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Full text of "Hans Schaeffer Papers, 1924-1960 1933-1968"





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S.O.R.HAGGLOF 

adr.telegr: ROMATCHCO 
telefon 3a-6/10 



BUCURESTM 



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EA VICTORIEI 86 



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DEUTSCHE BANK 



UND DISCONTO-GESELLSCHAFT 

FILIALE BRESLAU 



FERNRUF RTADTVERKFHR 22801 
FERNVERKEHR 22401 



P08T8CHEf;K KONTO: BRESLAU Ö58 

DRAHTANSCHRIFT: 
Ü K U r S ( H R A N K 

Zweitschrift gesandt an 
Fraa Charlotte oohäffer 
Breslau 2, Neadorf3tr*33 



Breslau, denm ±T:i..J.ax).\:a.r. 

AlbrechtBtra^e 83-36 



193 :i 




Herrn Staat9se"':retär j.. ^. 

Dr. IJuns S h ä f f e r , 

lerl in-Qha r lott. nbu r;: 9, 
^'^ä3Uendallee 97 d. 

Dei)üt 276 9 Dr ."f^einriGh Gohafer 
i^Iabhla"einl:ünfte V-3-Ka3^e* 



Wir beehren uns, Ihnen nachstehend eine 

'61. Dö-enber 19:57 



am 



r^eschlossene Aufstellung Ihres Wertpapierdepots bei uns zur gefälligen 
Irxüfung zu überreichen. 

Ihrer baldgefl. Rückäußerung sehen wir gern entgegen und bitten Sie, 
uns bei Richtigbefund das anhängende Blatt unterschrieben zurückzusenden. 

Für Depotgebühren / haben wir Sie mit 



RM 



belastet . 

Mem. geb. 



•--».->■ 



Wert: heute 



In Giro: — -^'— ^ — ^ — ^iWer' — '-rc sind 
durch die ^^ ^.nung üS gekennzeidmeti 



/ 




"/) Dt .■Re ioh3baIin-'"'orr:u23-Aktiji:i.»'Zori.if . , G 

DEUTSCHE ^^'' 

De 



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"SLAM 



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Kontrolle: 



Fzw Nr. 370 I 

K XV 10. 35. (18964) * 



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^^^^f t»t^«*r»»^»f» y » 



An 



DEUTSCHE BANK 



UND DISCONTO-GESELLSCI lAFT 

FILIALE BRESLAU y 

betr. Ihr Schreiben \'mmm 4%--«5%S|MÄ^--- 193 83 



Depot-Anerkenntnis von 

Zweitschrift gesandt an 
Frau Charlotte ochaffer 
Breslau 2, WäU(iorfstr»33 



I ) 



Herrn Staatssekretär i. ^. 
Dr. Heins Soh&ffer , 

Berlln->Charlott nburg 9. 
^'*e9bendallee 97d. 

Depot 2769 Dr.Heinrloh SohBfer 
Nabhlaßelnkünfte ]}/?j^Ka^^e. 



Betr. Depotauszng per 



,?}-DS?f;si?B?^ii?f 



K V 

Die "^^-ülD er sandte, -an vorstehendem Termin ahge schlössen« 
uns 3«- 

Stellung "®^i^®^ Wertpapierdepots hei Ihnen habe - .-_ geprüft und 

unseres ^^^ 

deren Inhalt, wie nachstehend angegeben, richtig befunden. 



Auf- 



, FF. -200- 7i !)t»f:ciohabahn- 

V w iiiiK I M ,,, 




ors;ug ^^-Alctlen-rer'if •, T^J^. 

Onierschrift 



.«■■■«««. I i m »» 



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IV 



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Wir mnen Sle'dlese« Fopmuiap nur zu niineiiungsp zu unnützen, uieicue die ADstimmvog ihres Depotauszuas', uetreileD. 



Pzw Nr. 370 TII 
K XV 16 35 *** 



K 



den 29. Novembor I938. 



Herrn Direktor St lg Hä£;clöf , 
Calea Vlctoriel 86, 
Bukarest. 



C 



I 



Lieber Herr Ilägglöf , 

Herzlichen Dank für Ihren Brief und für Ihre freundlichen 
BaraUhuncsn bei Ihrem Bruder, 

Ich habe inzwischen die Ganehml£:unß für meine Mutter und meine 
Bruder und seine Parallie erreicht und dabei mit Freude festoostollt , 
wie rasch und gut sowohl das Soclalstyrelso wie die Schwedische 



Gesandtschaft In Berlin gearbeitet haben. Die Sache hat bei d 



era 



Socialstyrelae 1 | Tag und die Uaberraittlung der Nachricht an meine 
Pamllie durch die Gesandtschaft hat nur einen Tag gedauert. Ich 
hätte eine Erledigung In dieser Raschheit nicht für möglich gehalten. 
Wenn ich durch Berlin durchkomme, werde loh Ihren Bruder besuchen 
und ihm nachträglich meinen Dank für seine freundliche Bereitwillig- 
keit und fir das rasche Arbeiten der Gesandtschaft ausspröchen. 

Mit herzlichem Gruss, auch an Ihre Gattin und die Kinder, 

Ihr 



l 



don 29. November 1938. 



Herrn Dlroktor St iß Httgglöf , 
Calea Vlotorlel 86, 
Bukarest. 



c 



A 



Lieber Herr IläcGlöf , 

Herzliohen Dank für Ihren Brief und fUr Ihre freundlichen 
BemUlauncan bei Ihrem Bruder. 

Ich habe inzwischen die Genehmicune für meine Mutter und meiner 
Bruder und seine Familie erreicht und dabei mit Freude festjostellt, 
wie rasch und gut sowohl das Socialstyrelse wie die f^chwedlsche 
Gesandtschaft in Derlin gearbeitet haben. Die Stiche hat bei dorn 
Socialstyrelse 1 ^ Tag und die Ueberraittlung der Nachricht an meine 
Familie dxirch die Gesandtschaft hat nur einen Tag gedauert. Ich 
hUtte eine Erledigung in dieser Rasclilieit nicht fUr möglich gehalten. 
Wenn ich durch Berlin durchkomme, werde Ich Ihren Bruder besuchen 
und ihm nachtriiglich meinen Dank für seine freundliche Bereitwillig- 
keit und fjr das rasche Arbeiten der Oeoundtschaft aussprechen. 

Mit herzlichem Gruss, auch an Ihre Gattin und die Kinder, 

* Ihr 



I 



Jönköplng, don 10. März I958, 
Brtnnscatan l\2% 



Herrn Dr.jur. Hans Ilartonateln, 
Berlin IT 65. 
Müllersfcras30 170^172 



c 



I 



Llobor Herr Hartenstein, 

FUr Ihren Brief von l6* Febrimr nebst der diesem bel^jefUcten 
Brlefabaclirirt danke Ich Ilrinen herzlich. 

Die Colm^sche Auffassune bat mich sebj? interessiert. Ich war 
eieentllch erstaunt darüber, in welchem Umfanco qc dem Sohrolbor be- / 
reits gelungen ist, sich von der ökonomischen Denlrißroiso, die wir in 
Europa £:;ewohnt waren und bei der man In erster Linie die ökonomischen 
Faktoren und erat In zweiter Linie die psyclioloGl sehen und politischen 
Einwirlcuncen betrachtete, zu entfernen und amorlkanischm Denlcf ormen 
sich anzupasaeiit Glelchzeltls mit dem Colm'schen Brief ix s ich einen 
Artikel im Magazine der TTew York Times vom 50, Janimr ds.Js,, der von 
dem Ihnen wohl auch noch erinnerlichen Professor Snrarnia stammt und 



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dasselbe Thema behandelt* Das Merkwürdige war, äass ^ra^ue^s 3e- 
trachtungsv/eiae sich viel me>ir in europaischen Denkformen bewegt ala 
die Colm^sche*. Das lirgebnis von Sprague ist, daaa Jeder wirkliche 
amerllcanlsche Wtrtaclmf tsaufschwanc unabhUnclG von der Börse und nur 
dann erfolgt ist, wenn irgend eine grosse ökonomische Aufgabe zu lösen 
war (Elsenbahn, Elektrlf lzle:?unG, Motorisierung uaw.)» Als einzige 
Arbeit, die für die Gegenwart in Betracht körnt, sieht er ein umfassen- 
des V/ohnungaprogramm an, bezüglich dessen Durcliführung und Finanzie- 
rung er einige Vorschläge machte In diesem Punkte begegnen sich Ja 
Spragua uni Colm. 

£8 würde mich sehr freuen, wenn Sie Ilir weg einmal nach Schwe- 



- 2 - 



( 



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Ho 



rrn Dr. Jur, lians Ilartonateln, Dorlln N.65. 10,3.1950. 



den fUl^t, und ich nelime an, dass Sie dann dan kleinen Urweg über 
Jönköplnö machen worden, damit wir ein ruhlsea Abondcospräch abhalten 
können. In dl^scem Sinne crUsso ich Sie, zxjcloich auch namono meiner 
Frau und mit der Bitte, der Ihrieen einen Gniss zu bestellen, 

Ihr 




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Jünköpin^:, (ion 10, lairz 1958 
Bruiina^atan l\2* 



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c 



Herrn Dr.jixr. Kana lüartonateln, 
Berli n N 60. 
MUlleratraaao 17M ?2 



Llobor Herr Kartenstein, 

FHT Iliren Brlof von I6. Februar nebat dor dioaora bolc^f'^iCton 
Drlöfabaclrrirt danJ:o loh Ihnen liorslloh. 

Die Coln'ach© AxiiTasauri^ 'uat mich solir Intoroasiort. Ich var 



olGontllch orataunt darüber. In wolclTtem Unfance es don C' 



* ^ 



be- 



rolta ijolun^^on lat, alch von dor ükononischen Danln^olao, die wir in 
Europa cowohnt waren und bei dor nian In erster Linie die til.ronOKlachon 
Faktoren und erst In zweiter Linie die payclioloGlaohen und pollt lachen 
Zinwirlruncon betrachtete, zu entfornoa und anorilaanlachoi Denlrf'ormen 
aioh anxupasaen. Gloichzeitie mit dati Colr.'achen Brief li s ich einen 
Artikel Im MßGttElno dor Now York Tinea von 50, JUnxiar (^JS.Ja,, der von 
dorn Ihnen wohl auch noch erlnnorlichen Profeaaor Spra^ue ataiatnt und 
daaaelbe Thema bel»ndolt. Das MorkwUrdlee war, daaa ^pr&c^e'a Bt» 
trachtuncav.eiae aioh viel mehr in europUlaohon Donkformen bewegt als 
dl« Coln'ache., Daa "rcobnia von Spraßue lat, daaa Jeder wirkliche 
amerllranlacho WtrtaolmftaauTachwuJic unabhUn^lG von dor Börse und mu« 
ä&nn erfolgt lat, wenn Irgend eine ßvosae ülrononlache Auf Gabe zu lüaen 
Wkv (Elsonbalin, Blektrlflzlarunc, Motorlaleininc uavr,). Ala elnzlco 
Arbeit, die fUr die GeGorwart in Betracht könnt, aleht er ein uiafassen- 
dea WohnuriGflproci^Kiw an, bezUGllch deaaen I>urclifUlirunG und Finaruslo- 
runc er elnlco VoraohlÜG« nacht. In dleaom Pimkte boGOßnen alch ja 
Spraguo und Coln, 

Es würde mich aohr freuen, wenn Sie Ilir Wog elnnial nach Schwe- 



- 2 - 



Herrn Dr. jvsr. Ilans Ilartonstoln, Dorlln H,65» 



IO.3.193O 



c 



den fuhrt, und Ich nelxnio an, daas Slo dflinn djn klolnon üiawog übor 
Jönköplnß maclion worden, danlt wir ©In nüil^oa AbondcoaprUoh ablmlton 
künnon. In dieser. Sinne crUsse Ich Sie, sviclolch auch namenc neiner 
Frau und nlt der Bitte, der Ihrlcen einen uruaa zu beatellen. 



c 



Dr.JUR.HANS HARTENSTEIN 



BERLIN. 16 Februer 1938. 

N 65 M U L LE R ST R AS S E 170-172 
FERNRUF: SAMMELNUMMER 460012 



Herrn Dr. Hans Schf^effer 
Evenska Tendrticks Aktiebolaget, 

(Fchweden) . 




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Sehr geehrter Herr Dr. Schief f er 1 

Bei unserm letzten Zusammentreffen hatte ich Ihnen von 
einem Brief de? Herrn Dr. Colm über seine Beurteilung der 
gegenwartigen amerikenlschen Verhältnisse erzählt und Itinen 
seine üebersendung zugesagt. Leider komme ich erst heute dazu 
dieses Versprechen einzulösen, da der Brief inzwischen bei 
einigen anderen Interessenten in meinem Bekanntenkreis umge- 
laufen ist. 

Ich habe mich sehr gefreut, Fie kurzlich unter so an- 
genehm.en Umständen wieder einmal sehen zu dürfen und Erfreu- 
liches von Ihrem und Ihrer Familie Fr gehen zu hören. 

Mit den besten Grüssen und der Bitte, m.ich IhJ^er Gattin 
zu empfehlen, bin ich 

Ihr stets ergebener 




Abschrift. 



2.1.38. 




• 



1 



1 



i 



7-1 13 und icli -raren Bit unBerea kleinen Steuerbucn sear ^«^soxiaf- 
•!p'~t. u-ii a-'/ar nicht in einer reatloa erfreulichen Weise. Hioht 
T'ur hatten ?rit« und ich unsere im«ichten auf einen Nexaier au 
bringen, üondem dazu kanen auch noch die s^^^ißS^^^^iJ^"^- 
ren Sit den Baiikiers, die das ProjeVrx finanziert haben. So kam 
nir die ganze Sache teilweiee nicht so c ehr als eine v^-isaen- 
achi^ftliche, sondern <xuch als eino diplonati <^^-« f^^l^^^^ /"^V ! ' -'l' 
Die Soh-.vierigkeiten, die dao kleine Buch uns aaohte, sind nicnt nur 
äUGoeror HatSr. üIt i;laubon, da3e Hoosevolt in ^f^Jf'^'^^l^l^, 
•^5 trota unendlich vieler Fehler io Einaelnen docn eine erfclßrei- 
chp Politik betrieben hat. Br hat, insbesondere ras die J^d- 
^irt^chaft »ng^ht, über auch durch* die kreditpolitiocnen K,.B3n;üi. 
ron. eiren Zusanrrcnbruch verhindert u.nä durch die Politik öfteAt-- 
licf.er Ausgaben den Aufschwung herbeigeführt. Diese Auugaoen sxnd 
iu einetu isroaoen Teil auch in TTirklich produktiver "^^^^^ J^]^"^ 
«nrden. Ig ist schon irroesartic, wan wir selbst in diesen 4 Jah- 
ren hier an öffentlichen Pro;)ekten haben entatehcn ociien. Man 
körnte schon baeen, dasc das o3ja erfclßretchee 2xi:.erinent eines 
nJerulifrten Ucktiliortis» war. Nun die :1etzi/re neue Depression. - 
Sir \vird von -rielen gedeutet als eine notwendige ?olge einer sol- 
cVien «k-anatlichen" .Belebunsspolitik.^ .^l!_5!^L!:?!}^,ifl«4 4 üt T^ 

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auf b;eitor Front. Und die ^er^altungant^vortet damit, dass sie 
versucht, die Schuld auf "biß Business» aozuwalsen. Die Depression 
\yird als ein "sit dovm atrike« des Grocekapitaxs ;iint:e^«?i-^- " 
Unter den Paohlettten in der Roosevolt« sehen Verwaltung «i^J «» . ^ 
zwei Gruppen, die einen mehr konservativen, sind von der Offensive 
äoo Kapitals 'oehr oder weni^jer beeindruckt und ßlauben, dass sehr 
laissez-faire notwendig ist. Sie imterschreiben die "confidence"- 
•Pheorie. nach der neue Investitionen davon abh;in6en, dass die Ge- 
schäftswelt von einer oehr kapitalfreundlichen ^^^^^"^Sdfr Verwal- 
tung über:5eugt werden kau.. Der andere Plugel, der radikaler ist, 
ÄlSSbt. dass Rooaevelt die Politik öffentlicher Ausgaben zu früh re- 
Ses8i4rt hat. Sie wollen dese Politik, wenn es sein ouos, auch in 
Jona eines AufrüstunßsprograDos wieder in grossem Pornat aufneü- 
^ bei gleichzeitiger Verschärfung der Regulierungen auf d«i ver- 
8<£!edenen Gebieten, wie Mindeetlöhne etc. Id Augenblick sieht 
Srso aus? als ob Eoosevolt die radikalere Gruppe tiehr reden, die 
koneervatlve »ehr handeln laset. (B^^ist auffallend dass einige 
sehr radikale Heden der letzten Tage die Aktienkurse zenlich 
unberührt liess. Offenbar naliio die Börse diese Reden nicht allau 
ernst, wobei sie wohl recht h t.) 

unser Deroinlichea Probleo war nun das folgende: Wir glauben nicht 
an die Theorie vo» sit down strike des ^fo^akapitals, sondern sind 
überzeugt, dass in der finanziellen und kredltaren Politik l95o/57 
schwere Fehler von der Regierung und den Pederal Reserve Syst e» ge- 
i sacht wurden. Wir glauben, dass es auch politisch das richtige 
würe diese Fehler offen zuzugeben, weil das alleine das Arguaent 
widerleßen kann, dass die Politik eines regulierten Kapitalisous 
la Prinzip geschlagen sei. Das tun wir nun in unserer Sclirift. 



-2- 



-2- 



♦ 



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1 



I 



I 



Dabei fürohton vir aber, daöo wir Wassarauf die K^iile dericnigen 
giesöön, dio die Terwaltung auf breiter Front angreifen, waa vtir 
für sachlich unberechtigt halten und waa politisch uns auch durch- 
aus inadäquat v^ir«« Nun versuchen ^vir, so deutlic:: als nur Bös- 
lich au »achen, dasa die Verwaltung eratens dio richtige Belebunge- 
politik in den Jahren 33-35 getrieben hat, und auch langfristig eii 
richtige Politik verfolgt; aber kurzfriatige Zugeet indnis3e nachen 
I2US3, ua Kaoitalinveatitionen in ^ines: erneuten Aufschwung «ehr 
Antrieb ::u .^abeii. i)adurch koi3t!:t es nun, daaa wahrscheinlich nie- 
uij^vl ßit ur^eror Studie ganz sufrlolen y?jln wird, ünnere WrJLl 
Str?33t -?rcundö nannten eü ein ••aoaialiatiachea" Dokunent; andere 
nehr der Verwaltung nahestehende Freunde sagt an. wir waren durch 
unsero Wall Street 2^reunde su stark bcoinflusstl 



3er lotatere Vorwurf krankt «ich natürlich uehr alo Prita. Der 
?unizt, US den es sich dabei Imndelt, ist die Pra^e, ob diese 
"Rocosöicn** alt verursacht wurde durch einen Mangel an Kapital- 
angebot (d-h. vomehttlich Aktlerdaipital) und ob das j^eringe Ant;ebot 
an Ai::ti8r*iCiipiCfcil eine ?olge der vorochiedcnon Hooaevelt-Steuem 
ist* Wir glauben, ^.rmn das ai^jgoapielt hat, aber nicht nls der ent' 
scheidende ?ak:tory das« das aber ^^ini^ Rolle goc^pi^l-^, Mtte, vr'jnn 
der Aufachv*Uug weiiter ge^rancen wäre und eine Holle spielen wird, 
"^ivvi ein rr. aar Aufochwmig in di2 Vifo{-c geleitet werden kann* Uie 
••Progreusiven" hier sehen schon In d^r Anerkennung, dr«o °lch 
Steuer- und Loiaipoli^ik etc* in^ierhalb der Sptlregeln der kapita- 
iisticchen Tifirtachaft halten ouse, \ftmr. oan (irfolgi^eich den '^Mittel 
irars** st^ueiii will, eine Art Verrat; und es ict txvo'\ Tateache, 
ui:.cc die iiiijaktion ^edea derartige Argui^ent leidenschaftlich alo 
ein willkor^rjeneö Anti^Roccevolt Argvaaent interpretiert* 

Wie diö Gfi-che hier v/eitergehcn wird, ist äuacerat schwer zu sa- 
gen* Ich glaube, dasa die ki pit^lietieche lieaktion iia Moiaent 
eine ganz gute Poöition hat. gevfisae Zugeet^ndniöce aus d r Ycr- 
^^ waltung SU erzwingen, dio die Verwaltung mit radikalen Reden zu 
^^ verschleiern eucben vdrd. An aich scheinen air die Cliancen nicht 
öchlechtji eine neue Wirtachaftabelebung in die Wege zu leiten* 
Dafar ißt ea nötig »eines Erachtena, in einigen HeforaBÄOonehnen 
leiae zu treten und auch die Lohnbewegung in Gren::en zu halten. 
Angelptokt acheint air ein ;7irklichea Wohnungaprograr n zu sein, 
da eine iuEitÄiae latente Nachfrage nach Wohnungen* allerdinga der 
unteroten Preiaklaase besteht. Bei don ge,:enw artigen Ansprüchen 
an Qualität und den gegonw..rtl^:en Kosten ist ea nicht »öglich, 
dieaen Bedarf zu solchen Preiaen su befriedigen, wie sie in pri- 
vaten Bau erreicht v/erden köraien. Daher geht ea nur mit Subsidie, 
wobei allerdings ein begrenzter 3etrag eine v/ahracheinlich ganz 
überproportionale Wirkung haben wurde. Nun sind bioher alle ie 
grocaen Wohnungsprolekte, die ja achon seit 4 Jahren i© Gange 
aindj ©ehr oder weniger verpufft. Offenbar ist hier lie deao-* 
kratiöche Maschine, iÄ der Hausbeoitscr eine Rolle zu epielen 
ocheinen, ein Heiarnschuh. (deaokratiuch - hier »eine ich natürlich 
die Parteiorganiaation)« Far die Hauöbesitser ist der andere Pro-» 
sscs^ bei deiu neue Wohnungen für die laehr Bettittelten gebaut iror-* 
den und dann die dadurch frei werdenden Wohnungen in {Zie unterste 
Elaaae herabrutochen, profitabler ala der Bau von anst oidigcn sub- 
ventionierten Kleinwohnungen. 3)abei kann es passieren, dass die 
verfallenen, eheoaliü besseren Mittelstandswohnungen ganz entwer- 
tet werden. Ob Rooaevelt gegen diese lokalen Interessen ein wirk- 
liches Bauprograiao dttrchset::en wird, ist »ir zweifelhaft. Und 
daran hängt »eines Erachtens su eine» ß;uten Teil die Aussicht auf 
«ine Viirkliche Prosperität* Andererseits buss ©r sich ja sagen^ 

-3- 



t 



2 



I 



I 



J 



daöö die Chancen der deinokratiechen Partei gleich Null sind, wenn 
eö ihx2 nicht colin^t^ 1950/39 die Jahre vor der nouen Wahl su 
Prooporitätsjahreii werden z\x lasöen* Darin Gehe ich wieder eine 
Chance, dass er doch enerßi?jch ga^^en die lokalen Parteiintereseen 
auftreten wird, weim er cieht, daos kein anderea Kittel hilft. 

Bs iet nchwer zu oagcn| wao die politiöchen Polgen sein \?erde/i, 
renn die Belebung: nicht eintritt. Die P.cpublikaucr Bögen ia 
Aucentlick von der kapital! 8 tiochen Anti-Ecocevclt Caiapagne profi- 
tieren, loh glaube aber nicht, daöü eie - nach den Erfahrungen 
von 56 - Bit einem off an prokapitaiiutiuohsn reeitionarer: Pro- 
^atas in das Jt:hr 194-0 c^lieji werden. Ic Augenblick sieht ea so aus, 
als ob Tsuch dae Groaskapital von seiner Gene ralattakice nur Steuer- 
erleichterungen und eine ihß sünstigore Lohnpolitik erwartet, aber 
keine weiter'^n politischen Ziele verfolgt. Zv;ar öc^^te neulich der 
President den national Induatrial Conference Board, dass die 
Alterm:.tive PaccisBUn oder KotOTunisauü beutinde, nachdeic in dieser 
erneuten Depression der Kittelloxrs sein Yeraagen bewiesen iiabe. 
Aber ich 3v/eifle, ob das schon breiteren Anlrlang findet. In der 
Intelligens finden sich solche Acusserungen oft, und aiiar oo?;6hl 
von denen, die daxaut die Konsec^uenis ziehen: dann besser KoLfCunie- 
»US, vrio euch von denen, die die umgekehrte Scliluesfolgerung zie- 
hen. B'is in cie Kreise der Washingtoner Bear^'tonijchaf t i&t das Z!^-- 
txxmz^^* Aber sicher noch nicht in die breiten ^laöüen, nicht ein- 
mal doB Mittelatandee. Ein Pt"i;tor ist sicher, dass die Kirchen 
überwiegend demokratisch eind, uncl darin durch Erfahrungöi anderer 
Länder sehr bestärkt wurden. - Ob die Gewerkschaften (ich ceine 
die C.I.O.) weiterreichendc politiacle Ziele verfolgen, ist ÄUch 
ungewiss - trotz der Gründung von labour parties, »it Ertlich. 
wie z.B. in Kew York, betriichtlioher Bedeutung. Die Schlusafolge- 
rung öoheint mir also etwa die su sein, dass die Do::okratie 
hier im Augenblick einen echwereii Schlag bekorir::en hat. H^v^a %^%zX 
eine Belebungepolitik auf oehrere Jahre hin gelingt - und 
objektive Gründe, weewegen äaa nicht möglich ?$ein soll, sind nicht 
einzusehen -, dann wird eich die rei:-okratio und auch Eoosevelt'a 
Prestige sehr ?5chnell erholen. We-^r ee nicht gelingt^ sieht der 
Schlag sehr viel ernster aus. Ab^r noch ist gar nicht abzusehen, 
-wer eirentlich da ist, auf der Sechtex) oder der Linken, ua da^raus 
lafirklichen Vorteil su ziehen. Es wäre eine Hiedorlace ohne Sieger. 
Es wäre eino Lage irDitserhin, in der sehr sclmll ein geschickter 
Propagandist die geeignete ©assenpsychclogi^ohe Situation für 
eine an tideisokra tische Organisation finden könnte. Aber bisher 
if?t davon noch nichts greufbar. 



Dr. ?ritz Ilaussrnann 



Plorenz^Viale T.*ichele,np-elo 



La O-attaia 



Verehrter Eerr Schaff er' 



hei Loeser, 



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( 



f 



o 



Wir hahen lange beiderseits von einander nichts gehört. Doch hörte 
ich ab lind zu von Ihnen durch Hans Eräin^er. Inzwischen habe auch ich 
mich entschliessen müssen, aus Deutschland heraus zu fehen und habe 
meine Täti/^keit mit einem internationalen Buch über: Konzerne und 
Kartelle im Zeichen der V/irtschaftslenkung frewissermassen abp;eschlos- 
ser,das ich Ihnen, da ich weis, welches Interesse Sie stets für das 
Tema hatten, zu übersenden mir hiermit erlaube. (v^*)^*' \iy^ 



'^utl.ij] 



Ich arbeite am einem zweiten Buche: Staat, P:echt 



und Wirt Schaft, das ich hoffe in einipen ronaten ebenfalls abz-uschlies- 
sen. Aber da man natürlich auf die Dauer von der y/issenschaft nicht 
leben kann,muss ich mir eine neue P,eschäfti,o:unp- suchen, so bescheiden 
sie auch sein mag. Trotz meiner grossen praktisch-wirtschaftlichen 
Konzernerfahrungen ist dies nat\irgeraäss,,rerade in der jetzigen Zeiten, 
überaus schwer. ?iir den Pall,dasr Sie einmal irgend etwas hören sollten, 
was für mich in Betracht kommen könnte, wäre ich Ihnen für jeden Hinweis 
überaus dankbar. Für alle Pfeile füge ich eine Art Skizze meines bis- 
herigen Lebensganges , der Ihnen ja in grossen Zügen bekannt ist, 



bei 






und verbleibe 



in steter Hochs chät^Axng 
Ihr sehr ergebner 




^\\ji)ss/^^f^' 



Dr. Pritz Ilaussmann 
Recht sunwalt am Kaimaerp© rieht 



Florenz, den 2o.6.1p3f^» 



Skizze ^eines^bisLerigen^Leljenslau^ 



( 



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r»ch den ich 1913 mein A8Ressor«x»ri«r! 'bftstarifJeTi hatte, l)«panr! ich 
mich ifissejif^chBftlich auf den Gebiete des Ilaiidel^-urd Cteuerrechts 
zu "betfftifren und erhielt »lsl)«ld auf C-rurd meiner veröffentlichen 
Aufsr;tBe eine "Berufung als Junior-Partner in das T?üro des als 
wissenschaftlich» Autoritr"t bekannten berliner Anwalts V, ''eit 
Simon der seiner Zeit ir Deitschland vielleicht anfresehenste 
Praxis auf dem Gebiete des Bank- ITandels- ron?,ern-und Hteuerrechts 
ausübte. Von dort wurde ich 191f^ als Sxndikus in die ^>rv/altur^ 
der Deutschen l^rdöl A.O.,der prössten deutschen ölresellschaft 
übernommen, da diese rele^B-entlich ihrer rrossen rriep-sbauten auf 
dem Gebiete der ülerzeugung aus "''raunkohle Cnch\7elurg)imd ihrer 
weittreibender internationalen ölbeziehurfren eines stMndiren 
Juristischen "Beraters bedurfte. Fach dem I'rier« trat Icli in den 
^^orstand der Gesellschaft ein, in dem ich bis 1.1. 193*^ verblieb. 
Air. icL-i u besten Einvernehmen mit der verwaltiinf? der Gesell schaft- 
aus bekannten Gründen aus dem ■^'"erstände ausscheiden musste,bot 
die Gesellschaft mir einen ^''ertrar euf Peratun/? ihrer Interessen 
im Auslande an, dessen Durchfübrunr »her von amtlicher Devisen- 
bewilligungen abhängt, die aus allre^'iein wirtschaftlichen Gründen 
schwer zu erreichen sein dürfte. 



Ich füge bei: 



1) das T)ankschreiben des Aufeic^teratsvorsitzenden 

der Deutschen Erdöl A.G. Dr. Kiramich gelegentlich 
meines Ausscheidens 

2) den Antrag der Deutschen Er^^öl A.G. auf meine 

Beschäftigung im A^islande in ihrem Interesee. 



Im einzelnen bestand meine TJHigkeit bei der Deutschen f^rdöl A.G, 
während der 22 Jahre meiner Angehörigkeit zu dj.eeera : onzern in 
der ■Rearlieitung aller Yerwaltungs- ronzern- ^'"ertrags- u nd Steuer- 
angelegenheiten, soweit sie mit dem Aufbau und der "'ertretiing der 
Ölintcressen der Gesellschaft zusammenhin^ren . So habe ich bei- 
spielsweise der von der Deutschen Erdöl A.G. mit den deutschen 
Grossbanken gemeinsam vollzogenen Aufbau der Internationalen 
Petroleum- Union. 



1 






UKioii in Zürich (Kapital 15o rill, pchweizer ■^rarc)ipi Jahre 1921 
in allen Phasen mitremacht und die ^-erhsj^dliir.ren mit der inter- 
rationaler Gruppen (Österreich, Prankreich, Spanien, ?:e>:p:c, 
/r^entinien etc)Tnitt-eführt. i:ach dieser Axiflöe-anr des iiiterna- 
tionalen ronzerne (1925/26 )Tfidmete ich mich y^i«<i«r »^«^«^^^^«ji^J^ 
den öl-mid Pravmkohleninteressen der Deutschen i.rdol A.Cr, die m 
steinendem Masse sich dem Problen der ^erschyrelwiF vor Bratin- 
kohle zuT-andte ymd zu diesem Zwecke starke Inveetitionen vornahm, 
dia sich zur Zeit l-ereits in der Crössenordnung von 30-40 .il- 
lionen hev/eren. l?erner widmete ich mich deir Aus^=«ia der Tochter- 
P-escllschaften (Sch-eiz, Rumänien, Pelgien, Kolland, Amerika etc) 
und den allferaeinen ^^orstandsreschHften im Konzern- ^il^»^«:^^^^ .„.^ 
i Steuerangelef^enJieiten als Tütglied der ■^-er^valtung und leral adviser. 

aieichzeitig- setze ich ununterbrochen mein«_wiE8eT2-_ 
Schaft lichc_TRti2keit_f ort \mä veröffentliche eine rceijie von 

* Bücheir'äür^irGebiete dee: Konzern- Aktien und "^'^|^^^«^^»J,^.?^*S^^* 

sowie des rteuerrechts sowie etwa 7o-ao Aufsätze in den führenden 
Zeitschriften, Ein "erzeichnis dieser Veröffentlichungen wird 
"beip-efU.p-t. 

y\ l.:benso füge ich ein ^.xeraplar meines soeben erschienenen 

letzten Puches hei. Auf Grund meiner zahlreichen wissenschaft- 
lichen Arbeiten habe ich weiterhin 1952 meine Docertur_b2i-l!2I- 
Berliner h>.ndelshochschule für Ilonzern- verwaltungs-imd 2teuer- 

rechtTelnträgtrdie'ig^^ unmittelbar vor der ^'f^^^^^^^J^?", ^:J*"^V.^T, 
Infolge des IT^iSch^TingeE zog ich diesen Antrag alsdann selbst zurück. 

ländlich war ich 14 Jahre hindurch ehrenamtlich beim 
Beichsverband der^22utschen_l2du£trie^der höchsten Vertretung der 

deütseherinduBtriellen Interesser *^i*if^»^<5,/'^»T *^« l'^^'l*'^*"'**'' 
des CteuerausschuBseB und stellvertretender Vorsitzender des 

Rechts.usschusses sowie als ständiger ;«iö^^*^T^'*=*^**J,\*;,, ?r 
Standes des Reichsverbandes in allen Steuer- ^manz-und Recnts- 
H Jrlg.! In dieser vi^-enscbaft führte ich auch für den Reichsver- 
^ bind iie eiischlJ^gigen Verhandlungen mit den ^'^^^^^.^Jl^""^' 

eebunrs-und Oesetzesdurchfülirurgsfragen und wurde such als ^acn- 
?er^Sndi?er in den Heichswirtschaftsrat für Konzern-und Aktien- 

frageh berufen. 

Tm T-hr»» 1P3? erhielt ich den Auftrag, für den Deut- 
schen Juristentag 1933 dal Haupt gut achten über das Verhältnis de. 
S?a:?es zir Wirtschaft zu erstatten.da '^if f^^f ^^^^^f ,1^^^,^;^^^ 
den Umschwung erledigte,wera e ich diese Arbeit jetzt rnit lach- 
trägen in einem neuen "Buche veröffentlichen. 

Im übrigen darf ich noch betonen, dass ich niemals 
politisch hervorgetreten bin,urdftuch bis zu meinem Jeggange aus 
Deiktschland keinerlei politische Differenzen gehabt habe. 

f. 



c 



— 3— 



Alo Referenren l-enif« ich inicli auf 

1) den vorstand imd Aufsichtsrat der ^jeutr-cher ^rdöl A.n. Berlin 

?) Die Ilerrer. lamraich und Dr. f;olrr-.f'ser',v7eTc}-e die Irterep£;«r 
CeT^tcchen Parle itnd Diskortoresellschaft bei uriserom ^orzerr 
wahr£'eriO;'jiüen li»Ven. 

3) Geheiarat irücher, .ifitist f}er.^rf>.ldir-*''-tor der A.^.Tx. urd 
(Teheirarat rastl, jet^t C-eneraldirektor der Beyeripchen 

IIypot};)("kei)bank, 

die beide meine Täti,'^'Iccit i-'. he ic3:f? verband der Deutpchen 
Industrie als di^irialif^e frescbeftsfübrende Prrsidialtyiitflieder 
des Arerbandef- iceriner. 

Weiter« hefererzer. karr ich unter •rderem vor -Olrektor -"rast 
von der Gchweireriscben Bankresellechfaft :-:üric>i arid der; f-erreTi 
der y-^jglo- Perf;iaii Cil Oompany in Lordor. beil^rirren. 

7\x jeder p-^rsönlicb.er. "'.'orstellTinr ^^^' ich jederr.elt 
f^inrn ""ereit. 



c 



c 



Zur Zeit: 



t)r» Fritz liauBsmanr, 
r.eclxtBarTfftlt am rwin^r^Aricht ^^erllr. 
Florer-s/rialc r.ichelc.rffrlc La Gatts ia 

b«i loeser. 



--A.t 



ß c 



h r i f t 



Schf • 

A'b Schrift, 

Deutsche Tlrdöl-AlctierfreBellschaft 

Aufsicht 8 rat 



Berlin-SchöneberF,!* !• ^93^ 





I 



I 



Eehr geehrter Herr iwktor' 

Ale "or«lt«r a.s Aufeiohter.te der DFJL ui,d zuplelch 1b Temen 
der rit.ll.der dee Auf.ichteratee n-».e ich ..1 ^-" ^«^^f •;^;'» 
a.™ voretend. der aeeell.ch.ft y.r«>T.e.««g, Ihnen noch-.l. f^r die 

.^ V 4+ .,1 ri«T,VÄTi di« Sie d«m Eon««m ä«r DEA gewidmet 
22 hährige MitarlD«it zu danken, di« bie u r.«.ll- 

.»..„.Sie .ind i. .-.re 1913 ^^ ^f; jj^r. 7— ^^ -• - 
soh«ft einf-etreten iind waren epfeterhin laiunterrroc. „ , .. 
.tellvertr^tende. «nd d.nn .1. .ror,tand..it.li.d der ""•"-^«" 
"i. Ende 1937 in dieser tätip. während die.er Zeit h.l,en .le der Oe- 

selLch.« »it Ihre, erfahrenen B.t in .ll.n .rechte- ^*--- ' ^j;»^;- 
^d .r,„altunge«.gele^.nh.iten zur Seit, gestanden w.d w«hr.nd Ihrer 

Voretand.t«tigkeit die ,in.chlägip.n .>rh«>dlungen verantwortlich .it- 
gefUhrt.In.he.ondere fiel in Ihren SHtigkeitehereich auch die Bearh.l- 
t,„g der zahlreichen verantwort^neevcller Tr«..aktionen,^ionen. ü«- 
grundv...n .to. i- Inland und Aueland.«, denen der I,EA-Kcn«m in den 
letzten zwei J.hr«hnt.n h.teiligt war. Ihr. groe.en ,5rf.hrung.n auf 
ae„ o.hi.t, de. Konzern-, K.rtell-und steuerrecht.. di. Si. auch in 

..hlraichen wi...necha«lichen Auf.Ht.en und Büchern "^'^^'''^'f *'" 

To Aii-horltät auf diesem GaTDiete weit über die 
ten,h»\)an Ihren Tm.mmn als Autorität aui 

.ng.r.n Aufga^ai. der nesellschaft hinaus bekannt gemacht. 

Besonders möchte ich schliesslich der stets >^--o«^-^- 

>,.^+ ^.denken die Sie mit Ihren rollegen ver>;and und die 
Zusammenarheit gedenken, aie di grossen TIrfahrunre: 

jederEeit entgegenbrachte. 

PI. he.t.n Wün.che dee Auf.icht.rat. ^«f^l«"'" ^^^ *"/ "' 
«, rtl« --«taltung to.« L.h.n«.ge. wie zugleich der D«.k Wr Ihre 

XtXnt: "i:^!.. -'^-»^ ^-" ^«"'^^•" i. B^- ronzem. 
Leistungen ^^^^ ^^^ ^^^^ Kimmich 

Der ^'■orsitBer des Aufeichtsrats. 



Herrn 



La 



IL 



l.-»««%^"»tl' 



^'ic^^.^ A eC\ % . 



Absohr5.ft. 



^ Cir- 



^'t^ÄxA-'*>'s.v-/>.. 



«A...'*' 



'f : 7 



Faculty Club, Harvard üniversity, Canbridgo, 
Mass* den 26. Febri;ar 195ö« 



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f 



c 



Sehr verehrter Korr Doküor Scliaerf er, 

Besten Dank für Ihren liebensv/ardigen Briei" von 10. ds.I.ItG,, der 
mich hier, ziemlich v/elt von Stockholm, p'e troffen liat;. Eine Reihe von Vor- 
lesungen aur der Stockholmer Plandelshochschuie über den Emiluss der Be- 
steuerung aur die Writschaf tsentv/icklun- v/ürde m.E. sehr wertvoll sein, 
und die Aurc;cibon, rUc Herr Proi\ Dr. Dorn schon betia.ndolt hjit, erscheinen 
sehr reei-nou zu sein, die richti-o Behandlung dieses i'hemas zu c>^ranüio- 
ren. 2s besueht aber e^ne Schv^ierigireit , die nänlich, die orv/Unschte ^ahl 
von ^u.hörern sicherzustellen. Leider haoen die Studenten am' der Handels- 
hoclischule wälirend ihrer sehr 1-curzen, nur zv/ei jäliriGen Studienzeii: viel 
zu wenig Zeit, um neuen Aul' gaben ihr Interesse widmen zu können. Wie Sie 
auch selber andeuten, würde die Durchiuhrung des Planes es notv/endig machen, 
die 7/irtschalt3verbände, wie etv/a die Hände Iskaiumer, den Sveriges Industri- 
i'örbund, den Sveriges ^^llmänna Exportf örening , einzubeziehen und die 'leil- 
nalime einer beT:rächtlichen k:ialil von iliren iviltgiiedern sicherzustellen. 
In Wieweit das möglich ist, kann ich von hier aus natürlich nicht beurtei- 
len. Ich muss auch hinziifügen, dass unser gemeinsamer r'reund Jacob Wallen- 
berg meinen Elnl'luss aul' die Entscheidungen des Lehrkörpers der Handels- 
hochschule off enter übertrieben hat; da ich auch bei meiner Anwesenheit 
in Stockholm sehr wenig mit; dem laufenden Unterricht zu tun habe, i3t es 
klar, dass meine Kollegen den grössten feil der Verantwortlichkeit aul' 
sich nehmen müssen. Ich erlaube mir daher den Vorschlag zu machen, dass 
Sie sich an den Kektor der Handelshochschule, Herrn i:'roressor Dr. Ivar 
Högbom, in dieser Angelegenheit wenden. Meinerseits sende ich ihm vor- 
läuiig Ihren ijrier an mich mit; dessen Beilagen und eine Abschrift von 

diesen Zeilen. 

Mit; bestem G-russe 

Ihr sehr ergebener 

( goz . ) El .P .HecKS eher . 



Härrn Staat ssekretür a.D. 
Brunns ga tan 142, 

JÜIIKÖPINU* 



Dr. H. Schaeffer, 



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Abs clor Ift. 



c 



I 

l 

Faculty Club, Harvard Unlvorslty, Canbridco, 
I/äss. den 26« Februar 193Ö* 



/ 



Sehr verelirter Herr Loktor SchaeiTerj )j 

Besten Dank für Ihren liebenswUrdlcön Brief vom 10. dsj/lts., der 
mich hier, ziemlich wolt von Stookholn, c© troffen Imt. Eine Reihe von Vor- 
lesungen auf der Stockholmer Handelshochschule Über den Elnfluss der Be- 
steuerunc aiof die Wrltscliaf tsentwlcklunc würde m«E# sehr v/ertvoll sein, 
und die Aufgaben, die Herr Prof. ?r. Dorn schon bohan(?o3-t Imt, erscheinen 
sehr Göölo^öt zu sein, die rlchtl^o Doliandlimg dieses Themas zw r?^rantle- 
ren. 2s besteht aber eine Schwlerlclcolt, die nl^nlich, die onvlasciite Zahl 
von Zuhörern sicherzustellen. Leider haben die Studenten auf der Ilandels- 
hoclischulo v;luj::»ond ilu^or sehr loorzen, nvr zweljälirlcon Studienzeit viel 
zu wenlG Zelt, um neuen Aufgaben Ihr Intei^esse wläraen zu können. V/ie Sie 
auch selber andeuten, würde die Durolif ülirunc des Planes es notwondlc machen, 
die WlrtscJrmftsverbündo, wie etv/a die Handelskammer, den Svori^os Industrl- 
förbund, den Svorl:;es -^llmÄnna Ezportfürenlnc^ olnzubesleheri und die Tell- 
nalme einer beträchtlichen Zahl von lliren Mitgliedern siönerzus teilen« 
In wlov/eit das mÖ£ilich Ist, kann loh von hier aus natürlich nicht beurtel- 
len. Ich muss auch hinzxifl-.^en, dass unser gemeinsamer Pireund Okcob Wallen- 
berg meinen Elnfluss auf die Entscheidun^on des Lelur-körpers der Handels- 
hochsclxale offenbar übertrieben hat; da ich auch bei molner Anv;o3en'aelt 
In Stockholm sehr wenig mit dorn laufenden Unterricht zu tun liabe, iat os 

klar, dass meine Kollegen den grösston Teil der Ve rantwort 11 chice it auf 

ii, 
sich nelimen müssont Ich erlaube mir daher den Vorschlag zu machen, dass 

i\ ' , 

Sie sich an den Rektor der Ilandolshochschule, Herrn Professor T)r. Ivar 
Ilögbom, In dieser Angelegenheit \vondon# Meinerseits sende ich ihn vor- 
läufig Ihren BrloC an mich mit dQS»«n Beilagen und eine Absclorift von 

diesen Zeilen. 

Mit bestem Gi^sse ) 

Ilir sehr ergebener 

(goz») El .F •Hecks eher. 



Hdrrn Staatssekretär a.D. Dr. H. Schaeffer, 

Brunasgatän i\2p 

JÖIJKÜPINO? 



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\ 



i\ 



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f 



Jönlcöplnst ä.en lO* Februar 1938t 
Brunn 8 ca tan l\2. 



Herrn Professor Ell P# Heckschor, 
Balders:;;atan 10 A, 
Stockhol m» 



I 



I 



Sehr verehrter Herr Professor, 

In der vercancenon Woche war ich auf einen Tae In Stockholm 
und habe bei der Geleconheit auch Herrn Üverblbllotekarie Erik 
Wln^^o besucht, bei d>m loh mich davon überzet\:;en konnte, dasa meine 
BUcher unter eine sorgsame Hand und in eine würdige Umgebung ge- 
kommen sind* Ich darf daher noch einmal fUr die freundliche Unter* 
Stützuno danken, die Sie mir in dieser Angelegenheit geleistet 



haben* 



Ich hätte mir erlaubt, Ihnen diesen Dank persönlich auszu- 



sprechen, wenn Ich nicht wUlirond rieines Ai:if enthalt es in Stockholm 
von früh bis abend bertiflich besetzt ^rewesen wUre. Ich möchte mir 
aber vorbehalten, diesen Desuch in einem späteren Zeitpunlct nach- 
«uholon. 

Bei einer lUngoren Unterhaltung, die ich mit dem mir seit 
Jahren freundschaftlich nahestehenden Herrn Jacob T/allenberg hatte, 
kamen wir auf die neuere Entwicklung des Verhältnisses von wirt- 
schaftlicher Betätigung und f islcalischer Be3a stung zu sprechen, 
einem Oebiet, das mir seit langem am Kerzen liegt. Ich erwähnte 
dabei die grundlegenden Arbeiten, die mein Freund und frUlierer Mit- 
arbeiter, der ehemalige Prlisident des Reichsfinanzhofs, Professor 
Dr# Herbert Dorn, in diesen Fragen in praktischer und theoretischer 
Arbeit und Insbesondere auch als Vorsitzender des Doppelbesteuerungs 
Komitees des Völkerbunds geleistet hat. Wir kamen zu dem Ergebnis, 
dass 03 möglicherweise der richtige Zeitpunlct wMre, um «liuiifl Pra- 




/ 



- 2 - 



Herrn Professor Eli F. Heokscher, Stockholm 



10.2.1958. 



o 



1 



1 



./ 



gen dieser Art von ihm allein oder in Verbindunc niit anderen vor 
einem geeigneten Portim,etwa in der lüandols hochschnle, vielleicht 
In Zusammenarbeit mit einigen dar grossen Wirtschaf tsverbKnde be- 
handeln zu lassen. Jacob Wallenbert: stand den Gedanken an sich 
sehr positiv ce£:enUber und erwähnte, dass seine endgültige Ver- 
wirklichung im erheblichen Umfange von Ihrer Einstellung dazu ab- 
hängen würde. Er regte raich an, Ihnen unmittelbar de«weg»n zu 
schreiben. Ich nehme an, daoa er deiTinäclist mit Ihnen auf diese 
Frage zw sprechen konunen wird. 

Zur Kennzeichnung der Pcirsönlichkei t von Professor Dorn 
erlaube ich mir, Ihnen einige Besprechungen und ^^uszllge belÄUfügenj 
die ich mir vor einiger Zeit einmal zusammen gestellt tjabe, uin Dom 
bei einem englischen Verleger flir die gemeinsame Herausgabe eines 
grösseren jrhes einzuf Uliron. Im Ubrl^^en Imbe Ich Herrn v^llenberg 
gebeten, einen Aufsatz von Dorn ^Iber die Frage Tinanzsysteme and 
Wlrtsclaf tsla?ise"^ den ich gleichzeitig an ihn gesandt Imbe, mch 
Lektüre an Sie weiterzug«l>«i^ Sie worden aus diesem Aufsatz am 
besten den Dorn'schen Gedankenkreis übersehen können, 

Uebor Dom selbst imd seine Leiatun,:; weiss auch KÄmraarrätts- 
pAd Carl W« Kuylenstierna gut Beaclieid, der «Ine Reihe von Jahren 
in internationalen Fragen mit lh:n eng zusammengiftpbeltet lÄt# 

Es würde mich freuen, wenn es gelänge, eine Veranstaltung 
der angegebenen Art zustande zu bringen. loh neiame an, dasa Dorn, 
wenn die Reisekosten und Aixf enthaltsspeson für ihn getragen würden ^ 
gern seine Mitwirkung zur Verfügung stellen würde. 

Wann es mir gelänge, auf diese V^eise zu einer Bereicherung 
des Vorlesungsplanes der Stockholmer Handelshochschule l:>ei zu tragen, 
so würde ich darin einen kleinmi Abtrag auf die Dankesschuld er- 



l 



Horrn Professor Ell F. Heckscher, Stockholm. 



10.2. I95O. 



./ 



I 



c 



blicken, rllo ich Ihnen eesenUber für Ihre froundliciie Vermittlung 
in der Bibllothokßancoloßenheit habe* 



Lurchsclirift meines Brieros an Jacob V/all enberg füce ich 



bei. 



mt verbindlichstem Grusse 



Ihr selir ergebonor 



Anla gen 



\ 



JbnköplnCf den 10* Pobruur 1930# 
Bninno£:;ataa kZ. 



Herrn Profennor Ell F# üockachor, 
Baldara^jatan 10 A^ 
Stockholm« 



•mß>tmtmmtmmm 



8#ir v«r«lirter Ho rr Prof osoor^ 

In dar vargiincenon Woche war loh auT olnen Tftc ^.n Stockholm 
und habe bed dor Gelegenheit auch Korrn üvorbibllotekax^le Erik 
Wln^o beauoht^ bei C ^ oh nich davon Uberse ^aa konnte^ dAM meine 
BUoher unter eine sor^^^aaiT« Eand vind In eine wllr'Jl,';"© ^.bicebuac G*^ 
koßraen «Ind. Ich darf daher noch oinrtml f'ir .Ua f r»eu"idllclie Unter- 
»t'itgun^; Banken, Ile Slo rilr in diorsor Angelegenheit ^eleletwt 



habwi. 



Ich iJltto nlr erlaubt^ Ilinen diesen Dank persönlich aixasu*» 



eproc:.«!^ winn ich nidlit wMhpend nelnoa Arif ontlialtea In Stockholm 
▼«Q friJh bis abend beruTlich beeetxt ^rnnt^Bon wrrc. ich föchte nir 
aber vorbehalten, dlcaen Bes:ioh In einem apUtoren Zeltpiinlrt naoh- 
suholon* 

Bei einer lUn£;erea Untorhjaltuai;^ ^Tlc Ich mit dem mir seit 
Jahren frcundeehaftllch mhestehenden Herrn Jacob Wallenberg hatte, 
iBiflUin wir auf die neuere Bntwloklunc dee Verhültnlsaoa von virt«» 
eoliaf tllclier BetUtigung und f lskaliec}ier Belaetunc ^^^ epreohon, 
einen (}e1:^let, das mir seit lan^^em am Herzen liegt • Ich ervlihnto 
dab«i die c;rundl elenden Arbeiten t die nein Freund \m<L ftfUlioror Mit- 
arbeiter, der eh«Bali,:o PrUaident dea Reiohaf inanshofa, Profeaaor 
Dr» Herbert l-orn, in diesen Prägen in praktl acher und theoretiocher 
Arbeit und lnsl:)eaondere auoli ala Voraltsimd<dr det Dopj elbeateuoxningi 
Komitees doa Vtflkorbunda gelelatot hat« ffir kamen mx dem Kr^^ebnis, 
daaa oa möclidlierwelso der richtige Zeltpvinkt wllre, van elnnal Frei- 



L 



( 



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• 2 - 
Rtrm Pror«S3or 1211 F, Hockachor, Stookholcu 



10,2.1958 



gen dlosor Art von llw «lloln oder In Verbindung mit anderen vor 
•iiMM eoel^ioton Portaa,otwa in dor limdolshooliachule, \>l«ll0lcht 
in Ztmamrr.onarboit mit oinl^on dor c,roaßon V/lrt8cimft»vorb»nde be- 
handeln zu. lasooi. Jacob Hallenberc otand doa Go anken an aioh 
sehr positiv G«GonUber vmd erwUlnto, daas aolno ondeUltlße Vor« 
wlrklichunß Ira erlieblldion Unfun^^o von Ihrtir Elnetolliuiij desu ab- 
liän^en wurde. Er rogto mich an, Ihnen tairaltteltar deewecen «u 



schreiben« loh nel:aie an, dass er 
Fr*ige zu sprechen koniir-en wir;'. 



üi^t Mit Ihnen auf dleee 



Zur Koniireichnuni: der Porsünlichkel t von Professor Dom 
•rteube ich mir, Il.;:on einige Beeprechuncen und >kus8Uce belsuf^Ven» 
die ich mir vor einicer Zelt einmal susaionen _ostel]t Imbe, vm Do« 
bei einem englischen Verlocor f'ir die GOJnolJ'^eame Ilerausi^sbo elnoa 
fS-üaaoron VeT<ltes einsuf Ul-ipen« In Übrigen habe ich llorrn imilenbei^ 



oten, einen Aufsatz von 



•r 



bor die Fmge Tlnanesysteme and 



Wirts clÄftskriso", den ioh ßlolohaeitlc an Hin gesandt i:«ibe, nach 
Xiikttlre an Sie wel t or zuclA»«i • Sie wwdon aus diesem Attfsatn am 
besten dai Dorn'sc ,1 Godankonkrcla 'Jlbors^en ki5;nen, 

üebor Dom aolbst und seine Loistunc weiss auch Kar-ariarrUtts- 
p&d Carl W, Kuylonstiorna gut Bescheid, Äer ©ine Ivoll^e von Jaliren 
in internationalen Frühen mit llsa eng susanDten£;eev4Mltet hat* 

Es würde aich fre-:on, wenn es colUnjo, oIüö vomnstalt\ii\g 
der engUgebenen Art zustande »u bringen. Ich nehrae «n, dass Dom, 
wenn die Reisekoston und Aufenthaltasposen fUr ihn ^trag^n wUMon, 
gern seine Mitwirkung zur VerfUßunß stellen wilrde. 

Wenn ee mir c«lUnce, auf diese Welse zu ei. «er Bereichorunc 
des Vorlesun^^splanee der Ctocliholnor Handels ho ohsobtule beizutragen, 
eo wurde ich darin einen kleinen Abtrag auf die Iiankossohuld er- 



\l 



r 



• X • 



H«rm Prof«i»or Ell F. Hooksoh«;'», Stockholm, 



10,2. ISJf'., 



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bllc'on, U« Ich IJonon 'jej^onUbttr fUr Ihre froundllclx« Vermittlung 
In dor Biblloth«k»«ncolee:«nheit Imbo» 



Durolisolirirt riolnM Brlo.>* «i Jacob mlltnberg; f^i{^ loh 



bei • 



Ult voi'blndlieliatttin Onutse 



liiT »Ol IT or^;o bonos* 



^. 



■/^. 



Anlac«n« 



London 8. April 1958 



« 



s 





Lieber Herr Schaefferi 

Ich habe mich sehr gefreut, nach meiner Rueckkehr Ihren an den 
gemeinsamen Freund gerichteten Brief zu lo en und sc nach langer Zeit et ;as 
von Ihnene zu hoeren.^esonders dankbar bin ich fuer die Uebernittlung der 
freundlichen Einladung von Prof. Segers taedt, einen Vortrag in Goeteborg zu halten* 
Ich wuerde es ausserordentlich gerne tuen.Ich habe hin lond herueberlegt, vie 
ich es in diesem S.mmer noch einrichten koennte »Leider muss ich definitiv zu 
dem Ergebnis kommen, dass es mir in diesem Jahr nicht moeglicte ist.Ich kann mit 
meinen Vorlesungen wegen meiner spaeteren Rueckehr von den USA erst im Mai mit 
meinen Vorlesungen anfangen ;bindamit Ende •'uni fertig.Da ich dazu ein Seminar 
iie in Harvard fuer die Sdons Sh'ibe -aehnlich wie in Harvard-so werde ich sehr 
ermuedet sein* Ich muss dan gleich anfangen mit der Vorbereitung meines Seminars 
in Harvard in; naechsten 'inter und muss schon Anfang August nach dr-juben fahren. 

iVenn ich wuesste, .lass die Herren wuenschten, ich sollte im naechsten 
Sommer kommen-vorausge netzt, dass k'iin Krieg ist, so koennte ich mich von langer 
Hand zeitlich darauf vorbereiten und wuerde sehr gerne kommen* Ich moechte einmal 



in meinem Lebebn Scweden sehen l 







Unserem gemeinsamen Freunde hier geht es geschaeftlich nicht gut. 
Ich habe mit anderen Freunden gemeinsam an seiner Sanierung die vergangenen Wo- 
chen gearbeitet. Leider ist es noch nicht voollig gelungen. Schade, dass Sie nicht 
hier sein kennten. Ste verstehen das Sanieren , vie Ich aus Erfahrung weiss! 
Er wird London fuer die naechsten Jahre verlassen und sich in Lancashire nieder- 
lassen, wo er ecne feste Einstellung fuer drei Jahre hat. Ich '/;eiss, dass es ihm 
s hr schwer faellt. Aber es ist auch fuerv seine Neven besser. 

Im Januar hatte ich einige Hoffnungen. ^^ber Sie wissen wohl 

selbst, wie sie im Einzelnen zetstoert wurden. Immer dasselbe. Ich v/ill vmiter 
nichts ueber Politik schreiben. Die Re^:ierung hier ist innerlich viel schaerfer 



eingestellt als wie sie nach aussen zeigt» Noch gibt es Moeglichkeiten,den 
grossen Brand zu verhindern; aber nicht laenger als anderthalb Jahre • 

/^*enn Sie mir eine stenographischen Brief an die Adre.^.^.e des 
F eundes schreiben, so 7/erde ich versuchen, ihn in derselben Tfeise zu beantwortoi 
Wie geht es den Ihrigen? Bitte empfehlen Sie mich vielmals* 

Alle guten Vueusche fuer sie selbsti Gruessen Sie bitte Hern. ) 



Wallenberg, 



Ihr sehr ergebener 



Honry 




) 



) 



1 



Malceslne(Verona) ,4,12. 1938 



/ 



Mein lieber Herr Schiffer, 

Haben Sie herzlichen Dank für Ihren Brief vom l.cr. 
den ich, ebenso wie die Formulare, heut erhielt. Ich gebe 
alles meiner Tochter, die wegen der Einreise-Erlaubnis z 
Z mit mehreren Stellen verhandelt, und je nach dem Er- 
gebnis an Sie oder an Herrn Philipsson sich wenden wird. 

Herzlichste Grüsse Ihnen und Ihrer 
Gattin von Ihrem alten 



y. 



K 



-^tiiC '^ ^-t-i^Jt^«-**^ 



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Jönküplne,den 1. L^azernbor 1958* 



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1 



Mein llebor Ilorr üolniann, 

Ihron Brlof vom 26» November Uxhe Ich erhalten und v/ill natür- 
lich gern alles, was ich kann, f'Xr Ilire Tochter tun. 

Ich darr Bozvic nohr.on auf flaa Sclireibon, fJas loh am 21. Sep- 
tember an Ihre Tochter schrieb. Danach glaube ich nicht, dass Ihre 
Tochter eine Daaieraufenthaltsr^enehmißung erhält. Sie wünschen ja aber 
auch nur eine ttorUberf^ehende Auf enthalt snönehrnictinct ^Ur eine solche 
ist nach der neueren> etwas leichteren Priixls crf orlorllch: 

1/ der Tlachwels, dasi^ dieser Aufentlialt nur vorübergehend sein 

wird, d.h., dixss man f'lr eine Dauer- Iimil erat Ion nach einem 
anderem Land vorronorkt ist und Ausrilcht hat, die Cfenohjnl- 
gung dazti ru erhalten. Am besten vrJre dieser Nachweis durch 
eine Beschelntgujig des Konsulats dos betreffenden Landec, 
also U.S.A., 25U führen, dasc ran remeldot ist, mönlichst ai:.ch 
eine Benchelnls^tnGi dar^s die vorhandenen Unterlagen nach der 
geltenden Praxis als ausreichend anresehen werden und dass 
amn in absehbarer Zelt die Aun sieht hat, tatsächlich in das 
Land h'nelnztikommen . (Avirenthalts^:enehml£nmren werden hier 
immer nur flir sechs Monate ge geben ,tind die Erneueruns l^ann 
Schwierigkeiten rächen.) Ich erlaube aber, wenn Ihre Tochter 
geltend macht, dass sie nach der Auffa^-ssunc des Konsuls 
in 1 \ bis 2 Jahren die Möglichkeit hat, nach den Voreinigten 
Staaten zu kommen, die Dinc^ Aussicht haben» 
2/ der Nachwels, dass Ihre Tochter wllhrond ihrer Aufenthaltsdauer 

in Schwaden Bezüge hat, die zu ilirem Unterhalt voll ausrei- 
chen* Dieser Nachweii wird am besten durch eine Photokopie 

atv/jf^lcer Urkunden darüber oder durch das Zeugnis einer Bank 
geführt • 



I' 



- 2 - 

Pur dlo Anssichten des Antrag« Ist es wichtig daas or durch 
einen ancosohonen Anwalt an Ort und Stelle In Stockholm vortreten wird* 
Als OS sich um Ihre Uoborsiedlung handelte, hatte ich den Advolcaten 
Iviir Phillpsson, Stockholm, Vastra TrUdgardscatan 17*11 # gebeten^ diese 
Prace f'^r Sie zu behandeln. Ich glaub*, Sie soll ton ihjn einen entspre- 
chenden Auftrac erteilen und ilim gleichzeltic die oben angegebenen Unter- 
lagen und 11 e ausgefüllten Forimilare sclilcken. Öle Formulare lasse ich 
Ihnen gesondert als Drucksache axL^ehen* 

Ich selbst fyerde, sobald ich von Ihnen die Nachricht beko^rjnei» 
dass Sie an Phillpson geschrieben liaben, 1 lim auch noch einrml aohreiben 
und auf meinen früheren Brief an ihn llbcr Ihre Poraünllciilcoit hinweisen. 
Ich hoffe, dass die Sache damit in Ordnung gehen wird* 

Mit herzlichem Oruss 

Ilir 



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Jönköpl neiden 1, Dazonbor I95C, 



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lloln llobor Ilorr Holnann^ 

Ihron Brlof vom 26. Tlovombor liubo loh orhülton und will natür- 
lich ßQvn allos, was Ich kann, f'ir Hiro Toohtor tun. 

Ich darr 3o2xic nohmoa uuT das Goiiroilon, (las loh am 21. Sop- 
tombor an Il-iro Tochtor schrieb. Danach claubo Ich nicht, daas Ilir© 
Toohtor olno Dauoraufonthaltsconohmlßung orhUlt. Slo winschon Ja aber 
auch nur olne ttorUbor(:<ihendo Auf enthalt 3Gönolimi(june. fMv oiao solche 
ist nach dor nouoron, otwas loichtoron Praxis orfordorllchj 

1/ der Nachwola, dass dlesor Aufenthalt nur vor^bor£;öhend sein 

wird, d.h., daas man für ein© Dauor-irnmlgratlon nach einem 
anderun Land vorc^morkt ist und Aussicht hat, uie Genolini- 
ßung dassu zu erhalten. Am besten mire diesor Nachwels durch 
eine BeschtlnlGung dos Konsulats des betreff onden Landes, 
also U^S.A., zu i'ühron, dass man co^ol^ot Ist, möi^llchst auch 
eine BeschoinlGunG, dass die vorlmndenen Unterlacen nach der 
Geltenden Praxis alo ausreichend ancesohen werden und dass 
aan In abadfibaror Zeit die Aussicht liat, tatsUolilioh In das 
Land hinoinaukommen. (Auf enthaltscenehmlGVJ.ncon worden hier 
Immer nur fUr sechs Monate gegeben, und die Ernoueruns kann 
Schwier iGkelten machen.) Joh clÄUbe aber, wonn Iliro Tochtor 
geltend macht, dass sie nach der AuITa/^asunc dos Konstils 
in 1 l bis 2 Jahren die MÖGliohkoit hat, nach den VeroiniGton 
Staaten zu kornj-en, die Dingo Aussicht haben# 
2/ der Nachweis, dass Ihre Tochter wUhrend ihrer Aufenthaltsdauer 

in -ohweden Bezüge hat, die 2x1 ilirom Unterlialt voll ausrei- 
chen. Dieser Nachweis wird am besten durch eine Photokopie 

etwjilger Urkunden darüber oder durch das Zeugnis einer Bank 
geführt . 



D 



1 



• 2 - 

pur dla Aussichten des Antrac» ^b^ os wlchtlc» äasa or durch 
elnon ancosolionon Arwrult an Ort und Stell© In Stockholn vertreten wird. 
Als OS sich ura Ihre TJohorsiodlunc handelte, liatto loh den Advolcaten 
Ivtir PhlllpsBon, Stockholm, Vustra TrUds^rdscatan l?,!!, gobeton, dloee 
Praco rilr Sie zu boimndeln. Ich glAtabö, Sie sollten Um. einen entspre- 
chenden Auftrac erteilen und llira glelchzeltlc die oben an^ogebonen Unter' 
lasen und die ausGofUllton Fornulare schicken. ]älo Pormulare laaee loh 
Ihnen gesondert als :)rucksache zut;ehon. 

Ich selbst werde, sobald loh von Ihnen die Nachricht bekontne, 
dasa Sie an Philipson geschrieben Imben , ilin auch noch elnraal schreiben 
und auf meinen früheren Brief an Ihn Ubor Ihre Poraünllchlcelt hinweisen. 
Ich hoffe, -laas die Sache daalt in Ordnung Qohen wird. 

Mit herzlichem Gruoa 

Ihr 



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Personalien von Slli Heimann Malcesine/Gardasee Via Paina 3 



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Vorname und Name: 
Geburt s ort A)atum : 
Staatsangehörigkeit: Deutsch 



Elli Heimann 
Luckenwalde/b • Berlin 

■Religion: Jüdisch 



14.11.1891 



Name des Vaters: Felix Heimann 
Grburtsort^atum: Berlin 
Staatsangehörigkeit: Deutsch 



12.1.1866 
Religion: Jüdisch 



Name der Mutter: Henriette, geb. Tu^endhat , tq«« 
Geburtsort/Datum: Bielitz/Oestr. (jetzt Polen) I0.I.IS66 
Staatsangehörigkeit .Deutsch Religion: Jüdisch 

Wohnort: Malcesine/Gardasee (seit 1935, vorher Stuttgart) 

Pass: Nr. DV337 Mailand, Deutsche sGeneralkonsulat 3.8.1937 

am5.8.1938 verlängert bis 3.9.1939 

Vorpass Nr.397o v. 4.6. 1932 Polizei Stuttgart 



Ledig 



Privat ( Malerin ) 



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Jünköplng, dun 2?. A'^^-ist I93O. 



Fräulein Gertrud ilöiinaan, 
Illnd >nbtu':_-3tra33o I4., 
Llohtenfols l/Bayarn. 



I 



I 



Sehr voreiortti gnädiges Fräulein, 

Ihren Brief vom 1?. Aucuat Viabe loh erhalten und r.iro 
Angole-enhelt aisball nit rielnor In New York lobondan Tochter, 
die eerada zu 363u>ih hier war, beoproclmi. Auch neino Tochter 
l0t der Aufi'assunc, daas Ihre Pläne, als Pnegerin In «Inan 
Haushalt zu c<^hQn, gute Aussichten mben, besonders, wenn Sie 
sich nicht auf New York beschränken. Sie hUlt es jedoch fdr gut, 
wenn «ie sich bald nach Ihrer Aalamft In Now York an das .tiooal 
Council of Jewlsh Women daselbst wen :en, dlo sich dann für die 
Besclmffunc einer Stollo einsetzen werden. Da nach den bestehen- 
de! ::rfahnin_ 1 ^or don ersten Dosppeohunf;en mit diesor solu^ V r-5 
laufanen Organisation Inuner eine Reihe von Wochen vorgeht, hat 
Bwlne Tochter inlr angeboten, solmld sie d«n -enauen Terrtln Ihrer 
Ankunft kennt und «inen ausfuhrlichen Lebonslavi« von Ihnen ^«.rfüct, 
ZV versuchen, bei den National Council cf Jewlsh Wo.T.en bereit, 
einen Termin fUr olne Desprechmg für Sie fcotcosotzt zu erhalten. 



Ich schreibe Ihnen daher nachatehend die Adresso Meiner 



Tochter 



Miss Marianne Schiiffer 
500 West lOS'th Street, 

Apt. 9 ^^ 
New York - 



an die Sie etwa 5 Wochen vor Ihrur uoborfatirt dlo notwondlcon 
Papiere (auch BelfUeung einer beelaublgten Abschrift und Ueber- 
Setzung Ihres Krankenschwester-Diploms) schicken wollen. Ob meine 



D/ 



- 2 - 





Tochter noch dort woh/ian wird, ist noch unt:ewl98. Dor Brief 
wird aber «ia:i:i an iliro nouo Adresso nachcewchlckt, Kur ,^,ob©n Sie 
wolil «ino Adrou33 an, an die sie Ihnen ac:;irelben Icann. 

Meino Tochter wird av.ch dafür sorcen, tSasa Sie bei dan- 
jenigen Stollen, bei denen ich otwi^a lUnflxias habe, drüben ein- 
geführt weruon. -3aa .'-st v/lrksanor als eine Enpfehliing von hier 

aus« 

mt I^ron c al bin ich In brloflic:ier Vorblndune,und Ich 

freue 3-iich, dasa os ihjji jdtzt wieder besser soiit. W%s Sie mir 
über Hermann Ullstoln sohroiben, interessiert mich selir. Hoffent 
lieh findet er bald eine ruhlGO Stolle, an dar er aolnen selstl- 

n Intorossen nachjeaen ra.nn. 

Mit 7orblndllch3tem Gruaa« 

Ihr sehr orrebener 



• 



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I \ 



Jönköplng, daa 2?. Aucust 193(i. 
Brunns Ga tan li2« 



Wüuloln G-ortrud H« Irrann, 

IIlnd.n>Ji*t:3-J^A3ö<> h» 
T.l ohtonfelB i/Pa yom, 



• V 







Sehr vorohrta» saJMlges PrUuleln, 

Ihron Brief vom 1?. Aucust bab« loJi orhalton xxnd Ihre 
iUigoldSTOhelt alsbald mit meiner In How Yot-k lebondon Tochter, 
dl« ee»da m Besuch hier war, besprochen, /Vach meine Tochter 
Ist dor Auffasauns, dass Ihro PlUno, als PriecQr'in In olnen 
Haxiahftlt Bu sehen, gute Ansaichten liaben, l)©oondors, vorm Sie 
■ich nicht auf New York beechrlinlcon . S^.e l;«lt es jqdooh filr cut, 
wenn ftie aldi bald nach Iloror Anloinft in ".--v; York an da« National 
Council of Jowlsh Weinen darolbst v?en on, d*.o sich H^yn f'ir die 
Besoharfting einer Stelle olnsetzen werden. Da nu ch den bestehen- 
im Erfaiiruncen vor den ersten EosrrGohuncoii nit diosor selii^ Ubom 
IftUfenen OrgRnlsatlon iirror eine Reihe von 'Äochon ver^dht, liafc, 
oelno Tochter mir angeboten, sobald sie dm s^^^«^ Tomln Ihrer 
Ankunft kennt und einen ausrilirllchen Lob-maluT- '^ von Hinan v^rfl^^t, 
SU versuchen, bei dem llatlonal Council of Jowish 1fow>n borelta 
einen Termin für eine Besprechtmg f'Or Sie festössetst äu orlmlten. 

Ich schreibe Ihnen daher jmcbstehend die Adresso seiner 



Tochter 



Miss Marianne Schürfer 
500 West 109th Street, 

Apt. 9 ^"Ä 

New York - 



an die Sie etwa 5 Wochen vor Ihrer TJeborfahrt die notwandlgen 



Beifügung 



setBunß Ihres Kranl^enaohwater-Mploma) schicken wollen 



Ob meine 



I 



- 2 • 



• 



■ 



Tochter noch dort wohn«n wird, i«t noch uncemrlsö, Dor Brief 
wird aber dann an ihre neuo Adresse nacla(:e»chlcktt T^ir geben Sie 
wohl eine Adroaae an, an die ö!e Ihnen sclirolben Icann^ 

Ilalno ^Tochter wird auch daf^lp aor-on, dasa Sie bei d^n- 
jenlr,on Stollen, bei denen ich etwi^s r^lnriuas habe, drüben ein- 
g«fi:}art worlon* Da« lat wlrkaamer uls eine Ilmpfelilune von hier 



aua 



..Im Ivjrem Onkel bin loh In brieflicher Verbindung ,\md ich 



»• 



frouo micsh, 'Jaaa oa Ih» jetgt wioier btaoor ^olit. H^ß Slo mir 

Ubor Üoi^nann Ullatoln sohroiben, intorosslort r.iloh aolir. Hoff «nt t 

11 «ih riiidot av bald elno ruhl^o Stolle, an dor or aoinen {jetstl- 

r>dri Ialdr>6«aon ria cli^ehon kann« 

Mit verblndllchatom Gmaoo 

Ihr soh)^ erceboior 



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JtJnküplnc» (ion 21. Soptoribor 153ü. 
Bvunnscatan k2* 



Fpiiuloin Ell! Ilolraann, 
böl Frau Dr, lanibort, 
Ilohonklln.onatr. 55» 
Z U r 1 c h. 



i— KW MBWNi 1 11 • m ^ 



• 



• 





Solir vorolirtea gnUdlcos Prtlulaln, 

loh ORSJflng «©«bon Ihr«! Flucbrlof von costrlcon Tac« 
xind ontnoltano aioa dio»0ri, daca Slo davon auacohon, daoo ich nloh 
hlor w3lto(r Ir. Intorosoo Iloroa Ilerm Vater baraJüllio, loh liatt« 
In Saohin Bires Vutaro an olnon mir borroundoten Anwalt In Stock- 
holn cooclirlobon tind fllco oinon DuroliacIilaG doa Brief oa böl. 

loh liatto auch nlt dloMMn Anwalt daraiiTliln boroltc oln 



Tolofoncoaprüch gehabt, in deci or nlr 



o, daaa or wohl L'lati'öto, 



olno AuTontlialtocönolr • :,-unG flVr Ihron Vator orrololien sni könnon. 



Gonolnalgang 



»noeMdii num satm 



versucht, dloa© Solnterl ekel ton zu Überwinden, Inda« loh Ihm klar 
geleGt habe, flaas Ircendolno A-^beltsorlaubnla weder fUr Sio noch 
für Frau Dr. J. naoh doa dorolnstleon Ableben Ilaraa Vatoro In Fraco 
!: m wUrdo, Ilr versprach, dloaon Goolohtspunkt woltor zu prüfen, 
war aber Inabosondore hlnalohtlloh Prwi T^r.J, nicht sicher, ob eine 
AufentlmltOüonolunic^nG zm erroichen aol. Ich oolbat bin In dleaan 
iunkt« etwa» optlmlotlaolior ala or. Ala vvlr c^raö^o ao wolt vor« 
handült Imtten, \<a.n ein Drlof Iliroa Vatera von !?• da., don ich 
Urnen im Orlclnal nit der Bitte ^m. nilclccxiho belfUc« und In doa er 
nloh bittet, «unucliat nichts «u untornohnon. Ich IwihQ danxuf \mtor 
Mlttellmß dloaor aaolilaco Phlllpaon zurUckGopflffon, dann bei äMf 
Ganzen EntwlcklunG 4»rf m»» 4^ Bohürdon nur dann b«ÄÜion, Mronn oa 



( 



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- 2 - 

unbodlnct notwoadlß Ist. 

lun koMÄt Hir Brlof , In den wladorun das Gocontoll steht, 
loh wUrdo nxxn Wort darauf lacon, Hire und Ihroo Iftatoro 
Moinunc in ganz iDostlmntor Form konnon zu lornon. Molno AuTrasaung 
Ist, daso 00 fvir Ihren Vutor da» Boato wUro, nach Pranlcrolch ssu 
eohon, wonn das orrolchbar lot, oinml woll or dort (jxnz aiohor 
lat, daaa elno aoinor Töohtor bal ihn aoln Icann, wittirond sich 
hlor, aolbst wonn amn in Anfanc dlo Oonolinlcunc orrolcht, bal elnor 
«pUtoron Saclilaco Iwnor wlader Schwier Ickalton orcobon könnoii. 
Pornor auo alnam anderon Gi^unda, don ich oinml frUiior Ihron Vator 
ancodeutet habo. ::o Ist 1 inorhln möGllch, dana cwiaso Vormücons- 
ab^ban In Douts olila nd erhoben worden, die auch Il\ron Vator trerfon. 
Es lat zlenllch sicher, dass Frankreich dio ontsproclxandon doutsohen 
VoracViTirton nicht «ir DurchfUiirunG brlnet, wull sio den dortl^on 
"Ordro Pabllo** hinsichtlich dor GlolohatelUinc der Baaaan wldjr« 
sproohon. Schworon iat, obelaloh aa grundaUtzlloh dlo c^olcho Auf- 
fassvuiG Imt wie Franlcrolch, don gegonUbor In olnor aohwlichoron lAgo, 
da oln woltcol'iondor RaohtshllfovortraG fUr dlo Vollatrockung von 

Aboaban bo steht. 

Sollten aich dlo lajcllciilrelton für Ihron Vator in Frankreich 

nicht konln^otlsleron, so bin ich borolt, nein Dostos zu tun, daas 

or und nöcüo^^ ^^^^^ boldon Damen hlor olno Aufonthaltacanolinlcunc 

orlialton. Auf Vorrat -fcS*ar eine solcho zu boantragen, wUro aber 

nloht richtig. 

Mit horzlloliam Gruas, auch von raalner Frau, 

Ihr solir orgohonor 




2 Anlagen, 



JÖnküplnc, den 21. Soptombor 193^- • 
BrunisGatan k2. 



Fräulein Elll Iloimnn, 
bei Frau Dr, Larabort, 
Ilohonklln, enstr. 55, 
Z ü r 1 eh. 






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Sohr vorolirtoa cfittdlG«» FrUuloln, 

Ich onpf ine soeben Ihren Fltrcbrlef vom costricen Tage 
und entnehme au3 diesen, daaa Sie davon auacehen, daas ich nioh 
hier weiter irr. Interesse Iliraa Herrn Vater bemühe, loh liatte 
In Sachen Iliroa Vaters an einen nlr befreundeten Anwalt in Stock- 
holm cosolirleben tind fUc© einen Durchachlac dea Briefes bei. 

Ich hatte auch mit diesen Anwalt darauTnin bereits ein 
Telofoncosprl'.ch C9^t>t, in daa or mir sa^te, daas or wohl cla^^to» 
eine Aufontiialtsconehmlcunc ^^^ Ihren Vater erro lohen zu können, 
dasG da -oren hinsichtlich dar Genehmigung für die Tochter und die 



Hin pfleconde Dame Soliwieriskelten auftreten würden. Ich liabe dann 
versucht, diese Schitorickelten zu überwinden, indem loh ihm klar 
gelegt habe, dass ircondeine A^rbeitsorlaubnla wedor fUr Sie noch 
für Frau Dr. J. nach dem dereinatit:on Ableben Ihres Vaters in Präge 
kommen würde. Er versprach, diesen Geaichtapunkt weiter zu prüfen, 
war aber Insbeaondore hinsichtlich Fr-au Dr.J. nicht aicher, ob eine 
AufenthaltacenehmlGXine zu erreichen sei. Ich selbst bin In dleaom 
Punkte etwas Optimist la eher ala or. Als wir ^orade so weit ver- 
Imndalt hatten, kam ein Brief Ihres Vaters vom 1?. da., den ich 
Ihnen im Orieinal mit der Bitte um nück-abe belfUc^e und In dem er 
mich bittet, zunächst nichts zu unternehnon. Ich habe darauf unter 
Mlttellms dieser Saclilace Phllipaon zurück^oprif f en , lenn bei der 
Ganzen Entwlckl\me darf man die Behörden nur dann bemülien, wenn es 



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iinbedlnGt notwaiidlg lat. 

Htm kOHttnt Ilir Brief, In den wl«d«ruM das Gocontoll stoht. 

Ich w'.lrde nxcn. Wort darauf löc^n» '^'■'^^ ^^^^ Iliros V 
Molnunc in ganz bestirintar Form können zu lernon. Molno Auffassiiog 
lat, dass es fUr liiron Vater das Beste wUro, nach Prankrolch au 
gehen i wenn clas orrolchbar ist, olncial weil er dort ^nz sicher 
ist, dass eine seiner Töchter bei ilim sein lann, während sich 
hier, selbst wenn man im Anfanc die Genohmlcunc erreicht, bei einer 
spätoron Sachlaco 1; r vdoder SchwlerlC'Colton or-oben können. 
Ferner aus einem anderen Gminde, den ich einmal frlilier Ihi'eia Vater 
ancodeutot habe. Es Ist l-^werhln möclich, dass cowisse Van ^ons- 
ab£?ib©n in Deutschland erhoben werden, die auch Ilu»en Vater treffen. 
Es ist ziemlich sicher, dass Prankrolch die entsprechenden deutschen 
Vorschriften nicht zur DurchfUiirunc bringt, wuil sie dem dortlcon 
"Ordre Pablic" hinsichtlich der Glelchatellunc 4w Rassen widir« 
sprechen. Schwofen ist, obgleich es Grundsätzlich die Gl9i«^*io Auf- 
fassunc hat wie Frankreich, dexa coGOfi^^Q^^ ^'^ einer solnrtlchoron lAg«, 
da ein v;eit£:ehendor RachtahllfevertraG für die Volle treckunc von 

Abgaben besteht. 

Sollten sich die I«5clicW-«iten fur Ihren Vater in Frankreich 

nicht konkretisieren, so bin ich bereit, mein B«it#s zu tun, dass 



DasMin 



erVialten. Auf Vorrat 
nicht richtig. 



eine solche «u beantraßon, wäre aber 



Mit herzlichem Gruss, auch von meiner Frau, 

Ihr selor ernebe nor 




2 AnlAGön. 



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Stockholm, den 15. Nov. 1938 



Sehr geehrter Herr Dr Schäf.^er! 




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Sie können sich vorstellen, in welcher Verfassung ich mich befinde. Ich fühle 
mich wie nach einer sehr schweren Krankheit, wenn man zxm ersten Mal wieder 
mit der Aussenwelt in Berühriing kommt* Alles ist unwirklich und zusammenhangs- 
los. Z. Zt inin ich kaum mit Menschen zusammen, denn ich will natürlich mög- 
lichst wenig über diese fürchterlichen Dinge, in die nächste Freunde und viel- 
leicht auch Verwandte hineingezogen sind, ausserdem schäme ich mich so fürch- 
terlich, was Menschen Menschen zufügenl 

Die von Ihnen genannte Zahl von 7oo ist insofern interessant, als ich früher, 
als ich noch in Berlin war, hörte, es gäbe eine Liste von Zoo Personen - 
darunter allerdings auch Frauen - bei d^nen es sich um die reichsten Personen 
handelte« Für diese 7oo Personen sei es schwer, wenn überhaupt unmöglich, selbs 
einen Auswandererpass zu bekommen» Das war damals. 

Ihrer Mitteilung über die Einstellung der Menschen hier, deckt sich ungefähr 
mit einem Artikel in Svenska ijagbladet am Sonntag, der ja auch davon ausging^ 
dass nach Erledigung dieser Frage man mit diesem grossen Volk wirklich eine 
Basis finden kann! ???? Arme Welt, die das glaubt und danach handelt! Man 

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kann nur hoffen, dass in Fngland und Amerika, die Dinge nun endlich insbesonder 
nach den Septembertagen anders gesehen werden. Dif^ Regierung und Patrtei ist 
niKht das deutsche Volk und mit denen kann man fiberhaupt keine Basis finden!!! 
Dies ist ein bolschewistischer Präzedenzfall gegen Intellegemz und "Kapitalis- 
mus". Ausserdem ein Geschenk an die ir^artei. 

Die Dinge dort können nicht in Ordnung sein, sowohl wirtschaftlich als auch 
politisch, dass man nach diesen objektiv doch grossen Erfolgen dieses Jahres 
dies nun wieder aufführt. Ich erzählte Ihnen früher, dass die Münchner Tage 
bei d^r Partei nicht als Erfolg angesehen werden, denn erstens hat man nicht 



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gern gesehen, welchen Erfolg bei der Bevölkerung der englische Minister- 
präsident in München hatte, zweitens ist man ja wohl gezwungen worden! 
Drum auch die netze gegen England.. Diese;^ vielleicht auch deshalb», weil man 
irgendwelche netzfe immer braucht und anscheinend gegen Moskau nichtraehr het 
kann oder will. Die Einstellung dieser Hetze seit vielen Monaten ist sehr 
interessant! ! 

Dies sind so meine Eindrücke und Gedanken, die ich hier mit ntimand besprechen 
will, da ich mich unbedingt zurückhalte, Ihnen gegenüber einmal zu Papier »rin- 
gen darf. 

Hoffentlich sind Sie recht bald einmal in Stockholm, damit wir uns weiter nnterl 
halten können. Siegmund Warburg hat Ihnen hoffentlich meine Grüsse überbracht. 
Mit besten Grüssen auch an Ihre Gattin 



bin ich -Ihr er 



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Jönköplng, dan I9. Oktober 1938. 
BruanBQatan 1^2. 



Herrn Bernt von Ilelaeler, 
Dmnneabiu:':; am Inn (Obarbayorn) 
Vordarloiten 



Sohr £;oolirtor Hqvv von Ileisolor, 

Horzllchon Dank ftr Ihron Brief. Ich nahno Ihr froiind- 
Hohes Gr33chenk der Paschkln-UoboraotÄung Iliros Vaters gern ont- 
CQGOHt Ich habe durch dioao TJoborsotsunG das erste Mal den ZuoStng 
zu Puschlcin gefunden, d-ar mir durch frühere Uebornetzuncon nicht 



Gegeben wurde* 



Mit verbindlichster Srnpfelilung 

Ihr solir e rieben er 





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Jönköplne^ den 19# Oktobor 1958^ 
Brunns aa tan !|2* 



Herrn Bornt von IIo Isoler, 
Drannonburr; am Inn (Oborbayom) 
Vordarloiton 



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Sohr g06iirter Ilorr von Ilolsolor, 

Horzllclion Dank mr Iliron Brlof • Ich nahm» Tir froiind- 
llchoa Oo3chonk der Puschkln-ÜoborsotÄiine Ihi^os Vaters c^rn ont- 
Cecon# Ich habe diiroh dioao Uoborsat rang 4ftS orsto "'xil don Btt(;:»nG 
zu Pu3chlcln Gofundan, dor mir dixrch frilharo UeborsetssunGQn nicht 



Cosebon wurde ♦ 



Mit vorbladlichötör E; ,^, J oliliing 

Ihr oelir ereobenor 



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n\j,'\Ut/n,^ C^^^^/f-'^ru^i^i'-iu yy u^i^i' 



nUc, J<^ iU^v</t*4. JU\i^^ri^ cUc/^ /^ (^oM- 



CL>yiMA^^ 




'U^ru '^iMi^n. ^'Ua. i/iu cU^ 



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/>% 241 wuf^ UU^^n, Ut't^A- Ui^Koiüuriuayf^ ^^C^y 



n^t UA-Ajc^^lr, C^cc^ ^c^cA Vc^ic<a^ '^/H''^ I ■ '^o^ 



yyu'l- i*e^ C^riUa^,>4^ "^C/Cy^c^^ 



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StaatsoekratUr 1#R. 



JßnktJplnCf don % Oktober 1953* 
BrunnsGatan l^J^» 



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norm Bomt von Helaoler^ 
Brannenburß am Ina/ übe rba yorn . 



Sohr eeahrter llorr von üolaolar. 

Die T)9iit8Ciio aaaellsofaaft «iim Studlujn Oatoiiropas, Berlin, 
tollt nlr mlfct dass loh dlö Uoboraondunc ^^^ ""^n Ihrom voratorbo on 
norm Vator voröffontllohton Uoborootzimc Puschkin *3chor Oodlohte 
Ilaror ?k««aadllohkolt ochTildo* loh nöo!ito mir orlaubon, IhntB hier-* 
fUr triolnen wrblndllcliaton DanJc aussuaprochont 

Idi wUre Ihnen dankbar für oln© Mlttollung, wolchon Batrag 
loh Ihnon Übtrwolaan darf und xxci Audatellung elnor ontsprochondon 
RoolrinunG, da dloao fUr die Uebex^^^isung Über Clearl nc notwendig ist» 

Ich hatte vrlilirend des Puschkin- JublläiOTs aiis Voröfrentllohim- 
gon sowohl in Deutschland iind Prankreioh eis auch hier das GofUlil, 
dasa 03 besser wUro, anstatt AufsUtae Über Puschkin asu schreiben, 
einnal seine Dlchttxncen in einer wirklich unsorem Gefühl ontsprochon- 
don üebersetzung htwauaeubrlncea» Ich kannte daaaals die Ucborsetzunc 
Ihres Vaters nicht. Es ist unendlich acliade, dass es lliza nicht ver- 



gönnt war, nehi* als die Ueborsotzung der I 



sowie dieser Gedichte 



2u verörfont liehen* loh bin Ilinon jedenfalls sohr verbunden tefttTf 
daas Sic oo mir ormUßllcht haben, dleso Uel)oi»etran£ kennen au lernen 

Mit vorzüglichor Hochachtung 
Ihr sehr ergebener 



Jönköplng, den I9. Oktober 1938, 
Brunnagatan i|2. 



• 



• 



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PrUuleln Elsa HolblG, 

Pral m 66, 

n novfoix doinu 11,195 byt I6 

Liebea Prüuloin Helbic, 

Wir orhlolten ara I6. Iliren Brlof vom 9. Oktober. Leider vor- 
möeen wir, Ihnen In diesem Falle nicht belillfllch isu soln, da wir ear 
Icolnen Elnfluss auf die Bewlrlojng einer AuTenthalts- und Arbeitsconeh- 
misung hier haben, E» Ist meinem Manne nicht einmal geluncen, eine 
solche Aufenthalt8bewilli£?inc fUr seinen Bruder und dessen Frau und 
Kinder zv. erwirken, Er Imt es auch garnioht versucht, nacMeia er die 
Orundsätjso, nach denen hier verfahren wird, kennen eelomt hat. Es 
muss sorait naclocQwlesen nerden, daas der betreffende Anwärter einen Bo- 
r^uf ausübt, welcher döx* schwedischen Wlrtscliaft zn nutzen cöoiß^^t Ist. 
In der Entscheidung dieser Pra^o wird sehr streng verfahren. Es worden 
die betreffenden Wirtscl:iaftaorc;anisatlonen und die Pachvereiniguncen 
vorher gehört, und diese sind sehr zurUokimltond, 

Bass seinerzeit die Einreise unsoror ger.:oinsa:nen Prounde c^lun- 
g«n ist, berulite darauf, dass auf dein Gebiete der elektrischen schweisang 
ein v/lrklich anerl^annter Bedarf bestand; aber selbst diese sachlich 
nicht schwierige Prag« hat Monate durch in Anspruch genommen tad wird 
alle Halbjahr neu auf dJÄS Andauern der Grtjnde hin geprllft, sodass unser 
Freund, so gern er es möchte, einen anderen Beruf nicht ergreifen kann. 
Sa ist uns also beim beaten Willen nicht möglich, Ihnen auf diesem 



Gebiete behilflich zu sein. 



Mit herzlichem Gruss 

Ihre sehr ergebene 



Jünköplnc» Aon I9, Oktober 195C. 
Bnin-iscatan li2« 



PHluleln Elsa Ilolblß* 

n nov^oh donu 11,195 byt I6 



liieboa PrüulGln llolblc. 





• 



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Wir 



rlilolten an I6, Ihron Briof vom 9» Oktobor. Lolder vor- 
mßcan wir, Ihnon In dlosora Rille nicht behilflich zu soln, da wir cai* 
keinen Elnfluss auf die Dowlrlajnc einer AuTontlmlts- und Arbeits ^oneh- 
mlcune i^ioi^ ImbOHt Es lat melnöm Manne nicht olnml göIuhgoh, ein« 
solch© Aufonthalts'oewllllcunG rur solnon Druder iind dosson Frau iind 
Klndor zu ox^wlrkena Sr liat es auch gaPnlcht versucht , nacMoa or dlo 
Orundsützo, nach denen hlor vorfahren Yrf.rd, kennen gelernt hat. Es 
mu33 somit naclieöwiesen liördcn^ daos der betrofrende Anwärtor einen 3o- 
r.ui* ausübt, wolohcp dor achwedlsclien Wlrtsoliaft £u nutzen jeoißnet ist. 
In der Entscheidung dieser Frage wird selip streng verfaliron. Es werden 
die botrorrendon Wirt schaftsorcanlsat Ionen und die Pachvorolnlcuncon 
verlier gehört, und dleao sind solir zurUclil^ltend* 

Bass seinerzeit die Blnreiso ixnsoror gemeinsamen Prounde gelian- 
gen ist, berulite darauf, dass auf den Gebiete der ololctrlschen «Bhirelsaai 
ein wirklich anerloinnter Dedarf bestand; aber selbst diese sachlich 
nicht schwierige Präge hat Monate durch In Anspruch genor^uaen ind wird 
alle Halbjahr neu auf das Andauern der Grinde hin gopr^lft^ sodass unoor 
Freund, so gom or es möchte, elnai anderen I3oruf nicht ergreifen l^nnt 
Bs lat uns also beim besten Viflllen nicht tauglich, Ilinen auf dloaeai 



Gebiete behilflich aa sein. 



Mit herzlichem Gruss 

Ihre selir ergebene 



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Jönlcöplnc den 12 oktobor I958. 
3runns{]atan l\2. 



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Pru Slene Honschen, 

Rosonvlk, Djitreardon, 
Stocldiolm» 



• 



Pru Slcno Ilenschon, 

Jag ber härmed f ?jl belcrUfta mottagandet av Pru Ilonschens 
brov av den 11 dannos och tlllSitor nlß aamtidlet blfo^a conorn- 
slacslcoplÄ av rriltt dac^brov tili Pru I^ola Lewin* 

Med utmlirkt höcaktnlng 
Sder tlllclvno 



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Dr. HEPNER 




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Stockholm, den 14. Dezember 1938* 
5.Smedsbacksgatan c/o.Heinsheimer* 





1 



Sehr verehrter lieber Heir Schaff er! 

Mit Ihrem '%llk:ommensgniß,den ich beim Eintritt in meine 
einstweilige Heimat vorfand, haben Sie meiner Prau xmd mir eine 
ganz besondere Freude gemacht, für die wir Ihnen und Ihrer ver- 
ehrten Gattin herzlichst danken. Wie Sie mit Recht betonen, war 
uns der Abschied von der alten "Heimat" nicht besonders schwer 
gemacht und doch empfanden wir es doppelt, daß wir hier im frem« 
den Lande sofort in der uns bekannten Sprijche freundschaftlich 
angesprochen vAirden.Nach den letzten Ereignissen war unsere 
Stimmung denn doch etwas labil und da tut es wohl, wenn wir 
freundschaftlicher Gesinnung begegnen» Wir freuen \ms bereits, 
demnächst in Jönköping Ihnen und Ihrer verehrten Gattin per- 
sönlich die. Hand drücken zu können. 

Mit Berliner Erinnerungen ^«111 ich Sie zunächst nicht 
langweilen. Es war alles so erregend und unschön, daß wir die 
Ruhe hier sehr angenehm empfinden. Heinsheimer begrüßte uns 
mit einer ims von Berlin bek?)nnten Dame, Prau Lohmann, an der 
Bahn und brachte uns frexmdlicher Weise in seinem sehr netten 
Junggesellenquartier -unter. Dadurch, daß der gesamte Umzug von 
Berlin aus in unserer Abwesenheit geregelt werden muß, fürchten 
wir allerdings, seine Gastfreiindschaft über Gebühr ausnützen 
zu müssen. Aber so, wie die Dinge einmaU liegen, waren wir so ab- 
gekämpft, daß der Aufenthalt in einem beinahe eigenen Heim doch 



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zu verlockend ist, als daß wir das Angebot nicht angenommen 
hätten, Unsere Kleidung haben wir mitgebracht vmd so wirtschaf- 
ten wir bereits einigermaßen geordnet. Allmählich wird hoffent- 
lich auch die innere Ruhe wiederkehren und das Bedürfnis, eine 
gevrJ^sse Tätigkeit zu entfalten. Schon in Berlin hatte ich zu 
meiner Preude das Empfinden, daß ich hier kein unerwünschter / 
Gast sei, sondern die hiesigen Bekannten mein Kommen mit freund- 
schaftlichen Gefühlen begrüßten. Ihre lieben Zeilen haben die- 
ses Bewußtsein sehr gefördert und hierfür danke ich Ihnen ganz 
besonders. Ebenso dafür, daß Sie mir mit Ihrem bewährten, freund- 
schaftlichen Rat zur Seite stehen wollen. 

Pur heute will ich schließen und nur noch Ihnen und Ihrer 
verehrten Gattin in meiner Prau und meinem Namen nochmals 
herzlichst für Ihre Grüße danken. 

Mit den besten Grüßen und Empfehlamgen 
. Ihr aufrichtig ergebener 



) 



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Jl5nköplng, den 6. Jlill I93O, 



Herrn Generalkonsul C 
Krolev/ska 5, 
Warszav/a, 



ürl Herslow^ 



Lieber Ilorr Hers low. 

Herzlichen Dank fUr Ihren Brief vom 2. ds, Mts,, den ich 
heute bei neiner RUckkelir aus i'aris hier vorfand. Orafstrüm aolbet 
hatte mir die Geburt der Tochter schon nacli Paris niit£;eteilt, und 
ich habe ihm auch schon Gratuliert, 

Mit rocht herzlichem Gi-uss und dem Wuische, dass Sie eine 
angenehme Urlaubszeit haben mügen, bin ich 

Ihr 



WäAJtoi^i/ZL. Lvü IJiJc /9W 



'lidyu^ JchMy 4diXU^ ^ 



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^vdU J^.l/I/. ff 



iAÜC k^ÄMiUuf^ TiuM 



4{iA. 




/t^ JLoil^ 



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J(inküplnc# den 7 c»rs 1950, 



Herrn Oenoi^alkonaxil Carl Hoi^slow, 

Krolewsla 3, 

Warsizav/a» 



Llobor Ilorr Iloralov/, 

Dar»r Ich Ihnon noohmals auadp'dcklich für dlo frerundllche 
Erledigung dor argont in Ischen Le^liöiorunoS suche danken* Sie 
haben mir dainlt einen Q:»os3en Gefallen erwiesen* 

Wie Ich aus Ilironi Briefe ersehe, Ist der Betrag; für die 



Auslagen bereits eingetroffen # 



Mit herzlichen Gruas 

Ihr 




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SPÖtKA AKCYJNA 
DO EKSPLOATACJt PAKISTWOWEGO 

MOnOPOLU ZRPRtCZRMEQO 



w POLSCE 



SL/EO 



Adres telegr 


M n z a p 


Telef. 610-57. 


610-59, 670-93. 


610-21. 


610-29. 610-37. 


627.58. 


542-00 



RÄCH. BIE2ACY: 
P. K O. w Warszawie Nr. 11900 

Bcjnk Gospodarstwa Krajowego w Warszawi«» 



Warszawa, dnia .iS5.i.Ee.h.r.Uar 193 8 r. 



Ul. Kr6kwska 3. 



Herrn 



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'}uaBJ 



>••••.. ••'. ••k***»t«ll«(at ■»«•>•* * ' 



Dr. Hans Schäffer 
c/o Svenska Tändsticks Aktiebolaget 



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Jönköuinff; 



Hierdurch bestätigen wir den Empfang des uns 
durch die Stockholms Enskilda Bank zuf^egan/^enen Betra 
ges in Höhe von zi.101,35. 

Hochachtungsvoll 





Mcniap w.«, Nr. 15 (10.000 VIH 37 r.) 



SPÖtKA AKCYJNA 

DO EKSPLOATACJI PAKISTWOWEGO 

MOnOPOLü ZRPRiCZRMEQO 



I 



w POLSCE 



CH/2G 



Adres telegr. M o n z a p 

Telef. 610-57, 610-59. 670-93. 
610-21. 610-2^. 610-37. 
627-58. 542-00 



R A C H. B I E 2 A C Y: 
PK O. w Warszawie Nr. 11900 

Barik Gor.podarsfwa Krajowego w Warsiawi*^ 



Warszawa. dnia 1.9..»leb.rU.a.r. 



193 3 r. 



Ul. Krbicwskj 3. 



Herrn 



Dr. Hans Schaf fer 
o/o Svensk«^ Tändsticks Aktietolaget 



I 



I 



Jon köping 



Sehr geehrter Herr Dr.Schäffer, 

Anbei überreiche ich Ihnen die uns eingesandte 
Urkunde mit der gewünschten Legalisierung sowie eine 
Aufstellung der damit verbundenen Auslagen in Höhe von 



Zi.101,85. 



Ich verbleibe mit verbindlichsten brassen 

Ihr sehr ergebener 




) 



2 Einlaf^n 



POLbv^^^i^^ 



Monzap «z6, N. 15 (lOOOO Vlll 37 O 



SPÖtKA AKCYJNA 

DO EKSPLOATACJI PAKiSTWOWEGO 

MOMOPOLÜ ZRPRtCZRMEQO 



tVarszawa. dnia l.ir.P«]j..rua..r. 



193 Q T. 



Ul. Kföl»^wikj 3. 



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w POLSCE 



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I ■ ■ "^mß ■< 



Adres telegr. M o n z a p 

Telef. 610-57, 610-59. 670-93. 
610-21. 610-29. 610-37. 
627-58. 542-00 



; tandcticko AK:r:r:C2;OLr;GEr ^ 

; ^ . ■ ^ 

I 



Herrn 



RÄCH. ßlEZACY: 
P. K O w Warszawie Nr. 11900 

Bank Gospodarstwa Krajowego w Warszawie 



Dr. Hans 3 c h ä f f e r 



J ö n k ö p i n ^ 



Wir Dpstäti.c^n den ^rapfanf' Ihres an Fräulein 
jotlib .-erichteten Schreiüens vom 12. ds. 11. und werden 
wir uns bemühen die uns zu.'^Sc'indte Urkunde nach :>ledi- 
mmr niler Formalitäten im Ar.'^ntinischen Konsulat le- 



galisieren zu lassen. 



llooliachtun.''svoll 

: , .._..:.J 

O Lac E 



Monzop wr6r Nr. 15 (10.000 VIII 37 r) 



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60, LONDON WALL, 



LONDON, E. C. 2. 



Ib. Mai 1938. 







Lieber Herr Schaeffer, 

Ich habe es ausserordentlich bedauert, dass wir 

uns bei Ihrem letzten Besuch in London infolge meiner 
Abwesenheit verfehlt h^ben. Ich hoffe, ich habe das 
naechstemal mehr Glueck. Ich haette mich gern einmal 
mit Ihnen ueber die allgemeinen Fragen ausgesprochen. 
Ich glaube, die Zeiten sind sehr ernst, und die Ent- 
wicklung der Dinge hat einen schnellen Lauf genommen. 
Ich habe auch den Eindruck, dass man sich in wirtschaft- 
lichen Kreisen auf die drohenden Gefahren, besonders 
durch eine Verstaerkung der Liquiditaet, vorbereitet. 
Dies scheint mir einer der Gruende fuer die Entwicklung 
der Effekten- und Warenpreise in der letzten Zeit zu sein. 

Es liegt mir heute besonders am Herzen, Sie 
fuer Herrn Dr. Hans Mühle zu interessieren. Er wohnt 
augenblicklich bei mir hier in London und versucht, die 
Zeit seines Urlaubs dazu zu benutzen, eine Taetigkeit 



I 



- 2 - 







im Auslande zu finden. Er wax im Preussischen Handels- 
ministerium ein Kollege von mir. Ich habe in dieser Zeit 
seine menschlichen und sachlichen Qualitaeten ausserordent- 
lich schaetzen gelernt. Ich glaube, dass jede Aufgabe, die 
man ihm uebertraegt, bei ihm in den besten Haenden ist. 
Meine Beurteilung wird auch, wie ich aus wiederholten Aeusse- 
rungen weiss, von Herrn Dr. Ernst geteilt, der ihn im Jahre 
1933 an die Commerzbank empfohlen hat. Es wird Ihnen gleich- 
zeitig ein Schreiben von Herrn Mühle und Herrn Dr.Haxten- 
stein zugehen, aus dem Sie alle Einzelheiten ueber Mühle* s 
Werdegang und seine jetzige Lage ersehen werden. Ich bin 
ueberzeugt, dass Mühle durch seine fest fuenf jaehrige Taetig- 
keit bei der Commerzbank reiche privatwirtschaftliche Kennt- 
nisse erworben und auch gelernt hat, in einem Privatbetriebe 
zu arbeiten. Dass Herr Mühle gezwungen ist, eine Taetigkeit 
im Auslande zu suchen, ist allein die Folge seines Charakters 
und seiner Gesinnung. Schon darum moechte ich ganz besonders 
gern Herrn Mühle zu einem neuen Wirkungskreise verhelfen. 
Ich waere Ihnen von Herzen dankbar, wenn Sie Ihre Verbindun- 
gen im Interesse von Herrn Mühle verwenden wuerden. 




- 3 - 



Ich verbleibe mit den besten Empfehlungen und 
guten Wuenschen fuer Ihr und Ihrer Familie Ergehen 

Ihr Ihnen stets sehr ergebener 




Ilu^ W^ 







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Pari 3 , a. Ib . XII • 00 



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Lieber Herr Schaf fer. 
Schon seit Yociien wollte ich Ihnen schrsi^cen.fiir Ihren lieben Brier ac.ii= 
ken und den Sapfang uer ...O.G i-ronen bestätigten- aber teils hatte ich v/ir. 
lieh 7.U tun, teils war icy. einfach unfähig zu irgend eineia I-ntscriluso, sei 
es aucn nur ,die "luaschine in die ri.,nd -u nehiaen" /:,s ist zu scn£.ue,aass 
Sie nicht, wie rar ,.: :hoirt,in dieseta «^ahre noch nscn j?-ris -^elcoraien sina 
"^ir über allu unerfreulicxien :::.rei.;nisse zusammen hatten sprechen ana 



um 





und uns entrüsten Icönnen; hoffentlich brin,,o 3i^. cer .^nfan-^ ues ^.nres 
1959 endlich hierher, denn was nicht ira Anfang £eschieht,ic?.nn selir l..n^-^ 
auf Sien warben ^ lassen- denn zu den Lmbryo l9o9 habe ich nicnt das 
gerin ste Vart-auenjlch denke iiaer an d-.n alten ;/itz:".7ie ^eht es Iii= 
nün?""Donke, besser als nächstes Jahr ua diese Zeit". 

In diesen ionen habe ich viel daran gedac;it,ob sie wohl nocn nahe Ver= 
wandte und x^'reunde in Deutschland haben mögen und wie es denen wohl -.,t9 
.70 ist, vor ollem, Ihre I..;utter?7o "''räulein j:^erliner?'.7o Dr. Dorn?i:it tief= 
stera Scirifcerz denke icn an alle diese unglüc-lichen lten3chen,die nicnt 
rechtzeitig das ^^eich verlassen haben. Icu weiss nicnö,oo ich Innen in 
vieinsui letzten :Sriefe schrieb, wi- viel „feie wir uns gegeben habuu,u.a für 
Rudis Sohn ^eter ein Durchreisevis'jun durch i^rankreich zu bekoTn.ien.Die :;,inJ 
reiseerlaubni 5 nach Neu Seeland -./ar versprochen, aber noch nicht eingetrofj 
fen und wir -'ollten gerne, dass er sie hier abwartet, i;eil er in ,/ien in 
ständiger Gefahr schwebte. Und in der Tat:n...ch deui Attentat auf v. i^ath 



wurde der arme herl in 7icn verhaftet und soll nach Dachau ver^iAacht 



wor' 



den seinjnach einer anderen Version befinuet er sic.i nocn in .7ien. Inzwi= 
sehen ist sov/ohl die Linreise-Jirlaubnis wie das Durchreisevisuia erteilt 
worden, aber während das sonst hilft, sollen die -enker bei Peter gesagt 



haben: "Dein Vs.ter ist uns durch die Lappen gegangen, Dich behalten wir". 
7/ir versuchen natü/.'lich Alles, iu:i ihr. herauszahclco:a-^)en,e.ber ob es hilft?? 
Tiudi ist tief deprimiert, ?,ujT;al fast ölle lage Berichte 'über die Graas/m':üi = 
ten d..r Konzentrationslager in den Elätcern erscheinen.-- Lin zv/eiter Fall: 



n 
^ 



!urt Thesi'n^ schrieo mir,o"b ich nicht seiner Frau und deren Sohn aus frühe= 



rer "Ihe I, beide sind reinr-ssise Juden j zur Aus^vanderuns* verhelfen Konnte; 
er v/äre gezwungen, sich von ihnen zu crennen ana fiircnte, sie waren i^ j-...iiue 
nicht mehr in SicherheitJDanach scheint die Auflösung der i..ischehen,\ven^ 





r-uch noch nicht besetz zu sein, so docn schon in ^)raxi durch^^ef uiir u zu v/er= 
den. Denn \7enn Jurt seine -^'rau hehäl o,iuuso er a.us der ^.eicixsschrif ttui.iskaiii= 
iu-r heraus, -.ird nicht laehr ^edruckt und kann mitsoi.it den beiden anderei 
verhun.'rern. --Sicherlich ]sienner\ ^ie viele I'älle äimlicher .-irt,-/oer natur- 
lieh ■ohen eineM die am nächsten, die oekannbe una j-iebe i^enoCiit.n oetref..hn. 

Von URo se±bst ist nicht viel zu oericuten.rvas Leben ^eht an uns 
vorüber und vrir sehen -trotz uns^^rer -uiebe für .a-iiiiinalrou. ne- aieseia i:ri = 
r.iinalfili'1 ohne Vergnügen und uit wirxilicheiri jcnauder zu. Icn v^^rötehe b'^nou 



längst niciits :riehr;denn wie kann :uian sich denken, ..as^ verantv/ortliche 
Staatsuaänner an Dunxviheit noch hinter einera Pierbrauer zurückbleiben?I)aso 
Herr Bonnet v/irklich glaubt, was er gagt?Das3 Jharnberlain ein Vollidiot 
In 2n;aRna regt sich im Vol^ü v/eni^^uens \Vidersprucn ge^en die -^egierung 




9 



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no nur die ehrvnirdi^'en britischen Traditionen schützen Ohajuberlain ilii? 




vor dem Sturz:man wartet, bio er i/m seiest herbeif ülirt. In i.*'ranKreicn iiin^e= 
gen ist das Volk nur allzu willig, a ll js zu c3i.auüen,was man ii^u an Beruhigun 
gen verabreicht, und die wenigen Leute, die Vernunft ^jredigen,wie Bure,Per= 



tinax,KerilliB usw. sind v/ahre Prediger in de:; V/uste.Una so ^rosszugig 
Frankreich €*angs die Flüchtlinge aus allen x.anaern aux^eno.uiden hau, so 
streng und kleinlich zei^t es sic^. jetzt.-^.s L.nd ist wie :ait ein.:a 3t.= 
cheldraht u^igeben und ein Visun zu bekor^aen,fast aussescnlossen. 



Sie,r:lter Schwede, wissen nicht, v:as 



es heisst, ohne reellen Pass in der ;/elt 



II 

]hßrurnzagondeln.Eis man seine .Papiere in Ordnun^ HHIT und den Bettelgang 



l 



Au5-senninisteriuin-Inneni"ainisteriuiii-.?ref ecture alle Halbjahre hinter sicii 





hat, ist man ur;; ein Jahrfünft gealtert. 

Der einzige, der iraraer fröhlich und lebendig "bleibt, ist mein süsser ^^lex. 
Er bekonii/it auch,^'^7as i'rna bis jetzt gefelilt hat, eine liebende Se^le ana k-':inn 
fast so seelenvoll bliCirien 7;ie der verstorbene Unver^esslicne. 

•eulich las ich ein von ::r. Sautreau aus dem Norwegischen übersetztes Buch 
von }Ioel,das yuf franzosisch h^asst *'Une journee d'octobre*' una das ich 

3ehr gut fand. Dagegen kann ich Ihnen leider kein neues französisches Buch 
nennen, das ■iicn so gefesselt hatte, dass ich es £ur Sie notiert h&^e. Recht 
gut dagegen fand ich das vorletzte Buch meines L^^ndsmannes Oedön v.Horvath 
"jagend ohne rxott^.ünd wenn Sie die i-0 Tage des llusa Dagh von .Verfel noch 
nicht kennen, so kaufen Sie aie demn--AChst bei ^j ermann- j'ischer^ 3 tocicholm^ 
erscheinende billige Ausgabe; es ist ein ^uch,das man besitzen mochte. .'/er= 





fei war jetzt übrigens nier und ist .io anregend und so ^:irachtvoll,-vvie iiinaer, 

Ist Karianne wiec-.er in New York?TJnd was erzählt sie von den dortic^ofi 
"^reunden?i;:om::it Staudinger mal wieder nach Suropa?Von Heinricii las ich ne-a^ 
Lieh einen Brief an ;mnette Kolb;er schreibt,, dass er ?JISa nächsten Somiuer 
wohl ziJUii letzteniiial nacn Oxford Kon.t una das folgende Jahr ganz in USA 
oleiben will. Ein kolossaler x^^oru schritt: er hat mit seinem richtigen Na= 

men unterzeichnet.' J J 

Feine Tutter schreibt .lir aus dem nun doch slowakidcli gebliebenen Nove i:e= 
sto rocht traurige Briefe. Alle bisherigen Beamten usv/. sind entlassen, die 
deutschsprachigen Zeitungen in Bratislava von den hazis aiuigekaui t. In der 
Slo-^^kei sind sämtliche Tschechen inres ^Wites entsetzt, von den ex-Ungarn 
gar nicht zu reden: das ist das Selbstbsetimmungsrecht der Völker. Und da 
es bisiier kaum mehr als ein halbes Dutz^end gebildeter Slowaken gibt, ist 
fast die ganze Regierung und ein gut/^der leitenden Stellen mit Geistlichen 



besetzt. Da es icatholische Geistliche sind, hat sicn z^B^ <ier .•n.ntistL.iaitis= 

4 

mus noch nicht auf so grauseune '.veise geäussert wie ira "xlltreicn" jaherl 

I 

die Prinzipien sind die gleichen. In jedem Vol/^e schluminert die gleiche Be= 
stialität.Und ich rnuss sagen, dass das deutsche Volk doch sehr viel Gutes 
in sich haben /S|U5S,'7enn es na,ch sechs Jahren l^ressevergif tung noch nicht 
in Grund und Boden verdorben ist- ich. weios nicht, ob viele -indere Völlcer, 



mein Gp.stvolk einbegriff en, nicht ih-'^ui A'^riderstimdloser erlegen wären. Sie 




^'^issenjdasa ich über die Ivlenschiieit schon In.nge desillusionicrt bin,aüer 
AYas an Illusionen nocn geblieben V7ar,ist im Laufe der letzten zwei konate 



gesch^vunden. Jetzt kann ich aucn nur mit dem Englander der Anekdote sag^, 
der auf die verzweifelte J^rage "Then \'4>f^^ d.o you like?'* geantwortet hat: 
"I like mi^ friends^.Und da Sie und ?rau Eva zu diesen gehören, like ich 
Sie sehr und hoffe ein baldiges Y/iedersehen. I12 wischen viele, viele herzli= 
che Wünsche für ein fröhliches 7/eihnachtsf est und ein ^wenigstens persona 
lieh) gutt^ und glückliches n-jues JcJ^r. Rudi , der wieder einmal unterv/egs 



•• 



ist, hat mir viele herzliche Grüsse für Sie «ufgBtagen,die ich mit den mei- 
nen für Sie, Ihre Frau und Ihre Töchter, vor allem P.uth, vereine. 

Kerzlichst Ihre 



^UH^Uh, 







-r'aris,d.lo.X. 58 






)^- 











Lieber ?Ierr Schaff er. 
Ihren Brief hätte icli längst beantv7ortet,wenn icn durch die Ereignis© 
nicht so völlig zu Boden geschlagen gewesen v;äre. Jetzt erst h^^be ich raei = 
ne Heimat wirklicii verloren- dort in Nove Üesto gab es für mich zu jeder 
Zeit noch ein "zu Hause", gab es die Hog 1 t c hk£ ü , s i c n schli.üastenf alles in 
unser altes Haus zuriickzuzi ehen,v;enn >nan der Welt ganz raude gev/orden sein 
sollte. Jetzt ist das voruber;Nove Ilesto liegt in der umstrittenen Zone und 
seine Zugehörigkeit ist noch ungev/iss. Aber ob ungarisc; oder tscnecüisch, 
es ist beides hoff nungslos.V/ird es ungarisch, so kann meine lylutter infolge 
der Bankkredite von slowakisciien Banken in eine mr. terieli so schwierige 
Situation geraten, daso sie selbst nichts zum Leben behält, gescnv/eige denn 
mir etwas vererben kann;bliebt es tscheciii.t^cL , so vv'ird bei der Gleiciischal= 
tung des ^andes meine Reise dahin fast undurchführbar, hi cht einiaal der 
Trost ist uns geblieben, dass Vv^ir uns schreiben können; es werden nur ganz 
belanglose, zensurierte Postkarten durchgelassen- schlimmer als während des 
KriBges. 

Von dem Leid und dem Schrecken in der Tschechoslowakei ist dris Ausland 
viel zu wenig unterrichtet. Und das mit gutem Grunde, denn ^i^nn es allgemei= 
ner bekannt v/ür de, könnten sich die Tolker vielleicht anfangen zu schairien, 
und das liegt nicht im Interesse der •'5'riedensengel". Ich wollte, diese :in= 
gel konnten wirklich fliegen -aber hinaus. Sie haben nicht nur die Tschecho= 
Slowakei geopfert und ihre Shre dazu, sondern auch sich selber. Denn es er= 



scheint mir unmöglich, siC:. der deutschen Dampfv/alze und inrem marchenhaf= 
ten Siegeszug noch zu widersetzen. Ich will nicht so w^eit gehen, Hitler als 
ein Genie anzusehen, weil er diese V/und er vollbracht; aber es gehört doch 



eine 



gewisse psychologische ^eniäiMtät dazu, die Shhwächen und ^rbarrrilici.iceiten 
des Gegners so genau zu durchschauen. 3ie haben mir das Kompliment gemajht, 
das ich "durch Gefühl gescheit" sei;ich habe mir lange uberle'jtjob dieses 
Kompliment nicht eine Grobheit ist, habe mich aber dann docn für die erste 
Version entschieden- gerade wegen der Lehre Hitler. Wir haben us in diesen 
letzten zwanzig «^ ahren erlebt, dass der Verstand gegenüber dem 7/illen und 
dem Gefülil stets Unrecht behalt jii hat, so dass mir schon der Verdacht ge= 
kommen ist, ob dieser vielgerühmte Verstand vielleicht gar keiner ist.Jemn 
falls arbeitete er meist im luftleeren Raum,,] enseits von Raum und Zeit. 



',/aruin 



die Derao.kratien so versagten? Auf meine simpiistische V/eis^ 
habe ich es mir aus der. geradezu knochenerwEihhenden j?azifismus der i?ranzo= 
se;-. und der Sngl'änder erklärt. Die Franzosen wollen nicht verstehen, dass 
sie, die doch von niemand mehr etwas verlangen, nicht in frieden leben, lie= 
ben und dinieren sollen. Diesem natürlichen Ejapfindea leistete^Regierung 
und Presse Vorschub, ind^m sie seit ^^ahren die ganzen aussenpoii tischen ]ir= 
eignisse als etwas j^rankreich nicht unmittelbar Betreffendes hingestellt 
haben. Das war mit Spanien, Abessini en,Oesterreich und jetzt mit der Tsche= 
cho3lo:vakei der l?all.'.7arum sollteri die französischen Mütter ihre Söhne 
für "die Tschechen" opfern?? Dabei wären die i'ranzosen trotzdem marschiert, 



wenn man es vo 



:i ihnen verlangt hatte; sie nahmen die Mobilisierung sehr 



ernst. Anscheinend war die ^^egierung aber von vorneherein entscniossen,:-! 




nen Krieg zu führen. Ich habe von mehreren Seiten- und das sind Ausspruche 
von alctiven Offizieren- gehört, dass die Armee durchaus nicht sehr schlag= 
kräftig sein anll und gross. Mängel aufweist. Die Demobilisierung ¥rfolg= 
te deshalb so langsam, weil man die Gelegenheit dazu benutzte, um die Reser= 
visten ein wenig zu drillen. Rudi ist empört, wenn ich diese Auss^^rüche zi= 
tiere,weil er von der Vortrefflicükeit des französischen Heeres überzeugt 
ist,L.ber ich halte das für eine ebensolche Legende wie die von der "Staats^ 
klugheit" der Engländer.V/"hrend der Dobilisierung gab es noch keine Gasmas^ 



II 







ken,'..urde ers. der Sand für die Dächer zu.;eführt.Die i>f l.^erinnenicurse 
hatten noch nicht einmal angexan.en.ILein Mensch wusste,wo unterstände sei = 
en und wohin die x>ewohner der ein;,elnen Häuser zu flüchten hätten- eini^^e 
ganz moderne Neubauten auseenoL^aen.I'an gab der Bevölkerun,^ nur den Rat, 
Paris möglichst zu verlassen- was hunderttausende mit Sacic und PacxC,mit 
Kind und^Kegel auch getan haben- uxa drei Tage später zurüci<zuicehren.V/el= 
ches Schicvsal den Flüchtlinge, zu.^edacht war, darüber lies. sxc. nichts in 
Erfahrung bringen ,da es nicht eimaal den Behörden begannt war. Im Krieäs= 
, .Ministerium soll eine besti^r^nte Verfü.un. darüber vorhanden sein,aie aber 
nicht eimaal de.. Innen= und dem Aussenministerium mitgeteilt worden ist. 
Faschistische Neigungen sind hier deutlich im Wachsen; ;aan hört sehr 
häufig von .bYanzosen die Aeusserun,:" ii. nous faudrait un Hitler" ;der 
"itrhrer" geniesst hier noch grössere -ewunderung als im eigenen L.nde. 
Auch der Antisemitismus nimrat zu; es soll .chon «« vereinzelte kleine 
Progrörachen gegeben haben. Kur zum, wie gehen auch hier herrlichen Zeiten 

ent£:efren. 

lieber Russland ist nichts in Erxal.rung zu bringen.Dass schon eine ganze 
Reihe russischer ITlugzeuge in Karpathorussland bereit standen, ist sicher, 
und im Radio wie in diplomatischen Unterhaltungen hat Russland stets be= 
tont,dass es seine ..ündnispflicht der Tschecnei .egenüberU^ in vollem 
Kasse erfüllen wolle.wenn. T^rankreicn d.s Gleiche täte.Sicherlich ist den 
regierenden ^Yanzosen und 3.ngländern gerade dieses Schulter an Schulter- 
Arbeiten mit den Bolschewiki besonders unangene... gewesen;das Gespenst des 

< i ».«-^ iinn QoVirpfkt sie mehr als der J?aschis= 
Y/eltbol3Chewismus spukt noch i.auer una scmecc-o sxe m« 

mus Wen Gott verderben will, den schlägt er mit Blindheit, 
-^ersönlich geht es uns ungefähr ebenso gut wie politxsch.Die Nahrungssor= 
gen werden i..aer grösser,die Sorgen um die Zuicunft lassen sich nicht eimaalj 
.ehr stundenweise verscheuchen.Bazu kor..t die Sorge u:. meine Mutter in dem 



gefährdeten Gebiet und lun Rudis jüngeren Sohn, der noch iimner in V/ien -.veiit 
und für den wir iinuer noch kein Visujn iDekoramen haben, trotzdem er den Ein= 
reisepermit nach Neu Seeland bereits avisiert hat- aber der Permit selbst 
ist eben noch nicht da.T^in französisches Vi5uru,selbst ein Durch-angsvisuia, 
zu erhalten. gehört jetzt zu den schwierigsten Dingen.Uie deutscnen ...uswan= 
derer, die durch Frankreich reisen,belcora:.ien bestenfalls ein kurzes Visuia,.dt 
dem ausdrücklichen Verbot, über Paris zu reisen. 

Lass Sie im November v/ieder korjiien wollen, ist eine frohe Botschaf t. Hoffend 
lieh einmal eine, die sich auch verwirklicht.' Und hoffentlich können Sie 
dann auch längere Zeit hier bleiben.I-ringen Sie meine neue Freundin Ruth 
mit oder meine ältere i.''reundin Eva?I'r'S wäre dann eine doppelte Freude. 
Ihnen Allen tausend herzliche Grüsse und viele liebevolle Gedamcen. 

Ihre getreue 





'A. aA.^J^\J^ 





Dr. Kurt Hirschfeld 

Wirtschaftsprüfer 

Hi/Ka, 



Berlin W 15, den 



25. Juli 1938. 



Berlin VV 33 

Pcisdamer Sk. 72 
r«rmpre<h«r H M 36 



X 



1 




I 



Sehr geehrter Herr Dr. Schaff er, 

Unter Bezugnahme auf unsere Kürzliche Unterhaltung beehre 
ich mich, Ihnen ein Expose' zu überreichen, in dem die Einrichtung 
eines ausländischen Investment Trust erneut zur Diskussion gestellt 



wird. 



Da ich mich den von Ihnen vorgebrachten Gegenargumenten gegen 



meinen früheren Plan nicht verschliessen konnte, habe ich versucht, 
nunmehr eine Konstruktion zu finö.en,die von allem "abenteuerlichem" 
Beiwerk bereinigt ist. Ich wäre Ihnen ausserordentlich dankbar, wenn 
Sie die Freundlichkeit hätten, sich zu dem Inhalt des Exposes zu 
äussern. Sowohl Herr Dr. Hirsch als auch ich legen gross ten Wert 
darauf, Ihre Meinung zu diesem neuen Plan kennenzulernen. 

Bei dieser Gelegenheit möchte ich Ihnen auch mi tt eilen, das s 
wir uns z.Zt. den Kopf darüber zerbrechen, ob es nicht möglich wäre, 
eine internationale Lotterie zu starten. Herr Adler-Rudel schrieb 
mir,dass ein derartiger Gedanke in den letzten 5 Jahren ungefähr 
alle 3 Monate aufgetaucht sei, aber immer wieder verworfen worden 
ist, da die entgegenstehenden gesetzlichen Schwierigkeiten in den 
meisten Ländern unüberwindbar seien. Vielleicht haben Sie die 
Freundlichkeit, sich auch zu diesem Punkte zu äussern. 



-2- 



Dr. Kurt Hirschfeld 



Blatt 



2. 



den 25. Juli 1938, 



l 



Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen im voraus 
verbindlichst und empfehle mich Ihnen als 



1 



Ihr sehr .ergebener ^ 



1 



Anlage, 



1 



Herrn 

Dr, Schaff er. 

Jönköping /Schweden 

Brunsgatan 42» 



1 



1 



Torsahlag 



mm-mtmi-mmmmmmm 



zur ^.rrlchtuBfg eln^ s 



|M8ländlsohen 



nt Trust 



aXa Beitrag «ar 
ijeutaahlaBd« 



4 



1 



I 



■'fl* 



I 



■kohstehenda AUsfUhrungon (ttsllen den Versuch dar^4hi8 
jUdisohe Transfer-Problen^welohee im Mittelpunkct aller wanderunffH*-! 
politischen srörterangon staht, einer Löaung nlherzubrini^en. 88 
handelt eioh um eiaen Plan» der folgendes Ziel anatrebt: 

1. Unter dem Gkiaiohtgpunkt der indi schen Interessen. 

a) line Verlca|ii^lung Ton verMögenden mit unvermögonden Aus- 
VMiAerern derart »deas ein unters tützun^ssfonds gebildet 
werden soll, der aus Mitteln der Tern^genden Trntnrsforenton 
gespeist und dazu (UsMm würde, die Auswanderung? unbemit- 
telter Kreiae zu fördern. 

b) line :>cheidu2ig iwr Traaaf #r- Anwij rter in fluchtsteuer- 
pflichtige Transferonten (Kapitalisten) und nicht flucht- 
steuerpf licht! Transferenten (Mittelstand). Letztere 
Kategorie ^^oll nach le vor in dem sogenannten ^^ AI treu- 
Verfahren'^ abgefertigt werden, wap voraussetzen würde, dass 
euch in Zukunft der Allgenelaon Treuhand- t^^lle für die 
Jüdische Auswanderung G»m*b*H. (Altreu) ein Teil der Rück- 
wanderer-Devisen von Seiten der Deutschen Oolddlskontbank 
zur Verfügung gestellt wiro* 

Für die Kapitalisten - Anwärtor soll ein neues Vor- 
faluren gesohaffen werden, ?^elohoö die Garantie eines 10,t>igen 
Trans ferkurses und die Zurverfügungstellung von Trans fe r- 
AufbesserunfTSsoheint^n vorsehen soll. 

II. Unter de» Gesichtspunkt der Intero sen des Dautsehen Reiches. 



a) 



lin soll jüdisehe Auswandere rmark fttr die Zwecke der 
Finanzierung von innerdeutschen Projekten zur Verfügung 
gestellt werden^robei daran gedaoht lnt,Buf eine Rückfor- 
derung der zu inrestierenden Auswanderermarkmittel zu 
verzichten* Auf diese tfeiae würde also eine sofortige Ab* 

reibung der InveBtitionon im entsprechenden AussMSsa 
bilanzBiftssig mö^^ich werden. 



b) 



o) 



aollen der laiohsbank zusätzliche Bavisaa mar offiziel- 
len Parität dadurch verschafft werden^dass im Zusammenhang 
Mit dem Transfer von Jüdiaoher au swaAdaransark ausländische 
^rossinrestitionen (kölna Konsumwaren) aus Dautaehland ba^ 
zogen werden^ lie mit 3ixieA bestimmten Prozentsatz in 
affektiven Devisen nach Heutschland bezahlt werdon müssten. 

Es soll durch Ersohliessung dar mter b) erwähnten Transfer 
'iiell«n die Auawanderung von rermögenden Pernonon gefördert 
werden, wo iurch »loh das AufkoiS^ en des Fiskus an R eichs- 
flnohtsteuer steigern würde, aieiohzeitig würde geaisn fa) 
die Aueaanderum: von unbemittelten Pornonf^n zunohmen. 

-2- 



- 2 - 



] 



1 



I 



T 



Dar Plan ci«ht ein« systeaatls^ll« iücqulrlerung von 
zusätzl lohen a«ttt sehen Orosslorestltlons« <jxport9n vor, dl« eine 
langfristig« Flnanzlenm/?; das «mlftmllsohen Aba»ha»ro vorauasetz 
X8 wird zu dies 



Zvaoko vorK*aehla4|»n,«lii«a 
Jmlindlsehan InTastMant Trust 



zu arrlchten^daiisan reranVwrtllchoa Kapital zum erhobliohen Teil 
Jüdischen K^pltallaten-iuswaBderem aus Dautsohland aufzubrln 
m «Ir«, wla loh alr dl« BeflnaBSlaronc dea Truat« 1» einzelnen 
dank«,vard« ich in Verlaufe dieses rpos^s noch auafOhran. 

In dieawn Inrestaast Trust würde der alt« Gedanko der 
Irriohtung «io^r auaiandisohan Yorsohus bank realisiert werden, 
JadOtth Mit daa grundlegenden Unterschied, das diesar Trust nicht 
o*'« f«stgefroren« Kel ohamark -yordo iiin^.en b<} Vorschüssen od«r »ehr 
oder weniger probleaatlaohe Forderungen gegen Jüd lache r^migrnnten 
MM B»tttachlfincl erwerben würde, eondem Driagn-F orderungMi geg^n 
solide ÜMtarnilUKingan seines oigenen Landes, deren Kreditaufnahme 
in keinerlei nralohllohom Zuiin—«iih«nga wit der jüdischen Auswan> 
darung ana Detttschlnnd stehen würde, 

Bai dar Kredltgawähnmg des Truat s wlre folgendes zu 
beachten : 



1.) 



Dia Mittel das Kredits wären von d(=»M KraditBatear fftr 
Äia FlaÄnzierrmg der aus Dautsohlond zu bezloh;>nden In- 
Tostitionsgüter xu rarwendon. jss aoll «agestrebt werden, 
dass der Kreditnehmer einen Toll der, Kaufpreises salbst 
aufbringt, ijrentaall könnte dar Trust aber auch oino 
lOOJtlge Finanzierung durohfflhren. 



2,) 



Eina MMMritora Kra41t-Kom:nisslon hatte vor Zui^erfügung- 
stallung das Kredits zu prtfön,ob dia geplante Erweite- 
rung daa Batriebas in seiner wirtschaftlichen 3tnxktur 
gerechtfertigt, und dia imfbringung das Zinaen-nnd ril- 
idienstofl daa Darlohnn ge währ Ifji ata t erscheint. 



5.) 



*».) 



It-KoBKiisslon hotte ferner darauf zu achten, d'"*" 
der Preis dar von d«a Kreditnehaer-Betrii^b aus Deutnoh- 
land zu baziehonden Inve»tit Ionen de« 'eltraarictp rata ant- 
ap rieht und kein Dunpin^ irgend wolohor Art vorliegt, 

■>io Kreditgewährung daa Truata aoll - unter ühorwachung 
«•r Kredit-KMnlasion - in erster Linio nio Durchführung 



> 



- 3 - 



• 



1 



5.) 



■oloher Vorhaben »mögllohen.dlo ohne die Mitwirkung be- 
sondorer Risiko trÄger, wie sie In den Kreisen der Jüdlsohen 
ittlgrnnten zur VerfO/^^ing stehen, Torausslchtlich Oberhaupt 
Bioht zur Durohführunß gelangen könnten. La würde sloh bei 
der Finanzierung der deutschen Lieferungen al»o nloht etwa 
xm ein Konkurrenz-Unternehmen xu elnhelmisohon Industrien 
handeln , sondern um die Übernahme von Anlage-Rlolken^dle 
▼«B aaderen privaten Flnanzkrelaen In dem hier zur Krör- 
terung stehenden Auewisse nicht ohne weiteres getragen 
würdrsn. Der Trust könnte derartige Blslken übernohmen.well 
der « rttsste Teil seines verantwortlichen Kapitals, das für 
ewantueile Eingüssen zur Verfügung stftnde.ron jüdlsohon 



Auswanderern aufgebracht würde. Ich könnte mir vorstellen, 
dass beispielsweise -^ina Rolhe von Projekten des engli- 
schen Notatandsgebletes oder der britischen Kolonien 
turoh die Zwischenschaltung des Truste ausaerordentlloh 
gefördert werden könnten, wobei der Trust das Anlage - 
Kapitel In Tom langfristiger Darlohen ^md die englische 
leglerua« die Betrl^bs-Kredlte zur Verfügung zu stellen 
Mtten. 

wenn Irgend möglich, sollen die Darl€fli«i das TrustB^rch 
dln.^llohe Pftndar gesichert werden. xSTantuall köimto man 
auoh erw&gen , durch slnsohaltung von Kradlt-Vorslcherungen 
Internationale Verslohertm/^sgesells Charten an don Trtxst 
zu Intaraas leren. 



•oll 



i 



i 



aus 
a) 



b) 



c) 



«M 



Die Rqflnanzlenmi 
mieljlndlaohen inveatmont Truata 



folgMUlan drei .ijuellen erfolgen : 
aus eine« verantwortlichen Aktienkapital (StaBpaktlen), 
das in Höhe von mindestens 75/^ von jüdischen Auawande- 
ram aufzubringen Ist, 






aus iMi restlichen Aktienkapital In IKh© von 2^ 
(Torzugaaktlen). Dia Frage der Aufbringung dieses 
Teils bleibt hier bawosst offen, sie könnte unter den 
Teraohiedennten Oaslohtspunkten erörtert werden. 



Durch Be 
nicht ne 




abung langf ristiger Bonds, wobei «mächst 
r nonAn In Ural auf gesetzt werden sollen, 



ala 



das Aktienkapital betragt. Zu Ihrer Sicherung würden 
die Aktiv- Darlohen de?? Trusts verpfändet. Unter Ein- 
beziehung dar übrigan -aktiven da« Trusts würden die 
Bonds mit lOOJt überdeckt sein.d.h.daar dia Bonds auch 
bei etwaigen erKeBTlchen Darlohna-Verlutiten Inaer noch 
ausreichend gesichert erscheinen. Han darf also wohl 
behaupten, daaa die zu bogobanden Bonds den Charakter 
regulär er_ierttltel tragen würden, die zum Handel an 
den iniernatlonnien Kapitalmärkten gf^eignat sein soll- 
ten, i.s raüaste m.K. denkbor soln.das« die Plaeierung 



- 4 - 



• 



• 



§ 



• 



«©r«rtlK«r «tiiwandfroi genlohertor Bond« in den W^;^;;;;. 
?^««n der W«lt «elingt. Insbesondere nüasto »s b»! einer 

iSdischen 7er«ö«en»Terwaltungon Verständnis für diose 
durolMM* »ollden Kapitaleanlagen zu weoken. 

am ist daran g04«cht.dle Bond» alt Zinssätzen 
aus2U8tatte»,die man für gleichwertige andere Anlagen la 

Angenbllck d«r Zelohnung erziele» kann. ^..^. ««-•■,.. 

Die Zeichner der Bonda würden W»rttltel erwer- 
bm deren T?rlö» «er .'Irtnohaft derselben Länder nutzbar 
«SichrSürdüln denen die Anlelhe-lttel aufgebracht 
SSden. Dieser G^.slchtspunlct aüsste J'J^^^^^^J^^ji^ 
der Anleihe überaus förderlich aoln.d^nn die Zeichner 
SS^erSroh die Übernahme dieser ABlelho Ihrer oinhai« . 
ilSsehen (auch nicht Jüdiochan) Wirtschaft wertvoll^ 

'^^^^^^ ^•^Jjrien langfristig« Darlalmagewährun«« 
könnte der Versuch zur plaMÄaslgen Unterbringung ▼<» 
lüdlsohen KMlgrnnten In Trlrtschaftlichen Posltlonon Hand 
in HSSHa^n! sofern die arboltsreohtllch. «•••*«f ^^g, 
1er einzelnen Länder der Durchführung diwes Planes nicht 
hinderlich wird. sollt s .-ine Reallsl«run«^ann auch 
schwierig, so doih nicht 1« Barelch der Jniiiögllohkolt 
IleSn! Dias »an dabei die Erwartungen nicht zu hoch 
tiSSSien dürft 0.1 st selbstrerstMndllch. Für eine gewisae 
Phantasie wäre lA dieser Hinsicht aber sicherlich oln 
raaler llintsrgrtmd rorhanden. 

nie Verwaltunj^skOB tan d— Trust« 
könnton unschwer «»a d.r Zinsspaima « wischen Darlahnagewährung und 
i3ondbagebung aufgebracht werden. Voraussichtlich würde dlo.a Zins- 
spanM auch auareiehen.u« die Pr««lan für die vorgeschlagene Kre- 
ditversicherung der Darlehen aufzubringen. 



nie Mitwiricung 



Jüdis^en 



__ dsr Aufbringung des eigenen Kapitals d«8 Trusts möchte Ich an 
H«id d«s n«ehfol,ctenden ßelapiela d arstellen. Ans di«ae« Baispiol 
wird sich auch ersabMi laswm.ln vralcher Welse sich die in den 
Abschnitten I und II Saite 1 erwähntsn Nutzeffekte des Planes er- 
geben : 



-5- 



- 5 - 



I» Anigangaptinlcte des Bclsplela: 



) 



• 



b) 



o) 



i 



d) 



Is wird unterstellt^ dasB es galungon Int, ein Projekt zu 
•kqulrleren^dasn die Lieferung einer Hafen- Anlage ans 
Deutsohland nach den iaslande zam Inhalt hat. 

•er Auftrag iconnte aur dirfuroh gewonnen werden, dass der 
Trust 100 ,. (lea Kmifprelses langfristig^ r,tunde^t. 

Der deutsche InlanJgp rela der zu lloferadon Anlage soll 
aicjh auf RtA 700 •000.--- »teilen, wiUir«M3i die Konkurrenz- 
Offerten des ^eltn arktea nur einen Kaufpreis von 
560#000#-~ vorsehen* 



In den Rohstoffen, «ue denen die zu lieff^mde Anl 
hergestellt wird,aind Bestandteile enthalten, die den 
üufwand von Devisen- K osten In 8-?^ trage von SM 105* 000. — 
er forde rl 1 oh wiehen« 



II#I)urohführung der Transaktion* 



f 



1.) \Jm Ais Gkinelsnlffnc Eur Durchführung iiwmt Lieferunge* 
Transaktion von der doutsohon Behörde zu erhalten, «oll 
von Seiten der jüdischen Transferenton angeboten werden: 



a) 



b) 



0) 



Die uaeat gel tl l che Abführung eines Betrages von 
HM 367^000.-- an die Deutsche C5olddiskentbeÄk für 
die Zwecke der Finanzierung innerdeutscher Pro j Ate 



Die Ablieferung von Devisen im Kurswerte von 

den Kosten des ttonstoffes enthalten .^ind) zur 
offiziellen Paritat an lie Helchsbank. 



RM 210*000 



erung 



doppelter Betrag der Devisen, die in 



Die Dotierung dee Fonds für die Förderxing der Aus 
Wanderung unbemittelter Juden in Höhe von 
fM 123#000> — > 



^ 



.) Der ndUntdspret« der zu liefernden Anlagen Hetrftgt in 
dieesa Beispiel RH 700.000«— • GesAss Ib) wird von 
dieesa Kaufpreis «in Betreg ven HM 210#000* — in 
effektivan >evisen nach Deutschland <3ntriohtot,no daes 
die Jüdischon Auswanderer den reatlichen Teil von 

»90>Q00^ — zuzüglich der unter la) und o) erwähnten 



-6- 



- 6 - 




3.) 



i 



4.) 



I 



1 



Sp«nd«nb«träg« von RK 490 »00''.— 7.\i finanzlorin Mtton. 
Die Jüdisohon AU 8?i"Vri(f 9r«r müs?»t«»n zur Durch fühnmf' 
dles«r Transaktion also Insgasmat r! 9Q0.000»"- '^ur 
▼•rftlgang «tallan« ( \Ama würde betientonjdass sie vorher 
^•rvlts rd. mt 3??!>«30Q. — | |«iohafluoht?tQuqr an don 
Flsku« «ntrlchtst haban wttrd en » n*lml i ch ?3 ^ von 
rd.R 1,? Mlllloaen fluoht»t»u«rpfliohtlg»« Varaögen. ) 

Dl» Aaavandorer so Hon nach i«M Plan 10 % d«r von ihnen 
«ufznbrlnßendon RM 9'*0.000. — , d.h. «Iso T>)vison im 
Kur »WTt« von nb^ 90 . 00 » — erhalten wad nusaerdafra Aktien 
das inrcstwent Trust fTransfor-Aufbonßomntjsschalne ) in 
aljMB Ausmaa ?e,da» sich au« der folgenden a^dbareohmin?', 
ersehen In^sen trlrd* 

Dar InTastnont Trust würde dan Abnehmer der doutaohen 
Lieferung; in he da« altmarkt pro iaes von HM 360» 0"Q» — 
langfristig zu finanzieren hob an. :r wtlrda also eine 
rorderuns gagaa dan Abnehmer in liöho vo n liK 560. 
anrarban und dagegen zu bezahl -n haben : 



a) RM 210.000.- 



b) M 9S. 



> a 



in barer Davis« an den deutoohcn Lie^ 

faranten 

in barer narise an die jüdiachen Aus- 
land arer 



c) 



252a üüOa— in .Aktien ilmn 



,Ä1# von don jüdi- 



RM 560 a 000 a — 



Gohen Anawanderarn abömornn'9n würden. 



5.) Dar Plan goht davon eus.dasa die unter 4a) und b) orwähn- 
%mi »aran Aufbringujv-on das Trusts durch Begeb\m<; von 
Trust- Bon^a raflnanziort warden, wobei der Umlauf an 3onds 
lie Höhe (ias Aktionkapital« «Icht übersteigen soll. Da in 
(ii,. ;n Beispiel Bonds in ^ lo von RI >.0C0. — (4a + b) 
zu begeben wMren,iaasste das Aktienkapital des Trusts 
ebenfalls «It R- 506.000. — bemensen werden, d.h. es nflss- 
ten zusätzlich zu :; von den Jüdisohwn Auswanderern zu 
übornehnendnn Aktienkapital von IW ?.'^2,j^^, — noch 
Hr2_» ^--1 anderweitig im Anal ande, vi eile loht gegen 
VorzUi,- -tron.aufgebrsioht werden, «s wtlrd<^n in diesem 
Beispiel also ee. 8?> des Aktienkapitals von den jüdi- 
sehen Ausweindorern gezeichnet werden, nie '^llan^ lea 
Trusts würde wie folgt fAuasehen: 



-7" 



- 7 - 



i 



Fordoniiui 
g#gan den 
B#«lehor der 
deutnohan 
■isohlnen 



616*000#- 



iJctlonteapltal 

Ti l g I U I H l ■■ II l ^ l 111 II. U li.» ^ 

VoiTug3aktl«n 5*^.000, 
Utalau f«nAe Bonds 



5O8.0Ü0.- 

300.000.- 



616. 000 . - 



,1ms •]!««• tr«l>«a i«t,(!«r ijbnehner dar LlaferuAg 7l«lleloht 
20 /4 d«3 D«vi8on-Kaufpreiaes, '.h. also BK 11?.. '<• — sslbst 
f Inanzlarda, so würde aloh beln Trust etwa folgs«ts» Bllan -B114 
•rgeb en : 



1 



l 



pniAuninC 
gelten d«n 
Beslaher d«r 
deutüohMi 
Hasohlnen 
Kaa»a 



448*00üa- 

sQOU>- 

5(yi-.ooo.- 




iüct ionkapital 
Stelauf ende Bonds 



252,000. 
.000. 



504,000.- 



In diesesi fülle würde also von den jüdiachen Auavanderem 100 ^ 
dss Aktlenkapitnls aufgebracht werden« 

sobald ein« iisas Lieferungs-Transaktlon durohgeführt 
wird, würde sich da« Aktienkapital dea Trusts antspreohend der dann 
•intretenden 3teigenmg d«s ßond-ünlaufs autoaatisch erhöhen. Man 
wOrde also zweokMisnlgerwelss ei» autorisierte« A kTlenkapltal fest- 
setzen, das aukgesnire ohne weltern Forraalitäten begeben werden 
könnte. 




d»s ir— tels 



I. gflr die Jüdlsohen Auswanderer. 



a) 



Di© Jüdlschon Auswandsrsr hatten für die Zurvorfü^un'ot'^llung 
eines Betrages von .v. 980.000. — lu. d.h. bare Deviaon im 



> 

i 



-8- 



- 8 - 



i 



b) 



i 



turawTt» Ton .. 93^09% •— sofort erhalten. 
Att »»TdeiB htiiteri~sle iOctiqn ilo« aualÄndlsohan Inrootment 
fruai 1» HoMlnolbotrag« von HM 25?.ooo*_— erwortean. Bei 
ordnunüia«3lß»r ffli^ng (fr Darlehon das Tru?«t» könnt« 
•rvartat werdon,f\a»n die Aktien deo Trttata.wenn viel- 
leicht «uoh nloht zu Pari,»o dooh zu elnf^n ans««es8«n«tt 
Kurse allaÄhlioh röalisiert worden k?5nnten. Orde nan 
•in« Verw«rtun««»iö«llohkolt dar Aktien de« Trust» mit 
▼iellftlcht ?;? ihre» Nominalbetrages unterstellen, so 
hätten die jttdlsohen Aam^anderar insgoannt einon Trans- 
fer von rd. 29y> erhalten. 

D«a Fonds für die Förderung ««r JÄ«w«n«erung unh amittel - 
»er Juden wHren RM 123.000.-' »ugoflossen. Dieser Betrag 
KJnntQ im gegenwärtigen verfahren der AllgaaeiBW 
Tre^ihand-3telle für dio jüdisoho Attswnndenmg a.ra.b.H. 
(Altreu) in RT. 61.300«— Devisen konvertiert werden. 
mt einen derartig«! I^vlaenbetrag könnten qp. 100 unbe- 
mittelte Personen zur Aaewsaderun*'; gebracht werden. 
Geht man davon Gus.dass die Aufbringung der für «Ue 
Durchfahrun« der Transaktion erfordern oben RK 980.00; .- 
auf vlellaioht 5 yanlllon rflt 4-3 Köpfen pro Familie 
verteilt werden würde, so würden 120 - 125 Personen rait 
dieser relativ goringfücigan xport-Transnktlo» 
(RM 560.000. — Auslandspreis) zur AUßwandwrunt'. kOMBen. 
Die Auswanderung würde also nit Transaktionen der hier 
gesohilderton Art gerode auch in der unb^nittelten 
yehlcht wesentlich gehob werden können. 

I I Ml Mi II - -r 



II» Für das Deutscht R#loh# 



! 



•) 



I 



b) 



e) 



<S) 



B) 



Der Deutschen Oolddiskontbank wären ohne Q egenleiatung 
für dio Zwecke 4er Finanzierung innord out scher Projakte 
, . — zugaflossen. 




Fiskus wtren Rg 3g5.0C0.— Reichsfluohts teuer ange- 
fallen, aungelöst dur h die Answanderung, die ohne die 
hier aufgeaelohnete Transfer-HBgliohkeit unterblieben 



Der Rolohsbank wHren DevlMA 1" Gegeaworte von Wä ;?10.000 
angefallen, daB wtlren m ^-O^'f^-'^" ^^^ Devisen, als in 
4«fi Kosten des Hohstoffof! enthalten sind. 

Der inlHndlsohe Verictttfer hotte einen ^usköiwnlichen 
Preis für seine Lleferunf^^n erzielt. ohne d as Zusatz- 
Ausfuhr forde rungaver fahren (ZAV) in Anspruch zu nohnen. 



9» Ulrf^n ungefähr 120 - 125 Per«i«en %nr Auawanderung 
gebracht worden, worunter .dch ungefähr IQu völlig 
nlttelloae Personon befinden nürden. 



-9- 



- 9 - 



# 




• 



m 



t) 



ßm0 d«i Rtl€ititaii(lerunjgs->ci»aring 

dlskontbniik wilsoten In dl -n Fall# Devisen in Betrage 



der Deuteohon CJold- 



... ^ "- ^ i^ -w ^*^m0 w ^mtf\^Jk* ^i-A Jm#T2 V JL 

^7*» y 1.300,"«; «ir T«rfüoTmg «••t^lt «»rd«n. Be- 
zieht nnn »ar iUasÄii Betrag die zur Auwaadaning g«- 
XftMCMd« FBTBQmmnzahl (l-^n bis 12!)),«o «rreoha^t nlch 
d»r gbernac a ledrlg» Durehsohnltt v on Ry 31^»— ü«t1«« 
pro Kopf. — — — £ 

Zn dar d«utseh«Bi DsTlssnbilanz ward« A«r •r> 
«fthnten Leistung des Küokwaadorer-Olearlngs von 
MI 1.5«30.— 4er unter Ilo) »rw.'jhnto xusatÄllohe 
p>Yl»eaanf«l4 ron «M 105. .-^ gegenüberstehen. 



Um TransttlctioaMi i«p Wer gesohllderton Art syst 
tlsoh einleiten zu könn«ii,T»fire elae entsprMh«»«« HalOMB-Genebmlgan 
t«r «eutsohen Behörden erforderlich. Nach Durohführuag einiger Tran 

•ktlonen wftre zu alierle»»n,ob mmn «i ' "' 

lftndl:^«onsn inre« 



t*. 



f[ St VA«»* ^ •>* %^ AdkS'*'^ 



aal^^rntlons-Ba nk der Judan in Detttsohltmd 
■It de» Sitz in Berlin orrichton icönnte,dio als zentral» Barr.elstel- 
le bei ^m rin-und AassaULungen der Beleha«arkb»»trÄge und der Ab- 
wlekl m« ihres Tranafers zu fum^leron hltte. 

OH zu pr 'fML,ob ?lch dar Plan raallslcron l*»«t,wära 
•• natOrlloh «■ sweakMaasl getan, «enn nloh zunächst ein kloines 
rtucUen-':Jynditeat oon?tltuleren wtlrde,^*. -n Hand oln»s teat-oroe 

Inan praktischen Kall durohzuHlhren h«tt«. ^ürda dieser Verouoh zu 
•ln3B positiv^^n :rgabnls führa&»80 könnte sich der vorgaaciaagaaa 
Inreataant- Trust ««s dlesaia t«dl«i-i Syndikat llnöhlloh ont^loicoln. 



Berlin, den 25. Juli 19?«. 



Dr.Kurt lilrsohfeld 



t J 



i 






Herrn IJonko iSax Illrach, 
20, Avenue Boamnis^ 
Antwarpen. 



\ \ 



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Selir goolxrtor Ilerr Iliröchi 

Iliron Drlor liabe Ich er/mltone Ich liabo al3or leldor nicht 
»ihr dio CQi»ine«ton BosiohaagWi tur B^utachon Ba:.:. odjr ::;ir Doutöchon 
CSolddlakontbank u:ul bin daliop niolit in dor Ia£;o, a^solbat otwui mi 
txai, zur.nl Ich an dori Vei^aliron dos GöxmntioauasohmisQa dor Döut- 
öohou Iiiduötrio nicht bot«lllr/. \mx*, aondoi\n nur nittclbax^ davon 
göhürt hftboo 

loh hßtt© in dor lotsten Wocho ab«» Ooleconhelt^ nit don 



t s 



ProlcariGton P©tur HuliMihtlmor von der Doutschen UnionlÄnl: AeG., 



Borlln^p Untor don Lindon Ij^J Ut ^;.^^ Ul>or dio Sac:ie svi apr 



Olle nr 



tmt mir in Aussicht {joatallt, worin Sio an dio Dontacho unionbank 
schroiben^ von dort au« boi der Doutßo!i«i Banlc o4m? dojr Dcaitachan 
Golddialai^ntbank moliÄufor sehen, ob dor Vori^loioh odor dor Scliioda- 
apruch dort in Abaorirlft vorlloctt 

Ich onpfohlo Iliiion dahor oin Sclirelbon doa auß rl^r AnlaßO 
•Wilchtliohon Inluilta an dio I'aitaoho XJnionl^nk »•Ild't voa Ilorra 
P. Hoinol^inor su aondon. / '\ 

Meine SqkrotUrln }Ät nooli elnrml Herrn J\irGon»oa lu errolchon 
vorauoht, von ilaa über ' - .0 Antwort orlialton, \/ao ja aolilloaclloh 
auch oiae Ankvort ist, Dualt sind die üücliolikelten, dio *oh in die- 
oor Saöxie Imbo, «Wldiöprt. Icli raüdite cichoi' (;lftuben, daeft Ilinon 
RooUtimnwalt Solmchian, dor da:^ißla dio wolteron Vox'l»ftkdlu|iG^n nit 
dor anorilmnischon A#P,C# und nit dorn Trustoo ruiirto^ Ubor dio Sacho 



\ 






norm KKiko Mrz Hlrooh, 



.T/ori->on, 



11,5.1950, 



Iioroo aacon lann, Bol doi' Traateobanl: n'.lccto vÄihrscbelnlloh 



das OrlcinRl <3los danali::on Vor^lololia odor Gchlodsspruolis ooln. 

Mit vorblndllohon GiMace, 

Ixu"» aohr orecboncr 




c 




Anlanö» 



Entwurf • 



tm^m 



^mm 



I1.3«193Ö* 



Deutsche Ulilonbank k.O.^ 

Ztiid» von Herrn Proloulst Potor lIelnshelr:or, 



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Der Unterzeichnete erlaubt sich, Sie In llaolii^ol^enden um 
Ihre froundllche Llltv/lrlainc zu bitten« In Jaliro I95I und 1952 
sclikVQbto «wischen den verochledenon Inlmborn der Pirna Aren Hirsch 
& Cc^ vind nolnor l!uttor, Prau Matlillde Hirsch, der Wltv/o oinos frUlie- 
ron Iultlnl]alx)ra ein Schledsstrclt, der schliesslich durch einen Ver- 
gleich oder inc5cllcher\7*l30 durch einen Scliiodsspruch seine Erl) diGi;uiG 
fand* loh möchte annehmen, dass os dtirch einen Vorcleida cöschehen 
Ist. Inhalt dieses Vergleichs war, dass neiner Mutter die Zalilunc^ 
die die Flmm Aron Hirsch aus liquidiertem amer Ilanischen Eigentum 
zu fordern hatte. In einem co'vvlssen Prozentsatz ab^^etroten wurde# 

Die Devisenstelle Hacdeburc Verla nct nun von mir zum Zwecke 
dar Freigabe die Vorlocunc dieses Vorcloichs, der aber nicht in meinen 
irdnden ist» Der damalice Anwalt neiner I.Iuttor, Rechtsanwalt Scliachian, 
befindet sich in Auslände und liat die Sclirift stücke gleichfalls nicht 
zur VorfÜGunCt Das Gleiche gilt von zwei Mltgliodern des ScMeds- 
gerlchts, von dem dritten Mltcliod Icann Ich trotz RUcldTraee eine 
Äussorune nicht orlancön« 

ITun Ist mir bel^nnt £;ov/orden, dass spliter Im Jalire 1952 oder 
1935, als die Pirna Aron Hirsch oder die Pinna Hlrsch-Eupfor die 
Hllfo des Garantie Verbandes der Deutschen Industrie zwocks Erlancunc 
einer Stundung lliror kurzfrlstlcon Auslands schulden in Anspruch nalmj 
In dem Verfaliron, das bei der Golddiskontbank cö^Uhrt vmrde, dieser 
Vergleich (oder Schiedsspruch) vorcolegen hat« GefUlirt wurde auf der 



^ 



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• 2 



Hirsch* en Solto dlo Sadio von dor DeutachOxa Dank. 

Icli w;.tro Ihnen min selu» verbtmden, wonn Slo bol dor Deut- 
Qchen Bank und falls alch bol dieser keine Untorlacen berindon, 
bei der Golddiskontbank diesen Vorcloloh (oder Sohlodsspruoh) er- 
mitteln und mir In Absolirlft zugehen lassen würden* 

Zur Zahlung der Ihnen entstehenden Unkosten sowie einer 
von Ihnen festzaisetzenden Provision bin ich gern bereit. Auf Jeden 
Fall spreche ich Ihnen meinen verblndliolisten Dank a\is# 

IIochachtun;:svoll 



c 



1^ .1 




Eruniia£3atan l^ü* 



Herrn llonko V^t: Hirsch, 
Z6, Avonuo Bo SITA ns, 
Antworpon* 

*— ^— ■! U li I ■ »I W II II II I m IM a 



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Selir coelirtor Herr Hirsch, 

Ihron Driof habe ich erhalten. Ich liabe aber leider nicht 
Biehr die Gorln^aten Bezielmacen zur Deutschen Bank oder zur Deutschen 
Ck>lddl9kontbank und bin daher nicht In der Laßo, daseibat etwaa zu 
tvn, surial ich an den Vei'fahren de» Garantloauasch^oases dor Deut- 
schen Industrie nicht beteillGt war, sondern nur silttolbar davon 



Cehört habe. 

Ich 1-iatte in der letzten Woche aber Gele^^enhoit, :;xit dor.i 
Prolairlsten Petor Helnoheiner von der Deutschen Unionlmnlc A.G., 
Berlin, Unter don Linden i^ u. ';.5, über die Sache zu. sprechen. Er 
3:mt n\v in Aussicht cQß^öHt, wo:ti Sie an die Deutach© Unionbank 
sclJTOlben, von dort aus hol dor Deuts clion Banlc oder der Doutachen 
Golddiskontbank nachzuforschen, ob der Vorcloioh oder dor Schieds- 
spruch dort in AbacbJ7irt vorlior:t. 



Ich empföhle Urnen daher ein Sciireiben dos aus dor Anlage 
ersieht lichten Inlmlts an die Deixtsclie Unlonbant: a.Iid, von Herrn 
P. Hoinshei'-.or zu senden. 

Meine SekrotUrln liat noch einnal ITerrn Jür^^onson zu erreichen 
versucht, von lim aber keine Antwort erhalten, was ja ochlleaslioh 
auch eine Antwort ist. Danit sind die 1^0^11 ohicelten, die ich in die- 
ser Sache lÄbe, erschöpft. Ich müclite sicher cla^ibon, dasß Ilinen 



Rechtsanwalt Schachian, der da-ials die weiteren Vorhandluncen nlt 
der acierilflanischen A.P.G. und alt dem Trustee fUlirte, Über die Sache 



\ 



• 2 - 



norm "•.'il:o l'^r. Hirsch, Antworpon 



11.5.1958. 



c 



c 



HUhoros sacon loann. Boi der TrnsteobÄiilc mUssto viahrschelnllch 
das üriGlnal dos danali,:en Vorcloioliü odor Sohl odo Spruchs aoln* 

Mit vorbindllchom GiniacQ, 

Dir sohr ercobonor 



Anlarö» 



I 



Entwurfs 



Deutsche Uaionbank A.G., 

z^iid* von Herrn Proloiibst Potor Ilelnahelner, 

B e r l^i.n^J/*8.^^ 

ünuer"'2en''Llnc[ea"'i4.5 '^^ h5* 



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c 



f 



I 



Der Unterzeichnete erlaubt sich, Sie Im Nachl'olcöndon vaa 
Ihre freundliche Ivlltwlrlcung zu bitten. In Jaliro I95I und I952 
schwebte zwischen den verschiedenen Inlabern der PiriTU Aron Hirsch 
& Co. und meiner Muttor, Prau Mathilde Hirsch, der Witwe eines früiio- 
ren Mitinlabers ein Schiedsstrelt , der schliesslich dxirch einen Vor- 
gleich oder mücilcherv/Alse durch einen Schiedsspruch soine Srlö dicrung 
fand. Ich möchte anneteien, dass es durch einen Vorrleich geschehen 
Ist. Inhalt dieses Vergleichs war, dass meiner Mutter die Zahlung, 
die die Firma Aron Hirsch aus liquidiertem amerikanischen Eigentum 
zu fordern liatte, in einem gewissen Prozentsatz abgetreten wurde. 

Die Devisenstelle Magdeburg verlangt nun von mir zum Zwecke 
der Freigabe die Vorlogung dieses Vergleichs, der aber nicht in meinen 
Händen ist. Der da:nalige Anwalt meiner Mutter, Rechtsanwalt Sclmchian, 
befindet sich im A\is]a nde und hat die Sclirlf tstücke gleichfalls nicht 
zur Vorfügung. Das Gleiche gilt von zwei Mitgliedern des Schieds- 
gerichts, von dem dritten Mitglied lainn ich trotz RUclcfrage eine 
Äusserung nicht erlangen. 

Nun ist mir belcannt geworden, dass später Im Jalire I932 oder 
1955, als die Firma Aron Hirsch oder die Pirna Hirsch-Kupfer die 
Hilfe des Garantie Verbandes der Deutschen Industrie zwecks Erlangung 
einer Stundung ihrer Icurzfrlstlgen Auslandsschulden in Anspruch nahm. 
In dem Verfahren, das bei der Golddiskontbank geführt wurde, dieser 
Vergleich (oder Schiedsspruch) vorgelegen hat. Gefülirt wurde auf der 



ll 



- 2 



t 



Hirsch^ en Seite die Sache von der Deutschen Bank. 

Ich wäre Ihnen mm selir verbunden, wenn Sie bei der Deut- 
schen Bank und falls sich bei dieser keine Untorlaßen befinden, 
bei der Golddiskontbank diesen VorGloich (oder Schiedsspruch) er- 
mitteln und mir In Abschrift zugehen lassen würden • 

Zur Zahlung der Ihnen entstehenden Unkosten sowie einer 
von Ihnen festzusetzenden Provision bin Ich c^rn bereit. Auf Jeden 
Fall spreche Ich Ihnen meinen verbindlichsten Dank aus# 

Ilocha chtun;;s voll 



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I 



i' ^•%fi^k^*x^ fJißfitl^ht&CM^ 



MENKO MAX HIRSCH 

ADRESSE T^IEGRAPHIQUE : MEM AHIRSCH 

COMPTE CHEQUES POSTAUX : No 407 405 

TELEPHONE : No 769 67 



ANVERS, W^3^ 

26, AVENUE BOIMANS 



^Svvy^ 4t- ^(h^vf/t Jit 




JnMß^*2j^ 









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^r_/[^ 3 t '^ ^.^Vt)." 'P'^i HMt««*0 2«*. ^44^«4^ 



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i 



Jönküplnc, den l8* Pobr. 1938, 
BrtinaaQataa 1(.2« 



Ilorrn Monko IIslx Hirsch, 
26, Avenue I3osman8, 
Antworpon» 



I 



I 



I 



1 



Sehr GOöhrter Korr Ilirsch, 

Ich oripflnc Ihron Brlof vom 15% ds* Mta. 

Inxwlachen liatto ich melno frUliore sokrotUrln, Prliulaln 

Frieda Bartach, Dorlln-Charlottenburg 9> Predoriclastr* 5* b/Usonor, 

geboten, einmal weitere Nacliforschimcen anziistellent loh bin nUnllch 

durcliauö nicht slcheri dass oeinerzolt die Aneelecönheit durch einen 

Schi eAsapruch orledict worden ist» Ich glaube, mich 

vielmehr zu orinnern, dass dies dui'ch einen Verclelch geecliaht Vor- 

Cleiche worden aber nicht bei den Gorichton hinterlegt» Wenn ich mich 

weiter rocht entsinne, sind dajnals die Papiere an Ihren Vortreter, 

Rechtsanwalt Scliachlan au3£;ehUndi£;t worden, well dieser bei den anorl- 

Icanlsv:" 1 Stellen (A.P.C* u^a») die nötigen Schritte zu tun Irntte» 

Er bediente sich dasru, wenn ich niich recht entsinne, einer anorilvÄni- 

sehen Anwaltsf iraia. Ich möchte »einer Erinnerunc nach glauben, dass 

es die Plnm Katz &: Somiorfold cewoson ist. V/le Sie sicli erinnorn, 

waren an der Sache vier amerilcanische Anwaltsflmen betellict, und 

ich Icann es violleicht auch verwechseln. In Irsondelner Porm iBtte 

mit der Ani^elogenholt auch Ilanovers Trust Co» In New York zu tun, 

und zwar, soweit ich mich entsinne, als semelnsanor Treuhtlnder fUr 

beide Teile. Die Gebühren, die lÄnovor Trust dafür vorschlug, wurden 

aber zuntchst als zu hoch ansesehea. Ich weiss nicht, ob liLntorhor 

mit lianover Trust eine Einigunc erfolgt ist. Wenn Ilanover Trust die 

Sache anvertraut worden Ist, dann könnton sich die Papiere auch dort 

befinden. Meine frliliore Sekretärin sclirelbt mir nun, dass •!• die 

alten 



- 2 - 



C 



I 



f 



Akten elninal durchoesehen hat vmd nichts gefundon hUtte» Sie hat 
darauf auf meine Veranlasaunß Landcorichtadlrektor Jürconsen, welcher 
der von Ihror Seite ernannte Beisitzer war, angeläutet und nach fUnf- 
nallcem vorcebli ehern Anrufen, bei welchem sich nur der Kundendienst 
meldete, ihn selbst erreicht. Er Ixat versprochen, seine alten Papiere 
einrml dur^hzuaehen, sich aber nicht Gemeldete PrUiilein Bartsch Imt 
ihn dara^ifhln wiederura melirfach angeläutet, aber inner nur den Kunden- 
dienst am Apparat orlancon können • Vielleicht setzen Sie alch unmltfcel* 
bar mit Land^^orichtadirektor Jlirgonaen in Vorbindunc* 

Wir hatten, wie Sie sich entsinnen worden, wo^en der schweren 
Frage ä^ea amerikanischen Rechts und der Feststellunc des Wortlauts 
des "indenture^*, die Ja violo Tage in Anspruch eenornmen hat, Herrn 
Rechtsanwalt v* Levinaki als Sachvers tlindicen hinzu,:;ozocon, Rochtsan- 
walt von Levinaki ist noch in Berlin tätig, ist aber nicht mit dem 
frUlieren Minister Albert verbunden* Vielleicht setzen Sie sich auch 
einmal mit Rechtsanwalt von Levinski ins Einvernelimen, ob er etwas 
über die Ancelegenhait hat* 

Schliesslich noch zwei Hinweise: Einmal muss der damals auf- 
gesetzte ^indonture**, der nach Amerika (gesandt wurde, noch irgendwie 
vorMnden sein* Es war ein umfancrolches Doloiment und hat una allen 
viel Kopfzerbrechen gemacht. Zweitens: dann aber Imt nach einer mir 
später bostii:nt ziige^an-enen Nachricht sich entweder die Fii^ma Aren 
Hirsch oder die A^G. IIlrech-Kupf or bei dem Garantie verband der deutscha: 
Industrie später um eine Sanierung bemühen mUssenj darüber ]:Äben um- 
fangreiche V«rihandlungen mit der Golddiskontobank stattgefunden, die 
auf Seiten der Hirsch-en Unternehmungen von der Dautschen Dank gefülirt 
worden sind* Hierbei liat das abgeschloesene Scliieds verfahren und 
dessen schliesalicher Ausgang eine erhebliche Rolle gespielt. Ivlan 
fand auf Selten der Banken, dass das Ilirer Frau Mutter genmchte Zuge- 
ständnis zu weit gegangen sei» Ich bin damals offiiiell oder inoffl- 



l 



- 5 - 



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c 



zlall noch einmal um eine AtiÄSominc c^'^^oton worden und Imbe dabei ^ 
wann Ich mich nicht irre, mündlich gecenübor einen Beauf trauten die 
Gesichtspunkte erklärt, die zvm Ab8chli;sß dos Vorgloicli« c^^'^^t 1^- 
ben und aus dem gerade diese Art des Abschlusses richtig erschien« 
Es mag dies in Jalire I952 odor 1935 seweson sein* Ich nehr^e an, dass 
hierüber bei der Deutschen Bank und bei dem Ausachuas dor Golddiskont- 
bank, Welcher die Garantien dor deutschen Indus trio vorwaltete. Vor- 
ginßo vortianden sein werden* 

Ich h»b« durch meine Frau, die zur Zeit in Berlin ist, Fräu- 
lein Bartsch bitton lassen, sich noch eininal mit Direktor Jür^önsen 
In Verbin dune zu setzen* Wenn dies von einem Errole c^^^^^^ ist, 
werde ich auf die Anceleconlielt zurllckko:nnen ♦ Mohr kann Ich trotz 
gewissenhaft er Na ohprU-Tunc i'^ dieser Sache nicht enaittoln* 

Mit vorbin dliahstem Grusse 

Ihr aohr ercel^ener 



^ 



■/^, 



t 



Jönlcüplnc, den lO* Pobr. ISjO* 
Drunnaoitaa U2% 



Ilorrn Monko Iäx Ilircch, 
26, Avenue Dosmanö, 
A n t w o r_poru 



C 



( 



Ich onpflnc Ihron Brlof von 15» <lo» Mta, 

Insftv lochen Imtto loh laölno frl'iiore sokrotlirln, Prüuloln 

Priocla Btti'tach, I3orlln-ClmrlottenlJurg 9» Frodorlclastr. 5, b/Uaonor, 

eoboton, olnmal woltero IlacliTorschuncon anztistöllon. loh bin nUnllch 

durolTaua nicht sicher, dass aolnorzolt dlo Anzolo einholt diiroh oinon 

Sohl odsapruoh orlödlct worden Ist, Ich glaubo, mloh 

vlolnolir zu orin:iorn, daaa dioa durch olnon Vor^^oloh genchah. Vor- 

Clolcho worden abor nicht hol den Goricliton hinter legt. W«nn loh mloh 

woltor rocht ontalnno, aind damals dlo Paploro an Ihron Vortrotor, 

Rechtsanwalt admchian auocoliündlct worden, woll dieser lx>i den ariori- 

Icanlaclion Stellen (A.P.C. u,a,) die nütlaon Schritte zxi tun Imtte. 

Er bodlonte sich dazu, wenn loh nloh rocht ontolnno, einer anorilainl- 

aol.on Anwaltarimia. Ich mUolit© mc/ :rr Erianorunc rmch claubon, daso 

OS die Firma I^ta ff. Sounorfold G<w/ooon lat. Vv'lo Sie sldi orlnnorn, 

waren an der Saolio vier ainerlkanischo Anwalt afirjaan betellict, und 

loh lann es vielleicht auch vorweoliaeln . In Irsondolnor Form lißtto 

mit der Ancologonheit auch Ilanovers Tiniat Co, In llow York zu tun, 

lind 8wr, soweit loh nioh ontalnno, als Gönelnaaner TreuliUnder fUr 

boldo Tolle. Dl© GobUl:iron, die lÄnovor Trust daflir vorschlug» i^vurdon 

Rb«r jorntclist als zu hoch ancosohon. Ich welaa nicht, ob hinterher 

mit Ifcinover Trust eine EinlGunc orfolet ist. Wenn Ilanover Traot die 

Sache anvertraut worden lat, dann küruiton sich dlo Papiere auch dort 

befinden. Keine frUloore Soln^otUrin acl;rolbt mir nun, daoa sie dlo 

alten 



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- 2 - 

Alcton olmaal dxirchcöso^O'^ ^^ ^^* nlohta cQ^-^^on hlitto. Sio hat 
darauf auf meine Voi^nlasaunc lAndGerichtsdlrel-tor JUrconeen, welohor 
der von Horor Seite ernannte Belsltsor war, aneelUutot und ixich fUnf- 
rmllconi vorgebllohein Anrufen, bol wolcViom sicjh nur der Kundendienst 
meldete. Ihn selbst ori'olcht, Er hat vei'aprochen, solno alten Papiere 
aln::ml dur^lizuseuen, sich aber nicht ^«■•l*ot. Frll'aleln Bartsch Imt 
ihn daraufhin wlodorm;i nolirfaoh an<jeltlutet, aber In^er nur den Kunden- 
dienst am Aptmrat orlan^^en können. Vielleicht setzen Sie sich unnltfeel* 
bar nit Landi^erlchtsdlroktor J'di'gonaon In Vorbindunc» 

Wir hatten, wie Sie sich entsinnen worden, wocon der soliweron 
Frage des anerlkani sehen Recht« und dor Postatellunc de« Wortlaut« 
dos "indonture", die Ja vlolo Ta^o In Anspruch 6«^c on Irnt, Herrn 
Rechtsanwalt v, Levinakl als Sachvers tUndlcen hlnzaigezccai. Eochtsan- 
walt von Levlnskl ist noch in Berlin tut lg, ist aber nicht nl t dem 
frUlieren Minister Albert vorbundaa» Vielleicht setzen Sio sich auch 
•Inrial Eilt Rochtsanmlt von I-evlnskl ins Sinvernel-tfien , ob er etv/a« 
über dl« Ancoloßonheit hat. 

SchliOflslloh noch zwei Illuwoise: Elnnml nusa der dar.ial» auf- 
geaetzt« ♦•indjnture'*, dor nach AKieriiai c<38ö'i<lt wurde, noch ircondwle 
vorlmndon sein. Es war ein lunfancz'oiches Dolaunent und lÄt uns allen 
viel Kopfzerbrechen cemadit. Zweitens: dann aber Ijat nach einer mir 
«pUtor bestirnt zucocaaconen Uaclirlclit olch entweder die Pinr« Aron 
Hirsch oder die A,0. Hirsch-Kupfer bei dem Garantie vor band dor deutschei 
Industrie spUter um eine Sanierung beraUhen laüaseni darüber haben \xni- 
fÄnßrelohe "orlrnndLungen mit dor Oolddiskon tobe nie stattGOfunden, die 
auf Sei ton der Hlrsch-en Untemolinuncen von der Deutschen Dank cöJ^'^iJ^^ 
worden sind. Hierbei hat (3as a)3gi«ciaoa«eno Sciiiadaverfaliron xmd 
dessen sohllesslichor Auacang eine erhebliche Holle gespielt. Man 
fand auf Selten der Banken, daas das Ihi'er Frau Mutter gern cht e Zugo- 
«tUndnl« KU weit gegangen sei. Ich bin dainala off laiell oder tnoff 1- 



c 



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- 5 - 

aloll noch olnr:ial ran olno Xviaüorung co^^ton wordon und Imba dabol, 
venn Ich raloh nloht Irro, nUndlich ßOGonUbor olnom Boauftracten die 
Geslchtspunkto erklUrt, tUo «um Abschluaa doa Vorglololi» Goi^*^iJc*fc 1»- 
ben und aus dort cö^fade dloao Art dos Absohlusaos rlchtlc oraohion, 
Ea maß dloa In Jaru^o 1952 oior I953 coweson aoin. Ich nohrao an, dasa 
hiorllbor bol der Doutochon Dank und bei don AuaaclTuao dor Golddlakont- 
bftnk, telchor dlo Oarantlon dor doxitochon Induatrlo vorwaltoto, Vor- 
ÖKnc© vox-»liandon aoin woi'dan, 

loh hm\3% durch molao Pi-au, dio zur Zolt In Dorlln lat, Fräu- 
lein nartaoh bitten laaaon, aioh ncch olniml mit Dlrol:Lor Jürconaon 
In Vorblndunc zu aotzon. Wenn dloa von olnom Eri'olc cQ^Qson ist, 
vroi'do loh auf dlo AnL'OloGonhoit zurÜokko::3.ion. Molir kann loh trotz 
eewiaaonliaftor Nachprüfunc In dloaor Gacho nicht onalttolii. 

Mit vorbin dllohaton Oruaso 

Ihr aohr orf.oboüor 



c 



MENKO MAX HIRSCH 

ADRESSE itlEGRAPHIQUE : M EM AHIRSCH 

COMPTE CHEQUES POSTAUX : No 407405 

T^L^PHONE : No 769 Ä7 



ANVERS, 15 Fevrier 1938 

26, AVENUE BOSMANS 



Brunn s,r?:ci tan 42 

J ö ji ,^ u . ^1 n. Ja . 






Se^'r geehrter Herr Doktor, 



^ 



Unto*r P-e-^^urna^rn-j anf Ihn "ichr^^ ibüri vom 31. v.;:. teile 
ich Ihnen mit, dass die Machforschunf^en nach den Schiedssoruch beim 
L3ndp:er»icbt Berlin I, die ich vod. mir aus aaste llea liess, erfolglos 
;?:eivesen sind« Der zustHndl'':'*e Ins^^ektor hat mit meinem Be<'nrftra;;ten 
die Jahrn-'^n^^e 193o/31/32 v llstindip- durchgesehen un^l den Schiedss orucli 
nicht ve»:^merkt gefunden, i-.r meint, d-:^r Sc^iess ^rucii sei damals viel- 
leir>^t beim damali"-m Ja idgericht II o.^^er* m riint^jrlegt , und verlangt 
Akte^-^zelc'i^e"^' un'^ Datum dor aederlemng, um di.' Sache v/eitor zu ver- 



fol -en* 



Ich w'ire Ihnen nun .^ehr dankbar, vena Sie mir, ./ie in 



Aussic^-^t ^e.qtellt. durch Ihr Berliner Bäro liiinzel leiten zugehen lassen 
würden, u.zw. w'i^e ich Ihnen für eine bescaleuni 'te L.riedigun.; üeGondv:iri 



verbu.i en. - 



Ihnen irn voraus bestens da ikend, begrasse ich Sie 



mit vQTVzürrlic 





ToöhdChtun^ 



m 



MENKO MAX HIRSCH 

ADRESSE T^t^GRAPHIQUE : MEMAHIRSCH 

COMPTE CHtQUES POSTAUX , No 407405 

T^L^PHONE I No 769.67 



ANVERS, ^ F^vfier 1933 

26, AVENUE BOSMANS 



He »-r-n Vir. E^T\rs SC1L...P^R 
Brunns ga tan 42 



o n k o D 1 n 



I 



Se- " "^eehrt.-r le ^r oktor, 



Ich best'ltip-e danke id l^- ':^ch'-*eiben vom 31. v.M., das 
sich mit -aeine:]] vom 2^tV.:/T. krtiazte.- 

je> da->ka Ihnen besteas für Ih^e Ausf liiruagen. 

Sollten 3 i <-^ n o c • ^ i r,p*e iide twa s h ' " re n , s ^ v/ "ir e ich 
Ihnen dankbar, v/ean Sie es mich wD.^.sea liesse-u Vielleicht ist auch 
A'iS Zeicnen festz^.ist llen, nnt r welchdrii das .kt.mstlck beim 



(2 



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•''icht|^.R^-i^lin hintv-rlep't ist.- 



je beste is hePT*i^se'->d . 



'n^t vorzüp- 



irp-eb. 




,r Hocaachtung, 








I 



JönkcJplne, den 51, Januar 1938* 
Brunn 8 ga tan l\2. 



Herrn Menko Max Hirsch^ 
26, Avenue Bosxnans, 
Antwerpe n. 



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Solir geelirtor Korr Hlrsohi 

Ihron Brief vom 6* ds^ Mts. erhielt loh immittelbar vor 
neiner Abreise nach Rumänien, v/o ich mich seitdem mehrere V/ochen 
aufgehalten habe« Ich habe in Berlin Gelegenheit genommen, meine 
frülaore Sekretärin, die in dieser Sache mit mir gearbeitet Ir^t, zu 
bitten, in den alten Akten nac:. zusehen, wie mit dem Schiedsspruch 

verfaliren worden ist* 

Meiner Erinnerung nach werde ich äien Schiedsspruch, so wie 
ich es gewöhnlich getan habe, bei einem Gericht hinterlegt haben • 
Es wird in diesem Falle wohl das lÄnOgerloht I gewesen sein. Ich 
bekomme aber von meiner Sekretärin, sobald sie meine Akten durch- 
gesehen hat, noch genaue Nacliricht und werde Ilinen, sobald mir die- 
ser Bescheid zugegangen ist, weitere Mittoilung machen • 

Ganz bestimmt sind Ausfertigungen dos Schiedsspruchs da- 
BMÜLS den Partei Vertretern zugestellt worden; insbesondere war Herr 
Schachten Ja Interessiert am Besitz solcher Ausfertigungen, die er 
den amerikanischen Stellen vorlegen sollte* Ausserdem war, wie 
ich später gehört habe, dieser Schiedsspruch Gegenstand der Erör- 
terung anlässlich der Sanierung der Hirsch'en IJnternehmimgen 
flurch die Deutsche Bank und den Garantie verband der Deutschen In- 
dustrie. Auch hier tmt der Schiedsspruch, wie ich weiss, vorge- 

leg«n# 



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• 2 - 



Herrn Manko Ublx. Hirsch, Antwerpen, 






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^iaa958^ 



Es ta).t mir leid, dass durch meine A Wesenheit die Anee- 
legenheit sich so laneo verzö^ort hat» Ich hofjTe, dasa Sie aber 
nunmehr in den Besitz dor Papiere kommen werden» 

Mit vorzüglicher Hochachtung 
Ihr ergebener 



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JönküplnCf den 5I. Januar 1950# 
Brimasgatan 1^2 • 



Herrn Menko Max Hirsch, 
26, Avenue Dosnians, 
Antwerpen« 



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Selrir geelirter Herr Hlroch, 

Ihron Brlor vom 6# de* Mts, erhielt loh unmittelbar vor 
meiner Abreise nach RumKnlen, wo loh mich seltclon nehrore Wochen 
auf gehalten habe» Ich habe In Berlin Gelegenheit c^nonmen, meine 
frUliore Sekretärin, die In dleacr Sache mit mir ^oarbeltet hat, zu 
bitten. In den alten Akten nac'isusohen, wie mit dem Schiedsspruch 
verfaliren worden ist. 

Meiner Erlnnerunc nach vordo loh den Schiedsspruch, so wl« 
Ich es gewöhnlich z^tan habe, bei einem Gericht hinterlegt haben • 
Es wird In diesem Falle wohl das Landgericht I gewesen sein. Ich 
bekonxie aber von molner Sekretärin, sobald sie meine Akten durch- 
gesehen hat, noch genaue Nu einsieht und werde Ilinen, sobald mir die- 
ser Bescheid zugegangen ist, weitei^e Mitteilung machen • 

Ganz bestimmt sind Ausfertigungen dos Sohle dsspruclis da- 
mals den Partei Vertretern zugestellt worden; Insbesondere war Herr 
Solmchbnja Interessiert am Besitz solcher Ausfertigungen, die er 
den amerikanischen Stellen vorlegen »ollte. Ausaerdem war, wie 
ich spUter gehurt liabe, dieser sohledsspruch Gegonstand der 2riJr- 
terung anlüsslioh der Sanierung der Hlrsoh^en Unternel-mungen 
flurch die Deutsche Dank und den Garantie verband der Deuts clien In- 
duötrlet Auch hier hat der S da leds sprach, wie loh weiss, vorge- 
legen« 



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- 2 • 



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Horrn Menko Max Hirsch, Antworpon, 



31,1.195Ö. 



Es tut nlr leid, dAss durch raoln© Anwesenheit die An^e- 

i 
leciönholt sich so lang© verzöcert Imt, Ich hofTe, dasa Sie aber 



nuriKehr In den Besitz der Paptero koünoi wcrdon. 



Mit vorssUglioher Hoolmchtune 
Ihr ergebener 





r:n- }r. 














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MENKO MAX HIRSCH 

ADRESSE T^LEGRAPHIQUE : MEMAHIRSCH 

COMPTE CHEQUES POSTAUX , No 407.405 

T^l^PHONE : No 769 67 



ANVERS, 28 ja'ivi'i''' 1333 

26, AVENUE BOSMANS 



He-ra Dr. ftVTS SCHiEPFKR 
BruasHatan 42 

Jon Jc^ J5 ^ p 1 ^^ 
Sc'imeäen 



lyJt-r^- Mll 



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Sehr "'eehrter ller^r Doktor, 



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Am 6. Janaar ds.js. p:e stattete ich mir, mich 



ia der Schieds^erichtssache 



Hi'^sch contra Hirsch 



an Sie zu •fen.'^en. 



lc>. bat Sie, mir v/eniisstens den Empfang meines 
i^rie-'^es zu bef^t'ltic-on , nachdem ich Ihra adrenne nu^ a-f vielen 
Umwe -'^n in K ^fahrun^^^ -^^e bracht liatte. 

BivS heute erhielt ich vo^i iv*>e'^ "•-xine Antv/ort. 
tp*^ ;'hp v.r» ^ -1 phe T^'^^^p^ d'^her anlie^"^end einen Durchdruck m.eines 
Schreibens und wäre Ihnen -ehr verbunden, mir freundlichst 
umrehend mitzut.-^i len , dass meine Briefe Sie* r*i obeast-jhenaer 
Adresse -iruch 'vir^Vlich erreichen.- 

In dieser ■'■»'•Wartung bin ich, Sie bestens begrüssend, 



mit vorzüglicher [ochachtang 







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-ir, I ._j i 1 t vorlas r.^ 1 !mi ,4; \ , ea sn 
ror^>videri| /j-ia ;3la mir v^'^riiiiü,., .ein hci- 
I ii f«i«8 .00 es in : i 



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CARL HIRSCHLER 

FERNSPRECHER NUMMER62064 
TELEGRAMM-ADRESSE: 
MINERO LUDWieSHAFENRHEIN 
RUDOLF MÜSSE CODE 
POSTSCHECK-KONTO: 
LUDWieSHAFEN A. RH. Nr. 4-226 



LUDWI6SHAFEN A/RH., 23.Mär2 j5. 




Herrn 

Dr. Hans Schaff er 

Jönköpinp. (Schweden) 
Brunsgatan 42. 



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Sehr geehrter Herr Dr .Schaff er, 

darf ich mich nach der testa- 
mentarischen Einführung durch meine Schwägerin Lene in folgender 
Sache an Sie wenden? 

Ich verhandle schon seit langer Zeit mit der Firma Höganäs- 
Billesholms Ahtiebolag in Höganäs. Diese ist ein sehr bedeuten- 
des IVerk der keramischen Industrie, sie stellt Jedoch auch nach 
patentiertem Verfahren ein mich interessierendes metallurgisches 
Produkt und zwar ^Eisenschwamm"* her. Dies direkt aus Erz redu- 
zierte Material kommt bei mir für ganz bestimmte Zwecke in Be- 
tracht. 

Ich habe zuletzt im Dezember v.J. mit dem Direktor der Gesell- 
schaft, Herrn Sjöatröm in Höganäs verhandelt und bin mit ihm 
zu einem Abkommen ausschliesslicher Zusammenarbeit mit Höganäs 
auf meinem Gebiet gekommen. Höganäs hatte dabei die Überzeugung 
gewonnen, dass ihr meine Unterstützung auf diesem Spezialgebiet, 
es handelt sich um die Schwe isstechnik, von besonderem Vorteil 
sein kann. 

Die praktische Auswirkung unserer Vereinbarung stösst Jedoch 
seit dieser Zeit insofern auf Schwierigkeiten, als Höganäs mir 
infolge der starken Machfrage nach ihrem Material für I93S keine 
Lieferzusagen machen kann (oder will?). 

Ich habe nun fm^ nächsten Mittwoch, den ßO.ds. mit Direktor 
SJöström in Höganäs eine neue Unterredung, um eine Zusicherung 
hinsichtlich meiner Kontrakte für igjd zu erreichen. Sonst wäre 
das Ergebnis unserer langen Verhandlungen wieder einmal auf 1939 
verschoüen. 

Ich habe nun daran gedacht, ob die bisher schon immer etwas schwie 
rigen Verhandlungen mit Höganäs nicht dadanrch etwas erleichtert 
werden könnten, dass ich zu Höganäs Beziehungen herstellen könnte, 
die ein etwas aufgeschlosseneres Eingehen auf meine Vorschläge 
ermöglichten. Ich weiss nicht, ob Sie in der Lage wären, direkt 
oder indirekt solche Je::ieJiungen herzustel len, aber ich wäre 
Ihnen sehr verbunden, wenn Sie dies ermöglichen könnten. Es wäre 
mir sicherlich nützlich, wenn eine mit Höganäs in Verbindung 
stehende Persönlichkeit iic^rn SJöström die ueachtung meiner Vor- 
schläge besonders empfe}ilen würde. 



(1 



CARL HIRSCHLER 

LUDWIGSHAFEN A. RH. 



Herrn Dr,f/ans Schäffer, Jönkößing, 



Blatt 2. 

23.3*33 



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Wenn dies sich vor meinem Besuch in Hcganäs machen Hesse, 
so wäre dies für meine Unterhandlungen natürlich sehr wert-- 

voll • 

Auf Jeden Fall danke ich Ihnen schon bestens für Ihre eventuelle 
Untey' Stützung . 



Mit verbindlichsten Crrüssen 



Ihr se^r ergehcns^r 




T 



I 



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Jönköplns, den 2I4.. Novorabur 1958« 



FrttU Lotty Hollandor, 
Berlin C.2. 
Oranlontjurcorstr, 3 



( 



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Sehr vor ehrte gn lidige Frau, 

Nach Empfang Ihres Briefes möohte loh doch glauben, daas 
es möglich sola wird, Ihrdra Sohn in irgendelnor Foxna zxl lielfon. 
loh habe sofort an Professor Ehrenpreis gomliss dem absohrlftlloh 
beigefügten Briefe, dessen erste Seite loh Ihnen schicke, gesolirie- 
ben. Ich hoffe, dass es wirksam sein wird« 

Da Professor Ehrenpreis fUr menschliche Anerkennung sehr 
ompf anglich Ist, wllalö vielleicht ein Brief von Ihnen an ihn un- 
mittelbar der Saclie nooh förderlich sein. 

Sie werden ^loh vielleicht Über die Anerkennung Ihrer Wahr- 
heitsliebe In meinem Briefe wundern. Diese beruht auf einem mir 
nooh sehr lebhaft g^genwUrtlgen Erlebnis meiner FrUhzelt. Als loh 
mit Ihrem Bruder Oskar einmal - er war wohl In der Obersekunda 
und loh In der Untersekunda - von der Schule nach Hause gln|J# er- 
zählte er mir irgend etvjas, was Sie gesagt liaben sollten und als 
ich die Richtigkeit Ihrer Angaben bezv/eifelte, sagte er mir sehr 
entrüstet "Meine Schwester hat nooh nie die Unwahrheit gesagt". 
Das maclite damls einen tiefen Eindruck a\if mloh^ :^3 gibt »ussor- 
dem nur einen Menschen, nllmllch meine Frau, Kxyix an der loh den 
gleichen Grad von Wahrheitsliebe schätze und fUrchte. 

Da loh nicht annolime, dass Sie sich seitdem gelindert haben, 
konnte loh Professor Ehrenpreis diese Angaben machen. 

An Ihren Bruder Oskar denke loh sehr oft. Wenn loh ihm 
Ircondwle bohilflloh sein kann, w^rda loh das von Herzen com tun. 



I 



C 



£ 



• a . 

Frau Lotty Hollander, Berlin C.2, 



21].. 11, 1938. 



loh hörto (las letzte Ital Im Herbat 1936 von Ihra^ loh empflnc 
damals olnon Brlof von Ihm, dor mir üviT oin« langt Reise nuoh- 
eesohlokt wurde. Daher Ist die Boantwortunc untorbxiebon. Ich 
vTärdo mich sehr freuen, wenn die Verblndune zvlsohen uaa wieder 



aufleben würde. 



mt herzlichem Orusa 



Ihr sehr ergebener 




Anlage, 



1 



Prau Lotty Hollander, 
Barlln C.2^ 
Oranienburgars tr* 3 



Jönköplng, den 2l\,. Novembor 1958, 



9 



t 



• 



S 



Sehr verehrte gnädige Prau, 

Nftch Smpfang Ihres Briefes möchte ich doch glauben, dass 
es möglich sein wird, Ihrdm Sohn in irgendeiner Form 2u helfen« 
Ich habe sofort an Professor Ehrenpreis gemäss dem abschriftlich 
beigefU£;ten Briefe, dessen erste Seite ich Ihnen schicke, geschrie- 
ben» Ich hoffe, dass es wirksam sein wird« 

Da Professor Ehronprois für menschliche Anerkennung sehr 
empfänglich ist, würäe vielleicht ein Brief von Ihnen an ihn un- 
mittelbar der Sache noch förderlich sein. 

Sie werden sich vielleicht über die Anerkennung Ihrer Wahr- 
heitsliebe in meinem Briefe wundern* Dieae beruht auf einem mir 
noch sehr lebhaft gegenwärtigen Erlebnis meiner Prlih«eit. Als ich 
mit Ihrem Bruder Oskar einmal - er war wohl in der Obersekunda 
und ich in der Untersekunda - von der Schule nach Hause ginfi, er- 
zählte er mir irgend etvijus, was Sie g#Migt haben sollten und als 
ich die Richtigkeit Ihrer Angaben bezweifelte, sagte er mir sehr 
entrüstet "Meine Schwester hat noch nie die Unwahrheit gesagt"* 
Das machte damals einen tiefen Eindruck auf michi, Bs gibt ausser- 
dem nur einen Menschen, nämlich meine Frau, :::::::; an der ich den 
gleichen Grad von Wahrheitsliebe schätze und fllrchte# 

Da loh nicht annehme, dass Sie sich seitdem geändert haben, 
konnte ich Professor Ehrenpreis diese Angaben machen* 

An Ihren Bruder Oskar denke ich sehr oft« Wenn ich Ihm 
irgendwie behilflich sein kann, w\rde ich das von Herzen gern tun* 



i 



a 



t 



• 2 . 



Frau Lotty Hollander, Berlin C.2, 214..11.1958. 

Ich hörte das letzte Mal Im Herbat 1936 von ite. Ich empfing 
dainalB einen Brlof von ihm, der mir axif eine lanc« Reise nach- 
geschickt wurde. Daher ist die Beantwortung, untorbiieben. Ich 
wurde mich sehr freuen, ^enn die Verbindung zv.lachen uns wieder 



aufleben würde« 



Mit herzlichem Gruaa 



Ihr sehr orrabener 



^/, 



• 



< 



Anlage« 



? 



I 



Abschrift. 



INTERMTIOMLE VEREINIGUNG FÜR 
FimNZ- UND STEUERREGHT 



] 



HAAG 
Laan van Meerdervoort 26 



Herrn Dr. Hans Schaff er, 
c/o Svenska Tändsticks Aktiebolaget , 



. • • • • 



JQNKQPING (Schweden). 



Haag, 18. März I958. 



I 



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Sehr geehrter Herr Doktor, 

Herr Prof. Dr.G.J* Brulna teilte uns mit, dass Sie 
sich besonders für unsere Voreinigung Interessieren. 
Wir erlauben uns deshalb, bei Ihnen anzufragen, ob wir 
Sie als Mitglied einschreiben dürfen. Ein Exemplar 
der Satzung geht Ihnen hiermit zu. 

Wir hoffen, Ihnen dann bald einmausführlicheri 
gedruckten Bericht von der ersten Sitzung mit Inbegriff 
der verschie r'enen Zusprachen, untermehr derjenige des 
Prof. Brulns zusenden zu können. 

Es liegt uns aber viel daran, genau informiert 
zu sein über das Interesse in den schwedischen Kreisen. 
Wir wissen ja nicht, inwiefern Ihr Aufenthalt in dem 
Lande schon lange genug gedauert hat, dass Sie imstande 
wären, uns wertvolle Informationen zu geben • 

Vielleicht aber dürfen wir die Hoffnung haben, 
bezgl. dör Werbung in Schwelen gute Ratschläge von Ihnen 
zu bekommen. 

Im allgemeinen sind wir der Meinung, dass ein grosses 
und reiches Land wie Schweden, das auch sehr beachtens- 
werte finanzwissenschaftliche Persönlichkeiten zählt, 
eine ganz vornehme Stelle in der Vereinigung einnehmen soll. 

Auch haben die grossen schwedischen Geschäftsleute 
ja den Pluf , dass sie einen räumen Blick haben und sich 
internationalen Veranstaltungen gern angliedern, besonders 
dann, wenn zugleich praktische Zwecke verfolgt werden* 

Die Einrichtung eines schnell und genau arbeitenden 
Dokxamentatlonsbüros sowie einer internationalen Steuerzeit- 
schrift wird ja \xnbedlngt jeden Grosshändler iind Jeden Gross- 
fabrikanten interessieren. 

Unser Ausschuss will überhaupt die skandinavischen 
Zweige mit grösster Sorgfältigkeit zusammensetzen. 

Der Unterzeichnete, der schon einige langjährige 
Verbindungen hat mit skandinavischen Steuerfachleuten und 



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• 2 - 



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1 

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der die betreffenden Sprachen ziemlich gut lesen kann, 
wird sich besonders dazu anstrengen. 

Es zeichnet mit vzgl* Hochachtung 



(gez.) Dr.W.R. Emmen Riedel 

der Sekretär 
Rechtsanwalt Dr. W.R. Ermnen Rier!el 



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Anlagen. 



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Abschrift. 



SATZUNG 

DER INTHRMTI DUALEN VEREINIGUNG PUR 
FIN/iNZ- UND STEUERREGIIT. 



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• 



Artikel 1. ERR ICIITü::G . 

•••■ '**« 

Die Veralnigung führt den Namen "Internationale Vereinigung 
für Finanz- und Steuerrecht". Der Sitz ist Haag. Die Gründung erfolgt 
ab dem GrUndungatag, dem 12. Februar I958 für die Zeit von 29 Jahren. 

Artikel 2. ZWECK. 

Die Vereinigung bezv/eokt das Studium des internationalen und 
vergleichenden Pinanzrochtea, insbesondere des internationalen und ver- 
gleichenden Steuerrechtes und aller damit zusammenhängenden finanziellen 
und wirtschaftlichen Fragen. 

Artikel 5» AR^I TS PLAN . 



» » * * 



a. 
b. 
c. 



d. 



Die Vereinigung will diesen Zweck erreichen; 
durch die Abhaltung von Kongressen^ 
durch die Herausgabe einer Zeitschrift; 
durch die Einrichtung einer oder mehrerer Bibliotheken, sowie 

eines DokumentationsbUros; 
durch andere geeignete Massnahmen. 



Artikel 1;. GESCIÜvFTSJAIIR. 

Das Gesöhäf tsjahr beginnt am 1. Januar und endet am 5I. Dezember. 

Artikel 5. MITGLIEDSCHAFT. 

' ' • . . . . .... 

Die Vorelnlsung besteht aus ordentlichen Mltcliedern, aus ausser- 
o^rdentlichen Mitgliedern und aus Elirenmltglledern* Nur die ordentlichen 
Mitglieder haben Stlinmrecht. 

Ordentliche Mitglieder sind dl e natürlichen Personen. Sie zahlen 
10 IIPL. Jahresbeitrag. 

Ausserordentliche Mitglieder sind Vereine und Körperschaften! 
sie zahlen einen Jahresbeitrag von mindestens 25 IIPL* 

Der Betrag der Jahresbeiträge kann von der Generalversammlung abgeändert 
werden« 



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.» 2 - 

Ordentliche und ausserordentliche Mitglieder werden vom 
Vorstande, auf Vorschlag von 2 Mitgliedern, auf genommen^ 

Ehrennitglieder werden Personen, die sich um die Vereinigung 
besonders verdolnt geiracht haben} sie werden von der Generalversamm- 
lung ernannt, Ehrenmitglieder sind vom Jahresbeitrag befreit • 

Alle Mitglieder erhalten die Zeitschrift der Vereinigung 
umsonst; andere Publikationen können den Mitgliedern höchstens zum 
Selbstkostenpreis berechnet werden. 

Mitglieder eines Landes können In einer Landesgruppe zusam- 
mengefasst werden. Näheres hierzu wird zwischen d^m Vorstand und 
der Landesgruppe vereinbart. 



1 



Artikel 6, 

Die Mltgliedsoliaf t erlischt: 

1. durch Austrittsorklärung zum Ende des Geschäftsjahres; 

2. durch den Tod; 

J, durch Auflösung von den Vereinen und Körperscliaften; 
If., durch Ausschluss seitens der Generalversammlung. 

Ein ordentliches oder ausserordentliches Mitglied, das 
mit der Zahlung des Jahresbeitrages im Rückstand ist, kann durch 
äien Vorstand ausgeschlossen werden. 



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Arti kel 7. Vorstand» 

Die Vereinigung wird von einem Vorstand geleitet, der aus 
mindestens fUnf ordentlichen Mitgliedern besteht, soviel wie möglich 
gewählt aus den Ländern, deren Angehörige Mitglieder der Vereinigung 
sind* 

Der Präsident und die übrigen Vorstandsmitglieder werden von 
der Generalversammlung gewählt. Jedes Jahr scheiden 2 Mitglieder 
nach einem vom Vorstand aufzustellenden Turnus aus; sie sind wieder 
wählbar ♦ 

Der Vorstand kann eine In der Zeit zwischen 2 Generalver- 
Bammilungen offen gewordene Stelle eines Vorstandsmitgliedes bis zur 
nächsten Generalversammlung einem Mitglied der Vereinigung übertragen 

Er kann ferner aus seiner Mitte einen geschäftsfülar enden 
Ausschuss wählen • 

Artikel 8. 

I>er Vorstand wUhlt Innerhalb oder ausserhalb seiner Mitte 

einen Sekretär und einen Schatzmeister, 



4 



- 5 - 



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Artikel 9 



Der Präsident vortritt die Verolnlsunc serichtllch und ausser- 
gerichtllch. Er führt die laufenden GoschUfte der Vereinigung und 
leitet die Gen oral Versammlung und die Versamialungen des Vorstandes, 
Er darf sich vorübor sehend vertreten lassen. 

Der Sekretär l:at die Beschlüsse des Vorstandes auszuführen. 

Der Scliatzmelster verwaltet die Gelder der Verelnlgting. Er 
darf Scheniaingen nur mit Genelimigung des Präsidenten annehmen. 

Der Sekretär und der Schatzmeister erstatten der General- 
versamnlung alljährlich einen schriftlichen Bericht. Die General- 
versammlung kann dem Scliatznelster wogen seiner Verwaltung Entlastiuig 
erteilen. 

Artikel 10. GEHDMiTTEL. 







Die Geldmittel der Veroinicung bestehen aus: 

1. Jahres- und sonsti^ien Beiträgen der ordentlichen \md ausser- 

ordentlichen Mitglieder; 

2. Erträgnissen von angelegtem Kapital} 

5, Schenkungen, Legaten und anderen Einkünften, 

Artikle 11, GEIvSRA LVERSAI.lMLUNG. 

• • ■ ...... 

Mindestens alle zwei Jahre wird an einem vom Vorstand zu 
bestimmenden Ort eine Gen oralversammlung abgehalten, zu der alle 
Mitgliedor Zutritt haben. Alle Beschlüsse werden mit Stimmenmehr- 
heit der als anwesend eingetragenen ordentlichen Mitglieder gefasst. 
Ein Beschluss kann nur über diejenigen Gegenstände ergehen, die vom 
Vorstand auf der Tagesordnung angekündigt worden sind; es sei denn, 
dass eine zweidrittel Mehrheit dor aro/esenden ordentlichen Mitglieder 
anders entscheidet. 

Auf diese setzt der Vorstand Anträge, welche von mindestens 
5 Mitgliedern spätestens einen Monat vor der Versammlung gestellt 
worden sind. Die Tagesordnung ist den Mitgliedern spätestens 2 
ViTochen vor der Versammlung zuzusenden. 

Artikel 12. Ä?IDEKÜTTO Dj;R SATZXT-JG UND AUFLÖSUNG DER VERSINIGUIIG. 

Eine Änderung der Satzung und 'die Auflösung der Vereinigung 

k önnen nur von einer Zweidrittel Mehrheit der anwesenden ordentlichen 
Mitglleler der Generalversammlung beschlossen werdan. 

Bei einer Auflösung der Vereinigung beschllesst die General- 
versammltmg über das Vermögen. 



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- 1^ - 

Artikel I3, SOIILItSSVORSCIIRIPTEN ,. 



9 * S 



Der Vorstand ist beflißt ^ all dasjonico zu tun, womit nicht 
die Generalversam-^-liinc oder ein anderes Organ beaiiftract ist« 

Er ist berochtlct, dos näheren all^^emeine Vorschriften auszu- 
arbeiten, welche den Zwecken der Vereinigung dienen und Fragen be- 
treffen, die nicht geordnet worden sind* 



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COPIE. 



PROCfiS VEKB 



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de la aSattce do l'Asgemble de l^Associatlon Intornatlonala do 
Droit Plnancler et Fiscal, tenue le sanedl 12 fSvrler I958 
ä deux houres de l^apräs-mldl dans la petlto salle de Droit 
du Palais de la Palx A la Haye. 
PrSsldont: le Prof. G.W.J, Bnilns , sont prösents: 

M*M, C.W. Bodenliausen, W.R, Einnien Riedel, Yv.E.C. de Groot, 
V/.J. de I^Hoen, le Prof. E.M. Meljers, le Prof. Dr. N.J. Polak, 
le Dr. H.H. Schippers, le Dr.H. van Tanten, le Dr.J.Z. van Zanten 
(Pays-Bas) , 

M.M. le Prof. P.Coart-FrSsart, le Prof. Marcel Peye, le Prof. 
Victor Gcthot, le Prof. J. van Houtte, M.M. Carlo de Mey, Eduard 
Schreuder, le Prof. P. Thuysbaert (Belglque), 
M.M. le Prof. Dr.O. Büliler, I0 Dr. Älbr. D. Dieckhoff, le Dr. 
Kersten et le Dr. G. Wllke (Allemagne), 

i:j's. M.T. Hollond, M.M. le Dr. T.S. Ashton et le Prof. B.A. Wortley 
(Angloterre) 

M.M. P. Baudouln-Bugnet, le Prof. AndrS Dalsace et le Prof. 

H.de Peyster (France), 

M.M. Pryde (Pologne), 

M. A. Bercovlcl (Roumanla), 

M. le Prof. Dr. V. Vybral (TchSco-Slovaquie) , 

M.M. le Dr. J. Ilengceler et le Dr. 0. Müller (Sulsse), 

M. le Dr.R. Rosendorff (Merano). 

De President ouvre la söanco en soixhaltant la bienvenue aux 
assistants. L'orateur rappelle que la Constitution offlcielle 
de l'Associatlon a eu Heu au cours de la sSance du ratin et 
que 1« rSujiion prSsente a pour but d'5laborcr les statuta, 
d'Slire un Bureau, enfln do discuter les propositlons Sventuelles 
qul pourraient 5tre prSsentSes. 

L'orateur oommunlque que la commlsslon prSparatolre a 
6labor6 iin pro Jet de Statuts qul a StS remis en languo nSorlandaisa 
avec une traductlon fran^alse, an^laise et allemande ä tous les 
assistants et le ßoumet a l^assemblöe. 

AprSs un ample Schanc© de vues l'assembl^e accepte le texte 
qul est Joint au präsent proc äs -verbal. 

Qn passe ensulte ä l'Sleetlon d'un Consell provlsolre, qul 






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- 2 - 

9st constltu^ de la fa9on sulvante: 

M, C.W, Bodenhauson, Pröaldent, 

M. le Prof. H. de Peyster, 

M. le Prof. Dr. 0. J3UhlGr, 

M. lo Prof. P, Coart-PrSsart 

qul acceptent tous leur nominatlon. 

On proposo onaulte d'Sllre comrne clnqulöme membre du Bureau 
Sir William M, Graham Harrison, proposltion agreSe par l'aaserabl^e. 

Comme Sir. W.M. Gralmm Ilarrison n'est paa prSsent, on lui 
6crlra pour lui demander s'il accepte sa nominatlon. 

Dans le cas contraire, l'assemblSe ae dSclare d'accord pour 
nonmor une autre personalitö anglaise, d'accord avec les membrea 
anglais. 

L'asserablSe dScide enauito que, däsque le dfiveloppement 
de l'&ssoclation l'exicora, on Slargira le Conaeil en j acceptant 
dea r9pr63cntants d'autres pays, 

L'assonblSo dScide, qu'on oas d' enip Schemen t d'un des 
membrea du Gonsell il se fera repr^senter. 

Un d03 membrea da l'aasemblÄe exprlme le voeu que l'asaocia- 

bion soit reconnue comme personae juridique. A l'unanimitö on 

döcide de demander l'approbation roj^ale pour les statuta. L'asserabl^ 

autorise le Conaeil faire lea dömarches nÄ^esaairea et ä apporter 

dans les statuta lea modif Icatioa^ que le dSpartement de la Juatioe 

Jugerait nScessairas pour obtenir l'approbation royale, 

Le Conaeil re^oit l'autoriaation d'approuvor le pröaent 
procäa-verbal, 

Mra. Hollond renercie enauito la commiasion pr6paratoire 
pour le travall important falt par sea mer.bres en vue de la 
conatitution de l'Aaaociation. 

L'ordre du jour 6tant 6puia5, le PrSaident clÄture la 
sSance« 



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COPIE. 



COMMUNIQUfi DU I9 MARS I958, 

ASSOCIATION INTERNATIONA IE DE DROIT PINANCIER 

ET FISCAL. 



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1 



L'Asaociatlon Internationale de droit flnancler et fiscal, 
fondöe le 12 fSvrler 1958 Ä la Haye, a pour but: l'Stude du droit 
International ot comparS des flnances et, en i»rtlculier, l'Stude 
du droit International et compar5 fiscal, on y jolgnant les problömes 
flnanclera et Äconomlques qul s'y rapportent, 

Sulvant aes Statuts en faveur desquels on deniandera l'approba 
tlon royale, cette Association se propose d'arrlver & ce but, moyen- 
nant 1 'Organisation de coneräa, la publlcatlon d'une revue et 1 'In- 
stallation d'un bureau de documentatlon et d'une ou de plusleurs bl- 
bllothöquea, 

Ces mSraes statuta prSvolent Ägalement la posslbllit5-que, dan 
un pays d6tormln6, des meabrea de cette assoclatlon forment ensemble 
un grouperaent national, 

La dlte aaso clatlon peut d6jä ae röjoulr de l'lntßrSt que 
lui portent nombreux savanta et de nombreux experts des mllieux 
fiacaux, Jurldlques et Sconomlques de plusleura pays, parml les- 
quels nous pouvona clter la Belgique, l'Allemagne, la Grande-Bretagne 
la France, l'ltalle, leg Pays -Bas, la Pologne, la Roumanlo, la 
Tch^coslovaqule et la Sulsse, tandla qu'on eat provlaolrement entrS 
on contact avec nombre de peraonnnlltSs d'autres paya, Ägalement de 
paya d'outremer, 

Pour dea motlfa pratlquea at par sulte de l'urgence de 
l'affalre, la dlte assoclatlon a'eat cholsl, provlaolrement, un 
petlt consell d'entre los personnalltSa dea pays les plus voislna 
au quel consell on ajoutera plus tard, dös que l'opportunitS le 
deraandera, d'autrea membrea, 

Le dlt conaell eat compoaö comme sult. 
President: C,W. Bodenhauaen, ä Baarn, anclen vlce-preäldent du con- 
aell dea Indea NÄerlandalses, ancien directeur des lmp5ts de la 
munlclpallt^ d'Amsterdam (Paya-Bas), 

Membrea ; le professeur dr. 0. BUhler, professeur ä l'unlversitS 
de Münster en Westphalie (Alleraagne); P.Coart FrSaart, ä Lläge, 



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• 2 - 

professeur ä l'imlversltö de Louvaln, anclen Commlssaire-royal de la 
slmpliflcatlon des ImpÄts (Belglque)j Sir William Montagu Graham 
Harrison, K.C.B. King's Counsel, A Londrea (Grande Bretaene); 
H. de Peyster, A Neullly sur Seine, inspecteur-gÄn^ral honoraire 
des f inancea et professe-ur & l'öcole dos sciences politlques de 
Paris (France). 

Tr68orler; le Dr.W.E.C. de Groot ä Amsterdam, inspecteur des Impöts 
dlrects et aacrStalre de l'Aasoclatlon n^erlandaise de a :;lences fis- 
cal es (Pays-Bas), 

aacr^tairet le Dr. W.R, Emraen Riedel, avocat ä la Haye (Pays-Bas) 

Le Bureau de l'Aasociatlon a 6t6 domicillS & la Haye, Laan van 
Meordervoort 26, TSl&phone; 35652O. 



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1 



Dr. KURT JOKL 



. a. 13. November 1938. 



BUKAREST 

STR. BENITO MUSSOLINI. 22 

TKL. 4.20.74 



Herrn 

Dr. Hans Schaff er 

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Seiir geehrter Herr Dr.Schäffer, 

ausserhalb unserer laufenden Korrespondenz möchte ich mich heute 
in einer anderen Angelegenheit an Sie wenden. 

Mich beschäftigt schon ..ange der Gedanice, ein wirtschaftswissen- 
schaftliches Thema näher in Bearbeitung zu nehmen, uas - obwohl Yon aktu- 
ellster Bedeutung - einer systematischen i)archarbeitung bisher noch wenig 
zugänglich gemacht ist. Ich denice hierbei an das G-ebiet aer ^_,egenwär üigen 
jüdischen vYanderungswelle, die hauptsächlich unter politischen und humani- 
tären Gesichtspunkten Erörterungen findet, jedoch auch unter wirtschaftlichen 
Gesichtspunkten praictisch nutzbar zu macnende Seiten aufweist. Meinen diesbe- 
züglichen Gedankengang trage ich Ihnen icurz vor, weil ich weiss, dass Sie 
stets auch für allgemeinwirtschaftliche Fragen Interesse zeigen. 

Meine Überlegung betrifft in erster Keihe aie Möglichiceiten einer 
organisierten wirtschaftlichen Selbsthilfe, die sich aus einer so grossen 
Wanderungsbewegung wie der jetzigen ergeben. Die Auswanderung c^^essefiwht , 
wenn wir"^sie näher oetrachten, praktisch in grmppenweiser Form vor sich. 
Der einzelne wandert zwar als ^Einzelperson aus, in jeaem der Zielländer 
finden sich aber stets in grösserer Zahl Einwanderer aer gleichen Herkunft 
ein. Diese Kreise bilden an sich eine ideale Gru .dlage zum Aufbau von wirt- 
schaftlichen Selbsthilfeorganisationen, zuiiial aie Mitglieder dieser Kreise . 
durch Sprache, soziale Schichtung usw. auch zu einem wirtschaftlichen Zusam- 
iuenarbeiten tendieren. Die Privatinitiative einzelner Auswanderer geht auch 
vielfach von dieser wirtschaftlichen Zusajnmenarbeit im gleichen Kreise aus 
und viele einzelne bauen darauf ihre Existenz auf. 

In grosszügigerem Hahmen sind aber aie sich hieraus ergebenden Mög- 
lichkeit/i'ioch nicht diskutiert oder gar abgeklärt worden. Es drängt sich 
eigentlich von selbst der Gedanke an den Aufbau des deutschen Genos<.enschaf ts- 
Wesens in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts auf, aie auch aus der 
Zusamimenfassung vieler einzelner wirtschaftlicher Schwacher durch Organisa- 
tion machtvolle wirtschaftliche Institutionen ausgebaut hat (vergl.nur aie 
genossenschaftlichen Unternehmungen der früheren deutschen Arbeiterbewegung). 
Es ist auch merkwürdig, dass die ost jüdische Auswanderung der Vorkriegs- 
und Nachkriegszeit wirtschaftliche Selbsthilfeorganisationen, teilv/eise auf 
genossenschaftlicher Basis, sich ausgebaut hat, während von derartigen Orga- 
nisationsbemühungen der deutschsprachigen Juden, die hierzu viel mehr Voraus- 
setzungen mit bringen, nichts bekamit ist. (Von dem Sonderfall Palästina 
möchte ich hier absehen, ich aenke im Moment mehr an die anderen Zielländer 
der jüdischen ivanderung)« 

Ich glaube, dass auf diesem Gebiete noch grosse und relativ leicht 
zu erschliessende wirtschaftliche Auf Dau-Möglichkeiten liegen'; Die Erschlies- 
sung kann aber nur aurch eine vorherige systematische Abklärung des Problem- 
icreises, a.h. durch Studium aer Vorbilder, geschehen. 






./. 



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Dr. KURT JOKL 



- 2 - 
S£££2_2?!i5ä2S_Sc^äf|;er_j__Jönköüing_j_ 13^1^1.1938. 



BUKAREST. 

■ TR. BCNITO MUSSOLINI. 22 

TEL. 4. 20. 74 



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Dauer oeschäftigt mich der Gedanke, ob and wie man evtl. eine 
derartige wirtschaftliche "Studienarbeit" organisieren kann. Der Zweck 
dieser Studien soll nicht allein die theoretische Vorarbeit sein (diese 
ist nur Mittel zum Zweck), sondern aus den zu gewinnenden Ergebnissen 
brauchbare Pläne zum praktischen Aufbau von Selbsthilfe-Institutionen zu 
gewinnen. 

Ich möchte mich daher an Sie, sehr geehrter Herr Dr. Schaff er, mit 
der Bitte um Ratschlag wenden, wie eine derartige Sache anzupacken ist. Ich 
habe dabei besonders an Sie gedacht, weil ich weiss, dass Sie schon häufig 
in Ihrer früheren amtlichen Tätigkeit neue organisatorische .i/ege aurch 
systematische Studien ausgebaut haben. Ich habe den Eindruck, dass ein Klarer 
"Peldzugsplan" amd ein anschliessendes grünaliches Durchstudieren der 
Probleme zu praktischen Ergebnissen führen Kann. Falls eine längere Stuaien- 
arbeit erforderlich sein sollte, liesse sich diese auch wahrscheinlich mit 
Unterstützung einschlägiger jüdischer Organisationen durchführen, wobei ich 
in erster Jieihe an das Jerusalemer -i/irtschaf tsamt der Jewish Agency denke, 
das zum Teil aus einer Stiftung der Hamburger »Varburgs hervorgegangen ist. 

Selbstverständlich trage ich Ihnen alle diese Dinge nicht nur aus 
wissenschaftlicher Begeisterung vor. Mich leitet auch aer Gedanke, hierbei 
- in irgendeiner Form - vielleicht auch für mich ein neues Arbeitsfeld zu 
finden. Es ist zwar im Moment hier zu einer Panikstimmung noch kein Anlass, 
aber die Beispiele schrecken, und ich möchte :ern aus der ruiaänischen Gefahren 
Zone auf anständige v/eise herauskommen. 

TT a • ^ """^^ bemühe mich übrigens auch vorsorglich \m. eine Auswanderung nach 
U. S.A. und hoffe, m 4-5 »rochen als Grundlage das Affidavit zu erhalten. Ich 
denke, falls ich herübergehen sollte, evtl. daran, die Herausgabe einer deutsch 
sprachigen wirtschaftlichen wochenschrifx aufzubauen versuchen, mit beson- 
derer Berücksichtigung der jüdischen «irtschaftsprobleme. /Vas halten Sie 
^davon? - Sonst geht es mir hier noch ganz gut. Ich fürchte aber, dass die 
normale Entwicklung hier - bestenfalls - eine Zunahme der "icalten" antisemi- 
tischen iviassnahmen bringen wird, iierni icein v/under geschieht, ist ja auch mit 
der Eventualität kriegerischer Verwicklungen (Ukraine) im Laufe der nächsten 
Jahre zu rechnen, sodass ich gern von hier weg möchte. 

Ich werae mich freuen, von Ihnen zu hören und verbleibe 

mit herzlichen Grüssen 






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NOTCEMEINSCHAFT DEUTSCHER WISSENSCHAFTLER IM AUSLAND 



Ihr Schreiben vom 
Unser Zeichen : 



Bitte In der Antwort angeben. 



IsOfI dOfTy •" ^^TTCf «x« 



tilfif oa:. Hoibnra,4i23 

Zürich, den 22. Dez .1938 
Löwenstr. l/lV 



f 



I 



Herrn Dr. Hanns Schaeffer, 
Brunnsgatan 42 

Jönköplng 



• 




Sehr geehrter Herr Dr, Schaeffer, 

Wir bestätigen dankend den Empfang Ihres Briefes von 8, Dez. 

Es tut uns sehr leid, dass im Fall Dr« Frieders ein Missverständ- 
nis entstanden ist und zwar durch die Schuld der Unterzeichneten. 
Dr. P. sollte uns seinen Brief auf Wunsch von Frau Dr. Sutro 
aushändigen und wir wollten Ihnen dazu einen Begleitbrief schreiben. 
Da Dr. P. direkt an Sie gelangte, wurde leider versäumt Ihnen 
einen Bericht von unserem Büro zu senden. 

Wir danken Ihnen, dass Sie sich trotzdem für Herrn Frieders 
bemüht haben. 

In der Angelegehheit Lilienthal hatten wir aus Ihrem Brief v.26,Xo 
herausgelesen, dass Sie noch einmal einen Lebenslauf wünschten, den 
wir Ihnen dann sandten. 

Wir möchten nochmals zum Ausdruck bringen, dass wir das Versehen 
sehr bedauern und bitten Sie uns zu entschuldigen. 

Mit vorzüglicher Hochachtung 

NOTGEI/KliiSGliAFT DEUT3CliLI\ V/lSSCiSCHAFTLER 



A IM AUSL^ 



-vH^^^^s^ 



I 



• 



Jönköplne, i«i 15* Dezombor I938. 
Brunn a^^a tan 1^2. 



Prau Nettie Sutro, 
Zürich, 



Llobo cnUdlge Prau, 

In der Anlago sende ich Ihnen Abschrift meines heutigen 
Schreibens an Oberstaatsanwalt a.D* Dr, Frieders unter Beifügung 
einer üebersetzung des Schreibens von Direktor lüßcrcrantz. 

Mit verbindlichstem Qjrusse, auch an Ihren Oatteni 

Ihr sehr ergebener 



2 Anlagen* 



• 




Jt^nköplne, Jen 3% Pezerr^bor 19?8« 
Bxnxnnngatan k2. 



Frau Nettlo Siitro, 
Z '1 r 1 c h* 



Liebo cnUdieo Prau, 

In dor AnlQßO sende ich Ihnen Abschrift r^ielaos heutlc^n 

Schreibens an Oberatuatsanv/ait a.D. Dv. Frieders hinter Baird^rong 

einer TTobersetzung des Schreibens von Direktor TiigercrantE^ 

Mit verbindlichstem Orusse, auch an Ihren Oatten, 

Ihr sehr ergebener 




2 Anlagen • 



t 



Frau Nottlo Sutro, 
lillhlobachstrasso iJ+O, 
Zürich. 



^4- 




Jönköplnc, clen 0, Dezember I958. 
Brunn 3ca tan l^ü. 



L 



I 




Liobo gnädige Frau, 

loh orhlolt ein Sohralben von Horrn Oborataataamvalt a.D. 
Frieders ans Y/alllsallen, dessen Inhalt Sie etwa aus inoinor Antwort 
an Ihn ersehen« 

loh halte es nicht für richtig, nachdem loh Ihnen über die 
läge hier so einsehend CQschrleben habe, derartige Empfohlunsen zu 
geben • Da loh Ihnen eine solche Gedankenlosigkeit nicht zutraue, neh- 
me loh an, dass es sich von ein MlssverstUndnls handolt. Allerdings 
scheinen solche MissverstUndnlsse nicht selten zu sein. So schrieb mir 
Ihr Büro neuerdings noch einmal wegen Herrn Lilienthal, nachdem ich 
bereits vorher erklärt hatte, dass ich rate, dass sich der Herr bei den 
betreffenden Firmen unmittelbar bewirbt, da ich nicht in der Lage sei, 
zu helfen. Jede solche unexakte Behandlung einer Sache macht allen 
Beteiligten Arbeit und nützt den Betroffenen nicht. Nur wirklich bis 
zum Letzten durchdachte Gesuche sollten weitergegeben werden* 

Auch im Falle Frieders scheint es wenig sinnvoll, falls Sie 

habon, 
Herrn Frieders angeregt / an mich zu schreiben, olane dass Sit sich 

über seine Persönlichkeit und Vergangenheit eingehend geäussert 
haben. Ss gibt ja doch der Brief des Betroffenen selbst nicht ohne 
wtlteres eine Oowühr. 

Ich bin gern bereit, Ihnen gele^^ entlieh weiter bahilflich zu 
sein, aber wirklich nur, wenn loh sorgfältig bearbeitete Sachen bekom- 
me, die auch den Angaben meiner früheren Äusserungen Rechnung tragen. 
Es wird unerlässlich sein, verehrte gnädige Frau, dass Sie, bevor Sie 



« 



. 2 • 

an mich sehr oiben, /alle meine früheren Driofe noch einmal vorlegen 
lassen und. sie durchleaan, wie Ich ea selbst auch mit den Iliriceii tue» 

In den Falle Dolirenbusch habe ich inzwischen Erkundigungen 
bei der Unteraehmervortretuns sowie der Arbeiternehmervertretung 
eingezogen und festgestellt^ dass der Mangel an ])reheni,von dem loh 
ausgegangen war, nicht voriianden Ist, sodass also auf dem roln- 
ökonomi sehen Wege für Korrn Dohronbusch eine Einreise- und Arbeitsge- 
nehmigung nicht 25U erhalten ist. Dagegen ist mir fi«Mgt worden, dass 
in der letzten Zeit Persönlichkeiten, die wegen ihrer politischen Ge- 
sinnung nicht weiter In Deutschland tlltig sein können, unmittelbar 
durch Parteibeziehvingan hier die Möglichl<:oit dor Einrolse erlangt 
haben* ^Henn also Herr Dohrenbusch die Möglichkeit Ixat, durch dortige 
Parteiinstanzen sich an hiesige Parteiitistanzen zu wenden, so wlirde 
nach Auffassung meines Gowührsiriannes möglicherweise etwas zu erreichen 
sein. Mir selbst fehlt nach dieser Richtung die Pülraung 

Mit verbin dl iclistem Grusse, auch an Ibj:*en Gatten, 

Ilir sehr ergebener 




Anlage 



Jönköplns^ den 0* Dozonbor l^jG* 
BmnnsGatan }^2. 



Frau Nottle Sutro, 
lfUhlobachstra80e ihOp 
Z U r 1 h. 



wmmt—^im^m' 



• 




LlQbo gnUdlg« Frau, 

Ich erhielt %in Schreiben von Herrn Oberstaatsanwalt a.V. 
Frieders aus Walllsellen, dessen Inhalt Sie etwa aus meiner Antwort 
an Ihn ersehen« 

loh halte es nicht für rlohtlc, nachdem loh Ihnen über die 
Löge hier so eincehend gosclirleben habe, derartige EmpfehlunGen zu 
ßobon# Da loh Ihnen eine solche Gedankenlosigkeit nicht zutraue, neh- 
me loh an, dass es sich um ein MissvorstUndnls handelt. AllerdlnGO 
scheinen solche MlssverstUndnlsse nicht selten zu sein« So schrieb mir 
Ihr BUro neuerdincd noch einmal wegen Herrn Lilienthal, nachdüm ich 
bereits vorher erklärt hatte, dass ich rate, dass sich der Herr bei den 
betreffenden Firmen unmittelbar bewirbt, da ich nicht in der Lage sei, 
zu helfen. Jede solche unexakte Beliandlung einer Sache macht allen 
Beteiligten Arbeit und nützt den Betroffenen nicht* Nur wirklich bis 
zum Letzten durchdachte Gesuche sollten weitergegeben werden« 

Auch im Falle Frloders acheint es wenig sinnvoll, falls sie 

haben, 
Herrn Frieders angeregt/ an mich zu schreiben, oline dass Sie sich 

über seine Persönlichkeit und Vergangenheit eingehend geäussert 

haben. Ss gibt Ja doch der Brief des Betroffenen selbst nicht ohne 

weiteres eine Oewühr« 

Ich bin gern bereit, Ihnen gelQj;entlioh weiter behilflich zu 

•ein, aber wirklich n\ir, wenn loh sorgfältig bearbeitete Sachen bekom- 

BM, die auch den Angaben meiner früheren Äusserungen Rechnung tragen ♦ 

Es wird unerlUsslich sein, verehrte gnUdige Frau, dass Sie, bevor Sie 






f 

f 9 



I 



T 



1 



- 2 - 

sich 

an mioh sohrolborit all« nolne fi^Uhoren Drlofe noch olnraal vorlecon 
lassen und slo durohloson, wie loh os solbat auoh mit don Ilijrtgon tuOt 

In den Falle Dolironbuaoh habo loh Insrv/lochon !:rlrundlcungon 
bol dor UntornolinorvortrotunG sowie der Arbeltornehmorvertretunß 
einceiogon und foatg«stollt, daso dor Mangel an Drehern, von dem loh 
atisconancen war, nicht vorlmndcn Ist, sodass also auf dem roln- 
ökonomischen 'Vece für H3rrn Ifohronbusch eins Elnrelso- und Arboitsce- 
nehmigung nicht eu erhalten Ist» Dageeen ist mir £;esaet worden, dass 
In der letzten zeit Persönlichkeiten, dlo wecen ihrer politischen ße- 
slnnunc nicht welter in Deutachland tütig sein können, unmittelbar 
durch Partelbe Ziehungen hier die Möglichkeit dor Slnrelso erlangt 
haben. Wenn also Herr Dohrenbusch die Möglichkeit hat, durch dortige 
Partei Instanzen sich an hiesige Partei Instanzen ^u wenden, ao wUSrde 
nach Auffassung meines Gowährsmannas möglicherweise etwas zu erreichen 
sein. Mir selbst fohlt nach dieser Richtung die Fühlung 

Mit verbindlichstem Orusse, auoh an Ihren Gatten, 

Ihr solir ergeben er 





Anlage 



Copie 



Hans Pohren-busch get. 9. VIII. 1904 

Gesund land ätark. 

PpiPr-nter Dreher. Während den letzten Jahren auf den modernsten 
SehbSnken ceaJhktet. Vorwiegend in Reparaturwerkstätten gearbeitet, 
alS St allen Arbeiten vertraut. V/erkzeug drehen - Heizanlagen - 
besondere Spezialität : Artikel für Elektrobranche , wie Kollektoren 
zusammensetzen imd drehen, Ankerwellen - Kotorlager. 
Von 1931 bis Ende 1936 ununterbrochen im Beruf gearbeitet, auf den 
allerdeusten Drehbänken. 



Andere Fähigkeiten : 



Einstellimg : 



Schreibmaschine ( müsste erst wieder geübt wer- 
den) . 

Könnte als Hilfsschlosser arbeiten, ferner als 
Helfer bei Heizimgsmonturen, ferner als Heiter 
mit ziemlichen Kenntnissen in vegetarischem Re- 
staurant . 

Parteiloser Sozialist. ^ ^ ^ 

Seit Schulentlassung Mitglied des Deutschen 
Metallarbeiter-Verbandes ( Freie Gewerkschaft; 
dem Internationalen Gewerkschaft sbimd angeschlos 

sen. 

Seit 1922 Abstinent. 



gez. Hans Dohrenbusch, 
Bolleystr. 43, 
Zürich 6. 



/ 



NOTCEMEINSCHAFT DEUTSCHER WKSENSCHAFTLER IM AUSLAND 



» 



Ihr Schreiben vom : 
Your letter of : 

Unser Zeichen : 

Bitte in der Antwort angeben, 

Our Ref. : 



» 



Herrn 

Dr. Hanns ochaeffer, 

Brannsdatan 42, 

J önköpin 



6. Gordon Square, 
LONDON, W.C. I. 

Tel. : Museum 3559. 



Date : 



12* November 1938 



Lüwenstr. 1 /IV 
Zweigstelle Zürich. 



I 



) 



Sehr geehrter Herr Dr. Schaeffer, 

Im Auftrag von Herrn Dipl. Ing. Max Lilienthal möchten wir 
Ihnen den gewünschten, erweiterten Lebenslauf in englischer 
und deutscher Sprache senden. 

Die A S S A hat schon eine Liste seiner Patente, aber Herr 
Lilienthal wäre gerne bereit, sie Ihnen auch zu senden, 
v^enn Sie es wünschten. Herr Lilienthal bittet sehr darum, dass 
Sie in der einen oder anderen Richtung etw^as für ihn tun 
könnten, ev. auch bei Patentanwälten. 

Wir do,nken Ihnen sehr für Ihre Bemühujigen. 

Mit vorzüglicher Hochachtung 



NÖTGEiviEiNo3:;APT DEUTGCHER \Vi3SEW3CHAFTLER 

IM AUSLAND 



fi 



Lebensliiuf 



• 




I 



I 



Jch bin Diplon-Jngenieur, 37 Jahre e.lt und habe in Dre^rif^n studiert 
unter anderem bei Heri?n Professor ß'::irkh-3uspn Sohwachr^tromtechnlk und bei 
den Herren FrofeaxDren Görges und Binder ot^rkstroniter^hnlk. Das Dlpl^^i^" 
iiixamen maohte ich mit gutem Erfolg. Etwa 1 1/P Jahre war Ich bei einer Ge- 
sellschaft das Fuldkonzernes beschr^ f tigt , weitere 1 1/2 Jahre bei der Fa. 
Frcin« oeidler in Dresden und hatt^ dort sowohl mit dem Bau von Gignalge- 
röten :xls auch der Montage von grösseren Signal inlagen zu tun. Daraufhin 
war ich bei der Protos-Telef cm-Gesellschaf t in D^isseldorf, einer Tochter- 
gesellschaft der Siemens & Halske A.G,, die sich mit der Errichtung von 
automatischen Telefonanlagen befasst. Dort war ich erster Assistent des 
technischen Leiters der Firma, dem allr Baubüros unterstehen und hatte die 
Schaffung von Spezialschaltungen , die Arbeitsiiberwpchung, dl o Erteilung 
von technischem Unterricht für Firmenangestellte ?i.uf dem Gebiete der auto- 
matischpn T^^efonle und sonstigen Spezialanlagen vorzunehmen. 

Dann war ich 8 Jahre bei der Allgemeinen Elektrlcit'^i ts-Gesell- 
schaft in Berlin, zun^ichst in der Fabriken - Oberleitung, dann im Patent- 
büro t. tig. Dort bearbeitete ich seit Beginn der einschlägigen Entwicklung 
und zwar in ständiger Fühlungnahme mit den betreffenden Laboratorien und 
den projektierenden Abteilungen das heute akitB Gebiet der Fernwlrk^nlagen, 
der Ton-und Hochfre luenz-Uebertragung, der Hochfrequpnztelcfonie über 3chwach| 
Stromleitungen und Mehrf achübertragune*. 



Mei^e Kennt 
die Fernmessnnlagen, 
Einzelheiten. Das Gle 
Fragen der Automatic, 
und dem Vertrieb ging 
2. I. in Zusammenarbe 
auf dem von mir bearb 
A.E.G. verwendet werd 



nisse über Fernwirk 
sowie Me Fernsteue 
iche gilt bezüglich 
Aus d&r en^reren Zu 
en auch eine Reihe 
it mit anderen Herr 
3it:jt?n Fachgebiet 
en und in mehreren 



anlagen betreffen in gleicher ^^eise 
r-und Fernregelanlagen mit allen 

der Uebertragungsfragen und der 
sammenarbeit mit den iatorator'' '^^ 
eigener Erfindungen hervor(Pl Stück, 
en ) deren Gegenstand fast durchweg 
liegt und von denen einige von der 

Ausiendsstaaten angemeldet sind. 



Durch meine langjährige Tätigkeit im Patentwesen 
lieh gross^es Üönnen und Erfahrung gerade auf diesem Gebiet 
Absohliessung von Lizen/vertr-- gen. 



h'^be ich natür- 
sowie auch in der 



Die A.E.G. anerkannte auch uurchaus laeine LeMungen uwd behielt 
mich vermutlich nur deshalb bis zum 30. Juli 1937, obwohl ich Jüdischer /b- 
staijimung bin. 



Seit dem 15 
in Zug/Schweiz tätig 
mich mit der völligeit 
lieh deren sämtlichen 
kitellungsw^echsel vorn 
sich übrigens bereits 
einige Erfindungen, di 
mehr häagt dieser mit 



ammen. 



. August 1937 bin ich bei der Firma L?^ndis & Gyr A.G. 
und zwar In deren Entwicklungs-Laboratorium, wo ich 

Neuentwicklung von Fernsteuerungsanlagen einschlless- 

Einzelapparaten bpfp-^.r,D^r Grund warum ich einen 
ehmen muss, hat mit meiner Arbeit nichts zu tun, die 

erfolgreich gestattet ( auch hier entstanden bereits 
e zum Gegenstand von Anmeldungen gemacht wurden ) viel 

de* Bewilligungsschwierigkeiten durch die Behörde zu- 



Ich ve 



Jn Ergänzung meiner persönlichen Verhältniss- füge ich hinzu da 
rheiratet bin ( meine Frau ist arisch ) uid ein Kind habe. ' 



SS 



y'7/ha^ 




ö 



I 




• 



Curricaluia vi tae: 
Dipl. Jng. Max Lilientha 

Chalet üugKitbal. 



Z u g/Sch'TPJz 



tPohn-in.-i~h-\'^^?^''? engjneer, ?7 : ears old »nd I have RtiidJcd &t the 
tGchnicul highschocl in Dresden electrotechnics, esr^er^'-all- Mph fre- 

Jll otlier lelas of io™ und high tension technlcs. I Pot good inarks .t 
I J'^€rPi:rtf ; f.''^ ^"^" ^^^5 .nd tili the end of Feb^i ar' 0.6 
rlln^ o? elPn\n?r\ \'^' ^' ^"r"" •"''' ^"^P^^S ^'^ P:-J^cting englneer'for 
so on SI tJp '? ^ '^'f'i ^^ign.ling rievlses, burglar alarm .ystoms and 
s?-n n?^c 2J-Ap^il I Joined 8. RmaJlor fl.T. in Dresden ma^ufacturinp 

sJonuillng '^ppar^^tus and flectrjc olocks, ;.here I hai «s well the nrnJt^n. 
tion and the devolopment of sreclal aiparatus as the -lajw .nS e^re^Unr 
i^.'t^lt'l^ Bignalling and ti.e plante. Fron the Ist October IQ^T tni 
the end of IQPö I was the first assistent of the teohnlcal dire-tor of 
the Protos-Telofon-G.m.b.H. In Duesseldorf, an affilat^d co.^Janv o? s'e- 

ITnl Of :ie%i ll;.-?:^'" ^^----^^-t• H-- I h^d to do with Jhe L"L- 
raent of special switchlng p] ans for automatic teleT)hon>l , the -,urprvl-io; of 
the various Installation Offices of that companv and I h.d to "ive techni 
ca Instructions to e«,lovees of the Company in^he fieldof .?to^n^f 
telephony and other signalling and communicatlm Systems' Al.o I h d ?o 
treat all other teohnical proble.s that might neces.itat; a gPnJral srUntio. 

sc^ft^^-ir f ;/";''^^ "''^u ''-^^'^"^■^^ ^^ 5he Allgemeine Elektriclt^ tngeoell- ' 

10 ipnt f nlt . fi''; ^"""t ^ ""'^^ '"^"'^^^^ ^^'^'" the beginnln^ of t?e deve 

iopment dt fJrst m the d^r -^r t."irr>t thf-t i«^ cni ,^-ir.c-r +k^ " + • 

dpvelcTiaents • n^ 1-, t^y, -iv, U^ ^ I^ ^ guiding the jactories bnd thojr 

+ ;I; ^,!. / Icuer lA the patent departinent on the flPld 




1 nes I was tre.ti.g .s well as the the co.umnication alon. m'^ ^Tns of 
t v'% tV'''"%"' "".rr"'' curr.nts, for inst.nce for tele.hon- wUh 'elee- 
t ot n ' '-" '^"' '''^^^^^'' ^"-^'^^^'^^^i^^r. of signs and speech 2 n\otl\il/.. 
!'??': ^;.2°2f'^^""-^r °^.'^*' i-'^t^'^^^^ve ->articip:.,tion in the dovelorment I h.v 
r.ther great ninaoer ( PI ) of inventlons durlng .ay time wi?h 'eG so-i 

usea Dv tnat. .-.orHT.^nv p«^ -r.^^^-,^ ,^g applied for in 



aade 



t. 



me of witch are still usea oy that Company and T;«,tents 
aany countries. 



Froffl the Ib th August 1937 tili no'Y l um worklng In the develormont i^h. 
Of ?:iö?p"' '?' f'^^ ''^^"''^ ^ «^^'^ '"^ 2ug, Swit.Land, also on'the f p?r 
'iso ?ere the nilt're^uli'"''''/"^^''^'^^' switching ^pparatus and o Jn. 

where I could also do good and intensive productiv^w^rk/' '^ ''^' ^°'* 

Because I was a long tino vorking in the patpnt dor-^r+^ont of tvr r 
Gxperienr,ed in all p.tent mattprs and heve Pood knowl'o^^L f/f? ^ '"' ""^^^ 
modern patent laws. I spe^k enPlish fnl^vf ^ ^^'^'"^^^^J?^^ "f the nost 

ojjc .A t.ijjiisn, Irenen .and german. 

I am married ^nd I h^^vp on^ littip o-i ni t >^o^ +^ t 

descent ( «y wlre Is of ^^U^ll^^]:;';^ '<-* h ^rr.f ^t^f^Jf J-r'"*- 



NOTCEMEINSCHAFT DEUTSCHER WISSENSCHAFTLER IM AUSLAND 



Ihr Schreiben vom ; 
Your letter of : 



26, 0]r.t. IS 






•y A . 



c 



Unser Zeichen : - p/ii« 

Bitte In der Antwort angeben. 
Our Ref. : 



6, Gordon Square, 
LONDON, W.C. I. 

Tel. : Museum 3559. 
Date : 



■jüriohjden jl, 0::t , 
Löv^enstr. 1 



19 



' Her3:n Dr. Hap.s S c h a e 
Brunns ga tan 42 
J ö n k ö -1 i Vi ., 



So: 



aen 



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1 



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] 





Lieber Herr ScliOpeffer, 



/ 



la'^ bec^ti-Vci/^^e \nxt liersliciieiii D::.nlc I/ire "beiden Briefe yoji 
2ö» Okt. und freue Liich der- Anre^^un^en, die öie enthalten. 
I c li v/ e r d e den B r i e f , J ^ e r r_ Dij).^ I n;;^ L i 1 i^ c n t^ h j.\ 1 o e t r - . 
v/eiterleiten tind ilin Vero/nlc:7jßen, Haien GinictTLeVe^nVirTuf e 
in deutsclier und en^jliöcher Sprache z\x senden. Keine jJitte, 
den einen Lebenslauf ::urücl:.''^:usc]iiclcen, war leider nicht ge- 
nügend motiviert und galt nur für den 3?all, dass Sie von vorne 
herein gesa^ijt hatten, Sie sahen für Schweden : ;ar ::eine Ko^;- 
licMceiten. 

Sollten Sie für Herrn D o h r e n b u s c h eine Anstellung 
besoliaffen Iconnen, zo \/üre es eiiH i^:::Äiz besonderes Glüol:, da 
er und seine l?rau in der Siir^ration bisher schwer t^elitten 
haben. Sie hafeon sv/ar erreicht, als politisclie ?lüchtlin(j,e 
anerlcannt zu werden, ho/bten aber wie :.ile a^ndern ein Arbeits- 
verbot und im Gegensatz zu den andern, heine richtige Unter- 
stützung. 3rst seit wenigen Uonaten gibt die Selbsthilfe 
Deutscher Ausgewanderter dem Ehepaar non£itlich Pr. ^"0.- und 
ganz neu 

^vuch monatlich den gleichen Betra^g zu geben. Die hauptsehncdcht 
von ?rau Dohrenbusch ist die V/icdervereinigung mit ihrem Töch« 
te 
be 

v/ürde tragen honnen. Dci ai scheint ein tüchtiger .^.iiisendreher 
zu sein und mit einer Anstellung und Einreiseerlaubnis könnte 
man 3 lienschen \/ieder zu einem sinnvollen Leben führen. 

Ich erlaube mir, Urnen ausserdem noch einen Lebenslauf in fHroi- 
f acher Ausfertigung von "- :. P a r t 1 beizulegen, der als 



erdings haben sich die Gewerkschaften bereit erklärt, 
atlich den gleichen Betra,g zu geben. Die hauptsehncdch' 
-II i^ic'.u. Dohrenbusch ist die V/icdervereinigung mit ihrem Töc: 
rohen, das sich seit Jahren in einem Kinderheim in England 
findet und ohne " ^s sie auf die Dauer ihr Schicksal kaiun 



<IHa.^UA Km ^JJT1äH>I" 



viw^^^J TtIA 



:^ic}.it Jude 5 aber iiiit einer jüdischen .. u und einem sei 
zarten Kind, in die ;^irös^:te Bedrängnis geraten ist. 
Auch in diesem p.-\ll wäre ich ßo:nz besonders {;rüc]:lich, 
v/ei . :; in 3ch\/eden eine Arbeit i\ir ' ilm finden '-ünrte 

iiiOJ 






Ihre "'f -jundacriiftliolxe Cf fenliel-fc" in l?rllG Ihres 
jun^jen Schützlinga hat inicli .jcfrout, •..oan Sie -vc'i " ■' 
die Art meiner Arbeit in P: 3 stellen. V/ii .en : 
letzten Zeit t alle Gesd^chai^t liehen Dince a".,,-.i;tc 

v/eil die Ueloerlastung iieines -Tuines und meine eigene l'. 
Uebeniiüdung derartitjes nicht nehr erlauben, loh bin j.di 



d :;, ^ 



vollhü 



xien ]clar 



«J.<- ^i^lJ. U 






Beste und Schöns 



v;e:gfällt, wa<3 man heute den Herumirrenden oiüten '- p, 
aber leider hat jeder nur die Kräfte, die er besitz-c 
und ich Jconnte nur zwischen den beiden llo^^iliclüceiten 
wähleno £^v allem Unclück hatte Herr Brciuner Icein 
Telephon und lo:n2f risti^e Verabredungen sind schon 
ganz ;:.i._aschlossen* Ihr Einwand \/ird. doiiii dazu führen 
dass ich wieder mehr menschlichen Kontakt '^erstellen 
werde und ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir d:.:;u 
Gelegenheit ^eben './.erden* 



T 



Ig 



sse Sic and die I^'f^:^en berzlich 



fi 



z 



~14ax 



^l/^l^tit ^u^xo ^ 



Bcila^^cn. LcbonGläufe Parti. 



1 



Jönköplne, den 26. Oktober I958. 



Llobe enUdlee Praxi, 



• 



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9 



) 



Bewerbung 



für auagos Ohio säen ^ da gorado Dreher zu den Arbelta^^uppon gehören^ an 
denen hier gelocontlich Mangel auftritt* Ich werde über diese Sache 
noch einnml mit einem hioaigon Herrn spri>ohen und dann noch einmal auf 
die Angelegenheit aoiruokkoinmen • 

Generell möchte Ich Ihnen Ubrlgena emprehlon, die Präge der Lobe 
lUufe bei Bewerbungen in Schweden anders zu belmndeln* LeboaslUuTe, die 
zurückgesandt wordun mUssen, verfehlen im allgemeinen Ihren Zweck ♦ Eor 
Betreffende^ an den Sie sich wonden, musß die Mügllchkoit haben, einen 
Lebenslauf Aindeatens in einem Exemplar, besser in melaroron, bei seinen 
Akten zu behalten ^octeior im vorkommenden Falle darauf zurUckkominen kann, 

* 

Aur don vorlotzton Absata Iliros Brlofoe zuriokkomraend möchto iol 
•aßon, daao Slo allen Grund haben, sich Ubor Ihr aclil echtes Gowlsson zu 
beklacen. 3s iat auch tJoborlastxine mit Arbeit für aolohe nonsohllohen 
Untorluoaim^^on In kolner Welse eine Sntaohuldlcung, Uoborlaatot sind 
wir alle, und raensohliche Dince taUoaen nun einmal den Vori'ang haben, 
loh saco Ihnen das In freundoolmftlioher Ofronlielt, denn Ihr Vorhalten 
l»t mloh aehr enttiiuecht. Sobald ich wieder einen Eall Imbe, bei den 
loh daa Oerihl habe, daas Sie menBchlloh oder in sonetlßer Welse helfen 
können, worde loh Ihn Ihnen dennoch Überweisen, um Ihnen Gologonhelt zu 
geben, das Versäumte wleUr gut au nachen. 

mt herzlichem Oruas an Sie und Ihren Mann 

Ihr 




^\J-l-^ 



^Uii4. 



Jönköplns, den 26. Oktober 1933. 



t 



• 





Llobe gnlidlge Prau^ 

An sich halto ich olne Boworbxing dos Ilorrn Dohrenbusch nicht 
für auagoschlosaon, da gerade Dreher za den Arbeitsgruppen gehören, an 
denen hier solej^ientllch Ifengel auftritt ♦ Ich werde über diese Sache 
noch elnrnal nlt einem hioslgen Herrn spri^chen und dann noch einmal auf 
die Angelegenheit »urückkommen» 

Generell möchte ich Ihnen Übrigens empfehlen, die Frage der Lober 
lUufe bei Bewerbungen in Schweden arxiers zu behandeln* Lebensläufe, die 
«urückgesandt worden mllason, vorfehlen im allbOmelnen ihren Zweck, Der 
Betreffende, an den Sie sich wenden, muss die MücHchkolt liaben, einen 
Lebenslauf thindestens in einem Exeanplar, besser in mehreren, bei seinen 
Akten zu bolTalten,3octe'Or Im vorkoinratnden Pfaillo 'darauf zurückkommen kann. 

Auf den vorletzten Absatys Ihres Briefes zuMckkomjnend möchte ich 
sagen, dass Sie allen Grund liaben, sich über Ihr schlechtes Gewissen zw 
beklagen. 3s ist auch TJeborlastung mit Arbeit für solche menschlichen 
ünterlassiLngcn In keiner V/eise eine Entschuldigung, Ueborlastet sind 



wir alle, und menschliche Dinge müssen nun einmal den Vorrang haben. 
Ich sage Ihnen das in freundschaftlicher Offenheit, denn Ihr Verhalten 
hat mich sehr enttäuscht* Sobald ich wieder einen Fall habe, bei dem 
loh das Gerahl habe, dass Sie menschlich oder in sonstiger Weise helfen 
können, werde Ich Ihn Ihnen dennoch überweisen, um Ihnen Gelegenheit zu 
geben, das Versäumte wieder gut zu machen • 

Mit herzlichem Grass an Sie und Ihren Mann 

Ihr 




"hUi 



t^ 



^i ^ J, . 



Jönköplns, den 26. Oktober 1953. 






» 



Llobe gnUdicö Prau, 

An sich halto ich olne Beworb\ing des Ilorrn Dohrenbusch nicht 
fUr ausgaschlosaon, da corado Dreher zm den Arbelt s£;ruppen gehören, an 
denen hier scle4j;entlich Mancel auftritt^ Ich werde Über diese Sache 
noch einmal mit einem hiesigen Herrn oprijLchen tmd dann noch einmal auf 
die Anj^elegenhelt asurilckkommen • 

Generell möchte Ich Ihnen Übrigens empfehlen, die Frage der Lober 
lUufo bei Bewerbungen in Schweden ar^ers zu behandeln* Lebenslauf a, die 
zurückgesandt worden mllsson, vorfehlen i;n allgemeinen Ihren Zweck • Lor 
Betreffende, an den Sie sich wenden, muss die Möglichkeit Imben, einen 
Lebenslauf mindestens In einem Exemplar, besser In mehreren, bei seinen 
Akten zu behalten, aocfeer Im vorkoniMonden Falle darauf zurückkommen Icann» 

Auf d.Qn vorletzten AbSÄt»^ Ihres Briefes zurickkom-mend möchte loh 
sagen, dass Sie allen Grund liaben, sich über Ihr schlechtes Gewissen zu 
beklagen* Ss ist auch TJeberlastung mit Arbolt fUr solche menschlichen 
Unterlassungen in keiner Welse eine Entschuldigung, Ueborlastet sind 



wir alle, und menschliche Dinge müssen n^xa einmal den Vori^ng haben. 
Ich sage Ihnen das in freundschaftlicher Offenheit, ^Q'r\n Ihr Verhalten 
hat mich sehr enttäuscht* Sobald ich wieder einen Fall habe, bei dem 
loh das Gefihl habe, dass Sie menschlich oder In sonstiger Welse helfen 
können, werde ich ihn Ihnen dennoch überweisen, um Ihnen Gelegenheit zu 
geben, das Versäumte wleier gut zu machen* 

Mit herzlichem Grass an Sie und Ihren Mann 

Ihr 



c^^; 



/^l/ • 



JÖnküplng^ don ZC. Oktober 1950* 
Brunnscatan li2* 



Frau Nottlo Sutro^ 
MUhlobachstraaaa ll^O, 
Z U r 1 c h» 



■I 11 — 



• 



t 





Llobe gnlldlGO Fran^ 

Zu der von Ihnen beaolchneten Pinna ASEA, dlo die Gi^öacto elektri 
»ehe 3a\iflnrja in Sohwoden lat^ Irmbe loh persönlich oarkoine Boalehunsen* 
An sich lat die ASHA voll besohiif tlgt, und ich könnte mir aolir wohl vor- 
stellen, dass fllp eine sehr hoch qualifizierte Kraft Bedarf vorhanden 
ist. Ich würde glauben, dasa oa xweckmüssig wUre, wenn dor LebonslauT 
«u diesem Zv/ock noch in alnlcen Punkten orelinzt würde, vor allen Dingen 
duroh BolfUgunc von Untorlaeen über die eiGenenErflndun{::en^ die ja Sl^r 
keine Ocholmnisso mehr aind, nachdcaa Sie Vetren dixac oerundon haben ^^ 
sowie duroh Angabe über die Sprachlcenntniseet Flei'r Lilientlrial könnte 
unter Bozjußnahrio auf das Sclu^eiben vom J, August diaae Angaben noch nach« 
r e 1 ohen • 

loh entnehme aus dem Lebenslauf dos Herrn Lilienthal ^ dass er 
auch auf dem Schviaohstromßebiet längere Zelt tätig war» Ich könnte mir 
vorstellen^ dass die hiesige grosse Schwachstromfirraa AtB# LtM# Ilrlcsson. 
Stockholm, fUr Ihn In Frage kilraet Ich persönlich ^iabe auch zu dieser 
Pirme keine Beziehungen. Ich würde ihm raten, sich auch dort zu bewer- 



ben« 



Es empfiehlt sich übrigens Inmer hier in Schweden, neben dem 



deutschen Löbonslauf auch einen englischen beizufügen« Es kommt sehr 
häufig Verwendung ausaerhalb des Landes in Präge, für die Insbesondere 
die Kenntnisn der englischen J^prache entscheidend ist« 

Es ist mir femer aufgefallen, dass der Lebenslauf nichts über 
dlo Punilienvoi^hUltnisse und über die Grinde der Auatvanderung aus 
Deutschland enthält* Es kann von Bedeut\xng sein, ob diese politisch^ ode: 



I 



- 2 - 

* 

rastenmüaalco sind, wobei in manolTÄn Borufan so^ar dlo w«6€»n ihror Rasse 
Vortrlobonon odor Ihres Olaubona Vortrlobenon vor den weson polltiooher 
BetätlgxiriG Atascowandorton den Vorzue haboi, 

tJobor Ilorrn DoliroaboBh ooiu^olbo loh Ilinon auf baoondoroin Bocon, 
well loh weiss ^ dass Sie Briefe Im OriGlnal woiterzucebon lieben. 

Mit horzllohem Gruss 

Ihr 



c 



Lob ons lauf \7'unsch£;0mllss bolr;erU£t, 



4 



I 



Frau Nettle Sutro, 
MUhlobachstrasae li+O, 
Zürich. 



Jönköplng, den 26. Oktobor 193 8« 

Bninnsgatan I|2. 



»M**MMMa 



I 



• 



• 




Llob8 gnUdige Frau, 

Zu der von Ihnen bezeichneten Firma ASEA, die die grösste elektrl- 
ache Baufirma in Schweden ist, habe loh persönlich fjarkeine Bozlehunsen. 
An sich ist die AS3A voll beschäftigt, und ich könnte mir sehr wohl vor- 
stellen, das3 für eine sehr hoch qualifizierte Kraft Bedarf vorhanden 
ist. loh würde glauben, dass es zweckmässig v/Uro, wain der Lebenslauf 
zu diesem Zweck noch in einigen Punkten orgUnzt würde, vor allen Dingen 
duroh Beifügung von Unterlagen über die eigenen Erfindungen, die Ja gar 
keine Geheimnisse nolir sind, nachdem sie Vorwond^jing gefunden haben, 
sowie durch Angabe über die Spraclikenntnisso. Herr Lilientlml könnte 
unter Bezxxgnahme auf das So^ireiben vom J. August diese Angaben noch na eh- 
re i chen . 

Ich entnehme aus dan Lebenslauf des Herrn Lilionthal, dasa er 

auch auf dem Schlichst romgebiet längere Zeit tätig war. Ich könnte mir 
vorstellen, dass die hiesige grosse Schwachstromfirma A.B. L.M. Ericsson, 
Stockholm, für ihn In Frage käme. Ich persönlich Iriabe auch zu dieser 
Firma keine Beziehungen. Ich würde ihm raten, sich auch dort zu bewer- 
ben. 

Es empfiehlt sich übrigens Immer hier in Schweden, neben dam 

deutschen Lebenslauf auch einen englischen beizufügen. Es kommt sohr 
häufig Verwendxmg «umaorhalb des Landes in Frage, Tür die insbesondere 
die Kenn tnias der englischen Sprache entscheidend ist. 

Sa ist mir ferner aufgefallen, dass der Lebenslauf nichts über 
die Familienvorhältnisso und über die Gr'lndo der Auswanderung aua 
Deutschland enthält. Es lainn von Bedeutung sein, ob ditM polltiacte oder 



N. 



- 2 - 



1 



rassenmiisslge sind, wobei in manchon Borufen so^jar dlo wogon Ihror Rasse 

Vertriebenen odor Ihres Glaubens Vortrlobanen Vor den wegen politischer 

,1 >• 
Betätlcung Aiiseewanderten den Vorzug habon. jt \ 

Uebor Herrn Dolirenbiath schreibe ich Ilmpn auf basondorum Bocen, 

well loh weisg, dass Sic Briefe im Original weltergucebon lieben. 

Mit hQrzli'chem Griiss 

! Ihr. 



f, ■ 



Lebenslauf wunschgemäss beigefügt. 



\ ■■ \ 



r 



NOTGEMEINSCHAFT DEUTSCHER WISSENSCHAFTLER IM AUSLAND 



Ihr Schreiben vom : 
Your lettcr of : 

Unser Zeichen : 

Bitte in der Antwort angeben. 

Our Ref. : 



6. Gordon Square, 
LONDON. W.C. I. 

Tel. : Museum 3559. 

Pate: den 24.X.38 

Zweigstelle Zürich 

Löwenstr. l/lV 



4 



Herrn Dr. Hanns Schaeffer, 
Brunns dat an 42 
Jenkgping 
•Schweden. 



i}-t-^(^^ 




10. -I 



9 




Lieber Dr. Schaeffer, 

Kachdem ich Sie solange nicht mehr bemüht habe, komme ich heute 
gleich mit 2 Bitten. 

Ich sende Ihnen zu Ihrer Ori-f^^i^^!^;:ß^^^!;/?J?^^|J?f IgSo 
Herrn Ing. Lilienthal . Herr Lilienthal hat für Febr. ly^y 
die Ausweisung aus aer Schweiz bekommen, weil die iirma 
LflTidis Sr Gvr. ZuF, schweizer Ingenieure anstellen soll. 
Se Firma versucht noch einmal bei den Behörden zu intervenie- 
ren, aber die Aussichten scheinen sehr schlecht zu sein. 
Herr Lilienthal macht einen besond..rs guten c-mdrux^k und_ 
es liegt mir sebr daran, dem kann mit seiner Frau und seinem 
5 jährigen Kind zu helfen. 

Gleichzeitig lege ich Ihnen noch eine Brief copie einer schwe- 
dischen Firma an Herrn Lilienthal bei und ^^^hte Sie fragen, 
ob Sie Beziehiiien zu dieser Firma haben und ob Sie etwas da- 
für tun können. 

Ausserdem habe ich noch einen anderen Schützling, HgBS 
DohreHbusch , ein gelernter Eisendreher, dessen Lebenslauf ich 
Ihnen auch beilege, und der in der Schweiz auch nicht arbeiten 
darf. 

Wäre es Ihnen möglich irgendwie zu helfen? Ich wäre Ihnen 
sehr dankbar, wenn ich recht bald etwas von Ihnen m diesen 
beiden Fällen hören würde. 

Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich den von Ihrer 
F?au empfohlenen jungen Mann bis jetzt noch nicht sprechen 
ko^te7a?er ich bin so mit Arbeit überlastet, dass mir kaum 
mehr freie Zeit übrig bleibt. 



^%ud^^ K 



■«■echt herzliche Grüsse und vielen Dank im voraus 



y 



^VVtVl/^4</t^ 



oCki^^ 



H0TQäi«i^3llAFT DEUTSOr.cR V^SSENSCHAFTLEf 



JönlcöplnG# den 6. April 1958. 
Drimnajatan ii2t 



Prau Dv. llettle Stitro^ 
Zur 1 c h. 
HnHIeEacI5T5stsse lli.0 



kf f^J2^y^''^ 






V 



I 



t 




Liebe gnädlGO Frau, 



Anbei den Scheck in Hölie von SPra» ll«-# 



Herzlichen Gruss 



Ihr 



Anlage (Scheck Ho^ B 15729l0A55*125) 




K 



^<-'^Z..^,r''^ 



Jönköplnc* don % April 1958, 



Pxwii Dr. Nettio Sutrc, 
Zürich« 
MlilLiiO'a^ciistrasso iJ+O. 



c 



<: 



Ilerslichon Dank für die Erlodicvmc der Buclisoadxine* loh 
schicke Uinen don Schock darüber morcon* Ich wollto Slo aber in 
der Anßaloconliolt Dr. Illrschber^ nicht w^rton 3ÄSßon# Ich sondo 
di©son Bi-'iof auch iinnlttGllnr an SiOji da os ,^a keimen Sinn liat, wenn 
loh Drt H. olne :^.clho no::-atltlvo Auskünfte übcmlttelet In Falle 
dass loh otiv/aa poeltlvos fUr Um höre, wordj ich unmittelbar an ihn 
schreiben. Xfn Ihnen aber unnütae Schi^elborcicn stj, ersparen, f U^e 
Idi einai l>ur-hsolilac; dieses Sclirolbens bei, den Sie ih^i da . In 
Oricinal v/oite reiben können* 

Die VorliJiltnisae liior In Schweden fUr einen l^nn mit der 
Vorbildvins und Lolctiini:, wie sie Dr. lU Imt^ l:onno ich selir c^nauj 

da - Y/ie Sie sich denken können - eine Fülle meinar f rlüioron Mltar- 

so^ar solche 
beitei^ von einer, ci'ossen internationalen Ruf und auch solche, die 



mir peröunllcli selir nahe stehen j in G-^iolier Gacho an mich heranßO- 
treten sind* Es ist nicht schwer, nach Schweden zu einen vorüber- 
Gehendan Auf entlialt zu kauuen« Es ist jedoch selir schwer, die Auf- 
entliultsgenehnicunc und fast unmöglich In einem (jelsti^on Berul' die 
Arbeitssenelmicnnc t'm bekonr^n. Auch loh seibat muss Jedes Jalu:» für 
meine Familie und rnldi \mi Auf ent^mltSGenohmicunG unfl für nlolis olbst 
um Arbeltsconelimigunc erneut elnkormen, obgleich idi auf Qrund sehr 
alter Zusarxienarbelt und gov/lsser Loistuntien für Sclweden über die 
besten Dezlehuncon verfüge« Von don anderen Herren Mhnllchsn DetU- 
tlGuncöboroiclis wie Dr Ilt, die Ixierher cotommon sind, Imt ein Jünc«- 



< 



• 2 - 



Frau Dr. Kottlo Siitro, ZUrloh. 



54.I95Q. 



>v > 



Q 



C 



ror alle Examina lachsemacht und nacliiiar olno Tütlgkolt In Zusanmon- 
hanc mit der Jüdischen Gemeinde In Stocldioln ^erundon. Ein anderer 
liat eine toh Halbjalir zu Ilalbjalir verlUncerlmre Genolmicwc, slc^- als 
Ilandelaacent zu botiltlcon. Ein Dritter, der auf dem Batentceblet viel 
publiziert hatte, Imt eine kleine Anatellxms bei einer Patentes sellachafi 
Gefunden? d»» sind die olnzicön Flillo von soltp vielen Versuchen, die 

bisher ceglückt aind. 

Als "Berichterstatter" hereinzukomartn und danach etwas anderes 

zu nachen, warde von vornlieroln eine sel^r starke G lorschaft der 

schwedischen Behörden hervorrufen. Ich kenne einen Fall, wo eine Ver- 

lüutung, daao so etwas beabsJ.chti£,t war, bestand und wo der Dotroffendo 

mit seiner Prau bei so?.ner Landung: l'.i Göteborß fastcehalten xmü sofort 

riach En-land zurUckc:«wndt wurde. Dabei handelte es sich hier um 

jeniind, der als I.Ietallarboiter tüti<r. werden wollte, ein Boruf , in dem 

hier ein r.owisser IJedarf besteht. .E.i Ist also fllr einen Ilicht-Schweden 

in einem geistigen Doi-uf so -ut wie ausceschloasen, die Arbeitamörlich- 

k«lt zu erlanr.en. Wann der Ilex'r als Beriohterstdttter fest angestellt 

ist und daraus sein© BeaUr.0 hat, ließt das natürlich anders, vrell man 

einer Zoltunc so ann^tthen, wie es die I^aselor IJatlonalzeltuns Ist, 

Aber 
eine UnterlÄlttuic oinos I^richteratatters nicht ablehnen wird, /salbst 

wenn eine Arbeit SGenohraigunc zu erlancen wUre, so ist damit noch lanc® 
keine Ji^torl^rliv^une in Arbeit erreicht. loli liabe auch keine Bezie- 
hBnGon, die ich in diesem Sinne ausnutzen könnte, und ich enr/Ulinte be- 
reits, dass elnlt-e Versuche dieser Art mir bereits foiaG© schlafen sind, 
und zwar aus Gründen, die In den Generellen Anschauungen über BeschUf- 
tlgung ausländischer Arbeitskraft hier llecen. 

Es tut mir sehr leid, dass ich Ihnen keine andere Auskunft 



( 



- 5 . 

Frau Dr. llottlo Sutro, ZUrlch. 



5.I|..1';5C. 



gobon Icann, abor oa wUro falsch, in Hoi^rn Di». II, 



rtunc«ti SU or- 



f 



t»»ok«i, dlo naclihir ao i;pat v;1ö sidior enttuu»olit word-m niUoaon, 
Wenn Dr, II, oolbst VorbitiditiGon lat, durch dio er in Schwodon V^irzol 
achlacen kann, wlo ich aus dera )].. -letzten Absatz Ihroa Solirolbens 
«itnohiae, so will Icda ihn natürlich mit ko'noni '»^'ort GO*^-'"»dort liabon, 
olne sololio M>olichkolt auflssuni^tzen. loh Imbe aber atarko Zwoifol, 
ob 03 v/irldlch oino !?."3iiclil:.oit ist. 

Mit horzllohoni Giniaa und Dank auch an Iliron l'tann fUr solnon 
Brief vom 3. April, dor raich otwan borulaict Imt, 

Ilir 



t 



f 



Dr. NETTIE SUTRO 



Zürich, den 2 «April 1938 
Mühlebachs trasse 140« 



I 



Herrn Dr.Hans Schaeffer.Brunnsgatan 42.Jönköping/Schweden. 



Lieber Doktor Scliaeffer, 



I 



• 



^-^ 






Ich komme heute mir einem grossen ^Anliegen zu Ihnen, sozusagen als dem 

letzten Rettungsanker, , ^ . . , . 

Bitte lesen Sie die heiliegenden Briefe und Belege durch, die ich mir - 
wegen Zeitersparnis, die heute dringlicher ist denn je, beizulegen erlau- 
be und lassen Sie mich nun hinzufügen, was ich so gerne von Ihnen hatfe: 

Sie sehen dass Dr.Hirschberg schon vor dem II.März ein Sorgenkind von 
mir war und n4n natürlich ein noch viel grösseres geworden ist.Sr 
befindet sich z.Z. in Basel, wo er nicht mehr lange bleiben kann. 
Er hat sich nun als letzten »ersuch ausgedacht nach Schweden zu gehen, 
was uns auch sehr richtig vorkam.Sr besorgte sich von der fasler iia- 
tionalzeitung die Bestätigung als «Berichterstatter", aber zu einer fes- 
ten Anstellung in diesem Sinne war die Redaktion nicht zu bewegen, 
V^^nn nun Dr.^irschberg mit einem solchen Papier vielleicht noch hinein- 
gelassen würde, so könnte er sich bestimmt nicht "niederlassen" und das 
ist in diesem Falle unerläss]>ch,denn an eine dritte Emigration kann 
und darf bei diesem Manne nicht mehr gedacht werden. 

Es wäre nun wunderbar, wenn Sie in Schweden für diesen sicherlich hoch- 
bef'abten Mann, den Sie vielleicht kennen, sine Arbeit beschaffen konn- 
ten, Ich weiss nicht, ob Sie selbst eine Hilfe brauchen oder ob Sie ihn 
irgendwo zur Propaganda, Devisenrecht, organisatorischen oder mehr kauf- 
männischen Aufgaben unterbringen könnten. 

In diesem Falle müsste die Firma ihm einen Arbeitsvertrag schicken und 
bei den Schwedischen Behörden seine Einreise, sowie die Aufenthaltsbe- 
willigung verschaffen, ^ .^„^^ 
Haben Sie irgenÄeine Möglichkeit das von Ihnen hiermit Erbetene zu 
beschaffen? Dr,H«s Reserven sind erschöpft, das Letzte wurde nun in 
Wien "versiegelt", aber wenn er konkrete Aussichten hätte, würde man 
in Gottes ^amen die Reisespesen etcwohl noch zusammenbringen. 




Um das Ganze zu erleichtern, bitte ich Sie direkt mit Dr^H;_Hirschberg 
Basel. Spalenvorstad1i„35L.in Verbindung zu treten und mirledigiich den 
fechscTiTag~"lHreF Britfe zu senden. Ich wäre wirklich glücklich, wenn Sie 
in diesem Falle tfent Wendung zum Besseren, wenn nicht zum Guten herbei- 
führen könnten, , .. , ^ ^ 
Dr.H, hofft inständig auf baldige Antwort und mochte so gerne noch 
vor dem 25, April in Stockholm sein, weil er da einen Herrn treffen könn« 
te.der Ihm in Schweden auch noch einige Verbindungen schaffen könnte. 

Obwohl wir viele sehr schwere Fälle haben, so ist der eben skizzierte 
einer der schwersten, weil ein so hochqualifizierter Mensch so vom Pech 
verfolgt war. 



Wir haben Ihrem Freunde das Buch nach Berlin geschickt und dafür 
H,- Frs.s, bezahlt.Hoffentlich hat sich unsere Freundin Cora inzwi- 
schen etwas erholt. 



In der Hoffnung recht bald von Ihnen zu hören, grüsst Sie und die 
herzlich 



Ihren 



I 






/ 



Jöiiköplne, den 5I. Mrz I958, 
Brunn 3 ca tan 1^2 • 



Herrn Dr. Erich lüitzens teln> 
M'Jhle"ba chatras so liiO, 
Zürich. 



»mmmmmmm 



t 



• 



• 



Lieber Erich Katzönstelni 

Mit riolnan Brlof vom I7. IiEirz liabo Ich S^.o schon oi.orial 
belästigt. Ich bin aber bisher oline olno An^^abe dos Betrages , 
den Sie fUr mich veraualagt haben. Da ich ein zartos Schuldnor- 



j^owisson liube, ist mir dieser Zustand nicht ancenehmj also bitte 
teilen Sie mir bald dan Betrag mit. 



M 



In Ihrer Eigenschaft als Exponent der Noti:eneinsclmf t 

Sie >. 

Deutscher V/issonschaf tler im Auslände möchte ich/mit einer Fra^e 

M 

bemUlien, die mir selir am Herzen liegt. Es handelt sich xm meinen 
Bruder, den frUlioron Studienrat Dr. R\idolf SchUffor, der sich auch 
bereits an Herrn Demuth cewandt hat. Horr Damuth hat mir raje- 
sagti sich nach aller seiner Mönü^hkoit fUr ihn einzusetzen. 
Ich nehme aber an, dass Sie als kontinentaler Zwelc des Unterneh- 
mens noch eini£;o andere MÖ£lichkeiten haben und wende mich daher 
unmittelbar an Sie. Einen Lebenalatof meines Bruders in encliecher 
Sprache sowie Durchs c lila g seines Schreibens an Herrn Demuth füge 
ich bei. 

Mein Bxnider war Jetzt eine V/o che bei mir. Ich bin dabei 
zu der üeborzeugung gekommen, dass es doch, wenn irgend möglich, 
für ihn das Beste wäre, draussen eine LehrtUtlgkeit zu finden, 
mag diese nun mehr auf wlssonscliaftli ehern oder mehr pUdagogigchem 
Gebiet liegen. Zu Jeder Umstellung ist er ohne weiteres In der 
Lage*. 






f 




- 2 • 



üerrn Dr. Erich Katzonatoln, ZUrich, 



3IO.I95O 



Dftsa OS sehr sclwer Ist, asur Zelt elno solche Täticlcolt 
EU finden, ist mir bomxsstJ, aber loh weiss auch anderorsolta, dass 
man bei der Elnoetzrung der nütlcen Intonaltüt viele Dlnco erreicht, 
die man von vornherein fUr munÖElloh Goi^lt«n hätte. 

Da ich Ihre IntensltUt kenne, wende ich wich In dieser 

AnGOlöGOJ^ioit an Sie. 

GrUoaon Sie Il\ro Frau rocht herzlldi von nlr und aucla von 

meiner Frau, 

Ich iTalte oa fUr nüclich, daaa ich in mi " liG® Ta^o in 
Holland aoln werde J dann werde ich nicht verfehlen, Iliren Sol-vn 



a\ifzuauoh«i# 



Ilerzlicliat 



Ihr 




Anlagen 



Jönköplnc, den 17. mrz 195a, 
Bmuaasjatan i|2. 



Herrn Dr. Erich Katzen stein, 
MUhletachatrasae li|.0, 
Zürich. 



>«»••> 



t 






Lieber Erich Katzenateln,. 

Ich aonlco noch com an den rtail^on Abend In Ilirom Hause 
und an den CQwolnsaraen RUckweg nach meinem Hotel. Inzwischen Imben 
I sich voracliledone Dinco von £;;ro3sor Bedeutunc zoigetraeen, über die 

wir damals beroita «prachen, deren Eintritt vind deren Pollen wir 
ab«r noch nicht genüGond übersehen konnten. 

Darf ich Sio heute um eine Freundlichkeit bitten? Im Ver- 
laß« von mx Nlelmns, Zürich und Leipzig, lat ein Buch erschienen 
von Pellx Pinner "Die grossen Weltlcplsen**. Dieses Buch möchte loh 
radnan Freunde, dem Professor Herbert Doi»n, Berlin, Anabacherstrasae 
5, zum Geburtstag am 21, MKrz schicken. Ich wttro Ihnen selir dankbar, 
^'{rfnf '^^^T^" *®^^ ^^° ^" Z^lch das Buch in Bestellung: Go'ben und bezahlen würden 

i Jörn und mir alsdann aufgeben, was Icli Honen schuldig bin. Ich verswe- 

Che pUaktllcho Boi^loichuaga In Deuts ciaand fcst oa meines Erachtens 



ondun 
VG r a nla g g cn , s ovri c 



t 



nicht zu bokoi^men, v/oil der Verfasser zu den porsonao minus jrataa 
gehört. Nelunen Sie herzlichen Dank für Ihre BamUiiungen. 

Es dürfte Honen nicht bekannt sein, dass unsere Freundin 
Cora Berliner in den letzten Wochen ziemlich lo^nk gewesen ist, 
Sie hatte elneimlt hohem Fieber verbundenen Broncliialkatarrh. Die 
algentlioho Kranldieit acheint jetzt behoben zu sein. Sie ist aber 
noch sehr schwach. Vielleicht schreiben Sla ihr einr.ial einige Zei- 
len, Sie würde sich bestimmt sehr darüber freuen, 

mt herzlichem Gruss, auch von laeiner Frau und an die Ihre, 

Ihr 



l 



t 



• 



Jüiiköping, Ist Növombor 1958, 
Brunn 3 ca -an 1^2.* 



My dear Katz, 

We liave Just hoard frorc Mrs. Sachs about your mrrlaGO. 
We sliould llko to send you our best wlahos for your and Mrs. Katz* 
future, We are oonfldent tliat your personal qualltlos both of the 
braln and of the still moro Important heart will oroate a aolld baais 
for their fulfllraent. Both Mrs. Schaff er and I hope very soon to 
have an opportunity to moet your Wlfo. T/o thlnk you will have to show 
her the plaoea of your former so successful aotlvity. Tlie oriralnal 
always returns to the soeno of the crime. 

I will bö very pleased to hoar from yoa about your work and 



your llfe. 



Kindest rosarda. 



Yours sinoorolyji 



> 



Dr. Hans Schaff er 



Jönköpinp, August 23, 1938 
Brunnsratan 42 



Kathan Katz, Esq. , 
Pari s 



{ 



Since I sa^ vou last in Paris I bave heard nothing fror;; you, 
thou^h I wouia be -reatly intf?restei in learning your imprsssion 
of the sscond part of the rMan-conference -nd the neyt steps 
to he taken. 

However, all this is nnt the purpose of tbis letter. It deals 
with a much skalier hut for the people affected not lens 
important matter. You vdll ro.'!3e.i;bf?r my cid friend, :.irs. Elise 
Sachs, for '^hon I hrve twice b^fore nsked for ' nd received 
ycur efficient help. ?;hen s^;e receatly called for h'^r raonth- 
ly subsidy of 700 frcs., 3:.e was inforiüed by Vr. "ahn th-t 
this was the last tir.e any moncy would be grant-d to h-r. 
You can i.ma<^ine hoi» much this announaement has depresped 
her, particularly as she has juf^t ftad the first occasion to 
earn a little money by her own work, i.e. 2ö0 frcs. She hopes 
to increi-'se her earninp possibilities during the following 
months - but you may believe th t this is not an easy under- 
takin? - and not at all a certain one - for a woman of h^r 
a,^e and background. Howevar, it may be the Vj;:in.':ing of 
her buildinr up a new existence. If f- e help which .Vrs. Sachs 
has receivsd up to now was cut off, it would be a catastrophe 
for her and would rob her of all hopes ever to be able to work 
for a living again. 

I would be v'^ry thankful to you if you would kinily use your 
influence to prevent such a developr^ient and to secure for 
Mrs. Sachs for some rnc^re months the fin;.ncial help she has 
had up to now which she needs so badly. 
I hope to see you in Psris ^uring September or Octobor. 

"ith kind regards, in 'fhich m§[ family joins ire, 

sincerely yours, 




I 



JünköplnCf 7th June 1958. 
Bminnscatan U2. 



Matlmn Katz Esq^, 

Anerican Joint Distribution CommlttöO, 

19 f Ru6 de TÄhSran, 

Paris Oi&me» 



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Dear Katz, 

Beforo laavln£; Paris on 26th tey I triad to 300 you 
*caln and to c>^t inTomation about yoiir London inpressionSi but 
I was told by your aocrotary tliat you would stay in r:ncland for 
anothor fortnici^t, Meanwhile I rocoivod sono letters Tron 
Adler-I?udel wlxich woro of ijroat intorost for ne. I hope to soo 
hlm one of tho next weo: 3 to treat v;ith hini tho queations which 
rxay play a rolo In the Evian Conferonce* 

I can not yot aay whtn iny Roiunanian necc^ciatlons will 
Start again and when I sliall l^ave to ^o to Paria • For tliis 
reason I want to cet your attention for ono of wy favourite, "p^ob^^^o'es'] 
Krs. Elise Sachs, for whom you wore so helpful onceboforo« I 
enclosa a letter written by hör to you during my stay in Paris • 
I intended to discviss tho matter porsonally with you* Slnce than 
the probloin haa becoine more ur^jent, ao I undurstand fron a letter 
which I roceived this morninG , the or^anisations stopped their 
help for Ivirs. Sachs loavinc her without any means cf livelihood* 
It may be that this statenent is not quito o:xact. You Icnow that 
persona in diffioult situations are inclined to becone also unjustj 
you will a^ree with me that one lias to forclve them on account of 
the circumstances» Anylttow I should be very crateful to you, If 
you would ask Li^s. Sachs to soe you lumediately af ter your return 
to Paris and to form an opinlon for yoiu^self in wlmt form ahe may 
be helped. 



z « 



Hathan Katz Saq,, Paris. 



7th Jiuio 1958, 



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Urs. Sohärfor and Renate to whorri I have told about 
your onGÄoOmont send you tholr best wlshes on thls occasion. 
I will alao v/rito and toll Llarlanne about it In a day or two^ 
In tho catie you liavo not alroady done 30 yoursolf , but I am 
not surc that my lotter will reach her whlle sho Is «tili In 
Hew York, as she ray croas about 20 th Juno to spond her holldaya 



Wltll U6« 



I hope to See you In noxt ^eek in Paris, 

Wlth Id.ndest ro,:ards, 

Yourc slncoroly^ 



Encl. 



ii 



Jünl:öplnc# 7th Juno 1958# 
DrunnsGatan 1|2» 



Natljan Kiatz Esq.^ 

Amerloan Joint Dlsurlbiitlon Cornmlttoo^ 

P a !• 1 fi OlÄniOt 



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Boforu luavin/; Paria on 26th IiSay I trlod to 000 yoii 
aglRln and to c^t Information about yoiir London inprosclonS;! but 
I was told by youi"* socrotary fcbjat you v/oiild Btay In Hnc^and Tor 
anothor fortnlciit. Köanwlillo I rocelvod aono lottoro Tron 
Adlor-Iludol \7liloh woro of c^öat Intoroat f or nio# I hopa to soo 
hin ono of tlio next wool s to uroat vrlth hin tho quoatlons wlxloh 
riay play a rolo In tho Evian Conforonce* 

I oan not y«t say vhen ny Kctunanlan noc;oclatlona will 
Start agaln and when I sliall xiavo to co to Paris. For tlila 
roaaon I nant to c^t your attention for one of iny favourlto, '^rob^jdeG 
UvQ. Elise Sacliflj for v/licn you woro so holpful oncoboforo« I 
onolose a lotter wrltten by her to you durlnc my stay In Paris • 
I intondod to dlscuss tho nxattor poraonally wlth you, Slnoo tlion 
tho problon hao booorao moro ur^^ont, ao I iindorstand fron a lottor 
will oh I rocolvod thls nomine $ tho crcanlsatlons otoppod tliolr 
holp for Mrs, Saclis loavlnc hör wltlio\it any moans of llvollhood# 
It may bo tliat tliis atatomont li not qulto ^j:^ct# You know that 
porsons In dlffloult Situation« aro incllnod to bocono also unjustj 
you will a^roo wlth no tliat one lias to fbrclve then on account of 
tlio clrcttrristancoa. a\nj^taow I ßhould bo vory ßratoful to ycu, If 
you would ask Mrst Sachs to aoo you Innodiatoly after your rotum 
to Paris and to form an oplnlon for yoursolf In wlmt fomi sh« laay 
bo holpod« 



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.. 2 • 



Nathan Katz Soq., Parlo, 



7th Jiuio 195O. 



Mra» Schilf for and Renat© to whon I havo told about 
your onoacaiient aond you tliolr best wlshoa on thls ocoaslon. 
I will also writö and teil Marifvino aboul; it In a day or tvro. 
In tho oaae you, havo not alroady done so youraolf, but I am 
not sTire, that tsi^ lottör will roadh hör whllo sliO Is atlll In 
Umt Yoi'k, *■ cho rjäy Ci^sn abcnit 20th JVmo to npond hör lioliaayo 

Wlth 113« 

I hopa to soo you In noxt ifook In Paris. 

WltVi kindaat rocards. 



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Yonra slncoroly. 



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BERLIN W 8, 27. Ükto-faer 193B, 

JAGERSTR. A9/51 



Lieber Herr Schaff er, 







seit einer Reihe von ..om-ten i^e^oe ich mir iiühe , für 
unsere nichtarischen .in^eatellten ..rbeitsrnöi-liclrikeiten iai 
Auslande su finien. .uu lueisten ::nte:ecenl:o;u:aen habe ich bei 
einer New Yorker .Bc^rJ: >_^efvnaen. 

loa habe in Schv/eucn noch keine Schritte i^etan, weil 
ich hier über die Taktik nicht klar bin, die zweckmassiger- 
v/eise an^iU'^enden ist. In dieser Be^Achung uiöchte ich 3ie 
uai Ihren Rat bitten, ^enn icn betrachte es als eine wirk- 
liche Verpflichtung, diesen uitarbeitern Arbeit zu verschaf- 
fen, und Sie //erden -anz sicher bereit sein, hieran niitz»- 

wirken. 

Ich habe für Schweden an einen unserer tüchtigsten Re£- 

ren ^edacht: Herrn Pritz .yelkanoz, Frontkämpfer, Offizier, 
Besitzer des Eisernen ^.rei-zes Srster ILlasse , unerhört fleis- 
sig, sehr intelligent und stets an den Posten verwandt, .vo 
die'..rbeit sich häufte. Ich kann Ihnen detailliertere .an- 
gaben über seine Fähigkeiten machen, sobald es nötig ist. 
Es genügt aber wahrscheinlich, zu sagen, aass er bei uns 
neunzehn Jahre angestellt war, und wir ihn zu unseren gröss- 
ten .Arbeitskräften, zu unseren gewissenhaftesten und am um- 
fassendsten durchgebildeten Herren zahlen. Herr .Velkenoz 
ist 45 Jahre alt. 'Ar unterscheidet sich von anderen An- 
gestellten dadurch, das3 er mit der grossen Gewissenhaftig- 
keit selbsttndigc-s kaufmannisches Urteil verbindet. 3r 
kann ebensosehr für eine allein leitende Stellung in einem 



S 



kleineren 3etriel>, ^lie für eine be^-iebi^e in einem orossen 
betrieb empfohlen werden. .iUch hut er einen unt,eiaein auf- 
rechten, bescheidenen, vernünftigen Charakter. Jedermann 
hat ihn tern und verltisst sich auf ihn. Sin Jesprt..ch mit 
Fxerrn Jelkanoz wurde jeaen ^ussenatehenden in den iindrur;:^: 
bringen, dass yllea, was ich Süge , richtii^; ist. 

Ich habe vve-'-en rierrn .velkynoz Herrn Jakob ./allenberg 
vor einigen ilonaten ge. schrieben. Sein Bruder antwortete 
mir, da33 Jakob verreist sei und die Angelegenheit notic t 

würde . 

Im voraus danke ich Ihnen auf's Herzlichste, wenn Sie 

sich um diese Sache küamiern .vollen. Uebrigens braucht Herr 
.;elk^no2 nicht zu einer 3an]< zu gehen. Ich bin überzeii^t , 
dass er genau so gut einen Holahandler, einen .varenhausfach- 
mann oder sonst etwa'^i unterstützen kann. Es gibt Leute, 
die durch ihre umfassende .Arbeitskraft una ihr gutes urteil 
überall zu brauchen sind. -Ver diesen kann mit 20 jähriger 
.irbeitserfahrung und stupender Arbeitsspannkraft anstellt, 
bekomtat jemand für gewiss billiges '^eld. 

üxit herzlichen Oruss ^ J 

Ihr y7 







D 



xierru jjr. üans ochaffer, 

Brumiögatön 42, 

JOEUKCülPIN's; 



Schweden. 



BERLIN W8 12. Ck bober 1558 . 

JAGERSTR. 49/51 




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Lieber Herr Schaf fer, 

Ihre Zeilen vom 5.d.L-ts. bewiesen deutlich, 
wie überlegen der deutsche Intellek:t de.,a schwedischen ist! 
Der deutöciie Schäffer war wesentlich kluger als der schwe- 
dische. Sonst hfitte er mich nicht misverstanden! 

Hoffend, diese feihgeistige Uebung demnr chst 
mündlich fortspinnen au Icönnen, verbleibe ich 

mit herzlichen Grüssen 

Ihr 




Meine Frau ist z.St. zu Besuch bei 
McKittricla in üagland; ihre Adresae 
lautet: o/o.Mra. McKittrick:, 

Bast Grrinstead. 



1 



Herrn Geheimrat Dr. H. Schaff er, 
Brunnsgatan 42, 

Jönlcöpin,:, Schweden. 



I 



Jönküplns, den 6. Oktober 1950^ 
Bninnsgatan l4,2t 



Herrn Dr. Paul Kompnar, 
B e r 1 1 n W.8. 
acerstrasse Ij-^/^l 





Lieber Keiap, 

Herzlichen Dank für die rasche Erlodicungt- 
Ich bin nicht Direktor, dies für Fräulein Rudolf, - Mein 
Bedürfnis, über die neueren Entv/lcklun^en zu sprechen, löt 
nicht geringer als das Urirlge, zumal ich aus dem folgenden 
Satze Ihres Schreibens das Empfinden habe, dass Sie einer 
baldigen Untorhaltung mit mir bedürfen, da die geistige 
Autarkie offenbar auf die Dauer nicht beköimLich ist» 

Mit herzlichem Oruss 




P.S« 

Es fehlt noch die Angabe 
der Adresse Ihrer Frau, da Ich' 
ihr einmal stenografieren will» 



Ihr 




Jönköplns, don 6, ölctobor l^jO« 
3i«unn8£;at&n U2, 






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Ilarrn -^r, Paul Kömpnor, 

B '3 r 1 1 n W « ^'_ ._ 




L.l0b«r 



norsllch«n Dank für dl« raaoha Erlodl£::unG,- 



loh bin nlüht Dlroktor, dlo» für FrUuloln l^adolT, • lltln 
Bedürfnis» Ubor die nouoron Entwl okluni-on zu 3pr«oh«u, ist 
nicht garlncor &ls das Ihrig«, sBuraal ich aua d«m folgenden 
SatEo Ihres '.ohrslb^ns das Tiinpfindon hubo, daaa Slo elnor 
baldii:on rntorhaltuae mit mir bodUrfon, da dl« ^9Utlre 
Autarkie offonbar auf dl« Dsuer nloht bekönmlloh Ist, 

mt horzllohom Oiniss 



Ihr 



P S 

Es fehlt uoch dl« Aneabo 
dor Adroaao Ilu^or Frau, da loh' 
Ihr olnxasl «tsnoijrafieron will« 




h 



BERLIN W 8 

JÄGERSTR. .^Q/Sl 



}J.-H ' 



3.0kt:ober 1938 






Lieber Herr Schyffer, 

Auf Iure Zeilen vom 30.v.Mts. darf ich erwidern, 
dass Sie sich an. diese Sache nicht zu tcüiracern brauchen. Ich 

werde fdr Erledii-anj sor„ei.. 

Sie wv^rdea mir ülc^uoen, dass es rr.ein Bedürfnis 
ist, mich mit Innen über die neuerliche Entwicklung der 
Dinge zu unterhalten. Dem grossen Sieg de^ Führers entspricht 
der grosse Sieg des Friedensgedankens. Ich hoffe, Sie recht 

bald eimaal zu sehen. 

Herzlichst Ihr 




>€^ 






Herrn Direkctor H^ns Schaff er, 
Brunnsgatan 42, 
Jönkcping. 



i 



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JönköplnCf clen JO. Soptonbor 19?Gt 
Brunns Ga tan 1^2. 



Horm IP. Paul Kor5>noi^t 
Mendel SS ohn & Co« 
D o r 1 1 n W. 6# 

■»a m II ■^1111 !■■■■ ■! w * ■ <w 

JUi^orstraaso 





• 





Hobor Ken?), 

Haute riiaa loh 31o In öiaor persönlichon, nlr sohr poln- 
liohon Ancolocorihoit bonfilhan. 

löh liab« nlr In den loteten Tagen die Ssion bola-^nnton 
alten Brlofe und Sohrlf tstUcko aua dorn Sufe In Aitistordam solilckon 
lasson, woll loh sie flir einen Artikel über die völkorvorsühnoado 
Arbeit da» alten W. zu dessen 75. Oeburtotac benütlcte. 

Daraufhin erhielt Ich den bei liegen den Brief vom 29« Sep- 
tember, loh nehme an, dass es alch hier nur un einen Irrtum einer 
nacligeordnoten Stelle handelt. Ich habe diese Untorbrlncunc «ior 
Schriftstücke, die Ja, wie Sie wissen, einen raaterlellen Wort nicht 
boolteen, l'.Trior als eine rein freurxdsohaTtllcho AncoleGonheit ance- 
sehen, zuciil mir In keinem Jahre eine Mitteiliariß Über entstandene 
Safooyoson zrai:ozQXiCQn Ist, auch nicht In den Jaliron, In donon loh ein 
Konto bei der Amatordaner Pirna unterhielt und Ataroolinungön von Ihr 

regelrailsalg onpf Inß» 

IFatte Idi eine solche Hittellunc erlialton, so hätte Idi die 
Sctirlft Stucke HnverEUglloh fortcenonnen und sie hierher UbemoCTiion, 
da ich sie hier In den reichlich z\xp VerfUcung etehenden Safes von 
I, ri'ouger Jederzeit kostenlos hätte unterbringen können, 

loh bitte Sie also, die Sache fi^undllolat In Crdnunc sm 
bringen und mir davon Mlttellxang zu nachen. Die Uebersondungs Spesen 
werde ich naturgemliss wie in den bisherigen PUllen prompt entrichten. 

Andererseits möchte loh Ilinen selbatvorstUndlldi keine TJnan- 



3 




9 



•» 2 •• 

Mbnllohltelton Rachen. Wonn 3le also die AnceloGon'aolt In Amstor» 
dam anders darcestellt haben, so «ft» ich oben In olnon - wenn auch 
recht koataplellcon - Irrtroa und osiss doaaon Polcon tracen. Meine 
waltansoiÄUllobi Elnatellung G«GonUbor dem Pinanekapltal In alli,o- 
lartnen und raolno rromdaclrnftlloho Einstellung g«8tnUbor Ihnen 
ia 1»8ondoron werden dadurch keine }jidoruncon einfahren. Nur werde 
Ich In zukUnfticon FUllen In meiner Aua druck apalao klarer aoln. 

Den 2. Safesdilllaool bat entwodor Fräulein Rudolf oder 
Prtiuleln Dartach. Slo laoaen ihn wohl von einer der Danen lierbol- 

acliarfen. 

Ich aohrolba Ihnen nUohatena einmal privat, und wor allen 

lÄBGon niüciito Ich Ihror Frau einmal virledor einen atenocraf Ischen 
Brlar aolirolbon. Slo laaeon wl oh wohl Ihre Adrosoo wlason. 

mt herzlichora Oruaa an Sie xmd Herrn Loob 

Ihi» 





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AnlaCQ» 



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Jönköplng, den JO. Sopteinbor 1958. 
Brunns ga tan l\2. 



Herrn TT. Paul Karapnor, 
Mendel SS Clin ': Co# 
B e r 1 1 n v^> \ 
Jilßorstrasso ^1 



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Llebor Komp, 

Heute imiss Ich Sie In einer persönlichen, mir sehr pein- 
lichen Ancelecenhelt bem?Jhen. 

Ich liabe mir in den letzten TaE«n die Ihnen bela^nnten 
alten Briefe und Schrlf tst'dcko aus dem Safe in Amsterdam schicken 
lassen, well loh sie für olnen Artikel über die völkerversöhnende 
Arbeit des alten W. zu dessen 75. Geburtstag benötigte. 

Dara\ifhln erhielt ich den beiliegenden Brief vom 29. Sep- 
tember. Ich nehme an, dass es sich hier nur um einen Irrtum einer 
nachgeordneten Stelle handelt. Ich habe diese Untorbrlncuns der 
Schriftstucke, die Ja, wie Sie wissen, einen materiellen 'A'ert nicht 
besitzen, irmor als eine rein freundschaftliche Angelecenhelt ange- 
sehen, zumal mir in keinem Jahre eine Mitteilung Über entstandene 
Safespesen zugegangen ist, auch nicht in den Jahren, in danen loh ein 
Konto bei der Amsterdamer Firma unterhielt und Abrechnungen von ihr 



regelmüsslg onpfing. 

Hätte ich eine solche Mitteilmg erlmlten, so hätte loh die 
Schriftstucke unverzüglich fortgenonmen und sie hierher Übernommen, 
da ich sie hier in den reichlich zur Verfügung stehenden Safes von 
I. Kreuger jederzeit kostenlos hätte unterbringen können. 

Ich bitte Sie also, dl« Sache f reundlic'nst In Ordnung zu 
bringen wid mir davon Mitteilung zu machen. Die Uobersondungs Spesen 
werde loh naturgemass wie In d«n bisherigen Füllen prompt entrichten. 

Andererseits möchte ich Ihnen selbstverständlich keine Unan- 



• 2 - 




f 



I 



nehrall chice Iten nachon. V/6na Sie also dio AnGeloGon'^-o^* ^^ Ainator- 
dam anders darcostellt habon, so war Ich oben In einen - wenn auch 
rächt koat3plollG«n - Irrtum vtni muss dessen Folcen tracon, Molno 
weltanschauliche Elastelluns GOCanUber dem Plnanukapltal im allc«- 
melnon \ind meine rreiindachaftllci» Elnstellxmc ce-onUber Ihnen 
im beaondoron werden dadurch keine Xnfteruneen erfahren . Nur werde 
Ich in zuk-linftlcon PUllen In meiner Aus druck awelso klarer soln. 

Den 2. SafeschlUssol hat entweder FrUulein Rudolf oder 
PrUuleln Dartach. Slo lassen ilui wohl von einer der Damsn horbol- 



schaffen. 



Ich schroiba Ihn«l nlichsteno einmal privat, und vor allen 
Dincön möchte ich Ihror Frau einmal wieder einen stenor.i^f Ischen 
Brief schreiben. Sie lassen mich wohl ihre Adrosse wltsen. 

Mit harzlicliem Oruss an Sie und Herrn Loob 

Ilir 




Anlage 



Jünköplng, den l8. »obruar I958. 
Brunns ca tan kZ, 



Herrn Paul Konpnor, 
Elchen dorff Alloo 2, 
Derlln-GlTarlottenbiirg 9' 



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Lieber Ktop» 

Da Ich In den nUc listen Wochen voraussichtlich nicht nach 

Berlin komme, möchte ich Sie um eine Freundllclil<olt bitton. 

Dorn untersucht als Grundlac© für eine Arbeit, die wir 
vielleicht zusainnen -laclion wollen, zur Zeit die Konvertloruncaco- 
brttuchd der ';7elt über schwebende Anleihen, insbesondere über Recie- 
runcaanleihen. Es kor.imt dabei darauf an, dass or in möcHchst viele 
Anleihekontrakto und deron Konvortioruncsbedlncuncon sowie Über die 
tatsUcliliche Itendlmbung der Konvertierungen einen Einblick nlnmt. 

Ich liabo Dorn eosact, aass Sie zweifellos Um erlauben würden. 
In Ilirom Archiv die entsprechenden Papiere einzusehen und dass ich 
de»we£;0n an Sie schreiben würde. Ich bitte Sie, ihn anzutelefonieren 
( B.5laJl3). Ich habe ihn Abs clor Ift dlesea Briefes zugehen lassen. 

yon n«lner Frau hoffe ich über Ihr und der Ihrlcen Erc^ea 
Näheres zu hören. Meine Frau schrieb, dass sie mit Iliror Frau zu- 
sammen war. 

Mit einem herzlichen Gruss an Sie und an Herrn Lob 

Ihr 



SVENSKA TÄNDSTICKS AkTIEBOLAQET 



(The Swedish Match Company) 

JÖNKÖPING 



TELEQRAMS: MATCHCO JÖNKÖPING 
INTERNATIONAL TELEPHONE:; 
JÖNKÖPING 200 



JÖNKÖPING 

, 8th Jfenxmry I958. 



HS/IB 



I 



ff 



11. K.M. Klndersloj Esq., 

Messrs. lAKard Brothors & Co., Linited, 

11, Cid Broad Street, 

Lon d on E.G.2. 

Dear Klndorsley, 

It Is a lonG tlme slnce I heard tvon you. I hope you are 

in the best of health, 

I tako thls opportun! ty to Introduco to you l!r. Gunnar 
Bersenstraiilo, I^nager of our Ptnanclal Department, who would liko 
to dlscuas with you tho cenoral flnanclal and economlcal Situation, 
especially tliat of Roumanla, where we havo, as you know, lar^e 
interest». He raay teil me after«irds your oplnion. I am ^olng for 
sone days to liucaröst and am qulte prepared to write my impreesions , 

If you are intoreated. 

From our frlend Goorc© Sharp I regularly rocelve Good nows. 
Ke has now In addltion to hla other professional and athletic occupa- 
tlona the dlfflcult task of being a husband and eduoatlng a dau^htor. 

Iloplne to soo you soon again, I send you my klndest roi-ards. 



Yours slnooroly. 



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Jönköplnc, den 12 • April 1950 • 



Herrn Professor Riclmrd Köbner, 

ITniveraität, 

Joriisaloin* 



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Lieber Ricliard, 

Wir haben lanc« nichts von einander cchürt, -and Ich belmlte 
OS oinor apiiteron Zolt , in der idi etwas wenicer boschärtict bin, 
vor, Dir olninal auafüJii'llch zu schroiben. Tolle nir, wenn Du mir 
diesen Brief beantwortoöt, mit, ob Doine Schwester 3tolze-3ohrey 



oder Elnheltsloirzschrirt lesen kann; dann orlodlGO ich es ain 

liebsten a\if dlo&en Werje, 

Zweck diese« Briefes ist, d«n Brief, den :ieln Bruder Rudi 
vor olnlcen Ta^on an Dich geschrieben liat, zix unterstützen. Du 
kannst Dir vorstellen, daas es fto Um nicht einfach ist, olne 
BetätlßuaGSMüGlichkelt Ira Auslande zu finden, und doch ist os un- 
bedingt wlchtlc, <^lasa sich eine solche AÜt^Uchicelt eröffnet, sol 
OS auf einem allGonoln pUdagoclschen Gobiet(> auf dem, wie ich 
glaube, aolne Hauptbegahunc ließt, oder auf wissonochaftllcheKi 
Gebiete. Ich weiss, daas os sehr schwer ist und dasa die orato 
Reaktion, wenn nan eine solche Anfrage bekommt, Immer helsstt 
"A^os GQ achlos 3 en". Ich habe aber an mir selbst in meiner ziemlich 
weit verzweigten Praxis die Errahrung gemacht, dass bei rulilgem 
Nachdenken ir»n linmer noch die eine oder andere Mögliclücelt sieht, 
und aus diesen Mögllchkeltotbraucht ja schliesslich n\ar eine V/lrk- 
llohkelt zu werden. Also tu, was l>i kannst und denlce darüber nacliC 

Una geht ea ruhig und gut. Ich iTftbe olne Tätigkeit, die 
Interessant ist, und das ist alles, was man Im Augenblick vom 



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• 



• 2 • 
Harra Professor Rlcliard Köbnor, Jorusalen, 




12.li..l95Ö« 



Ltben enrarton darf, nobst don Dlnson, dlo atsT olnor can« anderen 
Ebeno lloco^ ^1« Gesundlieit bei Panilie uav/, Marianne lat in New 
York und wird In Sonnor lliron Kuroiia als Sozialbeaintln beenden, dann 
auf drei Monate horkoa««n und naohlier dort eine praktlaolio Tütlckölt 
suchen und, wie sie bostinnt annlmrat, auch flndon. Rtnate studiert 
Oeocraphle und Meteorolocle In Stocldiolm und komnt Jet«t Über Ostern 
her. Die beiden J^lncston sind noch zu ISauae. Sie haben cerade neu- 
lich wieder einmal davon ^ßa-proohon, daaa doch keiner so gut wie IXi 
Schill er 'seil© Balladen auffUlu-en Ijann und dasa Deine Glanzrolle darin 
♦»Das beherrschte Sanos" war. Viellolcht liiast sich eine solche Vor- 
anstaltunc elanal hier wled«rholen. Ich nehme an, dasa Du Dich In- 

«wiachen äarln noch vervollkomnet haat.V/ir v;ürden uns ailo übor oinon 
Besuch von Dir herzlich f retten. „ » ^ a 

Kürzlich liattan wir Rasuch aua Deiner jetzlcen Leiws«, xina 

zmr einen Induatriellen, mit dem ich bomflich zu tun hatte und der 
orwUlinte, dass sich laaum einer ao ^ut wie Du In aeinon Vorleauncen 
mit den aDmclillclien Schwlorlckelton abgefunden hätte. Ich habe mich 
dÄrUbor besonders gofreut. 

Mit herzlichem Gruss an ^ich iind Deine Saiwoater, 

Dein 




h 



Jönköpinc, den 12 • April 195Q* 
Dminnsi^atan UZ. 



Horrn Pro^osöor Rlcliard Köbnor^ 
Jorusalon. 



ammumi^ m i !■ 1 * >■ 



Llobor Rlclmrdf 



1 



c 



• 




wir halDoa lanc© nlchta von elnanacr cohürt, und ich iDehalte 
ea ölnor «päteren 2:oit, In der ioli etwas ytonißev boschUftlct bin, 
vor. Dir einmal ausfUlirllch zu schrolben. Tolle nir, wenn Du mir 



diesen Brief beaatwortofct, mit, ob Dolne Schweator Stolzo-Sahrey 
oder Einheltsloiraschrlft lesen kanni dann orlodlco loh es an 

liebaten auf diesen Wog«« 

Zweck dieses Briofos ist, den Brlof , den nein Bruder Rudi 
vor oinicen Tacen an Dich coochrlobon hat, zu unterstützen. Du 
kannst Dir vorstellen, dass es fUr Hin nicht ©infach ist, eine 
BetUtlGunGsnüGllchkeit im Auslando zu rindea, uid doch ist es un- 
bedinct wlchtlG* tlasa sich eine solche MögJlchlcolt eröffnet, sei 
OS auf einem allcaieln pUdaGOGlaolion Gebiet, auf den, wie ich 
Glaube, aolne Hauptbogabunc lloct, oder auf wlßaonacliafjjllcriett 
Gebiete. Ich w»laü, daca oa aelir soliwer ist und daos die orate 
Reaktion, wenn n«n eine solche Anfrace bokorant, Irxier helsstJ 
"Aus Geschlossen". Ich Imbe aber an mir selbst in »«Inor zlonlioh 
weit verzwelGten Pmxls die Erlalunxnß GO«iftclit, dass bei ruhlcem 
Ifcichdenlcen mn l:nner noch die eine oder andere MöGllolüielt aielit, 
und aus diesen MÖGliohkeltn^raucht Ja schliesslich nur «In« Wirk- 
llohlcelt zu werden. Also tu, was Du lannst ;and denl<e darüber nach. 

Uns ßdtit es ruhlß und eut. ich lÄbe eine TUttclcelt, die 
Interessant ist, und das ist alles, ms man in AuGenbllok vom 



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2 - 



Herrn Proroaaor rdctiard Kübner, Joruaalom, 



12.14..1958. 



Ltbfln oivarton darf, nobat don Dlncon, dlo utif olnor 'jBinz andoron 

Ebeno llöGön wlo Gosund^xelt bei Fcmllio usv, Iferlanno lat In llow 

York und wird Im Sotinor lliron Kursua alo Sozlalboantln beondon, dann 

atiT drei Monate horkoririon tuid nachher dort olno i-iraktlfloh© Tutlcholt 

ouchon tüid, wie sie beatliTit annlirmt, axioh finden . Renate atudlort 

OöOQ^aplilo lind Moteoroloclo In Stoclilaoln und konrit Jetzt über Ootorn 

her. Die beiden JUn^aton sind nooli zu Hause, Sie haben Gerade nou- 

lloh wieder olnEial clavon ßoapvoohen, dasa doch keiner so G^t wie Du 

Solilller*scliO Balladon auTfUhron kann und dasa Deine Glanzrolle darin 

"Das beherrschte Sarioa" war* Vlollolcht lHast sich eine solche Vooc*- 

anstaltunß olnraal hier wiederholen. Ich nol-uao an, daaa Du Dich In- 

zwlaohen darin noch vorvollkonnnGt hast» \71r*v/ürden uns alle Ubor elnen| 
Besuch von Dir herzlich i'rouen. 

Kllrzllch Mttai Mfiv Besuch eus Deiner Jötzlc:«n Heimat, und 

zi«ir einen Industriellen, nit dem Ich boiniTlich zu tun Imtte und der 

Oi'wälüite, daaa sich laatun einer so ryat wlo Du In aolnon Vorlostuicon 

mit den apmdillclion Schwlorl ekel ton abgefunden hlltte. Idi Imbe raloli 

darüber besonders r^frout. 



Hit horzllchoci Ci-VAB an Dich und Deine Sciivrostor, 

Dein 






Jönkörlne, den 12, Aucuat I93Ö 
niMnne;.:atan 4-2. 



N«w Tradltiij Company, 
für Ilorrn Dr. Körnor. 
YSnz William Stroot ^2, 
I/:)ndon S.C.l. 





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lA9\>mp Dr. Körnor, 

In der Anlac« soodo loh Ihn«n mit "oestem Dank den 

Bor loht Ub«r dl© Allachany Bonda zurUok, 

Was fUr dl» Bond« gösaet Ut, wirkt Ja nicht \mbodinct 
auch auf dl© Preforonoo Sbares. Sa würe lntei»oasant au wlaasn, 
ob Slo wieder einmal von Herrn sto'iTcr eine Sa ehr loht nlt »einen 
Anaich ton Über dieses ftäipior erhalten haben. 

Mit bestan Crusa 

Ihr sehr orce bener 



Anlage, 



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Jönköplne, den 12 • 
Brunnacatan 42. 



Augiiat 1938. 



New Tradine Company, 
f'.ir Horm Dr. Körner. 
King William Street 02, 
London S.C.l. 



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Lieber Dr« Körner, 

In der Anlace sende ich Ihnen mit bestem Dank den 

Bericht über die Allechany Bonds znar'Jck, 

Was für die Bonds geaaßt Ist, wirkt ja nicht unbedingt 
auch auf die Preforenoe Shares. Es wäre interessant zu wissen, 
ob Sie wieder einmal von Herrn Stolpor eine Nachricht mit seinen 
Ansichten über dieses feiplor erhalten haben. 

Mit bestem wrruss 

Ihr sehr oreebener 



Anlage 



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Jünköplng, den 2?. Juni 1950 • 
Drunnsgatan i|2. 



Herrn Dr. Körner, 
New Trading Company, 
King William Streot 82, 
London E#C.l. 



Selir geehrter Herr Pr. Körner, 

Anliegend einen Aussclmitt Uber die Alloghany-GNiiellscljaft, 

die ich, wie Sie wissen, zum Objekt meiner besonderen Studien ge- 
macht Iiabe. Es wiire mir interessant, wenn Sie mich Uber die lünt- 
wioklung der Verliandlungen der Securlty and E:-:clÄnge Commlsslon 

auf den Laufenden hielten. 

Mit bestem Gruss 

Ihr sehr ergebener 




Anla ge, 



Gleiwitz,den 9*Mai 1958* 



Herrn 
Staatssekretär a#D» 

Dr# Hans Schäffer 




Jönköping (Schweden) 
Brunnsgatan 42 




Sehr geehrter Herr Dr# Schäffer! 





Ich nehme Bezug auf den mit Ihnen ge- 
führten Schriftwechsel und erlaube mir, Ihnen mitzu- 
teilen, dass ich von den deutschen Behörden - vom 
ReichswirtsGhafts-Ministeriixm bis zur Gauwirtschaf ts-| 
prüfungssteile - nach vielen Mühen die Genehmigung 
erhalten habe bezw. die Vereinigte Oberschlesische 
Hüttenwerke A.G, ,Gleiwitz, den Vertrag mit mir abge- 
schlossen haben* Ich habe nun die Absicht, am I.Juni 
d.Js. nach Stockholm zu ziehen, um dort meine Tätig- 
keit aufzunehmen • Bei der Kgl# Schwedischen Gesandt- 
schaft in Berlin habe ich meine sämtlichen Papiere 
eingereicht und gehen diese an das Sozialamt nach 
Stockholm^und bitte um Genehmigung, dass ich Sie, se: 
geehrter Herr Dr* Schäffer, als Referenz aufgeben 
darf • Die Werke haben mit mir einen 5jährigen Vertrag 
abgeschlossen mit einem fixen Einkommen von 900.- Kr« 





pro Monat, ausserdem eine angemessene Umsatz- 
provision und Erstattung sämtlicher Bürospesen, 
Die Beträge werden zu Lasten des Devisenlcontos der 
deutschen Werke in Stockholm ausgezahlt. Aufgrund 
dieser Tatsache hoffe ich, dass die Aufenthalts- 
und Arbeitsgenehmigung nur eine Formalität ist, da 
wir "bereits in den nordischen Staaten ca. 15 Ver- 
treter unterhalten, denen nicht gekündigt werden 
soll und deren Einkünfte durch meine Tätigkeit nicht 
beschränkt werden sondern im Gegenteil, durch meine 
beratende Tätigkeit soll sich das Einkommen dieser 

Herren vergrössern. 

Wenn Sie es für erforderlich halten und bei 
Ihnen Rückfragen gehalten werden, stehe ich Ihnen 
mit Potokopien aus meinem Vertrag zur Verfügung. 

Ich danke Ihnen im voraus und begrüsse Sie 

mit hochachtungsvollem Glückauf 
als 




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Ihr sehr ergebene 





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Stockholm , dm 15» Dezember 1950* 



norm Richard Krohs^ 
Sauerbrunn 10, 
Breslau* 



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Llobor Richard, 

kvf Dclnon Brief von C» de, sowie axiT Delno Karte von 9. da, 
habe ich mich aolort talt verschiedenen Stollen In Encland vind Holland 
In VerblndunE "-o setzt, um zu aebon, auf welche Welso I>u eine raacho 
Auawandorun^amö^llchkolt orlan^ron kannst. Von der encliachen Stelle, 
meinem Prounde Slesnwnd Warburg wirst ^1, wie ich amioline, Inzrlachen 
•twas £■oJ^ört haben. Cb oa sich um eine wirkliche Mögllehlcolt dabei 
handelt, kann Ich noch nicht beurteilen. Von Holland ist mir <alne Nach- 
richt Über die dortige Lage f'Ar Ue nUchaten Taee in Auasicht eoatellt. 
Ich bleibe abor weiter für Dloh bemUht und werde nir schreiben, aobald 

Ich eine konkrete Möglichkeit aehe, 

mt horzllchom Grass, auch an Doiuo imu. 



Dein 



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Stockholm, d sn IJ. Dezember I9584 



Herrn Richard Krobs^ 
Satierbrunn 10 , 
Breslau. 



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Lieber Rictiard, 

Aixf Deinen Brief vom G. da, sowie auf Deine Karte vom 9» ^s* 
habe loh mich sofort mit verschiedenen Stellen in England und Holland 
in Verbindung gesetzt, -um zu aelion, auf welche 7/ei30 Du eine rasche 
Auswandorujißsnörllchkeit orlan^en kannst. Von der encliachen Stelle, 
a»inem Freunde Siegmund Warburg v/lralt Dxi, wie loh annehme, inzwischen 
etwas gehört }.:iabon. Ob es sich um elno wirkliche Mögliahlcolt dabei 
handelt, kann ich noch nicht bourtollen* Von Holland ist mir eine Nach- 
richt Über die dortige Lage f^ir die nächsten Ta^e in Aussicht gestellt» 
Ich bleibe aber v/elter fUr Dich bein'lht und werde Dir Schreiben, sobald 

ich eine konkrete Möglichkeit sehe« 



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Mit horzllchoni Gmss, auch an Deine Praxi, 



Dein 



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JönköplnCf den ?• Olctobor 1950» 
Brunnacatan i^» 



Herrn Prle^^rlch Kuh, 
176 Orove Snd Gardon 
London N.W. 8, 



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Lieber Herr Kuh, 

Seit unaorar Teloron\intörhaltunc Im Mal hoffo loh, dasa oloh 
Iliro damals cow^dc Im AufatlöG bocrlfrono Oosundheit weiter cebessort 
bat. Es wliro mir eine Fi^oudo, dies von Ihnen bostutlct zu oi'hialton. 

loh «ur 3olt dan»la nicht mohr In London, werde aber wohl 
im laufe dco Januar dort zu tun Imbon und hoffe, Sie alsdann zu sehen 

25weQk dieses Briefes Ist, bei Ilinen Mr. Reclnald n. Wilson 
•Inzuf Uliren, olnen "Cliartored Accountant", mit dem loh In der Kroucer« 
Sache drei Jalxpo lanc sotu^ enc «uaamnenGearbel tet habe. Wilson Ist 
einer der flinf becabtesten Iwisohen, die loh loenne, bat einen grossen 
Sinn fUr allcemalne Fragen und eine liervorracendo DarstelluncsGabe. 

Sie haben mir Im laufe unserer lancen Bekannte ohaft, wie Ich 
Gerade vor olnlcen Tagen beim Durchbluttom molner TacebUohür fest- 
stellen konnte, oft vorgehalten, aaas loh um des sohnölon Mammons 
willen 03 untorlaase, meine Per»önllchkelt ganz in den Dienst allge-. 
«einer Ideen zu stellen. Wilson kam gerado in dleeen Tagen aufce- 
nttelt durch die Voreänge dor letzten Wochen zu mir nach Jönköplng, 
\im mit mir die Praco zu besprochen, ob und an welchem Ende er seine 
von mir sohr hooh gewertoto Arbeitskraft im Sinne dorjenicen Ideen 
einsetzen könnte, von donen loh glaube, dass sie Ihnen und üim go- 

aelnsam sind« 

Das Erstrebenswerte für Wilson würo eine politische Wirkaam- 

Icelt, aber nach der Sle»imrt seiner Begabung wird diese, wie loh 
glaube, zunächst über die M'tarbeit in einer grossen Zeltunc gehen 



( 



- 2 . 

raJlBflon. Ich habe lim ancßroßt, alch ©Imsiul nlt Hinan darüber 
a-aazuaproolion. Slo seibat bltto Ich, Hin Ihron Rat sutoll wordon 
zu lassen und ihn coCoT^onenfalls an coolcnotö Peraünilchlcalten zu 
ojnpfohlon, da 03 lliin an unmlttell^ron BaziolmnoOn nach dloaor Rlch- 
tunc rolxLt, 

I]AS rintschoidondo, was dloao otwas uncowöhnllcla Bltto von 
mir Orot vorstUndllch raacht, Ist Wilsons Poraönllchkolt, slo wordon 
mich daher ganz vorstehen, wonn Sie GoloGonliolt cohabt haben, sich 
elmnal olno Sttinde mit ihm ausführlich zu untorhalten. 

Da IJIr. ''llson über diese Dlnc« bisher noch mit niormndera 
In soinor Umcsbunc cosprochon hat, bltto Ich Sie» diesen Drlof vor- 
traulloh za behandeln und nach Ihrer üntorloaltunc nlt ihm Ion 
Grad von Vortraulichlrolt, der ilim oi'wünacht Ist, ab 

Mit bostom Dank in vora-^s und horzllchem Gruss 

Ihr 



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JUnköplnG» ^on 22. Soptembor 1938, 
Brunn sü* tan l\2, \ 



Hori^n Ralohsialnlator a.P, Dr. KUlz, 
B Q r 1 1 n W. 13. 
Pfaizijurriorsbr. üii 







• 





Selir gtohrter Korr Minister, 

Thron Brief von I9. Saptorabor oi'hiolt ich.; Xüh würde 
sehr cern Harrn Dr. ßlüoksmnn, dessen Pamillo aus moinor Hoimt 
■tanrnt und mir »olt Generationen belcannt ist, behliriioh aoin. 
Leldor bietet sich hier dazu keine MöglicliJcelt , vor allem des- 
••r-An woii dlQ Arbeltanenehmlcunß hier ßrundsUtzllch jetzt ntir 



in Fällen erteilt wird, in denen nacbeewiesen worden imnn, öaso 
•8 sich um ein Arbeltsceblet handelt, In dorn entweder ein ausc;e- 
aprochener IJancollln Schweden vorlianden ist (llausancesteUte, Kran- 
Icensohweator, cQwiaso Zwel-o der MetallbearboltunG und «Indero der- 
artige), oder dasa dar Betreffende Über sana axissorGOwUl^liolie, 
in Schweden blshor nicht vorliandene Kenntnisse verfUßt, die eeolG- 
net sind, der schwedischen Wirtschaft einen in die Aucen fallen- 
den Hutzon zuzufUliron. Uober die erstore Vorauseetaung Verden dlo 
Arbeltabehürden, über «• lotztere dlo Handelskamer vorher gehört- 

Ihre ÄussoÄligen sind sohl' streng, sodass mir schon eine Roiloo 

bekannt sind, ... . «. ^ «.„„i «« 

von Fällen^ In deneÄ ich sicl^er glaubte, mit einer Annabno rechnen 

«u können, die aber im letzten Ausenbliok gescheitert sind. 

Es tut mir sehr leid, dass ich Ihnen keine andere Antwort 



geben kann. 



Anbei das Zeugnis des 

Herrn Dr. Glücksmann zurück. 



Mit verbindl Ichatom Orusse 

In alter Verehrung 

Ihr sohr ergebener 




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JöakUplnG, äen 22. SaptoWbor 193C 
Brunn uija tan 1+2 • 



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Horr^ Rölohonlnlabor a,D 
B I* 1 1 n Vf> 13« 



Dr, iCAlz, 



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Selo" g«elirtor V.ovv Minis töp, 

IVü^on Brief vom I9. Septooibor orhiolt Ich. I<^h wUrde 
»Ohr CO«! norm Dr. 01Uckoj«nn, d^ocon Pamilio aus niolnor Iloimt 
staamt und mir soit Gönoratlonon belannt Ist, behilflich sola. 
Leldor bietet «ich hlor dazu loelno »gllcliliftlt, vor allen dos- 
wo^oii woil die Arboitscenoh-nii?!!« hior c-^^^ndalitslloh jctst nur 
m PUllen erteilt wird. In donon nacheewloaon mrd.<ti lÄnn, <2aao 
es alch um ein ArboltsGoMot handelt. In dorn enU/o^oi* ein a\i«ge* 
sprochenep »ing»l^n 3«hwedon vorlmnden iat (IlausanGeetellte, Kran- 
V»niohwatop, gwltso Zw< ' do- Ttotall!>oarbeltuaG, xirtd andero imr- 
artige), odor dasa der Betrorrendo üb«? @Rns auÄSorcev/c^^licho, 
in Solwoden bishor nicht vorlmndeno I^ntnis^o verfUct, die CQoic 

'.•1 

ntt sind, dor sobwodlaolien Wlrtacbaft einen In die Au^on fallen- 
den Hutison zuzuTUlu^on. XJober die erstore Vorausaet^mg werden die 
Arboltsbehürdon, Ubor die letztoro die lÄndelakamor vorher ooli»^. 
Ihre Xusaeruncen alnd sehr atrone, aoflaae rJ.r achon eine Roilia 
von x^äll^nTl" doSeA ich alcber Glaubte, mit elnei^ Annahme rocixnen 
zu können, die aber Im letzten Auconbllck geadieltert alnd. 

Ba tut xalr aohr leid, daas loh Hinen keine andere Antwort 



geben kann 



t. 



Anbei das Zeugnis des 

Herrn Dr. QlUcksmann zurück. 



mt verblndlioliatera Oniaao 

In alter Verehrung 

Ihr aohr ergebener 




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Dr. 'Unk 

^^eidjefniinifler o. ©, 



19.9.38 



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«ertin JR^ 2, ben 

<2teiie QDlll)clmftr. 1 
^crnfprcd)er: 12 65 35 

qDobiiung: <^15, qpfalaburg^rftr. S2 
^crnfprcdjer; 91 16 1? 



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Sehr geehrter Herr Doktor! 

In der Hoffnung, daß Sie sich meiner aus Ihrer Staatssekretärs- 
zeit vielleicht noch erinnern, erlaube ich mir in einer persön- 
lichen Angelegenheit Ihre kostbare Zeit fir einen Augenblick in 
Anspruch zu nehmen und Sie um Ausloinft zu bitten, ob in Ihrem 
oder einem in Ihrem Gesichtskreis liegenden Geschäftsbereich die 
Möglichkeit der Verwendung eines sehr tüchtigen und leistungs - 
fähigen jungen Nichtariers besteht. 

Es handelt sich um den 25 Jahre alten Dr. jur, Anselra Glücks- 
mann, Sohn des früheren Oberbürgermeisters aus Guben, ür^ßl. 
Glücksmann jr. ist juristischer Hilfsarbeiter in der von mir 
geleiteten Kredit- und Vermögßns-Beratung GmbH. Ich habe ihn 
in diesem Geschäftsbereich in der Weise kennengelernt, die ich 
in dem anliegenden Zeugnis zum Ausdruck gebracht habe. 

Es würde sich zunächst natürlich nur um eine Beschäftigung bzw. 
Stellung handeln, bei der Dr. Glücksmann seine Bewährung erst 
durch die Praxis zu betätigen hätte. 



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Pur eine Auskunft, ob Sie eine Möglichkeit der Beschäftigung 
sehen oder nicht, bin ich Ihnen im voraus dankbar. 



Mit verbindlichsten Empfehlungen 

Ihr 
ganz ergebener 




Jönköplngt den 15 • Dazembor 1$58, 
BruiinsGataa l42# 



norm Bankdlroktor Gustaf lügorcrantz, 
Stockholms Intoclcnlnijs Garant! Aktlobolaß, 
Stockholm 16 • 



Sehr vorohrtor Horr Bankdirektor, 



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PUr Ihren Brief danko Ich Ihnen horzlich* Ea Ist 
soiii* trciurlij, dass dla Lage so ist, aber ich kann den Grllndcai, 
die Sic an^^obon, nichts ontcogenhalten* Ich Imbe Herrn Dr* 
Priedora da^/on in Kenntnis Gesetzt und ihn noch einen Versuch 
b^i einem der religiösen Colles^a in Wftßhlnston ancoraten» loh 
kann es Ja vollkommen voratehon, daas sin V^atin in aolnora Alter 
noch nicht auf Jede Eotiltigung \xnä. ^eclea Versuch, seine Familie 
za erhalten, verciohtan will* 

Im Ganzen bin ich leider UborzeuGt, dasa das Probion, 
das wir heute schon als schwer empfinden, in ^vonlgen Wochen 
in o*ner vervielfachten Form an uns horantreten wird, und emäP 

In oinor ;7ol8e, die unbedinct praktische Handlung, sei es audti auf 

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einer noch so primitiven Grundlage, erforderlich macht* Ich 

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fru£e mich inmer, ob man nicht etv/as tun nUsste, um hier^fUif 
eine Aixffanfjorcaniaation za scliaffen* Aber ea ist Ja »o, daas 
Bian voraussehende ISassnahr.en In der RcGel nicht diu'chsetzt, son- 
dern nur solche, die durch die -ureignisse unnlttelbar Gefordert 
sind* Sollte wan nicht aber daran G^'^^^n, ein Susamnenarbolten 
aller zmt r.eit tUtlGon Einzelcrcanisationen, etwa unter einem 
uebergeordnoton Komitee nach Art dor Baldwin-Or^anisatlon, als- 



bald zu sciÄffen? 



Mit ausgezeichneter Hochachtung 
Ihr sehr ergebener 



Jünköplnc^ den 15 • Dezombor 1^3^. 
Brunnscatan 1^2 . 



Ilerra Bankdirektor Gustaf Lagorcrantz, 
Stockholras Intooknlncs Garant 1 Aktlebolag^ 
Stockholm l6» 






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Saar vorolirtor Korr Bankdirektor, 

Pllr Biroa Brief danke ich Ilinon horzlloh, 3s ist 
»Öhr traurig, dasa die Laßo qq Ist, abor ich kann den Grlinden, 
dlo Slo antoben, nichts ent^egenlialten* loh liabe Herrn Dr* 
Frlodors davon In Kenntnis geoetst und. ihin noch einen Vorsuch 
bei einen der rollglüsön Colleges in ; .sulngton angeraten. Ich 
kann es jt. vollkoririon vorstehen, daüo ein Mann in soinoin Altar 
noeh nicht auf jede DotUtlsung und jeden Versuch, eelne Paiillle 
zu orlmlten, veraiichten will* 

Im Ganzen bin ich leider überzeugt, dass das Problem, 
das wir heute schon als schwer empflndon, in wonigen Wochen 
in einer vervielfachten Porm an vins herantreten wird, und zy.ixT 
in einer W«l8«^ dlo unbedingt praktische Handlung, sei es auch auf 
elnor noch so primitiven Grundlage, erforderlich macht. Ich 
frage mich irnmer, ob man nicht etwas tun laUsste, um hier, fllr 
eine Aiiffangorganiaatlon zu schaffen. Aber es ist ja so, dass 
man voraussehende y^ssnalimen in der Regel nicht durchsetzt, son- 
dern nur solche, die durch die Zreignlsse unmittelbar gefordert 
sind* Sollte man nicht aber dars^n gehen, ein Zusarru^enarbeiten 
aller zur ^eit tätigen Einzolorganlsatlonen, etwa unter einem 
uebergeordtioten Komitee nach Art dar Baldwin-Organisation, als- 



bald «u schaffen? 



Kit ausgozolchnoter Hochachtung 
Ihr sehr erssbaner 




TELEGRAFADRESS: 
SIGAB. STOCKHOLM. 




y6* den 10 december 193^* 



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Herr Doktor Hans Schäffler, 

Brunnsgatan 42i 



Jönköpin/^ 



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Herr Doktor, 

FÖr Edert brev av den 8 december ber Jag fSi tacka. Efter 

att hava nop;a övertänkt saken fär ja'j; meddela följande. 

Att här kunna bereda dr. Frieders, en man om 5I ar, an- 

ställnlng inora hypoteksbanks- eller försäkringsomradet , anser Jag 

för praktlskt taget utsiktslöst. Forst och främst anser jag det 

vara synnerllgen osannolikt att han skulle kunna erhalla arbets- 

tillstand här. Men vidare kämoa, som Nl torde veta, vara bantsr 

och försäkrlnssanstalter tili följd av det lä^a ränteläget med 



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cket stora svarigheter, vllka tvungit dem att söka vldtaga mer 



eller raindre orafattande besparingsStgärder, bland dam 1 ej rlnga 
utstrSckning även personallnskränkningar. Att man pä detta omrade 
skulle kunna och vllja bereda en lat vara anspräkslös, arbetsan- 
ställning fÖr en utlänning haller Jag för uteslutet. En direkter 
1 ett ledande försäkringsbolag med vilken Jag saratalat om ärendet , 
delade tili alla delar min uppfattning. 



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Herr Doktor 



Hans Schaf fler. Jönkoping, den 10 december 19^6. -2- 



Jag bekla^^ar, att Jag salunda ser mig ur stand att koirima 
tili annat resultat an ©tt rent negativt i anledning av Edert 
brev. Säsom Jag bedümer läget skulle Jag emellertid betrakta 
det som ansvarslöst att föranleda Dr. Frieders att lämna ett 
land, dar han vunnit en fristad och vars sprä% han talar, lat 
vara att han dar ännu icke kupnat erhalla nagot arbete, för att 
kämpa med sainraa svärighet att ern?. bärgning i ett land, vars 
spr-^k och förhallanden äro honom och hans farailj främmande. 

Jag blevc Eder mycket förbunden, ora Ni ville vidarebe- 
fordra huvudinnehallet av mJtt svar tili Dr. Frieders och däri- 

« 

<?enora bespara honom och mig en resultatlös brevväxling. 

Själv arbetar Jag med att söka bereda en sedan den J>0 
September hos mig boende tysk-Judisk ögonläkare möjlighet att 
sla sig ned här i landet, en vanskllg uppgift, vars utgang ännu 
är synnerligen osäker, och har även nagra indiviiuella hjälp- 
aktioner i händerna. De fruktansvärda händelserna under hosten 
göra det, som Ni antyder, tili en bjudande plikt att göra vad 
man kan för att lindra svärigheterna för de olyckliga offren. 

Det översända brevet och "Personalangaben" ätergä härmed. 

Med utmäfk-kt högaktning 




1 



Uobersetzunc^ 



Stockholm, den lO. Dezomber 19 5^ 



norm Dr. Hans Schaff or, 
Jönköping. 



1 



1 



1 



Herr Doktor , 

Für Ihren Brief vom 8» da. danko Ich Ihnen. Uachden Ich über 
die Sache nachgedacht habe, erlaube ich mir, das Folgende mitzuteilen* 
Ich halte es fUr praktisch ausgeschlossen , Dr. Frieders, olnom Manne 
von 51 Jahren, eine Anstellung In Hsrpotheken- oder Versicherungswesen 
hier zu verschaffen* In erster Reihe halte loh es fUr höchst unwahr- 
scheinlich, dass er hier Arboltsorlaubnls bekorrjnai wird* Ausserdem 
aber kämpfen, wie Sie wissen worden, unsere Bank- und Versicherungs- 
anstalten infolge des niedrigen Zinssatzes m' t sehr grossen Schwierig- 
kelten, die dazu geführt haben, dass sie mehr oder wailger umfassend« 
Erspamlsioftssnahmen und In nicht geringem Umfange auch Porsonalvormlnde- 
rungen vorzunehmen haben* Dass man auf diesem Gebiet Tdr einen Auslän- 
der eine Tätigkeit, sei es auch noch so anspruchslose, gewUhren Isann 
oder will, halte ich fUr ausgeschlossen* Ein Direktor in einer leiten- 
den Verslcherungsgesellscliaft, mit welchem loh die Angelegenheit von 
Dr* Frieders besprochoi habe, teilte meine Aui'fassung völlig* 

« 

Es tut mir sehr leid, dass ich mich danach ausserstande sehe, 
zu einem anderen Resultat zu koramen,und Ihren Brief rein negativ beant- 
wor. ten muss* Wl« ich die Lage beurteile, wür^ie loh es als eine Ver- 
antwortungslosigkeit betrachten, Dr* Frieders zuzureden, ein Land zu 

hat 
verlassen, in dem er eine Freistatt gefunden/und dessen .^raßhe er 

•pricht, selbst wenn er dort keinerlei Arbeit erhalten kann, um mit 
der gleichen Schwierigkeit eine Aufnahme in einem Lande zu bekommen, 
dessen Sprache und VerhUltnisse ihm und seiner Familie "unbekannt sind^ 

Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wann Sie den Haupt inlmlt an Herrn 



/ 



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• 2 - 

Dr. Prlodors weiter befördern wollten md daclxirch Ihn und mir einen 
•••cklosen Briefwechsel ersparen würden. 

Selbst arbeite ich daran, flir einen seit den 50. September 
bei mir wohnenden deutsch-judisolion Auceoarzt die Mt^sl^cWc«^* «^ '^^^' 
scirnffen, sich hier Im lande niederzulassen, eine schwlerlce Aufcabe, 
doron Erfolc noch sehr unsicher ist, Ausserdon habe ich eine Reihe 
von intellektuellen Illlfsaktlonon in der Iland. Die furchtbaren Vor- 
ginge In Ilarbst :11a chen las, wie Sie andeuten, zu einer zwincendcn 
Pfl5cht,allös zu tun, was laan kann, tia die Schwiorlgkeiton tlv die 

ungllick liehen Opfer zu hindern. 

Den ubarsandton Brief und die Persona lancaben cebe ich hiermit 



zur'J ck • 



Kit vor s'd£l icher HocbachtxinG 
(goz, ) Lagercrnntz 



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JÖnköplriGf 4ta 8^ Dorembor 1938* 
Bruansgatan I4.2* 



Herrn Bankdlroktor Gustaf LazQvovantZp 
Stockholina InteclmlnGS Garantl A«3»^ 
S t o c k h o Im 16 ♦ 



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• 



S«hr verehrter Horr Bankdlroktor, 

Sie waren so fioundlioh, mich Im Jahre 195l|. einmal zu empfang*» 
und mit mir über Fragen des Flüchtlingswesens zu aprochen. Zur Stärkung 
Ihrer Erinnerung darf ich erwUhnen, das» Ich Ihnen damals durch einen 
der Harren Warburg empfohlen war, die mich aus molner früheren Tlitlgkelt 
als Staatssekretär Im deutschen Relciisflnanzmlnlstorium genau kannTien. 

Ich selbst habe Inzwischen meinen Wohnsitz In Schweden genommen 
und die schwedische Staatsangehörigkeit erlangt. Ich bin weiter, wie 
bereits damals, für die Svenska Tändatlcks AktieboUgÄt tätig und hab« 
meinen Wohnsitz In Jönköplng. Ein grosser Teil meiner Mussesttinden 
verwende Ich In der Arbelt für Flüchtlinge, well ich das Gefühl Irnbe, 
dass ich durch diese Tätigkeit meinem Dasein, dessen früheren Ziel- 
setzungen auf politischem und wirtschaftlichem Gebiet nicht mehr er« 
reiohbar sind, noch einen gewissen Sinn geben kann. 

Wann ich mich heute an Sie wende, so gasohleht es in Ihrer 
doppelten Eigensoliaft, einmal als Mitglied für das Komitee für die 
Intellektuellenfürsorge, 2/ als Leiter einer grossen Hypothekenbank. 
Es Imndolt sich um einen früheren Oberstaatsanwalt Frieders, dessen 
Schicksal aus seinem in ÜrscVirift anliegenden Brief an mich sowie aus 
dessen Anlage Sie ersehen. Ich füge Ihnen auch Abschrift meiner Ant- 
wort an Herrn Oberstaatsanwalt Frieders bei. Ich nehme an, dass er 
Ihnen noch weitere Unterlagen gerade aufih für seine Tätigkeit auf dem 
Ilypothekenbankgebiet übermitteln wird. 



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- 2 - 



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loh bitte Sie, diese BoraUirung nicht unfrounllioh anfzu- 
nahmen. loh bin aonst sehr iAßeßvn, Gesuche, die man selbst bekommt, 
auf andere abzuwälzen, aber dieser Fall liegt wirklich dadurch, daai| 
mit der Arbeltscenehmlgung zu rechnen Ist, besonders. \ 

Ich darf annehmen, dasa Sie nach Einsang der vervollständig- 
ten tJnterlar'en unmittelbar Herrn Dr. Frieders Bescheid geben und mich 



davon unterrichten« 



Mit verbindlichster Empfehlung 

Ihr sehr ergebener 



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3 AnlagtB« 



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MlleOplnc* <l«n Q» Ü«a«wber IpjQ» 
Binxnnscatan I4.2, 







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Horrn Bankdlroktor Ouataf Lagorcrantz, 
Stcckhol:na Intooknln^s Garantl A.B., 
Stockholn 16. 



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Sahr verohi^tor Herr Bftnkdtroktor, 

81« w«r«n so frGundlloh, mloh Im Jahro I93I1. oinml zu ompfan£;en 
und mit mir über Fracon dea Flucht llngtiN»«!« zu aproohon. Zur Stlirkunc 
Ihror Erlnnorunt: darr loh orwtthnen, dass loh Ihnon damals durch olnsn 
der Harron Warburg empfohlsn war, dio mloh aus rasinor frülaaron Tätigkeit 
als Staatssekretär Im deutschen Rololiaflnanwninlstorlua genau kannton. 

Ich selbst habe inzwischen mölnsn Wohnsitz In Schweden conommen 
und die sohwedlsohe S t aa t sänge hör Igkelt erlangt. Ich bin welter, wl* 
bereits damals, für die Svonska Tundstldcs Aktlobolaget tUtlg und lieb^ 
meinen Wohnsitz In Jönköping. Sin gx^osoer Teil noiner Mussestwdon \ \ 

ende loli in der Arbeit fllr Flüchtlinge, well loh das OefUhl habe, 
dass ich durch diese Tätigkeit meinem Dasein, dessen fr'dheren Ziel- 
setzungen auf politischem und wirtsolmftl lohen Gebiet nicht melir er- 
reichbar sind, noch «Inen gtfwlsaen Sinn geben lann, 

W«nn icli mloh heute an Sie wende, so geschieht es in Ihrur 
doppelten Elgensohaft, einmal als Mitglied Tlr das Komitee für die 
IntellektuellenfUrsorgo, 2/ als Leiter einer grossen Hypo thokenbank 4 

1 

Es lÄndolt sich um einen früheren Oberstaatsanwalt Priedor», desien 



■\ 



Sohloksal aus seinem in UrscVirlft anliegenden Brief an mich sowie auii 
Attsen Anlage Sie ersehen. Ich fUg« Ihnon auch Abschrift meiner Ant4. 
wort an Herrn Oberstaatsanwalt Frieders bei. loh neha» tn, dass er \ 
Ihnen noch weitere Unterlagen gerade aufih für seine Tütlgkolt auf dem 
Hypotheksnbankgobiet Ubormittoln wird. 



w 






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- 2 . 

loh bitte Sie, dl«a« BomUhung nicht unfMWiAllch aufzu- 
nohraon. Ich bin sonst sehr daceeen, Osaiicho, die man selbst bekomt, 
tMt andere abzuwUlzon, aber dlesor Fall liegt wirklich dadurch, das« 
mit dor Arboltsc^nehmlsting su rechnen Ist, besondors. 

Ich darf annehmen, dasa Sie nach Elntsanc dor vorvollatündlc- 
ten Unten ..'on imralttelbar Herrn rr. Frieders Bescheid geben und mich 

davon untorr lohten» 

Mit vorblndllchstor Empfehlunc 

Ihr sehr ercobonor 



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3 Anlügiti« 



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JöaköplnCf ion 21, Soptombor 1930t 



norm Dr# Eiigar Landauer, 
Barlln-IX^hlon* 
Lucluastrasse ;a 



• 



• 



Lieber Herr Landauor^^ 

Herzlichen Dank fUr Ihren Brief vom 10, September. 
Jacob Ist ara den Verhandluneoa vom heuti{;en Taco ab In Berlin. 
Ich schätze, dass dlo Varlmndlun3en etwa olno Woche bis Z9hn 
Tage dau»rn werden j er wohnt wie cewöhnlloh In Kalsorhof , Ob 
er Zelt finden wird, Sie zii sehen, wird voraus sichtlich vom 
Oanc der Verhandlmcon abh . ^.en. Da dor Beßlnn der Vorhand- 
luncen auch In der Zeitung steht, können Sie ihn unter Berufunc 
darauf einmal anl'aut an. 



Mit herBllohOB Gruss, auch an Ihro Frau und von der 



melnicjen , 



Ilir 






Jönlcöplnc» <ion 21, Sop tombor l^jC, 



noriTi Dr. Sdifar Landa'UQP, 

Berlln-IXihlon»^ 
lÄioiusa trasso ; a 






Liobor norr Landauori» 

norallohon Danlt fUr Iliron Bi-lof von 10, SoptoKibor. 
Jacob Ist zu den Vorlmndltmcon von lioutlgon Taco «b In Dorlln. 
Ich schiltao, daaa dlo Vorliundluncon otwa olno Woolid ble zolin 
TÄßO dauom w«rdonj or v/ohnt wlo Gowülmllch Im Kaloorliof • Ob 
or Zoit flndon wird, Slo zii sohon» wird vorauaBlchtllch vom 
Oane dor Vorhandliincon abhüiicon. lia dor Boclnn der Vorhand- 
luns«n auoh In dor Zolt\ins atoht, könnon Sio Hin untor Boruf^anß 
daJpaiif olnmal anlliuton. 



III t horzlioboa Qruao, auch an Ihro Frau und von der 



nolnljCÄif 



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Telegrams JEVAGENJCY JERUSALEM 



THE JEWISH AGENCY FOR PALESTINE 
CENTRAL BUREAU FOR THE SETTLEMENT OF 6ERMAN JEWS 



AIR MAIL 



CHAIRMAN : Dr. CH. WEIZMANN. 



CO-CHAIRMAN : Dr. A. RUPPIN. 



PALESTINE OFFICE: 

JERUSALEM. P. 0. B. 92. T«l«fihon« 67t. 








3*Novernber 1938* 



Herrn Or^Hans Schaeffer, 
Brunnsgatan 42, 
Joenkoeping, 
btockholm 



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Lieber Herr Schaeffer, 

Sie haetten zwar im Anschluss an unsere letzte 
Korrespondenz von mir • richtiger gesagt: von an- 
deren Instanzen der Jewish Agency - weitere Kach- 
richten erwarten koennen; ich glaube jedoch, Sie 
haben die iintwicklung aufmerksam genug verfolgt 
und beobachtet, dass noch gar nicht - und wer weiss, 
wann einmal - an die Behandlung der Fragen gedacht 
werden kann, ueber die wir korrespondiert haben. 
Und bis diese l^Vagen (wieder?) aktuell werden, ist 
- am mit Fontane zu sprechen - ein weites Feld» 

Ich weiss nicht, ob es Sie interessiert, wenn 
ich vielleicht ab und zu mit einer anderen Frage 
an Sie herantrete* Ich wollte Ihnen heute die kurze 
Skizze eines Vorschlages zusenden, den ich vor 
einigen Tagen ueber Auswanderung und Kapitaltrgms- 
fer aus iJeutschland gemacht habe. Ich sende Ihnen 
diesen Vorschlag einerseits, weil Sie gewiss doch 
dieser Angelegenheit Ihr Interesse erhalten haben 
und weil ich Sie bitte, Ihre Meinung detrueber aus- 
zusprechenj andererseits auch in Erinnerung an eine 
Verhandlung, die ich im Fruehjahr 1933 mit Ihnen und 
dem verstorbenen Dr.Carl Melchior, zusammen mit 
Arlosox*off, der damals gerade in ijeutschland war, 
hatte» Ich schlug damals einen ganz aehnlichen Ge- 
dankengang vor, und LIelchior und Sie meinten seiner- 
zeit, dieser Gedankengang sei sicherlich richtig 
und ein Vorschlag dieser Art der beste, der in Be- 
tracht kaeme, jedoch muesste eine geeignete Stelle 
vorhanden sein, die mit der Deutschen ^"^egierung ueber 



\ 



5.37-50()r>— 03r66 DDIü 



THE JEWISH AGENCY FOR PALESTINE 

CENTRAL BUREAU FOR THE SETTLEMENT OF 6ERMAN JEWS 






Pfifft 



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1 



zwei Punkte mit AUv3sicht auf ß^rfolg verhandeln koennte: 
ueber die bicherung des in iJeutschland angesamraelten 
K^itals vor Beschlagnahme und eine Vorkehr gegen 
Abwertung des Markbetrages in Deutschland. Nun haben 
wir das von der Evian-Konferenz geschaffene Inter- 
governmental Gomniittee* Amerika, England und Brasilien 
sind die hauptsaechlichen Protektoren dieses Gommittees. 
So, wie die politischen Verhaeltnisse heute sind, 
wird das Gommittee sicher in der naechsten i^eit keine 
wichtigen Verhandlungen mit der deutschen Regierung 
fu ehren koennen. Vielleicht kann es dies aber wohl in 
einigen n/ionaten, V/ie alle -^^egierungskomitees so arbeitet 
auch das Int er governmental Gommittee in London langsam 
und nach sorgfaeltiger Vorbereitung Jeder Aktion, viel- 
leicht ist es daher passend, jetzt dem Gommittee eine 
Anregung nach der Art des anliegenden Entwarf es zu 
unterbreiten» 



Ich hoffe, dass üie Lust und Zeit finden, sich zu 
der Angelegenheit zu aeussern und bin 

mit den besten Ciruessen 
Ihr sjsYir ergebener 

Dr .Georg Landauer. 




I 



Finanzierung der Llraigration von Fluechtlingen aus 
Deutschland ( und Tschechoslovakei ? ). 



• 




• 



» 



Das Intergovemraental Coiomittee soll Verhandlvingen mit der Deutschen Regierung 
und mit den das Komitee bildenden Regierunsen auf folgender Grundla^ fuehren : 

1. Deutsche Juden toehnen ihr liquides Vemoegen ( ganz oder bis zu einem festzu- 
setzenden Hoechstbetraege ) bei einer Zentralstelle in Deutschland - vergleichbar der 
Pal treu im Palaestina-Transfer - einzahlen. 

Diese Stelle ist die Korrespondenzstelle des IGC oder der von dem IGC zu schaf- 
fenden Einrichtung oder Einrichtungen fuer die Ausfuelirung dieses Vort5Chlages. 

2. Die Zentralstelle in Deutschland erhaelt von der Deutschen Kegierung das Recht, 
das bei ihr konzentrierte Kapital in Hypotheken anzulegen. Die Laufzeit der Hypotheken 



so 



11 der Laufzeit des nachher erwaehnttai 'Vertpapiers entsprechen. Diese Hypotheken 



sollen auf Ooldmark-Basis abgeschlossen werden. 

3. Das IGC soll bei den deutschen Regierungsstellen erreichen, dass 

a) die Arbeit dieser Zentralstelle legalisiert vlrd, 

b) das von der Zentralstelle verwaltete Vermoegen vor Beschlagnahme geschuetzt 

wird, 

c) die Goldv/ertklausel der Hypotheken nicht aufgehoben wird. 
Das IGC gruendet ein Institut zur Finanzierung der Auswanderung und Transferie- 

des Auswanderer-Veimoegens. Dieses Institut soll Filialstellen in den wichtigsten 



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rung 



Laendern heben, in die Juden auswandern und ihr Kapital transferieren. 

Dieses Institut soll Transf ergeschaefte machen nach dem Vorbild der Haavara 
( unter besseren Bedingungen als in der Haavara seit Sinfuehrung der Positivliste 
herrschen, eventuell analog dem .irbeitssystem der Haavara unter der Gueltigkeit der 
sogenannten Negativliste ). Der U:iifang der Transfergeschaefte entspricht grundsaetzlich 
der Hoehe der Rueckfluesse der in Deutschland gewaehrten Hypotheken -iüredite. 



i 



- 2 - 



• 



5. 



Das Institut soll Obligationen ausgeben, deren Laufzeit der des in Deutschland 



angelegten Hypothekenlcapitals entspricht* 

Der Zinsen- und iJTiortisationsdienst dieser Obligationen soll von den Regierungen, 
die das IGC bilden, garantiert v/erden. Die Hoehe der Garantie, das heisst die Gesaiut- 
sunine der zunaechst auszugebenden Obligationen ist gross, jedoch limitiert« 



6. 



Diese Obligationen mit Regierungsgarantie werden beleihbar sein. Der Gesamtbetrag, 



der durch diese Beleihungen aufgebracht vdrd, soll nach iirt der Voelkerbund- Fluechtlings- 





anleihe verv.altet v/erden. 



7. 



Die Auswanderer erhalten einen geniseen Teil des praesuj.iptiven Transfer - 



Gegenvierts ihrer ivlarkeinzahlung als iUileihe. Diese Obligat ionen-^uileihe wird 

a) aus dem Devisen-Transfergegenv^ert d.:s in Deutschland eingezahlten Ivlarkbe träges 
zuru e ck ge zahlt , 

b) soweit dies unmoeglich ist, als individuelle öchuld des .vuswanderers weiter- 
£refuehrt und nach im voraus festzustellenden Bedingungen von dem /Auswanderer verzinst 



und amortisiert. 



Dr. Georg Landauer, 




Jerusalem, 24. Oktober I938 . 



i 




c 



Spende Saheimer Justizrat Dr. Heilberg BälTln Ohlb q 

Tannebera-rllee 10-12 ( Die Buoher liegen in Breslau) 

1. 



Imldaiif ^ ^ii in Zivilnaol^e n 




Jai ' iBtiooh q — ofChöhüö'.rif^s-Ti^«fe« 




93 J oiQflqVil» 



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«Ihtsoheidunren des Prouasisoh. Ob. Verw. Oer. Bt. 1 - 89 
Jahrbuch der Sntscheiaungen des Kammergerichta '.d. 1 - 53 . 
;nt Scheidungen des Kammer geri cht s in lletssachen usw. Bd. 1-11 
ahrbuch Entscheidungen ddr freiwill. Gerichtsbarkeit (Hing) Bd. 

BeitrHge zur tirl'iuterung dos Deutschen r^echts Gruchot Id. 1-20; 

Bd. 26 - 65 «it Register bänden 

t 

Archiv fUr H«ohtsfälle f^triethorst 3d. 1 - 100 
Rechtssprechung des Deutschen Reichsgerichts ^?jg^.^^J|'f J®^ i|* 
T. ':ntscheidungen des Heichsf^erichts in Ttrafsachen Bd. 18 - 42 



£^^^ '/Jd\ni^ Reichsgesetzblatt Jahrg. 1384 - 1932 






/ (J .' 



\ 



I 



f 



Preuss Gesetzsaaimlung Jahrg. 1884 - 19''2 
Justizrninistorialblatt für die Preuss. Gesetzgebung Jahrg. 

.nt scheid unf?eri der Reichsoberhandelsgerichte Bd. 1 - 25 
n-.s .echt. Jurist. Zontralblatt Jahrg. 1928 - 1952 
\ Central cl'att fir Handelaraoht Jahrg. 1927 - 1932 

Recht and nrtschaft (Berlin; Reynann Verlag) Ju'-r;. 1912 



- 1919 



-9j^-,fi4rj :h 9 i^i Ti( y n den ^^rmwe yJ^Mf^ hof o a für de at«eJ 

T ^jiron 1880 -19^ 4n-15-il] 




f^.v^' 



\A .V, Zeitschrift des deutschen Notars Jahrg. 1919 - 1932 



. S/^' 



Justiz ji^hrg. 1925^^ 1932, 7 Bde. 



Entscheidungen un3 Gutachten des Reiobsfinanznofes Bd. 1 -10 

Öwreoh - !^latow: Pie Rechtsprechung dos 'Reichsf^erichtes zum Ar 

beitsrecht, 1919 - 1928, 2 Bde. 




f 



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7 



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2. 

Foergter - 

Kenn: lYilprozessoränunf^ 3» *ufl. 1913, 1. Bd. 
^nn: Zivilprozesflordnung 1926, 2 Bde. 

Formularbuch der froiwill. Gerichtsbarkeit 14. 19. Aufl. 



1933 



1. 3d. Handelsrecht 19?8, 2. Bd. B.O.B. 

t 

feiaeler: ^''orir.lilarbuGh der freiwill. 'Gerichtsbarkeit 14. - 15. 

Aufl. 1919. 

Becher: Kostenbuch für die freiwill. Gerichtsberkeit 1. Bd. Han- 
delsrecht 1928 

Oberneck: Notariat sreaht 1.-4. Aufl. 1925 

Dor«t: "ie notarielle Beurkundung 2. Teil "inzelfirma und cndels- 

gesellschaft, 1922 

Mügel: Das gesamte Auf wer timgsr echt 5. /^ufl. 1927 

Sohl^-olbargtr und ^'arMning: Gestz übor die .'ufw-rtunr von rf-,, 

pothck.n 2. Aufl. 1925 

Abraham und Loebinger: Tie AufwertungsgesetZt^-ebunr 1925 



dies 



Durchfiloru: " ssti ■ ;:: "?n dr.zu 1926 



Dr. Otto Heier: Aufwertum^^laaten und Kegressrechte d r Freiskom- 

üiuiial verbände 1929 (broschiert) 



rutz: '-andbuc- dos rieichssteuerreol ta 1924 



/ 



S'tll 1* Preund(Sur;^wi)i Kommunalab^.ben^esetz 9. Aufl. 1931 

r 



fei 1 eben feld: Steuerhandbuch 1925 

Model: Steuerf uhrer 1931 

Reinitz: Preuss. ; teiapelsteuer;?eset' 2. Aufl. 1901 



Becher 



t« 



H 




Hoff mann: '-'ehrbeitragafTeaete 1913 

Kipp: K"omfflentar zum ::rbßc^ftsgesetz 1927 

Bürgerl. aesetzbuoh Planck 2:Jf Aufl. 1898 6 Bd . 

mburg: !)a3 bürgerl. Recht Bd. 1 -9^1902 - 1905 



s 



PCooh: ßreuaa. Landrecht Bd. 1 - 4 1378 

Rönne: Ergänzungen und '-l-luten on des A 11g. Land rechts Bd. 

1-4 1388 



3. 

[ 

f Rehbein - Heinecke: Allg. Landrecht Bd. 1, 5. Aufl. 1894 

Rehboin: Entscheidungen des Preuss. Obsrtribunals U. 1 - 
- 1834 und Renristerband 

^^^f leerster; Theorie und Praxis des l'reuss. Privatrechts Bd. 



1 - 4 



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4. Aufl. 



• ;;:rernburg 



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.:i[IiK=ÄfiS 



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Daubenspeck: Bergrecht liehe Entscheidungen l^':;^- 

^ehlinp- "ie "leclitsvörhältnispe der dea Irundei rent^mcr nicht on 

zop-snen 'ineralien 1904 

:'.Iuller- "rzbach: Pas Bergrecht Preusp.ens 1. Hälfte 1916 



^StetTib^cfeT-^eschrüht«-iies ^chlesisch 




M. 1857- 



festhof: Bergbau und Grundbesitz nach preuss. Pecht 2 Bde. 1904 
Arndt: Allgen. Berggesetz 1909 




* 2 Ble. 1919 / 192C 

Klostermann " " *• 6. Aufl. 1911 

ZlYler^— g ntwioklunrr d e o Ber g F«?a3rg - in .-chleaien 1908 
dara»— Oi^ -^^e soyiichto '.loe H o rgr efflls-^r»-^ehlesien 1898- 

'??esthof und Schlüter: Allgem. Berggeseti^ für die preuss. Staate 

2. Aufl. 1907 Truttentag 

-Bea ^iuJe. Deitrap ' C au "'chl w4reB&-4:echt3gQ schichte (plesser Lei 

urK-unaonJ 

ftaff: "assergesetz 1928 

Holtz und Kr-^utz: "as Preuss. ''asser.^teset'z 3. Aufl. 
Hieiiiann: ^'asserrecht 2. /ufl. 19G7 

Nieberding: '"asserrecht und 'i orpolizei im freuss. Staat 1B8 
Brauchitsch: Ven^altungsgeset^e für Preussenl. Bd. 21. Aufl. 
^*- -•--.;5:;' Brand : Beamtenrecht 2. Aufl. 

Görtz: Verfassung und Verwaltung der rchlosisbh. Landschaft 

Engelmann: Das schlesische Landschaft srerleaient 1866 

Grotefond: Gesetze und Verordnungen für den I^reuas Staat und 

das Deutsche feich IBOS - 1375, 4 Bde. 



^ 



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4. 



Grotefonci: 



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Erlasse zur Ausiührung und Erläuterung Jer fTjge^ze 
len ?reus9. Staat und das deutsche /.Bicn ldv9- 1%'i 

5 Bde# 



•'V 



Cosack: '-andelsrecht 6. Aufl. 

Rosenthal: ' ettbewerbs-esetz o. Aufl. 1927 

Liobmann und Caenger: Kommentar zm [^esetz betr. a ie -eseils-hrft 
^^ mit beschr'^nkter -ai^ung 7. .■.uil. iysf 





Koenige: Hand. Ges. Buch 2. 'ufl. 1929 
Staub - !'achenburg: G. m. b. H. 4. Aufl. 
^osse - Ileymann: '-andelsgeRetr/ZL-uch 17. "ufl. 
aub: Wechselordnung- 12. 'ufl. 



feli'-sohn; Patent^^esotz 5. "ufl. 
Jaeger: Tonkursordnung 1902 

-4,-4md-7>^nfl. U. 1 




Mentzel: ReichskonkurBordnun" 1926 



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Jaeckel- ^üthe: Komiüentar z... .. 'ancav^r«.!t8i;:ern ^:e^vH3tz 6. .'.ufl 



Fischer uno - ;:)hüorer: .' 



Tollotr 



' 2. Aufl. 



"illenbUcher: Honkursordnung 3. Aufl. 

Falkmann: .'.nfechtunp ausserhalb des Konkurses 1908 

Jonas: Zwangsvollstreckuir ^otreaht 3. .'ufl. 

Senf: TJie erfolgreiche ::eitreibun>j 1931 (peheftet) 

Keuraann - Schaffen Rochtsgruiidsitze aus de- "ehiet 

Jaeger: Tle JegohMrtnauiBfSf.?'^^^'' P^P^^nung 1917 

Manasse: ""ie leschiift sauf sieht 3. ■ufl. 

Crüper: Srwtrbe - und irtschaftsf^enoasonsahafton 1908 



der Zwan^svoll 



Luks: das Anfocht 



osöt?: 2. Aufl.- 



Armschutz: Die^^f^ssun?^ des l^eut sehen Reiches 14. Jufl. 1. Teil 



L^td*4-^teili5xif4^«Hromffli»& 4Bßa 



Se«l«eafe:z:??gg- 



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5. 

Seelmann: Das P.ec t der %milienfideikornrniF3e 1920 
K'odersohn: Die Auflcsunr der Familienfideikominis?e 1921 



I 



Breslauer Pürr^erbuch 1911 (2 irsal Yorhanden) 

Ledermann: Städteordnunr 1902 

Oberneck: Reichsfrrundbuchrecht 4. Aufl. 1909 2 Lei 9, 



^^\r^ — i 



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ay: irivatrechte im Friedensvertrag 3. Aufl. 

i.ussbaum: Intern-iliorialec Jahrbuch fiir Ghioasr-riGhtsTvesen Bd. 

1 und 3 1931 (^reheftet) 

DnnnV ch^-Ha?. priYütre'-btIiohe 3 chiedec^eri cht sYer fahren, Stand 

Yöffl 1. 1. 1931 

Leske - löwenfeld: r.ntscheidunpen c?er -e-üiscl.ten Schiedsgerichte 

1. Teil \3cD 

St-€t^f:—%s-^hiedsFeri^tsYer fahren nach -beut! s-em deutschen e 'ht 

1926 

■Bribanski: Russisches Zinrilrecht 3 i de. 1918 



ders. 



«I 



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gesetzbuch 1902 




ders. Kachtrag hierzu 1914 
ders. I:ür.f:erl. Onset zbuch für das "önigreich Polen 1-15 

"isenriann: T^ie ^eitroibun^' von ''ch'jldrorderun^en in "rankreich 

1906 

OestorreichischB Jurisdiklionsnor'.i und ' ivilprize^sordnung 1B95 



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Gcrichtoentlastun 'snoYelle 1914 
Exekutionsordnun^^ 1896 



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oo:? 



Code Civil 1387 



V 




Schweizerisch. Zivilgesetzbuch 2. Aufl. (Keklam) 

pe-,hoimer: Britische "osetz-eljng im :'riege,und zum Friedens- 
verträge 1922 

Rukser: Die Rechtsstellung der Deutschen i:. Polen 1921 (brosch.) 
Dörge - Ilennig: Die Usthilfesicherun^sverordnunr 2. Aufl. 1932 



■Btfhmi Ibnd^etr fl g g R eghtsht 1 f ev«rfa' 



Im Dmt sehen rieioh 



\ 



I 



6- 

Böhm: Handbuch des ^iechtshilfeverfahrens im T^eutschen /.eich 1386 

Landmann: Kommentar zur Gewerbeordnung 2 Bde. 7. /.ufl. 

Koffka: .^nteignunj-rsj^esetz 1905 

Riesenfald: Breslauer Fand elsge brauche, 3 bde 1900, 19CG, 1911 

Ziekursch: Verordnung über die schiedn.v'erichtliche Krhchuns; von 

Preisen für elektrisoho Arbeit, '"ras und :.9itungs7,-asser 

Cantor: '^ie -.ronkurrenzklausel 1911 

Lindemami: ^er nicht recht üf-lhige T'erein 1510 

Stölzle: ''•eriohtliche Rnts?c-.*-idun;';:n Über den Viehkauf 1910 

I-anke: ^as 'Sonderrecht des lehkaufs 1910 

lindenber:^!: ""as ■ reuss. '^ inderecht T.'ufl. 1907 

Möller: ••ausschwammrorschur:';;Gn 1909 

Stier-Somlo: Kommunale;- '.'erTassiin^rrecht 2. Bd. 1916 



# 



f 



'lendorf: ''ietrecht 8. Aufl. 

Krüger - Herbot: Das Mietnotrecht ii- Preussen 1927 (geheftet) 

Willenbiicher : Das preuss. Tr'ond buchrecht 1893 



t— — -^Imann: Das gesetzliche ■-' liehe 'Tüterre ht in ■'eutsc':land 1901 
\ Die Unfallversicheruncrspesetze 1900 
'- )<' -— — Maercker: Die rachlassbehandlimg 1917 2 Bde. 
\ "'eissler: Das Kachlansver fahren 1. Bd. 1920 
Fels er: Testament recht 2. /^ufl. 1907 
Boehm: Erbrecht 2. Aufl. 1900 
Bchm: Internationale !'achlassbehandlunc^ 1895 
Gruchot: Prenss. ^'rbrecht 3 Bde. 1865 

Rocholl: nechtsfiille -aus der i'raxis de- "eichsrerichts 1390, 2Bde 
Plühn: Der Orenzprozesa 1911 



Mugdan: :/-aterialien zum B. 0. B. 5 Bde und irijLinzunfsband 



7. 



t 



• 



/ 



/ 



,r. 



Puchta: Institutionen 1371 




- ders. Vorlesun-'en -iber vlas outiiTe rcKlsc-ie ■echt 1362 l.Bd. 

Kuntze: Kursus das rönisch. lechts 2. Aufl. 1879 

Ülshausen: ''oimnentar zum Streif ■:. netzbuch fLir das l'WntscV.e P.eich 

1863 2 Bcle. 
Koch: Preusr, Erbrecht 1B6o 

Vorent'^urf zu einer- "^'traf^osetzbuch 1909 

Gerber: "eut^ches PrivEtrecht 9. ''zfl. 1867 

Starke: Verbrechen un-i" Verbrecher in ^reusaen 1334 

Sten^lein: "^'ie strafrechtlichen 'ieben.7o setze de?! deutschen Pei- 

^öv.« •n.- n . V ^ ' ches 1894 

(lers. Dxe -.eichs^i^osetze zum ::'ch!jtz des -eist: -en im ' ewerb' 

liehen ;agentuins 3. Aufl. 

1902 

Kraut: Deutsches Privatrecht 1356 

Werner: Lehrbuch des deutsclien ^'trafrechts 8. Aufl. 1876 
Jhering: Zivilrechtsfäll« ohr\G Entscheidunr-en 3. Aufl. 187' 

^zyhlarz: Lehrbuch der Institutionen des römischen ec- ts,-3re-r-A- 

; 10. /.ufl. 1908 

ndowskj: Fundert rtellen au3 de-Ti Corpus juris 5. Aufl. 19: '5 

Groschuff: Die preuss. Straf ;;esotzö 1894 

Brunntr: Grundzüfre der deutscher. ' echt sfoschi cht e 3. Aufl. 1903 

foepfl: Die peinliche Gerichtsordnung I'^ser arls V. 






187( 



. -"US fr. 



Dove: Lehrbiich des katholischen und evan^relischen "irchenrechts 

7. Aufl. 1874 
Ail^re?fu--^Iariöht^K>r-dntrarr~2-i^« * 4§2^ 



ff 




\V 5 



eemj^_Landrecht für-^!tTr-]rnmst-r-^HfiateH 4--B^le. und Pe;?isterbd 



^entzel: T/as Provinzialre :ht des Herzogtuna Schlesien und der 

Grafschaft :ilatz 1839 

indscheid: Pandekten 3 Bde. 



ders. 
Moeller: 



Dernburg: 



Lehrbuch des Pandektenrechts, ä. 
Schlesisclie \dikten3amjjilung 1866 
Pandekten 3 Bde. 4. Aufl 1894 



/ufl. 1875 2. Bd 



Arndts: Pandekten 6. Aufl. 1868 



( 



8. 




I 



I 



O 



Corpus juris Ed. 1 - 3 
Corpus canonici 17B3 2 Bde. 
Vopt : '^'irchen-und Eher echt 1875 



Weissler: freuss. Lanrlesprivatre^jb-t 1900 2 bde. 

Frenk: Das Strafresetzbuoh f'ir das "deutsche ^eic': IC. Aufl 

1912 

V'ilmowski und Levy: Zivilprozessordnung 5« Aufl. 2 Bde. 



Peterpen 



5. - 



2 " 



Hahn: Jfeteriealien zir Zivilprozessordnunsr 2. 'ufl. 2Bde. 



Reincke- '^ 



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Volküiar 

"ehberg 

ders. 



Die '^eutsche Zivilorozessor^nunrr 1385 



Zivilprozessorc'^nunq: 



Die Haager '''riedenskomraission 1910 
Sechs 'T.a-rer ;lko:.:nön 191C 



^ö- ^nrai^^m^eift« — ifa^rV 1 y5ö^ — -1232 



^arneyer: Jahrbuch der ^ntsfrigidunren Jahrg. 190G »»4 -]_i5^0 und 

Schle??el berger: Kriegsbuch 1915 2 Bde. 

Achillis: ^ie preus?. ^lesetze über C-rundei/'entum 3. Aufl. 

Stölzel: ".echtsprechung des lerichtshofes zur :.ntscheidung der 

Korrpet eni?k;)nriikt e 



pet 
T. aönne: Preuss, Staatsrecht 2 Me, 

D-Poop: Der '^echtssveg in Preussen 1899 

Bing: Recht sorechun.-;-: in /'Ufwertunpfsachen 192fS - 1931 

KaDibke: Die loldbil an z Verordnung 

yü£''el: I'c ^3ntar zu-. / uf'-rortun^s-'^-osetz 1925 



ders. ** " 



zur Durchführungsverordnung 1926 



PaKenstecher: Die Einrede der "echtskraft im Aufwertnnrsprozess 

1925 Cl-eheft.) 

.Nadler: Aufwertunirsnovelle 1928 

ders. Drundbuch - und AuiVvertuiigs fragen 3. Aufl. (eehoft.) 
Zeiler: 250 Aufwerturi-s fälle vom ;;eic> - ^vricht 1927 



Ffeytag 



:.atzinTg-#6 — Vb'li'^nrbuhd ^s- 




Jonküpincf den k* ^^^^ 195Ö- 
BrunnsGfttan 1^2» 



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norm Pr. Goorc lÄndaueri 
Joinisalodt 



i^M«*M*M«»««««^M» 



Llobor Dr. lanaaiior» 




loh orhlolt Ihren Di»lor vom 15, Pdbruar loldor orst am 2)}.. Fobruar 



Auskunft 



Es wundort mich oölii', daaa dio Dibliothok noch nicht olnGOtroffen Ist. 
Tatsaolillch Ist alo schon zu Lobzolton molnos ScJTwlocorvaters, d.h. 
spUteotons ira Herbst 1936, ab-ogancon. Es kann audi botrUohtlich TrUlior 

gewesen sein. 

Im Ubricon niusa loh mich In nelnora Briefe rocht mrasvoratUndlich 
ausGedrUckt haben. Ich habe nicht cosagt, daar Ich an konkro ton Aufgaben 
nicht mitarbeiten will, sondern Im Gogentoll Ich bin corado zur Mltiarbelt 
an konliroton Auf£^ben bereit. Von allgenelnen /aiaaorunren halte ioli 
^mlchta, nur In konlrroton Dlncon Icami sich ja eine Sacliloindo bewBhron. 
Paa, wozu loh nicht bereit bin, Ist an ropräaentativer Stelle oder axic^ 
nur in einer nadi Ausöon In Srocholnune tretenden Form mitzuarbolt«n, 
weil ich nicht denjenicon PorsönllcWcelten, die durcli Ihro GrundansoJ 
un^'en und lliro jahrolance Verbundenheit mit deci Work (ion Dingen nUlio 
stehen, Ircondolne Clianoo nehmen v/111 und v/ell ich mich In nolnoa Oß 
Ld3on" " ' wenlcer aun Akteur als zum Soiiffleur coölßrwt habe. Es 
sich In dieser Ilinaloht gocenUber den, waa ich llv^m vor 12 Jahren, al 
Sie uns durah PftlUstina fulu-on, alo meine Orundeinatellunc gosaet Imbe, 
niolato geändert. Wenn Sie also auoaerlmlb dos Ranpenlichts und Mntor 
der Soene Über meine konkrete Saolüconntnl» verfügen wollen, so stöhe loh 
Ihnen gern iind unbedingt zur Verfügung, 

Mit horzllcham Orusa, auch von molner i^rau, 

Ihr 









\ 




/ ^iSe-ixat [mich ß«frout, aiif dlose V/oiso olnnal wieder von 
Hinan zu hürori. 

Mit herzlichen Gmss, auch von meiner Frau und an die Ilirlc^ 

Hir 3ohr orcebener 



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ST - -. Je. • — t-r ,— ., _ 



1 I » — — • 1"^ 



JönköpiriGt den I^.^ Mlirz 1958* 
Birunnssatan [\2. 



Horrn Pr# Ooorc Landauer^ 
Jerusalem, 



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Lieber Dr# Landauer^ 

loh erhielt Ihren Brief vom 15# Pdbruar loldor erst am 2l4.# Fobnmr 
und danke Ihnen f\xv Iliro freundliche Auskunft In der Blbllothekafrage. 
Es wundert mich sehr, daos die Bibliothek noch nicht eingetroffen ist* 
Tatsächlich ist sie schon xxi Lebzeiten meines Schwiegervaters, d*h^ 
spätestens Im Herbst 19361 abgegangen • Es Icann auch beträchtlich frUher 
gewesen sein« 

Im Ubricön muss ich mich in meinem Briefe rocht mlssverständlioh 
ausgedruckt haben. Ich habe nicht gesagt, dass ich an konkreten Aufgaben 
nicht mitarbeiten will, sondern im ©•gtntell Ich bin gerade zvir Mitarbeit 
an konlcreten Aufgaben bereit* Von allgemeinen Äusserunren halte ich 
gRrnichts, nur In konkreten Dingen kann sich Ja eine Sachkunde bewähren # 
Das, wozu ich nicht bereit bin^ ist an repräsentativer Stelle oder auch 
nur In einer nach Aussen In Erscheinung tretenden Form mitzuarboltai, 
well ich nicht denjenigen Persönlichkeiten, die durdi ihre Grundanscliau- 
ungen und llu*e jahrelange Verbundenheit mit dem Work den Dingen näher 



stehen, irgendeine Cliance nehmen will und well ich mich In 



ilCl 



Ldben lilndurch weniger zum Akteur als zum Souffleur geeignet habe* Es hat 
sich in dieser Hinsicht gegonllber dem^ was ich Ilxnen vor 12 Jahreri, als 
Sie uns durch Palästina fuiiren, als meine Orundelnstellung gesagt ha^o, 
nichts geändert» Wenn Sie also ausserhalb des Rampenlichts und ninter 
der Soene über meine konkrete Saclikonntnl« verfU^jen wollen, so stehe ich 
Ihnen gern und imbedingt zur Verfugung • 

Mit herzlloham Oruss, auch von meiner Prauj 

Ihr 




Telegrams JEVAGfcNCY JHKUSALfcM 



THE JEWISH AGENCY FOR PALESTINE 
CENTRAL BUREAU FOR THE SETTLEMENT OF GERMAN JEVrfS 



CHAIRMAN: Dr. CH. WEIZMANN. 



CO-CHAIRMAN : Dr. A. RUPPIN. 



PALESTINE OFFICE: 

JERUSALEM. P. 0. B. 92. Telephone 671. 




( 




AIR MAIL 



Herrn Dr.Hans Schaeffer, 
Brunnsgatan 42, 
Joenkoepin^ 



•671 T©^r ,97 '1 «n .D'^i^iT 

13. Februar 1938 

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„„.^/-^ 



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Lieber JreSchaeffer, 

/i/as die Biographie Ihres verrtarbenen Sch\Yie- 
gervaters betrifft, so habe ich von der Univer- 
sitaet gehoert, dass es nicht mehr erforderlich 
ist, zusaetzlich zu der gedruckten Biographie, 
die sie bereits erhalten hat, nochmals einen bio- 
graphischen Abriss herstellen zu lassen. 

üie erwaehnten in Ihrem Brief, dass Ihr 
Schwiegervater kurz vor seinem Tode seine juri- 
stische Bibliothek der Universitaet Jerusalem ge- 
schenkt habee Tatsaechlich ist ueber das Schicksal 
der Bibliothek hier noch nichts bekannte iiis gibt 
jedoch eine Hepraesentanz der Universitaetsbiblio- 
thek in Berlin, und diese ütelle widmet sich wahr- 
scheinlich der Sache. Die Leitung der Universi- 
taetsbibliothek hat sich daher jetzt mit der Ber- 
liner Vertretung der Bibliothek in Verbindung ge- 
setzt« 

Ich moechte diese Gelegenheit benutzen, um 
Ihnen mitzuteilen, dass die allgemeinen Ausfueh- 
rungen in Ihrem Brief wirklich grosses Interesse 
geflinden haben. Ich habe diesen Brief Dr.V/eizmann, 
Dr.Ruppin und anderen Persoenlichkeiten unseres 
Politischen Departements zugaenglich gemacht. Bis- 
her haben DreV/eizmann und Dr. Huppin sich sehr 
interessiert axi Ihren Gedankengaengen gezeigt« 

Ich verstehe zwar, wenn Sie schreiben, dass 
Sie direkt an konkreten Aufgaben nicht mitarbeiten 



5.37-500G--03'.i66 ODIt) 



> 



THE JEWISH AGENCY FOR PALESTINE 

CENTRAL BUREAU FOR THE SETTLEMENT OF 6ERMAH JEWS 






Page 



T» 



• 



koennen und sich mehr auf eine allgemeine Aeusserung beschraen. 
Ken wollen, - obgleich mir dies recht leid tut. bie werden 
sicherlich der Presse entnommen haben, dass die englische 
Regierung jetzt dabei ist, die bachverstaendigen- Kommission, 
der die Vorbereitung der -Teilung des Landes und die 
Etablierung der Staaten obliegt, zu entsenden. Ich mll 
mich bemuehen, Sie mit den Problemen, die bie vielleicht 
am meisten interessieren, in Kontakt zu halten. 



Mit^den >esten Gruessen 



I 






ijr.vieorg Landauer. 



i 



• 



I: 



I 



»' 



Jönköplng, i.en 22, Dezonibör 1331 • 
Drunnscatan 1+2, 



Herrn Dr. Georg Landaiier, 

Tho Jewlah Agenoy for Palest Ine, 

P.0.30X 92, 

Jerusal^n. 



Lleljer Dr. Landauer, 



4 ^ 



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c 



Ihren Brief von 17. v. Mts. erhielt ich nach Polen, wo 
ich zvm Zwecke von Kon vertieruncs Verhandlungen nehroro Wochen 
war, nachcesandt. Sein Inhalt liat mich solir interessiert , und ich 
möchte, bevor ich auf die Frag» meiner Mitarbeit eingehe, einices 
Grunds äts5 liehe toemerkenj 

Nach einem genauen Studium des Peel-Dorlchts habe ich mir 
natUrlich vieles durch den Kopf gehen lassen, was sich an Problemen 
für die Beteiligten daratis orgeben wird, loh bin daissi zn -ir^pb- 
^nissen gekommen, die von denjenigen, welche die zur Zeit in Pal ä- 

V 

stina in der Organisation arbeitenden Herren gefunden haben, er- 
heblich abweichen dUrften. Ich bin der Auffassung, dass man vor 
allem Im Auge l»li&lten muss, worauf os In v;irkllchl:elt für die 



Jüdischen Kreise In PalUstlna ankommt • Das Wort "unabhänclüor 
^l£^^^ ^^-^-^^^^ wai/ ^n K ö d o r, de n d ie T o ol - Komni 

oU<^/^ -^^^-^-^^ 1ij.on hlnc^ ^^T^^^n h^^- ^^r^A^^^^ den- i na n in w eeen^lttrtion Purikleii sc 

^CM'^ /^ ^^ ^^- lnfrb^^^ond:ePe~Tnr ^^r\ AuTbBrcr^ier^or 
^^^^^^-^^^^ Rift« mr«rf.rtTChiBrrt77etne^ zvo^^^r^^^^st^ra^ 



Dfts, worauf es ankommt , ist meines Bracht ans: 



J^^i^^^at^ 






^H-7>- ^' 




Angriffe und innere Unruhen^ und os ist hier das Wichtigste! 
England nicht aus der Verantwortung auszulassen, dabei 
aber die Müglichkoit «u erhalten. Jede Porni dos Selböt- 







- 2 - 




aoliutzoo 8u orGanlsloron und 

Z/ Die Sntscholdun^; Übor dl© Einwände runeserlaubnl» flir don 
Toll des Landes, der "Staat" zn worden b stlmt Ist, 
möcllchBt unabhlinclg alloln zu bokornm«n. In dleaem 
Punkte also mUssto uiaco^^ohrt die Vorantwortunn Sit^lands 
möglichst erlolohtort Tond eine Art Unabhanelclcolt oralelt 
worden • 

Im Ubrlcen empfiehlt oa sich, von "Staat" so wenlc wie 
nrf5clloh zu reden und alch Ijnrior darüber klar zu sein, da so ea 
^ sich um ein Gebiet handalt, wolchoa dl« Orüaoo der kleinsten dout- 

/^^^^ ^•tJ'f^r-.-^,)^^ '^-achon Provinz noch nicht zur IlUirto orrolchV^d daos infolGOdos- 

„^^^/L^ sen die Genoraltiinkoaten,vor allon Dlncfln dor Boamtonstab^und auch 

dl« Iculturellon Koston In einer elnl^orcaGson der Klolnlielt des 
Geblots ontaprochendon ife*e ^^tialten worden cttlssen. Jede uober- 
lastune nusa, boaondoro wenn froradea Kapital nicht molir so rolch- 
lloh nieast wie bisher, zu einer wlrtacliaftllchen l^taatropho 




führen« 



Dlosor ßanzo erste Grundsatz holaat also "Boacliöldon- 




helt und SolbstbeoclirUnlcune"» 

Dor iwelts Gru-idsatz, dor nie Ines Sraohtens zu ver-'ol£:en 



oü^W-r'^^ / '^"'^- ^ *°^^ wird, Ist dor dor Vermeldune aller Eaq^oriment^CjL««!» Ä* 
„...^ ^A.^^^^^^— ^- ^^^^ jj^^ i^^ diesem Punkte vorslchtlc Ist, wird sich Kapital frei- 

_^^*.*,v^ ^'^ i^'^'fe'W wllllG Im Lande nie 'orlaaaon und dort vorblelboi. Allo Zwanösbe- 
•/^u»^ «jhx^»^^!-^^«^ ^«ÜUi^ atlmnninc^^ ebenso wie alle Ubortrlebonon Anfordorixiicon von sozta- 

V /;^u^L ^CvW^-'-^ ^®^ Seite müssen zu dem entoOgencosotzton 32rco^nls fUiiron. Allo 
^ ^C.J-"^ '^ /^A Kolonien, aus donon wirklich etwas Gowoi*ä«n Ist, sind In den ersten 
'K^iA^^^y^^^ ^'0 Jalirzelinton oder socar Jalirhunderten mit fatft asketlSoher ^ F asaxo^ 

dos Konsxims atif gebaut werden und lisTöen^SS^lÄpltal einen grossen 
,^ AnrolB cebo'oon/VIch glaube nicht, daas aan hier umgekolxrt ver- 

^^^Uf^L^ faliren lann. Die walire Saclilage ist vielleicht zur Zolt nooh 





ritz.d.lO.Novembor 1938. 



Lieber Hans und liebe T5va, 



von Tante lUmma erhielt 







ich heute den Auftrag, ^ich inliegenden Brief 
zuzuleiten. Dem kann icsh mich natürlich nicht 
entziehen, obgleich ich ziemlich sicher bin, 
da=?s die von V'alter St. ausgesprochene Bitte 
nicht leicht zu erfüllen ist, nachdem ich vor 
einiger Zeit las, dass dort nur Qualitätsarbei- 
ter erwüni^cht sind! Ich hatte schon mehrmals 
den Auftrag, mich bei Dir, lieber Hans, für Leute 
aus der fernen V-rwandtsohaf t, die Du garnicht 
kennst, zu verwenden, was ich höflich abgelehnt 
habe, denn ich kann mir denken, dass in dieser 
Beziehung viel an Dich herantritt. TJeber rias i^lr- 
gehen deiner Lieben in Breslau bin ich auch nicht 
unterrichtet, hoffe aber, dass sie wohlauf sind! 
Neulich schrieb die Ber, da^s Eure liebe Wutter 
alle beschämt! Mein Muttchen sagte fast täglich: 



» 



Lotte ist ein wundervoller Mensch" , und das 



klingt mir in den Ohren, so oft ich an "^re 



Mutter denke. 



Vor einigen ^'ochen sprach ich hier Dora und 
kurz äarauf Volfgang. Hoffentlich nimmt alles in 
Breslau einen glatten Verlauf] 

Von uns ge^t es Arthur und Glaire am b^gton 
Wir Drei, inelne Schwester, ihre Tochter uncl ich 
haben unsere Sorgen. Ich bin auf der V.ohnungs- 
suche, was aber nur unangenehm nicht tr^gisÄ 
ist, obgleich man mich hier ungern ziehen lässt. 
Beinahe wäre ich bei einer Pamilia Mayer, der 
Mann ist Breslauer und hält sich augenblicklich 
dort auf, unterggcommen, aber Herr M. hat ge- 
schrieben, man möge mir keine feste Zusage geben, 
da er wahrscheinlich ein-- nahe Verwandte, die 
ihre Siedlungswohnung aufgeben muss, bei sich 
aufnehmen muss! Die Dame ist eine ^reundln v^ 
^rau Dr. Badt-Strauss. Ihr werriet diese Familie 
gewiss kennen. m:s wird sich schon etwas anderes 
finden. Meine Schwester sucht zum I.Jan. eine 
Stellung im Haushalt möf^lichst in Ungarn, weshalb] 
ich an Hilfle geschrieben habe, und meine Nichte 
Margit möchte recht bald in ein englisch sprachi- 
ges Ausland. Aber da brennt es noch nicht. 






Jedenfalls leiöen vir kein- Lebenanot, und l-.h 
v^erae mir bis an mein Lebensende bevoisst sein. 
VBS ich '^cH und den ^ren zu danken habe durch 
die wirtschaftliche Unterstützung, die ihr meine 
Wutter und mir zuteil ^^erä9n liesset! 

ich mnsche Such und '^iren Lieben alles 
Gute un.^ prlisse ^uch vde ^^re Töchter herzlichst 



i5ure 




> 





Breslau 2 I.Juli 1938 
Kirschallee 16 








( 



Hochverehrter Herr G-eheimrat ! 

Mein öchwager Richard berichtete mir von Ihremso freundlichen 
Interesse an meiner Person, u>^d ich habe nwc i mer wieder Ihnen vom 
Neuem d-^für zu danken. Vor allem dafi^r,dass Sie die Freundlichkeit 
hatten, an die Ornrnegie-Stiftung zu schreiben und mir eine 13mpfeh= 
lung d'^hin zu verschaff en.Wie Sie wissen, sind meine Affidavits 
vo'Ti Konsulat in Berlin .^ng^nommen^und ich hr-iim j'^^tzt voller Unge= 
duld der Festsetzung ein^s Untersuchungstermins. Bei dem grossen 
Andrang werde ich mich wohl leider noch gedulden müssen» V/^^nn die 
Oamegie-ötiftung eine .smpfehlung über meine Person braucht, wird 
diese sicher geben können Prof ♦ I . ^bt , Chicago , einer der ersten 
amerikanischen Professoren der Kind'^rheilkunde,104 South Michigan 
Avenue, der unter dem 26 .Mai 1938 folgendes Schreiben an mich 
richtete "Dear Dr.Leichtentritt ,1 have been infoinned by your 
friends that you contemplate a visit to the United 3tates.lt give*/ 
me great pleasure to extend a cordial invitation to you to come 
to Chicago. I assure you that you will extended every hospitality 
and comfort while you are in the city and will be cordially 
received by your many frinds and^ admirers here in Ghioago.Please 
let me know when you expeut to arrive in the city and f shall be 
prepared to meet you.-With the hope • that I shall soon see you I 

am very cordially Yours " The First National Bank, Chicago 

kennzeichnet DrcAbt f ls"well-known to us for many years as an 
outstanding Citizen of the city and ji one of the putstanding nrai- 
bers of his profession who holds an enviable reputation. '' Ausser= 
dem ist Miss Gecilia Rozowsky,c/o National Goordinating Committee 
For Aid, 221 West 57th »::)treet,New York City über meine Person und 
meine >.rbeit orientiert.- Mein Schwa-^er teilte mir Ihre Ansicht 
Über meine Aussichten in Schweden mit, die ich absolut verstehe. 
Trotzdem könnte ich mir denken, d^-^ss in einem kleineren Lande, wo 
nur wenig^ Fremde sind, man recht gute Möglichkeiten zum Arbeiten 
hätte, die einem vielleicht einen Aufstieg in U. 3^ A. erleichtem 
würden. -Durch einen Zufall habe ich übrigend in meiner Rheuma-Por= 
schung Verbindung mit Australien erhalten, sodass ich auch dorthin 
meine Arbeitspläne gesandt habe.Ka die Angelegenheit erst einige 
v/ochen her ist, habe ich selbstverständlich nocn keinen Bescheid. 
Ich teile Ihnen dies nur mit, damit Sie über alles iinterrichtet sin ^ 
was ich versuche, um zu einer neuen Rxistenz zu gelangen. -Ich be= 
dauere nur eins,dass ich Ihnen mit meinen Angelegenheiten Muhe 

Mache. Umso grösser ist mein D nk.-Inde^. ic"i hoffe, bald von Ihnen 
zu hören, bin icn mit besten Hinpfehlungen Ihr dankbar er,^eben-r 



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Jünköplnc, den II, Juli 1958 



norm Professor Dr»med, D, Loichtentrltt, 
B r e a 1 a u^ 
nrscliällee 16' 



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Sehr göohrter Ilorr Profoaaor, 

Vorblndliohaten Dank fUr Ihr Sclireiben. Ich Imbe mich 
Qrn«ut an Advokat Sven Salmonaon gewandt und werde Ilinen, sobald 
ich eine Antwort von lim orbalten liabe, Nachricht ztikoOTuen lassen. 
IMt sich in IlTTor in Aussicht zanonrnenen BetUtlgung fUr den Rheuma- 
Kongress etwas zugetragen? Mögllchorwelse könnte eino solch» 
aktuelle Frage das Interesse an Ihror Person orhöhen, 

141t vorbin dl IcJistem Qrusse 

Ihr sehr orge boner 



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AnlAgo (^ciischlag meines Brief os 

an Advokat 3, Salmonaon) 



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Jünköplne, don 12. Oktober 195^^^» 
Brtinnscatan I42. 



Frau Lola Lowln, 
Berl in-I Ialen aoe , 
Johann ueorGstr. 5 



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Sehr vorohrto gnüdlgo Prau, 

Frau Sign« Eonschon tollt mir r.iit, dasa aio von Ihnen cö'ooton 
worden ael, durch Dr, BJerre feotBuatollen, wann loh nuch Dor'lln komo 
und bittet n' oh, die»« Angolocorthiit am olnlkolisten aolbst zu orlodlcon 

Wie loh Ihnen barolto frUhor aolirleb, denke loh, Ende dieses 
MonatB odor vlolleloht orat Im nüoliaton Monat nach Borlin zu kojiimen, 
Nat'drlloh kann aloh dl# V«rwlrkliohunc dlesoa Plan» auch hlnausüchlobon 
FUr den Fall, daaa loh nach Berlin komme, liabe loh Ihnen zuGosact, Sie 
«u boimclirichtlcon und Ihnen Tlr eine lialbe Stund« zur VorfUcunc zu 
stehen. Bol dloaor ^^oag© atehe loh auoh weiter. Da sloli molno Rolaon 
imdv plütalloh antaclieldon, werde loh Sie entweder k-urs vor oder von 
Berlin aus bona ehr ichtlGOn. loh werde ra:ch In Borlin voraus aichtl loh 



nloht lUnger als einen Tag auflialton. 



Iloolmohtiingsvoll 



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Srimararzi u. CYJl JieJizinalrat i. 9(. 

S/rofessor 2)r, med, SB. Ceicktentritt 

J^inc/erkranklieilen 



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Breslau, 15» Juni •• 19 58 

Kirschallee 16 



Hochverehrter Herr Geheinirat ! 

Durch Ihre so freundli= 

che und umgehende Antwort haben -"üe in mir das Gefühl befestigt, wie 
gross Ihr Interesse ist, mir eine wirksame Hilfe zu bringen, i-mpf/ngen 
Sie dafür von Herzen meinen Uani. Advokat oalmonson schrieb seinerzeit, 
dass Direktor Wenner-Gren sein geldliches Interesse vor allem Insti= 
tutionen zuwende. Ich bitte Sie, sehr geehrter Herr Geheimrat, diesen 
P\mkt ganz besonders hervorzuheben, ob es nicht möglich wrlre,an einem 
wissenschaftlichen Institut oder einer Klinik, wie ich Ihnen schon in 
meinem letzten Brief schrieb, einen Arbeitsplatz zu erhalten, um im 
Rahmen drftlUfcr allgemeinen Arbeiten eines solchen H,nuses meine Por= 
schungen wieder aufnhlwiBB zu können. Vie ^ leicht wäre;6 es auf diese 
Weise auch möglich, von meiner oeite für Ihr Land einen kleinen Beitrag' 




) 

zur Erforschung der rheima tischen Hlrkranlomgen zu lief em^ -Ich benutz^ 
gern die Gelegenheit, um Sie durch den Mund meines ochwagers Callomon 
über den von Ihnen erwähnten Kongress informieren zu lassdn.Ich bitt ^ 
Sie nur sehr, meine Angelegenheit nicht aus dem Auge zu verlieren, da 
Sie ja selbst nur zu genau wissen, wie sehr alles drängt • 

Mit besten '/Vünschen und "Empfehlungen bin ich 

Ihr dankbar ergebener 





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JSnküpinc# äen 2. Soptoniber 193S. 
Brunns ca tan 1+2 • 



Frau Lola Lowln^ 

Köln -" Mar lo nburg » 

Ooothe Strasse üx/o Melor 



Selir vorahrto gnädi^o Prau^p 

Voraussichtlich wordo Ich nicht vor Oktober In Bariin 
sein* Ich darf Sie wotil bitten, mir Ihre dortigo TolGfonnummor 
noch elnnml mlt«utailon. Ich v/ordo Sie, sobald ich dort bin. 



anlUutont 



Mit verbindlichst er Empf ohlun ß 

Ilir sehr ergebene r 




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Jönköplac* d«n 2, September I938, 
Drunnacatan lj2# 



Pr«u l>ola L«wln» 
Küln -Jv Sa r 1 o nburg , 
ffoeWeatrasao 0/0 Melor 



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Solir vorohrto gnUdleo Frau, 

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Vorauaslohtlloh wordo loh nicht vor Oktober In Berlin 

30in. Ich ä&vf Sie woia bitton, mir Ihro dortlce TolQ^onnymmp 

noch elnoRl laltzutollen. Ich werde Sie, sobald Idi dort bin, 

anltJuton, 



Mit vorbind 11 ohat«r l .Tohlunc 

Ihr sehr er(;:ebener 



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Dr, Alfred LIEBK^ 
üünohen, Mprtinsstr.ß 



Lebenslauf 



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Gehören am 25. Juli 1031 zu B^ri-ir habe ich in n^'^y>.^^pn die Volks- 
und Mittelschule besucht und im Prüh.iahr 193o an der Luitpold-Ober- 
realschule in Mim^hp>-f^as A'^^tur gemacht. 

Im Gommersemester 193o berann ich jn der StaatswissenRchaftlichen 
PnVult'^'t der Universität München mein Studium. Daran schloss sich ein 
zweisem.estrip^es Studium an der Hanr^e] shochschule ^e>-1in an. Im '"•>tp'^- 
semester 1933/3S habe ich in Lausanne studiert um meine Kenvi^rissp 
in der französischen Sprache zu vertiefen. Seit diesem Zeitpunkt habe 
ich dann wieder in rünch<»nstüdiert • Im Prüh.iahr Ü933 ^abr ich die 
Diplomprüfung für Volkswirte abbrelert. 

I^h habe in dieser Zeit an volkswirtsr^haftlichen und wirtschafts- 
historisohe"^ V'^-^'' «^«^•'inrer^ , Üb-iv^cen und S^^iraren der p-rn:^f^e'.so'ren 
G. "^«^nhard, Bo>-insegni, B'^-n, Br-'^'Ps, H^^Tenbur,^, Hirsch, Lan^ni^er, 
Lot^:, So^bart, Strieder, Adolf Weber und von Zwi edineck-Südenhorst 
teilgenommen. 

Aus besonderen Gründen war ich gezwungen, »ein Studi-xm fast ein 
J^^^r zu unterbrechen. Dann habe ich mich t^anz dem. Dtudiam der Sozia] - 
urd W-*"^*»- '^'^'^a"^ts<^p»so>"»i ^"^^t e zu^^'^wardt , I^^''^ wnr ^1«, Sr^^^"''*'! <=**»* ^e? am 2^. Juli 
1936 verstorbener Professors de-^ JirtscbaftsrescHchte r-^ d<=r u>^-i yo-yc^-? 4.i-,> 
Münc>^er Geheimrat Dr. "'akob Strieder seit dem Pr^:Wn'-^ '"^'^^ ^"^ + der 
Arf rvr+iri7r.<^ ^inf^r Dir^^er^/^^ti.nn " r^üh^it+ ^"^ al t er^ i »-»he W^Ütwirtscba-^* " 

besc^-^'^'-^tigt . 

p-v-nf r «-so-r D*** . Strie^i^r '""«•*• >"^"^eits vor sei^e^ Tode vie*** Mo^a*-^ 1-..^-'-^ 
wodu'>'^''^ s-'ch meine recbt '^Pitire .Promoti er "'P'^r.ö'^erte, Sp?^*ter verw^^- 
r-erte dann der D^'''an der Fakultät aufgrund der Nü^-'^'hr-r^i^v Gesetr^ 
die Zulass- - ^"^^ Promotion* 

T)n 1 r»v> v^i ch auch in Zukunf''' wi ss<=»rts cb^"^ '*'''" ^^h er A'^b^it zuwe>^f^e^ will, 
hat die Literarisch Philosophische Fakultät der ^Vi^rr-'* ' t k+ a - n * r 
da m ertr'e^enkommenderweise die Abl^r^unj^ Ar"-- ''doctoralexamens" an 
dieso-»" Universität bef^tehend «"«is ^f^n PKoberr '^-^snbi r>v.t, ^^ So7i?=^1-und 
Wirtschaftsf^esohichte, Islamwissenschaft und Sosialökonomie ohne vor- 
hergehendes Studi'i*-^ an der Universität Amsterdam bestattet. Der !'•* <^- 
derlandische Minister van Onderwi^s, Kii^^sten en Wetensohappen bat mit 
Schreiben vom 3o. Ar^r**^ Tn-rq oeine erforderliche Zustimmung erteilt, 
da er der A?isicht war, rißss die Veröffentlichung m'^'-^er Arbeit als 
"Proof scbri "^t" de-»^ ^^niveasität Amster^ia^^ vot^ wi '^s^^rscha'^^ T ^ c^e>* Re- 
d eutunr^ sein könnte. Ich habe am 3o. April 1033 dieses "doctoral- 
cxa^en" mit ^.rfolg abgelegt tind damit gleichzeitig die Berechtigung 
e'^halte"»^, Unterricht in GeRo'i-ichte und Wirt scha-^tsf-^escbi c^.te an höheren 
Lehransialten zu erteilen. 

Am F, : •^-* ''^'^9 habe ich dann an der bleichen U>^'? vfosität auff^rund meinrr 
vorerwöbnten A^"^^"*^ "?rilhmi 1 1 el a1 ter"^ ^>^^e Wo'' twirt t^r*haf+ *' nro-^oviert, 
wobei Pro-P. ''•^. '^r. N. '7. Posthuraus das Amt des '^romotors übernommen 

hatte. 

Im ITusamjrienhang m.it meinr-»* Arbeit babe i c"^ ^^ der letzten Jahren auch 
die arabische Sprache erl^iünt und ein gründliches Studium, der islamischen 
Geschichte und Kultur getrieben. Aus dem gleichen Grnrde babe ich mich 
-neuerdings dem Studium der chinesischen GrcjrnV»-' ^^t ^ zurev/andt und mit 
der Erlernung der chinesischen Sprache begonnen. 



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0»b«r»ti «a ;^. JUli 1911 zu BMlla habe loli in jUncilMKi dl« VoD^ts* 
and Ultt.«l30hal» bMSQht und ie Frühjahr 193u «n d«r Luitpold- 

0)Mrr«alsohul« in :::^n<i:.m. das Abiwur gaotaoht.* 

Xa Sovna T39m»at9T 1930 b«g«nn loh In r'er taotsvlssdtii-ohaftlicr.aii 

Fakaltit dar Unlv^mltit snBahtfB sain -.tudlua. Daraa ^.ehlars sich 



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an dar H&nualshoanuuhula Bar IIa 



!■ flnt<>raa«a8t«r 1931/3;i haba luh in Lau3«nna atodiart um 



Xanntai'Sa in iar f ranzösl?ohaa 9|>raoha zn YertiaftB« Seit diasao 
Zaitpunkt haba loh dann «iadar in MünoHm stttdiart« Ita fr..J8hr 
1933 haba l(2h dia Clplomprafung für Vollcavirta abgelegt« 
loh haba in diaaar Zait an ValStsttlrtschaftliahan und «irtsohaftsv 
hiftorißohen Varleacng««, ,,bungaD und äamincrca dar Profusa oien 



d.B^mhard, BoninMfBl, Bona, Briafs^ "^alonburg, ilir 



«uv-r, 



Lotz, ScKobart, Striadar, Adolf ^aber und von Z«iadinaok->^iidaBh9r8t 

tallgwi oiaa i B « 

Au3 batcüdari^n (} rund an «ar Ich zu alAer faat ainjyihrig«Q ünt.cr« 

braohung sBalnes Jtudluos gaz«uag«i und haba iah ifliai> dann ^^anz 

dam Studium dar Sozial- und Wirtaohaftsg^aohi^hta zugawandt* loh 



x »«it das Frihjehr 1934 c>ls S 



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;^4«Juli 1936 varstor- 



banaa Profossors dar Wirta hafte gaaohi:hta an dar Unlv rsität 
lünolMn 39halairat Cr. Jakob Str iadar alt dar Anforii^ung 



«tvar I^irsartation 
tlgt. 



Prof, Dr, St' iader war 



ttelalterlijha tottwlrtsohaft" kVWMlf- 



s var sainflo Tod© vlalo Moneie krsnk 



«oduroh sloh cseina rachT.zaiii|^ froaotion Tarzog< rto* Sffttar vir- 



AOlfM'ta dann dar B^I.an dar FaiiultJit aufgrund AoT KU.nbargar ••■etza 



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die Zulassung zur Procaotion« 

loh ssioh ftuoh in Zukunft v.isMBiobftftl lobst Aibiil zuwenden 



will hat dia Lit«rari3oh ^hilo:'ophi»cb© Fakultät der Uaiversitit 
/ostardam evtg9i;«nko»raDdarwai8a die Ablagun^; d«s"doc~ 

öe'-ohlohta. Sozial- und lyirt^^chff tsg#f5chloht#| IsX«iwl stnsohaft 
und ozlalökonoml# ^hna Ti^rhergah^Hdes i^tudlun) an d#r Univoraltil 



tttrdaa gaatattat« S^r VladarlindlDolM Kinl tar virn O&dtruiijd, 
Kur^'^ttB tn ratanschappÄi hat »It -jhraiban vom 3ü. April 193i 
aaina erf ordarli^jha iJu?timmung erteilt, da ar dar Ausloht war, 



3 



'•ia VarSffantliohung «einer />rb«it &l»"?roofscxirif L" dor 
Ünivi*r3it'it AmstardBOJ von wissan^ohaftlioher Badeutung sein könnta. 



I^ haba am 30« April 1998 dieaas^'daotaralaxaidaii^* mit Srfolg 
•tigalegt and daaiit glaichz^itig dia B^^reciiti|^iing zur Krtailung 
von Unterricht in aa ahiahta und wirLsehaftagaBohiehta an höher 
Lehrsn taltan erhalten« 

Aq9 5» Ali 1938 haba ich d^unn an dar .^laionen Unlv rsitit aufgtmnd 
cj^ln r vorarwUmtan Arbeit ^Pruhaittalal ter liehe Waltwirtocheft** 



proaovio^'tf wobei ^ref* Mr*Dr*??*T«?osthumus das Ast da# Promoiors 



übern am r.en hatte« 



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lenhang isit iseiner ^rb@it hebe ich in den lotztan Jahren 



auch di» arabische Jpraohe erlernt und ein gründliches Jtudiua 



i«r idlamisohen ae -chiohte und Kttltur getrifilMii* Au» 4«b gl^iolMB 
Griiad«! habe ich isiah neuerdings dMi Studiuia der uhinesi^chen 
Oe^^ohichte zugewandt und auch mit der Erlernung der chineisi 'ohan 
Sprache begonnen« 
Ich darf no-^h larserlUR, daM ioh s«lt d«i Itai 19^ sti^aianlos bin 



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yt<liMitt«Iiat«»irllaha littltwlrttsolvart 



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Kit (iln<ir Kartii 



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Untar ämä ZitiAr\xQk dor tufimthtiovlo von Kiurl 3i^ 



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oher ijÄlt dia *♦ Vaitiilrtaoliiit^t** Imigo Jiolt aia da» Sr^obnlo 



•»laKliuigaproHoaiuMi d4$r ouropä«* 






tlkan '-Irt^iauaft habon J<»ctooh ^tatarluX su ttifi^^ irafürdort» 
dao k^ina Swalfal an diar ^^is^öus alnoa ^»raXtiartaahaf tllc}i 
or^nlaiartan Kand^Ia orlnutt» uch dar InturprovinsioXla 
Rimdal daa «altigaapanntan r^kalacuon Btoiohaa hatta aiti 

durc:jaua «ait«lrtaoi;iaftIi^thüra (^pr ^« :^^iitiHt ivurda dJLa~ 
aar aaXtaaita idananverkahr daa üalchaa du.fOl: ain<m groan-* 



artlgan ^^ unaanhaadeX» (tlktr don wui d^r 



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Uaroi .iJr/- 



thranaauM und andaro vuaXXaa auafiihrXiai; uiit (irr ich t^m. 

Hat eöhon dloaa Kanntnia voü dar alx*t(iahartXichoa 
Oripiknlaatioa dar ^ ntika atiirkata 9idaukmt ii<%ami dia ;ich«» 
Üj^k^it dar Hiobar * aiMiaa fhaorio uufata&ipm Xuauan» ao liat 
unaaru aunalMaada ^anatnla dar üitttiXiiXtorXiahan irtuc^afta 
mmltp doran atXd dank dor "ubXikation aikhXraichor "liaXXaa 
sur ilAndoIa- und Ö«««rb^|»»C4ltthta, «A« ibiiif iurkundon , ^e- 
•ohäftopapler« von lUi.i]doIaij;o»olJLi}OUHfton uiid UttnnottnbQcher 
an £lar^olt r;;owonntta hnt, vollond« dlti Utilmltbnrkuit die- 
••r konutruktion arwi^sou. 

m %»% dao Ytrdlonat von Frlt» l'iooviü, in ainoa 
Tor^mg **Ulttolaltorlloi;9 ^«XtKirtitO'iArt" mtfgoitiilgt su ha- 
iMin, ii^l« stazic dor «»Iturirtuoh oiTtlioh« <v«>ktor im Mhamm 
■itteialttirrlio ;.on .':tadiwirtoo.jaft «nttriokt^Xt >mr und 



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- II - 



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«•lohen mokso^urltt uator dots 0^>iii<;htitirliiki»l dar 'olt^^lrt- 
«otoft der .'.«rbiiiu von Torritorialwirtaoimftan derätellt* Tat« 
•ücKllch XujMwi die Miarciahuii (HmiUou ttux* ui^talaItarXi> 
eben Hnndela^onohichto klnr 4>rk',)nn6n, dtuio :nioh die atndti- 
80be Geworbo Politik aio:^ btita^Uite, den ()ep flöge choiten und 
A uaprllohaa d«a JeamhandeX« ii^eciinunn; mi tra^irdn, viah die 
yslnliohe Ue berwnchoiig dar Qunditiit der a*acugniuae durofa 
^ohnuoeister uiid ihro loiaMeznm^, di<i notnendlgerwelii« 
SU einor tuudardlai<»ruii( d*iT /roUx&^ctlan J^>lürte, iMMttgt« 
#.uoh das unauil^alt sause Vordringen d^u Vor Ingo nla t/pi- 
ec:ie Orj^ialsationuforoi der apUiUal*teX(iltorlialxt)n irt- 
achaft wirft ^uüt uuf die eiaf^kUis.'iroiuho taXlui^^ d 



iomiUiiidela iu flefü^e iIüt 'irtischitft« 

Bte ABfüuge der vreltwirttiMsiuiftlioheu Oriotutiorung 
dea europUiaoheD i^ernhondela vurleüt Itoori^s iu die Seit 
n aoh 1200 und be^rüuUet die /muUu'^e diene» I^eit; uakte« 
Kit der xunebesenden Utentelluiig des 'iirtooUniTtßbuttriobea 
auf ;io.xiftliahkeit« in dtix er den tiurutai; intic.*;aitt in 
der europäischen lifindelatfeaohlci;te dea HitteXnitora er- 
blickt. 

Gleichseitig he tan Jedoch neuere Foruci^ua^^ou auf 
4«M Oebi<^t der frCliisiit'-.olHXtürlicUen irtnu:.aftafasoUiohta 
die fMttuanun^ won der ».Tleohen jtntike und i^ittalolter 
eingetretenen Kultursdaur ^srancllich »erittOrt. ^Ufona J.opaoh 
und aeine ::c -lile iSOiMU no Mwilt, den uf tritt von Verf&XXa* 
•racheinungen :iborhaupt abaiilougnan und «ir blicken in dar 
aogenennten karolini^iaohen Ilanaiaaenoo einen neuen Hühe<" 
punkt der virtaou&ftXioiieu :!:(ttuiciü.ui^i( den Ataudlaudoa« 



- 211 - 



Henri ff 



und 



&r«i« llMlNm (ta{£«><rm Üburttttugfind« Bh- 



«•l8« dafür gollufört, dtto» WfHr dlo u'oV.ftiiung von der 



duroh dlo Völkorwandorun^j; »In^j^trotonon K 



imur hÄlt- 





loo lut, MndttreriMiit» nbor dlo Iwttiao ^fon u^ftcn fr ui&o 
Fortaetiiung und Keu!>s>iwbung der anftlkon "äi.'taoUftftBkultur 
üb«r dl« ts»rowlai5l<äOft« f-olt hluhiia, nul* ttÖuorii«n lätlB»«n oto- 
hon« Pir o— 8e!:t von dor fontntoXlun,? nun,, dttMl 4mm itittul< 
«oor der iär»nnpuakt do« «»tlkon irtuu aftninbxmn war, ^o- 
fOr «r nuch dl« . ff initixt lor ijftrS*ir«mjrol(> ;• üu d«B Kflstou 

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d<»6 iu.it tvijMMr«« ttlB Üftwila HnfUhrt md or blickt lu der, 
4ttv«b dlo loXamloc • /uatorultunir b<»dluistim V«n»Andlung d«« 
illttii1JMi>Tire (mc oIimmi abandXilndluohMi Hiur<i nontrua In eine 



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iohold«n(md s^'^lac;.«»!! »itoi tiloll folndXloh i^t9gi»nübor»ttfhand«u 





Kulturen, die Uraachon dor VerküOHMivung dor tintlkon Kultur 
!■ AbondXaad« 

iM$r Haotflcd, dauu dar Jimgo lultm «Ohr »canoll Jeu« 
Jhwvlnsen deu rtelttouen ^lolciieo, die Iss 'iii)us<m dor antike« 
rirt«o]Mift doadalerien, ««Iner ilerrtsciaft uiitorstoXIte und 
dlnse Oebiottt eilt den '.4indern deu PemerralolMMi &u eine« 
elnheltllohon irtooluifta|{4>!^ut uunfttcaenfanata, d«ui v:>m 
/tlnntlaoben Osean i>ln an die <Jr«m»«n Jhlniin reicht«, logt 
die Fräs© nahe, ob die oXt deu lalfinu auf deei i>obl<5te Ur 
aitterlöXXen itultur dlo ioatltutlcm der intlko nlcUt ^oaumr 
bewahrt iiat, nXa dna KhmndXnnd iu»d welohur Anteil der o«t- 
Hohen lelt bei der ^ieufoffunnis der «mroiHllurtliau Irtaohaft 
1« hohMi MitteXaltor MjgefaXXon lat« riuao Frage l»t ua ao 
bereohtiijter, «la aaiarelcio Arbeiten la Bereiche dor Gel- 
ot«a£00chlchtQ den atarken Anteil der laXanlfiohen 'feit na 



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dl«r Uoberli'iferung von liraeugniarMm antiken Gaiataa betont 



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Das Bild^ das dia islanische irtöOaaft des Vlil. 



- X# Jahrhunderts xxm darblutot, lüaat in der Tat ktaina 
Z??eifel darüber, daos die ii^laioiache Wult dieaer Zeit ein 
wlohtiges Bindeglied avriaohen der antiken 'irtochaft und 
4«P •uropaiachen ■ irtf:ohaft des hohan Uittulalters dar- 
ret eilt und ihre Kenntniß nonche -^^rozoöGO dar frühen euro- 
päischen Sntwiolclung aufzuhellen vonaag, die sonst in 
* unkel gehellt bleiben würden« 

-Auf der i>rur;dlags einer alten hUadlariacuen Tradi- 
tion fort bauend, verstnndon ea die Sev^ohnor der arabiBC.en 
Halbinsel, sich in erstaunlicli kurzer Zeit den Lebensbe in- 
glxngen ihrer neuen Herraohaftst^e biete ansupasaen» Aeusser- 
lieh iokuaantiert sich diese starke Anpassungsfähigkeit 
in dar Fortführung der byz< ntininchen und persiscuen Var- 
waltungaeinrichtungen untor Bblasaung der poraiscaen uxid 
bysantinisohatt Bea^it an« üie vvenigan Säuerungen lassen er- 
kennen, dasr, die neue Herrschaft im vuaentlichen auf eine 
finanzielle Bev/irtsch ftung des ^ieiohes zugunsten der ara- 
bischen iierrenachicht hinaasläuft# 

Diesa HerrenscUicht, die sicu auf dia alten und 
Euhlreichen neugegründeton ^itädte des i^eiohes verteilt, 
aasimiliert sich iu überraschend kurzer ^eit einen Teil 
der oinheimiscuen Bovölk^rung^ was im 3inne einer ;itarkaa 
Vereinheitlichung dar eichskultur vrirkt« C/loichzeitig 
fördert die dam Islara eigene ^*artochätzung dar Kaufteanns- 
tätigkeit die -^ntatehteg eines aaGatvollen ij'ernlMBi^tfUi^ 



- T - 




I 



I 



I 



der «Hrohl nn uedohnung, als auch im Ifeifnng don F^WhnndÄl 

rieaar krflftvollo 3lnnt>nhi»n<!ül »rrolcht in IX.Jahr- 
hun^lort bt/roitn elnon (i^vtrlfiaau ilöhopiuikt {xln-'sichtllci; isslnua 
Usfuags uad 9#in^r Orj^mil^mtiau» j un eiuusa iituud von Abtm<>- 

6toQ Prinzip die .iech^mh^ftl :*k*tlt iotp dio alt dor OteiilMd-» 



lun>;' dao BstrielMW 



»©:,rlftllclJtt>ict Ihron -insug In dMi 



ILontor dea l«l«aln<: en Kaufkaunnn gehiiltmi hrit. 

j;ii>öe ti<if|jr<iifcnda V<^riüido3riui|j In ^tjr Organla»tlon 
das RaiMlalabotrlabeay dlo auch n^un Uathodun In .ticUniui^io«» 
uitd ;^ hliinipararkelir imt^wlchölt hfitt« mul dia ;4itiilcklimg 
alnaa ^Igonan Kaufhnnnorochtua ^giiniitl{?;tO|i gaiiur nuch ainmi 
nouan T;rp dea üauftoaniMl. -viaaar niiua Tyiniis <hui ornhündiore 
- glolchsfiritig war aucrti olaa *vci alduug «u.'lae.en liOtuilliatati 
und &ro lyiündlom alnj^^^trotan - btiisnUgt nioh nicht siehr alt 
ÄttfallaerfaliT-ttn^ aondani i^irtocliaf tot nuf ünuid aorgfUlti- 
gBT Baob :..tuiig ter Uiur)LtV{u^MXtiii:sa# mid ainti^r usif&a«#ndan 
KMHitnis d^^r g0i?#rblic].an Ir^odxiktion daa aic. aa« Teilviaiaa 
Xäaat aich nuch beobaohtan» qo im TaxtiX^M^^R^arbay daaa der 
Famh?>nd<?l in dia i raduittion aindrii;^ uiid aich ihro I-au- 
kung nugaXaiCon aoin läaat« 

QtX ia aalt ig wait<it nich auch dar <MH&ichtjikraic dea 
«MlMnaaaduaii^C: on ilii lAsmutiaa und dar KoIoni/iXhuudoX ^^w^M^iunt 
autsaliarad» sm Btidautun^^ auninX ar ivait hOhart» ;i<iniuncha7:can 
aröffnata» 

Jte llalMiaa diaaar u<iuaii iraXtwirtaoiiiiffi i.^t diu B»düu«» 
tung dao ^urosNdwuidaXa vor<n^ut noch isarln^« IIqXX dar.; l'mJüh^f^ 



~ VI - 






bundtsrt r«gt aloh Jodoob iu <iou xtalioniim: ou l>tttdtua, di« 
unter (t«a ••MiSMWlfta 1 ittiolum vou , ztuiz ihr antites 
nrbm tMMM«r wmürma konnton, n<»uoi<i '^biin. VonMdiß, Aanlfi, 
OttAta, ?!•» und Bkvi rttiaa«n nllaJUiIloh doa V($rk«»hr s 1- 
eolMB It&llMl uzxt %■•«« mid diu Vorolndunti d*a Ori^nta 
rait d«B AtondXand ikti tticU, ^ir'dhr<ind nia., dia !^.oIle von ^'~ 
SAttS ttuf dlo Ausü&ußg olnor wi rkonnon ';»opolJLftoi la 68 1~ 
llcüttt i^lttaUMoriOoolnMi toaoi.riiukt. 

kit doca Vordrin.^on d<Mr Italioiiar b»$limt «Ino cdu« 
Kpocho d«2r 1^«It«lrtaa)uifta dio l^.rwk iiühüj^unkt na 4»d« 
4kM yiXI. Jahrhuiidorta orrttloUftt« TrotJtdtk.: di« dljrttktatt 
3tt«al8« für «Ino 3aulnlUuaouaig dar ut.>l<^kXmijt dar ftUi^opTi- 
itt<kiaa imndelatdahoik durch dla h^ihor ant-.?lokdlta lala«!- 
oon« llaftdaXat«o:.Qik nur ajiilrXieh tti.iul, kmm Judocli kalu 
Saoifal darttbar aututoi^on, diut.; dio ix)lasd,au:.u irt- 
aohaft»V(irfnaaung dio itaXlonlacha Vtiriu*ol:tvft)i9ut -^lok^ung 
atark ^fruclatctt bs:t und dlo t**!!!. ianitfcha Kn xiHim nn »e i » «ft 



Uebc^malHM 






Uiumg in dur ouroi;':U4»<ji.eQ «i'lytaolMift 



tof%3ii|[;to 




- Vil - 



InhAltav«rseicUnia 



«artT 



SSM-rt 



Vortiort 



»«Itn I 



V«raclchnia dor sltlorton Llt«»rntur 



XI 



• 



1 



I 



I 



I. Kopitel: '^i« infiinttt) d«r ""eltwirtmjhnft. 

Oakonomlao :e olgon dar lexwndorÄÜlii;« f5,l - üer HniidoX d«o 
Ptoloaaeerrolchea ;^«6 ~ i>or Orienthand*! in röaiaohar 
2«lt ;>•? - i>«r r«rlplu8 linr« »r;rt;liruua«uM nlo uelle der 
•ntiXan aondoisgeaciiloht« Ji.lO - ]>»r Knriiwunonhand«! IJ.15- 
Die nfängo d«« üblnahandolo :S-17 - i'X« irtaoUaft der 
apfttantlk« i^«20 - üie a^ror ulis lVttge:f dti« i'«ruimn<iels w^4 
LI« Gründung von iLonstHntinopol Ja. ii7 - louänTlobun^i des 
lattoltaeorUandelo In der Juotlnianiuchon pocho •••.J?9 - Sy- 
rien und Aegypten, Träger der VaimtinlaoUon irtschart 
ß,30 - Die lanftfiöihttfto {Jroiavorüorgun^!: U.33 - «? uimdeX Im 
I^ten Uoer . «34 - uübroltuuij dea ühriaturiiura» In Aalen 
Li, 35 - Dw Seidonhündel ^, 37. 

il. Idpitol: lio i3l<tül»che elttfirtacUaft. 



1. :;ie iBltunlsche Frühaoit 



neite 41 



Fortf ihrang der bys«utinl»ch«m u. porulaahen 'Xradltion 
S.41 - liafiBnahaeQ wx üobun«?; der :i«loUowlrtachttft ;'.43 - 
rie aekkaalaohe Tmditton der arualaohen Horrenacüicht 
J?,46 - ' or alte ^ekknhnndel :3.46 - !'ie ttonirkungen dea 
arß biaohen Seutorecht» :i.53 - ia»» ^eiiaionanaysteu ; .56 - 
IIa 'Cntatahung d^r ^oaijgrundhorrucliafttttn ;. .60 - Geaetzll- 
oh« OeijencÄönnahrien ü.63 - i^fta ledariiuf blilhen dea l"ern- 
hAndela '".66 - . ie irtaohaft»|jaainnung dea laln^ai J..68 - 

2. Die .Helchawirtacüaft in der bbaaidensolt Ueite 73 

« 

••r Sohwerpunkt des Baichea verlaüjert nXoh nach Oaten ' .73 
Biglim einar asueu ^pooUo d«a aalatinohen Halienlaaiua {».73 
Ctädtegründungen :J.74 - i-ie ua^rirkunt^on dar ril^rerral- 



- VIII - 




• 



• 



• 



l«n «oadttl £.82 - .b» VorkeUro- und ltno3irlcht«nTrea«n .83- 
«•ndlttiü:«o dar 'lrt»o!.Äf taatrukf.iir iU85 - "nfHnjj« der l«n- 
tagen-Älrtaciiuft i:.d6 - D»» ßkl^tvomiofotiuid von 869/83 iJ.87 
- Lla /.u»t»r<»itua« daa liucJcair» lS.88 - Lttb«maaii*vtaX in Jörn- 
handal S,94 - Fortacl.raltouda npo»liaiüi«run« dor gaw»rb- 
lion«» iirtaohuft ::.99 - >«*« Text 1 l-r» war bo -.100 - Dia 
fterbatoffa ii.l2!> - ia Ulnar allagarat'lt tan d«a olonaa 
und daa JlataXlgawarba 5. 129 - 1« : rühifasoiilcuta daa .a- 
plaro .138 - le uawJUkttnisan dar ÜBMitailunÄ da» iandela- 
batriabti auf • ohrlftlloiiKai» iJ.143 - l>i« ^-'^clmik daa .Iah- 
loftgirrarkahra .147 - ia l^uftaa;« il,U» » la inimaopam- 
tionaa dar .^taiitakiiuaa ,\%i - Kaira ulrd Zmtrwa daa 
Walthanda.ö .1!>6 - Vmlm !änt iTai tun^j da« kui?itallatl»cuan 

Caiataa i'.i:>7 " 



3, Dar Kolon iGlhimdal 



ivaita 159 



Daa birleltan dar i.awlnn|i;?i«man l«« latairproviusiallea Uan- 
dal und aalna ./ranolian i>.l(>2 «- üf OröU:iieutiou.iforsaan daa 
groaaan Haadela 3.163 - 1« irtaohaftmviuBansc »ftlicna 
Litaratur daa lalei-s« f?-171 - 11« <iaOi;rai?Uiao)io Utaratur 
{5.179 - i^i» ßabiöta da» iloloiili>lh<mdaia i-.läa ~ 



a) Indian und China 



Saita 183 



Cajlon S.1Ö4 - Dar Indlacfca K.ontinant ff.105 - China, daa 
*iol 4a« Oathandala n.l87 - l'ar Uiaffttt« daa ainoiaiöaiaolian 

Ü.19Ü- Uaberlaganhait dar indocUinaaiaohan cUiff- 




fMhrt S.193 - Uhinaairtoh« ii>rdanm<j daa ii\iaoanhandala in 
«•r an^aalt imd dia iHitataliung von Uialllnd«rKoloni«n in 
dan ohinaoiachan Hafanatüdtan ü. 195 - ^^r Kalahhimdal 
S.201 - uaatr« ^'.202 - Javi* Si>.204 - ilintarindian ;i.2ü6 - 
Iktlvhüadal dae ^alaiiachan ."rchip^tla a.207 - ühinaaiacna 
KttndalapoUtik .211 - üonopolvarauoha J?.2l3 - auinaaiaoha 
WmmsaaohwiariiSkaitan JJ.216 - ]5na ar^i^-a .^upiargaid .219 
aollvörhilitniaoa S.220 - Dia arau daa t;uinnuandal« S.aaa- 
i;hina©lBch-uiguri80J.a HftndalB5>«»lttl«ism««» • -226 - 



IBita 



- IX - 



• 



b) i>«4r liAUidt»! «»ii d«u :. t«,.,.v<*»iv^jlit«ra 



nelte 227 

^uhfirxiaduaiaolMl i:aIoai<tati<>aitULtl^<iit t:,2:i& - Ter fiaadoX 
nit dea Tark«n .229 - i*««" nor<litwjh« Utiadol ii.2>0 - Dl« 
nindülo««S<> <*«^ Brä,.or .'J.^JJÜ. - D«r iiklHV»«» <tnd«i ;U2>4 - 

o) Afrika »•!*• '^y^ 

a)«r Handel alt Hl«görttk.l4iv«ii 15.236 - -«iü 'Jo-^d ,237 - >•» 
Handel alt lluölan und dtxn ,ud«n ;;.23Ö - --^r outufrlkanl- 
scii« r.ttnd«! S.247 - 



i 





III. Knpitel: : lo ;l«artl»»imott d»>a Jlboudlimd«». 

r-or fteadei In frilnklochtjr :Solt .253 - 1«* :itxfuhna«ng«ii 
Um 254 - Dl« ialaolacii« oübr'Jltvxixß J;.256 - "io Juden •!« 
frtti^er ieo Intörnntlonttl«« Ilundola .261 - ledoruuf blüh«n| 
de« iüindola uixd de« 0««ittr.!^ Ibz t)/Ximtliilaohuii ' olcix :;.264 
Pas lHbllon iSparchlkon :U26H - . 1« rovinalalnirtniohaft 
L'.272 - iar iayaantlttluolx iKlfmlaoi.« Himdol .274 - er 
Haudoi alt don TJ.rkvülktsm ii.27!> - ^>a« Awmoiiaön das 
(lroaagrui.dboalt)c<.'0 oixd »«in« Folgtm -276 - 'Tio Baftlabxm- 
fMl zu don ar&gortt »«232 - ^ar bijoulu«» vott Handalaver- 
trilisen ;i.2Ö2 - ^ttr iandal dar --Iklngay ;>«,2HÄ - ifeubola- 
taftg dar flüudrlsolieo ; lrtac;iu:t .292 - : ia utünQü doo 
veuaalaalüchon 1 :and ol» .294 - Dan HnndttlJiik^orÄion von 
982 .301 - »attdal adt d<m iiulMwauadimom r^.302 - aarl, 
Qaata uiid /nalfl üla iUij;aal»konkuri*outon ^/ouadlga ö»3^3 - 
]>«r oborltnlianli^otka itnudoX ::.30B 



Praha XII, horril otroiiiica 237,d 



.7.10.30 



i 




t 



Sehr [geehrter Herr Dc...tor Schäffer, 

vit^lüii nerzlicnen DaJ^ iTir Ihie prompte an:. c.a jfUi.rlicne iintwuxt. 

I^atUillch ist aer Inh^ilt der In f w-uiatiui.ou fux-cntuar uuorfrealicn, aber 
ich habe .Ar schon so etwas eecuicht. 

Ig:: fürchte, 3ie sind für nielne hlesJ^© ZUxOinft zu optL-^lGtison . 
biutc? denen :.iö jica nux- '.i^inmal al^j neue Karte an, ale lon innun DcJÜegc?. 
Die Tscaecnoslowcitvel wird aich mit i).- utechlana ..utstellen u.Ussen , aoi.st 
bustUnde eine Krlefsaefanr , die unverGleicnlicn .a^hr ^u fUrchten ^vare 
als die vergane:ene. Und kcoiümt es zu einer solchen -Teundscnaft oder nur 
einem £;uten jJinvernehinen , so ist die Fra£e, welche Fol^^en aas i'Jlx- uns 
Juden haben .. ira. Can^ ab^eaehci. uavon ist die Tscut^onoslowaiici iieute 
er^aärtermassen ein Staat der Tschechen, Slowaicen unu Kar^atuorusaen . Una 
3ie ist ein avia^r 5taat. I... abgetretenen Gebiegt sitzen über 7üü üüO Tscne- 

CHön, aia zum grössten Teil wonl ins Innere ues Lai.des strömen werden, 
-. ' »' 

una «3 ist Scibstvöx-stänalich, dass ciei- ötaat zunächst dafür aort.ön aiuss , 

aass seine ei^vensten m^ute :^ine iixistenz una /Wohnraum Dekco..mcn, sodass 

flu- uie Deutschen nicnt viel liDrit bl^c^iben i'::a:.n. 

Das sind aie Grünae, wesnalb ich ans Auswa:.aern derike, una icn 
hoffe, Sie ueraen -lu verstehen. Wohin und wov^n weiss ich axierainvs 
noch nicht. Vielleicht haoen ..ir :,lUci-., una es .commt eine generelle 1^0- 
sune rar ü.swanderer ,\\Xo der Tscnecixoslowakei. 

I^einu .-iUtter hat Innen v^ahrscheinlicn nicht ^earjtwoi'töt , weil 
sie kranii ist. Sie nat eine Au^'ensacne , bei der ^ie fest im ^.ett lie,^en 
iüuss, und die beunruhigend lang daue.t. Ich haue Innen, glaube^ icn, schon 
von meinem jetzt ins Wasser tiöfallei.en Plan erz hlt, sie bald herzunolen . 
Das wäre ^e^an^en, wenn icn eine Stellune^ mit /iUssicht auf Dauer und die 
Gewissiieit gehi.bt hätte, dasa wir beiae hierbleiben kconnen . Es miisste 
ein ivunder ^escheh^^n, wenn diese Voraussetzungen noch eintreffen. In der 
letzten Zeit sind zwar genug Wunder gesehenen, abei immer nur u.jeifreuli- 

che. Jetzt sehe icn wieaer gar Kein iLnae von dem Berlinei* ^^ufentnalt mei- 
ner **iUtter ab, der d^ch im^ier scnvvieil^^^er wii^a, ganz ao^ eseaen aavon, daas 
er aucii i^iüi^r tiw,Uiit,er »vird, wöil fast alle inxö ß*3«ca:jntfcjn scnon wö^ 
öiiid. Sollten 5ie irj aer nächatöii ^elt nacn Börlln kcüi..;.ien, bO üiute Icu 
Sie i-ehr, aieae Dinbö noun •. iuuial ».it inr zu bcs^^recaen. Vio-ixcicüt fällt 
ihr Qucn öiner unserer BeK:a:.nten Im Au^laua ein,, der iiu üuxia Auswan- 



de 



rn benililicu sein Ic.nnte, und ruiL de.u ich aesa.lb vou nier aus »curre- 



üpüiiaiereii wUi-ae, viöll uian vor] riic^r aas uuca bcjsser iaolcho^ üacnöii üxiöai^.t 



N 



Icii iiaüö 



üas zwar ßchun jaozeridc^ Von ^..alcn ...it Ihx' üösprociaen, and sie 



aagte ailx- iiuaier 



f» 



iid icn aliei.i ins Ausland reJrie und dort ai 



üüi 



te 



k^an n 



ich .,uch in jjerlin arbeit 



en , wo ich nicht ^^nz allein bin 



11 



r> 



naererselts 



müciite sie eben doch sehr ^^eri 



hc^u^aus. Es ist scnwer. Jedenfalls, ic 



11 v«a- 



re Ihnen sehr dantcbar, wenn Sie d 



as mit ihi boiijx-ecnen wollten, ornie inr 



'3ber ihr r.icnt schreiben böse zu sein. I 



n den letzten i„ionaLcin wäre 



n ja 



alle Leutt:^ völlig verwirrt, und bo^sonuers, 
choölowalcei sitzen :.atten. Vielleicht n..t de 



eiin sie je...anaen in uer Tsciic- 



lucr 



1 aus 



ai 



eseui Grund uas 



Antworten vergessen 



3 



kanfi'-ea ueoi- ist schon 1 



c^ 



a 



Li 



n 



.e hier weg und mittlerweile in .^iiierik:< 



Aaresse: 3I2 u'esi lü9th Street, Room 742, Kew ior^ Glt 



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Ihr 



Icn er-üsse Sie ncrzlicust und aanice Ihnen nocix^ials vielmals fUr ) 



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/tx^It^^'-v^-'tü^ -»-^-^"^^ 



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Jönköplnc, den ^, Oktober I958, 
Brunnacatan 1^2» 



Frau üraula Lipptaann-Uui^achell, 

P ralia XII 

liomi stronloa 235G 



1 



t 




t 



Sehr verehrte gniidlce Pi^u, 

Ihren Brief vom 22. September erhielt ich erst restom. 
Die inzwischen eingetretenen Erolcf^laso haben, wie ich in Ihr«« 
Interosae hoffeij möchte, Ihre Pracen überholt, Jedenfallo sehe 

* 

ich Gar keine Bedenken dacegen, auf die Dauer in Harem Wohnort 
zu bleiben, Dloaer durfte aioheror soln als viele andero Orte in 



Euroja, 



Djr Vo 11s tun dicke 't lialber beantworte loh Ihro Preren: 



1/ So viel ich we las, brauchen Sie ein Visum für Ihren Paaa, 

2/ Die AufenthaltoeonehmlGunß ist im Aucenbllck nur für Por- 
aönliciikeiten zu erlancen, für die die Oamlt bafasato 
Behörde (das socenannte Soolalstyrelse) besohelnlct, dasB 
llir Aufenthalt dor achwedlschan V7irt8c!»ft einen imchwols- 
baren Ilutzen brlnj^jt. 

5/ Das Gleiche -üt für die Arbeitabewllllgune, fUr die vorher 
noch die hieelgen Oewerksclrnften (Pachverbände) um Ihr 
Gutachten aneegencen werden, das bisher In allen mir be- 
kannten Pilllen ablehnend auacefallen ist. 

U/ Als deutsch» englische Korrespondontln ohne Kenntnisse doo 
SchwedlscVen ist es so ^^ut wie auegeechlossen, eine Arbelt 
zu erhalten. Die SekrotUrlnnentütlcl et steht hier auf 
einer sehr hohen Stufe. In allen In Dotmcht korjnonden 
Firmen uir 1 minies tons die vollständige Beherrschung drei er 
Sprachen gefordert. Ilbn lann auch nicht sagen, dass ein 
LtanoOl an Bovrerbem In diesen Berufe vorhanden Ist. 

5/ Die Prolsvorhältnlsse in Sdiweden sind an sich nicht ausge- 
sproolien teuer, aber doch wohl erheblich teurer ale In der 



¥ 






• 



• 2 . 

Tßchedhoalovakal* Der von Ihnen Äncogobono Boti^jj 
naoht In schwedischen Kronon 108 ücta.tilrt aust Ich 
C]aubo, dans Sie In olnor c^ÖBsovon Stadt das 2 J-faoho 
mindostonc brauchen • In don kleinen StUdton würden Sie 
vielleicht aohon mit den 2-raoh3n atuikonaaen; aber ohno 
Sprachlcenntnisoo wllrde ea aohwierlc für Sie sein^ dort 
BU leben* 



6/ Mit einoi: rolohs deutschen Baas ku . t; man «ur Zelt nuoh clno 
Visum hinein« Ich glaube j daaa aber eine beaondare Grenz«* 
kontrolle wlHu'ond dar lotston TacQ ein{.;arülirt ist, dlo dao 
orscliwert^ Dleco Gronzkontroile dürfte wohl mit einem 
Visuj^izu/anc enden. 

7/ Aufentlialts- und Arbeltsorlaubnia als f roiei^ Journalist 

erhält man bestimmt nicht, AI» Korrespondent rir bostinn- 
te Grosso auslilndlscl^yö Zeitungen, weiche in diesen Sinne 
bei don Bohö rdon selbst vorstellic werden, dürfte nan 
wohl beide Genehmißunron erl^^lten* 

Ich stehe Il^^ien Jederzeit gern wieder zur Bi^antworUmc 
von Fracen «ur Verfügunc \xnd auch zu Weltorgehen den, soweit os in 
meiner Macht steht« Aufenthalts- und ArboitsconöhnJ-Gunc r^ artel-* 
len, cöhört leider nicht in dlosen Boroicli# 

Von Ila*^r Frau lAitter liabe ich trotz mehrfacher Briefe an 
sie seit lance» nichts mehr c^liörtt Ich wsrdo ilir nILcbJstenf wie- 
der eln^nal oclireibai. Vielleicht liabe loh dann rM-ir Glück* 

Hit hersllcliam Oruss an Sie 



Ihr 



Wenn Gle Dr« Manfred Gocrc v/ieder 
sprechen, grüssen Sie ihn bitte sel^o? 
BOhön von mlr# Ich wllrde mich c^^^ 
wieder einmal mit Ihm über Vielas unter- 
halten« 



Jötiköplng, den 5. Oktobor I938. 

52. 



Bruansratan 



Frau Ursula LI; ann-rhirachall, 

PrahaXII 

Hornl Stroxnka 2558 



t 



1 



• 



• 



Selir vorohrte gnädleo Prau, 

Ihren Brief vom 22* September erhielt ich erst gestern. 
Die Inzwischen eingetretenen Erelcnlase haben, wie loh In Ihrem 
Interesse hoffen möchte, Ihre Pracon überholt. Jedenfalls sehe 
Ich gar keine Bedenken da^ocen, auf die Dauer In Ihrem Wohnort 
zu bleiben. Dieser dürfte sicherer sein als viele andere Orte in 



Europa 



D^r VollstUndlGko't Imlber beantworte ich Iliro Pi-agenj 



1/ Sc viel ich weiss, brauchen Sie ein Visum für Ihren Pass* 

2/ Die Aufenthaltagenohmlgung ist in Aucenbllck nur für Por* 
flönllchkeiten zu erlancen, für die die damit bofasst« 
Behörde (das sogenannte Soclalstyrelse) bescheinigt i daas 
llar Aufenthalt der schwedischen Wirtscliaft einen nachwela« 
baren Nutzen bringt« 

5/ Das Crloiche gilt für die Arbeltsbewllllcunc;^ fUr die vorher 
noch die hiesigen Gewerkschaften (Pachverbände) um ihr 
Gutachten ancegancen werden, das bisher In allen mir be- 
kannten Fällen ablehnend ausgefallen ist« 

I4/ Als deutsch-englische Korrespondentin ohne Kenntnisse des 
Schwedischen ist ea «o gut wie ausgeschlossen, eine Arbelt 
zu erhalten* Die Sekretärinnen tut Igkelt steht hier auf 
einer sohr hohen Stufe. In allen in Betracht kommenden 
Firmen wird mindestens die vollstUndlge Beherrschung dreic 
Sprachen gefordert. Man kann auch nicht sagön, dass ein 
Mangel an Bewerbern in diesem Berufe vorhanden Ist« 

5/ Die Preis Verhältnisse In Schwaden sind an sich nicht ausge- 
aprochen teuer, aber doch wohl erheblich teurer als In der 



I 



f 



c 



I 



. 2 - 

Tsohachoalovakel. Der von Ilinen ancogebane Betraft 
macht In schwedischen Kronen lOO achw.Kr. aus. Ich 
glaube, das3 Sie in einer grösseren Stadt das 2 ^-faoh* 
mindestens brauchen. In den kleinen Städten wUrden Sie 
violleicht schon mit dem 2-fach9n aiiskoramani aber oline 
Spr&chkeiiatnlsse wUrde es schwierig für Sie sein, ^ort 
jBU leben« 

6/ Mit einem rolchs deutschen Paas konmt nan zur Zelt noch ohne 
Visum hinein. Ich cl^'^^o* ^^^ aber eine besondere Gronz- 
kontrollo wäjirond dor letzten Tat;e eingeführt ist, die das 
erschwert. Diese GrenakontroJle dürfte wobJL mit einem 
Visumzwang enden, 

7/ Aufonthalts- und Arbeltserlaubni« als freier Journalist 

erhalt man bestimmt nicht. Als Korrespondent für bestimm- 
te grosse ausländlachö zei tunken, welche in diesem Sinne 
bei den Behö rden selbst vorstellig werden, dürfte man 
wohl beide Genehmigungen erhalten. 

Ich stehe Ihnen jederzeit gern v/leder zur noantwort'.Tnc 
von Fragen zur Verfügung und auch zu Weitergehendem, soweit es In 
«einer Macht steht. Aufenthalts- und Arbeit sgenohml.jang r: ertei- 
len, gehört leider nicht In diesen Bereich, 

Von Ihrer Frau lütter habe ich trotz nehrfacher Briefe an 
sie seit langMi nichts melu" gehört. Ich werde ilir nUchstens wie- 
der oininal schi'eibon. Vielleicht Iriabe ich dann mehr Glück, 

Mit herzlichem Oruss an Sie 

Ihr 



'llQr\x\ Sie Dr. Manfred Georg wieder 
sprechen, grossen Sie ihn bitte solir 
schön von mir. Ich würde mich gam 
wieder einmal mit ihm über Vieles unter- 
halten. 



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Ursula Lipp^aann 

JPraha XII, .xüXTii Str-u^lia ?'^3Ö 



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Im^-^Iio. 



22.9.3a 

Lieber Herr Doictor Schäffer, 

bitte seien Sie ^ir nicht büse, wenn ich Sie heute uit einigen 
Fragen belästiee, noch dazu, ohne zu stenographieren; aber Letzteres ist nicht 
iüÖ£lich, well hier zur Zelt Briefzensur ist und ^an nur in den ausgeschrie- 
benen Weltsprachen /.Ox respondieren darf. Ich bitte Sie deshalb recnt herzlich, 
-..ir u.eine Fragen auch in nor^i^aler Schrift zu beantworten. 

ffir befinden uns hier in einer zleuilicn Ungewissen Situation, und 
obvvohl ich nichts lieber mö-hte, als hierbleiben, besonders, da ich jetzt 
hierher geheiratet habe, weiss ich nic.t, ob :!as auf die üauer ratsa... ist.i.un 
habe ich uiir überleg: t, w^nin icn eventue:.l c^hen k:önnt^.^. Dauei habe ich an 
-Schwede., gedacht, v;eil es aussei naib aer europäischen Kriegs s^^iiare und dennocn 
in Europa lie^t. Ion wure Ihnen nun sehr dan.vbar, wenn Sie ^ilr, suv.eit das 
uiü^lich ibt, 2;intv.ort auf folgende Fragen geben wollten: 

uo.^ie ich iiach Scxiweden Liit eine^i tochechuslowaidschen i^ass hinein 



und bekuLüiie Ich Aufenti^altsbewi-li. un; ? 

Ist aie iirb -its'Jewillirunr schwer zu :rlan£en? 

Besteht uberh:.upt Aussict, als deutscn-ei. llsciie 
Arbeit zu beico^nnien? 






orre sponden tin 



Wenn Sie ^ir einen ^^X geben lionnen, welche iU-beit in Schweden ge- 
suchl ist und was ich inzwiscnen zu diese.u i^enui' viellciont noch lernen Iconntc; 
so bin i':-h Ihnen natürlich aucii für einen solci^eu ..at sehi aanlibar. Ist oonwe- 
den eigentlicn teuer? Sicher ist es teurer als hier; icn habe eine ..onatsi-ente 
von 120 schvveizer Francs von ..leinem Vater, und das ist f'ir hier ein li^aappes 
Lebens .In i...Uu;. Ist es das auch für Schweden? 

M^un Innen die i^eantwortun^ .,icnt zu viel ühe ...acht, laocnte ich 
Sie ru- einen ii^e^annten , der sicn udt ähnlichen Plänen wir iih trä^t, noch 
fra'^en: Kouiut man i..it -inem reichsdeutscxien Pass ins Land hinein, una erhalt 
man Aufenthaltserliubnis als freier Jouirialist und Korresponaent fUr cu^lan- 
dische ^-itun^^en, und auch, falls nötig, Arbeitsei laubnis? 

Bitte rntbGiialuie.,en Sie diese Flut von Fragen, und ucrantworten 
Sie nur die, bei denen es luiaeü ...eine ali-u^rosse i-^Uhe wacht. Icxi hoffe sehr, 
dass Sie u.ir ..eine verschieueuen Anliegen nicnt Übel nehmen: Sie dünnen sich 



besLiiaiüt vorstellen, .vie din^iU j^tzt hier zu ...ate Ist una wie wicntl^ Ihre In- 
formationen fUr ...ich sind. Ich bin sehr traurir, ich v.ar so clcner, hi^r Jetzt 
in Frieden c.rb.^lten und daT^r sorgen zu ^^onnen , dass ueinc ...utter bala nieraer 



üiüUiiTien iUmn • 



iuit den herzlichsten GrUssen und ICGQ Dani 



kl 



iüi Voraus 

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r.5. - hre t'e^^aue A-resse h^^tte ich nicht uiehr; icn v^olltt; abe 
vve£,en nacn berlin scnreiben und die Antwort abwarten. 



i- niciit erst de^ ~\ 



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Jünköplng, don I7. Novombor I958, 



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Lieber lißna. 

Herzlichen Dank fUr Deinen Brief vom 15t da. Mts. In dem nicht 

Äncekonmenen Briefe hatte ich Dir ausfUlarlich Über die Sache, die Du 

mit Ph. besprochen hattest, G^sohrieben iind Dir würtlioh eine Stellt 

aus seinem Briefe übersetzt, in dem es hoisst: 

••Ich bin ßorn bereit, in dieser Sache die Eingabe an das 
Sücialstyrelso weiterzuleben. Allein ich sagte Herrn L. 
bei seinem Desuch, dass man die Frage darin behandeln 
xmiBB, in welcher Form sein Klient hier arbeiten soll. 
Wenn er Alleininl:ßber eines Geschäfts worden soll, muss 
er die Genohmlgunc der Rogiorung liabenj die zu erhalten, 
so gut wie unmöglich ist. Ebenso liegt es, wenn er für 
den Zweck eine Aktiongesellschaft bildet und melir als 
^Ofj der Al<tien hat. '::0nn er dagegen in einer Aktlen- 

Sesellscliaft, an der aohwedisohe Interessenten mehr als 
ie HUDfte des Kapitals zu eigen haben, als Angestellter 
tut ig ist, so ist nur die Arboitögenohmigung doB Soclal- 
styrolse erforderlich. Daher muss, bevor die Sache weiter 
vorfolgt wird, diesoi Punkt klar gestellt werden." 

Ich selbst regte darauf bei Dia an, daas zunächst zwischen einer der 
hiesigen schwedischen Firmen, die am Ende der i^ingabe genannt sind^ 
und Deinem Klienten ein Abkommen zuatando koirant, well die Arbeitsge- 
nehmigung m.E. nur auf Grund eines solchen Abkommens zu erlangen ist, 
bei dem es wichtig ist, dass der Antrag von dem Eigentümer der Aktien- 
mehrheit gestellt oder wenigstens gestützt wird. In dem Brief schrieb 
loh Dir ferner, dass von den am Ende dos Antrages angegebenen fUnf 
schwedisclien Firmen vier falsch geschrieben waren und ocMckte Dir die 
berichtigten Namen» Ich füge sie nochmals bei: 

VUster&s Str&- & Piltliattfabrlk, Västor?is, 
A.B. F.W. Hasselblad & Co., Göteborg, 
A#B. Turitz !z Co., Göteborg, 
IIa ttba Zaren, Göteborg. .» 

Im übrigen Iiabo Ich oben ein Tolefonge sprach wegen Rudis Sache 



mit Dir angemeldet. 



Mit herzlichem Gruss an Euch 

Dein 



Jönköplng, d«n I7. Novamber I958, 



Lieber Hans, 



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Herzlichen Dank für Deinen Brief vom 15. da. Mts. In dem nicht 
angekommonan Briefe hatte Ich Dir auafUhrllch über die Sache, die Du 
mit Ph. besprochen hattest, ceachr leben und Dir wörtlich eine Stolle 
aus seirtera Briefe Hbarsetzt, in dam es hoiast: 

"Ich bin gern bereit. In dieser Sache die Eingabe an das 
Socialstyralse weiterzugeben. Allein ich sagte Herrn L. 
bei seinem Besuch, dass njan die Frage darin behandeln 
muas, in welcher Form sein Klient hior arbeiten soll. 
Wenn er Alleininba ber eines Oeachüfts worden soll, muas 
er die Genehmigung der Regierung haben} die zu erhalten, 
so gut v;le unmöglich ist. Ebenso liegt es, wenn er fUr 
den Zweck eine Aktlengeaellacliaft bildet und mehr ula 
50^ der Alctien hat, wenn er dagegen in einer Aktien- 
gesellschaft, an dor schwedische Interessenten mehr ala 
die HUlfte dos Kapitals zu eigen haben, ala Angestellter 
tätig ist, so ist nur die Arboltsgenehmigung doB Soclal- 
styrolse erforderlich. Daher muss, bevor die Sache weiter 
vorfolgt wird, dieser ri::i''t klar gestellt werden." 

Ich selbst regte darauf bei din an, dass zunächst zwischen einer der 
hiesigen schwedischen Firmen, die am Ende der Eingabe genannt sind, 
und Deinem Klienten ein Abkommen zustande kommt, well die Arbeltsgö- 
nehmigung m.E. n\ir auf Orund eines solchen Abkorinons zu erlangen ist, 
bei dem es wichtig ist, dass der Antrag von dem Eigentümer der Aktien- 
mehrheit gestellt oder wenigsten« gestutzt wird. In dem Brief schrieb 
ich Dir ferner, dass von den am Ende des Antrages angegebenen fUnf 
schwedischen Firmen vier falsch geschrieben waren und schickte Dir die 
berichtigten Namen. Ich fUge sie nochmals bei j 

Västor&a Str&- & Pllthattfabrlk, Västor&s, 
A.3, F.'vV. HftSSQlblad & Co., Göteborg, 
A.B. Turltz & Co., Göteborg, 
Hattbaearen, Göteborg, 

Im Übrigen habe ich eben ein TolefongesprUoh wegen Rudis Sache 



mit Dir angemeldet. 



Mit herzlichem Oruss an Euch 

Dein 




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B^i der letztnn RJokeprache, die ich mit Herrn Advok<-^te 



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Philipson hatte^ tet dieser mir erklärt, dase zur P^irde- 

rur£ der xNiederlaaauimarlaubnis die BeantYortxxng folgender 3 ?rspen 
notv.erdlg B^i: 



1) wif unterscheidet sich der su gr;in4«ii« Febrikationrtetrleb 

von den bereits heute in Schweden vorhandenen Fabrik, 

Betrieben ? 
£) wrlc! r« neue Methode und welc) ee neue Produkt wird «u 

schaffen bealisichtigt ? 
3) wie irt das *■ rtverhältnis »wl««ben ich toff und fertigpo 

Produkt ? 

.1 

Um diese Fragen zu beantworten, mächte ich vorflttMlchlcken, 
dar>6 es im Alljgeiiiainen aehr schwer sf'in wirdj in eine \ so hoch 
kultivierten Lande, wie es 2chweden ist, einen fiabrikationr b^-trleb 
einzufuhren, von daiu behauptet werden kann, 4mmm einh^irni.Mche 
Unt mehmer das nicht ebenso könnten; daa muf s basonners f^'Jr ein 
r^^icheB Land gelten, dae wie Schwaden über betiondera tUchtijre und 
erfahrene K^ufl^ute vorfligt. Zu allen Zeiten aber und in beinah 
allen Ländern ist ae üblich,d8QE ein L^nd uxxm Nutzen seiner ^Wirt- 
schaft üich Fachl^^ute auf^ Ländern heranholt, in denen die in .'-rsge 
konrrende Industrie ihren Ursprung hat und wo beaond'^re Erfahrung? und 
Tradition besteht. Das gilt vor allerr auf den Gf^blet^n der Konfek- 
tion und der Modeartikel. 

In den hier in Präge stehenden Fällen nteht fest, dnrr die 



t?chwedi8chen 



schwedischen Betrieb«, dlo Hutfobrlketion betreiben, kPine reinen 
Fabrikation.' unt^rneFuner. sin;i. Jodenfells int nicht b^^kanrt, dase in 
r den ein reines fÄbrikatlonr unt rn^haen besteht; Es handelt sich 

viftlw'^hr bei dm bekannten B«>trl'?ben U!r Groeehandeasf irrr.en, die neben- 
her F?briV8tion betr iben. Es ^teht auch ferner fect, dann g- rede 
diese Groaehandf Isf innen auch fast alle Käufer der sich nn^ die Nie- 
derlaeeung in ' c^weden bewerbenden Herren war^n. Des weiterer rind 
die I t^nunsren fewohnlicl: BestellUDiären von Musterkollektionen ge- 
'»eeen, die offfnelcitlich su dem Zweck orfolpt waren, an der Hand 
der Kollektionen dann die schwedische Fabrikation zu orientieren. 
I^iese Tatsache l^hrt, daee sehwedleche Pabrikb<=^trlebe, die in Kroüre 
Bt^^h enden Produkte alr: etwas Besonderes und LrwUnßchteg ansehen und 
Fl0 deshalb g^^kauft haben. Die Bewf^rbr^r haben su^ Grund ihrer rfsh- 
rung von 2 Ja^ rxehnten la eigenen Jnt^rnehB#n eich eine anerkannte 
Stellung {beschaffen und namhaften r-xport noch den skendinavisclien 
Ländern getrieben. Sie iiFerden auf Grund dieser Krfahrunr und als 
baeonders anrc^rehene und aeriilse Kau^l ute in d^r L ^^e sein, sich 
auch in Schweden eine ar sehene Stellung zu ' chsf^en, D».bei werden 
ala abor lr>aiglich einen briyationsbotrieb einrichten und ich des 
Oroaahandels enthalten. Si» werden das Unt r^ehm^n mit derr- Ziele 
schafff^n, p-rade demBchweairchen Gron ^landal »ur Seite zu ctehen 
und Pich in yranz besonderer Weise auf die Int^reseen de^^ schwedi* 
nchen Grof^nhJjndels einstweilen. 

Ich fU^ 3 Aut^künfte «br^r Ruf u^ci Geschäf tsp-^ba^ren der Bewer- 
b*^-r bei • 



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Wenn daudrch p\T dt^ 8chwedi8o>if*n Gr'^oshardelpabnehrrr'r ^in 
wi^rtvoller einh* irrl-^cher Ll'^f-^rant entct^bt, no wird eine gewlsee 
ünab^-^rifl^'k^lt von dem Iitport von ^ enbUt^n geschaffen, der h^^ute 
bedeul*-nd ipt. Lie Bewerber hfibf^n g^'^rade ber>ond^r<^ r.rfahrun/r d^rln, 
sich dem jew^plligon Bedsrt und der tode anzunössen. "' k^^-^ t ^^ol^ren- 
de© hlnau, und des ist das Nr»ue in der Fftbrllcßtionsmot> ode: 

In ihren Fabrikation "t triebe haben die Bewerber die technirohe 
üöfl jie^nkeit jDrer^"Jh»ffen, pIc^ den hlufif sehr rasch wechrelnden 'r- 
beitpn thoden anz-^ipassen« Tie heb^n nämlich die Arbeit f^voricrftr^e so 
fefHed'^rt, d^^r 8 sie z i't? fi^ros:-en T^ll al? Arbeit as laufenden Bande 
auöP^'^blldet nlnd. Das hat den Erfolg, dasa Arb-itrkrä^te ^us unf er- 
lernten /rbeitem h r^nfezo^'^n werden und • -^retildet werden k(1nnen; 
die vlels*^ i tijre P^ehulunp', die die >^rb iter d^nn in oierer b'-^sonderen 
Arbei tsrethode erhalten, rr.^^cht rie zu 'wertvollen Fachkräft*»n. Die 
Vi^leeltigk^it der Aui?bildunr b^^ing't de.nn ^ine we Hre^ erde rtablli- 
tät ihrer Beschäf tipunr mit sich. ' It ^•'^l r.i ^olrnndes er^l^lt: 

1) eine V rbil lip'unr p^; enUber ähnlichen, n^ch ßlt-n J^^hoden, die 
an sich bewährt nind, h^^r gestellten hüten; 

2) die Herrtellunp^ rlnen dadumh für weite Verbrnuc^ erkrelse wert- 
vollen und cioch preiswerten Pabrikatec; 

3) die BeBChäfti^unFsm?Jp'lichkeit schnell anzulernender Arbeits- 



kräfte« 



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fWr dnn Wart einer ROlc>^rn In duntri« in ro^t\'ed<^n d^r^ noch 
auf "^ol/ende Ge?5lc^t prunkt« hln^prl <^f?en werden: 

Pert %lie ^odit^oh^n Fnbriicftte der loteten J^hre rind au;- 
kun^tÄPld^neio odf^r Ähnlich em Matrrlal herf5#ötellt. Dl^ rln^ahr poI- 
eher K^tte l^t nicht ohn*- rhf^bllchen /ufwend cn in ''jhrziillen rpHg- 



lieh und er'^'^olft Aah^r nur In bagrenaten: U 



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fe.Kirrf^n rolc e F- ori- 



V^t*^ In Schweden dana abf^r nelbrt her^r^t*^llt werden , ^o wirü das 
dazu nJhren, d«: r- n^eh ihren eine i»rbebllcha Nachfra^ in Tchweiit.^ Bicf\ 
«plr^n wird ^ die ohr?e die oii. ri^ n hoben Konten be^riedift war- 



den k?5mu 



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^:rbrr fuch dsB Kxporlgeschii ft pf lagen wr-rden, 



1 t sf^lbrtverstandlich, da i^ gerade 9uf dieeem C^f^birte besondere 

"^rf^hrunp b«^fut2en« 

D^r Anteil deF lohstoffea am f ^rt if #=»n F^tbrlkat rohvßnkt ^rfah- 

ru ^rr/' r ÄWlsch^n £'2 und 4 0^, und awajr at'>i{rt if? allgemeinen 

d^r Hunderratz r?lt gr^5aaarer Hoc Wert Ij^l^f^it der Qualität. Da durc' 

Lrl tuniren Im elrenrn ü' trif^be dir ocbwertifk^^it des Pr . iktee 
erzielt vverdan oll und der Lohnf5nt*^il v rhai tni ^G^ li/ ."Trors 



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a'^^ln wird, iet anaanehmen, d' : s der Eohi^t^f fanteil etwa 30^ betrairen 



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bnwfjlt bm 0'berl£;jndes^e rieht in Breslau, mich in etilen Angele- 
genheiten, insbesondere den janii^en, welche die Grundstucke in 
Breslau, Neudorf Strasse 33 und Reuschestr^^jsse 67 betreffen, so- 
wohl bei Gericht und c^nderen Behörden öIs euch bei irivetper- 
Bonen £u vertreten. 

Seine Vertretungsmacht soll sich auf alle Rechtsgeschäfte 
und Recht shendlungan erstrecken, die von mir und mir gegenüber 
vorgenoujüen werden, soweit dos Gesetz eine Vertretung zulässt. 
Hein Bevollm^:chtigter ist euch befugt, für einzelne Gesch^:fte 
•inen ünterbevollmäohtigten zu bestellen. 

Diese Vollmecht soll mit meinem Tode nicht erlöschen. 




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Herrn Rodolfo Lustig, 
.Aiencs Air GS. 



Jönköplnc, den 25. Janimr I958 
Brunn Si:;a tan l^. 



Mein lieber Kudl, 1 

Deinen Brlof vom 28. Dezember habe Ich In Luft- und ööeform er- 
halten. Puor Dein Interesse an meinem Vetter Prltz Colin danke loh Dir 
herzlichst* Er hat zunäOe t die Absicht, ea In alnem anderen lande zu 
versuchen. Wenn er dennoch auf Argentinien zurUcldconjnt , so würde ich 
Dich dann bitten, sich seiner >'^xx canz besonders nuchdrUcklich anzunehmen, 
doch dies hat, wie gesaGt, Zeit; ich w'lrde Dir dann noch ausflllirlich darü- 

ber sclirelbcn* \ 

Vor llj. Tacen hatte ich aijf der Relae nach RunUnlen Gelesenheit, 
Deinen Bruder Bill, seine Frau und seine drei Kinder zu sehen. 13111 lond 
seine Frau begleiteten mich von Glelwltz nach Douthen \ind leisteten mir 
dort bis tvcc Abfalirt des Zr "i aoaellschaft , Ich sprach mit Ihnen Im 
Sinne Deines Briefes von 28. Dezember. Es bedtoifte dessen aber üaijp nicht 
melir, denn die Tatsache des gefassten Entschltxsses hatte die sooliache 
EinstellxmG dieser Menschen völlig verändert. Alles, was wie bittere 
Rückerlnnenmg anssah, war verschwunden, tmd sie waren nur noch a.\€ die 
vor ihnen liegende Ztilr,inrt eingestellt. Ich cla^it>e, mein lieber Iia6Xt\ 
daaa Du und Deine Frau an dieaam Familienzuwachs sehr grosse Freude haben 

werdet. Ich kann Dir garnlcht sagen, wie gut und wohltuend nich die^e i-, 

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beiden letzten Ztisamnxensoin mit Deinen Goschwiatern berührt haben. Argo^- 

tlnien kann froh und stolz sein, einen solchen Menschenzuwaclis zu orlialtenJ 

Von meiner Mutter haben wir das Telecramm erhalten, dass sie gut 

In Indien ansekonmen ist» Bill hat ihr vor Ihrer Abreise noch elnnal 

aeine Familie vorgefUlirt, sie hat sich sehr darüber gefreut. 



Mit herzlichst an Oruss, auch von "Evtl an Deine Frau, 

in alter und -unveränderbarer Gesinnung 

Daln 



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RODOLFO LUSTIG 




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Buenos Aires, den 28* Dezember 1937 
Reconquista 134 



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Mein lieber guter Hans, 



Mit allerherzlichstem Dank bestaetige ich Deinen lieben und ausfuehr- 
liehen Brief bom 20.12. Ich uebersende Dir in der Anlage Kopie meines heutigen 
Luftpostbriefes an Deinen guten Freund Cohn* Vielen tausend Dank fuer Deine Liebe 
und Freundscriaft zu Bill und seiner Familie* Heute sende ich ihm per Luftpost 
die Erlaubnis zur Einwanderung, nachdem ich sie ihm bereits telegrafisch avi- 
siert habe. Die Eheurkunde habe ich erhalten und sage Dir auch dafuer besten Dank. 
Ich waere Dir sehr dankbar, wenn Du nochmals an Bill in einem Brief kurz vor seiner 
Abfahrt ihm die J&hnung zur Kraft und Ausschaltung jeder Verbitterung geben wuer- 
dest. Es hat keinen Zweck der Vergangenheit wegen verbittert zu werden undwLe 
sehr ich mir Muehe geben werde, ihm beim Aufbau zu helfen, kannst Du Dir ja unge- 
faehr denken. Ich moechte bei allen lachende Gesichter sehen und dies auch schon 
wegen meiner Freunde, die sich alle fuer ihn die groesste Muehe geben werden. Wie 
es in seinem Innern aussieht, kann ich mir natuerlich denken, aber es bleibt ja 
nichts anderes uebrig. 

Ich moechte so gern des Naeheren auf Deinen Brief eingehen, aber jetzt 
vor Jahresabschluss bin ich wieder so beschaeftigt , umsomehr, als auch mein Chef 
in diesen Tagen kommt und deshalb nimm fuer Deine liebe Anregung betreffs des Bot- 
schaftsrats meinen herzlichsten Dank. Ich werde im Notfall davon Gebrauch machen 
und hoere schon von verschiedenen Seiten, wie vernuenftig der Mann sein soll. 

Zum Neuen Jahr Dir und allen Deinen Lieben, an die ich mit Maruca 
oft und gern denke, die t reuest en Glueckwuensche. Du weisst, wir sind stets hier 
gern zu Deiner Verfuegung und mit nochmaligem herzlichsten Dan^J, verbleibe ich 
in herzlicher Umarmung und freundschaftlicher Treue 



Dein 




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(Copyright in All Countries,) 



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Jönköpln^f don li;.* Dezember 1958t 
Brunns£;at&n \\2L. 



Herrn Dr. Prita Itonnhelriör, 
Mendolasohn & Co*, 
He0r6n;::ra oht ].;.12 , 
Atnstordam# 






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Lieber Doktor Maanheimor, 

Seit Ich Sie Im Jvll Im Meurloe bostichto, hat sich vieles zug^- 
tragoni was selbst unsere damalige i:)es3lmls tische Procnose noch weit 
übertraf* Wenn wir hovite zxiaanmitnsäaeen und In die Zukunft blicken wUr- 
den, w'lrden wir wahrscheinlich ^l® Zelträume noch kürzer bemessen als \u 



Somme;>* Auch unsere nächsten Freunde K» & L# haben Ja insbesondere 






darunter zu leiden gehabt • Ich habe K. am letzten Sonntag ausführlich '' 
geschrieben • Ich hoffe, dass er sich allmählich einen neuen Wirkungs- 
kreis schaffen wird* 

Das Anliegen, mit dem Ich heute zu Ihnen kom^ne und das den Haupt- 
anlas s dieses Briefes bildet, Ist f eigen das i 

Ein Onkel von mir, dem ich fUr vieles, was er meiner Pamille 

nach dem Tode meines Vaters im Jahro 190I+ und später c^tan liat, zu 

grösj^tem Dank verpflichtet bin^ war der frühere Geschäf tsinliaber des 

Sohle öl sehen Bunkvorolns in Breslau, Georg Cohn. Ir starb im Jalire l^Sli., 

Sein eln2il(;^er Solin, dor mir menschlich erheblich näher steht, als es 

nach dem Verwandtschaftsgrad der Fall Ist, hat dann eine ausge zeichnete 

Ausbildung genossen. Er war In den Relchaalumlniuimvorken bei v.LlJ»orton, 

nacViher Im Chof büro der Ilanat, in der Berliner Handelsloiircneri später 

war er Bankx)rokurlst in der Breslauer Niederlaasunc der Deutschen Bank 

und schllesslloh bis zum vergangenen Winter Rechtsanwalt am Oberlandea- 
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g«rlcht In Breslau, Alsdann ging er im Einvernehmen mit/auf Orund von 
Mitteln, die Ich ihm zur VerfUgung eostellt hatte, mit seiner' Frau und 

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• 2 • 



seinem Kind nach Rottordam und ist Jetzt Im Betriff, sich dort eine 
fraxl« in Devloen-, Steuern- iind sonstigen Fragen, die mit den deut- 
schen und internationalen Recht sbo Ziehungen In Zusammenliang stehen, 
aufzubauen. Er gibt auch reßelmUsslg üeberalchten über die deutschen 
gesetzlichen Vorschriften und, was noch wichtiger ist, Utter die deut- 
sche Praxi« auf diesem Gebiete In holländischer Sprache heraus. Ich 
werde ihn veranlassen, Ihnen einmal diese üobersichten zuzuschicken. 

Mir selbst liegt nun sehr viel daran, dasa mein Vetter in 
Holland \Vurzol schlägt und sich allmUhllch eine Existenz aufbaut, 
loh wUre Ihnen nun sehr dankbar, wenn Sie ihn einmal empfangen wür- 
den lind er sich mit Ihnen Über seine Gedanken und Pläne a-assprochen 
könnte. Wie ich lese, ist in Amsterdam unter der Fijraa Beleggings- 
raaatachappij "Begapij", ausgehend von Mendelsaolin und Iligginson, 
eine Gesellschaft für Vermögensverwaltung und Kapitalanlagen auf 
mittleren tmd langen Termin gegründet worden, deren Direktoren Ihr 
Herr Stach, Herr Thomas Mao Klttriok, London, und der Advokat 
Viktor BÄtor in Budapest sind. Ich weiss nicht, ob diese Gmindung 
mit der Schaffung einer Existenz fUr P. und Pr. K. in irgendeiner 
Form zusammenhängt. Sollte das der Fall sein, dann bitte ich, das 
Nachfolgende als nicht gesclirieben anzuseilen. Sollte dagegen eine 
Tätigkeit der beiden K's an dieser stelle nicht in Aussicht genommen 
■ein, wurde ich Ihnen sehr dankbar sein, wenn Sie die Arbeltskraft 
meines Vetters in geeigneter Form fUr diese Gesellschaft nutzbar 
machen könnten. Sie kennen mich aus der Vergangenheit genügend, um 
zu wissen, dass ich nur sehr tUchtige Menschen empfehle. 

Es wird mich freuen, bald etwas von Ihnen zu hören, vor 
allem auch Über Ihr eigenes Ergehen. 

Mit herzlichem Qruss 

Ihr 




H«rm Dr# FrltE Ännhelnor, 
Mendelssohn & Co», 
Heorongracht '|.12, 
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Jönköplnct den li^* rosember 193Ö 

Brunns-jatan I;2» 



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Llobor Doktor Mannholmer, 

Salt Ich Sie im J- 11 Ir. Meurico basuohta, hat sich violea ziico- 
tragan, was seibat unsere damalige pesslnls tische Procnose noch weit 
tlbartrar« ^•nn wir hexxto ztuwrarionaüsaen und In die Zxikxjnrt bllc^^on wur- 
den, WArden wir wahrscheinlich die ZeltrUume noch Iciirzer bemessen als la ^ 
Sommer. Auch unsere nächsten Freunde K. & L^ l^ben Ja Insbosondoro ^^ 

darunter «xx leiden gehabt. Ich habe K. am letzten Sonntag ausr^hrlich 
ga.ohrleben. Ich hoffe, dass er alch allmählich einen neuen Äirkunes- 

krels schaffen wird. 

Das Anllecen, mit dem Ich heute zu Ihnen komme und das den Haupt- 

anlÄss dieses Briefes bildet, ist folcendes» 

Ein Onkel von mir, dem ich für vieles, was or :neiner Familie 
nach dem Tode meines Vaters im Jaiiro I90I+ und spUter getan hat, zu 
grösstem Dank verpflichtet bin, war der frühere Geschäftsinhaber des 
Schlaslschon Bankvoroins in Breslau, Ooorg Cohn. Sir starb im Jahre 192I+. 
Sein einziger Sohn, der mir menschlich erheblich näher steht, als es 
nach dem Verwandtschaftsgrad der Fall ist, hat dann eine ausGezeiclxnet« 
Ausbildung genossen. Er war in den Relchsalumlniumworken boi v.d.Porten, 
nachher im Chei/b'dro der üinat, in dar Berliner Ilandelslmmmer, später 
war er Bankprokurist in der Breslauer Niederlassung dor Deutschen Bank 
und schliesalloh bis zum vergangenen Winter Rechtsanwult^am Oberlandes- 
gerlcht in Breslau. Alsdann ging er Im Einvernehmen mit/auf Orund von 
Mitteln, die ich ihm zur Verfdgung gestellt hatte, mit seine.. Pmu und 



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•einem Kind nach Rottord&n und let jetzt In Becrlff» sich dort ölno 
Praxis In Devlson-, fteuern- und aonstlcen Frtigm, dlo mit den dout- 
sehen und Internationalen Recht sbo Ziehungen in Zusammenhang atohon, 
aufzubauen, Ir gibt auch reselraüaslg Ueboralchten Über die deutschen 
gesetzlichen Vorschriften und, was noch wichtiger ist, Utter die deut- 
sche Praxis auf diesem Gebiete In holländischer Sprache heraus. Ich 
werde Ihn veranlassen, Ihnen einmal diese üobersichten zuzuschicken. 

Mir selbst ließt nun sehr viel daran, dass mein Vetter in 
Holland V?urzol achlUgt und eich allmUhllch eine Existenz aufbaut. 
Ich wUro Ihnen nun sehr üankbar, wenn Sie ihn einmal empfancen w'<ir- 
den und er sich mit Ihnen *lbor seine Qedankon und .läno aussprochen 
könnt©, Wie ich laeo, ist in Amsterdam tmter der Firma Belecclncs- 
raaataohapplj "Be^aplj", aussäend von Mendelssohn und Kigelnson, 
eine GesellHchaft für Vormögens Verwaltung und Kapitalanlagen auf 
mittleren und langen Teiinin cogr'lndet worden, deren DirektotBn Ihr 
Herr Stach, Herr Thomas Mac Klttrlck, L ndon, und der Advokat 
Viktor Btftor In Budapest sind. Ich weiss nicht, ob diese Gründung 
«dt dor Eolmffung einer Existenz für P. und Pr, K. in Irgendeiner 
Form zusammenhUngt , Sollte das der Fall sein, dann bitte Ich, das 
Nachfolgende als nicht geschrieben unzuselion. Sollte dagegen eine 
TUtigkeit der beiden K's an dieser stelle nicht in Aussicht renommen 
»ein, würde ich Ihnen sehr dankbar sein, venn. Sie dlo Arbeltskraft 
meines Vetters in geeigneter Form für diese Gesellschaft nutzbar 
BÄChon könnton. Sie kennen mich au» der Vergan jonhelt genügend, um 
au wissen, dass loh nur sehr tüchtige Menschen empfehle» 

Ea wird mich freuen, bald etwas von Ihnen zu hören, vor 

•llem auch über Ihr eigenes Ergehen. 

Mit herzlichem Grus» 

Ihr 




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Den 15 • T)ezornbor 195Ö« 



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Llobor Paul, 

In der Anlacö empf angst Du 
1/ Urschrift dos r^ohraibena dos ''Soclalatyrolso", 
2/ zwei bQ£;laTibir;tö Heber so tzungen dieses Schrei bona* 
ITun niach aber so rasch es cohtj 

Mit herzlichen Gruss 

rein 



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Die zeitliche Begrenzung entspricht 
der Praxis. Vorlängoning v;ird regel- 
mässig gewährt. Sorgt nur, dass der 
Pass für möglichst lange läuft. 



(drei Anlacon) 



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Uebersetzung^ 

Könlgl, SoElalbehörde 
Ausländ^rabt eilung 



Stockholm, den 1^. Dezeinber 1958* 



Herrn Advokat Ivar Phillpsaon, 
Västra T radiär da ga tan l'J , 
Stockholm, 



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Das Königin Soclalstyrelse erlaubt sich hierdurch mitzuteilen, 

s 

dass die AiLTenthaltsbewilligung den deutschen Staatsaneehörlgen 
Paul Markowitz und Erich Markowitz für die Zeit vom I5. Dezember I938 
bis 15. Juni 1959 erteilt ist und dass die Schwedische Gesandtschaft 
In Berlin ermächtigt ia^, die Auf entiialtsbewilligung auszustellen, 
wovon die Ausländer durch Ihre Mltv/irkung unterrichtet worden sollen. 

Es sei darauf hingewloson, dass die AufenthaltsbewilllGung unter 
dem Vorbehalt erteilt wird, dass die Pässe Gültigkeit für die ganze zu- 
gestandene Zeitdauer Imben* Der räumliche Gültigkeitsbereich der Pässe 
soll zum mindesten ein anderes Land ausser Schweden iimfassen und angeben, 
dass die Ausländer deutsche Staatsangehörige sind. 

Die Genelimigung ist erteilt worden zum Zwecke der Vollendung 
bereits in die Woge geleiteter Ausv/anderungs Vorbereitungen nach einem 



anderen Land. 



Im Auftrage: 
(gez. ) C. Wlman. 



PUr richtige Uebersetzung: 




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IJoberaetzung^ 

Königin Soßialbohörde 
Ausland rabtoilunc 



Stoclchclrn, Im IJ* -Dozombor I958 



Herrn Advokat Ivar Philipaaon, 
Vöatra TrUd£:?ird3Gatan I7, 
Stocldiolni* 



Das Könlrl* f3oclalst:rrolso orlaubt sich hierdurch mltzutellon, 
dass die Aufontlmltsböwllllcunc den deatschen Staat sanrohörlgen 
Paul flferkowitz und Erich Harkowltz flir dio Zolt vom 15, Dosonibor 19 58 
bis 15* Juni 1939 ortoilt ist xxnd dass dio Schwedlecho Oeaandtscliaft 
in Borlln ermächtigt is-t, die Auf enthaltabowilligunc auszustellen, 
wovon dio Ausländor durch Ihre Kitwirlcunc untorrlditot worden sollen* 

So sei darauf hincowieaen, dass dio Auren thaltsbowl 11 icunc untor 
dem Vorbehalt orteilt wlrd^ dass dio Pilsse Gtlltlgkoit rur die c^nzo zu- 
gestandene Zeltdatior haben* Der riluinliclio C';ltl2lv0itsV;ereich dor Pässe 
soll run xaindoflton oin anderes Land aussor Schweden unfassen und ancobon, 
dass dio Axisllinder deatsche Staatsanc^hBrlco sind* 

T>ie Crenolinilgtxns ist ortoilt wordon zuia Zwoolro der Vollondunc 
boroits in die TJo :c rcleitotor Auswandoruannvorbcrcttunron nach oinon 



anderen Land^ 



In: At:iftraso: 



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Für richtige Uebersotzuncs 



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■ein lieber l^ans! 



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Kab vielen herzlichen "Op.nk für l^ein rr-ches , ta tkrlif tire^ ünr-reifen 
ine jVau h^t sich heute brlr^ nit Hu^i in Verbin^unß (-esetzt JUp Antr^lr^ , 



/ r'eren einev^ich ^n Abschrift beifüre .rinren nit den I-otgkopien r^it rleicher 
lostfr^-n Ihilipson p.h.T^^lls ruch :^u die Fotokopien henctir^st , no erhrlte ich 



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ohl noch Ivachriclit. natürlich versuchen v/ir auch zu Inre zu p:elr^np-en, o 



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das Kind aber, trotz frrosner Tatkraft et'^as erreichen krnn,iBt rir fr^rlich. 

Die kurze ^Yist, lo./l?, bei }^rich und 16. /l'^. bei n*r ist benonder^ unprirp^- 

nehrn.In rid. nen Pslle hoffr^ ich '^ie ein paar '^'are verlän^-^ert zu e^^hnlten, ^a | 

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ich seit etwa 9 Tagen an stärkeren Bronchialkatarrh k^j^nk liep*e« \ 

ileine .o'rautdie dies schreibtjhrt T)ich früh hoffentlich nic'-t ^rr ?•' 

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se^ r fuf geschreckt «Tiein leric' t an Deine li'^be Ivutter über Inre ^-^nr in schwe- 



rer ^eit für un§ eine rross<* rreu^^^ 



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ochrrr.ls tausen 



d Da.nk,lie^'^r !Ian?,una virle herzliche Orünp^e ^ir 



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und Deiner lieo^n ?rau, ebenso von Herta 



von Deinen 




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Jiig förklarar hUrmod, att mlna vUnner, Advol«t«n 
Dr. Paul Markowlti o«ih Orosshandluron Erich Mürtcowltsi, 1 
•ollghot laol lor»« anoökan tili sooial»tyrol0en av d«n 6 
d«nno s - tili vllka denna ftirklarü/litsör en bllaga - korrina 
att vlota» l^JÄr 1 Sverig« «ift«t tills d««« depaa anatSkan om 
Imlsratlon tili U.ß.A, bllvlt bovajaAt, 

Dotautom förklarar jag, att bÄd» mlna vannor arh&lllt 
fr&n d !?•• 1 U.S.A. boaatt« brop John 0, Mark« hana förpllktola«, 
att han koin»dP att llkvidera alla dox^ia uppahÄ-llskoatnader hilr 
1 Svarlg«. Jag fi. min alda f^rpllktar miß hawi«d att,för den 
hBndela« att förpllktelaan frän d rus brors alda loko kommor 
fttt Infrlaij, at& för alla daaaa kostnaler, 

Jönköplnß don 8 d*o«ab«r 1950. 



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6/12/1958 



Markowitz 

Viktorlastrasse lol\,h 
B r e 8 1 a u 

Formulare Generalkonsul stop AusfJllung fraßt meinen 
Bruder stop Angebt Aufenthaltsort Stockholm BelfUgt 
fotostats affldavlts fUr Paul Srich spwle möglichst 
Beschoinlgimg über bezahlte Fahrkarten Amerllca stop 
Erwähnt Verpflichtung USAbruders Tir Unterhalt hier 
sowie als Referenz mich stop Einsendet Formulare 
"unmittelbar Advokat Phillpson Stockholm und Abschrift 
an mich Hansgrass 



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Dr. Hans Schaff er, 
Brunnsgatan I42, Jönköplng (tel. 5926) 



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6/12/1958 



Markowitz 
Viktoriaatrasse ld\.h 

Breslau 

Formulare Genoralkonsul stop Ausfüllung fract meinen 
Bruder stop Ancobt AuTonthaltsort Stockholm Bei fügt 
fotostata affidavlts fUr Paul Erich sowie möglichst 
BoscholnlGunc ''i'bor bezahlte Fahrkarten Amerllca stop 
Erwähnt Vorpflichtunc üSAbrudsrs Tlr Unterhalt hier 
sovile als Reforanz mich stop Einsendet Formulare 
unmittelbar Advokat Phillpson Stockholm und Abschrift 

an mich Hansgruss 



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Dr, Ilans Schaff er, 
Brunnsgatan 1^2, Jönköping (tel. 5926) 



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6/12/19 5Ö 



I&xrkowltz 
Vlktorlastraoso Idib 

ß r o s 1 a u 

Ponaular© Oenoralkonsul atop Auafaiting fract rnolnön 
Bruder atop Antobt AuTonthaltaort Stocltliolm Bolfüßt 
fotoatats afflclavlta fUr Patil Erloh sowie nöGllclist 
BeicholnlGuns Über bezahlte Fahrkarten Amerllca stop 
ZrwUhnt Vorpfllchtunc USAbrudora tiv Unterhalt hier 
»owl« ala Räforonz mich stop Einsendet Ponaulare 
unmittelbar Advolmt Phlllpaon Stocl-rholm und Abschrift 

an midi i^nsgruss 



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Dr. Hans sohUfror, 
BPunnsGQtan k2, Jönköplng (tel, 5926) 



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Den 5. imrz 1958, 



Herrn Rechtsanwalt Paul Markowitz, 
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Lieber Paul, 

Da sidi noln Besuch In London v/alat>sclaelnllch xax ein© 
Reliie von V/oohon vorschiebt, liabe Ich nolnom Freund Slecmund 
Warburg, daaolbst, hinsichtlich Doinor Tochter cösclorieben. 
Ich halte oa für Taahrsohelnllch, aass or sie in der nUclistcn 
Zeit anläuten und bitten wird, ihn einmal aufzusuchen. Ich 
habe dloa Jedenfalls ancoroct. Du bereitest sie wohl auf 
einen solchen Anruf vor. soino Geaclüif tsadrosso ist: c/o 
New Trading Company, 82, K' nc William Street, London E.C.I4., 
(Tel.: Manslon House 7705) • ^oli tolle sie Dir auf alle PUll© 
mit, im Falle der Anruf in Atwosonhelt Deiner Tochter örfol^en 
sollte. Ich neliae an, dasa die ToloTonnumraor Deiner Tochter 
(Liborty I296) noch rlohtic ist. Andernfalls bitte ich um 



Bescheid« 



llit herzllcliem Gruas 



Dein 



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Brealuü., den 24. Janaarl938 
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Lieber Ha na! 



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Berzlich danlte ich Dir für Dein Gedenken zu meinem Geburtata^e. Ueber 
Deinen G-lücii wünsch habe ich mich umaomehr gefr::iit, als ich v;eisa, wie be- 
schäftigt Da in diesen Tagen Aiederam gewesen aein mcLGat. 
Der Tag wurde verschont dui''ch oie Anwesenheit unseres iviadels, V( n deren 
grossen For tachriJtf en ich mich inzwischen selbst überzeugen iionnte« Ohne 
dass war oder sie selbst darum ersucht hatten, erhielt ic^ inzwischen von 
der mir persönlich nicht bekannten Lrs. Grepe ein Schreiben, das ich Jir 
in Abschrift b\ifu^e. Die^e Lehrerin nir mt für oen Unterricht bei 2 3tun- 
den wöchentlich, monatlich 9.-- und von begabten, wirtschaftlich schwachen 
Schülern 4i/, An diesen let zte^ Be urag war anlass^ aes 70* Geburtstages 
gedacht. Die Aufbringung war bisher möglich cius Sra^^arni^- sen der Tritigkeit 
als Haustochter* uie Arbc. itserlaubnia lie^t "jor. 

Fole,t man dem Ha te der Lehrerin betr. Aufnahme in daa xioyal College of 
Muaio, so würden nach dem mir inzwischen übersandten Prospekt die Gebühren 
für 1 Term (etjva 12 .Vochen, im Jtihre werden 5 Terms abgwhc::il ten) sich auf 
14 je 14a. bel.:;iufen. Im -rospekt aina eine xieihe von ocholarahipa, etvva 



60 aufgezeichnet, deren Srlangung erstrebe naw er t wäre. Der Geaanke der 
V Aufnahme in üaa College ist mir neu. Ich dc^nkte der Lehrerin für das grosse 
bisher gezeigte Interesse und fragte sie insbesondere an, ob eine Ver- 
bindung der Tätigkeit im College und im I-auahalt möglich würe, was ich sie 
Ende Januar mit der Schülerin zu besprechen bat. Ihr Int resse ist so I 

grosa, dass sie Qi:E chülerin in Auraii:ht ^^stellt hut, sie wenn möglich 
mehr in der Jjähe untr zubringen, damit oie weiten i^ntft: rnungen vermieden 
uno m: hr zumUeb.n ausgenutzt /verden k.bmiQa, b^nz dbges-hen von aen Aus- 
gaben durch daa Hin- und Pierfahren. Vielleicht i. t bei Dein r Anwesenheit 
schon eine weitere Klärung zu obigem unLite erfolgt. Eer^lich dankbar wäre 



ich Dir lieber Bana, wenn Du aieaea aurch einen telefonischen Anruf bei 






der jariüea i)ame( ^;^^«v^ il9i> ) festste len körmtest. Natürlich 

gebe ich Dir, wenn ich vorher aochetwaa höre, alafcal(J,|Mch rieht. 

Sei nochmals für üie in Aussicht ge.ttlUe Intervention herzlicbat bed..nkt. 



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r ktanten ihr hier üie Ausbiluong nicht zukotmaen lassen. 



Mit vielen Grüaaen an Oich und Deine liebe Frau, 



auch von dar meinen v-i'bleibe ich 



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Dein 



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und Leihbibliothek 

BRESLAU 5, 

Neue Schweidnitzer Straße 2 




Postscheckkonto: Breslau 98 
Fernsprecher: 57792 



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Dr. ALFRED KAUFFMANN 



Telephone: METROPOLITAN 5772 



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COUNSEL AND ATTORNEY 
AT THE HAMBURG BAR. 



16. COLEMAN Street 



LONDON. E.C.2 



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L.Melchior. 



London, K.W. 8, 

119 A Alexandra Rd. 
d. 4. Nov. 1938 



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Lieber Doktor Schaff er, 

Diesmal schreibe ich Ihnen mit der 
Maschine, denn das kann ich - vierm möglich - noch schlechter 
als stenographieren und finde, dass man es auch können sollte 

im Leben. 

Es gibt eine Weekly Times; es ist eine gedrängte poli- 
tische Wochenübersicht, besonders fürs Ausland bestimmt. Ich 
habe sie gestern für 3 Monate für Dr. Hans Drost bestellt. 

(Auslagen 7 sh.5 d.) 

Ich wäre gern gestern mit Siegmund, oder auch ohne ihn, 
bei Ihnen gewesen. Dass Sie nicht nach London kommen werden 
ist wirklich für mich eine grosse Snttäuschung. 

Ich nehme an, dass inzwischen Siegmunpl sein^Global -Ur- 
teil'' über mein Befinden etwas mehr spezifiziert hat. Infol- 
gedessen tue ich es nicht. Ich kann so etwas ohnedies besser 
mündlich, als schriftlich. Katz war neulich hier und hat sich 
besonders nach Ihnen erkundigt. Er hat neuerdings einen 
Schnurrbart und sieht sehr komisch damit aus. (Ich schreibe 
Ihnen dass nur, um Ihnen mal wieder zu beweisen, dass ich 
eine echte Hamburgerin bin - "sieht gut aus, sieht schlecht • 

aus'' ) • 

Pritz Kempner ist momentan hier und musste sich Anfang 
der Woche den Blindarm rausnehmen lassen. Kr sagte : ,^ Schade 
um die guten Devisen'.' Das ist es ja auch. Aber die Hauptsache 
ist, dass es ihm gut geht, und das tut es jetzt schon wieder. 
Wollen Sie ihm nicht auch Ihr schönes Brioh-Gedicht schicken? 
Ich werde nicht verraten, dass es quasi second-hand ist. Er 

zieht in den nächsten Tagen wieder ins gtafford Hotel. 



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Beruflich ist viel zu tun. Aber es wird immer und immer 
schwieriger etwas durchzusetzen, sowohl in D., wie auch sonst 
in der Welt für Emigranten. Trotzdem kämpfen wir mit voller 
kraft und Gott sei Bank auch manchmal mit Hrfolg. 

Grüssen Sie Renate sehr herzlich, sie soll nicht zu 



sehr schuften. 



Sehr herzliche Grüsse 



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Dr. ALFRED KAUFFMANN, 

RECHTSANWALT. SV » 

C0UN5EL AND ATTORNEY 
AT THE HAMBURG BAR. 



Telephone: METROPOLITAN 5772 



16, CoLEMAN Street. 



LILLY MELCHIOR. 



LONDON, E.G. 2. 



3«September 1938« 



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Herrn Hans Schaff er, 
Brunsgatan, 
Jönköpi ng» 

Lieber Herr Schaff er, 

Erich Allport hat mir geschrieben, dass 
Sie ihn so sehr nett aufgenommen haben. Ich danke Ihnen dafür, und 
es tut mir nur leid, dass ich nicht statt seiner bei Ihnen eine 
Stipsvisite (gut hamburgisches Wort und Ihnen also wohl unsympatisch) 



machen konnte« 



Diesmal schreibe ich Ihnen mit einer halb 



beruflichen Bitte : 



Mandanten von uns, und zwar eine alte und 
bedeutende Caviar-Importfirma, beabsichtigen, in Schweden eine Firma 
zu gründen, und es fragt sich, durch welchen Stockholmer Anwalt sie 
die Angelegenheit am zweckmässigsten bearbeiten lassen« Ich hatte 
an Ivar Philipson gedacht. Halten Sie den a^ch für geeignet, und 
wen würden Sie eventuell an zweiter Stelle empfehlen ? 

Die Mandanten sind Juden. Sie haben ausser 
der hiesigen Firma auch ein Geschäft in Deutschland gehabt, und eine 
der Haupt int entionen bei der Gründung - entre nous - ist , einem 
Neffen, der bisher in Deutschland tätig war, die Existenz im Ausland 
zu ermöglichen und die Aufenthaltserlaubnis in Stockholm zu beschaffen. 
Der schwedische Anwalt müsste also in derartigen Dingen erfahren sein; 
ausserdem die Mandanten hinsichtlich der Höhe des Mindestkapitals 
beraten, und natürlich auch vom steuerlichen Standpunkt die Sache 
zweckmässig aufziehen (Vermeidung von Doppelbesteuerung)vi.s.w# 



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Ich schreibe Ihnen dies so ausführlich, damit Sie 
ungefähr im Bilde sind, worum es sich dreht. 

Ich freue mich, in den nächsten Tagen Marianne hier 
zu sehen und hoffe, Sie kommen seihst auch recht bald. 



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stets Ihre 



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don 21. April I958. 



FrUuloln Dr. Aooraoor Lilly Molchiop, 
0/0 norm Dr. AlTrod Kttiiffinana, 
16, Colorian Stroot, 
London E.C.2. 



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Liöbo» FrUuleln Melohior, 

Darf loh Sie In folisonder Fratje um Ihron aachkundlGon Hit 
blttan? In den Ihnen Ja bekannton zletnlich vorzwelnton Eieontums- 
Verhältnissen an den Tochtorcesollachaften von Stab ßiht os eine 
Reihe von Füllen, In denen Aktien von Öeiol Isohaften, die ausserlÄlb 
des United KlngÄon llo^on, für Stab durch TrexüiUnder In England eelml- 
ten worden. Einer dor FUllo, f^le Slo noch aus Ihrer Tütlgkolt für 
Intermtlonul !Aitch kennen worden, Ist z.C. das Halten von Aktion an 
d«n l«ttlund lachen OoaQllaolnfton dui'oh elno eni^llscho Tochtsrgesell- 
•Ohaft von Stab auf Grund elnos Abkarjnons, dasa dioso Aktion lodlglloh 
von dor TochtorGOOO'laot»ft 1" ^«^ Eißenscliaft als Trust 00 co'.^alton 
werden und daao «lies Elnkc.n .on an Stab ubsufUliren ist sowie auch um- 
GOkol'^t allo Unkosten dor Oosollacliaft su oraotion sind« Ähnliou« 
VortrUt:© bin ich aucaiblioklloh Im Begriff fl5r TÄlUatlnonaischo uid 
syrlacho 'jotolllßuneen »u aohllosstm. 

M«lner Auffassxinß nach, die auf die 1957-or AiiTlaGe toh 
Slmw and Baker "The law of Incomo Tax" i^ostütat Ist (vcl« S. 2!kl) ,iat 
in einem solchen Falle elno englische Elnk 
Es heisst an der genannten Stelle: 



nicht zu aahlon 



"Incorie fror.i aliaroo In fcrelßn ca panloa wliioh undor 
the tora» of a truat la puld to bünoriclarloa dantcllod 
and resident abroad is not aasossabl© to tax meroly by 
roason of the fact that tho truoteos roside in tho 
Uhltod Kincdom (k)." 



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• 2 - 
FrUuloln Dr. Aßaoucor Lilly Melchior, T/^nacn ?..C 



•*-• 



21,!;-,1950. 



Ebenso finde ich Im ..osöndorrr-II«nu.olör in der Abhandlmc von 
PorolVÄl SuGCOtt auf Seite 2? den flo^c^^ön StandpmJrt vortreten. 
Die "leadlne caoea" sind V.rllllaina v. W,M.O, Slncer und Pool v, Royal 
fttoluance Aeeuranco von 1929« (7 ^•C» 537) • 

Ich -Ißube also, an sich nelnor Saohe ^»"^2 alolior zu sein, 
gebe aber, wie Sie wiaaon, c:r^-*^'io«-'<:z--oli keine riOchtaauolcl\nrto 
über frorrtdes Rocht, ohne nlch wonir.stons bot olnan Jurlaten an Ort 
und Stolle Ubor lliro Rlohtlckoit voi-cowlesort bu liAbenj nun hat dor- 
J«lCO» bei dem loh in EnclJ^nd OarUbor anöOft^St liabe, blal'.or noch 
nicht geantwortet , sodass ich Sie bo: " cki uuclito, 

AviT Iliren Btonocrarioc-.on Drlef , übor don loh nlch aehr 
Gefreut habe, kooa« Ich sehr bald zur'ick, 

Kit herzliclien. Gimao 




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IIKI NOBOTKA (a*OKIV.) 



BAHNSTATIOK BIKIGW 



«UTOW, den. .5. VI ,1930 . 



TKLKFO!« MOBOTKA 3 



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Lieber Hans! 
In Vaters und meinem Hamen danke ich Such herzlich 



fiir 'juere "Einladung, zu jJuch zu kommen. Wir wären auch >3ern ^^ekorTmen, -iher e.o- 



?;ohl Vater wie ich sind durch für nnG öchwieri^';;3 Din/^e daran «gehindert, auch 
nur für kurze Seit v/egfahren zu können. Bei mir ist'g die Agrarreform, die im- 
mor noch nicht zu Ende kommen v/ill mit allen ihren i*ol.^erun/^en. Voter hat eich 



vrie Ihr ja 7/iP.t,entGchl ossen,lTennigsdorf zu verkauf en.Das £iort sich leicht ari, 
ist aber viel schwieriger, ^"ie es scheint.Inshesondere erfordert die Frage des 
Transfer des Erlöses von Deutschland nach Polen erhebliche Ueherlegungen.Da 
der Transfer die Genehmigung der polnischen und deutschen Devisenstellen 
braucht und sich dann auf privater Kompensationsgrundlage abvrickelt, so sind 
\?ir auf der Suche nach Beziehungen in ?/arschau Tind Berlin, die uns die 3-eneh- 
migung verschaff en, bzw. erleichtern sollen.Besonders wertvoll wäre-n für 
uns Anknüpfungspunkte zu dem Direktor der Bank Polski, Herrn Baranski,den 
Du ja kennst, und der ja auch bestimmt damit einverstanden sein wird, v:enn 
polnisches Vermögen im Austausch gegen nach Deutschland auszuführende Sperr- 
zioty nach Polen zurückkommt .Herr Ba^anski kennt naturgemäß aus seiner Tä- 
tigkeit alle Besitzer von großen SpejJ^rzlotyguthaben, er weiß auch, welche von 
ihnen ihre Sperrzlotys gegen Sperrmark eintauschen wrden und er könnte uns 
überhaupt bei der Abvricklung des ganzen G-eschäfts außerordentlich behilflich 
sein.T/ir sind bemüht, auch auf deutscher Seite durch das Eeichswirtschaf ts- 
ministerium tins einen ähnlichen Furs])recher zu sichern und hoffen, daß uns 



das gelingen \7ird. 



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ITennir,sdorf zu verkaufen, ist eino r;anz leichte Sache, 
es gibt eine Q'.roße Anzahl von Käufern, die darauf reflektieren. %itn.us 
schwieriger ist - '-'le r;^enagt - die Präge des Tranfers und deshalb bitte 
ich Dich, mir zu schreiben, ob Du r^o freundlich sein v;illßt,unri einen ieg 
SU Ferrrn Baran'üii zu zeigen oder zu bahnen. Ich hoffe, daß ich inich klar 
aus>7:edruckt habe mid daß Du mich verstehst. Vater und ich ^\"urden Dir sehr 



dankbar sein,\"enn Du uns helfen konnte:vt:. Natürlich vairden auch Vater und 
ich bereit sein, zu grundsätzlichen ^Erörterungen zu "iluch z\i koirLmen,^:'^enn 



:> 



Dich Dein 'Veg nicht nach '.Tarschau oder Breslau führen sollte. Iils voirde uns 
ja auch ein großes Vergnügen sein, .Euchvin Scl.v/eden zu besiichen, aber die ) 
Sache ist nicht so einfach, denn ich. raußte 3inen neuen Pass für Schweden 
erbitten und müBte {iber OdiA-'^en rxit den Schiff hin und zurück nach, l'tock- 
holrn fahren. Dadurch vrärde die Beise ungefähr eine w'oche in Anspruch neh- 

men und so viel Zeit kann ich mir augenblicklich - so nett :'dr es uns auch 

« 

denken, ^nit Such zusarnnensein zu können - nicht leivjten. Bitte gib mir bald 
Bescheid, die Sache drängt sehr bai uns und sei Du, 3va und die Kinder ]:orz- 



lich r^egrüßt von Vater und 



/fW44A(.a^h^'\.^ 



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Jönköplne, den l8. Oktober I958. 
Brunnacatan kZ» 



Bankhaus Mendelssohn ': 
Heerencracht I4.I2, 
Amsterdam C» 



Co., 



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In der Anlaee Übersende Ich die Smpfan£sbeatätlGunc für den 
mir freundlichst Übersandten Inhalt das Safe No. 57^ 

BazllElich der Safemiete nehme loh auf meine Kcrrespondena 
mit Ihrem Herrn 2r* Kampner Bezug, d^r diese AnceleGonheit zu orlo Al- 
gen vorsprach« 

Die Ihnen entstandenen Vor3ondu-:igoapooon in Höhe von VS1.6m70 
habe ich mir erlaubt, Ihnen durch die Stockholms Enskllda Dank A^B« 
In Stockliolm zu Uberv/elsene 

Mit nochmal icem bestem Dank fUr liire DemUhuncen und 

verbindlichste Sxnjfehlting 

Ihr ercebonor 




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Jönköplnß, den lO, 
Brunnacatan U2» 



Oktobor I93G. 



Bankhaus Mendelssolin ?.c Co.« 
Amstordan C« 



■MMi«»*n»-^MBa«a«*«>MaaBaaMka 



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In der Anlage Uborsondo loh dio 



'ancsbestätlcync für dfn 



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mir froimdlichst ül^orsandton Inhalt das Safo Ho, 57, 

BeEllclioh der Safonileto nalTno lola auf mein« Korroepondaofc 
iTlt Ilirom Herrn Dr, Konpner Bosuß, der dloao AUßeleconhait zu orlodi- 

con vopapraoh« 

Die Ilxnen ontstandoneü Veraandu^gsap^aan In Höhe von Hfl,6«70 
liabo Ich rdr erlaubt, Ihnen durtii die StockhoLis rnskllOa Dank A«B» 
In Stooldiolm zu dberwolsen. 

Mit noohnallGera bestem Dank f'ir Ihre DemUhuncen und 

verbindll clia te Swi: rehlung 

Ihr orsobonor 




».Sept. 1938 



1 



Herrn 



Hana Jchäfi'^r, 



Jönlcö:^ -ng 



Brimn3gatun 4 



2 



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Wir boataotireri den Biipf?inf5 Ihreu goütrigen 
chreibonj und oonden Union aex)arat in 2 Paketen,rekori audi(;rt, dl« 



in IhX^n i:>afe aufbo^/ahrten ohrii'totueckc zu unaeror },ntlaotunr,# 



gern 0ntf;öfton 



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ßü.iR^eüon 



Ihrer ampf^mcsanzoige hiu/uob ;r aoln.n wir 



4ij JahrYV^^i^i'^'''® 





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anzusoheiffen» 



Fejner bitten "dr una noch den zweiten ;.>aiS- 



aohlue3.>el zu uebomitlaLn 



Hoc ha: htunguvoll 






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Jönköplnc* cLon 28. September I958. 
Brunn 3^;^ tan 1^2 



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Herren Mendolsohn ^r. Co*, 
Hoorenr-racht 1^12, 
Amsterdam, 



tammmm 



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Hierdurch bitte Ich Sie, mir freundlichst die In meinem 
Safe befindlichen SchrlfstUcke möglichst bald zu-ehen zu lassen, 
xmd. zvar auf dem Seawec 'u.nd rekommandiert. 

Dieser Wunsch beiniht, wie ich, um MlssvorstUndnisse zu 
vermelden, unterstreichen möchte, darauf, dass loh zur Zelt mit 
einer c^^össercn Arbelt befasst bin, zu der l«h meine alten Auf- 
zeichnungen benötice* 

Die Unkosten fllr die Uebersendline bitte ich mir aufzucebmi. 

Indem ich Ilinen für die meinen Papieren so lange c^wUhrte 
Gastfreundschaft herzlich danke, bin ich 

mit vorzüglicher Hochachtune 
und einem herzlichen Gruss 

an Herrn i)r* Fritz Mannhei-ner 
Ihr sehr ergebener 

4^, 



Per Plugpost. 



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JünköplnCf ien 20. Soptombor I93C. 
Brunn actt tan I42 



Herron Mandolsohn 
Hüoronrracht 1^12 ^ 
Amstordam. 



Co., 



Hlordurch bltto Ich Slo, mir freundlichst dio In melnon 
Safa beflndllohon Sohrlf stücke möGllchst bald «ucohen ku lassen, 
und zvar auf dem Soowog und rekommandiert • 

Dieser Wunsch beruht, wie ich, um Missvorstündnisse zu 
vermelden, unterstreichen möchte, darauf, dass ich zur zeit mit 
einer ci-^üsseron Arbeit befasst bin, zu der ich meine alten Auf^ 
zelchnuni^en benötico» 

Die Unkosten fUr die Ueberaenciune bltto loh mir atifzuceben. 

Indem ich Ilinen fUr die meinen Papieren so lan^e c^wUhrte 
0a8tfroundscl:iaft herzlich danke, bin ich 

mit vor züGll eher Ilochachtunc 
und einem herallcUen Gruss 
an Herrn >• Fritz Mannheiner 
Ihr selir ercebener 



Per Flugpost. 



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Herrn 



Dr. Hans üohäfrer , 



AMSTERDAM i5.Aue.i958 



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Jönzöpine (och\/eden) 



V;jv SLorgatan 16 



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Unter Bezugrialuae auf Ihr Schreiben vaa 11. d^;. 

senden v/ir Ihnen, oepai'cit als Paket 

4 versiegelte Kuvert a, 
deren ilrapfano oie xma z\x bejtu.tigon belieben. 

Fuor opeaen bitten \;ir iiie , uns 

f 2.- 



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zu verfjUe t e n . 



In 



Hochachtunfovoll 
p.p. MENDELK^HN & Ci. AMSTERDAM 




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i?.AU(S.i^?e 



Harru 



Dr. Ilan.s oohäffer, 



Jönköping (ochwöden) 



Vi,, ytorgatan l6 



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KUTM?*H* 




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belieben. 



Fuor Jpe:)en bitten \;ir hio, uns 

t 2.- 



wu verßueton. 



Hoohei ohtun{^. > voll 



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den 11 • AuGust 1938» 



An das 

Bankliaus Mondeis söhn & Co., 

HeerenGt»acht IjJLSf 

Amsterdam. 



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Hierdurch erlaube loh mir, die Bitte an Sie za richten, 
aus meinem Safe bei Ihnen dlejenic^n Ilefte meiner stenografisch 
geführten Tagebücher an mich zu Übersenden, v/olche die Zeit vom 
Dezember I929 bis L5ai 195O umfassen. Die Daten sind auf den 
farbigen ünschläcen aussen mit Tinte vermerkt t 

Ich hatte die Uebersendunc dieser Schriftstücke bei 
meiner letzten Anv/osenheit in Berlin am 25» Juli mit Herrn Dr. 



Paul Kempner besprochen. 



Hocliachtuncsvoll 



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Jönköplnc, den ?• JTunl IQjB, 



Firma Mondolaaohn Iz Co*, 
Hoorencracht klZp 
Anas tarda ri* 



Herr Rcchtaanimlt Scianldt tollte mir mit, daas auf dorn 
Koat:o dos Ooh, Jxiatizrat Dr. Ilallbarg alch noch ein Passivaaldo 
von Pl# 85 •- unA olnl^on Canta befand. Dio Ueboi^olsimc dlosa» 
Datrar:ea hat sich durch lünr.ore Reisen von nlr vorzö::ert# Ich 



o 



bitte dies zu entschuldigen lond habe zun AusGl^ic^J^ sowie für dlo 
entstandenen Pcrtospesen einen Betrag von Hfl» 87« - an Sie übor- 



walsen lassen« 



IIo cha c htiings voll 



^. 



c 



Jönköplns, don ?• Juni 1958t 



Flrrm MondoD.aQOlm h Co., 
Hoorencraoht )il2, 
Amstordam« 



■ü W i li m i !!■ 



c 



Korr noclitaanimlt Schmidt tollto r.ilr nlt, daos auf dorn 
Konto doü Croh. Jlistlsrat 3r» Ilellborc ölch noch oln Paaslvaaldo 
von Fl» 85 •- und olnl^on Conts befand* Dlo üoborv/olaunc dlosoo 
BetracM l^t öich durch lUncoro Holaen vx:>n mir verzöc^rt» Ich 
bltto dies zu ontachuldl^jon und liabo surn Ausc^oich öowio fUr die 
ontstandonen Portosposon einen Botrae von Ilflt 07#- an Sie über- 



weisen lassen« 



IIo chachtun;-ö voll 



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Herrn Dv. Ilans Moyer, 
c/o Warbiu?G *: Co^, 
Kolaoragracht 6o8, 
A r.i 3 t o r d a m C# 



Jünköplnc, den 5. Pobrtiar I95O 
Brunns ca tan \\2, 



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Lieber Ilans Meyor, 

Naohdam Sl© mir kürzlich in Berlin über die GedankonGünce 
Ihrer Brüder erzühlton, hatte ioli vorcestorn in Stockholm Golecen- 
heit, mit Advolcat Ivar Pliilip^,°'^Ustr-a TrUdüSrdaeatan 1?, Stockliolia, 
darüber zu roden. Ich saßte Ihnen, daas Advokat Philipson einen 
nahen Freund Imt, der im Decrirf iat, in seinen chemischen TMtor- 
nel:men vorocMedene, insbesondere auf pharmazeutischem Gebiet lie- 
genden Spezialitäten zu entwickeln, 

Advolcat Philipson bat mich, y/enn loh Ihnen darüber aclirioh^ 
Ihre Brüder zu veranlassen, aaaa sie sich vor einem Besuch in Stock- 
holm mit ilim in Verbindung setzen, damit er feststellen Icann, ob 
sein Freund um die betreffende Zelt anwesend ist. Er soll in einicen 
Wochen eine i^rössere Reise vor liaben. 

Meinoii Vetter Fritz Cohn habe loh von Ihror Derottwillickeit, 
ihn, wenn er in Holland eintrifft, zu ompfancen und Ihn mit Ilirera 
Rat zur Seite au stehen, xmterrichtet. Ich wiederhole Ihnen auch 
auf diesem Wece, aass es sich um einen mir ausserordentlich nahe 
stehenden Menschen liandolt, von dessen celsticen und moralischen 
EicensclÄften ich die höchste Meinung habe. 

Die heute durch die Presse belannt gößo^ö'^ön VerUnderun^en 
in Deutschland kom^nen mir nicht ganz überraschend. Sie sind das 



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- 2 - 



Horx'n Dr. Hana iteyor» Ams tei^daia, 



5,2.193Ö 



ErcGbnl» lancor Kilmpf«, dlo In der Armoe iind In diplomatischen 
Dlonst atatteorundcm haben, Sie worden, wie ich Glaube, von 
grosser Auav/lriaing für die nächste Zukunft «ein. 



Mit horzlichon Grus» 



Ihr 




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Jönköplng, den S* Janimr 195jf* 



Birunna^atan 



1^. 



Herrn Lr* Hans Meyer ^ 
l/Pa* Mau Warburg, 

Amsterda»# 



Kelaoragracht • 



Lieber IIa na Meyer, 

Unaor Freund Erich Imt mich am Sonntag besucht und mir 
viel von allgemeinen besonderen Dingen erzahlt* In seinem Auf- 
trag übersende ich Ihnen lü der Anlage akr, 60j- (In zwei Sendtin- 
gen von Je dreiaslg Kronen)« 

Ich benutza diese Gelegenheit, um Ihnen meinen herzlichen 
OlUokwunsch zum neuen Jahre zu senden* 

Ich hätte Sie selir gern winmal wiener gesprochöi* Bevor 
ich das nüchate Mal durch Berlin durchfahre, werde ich Sie davon 
in Kenntnis setzen. 



Mit herzlichem Gruss 



I 



Ihr 



Anlage. 



V 



Jönköplnc, den 28. Ilovonbor 193Ö. 
Brunnsgatan l\2* 



Herrn Dr. Wilh. Klohaell, 
Prejgatan 8, 
Stockholn« 



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Llobor Korr liiohaollf 

loh hatto vorlco Wocho OelöGonholt, olnigo Zoiv mit 
Proroaaor Ehronprols zu «proohön, wobol er mir o rw tlm tt» , 
dass er auch mit den Emlsrantonlcrelsen wecen der von Ihm 
goplanten Hili'aaktion In Plüilunc trotön wollte. Ich sacto lim 
daraufhin Ihren Äkmon und sacto, dass ich claubto, daaa Sic Tlr 
eine aolcho MltwirkiinG Interosao hat ton. Von Ihron Plänen im 

dazu 

Einzelnen erwähnte loh nichts, da ich / nicht erciaohtlct war, 

Profosaor Ehrenpreli sacte alr darauf, er kenne Sie 
noch nicht peroönllch, aber or hatte schon viel von Ihrer netten 
und t'.ichticen Frau gehört. Ich kUndtgte ihm Ihren Boauch an. 
Ich empfehle Ilinen,nach Lage der Gacho Ihre Gattin mitzxinehnen. 
Ich liabe Inzvlochon Professor Ehr on preis Ihre Adresse noch eln- 



inal geschrieben. 



mt hereiichen Oruaa 

Ilir 



Jönköplnc, den 28, Hovember I958, 
Bruanagatan k2. 



Herrn Dp, V/ilh, Michaeli, 
Frejgatan 8, 
Stockholm, 



L 



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Lieber Herr Michaeli j 

Ich hatte vorlcQ Woohü Geleeenhelt, einige Zeit: mit 
Professor Slironproi« jbu sprechen, wobei er mir erwähnte, 
daas er auch mit den Emlsrantonkreisen wegen der von lim 
geplanten Hilfsaktion in Fühlung treten wollte. Ich «agte Ihm 
daraufhin Ihren Namen und »acte, dass ich glaubte, dass Sie flr 
eine solche Mitwirkung Interesse hätten. Von Ihren Plänen Im 
Einzelnen erwähnte ich nichts, da ich/ nicht omUchtict war. 

Professor Ehrenpreis sa^te mir darauf, er kenne Sie 
noch nicht persönlich, aber er hätte schon viel von Iliror netten 
und t'AchtlGen Frau gehört. Ich kllndtgt« ihm Ihren Besuch an. 
Ich empfehle Ilinen,nach Lage dor Sache Ihre Oattln mitzunehmen. 
Ich habe inz-i sehen Professor Ehrenpreis Ihre Adresse noch ein- 



inal geschrieben. 



Mit herelichem Gruse 

Ihr 



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Fr^r-pr» "^r> T-Torio Cip V-i -f -Por» 



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TpVi-f-n nvVf^^ rh^'n "''-♦^nn oV*'oV"' ^"»^' PTtV» n-pf^ olc' otti "h^'i] -pc^tor <:i ] t ^"P W^ "'or>iri"h p- 



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l'^ry^'^ r- nh '\'\ nl'-n y>Y)-\- 1 '^ f Vt '^ 1 1 ^ T P V» i" lof f^ V '^- O fl O "p l^O r^ ^ P TlTnc^^'n 1 ^Tl : T Vi O 1 "j^ 






rsrn^ T "nh^ T niTnn» ]^ ^ ^^ ' ■^- r» 4- ^ n^-"i n r7T) r>1i^r.-> t-t* 1 1 ' ^^ n r~ 4- 



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rfpl r-t^nnf T pV rl n o }'iör-l n p Wo T f '7V V o *h<^ n . "' Vo T r' 1 P <^ TVonP m 1 f TViTinn r^inrnTpVi c7^-pq_ 
^]^^y^ r7n rl^'i-p-pon . TToii-l-/^ or»Vir>oT >>r> i r>V ,. i rrn-p-H i pV "^rp-p ollpfn ov <^ piripm nprippon n- 

■»■rm^'ppiVl '^m'^ Vo-ponrr-nrrn^V^n.Fi nrhoi a^nh^ mpn rmr);: pVr f rlnvon ptic^^Apoc. ni r»or<^ pi f r. 
^« ^ -^^^ ^p^^^^T^ ^^ y p^^^Vf ^^^, ^ |. rrcn» *i>v.:-p cor) r nY^-m r\i pohovi i'pV^-^-pflpn rr^. vpvfohv^r) 

pporV-hof ^ V- -1-1 ^ pn <^o-p Lnc-nno» r^p^ pr^oh"! Pm^-- •^^ i 1 ^-»i -n^Virnon ^rfci "1 mpn niif r^io^P 
rlor. n.pctrncVfc ^ ^ qp}^vjpaen h^^■. Man wi"^1-.nnf^ '-'^ o o •; rf ^v'io ich r-l-i^Vo.oin 
A^>,^ • f ^^,Y>r'n»r»nTnm i c f vor 1 '-■''•' f^ ^ r1 pT o»P ^- f p 1 •?' -^^Pfl p pVi f ^ r1 p p c rnon r^ip Tnii1 f c-l^cppi fpn 

T^nl^^r^'hpr^i^rffl rrp Vr^ 1 n^-p PTI f <^n ^.r i P f c p V P f 1 1 1 p V ^ P P n T i o ph V^kl fiM o 1 1 »711 -4-1^"-.,^ ^no -^^ 

V,-f^^^^Avf r^er> PTi<^or>Pr^ ^^P^fp -oH ^p(^vr>pV Hio llritpr>^i n/h^ncr oo^ -fflrrtnn^, 



r' n 



Tim 



rtir^Vi-f- 'TU qrirfon ^p'hnOT»^ r»"|-T»rri^ 




inr 



prr^on^T^pn vri 1 1 pnob '^Yp.ichvr ' ^ ^ 



pv. 7 



1 plnr^r-i c r»Vi mi-P ^^ip r)p-n h^ ^•p>^ >^ rmVomrnoriPn nrIrT' VnmPn^'^on Vlnrnonfp pt nwi rVpn 



oc on 



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T^V^-Tn» r^-pc 



p'hpnnt Viicr-l^PT r,pr»pi-Tir»^^ •'•'nri rr^ 



/-■+"-» '^ ^ 



l.r, Pi'n-Pp h-T fi 



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TVt-p TVi'P'^n c'p'hr» ovr^pln^^V^^ 





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Jöaköplnc den 5* September I958. 
Birunnsgatan 1^2 ♦ 



Herrn Dr. Wilh. Miohaeli, 
PreJcatan 8, 
Stockholm. 



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Llobor Herr Michaoll, 

In der Anlage aonCQ ich Ihnen Durchschlac eines Soliroibens, 
Aftfi Ich heute an den Kapellmeister Ilarbort Sandbere gerichtet habe. 
Ich möchte Ihnen anhelii geben, sich etwa drei Tage nach Snpfang 
dieses Schreibens zaierst telefonisch und dann persönlich mit Kapell- 
melstor Sandborg in Verbindung zu setzen ♦ Sandberg ist KUnstlor 
und wird zunächst £er;6n die ihn auferlegt o Verantwortung zappeln. 
Er ist aber ein sehr anständi^jer und warm}ierzii:;er Itonsca und wird 
schliesslich behilflich sein. Er hat aber die Neigung, viele Dinge 
am Telefon abzumachen. Sehen Sie unbedingt zu einer persönlichen 



Aussprach.e zu koaiBisn« 



Mit herzlichem Gruss 

Ihr 




Anlage. 



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Jönköplnr, den 5. Soptombor 1958* 
Brunnaßatan kZ^ 



FroJcö^tan 8, 
Stockhol m« 



mm»^tm 



LlöbQr norr Mlcliaoll, 

In der Anlage ßondo loh Ihnon TXirchschlaG eines Soliroibens^ 
Aas loh heuto an den liapellnoletep Üerbort Sandbere errichtet habe* 
Ich möclrito Ihnen anheim gobon, sich etwa drei Ta^e nach Enpfanc 
dieses Schreibens zuerst telefonisch iind dann persönlich mit ICapell- 
molstor Sandborg In Verbindung zu sotzon* Sandberg ist Künstler 
und wird zunächst cßz^^ ^^^ ^^ auforloc'te Vorantwcrtunc Eappeln. 
Er Ist aber ein aolir anstUndlcor und T/armherzi3er Btonsch und wird 
schliesslich behilflich sein» Er Imfc aber die Ilolgund^ viele Dinge 
am Telefon abssumaohen* Sehen Sie unbedlnj^t zu einer persönlichen 



Aussprache zu kozmuen 



I 



Mit horzllföian Onisa 

Ihr 



Anlaßo 



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Stockholm, den lli.Augs'ut 1958« 



Sohr rreohrt^r Herr 1>. ^chäffpr ! 



Ihnen crleichzeitip namens meines :;chwap^ers für Ihre liebenswüi - 
dicken '/.eilen vom ll*7*dankend^iiher^ende ich Ihnen in der Anlache einen 
Lehenslanf meines Neffen Dietrich Wüller-Winter ,der inzwischen wieder 
nach Berlin zi^rückp^ekehrt ist.- i:ach meiner Ansicht ist der Jrnp;e in 
seinem 'Austreten derart crewandt^dass er auch für andere '''ätipkeiten 
sich eip»net,z.R.als ^nr^estellter im Hotelfach, z^^mal er rmt an^sioht 
nnd sT>rachenheo*nht ist,- 

Wenn ich daran denke, dass ein Teil meiner tä^dichen Korrespondenz 
darin besteht, Brief e aus -Deutschland zu heantiAforten^die 9vf der ^öi 
Not der dorti<Ton Verh^iiltnisse heraus zu verstehencle Anfran^pn enkhalten, 
so kann ich mir vor stellen, xvas nn Sie alles letzt herantreten man*. 'des- 
halb bin ich Ihnen besonders dankbar, dass Sie sich a.uch meines i^effen 
annehmen wollen, der übrä)n»ens zur Annahme jeder Tätin^keit bereit ist, 
die ihiri die MÖo^lichkeit cribt,in :-)chweden zu bleibenJJer ältere Bruder, 
Reinhard Müller-^/inter ,hat sich übriß:ens aus eip;ener Kraft in h;nR;land 
letzt crnt durchrcesetzt.Er ist Sekretär und Lehrer s.n einer en.^loSchule, 
bekommt in der neuen Stellunn*,für die er nach zähem Kamuf die behördliche 
GenehmiF^mn* erhalten hat, ausser freiem ^^Vivre" eine ^ehalt von mehr 
als J-,.100.-T'ro 3'ahr,i4B^ studiert nebenbei und hat bereits die ersten 
Framina ab^elerj^t.Fs scheint x-^rirklich so, wie wenn bei der Jurrend die Wot 
Eisen bricht. 

Sie und die Ihrip^en bei bestem ;i/ohlsein hoffend ,bin ich mit 



befeter '^Imnfehluno» 



Ihr Ihnen sehr erp^ebener 



^ai,^4^M^i^\ 



Herrn "Dr. Hans ^chäffer 
Jönköninp*. 



Jönköplnc, don 11, Juli 193O. 
Bruans::atan IjZ, 



Herrn Br. Klclmoll, 
Projoatan 8, 
Stookliolm, 



•«•i-aBM^i«*»** 



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Llobor Dr. l'lclmoll, 

Ihr Sohwacor aclu-'lob wir In d«n lotzton Tacon und bat nloh, 
mich fUr aolnon zur Zolt bei Ihnen beflncUichon Solin zu Intorossltrer 
und ihm. mit oineci Rat \ind mösllchat oudi bol DosolmfiTunG ©Inos Ar- 
beltsplatzoa In dlosom lande belillflloh «u aoln, fir daohte boaondort 
an eine l»uf:nUnnlacho TUtl^kolt In der aohwodlsclien Sclmllplatton- 
Industrie vind bot nlr an, daao soln Solin mich auT der RUckroiso vor 
den 1^, Au^T-ist boauchen wollto. Die Antwort orlmt or an Iliro Adroaao. 

loh bitte Sie nun, Iliron Schwucor wioaon zu lasson, dacs Ich 
iha und seiner Rünllie jederzeit m't raolnom Rate zur VerfUcune atehe. 
Wenn auch die SohsrlorlGlcelten zur Erlancung der notwendigen Oenelinl- 
gun::on aolir ^1*030 alnd, ao Ist dooh wohl dlo Sache bei oinom so jUDcc 
Menschen, ixjsondors da or dlo Landosaprach© boliorracht, nicht ß&nz 
ausoiclitalos. Auch bietet die boaondoro mtialkallsche Docabunc Imor 
Möcllolilcelten, wolclie andoro nicht liabon. 

Ich Icann nun loldor Ihren Neffen nicht empfancen, öa loh In 

diöaon Tacen auf lUn^jere Zeit verreisen lauao, loh bitte aber Ilxron 

(aur schv/odlsch) 

N effm, mir olmal einen Lebens latif/ac^irlftlloli aufzusetzen und an 
n»ine Adroaao In Jönköping zu a enden. In den er beaondoi's aolne aprac 
liehen \ind musikallsclien Vopkenntnlaae und Pühlgkelten ausführlich 
darlegt, loh werde Im Herbst an der liand dlooos Lebenslaufes mit 
einem mir befreundeten Kapellmelstor, der, wie ich glaube» auch Füh- 
lung mit der Sclxallplattenlndustrie liat, aproclion und auch aonat die 
Au^ön offon haltent 

Ilinai selbst «Inen rocht herzllolien Opvuaa 

Ihr ^ / 



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Jönköplnc, den 11 • Jiai 1930. 
Brunnssatan k2. 



Horm Dr# Micha all. 
Pro jc^ tan 8, 
Stockholm. 



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tmmmmt»» 



Liobor Br^ Micha oll. 



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Ihr Schwacor schriob mir In den lotzton Tacön xind bat mich, 
F.lch für solnon zur Zolt bol Ihnen befindlichen Solm zu Interessieren 



\«id ihm mit einem Rat \ind möglichst auch bei DeschAffung eines Ar- 



beltaplatzeo in diesem Uinde behilf 11 oh zu sein, fir dachte besonder« 
an eine laiuTmUnnische TUti^i'-oit in der sohwedisclien Schallplatten- 
Induatrie und bot nir an, dass sein Solin mich atif der Rückreise vor 
dem I4., August besuchen wollte. Die Antwort erbat er an Ihre Adresse. 

Ich bitte Sie nun, Iliron Schwacer wisBon zu lassen, dass ich 
ilim und seiner Familie jederzeit m't meinem Rate zur VerfUgune stehe. 
Y/enn auch die Schwierlglcelten zur Erlangung der notwendigen Genehnl- 
gangen sehr gross sind, so ist doch wohl die Sache bei oinem so Jungen 
Menschen, besonders da er die Landessprache beherrscht, nicht ganz 
aussichtslos. Axich bietet die besondere musikalische Begabung immer 
Mögllchlcelten, wolclie andere nicht habai. 

Ich l<Änn nun leider Ihren Neffen nicht empfangen, da ich in 

diesen Tagen auf längere Zeit verreisen muss. Ich bitte a^er Iliren 

(aui" schv/edisch) 
K effen, mir einmal einen Lebenslauf /sclirlftllch aufzusetzen und an 

ine Adresse in Jönköplng zu senden. In dem er besonders seine sprach« 
liehen und musikalischen Vorkenntnisse und Fähigkelten ausführlich 
darlegt. Ich werde Im Herbst an der Iland dieses Lobenslaiifes mit 
einem mir befreundeten Kapellmeister, der, wie ich glaube, auch Füh- 
lung mit der Schallplattenindustrie liat, sprechen ^Ind auch sonst die 



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Augen offen Irnlten. 



Urnen 



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selbst einen recht herzlichen Gniss 

Ihr 




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Jöaköplne, den 26. Oktober I958. 
Bruansgatan I42 



Herrn Dr, Franz Mockrauor, 
Klnnekuaieväcen 25 n.b., 
Stoükholm-'Tranoberg» 



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Sehr geehrter Herr Doktor, 

Herzlichen Bank fJlr Iliron freundlichen Brief vom 22, da. 
xind die darin enthaltenen Auskünfte sowie vor allen Dingen fUr Ihre 
eigene Arbelt, die doch einiges von dem, vms ich gern wissen wollte, 
enthält. Alles »eitere möchte ich der persönlichen ünterhttltxing vor- 
behalten, auf die meine Frau und Ich uns schon sehr freuen. 

Mit herzlichen Gruss 

Ihr orgebener 



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I 



Jönköplne, den 26. Oktobor 1958t 
BnuinsGatan l|2 



Herrn r>r, Franz Mookra^ior, 
KlnnekullevttGon 25 n.b», 
S t o ckho In-Traneb erg« 



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Sehr geohrtor Herr Doktor, 

Herzlichen Bfcink txr Ihren freundlichen Brief vom 22, da, 
und die darin enthaltenen Auakllnfte aowl« vor allen Dlncen für Ihre 
elßene Arbelt, die doch elnlces von dem, was ich ßovn wissen wollte, 
enthält. Alles »eitere möchte loh der persönlichen TJntorhaltune vor- 
behalte-!, auf die meine Frau und ich uns schon sehr freuen. 

Mit herzlichem Qruss 
Ihr ergebener 



c 



DR. FRANZ UOCKRAUER 



Stockholm-Traneberg, den 22. Okt. 1S88. 
Klnrekullevägen 23, n. b.; Tel. 2505Ö4. 



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Herrn Dr. HANS SCHÄFFER 



J önköplng 




Brunnsgaten 48. 



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Sehr geehrter Herr Doktor! ^ 

Vielen Dank für Ihre freundlichen Zeilen vom 21. d^ Mt mit der liebens- 
würdigen Mitteilung, daß ich Sie am 3* Dezember besuchen und als N^chtgaet 
heimsuchen dnrf. Ich schreibe einige Tage vorher die gewünschte definitive 



Kprte. 



FS freut mich auch. In Ihnen einen Schopenhauerfreund zu finden. Leider 
gibt es kelii Buch, d«« ej.ne befriedigende Übersicht und leidlich tiefere 
Darstellung der Nachwirkungen der Schopenhsuerschen Philosophie bietet. Mir 
ist auch kein Aufsatz gegenwärtig, der das Gewünschte in kürzerer, aber aus- 
reichender Form liefert. Dagegen haben sich natürlich stets alle größeren 
Werke über Schopenhauer mindestens anhangsweise mit der Frage beschäftigt, 
und in diesem Zusammenhang nenne ich Ihnen Heinrich Hasse, •^Schopenhauer" , 
Verlag Ernst Reinhardt, München, 1Ö26 (Geschichte der Philosophie in Einzel- 
darstellungen, hrsg. von Gustav Kafka, pd. 34), S» 457-462. Hasse nennt aber 
nicht Freud und andrerseits nicht die literarischen Einwirkungen im weiteren 
Sinne, unter denen z. B# Strlndberg //i (Traumspiel) zu erwähnen wäre. Die 
Jahrbücher der Schopenhauer-Gesellschaft enthalten natl'rllch viel Material, 
aus dem man sich eine Übersicht aber erst i^usammenb^uen muß, sowohl mit Hilfe 
der Aufsatze selbst als auch der Jahr um Jahr erscheinenden und in Nachträgen 
weit zur^'^ckgrelfenden Borchschen Bibllo^aphie in den meisten Jahrgängen des 
Jahrbuchs. ?;lnigc8 nicht Unwichtige steht auch in Ueberweg.Heln7.es «Grundriß 
der Geschichte der Phll08cphie% aber nicht in der letzten Auflage, sondern 
m der 10. Auflage 1906, Bd. IV, S. 206 - 211. Ferner erlaube ich mir, Ihnen 

-hDer - bei der zwischen seinen und Schopen- 
hauers Anschauungen vielfach bestehenden 
greifbaren Koinzidenz - jeden Einfluß des 
Frankfurter Denkers auf seine Forschungen 

stets (fast allzu lebhaft) bestritten hat. 



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mit gleicher Post elTieii 1^16 von mir veröffentlichten Aufsatz zuzuschicken, 
auf dessen St 45 - 48 ebenfalls r.llerlel zun: Thema ''Nacht^-irkungen" steht. 
Alles (1.98 Ist ?iber nur oberflächlich. Eine wirklich gründliche Untersuchung 
hierüber gibt es noch nicht; sie ist lockend, aber zeitraubend und erfordert 
vom Verfasser ^ine Kombination von geistigen Funktionen, die gerv^de bei einem 
Geisteshistoriker selten ausgebildet ist, nämlich vor allem die Fähigkeit, 

ebenso leicfit in die naturwissenschaftliche wie die religiöse Denkwelse über- 
zufrehen, eine Fähigkeit, die gerade für Schopenhauer eo charakteristisch Ifyt 

und ein Element seiner Ocnlalität ausmacht. 

ES ^Ird mir ein Vergnügen sein, mich mit Ihnen über diese Dinge zu unter- 
halten, wenn ich Sic Anfrtng Dezember besuche. Aber Ich werde mich moderier X - 
Ihre Onttin braucht nicht ängstlich zu werden, da6 d^s H llo^ophieren überhf^nd 
-nimmt - oder teilt ile vielleicht dieses Ihr Interesse? 
,Mlt den verbindlichsten Empfehlungen 



Ihr sehr ergebener 



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Jönköpl nc> don 21. Oktobor l^^Q. 
Birunnsi^atan li2% 



Herrn Dr. Franz Mockraiter, 
Klnnelculleväeon 25 n.b., 
Stockholm-Tranebers. 

■ III» I « Ml ■ ■■ ii> r II II» »i m ■■ I « ■ I ■ ■! I ■ ■ m ^.^i 



Sehr geehrter Ilorr Doktor, 

V/lr frouen uns sehr a\if Ihren Besuch am Sotvmbend, den 
5t I^ezeniber naclxtultta^s. Das Premdonzimmer steht rar Sie borolt* 

Slo sind wohl sc freundlich und schreiben uns am 50* Novem- 
ber noch eine Postkarte, danlt \flr wiesen, dass wir Sie bestlrrint 
erwarten können. 

Dmrr Ich gleich olaiml Ihro Saclikunde in Ansprach noiirien? 
Gibt es ein zrasammönfassendas Buch oder einen Aufsatz, vielleicht 
in den Jahrbücharn der Schopenhauor-^Gesollschart über die £;el3tlc;e 
NacliÄflrkujig Schopenliauers? Ich liabe mich in den letzten Ilonaton 
viel mit Schopenlxauer bofasct -Jind wirde rem 0in::ml einen TJeber« 
blick gewinnen. In wieweit seine Ge danke n^Slnse auf die Woltbotrexh- 
tung der Jahrhundertv/endo Elnfluss c^wonaen liaben. 

Mit besten Gruss 

Ihr serj? er^^ebenor 




c 



c 



Jünküpl nct don 21 • Olctobor l^jS^ 
Bininnö::atan l.j2# 



Korra Dr. Franz Mookrauar, 
KlnndlaillovUi;on 23 n,b., 
Stockholm-Tranoberg# 



SQior Goohrtar Horr Doktor ^ 

Wir frouen unö sehr auf Ihron Besuch am Sonnabend, den 
3# I^ezember naohmlttaGS» Das FromdonzliTBnor ataht far Sie berolt# 

Sie sind wohl so freundlloh und schreiben uns an JO. Novom- 
bor noch eine Postlcarto, danlt wir wissen, dass wir Sie bestlr-iint 
erwarten können • 

Darf loh glololi elniiial Ihro Saclilainde In Anaprudhi netoien? 
Olbt OS ein zusamonfaoaondos Buch oder olnon Aufsats, vlollolcht 
in den JaiirbUohern der Schopenlriauor-GeBollsclrxaft über die c^iStlG« 
llacli^lrkune Sohopenlmuers? Ich habe ralch in den letzten Monaten. 
▼lol mit Schopenlmuor befasst lond w\rdo cem elniml einen Uebor- 
blick gewinnen. In wieweit seine Gedankencänce auf die Weltbetrach-* 
tung der Jahrhundortwende Elnfltiss Gewonnen haben« 

Mit bestem Oruss 

Ihr solar orcebonor 




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DR. FRANZ UOC KRAUER 



Stockliolm-Traneb©r«r, den 18, Oktober I038. 
KlrnekulleTäcsri 83, n. b,; iel. 250594. 



Herrn Dr, HANS SCHXFFER 



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nlcÖplMf I 1 V , 



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Brunn8|:«tan 42. 



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Sehr göehrter Herr Doktor! 

Für Ihrö^ freundllolien, mir durch Dr. Alport ausirerlcbteten Gruß und Ihren 
llehenswürdigeii Brlöf vom 3» September danke Ich Ihnen Tlelmal«. 

Inzwischen kann Ich meine Relsepläne vor Welhnpchten übersehen. Schon In 
den nächsten Wochen komme Ich zweimal durch Ihre Gegend auf Reisen n^ch West- 
schweden und DMneraark, aber in beiden Fällen ohne die Möglichkeit Abstecher 

und Aufenthalt au »achen. 

Dagegen komme ich Anfang Dezember aus Dänemerk zurück, und wenn es Ihnen 
und Ihrer Gattin paflt und Sie nicht gerade selbst r^Mt Reisen sind, würde ich 
dann gern Ihrer freundlichen Einladung folgen und Sie am Sonnabend Nachmittag 
d, 3. Dezember besuchen* Wenn Ich dann Ihr Fremdenzimmer benutzen darf, würde 
ich am SonntRg nach Stockholm zurückfahren. 



Mit verbindlichstem Grui und Dank bin ich 



Ihr sehr ergebener 



fy-^A^UZ ,^^^^<y|?^2^^t^^^ 



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C 



Jünköplnß, don 5« Septombar 1938# 
Brunns ra tan l42* 



Horrn Dr» Franz Mockrauor, 
Kinn okulle vagen 25 n^b., 
Stockholm-Traaeberg* 



ftahr eoahrtor Herr Dr. Mockrauori 

liH'en Brief vom 22# Ansust habe loh erhalten* 
Wir werden uns sea" freuen, Sie oinmal hier zu aelion und rechnen 
dann auf einen Spätnachmittag und Abend* Wir Ixaben ein kleines 
Fremden Zimmer, das Ihrer wartet • 

Inzwischen liatte ich Gologenheit, durch Dr* Alport Binen 
einen Gruas «u aondon* Ich hoffe, da 33 or ausgerichtet worden ist 

Mit verbindlichstem Grusse 

Ihr solir ergebene!^ 




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JUnköplnc, djn ?• Septer.bor 1958t 



Ilorrn rt»# Franz Mockrauor^ 
KlnnolaaiovUcön 25 ri#b,, 
StocldioliTKTraneborc* 



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Sohl* i^oahrt«r llovv Dr. Mookrauor^ 

Ihr an Brlof vom 22» Ati£:i:st habo loh örJ-ialton* 
Wir werden ims solr Xrouen, Sie olnmal liier 2u sahon und roohnon 
Aftnn auf olaoa SplitoacliKilttag und Abond* Ir riabon ein kloinoß 
Fronden«! 3r, daa T^^qv wartot # 

Inzv/iaclian. hatte ich Gjlogenholt, durch Dr* Alport Ihnen 
olaen Gruaa zra aondon. Ich hoffe, daas or aiia^tor Iahtet wDrdan ist. 

Mit verblndlichate?-! Orueao 



Ihr aoiir er^::obonor 



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DR, FRAWZ MOC KRAUER 



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55tockholm-Traneberg, den t2» Augrust 38. 
Klnnekullevägen 83, n# b.; Tel, 250594, 



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Herrn Unterstafitssekretär 0, D» Dri HANS 

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SCHAF PER 

Jönköplnör 



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BrunnBfPTfltan 42. 



Sehr geehrter Herr Doktor! 





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Für Ihr freundliches Schreiben, d^s sie mir so liebenswürdiger Welse 
gleich nflch TJ^mpfj^ng des Briefes unseres gemelnsniDen verehrten Freundes Stern 

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zugehen ließen, dnrf loh Ihnen meinen verbindlichsten Dank aussprechen. 

1. 

Ihr werter Name wnr mir nicht nur durch einen ausführlichen Brief Sterns, 

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sondern schon von Deutschland her bekannt. Daß Stern so spontan diese Bezle- 



1 L. 



hung hergestellt hat, ist mir ein Vergnügen und eine T5hre , und ich möchte Ihnen 
besonders für die gütige Bereitschaft zu einer bei passender Gelegenheit zu 
arrangierenden längeren Aussprache über meine Situation und Angelegenheiten 
^danken. Natürlich verstehe ich durchaus, was Sie Stern auf seine freundsch'^f t- 
lich gemeinte Anregung geschrieben h?^ben, und ich weie selbst, daß irr Auslände 
ein Landsmann dem anderen selten mehr als guten Jat gewähren kann. Dieser kam 
aber, namentlich bei so gütiger Bereitschaft, sich in die Details einer frem- 
C den Situation zu versetzen, wie sie sie äußern, sehr wertvoll sein, namentlich 



wenn man dadurch den Kreis geeigneter schwedischer Beziehungen erweitern ftcrf. 
Ich mtichte mir daher erlauben, von Ihrer Freundlichkeit bei passender Ge- 
legenheit Gebrauch zu machen, und w^re Ihnen sehr dankbar, wenn Sie folgender 
Verabredung zustimmten. Bis Ende September und vielleicht länger bleibe ich 
in Stockholm unter obiger Adresse. Sollte in dieser Zelt Ihr Weg Sie doch nach 
Stockholm führen und sind sie dann nicht anderweitig zu stark In Anspruch ge- 
nommen, so wäre ich Ihnen sehr verbunden für elnan telephonischen Anruf, um 
eine Begegnung zu vereinbaren, am behaglichsten und zwanglosesten d^nn wohl 
bei einer Tasse Tee in meiner Wohnung (die von Tegelbacken mit der 18 oder 13 
in wenigen Minuten zu erreichen ist), doch natürlich ebenso gern r^n einem -an- 
deren von Ihnen zu bestimmenden Ort« Später bin ich - mit Ausnahme von 3 Wo- 



hen um Welhnpobtpn - den garzen Herbst und Winter von Stockholm abwesend , Ich 



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komme hei meinen Reisen so ziemlich in gpnz pchw^den herum; in JönlÖping selbst 

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habe ich pllerdinge nichts zu tun, wohl eher wahrscheinlich nach Weihnachten 
in dem nicht w*lt dsvon gelegenen NässjÖ, und ich würde auch bei anderen Gele- 
genheiten ohne große Umwege meine Reiseroute über Jönköping legen können, wenn 
ich also bei Vorbereitung dieser Reisewege sehe, dpß ich einen T^esuch bei Ihren 
einlegen könnte, wü.rde ich mir erleüben, rechtzeitig bei Ihnen anzufragen, ob 
der Zeltpunkt ppsser würde. Zu ausführlicher Aussprache eignet sich freilich 
besser der Nachmittag und Abend; leider müßte Ich es abef* doch so einrlchtenj 
daß' ich noch' am Abend in einer der umliegenden Volkshochschulen landen kan^^ 
dfl Hotelkosten meine P.eleelcseee zu sehr acgrelfen würden. Vielleicht ginge es 
flm besten mit einem zeitigen Nachmittag an einem Sonntag - aber ich weiß na- 



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türllch nicht, ob ich die Reisen gerade so werde einrichten können. 



Mit nochmaligem verbindlichen Dank empfehle ich mich Ihnen 



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in vorzüglicher Hochachtung als 



Ihr sehr ergebener 



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Jönköplnci dön VJ. Augiist 1950 • 
BrunnsGatan 1|2* 



Horrn Dr. Pran« Mockrauer, 
Klnnekullaväcon 25 n^h. 
Tranoborg/Stockholn# 



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Sehr geehrter Herr Doktor, 

Herr J» Stern aus Zürich, ein alter Pround von mir, 
empfehlt Sie an mloh und bittet mich, Ihnen zu einer TJnter- 
redune zur VerfUa"ung «u stehen und Sla womösllch für ein« 
Tätigkeit untorzubrln^en» 

Ich will gorn alles tun, was In meiner Macht stehtj 
auf dem Geblote der Unterbringung wird dlos aber nicht viel seln# 
Ich fllce eine Abaclirlf t meines an Herrn Storn gerichteten Antwort- 
brief ea bei* Ich werde voraussichtlich den Axigust und September 
hier soinj von Oktober ab kann Ich noch nicht genau übersehen, 
ob ich nicht aussorlialb Schwedens beruflich festgehalten sein 



werde« 



Mit verbindlichster Smpfelalung 

Ilir selir ergebener 



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Jönköplncf cLon 17* Aiigruit 1930 t 
DrunaeGaton I|2# 



Horm Dr^ Franz Mockrauort 
KlanolaillovU^on 25 n^": 



TronaborE/ S t ookiioi.-^* 



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S9l:a» goohrter Herr Doktor^ 

Herr J# Stern aus ZUrloh, ein alter Px»e\ind von mlr^ 
empfehlt Sie an lalch und bittet mich, Ihnen zu einer Uhtor- 
redunc sur VerfUcunc zu stehen und Sie womöelloh rux' oine 
ftktißVMit untersubrlncen» 

Ich will £;orn alles tun, was In nolner Macht stehti 
auf dem Gobloto der UntorbrlncunG wird dloa aber nicht viel sein* 
Ich füco eine Abaclirif t irjßlnes an Ilorrn Stern errichteten Antwort- 
brlofea bei* Ich wordo vcraujislchtllch den A\icr^\at und fTöptember 
hier aelnj von Oktober ab kann ich noch nicht genau Ubersohon, 
ob loh nicht aussorlmlb schwedons IjoriaTllch foßtcolmlten aelQ 



werde • 



Mit verblndliolTLöter EBDg?fehlun6 

Ihr öolir ergöhener 



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Jünköplng, don 7. Oktöbor 195'"^ • 
BxnmnsQatan 42. 



Herrn EdgaiMUizol Ucnvor, 
ll^6 ruo d© l'Unlvoraltfi, 
Parle (7^) 



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Llebor Ilorr Mowror, 

Solt lancon habe ich nichts oohr von limon cöii^^^t. Als loh 
daa lotztQ Vkl In Paris war, orzUlilto mir Ihro Gattin am Tolofon, 
dasa Sie In China 8oian,und Inav lachen habe loh Ja in Ihron zahl- 
reichen Aufsützon Spuren dio^or flltlGkolt erlialton. Ich donlco, im 
Laufe dos nüohiten fkxakU wieder elnml in Pario zu soin und hoffe, 
Sie dann dort vorzufinden und sproolion zu können. 

Ich sclirolbo H-jn«n in diesem Brlof in einer Aneelegenholt, 
die 1*1^1 1» vorher an Sie herantreten kann und bei der loh Ihnen 
diinlcbar wUro, wenn der Betreffende, \im djn es sich handelt, Iliron 
froundliolion Bat und coGO^nenfalls auch Ihre liapfolilun^on in An- 
spruch no}ir»n könnte. Ich müchto also mit die««» Brief bei Ihnen 
Ir. ROGi^ld ^I- ^''ilBon, zur Zelt wohnl-^aft in Warao'nau, Plao Hapoleon 
9, einfuhren. Wilson, mit dem loh in dor Abwiciaun^; da» Ivar Kroucor^ 
Sache drei Jahre lang seJor nah zuoamenGoarboitet Imbo, ist von Haus 
aua Clmrterod Aocountant und Partner dor Aooountant-Flxnna Whlnney, 
imrray .'.: Co. in London. Das Gibt einen HihMn, aber noch nicht daa 
Dlld, zu deaaen VervollotundißunG musü loh Ihnen sacen, daaa T.ilson 
olno'der f-inf bocabtooton Tlenacl^n lat, die mir in nelnem Loben be- 
eecnet sind und der sowohl durch Pliantasle, Intolllconz, Cliaraktor 
und Plelsa die meisten Mon»oh«n, die loh k«an#, übortrlfft. Er hat 
auch Qinon Orad von Innerer Selbe tUndl^keit, die Ihn Jede Saolie, die 
er in die Iland nimt, tmtor eiconon und neuen Oeslohtapmkten bo- 
tmchten lüsot. 



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Wilson, dar Sneliindor iat, hat nun unter den Eladrack der 
jrolG^lsso der letzten Woolien dai Gedanken bekoracion, dass oinnal 
nouö Kräfto versuchen wliaoton. In die Arona zix treten, um zu ver- 
hindern, äass die r^^osso Politik Enclands In eine rettun;:;al s« 
tetflcgasse c^^ä*. Sr -Ist von dloaan Gedanken so durohdruncen , dass 
er boroit Ist, seinen Beruf, In dorn or bisher nur Srfolce und Aner- 
kennung geerntet hat, mit olnrna anderen zu verta^osclien, der ihn die 
MöcliclilcQlt gibt, in diesem Sinne wirksam su werden. Bei den Unter- 
Imltunsen, die wir hier vor oinlcon Tac«n dar'Jlbör Imtten, lanon wir 
zu dorn Srgebnis, dass bei der Art 4sp BsQabune Usons der rlchtice 
Wec hierzu vlolloloht Über den Journalismus und dl« Mitarbeit bei 
einer dar £;rossen oncHschen zelttincen läuft. 

Alles das klingt furchtbar abtöteuerlloh» Ich bin aber 
sicher, dass, wenn Sie Wilson selbst cesprocli«n haben, der Mensch 
und die Pracsstellunc Sie Gonüc.önd intoressieron worden, um sich 
weiter in dieser Sache zu berrfihen. 

Ich beschränke mich daher mit diesem Brief a\if die Ein- 

fUliTunc von Wilson, 

Da Mr. Wilson Über diese Dinge bislier aooh «dt nienandem 
In seiner Umcebung gesprochen liat, bitte loh Sie, diesen Brief 
vor traulich zu behandeln xxnd nach Ihrer Unterhaltung mit ihm 
den Grad von Vertraulichkeit, der ihm erwtmscht ist, absuraessen» 

Sobald ich wieder in Paris bin, werde ich Sie anläuten. 

* 

In Wfl schon bin loh 

mit horzl lohen Gruss an Sie vmd Ihro Gattin, 

zvigleloh auoh von melnor Prau^ 

Ihr 




Dr#Hans Mühle 



Berlln-Kleinmachnow, Im Tal 12 • 
den 5»November 195Ö» 



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Herrn Dr« Hans Schaeffer 
Svenska Tändstick Aktiebolaget 

Jönköplng 



Sehr verehrter Herr Dr# Schaefferl 

Seit Ihrem Briefe vom ZJ . Juni, für den ich Ihnen noch sehr zu 
danken habe, setzte aus Ihnen bekannten Gründen eine Entwick- 
lung ein, die die Erlangung des amerikanischen Einwände rungs Vi- 
sums äusserst schwierig machte* Da meine Reise damit eine Zeit 
lang völlig in Frage gestellt war, habe ich mit der Beantwor- 
tung bis zur Klärung der Lage gewartet. Diese ist nunmehr er- 
folgt« Ich bin jetzt im Besitze des Visums für mich und meine 
Familie und denke persönlich Ende dieses Monats zu reisen.Mei- 
ne Familie folgt später, sobald ich drüben die Möglidikeit ha- 
be Sie zu ernähren. 

Damit ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, in dem mir die beiden 
von Ihnen freundlichst in Aussicht gestellten Empfehlungsbrie- 
fe praktisch von grosser Bedeutung wären. Ich wäre Ihnen daher 
sehr verbunden, wenn Sie die Güte hätten, sie mir zu senden. 
Sollte es Ihnen aus zeitlichen oder anderen Gründen nicht mög- 
lich sein, sie mir so zu senden, dass ich sie vor meiner Ab- 
reise (etwa am 25 .November) noch erhalte, so darf ich Sie bit- 
ten, die Briefe an Herrn Dr. Neufeld in London N.W.5, 25 Holly- 
croft Ave., zu schicken. Ich mache dort noch kurz Station. Ih- 
rem Wunsche entsprechend, füge ich Ihnen noch zu Ihrer näheren 
Unter richtung über meine persönlichen Verhältnisse meinen Le- 
benslauf bei. j 

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Ich bitte Sie meines sehr aufrichtigen Dankes versichert zu 

sein. 

Mit verbindlichsten Grüssen 

Ihr sehr ergebener 



UicruxM^ 










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enmßBrat 



Le'benelauf 

1899. 



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Wllhola Suhle und SGinor Ehofitm Itaria gel), r';Grtoa geboren, 
t»»uchtc Ich Ton 19o5 - IO08 in äcn Ü,S,A. (I.aurGl, Hl98la»ippi) 



-1917 in MI3:* 



stl'^ war, öle Volksscliule, eodam von 
t pr g aa gcn) nls 5or ::clra!t seiner !Äitter 



— Bein VTrtsr starl^ s- "-"-r drüben — ötss stfsatllche !iLum.iletlscJM 
Q;/!anasit!n, das ich in He rb e t 1917 «tt d« Ablt^xr Verliese . 'Bim 

^" rt? ich aarni an öen ünlver» 



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, tmbei ich aeii Nsacs-dcrt« Litorcase 

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la Juni 1921 



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rlcV.tcn tätis, r'' ": Ich s^das 
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isoh atäd tische j^ir 



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(Kit Prädllcat) 
preossisohe Ve2««ltiing In all 
ufcn. Sun*! Chat war ich bia Frühjahr 192& mx LnadratoßEit 



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thtm ö.S, st«aöl3«T Vertreter tn Lmarato und veiwaltcte — ne« 
JluI '.liotiiir fUtli^clt — vor allöB diaa Krei8irohlfahrt«aiat I 
iiMw^««/.T. T«/*n<a+:7Hf»Vf»f»i«Ä«- Sodmm War ich bl« Kai 19fT In der 



llofeMi ÄbteilU£lg 







Pr. tätig 



i^MNi soveitfbar 1332 im Freuaaisehen 



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r "1 und Ccwcrl>ö, wo ich la L-ofc 5or 5 1/2 Jahre 
aar ?at4|dMdt la Bäbsen c?sr trlrt»Äiaf tapolltioc. <m 




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(seit t^9 als Be{^erQn0Br«t ) die verschledens^n Gebiete toll* 
9lL» SfnOiboarbeltert teils als lülfearbeiter bearbeitete • Zu 
arnmen sind vor allen folgeates Handelsvertracs— und Ausacnfaoiw 
deleBi|^le£;onlisiton — iia Jahre 19?8 vertrat ich Preusson bei 
den SaaitwndelwrertgBcovorhandlanawi in Paris — , TTsiinnlrt— im 
woson, Si'cujiltoder- und V.irtcc! ojftsprüferaEGcloGCjnheiten, Aus» 



6teHui30»«> und 



c ?i?irtso)iaft8* und Finanz- 



•i*3emip i^^sraxiiandcl unft Ifathruncscl 1 1 cl^csotaeeb^hing» Ifsoli 
ladcrmog der VesftfStni«»^ in Proussen an die lecloruaag in 
Mi^oburg ¥1«— toi (ab l^lAizaeibew TjJ2),\jJiiJi(i4^4J^iAkd^ 




t v/urüe Ich nsoh der ;.n>» 



ifiruiig ä&r Verliältiilsw Ib Sel<äi sas 1« Juli 1959 
dianst entXass<m* 



Staa% 



SeitdaB bia ich in dar Cassncrz^ und xrXvaXbmk A*G»» 



Santrale Barlln« titig. Bis Anfang Oktal>er 1996 «sr ich Mt«- 

da« Direktlons^fiticrauarlata» l^uta bin ioh in dar Volles-» 
«irtaohaftliofaMi Abteilung baaebftftigt* Meine BnnJki;&ti#reit 
baatHwft f tU H iCij a fl ioh in der B g oi1>ui tuag folgender kagolaemiiml^ 



1) 



ouaotSenieruniWi» BOrsenproapi^ta» 



2) rfiiiiBiiffTiiiM^ Iran ICa^ital«* in reivonalviceellsolwfton 



SBif Gxund 



t. 



3Cu 



3) a rm i i»ftt clic?ie 
litik. 



her Voraohriftei* 
gg i g e a dar Zins«- und Prortsioosp»» 



rcn lionken 



4) V#ttb«a»i%«nN^en Im Vorhültiiia su 
waä zwc stc£itlic}:an iknlconflofcicht* 



5) tficac^mldu^^ der . .utttjonalkrcdite «Ktt Grund ^aaete- 
lic: * Toraohriftan (tfeMRidlui^ kurz«- und sittcl- 
rnoLl^ex* i^Qdii,e in Imagtrxsltß aiaortlaierlwra 
Titel). 

6) f^ a arb aifcuag kauLunaler 
licl er Kredite nlt 
krt«ixte » 

7) lllttelat«natfae«dito 



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and ooastigar öf fant 
d»r Heicl^i-* «ad 3taata» 



s 





-5 • 

8) Alle eiiiMMilgie»!! bffilels«- vmA st«iierr«(^;tlicli«i 
i>agea» in^besoatere «ktiei»» und koosortialrech-t- 

9) Bileins«nalye<5 von Iztu^s^strieisasoIleKäi&ften* 



ocsrä 



lob für dl* mtgXieder der Benklelttuig 

für iaifsäteo liiod somtl^ Verüf fö:itllchuii0tn jurlstisoher tmd 

i 

voDoMrlrtocheft Hoher Art in 7ir1tin^nn mnä Zcltoobrirten anc^efex^ 
ti^t mvi eclb^t eine publigl B t ü W lM flti^elt in wi rf e tii ftllchei: 



und wlrtac^iafterecL.tliohaa Irttac^rll 



▼i«r Jahre 



Bfcilctütigkeit httbe leh 



(mtfoltct* iirezifi der 



fieT^jtnheit 



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t in folipHiAe» At^teilur^aen snx volontierent KTeditabtoi* 



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3«B|S, flllalebtellaag» Inleia«:^- «■& Atwtl ■rttelzorreepo 
l4iltxxng» DevlsenobteilTmey BOrsenabtellian^, '«nertpopierdepot » 
Wccisel- tmd SdieeliMbtciliniß» U'bexveiatBisedbiteilune. PUr die 
er «teM littlbmi JeiaMe hebe ioh «nh jbcabtäc;!^ in einer Berli- 



nor ^paeit«9iDeB«e Tolaatlcrt* 




Den 27, Juni 1958. 



norm Dr, Ilans Kuhlo, 
Im Tal 12, 
Barlln-Kleinir.aclmow, 



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Sehr geehrter Herr Doktor, 

Auf Iliren Brief vom ^0. Mai ds.Js. kornme ich erst heute 
zurUckt- Mr. Henry Haan von Brown, Harrlman S: Co^ kenne ich 
nicht* Von Empfehlungen "To whora it ooncerns" lialte ich £-ar- 
nichtSp Diese werden drüben in der Regel nur beachtet, wenn al« 
von ganz bekannten Persönlichkeiten ausgehen. Im allgemeinen 
liat nur eine sehr eingehende Empfehlung eines Menschen einen 
Zweck, der den Empfohlenen sehr g^nau kennt und donjenigön, an 
den die Empfohlung gerichtet ist, wenigstens einlgemassen kennt • 
Alle anderen Smpfehlungen enden bestensfalls mit einer Lunch« 

einladung. 

Auf Grund der Porsönllclücelton, die Sie bei mir einge- 
führt haben, wäre ich bereit, Ilinen an einen oder höchstens zwei 
Menschen diPüben eine Empfehlung zu geben, doch mUsste ich aber 
mehr über Sie wissen, als ich bisher weiss, und in der Empfehlung 
muss ich zum Ausdruck bringen, dass ich Sie persönlich nicht kenna 

hierin man wirklich den Empfohlenen nützen will, muss man 
mit solchen Qnpf ehlun^^en furchtbar sparsam tircohen# 

V/Uhrend der nächsten zwei Wochen bin ich persönlich nicht 
in Schweden, aber ich nehme an, dass Sie nicht vor dem Herbst 



hinübergehen 



Mit verbindlichatem Orusse 



Ihr selir ergebener 




Dr. Hans Mühle 

Reaiorungsrat a. O. 



Berlln-Kleinmachnow 
Im Tal 12 



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Dr# Hans Mühle 



z#Zt« London, den 18# Mai 1958* 



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Sehr verehrter Herr Staatssecretär I 

Seit dem Umschwung zum ersten Male im Ausland und seit 
einigen Tagen in London, benutze ich die Gelegenheit, mich in 
einer für mich sehr schwierigen Lage an Sie zu wenden» Zwar ist 
Ihnen meine Lage, wie ich von Herrn Geheimrat Demuth erfuhr, 
bekannt, was mich gefreut, aber auch überrascht hat, da ich 
mir nicht klar bin, wer Sie unterrichtet haben könnte. Dennoch 
werde ich Ihnen persönlich fremd sein, da Sie sich der Gelegen- 
heiten, bei denen ich das Preuss* Handelsministerium bei Ver- 
handlungen unter Ihrem Vorsitz vertrat, soweit ich in Frage 
komme, verständlicherweise nicht mehr erinnern werden« Wenn 
ich es trotzdem wage, mich an Sie zu wenden, so auf Grund des 
Rates von Herrn Dr# Hartenstein und Herrn Dr« Neufeld, deren 
an Sie gerichteten Briefe ich in der Anlage beifüge • 

Da ich nicht weiss, wie weit Ihnen einige wichtigere Ein- 
zelheiten meiner Lage bekannt sind, darf ich auf die Gefahr 
hin, Ihnen Bekanntes vielleicht zu wiederholen, erwähnen, dass 
ich 1955 aus politischen Gründen aus dem Amt entlassen wurde, 
sogleich aber auf Grund einer Empfehlung von rteichsbankenkom- 
missar Ernst an Staatsrat Heinhart in der Commerz- und Pri- 
vatbank eine neue und, wie sich auch zeigte, entwicklungsfähi- 
ge Stelle im Direkt ions-Secretariat fand* Der Bruch trat ein, 
als Ich Anfang I956 a\if Grund einor Denunziation verhaftet wur- 
de« Zwar wurde ich nach vier Monaten entlassen, dennoch aber 

vor Gericht gestellt \ind im Oktober 195^ vom Kanmergericht 

♦ 

freigesprochen. Auf Grund der menschlichen und sachlichen Sym- 
pathien, die ich in der Bank genoss, und auf Grund der Unter- 



Stützung Hr. Ernst s hielt mich der Vorstand der Bank, otTSfohl 
ich unter der Anklage der Vorbereitung zum Hochverrat stand, 
iiji Amt, ja gestattete mir sogar nach Entlassung aus dem Ge- 
fängnis bis zum gerichtlichen Termin die Wiederaufnahme mei- 
ner Arbeit • Das war praktisch nur möglich, weil es dem Vor- 
stand erstaunlichweise gelang, die Sache vor der Betriebsver- 
tretung geheim zu halten und mich als erkrankt zu beurlauben • 
Kurz vor dem gerichtlichen Termin wechselte aber der Be- 
triebsführer, ein Parteimitglied ^J:rat an seine Stelle, und 
bald daraufjtraten auch sonstige Änderungen im Vorstand ein, 
sodass die Mehrheit heute nationalsozialistisch ist» Ich darf 
annehmen, dass Ihnen die Namen der Herren bekannt sind» ^.jte 
Sie wohl wissen, sind es alle keine eigentlichen Parteitypen. 
Aber sie sind ängstlich, und ich bin Ihnen ' — trotz meines 
Preispruchs ~ unbequem geworden, da sie offenbar befürcL.en, 
dass einem Menschen mit meiner "dunklen" Vergangenheit der- 
gleichen auch wieder einmal passieren kann — was ja nach La- 
ge der heutigen Verhältnisse in Deutschland niemals ausge- 
schlossen ist. Ich wurde daher in die Volkswirtschaftliche 
Abteilung versetzt, wo man mich dann allmählich durch Entzug 
der Arbeit so mattgeaetzt hat, dass ich heute kaum noch 4tws 
zu tun habe» Schliesslich gab man mir zu verstehen, dass ich 
mich in absehbarer Zeit nach einer anderen Stelle umsehen 
möchte • Alle meine Bemühungen, in Deutschland eine solche zu 
finden, waren erfolglos, und auch Dr. Ernst kann für micJ- heu- 
te nichts mehr tun, obwohl er vieles versucht hat* Der poli- 
tische Druck wächst auch innerhalb der vvir tschaft ständig, 
und die wirtschaftlich leitenden nerren suchen sich das Y - 
schränkte Mass sachlicher Entscheidungsmöglichkeit, das sie 
noch haben, durch stärkste politische Rücksichtnahme auf die 
politisch massgebenden Kreise zu erhalten« 

Meine Bemühungen, im Auslande etwas zu finden, haben 
bisher zu keinen Ergebnissen geführt. Die allgemeinen Gründe 
dafür sind Ihnen sicher bekannt. Die persönlichen liegen dar- 
in, dass ich — früher Jurist und Verwaltungsbeamter, dann 



- 2 - 



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lange und intensiv mit wirtaciiaft liehen Fragen beschäftigt, 
nicht spezialisiert genug bin, um mich leicht einrangieren zu 
lassen» Persönlich habe ich die ^erzeugung, dass ich jede 
kaufmännische oder organisatorische Stell\ing in der privaten 
Wirtschaft, die nicht von vornherein technische Spezialkennt- 
nisse erfordert (etwa T ext ilkauf mann usw.), nach verhältnis- 
mässig k\irzer Einarbeitung gut ausfüllen würde* Ich wäre in 
der Lage, das unter Beweis zu stellen, da ich finanziell die 
Möglichkeit hätte, meine Familie einnalbes Jahr in Deutsch- 
land zu unterhalten und während dieser Zeit, falls nötig, zu- 
nächst probeweise eine Stelle anzunehmen« 

Meine grosse Bitte an Sie ist nun, dass Sie sich im 
Umkreis Ihrer vielen und vielseitigen Beziehungen umsehen 
möchten, um Sie nicht eine für mich geeignete Stellung finden 
können« Meine Frage ist weiter, ob sich nicht im Rahmen Ihres 
eigenen weiträumigem Konzernreine solche Möglichkeit bietet* 
Ich wäre bereit, in alle, auch allle überseeischen Länder zu 
gehen, die klimatisch für Europäer erträglich sind* Ich 
spreche Englisch so, dass ich Jede, a4ch kaufmännische Korres- 
pondent führen und mich audh gut über jedes Thema unterhalten 
kann« Völlig perfekt könnte ich natürlich nur durch Auslands - 
praxis werden* Französisch lese ich alles fliessend« Sprache 
und Korrespondenz bedarf der Vervollkommnung, die in kurzer 
Frist zu erreichen wäre« Seit einigen Monaten habe ich auch 
mit Spanisch begonnen, das ich in etwa noch zwei Monaten so 
weit bringen könnte, dass ich mitßgut verständigen und mich 
bald auch in eine kaufmännische Korrespondenz einarbeiten 
könnt e • 

Ich wäre Ihnen nun sehr dankbar, wenn Sie mir aus 
naheliegenden Gründen möglichst bald hierher Antwort geben 
würden* Ich bleibe noch bis zum Monatsende hier* Sollten Sie 
bis dahin nicht dazu kommen, so darf ich Sie bitten, mir -- 
in entsprechender Form — nach Deutschland zu schreiben« 

Meines aufrichtigen Dankes für Ihre etwaigen Bemühun- 



gen bitte Ich gewiss zu sein« 



Mit der Versicherung me liier besonderen 



Hochachtung 



Ihr sehr ergebener 



5 Anlagen (2 Briefe, ein Lebenslauf) 



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Londoner Adresse: 



25, Hollycroft Ave., 
London, ^JLiJ^ J\r. AJ: Z. 
c/o Dr.Neufeld 



Berliner Addresae ; Berlln-Kleinmachno«, 

Im Tal 12. 



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fSoe - 1917 In Klblnß (OBtps<ta»soi) ola d«r 



•tlnor llBtt«r 




taoin Ttttcr 8tsz% apätör drUb«a — am etafttllob« lniawilntilirTw 

Uit IB Bntot 1917 nlt dm Abitur v«rIl«M* »• 
ll>letp«ade Ja üeeregdl iMt , sttxeiert« id. dasm «i d«a Uiiir«r<-| 
•ittton t.cid«Xb«rs» 7]rwAci\urt ajtaeln isai lf!ilir'****C Pr* Baol^to* 

«■• gtafttirl»9eai uliaf t i » «itat ioh ■»!» bf aaders» Inte. ^o 

wtTtaobmttm^ und «xt»oit8ivi8d«nsohttf tlichen StadiflA «Mnit« onl 
Bit eiaai «rbeitai» (tarif») xatditlichen Ilsecia ia Jimi 1921 

Dr« iur«( auflas «Hl li i a ) vv«BOvlei*t«, aa 



in Stoigaber^ IT 



lelob«7 Zeit auch daa l^cferend 



btat«d« Von mcMt 19^1 
• Desaibar 1922 ala Qeriohtayqfarmdar an vaxaohiedQam Q«riohten| 
^H^^* ging ich aodana ssur Vts^altung tftex und mirde 
f «randar an dar 





I5WM1 in dar Staata» und Eon» 



■onalvaxaaltuns — ^^~^cM94tetlich ▼ezaaltate ich IrnawlaMrlinh 
atiidtiaali» B Ugawii atafBtgllqn — » pnArktMli wia^-^tliat • 

(Bit •<^r^idikat) im J 




Ableguac 

1925 dtinAtliof i<& dla iiiii maiiaeha Vesaaltung in allen stufen. 

taaiUtmt fwr i^ Ma fMfe|riar 1926 «s landratiMBt Bettthan OcS. 



ot itetf cg^ Yertrater d«a la^rata xiad vonraltala 



Joris i- 



imcher Täti^cait '— vor all« 



Zraiaao^dfihrt^ipt daa gro aat 



XiidB8trlakroia«a • Soda-m aar ich bia 9kL 1927 in €»r poli£Oili< 
Abteilang daa Obarpittaldt 




fr* täti£ und achliaeali« 
bia Mda Uovwiber 1932 Ib Praoaaia^ieB liiniatoriioi fUr 2lMidel 
Qaaaxba» wo 1^ ia Jdmtm der 3 1/2 Jahre neiner Ttttigjiceit ta 
der BlrtaehaftapolitiaBHaH Abteilong (aelt 1929 äla ;.e^< 



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*) ÖlO VC 



rdltmoe^iter be«rt>oiteto • Zn 



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tea Gebiete toils nlB S^ohti—rbnitor, liiilQ 



sind vor aLloi fol^Mäw: 



mmMelaw9xtT90h^ und tofis^diaaieX ;o l«flmiiu lten — !■ J«lur« 

1928 TP«rtmt loh TMosscn bei d«a SaKttiaadelßv.^ i 




In 



retten, Tvauhilndor«» tmdi Wlrtscliafto« 




an, 



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liehe» Anftrage» ttsd Veapgebun^nwaeeit, A^r&rhfinaGl und t^ahrua«»-* 



bI ' t ffil mMirit IT Hirtin Tiff ■ 



die ßiei 



§mr Änderont der VexMQtaiMe in Preue- 



te liNB^^z'g TMWetst (ito 1« I^<! 



norde loh naoh <!er Sttdewai^ der Veahiatiiisoe 1» üieii 



t932) 
Uttli 



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Steetedinet 



Seltdai bin 1<^ in der Coonn»* vaaA jbri^relbilr A«d«» 



SeatnO« Bexiin, ttiti^. Bis Anf«:« Qktdtar 1936 «ar lob Mitgflied 
Mrektiooe-^e^reUDrlii^* Beute bin Ulk in dar Vo; 



Abtoilx 



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.ti£^eit beetf * vo3>- 



attaOiiib in der Heeilmnuwft fnlnw^nr i n g il j ierih eitim» 

1) 





von Sipltel- tm geMWielffenlleol^aften 
^eeetzliobcr Vonrehriftea» 



9) Gma ft eftto liflfee ftvgea der Z 

tlk» 



4) Ve'ttbeweifsefmgeR >■ 
tmd zur e^aatlioben 



und i rovleicasepoli- 




iott 



XJtmdtsüj^anß der "SsmmaßOmeäitc mat Grund 
lie>^r Torwoliriftea (UtoMndlang kum-> und mx^ex* 
frletiser Kredite in lengftletis »ortisieAere 
Titel)» 

Dorbeit ^ koc&ainaler Skedite tmd eonstiger Sffen 
licher Xlredite sit JlWnalew der Beiohe- und 2tflete> 



dite* 



7) Bitte 



Alle il iiiiililiitlii iMndelj»- und eteoerreebtllc^rcai 
Fräsen» inebesonderc tfrtien« und fconeortlelreolit-» 
lioher :ietar. nnd etenenreobtliche rllensTfregaw 



9} BilansMialjfee von Industrieceaelleoliaften« 



<. 



- 3 - 



ich für die Lit,^li«#ir d«p maliJcitur^e KntwUrfit 



für Idifait— uz&d sooBtiee Vex^f fcntliiiliingcn juristiac^ser und 
vol!t»Yir<foltaftlichcr Art in ^itiirigMi und Zeitschrift«!! aiv^e» 



fertig imd 



«fnt 9iMLi::ietiMli« ftti^oit in virtechaffe» 



lic! on vaoA virtscbaftftreoi.t liehen Seitaohrlften Mftfeütct* Vilw 



r«ad ter vier Jehre atiasr fiorsktat? -^^-elt habe 1(^ 



«^^ H^ . 1| - ^M <. 



Icijoiiil^it jcnoHBKi, iB fifl lge i idtn Abtcllifli^iiii m Tolontieren: 
K^«ditabtell«iiPy Filialabte il«^» Inland»-» und MmlmäMDomnm^ 

, T%i«ii>rtt—^t Devis inhtelltmg» BB.r<iTMihteiliaig, Bcrtp»» 
^ üol<* fBM 9OTiMMEiiMwllsm(0 «.iDexveifPBTigMaliteiluz}^* 





Für dl« DflMr «ines hidbaB ^ahre« iritfje ich meih halbtlgic In ei«> 
aar Berliner r^^gpaeitenlcea« ■ volontiert« 

Bein^ 9«MM9nliciMMi ^PntiSXtiil««« aind ^aavdbBet • xelb hin 



ii 1924 vwt§mli ai«t und höh« av«i lüaiar 



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5fochtor voa 1« 



einen olr: v<^ 6 ^«diren« 



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Dr.jur.HANS HARTENSTEIN 



11. Mai 1938 



BERLIN. II. i.iCvJL I -j j^ 

N 65 MÜLLERSTRASSE 170-172 
FERNRUF: SAMMELNUMMER 460012 
PR IV AT; BERLIN -SIEMEN SSTADT 
QUELLWEG 'fO FER N RUF: S'f 67 07 



Herrn I)r. Hans Sohneffer 
Svenska Tändstick Aktiebola^^et 
Jönköping. 
Schv/eden 



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Sehr verehrter, lieber Herr Schaeffer, 

Darf ich Sie heute in folgender Sache in Anspruch neh- 
men; 

Ein alter Bekannter von mir, Dr. Hans K u hie, fr'.'her 
Regicrungsrat im Preussisclien HandelGministerium, 1933 dort mit 
Rücksicht auf seine Zugehörigkeit zur S.P.D. nach § 4 des Beamten- 
gesetzes von 1933 ausgeschieden, war in den letzten Jahren in Sekre- 
tariat der Commerz- und Privat-Bank, Berlin, tätig, wohin ihn in 
erster Linie Herr Bankkonmissar Ernst empfohlen hatte. Er hat sich 
davon über/ieugen müssen, dass er in seiner bisherigen Stellung keine 
Entwicklungsmöglichkeiten hat, sondern sogar damit rechnen mus^n, we- 
gen seiner politischen Vergangenheit früher oder später Schwierig- 
keiten zu bekommen. Da er auch keine Möglichkeit sieht, anderswo in 
Deutschland ein seiner beruflichen Vorbildung und seinen Fähigkeiten 
entsprechendes Portkommen zu finden, bereitet er gegenwärtig seine 
Uebersiedlung ins Ausland vor und prüft die Möglichkeit, dort eine 
wirtschaftliche Tätigkeit zu finden. Er hat den Wunsch ausges-:ro- 
chen, auch bei Ihnen eingeführt zu werden, um Ihren Rat über die in 
Präge kommenden Möglichkeiten zu erhalten. Ich könne diesem Wunsch 
des Herrn Mühle sehr gern nach. Ich bin mit ihm in den Jahren vor 
1933 sowohl beruflich (er war in der Ernst 'sehen Abteilung tätig) 
wie politisch häufiger zusammengekommen. Ich halte ihn für einen 
sachlich sehr hoch qualifizierten Mann und habe ihn als einen unbe- 
dingt vornehmen und anständigen Menschen ken-en gelernt. Er hat in 
den letzten filnf Jahren Gelegenheit gehabt, seine im Ministerial- 
dienst gewonnene allgemeine Verwaltungserfahrung durch die T'itigkeit 
bei der Bank nach der allgemein wirtschaftlichen Seite hin zu er- 

-2- 



Blatt 2 von 11 .3.1930 

flerrri Dr. Ilano Schaeffer, Jönköpinf^.! 



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gän;^en, so dass ich glaube, dacs er heute für eine v/irtschaftliche 
Berufstätigkeit sehr gut verwendbar ist. Herr Kuhle ist arisch und 
starjiat aus einer Hai^burgcr Kaufnar^nsfanilie, 

Ich kann uir denken, dass Sie heute recht häufig rait 
ähnlichen Fallen befasst vieV'lon und dass das Angebot an tüchtigen 
und wertvollen Menschen aus Deutschland erheblich grösser ist als 
die Nachfrage nach solchen. Wenn ich es trotzdem wage, Sie für 
Herrn I.Iuhle zu interessieren, so deshalb, v/cil ich hier den Eindruck 
habe, dass ein sachlich und persönlich gleich wertvoller Mensch 
durch die Belastung mit seiner politisclien Vergangenheit an den Ein- 
satz gehindert wird, den man ihm in seinem Interesse ebenso v/ie für 
die Allgemeinheit wünschen mö-chte. Dass dabei ein leises Gefühl der 
Beschämung bei mir mitschwingt angesichts der Tatsache, dass ich 
ohne eigenes Verdienst im v;esentlichen durch eine persönlich günsti- 
gere Konstellation in dem entsprechenden IJinisterium vom Schicksal 
sehr viel besser behandelt worden bin, wäll ich Ihnen nicht ver- 
schweigen. Da Herr Mühle sich zugleich mit diesem Brief schriftlich 
bei Ihnen einführen wird, darf ich alle weiteren Angaben über seine 
Person und seine gegenvvärtigen Ueberlegungen ihm selbst überlassen. 

Ich habe Ihnen wohl noch nicht gedankt für den freundli- 
chen Brief, mit dem Sie seinerzeit die Uebersendung des Colra' sehen 
Briefes beantwortet hatten. 

Icli hoffe, dass es Ihnen und Ihrer Familie gut geht und 
kann von mir und den Meinigen nur das Beste berichten. 

Mit den besten Grüssen und Wünschen von Haus zu Haus 
bin ich in alter Verehrung 

Ihr 




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WAüfir- to/HW , 



Jönköplngt ]4.th Soptembor 195-^ • 
Brunaacatan 14,2 • 



Goorge Murnane Esq. , 
Thirty Broad Streot, 
New York. 



f 



• 



Daar Gooreo, 

It Is a lonz tlmö slnce I liad tho last news of you. 
I hope you will be in Europa durlag theso noxt raontha so that 
I rnay find a possiblllty of moetlnß you in one of the wostem 
oapltals* I Intend to atay in Paris for ono or two weeks In 
November and probably some days baforo that in Berlin. During 
Dacamber I sIäII have to ba In Waraaw for one weck and in the 
middla of Janiiary for some days in London. I should be very 
ßlad to haar from you what yoxir plans ara and to make an appoint* 

ment with you. 

Tha other purposo of thls lettor is to introduce to you 
Dr. Wilhelm Weiss, a former barristor in the Court of Appeal at 



Breslau (SileslarTwho is now movine with his famlly to San Fran- 
cisco. I have known Mr. relss for aora than thirty years. We 
wäre colleac^ös when I was a lawyer In the sama court, and later 
on he was in friendly relations with my fathor-in-law. 

I should like vory much to be holpf\il to Mr. Weiss, but 
my own connections in U.S.A. are limited to tho ea*tern states 
and do not go beyond Washington. Tharafuro I nead your asslstanoe. 
I should ba very gratoful to you if you wou Id roce've Mr. Weiss 
and glva hlm your advica and racoramandatlons to persons stayinß 
in the place of his future domiclle, if you have frlends thore 
or if you know paopla who could rocommend hlm further. In tirnes 
like thoso I foel the moral oblloation to do wliat I can for other 



II 



iin rriiiBW 



• 2 - 



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peraons who nead and merlb my help,and I am sure you will feel 
in the sama vmj. 

Our mutual frlend Br. Is on hls way back to Ilavard* 
He sent me a message from the boat that he was longlng to tha 
free und unlmpolsoned atinosphere of your oountry. I aaw hlm 
In the mlddla of May In London and talV:ad wlth hin tili aarly 
In the mornlnc# He was In very good form wlthout any preoccupatlon 
and v.lth a clear viow In roG^rd to further devalopments» All hl» 
prophecles for the near fiittire have alnca boon fulfllled, I wonder 
If timt also will be so for the tlmes tlmt aro Coming» 

Plaase glva my and my wifa^s compliments to Mrs» Murnane. 



V/lth kindest ro^ards. 



Yours sinoerolyi 







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BERLIN W8. 



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Jöaköplng^ January 26, 1938* 
Brunnsgatan l\2. 



Goorce Murnane Eaq^^^ 
Ritz Hotel, 
P a r i s* 



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Dear George, 

I was so sorry when I heard only Saturday noon about 
your staylnß in Berlin und as I had to loave in the eveninc, 
I could not afforl to meet you there. Eo:Tipner told me tliat 
he could only cet hold of you af ter eight o'clock, and wy 
train loft about nlno. To see you for five nilnutes in the 
prosence of many othor persona would only have cauaed trouble 
to you and your host« without £;ivine tho occasion for a moro 
Intlmte talk. Therofore I sont only a telephone croeting to 
you by Kempner. 

Now I would like to know hov7 long you will stay In 
Europo and what nay bo your timo table. It Is not impossibl» 
that I will have to go to Paris durlng next raonth, as a Roumanian 
delegation will perhaps be there to submit new propoaals to the 
foreign oreditors. In auch a caae I would be very happy to meet 
you. Anyhow I would be very tlianlcful for an early informtion 
of your next trip to Europe so that I can arrange my plane 
correspondlng to yours, 

Whon I returnod horo I f ound your ]e ttar of Jänuary llj.. 
Many tloanka for it. 

Klndest regards, also from Mrs, SchUffer, 

Yours aincerely 




Jönköplnc, January 26, 1958t 
Brunnsüatan I|2t 



Goorce Murnano Esq 
Ritz IIot6l, 
P a r 1 8^ 



• 9 



c 



Dear Goorco, 

I was so sorry when I hoard only Saturday noon about 
your staylriG in Berlin and as I had to loave in tho ovoninc, 
I could not arfor" to noot you thoro* Konptior told me tliat 
he could only cot hold of you aftor oi(;ht o'clock, and my 
train loft about nino* To soo you for flve minutos in tho 
proaonoe of nmny othor persona would only Imve ouuaod troublo 
to you and your hosts witliout c^-vinc tho oocaaion for a noro 
Intlmate talk, Tlxerofore I sont only a tolaphone c^oeting to 
you by Kenpner» 

Now I would liko to know how lon^ you will stay in 
Europa and wliat nay bo your time table» It Is not Impossibls 
tljyat I will Imve to go to Paris during next month, as a aoumanian 
delegition will perlmps be there to submlt nov/ propoaals to tho 
foreign oroditors# In such a caae I would be vory happy to moot 
you. Anyhow I would be very tlmnldTul for an oarly informatlon 
of your next trip to iMrope so tliat I can arranGO my plans 
corrospondlnc to yours» 

When I roturnod horo I f ound your le tter of Jfcinuary ll^. 
llany thanks for lt# 

Klndeat rocards, also fron Mrs» SchUffer^ 

Youro sinoorely 



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MANÖVER 2-9393 



January 14, 1958 



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Dear Hans: 



I was very pleased to have your letter and to 
gather from it something of your experiences and views. 
I have been holdin.q; it 7dth the Intention of answering 
it adequately, but somev;hat delayed because I have been 
expecting almost any day to go abroad and I feit that 
there might be a Chance to meet you and perhaps have a 
fuller discussion than was possible by mail. As it turns 
ont, I am sailing tonight on the »'Europa^ and will probably 
be in Berlin about the 24 th of January, to remain a week 
or more. I would be very interested to know if you are 
going to be there, or in London or Paris in the days follow 
ing that« 

I have not seen our friend at all. I made some 
atbempts but he is a poor correspondent and the result is 
we have not met since his return here, although I had a 
message of Christmas greeting from him. 

I will shorten this letter and leave the hope 
that we will meet on this trip. 



Kindest regards 



Sincerely yours, 



Dr, Hans Schöffer, 
Swedish Match Co., 
Jonkoping, Sweden. 




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I 



President: 

ODD NANSEN 



NANSEN-HJELP 

FOR STATSRETSL0SE 



AIDE NANSEN 

POU R APATRI DES 



NANSEN AID 

FOR STATELESS 



NANSEN-HJLFE 

FÖR SrAATRECHTSLOSE 



Bankkonto : .NANSEN > HJELP' 
Norske Creditbank, Oslo 
Telegramadr..NANSEN-HJELP- 



OSLO, ^ö^ SO.Dezember 1938. 

Wergelandsveien 7 






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^1 




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Herr Hans Schöffer, 
Brunns ga tan 42 • 
Jönköping. 

Sehr verehrter Herr. 

Herzlichen Dank für Jhren Brief. Es freut mich dass Sie die 
Gelegenheit haben werden einige Tage in Oslo zu verweilen 
und mich dabei aufsuchen wollen. Ich bin gerne bereit die 
Flüchtlings frage mit Ihnen zu besprechen obwohl ich sie in 
Jhrer Gesamtheit kaum überblicke. Auf jeden Fall wird aber 
eine Unterredung für mich von grossem Interesse sein. 

Ich erwarte Sie in meinem Büro am 9.od^r 10* Januar. Viel- 
leicht sind Sie so freundlich vorerst s^nzurufen damit wir 
den Seitpunkt festlegen können. 



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Jhr sehr ergebener 



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Jönköping, aen 26. i.ezembcr I>;58# 



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Sehr verehrter Her. Kansen, 

am 9. Uiid lü. Januar nächsten Jahres 
habe ich beruflich in oslo zu arbeiten, ein ..nlasa, dei sich für 
mich nur seiter. bietet, aa im Allgemeinen der Sch^e punkt meiner 
Tätigkeit in anderen Länaern liegt. Ich wüide diese Gelegenheit 
sehr ,'ern benutzen, um Sie aufzusuchen ua mit Ihnen meine Geaan- 
ken über aas Flüchtlingsproblea zu besprechen. Ur selbst liegen 
diese :-ragen natuxgemäss sehr k« Herzen, .s ist ja aoch aas allein 
Sinnvolle, ^as «an in uieser Welt, die dem Unsinn entgegentreibt, 
noch tun kann, leidenden Kenschen zu helfen. Ich bin ueutscher 
Jude und vor 5t Jahren nach Schweden übergesiedelt, nL.chdem ich in 
Deutschland über Lb Jahre in aer r echtspf lege una aer Verwaltung 
tätig war. Ich nabe IG Jahre Ung auf den grossen europäiscnen 
Konferenzen Deutschland in der r eparationsf rage vertreten und 2.u 
den nächsten riltaibcitern Strese.nanns una später Brunings gehört. 
Icn kenne nicht nur üie Lage dei Betroffenen in iieutsohlana und 
aunoerhalb Deutschlands einigerma^st en, .onde^n ich keni.e auch aen 
grössten xeil der Men^cnen, von d.nen die verhän_^nisvoilen mhbb- 
nahmen ausgehen, personlich una in inren ^nscnauungen. Icn axbeite 
an allen möglichen Stellen der riuchtlingsf . age mit. aber icn habe 
das Bedürfnis, mich einmal mit einem Vann, der das Problem in sei- 
ner lesaratheit überblickt, ^auszusprechen. 

inen Brief von - rau Ingrid Prytz, die 
über meine ramilie und mi.h Bet^cheid weise, fuge ich zu meiner 



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Einführung bei Ihnen bei. Füi^ eine Nachricht i ob ich Sie an den 
fraglichen Tagen in obIo antreffet wäre icn dankbar. 

Mit ausgezeichneter Hochachtung 
Ihr sehr ergebener 



1 



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Jdnkopln-^f aen 26« juezeabei Is/38* 



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Sehr verehrter Her: Kunoent 

am y# und lü* Januar nichsten Jahres 
habe ioh beruflich in vslo zu arbeitent ein i.nlabb, der sich für 
»ich nur selten bieteti aa im Allgemeinen der Schwe punkt meiner 
Tätigkeit in anderen Ländern lie^t. Ich wurde dieae Gelegenheit 
sehr .^ern benutzen t um Sie aufzusuchen um mit Ihnexi meine Gedan- 
ken über aas rluchtliugsprobleii zu besprechen» .-ir eeibst lie^jen 
diese ragen naturgeaies sehr aa Herzen« ..s ist Ja doch aae allein 
Sinnvolle f was man in cieser elt, die dem Unsinn entge^^entreibti 
noch tun kannt leidenden Menschen zu helfen. Ich bin aeutscher 
Jude und vor 5$ Jahren nach .>chveden übergesleaclt, n chdea ich in 
LeutBOhland über :^5 Jahre in aer iechtcpf le^^e una uer Verwaltung 
tätig wart Ich nabe 10 Jahre lang auf den grossen eur^paiBcnen 
ionferenzen ^eutsohland in der r eparationeif rmge vertreten una zu 
den nächsten : iitarbeitern Streseioanns und später liruninjs gehört. 
Ich kenne nicht nur aie Lage dei Betroffenen in Deulsohlana und 
ausserhalb jeutj: chlands eini j« rmaas^ent sondern ioh keni.e auch aen 
gröSEten Teil der Menscnent von d* nen die vernän^niovoiien .aai^ö- 
nahmen ausgehen t persönlich una in iiiren /.nochauunijiönt Ich arbeite 



an 



allen möglichen Stellen der Fluchtlingsf ^ge mit, aber icü xiabe 



daß Bedürfnis, mleh elnsial alt einem Maimt der das x^roblem in sei- 
ner Gesamtheit überblickt, auszusprechen. 

Kinen Brief von -rau Ingrid Prytz# die 
über meine ramilie und mlsh Besoheia weise, fuge ich zu «eiüer 




/ 



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?.lnführung bei Ihnen bei. Für eine Ntichiicixt, üb ich ^ie an den 
fraglichen Tagen in cbIo antreffe, v.ire ica uanibu: . 

Mit ausgezeichneter Hocmichtung 
Inr sehr ergebener 



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Jönköplne, den 28. ITovomber 1^58 • 



Lieber Herr Naphtali, 



Haben Sie herzlichen Dank für Iliren Brief vom 9. ds. und 



> 



für alle Mühe, die Sie sich in dieser Angelegenheit (::eßcben haben. 

Die Ereignisse in Deutschland haben bei allen Ländern, auch 
denen, die bisher die IMnv/anderungsfra^o an zurc okrialtesten beh^andelt 
haben, eine Crosse Neij^unc z^im xilntcöo^nkominen ---ezeitipt. Ich sehe 



das z.B. cerado hier, v:o ich den Antrag, r^^Lr\(^ IJutter und vorüber- 
gehend auch meinen Bruder und seine Familie herzunehinen , innerhalb 
von 1 \ Tagen bewilligt erhielt. ITach dem l^^ortgang meiner Iviutter 
^drd die Lage für meinen jungen Vetter V/olfgang natürlich besonders 
schv;ierig. 

Unter diesen Umständen möchte icli ^lauben, dass auch die 
Mandatsregierung in i^alästina für diese in der A"^isbildung begriffenen 
Menschen eine etv/as erleichterte Handhabung zeigen v/.'rd. Vielleicht 
sind Sie so freundlich und bitten den Anwalt, der ja die Sache be- 
arbeitet, und Herrn Safra, noch einmal unmittelbar bei der i'iandats- 
regierung vorzusprechen. Sobald eine Entscheidung ergangen ist, 
geben Sie mir wohl durch Tele.-^rgmm oder Plugpost ITachricht. 



Wenn ich etv/as mehr SQit liabe, schreibe ich Ihnen auch einmal 
v:iedor in Ruhe ■!ber viele Dinge. Haben Sie dort jemanden in Ilirer 
Umgebung, der Stolze-Schroy-Steno^raphie lesen kann? Das würde die 
Dinge sehr vereinfachen. Ich korrespondiere m.it vielen Menschen auf 



diese Weise. 



Mit herzlichem Gruss 



Ihr 




yp .J | L. M^!Wiipi 



Jönköplng, den 26. Oktober 1958. 
Brunnsi^atan I|2# 



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Lieber Herr Naphtall, 

Dem sachlichen Brief möchte Ich einen persönlichen belfücen* 

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Wir denken hier sehr viel an sie und das Schicksal des Landes, In dem 

Sie sich befinden» 

Von Hllferdlng habe Ich kürzlich eine kleine Broschüre über 
die Wirts chsLftslage zugesandt erhalten. Ich habe gerade heute noch 
einige Exemplare bestellt und will sie Ihnen, falls Sie eine solche 
noch nicht besitzen, gern zusanden. Ebenso füge Ich das Original 
eines Briefes von Hllferdlng mit der Bitte um spätere Rückgabe bei* 

Ich würde mich sehr gern einmal wieder ausführlich mit Ihnen 
unterhalten; teilen Sie mir jedenfalls mit, wann Sie In Europa sind, 
vielleicht lässt sich dann ein Zusammentreffen ermöglichen. Ich 
habe gerade vor ein paar Tagen wieder anlässlich der Behandlung 
einiger Einzelfragen den Bericht des Arbeltsausschusses des vorläufigen 
Reichswirtschaftsrats über das Zündholzmonopol durchgesehen und mich 
dabei lebliaft Ihrer und -unserer gemeinsamen Arbelt erinnert* 

Mit herzlichem Gruss, auch von meiner Frau und den Kindern 



sowie an Ihre Tochter 



Ihr 




Jönköplnß, den 26. Oktober 1958. 
BrunnsGatan liZ, 



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Llobor IlQrr Naphtall, 

Dom sa Chi lohen Brief möchte ich einen persönlichen beifUcen* 
Wir denken hier sehr viel an sie und das Schickaal des Landes, in dem 
Sie sich borinden# 

Von Iliirordlnß habe ich kürzlich eine kleine Broschüre über 
die Wirtschartslage zixgesandt erhaltene Ich habe gerade heute noch 
einige Exemplare bestellt und will sie Ihnen, falls Sie eine solch« 
noch nicht besitzen, gern zusanden» Ebenso füge Ich das Original 
eines Briefes von Illlferding mit der Bitte um spätere Rückgabe bei* 

Ich würde mich sehr gern einmal wieder ausfUlirlich mit Ihnen 
unterhalten j teilen Sie mir jedenfalls mit, wann Sie in uriiropa sind, 
vielleicht lUsst sich dann ein Zusammentreffen ermöglichen. Ich 
habe gerade vor ein paar Tagen wieder anlässlich der Behandlung 
einiger Einzelfragen den Bericht des Arbeitsausschusses dos vorläufiger 
Relohswirtscliaftsrats über das Zun dho Ismonopol durchgesehen und mich 
dabei leblmft Ilirer und unserer gemeinsamen Arbeit erinnert ♦ 

Mit herzllcliom Gruss, auch von meiner prau und den Kindern 



sowie an Ihre Tochter 



Ihr 



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Jönküping, den !£• September I958. 
Brunnscatan l+Zt 



Herrn Fritz Naphtali, 
Nachmannstr . I6, 
Tol-Aviv 







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Lieber Herr Naphtali, 

Ueber Ihren Brxef vom 22. Juli habe ich mich sehr gefreut; 
zunächst eine Richtigstellung: Ich habe mich iirmier bereit erklärt, 
in Fräsen des Aufbaus mitzuarbeiten. Ich habe mich dagegen nicht 



dazu bereit erklärt, in der Öffentlichkeit für die Fragen des 
Staatsaufbaus einzutreten, weil ich ihn in der vorgeschlagenen 
Form fiir bedenklich halte und mich in dem Streit der verschie rienen 
Gruppe^nicht auf irgendeine Ginppe festlegen will. Ich sende Ihnen 
in der Anlage zwei Briefe von mir, einen vom 22. Dezember 1957 i^ 
der selir vorbesserten Urschrift (Rückgabe dieses Briefes ist er- 
v;ünsGht). Sie sehen aus der Verbesserung, wie genau ich mir die 
Dinge überlegt habe; einen zweiten Brief vom 1^. März ds.Js, Seat 
diesem, letzteren Brief habe ich nichts mehr gehört. Aber ich 
stehe natürlich nach v/ie vor zur Verfügung. 

Was Sie mir über Ihr Ergehen und Ihre Arbeit schreiben, 
hat mich sehr interessiert. Wohl dem, dessen Kompassnadel so klar 
anschlägt wie die Ihrige i In meiner Brust haben immer mindestens 

zwei Seelen gev/ohnt. 

Heute komme ich zu Ihnen mit einer Bitte hinsichtlich meines 
Neffen Wolf gang Schäfer, bezüglich dessen seinerzeit meine Kutter 

an Sie geschrieben hatte. 

In das Simon 'sehe Seminar ist er seinerzeit nicht a\if genom- 
men worden, dagegen hat er vom Palast Ina -Amt einen Brief bekomien, 
dass die höhere Handelssctaile "Safra" (ich glaube, sie liegt in 
Tel-Aviv, ich weiss es aber nicht genau) sich zur Aufnahme bereit 



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• 2 - 



Herrn Pritz Naphtali, Tel-Aviv. 



12 .9.I95R. 



erklllrt hat. Voraussetzung:' für die Aufnahme soll der Transfer von 



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L.P. 159»- Garantie sov/ie von L.P# 21;.- Schulgeld jährlich sein. 
Nach Diir chf Uhrung dieses Transl'ers v/ird die Schule sich uni die 
Zertifil^atsbescrgung bemühen • 

Nun hat mein Neffe sich an die Palästlna-Treuhands teile 
gewandt, um den Transfer über diese zu erreichen. Von der Treu- 
handstelle ist die AnLWort gekunimen , dass er in die laufende 
Schedule nicht mehr aufgenommen werden konnte. Das vrürde soviel 
bedeuten, v/ie er mir mitteilt, dass or erst in einem späteren Zeit- 
punkt dran kommt* 

Ich möchte nun nicht, dass er noch länger Zeit verliert. 
Er hat zwar diese benatzt, um sich mit der Landessprache sehr weit- 
gehend vertraut zru machen und ixm bei meiner IvTutter seine Kenntnisse 
in der englischen Stenographie noch weiter zu vervollkommLnen* Ich 
möchte aber, dass er sofort in die wirkliche Ausbilc]uj:ig kommt. 

Ich würde Sie nun sehr bitten, festzustellen, ob e s möglich 
ist, dass ich für die Zeit, bevor mein Neffe in der Schedule des 
Transfers der PalUstina-Treuliandstelle dran kommt, eine Sicherheit 
hinsichtlich der Garantiesumme von L*P* 159»- "^^^ ^^^ jährlichen 
Schulgelds von L.P. 2i|.- leiste, sodass diese Sicherheit frei wird, 
sobald der Transfer im normalen Wege durchgegangen ist. Ich bin 
bereit, zu diesem Zwecke bei einer Banlc in London oder bei einer 
sonst zu bestimmenden Stelle den betreffenden Betrag zu hinterlegen 
und die Erklärungen abzugeben. 

Wenn dies möglich ist, dann wäre ich Ihnen dankbar, y;enn 
Sie die Schule "Scfrs" veranlassen würden, alsbald den AntragYzu 
stellen. Die Ueberweisung des Betrages v/ürie umgehend erfolgen. 
Der Name meines Neffens, der aber bei der Schule bekannt ist, ist 
Wolf gang x^riedrich Schäfer, er wohnt bei meiner Mutter; Neudorf ^- 



Herrn Pritz Naphtali , Tol-Aviv. 



I2.9.I93B. 



Strasse 55 in Breslau, Alle weiteren Personalien sind sicher dort 
vorhanden • 

Da der neue Lehrgang, soviel ichv/eiss, am It Ok-tober 
beginnt, ist grosse Beschleunigung geboten. Vielleicht gibt mir 
die schule, sobald ich hinterlegen soll, ein Telegramm, wohin 
dies geschehen soll. Alle Unkosten werde ich selbstverständlich 
erstatten, Ihnen wäre ich dankbar, wenn Sie sich darum kUmmern 
v.dirden , dass das Telegram^n so gehalten ist, 'iass daraufhin eino 
Hinterlegung erfolgen Icann, also auch Angabe der Bedingungen, 
Ich habe zu den präzisen Ausdrucken von Pädagogen in geschäftlichen 
Dingen kein grosses Zutrauen, 

Im Oktober hoffe ich, ein bischen freie Zeit zii haben. 
Alsdann schreibe ich Ihnen v/ieder einmal ausführlich. Es gibt 
manches Interessante mitzuteilen. 

Mit herzlichem Gruss von meiner Frau unl mir und von 
unseren Mädels an Ihre Tochter 



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stets 

Ihr 



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2 Anlap:en, 



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Dr.-Ino. FRIEDRICH NEUMEYER 



Stocknoliii,den 23,9.1938 
^Valllnsatan 38/?^.. 



Dr. Hans Schäffer 



Brunns ?:atan 42 



Jönkönin^. 




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Sehr verehrter Herr Geheiiiirat, 

ich schulde Ihnen seit langem Dank für Ihren ausser- 
ordentlich freunilichen Brief vom ^,^, .Der Anlass meiner ver- 
zögerten Ant'^/ort istjdass Ich las ZusatniDentref Ten njit 3en von 
Ihnen vorgeschlagenen Herren ab /arten //ollte uid Ihnen glei. ch- 
zel/tis hiervon zu berichten.Inz;;i sehen bin ich '/ilt Herrn A'lvo- 
kat Lew zusainaien :^etrof fen,de. ich von meinerj Arbei ts^^ebiet 
berichtete. Praktische Vorschläge konnte er i^lr nicht lachen, hin- 
gegen schlug er ujir fob Herrn Kom.räd En ström von :1er Ingen lörs- 
« 

V/issenschaftsakaderaie auf zusuchen,<vas mir auch einleuchtete. 
Leider ist dieser Herr diesen und den nächsten jonat auf Kran- 
kenurlaub. -Ich traf ferner mit Herrn In^^.x^rank Hirsch ::usp.^men, 
der ein gev/isses Intresse an meinen Plänen des Flu^stu liucis an 
der hiesigen Technischen Hochschule fasste.Er hatte ile Freund- 
lichkeit Jiir Beschfeid zuzusagen für Ende iieser '?oche,ob er 
eine Art persönliches StLpendiuai oder Studienanleihe für nein 
Studium zusammen bekommen kann. In zwischen habe ich Vorlesun-^en 
und üebungen an der Hochschule intensiv aufgenoiunien ohne aller- 
dings noch zu '.vissen, vie im Falle eines I;/)! sslin gens ies Plans 
von Herrn Ing.Hitsch eine Durchführung laöglich sein ^/ird (die 
Epokanstellung dürfte spätestens ain 1.11. .auslaufen) .Unter den 
augenblicklichen europäischen Verhältnissen erscheint nlr die 



Qualifikation als Flu.^xieugkonstrukteur bez,v. Kenner \er 
Flugzeugtheorie verhäitnlssoiässlg aussichtsreich, falls die 
Schvveden einem /als Ausländer gestatten hier i^it zuarbeiten. 
Die Erlernung der v/lchtigsten tbboretischen Kenntnisse beziv. 
Anlegung der Lxaiöen kann in ca.l 1/2 »fahren durch^jeführt wer- 



den. 



Ich v/elss nicht, ob ich Ihnen berichtet hatte, iass 



die Firma ASEA, Västeras sich ernsthaft für eine Anstellun.^ 
von üjlr in deren Patentabteilung (Abt.leiter In^. Nordfeld) 
intressiert hat, aber dann .ve^en oeiner uiangelnden 'Mtbü T^er- 
schaft sich prakti^^ch von deji Anstellungsversprechen ^.urück- 
gezogen hat.jiaeine 4 jährige Ani^-vesenhei t in Schweden hat 
letzten Endes auf üebervindun^ dieser Sch.vierigkeit keinen 
Einfluss. 



Darf ich Ihnen nochmals für Ihre Ratschläge und Ihre 

Intressenahme aufrichtig danken.Falls Sie einmal in Stock- 
holm sein sollten, würden ich mich sehr freuen Sie treffen 

zu dürfen. 

Inzwischen bitte ich micti allen Ihren Familie it- 
p;liedern aufs herzlichste zu empfehlen. 

Ihr 



stets dankbar 
ergebener 



) 



ff^^cJlAfe. 



^t'C,^^^ 



JönköploG, <lon 5, Soptorabor 195n» 
Bi»unna£;atan l\2 



llQvvn Dr.-Ineenlour Prlodi'loh Nouiaoyor, 

WalllriGQtan 5O II I 

Stockholm, 



MMM» 



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• 



I 

Lieber llQvv Noumay«är, 

Ihren Brief vom 26. August orhlelt loh, Ss tut mir so^ir lold, 
Sie in BeruTasorGon zm wissen. An »ich cla^bo loh, daas Ihr Gedanke, 
alch noch durch die scharedlschen Sxanlna höher zu <i\mllflzleron, rich- 
tig iat, m« «acht man nun, um das Stlpenal\iin für Sie zu bekoramon? 
Ich solber kenne die 3edincimi:;en, unter denen ein aolches zu erlancon 
ist, nicht. Ich könnte inir aber vorstellen, dass, vonn Sie von erster 
Seite In Ihren Lolstung«! •mpfohlon sind, z.B. von den Horron vom 
Patentaittt, oder auch von dem Richter von Höchaten Gericht, von dtti 
Sie mir einmal er^iüilton, einzelne Herron der Mcaalska PÖrsamllnß 
Interosoo an Ihrer Förderunc haben könnten. 

Wenn Sie ein unbeschriebenes Blatt wUren, hUtte loh Sie In 
erster Linie an Herrn Phlllpaon omfjfohlen, der rar solclio PUlle mir 
»chon so'.r gute Dienste Geleistet hat. Da Sie aber mit Herrn Phllip- 
son schon melirfach die Kllnee gekreuzt haben, möchte loh dies nicht 
tun und Sie anregen, einmal entweder mit dem Advolmten Lowy, der 
ein sehr gerecht und billig denkender Mensch iat, oder aber mit dem 
Ingenieur Pr-ank Hirsch darüber zu sprechen, und swar In der Form, dass 
Sie die betreffenden Herren unter -Erlegung Ihres Falles um einen Rat 
bitton. Ich stehe leider mit beiden Herren nioht so, dasa loh llinen 
eine i;rapfehl\inc raitwiceben vermag. Wenn Sie alch aber auf ml oh als 
Referenz berufen wollen, so stelle loh Ilinen natllrlloh überall sehr 
gern zur Verfügung« 

loh kann mir auch vorstellen, dass, wenn Sie mit den oben er- 



4 



•• 2 «• 

wUhnton Zoucnlason llbor Ihi^o I^latrung«! auai^orUstot bol Profeaaor 
llironpreit eracLolnön, dleaoi» sloh r'lv Slo olaaotzoa wUrdo. loh 
bin hier abor laela^ar Sachö nloht 30 slchör. 

Allen Harren, mit donan ölo wogen olnos stipendlvuna ver»- 
handuiln, wUrdo loh zum Ausdruck bringen , daas Slo nach Srlangii ig 
einer festen Tätigkeit os ala Ihi-e Pflicht anaul.on wUrdan, laa 
Stipendium ȟcllchat rasch In einer Form surllokzuzahlon , daaa os 
auoh andern in ulinlloh«r lag« Böflndllohon zu^-^te konwÄn kann, 

W«nn ich elniiial nach stcclclio n könne, wordo ich Sie rocht- 
zeitlg davon benaclirlchtlGOn, 

Iflt Ijjörzllclxom Crusa 




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Jönküpln^:, den 5. Soptombar I938. 
Brunn S£;a tan '■'' 



Horrn Dr. -In^^onlour Friodi'lch Noumeyer, 
Walllncatan 3G III 



Stockholm. 



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Lieber Herr No^onoyar . 

Ihren Brlaf vom 26. Au,:ust erhielt Ich, Es tut mir solir leid, 
Sie In Dervifssor-on zu wissen. An sich -laube ich, daas Ihr Gedanke, 
aloh noch dtirch die schwedischen SXainlna liUh^r m qToallfl zieren, rich- 
tig ist. Was nacht man nun, vm das Stlponditun TUr Sie za bekommen? 
Ich selber kenne die Bedlncuncon, tintor denen ein solches zu erlangen 
ist, nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dasa, v/ann Sie von erster 
Seite In Ihren Leistungen arapfohlon sind, z.B. von den Horran voüi 
Pfttentant, oder txxxah von dem. Richter vom Höchsten Gericht, von dem 
Sie mir einmal erzählten, einzelne Herren der LIcsalska FUraamlln^j 
Interesse an Ihrer Förderung haben könnten. 

Wenn Sie ein unbeschriebenes Blatt wären, hätte loh Sie in 
erster Linie an Kerm Phlllpson empfohlen, der fUr solclie Fälle mir 
schon sehr gute Dienste geleistet hat. Da Sie aber mit Herrn Phlllp- 
son schon mehrfach die Klinge gö^treuzt Iiaben, aiüchte loh dies nicht 
tun und Sie anregen, einmal entweder mit dem Advolcaten Lovy, der 
ein sehr gerecht und billig daikender Mensch ist, oder aber mit dem 
Ingenieur Frank Hirsch darüber zu sprec'nen, und zwar in der Form, dass 
Sie die betreffenden Herren unter %rlegung Ihres Falles um elaeti Rat 
bitten. Ich stehe leider mit beiden Herron nicht co, dasa ich Ilmen 
eine Empfehlung mitzugeben vermag. Wenn Sie sich aber auf mich als 
Referenz berufen wollen, sc stehe loh Ihnen natürlich Überall sehr 
gern zur VerfUgvmg. 

loh kann mir auch vorstellen, dass, wenn Sie mit den oben er- 



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wUhnton Zeiionlaaon über Ihre Lelstuncen auscorUstot bal Profeasor 
Ehroaprels aracholaen, dieser sich fUr Sie otnsotzoa würde* Ich 
bin hier abor neiner Sache nloht so sicher* 

Allen Herren, mit denen Sie we^an eines Stlpendiui-iis ver- 
handeln, wUrde loh zum Ausdruck brlncon, dasö Sie nach Srlangiiig 
einer festen Tätigkeit es als Ihre Pflicht ansehen würden, das 
Stlj^ondium möglichst rasch in einer Form zurückzuzahlen, daas es 
auch andern in ilh-nllcher Lage Bafindllchon zugute können kann* 

Wenn Ich einmal nach Stockholm komme, werde Ich Sie rechte 



zeitlG davon benacl^r lchtl£en* 



M't herzlichem Gruss 

Ihr 




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Dr.-Ino. FRIEDRICH NEUMEYER 



Stockholm, den 26»August 58. 
V/allingatan 38/5. 



Herrn 



Geheimrat Dr.Hans Schaff er 

Brunn sga tan k2 
JonKoD 1 n ft. 



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Sehr verehrter Herr Treheimrat, 

für Ihre Zellen vom 25 •8, danke ich Ihnen sehr 
herzlich und erwidere die Vrdnsche Ihrer Familie , insbesondere 
von Ihrer 'nochter Marianno^aiJ-f s herzlichste , 

Ihrem Wunsche ,wir)d'^r einmal von irilv^ y.n. bi^j'lc'ibo ankomme ich gern^ 
nach.V/enn ich zuki\st von meiner Plj-raa berichten dc'.rf,.so ist 
d^r akute Anljiss de?* Besora-nlss vom Frühjahr v/egPie fallen d.h. 
der Prozess Ullstein/Schanzer ist seit einiger Zeit beigelegt. 
Schwierigkeiten in der vorher vorhandenen Artb sind bisher nich/" 
wieder aufgetaucht .Die Gesamtlage der Gesellschaft hat sich je- 
doch ziemlich verschlechtert, da die vielversnrechende Anlage in 
London am Trafalgar Square seit April stilliep-t.Ursache hierzu 
war die schlechte Qualität der amerikanischen Photozellen und 
unsachgem'ässe Behn^dlung der Anlage durch die englischen Ingen- 
ieure. Für beides hatten die Gebrüder Rosenberp; die Verantwortung 
übernommen ohne diese im geringsten zu erfüllen.Mr .Y/edderburn 
von der O.T.Falk Pattner Bank, der Präsident der British Epok 
Signs Ltd ,ist zur Vvie der auf nähme des Betriebs mar mehr bereit, 
wenn sich ein Investor für Pd.2.ooo.- findet. Die Aussichten hie- 
zu sind sehr schlecht. Ist das Investment gefunden und die Anlag£. 
wieder in Betrieb, so sind s6fort die vorherigen Grossannonceure 
^y wieder bereit mitzuwirken, Andernfalls dürfte hier die Absicht 
bestehen die schwedische Epok auf zulösen, womit ich meine bishe- 
rige Exlstenzp^rundlage verlieren würde . Idi habe meinerseits in- 
zwischen noch die Vorbereitungen für ein skndinavisches Geschäf/^ 
y^/ auf genommen, das bisher (wegen des Vorrangs Englands) noch nicht 
aufgegriffen war^iäf.Dle Beschaffung eines erstklassigen Aufstel- 
lungsplatzes in Stockholm sowie Versuch schwedische Grossanon- 
ceure zu intressieren, ist meine Hauotauf gäbe. Ist beides vorhan- 
den, so muss der finanzielle Intressent gefunden werden. Zu die- 





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/ 



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ser Tätigkeit rechne ich doch mindestens zwei Monate, von denen 
ich noch nicht weiss, ob sie die EDok aushält. 

In meinem engeren odor weiteren Fachgebiet anderweitig unterzu- 
kommen, ist mir bisher noch nicht p;elunp*en. In Fällen, wo ich bis zu 
einem gewissen Kontakt vorgedrungen bin( z,B.Asea,L,M.Ericson) 
scheiterte es an der mangelnden MitBür^erschaft« 
Ich plane nun Studium an der Technischen Hochschule, Abteilung 
Flugtechnik (Prof «Mflimer) auf zunehmen. An fang September wird vom 
Kollegienausschuss bestimmt, ob ich als "Soezialstuderande'^ mit^ 
Examensrecht zugelassen werde .Die Aussichten sind nicht schlecht« 
Im AnschlBSS an das Selbststudium, das ich diesen Sommer hierzu 
betrieb, könnte ich innerhalb von I l/2 Jihren alle Examen ablegen« 
Fällt nun die Spok als Existemzgrundlage fort, so weiss ich nicht, 
ob ich nicht mit Hilfe 44nes Stinendiums dieses Studium betrei- 
ben könnte, denn ich will midi -theoretisch oder praktisch-unbe- 
dingt höher qualifizieren. Ob es für mich hierzu in diesem Lmde 
Wege gibt, den Hochschulplan zu verwirkl 'Chen,v7eiss ich nicht« 
Sicher ist,dass die Möglichkeit üfexrhxMjai zu dem Plugspezialstudi- 
um Überhaupt zugelassen zu werden, eine besondere Chance für mich 
bedeuten würde, die ich äusserst ungenn ungenutzt liesse. 
Auf dem Gebiete patentrechtlicher Arbeiten spekulierte ich vor 
allem auf Mitarbeit in dem Komittee zur Vereinheitlichung der ^ 
Patentrechtsgesetzp;ebung (Generaldirektor Hjerten und Byradir. 
VtZv/eigbergk, beide Patentamt) , bisher noch ohne Resultat. 



^ 




Könnte ich jetzt schon Sphv/ede werdren,so hätte ich ausser in d-^v 
» • < ^' 

Industrie auch die Möglichkeit sofort erstklassige Anstellung am 

Patentamt zu finden. Ih will nun meinen überwiegend negativen 
Berufsbericht abschliessen und Sie mit weiteren Details verschonent 

Vor einifren Tagen traf ich hier Dr. Salinger .Seine Zusammen- 
arbeitspläne mit mir (ich sollte internationale Patentkartelle 

von mir aus unter Benutzunfr des Namens seiner "Vereinigung" ins 

laider 

Leben zu rufen suchen) erscheinen mir/ auch heute noch zu unreal 

um sie zielbewusst und praktisch meinerseits wirklich aufgreifen 

zu können ^^^ ^®^ besten Vs/ünschen für Sie alle und der 

Hoffnung Sie auch hier einmal wieder sehen zu dür- 
fen, verbleibe ich 

Ihr stets , , , x. 

dankbar errr^^bener 



^eAi c^ .^^/^K^wv ^ ^ 



Jönköplng, den 25. Aucust 1950. 
Bininnscatan li^^ 



Herrn Dr» Friedrich Noiimeyeri 
Walllngatan 38,111 
Stocldiolm» 



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Lieber Herr Heixmeyer^ 

Haben Sie horzlichen Dank flir dlo mir freiindllshat 
Uberaandto !Iuimor des "Journal of tho Patent Office Society'** 
Ich habe Ilaren Aufsatz mit groasoni Interesse gele: en und Ihn 
auch an unaore Piatentabtelluns wo 1 1 orge geben • 

Mrf ich Sie auf das Inzwlachon erschienene neue deutsche 
Oeaotz über die Klhführunß des Kartellrechts in Österreich hin- 
weisen, das auch für Ihre Frac® in einigen I*unkton von Bedeutung 

sein kann« 

S« wird mich sehr interessieren , von Ihnen wieder einmal 

etwas zu hören« 

Mit herzllclien Grüason, auch von der Familie, insbesondere 
von unserer Tochter Marianne, die zwei Monate hier ist und uns 



leider am 5« September wieder verlässt« 



Ihr 



^r, 



Jönköplnc, den 25. Aucuat 1950, 
Brunns oa tan I^^, 



Herrn Dr. ?rl«drlch Nouaeyar, 
lalllngatan 38,111 
Stocldiolm. 



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Lieber Horr Vtavanfoyer, 

Haben Sie herzlichen Dank f'dr dlo nlr rroxondllohet 
Uborsandto H^vaamv dos "Journal of tho Patent Orrioe Society"» 
loh liabo Iliren Aiif «atz mit groasom Xnteroaso geltcon und. Ihn 
auoli an unsoro Baten tabteiliinc wolt0rco<::;obon. 

Darf loh 31o auf ä&a Inswlaciion ©rsolilenen'ä neue doutacho 
Oeaots über die EltiT : inaic des Fuirtellreohts In c5at«w»eloli hln- 



Dodeutune 



aoln kann« 



Ss wird nloh aolir Intereaoleron, von üinon wieder elniaal 



etwas zu hüron« 



Alt horzllchon OrUaaon, auch von der Familie, Inabeaondert 
von iLnaoror Tochter Harlanno, dlo zwei llonuto hior Ist und \m» 



leider am 3. September wieder verlüast. 



Ihi» 




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Jönköplnc, den 1. Februar 1958, 
Bruiasgitan kZ, 



New Tradine ^cmpany Limited, 
82, K nc William Street, 
London E.c.k, 

■ II ■ Mi ■■ I ■■ ■ ■■ I— I II > I M I w 1 ,11, I, , i f , , ^ 



Hierdurch erlaube ich mir, Sie tmi olno Coflllllcl^elt zu 

bitten. Für steuerliche Zweclce benötige ich Angaben, wieviel die 

amerllanischen Wertpapiere, die Sie seiaorzeit für mich bencliafften. 

In der Zeit vom I.I.I937 - 2?«10.195' ^n Ert räsnieaen Gebracht haben, 

sowie welches der Stand dieser Wertpapiere an dem genanntenlPinsW und 

am 51.12.1957 war. Ich bitte Siq, diese Antwort froundliclost auch auf 

Erträgnisse der 
die/zwei Safe Way Store Corroon Sharos auszudehnen, die seinerzeit Ende 

vorigen oder Anfang dieses Jalires als Stock Dividende gegeben worden 



sind. 



Mit bestem Dank und verbindlichster Empfolilung 

Ihr sehr orgebener 



t 



c 



Jönköplng, den 27, Januar I958, 
Brunns£;atan l\Z* 



Now Tmdlnc Conpany Limited, 
82, Kinß William Stroot, 
London E ^C.lj.« 



V i 



(^ 



Sehr ceolorta Horronji 

Ich bestätige hiermit den JShpfanc elnoa Schocka Über 

£ lj.«6.2. , 
der H^ora Brief vom Z6. ds. Uts. belcefUct war* 

Hoclm chfcung« voll 



i 



NEW TRADING COMPANY LIMITED. 



Tele pho DB ■■ 
MAN S ION HOUSr. 7 70:i. 

Directors 
SIH A. M« FADYKAN fChairmon) 
P KOHN SPEYER. S.C. WARBURG /^Garm*/»;. 
H.O. LUCAS. 

Manager : 
H.O. LUCAS. 




Telegrams 

Inland NUTKACC) ( ANNON LONDON 

Foreign Nl'TRACO LONDON. 



KING WILLIAM STl^EET. 



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Dr. Kans Schaeffer, 
Brunns ga tan, 42, 
JÖNKÖPING. (Sweden) 



26th January, 1938. 



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Dear Sir, 



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We have received your letter of the 25th inst, 
and, as requested, we have pleasure in sending you herewith 
cheque in your favour for:- 

£4>6.2d . 
in settlement of your account. Kindly acknowledge receipt. 

?/ith reference to the second paragraph of your letter, 
we would infonn you that Dr. Koerner is at present on the Continent, 
but when he returns towards the end of this week, we will hand him 
your letter for attention, and in due course he will no doubt write 



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to you. 



Yours faithfully, 



Maneger 




Encl.(Cheque) 



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Jünköpln^i don 25. Januar 1958« 



New Tifidlno Company Limited^ 
82, King William Straet^ 
London L.C.lu 



Ich bo3 tS.lt Ice den Enpfang Ihroa Kontoaus Kuces, ausgehend 
zu meinen Gunsten mit £ l\,.6.Z. D» es wohl keinen Zweck hat, so 
kleine Guthaben zu unterhalten 1 bitte Ich Sic, den Saldo nach Abzug 
Ilirer Unkosten an mich durch die Post zu Ubepsenden# 

Ihr solir c^^rlirter Herr Dr. Körner Imtte mir In einem seiner 
letzten Brlofo mlteotellt, dass ein Besuch d83 Ilerm Dr* Gustav Stolpor 



in Aussicht stünde und dass er mich dann über dessen neuere Atiffassua 



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hinsichtlich der Allecliany Corporation Preference Shares unterrichten 
würde* Ich wUro dankbar für eine Mlttellunoi ob der Besuch des Herrn 
Dr» Stolper Inzwischen stattgefunden Tat und was er donlct« 

Ho chachtunos VC 11 




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JürJrüpln-, don 25. Januar 3953. 



N«w Tradlnc Company Limited, 
Ö2, King William Street, 
London L.C.Ii., 



Ich bost'tLtico den Bnpranß Hiroa Kontoatiszucea, anac«^iend 
SU meinen Oiinaten mit £ 1|.,6,2. Da os wohl keinen Zwook liat, so 
kleine Gtit!mt»n «u \mtürlmlten, bitte loh Sic, den Saldo nach Abzuß 
Iliror Unkosten an ndch d\a?ch die Post z\.i Übersenden* 

Ilir öolii» iZQQl-xtQv Herr Dr# Körner Imtte mir in einem seiner 
letzten Briefe nltgotoilt, daoa ein Besuch dop Toi^m m% Gustav Stolper 
In Ausaloiat stunde und da33 er mich dann Über deosen neuere Aufllaasunc- 
hinslchtlloh der Alleciiany Corporation Preforenoe Sharea unterrichten 
würde, ich würe dankbar für eine Mitteilung» ob der Boauoh dos Horm 
Dr» Stolper inswlsohai stattcorundon Imt und was er donlct» 

HochaohtunoS voll 



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NEW TRÄDING COMPANY LIMITED, 

82, KING WILLIAM STREET, E.C. 4. 

MANSION HOUSE 7703. 










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el d wemA/emen^^ 




Please examine this Statement, and if you find it 
incorrect kindly communicate with us at once. Unless 
we hear from you within 30 days of receipt we shall 
assume you are in agreement. 





n ciccott7i 



l mif/i jVem UMulina ~^o., l£tcl. 



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21/2 1958 



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Nordtranslt 
KÖPENHAMN 



Telegrafische Ueberweisomc erfolgt 



Schaff er 



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Dr. Hans Schäffer, Brirnnsöatan U2, 

Jönköplng. 



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21, Avenue Montaigne, 
Paris viiif 




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21, Avenue Montaigne, 



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Jönköplng» <l«n 7. März 1930. 



E.C» Oakley Esq,, 
c/o V/hlnney, Mtirray <S: Co., 
21, Avenue MontÄlgne, 
Paris 8®. 



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Liobor Oakley I 

Eö ist lan^o hor^ solt wir imn nicht ceschi^iobon habon. 

Ich dachte irimor, olnrml in absohbaror Zoit wieder nach Paris zu 

komoni aber wie d«r Stand der Vorliandliinnon mit den Ruriiinen steht, 

vermute ich, da so 03 noch etwas danern wird» Dar\in will ich Ihnen 

das, was Sie intej*essleron dürfte, Jetzt mitteilen« 

1/ In der Steuorfrage, in der Sie mir im Oktober v.Js* Ihren 
freundlichen Rat ort eilten, ist nunmelir, wie ich Ihnai 
vertraulich mitteilen möchte, ein Fortsclu'ittt erzielt 
worden • Auch ein schwedischer sehr an^osehener Steuer- 
jurist, KammarrUttsrüd widfin, hat den von mir Immer ver- 
tretenen Standpunkt G^^iHlot^ Wie Sie ans der zu Ihrer 
sehr vertraulichen Kenntnis belgelecten detitschen Ueber- 
setzuiiG seines Gutachtens ersehen worden • Daraufhin 
hat nan beschlossen, diesen Weg zu ßeherip und Goljer ar- 
beitet Jetzt auf dieser Grundlage, und zwar offenl^ar mit 
üeborzeucung» Ich selbst werde mich, nachdem die Sache 
auf das mir Gewünschte Geleise erbracht ist, etwas zurück- 
lialten und bitte Sie daher auch, diese AnGeleconl^oit vor- 
läufig 2u niemandem zu erwölinen und wenn andere sie or- 
wUlinen, nicht zu zeicon, dass sie Ihnen bekannt ist« 

2/ In einem Blatt "The ITov/ York Time« Ifcozlne" finde ich einen 
selir interessanten Artikel über Spra^ue, den alten Profes- 
sor, den Sie und ich damals Im Djzember 1953 in seinem 
''wi£wam" in Washington besuchten* Wenn ich mich rocht 
erinnere, Imt er den Gl^i^^'^ön Standpunkt schon damals 
vertreten« 



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E.G. Oakley Esq,, Pa:ü3« 



7.3.1958. 



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3/ Möven. Sichor worden Sie 3 loh orinnora, v/le Sie \ind ich auf 

unserer RUokrolso auf der "Bremen*' den Konvorsatlonssteward. 
ijilt naturwlssonschaftlichen Problemen geplagt haben Tind'^von 
Ihn Insbesondere wissen wollten, v/o die ?.TÖvon schlafen* 

Diese Angelegenheit hat ein Nachspiel gehabt. Meine 
Tochter schickt mir einen Briof , der über das Norman Bavis*' 
BUro an sie ^^elan^t ist und in dem der Stewart nunmelir das 
Ergebnis seiner Nachforschungen schildert 41 Da der Brief 
aiich für Sie mit bestlimt ist, schicke ich Ihnen das Original 
zu* 

Ich wUrdo mich selir freuen, wie'^ier einmal etwas von Ihnen zu 
hören* Ilu^o Anrofjiingen atif t^chtliohem Gebiet fehlen mir ebenso ,wl« 
Sie voraussichtlich die neinicon aiif dem Gebiete der "aooountancy" 
vermissen werden| und dann liabe ich niemanden hier, mit dem sich so 
gut dfp üeberbllck der politischen Larje der Welt finden lüsst* Sie 
sehen, es ist notwendig, dass Sie bald einmal horkomnon* 

Mit herzlichem Gruss, auch von neiner Pi^au, fUr Sie, Mrs# 



Oakley sowie die Kinder, 



Ihr 




Anlagen* 



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Jönköplns» «Ion ?. MUr» 1958. 



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E.C« Oaklay Eoq,, 
0/0 T/lilnnoy, ifurray & Co., 
21, Avonuo MontalGHO, 
P a r 1 • 8«. 



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Llobor Oakloj-, 

HS Ist lan^o her, aolt wir tns nicht ceaclirioben haben« 
Ich aaohto Inrior, ©Inr-al In absOIibaroi» Zeit v/leder nach Paris zu 
kotanan, abor wie dor Stand dor Vorlmn dliancon mit don Rucülnon steht , 
Virraut© loh, flaaa oa noch etwa» dauern wird, Darun will ich Ilinon 
dao, was Sie Intorossloron dürfte, jetst mittel Ion, 

1/ In der Steuor^raGe, In der Sie vilr im Oktober v,Js, Iliron 
froxjndllohen Rat erteilten, lot nunnialir, wie Ich Honen 
vorti^ullch mitteilen möchte, ein rortaclii'lttt erzielt 
worden. Auch ein schwediachor aelir anGeaehonor Steuor- 
jurlst, HaaraarrUttardd Wid&i, hat don von mir lr.^nGr ver- 
tretenen Standpunkt Gö^illii;t, Wie Sie aus dor zu Ihrer 
»elir vortraullchan Kenntnis beiGOlocten deutschen Uebor- 
setzunG seines Gutachtens ersehen werden. lÄxmufhln 
Imt r^in boscliloaaen, diesen Wog zu sehen, -und Goljer ar- 
beitet Jetzt auf dieser Grundlage, und zwar offonbar mit 
UeborzeuGunG« loJ^ selbst werde xaloh, nachdem die Sache 
auf das mir cöw'^'^'Ql^fco Oololse Gohracht ist, etwas zurUok- 
lialten und bitte Sie dalier uucli, diese AnGOloconliolt vor- 
läufig zu nierandera zu oi'wUlinen und wenn andere sie or- 
wUlinon, nicht zu zeicon, dasa sie Ilinen bekannt ist. 

2/ In einoci Blatt "The II ow York Tlinaa Maeazlne" finde ich einen 
•olir intorosaant«! Artikel über Spracue, den alten Profoa- 
•or den Sie xxnd loh daoals im Dyzembor 1953 In sein«» 
"Wigwam" in Washington besuchten. Wenn loh mich rocht 
erinnere, liat er den Glolctien Standpu^ikt sclion daraila 
vertreten. 



- 2 







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E»C, Oakloy E»q,, i,\;.rlÄ, 



7.5.195O. 



5/ Müvon .^ Sicher werdOA*i Slo alch orlnnorn, v/lo Slo und Ich auT 

unsoror RUolcroiao attf der "Brorien" don Itonvorsatlonostoward 
nilt naturwlssonachaftllchen Problorion £:oplact Imbon un^von^^^ 
Ihn Insboaondoi'o wissen wollton, v/o dlo Mövon ochlafen. 

Dloao Angele CO nhelt bat ©In ITaoliaplol c^liabt. Meine 
Tochter schickt mir einen Br-lof , der Ubor das llorman Bfevia* 
BUro an alo ^elanct ist und in dora der Stowart nunjnoJir dao 
Ereebnla seiner Nftchforachmcen achildert. Da der Brief 
auch fUr Sie mit boßtiiTit ist, aohidc© ich Iluien das Orieinal 
sni. 

Ich würde mich solir freuen , wieder elniruil otwaa von Ihnen zu 
hüron* Ihro Ani»OGu:icoa a;ir ri!?c:itllchäia Gebiet Tohlon mir obonsotWl« 
Sie vorQusaiohtllch die nelni^on auf don Gobicto der "aroountanoj" 
vemisoon wordon| und dann habo icli nionandcn lilor, nit dun uioh ao 
Cut der tJoborblick der politiaclien Iä-o der Welt finden lUast. Slo 
oehon, oa ist notwendig;, daso Sie bald einmal horlronrion. 

Mit horzliohean Gruaa, auch von niolner Pi'au, fUr Sie, Ivlrs, 



Oakley ■ovle die Kindor^ 



Ihr 



Anlanon, 



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M.^. 



i 12209 

I 11056 

TELEPHONES: \ ii057 

l 11058 

G. Hermanson bostad 64485 

ENGLISH, FRENCH 
GERMAN, SPANISH 
CORRESPONDENCE 



C. 



Bankers : 
AKTIEBOLAGET SVENSKA HANDELSBANKEN 



POSTGIROKONTO ,N:o 42662 

J/Jn. 



ESTABLISHED 1904 

FRUIT BROKERS & COMMISSION AQENT8 
SPECIALITY FRESH FRUITS 





TELEGRAPHIC ADDRESS: 
CARLOLSSON' QOTHENBURG 



CODES USED 

A. B. C. 5th & 6th EDITION 

BENTLEYS 

PRIVATE CODES 

ACME 

PEYCKE'S NEW EKONOMIK 



I^y^/i^^^^ (SWEDEN). 



den 12 a-oril 1938. 



ötTRA HAMNQATAN 34< 



Jur. Dr. Herr Hans Schaff er, 
c/o Svenska Tändsticks A.-B., 
Jönköplng> 



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Pä uppdrag av Safety LIatch Co* "Nur" Aere , 
Falestine, hava vi i dag tillställt Eder tva lädor Jaffa- 
apelsiner och tvä lädor Jaffa grapefrukt per järnväg. 

Vi vore tacksamma om Ni ville erkänna emot- 
i^.-^.A^'^^'^ tagandet genom att tili oss returnera talongen pa bifogade 
^(j^,^ ("^.3 o föi jesedel i underskrivet skic>* 

Högal<:tningsfullt 



bif 

1 följesedel. 










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"PARDESS" 

CO-OPERATIVE SOCIETY OF ORANGE GROWERS (est isoo) Ltd 

TEL-flVIV, Palestine 



17S1 



^lessrs. 



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"Gel-^viv y/^..,.x^J:Zl/j93_ 





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^^Mx^S^ 





S.tm/kJ..^:^^ 



2)ear Sirs, 

We request you to deliver : 

^' ( ) ^. case (s) oranges (size ) 

( ) ^rrxir- ^^^^ (^) grape fruit {size ) 

y^^ total 

free of all charges, to the address below, informing the consignee that the 
case ^ sent to him on behalf of 

"lA ^a^UJi- '[izI-y^Ue^^ ^ä^r^.^^ 




^ate of delivery : 



Consignee's Address 



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S.\[L.^:n^.A.. QLL.m..d^M'a/t^ y^ . 



Yoio'S faithfuUjiy 

"PARDESS" 

Coop. Soc. of Orange Growers 
(Est- 1900) Ltd. 



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StaatssekrotUr i»Rt 



Jöaköplng, den J. Oktober I9584 
BroinnsGatan \\2.. 



Herrn Bernt von Heisale r, 
Brannenburg am Ina/ Oberbayern« 



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Sehr geehrter Harr von Helsölar, 

Die Deutsche Gesellachaft zxm. Studium Osteuropas, Berlin, 
teilt mir mit, dass ich die Uebersendune der von Ihrem verstorbenen 
Herrn Vater veröffentlichten TTeborsetzung: Puachkln'acher Gedichte 
Ihror FreundlloW<eit schulde. Ich möchte mir erlauben, Ihnen hier- 
für meinen vBrbindl Ichs ton Dank auszusprechen. 

Ich wäre Ilmen dankbar für eine Mlttoilune, welchen Betrag 
loh Ihnen überweisen darf und um Ausstellung einer entsprechenden 
Rechnung, da diese für die Ueborweisung über Clearing notwendig ist. 

Ich hatte wlllu:'ond dos Puschkin- Jubllävims aus Veröffentlichun- 
gen sowohl in Deutschland und Frankreich als auch hier das GofUlil, 
dass es besser würa, anstatt Aufsätze über Puschkin am schreiben, 
einmal seine Dichtungen In einer wirklich unsorom Gefühl entsprochen- 
den Uebersetzung herauszubringen. Ich kannte damals die üoborsetzung 
Ilires Vators nicht. Es ist xinendlloh schade, dass es ilim nicht ver- . 
gönnt war, mehr als die Ueborsetsung der Dram«n sowie dieser Gedicht« 
zu veröffentlichen. Ich bin Ihnen jedenfalls sohr verbunden dafür, 

dass Sie es mir ermöglicht haben, diese tTebersetzuaaig kennen zu lernen. 

Mit vorzüglicher Hochachtung 

Ihr sehr ergebener 



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Deutsche Gesellschaft zum Studium Osteuropas 

BERLIN W35, POTSDAMER PßlVATSTßASSE 121E 

FEßNßUF: B 1 KUßFORST 4682 



BERLIN, den 3.o...3.e.iitem.ber.. 1958. ... 



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Herrn 



Dr. Hans Schaff er 



Jönkopiriig; 
Brunns ga tan 42 










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Sehr geehrter Herr Dr. Schaff er! 

Hierdurch bestätigen wir mit verbindlichstem Dank 
den Eingang Ihres Briefes vom 29* September. 

Ezgl. des Bändchens "Puschkin Gedichte'* dürfen wir 
Ihnen mitteilen, dass der Sohn des Dichters, Sernt von 
Heiseler . Erannenburg^ am Inn, Oberbayern, uns dieses 
Heft zugesandt hat mit der Sitte, es an Sie weiterzulei- 
ten, '^ir möchten Sie daher bitten, sich deswegen an Herrn 
von Heiseler zu wenden. 

Indem wir v/eiterhin gern zu Ihrer Verfügung stehen 



verbleiben v/ir 



mit vorzüglicher Hochachtung 





'nAßt^viu//] . 



Deutsche Gesellschaft zum Studium Osteubopas 



BERLIN W35. BISSINGZEILE 19 



FERNRUF: 21 46 82 



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Herrn 

Dr. Hans Schäffer 

Jönkopln^ 

Brunnsgatan 42 



BERLIN, den 2o. September 193S. 



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Sehr geehrter Herr Er. Schäffer! 

Auf Grund Ihrer Anfrage vom 5o. August betr. Verlag 
der Puschki n-ITachd lch tunken von Henry v. Heiseler haben 
wir uns sofort mit dem Hans-rVon-V/eber- Verlag, T.'ünchen, in 
Verbindung gesetzt, bisher aber noch keine Antv/ort erhal- 
ten. Vor einigen Tagen fragten wir noch bei einer anderen 
Stelle an, die unseren Brief an den Sohn Henry v.Keiseler's 
weiterleitete. Gestern erhielten wir nun die Antwort und 
möchten sie Ihnen gleich weitergeben. Puschkins sämtliche 
Dramen, deutsch von Henry v. Heiseler, und die Gesammelten 
Gedichte Plenry v. Heiselers, die sämtliche lyrische Nach- 
dichtungen aus Puschkin enthalten, sind im Karl Rauch-Ver- 
lag, Markkleeberg b. Leipzig, zu erhalten. Die Übertragung 
der Gedichte Puschkins ist noch beim Hans von 'Veberverlag, 
München. 

Wir möchten Sie bitten, sich mit dem genannten Verlag 
in Verbindung zu setzen. 

Hochachtungsvoll 

Deutsche Gesellschaft 
zum Studium Osteuropas 



I 



Jßnköplng, den 29, September I958, 
Drxinnagatan k2» 



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An den 

Oat -Europa -Verlag, 

Deutsche Gosollsclmft 

B Q r 1 In y^35^ 
blsslngaeile 15 



»uxn Studium O»te\iropas, 



Ich danke Ihnen vorbindlichst für Ihre Antwort auf 
meinen Brief vom JO* Augu-Bt und die Mlttellunc, daas Puschkins 
Dramen In den Vorlac von Rausch Ubergegancen sind« Ich habe 
die nötigen Schritte zur Bostenung bereits getan« 

Pernor danke Ich Ihnen für die Ueborsondung des Heftes 
^Puscloklns Gedichte" aus dem Verlag Ilans Ve Weber, Ich bitte 
um freundliche Uebersendung eln^r Faktura mit dorn fUr Auslands- 
bezug von Büchern vorgesehenen Absclilag. FUr die Clearingbe- 
zahlung Ist das Vorlegen einer solchen Faktura erforderlich* 

Indem Ich Ihnen nochmals für Ilira freundlichen Bemühun- 



gen danke, bin ich 



mit vorzüglicher Hocliachtung 



JÖnköplnc» d«n 29, Soptonbor I95C, 
Drunns^itan 1^2 • 



An don 

Oa t -Exaropa «Vor la c , 

Doutaoha Ootollsclart zxaa Studliaa Osteuropas, 

D r 1 i n W.35* 

i3l83lnßzello 19 ■' 



c 



( 



Ich dank© Urion vürblndlichat fUr Ihro Antwort auf 
raolnon Drlof vom 50, August und dl» Mlttollunc, dass Puaohklns 
Dramon In don Vorlac von Rauoch UborgoGanijon sind« Ich Imbo 
dlo nutlgen Sohritto zur Bestellung borolts cotan, 

Pornor danlco loh Ihnen für dlo Uoboroondunc äoo Ilortoe 
"Pusolilclfts Gedichte" au3 dorn Vorlag Ilans v, Wobor, Ich bitte 
ua rrc-andllche Uobarsondunc oinar Pal:tura ralt dorn fUr Aualundo- 
b«8U6 von BUchorn vorcoaoUonen Absclilac, Flir dlo CloarinGbo- 
zahluns lat das Vorlegon elnor aolchon Paktura erforderlich. 

Indem loh Ihnen nochaala rur Ilira rrärundllolion DeriUliun« 



gen danke, bin loh 



mit MDrallGllcJior Ilocliaohtunß 




^' 



Lt 



JönköplnCf 4an ^Ot Ausrast 1950^ 
Brunn 3 ca tan ^2. 



An den 

Ost-E^^irope-Vorlac # 

Deutsc-ie Gcsollscliaru zxm Studliim Oateuropaa, 

B r 1 1 n Wt^^- 

niaalnczolTe 




V. 



t 



i 



AiiT Crund d«r fimpfehlimt: in "Catouropa'J 15t Jahrcang, 

St 295 und St 6O7, bea tollte Ich bal oinor doutacV.on Buclil-iÄndranG 

Henry v* Ilolaolera IlÄChdlditiinc Puscliklns Werke, nämlich 

1/ Piiacl-üclna sämtliche Drainen, 
2/ Pusclikins Lyrik, 

beide erschienen im Verlage von Ikne v. Hober in Mlinchent 

Da die BuchlrÄndluns sich aussorstande erklUrte, die BUchor 

zu beocloaf fen, erlaube ich mir die Anfrage, ob und wie ich die 

Bücher bestellen l<ann und bitte Sie, gegebene nTalls die Ueborsondung 

an mich zu varanlassent Die Bezahlung wUrdo aladann postwendend 



über Clearing erfolcen. 



Hocloa chtun^s voll 



;^. 



JönköplnG»i«ii 8, Dozorabor 1938, 



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Lidbor Herr Phlllpsorit 

In Ergänzung der Ihnon wohl InEv/lschen von Roohtsamralt 
Paul Markowitz und Horrn Erich Markowltz zu20Gani:on6n ErklUninGön, 
von denen Ich mir Abschrift auacebeton hatte, bemerke loh folgende»: 
1/ Ich solle aua den mir zu(;;o£3anc;önon Abschriften, dass v/alir- 
schelnllch Je er der beiden Brllder nur eine ErklUrunc 
ausceatellt hat, wUlirond Sie zwei brauchen • Dosv/ecen 
fu^ö Ich mein Exemplar bei. 
Zj In der ^klärunc ^or\ Paul Iilarkowltz sehe loh, dass Irrtümlich 
^ArbeltsconehmleunG^ un torstrichen Ist* Nach der Erläute- 
rung unter 15/ kommt olno solche nicht In Prace* Ich bitte 
Sie, dies zu Undorn, falls es in Ihrem Exonplar aucih der 
Fbll ist* 
5/ fUge ich für beide Brllder meine ünterstutzuncszusacö bei» 

Mit herzlichem Gruse 

Ihr 



c 



Anla gon . 
Per licpross. 



Jag förklartir hLU:*med» att nlna vUnner« Advolmten 
dr* Paul Markowitf ooh Orooshandlair*n Srloh HriIiqivI ti » 1 
onllGhot raod doru« ansOkan tili soolulatyroleon av d«n 6 
donne • - tili vilka d<Kina ftirklara utgtJr on bllao • kocma 
att vlotaa hlx* 1 Svoz^g» «nOast tilXa &§•• 4«rtia unstJioua oia 
Itmlsmtlon tili ü,5»a, bllvlt bevJlJ«*«, 

X>»08ut<%i rcSrklarap jag» att b&da talrux vttnntr erh&lllt 
fr&n A«*a8 1 ü«8*A. boMittt bror John 0» Markt hans rpl'.ktolse» 
«tt han kcmmor att llkvlcloro ulla domo uppeh&llskoatnadep hur 
1 Svorlß«. Jae fi. min aldia fürpllktar miß hUmod att, für d«o 
hUndQla« att fürpllktola«! fr^ d x^as broro alda ioko 'kovoamv 
att Infrlas« at& fUr allt d««aa kcatnador* 

Jünktsplng doo d«oon^:>9r 1950* 



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Jönköplng^den 8» Dezombar 1958t 



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Lieber Herr Phlllpson, 

In ErgUnzuac der Ihnen wohl ln«v/i sehen von Rechtsanwalt 
Paul Markowitz und Herrn Erich Markowitz zugegancenen ErklUrungen, 
von denen Ich mir Abschrift ausgebe ton hatte ^ bemerke ich folgendes: 
1/ Ich sehe aus den mir zugegan(];enen Abschriften, dass wahr- 
scheinlich Je ier der beiden Brüder nur eine Srklärunc 
auseestellt hat, wahrend Sie zwei brauchen* Dosr/egen 
füge ich mein Exemplar bel# 
2/ In der Erklärung von Paul Markowitz sehe loh, dass irrtümlich 
'^ArbeitsgenehmlE^ing'' unterstrichen ist* Nach der Erläute- 
rung unter 15/ kormnt eine solche nicht in Frage • Ich bitte 
Sie, dies zu ändern, falls es in Ihrem Exenplar auch der 
Fall ist. 
5/ füge loh für beide Brüder meine Unterstützung« zusage bei. 

Mit herzlichem öruss 

Ihr 



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Anla ßen • 




er Express. 



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Jönköplnc» ^9n 22, Novomber I958, 
BrunnsGatan kz* 



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Lieber Herr Phlllpaon, 

Besten Dank für Ihren Telofonanruf von gostern und die 
freixndliche Zusage, sich am Mittwoch nach dem Stand der Sache za er- 
kundigen« Ich flieo Ihnen hiermit noch ein zv^-oites Exer5)lar bei^ das 
meine SchwUgorln ausgerüllt hat. In dem Stuck, das dem Soclalstyrolse 
eingereicht Ist, war bezüglich der Begmindung bei dem Antrag meiner 
Schwägerin auf das gleichzeitig eingereichte Gesuch meinos 3raders 
Bezug genommen. Ich halte os nicht fUr ausgeschlossen, dass ein an 
sich vollutündiges Gesuch gefordert vdrd. Pir diesen Fall möge das 
belliogendo dienen* 

Von Siegxmmd hatte ich einen solir ausführlichen Brief mit 
sehr wichtigen und interessanten Mitteilungen über die Lage in London. 
Wenn es Sie interessiert, werde ich Ihnen bei unserem nächsten Telefon- 



gespräch einiges darüber erzählen. 



Mit ha rzli ehern Gruss 

Ihr 




5^, 



Anlage. 



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Jönköplne, den !(.• November 1958* 



Lieber Herr Phlllpaon, 

Mein Freund Dr. L, , der mit Ihnen vor kurzem wegen dor Firma 
Jakobowltg verhandelt hat, bittet mich, die anliegende Bogrlindung zu 
einem Antrag auf Niederlassungserlaubnis zu übermitteln, ferner die 
droi Photostatkopien von Firmen, welche die Firma Jakobowltz kennen ♦ 
Die Sache läuft durch mich, well Lt wollte, dass Ich vorher einmal dai 
Antrag daraiifhln durchlese, ob wesentliche Lilcken darin sind. Die Pas^ 
sung, die Ihnen vorließt, ist die nach melarfachem Hin- und Herschreiben 
entstandene* 

L# schreibt mir nun, dass solnei Klienten bei einer PUhluncnahme 
beim Schwedischen Konsulat In Berlin gesagt worden sei, dass 2800 Be- 
worbun(::en vorliegen und die meisten Uberliaupt nicht weltorgeroicht wür- 
den. Er liabe Je loch von anderor Seite erfahren, dass man auch unmittel- 
bar die Fragebogen in Stockholm diirch einen dortigen Vertreter überrei- 
chen könnte. L. bittet mich nun, bei Ihnen festzustellen, ob Sie dazu 
bereit wären, die ausgefüllten Fragebogen, die Ihnen dann überbracht 
werden würden, beim Soolalstyrolse einzureichen und die Frage daselbst 
zu bearbeiten. 

Sobald ich Ihre Antwort erhalten habe, werde ich sie an L. 
weitergeben und diesen dann veranlassen, die Korrespondenz unmittelbar 



mit Ihnen zu führen. 



Mit herzlichem Gruss 



Ihr 



Anlagen« 



Jüaköx^lnG» iiön !(,. llovombor I93C, 



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I 



Llobor Herr Phlllpoorit 

Mein Froxxnd Dr# L. ^ dor mit Ihnen vor kurzorn wegen dor Pinna 
Jakobowltz vorhandolt hat, bittet xnlch^ die anliegende BoerUndiing za 
einem Antrag auf Nledorlaosuncsorlaubnls za Uborniittoln, feimer die 
drei Photostatkopien von Firmen, welche die Pinna Jakobowltz kennen» 
Die Sache läuft durch mich, well L# wollte, daaa Ich vorher elninal den 
Antmg daraufhin durchlese, ob waaentllclie LUcken darin alnd. Die Pas- 
sung, die Ihnen vorliegt, Ist die nach melorfaohem Hin- und Hers einreiben 

entstandene« 

L» schreibt mir nun, dass soinoi Klienten bei einer PUhl\ingna lijne 
beim Schwedischen Konsulat In Berlin gesagt worden sei, dass 2^00 Be- 
werbungen vorliocen und die meisten Uberliaupt nicht weltorgerolcht wur- 
den. Er halx) jo och von andoror Seite erflalupin, dasa smn auch unmlttoL 
bar die Fragebogen in Stocktiolm durch einen dortigen Vortreter Uborrol- 
chen könnte* L. bittet mich nun, bei Ihnen festeustellen, ob Sie dazu 
bereit wUren, die ausgefüllten Pmgtbogen, die Ilinen dann überbracht 
werdon würden, beim Soclalstyrolse einzureichen und die Frage daselbst 
SU bearbeiten # 

Sobald Ich Ihre Antwort eriialten habe, werde ich sie an L« 
Itergeben und diesen dann veranlassen, die Korrospondjnz unmittelbar 



mit Ihnen zu fuhren • 



Mit herzllctieci Gmiss 



Ihr 



Anlagen« 



Jönköplni:;, den l^.« November 195'-^ • 



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c 



LI «bor norr Phllilpson, 

In der Pitie© Aor Uoborsiodlunc ciolner Mutter hierher und dos 
Zwlsohenaiifonthalta raolnea Bruders habe Idi j-unUohst noch nicht« Ttran- 
2AB»t, woll die Ancoleconhelton cjolnoo Bruders axiT dorn anerll^nlach«! 
Conopalkonsulat in Berlin noch einer gev/isson Bearboltuns bedurfton. 
Ich liabt nur durch einen Brief, von dem Ich Durchßciilas bolfUc©, den mir 
nahe stehenden Hori*n lElßglöf in Bukarast Gebeten, bei soinen Drudor, der 
In der Sohwodlsohen Gesandtaoiiaft in Berlin tätig Ist, nloh elnii*er- 
Buissen einsuf Uhren. 

loh beabslchtlt,o nunmolu^ die Foinmilaro an Luliaschok zu »chlcken 

damit er ib-re AusfAllunc durch inolao Mutter, und sobald os soweit Ist, 

«uch durch meinen Bruder veranlasst. Denn Formular meiner Mutter boab- 

slchtiGO Ich, eine "rklärung folrondon Inhalts bolznofU^.en; 

"Jag rörklarar hlirmod, att raln modar, fru Cluirlotte 
Schürfer, rüdl Sdiäfer, efter sin övorriyttnlnc tili 
Sverife korimor att ""ura hos osa aawc att min huatini 
och ja'c koraaa att stS. Tür alla kost na der, som kunna 
uppkOLrn 1 sariJxind med rün moi»s vistolso hlU» 1 Svorico» 

Min hustru och Jas - sota Uro avenolia raedboroare - 
Uro taxorade tili en inkomst ev Ki-. 29.OOO1- och tili 
en för!.:ö^o:i!iot av Ki% 576.000:-," 

Der grosse Unterschied in der Vermöge na veranlaßunG zwischen der Suntne, 
die ich in malnem Brief an HUgclöf erwUline und der in der auaG««toll- 
ten BeaohtlniGunG beruht darauf, dass v/lr Im Hinblick auf den geatei- 
gerton O^axerinGawert des Hauaes viel höher zur VonnüGo na Steuer voran« 
laßt worden sind, ala es unaerem wirklichen Vermös«! entapricht, 
Ufeohdea von diesem Jahre ab der Tax.V/ort un Kr, 75.000 herabGoaotzt 
lat, wird dleaea etwaa beaser worden, / aer Tax. wert noch Iraner 
erheblich oborimlb dos Gezahlten RRufproises bleibt, 

Slooii^<i> J^t dura wir una aehr freuen, lusct Sie aohön 
CrUason. Mit horzllol«a Oruas von nainer Frau und mir 

Ihr 



IVAR PHILIPSON 

STOCKHOLM 



StocWiolT^ rl.en 26 sept'- er 193R» 







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Herr Do1<tor Hans Schir'fferj 
Brumus^atan 42, 



Kiriru Doktor Sch-"^fer, 



Ef ter '^tt n?? "not"' • i t 



'Tt brev av 



21 



derr»^^ r- _,. .. If? ^.^öhllch har ,; _ ' : f t en övor..", 

niK ;.^d l^unnar Jose^Vison. !< e beVr'*-^"t , t som 



jag förut merlcl^^^l ^rle Ed^r ' treoy-bar _ Its i/ill 

Sverige under det nttryc>:]. i a för" TT et, att de efter 
skoli) Ubil^'^n-irir-pv^ " ]ie i; -t. "r !v-rv/-,r ^e r^- 

-•;*'' n^^derTiandlir» '•'^r ^ri ? ett större aat-'^ ' am' fran 

Wien., '^r.m f^Vnlle f?. tiiV':telse att resa hit. ' .." d^ a 
f örhancVi T ui^'a'^" ^>iser ^"^nF^pr.Visor] . att det ic>:e är 3' .'l'iC'fc 
att -"ör- '* fT-nn-st'-^n^ ni- '-^tr' .,..ot av Yästj '" .^ - 

barne>''. ^"ans "'.■■'■-* dr^t biir möjTigt att i sarnband med beslvjtet 
anp-äende Wien-barrien ntverlca vis; a tili stand ^H'en för i ' i'^ 
bland Västraby-barnen , oc>i ja:; skall dA sc- ordna s' , aU 
un'"^ ?röTii ich Vommer i Ätan' '.. . 

Herr L. Fröhlichs brev av den 19 denn es aterg§r. 



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Med de bästa hälsnj r 



Eder tillrlvne 




1 bil. 



JÖnköplnc* don 21, Soptoraber I95O. 



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Llebor Herr Phlllpson^ 

loh sende Ihnen in Urso'^irlft ein haute bei nir elncecang«- 
nes Schreiben über den Junten Mann, dessen Bild Ihnen neulich so 
gat ceflol. 

Ich irirde nicht auf die Sache zurückkommen, wenn dieses 

Schreiben nicht zwei "nova" enthielte» 

1/ Dass der Knabe, wogen dessen frUIior bereits bei der Gomeln- 
de gesprochen worden Ist, nicht dieser Jun^e Fröhlich 
Ist, sondern ein anderer, dass also n6oh nicht "res 
Judloata" vorliegt» 

2/ Dass es sich nur um eine vorübergehende Ausbildung handelt, 
die zeltlich begrenzt werden könnte • 

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie unter diesen Ge- 
sichtspunkten auch noch einmal mit Herrn Orlinbercer sproclien könn- 
ten und alsdann sich \xm eine Lehr^-stelle, violloicht bei Herrn 
Frank Hirsch, bemlüien würden • 

Y/enn man auch von der beschränkten AufnalimefUhlckelt der 
Nachbarländer für endgültige Berufsausbildung als gegeben auszu- 
gehen hat, so glaube ich doch, dass die Länder einer holien tech- 
nischen Kultur sich der Verpflichtung ,lhro Ausbildungsraögllch- 
kelten Tür den vollkonrr.en aus seiner Bahn geworfenen Nachwuchs 
zur Verfügung zu stellen, nicht entziehen können* In dieser Hin- 
sicht waren die Erklärungen der Evian-- Konferenz und auch gerade 
die von Schweden abgegebenen eigentlich eindeutig» Ich glaube, 
man sollte die Praxis der Behörden nicht enger worden lassen als 
diese Zusagen und vor allen Dingen sie nicht aus Bednken, dass 
etwas abgelehnt werden könnte, xxxxx noch mehr verengern. 



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loh werdo Sie also loben und preisen, wenn Sie mir als 
Antwort geben könnten, dass Sie eine Lehrstelle In Aussicht haben 
und eine Auf enthaltsgenehraigunSf die mit einem Versprochen verbun- 
den Ist, In dar Ausbildung keinesfalls länger als 1 1/2 oder 2 



Jahre Im I^nde zu vorbleiben* 



Mit herzlichem Gruss 



Ihr 



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Anlage • 



I 



JÖnlcÖplnß^ den 17^ September 1958, 
Brunnscatan l\2. 



Harm Advokat Ivar Phlllpson, 
Västra TrUdeSirdsgatan I7, 
Stocidiolm« 



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Lieber Harr Phlllpson, 

Nachstahand möchte Ich Sie In einer Sache bemühen, die sich 

möellcharwelse zu. einem beruflichen Auftraß fUr Slo entwickeln wird, 

niich 
die mir aber aus menschlichen Gründen sehr am Herzon liegte 

Es handelt sich um folgendes: 

Der Orllnder und langjährige Laitor der Deutschen Roichs- 
kroditcQsellschaft, Gahelmrat Felix Hoimann, oln Mann von 7^4- Jahron, 
der zur Zeit in Malcaslne am Gardasea wohnt, ist durch die italie- 
nische Gesetzgebung gezwungon, bis zum 12, März 1955 seinen Wohn- 

sein e letzten Jahre zusammen 

sitz aufzugeben* Er möchte/mit seiner Tochter und der seit langen 
Jahren Ihn pflegenden Wirts c^iafterln In Schweden verbringen* Er 
verfügt ausser seinen deutschen und italienischen Einkommen, die 
beide durch die Gesetzgebung dieser Länder gesperrt sind, über ein 
freies Einkommen von | 5 bis l4.*0G0 Jährlich, von dem er in deir be- 
scheidenen Form, In der er lebt, solar gut leben kann* 

Oeheimrat Ileimann, der übrigens auch ein guter Bekannter 
von allen drei Wallenberg ist, ist eine im höchsten Grade verehiMings 
würdige Persönlichkeit, die auch stets die allgemei-ne Anerkennung 
gefunden hat. 

Um Ihr nwnschliches Interesse zu erwecken, will ich Ihnen 
Einiges aus seiner Vergangenheit arzäirilen. Er war zunächst Indu- 
strieller In einer kleineren märkischen Stadt (Luckenwalde) und 
setzte sich, rfechdem er dort ein Vermögen erworben hatte, mit un- 
gefUlir I4.5 Jahren zu Ruhe, d.h. er begann In diesen Zeltpunkt ein 
wissenschaftliches Studium an der Handelshochschule und der Univer- 



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• 2 • 

sltlit* WUhrond dlasea Studiiixns brach der Krl6£ aua« Die deutsche 
RohWÄrenversorgiing vmrde, wie Sie eich noch erinnern worden, von 
Walter Rathenau aufßozosen. Rathenau und oelne Mitarbeiter , vor 
allen Dingen der Oberst Kceth, flüirten diese Aufc^be so durch, 
dass slQ TAr die Versorgung eines Joden Blachcebleta eine besondoro 
Krl jG^GOsellachaft aufbauten (eine Orcanlsatlon, die, well niiinelir 
elniaal die Weltcoschlchto die Ironie liebt, auch der JetÄl^en Be- 
wlrtöohftftuncaform In Deutschland zugrunde liegt). Helrnann hatte 
n\xn den Godanken, die finanzielle Behandlung aller dieser Roh- 
stoff gesollschaften einheitlich za gestalten »Er unterbreitete 
seinen Plan Walter rJathenau, dorn er einleuchtete und der Heiinann 
ÄU diesem Zwecke In die Krlecsrohstofr-Abteilung berief • Hier 
baute nun öohelrarat Helmann aus den Plnanzroserven aller dieser 
Gesellschaften eine aelbstUndlce kleine Konaernbank auf, dl« 
Reichskredit- und Kontro; Istelle, die er dann spUter, nachdem die- 
ser Aufeabenkrels erschöpft war, nach dem Kriege zu der Reichs- 
Ba^odlteesellschaft, der 2ur Zelt gröasten und solidesten Dank 

Deutschlands, entwickelte« 

Die Verdienste Gehelrrat Heiinanna wurden stets hoch gewUr- 
dißti» Bs wurde Ihm der Titel dos Geheimen ReßioruaQifiatMl ver- 
liehen, eine fUr Persönlichire* ton, die ausoorhalb der Beamtenschaft 
standen, ganz aussorcewühnllche !^hrang# Auch der cecenwUrtlGö 
Plnanzimlnlstor hat bis lan^e In das neue RoGime hinein llim die 
persönliche Treue gehalten* 

Im Jahre I53O fand Oehelmrat Hdrrwin, daaa es richtig sei. 
Jüngeren Kräften Platz zu machen* 2r fUlilte slcli auch gesundheit- 
lich nicht mehr auf der Höhe und »og sich Infolgedessen erst nach 
Meran und später nach Malceslne zurück. Von dort wird er nun 
durch die neue Gesetxgebung vertrlebent 

Wenn Sie noch weitere Personen brauchen, die Ihnen Auskunft 




^' 



( » 



- 5 - 

Ubör Ihn geben könnten, so wird die» vor allen Dingen voneelten 

x/ 
der WarlDoirc geacliehen können, Slegmund konmt, wie Ich au« einem 

1 

houto erhaltonan Brlafd eraöho^ In 4er kommondon V/ooho mit aolaer 

Frau naoh Sohareden* 

I 

Ich bitte 3ii0 nun mücllcl^t xm oln« frorundlloh« Auslcunft, 
was am bestoa geacliiehoa kann, um den Wiinaoh von Gohalmi^t Holnann 
zu orfUlleHe Ich habe die Herron Wallenborg zvr Zelt nicht be- 
nliht, voll Ich erst elnnal Uiren Rat Über die Angele canhelt. ein- 
holen wollte» Aber Sie werden zweirollos bereit sein, «u helfont 

> 
( • 

Min rmxQc nvr orv/Ucon, ob der alte Herr Wallenberg Im Außwrnbllck 
bei den Behörden über den nütlGon 3lnflus3 verrußt oder richtiger i 
ob er bereit la t, aich nach d(M lOimpfön der letzten Wool^ion heraus 



c 



zuateaiene 



rv 



Aus London höre ich, daas das Eaviar-4hndat an den von 



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3hr»ie!i5>f Olli enen Anwalt c^C 
er •» Ihnen zu danken hat« 



1 I \ 



Mit herzlichem Gruae, auch von meiner Frau, 



Ihr 






Kv. 



x/ 



Übrigens ntich von Ihrora Onkel L'Iaurice Pbillpson, 



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JÖnköplnCf don 5» Septombor 1938, 
Brunns ra tan 1^2 . 



^ 



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Liobor Herr Phillpscrij 

Es iiandolt sioh wieder um ein© neue Beratunsaangelegenhelt , 
und «war über die Verlegung einer bedeutenden Caviar-Inport-Flrma, 
die früher in Deutschland betrieben werden ist, nach Schweden« 
Die Motive sind wieder die gleichan wie in den anderen Ihnen bekannt 
gewordenen Füllen* Ich werde bef-act, wen ich als Anwalt empfehlo 
und möchte Sie natur-^emäsc benennen« 

Ich möchte aber, bevor ich dies tue, von Ihnen wissen, ob Sie 
nicht fürchten, sich durch die Behandlung von zu vielen dieser Fälle, 
die alle dasselbe Gesicht haben (Vorle^iunc oinos für Schweden nütz- 
lichen neuen Wirtscluif tszweiges nach Schweden mit dem glaichzeitl^ien 
Ziele, einem bisher daran beteiligten Juden das Leben und die Arbelt 
in Schweden zu ermügllchen) , etwas abzunutzen^ An sich bin ich über- 
zeugt, das3 keiner ev so £Ut machen kann wie Sie, aber Sie sind 
schliesslich kein ^^unzerreissbares 3ilderbxich^# 

'iJenn Sie nicht ^^lauben, es selbst machen zu sollen, dann 
würde ich Sie bitten, mir zu empfehlen, v/en ich benennen soll« Es 
wäre auch denkbar, so vol?^zugehen , daas ich Sie empfehle und dass Sie, 
wenn an Sie herangetreten wird, einen anderen Anwalt benennen« In 
der an mich gerichteten Anfrage, die über Lilly Melchior kommt, ist 
Ihr Name bereits erwähnt, und zwar in der Form, dass ich um Ausseromg 
über Ihre Eignuig ersucht worden bin und angefragt worden bini wen 
ich an Ihrer Stelle benennen könnte« Ich möchte aber diese UrklUrung 
nicht abgeben, oline dass Sie sich dazu geäussert haben« 

M* t herzlichem Oruss 



Ihr 



pY^^a^a^M LtCrr-JtX ? 




^^1 ^ 



BrunnsGatan li2» 



^ 



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Llöbcjr Korr Phlllpaon, 

B« ^ndolt sich wieder van. olno nmi% '."oratunesaneoloiiOaholt, 

und 2vÄr Über dlo Verlo^^un^ olnor bedeutenden Cavlar-Inport-Fli^aa, 

dio fr'dlior la Djutochland botrlobon werden ist, nach Ochwodon« 

Dlo Motlvo sind wieder dlo glolohen wl« in den anderen Ihnen bekannt 

gewordenen Füllen. Idi wordo bof.act, wen Ich als Anwalt empferJ.© 

und mt)chte Slo natur --^":V.3a bonenr.on. 

Ich inöoi-ite abor, btvor ich dl«« tue, von Iluien wiesen, ob Sie 
nicht fUrchten, sich dui'ch die Sohandlung von ra vlslon dieser I^iille, 
die alle duasolbe assicht Imben (Vorlosrang olnos für Schweden nütz- 
lichen neuen Wirtschaft szv/elsdß nach Schweden ml. lo:n glelcJisclticon 
Ziele, einem blahor daran botelli^ton J\idon daa Leben \ind die Arbeit 
In Schweden zu emüglichon), etwas abzunutzen. An sich bin ich U\>Qr- 
zetiGt, dass Ireinor es ao gut naclien lomn wie 31c, aber Sie «Ind 
oohllesalioh kein "unzori^lasl«irQS Blldorbuch". 

Wenn Sie nicht tilaiiboa, es selbe t raachen zu aollon, dann 
würde ich Slo bitten, mir ju empfohlen, v/on ich benennen soll, ::a 
wUro auch denklmr, ao vorzvcehen, dass Ich sie empfehle und daaa Sie, 
wenn an Sie horan^etreten wird, einen anderen Arwalt benennen. In 
der an mich gerichteten Anfraße, die llbor Lilly itolclilor koiaat, lat 
Ihr -iurao bereits erwähnt, und zwar in der Porni, dass loh vm Ausser:inc 
Ubor Iliro Slgnu iE ersucht worden bin \ind ancofract worden bin, wen 
loh an Ihrer Stelle benennen könnte. Ich möchte aber diese ZrklHrunG 
nicht abeeben, ohne daae Sie alch dazu celiusaert haben. 

Mit herzlichem Gruaa 

Ihr 




] 



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Jönköplnc, don 3. Septomber 195O 
Brunn sgataa 142 • 



LI aber Herr Phlllpson, 

In der Anlas© sende ich Ihnen In Urschrift ein mir von 
Herrn Ludwig Fröhlich In Ratlbor zuceGangenes Schreibon boaUclich 
seines Sohne», 4«r eine Lahratelle Im Maschlnonbaufach oder In 
einer scliLossarel sucht. WUre es Ihnen möcHch, weeen des Jungen, 
lor wirklich sehr nett aussieht, einmal mit Herrn Frank Hirsch 
oder einer Ihnen sonst als caolG^et erscheinenden Porsönllchkelt 

EU Sprech) n? 

Das ist doch das Wichtigste, daas imn den jungen Leuten 

wenigstens in den technisch hochstehenden Landarn eine Ausbildung 
gibt, solbst wenn sie sie nicht in diesen LUndorn später vorwerten 

können. 

Ich habe Sl« ^uto an einen deutschen Rechtsanwalt Dr. 

Hans Redlich in der Frage der Errichtung einer laolierplatton- 

fabrlk empfohlen. Wenn dl« Saclie an Sie h rantritt, bin ich 

gern bereit, Ilinen weitere Auskünfte Über die Persönlichkeit 



zu geben. 



Mit horzliohen Qmass 

Ihr 



^/^ 



Anlage 



Brunn 3{-a tan kt» 



Lieber Eorr Phllipson, 



f 



• 



In dor» Anla^o senda Ich Ilinen In TJracl^rirt ein K*.r von 
Herrn InCLWiB Prühlloh in Ratlbor zuGöcangonoa Sohrelbon bosUglich 



•• 



ines 3o:..io3, dor oi:io Lahratello ira itoschinenbauTach oder In 



einer Rchlcsaoral sucht. Wilro os Ihnen möslich, woran *•• Junten, 
dor wirklich »rtir nett aussieht, öinmal mit Horrn Frank Hlrach 
oder einer Ihnen aonat rtls £eoicr.et orschelnenden Persönlichkeit 

au Sprech» n? . ■ 

2)fta Ist doch das Wichtigste, data An den Jvn-on Leuten 
wealgstür.3 in don technisch hoclistehendon Ländern eine Auabildunß 
eibt, selbst wenn sie sie nicht In diesen Ländern spüter verwerten 

kiJnnOQ . 

Ich :Äbo Sie ■ijQtite an einen doxitachen Rechtsanwalt Dr, 
Hans Redlich In der Frage der Errichtung einer laolierplatten- 
fabrlk oapfohlen. 7/ena die Sache an Sie h rantritt, bin loh 
QQVn bereit, Ilxnen weitere Auektofto Über die PorsUnlichkeit 



SU sieben. 



III t hersliclien Grass 

Ihr 

^{ 



Anlage 



Jünköplng, den 2l+, Aucuafc 1938, 
Brunn 8 Cft tan 1^2 ♦ 



H«rrn Advokat I, Phlllpson, 
Vta TrUdg&rdsGatan I7, 
Stockholm 16, 



{ 



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4 



LI aber Herr Phlllpson^ 

Dftö Aktenstück über die ElnbürcorLinG Ist nicht hier, 
sondern beim Jistlzdepartement. Ich wliro Ihnen solir dankbar, 
wenn Sie die Rückcabe dar Steuorzettel von dieser Stolle aus 
boantracien würden, damit wir unsere Steuern noch pünktlich Anfane 
September bezahlen können* 

Zwei in blanko unterzeichnete Formulare für die Vollmacht 
füge Ich bel^ 

Erich W* läutete mich heute von Stockholm aus an und wird 
mich wihrschelnllch hier besuchen kommen. Er war noch nicht ganz 
sicher, wie er das mit seiner Zelteinteilung machon würde. Wenn 
er sich mit Ihnen unterhält, raten Sie ihm sehr zu, dass er kommt • 

Mit herzlichem Gruss 

Ihr 



2 Anlagen, 



JünköplnCf den ^# August 1930# 
Brunn aca tan I|2# 



Herrn Advokat !• Phlllpson, 
Via TrUdg&rdasÄtan 1?, 
Stockholm l6# 



•4bMMMMBM«nM«n» 



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C 



C 



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Lieber Herr Plilllpaont 

Da* AktenstUok Über die ElnbUrf^orune Ist nicht hier, 

aoiidorn beim Ji stladepartoniont. Ich wliro Ihnen aolir dankbar, 

'I 

wenn Sie die Rückgabe der Steuorssettel von dieser Stelle aus 
beantraßiftn wurden, daitilt wir inaere Steuern noch pünktlich Anfang 
September bezahlen köinent 

/f Zwei in blanko unterzeicJrinete PorsÄxlare für die Vollmacht 

-■ / 

fU|;e Ich bel^ 



/ 



( Erich W» läutete mich heute von StockhoJjn aus an und wird 



tnleh wahracheinlich hier besuchen können* Sr war nocdi nicht £ßnz 
sicher, wie er das mit solner Zelteinteiluns machen wurde • il^nn 
>!. .KS. nlt Ihn.n unt«rhuit. raton Si. ih» «hr zu, tasn or komt 

Mit horzliohem Gruso 



i 



Ihr 



f 
2 AnKgon. 



/ 



/ 



/ 1 



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t 



Jönköplnc don I7 atiguotl I958. 
Brunnscatan 42. 



Herr Advokaten Ivar Phlllpaon, 
Vsa TrUdeardssatan I7, 
Stockholm 16« 



( 



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KUro Advokat Phlllpaon, 

Jag bor hiirraod fa rotumora kvlttot ä det mod 
Edort brev av don I9 Juli 1 chock översända beloppot, 
vedarbörllgen undartocknat av mic, Kvlttota ^tersändande 
har gonom min bortovaro fr&n Jönköplng bllvlt fördröjt, 

Mod hjürtllga hälsnlncar, 

Edor tlllglvno. 



Bll. 



( 



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Jönköplnc, don I5. Juli I958. 
BrunnsEötan l\2. 



Herr Advolcaten Ivar Phiilpsorii 
VUstra TrUdcitrdaratßn 17, 
Stockholm, 



1 1 11 >i im n I I i* 11 



Lieber Herr Plilllpson, 

Im Zrusamraenha ng mit dorn S'crelto nit Herrn AdlinG och 
Melßua Järn^-arviafrär schickte ich Ihnen solnerzolt ein Heft 
von SchleGOlhergor, von seth etc. "Das Zivilrocht der nordischen 
Länder", in dar. sich ein Aufsatz von Reichsscrichtörat Karl^ron 
befand. Ich v/Ure Ilinen dankbar, lyenn Sie mir diese Nimmer 



freundlichst zurUckeohlckai würden. 



Kit herzlicheTL Gruao 

Ihr 



f 



THEMPTANDER, WETTER och PHILIPSON 

ADVOKATBYRÄ 



S U N E WETTER 
IVAR P H ILI PSON 
CARL SWARTLING 
JOCHUM SJÖWALL 

UCO AV SVERIOES ADVOKATSAM FU ND 



TELEFONVAXEL 23 09 40 
TELEGRAMADRESS THEMP 




VÄSTRA TRÄDGARDSGATAN 17 



STOCKHOLM 



den 11 Juli 1958* 







c 



Herr «"^oktor Hans Schäffer, 
Bninnsf';atan .l|-2, 

J ö n k Q p 1 n g» 



f 



< 



Kare Doktor Schäffer, 

I dag Riottog jap; Edert brov av den 9 dennes jämte 
kopia av Edert svarsbrev t5.11 harr Abrarnowitr. , ■^^ankdirektcircn 
Odelfelt 1 Kreditbanken kUnner jar personli^-en töjiillren v'äl. 
üst'ötabankens chef i Horrköpim^; k?inner i ar; icJce loersonli^'e^n 
men skall tala vid bankens härvarande ombudc^'ian, som har anled 
ninn; att skaffa mig de bästa rekornmendationer. 

Hed de bästa hälsninr^ar, 



Eder tillfcivne 




N 



Jönküplnc, don 9, Juli 1930, 



Herrn Advokat Ivar Phlllpson, 
Vta Trudß&rdBcatan 17, 
Stockholm l6. 



mtttmimmmmat^mitmmm 



U 



r 



Lieber Herr PhUlpson, 

In der Anlage erapfani^^en Sie Urschrift eines mir heute 
von Ileri-'n ^Inisterlali^t Abramowitz zuate^nceaen Schrel':ena sowie 



Dllrohschlag meiner Antwort ♦ 



Mit herzlichem Gruss 

Ihr 



2 Anlagoi. 



l 



i 



t 



Jönköpinr don 8 jull I95O. 



Herr Advolcaton Ivar Fnlllpaon, 
VUatra 'i'rUdsurdacatan I7, 
Stoclcholiii 16 • 



V. 



KUro Ilorr Philipson, 

Rofororando tili v&rt telofonsamtal Idag ber Jac 
liUnuöd fS. övoralinda dot darvld omtalado brevot av don 3 
dennea Tran horr Abronowitz, London, oaint nitt svar dürS.. 
Vidare blfogai» jag ott brovfortmil'är av horrama Abranowltz* 
och Colins flnna. 

Samtidlct slmllo jag vllja närana, att ri^oreaeor 
Cohn undor tldon blivlt "barrlstar" 1 Encland, 

Ivled hJUrtliga häl3nlni:ai', 

Edor tlllclvno 



5 bll 



/ 



Jonl£Öplnc# den % nir« 195C. 



'/ 



f 



Ilorrn Advoloit Ivar Plilllpoaon, 
V»a Triid^jui'dBoatÄn I7, 
Stooldioln, 



»■Uli«» 



Llobor Herr PUlllpaeon, 

In dor Anlac« s«ndo Ich Urnen 4«n LobanalauC olnos j-un-on 
Incenlöurs, do» «»iaor A\ifraas\inc nach zu dttn öoGOrmnntoa Ilüolist- 
bof^bvuiron co^iJJrt. Aus dlesom liOhonalaiif worden Sio orsohon, daso 
or In olTiör Zeit, wo dioo In DoutschDünd l:oi:iost»*gÄ molar loicht 
WUt", .50lno limnina allö nit der oratcn Ilumrior bootandon hat. Zvxr 
Z«lt ar'üoltot or In der Ilclscor l^lsenGlcsDörol und lÄBcMnonrabrlk, 
In oincta Untornohnon, das fUr (T-ooso Y/or!:2cra(?>msohinon nouös::or 
ICo;istinil:tionön ala dM rortcosohrlttonsto In Soutschland Gilt, 
Inaboaondoro auch olnico Spealalltuton besitzt, dlo blolior noch 
nlrconda in dop Wolt ausprobiert v/ordon «Ind. Er iat nooli la 
unGOlÄlndlctar Stollunc, i^rciss abor, wlo aidi die Dln-o entwickelt 
laabon. In abaohlmror Zelt mit einer KUndlcunc rechnen. loh gI&u^o» 
daaa hier ein r-\ill vorliect. In den dao Land, das den Botrorrenden 
beachUftlGt, solbat einen ßroßöon Ilutzon davon Mtte, loh wiro 
Ilinon dankbar, wenn Sie die Ancolo^onlieit oiranal mit einem s^ch- 
kundlcon tiinn boaproclien würden, vielleicht nit Profooaor Odqulat, 
«u dem Sic wolil peraünlidlae §ezlohuncen Imbon. 

W^:x eine froundlloho llaolii-loht Über daa Srcobnla wäre 



loh Ilnen dankbar. 



mt lierzllohori Gioica 



Hir 



Anlaco. 



Jönköplne, den ?• April 1958. 
Brunasgatan l\2. 



E 1 1 t. 



Herrn Advokat Ivar Pfilllpsaon, 
V:a Trädg£j?d3eatan I7, 
Stockholm. 



( 



( 



( 



Lieber Herr Phillpsaon, 

i'rüiierGn 
Von dem/Präaldenton des Deutschen Relchsf Inanshof s Professor 

Dr# Herbort Dorn, der ein sehr naher Freund von mir Ist, bekomme Ich 

heute den anllecönden Brief, den Ich Ihnen der Elle halber Im Original 

be If ü.ge • 

Ich habe darauf, wie aus der Anlage orwlchtllch Ist, cö^nt- 
wortet. Ich möchte Sio nur vorher Informieren, dass Geholmrat Wohl 
einer der angesehensten deutschen Chemiker Ist, dem alle crundlegen- 
den Erfindungen auf dem Gebiete der Hof everwortung zu danken sladund 
dar sich Jetzt offenbar auch der Holzverwertung zugewendet hat» 

Sie werden zweckmässiger nicht zeigen, dass Sie von mir In- 
formiert sind} aber es ist rloch gut, wenn Sie wissen, mit v/om Sie 
es zu tun haben • 

Wenn Sie etwas welter In den Dingen drinnen sind, dann er- 
wähnen Sie ruhig einmal die Höhe Ihrer Honoraransprüche. Sie wissen, 
dass in dieser Hinsicht In Deutschland und Schweden teilweise ver- 
schiedene Grundsätze bestehen, und es ist besser, wenn man es vorher 
klärt, als wenn später Schwierigkelten erwachsen, die doch meistens 
zu Lasten des beratenden Anwalts gehen« 

Herzlichen Gruss 



Ihr 



2 Anlagen* 



Jönköplng, den 7. April 193Ö. 
BrunasQatan J+S. 



Eilt. 



Herrn Advokat Ivar PElllpsaon, 
V:a Trädg&rdscatan 17» 
Stockholm. 



i«MM«> 



c 




Lieber Horr Phlllpsaon,' 

rrUhei''en 

Von dora/TrUeldonten dos Deutsohen Relohsflnanzhofs Professor 
Dr. Herbort Dorn, der ein aelir naher Freund von mir ist, bekomme ich 
heute den anllecenden Brlof , den loh Ihnen der Elle halber Im ürlßlnal 

belf^GO» 

Ich tabe darauf, wie aus der Anlaße orwlchtllch iat. Geant- 
wortet. Ich möchte ßlo nur vorher Infonnlorwn, daas Geholxnpat Wolil 
einer dor ancosohonston deutschen Chemiker Ist, dem alle crundlecen- 
den Erf Indungen auf dem Gebiete der Hof «Verwertung zu danken sind und 
dor sich Jetzt offenbar auch der Holz Verwertung zugewendet hat. 

Slo worden zweoknlaalcer nicht zeigen, dass Sie von mir In- 
formiert alnd} aber es ist '^och gut, wenn Sie wissen, mit wen Sie 

es zu tun haben. 

Wenn Sie etwas welter In den Dingen drinnen sind, dann er- 
wülmen Sie ruhig einmal die Höhe Ihrer HonoraransprUche. Sie wissen, 
dass In dieser Hinsicht in Deutschland und Schweden teilweise ver- 
schiedene OrundsUtze bestehen, irnd es ist besser, wenn man es vorher 
klUrt, als wenn später Schwleriglceiten erwachsen, die doch meistens 
SU Lasten des beratenden Anwalts gehen. 

Herzlichen Oruss 



Ihr 



2 Anlagen. 



Dr. JUR. HEINZ PINNER 



RECHTSANWALT 



BANKKONTO • MENDELSSOHN aCO. 

W. a, J ÄGERSTR-^-e/SS 
POSTSCHECK-KONTO BERLIN 11676^ 



BERLIN NW7 

BJ£«)lJ4KlXWXaC U.D. LINDEN 32 

WOHNUNG BERLIN -WESTEND Q«t>*Al »OO 

EICHENALLE E 24 
TEL.: J 9 HEERSTRASSE 4040 



Lieber Herr SchäfTer, 

Herzlichen Dank für Ihr Schreiben voiü 4. XI »Ich akzep- 
L ere selbstverständlich Ihren Voschlag* Schmidt hat au5er diesem Brief an 
Sie noch einen Brief an Herrn C. mit, den ich offen gelassen tiabe, damit Sie 
iVin vor Ueberrei^^hung an Herrn C.zu Ihrer Information lesen können.Der Ant- 
wort von Herrn G.sehe ich natürlich mit großer Spannung entgegen. 

Mit Dr.M. 
habe ich /vegen des Herrn Kirschner od r Kürschner sofort nochmals gesprochen 
Er vvird nunmehr in der nächsten iVoche sehen, ob und ^as er feststellen kann. 
Für den Erfolg seiner Bemühungen ist er aber etwas skeptisch, daSie leider 
weder mitteilen können, wann der Herr im Hause gewesen soll noch in welcher 
Abteilung und Stellung er tätig war. Sobald ich von Dr.M.et^as höre, gebe ich 



Ihnen weitere ^-^achricht. 



C 



Für alle ihre so freundschaftlichen Bemühungen und 



Ratschläge danke ich Ihnen herzlichst und bin mit den besten Grüben 

C 




Dr. JUR. HEINZ PINN ER 

RECHTSANWALT 



BERLIN NW 7 

XB.E.«<LXJflXW>:ac u. d linden aa 

XM4<.ÖÜ^tÄ»Xdt:4jX^feXfX rtL. 124343 

X f£X3^XN^ÄiX X Kj^ JbXA)C.^Q& 



BANKKONTO MENDELSSOHN aCO. 

W. 8. JAGE RSTR.A-9/52 
POSTSC HECK-KONTO : BERLIN 11676^ 



WOHNUNG BERLIN-WES 

EICHENALLE E 24 
TEL.: J 9 HEERSTRASSE 4040 



TENO 'Jl»X»AJ.»t>ö» 



\ 






Lieber Herr Schäffer, 

Nehmen Sie meinen herzlichsten Dank für Ihre so umgehende Antv/ort vom i:8*X. 

Qhve Zeilen sind mir ein erneuter 3ev/eis Ihrer freundschaftlichen Gesin- 
nung, für die ich Ihnen aufrichtig dankbar bin. 
Die zwei Dinge, die nach Ihrem Schreiben klarfe;estellt werden mi]i;>ten,kann 

9 

ich, wie ich glaube, klarstellen: 

l)Ich kann eine Photokopie des Affidavits vorlegen, das von mir dein hie- 
sigen amerikanischen Generalkonsulat an dem Termin, zu dem ich geladen 
bin, nämlich am 2, Februar überreicht werdan wird. Was die gesundheit- 
liche Seite betrifft, so hat natürlich die Untersuchung durch den ame- 
rikanischen Konsulatsarzt noch nicht stattgefiunden;vielleicht kann 
kann das aber ersetzt werden durch eine Untersuchung des hiesigen 
schwedischen Konsulatsarztes. 
C 2)Was die für einen 6-12 monatlichen Aufenthalt in Schweden erforder- 
lichen Mittel betrifft, so wird es hoffentlich genügen, wenn ich Pho- 
tokopie meines Vermögenssteuerbescheides per l.I.ö7.,den ich dem- 
nächst erhalte, vorlege oder Bankauszüge neuesten i>atums.Aus ihnen 
wird sich ergeben, daß der Betrag meines Vermögens, umgerechnet in 
Sperrraark zxom Kurs von 7 1/2?» für einen wesentlich längeren Aufenthalt 
in Schweden, a^ beabsichtigt, ausreicht . 

Wegen der Gewähr durch einen 

Schweden von "Standing "wäre ich dankbar, wenn Sie einmal bei Herrn C. vor- 
fühlen würden;Sie sind selbstverständlich ermächtigt, ihm alles welterzu- 
sagen,Äas ich Ihnen mitteile. Erklärt er sich bereit, so will ich ihn selbst- 



c 



ver 



ständlich auch direkt darum bitten, wenn Sie das dann noch für richtig 



oder notwendig halten. 



Das Sie Schmidt in den nächsten Tagen sprechen wer- 



den, ist ein angenehmer Glückszufall.Sie können alles, was mich betrifft, 
mit ihm besprechen;ich habe vor ihm keine Geheimnisse. Er war gestern in 
London und hat sich dort auf meine Bitte nach dem Stand meines dorthin 
eingereichten Gesuchs um vorübergehende Aufenthaltserlaubnis erkundigt, 
auch mit Kaufmann und Lilly Melchior darüber gesprochen. Das Ergebnis wer- 
de ich morgen oder Donnerstag erfahren; davon wird es auch abhängen, ob es ^ 
richtig oder notwendig ist, den schwedischen Plan unverzüglich weiter- 
zuverfolgen, Sollte die Auskunft, die er mitbringt, sehr günstig sein, wofür % 
ich allerdings nicht sehr optimistisch bin, so wird man den schwedischen 
Plan vielleicht zunächst zurückstellen und erst wieder auf nehjnen, wenn die 
englischen Hoffnungen sich nicht erfüllen. Hierüber wird Ihnen Schmidt di- 



rekt berichten. 



Ueber Herrn Kirschner -wie soll die ei^entuelle andre Schreib- 



we 



ise des Namens lauten?-habe ich sofort mit meinem Freund Dr. M., der Sie 



sehr grüßen läßt, gesprochen. Ihm ist der Name nicht bekannt .Er läi2t Sie 
fragen, ob Sie nicht angeben können, wann der Herr ungefähr bei der Firma 



wa 



r und welche Art Stellung er bekleidet hat.Er will dann gern sehen, an 



) 



Hand einer Kartei oder aus dem Archiv Festellungen zu treffen und mir zur 



Weitrgabe an Sie zu übermitteln. 

Ich hoffe, nunmehr» nach Schmidts Rückkehr 

iteres von Ihnen zu hören. Nehmen Sie noclmials meinen besten Dank für 



f 



we 



Ihr freundliches Eingehen auf meine Bitten und seien Sie und Ihre Familie 



herzlichst gegrüiSt 



von Ihrem 




Dr. JUR. HEINZ PINNER 




BANK KONTO : MENDELSSOHN aCO- 

W. 8. JÄGERSTR.'^9/52 
POST SC HECK-KONTO. BERLIN 11676^ 



BERLIN NW7 

U.D.LINDEN 83 

x-Xix^ÄTÄ Kh»xo(2X sex aox 5?a6X 

WOHNUNG BERLIN-WESTEND OL « 4 » JL 1 i «JO 

EICHENALLE E 24 
TEL.: J 9 HEERSTRASSE 4040 



Lieber Herr Schaff er, 

Seitdem Sie Schmidt gesprochen haben, haben Sie von mir noch nichts wieder gehört. Das 
hat einmal seinen Grund darin, daß die letzten vierzehn Tage meiner Praxis wohl die 
beschäftigungsreichsten, wenn auch nicht gerade erfreulichsten, meiner 16^2 jährigen 
Tätigkeit als Anwalt gewesen sind und ich so gut wie gamicht zu Korrespondenz für 
mich persönlich gekommen bin. Des weiteren aber haben meine Zukunftspläne eine völ- 
lig überraschend kommende und unvermutete Aenderung erfahren; die Entwicklung dieser 
^Aenderimg wollte ich erst abwarten, bevor ich Ihnen wieder Mitteilung zukommen ließ, 

^^s handelt sich darum, daß sich mir plötzlich die Möglichkeit geboten hat, die Ein- 
wanderungs-Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für Brasilien in einer Weise zu erhal- 
ten, die mich in dieses Land besser kommen läßt, als es bei jedem andern Land der Fall 
wäre. Ich habe unter den gegebenen Umständen sofort zugegriffen und habe die bestimm- 
te Aussicht, daß von hier meinem Plan keine Schwierigkeiten entstehen werden. Es be- 
steht auch begründete Hoffnung, daß das brasilianische Innenministerium, bei dem die 
Sache augenblicklich vorliegt, keine Einwendungen erheben wird. Klappt alles wirklich- 
ich bin niirht mehr Optimist genug, an Dinge zu glauben, ehe ich sie nicht schwarz auf 
weiß vor mir sehe- so dürfte bereits Mitte Januar alles so weit seien, daß ich in 
der zweiten Januarhälfte abreisen könnte. Damit würde dann auch der schwedische Zwi- 
schenaufenthalt entfallen. Ich habe deshalb auch von der liebenswürdigen Empfehlung, 

f n Herrn Legationssekre .är Gisle von der hiesigen Schwedischen Gesandtschaft, von der 
mir Herr Westermark im Auftrag von Herrn Carlberg Kenntnis gab, noch keinen Gebrauch 
gemacht, da ich vollkommen Ihrer Ansicht bin, in Hinsicht auf einen schwedischen Zwi- 

i chenauf enthalt erst etwas zu unternehmen zu begiiinen,wenn feststeht, daß ich diesen 
Zwischenaufenthalt benötige. Ich werde Sie weiter auf dem laufenden halten und Ihnen 
insbesondere sofort Mitteilung zukommen, wenn entgegen der Erwartung, die ich zur Zeit 
hegen darf, der brasilianische Plan scheitern sollte und ich alsdann meine Bemühun- 
gen für Schweden auf nehme. Kennen Sie oder Herr Carlberg vielleicht zufällig jeman- 
den in Rio de Janeiro oder Sao Paulo, an den Sie mir, wenn es so weit ist, eine Empfeh- 
lung mitgeben könnten? Ich denke dabei weniger an Leute, die mir drüben mit Tat als 
an solche, die mir mit Rat zur Seite stehen könnten und zwar besonders in der ersten 
Zeit, in der ja schon abgesehen von allem andern die völlig mangelnde Kenntnis der 
portugiesischen Landessprache eine ungeheure Schwierigkeit darstellt. Auch wären mir 
natürlich nette Menschen, mit denen man Verkehr aufnehmen könnte, sehr erwünscht. Führt 
eine solche Empfehlung auch zu geschäftlicher Verbin.dung, so ist es desto besser. 

Meiner Familie und mir geht es gesundheitlich gut. Ich habe am 1. XII. mit 



der Liquidierung meiner Praxis begonnen, was ein riesiges Stück Arbeit darstellt, da 
ich mich durch ungeheure Aktenberge durcharbeiten muß. Der Dezember wird damit mehr 
als reichlich angefüllt sein und ich will nur hoffen, daß ich nicht noch einen Teil 
des Januar mit dazu nehmen muß. Mein Büro beahlte ich jedenfalls bis Anfang Januar 
und wahrscheinlich noch etwas länger bei. 

Ich bin Ihnen für all Ihre Bemühungen von 
Herzen dankbar, ebenso Herrn Carlberg, dem ich, wie Sie vielleicht von ihm wissen wer- 
den, auf seinen Brief an iiich,den Schmidt mitbrachte, umgehend geantwortet habe. 

Mit den besten Grüßen für Ihre Familie und Sie, auch von meiner Frau,^^^^^ ^ 

bin ich ^ X 





3 



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JönköplnCf ion I4.. Ilovomljor I95O. 



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Llebor Horr Pinner, 

loh onpflnc Iliron Brlof, und Ich habe lim mir elncohond Ubor- 
legt \ind auch mit molnoi* Prau besprochen, 

Xch clAn>x>, daaß cUie Auöolchtai»olclisto ist, wenn Sie sich 
••Xbst in einem Brief an Herrn C, wenden, und ewar In einer solchen 
Form, daas er sich als der Erotancerxincone fuhlt, also oline auf dlo 
vorhorlg« Korroapondetir, mit mir Bozuc zu nehmen. Ich weiss, dasa or 
Sie sehr achätzt und j^'oeoen Wert auf Ihr Vertrauen leet, W©nn Sie Ihn 
duTvh mich ancehen, wird er os slclior nicht so angonelirc empfinden, als 
wen 1 Sie sich solider an liin wenden. Die In melnoa ßclrirolben von 20, 
Oktober entlialtorien Informationen können Sie dabei natürlich ohne 
Quellenancabe verwerten . Ich acl-iroil)6 Ihnen das sofort, damit Sie einen 
etwaleen Brief an Herrn C, noch durch Herrn Sclinldt mitschicken könn«n. 

Ich würde übrigens empfehlen, dasa Sie In Ihrem Brief zum Aus- 
druck brlncen, daas Herr C, sich mit der Soclalstyrolso grat dann In 
Verbindung setaen aßchte, wenn wirklich feststeht, daas ISn^land nicht 
In Frage kommt. Die 80 Verhandlungen mit der Sozialbehörde gilt hier 
als eime Grosse Sache, und es wUro nicht rlchtle, Ilorrn C. zu veranlassen, 
etwas vorzunelinen, wenn nicht sicher ist, dass man der Behörde bedarf, 

pur Ihre Auekmft Über Horm Kirschnor dan*:o ich Ilmen herzlich. 
Er kann möclichorwolse audi KUrschnor helssen. Vielleicht fra^jen Sie 
Herrn M, noch einmal, ob er von so einem Mann etwas weiss, 

Hit herzlichem Gruss von Haus zu Haus 

Ihr 



Jönköplnc, den ^.^ Noveml)6r 1950 ♦ 







c 



c 




Lieber Harr Pinner, 

Ich empfing Ihren Brlof , \ind Ich habe Ihn mir elnrohand über- 
legt und auch mit meiner Frau besprochen» 

Ich glaube, dasö das Ausolchtaroichste ist, wenn Sie sich 
selbßt In einem Brief an Herrn C* wenden, und z^ar In einer solchen 
Form, daas er sich als dar Erstancöcancone f Uhlt , also ohne auf die 
vorherige Korrespondenz mit mir Bezug zu nehmen t Ich weiss, dasa er 
Sie sehr schätzt und ^^ossen Wert auf Ihr Vertrauen le^tt Wenn Sie ihn 
durch mich ancehen, wird er es sicher nicht so anrenehm empfinden, als 
wenn Sie sich selber an liin wenden. Die In meinem Scxiroiben vom 2Q. 
Oktober entlialtenen Informationen können Sie dabei natürlich ohne 
Quell enancabe werworten* Ich sclorolbe IKnen das sofort, damit Sie einen 
etwaigen Brief an Herrn C# noch durch Herrn Schmidt mitschicken können^ 

Ich würde übri^^ens empfehlen, dass Sie in Ilu»em Brief zum Aus- 
druck brlneen, dans Herr C* sich mit der Socialstyrolae erst dann In 
Verblndimg setzen möohto, wenn wirklich feststeht, dasa StiGland nicht 
In Frage kommt , Diese Vortiandltuiiion mit der Sozialbehörde gilt hier 
als eine c^^osse Sache, und es v/äro nicht rlchtlc* Herrn C. zu veranlassen, 
etwas vorzunehmen, wenn nicht sicher ist, dass man der Behörde bedarf. 

Für Ihre Auskunft über Herrn Kirschnor danke ich Urnen herzlich. 
Er kann irtöeÜ chorweise auch KUrsohnor holaaea. Vielleicht fra^^en Sie 
Herxsi M. noch einmal, ob er von ao einem Mann etwas welas« 

Mit herzllohem Gruss von Haus zu Hau« 

Il\r 



Jönköplne, den 28. Oktober l^Jo^ 
Brunnscatan l42# 



Herrn Heohtsanwalt Dr.J'^jir^ Heinz Pinner , 
Berlin -Charlottenbu rg 9 # 
Eiclienallae 21|. 



c 



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• 



Lieber Herr Pinner ^ 

Iliren Brief vo - 25# As» habe ich erhalten. Sie können sicher 
soln, daaa loh In den letzten Wochen viel an sie erdacht >)abe. Wir 
wiissten hier aolt einer Reihe von Monaten, dasc solch eine Entwlckliing 
bevorsteht, die WfUOt auch - wie loh Ihnen vertraulich sagen wlll| 
aber blehor nicht sac^n durfte - der Grund Ist, aus dem die Führung 
der R.Angeleeenhelt an Ihren Kollegien auf der anderon Strassenselte 
Übertragen wiordOt 

Was die von Ihnen ausgesprochene Absicht eines Zwlachenaufent«^ 
halts hier oder In einem anderen Lande anlangt, so kann Ich Ihnen Über 
die hiesige Lac^ genau Bescheid geben, da Ich gerade In der vercanconm 
V/oche für meinen Bruder, der mit seiner Familie vor der cl^iohen Fräße 
steht, durch den Anwalt meines Vertrauens bei der zuständigen BehcJrde 
in Stockholm Erkundjjno^ihabe eitiÄiehen lassen • 

Die Qenelml£nanc wUre hier voraussichtlich dann zu erreichen, 
wenn Sie zwei Dinge klarstellen können i 

1/ das 8 grün dsUtzl ich die Voraussetzungen für die Einwanderung 

nach den Vei^olnlgten Staaten als vorliegend angesehen werden, 
also sowolil nach der Seite des Affidavits als auch nach der 
gesundheitlichen, 

2/ dass für den Aiaf entlmlt hier Ilinen und den Ihri^^en die nötlgon 
Mittel zur Verfüßune stehen. 

Ferner wäre es schliesslich gut, dass ein hiesiger Staatsangehörige von 

anerkanntem**Standlng** der betreffenden Behörde gegenüber die Gewähr 

dafür überneliraen würde, daas Sie Inaerlmlb einer gewissen Zelt von der 



•.i 



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« 2 « 

Elmrandoin3iii;;«iaBcllchkolt naoh don Vai^olnlc;tea Staaton Gebrauch naclxon 



worden • 



Naoh üjftm, waa Sio uIp oolu'Oibonj müchto ich aanolimoiit class Slo 



dann von Pobiaiar ab die Köcllchlcolt lmb«n würden^ hior fUr dan Zwlcchon- 
aufonthiilt tmterziikorarr^n, sobald Sic dlo obigen Urkunden vorlo£;on# loh 
nehno auch an, daaa Horr Ct^desaon AuLfrasGuns Ubor Slo Icli kuuno, bereit 
wUre, eine GewUlu^ in dorn oben ancecobonon Sinne zu Ubörnolimen und v/Urie 
Ihnen, oobald Sie dlo nötigen Klara tellxi:igen erziolan können, »ton, 
oloh unniütolbar an Hin zu «enden« Ich bin auch borült, ;/üaa Slg mich 
dasu ernUditlcon, mit Ihm darüber £u aprochen* 

Die Praco eines blllicon Atifonthaltaorts v/lrd von laelnor Trau 



«unllchat noch gpprUTt* Ich werde 



r darauf sux^Jlckl: 



Wenn ee 



Ihnen rocht Ict, v/oriiber ich uin eine Ilachrioht bitte, wordo ich Herrn 
Schmidt, dor mich hier am 6% llovenbor besucht, einigosa darüber sa^^en« 

larauf 

Sie können aichAorlaoüon, daea wir alles tun worden, um Ilmen 
und don Iliriße.-n behilflich au sein* 

Mit herzlichen Ci^ila^jen von Ilatis zu liaua 

Ihr 



• 



P.S. 

Könnten Siü nxir folgendd Auskunft, viollelcht dui-oh Dr, U» 
boooliaffon? Ich werde von Froundon im Auskunrt über olnen Harm 
YJLvQohnQV Göbotdn, dor rrUlier b«l u» ©owoeon sein soll, loh orlnnoro 
mich, den Wainon dort (jolii^rt zu haben, aber loh erinnere miäi dea 
Betreffenden aelbat nlolit, Walirsoiaelnllch habe Ida Ihn auch nl« 
gesellen. Könnton Sie lalr dlo Avialcuift Ubor lim ontiroder imnittolbar 
oder duroii SclJEiidt soliicksn? da loli laeln« Freunden und dem Betreffenden 
selbst Gom cefUlllf' sein möchte« 



I 



JönkUpltio, dwa 2C. Oktober 1958. 
Brunnaüatan k2» 



norm KcCiitoanwBlt l:r,j\:x'^ Ilolaz Plnaäi«, 
Borlln-Cl:iarlotteaburß §• 

■l^yn !«■ Hill-» <• M *mi* «' I ^ya^i-» *■ «r~-<i ■ ■» ■.-oi»iJWS»«»i^».^»-i- 

EiotianalToo 24 



( 



c 



Lieber Herr PlmiGr» 

Il-rpdn Brief vorr. 2% aß« l'sabo ich erhalten« Sl« können olchor 
aoln, das3 Ich In den letzten Wodion vlol an sie c^^cht hab«, wir 
wuaaten hier seit einer Reihe von Monaten, dass solch eine mtwlcklang 



bevorsteht, die 



auch - wlo lo!\ Ilincn vort-raullch aa^en will. 



aber bisher nidit saren dt'.rrto - der Grv.nd Ist, a'U3 dem die Filinin, 



'^. 



der RtAn£6l0e;onholt an Ihren KollO£;en aiiT dar andorcn Strasaenselto 
Ubortracon witIc^ 

Wao die vai Ihnon ausrea^i^oohene Absicht oinos Zwlschonaufont« 
halts hier odor In oinon andoron Lando anlangt, 30 l^na loh Ihn&n Ubor 
die hiesige Lac^ c^nau 3o»c!iöld gobon, da loh coi«Ä* In der wrcanconoi 
Woche für meinen Bnidor, der mit aolnor P&inllle vor dor Gleichen Pi^co 
öteht, durch den Anv/alt r4elnös Vertrauens bei dor ractiindicon Bohördo 
In Stockholm ErlaindJGiri^:pihabo oitMSlohon lAMNM« 

Die Ooaolirli:^inc wUro hior vorauflslclitllch dann aw orrolohen, 
wenn nlo zwei Dlnse klaratollon könnoni 

1/ dasa c^^undoUtzllch dlo Voraus 3 otzuac«"* «'^^^^ dlo i:lnirandoininc 

nach den Vci^oinlgten Staaten als vorllo^ond an^jesehon werden > 
also sowolil nach dor solte des ATf Idavlts alo auch nach dor 
gdoundlioltllul^n^ 

2/ da«« für den Aiifontlmlt hier Ihnen vnA den Ihricon die nötlgon 
Mittel zur Verfügung otehont 

Ferner wUre es schliesslich gut, das« ein hleslcer Staatsangehörige von 

anerkanntem^Standlng" der betreffenden Behörde gegenüber die GenUhr 

dafür Ubernelinon wUrdo, dass Sie Inaarlmlb einer gewissen zolt von der 



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C 



• 2 . 

I 
I 

Einwandoruncs- '\:llc]ikolt nach den Vor-iliil^ton Slautoa Gebrauch maclion 

werden • 

Nach dorn, waa Sie mir scliPöibonj rriüclita Ich anr.ehmeui daaa Slö 

dann von Fobriiar ab die Möclichko:fc hiben wUrdon^ hior fUr den Zvrlschon- 

aufonttiiilt untei'zukorrinan, so'Dald Slo die obigen Ux^kixadan vorlocon* Iah 

nehne auch an, daas Herr Ct^desoon Aurfaasiing über Sie ich konnex bereit 

wäre, eine Gowäiir In dem oben ani^egebenea Sinne zu übornehmen und wUrde 

Ihnen, solmld Sie die nöti,:,0n Klarstellunt^en erzielen können, rutonj 

sich unmittelbar an ilm zu wenden. Ich bin auch beroit, wenzi Sie lolch 

dazu Qi 'ohti^jen, nit Ihm dai*Uber zu sprechen» 

Die Fraje eines billigen A^^nthaltßorts v/lrd von noiner Frau 

zunächst noch ©eprllTt • Ich werde spater darauf liuiniokkorruaen • V.'eiin «• 

Ilmen recht iat, worüber ich um eine Ilachricht bitte, werde loh Herrn 

Schmidt, der iilch hier am C. November besucht, elnlc®s darüber 3ai:en# 

darauf 

Slo können aich ^erla8sen, daaa wir allea tvix worden, um Ihnen 
und den Ilipl£;o.-n bohliriich zu sein» 

Mit herzlichen Glossen von Ilaus zu llaua 

Ihr 



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Könnton Slo mir folgonda Axiakunft, vlollelcht duroh Dr. U* 
bescliaffon? Ic}x worde von Proundori lua Auakvuift Ubor oinon norm 
Klrsclmor c9t>ot«n, der früher bei U, gswoaon sein soll. loh orlnnoro 
nloh, den Nanon dort cohört zu haben, abar loh orlnnoro mich dos 
B«tr«ff«ndon selbst nicht. Waliracholnllch liabe ioli Ihn auch nie 
gosohan. Könnton Slo mir dlo Auskunft Ubor Ihn ontwodor unmittelbar 
oder duroh Sclinidt schicken? da loh no In« Freunden und dem Botrofrendon 
selbst GQwa gofUllic S9in möchte* 



Dr. JUR. HEINZ PINNER 



6^>f^<i¥4X^S 



RECHTSANWALT 



BANKKONTO: MENDELSSOHN aCO. 

W. 8. JÄGERSTR ^9/5P 
POSTSC HECK-KONTO BERLIN 11 »76^ 




BERLIN NW 7 

U. C^U.v'DKTi 32 
TEL.: 1f2 43 43 

WOHNUNG BERLIN-WESTEND Cl • fcJiJ • A • ÖO 

EICHENALLE E 2^ 
TEL.: J 9 HEERSTRASSE 4040 



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Lieber Herr Schäffer, 

Äenn ich mich haute an Sie nicht beruflich in meiner Eigenschaft als nechts- 
berater der Stab sondern in einer persönlichen Angelegenheit >vende,so ge- 
' hie.t dies im Hinblick auf die vielen Beweise der freundlichen Gesinnung, 
die ich im Lauf unserer Bekanntschaft von Ihnen erhalten habe und die mich 
hoffen lassen, daß Sie mir nicht böse sind, wenn ich mit einer Anfrage und 

der Bitte um offene Antwort an Äie herantrete. 

Sie werden ja wissen, dai mei- 
ne Anwaltstätigkeit am 30.XI.ihr Ende findet. Ich habe, wie die meisten Kol- 
legen, die sich in ähnlicher Lage wie ich befinden, nicht die Absicht, meine 
Zulassung als Konsulent zu beantragen;die Gründe hierfür im einzelnen an- 
zuführen, würde den Brief zu lang werden lassen. Nachdem ich bisher die Hoff- 
nung nicht aufgegeben hatte, mich hier halten zu können und es zu vermeiden, 
Deutschland verlassen zu müssen, hat sich dies durch den Verlust anwaltli- 

aer ßetätigungsmöglichkeit geändert. Ich erwäge, mit meiner r'amilie nach 
U. S.A. zu gehen. Leider ist das ein i//eg,der aunierordentlich viel Zeit in 
Anspruch nimmt .Qbschon ich den Antrag auf lirteilung der Visen bereits vor 
einiger Zeit gestellt habe, wird seitens des hiesigen Generalkonsulats erst 
im Februar 1269 in die Prüfung der in meinem Besitz befindlichen Unterlagen 
eingetreten und ich kann erst für früh.:stens Herbst 1939 mit der Möglich- 
keit einer Einreise nach U. S.A. rechnen. Wenn irgend möglich, möchte ich ver- 
meiden, bis dahin hier zu bleiben; ich habe vielmehr die Absicht, in irgend 
einem andern Land so lange Zwischenaufenthalt zu nehmen, bis ich die Visen 
nach U. S.A. erhalte. Ich habe mich diesbezüglich nach England gevvandtjes ist 



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aber so zweifelhaft, ob es dort klappen wird, daß ich vorsorglich auch nach 
andern Ländern Ausschau halte. 

Meine Frage an Sie ist nun die, ob Sie es 
wohl für aussichtsreich halten, wenn ich mich in Schweden um eine Aufenthalts 



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erlaubnis für meine Frau, meine beiden Söhne und mich für die Zeit bis zur 
Erteilung der Visen für U. S.A. bemühe, um dort an einem nicht zu teuren Ort 
die Visenerteilung abzuwarten. Ich bin mir klar darüber, daä Sie selbst in 
dieser Beziehung, da Sie ja auch erst einige Jahre dort sind, vielleicht niJnt 
allzu viel helfen können; ich könnte mir aber denken, daiä eine Fürsprache 
der Stab hierbei von erheblicher Bedeutung wäre. Auch würde viellelchL die 
Tatsache, das mein Vater als Aufsichtsratsvorsitzender der Unionbank jal-ire- 
lang hier schwedische Interessen wahrgenommen hat und ich schon zu seinen 
Lebzeiten, besonders aber nach seinem Tode einen Teil der deutschen Inte- 
ressen der Stab wahrgenomiiien und somit im schwedischem Interesse bis heu- 
te tätig war, einem Aufenthaltsgesuch Aussicht auf Erfolg geben. Herr Direk- 
tor Carlberg ist mir besonders in der letzten Zelt immer so freundlich ge f 
genüber getreten, dai ich hoffen möchte, daii er, wenn ein Gesuch um Aufenthalts' 
erlaubnis in Schweden überhaupt mit Aussicht auf Erfolg gestellt werden kann^ 



ein solches Gesuch unterstützen würde. .Jaterielle Bedenken würden einer 
Aufenthaltserlaubnis für die beschränkte Zeit bis zur Erteilung der Vi- 
sen nach D, S.A. nicht entgegenstehen. Denn wenn auch mein Vermögen durch 
Umwandlung in Sperrmark ausserordentlich zusammenschmilzt, so bleibt doch 
mehr als genug für einen vorübergehenden, 6-12Monate voraussichtlich dau- 
ernden Aufenthalt in Schweden; es muß ja sogar noch für eine wohl nicht 
unerhebliche Zeit in U. S.A. ausreichen, da ich vorläufig noch keine Idee 



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habe, ob und welche Arbeit ich dtfüben finden werde* 



Bitte lassen Sie mich 



offen wissen, ob Sie sich von einem Antrag, wie von mir beabsichtigt, Erfolg 
versprechen und bejahendenfalls, ob Sie glauben, daß Sie und/oder Stab mir 



dabei In irgend einer /«eise helfen könnten. Seien 3ie versichert, dau ich 
mir der Schwierigkeit der Angelegenheit voll bewußt bin und es deshalb 
ohne weiteres verstehen werde, wenn Sie mir etwa schreiben müüten,dali nichts 



zu machen sei. 



Mit den besten Grüßen für Ihre Familie und Sie 

bin ich 






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Ab«c rift. 



dlsche Technische oc! schul« l^riderlclana zu iCarleruh« 



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Zeugnis 
über die 
Dlplonvorprüfunc Im *::a8chinenwet;en 
dec . crrn ieina Follak aus alle a« 


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PrU ftmgc f »che r 


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Boten % 3>üfer 


1. 


i)ar 8t eilende ;eoiBetrlc 


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2. 


höhere atheaatlk 


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Physik 


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4 


4,5 


■ Bühl 


4. 


Chemie 


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• Stock 


5. 


**echanlffche Technolo^^ie 


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5,5 • 


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6. 


aschinenölmente 


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• 5,6 


■ Kluge 


7. 


ec::ni8che echanl'- 


■f 5.- ' 


• Tolle 


8. 


echnische Thermodynamik . 


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9. 


ajHchinenzeiohn^n ^ ^ 




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I^ibeaübimsen 3 Semester getrieben 



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u^T Kandidat erliäll. hiernach das '/ooaßiturteil 

*>Iit Auecelchnung beotcuidene 



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larleruhe, den 25# noveiaber 1333 

Der Torsitzenae der 
rrüfungBkommlö3ion; 
geze Benoit 



Der i ektor: 
gez • liluge 



Die Elnselnoten sind wie folgt 
in Zahlen ausgedruckt: 

bis ausschließlich 3 

1 • • 5 

* • 6 sehr gute 



xingsMgend , 
genügend , 



Die Gescuaturteile 
lauten; 

Be^tanden^ 
Gut bestanden, j 

Sehr gut bestanden, \ 
y.it Auszeichnung beetaadea 



JUnköplnc, den 9. lüUrz 195O. 




<^^^i^ Ic/^ä^ 



Ilorrn Advolat Ivar Plilllpsaon, 
Vja 'X'rUdr&rdsgatan I7, 
Stocldiolm. 




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Li ober Herr PJilUjMMMMlt 

In der Anlace »endo loh Ihnen den Lobenalauf olnoa jim^on 
Inconleixrs, der meiner Auffassune nach 2ii den so;jenftnnten Höchst- 
beoabuncen gehört« Aus diesem LebonslauT werden Sie ersehen, dass 
er in einer Zelt, wo dies in Doutschland keiaeswecs melrr leicht 
war, seine Sxanina alle nit der ersten Niiinner bestanden hat. Z\xr 
Seit arbeitet er in der Noisser Eisengiocs^roi und Maschinenfabrik, 
in einem Untorneh^ion, das flir ^^osse Worl:20ii(5:naschinen neues tor 
Kons tinilit Ionen als das fortcesolirittcnsto in Deutschland Gilt, 
insbeaondero auch einice Spezialitäten bosltBt, die bisher noch 
nlri:;oad3 in der Welt ausprobiert worden sind» Er ist nodi In 
un,:jokUndl£:ter Stellunc^ nuss abor^ wie sich die Dince entwickelt 
haben I in absehbarer Zelt mit einer KUndij^^iinG rechnen* Ich glaube, 
dass hier ein Fall vorlioct, in dem das Land, das den Betrorfenden 
beschliftlGt, solbst einen Crossen Nutzen davon hätte # loh w:>g 
Ihnen dankbar, wenn Sic die An^elesenlieit einmal mit einem sl^ch- 
kundigen IvSann besprechen würden, vielleicht mit Professor Odqulst, 
zu dem Sie wolil persönliche goEiehuncen liabent 

PUr eine freundllohe llachrioht Über das Srcebnls wäre 



loh Ihnen dankbar* 



Hit herzlichem Gruss 



Anlane* 



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lyvUi/Ji/H.^'i'^^ 










Abschrift. 



J3adiccl:c l'eonnische Hochr.c.aule Pridericiana zu Karlsruhe. 



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Zeugnis 
über die 

TDipl c Li-Haai^tpr iirun^; . 

Herr Heinz Poliali: aus Halle a. u. Gaaie 

iot in denjeni'jen Ger oriüt Hu len cejvrüft Y:crden, deren Keiiiitnic naoh 
der Diplom- Prüfuji£isordnung der TechniBChen Hochßohule zu i irln- 
ruhe in der Mploia-Üauj tpraf-on,;: der A^bteilun;: Tilr 

Maschinemveeen und Rlektroteciinik 
Fao:irichtun.;j; : -iaschinenv. csen 

verlanr^t wird* Ant arund der innen bei^ef-'^^ten Urteile über die 
Diploiii- Arbeit und die einzelnen ?'loIier^der mündliolien Pr^Ifun^ iot 
ihm das Geoarat urteil 

"Mit Auszeiclmung bestanden" 
zuerkannt v;orden* Deninach v;ird ihm der Grad eines 

D i p 1 m - I n 2 e n i e u r r> 

(abgekürzte 3chreib\eise: Dipl.-Ini-. ) 

erteilt. 






Earlcruhe, den S. Juli l^j% 

Der Rektor: 
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Über die 
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(Diplom- Arbeit und Diploii-Rchlußprüfun,^) 



A* D i p 1 m - A r b e i t 

Die Aufgabe für die Diplom- Arbeit betraf: 

Theoretisch Eridttlunii; der Ge8chwi/;.dißkeitß- und Druckver- 
tellunv; an der kreiGbosenförmigen Schaufel oineo Centrif ug .1- 
pumpenrades mit Hilfe konformer Abbildu.n,{;. 

Auf gabesteiler: Professor W. Spannhalce 

Bearbeitungsfriot: 8 Wochen 

Die Diplom-Arbeit wurde von der Prüfungskoiamission uit der Note 
6,0 (sehr gut) bewertet. 



Leibeßübungen: 5 Semester regelmäßig getrieben Tv/ele 



AbGohrift. (2. Bl .) 



B. D i p 1 m - Seh 1 ii ß p r ü f u n p' 



BezcichnLLn>«c der 



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Tloten 



Kamen der Prüfer 







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l^ürun£is f r.clier 



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Große Konetrixlrtionöarbeit 

Pflichtfächer: 

1. V.'L'Tiiekraftmaechincn and 

DampfkcGsel 

2. Hel/G- imcl Fcräcrrna- 
schinen 

3* St röniunss lehre xind 

StrömungsnaGchinen 

4. Teohniöche Thermody- 
naiaik II imd III 

5# Vverkzeu£jnanchinen 

6* ajGetrieüelehre 5t5 

hl'^echanü: Ober- 
stufe 6,0 

7 • El ekt ro t eclinik 

8. Wirtcohaft imd Recht 

Walilf ächcr : 

9» Kleine Koriötruktions- 
Aufgabe in Hebemaschi- 
nen 5.0 

10. Kältemaschinen und Kühlaiila- 

6,0 



■I ■■! ■ I I m I «.«p.««» •>. 



6,0 
4,5 



5,5 



5.5 
5.5 



5.7 

5,0 
5.0 



gen 

11. ilonGtruktionGübuntion 
in Strümun£;snaGchinen 



5.5 



I m O ' iii— ' %^mmmm ■^'»•-»mmßmmmm «mu»w 



Kraemer 



Kraeiiier 

Benoit 

Spp.nnhake 

Plank 
Kessner 
Po G Chi 

Klotter 

lUcliter 

V. MühlenfelG 



Benoit 



Plank 



Spannhake 



Der Abteilun^'sleitcr: 
gez. Tölke. 



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v.n bedeuten: 
bis aueschließi. 5: 

4 ff ff 5 . 

5 ^ 6: nehr {jut 



Beraerkun^^ 



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ungenügend 
genü/^end 

Tut 



Die ^.reBaraturteile lauten: 
Bestanden 
Gut bestanden 
Sehr gut bestanden 
Mit Auszeichnung bestanden 



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Dr. Ludwig Posener 

Västraby « Löberöd 
Schweden. 



Västraby d. 20.3.38. 



Herrn 

Dr.Ksnns Schaffe r, 

Jör]kÖT:)inrr. 



Sehr ß:eehrter Terr Dr. Schaf f er ! 

Wahrscheinlich haloen Sie inzwischen £^uf anderem :.ege erfahren, 
dass die Fortf^j.hrunp^ der Schule auf ein v/eiteres Jahr gesichert 
ist. Wieviel Sor;c^en"und inihe das p:ekostet hat, v/issen Sie, und 
ich möchte nicht versäumen, Ihnen nochmals für Ihre Hilfe und 
Bereitwilligkeit in der vergangenen Zeit bestens zu danken. 



es 



leider hahen sich die Din^e jetzt so überstürzt, dass es mir 
nicht mehr möglich war, Sie r^ersönlich aufzusuchen, wie ich 
sehr rerne ^etan hätte. Indem ich Sie bitte, der Schule Ihr 
Interesse weiter zu erhalten, möchte ich mich hierdurch von 
Ihnen verabschieden, da ich Schweden in diesen Tagen verlasse. 

Mit freundlichen Grüssen für Sie und Ihre Gattin bin ich 



Ihre erp'ebene 





OrC^^-c-^ 



JönktJplnc den 5* 
BninnacatÄn i|2# 



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jantÄtf 1957. 






Frau Dr. Lotte Poaonor, 
Lands chulhelm "Kristinoiiov^, 
Västraby por Löboi'üd* 






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Sehr verehrte GiiUdlGe Frau, ^ 

Von Herrn Dr# Priedentlml bolcam loh soeben foleendon 
Brief, aua dem Ich das Oefulil Cöwirri«, dasa or Sie völlig mlaa- 
varstandon hat. Er scheint durchaua nicht zu irlsaen, äass ich 
in dieser Sache cenau Informiert bin and ml<jh schon sölir welt- 



gehend für sio 



elneeaotzt habe> so vjoltgehend, dass ich nlch' 



nelir ton kann« .: 

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Sie sich des 
Herrn Dr. Prledenthal bedienen, tun mir k]^r 2511 maclaen, dass loh 
mich noch einmal In Stockholm uomühon soll^ zumal Sie mir doch 
seibat am Telefon ^esa^jt liaben, dass Sie yerötUüden, dass ich 

im Aucenblick nichts xnehr tim könne • \ \ \ 

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TrotzdoBH stehe ich Herrn Dr. Prled^infchal km Sonnabend 
sehr z^'^^ «^^ VorfUßiine "und bitte Sie, ihn davon Irl Kenntnis 
J5U setzen, dass ich Ihn tinmlttelbar nach seiner Artkuinft um 1 Uhr 
zim Limch erwarte. Xi^r^ er nicht kommen kann, möchte er mich 

das rechtzeitig wissen lassen. i . 

\ 
Mit verblndllclisten Gruss • 



Ihr sehr orcöhe ner 






Anlage 



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!^ 



H 



Jönköplnc, don 5. Januar 1957» 
Drtmnsi^ataa l^» 



Frau Dr. Lotto Poaonor, 
lÄndsoliulIioln "ICriatinoiiov", 
VUatraliy -r^or Lübor üd« 



C 




Soiir vorohrto ©lUdlco Frau, 

Von norm ■^. Prlodentlial Tjolcam ioh sooboa folcondon 
Brlof , aus doKi loh daa GoT'^UiL qo\'i!L\v^q, daso or Sie vülllG kiIos- 
vorotandon l-»t. Sr scheint durcliaus nicht zu wlaaon, äaas loh 
In dleaor Sache conau infontiiort bin und nlch achon aohr weit- 
gehend für sie oln^osatzt Imbo, so \voltß«li«ld, daoa Ich nlcl 

nolir tun Icann, 

Ich laann mir auch nicht voratollen, daea Sie sich dea 
Herrn Dr. Priedenthal bodlonon, um mir klar «u mdion, daaa loh 
«loh nocxh olmnal In Stockholr: bomülion aoll, zuml Sie nilr doch 
flolbat an Telefon ßea&c^ liaben, daaa Sie verof'jiden, daaa loh 
Im AuGonbllck nlchta xaölir tun künno. 

Trotzdcn st oho loh Herrn Dr. Frieden tlial am Son:iabond 
aolTT "orn zur VorfUc.yiG xond bitte Sie, Hin davon in Kenntnla 
zu setzen, daoa loh Hin tuimlttolbar nach a einer Anloinft un 1 Ulir 
zun Lunch erwarte. Wenn or nldit koraien kann, rtöchte c;« nich 

daa roditzeltlc wlaaon laaaen. 

Mit verblndlicliaton Gruaa 

Ihr aolir orcöbener 



Anlace 



/ 



/ 



X 



Jönköplnß, don J. 
Brunnsüatan 1+2. 



Januai* I93G 



Fimu Dr. liOtto Poaonor, 
Lands ohulhelm "Krlotlnohov", 
VUstraby per Löboröd, 



( ' 



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I 



Solar vorohrto c^'^^^ilCQ Frau, 

Erat hoiito fcOBmo Ich zur Boantwoi-tiing Iliroe Schreibe na 



von 16 • DezcmiboTt 

Leider Icaim Ich nach dleaer ontacheidondon StellxinGr»lino 
der 3tocklxol!7ior Qomolndo nichts mehr tun« Wenn man voraiicht, eine 
ao deutliche Stellun^^ialime nochmals su andern^ so nüoato man wirklich 
entweder none Gosichtapvinkte anflUiron pdor sich mit seiner Person 9101 
anders einsetzen, als es Ihnen in Zukunft müelich sein wird. 

Ich lasae es dahin gestellt sein, ob dioso Saclie so laufen 
muöstoi solche Ueborleguncen haben Ja keinen Zweck« 

loh wUnsche Ihnen ein rocht gutes neues Jalir und bin 

mit verbindliclisten Gruas 

Ilir selir orcoboner 




} 



Jönköplnc» den 5» Ja-Tuar 19 5Ö» 
Bz*unns@atan 1^« 



Fi'-au Dr» Lott« Posenor, 
Landschulhelra "Kristlnehov", 
VUstraby per Löberöd» 



( 



c 



Sehr verehrt cnUdi^-o Fi^u, 

Erst houte komno ich zur Beantwortung Ilircs Schreibens 

vom l6. Dezöüiber* 

Leider kann ich naoh dieser entscheidenden Stelliinenahme 
der Stockholmer Gemeinde nichts mehr tun« Wenn man versucht, eine 
so deutliche Stellunsnahme noclimals zu ändern, so mUssto man wirklich 
entweder neue Gesichtspunkte anfUlu?on pder sich mit seiner Person s^nz 
anders einsetzen, als es Danen in Zukunft rnößlich sein wird. 

Ich lasse es dahin Gestellt sein, ob diese Sache so latiCea 
musstei solche Ueborleßuncön haben Ja keinen Zweck* 

Ich wünsche Ihnen ein recht gutes neues Jahr und bin 

mit verbindlichstem Grass 

Ihr selxr ergebener 



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^Ä, 



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JdnkÖpingf den 14. Jjezeribei I;bi8. 



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vdo ^-^-vK 



Lleloe gnädige Vrau, 

erlauben Siet dass ich itich mit einer 3itte 
an Sie wende» Kenatei die Sie doch "besser kennt als ichf sagt> 
dass Sie mir das nicht verübeln würden» 

Ich habe in der Zeit vom 8 - 10. Januar be- 
ruflich in Oslo zu tun« Ich würde diesen Aufenthalt gern benut- 
zen, un Odd Kansen zu besuchen und mit ihm einmal über die i'rage 
der Flüchtlinge zu sprechen« Ich habe mich Ji^eit Jahren, wie Sie 
Tielleicht wissen, mit diesem Problem bescnäftigt una kenne ja 
doch die Henschen, um die es sich handelt, das Land, aus dem sie 
kommen, und schliesslich auch diejenigen, die sie daraus vertrei- 
ben, fast alle persönlich. Ich habe das CJefühl, dass mit ein 
wenig mehr Kenntnis auf diesem lebiet vieles besser gemacht wer- 
den könnte. Das ist es aber nicht, was ich Herrn Nansen sagen 
will, ich will auch nicht für mich irgend ein Arbeitsfeld haben, 
sondern ich will ihm einige bedanken unterbreiten, von denen ich das 
Grefühl habe, dass sie spätestens im nächsten Frühjahr sehr plötz- 
lich praktische Bedeutung bekommen werden und die daher vorbereitet 



w<^-rden müssten. 



Ich weiss von T enate, dass Sie mit Odd i^ansens 



Schwester sehr befreundft sind und wäre Ihnen nun dankbar, wenn 
Sie mir ent^veder selbst oder durch Ihre Freundin eine Einführung 
bei ihm verschaffen könnten, so dass er bereits vor meinem Hin- 



ko^riK'n Ton meinem Besuch weiss und mir eine Stunde zur Verfügung 



stellt« 



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( 



Kürzlich besuchte uns Herr Adler-Iudel, der sehr 



danklDar ron der l'lnführung sprach, die Sie ihm zu dem schwedischen 
Minister in London gegeben haben* lilr hatte eine längere Unterhal- 
tung mit ihm und hatte das lefühl, auf warmes menscnlicnes Inter- 
esse für seine Arbeit zu stos^ en. Auch die j:mpf ehlungen, aie ihm 
Herr Prytz mit nach Schweden gab, sind ihm, wie Herr Adler-Kudel 

mir ?agte, hier sehr nützlich gewesen« 

Mit einem herzlichen Grruss und dem V^unsch, dass 

Sie ein schönes ueihnachts- und i^eujahrsf est reil ben mögen 

in aufrichtiger Verehrung 

Ihr 



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t4vaNJS ScMAe^F^f^ Cout 



ex. 



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Jönküplne, den 29. Novonber I95O, 
BrunnsGatan l^-S, / 



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Herrn Kurt Rachvralsky, 
London-Edg eware « 

19 Chostnut Avonuo 



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Solir C9oiii''t<»* Ilox'r Rcchwolsky, 



An lo, da, Mts, erlaubte ioh mir, Ihnen oinon Brief zu 

aolirolben, der offenbar seine Adresse nicht erreicht hat. Ich schicke 

\ 

d*h«r einen rurchadilas diese» Briefes nach, iliror Schwager habe loh 
von dem InJjalt doa Briefes iCoiatnis segoben, ';'. 

Mit vorzüglicher llodiachtunß 






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Anlage 



f 



Jönköplnc» den l8. Novombor 1958« 
nruansgatan I|.2# 



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c 



Herrn Kiirt Rachwalslcy, 
London-Slgeware « 
15 Chestnut Avenu« 

Solir Geehrter Herr Rachwalalqr, 

Ihr Schwacer Richard Galloraon bittet mich. In olnen heute früh 
hier e Inr et rof fönen Brief, :vMi mit Ihnen In Vorblnduns zxx setzen und 
Hin bei seinen Bera; ihun^en , oln neuos Leben aufzubauen, z^a unterstützen. 
Ihr Schwager, mit dorn loh nach d«n Tod« «•Ine» Schwlecervaters, des 
Geh.Justlzratß De. Adolf Hoilborr, in nähors Verblndunc l<ain und der 
mlch,ebonso wie or meinen Schwiegervater seit vielen Jahren treu be- 
raten hatte, auch bei der Abwicklung des Naclilasaoa solir freundschaft- 
lich unterstützt bat, h^t sich mit mir seit dorn Sormer dieses Jahres 
auch in seinen eigenen Angele -^enheiten beraten. Wir dachten zunächst 
daran, dass er sich vielleicht einer Ausbildung als Chartoroc Aocoxmtanv 
m England unterziehen sollte, vn dann In elno'.n seiner biaheriean Beru- 
fen eine lihnliche Tätigkeit auf zun eh^ien , Wir kamen dann aber davon ab, 
nachdem wir iie Dauer einer solohon Ausbilduns und auch die Schwierig- 



keiten f*»ir olnen Ausländer, in don Beruf selbst hineinzukommen, sahen. 



Ich sagte dann Ihrom Schwager zu, daas loh , 



sobald mein Bruder m:i^ 



i 



dessen Familie, für die loh ein Depot in den Veröinlcton Staaten hin- 
terlegen fflusate, dort angekommen seien, zusa-imon mit neiner Schwägerin 
für ihn ein Affidavit zu erlangen suchen WJrde, nachdem or mir gesagt 
hatte, dass Sie zwar ber-elt seien, seinen Unterlmlt zu tragen, aber 
Sohwlerißkalton hätten, ein Affidavit zu erlangen. 

Mein Bruder mit seiner Pamilio ist ztir Zelt noch in Deutschland. 
Er wird Im Frühjahr oder um die Mitte nächsten Jahros wohl In die Ver» 
einigten Staaten hineinkommen können. Bis dahin versuche ich. Ihn und 
seine Familie sowie meine Mutter tu uns nach hier zu bekommen. 



a 



> 2 - 



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*. 



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) 



^Ihr Schwager sohrlab mir vor einigen Wochen, ob Ich Ihm Var- 

tretungen ausländischer HUi:3or in Eneland verachaffen könnte. Ich ant- 

wertete darauf, dasa ralr dies nicht mÖGlich ist, well es mir an Jeglichen 
Beziehungen dieser Art fehlte. 

Nun haben sich die Erelcnisao rascher entwickelt, als wir alle 
dachten. Ich habe darauf Gestern, noch bevor der Brief Ihres Schwagers 
eintraf, an unseren gemelnsaa»n Anwalt sosehr leben und ihrem Schwager 
coraton, sich mit Ihnen In Vorbindung L setzen und wenigstens einen 
vorüber Cohen den Aufentlialt für sich In England zu erwirken. Solche Auf- 
enthalte werdan gewährt, wenn ein englischer Bürger von einigem 
"Standing" die Verpflichtung übernimmt, für den Betreffenden wülirend 
dos Aufenthalts dort a\ifzukommen und dafür zu sorgen, dass er nach einer 
gewissen Zelt das Land wieder vorlUsst, um nach einem anderen dauernden 

Aufenthaltsort zu kommen. Ich weiss, dasa im Büro des Dr. Alfred Kauff« 

-, „ Lilly 

mann, 16, Coleman Street, London E,C,2, von Fräulein Dr./Melcliior be- 
reits eine Reihe solcher Fülle mit Erfolg durchge^hrt worden sind. 
Wenn Ihr Schwager nach den Vereinigten Staaten ko-nmt, wvrde ich Ihm 
noch einige Empfehlungen geben können, aber es ist naturgemttaa mehr als 
zweifelhaft, ob ille diese anpf ehlungen , die borolts stark angespannt 
sind, wirklich einen Erfolg haben. 

Ich selbst bin hier in einer Stellung bei dam Zündliolz-Konzern, 
die zusammen mit gewisse», ziemlich raüssigea Vormögenseinlcünften meine 
Parallie und mich trägt. Ich habe selbst für die Erlialtung meiner Brü- 
der und deren J?'amilien sehr erhebliche Teile meines Vermögens verwenden 
müssen und stehe vor weiteren solchen Aufwendungen. Darum bin Ich nlchl 
In der Lage, für Ihren Schwager, den ich selir schütze, eigene Aufwendun- 
gen zu machen. Auf der anderen Seite will ich aber selir gern alles Mög- 
Hohe tun, um ihm behilflich cu sein. Es wird mich Interessieren, Ihre 
Gedanken über die Angelegenheit, was sie selbst für Ihren Schwager und 



1 



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i 



^ 



• 3 - 



solna Familie stj. tun boabslchtigon xxn± wie ich dabei nützlich sein 



könnte, za hören» 



Kit verbindlichster anpfohlunG 

Ihr 3 ehr ercebener 



^. 



/H 



Meine Zusage, in dem ancQ C9t)enen Zeitpunkte oln Affidavit 
zu beschaffen, erhalte ich natürlich aufrecht. 



c 



c 



• 



5)i. Sans Dlebli^ 

Q3anffontD: 
5)cutf^e Q5aiif, iöcpofltcnfaffc P 2 

^urfütjlenbamra 2J7 



Poflf^crfeonto: ^etütt 576 51 



5crnfpterf)cr 
91 08 15 



Herrn 



«erlln ^ 15, bcn 13. Septetater 1938 

Äurfürftcnbamra 225» Sy 



(na^e Qott^lmetatet ötcafee) 




Hans 



Schäffer, 



c 



Jönköping / Schifeden 
Brunnagatan 42 



i. 



c 



( 



Verehrter lieber Y^B* Hans Schaff er ! 

Ich bin ausserordentlich dankbar für Deinen freund- 
lichen Brief vom 3. September I938 und die darin enthaltenen 
Empfehlungen und Angaben. 

Es würde mich nichts so sehr freuen wie die Möglich 
kelt einer kurzen Zusammenkunft hier, wobei ich die Bitte aus- 
spreche^ den Besuch zu avisleren, soweit va die Umstände er- 

lau\yen« 

Mit herzlichen G-rffissen auch an Deine Familie 

stets Dein 



\IwuaawcUMa 



Rechtsanwalt 






i 



<■ 



c 



t 



Btninnsgatftn l\2. 



Horrn Roc- tsanf/alt liana Redlich, 
Pundasallee 11, 
Berlin-^Charlottoaburg» 



Llobor 'Tans Redlich, 

Dol non Brlof von 1^* Vt Mts» habo Ich arhaltaat ZU olnor 
AuskunftsertQllunE übor Dich bin ich sehr garn boroit. Horrn Klnburg 
kdnno lc!i nicht. Zwei Herren aus Stoclrholn, dlo loh nach ihn ßofvußt 
habe, können Ihn ebenfalls nicht. Das besagt abor nichts j wenn Du 
wlillBChöt, bin ich berult, eine Erkundigung über Ihn olnsmzlehan« 

Ala geelgnoto Persönlichkeit fUr dlo Postatollun£- von Tatbe- 
ständen und dla Plllnrung von Verhu ndlun^on la tin ich Dir den Advoloiten 
Dr* Ivar Phlllpson,VästraTriide&rdsgatan 17# Stockholm, «npfohlen, der 
bereits mehrfach In solcher Eigenschaft tütlg gewoson ist und auch 
mich selbst, soweit es notwendig Ist, berät. Kürzlich war erst ein 
Broslauer Rechtsanwalt Dr, Ilans Lukaschek bal Phillpson, um mit Ihm 
sachliche P'racon zu besprochen. Ich vormute, dass or auch weiter 
mit Ihm aru tun haben wird. Vielleicht kannst Du Deine Angelegenheit 
In Irgendeiner Form, Wenn Du selbst kaiM Zelt hast, nach 3tocl<holm 
S5U reisen, auf diesem Woge betreiben* 

Auf die Frage, ob die mir nahe stehenden Ki'oise sich fUr 

Leichtbauplatten Interosalaren, musa ich verneinend antworten. Ich 

hier 
habe/den leitenden Techniker danach gefragt. Dieser hat frUher Ver- 
suche auf dem betreffenden Oabiete hier gemacht, Ist aber zu dam 
Ergebnis gelangt, dass diese Angelegenheit dem Ilauptsswalge der Firma 
doch zu fern liegt, 

nn Ich einmal in Berlin bin, stehe ich Dir gern zur Ver- 



fügung, Bis dahin bin loh 



mit herzlichem Oruss 



D^ln 



\ 






I 



Jönköplngi den 5. 
Brunnsgatan l^. 



Septambor 1958* 



\ 



Horrn Reo! taar 
Bundaaalleo 11, 
Berlln-ChÄrlottoaburg, 



t Hans Redlich, 



■\. 



V 



X 



Liabor Ilans Rodllch, 

Deinen Briof von IP* v* Mts» habe Ich erhalten, !3u einer 
Auskunftserteilung über Dich bin ich seJir gern bereit ♦ Herrn Klnberg 
kenne ich nicht* Zwei Herren aus Stockholm, die loh nach ihm gefragt 
habe, kennen Ihn ebenfalls nicht* Das besagt aber nichts; wenn Du 
wünschst, bin ich bereit, eine Srktindlgung über ihn einzuziehen» 

Als geeignete Persönlichkeit für die Peststellung von Tatbe- 
ständen und die Führung von Verhandlungen 1ä nn ich Dir den Advokaten 
Dr. Ivar Phillp8on,VastraTrUdg&rdsgatan 17, Stockholm, empfehlen, der 
bereits mehrfach In solcher Eigenschaft tätig gewesen ist und auch 
mich selbst, soweit es notwendig Ist, berät • Kürzlich war erst ein 
Breslauer Rechtsanwalt Dr. Hans Lukaschek bei Phillpson, um mit ihm 
sachliche Fragen zu besprechen« Ich vermute, dass er auch weiter 
mit ihm zu tun haben wird« Vielleicht kannst Du Deine Angelegenheit 
in irgendeiner Form, Wenn Du selbst keine Zeit hast, nach 3tocl<holm 
zu reisen, nxxf diesem Wege betreiben« 

Auf die Frage, ob die mir nahe stehenden Kroise sich für 

Leichtbauplatten Interessieren, muss ich verneinend antworten. Ich 

hier 
habe /den leitenden Techniker danach gefragt. Dieser hat früher Ver- 
suche auf dem betreffenden Oeblete hier gemacht, ist aber zu dem 
Ergebnis gelangt, dass diese Angelegenheit dem Hauptzweige der Firma 
doch zu fern liegt. 

W nn Ich einmal In Berlin bin, stehe Ich Dir gern zur Ver- 



fügung. Bis dahin bin loh 



mit herzlichem öruss 



Djln ^^X^ 



-Verehrter, lieber V.B. Schäffer I 



_ Berlin, den 18, August 193B. 




I 



19 



I 



/ 



loh hoffe Dich und Deine liebe Femllle bei gutem Befinden. Ich' habe 
In gros seh Abständen von Deinem Ergehen gehört. In Anknüpfung an frühere 
Dinge erlaube Ich mir heute Deine Zelt mit älesem Brief In Anspruch zu 
nehmen mit der herzlichen Bitte , Ihm sobald als möglich zu genügen: 

Mein Schsvager Gustav Buok^* (Bruder meiner' Frau) und Ich beschäftigen 
sich auf bestimmter G-rundlage seit etv/a 1 Jahr mit der Herstellung einer 
Dämm-Platte aus vegetabilischen Stoffen (Stroh, Holz, pp).. Nachdem die 
Angelegenheit patentrechtlich und technisch auf G-rund vorliegender amtli- 
cher Atteste zur Verwertung gedlehefi ist, sind wir' in Verbindung getreten 
jf'mlt Herrn Klnberg jr^^ Direktor der Firma Kinbergs Byggnads- &'Förvalt- 
" nlngskontor KBF in Stockholm, Nybrogatan 63. Dieser Herr war vor etwa 1 Mo- 
nat hier. Er beurteilt die Sache, ebenso wie ändere Fachleute, äusserst 
günstig* Er ist Grosshändler in diesen ArtKlkeilin dort und glaubt^ ein gro- 
sses dortiges Werk für die Fabrikation mit unserer Hilfe Interessleren zu 
r können* K^ ist sehr jung; sein Vater ist der Inhaber der Firma Klnberg & 
'^ Co* Äktlebolag, unter der gleichen Adresse* Ueber diese letztere Firma 
' seines Vaters liegen in materieller Bözlehung äusserst ungünstige Aus- 
.künfte vor* Wir haben.es aber mit dem Sohn zu tun, und nicht , einmal mit 
dles^ra^ da nicht er unser Vertragspartner sein würde, sondern das von ihm 
ins Auge gefasste Werk, dessen massgebende Herren wir demnächst . hier er- 
warten sollen* K« bezieht sich als Referenz auf Herrn Max Warburg in Ham- 
burg, wo seine Mutter wohnt. Einer seiner Eltern war ein Patenkind von 
Ballin. Ich habe mir erlaubt, betreffend meiner Person auf Dich als Refe- 
renz Bezug zu nehmen und wäre Dir dankbar, wenn Du bei entsprechender An- 
frage so antworten könntest, wie es Deine Kenntnis meiner Person recht- 
fertigt. 

Darüber hinaus wäre es mir natürlich ungeheuer wertvoll ^ von Dir et- 
was über K, zu hören, soweit es Deine Beziehungen zu dieser Branche er- 
lauben • ^s wäre mir z*B* von ausserordentlichem Nutzen, irgend eine treue 
Hand dort zu kennen, die man ohne sehr grosse AuJTwendungen erforderlichen- 
C falls beauftragen könnte, da ich an etwa dort zu führenden Verhandlungen 
oder Untersuchungen, wie Du Dir denken kannst, gehindert loFln* 

Ich erlaube mir bei dieser Gelegenheit noch einen Schritt weiter zu 
gehen und Dich zu fragen, ob etwa die Kreise, in denen Du Dich dort be- 
findest, ein Interesse für unsere Angelegenheit hätten. Ich würde mir die- 
se Frage nicht erlauben, wenn ich nicht auf Grund der bisherigen Ergebnis- 
se die Ueberzeugung haben könnte, dass es sich um ein auf dem von mir 
\ sorgfältig studierten Markt Äer europäischen Länder noch nicht vorhandenes 
Material handelt. Der Begriff der Leichtbauplatte, d*h. die Trennung der 
beiden Funktionen einer Wand (Statik und Isolierung) darf als bekannt vor- 
ausgesetzt werden* Das hier vorliegende Material dient ebenfalls der Er- 
sparung vom Zehnfachen des Mauerwerks Infolge Uebernahme der Isolierfunk- 
tionen durch ein hochiaollerendes Material, dessen ungewöhnlich günstige, 
ä*h. niedrige, Wärmeleitzahl auf Grund amtlicher Untersuchungen von ande- 
ren Materialien überhaupt nicht erreicht wird und der vom Kork, einem 
bekanntlich sehr teuren Material, fast gleich kommt. Die Herstellung ge- 
schieht ohne den sonst für Leichtbauplatten notwendigen verhältnismässig 
grossen Maschinenpark auf überwiegend chemischem Wege. Aus diesem ftrund- 
materlal heraus sind gewisse Abarten als z*B^ fliesenähnliche Wandbe- 
kleidung (ebenfalls aus Vegetablllen) mit Erfolg entwickelt. Mein Schwager 
und ich sind auf diesem besonderen Gebiete als Spezial-Saohkenner anzuspre- 
chen. Ein Auslandapatent ist erteilt, mehrere, auch das dortige ist an- 






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geneidet, ebenso das hiesige auf alle Fälle. K* bemüht sich um den Gene- 
ralTertrIeb für Skandinavien« Die Umstände erlauben leider eine mündliche 
Darlegung nicht. Vielleicht aber Ist Irgendwann einmal ein für die Her- 
stellung von Lelchtbaumaterlal aus Holz, Stmrandhafer , Stroh, Mais pp. 
aachkund ige r Herr in Deutschland* Da ich hier bis jet2;t neben meiner Praxis 
mich ausserordentlich viel mit Bauten beschäftigt habe, bin ich durch 
einen glüokllchen Umstand in Verbindung mit meinem SchT/ager auf diesen 
international brauchbat«! und mit nicht allzu grossen Mitteln durchzuset- 
zenden Artikel gekommen, der bisher befragte Fachleute erstaunt und befrie- 
digt hat. Du kennst mich wohl kaum als' einen Phantasten und w Irst mir 
daher glauben, daas meine technischen Ausführungen eine solide Grundlage 
haben. Du wirst auf der^ anderen Seite zweifellos verstehen, wie unschätz- 
bar es für uns wäre, in einem Land, welches über die notwendigen Rohstoffe 
verfügt, jemanden zu haben, der uns die Tür öffnet. Wir sind überzeugt, 
"dass wir die Treppe allein gut steigen können. Wenn Dich selbst etwa d( ) 
-Weg einmal feierher führt, wäre ich für eine Unterredung von 1/2 Stunde 
verbunden, -^ ^ . ^ . , * , . 

-Ich brauche wohl nicht zu betonen, dass ein Briefwechsel über diese 
Angelegenheit mit Vorsicht für uns geführt werden muss, damit Mlssdeutr gen 
verhütet werden* Der Brief Ist nun etwas länger geworden als der im zwei- 
gten Absatz erwähnte Anlass es rechtfertigt. Vielleicht geben Ihm die aötter 
ihren Segen, Vielleicht schafft mir die Ideelle Hilfe eines Menschen, der 
-meine Fähigkelten unä meine Arbeitskraft kennt, irgendwo in' der Welt einen 
Platz. Ueber elne'nicht zu knappe Anlaufzelt käme ich hinweg, d^ Ich^j. 
hier bisher mit Erfolg arbeiten konnte. 

Mit den besten Empfehlungen an die Deinen und mit dem Ausdruck meiner 
Wertwehätzung und Dankbarkelt bin ich , : - , - 

stets Dein 




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Jönköpine, den 19 . Oktober 1956 • 
Brunns ra tan li2. 



Herrn Dr, E.II, 
Frlggagatan I^., 
Stockholm. 



Ra^jensbxiTGor 



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Llebor Herr Regen aburger. 

Besten Dank für Ihre Versorcunß mit Presseausschnitten, die 
mich iTxmer selir interessieren. 

Da Ihre Frau Mutter durch ein c^meinscliaftliches Testament 
gebunden ist, kann Ihre Enterbung nicht ohne weiteres vorcenommen 
werden; es sei denn, dass Sie sich einer dar in dem § 2535 des DG 
aufgeführten Straftaten scliuldic machen oder einen elirlcson oder 
unsittlichen Lebenswandel wider den willen Ilu?er Prau Mutter fUliren, 
wozu ich Sie natürlich nicht voranlasson möchte • Dieser Weg ßeht 

also nicht* 

DacoG®^ GönllGt es meines S^chtens vollkomLmon, wenn Sie bei 
dem dorelnaticen Eintritt des Falles die Erbscliaft ausschlafen, wozu 
Sie nach wie vor berochtiGt bleiben, ohne dass eine Gonehmieunc or- 
forderlich ist* Sie können Ihren Bruder in dieser Hinsicht verweisen 
auf Devisenarchiv 1956, Spalte 655, ;il|., 1286. Ich halte diesen W«ß 
für so viel einfacher als ei npiferb verzieht, besonders da er Ihnen den 



Besuch d<is Konsulats erspart, dass ich ihn doch verziehen würde. Frei- 
lich ist das keine Erklärung, die Sie bald abssugeben haben, sondern 
erst nach dem doroinstiGön Ableben Iv^rer Frau Mutter. 



samtliche P'amilienmitglieder , besonders Lore, lassen Sie 



grüssen 



Ihr 



( 



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c 



J5nköplnc, den 19 . Oktober I95G, 
Brunns ^a tan I|2. 



Herrn Dr 
Stockholm. 



)r. E.n. 



Roijenabvircor 



««BMiMBMMmM 



Llobor Horr Resonabiircor, 

Doaten Dank flir Ihro Vorsoreunc nilt Prosseauaschnltton, dlo 
mich Ir^nor selir Intoroso'eron« 

Da Ihro Frau JAittor dxorch ein cömolnacliartlichos Toatanent 
gebundoa lat, l^nn Ihro Satorbunc nicht ohne weltoroa vorconomman 
>rdon| 03 aol donn, daaa Sie alch oinor dor in dorn § 2335 dea DO 
auTeef Uhrton St rtif taten achaldlc rBchon oder olnon elirlcaon odor 
iinaittllohen Lebonewandol wider den wlllon Iliror ftmu Muttor flüireni 
Wo2;u loh Slo natürlich nicht voranlaaaon nüchte* Dloaor W«g coht 
alao nicht • 

lÄGOCön c^nUGt oa nelnoa SyÄChtona vollkoinrnon, wenn Slo bol 

dem dorelnatlccin Eintritt des Falloa dlo Erbaciiaft ausaohlageni wozu 

Sie nach wie vor borochtlct blolbeni ohne daao olne Oonohmlc'unc or- 

fordorllch lat, Sie können Ihren Bruder In dloeer Hlnalcht veiTwelaen 

auf üeviaonaroMv IS361 Spalte 653, :ik, 1286. Ich lialte dioaen weg 

für ao viel einfacher ala oln-qErb vor zieht, boaondora da or Ihnen den 

I 

Beauch dja Konaulata orapart, daaa ich Ihn doch vorziehen wUrde» Frol' 
lieh lat daa ke'ne r:rklLlr\xnßf die Sie bald abssutjebon Imben, aondorn 
erat nach dem dorolnatlcon Ableben Iv^ror Frau Muttor« 



SUmtllcho P'amlllenml teil ©dor, boaondora Loro, laaaon Sie 



grUaaen 



Ilir 



Dr. E. H, RiGCiENSBrnciER 

t'ri Tat an ij. 

c 

Herrn 

Dr.H. Schäffor, 
Brunns g9. tan l\.2, 
^ Jönköpln'% 



ST€M'Kjaoi.M, ^.en 15 «Oktober 19^8 



Ae.^v. /y^^ 



• 



Lieber Herr Dol-to-, 

„^„^ . .. , , '' ° '^/'^^r! ^ 2^^ leider noch einmal in der Srbschaftsano-ei -r,-erhPlf-. 
nach meiner i.utter -emuhen. Mein Bruder sohrerot nir n-^.mlich, dass die von ' 
Ihnen vorge2Chla,rene Snterbvmg v.'iricun-rlos wäre, da meine T^.ther -^nrch p.^- 
gemeinschartlicher. Testanent r.lt -meinen vors; torbenon V.ter an iedpr testömpntn- 
rischen Verführ behindert ist. Er meint, das.. meine Mutter mich nicht enterben 
kann und dass ebenso ein Schreiben von mir, andern ich auf mein Erbteil ver^-^ichfcp. 
Juristin-.h T'irlam.r-los sei, da das Gesetz notarielle oder gerichtliche ß eur iam - " 
dun- und die Form ein'os Vertrages vorschreibe. 

^ob ■•-Ir.e Ihnen sehr- dankbar, wenn Sie mir noch elnm-T hierzu 
Ihre Ansicht mitteilen könnten. 

^■^^t bestem Dank im Voraus und herzlichen GrUssen für Sie imd 
Ihre tnnili^, besonders Lore, bleibe ich stets 

Ihr 



t 








Jönköplng, den 1% September 1938* 
Brunn sga tan l|2. 



Ilor rn Dr, E»H. Recenaburcer, 

FrlGGaSötan Ij.^ 

Stocldiolm* 



mmammm^^mm^mm 



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Lieber Herr Re£:onsburGer, 

Ich bostutlc;e unser Telefongespräch von heute, Sie haben 
wirklich keinen Grund, zu furchten, dass loh Mitteilungen von Ihnen 
nicht diskret behandle» Auf der anderen Seite nahm ich an, dass Ilinen 
eine Richtigst eilung erwünacht sei, und vor dieser Rlchtlcstellunc imiss- 
te loh natürlich einmal mit dorn hier zuständigen Herrn sprechen • Wenn 
Sie Übrigens hier sind, werde Ich Sie nlt dem Herrn bel^nnt machen, 
und Ich nehme an, dass Sie mit dieser Beloanntachaf t zufrieden sein wer- 
den« 

Ich sclirelbe Ilinen nicht, um Ihnen dieses mitzuteilen, sondern 
xm. die letzte Pra^e Ilires Briefes zu beantworten« Der richtige Weg 
Ist, dass Iliro Frau Mutter Ihren Bruder testamentarisch als Allein- 
erben einsetzte PUr ein solches Testament bedarf es Icelner Irrendwle 



Gearteten Devlaensenehmicung* Ihren Pflichtteils 



nnapruch werden 



Sie eben dann später nicht c^ltend machen. Eine Rechtspflicht für Sie, 



d#n Pflichtteils 



nspruch zu erheben, besteht nicht • Ein anderer 



Weg wäre, dass Ihre Frau Mutter garkeln Testament macht, oder nur eins, 
durch 
/aas die Gesetzliche Srbfol£;e festgesetzt wird, und dass Sie später, 

wenn der Fall eintritt, die Erbschaft ausschlafen. Mach der völllc 

anerkannten Lehre eilten Erbschaftsausschlaßuncen nicht als VorfUsixns 

über die einzelnen Werte und bedürfen daher keiner devlsenrechtllchen 

GonehmlGunc* 

Wir würden uns selir freuen, Sie am ^. und 25 • September hier 

zu sehen« Der folgende Sonntag Ist scliwierlcer, well bei uns am 1* 



- 2 • 



Herrn Dr. Z.U. Rege asbur gor, stocldiolm» 



15.9a53^ 



Oktober oln Llädchonwechsol stattfindet und dlo ersten Tac© meine 
Frau Iraaer selir In Ansprrich nelimen. 

Mit herzllohom Grusa 

Ihr 



■#^ 



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Dr. K. H. RKfiKXSBITRCiKR 



htockhoi.m, den 12. September 1938 




1^ 



}ir.-'-r^ 




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Pripgag* tan I|. 
Tel; 10 62 ^Q. 

Herrn 

Dr. Hans Schaff er, 

Brunnsgatan ij.2, 

Jönkoplng» 

Lieber Herr Doktor, 

leider kann ich von Ihrer freundlichen Einladung diesmal keinen Ge 
brauch machen, da ich in dieser Woche für mehrere Tage einen Besuch aus Warschau 
hier habe, der mich sehr in Anspruch nimmt. Da ich mich aber nach wie vor sehr 

zu viel, wenn ich schon wieder am Sonntag eine Reise 
soll, umsomehr als auch meine Arbeiten durch den Be- 



schonen muss. wird es dann 
nach Jönköping unternehmen 






such in Rückstand geraten. 

Ich hoffe aber trotzdem, dass ich Sie vielleicht am übernächsten 
Sonntag oder zu Anfang Oktober besuchen kann, d.h. vorausgesetzt, dass es Ihnen 
dann passt. Sowie ich es übersehen kann, wer de ich Sie anrufen» 

Die Clearingverhandlungen fangen voraussichtlich am 22«d.M,an, ob 
in Stockholm oder Berlin ist im Augenblick noch nicht ganz bestimmt. Der Leiter 
der deutschen Delegation ist Ministerialdirektor Walther vom Reichs ernährungs - 
ministnrium, ausserdem gehören ihr Ministerialrat Schuster, Ministerialrat Hoff- 
mann (R.W.M.) und Reichsbankrat Ludwig an. 



Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir vielleicht folgende ^ 
Prare beantworten könnten: Ich möchte zwecks Vermeidung von Deylsensljhvvierig- 
keiten einen Erbverzicht nach meiner Mutter zu Gunsten meines Bruders aus- 
sprechen, die Beide in Deutschland leben. Glauben Sie, dass l^^Jg^-°^,^^^%,,,^ 

schriftliche Erklärung hierfür genügt an wen muss ^i^^^/^^^^J^^^f^i^^'^rkläXg? 
i^^riflrf eq des komplizierten und kostsoielicren Weges öiner notariellen JirKiai-ung 
bedarf es ^^^^^^^^jf ^^J^^^ ^ass es nun doch endlich zu dem Besuch kommen wird, 

bleibe ich mit herzlichen Grüssen fü^. Sie und die ganze Familie 

Ihr sehr ergebener 




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3 



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E • li , Re Gcn aburger , 

atocldiolr.« Dout seh- schwodi sehe Cloarlnrvr.rhanflluncon. 

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StocA-holrn,l?.Pont.- Nachdem Deutschland Im Laufe dor Istzton Monat© eine Meu- 
regolunc -oLnnr Tran3.for7,ahliin,-en mit den meisten Ländern voroinbart hat, stehen 
eutaprcchonde Verhandlim^-icn mit Schweden bevor, die voraussichtlich an 22. Sep- 
tember aufaenonnon vrerrien sollen. Den Anstoss zu den Besproohunßon gab die Sln- 
stolluns cles StÄSCintftl Schuldenöienstes auf die in schwedischem Besitz befindli- 
chen österreichischen Anlolhon, bei denen es sich uri no- . l6,2 :<lill.Kr.dor Yl^l^o: 
AS!Slhl*vSn''i9?0 und der i^. l/2^ißen Anleihe von 193i<. handelt, von wolchlotztorer 
der schwedische Staat für 2% des ausstehenden Gesamtbotragos (entsprechen! etwa 
156 000 Kr.) die Garnntle Übernommen hat; diese» östs-rrelchischen Anleihen be- 
finden sich im Besitz de» von den schwedischen Grossbankon gegründeten Investment 
Trast :^^von \ fitails Obligntlonsla«edit A.B., deren Anleihen an der Stockholmer 
1 Börse Gehandelt worden. Ausser diesen österreichischen Anleihen befinden sich 
|/^*..J^ schwedischem Besitz etiva 520 Mill.Kr. der Dawes-, Youns-unrlJCreuger -/^nloihen, 
H^-^, von denen die beiden ersteren bisher voll honoriert wurden, wihrona Schweden 
^^iSjbcroits s.Z.fUr Äia letztere Ret hsanlolhe eine ZlareAiktlon von 6 ruf k l/2^ 

^zugestanden hatte. ÄßhllaHHitBk Hierzu kommen etwa 500 Mill.Kr. d utscher Privat- 



\ 



schulden, drren 




^ 



bisher lefllglioh Ij^igo Kronen-Pundlng-ßonds der Konver- 



sionskasse fUr deutsche Auslrndsschulden erialton haben. Von den Pundlnc-Bond« 
stehen jetzt 21,5 MiH.Kr.aucj sie werden an dor Stockholmer Börse mit etwa h3% 
bewettet. In Älawra dem Gesar^tbetrag der Privat schulden dürften auch die n;r 
noch ungefähr | Ilill.KÄ Ei^. betragenden Stlllhnlteforderm on und ungefähr 
20 Mlll.Rr:. des Lee-Hicslnson-Krer-its an ^^JgP^ enthalten sein, ^°^|?? 



Gesamtbetrag der aEteiäan schwedischen 



Forderungen auf tmgefähr 



^xÜlbexdtlarJ 



c 



Der Zinsendienst für die Rolchsanlclhon ist durch 
in Sto^^r^ä ?iig;§f°Sld Dezember 195^- und Juli 1955 geregelt. Auf Grund die- 
ser Abkommen IM^jo ^0% des alle ll^ Tage festzustellindjjr^Clear:lncaaldos für 
die Honorieruns des Schuldendlenst^e^Reichsanlolhen ^ zur freien Verfügung 
der Reichsbrnk Verwendung. Für di^Äi^isanleihon werden gegenwärtig etwa 2? "11. 
Kr In Jahre bonötir^t md ebensoviel gehen an die Raichsbank, die hieraus u.a. 
die Zinsen auf die Fvmding.Bonds bezahlt, die jetzt erst etw X^X««HXa?flxaM 
85 Mill.Kr. jähr lieh ausmachen. Die deutschen Forderungen gehen ebenso wie bei 
den mit anderen Ländern geschlossenen neuen •bkom.-nen auf eine Herabsetzung der 
Zinsen auf die Reichsanleihen ^ond auf eine Nourogelung für die Privat scnulden^ 
^- ' aroh Pundlng-Bonds "honoriert" iwö'äög' 9^«1 i*«> sonder 

B^h8^-y^n i>#)< bis zu einem Höchstbotrag von k3^ des 
T^^^h^cvioon bezahlt werden sollen. Es würde r3ies bedeuten, dass eine 



-2- 



c 



25usätzllche Dt vlsenloict\.uag^von, acliützuiigswelso 8-10 Mill.Kr. jdhi'lloh von 
Deutsch lfm d/^ufzubrincen wäro, vvotool os nur rocht und billig ivöre, wenn dieoor 
Betrag au^i don bisher der Roichsbank zur froic-n Verfü^^ung geatollten Dovison g©- 
noinriien wird. iT/oim sich auch das ClearlngvorhUltnls r,wischGn Deutschland und 
Schweden bisher in laufenden Jahr weaentllch verschlechtert hat, so roichon einst- 
weilen dio Überschüsse doch noch zur vollen Honorierung in bisherig n ünfango uuc 
aus, tri LHclblahr ist der schwedische Einfuhrüborcchuss gegenüber Deutschland 
Ölli^i^öit^-iS!?- Stoigerung der x deutschön^Erzbozüge auf 52 1.1111. Kr. oder auf wwii- 
( \ ger als die liUlfto des \^or jähr es betrage s von 77 Mill.Kr. zusani'iengeschrunpft.i^a- 
boi ist dieser überschuss keineswegs identisch mit don Clearingsaldo, unsoneniger 
als hiervon erst noch der Transithandel abzusetzen ist ^Jind ausser der Bozalilung 
für deutsche Waren auch noch die ^''obonkosten für den Warenverkehr, Provisionen, 
FatontgobülirGn, dio Salden des Po« t^,^p^rapgon-im^ ur,v7,, zu 

berücksicht£|^^;i Trotzdem glaubt rrfkn nicht »dsuss äIbIj gegen, ■-•tig bereits Mass- 
nahmen zu einer Erhöhung des Cloaringsaldos auf den Weg© oiner Einschränkung der 
schwedischen Au&fuhr nach Deutschland notv/endig slnd^/Öie weiters EntwiMllung 
des ^^ndcls Verkehrs wird aber In Schweden nit grosser AufnorkSG^'ricelt verfolgt, 
Bftilftii " , gf|g«^" ff ■"•»*^*« wenn keine Besserung eintreten sollte, gei^ebenonfalls neue 
Verhandlungen gegen Ende des Jahres erforderlich reinx worcon. 



rsodc-ss entgegen den ursprün^l lohen Erwartungen eine Neuregelung des Worcnvorkelirs 

dLeamal noch nicht G\ nstand der Verhandlungen bildet, dio IttsattsxaiL^CTndrLßitEX 
/ auch olmeO-ies bereits recht schwierig sein werden. 



/ 



l/^4XJ^ l//>o^''i^ / <X / 



V€^ <7 



<r\^\jL^ — 






Dr. K. H. RK<;KXSBi^R<iKU 

Friggagatan l\. 

Herrn 

Dr. 'H. Schäffer, 

Brunn sga tan l\.2, 

Jönköplng. 



STocKnof^M, den 25 • Jiml 1958. 



c 



I 



• 



Lieber Herr Dr. Schaffe r, 

ich habe heute auf ^-nfrage im Pinansdepartementet fest gestellt ,dass 
die Verhandlungen über das deutsch-schwedische Doppelbesteuerungsabkormnen 
sich auf die Anwendung des nlten Vertrages beziehen. Auf meine v/eitere Präge, 
ob dies im ZusaiTimenhang mit den deutschen Rassegesetzen steht, vairde die 
AuskiHift ven^eigert. Die Verhandlungen sollen noch etv/a eine V/oche dauern. 

Als weiteres ^r£;iAment dagegen, dass Schv/eden sich In dieser B'rage 
ziim Hr.ndl;-::nßer Deutschlands macht, Wäre vielleicht noch darauf hinzuweisen, 
dass bei einer Verarmung der betroffenen Deutschen auch ihre Steuerzahlungen 
an den schwedischen Staat entsprechend zurückgehen v.nirden. Vom Standpunkte 
der Devisenlage aus hätte Schweden aber zweifellos ein Interesse daran, d r 
deutschen Regierung diese Devisenbestände in die Hand zu spielen, da Deutsch- 
land ja dann mit Plilfe dieser Reserven weitere j'aren in üchwe^'en kaufen könnte, 
allerdings unter der Voraussetzung, dass es der deutschen Regierung nicnt ge- 
lingt, diese D'-visen aus Schweden abzuziehen. 

Als ivlotiv für das deutsche Vorgehen, absichtlich oder unabsichtlich, 
aber jedenfalls sehr geschickt, dürfte auch die Überlegung 'ge'sprochen haben, 
lediglich durch öle A^^frollimg der Frage neue Konfliktstoffe im uslande zu 
schaffen. Ich kann mir schon vorstellen, dsss bei nächster Gelegenheit Dr.Göb- 
bels oder Funk darauf hinweisen werden, dass Deutschlond ja sehr gern bereit 
sein -^rdo, die Zinsen auf seine .-^-usl-nds schulden zu bezsiilen, dass dies aber 
nur mö/aich sein v/erde, wenn die ausländischen Regierungen dazu beitragen, 
entsprechend den deutschen Reichsgesetzen den im -uslande befindlichen deutsche- 
Reichsongchö-;-igen die Devisen abzunehmen und d-r Reichsregierung zur -'erfügung 
zu stellen. V«4lch* vmnderb-^res ..gitationsmittel für die Knzis, ind-^m sie den 
uiglücklichen rusl'-'ndischen Inh^'bern deutscher -.nleihen äagen, dass es ja le- 
diglich dem VJÖi-rstand der in ihrem i^achtbereich befindlichen Juden zu verdanken 
sei, v/enu sie nicht Zinsen auf ihre Anleihen bekommen. 

Ich wäre Ihnen dankbn.r, wenn S5 e mir in d^r vorstehenden Angelegen- 
heit eine Warn^jn' zukommen lassen würden, falls Gefahr droht, ndernfalls werde 

ich mich nicht rühren. 

Ich habe mih sehr gefreut, Sie ;;-esnrochen zu h-ben und sogafc aus- 



Ifi-ff^ »>— . i 



nahmsv/eise etwas länger 3ls es sonst morclich int tind v/ünsche nur, das?, sich 
hierzu bald v/leder die Gelegenheit ergibt. D r von Ihnen visierten t'bersen- 
dung des Gutachtens und der rumänischen Zeitung sehe ich mit Interesse ent- 
gegen, ebenso einer Mitteilunj: ü^n r den Besuc Sie;OTun^'^. Warburgs. 

t\alls nichts Unvorher;osehen':^s dazwischen korrr-it, erde ich während 
des Juli . nter nachstehender Adresse zu erreichen sein: 

Pnsion •t3a3:'nekov/, 3nlts,TÖbrden, 'lelef.; Sal-'-s^iöb'^den IcB. ' 

Ich frene mich, dass die Borsenlage im ^^ll;:emeinen im i^^oment etwas 
besser ^:iussieht und^ hoffe, dass sich mein' Ihnen gegenüber in dieser -r^eziehm^" 



geäusserten Ansichten ^is falsch erweisen werden, obwohl ich es einstweilen 



noch nicht fjlaube. 

Ich füge eini e Zeitun^^saussc^mitte, einen betrüblichen und zwei 
erfreuliche für 850, bei. 

Mit herzlichen ü-rüssen für ^n*.e und Ihre ^''amilie bleibe ich 

Ihr 



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anlagen 







) 



) 



Jönliöplnc, den 25, Januar I938, 
Brunnagatan I42. 



Herrn Dr. E.II. 
Frlggagatan I4., 
Stockholm. 



Regens burcer. 



( 



( 



Lieber Herr Rocensbiircer ^ 

Bei meiner Rückkehr am 23* ds. erfuhr loh zu meinem Kuramor . 
dass Sie sich Ins Krankenhaus begeben haben. Ich bitte Sie, mir 
mitzuteilen, ob ich irgendetwas für Sie tun kann^ Sobald meine 
Tochter Renate wieder nach Stockliolm kommt, d»h* Anfang nächster 
Woche, wird sie sich erlauben, sich nach Ihrem Befinden zu erkundigen 

Die Herren der Züricher Zeltunc konnte Ich rmr telefonisch 
einen Au^jenblick sprechen, da ich in Zürich sehr besetzt war# Ich 
danke Ihn an aber Jedenfalls für die Empfehlung* 

Mit herzlichem Gruss, auch von meiner Frau, 

Ihr 






iIiImIiI I III If »^fcH^l»*! ■*■!>■ « » I 



IÄilcöplnG# don 2% Januar 1958 • 
Bronna^jatan I42. 



Herrn Vr. E.IU 
Frlggacatan kt 

Stoolcholmt 



Roconsburgor 



O 



Lieber Horr Rocensbiu^Gor , 

Bei melnor rtUcl-kohiP am 23* ds. orfiihr loh zu noinom Runciori 
aass Sie sich Ina Krankenhaus begeben liaben« loh bitte Sie^^ mir 
mitzuteilen, ob loh ircorxdotvsfus für 51o tun Icann* Sobald meine 
Toohter Renate wieder tiach StooMioln konrat, dth* Arir&nG näolieter 
Woohe, wird sie sich erlauben, öioh nach Ihrem Definden zu orloindi^en^ 

Die Ileri^on der ZU.rloher Zoitimc konnte Ich nur tolefonlaoh 
olnon Au£,enblick sproohen, da Ich in Zürich sohr boaotzt war. Ich 
danko Ihnen abor Jodonfalls fUr die Empfehlung. 

Mit horzllchom Oruos, auch von niolnor Frau, ' 

Ihr 

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E.H.Rg :onsburgGr, 
Friggagataji n. 



Stockholm, den in,tiani.iar 19^8. 



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Herrn 

Dr.H. Schaff or, 

l\.2f Brunn sgo tan 

Jönköolnfr 



i2.^v^v 







Lieber Herr Schaff er, 

ich bin heute ins Kran enhaus tr.ansportiert ^'^ordon, d.a ich 
mir einen Herzklan oenfehler zup-ezo ren habe« Bei den Auf räuinu\g8arboiten sehe 
ich noch einmal Ihr Schreiben vom 2' :, Dezember v.J. und die Kartothekkarten 
über Allegh-ny, die ich Ihnen anbei mit bestem Dank zurückreiche. So ^eit ich 
sie mir ansehen konnte, bin ich ebenfall'--^ Thror Ansicht, die wertvollen Objek« 

te vorläufig zu behalten. 

Hoffentlich ist Ihre Reise in Ruin'-lnien erfolgreich verlaufen 
imr] konnten Sie auch in Zürich mit den Herren sprechen. 

Ohn^. mehr für heute bleibe ich mit her-lichen Cirüssen für 



Sie und Ihre Po.milie 



Ihr 




c 



c 



Jönköplnc, den 12. April 1958. 
3run:i Saaten 1^2 • 



Herrn Professor Konstantin Relcliardt, 
Llaa^satan 59 # 
Ponslonat H#P*B. , 
GSteborc» 



Selir coehrter Herr Professor^ 

Ich Qnfipflns nrron Briof vom 7» ds* Mts. und liabe mir vor- 
schledono Wo^o Uborloßt, xm weiter zu ko^nmon* Stocldiolinor Kreise 
für oine Göteborcer wlssenaoliaf tllcho Ancelecönheit zti Interossio- 
von ist a\.iaslchtslos^ Jodonfalls in den Kreiseniin die meino 
Bez i eliun£;en reichen* Ifen rtuss es in Göteborc selbst versuchen* 
Ich iiabe daher den In Absoljrlft belijerii^ten Brief an Professor 
Se^erstedt gerichtet, in dem ich einen zweiten Besuch von Ilinen 
vorVjereito» Der Inhalt dieses Besuches soll sein, dass Sie Hin 
um Rat für weitere Soliritte bitten* Die Absclirift Iliros Briefes j 
die ich beigefügt liabe, Iiabo ich - Ihre freundliche Ermächtisung 
voraussetzend - leicht retuschiert, und zwar avS Seite 2 In dem viert- 
letzten Absatz* Sie v/erden mir diese 2ioenmüchti£;l:eit vergeben* 



Ich r^laube* dass sie der Sache dient* 

Meine Frau und meine Töchter lassen grUssen. Wir würden 
uns selir freuen, wann Sie uj^s elnnsal mit Ihrer Gattin besuchen kämen* 

Mit herzlichem Gruss 

Ilir 




Anlage 



c 



c 



c 



c 



Jönköpinc» don 12« April I93O, 
BrunnSoatan i|2. 



xiöiTii Profoaaor Konstantin Roicluirdt, 
Lla-iÄoitan 59* 
Ponolonat H.P.3,, 
OU teborg« 



Se)ir jjMlirtor Ilorr Profooaor, 

loh aupflns Ihron Driof von 7» cLs« I!ta, -and Imbo riir vor- 



ocModono V/oßo Uborlact, "un woltor avi Iwnsnen. Stockholwoi* Ki'oiao 
für oino Gütoborcor v/laflonaclrnftlicho An^jolocönliolt zu intöroaaio- 
ron ist auaaiohtalos» Jodonfaila in don Krolaon,ln die maino 
BezioliunoOn rolohon. I^n brwö ob In Götoborß solbst versuchen, 
loh l»be dalior don In Abaolirlft bolgofUcton Driof an Profosoor 
Socorctodt Goriohtot, in don ich oincai zwoiten Boauch von Dinon 
vorbor»3ito. Dor Inlialt dioaoa Boauclioa aoll aoin, daao Sio Hin 
xm Rat für v/eltoro Soliritto bitten. Die AbacliriTt Ilires Driofoa, 
dio ich bolGofUßt }»be, liabo ich - Hiro frouadlicho ItoiuohtlGunß 
vorausaotzond - loioht rotuochiort, und z\7ar a.\\f Soit© 2 in den viort- 
lotzton Aboatz, Sio wordon nir dlooo EiiijonriUohtiGkoit vorcobon. 
Ich c-Laubo, daas alo dor fticlxo dlont, 

Koino Fi'au und noino Tüohtor laaaon GrUsaGn, Wir wllrdon 
una aohr frouon, vrann Sio xixia einmal nlt Ihrer Gattin beauchon kUrion. 

Mit herzlichem Grusa 




Anlage 



f 



GötelDorg, den '^•4.38 
Linnegatan 5^, 
Pensionat H^F^B. 



c 



V- 



c 



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II 



Y, : t 



Sehr geehrter Herr Dr. Schaeffer! 



Mit dem versprochenen Bericht über meine Erfahrungen in Göteborg 
habe ich lange gezögert, weil ich die Lage nicht ganz klar über- 
sah. Heute bin ich in der Lage, über verschiedene Dinge Näheres 
auszusagen, und ich erlaube mir daher, Ihnen die Einzelheiten mit- 
zuteilen. 

Zunächst muss ich das Selbstverständliche erwähnen, dass ich hier 
überall mit der allergrössten Liebenswürdigkeit aufgenommen wor- 
den bin. Vom menschlichen Standpunkt ist der Aufenthalt hier sehr 
erfreulich, - unter Schweden und auch unter den Deutschen, die 
unfreiwillig hier sind, haben wir eine ganze Reihe von Menschen ge- 
funden, mit denen man sprechen und sich verstehen kann. Aber das 
war zu erwarten, und die praktischen Dinge sind leider im Augen- 
blick wichtiger. 

In der Hochschule hab^ irh, wie ich wohl sagen kann, Erfolg. Mei- 
ne öffentliche Vorlesung über G.Hauptmann, in der ich etwas mehr 
als nur Literaturbetrachtung zu geben suche, erfreut sich grosser 
Anteilnahme, und auch in dem reinen Hochschulbetrieb geht es gut 
vorwärts. Mit den Studenten vertrage ich mich gut, ebensowie mit 
den Fachkollegen. Durch Professor Lindroth erhielt ich den Auftrag, 
ein wissenschaftliches Kolles überfeines meiner Spezialgebiete 
(Nordische Mythologie! zu halten, und das brachte mir in der letz- 
ten Voche einen kleinen Zuschuss ein; aber das war auch das Einzi- 
ge, was bisher zu erreichen war. 

Auf die Dauer ist ein Bleiben unter den gegenwärtigen wittschaft- 
lichen anständen nicht möglich, und ich sehe daher notgedrungen nac/» 
anderen Möglichkeiten aue. Segenwärtig korrespondiere ich nlt Herrn 



Geheimrat Demuth über eine etwaige U.S.A»Reise in den Ferien; a'ber ! 
auch das hängt natürlich davon ab, wieweit Herrn Demuth die Ermög- 
lichung gelingt • 

Was Göteborg betrifft/ so habe ich zahlreiche Stimmen gehört, die 
für eine Daueranstellung sprachen« Man möchte, wie mir der Rektor 
der Hochschule heute mitteilte, mich in Göteborg so lange wie mög- 
lich festhalten, habe aber aus den offiziellen Fonds keine Mittel 



> 



zu einer Besserung der Bezüge* Nur Privatstiftungen könnten da hel- 
fen. Der Landshövding hat sich für mich verwandt, -^ wir waren bei 
ihm eingeladen, und seine Gattin besucht meine Hauptmann-Vorlesung 
- und ich glaube seines Interesses sicher sein zu können, aber die 
Hindernisse sind doch immer die gleichen. Besonders gross sind die ) 
Bemühungen der Familie Ernst Cassirer, mit der wir uns sehr ange- 
freundet haben. 

Soweit ich sehe, komrat in Göteborg vorderhand nur ein Weg in Fra- 
ge. Der Rektor teilte mit, dass man mich auf sieben Jahre verpflich- 
ten wolle und würde. Würde neben dem Lektorat, ein Extraauftrag 
möglich sein, so wäre die Lebensgrundlage gesichert. Das Fach, um 
dessen Vertretung es sich handeln würde, wäre "Germanische Kultur 
und Literatur'*, etwas, was in Schweden überhaupt nicht vertreten ) 
ist und anscheinend in dieser Hochschule unter den Vertretern der 



Nachbargebiete auf grosses Interesse stösst. Wie ich mir eine sol- 
che Tätigkeit vorstelle, habe ich in einem Vortrag in der Philolo- 



) 



gi sehen Vereinigung zum Ausdruck gebracht und bin auch auf Verständ- 
nis gestossen. 

Professor Segerstedt habe ich Anfang Januar aufgesucht und eine 
längere UhterFeHung mit ihm gehabt. Dann hörte ich nichts mehr von 
ihm. Was die Familie Forsman betrifft, so wurde mir hier geraten, 
lieber darauf zu warten, zu einer Besprechung zugezogen zu werden, 
statt selbst zu versuchen. Ich folgte dem Rat, bedaure es aber jetzt/ 
da ich keine Gelegenheit zu einem Besuch erhielt. 

Verübeln Sie es mir nicht, dasa ich so ausführlich ein Privatis- 



<L 



r 



sirauin ü'ber die eigene Person schreibe, aber Ihr Verständnis für den 
Fall schien mir bei meinem Besuch in Jönköping so gross, dass ich 
nicht davor zurückscheuet Sollten Sie bei Gelegenheit mit der einen 
oder anderen Persönlichkeit über mich sprechen können und dabei et- 
wa "Reklame" notwendig sein, so lege ich eine Pressenotiz über ei- 



ioh 



nen meiner Vorträge bei. 

Was meine Beziehung zu den deutschen Stellen betrifft, sd^ alles 
nach aussen hin gut verlaufen. Meine Entlassungsbestätigung, von 
Hitler höchstselbst unterschrieben, erhielt ich im Januar. Dem 
hiesigen Generalkonsul, einem anscheinend sehr anständigen Kann, 
habe ich einen Besuch gemacht, der ohne Reibung abging. Irgendwel- 
che Unannöiimlichkeiten habe ich nicht gehabt. Da ich jedoch bei 
Vorlesungen etc. trotz aller notwendigen Zurückhaltung gewisse 
Grundsätze nicht verhehle, wird es wohl nicht lange dabei bleiben. 

Ich bitte Sie, Herr Doktor, mich Ihrer Rattin zu empfehlen und 
Ihre Töchter von mir zu grüssen, und bin mit besten Grüssen - auch 



von meiner Frau - 



Ihr sehr ergebener 



Itf '^Ic^Jbh. 



c 



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c 



I 



Jönköplni:;^ den 21* Novorabor 1958. 
Brunascatan l\2. 



Horrn Dr. Relohmann^ 
Ooothaparü^ 22, 
Borlln-Cliarlottenburß. 



Sehr n^ehrfcer Herr Doktor, 

Sie köaaan keine bessere Empfehlun£; hal mir liaben als Latxba» 
Ich habo, worin Lauba Sie enpflelilt, keine De lenken dacöC^n, dasa Sie 
ml oh als Referenz aufgeben. Nur möchte ich, bevor ich mich a\if Bof ra- 
gen SU Uus3orn habO| dann auch eine auarulirlioho Larstollung "von Lauba 
!4ber Ihre Persönlichkeit Imbenj denn Icdi welche lait einer Aualcunft 
über einen Menschen, den Ich nicht selbstkeane, •Igentllch von meinen 
stets inne^olmltenen Grundsätzen ab; aber Lauba kennt meine Menscluen- 
bewertung und wird niemanden empfeiilen, bei dem sie nicht weiss, dass 
loh ihn auch empfehlen wUrde. Aber scliroiben muss sie darüber, und 
swir ausf'ihrlich* 

Mehr als die Genehmigung zu einer Referenz kann ich liinen nicht 
in Aussicht stellen. An sich würde ich glauben, dass die Tatsache, 
dass Ilir Soiin in ""* jland ist, Ihnen bei den Jetzigen liberaleren Grund- 
sätzen eine gowlsso Aussicht gibt, dort w enigstens vorübergehend unte r- 
zukonmen. Anforderungen von Eltern sind doch immer besonders beurteilt 



worden • 



GrUssen Sie Lauba schön von mir. 



Ilir 



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Herrn Dr. Hans Sca-iffer 



Gharlor.tenbnrp;, den 2o . 11 . }8 
f^roethepark 22 



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J^n]cöT^-Q uip;/ Sohw(?den 

lirnnBS.cmten 4.2 



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Se.ar gee^nrter Herr Dr.lMein f-ioKreihen dürfte Sie in 
heutiger Zeit nicnt ■»'ioerrasonen. Vielleicht 'kennen Sie aus friüie- 
ren Zeiten meinen nltesten Bruder au3 i3 res lau: Alfred -^^eichr'uum. 
Ich wende rnion an Sie, sehr geehrter rlerr i^r.,auf Veranlassung 
von Lau ba JTn^3ere Lage werden Sie oegreifen iind auch f^'lhlen. Ich 
habe in meiner Ver^v/eiflung an den 8r?5bischo!ff von UpFiRla.. mich ge- 
wandt und bin an die niesige Gesandtscha^^t ve^'wiesen worden. Dort 
hat rran ir.ir Papiere ^'Toergeben.die wie aus den j^i'^-'^-^en ersic:itlich 
ist, so ^ierrl'ch fiür eine i^inreise etc. unijüristig wie nur r-öglich 
sind. Sowohl bei der Gesandtschaft als auf der Passstelle vvurde 
mir angedeutet , dass es auf lleferenp^en sehr ankommt. Ich Vann mir 
Ruch nicht vorstellen, dasc ich von Ihnen etwRs anderes als ei/ie 
^■solche neferen^ verlangen darf oder >ann.Denn ich weiss, dass ja 
auch dort Aroeits-und rewerbeoewilligiang fast ausgeschlossen 
sind. Man sagte mir aucn,dass auf (rnmd der lexAhen Ereignisse 
dariJoer auch Verhandlungen schv/eben. Leider schweben üoerall n\xr 
Verhandln ngen,wnhre od man Taten nicht sieht. 

Ich bin seit 2^ Jenren Ar^t;am l.lo.musste icn meine Tätigkeit 
zwangsweise au^^geben und v/ohne je^c^t möbliert. Ich oin 53 J.a.lt, 
habe mich auf Kosmetik und Ohiropod.ie(redicure ,Manicure etc . )um- 
gesch^ltet . Ten bin aber zu jeder Arbeit bereit; ich will nur in 
Ruhe und "frieden meine Familie ern -ihren. Meine i'rau kann sehne i- 
dern, nanen, koche n^etc .Meine T"» cht er ist 12 1/2 J.alt und musste 
vorige 'vVoche zwaixgsweise iie Scnule verlas.:>en.Sie v/ar stets die 
l.in ihrer Klasse und hat sogar eine Klasse über Sprüngen. Mein 
Sohn ist: in London und wird Masciiinenbamingeüieur .Kr bleibt auch 
zunac^ist dort und hat bereits ?reistudiura erhalten, wei^ er ein 
f^anz/^ß'^rfHtrigter Mensch ist. Ich haoe <len i\.rieg mitgemacht an der 



Front, war sc^^.on l'^o6 Soldat. Im J.1^2o musste ich Xattowitz ver- 
laKsen,weil nir die Polen im 2.Am''sxand meine Vo mung mit Cfewehr 
granaten demolierten ^n^p^en meines >kintretens fnr das Deutschtum. 
Ich bin nicht voroestraft ,bln politisch nie hervorgetreten, also 



1 






in keiner vVeise belastet . Im Augenblick kann ich (iiesbezii.,p;lich 
Veine Ausweise beibrin '•en;ebenso kann ich mir im Ai^^enbliok auch 
den Fass nicht besor^^en, obwo il icii alle Papiere dafi\r beisar^en 
h'^be.Ich stehe mit der ^^,*\nzen W.^t in Verbind '^p;, nur mit absolu- 
^^rr nejati^ren Erfol-;5.Ioh seiche ein Ventil/f'm d^s nac'^te Leben 
meiner ?8milie zu regten. Hun kam icri du^'ch Zufall auf Schweden. 
'<\"enn auch di->se Hoffnung schwindet, so glaiTne ich,dass wir ret- 
tun-^slos \rerloren sindj'^riser ein/^iger 'Wunsch ist:HerB.us und zwar 
möglicnst sofort. ^ 

Können ^ie,sehr -/.eearter Herr Dr., uns helfen'r^Besteht ausser ei- 
ner Referenz die ivlriglichkeit uns 3 Personen unterzubrin-:eu*^Rs 
ist nicht auS'-Teschlossen.da.ss wir unsere Tochter in Holland, oder 
Engl'and ^incerbrin^fen werden. Aoer a^ioh das is^: nur eine HoffuJjig. 
Ich W'-^re T-men zu aufricitigem Dank für immer verpf liciitet , wenn 
Sie mir einen Fingerzeig oder gar eine ?Iilfe angedeihen las::.en 
könnten. 



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Ich grüsse Sie 



in vor/iii rlicher Hochncntung 

^anz er^^ebenst 



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Jönköplns, den 1. Pobraar 1958* 
Brunn sca tan l\2. 



RolchalcredltsosellschÄf t, 
Bor 1 1 n» 



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Hierdurch bitte ich Sie, mir so rasch «Is möglich einen 
Kontoauszug für das Sonderkonto "Eva Schäffer" sowie für das 
Sonderkonto "Dr. Hans Schaff er** bei Ilinen zu senden, aus dem 
nicht nur der Stand der Konten am Ende des Jalires 1937, sondern 
auch die im Laufe des Jalires 1937 erwachsenen Zinabeträee hervor- 
Cehen« Ich brauche die Angaben für Steuerzv/ecke* 



HoclmchtunGSVoll 




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JönkeSplne, dan 5. Sopt«mb«r I938, 
Bruaas^atÄn ]|2 



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Herrn Rochtsamralt Dr. Otto Rolar, 
Hlrsohberg i/Ra gb. 
Adolf .I]!U?or-!'latz 6 

Lieber Harr Helar, 

Habaa Slo horzllchan Dank für Ihren Brief vom 2. August uad 
das dleaem balllaßenda Bild Ihrer Tochter und Iliror Enkelkinder. Sie 
haben uns damit oino grosso Freude gawicht. Slo w lasen, daaa wir 
für Ingo Immer »tim viel Übrig gehabt haben. 

Die ^ruckexompla re der Vorträce, von danen loh Ihnen aelner- 
«alt schrieb, sind auaachlieaslich In Sncllach abgafaast, und «war 
In eiiiwi «olir schweren amorlkanlachen Jurlsten-Engllach. »ann sie 
trotzdem für Sie Intoreaae haban, will loh Ihnen s^m ein Uabor- 
axantplar, das loh noch besitze. Übersenden, 

Saaa 31a Jetzt Im Aufsichtsrat von Mayer Kauf f mann sind. 
Interessiert mich sohr. Einer dor frUl-ioron Inhaber und apilteron 
Direktoren von Mayer Kauf f mann war ein Verwandter von mir vonaoltan 
»•Iner Mutter, die eine geborene Schäfer lat, Mr waren neun Sommer 
malnaa Lobena in dam kleinen Badeorta Charlottanbrunn Im Waldanbureer 
Oabirga, und ao kam ea, dass diaaea Untemehman daa erate wirklich« 
Oroaauntorneluaan war, dem Ich in raelnam Loben begegnet bin. Die da- 
bei £ov;onnenen Eindrucke haben auf meine opütero Berufswahl einen 
«ntachaldenden Elnfluaa gewonnen. 

Daaa aa Ihnen gut und Ihrer Frau wenlgatana ganz gut geht, 
bat una aahr gefreut. Uns salbet geht ea In dar angaten ftwallie 
auch einigorraaaaen, Unaare Ultoat« Toohtor, die vorher dwl Jahre 
«la meine Sokrotjtrln mit mir In Schweden und Amerll« gaweaen lat, 
hat die letzten 1 1/2 Jahre in New York «in Studium dor sozialen 
Arbelt durchgerJiacht und hat vom I5, September aV eine Stellung in 
Brooklyn, Sie war don Soranor über zu Baauoh hier und verlüaat una 



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leider wieder morgen. Renate studiert in Stockholm Physik, 
Geographie und Meteorolocio und setzt damit das Studium fort, 
in dorn loh seinerzeit vor 25 Jahren meine Frau durch Shesohlie3 3ung| 
unterbrochen habe« Die Dritte ist in der Unterprima Am hiesigen 
Gymnaslvuna und die Vierte noch auf der Uorboroitungsschule* Alle 
haben sich in die Landessprache gut eingelebt, am wenigstens ist 
es noch bei mir der Fall« 

Ganzsachen worden Ihnen mit r;Q sonder ter Post zu- 
gehen, und ich werde zukünftig die Augen etwas danach offen hal- 
ten • In der hiesigen Geschäftspost kommen Ganzsachen so gut wie 
garnlcht vor. Das dingliche "Substrat der Erinnerung" wird 
also selu» achmal ausfallen» Ich habe eigentlich auch keinen 
Ehrgeiz nach einem solchen, wenn ich denke, mit wolchon Miss- 
trauen Sie frlüier solchen dingllchm^bstraterv die an Ihrem 
Tintenfass angelehnt waren und wochenlang ungeöffnet blieben, 

begegnet sin dt 

Mit Ihrem Schwager Hannes war ich irrjner in Verbindung, 
und zwar bis zu diesem PrUhsommer» In den letzten Monaten 
ist diese etwas eingeschlafen, woraus ich schllesse, dass er 
anderweit stark bescliäftigt ist. Das freut mich in seinem Inter- 
esse, selbst wenn ich darunter leide. Walter Schmidt berichtet 
mir aber regelmässig über ihn. 

Meine Frau und meine Töchter grUsson Sie und die Ihrigen 
herzlich* Ich selbst tue dies auch. 



Stets 



Ihr 



^^^^-^^'-^y^^. 



Jötiköpinc# i«n J. Soptembor 195% 
Brunnseatan I;2 



Htorrn Rochtsamra^wt )r* Otto Roler, 



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Llobtr Korr Relar, 

Hab«n Sie hoi»zllch«n Duok f^ Ihröti Drlof von 2. Aueuot und 

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tet «loaom bolllae«ni(lo Bild Ihror Tochter und Ihrar Enkollrinder. Sl« 

h«b«n lana daalt oln^ 2J^o»»« Frötido sonttcht. Slo vlsson» dasa wir 
für Ine« Imr.or BOhr vlol Übrig 6eV»bt haben. 

©!• Druok«*c»apl&ro der VortrSc«» von djnon ich Ilnor. eolnor- 

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Mit sclirlab, sind &ijaschll«ssllch In " rilach abgefaost, und g«ar 

In Glnöm «ahr achtroran amorllsanlaciiön Juris ten-"n£ll ach. ^ann Sie 

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trotßdom rur Slo Intfrasso haben, will ich Ihnen G^^n ^^^ Uabor- 
II I (imiTaiTj daa loU noch baaltsOi Uboraenden« 

DftBO Sl<^ J«tEt Im Aufslchtax^at von Meyer KauffrÄnn altt4> 
Intereaalert mich oohr, iner der frUheron Inhaber und »plttoron 
Dlroktoren von 'üiyer Kaurraeon war ein Vorwandtor von mir vonaolten 
meiner Muttor, die olne Geborene Schäfer lat. «Lr waren neun Soncnor 



laelne« I/>bona in dem kleinen Badeorte Cliarlottenbrunn Im Waldenburcoi* 
Oebirge» laid jao kam ea, das» dieses Tmtomohmen das erste wirkliche 
Oroeaunt er nehmen war« dem ich in meinem Loben begegnet bin. Dl« da- 
bei gewonnenen Sindr'/:cke haben auf xaelne eputare Berufswahl einen 
•ntschel den den SlnfJ/usa eewonnen. 

Sa33 ea Ihnen gut tmd Ihrer Frau wenlsatena gane gut eeht, 
hat uns aohr gefreut, ün« Stlbet seht es in der enssten Familie 
auch elnlsemÄsaei/i^ Unsere ülteste Tochter, die vorher drei Jahre 
als »eine r^kretUrln zalt alr In Schweden und Amerika Gew««en ist* 
hat die letÄten 1 \/2 Jahre in TIew York ein rtudlum der soslalen 
Arbelt dvirohger/iiacht" und hat vom 1^;». September aV eine Stellung in 
Brooklyn. Sid war li'.en soranor über «u Deaxioh hier und verliiast vma 

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leldor wlodor morgen. Renate studiert in Stockholm Physik, 
Oeographle xmä. Meteorolot;le und »otst datalt das Studlun fort. 
In dorn ich soltiorzeit vor 25 Jahren meine Frau durch Ehoschlleestin 
unterbrochen habe. Die Dritte iat in der TJnterprlnia des hioslcon 
Oyranasluma und die Viert« noch auf der ^orberaltunGsscbule. All© 
haben sich In dl« lÄndessprache gut eingelebt, am wenl£8t«n3 ist 

es noch bei mir dar Fall« 

Chinzsaclien worden Ihnen mit gesonderter Post zu- 
GOhon, und ich werde ztik'Jlnftlg die Au^en etwas danach offen hal- 
ten. In der hlesiE«a Geschaf tapoat konunen Ganzsachen so ^it wie 
gamloht vor. 'ütxs dlnsllohe "Substrat dor Erinnerung" wird 
also 30br schmal ausfallen. Ich habe eisentlloh auoh keinen 
Shrcolz nach einem solchen, wenn ich donko, mit wolchon Mlsa- 
trauen Sie fr-Jüior solchen dlngllohoiSubstratov die an Ihrem 
Tlntonfess angelehnt waren und wochenlang ungeöffnet blloben, 

begegnet sind« 

mt Ihrem Schwager Hannos war ich Irmor In Verbindung, 

und 8war bis zu diesem FrUhaomer, In den letzten »onuten 
Ist dloao etwa« eingeschlafen, woraus ich schlloaso, dass er 
anderweit stark bescl^tigt Ist. Das freut mich in seinem Inter« 
«SSO, selbst wenn ich darunter leide, lalter Schmidt berichtet 
mir aber regolmiisalg Über Ihn. 

Meine Frau und meine Töchter grUsson Sie und die Ihrigen 

herzlich. Ich selbst tue dies auoh. 



Stet« 



Ihr 



Dr. Otto Reier 

Recntsanwalt und Notar 



Ihr Brief vom: 

Ihr Zeichen : 

Mein Zeichen: I^ll^r^^/Uß» 

' Betrifft: 



He rrn 



Hirschberg I. R8gb.,den 2* AugUSt 1938 
Adolf-Hltler-Platz 6, Fernruf Nr. 2454, 2455 




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Dr. Hans Schäffer, 



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Es wird gebeten, bei jedem Anschreiben 

obiges Zeichen anzugeben und jede 

'|\ngelegenheit in einem besonderen 

Briefe zu behandeln. 




Lieber Herr Schäffer ! 



Jönköplng 



Brunegatan 42 • 





Seit über einem Jahre habe ich nun nichts mehr von 
Ihnen gehört and würde gern wissen, was Sie und Ihre liebe 
Familie inzwischen erlebt haben und heute treiben. In 
Ihrem letzten Bericht hatten Sie mir in Aussicht gestellt, 
dass Sie einen aar zweitausend Verträge mir einmal herschicken 
wollten, den Sie über die Abfindung seitlicher Gruppen von 
dem Hauptkomplex des Zündholz - Konsems gerade abschlössen. 



Sie sagten, dass Sie die Gesetzgebung von ^4 verschie •- 
denen Staaten dazu hätten berücksichtigen müssen, aber dass 
Sie mir gern ein Druckexemplar der Ha ujpt vertrage, «ie ich 
hoffe in deutsch oder französisch, jedenfalls zusenden 
wollten. Bis heute habe ich allerdings doch vergeblich gewar- | 
tet. Sie wissen, dass mein Interesse an der Industrie nach 
wie vor unvermindert ist* Ausser meiner Aufs ichtsrat etat ig - 
keit bei der Meyer Kauf f mann in Wüstegiersdorf habe ich seit 



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Büro geöffnet: Werktags von 8—13 Uhr und von 15 — 18 Uhr, Mittwochs und Sonnabends nur von 8—13 Uhr. 

Ferngespräche sl"nd unverbindlich, wenn sie nicht schriftlich bestätigt werden. 



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einigen Jahren den Aufsichtsrats-Vorsitz einer damals 
kleinen Weberei Aktiengösellschaft der Petzoldt & Co. A.-G. 
in i-auban i.Schl. übernommen. Diese habe ich durch Ein - 
rieht ung einer Röste zunächst an den Rohstoff angeschloa - 
sen und bin eben aabei in diesen Wochen eine Leinengarn - 
Spinnerei anzuschliessen, sodass ich dann den gesamten 
Vertikalen Aufbau eines solchen Textilunternehmens zum 
ersten Male in meinem Leben wirklich „beherrsche", wenn 
auch nicht mit Aktit-n, da es sict um ein reines Familien - 
unternehmen handelt, so doch als Aufsichtsratsvorsitzer, 
dessen Befugnisse, wie Sie wissen werden, in Deutschland 
ja durch das neue Aktienrecht sehr verstärkt sind. Es ist 
seltsam, dadS ich mein Leben in Landeshut nur inmitten von 
lauter damals entstehenden Textil-Industrien begonnen habe 
und es nun in der Baumwolle - und Leinen - Textil - Industrie 
wieder beenden werde l 

Meiner Jh'rau geht es so gut, wie es einem Menschen 
mit nur einer ^iere gehen kann. Wir waren schon zweimal in 
dem wunderbaren Sanatorium von Dp. Büdingen in Konstanz 
am Bodensee. Die dortige Methode, das Herz mit Trau/^ben - 
zucker durch Infusionen zu füttern, und mit Strophantin 
anzuregen, hat mir wahre Wunder getan. Auch meiner Frau 
haben die Nierenkuren bei Dr. Hassenkamp, dem leitenden 
Arzt des Sanatoriums sehr wohl getan. 

Inge hat sich uns gegenüber in der St onsdor ferst ras ae 
ein neues Haus gebaut. Ich sende Ihnen anliegend ein Bild da- 



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von und auch ein Bild ihrer drei Sprösslinge* Mein Schnie- 



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gersohn^Dr. Ruache, hat sich vor 5 Jahren schon von uns 
getrennt und am Markt in Ilirschberg eine eigene Praxis 
eröffnet. Seit-^dem ist alles bei uns in „Butter'*^ Inges 
Kinder gedeihen prächtig. Der Älteste ist schon in Quinta, 
der zi9Qite in Sexta und die kleine Renate ist eben in die 
Schule eingetreten. Zur Zeit sind sie alle in St. Peter 
an der Nordsee baden. 

Da Sie übrigens mit 24 Staaten mindestens im reg- 
sten postalischen Verkehr stehen, so könnten Sie mir als 
Ganzsachen -- Sammler doch einmal eine ordentliche Kollektion 
von Ergebnissen Ihrer Korrespondenz in Form von Ganzsachen 
hierher senden, damit ich doch auch ein dingliches Substrat 
der Erinnerung an Sie stets vor Augen haben kann. Ich sen- 
de Ihnen deshalb anliegend einen Aufklärungszettel über 
den Begriff von „Ganzsachen^. 

In der Hoffnung bald wieder etwas von Ihnen zu 
hören, verbleibe ich mit herzlichen Grüssen von Haus zu 



Haus 



Ihr alter 




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F.S. 



Mein Schwager Hannes Avo^arius hat sich in Langwaltersdorf 



bei i?*riedland i.Schl. ein /laus gekauft und dert sehr schön 
häuslich eingerichtet. Wir sind sehr froh darüber, dass er 
jetzt endlich ein paar schöne Aufträge von aer HeeresverwaL 



tung cbn Oberachlesien auszuführen hat, die ihn 
vollständig schöpferisch ausfüllen* Wenn ich ein- 
mal ein paar Bilder von Ihm ergattere, schicke ich Ihnen r 
gern etwas davon zu* 



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Berlin, d. 24. 12. 196Q 



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Sehr «geehrter Herr 3ohäffer, 

Ihre lieben Zeilen vom lö. d.M. habe ich pünlctlioh erhalten und 
danie Ihnen von ganzem Her::ten für Ihr ireundliohes Interesse, 
Sie haben zweifelsohne reoht in Ihrer j3eurteilun^ der prinzipiel- 
len dhanoen für mioh und ueiiie ij'rau in den oeioren i-inwanaeruncis- 
Hindern. ITur in einer Beziehung irren Sie, und zwar in IBesuj aui 
i:ingland* iiies ist najiiioh in den Au^jen von /^iliria tabu. Jeden- 
falls ist ex nioht bereit, aorthin andere ^ütaroeiter, ausser 
weibliohe iaiiHaushalt zu fördern. 

/Vunsohöemass leje ioh Ihnen zur näheren Information aber unseren 
bisheritjen beruflichen Yerae^anö Je zv\(ei ±'racd;eboöen und Antworten 
bei, sowie aie Absohrift eines Ziwisohenzeu^nisses, das ioh von 
Wilfrid erhielt. Ioh bitte ;iie sehr, an uns weiter zu aeniien 
und uns einen Tip zu ^eben für den Zufall, dass Sie von einer 
Vakanz hören. 



Nun zu dem persönliohen Teil Ihres Briefes. Ioh habe mioh sehr 
gefreut, aass Sie sioh die iiühe machten, meine Broschüre zu lesen 
und zu überdenicen. Dies beweist am besten, in waloher relativen 
Gleiohgewiohtslacie man sioh dort öefinaet; denn ioh v/are heute 
wohl kaum mehr in der lao^y mioh so vom Ta^e abzulösen, dass ioh 
die Broschüre noch einmal hätte sciir ei oen können. 

Sie haben selbstverständlich recht in Bezu^ auf die i-rweiterungs- 
möj^liohkeiten der Betrachtungsweise; nur müssen Sie mir zugute- 
halten, dass der Personen^reis, um aen es ö^ht, doch ein familiär 
beschränkter ist. j:.s ist daher schwer, über die Lebenden, bzw* 
kaum /erstorbenen ohne Indiskretionen zu beg^h^n^ ^twas Innerli- 
ches auszusagen. Von der Schwierigkeit, es ^^xo^de jetzt zu äussern 
will ioh ganz schweigen. Trotzdem haoe ioh für einen einzelnen 
Zweio der i^amilie, und zwar die liachicommen eines /etters meines 
(Jrossvaters, einmal schriftlich den /ersuch gemacht, andeutungs- 
weise über die Handlung in der religiösen Haltung, die Ursachen 
der ^/ohnsitzverlegung und Berufswahl im einzelnen etwas zu sagen. 
Ich sende Ihnen einen AbzUo aavon aiioei. Die j:iinleitung hat der 
Redalctör dazu geschrieben. Für Sie ist vielleicht von besonderem 
Interesse die Seite 290. i^ach der i^rfahrung meiner i'amilie hat 
die traditionelle Orthodoxie in ein zelnen Zweigen i>laubenswahl 
oder Mischehe /orgebeugt, in anaeren Zweigen hat sie um so stär- 
ker das ield räumen müssen, wie Sie an, Ziffern von Seite 2'J2 er- 
sehen wollen. ^^^ 



1 



i I 



o 



c 



Künfti^^es Beo DaohtunoSmatbrial sicherzustellen, läoe auoh mir am 
Herzen; dooh muss ioh ±ur einen \v<^iteren Kreis wohl daran verzwei- 
feln, weil die Zerstreuung jetzt bereits zu weit und die Beanspru- 
chung im Au^enbliok fLlr ciie ^in2;elnen zu g^oss ist* 

,venn Sie diese Jinge als meine o^ii^"tije Landschaft ansehen, so 
schäme ich mich dessen keineswegs, zumal ich mich von jeher Demilht 
habe, jüdische i^in^e nicht aus der Jhetto-x-^erspektive zu sehen. 
Im übrigen halte ich aie jüdische xteligion für die mir gemässe 
una möchte sie mit l^einer anaer en mir bekannten vertauachen. Trcti: 
dem erschöpft sich natürlich meixi iJachaenicen nicht auf aiesom Oe- 
biet. :Vie Sie in meinem leoenslauf unter 3 2 una X) ersehen wollen, 
gehören yVirt Schaft, Politik und Jeschichte nicht loindor zu dem 
Bild der ''geistigen i-anaschalt'* . 

rViederholt bitte ich Sie, uns Ihr Interesse zu bewahren, ./enn Sie 
mir in Stenografie schreiben würden, so hatte ich, obwohl ich sie 
nicht mehr beherrsche, doch gewiss die Möglichkeit, mir Ihren 
Brief übersetzen zu lassen* 



« 



Bitte empfehlen Sie mich Ihrer Gattin imd grüssen 
ter, insbesondere auch von meiner ±^^rau, falls sie 



Sie Ihre Töch- 
sich noch an sie 




^ 




i^^u^ 




c 



Anlagen: 1. Abschritt eines 2wi3ohenzaUonissas7on Herrn ^V.Jsrael 
Je Z i^-rad,ebo^en und Antworten , l^Abzu^ einer oohriit, Lebenslauf, 



^ty/% 






P a r t i o u 1 a r s, 

regarding the applicant himself . 



A. Personal Status 



1. 
2. 
3. 



Uame: Hanns Reissner. 

Birthplace and -day: Berlin, Movember 29th,1902. 

Warital Status: Berlin, December 19th 1931, married to Ivonne, 

n^e Gerstel. \^e have one girl child, Karola Gabrielle, born at 

Berlin, December 14th 1937. 



c 



c 



B. Training . 

1. Schiller Real-Gymnasium, Rerlin-^Charlottenburg, Abiturium 1921. 

2. üniversity of Berlin 1921-1926: political economlöö, wodern 
histoiy and philosophy; promoted Dr.phil. (= Ph.D.) with the 
mention '^magna cum laude"*. My thesis about Mirabeau and Frederik 
the Great has been published in 1926 in Gerrnan by the Notgemein- 
schaft der Deutschen V/issenschaft, and in 192R in rny o^^m French 
translation by the Revue d'Histoire ^conomique et sociale, Paris. 

C. Professional career ( 5 certificates attached ). 



1. Banking: 






•«»a^lk» 



<^. 



a) Baakkoimnandite Mayer, Loewenberg & Co., Berlin 

June 28th, 1926 - January 27th,1928 (especially stock 
exchaage business), 

b) Jacob l'/assermann, London 

January 30 th, 1928 - Way 30 th, 1928, 



0) 



Lazard Speyer-Ellissen, Berlin 

June Ist, 1928 - July 30th, 1929 (especially prepa- 

ration of industrial and public utility emissions). 



2. Industry: 



Private secretary of Dr.ing. Edmund v einmann, owner 
of the ^Veinciann v;orka in Teplitz-Schönau, formerly 
C zechoslovakia 

December Ist, 1929 - December 3lst,1932: production 
of plate glass, zink, machines, paper. 



3. Trade: 



N. Israel, Berlin 

January 15th, 1933 - to June 30 th, 1936: private 

secretary of Mr. Israel, 

July Ist, 1936 down to now: manager of the wholesale 

and shipping department (annual turnover more than 

500.000 h St.). 



2. 



D. Scientific activities 

1. Collaböratorshlp In the Deutsch-Französische Rundschau, Berlin, 
1929 - 1933 about political and econoiaic Problems, e#g. 

a) French colonial üiandates 

b^ French Industries ( Rayon, Glass, Linoleum) 

c) French agriculture, 

2. Collaboratorship in the Europäische Gespräche, Hamburg 



a) Palest ine and her nations 

b) Democratic experience in Syria 



3» Various contributions 



a) 



c 



I 



iytarkat reports from London to the Berliner Börsen 

Berichte 192B 

The League of Nations' loans, in Bankarchiv 1928 
Reviews of the economic policy of the 3rd Reich; the n.s 
agricultural legislation; the textile legislation a.o. 
for the infomation of Jewish boards and aerchants, 
1933 - 1938. 



c 



S» Knowledge of languages 

Besides the above (B 2) mentioned translation into French of my 
thesis, I wrote for the Revue d^Histoire dconomique et sociale, 
Paris 1929, a study in French, entitled '' La politique Juive 
de Mirabeau *•• 

Furthermore I translated from French into German Emile Zola^s 

^ Lettre ä la jeunesse *♦, published in the Berlin K C Blätter 1929. 

In 1930 (July 25th) the Palestine Bulletin, Jerusalem, published 
my Siiglish written study about "^ Disraeli in Palestine "" • 



I. Jewish activities 

!• Member of the boards of the 



a 
b 



] 



Verein für jüdische Geschichte und Literatur, Berlin 
Jüdische Uaisenhilfe, Berlin, representative of the 
Ghildren*8 Community of Ben Shemen 



2. Active and paying member of the 

a) Jewish Community of Berlin 

b) Keren Hayessod, Berlin 

c) Hilfsverein der Juden in Deutschland, Berlin 

d) Zentralausschuss für Hilfe und Aufbau, Berlin 

and several other Jewish assoiiations, 






3. 



3. Publicity 



a) Reffjlar cooferences and lectures in the Jüdisches Lehr- 
haus (about American econoraics), 

Jüdischer Centralverein (Immigration to the Ü.S.A.)> 
Gesellschaft für Jüdische Familienforschung and so on, 

b) Oollaboratorship in the Jewish " Philo Lexicon •• ; the 
majority of the articles referring to Jewish settlement 
in the different countries and eitles has been wrltten 
by me, e.g. England, Frankreich, Oesterreich, Polen, 
Hussland, Südafrika, Vereinigte Staaten von Amerika: 
London, New York, Paris, Warschau, and many others. 

c) Regulär contributions to the 

aa Morgen, Monatssclxrift der Juden in Deutschland 
bb Jüdische Rundschau, Berlin 
oc e.V.- Zeitung, Berlin 

dd Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutsch« 

land, Berlin 

ee Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik, Berlin 



d) Publications in collective works. 



aa 



bb 



Moses Mendelssohn und das revolutionäre Frankreich, 
in: Gedenkbuch für Moses Mendelssohn, Berlin 1929 

Cerf Berr, in Jüdische Gestalten und ihre Zeit, 

Berlin 1936 



CO -Familie auf Wanderschaft, in Jüdische "'irkllchkeit 

heute, Berlin 1938 




IBftUlf et •9PANDAUBB STR.-KONiaSTR. • OEOR. ItlS 

POSTSCHLIBSSFACH BERLIN CS NUMMER U • TELEOR AMM- ADRESSEt REELLITAT BERLIN 
FERNSPRECHER: 52 00 11 • POSTSCHECK-KONTO: BERLIN NW 7 NR. Uli • REICHSBANK-OIROKONTO 



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Ihr Zeichen: 



Ihre Nachrichl vomt 



Unser Zeichen: 

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AY C0:':Cr:Rii. 



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Thiß is to certify that Br^ftöins Keieener lias been 
in our employment since Jan.l5th,1933« Cwing to tne regule- 
tior.8 regarui..^ t e wlnäing up of Jewiöh bueirieas enteprises 
he is to our regret leavirxg ue. 

Dr*Rei88ner ha« been private secretery to tre late ICr •Berthold 
Jsrael ae well as to myself h^A Dr^lierbert Jsrael* üe had to 
reprecerit our firm on various occesions which :e did with greet 
ability* He had our absolute corlidence in all questions in 
corinection with bueineee :iatter8 wnich entoiled i:i:portant ne- 
gotietiOiis with lavvyers and authorities. 

Since July Ist, 1936 D: •Keiasner was lade financial »aiwger of 
the Y/holesale and Shippin^ Departr^ent* He had to handle an 
annual turnovcr of the äquivalent of about i 500. COO. He was 
entrueted with all v^ork which included the coi::iiiercii 1 manage-- 
ment of hie secticn of our busiüese* There have been no loeees 
to speak of , and we are glad to be able to ßtate t..at thiß fact 
l8 due to Dr^Eeiß^ner'e efficiency* 



Br^Reieener is ime of our moat faithful and trusted co-workers, 
and we part with him with a great deal of relucti.nce. We wish 
hlin t: e best of luck for hia future which he certainly deservee 
in every resuect* 



Decerber 8th,1933 



fllfrid Jsrael* 



rar t i c u 1 arg 

regardin,: th© : pplicrnts uife. 



A. F#rtonBl sttitui 



l.lIWi»: Yvonne oi enor^nit aer»tel 

2*Birthpl^c# tno -dt^ f.irip,;pril 4th,l 8. 

a.L^aritcl strztus; rTKrrie. in ilerlin r.ec. iJtii, 1.31 to i 

4. s^ri'.nrclt. ri^lle^borri Ir erl in ;>c. i4th, 1:;37. 



9 tiiMir 



i^ 



i.attta lyzdua in Etrlln \r)ö ' rndschulhaira AEnrt«n?;ürf up to r ^ d inclucinp' 

t ..... w 

2.Certific t «eher cf / )g/rr:m,stic8 {sytttm Ann? llernaannpl-erlin) 

fand Ol' b)orthope<iic Vf-ni«itics 
S.Certific ici 1 itoBseuse, 



r 






il ^;r-i 31} 



] •G/rnro.'8tlc c,>ur3^9 tnö ^eneral educetlon 

for ejchildrcir- (at e children'a hörne in r^crdern©/) 

b)crit:plee (at the Jewish Hoepiti l^rerlin, u,:ru8tetr. 
clprisonore-on-trlrl (In Ftrlin^ 
" d)f8r;r lo 'orkere in fi^ctcrifs i na dep- r' t stürea( 



-rl in, 



2,br'»ath j-ymnt^ßtic« and aaaist-nt for d ii^therirical treatraent «^nd fct opar^ti 
in an j " clinic it <eich©nh^ll• 



bur ■ • 



«'^O 



3»rtate flGciftl i&*0lfar8 ihOrk 

a) in e. hoin© for oute rt t-nd r^Bdj cLildr 

b) in L psychof^thetic bona f?r childr^^n 
()) in workpeopla'B home 

D» Knov;l^d|»;e oi* 1^ n^u* ^"^ 

rerfect in "rencnfwiih tv;c /eftrs' teachinf^ r • 
Considcr: ttLl kncwle: üf :i Iit!h 



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E» Jawlsh 



■^ nrtlv !■! 



er M^rriagy 



lt:,ononr/ a^cret-ry of the homa criva of the ZentrsU-ueacKuas f:.r ilfe i . >ia 

in thf> '^h? rlott^nburg diatrlct of th*^ .''9\*'i8h 



% '\ ^ . ff 



2.i!oncr : ra vc 

intar 'filiöi »i.ri .36/8. 



1 



AISCHHIFT! 



JUÜDISCH^. WIHTKR HILFE 
der Jüdischen Qe^'-einde zu Her 1 in 



Irau 



\Tonne Heiösner 
]Shorn??llQe 10 



c 



Abt* "'-es. VI 



unser fliehen 
Dr.St./N* 



Tag 8« Dezember 1938 



c 



aeQche l nigung. 
Fr. u Yvonne Heleener war In den winis^rhiireperi-^den 19ö6/ö7 
xmA 1937/38 ahnnamtlich als r rsor^erin oei der jtiesilrksst. lle VI 

Charlottenburg der Jüdischen iVinterhllfe in ."5orlin oeschäfti t* 
Sie hat wlihrend dieser Zeit unermüdlich und unelgarin tilg im 
i'ienate der STächstenlieba gearbeitet und es in hervorragendem 
nuiaa Terat<.nä^n» mit unterstützun^sbedarrtigen üSbnschen um* 
augehen und deren Vertrauen za gawianen« ITrau Relsaner oesitzt 
eine rasche Auffassun sgabe» ein klari^s aicherec Urteil und einen 
praktischen Jblickf co dasi^ sie zu einer selbständigen fürsorge- 
rischen latätigung ausgezeichnet befHJiigt ist« Durch ihr freund-- 
lichea Vftsen war sie eowalil bei den Betreuten wie im Kreise 
der ICltarbeltar aahr Deliebt • Mit dam Danke Tür die wertvollen 
Dienatet die sie der Jüdischen Wintj.hllfe geleistet hat» ver- 
binden iflr unser besten Minsche für ihr personllcheß Ergehen 
in Gegenwart und Zukunft • 



gez. Dr« Steinhirt 
iMzirkeleltdr 



i • 



/ 



^/ 



Dr. Hanns Re issner 
Bln. -Charlottenburg 9 
Ahorn Allee 10. 



27. llovember 38 



c 



L 



€ 



Sehr geehrter Herr Schäffer, 3 Jahre sind vergangen, seit ich zu- 
letzt die Ehre hatte, Sie in Ihrem londoner Hotelzimmer aufzusuchen 
und Ihnen V/ilfrid*s Grüsse zu überbringen. Dieses Gespräch ist mir 
in 15^ besonderer Erinnerung geblieben, da Sie sich mit einer für 
eine Conversation so ganz ungewöhnlichen Gründlichkeit durch Frage 
und Antwort ein Bild über meine geistige und beruf lichd Entwick- 
lung gemacht hatten. Unser Gespräch gipfelte in Ihrem grundsätz- 
lichen Bekenntnis zur Einzelwanderung. 

In meinem äusseren Dasein hat sich bis jetzt noch nichts verändert. 
Ich leite weiter die Grosshandels- und Exportabteilung unseres Hau- 
ses. Bis zum Jahresende wird auch diese Tätigkeit linuidiert se?n. 

Zu gijiter Zeit hatte ich im Frühsoramer dieses Jahres bereits ein Fa- 
brikationsprojekt CReissverschlusse in England) zusammen mit einem 
hiesigen Fachmann und dem Sohn meines verstorbenen Chefs We"^nmann 
als Finanzier, auf die Beine zu bringen versucht. leider ist es im 
letzten Augenblick an der ünerfahrenheit und der daraus resultieren- 
den ünentschlOGsenheit des jungen Mannes gescheitert* Pas ist - 
sozusagen - Künstlerpech von mir. leider erlauben es die Umstände, 
in die wir inzwischen hier geraten sind, nichts in voller Unbefan- 
genheit und mit grosser Gelassenheit darauf zu warten, bis neue 
Projekte sich irgendwo abzeichnen. Nur durch einen Zufall gelang 
es mir in diesen Wochen, wenigstens Bewegungsfreiheit zu behalten. 
Sie können sich aber denken, wie aufgeregt meine liebe Frau, ^die 
ehemalige Lehrerin Ihrer Tochter )y ist. Der einzige Lichtblick in 
diesem Dunkel ist unsere jetzt 11 Wonate alte Tochter. Wir hatten 
schon im Jalire 1936 ein erstes kleines Kiädchen, das uns leider wie- 
der genoinmen wurde. 

Sie, sehr geehrter Herr Schäffer, werden es nicht als einen inneren 
Widerspruch gegenüber der prinzipiellen Einstellung itrs«a 2**^ Ein- 
zelwanderung ansehen, wenn ich Sie bitte, mit mir in einen Gedanken- 
austausch über die Frage zu treten, wo ich meine beruflichen Erfah- 
rungen (Bank; Gross industrie; Gross-und Ausfuhrhandel) zum Aufbau 
einer neuen Existenz verwenden kann. Es handelt sich hierbei nicht 
in erster Linie um die Frage des Visums oder der Finanzierung der 
Uebersiedlung, sondern um den Ansatzpunkt, wo und wie ich wieder 
tätig sein kann. Auch meine Frau mit Vrrer fertigen Ausbildung in 
Gj^'mnastik und Heilmassage würde, wenn es not tut, mitverdienen wol- 
len. Sie werden sich erinnern, dass sie französisch als MuttersDra- 
che hat. In den letzten 3 Wintern war sie ehrenamtlich Sozialpfle- 
gerin im Bezirk Charlottenburg der Jüdischen Winterhilfe. 

Für mich kommt wohl in erster Linie eine kaufmännische Betätigung 
in Betracht, jedoch würde ich auch auf meine wissenschaftliche 
Vorbildung ergänzend zurückgreifen können. Ich habe Staatswissen- 
schaft, Geschichte und Philosophie in Berlin studiert und mich in 
meiner freien Zeit regelmässig weiter damit befasst. Die letzte 



Fruclit meirier Studien liegt in einer Broschüre "Faailie auf 'Jander- 
schaff« vor, die ich mir erlaube, Ihnen separat als Drucksache zu 
übersenden. 

Hoffentlich habe ich alsbald die Freude Ihrer Antwort. Bitte eropfeh 
len Sie rnich Ihrer verehrten Frau Gemahlin und nehmen Sie viele 
Grüsse zugleich im Namen meiner Frau von 



Ihrem 
sehr ergebenen 




c 



Jönköplng, den 25* 
ßrunns^atan l\2,. 



Januar I958. 



Herrn Rechtsanwalt Dr. 
Bari 1 n^Cl^ rlo . t aabiir^ • 
Wle^ulirstrasso 



Srnst Rloss, 



( 



c 



t 



Lieber Ernst ^ 

Deinen Brief habe ich nach Rumänien, wo ich mich fUr zwei 
Wochen aufhielt, nachcesandt erlialten. Leider kenne ich niemanden 
von der von Dir orw&lmten Gesellschaft, und ich liabo auch rar keine 



Möclichkelt, mich mit jemandem bekannt zxx machen. Meine hiesl 



on 



Beziehungen sind übermupt auf einige Bank- und Industrieunterneiimunijen 
be»chrUnkt,und darüber hinaus ist «8 natarlloh nicht möglich, mit ir- 
gend einer Aussicht auf Erfolg jemanden zu empfehlen. Ich künnte ja 
auch Über Deinen Sohn nur sagen, dass ich seine Familie kenne und dass 
ich von dritter mir massgebender Seite Gutes über ihn gehört habe. 
Solche allgemeinen Empfehlungen werd^i aber von Leut^i, die Kritik 
haben, meistens cjarnicht oder höchstens im negativen Sinne gewertet. 
Ich selbst mache es ebenso. 

Wenn ich Dir in einer anderen Saclie einmal dienlich sein Icanni 



werde ich es herzlicl}st gern tun. 



Kit herzlichem Gi^uss 



Dein 




Jünköpins, den 2% Januar 1950, 
Druanacatan I42, 



IIor'2:»n Heclitsanwalt Dr. 
Dorllnf^la rlo 1 1 onb-urs • 
ITI6 Dulir a t na a a 



Ernst Hl 038, 



o 



r 



C 



t 



Liobor -Zrnat, 



Rurailn: 



Woohon aufhielt, naohcosanclt orlBlten, Leldor kenne Ich niomnden 
von der von Dir orwUlinton Goaellaoliart, und ich Imbo auch ,gar keine 
MÖGlichkelt, n'oh mit jemandem bekannt zu na dien. Keine hioslcen 
DeBlehuncon alnd über'naupt auT einige Dank- und InduatrieuntornelBtuin ■ 
beactoankt^und darüber hinavia lat ea natürlich nicht möclich, nit ir- 
gend einer Auaalcht auf Erfolg jeraanden zu anTuTolilen, loh könnte ja 
•uoh über Deinen Solan nur aa-on, daaa loh aeino Parallio keane und dae 
loh von dritter nir raaa3<jebendor Seite Gutes Über ihn cohUrt Imbe. 
Solche allcoaelnm Enpfoliluncon wordai aber von Loutoi, dl© Ki^itlk 
Jabon, meistens oarnicht oder höchatona im nocatlvon Sinne Gowortot, 
loh selbst riaoho oa obenso« 

Wenn Ich Dir in einer anderen Sa die einmal dienlich sein kann 



werde idi es herzlicliat com tun. 



Kit herzlichem Oruas 



Dein 



Jönl 
nrun 



vöplng, d«n 5» Dozombor 1950 • 



( > 



C 



i 



Frau Dr. Thoiai Rlppnoi*^ 
lurrurstondanm loO^ 
Börlln- _:ionöao • 



tm»m 



S«hr vorolirto ßaUdlg« PrtiU, 

3ol lIoxTn Kf rchl» \ind dam Advoka ton A» sind Sio In bostan 
BÄfiden» Sie Horron olnd, boiondura A«p orcuoro, ÄUöaox^ord^ntllch 
olnflu33roich, vlol mohr aatureomUas ala loht Ik)zt1^11oh dor Klndor 
Viibo loh an den Stockholrwr Habblrior Px^or. Ühronprolo £;omlißa dar 
Anlaco üöadxrlobon* tlaoh dan nlr bol<annten Vcrhältnlsaon elauba loh| 
dasö dloöor Sctxx*ltt orfol£;roloh öoln wird. 

Kit vorblndllcfestor aupfehlunc 
Ihr aohr orj^obgaor 




An Ingo 



l 



c 



c 



Jönköplng, den 5« Dezember 1938^ 
Brunnögatan 1;2» 



Frau Dr# Thea Rlppnor, 
Kurf Urstondainm l6o, 
Berlln-Halensee* 



Selir verehrte gnädige Frau, 

Bei Herrn K» Schi, und dem Advokaten A» sind Sie in besten 
Rttndoi • Die Herron sind, boaonders der orstere, aueserordantllch 
olnf lusarolch, viel mehr naturgemäes als ich. BozUr-lich dar Kinder 
habe Ich an den Stockholmer Rabbiner Prof. Shrenproia gemäss der 
Anlage cesohrieben, Hach den mir be}:annten Verhältnissen glaube ich, 
dasa dieser Schritt erfolgreich sein wird. 

Mit verbindlichster Empfehlung 
Ihr solir ergebener 




Anlage 



Frederick Ritscher, 

zur Zeit 
Y/ien !• , Grand Hotel. 



Wien, 11. Februar 1933. 



L 



Sehr geehrter Herr Schäffer I 



n 



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I 



Ich möchte mir erlauben, Ihnen im Namen 
meiner Kutter und Geschwister für Ihre so freundliche und warme 
Anteilnahme an dem schv/eren Verlust, den ^:jir erlitten haben, herzlichst 
SU danken. Leider ist meine Llutter heute noch von den iCreignissen zu 
sehr erschüttert, um Ihnen persönlich schreiben zu können und ich 
bitte Sie dies entschuldigen zu wollen. 

Ich habe auch das Bedürfnis, Ihnen für 
Ihre so freundlichen V/orte meinen persönlichen Dank sagen zu dürfen. 
Sie haben Gelegenheit gehabt, meinen Vater so kennen zu lernen, wie 
kaujn ein anderer, sehr verehrter Herr Schäffer, und werden es wohl am 
besten verstehen, wie schwer uns dieser Verlust getroffen hat. Trotz 
seiner mehrmonatigen Krankheit habe ich nicht daran glauben können, 
dass er uns so bald wird verlassen müssen. Aber die schweren arbeits- 
reichen und undanJcbaren Jahre der Vergangenheit waren für ihn zuviel 
gewesen. Ich habe meinen Vater nicht nur als Vater geliebt, sondern 
auch als einen der feinsten und grössten Menschen unserer Zeit respek- 
tiert. 

Ich würde mich sehr freuen, sehr verehrter 

Herr Schäffer, wenn sich einmal die Gelegenheit ergeben iönnte, Sie 
persönlich sprechen zu können und ich werde mir erlauben, falls mich 
mein V/eg einmal nach Jönköping führen sollte, Sie aufzusuchen. 
Mein dauernder V/ohnort ist in London und ich würde Sie sehr bitten, 
falls Ihr Weg Sie einmal nach dorthin führen sollte, mir eine Gelegen- 
heit zu geben, Sie dann aufsuchen zu können. Meine Adresse in London 
ist : c/o E. Kann, S.G. 2, 6 Lothbury. Metropoliten 5701* 

Mit meiner vorzüglichen Hochachtung 

Ihr Ihnen sehju-Q.rgebener 

Herrn Direktor Hans Schäffer, ^'^i^ f/tl^f c^eA 

Jönköping. {/ 




Oth June I938. 



IIS/ID 



W.A. RoaoborouGih Esq,, 

c/o luossra, Sulllvan h Crorawoll, 

59, Ru© Canbon, 

Paria 35» 



L 



c 



1 



Daar Roseborouch, 

I am glad to noto from yoxir lottor of 'Jth Juno 
that In the caso In qiiostion your firm Is not prevented 
by former comnltraenta from asslstlng \is^ 

I shall approaoh you again on this mattor as soon 
as thlncs Imve taken a cloaror sliapo. I intend to ^o to 
Paris In the course of noxt weekt Perhaps I slmll pass 
throuch Borlinj if I do so, I shall try to cß^ In touch 
with you. I think I can ßot your address fron Friedrich 



Kempnor 



IIow long I laave to stay in Paris cannot be f oroseon* 



As you Imow from your experience in Stockholm, you oan always 
say viftien negoclatlons are beGinnlnc> but nevor whan they will 



finlsh. 



With klndest rocards to Mrs. Roseborou{;la and yourself , 

Youra vory sincoroly. 




I 



CABLE ADDRESS ES "lADYCOUPT" PARIS-NEWYORK 
TELEPHONE PAPIS OPERA -4 I - ö O 



SULLIVAN 8c CROMWELL 

NEW YORK: 48 \A/ALL STREET 
PARIS. 39 RUE CAMBON 

Air Mail 



c 







c 



c 



PARIS, June 7, 1938. 



Dr. Hans Schaeffer, 

c/o Svenska Tändsticks A.B 
Jönköpin^, 

Suede. 





Dear Schaeffer: 

Following our last conversation here in Paris in vvhich 
you intiinated that you might Y;ish to call upon us to act on 
behalf of Stab in connection with the conversion of the Roui^aanian 

Stabilization Loan when and if negotiations in this connection 

might 
developed to a point which/justify our being brought into the 

matter, I wrote to Foster Dulles to inquire as to whether or not 

we would be free to act for Stab if called upon. 

I am glad to advise that I have just had a cable from Mr. 
Dulles advising that we have no other comrnit.nents and would be 
free to act. I trust therefore that the matter will develop and 
that I may look forward to the pleasure of working with you in 
connection with the Rournanian Loan. It now appears that I shall 
be obliged to go to Berlin at the end of this week for a rather 
extended period, perhaps two or three weeks. I hope that I inay 
have the pleasure of seeirig you here in Paris before I leave. If 
there is anything I can do for you personally in Berlin or elsevmere 
in Germany, please do not hesitate to call on me. 

I trust that I may have occasion to use the letter of intro- 



-- — -^m 



\ 



Dr. Hans Schaeffer. 






i 



c 







duction which you were kiad enough to give me and I 
wish again to thank you for your kindness In this connection. 

Very sincerely yours. 






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c 



! 



SULLIVAN & CROMWELL 

NEW YORK: 48 WALL STREET 
PARIS. 39 RUE CAMBON 



CABLE ADDRESSES "UAOYCOUPT PARIS- NEW YOPK 
TELEPHONE PAPI<^ OPERA ^^ I - S O 




PARIS, January 27, 19S8 



c 



c 



c 



Dr. Hans Schaeffer. 

c/o Svenska Tandsticks A.B. 
JönkSping, Sv/eden. 

Dear Dr. Schaeffer: 

I have just r eturned fron» a brief holiday ani find that 
I raust leave tornorrow for Berlin. I hasten however tJ advise you 
that we have just received through Mr. Wallenborn in Strasboiu:>g 
a check for five thousand fifincs in settlement of our fees in 
connectlon with the Mendelsohn matter. This is very gratifying 
and I wish again to thank you for your Intervention in the matter. 

In haste but v;ith nost sincere regards, I am. 



Faithfully yours. 




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CABLE ADDPE5SCS "lAOYCOURT' PAP S- NEW YQWK 
TBUEPHONE PARIS OPERA A^\&0 



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SULLIVAN & CROMWELL 

NEW YORK ; 48 WALL STREET 
PARIS. 39 RUE CAMBON 



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PARIS, January 11, 1938 



Dr. Hans Schaeffer, 
Jönköping, Sweden 

Brixnnsgatan 42. 



Dear Öchaeffer: 



Many thanks for your letter of January Sth in 
regard to the Mendelsohn citizenship matter. Naturally, we 
fully appreciate the difficulty which Mr. Menaelsolin will 

» 

encounter in s ecuring permission to make the transfer of the 
Frs. 5,000 suggested as our fee, and are quite prepared to 
await payment at his convenience* 

I fear that there is little hope of Mr. Mendel- 
sohn^ s succeeding in proving his ionerican citizenship, but 
both you and he may count upon me to do whatever may be pos- 
sible to aid him. 

Mrs. Roseborough, as well as Nel, join me in 
sending you and Mrs. Schaeffer as w^ell as your daughters 
our very sincere and coraial good wishes. 



Yours, 





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W#A# RosoborouGh Ssq* ^ 
c/o Süll Ivan c: Cronn/cll^ 
59, Riio Car.bon, 
Paris 35* 



JUnküpinc;, 8th Janxiary I958, 
Bra-in8Qatan ij2» 



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Pear Roseborcv.^h, 

I thank yoii for jovcr klnd lettor roc;ardin£ Viv. Mondelaohn, 
whlch I roceived when I was staylng soma weoks in Poland# Dofora 
aaawerlnig you I trled to get In touch with Mr* Mendelsolin. He 
tlmnks you very mach for i*he klnd holp you hava eivoa to hlrii and 
appraclatas fully your fairno3 3 re^ardln^ tho Tee* Ha only asks 
yoti to bö sornewliat pefeiont in poceivinc tha Frs» ^.OOÖ^--, bacauge 
ha Ims to go tlirou<j}i sono li.ff loultics to z^t tho amount froo for 
tranafar* 

Mr. üondelsorji hinsall' la ^tlH. hopoful of provlng hla 
American cltizenshlp, I must say I am not* In any casa I thank 
you also for i-v part for all the troubla you hava takan In thia 
mattar, whioh I always considor as baing an axproaaion for your 
friondly fcolincs to ma# I ahould " a very c^^d if I could liava 
an occaaion to ^Iva aimllar proof of my faaline; tov/arda you. 

With best re^jarda to you and Mrs. Roaaborougji 



from Mrst Schäffar and mysalf , 



Yo\u*a aincaraly. 




Jönköplng, den 2^. Novembor 1958* 
Brunnsgatan l\2 • 



nerm Dr. Oskar Rosenthali 

B e r 1 i n. 

-"• ^ ( Rosentlialer 



3tr. 16/17, Berlin 11.5li) 



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Sohr se elir tar Herr Doktor, 

Auf Ihron Brlof vom 21. ds* Mts. mass Ich Ihnen leider 
mitteilen, dass loh keine Möglichkeit habe, Ihnen eine irgendwie 
geartete Arbeit zu vorwcliaffen# Molne Stellung Ist nicht so, 
dass ich auf die Porsonalverhältnisse der OoBellschaft einen 
Elnflusa habe* Diese sind ausserdem so, dass lanße Anwärtor- 
listen elnceboraner Schweden noch nicht erledigt werden konnten« 
Es ist mir bisher noch in keinem Fall gegluckt, obgleich ich mich : 
für sehr nahö stehende Menschen ausserordentlich bemüht habe. Je- 
mandem hier Arbelt zu besclmffen* 

Mit verbindlichster Empfehlung 

Ihr sQlxr ergebener 



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Jönköplng, den 25. Novembor 1938» 
Brunn octt tan li2 • 



Herrn Dr. Oskar Rosonthal, 
Berlin. 



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Sehr coohritor Herr Doktor, 

Auf Iliron Drlof vom 21, do, Mta. inuas ich Ihnen leider 
mitteilen, dass ich keine Möglichkeit habe, Ihnen eine Ircondwle 
Ceartote Arbeit zu vor»cliaffen. Mulne stollunc lot nicht ao, 
dass loh auf die Personal Verhältnis so dor Oooollschaft einen 
Elnfluss habe. Diese sind ausserdem so, dass lance Anwärtor- 
listen eineeboraner Schweden noch nicht erledigt werden konnten. 
Es ist mir blahor noch In keinem Fall {^oclückt, obcloich loh mich 
für sehr nah) stehende Menschen ausserordentlich bemUht habe, Je~ 
nsindem hier Arbelt za beschaffen. 

Mit verbindlichster Empfehlunc 

Ihr solir orgebonor 

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Jönköplne, Aen 21, Septombor I538. 
Brtmnacatan k2. 



Herrn Dr. Oskar noaontlial, 
Pacliarzt für ChlrurclQ* 
Brunnens traaae Ijö* 
Borlln H«]i> 



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So>ir ^eohrter Tlorr Doktor, 

Sio Icoiintari elno bossoro SlafUliruag bol mir nicht liabon, 
als den Horrn, den Sie an dar Spltzo Ihras Briofas arwöhnwi. 
Ihran Briaf haba ich mir ßon^x^^ durch^asahca, ab«F loh i^be keiaar- 
lal lK2;li<^i^ö5-ti Ihnan alna Arbolt hiar zu varacharfon^ loh claubo, 
da33 Sia aa hlar sehr schwär Imban werdan, Ubarhaupt dia Arboitaea- 
nehmiciuag zu bakoriman, donn rtian lat hlor ^-arado auf Ilirem Gabiata, 
abar auch allc^maltiip «ur Zeit sohr zurUcklialtand darin* Ich kanne 
kalnan oinzlE©^ Arzt, den as galungan lot, hier Fuas zu fassen, 
cbßlaich alniee aratklasslee Kräfte von Waltraf, daruntar ao^ar 
ein Nobaloreißtr:: ir, sich darum bamlUit liaban» 

Es wäre utirocht von mir, wenn ich Ihnen dies vorentl-ialton 
wUrdo, loh solber habe keinerlei B»»l»taanGen zu iirztllchon Kralson. 

Anderersolta ßeschehen raanchrnal In aolc'ion Mncon Zeichen 
und Wunder, und ich w311 Ihnen, nachdem Sie nvin bereits für dl« 
Gesandtschaft einen PraßebOi^en ausGofiiHt haben, don Mut nicht 
nahmen. Ich rate Ihnen aber, sich nicht nur auf dies« Jbissnahiao 
zu beschränken, sondern auch bei anderen Stellen ürascliau zu iialten. 

Wenn Sie meinem früheren Kollegen wiederum bo£:egnen, dann 
grUasen Sie Ihn sehr schön von mir. 

Mit verbindlichster 3mpfohlvinG 

Ihr sehr ergebener 



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Jü'iküplnst <lon 21. Soptombor l^jO, 
Brunns i;;a tan 1^2» 



H«rr»n Dr» Oakar noaontlial, 
Facharzt fUr Clilrurclo, 
Brunnonatz^330 I5Ö, 

Dor llg IT«,!]., 

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Silxp geoirirtor Ilorr Doktor», 

Slo koiinton ein« boasoro ElnTUlaninG boi mir nicht haben» 
als den Herrn, den Slo an der Spitze Iliroa Brlof«« orwUliaon» 
Hiran Brief lia'oe loh rslr ß9tm\i d\irchs«öohon, aber Idi habe keiner- 
lei IßScllohkeit, Ihnen eine Arbolt hier zu vorachaffon. loh Glaube, 
dass Sie oa Viier sehr aobwor imben worden, Uborliaupt die ArboltSGe- 
nehmlGunß «u bekor.ien, ä^nn man Ist hier coi^^'^ö auf Ilirom Oobieto, 
aber auch allcei'ioln, «ur Zeit sehr «mrUcklmlfcend darin. loh kenne 
keinen olnaagen ArjBt, den es gelungen Ist, hier Pue» «u faason, 
obgleich elnico oratklaaolco Krttfto von Weltruf, daruntor aocar 
ein lIobelprelGtrlicer, sich darum bomlüit liaben. 

Es w8iw unrocht von ralr, wenn ich Ihnen dies vorentlialten 
wUrde. lou ec" r liab© kelnorlol Beziclxuncen su IXratllchen Kroison. 

Andarereeitö ceeoliehen nanoliaal In solchen Dlncen Zeichen 
tind Wundeis und ich will Ihnen, nachdem Sie nun borülts fllr dl« 
Cüsandtöchaft einen Pragebocen ausGof^Ht haben, 4on Mut nicht 
nohnon» Ich rate IIin«i aber, sich nicht mar auf diese Maösnalime 
au beaohrUnken, sondern auch bei andaron Stellen tJiaaclmu zu lialten. 

Wenn Slo meinem früheren Kollecon wiederum beßegnen, dann 
g]«ll8aen Sie Hin sehr sohün von mir« 

Alt verbindlichster Srnpfolilunc 

Ihr sehr oreeboner 




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eu?5it>!Jieh-3n^ iD^^nn iAiicin s (^nuj^art^in Hepr-5'?Ms»B • 1 d^p i-kUnuc-^Ml rlei» 



nichi^ nuv durch die Mas^^ne^nirrjen d<^p v;*3i»v.chied^dn^jn Lernd-^r^son 
dem duj-'cn dus '^iu^ms Bmpf indan^llun bul Ii^ijüp nrocb jino Ab» 
n^iUUDU uvja^:;n cii^:) kpi-4g«»f ^iinqiicr^en Lann^iP^ - für Cncilai-id ^ 

F, cti^;l nlicri Dropqr) f -indlichU) Landen um (i'aslf p ^Htnd'^cMaf i bii- 

die '^pvjünscbt^-5ston»l9o raicrj das L^jb^iti nit iicbiü<^<1 nn ^iti-Bumnen» 
aeffi\iv't bat^uod ^.3 B uüp nicht s^jlton^ioap ^b r^jr f p^nil icb^Öi b 
t) DP kU3''v;<aiQ laq Sf.ino«ad<=3n tp otv.d-iifQ auss^^ph. Ib rnwinots Qted'^inkan- 
a anciMfs^ a-i? 11 raip in ^^in^^p Z^it^aa f^s füp nich nicht in Fpüua 
khPi^dHP fpüh^dpö schrK-ddischfa Q«äHancjt<« ci nnjal ^iK^Ahli hutt;j^ 
daJsci d:3pl di^j Zula*^s[xna :^mp Ar^r'^t t^^*^idok«i t tn rii^j tituatsan» 
a tihöp iUK'-ji t und .di«-3S'i an bjÄhPiaHr) au f -^^n tfjali im L^^fiö^^ q 3« 
knüpft ^-?i^(a^-^. päd« uop iirm^.ftiinp 10 Tau^^-^n hatte icM an^ Ein- 
Oöbfi c4^^macht^uin zu ?jpbi t ten^daHs-^ r;xp di^j Z-it bis ^äiv Ein- 

bÜPu.::jPurKi t);3PKuPZl iuupd.i»Auf de p a*-^sandt?^chr;f t lu.t ficxn f^ii^ 



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Über» Hieb (i^f^b^-.n ia*iPCjn;n^ ^: i n i\>>±S r1 >« . Hrh. o-r-r^^rr. 1 j .^-c 
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^^in'ip ctjiPiipqiscb^n Abl-iil 



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aijiso Paul 



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^ i.i^,npv^qfr:)p c ep Cipunainq c 



d etx 1 s c bf} u 1 1 onn 1 *j n i^.- v y. t 



auf^scbassefs 



Z.Z-o::,cip:jnt vDn ci^P f^i^^^tliciiv^n^.Pi^M^a^aBai^^u^^b 



a^=jöMCina''fQi t üaB^^ins« 



vmvlii<-,t y,ui2 l.x.Ab 



j'^'jPüHPsach«^ i0^ cicinqe 



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tiv'^'ö uepM^iipalfit iDit Dp. Bis 



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Tecknet . utmärker även komma, 

kolon eller se- 
mikolon. 
5 „ parentes. 

= mellan fielt tal och bräk 
utmärker blandat tal, ex. 
6=^i betyder 6^U, 



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TELEGRAM. 

KUNGI.. TELEGRAFVERKET. 




PRAHA JP 573 42/41 13/11 2300 = 



ELT = DR HANS SCHAEFFER LYCKHEMSGAATEN 19 JOENKOEPING = 




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.BRUDER ROBERT BERLIN STEGLITZ SEDANSTR 19 TELEFON 722383 SEIT 

VORGESTERN WEIMAR BENOETIGT EURE HILFE STOP FALLc^ niiRru .,cnr. 

oiur i-ALLS DURCH VERBINDUNGE 

INTERVENTION MOEGLICH VERSTAEND I GET GATTIN EDITH BESTEN DANK UND 
'gRUSS = HELENE ROTHER PRAGA ROEM 3 NERUDOVA 9 + 



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Exp. av. 




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Form, nr 200 
(1927) 



LilhoprafLska A.-B., Norrk. '7« 38. 4.000.000 



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Jönköplng, don 27. August 1938» 
Brunn aga tan 1^2, 



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Herrn Minlstorlalrat ä#D* 
Barlin-Steglitr. > 
Soclanstrassd I9 



Robert Rothor, 



Sehr coohrtor liorr Rother ^ 

Ihroti Brlaf vom I5. ä^. Kta. habe loh orhalton und will 
Ihnen rorn mit meinoni Rat und darüber hinaus, sonrait molno Be- 



Elehunean rolchen, mit einer Empfehlung behilflich sein* 



Irgendeine konkrete 



ilc. . ..it soha ich iui A 






noch nicnt. Ich habe aber heute auf Orand Ihres Lobanslaufs 
an einen mir nahestehenden Mann hier in Schweden g^aohrleben, 
dar Bözlehxmcon zu borgbmullchen Untürnei:imUi:icon hier und In 
üaltlkun hat. Sobald er sich äussert, werde Ich Ihnen eine 
Macliricht darüber zugehen lassen. 

Ich wSro Ihnen dankbar, wenn Sie luir noch je drei 
Sxeraplare Iliroa Lebenslaufs in deutsclier und englischer Spi.ache 



zviQ9b.9n Hessen, 



Mit bestem Orusso, auch von meiner Prau, 

Ihr 



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Horrn Miniatorialrat a.D» Robart Rothor, 
Borl in-Steg lltg. 



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Sohr coohrtoJ^ Horr Hothor, 

Ihren Brior vom 13 • ds, Mts« bab« loli «rtialton und will 
Ihnen esrn nit ctelatm Rat und darüber hlnaiis, soweit wmiam Bo« 
zlehimcon raichon, mit olnor Srapfehlung kehllflioh sein« 

1>0&ndeine konkrete Möglichkeit aoha ich la Aui^enbliok 
noch nicht. Ich imbo aber heute Siv£ Onind Ihre» Lobonslattf» 
an einen mir naliostehendon liana hier in Solareden cosohrloben, 
der Bozlehuncen zu bergbaullolien Untomei:iBiuni;en hier und la 
Baltikum hat. Sobald er sieh äussert, tarerde loh Ihnen eint 
Haclirloht darüber zu^ohen lassen» 

Ich wliro Ihnen dankbar, wenn Sie mir noch je drei 



Ibcenpiaro Ihre» Lebenalaufa in douteciior und encllsaher Spraclie 



sugehen llesaon 



t£it beotem Gr^-isso, auch von nolner Prau, 

Ihr 



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1; 



Berlin-Stefrlitz, Sedanstr. 19 
Tel: 72.23.85. 



den 15. August 1938 



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Sehr sreehrter Herr Staatssekretär ! 




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Schon seit langem wollte ich mich an Sie wenden, um 
Sie wegen einer Auslandsstellung für mich um Rat zu fragen. 
Nur fürchtete ich, Ihre Hilfe würde bereits von anderen, denen 
es schlechter geht, reichlich genug in Anspruch genommen sein. 
Nun ist dieses Bedenken durch die — zunächst ohne mein '«Vis^en 
erfolgten — Schritte von Freunden überholt. 

Ich danke Ihnen aufrichtig für Ihr freundliches /mer- 
bieten, mir gelegentlich eine Aussprache zu gewähren, und 
übersende Ihnen anbei meinen Lebenslauf in deutscher und engli- 
i scher Fassung. Ergänzend darf ich folgendes bemerken. 

Meine Pensionierung Ende 1935 ist nur wet-en der jüdi- 
schen Abstammung erfolgt. (Meine Frau und ihre Vorfahren, ich 
selbst und unsere Kinder sind evangelischer Konfession.) An 
meinen Leistungf^n und meinem dienstlichen Verhalten ist niemals 

Kritik geübt worden. 

Die Studien, die ich seit 1936 im ausländischen 
Bergbau betrieben habe, sind vor einiger Zeit zu Ende gegangen. 
Daher suche ich nach einer Auslandsstellung. 

Nach meiner Laufbahn käme ich vielleicht für eine 
Tätigkeit als bergbaulicher Berater der Regierung eines Landes, 
das seinen Bergbau entwickeln will, in Frage. (Mein Bruder hat 
z.Zt. eine ähnliche Stellung als /Irchitekt in Kolumbien.) Oder 
ich könnte einen Lehrauftrag an einer bergbaulichen Hochschule 
ausfüllen; denn ich habe zahlreiche Fachaufsätze geschrieben 
und Vorträge gehalten und bin gewohnt, wissenschaftliche Unter- 
suchungen zu leiten. Ferner wäre ich auf Grund meiner prakti- 
schen Erfahrungen im Kohlen-, Salz- und Erzbergbau in der Lage, 
Betriebsleitungen beim Aufstellen und Durchführen von Betriebs- 
plänen oder Kostenrechnijingen zu beraten und gegf . selbst einen 
Grubenbetrieb zu leiten. Bewertungen von Ilineralvorkommen und 
Gruben habe ich wiederholt gemacht und könnte daher auch Gut- 
achten übernehmen, zumal ich in Geologie und Lagersfettenkunde 

bewandert bin. 

Auf allen diesen Gebieten kommen mir die Erfahrungen 



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zu Crute, die ich seit langem im ausländischen Bergbau gesammelt 
habe. Ich beherrsche Englisch und Französisch, auch die berg- 
männischen Fachausdrücke. 

Ich bitte, Vorstehendes nicht als Selbstlob aufzu- 
fassen. Ich erwähnte es nur, weil ich im Lebenslauf nicht 
alles darlegen konnte, womit ich mich befaßt habe. 

Ich bin mir darüber klar, daß es nicht leicht sein 
wird, eine Stellung im Ausland zu finden. Ich will und muß mich 
aber weeen der Kinder darum bemühen. Im Einzelnen hätte ich 
nur den V/unsch, daß die Stellung einigermaßen befriedigt und 
das Klima des Landes erträglich ist. 

Jedenfalls danke ich Ihnen im Voraus bes-'ens für 
jede Hilfe, die Sie mir zu Teil v;erden lasnen. 



Mit der Bitte um Empfehlin an Ihre Fr.^u Gemahlin 

und zugleich unbekannt erv/eise miit besten Grüßen 

meiner Frau, 

bleibe ich 

in vorzüglicher Hochachtung 
Ihr sehr erßrebener 




Robert Rother 
wiinisterialrat a.D. 



Berlin-Steglitz, Sedanstr. 19 
Phone: 72.23.85. 

1938, August 



Curriculum vitae 



L 



1) Personal Dates . 



1891 



1926 

1927 
1930 
1933 



Born July the 23rd in Breslau as the son of Mr. Rother, 
merchant and cou-ncillor to a comir.ercial court, (died 1932) 
and his wife (died 1938). 

Married Edith Resr,el,daughter of Mr. Res't-el, director of 
a bank, (died 1933) and his wife. 

Birth of the Ist child (daut'hter). 

2nd " (son); died 1932. 
3nd " (son). 



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11 

ff 



2) Professional Career > 



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1897-1909 



1909-1910 



1910-1911 



1911-1913 



1913-1914 
1914-I9I8 

1919-1920 



1921 



1923 
1925 
1928 



Clas=;ical Gymnasium, "Maria-Magdalena", in Breslau. Passed 
the leaving-examination there, v;ith exemption from the 
oral examination. 

Appointed as a "Berp-ha ubeflis s ener " (candidate for the 
higher mining serviceT by the "Oberbergamt" (state divi- 
sional board of mines) in Breslau. Practice in vvorking 
in the coal-, lignite- and metal- mines of Upper- and 
Lower-Silesia. 

Study at the Univers ities of Munich and Breslau. Practice 
in Silesian mines. 

Study at the higher mining school in Berlin. Geological 
researches in Rhine district and Silesia. Essay on mining 

management in Lovver Silesia. _ 

Passed the first state-examination. Appointed as 
"Berp-referendar" (mining engineer) . Employed as under- 
ground official in metal mines of the Harz mountains. 

One year's voluntary railitary Service. 

Military Service at the front, as reserve lieutenant. 

iron cross of both classes, and other war decorations. 

Continuine- the career as Bergreferendar. Employed as 
official of potash-, metal- and lignite-mines . Studies m 
Ruhr district and other coal districts. Essay on moderni- 
sing some silesian coal mines. 

Passed the final state-examination with distinction. 
Appointed as "Bergas-essor" (Inspector of Mines) with 
certificate of 1917. Engaged at the Oberbergamt Breslau. 
Then called to the Mines Department of the l-rus-ian Mini- 
stry of Trade, in Berlin. 

Therejpromoted to "Bergrat". 
There' promoted to " Oberbererat " ♦ 
There promoted to " Ministerialrat " ♦ 



The 



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1929-1935 



1933-1935 



1935 



Inspector for €:eneral technical questions of the mining; 

industry, and head of the "Grubensicherheitsamt" (sub- 

department for Safety in Mines) of the Ministry. 

Chairman of the Mining Comnittees for: Explosives, /»inding 

and Hauling, Working conditions in deep mines, Dealing 

with silicosis, Preventing explosions in manufactorles 

of lignite briquettes, etc. 

Member of the Board of directors for t-he Experimental kine. 

Member of the Technical Comdtt': e of the "Coumcil for the 

coal mining industry". 

Member of the Mining Section of the Association for the 

German ScJ^iences . 

Representative of Ministry in the Parliament. 

Member of the Examination Board for hi-gher mining service. 

Editor of the Journal "Safety in Mines"; Assistant to the 

staff of other mining Journals. 

Member of the Oberbergamt in Dortmund. There competent 

for: ^ j 

Economical questions as : valuing mines, taxes and 

royalties ; 

Miners' housing; Hygiene; 

Rescue work; Air raid precautions. 

Decorated with the "Medal for mine rescuers" on account 
of "particular merits to the organisr.tion and development 
of mine rescue work". 



At the end 

of 1935 Pensioned off. 

1936-1937 Studies in foreign mining districts. 



3) I'rofessional .journeys abroad 







1911 
1922 

1924 
1926 



1928 
1930 

1931 



1936 



1937 



Metal mines in the South of Norway. 

Map-nesite mines in xvustria ( on account of wirining the 
State prize awarded after the result of final examination) . 

Coal mines in Great-Britain. 

Attended International Congress for Rescue vVork,in 

Amsterdam. 

Coal mines in Belgium and France. 

Coal mines in South-France. 

At+ended International Mining Congress, at liege. 

Ene-lish coal mines. 

Attended International Conference of the Directors of 

Experimental Stations, in Buxton, 

Mining districts of Tchechoslovakie, Holland, Belgium and 

North- and South-France. 

Coal mines in Great-Britain, including Scotland and 

South Wales. 




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JönköplnCf don 19* Olctobor 1958t 
Brunns^^atan l\2. 



Ilorrn Pi*ofossor LiiäwIg Quldde, 
Avenue Blano 8, 
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Sehr verehrter Herr Professor, 

Wir erhielten am llj.. Oktober elnon Brief von Herrn V,', Storn- 
fold und an l6, Olrtober Iliren eiconen Brief. Ich füge eine Absolirlft 
eines von mir hexxte an Herrn Sternfeld Gerichteten Schreibens bei. 
Auch ich hatte von dem Monaohon nach seinem Briefe einen sehr £;uten 
Bindruck) aber die Dinge llecen, wie Ich sie In meiner Antwort darcQ- 

atellt habe, 

PUr das Hilfskomitee Imben wir ssu Ihren Hunden schw.Kr. 50,- 
liberwiesan, die wohl inzv/l sehen eingelaufen sind. 

Fir Ihren Artikel dürften Sie wohl bei Göteborgs Handels och 
Sjöfartstidning, Chefrodakteur T. se^;erstedt, Gothenburc, nach der 
ganzen Haltimg des Blattoß coEQ^Uber ^hamberlain Interesse finden, 
loh »elbst bin leider mit Sagerstedt trotz woltansolmulich gleichen 
Bodens In allen praktisclion Pracön verschiedener Ansicht, sodass eine 
Empfelxlunr; von mir raelir Bchadon als nut«en würde. Ich claube aber, 
dass er Interesse dafür hlltte und auch bereit wM^e^ Ihr Inkognito zu 



waliren. 



Wir haben xms sehr ^efrout, wieder einmal etwas von Ilinen zu 



hören. Ihre gelecontl leiten Briefe und die Priedenswarte sind das Ein- 
zige, was uns von don Verblndtmcen mit den Oeslnnuncacenossen aus der 
früheren zeit GOt>lleb«n ist. Hier selbst herrscht an sich ein reges 
Interesse auf diesem Gebiete. Es finden öfters Vorträco statt. Erst 
vercanGens Woche war ein Rektor Allan Degerman (Sekretär in der schwe- 
dischen Sektion dos "Weltbunds für den Frieden") von Stockholm hier, der 



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. 2 - 
einen aohr Interosaanten und Ijoaohtonaworten Vortrag In tmserora Slnno 
gehalten liat. Wir haben solbst dleaon Herrn nicht geaprochon und 
kennen lim audi nicht, und unaer Name liat auch nicht don clolchon 
Klang wie dop Ilirlc«. loh habe aolion gedacht, ob, wenn Sie dam botref- 
f enden Herrn in Ihror Elceaaclart ul» TrUgor doa Friedena-Nobelproiaoa 
elm»l schreiben wUrdon, dlos für Herrn StemTold, aber nicht nur fUr 
dloaen, von Nutzen aein könnte. Vielleicht überlegen Sie sich daa 
elnnÄl. loh habe Herrn Sternfold noch nichts darüber goadirlobon, 
woll loh nicht za Ihron Laston Voraprochen abgeben wollte. 

lü.t horzlloliem Oruao, auch von roolner F^'au, 

Ihr 



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P.S, 

Rektor Allan Degerraan lat am besten unter dor Adresse j 
o/o Interna tionella KvlnnoftSrbundot för Prid och Frlhet, 
StvcTOgatan 7$ 
Stocldiolm 

SU erreiclien. 




JönköpinCf don 19t Oktobor 195Gt 
Brunnagatan I|2# 



norm Profoflsor Ludwlc Qulddo, 
Avenuo 31anc 8^ 
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Solu» voi'olirter Itorr Profoasor, 

Wir orhiolton am llj.. Oktober olnai Driof von üorrn V/, Storn- 
fold i«id am l6. o:-tobor Iliron olcör^O-'^ Driof. Ich fUc« olno Absolirlft 
©Ines von nlr heute an Herrn SternTold Goi:*iciitoten Sclirolbons bei. 
Auch loh hatte von dem Monaolnon nadi selnoia Brlofo einen selir euton 
Eindruck j aber die Dln^Q lleöon, wie Ich ale in raeiner Antwort darco- 

a tollt habe. 

FUr dao Hllfokomlteo liaben wir «u Bir on HUndon aohw.Ei'. 50»- 
Uberwleson, die w)hl InEwlaohan «Incolaufen sind. 

Fir Ihren Artikel dürften Sie wohl bei Götoborcs Handels och 
Sjöfartstldning, Cliofrodakteur T. sejerstedt» Gothonb->irc# aach der 
canzon nalt^-ir-ß dos Blattes coG^nUbor ^hamberlaln Interesse finden, 
loh aolbst bin leider mit segoratedt trotz woltanscliaullch gl ol dien 
Bodens in allen praktischen Pracon voi^achiodonor Analoht, sodass eine 



Bmp: 



loh claube aber. 



daas or Intorosso dafür lültte und auch bereit wäre, Ilir Inkognito zu 



waliren. 



Wir baban uns sehr gefrout, wieder olnnal etwas von Ilmon zu 



hören. Ihre ßolegontllolien Briefe und die prledenfliUirto sind das Ein- 
zige, was uns von don Verbindungen rilt den Geslnnungißonosaen aus der 
frUheron seit G«blleben lit. Hier selbst herrscht an sich ein rogos 
Interesse atif dloaora Gebiete. Es finden üfteps Vorträge statt. Erat 
vergangene Woche war ein Rektor Allan Degennan (Solo'otUp In der soliwe- 
dliohta Sektion doa "Weltbund« für don Pi'lod6n"j von Stockholm hier, der 



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•Inen sehr Interossantan tmd bdachtanawerten Vortrag In imserom Sinne 
gelmlten hat. Wir haben seihst diesen Herrn nicht gesprochen -und 
kennen Ihn audi nicht, und unsor Name liat auch nicht den ^lolchan 
Klang wie der Ilirlge, Ich habe schon gedacht, ob, wenn Sie dem betref- 
fenden Horm In Ihror Slgensohaft als Träger des Prledens-Nobelprolses 
einmal achreiben wUrdon, dies für Herrn SternTold, aber nicht nur fUr 
diesen, von Nutzen sein könnte. Vielleicht überlegen Sie sich düs 
•Inrrtäl. Ich habe Herrn Sternijld noch nichts darüber geschrieben, 
well ich nicht zu Ihren Lasten Versprechen abgeben wollte. 

Mit herzlichem Orusa, auch von meiner Pfau, 

Ihr 



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P.S. 

Rektor Allan Degerman ist am besten unter der Adresse: 
c/o Internat lonella Kvinnoförbundet för Prld och Prihet, 
Stvjr-egatan 7> 
Stockholm 
«u erreichen. 




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Die politischen Katastrophen der letzten Zeit ste:;ien 
unser Komitee vor neue schwere Aufgaben, 

Flüchtlinge aus Oesterreich kommen in die Schv/eiz, die 
bekanntlich nur Durchgangsland sein will, und begehren, 
in andere Länder, meist nach Amerika, weiter zu reisen. 

Unsere Freunde in der Tschochoslovakei sind in einer ganz 
bösen Lage. Die Unterstützungen, die ihnen bisher von 
dortigen Hilfskomitees gezahlt wurden, sind zusammenge- 
schmolzen. Soweit sie literarisch tfitig v/aren, haben sie 
Erwerbsmöglichkeiten in Oesterreich und in der Tscheche- 
slovakei verloren* Schlimmer als das: ihre Existenz im 
Lande ist aufs äusserste gefährdet, und sie müssen an . 
schleunige Auswanderung denken. 

Das alles erfordert grosso Geldsummen. 

Die Mittel unseres Komitees sind erschöpft. Wir bitten 
deshalb dringend um Beitröge, zahlbar an das 
Konto des Comite de Secours aux Pacifistes Exil6s 
bei der Societe de Banques Suisses, Geneve, rue de la 
Confedöration, 2 oder an einen der Unterzeichneten. 

Es handelt sich um Hilfe in furchtbarer Not 1 



Genf, Olctober 1938. 



Pazifistisches Hilfskomitee: 



• 



Gertrud BAER, Vize-Präsidentin der Internationalen 

Frauonliga für Frieden u. Freiheit, 
rue du Viüux-College, 12. 

Louis GARTIER, Mitglied des Rats des Internationalen 

Friedensbureaus, rue de la Tour de l'Ile,l. 

Mary A.DINGMAN, Präsidentin .d. Friedens-^und Abrüstungs- 
Komitees der Internationalen Frauenorganisationen, 
Route de Florissant, 51. 

Henri GOLAY, Generalsekretär des Internationalen 

Friedensbureaus, rue Charles Bonnet, 8. 

Ludwig QUIDDE, ehemaliger Präsident der Deutschen Friedens- 
gesellschaft, Vizepräsident des Internatio- 
nalen Friedensburoaus, Nobelpreisträger, 

Avenue Blanc, 8 

Theodore RUYSSEN, Präsident der Vereinigung 'aa Paix par 

le Droit V Boulevard des Philosophes, 17. 



EDGWARE 4868 



19 Chestnut Avenue 

Canons Park 

Edgware 



Herrn Dr. Hans Scheffer, 
Brunsgatan 42, 
Joen-:oepirig, 
Sweden . 



50.11.33 







Se'ir geehrter Herr Dr. Scheffer, 

Ich dan.ce Ihnen vielmals fuer Ihre Zeilen vom 
18. ds. betreffend meinen Schv.ager Richard Calloinon. 
Ich bin IlTnen »ranz gev;iss dankbar fuer d^s Intere;se, 
v;as Sie an rieinen Schvager nehsnen und bedauere sehr 
das-^- es Ihn^m unter den momentanen Urastaenden nicht 
mneplic. ist etwas Positives zu bieten. Jedoch hoere 
ich gern, dasn Sie ihm in abseiibarer Zeit ein Affidavit 
fuer AmiT'rika besorgen v;ollen. 

In der Zwischenzeit sind v;ir hier nicht muessig 
geresen und haben eine Stei.lung fuer meinen Schwager^ 
gefunden. Allerdings haen?t dies von dem Entsclieid aer 
hiesif^en Behoerden ab, die begreiflicherweise recht 
lanr'e^aiif sich •■arten laesst. Icn werde mir gestatten 
Sie'in der Angelegenheit auf de : Laufenden zu halten 
und bitte Sie auch selbst die Angelegenheit im Auge zu 
halten falls sich in der Zwischenzeit eine Weiterent- 
wicklung Ihrer Ideen ermocglichen laesst. 

Mit besten Empf ehliiDgen, 

111 ergebener. 




C.E. riachwalsky. 



I 



f 



Jönköpln£;, den 29. Novonber I95O, 
BrunriSj;,atan 1+2. 



(I 



Horm Kurt Rachwalsky, 
London -Edrewaro . 

19 Chastnut Avomxo 



\ 



1 



I 



Sehr geehrter Herr Rachwalskyi 

Am l8t d3, Mts* erlaubte ich mir, Ihnen einen Brief zu 
schreiben, der offenbar seine Adresse nicht erreicht hat^ Ich schicke 
daher einen Purchschlae dieses Briefes uach^ ihrer. Schwager hab« ich 
von dem Inrialt des Briefes Kenntnis £;egeben« 

Mit vorzüglicher Hochachtung 



Anlage 






V 



£,><<. 



Tu C-^ ^ ^^^ p ^^>^ (^^^ 



5 (13^ 



Jönküplnc, den 28 • Fobruar 195O 
Brunnscatan I42. 



Herrn Dr. Erich Saclia, 
Amallorog. 25 1 /Puaa, 
Kopenliaeen., 



> 



% 



1^ 



V 



• 



Lieber Erich^ 

Ich bostlltlce Dir Deine beiden Poatlarton» Wir wordan "uns 
selir fronen, Dich am % "^^d Gm Mllrz hier zu aohon# An 6» wird es 
freilich etwas toipbollorfc bei uns ziitjchen, well Ruth an diesem Tage 

auf eine Sl^ltour CQlit und llire AusrUatunc vorbereitet wird* 

» 

Ich bostätl£^e f ornor den Efcipfang von 015^ -'••*> ^^^ ^^^ ^^® 
Enskllda Dank an^jesoigt hat* 

Bollieeenden Brief bitte ichj Herrn Frank zu eeben. Ich 
habe nicht solne Adresse rielir, well ich den Brief von Ihm alsbald 
nach Etapfang »errlssen liabe# Ich hatte daa Gefülil, daas es zv/lschen 
Dir und mir so felerliclier Bostäticxmcen wie der des Herrn Frank 
nicht bedurfte« Da Du aber annlnimst, dass er Wert auf einen Brief 
von mir Ifcct, habe Ich ihm geschrieben» 



IM teilst uns wohl noch genau mit, ¥rann wir Dich erwarten 



dürfen . 



Mit lierzlichcm Gruss 



Dein 



\ 



Anlag© 



i> 



Dr. Srlch Sachs, 
Kooenhaeen. 



Jünköplng, den 25. Jantmr I95O 
Uruiiiiaja'jan 1+2« 



c 



c 



Mit £;roooor Proudo liabo ich Pjinon Brlof an Sva von l6, Janua» 
olo8«n» Efl soliolnt Ja danach, dass dao Affidavit nach Ü.S.A. coaiöliort 






ist» Katz Int mir obonfalls mltcoteilt, daaa or auf Grvmd doa Bosuchoo 

Dolnor Mut toi» sich mit Dir In Vorbindung cosotzt liUtto« SclÄld Du daa 
Affidavit orliUlst, eötzot Du Hin wohl da .011 in x^onntnis, TSa lat nie 

v 

Cut, wenn mohrcro Saclien nlo^d^oitlg laufen. Man nlnnt damit anderen, 
die oa auch brauchen, don Platz wog. Das Oloioho eilt fUr r ' olnrat 



Pormith» 



An Podoll wurde Ich Dich erst empfehlen, wenn Du drUben blat. 



well ©rfahrunGSgoriUas 2:ipferJun;:©n eine« bereits Anwesenden einen viel 
Cröasoren Elnfluso Iiabon, als olnea Moisohoi, der noch nicht alchtbar ist 

'l.a 

und well ferner auch/I-Ierr Daorwald ©in cewlchtlcos Wort raltaprochen laann. 
In Ubrlcon kom.it ein GlUck aolton allein. Als Ich voi'oanconen *«lttwoch 
In Z^Vlch bei inelnosn alten Freund Dr. Erich Katzenatoln war, sprach ich 
mit llun auch ausfUl:a:»llch Über Dich \Jind frac^o il^n, ob sx nicht in Istan- 



bul, daa vai ilim besonders betreut wird, ein 



ain© Spezlali- 



tlit ^orliandon wlire. Katzenateln hielt daa frir nöGÜoii« ^^^^ toloGraftor- 
ten an Abend noch an Prof ooaor Schwarte und hatten am nliclisten Mittag ein© 
tolecraf la dao Antwort, öaaa tataUohlloh ein Röntcenoloc© an der Unlvorsl- 
tut dort bonütiet wurde. Ich Jan mit K. üboroln, daaa loh rieh davon 
In Kenntnis setzen wUrdo tmd dass Du dann ein Doiverbunßsachreibon ralt d«i 
nötleon Ua torlag«! an ihn senden wUi^deat. Du blat wohl so freundlich und 
untorriohtoot Ihn Jotat davon, daaa dlo Ancologonliolt fUr Dioh nicht mohr 
In Prac© korwit, danlt auch hier für jonand anders etwas getan *«rd©n 
kann. I's Adroaae isti SUrloh, MUlilebacliatrasoe 11^.0. 

In Ubrlroi war Ich Endo voriger Woche in Berlin und habo Dir 



f. 



c 



- 2 - 



•owohl von PrUulein Dr. B. wie von PrUuleln v. T. hoptlioliste OrUaso 
»u Übermitteln. Im hatte nioh dort schon von Inlmlt Dolne» BrlofOB 
vom 16. Jammr untorrlchtot^ und die boidon conannton Danen lasacn 
Dir aaron. dass sie sich selir froixon, daoa Plr Doin Poaaimismus end- 
lieh einrial wlderloct worden ist» 

Wir hofron, bald wieder olnrml etwa« von Dir su hüron. 



Mit Trier zliohera Orusa 



Dein 



c 



Dr. Erich Sachs, 
Kopenlia^on, 



Brunns ja tan l^m 



t 



c 



Lieber Srlch, 

Mit £;ros3or Froudc liabo ich Palnon Brief an Eva von l6. Jantiajp 
celoaon. Es sclielnt ja danach, dass das Affidavit nach U.S.A, gesichert 
ist. Katz hat mir ebenfalls nitceteilt, dasa or auf Grund doä Besuches 
Deiner Mutter sich mit Dir In Vorbindune c^aetzt hätte. Sobald Du das 
Affidavit erhUlst, setzst Du ihn wohl fl-avon in Kenntnis. Es ist nie 
gut, wenn mehrere Sachen cleichEeitie laufen. Man nlmt damit anderen, 
die es auch brauchen, den Platz wee. Das Gleiche eilt fiir Cohalnrat 

DeiHuth, 

An Podell würde ich Dich erst empfehlen, wenn Du drUben bist, 
well erfahrunGSGonUaa Enipfehluncen eines bereits Anwesenden einen viel 

Grösseren Elnfluss haben, als eines Menschen, der noch nicht sichtbar ist 

'■''a 
und weil forner auch/Herr Baerwald ein gewichtiees Wort mitsprechen lann. 

In Ubricen korr^t ein Gl'dck selten allein. Als ich verc&ncenen Mittwoch 
In Zürich bei nelnerr. alten Freund Dr. Erich Katzensteln war, sprach ich 
mit Ihm auch ausführlich über Dich und fragte Hin, ob ax nicht in Istan- 
bul, das von ilim besonders betreut wird, ein ';"■;.: 



für Deine Speziali- 



tät borlmnden würe. r^tzenstein hielt das frir nöclich. 7/lr telecrafler- 
t«n an Abend noch an Professor Schwarte und liatton am nächsten llittae olne 
telecrafische Antwort, dasa tatsächlich ein RöntconoloGO an der TJnlversl- 
tut dort baiötlGt würde. Ich kam mit K. überoln, aass ich Dich d:.von 
In Kenntnis setzen würde tind dasa Du dann ein Bowerbuncsschreibon mit den 
nöticen Unterlagen an ihn senden würdest. Du bist wohl so freundlich und 
unterrichtest Ihn Jetzt davon, dass die AngeleGenheit für Dich nicht mehr 
In Frage kommt, damit auch hier für Jemand anders etwas Getan werden , 
kann. K's Adresse ist: Zürich, MUhlebacliatrasse ll^-O. 

Im übrlGon war ich Ende vorlcar VVoche In Berlin und habe Dir 



! 



\ 



1 1 



- 2 - 



C 



sowohl von Fräulein Dr. B, wie von Fräulein v. T* herzlicliBte OrUase 
zu Ubernltteln^ Eva Imtte nloh dort schon vom Inlmlt Dolnea Briefes 
vom 16 • Janimr unterrichtet, und die beiden ernannten Danen lassen 
Dir sacen, dass sie sich sehr freuen, dass Dir Dein Pessimismus end- 
11 dl einmal widerlegt worden Ist^ 

¥/lr hoffen, bald wieder elnrml etv/as von Dir zu hören. 

Mit harzllcham Gruss 



c 



Dein 



#^ 



I 



X, 



MllA. -t^C^ 



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Dr. H. D. SALINGER 

SECRETARIAAT 

VAN EUROPEESCHE 
INDUSTRIEVEREENIGINGEN 

POSTREKENING 312420 
TELEGRAMADRES ; INDUSVER 

TEL. 180740 



DEN HAAG, d^ 29*April 1938 

JAVASTRAAT 44a 




I 



11/t 



> 



Herrn 
Dr. Hans 
J ö n k 



S c h ä f f e r 
Q P ^ n g 



I 



Sehr geehrter Herr Dr. Schaff er, 

ich danke Ihnen für Ihr 

freundliches Schreiben vom 26. April und freute mich sehr, 

wieder von Ihnen zu hören. 

Es wird mir selbstverständlich ein Vergnügen sein, Herrn 
Dr. Fritz Cohn mit meinen ?]rfahningen und jinregungen zur 
Seite zu stehen. Ich brauche nicht darauf hinzuweisen, dass 
es g@rde unter den heutigen Umständen für einen deutschen 
Anwalt fast übermenschlicher Antrengungen bedarf, um sich 
hier in dem überschwemmten Holland durchzusetzen. Die 
meisten deutschen Akademiker, die hier ihre Kenntnisse im 
deutschen aber auch im internationalen Devisen- und Steu- 
errecht verwerten wollten, sind glatt gescheitert, weil 
die holländischen Kaufleute, aber auch die holländischen 
Regierungsstellen, den Aussenhandel überraschend wenig In- 
teresse entgegenbringen. Es gibt hier in ganz Holland - 
für den Aussenstehenden fast tuavor st ellbar - noch nicht 
zehn Exporteure, die sich mit dem internationalen Transit- 
handel befassen, während in Hamburg und Bremen, wie Sie 
wissen, sich hunderte von Firmen damit beschäftigen. Der 
Aussenhandel beschränkt sich hier auf einige Transitimpor- 
teure, die in der Hauptsache das niederländisch-indische 
Geschäft betreiebn und auf eine Vielzahl von Grosshänd- 
lern, die V/aren ausschliesslich für den holländischen 
Markt kaufen und eine mächtige Gruppe bilden, die es bis- 
her verhinderte, dass eine verarbeitende Industrie in 
grösserem Stil sich hier entwickeln konnte. 

Der direkte Export holländischer Industriefirmen beschränkt 
sich ebenfalls auf eine verhältnismässig kleine Zahl von 
Konzernen und Betrieben. Es fehlt völlig jenes Rudel einer 
aufstrebenden verarbeitenden Industrie, wie sie etwa in 



f 



-2- 



I 



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/ 



' DeutschlaJid und Belgien zu finden ist und döi Auasenhandel 
mit zäher Initiave befruchtet. 

Ich weiss es nicht, aber ich habe das Gefühl, dass in die- 
sem Punkt Holland sich nicht wesentlich von den skandina- 
vischen Ländern unterscheidet. Die Menschen sind vielleicht, 
da sie die Not des übrigen Baropa nie in gleichem Masse 
kennen gelernt haben, innerlich etwas bequem geowrden und 
stehen jetzt fassungslos vor ihrer eigenen ökonomischen 
Krise und vor der uns nach dem Krieg so bekannten Erschei- 
nung der völligen Deklassierung ihres Mittelstands. 

Eine ähnliche Hilflosigkeit, wenn auch aus anderen Gründe, 
beobachtete ich in Frankreich, wo eine mehr oder minder 
veraltete Industrie, durch ihre sozialen Kämpfe wachsend 
deprimiert, nicht die Qiergie findet, sich stärker der Ex- 
portwir tschaft zu widmen und mit neuen Ideen und neuer 
Initiave durchbluten zu lassen. 

Diese Verhältnisse in dem noch demokratisch gebliebenen 
Teil unseres altpn Kontinents erscheinen mir fast gefähr- 
licher, als jene politische Indolenz, mit der man gebannt 
auf die krankhafte Energieentfaltung Mitteleuropas reagiert. 
Ich glaube, dass man das Gesetz des politischen Handelns 
nicht zu-letzt deshalb verloren hat, weil man in seiner 
ökonomischen Lethargie zu ersticken droht. 

Und das ist wieder der Punkt, an dem, wie ich glaube, Men- 
schen wie ich und mancher andere, aber nicht zuletzt auch 
Sie, sehr verehrter Herr Schäffer, dem bitteren Schicksal 
einen neuen Sinn abringen können, denn unsere moralische 
tind berufliche Erziehung in Deutschland liess uns ja stets 
als Treuhänder und Beamte einer Sache oder einer Arbeit 
wirken, die wir mehr um ihrer selbst, als um ihrer Rendite 
willen, liebten. 

Die freiwillige Isolierung mitteleuropäischer Staaten auf 
kulturellem, vor allem aber auch auf wirtschaftlichem Ge- 
biet, die ihre Menschen sich ihrer europäischen Tradition 
und jener Aufgaben entfremden lässt, die ihre Väter einst 
gross gemacht haben, muss zwangsläufig V/est europa zu einem 
Nährboden jener Arbeiten machen, auf deren Durchfuhrung 
Mitteleuropa heute verzichtet. Westeuropa als wirtschaft- 
licher Grossraum mit jenem wirtschaf tsimperialen Aussen- 
handelsanspruch, aus dem sich Ende des vorigen Jahrhun- 
deite die Macht des deutschen Reichs entwickelte, kann da- 
bei zugleich diejenigen inneren Kräfte gewinnen, die es 
gegen die Ausbreitung des mitteleuropäischen Massenbazillus 
gefeit macht. Denn es gibt ja keinen Stillstand im Leben. 
Menschen und Regierungen, die sich darauf beschränken, an 
dem erworbenen festzuhalten, sind stets jeder dynamischen 






-3- 



• 



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# 



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Erscheinung, und mag sie noch so krankhaft sein, unterlegen. 
Denn die halbgebildete y.asse eines Volks kann und will ja 
nicht kritisch urteilen. Sie will ein grosses ilarschziel 
sehen, dessen V/itterung sie aufnehmen kann, um wenigstens 
in einer halben Illusion die soziale Hilflosigkeit ihres 
kleinen Schicksals zu vergessen. 

Ich stelle dieses fest: 

Deutsche Exporteare, die ich sprach und die liebend gern 
mit ihrer gesamten Auslandskundschaft nach V/est europa 
übersiedeln würden, wiesen darauf hin, dass die Schwierig- 
keit viel weniger auf dem Gebiet der Finanzierung, als da- 
rin liege, dass ihnen eine leistungsfähige nicht-deutsche 
lief er Industrie, vielleicht abgesehen von der Tschechoslo- 
wakei, nicht zur Verfügung stünde. 

Industrielle gerade der verarbeitenden Industrie, die ich 
über die Frage ihrer Msiedlung in Holland sprach, beton- 
ten, dass sowohl die Frage der Finanzierung als auch die 
der Anlernung von Arbeitern zu lösen sei, dass aber der 
schutzlose holländische Markt viel zu klein ist, lom die 
notwendigen Kapazitäten zu entwickeln, und dass es an Ex- 
porteuren fehle, um von vornherein eine gewisse Kapazität 
für den Auslandsmarkt zu beschäftigen. 

Industrielle Verbände - von Aussenhandelsverbändeu ganz zu 
schweigen, die es überhaupt so gut wie nicht gibt -, deren 
Arbeit ich in Holland, in Belgien, in Franlcreich, aber bis 
zu einem gewissen Grade auch in skandinavischen Lendern be- 
obachtete, stehen, was gute wirtschaftliche Information, 
unermüdliche Initiave gegenüber der Regierung, stetige Ar- 
beit in der Aufspürung neuer Geschäftsmöglichkeiten und 
konstruktivefVerbindungen anlangt, so himmelweit hinter 
der deutschen Verbandsorganisation, an deren Aufbau ich zehn 
Jahre mitgewirkt habe, zurück, dass von diesen Stellen eine 
mehr als geringe Befruchtung der ./irtschaft ausgeht. 
Die Verbindung von Unt ernehm er g ei st mit ökonomischer V/issen- 
schaft, wie wir sie in Deutschland mit den Arbeitskreisen 
von Harms, Schmalenbach oder klugen Chefredakteuren von 
Handelsteilen der grossen Zeitungen kennen, fehlt ganz oder 
steckt in den Kinderschuhen. 

Einen systematischen Gedankenaustausch in Arbeitsausschüssen 
zwischen führenden iVirtschaf tlem und Reglerungsleuten oder 
zwischen führenden Wirtschaftlern und Arbeiterführern habe 
ich ausserhalb der langweiligen Sphäre von Lohn Verhandlun- 
gen selten beobachtet. 



Es 



gibt auch hier in Holland interessierte Ivläimer, die das 



/. 



f 



-4- 



• 



f 



# 



# 



/ Anlage 1 



Bedürfnis haben, über ihren engeren Interessenkreis hinaus 
zu wirken. Aber sie jajnmern darüber, ihre kostbare Zeit in 
Kommissionen etwa der blutleeren und verbürokratisierten 
IHK oder in ad hoc begründeten Zweckgemeinschaften, die ge- 
wöhnlich mit einer Illusion beginnen und in einer Sandwüste 
enden, vergeuden zu müssen. 

In all diesen Dingen liesse sich in zäher Arbeit und nicht 
zuletzt auch mit dem V/illen zu Jener Kleinarbeit, die 
nach aussen hin bescheiden, nach innen aber umso frucht- 
barer ist, v/andel schaffen. Die Möglichkeit einer entspre- 
chenden Initiative Äe ich gerade im Rahmen der bisher 
nur von den beteiligten Regierungen getragenen Osloverhajid- 

lungen. 

VVärp es nicht möglich, mit führenden Industriellen der Oslo- 
staaten eine wirtschaftliche Vereinigung zu schaffen, aus 
der man nach Muster des Reichsverband der deutschen Industrie 
einen Zentralverband der Industrien Hollands, Belgiens, 
Dänemarks, Schwedens, Norwegens und Finnlands und späterhin 
vielleicht auch Frankreichs und der Tschechoslowakei be- 
gründen könnte? Ueber seine möglichen Aufgaben brauche ich 
Ihnen gegenüber kein Wort zu verlieren, der Sie ja die Ent- 
wicklung des Reichsverbands der deutschen Industrie min- 
destens ebenso gut kennen wie ich. Den Haag als Sitz eines 
solchen Zentralverbands ist besonders prädestiniert, weil 
sich dabei zugleich Verbindungen zu der Tätigkeit und dem 
Archiv des internationalen Schiedsgerichtshofs anknüpfen 
lassen. 

Im Sommer vorigen Jahres hatte ich, wenn auch in anderem 
Zusammenhang, so doch in paralleler Richtung bei dem Sekre- 
tär der Oslo -Konferenzen, Herrn Dr. Philips, eine schüch- 
terne Anregung versucht. So interessiert man zuerst v/ar, so 
schnell vergass man diese Anregungen vdeder in den laufen- 
den Geschäften und in den Zeitsorgen. Den Text meines da- 
maligen Memorandums finden Sie in Anlage 1. 

Der Ihnen seinerzeit in Stockholm vorgeschlagene Plan der 
Schaffung eines Dachverbands für internationale Kartelle 
wurde von den holländischen Industriellen, nicht zuletzt 
auf Anregung von Vlissingen und Kessler hin, der Niederlan- 
dischen Sektion der IHK zur weiteren Bearbeitung übergeben. 
Bei der IHK schlummert er noch heute, und ich bin nicht 
traurig darüber, denn bei den anschliessenden Besprechun- 
gen stellte man in erster Linie die Frage: "V/as sagt die 
deutsche Gruppe dazu und ist sie bereit, mitzuarbeiten?" 
Herr Frowein war so freundlich, sich zurückzuhalten, denn 
sonst hätte er pflichtgemäss sagen müssen: "Der Plan ist 
gut, für seine Durchführung ist Herr Lammers der gegebene 
Mann. Aber den Autor des Plans können v/ir auf keinen Fall 
dabei tätig sehen, weil er nichtarisch ist". Sie wissen. 



f 



-3- 



• 



f 



/ 



/ Anlage 2 



# 



dass die deutsche Gruppe der IHK auch bei der Aufräumung 
des Personals in der Pariser Geschäftsstelle gajize Arbeit 

leistete. 

Für die Äitwicklung industrieller Gemeinschaftsarbeit, in 
der Deutschland die ihm gebührende Rolle zu spielen hat, 
muss ich also einen gelegneren Zeitpunlct abwarten. 

I-h beschrän3cte mich hier darauf, den von mir gegründeten 
Verband der Europäischen Haushaltmaschinenindustrie auszu- 
bauen, was mir gelang - übrigens gehören zu meinen fuhr en- 
den Mitgliedern die Husavarna und Bolinder -^und aul die 
Schaffung neuer ähnlicher internationaler Abredöi. 

Sie hatten die Liebenswürdigkeit, mir mitzuteilen, dass 
es Sie freuen würde, vrenn Sie mir bei meinen Arbeiten 
Hilfestellung leisten könnten. 
Die Möglichkeit dieser Hilfestellung sehe ich gegeben. 

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie überlegen -ATürden, wel- 
che Persönlichkeiten Sie für den oben skizzierten Plan 
der Schaffung eines Zentralverbands der europaischen 
Industrien der Oslostaaten interessieren konnten. 

Weiter wäre ich Ihnen verbunden, wenn Sie überlegen vvu.r. 
den ob Sie aus Ihrem beruflichen und persönlichen Jir- 
kungskreis Industrien an mich verweisen könnten, die 
an der Gründung eines internationalen Kartells unter 
Verwertung der in d^ in Anla^-e 2 beigefügten Expose 
nlederge:teten Erfahrungen interessiert sind. 

i Den Besuch von Herrn Dr.Cohn erwarte ich. Vielleicht 
■ finde ich bei einer Erweiterung der Kompetenzen meines 
Büros zu gegebener Zeit auch die Gelegenheit, i5^..^eben 
meinen Erfahrungen und Anregungen auch mit der Eroii- 
nung eines praktischen v/irkungskreises zur Verfügung 
zu stehen. 



Mit verbindlichen Grüssen 



Ihr sehr ergebener 



Anlagen 




T 



7 



VERSAND DER EURO PAEI HOHEN 
HAU3HALTMASCHINEN -INDUSTRIE 

Den Haag 



1 



c 



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I 



K on.lunktur Statistik 

' *'~— ***— ^'—— *— — ^— » I» I I I ■ II « II ■ »•.— ^ I »111»««».— I I » — I.««.— — ».^ 

f ür die Jahre I936 uni 1737 



Erfasst sind die Umsätze der '/^erke: 



Alexanderwerk, Beer, Bolinder, 
Husgyarna, Moravia, Porkert, 
Sphinx, Rosenlew & Cq. 



K e n n 2 i ffertabell 



(Quartalsdurchschnitt 1935/6 bzw. Jahresdurchschnitt 1935/6 = loo.) 

Anm. : Dezimalstellen bis o,4 einschl. sind nach unten, ab o,5 nach 
oben abgerundet. 



I 

Alle Länder 

zusammen 85 

Europa: 

Albanien 99 

Belgien 87 

Bulgarien 76 

Dänemark 64 

Estland . - 78 

Frankreich 94 

Griechenland 12^ 

Grossbritannien 
u^Irischer Frei- 
staat 9o 

Island « . • » 63 

Italien 8 

Jugoslavien lo7 

Lettland II3 

Litauen I74 

Luxemburg 27 

Niederlande I08 



Quartale 



Gesamt Jahres- 
umsatz 



Quartale 
1937 



II III lY, 1936 1937 I II III lY 



89 I06 lo7 97 



lo7 I09 118 llo 89 



41 


27 


168 


84 


153 


130 


2oo 


156 


127 


68 


loo 


128 


96 


70 


99 


69 


51 


61 


37 


I08 


146 


92 


87 


78 


91 


I06 


75 


87 


179 


lo7 


I09 


122 


142 


131 


127 


90 


73 


130 


192 


118 


144 


238 


132 


149 


57 


83 


118 


87 


96 


85 


81 


loo 


90 


67 


loo 


7o 


lo5 


99 


83 


lo4 


114 


36 


79 


78 


loo 


114 


95 


96 


llo 


88 


119 


66 


2c 


118 


129 


82 


84 


132 


52 


37 


117 


37 


81 


43 


42 


137 


75 


3o2 


I03 


68 


87 


67 


174 


I09 


239 


loo 


259 


2o8 


3Ö9 


78 


114 


87 


98 


99 


80 


lo7 


ln9 


lol 


91 


31b 


157 


135 


161 


309 


27 


96 


213 


22 


33 


315 


99 


98 


45 


17 


75 


256 


55 


65 


117 


86 


54 




79 


4o 


32 



./. 



-2- 



Quartale 
1936 

II iii IV 



Gesaxnt Jahres- 
umsatz 



121! 



c 



% 



% 




% 



Norwegen » 99 

Oesterreich ... 79 

Polen 84 

Potagal 80 

Rumänien 45 

Schweiz 8I 

Spanien 184 

Levan te: 

Aegypten/ Sudan 82 
Algerien ...... 49 

Cypern/Malta/ 

Gibraltar ^. . . 114 

Franz. Marokko . 213 

ItalNordafrika 

Palästina I30 

Span. Marokko .. 288 

Syrien/Libanon 94 

Türkei 87 

Tunis 98 

Asien: 

Afganistan .... loo 

Arabien 93 

Brit. -Indien .. 68 

Ceylon 1^3 

China 129 

Hinterindien .. 167 

Irak 90 

Iran I92 

Japan 44 

Mandschukuo ... I63 
Nieder I.Indien II7 
Philippinen . . . 126 

Afrika: 

Angola loo 

Belg. Kongo .... loo 

Brit, Ostafrika 172 



mi 



Quartale 



II III IV 



53 
56 

63 
87 

29 
78 
225 



4 
49 



So 
26 

7o 

37 
49 





97 

53 
61 

153 

47 

32 

144 

45 

165 

24 

loo 
loo 

23 



137 
128 

6o 
85 
93 
98 

14 



168 

49 

198 

lo5 

295 
126 

4 



84 121 71 
171 llo 116 



118 

23 
o 

45 



77 

89 
26 



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72 

7o 
4o 
64 

96 
96 

17 
48 
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162 



178 
23 



116 



26 

215 
23 

loo 

23 

128 

69 

52 

236 

297 

83 

47 

195 
67 

53 



loo loo 
loo loo 

143 139 



114 

78 

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89 
116 

96 

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79 
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91 

87 

70 

155 
132 
lol 

63 
113 
113 
91 

loo 
loo 

119 



118 

125 

92 

96 

303 
136 

2 

85 
59 

92 
82 

85 
81 

43 
115 
126 
78 

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533 
114 
81 

95 

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25 

24 

251 

94 

139 

loo 
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373 



181 
161 

67 
143 

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144 
1 

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48 

132 

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18^ 

79 
268 

162 

48 

loo 


147 
125 

141 

37 
430 

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75 
303 

99 
255 

loo 

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393 



7o 
131 

113 

60 

466 
12o 


94 
76 

138 

90 

339 

24 



118 

112 
112 

loo 

3 
118 

37 

63 
loo 

95 

43 

19 

113 

90 

254 

loo 
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460 



137 

43 

51 

53 

190 

167 
6 

46 
66 

29 

12o 


43 
94 

44 
150 

loo 

3635 

115 



154 

134 

64 





511 

142 
18 



84 

165 

137 

127 

351 
111 



99 

44 
69 

9 



75 



41 

185 

12000 

495 
76 

164 
22 

bb 

208 




79 
46 

29 



loo loo 
^00 14000 

237 4o3 




# 



-3- 



Quartale 



r 







c 



t 



J 



1936 



j Gesamt,iahres- 
amsatz 



Quartale 



I I III IV 1936 1937 I II III lY 



Kapverdische und 
Kanarische 

Inseln 258 79 lo2 32 

Madagaskar /Mau- 
ritius 81 130 

Ital. Ostafrika .♦ 

Port. Ostafrika . . 2oo 

Südafr .Union 98 I34 117 

V/estafrika 60 128 231 

Nordamerika : 

Kanada^ -.. .^ 79 1331^9 

USA 38 181 37 73 

Mitte l amerika : 

Costa' Rica 132 47 139 

Cuba 34 7? 32 

Lomingo 367 2coo 

Guatemala 31 38 137 

Haiti 2oo 

Honduras 600 

Jamaika • 278 44 

Mexico 123 131 97 

Nicaragua I60 119 

Panam.a o lo 12o 

Salvador 23o lloo 

Uebr .'.Vestind. 

Inseln 117 273 

. Süda meri ka: 

Argentinien 92 9o lo4 

Bolivien 23o 62 137 

Brasilien 74 lo3 lo7 

Chile .. , 38 139 278 

Columbien ..,..., 48 lol 123 

Ecuador « ,.....- . II3 41 

Guayana o.. ...... 380 12o 



113 



118 



339 


143 











30 


88 


I09 


129 


137 


I08 


117 


73 


88 


33 


98 


23 


48 





392 


222 


lo7 





30 





150 


161 


12o 


36 


lo2 


167 


111 





33 


4oo 


438 



126 



130 


lo9 


46 


124 


61 


87 


88 


141 


123 


loo 


237 


lo3 


147 


162 



18 


18 


16 





39 


163 





434 


2o6 





97 


373 








13 


379 











2317 


lo7 


67 


122 


12o 


I08 


184 


130 


48 


239 


320 


133 


81 


223 


241 


74 


39 


24 


34 


48 


32 


119 


13 


80 


2o3 


179 


186 


98 


214 


233 


178 


lL5o 


800 





3800 





lo3 


86 


73 


187 


71^ 

















373 





300 





12oo 


230 


39 


637 


22 


2o3 


123 


112 


90 


171 


119 


181 


123 


337 


212 


30 


38 


120 


30 








300 


900 


300 








242 


8 


319 


363 


277 


138 


163 


171 


14 8 


69 


648 


IL36 


248 


497 


711 


83 


61 


79 


12o 


79 


143 


137 


128 


167 


12o 


37 


62 


31 


38 


78 


2o4 


23 


343 


211 


234 


130 





44o 


12o 


4o 



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-4- 



I 



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laragiJLay 
Peru e • . 



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« 4 « • 4 



94 
113 
142 
72 



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Quartale 



I II III IV 



11 

198 

78 



225 
87 

61 
197 



13o 
151 
77 

191 



Uruguay .... 
Venezuela 

Australie n 
und Neuseeland . lo6 lo3 147 153 



Gp sair.t jähre s- 

_ ur.sat z 

1936 



Quartale 

im. 



-93 6 193 7 I II I II IV 



113 

lo4 

12o 

127 



235 
155 

257 

348 



4o6 

98 

261 

62c 



^ 
3 



17 

138 

144 
340 



125 395 

248 137 

389 233 

247 177 



127 134 148 160 66 



I 



c 



< 



Den Haag, den 14.o''anuar I938 
11/t 



Dr.K.D. Salinger 
Secretariaat van 
Bjropees^.he Indastrievereenigingen 
Postrekening: 31242o 
Telegramadres: Indusver 
Tel. : l8o74o. 



• 



Den Haag, Javas traat 44 a 



11/ 1 



f 



I 



• 



Expo s e 

über die Schaffung internationaler 

Ausfuhrhar teile 



1) './irtschaf tsnationalismiis, AutarkietendeJiz und Rüstungskonjunktur 
haben in den meisten europJlischen LL".ndern ohne Rucksicht auf innere 
Verschuldung industrielle IleuinvoGtionou grössten Stils geschaffen, 
die in krassem Missverhältnis zur normalen Absatzlage stehen. Das 
Tempo dieser Entwicklung steigert sich immer weiter. Die Möglichkel 
diese Entwicklung aufzuhalten oder auch nur einzudämmen, liegt nur 
im politischen, nicht aber im wirtschaftlichen Bereich. 

2) Eine Eolgeersoheinung der unter 1) skizzierten Entwicklung ist der 
zunehmende Devisenhunger der rohstoffarmen europaischen Länder, der 
Zvang zur Devalvation, zur Schaffung von Verrechnungswährungen, zur 
Kompensation, und vor allem der Z'.-ang zu einem sich steigernden V/ett- 
rennen mit Exportprämien. Dr.s Resultat ist die Deroutierung der V/elt- 
märkte für Fertig-v/ar en und Halbfabrikate, die vorübergehend durch den 
V/eltkonjunktur-^tostieg vernebelt vmrde, ein Preis-Chaos und ein han- 
delspolitisches Labyrinth. Die Entv/icklung dieser Folgeerscheinungen 
aufzuhalten oder mindestens einzudämmen, ist eine Aufgabe, die im 
wirtschaftlichen Bereich liegt. Sie ist ohne politische Hilfestel- 
lung durch wirtschaftliche Selbsthilfe möglich und in einer Reihe 
industrieller Sparten durch die Schaffung von europäischen oder in- 
ternationalen .Lusfuhrkartellen gelöst worden. Die Erfahrungen, die 
dabei die eisenverarbeitende Industrie machte, (vor allem der Ver- 
band Europäischer Emaillierwerke und der Verband der Europäischen 
Haushaltmaschinenindustrie) können wie folgt zusammengef asst werden: 

ü). -dire kter und in di rekter Export . 

Da Ausfuhrkartelle die Cif-Preise zu binden haben, musste die De- 
batte über die Frage des direkten oder indirekten Exports abgeschlo- 
ssen werden. Das gelang durch Aufnahme aller beteiligten Exporteure 
als ausserordentliche i.iitglieder in die zur Rede stehenden Industrie-- 
Ausfuhrkartelle, wobei dem Exporthandel paritätisches Stimmrecht ge- 
geben v^rurde. Der Verdienst der Exporteure vnirde prozentual fixiert. 
Den Werken steht es frei, direkt oder indirekt zu exportieren. 



-2- 





/ 

/in 1.1 



« 




/ 

Anlo2 



^^ jig,i_chu reaA'i erende T r eispolitik. 

iüieesichts der Empfindlichkeit der Aasfahrniärkte galt es, ein Gre- 
mium zu .schaffen, das für mehrere hundert Mitglieder autonom und un- 
vorzi.i.^llch J3eschlüsse über Aenderungen der Preis- und Lief erungste- 
din:rangen fassen und in Kraft setzen kann. Das gelang durch die 
Schaffung einer jährlich zu wählenden Preiskommission von höchstens 
lo Mitgliedern Izv/. - "bei sehr unterschiedlichen Ausfuhrmärkten - 
durch die ^/i/ahl mehrerer Preiskcmmissionen, die für bestimmte Länder- 
gruppen autonom zuständig sind* Diese Preiskommissionen setzen sich 
aus den erfahrensten Vertretern der Exportwerke und des Exporthan- 
dels zusammen. Gegen ihre Beschlüsse gibt es keinen Einspruch. Die 
Beschlussfassvmg erfolgt sehr oft auf scl^rif tlichem oder telefoni- 
schem. V/ege. 

c) P r eis paritivt , 

Es galt, den Grundsatz der Cif-Proisparität zu verankern und ein au- 
tomatisch funktionierendes Preisauf sehlags- und -Abschlags-Si^-stem zu 
finden, das Askidisagios, Kursdisagios, Zolldiskriminierungen, DevaU 
vationen usw.soj-'ort unü exakt aus.-^^l eicht. Das ist dadurch gelungen, 
dass die Geschäf tsf ühi^ung zur Verordnung derartiger Ausgleichs-Auf - 
und -Abschläge ermächtigt wurde. Das System der Applanierung des 
Askidisagios ist aus der beigeft^en Muster-Askitabelle - Anlage 1 - 
ersichtlich. - Die Abwehr von Kursschwankungen wird durch die RoruiiB- 
^^i?Aj<i einer Kurstabelle bewirkt, zu deren Anwendung die Mitglieder, 
ohne Rücksicht auf den Tageskurs, verpflichtet sind. - Zolldiskrimi- 
nierungon werden dadurch ausgeglichen, dass die Ware des diskriminier- 
ten Herkunftslandes das Recht auf Gewährung eines entsprechenden 
Preisabschlags erhält. 



d) P r äf er enz en . 

Es galt, im Ralim.en des Grundsatzes der Preisparität Präferenzen für 
einzelne Wea.-'ke zu schaffen, die Qualitäts- oder Markennachteile aus- 
gleichen. Da bei Grüjid.ung eines Kartells diese Nachteile niemals 
ziff ernmässig zu erfassen sind, sich vielmehr erst aus den Beobach- 
tungen der Umsatzentv/icklung der einzelnen 1/Verke herauskristallisie- 
ren, wurde diese Frage durch die Schaffung sog. Statuspräferenzen ge- 
löst. Das setzte voraus, dass die V/crke sich, bei Gründung des Kar- 
tells über einen Ausgangsstatus, z.ii.über die Zugrundelegung des Ver 
sands in den Jrhren 1933/6 , einigten. Die Geschäftsführung führt, 
nach Ländern unterteilt, die Umsatzstatistik des gesamten Verbands 
und der einzelnen Werke. Der Umsatzstatistik entspricht die als Um- 
lage 2 beigefügte, vierteljährlich den V/erken zugehende Kennziffer- 
tabelle des Verbands, aus der die Umsatzentwicklung bzw. -Bewegung, 
nicht aber die absoluten Ziffern der Umsatzmenge erkenntlich sind. 
Die gleiche Kennziffertabelle führt jedes V/crk für seinen eigenen 
Umsatz. Ist seine Kennziffer in einem Land wesentlich niedrigerer al 



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-3- 



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die entsprechende Kennziffer des ßesaraten Verbands, so ist das das 
Zeichen dafür, dass der Umsatz des betr, Vieri: nach diesem Land sich 
wesentlich schlechter entwickelt hat, als der entsprechende Umsatz 
aller übrigen Werke. lA-r die aritliinetisch leicht zu errechnende, 
aiisgefallerc "';. ,^;e, aber nur für diese Menge, erhalt d^inn das Werk 
eine sog. Statuspraf erenz, die es ihm ermöglicht, seinen Verlast wi 
der auszugleichen. Zeigt die Zeit, dass das Werk immer nur mit ein^ 
bestimmten Statuspräf erenz in einem bestimmten Land oder in einer 
bestimmten Gruppe von Landern mit der Umsatz entv/icklung des Verbands 
Schritt halten kann, dann ist damit der Schlüssel für die Festsetzun..^ 
allgemeiner Prüf orenzen für das Werk als Ablösung seiner Statusprü- 
ferenzen gegeben. Ueber die Festsetzung der Statuspräf er enzen be- 
schliesst auf ;mtrag des V/erks die Preiskommission. Von dem jewei- 
ligen St^xiid der Statusprüf erenzen, deren ausgelieferte Mengen der 
Geschcäftsführung zur Abbuchung aufzugeben sind, werden die übrigen 
Mitglieder des Verb^uids in Keimtnis gesetzt, 

e) Au s fuhr p r am i^on , 

Es^^galt, die Regierungen der Lieferländer, soweit von ilinen Export- 
prämien gegeben werden, zu überzeugen, dass mit dem gegründeten Aus- 
fuhrkartell die erzielbaren Erlöse sich heben, die steigenden Devi- 
sen er löse aber nur dadurch sichergestellt v/erden können, dass Aussen- 
seitern die Alöglichkeit genommen wird, mit Hilfe der Er-cportprämien 
die erziclbaren Erlöse zu unterbieten. Das gelang stets olme Debattr. 
Die deutsche Prüfungsstelle beispielsweise erkannte sofort Preise 
und Bedingungen des internationalen Ausfuhrkartells als verbindlich 
für sämtliche deutschen Ausführer an, da sowohl die erhöhten Devisen- 
erlöse, als auch die ilöglichkeit der Minderung der Zusatzausfuhrprä- 
mien iL! Interesse des Reichs lagen. 

Die oben skizzierten Erfahrungen sind unabhängig von dem Werkstoff. 
Die zu lösenden Probleme sind identisch, gleichgültig, ob es sich 
um die Ausfuhr der eisenverarbeitenden Industrie oder um die Ausfuhr 
irgendeiner c^deren Industrie handelt. Die Erfahrungen des '\3ecre- 
tariaats van Europeesche Industri evereenigingen" lassen sich daher, 
ebenso wie seine Verwaltungsapparatur, ohne weiteres zur Schaffung 
und Verwaltung roiderer internationaler Ausfuhrkartelle verwerten. 



gez . Dr . H, D. Salinger 



; 



\ 



Auszug aus dem Brief vom 1. Juni 193V von Dt. balinger an 
Herrn Dr. Philips vom Handelsministerium, Den Haag. 



Die Initiative der CsloverJiandlungen liegt Heute fast ausschliesslicn 
in den fiänaen aer oet eiligten Regierungen, Die Initiative aer v;irt- 
Schaft selbst fenlt. 3s wurde sich daher aer Versuch lohnen, aurch 
Einzelabreaen aer sicn aazJei^ienden Industrien der beteiligten Oslo- 
mäciite die Idee der üslovefhindlungen zu fordern una pra-.tisch^ zu 
untermauern* 

Man könnte zu aiesem Zweck oius den fünf Oslostaaten bestimmte Indus- 
trien zu einer Verständigung über aie Preisbildung in den i.arkten 
Belgien, holland una Skandinavien unc aarüber hinaus zu einer \^er- 
ständigung über die Preisbildung in gewissen gemeinsamen Ausfuhrmark- 
ten veranlassen, mit der Massgabe, dass aerartige \^ereinbarungen in 
Kraft treten, wenn sich ihnen aie massgebenaen Lieferindustrien aus- 
serhalb der Oslostaaten angeschlossen haben. 

Gerade diejenigen Regierungen, die inren Industrien Exportsubentionen 
geben, werden aus arunden aer Schonung ihrer iCrportkasse und der mog - 
licnen höheren Devisenerlose dc^ran interessiert sein, auf ihre Jndus- 
trien 3infKluss zu nerimen, dcimit aiese sich derartigen initiativ be- 
gonnenen Preisverstandigungen ansthliessen. 

Zweck der Verstänaigung von Industrien der Oslo Staaten soll also 
nicht sein, dritte inaustrien zu aiskriminieren, sondern leaiglich, 
aie marktoranende Initiative una Führung zu übernehmen. In ilirer Aus- 
wirkung nacn aussen v^ürae aiese wesenc^lich an äinfluss gewinnen, wenn 
zu gegebener Zeit mit aem jeweils zweckentsprechenaen hanaeispoliti- 
scnen .dtteln die beteiligten Regierungen der Oslostaaten ihrerseits 
Hilfestellung leisten wurden. 

Um oiese Arbeitern fundiert in liang zu bringen, erscheint vielleicht 
folgenaer moaus procedendi nutzbringend: 

a) ^ufgruna eines eingehenden statistiscnen Studiums uDer die gegen- 
seitige inaustrielle Warenbewegung hatte man aie eine oder andere ge- 
eignet erscheinende Branche herauszugreifen und die interessierten 
werke zu ermitteln. 

b) Sie setzen sich mit Ihren Konferenz-Kollegen in den Oslo-Staaten 
in \^eroinaung, um eine Empfehlung an die infragekom enden nationalen 
\/Vekke zu einer solc en Verstänaigung anzuregen. 

c) iviein Küro setzt sicn mit den gleichen ;Verken in Verbindung, um 
ihre praktiscue FÜtilungs nähme untt^reinander vorzusc- klagen und durch- 



pr 
zufuhren. 



d) aufgrund des Ergebnisses aieser FÜlilungnahme werden die Verhand- 
lungen insbesondere mit den exportsubventionierten Industrien einge- 
leitet, und zwar im deutsche Sektor dadurci., dass man zunächst mit 
der xibteilung ^*E" des Reichswirtschaftsministeriums in Verbinaung 

tritt. 

2) iBilaung einer industriellen Vereinigung zur FÖraerung des Oslo- 
Gedankens. 

DÄr weitgespannte Kahmen der Osloverhanaiungen una aer Tatoestand, 
dass aie aen Oslovernanalungen kkh: zugrundeliegende gesunde und Zu- 
kunft st rächt ige laee fast ausschliesslich in aer initiative aer betei- 
ligten Regierungen ruht, führt zwangsläufig dazu, dass die aerzeitigen 

r? 



- 2 - 



T? 



Ergebnisse der Osloveriiandlun£en sehr oft nur akademische Bedeutung 
haben. 

Da Sie aber ricatua^weisend sind, könnten sie zumindest¥auf deai in- 
austriellen '^ebiet vielfach zu praktiscnen Kesultciten führen, wenn 
man in der Ebene der inasutriellen jr'raxis die dazu notwendigen Anre- 
gungen provoziert. 

Zu diesem Zweck wäre vielleic.it der ü-edan^e zu erwägen,^ massgebende 
Inaustrielle der <-^slostaaten zu einer Bereinigung der Forderung des 
Oslogedankens zusaminenzufassen, aie u±e Aufgabe hat, Anregungen für 
aie Vertiefung und Ausoreitung aes^^Cslogedankens, ah. praivtisch eine 
industrielle Kooperation der Oslomäcrite^und darüber hinaus der nahe- 
stahenaen interessierten Industriemächte auszuarbeiten. 

3) Plaiidelspoliti sehe Kooperation der Oslomächte . 

Den iedanken industrieller Aoreclen innernalb der Oslostaaten auf dem 
Gebiet des i'erritorial-, Kontingents- und Preissc-.utzes durch die FAn- 
führung eines i;!itteltarif s für aie Dauer aer freiwilligen Vereinbarun- 
gen zu untermauern, wiia man tiotz des IViderstanas liinglands in Jedem 
ialle als Ziel im üuge behalten können. Bis zur -Erreichung dieses 
Ziels gibt es aber noch zahlreiche handelspolitiscne lv:öglicukeiten, 
mit denen fünf^^ Staaten gemeinsam die Ausfuhrinteressen ihrer Indus- 
trie besser stützen können, als jeder Staat für sicri allein. Sehr häu- 
fig nabe ich aie .üeeoachtung machen können, aass ein europäisches Kar- 
;^ell schon dadurch, dass die in ihm vereinigten Verke verschiedener 
Nationalitäten gleichzeitig ihre Kegierungen zu bestimmten einheit- 
lichen hanaelspolitischen Vorstellungen veranlassten, tiJrfolge erzie- 
len konnte, aie frulier bei aer Vorstellung nur eines Lanaes'nie er- 
reichbar waien. Als üusgangspunkt dazu braucnt man durchaus kein i\ar^ 
teil, sonaern nur irgeneinae i:)inaung aer Inaustrie verscnieaenei i-a- 
tionalitäten, wie sie in der zu 2) erwännten inaustriellen Bereini- 
gung zum Ausaruck kommen konnte. 



Abschrift m 



ViiRBAND Düß EUROPABISOHEH 
HAUSHALTlAöCHIN .NlHiJUST Elfi 



D«n Haag, den ll.lBlrz 6Q 
Javas tz'aat 44 a 
Telegrainmadr«: Indugver 
Telefon: 18o 74 o 



An die ordentlichen Mitglieder des Verband«, 
Betr,:ASkiliat»« 

unter Besugnabm« auf die allgemeinen Vericauf sbedingtingen, Punkt 
2, Seite 2, geben wir Ihnen nachstehend die neuen Asklauf schla- 
ge für deutsche Wea^e bakannt- Die ürrechnung stüzt sich auf dii 
letzten Kurse. Die Askiaufscfeläga treten mit sofortiger tfiricung 



Askidis- Askiauf- 
; schlag; 



Askidis- Askiauf' 
agio: schlag; 



Bolivien 

Brasilien 

Chile 

Columbien 

Costa Rica 

Ecuador 

Guatemala 

Haiti 

1 



fälä 



20,9^ 
17,2;*; 

22,1:^ 
2ö,l,ö 

lö,2* 
2Ö,7iÄS 

17 ;» 



i^^m. 




18^ 
21;* 
26>» 

215K 
37/0 

0% 
5% 



o 



Mexico 
Hicarmgoa; 



Paraguay 

Peru 

Salvador 
ürugiiay 

Venezuela 



15/* 27/i; 

kein Disatgio, da 

Zahlungev erkehr ein- 
gefroren. 



20,4% 

2o,7i!< 

9,6% 



HavaararAuf schlag für teuTsohe werice. 



23i£ 



Wir benutaen die Gelegenheit um darauf hinzuweisen, dass die 
deutschen Exporteure nicht nur von der Askitabelle, sondern auoh 
von den übrigen, sie intoreaeierenden Machrichten künftighin 
durchVeröff sntlichung in den Mitteilungsorganen des Aussenhan- 
dels-Ausf\üir, Hamburg und des Fachausschusses für Eisen- und i^e- 
tallwaren, Remscheid, statt wie bisher durch Rimdschreiben des 
Verbands, in Kenntnis gesatst werden. 

HochachtungsToll 

Tarband der Europäischen 

Haushaltmasohineninduatrie 

Die Geschäftsführung 

gez.Dr« Salinger 



> 



/ 






HS/IB 



don 26. April 1958. 



t 



I 



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• 



Herrn Dr.H.I)* Sallncer, 
Socretariaat van I^iiropoecche 
Industr3.evoreenl£;lngon , 
Javastrafet khsip 



# # - # 



Sohr Göohrter Herr Doktor, 

Von Horrn Neumoyor, der mich über den Karfreitag hier 
boauchte, erhielt ich Naciirlcht Ubor Ihr Ercehen und Ihre Adresse* 
Ich freue mich, dass Sie nach den Siittäuschungen v/iederum festen 
Puss gefasst haben, und ich habe keine Zweifel, dass es bei Ihrer 
Regsamlceit und Ihrem Idoenr-oicht-uun Ihnen möglich sein wird, Ihre 
Tätigkeit auszubauen xinö. fUr Ihre Organisation sowie für die all- 
gemeine Wirtsclnft Erspri essliches zu leisten. V/enn ich Ihnen ge- 
legentlich dabei einmal behi3.flioh sein kann, werde ich es sehr 
gern tun* 

Im Nachfolgenden möchte ich bei Ihnen das Interesse für einen 
deiit sehen J^Jiristen Anfang der vierziger Jahre erv/ecken, der sich vor 
wenigen Wochen in Holland niedergelassen iiat. Es handelt sich um 
einen mir selir nahe stehenden Menschen, mit demnich auch verwandt- 
schaftliche Beziehungen verbinden, dan bisherigen Rechtsanwalt am 
Oberlandesgericht in Broslau, Dr* Fritz Cohn, Solin des auch Ihrem 
Vater früher sehr gut bekannten Geschäftsinhabers des Schlesischen 
Bankvereins in Breslau, Georg Cohn* 

Mein Verv/andter, den ich seit frühester Jugend kenne und von 
dessen beruflichen und menschlichen Eigenschaften ich irimer die höch- 
ste Meinung gehabt habe^ hat In Deutschland eine ausgezeichnete Aus- 
bildung genossen* Er war auf meine Veranlassung unter von der Porten 



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• 2 - 

Herrn Dr. H.P. Sallncei** «Ion Haag, 



26.I4..I93B. 







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Im Lautlia-V.'erk der Roiclisunternehmtincen tut ig \md nacl^ihor l&nQQ Im 
Kons ort lalbüro einer Groscbank, dann in der Berliner Handel akÄimner 
md schliesslich in selbständiger Stellung in der Leitung des 
Schlasiachen Bankvero5n8 In Breslau. Er ist dann zur Anwaltspraxis 
Ubergeöancen xrnd liat jetzt Breslau verlassen, •am. in Holland sich 
unter Ausnutzung seiner Kenntnisse in Devisen-, Stouorrocht und 
©Inigen aoustlöön Gebloten zu betätigen. Er ist sich der Schwierig- 
keiten, die den Aufbau einer Tätigkeit dort entgegenstehen, voll be- 
wuast. Ich habe aber nach Kenntnis der Vcrh'ältaisso luid seiner Per- 
son den Plan nur billigen können und Hin meine Hilfe bei ceiner Ver- 
wirklichung zugesagt. Ich Wdre Ihnen nun sehr dankbar, venii Sie ilm 
empfangen Wurden und llxn mit Ihren Erfalu^ungen und Ihren Anregungen 
zur Seite stündon, Sic worden Übrigens auch nonscialich an ihm be- 
stimmt Freude haben. 

Ich Ixibe ihm Iliro Adresse gesandt ^xid ilm angeregt, sich 

mit Ihnen unmittelbar in Verbindung zu setzen. 

Es ulrd mich auch freuen, sei es unmittelbar von Urnen, sei 



es 



durch meinen Vottor, otv/as von dem zu hören, was Sie sachlich 
treiben, denn die Dingo, die Sie mir damals in stockholn; erzählt 
haben, haben mich seinerzeit sehr interessiert, 

Ittt herzlichem Gruse 

Ihr solir ergebener 



G. SANDSTRDMS ADVOKATBYRA 

NORRMALMSTORG 2 

TEL. 23 13 80 

TELEGRAMADRESS: SANDVOKAT 

POSTGIRO 3484 

IN nehavare: 
G. KALLING OCH S. SALMONSON 



STOCKHOLM den 



27 Juli 1938 



BITRÄDANDE JURISTER: 

G. HANSSON OCH P. A. WESLIEN 



LEDAMÖTER AV SVERIGES ADVOKATSAMFUND 



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Herr Doktor Bans Schaeffer, 

avenska T&nl8tlo1c8 A.-B. , 
^önköplng»- 



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I anlednlng ar Sd«rt brev tlU Advokaten Salmonson 
av den 11 dennes har Jag harmed äran meddela, att Advokaten 
Salmonson för n&rvarande är bortrest p& semester och äterkom- 
»er i mitten av augusti. Advokat en Salmonson ha de emellertld 
före sin avresa taglt upp fr&gan om Professor Leicht ent ritt 
med Direktoren lenner-Oren och skulle senare erhilla besked, 
huruvlda nägot künde göras. Advokaten Salmonson kommer efter 
sin iterkomst att tlllskriva Eder narmare i saken. 

Högaktningsfullt 

enligt uppdrag. 



Jönköplng, den 11. Jxill I958. 



Herrn Advokat Sven Salmonson, 
NorrmalnatorG 2, 
Stockliolm, 



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Solu* goolirtor Ilorr Salnonoon, 

üftrf loh im llachTolcenden auf eine AncelOGonhelt zurUck- 
kcmnen. In der Ich IItlto freundliche Mltwlrlomc bereits elnnal 
In Anspruch i;en<^f^'Qn Imbo? Es handelt sich um Herrn Professor 
Leichten tritt, einen deutschen Wissenschaftler In Breslau, der sich 
besonders ra'.t Fraßen der IßieujDa -Forschung befasst Imt. Ich erlaubte 
mir, Ihnen unter dem I9. Oktober v.Js. bozUcllch dieses Herrn um 
Unterstützunr; seiner Porschtuig durch die Y/ennor-Grenoka Samfundet 



zu schreiben, und Sie waren so freundlich, mir unter dem 12. ITovon- 
ber anzubieten, Herrn Direktor Wonner-Gron nach Rückkehr von seiner 
Weltreise die Ancelegenheit vorzulecon. 

Bei den S divrl er i ekelten, die einer wlasonsoliaftliohen Ar~ 
belt avif dem Gebiete der Rheixtaa-Forschunc zur Seit Prof. L, in 
seinem jetzlcon V/olinsitz entcoG^nstehen und bei dem Interesse, das 
hier In Schweden cQ^^e ^^ Forschuncen auf dem Baeuma-Geblet be- 
steht, wUre ich Ihnen dankbar, wenn Sie im Sinne Iliros freundlichen 
Ancöbots vom 12. November v.Js. mit Herrn Direktor Wenner-Gren 
sprechen würden. Sollten Sie wünschen, dass die Ilinen seinerzeit 
übersandten Schriftstücke über die wlsaonsclÄftl lohen Arbelton von 
Prof. L. Ina Schiedlsch« übersetzt worrien, so bin Ich dazu cern be- 



reit. 



Indem ich Ihnen verblndlioiist danke, bin loh 

mit ercobenstem Orusse 

Ihr 




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Jönküpinc» den I7. Novomber 1950. 



Horrn Kapollmolstor Herbert Sandberg, 
Stookholm. 



Lieber Freund, 

Horzllohen Oluckwutisoh zu Iliror bevorstehenden Eheschllesaune« 
loh denke an lÄlnftlge Kinder, die Leo Bleoh «um Groosvater und Sand- 
berg zvm Vater haben werden, und habe bereits Jetzt Mitleid mit allen 

I 

( 

Hauabewohnern* ^ 

Don Brief von 14a;c Spiegel schickt loh Ihnen axr\ok. Ich bin 

rem bereit, auf Anfrage über Ihn eine Ausloinft zu geben. Zfegocon 

kann loh von mir aus nicht an die Sclnredlache OepandtsCnafti^, bei der 

Ich auGOnbll(Ä:llch einen glelolmrtlGen Antrag fUr meine Kutter und 

mein«! Bruder schweben habe. Sie wor en oa verstehen, (Sass der Mensch 

nicht zu viel auf dleaew Oobleto machen l«nn und da»s die andere Ange- 



legenhelt mir doch »ur Zelt die wlohtlceX'O ist} abor eine Auskunft, 
wenn Ich oal'i^Gt werde, werde 'oh gern erteilen. \ ,«. 

Allee Weitere Überlasse loh meiner Prau, zu deren Dezornat 
die Bolmndlung von Paralllenangeleßenhelten gehört. \. 



Uobor Deutschland schwelge loh. ts Ist das Beste, was wir tun 



können. 



11t herzlichem Orucs 

Ihr 



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Jönküplnc» clon 1?. Novonbor I958, 



Herrn Kap ellmoi stör Hörbar t Sandborß» 
Stockholm, 



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Lieber Pround^ 

Horzlicheri Glückwunsch zu Ihror bevoratehonden Eheschi las sungt 
Ich denke an künftige Kinder, IIa Leo Blech «uni Orossvator und Sand- 
berg zum Vater haben werden, und habe bereits Jetast Mitloid mit allen 

Hausbewohnern • 

Don Brief von Max Spiegel schicke ich Ihnen zurück* Ich bin 




en 



gern bereit, auf Anfrage über ihn eine Auskunft zu Got^ön^^p 
kann Ich von mir aus nicht an die Schwedische CJesandtschaft/, bei der 
ich äuge nbliokl ich einen gleicliartlgen Antrag fUr meine Mutter und 
iwinen Bruder schweben lmbe# Sie wer en es verstehen, duss der Mensch 
nicht za viel auf diesem Gebiete ümchen kann und dass die andere Ange- 
legenheit mir doch zur Zelt die wlchtl^ero ist; aber eine Auskunft, 
yjenn ich gefragt werde, werde loh gern erteilen • 

Alles Weitere überlasse loh meiner Prau, zu deren Dezernat 
die Behandlung von Pamllienangelegenhelten gehört. 



Uebor Deutschland schweige loh* Ss Ist das Hoste, was wir tun 



können* 



Mit herzlichem Grusa 



Ihr 




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SP, 




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JUtiköplnß, don, 5« Septorabor I938. 
Bninnagatan l\2. 



Herrn Kt.pellriiolstQr Horbort Sandborc 
ISorr MUlaratrand 60, 
S t o k h o 1 m» 



tmr^immm'^—'^mß^» 




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Llobör Frerund, 

Schon aus dar Anrodo nerkon Sie, dass loh etwas von Ilinen 1ÄII, 
E« handelt sich um eiaon Jungen Mann, den loh nicht poraönllch kenne, 
dessen Vater aber, dor fr'ci^ioro Standesbeamte Br;vln MUllor-Wlntor,und 
dessen Onkel, der frUlujro Rechtsanwalt Wllh, Miohaoll, jetzt Frejcatan 
0, Stockholm, tnir wohl bolainnt sind. Die Tatsaclie, dass die lAutter 
dos Dietrich Mllllor-Wlntor nicht Ariorln ist, hat conllct, dass sein 
Vater, dar sich als alctlvor omzior auscozelchnet hat und nachher 
Stand«8beamtor in Charlotten bürg war, seine Stellung verloron Imt. 
Auch hat der June© InTolüö der Laße in Deutschland keine Zuk-unft. Sein 
Ulterer Brudor, Reinhard MUller-Wintw, hat sich durch seine Snercie 
und intelllsonz als Lehrer und ßleldizeltle SekretUr einer Schule in 
England durchzusetzen vermoÄit. Er bekomt dort freies Leben und ein 
Taaohen^eld und studiert nebenbei. Die ersten Examina hat er borolts 

abgeleGt, 

Hieraus und au« d«r Anlas© werden Sie sehen, dass es sich bei 

Dietrich MUllor-Winter um eine Gabe von cutem Stamm handelt. In seiner 
Lqg« noo^ ^«^t« ^" ®^"«^ deutscl^n Oj-mnasium Frümien zu bekommen und 
Ausserdem im Vorstand eines Ruderklubs zu sein, beweist, wie er von 
seinen Lohrom und Mitschülern csachUtzt wird. 

Die musikalisclian Interessen des Juncon l-Iaanos haben ihn In 
erster Reihe auf den Geaanl=©n Gebracht, sich um eine Lehrstelle in der 
schwedlsclien Gramtiophonlndustrie zu bemühen. Er hat dazu noch nichts 
getan. Soviel ich weiss, haben Slo aber die sdiwodiscliö Grammophon- 






- 2 - 

Industrio vxa mehrero orfolcroloh* Plation boroicliert, und loh •endo 
mich dahar aa Sic, danit Sie auch rar DosclTaffunc olner aolchon I^lir- 

stelle alch tx)t'sitlcön» 

»oaa ZlQ h^ran, wlovlolo doraitlGO Blaßö stündlg durch meine 

Iland Gehen und wio os dui-ch Intcnalvi Bearboltunc doch oft möglich 

Ist, ^aiÄndor., der ohne r^ihuld durch die ZeitumatUnde In SdwlerlG- 

kelten koK^t, behilflich zu aoln, wird es Ihnen eine Fraudo soln, 

In diesem Falle Ihre-- jv^r.on ::iariuȧ olnzraaetzan. 

In der Voraus sotsxinG, daas Slo hlersu 'oerslt sein wardon, 
habe ich Aea Onkel dea jungon Itennoa, Korm 3r, Michaeli, Absclxrlft 
dieses i^chrolbena ««gehai lassen und Hin clo-o^i^o^tic G^hoten, sich 
mit Ihnen wogon seines Iloffena in Vorbindung m setzen. 

Mit herzlichem aruaa, auch an Frau Göderberc* doren Uabar- 
setsung von "BarG coh Iflinnlskor" ioli Jetzt mit Grösstem Genüsse 



lese 



r*ir 





Anlagen 



Bio de Janeiro, 14. Nov.. 19^8. 
Ru» Bulhöes de Carvalho 103. 



Lieber Hans, 

Mit einiger Verwrunderung wirst Du unsere Karte aus Muea/ohea erhalten haben. 
Meine Europareiae ist schnell und wie im Traum vorue bergegangen, seit dem 2.Nov.bin ich 
schon wieder hier und muaste schweren Herzens unaeren juengeren Sohnzuio weiteren Studium 
in Wien lassen. Die Verhaeltuiase erschwerten die Reise sehr und ich konnte nicht einmal 
die Verwandten in Branitz u. s.w. besuchen. Augenblicklich sind wir wieder ganz besonders in 
Sorgen um alle Lieben, denen ma-n leider garnicht helfen kann.Voruebergehend ist es moeglich 
fuer hier ansaessige Soehne.ihre Eltern he/rauskommen zu lassen und diese Gelegenheit hat 
Franz sofort benutzt .Vorlaeuf ig hoffen wir alao,dass Maxens samt Tochter and viell.Sohn 
in absehbarer Zeit hier sein werden. Sollte das gluecklioh Tatsache werden, dann wirst Du 
bald davon erfahren. - Maxims erzaehlten mir.dass Du Dich in dem Sinne geaeusaert haettest 
[)u%aerest im Stande eine Ferienreise nach Brasilien zu machen. Nun wollten wir Dir auf das 
aeralichste zureden, diese Abseiht auazufuehren.Es gehen vorzuegliche Schiffe von Schweden 
iirekt hierher und wir sind ueberzeugt davon, dass Dir und Deiner lieoen Frau die Reise seh 
lehr viel Interessantes bieten wuerde, abgesehen von der grossen Wiederseheusfreude.Die 
jeste Zeit fuer eine solche Reise waere von Ende April bis Ende August und wenn Du wirklic 
iie Absicht haettest, dann verstaendige uns doch rechtzeitig, damit wir Dir genauer ueber 
aies schreiben koennen,auch ueber die Ferienzeiten Alfreds. Wir wuerden uns ja so sehr f e 
freuen, Euch Beide hier zu sehen-.was gaebe es viel zu erzaehlen.Puer uns alle sind die letz- 
;en Jahre ereignisreich und schwer gewesen, ganz zu schweigen von dem Kummer, den wir uns 
jerade jetzt ueber das Ungewisse Sehicksal der Lieben in Deutschland machen muessen.Von 
inserem Sohn erfuhren wir telegr.,da88 er wohlauf ist, aber was ueber die anderen gekommen 
Utt^»» konnteil wir noch nicht erfahren.Prank ist ja Brasilianer und steht unter dem 
Jchutz unseres Konsuls. der uns persoenlich gut kennt. - Mit selbst ist man auf der ganzen 
leise tadellos hoeflioh begegnet , aber ich konnte mich doch nicht mehr wohlfuehlen unter 
de ^ganzen Zwang und habe alle Lust verloren, jemals wieder nach Europa zu reisen.Waehrend 
der kritischen Tage waren wir in der Schweiz und dort war es allerdings sehr schoenjich 
fand auoh,dass es nicht mehr lohnt, in Deutschland zu reisen, es ist so uninteressant und 
aeberall gleich gewordenidazu hatten wir noch staendig gegen schlechtes .Vetter au kaemp- 
fea. - Unser aelterer Sohn Suenter hat endlich eine Stellung hier in Rio und wohnt wieder 
bei'uns im Hau8e,da sind wir wenigstens nicht ganz allein.Wenn alles gut geht.wird Frank 
im Maerz oder April wieder hierher zurueckkommen koenne,um dann das Studium an einer hie- 
sigen T.H.fortzusetzen.Du kannst Dir denken.wie sehr wir wuenschen,das8 diese/ Monate 
schon vorueber waeren. - Von Deinen Kindern zu hoeren,wuerde uns sehr interessieren,«» 
liebsten moechten wir jedoch muendlich erzaehlt haben.Wir erhoffen eine Baldige Antwort vo 
von Dir und gruessen Dich,Deine liebe Prau und die Kinder einstweilen herzlichst. 



^'iM^K ^^:^U^i 



Hei'rn Arthur Schaeffer, 
Paris . 



Jönköping, den 25. Januar 1958» 
Brxmna£:;atan iiZ, 



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Lieber Arthur, 

Bei meiner Rückkehr von einen zwei -wüclil gen Aufenthalt In 
RuMünlen finde loh Deinen Brief vom I9, Januar. 

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loh wUrdo sehr gern Deinom Noffen Wllholm bal dor Erlancring 
oinor Tätigkeit behilflich aolnj ich habe aber leldor zu Schiffs- 
werften keinerlei Beziehiingent Das tut mir umaomelir leid, als ich 
seinerzeit von der Stelle, an die Ich v;ilhQlra früher einmal empfolalen 
hatte, eine gute Auskunft über seine Lelatuncön bekam» Es liandelte 
sich damals, glaube lch,ujn Schiffsreisen mit dem Norddeutschen Lloyd 
oder so etwas Ähnliches • 

loh halte es aber für alle Fälle gut, wenn Du Dich mit 
Roland Doris, Paria XVI, 5 Boulevard Emil Augler, der Ja stUndig mit 
der Konitruktlon der französischen Werften zu tun Imtte, In Verbin- 
dung set««gt. Was er Irgendwie auf diesem Gebiete finden kann, 
wird er gern tun« Er ist ein selir hilfsbereiter Mensch und hat sich 
seilen mehrmals für von mir empfohlene Personen bamtlht« 

Was Du mir sonst über die anroron MitgUö^loi* äer Familie 
mitteilst, hat mich selir Interessiert* Bitte sprich, wenn Du nach 
Troppau schreibst, den Hinterbliebenen Deiner Schwester Ida mein 
Beileid aus* Ebenso liajr mich das, was Du übor den Vorkauf des 
Branitzer OeschUfts schreibst. Interessiert. Bedeutet das, dass 
lÜLX und Ktu-t auch von Branitz wegziehen? Das würde eine Aufgabe 
dieses Wohnsitzes bec?euten, an äiQra unsere Pamllie wohl über 100 
J^lire sich befunden hat. Aber scloli esslich waren Ja die liohenzollern 
länger in der Mark ansässig und haben auch ihren V/olinaltz, wenigstens 
zum Teil, verlogen müssen* 



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2 - 



Xs Ist «ehr möglich, dasa ich im Februar odor März 
einial In Paris bin und werde Dich das rochtzeitlc wissen lassen 

Mit herzlichem Gruss 

Dein 



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Herrn Arthur 
Paris • 



Sclmeffer, 



Jönköpinß^ don 25 • Janijar 1958 • 
Brunnscatan iiZ^ 



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Llobor Arthur, 

Bol noinor H'uokkolir von oln6n zwol-wöclil(3on AuTonthalt In 
RuMlnien finde loh Deinen Brief von I9. Janxmr, 

Ich würde sehr gern Deinem Ileffen Willieln bei der IIj'Iä n{;uns 
einer TUtlgkelt behilflich sein; ich liabe aber leider zu Schiffs- 
werften ke*. nerlel Beziehunoon. Das tut mir ujisomelir leid, als ich 
eeinorzelt von der Stelle, an die ich Wilholn frUlier einmal empfohlen 
hatte, eine gute Auskunft über seine Loistuncon bekam. Es Imndelte 
sich damals, glaube loh,um Schiff sreloen mit dem Norddeutschen Lloyd 

oder so etwaa /ihnliöhM« 

Ich lÄlte es aber für alle PUlle gut, wenn Du Dich mit 
Roland Boris, Paria XVI, 5 Boulevard Emil Augier, der Ja atUndig mit 
der Konstruktion der franeöal sehen Werften zu tun hatte. In Verbin- 
dung 8et«e»t« Was or Irgondwie auf diesem Gebiete finden kann, 
wird or c®!^ tun. Er ist ein selai' hilfsboreltor Mensch und Imt sich 
Bclion mehrmals für von mir empfohlene Personen benülit» 

«a« Du mir sonst über die aLloron Mlt£lleder der Familio 
mitteilst, hat mich selu« Interessiert. Bitte spricsh, wenn Du nach 
Troppau schreibst, den nintorbliebonon Deiner Sclwoster Ida mein 
Beileid aus. Ebenso Imjy mich das, was Du über den Vorlcaiif dos 
Branitzer OeachUfta schreibst, intoresalert. Bedeutet das, dass 
IfeLX und Kurt auch von liranltz wegziehen? Das würde eine AufflRb« 
dl«0ea Wohnsitzes bedtut«n, an dem unsere Pamllie wohl über 100 
Jalire sich befunden hat. Aber scliliesslloh waren Ja die Ilohenzollern 
langer in der Mark ansUsalg und haben auch ihren Wolmsltz, wonlgstens 
8um Toll, verlegen müssen. 



- 2 - 



/ 



Es Ist aehr möglich, dasa loh In PeLruar oder Mürz 
einmal In Parlo bin und wordo Dich das rochtsoltlc wlaaen la ssen. 



mt horzlichora Gruss 



Dein 



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Jönköplnr;, den 2ß. November I958 



Lieber Econ, 



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An den in milnein Brief vom 11. Oktober darsestellton Verhältnis- 
sen hat sich saohl loh üooh nichts wosontlioh geändert; wenn auch 
die Auffassung der Behörden •Jbor die Dringlichkeit der Hilfe ontce^en- 
kommender gewordon ist, io sind die soh*ierlGkeiten einer aerosfändl,:en 
Nlederlaae j nach 7/le ^r »ehr sroas. Daßecen ist die BetUtigunG a^if 

I 

einem hier noch nicht vorhandenen Geblot ztusamnon mit einem achwedlsohen 
Partner, der die ijiehrhoU Imben rauss, nicht ausceschlcseen. Auf Deinem 
Gebiet käme, wie ich Dir bereits damals erwähnte, vor allem die Pirna 
TuritB In Göteborg in Betracht. Wenn Du einen bestinmten Golanken, ins- 
besondere auch fur dU irzeugung aus fuhr fähiger Artikel bei dieser Firma, 
hättest so dllrrest Du Dich am besten in einer eingehenden Darlegung an 
diese Plirma wenden. In 'dem, wus loh Dir über die Absatsausslchten sagte, 

/ 1 

/ 

ist naturgemÄss eine Änderung nicht eingetreten, 

* '■■ Auch ich würde sehr gern Dich einmal wieder sprechen und teile 
dl'ö von Dir it\ dieser Hinsicht ausgesprochene Hoffnung. 

Mit herzlichem Oruss von Haus zu Haus 



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Dein 






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JiSnlcOploc. 4on 20. ITovembar 155O. 



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Lieber Egon, 

An d« in no*nan Brief vom 11. Oktober darcestellten Voi^hllltnia- 
sen hat sioh saohlioh nooh nichts wosentlloh GoUndort; woan auch 
die AiiffaasunG der Behördon »ibor die Dringllohkeit der HilTo oatcecon- 
koanfindor Geworden lat, so sind die sohwlorißkeiten einer 0olbstundii:,en 
NledorlassuaG nach wie vor aohr gt'oss. Dacecen Ist die BotUtigunc a'u.r 



einem hier noch nicht vorhandenen Gebiet zusa 



nlt einem schwedischen 




Partner, der die Mehrholt laben musa, nicht auscesoliLossen. AuT Deinem 
Gobi et küme, wie ich Dir bereits damals erwähnte, vor allem die Pirna 
TxoritE in Oötebof^ in Betracht. W«nn Du einen bestlmraten Golanken, ins- 
besondere auch nr die Erzenigunc ausrulirfäliiGor Artikel, bei dieser Firma, 
hättest, 80 durfest Du Dich am besten in einer elncehendon Darlegunc an 
diese Firn» wenden. In daa, was loh Dir Über die Absat zaus sichten sagte, 
iBt naturcemäss eine Xndorunc nicht oinsetreten. 

Auch ich würde sehr c^ra Dich einmal wieder sprechen und teile 
die von Dir In dl«««» Hinsicht «utgesproobone Hoffnunc« 

mt herBliohem Oruas von Haus zu Haus 

Dein 



EGON SCHAFFER 

I. Fa. AT.BKRT SCHÄFFER K.-G. 

RING 22/23 




Lieber Hans ! 



BRESLAU, 21. November 1938 

PRIVATWOHNC7NQ : K ▲ ST ANIK N AL.LKE 20 
TKI.. 84236 



A^ 




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'Nenn ich erst heute dazu komme, Dir für 
Deinen ausführlichen und liebenwürdigen i^rief zu 
danken, so liegt das darn, dass mich inzwischen 
andere Aufgaben und dringliche Ereignisse davon 
abgehalten haben. 

Vielleicht haben sich möglicherweise 
infolge der letzten EreignisjL^e die mir von Dir 
erteilten Auskünfte überholt, sodass die iv.öglich- 
keiten vielleicht bes.ser, vielleicht schlechter 
geworden sind. 

Mir erscheinen im Hinblick auf die Dring- 
lichkeit, mit der wir nunmehr gezwungen sein wer- 
den, lins einen anderen V/irkungskreis zu suchen, 
die Schwierigkeiten einer Niederlassung dort 
beinahe unüberwindlich, wenn man sie aus der 
Entfernung bearbeiten soll. Ich habe mein Oeschäft 
am 50. Oktober an meinen langjährigen Sozius abge- 
geben und bin augenblicklich nur mit der Abwick- 
lung noch beschäftigt, also eigentlich frei.- 
Sollte es Dir zu Ohren gekommen sein, dass in- 
folge der letzten Ereignisse gewisse Erleichte- 
rungen der Einreise usw. stattgefunden haben, so 
wäre ich Dir dankbar, wenn Du mich dieserhalb 
benachrichtigen würdest. Ich habe mein Interesse- 
allerdings mehr notgedrungen - mehr auf ausser- 
europäische Länder gelegt und will sehen, ob ich 
dabei zu irgend welchen Resultaten kommen kann. 



Alle Nachrichten, die ich von iiiuch privatim 
bekommen habe, interessieren mich natürlich sehr 
und ich möchte nur hoffen, dass uns das tjchicicsal 
noch einmal Gelegenheit gibt, uns persönlich 
sprechen zu können. Kathie erwidert Eure Grüsse 
aufs beste. 




Mit verwandtschaftlichen Grüssen an Euch alle 
verbleibe ich 



Dein 





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1 



JünUöplnc, den 11. Oktobor 1958» 



Llobor Econ, 




• 





Horslichan Dank f'dr Deinen Drlof vom 6, da. Mta., dar mloh 

vorGQötopn errolohte. 

Ich nüchto alsbald auf Deine Praco zurüoVJconmon , ob Aus- 
Blclit vorhttndon lat. zur Horstollunc deo von Dir erwUhnton Artllcols 
die Aufentlmlta- und ArboltagtnelmlGunG In diesem lande zu bekomnon. 

An aloh ist der Orundaatz der hloalcon Deliürdon der, daoo 
dlo betreffendon srlaubnlaae nur erteilt werden, wenn nachcewleaen 
werden kann, daaa 1/ die Erzeugune dos betrerrendon Oegenatandea 

in 'iiP» '^T*en f nl. lendon ^ , , 

dem Lande einen Zitzen brinct, Inibeacndere die Ausfuhr atelGortj 
2/ dloae Eraeucunc kolner elnIielr.lsolien, bereite bestehenden Indu- 

atrlo Konlmrrenjs raaoht. 

üobor beldü Vorauaaetsuneen worden dlo zustlindlcon Handels- 
kammern und die mösllohen Konlmrronten und Abnelimer Gehört. Von 
deren Xuasorunc hünct alsdann die Entsohold-one In dor Recel ab. 
Meine persönliche Srfalirung Ist, daas bei Dlneen, die ein A^oslUnder 
allein durolifUliron will, diese Entscholdunc In dor Recel ablehnend 
ausfüllt. Anders Ist es, wenn er dazu mit elnor schwedlsohen Fln» 
von elnle«tt Ansehen zuaanmencoht . Dabei ist zu beac hten^ d as s das 
intoresao dor schwedischen Behörden, noue IndusTrlözWeiGe/Jsu ocimf- 
fon, wonlGor croas Ist, als In anderen Städten und daas überhaupt 
die Aiisslöhten, aoliwedlsche Unternehmer ea finden, dlo zu einem Mit- 
Gohen beroit sind. In anderen Stüdton, von dunen besonders Göteborc 
in Betracht kommt, etwaa grösser sein dürften. 

In Stockholm l»t das elnzico C^oaßo Untornebmen, das da- 
für In Betracht kommt, das Warenlmuo Nordlska Kor^iÄnlet, ein (juali- 
tatlv und in den Preisen aelir hoch stohondos Ilaua, tet Im allGO- 
moinen NouerunGon zlenaich ablehnend cocon^^rateht. Ea let eine 



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AktlenGesollsohart, deron Leiter und wohl ztun c^osaen Teil auoh 
ElcentUmer oln Genoralkonsul Josef Saclis Ist, zu dessen menschllc: m 
Kennzolclrintinc Ich Dir £;e£onUber nur erwähnen darf, dasa Itorlanne, 
wenn er In unsere Näh« kam. Immer ausrief :"SOS Eisberg". In Göte- 
borg käme als Ilauptlnteressent das grosse Unternohjaen von Turitz 
In Betracht, das sowohl, was Regsamkeit, wie was monschllcho Slgen- 
schaften anlangt, meinem Eindruck naoh erheblich boasor da-^teht. 
Lcjlter und wohl auch zum gros oen Teil Elgent'Imor ist ein Herr Turlts 
der etwa In Dalnera Alter ist. Ich selbst kenne beide Herran nur 
afehr oberflächlich, nicht so, dass ich an sie herantreten kann. 



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her wohl so, dasa Du Dich flr eine Aualcunft über Dolne Person xind 



Dein Unternol-mien auf mich berufen könntest. 

Der Rechtoanvjalt Hans Lukaschek am dortigen Oberlandesge- 
richt hat k'^rzlloh fUr einen sanz anderen Modeartikel die entspre- 
ohsnden Aussichten hier an Ort tmd Stolle untersucht und Icann Dir 
über die Einstellung der Behörden und die zu führenden Nachweise 
sehr genau Ausloinft geben. Vielleicht setzst Du Dich eluinal un- 
mittelbar mit Ihm unter Vorlegung dieses Briefes dort in Verbin- 



dung« 



Fast möchte ich übrigens glauben, dass dl« Aussichten in 



Dänemark günstiger und violleicht sogar In Finnland noch gUnstlger 
sind, Desondero Beziehungen habe ich aber nach beiden Lündorn nicht, 

« 

ebenso wenig nach Norwegen, wo, wie loh glaube, wegen dsr Ilöhe der 
Löhne xmA. Steuern kein gutor Platz fUr ein Ausfuhrunternehmen vor- 
handen ist und die ^uf kraft wegen der geringen Menschenanzahl llire 

natürlichen Grenzen hat. 

wenn ich Dir sonst noch mit einer Auslomft oder liat zur Vor- 
fügting stehen kann, so tue loh das herzlich gern. 

Dein 



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Jönköplng, d«n 11, Oktober 1958, 



Lieber Egon, 



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Harzlichon Dank f'lr Daiiion 3rlaf vom 6. ±3. Mts*, der mloh 
vorcoötern orrolchta» 

Ich möchte alsbald auf Deina Praco zurUc^ckonman , ob Aus- 
sicht vorhanden ist^ «ur Haratolluns das von Dir arwälintan Artikels 
die Aufenthalts- und ArbeitsganahmlcunG in diesem lande «u bekommen* 

An sich ist der Grundsatz der hiesigen Behörden der, dass 
die betreffendan Si'laubnlsse nur ertollt werden, wenn nachcewiesen 

werden l<Änn, dass 1/ die Erzeugung; des betraf fenden Oocenstande« 

l.n die AiT-^en fal"^ enden 
dam Lande einen /Nu tzi&n brinct. Insbesondere die Ausfuhr steigert j 

2/ diese Erzeugung keiner einheimischen, bereits bestehenden Indu- 
strie Konl<urrenz macht« 

üober beido Voraus setzunren werden die zuständlren Handels- 



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kiammarn und die möglichen Konlaxrrenten und Abnelimer gehört. Von 

deren Äusserung hängt alsdann die Entscheidung In der Rejol ab* 

Maine persönliche Erfahrung ist, dass bei Dingen, die ein Ausländer 

allein durchfUliren will, diese Entscheidung In der Recel ablehnend 

ausfällt. Anders ist es, wenn er dazu mit einer schwedischen Firma 

von einigem Ansehen zusammengeht. Dabei ist zu beachten, dass das 

in Stockholm 
Interesse der schwedischen Behörden, neue Industriezweige/ zu schaf- 

f«n^ weniger gross Ist, als in anderen Städten und dass überhaupt 
die Aussichten, schwedische Unternehmer zu finden, die zu einem Mit- 
gehen bereit sind. In anderen Staaten,, von denen besonders Göteborg 
in Betracht kommt ^ etwas grösser sein dürften. 

In Stockholm ist das einzige grosse unternehmen, das da- 
für in Betracht kommt, das Waranhaus Nordiska Kompanlat, ein quali- 
tativ und In den Preisen selir hoch stehendes Baus, das im allge- 
meinen Neuerungen ziamlich ablehnend gegenübersteht. Es Ist elna 



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Aktloncosöllacliaft, doron Leiter und wohl zum Gi*os3on Toll auoh 
Elcenturaer ein Oenoralkonsul Josef Saoi:is l«t, zu dtosien xaonaohlioliar 
Kean«olohnunc loh Dir gegenüber n\ir erwUhnen darf, dasa Ifetrlanne, 
W9nn er In unsere Nähe kam. Immer ausrief j"SOS Eisberg", In Göte- 
borg kUrae als Ilaupt Interessent das grosse Unter nohiaon von Turltz 
In Betracht, das •oi»hl, «»■ Rogaanikelt, wie was laonaohllcho Eigen- 
schaften anlangt, meinem Eindruck nach erheblich besser da^^teht, 
Leiter und wohl auch zum grossen f«ll ElgenfJUaer Ist ein Herr Turit:: 
der etwa In Dolnem Alter Ist. Ich selbst kanae beide Herren nur 
alilir oberflächlich, nicht so, dasa Ich an sie liorantroton Icann, 
aber wohl so, dass Du Dich fir eine Auslctmft Ubor Do ine Person und 
Dein Untornohman auf mich beroTen könntost. 

Der Rechtsanwalt Hans Luloaachek am dortigen Oberlandesge- 
richt hat kürzlich für einen ganz anderen Modeartikel die entspro- 
clionden Aussichten hier an Ort -und Stolle untersucht und kann Dir 
über die Einstellung der Behörden und dl« zu führenden Nachweise 
•Ohr genau Auskunft geben. Vielleicht sotzst Du Dich elncal un- 
mittelbar mit llim unter Vorlegung dieses Briefe« dort In Verbin- 



dung. 



Fast möchte ich übrigens glauben, dass die Axiasichten In 



Dänemark günstiger und violleicht sogar in Pinnland noch günstiger 
alnd. Deaondero Beziehungen habe ich abar nach beiden Ulndorn nicht ,,| 



ebenso wenig nach Norwegen, wo, wie ich glaube, wegen der Ilöiio dor 
Lölino und Steuern kein guter Platz f'ir «in Auafuhinrntamehmen vor- 
lianden ist und die ^'aufkraft wogen der geringen Mens oho oan zahl llu?o 



natürlichen Grenzen lat. 



Auskunft 



fUgung stehen kann, so tue ich das herzlich gem. 

Viele Grüsse auch von Eva und den hier anwonenden ^^ 
Kindern, zu doren Lleblingsgeschichten unsere ^' 




i^^-^a.^-^/^ /r> ^/ 



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ER! 



Herrn Doktor Hans Schaeffer 

Brunnsgatan 42 

Joenkoeping ( Schweden ) 



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Flushing, 6 .Okt. 38 





Lieber Hans, ich danke Dir bestens für Dein :frdl| 

Anerbieten, von dem ich im Notfall, der hoffentlich 

nicht eintreten wird, Gebrauch machen werde .Ich bin 

allein hier, da Else keine Möglichkeit zur Auslands-] 

reise hatte. Da meine Verwandten mir dringends von 

der Heimreise abgeraten haben, betreibe ich von hier 
aus meine Einwanderung •Hoffentlich kann ich im Pallei 

des Gelingens Else in nicht zu ferner Zeit nachkom- 
men lassen* Marianne konnte ich leider noch nicht 
aufsuchen. Seit 2 Tagen ist Sugen wiener hier, den 
ich heut v/ohl zu Gesicht bekommen werde. 

Mit herzlicher allseitiger Begrüssung Dein/L\^ 

c/o Frank H.Hahn, 142-02 Franklin Ave. Flushingt* 



Breslau, 1.9#38 



Lieber Hans. 



Gestern habe ich von L. I-Cure Grüsse erhalten. Wir freuen 
unsjdass es Euch gut geht, "/eniger erfreulich die manigfachen Sor- 
gen, die, wie ich hörte, Deine G-eschwister betreffen. 



1 



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Du bist orientiert über imser specielles Schicksal. Der Zv/ang 
zur Ausv'andeining wird iimner stärker, auch wenn ich etwa zur jüd. 
Praxis zugelassen •. erden sollte .^fann die Entscheidung fallen wird, 
ist völlig iingev/iss* Jedenfalls fahre ich, wenn nichts dazwischen 
kommt , am 13.9. von hier, und am 15. von Hamburg mit der "Hansa" 
zu Gaby "und meiner Schwägerin Käte Hahn, bei der ich wohnen v-erde. 
Adresse^ : 142-02 Franklin Ave. Elushing N^Y. 
Ich beabsichtige ca 14 Tage dort zu bleiben. Dort werde ich mit 
ihr und Gaby besprechen, ob für mich, der ärztlich bestimmt nicht 
mehr tätig sein wird, irgend eine andere Verdienstmöglichkeit be- 
steht. Selbstverständlich würde ich jede Arbeit annehmen, auch 
wenn sie ganz primitiv wäre, ber mit 52 Jahren ist das keine 
leichte Aufgabe. Es handelt sich also darum, wie finaciert man 
unseren d rübigen Aufenthalt? Meine Schv/ägerin hat sich jedenfalls 
bereit erklärt, zusammen mit ihrem ältesten Sohn alles erdenklich 
Mögliche für uns zu tun. Aber natürlich sind die Mittel beschränkt, 
und wir können unmöglich über Gebühr von ihnen annehmen. Deshalb 
habe ich darn gedacht mich an Verwa^ndte "an.d Freunde mit der Frage 
zu wenden, ob durch gemeinsame geldliche Unterstützung unser be- 
scheidener Auf Enthalt zu financieren wäre. An Alfred habe ich ge- 
schrieben und erwarte in N.Y. seine Antwort. Ein Freund hat uns 
eben seine Hilfe angeboten, wir haben ihm gestern geschrieben. 
Er ist Holländer. An Eugen wird Gaby schreiben, er befindet sich 
in Kalifornien. Und nun wende ich mich an Dich mit der Frage, ob 
Du, trotz sicher grosser Belastung, in öer Lage wärst, ims nach N.Y. 
eine monatliche Dollarunterstützung zu gewähren, und wie hoch diese 
sein könnte. Über die Möglichkeit einer Rückgabe durch mich oder 
Gabyund ihren eventuellen Zeitpunkt heute irgendeine imgabe zu 
machen, bin ich leider nicht in der Lage. 

Lieber Hans, Du wirst mir nachfühlen können, dass dieser Brief 



mir Mhüt gerade leicht fällt. Aber besondere Zeiten erfordern 
besonr^ere Mittel. Aber eins möchte ich mit aller Deutlichkeit be- 
tonen. Eine glatte Absage von Dir vnirde in keiner Weise falsch 
von mir aufgefasst v/erden.Ich v/ürde sie sogar als ganz natür- 
lich empfinden. Denn ich bin mir völlig im Klaren darüber, dass 
Du selbst über Gebühr in Anspruch genommen bist. Und wenn ich ^■ 
trotzdem mit meiner Bitte und Frage en Dich herantrete, so ge- 
schieht es, weil ich Klarheit haben muss,wenn ich drüben bin. 
Ich habe meine Nerven nicht verloren und hoffe, dass es auch in 
ZuJpmft so sein wird, wie auch immer §i^ die ZukTinft sich ge- 
stalten wird. Aber ich bin ein Freund der IQarheit. Sollen Ent- 
schlüsse gefasst werden, so muss ich wissen,wo ich stehe. Auch 
ist es nciht meine^ rt, viele '.Vorte zu machen. Sei nochmals über- 
zeugt, a^. unserem guten vertrauensvollen und liebevollen Yerhält- 
nis ändert sich nichts, wie auch immer Deine :-ntwort ausfällt. 
Ich hörte, Du hättest die Absicht, in eini^^^er Zeit hierher 
zu kommen.Wir hoffen bestimmt, Du gehst dann nicht an unserem 
Haus vorbei. Marianne drüben zu sprechen nehme ich mir fest vor. 
Leider liegt Flushing weitab, das wird meinen Aufenthalt drüben 

recht erschweren. 

Mit herzlicher Begrüssung für Euch alle, auch von Else, 

Dein 



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Hr. Hans Schaff er 



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17/6 1958 



Bll 11 gaste befordr Inga satt. 



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Schaeffer 

300 West 109 Street 

Apartment 9 AA 

Nowyork 



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Engllsh Visum needed 




OTTO SCHÄFFER 

BRESLAU 



TELEFON 58479 
POSTSCHECK-KONTO BRESLAU 21366 



BRESLAU./den 13.*. 

An den . runnen 22 



Oktober 1933. 



• 



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Lieber Hans ! 

Habe vielen Dank für Deine Eeniühunj^^en und die Erteilung der 
Auskünfte« Inzwischen haben die verschiedenen Verhandlungen er- 
geben, dass es wenij Zv/eck hat, 5eziehun';en zu Dänemark aufzuneh- 
r:en, weil die Arbeitserlau nis so .^:ul wie unrnöclich ist, ja so.gaB 
die Einreise - selbst wenn man ein Visum hat - verweigert werden 
kann. Unsere Verhandlungen müssen sich also auf andere Gebiete 
lenken und zur Zeit sind die verschiedensten Pläne in Arbeit • 
Ich verhehle mir nicht, dass es ausserordentlich schwer sein wirü, 
ir-e,;dwo unterzukommen. Der j:roße Fehler ist, daß es uns an der 
nütigen Verwandtschaft tu USA* mancelt, denn dieses Land bietet 
doch für Leute, die arceiten wollen, immerhin r^eYilsse Küplichkei- 
ten; leider \2rerfare ich auch nicht über Freunde in USA, die ein 
Affidavit zu [^eoen in der Laj^e v/ären.- V/ie ich Dir schon schrieb, 
läuft mein Antrag nach Australien nun seit eini-en üonaten. Es 
ist aber zweifelhaft, ob demselben entsprocher; wird, da nach meiner 
Kenntnis oC ' aller AntrU:'G abr'elehnt werden; selbst wenn die G-e- 
nehmigung erfolgt, besteht die Schwierigkeit noch in dem r^:ef order- 
ten Vorzeigegeld von ca.2.G0C.-Ki.:. , da zur Zeit doch wenig Transfer- 
Gele-'enheit gecceoen ist. 

Solltest Du einmal bei Jeinen guten Eeziehun'-:en ir-encl eine 
Möglichkeit für raich sehen, so würde ich Dich bitten, uich auf- 
merksaia zu machen, da meine Vertreter- Tätiskeit, die sich recht 
gut eingerichtet hatte, mit dem I.Oktober praktisch ihr 2nde er- 
reicht hat. 

Wir haben uns gefreut. Deine liebe "..utter bei unserem Besuch 
recht wohl an-etroi'fen zu haben und hoffe, sie jetzt des öfteren 
sprechen zu können. 



Recht herzliche GrUsse 
und die Deinen 



auch von meiner Frau - an Dich 



Dein 



Aa /}uh:^^ 




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Jönköplnc» ion 2?. Soptomber 195^. 
Brunns^atan \^2t 



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Lieber Otto^ 

Noch am selben Tace, als Icli Dolnen Brief empfing, habe ioh 
In Kopenhagen 2rlaindlc^ncen über die von Dir erwähnten Herren einge- 
aogen» Erst heute erhalte ich die Auskünfto, die loh Dir in Uebor- 
Setzung zuschicke* Der Grund, warum es so lange gedauert hat, ist, 
dass ich selbst in Dänemark keinerlei Bozlehungen habe* Ich bin 
bisher Uberlmupt nur auf dem Plugplatz in Koponliagen, da allerdings 
rocht 0% gewesen. Die dänischen Fragen wrden hier unter meinen 
Kollegen von anderen Herron bearbeitet, die aber selbst auch über 
tes dortige Wirtscimf tsleben, soweit es Über die Pachbranche hinaus- 



geht, keine Kenntnisse haben, sodass darüber, an welchen Industrien 
dort Bedarf ist, ioh keine Auffassung äussern kann, ebenso wenig 
daribor, wie die Aussichten für die Aufenthalts- und Arbo its gen ehmi- 
gung sind. Ich nehme aber an, dass Du vielleicht zu dorn dortigen 
Gomoindevorstand von Deutschland aus Beziehungen erhalten loinnst. 
Ich selbst kenne keinen von den beteiligten Herron. 

V/as die Auskünfte anlangt, so kannst Du Dich darauf verlassen, 
dass sie in unauffälliger ^^oise eingeholt wordon sind. Ich bin durch 
2wel Zwischenstellen gegangen, deswe, on haben sie auch so lange ge- 



dauert. 



Meine Mutter schrieb mir, dass ixi und Deine Frau neulich 



bei ihr wäret. Sie laat sich sehr darüber gefreut. Orüsse Deine 



Frau bitte unbekannterweise von mir. 



Mit herzlichem Oruss 

Dein 



Anlagen. 




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Aadreaa Gr/tJnlund, Korscade 5i KoponhaCQn* 




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• 



Grönlund, der oln Mann In mlttlorera Alter Ist, war vordom 
Eigentümer des Biographtheaters "Kosnorama" in Sönderborg. Ej. 
varlcaufte dies jedoch Im Jalire I927, vorlieas Sönderborg dann 
und begann eine neue Tätigkeit in Berlin. 

SpUter kam er wieder nach hier zur'Jck und Ubornalin in 
Jahro I95I4. die SpeJitlons- und Transport-zentrale Allegro, 
Ny )?5stercade 26j aber, v/ie wir höron, verkaufte er bereits im 
Oktober 1955 wieder das Untornehman an den Jetzigen Inhaber 
Sv. ThoiMMO für Kr, 8,000.«, dlo in bar bezahlt wurden. Es 
helsst, dass Grönlund dann wieder nach Deutschland vorzogen 
ist, um einige Pilrnangelogenheiten in Prankfurt a/M. zu behan- 
deln, daas or aber spUter wieder hierher zurUckgekolirt ist, 

Grönlund beschäftigt sich nach dem, was wir hören, mit 
ganz verschiedenartigen Dingen, Im- und Export auf Agenturbasis, 
Kreditfinanzierung und Alinllches. Da er öfter» nach Deutschland 
rolst, liat er wahrscheinlich Verbindung mit deutschai Kreisen. 

Die VerhUltnisae sind im Ganzen fUr Aussenstohende eini- 
gerraaseen schwer zu durcloacliauen, und Grönlxind hat niemals Neigwig 
gehabt, selbst weitere Aufschlüsse zu geben, 

Ifen zweifelt, dass Grönlund in '.Virkllchlielt Blgentümor 
von wesentlichen Werten ist, und man rüt dringend, klare Abmchun- 
gen zu loachen, wenn man mit ihm In Geschsftavarbinduagen tritt. 



I 



B, Brandt Ohrlatansan, M/irrOBale 15» Kopsnlmcon 



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1 



f 



Erik Prederlk Brandt Chrlstonsen Ist am 5. Juni I5OC 
geDoran, Ist vorhelratat (vortragllcha OtltertronnunG) , bestand 
19514. sein Jurist Ischos Examen und wurde Mitarbeiter bei dem 
Anwalt Hans Jensen, N^rrocade I5. Am 2. Juni I95Q erhielt er 

selbst seine BesteHunc zvm Anwalt, 

Sein schwlecervater ist der Grosshändlor Aueust Schmidt, 
Nytorv I3, Engros- und Detailhandel in Kanufaktur und Trlkotaco. 
Chrlstensen gilt als ein respektabler Mann, dossen Anwaltstätig- 
koit doch Vorlauf Ig nur kleineren Unfanc hat. Ifen nimmt nicht 
an, daas Chrlstensen beträchtliches Kapital besitzt, aber er loat, 
soweit bekannt ist, bisher seine Verbindlichkeiten orfttllt. Daher 
ist man nicht berachtlct, von mässicon Kreditencaceniants abzura- 
ten, zumal Chrlstensen kaum Vor pf 1 1 chtuncen übernehmen wird, die 

er auch nicht erfüllen kann. 

Wir haben cQl^ört, dass Chrlstonsen am 21. Juni I95O 
in die GaschaftsrJhrung von «ä la Ganterie Grenobloise A.T. Bordlrc 

A.S.". 



• 



i 



Jönköplnc, den 2?. Soptorabor 193^. 
Brumsgatan 1^2, 



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I 



Llobor Otto* 

Noch am oolben TacQj als .ioli Dolnon Driof ompflng, habo loh 
in KopenlmGsn :::rlcundlcuriGen libor dlo von Dir orwuhnten Horron eine©- 
zozon. Erat houto orlialto loh dlo AuskUnfto, die l^i Dir In üobor- 
sotzunc ziischlcko. Der Grund ^ warum oa so lango godauort hat, Ist, 
daas loh ••Ibst In Dünemark kolnorlol Bozlehtmcon liab<?* loh bin 



blshar Uborli^mpt nur auf dorn Flugplatz in Kopenliacon, da allerdings 
rooht o% gewoaon» Die dKttlBchen Fragen liordon hlor i/intor meinen 
Kollecön von andöron Ilorron Ixiarbeltet, dlo abor oolbift auch libor 
das dortig« Wlrtsclmftsloben, sov/oit oa Ubor dlo Pachbmncho hinaus- 
goht, kelno Konntnlaao habon, sodass darUbor, an wo.Uh«n Ihdustpltn 
dort Bedarf lat, loh kolno AxiTrasaune Uussern kann, 4l*QR^Q wonlg 
darüber, wie dla Auaslchten fUr die AuTonthalta- und ArböltsconolTml- 



N 1 



gunß 



Ich nohrae abor an, daas Du viallolcht zu doni dürtigtB 



Oemelndftvoratand von Deutschland aus BoziQhuncen orlialtan kaianst, 
loh solbst konno keinen von don botolllcten Horron, 

?/aa dlo Auak'^nfto anlangt, so kannst Du Dich darauf verlassen, 
daas sie In unauffUlllcor Tolso elnGoholt wordon alnd* Ich bin durch 
zwol Zwl3Chonstollon goßangen, do3we,,on haben slo auoh so lange ßo-. 



dauert« 



Meine filuttor achrlob mir, daas Du und Dolne Fmu neulich 



bei Ihr warot. Slo liat sich aohr darüber gefrout. Orilaso Deine 



Frau bitte unbokannterwelso von mir. 



I 



Anlagen 



Hit herzlloixem Qruas 

I 

Dein 



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AndroüB Gr/einlund^ Korscado 5# Koponhacon. 



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Orönlund, der oin Mann In mlttloron Altor Ist, war vordum 
ElcontUmer dos Bloeraphtliöators "Kosraorana" In Sönderborg. Ej. 
vorlraurto dloa Jedoch In Jaliro 1927, vorliöss Sonder borg äiSinn 
und bei:ann olno neue Tätlckolt in Berlin, 

SpUter kam or wieder nach hier zur'ack und Ubernalin Im 
Jkhre I93I4. die Spo Itions« und Transport-zentrale Allegro, 
Ü^ j?5storcade 26 j aber, wlo wir hüron, verkauf to er bereits Im 
Oktober 1955 wieder das Untomehmen an den jotziGon Inhaber 
8v, Thomson f'dr Ki% 8,000,-, dlo in bar bezahlt wurden, Zb 
heiast, daso Grönlund dann wieder nach Deutschland vorzocen 
ist, un olnlce PilnanGelOGenlioiton in Frankfurt a/M, zu bolian- 
dein, das3 or aber sptitor wieder hierher zurUolcGekohrt ist, 

Grönlund booohliftigt sich nach dem, was wir hören, mit 
ganz vorschiedenai-tiGen Dingen , Im- und Export uuf AGenturbasle, 
Kreditfinanzierung und Älinliohes. Da er öfters nach Deutsollland 
reist, Imt er warirschelnlloh Verbindung mit deutschen Kreisen, 

Die VerhUltnisae sind im Ganzen fUr Aueaenstehondo elni- 
gerraasaen acliwer zu durohscliauen, und Orönlxaid liat niemals HeiGunc 
gel»bt, selbst weitere Aufschlüsse zu ceben. 

Man zweifelt, dass Grünlund in Wlrkllohlcelt SicentUner 
von weaentllohen Wertan Ist, und man rut drincond, klare Abmaohun- 
Gon zu machen, wenn man mit ihm in Geschiftsvorblnduncen tritt. 



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E# Brandt Chrlotenaon, N/tJrroGado IJ^ KoponliaGOn# 



c 



1 



Brlk Praderik Brandt Christonson Ist am 5« Juni I90G 
geboron, ist vox^holratot (vortragllcho Clitörtronnunc), boatand 
I95L1. sein Jurlstlschos Examon xind wurde Mitarbeiter bei dem 
Anwalt Hans Jensen, Njz^rrocade I5. Am 2. Juni 1930 erhielt er 
selbst seine Bestellunc z\m Anwalt* 

Sein schwiecorvater Ist der GrosshUndler August Schmidt, 
Hytorv 13, Engros- und Detailhandel in Klanufaktur und Trikotagen 
Clirlstonsen gilt als ein respektabler Mann, doasen AnwaltstUtlg- 
kolt doch vorlüurig nur kleineren UriTang liat* Man nlrmt nicht 
an, dass Clirlstensen beträchtliches Kapital besitzt, aber er Imt, 
«owelt bekannt Ist, bisher seine Verbind! Iclilcelten erfüllt • Daher 
Ist nmn nicht berechtigt, von mässicon Kreditengageinents abzura- 
ten, zurml Chrlötensen kaum Vor pfl i chtungea übemelnmen wird, die 
•r auch nicht erfüllen kann# 

Wir haben gehört, dass Christonson am 21t Juni I53O 
in die GesohäftsftShrung von "A la Ganterle Gi-enoblolse A.T. Bordltxj 
A.S."* 



c 



Handelskompagniet Hafnia 

Aktieselskab 
k0benhavn 



TELEFON 11290 
TELEG.ADR: M ATCH AS, K0 BEN H AVN 
CODE A.B.C. 5th EDITION 
POSTGIRO KONTO 1029 



KS/GH 



K0BENHAVN K., deii Z^« Septoiüber 1933« 

HAVNEGADE 4-1. 



Konf identielt • 



Svenska Tändsticks Aktiebolaget, 
Jönköping» 



I Fortsaettelse af vort Brev af 19. ds* har vi 
nu modtaget de 0nskede Oplysninger og sender Dem herraed sam- 



me. 



Med 



^HANDELÖKOM. 




Arkivet grundlagt 1870. 




M00TA6ET 



1 



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Dato^^^^^ 



Fol. 




Gl. Mont 2—4. 

Telf. 7190. Telgr.-Adr.: Kebmand, 

Postgiro 545. 

Afdelingskontor : 

St. Torv 12, Aarhus. 



Herr Alfred J^rgensen, 



Havnegede 47,- K 



Andreas ar0nlund, Korsgade 5, , K^benhavn. 




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G. , der er en midaldrende -Liand, var tidli^-ere Ejer ai 
Biografteatret KObl-lORAilA i S^nderbor^-, livil>en Virksomhed han imid- 
lertid solgte i 1927, hvoreiter han lorlod S^nderbor^ for et be- 
gynde ny Virksomhed i Berlin. 



G. er senere korniiiet ner til Bven og: overtO'v i 

iSster^ade 
13S5*^til 
den nuv^rende Indehaver öv. Thomsen for 8000 Kr. , der blev betalt 
kontant. 



Eiteraaret 1334 Speditions- og Budcentralen Allegro, Ny i 
26, :'^e'Ci efter öigende solgte han atter Forretningen l/lO 



Det i.'ienes, at G. derefter etter tog til Tyskland for 
et ordne nogle Fil-:osinteresser i Frankfurt am IJain, .nen er senere 



vendt tilbage. 



G. beskrrifti^er sig, efter hvad der oplyses, med 
mange forskellige Ting, Im- og Export paa Agenturbasis, Kreditii- 
nanciering etc., og da han ofte rej&er til Tyskland, har han for- 
mentlig ForDindelse med tyske Kredee. 



Forholderle 
Udenf orstaaende at tr*?3nge 
at redeg0re herfor. 



er i det hele no,-^et vanskelige for 

til Bunds i, og G. har aldrig selv 0nsket 



I^an tvivler om, at G. i Realiteten er Sjer af n-^vne- 
v:Brdige V^p.rdier, og d et anbefales at have klare Aftaler vod eventuel 
Forbinoelse. 





Arkivet grundlagt 1870. 

1^ ' ^r. - I. :»a617 ^^ Dato ^r=_as/gji^g Fol. 

_ \^£f^ lAft B f "ym I • — 

Gl. Mont 2-4. ?.^??.?. .-^^^^^..f^.^S^^ö^^^ 

Telf. 7 1 90. Telgr.-Adr. : Kobmand. 

Postgiro 545. Havnegade 47,- K. 

Afdelingskontor: • *. 

St. Torv 12, Aarhus. 

E, Brandt Christensen, N^rregade 13, K0bexüxavn. 




Landeret 6sagf0r er ^ 






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Erik Frederik Brandt Christensen, der er f0dt 
3/6 1908 og gif t (ifetepagt) , blev juridiek Kandidat i 1934 og 
blev samme Aar Sagf0rerfuldni3sgtig hos Land8ret68agf0rer Hans Jensen, 
N0rregade 13, og under 2/6 1938 har C. faaet Beskikkelse som 
Landsret 88agf0r er. 

0. , hvis Syigerfader er Grosserer Aug.. Schmidt, 
Nytorv 13, en gros og Detailhandel i Manufaktur og Trikotage, 
omtales som en respektabel Mand, hvis Sagf 0rervirksoinhed dog 
endnu kun er af mindre On,fang. Man mener ikke, at C. er Ejer af 
Kapital af Betydning, men han har hidtil saa vidt vides opfyldt 
paatagne Forpligtelser, og man er ikke berettiget til at fraraade 
moderate Kreditengagements, i det C. naappe vii paatage aip^ Porpllg- 
t eiser, han ikke kan magte. 

Vi skal tilf0je, at 0. under 21/6 1938 er indtraadt 
i Bestyrelsen for "a la Ganterie Grenobloise A. T. Bording A/S.". 




^ ■^.- JT 



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Otto Schäffer 

Wein- und Spirltuosen- 
Grof|handels - Agentur 

Fernsprecher 2383 
Postscheckkonfo Breslau 21366 



Breslau-Carlov/ltz 
Gtef^M4f£-0>4^ 14 .9. 1933 

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Lieber Hans ! 



l^r^l^C}}^- 



V/lr haben lan^e nichts voneinander gehört. Es wird Dir 
bekannt sein, dass^lch seit 2 1/2 Jahren in Gleiv/itz ansäs- ^ 
sig war resp. noch bin, wenn ich mich auch vorläufig besuchst« 
weise in i^reslau aulhalte« .eine Vertretungen hatten sich recht 
gut bin:'erichtet , aber ich muss nun diese aufgeben und bin 
auf der Sucoe nach einer neuen Exiutenzt i..eln Eruder Georg ist 
seit Kovember v.Js. in ;.:ontevideo, woselbst' auch seit k urzer 
Zeit Cousine Erika Eeitscher tätig ist. Er hätte natürlich , 
ein grosses Interesse, uns auch dorthin zu bekoiamen, aber 
einerseits erscheint mir Urujuay wirtschartlich kein -'eld, ' 
andererseits ist es auch unmöglich, das von der uruguayischen 
Regierung verlangte Vorzeigegeld von 3CC0 i^esos pro Person 
zu transferieren« 

Ich versuche, von der Regierung von Australien die 
Genehmigung zur Einreise zu erhalten, zum^il meine Frau, 
die Ksndwerksnieisterin im Putzfiach ist (die 14 Jahre lang 
ein eigenes Geschäft hatte) dort gleichx'alls tätig sein 
konnte. Ob mir der jeg dorthin möglich sein wird, ist zwei- 
felhaft; von vielen Schicksalsgenossen haoe ich gehört, 
dass ihre Anträ:-'e nach lan^^er Zeit abgelehnt worden sind. 

Heute komme ich m.it einer großen Eitte zu Dir, die 
Du mir hoffentlich wirst erfüllen können: 

Vor einigen Tagen bot sich mir eine neue Möglichkeit 
über den mit mir seit Jahren bestens Gekannten und sogar be- 
freundeten hechtsanwalt Dr.L'iax Schotet länder in Breslau, derc 
Dir Ua nicht unbekannt sein dürfte. Es handelt sich um Fol- 
gendes: Wie wir festgestellt ha^en, nimmt Dänemark jüdische 
Kaufleute auf, wenn sie in der Lage sind, mit eigenen ein- 
gebrachten Kaächinen usw. einen wirtschaftlich notwendigen 
Betrieb zu eröffnen. Dänemarkt hofft dadurch, Import zu 
ersparen. Es hätte z..:. für Fruchtsaf tpresserei und : ariiie- 
ladenfabrikatüion neost Nebenbetrieoen ein Interesse. Vorweg ist 
aber notwendig, dasy die Arbeits-und Aufenthalts, Genehmigung 
feststeht. Ich. würde ohne weiteres in der La.':':e sein, mir aus 
stillgelegten hiesigen betrieben die eri orderlichen kaachinen 
und Apparate für diese Fabrikat ionszweige günstig zu be- 
schaffen, wobei ich selbstverständlich aus /.angel an eigenen 
ausreichenden Eitteln auf die Beteiligung entweder des Herrn 
Dr. Schottlander und eines Herrn aus --erlin werde rechnen kön- 
nen. Bei dem Berliner Herrn handelt es sich um einen Dir wohl 
auch von früher her bekannten Kei'rn der Zeitungsbranche, der 
auf mich bei unserer gemeinsamen Rücksprache am verflossenen 
Sonnabend den aller^besten Eindruck gemacht hat und der Herrn 
Dr. Schottländer seit langem bestens Dekannt ist. Auch dieser 
Herr hat wie Dr. Schott länder die Aosicht, mit nach Dänemark zu 
gehen und mit mir aktiv tätig zu v/erden.- Beine Eitte an Dich 
geht nun dahin. Dich zu fragen, ob es Dir bei Deinem grossen 






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Ansehen und Deinen aicherllch grossen Eeziehungen mojvrlich 
ist, für uns Drei im Sinne der baldi-^en Erreichung der Ar- 
Deits-und AurenthaUsgenehüiigunp; in DUne-iark erfol{>: reiche 
Schritte zu unternehrnen. Du würdest mir damit einen un- 
schätzbaren Diensterweisen, weil ich aui" diese tieise in eine 
gute und gererj-elte Position käme. 

Bei meiner Rücksprache in Berlin kam die Rede auf zwei 
dänische Herren, die unter Umständen sich an die zu errich- 
tenden Unternehmen pekuniär und tätig betelii -en würden. 
Ea handelt slcü um 

1. Herrn A.Qrönlund, Kopenhagen, Korsprade Hr. 5, 

2, Herrn Rechtsanwalt Brand-Christensen, in Kopenhagen. 

Eist Du in der Lar-e, mir über beide Herren in absolut unauf- 
fälliger V/eise eine Auskunft über Ver-iogen, ühara;:ter usw. 
der i-'eiden zu ;.eschaffen? Ich bin überzeugt, dasa Du bei 
Deiner Gekannten Geschicklichkeit die Recherchen in der geeig- 
neten streng diskreten Weise anstellen wirst. 

Da ich Dänemark nicht kenne, also nicht weiss, welche sonati- 
gen wiroschaitlichen Zweige für die Errichtung von Selbst atän' 
digkeiten in Betracht kommen, möchte ich Dien endlich bitten, 
über Deine Peziehun-en festzustellen, an welchen FabrikationS' 
er rieht unn-en Dänemark ein oesonaeres Interesse haoen muß. 

Ich v/eiß, daß Du außerordentlich in Anspruch genomriien bist, 
v/ende mich aber trotzdem an Dich, weil ich Deinen liatschlarj 
stets besonders reschli-'zt haoe und hofi'e, durch Deine gros- 
sen Erfahrun:;en besonders g;ut oeraten zu sein* 

Dir und Deiner Facilie recht herzliche Grüße und vielen 
Dank im voraus lür Deine 2::emühun:;:en 

Dein treuer Vetter 



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Den 10 • De 2c über I558 



Lieber Herr Schmidt^ 



Frieda IlollborPi^ 



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IcL "boBtUtlGe Ihro Driofo vom 5, und 8, Dosembep sowlo das 
ToloGrainm vom 0,, ubor dosaon Inlialt Ich ralch sohr co^rout I»be. 
Poraor danke ich auch llorvn Qallor fUr aolno so wirksanio Baaühunc In 
Äi6sor Aacoloconholt, 

Was dl6 Fracan Ilirea Brlofos vom % ds. anlanct, so möohto loh 
folgondoriiiaGson Stolluag nohraen» 

1/ Ich slaub«, dasa es c^nUct, am I5, Dozonber Oüs fällig werdend© 
Viertel zu zahlen. Etwa Ig© späteren Zahluncon oder Sicher s toi lunnen 
machen Ja, da das Ver}nü,:,on so liquid ist, keine Schwioriskeiton. 

Sowie die Voraclirlfton über di« Möglichkeit olnop Btmhlung der 
Abgabe in Woi^tpapleron herauskonBien,8011ten wir doch noch elnnal ver- 
•uclien, ob man die iloheloh© bei der Gelecenhelt verwenden kann. Es lat 

doch eigentlich ßanz unnöcllch, das:; ein Papier wl© die Iloheloh« durch 

„ , , auch 

VersendunGo- und VorlcaufabeschrUnkuncon einfach vo 1 Ikommen, ,fUr Steuer» 

sahltmgen, entwertet sind. Vielleicht richten Sie in dieser Prar© noch 
elnnal ein Schreiben an die Oolddiskontbank, sodass man nicht nur dl« 
Eindruck© des Dankliauses E, üeirnann, sondern eine verantwortliclio 2r- 
klärunc darüber hat. Ich kenne keinen anderen p^ll, wo durch solch© 
BoachrUnkunör.©in VenuöeonsstUck jedar Verwertunc ontzo^on wird, «onn 
es über mUßllch ist, dl© Hohelohe zu der Abcabon Zahlung zu verwerten, 
so sollten wir das t-on. Ein wichtiger Gesichtspunkt dabei ist Ja auch, 
dass in der Anmoldune des Vsrnög©n« die Iloheloh© als Vert avifgenowwn 
und b©l der Beroclinung der Abgab© bep'oksichtict sind. Dl© Prair;© 
bezüglich der Hohelohe wird also nicht nur darauf zu richten sein, ob 
sie verkäuflich sind, sondern auch daraxif , ob sie zur Ab^abansahlxmg 



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verwertbar sind ur\&. zu walohom 3a tx. 



2/ Was die auf den Konto noch stellen bleibenden DetrUße anlangt, 
ao worden diese« selbst wenn man den oanzan Betrag der AbgabQ rosor- 
vlort, nooh etwa RM l4.0»C00 botraren. Ich wUro Ihnen sehr dankbar, 
W9nn Sie einmal duroh eine Defragunc ^^ Ilorren bei der Relchakre Ilt 
ftiStatellen Wirden, ob wirklloh noch snlt einem M^rkacaf an die C-old- 
dlskontbank, su wolchora 8a ts und Innerlialb welclion Zeitraums zu 
reohnon Ist^ 

3/ Falls QQ sich Im Intoresso einer raschoi-on Stouer36ahlung 
meinor Iftittor al» wUnachenswort örwelaan aollto, noch woitore Schon- 
klangen von diesem Konto vorzunehmen, so wolss ich, daas dies Im Sinne 
meiner SchwUeerln Ist \ind bitte Sie, entsprecliond zu vorfahren. Ob 
•loh dies als wUnsohonswort orweist, worden Sie aus Breslau höron^ 

mt herzlichem Dank und bestem Gruas 

Ihr sehr ergebener 



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Dan 10. Dözomber 1950# 



Lieber Herr Schmidt^ 



Fr 1 eda Hei Ib erg . 



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Ich beotatlee Ihre Briofo vom 5» '^^^ ö« Docamber sowie dftt 
Telegramm vom 8, , über dessen Inluilt loh mich sehr c^^^^-^t labe* 
Peraer danke ich auch Horrn Qallor fUr seine so wirksame BemlÜiunc in 
dieser Angolocenhelt. 

Was die Fragen Ihres Brief os vom 5* ^s* anlangt, so möchte ich 
folgendermassen Stellung nehmen i 

1/ loh glaube, dass es genügt, am 15 • Dezember das fällig werdende 
Viertel zxx zahlen • Etwaige späteren Zahlungen oder Sicherstollungen 
machen ja, da das Vermögen so liquid ist, keine Schwierigkeiten. 

Sowie die Vorscliriften über die Möglichkeit einer Bezahlung der 
Abgabe In Wertpapieren herauskommen, sollten wir doch noch einmal ver- 
suchen, ob man die Hohelohe bei der Gelegenheit verwenden kann. Es ist 

doch eigentlich ganz unmöglich, das:^ ein Papier wie die Hohelohe durch 

auch 
Vorsondungö- und Vorlcaufsbeschriinkungen einfach vollkommen/ für Steuer* 

zahltingen,entwortet sind. Vielleicht richten Sie In dieser Frage noch 
einmal ein Sclorelben an die Golddiskontbank, sodass man nicht nur die 
Eindrücke &•• Bankliauses E. Ilelmann, sondern eine verantwortliclie Er- 
klärung darüber hat. Ich kenne keinen anderen Fall, wo durch solche 
Besolirlinkui^ ein Vermögens stück joder Verwertung entzogen wird. ISenn 
es aber möglich ist, die Hohelohe zu der Abgaben Zahlung zu verwerten, 
so sollten wir das tun. Ein wichtiger Gesichtspunkt dabei ist ja auch, 
dass In der Anmeldung des Vermögens die Hohelohe als Wert aufgenommen 
und bei der Beroclinuns der Abgab« berüokalchtlgt slnd^ Die Frag« 
bezüglich der Hohelohe wird also nicht nur darauf zu richten sein, ob 
sie verkäuflich sind, sondern auch darauf, ob sie z\xr Abgabon Zahlung 



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Vorwort bar sind und zu welchem SatK» 



2/ Was die auf don Konto nooh stehen bleibenden Betrage anlanct, 
so worden diese, selbst wenn man den (janzen Betrag der Abgabe rosor- 
vlert, noch etwa KK l4.0tOOO betragen. loh wäre Ihnen sehr dankbar, 
wenn Sie olnnial duroh eine Befracunc der Horron bei der Relohskrellt 
feststellen wirden, ob wirklich noch mit einem Verkauf an die Gold- 
diskontbank, S5U welchem Satz und Innerhalb welchen Zeitraums zu 
rechnen ist^ 

3/ Falls es sich Im Interesse einer rascheren Steuerzahlung 
meiner Muttor als wünschenswert orwelsen sollte, noch weitere Schen- 
kungen von diesem Konto vorzunelimen, so weiss Ich, dass dies im Sinne 
meiner Schwiigerln ist und bitte Sie, entspreoliend zu verfahren. Ob 
sich dlw als wünschenswert erweist, werden Sie aus Bx^slau höron# 

Mit herzlichem Dank und bestem Oruss 

Ihr sehr ergebener 



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Den 6. Dezember 1958» 



Lieber Herr Schmidt^ 



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In der AngelaGenholt Breslau habe ich den Brief meines 
Bruders vom Ij.. erhalten. Ich selber habe in der Sache «wel Bitten 

an Siet 

1/ daas Sie die Anfordarung reichlich nachen, well Ich 

nach den Angaben das Gefühl habe, dass mann leicht etwas 
EU niedrig greifen kann und eine zvieite Genehmigung 
vielleicht nicht zu erreichen ist, 

2/ dass Sie so freundlich sind, selbst mit der zuständigen 
Stelle zu sprechoi, well ich mir davon einen grösseren 
und vor allen Dingen rascheren Erfolg verspreche. Ich 
lege aber natlirlioh auf Raschheit ganz besonderen 'vert. 

Ich schreibe Ihnen das, well ich weiss, dass Sie in der 
zweiten IlUlfte der Woche verreisen und es gut wäre, wenn Sie die 

Unterhaltung noch vorher haben können. 

Bitte sagen Sie Heinz P. telefonisch, dass ich in Rio sehr 

nette Verwandte habe, einen fr'Aheren höheren Staatsbeamten, der 
jetzt In der Industrie ist, und ihn dorthin gern empfehlen will. 
Er rauss nur sagen, wann es soweit ist. 

Mit herzlichem Gruss 

Ihr 



Djü 2, Dezembor 195^* 



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Lieber Herr Schmidt, 

Unaor geatricös TelofoncQ sprach hiho Ich mir noch einmal 
durch dan Kopf gehen laason* Es wäre gut, wenn Sie auf dam Konto 
meiner Schwägerin ausser den für Breslau bestimmten RM 10#000.-| 
die Ja doch bald abgerufen werden, sowie den fUr die Ab^jabe meiner 
Schwägerin bestlrrmten Betrag noch weitere 10 bis 12.000 M Übrig 
behielte n. 

Wie die Dinge liecen, bleiben eine Reihe unbemittelter 
Verwandte zurllck. Ausserdem wird, so lange die Ilohelohe unverkäuf- 
lich bleiben, der Bot^ rag fUr allgemeine Wohltäti^keitsaufwendimren 
sonst zu gering. 

Aus den letzten Briefen meiner Schwägerin weiss ich, dass 
eine solche Massnahme in ihrem Sinne liegt. Ich schicke ihr auch 
Durchschlag dieses Briefes ein. Wenn im Übrigen otv/as geschehen 
könnte, um die Abnahme der Golddiskontbank zu beschleunigen, so würe 
das sehr schön. Eiliger als alles Andere ist aber die Dreslauer 
Angelegenheit. Ich bin Ihnen seht' dankbar, dass Sie meinen Bruder 
alsbald am ersten Tage nach Ihrer RUckkehr empfangen haben. 

Was don Besuch von Herrn Anderson bei Herrn Prytz anlangt, so 
rate ich llim, besonderen Nachdn^ck auf seine Kenntnisse des Steuorwesens 
und der Steuerpraxis zu legen. Ich glaube, dass dieser Gesichtspunkt 
fUr Herrn Fr., der selbst Doppelbesteuerungsabkommen fUr sein Land 
verhandelt hat, von Interesse sein könnte. Ausserdem durfte es wichtig 
sein, wann Anderson seine unbesoliränkten Reisemöglichkeiten erwähnt. 

Mit herzlichem ^rus« 

Ihr 




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Jönköplnci ion JOt Novanbor lOjS* 



Liöbar Herr Schmidt, 

Sooben arhalto Ich don Brlof von Dr» Güllor vom 29# Kovombar. 
1« liandelt sloh bei ä^^n Fra^Qn, dlo mala Bruder klilron wollt o, um malno 
und malnar ^rau VortrotiLn-3, nicht u:n die Vortrotim^ M^lnos Bnidors und 
melrior Uit^m^, dlo olnon oltonon Anwalt In Breslau hebea^ Infolredossen 
durften otvraleö neue Vorschrlfton tlaran nichts UnAern* 



In Angü lo ij cn InMl ' 



ior Cchw'V^u'ln !io!"jr>.e loh an, daos, wenn 



Sie auch EOnUtl/i v;crdon, don A '-^rar nlodo^^s^.ao^:©n, iio I?inen erfcoilte 
Vollrnacht doch uabor'ihrt bl«lbt und Sic dlo MBcl 1 cWre i t haben, auf (>rand 



■WMMBMtrnwaM 



Ihroa K , t» bup r ... .LUiar; von L'ntoi-'bovcllral'.Qhti^ton mt-fr vollRtUndigora 
Ausaclioldea auu dur ulconon T'ltltj-ült die Yollnaicht an oir.en dor s\ie«>- 
lasaoaea jUdlüOhon Konaulenton woltorziit:ob<in. Ich wolsß, du»« an Orton, 



an d«i»n dlo g«t;omt3Ii't: 



Anor 



.,5a achDn S')lt o' 10 "' jon colton, 



olno aolcha .n«3anuii.r.a als zulJ.3al{S an^oaahou rii'i. Jodonfalls Ist doch 
dann fUr oln« Vortratung gesorgt, was Ja auch tr#con ^^^' «a.; lolatondai 
S tou er zu hlun^on Im In'wdroesG doo Staatos llac^. Wögen dM Auawahla doa 
Betrerrendou wUrdorj Gio «lit :.ilr wohl die FUlil-anc aurnohinon. Ich seibat 
habe ein© Verordnuno n-^ch nicht gooolien. llQj:in es eine MOgll«Wtoit gttM« 
daaa Sie die Vertrotung meiner Sötardgerla beibehalten künnen, so wirde 



loh dies natürlich nur begp''.auon. 



mt bostoa Cj*aoa 

Ihr org»b«n«r 



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Jönköpln^» ion ^O» Wovawbor 1990* 



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Lieber H«rr Schmidt, 

Soeben orhalto Ich den Brlof von nr, Gallor von 2S, !Tovojnb«r, 
Es handolt sich bei den Praeen, dlo nein Brudor klUron wollte, um oelno 
und meiner Frau Vortrotung, nloht um die Vertretung w>lnot ÜRiders und 
«einer Muttor, die olnon elconen Anwalt In Droslau haben, Infol::edc8adn 
dürften otwalro neue Voraohrlfton damn nicht« llndorn« 



In Ancoloc;« holten nolnor r:ol«*ßerln neäxno ich an, daea, mtnn 
Sie auch ßon^tl^t werden, (ion A'^-ftrag nledärR:10Gon, die Ihnen ertolltö 
Volliraoht doch unbor'Jlirt bleibt und Sie dlo Mörllchkelt haben, auf Gmnd 



■•W»««*M«*«MMa«MH» 



Ihroa Roohts zur DoatolliAnG von llntorbovolliaUohtlct«n unt^r volle tlindigei 
Auaschoidon aua der olcanon Tütlckelt die Vollnmcht an einen der kugo- 
laaaonio jüdischen Konaulenton wo!terzuGobon. loh woias, duso an Orten, 
an denen die goconv/üi't Icen Anordnuncon achon aalt etwa 10 Tacon cölten, 
eine aolohe Ikiaarwlino ula laXKaaig ancoaoV^en wird, Jedonfalla lat doch 
dann fUr olne Vertretung geaorgt, waa Ja auch wofon der zu leistenden 
Steueraahluncen In Intoreaoe doa Staates liect, T;jcon dM Aummhla dos 
Betraf fanden würdon Sie mit mir wohl die FUhlunc aufnohraon. loh aolbat 
Imb« alno Verordntjnc n> ch nicht geae^ an. Wann ea ol io Möcllctoelt gab«, 
dasa Slo die Vertretung meiner SchwUeorln baibolialtan können, ao «ilrda 



ich AiM naturlloh nur booc'^ason» 



Mit bestem Qniao 



Ihr orgobonor 



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JOnkOplagf dm 50, Movvmbor 1990* 



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Zu d«r 3««pr«chMBC » dl« ?f» ?« «ttn«n Angol»ir«f|h#! t«n (n»%«»» 

■öoht« loh noch fol;;:o vi « rso! ;on blA«rl..on sohi««1b«n nAchtPuconi 

'^10 «r«t«n boid«! liQhtJE>le« sind dadurofh erforlflrlloh £««oi*d«ii» 






»gl Auf &chwl«rl£;k«lt«n 



•tOs«t und lnfolg«do0S«n aurg^Aiahc^^n irardmi «ist. Ter drltto »«ohtrag 
Itt f .r 4fli Ffell b«»tt«Bt« teM A«r !fRutv«z4Bitif 1t«Bsoh« «trusso nooh In 



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A«r «tfita od«r antevtn P«Mi MStfta4« ImaBt, 

1/ WUr« M nicht dftt iUX«r«lar4io?iat«, dl« 0« 
«uoiMBf tt« voo 4«« Sperrkonto nwinvr %ti»mtw\T^ tWv «In^n Betrag von 

18*73C.- il« ««f dm Qrundst««lr ltM»«tat Stm««« f^r mIm llatt«r oln^:« 
%mi«n« si<i«ntü««rr.ruadaohuld lu «rw^rbon. Ich «e^es» da«« ola« •oloh« 
■»«•nahn« absolut 1» Sinn« :n«in«r 6ohvtl£;«rln l!«n und bin auf Grund A«r 
•raiohtlgwt» ^^« <»1^ ^' •»«•^Mn bat» b«r«ehtl8%» ftl« Oar^ixn lu bltttta, 
alne M&«lM Maatmluw In dl« o.^d sa l«lt«a« Datu «kr« «rfordarXioh«d*«« 
t\T Jl«««n B«trag d«r V«rkaur«aurtrae an uU QoldUUidcontbanlr «urakgano«- 
MR vardan wird, loh WJrd« SPO«at«ii W«rt darauf laftn» tea« dia Bingft 
vaaoli S#MB unA Sl« blttan» salbst a l^^okapmoha su nahasi, 

M/ Wann diaaar ^«g ntcht durohführbar tat» so «tlaata nan dankan, 
ASa rnr AI« «t«B«P«ablu«S«n arfordarllaiMNi Hlttal #«r«h Varltuaaaruns d«x^ 
Rohaloha-Aktlan ■aiaar twx lu eoharrttt« Xn alna« Brtof von 15« litobar 



von Harm Callomon nahm dlaaor an, daaa dlaaa Akt! an aur Z«lt varkttxxflloh 



alnd. Ir raol^viata 



la eilt ainam tVwt 



dl aa au dm aktan tnatiMr so);nHls«rln bat'^cl^«^ varwBganaannaldung 



imtar dm 21, Oktobar« 31a antwortatan mir darauf untar 4mi 27« Oktober« 
4aaa die Aktlm ubar Zloty alt« «uhrung «b6ar«olin«t v«rdm und daas In- 
Xolgadaaaan att elnaM tert nloht von 10 bla 12*3 C K« «I« loh annata»» «on-l 






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wittm oit «InCQ aololon von "V.. l8*00e*» su x^tfhnon Ist* Sollt« •• tttcht 

darauf, 

■■elioh A«:n> diftft« Aktl«ct» fitmd« auoh In RlnblUk^ da«« al« •Inoa htm» 
Ulndtr GAfaOp«!)« j«tet an ät« R«iot«bunk su v«pkauf«o» taa danlt dl« Ifltt«! 
für dl« Au»7«ndemfie «ülntr 1lütt«p mi «otmfrcD? \ri«ll«lobt k8n*i«ii 81« 



' Toner v«e r'rd« i^ol HntMOtth-'^en orrori«rl!oh «ÄOhent 

X/ lix\ Vorkttur an &1% lt«iohsbank, m d<iis wohl «In« <l«n«tiitOKis 
nioht orfopd«rllÄ l«t» und 



2/ dl« V«rv«ndunc dor danivs 



i«n ''p«rffMiffil, 






■ihiild tin«r Rutt«r R««M«liMtittM« orvirbt» iioaou diUvt« iMiili Rloht* 
llni«a II« Ziff* ^3» S(/ a/ «in ataa iiorail«p w«@ «o'n^ fir don iüi« o«»«!!* 
«^tlp'ni: SU ez*r(»loh«i ««in wird« ^ lo Sumif^vn« Aio a/ orford«rt« kOnnt«» 

^,0^«b«o ««rd«, Das gilt auch für Nachtrag 1. 



B«i «laor 



«>^ 



V 



ati 1 od«r 2 w'Trd« dl« 1q cM:n«n fvQtMr«il 



3di«tikun£3tfMie» iMln« Hell« su «piolon tmb 
krti\2«9«mM(| von TUnMiMi StmoM nocb «InB«! 



^ufppot«<w 



f".r dl« pichtSg« h«lt«ni 



M<m wtatiof dl« BarpoUiMam wm 



oo/ 

dv 



RM 12.500 



^»51)0 



r^r Cburlott« Oft ml »oh, 

füjp oln«n nlr nlotit nuh«r b«kmnnt«n Oläublgitr (Fx*l«dainn*tfoh« 
Erbon ? ) , 



RM 7.500 

b/ U'X* 






>l«Ob« ArweiltslttMMr 



> l»p «m«xuttat.il«iid« T«ll twl A«p 29l8Hind«locuQG «in«« 'liiurprol««« 
iroR Mi 35* ' wird aututMhlt In WStM von «ntw« «r RM 17,500 «uT dl« El^ttn- 
MMiV8runl«(äiuld dor Fxau Clmrlott« SQhurr«r, von lnn«rrmlb von B 1S«£«Q 
fittoh d^r AuflmsouQS d«p ▼•psloht von INiu Bm ÜcHMtCmp M^ il# fmt/Oülim 
«h« Tipfliii iMg IhMP l^irpothak b«l£i«brfiöht wird, «ndunifailt niuc* In lUSbt§ 
wo» m 5*000 ••# wid In BOh« von ^ 5.ooo,- nur dl« ltc«nt'itt«i>sPuna«ol»ld 
mm 9ma ^zm Mälfor. 



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CGGebonenialls gegen 

(prandsohuldin unil/OobüP2»b« «Ine« Virsloht« d«« BevollaSclitlct«n Ä«r Pi«u 
im &ohiirf«r auf d«rt(i p«r«9nllah«i Forderung *u« Ihrtr Un>o^^^<*^* 



^0$ vflaNl* Ai#M 



e a tunwgpvBds Ai 



or nvaon Zrwvimrin 



«•rden« 



hoff» 09hr, dAoa «uX olrMMt dlesor vtg« «lA fW«4lrt«kOMfc 
i Ist und m«ln«r tiatttr rasoh dl« B«MhXi»s d«r St«u«r«o! 



«ratfelloht 



wHPIMiLlldt^ 



Bin 



«rUtM iMMpUr faab« l«h Ihm naoh ••itii» «ohnun 

Mit h«rslioh«m Oru«« 

Ihr 



osohlokt« 




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1 AaUgt* 



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JOBkOpInc» i*a y^, Kemnbcr 1990« 



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Li«bor Korr rohm^dtf 



Za dor B««pr«eliuag* dl« ?!• la aalntn Mig«l4^|iRlMiit«n r Jitw» 



•tfltBong ter ATi«K«nd«MMg 



n«r Mitttr) alt no'-i« Bmdtr tmbvn wordon. 



•OoblM loh noch fol6«ad<« «Änan blAi«r! on sebMibtn naohtmcwii 

M« «f«t«n b«id«i «ftOhtfVgo aind «tteroh orfordArllifti 0i«»i>d«i 



ttt t o w i — f naoMiw 



uf Schwl«rliSkÄlt«a 



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d«p o:n«Q «Ai» aniloran Fonn suetaad« toait« 



V r* •• nloht Oft» All«ro*-iröo?j>t«, vU» €l«n<»l«i«suafi 
»hon, Uta tw» fiwa Sperrkonto Ei«la«r S<afcwi|j«rln f ir «In«!) 
Iß.7«i0.- dl« «af d«i Oruad«t^ok Rinaob« Stfft»M fr 



'.na Matttr oioeo*| 
tm£»o« Blgtllt rv jnjndiohuld lu «rvtrij«!. Ich Mlos« da»» «la# »oloh« 
«iifnahn« abtolut 1« Slon« mlnar afifewte«»!« ll«ot ii»« ^i« «i* Ö«^««^ ^'" 

-x..ohtlsone, dt# •»• m:r 'ca^ü *n hat, b«r«ohtIct. Sit d»injö «u bitten» 
•la« Mloh« Itotonfthfl» In !!• '«c« «» lelt«n. Saiu wfir« örrord«rXloh,dÄO« 
flr ai«»«n B«tmg dor VorUauftwitiftwiß «n ül« OoldtlÄontbanli «r okßtno»- 
MMi ••fdon frtPd» X«li if'rd« crösot«« art ^rauT lacoa# <»••• ^il« Dlaß« 



g«h«i uad 81« bltt«it ßolbit ^'b<ir dl« fleöii« fricVapimoh« «u mtwmi 



2/ 



tlSf^tbtWMi^Hkx^ 



dJ« f5ir di« -t«o«r«' JlflM orfor.i«rll«b»n Witt«! (iurcA VorlHiaöowioß der 
no!joloh«-Aktl»n ino'nor Prau vu odTaffta, In «Into Br!«f von 1% Oktobw 



Barm 



tl«i aur Mit vorkUufll«^ 



r^iolMAU dmils 



Zhnts dl«» m A« «ktan «alnar 30t»ili':«rla b#*'Gllob V»ri*««naanKift 






AiM AI« JttMaa Ubar S 
tolfiaiaaaan alt aloMi 



irunc 



nlobt voQ 10 bla 12.500 M» «I« loh aonal«t aonJ 



I 



- 2 - 



f 



• 



4ern mit elnam aolchen von RM 18.000.- ru rechnen Ist, Sollte as nicht 



■ögllch sein, diese Aktien, gei^ado auch im HinblickyTlass sie einem Aus- 






länder gehören. Jetzt an die Relcliabank zu verkaufen, um dÄmlt die Mittel 

für die Auswanderung meiner Mutter su schaffen? Vielleicht können Sie 

darüber einmal mit Dolf sprechen, der Ja diesen Grund einsehen wird. 

Dieser Weg wirde zwei Massnahmen erforderlich «achen: 

1/ den Verkauf an die Reichs bank, zu dem wohl eine Genehmieung 
nicht erforderlich ist, und 

2/ die Verwendung der daraus entstandenen sperrmark. 
Letztere wurde ich mir so denken, dass man dafür die Eigen tUmergrund- 
schuld meiner Mutter Reuscheatrasse erwirbt. Dieses dürfte nach Richt- 
linien II, Ziff. 55, 2/ a/ ein ganz normaler Weg sein, für den die Geneh- 
migung zu erreichen sein wird. Die Zusagen, die a/ erfordert, könnten 
gegeben werden. ^^'«^ "»-«^ /^ <y^iU^ >/. 

Bei einer Regeliing zu 1 oder 2 wUrde die In meinoi früheren 
Schreiben berührte Schenkungs frage keine Rolle zu spieloi haben. 

3/ Wenn die VerUusserung von Reusche Strasse noch einmal akut wird, 
würde loh folgende Belegung des Aufpreises im Interesse meiner Mutter 
f"\r die richtige halten« 

a/ Es werden übernommen vom Käufer die Hypotheken von 



aa/ KM 12,500 

bb/ RM 12.500 

oc/ RM 12,500 

dd/ RM 7,500 



t\T Charlotte Garnisch, 

für einen mir nicht näher bekannten Gläubiger (ij'riedmann'sche 
Erben?) , 

für Frau Eva Schaff er, 

für die Schleslsche Anwaltskammer. 



b/ Der bar auszuzahlende Teil bei der Zugrundelegung eines Kaufpreiseal 
von RM^.OOO wird ausgezahlt in Höhe von entweder RM 17.500 auf die Eigen 
tümergrundschuld der Jrau Cliarlotte Schäffer, wenn innerhalb von 8 Tagen 
nach dar Auflassung der Verzicht von Fx'au Eva Schäffer auf die persönli- 
che Forderung ihrer Hypothek beigebracht wird, andornfalls nur in Höhe 
von RM 5*000e-, und In Höhe von RM 5.000.- auf die SlgentumerßrundBohuld 
von Frau ^ora Schäfer ♦ 




- 5 - 



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l>l« komm 

grundadvuldun und' 



Sohäi 



•rfolßt üßgßn liGatävxnc ^l«««r t)«td«n iSLcent^imor» 




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• GanohitfjMItt bttdcupr» Pich 



Uo» «Uj^e di«so flypo^itfle «ine atgtnlmMOiiUiiAaolmld itr 



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«trdan« 



löh hoff» »eir, da08 auf elnaia dtaaer ^aga «in VorvUrtakon-^wi 
dum tat lind aainar tluttor mach dla BtMhluixc dar &t«u<ira<^htt: 



ttStk bal für rao:nao Brud««», Ein 



amOfilloht wird* 

Biaan svaltan Dar hachlag 
drittaa Ssmplar huba l«li Ihn nach aainar Wttmmm eo«ohlokt, 

ir t haraXlohan Oroaa 



JtWP 



^, 



^ . 



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1 AOlACa* 



Den 29. Novembor I938. 



1 



c 



Lieber Herr Sohmldt^ 

Sonntag abond vorsuchto Ich Sie zu errolchen und hörte, dass Sie 
verreist sind. Im Nachcange zu meinem Brief von Sonntag möchte ich noch 

« 

folgendes bemerken: 

Ea handelt sich darum, dass meine Mutter und Geschwister möglichst 
bald Ihre Pläne durchist hren« Pdr meinen Bruder werden die erforderlichen 
Summen wahrscheinlich voriianden sein* ^nn es nicht der Fall ist, so sind 
wir auch dort beroit einzuspringen ♦ 

Pur meine lv!uttor liegt es so, dass durch die Tatsache, dass alle 
SteuerorklUrungen aus zoiten stammen, wo die Grundstücke, an der/j sie betei- 
ligtist, einen noch viel grösseren V/ert hatten, die ihr heute aus diesen 
Grundstücken zur Verfügung stehenden Beträge wahrscheimlich für die beiden 
Abgaben (Reichsflucht Steuer und neue Abgabe) nicht ausreichen werden* 
Meine Mutter ist z-A-eimal seit 1951 o^it ihrem Vermögen unwesentlich über 
die Flucht st euer grenze von 50»C00 herausgekommen • Dabei sind die V/erte 
der Gmxndstücke im vergangenen Jahre oder im Pr^lhjalir dieses Jahres fast 
auf die Hälfte herabgesetzt worden (85^000 und $0#000)t Jetzt soll die 
Keusche Strasse zu 55*000 verkauft w^arden* V/as meiaor lAutter und ihrer 
Schwägerin daraus bar verbleibt, sind Je M 5 • 000t Sine Hypothek auf der 
Neu dorff Strasse v/ar auch nur mit einem Damnum von 25/*^ zu erreichen • V/er 
weiss, was boin Verkauf herauskommt» Vielleicht vyur ich In meiner Sonn- 
tagaberechnung noch zu optlnistlscht Aber es Imt keinen Sinn, darüber wel4 
ter nachzudenken, sondern v/ichtig ist, dasa die Dinge Jetzt rasch zu einem 
Abschluss kommen • 

Voraussichtlich werden die Summen, die meine Mutter für die beiden 
Steuern ( He Ichsfluchtti teuer und neue Abgabe) benötigt, um 22 bis 25»000 
liegen, wobei möglicherweise für die neue Abgabe wojon des seit der Dekla- 
ration eingetretenen Wertverlustes noch eine ^^Inderung zu erzielen ist. 



I 



I 



1 



• 2 • 

Aber, wann os Ircend geht, ist Raachiialt wichtiger als dl6 Vormoldunc alnes 
tragbaren Vorlustos. 

Einige Notizen^ die loh meinem Bruder heute In Erweiterung raelnea 
Briefes von Sonntag geschr loben habe, sehen Sie In der Anlage. Zu den Mit- 
teln, die ich am Sonntag In dem von i^uth so anfängerisch geschriebenen Brief 
aufgeführt habe, kommt noch mein Anteil am Hypothekenerlös Neudo^ff Strasse 
und an einem etwaigen Verlcauf seriös, die natllrllch auch verwendet werden 
können, znirnal sie liquide sein durften j nur muss iTian rflckslcht darauf nehmenj 
die zusUtzllche Belastung aus dem Reiohsf luchtsteuergosotz, die ich In der 
Anlage erv/öhno, zu vermelden* 

Viel ].e loht kann man In der Welse, wie Im Sormtagsbrief erörtert, 
die Nfeßsbräuche an der Noudorffstrasse ablösen, was Ja keine Schenkung wäre» 

Ich wUro Ihnen sehr dankbar, v/enn Sie selbst mit meinem Bruder, der 
Sie mit seinem Anwalt aufsuchen v/ird, ulo Dinge durchsprechen und den Ihnen 
am raschesten und sichersten erscheinenden Weg findon würden • Alsdann 
nehmen Cio wohl mit dem Referenten, deo? iile Ja kennt, Rücksprache* Ich 
kann mir nicht vorstellen, dass ii^n Schwierigkelten bereiten wird, wenn 
meine Frau und loh meiner Mutter bei der Ja an sich gewünschten Auswanderung 
mit unserem inländischen TJermögen behilflich sein wollen • 

In Angolegönlielt Ihres Klienten Anderson bleibe ich bamüht* Ich hatte 
vor einigen Tagen eine telefonische Unterlialtung mit Philip darüber und 
i/irde es für gut halten, wenn Anderson In einiger Zelt einmal wieder zu Be- 
such käme, weil ja manches sich doch mUndlidi besser beluindeln läset« 

Mit herzlichem Omss 

Ilir 




Jönköplng, den 28. Novembor 1958, 



I 



I 



t 




Liebor Korr Sohmldt, 

Ich emprinc Ihr Soiirolbon vom 2^. da. loh habe darauf don 
bolllocQndon Brlof an dlo Bucliliandlxinc Oselllus ceachrlöbon^ abdr 
nloht abgoaandt. Ich möchte es Hinan Uberlasoon, ob Sla dloaen 
Briof an Gsölliuü sandon. loh uüchte nicht liaban, daua durch oln 
außanbllcklichos Verfahren vor den Do vi son stellen In dlosdr Sa oh© 
die beüondors oilloen und wichticon Preisaben, die für die ÄU8v;ande- 
vuxiQ raeiner llutter orfcrderllch sein wordon, seitlich gehindert wer- 
den. Vielleicht aind Sie porsüalich' ao freundlich und fahren einmal 
bei Gselllua vorbei und sprechen mit dorn Inhaber im Sinne moinea 
Schraibona* Ich v/ar eine Reihe von Jaliren durcliaus mit äior beste 
Kunde wn Gaolllua, und ich wUrde ein Lurohtroiben dioaor r.uche, die 
doch für den Gllubi^er mehr als rechtlich zv.eifolhAft ist, als eine 
starke TJnfreundlichlcelt empfinden* Ich glaube auch, daos die Herron 
darir Veratiindais haben werden. Halten Sie mich bitte nicht f^\r 
hartnäckig; aber es oi^t mancirrml kleine Sachen, die einen mehr ärgern 
als groaco, die eigentlich einen stUrkeren Anlass dazu bieten« 

Von Prladrichs Brnidor Paul hatte ich einen sehr ausceollchenon 
Brief, über don ich mich sehr gefreut habe« 

TJebor don Stand der Sacht Anderason bitte ich Sla^ mich auf 



dem Laufenden za halten • 



Wlt herzlichea Grnisa 



Ihr 



Jönköpin^:;, don 28. ijovomber l^jS. 



Lieber Herr Schmidt, 



Ich ömpfinc Ihr Schreiben vom 2^. Is. Ich -^'ibe /Inr-i^f Ion 
beilie-^andon Brief an die Biich'nandlunc Gsellius geschrieben, aber 



nicht 



■-j 



esandt. Ich müchte es Ihnen überlassen, ob Sie diesen 



Brief an Gsellius senden. Ich möchte nicht hxiben, lass durch ein 
aucenbllclcliches Verfahren vor den "^jviscn st eilen in dieser Sache 
die besonders eiligen und wichtigen Prei^'-^^'^en , die für -ie Ausv/ande- 



rung me 



iner Mutter erforderlich sein v/erden , zeitlich ^Q^^'^^^'^t wer- 



den. Vielleicht sind Sie persönlich so freundlich und fahren einmal 
bei Gsellius vorbei und sprechen mit dem Inh^aber im Sinne meines 
Schreibens. Ich war eine Reihe von Jahren .lurchaus mit der beste 
Kunde von Gsellius, und ich würde ein Durchtreiben dieser Sache, Vie 
doch für den Gläubicer mehr als rechtlich zweifelhaft ist, als eine 
starke Unfreundlichkeit empfinden* Ich ^laube auch, dass die Herren 
dafür Verständnis haben werden. Ev;lten Sie raich bitte nicht fjr 
hi^artnäckis; aber es _Lbt manchrrnl kleine Sachen, die einen mehr Urcern 
als -rosse, die eigentlich Gxnen stärkeren A'-^la-^s dazu bieten. 

v-n Friedrichs P^r^ivl er Paul h^tte loh einen sehr aur j;lichenen 
Br5ef , über de ich mich sehr gefreut hxabe. 

Ueber den Stand der Sache Andersson bitte ich Sie, mich 'auf 



dem Laufenden zu. halten. 



Mit herzlichem Gruss 



Ihr 



Jönköplng, den 28. November I958, 



f 



i 



f 



t 



Lieber Herr Sohmldt, 

Ich empfing Ihr Schreiben vom 25* da* Ich habe darauf den 
beiliegenden Brief an die Buchlrnndltmc Osellius geschrieben ^ aber 
nicht abgesandt • Ich möchte es Ihnen überlassen, ob Sie diesen 
Brief an Gsellius senden. Ich möchte nicht liabeni dass durch ein 
augenblickliches Verfahren vor den Devisenstellen in dlesäir Sache 
die besonders eiligen und wichtigen Freiij;aben, die für die Auswande- 
rung meiner Mutter erforderlich sein werdon , zeltlich gehindert wer- 
den. Vielleicht sind Sie persönlich so freundlich und fahren einmal 
bei Gsellius vorbei und sprechen mit dem Inhaber im Sinne meines 
Schreibens. Ich war eine Reihe von Jahren durchaus mit der beste 
Kunde von Gsellius, und ich wUrde ein Durchtreiben dieser Sache, die 
doch fUr den Ollubiger mehr als rechtlich zweifelhaft ist, als eine 
starke Unfreundlichkeit empfinden. Ich glaube auch, dass die Herren 
dmrir Verständnis haben werden. Halten Sie mich bitte nicht Tlr 
hartnäckig j aber es gibt manchmal kleine Sachen, die einen mehr ärgern 
als grosse, die eigentlich einen stärkeren Anlass dazu bieten. 

Von Friedrichs Bruder Paul hatte ich einen sehr ausgeglichenen 
Brief, Über den ich mich sehr gefreut habe. 

Ueber den Stand der Sache Andersson bitte Ich Sie^ mich a\if 



dem Laufenden zu halten. 



Mit herzlichem Oruss 



Ihr 



» 



i 



» 



Jütiküplnc* den 2l\., November I958, 



Lieber Herr Sohmidt, 

Melna Matter hat die Aiif entlialtsbowllllGiinG erhalten. Sie 
wird vielleicht zur Bozahlua-: der Reichafluchtsteuer xind der neuen 
Abgabe Kapital benötigen* Es handelt sich um eine Spitze, die nicht 
all zu {:;ros2 sein l:ann. Ich bitte Sie, alles, was notwendig ist, 
aus -Jinseren 3i>errkonten und evtl, durch teilweisen Verkaixf der Hohe*» 
lohe zur Verfügung «u stellen und im Hinblick auf die EilbedUrrtig- 
kelt sich selbst einer Beschlounictinc der Saclie anzunelimen. Was not- 



wendig i^t, werden f^e aws Breslau höron* 

Mit herzlichem Qruss 



-x 



4 



t 



Hl tOaltec SdimiDt 

ReditsantDQlt am fiommetgetidit 
unfi Hotot 



Berlin DO 35, Den 

flm ßarlsboö 2 



I 



Sernfpediec: # 21 92 66 




23,November 1938 



« 



Tdegtomm-flDc. : Erika, Berlin 



Poltfdieckhonto: Berlin 286 00 



Betr. : 







Herrn Geheimrat Dr, Hans Schaff er 
Staatssekretär l.R. 

3 ö n k ö p i n g 







' "O 



Brunnsgatan 42 



Lieber Herr ochäffer. 



Ich komme hiermit auf mein »^careiben 



vom 



S.Oktober 1938 in der Angelegenheit Buchhandlung Gsellius 



zurück, mit dem ich Ihnen mitgeteilt hatte, dass ich bei der 
Devisenstelle die Genehmigung für die Zahlung der beiden Bände 
des "Rechtsvergleichenden Handwörterbuchs" im Gesamtbetrage von 

RM 123.10 nachgesucht hatte. 

Die Genehmigung wurde zunächst am 19.10. 

1938 abgelehnt. Auf meine Beschwerdeeingabe, in der ich nochmals 

auf den Uachlass-Schuldcharakter der Bücherrechnung sowie darauf 

hinwies, dass das Auswanderer Sperrkonto ihrer Gattin aus Mitteln 

des Nachlasses stammt, ist nunmehr ein endgültiger Ablehnungs- 

den 
bescheid der Devisenstelle ergangen, gegen/weitere Schritte wohl 

nutzlos sein dürften. Die Stellungnahme der Devisenstelle dürfte 

darauf zurückzuführen sein, dass die Bpcherschuld nunmehr als eine 

Schuld von Devisenausländern anzusehen ist, zu deren Begleichung 

Sperrmark nicht verwendet werden dürfen. Hinzu tritt, dass nach dem 

Deutsch-Schwedischen Abkommen, soweit es veröffentlicht ist, eine 

Warenzahlung mit Sperrmark grundsätzlich nicht sUthaft ist, es sei 

denn, dass beide Verrechnungsstellen eine besondere Ausnahmezu- 

Stimmung geben. Diese ist im vorliegenden Falle nach der Sachlage 



kaum zu erhalten. 



Ich würde vorschlagen, dass Sie direkt 



an die Buchhandlung Gsellius schreiben und von dem Ergebnis der 



- 2 - 



/ 



- s - 



t 



I 



Devisenanträge Mitteilung machen und der Buchhandlung anheim geben, 
ihrerseits' einen letzten Versuch bei der Devisenstelle auf Genehmigung 
der Zahlung aus AasiAranderersperrmark zu machen* Der Sachbearbeiter 
bei der Buchiiandlung sagte mir nämlich vor einiger Zeit anlässlich 
einer fernmlmdlichen i^ückfrage, dass es ihm in einem ähnlich liegenden 
Fall, wo es sich um einen schweizerischen Schuldner handelte, ge- 
lungen sei, eine Ausnalimegenehmigung unter Zustimmung der beider- 
seitigen Verrechnungsstellen zu erhalten. 

Wenn Sie es wünschen, kann ich selbstverständlich auch 
gerne von hier aus der Buchiiandlung schreiben. Ich nehme an, dass 
Sie in jedem Falle für die Bücher Devisenbeträge entsprechend Ihren 
früheren ^«Mitteilungen nicht aufwenden können. 



c 



Mit herzlichen GrUssen 



Ihr 




c 





Jynkciplng, ddn 17« November 1958* 



Llobor Horr Sohmldt, 

Bosten Dank f^Ir Ihro Naohrichton* Darf Ich Slo fragen, ob 
dl6 Möbel inzvlschen abcegancen sind und ob die Golddlakontbank- 
An^elecenhelt fUr meine SchwUsorln or lädiert ist, Ss wäre Ja sorv 
schön, wenn os geklappt hUtte. Man sieht, was der Seitfaktor für 
eine Rolle spielt. 

Meine Schwägerin bittet mich, za voranlassen, für dlo Jugend 
Alljah, deren Adresse Sie Ja bei den A^ten haben, von ihrem Konto 
HM 500.- za geben. Im übrigen miisö man Ja einmal sehen, wie die 
Dinge sich abwickeln) auch nach der Erlodl^unc mit der Gclddlskont- 
bank bleibt genug Vermögen meiner Schwägerin zurick, um ihren Anteil 



an iler Abgabe eu erlegen. 



Mit herzlichem ^r^ass 

Ihr 




t 




t 



Jü'nköplne, den I7. No vonbor 1950. 



Llobor Horr Schmidt, 

Boa ton Dank für Iliro Na ohr lohton* Darf loh Slo fragen, ob 
die Möbel Inawischen abcegancön sind vind ob die Golddlskontbank- 
Angelogenheit für meine SchwUcorin erledigt ist. Sa wUro Ja so'r 
•eli0ß, wenn 00 Geklappt hUtte* Man slrtat, was dur 2:oltfaktor für 
olno Rolle spielt • 

Meine Sohi«üs;erin bittet mich, zu veranlassen, fUr dio Jugend 
Alljah, deron AAvtsse Sie Ja bei den Alften haben, von ilirem Konto 
HM 500*-* KU Göt)ön* Im übrig« rmso nmn Ja einmal sehen, wie die 
Dinge sich abwi ekeln | auoh nach der Erledigung mit der Golddiskont- 
bank bleibt genug Vermögen meinor Schwägerin zurück, um ihren Anteil 



an der Abgabe «u erlegen* 



Mit herzlichom Oruss 



Ihr 





• 




Jönköplnct den I7. Novonil:)ar I938. 



Konto: Hans & Eva SchäTfer. 




• 



Llobor Herr Schmidt^ 

Ich habe Früuloin "Dr. B. geöchrleben, d&ss sie zur Bekämpfung 
von akuten Notlacen der Betrorfonen sich von Ihnen dlo erforderliche 
Suimie frQiceben lUast» Sie kennen das unbedlni::tQ Vertrauen, das wir 
zu PrUuleln Dr* B* haben und wissen, dass doren Wünsche auch Immer 
unsere V/ünsclio sind« 

Lassen Sie uns wissen, wenn Sic wlodor einen Termin In Stock- 
holm haben • V/lr rechnen dann auf Ihren Besuch* 

Mit herzlichem Gruss 



Ihr 



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^ 



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Jönköplng, don 17. Novonjoi' 195Ö, 



Konto: Hans ,?: Sva Schaff er. 




v/lr 




Llobor Harr Sclimldt, 

Ich liubo FrUuloln "a% B, ggiohriübon, daos sie zur BokünpfunG 
von almton irctla^on dor Dotrorfonon sich von Iluion dlo orfordorliclio 
Suimao frolGobon läoat. Sie kennon das unbedlnctö Vertrauen, c3aa 
zu P'rauloln >• D. liubon und «i«Mn, te«Q doren VAlnacho auch Inmor 
unsoro v/unscljo alnd, 

lÄsaen Sio uns wlaatn, wenn Sie wlouor einen Termin in r.tock- 
holm liaben. Wir roclmoa dann axif Ihi^on Besuch, 

Mit lw2»allüliou GiOisa 



Ihi- 



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Dr.Walter Scii>iidt 



Berlin Chaklottenbirg 9 



Linde NALLKK 7 



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GRAN D HOTEL 



STOCKHOLM 



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SJr-Ti!w*iKrA0C 



J^aköplng, den 8. Novorabor I95O. 



Herrn Rechtsanwult Dr. V/altor Schmidt, 
8 . St , Stookholm« 
c/o Banklrflnaa' CO. Corvin 
MalntorGs^atan 



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Lieber Herr Schunldt, 

In der Anlac« sende ich Ihnen 
1/ einen Brief von Herrn Carlberc an Herrn Pinner, den Sie diesem 

froundliclist bei Ilirar Rtickkehr auahündlcen wollen; 
2/ einen Brief von mir an Rechtsanwalt Dukaachek, Ich bitte Sie, 

diesen Brief In Berlin in den Kasten zu werfen. 
5/ einen Brief an Herrn Callomon, für den das Gleiche wie zu 2/ 

gilt. 

Mit herzlichem Gruaa, auch von aeiner Frau, an Sie und Ihre 



Gattin 



Ihr 



/~/if. 



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AnlaG^n 



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Jbnköplnc, don G, Novorabor 1950« 



Htrrn Rechtsanwalt Dr, Waltor Scbnldt, 
8 «Et. Stooktiolm« 
c/o Banklrrimm CO, Corvln 
LfalntorGs^atan 6 



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Liobor Herr Schmiftt« 



In dor Anlaro sondo loh Ihnon 



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1/ oinon Driof von Ilorm Carlborc an üoi^rn Plnnori, don Slo dlesom 

fi-oundliol^st bei Iliror Rückkolir ausliUndljon wolloni 
2/ oinon ßi*lor von mir an Roohtaanwalt Lukaochok« loh bltto Slo, 



f 



dioaon Briof In Dorlln In don raaton zu worfen, 
5/ oinon Brlof an Ilorrn Callcnon, fUr don das GXoicIio wlo zu 2/ 
gilt. 

t 

Mit liorzllchom Gruao, auch von rielnor Frau, an Slo und Iliro 



Gattin 



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Anlacon 



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Jönküping, don 2G. Oktobor 1S>58. 



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Lieber Korr Schuiddt^ 

üobor Ihre heute hier oincosangtu« Nachricht bciiaglich dua 
Ti^nsfors und der ISUbelvoroondiinG habe ich raioh aolir £,örrüutt 

Auf Ihre FiULige, woloaer dox* von liinen vorgeaclxlagone Tag 
uns genohm iat, mochte iclx elneii dritten Vorsciiiag aachen^ ndiälich 
dass Sie schon am 6. November mittaca (12#09) bei uns ointrorJen 
und bis rum Montag iiiur bleiben, unsor FromdonBlri«er wird sich freuen ^ 
Sie zu becrllaoen. Wir iiaben daan/dln ^uenä^Yä\ü^^^^^^ in aller nuliO 
\insere Gedanken au8tauachen# Monta^ können Sie dann ontv/eder sich am 
Vomnittag - wenn ich im BUik> bin, - mit meiner r'rau de Go^end ansehen, 
und wir liaben dann noch den Lunch o^^^iJ^Mwa, oder aber Sie können, wenn 
Sie lieber etwas mehr Zelt auf Stockholm verwenden wollen, um l/2 11 
Uhr morcens dorthin falu-^en und haben daselbst noch den Naclimlttag. 
Dar^Jber können wir aber noch reden • 

Wir freuen uns selir, Sie bei uns zu sehen • 

Mit herzlichem Oruss 

ihr 



• 



Jüriköplng, den 26. 01:tcbor 19J8. 



• 



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Llober Korr Schmidt ^ 

üobor Ihre houte hier olaceganGone Nachricht b^aUelich des 
Tx^nsfors und dor MÖbolvorsoiidunß habe ich mich sehr c^froutt 

AuT Ihrd Frage, walch«r 4«r von Ihnen voreesciaacöac Äg 
lins genolim ist, nöchto idi oinon dritton Vorschlag raachon, närniich 
dass Sie schon am 6* Nover.iber inittacs (12.09) bei uns elntrefren 

tmd biß zum Montae liier bleiben. Uasor Promdcaslmaer wird sich freueni 

don Nachmittag "und 
Sie zu begrüssen. Wir haben dann/den Abend und können in aller Ruhe 

unsere Gedanken austauschen* Montag künaen Sie dann entweder sich am 

Vormittag - wean Ich im Büro bin, - mit iiieiner Frau d.e Qegend ansehen, 

und wir haben dann noch den Lunch c;ömelußau, oder aber Sie können, wenn 

Sie lieber etwas melir Zelt auT Stockholm verwenden wollen, um l/2 11 

Uhr raorcens dorthin fahren und liaben daselbst noch den Maciiiaittag* 

Damiber können wir aber noch reden ♦ 

Wir freiaen uns selir, Sie bei uns zu sehen • 

Mit her all ehern Omiss 

Ihi' 



» 



J^rtkÖpinü» dan 23, üktobär 1958» 



c 



Lleboi' Herr Screnidt, 

rerf Icli Sio bitten, an dlö Wlntoriiilfo Tür die Judisclio 
Göinelndo vom Sporrkonto VQS. JG.- abfülu'en zu laason? 

mt bestem Gi>U8« 

lioj? 



c 



c 




Jönköplng, d«n 21, Oktober I958, 
Brunnscntan I^. ; 



Lieber Horr Schmidt, 



! r. 



\ 



\ • 



Betr.: Vormösensanmeld-uric I>i*. i*riedA Ilellberg. 



c 



Ich danke Ihnen für die Uebersendunc äi^r VermÖGensaiif- 



'^ \ 



stolluns meiner Schwüserln# loh habie dazu folgendos zu bemarkeni 



1/ 
2/ 



Die Hypotheken l<a nn ich natürlich nicht nachprsTen^ 

i i 

Scliirruck- und Luxus gegenstände besitzt meine SchwUgerlHi 
soviel ich weiss , nicht j oder Jedenfalls nicht in 



nennens'.Yortem Xlor'co. 



'\ 



5/ Die Hchenlohe-Aktlen geben Sie mit einem Wert von 



\ 



RX l8*000«- an. Nach dem was Herr Callomon und Sie 

früher mit -getollt liaben, kannman den Wort nur 'auf 

i > 

80 bis 100/^ rechnen} das wtird0 also bei einem Nominalwert 
von ZI* 25#000 etwa RM 10*000 .bis 12*500 ausmaclieli* 
I4/ Ausser dem Guthaben bei der National City Bank war la dem 
fraglichen Zoltpiinkt noch ein (hithabon von $2.527.37 

I 

bei der Firma Oraef In Amsterdam vorixanden* 



I 



Wie weit ist die Frage der Versendung der Möbel? Wie 
weit die noch wichtigere P'rage dois reatllchon Transfers? 

Mit bestem Graiss 

Ihr 

4. 



\ 



I'' 



Jünküplne, <l^n 21» Oktober 195"^. 
Brunnacatan I|2t 



Llebor Herr Solinldt, 



c 



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3otr*: VorxdöGonßannieldunc T)r» I^loda IIoHbort;# 



Ich danke Iluiön fUr die Ueborsendung dar VomöG^nsauT^ 
stolliins rrwlnor Schuttgerln* loh habe dazu folsondos zu bemorkonj 
1/ Dlo Ilypothökon lann loh natürlich nloht naohprnron# 
2/ Sohmuok- und LuxusgOGönstilnd© boaltat molne SchwUGerln# 
aoviol loh woiss^ nloht j odor Jodonfalls nicht In 

« 

nannonavrorton V2ortOt 

5/ Dio IIoh6nlohe-Akti0n cö^^<^ Slo mit elnom Wert von 

RM l8,000t- an* Nach den was Herr Callowon und Sl© 
TrUhor mit i.;© teilt haben, kann man den V/ort nur auf 
8o bla loo:' reclinonj das wUrdo also bei olnon Nonlnalwort 
von ZI, 25.000 otwa RM 10» 000 bli 12.500 auaraacl^n« 

V Auaaor d'^m Outhabon b«l dor TJatlonal City Bank war In don 
fracliohon Zeitpunkt nooh oln Guthaben von 1^2,327 •87 
bei dor Firraa Oraof In Amstordan vorlianden. 

Wie weit Ist dlo Frace dor Vorsondnnc der Mül:)Ol7 Wlo 
weit die noch wlohtlgoro Fräße d^is rostliohen Tranafora? 

Mit iDoatam Oruas 

Ihr 



^A. 



JönköplriG, den l8* Oktober 1950, 
Bminnasatan 1^2. 



Harm Rechtsanwalt Vr. 
Am Karlöbad 2, 
Berlin W#35> 



mlter Solimldt, 



( 



Lieber Herr Sohmldt, 



Batr.j Frieda Hellbcre 



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Besten Dank für Ihren Brief vom 1I4.. ds. hinsichtlich dar 
Teilgutacheine der Konvorsionalcasao. Ich bin mit der Verausserung 
zu den Valutaeätzon , die Sie aufßoban, alnveratancäön.- Sehr wichtig 
wUre es mir, sehr bald über den Stand der Möbelveraendune und des 
Transfers etwas zu erfahren. Ich lege in beiden Sachen auf Beaohleu- 
niguns V/ert, wie Sie vorstehoi worden. 

Wann stolot endlich Ihre Vornehmune; in Stockholm, Ich würde 
mich selrir gern mit Ihnen über verschiedene Dinee von allgonoinoror 
Bedeutung unterhalten . Ilaben Sie einmal etwas von Hannes M, gehört? 
lUch Interessiert nicht nur sein körperlicher, sondern auch sein 



geistiger Zustand. 



Mit herzlichem Oruss 

Ihr 




Jönküplnct den lO* Oktober 1938. 
Brninnscatan l^Z. 



Htrm Rechtsammlt Dr« 
Am Karlöbad Z, 
Borlin w*35* 



Walter Schmidt, 




Ll«bor Herr Sohmldt, 




Betr.: Frieda Ilollborc. 
Besten Dank fi'.r Ihren Brief vom 1I4., ds. hinsichtlloh der 



t*llgutachelne dor Konvoralonslaisae. loh bin mit der Ver 



■"äusserung 



8U dün ValutasUtzon, dlo .^io aiiTcoben, einvoratandon.- Sehr wichtig 
wUro 08 mir, aohr bald übor don Stand dor Höbe Iveraon düng lond dos 
Transfero etwas zu erfahren. Ich lese In beiden Sachen auf Beaohlou- 
nißung wert, wlo Sie vorat(ÄiQn worden. 

Wann stolct endlich Ihre VornehmunG In Stockholm. Ich wUrdo 




m: ch aoyir coi'n J^-t Ihnen Über vorsohledene l^lnce von a llcoiaölnorer 
Bedeutunc u .tertialten. Haben Sie elnnial etwas von Hannes M, gehört? 
Mich Interoasiort nicht nur sein kürporlioher, sondern auch sein 




ceiatlcer Zustand, 



Mit herzlicliem Gruss 

Ihr 



tic. maltet Schmidt 

ReditsanooQlt am fiommecgetidit 
unD notoc 



Berlin CD 35, den 

Arn RotisbDö 2 14. Oktober 1938 



Setnrpediet: * 21 92 66 



<mmmrmifi/0 



Tclegtamm-flör.: Erika, Berlin 



Poltfdieckhonto: Berlin 286 00 



Herrn Geheimrat Fr •Hans Schaff er 
Staatssekretär i.R» 



Betr. : 



Jönköping /Schweden 
Brunnsgatan 42, 



t 



Sperrmarkveräusserungen und 
Transfer-Angelegenheit* 




• 



Lieber Herr Schäffer, 

Darf ich an die Erledigung meines 
Schreibens vom 5.d,Mts. erinnern? Ich halte die 
^onversionskassen-Teilgutscheine zurück, bis Ihre 
Stellungnahme zu der Frage der Veräusserung der 
Teilgutscheine gegen Valuta vorliegt» 

Mit herzlichen Grüssen 





/ 



I 



De. UDaltcr Sdimibt 

Redit5Qnu3Qlt am fiammergccicht 
unb Hotac 



Bßclin LD 8, ben 

lagcrflrafie 59-60 




ktober 19:8 



fccnfpfcchcr: y^ 12 75 41 



Tclcgromm-flör.: Eciha, Berlin 



poltfchcchhonto: Berlin 286 00 



Betr. : 



ab9. Oktober 1938: 

W. 35, Am Karlsbad 2 

Fernsprecher; 2192 66 



Herrn 



GeJieirarat Dr, Hans Schuf f er 

J önk Q p in p: ( S c hwe d e n ) 
Brunns^mtan 42 



Lieber Herr SchLiffer! 

Ich möchte nicht verfehlen, Ijrinen mitzateilsn, dass ich 
auf Ihr Scnreiben vo:ii 16. d.nts. nit Anlagen bei der De- 
visenstelle Berlin den /in trag gestellt habe zu genehmi- 
gen, dass die Begleichung der G-sellias-Reohnnng zu 
Lasten des Auswanderers perrkontos Ihrer Frau G^emahlin 
erf ol'^t . 



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c 



:.Iio besten OrU 



Ihr 




I 






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JOnköplnc» den 20, Sop torabor I95G. 



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Ilobor Uqvv Sohmldt, 

Aua don houto von der Rololiökrodltg^teHaol-iaft olnGOoftnc^n« 
AuszUcon soho Ich^ dass dlo Sondorkonton zlomlloh orsohöpft Äind« 
Vldllolcht lasöon Sie slo ulsbali wieder auffüllen, danlt In den 
nonatllohon Zahluac^nt die Jetzt notwendiger sind ala je, keine 
Schwlorlßkelten eintreten» 

Ferner bitte loh Sie, fUr einen WohltUtiGkeitszweok, den 
Frau Profossor Berliner besti mon wird, einen 3ewra£ von RM 100#- 
flUaslG zu machen • 

Schlleesllöh rauchte Ich Ihnen alleeraeln folgendea aacen: 

Die VormSgenaatUoke in Deutachland: Ilauaanteile in Droalau, 
Hypotheken In Schlealon, dae Sperrmark-i3arkonto und die Wertpapiere 
bei Et lloiniann haben die AuTcabe, in orator Linie den Bedürfnlaaen 
nolnor lÄutter und tneinoa Bxnadera Rudolf sowie oolner I?1arallio zu 
dienen» Dl ose worden von rnolnein alten Freund Lukaaohek beraten • 
Wenn alao Lulcaachok Sie bittet, auf Grund Ihror Vollina cht dloae 
Kittel 2ur Ernilung dea ancccobenen Zwoolcoo olnsaiootaon, ao handeln 
Sie im Sinne von meiner Pi^u und mir aolbat, wem 31e dlea tun« 
üebor die Form würden Sie mit Ilorrn Lukaachek «u aprochen Imben« 
Ihre Vollraaditen rolchen zu allem aua* Vor einer VorrLli::ung Ubor 
daa Orundaflok Weetend möchten wir göfract werden. Die Tataacl» 
der fromdon StaataangehOrigkeit wird bei allen dleaen DlnG«! olne 
Rolle apielon. 

Ich weiß 8 nicht, in wieweit unaere Freundin Pr«au i^ofooaor 
Berliner über flUsalgo Oaldmittel in gen^lgendem Umfange verfUgtt 
Auch hier liegt ea in unaerem Sinne, daoo ITotlaijen aowolt ula irgend 
möglich vermieden werden. Infolgodeaaen handeln Sie auch hier in 
unaorom Slnno, wonn Slo Ira GO€flt>or^ön Fall« DotrUco fUr sie frol 



• 2 - 



1 
\ 



ff 



n»ohan. Soir«lt dlöoe RK 1000.» UbQrochi'olton, wUro 08 mir Hob, 
nn Sie uns vorhor vorstUndicon kUnnten, doch lat dloa nicht 



unbodlnct notwondlc« 



Ich oolipolbe Ihnen dlos, xm Ihnon nolno allg«BOlno Ein- 

■tollunc 2U gobon. ' 

Was dlo AneolQGonhol t laolnor SchwUcofin betrifft » so wäre 
es mir aolyr Heb, wenn die Abaondung der Ss oben und dur Tmnsfür 
ncch mÖGlloliat raooh erlodlct worden könnten. Dies würde olnea 
starken Druck auf die ausfiüirondon Orcane erfordern, aber vlol- 
leloht G^llncfc 03 noch rochtzoitlß* 

Ist Ihre Zeugen vox^nehrtünc In Stockholm schon fostcosotzt? 
Wir rechnen in dlosom Falle bestimmt auf Ihron Bosuoh. 

m 

Mit ho rzll Obern Oruss 

Ihr 





! 



Jönköping, den 28, September I958. 



• 



1 



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Lieber Herr Schmidt, 

Ans den heute von der Relchßkradltcesellaohaft dlnGöCÄnc®^®^ 
AuazUcen sehe Ich, dass die Sonderkonten ziemlich erschöpft sind* 
Vielleicht lassen Sie sie alsbald wieder auffüllen, danit in den 
monatlichen Zahluncen, die jetzt notwendiger sind als Je, keine 
Schwierigkeiten eintreten. 

Ferner bitte ich Sie, für einen Vfohltuti£keitszweck, den 
Prau Professor Berliner besti-^men wird, einen Betrag von RH lOOe- 
flUssig zu machen • 

Schliesslich möchte ich Ihnen all^orfieln folgendes sagen: 

Die Vermögensstücke in Deutschland: Hauoanteile in Breslau, 



Hypotheken in Schlesien, das Sperrmark-Barkonto und die Wertpapiere 
bei Ee Heimann liaben die Aiifgabe, in erster Linie den Dodlirfnlssen 
meiner Mutter und meines Bruders Rudolf sowie seiner Familie zu 
dienen* Diese werden von meinem alten Freund Lukaschek beraten. 
Wenn also Lulcaschek Sie bittet, auf Grund Ihrer Vollmacht diose 
Mittel zur Erfillung des angegebenen Zweckes einzusetzen, so handeln 
Sie im Sinne von meiner Fi^u und mir selbst, wenn Sie dies tun« 
üebor die Form würden Sie mit Herrn Lukasc/iek zu sprechen haben« 
Ihre Vollmachten reichen zu allem aus* Vor einer Verfügung über 
das Grundstück Westend möchten wir gefragt werden • Die Tatsache 
der fremden Staatsangehörigkeit wird bei allen diesen Dingen eine 
Rolle spielen. 

Ich weiss nicht, in wieweit unsere Freundin Frau Professor 
Berliner über flüssige Geldmittel in genügendem Umfange verfügt. 
Auch hier liegt es in unserem Sinn«, dass Notlagen soweit als irgend 
möglich vermieden werden • Infolgedessen handeln Sie auch hier in 
unserem Sinne, wenn Sie im gegebenen Falle Beträge für sie frei 



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- 2 . 



Mftohon. Sowolt liuse FlM 1000.- Ubörschrolten, wJjfe es mir lieb, 
yrenn Sie uns vorher vorständlgen könnt6(n, doch l3t dies nicht 



\\ 



unbedingt notwendig. 



Ich achroibe Ihnen dfes, tm Ihnen meine all£;omolne Ein- 
stellung S5U geben. 

Was die Angelegenheit meiner Schiräcerln betrifft, so wäre 
•• mir soliT lieb, wenn die Absöndung der Sachen und dor Transfer 
noch möglichst rasch erledigt werden könnten. Dies würde einen 
starken Druck auf die ausführenden Organe enordern, aber^ viel- 

'v 

leicht oellngt aa noch recht zoltlg* !^ 

Ist Ihre Zeucenvornehrtunc In StocWiolm schon fdstcosetzt? 

I ■ 

Wir rechnen In diesem Falle bestlrnmt auf Ihren Besuche 

Mit herzlichem Oimss ! 

Ihr 




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Jönköplnc» <l«n 20, Sop tonbor 195fi. 



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• 



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lieber Herr Schmidt, 

Aua den heute von der Relchskredlt,,o3ollaohaft eln^-ooftnßenen 
Ausztlcon sehe Ich, dasa die Sonderkonten ziemlich «'schöpft sind. 
Viellaicht lassen Sie slo alsbald wieder auffüllen, damit In den 
monatlichen Zahlun^jen, die Jetzt notwendiger sind als Je, keine 
Schwlorlßkelten eintreten. 

Ferner bitte Ich Sie, für einen WohltutlGlceitseweck, den 
Frau Professor Berllnor bestl rrjen wird, einen Betrag von RH lOC- 

flUsaig SU machen. 

Schliesslich möchte loh Ihnen all^^eneln folgend«» saeen: 



r^ 



lo Veriaöcensatücko In Deutschlund: Ilauoantoile In Breslau, 



Hypotheken in Schlesien, da« Sperrmark-Barkonto und die Werti»piero 
bei E. Heimann liaben die Axofcabo, In erster Linie den Bedürfnis««! 
meiner Wuttor und meines Bruders Rudolf sowie solnor Pamille zu 
dlono'i. Diese worden von meinom alten Freund Lukaschek beraten. 
Wenn also Lukaschek Sie bittot, auf Grund Ihror Vollmacht dies« 
Mittel zur Erfillunc; des anGOi^:oboi'ien Zweckes olnzusotzon, so handeln 
Slo Im Sinne von meiner Pmu und mir selbst, wenn Sie dies tun» 
Uebor die Form wurden Sie mit Herrn Lukaschek zu sproolion haben. 
Ihre Vollmachten roichen zu allen aus. Vor einer VorrU4:unc über 
da« Orundst'Jck Westend möchten wir Qofv&c^ werden. Die Tatsache 
der fremden Staatsaneohörickel t wird bei allen diesen Dingen eine 

Rolle spielen, 

loh weiss nicht. In wieweit unsere Freundin F.-au Professor 
Berliner Über flUsslco Geldmittel in coi'iGondom Urafanee verflixt. 
Auch hier llogt os in unserem Sinne, dass Notlügen «owolt als ireond 
nögllch vermieden worden. Infol^edo»«on 1-iandoln Sie auch hier In 
unserem Sinne, wenn Slo Im gOGObenen Pallo Betrüg« fUr sie frei 



I 



.2 - 



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maohont Sowolt lleao RM lOOO«- üborschrolten, wJj^o oa mir lleb^ 
wenn Slo uns vorher vorstlindlgon könnten, doch Ist dies nicht 

unbedingt notwendlc* 

loh tehvelbe Ihnen dies, um Ihnen meine allcenelB« Sin» 
atellunc za geben* 

Was die Angelegenheit meiner SchwUcerln betrifft, so wUre 
•s mir selir lieb, wenn die Absendung der Sachen und dar Transfer 
noch mö^l lohst ras oh erledlf-t werden könnten* Dies würde einen 
starken Druck auf die ausfilhronden Organe erfordern, aber viel- 
leicht gelingt 03 noch rechtzeitige 

Ist Ihre ZeugenvernehiminG In Stockholm sohon festcesetzt? 
Wir rechnen In diesem Falle bestimmt auf Ihren Besucht 

Mit herz 11 Cham Oruss 

Ihr 





• 



Jönköplne, <iön l6. Soptöiabor I938, 






Lieber Horr Sclimldt, 

Untor Bosn^nahme axif unser houtlcaeTelef on^eapräch sende 
Ich Ihnan in der Anlaj-Q meinen gowintan Briefwechsel silt der Flrr.» 
Gselllus und bltta Sie, freundllote t die Beträfe, die zur Hecahltanc 
der Naohlaaachuld nötl^ sind, flUssle zu macli^n. A-n liebsten wäre es 
mir, wenn dies nur von dem Konto meiner Frau ceschBhon könnte. Wenn 
Sie es aber fUi» notwandlß toalten, daas beide Erben dassix beltracen, 
gebe Ich Ihnan anhelm, auch die Hälfte von Konto meiner Schwüßorln 
zu bezahlen. 

Ich habe raoln© Prau noch alnnial gefract, ob In den Sachen 
«tlnor Soliräeerin seit I555 erworbene Go£;enstUndo soin können. Sie 
tiat nlr ßlalchTalls erklärt, dass sie das fir ausceschlosaen hältj 
es sei mir möglich, dass ein paar BUcher, die slo später zum Geburta- 
tac oder zu Weihnachten erhalten l-atto, sich dabei berdnden« 

Wir hoffen, Sie bald hier zu haben. 

Mit herzlichem Oruss 



Ihr 




^- 



Anlagen. 



JÖnktSplnSf ion l6# Soptembor 1930# 



I 



• 



Llobor Ilorr Scbjnldt, 

Untor B6i5U(rna;iine auf un«or houtl£;aTelefon£:ö8priioh öonde 
Ich rnnen In dor Aala^o molnon geaauton BrlofwecliBol mit dor Firma 
Gaolllufl und bltto Sie, froundllohit dio Detra^:o, die zur Bemhlune 
der Ha oVilas schuld nötlc sind, flilaslg va waolvn. Am liebsten wUre ea 
mir, wenn die« nur von dem Konto meiner Frau ([;esc}:ö hon könnte • Wenn 
Sie es aber für notwendlc ^Älten, dass beide Erben dasu beitragen, 
gebe ich Ihnen anhelm, auch die HUlfto vom Konto meiner Sclwä^^orln 
SM bezahlen» 

Ich l^be meine Frau noch einmal G^i^J^G^^ oh In den Sachen 
meiner SchrUgerln aolt 1S55 erworbene GoGenstUndo soin können • Sie 
l^t mir Glö^olafallö erklUrt, daao sie das flr auacoschlosaen hältj 
es sei mir niöGlloh, dasa ein paar BUcher, die sie spUter »um Geburts- 
tac oder zu Weihnachten erlialten hatte, sich dabei beriindent 

Wir hoffen, Sie bald hier «u haben* 

Mit lierzlichem Oruos 

Ihr 



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AnlaGön. 



• 



• 



Jönköplnß, den IJ. September 1938. 



Lieber Herr Schmidt, 



I 



Ich erhielt Ihr Toleerarm und Ihron Brief, 
Wir erwarten Sie also am Sonntag zni Tisch. Wir worden Sie von 
der Bahn abholen* 

Mit herzlichem Gruss 

Ihr 



Jönköping, den 2» September I95O, 
Bruansüatan kZt 



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Liebor Horr Schmidt ^ 

Es wäro mir lieb, wenn Sie Ihren Besuch hier in Jönköping 
vor Ihre Rolso nach Stockholin loc®^ könnten. Ich kann Ihnen auch 
fUr dort vielleicht den einen odor anderen Rat oder auch Empfehlun£pn 
geben* Sie können es sich so einrichten, daas Sie das Billett 
nach Jönköping und von dort nach Stockholm alsbald In Berlin lösen^ 
Am besten ist es, wenn Sie In Berlin abends abfahren, Sie treffen 
dann um 12 Uhr mittags in Jönköping ein. Wenn Sie sehr eilig sind, 
können Sie schon am Nachmittag um 5 U^^ welterfahron| wenn Sie, 
was ich hoffe ^ etwas mehr Zeit haben, bleiben Sie den Abend über 
bei uns und können dann entweder um 9 U^^ ^^^ Schlafwagen oder am 
nächsten Morgen um 10. 31 weiterfahren. Im ersteren P'alle wären 
Sie früh um 7 Uhr, Im letzteren Falle nachmittags um 5 1/2 Uhr 



in Stockholm. 



Mit herzlichem Oruss 



Ihr 



I 




Jönköplng, den 2* Soptamber 1930^ 
Brunns^ tan 1^2 • 





Llebor Herr Schmidt, 

Es würo mir Hob, wenn üie Ihron Besuch hior In Jönköplnc 
vor Ihro Rolso nach Stockholm leßen könnten. Ich kann Ihnon auch 
fUr dort vielleicht don einen odor ander Qn Rat oder auch Empfelilun^n 
geben* Sie können es sich so einrichten, daas Sie das Billett 
nach Jönköplng und von dort nach Stockholm alsbald in Berlin lösen« 
Am besten ist es, wenn Sie In Berlin abends abfahren, Sie treffen 
dann um 12 Uhr mittags in Jönköplng ein* Wenn Sie sehr eilig sind, 
können Sie schon am Naclimlttag xm 5 ^-^r welterfahronj wenn Sie, 
was ich hoffe, otv/aa mehr Zelt haben, bleiben Sie den Abend über 
bei uns und können dann entweder um 9 Ul^ ^It Schlaf wac^n oder am 
nächsten Morgen um lO.Jl weit er fähigen» Im arsteren Falle wUron 
Sie früh um 7 IThr, im letzteren Falle nachmittags um 5 1/2 Uhr 



in Stockholm. 




Mit herzlichem Gruas 

Ihr 





wtammäm 



Yt'^'^«^^'^/ ^ <^ <r 





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JünköplnCf ölen ik. Juli 1958» 
Bmiinsgatan i\2. 



Liebor Horr Schmidt, 

Ich danke Ihnen bestens für Ihre freundliche Mitteilung 
hinsichtlich dor Schiffakuarte* Ich werde Ihnen bei unserer Zu- 
sarnnankunft am Sonnabend die Pra^e vorleben, ob die Möelichkeit 
besteht, dass meine In Breslau ansüdsi^e Mutter meiner Tochter 
diese Schiffskarte zum Geschenk macht. Sie worden sich erinnern , 
dass vor 1 l/2 Jahron mein SclTWlecorvator meiner Tochter mit Ge- 
nehmleun^ der 2uständl;;;en Stellen cUe Karte f Ur die erste Ausreise 



schenkte« 



Mit herzlichem Gniss 



Ihr 



/ 



T 



1 



Jünköplnc, den H^. Juli 19 jO. 
Braansgatan k2» 



Lieber Herr Schmidt, 

Ich danke Ihnen bestons fUr Ihre froundllclie iMittelluns 
hinslchtlloli dur SchirfalÄrto« loh wordo Einen bei ■unÄcror Zu- 
sannenkunTt am SoatÄbend die Pi^co vorleben, ob die Möcliol-ücelt 
besteht, daas meine In Breslau antlWslco Muttor meiner Tochter 
diese Scliirrslcarto z\ini Geschenk macht. Sie worden sich erinnern, 
dass vor 1 1/2 Jahron mein Sc}TWiGGorvator nolnor Tochter mit Oe- 
nehraiguns der zuatündli^en Stollen die Karte flir die erste Ausroiae 



schenkte. 



Mit herzlichem Gruas 



T 



Itir 




*^t t 



• 



Jönköplnc» den 9. Juli 1930, 



J 



t 



Lieber Harr Schmidt, 

Im Naohfolcondjn wollt© ich Sie bitton reataiistellon \aid 
ceGebenenfalls die Genehnicunc dafür zu erwirken, daao folcendo 
Saolie vom Sperrkonto meiner Prau erledlßt wird. tJnaore Tochter 
Marianne befindet sich zur Zeit bei tms «u Besuch und will in 
der wroiton Hälfte Aucuat wieder nacli New York zurilclckeJiron , wo 
•!• vom 1, Soptenber eine Stellung Gefunden Jat. Si* Würde hier- 
bei ein deutochea Schiff bonxilaon, und zxs&r die "Diropa»», die am 
2l{., August abgeht, wenn wir ilir Billett hiei'fUi» von dorn Sperrkonto 
noiner Pmu schenken können. Es handelt sich um ein Billett 
dor Touristenklasse vot ©In dazu cö^örl^es HUolcfalirtblllett von 
Amerika« Ich bitte Sle,mlt mÖGliohater BosdileunlGunG festzu- 
stellen, ob die Verwendung der Speritnark hierzu möglich ist \ind 
ob eine OonohaigunG «u erroichon Ist» 

Zu Iliror Inforraatlon, die auch ftir andere Sachen von Bedeu- 
tung Bein l«nn, bemerke ich» 

1/ Heine Prau und ich aowle die jUnceren Klndor sind scliwedische 
Staat sanGöliZJrico, und zwar ausschllesslioh scliwedische 
StaatianGOlTÜriGe, da unsere frUhore Staat sanGeliörlGkelt 
Ipso Juro erloschen Ist, 

2/ Unsere 'i'oohter IJariame ist deutsche StaatsanGehörlce, 
hat aber ll^ron Wolinsltz in New York, 

Ich hoffe ,Sio am koiainenden Sonnabend In Berlin «u sehen 
und mit Ihnen dann die Anceleeenheit meiner Solm^erin auf Grund 
Iliror Ifcindakte ausfUlu»lioh zu bospr-ochen, Sie lassen woia In- 
zwischen die Dinse soweit vorberoitai, dass wir in 1 bis 2 Stvuidai 



dvu^ohkorainen. 



Mit herzlichem Oruss 



^^^ 



Jönköplnc* don 6; April I938. 
Brunnsoatan I42, 



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c 



t 



Lieber Herr Solmidt^ 

Vielen Dank für Diron Anruf gestern morgen, der iins 
selar beruhict hRt. Hoffentlich wickelt sich die Sache nun so 
glatt ab, wie Sie ea am Telefon annalimen» Bis zu diesem Zeit- 
punkt, d,h* bis Sonnabend früh, habe ich die nötige Ueberbrückuncs-* 
möglichlceit gefunden* 

Darf Ich Sie in naclistehen4#r Anr;ele2<Miheit bemUlaen? 



Wie Sie wissen, befindet sich aul' dem Grundstück Heudorff Strasse 55 
in Breslau eine jetzt veräusserte Hypothek von RM 50tOOO*- zu 
Gunsten meiner ScIwUcerin^ Die Erv/erberin, die Schlesische Boden- 
kreditbank will einice Srklüru :n der GrundstüoksoicentUmer ab^e- 
geben Imben, und Rechtsanwalt Iiilcaschek, der meine itutter und 
meine Brüder in der Sache vertritt, sammelt diese Srkläruno^i* 
Ich habe ihm durch meine ITuttor mitteilen lassen, dass Sic die 
General volL lacht von mir liaben \md nehme an, dass er Ihnen alles 



Weitere schicken wird. 



Mit horzlichoni Gruss 



Ihr 




>^ 



Jönköplnc, don Ij.. Januar 193f' 






I 




Llebor Horr Sdinldt, 

In dor AnlaG6 aendo ich Ihnon Urschilft eines Drlofos unsoroa 
ceaelnsawon Proundes, na oh dem es llim wieder recht schlecht zu cehoi 
acheint. Wir liaben llin und seine Frau daraufhin auf g^^ oi*<lQ^t , una 
auf oiniGO Zelt zu besuchen j aber olnr-ml welaa ich nicht, ob llxi zur 
Zelt bei aolnor Krunldielt das Klima c^t bekommt und InfolGodeaaen 
nicht können clarf, Zvsreitena weiss loh nicht olninal, ob os für ihn 
riohtiß ist. Es lausa violleicht, um diesem Menschen -.«olne Arbolta- 
fUlilßkelt wiederzuhaben, doch etwas GrundsUtzllchoros cosohehen. 
Bitte UberloGOn Sie sich doch elnraal, ob es nicht richtig wUre, wenn 
Sie sich einmal seine Frau kommen Hessen tind mit ihr beapriichen, dass 
von einer dritten Seite, wie z.B. von Ihnen, einmal an elnlco selnor 
Freunde herancotreton wUrde, etwa an Gerhard Hauptmann, an seinen 
Sohwacer Roior und oinlG© andere, die Frau A, Ilinen nennen wird, um 
die Mittel fUr eine AuahellvinG In Italien zu orlancen. Ich wiirdo mich 
natürlich daran betoillGen» kann aber ebenso naturlich die Initiative 
nicht erGrelfen. 2s wUre doch ein Jammer, wenn dieser Mann vorkommen 
würde, und ich hoffe, dass Oorlmrd Hauptmann die am Ende dos bollleGen- 
den Sol^elbena zitierte B«norkunG wahr macht und sich nlclit auf dla 
Produktion geflUcelter Worte beachrJlnkt. Ich wUrdo mich freuen, in die 



••p Sache etwaa von Ihnen zu h{5ron* 



Kit herzlichem Örusa 



Ihr 



▲n]a GO* 




) 



Jbnköpine, den k» J&nviar 195|'» 



Lieber Herr Schmidt» 

In der Anlace sende ich Ihnen Urschrift eines Briefes unseres 
gmaeinsamen Freundes, nach dem es Um wieder recht schlecht zu geh«! 
scheint. Wir haben ihn und seine Frau daraufhin aufgefordert , una 
auf einige Zeit zu besuchen; Äb«r einmal weiss ich nicht, ob ihn zur 
Zeit bei seiner Krankheit das Klima gut bekornmt und infolgedessen 
nicht kommen darf. Zweitens weiss ich nicht einmal, ob es für ihn 
richtig ist. Es Tttuss vielleicht, um diesem Menschen rioine Arbeits- 
fähigkeit wiederzugeben, doch etwas Grundsätzlicheres -eschehen. 
Bitte überlegen Sie sich doch einmal, ob es nicht richtig wäre, wenn 
Sie sich einmal seine Fmu kommen Hessen und mit ihr besprächen, dass 
von einer dritten Seite, wie z.B. von Ihnen, einmal an einige seiner 
Freunde herangetreten würde, etwa an Gerliard Hauptmann, an seinen 
Sohiacer ReJ-ör und einige andere, die Frau A. Ihnen nennen wird, um 
die Mittel für eine Axxsheilung in Italien zu erlangen. Ich würde mich 
natürlich daran beteiligen, kann aber ebenso natürlich die Initiative 
nicht ergreifen. Es wäre doch ein Jammer, wenn dieser l-tenn verkommai 
würde, und ich hoffe, dass Gorliard Hauptmann die am Ende des beillegen 
den Schreibens zitierte Bemerloing wahr macht und sich nicht auf die 
Produktion geflügelter Worte beschrlnkt. Ich wUrde mich freuen, in di 
ser Sache etwas von Ihnen zu hören. 



Mit herzlichem Öruss 



Ihr 



Anla ge 




I 



Jönl'öplnc» don l6. Desombor 19 38. 
Brunn 3i:a tan Ij2« 



c 



• 



norm rr« 0. Schulmann, 
26, Portland Place, 
London ;v^l, 

LI ober Herr Doktor, 

Ihren Brief vom iJ^. da. habe ich erlialten ebenso wie den vorher- 

cehendon Brief vom II* November, mit dem dl# Doku-iiente folnton. Ihr 



Brief vom 11* Kovoraber schloss mit den Worten: ''klit sehr herzlichen Sonn- 
<*e»Gi^'Sae!i -und dem in diesem Falle unbedingt notwendigen Zitat: 
Portsetzung fol^t". Line solo: o Fortsetzung ißt nicht eingelaufen* 
Ausserdem war nach dem Inlialt meiner vorliai. ^ )nden ßriQfo ziinulchst oin- 
TTul abzuwurton, wie die boid^ von Ihnen elngoschlagonon^ einmal der über 
das e-n£li3chQ Kabinott und weiter der Über len schwedischen Kamnerharrn, 
laufen w^ irden* 

Die niir Übersandten Dolroaente liabe ich ^onau ;:olo3ori. Ihron 
«iGlischen Stil findu ich durcliaus zureichend» Uin offen zu sein, hat 
mir in diesen : ' ixaonten neliroroa nicht ~ -^esa^t; •Inioal in don Briefen 
Ihres Herrn Vater die Hervorhebung «eines Anteils an dor Schaf func der 
Dololistossle£;end#* Ich selbst habe diese Dolchs tossl ebenda, ebenso wie 
auch Gustav Streserraan es tat, immer fUr ein« der »Inderwertiosten AV:tio- 
nen der deutschen Hachkriecszolt selmlten, und mir lie^t der Ouist, aus 
dem sie geboren lüt, nämlich irgend einen Schuldigen flir ein eicenos Un* 
glück zu finden, furchtbar fern, ein Oeist freilich, der naoh neueren 
Erfahruncen dem deutschen Volke oder wenigstens elnlcen Teilen dieses 
Volkes nicht iä-n zu liegen scheint* Ebenso liat mich die Feststelltm^. an- 
Angenehn berührt, dass das deutsche Volk jetzt zu soin«i hüchsten St-undon 
heratifgestlecen ist, well ich nach don canzen sonstigen Leben Ihres Herrn 
Vater nicht das GefUhl habe, dass er das, was sich 1955 wid insbesondore 
19514. orei^iet Ymt, als die höchsten stunden des Volke» anzusehen gewohnt 



- 2 - 



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Bar, von spsterom ©am «u sclwolcenj wie ich auch Im llbrli:;an bei dor 
BoÄU{??iahne auf die verschied onon Persönllclikoiton de« dritten Rjlchs 
in dloson Briefen einen Grad dee Olelohachaltuncswi Ilona Gospllrt habe^ 
der mir menschlich peinlich war* Es hat Irraarhln etwas I^lhrondos^ zu 
sehen^ wie der Vator aus allen Winkeln seines b^^ruflichen und politl- 
schon Lebens und seiner dynastischen iind gesellschaftlichen nozlehungeji 
B rocken zusammensucht, um untor einem ihm r;owiss nicht lolcht gMiapAd« 
nen Verzicht auf alle eigene Wertung von Recht und Unrecht dem Sohno 
eine Bricke nach dem verlorenmi Paradl«« zu zimmern, w«in auch die Gren- 
zen menschlicher wurde dabei bedauerltchorwolse nicht inner inne gehal« 
ten werden* 

T?ur noch peinlich und dazu lächerlich bis zun Grotesken wirken 
die Vorsuche des Sohnes, an seinen Stammbäunen horumzusclinitzoln, z.B* 
die Betonung, dass Ihre Grosseltem z ar dor judischen Gemeinde ance- 
hört mben, aber dass flir die rassische Ab8tamimin£; Ihrer Urgros seitern 
in dieser Richtung nichts Genau eres feststellt} tatsuchlich ist ja doch 
der Uobertritt zum Judentum aus Opportun! tätscrlin den nur in äusserst 
sültonon FUlloa erfolgt, sodass die Zubehör Iclv ei t zur Gemeinde schon 
eine gewisse Vornrutunc begrlindot* Die beldon Vettemdor Grossmatter 
vor Sebaatopol beweisen auch fUr den, dor die Auffassung PrankrelchB 
um die Mitte des voricon Jahrhundorts kennt, nichts für dim so erf^Unsch- 
ten arischen Dlutspritzer» 

Mir ist Jede Form dos Mimikry i?^* Grunde meiner Seole zuwider, 
und deswegen hatte ich eine £;ewisse Scheu, ohne einen besondoron Anlaste 
die von mir durchgelesenen Dolcumente erneut in die Hand zu nelonien* 

Und nun noch ein Wort über don Bogriff ^Deutsch*', der in den 
Dokumenten so hiiuflß wiederkehrt • Min kann Deutschland in seJir ver- 
schiedener 'Ji'eise lieben und ihm zu nutzm bostrebt seln^ T/as '^Deutsch*' 
und ''Nicht -Deutsch" ist, bestimmt nicht die In einem beGX*önzten Zelt- 



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- J - 

räum herrachende Oruppa, sondern Deutschtum Ist ein In lancor Vercan- 
genhelt festgelegter geschichtlicher und kultureller Begriff, dar sich 
nach zeitweisen Verdunkelungen auch In nicht zu forner Zukunft wieder 
durchsetzen wird. Es gibt auch viele Deutsche, daheim und drausson, 
und zwar nicht die aohto chtesten, ^".le das, was seit Jahren geschieht, 
die UnterdrUckimg Jeder eigenen Meinung, die Unwahrhaftlgkelt als 
Kampfmittel, den Vorltist Jedes Rechtsbewusstsolns und die Brutallsle- 
rung wehrloser Minderheiten als undeutsch und weil eines tapferen 
Volkes unwUrdlg als eine Schädigung dM deutschen Namens empfinden^ 
Menschen, die glaixben, dass Deutschland zur Zelt seine Stunden bitter- 
ster moralischer Srnledrigung erlebt • 

fti ist aber nicht meine Art, die Sünden dir Väter an den Kinder 
zu rächen, oder Überhaupt seelische Stilfehler, seien sie auch noch so 
grobe, nachzutragen, ak^hllesslich liaben Sie so lange In dem gegenwär- 
tigen Deutschland gelebt, dass Ihnen ein StUck Innerer Vorbogenhelt, 
ein Blechen von dem politischen Glgolotum, von dem Mlttanzenwollen 
mit Allem, schon zu verzeihen ist. Sicher bin ich, dass diese Paplero, 
wenn Sie sie hier verwenden würden, einen sehr schlechten Eindruck 
h«r\nDrrufen würden, denn man glaiibt hier nicht an die Dolchs tosslogen- 
de, man wird Ihre künstlich Im Halbdunkel gelassene Rolle während des 
ICapp-Putsches nicht als ein Ruhmesblatt ansehen, man legt mehr ?/ert 
auf rechtlichen und menschlichen Anstand als auf k'lnstlich zurecht- 
gebogene Stammbäume» 

Ich stehe nach wie vor, wenn ich Ihnen nutzen kann, gern zur 
Vorfügung und gebe die Hoffnung, dass Sie In der Luft eines freien 
Landes Ihr männliches Selbstgefühl wiederfinden werden, noch nicht auf* 
Dwiken Sie nur immer daran, mit welchem Gewicht Gustav Stresemann ein 
Dokument lesen würde, ehe Sie es abschicken • Die Dokumente folgen an- 



bei zurück. 



Mit herzlichen Orüssen 



An lagen» 

nschrelben. 



Ihr 



• 



» 



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er 




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Dr, 0, Schulmann, 

26 Portland 'aace, 

London, W.l. 2^ k^ ^ ß 

14th December 1958. 



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• 



Lieber Lerr Doktor, 

Da ich so lange von Ihnen nichts gehört habe, 
bin ici. in Sorrre, ob Sie meinen letzten '^Einschreibebrief mit 
beirTef'gten Dokumenten auch erhalten haben. !^eine hiesige 
Angelegenheit ruht noch in der Götter Schosse, so dass ich 
vorerst Ihnen keinen weiteren Bericht geben kann. Zur Z- it 
hat sich Prinz ssin Bibesco bereit erklärt noch einmal per- 
sönlich Fühler in meiner Sache auszustrecken. Sie r? t die 

Tochter von Lady Asquith. 

-*it herzlichen Orlssen, 
bin ich 



Ihr sehr ergebener, 



oL'Ä 



cX^ (Lc>o^la f 



Dt. 0. Schulmann, 
c/o Mrs. Joseph, 
26 Portland Place, 
London, W.l. 

llth November 1938. 



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Sehr verehrter , lieber Herr Dr. Schäffer, 

Ich träume mich in Oedanken in den Reichstag versetzt 
und möchte in diesem Sinne zu Punkt 4/ der Tagesordnung mich 
äussern» Ich habe also einen Brief verfasst über mein 
ziviles und militätisches Vorleben, über das rassische 
Vorleben, dzw. Problem brauche ich mich wohl nicht mehr zu 
äussern, da ja durch die Tatsache meiner Versetzung in das 
Ausland genügend erwiesen ist, dass ich mein''klassisches Lebens- 
ziel" nicht erreichte. Sie sehen, etwas habe ich doch vom 
3. Reich übernommen, ich versuche mich mit den Neubildungen 
von Fremdwörtern vertraut zu machen, die nichts besagen, aber 
kollosal tönend sind. 

Ich hoffe, dass Sie mit diesen englischen Auf zeichnunpren 
zufrieden sind. Zur Zeit laufen dieselben über die Bühne des 
Home Office. Leider kann ich Ihnen nicht verraten, wer die 
Regisseure sind. Man spricht davon, dass es Mr. *-'ooper wäre, 
doch beschäftigt er sich, wie ich höre, zur Zeit mit einem 
neuen vichauspiel, das den Titel trägt: fDas Evian-Committee". 

Nun weiss ich wieder nicht, lieber Herr Doktor, ob ich 
I^.nen damit auch Pr )ben meiner schriftstellerischen Begabung 
gegeben habe. ich würde mich sehr freuen, wenn es so wäre, 
denn dann hätte ich auch Punkt 5/ der Tagesordnung berührt. 
Mit sehr herzlichen Sonntags^rüssen und dem in diesem Fall un- 
bedingt notwendigen Zitat rPortsetzung folgt. 



bin ich. 



Ihr 



CicM fc^htc^ 



Dr. 0. Schulmann, 

Fiat 16, 

20 Hallam Street, 

W.l. 

5. November 1938 



» 



• 



Sehr verehrter Herr Dr. Schäffer, 

Noch stehe ich zu sehr unter dem Eindruck Ihres ganz wun der- 
vollen Briefes als dass ich schon zur Feder greifen könnte um all 
die vielen wertvollen Anregunfren, die Sie mir gepeuen und die Gedan- 
ken, die Sie zum Ausdruck gebracht haben in würdiger '.ireise beant- 
worten zu können. Ich möchte Ihnen heute nur Dank sagen für die 
ienschlichkeit und Freundschaft, die mir a us Ihrem Briefe entgegen- 
leuchtet. Ich glaube, wenn nur ein ruchteil der Menschen, die aus 
irgend welche r Not ihr Land verlassen mussten, solch hohe Gedanken 
hegte, wie Sie, lieber Herr Doktor, dann wäre allerdings die 

"Umwelt" besser dran. 

Ich begrüsse Sie allerherzlichst und schreibe Mitte 

nächster Woche voraussichtlich ausführlicher. 




Stets der Ihre 



J^'£c^ 




^ 



Jönköplng, den 2?. Oktobar 1938' 



< 



I 



Sehr verehrter Harr Dr. Schulmann, 

Ihren Brief vom I5. Oktober erhielt loh. Ich habe darauf Oe- 
locenhelt genommen, einen hiasicen Freimurer höheren Grades, der 
deutschen Ursprungs ist, elnn^l mit Ihrer Ancalesonhelt zu befassen. 
Er hat mir erklärt, aass wahrscheinlich der beste Wog fUr Sie wäre, 
wenn Sie duroh den von Ihnen erwUhnten Kainmerherrn des Konica von 
Schweden, der wahrscheinlich wie der König selbst und wie der Kronprinz 
auch Freimurer ist, Ihren Wun3ch,zum Studium zugelassen zu werden, zun 
Ausdruck brachten. Er glaubt, dass ein solcher Wunsch alsdann Ausslchl 
auf Erfolg hätte, und zwar erheblich mehr als der Weg Uber Djerre, 
dessen Einflusa er für viel geringer hält. Ich empfehle limen also, 
diesen weg zu gehen und mich Uber die Sache auf dem laufenden zu hal- 
ten, und zmr so, dass Sie mir Abschrift aller von Honen gesandten 
Papiere jeweils zuschicken. Ich werde dann in dem geeigneten Augen- 
blick noch eine andere Beziehung, die ich im Aussenministeri-om habe, 
falls ich es f3r Bweckmüsslg halten werde, einsetzen. 

Nun darf ich aber einmal bei Ihnen die Rolle des Nervenarztes 
spielen und einiges sagen, was bei der Lektüre Ihrer Briefe mir aufge- 

fallen ist. 

1/ wir, die wir ein Land, In dessen Anschauungen und Kultur wir 

aufgewachsen sind, vorlassen haben, sind noch viel zu sehr geneigt, 
auf das neue Land die Masstäbe anzuwenden, die wir von Ilaus aus mit- 
bringen, wenn ich mir durchlese, was Sie über England schreiben, so 
erinnere ich mich stark an die Empflndungtn, die ich hatte, als ich 
das erste Mal mich längere Zeit in England aufhielt. Gerade was Sie 
über das stehengebliebene Vikingervolk schreiben, ist dafür so bezeich- 
nend. Tatsächlich habe ich in meinem Leben, das doch reich an Wände- 



^ n ^ 



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runcon war, festgestellt, dass me»! o-» non Vo?_v nvT corocht v/erdan kaan, 
wann m&n es von innen heraus, d.h. nach seinen olconon Fiiastäben beur- 
teilt. Itabdn Sie sich elnn«! ^It der TJnwelta-Theori« des «Rmbur^er 
Blolorer» Uexlmll befasst. Maro Theorie vor. Tlorlcb«! auf das K-^uschen- 
loben Ubertraron hat nlch zole^t^t, den Völkern, In donan Ich nlch bewe- 
ge, ßorccht zu wordon. Wenn man das ein-ml r.eworden lat, dann h-at man 
viel mehr daa Qef \ihl des Guten, dem ?>!an beßacnet , als das Pro.ndon. Ich 
mochte Ihnen aino solche Kur auch ' rrohlsn, -or allen bovor Sie na oh 
Schwaden konr-non, weil eben hMr violloicht nohr äurch Schicksal als 
durch Herkunft sehr vieles anders ist. 



2/ 






'n 



n der ^etraclituacawoiso ^OtjenUbar dem fremden 



son Mens ' 



Land sa^ts, jllt auch i>\r XVu»c F'Jlhlv.nc au don 2inigra:vl;Qii. luh habo 
salbst dlo Eniviratloii in 5 oder 6 Ihror stlir: :on Zautren kennen ßo- 
lernt xxnd uuch Oa «ühr vorsohiodoio Triobc cösehon. !.5an mao auch die- 

. rocht r- -.Tordon suchen, die ja doch öchliasslich zum Teil 
das boatö I^terlal durs^jellon, das wir In DeutscUland GQha'-^t haben. Die 
Persönllclicelten v:io 3rlliiir.<j, Troviranus, ililfardlnc, Caasiarar, um nur 
einißo IL. m zu nonnoa, zLliilten auch in unsorein Deutschland nicht nach 
putzanien. Ich weiss nicht, ob Sia aalogenh«lt selmbt haben, ^it dieser 
Monsciiankatosorio in Verbindung zu ko-L-nen. Sie werden da einen Grad der 

und dur seelischen Höhe finden, der Sia sicher m> hl tuend 
barUloron wird. Bai andoron schichten irfdssen Sie erst elnec<3^isae ^Cruate| 
des Rassantln»nte durchstossen, uia auf den wlrklichan Inhalt zu kommen. 
loh möchte, *ia Ich hoffa, vorläufig zu dieser Schicht auch Dr. Schulmnnj 
■Shlen, dor ohne Zwaifol dieson Zustand, von freu idscyiaftli eher Iland ßo- 
leltet,bald überwinden wird. Andere imban aber durch viel rauharoa 
Schicksal iliro Kruste oben noch nicht abwerfen können. Auch hier handeltj 
es sich zum grossen Teil uia erstklassige Menschen. Im Ganzen hat die 
Emigration oino un£oha^are ßeistlge Aufgabe. ::s rmiss das wirkliche Deuts 



Ver^otnl-l 



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- 5 - 

land erhalten bleiben, damit an dem Tage, an dem sich auch Im alten 
Lande elniMil die Qelstor wieder rühren können, die Anknüpfung an die 
Tradition vorhanden Ist. Ich selbst sehe eine Aufgabe fUr die mir noch 
▼erbleibenden Jahre darin, mit allen geistlcen Strömuncen sowohl denen 
von drinnen wie denen von draussen In PUhluhß zu bleiben und auf mir 
ziißUnsllchen Wecen der Publizistik dafür zu sornen, dass zwischen beiden 
inmor noch ein Band bestehen bleibt. Wenn man die Geschichte der napoleo- 
nischen Zeit verfolgt, dann sieht man, dass auch damals «le wirklich 
geistlce Weitorentwlcklunc Pranlcraichs in dor Smlcratlon stattgefunden 
hat; die leitenden Nanen waren Madame de Stäol und Chateaubriand) In 
Frankreich selbst war Napoleon eicentlich dur einzice grosse Schrift- 
steller dieser Zeit, Letztere Bemerkung soll keine Parallele enthalten. 
Die geistige Anlcnüpfung Frankreichs nach üapoleona Sturz war die Emigra- 
tionsliteratur und nicht das Inzwischen In Frankreich gross gezogene kon- 
trollierte Sclorifttum. Ich sage da« alles nur, um Ihnen zu zeigen, dass 
man die Emigration nicht nur als Schicksal, sondern auch als Aufgabe an- 
sehen kann. Das gilt übrigens ausser auf geistigem Gebiet noch auf 
sozialem In dem Sinne, dass der eine Emigrant de» anderen, ganz gloich- 
eültlgjiras sie früher In der Heimat getrennt liaben mag, wenn er es kann, 
nÄteriell,ln Jedem Fall aber moralisch mit seinen Erfahnmcen und solner 
vielleicht starkem ^nneren IlaltunQ zti helfen vorpflichtet ist. Was mit- 
unter mit einem guten Rat oder einem freundlichen Brief anderen gegenüber 
geleistet werden kann, werden Sie in loirzer Zeit aktiv selbst erleben. 

Ich würde mich freuen, wenn es mir gelUnge, Sie allmUhllch auf 
meine Linie der "Sinngebung an das Sinnlose" hinüborzubr Ingen. W«nn Sie 
sich nicht sehr verändert haben, glaube ich, dass Sie durdmus dor Mensch 
sind, a\if diesem Weg zu wandern. 

5/ Es hängen Ihnen noch aelir stark die ErlÄbnisse d«r jüngsten Ver- 
gangenheit an, vielleicht deswegen, well das Vorsagen aller dar Stellen, 
die Sie noch in Bewegung setzen konnten, Ihnen eine Enttäuschung bereitet 



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- !* - 

hat, "onn Sie «Inon cowlssen Abstand n«funden haben worden, ^nn 
werden Sie sehen, daso das, was Ihnen sucostosaon iat, nlcsht Über- 
raschend war, sondern In dor allcemelnen Linie bocrUndet ist. Ist 
Ihnen das erst elnr-ml klar, dann worden Sie sich mit ,ranz anderer 
inaoror Freiheit auf ein nenaes Loben vu^istellen können. In Deutschland 
können Menschen wie Sie iind loh zur Zelt doch nichts Undem. Dieser 
Film imiss abrollen, 

I4./ Nun olnannwhr technlschin Rat, fior abor ..-^ch soino norv " rvhl- 
eende WlP^-i.-: hat. Sei • -. Si^ sich " 1 r^.xhic TMr olnlc^ Vormlttac« 
ins British JifiA« ou^t'. oder einen sonstigen Arbeitsplatz. Ich Ir&nn Ihnen 
aber die Atr.toaphUro des BrlMsh Wwietww heao-ul^^s ernfo^.ilen. Tat doch 



d©l»t schJ.leasllch auoh ". 



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:ic'-ialit;llt Mivl P^sse 



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oin-^'' In '•r'3n'itav -elntlcer Kon zeti trat Ion eine?, dax- bodau'c;jaiißtcn und 
glelo^izoltic 3cMclta»l«rolchnton n-.ichor des I9. Jalirhun'L>rt?!. co- 
word-m. Ich voplaßge ":alne •n' .. ■-.endo r^'.ati-x: von Ih.iop.. Ic'*. rece 
mbor an, duss '^.ie rxn;:c^ist in amitsc!-i und dann auch In nnclicch einml 
In aller Ri^he einen liObonnla^iT von aloh entwerfe- 1 ;, 00 wie : ' s^ßuben, 
daes or auf Meneohon, die Sie • l> eich v^x '.At^- .r,ioran boabsiclitlcon, 
Eindruck rächen Vdrde. Sie sollen dabei nichts TJnrlohtlcoa sa^en, wohl 
aber dlejenlcen Pvmlcto horvorhel)«n , von denen Sie «nne:.'.en dtlrfon, iass 



sie verwandte Töne b-sl dem 



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i':oi' anaclOunon !r^5nnon, Itocl'.an Clo das 



tun -flt elnml in Hinblick auf den Kairtiorhorm dos schweAliohen Köntcs , 
den Sie einweihen wollen, femer im Hinblick auf eine ainerilcunlsohs 
Hochschule, an >ißv Sie a'.ch betutl-en könnten, odor an elr.or dor Crosse 
araeri'mn Ischen .»^tiftuncön, die Ihnen einen Fora cliuncs auf trae c^bon könn 
ten und 5/ elnml In Hlnbllok auf eine GnGl:tsohe Behörde, bei dor 31o 
selir viel CöS^indon Mansclienverstand, aber seJir wenlc ceiatlee ITuanoon 
annehmen dUr.an. rann schlol-en Sie nlr olmaal alle drei LobenslUi^e 
ein, \ind loh werde Ihnen eanss offen raolne Melnunc adirelben, was loh 
daran varändorn wUrde, um daa xa orralchen, m\a Sie achllessllch er- 



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- 5 - 



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reichen wollen. 

5/ Haben Sie schon elnnÄl Ubarlect, Ihre Erlnneruncon an die Strese- 
raannzeit nioderzusohrelben? Ich arbeite auGenbllokllch einen ^jewls- 
sen Teil laelnos Tace buche für einen Freund, der an den Erolcnissen atait 
Anteil Göno«««n ^t, aus. Ich sehe dabei die psycho-therapeutlacho 
Wlrloin^- olner Arbeit, die einen schliesslich das Gefühl beibrlnct» daea 



man In der Vorcancenhelt nicht canz vercebens ^ölebt liat. Ich glaube, 
dass Sie sich das nach dar Si^enart der A^ar^abe, die Sie frUhor hatten, 
la noch atUrkerem Umfanco worden sacen können. Ich kenne I^^ire sclirlft- 
»tellorlsche Oabe nicht} ich könnte mir aber auch vorstellen, dase txn- 
ter gewissen Voraus s^tzimgen nan für eine solche Arbelt eine Verlags- 
«llglicl:acelt findet» 

6/Kennen Sie eieentlloh die frUtier In Haabure befindliche, jetzt 
der London Unlversity anceachloseene Bibliothek Warburg? Da» ist eine 
In der ganzen Welt einzlc dastehende Samnlunc, stamnend von dem frtlli 
verstorbenen Kunsthistoriker und Payoholocoi At>y Warburs, der einer dar 
elgenartlGsten und Interossantosten PersönlicWcelten war und dessen 
Werk, die RUckvorfolciinc «lo^ heute noch wirksamen seelischen Komponen- 
ten bis auf Ihro Kulturhistorischen Anfänge, walirsciieinlich, wenn 03 
einmal voll voröffentlicht sein wird, zu den bedeutsamsten Gelstunes- 
Uussjruneön <ier Qeeenwart gesuhlt werden wird. Dar Leiter der Biblio- 
thek, Profe.'jscr Saxl, der von Hamburg mit nach London Uberge^ansen Ist, 
wird, falls Sie in dieser Bibliothek etwas arbeiten wollen, sicher 

sehr ent e. onko;inenl sein. Sie können ihm von mir einen Gruss bestellen 
Ich bin auch bereit, selbst an ihn zu schreiben. 

7/ Mit welchen Oxforder Psychologtn Dr. Bjerre in Verbindung war, 
weiss ich nlch:^. Ich kann ihn auch danach nicht fragen, well Ja dann die 
Wirkung der Empfehlung beeinträchtigt würde. Ich nehme aber an, dass 



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1 



- 6 • 

dlo rxforder Tacrinc dieses So^^^rn im Zentral/blatt fUr Psycho-Tlriorapie, 
violleioht In der leptonber- oder Okto:oer-TIurtrner,behanda?ut sein wird. 
Böl früheren Tar^unren '.var d?'.s l-^-^^^er der Fall» 'Darin worden Rio wohl 
auch die 0x1' er der Nanon finden. 

Tloser nricf Ist 1 j rienng Geworden,- Sie können stchUbrl*r 
Cons avch weiterhin in allen An.^ele.'^enhalton an rrlch wenden. Sc ist 
sehr -an— -Isc, venn ich einral in London s^ln werde, R^er brieflich 
8t ehe ich Ihnen ir—cr r.'.r Vorfl^ ::v.nr. 

Mit herzllcViem Grass 

Ihr 



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JUnlrOplnc, «Ion 25. OJttobor 15}C. 



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I 



Sehr verehr '.or TTorr r\v, Schulrnnn, 

Ihren Brief vom 13 . Olrtobor orhlelt Ich. Ich habe daSÄtif Go- 
lagenhelt zanoimsn, olnan hioslcan Freinai^rer höheren Ox^dos, der 

d«utsc:..on V :a Ist, olnn-ßl rfi5.t Ilirer Ancolegonholt zu b«ra8Son. 

Er hßt '.'Xv erklärt, dass mhrachoinllch der b«std Woc fUr Slo W're, 
wtnti Sie durch d«n von Ihaan or , .riton " \ '. de "•'Jnlcn vcn 

Sch-:^'.; i, dur wahra ' ilnllch wio d(;r KönJ-C «olbst und wio dor Kronprinz 
auch Frölnaurer ist, ^iron 7?unsch,si:ir'. Studl'JUi sircölasson zu werden, ?vjn 
Auadrack brUch.ton . ^r ^lauht, di;:>:; oln sol -r ' 



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■ a. xinn • 



5 1. cht 



auf nri'olc * to, \md zt?ar erhoblich :nohr ala der V.'oc ü'^oi* Bjorro, 
dosaon ::*.nriu3ß or rur visl ce^li^CO^ hlllt. Ich. onpfehlc Ihnen also, 
dloson roc zn G«l^en nr.'. rdch Ubor die SRsho auf den liinfondon zu 1ml- 
ton, und zv.-ar so, daao Slo mir Abnohrtft aller von Ihnen -oscndten 
Papiere JowoiXs zuachicl<an. Ich vrardü Aann In den seolcnoton Ai^cen- 
bllck noch eine andere Bozloromc, f-i« i«^ i« Ausaon-lnlstsriun hab«, 
falle loh 03 f^r zwocleCsslc halten werde, ßlnaetson. 

Nvin darr ich aber einmal bei Ihjion die Rollo dos :Torvenarztos 
»plolon und olnlces sacon, was bei dor Loktliro I' )r Drlofo r:ir " ;3- 

f allen ist, 

1/ V?lr, die wir oln Land, in dessen Anaclmuunr:oii und Kultcir wir 
aufcowichaen sind, verlasaen liabon, aind aoeh vlol zu oo'xr ßKkOizt, 
auf das netto Land die Stasatcibo anzru-wjndon , dlo v/ir von Haue aus nlt- 
brln-en. Wenn Icli nir durclileae, waa Slo Über :^^land achrelben, so 
erinnere loh mich atark an dio Empflndunsen» ü« loh liatto, als Ich 
das erste Mal nioh l'dnsoro Zolt In Sn^land aufhielt. Gerade was Sie 
Über tes stehoncebllebene Vlkln^ervolk schreiben, Ist dafür so beeeloh- 
nend, Tataaohlloh habe loh in meinem Laben, Aas doch reich an Wando- 



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- 2 - 

runcon wäp, festcostollt, daaa mn olnon Volk nm-« co^'^oht werden kaim, 
wonn man oa von lnti©n herauß, d.h. aach ooinou tlcoaon I^aastUbeii baui— 
teilt. Ifebon Plo sich olnr«l tiit d«r ÜT3»,elta-£:hoorio doG IIa:.ilJurtor 
Bloloce« Uexlmll befasat. Cloao T^ieorlo von Tlorloboii auT dt« ««isclian- 
lobon Ubarti'ocon hab mlcli cfllo^^^t, den Völkdrii, In djfien loh alou bowe- 
•0, ßorocht zu wofton. Wenn ran üslü einmal ^owordön Ist, dann liat cian 
vlol nehr das Gof'dhl dos f^uton, dem !«n bec^C^-^t, uls d«a Fr-— on. loli 
rtBohto Ihnen ©Ino solch« Kur a-xch oinpf olilan , wr allen bevor Slo naoh 
8«hMA«l ko. . m, woll «ben hior vldllolcht nioVü:» dxirch Schlckoal als 
durch Horkimft r?ohr violea anders ist. 

2/ Was ich oban %-oii der " .i-uclitanoSWülao oOcenUbor den fromden 
land sa^ o, o^^lt auch txr Ihro Fahronc zu den Smleranten. Ich habe 
solbst die Eraigration in 5 ode^ 6 Ihror atüj-kston Zentren können co- 
lernt md auoh da aolir- varaohied ) triebe g^m^»«"» -^^ ""'»^ *^-°^ '^^®" 
flon Morinchon c^roolit zai v/orden suchen, die ja doch achlieaalloh zum Teil 
daa beste Ifaterial darBtellon, uaa v/ir In Deutaohland cQlw.ht haben. Dl« 
Persönliclücoiten wl« Brttolnc, Tro\traniis , Hiirordlnc, Caaalaror, um nur 
•Inlce Ilu:n0n z'ü. n9tmoi\, sülilton auch In unaorara Dautsohland nicht nach 
putzendon. loh welaa nicht, ob Sie ßologanh«lt gthftbt haben, mit dleaer 
«onaohonluitegorio In Voi'biudunG zu koiTunen. Sic werden da einen Grad der 
Vorcelatiüwne und dor soeliaolion Hmio finden, dor Sie sicher wohltuend 
barUliron trlrd. Bei anderen Coliiohten mJlsaen Sie erst eine oawlsse ICrusto 



des Reesentißvents durchstossen, um auf den wlrkliclion Inlialt zu konnten, 
loh möchte, -jfle loh hoffe, vorlUuflG zu dleaor Schicht auch Dr. Scliulraann 
■ählen, der ohne Zweifel diesen Zustand ,von freu^dacIiÄftlloher Hand Ge- 
leitet ,bald Überwinden wird. Andero haben aber durch viel rauheroa 
Schicksal ihre Kruste eben nooh nicht abwerfen können. Auch hier handelt 
es aloh zum Grossen Teil tm eratklasaleo Menschen. Im Oanwn hat die 
Smlßratlon eine uneeheure celstlGe Aufeabe. Zb uniss das wlrkllohe Deutscl 



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- 5 - 

land •rhalt»n blolbtn, 2anlt an dflw Ti\n«> ^n A«m sich öv.ch 1ji altar. 
Lando afnrnl die Crclstoj» trledoi* rUhron kCunen, ilo AnknUpfitn^ an dl© 
Tradition vorbanden ist» Ich f?'3lbst soVie elno Aufi;;»t)0 fllr dlo rilr nodi 



vorbl»lb«nic!n ^ahj»© äarln, nlt al1«n celstli^eR Strliratn^on acwohl donon 
vx?n dplnnon vdo -^oio" *vn drausa«n In ?i'J!-ü.iihc -^"'•^ bleiben '.nd auf nlr 
ztiglln glichen W9^':6n dor PubllElatlk 'lar^Ar sra s crimen, dass CH'lachon beiden 
Iflnor nrch ©In r-nÄ ^^'»♦^«»hon bleibt, »enn r«n die C-osohlcht« dor nar^oleO' 



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gtlatlc« ffÄltorontv^f- alcl\nc Prua'nrol chs In dor 'Tit^re.tlon s tat*-—: feinden 
böwi M,^ lottrenAen TlR-'en waiwn B'^.:.. le de st^/ci und Chataav.bi*:andj !n 
Fpankrc' h '^o"" -t; Tfnr üo'ioicon elc«ntlich Xo". ».l'if!'';:o ^r^Tss«» " ' .^If t» 
ateXloi» dleaoi» 7o!.t. T/5tst«r»o BojTwr'nmc aoll ?^lno Parallolo ontVxilten, 
Dlo seietico Anlciü: / ^z T'^t'anJfiH* chxs nach "apcloona Stxivz mw dlo r' .'^i.-a- 

tlon3lf.tcfn*^T vnd nicht (^-ae l*-' — Iccbjen In Fr'-'"r3''ah c^o :ozc:.o:\o !:on- 

trolll'^t^o Schi-lfttnw, Ich SöC© '-'^s allos nxxr, ^im Tlinon km so!geni än99 
man dlo ':iänlcJ^n*:lon 'i''3ht mrr« al*? rchloksa^-^aond««! euch al0 A^-fCc^bo an- 
aohen lainn, '^ • eilt Ohr* *io aitssor evj: rolatl "• aoh.'ot noch auT 
aoalalan In der» Slmo, dann dor eine BalcJ^nt dOÄ ßndor»on, ^^ans glaJoIi»- 
euifclßfcfiia sie früher In der Heimat j^etnannt liaben rmc$ vonn or •« loann, 
nat«r!.o'!l,ln jo.''Tt P^ll -ihor Ewrallaoh nlt solnen E::»fahr'.'njon und oclnor 
vlellolchl, »tUrlroiml-^novon HalUmg ei; hoiron vorpfllchtot iot, *7aa nlt- 
antar ritt olnfltt suten !lat odoi» olnom f i-oundlloh-on Bi'»lef andoron cocönübor 



gelaistet ««Ptten 



j worden Sie *n ' ^zor 7.o?.t rJrtlv colTjst o:'lo^>en. 



loh v^Wäo n:lch fi'ouon, vfOnn oe ulr co-iin^Oj Sf.o allnlUiIlch aiif 
mtine Linie Äei» "Slnnr-obwig an dao Sinnlose*' hlnU,bQrsabrlncon, wem Sie 



eloh nicht oolrr vert' " 



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«n, c3.»'i''>« icft^* ^ '" ■''••*o -nrc]ia\i3 dop MO'-^ach 



elnd, aiiT dleaem Vag 8U wandern. 



3/ Ea lültioO^^ Hi.oi nüch aebr atark die Srlebaioöo der juuü»«öii Vor- 
canconholt an, vielleicht dea.'econ, troll das Voroacen allor dor Stollou» 
die Sie noch In Bewegunt: ac.wan ko:iiiben« Ihuen eine I^nttUuaolame berat M 



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liat. Worin Slo elnon sewlr.nen Abstand cef^'^^Qn habon werden, dann 
werdan Sie sehen, dass das, was Ihnen zucoatossen ist, nicht über- 
raschend war, sondern In dor allgemeinen Linie becrUndet ist. Ist 
Ihnen das erst elmml klar, dann worden Sie sich mit Ganz anderer 
Innoror Freiheit auf ein neues Leben ximstellen können. In Deutschland 
können Menschen v/le Sie und ich zur Zeit doch nichts Undorn, Dieser 
Pllra imjss abrollen« 

1^/ ThTn einen ^hr tschn1':»ehen Hat, ■^er abor a'Jich noi-'.o no^'vonboTnOii- 
gando -.'irlc-ms Iiat. Setzen Sie 3!ch e'.-^.nial nihic f'^lr '^l-.'r.o Vornittace 
ins British if;.soun odor alnd sonsticon Arbeitsplatz. Ich juinn Ihnen 
aber die AtraosphUre des British »"isrnTrüs booon'lei-? e:-ip: " Ion. I5?t doch 
dort sohlionr^llch auch von einer. Eni .-^nten Ihrer Hntlonalltiit und Rasse 
einmal in (^riSiiStor GG-at^-'-:* Konzentration eines der be den t sarasten tmd 
glolchzoltlü s Chi chailsro Ichs ton ITichor dos I9. Jahrhunderte jaschaffen 
worden. Ich vorlan~e "Itclnc ontcprac' ido Lolstun^; von Ibvien. Ich vo-q 



abor an, .V^sr, T-io zun:'.chst in dexitsch -cnl dann aViCh in BncHsch einml 
In allor Rulie olnen Lobcnslauf von sich entwerfen, so wie Slo £lÄUben, 
daas or avif Ilcnnc 1, die Slo fUt sich ra Litorossieren beabnichtij-on, 
Eindi'uck r.xic'-.on t/ürde. Gle sollen dabei nichts Unrichtiges sa^on, wohl 
aber llojcniCQn I^unhto hervorheben, von denen Slo annehrien dllrfan, dass 
• lo vorwandte T?Jno bei dora r . ^'....ir arischlaco^ kennen. Machen Sie das 
::3t Qlnnal in Hinblick a^xT den Kacmorhorrn dos schwedischen Konica, 



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d«n Sie oinwolhon ?/ollon, ferner in Hinblick attf eine ameri^znlscho 
Hochschule, an der Sie sich botUtlGon könnten, odar an einer der grossen 
ÄMiPlkan Ischen Stlftun^-en, die Ihnen einen Porschvtncsftuftrac Geben könn- 
ten uiid 5/ elmnal Im Hinblick auf eine encHache Behörde, bei der Slo 
selir viel cesundon Menschenverstand, aber solor wenlc celatl<je Nuancen 
annehmen dürfen, rann aohlcVon Sie nir einmal alle drei Lebensläufe 
ein, und loh werde Ihnen janz offen meine Melnunc schreiben, was Ich 
daran vorändern wUrde, um das zu erreichen, vae Sie schliesslich or- 



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reichen wollen. 



5/ Haben Sie schon elmml Ubarlost, Ihre lürinnorunGen an dl© Streso- 
nannzeit niedertusobrolben? Ich arbolto au£:enblicklldj. olnoa tiewia- 
een Teil melnoo 7R':ob\:ch8 rur einen Preixnd, der an clon ni*olGni3üüu atark 
Antoll 3onorinon hat, ft^ta. Ich ßoho dabei die poycho-r-t'-.erepeut loche 
Wirkung oinor Arbelt, dlo einen aohllecsllch das Gefühl 'vöi::>idai;t, d&aG 
man in dor Vorc^ancenlielt nicht oanz vorccbcna colo^'t hat. Ich glaube, 

i 

dass Sie aloh das nach der 321cenar^« der Ax-f^bc, d'e Slo fi-Uiiyr Imtten, 



in noch atUrkerem Umfang« werdon nacon 



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i I'U'ü i.CiU'ii'1- 



atellerlBoho Crabe nicht; loh k?5nnto niiv abor avich vcrstollon, das» \m- 
ter t.owloso" VoraiTa83tz\in::-en jnan f^3r eine solche ArlKiil, eliia Voi^i..^..- 
rtBgllclikeit rindet. 

6/Kennen Sie elt;entlich die fr'ölior in HaiaiburG b^rindlicho, Je tat 



dar London TTnlver; " ;.• any:oachl 



.ouJiak ..arourr:? Das iat eine 



in der s^nsson V/ol'; c'inzi^i daatelioado Z.w\ Ivuic» starnraend von dem früh 
veratorbenen Kunsthlntorlkser \ind r>aycliüloi;ui Aby iVurburG, der einer djr 



eigenart.^C'^ten vjid in'. 



«önlicl-:eiten war und deosen 



Work, dlo RUclvorrolrir-c " h-euto noch wlrl:«ajaon eeeliachen Koraponon- 
ten biß lauC Ih^ro ISult^irhlatoriachen AnflLnce, walirachelnlich, wann es 
elnwal vo:i? vDrüfr^ntllcht aoln wird, 2u den bedeutaamaten Gelatunoa- 
Uuaajrun^en " ^ Qesenwart _ '".Ib v/ordon virird» Dor liölter der Biblio- 
thek, Piofeasor 3«ixl, der von Ifciiab'jrs lait naoli ixDndon üboreecangin iat. 



wird. 



falls ^..u in dieser ::lbllotli«»k «tvaa arboi'lien wellen, slcliar 



aehr etit a-ankc inisetn, Sio ::ün::on Um von nlr einen Gruaa boa tollen. 
loh bin auch T->ereit, aelbst »in lim zu achroibon. 

7/ Mit welchen Oxl'ordor Psychologen Dr. Djerro in Verbindunc war, 
weiss ich nloh^. Ich kann Ihn auch danach nicht fra cen , weil Ja dann 
Wirkung der Empfehliinc boointrUohtlgt würde. Ich nehme aber an, daaa 



! 



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die Oxforior Itxcpjnz dleaafl Soamers In Zentralblatt fUr P«7chc-Thorapl«, 
vlolleicbt in dor Septam'jor- oder Okto'o9r-Nu>iimor,l>ehßndalt aoln vrlrd. 
Bol frUhoroa Taßuri.:an vnr das 1 '.-^or der Fall. Diärln worden Sie wohl 
auch die Oxi'or-ler Nanon linden. 

riesor 3i^Ior Ist !•.-._ ^: -v.r /^twcrden.- Sie können r.ld^llbrl* 
Gons a- '^ TWltorhln in allsn A;- 'locö^^oiten an -nlch wenden. Tis lat 
»•hr vr '^isa» v/enn ich oIhsäI in London c-^ln werde, aber '--•lofllch 



stehe Ich Ihnen ir. 






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Mit h9rallc^.ov. Or»! sa 

D-ir 



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l'tobor 1953. 



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Sobj? vcroVr^er " t rr, ScIiuLrumi, 

"•\i'en Briof vom. 1% Oicto'oor erhielt Ich. loh hftbt dsrattf <!•• 









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orlcliii^t, dA80 v«i>u:»«clvolnllcIi dor* twstt W03 rur Sl« w . .., 



w«nn Sie durch dan von Ihn«i eiwtlhnten ICitt 



d«t 



j Von 



Sohr.'Ouon> d^j:» wu 



l'cii vrlo doi' * ■■ l^ Golbat 'ond vlQ der ICronprln« 



üuoh rTOimurOi- ::.^t, IL-on ^inoch,«'.an Ctudlxin suf:«l«a8on ra worden, strim 
Auadraok br-Uchton. Hr -glaubt, dti»a ola •©Ic. _ 



1 al«d.. 






• :\t 



attC "iToli; UUtto, 



Bwr arhabllou rao}-ir ula dor V'oc Ubor D^ori^, 



d»fiso:i Eluriuau ux- fUr vlol cerln^ör hUlt. loh ompfohlo Ilsncn alco, 
diesen ^ß »u gohea und nlc;i li''>3r e..la Sacli« auf dan I&iiTondon zu hai- 
ton, U;id awur 00, das« Bio nitp :: "rirt allcir von Ilnoa ceaandten 
Papiere Jeweils suEOhiC -n. Ich werde dfiim in dem G«olD^oton Ai:<:©n- 
bllok noch eine andöx»o Qaaielmni:, die Id; Im Ausao: ■.liaterl^an Im'co, 
fall» loh 00 ru' matik .sli: lmlt;«i werde, elnsotson. 

Muii dar- Icli aber einrml bei Ilmon die Rolle doo IToi'venarztoa 
■plelen und alnlees eason, waa bei der l^ktti« Ilu^cr Iure lair auTtio- 

f allen lat, 

1/ ulv, die wir ein Land, In doaaon Ansclmirunr,«« iind Kultur wir 

aur^awachseii aind, vorlassen haben, sind noch vlol au »elu:« conoic-:, 
auf -las no\io land die lAxcat^bo anzuwenden, die ^ir von Ilaua auc silt 
torln^iöu. W«an Idi r.xii:' dui^clileaa, was Sie Über üäiclünd odiral^xjn, 00 
erinnere loh mich stark an uio Eaipf iBdunoOn , die loh hatte, als loh 
das erate Mal taioh lllneoro Zelt in Duc^nd aufhielt. Gerade vma Sie 
über dal atehÄncebli ebene Viklncervoll: sdu^elb^n, Ist dafdr so boce loh- 
nend. Tats-dchllch habe loh In mslnem Leben, dao docl: reich an Wände- 



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- 2 • 
runcon vrar, fostßdBtollt, dass nan elnom Volk nur Gorooht werden kann, 
woiin nan oa von Innen haraua» d,h. nach sotnen •ioonen KaastUbon bour- 
tollt, liabon Slo sich oln;.»l mit der ünürolts-^iaorie dca Hanburcor 
Bloloßon Uo^doill bofÄBot. Dloao Theorie von Tlorlsbon auf das llfinaohen- 
loben Ubertracon Imt mich celo^^t, don Völlcom, In donen loh raloh bowo- 
g9, Goroclit SU worden» Wenn man daa olrmal geworden lat, dann hat man 
viel nelir daa OefUhl doa Guten, dem man bococnot, ala dea Promden. Ich 
tRüohto Erien eine aololie Kur auoh empfolilen, vor allem bovor Sie na oh 
Schweden koaMtn, ««il oben hlor vielleicht mobr äwNäi Sohlokaal ala 
durah Herkunft aenr vieles andere lat» 

2/ Wa« ich eben von der BetruohtimgOTrolae geconUber dem fronden 
Land »acte, gilt uuoli fsir Ihro Pihltinc zu den Sralgranten. Ich habe 
seibat die Emigration In ^ oder 6 thror sturkston Zentren kennen co- 
lernt und auoh da «ehr voraohledone Triebe geaehen. Man lauaa auoh dle- 
aen Menaohen gerecht zu werden suchen, die Ja doch schlloasl'ch zum Teil 

das beato Jüatorlal darstellon, das wir In Doutaohlund gehabt haben. Die 

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PwBÖnl Ichkelten wie BrUning, Trevia«unjus, Illlferdlng, Caaaloror, um nur 

einige Hamen zu nennen, zllhlten auch In uisorem Deutachland nicht nach 
Dutzenden. Idi wolas nicht, ob Sie Oologenlielt goliabt haben, mit dlooor 
lünsohenlcategorlo in Verbindung zu koianen. Slo werden da einen Grad der 
Vorgelotlgung und dor sooliacljon Ilölie finden, dor Sie slolier wo lil tuend 
baryiiron wird. Del anderen schichten müssen Sie erat eine cpflaao lüniatt 
des Rtsientlmonta durolistoaaen, um auf den wlpklic'.on inlxilt zu konsnen. 
loh möchte, wie Ich hoffe, vorlUuflg zu dleaor Schicht auoh Dr. Schulwani 
■Khlen, dor ohne Zwe&fol dleaen Zustand, von freuicifcohurtl loher Hand ^O"* 
leitet, bald überwinden wird. Anduro haben aber dtirch viel rauheroa 
Sohlokaal lliro Kruste eben noch nicht abwerfen können. Auch hier hander 
es aloh zum grossen Teil um erstklassige Monsohen. Im Ganien liat die 
Smlgratlon eine \mgehouro geistige Axifgabe. Es auao das wlAllohe Deuts- 



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- 5 - 



land orhaltati bleiben, (larilt an d«n '^arre, an dem sich anoh In altan 
Lande elnml die Oelater wieder r^lhran können, dl« AnknUpfimc an die 
Tradition vorhanden tat. Ich aelbat soVie eine AxiTcabo fllr die mir noch 
verblelbondan Jahre Ärln, mit allen gelatlcon StrBmincon sowohl denen 
von drlaien wie d ■ ;n von draiiaaen In PtJh?.uhr r.u Melbon ^md auf r.lr 
zuclingllohen Weren der Publlßlatik öafUr sxx sorcon, daas trwlsobon beiden 
Imraar noch ein Bnnd b^atohon bleibt. WWln nan die Ooachlcbta dor napoloo- 
nlachen Zolt vorfolc*:, dann a^oht nan, daca a^ich darjalr t!lo vdrlrllch 



gelatlc« Weltoroni^w! cklunc: Franln^eichs In dar 5Rlc«itlcn atattccrunden 
hatj dio loltondon TTa^Ten wuren ItaÄliwt 0-c "jQ^^ xml ClTatoaubi-»land; In 
Frankroich nolbnt iwiP TTapolccn . ' .ontlTc^^ ior olns'-o -»xj.^so ncTirlft- 
etollor dleaer zeit, Tjot«toro BonorVomc aoll kolne Parallola onthal\;en. 
Die GOletlce AnldUpfunc Prankrelcha nach Hapoleona Stvir« mir die ■ •.;^- 
tlonalltoratiir i-nd nicht dae Inzwlnchon In Frankrolc' -^ossiy - -^ne kon- 
trollierte Scbj^ifttiCTi, Ich aaee daa alloa nur, im Ihnen zu zoli:en, a^aa 
iwui die Eraln^atlon nicht nur aln EchiCk3al,aondem ar.oh elc Av^fccbo an« 



aohen kann, Bit gilt Ubrlcona attsaor 



^•.3tii-om Gebiet noch mxf 



aozlalen In dem Sinne, dasa dor olne Emlci'atit de» andoron, cans cloich» 
etlltlgiiae alo frUlior In dor neltat cotrannt l^aben rnc, viBnn er oa Imnn, 
witerloll,ln Jodera Fall aber noralisch txLt aelnen Erfalynmcen rnd seiner 
vielleicht atttrkoroilnnoroa naltvmG zw helfen verpflichtet l»t. Waa mit- 
unter ni.t einem guten Rat oder einem fi'eundllohen Brief enderon GO€onü'''Q-^ 
celelatot worden kann, werden Elo In latmor Zelt aktiv selbst orloben. 

Ich wUrdo mich freuen, wenn ee nlr c«13inC0» Sie allnllhlich auf 
meine Linie der "Slnn^ebunc an das ßinnloae" hlnUborziibr Ineon , Wona Sie 
aloh nicht eelir verändert haben, c^MLh% Idi, daaa Sie lurdiars der Jilenncb 
alndt anf diesem VJec sru vmndorn, 

3/ Sa hllne«n Ihnen noch aehr atark die Ili-labniscö der jUno»ten Vor- 
Cangenhelt an, vlölleicht deawetson, well da« Voraacön allür dor Stellen, 
/«t« «51« noch In BewefltBir aetaen konnton. Ihnen ein© ...ittlutohune bereitet 



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hat, W«nn Gld olnon GWlcaon Abo tan d co^^^'i'lon he^->on vtordon, (2ann 
worden Sl« eelion, dasa <3fi3, wao Ihnen sucostoooon iat, nloht Ubar- 
luachend war, oondom In dor allcoKiolti«!! Llnlo böcr'dadot lot. lat 
mnon das orot ola:nl klar, dann urordon Slo sloh mit Gan» andoror 
Inaoror Freiheit auf ein neuoo Loben uiißte?aen können. In Deutschland 
können Jtensclaen wie Sie und loh zur Zelt dooh nlohta Undom# Dleoor 



Pllm nuao abrollen« 



irvonbomhl' 



ruhi, 



Ini Brltlah Muaeuia oder einen aonetl^en Arboitaplat«. Ich Icann Ihnen 
aber die Atxnoaphüro dea Brltlah MBaeuas boaondera enpfelilon, Ist dooh 
dort sohlleasllch auoh von olnam Smlcmnten Iliror NutloimlitUt und Raaco 
olncal In Gröaater eolatlcer Koneentration eines dor bedeutsamsten und 
£;lelohaeltlc achlokaalaroicliaton Dlichor des 19» Ährhund«^rto oösclrnffor 
worden. loh vorlan^e t.olno entaprocl.onlo Loiatunc von Ihnen. Ich rocc 
aber an, daso Sie zun'dchst In deutsch und dann aucli In mcHaoh einmal 
In aller Rulio olnen LebonslauT von sloh entwirren, so vrle Sio c^aubcn, 
Oase er auf Jlonaolien, die Glo ^■l^ sich su Intorossleron boabGlciitlcen, 
SlnOruok mchon würde, Sie aollon dabei nichts Unrlohtlcoo sagen, voh3 
aber dlejenlcon Punlcte hervorhoben, vws «»ntn Sio annehr^en dürren, C^ae 
sie verwandte Töne bat dem SrapfUncor anaclilacon können, llachon Slo dai 
•VUohat einr»! in Hinblick auf den Kamrriorhorm dos soliwedlaöhen KöniG« 
dan Sie einweihen wollen, femer Im Hinblick auf olno amorilainlsoho 
Hoohsohule, an der Sia sich botutlcen könnton, oder an einer der croso€ 
crarilainiachan Stlftuncen, die Ihnen olnen Porschuncsauftrac Geben könr- 

« 

ton und 5/ oinml Im Ilinbllök auf eine encHaölio Behörde, bei dor Slo 
solir viel ceaundon Maas chon verstand, aber sehr wonlc £5*l«tl6« Jluanoen 



lahmm 



aihPtlbai 



daran vorändern wUrde, um das »x errolohon, «aa Sie solillosslloh er- 



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5/ Habori Sic schon •laml Uborlogt, IliPO Ilrinnoxnincon ^n cLlo Stx^aö- 



aan:isolt nieder::^:; 



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•«n Toil * ua T -^liaic'in iTa' oincn i^eund, dci' an don Hi-otonlüson atark 
Antdll c«»^iOrinoa hat, avsi. Ich l ..a dabo! dJLo :;>cyoho-1;hoiiii:/Cratlacl;ü 



Wlrkuni: c 



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-.vsb. das Gefühl bolbi'-.. \/. , daao 



mau in ioi* Voi«„.wi£:ün!iciu .iloht ja-js voi^aobons celobt Ijat« Ich i;l..ubo* 



dass 



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Sie fxüiox* )iÄtfc«a, 



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atölloi-^iöOiÄ 0:^' lioliti loli ktiaato tüv auov ixiioh voMtollcn, da^a tui- 



tor oöwiöoofi Voi., 



^^ /cj^,.^,^.! ran r^Jli' olnö j>olghe Ax*l;cilt; olao . ..O^^jn-» 



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XU Lx.iUQd^, 



6/Y.Qan9n Sl« «Igeatilch die TrUiioi» in HMftxu's boflndiiciio, jotst 



dar London Inivarsity uncü^iolilcaattto .;x ./liouh© 
In der sansoii liiolt einzig daatol^ondd amaaihmz» 



i^s? Da« Ist olrM 



vörstorbonen KunsthiotoplktM? und P»ycbOwv.^ai Aby Warburci doi» ©Inox' (te:P 
oigonurtl^. .^a und lutaröscair-ostta *^-i'3onliohla3lton «mr und dj-son 
Work, die RUckvor-rclx^cu: dox* hduto nooli wlrlcoacjoa aooliöclion Kon^jonen- 
ton biß auf IItjp« Itulturtiiatorloclion AniUng», iwiliroclioinl.'.oh, ^imtn oa 



oiniÄl voll wrünontllüht MiB wird, zu don bödöutoamaton GclotxniGO- 
Uusojruncen dox» CJoconwart eozUhlt worden wird, Dor Ijeitei» der Bibllo- 
thok, Pi-oiö^aor Saxl, der von liiciburc nlt naoh London Uboi'gtGanüen let. 



wird. 



falls SiO in diooür Dlbliotliak otwäs arbeiten wollon, fliolier 



f#hr out^o^^onlr lon" sein, 31o können Um von nir ein«i Oruaa befltollai. 
loh bin aucii berolt, aoibat an ihn zu ooiirolbon. 

.7/ Mit welchen Oxfordor Piyoholoren Dr, Bjerro In Vorblndunc war, 
volso loh nlohlJ, Ich kann Ihn auch danach nloht fi^agen, woll *a dann die 



Wirkung dor Bi^jfehlunc beolntrÄOhtl^rt wUrdo, Ich nehr» abor an, dass 



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die Oxforiar TagunG dleaoa 3o«bmm^ Im Sontralblatt für Psyoho-Tlioruplö , 
vlolloiolit in dor Sopton'Dor- oder Öktob«r-!Tuim«r,boliQnd6lt 8«ln wird« 
Boi finihoron Tußunc^n vmp diva Imor dor Fall» Darin Wöf^dan Sie wolil 
auch dl« Oxford er Kar,ion rinden. 

DiMMV Brior lat lang eonug go-jordan,- Sio kör.non L:ldi''.brl^ 
COsia auch weitarhln In allön Aat;«loeö''i5^oi^o»^ a^ nlah wondon. "e Ist 
Miir uncowlsa, wöija ich oinr©.! in London oaln wordo, aber brloflloh 
atoho ioh Ttunon. inaaar aair VorfUjiri^;, 

Hit horzllcliom Gruas 

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Jünköplne, don 12. Oktober 193ß* 
Brunn ßcatati 1|2» 



Herrn Dr^med, 0. Schulmann, 
c/o Mrs. 0.?. Joseph, 
26, Portland Place, 
London W^I. 



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Sehr verehrter Herr Doktor, 

Selbstverständlich entsinne Ich mich Iliror und der ver- 
antwortungs vollen Aufgabe, die Sie bei streseirann hatten, soiir 
genau» Ich Irnbe den verschiedensten Monsclien Gösai;;;t und es auch 
In meinen Tagebuchnotlzen nledereöschrleben, dass die Befreiung 
des Rhoinlandos In den Jahron I929/5O ausser Streseinann walirscliein 
lieh dessen Arzte zu danken ist, dor In jedem Aucenbllck vor der 
schworen Frage stand, ob er die Lobensda\ier dos Ihm anbefohlenen 
Patienten oder das Interesse des Vaterlandes In den Vordorcrund 
stellen sollte. Ich denke auch öfters an Unterlialtun^ori, die wir 
In Genf und in Schovenlngen gehabt haben • 

Es tut mir sehr le id, dass Sie auch zu dem Krolse, dar 
d\irch die Ej^elgnlsse betroffen worden Ist, cöl^ören» Ich wäre 
meinerseits nie auf den Gedanken cekommen, dass dies der Fall 
sein könnte. An sich möchte ich glauben, dass der Rat der engli- 
schen Dotscliaft an Sie richtig war. Sie brauchen nicht zu be- 
dauern, dass die vorschledenon Bemühungen um Ihre Zukunft geschei- 
tert slndj es wäre wahrscheinlich doch nur ein Aufschub für kurze 

Zelt gewesen* 

Ihre schwedischen Frounde scheinen bezüglich meiner Bedeu- 
tung in Schweden nicht richtig informiert zu sein, und ich wUrde 
Ihnen raten, dass Sie sich nach dieser Probe der ünlnformierthelt 



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- 2 - 

Über Jadü andero Sach«, die sie Ihnen mitteilen, bevor Sie 
Schlüsse daraxif bauen, auch an weiterer Stelle Gründlich Infor- 
mieren, loh habe hier eine in einem beschränkten Rahmen nicht 
uninteressante TutlGkoit, Aber weder auf die pclitlschen noch 
auf die wirtsclmftlichen Kräfte irgend einen Einfluss, Meine Auf- 
gabe beschränkt sich darauf, als jemand, der vlole Erfalunincoi 
geaammelt und violo Torheiten miterlebt, vielleicht auch elnice 
verhindert bat, hier Tdr iie Bourtellunc der ouropäisohen, insbe- 
sondere der osteuropäischen Verhältnisse mit meinem Rat zur Ver- 

fli£;:unß zu stehen. 

Ich bin aber cern bereit, die persönlichen Boziehinicon» 
meistens auf menschlichem Gebiet liecond, 'Aber die loh verJUgo, 
fUr Sie einzusetzen. Ich denke dabei in erater Unle an meinen 
persönlichen Freund, den Hervenarzt Poul Bjerre, den loh versuchen 
würde, f^lr sie zu interessieren. Ich habe ihm von Iliror TUtickeit 
bei Streserrann calocontlich erzählt. Wie ich die Verhältnisse 
hier beurteile, lialte ich die Empfehlunc, die Sie an den Leibarzt 
des Konica haben, fu- solir wesentlich. Das Beste wäre, wenn Sie 
mir einmal einen ausfUlirlichen Lebenslauf von sich einschicken 
würden, sodass loh diesen an BJerre weitergeben nnö. ihn dann fra- 
•en kann, was man am besten tun könnte, ma Ihnen eine Aufenthalts- 






und Arboitsorlaubnls hier Im lande zu bosolmffen. Bjerro war In 
dieaora Jaliro auf dam Koneress der Psychotherapeutischen Goaellachafi| 
in Oxford. Er hat die Hoffnung, diesen Kongross im komn«nden Jahre 
in Stoolcholm abhalten zu könien. Dl« Fühlung zwischen ihm und den 
Herren in Oxford scheint dabei ziemlich eng geworden zusein. 
es Ihnen gelingen würde, von einem der Oxfordor Herron eine Empfeh- 
lung an Ihn zu bekommen, so würde das auf Bjerre meiner Auffassung 
nach noch mehr wirken, als eine solche Smpfelilung von mir. Meine 
Empfehllang würde dann hinzuzutreten haben. 



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- 3 - 

SchllosslI-ch bitte Idtx Sie, a"u» nelnor oben auaceaprochenen 
Bereitwilligkeit nloht zu aohlleasen, das3 es leloht Ist, hier eine 
Aufentl-Ältsßenehmlciing und eine Tutlckelt ta finden. Za Ist dleo 
Im Gegenteil eine 'rbelt von sicher vielen Monaten, bei der man 
Jede olnzelno 3eziehano anspannen inuas, die einem zur Verfücuns 
steht und bei der auch der Zz^folz noch ungewiss Ist, Ich sage das 
nur, um Ihnen olno SnttHluachunG, w«nn es sehr lange dauei't tmd doch 
schliesslich sohlef geht, zu eraparen, nicht um Ilinen zu raten, von 



einer BemUhiing abzusehen. 



!vllt bsstoni Grus SS 

Ihr sehr ergebener 



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JönkOplnc» don 12 • Oktober I93O, 



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Herrn Dr.raod» 0, Sohtilmnnt 
c/o Iilrs. 0^1 1 Joseph, 

26, I^ortland Plaoo, 
Londo n W^I n 



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Sehr vorelirtor Herr Doktor, 

Solbstverstündlloh entalnne lola mich Iliror und der vor- 
antwortungB vollen Aufeabe, dlo Sie bei stroseirBnn hatten, sohr 
genau* Ich habe den vcpsohiedeneten Monsclion c^oact und es auoh 



in meinen Tacöbuchnotlzen nie der Geschrieben, daoa dlo UafrelunG 
des Fttiolnlandos In den Jahren I529/5O aussor Streaoinann wthrsclMln- 
lich deaöon ^rzto zu danken ist, dor In jedem Auconbllck vor der 



sohworon Fräße stand, ob er die Lebensdauer das Ihm anbefolilener 
Patienten ode." das Intorosoo des Vaterlandes In den Vordor;:rund 



/ 



stellen sollte • loh denke auch üftors an Untorhaltun£on, die wir 
In Gonf und in Schovwilngen cehabt lmben# 

Sa tut mir sehr ]d Id, dass Sie auch zu dem Kreise, dor 
durch die 2j,olgnlase betrorfen worden ist, cöl^ören^ Ich wKro 
meinerseits nie auf den Gedanken ^ekormen, dass dies dor Fall 
aein könnte* An sich möchte ich Glauben, dass der Rat dor ensll- 
■ohen Botschaft an Sie richtig war* Slo brauchen nicht zu be*- 
dauern, dass die verschiedenen BemUhuncon um Ilire Zukunft geschei- 
tert sindj es wUre wahrscheinlich doch nur ein AuCsohub Tir kurze 
Zelt gewesen* 

Ihre schwedischen Froundo scheinen bezUclloh meiner Bedeu- 
tunc in Schweden nicht richtig Informiert zu sein, und ich wUrde 
Ihnen raten, dass Slo sich nach dlcsor Probe der Un Informiertheit 



• 2 « 



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Ubor Jedo andopo Sacli«, dlo ale Urnen mitteilen, bovoi^ Sie 
Schlliaso darauf bauen, auoh an weiterer Stelle cr*dndlioh Infor- 
nioron. Ich habe hier olno In einem beochi»llnkten Rahmen nicht 
untnterossante TiltlGkelt, aber wedox- auf dlo polltiaohen noch 
auf die wirtsclmftllchen Krlifto ireond einen SlnTlusa, Meine AuT- 
^be beaoliränkt sich darauf, als Jeoand, der vlola Erfahruncen 
Cosamolt und vlolo T. -holten mltorlobt, vielleicht auoh olnlco 
verhindert hat, hier rir lie Beurtollunc der oii;-oplLl schon, Insbo- 
BOndoro dci» ostouropülachen VertiUltnlsso mit meinem Kat zur Ver- 
rd£3ing zu stehen. 

Ich bin aber gern beroit, die persönllclxen ZJosiohunoön, 
»•latena auf k« na ohll ehern Gebiet liecend, 'ibor die ich vor. llge, 
für Sie eineusotzon. loh denke dabei In erster Linie an meinen 
peraönliolien Freund, den Horvenarat Poia BJorro, don loh versuclion 
irdo, rtii» sie zu Intorosaioron. Ich habe ihm von Ihrer Tu tilKl: " 



bei Strooeamnn c«locentlich orzUhlt. wl« ich die Verhultniwt ^ 
hier beurteile, l:ialte loh die Empf ehlxinc , die Sie an den Lolbarzt 
des KUnlcs Irnben, t^v aohj? wesentlich. Das Beate wiire, vonn Sie 
mir olniual einen auef ülirl Ichen Lebonslauf von 3:roh einsohlcken 
wurden, sodass loh dleaon an BJerre weiter cobon und Hin dann fpa- 
ßmx kann, 'ma ran am besten ttin künnto, um Ilmen eine Aufenthalts- 
und /irbültaorlaubnls hier im I«nde zu boaoliaiTon. Djerro war in 
dioaora Jal)i»o auf dorn Kongreas der Paycliolihorapeutiaohen GoaellacliaftI 
in OxTord, Sr hat die Hoffnung, diesen Kongrosa Im koanendon Jaliro 
In Stoclcholm ablmlton zu können. Die PUhlung zwioohon ihm und den 
Herren in Oxford scheint dabei ziemlich enc cov/orden zuaoln. Wenn 
es Ihnen gelincen würde, von einem dor Oxfordor Herren eine Empfeh- 
lung an Hin zu bekommen, so wUrde das auf Bjerro meiner Auffassung 
nach noch mehr wirken, als eine solche Erapfeiaung von mir. Meine 
B»pf«l:ilunG wUrde dann hinzuzutreten liaben. 



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- 3 - 

SchliöBsllch bitte loh Slo, atia neiner ol^on auacoaproclionon 
DoroltwllllGkelt nloht zu aohllosson, daoa oa leicht Ist, hier eine 
Aufenthalt aGenohmlGuriG und eine Tutl^kelt au finden. Es ist dies 
im ßocenteil eine Arbeit von sicher vielen üonaten, bei der man 
jode einzelne Bezlehiinc anspannen nuaa, die einem zur VorfU£;uns 
steht xmd bei der auoh d0P I^rfolc nooh unsewlso Ist, Ich aaco das 
nur, um Ihnen eine Sntfcliuschunßi wenn es sehr lanc« dauert uad doch 
schliesslloh schief cöl^t, Btt ersparen, nloht \xn Ilonon zu raten, von 



einer DeinlUiunc abzuaohen. 



IiSit bestein Gruaa« 

Ihr aehr ergobonai» 



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GÖTEBORGS HANDELS- OCH SJÖFARTSTIDNING 



Telefon : 

HANDELSTIDNINGEN 




Telegramadress : 

HANDELSTIDNING 



REDAKTIONEN 



GÖTEBORG DEN oQ n^^ril 1 '^ ^ R 

KOPMANSGATAN 10 ^ ^ '" \f ^ ^ ^ -^ > ^ • 



Herr Do^'tor Hans 
Brunnsgf^.tan ^l , 
Jön'-öpin^, 



Schcf fer, 



\ 



Kare DoV.tor Scheffer, 

Ber att f-^ tacka för Doktorn? brev och vänli^/:hetin att ha 
besvaret att försöka fa Dr. Briinin.fs hit, Dot vore mycl:et roli.p^t, 
oin det n^.gon f^an.'^ künde lyckas. 

Som Doktor Ccheffer kancke sett, har professor ;lomdahl i Han- 
del stidnin^^Cen framla^^t Heichardts plan för understöd at de hemlösa 
tyska v^tenskapsmännen. Ja/? har ännu icke varit i tillfälle att se 
Professor "^'^loichardt hos mig, men jpg hoppas snart fa nöjnt .r^öra det 
Jap; hoppas ocksa, att or-ständij^he t erna snart föra Doktor Scheffer 

tili CJöt^horg. 

Med ut markt hö^^raktning 




x-^^-'V-^^ 





Jönköplns, don 12, April 1950« 
Brunn tan kZ, 



Herrn Professor Torsny Sei^erstQi'.t, 
QötebortjB üandols- och SJürarts-Tidnlnc, 
Kaptianscatan 10, 
Q ü t e b o r 



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Se}ir vorohrtar Herr Professor, 

Erat ceatorn kam loh in den Bosit» einer Antwort von Dr. B. 
bezüglich des von Ihnen ancerogton Vor träges in Göteborg. Ich 
schicke Ihnen diese Antwort Im Orl-lnal mit der Bitte vn freund- 
liche Rlickaabe und bin auch corn bereit, Ihre Oocenäusaerunß 
we en eines Vortracos Im Jahre 1939 an Dr. B. welterzuceben, so- 
bald Ich sie von Il-uien orlialten hftbt* 

Darf Ich bei dlasom Anlasa eine andere AnceleG«nhelt zur 
Sprache brlnsen \ind vm Ihro freundliche vitwlrkuns werben? Im 
Deaember vorlcon Jahres erlaubte Ich mir, Ihro A\if ne rksamlce It auf 
Herrn Professor Konstantin Reiohardt au lenken. Sie waren auch so 
freundlich. Hin z^^ enpfancan. Die Elnmu-zelunc von Professor Rol- 
cJmrdt nach der nonachllchen und wlsaonscliaf tlichen leite boreltot 
keine Schwlorl-kelt. 7/le Slo aus der belcafU^ten At'sclu'lft eines 
unter dem ?. ds, Mta. an mich Gerichteten Brlofeo ersehen, ist es 
nur eine Pmee, wie ein gewisser Fonds zur Emöelichunß der wiasen- 
schaftlichon BetUtißiung gestellt werden Icann. Bei den sehr beschei- 
denen Bedürfnissen eines deutschen Oelohrton dürfte es sich vjn 
verhUltnlsnUsslg selir serlnc« Sujnmen handeln. 

Ich möchte Herrn Professor Reiclmrdt antworten, daas loh 
Ihm zu einoBi weiteren Beaucho bei Ihnen rate, m«chte Jedoch dies 
nicht ohne Ihro vorhori^e Zuatlmnrunc tun. 

Indem loh Ilinon für eine Antwort auf die beiden Praxen über 



- 2 - 

Herrn Profosaor Torßny Sef^orstedt, Göteborg, 



12. Ij., 19 58. 



Dr. B, tind Professor Reichardt dankbar wUro, bin ich 



«»<- 



mit verblndllclistom Girasoe 



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2 Anla^on « 



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JönkÖplnCfden 29. Janixar I938. 
DininnsQatan L\2m 



Horrn Professor Tor^ny So^erstedt, 
Götoborcs Ilandola- och SJöfarts-Tidning^ 
KöpnansGatan 10^ 
Göteborg« 



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Selir verehrter Herr Professor^ 

Bei meiner Hllckkelir aus Rumänien, wo Ich mich 10 Tage 
aufgehalten "und selir Interessante Eindrücke über die dortigen 
Innen*- und aussenpolit Ischen Entwickluncen gewonnen habe, finde 
ich Iliren Brief vom 20« Janioar vor* Ich habe sofort nach JSngland 
Geschrieben und bei Herrn B* In den von Ilinen gewünschten Sinna 
angefragt* Sobald ich eine Äusserung von Ihm erhalten liabe, werde 
ich mich wieder melden» ' 

Auf der RUckroise liabe ich mich auch kurz in dor Schweiz 
und in Deutschlaad aufßejialten und eine Reihe von interessanten 
Menschen gosprochcai* Ich würde mich sehr gern eimirnl wieder aus« 
fUlirlich mit Ihnen über die Weltlage untorl-ialten und möchte an- 
regen, ob Sie nicht einmal ein Waekend hier bei uns verbringen 
würden, V/lr würden dann einen ruhigen Abend für uns haben, und 
könnte sich aus »o einem Gespräch allerlei V/ichtlges ergeben* 

Mit verbindlidistem Gruss 

Ihr sehr orgebener 






;. 



^ ^coi /r^v^^ ^^.4v.-.A 



GÖTEBORGS HANDELS- OCH SJÖFARTS-TIDHIING 



ir/ 



Telefon: 

HANDELSTIDNINGEN 




Teiegramadress : 

HANDELSTIDNING 



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REDAKTIONEN 



GÖTEBORG DEN y» n -inmip-n' IQ-'fi 

KöPMANSGATAN 10 ^^ januari ly^-b 




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Herr Dr TIans vScheffer, 
Brunnsgatan 4^- f 
Jönköping, 

Herr Do' tor, 

Härmed bor jag att f*l aterkomma med mitt van'^iga ärende, n':m] i .i-^n 
att fra,^a om Dr Scheffer hört nlgot fr°n Dr Brüning, Jag skulle bli 
Dr Scheffer mycket förbunden för ett meddelande, om det möjligen finn 
n-lgon utsikt att Dr Brüning kan kornma över tili Svorige, oj?:ivfallot 
betalar klubben här resan fran London och u pehallot i Göteborg.. Jag 
bor om ursäkt att jag besvärar med detta ärende, men möjligheten att 
fä hit Dr Brüning vill jag inte under nigra omständighct er förspilla. 

Dr Reichardt h^r varit vL'nlig nog att hälsa p& mig, och jag 
hoppas snart bli i tillfälle att träffa honom litot mera. 

Med utmärkt hö \aktnin;^ 




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i^-t^-'g^^ 




Lora Stgall 
Berlin W. 15 
Uhlt>n:i8trae- 



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Dora Segall geb. Saloechin 



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geb. 1. Juni 1:)04 in Berlin 

Stjatsengehöriiikeitx üeuteches Reich 

Abcolviei-un<^ des Ly.ieuni8 

Einjaririt^er Besuch ier Solektü ^ter Höheren Hanüelseci.uU 

lleb.rJGbrl.:er ElavieruiUerricht in aer Oberklaose des Stern'echen 

Koneervet.oriu.riE- In Berlin. FraKtiache Ertalirun^ im Unterrichten 

vor Kinr'frn und Trwachaenen. 

Aubbiltlunc in Atem- und Si)recUtechnik und Rezitation. Ligene 

Vc>rtrae;f:;.sfcen'.e, -.'itv.irkur^ iui irnndfunk. 

Von i92t - ia'53 SekretHrii. des Vtrbanaes Deutscher BUhnenachrift- 

eteller una 3',;hnen.cou:,'Criit;ten. 

Von 1:}33 bis jetzt in der Reich overtretun^j der Juden in 1 eutechiaac 

unu iu Jü.;iechen Freut. - und p.Ib ::eKretärin uni Iti .a.rbüiterin auf 

vt-rL-chifdenen sozialen Gfcbietcn. 2eUetanui.ie Beratun,.: voa xTauen 

und ..'i.. eben. 

Seic irjO verheiratet. Fül-in<ng cleß eigenen Hauehalte. 

Gute eotiüecha Cp.rachkeiintniese. 



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Fritz Se.^all 
Berlin «< • lip 
Uhland Strasse 47 



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Ifritz SCoall 

geboren am 27. Au -ust 1901 in Neudaiajü/Keuaiari.. Früher ' eutsche 
StaateaagehöritjKeit , jetzt staatenlos. 

Yom 18. Lebensjahr ab Journal ist ipch tatig. Bis 1)^3 zunächst 
freier unJ da-.n fester Mitarbeiter der Tanzes- una Zeitschriften- 
presse fUr die feuiltitonistischen und kulturpolitj sehen Gebiete. 

Dozc t an VclktüiocbBChulfcn , Sekretiir uno Haupt/je&chöftsführer 
vcn Bilaungeiiiü fcitutionen. 

Kulturpolitischer Referent in c>er Reichsrundfunkgesellschaft , 
im Deutschlandsender und in üer "Berliner Funks tun de " . 

Seit IJ'H crgaiiisatoriC;cner Leiter der Kunst lerV-ilfe ler Jüdische 
QeiAeinde zu jeriin und Sachbearbeiter für die künstlerischen 
lierule in aer rteiohovertretuxi£ der Ju^en iü Deutschland. 



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Hane Segall 

Berlin-Vveissensee 

Taßsostrasee 14 



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Hans Segall 

eueren am 1 } . April 1J04 in Berlin. Früher deutsche Staateangehörig- 
keit, jetzt staatenlos. 

Handelshochschule, Höhere Webschule Berlin ( theoreti;:che und prakti- 
sche Ausbildung). 

Kaurmäanioclie Aus'ollduiio im lextllfach. Vertreter von lextilfiraon, 
selbständiger Vertreter für Webereien und für den Exporthandel. 



Jönköplng, den 5« jDezember I93O, 
Brunnscatan I|2. 



Herrn Willy Selbiger, 
Berlin y.W.87. 
LovotÄowatr. I2a 



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Selrir GOobj?tar Horr Solblgor, 

Ihron BrlQf von 5^ ds. Kts. orhlolt ich. Ple Verhältnisse 
llecen so schwor, dass es mir sogar flir meine niicnstan Froundo bisher 
nicht cöluncen ist, Ivlöcllciikoiten der von Ihnen gewünschten Art zu 
sohaffent 

Der einzige Rat, i.Bn ich Ihnen geben kann, Ist, sich an den 
Hllfsverein der Juden in Deutachland, Berlin, T.videndorff Strasse 2ü 
zu wenden und dort von einer sachkundigen Persönlichkeit über Auswg^nde- 
rungsmögllchkeiten beraten zu lassen. Sollten Sie christlicher Nicht- 
arler sein, was ich aus Ilirem Briefe nicht ertnelimen kann, so werden Sie 
dort Jadenfalls den Hamen einer entsprochenden Organisation, welche die 
Beratung vomlrnrat, erfahren können* Soviel ich weiss, betätigen sich 
auch die Quäker, die ja in Berlin ihre Niederlassung haben, sehr hilfs- 



bereit auf dlCGem. Gebiet ♦ 



Mit verbindlichster Sinffehlung 




Jönköplnc, den 5, Dezember I93G. 
Brunn 3r;a tan I42. 



Herrn Willy Salblcor, 

Berlin N.W.O7, 
LovetKowstr • l2a 



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Sehr Goo^tar Herr Solblgor, 

Ihroa Brior von 5. da. Äs. orhlolt ich, Dl« VorhUltniaeo 
ll«g«n 30 schwor, daao Q3 mir aocar für iiieine nüc-atan Froundo blshor 
nicht GOl^'iCon l3t, MöGllch"'^olteii der von Binon gewünschten Art zu 



30:iafran. 



Der oinEljQ "".at, den Ich Ihnen so^o^ loa nn, iat, oloh an den 
lUlfavoroln der Juden in Deutschland, Dorlln, LudondorffstraosoZO, 
zu wenden und dort von einer sachkundieen Peraönl.lohJcelt über Auaw^nde- 
rrAneairiößllchkelten beraten zu lassen. Sollton no chrlatllchor Nicht- 
arler sein, was Ich aus Ihrem Briefe nicht eAieteten kann, ao werden Slo 
dort Jedenfalla den Namen einer entaprochendon Organlaatlon, welche die 
Beratunc vornlmt, errahron können. Soviel ich weias, betutigen sich 
auch die QuUkor, die Ja In Berlin Ihre Wledorlaasunc haben, sehr hilfs- 



bereit auf dloser.1 Goblot. 



Mit vorbindlichator Er.t 'ehlung 

Ihr 




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Tecknei . utmärker även komma, 

kolon eller Se- 
mikolon, 
I „ parentes, 

= mellan helt tal och bräk 
utmärker blandat tal, ex. 
6=?U betyder 6 Vi. 



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TELEGRAM. 

KUNGL. TELEGRAFVERKET. 



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PARIS JP 261 26/27 W 10/9 1115 LÖSEN 2I0O VIA GÖTEBORGRADIO = 



WSßj EFTERS'Ä 



Tz:«4^..^c^ 



NT FRÄN STOCKHOLM = GEORGE SHARP C / TÄNDST I CKSBOLAa 

JÖNKÖPING = 




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FOLUOWING CABLE SIGNED GLAZEBROOK JUST RECEIVED QUOTE REGRET 



Aft^tariUM^ta^tM 



CONTINUED ABSENCES MAKE KREUTOLL QUORUM UNOBTAINABLE EARLIER THAN 
WEEK BEGINNING NINETEENTH UNQUOTE = ROSEBOROUGH + 



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Exp. av 



Form, nr 20"* 
(1927) 



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l.itluicrnüska A.-B.. Norrk. 'V^ 38. 4.ÜO\fX)() 



4238 



Postförskotts- 
försändelse. 



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Postförskott 
Fem (5) kr. 



TRYCKSAK. 



ßvsändare: Skattebetalaniüs Förening 
Postgirokonto n> 565 Stockholm 16 



Till 



Herr Jur^DoKtor 



Hens Schaff er 



Sr u n n.s ^^ö ta n 4S. 



JÖMKÖPING. 




Postförskott. 





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5KATTEBETALARNA5 

FORENING 



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38. 



Arsavgilten erlagd med lern Jironor. 



En suncl samJiällsekonomi och ett jramätskridande närin^sliu är 

grunaual för var mans bästa. 



I 

Jönköplng den 26 oktobor I958. 
Brunnag&tan 1^2 • 1 



ft ) 



AtBt Sm&landa Bank^ 
Jänkttplng^ 



Konto Iluns oöh^E\ra^ Sc^^^^^i. 



Hlirmed ber Jaß Sdor att por flygpoat tSvorsUnd« 1 chook 



©tt belopp & 



Pal.£ 105,-.- 



tili ^o Workor's Dank Ltd., Tel-Aviv, Palestina, för rUlcnlnc harr 
Frit2 üaphtall sant inoddola nUnnda bank, att Jag iäMg 1 ett s'tlrskllt 



brov konraor att tlllokrlva harr Naphtall 1 Urondet. 

Hösaktninga füllt 



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Social Research 



AN INTERNATIONAL QUARTERLY OF POLITICAL AND SOCIAL SCIENCE 

66 WEST 12 STREET • NEW YORK CITY 

Edlledby THE GRADUATE FACULTV OF POLITICAL AND SOCIAL SCIENCE OF THE NEW SCIIOOL FOR SOCIAL RESEARCH 



November 21, 1938 



1,-,-s ' '^ /,, - 



1 



Dear Subsoriber: 



mien SOCIAL RESEAECH was launched in 1934 it was in effoct an experiinental 
venture. It was yet to be proved that the body of scholars exiled frora 
the European universities oould put out a Journal that could find a place 
alongside of the other scientific pericdicals in the fisld of cconomics and 
political and social sciences. We belicve that wo may fairly assert that it 
has proved itself in the intellectual world and should now vforlr toward 
finanoial independence and seif support. This makes it necessary to raise 
the present nominal subsoription rate of $2.50 a year to f?3.50 a year. The 
new rate will go into effeot on Pebruary 1,1939. Renewals, new subscriptions 
and subscriptions in advanoe for two years or more received before ]7ebruary 
Ist will be entered at the old $2.50 rate. 

We hope that you believe in SOCIAL KESEARCE as we do and will holp it to 
be seif supporting by sending us your renewal. 

Sincerely, 
Circulation Manager 





THIS SIDE OFCARD IS FOR 





Abi LH 



,.i.i» I ■« *:»■' 



Dr. Hans Schaeffer 

Box 1200 

Stockholm XVI, Sweden 



• 






Social Ke 
66 if^'est 1. 


search 
2th St. 




New York, 


N. Y. 




Y/e 


acknowledge 


vd tli 


thanks the receipt of 


the 


renewal oi 


• your subscription 


to ÜQCIAL 


RESEARCH . 




• 


The Editor 


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Jönköplng den 21 novembor 1958. 
Brunnagatan 1^2 . 



Till Statons Roklamatlonskontor, 
Kungl* Jamvlißsstyrolsen^ 

Stooldiolm. 





Jag bor hUmied fä. ÜvoraUnda en 2:a klass tiir och rotur- 
blljett (n:o 5757)» vilkon Jag idac löst hUr i Jönköplne för rosa 
JönköpinG/KatrinoholV Jönköplng. DL Jag amellörtid blev tvungan tu 
att 1 Palköping avbryta reaan ooh dUr f Ick lösa ny blljott för 
fitorrosan tili Jönköplng, voro Jag taoksam, oin Hl Vünllgen vlllo 
ramlttora tili mig raellanskillnadon L blljetten Ifr&ga, d.y.s, 
blljettkootnadorna frän Palköplng/Katrlneholra och tlllbaka tili 
Jönköplng, 

50 gaktn Inga füll t 



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(Dr. Hans SchUffer) 



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1 bll. (Blljett Uro 5757) 
Rek. 



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D« HANS STAUDINGER 



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InlamnillgSbeviS rorande en assurerad eller rekommenderad försändelse. 

(Är väldebelopp ej angrivet, avser detta bevls en rekommenderad försändelse.) 

Förvara detta inlämningsbevis, tili dess visshet vunnits, att försändelsen kommit 
adressaten tiilhanda! Vid rcklamation skall inlämninrTsbevisct företes. 



Försändelseslag 



Inlämningsnummer 



Vikt för assurerad försändelse 
(i förekommande fall) 



Brev 



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Erlagda 
postavgifter 



Adressat 



Adressort 



Assuransbelopp 



^''h- öre 



diCU 



Särskilda anteck- 
ningar (säsom expr., 
mb etc.) 




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(Vederbörande postfunktlonars namn eller slpnatur) 

l Ersattnln^ för en ^rtrikej rekommenderad försändelse, som förkommit ellcr skadats, kan 
' 1 Intet fall ul^h med hftcrre belopp an 36 kronor. 

I frÄRa om ersättninj; för försändelse //// titlandet pälla särskilda föreskrifter 
Beträffande sättct orh tidcn för framställande av ersättninesanspräk meddelas upd- 
lysninj^ar Ä postanstalterna. * ^ 

Bl. 301. (Mars 38.) 



^ 



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129 ''^'pst llth Street 
New York, N.T. 
10. Juni 1938 





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Lieber Hpns oohpeffer: 

P.ls i^h neull'>h m-^inen Brief an Sie vn^ Ihre Fr?u schrieb, 
wurde i^b vor Beendi-mu" '=^iner eilicen Sechen wegen unter- 
brochen und bLn nun noch nicht dp zu «-ekominen, weiter zu 
sr^hreihon. Inzwischen kana nun 1er Brief Ihres Bruders, 
und obwohl ich in sehr gros-era Arbeltsdruck bin; wol. te ich 
ihn do'^h rleich beantworten und vor pllen T^lnj-en, fuer ihn 
. tun WPS nur irgend moeglich ist. Heute hilft mir nun itorien- 
Wne /Ihnen dprueber zu berichten, da wir jetzt endlich furz 
vor' '3er 'Abreise sind, und ich kaum mehr die Zeit auf gebr.- cht 
heette, selbst zu schreiben. 

Ich moechte nun dem Brief, den ich an Ihren Bruder schrieb, 
noch einiges hinzufuegen, was ich nicht direkt schreiben 
will. Ausserdem moechte ich Sie ruch bitten, den Bri^f ^an 
Ihr^n Eruier nur dann weiterzugeben, wenn Sie es fuer rich- 
tig 'halten, im anderen Falle schreiben Sie ihm daraus nur 
einige Auszüge. 

Bei ein-r et'vaigen Anstellung in einem der Negercoll-ges ist 
nur dann eine Aussicht vorhanden, wenn ein lell des Gehalts 
von anderer Seite aufgebracht wer^^'-n kann. T^ies war vor 2 
Jahren die Voraussetzung zu der Anstellung unseres ^Freundes 
in Alabama, von der ich Ihrem ^ruder schrieb. Nur dann, wenn 
die Lputo dpn amerikanischen arbeitslosen Lehrern gegenü°ber 
sacen'koennen, d;^ss die Haeine des Gehalts von ^^rl^ter Seite 
fetra.-en wird koennen sie die Anstellung fremder Lehrkr^eft- 
rer^htferti-en. Da es sich d^m^ls um einen ganz verzweifelten 
Fall handelte, hat Hrns perso'^nli-h mit dem Einsatz all sei- 
ner T^,nergie fuer 2 «>alire die Haelfte des Gehaltes bei hiesi- 
gen araprikpnlschen Stellen gesammelt, und auch ein deuts^^bpr 
Hilfsfond hv.t etwas dazu boigetraron. Jotzt-^na^-hdem das 
College auf Grund besonderer Leist^ongen ^enes Deuts^^bpn es 
rechtfertigen kann, hat es den betreffenden endlich voll auf 
das eisene'^udget ueb-rnorr-en. Ich habe nun bei meiner ^nter 
redun/mit dem hiesigen Leiter, als er mir sagte dass ^eine 
A^s^cht auf Anstellung bestuende, gefragt, ob sich denn nichtl 
dorh e'ne Moeglichkelt ergaebe, wenn man v.-ieder wie damals 
einen Teil' des Gehaltes von dritter Seite aufbringen ^/uerde. 
?a?aSfhin meinte er, dass in diesem Falle wohl einige Auswich- 
wpere u. er bat, es ihm mitzuteilen, wenn es uns ^'-irklich 
wieder relinc^en sollte, die Sammlung zustande zu bringen. Mes 
Ist ^ie Moeglichkeit, von der ich Ihrem Bruder fuer das Jahr 
Tq'^9-40 sprach. Nun besteht aber seit langem keinerlei 
Moe^li-hkeit mehr, Ueses Geld hier aufzubringen. Hans hat 
Sther schon fuer mehrere andere Faelle sein Bestes versucht, 
pw es ist letzt, nachdem der Rueckschlag in eine wirkliche 
Sprelsion ausgeartet ist, vollkommen erfolglos. Wenn nun 
aber Ilir Bruder selbst die Mceglichkeit haette, für ein bis 



zwei Jahre die Haelfte des 
setzen 0-.n jejjßm Fall wpr 
V/oluiuiig'^ sodass der zusfeet 
rauesste iren diesen Betreg 
Verfueguiig stellen, da es 
koHimen darf. Wir haben d? 



in Frage kommenden Gehaltes zuzU' 
des J8hrest;ehalt *1600 bei freier 
zliche Betrpg ^800 waere), dann 
eis von dritter Seite kofumend zur 
nicht offiziell von ihm selbst 
s auch schon einmal in einem rnde 



ren Falle versucht, damals aber ohne Erfolg, wahrscheinlich 
weil der Betreffende nicht sehr gefallen hat, 

Sie rnucssen nun selbst entscheiden, ob ein solch komplizierter 
Plan, der erst ?uf die Zukunft geht und auch dann nrch keine 
Gev;aehr fuer Siclierheit bietet, irgend eine ^Anziehungskraft 
fuer Iliren Bruder haben kann. Es ist das einzige, was tnan 
an konkretem ueberhaupt vorschla^^en kann. Mit allem an^^ieren 
vrhaelt es sich so, wie ich es rj^rem Bruder ausfuherlicl ])3e- 
schildert habe. 

Dies fuer h<=ute. '«lariRnne v;ird mir den Brief noch selbst mit 
nehmen. VielJei("ht felin^^t es mir au'^h noch, sreinen -nderen 
Brief an Sie und Ihre Frau mit demselben Schiff wegzus<->h' )Vf^n 



Herzlichst 



ihre 




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Jönköplng, den 16* Dezambor 19$ . 






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Liabor Dr» Stelner, 

Ich möchte d<im sachlichen Sclirelban noch ein persönliches 

hinsufügan iind Sie um olne r;ros3e Proundllchkeit bitten» Eine sehr 

,1 

g\ite Freundin von uns, die frUlier zu den besten Kopistinnen und 

l . 
Rastauratorlnnen Deutschlands gehört hat, Frau SanltUtsrat Elise 

Sachs, lebt, nachdem sie ans ihr heute noch unbelmnnten Ori^ndon vor 

1 ^ Jahren mit einer Frist von Tagen unter Zurlicklassimg Ihrer ge* 

samten Habe cez^^iinüen vmrde, Deutschland zu vorlassen. Jetzt in Paris 

und ernährt sich ausser lurch 3ilderkoplen vor allem durch kunstgeworb« 

liehe Arbeiten* Wir selbst haben in unserer wohnimg hier z^el von ihr 

I 
kopierte Rombrandt und einen Ooya, die wir sehr peru haben* Im var- 

gangenen Sommer hat sie fUr uns In Paris einen älsloy kopiert, fir 

mein Gefühl ganz ausgezeichnet, der dort zur Zelt noch der Vorsendung 

i 

entgagentrocknet* Mir selbst hat sie bei meinem letzten Aufenthalt 
in ParJs eine sehr geschmackvolle Schreibunterlage gaarbeitet, mittels 
deren Ich auch im Flugzeug ohne Erschütterung Örlefe schreiben kann. 
Ich halte es nicht fUr ausgaschloasen, dass Sie Jetzt während der 
Weihnachtszeit die Möglichkeit haben, der DaAt das eine odor andere 
abzunehmen oder sie an Ihren Bekanntenkreis zu empfehlen* Da die 
Zelt schon ntlt fortgescliritten ist, habe ich mir erlaubt, die Dame 
•u veranlassen, Sie einmal im Büro anzurufen* Ich wäre Ihnen sehr 
dankbar, wenn Sie si ti empfangen w'ilrdan. Wann loh Ihnen einmal auf 
ähnlichem Oobioto einen Dienst erweisen kann, ßo wUrde Ich aa «ehr 
gern tun# ^ r \ 

Mit herzlichem Qruss, auch von mein er Frau, 



Ihr 



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Jönköplng, den l6. Dezember 19$ . 



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Lieber Dr. Stelner, 



Ich möchte dom sachlichen Schreiben noch ein pet^aönllches 



hinzufügen und Sie um eine grosse Freundlichkeit bitten^. Eine sehr 
gute Freundin von uns, die früher zu den besten Kopistinnen und 

i 

Restauratorinnen Deutschl;ind3 gehört hat, Frau SanÜtätarat Elise 

Sachs, lebt, nachdem sie aus ihr heute noch unbekannten Gr^indon vor 

1 ^ Jahren mit einer Frist von 8 Tagen unter ZurUcklassimg ihrer ge- 

samten Habe gezwungen wurde, Deixtschland zu verlassen, ^etzt Xn Paris 

tind ernährt sich ausser durch Bilderkopien vor allem dui^ch Inmatgeworb 

liehe Arbeiten* Wir selbst haben in unserer Wol-inung hier zv^ei von ihr 

kopierte Rombrandt und einen Goya, die wir sehr gern haben* Im ver« 

gangenen Sommer hat sie fUr uns in Paris einen Sisloj kopiert, f'^r 

mein OefUhl ganz ausgezeichnet, der dort zur Zelt noch der VerseoduAg 

I \ , ■ \ ^ 

entgegentrocknet» Mir selbst hat sie bei meinem letzten Aufonthall^ 

in Paris eine sehr geschmackvolle Schreibunterlage gearbeitet, mittels 

deren ich auch im Flugzeug ohne Erschütterung Briefe schreiben kann. 

Ich halte es nicht fUr ausgeschlossen, dass Sie jetzt während der ^ 

V/eihnachtszelt die Möglichkeit haben, der Dame das eine odet» ander*\ 

abzunehmen odor sie an Ihren Bekanntenkreis zu empfehlen. Da die 

Zelt schon weit fortgeschritten ist, habe ich mir erlaubt, die Damo 

zu veranlassen, Sie einmal im Büro anzurufen. Ich wäre Ihnen sehr 

dankbar, wenn Sie sie empfangen wUrdan. Wenn ich Ihnen einmal auf 

ähnlichem Gebiete einen Dienst erweisen kann, so würde ich es mehr 



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gern tun. 



Mit herzlichem Oruss, auch von mein er Frau, 



Ihr 



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JÜnköplne, don 21. Novonbor 1$)50, 
Brunn SG« tan k2. 



Horrn Reohtaamralt 
Lanccasse 70» 
Dangig« 



^r, Waltor stomberc. 



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Llobor V7altor Stornböre, 

Für dlo drei Klienten, wogen doisiDu in Öeinem Brief vom 
15, ds« anfragst , kann loh leidor nichts tun. Aufenthalts- und Ar- 
btltsorluubnisae werden hier nur orteilt, wenn es sich um Kr'dfto ban- 
delt, ftir dlo in Schweden sin unbodlncter Bedarf vorlmndon Ist, der aus 
sohwedlsclTfin Kons chonbe atiin den nicht gedookt worden Irann. IDarUber wor- 
den vorher die Orcanlsat Ionen der Arbeltscebor und Arbeltsnehinor Gehört 
und deren /oiasorungon fallen fast niomls positiv aus. Zu dor Erlaubnis 
fUr einen stUndlcen Aufontlmlt hier Ist also keinerlei Aussicht vorlicn- 
don. Auch fUr molnon jUncstcii Bruder und seine Parnllio werde ich froh 
sein, wenn loh eine vorüborcehendo A\:if enthalt sconehnigunc f\i* «üo Zwi- 
schenzeit bis zu einer V/elterwandorung erlmlte, dto» dass or Jedoch 
hier eine Tätigkeit ausüben darf. 

Ich empföhle Dir, Dich bei einer dafUr bestimmten Orcanlaatlon 
fUr Deine Klienten f-ir eine Ausv/andorung nach Ueborsee zu Interessieren 
V/oan eine solche bewllllet ist und es sich nur darum Imndelt, olno 
Zwlwohenzeit zu überwinden, dann ist es bei Bestreltunc des LeborMa'ifon 
Imlts durch diese Orcanisatlon nicht ausgeschlossen, vorübergehende 
AufonthaltsgenelimlGungen zu erwirken. Die Voraussetzungen hierfür 



aber 



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müssen /urkundlich belogt worden. 



Mit herzlichem Gruss 

Dein 




JönköplriG;, don 21. November I95O. 
Brunn s£;a tan l\2. 



Horrn Rechtsanwalt 
Diinzlg^ 



^r. Walter Stemberc, 



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Lieber 7/alter Sternber^, 

FSr die drei Klienten, wo£;en demDu In jftoinem Brief vom 
15, ds, anfragst, kann loh leider nichts tun. Aufentlialts- und Ar- ^ 
beitsor-laubnlase werden hior nur ortollt, wenn oa sich um ErüTto han- 
delt, fUr die in Schweden oln unbedingter Delarf vorhanden ist, dor aus 
schwedischen Menschenbeatändoi nicht gedockt worden kann. Darüber wer- 
den vorher dio Organ Isationon der Arbeitsgeber und Arbeitsnehmer gehört 
und deren Äusserungen fallen fast nierals positiv aus. Zu dor Erlaubnis 
fUr einen ständigen Aufontlialt hier ist also keinerlei Aussicht vorlmn- 
den. Auch fUr M.oinen Jüngsten Brul,or und seine Panuile werde loh froh 
sein, wenn ich eine vorübergehende AiaTentrialtsconelirai^itnc ü\v die Zwl- 
Schonzeit bis zu einer Weiterwandenjing erlialte, oline (Jäss er jedooh 

hier eine Tätigkeit auaUben darf. 

l •■ ^^ 

loh empfehle Dir, Dich bei einer dafUr beatlinmtort Or^^aniaation 

' \ I 

fUr Deine Klienten für eine Auswandürung nach Uebersee zu Interessieron J 

Wenn eine solche bowillict ist txnd es sich nur darxun handelt, eine 

Zwischenzeit zu Überwinden, dann ist es hol Bestreitung; des Lebencaiif ont 

halts dtirch diese Organisation nicht ausceschlossen, vorUbercehende 

Auf ontluiltseenelimigunGOn zu erwirken^ Die Voraussetzungen hierfür 



aber 



Bussen /urkundlich l^elect worden • 



Mit herzlichem Urusa 

Dein 




(yt^^l ^ 




Dan2ig,den 15.NovQraber I938. 
LangfassQ 70. 




^ Li*er Hans S^jhäffer! 

Du nirst Dich fiundecD,von mir zu hören. Ich selber T»ar über W)jlter Krebs 

|ziemlich über Dein und Deiner Lieben Ergehen informiert. 
Da die offiziellen Anträge zu lange Z^it in Anspruch nehmen, bitte ich 
Dich zu prüfen, ob für mich , meine F^au und meinen l6=JährigeD Sohn durch 
Anforderung als Arbeiter für Deine Fabrik oder sonsttiie eine Erlaubnis 
zu ständigem Aufenthalt dort emirkt nerden kann. Meine Frau und ich 
glauben den normalen Anforderungen körperlicher Arbeit gewachsen zu sein, 
und T^ürden bestimmt alles tun, uns zu benähren. 

Das nähere brauche ich Dir nicht zu berichten, da Du es aus der Zeitung 
ersiehst. Formell sind nir j.B.A.noch zugelassen in D. 
Falls Du uns helfen könntest ,iiären nir Dir sehr dankbar, da jeder Tag 



kostbarer Zeitgeninn ist. 



Mit herzlichem Gtuss an Dich und 
Deine Frau Gemahlin Dein 



UiMuu ijU/uJ^- 




W.Sternfold 
Prag :ail 
Öostmlrova :?7/III 



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Prag, den 2.Nov^^mber I93u 



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Sehr geehrter :I:^rr Dr, Schaff ex, 



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icii erhielt soeben Ihre freundlichen Zeilen vom 29 •v.M. und 
danke Ihnen und Ihr->r Ciattin auf das herzlichste fi'ir die warne :]mpfe^lung 
an Herrn Dr.Nussbaum, dem ich rnorcön persönlich schreiben werde. 

In unserer Jituation hat sich hier nichts geändert. Jeden Tag 
hört man von tausenden von /isen, die £iügeben werden sollen, aber etwas 
Konkretes ist bisht^r niciit dabei herausßekommen. Alle r^ittei langen selbst 
aus seriöser Ouolle stellen sich meist schon nach Stunden als leere Gereich- 
te heraus, an denen zwar ein . -leiner Hern den Tatsachen entspricht, die 
aber in dem Umfange, den man ihnen Gibt, die wahre Lage zu unserm Nachteil 
verschleiern und dah ^r nur Cchaden stiften. Richtig; ist, dass sich einige 
Institutionen, d.h. die bestehenden Hilf scomitees und vor allem die Th mas- 
I/.arm-Gesellschaf t /Leitor Friedrich Burschell , Prag XIX, Narodni ::brany 2C/ 
ernsthaft darum bemühen, uns so schnell wie möglich ausser Landes zu brinjn 
gen, dass auf der andern Gelte, also in "England und Frankreich und in be- 
grenztem IJasse auch ^chweden, eine Hilfsbereitschaft in begrenztem Umfange 
vorhanden ist, dass aber die VerwirklichunfT, teils durch Bürokratismus, 
teils durch die Vielf bl ti^^keit der mass ebenden Instanzen, die alle mitre- 
den wollen, bisher nicht hat durchgeführt werden können* 

Icri hoffe, dass wenir^stens im Laufe der nächsten 1' Tage ent- 
schieden werden wird, w.hin man uns senden kann, d.h. welches Land bereit 
ist, uns wenigstens vorKörst ein Asyl zu gewähren. Die definitive Lösung 
wird sicher noch viele I^onate erf rdern. Notwendig ist indes zun- chst, dass 
wir alle, die wir hier gefährdet sind, V)rlaufig ein Unterkommen finden, 
damit man nicht jeden Tag aufs Neue zittern muss, ob nicht morgen schon 
eine Ausweisunp uns ausser Landes treibt. Die Unsicherheit unserer momen- 
tanen Lage wird verscl: immert durch die Gerüchte, die einen von Stunde zu 
Jtunde aus hof fnuncysvoller Freude in verzweifelnden Passimismus hinein- 
hetzen. k:s ist sehr schwer, all diesen Dingen go' büber einen ruhigen 
Kopf zu bewahren und sich weder entmutigen, noch in seiner Zielsetzungnicht 
durcheinanderbringen zu lassen. i 

. it nochmalige;-, herzlichen Dank.e für Ihre Hilfsbereitschaft 

und Empfehlung bin ich j 

Ihr sehr ergebener 



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Abschrift. 



Don 2I}.. Oktober I95S. 



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E3 handalt sich van elaon Herrn W« Sternföld in Pragj er war bei 
der halbstaatl* Preuss. (gemeinnützigen Siedlun^js-Tretiiiandgesellschart , 
die iinter Leitung von Prof, Franz Oppenheiiner stand, dort trotz Judentiun, 
Pazifismus, Linkseinstelliuig (ohne Partelangeliörigkelt) gelialten wurde, 
bis Kube für üoinen Rauswurf sorgte. Dann Paris, seit 1955 Prag, als 
freier Schriftsteller. Und nun kommt der Punkt, wosimlb ich an Sie 
schreibe: er hat dort zusanimen mit Zellscliau (der vor Icurzem Über Agram 
nach Athen abgereist ist) die von Masaryk und Benesch unterstützte Rassen- 
EnquSta bearbeitet, woslialb er vor 2 Jahren ausgobUi*gert Ä^arde. Sie 
verstehen, Sternfeld ist nicht antlu'opologisch vorgebildet, kennt aber 
alle Arbeiten und Sclii'itte Zellschaus auf diesem Gebiet. Carnegie Endov/men 
wie Rockofellor Stiftung haben sich mit dieser EnquSte befaast. Können 
Sie einmal feststellen, ob dort an diesen Plänen weitergearbeitet v/ird, 
ob man dabei Sternfeld gebrauchen könnte oder eventuell zu etwas Älinlichem 
in dieser Art? Unter den vielen Briefen von uns persönlich Unbekannten, 
die wir orlialten, haben wir kaum je ein Schreiben bekommen, das einen 
so sachlichen und reifen Eindruck machte. Ausserdem ist er uns von (dem 
Nobelpreisträger) Prof. Quiddo, einem Freunde meines Vaters, in melii^eron 
Briefen söIxv empfohlen worden (clmraktermässlg und leistuagsmässig) ♦ 
Wir werden ihn veranlassen, an Sie unmittelbar einen Lebenslauf in engl. 
Sprache in mehi^eren E:x;emplaren zu schicken, und ich bitte Sie sehr. 
In den Kreisen der Menschen, die für die gel Iscliau 'sehen Arbeiten Inter- 
esse hatten, sich für ihn umzutun. Adresse: w. Sternfald, Prig XIII, 
Cescmirova Zj/lll. 



Abschrift, 



•^m^t-^^mtmm' 



San aV. Ol'tobor 1^J9. 



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iiö xjÄiidcll aj oli loa einon Herrn VI. Sternrold lu Prag} or war bol 
der halbstaatl» Preu33. G^ino innütz Icon SladlunGs-Trouhandcesöllscliart, 
dlo iintör Leitung von Prof, Franz Opponhelmor stand, dort trotz Judentum, 
Pazirismua, Linkaaluaüöilung (olina Parte iungoaürigkuit) (^elmlton wurde, 
bis Kubo rui* seinen Raiiswurf sorgte • Dann Paris, seit 1955 P^'^g, als 
freier Solirlft steller. Und nun kommt der Punkt, wesiialb ich an Sie 
sclireibe: er Ijat dort zusammen mit Zellaciiau (der vor kurzom Über Agraiii 
nach Athen abgereist ist) die von Masaryk und Bonesch unterstützte Rassen« 
EnquSte bearbeitet, wesiialb er vor 2 Jahren aus^ebUi'gert vmrde, Sie 
verstellen, Sternfeld ist nicht antiiropolosisch vorgublldet, kennt aber 
alle Arbeiten und Sclu^itte Zellsohaus auf diesem Gebiet. Camecie Endowrnon 
wie Hookereller Gtlftung haben sich mit dieser iSnquSte befasst. Können 
Sie einmal Teststellen, ob dort an diesen Plänen woitergtarbeitet v/lx"»d. 



ob man dabei Sternfold c^brauchon konnte oder eventuell zu etwas Älinlichem 
in dieser Art? Unter den vielen Briefen von uns persönlich Unbekannten, 
die wir erlialten, haben wir loaun je ein Sclu*oiben bekomraen, das einen 
so sachlichen und reifen Eindruck machte. Ausserdem ist er uns von (dem 
Nobelpreisträger) Prof. Qulddo, einem Freunde meines Vaters, in melireron 
Briefen selir empfoiilen worden (charaktermässlg und lüistunGsm^Issig) • 
Wir werden Um veranlassen, an Sie unmittell^ar einen Lebenslauf in en^l. 
Sprache in mehreren Exemplaren zu schicken, und loh bitte Sie sehr, 
in den Kreisen d«r Metisohen, die fUr die jellsclmu'schen Arbeiten Inter- 
esse liatten, sich für ihn Ximzutun. Adresse: Wt Sternfeld, Praß XIII, 
Cescmlrova Zj/lll. 



'ff. Sternfeld 
Prag XIII 
Cestmirova 27/III 



Prag, den 24. Oktober IQ'^a 



Sehr geehrter Herr Dr. Schaeffer 



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Ich erhielt gestern Ihre ausführlichen Zellen vom 19. d.M. 
und sage Ihnen für Ihr liebenswürdigen Interesse meinen aufrichti- 
gen Dank, r, T^ 

Die Verbindung zu Herrn Reichitagsabgeordneten Dr. Bergmann 
danke ich ebenfalls Herrn Professor Dr. Lutwig Quidde und werde 
mit meinen weiteren Schritten bezgl einer Uebersiedlung nach Schwe- 
den warten, bis von ihm eine Nachricht vorliegen wird. Jedenfalls 
werde ich dann das von Ihnen Gesagte genauestens zur Richtschnur 
nehmen und meine Anträge entsprechend abfassen. 

Ich war sehr überrascht, aus Ihren freundlichen Zeilen zu 
entnehmen, dass Ihnen die Bemühungen Dr .Zollschans wegen einer 
Rassen-Enquete auf wissenschaftlicher Basis bekannt sind, noch mehr, 
dass man sich in Amerika in dieser Angelegenj^heit bemüht. Dr. Zoll- 
schan war bis vor einigen Wochen hier in Prag und ist von hier nach 
Agram und dann nach Athen weitergereist. Ich selbst habe, ohne wis- 
senschaftlich vorgebildet zu sein, drei Jahre mit ihm zusammenge- 
arbeitet, kenne alle Sahritte, die in der Sache unternommen worden 
sind, alle Fortschritte und alle Misserfolge. Ich weiss daher auch, 
dass vor 3 Jahren das Carnegie-Endowment und die Rockefeller-Stif- 
tung sich für dies« Angelegenheit angelegentlichst interessiert 
haben, und dass nur durch die eingetretene Abwertung des Dollar 
und die durch sie bewirkten zeitweiligen Schwierigkeiten bezgl der 
In Europa laufenden Engagements eine intensive Bearbeitung und Ver- 
folgung der Sache unterblieb. Ende v.J. war beabsichtigt, dass 
Dr. Zollschan in besonderer diplomatischer Mission dieserhalb nach 
Amerika reisen sollte, nachdem zuvor mit den grossen europaischen 
wissenschaftlichen Akademien und Universit-iten verhandelt worden 
sei Die Besuche in den europäischen Hauptstädten sind erfolgt, 
die*Reise nach U.S.A. ist aber unterblieben, und der Plan ist natur- 
lich heute durch die Ereignisse - wenigstens für seine damaligen 
Auftraggeber - überholt. - Wie gesagt, wissenschaftliche Vorschul 
habe ich nicht, dagegen ist mir alles, was mit dem Plane selbst in 
Verbindung steht, genauestens bekannt. Ich glaube daher, dass ich 
den amerikanischen Kreisen in der Sache sehr wohl von besonderem 
Nutzen sein könnte. Auch meine englischen Kenntnisse reichen völlig 
aus, um mich fliessend verständlich machen zu können, wenn ich auch 
Artikel in englischer Sprache nicht zu schreiben vermag. Ich wäre 
Ihnen daher zu ganz besonderem Danke verpflichtet, wenn Sie sich 
ii dieser Hinsicht für mich einsetzen wollten. 

iJeber die hi