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Full text of "Hermann Tietz Collection"

j\f \^H3 rRTM. 



Per 



lä.e.iyio ip 






.543 



ith Tiatz aia 12.6.196S im 
-Ä TOn Oscar Tiota, Kaiiser- jetzt 
jerlin 

2, Zeur;rn.s vor. Herrnaim Tieti fuer seinaaa Sohn Georg 
Tiotr Berlin 30.3. 19o8 Photokopie v Handschr 
2p 3 Sx 4.jx 



h 



2. Karte 



3. Fotos Firmen 4.riet2,S4!.lc 
I Pui:iicitir.".s TiötcJeorg 
6.Tiati, Georg 7.Tiot2.0?aF a.Fotc Tiets.iiermana Z./^art 



mon e.Leo Black Institut^Ä Pui:iicitir.".s Tiöt=.,Jeorg 



2, Karte Tlutz, Hermarm , /faronhauß AR-C,Z«454 

3. ;ruenriunf,shaus HerTnann Tietz Gera 1882 1943 
Foto Ip 8-Bx 3 Ex 

4. 3 Fotos Tietz Jera : Gruendiingshaus, Erweiterungs- 
bau und Erweiterung 1896 Fotcmontage Ip 4 Ex 5. E 

5« Foto Haus vor. Salomon Tietz n.p. n.d. Ip 2 T.x 
6, Thora, Je "liamann Tietz, Rudolph Karstadt" 
St»atsztg u Herold I«ew York 26.9.1954 
Ztg.Art. Ip 
7.-10. 4 Fotos Warenhaus Tiotz Karlsruhe, dav.n 2 Fotcs 

ietel Bröprinz, abgebrochen 1899, 2 Fotos Keuoau 
11 —22.12 rotes von ^eitunrs'ujzeij'ffn Tietz Karlsruhe 

iFrr_i:t01 von 11., 19 inü 22 ie 2 Ex. 

3. Karte 

9./oto8 Tietz, Oscar 4^ 






^i 














S.Kartö Tiatz, Kam&nn , VTaronhaus AR-C.Z.4j.i 
?3. Foto Warenhaus Tietz ?v!uanchan Stachus 13-io 
IC 10 Ip 

24. "Familie Tietz varlSsst W&renhauakon.Tem 
Hermann Tiotz & Co." Isr.Familienbl ?6.Jg. 
Hamburg 20.12.1934 Photokopie v ^tg.Auaschn 
Ip 

25. "Schon die Urgrosseltem kauften dort" Badische 
Kaueste Nachrichten 22.5.1965 Ztfr.A-iaachn Ip 
Annonce der Firraa Union 

26. Brief von !irs. Theo iQopfer in Kew Gardens an 
die Redaktion des Aufbau 20.7.1965 Handadir 2p 

betr .Georg Tietz 

4.r.'\rt« 

# 









mtmm 



V .'' ; 









4.;'jirtö Tietz, Hermann, Warenhftu« AR-C.Z.454 
27. Parb-infoto vor. jemaeld© "WH-^nnaus WiZ 
Hermann Tiotz mit Hotel Erbprinz 1901 
h3ur.igo8 ICaufhaus Union" (Karlsruhe) Ip 
2^:. E.S. "Aus der Geschichte eines IfitrerJiajses" 
Sch^ilftaiJc Tic. 219 Muenchan Feb. 1966 
2'tr"-r..V:---= 3p 2 Bx 
2S, Zeitungsbericht betr. Hamann Tieti Sarlaruh© 

B&diBcha Preaae 3,3.1901 Pliotokopie v Ztg.Aussahn 1? 
7C, 7oto iebaeude HarT^aan Tistt ^u^ncnan n.d, Ip 
31. TTto XarikÄtur CJebaeud« iomann Tiets Muenchen 
-•■'.. Ip 2 Ex 
•iaru Negativ 
52. Foto .iJebaouda Herriaaa T^^z Berlin n.i. Ip S.Karte 












iV'- 












O.Kart© Tiatr, HeiTaann , '.Tarenhaufi ÄR-C.Z.4ß4 
.V"., öfikanntiiachung betr. Errichtung dor 1943 
rirrm ^ebn^ftder Tietz (!.f^ ::haal Is-v ic 
Tiatz and Lniser Isaao ^iatt^ in 3irnbaum 
ar- 13.2.1855 Kreis -Hoohanbericht F. Jg. 
*lo.3 p.31 Birnbaum 23.2.1355 Photoicopie 
V Ztg. Art. Ip 

34. Foto äen^nn Tietz Aufnaha» Hartl, Muenchon 
n.i. Ip in Fotoalbuc 

35. Foto Oscar Tietz Äufnah:-»^ Hartl, Vuonchaa 

n.d. Ip in Potoalbiaa 

36. FotcB Oscar jnd 5«tty Tietz Ip 

6. Kart« 

• 










37 



Kart« '''ietz, Hermann, Waronhaue 
nTcKriftwachsal mit "ReichBkunstwart Dr, 



AR-C. 2.454 
1943 



I^edalob tetr. Tnterstuetzung dos Schrift- 
Ptallara Alexander Solor.onic,, die *^org 
Tiatz Ablehnt, 'erlin Af>ril 1^30 
rhütckcpia v ?&is :h.Schr 2p 

5ö, "Sine jüdische E:cpedition nach dorn Toten Lleere" 
.'iitteilungatl tt T9I Aviv 14.7,1361 Zt£, Ajss-^ui 
Ip Aodruclc eineB Artikels u^« dar Juedi sehen 
Rundachau vom 14.7,1911 Expedition fiMintiert 
vm Osicar Tietx 



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GERA, GRÜNDUNGSHAUS 1882 



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ERWEITERUNG 





V^or^iihaus Hermann Ttetz. 



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2. ERWEITERUNG 



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SONNTAGSBLATT STAATS-ZEITUNG UND HEROLD, DEN 26. SEPTEMBER 1954 






■i.-':*4| 



rari7-"?.;^k 



Der Schundfilm als Angeklagter 

'^Primitivität'* und Brutalität im Film. Wo bleibt die Zeusur? 



vlelse- 






schmähtes, mitunte 
bend angewandtes Woit. Am 
häufigsten hört der Kinobesu- 
cher in Zusammenhang mit 
Marylin Monroes Blusenaus- 
schnitten, Jane Russeis Tänzen 
und gewissen Themen davon. 
Themen, die in Europa gestattet, 
in den Vereinigten Staaten aber 
verpönt sind. Ehebruch im Film 



Und dann greift sich der 
ien Kopf. Er 
seit Jahren, muß es aber 
, immer häufiger tun. Die 
•Tew York, mit ihr viele 



Bedenken der Zensur und lang- 
wierige Verhandlungen einem 
neuen Film zur Reklame gerei- 
chen, versteht sich von selbst; 
"French Line" 



Zensoren ei 
dürftig verhüllten Tanz der 
schönen Schauspielerin unter 
die Lupe genommen hatten. Dann 

Entscheidungen, wie die Frei- 
gabe einer Szene des neuen 
V/alt - Disney - Naturfilms. "Die 
verschwindende Prärie". In die- 
ser Szene zeigt der unvergleich- 
liche Naturfreund und -forscher 
die Geburt eines Büffelkälb- 



eben geistvoller, gallischer Of- 
fenherzigkeit an uns vorüber- 
flimmern, begreift man die ame- 
rikanische Filmzensur vollauf: es 
wirkt erfrischend, daß eheliche 
Seitensprünge, die im Schatten 
des Eiffelturms noch immer den 
springenden Punkt von "Lust- 
spielen" bilden, in HoUywood 
keinen Produzenten mehr reizen 
Pilmzensur verpönt 



überflutet, dere 
schreckend "neu" ist, deren 
Schuldige sich samt und sonders 
In jugendlichem Alter befinden. 
Es sind Lustmörder, Sadisten 
und Masochisten. Ihre Aburtei- 
lung, die Ausmerzung solcher 
Krankheitsherde aus dem Kör- 
per der Gesellschaft ist Sache 
unserer Rechtsprechung. Wo 
aber liegen die Wui-zeln der 
Verbrechen? Diese Frage geht 
das ganze Volk, geht jeden Bür- 
ger, ob er nun selbst gefährdete 
Kinder hat oder nicht, sehr viel 
an. Kein vernünftiger Mensch 
wird verallgemeinernde Aus- 



sind schuld" oder 

Schuld sind wahrscheüilich tau- 
send Komponenten, nicht zuletzt 
eine entsprechende, in vielen ge- 
sunden Menschen latent schlum- 
mernde, in Verbrechern aber 
"ausbrechende" krankhafte Ver- 
anlagung:. Schuld ist . . . darüber 
könnte man Bücher schreiben. 
In einem Satz oder im Rahmen 
eines Artikels läßt sich diese 
Frage unmöglich beantworten. 
Mit schuld aber ist der Film, 

Pümen, die 1 
kriegsjahren 



Und da, in diesen Fällen, schläft 
die Zensur oder stellt sich blind ; 
denn daß ein Zensor, ein Mann, 
der Hunderte von Filmen aus 
moralischen Gründen unter den 
Tisch faUen läßt, sich der ver- 
derblichen Wirkung sadistischer 



Mickey Spil- 

geohrfeigt wer- 
den, oder — Soldaten gleich ne- 
beneinander aufgereiht — blaue 
Flecken von Mißhandlungen Im 
Gesicht tragen. 

Über die Riesenauflagen von 
Mickey Spillanes Taschenbü- 
chern, die wohllautenden Titel 
"KÜSS' mich tödlich", die über- 
heblichen "Ich. die Jury" und 
ir haben wir be- 
Diese geschickt 



geschriebenen. 



Schmutzliteratur gesetzlich 



DEMNÄCHST : 

Schwarze Fahnen über Kerbela 

Erlebnis in Spanien 
Der amerikanische Geheimdienst 
England baut Städte 
Amerikas Werdegang. Schauspiet ohnegleichen 
Licht über Hellas 
Was liest Amerika? 



kennt die Filmzensur keine ähn- 
lichen Gesetze. Frauen werden, 
wie gesagt, hi Spillanes sensa- 
tionslüsternen Filmen am lau- 
fenden Band geolirfeigt, müssen 
— dies die am breitesten ausge- 
walzte Szene seines neuen FU- 



. ge- 



mes — mit auf den 
fesselten Händen 
mengebundenen Füßen e 
Strecke Weges kriechen, um < 
Geliebten zum Abschied zu k 



. laufenden Band 
m-. Siebzehn-. 



und ich bin Augenzeuge dafür, 
daß sie sich zum Teil königlich 
unterhalten. Sie rufen: "Gib's 






der Filnuiensur. Da Massen- 
erfolg und Massengeschmack in 
stetiger Wechselbeziehung zu- 
einander stehen, hätte die Über- 
wachung von ethisch eüiwand- 
freien Themen und moralisch 
einwandfreier 
(Menschenquälerei 
Erachtens nach unmoralischer 
als zehn Schlaf zhnmer geschieh - 
ten) nicht nur bessere Filme, 
sondern auch einen geläuterten, 
moralischeren Massengeschmack 
zur Folge. Das mag ein langwie- 
riger Prozeß sein, doch er lohnt 
sich. Was für den Film gilt, gilt 
natürlich auch in hohem Maße 
für das Fernsehen. 
"Primitiv ... zu 
boren" . . . SoUten solche Mit- 
tel intelligente Menschen ins 
, Kino zu locken, die heranwach- 
sende Jugend zu reizen, wirklich 



Reklame denkende Kultur- 
nicht weit eher ab- 
stoßen als anziehen? Und sollte, 
wenn das Publikum den Schöp- 



meines Schimpfwort, statt 



; geht, da verrohte Spit- 



bewelsen. daß jugendliche 
der in unserem Lande zwar 
tieren, aber nicht typisch 



Bösem ge- muß der amerikanische 



amerikanische I 



daß < 



Bind. 

lobenswerten Beschlüsse de: 
Pilmzensur, dli 

ren, unumstößlichen Grundsät' 
zen ist. Man erinnere sich dar 
an, daß Rosselinls vieldiskutier' 
ter Film "Mirakel" am Endi 



können, 



stehe ich diesmal nicht un- 
schickliche Revueszenen und 
Küsse, die ihre vorgeschriebena 
Dauer übersteigen. Dergleichen 
mag Halbwüchsige ein wenig 
frühreif machen, ist aber längst 
nicht so sclüimm, als wenn die- 
selben Halbwüchsigen mitanse- 



brutalen Filmen sehr beliebt — 

Herren! Ohrfeigen sind, es 

sunde und erzieherisch heilsame 
Ohrfeige, die Papa seinem Söhn- 
chen erteilt, kein erfreuliches 
Verständigungsmittel zwischen 
Mann und Frau, Mensch und 
Mensch. Ohrfeigen im Film 
aber, als Ausfluß unleugbar sa- 
distischer Triebe, sollten ebenso 
unerlaubt seüi, wie ein Übermaß 
an anderer körperlicher Züchti- 
gung. Ich sage "übennaß", weil 
nichts gegen Boxkämpfe |in 



Geschenk-Pakete 

für West-Deutschland 

Wir empfehlen ab Lager Hantburg 

ZU Geburtstagen USW. 



Kulturspiegel 



larten, gesagt sein soll. Auch 
kluges Elternpaar wird sel- 
n Jungen ein Paustduell nicht 



AUS NATUR UND 
Marlenkäfer reisen im Sonder- 

Die Ananasemte der Hawaii- 
schen Inseln ist durch einen 
In&ektenschädling, die MeW- 
wanze, aufs schwerste betroffen 
worden. Nun haben die Sach- 
verständigen des Ackerbauamtes 
vor einiger Zeit die Peststellung 

art der natürliche Feind der 
schädlichen Mehlwanze ist. 
Daraufhin haben die Behörden 

Sendung dieser Maikäfer be- 
stellt, die den größten Teil der 
weiten Reise nach Hawaii auf 
dem Luftwege mit Sonderflug- 
zeugen zurücklegten. Sie kamen 
in bestem Zustand an ihrem Be- 



der den Versuch machen, Renn- 
pferde durch Injektionen von 
Morphium und Heroin zu größe- 

sich /damit unerlaubte Vorteile 
gegenüber andei-en Bewerbern zu 
verschaffen. In Fällen, In denen 
der Verdacht besteht, daß ein 
Pferd "gedopt" wurde, wie der 
Fachausdruck lautet, wird sofort 
nach Beendigung des Rennens 
ein Viertelteelöffel voll Speichels 
des Pferdes einer Maus ein- 
geimpft. 
Nach zehn Minuten zeigt diese 



gefaßt machen, ihr Kind eines 
Tages in einer Bande zu finden, 
die harmlose Spaziergänger miß- 
handelt und — in ganz schlün- 
men Fällen — Menschenleben 
bedi'oht und vernichtet. 

Der Film, dieses verbreitetsto 
und beliebteste Vergnügungs- 
mittel für Massen, ist ein er- 
zieherischer Faktor von gewal- 
tiger Tragweite. Er beeinflußt 
den Geschmack der Massen und 
lenkt die Geschmacksrichtung 
der heranwachsenden Jugend 



'Sweet Three' $«.50 


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West 375 .. . S4.40 

l.I Lb.. ,.,5sl. ESCO-K.ffo., 



liegt. Wenn i 



sofort in die Pi-elheit entlassen, 
um ihre segensreiche Tätigkeit 
zum Schutze der Ananasplanta- 
gen auf Hawaii zu beginnen. 



Mäuse, die Betrüger entlarven 
in England hat man ein neues 
Mittel eingeführt, um 'Betrüge- 
reien auf Pferdereimbahnen zu 
entlarven. Man hat es dabei 



Speichel näm- 
Morphtum ent- 
die geimpfte 



hält, 

Maus mit ihrem Schwanz fort- 
gesetzt S-Kurven imd legt sich 
auf den Rücken, wobei ihre 
Haare zu Berge stehen und ihre 
Hinterbeine zittern. Diese Symp- 
tome deuten unzweifelhaft auf 
ein "Doping" des Pferdes hin 
und eimöglichen eine sofortige 
Verfolgung des Betrugsversuches. 



griffen sind. Die Art der In 
Hollywood ausgewählten Stoffe 
richtet sich wiederum nach den 
Kassenrapporten, nach dem Er- 
folg gewisser Themenkreise; es 
Ist also ein circulus viciosus. 
Massenerfolg von Filmen, die 
Rohheit, körperliche und see- 
lische Brutalität, Schlagworte 
der Reklame wie "Töte mich. 



Russ. Zone: wir n 

Andere europäische Lander 90c extra. 
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Geschmacks dürften 
Preis die weitere 
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I3TI Ave. of ihe Amerieas, H. Y. 19, N. r. 



SONNTAGSBLATT STAATS ZEITUNG UND HEROLD. DEN 26. SEPTEMBER 1954 



SONNTAGSBLATT STAATS-ZEITUNG UND HEROLD, DEN 26. SEPTEMBER 1954 



Wie retten wir die Wälder? 



ameise wiikt In großem Maße 
bodenverbessernd. Die aua 
Xegetabilien aufgebauten hohen 
Kuppelnester setzen sich nach 
der Tiefe 1 bis 2 m, oft sogar 
bis auf den Grundwasserspiegel 



die Schädlinge 



Jahren" 




cies Waldes und : 
Eingriffe, die er 



übrigen Wirtschaftszweige ge- 
fctiahlt werden kann. Die wert- 
vo)Iete Hilfe im Kampf gegen 
die Insekten sind die Insekten 
selbst, also natürliche Feinde der 
, Eines der fleißigsten 
1 emsigsten Raubinsekten'des 
Ides Ist die Rote Waldameise, 
könnte als 



Waldbau; Vorbeugen ist besser 
als heilen! Sowohl wissen- 
schaftlich aus auch technisch 



rhliche Hilfe 






thoden entwickelt und in zahl- 
i-eichen Einsatzgebieten unter 
den verschiedenartigsten Üm- 
weltverliältnissen praktisch er- 
der Kampf gegen »"^ geringe Rest« ausgerottet p,obt. Professor Gößw^ld kam 

jistinsekten. Ist zu * Professor Gößwald sieht seine eemäßer Durchfiihrung seUngt 
von Leben und Tod Lebensaufgabe darin, t 



organischen 
und durch - 
B Krümelsti-uktur ver- 
r Säuregrad wird vor- 
ür die Pflanzenwelt 
alkalischen Seite ver- 
schoben. Alte verlassene Nest- 
bereiche sind nach vielen Jah- 
ren noch an einem auffallend 
üppigen Pflanzenwuchs erkennt- 
lich. Außerdem verbreiten die 
Ameisen Pflanzensamen, was be- 
sonders jetzt, wo so viele Wald- 
flächen kahlgeschlagen wurden, 
sehr erwünscht sein muß, damit 
die entstandenen Lücken mög- 
lichst bald wieder geschlossen 

einzigen Vegetationsperiode wer- 



her ameisenfreien Dauerschaden- 
gebieten die Rote Waldameise 
wieder lückenlos anzusiedeln 
und dadurch die Ubervermeh- 
rung von Schädlingen zu ver- 

Die Rote Waldamelse vertilgt 
nicht nur Schädlinge, 
sie ist auch durch Bodenverbes- 
serung und Pflanzenanreicherung 
im Wald überaus nützlich für 
den Menschen. Der umfang- 
reiche Nestbau der Roten Waid- 



eines Nestes der Roten Wald- 
ameise 30.480 Samen verbreitet, 
Viele Waldpflanzen sind sogar 
auf die Vermehrung durch 
Ameisen angewiesen. In Eichen- 
wäldern werden zum Beispiel 
auf diese Weise 80 und in Bu- 



Aufgabe 
Roten Waldameise ist jedoc 
Insektenvertilgung. Man sei 
daß die Tagesbeute jedes V 
der Roten Ameise — 

Nestes s( 
000 Schad 
Insekten beträgt. Während eine 

Ameisenvolk vernichtet. Habei 



diesen Rindenläusen haben öle 

auf beliebige Höhe zu bringen- 
den Nahrungshaushalt. 

Auch räumlich und jahreszeit- 
lich sind die Ameisen die denk- 
bar besten "Insektenräuber". Sie 
jagen im Boden, erbeuten zahl- 
reiche hier ruhende Puppen und 
Larven der Schädlinge, säubern 
Baumstümpfe und krankes Holz 



und individuen- 

i sich auf 100 Meter 
manchmal sogar bis 
auf 500 Meter. Hinzu kommt, 
daß die Ameisen die ganze Ve- 
getationsperiode jagen. Ihre 
Wirkung erstreckt sich auf 
sämtliche Entwicklungsstadien 
eines Schädlings. Wichtig ict 
auch, daß die Kolonig der Klei- 
Regel aus zahlreichen Nestern 
besteht, in dem jedesmal hun- 
derttausende von "Individuen" 
leben. Die Reinigung eines sol- 
chen Gebietes von Schädlingen 



Die Ursache der "Comet-Katastrophen" 



bc\W!hrt hat. Zerr cisspr oben ergal»eii : clas Mcüill war '^jnüde" geworde 



Dienst gestellt 
ein Flugzeug be- 
richtet, das auf unerklärliche 
Weise abstüizt. Shute beschreibt- 



?ndskrart des Waldes d 
nrsploge und damit tl 
iic Bekämpfung z' 



ineen Nutzungsfolge 

ihemische Beknmp- 
Walde als Dauer- 
unt«r großen finan- 



vöse Beklemmung ausgelöst. 
Belastungsproben 

Nach der letzten Katastrophe 
bei der Insel Elba . wurden 



Die Aussenwünde brachen 



Kabinen gaben dem 
ten Luftdruck nach, wurden po- 
rös und brachen ein. Erhofft 



nen Sabotageanschlag 
lur eine außerhalb des 
i versteckte Bombe habe 



nen. Motor, die gesamte Düsen- 
anlage. Steuerung imd Flügel 
wurden in einwandfreiem Zu- 
stand geborgen. 



i Flugzeuge dieser Type ; 



Während 
dieser Inspektionen, die teilweise 
auf einem abgesperrten Teil des 



der Katastrophen 1 



Resultat geführt, und wenn 
samtliche Sachverständige ihren 
Befund abgegeben haben, kön- 



betriichtliclie 



tion eines verbesserten Flug- 
zeugtyps beginnen. Die- Herstel- 
lerfirma hofft natürlich, daß im 
Anschluß an die Regierungser- 
klärung die Luftsperre sofort 
aufgehoben wird, damit die ver- 
besserten Flugzeuge in Angriff 
genommen werden können und 
mit ihrer späteren Betriebsfä- 
higkeit das Prestige Englands. 
das schnellste Luftfahrzeug der 
Welt entwickelt zu haben, wle- 



■ Möglichkeit gegeben ist, die- 

■ "Metallermüdung" entgegen- 
irbeiten. besteht kein Zweifel, 



Flugzeugtyps ange- 



wurden und die zu der Überle- 
gung führteA, daß nach 1500 
Flugstunden eine Abnutzung der 
Metalle, ihre Ermüdung, ihr 
Verfall eingetreten sein müssen. 
In wärmeren Zonen werden die 
Flugzeiten oder die Lebensdauer 
eines Plugzeuges verlängert, aber 

- in kälteren Zonen dement^spre- 
chend verküi-zt. so stand in die- 

,sem Buch der Sachverhalt ver- 
merkt. In technischen Kreisen 
fand dieser Roman bei 'seiner 
Veröffentlichung we^nig Anklang. 
Man sagte, dem Verfasser fehle 
die wissenschaftlich begründete 
Erfahrung, und er habe einen 
mehr sensationellen technischen 
Roman schreiben wollen. Die 
schriftstellerische Begabung Shu- 

zeitig 



Autor die geplante Sensa- 
meisterhaft gelungen sei. 



daß Nev« Shute 



des Krieges 
Position det t 
schung tätig 






Hand dieser ti 
unerklärlichen 
mittein. 



fliegen bekanntlich in einer 
tig großen Höhe durch den 
aum. daß es erforderlich 



tigsten und dringllchsti 
gaben, den Wald zu 
Professor Gößwald rät, 
■unnatürlichen Elngriffei 
"wichtigsten und fast 



t, Schluß zu 
Aufbau und 



igsmannschaft durch Zulel- 

ng notwendige Luft zuzufüh- 
. In den Forschungsinstituten 
te man daher eine entspre- 
nde Überdruckanlage, stellte 
sie einen vollständigen "Co- 



Klimakammer 



bungserscheinungen in großer 
Höhe und der Unterschied zwi- 
schen dem Luftdruck treten bei 
Düsenflugzeugen rascher auf als 
bei allen anderen Normalflug- 
zeugen. Nach dem Versuch in 



gefähr einer Flugdauer von 3000 
km in der Luft entspricht, bra- 
chen die Kabinenwände ein. 



gen ein völlig neues Forschungs- 
gebiet eröffnet, denn mit Me- 
tallzersets^ngen durch Über- 



bisher nicht gerechnet. Diese 
Schwingungen, die durch Gase 
hervorgerufen werden, erfordern 
eine völlig neue Konstruktion, 
neue Versteifungen und. dickere 
Außenwände, und verständli- 
cherweise werden die gesain- 
melten Eifahrungen der gesam- 
ten Luftfahrt von außerordent- 
lichem Wert sein. 

Dicbleriscbe Phantasie 
bestätigt 

In diesem Zusammenhang 



Fast sieben Jahre später, im • 
Juli des Jahres 1954, mußten 
die maßgebUchsten Plu&zeugfor- 
scher Englands erfahren, daß 
der ■•Laie" Nevil Shute doch 
night so ganz unrecht hatte, xind 
Zeitungen waren es, die vor drei 



: die Ur- 



ermitteln 



i Ka 

-, nahelegten, die 
von Shute erwähnte "Metall- 
eimüdung" als eine mögliche 
Ursache der Abstürze in ihre 
Überlegungen einzubeziehen. 

Das jetzt von der englischen 
Regiei ■ - 



Un 
; bestäügtdie 



"dichterische Phan 



geborgenen WrackteUen vor 
allem die demolierten Kabinen- 
leile und stellte fest, daß die 



gen Jahren nach 



Beinverletzungen aufwiesen, reportagehatten Romane 



heute das Flugzeug als Trans- 
portmittel wählen, werden den 
verbesserten Plugzeugen wieder 
größeres Vertrauen entgegen- 



Länder und Völker 

Deutschland aus der Erinnerung 



ein Kunsthistoriker 



Reisen; er hätte schon um 1900 
das Wort des Dänen 
V. Jensen über die Tätigkeit . 
Journalisten: "Man reist w 
schreibt" dahin abwandehi k( 



hat, da gleichzeit 
manche einst sehr populä 
Kunstwerke wie die Sistina vo 
übergehend etwas schwer zi 
, gähglich 

irühmte Leistungen auch 
eren kirchlichen, nicht 
Industrie- 
Berührung 



Archäologe, nicht 
die großen Män- 
WÖlff- 
Adolt 
Goldschmidt hießen und der 



lür die Söhne bemittelter Väte] 
war, die Wert auf dekorative Po- 
sitionen eben dieser Söhne leg- 



standen habe. Er kommt offen- 
bar von den Ausläufern der Zeit 
Theodor von Schoens. des 
Fieundes von Eichendorff, her, 
unter dessen Präsidentschaf t der 
deutsche Osten eine Hochburg 
des Liberalismus war. Er kann 
Ems die Emser Depesche nicht 
recht verzeihen, und die Habs- 
burger haben «s nicht gut bei 
ihm. Gegen das Restaurieren 
und Ausbauen der Dome in der 
Karl-Schaefer-Zeit bringt er die 

er ist gegen den Dom zu Köln 
wie gegen das Ulmer Münster: 
Karl Scheffler und Cornelius 
Gurlitt hätten (in dieser Bezie- 



Natur und Technik 

Vom Ur zum Muffel 



Db8 'Wildscbaf in dcul.svhrn ^ 

Die Zeiten, da noch Wisent 
und Ut, da noch Wolf und Bär 
ihre Fährten durch die deut- 
schen Wälder zogen, sind längst 
versunken. Auch Luchs und Bi- 

Wildarten. die noch um die 

bei uns anzutreffen waren, hat 
die verwirtschaftl 
tur den Lebensra 



Auerhahn und das Birkwild 
chen vor der Motorsäge und c 
Dampfpflug immer mehr 
Fischotter \ 



Muffel ■ 



auch die Elnbürgi 
Göhrde. < 
Jagdrevier südöstlich Lüneburg, 
dann im Harz und in anderen 
deutschen Waldlandschaften zu 
einem vollen Erfolg. Bis zum er- 
sten Weltkrieg gab es etwa 15 
Reviere In Deutschland, die mit 
Muffelwild besetzt waren. Im- 
mer neue Freunde und Förderer 
dieser genügsamen und anpas- 
sungsfähigen Wildart 




Naumburg: Kopl der Adelhei 



SONNTAGSBLATT STAATS-ZEITUNG UND HEROLD, DEN 26. SEPTEMBER 1954 



Die "Häuser der Versuchung" ^'" FUm^ds^igarettenspitze 



I aus allen Filn 



Die grossen Warenhäuser der Welt von Boucicaut bis Woolworth 



Täglich wandern über eine 
Million Menschen durch die 
Hallen der Pariser Warenhäu- 
ser. Sie sind Städte In der Stadt. 
In Ihnen wird mehr Strom ver- 
braucht und häufiger telepho- 
niert als in ganz Orleans. Würde 
man ihre Schaufenster anein- 
anderreihen, so gäbe das eine 
Front von zwei Kilometern. 

Die amerikanischen 
Warenhäuser 

Etwa gle!ch2eitig mit den 
französischen "Grands - Maga- 
sins" Schossen in Amerika die 
"Department-s Stores" wie Pilze 
aus dem Boden, einem Boden, 
auf dem sie prächtig gediehen. 
Die wachsenden Städte warteten 
geradezu au] 
Unternehmer ' 



Mölhi und Eutin gründen. 



r, Woolworth 
Roebuck. Im 
europäischen 



Gegensatz zu den 
Warenhäusern, die 
ärmeren Bevölkerungsschächtei 
ansprechen wollten, wandtei 
sich die amerikanischen Unter 



den Mittelstand und < 
Klassen. Die größere Markt- 
dichte, der höhere Lebensstand- 
ard, die Traditionslosigkeit des 
Amerikaners, sowie seine Bereit- 
schaft vorteilhaften Neuerungen 



"Der Kunde 



Psychologie des Käufers und 
kam zu der Erkenntnis: einem 
Kunden, der elrunal Vertrauen 



Rund dreißig Jahre nach der 
Gründung des "Bon Marchö" 
wurde in Gera ein kleines Kurz-, 
Well3- und Wollwarengeschäft 
eröffnet. Es gehörte Hermann 
Tietz und seinem 24jährigen 
Neffen Oscar, dem Sohn eines 
Fuhrunternehmers aus Birn- 
baum an der Warthe. Mit 13 
Jahren schon war Oscar Tietz 
in die Lehre bei einem TextU- 
kaufmann gekonunen. Jetzt er- 
griff er die Gelegenheit, seüie 
revolutionären Anschauungen zu 
verwirklichen: er bezog seine 
Ware direkt vom Fabrikanten, 
er setzte den Preis fest, er ver- 
kaufte so bilUg wie möglich ge- 

an die Kundschaft. Das junge 
Geschäft florierte. Bald^konnte 
er in Weimar eine Filiale er- 
öffnen, darauf 1888 in München, 
Stuttgart und Karlsmhe. Das 
Geschäft in München war das 
erste, das offiziell als "Waren- 
haus" bezeichnet wurde. Wei- 
tere folgten in Hamburg und 
Berlin. Als Oscar Tietz im Alter 
von 65 Jahren starb, besaß er 
neben mehreren kleinen Unter- 
nehmen zehn große Waren- 



Zur gleichen Zeit wie der 
iun're Tie^z in Gera machte der 
2öjahrige Rudolph Karstadt In 
Wismar ein Manufaktur-, Kon- 
fekfcions- und Tuchwarenge- 
mühle In Mecklenburg geboren. 
Sein Vater besaß dort eine 
Färberei. Auch Karstadt hatte ' 
sich das Prinzip gesetzt: "bil- 
lige, feste Preise gegen bar!" 
Es bewährte sich. Er konnte 
neue Niederlagen In Lübeck. 
Neumünster, Braunschweig, Kiel, 



der Ernst weitere 13 Geschäfte. 
1912 entstand das Kaufbaus an 
der Mönckebergstraße m Ham- 
burg, das schon im ersten Jahr 
einen Umsatz von sieben Mü- 
lionen aufwies. 1931 bellef sich 
der Umsatz sämtlicher Karstadt- 
Filialen auf 300 Mülionen. Die 
Belegschaft zählte etwa 21,000 
Köpfe, die Gesamtverkaufs- 
fläche hatte sich auf 260.000 
i ausgedehnt. Als Rudolph Kar- 



Haben Sie schon einmal 
über nachgedacht, was auj 
alten; abgespielten Filmen 



Millionen Filmmeter aufzube- 
wahren", erklärt uns der Leiter 
einer der größten Kopieranstal- 
ten und erzählt, daß ein Durch- 
schnittsfiZm etwa 25O0 Meter 



Aufnahmematerial wird jedoch 






Unternehmungen durch den 
Krieg verheerende Schäden er- 
litten, Aber nach dem Kriege 
wurde wieder aufgebaut. Zu 
Beginn dieses Jahres zählte 
Karstadt wieder 45 Filialen, 
rund 16,000 Beschäftigte imd 
eine Gesamtnutzfläche von 138,- 
000 qm (gut die Hälfte des 
Vorkriegsstandes). 

Zu allen Zeiten liegen rroße 
Ideen in der Luft. Die Zeit vor 
rund hundert Jahren war reif 
für Warenhäuser. Sie haben 
sich gegen alle Einwände, Wi- 
derstände und Krisen behauptet. 
Wahrschemlich hätten Fields 
Wanamaker, Tietz und Karstadt 
Ihre Unternehmen auch ge- 
gründet, wenn es das Beispiel 
des "Bon Marche" und den 
Pionier Boucicaut nicht gegeben 
hätte. Eine Mötrostation in Pa- 



liche Urnegativ 
setzt. Dieses allein ist wichMg 
und wertvoll. Die Kopien 
zen dagegen, nachdem sie 



Die FUmindustrie berei^net 

,s Leben eines Spielfilms mit 

bis 18 Monaten. In dieser Zeit 

durchschnittlich 70 bis 



zu verändern. Auch der Film- 
streifen enthält also dieses wert- 
volle MetaU. Obwohl das Silber 
beim Belichten und Entwickeln 
starke Veränderungen durch- 
macht, ist man durch chemischa 
Analysen heute ohne weiteres 

ber aus dem gebrauchten Film,- 



wu- es wissen, Ruth Leuwerit 
wieder als Zigarettenspitze oder 
0. W. Fischer als Servietteudns 



entsilberten, ausgelaugten Ma- 
terial? Die von ihrem Silber- 
gehalt befreite Kopie eines 
durchschnittlich langen Unter- 
haltungsfilms wiegt etwa sieben 
Kilo. Später wird er einge- 
stampft und gewaschen. 

Aus der bunten Welt desPüm- 
ateliers führt der Weg des Bild- 
streifens über unzählige Statlo- 



Tag durch 



80 Kopien Tag 

die Vorführungsapparate 

Filmtheater, heute in Berlin oder 

Hambmg, 

oder Flensburg, 

Jahr nur noch in den kleinen 

Dorfkinos. Dann ist 

eines Flhnstreifens beendet, 

der Film, der 

nenobjekt darsteUte, wird z\ 

Grabe getragen. 

Unwillkürlich denkt man dt 
an große Werte, die wohl in die' 
sen Materiaünengen nocl 



in die Lackfabriken oder 
als Rohstoff für die Anfer- 

j von Kämmen, 

Puppen und 




alten Hans-Albers-Pilm 

nenen Lack gestrichen ist und 

sich Im Griff Ihrer Zahnbürste 



Hildegard Knef ^ 



Länder und Völker 



eigentlich ein Ehrenplatz in 
allen Warenhäusern der Welt! 
Hat doch selbst Wanamaker. 
der amerikanische Warenhaus- 
könig, zugegeben: "Wir haben 



Die Insel der Rätsel 



mittelbar auf die Osterinsel. 
aber auf ein in nächster Nähe 
gelegenes unbewohntes Felsen- 
Lnselchen und darf als vollkom- 
mener Ausdruck der typisch 

unerforschten "fernen Gestaden" 

man auf den Ursprung jener 
begreiflichen früh - erwachten 
Pluchtgelüste, die sich zum heu- 
tigen "Escapism" entwickelt ha- 
ben. Nur flüchtete man damals 
vor dem gesellschaftlichen und 
geschäftlichen Getriebe nicht ins 
Kmo, sondern die Sehnsucht 
übersättigter Weltflüchtlinge 
galt den menschenleeren "ein- 
samen Inseln", deren Inbegriff 
und Smnbild auch heute noch 
die Osterinsel ist. 

Der Mann, der ihi- politisches 
und damit ihr kulturelles Schick- 



tigkeit dieses "Stützpunktes" 
hinwies: infolgedessen wurde sie 
1888 der Republik ChUe ( 



zum archäologischen Natur- 
schutzgebiet und zum Natlonal- 
denkmal erklärte. Die fried- 
lichen Natm-menschen unter- 
^slehEfffgeitdem dem "Jeff e Militär 
-,ie la Isla de Pascua", also einem 
Militär-Gouverneur. Dafür be- 
kamen sie: kein Wahhecht, 
keine politische Vertretung, 



keine selbständige Gemeinde- 
verwaltung. Vorsorglich wurden 
auch sämtliche Grundrechte 
außer Kraft gesetzt. Mit andern 
Worten: das private Eigentum 
wurde aufgehoben, um auslän- 
dische Spekulanten und Glücks- 
ritte anzulocken. So kormte es 
dem Franzosen Dutrou-Bornler 
gelingen, ein Neuntel der Insel 
in seüien Besitz zu bringen. Die 
sich erhebende Frage nach dem 
"Menschenmaterial" loste er 
genial, indem er die Inselkönigin 
Koreta heiratete, deren Unter- 
tanen praktisch zu seinen Leib- 
eigenen machte und nun in 
großem Maßstab Zucker und 
Wein bauen und es auch mit 
Vierzucht versuchen durfte. 
Dem kormte der Staat nicht 
lange untätig zusehen. Be- 
kanntlich hat auch der Fiskus 
einen "guten Magen". Die be- 
bauten Ländereien und, Weiden 
der durch den regsamen Dutrou 
gegründeten Gesellschaft gmgen 
den Besitz der Regierung von 



rung auf der Stätte 
Romantik? Nicht so ganz, 
Seine Geheimnisse hat dieser 
Lavabrocken (ein Prachtstück 
von Beweis jTür die "Vulkani- 
sten" unter den Geologen) noch 



(Forlsetzung ■ 

Beschreibung dann heraufbe- 
schwört: er gibt viel melir Geo- 
logisches und gibt es ausgezeich- 
net. Die Pencksche Schilderung 
des Rheindurchbruchs am Tau- 



stück; die Landschaft zwischen 
Kohlgrub und Murnau sieht man 
von seinen Betrachtungen aus 
. Ähnlich 



konnte, Darstellungei 



Stammplätze di 
Zünfte, der Schuster, Schneider, 
Zimmerleute, die somit genau 
wußten, wo sie beim Gottes- 



Chile über. 



demzufolge jetzt auf der Oster- 
e vollindustrialisierte 
profitable Schafzucht betrieben 
wird — nicht von den Insula- 
nern. Wieder einmal gingen sie 



Zyklopische Kunst 

Moderne 



letzte Zipfel eines versunkenen 
Kontinents? Führt hier der 
Weg nach Atlantis? Unmöglichl 
wehrt der kompetente Fachmann 
ab, nachdem Taucher und 
dort Meeres- 



ein Erdteil sinken. Woher aber 
dann die Zeugen einer 
vorgesclilchtlichen zyklopischen 
Kunst, die sechshundert riesen- 
haften Basaltplastiken? Ariki, 
Moai (so nermt sie der polyne- 

überlebensgroße Masken schei- 
nen sie am kleinen Beschauer 
vorbei in die Ewigkeit zu bllk- 
ken, auf den real-phantasti- 
schen Photographien, die Hans 
tt e 1 f r i t z seiner bei Fretz und 
Wasmuth, Zürich, erschienenen 
fesselnden Monographie "D i e 
Osterinsel" beigegeben hat. 
Der Norweger Heyerdahl be- 
hauptet in "Kontiki", derglei- 
chen könne nur das Werk ame- 

Doch der ausgesprochene Süd- 
seecharakter dieser Skulpturen 
widerspricht dem Beweis. Nicht 
einmal davon, wie derartige 
Steinmassen in vortechnischer 
Zeit bewegt worden sein körm- 



dem herrlichen Raum zwischen 
Schwarzwald und Vogesen, wenn 
er den Oberrhein zwischen Ba- 
sel, Waldshut und dem Boden- 
see auch offenbar nicht durch- 
wandert hat. Er hat etwas ge- 
gen den südlichen Schwarzwald, 
obwoiü er von Freudenstadt 
noch die herrUche Notiz von der 
Bebilderung der Emporenbrü- 
stung bringt, die unter anderem 
die Stelle der Bergpredigt illu- 



"Da sieht man zwei Sünder, dem 
einen steckt ein handfester 
Splitter Im Auge, dem anderen 
ein veritabler Balken, so zuge- 



dabei ist, daß 
der Verfasser in seiner ostpreu- 
ßischen Heimat, In der Stadt- 
kirche in Mohrungen, an den 

Emporenbrüstungen ähnlich 

reizvoUe Malereien finden . 



. Menschenverstand - 



falen Pöppelmann: das ist beste 
Kunsthistorie von gestern wie 
von heute. Pöppelmann ver- 
diente überhaupt wieder einmal 
ein Buch, in dem dann auch 
Warschau heramnüßte. Das 
könnte Ansichten des alten 
Zwingers — vor der Zerstörung 
— und des neuen, wiederherge- 
steUten bringen; es müßte auch 
Niedersedlitz, wie es heute aus- 
sieht, und PiUnItz (mit der 
neuen Dresdner Gemäldegalerie 
im Inneren) zeigen und daneben 
den alten Zustand von 1900. Wie 
wäre das als nächste Aufgabe, 
Doktor Scimildt? Es wäre etwas 
für Sie; die Wanderungen be- 
müßte Sie als halben Sachsen 
eigen thch reizen. 



Natur und Technik 

(Portsetzung von Seite 21> 



Jahr 



Juli I 



'Sitten und Ge- Stellung i 



i eine Vor- 
nötig. Muß denn allea 



September kommt in die Ruinen- 
stadt Örongo neues Leben; junge 
"Männer stürzen sich dort ins 
Meer, schwimmen, der Haifische 
nicht achtend, zur Insel Moto- 
Nul, um das glückbringende erste 
El des Göttervogels Manu zu fin- 
den, im Triumph zurückzubrin- 
phantheismus? 
dies ist eins der 



tnsedeutet auftritt. 
■ Brunft, die in den 
kommt es zwischen 



SONNTAGSBLÄTT STAATS-ZEITUNG UND HEROLD, DEN 19. SEPTEMBER 1954 






m'- 






Die Reform der Steuergesetzgebung 



Änderungeu, 

Von Dr. M a X Riese 

Seit der Einführung der Ein- 
kommensteuer im. Jahre 1913 
sind die amerikanischen Steuern 
zwar oft geändert — meist Im- 
mer stärker erhöht — worden, 
aber an den Grundlagen der 
Steuergeset^ebung wurde seit- 
her nicht gerüttelt. Die fort- 
währenden Novellierungen ha- 
ben aber aus dieser Steuergesetz- 
gebung einen ungefügen, ver- 
wickelten, sei 



Bestimmungen, Verbesserungen, Vereinfachungen 



beitsunfähig sind. 600 Dollar 
jährHch von ihrem Einkommen 
für die Entlohnung von Pflege- 
personen oder von Kindermäd- 
chen in Abzug bringen dürfen: 



Entgelt für 
j zur Höhe 



che, sondern um hochpoli- 
;he Fi-agen. nämlich dairum, 
: die Hauptlast der Steuern 
Lande tragen soll, da erfah- 
igsgemäß die direkten Steu- 
; eher die Personen mit mitt- 
;m und höherem Einkommen, 
indirekten dagegen die Masse 



, tech- videndensteuer 



treffen. Pur solche giimdlegen- 
den Änderungen wäre im Kon- 
greß keine Mehrheit vorhanden 



■breiteten Reform 
der Steuergesetzgebung befaßte, 
erklärte bezeichnenderweise, daß 



herige Fücfcwerk durch ein kla- 

technischen Sinne des Wortes 
— ersetzt, gewisse Verbesserun- 



Laufe der Zeit so verwickelt ge- 
worden sind, daß sie nachi der 
Anschauung vieler Menschen 
"menschliches Begreifen über- 
steigen". Zu den wichtigsten 
Schwierigkeiten gehört die Ver- 
nebelung der Bestimmung, was 



darin erblickt, daß auf Grund 
dieser gesetzlichen Bestimmun- 
gen der Bevölkerung zu hohe 
Steuern auferlegt werden. Man 
versucht nämlich Im ganzen 
fllUährlich einen Betrag von 65 
Milliarden Dollar an Steuern 



holen und dies ist schwer tun- 
Ilch. wenn das wirtschaftliche 
Gefüge der Nation nicht Scha- 
den nehmen soll. Es bedeutet 



Dazu kommt, daß die indirek- 
i Steuern noch im Jahre 1940 
Pi-ozent der gesamten Steuer- 
nahmen ausmachten, gegen- 
rtig aber kaum 15 Prozent 
! Steuerertrages liefern, so 
3 85 Prozent aller Steuerein- 
hmen aus direkten Einkom- 
nsteuern gewonnen werden. 
ch dieser Aufbau der Steuer- 



fahren, weil das Einkommen 
der Burger stark von der Wirt- 
schaftslage bezw, der jeweiligen 
Konjunktur abhängt, so daß 
stets die Gefahr besteht, daß 
der präliminierfce Steuerertrag 
überschätzt wird. Was demnach 
nach der Ansicht der Steuer- 
fachleute im Senat notwendig 
wäre, ist eine grundlegende 
Reform des gesamten Aufbaus 
der amerikanischen Steuerge- 



Recht beibehält 



das bisher gelten^ 



kapltalsstar- 
ermutigt. ihr Geld 

Maße in der In- 



der Demokraten stammenden 
Gegner — die Anschauung, daß 
man dieses Ziel besser dadurch 



fördere, als man das steuerfreie 
Elnkommensmlnimum herauf- 
setze und dadurch den breiten 
Bevölkerungsschichten mehr 

Mittel für Lebensmittel. Klel- 
dimg usw. ließe. Diese Ansicht 
konnte sich aber aus zweierlei 
Gründen nicht durchsetzen: die 
Regierung war der Auffassung, 
daß der Konjunkturrückschlag 
keineswegs so bedrohlich Ist; 
zweitens wies sie daraufhin, daß 



; zehn Jahre schäftsbetrie 



hält ] 



Dollar 



Regie 



ät 900 Seiten umfaßt 
den Wortführern der 
g als "Grundstein" des 



Administration bezeicitmet wur- 
de. Die materiellen Änderungen, 
die im Gesetz enthalten sind, 
bezwecken im allgemeinen 
zweierlei: die Erleichterung der 
Steuerlast für die Industrie- 
Unternehmungen und Geschäfts- 
betriebe und eine gewisse Besser- 
stellung der Pensionsberechtig- 
ten, der Begünstigten aus Ver- 
sicherungspolicen, mehr Be- 
dachtnahme auf die Kosten der 
Behandlung, an ältere 



Steueraufkommen um mehrere, 
MUUarden senken würde, was 
den Staatshaushalt noch mehr 
tn Unordnung bringen müßte. - 
Was nun die Begünstigung 
von Neuinvestitionen durch Er- 
höhung der Abschreibungen an- 

vor. daß zwei Drittel der An- 
schaffungskosten von neuen Ma- 
schinen usw. in der ersten Hafte 
solcher Ma- 



Die Administra 






Rastungskonjunktur Maßnah- 
men zur Förderung der Indu- 
strie ergriffen werden mußten, 
Dies sollte auf zweierlei Art ge- 
schehen: erstens durch Beseiti- 
gung der sog. Doppelbesteuerung 
derjenigen, die aus Aktien Ein- 
kommen In Form von Dividen- 
den beziehen, ferner durch 
höhere Abschreibungen der An- 
GChaffungskosten von Neuinve- 
stitionen in Geschäftsuntei-neh- 
mungen. Es ist der Regierung 
gelungen. diese Maßnahmen 
allerdings Ist 

ulle der Doppelbesteue- 
Dividendenempfänger 

lern von der Regierung 
Ausmaße 
"Doppelbesteue- 



Dividenden aus Wertpapieren 
unmittelbar einer besonderen 
Dividendensteuer unterliegen 
und das dann verbleibende Di- 



Steuerträgers abgeschrieben wer- 
den könnte; der Rest aber auf 
Grund einer gleitenden Skala 

Ihrer GebraTJchsfähigkeit. Bis- 
her mußten die Abschreibungen 
gleichmäßig auf die ganze Le- 
bensdauer der Investition ver- 
teilt werden, sie waren also zu 
Beghm bedeutend geringer. 
Die Steuerreform begünstigt 

Pensionseinjcommen bis zum 
Betrage von 1200 Dollar jähr- 
lich als steuerfrei erklärt wurde, 
allerdings darf die ihnen zu- 
Steuerermäßigung 






nicht selbst verdiente. 
Diese Beschränkung entfällt 
jetzt, fals das Kind das zwan- 
zigste Lebensjahr noch nicht 
erreicht hat oder falls es eine 
Schule besucht, und der Steuer- 
träger mehr als die Hälfte zu 
seinem Lebensunterhalt bei- 
steuert. In solchen Fällen kann 

hin den vollen Abzug von 600 
Dollar in Anspruch nehmen. 
Diesen Vorteil genießt er auch 

ein Pflegekind handelt, wofern 
es^Hn seinem Haushalt lebt und 
er mehr als die Hälfte der Ko- 
sten seines Unterhalts bestreitet. 
Bisher konnte man für Lei- 
stungen an Wohltahrtsinstitu- 
tionen 20 Prozent des Einkom- 

30 Prozent des Einkommens 
hinaufgesetzt, doch kommen 
diese Erleichterungen nur dann 
dem Steuerträger zugute, falls 
er Kirchen. Hospitäler oder 
"regehnäßige" Unterrichtsan- 
stalten ibedenkt. 

Falls der Steuerträger Teil- 
zahlungen für Einkäufe zu lei- 
sten hat, werden ohne weiteres 
6 Prozent ■ 

träges als Zinsenlast . 
die wie sonstige Zinsenlasten 
als Abzugsposten gelten. 



jetzt 



erleichterungen als- bisher. Eino 
andere Bestimmung ist für die- 
jenigen Unternehmer wlchtiff. 
die im Ausland ein Geschäft 
haben. Sie zahlen einen Steuer- 

des ausländischen Einkommens; 
der Satz konnte bisher 52 Pro- 



sich die direkte Hilfe s 
ländische Regierungen 
gern könnte. Diese Hilfe 



geleistet werden. Geschäftsun- 
ternehmungen, die für wissen- 
schaftliche 



Der 



saqxten Steuerbestimmungen aiif 
diese Weise geklärt und in der 
Hauptsache vei<bessert wurden. 
Die meisten dieser Änderungen 
bildeten kein Streitobjekt ■ und 
smd auch 

Einen Gegenstand des Parteien- 
streits bildete die Bestimmung 
über die Doppelbesteuerung der 
Dividenden, ferner der Versuchi, 
allgemein hln- 
übrigens miß- 
t klar, daß die 



Lösung nicht 




hfi^ 



\* . . 

-VV 3 ist "1 



West-Deutschland 



Die Senatsberichte 
uf die Konjunktur 
:eit der amerikanischen . 



Hinsicht prallten starke An- 
schauungsgegensätze aufeinan- 
der. Während die Regierung 
behauptete, daß man durch 
stufenweise Beseitigung der Di- 



DEMNÄCHST: 




Auch. Vngam ist 


'in Gefängnis 


.eran.er<.anucne 




Das älteste Jo.Ur 


er GescMchte 






Edgar Wallace, 


G. m. b. H. 



heit, ärztliche, : 
handlung und 
während des Verbleibs mi Kran- 
kenhaus nur bis zu drei Prozent 
des Reineinkommens in Abzug 

de aufgehoben, doch werden 
diese Auslagen auch jetzt nur 
bis zur Maximalhöhe von 5000 
Dollar jährlich berücksichtigt, 
was aber diese Pi-eigrenze ver- 
doppelt. 

Bisher dui-fte ein Ehepaar 
sein Einkommen teilen, jeder 
Ehegatte zahlt dann seine 
Steuer von der Hälfte des ge- 
meinsamen Einkommens, was in 
den meisten Fällen den Steuer- 
satz verhältnismäßig senkt. Die- 
ser Vorteil wird jetzt auch ver- 
witweten Tind geschiedenen, 
bezw. allehistehenden Personen 
gewährt, wofern sie für Söhne, 
Töchter, Mütter, Brüder oder 
Schwestern zu sorgen haben. 
Diese Bestimmung kommt auch 
verwitweten Personen zustatten, 
die für Schwiegereltern oder 
Stiefkinder zu sorgen haben. 
Den Vorteil hat der Vorstand 
des Haushaltes. 



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SONNTACSBLATT STAATS-ZEITUNG UND HEROLD, DEN 19. SEPTEMBER 1954 



SONNTAGSBLATT STAATSZEITUNG UND HEROLD. DEN 19. SEPTEMBER 1954 




SONNTAGSBLATT STAATS-ZEITUNG UND HEROLD, DEN 19. SEPTEMBER 1954 



Die ''Häuser der Versuchung" 



Warenhäuser der Welt 



alle haben schon unschlüssig 
oder zielbewußt vor ihren im- 
ponierenden Portalen gestan- 
den, haben uns durch die Dreh- 
tür in die w-eiten, prachtvollen 
Räume li'ineinwirbeln lassen, 
sind durch lange Gänge, an 
wohlgelüllten Tischen vorbei 
von einer Lockung zur anderen 
getrieben worden und sind — je 
nach Temperament und Budget- 
stand — diesen Lodcungen er- 
legen. Wer könnte sich ihrem 
Zauber entziehen? "Wolken von 
Wollstoffen und Tuchen, Me- 
rionos, Cheviots, Moltons, Kas- 
kaden von rauschenden Seiden- 
stoffen, tiefdunkle Samte, zart- 
farbige Satins, wogende Fou- 
lards, Baumwollstoffe in allen 
Farben des Regenbogens, Berge 
von Handschuhen, Schals und 
Mützen, Schneefälle von Spit- 
zen . . .'*, so etwa schildert 
Emlle Zola diese Stätten der 
Versuchung im "Paradies der 
Damen", dem ersten und be- 
rühmtesten Warenhaus-Roman. 



Kompagnon, Boaucicaut, < 



Teilhaber des "Bon Marche". 
Wichtiger als sein Geld aber 
waren seine Ideen. 



Man musste nicht kaufen! 

Bald war die Stadt von einem 
einzigen Gesprächsthema erfüllt, 
von den Vorteilen, die in dem 
neuen Laden der Herren Videau 
und Boaucicaut geboten wurden: 



gegen hdelt seine Verdienst- 
spanne so niedrig wie möglich, 
denn er wollte seinen Gewinn 
durch einen großen Umsatz er- 
zielen. Und dieser Umsatz stieg 
tatsächlich gewaltig. 

Der "Bon March6" wuchs mit 
ungeheiu-er Schnelligkeit. Bald 
mußten die benachbarten Häu- 
ser dem immer größer werden- 
den Gebäudekomplex weichen, 
1869 schon betrug. Boucicauts 
Umsatz 21 Millionen Francs. 
1900 überstieg er die Hundert- 
Millionen- Grenze. 

Das Beispiel machte Schule, 
nicht nur in Frankreich, son- 
; Europa und Ame- 



aiMieren, nahmen alle Entbeh- 
rungen auf sich. Eisern lehnten 
sie jedoch Kredit, den man ih- 
nen geben wollte, ab. 

Einmal mußte Cognacq den 
Regenschirm seiner Frau ver- 
kaufen, um seine Rechnung be- 
zahlen zu können. Ein ander- 
mal versetzte sie den Muff, den 
er ihr geschenkt hatte. Cognacqs 
Devise lautete; "per laborem" 
(durch Arbeit). Deshalb nann- 
ten seine Angestellten ihn "P6re 
Laborem". Zwischen ihnen und 
dem Chef bestand ein patriar- 



käuferinnen wohnten i 



eingesperrt. Wenn 



rika. 



bescheidenen 



Mutze nhändler 



iBelleme, der als erster 
die Idee vom Warenhaus ver- 
wirklichte? Vor hundert Jahren 
kam Aristide Boucicaut voll 
großer Pläne nach Paris. Als er 
eines Tages die Rue du Bao 
entlangschdenderte, entdeckte er 
einen kleinen Laden mit dem 
Namen "Bon March^", was so- 



Chiffren 
anderen Ge- 



Geschäftsprinzipien mehr oder 
weniger selbstverständUch. Aber 
bevor Aristide Boucicaut auf 
den Plan trat, war es anders 
gewesen. Der Ladeninha/ber al- 
ten Stils kannte seine Kunden 
persönlich imd war genau 
über ihre Vermögens Verhältnisse 



Paris. 



Tüchtiger Herr Cognacq! 

Ernest C(»gnacq, der Sohn 
eines Notars aus 
de-Re, wollte eigeatl 
werden. Aber 1870 ging er In 
Paris, in der Nähe des Pont- 
Neuf, vor Anker. Für fünfzehn 
Francs pro Tag mietete er dort 
eine kleine Krambude. Aus die- 
ser Krambude entstand das rie- 

1889 



armen merkte. 



und reichen Kunden die gleiche 
Ware zum gleichen Preise an- 
zubieten. Hauptsache am Kauf 
war das Handeln; erst nach 
langem Hin und Her schloß 
man einen Kompromiß. Die 



Kassierer ihm 



stahl. Dabei 
Reichtum 
Schoß gefallen. 



Hochzeitsgeschenk. Der P^re 
Laborem legte großen Wert auf 
das gepflegte Äußere seiner 
Angestellten: "Meine Verkäufer 
müssen eine Melone tragen". 
pflegte er zu sagen, "ebenso 



"Kaufhaus Printemps" 

Das gewaltige Kaufhaus "Prin- 
temps" wurde von Boucicauts 
Mitarbeiter Jaluzot gegründet. 
Jaluzot war Leiter der Seiden- 
abteilung des "Bon March6" ge- 
, bevor er sich selbständig 
, Kapital von 
300,000 Francs errichtete er 
sein eigenes Haus am Boulevard 
i Pech. 1881 



luzot baute wieder auf. Aber 
1905 mußte er endgültig auf- 
geben. Er verkaufte an Gustave 

'Printemps" leitet. 1951 



die Direk- 
tion erklärte sich bereit, jede 
Preisdifferenz zurückzuerstatten, 
falls ein Kunde entdeckte, daß 



denen Artikeln, die das H 
"Printemps" führte, doch w 
einer zu finden sein müßte, 



die in einem Jahr bedient wur- 
den, reklamierten nur 192. la 
169 Fällen wurde die Reklama- 
tion anerkannt und der Aus- 
gleich bezahlt. Seitdem heißt 
es in Paris, bei "Printemps" 
könne man mit geschlossenen 
Augen kaufen, 

Einer der "Könige von 

Dem Louvre gegenüber liegen 
die " Grand -Magasins du Louvre" 
mit ihrer prächtigen Schaufen- 
ster-Parade. Zwei kleine Kauf- 
leute haben dieses Paradies ge- 
gründet: Höriat und Chau- 

Erben rund 60 Millionen. Chau- 
chard. einer der "Könige von 
Paris", Vurde in einem Sarg 
begraben, der mit Perlen im 
Wert von 500,000 Francs besetzt 



Die 



Interesse 



ihrer Kunden zu fesseln. Sie 

Freunde des Louvre" ins Leben 
gerufen, der einige -zig-tausend 
Mitglieder zählt im Alter von 
ein bis sechzehn Jahren, und 
sie wählen auch eine "Misa 

Das jüngste Pariser Waren- 
haus, die "Galerie Lafayette", 
wurde 1893 von Theophdle Ba- 
der, einem Elsäßer aus Dam- 



le reizende 1 

? möglichst teuer ratet. Beide a 
1 zu bringen und sam von früh 
Stück möglichst teruacht, legte 



sehen vorbei. Das neue Super- 
Kaufhaus des Lafayette-Kom- 
plexes, das jetzt nach amerika- 
nischem Muster entstanden ist. 



e kaufen können . . . 

e Kunden stürzten sich auf 

; Chance, denn sie meinten, 



Kulinarische Deutschlandreise 



Die königliche Tafel 

Die Männer der mächtigen 
Hanse liebten die Freunden der 
wohlbesteUten Tafel. Sie liebten 
Hummer, Ki-ebse und Fisch, die 
sie frisch gefangen von ihren 
Handelsfahrten mitbrachten, 
und sie ließen sich, wenn sie 
zu Hause waren, jene Speisen 
zubereiten, die sie in fremden 
Ländern als besonders delikat 
hatten. In Bremen 
Hamburg gibt die ver- 



LONI SKULIJ 



spezifische Note. Aus England 
haben die Hanseaten den sach- 
verständigen Brauch, eine Ham- 



Die gesalzene 



dern zu 

Keule wlixi mit Rosmarintolät- 
tern bastreut, in ein Tuch ein- 
genäht und Ins kochende Salz- 
wasser vecsenkt. 

Das Ergebnis ist herrlich saf- 
tig, wie es Braten niemals zu- 
standegebracht hätte. T)ie ge- 
bratene Gans, nirgends besser 

durch ein gebratenes Täubchen 
angekündigt, dessen Zuberei- 
tung man in Reval und Peters- 



Reise in das Wi; 

(ForlseUung von Se 



("Schwerer") sind Ti-aumge- 
dichte an kochkünstlerischer 
Verfeinerung. Emdener Heringe, 
Bremer Krabben, Kieler Sprot- 
ten, Helgoländer Hummer, 
Lachse aus der Weser, Räucher- 
aal aus Schlutup: unerschöpf- 
lich sind die Heimatgerichte der 
Waterkant. Den Reisenden be- 
zaubert die kluge Mixtur aus 
Bodenständigem und Mitge- 
brachtem. 

Von Flensburg bis 
Lübeck 

Das berühmte Smörgasbord 



Auch im Süden und Westen ste- 
hen sie auf den Speisekarten. 
Königsberger Klopse, Berliner 
Eisbein mit Erbsenpüree: wer sie 
einmal an Ort und Stelle geges- 



Roler Wein und 
Schampus 

Bevorzugt der West- und 
Süddeutsche den Weißwein, so 
wird der Gast in Norddeutsch- 
land die Bewunderer des Rot- 
spons antreffen, Kenner einer 
weiten Skala herrlichster Rot- 
weine, die aus Burgund und 
Bordeaux, aus Algier und Jugo- 
slawien eingeführt werden. Na- 
türlich sind auch die Besten der 
deutschen Rotweine dort zu fin- 
den, Waldulmer, Affentaler und 
die rubimoten aus dem Ahrtal. 
Die großen Umschlagshäfen für 
Rotwein: Bremen, Hamburg, Lü- 
beck und Königsberg, wo die Ge- 
binde in tiefen Kellern lagerten. 



'6) 



Schon dem bisher Gesagten 
läßt sich unschwer entnehmen, 
daß die Anzahl der Ei-eignisse in 

Technik usw. im Laufe der Zeit 



schon vier Dop- 
t erklärt. Etenn 



Das ist leich 
die Welt wird 



Verkehrsmöglichkeiten in Be- 
tracht zieht, "immer kleiner". 
Die Bewohnerzahl der Erde ver- 
mehrt sich trotz allen Kriegen, 
Seuchen und sonstigen Kata- 
strophen fortwährend. Mehr 
. Menschen erlernen das Lesen 
und Schreiben, was im Mittel- 



alter das Vorrec 
und Gelehrten 



steigt 



die aUgemeine Bildung. Mit ihr 
natürlich die Literatur, weil 
mehr Bücher und Zeitungen ge- 
schiieben und selbstverständlich 
auch gekauft werden. Noch 
sprunghafter nehmen Wissen- 
schaft und Technik zu. Nicht 
minder tragen dazu die vielen 
Entdeckungen und Erforschun- 
gen fi-emder Länder bei, die ge- 
gen das Ende des Mittelalters 
einsetzten und der Kultur wei- 
tere große Gebiete erschlossen. 

Darauf kann in vollem Um- 
fange in diesem knappen Rah- 
men allerdings nicht eingegan- 
gen werden. Des Vergleichs hal- 
ber sollen aber in einem Schluß- 
kapitel zwei Jahre der neueren 
Zeit angezogen werden: 1864 und 
1865. Sie füllen nämlich allein 
für sich eine Doppelseite des 
"Kulturfahrplans ". 



In den Hotels der norddeutschen 
Städte großzügig Eingang ge- 
funden. Die kalte Frühstücks- 
kost — unbekümmert imi die 
Tagesstunden — übei-zieht die 
schleswig-holsteinische Halbinsel 

lukullischen Finessen. Erst vor 
den Toren Hamburgs tritt das 
ire Stelle: 



Abschluß der Ta- 



dle norddeutsche Hausfrs 
ferenzierte Tafelfreuden 
Art entwickelt. 

davon entfernt, 

solcher Speisen zu empfinden. 

sprüngliche und Aparte muß. 
man ein paar Jährlein älter 
sein, ehe man sie recht genießt. 
"In Deutschland zu schmausen 
ist wunderbar", schrieb einmal 
Fürst Pückler an einen Freund, 
"Du findest, was du begehrst 
und noch vieles obendrein, das 
Dir noch nicht einmal im Traum 

ENDE 

Länder und Völker 

(Fortsetzung von Seite 21) 
Wer die Stimmen des Frem- 
denverkehrs versteht, fühlt den 
Unwillen der Besucher steigen. 
die sich immer öfter enttäuscht 
sehen. Sie preisen den land- 
schaftlichen Rahmen und die 
zauberhafte Beleuchtung der 
Stadt; sie sind voll des Lobes 
für die künstlerischen Leistun- 



Lucus a non lucendo: es heißt 
Rundstück, weil es oval ist. Hol- 
Apfelgrütze. Hambur- 
Grütze, mit Sahne oder 



hinter den derben Namen. Einige 
'Speisen des Nordens sind in ganz 
Deutschland berühmt geworden. 



Rußland weitergeschifft wurden, 
erzogen die Hanseaten zu Lieb- 
habern des Rotspons. Wo roter 
Wein im Glase leuchtet, auf 
schweren Eichentischen in holz- 
getäfelten Zimmern, wo es nach 
Zimt und Nelken und den Spe- 
zereien fremder Länder duftet, 
entstand die gepflegte Atmo- 
sphäre distinguierter Tafelzere- 



Aut dem Frühstückstisch des 
vornehmen Nachfahren der 
Hanse gehört zu den dreUähri- 
gen Austern ein Glas Scham- Kostproben beschränken muß. 
pus. Die süßen Nachspeisen zu Aber sie fühlen sich dort nicht 
schwerem Kaffee und noch wohl, wo sie nur nach ihrer 
schwereren Importzigarren, das Zahlungsfähigkeit gewertet und 
Vielerlei an Kuchen, Stritzeln wo diese bis zum Äußersten be- 
und Krapfen, an Glac6, Konfekt lastet wird. Wo kein Odysseus 
und Pralinen, Lübecker MarzI- mehr zu erwarten ist, sollte sich 
pan und Bremer Klaben, die Penelope doch eüi wenig mehr 
grünen, roten und braunen Li- scheuen, ihre Freier zu ver- 
köre, schwerflüssig wie öl: sie ärgern. 







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ERICH BAUER 

Industrie -Autnahmen 
^-^ Werbephotos, Farbphotos 
75 KARLSRUHE, Moltkesfratje 83r! 

, Tel efon ,592 1 ft^.."^tj.ja!g: 
















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Telefon 50218 




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the Leo Baeclc Institute, New York. 




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«aa- nna Watttmnkt AarlBnilif. 



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Geschäftseröffnung: 25. 9. 1888 

Umseitiges Inserat erschien im 
Karlsruher Tagblatt 

zum 1. Mal am 25- 9. 1888 

2. " " 26. 9. 1888 

3. " " 28. 9. 1888 






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En detail. ilUfl)- \ l^Hdilliill-i'aiU'r. En gros. 
Grel>rüdLeir Slir-iscli, 



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^Vätioht' uiiti ffiintfrfaifoi 



Hermann Tiefz, 

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en gros en detail, 

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AleibctFnöpfe in benfbai ßrogtci «neiuQ^I bü3 ^ 



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i Hermann Tietz, 

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en gfroB en detail, 

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Sie nod) «orftmibcnen Seftäiibe meines Bvoficii aynaieiildflers 
Bctbeii — mit Rücksicht auf den nahe 
bevorstehenden Umzug — ganz er- 
heblich billiger verkauft. 

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Hermann Tietz. 




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Priedrieli Marfela V/we . 



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Babatt Spar-Bücher! 

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J< Goldschmidt, 



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Fiiodrioll MarieU Wwe, 




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Febr. 1901 

(1. Inserat, das mit eiiiem 
Firmenzeichen erschien) 



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GSas-, PorseESan-, Haus- und Kuchengerälhe 

im ioüterräin. 







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Ausschnitt des Inserats 



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Urgroß- 
eltern 
kauften 
dort 



Das Haus war damals noch 
unter dem Namen Hermann 
Tietz bekannt. Seitdem Jahr 
1888 steht es mit seinem 
Dienst am Kunden in leben- 
diger Tradition unserer Stadt 
an führender Stelle. 



Nicht nur 

die 

Älteren 

unter uns 

wissen 

es 

In guten und in schlechten 
Zeiten wurde alles getan, um 
dem Kunden alle seine Ein- 
kaufswünsche zu erfüllen, um 
ihm das Beste zu bieten. So 
war es und so ist es noch 
heute. 



Aus 

Trümmern 
neu 
erstanden 



Nach schweren Zerstörungen 
erhielt dieses Haus eine 
neue Form, eine Form, die 
ganz offensichtlich den Vor- 
stellungen des Käuferpubli- 
kums maßgerecht Ist. 1950 
endlich war das Union wieder 
wiefrüherdominierenderMit- 
telpunkt im Herzen der Stadt. 



Fortschritt 

aus 

Tradition! 

Das KaufhausUnion wird bald 
auf mehr als das doppelte 
seiner bisherigen Verkaufs- 
fläche vergrößert und be- 
kommt ein eigenes Parkhaus 
mit 350 Plätzen. Mit seinem 
weltweiten Sortiment in allen 
Warengattungen wird es 
dann mehr als bisher für alle 
Käuferschichten Magnet und 
Einkaufszentrum von Karls- 
ruhe und seinem großen Ein- 
zugsgebiet sein. 




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»prechen Sie noch ? 

e telefonische Reminiszenz an die „Goldenen Zwanziger" — Von I 




In unserem alten, traditionsreiclien Karlsruhe gibt es 
diesen jungen, vielversprechenden Begriff, der unserer 
würdigen Stadt gut zu Gesicht steht! 




Karlsruhe — Industriegebret / Hagsfeld 
An der Tagweide 10 — Telefon 6 50 04 



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das Einkaufszeritrum 
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Bei EURA kann jedermann die Ausstellung unverbindlich und ohne Verkäuferbegleitung besichtigen. 



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■ Gemeinschaftswerbung kann sich jeder Fachhändler beteiligen - Bitte geben Sie uns Bescheid 



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MRS. Theo Klopfer 




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*far(sn)he,MoiiltGstr.83-B,'^ 






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Jüifeo, 
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diingeu 
i'om 1. 



[1 ye. pMi-^f. 3-.art ?!<u(j taut gefleni DJacömittag T) Uljr 
•13 3JJi nuten fon a-cciLnirg ]&'« "» uub reifte 5 Ufjc 57 TOiniitcit 
nacl; Stuttgart tueitcr. 

* @ine 5uflijaRf«arvtüfMn8 h)irb in ber stceiten §nrfte be§ 
SRonot« jrpril I. 3. ftottfinben. Sie ?rniiielbnngeii finb biä lefeten 
iJJärä beim asuftisminifteriiim einjui'eidKu. 

X §«t neuen g{?narenßaiife von benimmt ?tc^ im &thptm= 
[lau fiat ^cute ber SSetlauf Ibegoimcn. ©eftern Slteiib fanb unter 
facöhtnbiger Seitung bie offläielle »efi^tignng ftatt. 61-= 
Idjieneii föarcn gu betfclben Vertreter ber ftäbtifc^cn »e^örbeu, au 
iörer ©pifee ^crr Dberbürgermelfter ©e& negier, ferner ber ©taatg= 
bcfiörben, fo §err ©e^. SRegierungSrotö Sfö^rt nbad), $err 
DberpoftbiteftDi- ©eisler 2c., foföle Jßertreter ber $ßreffe. Stuä 
SlnlaB ber ©röffnung ber neuett SJerfaufSräume toaren biefelben 
nn bcn 2Bänbcu uub beit etageörüftuitqeu be8 ßl^trouniS mit 
grünen (Suirlnubeu Qt\i)mMt, unb eine 'Slbtljeiluug ber Sragoucr» 
fapette fpielte (uftige SQäeifen, bei bereu Xiläugeu eine bid)te Siienge, 
bie ficö fofort nadj Seenbigung ber offialeßeu Sefiditiguug, nac^bcm 
fie bie üerlocfeuben , gefc^madbott arrangirten 8lu§Iagcn in beu 
grofecu ©diaufenftern betounbert ^atte, in ba§ Smiere be§ 5ffianren= 
IjnufcS brängte, ftauueub auf= unb oBioogte. SSei bem ©Innjc beg 
ctcftrifdicn ßid)t§, bäS mittelft 56 Sögen- unb 600 (Srü^Iampen 
gefpeubet toirb, maäjt boä Sinuere beS ftattlid&en Soueä mit nll 
leinen äunt »erlaufe auäricgenben, nü^lid)en uub fdjüueu ©adicu 
einen boppelt präd)tinen ©inbrnd. 

P Pänn«v^itfö»e«iM — ^anUäfsRoroiine. am 9[Ritttuod) 
Sibeub fonbim ajJufeum bie Ü)JitgIieberüerfammIuug be§ SartSrufier 
äi}nuner&trf3Dereinä ftntt. ®er 1. $uuft betraf bie (Sintragnng 
Pe'5 bcrcrnäjx iaS S^ereiii^reriifter uub mutbeii bie in bicfem 3iuerf Uou 



fi ad) unb 
.sMeroon n 
^ffidjtine 
rcferüe in 



3)ie tjentiii 
Slbfdjlufe I 
Öppotbcfci 
äiegeltucif 
Srftieu äu 1 
er^üItUd) ; 

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8. Mära 1901 - Badische Presse 



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«• 3!«i«füteii;Vir.'f(it 
',, Setrüijt 7 ©gr. 6 (Uf. 
• ••»)roOuarla[,fürK;i«> 
. UJörtigt,- beten !8e(lcf< 
IJjl-Iiiiiftf.t jeicc Äönifr. 
^'■, !1)<!|", ; SJuit onnicir.f. 



Su(iftcr.3o|r9(iKä- 




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ifpeilf|ii|l'. 



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didtü^/ ',■:.■ ^3. '^e 



1855. 



efrereifini} fe. 



|. ,, fciiic SBliff.iuifclt fo irtii niieöc!v'l;iit, tng dt bcreiä 'fiic »ic 
p; ä'niitcvljnltmig beä a)?ifnoiiflrS iit> bct i)i.t' Cicicm"" qcicilcicii 
i;^ •^(tiiiifftfd^cii ©cliiiffcii 3000 X()!r. on jäl^rdc^cm' @e!uilt ju 
j^'' -*''J<^^''-'" int ©Kinhe ift.' S)ic (SlriiKiljnici! bc3 iBevdnä' Kibtii 
f^'' (feit tcffni, fnii[),i^iiflrm S3cf'cl)t'» d'^'ü 15,000 Siy(t.,"Die' 
M •■ . SliiiSgnbni iingcfnljt 12,000; Jijic. .Vlvagcii. (C. SL.). 
^ .-.'• ■ — ©cilbcm be; et;eniaiije '^of^tdc^it^iim , liiifetcr 
2i-' ,'®f3f"t' — ' Wtoitf r.,.111 niiö ■ q!trn^cii — ■ ia jemWii) 
'f ■?; vcrfdmniiibcii ift, bcr,58niim bfr: ?j3!n& jimi !)(i!(ui. vcn (Je-. 
;,:,^/;,' tcrtlieii gcr.iiimt t;(.t, lüib in 5iü(.:ii Mc aBaiJiu^igci 'oo'.i 3.'.^t 

t' .*■, i)o(joä bebculcnb, gcfliegcü' mit» iirtl)ern lyij itnS bcii mfite::'(» 
r.-.'y leii Äiiltiirjuiliiibcii 6u,ueflcii8 mit) be; lutfüirf^er 5;t)eiU iir« 
*. ', . tcffS Stjinlci iiniii,- l)a6 bie .,6(ciiifotiU.i iiicyfbiüd jiiin 
; SBelticb: geiviffet' ©rtvtrbe,' fcnbcnt nuw in- btn SpmM)aU 
, ■ ■ . lungcii ali i?o(5» tt.ib ^cijntiUcridf -.lie^ unb mc!)c niigt' 
vj, ■■ • ■■»ei'te* »ucrbcit. ffioiftnöficjjilic^ röitb fii^!, liec aScmnucb bct 
K" • Btciiifo^Ictt iif 3ufiuift iiod; bebciileiib- fielöCKi, in Dem f;'^ 
. . -■ Oicff/' JBmiiimnJtrial bei beii flei^cnbeii >!>;y)jidfcii roii feluji 
'- , . roegcii feinet Singteit^cmvfieylt, ,uiib glai.aeu n^ir ini 3n' 
;^v , •IcrifTe tiie(et imferet l'cfet jii I;niibc!ii, iBcim mit i(;iiei'. iiuc^- 
(.^ , • ,flcr;ciibe 9?oti3 jat fflr.tfelimg ü-iti^eiien. „9J?aa t)ött oft bi^' 
^.-'^ Slcup^mng, bng e'.-i aciicjjeu Uf S;eiiiti);;cii mit Sffiaffcc* 
. fi:' ■■ *'^ 2Biirmen;eiige fteig.TC, bis ■• beim *8erbrei:!ieit litfetn,' 
.,^?'-"iiiib bcfO miß Meö fttion um- .irts^iacii nröjalfcft erfc^einen, 
, wenn w\i b:bfnfeii, luie niirt,ii;ejiig bec SaSaffcriiiljait bei diu' 
V Deren Svcniim.itetinlieii , ft* jcigt. 2)?nn meint nbtt, wenn 
■ mnn S03nf[ct auf I;cftig . fllü^eiijDe fio^iert fptit)e,> bng biefc 
"■ fcaim ba« ffiaffet in ferne Sefianblf^eile jetlegcn, iBobei' bct 
SSSafi'ctiiDff Bctbrcnne imb fo bie ^ioe vetmetjct;, mä^reiib bec 
Sauetfloff be3 SlBaffeca bie a$etbfenniing beföttete. i){t 
.aßA^ti;elt 1(1 übet, Di'^ 'ju^, 3tiUflung bea.2ßrtffe(8 bicfelbi ' 
- - Wnxmivufw^t' »«braiu^ft »it J,- bie nn^ftt beim. a3ctbie"nn<if 



; f;iii*r,Sc(5iinI)tr)ei(t: cnfne^t. 2)Jim ^ai bfefc Jtnge in Set* ' 

, ■ Im bnt* ben bircftol afetfuc) ciitf^ticbei!, unb jwnt in bem ■ 

, /^tce.ausgcfptüc^cnci ©iiuie.' «ffien» bet Sdimlbt feine ßoB,. ; 

, Icii mit bem \K?\m iafyszw jnfammenbtinflf, fo liegt bct ' 
' :®niiib bafiiv fcnrin, bcy ficti Sei feinem geuct bie aSerbtciii- 

_.- niing v^oiip'ieriHt'er bctciten n^tbc, n(S te i()m iiii^Ii^ iji, ■ 
-IL''" f"i' C^ifciifMcf meift mit «fncn fidiien SKnnm einnimmt/ 

' • unb et (lifo mir du fidnc« Sn.« tcni.fpn,d;f. '• 

■ ®tct(!ii, 13. Scbnior. )lcbet bie »ecäiibcrf« 9Jic5timg 

trelcbe niifet gorngefdjflft in ncnev Seit angenommen hnt' ' 
üiit;;rt fic^' bet Srtl;«abeii*! u-x ;,0|lfce*3citung" fofncnbet» 
ninpcii: i ' 

-„Sic engt Jc6 ©eiteibci^'htef« 'unfcteä spraye« hat fi« "■: 
,. im Sniif« bet Icßten Snijic fo geüiibett, bog bie Jiö^e be« 
tvrootta fc.wnvtö, bclcijc fru.>r- nie ein rit&erec S5?(iß(iab bc( 
SlnsäcijuHrig- unfcre« ©eltcibel) iibclö nnjuncr;mcnt«nr, yt^l . 
_ vä-.u!n- met)r eine uirtctgcotbnt'c eieilung einnimmt. 2)ie' ' 
. •3!;.in^mc be.S Smpcriö fcorär;'? '((welche Im borigen 3nfirc '' 
' uoöiitbci; teilt grölet 'gewefen tvnre, wenn Hiebt bie SSlofabc 
bei tiiff.fdjcil J/)äfjii fJfttijeiUiitn'-^nttc) unb bie gleidjjcilige ■ 
i. .:,at)me beä (ärporte auf bitfcm aBeg.-, fo wie bie flct« - . 
•.v-.M(i)fenbe SScwcgniig doü Oetcihcmnffcn auf ben Gifeiiban* 
, ^.L'ii unb SBnffcüregcn von bet ffiifle iiac^ bem 3iil(inbe jeiigt ■ 
'^' büjoii, bng anfet qjinj mit va;>bei: e:-c^:iiten fit^» nuä einem 
•-•tS:))Ctt!;ftfea in einen Smportfjnfen für ®etrcibe ju rctwnii* 
-■ belli beginnt.- . SDeljai irt~ble ciiijlge ©ecteibcntt, bei mcldpet ' 
; bie« HocSj rMji bct gnti ift. ■(Einmal !i^ üßeijcn ferrjältnflj» 
jj,,.,..ßig nur dr, gcri jet Sonftir ti6n6arl''fc( für bnö 3iilaiibt 

CtMuitb mcimer;t f^aüptfftctlliH) jnm-örpoit nngcbnm, nnt) ■' 
,.3Wnt feit. 2liiff)ebniig titt engafc^i-n .ßoniiöOe nntüvlict) in ', 

tmmct gtlißciet 2iiiäbf^iiniig, unb jtve'tenä ifi bct Grpoct 
; übet efelüii nnt? Cnti^ blc l5)Ieicti(ie[Iiiitg unfereä ^l^InheS " 
-. mit Snnjig .c, in' SBctrcff bct ?tfln^itjöUe füt Mnifcbc« 

©ettcibe, ge'wacffcii." ■ ' ■ , ■• ' .• 

■ '',- ,2tuö S:t)Mt{n9cn,''i4. gcbturtt.' (Jinet ®efannt^ 
nfft^^ung ,bc«, »ueimatfd^cti ©inaiSmlnipeciiitnS jufoije ijl (mit 



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' ^ '.'9f 'J <"*n'f"«9« bft S?cnriimiib,ur eint -fo ftatfc jj'onni-''' ' 

■ .f }n-l'"ü'r^'^"^^^'^""^ ^''^' ^^^S'b.Ä ,S;iol-^ 
: «" ^r;ro„ „„b%;;i Si^ ,^o®t^/ Dbf "f 'ir« - 



^TOannigfartige^.' 



\., CJebriMler Tictz ' 

:, ©irnbaiim, bert 16. ge6ri«it 1855: 



Jtönigr. Jtreiggeric^t II. arDtf^iriinit. l ' 1 



■ SBmibmim; 'teil 7. gsbrimt iS55.: - 

sn»»®.'" ^r"!""' '«raflifWeti ©fnitbenägenofTeii' offetirt ^7 ' 

jv,,Äfll»>)et2)?iV§te,-itt5e5ni(irM855^' '^ i''^^•.V 









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] Kermann ^ietz 

'GtUgr.-SUr.: Hlhrtnüetz 
^o,fsd,ed<-3(onlo: Säerlin 9fr. 2382 



Abt ... für.. Unt e r s t . /2 i . 

Hßir bitten in der Sintworl vor- 
stehende Sezeidinuag anzugeben. 



Berlin SW 19, den^^ .April 

Leipziger StraSe 



Reichskunstwart Dr. Kedslob 



Berlin Fw.40 



/j>30. 



Platz der RepubliK: 6 
Keichsainisterium des Jnnern 




Sehr geehrter Herr iieichskunstwart ! 

Jn Beantwortung Jhres geschätzten Scnreibeno vom 14. ds. 
Llts. bedauern wir es lebhaft Jhrea Gesuch wegen Unterstützung des 
Herrn Alexander Solornonica nicht nacnironraen zu können. 

Durch die entsetzliche Hot ist der V/ohlfahrts-lLat 
ausserordentlicn angespannt und durcu die neuen, die Grossbetriebe 
insbesondere betx efi'enden Steuern eine Erhöhung oder neue Zuwendung 
an denselben nicht möglich. 

So sehr wir es bedauern, müssen wir aus den angeführten 
Gründen das- Gesuch ablehnen. 




J-^^JTi«' 



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l4. /pril 1950 



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omnerziem-at (Seorg 
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Sehr verehrter Herr Koomerzlenrat ! 
Duroh eine Mskunft, die loh vor längerer Zelt schon 
gab, hotte loh Gelegenheit die euagozelohneto Orgi^nlsstion 
der hei Ihnen eingerichteten Wohlfuhrtsstelle kennen zu 
lernen. Ein völliger Ausnahmefall läsat nun in mir den 
Wunach entstehen, daas Sie sich freundllohat des Schrift= 
stellers Alexander Solomonica annehmen, der sich zur Zelt 
in einer ganz besondren Not befindet. Die Möglidikeit einer 
Hilfe aus dem Unterstützungsfonds des Herrn Heich8prä3lden= 
ten besteht nicht, da Herr Solomonica die deutsche Staat s= 
angehörigkeit nicht besitzt, die naturgemäss hier Voraus= 
Setzung sein würde. Die Notinge des Dichters und seiner 
Familie ist aber so gross, daas eine eilige Hilfe unerläss= 
lieh scheint, zumal er auch keine Erwerbslosenunterstützung 
bekommen kann und die BeiaiHfen der Berufsorganisationen nur 
selten und geringfügig sind. Er steht vor der Vollendung 
grösserer Werke, Ut aber durch die unbeschreibliche Not= 
läge, in der er sich mit seiner Familie befindet, darin 
gehemmt. 

Mit verehrungsvollen Qnpfehlungen 
T 1 e t E ^.Redslcb' 



e r s d o r f 






Kalserallee 






Adresse: 



Alexander Solomonica 
Berlln-Heinlckendorf-Weat 
Elchbomstr. 20 






1/ ^'^•^ 






HUGO BERGMAN 



Eine Buber-Bibliographie 



Unsere Buberliteratur 



ä war .urspTüngHch als 
J zum 80. Geburtstage 
t, aber als der Verfasser, 



gann, stellte es 

zu bewältigen und 

ligkeiter 
Druckes 



und was seine Sprossen sind". 
Es ist reizvoll, an der Hand 
der von Catanne eingeführten 
Pfeile, welche die gegenseitige 
Verwandtschaft der verschiede- 
nen Buchveröffentlichungen an- 
zeigen, das Schicksal einzelner 
Bücher zu verfolgen. Etwa; "Die 
Geschichten des Rabbi N^ch- 
man" erste Auflage 1906, zweite 
1909, holländisclie Uebersetzung 

englische Uebersetzung 1956. 
Oder: "Die Legende des Baal 
Sehern" 1908, Neuauflagen 1916, 
1920. 1922, 1932. Schwedische Ue- 
1er von Marcus 



l die Schwie- reihe Judi 
komplizierten fundsskriftsi 

852 Num- 



Euberbibliographie (in Hans 
Kolins Buch über Buber aus 
dem Jahre 1930 und M. Fried- 



Jahre 1B55) werden dadurch 
natürlich weit in den Schatten 
gestellt, denn diesmal ist VoU- 



Auch die Uebersetzungen — in 
14 Sprachen! — sind aufgenom- 
men. "Frühere Bibliographien" 



weniger ambitiös, denn sie 
liatten nur das Ziel, den Umfang 
des Schaffens Bubers aufzuzei- 



1922, italieni- 

te Lates und Moshe Beilinsohn 
1925, holländische Uebertra- 
gung 1927 und in zweiter Aus- 
gabe 1946, spanische Ueber- 
setzung, in Argentinien, 1938, 
englische 



thek der Weltliteratur 1955. 

In diesem Wege der Buch 
Biubers spiegelt sich jüdiscl 
Geschichte. So auch in ande 
bibliographischen Daten. E 



halten. Und über das dort ge- 
brauchte Wort "Jüdische Mo- 
derne" könnte mau eine ganze 
GeschichtsphiloEophie des Zio- 
nismus jener Tage sclu'eiben: 
es ist Identifizierung imd Di- 
stanzierung zugleich, die aus 
dem damals so verbreiteten 

Von hohem Interesse ist eine 
Durchsicht des Buches nach 
den Sprachen, in welchen Bu- 

1897 und 1898 sind in einer pol- 
nischen Zeitschrift przeglad 
lygodniowy ersciiienen; es sind 
vier Aufsätze über Altenberg, 
Hofmannstahl, Schnitzler, Bahr. 
Demnach war die erste ge- 
druckte literarische Arbeit Bu- 



deutsch geschri 



JÜDISCHE RUNDSCHAU 



spekt, welcher mitteilt: 
Revue der jüdischen 
mann. Redaktion: Marl 



Ein 



r englischen Party ■\f{s,t\ 



Beruf für Gentlemcn 



Von dieser Offenheit und Weltkrieg, engliscjier Verleger 
Freimütigkeit macht Frederic berühmtester Autpren wie Tho- 
guter Weise Ge- mas Mann, Andr6 Gide, Arnold 
Ruch, das letztlich Zweig^ Orwell, Mumford. Er- 
dne Caldwell, H. G. Wells und 



ber d.J. unter der Führung des Custos am KönigUchen 
Institut für Meereskunde in Berlin, Herrn Ludwig Brühl, 
von Jaffa aufbrechen, der von drei oder vier Europäern 
begleitet wird, und sich etwa sechs Wochen lang mit 
der Erforschung des merkwürdigsten aller Binnenmeere 
zu beschäftigen gedenkt. 
Im 19Jahrhundert ha 
reisen die genauere Untersuchung c 
und bis zu 22% km breiten ' " 



lige Forschungs- 



: des } 



Diese Expedit: 



Metho- 



zeitigen wird. Denn 
über die Konfiguration des Meeresbeckens, die chemische 
Beschaffenheit des Wassers und seiner Strömungen, über 
das feinere Verhalten der verschiedenen Salzkomponenten 
des fast 24 Prozent Salz enthaltenden Wassers weiss man 
so gut wie nichts. Auch die organische Welt ist nicht 
genauer untersucht. Während man früher annahm, dass 



ä Tote 1 



serstoffhaltigen Wasse 
marine Salzablagerun: 



;, die 1. 



lebende 
, Plankton auf- 



;hung von Herrn Oskair Ticbi in Berhn 
Weise zur Verfügung gestellt worden. 



geleistet und ■ 



rlag "Secker sieht. Warburgs Buch hat in 

Ltentwicklung benslauf und Begegnungen 
in finsteren Menschen imd -Manuskri 



Moravia ist ■ 



in englischer Sprache 

auch im Eainei 

lag Hermann Leins in Tübingen 



eine hochinteressante Autobio- 
graphie ist, scheut nicht voi 

Selbstkritik und offener Darstel- 'hm verlegten Autoren ein 

lung privatester Dinge zurück, schonungsloser Kritiker der ei- 

SchUderungen seines eigenen g«^""^" Person und seiner Zeit. Er 

Ehelebens, seine persönliche ^^^^ont gern, dass er zwar aka- 

Einstellung zy den Problemen demische Auszeichnungen erhal- 

von Krieg und Geist, oder einer ten hat aber kern. 

Psvchoanalvse die ihm vermut- °^^^ soldatischen. 



_ sse Verwandtschaft mit Ste- 

aucli da"s autobiographisshe Be- fan Zweigs "Welt von Gestern". 

kenntnisbuch Frederic Warburgs Die ethische Li 

als Zeitkritik. Der Autor stellt che. 

sich nicht nur selbst als begab- nich 

ter und fesselnder SchriftsteUev Opti 

vor, sondern als em Verleger, die : 



Warburg resignie 
"und glai 



lisatorische 1 



Wert seiner 
Z BEEGER 



Das Buch, dessen englische 
:iginalausgabe ("An Occupa- 
m for Gentlemen?") im Verlag 
Jtchinson & Co., Ltd. in Lon- 



"Begegnungen 



Es gibt interessante Einblicke 
in das englische Verlagswesen, 
den Gentleman-Beruf, aus dem 



Banlciersfamilit 



ohne Erwerbssini 



auch diese persönlichen 



hen und Begegnung mit George Orwell, 
Interes- '^^'^ ^"^ zweiten Weltkrieg sein 



i dahin ganz konservativ t. 
idilionell geführte Arbeit \ 
'i-leger die Dynamik der W' 



Yorker". Dem dorti- 



galt i 



zu verdanken. Es vermittelt 
durch die lebendige Schilderung 
von Begegnungen mit grossen 



persönliche Dinge zu sprechen. Zeitgenossen und ihren Werken 
Frederic Warburg, der Spross ein anschauliches Bild unserer 
einer weltberühmten jüdischen Epoche und ihrer Problematik. 
Bankier- und Gelehrtenfamüie, Es zeigt ein sehr persönliches 
1898 in London geboren, Schüler Wirken für die Idee der Huma- 
der Westminster-School, Oxford- nität gegen die Geistverlassen- 
Absolvent für klassische Philo- heit nationaler Liedenschatten. 



Zahlen vom Fremdenverkehr 



sechs Jahren — im Jahre 1955 — wege 24,6% und auf dem Land- 
48.000. Die im "IVIB" Nr. 25 wege U,Z%. Die durchschnittü- 
vom 23. Juni 1961 erwähnten che , 



i im Zeitalter des Massen- 

•ismus. Der devisenwirt. 

Erfolg zeigt sich u.a. 

sein wird wie vor sechs Jah- darin, dass im Jahre 1959 der 

tere wesentliche Steigerungen lieh 190 DoUar ausgab, 1960 

sind gross. hingegen bereits 230 Dollar. 

Interessant sind die bekannt 

gegebenen Zahlen für den ______H___.i_i.__i.aaaaa. 

Fremdenverkehr des vergange- REISEN 

Herkunftsländer der Besucher. Zuverlässige Beratung. Aus- 
^^^ prompte Erledigung 
aller Formalitäten 



35,1%. 



folgt Europa i 



lj|^^ii^S< 



Von Kunst und Schaffen eines Dichters 



zu einem Mittagsspa- 




, die das natürliche 'i 



den Sturzfluten noch tiefer 




als sonst zerklüfteten Hü- 


K.: Diese kleine Schilderung 


gelweg hinab und halten 


eines Spaziergangs im Frühling 






Fahrstrasse unten gelangen, 


nuova in Kanaan". Der Autor, 






Stege und Wagenspuren, um 






einer "Dissc^ta^'ion übef Ad™ 


sinken. Betäubend erfüllt 








gcnblüte die Luft, denn der 


der deutschen Romantik, den 


Weg führt an weitgestreck- 


Freund Heinrich von Kleists 




promoviert. 


um die°°rMgf"die™WM- 




schutzhecken eng gesetzter 




Zypressen stehen... 




Grad zieht eine kleine 


Jugendbewegung in Deutsehland. 




Gleichwohl ist er tief hinein 








deutscher und europäischer 






=^gCTrcr3S»E3J2mM,„ramI. 






1357 hat Georg Strauss Deutsch- 










derterlei Gerät, viele Kin- 










ahnen, dass ich einen Dichter 



Schöpfungssprache, 
ie wenn die Welten 

glutgepeitscht begännen; 
ir dürsten nach dem Lenz 



■em dunkelUchten ^ ,^^„ ^^^^^,^ 

Uebergang ^^^ . ^^ .^^ ^^ ^^^ ^^ ^^g 

jiaussprechh^h ^^^ überraschend empfunden 

abgestimmten Saiten ^^^^^^^ ^^33 j^j, ^^^ ^^^e Figur 



K.: Dem Zeitgeist entgegen? 



Jahrzehnte distan- 



Farben hatten, 
lern Morgenland,. 



Und spiegelt 



^endlich bestand, te mehr als je um 
T lerdings handelt es 



1 I >■/. V** 



beladen, — ein Schauspie 
das, so alltäglich vertrat 
es uns auch begegnet, stei 

das Geheimnis dieses Lt 



Gedicht, das 



aan — entstanden ist, zunäcj 



Ie aus einem Brief von Thoma 
Mann zitieren, den er mir at 
lässlich einer Huldigung zu se: 
nem siebzigsten Geburtstag ai 
dem amerikanischen Exil üb« 
dies Bismarck-Gedicht geschrit 



K.: Was haben Sie ausser dem 
eingangs erwähnten Palästina- 
roman noch an Prosawerken 
geschrieben? 



ndeu" von ^^^^ ^'^ dichterischen Arbeiten, 
Erlebnissen in jenem Palästina, 
dessen Kolorit uns im Licht der 

Gegenwart' schon als romantisch Str.: Meine frühen Jahre 

erscheint. In diesem Buch waren ganz der reinen Dich- 

drückt sich die Spannung zwi- tung gewidmet — bis 1937 ent- 

schen Leben in Deutschland standen drei Gedichtbände: 

und der neuen Heimat in vielen "Der stürmische Morgen", "Vor 

Variationen aus, sowohl in den der Sintflut", "Apokalyptisches 

epischen Schilderungen und Dezenninum". In den Titeln äus- 



cher Pracht. In 



wuchtig ausladende Form 
ähnelt einem Riesentier, 
das in wohligem Behagen 



Handlung verflechten. Inflationsepoche bis zum Hit 
eser Gedichte lautet so: Regime. In e 

FHfiwr IM iTAMAAXT D'chtung 



von Frühling ist in 
diesem Wehen, 

Palmenwipfel bricht. 



■nit dem heraufkommenden 
Jeutschen Verhängnis und sei- 
ler zukünftigen Ueberwindung. 
K.; Dürfen wir sagen, Herr 



liehen Schicksals als Jude und 
des allgemeinen jüdischen Mar- 
tyriums die Verbrechen der Hit- 



Grösse, seine schlaue Ge- 
walttätigkeit, seine Reichs- 
gründung ist doch allerlei 



Zürich erschienen.*) Inzwischen 
entstand unter dem Titel "Irr- 

Essayband, der sich mit Proble- 



Ihr Bild von ihm ermnert 
auffallend an dasjenige, das 
mein Bruder Heinrich in sei- 
nem Memoirenwerk "Eüi 



GEORG STRAUSS 

IM ZEICHEN DER SISTINA 

Fiorentinische Aufzeichnungen 
VERLAG WEBNEB CLASSEN, ZÜRICH 



, Nachlath Benjamin St. 5, Tel. 












mmv- 









Sinige Aar StuOlon im Ausland hatten sloh ;}o'tet sum 
att^ü aiiagswliirt, naoäidca gie den doufcachsB b^aleltun^- 



"toton Srr'rnn"" '/ 



..,\>(]U'U.üu>jn Icocutäu. '.iti^J i'üi' die ilui'ütcll-. :- :ri'- 
Aurionv.i lue, LiOi-.d.T-n uucli h;.':. vorragr.nd girte I7a?-'e au Mlll- 






vom iietor, aber auch in Zwanzig- und Capelßig-j-actor^tÜctosn; 
vieiäo Kloidar- unü Seidenstoffe, rtaae;a- und Herrenwäsche, 
\?eißs Kleider und Mäntel, Blusen, iGachentüohcr und Iland- 
nchulie, TiochtUoher, IfaiaätUchor, Ittittsuaj L&lnenniareni ober 
auch alle an; lunaen brachtca vreiße Waren, ols cc 

Porzellan, ü,.-.-^-, . -chcnartüa.l, lion-an- und Dorne nachulK, 



Put2, Galanterie- und Bijoui 
Lnbenetaittel waiH^n, Naoh ein p^a.: 
'ochc" v-x-- >!"«. -^'-n Eütbcv/erhern L-fi- 
■-',:.:;!.o;L'.ii;>:' -Bchcn Sinzoliiandcl 

ß-^;y;cn den Mißbraucii vo 

■■': •• ■■ '"'"■ '''OGhe" außcL .,...-..- . 

.ungcn aboT bli .b d' 



Tcppiclio oder sogar 
die «Weiße 
de aÄ All- 

'äV>ii'i^Wl''-n erging, 
.Vieri ■.,'ur-de- Trotz 

und die Kunde ti bli-ülxui nicht 

,rl..Tn .i'Kih uns tl'CU. 



['■r.' . . >- 






7". ■.'■• 



Wi'^'-^ 




mM:. 


, . 




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■^^'*>* 



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^?M-^^v.:, 



in halbaa Jahr, bevor ich jU Berlia üu- 

z'Uüldxaiii^ Jwttd Vater einen Block tm&ii 9»«» iiiuudurt Jabx-u' 
alter z?«5l- und drelntöt:": ^ ,,- b;-.t)v .Vi icr^v li'Uioer »rtforbüti. 



Sic r-cichtün loit ei^ 
d:i-pluts hßran unä nähtt«u ut\/ 
den Längüatraßon ein,.« "juvo:; 
ü-.r aicii in Berlin vollü 

■ gronsscndcn fJti*ti!i-'in utn-u; 
...L-._„ . - und BpUderetx'aßu, waren s, 
dolßgoQohüf tc gowcxpdecij die noch 



, an dca Alexen- 
r «le «nsobon« 



etwea vom Plat 

roll: 



a StanäbiJ 



kvTZ un.i:l Iftclienöf 



an diOBör ßtöllo, an tineü so .?ott 
arenhBiMs t^ 



Block öUiküLu&fa, iii,. 






Quß der Alöxaadcr^lata euoh dae rtönfc» öat liehe Vox'ortgr.- 
üchuft und döi-üboi' hxmv. il de« Dstftilbcv 



'>3ors SJleta» Hetaann Tiwtz 







^33 m 









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4» - A 






Notwendigkeit» sich eclaneli einzuarbeiten. . . 



t.>n->^^ 









Kau» war Vater außer Relehwait«, da erschienen ein«e 
L^orgeös unsere drei Prokuristen und stallten an mich daa 
Verlangen» ich aolle die Pirna in eine Aktiengesellschaft 
unnyandela. und ihnen die Högliöhkait der Aktienbeteiliguns 
einräumen. Es waren der Einkauf aohaf für di« Barliner 
Häuser, der Vateia sogenannt a rechte Hand war, dar Lei- 
ter der Alasranderplatz-Pilialö und als dritter der Pinana» 
c;hef, ;.jrte ihnen, dai3 dies eine Angelesenhoit 'jt-?--, 
über die nur aein Vater bestimmen ktJnne, und sia möobten 
sich big zu seiner Hüokk ehr sedulfen. Bor Einkauf achef er* 
klärte darauf ziemlich unwirsch, er denk« gar nicht daran, 
ich hätte ja Hinzelprokura und sei in der lias©, ihre Wünsche 
zu erfüllen^ er gebe iflir eine Stunde Bedenkzeit « Wenn ich 
darin nicht ibraci Varlan^ennoahkäJa«, kündise er seiicc; 
Stellung/Ich erklärte ihm darauf; "loh brauche keine 
otunde Bedenkaeit, aber kündigea kann Jadar nur für sich 
allein. Ich lehne aua de« Ihnen angaführtea Grunde ab. Sie 
kündigen also?" Er bejahte, ich naha die Kündiguiis an und 
fragte die übrigen; "Wer kündigt noch?" Es blieb Eäusohen- 
still. Ich reichte den anderen Herren die Heuad und sagte 
ihnan au, daB die Episode vergessen sei. Sie sollten wei- 
ter tait mir susammenarbeiten, es v;ürde sich alles regeln. .. 

Ich glaubte damit die Sache erledigt zu heben, wenn auch 
mit dem Opfer eines außerordentlich befähigtan Mitarbeiters, 
Daß mir das Schlimmste noch bevorstand, zeigte sich erst nach 
ein paar Tagen/vater hatte seine Bankkradite antivader Icnj- 
fristig oder zum mindesten auf drei Jahre abgeschloaaen. 
riit der Deutschen Bank hatte er einen solchen Vertrag noch 
ein paar Tage vor seiner Reise unterzeichnet. Ich wurde zur 



Deutachen Baak bestellt , und zwar zu einem ihrer Voratanda- 
nitglieder, dem Koramerzienrat Klönne. Dieser stellte nun 
auch an mich daa Anainnen, ich aolle die Firma in eine Aktien- 
geaellachaft umvmndeln und die Hälfte des Aktienkapitals zu 
einem nocliizu vereinbarenden Proia der Deutachen Bank zur 
Emiaaion uberlaaaen. Als ich ihn bat zu bedenken, daß eine 
solche Transaktion weit über den Rahmen meiner Befugniaae 
hinaussing und darüber nur mein Vater als Inlaaber Entachei- 
dun.^en troffen könne, markierte er "ärgerlich" und schrie 
mich an: "Entweder parieren Sie, Sie iunr;« Tor Sie 

zahlen mir den Kredit innerhalls von acht Ta^,«i_ ,.l,j. ^olc; ich 
lasse dann Ilrire Schecks nicht mehr einlösen, Ihre dummen 
Phrasen von 'nicht befugt' ziehen bei mir nicht, Sie haben 
Generalvolljuacht und Einaelprokura. Ich erwarte Iln-e Antwort 
in drei bis vier Tagen." Ich wandte ein, daß er keine Kredlt- 
zuriickzahlung verlangen könno, da unaero Pir-ia einem drei- 
jährigen Vertrag mit der Bank geschlossen habe, der erst eben 
zu laufen beginne. V/orauf er raich anfuhr: "Dann künnon Sie 
:ia klagen. Bis Sie aber ein Urteil erstreiten, haben Sie Ihren 
Vater schon längst ruiniort^Maben Sie sich das Überlegt?" 
In meiner Wut hätte ich am liebsten den Herrn Kommerzieai'at 
dem Staatsanwalt übergobön, aber erstens war kein Zeuge bei 
der Unterredung anwesend und zv/eitena: V/aa hätte es mir ge- 
holfen? 

K.. Ina Geschäft zurückgekommen, bat ich sofort meinen Freund, 
unseren Syndikus laldor Dzialoszlnski, zu mir,., 

Dzialoszlnski, Pohl und ich fuhren zur DisKonto-Gasell- 
schaft. Ich stellte Direktor V/aller ebenfalls den ganzen Vor- 
gang dar und fUrchtate, daß er mir nicht glauben würde. Ich mußte 
mir Bilanzen zur DisKonto-Gesellachaft kommen lassen, und nach 
einer etwa einatündigen Unterhaltung sagte er mir, vorbehaltlich 



'■-^.■■:^M 






. V^y^Vt! 






äer Genehmigung seiner Komplementäre, den Kredit von drei 
Mlllonen Eterk au« aleo in gleioher HShe und zu den gleichen 
Bedingungen» wie wir ihn hei der Deutschen Bank hatten«>Ich 
mußte ihm leider sagend daß ich nur ein bedingtea Kreditab- 
kommen ebaohließen kilnne, da der Kredit bei der Deutochen 
Bank noch fast drei Jahre vertraglich liefe... Am nächsten 
Abend hatte ich den Zueagöbtief der Dlsoouto<-Gesell8ohaft 
in EBndenXpJLy war viel leichter zumute. Am vierten Tag 
ging ich, wie verabredet, au KomraerzienJ^at Klöime, aber 
aiesaal in Tiegleitung von Dzialoszinaki. Sogleich fragte 
Herr Kianne, welche Antwort ich mir auf seinen Vorschlag 
überlest hätte. Um nicht ä-elch abzubrechen, erwidert« loh, 
ich hätte nach Aden, dem nächsten Hafen, den Vater anlaufen 
werde, telegrafiert und warte dessen Antwort ab. Ich, von 
mir aus, müsse ablehnen. Er entgegnete: "Sie zahlen bis 
morgen mittag um awblf Uhr die drei Millionen zurück, oder 
Sie nehmen meinen Vorachlag an." Dann wandte er eich an 
Dzialoazinslci: "Herr Justizrat, unsere Bankj ur ist en werden 
schon einen Formfehler im Kreditvertrag finden." Ich fragte 
ihn: "Also die Deutsche Bank kündigt meiner Firma fristlos 
den Kredit?" Er bejahte es. Um ganz aichliBr zu sein, itragte 
Dzialoszinski nochmals, und Herr KlBnne erwiderte« "Daa ist 
die fristlose Kündigung." Dzialoezinski erwiderte: »'\7ir nahmen 
all," Klönne sagte, er «rWarte uns morgen vor zwölf Uhr mittags. 
Die Unterredung war beendet. 

Am nächsten Morgen fuhr ich fcur Dialfonto-Qeselleohaft, machte 
den Kredit mit Waller fest und ließ mir einen Bankscheck 
über drei Millionen Mark geben. Mit unserem Pinansschef Löten- 
berger ging ich darauf wie verabredet zur Deutschen Bank. 
Man empfindlich mit den Worten» "Wen haben Sie Äioh denn da 
wieder mitgebracht? Was ist Ihre Antwort?" loh bat meinen Be- 
gleiter, den Scheck zur Rückzahlung des rjpedits zu überreichar' . 



äia dahin hatte Herr Klbmie nur den wilden Mann markiert, jetzt 
wurde er aber wirklich aornlgj "Das können Sie nicht, Ihre Firn.; 
hat einen Kreditvertrag mit una." Ich entgegnet« ihm eiskalt 
und ruhis: "ßas muß wohl ein Irrtum sein, Sie seihet haben ihn 
gestern in Gegenwart von Justizrat Daialoszinski fristlos aufge- 
kündigt, und ich habe Ihre Kündigung durch meinen Syndikus 
angenommen,'- "V/as stellen Sie sich eigentlich vor, Sie brechen 
mit der Deutschen Bank? Na, warten Sie mal, wenm Ihr Vater komml. 
Machen Sie das sofort rückgängig. Ea ist eine Prechheit, meine 
Worte auf die Goldwaage au legen und mich als Kaaslerar ?;« be- 
trachten! Wenn. Sie Geld zum Einzahlen haben, tun Sie es gefällig* 
am Schalter!" Ich betonte nochmals, daß die Verbindung ier 
Deutschsn Bank mit unserer Firma beendet sei und daß nur auch 
seine Drohungen mit meinem Vater gleichgültig wären. Seinem 
Wunsch, die Einzahlung am Schalter vorzunehmen, körnen wir gern 
entgeg^nTEch fragte ihn noch, ob wir ihm oder, der Bank unsere 
Anordnujxg wegen der überweiaung unseres Guthabens überreichen 
sollten. 

Die Verbindung ait der Disconto-Gesellschaft gestaltete sich 
zu einer sehr innigen, bis sie in der Krise mit der Deutschen 
Bank zur "Deutßchea Bank und Diaconto-Gesellsohaft" fusioniert 
v/urdo. 

Tietz, Hermann Tietz 



j-iavii uwwu oinom Vierteljahr l>,utoui:u -i^-li lait Aeh und 
Kraoh noine AufnahaeprUfutr: io die Tertia äoa Kötiiglloh 
PreuSlsohcn T/ilbo]ia«GymneBi(7a£! eu Berlirif Is) Volksciand das 
Lackati efelgyEiöBoiua i^nannt, Eio Viertel de? SchUXer v/aa^ 
hooha<äll3, ele snäerec VUirtel bestand aiie Söhnen voa liohot 
:,::' .,ic,:;n uuO "' ■ fleot \i«ren Söhne voo Großbaut"- 

T ..V ■■■-'' DU tri uij.-.;u im;u ■' ■-'-' ■■, "■■'• '■'-'--■■' ■ - 

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rou-vüohov Hotion", von ■'::--r'-3öh.-rtu'--.v,u unu ü'^vinr-'it-'^u 



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Peratfeaiohkoiten «le Sfrein und Bardenbez^ wurdoB Sagstlioh 
veiTjiedea, dafUr aber den Croßen HjcrfürBten und aoloan 

Scilla chtt;tt, deu ooltlnK ni.ov-» i.v v-,-i ,.<■>,■>-', .--u \::ih,-i-. y„.A .-. . 
Pridcrloua Rc: 

Lektor der Anetült, Pi^ofcbtca' litlblfci-, -röreBUSTitii ca in k^: ~ 
nort' noinnr- An;jn-,=Finhen, unter TrUXiiXi auf den Plots ■' '- (- • 
Aul. o "uDser allcs'gnödigatcr T.unü 

L.r «urdlli/? Ginaal u.... _. i^., __^^.,... _ 



-Goor.'-; I'L';tiä, 



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