches es selbst 
nach dem Bekanntwerden seinen Kaußeuten dennoch eingeschärft hat, und 
bittet um näheren Aufschluss, weil es die Hanse halten und deren Anforde- 
rungen nachkommen willj wie die Gh'Ofhinger zu den Stiftern der Deutschen 
Hanse gehört haben, — [1368 Februar.] 

StA zu Lübeck f Or., 8. abgesprungen. 

Gedruckt: daraus HR. 1, n. 2U, früher Mb. U. B, 3, n. 313. 

390. K. Magnus von Schweden und Norwegen nimmt die Bürger von Stralsund 
und alle andern Kauf leute für den Besuch seiner Lande und für die Zufuhr 
von Lebensmitteln in seinen besondern Schutz^ — 1358 März 4. Hei- 
singborg. 

Aus S RA zu Stralsund, Privikgien der Könige von Schweden; Or. m. beschädig- 
tem anfiatig. S. Jufighans. 

H StA zu Hamburg; Abschrift, seit 1842 nicht mehr vorhanden. 

Gedruckt: aus S Dähnert, Pomm. Landesurkunden, Supplement i, 1117; ürk. 
Gesch. d, Urspr. d. D. Hanse 2, 446, toiederholt Rydberg, Sverges TrakttUer 
2, n. 334; angeführt aus H Urk. Gesch. a. a. 0. • 

Universis presentes litteras inspecturis Magnus Dei gracia rex Sweeie, Nor- 
wegie et Scanie salutem in Doinino sempiternam. Noveritis, qnod nos omnes et 
singulos cives Sundenses ac alios mercatores quoseunque, qui *negotiaeionis gracia 
terras nostras et dominia cum eorum bonis et mercibus visitare voluerint et ad 
easdem nostras terras et dominia victualia apportare, sub nostra pace et pro- 
teccione pro omnibus et singulis amore nostri quicquam facere vel omittere vo- 
lentibus suscipimus specialiter defendendos, sub obtentu gracie nostre firmiter et 
districte prohibentes, ne quis prefectorum nostrorum vel pfficialium seu quivis 
alter, cujuscunque condicionis aut Status ^xistat, predictis mercatoribus in eorum 
personis vel rebus quovis modo presumat gravamen seu prejudicium aliquod 
irrogare, prout indignacionem nostram duxerit evitandam. Datum Helsingborge^ 

') üben n. 385. Wetiigstens eine Frist von 14 Tagen zwischen diesen Beschlüssen und 
der Abffendung dieses Briefes ist anzunehmen. «) 1358 Jan. 22 wiederholte K. Magnus sei- 

nen Erlass von 1346 April 25 über den Handel der Gäste zu Opslo, Norges gande love 3, 
n. 69; vgl. oben n. 70 Anm. 2. Hervorgerufen ist obige Verleihung dttrch das grosse Sterben 
und die Theuerung, welcJie in diesen Jahren durch ganz Europa gingen; über die da€Uirch 
herbeigeführten Vei'hältnisse berichtet, nüdUern und ergiebig, am besten die Limburger Chronik, 
herausg. von Wyss, S. 46. — Über eine neu aufgefundene Skra der S. Katharinen- und 
8. Dorotheen - Gilde zu Bergen y die einen engen Zusammenhang mit dem deutschen Kon- 
tor daselbst zeigt , bericJUet Yngvar Nielsen in den Videtisk. - Selskabets Forhandiinger von 
Christiania 1878. Die Stiftung der Güde gehört indess nicht ins Jahr 1357 , sondern zu 1397 
(80ven undt vegentich d. i. negentich). Vgl. Y.Nielsen, Bergen fra de teldste tider (Clmstiania 
1877) S. 206 ff. 

Hansisches Urkondcnbach IQ. 22 



170 



1358 April 21 — 1358 [Frahiahr?] 



aniio Domini 1358, domiüiea oculi, swb secreto iiostro majori, nostro sigillo non 
(irescDte. 

39L n$. Rudolf [11]^ von Sachsen f-Wittmierg], Gr. von Brene, ErzntarschaU 
des Reichs^ CfUsagt für sich und seine Erben und Nachfolger allen Klageti 
und AnRpmcheyi gegen Lübeck wegen Niederlegung seiner Feste Dömiig^ 
(oecasione destructionis castri nostri Dönmitz). — 1358 (gabbato proximo 
ante domiDicam qua cautatnr jubilate) April 21. Hersberg. 
StA sfi Lübeck; Or, m, awAan//, Ä 

Gedrtwkt: daraus Lüb. IL B. 3, n. 29S, Das, «. 207 vom selben Tage Vollmacht 
sur Beseitigung aller Irrungen mit Ltthech Zur Sacfic vgh oben n, Ü72 Anm. L 

392. Hansischer Enitcurf £U einem Privileg^ welches Gh\ Ludwig III von Flan- 
dern den detttscJien Kaufleufcn verleihen soll^. — 1358 [Frühjalir?], 

Aus D StA £U Dancig, SckbL Niederlande XVIII ^ 1; flüchtige , sprachlich in- 

ItorreMt Abschrift nnitJi preusm sehen Schreibens auf Pergament, 
Vtrmclmet: daraus HB, 1, n. flt9, m 1358 Nov. 1 eingereiht Über das Datum 
vgl. dk Anmerkung, 

Wje Lodewich grave van Vlanderen, van Nivers, van Reihest, maken coud 
und kenliik allen luden , d^it bi den verzücke unde bede van uusen ghnden luden 
Tan unser stcde van Brügge* umme de notseepe unde profiit van uni*er vorscre- 

A) Ein^ andre Hanä änäerU %md tfffäiwta: vna unson sted«« Tim 0«nt, BragifO uud& Ypr. 

') So nach Buhmer-Huher, Megeaten Karh TV n. 2S29, Nach Cohn, Stammtafeln n.57 
wäre Budolf II erst im J. 2366 Uersog geworden* ') Hier kommt d^- Handinhvnkehr auf 

der mitthren Elbe in Frage, der an der Elbmiindung in «. 380, Vgl, audi n. 387, Übet' einen 
Streit fleischen lübischen Kauflcuten und dtm Hz, vmi Sachsen ' Lauenhurg wegen Fahrgeldes 
rgl, Lüb, U, B, 3, n, 299. *) Der hansische Ur^^mng des Fnticurfs deutet *ic/i thtrin an^ 

das» die Fa^ung^ von den neuen Zugeständnissen Flandern» abgesehen^ welche erH das Besul' 
tat langer Verhandlungen gewesen sind^ mit der Schlussakte ran 13G0 Juni 14 , unten n. 497 ^ 
am meisten harmonirt und van dem weit abweicht ^ was die Fla ndrer während der Jahre 1356 
und 1359 angeboten hetben, vgl dtt Entwürfe unteri n, 430, 451, 452 u, 485, Äusserlich auch 
darin, dass dsm Grafen ron Flanderr^ der Titel eines Henogn von Brabnnt , wclcl^er seit 1353 
Aprü ge fuhrt wurde (vgl, Brabantsdie peeMeth 5, Cod. dipl n, 73 J und in Flanderti sdbst 
wtefti wäre vergessen worden, hier nicht beigelegt ist. Der Entwurf Hesse sielt mit Koppmann 
in HB, 1, S, 146 auf die ßr uns nicht im einzelnen bekantite November * Versammlung beHehen, 
in welcher die Brügger Botscluift unbefriedigenden Bescheid überbracht hat,, HR, 1, n, 224 
Eingatig, AUein tfteih grade dieser hiztere Umstand, iiber den Liibeck gegeft Bo9t<*€k in sei* 
nein Scivraben von 1359 Jan, 6 sich auslässt, unten n. 431, iheüs der andre, diiss in (Jetit Efü- 
Wurf die Klagen und die Forderungen der hatmschen Kaufmannschaften ufid Städte, die in 
der Sommer- Versammlung der Städk: und im Herbst 1358 iibcrreielit und aufgestellt worden 
eind (s, weiter unten), noch keifte Berücksichtigung gefunden haben, spricht dem Stück ein höhe- 
res Alter SU, Es scheint, dass die Überreichung dieses Entwurfs den Ge(/enstand der Botschaft 
gebildet hat, welche ^n Lübeek 2S5S Mai M tM Gent eintraf, HB, 3, n. 234, 3, Hiermit wirti 
diese Botschaft tu verbinden sein, nicht, wie Koppmann im MB, 3, S,221 unten meint, mit 
der Sendung nach Flandem, welche Lübeck gegen Dortmu^ Jan, 20, oben n, 38G, für die 
uUernädiste Zeit in AussicfU gestellt hatte: schwer ist su glauben, dais man in so wichtiger 
Angelegenheit einen Zeitraum von fast vier Monaten wird haben verstreichen lassen. Die roti 
IMeek emgekündigte Botechaß i«t doch, wie beabsichtigt war, bald nach Jan, 20 abgegangen: 
m$ war mmäehet niehi an die Städte Brügge und Gent adressirt, woraus sich auch das Schweiz 
lfm der Stad^eehmunifm erklärt, sondern an Bernhard v, Oldenborg, der auch nach Jan, ^ 
moiA in Flandern blieb mnä dtm dieee Botschaft den Beixss von Jan, 20 tm Hberbrmffen hatte, 
t^. n. 385, 8tiUMeschreibm%g. SoUte die Fassung des gräflichen Titels im Eniwurf, die 9cfum 
beleuehtei wurde, aueh für die Bestimmung der Zeit in IVage kommen, so dürfte eie diA 
Anmehi Hütien, dass das Schriftstück einem Termin angehört, wo die Erweiterung des gräf* 
Uehm Titels in Lübeck und in den Baneestädten noch nicht allgemein bekasmi geweeen k^ 
oleo dem Fri^okr XSSe. 



1358 [Frühjahr?] 171 

Yen stede" nnde ons ghemens landes unde ter bede van unsen ghaden laden ydn 
unsen steden van Ghent, van Ypere unde bi unsen gemeynnen rade van Vlan- 
deren, dat uns[e]** wille is unde hebben gewillecuert over ons und over unse 
hoyre, graven van Vlanderen, dat alle copmanne van den Romeschen rike van 
der Duuscher zeunge , ute wat steden zi zin , mit eren ghude unde mit eren ghe- 
sinde moghen komen bynnen unsen landen in unse stede to Brügge« to hantte- 
ren ere copenseepe van allerhande ghude, dat sy dar bringen wiUen, van wat 
land sy ed bringen, bi watere of bi lande, vri to comende, te varende unde to 
kerende unde to blivende int land unde weder uten landen to varende to erm 
profiit, unghehindert ere sconste unde ere beste to eren profiite to donde mit 
eren ghfide, bi vriheyden, di hima ghescreven stan, to handtieren unde to 
useeme unde gherouliken to houdende tallen daghen, also langhe alse sy unse 
land vorzoekcn willen. 

[Es folgeti die einzelnen Artikel , welche aus den älteren Privilegien von 
1307 und 1309 herüberg&nommen und mit Ergänzungen versehen sind, genau wie 
in der definitiven Fassung des vlämischen gräflichen Privilegs von 1360 Juni 14, 
unten n. 497. Bios sind in diesem Entwurf die FreiJheiten überall auf den Ver- 
kehr mit Brügge allein, noch nicht mit jedem StapelpUxtze in Flandern und mit 
dem ganzen Lande bezogen. Unter dieser Einschränkung decken sich die Artikel 
1 — 41 im Entwurf mit Art. 1 — 41 im Privileg von 1360 Juni 14. Von Be- 
deutung sind nur diese Abweichungen: in §1 fehlt: gheldende hären rechten 
thol; in § 3 fehlt: int clof te weghene ende den weghere de band van der scale 
te doene zonder loosheit ende quade behendicheit, ende die Scalen te wisseine, 
dat es te verstaue; in § 39 fehlt der Schlusssatz über die ZoUstätte.] 

[42.] Vort* wäre dat zake, dat yenich man to lande iof to watere ghero- 
vet worde iof vore*" gherovet wäre unde de rovere iof dat rovete goed beyde 
bynnen unse land quamen, dat göt zal men d[i]en', des iof der [ed]' vor ghe- 
wesen hadde, vry weder gheven, unde den rover zal men rechtes phleghen. 

[42a.] Ware* over dat zake, dat enich rovet gfiet in enes anderen herre- 
scap, land iof stede to yeneger stede quame [unde]' de yene, de gherovet wäre, 
iof enich man anders van syner weghen volghede unde dat rovete gfit weder 
hesschete* unde em rechtes gheweygert worde, zo zulle[n]** de lüde van der 
stede iof van den lande, war zi in- unse land to Vlandem komen werden, [ed]' 
beholden unde ghearrastyeret [hebben]', also langhe dat men dat gfit weder geve, 
iof davor don des redelic iz. 

[Art. 43, 44 = Art. 42, 43 der Fassung im Privileg von 1360 Juni 14 mit 
der oben erwähnten Beschränkung auf Brügge; am Schluss ist der in § 39, vgl. 
oben, ausgefallene Satz über die ZoUstätte von späterer Hand nachgetragen, dann 
wieder getilgt. Hiermit endet die Uebereinstimmung.] 

[Art. 44 — 53 des Dokuments von 1360 fehlen.] 

[Art. 45 im Entwurf ist = U. B. Bd. 2, n. 160 (154), § 28.] 

War[bi dat wi]' maken kunt allen luden, dat bi den ve[r]zoken'' van 
unsen guden luden van unser stede van Brügge unde unmie common profiit van 
unser vorscreven stede unde van unsen ghemeynen landen unde bi den vorsuken 

a) Ebmto: unsen von. steden. b) ans 2). c) to Bnigge itl uMm ffettriehm, vgL die «nte Varitmis, 

wtkhe tbmfaJU» du Aufhebung tkim BmMaidemg auf Brigge aikin xMgi. d) voide D. e) dfien D» 

t) fehU D. g) hessechete 17. h) zolle 2). i) Ware de 17. k) Tesoken 17. 

1) Vgl. eu diesem Artikel Art. 44 im Privileg von 1360 Juni 14. •) Vgl a. a. 0. 

Art. 44 b. Man bemerkt eine Veränderung in der Haltung der DeuUehen. 

22* 



172 



1358 um Ätai 1, 



van den Torscreven copmanne[n]* \vn]^ zullen hoadeii unde [don]'' liouden van 
puntte to puntte alle de dinghe uude de artikelen hoben gUesereven uode ellieJi 
bi hera alse pren[€]he** unde herre' van den landen aver una und over mise 
li[oy]re'^, grave van Vlandeni. Unde wäre ocli dat zake, dat unse lüde van 
Brngge de vorscreven copmanne • vornurechten en enich puntt vorghenümet unde 
8e ed nict beteren wolden bi uns, zo moghcn de vorscreven copmanne«» ute 
unser stede van Brügge unde van nnsen lande, af sy willen, »ceden paysivelike 
unde mit ghemake, sy^ unde hare guet, unde varen, zo wäre zi willen, ute** 
unsem lande' iof hjunen unsem lande van Vlanderen in nnse propree domaine 
unde dar doen unde handh^en hare copmanscepe seker l^^xes unde giides nnde 
liebben ere wiclite unde Scalen, beholden allen vrilieyden unde allen char[ter]s^, 
de vor deser' tiet ghegeven zin iof hiena zullen werden gheven den eopmanne|np 
vorscreven van uns iof van unsen vordren. Unde setten unbrecliken unde willen, 
dat de vorscreven copmanne ghemejTie unde er elHch deser^ Httere, vriheyden 
unde privileyen in allen artikelen unde püntten in alle wyes unde forme, alse 
[ze]"" hoben sereven sin unde also men zi allereygelikest unde allerbest vorneraen 
mach unde also ze hem allervryest uude allerbest evene komen moghein]'*, ane 
unse of anders yeneghes widersprake paysivelike uude vrj^tiken to eweghen tyten 
bräken zullen; och nit° wedder to stände eueghen litteren iof privUegyen van 
uns iof van unsen vordem gegeven iof liirua zullen werden gheven unsen guden 
luden van Brügge iof andern guden luden iut laut van Vlanderen, also dat de 
litteren iof privilegie disen^ littern iof privilegye hoben ghescreveu dem vorscre- 
ven copmanne • to neuen scaden zullen zin iof komen. En orkuntscepe unde en 
kennisse van alle disen** dinghen zo hebhe wie daen segeleu desen'* litteren mit 
unsem zegele, [djiwelke'' waren ghemaket unde ghegheven in unse siede etc., 
uppe den etc., iut jar unses Heren alz men scrivet duseut drihundert unde acht- 
undevettych. 

393. Braunschweig ^ an Goslar: theilt seine Anfrage an Lübeck ivegen der Zu^ 
fuhr aus Flandern mii und Lübecks Antwort im Verfolg ihrer Berathungen 
mit Hilde^heim; biäet um Meinungsäusserung, — [1358 um Mai IJ 

Ah» StA SH Goslar^ Abth, Sehreibeti an Go$lar; Or,, Pttp., m, Brtichstück de» 
Siegeh, Die Schrift tceist den Brief dem Ende der fünfziger Jahre su, der 
LiIkiH begeht sich doch wohl auf die BeschUme der Siddie vo9i 1358 Jan, 20, 
insbenondefre auf Art, 5 deraetben. 

Honorandis et legalihus viris, dominis proconsulihus et con- 
sulihus civitatis Goslariensis awicis nostris detur. 

Willigen denst mit vriintligem grote tovoni. Erharn wiseu lüde , leven fnmde. 
Alze unses radis kumpane sprake nilkest baddcn mit den juwen unde unsen 
jruudcn van liildenscnj umme dat Flämische gud, dat noch alle tiid hir to lande 
gebracht werd, dar de kopman hir to lande sere mede krencket wert unde de 
Flaminge gesterket werden, des hadde we darumme gescreven an unse heren 



ft) copffiAQUc» D. \i) fthä D, 

0) out Ü. j») dison D* i\\ desM>u D, 



c) to D. (i) prr^i^iu» Ü. e) hermt iX f) \m*i D. 

kl chardiN« D. iy d&tan D, m fehtt D, n> »ogtitt D, 



') Die Stadt war 9rit kurstm im PfandbeHiie der 3fünse, rgh die Urkunden von J$i5, 
i$48f 1357, Hängelmann, U, B, d, SL BraunifChH>eig i, n, 3i^ 36, 40. Über Verpfändtung den 
StadUotka d^ch Hi. Magnus %md Ernst an Braunnchtoetger Bürger 1360 vgl, Rehtmeier, 
BrmmHhw, Chronik Ä 0^4^ S^d^idorf, V. B, t, Gtst^, x\ Braumchweig m, Lüneburg 3, M,i^. 



1358 Mal, erste Hälfte — 1358 Mai 9. 



173 



unde fmod vau Ltibike uüde bedeu orcs truwen rades, alze we g-ik des e^Tie 

aveserifft senden in dessem breve. Dar hebbeii se iiue ore antworde tigcn gesereven, 

des we gik och utscriflft senden \ Leven fmude , wes gik nu gud dnebte , dat 

we dar vorder to don mochten na ntwisinge der ordiiiancien*^ des bidde we juwe 

mcninge; so weide we uns mit juwer unde anderer unser frunde hElpe nnde 

rade gerne daran bewisen. LTnde begem jnwes bescreven antwordes. Hirmede 

gebadet an uns, Datum nostro sub secreto. 

Consules Bnmswicensea. 

394, [Lübeck] an Stralsund: hegchrf , dmB es lauf dm cingcicgkn Briefen^ an 
die Stadt Dordrecht und an die Adterleute [des Deutschen Kaufmanns] da- 
selbst, die schhunigst hcßrdert werden sollen^ £wd entsprechende Schreiben 
ausfertige und Kopie der Einlagen Greifswald mittheile. — [1358 Mai, 
erste HälfleJ 

Bä zu Stralsund; Gr., Pgm., m. Sf»urm d, briefsMiessenden Siegeh. Das Du* 
tum ly^stimmt sieh am d^pr Einfiehtunj des deuts^en Stapels in D&rdrccht nach 
Mai 1 und nach UrkutuU und Brief von Mai 23 t*. 26^ unten w? 399 u, n. iOL 
Da$ $SchreÜ>en betrifft die ICinrichtung des Stapeh selbst. 

Gedruckt: da/raus HB, S, n. 232 ohne näheres Dc^m. 

395. Brügge beurkundet die VolhnacJü, welche ihr Bürger 3Iaihäus van <for 
Burze Uennann Vink von Ralifigen und Jan Hueft^ Herrn Gillis^ Sohn, 
ertheilt liat, um in seinem Nansen do^ ihm gehörige Viertel der von Ebet^- 
Jtard van Dalviti von Stralsund geführten Kogge und seines Viertd-Antheils 
an der Tuchladung derselben jsu veräussern. — 1358 Mai 2. 

Eä SU Stralsund t s, tmien n, 398. 
Gedruckt: daraus HM. 3, n. 229. 

96. Hm. Alhrecht von Baiem, Begent von Hennegau, HoUand u. s, «;,, giebt im 
Namen Hz. Wilhelms von Hennegau und Holland und im eigenen den Kauf^ 
leutefi von der Deutschet^ Hanse ein Verkehrsprivileg mit Zollvergiinsiigungcn 
für den Verkehr mit Dordrecht unter Zustimmung seiner Städte*. — 1353 
Mai 0. Dardrecht. 



>) Bades, wie es scJmni, nicht mehr vorhmmim^ •) Es ist das Gebot weder in 

Iflandem nocÄ ausserhalb desselben flätnisch Geu^and su kaufen, rechtskräffig von Mai 1 oÖ, 
Art. des Beeesses von 1358 Jan. 20, oben n. 3S5. Jfoti hat sich rorsttMelle» , daBs ange* 
$6ehU des nahen Termins oder gleich nach dem Eintritt desselben die sächsischen Städte, um 
der verbotenen weiteien Zufuhr des flämischen Gewands wehren su können, sich Vcrftaltungs- 
massregeln ron Lübeck erbaten. Aus dem Wortlaute scheint hertor :u gehen, dass Lilbeck 
kursweg auf den entsprechenden Beschluss tom Januar als einzige Richtschnur hingewiesen habe. 
<) Fehlen. *) Dies Dokument cermitteH einen groHseren Zusammenhang, der hier umtigstens öH- 
pedeutet iccrden mtiss. 1358 Jan. 20 halten die hansiscfurtt Städte dus Jlandelsrerbot gegen FUm^ 
dem und die AufJ^bung des Stapels in Brügge bis Jüai 1 beschlosBcn, oben n. 385. Einerseits 
ixrsiichtr nun Gr. Ludwig roti Flandern, der efccw auch Herr werden wolUe über die Mark* 
ffraf schaß und sich dann im September ron Anttcerpen huldigen liess (vgl die BrabaniscJie 
fSesten des Jan de Klerk, herausg. ron Willems, 2, Cod, dipL n. 76), rtim Ersatz f^r diem 
^emahmequcMs die Hollfimitr in sein Gebiet su nehen: April 21 [nidU April 22] (op s. Jon» 
4iv«»d)y Sehlass Male^ errichtete er für die Kaufleute von Amsterdam **nd au« gans Holland 
dnü» Stapel ihrer Fettteaaren auf eier Jahre in Antwerpen , gedr. nach dem gleichseitigen üte- 
§b^handt Dcercton Tan den grare Lod<>w>'c van Ylaendercn foh 117 hei Willems a. a. 0. #i» 
7-1, genau in der Farm, ide derse^s Stapel apüter» 1359 Kov. 5, zu Gunsten der Ütrechter ver^ 
liehen wurde, unten n. 462, Andrerseits suchte der Regmt ron Holland die Deutschen an 
Dordrecht «4 fenneln^ ron wo me mdess i\ J. 13G0 nach Brügge rurückgekehrt sind. Die Zu- 
sagen, die in diesem Privüeg Ausdrudk finden^ eind ein Moment der HandetspoUtik und der 



174 1368 Xai 9. 

Am K StA zu Köln, Hanse I n, o3; O., Fg^n., m, anhand» Siegel der Eegeni- 

Schaft (S. Alberti duds Bavarie, comitis Pal[ad]ei et coimnune coiisilinm fratris 
sai Willelmi), der batrische bhiu^weisse Schild im zweiköpfigen Adler, Im hansi- 
schen Urhmdefi - Inventar von 1501 w* das Dokument unter litt, L genannt. Im 
mtcf^tehetuien Abdrucke find die Wiederholungen . uns den fl^tndriBcJ^en Frm^ 
legien für die HaMcn duireh t^iweiehenden Druck hervor gehoben ; die gering- 
fügiffcn Abweichungen der rier Kopien brauchten gegenüber dem Original um so 
weniger angemerkt cti werden^ da der Text der Urkunde »ich an lätigst bekannte 
Texte anlehnt, 

Beidisarchiv im Haag, Eeg. EL 20 fol 33 und Heg, Tollen caa. K, 13^2—1358, 
fd, 19; Abschriftnu 

StA e%i Zutfetij w. 13^; Abachriftj aufgezogen von Koppmann, 

H StA XU Hamburg; Abschriß in einem niederläfulischcn PriHlfgiar 14. Jhe., 
welcher 1842 verbrannt i^t, 

Gtdrtit^: aus K u* II Urk, Gesteh, d, Urspr, d, D. Hanne 2j 44€; ver zeichnet 
auH K Mitthtil, n. d, Stadtarchiv von Köln, Heft 1, Ä 27. Vgl Van de Walt, 
Handveufm van DordredU i, 257 Anm,, wo der Verlust dieses Dokuments irr- 
thümlich beklagt unrd. 

Allen deu ghenenj die dese lettereu ziillen sien tof horeu lesen, AeU>reelit 
bi Gods glienaden palaysgrave upten Kiin, Uertoghe vaii Beyeren eude rewaert 
der graeflichede van Heynu[ouwen], van HoUant, van Zeeland eude der heerliclieit 
van Vrieslaut, saluut met kennessen der waerheyt. Wi doen te weten allen laden, 
dat wi met goeden vorsiene bi rade ons raets ende bi den ghemeenen steden van 
Holland omme orbaer des ghemeens lants ende ommc goede jonste ende vorder- 
nesse der ghemeenre eocplnde van Almanien der Dnutsscher anze toebeliorende 
ghenomen hcbben ende nemen van ons liets broeder weghcn, hertoghe Willems 
van Beyeren, grave van Heynu[oawen], van Holland, van Zeeland ende here van 
Vrieglant, ende van onsen wegben ende der gbemeenre graeflichede vorscreven 
alle die gbenieene coepraanne van den Roemschen rike, uut wat steden dat st 
siin, der vorseider Dimtscber anze van Almanien toebehorende, haer liif, goet 
ende familie m onse besehermenesse ende vrien gheleide overal binnen ons liei*8 

Stellung zu den Städten ^ wt^ehe Albrechi kermseichnen, 1358 Febr, 23 (1357, op. a. Matthitia 
ftvond) hatte er wegen der Getstesfttörung seines Bruders, Gr, Wilhelms V, auf Afimtcfurn dar 
Genialdin desselben, Mathilde von Lancaster, und des gräflichen Baihs die Regentschaft iiher^ 
nommen. Indem er dabei zunächH den Stadien die Beschirmung des Landes zusagte, versprach 
er ihnen und dem Larulesrath die Schulden des Grafen abzutragen, so datti^ die [1] ooeplude 
von sldcD lande tnet güauser vejlicheit varon ende keeren moghen; gedr, t\ Mteris, Cliarttrboek 
3, 39 för. in StA Dordrecht, K 9^J. JJmlich äusserte er sielt Febr, 26 und Mdrs 6, a, o, (?• 
40^ 41, \oo er sein Verhnlt?ms zu Gr, Wilhelm ufid Mathilde regelte U7id u, o^ alle V'^rleihungen 
Wilhelms, die redelick eude mogohck gekregen zyn, also auch die BesHmmungen für den 
Handel, bestätigte. Nachdem einzelne Städte des Landes, edlen voran Dordrechi, ihn als E^ 
genten aufgenommen, vollzog er durch obiges Dokument einen Thal seifies Programms: das 
Land durdh Handel eu lieben. Kein Zweifel^ dass die Urhmde nidkt durch einseitige Verord- 
mmg ARnrechts, sondern durch längere Verhandlungen mit den Hansen su Stande gekommen 
itt. Leider geibm die gräflichen Bechnungen hierüber keine Aushmfl^ wie aus dem BeiehsarMv 
im Haetg miit0eth0ilt wird, JUait eiehi aber ftocA unserm Abdruck, dass die gräflich flandrischen 
Tti^iUgim fü/r die Bornen in Brügge, leeldb« mkM i\ /. 1349 bestäügt loorm, oben n, 145 
(ofueh $, n. 154 u. n, 160), iur Grundlage gmnaeM werden, Sie e^rfuhren Ahändsir%mgm; dann 
aber wurden die Sätse^ welche seit 1340 für die Prm$$aen und Westfalen in Holland galten, 
oben 2^ n, €58, cmf die Hansen im allgemeinen übertragen. In ihnm wurde das SeereM be- 
rücksichtigt. Man findet oticft später, wo von dieser Dordrechter Episode d$$ Brügger Siimiar§ 
Gebrauch gewnsM wird, unten n. 495 u, n, 497, dass sich das Seereeht weiter miwickdt unter 
der erHm Anregung der Preussen -Westfalen. Der Zolltarif, oben 2, n, €56^ wurde verändert, 
— In densdben Zusammenhang gehört mmer n. 3$S ff, der Vertrag der Burggräfin von Seeland, 
m4en n< 414. *- Vgl, auch die Einleitung wu diesem Bande, 



1358 Mai 9. 175 

broeder lande ende heerscepe vorscreven, ende bebben hem ghegheven ende 
gheven met desen brieve voer onsen lieven broeder, hertoghe Willem vornoemt, 
ende sinen nacomelinghen ende voer ons ende onse nacomelinghen aisulke Privi- 
legien, gracien ende vriheden: te lande ende te watere vrilic te comen, te varen 
ende te keeren, binnen der graeflichede ende heerseap voraoemt hoer coep- 
manscepe ende orbaer te bedrivene^, hoer tolnerecht ende costome van boren 
goede te betalen in allen manieren, als hiema bescreven staet 

[IJ In den eersten van elken bodem was drie peninghe Hollans^ Item van 
elken vate wercs, het si roet werc, zwart werc, schevesse^, schoen werc, harmelen, 
lasten iof hazenbalghe, twaelf p. H. Item van elker meeze copers eenen p. H. 
Item van elken .vate boteren, zeelsmouts, harincsmaers, roets iof smaers drie p. H. 
Item van elken vate stoers drie p. H. Item van elker tonne biers, peecs, tarre, 
assche ende herpoys enen p. H. Item van elker scimmeesen, dat men heet een 
kip, ruware, dats te verstane reevelle, hertsvelle, bucsvelle iof zeghevelle, drie 
p. H. Item van elken vate bemsteens, dat men heet ammer, vier p. H. Item 
van elker daker ghezouten hude, dat si koehade iof ossenhnden, twee p. H. Item 
van elken pac wants, het si ghecoft binnen HoUant iof baten Hollant, groot iof 
cleyne, twaelf p. H. Item van elken pac vachten met der wollen acht p. H. Item 
van elker waghe caes twee p. H. Item van elken voeder loeds iof bliis, twaelf 
waghen over elc voeder gherekent, acht p. H. Item van dusent pont tins acht 
p. IL Item van elken vate oesemonts drie p. H. Item van elken dnsent pont 
ysers, dat men brenct in stucken, drie p. H. Item van elker bale amandelen, 
riis iof comiins vier p. H. Item van elker bale aluuns drie p. H. Item van elker 
bale greynen twaelf p. H. Item van elker bale iof vate sofferaens, ghenghebaers, 
pepers, canneele, galygaen, bloemen van canneelen, sedewaer, ftilgen, cubeeben, 
moschaten, greyn paradiis, ranghelake, bruselienhout, wormcmde, wieroc ende 
alrehande anderleye crude, het si gheconfiit iof ongheconfiit, zes p. H. Item van 
elker bale iof vate ziden twaelf p. H. Item van elken vate staels zes p. H. 
Item van elken pac lynwaets iof canevas, het si ghebleyct iof onghebleyct, zes 
p. H. Item van elker last harinx acht p. H. Item van elken vate vlas vier p. 
H. Item van elken tween vlecken vleeschs enen p. H. Item van hondert hoe- 
den corens, het si tarwe, rogghe, gherste, havere, bonen, arweten iof wicken, 
zeventien Dordrechtsche hoede voer thondert gherekent, twee scellinge H. Item 
van elken hondert zouts, twintich mndde voer thondert gherekent, twaelf p. H. 
Item gout, zilver ende vederspel vri te sine sonder tolne. Item coepmans scrine, 
daer gheene coepmanscep in en is, sullen qoite siin bi den segghene des coep- 
mans waren woerden, ende waert so dat in den scrine coepmanscep wäre, dat 
sal tolne betalen na anderen goede, als vorscreven is. Item van allen anderen 
goede, dat hier niet en staet bescreven, sal men tolne gheven also recht ende 
redene gheeft na allen anderen goede, als vorscreven is^. 

[2.] Item so wat scepe dat quame bi oesten iof bi westen der Maze ende te 
Dordrecht comen wilde, dat scip sal moghen liden met onghebroken bonicke' tote 
Dordrecht toe ende daer siin tolne betalen van allen goede, ghelike als vorscre- 

n,) InKtM, dicBe beiden Warte ouefc tpäier sehr oft voU mugeschrieben. b) 80! c) Bier hai 

der Schreiber von K eeim Arbeit einmal unterbrochen, nach einer Pauee forigeeetxt. 

») Vgl damit den Eingang der flandrischen Privilegien für die Hansen Bd, ü, n. lU 
(n. ISO) und 3, n. 145 nebst Art, 1, «) Die Ladung, welche den Schiffsraum fuUt; ursprüng- 
lich — unterster Schiffsraum; wahrscheinlich — schwed. - dän, bnnke, Mittelniederdeutsches 
WB. 1, 385, Ungebrochen ■-■ unvermindert , gans, voB, 



176 



1358 Mai 9, 



ven is, ende daermede vri ende quite te sine van allen anderen tollen binnen der 
graefliebede ende heersoep vornoemt^ 

[3J Item wat goede dat die Mase in coemt ende binnen doer wille te Vlaen- 
deren iof te Brabant waert, daerof sal men tolue gbeven, als men van ouden 
tiden tot haer toe gbedaen beert ^. 

[4] Item 80 wat vreemt eoepman die tot Dordrecht goet ooept , dat van der 
zee eoemt, die salt vertoUen te Dordrecbt in al der zelver manieren, als vor* 
ßcreven es, ende daertoe sal hiit also vertollen ter naester tolne, daer hi toe 
coemt 

[5.] Item ghevielt, dat dese vorseide coeplude hoer goet niet vercopen en con- 
den binnen der graefliebede vomoemt thoren profite, so gheorloven wi, dat siit 
mogben voren in anderen steden, daer si hoer profiit doen mogben, beboudeliken 
den gberechten tolne na der formen, als vorscreven staet 

[0] Item dat dese vorseide coeplude ende hoer cnapen binnen der graef- 
liebede vomoemt hoer goet vercopen moghen ende copen ander goet elc met anderen iof met 
Wien dat 8i willen^ ende weder nten lande voereu, bet bi bi watere ofbi lande, waer %\ wiHen 
iof begberen ■. 

[7J Item dat alle goet, dat der* waghe coemt te weghen» dat men dat 
wegbd int clof ata ende, ende die wegher slln bant van der acale doe fionder loeabeit ende 
argb eilst, ende die acole te wisselen, dat is te verstane: als daer also vele goetfi ia, dat mant 
dtelon moch^ 

[8J Item dat men ene cleyne waghe bouden sal bi der groter, daer men up 
weghe tot tsestich ponden toe ende daer benedcn; ende wat boveu tsestich pon- 
den weecbt, dat men dat op der groter sealen weghen 8al^ 

[tK] Item dat all« gbewicbte in der wagbe gbeteykent si met der «tat 
teyken, daer men tgoet niede wegben aal. Item waer dat zake, dat dit gbewicbte la 
der waghe te jlcene stonde, dat sond men beteren in meeme ende in mind&rne op dnen gbe- 
rediten wesen , also dicke aiät noot aonde siln , bi den scepenen van Dordrecbt (^nde in der 
preaeneie van den cuepladen voraeit*. 

[10 J Item sal dio ghene, die de waghe bout, ainen eet doen ende ZWeren voer 
scepenen ende in der preacncie der coeplude vorsoit wel ende ghntrouweliic te wegbon den copor 
ende vercoper ende elken taün te gheven; ende waer dat zale, dat in den wegbere vorseit 
gbebrec wäre ende men dat acepenen mocbt kenlike maken bi der waerbeit, daer aonden 
Bcepenen correzie of doen na der stede recht ende vertaten dien wegb[ere]^ 
van einen eede ende van sinen dienate ende enen anderen goeden peraoen 
weder in siin stede aetten^ 

[It] Item so anlleii die scepenen van Dordrecbt aetten enea goedon man int 
wegheb uns, dat [elken]" eoepman ghemeene weaen sal, «iie wachten aal der coepmanne goetj 
ende waer dat zako, dat bi gbebrecke van den voraeiden wachten die eoepman scade ont- 
fingbe, in welker manieren dat wäre, iof dat die vorseide wacbtere der coepmanne goet deli- 
vereerde uter waghe sonder orlof des vorcoepera ran den goede ende men dat acepenen ken- 
Uke mochte makm^ daerof aondo dio etat van Dordrecht ghehouden aiin den eoepman vorseit 
amen scade te gholden^ 

[12J Item 80 wele eoepman van den coepluden vorseit goet vercoept van 
gbewicbte, die sal quite gaen van wegbelocn, ende die coeper sal betalen, dat 
68 te verstane van elken honderden enen peninc llollans. 



•). 



b) LoDk im ^fgoimmt e) Ebm «o; dtr Bim erfordtrt obige Er gämm^ , 



») Vffl die I^meUming ge^twühtr dem Prmleg rm lUO, Bd. ^, n, €58 §2, •) V^, 
dftmü § 3 d(u, ») Entnommm aus dm fiiindriMchen Privüfgmt für die Hamen Bd, 3, n, 154 
(h. 160), S, n,145, ÄH. 2, aber gtkützt *) MtnäaJtcr Art, 4. ») Vgl 2, «,40/. 

«) SRmidaher Art 5 mit einzdnen Abwtichuftgen , die unter andern Verhälhnseen ne4hwemkg 
wurden. ») M^l^cndaher Art. 6\ «) Ebendaher Art. JS. 



1358 Mai 9. 17 7 

[13.] Item dat men gheenen coepman van den coepluden vorseit noch hoer 
cnapen in gheene vanghenesse doen en sal, het si van scnlde of van vechten^ 
twelke niet en gaet an liif of an lit, op dat si goede borghen zetten moghen 
iof so vele goets binnen den lande iof in der stede hebben , als die scult ghe- 

dragben mach^ 

[14.] Item dat men gheenen man van den vorseiden coepluden houden en moghe 
iof becommeren omme eens anders mans scult iof misdaet, ten wäre omme siins selfs 
scult iof misdaet, iof ten wäre dat hi kenlic borghe daerof wäre«. 

[15.] Item dat engheen coepmans cnape siins beeren goet moghe verdobbelen iof ver- 
vechten '. 

[16J Item so wat goede dat die coeplude vorseit vercoepen ende ghedelive- 
reert wordt, het si bi ghetale iof bi ghewiehte, dat na der tut negheene naclaghe 
en helpe van baten of van scaden^ 

[17.] Item dat die vorseide coeplude met boren gbeselscop ghemeene vergaderinghe 
openbaerliken hebbeu moghen, het si in kercken of in hasen, also dicke als si willen, 
omme te ordineren ende te corrigeren alle vorwaerden ende ordinancie, die onder hem ghemaect 
siin, ende te rechten alle misdaden, die onder liemlieden ghevallen, na bare ordinancie, behou- 
dcn der misdaet die strect te live of te lade, behouden ons liefs broeders, hertogbc 
Willems vorseit, siinre heerlicheit ende der onser ende der steden hoers rechts». 

[18 J Item soe wat man die makelaer siin sal te Dordrecht, die sal sinen eet doen voer 
Bcepenen aldaer ende in der presencie der coeplude vorseit recht makelaer te wesen ende ghe- 
rechticheit te segghen tusschen den coepere ende vercoepere; ende waer dat zake, dat hi hierin 
worde ghevonden in ghebrecke, dat sal hi beteren bi den scepenen in der presenden der 
coeplude vorseit, eer hi ymmermeer penninc winnen moghe an makelaerdie •. 

[19.] Item dat negheen makelaer makelaerdie heysschen iof ontfaen sal son- 
der die makelaer, die den godspeninc gheeft'. 

[20] Item so en sal niement makelaerdie van laken ontfaen bmnen Dord- 
recht sonder elc coepmans waert, dats te weten van elken lakene twe peninge 
grote. 

[21] Item dat elc waert sal ghehouden siin van allen goede, dat siin gaste 
coepen bi hem iof bi sinen cnape, die woent in siinre herberghe binnen Dord- 
recht ®. 

[22] Item so wat goede die vorseide coeplude vercopen, dat men hem dat 
betalen sal binnen den dorden daghe, na dien dat ghelevert is, sonder arghe- 
list^ 

[23] Item ghevielt dat piinres iof arbeders hebben wouden van den vor- 
seiden coepluden van boren goede onweselic loen, dat sullen scepenen van Dord- 
recht vereffenen ende middelen, also het redelic ende moghelic siin moghe ^®. 

[24] Item soe wat goede die coeplude vorseit iof hoer cnapen leveren enighen scip- 
luden iof waghenaren, het si bi ghetale iof sonder ghetale, dat sullen si den coepluden vorseit 
iof hören cnapen weder leveren vol ende al, ende daden si des niet iof dat si ghemaecte vor- 
waorde braken, bi deuwelken die coepmanne vorseit iof haer cnapen worde belettet iof scade 
namen, dat sullen si beteren bi scepenen ende bi goede n verstaue van den coepluden^*. 

[25] Item waer dat zake, dat enich coepman scade ontfinge van sinen 
waerde binnen Dordrecht als van goede iof van ghelde, dat hi hem ghesent 
liadde iof van siinre weghen ontfanghen hadde, dat* den scepenen claerliken ane- 

a) Neuer Anaalx (ks Srkreibers. 

') Vgl. a. a. 0. Art. 9 u. 8, aus tceldien diefter zusammen gesetzt ist. •) Art. 10. 

») Das. *) Vgl. a. a. 0. AH. 11; stärkere Abänderung. '•) Ebendaher Art. 12. «) Desgl. 
aus Art. 13, mit einer Auslassung. ') Vgl. das. Art. 16. *) Vgl. dazu das. Art. 23. 

•j Ebenso Art. 19. >«) Ebenso Art. 14. >«) Ebendaher Art. 15. 

Hansisches rrkundenbach HI. 23 



178 1358 Mai 9. 

ghebrocht wäre, dat sal men den waerde doen beteren rnet sinen live ende met 
sinen goede , also verre als men ghecrighen can K 

[26.] Item waer dat zake, dat eens waerts cnape, die binnen siinre her- 
berghe woende, ontfinge siinre gasten ghelt iof goet ende dat den gasten ont- 
feersde, daerof sal die waert ghehouden siin*. 

[27.] Ende waer dat zake, dat enich van descn vorseiden coepladen ghelt iof goet leech- 
den onder eencn wisselaer iof an hem bewiist Wurde binnen Dordrecht ende daerof 
die coepman vorseit in scaden quame bi den wisse lare, daerof sal die stede van 
Dordrecht ghehouden wesen». 

[28.] Item waer dat zake, dat enich van den tolnaren in den lande enighon van den 
coephiden iof van horen cnapen veronrechten woude an sire tolnc, dat soude die Stede 
van Dordrecht althans doen beteren*. 

[29.] Item so en sal men dese coepladen vorseit niet bezwaren met 
gheenen niewen custumen, dats te vorstane met waken, met ghelde te leenen 
of met anders niewen custumen, die niet WOnachtich en siin^ 

[30] Item ghovielt dat enich scip brake binnen der graefl ichede ende 
heerscappie vorscreven met goede, dat den vorseiden coepluden toebehoert, dat sal men 
den coepman weder gheven omme redelic arbeitsloen; ende waert dat die lüde alle bedorven 
-waren ende .dat goet niemcnde en vervolchde, dat sal men houdcn jaer ende dach ter ghecnre 
behoef, diere recht toe hadden iof hebben mochten na den rechte van den landet 

[31]. Ende alle dese vorscreven tolne sal men betalen den ouden gouden 
seilt voer twaelf scellinghe HoUans iof payment, dat daerjeghens also goet es. 

Ende alle dese privelegien ende gracien vorscreven suUen den coepluden 
vorghenoemt ghedueren tot wedersegghen» hertoghe Willems, ons liefs broeders 
vorghenoemt, of ons of onser nacomelinge ende een half jaer na dien daghe, 
dat si hem wederseit worden ^, behoudeliken den coepluden vorscreven alle höre 
Privilegien ende rechts**, die sie van ouds van onsen voervorders vercreghen*" 
ende haerbrocht hebben, die niet te wederse^hen en staen. Ende omme dat wi 
willen, dat hem alle dese vorscreven pojuten wel ende gonsteliken ghehouden 
worden, soe hebben wi hem desen brief doen bezeghelen met onsen zeghel uut- 
hanghende. Dit was ghedaen opten neghenden* dach' der maent van Meye, bin- 
nen der stede van Dordrecht, int jaer ons Heeren dusent driehondert achteende- 
yiülich. 

Jussu ducis. 

Presentibus dominis de Yselsteyne, deBre- 

derode castellano Leydensi, Wilhelmo de er- «xi « i. n i» 

Tn- * • -r-u-u / -11 • U j T^ ir S[ignavit] Pctrus CamerLOUwe]® 
Watenngnuliübus, et viUis Durdraco, Delt, d H t t 

Leyden, Haerlem, Aemsterdam, Sciedam et ^ 

Rotterdam. 

W[illem] Herman». 

a) tot wodorsegghen ist bei der Invintarisirung im IG. Jh. unterstrichen, b) Man erwartet: rochto. 

c) Anfänglich rerecrejfhen , das xveiie e durch einen Punkt getilgt. 

>) Vgl. dazu das. Art, 23. «) Weitere Ausführung von ArL 23 das. ») Ebendaher 
Art. 24. *) Ebendaher Art. 27. ») Eine Umwandlung von Art. 28 das. «) Entnom- 
men atis dem gräflich liolländischen Privileg für die Preussen und Westfalen von 1340, Bd. 2, 
n. 658, Art. 7. ^) S. dagegen den Schluss des eben angeführten Privilegs und die Erklärung 
von 1346 Okt. 22, oben 3, n. 88, iMten bei den Nachträgen zum sdben Datum, Die Kauf- 
mannschaft wird hier viel mehr gesichert. •) Kamerouwe fv.Mieris, Charterboek 3, 40) oder 
Camerarius (Devillers, Cartulaire des comtes de Hainaut 1, n. 355, 356, 371 u. ö.), Kanzler und 
Bath des Herzogs, •) Wohl der Pfarrer von Haarlem, den Blök, Eene Hollandsche stad 

in de middeleeuwen [Leiden] S. 117 Anm. 5 aufführt. 



1358 Mai IG. 



t79 



, K. Eduard III von Englathd an dk Verwalter des AusfuhnoUes für etußi- 
sehe Wolle zu Bosioti (nmi Lfjfm^ Greal ~ Yarmouih , London): befiehlt auf 
Klage der KaufletUe von der, Deiäscfien Hanse dkseik hei der Ausfuhr en(j- 
lischer WoUe aller andern Vorschrift ungeachtet nicht mdir als S Pfenniff 
vom Pfund abzufordern^. — 1358 Mai 16, London, Westminster, 

Am London^ Fühl Becoril Office, Mol. liL daiis, 32 Edxc. lU w, 22. Am 
Schtuss: con&imile brove dirig[a]tur cullt^etoribus hujusmodi cüstttrae in pürta 
de Lenn, — siib eadem dÄta» Consiniile hteve — — m portu ville Magne jer- 
neroathe — — . Consimile — — in portn London. MitgetheiU von ff] Sir 
Tk, D, Ilardy. 

Rex coUectoribuä custmne paEnorum de lana infra re^uni uostram Angüe 
factorum et extra idem regiium iiostnim edQceudoram iu portu viile de saticto 
Botolpho salutem. Ex parte mercatorum de hausa Alemaniiie Bobis est con- 
querendo moustratum , quod, licet ipsi de paijiiis strictia et peciis pannorum^ 
qni pauDi integri de assisa sea dimidii paniii non faerint nee medietatem paoui 
exeesserint, iufra regnum Bostrum Anglie factis et per ipsos ad partes exteras 
edaeendis tres deoarioa de libra estimacionis seu valoris pa Quorum hajusmodi 
JQxta formam cartarum eis per progenitores nostros conce88aruiD, qaas per car- 
tarn nostrani confirmavimus*, seiupcr haetenus solvere consEeverint, aksque eo 
quod de alia custiima bde solveuda ouerati extitertint; vos nidiilommus pro eo, 
quod in commissione nostra de custuma liujusmodi pannormn levanda et colll- 
genda vobis facta coutinetur, quod de quolibet paono ultra vel infra assisam^ 
prout major vel minor fuerit, juxta porcionem iude contingeotem rata custume 
viginti et uuius deuariorom ad opus nostrum levetur, hujusniodi eu&tumam pro 
liujtismodi pannis ßtrictis et peciis pannorum, qui panni integri de assisa seu 
dimidii panui non aint nee medietatem panni excedunt, per ipsos ad dietas par- 
tes exte ras cducendis juxta ratam custume viginti et iinius denariorum ali eisdcm 
mercatoribus exigitis et ipsos ea oeeasione multiplieiter inquietari et gravari faci- 
tis in ipsorum mercatorum dampnnm non modieiim et depressionem manifestam; 
super quo suppliearunt sibi per noö de rcmedio provideri: nos, uolenteg prefatos 
mercatores indebite onerari^ vobis precipimiis, quod, recepta a prefatis mercattv 



*)^i>ef englische WaUhnnäxfl, den das Stapehtatut vom 1S53 ($, im Anhang /) rnndrintj- 
U^ re^dn wollte, kam auch fucht tfleich tn Heiiffet% V^rhäHnumt^*. Im Af/ril ' ParlnmetU vtm 
i35? iPor WHäer dutüber ifi'klugi tcordm, das« die Kauflcute beim Ankauf ron Wölk durch 
Chtremkunfl abWsont le pria de Inyne» und Hatuienwidrigen Geioicht ameenden, worauf 
h89M>»»n war eine üntürmAchumg tmsiMiirdnen ^ dag Statut ran neuem tu verlanden wnd 
9tMmg SU §Me(en^ du«» alle Qtwidkte (de sae* dimy mc et qu&rter, livre, dlmy lirre et quar- 
toroD) ror Sept. 20 in ÜheremsUmimmff gebracfU icerdm sollten mit dtm NormtUgewieht im 
Exchequer; gleichscitiß war den fremden Kaufleuten, dte nicht zu den Feit^den des Königs 
gehörten, Sicherheit des Verkehrs bis Sept. 2$ sugesagt gegen eine Ahtfobe: pour chesoao sAk 
ejnqiuint mMlät et ]ionr troiscentz peaux lanntz atant, et poar Ig last ded quirs cent suldz 
pour la cnstnnio et subaido dicele; a%ich war wieder eingeschärft, qe nuJ marchant nantre, qi 
iob&te liineii, face? antre refujra dea lainea, qt ne soleit ei^tre fait rlcviuit cee benres, cebt a^iBn- 
fcr de cotgare et rileiae tuaon, et qe chescun «ac contie^e vint et sjb peres et diescam pcre 
quatorze livrcs 8olönc \e pois de leetaadard de lescli^qirr et neniy plus n<* ineins; die Smjidvor^ 
»chrtßm mit der vter zehntägigen StapelpfUehi der Waaren, mit der AusscMiesslichkeit des Sta- 
pels für einen Umkreis von 3 Meilen u. $, w, fwie 1354 ^ s* im Aising das Statut von 2353 
8ejpi, 23, leiste Anmerkung) waren ron neuem in .Erinnerung gebracht, Statutes of the JUalm 
i, 350, 351, Wiederhö i um g en begegnen MumtMsi meJ$t, *) Bau grundkgmde Gesetz m Ü, 

B. 2, n. 31, jHst aueh O. Sekems, Engl Ihrndilnpolitik 1, 391 ff. Vgl dazu ferner 

K. Zeumer, i hen^ädteiteuem S* 131. v. Gehen kowskis AuäfiÜinsngen, Em/t, icirO*^ 

schaftlicfie Enttcicklung 8» 130 sind ftOchttg und unzutreffend, 

23* 



180 



1358 Mai 18 — 135S Mai 23. 



ribuß pro hujusuiodi paiinls strictis et peciis paunorum, qui panui integri de assisa 
seu dimidii uon fuermt uec medietatem paimi excesöennt, eustuma trium deua- 
riomm de libra estimaeioiiis seil valoris pauuorum luijusinodi lantum, ipsos mer- 
catorea Liijasniodi paniios stricto^ et peeias pannonini ad dictas partes exte ras 
absqiie alia custimia iiobin ijide scdvenda dud et cariari üicere permittatisj, 
dieta i'oninnssionc nostra non obstante, Teste rege, apud Westmonasteriuni, 
10. die Maji. 

398, Dordrechi he^cugt durch ScMffmhrief dem Vorzeiger, Willem van Brede- 
rode, daSB ihm Hermann Vipic von Ratingen und Johann Uoeft, Herrn Gil- 
lis* Sohn^ in Voll macht des Brüggers Herrn Mathlüis van der Burze das 
diesem gehörige Viertel der von Eberhard van Dalviiz gefüJirten Kogge 
nebst seinem auf 5 Pfund Groie berechneten Viertel - Antheil an der La- 
dung gegm volle Bezaldung verkauft haben, — J35S (up den vridacb vor 
»luxen, alse up deu negbeuti enden (!] dach van Meye) Mai 18, 

RA JM Strahund; mU «. 395, Mai 2, auf (lemat^lben Perganienihlait in gtcidtiet- 
tifftr Abschrift, Gthori sr* den Vorakitn über die durch Stettins Zuschrift ton 
Ende Mai, «. 402, bezeugte Btschlapmhmc dtn Schiff aa in tStrahund. Den 
trrihum im Datum nUichU idi eher im Mo^iatatage aU im Wocltentuge suchen. 

Gedruckt: daraw^ IUI 3, n. 230 zu Mai 19, 

390, Die Aelterleute der drei hansischen Drittel bescheinigen den Empfang des 
ihnen von Hs, AlbrecM für Dordreeht verliehenen Freibriefs von Seiten der 
Schöffen und des Ruths von Dordreeht K — 1358 Mai 23. [Dordreeht J 

AiM StA ni Dordreeht, K ». 10; Gr., Pfjin., w*. 5 unfuituf, S, 

Gtdruckt: ebendaher früher nicht genau von Van de Wtdl, Ilandi^esten ran Dord^ 

recfU If S, il57 ; verieichnei t\ d, Brandeier, Inrentaris van h, archief mn D. 1, 

33, n.93. 

*) ^# Mi, wie die Sprache beweist, ein von der Stadtgenwindc von Dordreeht d^n Alter- 
leuten suir Bemegehmg vorgelegter lierers, — Über diese Niederlattsung der Deulaclten in Dord' 
recht ufid die in Am^ierdam^ welche tum hier eine neue Ordnung empfing, liegt ein Bericfd 
mehr erznhlaider als dokumentarischer Natur vor, tedchen Lappeubcrg \h der Urk Orsch. d, 
Urspr. d, d, IJanse 2, 458 tfiitgeifteiU htt. Er entstammt einer Handschrift von c. 1370 des 
StA zu Hamburg, die 1842 leider verbrannt ist. **?ie enthielt nach den Angahtn ron Lajtpen- 
berg in den Uatnb. Uechiaalterihmnern i, CXLVll verschiedefie Aufzeichnungen über die deut- 
schen Hansen %n den Niederlar^n, Daä hiercon allein erhaltene Stück, lautet nach dem 
erwähtiten Abdruck: Int jaer ons Hereu doe men screof 1^8, doe quam die copman van A1- 
muigen t43t Dordreeht lei^gheade ende daer worden olderinaiine coreu ende lulden daer alle 
ordioancie derghelikc, ak si in Vlanderen plaghen te doen ; ende da^^r wart Manegolt So!»cndorp 
to olderjuan gbeeoren ala niit den Liibäcben dordemdeeL Umme goede jonate ende vrenscap 
der gbc^seläcap, die tot Aemsteliedam pleghen te Ugghen» so arbeide d&roni Mangolt vorBcrüTi?ii 
kegben die oldermaaae ende den gbemenen copman doe [tu] Dordreebt webende, dat sieae vul- 
macbiicb makeden to Äemgtelredam to vareodti ende daer twe olderuianne to koAeiido ondo die 
viiliuachticb tt» makone» te doen ende te laterie de« coepmans orbacr ende jtrofitc in allrr manic- 
ren, ala des copman^ ordtnancie iuoc hevct van Almang«5n» nten wükeii dit boek gbcücrcfen ib, 
Ende in den jaor vorscreven doe eoes Manegolt Sosendorp vorscreveu, dio du oldenuaii was to 
Bordrocht van den Lu beuchen durdcndeel« die eer^ten oMermii.nti(^ to AcmstelnHlani * alu Gerbert 
Gholfiowen ende JanPapen. — Hierlier ist auch dert durch die Urk. Gesch. 2^ 4(15 allein erhol' 
iene Tfml der 1H42 verbrannten Hambtirger Bursjirake rcw F^K 22 (cathedra Petri) ll3S8j^ 
vyh JfR. 3, 3JS Anm.f zu liehen: Mi T.e nndc Iriinhu ^colen nse borghero holden in 

Vla&deren fwaä njxiter eine Hawl au. veraucht hat/, in Engelaud uude in anderen 

8t«den, alao id jUe beft c« »ode gewesen. Mm> aUh id jrt cer gcktindigut ig, »o kundlgbe wy 
j& noch onde biddet, dat en j<^welk «ser birgbere bolde den willekür, den de stedc nnde de 
tnene kopnian gbeaad bcfl tcgben de Vlamingv« undc beware 6lk darvor«, dat hu dei niekt ea 
rr*4* ^.. W" d<»3 nicht c» wetc» de kwnie to ni«n kuaipaotin nnde late sik deä beriehleii. 



JEÜL 



1358 Mai 24 — 1358 Mai 26. 181 

Allen den ghenen, die desen brief zullen sien iof hören lesen, wi Manegout 
van Zosendorp alse ouderman van Lubeke, Jban van den Hove alse ouderman 
van Prusen ende van Westvalen ende Aelbrecht van Broechusen alse ouderman 
van Godlant ende van Liiflant \ doen kont allen luden , dat wi van den banden 
der scepenen ende raet van Dordreebt ontfangben bebben eene lettere open be- 
zegbelt met bertogbe Aelbreebts zegbel, rewaert van Heynn[ouwen] , van HoUant^ 
van Zeelant ende van Vrieslant, die spreeet ende in bout van gracien ende previ- 
legien, die bertogbe Aelbrecbt vorseit als rewaert van siins broeder wegben, ber- 
togbe Willems, grave van HejTm[ouwen] , van HoUant, van Zeelant ende bere 
van Vrieslant, bi rade siins raets ende bi sinen gbemeenen steden van Hollant 
gbegbeven beeft allen den gbemeenen coepluden van Almanien der Duutscber 
anze toebeborende, daer die datum of in bout opten negbenden dacb der maent 
van Meye int jaer ons Heren 1358 *. Ende bebben gbeloett ende gbeloven die 
vorseide lettere te bewaren ende te doen bewaren tot alle der coeplude beboef 
vomoemt ende anders, diere reebt toe bebben. Welke lettere vomoemt wi ont- 
fingben in presencien Dietbaerds van Moerke[r]ke', Jan Crispüns van Lubeke, 
Jbans van Tbune , Tbidemans van den Broeke * van Prusen ende van Westvalen, 
Aelbreebts van Bocboerne ende Hildebrants van der Langberbeke* van Godlant 
ende van Liiflant^, die bier bi ende over waren alse gbetugbe. In kennessen 
der waerbeit so bebben wi oudermans vorgbenoemt dese lettere open bezegbelt 
met onse zegbelen. Gbegbeven opten drieendetwmtiebsten dacb der maent van 
, Meye int jaer vorscreven. 

AOO. Brügge heglatibigt Willefu Vernaechtejison , Willem van Bodiotit, Jan Can- 
phin und Thideman Vanden Berghe als Boten nach Lübeck, — [1358J 
Mai 24. 

StA zu Brügge, Entwurf auf einem Blatte mit n. 383. Zu stark rerhIicJien, um 

kopirt werden zu können (Koppmann). 
Verzeichnet: daraus HR. 5, n. 233, wonach hier. 

401. Die AeUerleute des z. Z. in Dordrecht residirenden Deutschen Kaufmanns an 
[Lübeck]: melden die Einrichtung des Deutschen Kaufmanns in Dordrecht \ 
— [1358] Mai 26. Dordrecht. 

Aus R RA zu Rerah Urkundenfund von 18S1; Kopie eiyier an Lübeck gerichtet 
ten Zuschrift der Älterleute, wie der Satz im Eingange über die Sendung OU 
denborgs zeigt. 

a) Mocrkeke Or. 

») Von diesen Älterleuten war Jan ran den Höre aus Brügge mit hehiber gekommen, 
vgl. HR. 3, 227 f n. 240, Ic. Die Namen der andern füllen, ron dem Bericht in vor. Anm. ab- 
gesehen, eine Lücke aus, vgl. HR. 1, n. 201. Unter Zosendorp, Sosnidorp, ist doch wohl ein Sas- 
sendorp zu rerstehen. Die Brockhusen, westfälischen Ursi>rungs, sitzen später im Rathe in 
Reral und in Riga, vgl. r. Bunge, Reraler Rathslinie, Böthführ, Rigische Rathslinie. «) n. 390. 
«) Eine Dortmunder Familie. *) Später Rathmann (1305) in Dm-pat, r. Bunge, Reraler 
Rathslinie S. 207. *) Insgesammt sonst nachweisbare hansisdie Kaufleute. •) Vgl. Dord- 

recht und Deventer: 1358 in crastino b. Laurencii [Aug. 11] domino Ghenchardo [niclU Ghevo- 
hardo] eqiiitanti Dordracam de jure thelonii civiam DaventrienRiam 11 //., Van Doorninck, 
De Cameraars 'Rekeningen ran Deventer 2, 3, S. 575. Dordrecht und Duisburg schon früher: 
1355 Anfang, misso Durdrakum ad premuniendum nostros opidanos ex part« coraitis de Marsa, 
Rolle der Stadtrechnungen von Duisburg ron 135-1 im dortigeti Archiv. Für 1350 — 1359 ist 
durch dieselUn Rechnungen der Verkehr der Duisburger in Flandern bezeugt: in Flandriam 
no3tro3 opidanos prumuniendo , undatirte Rolle. Auch aus BrüMsel trifft einmal in dieser Zeit 
ein Bote in Duisburg ein; andrerseits' werden Duisburger durch Harderwijker gefangen. 



182 



1358 Ende Mai — 1358 Hai 29. 



Condigna ad onmux gener«i mandatorum salutatione premissa. Werde herc[nr, 
levet te wetene jawer besehedeiiliey t , na der ordiüaneien , diewelke gii den ghe- 
nieynen kapmaiine senden to Brucge by heren Beruarde Oldenborghe» umme dat 
land vaii Vlaiideren to runiene*, des is dey ghemeiiet van der gheselschap van 
den dren derdendelen, die to Brucge plagheo to liegende, to Dordreght versa- 
nient metgUaders anderen copludcn, dey daer van ostwart tocouien sin; ende »in 
des overeu gedreghen, dat sy hebbeu gecoren ut elken derdendele twe older- 
maune, umme alle ordinancie de bet to holdene ende to bewame* Vortmer we- 
tet, dat de steede van Dordrcght uns vrendliken enfauegen'' hevet ende gbehan- 
tiert in allen saken also, dat wii hebben erworven by belpe ende by rade van 
en ene prevüegie van graeien des svaren tolles ende van anderen vrieheden, 
darvan wli ju senden ene copic * bi dessen kegbewerdeghcn *' boden^ de welke 
previlegie ans gegbeven is beholden allen olden previlegien'. Vortmer gii heren, 
wetet, dat uns wol gbenoghet to Dordreeht to blivene wente to der tj^d, dat gii 
myt den Vlamincgen alle dinck up enen guden ende nioghcn brenegen met juwer 
wisheyd*. Vortmer gii heren, wetet, dat dey gbemeyne copman, die nu to 
Dordregb[t]*' legbet, sin des endraghtich worden, dat de breve van eredoncien 
BuUen nthgbaen by den olderludeii, dey herto by der stede van Dordreght ge- 
gbeven sin, ende de vorslcrevcu] olderlude solen dat bewaren by elkes manues 
ede, dat be sie also be wäret hebbe, alse dey ordinancie inne bevet In Cristo 
valeat honestas vestra nunc et seniper et nobis prccipiatis confidenter Sehrip- 
tum** Dordraei, vigilia sanete trmitatis. Vortmer bidde wii ju, dat gii dit wel- 
len to kennene gheven den andere[n]* steden van der Duschen banze. 

Per oldermaunos et nniversos mercatores Alniauie Dordraci moram 

trahenfte]s*. 

402. Stettin an Slralsund: hiiid auf Begehren des StetUncr Jiaihnanns Her- 
mann Pape, wdchtm ein Viertel des Schiffes gehört ^ das von Uberhard van 
Dalvitz geführte f in Stralsund arrestirie Schiff gmnäss drnn Statut der RftHt- 
mannen der Scestiidte^ frei segeln zu lassen. — [1358 Ende Mai oder 
sjiäterj 

MA iu Strahund ; iJr, riK Spiircti d. hriefschf käsenden Siegels, 
Gedruckt: daraus HB, 3, n,2:il. S. oben n. 393. 

d03, K. Mctgnus von Sdiweden^ Norwegen und Schonen rat^cirt den vofi seinem 
Bevollmächtigten mit Luheck gescldossenen Stillstand i}is 1359 Mai 29 \ — 
1358 Mai 2!K Bohus, 

Aus StA tu Lübeck, Su^cuia ♦», 95; Or,, Pgnh, m, atihangctidem kleinen Siegel 

MUgeiheilt von Hmjtdom. 
Gedruckt: ebendaher ungenau Urk, GescK d. Urspr. d. D, Jlame S, 463; teriekhn. 
Lüh. U, B, 3, n. 302 und Bydhcrg, Sverges Traktate 2, n. 335, 






4) «tidofO 



*) M. Jfi5. *) Viehi mehr vorhand^in; gemmtt t^f n. 396. ») Vgl, daadhst den SMu.ss, 
•) Die Absicht der Hansen, JJordreeht nur ah JieobaMur*g^j*fMen »HßufosHen , wird hitr klar 
ausgfffprochcn, *) Voti 1358 Jan, 20, Durch den Verkfii' Dordra' mbrief 

van Mat 18 Itstugt, icar die durcli jenes Statut rerbotme -i tnc de» hi _ hUhäus 

van ihr Burse an Schiff und Ludung «adi Stettins Amchauung btneUigi, Demi der neue Ei- 
gaühümer, W, v, Bredtrode, tcar Mn Flandrer^ wie sein Nam€ besagt Die Vmkaufsurkut^ 
uful die Vollmacht von Mai 2 sind bei der Untermichung d<'« Falks in Straimnd producirt 
worden. «) £s ist nicht rielitig, dem, wie im Mb. U. B. und con B^dberg a, a. 0. gesagi 



1358 Mai 29. 



183 



Omnibus presens scriptum cernentibus MagDUS Dei gracia rex Swecie, Nor* 
^Wigie et Scanie salutem lu Domiuo seinpitemam. Recoguoscimus publice per 
presentes, quod nos amicabiles trcugarum dies, quoe tamosus vir Marquardus de 
Stowen seoior, pleue iii hac parte iiostro mandato et auetoritate fuJtus» cum dis- 
cretis et eircumspectiä viris procon&uUbus et consulibus ac ceteris civibuß Lybi- 
ceusibus super ommbus dissensionibus et displicencii» inter nos et ipsos motis 
hactenus et subortis pro parte nostra ordinaYerat ad unum auuum a data presen- 
ciuoi coutiiiuum iü omui securitate et firme pacis federe ubillbet duraturos, 
approbamuSj ratificamus et presentibus confirmanuis. Ita quod ipsi et eorum cives 
uiiiverm infra termiimm predictum possint omnia domiuia nostra secure visitare, 
iuibi raoram faeere ac suas mercaturas seu negocia exercere et secure reoedere 
ae bona sua abdueere, quando et pront ipsis fuerit melius oi>ortunum; omnibusque 
juribuSy libertatiljus et c<inB«etudinibus ipsis per predecessores nostros et bos 
gigiilatis libere ac pacifice frui debeant, sieut ei« frui liberius cousueverunt, juri- 
bus ipöorum domioorum nostrorum in omuibus semper sahis. Et usque tunc 
eciam orauia stabunt amieabiliter iuter nos, eieut steteraut usque modo. Quos 
quidem treugarum dies pro nobis, bominibus nostris ac allis omnibus ad volun- 
tatem nostram lacere vel omittere volentibus promittimus tirmiter observari. In 
quorum testimonmm seeretum nostrum, majori nostro sigillo non presente, pre- 
sentibns est appensura. Datum in castro nostro Bagbahuus, anno Domini mille- 
simo 350 octavo, feria tertia post doininicam trinitatis, 

404. Lübeck beurkundet, da$s es einen einjährigen StUhtand mit K. 3IaijnHS and 
dcsseti Söhnen Erich und Halconf Königen von Schweden, Norwegen und 
Schollen, eingegamjen (accepimus)^ %md dass e$ deren Unterthanen^ wekhe 
nicht Friedhrecher öder Rauher oder in LübeeJc ver festet sittd (publici ini- 
mici yel spoliatores aut pro«cripti nostri), für die Zeit des Stillstands Sicher^ 
heit des Verkehrs in tier Stadt Lübeck Eugesicht. — 13öS (feria tereia post 
dominleam triuitatis proxima) Mai 29. 

StA zu Lübrck; Or.-Tratisiumpt Bischof Beriramn von Lübeck von Juli 6 (in 

ot'tava Petri et Panli) m, Ä 
Gedruckt: durum IM. U. B. 3, n, 303. S, das v<mge Stück. 

405. JTamhurg an den Dekmi Morie [von Oldenburg} , Verweser des Ersstifts 
Bremen: beschwert sieh über die Räubereien^ Johann Hollemans, welcher 
frülher Bürger von Bremen gewesen scit^ soll, und seiner Getwssen, wie über 



mrd, (He$ DokumaU mit den BestätigymgmrJcunden ron 1S52 Aug. 9 und von 1355 Dtc. 8, 
oben n. 34B u. n. 348 ^ von dett Numeft umi den J^Vi^«t ahgeüehntf (jlrich lautet. Die öUcren 
ürkundtn »ind tmier einander tfl^rchf auch dte von 135i Sept. 5, otteti ti. 304 t ^t ^*^t, mut. 
mich ihnen geschrieben. Der TtM von I35S geht ebmtfalh von ihnen «tw, tceti^U al^er in die* 
»CH irei^cfdlicficn Punkten ab: er kennt mcfU die Zw^timmuttfi des schwedischen Beich9raihM und 
lokalisiri nictu dm GemiMS dfff Bf'chte Lübecks auf die einzelnen Theih des Eeirhit: er hrifvjt 
einen Vorbehalt für die Hechte der Grossen des Landes und htdt die rolk 1 ' 

jurtiüA: (nivht libere «xrrcerü u?ie fnlhtr); er zeigt ttndrrr^eitf eine gröünere Dt 
m^waiiachen Antrug» (t^, das nachfolgende Bebest ), tndcm er den Lübeckern futch mehr 
ihfmde Bmworte giebt. — UnmUtethur hiernach »ind Ä. Mugnuß uftd mne Bcidkt mit Bann 
wnd IfUcrdikt belegt wordeti^ rtjl. Srertjes Traktatcr 2, n, 33(S. ') Der Antrag kam aho von 
Bchtcedinchtr Seite, *) Andre* Uauhwe$cn j wekhts dem Handel um die$e Zeit siörmd ent- 

gegen trat, weinen die Stadtrechnungen von Detcntcr nach: 1358 in cnwtino Odulj>Li /Jm?i 1^^] 
««rvo portduti litte rarn u gCÄbini^ de Campen de niptoribua irmris, ftd bibcndtim 4 6., %tnd sab- 
b&to po«t U. [Juli 21] £ratri car«oriii cwrreiiti Triiicctum com Uttem nd daniltiiim episcopum 
de rapioribas muris 1$ »,, Van Doe/rninck, De Camerüar$- Eekenin^en vcm Vermter 2, 3, 



Ig4 1^^ J^J- 

die Abführung des geraubten hamburgisch n Gutes nach Burg Hude, ico er 
haust, und in die Stadt Bremen; bittet durch seine Vögte und Unterthanen 
auf Rückerstattung des Raubes und auf Behinderung Hollemans wirken zu 
lassen. — [Vor 1358 Juli.] 

StA zu Hamburg; Entwurf auf demselben Pergamentblatt mit dem nachfolgenden 
Schreiben an Bremen; seit 1842 nicht mehr vorhanden. 

Gedruckt: daraus Urk. Gesch. d. Urspr. d. V. Hanse 2. 457, wiederholt Brem. 
U. B. 3, n. 116. Vgl. zur Sache HB. 1, S. 141, 143, woraus sich ergiebt, daas 
dieses mid das nächste Schreiben weit älter sind als der Lübecker Tag zu Mitt- 
sommer 1358. 

406. Dasselbe an [Bremen]: dankt für vielfache 'Förderung, beklagt sieh über die 
schwere Schädigung der Hamburger durch Johann Uolleman, über die Bergung 
des geraubten hamburgischen Gutes in der Stadt Bretnen, und bittet, da 
Hollenum trotz mehrfacher Geleitsertheilung ^ welche Geistliche ufid Laien für 
ihn erwirkt^ nach Hamburg nicht gekommen ist, um Rückerstattung des Raubes 
u)id um Behinderung Hollemans sich angelegentlich mit zu bemühen. — jYor 
1358 Juli.] 

StA zu Hamburg, s. die vorige Nummer, Der Entiourf braucht, obwohl mit dem 
für das Schreiben an den Dekan Moriz auf einem Blatte und theUweise gleich- 
lautend, damit nicht gleichzeitig gewesen zu sein; indem ton mehrfachen Geleits- 
ertheilungen, welche Geistliche [Dekan Moriz '^] und Laien 'für Holleman erwirk^ 
gesprocJien wird, sclieint ein grösserer zeitlicher Abstand dieses Briefes von jenem 
angedeutet zu werden. 
Gedruckt: daraus Urk. Gesch. d. Urspr. d. D. Hanse 2, 457, wiederholt Brem. 
U. B. 3, n. 117. 

A07. Stralsund an K. Waldemar von Dänemark: bittet um Schadensersatz für 
gen. Mitbürger, welche durch Mannen des Königs ihrer Waaren beraubt 
worden, und vertheidigt einen derselben gegen Anklage auf Raub. — [? 1358 
um Juli?] 

Aus RA zu Stralsund; Gr., Bgm., m. Spur d. S. Oberhalb des Siegels: Dominus 
que pars nominis ist wohl nur Federübtmg. Mitgetlieüt von Koppmann. Für 
die Zeitansetzung fehlen Anhaltspunkte, Sollten die Vorfalle neben denen einher 
gehen, welche durch Lübecks Abrechnung von 1358 Juli 13, n. 40S, bezeugt sind? 

Spectabili, magnifico et illustri principi, domino Waldemaro Danorum, 
Slavorum regi, preclaro suo fautori gracioso et benigno presentetar 
reverenter. 

Magnifico et illastri principi, domino Waldemaro Danorum, Slavorum regi, suo 
benigno et gracioso fautori, consules Stralessundenses cum omni reverencia ad qae- 
vis valida servicia se continue benivolos et proclivos. Noveritis, Bertoldum Hoyng, 
datorem presentem^ et Johannem Strfis, nostros dilectos concives, nobis sepius 
dolenter insinuasse, prout nichilominus prius vestre intimavimus nobilitati, quod 
per vestros fideles* sue res, utpote 14 laste et due tunne cervisie, unum velum 
Valens 7 marcas puri [arg.], unum kabel et cetera instrumenta Valencia 4 marcas puri, 
farina et lardum Valencia 2 marcas puri, vestimenta, eiste et parati denarii 
valoris 9 marcarum argenti, sibi fuerunt et sunt ablate, ad quod coram nobis 
suum legale prestiterunt juramentum. Vestram igitur nobilem illustrem magnifi- 
cenciam sincerius ezorantes, quatinus eidem Bertoldo ad manus ipsorum amborum 
higusmodi res et bona in condigna reconpensa cum refusione suorum dampnorum, 

») Der gewöhnliche Sprachgebrauch: datorem presentium. *) Vgl. die familiäres im 

Lübecks AbrecJmung a. a. 0. 



135S Mi 13, 



185 



de quibns ab eodem melius infonnabimioi, graciose et favorabüiter dignemini 
exsülvere, nt summe coDfidimus et in vestris nobis porrectis litteris regalibug saniES 
intelleximus. Scripsistis eciam nobiß in aliiß vestris litteris , nobis gemper benignis 
et aeceptabilibuß, qood dictus Jobannes Strüs vobia abduxisset umim captivom et 
22 tunnas mellia per vestros vestris emiilis ablatas, que in nostram civitatem deve- 
nisse debuissent; scituri pro firmo et ad nos respecturi, qnod in nostram ci^'itatem 
nnllatinus* devenenmt Verumptamen postmudnm intelleximus , ipsttm nobis igno- 
rantibEs, Deo teste, per portum nostrum versus Ghulnowe transcivisse ; et idem 
Johamies satis se expurgavit in nostra preseneia de hujuemodi facto sibi inpieto 
et inposito, fiüese et esse factis et consiliis innocentem, innoxium penitus et inmu- 
nem. Rogantes, ut sibi super isto non indign[e]mini^, qiiod cupimus gratiiite pro- 
mereri, quia, si in hiis ipsnm noxiura et reum invenissemus, niilktenus gravem 
pro eo effngisset et evitasset ulcionem, Deus coneervet personam vestram regiam 
salvam et ineolumem per tempora longiora. Scripta nostro sub secreto. Nobis 
precepturi. 

40S. Abrechnung des lübischm Bai}^ über eine von Seite^i K, Waldenmrs von 
Dänemark gezoMie Enisehädigungssumme in der Höhe von 4411 Mark Pfam* 
6^1^ Schill lilbiscJt^ für Schiffe und Ladungen, welche Mannen des Königs 
(familiäres) gen, Bürgern von Lübeck^ besonders auf der Fahrt nach Efiehot, 
bei Gjedserodde und Rödsand (de Enehavene, Ghetzor, Rotsand) genommen 
hattefi (tempore qnodam preterito); verbunden mit der Erklän^ngf dass der 
Ruth dem König Quittung ertheilt und die Urkunde über den Empfang des 
Geldes ihm übersajidt habe^, — 135S (ipsa die Margarete virginis) Juli 13, 

StA Mu Lübeck; Eintragung im Niederstadthuch 1358, 
Gedruckt: dttraus Lüb. U. B. 3, ». 304, 

m) 9ot b) indi^nAmini Or. 

>) Die AddiiiOf% der Einzelnsten ertjiebt, worauf schon im Lüb. ü. B, auftnerhsaw ge^ 
wm(M worden ist, nur 4381 M. 15 Schill, «) D«« Verlud titiss Lübecks su K. Waldemar 
war %tm diise Zeit fHedlich, äumerlich tvenigsiem nocli nicht gehtort; nian sMie ihm nodi die 
EeichsAteuer, Es wird u. «, durch einen Bevers von 135S Febr. 17 bdegt^ worin vier gen. 
Knappen gegen Lübeck m$ Kriegsdiensten auf Termin »ick verpflichten wi<ier jeder iHann^ ausser 
wider den König ^ domino nostro, Ltib, U, B. 3^ th 29'^, Amders Wistnar^ welches dur^ die 
Verbindung des Her sog» von Mcklenhurg^ K, Ericlis von Schweden und der Grafen von Hol* 
xtem gegen K, Waldemar ron dem Kampf beiührt wurde: Landung dämscfwr Kreuzer in der 
Nähe tnm Wismar Juli ^, Kampf mü den Bürgern, vgl. Schäfer, Die Uansestädie ti, K Wcd- 
demar S, 159 Anm, I, Eeinhardt, Valdemar Atterde^g 8. 244 Wismar erwarb dt^ch die 
angedeutete politische Lage, welche sich mit den hansisdien Verhältnissen nahe berührt, ohne 
i^um jetst über sie tu entscheiden (pgH, Koppmann in HB, 1, S. 160, IUI), den Pfandbesits 
WH Vogtei und ZoU, 1358 Aug, 7, und wn der Münse, 1359 Mai 19, vm% dem Herzog, BA. 
jw Wismar; letztere Urkunde nach Abschr, ged/r, bei Grautoff, Hist, Schriften 3, S, 173, Bo- 
stock kaufte um dieselbe Zeit, 135$ Nm. 29, von Hz. Albrecht für baare 2000 M. ilie volle 
GeirichUbarkeit in der Stadt mid m der Markscheide, BefMung txwi Oberhof Lübeck, Frutu^k, 
AU- u. Neu'MeeUmburg 6, 8.232. Der Umstand, dass der Friedensversuch swischen den 
Balsieinem wnd K Waldemar, der Schied Hj, Barnims mn Stettin rott 1358 Okt. 30 -^ dem 
doch wieder eine nette Verkni^f\tng swisdien K Erich von Schweden utui den Holsteinern 
gegen die Feinde Erichs, also auch gegen Waldemar, eben vorangegangen war, OH. 9 (Byd- 
berg, Scerges Traktaier 2, n. 337, 337 a) — in Stralsund erfolgte (Schi, Holst. U. S. 2, n. 189, 
wosu Suhm, Hist. af Danmark 13, 3G2, S<Mfer a. a. 0. 8. 1€0, Eeinhardt a, a. 0. Ä M7) 
und dais der SchiedsridUer seinen zweiten Sprtich in der Saclie , sein an die Holsteiuer gerieh* 
teten Gebot, dem Bath von Lübeck in einer Zuschrift direkt mittheilte (Lüb, U, B. 3, n. 314), 
kmnseidmet «ien Zusammmhang der d/gnasÜBch-territorialm Verwicklungen mit dm XmUressm 
ham^sdm Städte und die Sieilkmg, in wacher diese sich grade befanden. Der Wnsd^e Ba^ 
mamn Joh. Pkskow als Gläubiger der nehwedischen mnige Mb, U. B, 3, n. 320, 

BABfbchc« CrJniii4«DtaG]i IQL ^^ 



186 



1358 vor Juli 25. 



409. Klageschriß dm- [lühischen] Kauftnannschaß über die Bdästigung ihrer An- 
gärigen im Handd zu Damme, Sluis und Btiigge wider das zugesicherte 
Bechi, verbundcfi mit der Aufzählung der eitizelnen geschädigten Bürger, — 
[1358 vor Juli 25 J 

StA 9U Brügge; twH ÄußteiUngm auf ein^m stark beichädigUn Pergmn^ithlatt, 
Gedruckt: dmau» HR, 3, n. 236 u. w. 237; fn-ülm* in Ausiügen GiüiodtS'Van 
Sevcren, Invt^niairc des archives de Bmgcs 2, S, 41, 43. 
Urspruf^ und Alter ergehen sich fli« folgender Erwägung. Der geschädigte Hetnr^ 
WiUiede ist anae borgher: die Famüie ist aber lübisch; der angektagte Beamte m 
Damme» Wulfart Morkerke, nahm mi Clause Schonenberghe 3 Laut Asche ab: letM- 
i^rw ist Bürger in Lübeck, vgl Lüb. U, B, 3, n, 304* Die Aufzeichnung i«t 
MunächH ßl8 eine von den lühischen Flandernfahrern für den Raih ilwer Stadt ver- 
ft*s9(€ Denkschrift su nehmen, wdche später eine Beilage zu den allgemeinen kauf- 
männisclien Klageschriften geworden ist. Wie die^t Aufzeichnungen könnte »ie 
rielleicht in den November des Jahres 135S gesetzt werden; vtd wahrscheinlicher 
aber uti, d<tss, da die Kinlieferung der Btsvhwerden zum Städtetag mn Juli j35 
in Lübeck angesetzt war (vgl die Bemerkung zu unsrer n. 410), das KlagelibeU 
aus Lübeck selbst wirklich su diesem Termin eingereicht wurde, 

410. Aufseichnung der Klagen einzelner gen. Kaufleute^ ans Elbingf Königsberg, 
Braumberg, Reval, Wisby, Pcrleberg^ Lübeck, Hardencfjk und aus andern 
Orten f der Kauflcutc des gotländischmi Drittels und der Städte Stralsund, 
Rostock und Büdesheim über die Verletzung der kaufmännischen Rechte in 
Flandern tit^d über die den Kanfhiden in der Zeit von c. 1343 bis 1357 
£nde zugefügten Schäden ; der Klagen der Stadt Köln und ihrer Fordepningcn^ 
inshesondere für die Sicherung des WeifiJiandels, — [1358 vor Juli 25J 

StA SU Brügge, n, 530; sfvei PergamentroHen, nachlässige Abschrift eines Brügger 

Khrks aus dem Frühsommer 1359; vgl die Ausßhrungen mUen zu n, 420, 
Gedruckt: daraus HR, 3, S. 227^240, n. 240; früher in Auszügen Gilliodts 
o. a. 0. S, 37-44, 

In einer Klage tcird Wenemar von Essen ah veratorben bezeichnet. Er icar RafJ^ 
mann zu Wtsbg , kann aht Hotcher bestimmt bis 1344 Sept, 20 nachgewiesetv werden, 
vgl. die Nachträge am Schlnss dieses Ba^tdes tum Dati4m, Nach der Afissage der 
Erbeir , wtlcfie i.^.iÄ die Klage aufsetzie^i , ist er wohl vor 16 Jahren in Brügge 
ge schädigt worden, HR, 3, S, 233, 4 c. In den Einzdklagen sind die Daten 1357 
Herbst und Winter ausdrücklich angegeben, a. o. 0. 8. 227, Ic, 22S. Id, 234, 
5, 1, 3; einige ridUen sid* noch an die Älter leute des Kauflnannt in Brügge; 
eine bezeichnet den Einlieferufigstermin der Schriften: Juli 25, a. a, O. S, 2S7, 8, 
Hierfier, nicfU zu den Verfmndkmgen vom November 1358, wird das Stück audi 
noch durch eine Äusserung K6ln8 gewiesen* Die Stadt, welche Beschwerden und 
Forderungen ron allen zuletzt anbringt, lässi ihr Verzeichmss nur ein v&rläufiges 
stiu, weil riele ihrer in Flandern geschädigten Bürger tftre Beschwerden nicht auf* 
geben könneti ^ indem sie sur Zeit nicht binnen Landes sind^ a, a, O. S» 240, 22, 
Dies entspridU viel mehr der Sommerszeit als den WifUerm(maten. Vgl das vorige 
Stück, 

41L Gr. Ludwig [III mn Male] von Flandern, Hß. von Brahant, bestätigt der 
Stadt Brügge die Freiheit ihres Sta})€lSf verheisst an keinem afidern Orte^ 
jemals einen Stapel für Kaufmannsgut zusulassen und, mit Rücksicht auf 
die häufigen Klagcfi über seine Seebcamten £u Sluis, Verletzung des Brüg- 

>) Ohne Frage sind verschieden Klageschriften nicht md^r auf um gekommen* ') Das 
ist in Flandern, Antwerj)en und Mecheln kommen bei dieser Zusichen0ig nicht in F\rag€, 
Dsnn erst kürzlich, April 21 1 hatte Gr. Ludwig Antwerpen zum Stapel für die Anuterdamer 
und alle Kaußeute aus Holland gemacht, Brabanische yeesten, hcrauag, von WUkms, 2, Cod, 
dipl, n. 74, um bald danach, s» unten, auch die Utrechter dorthin zu zieJ^en^ Vgl oben 9^396, 
Ä 173 Anm, 4 



1358 Aug. 2 — 1358 Aag. 3. 



187 



ger Sfapdreckts durch diese, wenn sie durch ßnf Schöffen der Stadt encie- 
sen wird^ unverzUgUch , spätestens in 3 Tagen, mit Abseimng des Beamten 
gu bestrafen j der während eines Jahres in diesem Amte nicht wieder ange- 
stellt werden Jcann, — 1358 (le eecoud jour du mom daoust) Äug, 2. 
Srügge, 

B StA tu Brügge f n. 659; Or.'Tramsumpt Hz, Philipps von Burffund, Or, von 
Flanderfi, und seiner GemaMin Margarethe van 13S4 April ü? ; franiOsisch 
Do^. Mudenbouc fol, 47, rlänmd^er Text; am Schluss vollständiger: Bi miiien 
here in einen raet. daer waren roiin her Lodewiic van Namen , de bere van Gbi- 
stele, de borcbgmve van Diimiide, de here van Pouke, de her© van Haldeghem, 
ghi mester Jan van der Delft, ontfanghere van Viaendren, ende meester Testard 
van der Woatinen. 
Gedruckt: am B Gilliodts-van Seoeren^ Lftemiaire des archires de Bruges 3, n, eS9. 

412, Bath und Gemeinde vm% Bremen raiificiren, unter dem Ausdruf^k des Ban- 
kes gegen die Seestädte, die andern Städte und die gemeinen Kaufleute von 
der Banse der Deutscheit des römischeti Reichs ßr die Wiederaufnahme in 
den Mitgenuss der Freiheiten und Privilegiefi der Kaufleute, alte Abmachun- 
gen und Beschlüsse swischen ihren Vertretern und den Baihmanneti der 
Städte in Lübeck; verpflichten sich bei Strafe dauernden Ausschlusses aus 
der Kaufmannshanse in näher beschriebener Weise $ur Theilnahme an der 
Befriedung des Ore^unds und der Elbe, 0ur Beobachtung der Statuten der 
Städte ßr die Kaufleute und ihrer Handelsverbote^, und vereichten auf die 
wiAraid ihres Ausschlusses von den kaufmännisdum Freiheiten in England, 
Norwegen und Flandern erwirkten Sonderrechte und Verträge K — 135H 
(in die iiiveadonis s. Stephan! protliomartiris) Aug. 3. Lübeck. 

L StA 9U Liibeck, Bremetma n. 12 a* Or,^ Pgnif 8. abgerissen» 

B StA 2U Bremen, Trese Z; Or,, Pgm,, m. ankang. S. 

K StA SH Köln, Hanse I n, 54; Or,, Pgm,^ wi, anhang, S, DaseUtst gleicfuätige 
AbHchrift im Weissen Buch von 2326 ff. fol. 5G\ 

H StA zu Hamburg Transsumpi in da- Urkunde Lübecks mn Dee, i5, unten 
n, 427. 

Gedruckt: aus L, B, H HB, 1, w. 216, aus B Bretn, U. B. 3, n. 118; verz. am 
K Mütheil. a. cl StA r. Köln, E. 1, Ä 27. Vgl. Koppmanns Ausführungen 
ühif die Dauer der Verhansung^ Bremern von 1285-^1358 urul seine Unter- 
suchung über die Interpolation im Bericht der Bremer Chronik in HB, 1, 
S. 139— 143, äa5u Ergänsungen von Schäfer in Hans. Geschichtsblütt. , Jahrg. 
1874, 8,11-^14. 
In der Juli- und August 'Versammlung, wdcfic ebenso sehr den VerhatuRungen 

<M«t Flandern galt , vgl, die Klageschriften , war u, a. Bostock tiertreien. Hierauf 

') BeschtOgse von Jan. 20. •) Sehr bemerkeftswerth ist, d44SS Köln eine originale Aus- 
fertigung wm der Erklärung Bremens erhielt, während doch Hamburg keine empfing, und dass 
U Hc in seine grosse ürkundetisaminlung von ttädtisdien Privilegien und wichtigeti Verträgen 
emsehreiben liess. Aber die Schlüsse S<^fer8, Die Bansestädte u. K, Waldanar S. 254 Anm, I 
gehen irre, SoUte aus dem Vorhandensein eines Origitials «» Köln die Theilnahme Kölns an der 
Versammlung in Lübeck festgestellt werden können^ welche sich durch keine hansische oder 
besondere kölniscfic Überlieferung direkt nachweisen lässt, so müsste umgekehrt at4S der Thatsachip 
dass die Erklärung Bremens in den Archiren der wenddsche yi Städte, ausser Lübecks, sich 
mchl vorfindet, gefolgert wenlen dürfen, dass diese Städte am Lübecker Tage nicht theilgenom- 
men haben, während grade ste die Versammlung bildeten. Vielmehr ist in dem Ifetntrlien 
Umstände die fährende Rotte Kölns im Westen tu erkennen, ^celcfic die MitÜmlung des JJoku" 
mentg w&n»ehm^fwerth machte» •) Man gebraticht diesen Wort im Sinfte der Ausschliessuftg von 
der Hanse, Der Leitfaden für die Älterleutt des Deutscfien Kaufmanns tu Brügge (von 1500) 
r« 2 u, c. 20 wend^ vcrhnnitcnv auch für die Aufnahme in die Hanse an, vgl die Ausgabe 
tcn Kc^memn, Hamburg 1875. 

24* 



188 »1358 Aug. 7 - 1358 Sept. 8 

beMhen »ich die East&cker Kämmer eirechnun^en, wtldic, nach MUtheilung mn 
Archivar Dr. Sas9 in Schtcerin, su 1358 anmerken: 31 mr. et 3 s. Lab., qua» 
doroini HlDrica» FrisoöU et Arnoldus Cropelin [die Kämmerer selbst] oonBUmpserüot 
in Lubeke circa Jacobi [um Juli 25], 

413. K. Magnus von Narteegeti, Schweden und Schonen an Stralsund: erwidert 
auf die Klage von Stredsundem iiber Vorenthaltung ihres sdnffbrüchigen 
Outes, dass dieselben nicht im Stande gewesen nachrnweisen ^ dass nach nor- 
wegischem Sechi und Gesetz oder tiach den Privilegien der Seestädte dieses 
Gid ihnen Mukomme, und erklärt sich fiir defi Fall, dass der erforderliche 
Nachweis innerhalb gesetdicJier Frist nach norwegischem Rechte geführt 
wirdf bereii zur GenugÜmung. — [1368] (tercia feria proxima ante Lau- 
rencii martiris) Aug. 7, Bohus. 

Eä SU Stralmmäf ohne Bezeichnung; Or,, Pap., m. Spur d. aufgedr, S. 
Gedruckt: daraus HB, 1, n. 2^1. Zwr Datirung vgl die Bemerkungen unten su 
n. 429, 

414* Mechtild von Falkenburg ^ und Voome, Burggräßn von Seeland, bekundet 
ihr Abkommen miti DordrecJU und den Kaiifleuten der Deutschen Hanse 
über Errichtung von Feuertonnen vor der Maasmiindung und Erhebung eines 
Tonnengeldes K — 1358 SepL S. 

Aus StA SU Brielle; Gr., Pgm., Siegel verloren, Mitgethetlt von Hn, Beichsarchi' 

var Vanden Bergh im Haag, 
Gedruckt: chne Quellenangabe in entsteiUer Fassung Alkemade en Va^en Sehet- 

Ung, Beschrgving ^an den Briele 2, n,iO, mederMt t?. MieriSt Charterboek 3^ 

53, wo flach verzeicimet ürk, Gesch. d, Ursp. d. D. Hanse 2, 458, und Van de 

Wa!l, Handvesten van Dordrecht 1, 261, 

Allen den ghenen, die dese lettren Biillen sien of hören lesen, Mechtilt 
vroüwe van Valkenborch^ van Vorae ende borchgravinne van Zeeland doen cond 
ende kenlic, dat wi bi rade ons raets met goeden vorsiene ende bi onsen vrien 
Wille overeen ghedraghen siin met der steden van Dordrecht ende mit den coep- 
luden van Aelmanien uten Roemschen rike der Duytsclier anze toebehoerende in 



') Gemahlin Dietridhs von Montjoie u. Falkenbwrg^ vgl. v* Mierie 2, 673. *) Dem- 
sdben Zusammenhange, der Fahrt auf Rotterdam und BrieUe fu, gehört ein weiteres Schrift- 
Btüek dieser Tage an: ein Erlass Hz. Albrechts an die Herren von IjsseUtein, Brederode, 
Fgmond, den Burggrafen van Leiden und Herrn Gherit ran Heemstede, weü groet gebrec in 
in ons broeders hertoghen WillaeniB lando aU ran der Gondevaertf daer onse goede laden ge* 
meeiüiken tot menighen stonden mit hoeren goede doerliden moeten, für Besserung , besonders 
für VerHefkmg des Fahrwassers su sorgen, 1358 Sept. 10 { raanendaghea na ons. rrouwen dach 
nativitas), gedr. t». Mieris 3, 54, Zur Ergänzung diene «n Hinweis auf den Kanal swischen 
Ijssel Ufid Onde Eijn^ der in deti Tagen Gr, Wilhelms V, ton Alphen bis Ofmda^ SchteusSf 
angdegt und darauf von Johann v, Blois^ Herrn von Schoonhoten a* Lek und von Gomda, 
gesperrt und tugedämmt war, jetst aber Okt. 19 (v^rydags na b. Lacaa dagh) wieder fitei gegeben 
wwrde, gedr. v. Mieris 3, C5, — Zur näheren Erkunduttg der Verhältnisse von BrieUe dienen 
OMMST den Urkunden hei Alkemade en Vanden Schelling a, a, 0. Het SeehUiboek van den 
Brid door Jan Maäkijssen, uitg* daor Fruin en Pols (vgl Brunner tti der Zlschr. d^ 
BeKVignijf* Stiftung f Mechtsgesdiie^its Bd. 4, S, 235) und BrieUer Statuten, die wie jenes Han- 
del und VerkeUhr, insbesofidere den Schiffsverk^ihr, regeln, in d^i Verslagen en MedsdeeUngen 
der Vereeniging M ÜUgixee der Bronnen ran het ouda vaderh Becht F, 3i8 /f. (1884). — 
Nad^ Ter Gomc, GeeeiMl, van Amsterdam 2, Ä 347 (gestütst auf die handschriftlichen Seke- 
iii$igen van JBtott S, 771) Hess Kampen in demselben Jahre Tomten in das Marsditip seUm^ 
wodssrch es in Breii mü Jan van BUns gerieth. Vgl oben n. 396, Ammerhmgen^ 



1358 Sept 8. 



189 



rechten ghonsten om oirbaer alre goeder coepltide, die die zee bouwen, omme 
<iie te waerscuwen ende te voerhocden van alre scaden van scipbrekmghen opter 
zee vor die Maze, ende siin mit hem overeen ghecomen in ztilken vorwaerden, 
aUe hiema ghescreven 8taen. In den eereten, dat wi znUen legghen of doen 
legghen ende houden legghende viertonnen in tgat van der Maze op onzen eost, 
bi be\Toedene van ecipheren ende ooepliiden, dies hem best verataen, also si 
alre BUtteliest ende best kgghen tot des ghemeeos coepmans oirbaer, daer si 
Ijfs ende goeds bi versekert moghen siin ende daer si vrilic bi moghen die 
Maze in ende uut zeilen ende hoer ghenaken ^ bi openbaren teikene ende ken- 
nisse der tonneu vorscreven, Dewelkc met goeden veteren ende zwaren steenen 
also versekert zullen siin, dat si niet en mogbea verdriven noch bi archliste ver- 
leghet worden. Waer oec dat si verdreven bi onghevalle of bi archliste, wi 
souden se weder doen legghen tboerre rechter stede op onsen cost- Ende hierbi 
elc Bcip, het si cogghe, eever of hulc, die met coepmansgoede gheladen es ende 
van der zee coemt ende die Maze versoect ende dat so groet es, dat voeren 
mach tsestich last haiinx of daerboven, dat scip sal tot elker reyse of telker 
heelre vaerd gheven ons ot onzen reotemeystere of dien wyt bevelen eenende- 
twintich grote payments, als ghenge ende ghave es ende die coepraan van sinen 
goede ontfaet in Holland; ende elc scip, dat beneden tsestich lasten voeren mach, 
wat manieren van scepen dat si, dat van der zee ooemt met coepmansgoede 
gheladen entie * Maze versoect, sal gheven ons of dien wyt bevelen telker reyse 
of heelre vaert viertien grote payments vorscreven. Ende alle de vomoemde 
ghelt sal tgoed ghemeenlic gelden akoe, alst in elken scepe coemt, ende telker 
reyse,' alst vorsproken es, ende niet die scipheer in allen manieren, als men 
leidzaghe^helt pleecht te betalen. Ende waer dat yemend zegghen woude, dat 
een scip droeghe boven tsestich lasten oft beneden, dat zal die sciphere ver- 
elaren bi sinen waren woerden, of ment aen hem versoeke» Ende wat manne 
die Maze in coemt, die zal siin tomieghelt gheven in allen manieren ende rechte, 
als men vierboetghelt^ innet ende betaelt, Waer oec dat zake, dat enich scip, 
[dut]» van der zee qname bi westen der Maze, enich ander gat in zeilde, dat 
mach opzeilen sinen orbaer ende coepmanscep doende sonder verhoemisse, maer 
tsynre nntvaerd sal hi siin tonneghelt betalen, alst voren bescreven staet Ende 
alle dese vorwaerden sullen siin sonder archlist ende elken in anderen sticken 
behonden siin» rechts, ende zullen ghednren een jaer nn naest comende, ten 
wäre of wys an beyden siden langher overeen droeghen; maer soe wilc onseren 
data niet langher en ghenoecht tcnden jaers, die macht wederzegghen, Ende 
omme dat wi willen, dat dit vaste ende ghestade si ende wel ghehonden, zoe 
bebben wi onsen zeghel doen hanghen an dezcn brieve. Dit was ghedaen int 
jaer ons Heren dasend driehondert achtendevj^ich, op oas6r vronwen dach 
nativitas. 

il5. Die tjen. RiMer des Landes Harlhigen beurkunden ihren Friedens- und 
Vcrkchrsverirag mit Bremen wie 1310 Äug. 5, Bd. 2, n. 174* — 1358 (in 
nativitate Marie virginis gloriose) Sept 8. Esetis. 

StA Mu Bremen, Trc^e Bo; Gr., Ä abgefaUen, 

Gtdruckt: daraus Friedlanäer, Otstfries. U. B, 1, n, 83; Brm. U. B, 3, n. 119. 



%) fiKU Of^ 

*} Sich nahen, nahe hüran fahren, •) Gleich enäe die. ') Bakengeld, Beitrag «IT 
Unterhaltur^ det Lcuchifeueri, VierboeU, baedce, vgl Kilian-Dufflaeui S, 8. 74$, 



190 



1358 Okt. 9 — 1358 Oit 16. 



416. Beinrich Abi von Sfolp CisierBienser -Ordens und Heinrich Eyie Pleban von 
& Marien su AnUam bezeugen, dass sie auf dem Baihhame zu Anklam 
(supra consistoriom civitatia TaDglim) die Urkunde des Königs Magnus von 
S*:hweden und Norwegen über Grundhesit» und JRectit der Stadt aufFalster- 
bode von 1346 Jan, 31 j oben n. GS, gesehen haheti, und transsumiren die-- 
selbe. — 1358 (ipso die Dyonisii martiris gloriosi) OM, 9. Anklam. 

StA m Anklam; Or. m. Eittschmtten für die Siegel, welche heute fehlen, Jungham. 



417, K. Eduard III von England an die Verwalter des AusftifirmUes für engli- 
sche WoUe in Boston: befieldt auf Klage verschiedener Kaufleute von Deutsch- 
land diesen hei der Ausfuhr englischer WoUe trots anderweitiger Verord* 
nung nur einmal 21 Pfennig vom Stück (Anzufordern. — 1358 Okt, 16, 
London^ Wesiminster, 

yiuB London, Fühl Becord ößce, Rot lit clau». 32 Edw. III m, 12, ÜfO- 
getheilt von [f] Sir Th, D, ffardy, S, oben n, 397, 

Hex colleetoribuö cusfume pannorum de lana infra regiium nostrum Anglie 
factortim et extra idem reguutii ad partes extertis educeiidonim in portu ville de 
sancto Botolphö salutem. Ex parte divereorum mereatomm de partibas Aleman- 
nie ^ nobis est ostensum, quod, cum ipsi de qiiolibet paono de laiia in partibns 
trans^niarmis facto et per ipso« infra regnura nostriim Anglie adducto cnstumas 
ßubscriptas jnxta forniam carte eisdem mercatoribua per doiiiiEimi Edwardum 
quoüdam regem Auglie, aviim nostrum, concesse et per hos eootirmate solvere 
consueveninty videlicet de qiiolibet panno in grauo * duos solidos et de quolibet 
panno mixto cum grano decem et octo deiiarios ac de quolibet panno sine grano 
daodecim deDarios; ac postmodum pro eo^ quod lane infra dictum rcgnum no- 
etrum Anglie crescentes et de quibus^ si extra idem regninn nostrum ad partes 
exteras traducte fuissent, custuma et sabsidiam nobis solvi debiiissent, in non 
modiea quantitate pannorum infra idem reguum nostrum operate et panni hujus- 
modi ad partes exteras edncti fucrunt, per nos et consilium nostrum ordinatum 
futsset, quod de singulis hujusmodi pannis infra dictum regnum D0strm[u Anglie 
facti« et extra idem regnuni educendis viginti et unus denarii per mercatores 
extraneos loco custume et »ubsidii predictorum ad opus nostrum solvcrentur; et 
licet prefati mercatores dictam custumam viginti et anius denariorum pro quo- 
libet panno infra idem regnum nostrum Anglie facto et per ipsos ad partes exte- 
ras traduceudo juxta ordinacionem dicti consilii nostri ad opus nostrum solvere 
eint parati; vos nichiiominus ad hoc c-onsideracionem non babentes, ipsos merca- 
•tores pro custuma duodecim denariorum de singuHs pannis infra dictum regnum 
DOstrum Anglie sie faetis et per ipsos ad partes exteras educendis ultra dictam 
custnmam viginti et unius denariorum distringitis et ipsos ea occasione multipli- 
citer inqnietatis et gravatis minus juste in ipsorum mercatorum dampuum non 
modicum et depressionem manifestam; super quo suppUcarunt sibi per noa de 
rcmedio provideri: noa, advertentes non esse justum aut consonum racioni, quod 
prefaü mercatores de dup|dici custuma pro una et eadem re solvenda onerentur, 

^) Di^e gM ai mit an, dass der Kihttg im November den Shenff« von London hefkidt 
regiftn ttratos Btdbopesgatcstreto et Algate^^trote £um Empfang der Ldchr der Königin' MuUer 
Isabella a fimis et feditatibue zw reinigen, wofür im Mxchequcr ein Kredit bis lu Pfd, ange* 
Wi€if€n t9t, ligntcr, Foetlera 3, J, 411 zweimaL *) Sclmrlach, Tuch, wdcfies mit Ktrmu- 

färbe gefärbt ist, vgl, Bet/d, Gesch. d, Levantehandeht 2, €09 ff,, Koppmann, Joh, T4lner$ 
Ifandlungsbueh (GeschieJtUqnellfn d. St. HoHock 1) S. XXXII. 



.1358 Okt 18. 



191 



ae proyide volentes ipsonim supplieacioui in liac parte favorabiliter iticliiiare, 
vobis mandamUÄ, f|iiod, recepta a prefatig niercatoribus de quolibet pamio Imjua- 
modi infra regniim nostnim Anglie facto et per ipaos extra idem regnum edu- 
cendo dicta custiima viginti et uiiiiis deuariomm demande, quam eisdeni merca- 
toribuB pro fustunia daodeeini detmriorum de hujusEiodi panno infra dictum 
regBum sie facto ad opus nostriim solvenda facitis^ supersedeatis omniuo et 
districcioiiem, si quam eis vel eorum alicui ea oecasione feceritiö, öiue dilacione 
relaxari faciatis eisdem. Volunius eniin vos inde erga no8 exonerari. Proviso, 
quod de pannis in partibus transmariuis factis et per ipsos mercatores infra 
regniim oostrum Anglie adductis custunia nobis inde debita ad opus nostnim sol- 
vatur, prout juxta formam carte et coiifinnacionis predictarum ante ordiuacioueiii 
predictam fieri eonsueWt Teste rege, apud Westuionasterium , 16. die Octobris. 

Per ipsum regem et eoneilium. 



418, Gr, Ludwig III von Male twi Flandern ^ Hb. von Brahani^ genehmuß^ 
dass die Stadt Geni ihre genannten Ausgaben ßr die Botschaffen nach 
Lübeck mit den Städteti theih, mit welchen sie sonst gemeinsam gu steuern 
pflegt, — 1358 Okt, IS, Brügge. 

Aus St4Jiat$arMv von 0»tflaftdem lu Gent; Abschrift im Kartular von Gr. Lud^ 
wig vm Male fol 129, MitgetheUt roti Hn, Staatsarchivar Filix d'Hoop tu 
Gent. 

Gedruckt: fiach einer änderet, bis eur Unkenntlicfikeit entsteUtm Abschrift aus 
der ehemaligen ersten Sdireiberei „de k keare* in Gent bm Diericx^ Memoires 
9ur les his~-des Gantois 1 (1817), ^62 Anm, 2 [mir svgwtglich durch die Kon, 
Bibliothek in Berlin], 

Wii Lodcwiic ctc, doeu te wetene allen Heden, dat ute dien dat ouse etede 
van Gheut ous heift gbedaen togben, boe dat zii ten orbore ende proffile van 
bemleideui van onseu andren stcden, castelrien ende ghemeenen lande bare 
boden gbcsent bebben te groteu eosteu te Lubeke, loponde toter sommcn van 
80» Ib. gr.; ende om de eoste van baren lieden van der ioquesten te besittene 
ende te doene van der tut, dat soe beghonste, gherekent de eoste daerof van der 
tut vorseid tote kcrsavonde^ toter sommen van 47 Ib. 16 &• gr.**, dewelke t\vee 
ßoinmen dragbcn 127^ Ib. 16 8, gr.: 8uppl[ijerende], dat zii daerln souceours 
bebben mochten up de gbone, die met heml[eideu] van ouden tiden ghecoBtuniert 
ende geuldecb sün cost ende last te contribueme, niits dat de zaken vorueid 
den ghemeenen augaen ende om ghemeene proffit ghedaen ende gheordeuert 
siin, ende mids dat zii al^nn ander» zo zere gbelast sün, dat zii de eoste vorseid 
guediike niet ghedragben mogben; so eist dat wii ter snppl[icatie] van onser 
ötede vorseid gheconsentert ende ghcwiJlekenrt bebben in verlichtnis^en van 
ünwer stede vorseid, dat de gbone, die met hemüeden van onden tiden ghe- 
co8t[amert]^ bebben ende fichuldecb zun in gheliken eosten te gheldene ende te 
betaeine, dat zii in de vorseide somme van 127" Ib. 16 s. gr. onser vorgeider 
»tede van Ghent tamelike ende weaclike hulpe ende soucours doen zallen, mita 
dat de zaken den ghemeenen touchiercn. Ende willen wel, dat de eoste vorseid 
redelike gheta^tert sün up onse stede vorseid naer bare quantiteit ende naer de 

*) mi^» dk Torlfy«; Dimißt h^ hkr du fahithafk ZmM: 400. b) DkfHcx wsr^ffmUkhi hk^ im 

7\gl: 907 fMm4 16 gr* 1 o) W^-U rarUtgt; IHtHa jpMf am ttkm Varttg*: C07 p^itidl 

4) 0mmssL rwim^- •) ^^ otm. 

*) !>€$ Jahres 13S8, bsw. JSä7* Diericx tetH in »einem Abdruck die Jahressahl 23S8 
~^ohne weiteres in den Text. 



192 



1858 Winter. 



ghone, die zii beyriien, ende dierghelike up daadren, die met hem gbelden^ 
aleo vorseid es, elken naer sine qoantiteit ende Daer dat ghelike coste sculdcch 
Biin ghetaxert te sbe; gheroupen daertoe onseii bailliu, denwelken wii lasten, 
dat hi onß atappans de vorseide taxatie over sende, also soe ghedaen sal siin. 
Ende es onse nieeninghe, dat de coste vorseid niet anders gheint noch ghexe- 
qntert zullen zun dan bi ons selfs bailüus ende offiders; ende waert so, dat om 
de taxatie vorseid enich ghescil quame, dat wii daerof behouden de kenni^se 
toiiß waert Ende in deser manieren so ombieden wii allen onzen baillins ende 
officiers, dat zu verstaen ter inninghen van den costen vorseid also verre, als 
elc redelike daertoe ghetaxert es. In orc[ondscepen] etc, Ghegheven te Bragge, 
den 18. dach van Octob[re], int jaer 1358. 
Bi min here in sinen raet 

u present. Lanib[in]\ 

äl9^ Beschwerden [des n^estfälisch-preHSsischen Drifteis] über Verleiswig der 
kaufmännischen Privilegiefi in Flandern, Vorscidäge zur Ahänderufig he^ 
nannter Punkte derselben, kaufmännische Einzelklagen. — [Etwa im Eingang 
des WMers 1358J 

Aus StA SU Dortmund, «. 4:^90; stark beschädigtes längticMs Tergamenthlatt ; 

links oben m der Ecke von andrer Hand: De Conrado Berswort. An dem Stücke 

ist iweimal geschriebm worden, die Aufzeichnung ist also sticcefsi^e erfolgt.; die 

Schrift der zweiten Hand ist im Abdruck in runde Kl^tmmem gesetzt* Verglic/ien 

l /. 1674 und 1884, 

Gedrudct: ebendaher flüchtig und lückenliaft FuJ^ne, U, B, d, St. Dortmund 2^ 

M» Bi4f wi^^hoUi voeU die Vorlage t. J. 1869 nidU aufzufinden war, HB. 1, 

n. 250 SU a 1360 ror Aug. 24; verbesserter Abdruck bei Bühel, Dortmunder 

U. B. 1, 2, n, 752. 

Die Aufschrift am Kopfe zeigt, dass Konr, Bersword , aus einer ratksässigen 

Familie in Dortmutui, später Drittels -ÄU^rmann in Brügge (HB. 1, n, 20X), der 

HauptTtr fasser der Schrift gewesen ist, die migleich KlagelibeU und Gutachten wetr^ 

Fin Thal scfieint der ersten Hälfte oder Mitte 1368 aneugehiiren wie die Klagen aus 

Lübeck u. s. w*p oben n, 409^ der amlre jünger zu sein, icie der Schiuss atuieuiet, 

wacher tmch Ausgatig der Schifffihrt geschrieben ist, Bes^mmt war die Aufsei^-- 

nung wohl zunächst für den Bath von Dortmmid, dann für den von Lübed; 

w*d die Vertreter der Hansestädte, welche um Nov, 1 in Lübeck lusammen* 

kamen. 

Ista sunt Latina privilegia comitis Flandrens[i8] super terram. 
Intns babetar: item vendere, emere et mercandizare etc. . ,K Dit is ghebroken 

an den gholde, dat vorboden wart ut tho vorene. 
Item alia clausula sie ineipit: preterea promittimus nos non ponere aliqtia nova 

theolonii et costume statuta etc.^, Dit is ghebroken, dat men den 

eoepman dartho dwyngghet, dat be siin gued voren moet anderswaer, 

dan daer be wyl 

Und ok dat de van Brugghe vorboden, dat niin man koren kopen 

solde dan se. Unde de van Brugghe dar coeplude tho dwLj]ngghen, 

de üi erres solves herbergbe legben binnen Brugghe, dat se körn in 

mosten kopen thor stede behoef*. 
Item sequitur: calumpniatus autem aliquis dictorum mercatorum de lite vel de 

alia re non in vincula ducatur ^. Byt is ghebroken. 

') Nicht Lambert, wie in HB, 3, n. 250 aufgelöst ist; vgl. Coussemaker, BatUeut 1, Ä 98m 
«) Gr. Bobert 111 tvwi Flandern 1307 Dec. 1, ü. B. 2, n. 121 , § 2. ») Das. § 3. •) Vgl, 
eu a, O, n. 154, § 25. •) Das, § 10, wozu ausser U. B, 1, n, 421 auch die erste und die 
sweHe Keure von Brügge §§ ig, 23 (Coutumes Beiges, Brugesj zu vergleichen sind. 



1358 Winter. 

Item sequUiir: imllus eciam luercator per natifragium debet in littoribus Dostre 

terre Flandrensis bona &ua amittere etc.^ Dat pünte dat moste inen 

vorbetercü: ofte ejTi scbyp breke anderswaer unde dat gued qiieme 

an den stroem van Vlanderen eder an dat land van Vlanderen, dat 

de coepman siin gued beholden mosten nmme arbeydesloeu *. 

In den privilegie, de de greve gbegheven lieft uppc de stede van Bnigghc^ 

daer steyt, dat men int clof wegben sal imde de band van der scbalen doen saP. 

Des eyn dot men nicbt. Nu hord biir raed tho, wo raen den wegbere mocbte 

overgbaen, oft he nnrccbte dede. 

Item: vortmer wat gude de coeplude antworden sehuteluden eder wagbenluden, 
dat sal men em weder antworden*. Des ene Bchuet nicht. 

Dunkct ju dyt gued, ofte coepluden erre gued gherovet worde 
in der zee, dat gy dartho proveden, dat dat niin Vlaniyug ene kofte^ 
In* der privilegie steet, dat de eoepman rumen mach binnen 
40 dagben^ oft orlegbo vellc^. Duchtc ju gued, ofte de eoepman 
bliven wolde, dat bc brukcn mocbte der vryet alsewal binnen den 
orlegbe alse baten ^. De hues de se buret hebbet, de wyl men em 
vorduren*; dat is nnrecht. 

Vort oft men tolle unde mekelderdye sette uppe sodane gbeld, 
alse ghenggbe nnde gheve is in Vl[anderen]**. 

Und ok dat de greve van Vlanderen ninen tollere ene sette, de 
portere m tho Brugghe noch gbeselle daran, 

Ok de eoepman de Enggeland banteret myt w(u]llen, dat he Sta- 
pel moghe holden tho Bergben. 

Und ok bedde eyn eoepman schulde in Vlanderen, dat he mochte 
riden unde manen de ut Buuder arghelist. 

(Do soe thora ersten overdrogen, do overquamen se, dat neman 
umme sine Bebül[d]' in Vlandren solde varen etc.)**. 

Ok wart WjTiande Balken** gned ghenomen ut eynen kellere, de 
des nachtes wart upghe[broken] ^, (wort gheseriven opt 200' mare 
Prueienses do zyde)^ (Bit wort gesät mit den godesritter .....* 
wal utghedroucbt ein godsritt , , . . .*)^. 

Ok verloren (Joban Zuder[manl et Hilb|rant] Berswort)' borghere 

van Dorpmunde ^ [vel]e gned, dat de Vlamjiigghe* namen He}'nen 

Pyle unde Speldevisache (mer dan 300^ Hb, Engl, schaden' Hofmans 
ende brachte in Swein, dart de coplade hadden gheschepct ende vor- 
stollet", dar wart det vorcoft tho des greven bebof, des see schaden 
hadden 500 '^ lik Engelsch)^*. 



a) Dktt^ $am0 Ä^soLx üi wm ärattbm Band wii NasMnr Dmt* wvmXMkar nool im irjfm Auf- 
m SAmti^ m ci i0 m^m \. \) ImK 9m PerpmmU. c) edml D/ d) Dßt lii^tki&nmtnt iH vm tkm 
cwf^iüi« wmM f W i k fpStmm Band. e) UP D, doßfm ttMM mm dm wr^mk SMek gtHlgt im AoAwi. 

f) Fan dfr m Anm> d §nß8hnim M mtUm B^md ühtfff^tekHebm, |) Loch im VmftMg w*i «leAr ol« Hntr 

kttltM Ztüt, a 40-- 4& BvahäUtbm. h) Ebm m, lAdae ttm ü, 20 bk 22 BMhgiabm. i) So dmdtikh. 

nifiM c<mpi$, wk bm imä a. o. 0. k) SeMni «ut Un^ ^»IvMvrt «tt B^ln, 1) mer— scbadta dhir^* 

«NbImi, o) auf n) V D, c ron R&M iUnirmkm, 



9 l^ot' § 11' *} Vffh dtuiu das lainintMche HaHptprkile^ von IBÜO Juni 14^ unten n. 495, 
§$B, ") U.B,2,n, 154 {WO), § 4. Vgl äasu da$ rlärrUscJ^e Hauptprimles mn IBGO Juni 
U, widm ». 4$7, § 5. ♦) A, o, 0. § 15, *} VgL 1360 Juni 14, § 30. •) CT, B, 3, 

n, 121, § ü. /Ö Vffl. imo Jftm 14, § 4. •) Vßl das t!ämis<^ Hauptprimleg n. 497, § 7, 
•) Eine Dortmunder Familie, doth audi in 8oeH rtrtreUn durch einen Joh S,, Über civiiim 
im StA Bu Soest lu 1S39. 



194 1358 November. 

Vortmer van deme gfide, dat vor deme Zwen ghenomen ward 
onde in den Schottenland ghevort ward. (Dit hadde Johan Wittene 
in handen.)' 

(Ocht bracht ich in de rollen^ dat Albracht Gleppinc ende och 
andere onse borghere mosten by dwancghe kom incopen tho der 
stede behof tho Brügge, dar see ane vorloren 10[00]^ lib. grote.)' 
([Gor]d'' Berswort becl[agede] sich, dat he hadde nü tho winttere int 
Swein 300 hond rocghen 18 lib. grote, den most ic to Bmgge voren 
* Yorschete * ende don ' 52 s. grote.»)' 

420. Klageschrift der deutschen Kaufleute y welche Flandern eu befahren pflegen, 
gegen Bürgermeister y Schöffen und Roth von Brügge über Verunrechtung 
in ihrem Handel daselbst — [Um 1358 Nov. 1?] 

StA zu Brügge; sehr beschädigtes PergatnentblcUi, 

Gedruckt: daraus HR, 3, n. 238 ohne Andeutung der zeitlichen Zugehörigkeit und 
unter der Aufschrift „Forderungen". 
Es unterliegt wohl keinem Zweifel, dass dies eine der Klageschriften ist, weiche 
im Frühsommer 1359 in Brügge kopirt wurden, um von dem Bürgermeister Jakob 
Metten Eye, der Juni 5 seine Beglaubigung empfing, nach Lübeck mitgenommen 
zu werden, vgl. HR. 3, S. 245, n. 15. In der Brügger Abschrift liegt das Stück 
vor. Die deutsche Aufzeichnung ist alter, wohl im November bei den Verhand- 
lungen in Lübeck mit Pieter PeregrOn von Brügge vorgelegt worden, worüber 
unsre n. 423 mit den Ausführungen zu vergleichen ist. 

421. Hg. Barnim [III] von Pommern - Stettin erneuert auf Gesuch der Lübecker 
die ihren Vorfahren für sein Land verliehenen Handdsgerechtigkeiten Bd. 1, 
n. 264 und n, 654 und fügt die Befreiung von Zoll und Ungeld bei Kauf, 
Verkauf und Schiffahrt (per omnes portns nostri dncatus, videlicet per Zwy- 
nam et Penam et per Stagnnm Recens, quod valgo dicitnr Versehe Haf, ac 
per portnm maris Baltici sea salsi) zu ihren Gunsten hinzu, indem er sie gegen 
seine VassaUen und Amtleute in Schutz nimmt. — 1358 (sabbato post om- 
niam sanctorom) Novbr. 3. Ueckermünde. 

StA zu Lübeck; Or. m. anhang. S. 
Gedruckt: daraus Lüb. U. B. 3, n. 306. 

422. Greifswald beurkundet seine auf den gemeinsamen Besitz des lühischen Rechts 
gestützte Vereinbarung mit Stralsund, Änklam und Demmin, Forderungen 
vor auswärtiges Gericht, Schatzur^ und Beraübutui ihrer Bürger mit Ver- 
festung zu bestrafen une beim Friedbruch. — 1358 (sabbato post omninm 
sanctomm) Novbr. 3. 

StA zu Greifswald, ältestes Stadtbuch föl. 97 \ 

Gedruckt: daraus HR. 1, n. 220, früher flüchtig Kosegarten, Pomm. u. Rüg. Ge- 
Schichtsdenkmäler 1, 176. 

423. Klagen der deutschen Kaußeute [gegen Brügge] über Schädigung ihres Han- 
dels durch drückende neue Verordnungen und über Missachtung ihrer alten 
Rechte, [mitgetheiU in dem Bericht eines Brügger Abgeordneten]. — [1358 
Mitte November. Lübeck?] 

a) Da» mngeklammerte itt von jener iMeiim, unmerklkik späteren Hand. b) UndeutUeh, tcohl X' 

s 1000 XU lesen. c) Ausgerissen, d) Ausgerissen, es fehlen e. 30 Buchstaben, beinahe eine halbe 

Zeüe. e) Eben so, es fehlen e. 36 Buchstaben. t) Es fehlen e. 12 Buehsiaben. g) Die ganze folgende 
Zeile ausgerissen bis auf die wenigen oben siehenden Sehhtssbuehstaien. Man erkennt nicht mehr, wie viel vom 
I\eg«m^ abgerissen, wie letng es gewesen isL 



[1358 Mitte NoTember*] 



195 



8tÄ m Dortmund, n, i29; uf^lattbigfes Perffamentblatt mit den Schtiftsügm 
emea ßandrigchen Schreibers, 

Gedruckt: daraus KR, 1, n. 249 „uor nGO Aug. M*% veri. danach Rubel, Dort- 
munder LL B. 1, 2, n, 751, 

Der Schluss bestimmt daä Stück? Vortmer vele ander puote unde artikele. de 
yor den atedeo darbet E^int , der ich niet alle bebbe nntholden , de se bat nntholdeti 
hebbet dan ich» dur se wal to antwerden sollen» alse men des van einluden is 
begberene. So äussert sich nicht ein deutscJ^er Kaufmann aus dem Schosse 
»einer klagenden Genossenschaft heraus, sondern rif* Vertreter der flandrischen 
SiädU, wddker die Beschwerden in Deutschland anhört und aus der Masse nur 
emen Theü wieder gu geben vermag. Dieser ist wohl ohne Frage der Augustiner 
Pieter Peregriin^ welchen Briigge Okt, 18 gur Versammlung der Städte nach 
Lübeck gesandt hatte ^ vgl, HB, 3, n. 242 ^ 1. Über deren Klagen erstattet er 
hier vorläufig Bericht, indem er des näheren auf die Klagescfirißen selbst fegt 
oben n. 420) hinweist, wie der mitgetheilte SMusssati anieigt. Diesen Bericht 
Sandte er augens€heinlich durch den Boten, weld^er Nov, 24 in Brügge tjon ihm 
einlief, HR. 3, n. 242, 2, Er selbst hat Lübeck vor Ded^, 6 verlassen ^ vgl Lü- 
becks Schreiben an Rostock untcfi n, 431 im Eingang, und war vor Dec, 11 
wieder daheim, HR, 3, n, 242, 1, Den Hansestädten hatte er keine befriedigende 
Erklärungen fiadt Lübeck überbracht, vgl, das dtirte Schreiben Lübecks; nach 
seinem Abzüge unterhandelten die flandrisdien Städte, so mel wir wissen, nicht 
wieder durdi eigene Vertreter in Lübeck bis sur tweiten Hälfte des April 1359^. 

*) Anders Koppmann , der in HE, 3, n, 243, 1 eine Brügger Abordnung sieht, welche 
1358 Dec. soll aufgebrochen sein. So ibann indess nichi der Gang der Verhandlungen, deti man 
Hch für das ganze Jahr 1358 vergegenwärtigen muw, gewesen sein. Jan, 12 war eine flan- 
äri^ehe Botschaft nadi Lübeck, welche der Handelssperre vorbeugen sölUe, nahe am Aufbruch; 
W^en der territorialen Verwicklungen kam m nicht £u Stande, oben ti. 383 u. Anm. 2, Jan. 20 
wurde die Sjperre f^m den Hansestädten beschlossen, Mai 1 hatte sie zu beginnen, oben n. 385. 
Mai 24 wird von Brügge die Jan, 12 bestimmte Botschaft 1*011 neuem hegiaubigt, oben n. 400^ 
am «dbcfi läge , wo Nachricht aus Lübeck in Cfent eintraf, die aller WahrscheinUMBeii nach 
mü der MUtheilung der hansisdhen Forderungen verknüpft war, vgl obeti die Anmerhsng 3 lu 
n, 392, noch am nämlichen Tage nath Brügge miuss üiberbradii worden sein und mit der Be* 
glaubigting der Boten im Zusammenhange steht, Juni 16 ^4en die Brügger aiAS, HR, 3^ 
n. 235, 1,4; ^on Gent brechen sie mit den gräflichen Gesan^Uen, welche wohl awh die ton 
Jan. 12 waren, und mit den Gentern Jak. Willebasrd und Jan Bla9d:ard Jmti 23 auf, a, a. 0, 
n, 234, 1, 2, um auf dem Hansetage in Lübeck die Rüe^skehr des Kaufmanns nach Flandern, 
die Wiederaufrichtung de^ Stapels daselbst, der jet£t in Dordrecht war, su erwirken. Im An- 
fang Juli, über Hamburg (vgl a. a, O, 1, S, 146 Anm, 1, 3, S, 221 Anm, V, treffen sie in 
Lübedt ein. Über die Vorbesprechungen — denn der Städtetag trat erst um Juli 25 susammcf^ 
vgl oben den Zusatt su n, 412 — berichten sie nach Hause durch Lavier, die J%di 19 in Gent, 
Juli 24 in Brügge sind, HB. 3, n. 234, 4, 235, 2; desgleiehen über den weiteren Verlauf, vgl 
a, a. O, n, 235, 3 (wo mcM Bernhard van Oldenborgh gemeint ist). Uns ist hiervon näheres 
nicht bekannt: Bremen wird wieder in die Hanse aufgenommen, Klag^ehriften gegen Flandern 
werden eingesammelt als Material n«r Aufstellung neuer Bedingungen für die Bückkehr nach 
FUmdem, oben n, 412, 409 u, 410. In unverkennbarem ZusammenlMng mit der Besendung 
der Hemsegtädte leigt sich die HersteUm*g der Brügger Stapelfreiheit durch den Grafen Aug, 2^ 
oben n, 411, Die Boten der Genter, welche an den Lega^ionsunkosten sdw stark betheihgt 
waren, vgl oben n, 41ü, berichteten nach ihret Heimkehr über den Ausgang dm Sendsing dem 
Ofßfmt den sie Aug, 23 in Brügge aufsuchten, HB. 3, n, 241^ 1; wohl susammsn mit den 
Brüggem, von denen die Siadirechniungen sd^weigen, weil die Unterredung in Brügge selbst 
9kUtfand> Debatten steischen den genannten, dem grafUehen Rath und allen Städten Flan- 
derns über die deutschen Kaufleute wurden im Parlament ru Eecloo geführt. Gent sendet 
ausser Steffen Vertreter der gemeinen Bürgerschaft und der Zünfte hin, SqpL 21, was der 
Wichtigkeit des Gegenstandes entspricht, HR. 3, n. 241, 2, Nach eweitägiger Abwesenheit machen 
sie steh aliermals nach Eecho auf, Sept. 24, HB, 3, n. 24t, 3, %m, dort länger tu verweüen^ 
wie der höhere Betrag ihrer Unkosten seigt. Das MrgebniM ivt angedeutet in einer nm*en Be- 
sendung Lübecks. Bierher gehört die MiUheilung der Brügger Beehmmgen Über die Aussesulufig 
JJUdemans Fanden Berghe *md Clais Hauscilts, HB. 3, n.^24S, 1, nicht, su der December- 
Versammlung der Städte in Rostock^ wie Koppmann a. a, O, S. 242 meieU. Dec, ^ fand diese 

25* 




1 



1358 Deoember B, 



424. K, Eduanl III von England an die Sheriffs von London: hcflehlt die Ver- 
kündigung und Beobachtung der Aichungsvorschriften, welche für den Ver- 
kauf der in England , W(ües und Irland eingeführten rothefi und weissen 
Weine erlassen worden sind^, — 1358 Decbr. 5. London , Westminster, 

London, Jhtbl Becord Office, Rot lU. clutis. 32 Edw. III m. J d. 
Gedruckt: daraus Rymer, Focdera 3t 1, 41S, wonach hier, 

Rex vicecomitibiis Londoniarum Bahitem. Cum niiper per nos et concilium 
QOstruiii gtatutuiB fuieset, quod omnia vba rubea et alba, qiie ad reguum iiostriim 
Anglie ac terras Wallie et Hibernie veniunt ad vendendum, per gaugeatorem ^ 
iiostrum vel ejus deputatuin beue et tideliter gaugeantur, et si aliquis impedi- 
mentum seu debatum apposucrit et vina sua gaugeari permittere iiolucrit, vina 
eaa foriBfaciat et per inipmoüameutum puuiatür et ad Yoluutateiii nostram redi« 
matnr; et si defectus in gaugcatore oostro mveuiatur, quod ipse 8eu deputatas 
saus ad faciendum officium suuni, cum iude requisitus fuerit, paratus non fxterit 
aut fraudem vel deceptionem aliquam in officio suo facieudo ad danipnum empto- 
rum vel venditomm feccrit^ Bolvat parti dampiiifioate dampna sua ad triplum et 
perdat officiam suum ae puuiatnr per iinprisonamentam et redimatur ad volan- 
tateuL nodiram; et in casu quo niiuus in dolio vel in pipa, quam de jure secuu- 
dum assisam dolii esse deberet, iuvcniri contigerit, tiat alloeatio et defalcatio in 
solutione valoris de eo^ quod sie defuerit de doUo sive pipa, prout in statuto 
predicto pleiiius continetur; ac jam intellcxerimus , quod quam plures mereatorea 
et alii, tarn indigene quam alieaigeue, vina Bua ad dictam civitatem ad venden- 
dum ducta, antequam gaugeata fuerint, in tabemis et aliis domibus ponunt et 
vendunt et ipsura gaugeatorem nostram, quominus dicta vina gaugeare poggit, 



tu Eost<Hk HiUt^ aber noch 135Ü Jan, ß, tmim ». 431, heim es, (Uus seit dem Abzug JHäer 
Ferifftnn^ von den Flandrem mdU$ muee tu h&ren gewesen sei. Dazu kommt, dass die Aus- 
sendunff dieser Botschaft nach ihrer Erwähnung in den Stadtrechnungen in die Zeit vor Pere» 
griins Reise, Oki. IS, faUt. Fanden Berghe war mit Vcrnaechtens&n , vgl. oben n. 400, imA^igu^ 
atiit Lübeck gekommen ^ imhrctid^ me gegen Koppmann a, a. 0. S, 240 wUen ausdrucklich beie\i0 
ist^ «, a, CK f», J235t 6, ihre zwei Genossen in ihr Botschaft bts in den Oktober dort reri/iW/c», um 
die Verhindung zwischen den Parteien sn unterhalte^k Vandeth Ihrghe und HmisciU — die 
Stellung Vcrnaechtensims verbot ihm doch häufigere Abipcsciuhcit tw» Brügge — werden nun die 
Beschlimse von Eedoo in LübecJc ath^ezeuft haben, die offenbar ffur Einigung nicht führten, 
Wohl mit Jan Camphin und WiUem van Bonchmtt^ die Okt. 13 wieder in Brügge waren, 
int, Sf n. 235, 5, sind sie nach Hanse umgekehrt. Unmittelbar hierauf wurde Fieier Pere4friin 
entsandt. *) Die Tajce im Wcinrerkaaf hatte, sur AbsteUung übermässiger Preisforderungm^ 
ein ki/niglicher Erlass von 1354 Dcc^ i wieder zu regeln versucht: in London und VoistädUn 
und in dm Häfen von England versiia partes borinks et atistrales usqtie villam do Sotborapioa. 
et in eadcm yüIa lugeaa Tini voniiliB noti ultm seit dcnarioa et in ainguli«} portnbas a dicta viUa 
da Stttbauiptoti. versus occtdeniemi tarn in Gomitatibna Sutbampton., Somerset, Gloacest^ur, Cor- 
iiubia ot DtvoD quam in Wallia lagena nni venalig uon ultra quinqne dennrios, ac in singtilb 
viUia in looo oerto Hitnatii» a portn, nbi bnjagmodi virnun canatur^ nsquo ad viginti et quinrjue 
naliaria diatantibns et ibidem lagena ultra prctimu, ad quod in portu, a qno dacitur^ Teuditnr 
per üMoiu übulujn et non ultra; im Bereich von weiteren 25 Meilen per onnm denariam et tion 
ukra. quauÄquü vina rnagis bab an da Ter int, et pro niinori pretio vendi pot^ruiit^ Rgmer S, J, 
292> ErgUnxend wurde 1353 Jan, 30 verordnet: übertreten die Weinhdndler und Weins^mUise 
die Vorschrißp taue in eorum defectn domini lillaram, majores, costodes, balU?i seu alii bajus- 
matU villifl preaidentes tabemas otcelaria, ubi bujusmodi vina repouuntur. etiam invitis dominia 
et custodibuÄ rinorum illamni^ ingrcdiantur et vina j^ic rciM>&itA patulo vciiditioni oxpont et ea 
eraore foJentibns ad rctalHam ?el tu i^rosso juita prctium concordatui« et nun ultra vr it, 

a, a. O. UU4. Zeiiweüig wurde dann die obernte Grenze der Ta^e für die Gtafar -t^e 

auf 8 Pfetin, festgestellt, a. a,0. 324 rem 1356 MarM L Vgl oben Bd, 1, «* 13 und unien 
d€ti yachtrag zu c. 1157* •) Ätchuftgsbeamter. 



1358 Deceraber 6. 



197 



impediunt in nostri et populi nostri grave dampiium et contra formam statuti pre- 
dicti: DOS, volentes dictum statutiim in omnibiis et singulie sui» articulj^ iiniiiter 
observari, vobiB precipimns, quod statim visis presentibus in civitate predicta et 
suburbiis ejusdem, in locis übi expedire Wderitis» publice proclamari et ex parte 
uostra fimiiter iuhiberi laciatis, ne quis niereator seti alius, extrancus vel pri- 
vatus, Tina sua ad dictam civitatem ad vendendum ducta et exnunc dueenda sub 
forieiaetura vinorum illorum et aliis penis in dicto statuto contentis, antcquam per 
dictum gaiigeatorem nofitrum seu ejus deputatum bene et fideliter gaugeata t'ne- 
rint, dum tarnen idem gaugeator seu ejus deputatns ad dicta vina gaugeanda 
paratus exiBtat, in tabemis seu aliis domibus ponat seu veudat, clam vel palam. 
Et omnja viua bujusmodi, que post proelamatioDem et inhibitionem predictas in 
tabernis seu aliis domibus posita et venditioni esbibita, antcquam debite gaugeata 
fuemit, inveneritis, in manum nostram tauquam nobis loriat'acta capi et ad opus 
nostrum salvo cuslodiri faciatis, donec aliud a nobis habueritis in maudatis, et 
hoc sub ineumbenti periculo uullatenus omittatis. Teste rege, apud Westmona- 
sterium, 5. die Deeembris. 

Per ipsum regem et coneilium. 

435. Gr. Gotfried von Arnshtrij bel'efint sich als Marschall des Erlhischofs Wil- 
helm von Köln fi& Westfalen zu allen dienstlichen Verpflichtungen gegen 
det^ Landfrieden (verbunt ind lantfreden) des Ershisdiofs mit deti ivestfäli- 
sehen Herren und Stadien, nämlich mit den Bischofen Adolf voti Mimst et^ 
und Balduin von Pctderbon^, Herrn Bernhard von der Lippe und den 
Städimi Münster t$nd Soest ^, — t35d (up 8. Nycolaus dach) Decbr, 6, 

Staatsarchiv su Ihigwldarf, Chm-cöln 8iG; Or,^ Pfjfn.f S, nicht mehr rorhatuhn. 

Gtdmeki: daraus LaetmMet, ü» B. i, Gtsch, d, Ni^errhcim 5, w, 68$, 8\ o^en h, 257 

«4. Kräsel, Adolf r. der 3iafk, Bischof ro» Müifister (Dissürt Mümter 1884) S- 15. 

426, fRecess des Städietages bu Rostock *:] Abgeordnete Rafhmannen von Lübeck^ 
Hamburg^ Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald, Anklam, Demmin 
einen ihre Stcidte auf drei Jahre £ur Abwehr eines Angriffs durch einen 
Fürsten oder Landesherren und gur Befriedung des Handels während eines 
sotdicn^ verbieten bei Strafe einem Bürger, welcher das Kreuz genommen, 
sich dem lübischen Recht zu cfitgiehen (su Gunsten des geistlichen Gerichts)^ 
ardncfi eifi einheitliches Tonncfhmass an^ hedroJien den flikhtigen Schuldner 
mit dem Verlust von Sicherheit m^ GeUit in deti acht Städten und unkr- 

") Dk Städte AU' und Neustadt Warburg ^ Brakel und Padsrb^m gingen Aug, 13 (for, 
»MCim^S anta luaainpt. b. Marie) einen Bund ium Scfaäi der grmnnsumcn Rechte, besondsTB 
-Ifjm Wechid des UittcJwfs, und de^ Friedens auf unbestimmte Zeit ein, Or, m, S, im StA SU 
Paderborn; Erklärt* ttg WarburgH gedr. Wiegand, Archiv f. Gesch, u, Alterthumskunde West- 
fcUens 5, JGG; gleiddauiend die KrkJärttng Brakeis, Zur BetJegttng des ünfriedeths im Lande 
tmd zum Schutz dtr gemeinm Strasse und ihrer Besudur hatten Bischof Johann t>on Osfia- 
brück, das KajAtel von (hnahrück und dis Stadt 1358 Jan. 18 (In demo daglie der heylyger 
jnnijvrowc'ü ä. Prisciien) eimm Bund bis 136g April 21 geachhmen, StA zu Osnabrück II, A 8, 
Or. m. 3 S,, mitgetheüi von l'\ Fabriciu$, gedr. (Friderici,) Gesdi. d, St. Oimdbrück 1, 28L 
1300 März 24 (in clemä — avende u. vrouweo — in annunciAtione) erneuerten dann die 1343 
Öki. M (oben n, 4 Anm. 1) tereinigien Genossen, ausser der Dienstmann Bchafl ran Wieden- 
hfüe^, weWie damals auch hethedigt war, iJtre Einung bis 13Q2 Sept, 29, StA zu Osnabrück 
n, A (f, Or. m, 9 S., mitgeihciU ron F. Fabricius, gedr. «, a. (X i, 275, «) Nicht eu 

d/ksem Tagt, kaum auch lu einem Städtetage überhaupt , weä die ^ersörUiekkeii weder Mitglied 
siodl Beamter des Raths von Jtiga gewesen iti, gehievt der ^osien dea AuegeMudis von Biga, 
Lirländ. Ritter Schafts 'BibL daselbst n. 386, iu 1358: pro expensb Ttdemuitd AiAtorts [deutsch 
al9o: Plüger^ in Riga versus RoHtok 10 or. Aber wohin sonst f 



198 1358 Deeember. 

sagen diesen, ausgenommen Greifswald, AnJcJam und Demmin, ihren Bürgern 
Sicjffirheit^ zu gewahren (securare) für die Schulden von Bürgern einer 
andern Stadt. — [1358 Dechr. 6J 

BA Mu Rottode, n. 5353; unbeglaubigU Äufiekhnung auf Papier , unvoUiimäig, 
tmit wie Kop2imann nachweist, die flandrische Angelegenheit, welche naeh n. 4SX 
auf diesem Rostocker Tage behandelt wurde, in der Aufzeichnung nicht erwähnt ist. 
Gedruckt: äaram HR. 1, ». 223 mit den chronologischen Netchweisen, früher Urk, 
Gesch, d. Urspr. d. I), Banse 2, 458 und Ukh, U, JS, 3, n, 310. Zu den An- 
gekgenlieiten des Tages rgh unten n. 428 w\ä ti. 429, 

#27. LübecJc heurhundei, dass es die hesiegeUe Erklärung Bremens von 1358 Aug. 3, 
welche es in vollem Wortlaute wieder giebt [n, 412], in seiner Verwahrung 
habe. — 1558 (in die b. Lucie vir^is gloriose) Dec, 13, 
StA m HamhMrg , Trese Ee 41; Or,, Tgm., S. abgerissen. 
Gedruckt: daraus HM, i. n, 217; wiederholt Brem. U. B. 3, n, 126. 

4M8. Stralsund an Lübeck, Wismar und Rostock: ratifieirt für sich und Greif s- 
wald den von seinen und der Adressaten Abgeordneten jüngst in Rostock 
gefassten Separat -Sescfduss, wonach aUen Juristen und Notaren, welche 
siädtiscJie Bürger vor geisÜiches Gericht rufen, Sicherheit und Geleit in den 
Stadien entzogen^, kein Pirat, Strassenräuber , Mordbrenner, Todschläger, 
Dieb oder sonstiger Verbrecher dort geleitet wird und die Verfestutig durcJi 
eine Stadt für alle fünf Städte gdten soU^; bittet [Lübeck] diese Erklärung 
mit seinem Siegel su versehen und so den andern Adressaten mitmtheilen, — 
[1358 um Mitte Deeember] 

RA 2u Rostock, n. 5580 h; Abschriß auf Pergament 

Gedruckt: daraus HR. 1, n* 218. Das Datum bestimmt sich dtirM den zweiten 
Artikel des Rostocker Recesses von Dee, 6^ oben n« 426, 

429. Rostock an K. Magnus von Norwegen find Schweden: wiederholt die Klage 
Stralsunds über gewaltsame Vorenihaltung des um [März 25] (circa proxinie 
elapBtun festum palmarum) in Norwegen^ schiffbrüchig gewordenen straUun- 
dischen Guts durch den Truchsess von Norwegen Orm Egsteinsson (Ormiioder 
OsteDSttü); erinnert an die deshalb sum König gesandte Botschafi Stralsunds 
und an die schriftliche Antwort des Königs, welche den Eigenthumsnachweis 
nach norwegischem Rechte forderte; beruft sich auf das von seinen Vorgängern 



*) Bsw, Oelöhfiiss. «) Fremdorff, VerfcstungBhuch äer 3L Stralmmd (Hans. Ge- 

fichic^Usqu. 1) S. L XXX tu fand das älteste Zeugnias für Bestrafimg des Anrufens drr geist- 
lichen Gerichtsbarkeit mit Vcrfestung w der Wistnarscficn Bur^prake von 1373, Zum Gegen- 
stände rgh mich das, S, LJil unt^n tmd hier die Einung der sächsischen Städte von 1360 
Juli 25, unten n. 507, ») Die FestsetJhmgen sind weitere Augführungen des stoeiten Artikels 

ron n. 420 und Seimrat-Ahmachnngen dfrjaiigen Städtegruppe, welche auf dem reinen lühiichen 
Rechte fusst, im Getjmsats zu Hamburg, welches an dem im Rectss aufgezeichneten Beschlusg 
theilwdnn. Ihre Voraussetzung auch sind die Beschlüsse ron Stralsund, Anklam^ Demmin, für 
welche hier Stralsund allein eintritt, und Greifmcald von Not\ 3, oben n. 42'J, nichts wie Kopp' 
mann in HR. 1, S, 145 meint, ihre Nachujirkung, Es verbietet sich endlich iwei Städtetage in 
RmtO(k in so kurum Zeitraum anrunehmen. «) Die Simren des deutschen Verkehrs mit 

Nofwegen in dieser Zeit sind schwer tu erkennen; sie haben wcä rerwischt, in ho fern nicht 
Verträge sie tte wahrten, icelche docfi nur einzelne Stufen der Entwicklunfi, nicht diese selbst rer^ 
anschaulichen. Wenn auch u, a, ernt 1372 ein Braunnchwriger in Optdo hegeg^ttt, Diplom, 
Norveg. 1, n. tlG^ auch n, 423, so darf mit Rentimmtheit behauptet werden, daas Rraunschfrcigcr 
unter den Deutschen, welche der T fandet nach Nontegcn fahrte, auch in der ersten Hälfte des 
Jahrhunderts in nicht kleiner Zahl rorhanden geieefen sind. Mehr tds für andre Beziehungen 
UioUet für diese in der Ütierlieferung der Zufall. 



[1358 Decemljer — 1350 erstes Drittel?] 



199 



JT. Erich und Hs. Hakon von Norwegen ciei* Siädteti Stralsund, Ttostockf 
den anderti Seestädte?if ihreti Einwohnerti und demgemeitien Kaufmann von 
der Hanse der Deutschcfi in Norwegef% gewähtie, von ihm selbst nach seinem 
ganjsen Inhalt bestätigte Recht, schiffbrüchiges Gut auflesen und nacf^ 
eigenem Ermessen darüber gu verfügen^, und fordert mit der Bitte um 
schriftlichen Bescheid, dass dem Truchsess and defi andern unrecIUmässigen 
Besitsem des Guts die Auslieferung desselben anbefoMeth oder tcenigstens den 
Stralsunderfi eine angemessene Vergütung durch könighche Gnade eugewandt 
werde *. — [:!358 um Mitte DecemberJ 

EA SU Bostock, n. 55SOh; unhefflauingie Abschrift dnu Entwurf»; oMtf der tmdern 
Seite die Abschrift des Schreibens eon StraUutid von [1358 Mitte DecemberJ, 
Am ScMttss die Bemerkung: Scriptum pro notula. Po£itquam eiscripta faerit, 
ßigUletur vestro secreto et DEncio presenti iinft cum vestra Uttera representetor, 
et Bine longa mora. 
Gedruckt: daraus HM. l, n. 222. 

430. ZusicJierungen der Stadt Brügge an die deutschen Kaußeuie für die Wieder- 
aufrichtung ihres Stapels daselbst. — [1359 erstes Drittel?] 
Aus B StA zu Brüß^e, ». 223; Entwurf auf Papier, 

Verxeicfmet: daraus GüHodts-tan Severen, InverUaire des archiv^ de Bruges Ij 
H. $23, irrihümlich su 1307 Novbr. bis Decbr. 
Nicht ganz genau, aber annähernd ist das Datum zu heatimmen. Der Test gehl 
auf U. B, 2, n. 154 (bzw. IGO) und n, 121 zurück. Danadi scheimt das duck 
eineti jener Elaborate sti uin, welcl^^ in AfM^mmg an die alten Privilegien der 
Deutschen uml an die Forderungen der Hanseitädie, nach der Eudtkekr Bruder 
Peregrtins, 135S Ded>r,t ut%d rar den Beruthungen der flandrüchm Städte mit 
ihrem Grafen ^ 1359 AprÜ, Mai, Jtergestellt und den städtischen Korporationen 
von Brügge vorgetragen tcord^i sind, HB. 3, n, 242, 3 — 6K 

De goede Heden van der stede van Brueghe blivende up tlast, dat zi tander 
tiiden baren bode ghegbeveu hebbe[n]«, ghezent te Lubeke*, ende dat zelve last 
achter volgbende begberen ende siin vnlvaerdkb te houdene ende te vulcommene 
den eoopliedcn van Almaengen inet goeder berten omme de ininne, die zie hebben 
an de vorseide cooplieden, alle die vryeiden ende prevelegen, die de vorseide 
cooplieden hebben van der vorseider stede van Brueghe bezegbelt metter vorseider 
stede zeghele, in al der manieren, dat zi sprekende zlin^. Ende boven de vorseide 

tt) hebb« B, ' 

BettUligung von 1294 duU 0, U. B, 1, th 1144 ff.^ bcsotulers S. 396 in der Mitte, 
*) Ün$re n* 413 int die Voraussetzung für dieses Schreiben, dessen zeitliche und inJuiltUche Zu- 
gehörigkeit zu der Rosiocker Versammlung von 135S Dee, 6, oben n. 420 und n, 428, durch 
9einen AufhttDohrungtOfi angezeigt wird, £s gchewt, dass Stralsund nach dem BeBt^mde dm 
Königs n, 413 seine Sache dem Bath ron Bostock und tltf% dort tagenden Städten nebst einem 
Entwurf SU dem Anschreiben an den König vorgelegt hat: Bostock als die Stadt, in welcfhcr 
man tetsammdt war, sollte es beMegeln, Um so mehr, da dieser Bostocker Tag sich audk sonst 
mit der Rerimon verwandter Heditssätze Iteschäftigt hat. Das Privileg des Königs für Stral- 
wund von 135S März 4, oben n. 390, erhebt gegrf% diese Annahme kein Bedenken^ dettn es ist 
nicht, wie Kojgpmann m HB. 1, S, 147 meint, ah Besullat de& stadtiitchen Verwendungssekreibens 
tmsusehen, tandern nur als eine einmalige Aufforderung sur Zufuhr von Lebensmitteln nach 
eimer Zeit der T/iCuerung; mit den Normen für schiffbrüchtgej^ Gut befasst es stdi nicht, 
^ Die üflUidlen Verhaitdhingen mit den llansestddten haben wahrend dieser Zeit, seit dem AU' 
fang December bis zur zweiten Hälfte des Mai, geruht, wie die hansestadtischen Schreiben und 
das Schweigen der flandrischen Stadtrechnungen beweisen. Aber i?ertraulich wurde verhandelt 
dmreh Personen, die gewissermaseen neutral waren: vom April ab durch Johann „den Englischen'*, 
seii der Mitte des Mai durch Heinr, Spiselagtl [!], welcher einer de^itsch-englis^en, aus Dort- 
mund stammenden Kaufmannsfamilis angMrte und daher m Gent sidi freier bewegen konnte, 
Stadtreehnumgen ron Gent, HR, 3, n, 246, 2, 1, *) Augwttimerhmder Fieter Beregriin^ 

*) D. u von 1309 Noebr. 14, Hans. U. Ä 2, n, 154, 



200 



[1359 erstes Drittel?] 



prevelege ende rrycden so zim de vorseide goede Heden van Bnieghe \Tilvaerdich 
te consenterne den rarseiden cooplieden in meerreu profiHte van den coopliedeu 
Btapel Iioudende binnen der vorseider stede de pointen ende vryeidc, die hiemaer 
bescreven staen'*, 

[L] Dats tc wetene, dat de vorseide cooplieden alle nianiere van goede, dat 
21 upbroclit zulleu liebben [t'en** rechten stapele te Brneghe iof ten Damme, van 
dat men ten Damme updoen mach ende boe dat zi binnen den lande van Viaendren 
coopen zuUen, ute den lande van Viaendren voeren ende zenden nioghen te watre*^ 
€nde te lande, warwaerd dat zi wildenj betalende baren reebten toi*. 

[2] Vord waerd dat boerloghe reyze tnsschen den keyser iof eneghen prinsche 
van den Roomschen riike ende onsen naetnerllke[nl ^ gbeminden ende gbeduchten 
here ende prinsche, onsen herc den grave van Viaendren, dat de ötede van 
BrncgbCy also varre alst haer hanegaet, de vorseide cooplieden, baer goed ende 
mcsnieden beboeden zal ende bescermen, stapel hondende binnen der vorseider 
ßtede, van scaden 40 dagben lane, ende rry te gbeveue haerlieder goed ute der 
stede te voerne bi vratre ende bl lande bute[n]^ den lande van Vlaendre[n]', daer 
zi vrillen; ende ne mochten ziit binnen den vorseiden 40 dagben niet wecb ghevoeren 
bi gbebreke van scepen iof andersiins bi redeliken belette , dat zi uoeb bebben 
anderwaerf 40 daghen ende dardewaerf* 40 dagben , alst vorseid es ^ 

[3,] Vord dat de vorseide cooplieden Stapel houdende in de vorseide stede 
van Brncghe met baren coopmenscepen , also zi na den vryeden van den stapele 
ghedaen bebben ende sculdich siin te doene, moghen varen wonen, daer zi willen, 
in een ander stede binnen den lande van Vlaendre[n] ^ 

[4.] Vord dat men negbene coopman ne zal moghen beroupen te campe binnen 
der stede van Brucgbe^. 

/S./ Vord waerd dat enich van den vorseiden cooplieden iof van baren mes- 
nieden vorwonnen ende ghebannen worden ter wct van Bruegbe van mans dood 
iof van der vast, die ne zal siin goed niet verbneren na der vryeiden van der 
stede van Bruegbe, also verre alse der stede banegaet, ende alse van desen; 
waerd dat zulc man rumde, dat men die mesdaet betreu soude met zinen goede 
naer recht ende wct van der stede ^. 

[GJ Vord dat [men]* negben seip, naer dien dat bet gheladen zal wegen, 
arresteren en zal noch den coopman deraf binnen den scependome van Brncghe, 
dat vor siin laden niet ghecalengiert en was, bet en wäre van sculden, die zi 
zelve ghemaect badden iof daer zi borghen of waren j ende waerd dat het van 
andren zaken gbelet wäre, dat zi daeraf zetten zuUen moghen sofGsante borghen 
te doene ende te vulcommene over hemlieden, dat wet inhevet®. 

/7./ Vord dat elc coopman vercoopen mach zinen wiin te tappe met alzulken 
rechte, alse de porters van Bruegbe dagheliix tappende zun '. 

[8,] Vord dat niemcnt binnen der stede van Bruegbe wiin nemen en zal noch 
Ute der cooplieden seepe halen en zal, maer dat bem elc gbepaeyt houde met 
zinen plegheleiken rechte l 

a) Hiervotk in B dar umxdtgUMgn SaH^ D«t w^ ta wotme da rofm^do coopltideD ftUo muiore nn 
go»d0, du d apbrocjit rvllea Itebben Um T«clit«n stapelo te BriKügho, dö polnte ende vrytide « di« lu«mMr 
b«90l«V«li ttMA b) deu B! c) ratrs B. ä) {uwtuodik« B. •) bttU» B. fi Vtnecidra R g) frMt B, 

') Vffl n. U2, ÄH. e&, und Art, 1 im Schlusmkkord von 1360 Juni 14, nt^tn. *) V$i. 
U, B. ß, «. 1^1 vofi 1307 , Art 4, 5, unten da» lateinische Privileff von 13C0 Jum U, 
n, 495. ■) S, 1359 Juni fi und unten n. 495, Art 4. *) Vgl Bd, ü, n. i;il, Art. 7, doch 
mü BtiithunQ Huf gan: Flandern; uniefi n. 45^, Art . 10, *) Vgl n. 452, AH, 5. «) Vgl 

Bd, Ä, n. 121, Art 13, ttuch unten n. 495, Art, 13. Vgl n, 4äQ, Art. 51, das vlamii^he 

Schhisspriml^ n, 497, Art. 20. •) Vgl «. 452, Art, 46. 



[1359 eratea DritteLl 



201 



/DJ Vord waerd dat een coopman siin goed, dat Lern gherooft wäre, iof den 
ghuenen, diet gherooft haddc, vonde binnen der stede van Brueghe ende hi goede 
informasie doen mochte, dat hem dat goed gherooft wäre, dat men daeraf berecht 
doen zai bi wetten ende vonnegge van der stede ** 

[10.] Vord waerd dat henic coopman begherende wäre lettren van beden te 
hebbene van der stede in zine redelike zakeu, dat men hem die coosentere ende 
niet hem wederzecghe *. 

[11 J Vord waerd dat de stede van Bracghe in henie^hen ghebreke wäre 
jeghen de vorseide cooplieden, dat nommer ghevallen zal, iof God wille, dat onse 
naetnerlike gheminde ende ghednebte prinsebe den eooplieden daerin bista ende 
hulpe, als hiß verzoclit wert^ 

[12J Vord dat oeghen coopmans cnape met ghenrande speile siins meesters 
goed binnen der stede van Brueghe verdobbeleu no verspeien noch met ghenrande 
mesdaet verbueren noch vervechten en mach*. 

[13,] Vord dat elc niakelare, die makelare wesen zal van der vorseider 
eooplieden goede, zinen eed doen zal neghen gheselsceip te hebbene in den goede^ 
daer hi makelare of es ^. 

[14] Vord waert dat eeneghe wine up den crane, daer men ze ute den crane 
verseejite, vielde iof bi den wintreckers iof sleiders onteghegoten iof verzumt 
worden, die scade zoude de ghnene nprechten, bi wien die wine vermindert worden®. 

[15] Vord waerd dat henic coopman scade onttinghe van den hostelier, dat 
daeraf die stede ghehouden zaJ zun toter somme van dnsentieh ponden Parisise, 
daer de stede bomchtncht af nemen zal van den hostelier ^. 

[16] Vord dat men alle grauwe lakene, die van oostwaerds c^men, vry ver- 
eopen mach, daer men wille, binnen der stede, zonder hallegbelt daeraf te betaelne^ 

[17] Vord dat zi wel moegen vercopen rucghe, zout ende hout ende leveren 
int Zwin over tsceips boert elken coopman, diet copen wille, ende maecht wecli 
voeren waer hi wille, sonder ter Sinus np te doene ^. 

[18] Vord waerd dat zake, dat de stede van Brueghe in henic van den vor- 
seiden pointen die eooplieden veronrechte', dat nommermecr ghevallen en zal, 
iof God wille, dat wille de stede beloven te beterue ten zeeghene van onsen natuer- 
liken prinsche vorseid ende van den andren twee steden, behouden altoes den 
vryeden ende den stapele van der stede van Brncghe vorseid ***. 

[19] Vord [waerd] '* dat zake, dat eneghe IngheUebe lakene toebehoerende 
zonder malengien den eooplieden van Almaengen camen int Zwin, dat de eoop- 
Heden van Almaengen die Inghelsehe lakenen, blivende binnen den corden ende 
banden, daer zi in besleghen waren, ende neghen ander goet oVfer seepen moghen 
binnen den Zwene zonder verpacken iof upslaen ende sonder te venten te stelleue 
ende voeren ute den Zwene te watre, warwaerd dat zi willen, hoe dat het gro- 
teliic gaet tieghen de draperje van der vorseider stede van Bruc-ghe*'. 

[20] Ende van allen den dachten ende ghebreken, die de eooplieden over 
ghegheven hebben*^ der stede van Bracghe iof baren porters banegaende, daeraf 



A) ▼«raeitdit«!! B. 



b) fem R 



«) Vi/l a. o, O. Art. 50, •) Vpl a, a, 0, Art, 44, «) Vffl. Bd. 2, n, 160, Ä 7$ 

oben, *) V{il n. 4^a, Art 55, auch Bd. 2, n. J54, Art. 10. *) Vyl. n. 452, Art, 4e. 

•) Vffl n. 452, Art, 52 unten, n, 497, Art. 27, ahrr auch schon du ^brdcrungm Kölns n. 410 md 
in im. 3, 9. 238, $, ») Vgl daitCffm «, 4^, Art. 53. ») A. a. 0. Art. 54. •) Vgl 

a. a. O. Art. $. !•) Vgl diuu oben Art. 11. «») Vgl. «. 452, Art. 02. »») Alk 

Klageschriften, die dsm Sommer und Herbst 135S angeh^m, simi in Lidftck gesamsncU und 
dort dam Vsrtreter tm Brügge im November überreicht worden^ 

HatntJtfhm CrJiiü4«ibQc& m. 26 



$02 ^^^^^^^ 1359 Jan. 6. 

prcsentert de stede ende es al ghereet^ waner de coopliedeii binnen der stede 
Vau Brücghe commen ziin met baren coopmeuseepen iof eoEien willen Stapel te 
Brucghe houdende, wat dat zi daeraf beteghen moghen, ende trechte van den 
ccnen ende van den andren gehoert, also verre alst der stede ende den portera 
hanegaet, zulke redene ende zulc recht to doene, dats de cooplieden na rechte, 
iof God wille, wel ghepaeyt wesen zuUen, behoudce den vry beiden van der vor- 
aeider siede. 

431. Lübeck an Rostock: erinnert an die unbefriedigende Sendung des Augustiner* 
moncJ^ Peter pn der flandnschen Angelegenheit 7 um Novbr, 1 , an das 
Schweigen der Flandrer seit jener Zeit, an den Beschluss der Städte Ham^ 
bürg, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald^ ÄnMam^ Dcmmin imd Liibeck 
auf ihrem Tage $su Rostock Decbr. 6j alle mr Deutschen Hanse gehörigen 
Städte auf Juni 24 nach Lübeck einzuberufen, um dort zu b€schlies8e7i , ob 
die Massregeln gegen Flandern verschärft werden sollen ^ oh im Bejahrngs- 
fall der Oresund su meiden und was von jeder Stadt dafür eu thun sei, wie 
viel jede Stadt zur Befriedung des Meeres durch die Seestädte beizutragen 
habe; ersucht seifte Abgeordneten mit ausreichender Vollmacht zu versehen 
und das Einladungsschreiben in seinem Driitd denjenigen Städten von der 
Mark, welche die Sache angeht, abschriftlich mitzutheilen, wie es selbst die 
Einladung an die Städte Sachsens, Westfalens, Gotlands und Kölns ^, 
PreussenSy Livl<inds^ und an die andern mitgetfmlt halK — 1^5f? (epy- 
phania Domini) Jan. 6. 

BA zu BostocJc, n. 6433; Or. m, Spuren d. atifyedrüclim S, 
Gedruckt: daram IIB* 1, n. 224; früher Urk. Gesch. d, Urspr. d. T>. Harne 2, 460 
und Lük Ü. B, 3, n. 316. Vgl oben die Bemerkung zu n, 423, 

*) In effMT BezitHuiy^g zu dieser — es üt nicht :u saf/en , ob :h den Vorbereitungen für 
diMflH Tag^ oh tu dem Kontur in DordredU — deht eine Eintragung der Stadtrechnungen vQn 
Jküsmüer su 1359: fer, sexta poat circunieis. [Jan, 4] servo portanti litteram scabinis de ha&s& 
TheutoniGonun. per scaLino» 1 fl., Van Do<irnif*ck, De Cameraara- Bt:]ceningeti van Deeenter 2^ 3, 
S* 597, *) D, h. an Kdn für dieses selbst und für die verbündeten , zugewandten Städte* 

Das Becht Bündniisse (conspirationcs, confederationes et ligas) mit andern Städten einzugefhni 
hatte K, Karl IV ». J. 1353 der Stadt gefiomtnen auf Wunsch ihres Erebischvfä; grade jetzt 
wurde dieses Verbot in dem Begister der Bachskan^lci nieder geidgif 1359 April 4, Lacomblet, 
V. B, g. GtscK d, Niederrheins 3, n, 591; vgL Mittheil a. d. Stadtarchiv von Köhif H, T, 
iS. 25 1 n. 2260. *> £^it läiät sich annehmen, dasB die Städte Liviandi, welcfien an der 

flandrischen Sache t^el gekgeti war, über sie mehrfach unter einander vcrItanäcU haben. Ohne 
dieaen Gegenstandes ausdrücklich und unmittelbar £U gedenken, treffen ihn doch mit die Posten 
im Äusgabebnch der Stadt Biga von 1348—1360, Lirländ, BitterschaflMbh ru Biga n, 3S6, 
weh:^ für 1359 nachstehende Botschaften des Baths von Biga auflvhrefi: pro eipenais domini 
JobarmiB Iloltoo vtTsus Tarbatum 2 mr. fnach Februar] ; doraino Gberardo Meyen 2 mr, de reysa 
vcrstLä Darbatum ; ad reyaain domini Gherardi Meycn et domini Mejnrid versus Woldemer 6 fer- 
tonea cum 5 oria, et ad eandem reyaam dimtdiam marcam; cuidam carsori, qui litt^ram u&am 
pQitayit de Pmcia. 1 mr. cum 4 oris; item Va ^^rt. illi, qui portaTit Httoram de Prusia; ad rey- 
aam domini JohanniB Bolten et domini Nicolai Tralowen veraus Darbatum 6 mr. By^., uno fcr- 
tooc minus; pro mm Ingena cerviBie unan» ferlonem, missa ouncüs de Woldemer. Viel weniger 
sicher i»t es, olf die wiederholten Botsdiaßeti iwischen Oanabritck tind den tSlädten Mintien, 
Milngter und Ijemgo, tcekfie die ^adtrechwtfig ron Osnabrück für 1358^9 vorführt (StA Osfm- 
brück VI, jy, 78) — eine der wenigen deutschen Stadtrechnungen diesem Zeiträume», welche sich 
erhalten habett (vgl Mrtthcü. a. d. StA von K6ln, IL 7, 8. 2) — , Unterredungen über die 
fiandriiche Sache der Städte ande%tien oder nur aUgemiine kau fmänrnnch-städli sehe VerfMtmUun^tm, 
*) Die in HB. 1, S, 150 unten an^emmmene Versammlung su Oi-eifstvuUi 1359 Mars 31 
hat, wie Kojipmann in MB. 3, Ä 24» nihst nekt^weist, erst X30Ö Muri 16 staUgefundm. 



1359 Jan. 11 - 1359 Jw». 30, 203 

43Z. Hz. AlirecM von Meklenburfff Siargard und Bestock hesiäÜgt der Stadt 
Grevt'smüMen (GrevesmohleD) mit ihren Usherigm Rechten den Genuss des 
lühisehen BecUs und die Ahgabeftfreiheit für Aus- und Einfuhr von Korn, 
Kleinmeh ((lueek) und allen andern Kaufmannswaaren. — 1359 (des fry- 
daga Da twülfteu) Jan, lt. Wismar, 

G0tiru€kt: v. KampU, Civürecht der Herzoffth. Mecklenburg 1, 2^ 137 nach einer 
f,rom Magiitrat zu Gr, mitgetheilten ArchieahAbsdinß**, tvtlche den Text offen^ 
hay modtrtUHri hat. Vgl* MtcJielaen, Oberhof zu Lübeck S, 5B, 

433, Rostock an die tnärkischen Städte Frifzwalk, Kirit^, Berlin^ und Köln 
[a. d. Spree], Havelbergt Werben, Seehausen, Stendal, Gardelegeti, Salzwedcl^ 
Perleberg: erinnert an die im vergangenen Jahre mitgetheiUe Ordonnanz der 
SeestiliUe gegen Flandern^ und ladet, in engem Anschluss an Lilbecks Zu* 
schriß [van Jan. 6], wie dieses zur Besendung der Städte-Versainmlunfj auf 
Juni 24 nach Lübeck ein. — [1359 nach Mitte Januar,] 

RA m Eostock, n. 6434; Entumrf auf Papier, 

Gedruckt: daraus HB, J, f*, 225, früher Url\ Gt»ch. 2, 462. 

434, Kaiser Karl IV h€[reit nach Berathung mit seinen Grosseti die Kauflcutc 
von Breslau von der Stapel pfUcht in Prag^ so dass sie mit ihren Waaren 
(cujußcüoqoß valoris, speciei seu condicionis extiteriDt) nach und durch Prag 
ziehen dürfen, ohne sie nieder zu legen oder auf zubinden , genau wie die 
Prager selbst^, — 1359 (14 kal Febrüarii, regn. nostr a, tredecimo, im- 
perii vero quarto) Jan, 19. Breslau, 

StA «* Breslau; Or^ m, anhang, grossem Majesiätmegel. 

Gedruckt: darautt Koni, Breslauer ü, B, 1, i». 215, fähchhch rtt Jan. 18, Böhmcr- 
Huber, Rtgesten Karh IV n 2889. 

435, Albrecht Regetü von Hennegau, Holland, Seeland, Friesland, bestätigt Janne 
den Hand, Jans Sohn, die Vogtei auf Schonen über die Kaufleute vofi Zie- 
riksee * und deren Anhang in herköm^nlicher Weise (opten lande te Sconeo 
van onser stede ende hören poortera ende comans van Zierixee ende dier 
anderen, die mit liim tot haer hebben gbeweest, in allen manieren, alse si 
plaghen te wesen onder Aerad Willem Ockensoen ende Hughen Bieters Yen- 
soen, te bedrivcn ende te be waren tot eere ende orbaer der cr»r»pliide ende 
der gboeder lüde voorscreveu^) umi befiehlt den gedachten Kauf leuten nach 
Mass des Rechts utid der bisherigen Willkür (costnme) Gehorsam gegmi den 
Vogt hei der Strafe, die in ihrer Heimath verhängt werden soll (alse sy te 
lande quamen). — 1359 (1358, dea woensdachs na 8, Pouwels dach con- 
versio) Jan, 30, DordrecM, 

') tTber die märkischen Städte, tuimentlich Hher die Entmcklung rm Berhn, vgl. Fi; Iloltse, 
Dai Berliner liandehrecht im 2S, u, 14, Jh,, Berlin 1880» besonders S, 6, S, 52 ikber die gilda 
iiAiitantra in Berlin, und: Die Berliner ifandtlibesteuerung und Handelspolitik im 13, u. 14. Jh., 
Berlin 18S1 ( Schriften d, Vereins f, d. Ge^ch, d, St. Berlin, H. IG u, 19), bemnd^rs S. 52ff. 
über das Handehi}rhi€i . Neue Ausgabe des Berliner Siadtbuchs von den städtisdien Behörden 
Berlins (durch P, naustciUJ i. J, 1S83. Der Satz das, sS, 191: Prißter nnd leigen wt^rclen 
leider aa-ldm gxidc fruDt giM den Gedanken toieder, welcher »ich durch diese ganze hafuleU- 
ge*chichUiclie Entwicklung hindurch fleht, •) 1S58 Jan. 20, oben n, 385, ■) ZoUfreiheit 

in Böhmen hatten die Breslauer i, J, 1327 geummtn, Korn a. a. 0. n. IM. *) Ein eigener 

Vogt aufScfwnen für die Kaufleute von ^sUertügenbos^ begegfiet 1362, tgl. Sassen, Inventaris 
t«« h, archief ran 's Ilertogenbosch n, 149 und Hans, ü, Ä Bd, 4 (wn Hagedorn), *) Zu 

brachten ist diese Gruppenbildung auf Schonen, 

26* 



204 1359 Febr. 3 — 1359 März 12. 

Eaehsarcfiiv im Haag, Reg. Itber l Äelbrecht, 1358—1391, cas. f! fol, 17*; auck 

Eeg. EL 4 fol 50, 
Gedruckt: fmcMässig bei v, MierU, Charterhoek 3, 78, Vgl oben n, 9$ Anm, 1 

und n. 332, 

436. Zierikgee an Damig: bittet seinen Mitbürger Jan Hondsson gegen eine un- 
gerechte Forderung ßu schätzen, — 

Am StA m Dangig, NitderJande XVIII, n. 15; Or,, Papier, m, grossem beithääigim 
9chiie8senden Siegeh Jutigham, Da eine nähere Datirung nicht lu gewinnen ist, 
80 mag da9 Schreiben im Anschhiss an die vorige Nummer hier eingereiht werden, 

Eersamen ende Avisen luden, burghemeysters, scepenen ende raet 
van Danzicke, onse lieve ende g^beminde vrienden. 
Lieve ende gbemmde vrienden. U ghelieve te weten, hoe dat voer ons 
eomen es ons portere gheheten ye Jans Hondssone ende ons ghetoent hevet, als 
dat hem een knape eyschende es 20 nobele, die gheheten es Wolmaer. Waeraf, 
gheminde vriendenj wj^ u weten lalen, dat na haer twjer eysche daerof gbewiist 
Word na den goede, dat Wolmaer acnvaerde, dat ye varscreven ten helighen hilt, 
dat hi ßculdich wäre te hebbene volle vracht, dat beliep 3 //. 5 f. gr. Waeromme 
wy u bidden, dat ghi den knape also goed bebben witt, dat bi onsen portere 
onghemoeyt late na den rechte, dat hi daer ghedaen bevet. Ende hierin will 
doen, als wy u volcomelike toeghetrouwen, God sy met n. 

Die stede van Zier[ixee]. 

437. Eduard von Geldern erklärt, nachdem ihm d4*r Kaiser gestattet einen neuen 
StramjSoU aufzurichten^, die Bürger von Nimwegen^ (Arnheim und Zutfen) 
für alle Zeit frei von diesem Zoll bei Auf- und Niederfahrt innerhalb 
Geldems*. — 1359 (op s. Blasins dach in Februario) Fehr, 3, 

StA m Nimwegen: Abschrift im Legerhoek fol. 37 \ 

Gedruckt: daraus Ilandvesten van Nijmegen S. 91, rerieichn. Nijhoff, Gedenk' 
waardighedeti mp Gtlderland 2, n, 91, Daselbst Anni, utid n* 92 die ^m^ 
fertigmigefi ßr die Städte Arnheim und Zutfen vom selben Tage und ent^echend0 
Erklärungen Eeinhards Herrn ta>» Schönforeit gegen die genannten drei Städte* 

438. K, Eduard III von England verleiht Tihnann von Köln und seinen Arheitem 
in den Gruben von Alston Moor, die er gepachtet hat, Scliutx! und Sidicrheit^. 
— 1359 Mars 12, London, Westminster. 

London, Publ Eeeord Office, Bot lit. pal, 33 Edw. III }h 1. m. 17. 
Gedruckt: daraus Bf mer, Foedera 3, 1, 422, wonach hier^ VgLobenn^ 44 Anm.l 
und unten den Nachtrag su 1344 Marx IL 

Rex Omnibus ballivLs et fidelibus suis, ad quos etc. Snpplicavit nobb TU- 
mannus de Colonia, ut, cum ipse mineras de argento, cupro et plembo in Alde- 
ston More de iiberis bominibus de Aldeston More ad finnam per aJiquod tempim 
pro quibusdam certis nobis et prefatis honunibus pro eisdem mineris reddendis 

») 1357 Febr, 13, Achefi: der Zoll wird ro»i jedem Fuder Wein mit 6 Gr, Turnosen er- 
heben, von allen andern Kaufmannswaaren nach Markzahh Nijhoff a. a. 0.2, n, 80; Zoll von 
NeU'Lobit, *) Dieselbeti Stildte stimmten wenige Tage später mit Boermond, Tiel und fZalt-J 
Bommel der VerpfU^Mlting der Zölle bei Tiel und ffeerenwaarden £u, a. et. 0. n. 93, — Befi'eiung 
Soermonds von dem Zolle bei Neu-LMt durch den Herrn von Schonforst Fd>r, 3 in den 
Pu62m^. de la soüiä4 hiit. dans k ducke de Limbourg 11, S, 425, "J Im Qegemat:! hiereu 

verfügU der König JuH 6 (die stib&ti |»roiini» ufito fe«tuin transUtionis s. Thome marürie) , dass 
alle Framosen Englaftd zu verlassen hatten ron Juli 21 ab, gedr, nach City Becords^ Beg, Q 
fi}l, 76 bei Delpit , Docuw. frang. en Angleterre 1, n, IHl. l'mnsl f. Thome wa/r in England 
Juli ?f Tffl, Glossarial [indta of festivah and datea in Munitn. Gildhallat LondonienHs 2, 2, 
S. S4S, 



1359 ÄprÜ 6 - 1359 April 13, 



205 



ceperit et qaoBdam operarios de diversis partibns condiixerit et adhoc couducere 
et eos in eisdem miDcris tarn ad proficunm nostrum quam ipsius TikaaDBi ac 
hommimi predictoriini ibidem faciendum ponere oportebit in eisdem laboraüdo, 
velimas securitati ipsius Tilmaoni et operariorum predietorum gratiose proiidere. 
lfo9, supplicatioai prediete annüentcs, suscepimos ipsum TUmanniim ac operarios 
predictos, dum in miiieris predictis sie laboraverint, in proteetionem et defensionem 
nostras speciales*. Et ideo vobis mandamus, quod ipsum Tilmannnm ac opera- 
rios predictos in dictis mineris laborantes manuteueatis , prote^atis et defendatiB, 
non inferentes eis vel, qnantum in vobis est, ab aliis inferri permittentes injuriam, 
molestiam, dampDum, impedlmenttim aliqiiod seu gravamen, et si quid eis vel 
eormn alicui torisfaetum aut injuriatum fuerit, id eis sine dilatione faeiatis emen- 
dari. In cujus etc. Teste rege, apud Westmonasterium, 12. die Mardl 

439, K. Magnus von Schweden, Nartvegen und Schoflen^ und K, Hakan von Nm- 
wegen bctirkunden ihren unter Zustimmung ihres Beichsraths mit Lübeck 
gescMosseneti StiUstand bis 1361 Juni 24 (ad duos annos a proximo feste 
nativitatis b. Johannis bapt contioue conputando«) teie 1355 Decbr, 8, oben 
n. 348, — 1359 (sabbato proximo ante dominicam passionis) April 6, Uel- 
singborg, 

StA SH Lübeck; Or. m. 2 atihang, S, 

Gedruckt: daraus Diplom, Nort/eg, 3, n. 303, im Augsttg Lab. U.B. 3, n. 321; 

WTM, Urk. Gesek, d, Umpr. d, i>. Harne 2, 423 und Bydherg, Si^erges Traktat^r 2, 

fL 340, Vgl, oben n, 403 mit Anm, 

440. K, Erich von Schweden an Rostock: beantwortet die Klage über Beraubung 
vofi Rostocker Kauflcnt^n auf Schonen^ mit der Anjseige, dass er mit seinen 
Truppen auf Schofieti eingetroffen sei und allen ank^mimendeti Kaufleuten 
daselbst seinen Schutß nachdrikkhch verliehen habe '. — 1359 April 13. Im 
Feldlager auf Schonen, ^ 

Aus RA SU Rostock; Ör,, S, abgerissen, MÜgetheüt ron Koppmonn, 

Gtdru^: ehet%daher Wachetitl Rost. NachHchten 1754, S,49; ungenau angeseigt 



»> Für du Zinnarbtii^, stanoatores , in der Grafschaft ComwaU war die non früher Zeit 
ietftehende Freiheit de tallagtis, tbeoloneo, stallttg-iis, amiliis et aliis customia quibuscanique 
schon 1345 Jan. 26 wieder emmmi worden, R^ner 3, 1, 28, ') Die Rostock Kämmerei 

rerausgahte 1358^59: 26 mr. adToc&to in Skanore, aus den KämmereirechmMgen das. mitgt- 
iheili tjo» Dr, Sass in Schwerin, Nachträglidi erfahrt mem aus denselben Red^vmngen nach 
MckUf^, Ü,B. 13, n, 7581 u, 7898 die Ausgahcposten : 1351 — 52: 1 mr. pro cathena j^reconis 
et 8 soL eidem preconi ad Skotier, 1353—54: 8 boL preconi ad Skan[ore]. In dem Rcchntmgs- 
jähre 1360^61 fmdet man dort: 15 mr. Hernianno Langhen adrocato in Scbania ex jiusu 

procousiilum , it«m Hermanno adrocato in Scania dedimufi ex jass^ proconsulum 15 mr* 

ßttod, , mitgrih. vcfti Dr. Sass, In dem Testament Joh, Zepdyns von 1359 Aug, 29, datuni et 
ftctnm Fjilflterbode , mrd die eceleaia Tent^nicornm in Faleterbode mit 2 Mark lüb, bedacht, 
diHifJeicfiefi werden die fratret predicatorea de SandiÄ Faläterbodc eiiatentes besdhenkt, die neben 
den Iratms AugnsUnensefl Schania Fatsterbode eÜBieiTiieM gmumnt sind , Or. im RA wu Stralsund, 
•) Em inluüU-ei4Jies Vorspiä su der Eroberung St^untens durch K, Waldemar im nähten 
Jahre, Ufstdie iwk&ngniimali wurde /Ör die GesUdtung der haneischen Geschidtte, Um Schonen, 
wekhes für die Kmuf^nannschaft von grösster Wichtigkeit blieb, trurcTe gekämpft gteischeti den 
$cksDediK^m Einigen Magnus und Erich, begierig geworben durch K, Waldemar. 13öS Dec 10 
war fwisdim alkn Theilen eine Vereinbarung getroffen, Rydherg, Tr oktaler 2^ ti. 338; doch 
tiatte sie keinen Bestand, In eindringlicher üntersuehur^ mitcht R^jdberg S. 258 — ^62 es wahr- 
weheintich, dass Äl Waidemar in seinem gegen Erich geridUeten Vertrag mit K. Magnm su 
Beginn 1359, wodurch unier mderm, aber nicht al9 der wichtigste Funkt, die Verlobmig 
K. Jlakmis mit Wdldemesn Tochter Margarethe herbägefdhrt wurde, besiimwie Zusicherungen 
für den BmtM von Säumen erhalten hat, so dass er in seinem Feldiug nach Schonen im Märt 



206 



1359 April 13 — 1359 April 14. 



hei (NeUeJblaät,) Verseichn. jr. Gtsch. i\ Mostock gehörigen Urkundm (Eo9t. 1760); 
verz, aiich Urk, Gesch d. Urspr. d. D. Hanse 2, 463 und Mijäbtrgf Sverges Trab' 
tai€r 3, «. 342. 

No8 Ericus Dei gracia Sueorum Gothorumqiie rex ac dominus Scaoie vos 
honorabiles viros, amieos nostros dilectos, proconsulcs, consules totanique com- 
munitatem Rozstok sineeriter in Domino salutamüs. Ad nostrain dudiim per- 
venerat noticiam , quosdam de communitate vestra , qui com mercibus suis ad Sca- 
niam pervenerunt, rebus ac bonis quo secum apportabaut spoHatos, qtiod nobia 
ex corde displicet. Ideirco Bciatis, nos hüs diebus cum ezcercitu uostro copioso 
ad Scaniam perveiiisse ac omnes mercatores cum omnibus merdbus boIs tarn in 
victualibüH quam aliis adventantea sub nostra pace et proteetiooe saseepisse spe- 
cialiter defendendos, volentes ipsos in bonis suis yendendis ac commutandis mera 
et libera perfrui übertäte. Prohibueramus insuper sub pena ammtssionis vite et 
bonorum, ne quis bona veuiencium rapere vel contra voluntatem ipsorum red- 
pere seu injurias ipsts aliquas irrogare audeat vel presumat, quam utique probibi- 
cionem obsen'abimus et servari juxta posse nostrum concedeote Domino faciemas. 
Datum Scanie iu excercitii nostro, anno Domini 1359, sabbato proximo ante 
dominicam palmarum, sub secreto nostro. 

44L Derselbe an Lübeck: ebenso in einem gleichlautenden Schreiben. — 1339 
April 13, Feldlager auf Schonen. 

StA zu Lübeck; Or, w. anhang. S, 

Gedruckt: d<traim Utk, Gesch. d. Urspr, d. D. Hanse 2, 463, Lüb. U, B, 3, n, 322, 
medei'hoU Hgdberg, Srerges TrakUäer 2, n, 341, 

442. HzB, Alltrecht [V] und Erich [II] von Sachsen [- Lauenburg] verpflichten 
sich bei dem Verkauf von Stadt und Herrschaft Mölln an Lübeck ^ welcher 
für die Zwecke der Vertheidignng des Landes und der gemeinen königlichen 
Strasse erfolgt, den dortigen Zoll^ auf keinen andern Platz zu übertragen 
und einen etwaigen Angriff auf Mölln und die getHeinc Strasse * mit ofc^^a- 
wehren. — 7359 (in feste palmaium) AprÜ 14, Lilbeck, 

Sittaimrchiv zu Hannover; Or, m. 2 S. 

SfA zu Lübeck f Fegtstratur; Vidimna von 1473 Febr, 5, 

Gedruckt: duraus Liib. Ü. B, 3, n, 323, Vgl das, n. 338, 

443. Pfidzgraf Albrecht bei Rhein ^ Hz. in Baiern ^ Begent von Hennegau ^ HoUatid, 
Seelami und Friesland ^ beurkundet in seiner Vereinbarung (eeudrachticheyt) 
mit Hz. Eduard von Geldern^ «. a., dass die beiderseitigefi Unterthane^i für 
Ters&nen und Waarcn, zu Wasser und zu Lande gleich den andei'n Kauf- 
leuten gegmh Entrichtung der gewohnten Zölle bis Sept. 17 (tot g. Lambrecbta 
daghe toe naestcomende) unter ihrem Schutz und Geleit Sicherfteit des Ver- 
kehrs geniessen soUen^ verheisst Schädigungen der Oeldrer in Holland, See- 



^mM nur für Magnu«, me tin Bericht sagt, aondem schoft für die eigenen HerrsehafUplät^ 
eingetrdeti ist. E9 folgen der Abbruch des tc€tldemarischeti Zuges, das Anrücken Erichs im 
April, welches durch obiges Schreib<m bezeugt unrd^ der V0rgleich ztciscken Magnus und Briehf 
der Tod des letzteren im Juni (Rgdberg S, 264). ^ Hier reiht sich die fram^sisch' englisch^ 
dänische Kombination att, tPclcJu; zuletzt Schäfer, Die Hansestädte und K Waldewar S, 154 ff, 
mnd Beiithardt, Vatdtmar Atterdag 8, 356 besprocfien haben, ohne ihre wirkliche Bedeuhmg 
IM erkmnm. An anderm Orte komme ich auf sie mtrück. ») Jeder wm beiden Tkeihn 

9eizt dorthin seinen Zöllner und hat seinen Schlüssel m^ Zollkiste, Jjüh, U. B, 3, n, 325, 
<) Zur Beschirmung des gemeinen Friedens uful der königlichen Strasse une für ihre eigenen 
Bedürfnisse fvoüen die Lilbecker wm den Eink-ünften aus Mölln jährlich nur 940 Mark ver- 
wenden, a, a. O. n. 324, ■) Bruder und Widersacher des regierenden Ä. Bainald UI. 



1359 Aprü 20 — 1359 Mai 8. 207 

land oder FricsJand mit seinen Städten Dordrecht, Haarleniy Delft, Leiden, 
Amsterdam, Middelhurg und Zierikzee binnen sechs Wochen zu bessern und 
Störung des Handelsverkehrs durch seine Unterthanen^ gemeinsam mit Hb. 
Eduard zu ahnden, und schliesst diejenige von den genannten Städten^ welche 
den Handelsschutz durch Mithesiegdung nicht zusichern will, von der Ver- 
einbarung aus. — 1359 (opte paischeavont) April 20. 

StA zu Leiden, Ahscjirift im Privilegs -Boek Ä fol. 29. Am ScMuss: soe hebben 

wi ende onse steden voirs. desen brief besegbelt mit onsen segghelen. Mitgetheüt 

von Hn. Archivar Jhr. Bammelman Elsevier in Leiden. 
Gedruckt: nach einer schlechteren Abschrift v. Mieris, Cliarterboek 3, 86, S. unteihi, 

n. 458. 

4M. UtrecM an Lübeck: bezeugt, dass die von fünf genannten Bürgern von Utrecht 
jüngst nach Lübeck und Hamburg geführten Waareti (panni Valentmenses*, 
cyrotece, aniygdali, ris, oleum, sncara, piper, cutes et alia bona) ihr cUlei- 
niges Eigenthum sind, dass sie weder in Flandern noch in Mechdn oder 
Antwerpen ertoorben und die Tuche nicht in Flandern gefertigt sindy dass 
auch kein Vlaming an den Waaren Iheü hat, weshalb sie unbeschwert blei- 
ben sollen. — 1S69 (in oetava pasce) April 28. 
StA zu Lübeck; Or. m. anhang. S. 
Gedrtickt: daraus Lüb. ü. B. 3, n. 329, Betrifft den Beschluss von 1358 Jan. 20. 

445. Matthäus Murer , Bürger zu Malmö (Mellenboghe) an Lübeck: berichtet 
über den Verlust seiner Güter, welche er Hannes Berchof^ in Lübeck aus 
Furcht vor den Feinden zur Verwahrung übergeben hatte, als K. Waldemar 
von Dänemark seinen Angriff auf Schonen unternahm (cum magna tarba 
populorum ad terram Scanie veniebat); giebt Betrag und Preis der GiUer 
an. — [13 59] (die apostolorum Philippi et Jacobi) Mai 1. 

StA zu Lübeck; Or. m. anhang. S. 

Gedruckt: daraus ürk. Gesell, d. Urspr. d. D. Hanite 2, 464, Lüb. U. B. 3, n. 330. 

Die Datirufig toird durch den Feldzug K. Waidemars, 1359 März, tgl. oben 

n. 440 Anm. 3, bestimmt. 

446. K. Eduard [III] von England erneuert seinen Freibrief für die KauflexUe 
von Dinant^ in Deutschland^. — 1359 Mai 8. London, Westminster. 

London, Pübl Becord Office, Bot. lit. pat. 33 Edw. III 1. 10. V^l. oben Bd. 2, 
n. 482, auch n. 637. 

*) Gemeint sind seine adeligen Gegner, die Arkels u. s. f., und hier wie am Schluss die 
Stadt Delft, die er eben, April 23, zu belagern begann. Die Lage der Dinge beschreibt Blök 
in Fruin, Bijdr. voor de raderl. Geschiedenis III, 2, 3 (1883) S. 259. In obigen Zusiche^ 
rungen rechnete Albrecht auf die Bewältigung Delfts, welche einen Monat später erfolgte. 
«) Der eigene Handel von Valenciefines lag grade eben danieder; ein Bückgang war seit 20 Jahren 
zu bemerken. Um der Stadt aufzuhelfen, verlieh Gräfin Mathilde den herrschaftlichen Antheü 
am Zoll der Stadt, 1358 Juni 14. Vgl. DeviUers, Cartulaire des comtes de Hainaut 1, n. 419; 
n. 19, 347, 388, 395, 396, und Cellier in den Memoires histor. de Valenciennes 3 (1873), 330. 
Dennoch unterhalt man die Beziehungen zum Osten : für die Glocke im Beifried kauft der Stadt" 
rath Ende 1358 grosse Massen keu\Te de Gosselaire an, Mhnoires 3, 7 nach den Stadtrech^ 
nungen f Mittheilung von Caffiaux); Bheinwein wird aus Deutschland zugeführt, Memoires 3, 77, 
•) Doch wohl derselbe, welcher sonst als liathmann und Bürgermeister in Stockholm begegnet, 
oben n. 55 Anm. 1 u. n. 237 Anm. 1. *) Noch um diese Zeit wird die Stadt, ehedem ein 

bedeutender Mittelpunkt des Handels, von der Chron. de Berne villa magna valde genannt, vgl. 
Oeuvres de Froissart, ed, Kervyn de Lettenhove, 3, 513. *) Erwähnung verdient, dass der 

König eitiem Cosmas Spyser, der ihm Pferde verkauft hatte, bei der Ausfuhr seiner Waaren die 
Vorrechte der Hansen zu geniessen gestattet, 1359 Okt. 23, Sandwich, Bot. lU. daus. 33 
Edw. III. 11. Die Herkunft Spyaers ist mir uribekannt.^ 



209 



1359 Mai 15. 



447. Ahrechnuftg vor Gr. Ludwig III von Flandern über die geleisteten Beiträge 
gur Deckung der Auslagen der Stadt GetU für die Gesandtsckafien «acÄ 
Lübeck — 1359 Mai 15. Schloss Male bei Brügge, 

Aus DtpartementularMv su Lüle, Chamhre des camptes, Beg. d, chartes 1 foL 13\ 
n. 8033; gleichzeitige Eintragung in dem gräflichen Begigter, Vgl unten n. 452, 

Vorbetnerkung , oben n. 416. 

Consent ghedaen der stede van Gbent in hulpen van den (tosten 
van Labeke ende van der inquesten. 

Wii Lodewiic etc, doen te wetene allen lieden, dat wii ter supplieaeien van 
onser stede van Ghent hebben gheconsentert dese waerf onser vorseider stede, 
dat zii hulpe ende soncours hebben zuüen van hären ommesaten in die eoste, 
die hare boden daden in de vaert van Lubeke, die liepen tote 80 Ib» gr., ende 
in de eoste vao baren lieden , die gheseten hebben ter inquesten, gberekent de 
vorseide coste van den begbinne van der inqneöten tote middevvinterdaghe *, die 
liepen 47 Ib, 16 s. gn; dewelkc twee sonime vorseid dragheu 127 Ib. 16 s. gr., 
ende hebben de vorseide somme ghetiixert ende gbedeelt up onse vorseide stede 
van Gbent ende lap de ommesaten, nuts dat de zaken den ghemeeuen toucberren. 
Dewelke derof draghen ende gbelden znlleu in der manieren biernaer volghende. 
Dats te wefcene Ghent 46 Ib. 18 s. 1 d, gr., Vierambochte 10 Ib. 7 s. 7 d, gr. 1 
Ingb[el8cben], Wacs ende datter toebehoort 13 Ib. 10 s. 1 d, gr., dOudeborch 
8 Ik 18 8, 7 d. gr. 9 Par[isiöe], BiervUet 26 Ib. 3 s, gr., Curtrike ende Curtrike- 
ambocbt 17 Ib. 11 s. 4 d- gr. 4 Par[i8i8e], Aelst, Ghcroudsbergbe ende hare 
eastelrie 23 Ib. 9 s. ^/^ gr^ Oudenarde de poort 46 s. 6 d. gr. 10 Parpsise] ende 
de eastelrie van Oudenarde 3 Ib. 8 s. 7 d. gr. Ende vcrsouken met groter ne- 
renste bi desen Icttren an borgbnieesters, scepenen, ghezworue, raet, hoofpointers 
ende onseu goeden lieden ghemeenltke van onsen steden, poorten ende eastelrien 
boven ghenomt, dat zii ende elc van hem zonderlingbe gheldeu ende betalen wille 
dese waeH' de vorseide somme van gbelde» gbeliie wii die gbedeelt ende ghetaxert 
hebben, mids dat den ghemeenen anghaet, alsoos vorseid es. Ghegheven etc.** 

Min here hadde ghegheven voor dese lettreu, in dewelke hi consenterde der 
stede van Ghent de vorseide somme te zcttene ende te pointene redenlike up 
hemleiden naer de poorteren, die zii bevryen, ende up bare eastelrie ende de 
ghone^ die raet hemleiden sciildech siin ende ghecostnmert hebben van onden 
tiden cost ende last te dragbeue, ende omboot den steden ende eastelrien van 
den Gbeiiiacen, dat elc betalen soude als vele, als zii bi dien van Ghent ghe- 
point souden wescn*. Mids denwelken lettren die van Ghent zetten de vorseide 
somme up hem ende hare appeudaucen. Maer negheen van den poorten noch van 
den eastelrien, die zii aldus ghezet badden, ne wilden niet derof betiilen ende 
quamen hem derof doleren te hove ende zeiden, dat zii neit gheploghen badden 
ghelike eosten te betaeine. So om hemleiden te verwaenie ende dat die van 
Gbent up hemleiden dermede ghene saisine van den zaken ende gheliken aeqai- 
reren zouden, waren zii bi minen here ghetaxert, alset de lettren boven ver- 
elaren ; ende ooc zo zende min here an elke poort ende eastelrie eenen belokenen 
brief ende versochte hem, dat ziit betalen zouden^ want zii wel verwaert waren 
mide den lettren vorseid. 



») 1358 Decbf. 24, ») Vüfaus geht im Register eine Mnintgtm^ OOH 135^ (1358) Man X 
Ditser erste Tfteil ikti Aktenittuekn fimt aho in ä$e Zeit vm Man 2 big Mai 14, ■) üf* 

hmd€ ron XBSa Okt, IB, oben n, 418. 



1359 Mai 29. 209 

De stede van Ghent ghaf daernaer over de poorten ende ca«telrien hernaer 
Yolghende ende begherden an minen here, dat hi hem derof inninghe soude 
doen doen^ 

Vierambochte 10 Ib. 7 s. 7 d. gr. 1 Ingh[elsebenJ; derof betaelt bi der poort 
van Axele 6 s. gr. Faut 10 Ib. 19 d. gr. 1 Ingh[el8chen]. 

Waes ende dat daertoe behoort 13 Ib. 10 s. 1 d, gr. 

Curtrike ende hare castelrie 17 Ib. 11 s. 4 d. gr.; betaelt bi der poort van 
Curtrike 39 s. gr. Faut 15. Ib. 12 s. 4 d. gr. 

Aelst ende hair castelrie met Gheroudsberghe 23 Ib. 9 s. ^|, gr.; betaelt bi 
der poort van Gheroudsberghe over haer derdendeel 7 Ib. 16 s. 4 d. gr. Faut 
over de poort van Aelst ende die hem toebehoren 15 Ib. 12 s. 8 d. gr. V«- 

Min here ghaf lettren an de baillius, dat zii hierof inninghe doen. Dit was 
ghedaen te Male, den 15. dach van Meije, int jaer [13]59, ter supplicacien van 
dien van Ghent. 

Bi min here in sinen raed 
ter relacien van u. 

Lamb[in]. 

448, Johann Herr von Arkel bezeugt in seiner Sühne mit Hz. Albrechi voti Baiern, 
Regent von Hennegau und Holland, dass er Dordrecht den Stapel für Salz 
und Wein laut den alten Privilegien zugestanden^, — 1369 Mai 29, Gouda. 

StA zu Bordrecht, R n. 17; unheglauhigte Anfertigung f Abschrift?) auf Per- 
gament, 

') Huyttens, Becherches mr les corporatiotis Gantoises S. 61 Anm. 1 theilt aus den Stadt- 
rechnungen von Gent 1358 [Aug, 15] bis 1359 [Aug, 15] nachfolgende Eintragiing mit, die 
hierher geJwrt: Dit es dat ontfaen es binnen desen jare van den goeden lieden van der castel- 
rien thalpen den costen, die de stede uteleide van [den] ghenen, die ghesent waren in den 
ghemene orbore van den lande to Lubeke ende in de vaerden, dat men voer westward sittcn 
over dinqueste [Herbst 1358, vgl. HR. 3, n. 241 , 2, 3], elken tsine ghetaxert bi minen beere 
van Viaendren naer transeport. Teersten van den goeden lieden van der poort van Carterike 
ende den goeden lieden van bare castelrien 16 [!] Ib. 11 s. 4 d. gr., maken 700 Ib. 53 s. 4 d. 
payenifents]. Item van den goeden lieden van der poort van Audenarde van den selven 46 s. 

6 d. gr. , maken 93 Ib. payem. Item van den goeden lieden van der castelrien van Audenardo 
van den selven 3 Ib. 8 s. 7 d. gr., maken 137 Ib. 3 s. 4 d. payem. Item van den goeden lieden 
van der poort van Haelst 7 Ib. IG s. 4 d. gr. ; item van den goeden lieden van hare castelrien 

7 Ib. 16 8. 4 d. gr. : item van den goeden lieden van der poort van Gheraudsberghe 7 Ib. 16 s. l^J- 
7 [!] d. gr.; dat comt al tiant van Aelst met Gerandsberghe 23 Ib. 9 s. [Vs] gr., maken in 
payemente 938 Ib. Item van den castelrien van der Auderborgh van den selven 8 Ib. 5 s. 

[!] gr. , maken in payemente 330 Ib. Item van den goeden lieden van den lande van Waes 
ende die hem toebehooren van den selven 13 Ib. 10 s. 1 d. gr., maken 540 Ib. 3 s. 4 d. Item 
van den goeden lieden van Vierambachten van den selven 10 Ib. 7 s. 7 d. gr. enen Ingelscen, 
maken in payemente 415 Ib. 4 s. 5 d. Item van den goeden lieden van der poort van Biervliet 
26 Ib. 3 8. gr., maken in payemente 52 Ib. 10 s. *) April 27 (satersdaechs na paesdach), 

Jjtlft, hatte Albrecht gelobt ohne Dordrecht, welches ihm Hilfe geleistet, nicht Frieden zu 
scJtliessen mit dem Herrn von Arkel und alles aufzubieteti, dass nicht zu Gorindiem ein Stapel 
eingerichtet verde, welcher für Dordrecht von irgend einem Nachtheil sein könnte, r. Mieris 3, 
87, r. d. Wall 1, 269. Die für die Geschichte und das Recht des Handels ausserordentlich 
ergiebige Veröffentlichung von J, A, Fruin : De oudste rechten der stad Dordrecht (Oude vader» 
landsche Rechtsbronnen) bringt in Bd, 1 fsGrarenhage 1882) 8. 206 eine städtische Verordnung, 
welche hierher gehört, ohne Datum ^ sicher aber aus der ersteti Hälfte des 14, J?is.: Der knapeu 
recht, die met wiin neder comen. Item so is overdraghen bi den schepenen ende raetsmannen 
der stede van Dordrecht als van den cooplnden, die van Colen met wiin neder comen, an die 
een zyde ende van hären ghehnerden knapen an die ander zyde ende dat in alsnlker maten ende 
manieren, als hiema volghende bescreven staet. Te weten, dattie ghehnerde knapen hebben 
zullen, dat men hem belooft hoeft; mer waert dat si niet en voeren vier milen des daghcs 
Haniischot ürkoDdenVach DL 27 



210 1359 Jani 3 — 1350 Juni 4 

Gednuikt: ran Mieris, Charterhoek 3, 94 , im Auszug i\ d. Wallf Handresten van 
Dordrecht J, 270; veneichn, V(tnden> BranddcTj Invent, van het archief va» 
D. 1, 35, n. 99, 
Aas dem Uevisahm Wesel, icelches gans utfUer dem Einfluss der geldrischei^ 
Städte war, koinrnt ein Zeugnisse rm\ der Berühnmg der Arkehchen Fehde mit * 
dew dcntscfiefi Handel; die Stadtrechnungen rem Wesel (Staatsarchiv Düsseld^trß 
notiren ru 1359 ohne näheres Daium: nuncio misso Culenborgh ad preiuuuiendum 
üpidanoö nostros de ioimioicia domini de Erkele 5 s, 8 d. ; item nutido misso Dor- 
dracum de siniili ^/, Dtr. 8 d.; item mincio tnisso ad dominum de Erkele qucrendo 
eatisani dediiionjs [!] 5 s. 10 d. Item nuncio domini de Culenborgh nunciaDti, <jttod 
cipidani uostri essent ßeciari pro eo et suis complicibus, 10*/a d, 

449. Gr. Ludwig [III von Male] von Flandern, Ih, von Brahant, gestattet 
Jan Cöchaerd vmi Mcchcln *, welcher in Geldern geschädigt worden ist, incA 
an dortigen Bürgern schadlos jm halten, nachdem Eduard von Geldern und 
die Stiidte Gelderns ohne Erfolg wegen jener GewaUthat besatidt worden sind^ 
— 1359 Juni S, Brilgge. 

Departementalarcliiv ^u Lille, Chatnbre des comptes^ Reg. d. chartes 1 foL 25 
fi. 8031. 

450. Derselbe erlänst eine Verordnung gegen die Seeräuber su Gunsten der frem- 
den Kaufleute, welche sein Land besuchen^, — 1359 Juni 4. Brügge, 

Aus Departementnlarchiv jm Lille, Ckap^h*€ des comptesj Meg. d, chartes 1 fol^ 
95\ n, 7992, gleichseitige Abschrift, ^herachridien : Comniissie om te vane ende 
te ghecrighene de rovers ter zee, 

Lodevviic etc. allen onsen baillius, onderbaillias, rewarden, scepenen, wethou- 
ders ende andren onaen ondersaten, edclen, onedelen^ meesters van ecepen, scip- 
liedeu ende anderen, wien dese lettren toecommen zullcn, Bahuit Ute dien dat 
wii bebben verstaen, dat ten tiden van nu van diversen landen commen bin onsen 
Strome ende dervoren in de zee vele roverg met Bcepen, meer dan biervoreii 
gbedaen bebben, dagbelix grote rove ende moordaden doende van vele goeden 
cooplieden, die tonsen lande waert commen ende derbutcn varen, ende ooe van 
ons seife lieden, visscbers ende andre, grote menichte gherooft ende ghenioort 
hebbcn: so eist dat wii bi ghenieenen overeendragbene van ousen steden ende 
lande bebben gheordenert ende u allen ende elken zonderUngbe, specialeke die* 
gbeseten ziit ap de bavenen van der zee, ombieden ende Bcerpelike bevelen, ap 
al dat ghi bout van ons, dat ghi tallen tiden, dat enighe rovers, van wat lande 



tusacben Kolen ende Bordrecbt, sa aal elc knaep bebben ©eneii bmspenninck de« daechs; mer 
ali si te Dordrecht comen ende acbte dagheu daer leggeu, also dattie vaert verleuget, so zollen 
si bebben eenen braspenninck dea daecha, als &i niet eu varen tuöschen Dordrecht, Aot^erptoi 
ende den Zwene. ^) Wilhelm Cohber von Mechehi mrd 2363 Bürger in Ki^n, StA Köln, 

r^tirgerl^ten von 2356 /f. «) Man beadite neben diesem Stücle die hangutädHächem Be- 

>ihlfUse i'OH 1358 Jan* 20f ohenn, 365. Bei den Unrtihcn, die in Geiü. Brügge, Damme u, #. ta. 
t» dtes^r Zdt amg^ochen nnä fmd mm Grafen durch Bannung zaMreicfur Städter geahndet 
werden, aumeist 1359 Juni, wird ÖM, € i*. a, in Gent Joos de temmerman ofte utor Metr- 
stratcn auf 50 Jahre ausgewiesen, weil er den Fremdling Konrad von ReteU Nachts überfaUm 
und icifur Weine beraubt hat, Lüle^ im Belbeti Regi»terhand foL 2L\ •) Der Gegenstand 
hängt mit den Verhandlungeti iihcr den Stapel der Deutschen in Brügge eng ttWimmen, Juli 11 
(Ileumonat) , Tpern, befiehtt der Graf teiiMn Beamtem xu Kieuport, Ostemle, Bergues, Dun^ 
hrke uml Grevelingen gegen die 3£i8f(hemdhtngen einzuschreiten, tceklten dir Kauflt%de, beson- 
derM die Knglän*ier, woriiher «i> geklagt haben , an der Ktatte au»gettetrt sind , Lille, Clmfnbrt 
des €(nnpte9, Heg. d. chartes 2 fol. 19, n. 60S5; auch erwtihnt vofi Gachard im Rapport mtr le* 
arc^iffs da Lille (1841) 8, 217, Der gleiche Befehl an die Beamten m Fume^, Berguet utid 
Bourbourg, «) Man ergüme hier im SisKne: gbil 



[Vor 1359 Jtmi 5-] 



211 



dat Eli riin, conimeD voor onsen stroom iof ilerbinnen, andere liede jaghende iof 
up hem mesdoende iof lidende, die ghii waent zekere dat rovers siin, hemleidea 
vulght, die vaet ende ghecriieht, tone waert bringhende in verzekertbeden, Ende 
eist dat ii dinct, dat xii te staerc giin, dat gbi u derjeghen versterct, eo ghi 
tueest moeghty ende hemleiden van allen ziden bestriit ende valght^ eist uitliden* 
oostwaert iof anders, van voren ende van bachten, in alle havenen liede ende 
hnlpe dertoe otnbiedende, so dat gbi baers macbtieh euimer ziit Ende eist so 
dat enighe coste derup ghevalleo diet doende, die eoste, hoe groot sii siin, willen 
wii dat ghi voren neinit van al der vorseider rovers goede; ende wat datter ghe- 
breiet tuwen waerseggbenc , dat zullen wii u tallen tiden doen hebben* up onse 
gfaemeene land Uten overeendraghene vorseid in goeder trauten. De vorseide 
dinghen te doene ende al datter toc sal behorcn te doene tallen tiden, gbeven 
wii u ende elkeu van u macbt ende aactoriteit, ombieden ende bevelen elkea 
van n allen up liif ende up goed, dat ghi elc andren tallen tiden, dats te doene 
eal mUf ghebtilpeeh ende ghenadeeh ziit met erachten ende niet machte, so dat 
in de vorseide zake remedie gheschie. Ende wat dat ghi ende elc van u derin 
doen zult, dat draghen wii al uu an ons ende beloven n ute te dragbene jeghen 
elken. Ombieden ooe ende bevelen onsen baillius van Brugghe ende allen onsen 
anderen officijers ende wetbouders^ dies versocht zullen ziin, dat zii onse presente 
ordenance uteroupen ende doen ronpeu tallen steden ende alsmenicb waerf> als 
noot sal siin, ende die houden ende doen houden ende u allen ende elken bi hem 
dertoe dwingben ende constregnieren in allen manieren, dat zii best moghen, 
up dats noot es, ende zekere[n]' de ghone, die in fauten derof zullen ziin, wii 
sullent metgaders onsen steden ende lande vorseid nemen an haer liif ende 
goet zonder verdrach. Gegheven te Brugghe, den 4, dach van wedemaent, int 
jaer [13]59. 

45t Entwurf m dem Freihnef der Stadt Brügge von 1359 Juni 5 für die Kauf'^ 
leute des römhchen Beichs, — [Vor 13. VJ Juni 5.J 

Aus B StA Sit Bnifftfe, n, '^22; Anfsdchnung a> Ptjm.^ am Anfang mehrfach wm- 
geändert. In Art, 40 betfnnn ein andrer Kopist zu mhreiben, der mit Art. 66 
seine Arbeit beetidetef worauf dann der ernte wieder eintrat. 
Vcrzeichmi: darau» GiUiodts-van Screrenf Inventaire des archives de Bruces J, 
«. 32:1, irrthiimlich tu 1807 ^qv.^ Decbr. 

Wii bourghmeesters, scepenen, rade ende alle de gbenieentucht van der stede 
van Brncghe [u, s. lo, genuu trie die im nächstfolgenden Dokument enthaltene Ur- 
kunde mit drei Abwcicfmngen , welche daselbst jeum Text angemerkt sind,] 

[1=1 dasdbstj 

f2j Item dat zii binnen der vorseider stede van Bruoghe nioghen vercopen, 
copen ende coopmanscepe drlven deen metten andern ende jeghen allerande per- 
Bone in allen der maniere van eopeoe ende van vercopene, weder dat het zii van 
gbelde Iof van munten iof van zo wat ander coopnianscepen , alsoe zii liaerlieder 
profiit zien zullen ende hemlieden orboriic zal dünken, hutegbesteken wisse! van 
gbelde ende alle vorworden van woukere ; ende die coopraanscepen ende al goed, 
hoeghcdaen dat het zii, vry utevoeren ende zenden raoghcn te watre ende te lande, 
waerwaert ejide zo welken tiden dat zii willen, zon<ler bclet iof wedersecgbeu 



•) Ausfahrtn, ») Man wird sich hieran nicht stosstn, vni dtr Andrücl: zuhi^sig ißt; 

naher läge es tu tncurten: liefl^en» crh^en. 

27* 



3iä 



[Tor 1359 Juni 5.] 



Tan ons iof van den onsen, allen fraudeu ende malicien hutegbesloten , gheldende 
ende betalcnde harcu ghccostumeirden ende gheuseirden toi' K 

ßj Item dat men gheene nleuwe tolne noch Statute van oostumen up de 
voraeide eoopliede noch np haerlieder goed uiaken cn zal^ het en wäre bi haer- 
lieder wUle ende consent*. 

[4 bis 9 wie im nächsten Dokument n. 452, Art 7 bis 12 J 

[10 ide das, 13 ^ erster Saht dann:] Item waert dat eenich van den vor- 
seiden cooplieden iof van Iiaren meisnieden gheealengiert wäre van live iof van 
lede ende bi vonnessen van wetten ghecorrigiert, dat goed van den ghecorrigierden 
niet en zal siin verbuert, al no zom^, het en wäre dat de costume van der stede. 
daer de mesdaet ghevallen wäre , anders ghemeenlike houdende wäre ; ende waert 
dat de mesdoerre rurade, zo zal ßiin goed beleedt siin na wetten ende costumen 
van den lande *. Item dat men de zaken van den voraeiden cooplieden henden 
zal binnen derden daghe iof ten utersten binnen 8 dagheu, liet en wäre dat »ce- 
penen orcondden bi hären eede, dat ziit binnen den vorseiden termine niet ter- 
mineren en mochten; ende danne zal raent termineren, zo men ummermeer eer&t 
mach ^ Item waert dat de coopman den dach van sinen ghcdinghc iof hare cnapcn 
niet verbeiden en mochte, dat siin borghe iof ander vor hem verand worden mach *^. 

[11 wie in n. 452, Art. 14 J 

[13 ^ie das. 15, Anfang; nach ghevallen wäre: iof van andren zaken, daer 
men se omme houden zoude moghen na den costume van den laude ^; Schluss tele 
das. Art. 16 J 

[13, 14" wie das. 17, 18 J 

[15 bis 47 wie das, 19 bis 51, mit allen Ertveifertmgen gegen ü.B, 2, n. 154 J 

[48 J Item dat zu van vnllewine'* useren ende hebben zuUen al tselve, dat 
de porters van der stede hebben ende useren^. 



Kl In tkm Artikel ist so lange uml^rgfittrtcfi^n , bia tr die /kümv ^ oM tow ÄfUM» mm n, 453 
trhaiien hol. h) Q^^iry^hni Uf¥i in dd Fasmng tsm n, 452, Art, 15 gtbrmiili. o) .ERfT WOT anßng* 

tith fUr .Satx etnifMthalltt, rfcr jf/^itor in Art 2 miUrgthratM wurds ynd u^ 4ak %, 4$S, Äft. 2 dm Seh^i 
büäeU. d) So, nickt nmse vino, ist awh in IfR, 8, S. 238, 5 fm täsm, 

') Aus r, B, 2, n, 121, 2; fis^f. das tateiniache Privileg von 13ß0 Juni 14, unttn n. 495, 
Art J», >) Ebendaher Art. 3; vgl, 3, n. 495, AH. 3, dagegen 5, w. 452, Art. 3. ») So 

riet wie aom, eine$, cifudne». *) Vgl, zu diesem Salze die dräte Kenre von Brügge von 
1304, Art, 1, C<^utum€^ de la rille de Brugeti 1, 240 ff, in Itecneil des anciennes coiäumes, de 
la Belgique, ^) Dan entspricht in der zweiten Kcure von Brügge von 1281, a, a. 0, S, iiiS, 
Art 23: Iof vxemt coopiuan iof ander vrcint man coeint daglieu vor den rechtre iof vor sc«- 
I»enen, iof die goene, da<?r hie of claghcndo es te jegheoworde, ßcepene sullen hem recht doen 
hebben bin den derden dagbe, ende es hie niet te jeghenworde, bin den 8 daghen, in dien dat 
hcni die partien niet beorderen cortehike ten langhesteo termine; ende est niet ghetenniln]ert 
bin der ternüne, die grave salt doen termineren bi den gocnen, die hie sal setton in bino st»^de 
dat te doene, und in der dritten Eeure ton 1304 Nov, 4 Art, 54 (0): Es dat salce dat enicb 
coepman iof rremdo man coomt voor scepenen, omme berecbt te sine van yemene, daer hie ovct 
clagbet, eoBt dat die ghoene voor oghen %i iof ne 81, dat menne bereebten sal bin den darden 
daghe iof ten utersten bin den acht daghen na der wet ende der costume van der poort. Ende 
es to verstanc, dnt &o wat manne, die coopt zonder voorwoordc vau borchtochten te daghe, hie 
es ghehoudcn van dien gcnld voetstaena te betaeine, a, a, O, S, 311, Vgl. dazu die ertfte 
Keure von e, 1190, Art, 19, a. a. 0. S, 192: Si incrcator «ive aliiig homo crtranotis ante sca- 
binoi* jtistittae causa vcnerit, si illi, de quibn» con^ueritur » preAcntes &int vcl invcniri posilnt 
infra tertium diem vcl siiltem infra octavum, pleuariam ei scabini jöstitiani faciant juxta legem 
castri, und duM Privileg für die Deutschen IK B. 1, n. 421, 8. 138 unten. Dieselbe Bestim- 
mung in der Keure von yjvern^wwd in etnetn Erlass des Or, Thomas von Flandern an Damme 
von 123S hä WarnUnig, Fliindr. Staats^ u, Bechügesch, 2, Urkk\ n, IOC. <) Der ganze 

Art, 10 wie ü, B, 2, n, 12h Art 10, imo Jwni 14, Art, 11; dagegen vgl 3, n. 452^ Art. 13, 
sweiie Hälfte, ») Vgl, n. 4^2, Art 52, Anfang. 



[Vor 1359 JüDi 5,] 



313 



[4fi.] Item dat elc vremde coopman bi siins selves ghesinde zine wine aflatea 
ende zine wiinvate weder inlaten mach, ende waert dat een vadwiins, tfierendeel 
iof min iof meer, utelake, dat de coopHede hierin hebben al tselre, dal de por- 
ters van der ßtede usereude büo^ 

[50 me das, 52, Schluss,] 

[5t hh 59 wie das, 53 bis 61 J 

[60 wie das. 66 J 

[61 tcie das, 63 J 

[62 wie das. 64 J 

[63 J Item dat tallen tiden, als de vorseide coopmanne iof bare enapen 
commen siin bat Zwin ende goed bringhen iof faemlieden ute andren lande eoin- 
mende es iof achter ghesendt wordt, dwelke zii in dland van Maundren niet 
peneghen en willen, dat zii dat goed verseepen mogben int Zwm iof np den 
zelven bodem weder voeren iof zenden, daer zi zullen willen, eist bi watere eist 
bi laude, zonder wederzeeghen, versouc ende verclaersinghe deraf doende bi 
baerre tnrnwe vor de wet van Bruegbe, betalende baren rechten toi, zonder yet 
anders deraf te gbevene, 

[64 me das. 65 mit swei Äbweidiuyiffm , tcelche sum Text angetnerkt sindj 

[65 wie das* 6J 

[66 me das. 62 J 

Ende* alle de vorseide vriheden ende Privilegien consenteren wii ende ottroi- 
jeren ende gbeven den vorseiden coopmannen ende baren cnapen Stapel houdende 
binnen der vorseider stede van Bruegbe, also vorseid es; ende beloven se wel 
ghetrouwelike te houdene ende te vuleommene, also verre alst der vorseider stede 
van Brurghe aneghaet, sonder fraude ende sonder malengien, Ende waert dat 
de vorseide stede in ghebreke wäre van te hondenc ende te vulcommene den vor- 
seiden coopmannen iof baren cnapen de vorseide privUegen ende elc poiut bi heni, 
zo beloven wii in de name van der vorseider stede dat ghebrec te beteme ende 
te videommene den vorseiden coopmannen ende baren cnapen tallen tiden, data 
te doene mach wesen iof dats de coopliede iof bare cnapen versoiikende waren, 
ten secgbene ende ter ordinanche van onsen naturliken gheminden ende gbeduehten 
here ende prinche ende siin anderen tween steden van süien lande van Vlaen- 
dren, Gbend ende Ypre *. Ende waert dat de stede van Bruegbe vorseit tvor- 
aeide ghebrec niet en beterde iof beteren en wilde, dat nummer ghevallen ea 
zal, oft God wille, ten secghene ende ter ordinancheu van onsen vorseiden here 
ende prinche ende sinen vorseiden 2 steden, zo souden die vorseide coopliede 
ende bare cnapen met haerlieder coopmanscepen vry mogben trecken ende rumea 
nter stede van Bruegbe sonder wedersecghen van der stede ende varen met 
hären coopmanscepen binnen den lande van Viaendren, in zo wat steden, porteu 
iof bftvenen, dat zii souden willen ^ nu ter tiit onsen vorseiden here ende prinche 
iftonder middel toebehorende \ ende daer bare coopmanscepen driven ende antieren 
bi Wille ende consente van onsen vorseiden prinche, hebbendc ende userende 
AcalcQ ende gbewiehte, also hemlieden orborliic wesen zoude^ 



ft) Ikr SeM ut tobmikn k t mek tfnmn ^rit^mm ttefm i 






«) S, a. a.O., mUe, ") F^. obm n, 430, Art IS. «) Vgl n. 452, Art, 4. *) Das 
hnl^ dat VcrhäUnit$ äe^ örnftn rti Brabant^ Anitcerptn und Mecfhcln; vgl, die Titulatur 
de§ Grafen am Sehlu9$ des nüdiwtfolQtndcn Dohments. «) Vgl ü. B. $^ n. WO, Schlusip 

mnd dk harmadke Klaffe in HU, <i, fk ^38, 1$, 



214 



1359 Juni 5* 



452. Die Gesammtgemcinde von Briujge IcurJaoidet die erwvMerien Freiheiten^ welche 
sie den Kaufletäen des rOtnischen Ilcichs^ um deren Stapel wieder midi 
Brilyge zu bringen, nach vielen Yerhundlimgen einzuräumen hereit ist in der 
Versammlung £U Ltiheek, — 1359 Juni 5, 

Jft^ B StA zu Brüqge^ n, 532; Gr., Pgm,, m, S\ der Stadt und 7 S, der <*m 

Schlms ßcnanntefi Persontti, Antiker ain^tr von mir selbst genommenen Abschrift 

nach dem Original ist eimi durch Hn. GUliodt^-van Seceren temiiHelie Kopie für 

den Abdruck bmrheüet worden, 

Br dmelbsi, sweite glcidkzeiti(f€ Ausfeitigung mit dem zeghel van zaken, ad caußa« 

(vgh Uli, 3, n. 246, 14), sehr bei*cfiddigt, Abschrift hiervon im Ouden Wittm- 

boiic fol, ^, 

Verzeichnet: aus B GilliodU a. a. U. 2, n. 632, danach RR. 3, n, 244, aus Br 

Gilliodts a. a. O, «. 533. 

Der Text seist ^ch smammen aus den Privüegien f>on 1309 u, 1307 %tnd aus 

den fuinsischai Forderungen, von demn ein Tlitü durch II IL 3, n. 238, n, 240, 

la, 3 , n. 240, 9 uns bekannt ist. Die Geschichte dtenes Dohiwents und seiner 

Mittheilung zeigen die Stadt rechnttn gen von Gent und Brügge in HR. 3, n, 245, 5, 

n. 24G, 1 — 4, 13 — 22, n, 249, 1, 2 und Kojqfmanns AnsfUhrungen da», S, 243. 

Zu ihren Angaben über den Verkehr mit den Hansestädten , gesondert auch mit 

Preussen und dessen Hochmeister und für den Westen mit Köln, tritt die NotU 

drr Genfer Rechnungen von I35S — 69 bei Iiutjtten»i Recherchen nur les carporations 

Ganioises S. 60 Anm. m 1350 Juni 4: Iteiu Dänin fVDains?] vaef sdicendiigt»« 

4 daghe in wedemacüd ter Crdiie onime oti.%er porters wnlle, die daer gbcarrestert 

waren , van 3 dagbcn 6 lib. In die Verhandlungen zwiscfien dem Grafen und den 

Städten voti Flandern im April und Mai über die der Hatise su gewährenden 

Rechte, HM^ 3, w. 245, 3, 4, n. 246, 5—12, gehört dds oben ufUer ft. 447 ab- 

gedruckte Stiick, desgleichen der Erlas« des Grafen von Juni 4, n, 450». 

Wie bourghmeesters, scepenen, raed, Uooftmanne van den porters, dekene, 
vinders ende gbezworue van allen neeiingben van der stcde vau Bruc^lie doen 
te wetene allen den ghenen, die dese lettren zullen zien iof hooren lesen, dat na 
vele andelinghe, die ghesLin hebben onder ons ende onder al de goede liede ghe- 
meenlike vau der vorseider siede up alle de pomte ende vriheden, die de coop- 
manne vau den Roomseben rike over ghaven den boden, die te Lubeke gUesendt 
waren, ende die sii beghercnde waren te hebbcne in privilegeUj dat wii bi wille 
ende consente van ons ende vau allen den goedcn liedeu ghcmccDlike van der 
vorseider stede, dewelke derup vergadert hebben ghesiin ende vorsienlike ripen 
raed dernp hebben ghehadt, oninie te vernoughene de vorseide coopliede ende 
onime bemlieden weder tc treckene ende te gheeriglicne 8tapel houdende binnen 
der vorseider stede van Brucgbe metgaders hären cnapen ende eoopuianscepen. 



') In zweiter Reihe tJst lücr l^eran zu iielien eine Urkunde Gr, Ludwigs von Flandern 
wm 135g (1358) Man 20, Brügge ^ im Departemetttularchiv xu Lille, dMmbrc des comptes, 
B^ rf. t^rtes 1 fol 14, n. 7009, welche die de^* zeitige Lage des Handels in Isländern beleuchtet, 
IHirdI 4h Urkunde bestätigt er die alten Rechte und Gebräuche der Tuchfabrikation in Wer- 
vkqt welche^ vot* ,Jje8onderem Alter ^\ jetst gefährdet ist, om dat äü xitten «p de frontieren van 
oaaen lande; die Beieohner sollen alk Zeit loj ende xeghol haben und gehraucJien ohne Kin- 
nArtimkumg, g^gen die Verp/lidUung dem Grafen und seinen Nachfolgern ran elken lakene, dat 
l&«ii bin den keorstocko van Werveke zeghtdö« endo loyen sal^ 12 deii. Paritsisv ende van alven 
lakonoo ü den. Par. zu xahlen , wie mit dem Rechte, dass nur Beivohfter von W, \oy endo 
icghel haben sollen, alles ohne Präjudis für Herrn Willem von Ifivelles, Herrn Roeger von 
Ghisttlles Uful Gemahlin nebst deren Xachkommen. 1358 Mai 24 war Ne%Ave*iCglise bei Mrssines 
wtt eigetiem Ihirikg für die Tuchfnbrtkatiun ausgestattet tearden, 1359 Sej>t. 29 n^trde dasselbe 
Commfnea zu Theil, Dtegerick, Invintuire des chartes et dnemn, de la %^lle dYpres 2, n. 583, 
Ö85; nach Vandenpeereboom , YpriatM 2, S. 106 auch Pojicringen, Dies alles beeinträchtigte 
die Vorrnischaft Yi*erns in dieser Industrie. Die Tuche von TfVrric^ wurden bie nach Now-* 
gorod gefuhrt, vgl tmtcn v. 59ij im Anhang IIL 



1359 Juni 5. 



213 



ton itieerreö profite ende bäte van al rter ghemeenre neeriughen van al den lande 
van Viaendren, bebbeu glielast eerzame Hede ende vroede Jaeoppe metten Eye, 
raeester Willeme Vernaeclitenzone clerc ende raed, SjTnoene van Artrike, Janue 
Hri8tey Matbeu8e van der Burse, Pietre van der Haghe, Boudine de Vos, Tyde- 
manne van den Berglie ende Janne van Belleghem, porters van der 8tede van 
Brueghe, dewelke nu ter tut glieordineirt siin van der gtede weghe vorgeit ta 
vaeme ter vergaderinghen van den vorseiden coopniannen, die wcsen zal te sinte 
Jans messe middelszomers naest comniende^ in de stede van Lubeke, omme te 
traitierne metgaders den boden van ongcn naturliken gheminden ende gbeduehten 
here ende prinche^ die daer ghelast van ons vorseits heren ende princhen weghe 
varende siin, ende den vorseiden coopmannen te prosentcirne ende te consenteime 
van der vorseider stede wegbe van Bnicghe de previlegen, vr}'heden, pointe ende 
bände, die hiemaer verclaerst ende bescreven staen, te hebbene, te useime ende 
te antierae ende oec te hondene tallen dagben^ Stapel bondende met baren eoop- 
manscepen binnen der vorseider stede van Brucgbe. Dewelke previlegen, vriheden, 
pointe ende bände aldus sprekende siin ende inbebben: 

Wü bonrghmoester«, scepenen, rade ende alle de ghemeentncht van der st-ede van Brueghe 
doen te wetoue ende maken Cönt alleo den ghenen, die dese lettren zollen zien iof boren lesen, 
dat wii bi ghemecnen overeendraglieDC van ons aUen omme de nntscepe endo profiit van 

den ghemeenen lande van viaondren ende^ van der gbemeenre stede van Brucgbe** 
ende van ons, volghende in weldoene den voetstappen van onsen vorder», 
hebben ontfanghen ende beloven te ontfangbene in onse hoede, beschermenesÄe 
ende zeker condaite alle de coopliede ghemeenlike van den Hoomachen rike 
tnet baren meisenieden, coepmanacepeu, met al baren goede» van zo wat lande, 
porten, Btcden iof bavenen dat zii commen bi watre iof bi lande'. Ende hebben 
bemlieden ghegheven ende gbevcn, hebben belooffc ende beloven wel ende ghetrauwelike te 
boudene allen den vor seiden coepHeden ende baren cnapen« comraende binnen der vor- 
Bcider *tede van Bmcghe ende da«r hondende den atapel van wulle, van wasse, van weerke. 
van copre ende van alrande andren goede, van wat lande dat ziit bringhen in de vorseide stede 
bi watre iof, bi lande, de vryheden, die hiemaer ghescreven staen^ te antierne, te oseirne ende 
gbetranwolikc te boudene tanen daghen» houdende hären »tapel in de vorseido stede van Brncgbe". 

[Ij Dat» te wetene, dat de vorseido coopmanne endu bare cuapen commen moghen binnen 
der voraeider stede ende binnen der vrvheden met baren coopmanscepen, hoegliedaen dat zii siin, 
bnte wat lande endo hüte wat ßteden dat zi ae bringhen, ende derbinnen te blivene, te stane, 
te wonene, te ghane, te vaerne ende te keeme, aUo ianghe als ziis te doene hebben ende zii 
derbinnen blivcn willen*. 

f2J Item dat zii binnen der vorseider stede van Brucgbe bare coupamnac^pen ende hare 
good nioghen vercopen ende copen ander goed elc met andren iof met wien dat zii willen, ende 
weder uter stede voeren ende z enden te watre ende te lande waerwaert ende zo welken 
tiden djit zii willpn. Ende dat zii copen moghen pacrde ende andre cleene dinghen, daer gheene 
grote macht ane leight, ende dat moghen zii weder vercopen zonder begriip*» g beiden de 
baren rechten toi. 

IBJ Item dat men gheene nienwc tolne up henilieden maken en lal^ 

[4.] Item dat de vorseide coopUede stapel boudende in de vorseide stede 
van Brueglie moghen varen wonen, daer zii willen, in cene andre stede binnen 
den lande van Viaendren'. 

ßj Item wacrt dat eenieh van den vorseiden coopniannen iof van Iiaren 
cnapen verwonnen ende ghebannen worde ter wet van Brueghe van mans doot 
iof van der vuust^ die ne zal öiin goed niet verbueren na de wet van der stede 



a) rm Vl*«idfon Mid« fMi im BrUttutf. h) tu Brac^bs db^i 



e) end« 1 



\fthUi 



») Juni S4. ») V^l das gräfliche Privikg ton 1307, l\ Ä 2, n, 121, ^n^ang. 

•) Sntncmmen au9 180ß Kot. 14 ^ U, B. J?, n. 154, Eingang. *) Desgl. auM ÄH. L *) -4m« 
Art. J?, Vgl, II.B.2, n. 1^1, Art, Ä. •) VgL U. ß, 3, n, 121, Art. S, ^ 1% oben 

n, 430, Art 3. 



216 . 1359 Juni 5. 

van Brucghe, also verre alst der stede anegaet, ende alse van desen; waert dat 
znlc man runiede, dat men die mesdaet betren zonde met zinen goede na rechten 
ende wetten van der stede ^ 

[6.] Item dat zii wel moeten vereopen coren, zout ende hoad ende levren 
int Zwin over SCeips boort elken man diet copen wille, ende maecht voeren daer 
hi Wille, zonder ter Sluus up te doene*. 

[7,] Item waert dat tusschen den Roomschen keyser iof ecneghen prinche 
van den keyserike ende onsen naturelikon gheminden ende gheduchten here 
ende* prinche, onsen here den grave van Viaendren, zinen lieden ende lande 
orlogho iof eenich discort ghesciede, dat niet ghevallen en moete, zo belovcn 
wii te behoedene met goeden wille de vorseide coopliede ende bare cnapen veer- 
tich dagben lanc ende openbaerlike te verboedene^ eer zii in baerlieder per- 
soene iof in baerlieder goed eenigbe scade iof grief bebben^ 

[8.] Ende beloven bemlieden ende siin gbebouden te gbeveno zeker ghe- 
lecde, dat zii baerlieder goed ende coopraanscepen ute zenden ende voeren 
mogben, zo waerwaert ende welken*» tiden dat zii znllen willen te watre ende 
te lande. Ende omme dat zii niet en znllen mogben in baren persoenen, meise- 
niedon iof coopmanscepen bi ons iof bi den onsen binnen den vorseiden ter- 
mine gbearresteirt wesen, zo zullen zii bebben vry endo zeker utevaren. Ende 
waert dat zii binnen den termine van den vorseiden 40 dagben uten vorseiden 
lande niet trecken en mochten bi ghebreke van scepen iof bi belette van wedro 
iof van winde iof bi andren redenliken bolette, zo gheven wii den vorseiden 
coopmannen ende baren cnapen*' anderwaerf verste 40 dagben* ende derdewaerf 
40 daghen , alsoot vorseit es ^ ende altoes blivende ende wesendc in de vorseide 
beschermenesse. Ende waert dat binnen der tiit van den orloghe ghedurende de 
vorseide coopliede iof eenich van hemlieden bliven ende wesen wilden binnen 
der vorseider stede*, dat zii wesen zullen in live ende in goede ende hare meise- 
nieden in de vorseide beschermenesse zonder mesdoen. 

[9.] Item waert dat eenich van den vorseiden cooplieden wedersporich wäre 
iof veronweerde te doene ende te vulcommene baerlieder ordinanche ende hem- 
lieden niet en wilde obedijeren, zo zal men dusghedane constringieren die tame- 
like* te vulcommene ^ 

[10,] Item dat men gbeenen coopman vorseit en zal mogben te campe be- 
ronpen* noch de coopman andren man. 

[11.] Item dat gheen van den vorseiden cooplieden anders goed verbueren 
en macb, macr de mesdocrre zal siin gbecorrigiert ende gbenoucb docn van zire 
mesdaet na de wet van der stede*. 

[12.] Item dat gbeen van den vorseiden cooplieden ghcbonden zal siin over 
ander mans scnlt, bet en wäre van ziins selves scult iof dat bi borgbe ware^ 

[13.] Item dat men gbeenen van den vorseiden cooplieden nocb van baer- 
lieder cnapen in vangbenessen doen nocb bonden en zal van twiste iof van 
andren zaken, up dat (bi)'' borgbe over bem stellen macb iof alsoe vele goeds 
betoghen binnen der stede, als de amende gbedraegbt, bet en wäre van live iof 
van lede*^ Item dat men de zaken van den vorseiden cooplieden benden zal 
binnen den derden dagbe, bet en wäre dat scepenen orcondden bi baren ccde, 
dat ziit binnen den vorseiden termine niet termineren en mocbtcn, ende danne 
zal ment termineren, zo men nummermeer eerst macb". 

a) here eode fehlt itn Entwurf. b) zo welken das. c) ende hären cnapen fehlt dat. d) stede 
ende lande das, e) tamelike fehlt das. 'f) fehlt B, ergänxt nach dem Kntintrf. 

*) Vgl das, Art. 5. «) Vgl das. Art 17 und die oben unter n. 400 u. n. 410 regi- 
ttrtrten, in HR. 3, 8. 223 ff. abgedruckten hansischen Forderungefi. ») Aus U. B. 2, n. 121, 
Art. 4. Vgl oben n. 430, Art. 2. *) A. a. 0. Art. 5. ») Vgl n. 430, AH. 2. •) Vgl 

hiergegen 2, n. 154, Art. 12 und n. 121, Art. 6. ») Vgl a. a. 0. n. 121, Art 7 uyxd oben 
n. 430, Art. 4. •) ü. B. 2, n. 121, Art. 8. ») A. a. O. Art. 9. ><>) A. a. 0. Art 10, 
erster Satz. ") Vgl a, a. 0. , MiUe, jedoch in bemerkenswerther Weise abweichend. 



Id5d Juni 5> 



217 



fti,] Item i3at gliecn coopman bi sei pb rekln gfhen ne es sculdicb up de coste 
van den lande siin goed te verliesene, dat van der vloet ghecregben ende he- 
houden worde, inaer dat bi van dien goede paisiTelike gbebrnke', 

[15.] Item dat gbeen coopman no bare scepe gheledt no gboarr esteirt en 
zullen weaon naer baorlieder laden» up dat zii niet tevoren gbecalengiert en 
waren ran eenegher zake, bot eu wäre van nieuwen faite, dat na den ladene 
gbeTallen war©*, ende waert dat bet van andren zaken gheledt wäre, dat zii 
daerof zetteii zullen moghen soffisante borgben te doene ende te vulcommene over 
faemlieden; dat wet inlieift 

[IG,] Item waert dat yement bi aventuren ran ghetauwe van scepen zonder 
bercbede» cracbt iof gbeacil gheqnetst iof ter doot brocbt worde iof viel© uten 
scepe, dat bem elc te biilpon eommen tnacb zonder vorbneren, ende dat tacip 
nö der cooplieder goed noch yeraeiie anders ne zal siin gboledtno gbearresteirt 
omme dies occoisoens will«'. 

[17 J Item waert dat eenich van den vorseidon cooplieden iof van baren 
cnapen aneghesproken worde van scnlden, die vor scepenen niet bekent en 
waren, dat 4iem elc coopman ende bare cnapeo deraf zweeren mogben bi baren 
eede aonder andre destrainte. ende waert dat bi bem daerof niet zweren en 
wilde, dat bi dat betre «a de wet van der »tede*, 

[IS.] Item waert dat scepeneu iof de jnaticbiers van der stede in eenegben 
poiote gbebrekicb waren, dat men daerin den vorseiden cooplieden hulpe doen 
zal ende bistaen ter vulmaecter vulcommingben, tailen tiden dat mens tame- 
like verzocbt zal wesen^. 

[19.] Item es gheotroijert den vorseiden cooplioden ende baren cnapen, dat wäre dat zake, 
dat eenicb van hemlieden iof van baren cnapen beniemaert wäre van eenegberande goede te 
eopene ende te vercopene, dat scepenen dien coopman vor bem oinbieden znllen voor die warede 
ende znllen dien coopman zecghen, dat bi beniemaert es van eopene ende van vercopene ende 
van wat goede dat bi beniemaert es; ende es dat «ake, dat bi dies Ivel, zo zal bi daeraf vallen 
in aeepenen ghenade van der boete; ende es dät zake, dat bi dies niet en lyet ende bem niet 
derof vorclaersen wille bi ssinen oede, äo zollen scepenen warede derof boren, ende werd bi danne 
bedragheo derof bi der rechter wareden, zo zal bi gbebonden siin van der boete«. 

[20,] Item es hemlieden gbeotroijert, dat raen houden zal die ordinanche, die gbemaect wai* 
van der balanche ende van den ghewiohte, data te verstane: int clof te wegbene ende den 
weghere de band van der scale ie doene zonder loesbeid ende zonder qnade bebendicbeit, ende 
die acale te wisseine, data te verstane i alser lo vele goeds m, dat ment deelen mach, ende al 
voort te botidene, dat de ordinancbe inbeift» dewelkc gbemaect was bi ons beren sgraven eetene, 
sheren van Ghistele, der »cepenen van Brucghe, der coopmanne van den lande, der coopmanne van 
Aclmaengen ende van Spaengen, die gheregistreirt siin binnen ons beren sgraven registre». 

12L] Vort es hem gbeotroij'erd te bebbcne wederghewicbte van den gbcwicbte van der waghe 
ende dat daertae beboort. ende van den gbewichte van den zelvere ende dat daertoe beboort, gbe* 
teekent metter stede teekine van Brncgbe; ende waert dat tghewricbte van der waghe int wegbe- 
hnns ende in de bemecamere te ykene stonde, dat zonde men betören in meereene » in mindernc 
np zinen rechten staet, also dickent alst aoot zal siin, bi scepenen in de presentie van den vor- 
»♦'iden cooplieden •. 

[S2.} Item dat de wegbere zal doen zinen eed in de presentie* der coopliede vorseit wel 
ende gbetranweliko te wegbene den copere ende den vercopere ende elken täine te gbeveue; 
«nde wäre dat zake, dat faute wäre in den weghere vorseit ende dat scepenen kenlic gbemaect 
wäre bi wared*'n. dien zouden scepenen punieren np den ban in de presentie der coopmanne 
?orseit, ende men zoadc nemen cenen andren in zine stede, gheliic al«t vorseit es. Ende vurt 
t« welker waghe de vercopere siin good wille doen voeren, daer zal ment bem weghen'*. 

l2:i,] iTem SEO wat buse iof kelnare. die de coopmanne vorseit hnren wiUen binnen der 
fttode van Bracgbe, in te wonene iof baer goed in te lecgbone, dat men ze hem niet verdiersen 



%\ VOT «Tf^ponoD in d© jifwi^Dti© ww EMyftrf, 

*J A. a, 0. Art IL ^ A, a. O. Art, 12, ttftU BäJ/U. ») A, a. O. Art. n, ucritr 
Jlälfte, ^} A, a. 0. Art 13, ^ A, a. 0. Art, 14 m. tn, *) Awt U. B. 2, «, 1S4, AH. 3, 
Mmdahtf Art. 4. •) Ebmdohir AH. 5. •) Elmidaher AH. 6. 

BmmIkJms Urkandeiitiocli HL 28 



218 



1359 Jani 5. 



en tsÄ baren termiin ghednrende. Ende es dat zaie, dat zi se langher beglieren danno hare 
t«nniue, dat zi se mogUen houden omine de zelve hnre zonder vcrdiersen *, 

f^.J lUm dat men gheenen van den yorseiden coopmannen noch vaii hären cnapCB* 
in vaugheneiaen zal leeden omme gheenraude scnlt, daer gheen wettelic tsartre af en es, also 
langlie als ha wisen mach binnen der stedc van Brucgh© also vcle siins goeds» alae die acult 
ghednieght. vüt hem to stanc, wetten te plegliene, iof soffisante persoene diene verborghen 
wetten te pleghene*. 

P5.7 Item dat gheens coopranns cnape met gheenrailde Spile ßiins mcesters göed vcr- 
dobbelen Doch veröpelen noch met gheenrande mcsdaet vervecht^n noch verbaeren 
en mach*. 

[20,] Itom van wulleü, van wasse, Tan weerke ende van alrande goede vorcocht, ghesien 
ende gbedelivereirt binnen der vorseider stede den coopman, daerof en zal daghe gheh»K>rt »iin 
noch bäte gbedaen; ende wäre dat zake^ dat wiille ende ander goet niet gheaien en wäre in de 
stede vorseit ende claghe derof came vor ecepenen, dat zal men beteren bi scepenen, also verre 
alst redelic es, bi den verstane van den cooproannen vorseit*» 

[37 J Item dat de vorseide coopliede moghen hebben in de vorscide stcde ghemeene ver- 
gaderingbe met baren gbemccnen gheselscepc opcnbaerlLko , also dickent ali adi willen, in 

husen, in hoven iof eerzamen Straten, als züs te doene hebben, ommo te ordineirne ende 
te corrlgierne naer haerüeder ordinancbe ende te teniiilieirne alle vorwoidcn, ghescille, 
meüdaden ende ordiöanchen tnsschen bemlioden ghevallen ende alle andre COnditien, zonder 

derof ghecalengiert te zine iof in amenden deronime te valne, bnteghesteken raes- 
daden, daer liif iof let ane leigbt iof minkc lof grote qüetsinghe van lachamen^ 

[28J Item dat zo wat manne die makclare sal süo in de atede vorseit van der vorseider 
coopmanne coopmanscepen ende goede, zinen eed zal doen vor scepenen in de prcsentie der 
coopm anno vorseit recht makelaro te wesene endo gherechtichcde te vorclaersene tu s sehen 
den copore ende den vercopere; ende waert dat lii daerof vonden worde in fanten, dat zoude hi 
beteren bi scepenen in de presentie van den voriseiilen coopmannenj eer hi nummermeer peunmc 
wonne met makelardyen an der vorseider coopmanne goed ende cüopmanscepen*** 

[29.] Item zollen scepenen vorseit kueren raaken ende houden np de piinres, die den vor- 
seiden coopliedou ende bare cuapen dienen xullen, die proHtelic siin der atede endo den 
coopmannen vorseit; ende waort dat een piiure onrt^denliko mesdade jegben eeneghen van 
den voraciden coopmannen iof jegheu haerlieder cnapen, dat de coopmanne hebben machte 
dat hi nummermcer penninc winne in hären dienat, vor dat hüt ghebetert zal hebben bi scepenen 
in de presentie der vorseider coopmanne ^ 

[3(1] Item wat goede dat do coopmanne vorseit iof bare cnapen den scutelieden iof den 
waghenaren deliverereu zuUen, zÜt bi gbetale iof zonder ghetal, dat zulleo zii den coopmannen 
iof baren cnapen weder delivereren \tiI ende al^ ende daden zii dies niet iof dat zii gbemaecte 
vorworde braken, bi den welken do vorseide coopmanne worden beledt iof scade uamen, dat zuuJe 
siin ghebetert bi scepenen ende bi den verstane van den coopmannen vorseit*, 

131J Item dat ghecn makolare makelardye hebben zal yan der vorseider coopmanne 
goede zonder de ghone, die over den coo]i es iof over de coopmanscepe weaen «al. Ende vöjj 
tnakelardjen van zaelsmonte ende van coome te metene, daeraf znllen die coopliede gheven, alsee 
die ordinancbe inboift*. 

i32J Item dat men gheenen coopman noch bare cnapen mach doen nemen ander 
pajement danne znlc, als hi besproken heifl bi vorworden van zire coopmanscepc, ende np welke 
coopmanscepe dat godspenninc ghegheven worde^ zonder ai die coopmanscepo zal vaat bliven ende 
hebben voirganC». 

[33,] Item zal de stede int weghehuus, dat ghemeene wesen zal, zetten eenen sofflaanten 
laau, die wachten zaJ der coopmanne goed. Ende wäre dat zake, dat bi fauten van den vorseiden 
wachtere scade came, in zo wat manieren dat het wäre, iof dat wachtere der vorseider coopmanne 
goed delivereirdo zonder orlof van den vorcopore ende dat scepenen redijnlike kenlic ghemacct, 
daeraf zeude de stede gbehouden siin den coopman vorseit die scade te verzettene**. 

«) noch van lutroji ouip^u fehU w S, n< t64t Art, 9, 

') Ebmgo Art, 7. «) Ebenso Art 9. ») Vgl dastlbäi ArL 10, oben «, $30, Art 1^, 
<) Ebetidahcr ArU II. *) Yfi. dns, Art SM, •) Elfcndahrr Art, 13. *) Desgl Art. 14, 
•) EbeHdaher Art 15, •) D€$gl. AH. IC, ««) iHtgl. Art, 17. »*) Datgl AH. 18, 



1359 Juni 5. 



219 



IB4.] Item dat (men)* den vor«eiden coopmannen onde hare cnapen recht ende wet zal 
doen Tan wettcliken scalden, daer die dach af ledon zal siin, jeghen wien dat het zu, biimen 
dea derden daghe^ uaer dcit zlit vcrzonkeu zullen; ende waro dat zake, dat eenich coopman vor- 
aeit iof Ztin cnape der wet niet ombeideu ne mochte te volgheoe, zo mach elc coopman zetten 
ienen andren in zine eteJe vor acepouen zonder begriip der wet te achter volghene^ 

[^5.] Item dat alle de vorseide coopmanoe endo hare cnapon wapene draghen tnoghen 
gheliic eenen portre ende copen ende wiin ende alrande vitailge bringhen moghen in de vorseide 
afede» bi alzo dat zu ghelden de costameii van der Btede, ende dat ziit vercopen mogfaon thareu 
besten, ende dat de vorseide coopraanne ende hare cnapen kiesen moghen hare sepulture, 
daer zii willen, behonden der prochien recht, daer zli aterven». 

[BG.] Item dat de vorseide coopmanne ende hare cnapen hebbon moghen alrande 
Titailge ende alle maniere van dranke, die zii bringhen bi dor zee, buteghesteken wiin onder 
bem ende hare mclsenieden te verteerne binnen hären herberghen, zonder aasise deraf te ghevene, 
up dat ziit niet vort en vercopen». 

[B7,] Item zo ne zal gheen portre van der stede van ßrucghe tolnaie wesen binnen der 
vorseider stede noch gheselle weaon van der tolne*. 

[38.] Item wäre dat zake, dat eena hosteliers clorc iof zun cnape ontfinghe der gaste ghelt 
ende dat ghelt wech droughe, daei-af zal de hostelier ghehonden BÜn^ 

[39J Item wacrt dat cenich van den vorseiden eooplieden ghelt leide in den wissel van 
Brnr^he iof beheeten wäre van pajemente np eeneghen wisselare ende daeraf fante wäre in A^n 
wisgelare, daerof zal de stede ghehonden siin ende vor Item ghelden ^ 

[iOj Item es hem gheotroijert , dat zii bringhen moghen eoren binnen der stede van 
Bmcghe ende hare profiit dermede doen naer baren wille , ende daerup noch up gheenrande goet, 
dat zii bringhen binnen der voraeider stede, ne znllen woaen dekene noch vinders zonder van 
wasse alleene^ 

141,] Item wäre dat zako^ dat eenich van den voraeiden coopmannen iof van baren cnapen 
doot gheslegben worde binnen der voraeider stede ende niemene van zinen maghen wäre omiue 
derof claghe te doene ende der wet te volghene, dat de honrghmeeater, die raed es, es sculdich 
daghe deraf te doene ende der wet te volghene over de maghe van den doden na de wet van der 
port- Ende wäre dat zako, dat eenich van^t^n maghen van den doden int land wäre, die claghen 
wildo ende niet en dorste coinnien vor oghen omme der wet te volghene» oinme onsienisse ** van 
der Wederpartien iof van den gbcnen die hera toebehoorden, dat scepenen raetteu her© hera zullen 
doen hebben zeker gheleede te volghene zire claghe ende rocht ende wet te eesscbene ende te 
ontfane •. 

[42.] Item waert dat eenich van den toJnaren van Brueghe de vorseide coopliede iof harc 
cnapen veronredite van der tolne, dat scepenen al te haut dat zouden doen betreu*. 

[43 J Item wacrt dat men up de vorseide coopliode qnade costnmen bringhen wUde, waert 
van wakenc iof van andren quaden costnmen, dat scepenen vorseit de vorseide coopliede deraf 
zouden bescheermen". 

[HJ Itein waert dat eenich van den vorseiden eooplieden begherende wäre 
te hebbene lettren van bedeu van der stede in zine redenliken zaken, dat raen hem 
die gheven ende consentcren zal met al der vriendelikeden ende neerenste, die 
men zal moghen, ter bäte van hemlieden zonder wederaecghen *', 

[4oJ Item dat de baUliu noch tolnare noch makelare wiin en zullen nemen 
ran den vorseiden coopmannen noch Uten scepen halen noch doen halen, maer 
elc zal hera met zineii plegheliken rechte ghenoiighen laten**- 

[iGJ Item dat elc makelare, die makelare wesen zal van der vorseider coop- 
liede goede, zinen eed doen zal gheen gheselsceip te hebbene noch hebben en 
mach in den goede, daer hi makelare af es **. 



•) ftm B, w^fSmi nadi irm Entuyirf, t) für ootiieni»«^ 

»; DeßfiL Art. 19. «) DtßffL Art ^. «) Dfi»!??, Art. 2J. *) Des^fl Art 22. 

•) D€9§1 Art, UX •) Dtß(il Art. 24. ') DesffL Art J?5, •} Df$gl Art. 26. •) Desgl 

Art. 27, !•) DentfL Art, 28, «M Vffl obm n. 430,^ Art. 10. <•) Vgl das. Art, S, 
*•) Vgl das. Art 13, 

28* 



220 



1359 Jaai 5. 



[47 J Item dat elc sciphere siin scip up dland zetten zal moghen, als hiis be- 
tonft, ende betercn, als hiis noot heift, zo varre van den dike, dat de diic gbeene 
scade deraf en hebbe; ende delveu zu yet, dat zu dM VHllen ende sUchten. Ende 
vord dat zii hare ghetauwe ende ankere, die zii verloren hebben, zouken moghen, 
bi also dat zii den baiUiu kenlic maken, wat zii verloren hebben, zo dat zii 
ander lieder ghetauwe niet en aneveerden over thare. Ende vort dat zii hare 
ecepe te wintre npzetten moghen zonder mesdoen, mids dat zu scade betereu, 
waert dat zu scade derbi daden ^ 

[48J Item zo welken tiden dat een sciphere gheladen of ongheladen zinen 
toi betaelt heift, ghe^^elt dat hi bi winde weder in came, al name hi ander goed 
meer in, daerof zal hi tolne ghcveu alleeue ende niefc van den findren goede, dat 
hi voren vertolnet heüt^. 

[40.] Item dat men van eenen gheheelen scepe met coorne gheladen niet meer 
gheven zal danne drie pleghelike vate, hoe vele coopliede dat an dat eoren deelen ^ 

/50.7 Item waert dat eenich eoopmiin vorseit iof hare cnapen te watre iof te 
lande gherooft worde iof voren gherooft wäre, ende de rovere iof dat goed iof 
beede binnen der ßtede camen, dat goed zal men vry weder gheven ende over 
den rovere zal men rechten*, 

[51] Item dat elc vremde coopman zine wine binnen der ötede van Brnc^he 
tappen ende vercopen mach iof anders utevoeren, daer hi zal willen, ende hebben 
siin ghesinde ende zine wine mach doen pronven ende prisen, ala te doene mach 
wesen, in der zelver manieren dat de porters van der stede van Brneghe' doende 
ende nserende siin^ 

[o2] Item dat zii van viülewine ende van hären wine te verlatene ende van 
hären wiinvaten weder in te latene nseren ende hebben zullen al tselve, dat de 
porters van der stede hebben ende useren. Ende waert dat een vat wüns, ttieren- 
deel iof min iof meer, utelake, dat de coopliede hierin hebben al tselve, dat 
de porters van der stede nserende siin. Ende waert dat eeueghe wine up den 
crane, daer men ze uten crane verscepede, vielden iof bi den wiintreckers iof 
sleders huteghesturt iof verztiiimt worden, die seade zoude de ghene nprechten, 
bi men die wine vermindert worden**. 

[53] Item waert dat eenich coopman scade ontfinghe bi den hostelier, dat 
daeraf de stede ghebouden zal siin. 

[54] Item dat men alle granwe lakene, die van oestwaert commen, vry 
vercopen mach'' binnen der stede van Brucghe zonder alleghelt' deraf te ghevene^ 

[55] Item dat alle de lakene, die men maken zal**, zullen hebben hare 
rechte mate in de langhe ende in de breede, alzo zii scaldich siin te hebbene 
naer den kueren*, daer zii ghemacct zullen wesen K 

[50] Item waert dat enich oesters scip ghedrevcn came masteloes iof roe- 
derloes bi der aventuren van der zee int Zwin iof elre np die coste van Vlaen- 
dren ende yemene np tscip wäre, dat elc man dien scepe te hnlpen commen 
mach ende helpen, zonder an yemene orlof derof te nemene ende zonder ver- 



a) raa BruoglM fthU «l o. O. h} Dir Entmwf hol hitr meh: (l««r iDSii willß« 
il) KrUmtff: liiiusoa d«a luuie raa Vlaenilr«n. e) Ebenaa; ran d«} 8lod«a. 



c> D. u linlletrhclt 



*) Vgl. das htteimsche SchtttSitptivifeg uofi 1360 Juni 14 j unten n. 495, ArL 2^i die lubt* 
tchen Ford^runffen obm n. t09 umi HR. 3, S. JiM, 4. «) Vfßl. dtu. Art, :i3. *) VyL das. 
AH. i5 und FordtrtiHffen a,a, 0, S. m^, 4, «) Vgl oben n. 4.VJ, Art, 9. ^} VgL dagegen 
dai^ Afi. 7, da* lateiniftcfie Sddmttprivileg Art 14 ff, und da^t. dk Vorbemerkung über den 
Vr$pr\mg der enittjtreehtfiden Artikel, •) Vgt ahm ti. 430, Art 48, 49, lum SMuss Art. 14 
a, a, 0. ') Vgl unten das lateinkdia SehhM$priv%teg n, S^t Art, m. *<) Vgl dm. Art Ü7. 



1359 Joni 5. 



221 



bneren'. Ende worder eenich goed utegheworpen , naer dat tvorseide scip ghe- 
seten wäre, dat dat goed den coopliedeu behouden 3^1 bliven iof hacrlieder hoire. 

[57.] Item dat alse de coopman van oesten iof ziin cnape siin goed ver- 
tobct helft bi ziueu eede, dat men daeruaer tgoed, datter vertolnet es, niet up 
en sla noch en besie bi den tolnare, want de tolnare machtich es na den houden 
plegheliken rechte tgoed te besiene vor den eed, ap dat hi wUIe; ende dat men 
den toi ontianghe te alzulken steden, als men van houden tiden tote noch toe 
ontfaiighen heift^ 

[58 J Item waert dat eenieh coopman came van live ter doot, die men 
calengierde over bastaert, dat tgoed den haeldinghers behouden lal bliven, bi 
abo dat men iuformacie doe met tween persoeneu , dat bi ghetrauwet kuat wäre ^, 

[b9J Item waert dat eenieh gherooft goed in anders heersceip land iof 
&tede eame ende* de gheroofde coopman iof eenieh ander van zinen weghe tgoed, 
dat gherooft ware^ daer met rechte weder ecsschende wäre ende heni rechts 
gheweeghert wäre, dat men daertoe zal doen alle zaken, die redenliic ende mo- 
ghelic siin, gheliie den portre van der stede van Bruc^he. 

[€0J Item waert dat eenieh van den vorseiden coopmannen iof hären cna- 
pen doot ghet^leghen worde, dat men daerin doen zal recht ende wet, gheliie 
ioft up eenen portre ghedaen wäre. 

[6L] Item al dierghelike van den dieven, die der vorseider coopmanne 
goed Stelen zouden, dat men daerin doen zal recht ende wetj gheliie ioft eenen 
portre ghestolen wäre. 

[62.] Item waert dat eeneghe Ingbelsche lakene toebehorende zonder malen- 
gien den coopman van oesten camen int Zwin, dat men die lakene, hlivende 
binnen der corden ende banden daer zii in besleghen waren, over Bi-epcn mach 
hinnen den Zwene zonder verpacken iof npslaen iof te venten te stellene ende 
weder utevoeren bi watre, waerwaerd dat zii willen*. 

[G3J Item alst ghevalt, dat eenieh van den vorseiden coopmannen iof van 
baren cuapen bi avende iof nächtens tileke te Brueghe comt iof ter Sinns ende 
gaen wille ter herberghe iof van der herberghe te hären scepe met eenegherande 
wapene, dien en zal men niet onhovesschelike aneverden , maer men zal met hem 
gaen ter herbcrghen ende verstaen, wat manne het es, 

[04.] Item eist dat de vorseide coopmanne iof hare cnape scepe copen iof 
vercopen, daer en zal men gheene scepcncn toe haleu noch over trecken, het en 
zii bi der vorseider coopmanne wille. 

[65,] Item dat zii alle manieren van goede, dwelke zii brocht znllen hebben 
iof hemlieden commen zal siin'' int Zwin, dat zii dat ap zuUen bringhen ten 
stapele te Brueghe iof ten Damme iof ter Moenkereede iof tcu Houke, van dat 
men daer updoen mach*, ende danne dat goed ende dandcr, dat zii binnen den 
lande gbecreghen zuUen hebben, van danen ende ute zuUen moghen voeren iof 



a^ mde fthit hu^r ia B, tt»kl vor tjiocdf mun ttttr umffe$MU mtrdtn. \t\ Im E^thmtif nooh: onuno 
bijiii«fi 4«» Ufido vm XlMSiAna tu vqtoo^oim. c) Ebineo: «er mmax te yonien »toLlot. 

>) F/?f, das. Art 13. *) Vtfl, dan. Art, ÄÖ. =J Man mrgl hiermit einen MechtS' 

spTHch von Brütjge von 1357 Juli 19: dat een odbü poorter baataerd weaeode, glieheeten Lao- 
WCTi do Moor do stnit, woeDendo baten ainte Katheünepoorte , cam ssonder wettelic hoir van den 
Ute ter doot, dcwelke goed baddo ligghende baten scei^endomme van Bni^ghe, twelke goet 
gbearret^tcirt was bi den baillius , ondcr wion tvorseide gued ghelegben was , tahecren babouf 
ende speciaUke bt den bailliu van den Hontacben» denwollccn bailliu ten acbtorvolgb^ne van der 
tt«de bevoleti was bi minen beere ende zinen rede uine band derof te doene ende der 8ti>de 
d«*raf te biten gbebrukene, CmüHme de la mUe de BrtMjes 1, S. 415 (Utcucil den anc%enn€ii cow 
tumu de la Btlgiqat), <) Ytjl oben n, 430, Art* 19, 



222 



1359 Juni 5. 



zenden te watre iof te lande, zo waer ende m zo wat stedeB iof lande dat zil 
zulleu willen zonder in de Slims, betaleode hären rechteü top* 

[66J Item dat men rechte portage vercopen ende copen mach int watre 
ende updoen, alsoe meu van houden tiden gheploghen heift^ ghevende eeneo 
groten van den cogghe te scriveghelde na der houder costumen. 

[67. J Item dat van vitailgen, die de eoopmanne iof hare cnape copen te 
haerre nooddurst, omme te orbome in bare scepe utevarende iof licghende int 
Zwin, dat men van der tolne daerof tamelike ende weselike houde, alsoe men 
vortüts ghehoudeu helft. 

fOSJ Item dat de vorseide eoopliede hare scepe wel loasen ende laden 
moghen voor die zonne ende naer die zonne bi orlove van den bailliu iof van 
zinen cnape, al wacrt up helegbe daghen, zonder miede deraf te ghevene. 

[69.] Item ghevieltj dat baerre eenigher scip np grond zate iof np anker 
zeilde iof mescaveirde *, daer mach die een den andren wel helpen ende te hulpen 
commen te haerre noot zonder verbuereu» 

[70 J Item storve yemene yan den vorseiden cooplieden buten lande ende* 
siin goed int Zwin eame, zo ne zal de bailin dat goed niet an hem trecken, ei»t 
datter hoir l)i es; ende en esser gheen hoir bi, zo zal de bailliu dat goed doen 
leeghen in behoudene band toter tiit, datter binnen jaer ende daghe gherecht hoir 
comt met warachtegher orconde. 

[71] Item waert dat eenich boot iof cocket, dewelke den vorseiden cooplie- 
den, seipheren iof sciplieden toebehoorde, dreve van baers sceips boorde, dat 
zU dat wel weder halen moghen, zonder daeromme ghecalengiert te zme. 

[7^,] Item als een coopman iof ziin cnape steeretTt in een scip, dat de 
bailin iof ziin cnape orlof gheve den doden te lande te doene zonder baren cost, 
up datter de here gheen recht an en heift, 

Ende alle de vorseide privilegcnT vriheden ende pointe consenteren wii, 
alsoe verre alst der stede van Brucghe vorseit touchiert ende anegaen mach, bi 
wille ende consente van onsen natureliken ghemiuden ende gheduchten here ende 
princhen, onsen here de grave van Viaendren , hertogbe van Braband, grave van 
Nevers ende van Reth[er8] ende here van Maehline, ende bi ghemeenen overeen- 
draghene van ons allen den vorseiden cooplieden, Stapel houdende met baren 
coopmanscepen bmnen der vorseider stede van Brncghe; ende beloven se wel 
ende ghetrauwelike te houdene ende doen hondene tallen daghen zonder fraude 
ende zonder malengien ende zonder derjeghen te commene iof te doene in ecne- 
gher maniercn. Ende waert dat wii in eenegher manieren derjeghen daden, Jdat 
nummer ghevallen en zal , of God wille , dat beloven wii te beterne zonder weder- 
zecghen ten zecghene ende ter ordinanehe van onsen gbeminden ende ghednchtcn 
natureliken here ende prinche vorseit, behouden in allen zaken zire heerlikeden 
ende den privile^en ende vriheden van der stede ende van den stapele vorseit. 
In orconncepen van welken dioghen bebben wii dese lettren doen beseghelen 
huuthanghende mettcn groten zeghele van der vorseider stede , die waren ghemaect 
int jaer ons Heren 1359, up den vichten dach van wederaaent 

Ende wii Jacob van den Walle ser Wouters zone, in desen tiden bourgh- 
meester ende scepene, Jan metten Balle stede hoadende in desen tiden van de 
bourgbmeester van den corpso, Willem van Wulfsbcrgbc, Jan van Thoroud, Jacob 
Scuwinc, Wnuter Canin ende Zegher Floreins ^ sccpenen in de vorseide stede^ 
omme dat wii present ende vom oj^rlien waren, daer desC vorseide lettren bcsegbelt 



') y^fl dam II. 430, Art, 1. y lum altat meaühiiTolr, vtntn^flücken. 



1359 Juli 5 — 1359 Juli 25. 223 

waren ten beveilne van hooftmannen, dekene, vinders ende ghezworne vorseit, 
zo hebben wii in kennessen van dien ter begheerte van al den groten rade van 
der stede dese lettren beseghelt met onsen seghelen^ mids dat wii ter tiit van 
na de slotele hondende siin van den vorseiden groten zeghele^ int jaer ende np 
den dach, die vorseit siin. 

453. Markgr. Ludwig der Römer von Brandenburg und Lausitz bekundet, dass 
Frankfurt [a, OJ nach seinem Streit mit den Gubenern um die Niederlage, 
worin es dieselben beschwert hatte (angevertiget und gehindert), ihnen und 
deneti von Sommerfeld Ersatz für allen zugefügten Schaden im Ausgleich 
zugelobt habe. — 1359 (des vritaghes an den achte taghen s. Peters und 
8. Panels der heilighe apostellen) Juli 5. Alt -Berlin. 

Weder das Original noch eine ält^e Abschrift Hess sich finden laut Mittheüungen 
von dem K. Geh. Staatsarchiv zu Berlin und von dem Magistrat der Stadt 
Frankfurt a. 0. 
Gedruckt: ohne QiieUenangahe Riedel, Cod. dipl. Brafidenb. 2,2, n. 1032. Vgl. 
oben n, 302 u. n. 303. 

4üi. Aufzeichnung über adU Forderungen der deutschen Kauf leute für die BücJc- 
Tcehr nach Flandern. — [1359 um Juli 25.] 
StA zu Brügge; unbeglaubigtes Pergamentblatt. 

Gedruckt: daraus 'HR. 5, n. 239; früher im Auszüge Gilliodts-van Severen, hi- 
ventaire des archives de Bruges 2, S. 44, 45. 

Art. 1 entspricht dem Rechtsbrief für die Deutschen von 1309, ü. B. 2, n. 154, 
§ 9, und der Schlussakte von 1360, unten n. 497, § 9. Art. 2 ist in n. 497 
§ 44 a geworden. Art. 3, 4 sind daselbst zu § 44 erweitert. Art. 5 stimmt zu 
§ 45. Art. 6 hat in deti Festsetzungen vofi 1360 über das Maklerwesen, n. 499, 
Berücksiditigung gefunden, Art. 7, 8 sind scMiesslich als §§ 46, 47 anerkannt. 
Sie haben also insgesammt zum Ziele geführt. Über die Zugeständtiisse vofi 1359 
Juni 3, unsre n. 452, gehen sie hinaus, sie sifid also jünger als diese. Da 
andrerseits durdi Lübecks Schreiben an Dortmund von 1360 März 24, unten n. 478, 
festgestellt wird, dass um diese Zeit nur noch zwei Forderungen der Hansestädte, 
die wir kennen lernen, auf Erfüllung warten, so ist die Zusammenstellung dieser 
acht Artikel älter als die in letzterem Brief besprochenen Verhandlungen vom März 
und die jüngst vorausgegangenen. Täuscht nicht alles, so stellt der Aufsatz die- 
jenigen Forderungen vor, deren Erfüllung auf dem Juli- Tage von 1359 von den 
Städten als Bedingung für die Wiederaufnahme des Verkehrs mit Flandern gegen- 
über dessen Abgeordneten bezeidmet wurde, worüber das Ivansisdie Sdireiben an 
Dortmund von Juli 25, n. 455, Auskunß giebt. In diesem Stücke wäre dann die 
Aufstellung zu erkennen, welche die Brügger Abgeordneten vom Hatisetage mit- 
gebracht Jiahen und in ihrer Stadt abschreiben Hessen, um sie nadi Gent weiter 
zu geben, vgl. die Stadtrechnungen in HR. 3, S. 245, n. 17. 

doo. Die in Lübeck versammelten Sendeboten der deutschefi Städte an Dortmund: 
zeigen die durch ihren Beschluss von Juni 24 für die Verhandlungen mit 
Flandern gestellten Bedingungen an, wonach die Schöffen von Gent, Brügge 
utid Ypern für sich und für den Grafen von Flandern gemäss der städti- 
schen Anleitung (secundum decretum et mediaeionem nostram) für den der 
Kaufmannschaft zugefügten Schaden Ersatz leisten oder sicJi durch Schwur 
reinigen wnd die ihnen eingereichte Urkunde über die Gerechtsame der Kauf- 
leiite mit den Siegeln des Grafen und der Städte Flanderns bis Sept. 8 
nach Lübeck wieder abliefern sollen S der Verkehr mit Flandern dann von 

') Die in HR, 3, n. 249, 3, 4 ausgezogenen Genter Stadtrechnungen lehren, dass die 
Flandrer, durch die Oenter vertreten, in der That zu diesem Termine in Lübeck waren, aber 



S24 ' 1350 Juli 25 — 1359 Aug, 14. 

Okt. 20 ab wieder anfgenomnmi ^ aber his 1360 Mai 14 flandrisches Tuch 
nur verseht ffi werden darf\ wenn es nach Okt, 20 angekauß ist^; verheissen 
Miftheihmg über die zukünßigefi Verhandlungen, litten den Beschluss mir 
Kenniniss der zugewandten Städte (civitatibus vobia collateralibiis) £U bringen, 
— 1359 (in die b. Jacobi apostoli gloriosi) Jidi 25, 

StA zu Dortmund, w, 420,* Or,, Pgm,, das briefschliessende S. abgefallen. 
GedntcM: daraus HB, 1, n. 227, rers. EüM, Dortmunder U. B, 1, $, n, 74t 
Wofd £U diesem Lübecker Tage gehören die Posten des Ättsgabebuchs der 
Stadt Biga van 1348 — 1360 , Livländ, BiUerschuftsbibl. au Biga n. 386, m 1359: 
ad regsam domini Wnlfardi [de Sajüderen] versus Luljeke 3Ö mr, cum 20 oris; 
item dedimus domino WuKardo ei parte relicte Sydon Rutbeui 17 mr. , que pecuniÄ 
ftdt siimpta de pecnnia eiaccionb. Ad reysam domini Walfardi liabitam versojs 
Lubek 9 fertones. Ad usum reyae incepte versus Lubek 19 mr, cum 9 ori«; de 
illis reveneniut In cibis et aliis postmodum in uaus civitatifi coiiverais et expositia 
9 mr. cum 18 oria. Die flandrische Unterlage für die Verhandlungen in Lübeck 
B, in n. 45J2, die hansischen Vorbereittmgen in n. 431 u, n. 433, 

456. Hz. Barnim [TU] votv Pofnmern [- Statin] transsumirt die Urkunde K. EricJof 
mn Dänemark über die Vitte der Greifswalder auf Schonen^ ron 1280 
Juli 14, Bd, 2, n. 856, — 1359 (in ^igilia b. Laureneii martiris Deo digni) 
Aug, 9. Greifswald. 

StA Mu Greifiwald, n, 29; Or. in. Siegelband, S, abgerissen, 
Verseu^net: daraus Gesterding, Beitr, z. Gesch, d. St. Greifsiiyald n. 148; ngl. 
Koppmann in HB. 1, 8, 182 Anm, 2. 

457. AU Martin von Eldena (HUda) hescftgi die Urkunde K. Erichs von Däne- 
mark über die Vitte der Greifswalder auf Schonen^ von 1280 Juli 14 f Bd, 1^ 
n. 856^ gesehen £U haben. — 1359 (in rigilia assumpcionis \h Marie rirginia 
gloriose) Aug. 14, Kloster Eldena, 

StA zu Grmfmald; Or, m. 8, des AuaMeUers. MitgetlieiU vm Hn, Prof Dr, Pyl 

in Grcifswald. 
Verzeichnet: daraus Gesterding, Beitr. s. Gesch. d, St. Greifmaid n. 147b; vgl. 

Koppmann in HB. 1, 8. 182 Anm. 2. S. die Anmerktmg tu unsrer n. 450. 

458. Eduard von Geldern und Pfahgraf Albrecht bei Rhein, Bz. in Baierti, He* 
gent von Hennegau, Holland, Seeland und Frieslafulj beurkunden in ihrem 

mit leeren Händen, feie schofi Kappmann das., Vorbemerkung, aussprach. Das Aui^le^n der 
Brügger erklärt »ick atis der ausserordcntUck gesteigerten Thätigkeii der Stadt in ihretn Kon* 
/likt mit dem Grafen und in den allgemeinen politischen Verhältmssen zwischen England und 
Frankreich während des Sommers und ^Vinter8 1359. Es sind die poUiisehen und tcirthschaff- 
lich€n Koihstnf\de^ tvelclie die unten n. 472 Anm. cititie Urkunde nermi. Vgl. auch die Ein* 
lettung £h diesetn Bande. ') Zieei urkundHche Auf Zeichnungen Strahunds über die Auitfvh' 

rung der hangest ädtischen Ord*innani, welche diesem Punkte su Grande Hegt, h. in HB. 3, 
n. 247, 248. *) Naliezu in demselben Augenblick wurde der Kampf um Schonen in die Mitte 
der nordischen und der hanfis^n Angelegenheiten gerückt. Zu Falfiterbo schlosit K. Magnus 
ton Schweden Atig. 17 den Vertrag mU Hm. Albrecht ron Meklenhurg^ durch welchen er dch 
gegen K. Waldemar schOtsen, die Streitkräfte und Machtmittel des Hertogs an sich fesseln, 
Sehomn behaupten tvollte, Urkunde bei Stgffe^ Bidrng tili Skandtnat'iens Histona 1, n. 23, bei 
Ihjdberg, Srerges Traktater 2, n. 345. Durch den 7 od seines Sohnes Erich ist mn Verhält* 
ni^s zu K. Waldemar zerstört , er gelbst, da der Nebenbuhler vemch wunden iift, mit dem er die 
Hrrrschaß tf^etlen mu^^ste, der natürliche Verfechter der schwedischen Ansprüche auf Schonett^ 
die. K Waldemar behhnpfi, wie es scheint ^ auf Grund früherer Verabredungen mit K. Matjnns 
selbst; rgh oben n. 4i(i Anm. Praktifdte Folgen hat der Vertrag mit Us. Altn'echt nicht gehabt. 
Über das Bestreben K. Waldemars snr Herrschaft tu gelangen durch llieilung und Schwächung 
der gegnerischen Kräfte vgl unten n. 486 Anm, ■) Wann war dort Ghereke Hubenow Vogt 
der Greifswalder? llilU wird er in den Stadtbucltem von Greißwald als ehemaliger Vogt auf^ 
geftlhrt, rgl, Pommersche Geschieht »de nkmuler ron Th. Pgl 3, Ä 13, 



1359 Aug, m — 1359 Okt 14, 



22^ 



Schuftrertrmjc^ i«. «., dass sie zur Sicherung ihrer leiderseitigen Unterihaneti 
die Wasser- und die Lambirassen des Hcrzmjthums öMern, der Oraf- 
ichaft Zutfetij die Vetuwe ausyefwmnten , Hennegans ^ Hollands^ Seelands 
und der Herrschaft Fricslmid gegen einheimische und ausivärtige liauhritter* 
(eene yegelycke, diere eenigh Btoeten woude) in ihren Schirm und in gemein- 
same Vertheidigimg }iehnien und bei Schädigung eines Ritters oder Kauf- 
manns für BüclerstaUung oder Ersatz de^s genommenen Guts sorgen woÜen. 
— lHfy9 (des vrydags nae onser vrouwen dagh assumptio) Aug, 16. Adeghmn^. 

Gedruckt: mich (kr Ilandreiti' Chronik van der Hottrts (msc) t. 4 bei van Mieris, 
Charterhoek 3, 105. Ä oben n, 443. 

4B9> Aelterleuie und gctneiner [DeuischerJ Kaufmann m Bordrecht an LilhecJc: 
berichten, dass die Kampenery wie erwartet war, in Brügge gewesen y dass auch 
ihnen alle Privilegien^ welche die Dmt sehen seit Gr. Roberts Zeit besessen*, 
sollen jttigesiclwri worden sein^ dass sie dafür sich verpflichtet haben FUin- 
dem mit ostersehem Gide aus Häfen deutschen Rechtes beizuspj-ingen ; dass 
die Fläminger bei den sicf^eren Aussichten ßr ihre Tucfie nach dem Deutschen 
Kaufmann wenig Verlangen tragen ^ sondern üire Tücher über Land gehen 
lassen; dass der grösste Theil des deutschen Absatzes in Dordrechi wider 
ihren Willen offenbar nach Flandern geführt wird; empfehlen dies zu näherer 
Erwägufig\ — [1359] (des ersten dinggesdaghes na 8. Franciscus dagbe) 
Okt. 8. [DordrechtJ 

Enthalten im Schreiben Lühecks von Okt, 20, unten «, AGL 

Gedruckt: darnns HR, 3, n, 251, 

K, Karl IV an HanAurg^: erkläti auf die vorgetragene Klage über Bauh- 
wesen eu Wasser und zu Lande die Räuber für infam mid ehrlos und 
gestattet sie eu verfolgen ufid zu fjestrafen, — JB59 Okt, 14, Prag. 

Er richtet $ich g€(fm die Haeksciien in Holhinäj die BronkfiorMs in Geldern, *) Durch 
Rauhsüfft wurde in diesen Jahren der Handel in der ganzen VtMfegend gefährdet, wie die 
Stadtrechnungen von Derenter Uftd Vfjn Wesei tiachnrisen. Pur die bedrohte Hundflsrerhitidnng 
Htit Wentfalen vgl, aus Derenter: 1359 Okt. 14 (in die Külixti) servo dicto Smit currenti Oseu- 
brugghe et Mona&teriuni cutn Utteris a4 preiiiuni^ndm« cives Davetttrieuses pre inimicis, vcnient«» 
th rüari, 2 ^. G a, 8 d,^ Van Doominck, De Caitvanrnrn-Rekeningen van Devmtcr 2, 3^ S. G35, 
mid mm Wff^el schon von 1358: nuncio inisso trans Lippiam mooenti eitraneos (ipiiianos 8 d.^ 
Stndtrcchnungen rmi Wesel im iStaatftarchie r« Düftsehlorf. Auch nciscken bti<ien Städtfn 
iclhttt wurden Altniac/mngeti getroffen: 1359, ouneio Davantrien»! portinti litteraä coutirientei* 
♦luod opidttiu noatn .securi venire poasint Davantriam, 12 d^» Wesekr Rechnungen; kurz zuvor 
wur eimfeiragen : naiicio miÄBo Davantriam querendo, qiiar«? nos üon salutarent, 4 s, «) Nijhoff, 
Gedenk waardißhedeti van Gelderland 2, S, LXXIX Anm, 1 will den ürtsnanten Adinghem »»* 
Abdruck in Itedinghctn (bei Kuilmhnrg) rerändet^, Hz. Albrecht konnte aber um diesie Zeit 
nicht to weit im Norden sein, weil er den Sotnmer 1359 rum (früSifteH Thetl im Hennegau r«- 
ttrachte und eben von d*n't mich Seeland ritt, rgl, DeeiUem, Cartulatre den conites de Hainnut 1^ 
S, fjßB, 570, untl Bhk m Fruin, Bijdr. voor v^iderL geschied, JII^ 2, 3, 26h Kn ist Adeghem, 
Adegem in (Mfiumlem htt Eecloo zu ver»tehen, *) Seit 1307 Dec, 1, ü. B. 2, «, iJil, 

*J Koppntann iirh4 %n ditffffi Meldungen etn gtU€9 Zmgnifsn ßr die Dij^lomaiie der Han§en, 
weil in ihnen bekannt wird, was erst Nor, 15, pgt fmien n. 464, sum urknndticJ^en Abschluits 
gelangt ijii, HB 3, VII j, Anm. 1, Dom i$i «u rieh Die entscheidenden Abmachungen :icischen 
dem Grafen, aeiTim Städten und Kampen, denen naclt obigem Schreüfe^i Verfiafidlungefi in 
hrugg*: voransffegangejt mml. waren auf der Tagfahrt ru Ursel (bei Somcrgrm in Ostflandtm, 
unfern t^m Gent, nicht in WeBtllundem , wie HB, 3, Begiäier) getroffen, Diete Tag fahrt hat 
alter Mchon Sept Ui bii 15 nUiitgefnnden , %cie die Briigger Stadirechnnngcfi bei Gülwdiu M, 
S, 102 aumceißen. Da»» der Ka**f^»finn in DordrecfU 3 Wachen npattr da*rtn nntcrrichtet sein 
mnitfie, liegt auf der Hand; die Betirkundufig der J^usagen am 15, A^Of\ hat nur fornntlnt 
Werih, Vgl die Einleitung ;u dienern Bande. •) Auf die Verträge der Stadt Brenifn mit 



99e 



[1359] Oktober 2Ö. 



Aus StA :>* H*t»if>ttrgf Trfne D 14; Or. m. S. 

Gedrucki: ehmduher (Kkfekev,) Hamb, GeseUe u. Verfmä.T, 632; Lünig^ BcicJiS- 

archiv 13, 93$; rers, Urk, Ge$ch, d, Unpr. d, D. Hattst 2. 464 und Böhmer- 

Muhttf Etffesicn Karh IV n, 3009. 

Karolus quartus Diviiia f'avcnte clemeucia Rotnanorutn iniperator seioper 
augustüs et Boemie rei consulibus et commimitati civitatis Hamburgensis, Bre' 
iiienais diocesis, fidelibus suis dilectig, graeiani suam et omne bonöm. ImperialiB 
throDUß, a quo justicia et Judicium procedit, equuni estunat, üt iniqiii bouorum 
pacem et quietem turbantes debite ulcioais gladio feriautur. Sane pro parte 
vestra Johannes decanus ecelesie Hamburgensis in no8tre luajestatis preseucia 
eonstitutus proposuit, quod mercatores et alie peri^one in mari et fliiyio Albee 
uecüon alias ad civitatem vestram aceedentes a pyratis et spoliatoribus strataruui 
pubiicarum frequentes injurias sustinent et jacturas. Unde, ut lualefactores pre- 
dicti a flagiciis retrahantur, pronunciamus, deelaramus et dieimus, pyratas naves 
iDvadente^j bcma raercatonim et res rapientes aut naufragium paeientibiis in navi- 
buö et aliis rebus suis quomodolibet injuriam irrogantes seu agricultores, dum 
terram colunt et operi rustieali operam dant, animalibus vel jnstrumentis suis 
ßpoliantes vel ipsos capientes infames esse et omni honore ipso jure privatos. 
Quo ectam pyrataa et gpoltatores infra territorium vestrum perquireudi et capiendi 
et secundum sacras leges debita pena dampnandi cum reeeptatoribus et defeuso- 
ribus eorundem vobis tribuimus liberam potcstatem. Bona quoque vestra et 
possessiooes quascumque nostra imperiali protectione eensemus gaudere, donec 
nos aut sttccessores nostri, iniperatores seu reges Romannrum, premissa duxeri* 
mus revocandum et dummodo vos in obediencia, fidelitate et subjeccione ou.stri et 
imperii fideliter maneatis. Presencium sub imperialis nostre majestatis sigillo 
testimonio litterarum. Dtitum Präge, anno Domini millesimo trecentesinio quinqua- 
gesimo nono, indiccione dtiodecima, 2 idus mensis Octobris, regnorum nostrc*rum 
anno quarta decimo, imperii vero quint4>. 

Per dominum imperatorem 

Cor[rect]a per Jolianneni de Conradus de Gysinheim. 

Prusnitz. 

[Auf dem Rücien:] R[egistrata). Milirius. 

ißt. Lübccfc an Lünehtmj: f heilt den Okt 2ü eingegangenen Bericht des Deutschen 
Kaufmanns zu Dordrecht w. 459 abschrißlich mit und bittet sein zweites 
Schreiben nach Braunschtveig weiter stt befördern. — [1359] (vigilia* SymoniB 
et Jude) Okt, 26, 

StA zti Lunehufff; Ör. w. S> 

GtdfHckt: darmi$ HR. 3, w, 252. 



Hm, Wilhelm r. Braunichweiff-Lünehurp und Ludwig ^ Sohn eon Hz. MagnuB I von BraHn* 
^ditcdg , von 1359 Aug, 18, mwie deB VtrivcftetH im $Stift Bremen mit denstlhen am nämlichtn 
Tage, Stideiulorf, U, B. i, Geach. r. Brautischweig «, Lüneburg 3, n. 84 u. 85, Brem. ü. B. 3, 
n. 144, genügt es mit einem IFwte hinittweisen, — Der in der Urk. GtHcH. d, tVirj>r, d. IK Iian»e 2^ 
466, n, 195 uttd m der Schlemt. Holai. V, S, 2, n, 197 gedrnckU Vertrag gehört eintr »jmteren 
Xett an: Albert 11 int ent 1361 Sefit. 19 (Sudendorf a, a. 0, 3, 144) ah EUki utui erat 1362 
Jan. 27 (a. a. 0. I4s) ah Erzhischof von Bremen urkundlich $tachsn%ceis€n ; freundücfte Au9^ 
kunft ron W, von Btjfjten, vgl, aneh Lapptnherg, GeschicfUsqneUen des Erzatift» w. d, Stadt 
Lirrmen S, 50 Anm, 5. — Für d%e Wirklichkeit htU ein Vertrag zunsdten unmütetbar beihcM- 
iujfni Miicktiin, welche inglrich letainngs fähig waren, wie man wai(*<, eine Bedeutung gehabt^ 
welche einem kaiaerhcfien Erlas» in dir »er Zeit fiirmah melir tnkupt, >J Da Simon tmd 

Jnda.% i. J. 1359 nnf einen Montag fiel, 80 ift die Vigüie Okt. 26, 



1359 Nov. 5 — 1359 Nov. 15. 227 

4G2, Gr. Ludwig [III] von Flandern, Hz. von Brabaivt, gestattet zu besanderm 
Gedeihen von Antwerpen und zum Vortheü seines Landes den Bürgern und 
Kauf leuten von Utrecht mit Gut und Kaufmannschaft ihren Stapel zu Ant- 
werpen auf vier JaJire zu errichten (data te wetene van alrehande vetter 
wäre 9 boter, caes, smout, smare, hude, eyere, raepzaet^ koolsaet*, mostaert- 
saet, caempsaet, honich ende zeem), frei von Arrestirung und Behinderung 
und unter der Bedingung, dat zii oft enieh van hem enegherhande beloeften 
of voorwaerden ghedaen of ghelooft hadden met bände, met monde, met 
seepenenbrieve of met brieve, die zii selve besegbelt hadden, dat zii diere 
pleghen ende houden zouden, gheliic dat zii se ghelooft hebben^. — 1359 
Novbr. 5. Antwerpen. 

A StA zu Anticerpen, Cg n. 90; Or. m. S. 

L Departementalarchiv zu Lille, Chamhre des cowptes. Reg. d. chartes 1 foL 192*, 

n. 6172. 
Verzeichnet: ans A Verachter, Inventaire des archives d'Anvers n. 145; vgl. Cod. 
dipl. Neerlafid. 1, 22 Anm. 1. S. oben 13ö8 April 21 in Anm. 4 zu n, 396 und 
die Wiederholung des Freilieitsbriefes aus dem JaJire 1366 Sept 3, Gent, bei 
Mertens en Torfs, Geschieden is van Anticerpen 2, 553 und Cod. dipl. Neerland. 
1, n. 47 (auch in Lille, 6««« cartulaire de Flandre), 

463. Affo Folkardi [Beninga] , Häuptling in Pilsum, an Hamburg: beantwortet 
die Anzeige über den dreijährigen Stillstand mit dem Versprechen ihn mit 
seinen Freunden zu halten und bis 1360 Juni 24 Boten zur Herstellung 
eines endgültigen Friedens nach Hamburg zu senden. — 13^9 (in profesto* 
b. Martini episcopi) Novbr. 9, 

StA zu Hamburg, Trese P 40; Or. m, S. 

Gedruckt: daraus Friedländer , Ostfries. U. B. 1, n. 87, wo der Name Beninga 
ergänzt ist. 

464. Gr. Ludioig ßllj von Flandern , Hz. von Brabant, verspricht alle zwischen 
ihm und seinen SUUlten und den Bürgern von Kampen auf der Tagfahrt 
zu Ursel getroffene Vereinbarungen über gewisse Freiheitsart iJcel und Klage- 
Xmnkte zu halten, verpflichtet sich etwaige weitere Freilieitszusicherungen an 
die Osterlinge auch den Kampenern in besiegelten Privilegien zu gebebt, wie 
jene sie empfangen sollen, und sagt ihnen darauf hin sicheren Handelsver- 
kehr in Flandern zuK — 1359 Novbr. 15. [Schloss] Male. 

K StA zu Kampen, n. 131; Or. m. S. 

Departementalarchiv zu Lille, Chamhre des comptes. Reg. d. chartes 1 fd. 22\ 

Gedruckt: am K HR. 3, n. 250, wo der Name des grüflichefx Sekretärs nicht in 

Lambert, sondern in I^mbin aufzulösen ist, vgl. oben S. 192 Anm. 1. S. oben % 

n. 450 nebf^t Anm. 5, upiten n. 497. 

405. Die kön. Regentschaft^ in England an London: verfügt die Erhebung einer 
Steuer von allem Katifmannsgut zur Ausrüstung einer Schutzflotte auf dem 

a) So L, hoolsaet A. 
») In gleicher Weise sollen Valenciennes und die dazwischen liegeftden Städte Bordrecht 
Gent, Middelburg ihreti Stapel tn Anticerpen haben, VeradUer a. a. O. n. 169, 175, 177, 192. 
Den Florentiner Kaufleuten verlieh der Graf Dec, 15, Gent, ein Handelsprivileg. Lille, Chambre 
des comptes. Heg. d. chartes 1 foh 24, n. 8212. *) Die Vigilie ist hier Nov. 9, weil der Mar- . 
tinstag i. J. 1359 auf eitlen Montag fiel. a) Einen Schritt auf dem Wege dahin sichern sidi 
die Kampener in demselben Jahre: ohne niiheres Datum melden die gräflich holländischen Reell- 
nungen zu 1359: Gbesent AndriuB an den ber van YsselsU^yn [Mitglied des gräflichen Roths] 
mit miins joncber brieve, roerende, dat hi den rentmcoster van Zuidbollant geschreven hadde, 
dat die van Campen tollfnvrii varen soudcn, De Lange van Wijngaerden, GescJiied. der stadvan 
der Goude 2 (1817), S. 355. [Königl. Bibliotluk Berlin.] *) Doch nicht der Sohn des Königs 

29* 



228 ^^^ 1359 November 02, 

Meere zu Gunaten der su- und ahfahrenden Kaufleuic für dk Zeit von 
1359 Dechr 1 bis 1360 SepL 29 K — 1359 Novbr, 22. Woodstoch 

London, P*tbl Rccorä Office, EoL lit elaus. S3 Eäw. IlL m. 10, DoMlbst die 
entsprechenden tjekuriicn (s. die Noten hier) Ausfertiffun^en für Dover vnd S7 
gen. muhe Hafenorte. 
Gedruckt: daraus Eifmer, Voedera 3, 1, 400 , wonadt hiei\ 

Bex üiajori et vicwonütibus ac aldermaunis Londoiiiarum Balutem, Quia 
expositis coram nobis et niagnatibus ac aliis de concilio nosti'o ante ultimum pas* 
8dgium nostnim dampnis et periculis, que mercatoiibus et aliis, tarn indigenis quam 
alienjgenis, cum navibus et bonis suis a regno nostro Auglie ad parttJS exteras 
trauseuutibus et ad idein regnum venientibus per piratas et alios hostes nostros 
supra mare post ti'ansti'etationem nostram evenire verisimiliter foraiidantur, pro 
hujusmodi dampois et pericuJis eritandis ortüjiatum fiiit et concordatum, quod 
certa amiata naviurri guerrinarum ad proficiscendiim supra mare, aJ oaves a regno 
nostro predicto cum bonis et mercimoniis transeuntes et ad idem ix^gnum Tonientes 
salvo condueendum et ab hujusmodi dampnis et periculis defeodendum ac ad mala^ 
que poterunt, hujusmodi bostibus iiiferendum et ad nova de nobis et exerettu 
nostro ad concüiimi nosti'um in Angliam reportajidum pai*aretui'; et ad invenien- 
dum liiyusmodi navigium iidem magnates de consensu meixatorum, tarn indigenarum 
quam alienigenarum, quos ea de causa eoram nobis et concüio nostro eonvocari 
fednius, gratauter concessenint subsidium subi^^criptum : videlicet sex denarios de 
libra, scilicet de singulis viginti soiidis omnium mercandisai^um ad idem regnum 
adducondarum et ab eodem educendarum usque ad festum sancti Michaelis pn>xirao 
futurum*, per duos de probioribus et legal ioribus boniinibus cujusUbet portus dicti 
regni per majoi'em et ballivos ac communitatem portus iliius eligendos levandum 
et colligendum, et per ipsos duos homines ad vos, pretati major et Ticecomites*, 
ad illüd magistris et marinariis navimn guemnarum sie supra mare profecturarum 
pro expensis suis et hominum armatorum et sagittariorum, quos in eisdem navibus 
ex causa predicta poni contigerit, juxta avisamentum ex>ncilii nostri solvendum et 
distiibuendura, intendendum vel deferendum; ita quod onines denarii de dicto sub- 
sldio provenientes ad hujusmodi navigium inveniendum per vos, prefati major et 
Ticecomites**, salvo custodiantiu" et in alios usus non convertantur, et quod tarn 
omnes et singuli mercatores de dieto subsidio de omnibus mei-candlsis suis dictis 
duobus hominibus fideüter prestando eisdem duobus hominibus, cfuara ipsi duo 
homines de eodem subsidio recipiendo majori et ballivis portuum predictonmi sa» 
cramentum prestare compellantur: nos, volentes Ordinationen! et concessionem pre- 
« <lictag executioni demandari, vobis mandamus finniter iujungentes, quod statim visis 
presentibus duos de probioribus et legalioribus hominibus civitatis predicte' ad sub- 
sidium predictum in dicto portu L<3ndoniarum'* a primo die Dt^embris proximo 
futuro usque ad dictimi festum sancti Michaelis in forma predicta levandum et 

A) in der Auaftrtigunff ßr Darm- uwt di« tmäem Häfen: per ip«oi> du'»« tmthinc^ ad mi^^iR!'™ ^^ 
rioooosiito» nofitn» Londouiiiriuii , qai per di<»ton cnJi;^n«t«ü ot mwciitott^ imI omuc*s «loiwiri» d& t^iem 
i^biddlo in omoitiits poitiilmf predictii prot'oitieut«» per mmnns Kinüftilunun cnllocUintm cju^ciem suU^itdii in 
•ingulit porttibns pfedicüs apod ciTitiii.t«i» i}a»tnufi LundituUniui p^ir ludeutunuii mde ilebit« eoctAc'i^MdAmt 
rfNnpiendnni rt ad initil u, t. w. tem t^xn. t» Daaetbut p«t dietus m^janHii et riceooinit«» L4mdoti. 

tt Dtuelh^tt. TiUe predict« d« astnsQ conußQiiiuti« eja%deiD villft oil »ub«idiinn u,i. «r, unt obm, d> Dt>~ 
von., imxtt. ftttU, *mti «(asfUaL 

«elto', dmn äieaer, Thomas von Woodßtocl:, Hz* rtm Gloceftter, «rar, ah der Vater rtäm netmi 
Angriff anf Fi^ankreich ichritt und ihm nominell die Ufffiertmg vlpfrirag, ein Knabe rmi Ho<k 
nidit vier Jahren. *> Am nelben Tage empfahl dte Eeffentschafl durch Zuschriften an jAm- 

ttan und an Ltftm die Kanfleute nm Fiundern ihrem bt^omteren Schuf: , Eifmer 3, X, 4&iK 



135Ö Bec. 7 — [1300?] Jan. 1. 



22$ 



coUigendiim eligaris, et sacramentum suiun in foniia predicta recipiatis et eis ex 
parte nostra sub gravi forisfaetura uostra*iiijaDgatiö, qiiad ciix^a levatiooem et^^iol- 
lectionem ejusdem subsidii, ommbus aliis pretermissis, diligeiiter Intendant et dena- 
rios inde provementes' vobis, prefati major et vicocomites Londanianim, de tem- 
pore in tempus liberent, nos de nominibus lUoram, quos sie eligi coutigerit, in cau- 
cellariam uostram certificantes indilate^ Nolumus enim, quod dicti dno hoiuiues 
compotum de subsidio predieto aliis quam robis, prefati major et ricee^mites'*, red- 
dere teueautur nee quod" vos, m^jor et vicecomites, ad compotum de eodem sub- 
sidio nobis in scaccario nostro vel alibi reddendum sitis ouemti, set quod inden- 
ture*' de receptione et liberatione denaiiorum de subsidio illo provenientiuni coram 
Johanne Lovekyn. Henrico Pic^rd, Adam Franceys, Jolianne de Stodeye et Jo- 
hanne Wrotli, alderoiannis Londoniarum, quatuor, tribiis vel duobus eoruia, 
per vos, dicti major et ricecomites, ostendantnr; per quos volumus, quod Je omni 
eo, quod eis per ostensionem indenturarum pi-edictaruni constai*e potent^ de dicto 
subsidio magistris et marinariis predictis ex causa predicta solutum fuisse, plena 
alloeatio et quietantia fiant, et per easdem allocÄtionem et quietantiam erga nos et 
qnoscnmqne alios sitis exonerati et quleti iniperpetunm. Teste (custode predieto 
Thoma tilio nostix) cailssiriio, custode Anglie, apud Wodestok, 22. die Novenibris) \ 

Per ipsum regem et ooncilium. 

466. Pfdzgraf Alhrcchi bei Bhein, ife. vofi Baicrn, Hegtnt von Hemiegau^ Uolland^ 
Seeland, Frieslandf verheisst in seinetn Fretmdschafisrerirog mit Utrecht den 
Biirgcrn der Stadt freien Verkehr in seincft Landen nud sichere Fahrt uach 
Bordrecht auch bei Unruhen in seiner Grafschaft^, — 1359 (des zaterdaghes 
na a. Nydaes dach) Decbr, 7, Haag. 

StA ZH Utf^cfUt Der stat copieboH' B fot, 65. 
Gedruckt: daraus van Mterin, ChartcrboeJc S, 114. 

467. Ih. Albrecht von MeJcJenhurg an [Stralsund?]: hegehrt Verwendung bei II2. 
Barnim [van Ponnnetit-WolgastJ für gefangene Meklenhnrger, Besendang 
eines Tayes su Bibnits und Einwirkung auf Barth und Tribsees und rer- 
sicherif dass er die Freilassung gefangefter Anklanter verlangt habe. — [1360?]^ 
Jan. 1, Schwerin. 



n) Ihitetf^t imi<w Jvr^^dtiB nkAjori et \ioccotaitil.U6 LtmdoniAnttu tit* sex ^<*]>ijjiuU4tt in ^l^x s-^pti- 
IMm» d«fonint e>tve tnittunt et dt» noniniititä illonitn duomm liomitjum. ««tatim cum olocti fu^rint. cis>leai 
nu^ori Pt ricetonaitilmn et do tljo ro<o|»tiottU preiicntis niAndntt nostri ©t per quom vobi* til<enituiii fuorit, 
nobb ij» tjui(<c>naii^m nostram iitdiUte tonstaT« f»( »itj*, Kolmnus m, t. «". «v ohrn, h) alüe qaam dicti« 
migori et vic^cojnitiHrUK damth/it, c> noc qaod divti m. et riccc, de eodom snbKidio jülter, fiiimu tn^n 
dictum Ml, onerontiir tfa*,, trrmiii */iV AuAffrti(ik*figfn fvr <Uk «wirfrm Städfe adüiua«*!. d) indentum fnUch 

im Abthuek, e) Du ftnqrkiamnirrtrn \Vi»fr tinrh ufri fiiuUnt ÄMfütiijfUntfen. itt def fiif Lo^uftni aniiatt 

4attmm mir: nt sopm. 

») Durch JtlrlasB ron 1300 Jan, JS uitd iIk (fttio/jefie Wahl bestätigt: die Londuncr 
Kauflent^ Tltonms tk Pykerifutni utui Thom. Ätic tV^irr/A, a, n, O. S. 4GS. — Jan. 12 uar 
den auslündischen Kauflntten 1« Etiffiand }m Tftdeafitrafc uutcrsfifft ttorden die Vtrbiftdttuf} 
iwiiictten den ausit artigen Feinden den Landen und denen in England »eilst su renmttchtf und 
irar eine scharfe Vbei^feachung der radnchtigen in den Häfen geboten fcorden, a. o. 0. S. 467. 
*) Okt. 10 verlith Atbrttht vtehrtren italienischen Kanfletittix^ ofjndmr Vertretern mier ffiö^ftetm 
Ge9io$9cnttehap^ umfnngreidie Pririletfien für Aufen(hal( nttd Hunde} in Zierikiee, r. Mierif^ 3, 
107. Juli 21 hatte er den Erlttu Gr, Wdhelmn über die Errichtung einh SetBeichem auf den 
Düneti ron Scfimnren (bei ZierikseeJ rotj 1353 (1352) Märt lü, rgi oben S. 122, Anm, /, 
tmei^crtf StA lu Zierikiee, A 4 n, 60, Tranmtmpt der Stadt ron 1369 Okt. m. 8. ») ZAis« 
Datum kann ohne die Eimelhcit^n der meklenburgisch - pommcr$cfte)i Geschichte wohl nicht ganz 
genau bentimmt werden, lli. Albreckt ah Graf rot» Schfrerin seit 13^9 März 31, Jh. Jiar^ 
fiim ly r. J\>tmnerfi'Wofßmt f 1365 Jutt 7, Cohn, Stanrntafetn 141, 146. Iki nach frtuntU 



230 [1360?] Januar 1* 

Aus EA zu Strahund; Gr., Papier, m, Spuren tl briffsMiessenden S\ Mit^t- 
^ theilt wn Kopp mann, 

Albertus dux Magnopolensis , comea Zwerinensis. Premisso favore nostro. 
Wi claghen ju swarliken, als \vi eer gheclaen hebben, dat use man und use bor- 
ghere ghevanghen sint und swarlüeu gheholdeu werden in uses omes lande her- 
thoghen Barnims des jflngheren und van sinen mannen. Des hadde wi ju ghe- 
eschet daenirab tho daghen, alse use bi*eve spreken, de use om und wi under- 
iangh ghegheven hebben, daer user en dem anderen an ghelovet und gliesworen 
beft, und hadden ok daertho gheeschet andere lüde, de in den sfilven breven 
daeito bescheden sint. Des quemen gi und alle, de van uses omes weghen daer 
kernen scheiden, nicht und de use quemen daer und nemeu des daghes wäre. 
Nu bidde wi ju, dat gi usen vorbenomeden om und sine brodere* daeran berichten, 
dat 86 *us doen so vole, als se us plichtich sint na den vorbenomeden breven, tho 
deme daghe, [de]* daer nu upghegrepen is alse morghen over achte daghen* to 
Ribbenitze, daer wi aver de use to senden willen, und biddeu und eschen ju, dat 
p daer mede to senden, als de vorbenomeden breve luden. Und wetet, dat us 
ghesecht is, dat use om und sine man sik daerna richten, dat se mid us crighen 
und orloghen willeo, des wi doch nicht gheloven, wont wi us jeghen se in nener- 
leie saken sehfildich weten, men dat wi en al utdoen willen, als use breve spi'e- 
ken. und bidden, dat gi de van Baard und de van Tribeses daeran berichten, 
dat se US holden de hdldinghe, de se us ghedaen hebben, de se us ghesworen 
und vorbrevet hebben, und dat se sik an uns holden went so langhe, dat us lyk 
ghescheen is, als de vorbenomeden breve spreken. Und wetet, dat wi usen man- 
nen, de weder ghevanghen hadden borghere van Anklem, ghebeden hebben, dat 
se se ledich laten scolen, went wi jo neue schult hebben willen jeghen usen om 
und sine brodere und jeghen de ere. Gheven to Zwerin, des nyjen jares daghe, 
ander useme secrete. 

4G&. Köbi an Lübeck: heriehtet über Flanderns Werbung um Frieden mit den 
detäscJien Kaufleuten durch die Gesandtschaft des Grafen von Flandern und 
der Siadt Brügge bei Köln^^ über die angebliche BereitwiUighnt des Landen 
den Forderungen der Kauf knie 7iach Möglichkeit nachzugeben, über das 
angelegentliche Gesuch tler BotMhaft einen gemeinsamen Verhandlungstag i» 
der ihnen ttalie belegenen Stadt Köln anzuberaHmen; empfiehlt unter VersicJie- 
rung seitws Eifers in den Angelegenheiten der gmneinen Kaußeute von der 
Deutschen Hanse leideres Gesuch^ indem es die Entsendung von je vier Be- 
voHmächtigtefi aus dem sächsischen , gotländischen und jfreussisch- West ftUischen 
Drittel nach Köln und die endgültige Einsammlung der Ersatzforderungen 



licher MiitkeUung von Hn. Geh. Archivrath Dr. Wigger 4i^ Schwerin Jh. Albreckt um Neu- 
Jahrstag 1S64 in Schwaden war, so fäUt die.^ Schrcibrn also itvischtn 1300 Jan. 1 und JM:i 
Jan, I oder auf tSG5 Jan, L Zusammenhaufi mit HE, 1, n. 47ö, ^ i3, «. 1, S. 503, n. 512g 
von 1368 u. 1369? Oder mtt Lüh. Ih B. 3, n. 395, 396, 411, unten n. 537 Anm,, von 1361? 
llibnitz häufig Ort der TagBatzungm, vgl unten w. 537 Anm, ») Bogühiw V uml War- 

tülaw V, Cohn a. a. O, 146, •) Jan. 9. ») Köln schreibt, hiis diebus $ei diu Oemndf- 

schaß zur Stelle getoesen, aber ei hat sich für die vmt ihr erbetet^ Verübe f^diMif viel Ztit g^- 
la$8€n, Thuinächlich war die Bnlggtr GmandUchaft , die nich Ikc. 1 aufgemacht haUt, 9ch<m 
Dec, 22, aJsa vier Wochen rar diesem Schreiben, itneder m Haufe, worüber die Brügßtr Stadt- 
Technunffen in HB. 3, «. 235, 2, 4, 5 benchien. Kälte gegen das IntercKse Flfmderm teigi 
auch der Jon deg Schreibrm, HB. 3, n. 25^5, 1 gehört nicht zu diemn Akt, wndem mtii n, 256, S 
lum Grcif.Htrtihier Taa> ni! ntiim «, 47B Anm. 



[1360] Jan. 22 - 1360 März 1. 231 

der Kauflente vorschlägt und die Ansage des Tages in Flandern seinerseits 
verspricht; bittet andernfalls, um die Flandrer in die Enge zxi treiben, etwa 
die Schliessung des Oresundcs herbei zu führen , damit jenen die Zufuhr ost- 
ländischen Gutes und der Absatz ihrer eigenen Waaren in Dordrecht und an 
andern Orten^ unmöglich gemacht werde. — [1360] Jan, 22, 

Abschrift in unsrer n. 470. 

Gedrtwkt: daraus HR. 3, n. 256. 

469. Die hon. Begentschaft in England an die Einnehmet' der Ilandelssteuer 
in London: verfügt die Abänderung der Ein- und Ausfuhrsteuer für Wein 
und Wolle von 6 Pfen. in 2 Schill, bis Sept. 29*. — 1S60 Jan. 23. Reading. 

London, Piibl. Record Office, Bot. Ut. claus, 33 Edw, III, m. 10, viit der Be- 
tnerkung, dass gleichlautende Erlasse den andern Städten und Häfen von Eng- 
land gesandt worden sind. 

Gedruckt: daraus Bymer, Foedera 3, 1, 468, wonach hier. S. oben n, 465. 

Rex coUectoribus sex denariorum de libra de omnibus mercandisis in portu 
Londoniarum salutem. Qnia qmbusdam certis de causis^ per nos et conciliimi 
nostrum ordinatum existit, quod loco sex denariorum de libra de quolibet dolio 
vini et quolibet sacco lane solvendonim in singulis portubus regni nostri Anglie 
pro tempore, quo dictum subsidium durabit, duo solidi de dolio et duo solidi 
de sacco solvantur et capiantur, vobis mandamus, quod de omnibus vinis et 
lanis ad portum predictum adductis et adducendis et ab eodem eductis et edu- 
cendis a primo die Decembris proximo preterito usque ad festum sancti Michaelis* 
proximo futurum, videlicet de quolibet dolio vinorum eorumdem duos solidos et 
de quolibet sacco dictarum lanarum duos solidos exigatis et capiatis; exactioni 
dicti subsidii sex denariorum de libra de vinis et lanis predictis per vos feciende 
omnino supersedentes, proviso quod idem subsidium sex denariorum de libra de 
omnibus aliis mercandisis in eodem portu exigatur et capiatur juxta formam man- 
dati nostri alias inde facti. Teste custode predicto*^, apud Redyng, 23. die Januarii. 

Per ipsum regem et concilium. 

470. Lübeck an alle Bürgerfneister und Rathmannen von der Hanse der Deutschen: 
Übersendet die Febr. 5 eingegangene Zuschrift Kölns n. 468 in Kopie, bittet 
um Weiterbeßrderung derselben und um gutachtliche Aeusserung. — [1360] 
(feria quinta post Agate) Febr. 6. 

BA zu Stralsund; Abschrift auf Pergametd. 

Gedruckt: daraus HB. 3, n. 257, tco Koppinann auf die eigenihiimliche Fassung 
der Adresse durch Andeutung aufmerksam gemacht hat. 

471. [Hz.] Albrecht [von Baiemjj Gr. von Holland, verleiht den Bürgern von 
Stade (den ghenen die wonen binnen Staden) eine^i Schutz- und Friedens- 
brief [in Bezug auf ihren Verlcehr in der Grafschaft Holland] für die Zeit 
eines Jahres von nächste Mittf asten ab [März Vi]. — 1360 (1359, des zonnen- 
daghes nae s. Mathiis dach) März 1. Dordrecht. 

J) Vgl. oben n. 459, unten n. 478. Dort ist zu sehen, dass man Kölns Anregung folgte, 
welche eine thatsäcldiclie Theilnahme der Stadt an den allgemeinen Afigelegenlteiten bekundet. 
Von der Korrespondenz der Städte ist uns nur weniges erhalten. *) Mai 28 ermahnt der 

König die Sheriffs rerschisdener Städte nachdrücklich bis Juni 25 über die Steuer und deren 
Verwendung Rechenschaft zu geben, Rymer 3, 1, 49fi. ») Der Krieg gegen Frtifikreich. Aus 
demselben Grunde irurde März 16 die Ausfuhr ron Getreide und Lebensmitteln vorübergehe^id 
verboten, a. a. 0. S. 476. *) Sept. 29. »J Vgl. die Anmerkung 4 zu S. 227. 



232 ^^W^mr 1360 März 4. 

Eeichsarchiv im Ilaaff, Big. Über 4 Arlhrtcht, 135S—1390, foL 46\ gUkhitiiigt 
Eitüragung; am ScMms heachten»tc€^ih: Per Johannem de Bloy« c^teroaque con* 
siliatores Hollaodie speciales. 

Gedruckt: ebendaher v. Mierifi, Charterboek 3, 81 mit fahchetn Datum, 

47 U* Gr. Ludivig III von Flandern, Hz, von Brahant, an die Beamtenschißen 
von Stadt und Land in Flandern: hegehrt nach gemachtem Anschlag die 
Beiträge mir Deckung der Kosten für die Gesandtschaften nach England 
und Lübeck K — 1360 Mars 4, Gent. 

Ans De}}artcuieiittdarchiO su lAUe, Ckambre des compfes, Heg. d, chartea 1 foh 26, 
II, 8254; (ihichzeitige Eintragung in dem gräfUciien Register. Vgl. Gachard, 
Rapport sur les archives de Lille (1841J S. 117 mit falscher Stückbeachretbuvuf. 
Vgl oben n. 447. 

Lettren ghesent an de steden van Viaendren om hulpe van costen 
ghedaen bi niins hern boden tingheland ende te Lubeke, 
Lodewiic etc. onsen gheminden vrienden den baillius ende wethuders van allen 
steden, poorten ende castelrien van onser graefscepe ende lande van Viaendren hier- 
naer ghenoomt ende verclaei'st in dese presente lettren^ dats te wetene etc., ende 
elken zonderlinghe salunt. Lieve vrieude, Ute dien dat wii vele grote ende zwaere 
[coste]* ghehat ende utegheleit hebben, om te zendene te diversen stonden in 
Ingheland ende te Liibeke om de nerioghe, orbore ende proffit van onsen lande 
ghemeenleke, daerunime wii al noch onse boden te Lubeke wert ghesent hebben, 
also wiis van onsen steden, van u ende van onsen lande voi*seid versocht hebben 
ghesiin, daertoe wii altoes güereet ghesiin hebben ende wesen willen, om de neringhe 
te behoudene, te meersene ende te voordei-no bin onsen lande naer onse macht, 
ende unse steden, die haer boden altoos dennede ghesent hebben ende derbi ghe- 
süji, hulpe ende succours ghehad hebben van den costen van hären boden: so eist 
dat wii onse vorseide coste ghetaxeert ende ghedeelt hebben up ODse steden, 
poorten ende castelrien van Viaendren vorseid, om hulpe ende souceours derof 
te hebbene, mids dat de zaken om ghemeen orbore ende proffit ghedaen hebben 
ghesiin, daenrf de taxacie ende u deel gheloopt in deser manieren. Dats te 
wetene etc. Waerof, lieve vriende, wii u versouken met groter nerenste, dat elc 
van a sine qnantiteit van der taxacien vorseid, gheliic dat se boven verclaerst es^ 
ghereeden wilt ende ons van so velen hulpe ende souceours doen van den costen 

a) Ijocfi im Papier, to Kievi/htht im «tfänwi^ 
1) Eine Koütenberechnung hutie im Decbr. 1350 wegeti ikr raert van Luboke und der 
vaert to Calais in BrUgge stattgefunden ^ HR. 3, n. 254. Die AnffUMsung der fUmdrischett 
Bürger van der Nutur und Tragweite dieser Angelegenheit ihres mttionalcn Handels geht mit 
voller Daitlichkeit awf der Einung der Organe des Stadt regimentn von Brüijge von 1300 (1359) 
März 2 hervor, BürgcmuristeTj Schöffen, Rath, Bür^ - Ifauptleute , Zunfimeiifta' und rfi< 
gemeine Bürgerschaß mn Brügge klagen smammen über die Verwirrun(ff icelcJte herrscht^ über 
Unfrieden, Ztcietracht , Aufndir, was die gröt^Me Gefihr für Rte sdbU birgt und lur Folge 
haben muss, d^t de goede coopliede, daor wy alle c^ude tgUemeene land oose voetsel an nemea 
ende die Kare secrt^te caraere in de sfedo van Brucgho boven allen anderen steden ghehouden 
bebhen ende houdende syn, Uoin van ons, alsoet gboen wonder en waro^ vervremden zouden, 
daer groot ineskief af conirnen motihto in inenegber mauieren; sie söhnen sich nnter einander au^i 
ommo pais, rüste, ©eudrachticlie acoort, vryheden, coopliede, ctK>pinanscei>en ende neerangbeo 
to heUUeno, te voe<lene ende te behoadene te euweliken daghen binnen der vors, siede ende 
lande van Vlaeiidren; me heschnörcn ihre Sühne mit Genehmigut*g dtres Gr af eti ufid mn alio 
goede coofilieden ende conpniaiiscopen ineer te vullen ter stede eodo te uns waort to treckene, 
Das ganze J^okummi ««cÄ Rmulenbouc fol. 48 im StA Brügge gedr. bei GilUodU-van Sexyeren, 
Intentaire des archives de Bruges 2, 107—109. Vgl, dazu die parallelen Äusserungef% im 
Sehredmi Kuln» an Lübeck ron Jan. 22^ oben n. 4C8, ifml die Einleitung zu diesem Bande, 



1360 März 4. 



233 



vprseid zonder wederzegghen , want wiit ghedaen hebben ten versouke van onsen 
steden ende lande vorseid om ghemeene neringhe, orbore ende proffit van onsen 
lande, ende daertoe ghi ons altoos ghereet vonden hebt ende vinden zult, also 
vurseid es, mids dat de zaken om ghemeene orbore ende proffit ghedaen souden 
wesen; ende daers noot es de vorseide somme te settene of te tailgene, so gheven 
wii u daerof last ende macht bi desen presenten lettren ende onsen baillius vor- 
seid om inninghe derof te doene. Lieve vriende, hierin wilt so vele doen, dat 
wiis u te dankene hebben, ende also wii u betrauwen, hierof verandwordende 
onsen ontfanghere van Vlaendren ende hem deliv[r]erende* van onsen weghe elc 
sine quantiteit vorseid, want wii hem derof ghelast hebben. Ghegheven te Ghend, 
den 4. dach van Maerte int jaer [13]59. 

Dits de taxacie van den transporte. 
Dats te wetene: 

Ghend 

Vierambochte 

Waes ende dapendance 

de Oudeborch van Ghend 

Biervliet 

Curtrike 

de Castelrie 

Denremonde ende tland 

Aelst, Gheroudsberghe ende datter toebehoort 

Öudenarde 

de Castelrie 



1108 Ib. 

246 Ib. 

317 Ib. 

211 Ib. 

31 Ib. 

42 Ib. 6 s. 8 d. 

373 Ib. 13 s. 4 d. 

101 Ib. 

554 Ib. 

55 Ib. 

81 Ib. 



lant Ardemborch 


— 30 s. 


Houke 


- 50 s. 


Müde 


— 40 s. 


Moenkereede 


— 50 s. 


BlaDkenberghe 


15 Ib. 


Üosthende 


6 Ib. 


Oudemburch 


17 Ib. 


ühistele 


7 Ib. 


Thoroud 


12 Ib. 


Dixmude 


69 Ib. 


Bergheambocht 


273 Ib. 


Duunkerke 


19 Ib. 


Greveninghe 


— 58 8. 


Mardike 


— 30 8. 


Brouborch 


16 Ib. 


Brouborchambocht 


51 Ib. 


Cassele 


3 Ib. 


Casseleambocht 


170 Ib. 


Belle ende Belleambocht 


88 Ib. 


Waerstine'' ende datter etc.* 


30 Ib. 



Bruggho 
tVrye 



1217 Ib. 
1067 Ib. 



a) deliTerend« Kor<a^ 1>) So! c) für: totb«hoort 

Haotischofl ürkondoibacli UL 



30 



234 [1360] März 8 - 1360 März 10. 

Dam 

Ardemborch 

Sluus 

Ysendike 

Hughevliete 

Roeselare bi Ardemborch 

Oostborch 

Waterdunen 



35 Ib. 




63 Ib. 




78 Ib. 




3 Ib. 




— 


20 s. 


— 


50 s. 


13 Ib. 




4 Ib. 




858 Ib. 




168 Ib. 




27 Ib. 




362 Ib. 




50 Ib. 




4 Ib. 




4 Ib. 




88 Ib. 




35 Ib. 





Yppre ^ 

de Castelrie 

Veurne 

Yeurneambocht 

Nieupooii: 

Lombardie 

Loo 

Poperinghe 

Berghen 

473. Lübeck an Stralsund: bittet im Hinblick auf die für März 15 nach Greifs- 
wald anberaumte Städteversammlung um Erkundigung in den ivendischen 
und andern Gegenden nach etwaiger Ansammlung von Feinden. — [1860] 
(oculi) März 8. 

BÄ zu Stralsund; Or. 
Gedruckt: daraus HR. 3, n. 253. 

47L Beschluss des Rostocker Raths in Entscheidung zwischen den Flandernfalirern 
und dem Krämeramt zu Rostock über den Ve^-kauf von Oel, 3Iandc1n und 
Reis^ aus überseeischen Gegenden und aus den wendischen Städten. — 1360 
März 10, 

Aus EA zu Itostock; Aufzeichnungen im Leibrentetihuch., Anliang fol. 81 \ und 

im Lib. arhitr. fol. 3\ Mitgetheilt von Dr. Sass in Schwerin. 
Gedruckt: KetteWladtt Der Stadt Bostock Gerechtsame fol. Illb. 

Notandum quod universi domini consules in Rozstoch sub anno Domini 1360 
feria tercia ante dominicam letare concordi consilio et consensu statuerunt et 
fecerunt infra scriptum statutum inter cives eonun partes Flandrie vel alias partes 
oxtraneas visitare solentes ex una et institores seu officium institorum in Rozstoch 
parte ex altera finniter porpetuis futuris temporibus duraturum in hunc modum. 
Videlicet quod cives eorum apportantes oleum qualecunque de partibus alienis 
potenint oleum predictum in habitacionibus suis vendere secundum mensuram, 
prout eis melius placuerit et videbitur expedire; sed si de Lubeke aut Stralessund 
seu civitatibus circum jacentibus in vicino, non trans stagnum, oleum adduxerint, 

^) 1360 Ajnil 27, Brügge, gestattet der Graf Ypem den Beitrag zu den „Kosten für Eng- 
land und Lübeck" mit 7000 Pfund Paris, auf Ypern wid Umgebung zu vertJieilen, so dass Ypem 
2333 Pf. trägt, Amt Ypem 1708, Kassel, Kasselamt 175S, Belle und BcUeamt 894, WocMinc ucbst 
der Kastellanei 307 Pf.; Chambre des comptes, Beg. 1 fol. 27 , n. 8362. Juni 14, Gent, (initiirt 
der Graf über die Bezahlung, a. a. O. fol. 36, auch erwähnt von Gachard im Bupport snr les 
archires de Lille (1841J S, 118, desgl. gegen die Städte und KasteUaneien Cassel, Bailloeul, Wanu- 
ton, a. a. O. *) Diese Übersetzung von gid scheint mir in dieser Zusammenstellung die rich- 
tigste zu sein. Im übrigen vgl, m. Mittelniederdeutsches WB., Nachtrag S. 142. Nernttich, 
Waarefdexikon 1, 58 giebt holl. git für Gagat aus, d. i. nach Schedels Waarenlcxikon 1, 5:>:J 
schwarzes Erdharz^ Bergxcad^s. 



13C0 März 17 — [1360 März 15-24.] 235 

imn minus quam deceni talenta de oo simul vendant. Si vero amigdala vel gid 
de dictis partibus Flaudrie seil alienis partibus aut eciam civitatibus Liibeke, Sundis 
vel aliis civitatibus hiis vicinis, ultra et trans stagnuni non jacentibus, adduxerint, 
puterunt licite vendere centenarium vel dimidium centenarium aut quartam partem 
centenarii de eisdeni et non minus. Presentibus dominis Henrico Frisone, Amoldo 
Crop«^lyn. 

475. Köln erklärt sich, nachdem es wegen der seinen Jlithürgern im Lande Gd- 
dem zu Nimwegen genommenen Weine und andern Waaren mit Uz. TJai- 
nald [III] von Geldern, Gr. von Ztdfen, Herrn Eduard^ dessen Bruder, 
und mit ihren Städten sich gesühnt, für völlig befriedigt gegen das ganze 
Land Geldern ausser gegen die von Roermond, Venlo und Nieuwstad 
(Nyerstat), bis auch diese das von den Iletren und Städten besiegelte Friedens^ 
instrument mit besiegeln werden; gewährt ihnen das Hecht nach Köln und 
darüber hinaus stromaufwärts (dar enboven) Kaufhandel zu treiben ' und bei 
Auldage oder Arrest irung wegen fremder Schuld sich durch den Eid zu reinigen 
(wert Sache dat sy oft yrre ennygen yemant anspreche oft arrestierde zu Coln 
in onser stat umb eynche sayche of scholt, dy sy selver nyt schuldich en 
weren off darvur dat sy sich selver nyet verlost noch verbunden hetteu ind 
die sy noch yre stat, da sy inne gesessen weren, off yemant anders vur sy 
nyet besegelt en hetten, darvoir moegen sy yre onscholt doen ind sich der 
quyten met yren eyde, uysgoscheiden doch allsulcke saechen as van bruchen 
ind van myssedait aen dat gerichte treffent, darvan sollen sy doin ind liden, 
als der steide recht is zu Colne). — 1300 (op s. Gei-truden dach der heiliger 
jonffrawen) März 17, 

StA zu Nimicegen, Lad^ 7 ran den Blök; Gr., Pyin., (tax angehängte Stadtsiegel 
ad causds verloren. Das. Ahjichr. im Legerboek fol. 50, Mitgetheilt von Herrn 
Archivar Van de PolL 
(Gedruckt: daraus sehr flüchtig in VtrroJg der llandresten van Nijmegen (1789) 
S. OS ; rcrzeidin. P. yijhoff, Inrentaris van hct archkf ran Nijmegen S. 15, — 
Einen Knticnrf [?] des Vertrags ron Feltr. 3 (s. Blasius) verzeichnet Tadama, 
Register ran Zutphen n. 102 nach StA zu Zidfen n. i:j5. 

47 ü. [Die auf dem Tage zu Greif swcdd versammelten Städte an die Städte Got^ 
lands und Livlands:] unterrichten sie von ihren Beschlüssen über die Hau- 
delssperre gegen Flandern^ über einen Städtetag zu Lübeck Juni 24, zu dem 
sie einladen, indem sie sich toegen einseitiger Beschlussfassung etitschuldigen, 
und von ihrer Abrede mit der flandrischen Gesandtschaft wegen einer Erklä- 
rung zu den Privilegien bis Mai 3, wie Lübeck an Dortmund in dieser 
Sache in n.lTS*, und melden, dass es Hamburg, Stade und Bremen gestattet 
worden ist Bier und Holz, aber nur dieses, westlich nicht über den Vlu'- 
Stroom (fluvius dictus Vly) hinaus zu führen ^ und es keinenfalls in die Hände 
d'r Flandrer gelangen zu lassen. — [1300 März 16 — 2J.] 
Abschrift in nnsnr n. 4S:j. 

(rvdruckl: darann HR. 3, n. 14 zu 1350 März 31, tcas Knppmann das. S. 240 rer- 
benficrt hat, ohne die lieschnihung dtr Absender und der Kmpfdnger den Lriefes, 
welche aus n. 47S zu gticiun/n ist , zu berichtigen. 

Vi Vgl das Dokument über den Sfaj}el IUI 1, n. .W.7, unten n. 545 Anm. 1 und den Nacli- 
frag zu UVJ um Mai 7, -) Zu beachten ist, dass man in dnn Schreiben nach Outen die 

ntdurtri Bedingungen für die Anseinandirsetzung der Flandrer mit den kaufmänniscfien Klagen 
und die Einladung an die Kaufleute Gotlands niul Livlands iceggelassen hat. ») Die Grenz- 
linie ist hier noch enger gezftgen als sonst, zwiachefi Vlieland und TerschelUng. 

30* 



236 1360 März 22. 

^77, Die Aelterlcnte des Deutschen Kaufmanns z. Z. in Bordrecht beurkunden den 
Austrag zwischen Johann van den Schide, in Vollmacht der Wittwe v. d, 
Trappen von Dortmund, und Johann Zabel, Bathmann zu Reval\ — ISOO 
März 22. Dordrecht. 

Aus RA zu Beval; Or,y P(jm., von den 3 angehängten Siegeln noch eines mit der 
Hausmarke i-oUständig erhalten. Ä. das Schreiben Her als an Dortmund von 
c. 1358 in dieser SacJie oben w. 382. 

Wi oldernianne der coplude van Almanien van den Konischen rike to den 
tiden to DoTdr[echt] wesende, also Seghebode Score*, Johan van Thunen^ ende 
Hemian Droghe *, don cont ende kenlic alle den ghenen , de desen bref seien sien 
of hören lesen, dat Johannes van den Schide quam vor uns ende vor den ghe- 
menen copman ende antworde uns der heren openen bref van Dorpniunde uthan- 
gende met eren groten seghele, dar he inne vulmachticli ghemaket was ende vur- 
munder alse van der vrowen weghene van der Trappen umme de sake, de se 
hadde to sprekene up heren Johan Zabel, ende allet, dat Johannes van den Schide 
darinne ghedan heft, alse van der besettinge up heren Johan Zabels goed, dat 
lieft he ghedan met rechte der oldermans ende des ghemenen copmans. Vortmer 
so hebbe wi Johannes van den Schide ende heren Johan Zabel verscheden met 
rechte des ghemenen copmans alse van der besettinge, de Johannes van den 
Schide up heren Johan Zabels goed hadde ghedan to Dordr[echt] alse van der 
vrowen weghene van der Ti-appen. Vortmer so bekante Johannes van den Schide 
vor uns, dat he quiid ende ledicli heft gheschulden de besettinge vorschreven, 
ende seghede, dat he gud, vaste ende ghestade wolde holden allet, dat her Johan 
Zabel ghedeghedinget heft to Dorpmunde met der vrowen van der Trappen ende 
mit sinen vrenden. In kennesse der warheit so hebbe wi oldermanne vorschreven 
na begherte Johannis van den Schide desen bref open beseghelt met unsen seghelen. 
Gegheven to Dordr[echtJ, up den viften Sonnendach in der vasten, int jar uns 
Heren 1360. 

478. Lübeck an Dortmund: meldet aus den Verhandhingen der Städte von März 15 
(letare) in Greifswald, die ursprünglich auf März 1 angesetzt gewesen, dass 
nach einer Zuschrift de»' Aelterleute und der [deutschen] Kaufleute zu Dord- 
recht die Flandrer auf Schiffen aus dem Osten ihre Lebensmittel beziehen^ 
und dass, um einen Druck auf sie auszuüben, mit Rechtskraß bis Juni 24 
beschlossen tvordeti ist: unter nähe}' angegebenen Bedingungen alle Handels- 
fahrt durch den Oresund, den Belt, Grönsund und Fehmarnschen Sund zu 
verbieten, den Verkehr der Hansestädte auf diese selbst zu beschränken, nach 
Dänemurk, Schweden und Schonen nur die Ausfuhr von Bier und Hopfen 
innerhalb dieser Grenzlinie zuzulassen, hiermit die Zufuhr den Flandrcrn 

*) Eine andre kaufmännisciie AngelcgenJieit , welclie um diese Zeit die Niederlassung in 
Dordrecht beschäftigt haben muss, deuten die gräflich holländischen Rechnungen bei De Lange 
can Wijngaerden, Geschied, der heeren ran der Goude 1, 337 [Kön. Bibl. Berlin] an: 1360 
nach März 9 wird Jacob de messagier van Scoenhoven Tordrecht gesandt ant gerechte aWaor 
roerendo coopluyden vau Duysborch, die[D] thoere ghenomen was te Brakel. *) Vcti reter dis 
lübisdien DHttels, tcie die Stellung seines Namens beweist. Die Familie Score s. im Lid). 
U. B. Bd. 2. 3) i^^ar schon 1358 Beprüsentant des preussisch- westfälischen Drittels, vgl. 

oben n. 390. *) Vertreter des livländisch-gotländischen Drittels; seitie Familie war in Beval, 
später auch im Bathy 8. Livl, U, B. 3, n. 1217, v. Bunge, Bevoder Batfislinie S. 91. ') Thtue- 
rung und Getreidenoth sollen dort herrschen. Im Sommer 1369, zur Zeit der Getreidtrvife , litt 
man Monate lang unter anhaltetidem Begen, vgl. Chron. Moguniinum, herausg. von Jlcgcl in 
D, Städtechroniken 18, 1G3 und in SS. rer. German, (Man, Germ, hist.), Schulausgabe, S. 7. 
S, oben n. 459 das Schreiben aus Dordrecht, 



[13()0] März 24 — 1360 April 16. 237 

ahzusclmcidm ; verlangt strevgc Beohachiuvg dieser Ordonnanz'^; ladet zu 
einem Städtetag in Lühech auf Juni 2i ein; berichtet über die Abrede mit den 
flandrischen Gesandten, die beim Tag in Greifsuafd gewesen, wonach die 
Flandrer ihre Zustimmung zu dem Privilegien- Entwurf mit der in der Ein- 
lage bezeichneten Abänderung zweier Artikel^ bis Mai 3 nach Lübeck zu 
erklären, dann daselbst die Klagen der Kau/1 eute auf Ersatz anzuhören und 
in naher bestimmter ^Yeise zu befriedigen haben: fordert die Abordnung der 
Doiimunder Kau/leute mit den Boten der Stadt zu Mai 3 und Mittheilung 
des vorstehe7iden an die Nachbarstädte von der Deutschen Hanse; meldet, 
dcLSS die Versammlung den Städten von Gotland- und Livland Ordonnanz 
und Einladung mitgetheilt haben, und zeigt nachträglich zwei ergänzende 
Beschlüsse der Städte über den Verkehr zwischen dem Ithein und Flandern 
an, — [1360] (feria tertia post judica) März 24. 

StA ZH Dortmund, n. 417; aehr beschädigtes Or, auf Tergmuent m. hriefschliespeti' 

dem S. 
Gedruckt: daraus HR, 1, n, U2Q zu 1S59 A}.ril U, vas Koppmatm ii\ HU, H, 
S. 241) in obiges I)atum richtig umycändirt hat; rei'z. danach Rubel, Dortmunder 
V, B. J, 2f n. 738 ohne Beriitkaichtigung dieser Korrektur, 
Zu diesem Tage gehören die Auszüge aus den Hamburger Kämmereirechnunjen 
und den Genter Stadtrechnungen, iceldte Kojyjnnatm in HR, 3, S, 249 und 3, 
n. 255, 1 mittheilt. Zu letzteren kommt noch die Notiz der Gentcr Rechnungen 
von 13G1 bei Huxjttens, Recherchcs sur les vorporations Gantoises S. CO Anm.: 
Item meester Jauue Blanckaerd ende AVillcme van Ovoiicye van achtcrstollon ende 
scaden, die homlieden ghedaen was in den nanie van der Btcde uj) de vaert, daer 
sii ghcsont waren metgadcrs niiiiis beeren liedon van Vlaeudren ende dien van 
Ypre te Luboke, omme pays endo accort te makoue jeghen de Oesterliuglien , in 
welke vaert sii gliehouden, ghearresteert waren ende tliare glienomen was int 
land van Ludeke, 36 lib. gr., infikeu in paijemento 1440 lib.'. 

479, K, Magnus von Schweden, Norwegen tind Schonen und sein Sohn K. Ilalon 
von Norwegen an Liiheclc: ersuchen es den dortigen Bürger Hermann Ösen- 
* brugge im vollen Eigenthum derjenigen Waaren (bona et nierces) aus Nor- 
uegen zu schützen, welche sie ihm hiermit an Znhlungsstatt zu eigen geben. 
— 1360 (feria quinta proxima post. dominicani (luasimodogoniti) April 16. 
Stockholm, 

StA zu Lübeck; Or. wi. 2 anhang. S, 
Gedruckt: daraus Liil, U. I», 4, n, 75 

4S0. Ludwig der Römer und Ottoj Brüder j Markgrafen zu Brandenburg und 
Lausitz, gewähren den Hathmannen, Gildemeisttrn und gemeinen Bürgern 
der Altstadt und der Neustadt Salzwedel u. a, das Hecht , dass nur Mit- 
glieder ihrer Gewandschneider- Gilde ^ in den freien Märkten beider Städte 

*) ygl' »uch oben n. 474. -) Die beiden hier vritgetheilten Artikel sind genau, wie sie 

von den Hansestädten gewünscht wurden, in die definitive Fassung des P}'inlegien']Jokuuients 
von l.'iGO Juni 14, unten n. 407, Art, 44h u. Art, 41, auft/enomwen ivorden. ^) Hiernach 
sind die Gesandten des Grafen, Gents und Y])erns als Vertreter Flanderns zu den Greifs- 
walder Jirsprechuntfen nadi Lübeck aufgebrochen, nachdem die lirügijer, ireldie Flandern m 
Köln rertraten, oben n. 4GS, lieimgckehrt waren und mit Gent und Ypern fHli. H, n, 'J.yo, S) 
sich rerständijt hatten. Da die sicherlich schnelle Vcnctudumj der Briujijer für die bei Maas^ 
tricfU gefangenen Gesandten bei dem Lüttirher Bischof Kugelbert ron der Mark Febr. 18 
erfohjte, so ist der Ausritt der Genter und ihrer Genossen für Knde Januar, Anfang Februar 
anzunehmen, also tiach der offenbar wenig ffünstiißen Antwort Kölns. V(fl, audi oben n. 472. 
*) Die Vereinigung der Gewandsdineider aus beiden Städten zu einer einzigen Gilde und ihre 
alleinige lieredUigung zum Getcandschnitt hatte Markgr. Ludwig in seinem Schied ron 1356 



238 13G0 April 25 — [1360 Anfang Mai.] 

Gewand schneiden dürfen, dass besonders in den zwei alten freien Märkten 
— in der Altstadt Okt, 9 (tu s. Dyonisies daghe), in der Neustadt Sonntaff 
vor Pfingsten — jedem Gaste aus Brandenburg und Lausitz, auch wenn er 
der Gewandschneider 'Gilde seines Heimathortes angehört, und jedem Ge- 
wandmacher untersagt ist Gewand zu schneiden hei Strafe von 2 Mark Silber 
an die Markgrafen und 1 M, an die Gilde von Salzwedel^, — 1360 (a^i 
s. Marcus daghe des heylighen ewangelisten) April 25. Küstrln. 

StA zu SaUweiUl, XIV, 24; Or. 

Gedruckt: daraus Riedel, Cod. diplom, Brandenbv/rg. 1, 14, n. 169. 

481. Heinr. Böge, Schiffsführer, bescheinigt gegen Lübeck den Empfang seiner 
Löhnung und der Unkosten (preeium), welche ihm und seinem Fahrzeug im 
Dienste der Könige von Schweden und Norwegen und der Grafen von Hol- 
stein in diesem Jahre durch Lübeck erivachsen waren. — 1360 [Frühjahr?]. 
Lübeck. 

StA zu Lübeck; Or. in. anhang. S. 

Gedruckt: daraus Lüb. U. B. 3, n. 384, von Koppmann in HR. 1, 162 vor die 
hansischen Botschaften zu K. Waldcmar im Juni d. J. gerückt ^. 

482. Eben so der Schiffsführer Feter von Stade. — 

Erwähnt a. a. 0. 

483. [Wishy oder Riga anReval:] übersendet die Zuschrift der leiden hansischen 
Drittel von Preussen und Lübeck n. 476 in Abschrift. — [1360 Ende April, 
Anfang Mai.] 

RA zu Reval; Gr., Papier, oJitie Adresse. 
Gedruckt: daraus HJi. 3, n. 15. 

484. [Gr. Ludwig von Flatidcrn und seine Städte Gent, Brügge und Ypern an 
Lübeck und an die gemeinen Städte:] erklären, dass trotz ihrer Anstrengung 
es ihnen wegen Kürze der Zeit und drückender Geschäfte^ nicht mögNch 
gewesen den ihnen gesetzten Termin^ zur Ueberlieferung der Privilegien und 
Besserung der Beschwerden einzuhalten; bitten in der Verzögerung nur das 
Bemühen um ein besseres reales Ergebniss zu erblicken und Zeit und Ort 

Juni 25 angeordnet, Riedel a. a. 0. n. l'»?. 1344 war durch Beschluss des altstädtiscften Raths 
auswärtigen der Gewandschnxtt }\och gestattet worden gegen 2 Schill. Standgeld, a. a. 0. S. 506'. 
>) März 23 (des mondaghs na den sontaghe in der vasten , als man singet judica rne Dens) 
d. J. 1360 Einung zwischen den Markgrafen, der Ritterschaft der Ältinark und den Städten 
Salzwedel, Alt- und Neustadt, Stendal, Tanger münde , Osterburg, Seehausen ^ Gardelegen, llVr- 
ben, Riedel a. a. 0. n. 167 tiach 2 Or. im StA Salzwedel. «) Die Dienste des Schiffes, 

welche wohl nur in Küstenplünderung bestanden luiben, werden vielleicht schon vor den Ver- 
trägen von Febr. 8, s. unten S. 240 Anm.2, geleistet worden sein. ^) Es geschaJicn grade Jetzt 
die Auseinandersetzungen zwischen dem Grafen und seiften Städten über die Rechte, welch*', die 
Verfassung beiden Theilen gewäJirte. Besonders in Brügge fanden um diese Zeit zahlreiche Be- 
rathungen der verschiedenen Organe des städtischen Regiments statt, die auf die Versöhnung 
mit der LandesJierrschaft hi^mrbeiteten. Zugleich gingen in Brügge die Fürstlichleiten ein und 
aus, welche die Vorverhandlungen für den Frieden zwischen E^ngland ntul Frankreich, der 
Mai 8 in Bretigny bei Paris zu Stande kam, in päpstlichetn Auftrage führten. Vgl. GiUiodts- 
vanSeoeren, Inventaire 2, S. 104, 10,} und 111 aus Rechnungen und handschriftlichen Chroniken, 
welche die ErzäJdung bei Pauli, Gesch. Englands 4, S. 450 ergänzen. Für die flandrischen 
Städte war die Allianz mit England die Lebensfrage. Über die tief greifenden zünftischen Un- 
ruhen in Ypern während dieser Zeit, die den Chronisten unbekannt geblieben sind, rgl. Vanden- 
peereiboom, Ypriana 7, S. 135. *) 1360 Mai 3, nicht 1359 Sept. 8, wie in HR. 1, k J5S Anm. 
Vgl oben n. 478 im Ansddass an Koppmanns BericJUigungen in HR. 3, S. 249. 



[13G0 Ende April — 1300 Anfang Mai.] ' 239 

der slMtischcn Generalversammhing anzugehen , damit eine Bescndung stafi- 
finden kann. — [1360 Ende AjmlJ 

Abschriftlich in unsrer n. 4S8. 

Gedruckt: daraus HR, 1, n, 228, S, 158. 

485. [Der Gent er] Gotschalk Bredenvelt^ an Lübeck: berichtet^ dass der Graf von 
Flandern und seine drei Städte alle Artikel der Privilegien zu besiegeln 
bereit sind ausser den beiden über Todschlag und Diebstahl, welche sie in 
hier mitgetheilter Fassung^ jahrlich zwei- oder dreimal (mit der Glocke) 
wollen ausrufefi lassen; schickt Erklärungen derselben in Abschrift^ und 
bittet um Angabe von Zeit und Ort der Städteversammlung, welche jene mit 
den uyiter obiger Einschränkung besiegelten Privilegien und behufs Genug- 
thuung für den Scluiden besenden wollefi. — [1360 Anfang Mai.] 

AhschriftHcJi in unsrer n, 488, vom lühischen Schreiber mehrfach entstellt. 
Gedruckt: daraus HR. 1, n. 228, S. 157, 158. 

486. Hz. Erich [II] von Sachsenf-Lau^enburg] beurkundet seine bis Pfingsten 1361* 
gcschlossetie Friedenseinung mit Lübeck, wonach Lübeck Hilfe oder Lebens^ 
mittel (bi erer witscap) eiyiem Feinde des Herzogs nicht gewähren, sondern 
ihn und seine Truppen auf seine, des Herzogs^ Kosten in Sachsen verpro- 
viantiren tcill, er dagegen seine Vermittlung bei einer Zweiung Lübecks 
(schelinghe) mit Freunden des Herzogs^ Landesherren oder herzoglichen 
Mannen, verspricht und bei Feindschaft des dänischen Königs wider Lübeck, 
unter Vorbehalt seiner Dienstpflicht innerhalb Dänemarks^, in seltnem Her- 

Es ist derselbe G. B., welcher als Agent Gr. Heinrichs des Eisernen vofi Holstein für 
die Finanzen hei K. Eduard III ran England ihäiig war. I. J. i:)59 hatte er Juni 7 u. 
Ang. 22 Zahlungsanweisungen des Königs auf das Schatzamt für Gr. Heinrich über 1022 M, 
erhalten; in ähnlicher Verbindung weisen ihn die Urkunden bis 1362 tuich, vgl. ScMesic. Holst, 
ü. S. 2, 400, n. 323 u. 405, n. 322, und 4j. Annual Jiejmrt of tfte Depniy Keeper of t/te 
Public Becords (1885), App. II, S. 3, 4. *) Man vergleiche den Wortlaut derselben, den ich 
nach der Dortmunder Vorlage nochmals festgestellt habe, wirt dem der einschlagenden Abschnitte 
der dritten Keure von Brügge von 1304 Nor. 4, Coutume de Bruges (in Becueil des anciennes 
cMitumes de la Belgique) 1, S. 291, 292, 297: 

Vfjr schlug: Keure: 

. . so wie de encn kopman vorscit iof ha- 14. Voort zo wie die andren neemt led ende 

ren meinsniden siin liif naine iof let, dat men daerof verwonnen wordt by scepencn, zal Ver- 
den justicieren sal liif vor liif , let vor let, son- bueren tghelike led, ende zo waer dat minko 
der vordrach. Vgl. obtn n. 452 j § 27 Schluss, pjhevallet zonder led te verliesene, dat staet 
U. B. 2, n. 154, § 12. up scepenen taxacie. 

10. Voort zo wie die mensche doot slaet 

iof tliif neemt endo daerof verwonnen wordt by 

scepenen, zal verbueren zun hoofd ende hie 

ne zal nemmenneer verzoenon moghen .... 

Vort waort dat jonich dief hare goet stolo 30. Voort zo wie die verwonnen wordt by 

iof rovedo , dat so den letten moghen ende ach- scepenen van rove, zal ziin in boeten van 

ter volghen metter dufte iof rove ende den zcstich ponden ende die scade van dien rovo 

lidlen totter tiid , datter de hero tokomeu sal restoreren by scepenen, ende van der boete zal 

sin. om en justicien daraf te doende, alse men hcbben die beere die tweedeel ende die stedo 

over enen dief iof enon mordere 8chu[lldich es tdardendeel. 

to doiide. 

') w. 4s4. *) Bis 1361 Mai 16. *) Eben^ April 25, hatten auch 3 gen. Knappen aus Hol- 
stein und Lauenhurg unter Bürgschaft holsteinischer Adliger Lübeck Urfehde und achticochent- 
liehen Kriegsdienst gelobt gegen jedermann ausser gegen den König von Dänemark (domino 
nostro); ein andrer unter Ausschluss des Königs und der holsteinischen Grafen, Lüb. U. B. o, 
n 356 , 357. 



240 1360 Mai 6 — [1360] Mai 16. 

zogthuni nicht als Feind Lübecks aufzutreten geloht (were, des God nicht ne 
Wille, dat use here de konigh van Denemarken binnen desser endraclit der 
heren vyent van Lubeke wolde werden, so mochte wy useme heren vorghe- 
noniet alsodan denest don in Denemarken, alse wy eme plichtich sin van 
den sloten unde landen, de wy van eme hebben^; aver in useme lande to 
Sassen scole wy mit sloten, mit lande unde mit luden binnen desser tyd ere 
vyent nimmer werden), alles auf die Dauer der Einung *. — 1S60 (in s. Jo- 
hannes daghe vor der porten) 3Iai 6, Lübeck. 

StA zu Lübeck; Or. m. anhaufj. S, Am Schluss: dat hel)be wy ghelovet unde 
loven — den — hören ratmannen unde menheyt der stat to Lubeke unde to ercr 
hant hern Johan Wy ttenborghes , hern Herman van "Wickede unde Kern Ber- 
tramme Voraad unde se us wodder. Zeugen 7 geti. Jrlannen des Herzotjs, 
Gedruckt: daraus Lüb. U. B. 3, n. 358; auch Sudendorf, U. B. von Braun- 
schweig u. Lüneburg 7, S. 237. Vgl. die Erneuerung von 1361 März 6 das, 3, 
n. 3S9, Sndendorf 3, 64. 

487. K. Waldemar von Dänemark an Stralsund: beglaubigt die Vorzeiger, seine 
Räthe Bischof Bertram von Lübeck und Ritter Eghard von Krumesse (Kro- 
mes) als von ihm bevollmächtigte Boten. — [1360] (in vigilia ascensionis Do- 
mini) Mai 13. Schloss Kolding. 

BA zu Stralsund, unregistrirt; Or., Pap., mit Besten d. briefschlies.^e)ul€n S. 
Gedruckt: daraus HB. 3, n. IG. Vgl. unten n. 491 Aum. 

488. Lübeck an Dortmund: theilt die am vorigen Tage eingelaufenen Sendungen 
Gotschalk Bredenvelfs [von Gent] in Abschrift mit [n. 484, 485]; meldet, 
dass es dabei übersandte versiegelte Schreiben des Grafen und der Städte von 
Flandern bis zur Ankunft der [städtischen] Abgeordneten uneröffnet lassen 
will, bittet das vorstehende den Räthen von Soest, Münster '^ und den andern 
westfälischen Städten anzugeigen. — [1360] (sabbato infra octavas ascensionis 
Domini) Mai 10. 

D StA zu Dortmund, n. 428 a; Gr.. Bgm., m. sdiwacher Spur d. briefschUessenden S. 

Da das. n. 428b; beschädigte gUichzeitige Absdirift auf Pergament, welche^ wie 

Fahne wohl richtig annimmt, zur Weiterverbreitutig an die Städte Westfalens 

a) fdUl Da. 

») Vgl. daneben oben n. 366 Anm. 2 am Schluss. *) Der Veitrag will die Haltung 

Lübecks in den nordischen Angelegenheiten regeln, für den bevorstehenden Kampf um Schonen, 
vgl. unten n. 525 Anm. In Verbindung mit diesem Vertrag, den der Vertraute K. Waidemars 
eingeht t in engster Beziehung unter einander stehen die Abmachungen zwischen K. Waldemar 
einerseits, den Grafen von Holstein für sich und K. Magnus vofi Schweden für seinen Theil 
andrerseits, welche Febr. 8 in Ripen getroffen waren und eine Versöhnung der Parteien in 
Aussicht genommen hatten. Vgl. die Urkunden bei S^delin, Diplom. Flensborgense 1, n. 20 
(nach Or. in Kopenhagen) u}\d bei Suhm, Historie af Danmark 13, S. 835 (nach Or. in Kopen- 
hagen, vgl. Bydberg, Sverges Traktater 2, S. 282 Anm. 2, nicht nach Entwurf, wie von Munch, 
Det Norske Folks Historie 2. Abth., 1, S. 690 behauptet und bei Koppmann in HU. i, S. IGl 
Anm. 10 gesagt ist). Als oberster Schiedsrichter zwischen den beiden Königen war Hz. Erich 
vofh Sachsen- Lauenburg bestellt, dessen enge Verbindung mit K. Waldemar sicli auf das Lehns- 
rerhältniss stützte. Die Bipener Abmachungen bedeuten nur einen Aufschub des offenen Zu- 
sammenstosses zwischen den Königen von Dänemark und von Schweden, eine Sammlung der 
Kräfte für K. Waldemar, Ein Theil der Vorbereitungen ist dieser Vertrag Hz. Eridis mit 
Lübeck. Vgl. unsre n. 487 und die Anmerkungen unten zu n. 491, oben zu n. 456. Grade jetzt 
geht die Beichssteuer Lübecks wieder in detUsche Hände über; K. Karl IV wendet sie, die 
10 Jahre lang an K. Waldemar war ausgezahlt worden (oben n. 245 Anm. 2), dem Hz. Bu- 
dolf [11] von Sachsen 'Wittenberg auf 4 Jahre, 1360—1363, zu: Schreiben K. Karls an Lübeck 
von Juni 13, l^ag, Lüb. U. B. 3, n. 361, Böhmer • Huber, Begesten Karls IV n. 3176, 3177; 
vgl. Lüb. U. B. 3, n. 359. 



[1360 Mai 20 — 13G0 Juni 4.] 241 

hestimmt gewesen ist, dal\er auch Lübecks Unterschrift nicht trägt; vgl, ferner 
Var. a auf der vorigen Seite, 
Gedruckt: daraus HR. 1, n. ^;?S, irrthiimlich zu Mai 18, ebenso danach verz, 
lUibel, Dortmunder U. B, 1, 2, n. 748. 

489. [Eine deutsche StadV] an Revcd: bittet genannte Bürger aus ihrer Stadt 
auf ihrer Handclsfahrt nicht zu belästigen, indem sie auf die liedingungefi 
des von dem letzten Städtetage erlassenen Handelsverbots und auf die Uan- 
delserlatdmiss für die Städte von der Deutschen Hanse unter einafider hin- 
iceist. — [1300] Mai 20. 

A%^ BA zu Recal; bescMdigtes Or. m. eifier schwachen Spur d. S. 
Gedruckt: ebetulaher ungenau Livh U. B. 3, n. 995a zu 1362. Zur Datirung 
vgl. die Anmerkungen. 

Honorandis viris et discretis dominis, consulibus civitatis Reva- 
liensis, amicis et fautoribus nostris specialibus et dilecrtis presentetur 
euni reverencia. 
Constaneia mere dileccionis et obsequii proni premissa salute. Litteras nobis 
directas noveritis nos sane intellexisse ac gratanter recepisse, honestati vestre spe- 
ciali rescribentes, quod nostri concives, videlicet Johannes Grülle et sui eonsocii, 
qui bona eorum ad vestrani civitateni veliticando adduxemnt, ante dieni placitorum 
juxta jussum nostrum hoc fecerunt, que fuit in civitate Gripeswoldis* Sed sci- 
tote, sicut nos recolimus, per civitates omnes ibidem congregatas pro tunc fuit 
concordatum, conceptiini et finitum, quod nuUa bona duci deberent versus Daciam 
exceptis cervisia et humulo , sed diverse mercimonio possent exerceri inter civitates 
et niitti, que sunt in hensa Theutunicoruni, ab ista parte poituum, videlicet No- 
ressunt, Beltessunt, üronessunt et Vemersunt, et hoc deberot stare usque ad qua- 
tuor septimanas post festuni pasche novissinie preteritum *. Ideo petimus multum 
fideliter nostros concives in nullo perturbari racione prefate cause. Hoc gratanter 
vohinius remereri, quia oportet nos concordanciam civitatum teuere et servare, 
donec aliud habuerimus ab ipsis in mandatis. Datum nostro sub secreto, feria 
(juarta ante festuni penthecostes. 

Ex parte considum . . .*. 

4!W. Greifswald an Stralsund: fordert die Außebung einer Vvrfcstung, die rechts- 
widrig nach bereits af/geurtheiltem Vergehen und ivcgen einer in fretndem 
Jurisdiktionsbezirk, in Kopenhagen^, begangenen That über Bürger von 
Grcifswald durch Stralsund verhä)%gt worden ist. — [1360 Juni 4.] 

Aus BA zu Stralsund, unregistrirt ; Or., Bgm., m. Spuren des aufgedrückten Sie- 
gels. Junghans. Zum Datum vgl. S. Ü-i2 Anm. J. 

a) Am ScMuss abgtrisiten. 

') Keinen falls Dorpat, wie im Lirl. U. B. a. a. O. angenommen ist, denn velificando 
a'lduxerunt. Wahrscheinlich Bostock, wo sicJ^ laut Nachweisungen von II n. Geh. Archivrath 
I)r. Wigger die Familie Grulle im 14. Jahrh, vertreten findet. «) Die nachfolgenden Sätze 
maclicn zweifellos, dass der Greifswalder Städtetag von 1360 März 15, oben n. 478, gemeint ist, 
=) Bis j:WO Mai 3. *) Kaufleute aus rheinisch -tcestfälischem Kreise in Kopenhagen weist 

das in liegesta dipl. hist, Danicae, series 2, 1, n. 2301 verzeichnete Dokiynent von 1357 (die 
l». Dyonis. martj Okt. 9 nach: Godekin von Unna ist als Bürger von Kopenhagen gestorben, 
Gerhard v. U. in Köln bringt 20 M. köln. zur Feier seines Jahrgedäditnisses in der Marien- 
kirche zu Kffjtenhagen dar (nac9\ Berdam, KjebenJiavns Kirker og Klostere, tili S, 17). Die 
Familie lässt sich lange in Dortmund verfolgen. Eine Verbindung wiederum des hoUteinisd^en 
Bitters Iwan v(/n Krummendiek mit Kölner Bürgern, die wohl auf Baub von Kaufmannsgut 
zurück geht, s. Mittheil. a. d. StA von Köln,* JI. 7, S. 35, n. 2362 (Urk. von 1363 April Ij. 
Köln und Stockholm vgl. Enneti, Quellen z. Geach. d. St. Köln 5, w. 233, 234. 
iIansiM:b08 Urkandenbuch III. '^l 



•i'-i^ [1360 Juni, erste Hälfte.] 

Hoaorabilibus viris dominis consulibus Stralessundensibus, amicis 
UK>stri5i sidugularibus detur. 
Siu^v^v iliKvtionis et obsequii premissa salutacione. Prout alias supplicavimus, 
KH \lonuo Ytviti^ prDvidencie sincere supplicamus, quatenus servicii nostri causa et 
iutuitu justiciü Cepekinum Moltecowen nostrum concivem, qui ad instanciam illo- 
I uiu Hut«tK*owen rainus juste vobiscum dicitur proscriptus \ a proscripcione vestra 
liln^r dlinittatur'. Nani iidein Butzecowen similiter et Moltecowen nostri fuenint 
oonoivoB ot non vestri, quando hoo delictum perpetrabant, super quo ipsonim ver- 
titur controversia et lis. Similiter hoc delictum in alia jurisdictione, videlicet 
('oponhafnis, ubi vos nullam habetis jurisdictionem, dinoscitur perpetratum, et ibi- 
(loin 8ua vulnera seu excessum vulnerum advocatis emendabant, et postea ibidem 
«rbltrabantur mutuo, quod nullus ipsorum alium de novo vexare deberet nee jure 
IUK5 vi, donec venirent Gripeswaldis, ubi omnes cives habebantur. Post hec vero 
prodicti Butzecowen * nostrum ducatum prave conabantur infiingere et fregerunt 
nocnon armata manu nobis et juri resistentes effugerunt, propter quod nobiscum 
<lobitü juris ordine servato sunt proscripti, non ad instanciam ipsius Moltecowen, 
Hut ad instanciam nostri, quia nostrum temere fregerunt ducatum. Quam ob rem 
ipsi Butzecowen pravam querentes occasionem et nos a nostro jure premere conan- 
tes, ipsum Moltecowen fecerunt vobiscum proscribi. Unde cum hujus processus 
censetur temerarius, prout vos ipsi sentitis, petimus instanter, ut hujus processum 
temerarium et pravum ab illis Butzecowen procuratum, ut dicitur, anullari jubeatis. 
Quod ubicumque poterimus, cupimus deservire, volentes eciam vobis et vestris in 
simili vel majori diligencius conplacere requisiti. Et petimus responsum cum effectu. 
Scriptum die corporis Christi, nostro sub secreto. 

Ex parte consulum in Gripeswaldis. 

491. K. Wcddemar von Dänemark an Lübeck und die andern Städte von der 
Ostseeküste: mederhoU seine frühere schriftliche Erklärung^, dass K, Magnus 
von Schweden und Norwegen gegen seine und seines Reichs Verträge ihm 
den Frieden aufgekündigt hat; warnt sie eindringlich in dem Lande [Schonen], 
in welchem jener unrechtmässig herrscht, zu bleiben, und lehnt für Schaden, 
den sie dofi durch ihn und die seinen etwa erleiden, jede Verantwortung ab*. 
— [1360, etwa Juni, erste Hälfte,] Kopenhagen. 

Bä zu Stralsund; Or,, Pap,, m, Spuren d, S, auf dem Rücken u. Einschmtt f. 
d, Siegelhand. 

a) ^MYt Kotistruktionm smd hier in einander gesdioben: quatenus — C. M. — libere (liborum^ dimit- 
tati» mit der cindem: quatenus — Copokinus Moltecowe noster conciris — liber dimittatur. 
*) Nicht lange vor 1360 Jan. 26, 8, Stralsunder Verfestungshuch (Hans. Geschichtsquellen 
Bd, 1) n. 257: Kopeke Moltecow et Herman Grevesmolen sunt proscripti pro eo, quod in Copon- 
haven Mathie Bussecowen nocturno tempore inflixerunt duo perfecta vulnera. *) A. a. 0. 
n. 448 trtrrf zu 1360 noch ein Bertoldus B. genannt, ») Nicht mehr eihalten. *) BycWerg 
a. a, 0, und Beinhardt, Valdemar Ätterdag S. 275 halten dieses Schreiben für die Einlage im 
Brief von Aug. 31, unteti n. 526, Sie hätten dafür am Ende no(^ geltend machen können, 
dass es nicht im Archiv der Stadt Lübeck, an welche es sieh zuerst richtete, sondern mit dem 
Brief von Aug. 31 im BA zu Stralsund gefunden worden ist. Allein die Beilage hierzu kann 
es nicht sein. Kurz vor Aug. 31 ausgestellt, tcie Bydberg und Beinhardt meinen, wäre es 
unvereinbar mit den Zusicherungen K. Waidemars von Juli 17, unten n. 504, welche schon 
weiter vorgeschrittene Verhältnisse aufweisen. Die Warnung muss lange vor Juli 17 ergangen 
sein und vor den hansischen Botschaften im Aufgang des Juni, vgl. n. 505; wie es scJieint, 
langete Zeit nach der Sendung der dänischen BevoUmädUigten nadi Lübeck , oben n. 467, wahr- 
scheiniich zwischen dem Beichstag von Kallundlnn-g , Mai 24, wo die knegerischen Aussiditcn 
vernehmbar sich afiküfuligten (vgl. den Abschied in Aarsberetnin(,er fra det kongelige Geheime- 
archiv 2, S, 17), und vor der Mitte des Juni,*ehe die Hansen, z, Th, wegen dieser Wctrnung, 
zu K. Waidemar aufbrachen. Die Einlage zum Schreiben Aug, 31 muss für verloren gelten. 



1360 Juni 14. 243 

Gedruckt: duraus HR J, n. 232, wiederholt Rydherg, Svertfes Traktater 2, S.287; 
rgl. das. S. 286 utid Hans Hildebrand in HisVjrisk Tidsknft, utg. af Scenska 
Ifistor. Föreningeti 2 (1882), S. 342 Anm. 1, S. oben S. 240 Anm, 2. 

492. Zusiclierung Brügges, mit Gent und Ypern für seinen Theil die deutscJ^an 
Kaufleute für ihren Verlust an die Schotten entschädigen zu lassen und die 
Abkunft der Deutschen mit den Schotten anzuerkennen, Klagen der Deutschen 
gegen Brügger nach Stadtrecht völlig zu befriedigen, wie umgekehrt Klagen 
gegen deutsche Kaufleute fiach dem Recht ihrer Stadt anzubringen sind, und 
zwei Mitglieder des städtischen Regiments zur Genugthuung für allen Schaden 
zu bevollmächtigen. — 1300 (wedeniaent) Juni 14, 

StA zu Lübeck, Batanca n. 109; Or. m. S, 

Gedruckt: daraus HR. 1, n, 22ü, früher Urk. Gesch. d. Urspr. d. D. Hanse 2, 
46G. Vgl. oben n. 130, 131. 

493. Zusicherung Gents ebenso. — 1360 Juni 14. 

StA zu Lübeck, Batavica n. 108; Or. m. S. 
Verzeichnet: daraus HR. 1, n. 231. 

494. Zusicherung Yperns ebenso. — 1360 Juni 14. 

StA zu Lübeck, Batarica n. HO; Or. m. S. 
Verzeichnet: daraus HR. 1, n. 230. 

495. Gr. Ludwig III vofi Male von Flandern, Hz. von Brabanty bestätigt, er- 
neuert und erweitert die Freiheiten der Kaufleute des römischen Reichs in 
Flandern. — 1360 Juni 14. Gent. 

Aus L StA zu Lübeck, Batarica n. 114; Or., Pgm., m. Kohlerhaltenem Reitersiegel 

. nebst Rücksiegel. Auf dem Rücken gleichzeitig: Dit es dLatünsche privilege, auf 
dem Siegelbande: Privilegium Lodowici in Latino. Dctselbst mehrere späte Ab- 
schriften in den Kopialbüchern. 

R RA zu Rostock, n. 5692; Or.-Transsumpt Lübecks von 1364 (in profesto b. 
Marie Magdalene) Juli 21, für Rostock, m. grossem S. 

K StA zu Köln; Abschriften in sämmtlichen hatisischen Kopiaren. 

StA zu Braunschvceig ; Abschrift im Ersten Gedenkbuch fol. 56. 

Staatsarchiv zu Königsberg; unbeglanbigte Abschrift 15. Jlis. 

Staatsarchiv zu Brügge, Cartulaires du Franc, Wittenbouc C fol. 30. 

TA Departementalarchiv zu Lille, Chambre des comptes, Registre d. ehartes 1 fol. 48, 
Daselbst (Inventaire Godefroy) n. 8392 u. n. 8418, Auszüge in französisdier 
Übertragung, der erstere mit dem falschen Datum 1360 Juni 4. 

Verzeichnet: Eingang und Schluss in Urk. Gesch. d. Urspr. d. D. Hanse 2, 473; 
aus R HR. 1, n. 346, aus K Mittheil. a. d. StA von Köln, Heft f, S. 27, 
n. 55, aus Li Delepierre, Docum. des archives de la Flandre occident. 2, XIL 

Die unteti abgedruckten Reverse des Grafeti und der Städte vom selben Tage 
(versekerthede in den Brügger Rechnungen, HR. 3, n. 259, 4, 6) geben die Rang- 
ordnung utid Gruppirung der Verleihungen, welche das Datum Juni 14 tragen, 
genau an: das lateinisclie Dokument (previlegie in Latine a. o. O.) geht voraus, es 
folgt das vlämische Privileg (previlegie in Vlaemsche o. a. 0.), endlich der Erlass 
über das Maklerwesen (previlegie van der makelaerdye a. a. 0.); parallel mit den 
gräflichen gehen die Urkunden der drei flandrischen Städte. Das lateinische Privileg 
von dem Grafen und deti 3 Städten berulU auf den früheren gräflichen Freibriefen 
von 1307, 1338, 1349, U. B. 2, n. 121, n. 616, 3, n. 143 in diesem Verhältniss: 

1360 1307 ff. 

Eingang und §§ 3, 4, 7 — 10, = Eingang und §§ 3, 4, 6—9, 

35 — 37 12, zweite Hälfte, 13, 14 

in wörtlicher Übereinstimmung, während 
§§ 1, 2, 5, 11 — 13 gegenüber §§ 1, 2, 5, 10—12, 

erste Hälfte, 

31* * 



244 1360 Juni 14. 

einige Ahätiderungen zeigen, welche die Anmerkungen vorführen. Der Rest geht 
auf die hansischen allgemeinen Klagen und Forder inigen wie auf die der lübischen, 
preussischen und kölnischen KaufletUe zurück, welche oben unter n. 409, 410, 420 
wnd 454 verzeichnet und in HE. 3, n. 236—240, S. 223—240, abgedruckt sind, 
und zwar 

§ 12 auf HB, 3, S, 224, 2, S, 225, 9, S. 227, 3 (li^*^^ch uyid preussisch), 

§ 14 auf HB. 3, S. 238, 2 (kölnisch), 

§§ 15-19 auf HB, 3, S. 238, 3—6, S. 239, 11-13 (kölnisch), vgl dazu 
oben n. 452, 45, 

§ 20 auf HB. 3, S. 237 (9), 1 (kölnisch), 

§ 22 auf HB. 3, S. 224 (237), 4 (lübisch), vgl. dazu oben a. a. 0. 47, 

§ 24 auf HB. 3, S. 226, 18, vgl. oben a. a. 0. 62, 

§ 25 auf HB. 3, S. 223, 4, vgl. oben a. a. 0. 49, 

§ 26 auf HB. 3, S. 225, 1\ 

§ 27 auf HB. 3, S. 227, 8, vgl. oben a. a. 0. 55, 

§§ 30, 32 auf die oben in n. 478 angezeigten hatise städtischen Foi'derungen , 

§ 34 auf HB. 3, S. 239, 16 (kölnisch), vgl. oben n. 452, 58; 

zum Theil ist er in §§ 6, 13 Schluss, 21, 23, 28, 29, 31, 33 abzuliiten aus 
unsern n. 452, 4, 52 Schluss, 48, 57, 44, n. 430, 6 und n. 508 u. 518. 

Es ist hier unterlassen worden wie bei n. 497 die Entlehnungen durch beson- 
deren Druck zu kennzeichnet!, weü die vorstehende Tabelle eine bessere Übersi.ht 
gewäJirt und weil der Text dieses Dokuments, welcher für lange Zeit massgebend 
gdAieben ist, unangetast^ wieder zu geben war. 

Nos Ludovicus Dei gracia comes Flandrie, dux Brabancie, comes Nivernensis 
et Registetensis ac dominus Machlinie, notum faeimus universis presentes litteras 
inspecturis seu audituris, quod nos spontanea voluntate pro nobis et nostris here- 
dibus et pro utilitate et profectu terre nostre Flandrie ac predecessorum nostrorum 
vestigiis inherentes recepinius et recepturos promittimus in nostram protectioneni, 
defensionem et securum conductum nostrum communiter et singulos Roman i imperii 
mercatores una cum familia sua decenti, mercimoniis et omnibus bonis suis, de 
quacunque terra, opido, civitate, portu seu loco exierint ad terras nostras Flan- 
drie, quandocunque et quocienscunque accedentes seu applicantes per terras aut 
per aquas. 

[1.] Dam US eciam eisdem mercatoribus, quod libere et secure in nostm jiiri- 
dicione seu dominio proprio terre nostre seu comitatus Flandrie ubicunque ^ venire, 
habitare, morari possunt, quamdiu voluerint et affectabunt. 

[2.] Item quod emere, vendere et marcandizare possunt invicem seu contra 
quascunque alias personas tam in terris quam in aquis, ubicunque, omni die, 
quandocunque, quomodocunque, quecunque et qualiacunque bonis* seu mercimo- 
niis* voluerint*, in omni modo sive specie vendicionis et empcionis, sive fuerit per 
argentum vel per monetam seu per quascunque alias mercaturas, in quibus et 
sicut utilitatem suam optaverint et profectum, prout eis videbitur expedire, excepto 
cambio pecunie et omni convencione usuraria. Et quod ea scilicet bona et merci- 
monia sua quecunque, quocunque modo et quocienscunque sibi hoc utile fore cre- 
dant, ad utilitatem et profectum suum possint** convertere et mutare et^ dicta 
mercimonia et bona omnia, quecunque* et* qualiacunque fuerint, tam illa quo 
secum apportaverint quam eciam illa que in terra nostra Flandrie emerint *, libei-e 
valebunt extra eandem terram nostram, ad quascunque regiones sive terras sive 
loca voluerint, tam per terras quam per aquas ^ deportare aut emittere, quocunque, 

k) So L u. die besU Äbachriß (Kopiar von J486 fol. 6, StA Köln), nicht abxuandem. h) possiutt /..' 

>) seu dominio bis ubicunque ist ein Zusatz zu der älteren Fassung. «) tam in terris 

bis voluerint gleichfalls. ») Et quod ea bis et Zusatz. *) Zusatz. ») tam illa bis eme- 
rint Zusatz. •) ad quascunque regiones bis aquas gleichfalls. 



1360 Juni 14. 245 

quandocunque, qiiocienscunque^ voluerint, sine nostro vel nostrorum contradiccionis 
inipedimento, omni fraude et malicia exclusis, soluto tarnen nobis pleno theoloneo 
a nostris antecessoribus et senioribus consueto seu eciam usitato. 

[3.] Preterea promittimus nos non ponere aliqua nova theolonei et custiime 
statuta nee constitui promittimus super eosdem mercatores et bona siia, nisi fuerit 
ex voluntate eorum et consensu. 

[4J Item si inter Romanorum imperatorem sive quemcunque alium Romani 
imperii prineipem et nos aliqua gußrra vel discordia orta fuerit, promittimus animo 
benivolo conservare dictos mercatores familiamque suam decentem quadraginta dies, 
manutenere et publice premunire, priusquam per nos vel per nostros in suaruni 
personarum bonorumve suorum dampnum aliquod incuiTant seu gravamen susti- 
neant aliquale. 

[i}J Promittimus eciam nos' teneri eisdem mercatoribus et ex debito eisdem 
mercatoribus firmum tribuere et donare conductum, ut bona eorumdem et merci- 
monia sua extia nostram juridiccionem emittere valeant seu eciam deportare, quando- 
cunque et quocunque voluerint per terrarum transitus vel aquarum, et ne in per- 
sonis propriis et familia decenti aut mercaturis seu ^ bonis ' suis per nos vel per 
nosti'os infra tei-minum prenotatum impedimento occupacionis arrestentur, se<l 
terrarum nostrarum exitum habeant pacificum et illesum. Si vero infra spacium 
quadraginta dierum predictarum teiminos dominii nostri exire non valuerint per 
defectum navium aut impedimenta ventus et aure aut per alias legitimas occasiones, 
damus sepe dictis mercatoribus iterato secundo et tercio alias * quadraginta dierum 
inducias ut supra et nostro securo conductu et pacis tranquilitate** tam in pei^sonis 
et bonis propriis quam familia decenti^ firmiter' custodire. 

[6J Si vero dicti" mercatores communiter aut eorum aliqui in terris nostris 
seu nostre juridicionis terminis manere sponte voluerint, illi sub securo conductu 
nostro tam in pereonis et bonis suis propriis quam familia decenti omni securitate 
et libertatibus omnibus pacifice frui debent. 

[7,] Concedimus eciam dictis mercatoribus ben[i]v(»le'* et libere, quod in quo- 
cunque loco nostri comitatus Flandrensis, dum tamen in nostro dominio portuni 
capiant et recipiant et accipiant locum in nostro proprio dominio, in quo valeant 
morari, communem coadunacionem habeant et congregacionem publicam suarum 
personarum in domo, curia seu platea honesta, quocienscunque indiguerint, dis- 
cordias, forefacta concordando inter se habitas et alias omnes condiciones sibi in- 
vicem factas et contractas et secundum eorum ordinacionem corrigere, punire, 
terminare valeant et liberare, si[c]' quod baillivi nostri occasione hujus eos non 
impetant nee habeant emendam aliquam, exceptis forefactis, ex quibus sequi debet 
supplicium capitis, membri amputacio vel mutulacio*. Si vero diotorum merca- 
torum aliquis rebellis seu contumax inventus fuerit communi onlinacioni per super- 
biam aut contumaciam nolens obedire, volumus, quod talis median te baillivo nostro 
vel ministris nostris ad satisfaccionem compellatur. 

[ti.] Volumus eciam, quod niillus mercatorum predictumm in nostro dominio 
duelln provocetur*^*. 

a) qno<l ii<>«< L, frülur et nr» al* AcCfU. c. mfn. tu tran>'iuilitat^ L! ci finuiter ciist<Hliro 

uwl Si vero «iicti auf finer Hasttr. d» benvoln /,.' o> si L. a>i«^|UP liic «inod frülier. fi In dem 

unter Li anffffuhrtrn frnuxosinchen Amswuj n. fi'.i'.rj iat dkstr :?ntx trift/frtjfjrttfu: Itom mio aucun dc> diz 
maiThiin> ne >oit appi'lle do l'Aicc do Imtaille! 

>) Zmtitz, ^) iterato — alias Zusatz. ») tam in persouib bis decenti Zusatz. *j seu 
gravilesio corporis frithr noch fhtzu. ^) Für lirütttje se1hnt, ireldus doch um weixten in 

Frage kommt, icmn auch die Bfstimmumß auf alle »Städte Flandtrun sieht, galt der Satz: dat 
meinen poortro beroei>en mach te cam|>e, ende zo wat poortre die andren beriepe te camps iof 



246 1360 Jnni 14. 

[9.] Item quod nullus eorumdem mercatorum possit forefacere bona alterius, 
sed malefactor pro suo delicto proprio * secundum scabinagium et legem terre 
satisfaciat et puniatur. 

[lOJ NuUus eciam mercator pro alicujus debito teneatur nisi principalis de- 
bitor vel fidejussor ipsias. 

[llj Calumpniatus dictorum mercatorum aliqiüs de Ute vel de alia re qua- 
cunqiie^ non in vinculis ducatur, si dare voluerit fidejussorem ydoneum vel tot 
bona habeat in? Flandria^ ibidem, que ad valorem emende ascendant, nisi de. capitis 
vel de membri mutilacione fuerit calumpniatus. Si vero ullus mercatorum fuerit 
calumpniatus de capite vel de membro et per scabinatus Judicium vel legem terre 
fuerit punitus, bona dicti puniti non debent confiscari in toto vel in parte*. Et 
si fugam capiat delinquens, ille cum bonis suis emendabit secundum* legem et 
consuetudinem patrie, quantum racionabile delicti sui quantitas se extendit*. Causa 
autem predictorum mercatorum infra tercium vel saltem infra octavum diem debebit 
terminari , nisi scabini suo juramento asseruerint se infra talem terminum terminare 
non posse, et tunc bona fide infra alium diem octavum proximum sine omni dila- 
cione debebunt eam finaliter terminare ^ Si autem mercator diem sui placiti 
expectare non poterit, fidejussor suus sive alius pro eo poterit respondere. 

[12 J Nullus eciam mercator naufragus in terminis nostris aut alibi, ubicunque 
naufragium passus fuerit, debet bona sua amittere, que ad littus appulsa seu de 
fluc[t]ibus' erepta fuerint et salvata, sed libere et pacifice fruatur eisdem^, salvo 
tamen illis qui ad hiijus salvacionem laboraverint racionabili precio pro labore. Si 
vero navis aliqua sine malo et amplustribus ad portus seu nostre juridicionis ter- 
minos pervenerit seu aliqua bona extra navem ejecta fuerint, tunc ad salvandum 
hujus navem et bona quicunque voluerint auxilium prestare poterunt absque fore- 
facto nullius ad hec licencia requisita. Et hujus bona naufraga debent illi vel 
illis restitui, cui vel quibus ante naufragium pertinebant, vel saltem ejus vel eorum 
heredibus, qui se ad hujus bona proximos heredes poterint legitime demonstrare; 
si vero nullus heredum presens esset, tunc hujus bona debent per annum et diem, 
si medio tempore venerit, ipsis integraliter conservare. 

[13.] Nullus eciam mercator nee naves ejus, dum fuerint honerate, si prius 
non fuerint de aliqua re legitime calumpniate, detineantur nee arrestentur, nisi 
recens fectum evenerit seu aliqua legitima causa subsit '. Tunc si fidejussores suf- 
ficientes statuere poterint^, nullatenus teneantur, sed libere velificare poterunt 
quorsumcunque. 

a) flucibus L. b) potcrintt L! 

zun wedde bode iof outfinghe ende daerof verwonnen werde bi scepenen, zal vorbueren sestich 
pond, deene helt den beere ende dander belt der stede; ende zo wat poortre, die beroepen 
werde, die hem te wette bode, dien beriepe zoude verbueren zestich pond, deene helft den 
beere, tvierendeel der stede ende tander vierendeel den gbonen, diere beroepen worde. Endo 
hierby es elc poortre los ende ledich van campe. Ende es te verstane, dat elc meinsche porter 
es, die jaer ende dach woenst hoadt over recht bin den palen van der vryheit van der stedo 
ende scot ende lot dermede ghelt. Dritte Keure von Brügge van 1304, Art 33, Becueil des 
anciennes coutuines de la Belgique, Brugea 1, S. 298, >) Zusatz gegen früher, «) Hier 
ist der Vorbehalt zu Gunsten des belgischen Stadtrechts, welcher in den früheren Privilegien 
stand, weggelassen, ») — delinquens, bona ejus judicentur secundum früher. *) quantum 

racionabile bis extendit Zusatz, *) — tunc bona fide, quam cito poterint, eam terminabunt 
früher; vgl, oben S. 212, Anm, 5, •) Nullus eciam mercator per naufragium debet in litto- 

ribus terre nostro Flandrensis bona sua amittere, que de fluctibus erepta fuerint et salvata, sed 
pacifice fruatur eisdem früher, der Best des Artikels ist neu, ») — evenerit vel alia causa 
subsit, pro qua teneri possint secundum consuetudinem terre früher. Der Best des Artikels 
ist neu. 



1360 Juni 14. 247 

[14.] Item quilibet mercator potest vendere vina sua ad ducellum* pro 
antiqua assisia, videlicet de qualibet virga vini unani libraiii grossorum usüaliuitt, 
«ut vina sua alibi quocunque ducere ad vendendum. 

[15.] Item quilibet mercator vina sua vendere volens habere potest familiam 
sibi convenientem pro racionabili precio, quam familiam nemo sibi auferre debet, 
quamdiu illius servicio frui velit**. 

[16] Item quandocunque vinorum defectus esset •, tunc vina mercatorum pro- 
bari debent absque mora, quibus probatis ea vendere potest pro precio cariori quo 
poterit, eciam ultra loci** statuta. 

[17] Item de vino, quo vina alia replentur, nulla omnino dabitur assisia. 

[IS.] Item si forte alicujus vasis vinum in quarta parte, plus aut minus, 
omanaverit, illud vas obstrui et repleri potest presentlbus duobus fide dignis, assi- 
satore ad hec minime requirendo. 

[19] Item nee baillivus nee theolonarius nee prosenetha' seu makalarius 
vinum aliquod a mercatöre recipiat seu de nave ferre faciat, sed suo jure debito 
contentetur. 

[20.] Item quilibet per suam propriam familiam potest vina sua de fecibus 
abduci facere vel abmitti et vinorum vasa facere i-eiigari. 

[21.] Item si aliqua vina in crano seu instrumento, quo de navibus extra- 
huntur, vel per vini tractores vel ductores effusa seu neglecta' fuerint, ad illius 
dampni refusionem perpetratores illius forefacti efiectualiter tenebuntur. 

[22] Item cujuslibet navis dominus vel magister potest suam navem super 
terram, quandocunque indiguerit, ponere et emendare, quando et quociens sibi 
necesse fuerit, et sue navis instrumenta, si que perdiderit, querere et acceptai-e 
et suam navem ad hyemalem mansionem supponere absque forefacto. 

[23] Item cujuslibet navis dominus et magister, qui suam navem oneratam 
vel non, theoloneo jiun soluto, extra portimi velificaverit et occasione ventus et aure 
intra portum redierit, eciam si de novo aliqua bona intus receperit, nuUum theo- 
loneum inde solvat de presolutis*^. 

[24.] Item si navis aliqua, in qua panni Anglici essent, in portum Zwen 
seu alibi infra nostre juridicionis tenuinos perveniret, tunc bona illa ibi exonerar[i]** 
poterunt et in aliam navem reponi et, salvo doniino suo debito theoloneo, educi 
[)Ossunt libere tam per terrarum quam per aquarum transitus quorsumcunque. 

[25] Item de tota nave frumento onerata non plus quam tres mensure solite 
darf debent. 

[26] Item grisei panni de partibus oiientalibus appoi-tati ubicunque libere 
l)ossunt vendi, de quibus eciam nulla hallepecunia dari debet. 

[27] Item omnes et' singidi panni ubicunque in terni nostra fiendi debent 
suam mensuram debitam optinere in longitudine, in latitudine, et habere suas debitas 
plicaturas, ita ut sint eque lati et eque boni, quilibet in suo genere, et in principio 
et in medio et in fine, ita quod sint integri inter utrasque extremitates et fines, 
non incisi, ita eciam quod eorum extremitates, que dicuntur egghe, non sint 
hiciores, quam ut antiquitus esse solebant. 

[28] Item si aliquis mercator de bonis suis sub juramento suo prestito theo- 
loneum dederit, illius bona denuo aperiri non debent nee eciam speculari. 

[20] Item si aliquis mercator aut aliquis de familia sua pro suo delicto punitus 
fuerit in corpore, bona illius pro tali delicto non debent ulterius judicari. 

a) au «lotail. Auttxug Li n, Ä.7.9J. \i\ Auf riittr linxHr. o ocfisct L! «D Über der 2SeUe 

»»nchgetnig^n. e) c<»urtier in Li n. h:;:i2. f' hoirglocta L. gi S'j, uieht abxmndrm. h) oxo- 

iieraru L. i^ fler der ZeiU nacitgrtrageti. 



248 1360 Juni 14. 

[30,] Item si aliquis sive in terris sive in aquis spoliatus fuerit et ille spo- 
liator seil bona illa spoliata aut iitraqiie infra juridiccionem nostram pervenerint, 
bona illa illi vel Ulis, cujus vel quorum erant, libere reddi debent et de spoliatore 
debet justicia exhiberi. Si vero bona aliqua spoliata in alterius domini juridic- 
cionem ad aliquam civitatem, opidum aut locum perducta fuerint et spoliatus aut 
aliquis alius vice sua secutus ibi hujus bona jure repecierint et sibi justicia fuerit 
denegata, tunc idem spoliator delinquens, ubicunque infra limites terre nostre 
Flandrie inventus fuerit, poterit arrestari et teneri, quousque lex et justicia de 
ipso fuerint exequute, et ubicunque hujusmodi bona infra dictos nostros limites 
inventa fuerint vel reperta, quod eadem bona deliberari et restitui debent dicto 
mercatori spoliato, in quantum informacione legitima per markam suam aut alias 
fide digne demonstrare poterit, ipsa bona tempore spoliacionis fuisse sua, quamquam 
hujusmodi bona in foro communi empta fuerint vel distracta. 

[31.] Item si aliquis für vel occisor aliquem dictorum mercatorum aut eorum 
servientem occiderit vel depredatus fuerit infra terram nostram Flandrie, quod ille 
für aut occisor in delicto seu furto hujusmodi deprehensus arrestari et detineri 
potest impune, quousque justiciarius seu judex temporalis supervenerit de füre aut 
occisore justiciam facturus juxta facti qualitatem. 

[32.] Item si aliquis dictorum mercatorum seu eorum serviencium interfectus, 
occisus vel depredatus fuerit infra limites dicti nostri comitatus aut dominii, sive 
per terram sive per aquam, ubicunque idem occisor aut interfector se transtulerit 
aut bona depredata translata fuerint et dictus mercator aut alter ejus nomine 
sequ[u]tiis' hujusmodi personam et bona justiciam super hiis fieri** requisierit et 
sibi justicia ft^erjit'' denegata, tunc idem spoliator seu malefactor delinquens, ubi- 
cunque infra limites terre nostre Flandrie inveptus fuerit, poterit arrestari et teneri, 
quousque lex et justicia de ipso fuerint exequ[u]te'*, et ubicunque hujusmodi bona 
infra dictos nostros limites inventa fuerint vel reperta, quod eadem bona delibemri 
et restitui debent dicto mercatori spoliato, in quantum informacione legitima per 
markam suam aut alias fide digne demonstrare poterit, ipsa bona tempore spoliaci- 
onis fuisse sua, quamquam hujusmodi bona in foro communi empta fuerint vel 
distracta. 

[33.] Item si aliqui dictorum mercatorum litteris nostris supplicatoriis aut 
legitime vel racionabüi auxiUo in causis suis justis vel decQntibus indiguerint, ne- 
gare ipsis non volumus , sed eos juvare pocius volumus et fideliter defensare. 

[34:.] Item si aliquis mercator de illegitime thoro natus in Brugis aut alibi 
in quocunque nostri dominii Flandrie loco viam universi carnis ingressus obierif, 
bona iUius quecunque liquerit nee nobis nee cuiquam alteri nisi suis consangui- 
neis proximis pertinebunt. 

[36.] Item si aliquis per infortunium armamentis navis sine dolo, sine vio- 
lencia et sine discordia ledatur vel occidatur vel cadat extra navem, qiiivis eum 
libere juvare poterit^ sine forefacto et nee navis nee bona dictorum mercatorum nee 
aliquis hac occasione poterit arrestari vel impediri. 

[36.] Item si aliquis mercator super debito fuerit calumpniatus ibidem non 
cognito coram scabinis \ se purgare poterit juramento suo sine interpressura, et si 
se purgare noluerit, solvat et emendet secundum legem loci. 

[37.] Insuper finaliter promittimus, quod si dicti nostri justiciarii vel scabiui 
Dostri comitatus in aliquo defecerint, super eodem defectu ad perfectam equitatis 

a) setjutus L. b) fiieri L! c) fuit L. d) exeqnto L. c) obiicrit L! f) l'Ur 

der Zeüe nachgetragen. 

per scabinos früher. 



13«X) Juni 14. 249 

justicinm manum dictis mercatoribus porrigemiis adjutricem, bi super hec a dictis 
menatoribus fueriimis legitime requisiti. 

[3sJ Voluinus eciam inviolabiliter statuentes, quud predicti niercatores com- 
iminiter et singiili prenüssis litteris et libertatibus seu privilegiis in oranibus suis 
Clausulis, articulis et punotis in nnini modo et forma, sicut prescribuntur, prout 
ei:> ad utilitatom eorum melius et pertinencius interpi*etari possunt et sicut edam 
ipsis liberius et utilius valerc et couveniencius potenint expedire, contradictione 
nostra seu alterius cujuscunque non nbstante, in perpetuum libere et pacifice frui 
debeant et gaudere, non obstantibus eciam litteris seu privilegiis aliquibus per 
Uns aut predecessores nostros opidanis nostris aut aliis nostris subditis terre nostre 
Flandrie indultis communiter vel divisim, salvis nicliilominus dictis mercatoribus 
aliis litteris seu privilegiis per nos aut predecessores nostros prius eis datis seu 
dandis in futui*o in suo pleno roboro et vigore, ita quod iste illis et ille istis non 
debent in toto vel in parte quomodolibet derogai*e. Mandantes nostris baillivis, 
(»fliciatis, subditis et ministris omnibus et singulis, ne dictos niercatores compiu- 
niter aut eorum aliqueju in dictis litteris, privilegiis et libertatibus aut contra 
ea in minimo eciam articulo sive puncto in parte vel in toto ofi'endant quomodo- 
libet vel perturbent, sicut gravem ulcionem nostram voluerint evitare. 

Ut autem omnia premissa in perpetuum robur optineant lirmitatis, presentes 
litteras nostri sigilli magni munimine fecimus roborari. Datum in villa nostra 
(»andensi, quarta decima die mensis Junii, anno Domini millesimo tricentesimo 
sexagesimo. 

4Uti. Die Städte Gent, Brügge und Ypern Urkunden ehni.<o für die deutschen 
Knafleufe \ — 1300 Juni 14. 

Aus L StA zu Lübeck, Batarka n. JJ.'); Gr., Vgm., m, den 3 icohlerhaltenen 

Siegeln an grthvieideneH Schminn, Auf dem Bücken gleichzeitig: tPrivilege in 

Latine. iJaselhst Abschriften in den Kopi<dbüchern. 
B BA :u Boütockf n. öOOl; Or.-Transsuwpt Lübicks von 1364 Juli 21 für 

Boütocky m. grossrm S. 
K StA zu Köln; Abschriften in sfimiHtlichen hansischen Kopiaren. 
StA :u JJanzig, Schbl. XXVII, öü; hansisch -burgundischer Kopiar in. Jhs. 

fol. im. 
Staatsnrchir zu Köniysberif ; uidH.fjhiHbitfte Abschrift Vt, Jhs. 
Gtdruckt: uns L JJreyer, Specim. jur. publ. Lubec. CCLI, danach vt-rz. lyk, Gesth. 

d. Vrspr. d. 1). Hanse 2, 472, 3; rerz. aus B HB. 1, n. 34ff, aus K Mitthtil. 

a. d. StA r. Köln, Heft 1, S. 2H, n. 50. 

M Von den flandrischen Städteboten, welclte die Privihyien u. a. nach Lübeck iihtr- 
hi'K.htcii, betheiliyte sidi drr Brütjger Schöffe Bieter GaderjHfnninc an dnn läge, dessen 
Ihitum in diesen Dokumenten zu lestn ist, an einem für die Geschichte des Handels nicht 
(jlridupdtigen Akt gegen Antwerjten: aetfen des VergeJiens der Stadt gegen den gräflichen 
Schulthnsstn W'outtr tan Zetbrouc fällten mit Heinrich ron Flandern und Ludicig von 
Xamur 3 Genter, 2 Brügger, darunter Gaderpenninc , und 3 von Yp^rn einen Sprach, durdi 
tuhhcn Antirtriten gtdanuthigt , za Geldstrafen und Verbannungin rerurtheilt und der Stadt 
auferlegt wurde ror den eigenen Thoren in der Art der Büsser heim Grafen um Gnade zi 
fleht u; JJepartementalarchic zu Lill*- , i'hambre des eomptes , Btg. d, chartrs 1 fol. 147 \ nach 
fiHti- schüchteren Abschrift gedr. in Brabantsche gasten dwjr Jan de Kltrk, uitgeg, door Wilkms, 
Uy .'tüft, n. SU. Doch luitte Gr. Ludicig kürzlich, Mai 0, in Brügge, prt'Wfiit miin her Heinric 
van Vlaondrcu, den lien.» van Gliistde, den here van Praet — inetpiders den steden vaii 
Vla«ndren, alhn Kaufleuteu und jfxler mann für den Besuch dis Bfing>tmarkts ron Antvcerjttn 
Geleit und Schutz verliehen , desgleichen acht Tage zuvor und danach, zum Handelsltetritb daselbst, 
aUo men te vryen nia<?rcten seuldich es te doene — emnier utojrhenomeu alle ballinglie endo 
viande ous ende onser stat van Antwerpen vorseid ende die henizelven verbondeu hebben van 
ftMilden of van anderen zaken in propfe persone, dies zii tc verantwordene mochten hebben naer 
der stat rechte van Antwerpen; Lille, im angeführten Begisterbande fol. 27, n. 8300, 
Hrti.ti^che> Urkundeubuch HI. ;j2 



250 1360 Juni 14. 

Von den 3 Original -Ausfertigungen der städtischen Dokumente n. 496, 498 u. 502, 
welche für die drei Drittel bestimmt waren, in Brügge geschrieben und registrirt, 
Juli 28 nach Gent und Yperti zur Bestegelwng mitgetheilt, endlich Juli 31 mit der 
Gesandtschaft der drei Städte und des Grafen von Flandern nach Lübeck geschickt 
wurdeyi (HR. 3, n. 259, 3, 4, 6 — 8 nach den Brvgger Bechnungeu), haben sich 
nur die für das lübische Drittel berechneten Exemplare erhalten. Im itretissisch- 
westfälischen entstand zwisclien den Preussen und Köln ein Streit über die Auf- 
bewahrung der Urkunden , beiderseits wurde ein Anrecht auf sie geltend gemacht. 
Aber der Hansetag in Lübeck von 1363 Juni 24 entschied, weil die Kölner den 
Nachweis ihres angeblichen Vorrangs nicht versucht und die Versammlung nicht 
besandt hatten, um der Degligencia nunciorum dominorum consulum civitatis Colo- 
niensis icillen, zu Chinsten der preussisdien Städte; 1363 Juli 2 tcurden ihnen die 
Urkunden (privilegia libertatum) ausgeliefert, die vasammelten Bathssendeboten 
quiltirten darüber- tmter dem Siegel Wismars dem Lübecker Bath, HB. i, n, 29Q, 
§ 3, 23, n. 297, 298. Anders verhält es sich mit dem Dokument über die Makler- 
taxen, unteti n, 500. 

Nos burgimagistri , advocati, scabini, consules, decani, jurati ac tota commuuitas 
villärum Gaiideiisis, Brugensis et Ypreiisis in Flandria notum facimiis /m. s. w., genau 
wie das vorstehende gräfliche Privileg mut. mut. bis in die Mitte von § 36, ivo 
folgendermassen geschlossen wird:] non obstantibus etiam litteris seu privilegiis 
aliquibus nobis aut uostris predecessoribus aut nostris subditis iudiiltis communiter 
Tel divisim, salvis nichiloininus dictis mercatoribus aliis litteris seu privilegiis per 
DOS aut predecessores nosti*os prius eis datis seu dandis in futurum [u. s. tv. wie 
oben, nur dass baillivis tw officiatis und nostram nach ulcionem weggefallen ist.] 
Ut autem omnia premissa imperpetuum robur optineant fiimitatis, presentes litteras 
sigillorum dictarum trium rillarum muniniine fecimus roborari. Datum et actum 
anno Domini millesimo trecentesimo sexagesimo, quarta decima die mensis Junii. 

497. Gr. Ludwig III von Male von Flandern, Hz, von Brahant, bestätigt, er- 
neuert und enveitert die Freiheiten der Kaußeute des römischen Reichs in 
Flandern. — 1360 Juni 14. Gent. 

1. 

Aus L StA zu Lübeck, Baturica n. 116: Dr., Pgw.. m. uohlei'haltetiein lieitcrsiegd 
fiebst Bücksieyel. Auf dein Bücken gleichzeitig: Dit es tVlaemsche privilege, 
auf dem Siegelbande: Privilegium Lodowici to Dude. Daselbst mehrere späte Ab- 
schriften in den KopiaHüchem. 

B BA zu Bostock, n. 5597; Or.-Tran^sumpt Lübecks royi 1304 Juli :^1 für 
Bostock, w. grossem S. 

K StA zu Köln; Abschrift efi in sämmtlichen iMnsiscIien Kojjiaren. In dem Kopiar 
Hanse I, C (früher n. 117 oder B 8), vgl. MiUheil. a. d. StA von Köln, Heft 1, 
S. li) , mit den Privilegien von 1392 unter der Aufschnft: Hiir hegynnet des 
copmans privilegia van der hense (roth) uttd mit der Schlussbemerknng : Explici- 
unt diversa privilegia communibus mercatoribus de hansa Teutonicoruin su])(t 
nounullis ipsorum libertatibus per principes concessa graciosius et indulta froth). 

StA zu Braunschweig; Abschrift im Ersten Gedenkbuch fol. 50. 

StA zu Danzig, Schbl. XXVIT, 82; Abschrift im hausisch-burgundischeu /V/ri- 
legiar 15. Jhs. fol 38, 42. 

H StA zu Hamburg; alte Abschrift, seit 1842 nicht mehr vorhanden). 

StA zu Ztcolle; Abschrift im hansisciten Privilegiejibuch für Fhwdern von 1509 
fol. 87. 

B StA zu Brügge; Abschrift im (Juden Wittenbouc fol. 4 mit falschem Datum und 
im Begistre cartonne po^iriwe fol. 89 unter der Aufschrift: Dit zun de i)revilegcii 
van den Oostorlinghen. 

S StA zu Sluys; Abschrift im Pririlegienkopiar n. 1 fol 2' und im KopiaWmh 
n. 3 fol. 18. Mittheilung von Hagedom. ^ 

Departemeyitalarchiv zu LiUe, Chambre des compUa, Beg. d. chartes 1 fol. 49. 



1300 Juni 14. 251 

Ku StA :u Kämpen; die Ausfertigung für Kampen von 1361 Mai 13 
n n d 2 3. MHgetheiU von Hagedorn. 

M AUgtm. Rtichmrchic zu München; Or,, Pgm., m. icohkrhaltenem Beitersiegel ; 
d i € A u s fe r t ig u n g fü r X ürnherg von 1 3 6 2 (13G1J J a n, 23. 

IJepartementahirchiv zu Lille, Cluunhre des comptes, Heg. d. chartes 1 foh 53, 
fi. 8047 , Abschrift vwi Ku. 

Daselbst n. 8766, Äbsdirift von M. 

Gedruckt: ohne Quellenungahe und flüchtig Lünig, Cod. Germ. dipl. 2, 2089, ans 
B GdliodtS'Van Severtn , Inventaire des archires de Bruges 2. S. 47 , aus S 
Janssen en r. Dale , Bijdragen tot de oudlteidkunde en de geschiedenis van Zetxiwsch 
Vlaeinderen 5, S. 148; verzeichnet ai's L und II Urk. Gesell, d. Urspr. d. D, 
Hanse 2, 468, aus R HB. 1, n. 345, aus K MittJieil a. d. StA von Köln, 
Heft 1, S. 28, n. 67, aus Ka HB. 3, n. 264 und Gilliodts a. a. 0. n, 542; 
M ohne Einbliik in das Original angeführt von Both, Gesch. d. Nürnhergischeti 
Handth i, S. 28 nach Fischers Handelsgesch. 2. 455 [bzw. Göckings Journal, 
1781, Stück 11, 296) mit falschem Datum. 

Das damische Privileg, welches für lange Zeit das Haujdprivileg geblieben ist 
und die weitesten Zugeständnisse Flanderns darstellt, verhält sich zu den Ver- 
leihungen aus früherer Zeit der Art, dass es die gräflichen und die Brügger Frei- 
briefe von 1309. V. B. 2, n. 154 und n. 160, vollsiäfulig wiederholt, innerhalb 
der Bestimmungen eine strengere Gruppirung durchführt und alle Gerechtsame nicht 
an den Stapd zu Brügge allein knüpft, sondern auf Niederlassungen im ganzen 
Flandern ausdehnt. Mit dieser Abwandlung und unter einigen weiteren Zuge- 
ständnissen, die als Einschitbsel in den Varianten zum Text angemerkt sind, deckepi 
sich genau: 

1360 1309 

§§ 1-12 mit ^^§ 2-6, 18, 7-11, 

§§14-17 „ ;^'$' 14-17, 

§§ 18 , 19 „ §§ 19, 20, erste Hälfte, 

§§ 28—30 „ §§ 20, Schluss, 21, 22, 

§§ 32, 33, 41, 43 „ §§ 24, 25, 26, 27. 
Hitrneben sind die Forderungen der Deutschen genau in der Weise berücksichtigt 
tvie im voranstehenden lateinischen Pririhg vom selb(n Tage, und zwar nach 
den Forderungen Kölns: 

vi am. lat. 

§§20-27 =§§ 14-21, 

§§ 34-38 -= .<J'^* 24, 26, 27, 22, 23, 

§§ 40, 42, 44 a, 49 - ^^' 25. 29, 31, 34. 
Eine dritt* Gruppe der Bestimmungen geht von den Sätzen des lateinischen 
Privilegs aus, erweitert sicJt nach den allgemeinen kaufmännischen Forderungen: 
§§ 31, 39, 44 verknüpfen latein. §§ 23, 28, 30 mit den oben n. 420 und 
n. 454 registrirten Forderungen in HB. 3, S. 225, 5, S. 226, 3, 4. 
Darüber hinaus futt d<ts Dokument die allgemeinen Forderungen, weldie a. a. 0. 
zusammen gestellt situl, berücksi^'htigt , nämlich 

in §§ 13, 45: HB. 3, S. 226, 5; in §§ 46, 47: HB. 3, S. 227, 7, 8; in 
§ 50: HB. 3, S. 226, 20: in §§ 51, 53: HB. 3, S. 225 (n. 238), 6 ff., 
f er Pier in § 44 b die hatisestädtiscltm Forderuntjen oben m »i. 478, und die 
hesondertn lübischen Beschwerden beseitigt in §§ 48, 52 im Eingehen auf 
HB. 3, S. 224, 16, S. 225 (n. 237), 7, oben n. 409. 

Sacldich gehören auch hierfier Ka und M, die Privilegien für Kampen und 
für yürnberg, oltwohl sie spätere Daten tragen. Mit dem Dokument für die Hanse 
stimmen sie vollständig idterein: am ScJduss hat Ka 7, bzw. 5 Zusätze, welche in 
dem noch jüngeren M wörtlich wiederholt sind. Die Vergleichung der Handschriften 
(weiter unten) zeigt, dass die Urkunden für Xürnberg gleichzeitig mit den han^ 
si Wichen und von demselben Schreiber mundirt worden sind, m. a. W.: auch die Aus» 
fertigung für Kampen , deren Zusätze schon in dieser frühen Beinschrift von M ent» 
halten fand, hat dem Texte nach bereits um diese Zrit festgestanden. Eine von Hagedorn 
mitgetheilte ^'Schriftprobe aus dem vlämischen Hauptpririleg für Kampen in der 
Ausfertigung der drei flandriscfien Städte lehrt, dass dieses Dokument vollständig 

32* 



252 1360 Juni 14. 

(also mit den Zusätzen) aus derselben Feder (jeflosscn ist uir der städtische Erlans 
über das Maklerwesen für die hansischen Kaufleule im StA Köln, Hanne I n. 60a , 
utiten n. 500, dass es also im Sommer 1300 geschrieben worden ist. Da hier der 
Schreiber für das abireicliemle Datum {1361 Mai 23) keine Lücke gelassen, solidem 
es schon jetzt mit eingetragen hat, so ergiebt sich, dass die AusMndigung des Doku- 
ments bereits im Sommer- 1360 für den Mai des nächsten Jahres festgesetzt rnid an 
Bedingungen geknüpft wurde, die vorhanden gewesen sind, ohne dass ich sie im 
eitizelnen uachzmceisen vermag. Die andern Urkunden für Kampev sind nicht nttch 
der Reinschrift, aber nach ihrem InJialt ebenfalls gleichzeitigen Ursiyrungs. Für 
die thatsächliche Entwicklung ist daraus zu ent^iehmen , dass die flandrischen Städte 
früh^ geneigt icaren als der Graf den äusseren Abseht ass des Pakts mit Kawjten 
vorzubereiten , obwohl der Graf sdion 1359 Sept. die weitesten Zusichern ngen ge- 
macht, 8. oben n. 459 u. 464, und im Sommer 1360 7 neue Bestimmungen, von wel- 
chen die Städte mir 5 gewährten^ eingeräumt hatte, wie ihre Aufnahme in M zeigt. 

Die handschriftliclui Vergleichung von M mit den Urkunden für die Hanse 
ergiebt nachstehendes Resultat. Das vlämische HavptpHvileg für Nürnberg in der 
städtische^} Ausfertigung, vgl. n. 498,