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HISTORISCHE 



GRAMMATIK 



DES 



KILIKISCH-ARMENISCHEN 



VON 



D£ JOSEF KARST. 



STRASSBURG 

VERLAG VON KARL J. TRÙBNER 



1901. 






* • « « < 



Alle RechU vorbehalten. 



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MEINEM VEREHRTEN LEHRER 



HEBRN 



PROFESSOR m H, HOBSCHMANN 



IN DÀNEBAREEIT 



GEWIDMET. 



a* 






Vorwort 

Die bisherigen Oiammatiken des Altanneni8cli6n, von 
denen mehrere — wie z. B. Bagratuni's groBe Grammatik — 
wirkiieh herrorragende Leistnngen in ihrer Art darstellen, zeigen 
neben ali ihren VorzUgeii fast ausnahinsloB anffallenden Mangel 
an Kritik. In der Hegel wird darìn ein gewaltiges, den ver- 
schiedensten Denkm&lem, Bowohl gedrnckten alB handgclirifiir 
lichen, entnommenes Sprachmaterìal aufeinandergestapelt, ohne 
Btreng wissenscbaftliches System, ohne historìsche Kritik, wonach 
das Jtlngere vom Alteren geschieden wtlrde, so dass zeitlich ge- 
trennte nnd ganz verschiedenen Sprachphasen angehdrige Formen 
als gleichberechtigte nebeneinandergestellt nnd mit dem gemein- 
samen Pr&dikate >clafi8isch« oder »altarmeni8ch« belegt werden. 
Dieso Erìtiklosigkeit ist jedooh im Gmnde vollanf begreiflioh 
nnd zn entschnldigen : sie war gewissermaBen bedingt als not- 
wendige Folge des mangelhaften Znstandos der sprachlichen 
Ùberliefemng, der Unsicherheit der Ghronologie der einzelnen 
Denkm&ler, sowio namentlieh der Unkenntnis nnd Unbeachtung 
der nachclassischen Ynlgilrlitteratnr. Erst in den letzten Jahr- 
zehnten fbhrte das eingehendere Stndinm der Mannskripte, der 
Yersnch chronologischer Fixiemng der verschiedenen Sprach- 
denkmaler, sowie namentlieh die Mitteilnng gr5Berer nicht- 
classischer Vnlg&rtexte hierin einen Umschwnng herbei. Und 
zwar darf derselbe fast ansschlieBlich als das Werk der Wiener 
Mechitharisten betrachtet werden. Znnàchst wnrde in diesem 
Gelehrtenkreise dnrch Eatalogisiemng der armenischen Denk- 
màler tlber die yorhandenen Sprachschatze orientiert nnd so 
deren Stndinm erleiehtert; man denke an die mnsterhaften 
wissenschaftlichen Eataloge armenischer Handschriffien yon 
P. G. Ealemkiar nnd znmal von P. J. Dashian. In lingnistischer 
Hinsicht ragen ans demselben Ereise namentlieh zwei M&nner 
hervor: der als Grammatiker rtlhmlichst bekannte P. A. Aidynian 
und P. L. Hnnanian. Aidynian war einer der ersten, der auf 
das Vorhandensein eines ynlg&rsprachlichen Elements in der 
spateren Litteratnr mit Nachdrnck hinwies; seine im J. 1866 
erschienene »Eritisehe Grammatik der modemen armenischen 



Sf3f^ 



VI Vorwort 

Sprache« bezeiohnet geradezn einen Wendepnnkt in der 
armenischen Philologie: mit groBer Sch&rfe imd kritiflchem 
Verst&ndnisse wird in der spracUiistoriBohen Einleitnng zu 
dieser Grammatik das niohtola88ÌBche Spraohgat vom olassischen 
gesohieden and die Existenz einer Belbst&ndigen mittelarmeni- 
Bchen Vnlgàrsprache, die hier als ^ftlu nmii^optii oder anch 
%iu^%lnug iLtuiT^opf/ii bezeiohnet wird, naohgewiesen. Daran 
schlossen sich in nenester Zeit P. L. Hnnanian's »ForBchnngen 
ttber die alte Vulg^rsprache* Wien 1897, ein groBartig angelegtes 
Werk, das jedoch Torso geblieben ist nnd in den vorliegenden 
zwei ersten B&nden wesentlich eine gelehrte Eompilation mittel- 
armenischer Vnlgftrtexte bietet: also mehr eine litterarhisto- 
rische, quellenkrìtische als eigentlich lingnistisohe Arbeit. Anch 
Aidynian's ansgezeichnete kritische Grammatik fand bei den 
abendl&ndischen Gelehrten nioht die gehOrige Beachtnng und 
Wtirdignng; war es doch in erster Linie eine Grammatik 
des Neuarmenischen, zudem in neuarmenischer Sprache ver- 
fasst, die den mittelarmenischen Sprachsto£f mehr sekondHr nnd 
nach allgemeinen Gesichtspnnkten hin betrachtet, kein syste- 
matisehes adftqnates Gesamtbild des Mittelarmenisohen oder 
eines bestimmten mittelarmenischen Dialekts geben will, son- 
dem vielmehr eine historisch geordnete Znsammenstellnng der 
anffàlligsten Vnlgarismen, so wie sie in den verschiedenen 
Qnellen von der Mhesten Zeit ab bis ansgangs der mittel- 
armenischen Periode hervortreten. 

Im Anschlnss an dieso Vorarbeiten wird mit vorliegendem 
Werke znm ersten male die vollst&ndige grammatische Rekon- 
stmktion jener l&ngst verschoUenen mittelarmenischen Sprach- 
phase in Angriff genommen, nnd zwar speziell an dem heryor- 
ragendsten, allein n&her bekannten mittelarmenischen Idìome, 
dem Eilikisohen; ein^ wie mir nnr zn wohl bewnsst ist, 
keineswegs leichtes Untemehmen: galt es doch, bei dem sehr 
mdiment&ren Gharakter der Vorarbeiten, znnftchst erst das 
gesamte Rohmaterial anf Gmnd znverl&ssiger Qnellen zn sam- 
meln nnd zn sichten. Dass dies mit mOglichster Grtlndlichkeit 
nnd Eritik erstrebt worden ist, wird hoffentlich ein Blick in 
dieso Grammatik lehren. Ans dem Sto£fe selbst solite das Werk 
heryorwachsen, nicht anf Inftige Hypothesen sich grtlnden. Der 
eigeniliche Auf ban des Werkes geschah nach folgenden Gesichts- 
pnnkten: die Darstellnng solite eine sprachgeschichtliche, 



Vorwort vn 

keine sprachvergleichende werden; atif irgend welohe ver- 
wandte indogermanischeii Dialekte znrtlokzngehen, ist daher 
prinzipiell vermieden worden; Sprachvergleichnng geh5rt in das 
Gebiet des AltarùieniBchen, nìcht in dasjenige des Mittelarmeni- 
Bchen ; nicht anf dem Grande der indogermanischen Ursprache^ 
Bondem nnr anf dem deB ÀltarmeniBohen kann Bich daB kìIiklBche 
SprachgebSlnde Bioher nnd feBt erheben. Ebendeshalb iBtnnr selten 
nnd ausnahmBweise anf das UrarmeniBche RtickBicht genommen. 

Wnrden bo einerBeits mOglichBt die Wnrzeln nnd UrBprttnge 
za ergrUnden gesncht, worans das Mittelarmenische hervorge- 
gangen, so ist andrerseits die Entwickelnng der mittleren Sprache 
in^ ihren verBchiedenen Abstnfnngen znm Nenarmenischen 
nicht minder angelegentlich verfolgt worden. Ist dock gerade 
flir daB Nenarmenische die Erforsehnng der mittleren Sprache 
yon grdfiter Wichtigkeit. Die nenarmenische Dialektologie hat 
seit l&ngerer Zeit cine rege Th&tigkeit entwickelt. Abgesehen 
Yon Uteren Arbeiten, sei hier nnr hingewiesen anf die treff- 
lichen Monographieen von Hannsz Uber das Polnisch-Armenische^ 
von SargBianQ tlber den Dialekt von Agnlis, yon Mserianc 
Uber den Dialekt von Mnsh, von Thomson tiber die Dialekte 
von Aohalzich nnd von Tiflis. Dass diese an sich bereits sehr 
ttichtigen Leistnngen noch an Bedeutnng gewinnen im Lichte 
des Mittelarmenischen, ist klar. Die modemen Dialekte fnSen 
samt nnd sonders anf dem Mittelarmenischen : infolge genanerer 
Kenntnis des letzteren wird daher mancher bisher dnnkle 
Pnnkt anf dem Gebiete der modemen Sprache belenchtet wer- 
den nnd Bchwinden. Namentlich wird cine ktlnftige ver- 
gleichende Grammatik der nenarmenischen Mnndarten sich 
anf das Mittelarmenische sttttzen mtissen. 

Hinsichtlich seiner Hnfieren Anlage nnd Einrichtnng tr'àgt 
vorliegendes Werk den Gharakter seiner snccessiven Genesis 
denflich an sich selbst. Die ftlr den ersten Teil noch weniger 
reichlich flieSenden Qnellen wnrden ffir den zweiten Teil derart 
erweitert nnd verstarkt, dass sich nene Gesichtspnnkte er- 
schloBsen nnd vOllig nene, znm teil von den frttheren abp 
weichende Resultate hinsichtlich der sprachgeschichtlichen 
Stellung des Eilikisch-Mittelarmenischen ergaben. Dieso Er- 
gebnisse konnten, da Bie mehr allgemeiner Natnr waren nnd 
nicht sowohl die eigentliche Grammatik als vielmehr die Ein- 
leitung zn derselben betrafen, ohne StOrnng im Gange der 



yra Vonrort 

Grammatik fbglich in einer zweiten Einleitang znm zweiten 
Teile niedergelegt werden. Ist das Werk bo aaoh nicht ganz 
auB eìnem GiiSBe, bo bleibt desuDgeachtet doch die Einheit 
deB Ganzen wesentlich gewahrt. Ftlr BonBtige Unebenheiten 
nnd UnTolIkommenheiten rechne ich anf wohlwollende Nach- 
Bicht, die kanm irgendwo mehr in AnBpruch genommen werden 
durile als fbr dieBe Arbeit anf dem nenen, jtlngst noch 
brachliegenden Gebiete deB Mittelarmenischen. 

Hehrfach ÌBt im Lanfe der Ànsftthrnngen Bezng genom- 
men nnd verwiesen anf daB in Vorbereitnng befindliche 
in engem Znflammenbang mit dieBer Grammatik Btehende 
mittelarmeniBche WOrterbneh, welcheB anfangB alB GloBBar 
geplant der Grammatik angehUngt werden solite, nnn aber 
separat erseheinen nnd zngleich die Stelle eineB Index znr 
Grammatik vertreten wird. 

Znm SchlnBse bleibt mir noch die angenehme Pflicht, an 
dieser Stelle alien denen meinen 5ffentlichen Dank anszn- 
Bprechen, die znr Herstellnng des WerkoB beigetragen haben. 
Znn9.chBt zolle ich meinen tiefgeftihlten nnterthIUiigflten Dank 
dem EaiBerlichen Statthalter yon ElsaBB-Lothringen, 
Seiner Dnrchlancht FtirBten zn Hohenlohe-Langen- 
bnrg, welcher in liberalBter WeiBe eine Beihttlfe znm Drncke 
mir zn bewilligen gn&digBt gemht hat. Dank anoh den gelehr- 
ten Mitgliedern der armeniBcheu HechithariBtenkongre- 
gationen zn Yenedig nnd zn Wien, die mir bereitwilligBt nnd 
frenndlichBt ihre reichen Bibliotheken znr Verfbgnng gcBtellt 
nnd anch in mtlndlichem Verkehr mir lehrreiohe FOrdemng 
verschafft haben. Namentlich gebtlhrt mein lebhafteBter Dank 
meinem verehrten Lehrer im Armenischen, dem hervorragenden 
ArmeniBten nnd SprachforBcher HermProfeBBorH.Htlbschmann. 
Er, dcBBen bahnbrechende ForBchnngen anf dem Gebiete der 
armeniBchen LingniBtik auf nnabBehbare Zeit nachwirken werden, 
er war eB anch, der die Anregnng zn diesem Werke gegeben, 
deBBen Ansfllhmng er znm Teil noch tlberwachte nnd anf liebenB- 
wtlrdigBte WeiBe fórderte ; mit seinem Namen geschmtlokt tlber- 
gebe ich dieso mittelarmenische Grammatik der Offentlichkeit 

StraBbnrg, im Oktober 1900. 

Dr. J. Earst. 



InhaltsYerzeicImis. 

Baita 

EINLErrUNG 1-7 

Erl&ntenmgen Uber CitierweiBe, Abklirzungen und 

TraiiBskrìption 8—12 

LAUTLEHRE. 

§ 1—33. I. Abschnitt: Aussprache 15—40 

§ 1—14. A. Vokale und Diphtongen 15—29 

§ 1—3. Lautwerte von 1», ^, •»*. 15 f. 

§ 4. |f: Yorkommen, graphische Bezeichniing und Nicht- 

bezeichnang dea 9-LaateB 16 — 18 

S 5. Lautwert von t 18 

§ 6. Lautwerte von h^ 19 £ 

§ 7. Lautwerte von n 20 f. 

§ 8. Lautwerte von uy 22—24 

§ 9. Lautwerte von nj 24 f. 

§ 10. Lautwert von ^c 25 f. 

§ 11. Lautwert von An. 27 

§ 12. Lautwerte von <»<■ 27 

§ 13. Lautwerte von o 27 f. 

§ 14. Zusatz 28f. 

§ 15—24. B. Konsonanten 29—36 

§ 15—21. Explosivlaute und Affìricatae 29—34 

§ 15. Lautwert der altarmenischen Aspiratzeicben im Eili- 

kiBohen 29f. 

§ 16. Lautwert der alten Tenueszeichen im EilikiBchen . 30 

§ 17. Lautwert der alten Mediaezeichen im Eilikischen . . 30 

§ 18. Lautwert der Afifricatae ^, ^, £, ^ im Eilikischen . 31 
§ 19. HistoriBche SohreibweiBe : ihr VerhSltniB zum ad&qua- 

ten AuBdrucke der EouBonantenverBchiebung . 31 
§ 20. FhonetiBche SohreibweiBe a) nach Nasalen; b) beim 

Pron. demouBtr 32 f. 



X Inhaltsverzeichnis. 

Saite 

§ 21. HiBtoriBche SchreibweiBO bei den nnyonchobenen 

Lantgnippen ««w, lyt^ uu^^ ^ly^ «^^ 2Ji Bowie 
bei ^ 33 f. 

§ 22—23. Die ftbrigen Konsonantenzeiclieii 34 f. 

§ 22. Nasale^ Spiranten, Liqnidae 34 

§ 23. Lautwerte des Zeichens j. Nenes Zeichen f . . . 34 f. 

§ 24. KllikiBcheBLaatsyBtem: Yokale, Diphtongen, EonBO- 

nantentabelle 35 f. 

§25—33. Anhang: Die FremdwSrter und ihre Wiedergabe 36—40 

§ 25. Altere und jUngere Grappe yon FremdwSrtern je nach 

ihrer TranBBkription unterBchieden 36 f. 

§ 26. Vereinfachung yon lureprUnglicher Doppelkonsonanz 

in TranBBkriptionen. Spezialfall uAu^i ... 37 
§ 27. VorBchlag yon BekundSrem 9, reep. Erh&rtong der 

SpiranB y bei TranBBkriptionen 37 f. 

§ 28. FremdBprachlicheB Id dnrch q^ui tranBBkribiert ... 38 

§ 29. Afr. eh durch £, afr. / g dnrch ^ transBkribiert. . . 38 

§ 30. Arab. g^ bei der TranBBkription nnberttckBicktigt . . 38 

§31. Arab. (J dorcb ^ wiedergegeben 38 f. 

§ 32. Abweicnnng in der TranBBkription deB VokaliBmnB . 39 f. 

§ 33. DaB nenperB. Imàla alB Eriterinm fUr die Herknnft 

arabiBcher nnd perBÌBcher LebnwOrter 40 

§ 34-156. n. Abschnitt. Eigentliche Lautlehre. . . 41—112 
§ 34-84. Vokalismus 41—74 

§ 34—40. CI. w nnd seine EntBpreeliiingen im Kilikiseben. — 41—46 

1. ci tu ss kl. w in den SnOem Silben, AnBfaU 
yon a in den mittleren Silben § 34; AnBnabme 1) £r- 
haltung yon a in mittlerer Silbe § 35 ; AuBnahme 2) 
Schwnnd reep. Bednziemng yon a im Anlant § 36; 

2. ci. ui ^k\. ir % 37; 3. ci. «r = kl. -«/ § 38; 4. ci. 
m = kl. •»«. § 39; 5. ci. «r = kl. o § 40. 

§ 41 — 45. CI. ir nnd seine Entspreclinngen im Eilikiscben. — 47—52 
1. ci. ib^ » kL ye, *e §41; 2. ci. ^^ » kl. e §42; 

3. d. A^ = kl. ^ § 43; 4. d. ib^ =^ kl. or § 44; 5. Ab- 
BchwSchnng bezw. AnBfall yon h- § 45. 

§ 46 — 47. €1. t nnd seine Entsprecknngen im Eilikiscben. — 52 
d. t ^ ^. t % 46; Znsatz § 47. 

§ 48—50. CL ^ nnd seine Entspreclinngen im Eilikiscben. — 53 f. 
1. ci. ^ s kl. ^ § 48; Znsatz § 49; 2. cl.^ == kl. ir ù 
§50. 

§ 51—53. GÌ. e nnd seine Entspreclinngen im Eilikiselien. — 54—56 
1. ol. 1» e= kl. if, Znsatz 1) § 51; Znftatz 2) § 52; Zn- 
satz 3) § 53. 



InhaltByeneichniB. xt 

Saite 

§ 5i— 58. GÌ. a ind seine Entspreeliiiiigeii im Rilikiseli^ii. — 56—58 
1. a. <f s kL if 00 § 54; 2. GÌ. «r » kl. n o § 55: 

3. GÌ. n s kl.ir § 56; 4. GÌ. » » kl. «t. « § 57; 
5. o-Sohwund § 58. 

§ 59—62. GÌ. «L nnd seine Entsprecliaiigeii im Kilikisclieii. — 58—60 
1. ci. nL E3 kl. ne i 59; Znsatz § 60; 2. AbBchw&chung 

von nL § 61; 3. ci «t. = kl. «"*. o § 62. 

§ 63—67. CI. tuf nnd seine Entsprecknngen im Kilikisclien. — 60^62 
1. ci. anslantendeB «»/ = kl. «»/ a § 63 ; 2, ci. mj 
Yor Eonsonant «= kl. ««/ ai § 64; Zasatz § 65; ci. 
ufj ^ ìù. ir e im Anlante § 66; d. wj ^ 'kì. n o 
§ 67. 

§ 68—70. GÌ. aj nnd seine Entspreehnngen im Kilikisclien. — 62—64 
1. ci. nj im Anslaate » kl. »/ o § 68; 2. ci aj vor 
Eonsonant «= kl. «»<■ u § 69; Zasatz § 70. 

§71. GÌ. wL nnd seine Entsprecknngen im Kilikiseken . 64 f. 

§ 72—75. GÌ. IfL nnd dessen Entsprecknngen im Kilikisclien. — 65—68 
1. ci. [il ^ ìd. nj ut (u) § 72; 2. ci ^l yertxeten 
dnrch kl. t- resp. «-Lant: a) ci. ^<- «= kl. U, b) ci 
1>L » kl. f, c) ci l'i. » kl. i oder e §§ 73, 74, 75. 

§ 76—77. GÌ. ìtl nnd seine Entspreclinngen im Kilikiseken. — 68 f. 
1. ci irt. ss kl. nt. f< § 76; 2. cl h^L yertreten dnrch 
kl. IO § 77. 

§ 78—84. CL irm^ kiuj^ Itiul luid Uirc Entsprcclinngen im 69—74 
Kilikiseken. — I. Gtomeinsamer Gharakter der Ver- 
bindnngen irm^ ^"y^ ^'"'- § "^^ì 1* ci* ^"' *^ kl. ir ^0 
§ 79; 2. d. h^mj » kl. ^ e § 80; 3. cl. anslantendeB 

ib^cir a kl. ^ e §81; 4. cl irmi. = kl. K *ev § 82; Za- 
satz § 83; lì. cl. km ^ Id, ui a % 84. 

§ 85—156. Konsonantismus 75—112 

§ 85—106. A. SzploBivlaute und AfCrioatae 75—88 

§ 85—100. I. Tennes nnd Hediae, Die sweite armeniBche Lant- 

yenohiebang im EilUdsohen 75—86 

§ 85. LaatyerBchiebangBgesetz 75 

§ 86—91. Die classiscken Tennes nnd ikre kilikiseken Eni- 75^80 

sprecknngen. — GÌ. «y "" ^* ^ § ^^> ci m = kl. d 
§ 87; cl ^ a kl. ^ § 88; Znsatz § 89; ol ^ » kl. J 
§90; cl. t; » kl.i§91. 

§ 92—99. Die dassiscken Medine nnd ikre kilikiseken Ent- 80—85 
sprecknngen. — Gì /k == kl. j? § 92; ci //. » kl. < 
§93; cL f » kl.A; §94; d. ^ » klc §95; cl£« 
kl. (r§ 96; ZoBatz 1. § 97; Znsatz 2. §98; Zasatz 3. 
99. 



zu Inhaltsveneichnis. 

S«iU 

§ 100. AasgangspiLiikt nnd Entstehnngsseit der sweiten 

LaTLtyersohiebnng 85 f. 

§ 101—106. n. Aspiratae 86—88 

§ 101—102. GÌ. 4» nnd selne kilikiscli^n Entspr^chnngen . . . 86 f. 

§ 103. GL p im Kilikisclien 87 

§ 104. €1. 4i im Kìlikiscli6n 87 

§ 105. €1. s ™^ KilikLsclien 87f. 

§ 106. GÌ. i im Kilikischen 88 

§ 107—124. B. Spiranten 88—94 

§ 107—114. I. Tonlose 88—91 

§ 101—109. GÌ. /" im KiUkisehen 88f. 

§ 110—112. GÌ. ^ im KUikiscken 89f. 

§ 113—114. Cl.^ nnd » im Kilikiscken 90f. 

§ 115—124. n. TSnende 91—94 

§ 115—116. GÌ. </ nnd f^ im Kilikiscken 911 

§ 117—119. GÌ. j nnd seine Entsprecknngen im Kilikiscken . 92 f. 

§ 120—124. GÌ. //, e, ni. nnd deren Entsprecknngen im Kiliki- 
scken 93 f. 

§ 125—138. C. Liquidae 94—100 

§ 125—133. CI. p nnd Beine Entsprecknngen im Kilikiscken . 94—98 

§ 134—135. GÌ. A nnd scine Entsprecknngen im Kilikiscken . 98 f. 

§ 136—137. GÌ. 1 nnd scine Entsprecknngen im Kilikiscken . 99 f. 

§ 138. GÌ. /^ nnd scine Entsprecknngen im Kilikiscken . 100 

§ 139—143. D. Nasale 100—103 

§ 139—140. GÌ. % nnd scine Entsprecknngen im Kilikiscken . 100—102 

§ 141—143. GÌ. «/*nnd scine Entsprecknngen im Kilikiscken . 102 f. 

§ 144—156. Anhang: Kombinatorischer Lautwandel .... 103—112 

§ 144—146. 1. Einsohaltung 103f. 

§ 147. 2. UmsteUung 104 e 

§ U8. 8. Versohmelaung 105 f. 

§ 149—150. 4. Vereinfaohung und Sohwund 107 f. 

§ 151. 5. VoraoUag 109 

§ 152—153. 6. Stìmmtonentwickelnng 110 

§ 154—156. 7. HiatastUgung 110—112 



Inhaltayerzeichnis. zm 



FORMENLEHRE. 

8«ite 

EINLEITUNG 115—140 

§ 157—317. I. Absclmitt: Deklination 141—259 



157—280. Kap. I. Nomen 141—224 

§ 157. Yorbeinerknngeii: Kasus, NnmernBi KasnsprSfize . 141 

§ 158—227. A. Sinsalar-Dekiination 141—168 

§ 158. AIlgemeineB 141 f. 

§ 159—198. I. Vokalisehe Deklination 142—158 

§ 159—175. I. i-Deklination 142—150 

§ 159. AuBgleichang des alten UnterschiedeB yon reiner 

nnd gemischter t-Deklinatìon 142 

§ 160. Umfang nnd GebietayerBchiebang der t-Deklination 142 f. 

§ 161—164. 1. UraprungUohe t-Deklination 143—148 

Oenitiv § 161 ; AbUtiy § 162 ; Instnimental § 163 ; 
Historischer EntwìckelnngBgaiig in der Unifonnie- 
rnng dea InstromentalB § 164. 

§ 165—175. 2. Seknndare t-Dekllnation 148—150 

§ 165. Ùbereicht 148 

§ 166—168. a) Starnine anf -o/fa -uin 148 

Genitiy anf -uini § 166; Ablatiy anf -uine 
% 167; Instrnmental anf -uinov § 168. 

§ 169—176. b) r-Stamme 148—150 

§ 169—172. a) Stamme anf Doppelkonsonanz 148 f. 

Genitiy § 169; Ablatiy § 170; InBtmmental 
§ 171 ; StUmme anf -^ mit yoran%ehendem Eon- 
Bonanten § 172. 

§ 173—175. fi) Stamme anf -n//> -uir 149 f. 

Genitiy § 173; Ablatiy § 174; InBtrnmental 
§175. 

§ 176—190. IL o-Deklination 150—155 

§ 176—185. 1. Einfache o-Deklination 150—153 

AUgemeines §§ 176, 177; Genitiy § 178; Ablatiy 
§ 179; Instrnmental § 180. StSmme anf -1: ein- 
Bilbige Stamme § 181; mehrsilbige Stamme § 182; 
Genitiy § 183; Ablatiy § 184; InBtmmental § 185. 

§ 186—190. 2. Erweiterte o-Dekllnation 153—155 

Snffix -nj^ in der classiBchen Sprache § 186; 
Genitiy § 187; Ablatiy § 188; InBtmmental § 189; 
GeneBiB der erweiterten o-Deklination § 190. 



ziv InhaltBYerzeiohais. 

Beile 

191—194. in. tf-Deklination 155f. 

Abweichang vom GUuMisohen § 191; G6nitÌY 
S 192: Ablatiy § 193; Inatramental S 1^4. 

195—197. IV. a-DeUination 167—168 

GebietBBchmUerang der a-Flexion im W6iteren 
Siim6 §196; a-Flexion im engeren Sinne §196; 
Nomina anf -uAt § 197. BflckbUck. 

§ 198—227. II. Eonsonantische Deklination .... 168—233 

§ 198-216. I. n-Stftmme 158—163 

§ 198. Einteilong 158 

§ 199—202. 1. Nomina anf -nc/^^iii -^Un 169 f. 

EonBonantiflche Flezion dieser Stìimme noob 

teilweise im NA. geltend § 199; Genitiv § 200; 

Ablatiy § 201 ; Instnimental § 202. 

§ 203—205. 2. Nomina auf -/^{r -ig {-ik) 160 

Umgestaltnng der altannenischen Flezion dieser 
StEmme §203; Genitiv § 204; Ablatiy § 205; In- 
Btmmental § 206. 

§ 207—209. 3. Nomina anf -aói -tni 160 f. 

Genitiv § 207; Ablativ § 208; Instnimental § 209. 

§ 210 — ^216. 4. n-8tamme anf Doppelkonaonana 161—163 

§210—212. a] Stamme mit Themavokal a 161 

Genitiv § 210; Ablativ § 211 ; InBtmmental § 212. 

§213—215. b) St&mme mit Themavokal t 161 f. 

Genitiv § 213 ; Ablativ § 214 ; Instrumental § 215. 

§ 216. InBtmmental anf -om 162 f. 

§ 217—222. IL r-St&mme 163—165 

§ 217. ÙberBicht nnd GebietabeBohreibong 163 

§218—220. 1. Verwandtaohaftawòrter anf -MV//V 163 f. 

Genitiv § 218; Ablativ § 219; InBtmmental, 
Anm. § 220. 

§ 221—222. 2. Nomen op or >Tag< 164f. 

Altere FlexionBweise § 221 ; nene FlezionBweiBO 
§222. 

§ 223—227. Die mittelarmenlBohen Anfange der nenarmeniBohen 

t?an-Deklinatìon 166—168 

Bttckblick: YerdrKngung der alten konBonan- 
tiBchen Flexion im MA. begonnen, im NA. voll- 
endet § 223 ; die nenarmeniBcbe vim-Deklination 
ein ErBatz ftlr die geBchwnndene konBonantische 
Flezion, erBte Sparen derselben im KilikiBchen 
§224; van-Ablative § 225 ; van-Genitiv § 226; Ge- 
neBiB der oan-Deklination § 227. 



InhaltBverzeichnis. xv 

Bdte 

§228—262. B. PluralbUdung . . 1 169—208 

§ 228. ÙbeTBicht nnd Einteilnng 169 

§ 229—255. A. Spezifisch kilikische Plnralbil- 

dungen 169—199 

§ 229— 236.«L Plnral anf -Ar/i Jer 169—179 

a] Plurale yon Einsilbigen §§ 229, 230; b) Plu- 
rale Yon Mehrsilbigen §§ 231, 232, 233; Bildnngs- 
weiae nnd OebietBanadehnnng § 234. 

§ 235—236. VorgeBohiohte dee Flurala anf -V 177—179 

ErBte Spnren dea Plnrals anf -W besw. -tar in der 
altarmenlBchen Litteratnr § 235; Urspning nnd £nt- 
wiekelnng dieser nichidasBiBchen Plnralformation 
§236. 

§ 237—244. n. Plnral anf -^ -ni 179—190 

a) PlnralevoneigentlichZweiBilbigen: §§237, 
238; b) Flnrale von graphisoh Einailbigen, 
phonetisch Zweisilbigen : §§ 239, 240. Ergebnis : 

1) BildnngBweise, 2) GebietsanBdehnnng § 241. 

§ 242 — 244. Entwiokelungsgesohiohte dea m-Flurala. . . . 185—190 

Yorll&nfer dea kilikiachen n»-Plnral8 in der alten 
Litteratnr § 242; der n»-Plnral, eine nichtclaasisclie 
Erscheinnng § 243; zwei FiUle von erstarrtem nt- 
Plnrale in der nenen Sprache § 244. 

§ 245—246. BDL Plnral anf -#^ -H 190—192 

Belege § 245; Urspmng nnd Wesen dea vt-PInrals 
§246. 

§ 247—249. IT. Plvral anf -lo^ -di nnd anf -i^^A -t^<2< • • 192—194 

Plnral anf -«v^ ^ Fortaetznng dea aa. Eollektiva 
anf -«1^ § ^7; ^^a^ anf -wài'. Gebiet deaaelben 
§ 248; Urapmng deaaelben § 249. 

§ 250—251. Y. Plnral anf -oÀ .^n 194—196 

Bildnng, Falle von orlb-Plnral § 250; Geneaia 
§251. 

§ 252—255. TI. Plnral anf -umm'u ^sian 196—199 

Entwickelnng dea «ton-Plnrals ana altem Kol- 
lektivnomen §252; Belege §253; Gebietabegrenznng 
dea «<an-PlnralB § 254; «/an-Plnral (reap. an-Plnral) 
im Weohael mit dem ^-Plnral § 255. 

§ 256—262. B. Pluralbildnngen anf -^ -^E 199—208 

§ 25(^259. L Elnfaelier Plnral anf -^ -A; 199—204 

Erhaltnng dea /c-Plnrala 1) ala anaachlieCliche, 

2) ala &knltotiye Plnralbildnng § 256 ; Plorai auf 
'U mit Singolarbedeatang §§ 257, 258, 259. 



XVI InhaltBverzeichiiiB. 

Seite 

§ 260—261. IL Erwelterter Plimd anf -^i» -le 204—206 

Belege; historìBohe Entwiokelang § 260; Plurale 
anf '»u%g and -nci»^ § 261. 

§ 262. ni. Plnralla composita anf -^ -Af 206—208 

§ 263—270. C. PliLralflezion 208—215 

§ 263—269. L Flexion der X^-Plnrale 208—214 

§ 263—264. 1. Kasns recti 208—210 

ZasammenfaUen von Nominativ nnd AkkuBatiy 
anf -AT §263; nichtkilikisohe Unifiziernng der 
KasuB recti auf -« § 264. 

§ 265—269. 2. Kasns obliqui 211—214 

Btiokweichen der konBonantischen Flexlons- 
weise § 265; Erhaltung der y okaliBohen FlexiouB- 
weise im Oenitiv-Dativ und Ablativ § 266; Unifi- 
zierung der vokaliBoheu FlexicuBweise dee 
luBtrumentals im Suffix -ak § 267 ; Plural auf -iM : 
Umgestaltung der Flexion gegenilber dem Altarme- 
nlBchen § 268 ; Belege § 269. 

§ 270. II. Hexioii der speiUlBcli kllikiBchen Plurale . 214 f. 

Ursprttnglich BingolariBohe Flexion derselben; 
Paradigmata. 

§ 271—280. Die Zahlwòrter 215—224 

§ 271—274. Kardinalzabien 216—220 

DarBtelinngBtabeUe § 271 ; Belege § 272; Bildnng 
§ 273; Flexion § 274. 

§ 275—280. Andere Zahlarten 220—224 

§ 275. A. Bestimmte Zaklen 220 

§ 276. B. DistributivzaUen 220f. 

§ 277. €. Bruclizaklen 221 

§ 278. D. Ordinalzahlen 222 f. 

§ 279—280. E. Adverbialzahlen uud Multiplikativa 233 f. 

§ 281-307. Kap. II. Pronomen 224—251 

§ 281—287. Pronomina personalia 224—230 

§ 281—283. 1. Pronomeu der ersten und zweiten Persou . . . 224—226 

FlexionBtabelle § 281; Belege § 282; historisclie 
Herleitung § 283. .« 

§ 284—287. 2. Prouomeu der dritteu Person. Beflexivum und 

Possessivum 226—230 

FlexionBtabelle § 284 ; Belege S 285 ; Genesis des 
PerBonalpronomenB der III PerBon § 286; Beflexi- 
vum und PoBBOBBivurn § 287. 



Inhaltarerzeichnis. xvn 

Seite 

§ 288, Pronomina reciproca 230—232 

Geschichtliche Entwickelnng dee Beziprok- 
pronomen tpt^p't Flexion; Belege; Beziprocnm 

§ 289—301. Pronomina demonstrativa 232—244 

§ 289. 1. Pronomina suffixa 232 f. 

§ 290—293. 2. Pronomen »<», 'p», ^<» 233—236 

Paradigma § 290 ; Belege nnd Verbreitung § 291 ; 
mittelarmeniBclie CkarakterlBtica der Flexion § 292; 
Entstehangstheorie der na-Formen § 293. 

§ 294—298. 3. Pronomea ««»/«, ««/»», uiju 236—240 

Paradigma § 294; Belege § 295; Ursprnng nnd 
Entwickelnng der Flexicnsformen § 296; abwei- 
ebende Flexion bei Mecbiiar HeraQi § 297; prono- 
minale Derivata § 298. 

§ 299—301. 4. Pronomen y^»f», jtuau^ [fum 241—244 

Belege § 299 ; Bedentnng nnd Verwendnng § 300; 
Etymologie nnd mntmaGliche Flexion § 301. 

§ 302—305. Helativa und Interrogativa 244—246 

302-304. Relativa 244f. 

Beiativnm mj^ § 302; Belativnm np § 303; Bela- 
tivnm qlf^i % 304. 

305. Interrogativa 245f. 

§ 306. Indefinita 246—257 

§ 307. KoUektìLva. Correlativa 248—251 



308—317. Anhang: Fartikeln 251—259 

§ 308—311. Adverbia 251—255 

Formai nene Adverbia § 308 ; begri£flich nene 
Adverbia § 309; nichtpronominale Nenbildnngen 
§ 310; altererbte Adverbia § 311. 

§ 312-314. PrapoBitionen 255 f. 

Yerdr&ngnng der einfachen PrSfixe dnrob nn- 
eigentlicbe Pràpositionen § 312; Postposition §313; 
BeBte einfacber Prapositionen § 314. 

§ 315—316. Konjnnktionen 256—259 

§315. I. Koordinierende Konjunktionen 256 f. 

§ 316. n. Snbordinlerende Konjunktionen 257 f. 

§ 317. Interjektionen 259 

Karst, Siiikiioh-Mitt«lanD. Volkssprache. b 



XVIII InhaltsverzeiohniB. 

S«ite 

§ 318—430. n. Abschnitt: Konjugatioii 26o— 390 

§ 318. Vorbemerkìingen 260 

§ 319—358. Kap. I. Der Prasensstamm und die Konjuga- 

tionen 261—298 

§ 319. AlIgemeineB 261 

§ 320—329. I, Prftsensstamm aaf -0 261—277 

§ 320—322. 1. Einfaolie Stamme 261—267 

§ 323. 2. Erwaiterte Stamme 267 f. 

§ 324—329. 3. Kausativstfimme 268—277 

§ 330—333. IL PrilseiiBstamm anf -i 277—280 

Verh&ltniB des kilikischen t-Thema znm classi- 
Bohen §330; 1) TranBitiva §331; 2) Intransitiva 
§ 332; 3) Neutra (Media) § 333. 

§ 334—347. III. Prftsensstamin anf -a 280—290 

I 334. YerhìUtniB znm ClaBBÌBchen 280 

§ 335. 1. Einfache a-Stamme 280 f. 

§ 336—347. 2« Brweiterte a-8tamme 281—290 

§ 338 — 347. Grappe der kilikÌ8ch-mittelarmenÌBchen 

StSmme tkuf 'ir^ui -ena 283—290 

§ 348—349. lY. PrftBensstamm aaf -r< 290—292 

§ 350—358. y. PaBsivstamm anf -vt . 292—298 

§ 359—366. Kap. II. Das PrSsenssystem 299—312 

§ 359—364. I. Tempora and Modi 299—309 

Untergang dee altarm. Konjnnktiv nnd Fatar 
§ 359 ; ephemarer KonjanktivauBdrack dorch {fAtìmo^* 
neue konjnnktiviBche Fanktion des altea Indika- 
tivB; EntBtehang eines TempnB compoBitam mit 
Prafiz ^nc § 360 ; Belege fQr die TémpaBform mit 
(rnc § 361 ; Bcharfe Bedeatangsabgrenzaog zwiBchen 
der iadikativischen TémpaBform mit {rnc and der 
konjanktiviBcben obne lini- § 362 ; Fatar mit nnd 
ohae liiL) Maagel eines fest aasgepragten Fatar- 
aasdrackB § 363; iiber WeBen and Ursprang des 
IndikativprSfixeB ^"'^ § 364. 

§ 365—366. IL Flexion 309—312 

§ 365. a. Fersonalendungen deo PràsenB und Futura. 309 f. 
§ 366. b. Fersonalendungen dee Imperfekta 310 — 312 

§ 367—392. Kap. III. Der Aorist 312—341 

§ 367. Gliederang: Einfacher and zasammengesetzter 

Aorist 312 



Inhaltaverzeichnis. xi^ 

Seiie 

§ 368—379. I. Aoriststamm 313—326 

Der einf aohe Aoriststamm : §§ 368, 369 ; un- 

regelmUBige Stammbildiing § 370; nener mittelarm. 

AoriBtstamm fpp' §371; Yerlnet Ulterer StSmme 

§372. 

Der susammeiigesetzte Aoriststamm: § 373; 

nnregelmilGige Bildung § 374; ExpanBÌon des zn- 

BammengeBetzten AoriBt § 375; YerhaltniB znr alten 

Sprache beziiglich der Yerteilang von einfachem 

nnd zaBammengeBetztem AoriBt § 376. 

§ 377—379. Das Augment 320—325 

Hodifiziening deB altarmenÌBchen (claBBÌBchen) 
VerhaltnlBBes dnrch AusBcheiden der angmentloBen, 
einBllbigen Formen: daB Angment alB obligatoriBcher 
Faktor der III Bg. Aor. einBilbiger Stamine § 377. 
ErweiterteB Angment § 378 ; EntstehnngBtheorie dea 
erweiterten Angments § 379; ttber Sohwand des 
Angments in der neneren Sprache nnd dadnrch 
bedingte UmgeBtaltnng der AoriBtfiexion § 379 Anm. 

§ 380—392. II. Fiexion des Aorìsts 326—341 

§ 380 — 382. Slexionsoharakter. AktìTer (t-Aor.) und passi- 
var (a- Aor.) Aorìst 326 — 328 

GebietBerweiternng deB a-AorÌBtB in vorkiliki- 
Bcher Zeit § 380 ; GebietBerweiternng deB a-Aorists 
im EilikiBchen § 381; weitere Expansion des 
a-AorÌBtB in der neneren Sprache § 382. 

§ 383—392. Flezionsendungen 328—341 

§ 383—387. 1. Indikativ (nnd Konjnnktiv) des AoriBtB 328—333 

FlexionBBnffixe im VerhlUtniBBe zn denen der 
alten Sprache §§ 383, 384, 385; Belege § 386; phone- 
tische UmgeBtaltnng der III p. Bg. § 386 Anm. 1 n. 2 ; 
vom GlaBBÌBchen abweichende Fiexion § 387 1) n. 2). 

§ 388—392. 2. Imperativ des AorÌBtB 333—341 

Bildnng des aktiven Imperativ AorlBti gegen- 
Uber dem GlaBBÌBchen § 388 ; phonetiBche UmgeBtaltnng 
der II Bg. § 389; Imp. dcB Bog. p aBBiven (a-) AoriBtB 
§ 390; ImperativanBdmck mittels ^"^ § 391, Bowie 
mittelB der II sg. Imp. fiir die III Bg. § 392. — 
AoriBttabellen. 

§ 393—416. Kap. IV. Verbalnomina 342—373 

§ 393. I. Inftnitiv 342 f. 

§ 394-416. IL Partizipia ....'. 343—373 

§ 394. 1. Fartìzipium auf -o^^ ^^3^- 

§ 395. 2. Fartizipinm Futuri (Oerundiv; 344 f. 

b* 



InhaltBverzeiohnis. 

Bette 
§ 397--416. 3. FartiBipium prateriti 34&— 373 

Partislp auf -Ar^ -'el. — Entstehnng, Bildnng 
§ 397 ; Belege §§ 398, 399, 400, 401, 402. Yerlnst der 
passi ven Fanktion; rein aktives Partizip §403; 
rein verbale Natnr § 404. 

Partizip anf -««^ ^aj. — Bildnng nnd Fnnk- 
tion § 405; Belege §§ 406, 407. 408, 409, 410, 411, 
412, 413; Ursprnng nnd Entwickelnng des x»^- 
Partizips § 414 — 415. Weiterentwickelnng beider 
Partizipia in der nenen Sprache §415. Tempora 
composita des PrSteritnms § 416. 

§ 417-422. Kap. V. Negative Konjugation 373—382 

Erste Spnren einer besondem Negativkon- 
jngation in spStclassischer Zeit; Aoristsystem 
§417; neg. Pr&Benssystem: Entstehnng des neg. 
Tempns compositnm fUr den Indikativ § 418; 
Fntnr § 419; affirmatives Tempns compositnm 
yj^ + A + Inf< &Ib ostarmenisohe Eigentttmlichkeit 
§418 Anm.; neg. Eonjnnktiv §420. — Paradigma 
des neg. Verbnms. — Erklamng der Dnbletten 
der III sg. Indikativi nnd der II sg. Imperativi 
§ 421 — 422. Fortsetznng der Negati vkonjagation 
im Nenarmenischen. 

§ 423-430. Kap. VI. UnregelmaBige Konjugation 382—390 

Gebiet der nnregelmaOigen Konjugation: Stamme 
anf -ma § 423 ; Entwickelnng des Prasenssystems 
§ 424; Fntnr § 425; Infinitiv § 426; Tempora anBer- 
halb des Pr&senssystems § 427; Paradigma § 428. 

§ 429. Yerbam Substantivun i^iT 386—388 

§ 430. Negative Konjugation des irregul&ren Verbs 388—390 



Anhang: 
§ 431-450. Syntaktisclie EigenttLmliolikeiten . 391—407 

§ 431--437. I. Snbstantiv nnd Adjektiv 391—395 

a) Determination des Snbstantivs : nnbestimmter 
Artikel § 431; bestimmter Artikel § 432; b) Attri- 
bntive Bestimmnng des SnbstantÌ7S §§ 433, 434; 
e) Steigemng des Adjektivs §§ 435, 436, 437. 

438—439. IL Zahlwopt 395—398 

Snbstantivische Fnnktion § 438; adjektivische 
Fnnktion § 439. 



Inhaltaverzeichnis. xxi 

S«He 

§ 440—441. III. Pronomen 398—401 

a) Pronominalsnffixe in enklitischer Konstrnktion 
mit Partikein § 440; b) BelativkonBtrnktion § 441. 

§ 442—443. IV. Partikein 401 f. 

EaBnsrektion der PrapoBitionen § 442; Anadrack 
dee PoBBeBsiyverhSltniBBeB § 443. 

§ 444-450. Y. Yerbnm nnd Satzbildnng 403—407 

1) ÙbereinBtimmnng des verbalen Pradikats mit 
dem Snbjekte §444; 2) KaBUBrektion dOB VerbnmB 
§ 445 ; 3) Verwendnng der einzelnen Tempora and 
Modi § 446. Verbalnomina: Yerallgemeinening der- 
selben in rein verbaler Fnnktion §447; Scbwin- 
den der Belbstandigen, n o m i n a I e n Fnnktion § 4 48 ; 
Satzban nnd Satzgeflige mittels Bindeglieder § 449 ; 
Beinheit der Syntax von fìremdBprachlichem Ein- 
flaBBe § 450. 



Nachtrige nnd ErweiteruDgen 408— 4i5 



Exkurs. 

tlber die vnlgftrspraohliche Fabel- nnd Moral- 
litteratnr der mittleren Zeit, spez. die sog. Yar- 
danischen Fabelsamminngen in ihrer sprach- 
geschicbtlichen Bedeutnng 416—444 



Berìchtigangen. 



S. 6 Z. 20 lies allzoferner Btatt allzafernen. 

S. 19 Z. 5 lies boiler st bodler. 

S. 23 Z. 18—19 lieB liriLbmjfpirtf Bt llrtAiuji^Irg. 

S. 24 Bdn. 1) Z. 4 lies {rnc ^^/i et. ^nt. ^p<«2//'* 

S. 25 Z. 8 lies hadv (pi.), &a</m nnd badavi (Bg.) st. &a<ft< (pi.). 

S. 28 Z. 23 lies ^uiq^oti payfqy st 'l""'l}pl_ pf^YÌ9^' 

S. 31 Bdn. 1) lies Siehe anch nnten §29 st. Siehe anch nnten nnter 

>TraiìBBkriptionen< . 
S. 32 Z. 4 V. n. atre i che in nijinfi fUr ci *'"jfp» 

S. 35 Rdn. 2) Z. 2 liCB [j)iulaiint.pi»L% et. [j)uilnLqni.pltÓi. 

S. 40 Z. 10 lies hàjib st. h}àtb, 

S. 44 Z. 15 Btreiohe den Satz: ^^/^ jxi[J9zi) Oen. v. ^««A' H.221— 223. 

S. 44 Z. 17 y. n. fflge naoh lavufiun nocli e in: asa^^. 

S. 46 Rdn. 1) Z. 2 lies AgaliB 8t. AngalÌB. 

S. 50 Z. 18 — 19 lies berilf berinij bertnU st b9rilj ò^rtm, bmnU , 

S. 53 Z. 1 y. n. lies juard» Bt. parde. 

S. 54 Z. 7 lies angiiet st angi^et, 

S. 55 Z. 17 lies ang9B^ st anff98*ef: 

S. 55 Z. 9 V. n. liCB (9'ptnes st. ^e-pfiies. 

S. 55 Z. 7 y. Q. lies ^-(ia« Bt fe-das, 

S. 57 Bdn. 1) Z. 5 lies ^"^ st <o^. 

S. 57 Rdn. 1) Z. 5 lies ♦AV st. ♦AV- 

S. 58 Z. 13 lies m%£uppi^Lp/iL% Bt. m%guppi^i.pfiàa, 

S. 63 Z. 4 y. Q. fttge zn i^atmpnj^ noch bei: ufutmpujf, 
S. 63 Z. 3 y. n. lies fn/f Bt f/s/^* 

S. 65 Z. lo lieB iujpajh Bt. mjpnjìs, 

S. 65 Rdn. 2) Z. 3 Btreiohe den Satz: kl. ^uapnós harun »Schlag, AnB- 
Bohlagen der Pferde< auB alterem *^uip/iLÌi hariun (ygl. p.tu^l»ói 
Sohlag). 

S. 66 Z. 1 licB wnrde gOBehen Bt. Bah. 

S. 66 Z. 3 y. n. lies è-Munuyatp^i^ st. è-iunuynLpfti%, 

S. 67 Z. 5 lieB è^lrpaLpi»L% st è^IrnnLpftA. 

S. 67 Z. 11 lies 'fnun.utpuAÈni.pitàt Bt. tqutn.uipuAintpj»Lb, 



Berichtigangen. xxiu 

S. 74 § 84 Z. 8ff. za Sndern naoh Einleitung S. 126 Z. 7ff. 

S. 75 Z. 1 y. n. 1Ì6B anbad^eh Bt. anbed^eh. 

S. 80 Z. 16 li 6 8 fituplp et é^tuplp. 

S. 81 Z. 22 li 68 ^orA; et. kark. 

S. 86 Bdn. Z. 2 v. a. 1Ì6B u%tnl»^ Bt. ìAui/ì^. 

S. 87 Z. 15 1Ì6B ìtayaU et. ^a^oA; . 

S. 93 Z. 20 li 68 syov st. «>'or, nnd fiu^" 8t. suy. 

S. 101 Z. 14 li e 8 uA^'U 8t. inifA-f. 
S. 102 Z. 14 li 6 8 t^n%liir 8t. inriÓsl»%. 

S. 104 Z. 7 y. n. li e 8 Kon8onantÌ8mii8 Bt. EonBoantiBmnB. 

S. 106 Rdn. 1] a Z. 3 lieB 'i"j"'t^i_ Bt. fymiri. 

S. 107 Z. 8 li 6 8 here^em st. herecnem, 

S. 107 Z.9 lieB het^a^u^anem Bt hetaqucanem, 

S. Ili Z. 9 lieB ihr6 Bt 86in6. 

S. 112 Z. 2 lies //• «2//^ Bt //" «j/^. 

S. 117 Z. 14 y. n. li 6 8 Jhju^uimiu Bt JWjulfuiutui, 

S. 127 S. 14y. n. Ii68 e Bt f. 

S. 173 Z. 14 y. n. li 6 8 'ffu 8t. /vn». 

S. 204 Z. 19 li6B Hand Bt Bach, r6Bp. Hand6 Bt Bticher. 

S. 219 Bdn. 1) Z. 8 y. n. 1Ì6B iqt^n [igf9n) Bt igtn {iqÌ9n). 

S. 223 Z. 7 y.o. 1Ì6B '^j^o darha Bt vy^ (^^&* 
S. 292 Z. 5 li 68 uipulrinLiT st mpt^lriaLaT, 

S. 294 S. 9 lieB lilrss^'lt Bt k^ss'lt* 

S. 322 Rdn. 2) Z. 4 y. n. 1Ì6 8 Amirat' st der Emir. 

S. 357 Z. 3 lies hUaj Bt hisay. 

S. 359 Z. 17 li68 jeyUaj Bt iey^q/. 

S. 377 Z. 14 y. a. li 68 ijnukfr st iiaukl»iM. 

Vgl. anfierdem aach die Einleitang zam II. Teile S. 115ff. 
Bowie die >NachtrSge nnd Erweiterangeix am SchluBBe der 
Grammatik. 



EINLEITUNG. 

Gegenttber der reichen dialektìsohen Gliedernng des Neu- 
armenischen, dessen zahlreiche Mnndarten in zwei Haupt- 
gmppen, Ost- and Westarmenisch ^) , zerfallen, stelli das 
Altarmenische , so wie es uns in der Litteratnr entgegentrìtt, 
eine geschlossene Einheit dar. Obschon nun aber die altarme- 
nische Litteratnr der Sprache nach eine einheitliche, nicht wie 
z. B. die althochdeutsche eine dialektisch gespaltene ist , so 
lassen sieb doeli an einer bestimmten fieihe von Schriftstellern 
nichtklassiBche Spnren nachweisen , namentlich auffallende 
EigentUmlichkeiten der Flexion, die der gewOhnlichen Litte- 
ratnrsprache fremd sind, wie die Pluralformen anf -Irtup -^ar 
nnd anf -uA^ -ani ^) : es sind dies ebensoviele fremde Ein- 
dringlinge in die strengklassische Sprache, welche ans einem 
gleichzeitigen lebenden Volks- oder Vnlgàridiom hervorgegangen 
sein milssen. 

Ist nnn anch dieser seit der frtthesten Zeit des litterarischen 
Lebens sich knndgebende vnlgUrsprachliche Einfluss in stetem 
nnanf haltsamen Wachsen begriffen, so spielt immerhin in dem 
Zeitraume Tom 5. — 10. Jahrhnndert das ynlgàrsprachliche Eie- 
ment noch eine seknndàre, nntergeordnete Bolle. Die klassische 
Sprache war freilich schon iSLngst vor dem 10. Jahrh. zur toten 



1) Lauti! eh nnteiBcheiden sioh Ost- und WestarmeniBch dnrch die 
IL armen. LaatverBchiebnng, wonach WeetarmeniBch die alten TenneB: 
Pj i, ky Cy (T zn den entaprechenden Mediae, die alten Mediae : b, <f, g, /, j' 
zn den enisprechenden Tennes geworden Bind, wShrend daB OstarmeniBche 
den alten Lantstand beibehalt. Ùber die Bonstigen Trennangapunkte 
beider Dialektgrnppen vgl. WZKM 1, 182 f. Bowie Patk. Dial S. 16 £f. 

2) Aosfiilìrlich handelt hierttber Aidynian's >EritÌBche Graminatik< 
I, S. 61—120. 

Karst, Kìlikùch'iiiitteUrin. Yolksspraclie. 1 



2 Einleitnng. 

Sprache herabgesunken: gleiohwohl batte aie sich behauptet 
als allgemeine, dnrch die Tradition gebeìligte Lìtteraturspracbe, 
gleicbsam als ein Erbgut der armenischen Nation. Dieser 
anormale Zustand konnte unmOglich auf die Dauer besteben 
bleiben. Als nun ina 1 1 . Jahrb. unter der Dynastie der Rupe- 
niden in Eilìkien ein nenes, nationalarmeniscbes E5nigreicb 
erstanden, und der Schwerpunkt der Nation von dem alten 
Stammlande hierher ttbertragen war, da erwaebte mit der 
politiscben Wìedergeburt zngleicb ein regeres geistiges Leben. 
Wie mit so mancher veralteten Tradition gebrocben wnrde, so 
wurden auch die Fesseln der alten toten Litteratnrspraebe ab- 
gestreift, die fUrderbin fast ansscbliessliob als Gelebrten- und 
Kircbenspracbe gebranebt wird, als welche sie bis beute 
fortlebt. Nun ersebeint zum ersten Male eine volkstUmlicbe 
Litteratur, deren Sprache ibrem Grundstocke nacb die zeit- 
gen^ssiscbe im Volksmunde lebende ist, namentlieb in Scbriflieny 
die auf das nationale und Volksleben, auf Beobtswesen, Aoker- 
bau, Medizin, Verwaltung, Handel und Verkehr Bezug baben. 
Solehe Schriften sind: Mecbitar Heragi, »Trost flir Fieber* 
(a. 1184), Geoponica (13. Jabrb.?), Syriscb-RQmiscbes fiechts- 
buch (13. JabrL?), Cbronik Smpad^s (13. Jabrb.j, desselben 
»ABSÌ8en von Antioehien« (13. Jahrb.}, desselben vulgUrarme- 
nìsche Bearbeitung des Gesetzbuches von Mecbitar Go§ 
(13. Jahrb.); zahlreiche Medizinalhandschriften, Aktenstttoke der 
kilikiscben Eanzlei u. s. w. Zwar ist das klassische Element 
noch nicht y(5llig aus dieser Litteratur ausgeschieden^), nament- 
lich aus der alteren: es verschwindet jedoch und kommt nicht 
mehr zur Geltung neben der Masse des vulgSlrsprachlichen 
Materials. Letzteres hebt sich gleiobermaBen vom Alt- wie 
Neuarmenischen ab und stellt eine besondere Sprachphase dar, 
die als Mittelarmenisch bezeichnet werden muss. 

Mittelarmenisch nennen wir demnach die Uebergangs- 
periode zwischen Alt- und Neuarmenisch, in der das Altarme- 
nische in phonetischer Hinsicht seine ursprfingliche FtlUe eìn- 
gebtlBt und merkliche Abschleifungen erlitten hat, zumai durch 
den Schwund von a in den mittleren Silben, die groBenteils 



*) Ueber das YerhUltniB dee voikBBprachlicben und des klaBsiscben 
Elementes in dieser Litterator vgl. L. Hunanian, »Stndien iiber das Alt- 
yulgararmenÌBche< I nnd II, Wien 1897. 



Einleitung. 3 

schon YoUendete Monophtongisìerang der Diphtonge und die 
Verschiebung der Konsonanten durch die II. armenische Laut- 
yersohiebnng, wahrend in morphologischer Beziehung nament- 
lich durch das Princip der Ubertragang und Àngleichung der 
Formen durchgreifende Neuerungen eingetreten sind. Die 
mittelarmenische Periode beginnt etwa mit dem 10. Jahrh. und 
reicht annMhernd bis zum 15. Jahrh., mit dem die Periode des 
Neuarmenischen einsetzt, dae sieh nun wieder durch bestimmte 
Merkmale vom Mittelarmenischen scheiden làsst^]. 

Wenn nun auch im Gegensatz zu Alt- und Neuarmenisch 
und hinsichtlich der es yor dieeen beìden Sprachphasen kenn- 
zeichnenden gemeinsamen Gharacteristica das Mittelarmenische 
als ein zusammengeh<)riges Ganze erscheint, so stellt es doch 
keineswegs cine einheitliche Sprache dar, soudem zeigt be- 
deutende dialektische Ntlancen. So unterscheidet sich die 
Sprache M echitar Her aci's von der des Smpad durch folgende 
Eigenttimlichkeiten : a) der Nominativ Pluralis endigt auf » s 
[bei Smpad so nur bei ^npu gora >yier«]; b) a hat sich haufig 
zu i entwickelt, z. B. ^/i gi Negatiypr3.fix [bei Smp. gd]\ 
ftuuffnauil^ ispidaff weiB u. s. w. ; e) das Partizip Preteriti endigt 
auf ^irp -•er [bei Smp. auf -Ar^ -*c/]. — Von diesen beiden 
Sprachformen wiederum yerschieden ist die in einer Inschrift 
ausBajni^) vom Jahre 1358 zu Tage tretende Mundart, welche 
Formen zeigt wie: tu/ip ^sir [Air aisor bei Smpad] 3); ^npinb^pp^(%^ 
Jorderi'{n) [fttr Jordero-{n) bei Smpad]; ^ké^ki^/» hejeli [fUr hejelo 



1] So ist allgemein im NenarmeniBchen alteres pronominaleB n vor 
Konsonanten durch a ersetzt, die KasiisprSfixe: i dea Ablativs, z dea 
AccuBatìvB sind geschwunden, eine neae Ploralbildung mittels'doppeiter 
SafiBxe [z. B. — U-^er] ist eingetreten. Spezifisch nenarmenisch sind femer: 
die Postponierung der alteren Prapositionen, die Ùbertragung des Snffixes 
-nAT der I. pi. pr&9. anf die gleicbe Person des Imperfekts nnd Aoristes, 
die Konjugation des negativen Verbs, die sich aus der mittelarmenischen 
welter entwickelt und umgestaltet hat, der Ùbergang des passiven Par- 
tizips anf 'Uiò- 'aj\ -ac zum aktiven Partizip u. s. w. Auch nicht nnbeden- 
tende lauti! che Umgestaltung hat die mittelarmenische Sprache beim 
Ùbergang in das Neuarmenische eriitten. 

2] Mitgeteilt von Sachsalunean II, S. 183, nnd hiernach von Aidynian 
I, 169, Bowie in etwas abweichender Fassung in Airarat, S. 273, 274. 

3) Vgl. auch die Form tisnp enor, Gen. sg. von i^ [= ci. tufi 
>jener«] im Diplom des KOnigs Levon V, bei Langlois S. 186. Vgl. ibid. 
die Form ^t U Gen. sg. des Personalpronomens II. pr. [bei Smp. «= Uo], 

1* 



4 EinleitUDg. 

bei Smpad]; pirpiug pera^ »brachte« [ftir eper bei Smpad]. — 
Eeiner diesar Mundarten iSlsst Bicb einreihen dei* Text dea 
mittelarmenischen Àchrabadin ^) : daselbst lesen wir z. B. mlrulri^ 
>8ehen« [= desnul bei Smp.]^ i"'^" *MaB< [= iaR bei Smp.', 
Irpltlf »Mann< [■==■ airig bei Smp.]; ferner fUr das Pronomen 
der III. pera, die Fonnen: njp uir »sein« H. 430 — 24. 35 [ftir 
ir bei Smp.], ajplru uir^en »seiiier« H. 430 — 4; j^njpiri% y-uirmen 
>von ihm« H. 430 — 18 \y^rmen bei Smp.] u. s. w. — Wieder 
anders gefìlrbt ist endlich das bei Vardan sich vorfindende 
ynlgSlre Sprachgat und zwar dttrfen wir, nach Stellen zn ur- 
teilen wie: fi upmnuTu i^f» ^^n fuou_gq. »in mein Herz habe 
ieh deine Bede niedergelegt« , ^k^ '^t^P^t ^^ »»nAnLir >fttr 
dich beten sie«^), diese Sprachspezies als Vorlanferìn des 
Modemostarmenischen, resp. eines neaostarmenischen Dialektes 
erkliiren. 

Wie fest nun anch einerseits die Tbatsache der Spaltung 
des Mittelarmenischen nach Mundarten steht, so lasst sich 
dennoch andererseits von einer einheitlichen mittelarmenischen 
Litteratursprache sprechen: der Hanptmasse der in Frage 
stehenden Denkmaler liegt namlich ein und dieselbe Sprache 
zu Grunde, nàmlich die Sprache des Eilikiers Smpad und der 
AktenstUcke der k(3niglich-kilikischen Eanzlei, die notwendiger- 
weise die damalige kilikisch-armenische Volkssprache 
gewesen sein muss. Wahrend die fibrigen mittelarmenischen 
Dialekte uns zum Teil gar nicht, zum Teil nur durch Bruch- 
stttcke und unzureichende SchriftdenkmUler ttberliefert sind, 
tritt das Kilikische uns in seinem ganzen Umfange entgegen 
als Sprache einer ausgedehnten Litteratur, die es nur deshalb 
werden konnte, weil es zugleich die Sprache des kilikischen 
K5nigshofes ^j war und eben in Kilikien damals das ganze 
intellektuelle und politische Leben der armenischen Nation 
vereinigt war. — War also auch das Kilikische nicht der 
einzige yorhandene, so ist es doch fbr uns der am besten be- 
kannte und wichtigste mittelarmenische Dialekt. 



1) Nach der HandBchrift dea Asar. Vgl. Hananian >Stadieii<, Bd. IL 

2) NaheroB hierflber siehe bei Hananian >Stadien«, I, S. 253 ff. 

3) DasB die kilikische Volkasprache ancb zugleich die Hofsprache 
wax, geht daraoB heryor, dass die kOniglichen AktenstUcke, sofem sie 
tiberhaupt armenisch und nicht in einer fremden Sprache yerfìiast sind, 
eben diese kilikische Volkaspraohe zeigen. 



Eìnleitnng. 5 

Hinsichtlich der Stellung, die das Eilikìsche in der arme- 
nischen Spraohgeschichte einnimint, gehdrt es nach Lautstand 
und Grammatik 1] za den westarmenischen Sprachen; ale west- 
mittelannenisches Idiom ist es nnzweifelhaft die Mntter der 
meisten neuwestarmenischen Mnndarten, wenn nicht gar der 
ganzen westlichen Grappe. Die Frage jedoch bedarf n^herer 
Einzeluntersttchang, fUr welche an dieser Stelle nicht der 
Platz ist. 

Seinem Ursprunge nach reicht das Kilikisch-Mittelarme- 
msche in die altarmenisehe Periode znrllck: Die oben ange- 
fllhrten Formen des Plurals auf -trtup und -mlr^ in der M^lteren 
Litteratnr sind eben die altarmenischen Entsprechungen der 
mittelarmeniBchen Plurale auf -Irp -^er und -li^ -wt, wie denn 
tiberhaupt die oben S. 1 bertthrten EigentUmlichkeiten der 
àlteren Sprache die Vorlaufer des Mittelarmenischen sind. Da 
nun jene vulgUrsprachlichen Elemente der altarmenischen Litte- 
ratursprache notwendigerweise auf der der Schriftsprache zu 
Grande liegenden lebenden Volkssprache beruhen, nicht etwa 
irgend einem daneben vorhanden gewesenen alten Dialekte^] 
angeh5ren, so folgt: das Eilikische ist die mittelarmenische 
Fortsetzung und Weiterentwickelung des der altarmenischen 
Schriftsprache entsprechenden altarmenischen Vulgslridioms, 
welch letzteres bereits in altarmenischer Zeit nicht unmerklich 
von der mehr kttnstlich zurechtgemachten, frllh erstarrten alt- 
armenischen Litteratursprache abgewichen haben muss^). — 
Dieses Resultat wird bestSltigt durch die Betrachtung des 
kilikischen Lautstandes. Wie sehr derselbe auch von dem 
altarmenischen abweicht, so erklèlren sich doch sUmtliche Ab- 
weichungen lautphysiologisch als Prodnkt naturgemS.Ber histo- 



1; Die fUr das NeuweBtarmeniBche charakierìstische YerBchìebuiig 
der alten Tennes und Mediae findet sich schon im Kilikischen. In mor- 
phologischer Hinsicht zeigt die Flexion des Nomens, sowie die Konjn- 
gation wesentlich den Gharakter der modemen westlichen Sprache. 

2} Nach einem allgemeinen Sprachgesetze wird die Schriftsprache 
wohl von der entsprechenden Yolks- oder VulgUrsprache beein- 
finsst und dnrch Zuwttchse bereiohert, nicht aber von den auOerhalb der 
Schriftsprache stehenden Dialekten. 

3) Analog geht z. B. die neugriechische Volkssprache (das Zakonische 
natiirlich ausgeschlossen) auf den altattischen Dialekt, resp. die spatgr. 
xoiyrj zurtick, wie denn auch samtliche romanischen Sprachen bekannt- 
lich auB der altlateinischen Vulgarsprache hervorgegangen sind. i 



d 



6 Einleitnng. 

rischer Weiterentwickelnng aus der Grundsprache des una 
tiberlìeferten Altarmenisch. Annahme eines auBerhalb der 
klassìschen Sprache stehenden altarmeniBchen Dialektes, aus 
dem das Kilikische hervorgegangen ware, ist geradezu ausge- 
schlossen. Dialekte Bind bedingt durch grundsatzliche Ver- 
schiedenheit ihres gegenseitigen Lautstandes ; eìne solche 
existiert aber zwisehen dem Eilikisohen und der altklasBischen 
Sprache nicht. 

Die bobe Bedeutung des Eìlikisch-Mittelarmeiiiscben 
als des Bindegliedes zwisehen Alt- und Neuarmenisch , spez. 
zwisehen Alt- und Neuwestarmenisch, erhellt aus dem Ge- 
sagten. — Diese kilikische Volkssprache moglichst rein und 
aus der sìe in der Litteratur teilweise noch umgebenden klas- 
sischen Hlille herausgeschalt darzustellen, von historischem 
Standpunkte aus — unter steter Berticksichtigung des Alt- 
und Neuarmenischen — zu erklaren, ist der Zweck der fol- 
genden Darstellung. Wie unyollstS.ndig dieselbe auch sein 
mag, so giebt sie doch das Bild in seinen Umrissen und Haupt- 
zUgen: die nàhere Ausfìlhrung und VervoUstandigung wird 
hoffentlich in nicht allzufernen Zeit auf Grund weiteren Quellen- 
materiais moglich werden. 

Den StoflF zu dieser Arbeit lieferten folgende Quellen- 
schriften: a) H^iu/ii }}^inut_gaj Assises d'Antioche de Sempad 
le Gonnétable, Venise 1876, die mittelarmenische, aus der Zeit 
Yor dem Jahre 1265 stammende Bearbeitung eines altfranzOsi- 
schen verlorenen Origìnals, mit franzdsischer Ubersetzung von 
L. Alisan. b) Die mittelarmenische um 1265 von demselben 
Smpad hergestellte Redaktion des Rechtsbuches von Mechitar 
6o§ \^iumiuumuiuuiqftp^ 4uijn/fj^ uoch ungcdruckt, jedoch in 
grossen Auszttgen mitgeteilt in Hunanians »Studien< I, S. 201 
— 227. e) ^uip^qfip^ Gbronik Smpads aus dem 13. Jahrh. nebst 
deren anonymer Fortsetzung; benutzt in der Ausgabe von 
Dulaurier, Becueil des Historiens des Croisades I, S. 605 — 680. 
d) Folgende in Victor Langlois' »Cartulaire de la chancellerie 
royale des Roupéniens« edierte mittelarmenische AktenstUoke: 
ein Handelsprivileg des Konigs Levon III. an die Republik 
Genua v. J. 1288; ein Privileg des Kttnigs OSin Air die Kauf- 
leute der franzQsischen Stadt Montpellier v. 7. Januar 1314; 
ein weiteres Privileg, das der Stadt Montpellier von K5nig 
Levon V. am 16. Marz 1321 ausgestellt ward; ferner ein 



£inleitang. 7 

mittelarm. Diplom dea Baron von Sarvandikar v. J. 1271, bei 
Hunanian S. 258. e} Die mìttelarmen. medizinischen Werke, 
leider groBenteils noch unediert, jedoch in umfànglichen Aus- 
zttgen mitgeteilt in Hunanian's >Studienc, S. 129 — 162, nach 
zwei wesentlieh libereinstimmenden Handschriften, v. J. 1294 
nnd V. J. 1438. f) %lip^ iluiumiuling [rtvi}7iovivLà\ ed. Venedig 
1877; eine erschOpfende Ausbeutung dieses Werkes ist hier 
tibrìgens nicht beabsichtigt, schon deshalb nicht, weil der 
publizierte Text des nrspriinglich mehr vulgarsprachlichen 
Werkes offenbar stark sehriftBprachIich Uberarbeitet ist. g] Die 
mittelarmen. Chronologie des Hetum yon Eorikos, ed. Hist. d. 
Crois. I, S. 471 — 490; ferner die Chroniken von Matthaus von 
Urrha, Michael dem Syrer, Samuel von Ani, Gregor Ereg [ed. 
Dnlanrìer], welche letztere, obschon nicht auf kilikischem Boden 
hervorgegangen, dennoch kilikisches Sprachmaterial bieten. 
h) Syrisch-Romisches Rechtsbuch aus dem 12. oder 13. Jahrh., 
ed. Brnns et Sachau, Leipzig 1880. 

Die Vulgarsprache dieser samtlichen Werke ist die rein 
kilikische. In zweiter Linie werden aber in der vorliegenden 
Schrift anch die Ubrigen mittelarmenischen aber nicht kiliki- 
schen Dialekte, soweit sie in der Litteratnr hervortreten, be- 
rtlcksiehtigt werden. Solche treten in folgenden Schriften auf: 
Diplom des Kònigs Levon V. an die Sicilier, vom 24. No- 
vember 1331, bei Langlois S. 186—190; Volkslied auf die 
Gefangenschaft des Prinzen Levon (14. Jahrh.) bei Dulaurier 
S. 539 — 540; ferner \pfu/ipuipuij pt^fgatu^b-mp ^irputt^Loj ^irpJtulutf 
iTfulipuipnipiióit Mechitar HeraQi's >Trost fttr Fieber* Venedig 
1832; WJupuiuguiinlth Axrabadin, ein aus dem Arabischen llber- 
tragenes Medizinalwerk, auszugsweise mitgeteilt bei Hunanian 
»Studien« II, S. 375—448. 






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Erlanterungen ftber Citierweise, Abktirzmigen 

und Transskription. 

a) Bei Gitaten ans den annenischen Quellen, namentlich den ein- 
Bchlagigen mittelanneniBchen, steht an erster Stelle das AbktlrznngB- 
zeichen der betreffenden Qnelle, daranf die Stellenzabl. Bei Bamtlichen 
Citaten aus den >ABBÌBen von Antiochien* ist jedoch das RUrznngBzeichen 
Abb. Ant. stets weggelaBBen, bo daBS Bamtliche Citate ohne AbktirzangB- 
zeichen sich anf die »ABBÌBen< beziehen. — Hinsicfatlich der Stellenzahl 
gilt: die Seitenzahl ist von der daranffolgenden Zeilenzahl durcfa 
Querstrich (— ) getrennt; Bind mehrere Zeilenzahlen vorbanden, bo werden 
die einzelnen dorcb Pnnkte von einander getrennt. So bedentet z. B. 
mtupnitit baronn 13 — 7.24.31: uim^nitu baronn steht in »AB8ÌBeB d'An- 
tioche* Seite 13, Zeile 7, Zeile 24, Zeile 31; nnd welter bei mefareren 
Seitenzahlen z. B. ^ni^% fulan 13—13, 15—15, 41—7. 22 = ^aLi,u% 
Man kommt vor in Abb. Ant Seite 13, Zeile 13, Seite 15, Zeile 15 nnd 
Seite 41, Zeile 7 nnd Zeile 22. Noch sei bemerkt, dasB bei Gitaten ans 
den Geoponica, ans Mochitar HeraQÌ nnd einigen anderen die Zeilenzahl 
nicht dnrchgehendB angegeben ist. Wo die Stellenangabe fehlt, sei anf 
das Glossar verwiesen, welches im AnschlnBB an diese Grammatik er- 
scheinen wird. 

b] Verzeichnis der haaptsachlichsteii Abkttrzangen der 
angefbhrten Quellen und Bllcher: 

A|(ir = Knnakan Kerakanutian ardi hayeren lezyi von 
Aid^man. Wien 1866. I. Einleitung, II. Grammatik. Airar. = 
Airarat von Alisan. Venedig 1890. AUahw. = J. J. Allah- 
werdean. Ulula gam Zetan. Eonstantinopel 1884. Aristak. t. 
Last. = Aristakes von Lastiverd (armen.). Venedig 1844. 
Oramm. =^^AHBenische Grammatik yon H. Htibschmann. 
Leipzig 1895, II. Leipzig 1897. Ass. Ant. = Assises d'Antioche. 
Venedig 1 876. Bagrat. = Bagratnni, Hayeren Ej&rakanntinn. 
Venedig 1852. Bars. Mark. = Barset Erklèlrang des Markns- 
eyangelinms (armen.) am 1325. Bazm. ==: Bazmavep, armenische 





ErlUnteningen tiber Citierweìse, Abktirznngen n. TranBBkription. 9 

Zeitschrift aus Venedig. Canik. = J. K. èanikean, Hnutiunli 
Akna. Tiflis 1 895. Cari, oder L. Cart. = V. Langlois, Cartulaire 

de la Chancellerie royale des Ronpéniens. Venedig 1 863. Caront. 

= èatontirlt (armen.). Cax. = Caxcaxean, Batgirlf i barbat 
bay ev ìtalakan. Venetik 1837 (Dizionario armeno -italiano 

composto dal P. E. Ciakeiak. Venezia 1837). irUI = Òrb^ed, 
Kerakanutiun aramean lezvi. Paris 1823 (Grammaire de la 
langne arménienne par Cirbied. Paris 1823). Dav. Phil. = 
David der Philosoph (armen.). Venedig 1833. Dion. Thr. == 
Grammaire de Denis de Thrace par M. Cirbied. Paris 1830. 
Dipi. Sary. = mittelarmenisches Diplom des Baron von Sar- 
vandikar y. J. 1271. Dui. = Dnlanrier, Recneil des Historiens 
des Croisades I. Eleg. Ed. = Elegie anf Edessa. Eleg. Jer. = 
Elegie anf Jerusalem, von Gregor Tiay [bei Dnl.j. Faust. Byz. = 
Faustos von Byzanz (armen.). Venedig 1832. Oanj. = Ganjaran, 
Sammlung von Kirchenliedern. Oowrik. = G. Gowrikean, Hai^ 
Je7ÌsapelubolÌ8 Transilvanio. Wien 1893. 6r. Mag. = Grigor 
Magistros (armen.), Venedig 1868. 6r. Nar. = Grigor von Narek 
(armen.). Venedig 1840.^Hr== L. Hnnanian, Hetazgtutiunli nax- 
neaQ tamkoreni vra. Vraedig 1897. Bd. I und IL Han. = Dr. Jan 
Hannsz, J§zykn Ormlan Polskich. Krakanl886. Hanj 
Hantes amsorea, armenische Zeitschrift ans Wien. H< 
Ajjein Bataran haikazean lezvi. Venedig 1 865. Het^ Kor. == 
Hetnm vonKorikos, cbronologisches Werk aus dem 14. Jahrh. [ed. 
in Recneil des Hist. des Crois. I]. H. Hflbschm. Arni. 8tnd. = 
H. Htlbschmann, Armenische Stndien. Leipzig 1 883. H. Hiibschm. 
Arni. = H. HUbschmann, Armeniaca in ZDMG, Bd. 35 und 36. 
H. Hflbschm. Chron. = H. HUbschmann, Znr Ghronologie der 
armenischen Vokalgesetze, in >Sprachwiss. Abh. ed. L. v. Patrn- 
bàny«. Budapest 1898. HLHJUtefBm. Sem. Lw. = H. Httbsch- 
mann, Die Semitischen LeCnw^rter im Altarmenischen, ZDMG 
Bd. 46. Karek* I und II = Earekin P., Patmutiun hayeren X 
dgmlean, L Hin Matenagruti un , Ven. 1865, II. Nor Matena- 
grutiun, Ven. 1878. ]^||^«kf* BlbL = Karekin P., Haikakan 
Matenagitutiun. Venedig 1883 [Bibliographie Arménienne 1565 
— 1883]. Kajr^krtTàt. = Karekin P., Catalogne des anciennes 
traductions armèni ennes des V. — XTIÌ. siècles (armen.). Venedig 
1889. Kost. SammL = K. KostaneauQ, Nor ìo^oyslcxi. Mijna- 
darean Hayoc ta^er yev otanavorner. Heft I, n, IH. Tiflis 1892. 





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10 Erlaaternn^en tiber CitierweiBO, Abkurzangen n. Transskription. 

Kost. Joh, T'Ik. = Kostaneanc, Jowliannes Tlkurangin yev iur 
tagero. Tif lis 1 892. L. = V. Langlois, Cartulaire etc. Siehe imter 
Cari Lied. Ley. = mittelarmenisckes Volkslied auf den Prinzen 
Levon, ed. in Historiens des Croisades I. Mast. jahk. == Ar- 
menisches aus dem Lai Ubersetztes Ritual vom 14. Jahrh. 
Margol. Syr.-Arm. = Margoliouth, The Syro-Armenian Dìalect 
[enthalten in > Journal of the Royal Asiatic Society* 1898 — 1899]. 
Kjul^mJrrh. = Matthaus v. Edessa (Urrha), Chronik [in Recueil 
'^àee Historiens des Croisades I. ed. Dnlaurier]. Meni. Smp. = 
Memorial Smpads, ed. in »As8ise8 d'Antioche* S. 93. Mich. Syr. 
= Michael der Syrer, Chronik [in Recueil des Historiens des 
f Croisades I. ed. Dnlaurier]. Min. Lek. = Minas BiskeauQ, 

• èanaparhordutiun i Lehastan. Venedig 1830. Mr> A . = Re- 
I daction vom J. 1294 einer mittelarmenischen Medizinalhand- 

• schrift. Mi". B^= Redaktion vom J. 1438 derselben med. Schrift. 



Mser. = L. MseriauQ, Sravnitelnaja Fonetika Musskavo Dia- 
lekta w swjazi s fonetikoju Grabara. Moskau 1897. Mx. €U)s. 
= Mxitar Gos, DatastanagirK HayoQ. Vagarsapat 1880. M*; 
Her. = Mxitar Heragi, JermanQ mxitarutiun. Venedig 1832. 

V 

N. Lampr. = Nerses von Lampron (annen.). N. Snork. = 
Nerses ènorhali (armen.). Nwa. Wb. = Batgirlt yasxarhabaie 
i grabat (neuwestarmenisches Worterbuch). " Venedig 1869. 
Palas. = S. Palasanean, Kérakanutiun maireni lezvi. Ed. IV. 
Tiflis 1894. Patk. Mat. = K. P. Patkanean, Materialy dlja 
izucenija armjanskich narècij. I. Govor nachìcevanskij. Peters- 
burg 1875. Patk. dìal. = E. P. Patkanean, Izslèdovanije o dia- 
lektach armjanskavo jàzyka. Petersburg 1869. Patk. slOT. = 
K. P. Patkanean, Materialy dlja armjanskavo slovarja I. IL 
Petersburg 1882 — 84. Patm. Vr. = Patmutiun Vrag. Venedig 
1884. Pet. Oramm. = Petermann, Grammatica linguae arme- 
niacae. Berlin 1837. Plat. = Altarmenische Platontìbersetzung. 
Proleg. Apbr. = Prolegomena in Aphraatis Sapientis Persae 
Sermones Homileticos, von F, Sasse. Leipzig 1878. Biggs 
gramm. = Riggs, A grammar of the modem Armenian lan- 
guage, as spoken in Constantinople and Asia Minor, IL Aufl. 
1856. Sam. v. Ani =^ Samuel von Ani, Chronik, 12. Jahrh. 
S. 8arg. oder 8arg. = S. SargseauQ, Agulegvoc barbata 
[Zoka], Grammatik des Dialektes von Agulis mit Chrestomathie. 
Moskau 1883. Sis. = Sisakan von L. Alisan. Venedig 1893. 
Sisv. = Sisvan von L. Alisan. Venedig 1885. S.-R. Rb. = 



ErlSnteningen liber Gitierweise, Abkttrznngen n. TranBskription. 1 1 

Sy rìsch-RQmischeB Reehtsbacb, ed. Bruna & Sachau. 1 880. Sir. = 
Sìrak von L. Alisan. Venedìg 1881. Smp. Chron. oder Chron. 
Smp. = Smpad's Chronik rAasgabe Dulaarìer's in »HÌ8torìens 
dee Croisades I.<]. 8sr^Bb. = Kilikische Bedaktìon des 
Datastanagirlf dea Mx. Gos dnrch Smpad [im Aasznge bei 
Hnnanian Hetazotniianl£], im Folgenden meist bloB mit H citiert 
bei Zahlangaben. Tal. = Talaran, altea Greaangbnch. Tom. 
Dial. T. Tifi. = A. Thomaon, latorìceakaja Grammatika Sowre- 
mennavo annjanakayo yèlzyka goroda Tifliaa. Peteraburg 1890. 
Tom. Dial. t. Ach. = A. Thomaon , Kratkij ocerk fonetiki i 
morfologii achalcjchakayo govora [in «Lingviaticeakich Izaledo- 
vanijachc I. Peteraburg 1887]. Peteraburg 1887. TonaQ. = 
TonacoiQ, armeniacher Featkalender. Wb. = WOrterbuch der 
armeniaehen Sprache (armen.). Venedig 1836 — 37. 2 Bde. 
WZKM = Wiener Zeitachrift fttr die Kunde dea Morgenlandea. 
ZDMG = Zeitachrift der deutachen morgenlàndiachen Geaell- 
Bchaft. — Im Ùbrigen aind, namentlich flir daa Altarmeniache, 
die yen H. HUbschmann, Arm. Gramm. angewandten Abkllr- 
zungen befolgt. 

e] Von anderen Abklirzungen aeien noch erwàhnt: 

a) Armeniache Sprache: aa. = altarmeniach ; ma. = mittel- 
armenisch; na. = neuarmeniach ; nwa. = neuweatarmeniach ; 
noa. := neuoatarmeniach ; wa. = weatarmeniach ; oa. = oat- 
armeniach; ci. = klaaaiach, d. i. altarmeniach; kl. = kilikiach- 
mittelarmeniach. Entaprechend iat: AA. = Altarmeniache 
Sprache ; MA. = Mittelarmeniach, NA. = Neuarmeniach u. a. w. 

Ftlr die modemen Dialekte gelten folgende Zeiohen: 

Ach. = Dialekt yon Achalzich; Ag. = Dial. y. Agulia 
(Zok); Ak. = Dial. y. Akon (Egin); Ast. = Dial. y. Astarag; 
Astr. = Dial. y. Aatrachan; Choy = Dial. y. Choy; Er. = 
Dial. y. Erìyan ; ìlf. = Dial. y. Julfa ; Kr. = Dial. y . Kara- 
baeh; Ms. = Dial. y. Muà; Neh. = Dial. y. Nachijeyan am 
Don; Poi. = Dial. y. Polen (Kuty); Sr. = Dial. y. Syrien; 
Tf. = Dial. y. Tifila; Tk. = Dial. y. Tokat (Eudokia); Tr. = 
Dial. y. Eonatantinopel und Kleinaeien oder Tfirk-Armeniach ; 
Wn. = Dial. y. Wan; Zt. = Dial. y. Zeiiun (Ulnia). — Die- 
aelben Zeichen mit Minuakeln atehen in der Geltung dea he- 
treffenden Adjektiya, z. B. poi. = polnarmeniach, tr. = tllrk- 
armeniach u. a. w. 



1 2 ErlSatenmgen ttber Gitierweise, Abkttrzangen n. TranBskription. 

(i) Fremde Sprachen: afr. = altfranz5si8ch; ahd. = alt- 
hochdeatsch; arab. = arabifich; byz. = byzantinisch ; it. =: 
italienìsch; mlid. = mittelhochdeQtsch; inlt. = mittellateimBch; 
np. = neupersiflch; phl. = pehlevi; skr. = sanskrit; syr. = 
Byrìsch; tfirk. = ttlrkisch n. s. w. 

d) Das Altarmenische ist nach dem von H. Hiibschmann emgeflihrten 
Systeme trangskribìert; nnr wird fUr t das Zeichen e statt dea bisberigen 
e angewandt. Die TranBskrìptìon der nenarmeniscben Formen ist mOg- 
licbBt nacb dem MittelarmeniBcben nnifonniert. Etwaige vereinzelte In- 
konBeqnenzen in der ,UinBcbreibnng mdgen entscbiildigt werden. 



LAUTLEHRE 



L Abschnitt Anssprache. 

Znr Schreibung des Kilikischen dient naturgem^B das alt- 
annenische Alphabet. Da jedoch die Zeiohen des letzteren 
der Mehrzahl nach im Laufe der Zeit von ihrer ursprtinglichen 
Geltnng abgewichen waren, so handelt es sich zaniichst darum, 
ìhren Lautwert fllr das Kilikische festzustellen. Dazn 
dienen folgende Hilfsmittel: 

1) Die moderne Aussprache des Àltarmenischen, 2) der 
Lantstand der modernwestarmeniseben Dialekte, die wenìgstens 
teilweise als Fortsetzung des Kilikischen gelten dllrfen, 3) der 
Reim in mittelarmenischen Dichtungen, 4) das Schwanken in 
der Schreibung mancher kilikischer WOrter, sowohl echtarme- 
nischer als fremder, 5) die Transskriptionen aus dem Kiliki- 
schen und in das Kilikische. 

Auf Grand dieser Hilfsmittel versuchen wir, den Lautwert 
der kilikischen Schriftzeichen^) zu ermitteln. 

A. Vokale und Diphtongen. 

Von den Vokalen haben ui a, /ti, hl u, p 9 ihren alten 
Lautwert beibebaten. 

§ 1. of (a) vertritt in Lehnw5rtern fremdes a, a: uutifuutp 
samsar >Makler« = arab. samsàr] iHu^p mahr »Brautgeschenk< 
= arab. moAr; fautufuip xàbar »Nachricht« = arab. zahar\ 
u^tuqtup hazar >Markt< =^ np. bazàr\ ^% kan >Messrute« = 
afr. canne, cane] Jìupltuiù mariaj »Heirat« = afr. mariage\ 
fuuuiu£ pasaj »Kreuzzug« = afr. passage] 4uinbti hatnez 
>Rllstung« = afr. harnais u. s. w. 



1) Ùber Ausapracke und Urnschreibung dea AltarmeniBchen ygl. 
HUbschm. Ann. Gramm. S. 2. 



16 Lantlehre. 

§ 2. ^ (t) entspricht fremdsprachlichem i, t\ u/,p sir >Herr< 
= afr. sire', ^p ìtii »ruliig«, »frei« = afr. quite\ iJt£ lij 
>LehnBmann« = afr. Uge\ i^lnf^p Uvr »Pfand« = afr. Kvre\ 
Jltuuij mina »Hafen« = arab. mina a. s. w. Mit ft i wird grìe- 
chisehes v wiedergegeben, z. B. uffuon. sinor »Grenze« = avvo- 
Qog; darch /»% in daB afr. -un in ^nulftu kumin >Grenossen- 
Bchaft« = afr. commun, cornuti . 

§ 3. fiL [u] vor RoDBonanten entBpricht fremdem u^ u\ 
uaLft sur >Tyrus« = arab. ««r; fnLfjuh fulan »der und der« = 
arab. fulan\ JìtLpuiia murad >Wun8ch« = arab. murad\ Jìtt^^ 
Piuuftui muxlasib »MarktmeÌ8terc == arab. muxtasib] matmi^ dubl 
»doppelt« = afr. doublé] fmLphtu purjes >Btlrger« = afr. bourgeis 
n. s. w. Dass derselbe Buchstabe vor Vokalen den Lautwert 
V hat, beweisen zahlreiche Doppelschreibungen, worin hl mit 
f^, «. [v] wechflelt; so wird z. B. der Passivatamm auf -vi bald 
-1^^, bald -i^, bald -n^^ geschrieben. 

Anm. Nnr im Imperfekt der PrasensBtamme anf -u sind wir be- 
rechtigt, anch vor Yokalen daa Zeichen n<^ = ti zu lesen, gestfltzt aaf 
das Altarmenische, wo ebenfalls ìm gleichen Falle ut. = ti lantet. Ygl. 
Arm. Gramm. S. 2 nnd Aid. II, S. 372. 

§ 4. p [== 9) steht, gleichwie im Altarmenischen, regel- 
maBig nnr im Anlaut yor Liqniden und Nasalen^]:* ^ir^i^/i 
9nger »Genosse«; ^IbfpicÀ^^ dndunil »annehmen€ n. b. w. Im 
Inlaut findet Bich zwar auch p geschrieben in Fàllen wie: 

njup^pitirt^ anLQgAirf^ ^^gn^^i^ nMtmpuutpitiri^ iLiumgtuingtbilnn 
nputLupittriP ' luufpn'ituia njuntupuaót^ ^luppuinitauiP . Jin.nbamnjii 

n. s. w. Meist jedoch kommt im Wortìnnern der rednzierte 
Vokal 9, wie anch im Altarmenischen, nicht znm Bchriftlichen 
Ansdrnck. Als wirklich vorhanden ist derselbe anznsetzen: 

1) Als sekundarer Vokal zwischen Eonsonanten, wo in 
der klassischen Sprache kein Vokal ersichtlich ist. Dies lehren 



1} Znweilen jedoch wird 9 in dieBem Falle in der Schrift weggelassen, 
wenn es seknnd&rer Hilfslant iBt; so lesen wir: piLijut^ 9i'zag, pnt tff-e, 

piLtuLpJi'ii di-qpen neben den gleichlantenden : n^i^^^ a4~, n.apt'ii, Da- 
gegen liegt bei Doppelschreibnngen wie: cqfp'f^ nnd qnpq.^ nVPt^L 
nnd qppi^i_^ JCiypk^'^ neben qp^inf wirkliche Lantdifferenz vor, 
nnd die zweiten Formen sind zn lesen: yort (xorf)^ yortel {xortelj, yrk&m 
{z9rkem)f im Hinblick anf poL xortetu >corriger<, xortveiu >8e coniger«, 
X9rgeiu »envoyer«, neh. xgrkem (it). 



Ansapraohe. Vokale nnd Diphtongen. 17 

namenflich die mittelanneniBchen Diohtiingen, worìn bekannt- 
lieh dea Hetrums halber derselbe Laat anoh schriftlioh zum 
VoTBcheìn kommt; so beiN. Snorh. Eleg. Ed. è^gfbmp 199, p^^ 

%mJuy% 74 y ^gjbt^ktT 212, ^fàt^p 516, i^ptatj^mf^ 296, ^^^k% 

224 f '"p^ono 381 « ò-pitaótt^ 400, f-E^bzk ^^^i iP*''*n^s 532, 
\g^^^pji 1443, i^pplnug 37, 'l^i'/yl'ff^ 703, ìipJwh 124, Jpj^fipmp 
49, 131 u. 8. w. In Eleg. Jer. %^d^li% 711, f^/^nt^ 265, gj^ut 

1053, t^amh-poo 1224, it^uin^jA 622, ffj^^fj 598, ^^pb-mt 598, 

Jf^mglrmi^ 774 n. s. w. Fcriier am Wortende, bei ènorh. Eleg. Ed. 
«A^^£^ 167, è^p^uà.ii.p% 168, nL%lii^ 88; Eleg. Jer. ilmugA, 1855, 
■Àf£|f 403; Vahr. Ed. j^fi»^ 90, ai;€/^ir598 u. 8. w. Hieraus, 
Bowie dnroh RttckschluBS ans dem NeaanneniBchen ^) , ergeben 
8ich ftlr daB Eilikische folgende Einzelfìllle. Der Laut 9 triti ein : 
a) am Wortanfang, nach dem ersten KonBonanten eines mit 
zwei oder mehreren EonBonanten beginnenden Wortes. Aub- 
genommen sind die KonBonantenverbindungen von Sibilant «, ^, 
z und Explosivlant p, k, t, i, ^, d^ p^ X, è, zwiBchen welche 
Lantkomplexe 9 nicht eintritt 2). b) Am Wortende, zwiBchen zwei 
EonBonanten, deren letzter pronominales «, e/, n oder eine der 
Liqnidae /, n, r, ^ iBt. In alien librigen FUllen triti 9 nichi ein. 

Anm. Dieselbe Ansaprache miuB Bohon fttr das Altarmenisohe gè- 
golten haben, wie nnter anderem ans griechischen and georgischen Trans* 
skrìptionen ans dem Altarmenisohen heryorgeht (ygl. Httbsohm. Chron. 
S. 157). So wnrde z. B. das Wort «yorat^ wohl schon altarm. pgtui (ans 
nrspr. *pituì) gesprochen; qif^ « g9lux (ans nrspr. *gilux), Hier ist 
9 &Batz fiir nrsprttngliches i oder u in nnbetonter Silbe. 

2) AIb Yerireier der Vokale t, u (wie bereiiB im Aliarme- 
niBcben) nnd a, Beltener von e nnd o, in nnbetonter Silbe. 
Und zwar ìbì im Prinzip anznnehmen, dasB fUr jedes schwin- 
dende t, u, a, «, o der Vokal 9 eintritt; es ìbì jedoch anch 
dioBer rednzierie Vokal znm groBen Teil gOBchwnnden nnd 



^) Vgl. poi.: evTMT (iift-nir); xtvmt {^alhpy^ Z9nj9r (^^%lapy^ X9rad 
(fipmm); g^rag (^f»^); g9riv ((f^At); V9ga ['l!l'«j)\ a9t9y ("»"«»^) ; 
oahar {nulip^, Dagegen spanetu (uufwiituiiki^ ; akesur (u^kuatpj n. s. w. 
n. Han. Orm. Pois. 

2) Naoh der nenarmenischen Tradition (Aid. II, S. 367) wird diesen 
Konsonantenverbingnngen ein 9 vorgeschlagen, tibereinstimmend mit den 
mittelarm. Dichtnngen, die im gleichen Falle regelm&Gig p (9) schreiben. 
FUr das Kilikische jedooh ist dieser Sandhivokal in dieser Ansdehnnng 
mindestens sweifelhaft. 

Xaibì, KOiUscli-iDittelftnii. Yolkwpnelie. 2 



18 Lantlehre. 

zwar^) im allgememen in dem Falle, wo die Silbengrenze 
zwischen die Doppelkonsonanz f&Ut. Beispiele ftir Nichtvor- 
handensein dea o: mq^^InT {mqtu^iT^ lutt^^ln. (unLiu^kiuLJ ^ mif^ 

uttuJT {muuutmd] , tup^é-n^ {utputò-mA , pMud^lri (pLUtdiublrtj | ^tuq^ 
'^t-ft (/""^'"^A-^) * gLMMéjmnài [aMuéuMmaàtSy qnqjltauir (q.anau%tiiir\ 
qputL^^iuii (qputtju^iuiA , énq^ifJnT \énifntlhir\ , pQftaLaP [h9mAilrJ*\ 

A ^«"^^^^ (A 4t'"i'"4tt'^) ^' ^* ^' ^^^ finden wir in diesem 
Falle den Lant a in der Schrift aasgedrtickt, anch in geban- 
dener Rede nicht, und da derselbe hier auch im Nenarmeni- 
Bchen fehlt, so folgt daraus, dass er in diesem Falle anch im 
Kilikischen nicht Yorhanden ist, so dass obige Beispiele lanten : 
ay-gem^ af^^ev, atMiam, ar-joy, paz-nel, pay-ntSy paz-dun, koy- 
naiUf krav^gan, zoy-^em, y-num n. s. w. Dagegen mit 9: upm^ 
(Gen. y. oppm) S9r^ij ìiuminP (zn %puin) n98-tem, qj/mirp (Nom. 

t^nuamp) tes-tev U. 8. W. 

§ 5. Der Vokal t war, obwohl diphtongischen Ursprungs, 
bereits im Altannenischen des 5. Jahrh. wohl kein eigentlich 
langer Vokal mehr^). Im Nenarmenischen entsprìcht ihm 
regelmaBig kurzes oder mittleres offenes e (= a)^). Dass 
letzteren Lantwert das Zeichen f anch im Kilikischen hai, 
beweisen Transskrìptionen wie: ptmtqlip ledìnr = arab. pers. 
ludbtr\ utptfpi serefig = arab. (vnlg.) sàràf; ^tp'iuài Rervan 
= np. kdrvan\ qmJptp kumbei = np. gunbad', ^uiplrklf ^(^reeg 
{(ar^eg) = np. càryàk; ^/^niiti hatnez = afr. harnais [hameis. 
harnes}] fmumti ^^^^' = ^fr* cJ^^tel\ fptp frer = sSr. frère\ 
<l|4Yffp Benei = it. BenettOj afr. Beneit] XPiubut^^ Mansel =^ 
afr. Mancel\ ^mu^l^ Zabel = afr. Isabelle \ [^nnc&tp 9i'ujer = 
afr. Roger n. s. w. Kilikisch f giebt hier den offenen c-Laut 
wieder^); wir nmschreiben es dnrch das Zeichen e. 

1) Dies folgt flir das Rìlikische nnter anderem anch ans der Be- 
trachtnng der modernen Dialekte, welche in dieser Hinsicht mit einander 
iibereinstìmmen. Z. B. poi. arjelu (utpuiè^jt£^ ^ memelu [i^aiuibl§i\ ^ mor- 

naìu {Jhn.utUwA^ vernala {tlJrptuUiuA^ irgun (irptr^nói\ Uarsun (ouinui^ 

unói^ ; mit 9 : koaer (^pi^b^p^ , maser (v. ijfr») i hzelu {j_l*i^ì) t g9nig (v. 

Ilffu^^ 99nxg (y. ^"t^)» tadastan [if-ÈumÈnuuiuiu^ a. a. w. n. Han. Orm. Pois. 

2) Vgl. Httbschm. Chron. S. 157, 

3) Vgl. Mser. Dial. v. Mns. S. 42. 

4) Die lat. Transskription Ropìnns (Rupinns) yon kilikiech {^npi'ù 
bernht anf dem Gen. sg. {^npftutuj. 



AnBaprache. Yokale nnd Diphtongen. 19 

§ 6. In manohen FftUen zeigt sìch ein Wechsel yon f 
(s) mit t. So Bteht z. B. 'gt'^'n) zet neben f^^; ebenso: uuTt^ 
am^n, trt% mén^ iPt^ fnsffj mqir^ aysff, S'"^L ^^^^h V^pPti_ 
(^a»/fij^^) zarielj t/jft'ii vzen, umaPup^t^ samsrgeS, ulplflt^ serefig^ 

fplp f'^^1 'H'"tLkP bodl^ D6ben: mMìt, Aìt^ Alf^ miifrli^ outtlrij 
qtupi^^f /fj^kh^ uutJup^hr_^f uh-pkfjt^f fpirpf ufni^irp, USL di 6 

Schreibnng mit f e die regelmUBige ist, and f faier sicher den 
Lantwert yon offenem e hat, muss notwendigerweise k den- 
selben Lant darstellen. DasB das Zeichen k daneben nooh in 
seiner ursprUnglichen Geltung von gesohlossenem e^) yor- 
komme, scheint heryorzngehen ans vereinzelten TransBcrìptionen 
wie iJt£ bei Nera. Lampr. ftir gew5hnliches ^[t^ (afr. lige) 
>Lehn8niann«; ^Itìl fllr gewOhnliches ^^n, ^/ttp kvq, Es ist 
jedoch anch m()glicherw6ise ir = *e za lesen (s. weiter nnten), 
80 dass das Eilikische tlberhaupt keinen geschlossenen ^Laat 
bes&Be^), womit anch ttbereinstimmen wllrde, dass fremdes ge- 
BchloBsenes e mit p i tranBBkrìbiert iBt in iJilitup ligal = afr. 
léffat'j ^pquimutàt liyadqn = byz. kéyaTov^ legatum] ulA^^kiu£^ 
siniceal = afr. sénéchàl, 

AnBer dem einfachen ^Lant reprSlsentiert kl. Ir in gewisBen 
FUllen den Laut ^e^ resp. ye, Dies yerraten TransBkriptionen 
wie : Mavtì^vKUQT bei Konst. Porph. de admin. imp. e. 44. 45 = 
\^iu%ò^lllrpm bei Yard, nnd Matth. Urrh.; JiaTtcérrjg bei Anna 
Eomn.3) == mucina. Fernet lesen wir in einem AktensttLcke 
Leyons IV. L. 173 cum barone Ossine Bassiliensi alB EntBpre- 
cbnng eines kilikisohen u^aupaii OzA^ A^""'td'^&ì ^^^^ aneh kl. 
\j4iaiiiilrìii^ L. 178 = Ehann^eng; J^fifutujiyug L. 178 = Mixaifieng^ 
d. i. es wnrde -tój (aa. -Inu%g] = -^eng gesprochen. Entspre- 
chend idt np. càryak wiedergegeben durch kl. ^mplrli = gar^eg 
zn sprechen, wie anch die Dnblette ^mplrtli lehrt; afr. banier = 
kl. ufutitkp banner', afr. chancelier (byz. Y.avi:ì^riXUQrig) = U. fuAifJrp 
cangPer; afr. solier = kl. uoi^trp sgfier n. a. m. 



1) Vgl. HabBchm. Chron. S. 157. 

2) Das KilikiBche wttrde so schon den Znstand der modemen Sprache 
abspiegeln, in welcher t^ nnd t (im Inlant) im allgemeinen znsammen- 
ge&llen sind nnd wie off enea e lanten. VgL Mser. Dial. ▼. Mns S. 24fif.) 
Han. WZKM 1, S. 281 ff. n. b. w. 

3) Znm Belege die Fonnen: jitfnUxrjs [o dì 'AqfAiviog jéfinUrrig] 1, 147, 
II, 147, 148; 'Afinihr^y II, 146; 'Aamixn II, 146; Aaniixov II, 148 [Anna 
Komn. ed. Reifferscheid 1884]. 

2* 



20 Lantlehre. 

Eb erllbrigt nur noch, die Grenzen der beiden Lantwerte 
Yon kl. ir, die dea einfachen nnd die dea jotierten e aim&henid 
zu bestimmen. Dies wird uns erm^glicht darch die modemen 
Dialekte, fbr deren westUehe Grappe folgender Satz gilt: a a. 
^ (nnd ina) in letzter Silbe = nwa. '6^), in nichtletzter 
Silbe = nwa. offenes e^). Ans der An8gepr%theit nnd 
Allgemeinheit dieser Erseheinung anf dem Gebiete des Neu- 
westarmenisohen darf nnbedenklich geschlossen werden, dass 
dieselbe auf das Mittelannenische nnd speziell anf das Eili- 
kische, als einer westmittelarmenischen Sprache znrttekgehe 
und darin wnrzele. Ob der Satz aber auoh Bchon allgemein 
ohne AuBnahme wie in der moderaen Sprache gelte, ist 
hQehst zweifelbaft. Vielmehr ist anznnehmen, dass in be- 
Btimmten F&Uen innerhalb der letzten Silbe die jotierte An»- 
«prache erst im Werden begrìffen war. So haben wir in Dipi. 
Sarv. H. S. 258 die Schreibungen lipt^tf fttr gewShnliches ffplr^yj 
^tr fllr i^ , i/tlir^ fttr Aìi^ , welche , vorausgesetzt , daBS aie 
nicht willkUrlich sind, daranf hindeuten m^chten, dasB k in 
letzter Silbe noch nicht allgemein jotiert war; namentlich moBB 
dicB bei den Verbalendungen der PrUsensBtaimme auf ^k der 
Fall gewesen Bein. In Folgendem Boll kl. ir in vorletzter Silbe 
darch e umBchrieben werden; im Anlaut der EinBilbler mit ye\ 
im Inlaut der Einsilbler Bowie in der EndBilbe der Zwei- nnd 
MehrBilbler mit V; daB k der Pr&BenBendungen der ^-Stamme 
wird Yorl&nfig mit einfachem e (nicht *e) umBchrieben^). 

§ 7. In der AusBprache des dem aa. n o entsprechenden 
LautcB Btimmen die modernen Dialekte dahin ttberein, dasB 
altem a o, analog wie bei k e, im Anlaut der EinBilbler 
ein zuBammengesetzter Laut entBpricht, dcBsen erster Bestand- 
teil u (t?) ist: ostarmenisch entspricht in diesem Falle altem 
a regelmSlBig ^e {©«), ^ue [vue]^), westarmenisch "o (t?o)*). 

1) Vgl. Han. WZKM 1, S. 281 ff.; MBer. Dia!, v. Mns S. 24 ff.; Tom. 
Dial. V. Tifi. S. 32 ff. 

2) Einige moderne Dialekte gehen jedoch welter, so namentlich das 
Tllrk-ArmenÌBche, wo regelm&Cig jedes anlantende Sltere ir anch bei 
mehrsilbigen jotiert ist. Vgl. Biggs Gramm. S. 7. 

3) Das in letster Silbe mit nrspr. t graphisch wechselnde ir, wie 
in uitA% [= iipi^lir], A^ (ss i^^] wird natUrlich als einfacher «-Laut 
mit e nmschrieben. 

4) Vgl. Tom. Dial. v. Ach. S. 33. 

5) Vgl. Mser. Dial. v. Mas S. 58. Dae Poi. hat neben vo- im Anlant 



AnBspraehe. Yokale and Diphtongen. 21 

Darch Btlokflchlnss dllrfen wir auch schon dem Eilikischen^ 
als einem westarmenischen Dialekte, ftir altea a o im Anlaute 
« der Endsilbler den Lautwert ^o {vo) znerkennen. 

Im Ubrigen hat kl. n nicht etwa den Wert nnseres gè- 
w5linliclieii o-Laates, sondem stelli vielmehr, wie bereits in 
&lterer Zeit, einen Mittellant dar zwischen o nnd u, also ge- 
seblossenes o, wie ans folgenden Transskrìptionen hervorgelit: 
jRupinus = f^^^fif] Ourchus^ CulcAus, Curco, Ùaurc (neben 
Corictés^ Coleo y Core) = ì^anlt^au^), u^nfitp == afr. bof^eUler, 
bouUUier. Dazn stimmt, dass znm Anadrucke dea afr. Naaala 
-on (mit vorherraohender u-Fftrbnng) bald -aù^ bald -nói ver- 
wendet wird; z. B. 2j^^n% neben j^mfipaA = afr. chaperon, 
^m^aàtl^ ^^ ^^* cAo/on^e, u^uipnlt = afr. baron neben qnàtp = 
afr. comte n. 8. w. DemgemllB wird fremdaprachliclies offenea 
bei Tranaakriptionen ina Eilikiache nicht dureh «, aondem 
regelm&Big dnreh daa Zeichen u/l reap. o, den Beprftaentanten 
dea offenen o-Lantea, dargeatellt: z. B. Jiiiuuntuàt ^= gr. iByaTÓVy 
tf/r1bojL = gr. avvoQOQj £wLfpt = afr- Geoffrey^ mu^lri^ = afr. 
otrier, gàti^p^op = afr. empereor, \fnàifopm = afr. Mont/ort, 
-^omi^ffù = afr. Josselin n. a. w. — El. n nmachreiben wir im 
Aniante der Einailbler mit vo, aonat mit o. 

Anm. Das neaanneniBche Gesetz, dass in betonter (letzter) 
Silbe M. «f o zn wa. ''o^, oa. "e») wird«), scheint f)ir das miikisohe 
nooh nicht gegolten zn baben; ob wirklich sohon ein Ansatz zn diesem 
Lantwandel vorhanden gewesen oder nicht, bleibt dorcb femere Unter- 
snchnng klarznstellen. 



ancb das abgeschwUchte V9: vorp d. «pp, vov ci. a«^; wd ci. auA, vbt 
ci. np^ V9r ci. nn. Han. WZKM 1. 

1) Naoh Sisv. S. 333. 

2) So z. B. im Mb. (Mser. S. 58) : A V {^"l) » Owi- ag. hoyi; e*'ov 
(é-ail^, Gen. 8g. covu; g^oH (yfpiaj^ Gen. sg. gorian^ Nom.pl. gorétr, 

3) So im Ach. (Tom. S. 32): k^'erj {fpè-), Gen. kotyi; v^ésd {"um)^ 
Gen. fM>«ifi; t^edU {nmg), Gen. odfci n. s. w. 

4) FUt das Polnisch-Armenische ISsst siob ebenfìdls dieso Yerzwei- 
gnng von aa. » o nacbweisen, was von Han. WZKM 1, S. 288 nicbt ge- 
nogsam betont Ist Und zwar entspricht hier altem n o im Anlant der 
Einailbler sowie in betonter Silbe der Lant v9, als Abscbwachnng yon 
vo, in nicbtietzter Silbe dagegen einfacber o-Lant Z. B. vod »Fafic, aber 
Gen. odi^j Nom. pL odv9àer\ var >Hintere«, aber Gton. orun, Instr. orov\ 
V9r >welcber« («/»); v9;^9/>lebendig« ("^); femer: (Trar »trockenc (^"/»); 

kc9y >Dieb« (^«7), pi- hoyw\ gvak >glatt« (4"^). Ebenso gehen /ad 



22 Lantlehre. 

§ 8. a) El. u$j im Wortauslant = Uy welchen Lant ay 
ìm gleichen Falle anch in der modernen AnsBprache hat (Aid. 
n, S. 370). So haben wir kilikisch die Doppelschreibungen 

oriyar Und tuu^uy = oba^ ìtm Ulld %uy = no^ ftùu» Ulld lAimj = 

ina n. 8. w. — Freindsprachlichem anslautenden a entspricht 
kl. mj a, z. B. -ùmtuaj jafa^ arab. jarra ; ^m£muiutf xalaba, arab. 
yahba; if%mj mina^ arab. mina n. s. w. Da das anslautende j 
hier ein totes, lantloseB Zeicben ist, wird es als erschwerender 
Bestandteil in mittelarmenischen Inschriften meist weggelassen. 
So in einer Inschrift y. J. 1286 in Sir. S. 72 die Schreibnngen: 

é-mauif Qa^tUf luu^mifiitirymf gAtò-m^ ^uliitu lUr Cl. è-auntutf fiuìtuu 

n. 8. w. ; femer in einer Inschrift vom J. 1036 in air. S. 82: 

Jl^Juutumtu f ^autj^ljiut f iìtuSppifu't ì] urifurj^iir far Cl. JjJtuiummt 

u, B. w. — Das Zeichen ay im Wortanslante nmschreiben wir 
mit a. 

Anm. In den Einsilblern ^uy >Annenier€, guuj >Wort<, Bowie in 

Inteijektionen wie mj, ^/V ^^^ natiirlich m^ — wie anch noch in den 
modernen Dialekten — den Lantwert ay: hay, pay n. s. w. 

b) Im Inlante Yor Vocalen lantet nach der modernen 
Anssprache mj ^= ay\ da ttberdies anch modemdialektisch noch 
mf Yor Vokalen den alten Lant ay beibeh9,lt — Ygl. Han. 
WZEM 2, S. 301 — so mnss dies nm so mehr ftir das Mittel- 



>Dnft€ (« <i»iif), f9rt >Kalb« («= npP), tfrr >Enkel« (= ^mói) znrttok 

voi *hv9d (illter *h^od)^ *hv9rt (alter *h**or^j entstanden dnrch Obertragnng 
der Aspiration des anslantenden Konsonanten anf den Anlant, *thv9r 
(s Siter *th^or)j entstanden dnrch AnfKSsnng der anlantenden Aspirata 
in ihre beiden Elemento. In letzteren Formen entwickelte sich hv zn / 
nach ebendemaelben nenarmenischen Lantgesetze, nach welchem z. B. im 
Ach. (Tom. S. 56) zn Nom. mayh >Tod« die Genitivform mayfan aiu 
*mayhvan (ss ci. Jut^nijuit mahvan, €len. v. Jìa^^ JìupC) henrorgegangen 
ist. — Daneben hat sioh die voliere Form vo erhalten nnr in vorp (= 
"PP) >WaÌBe«y vov (nil^ »wer€. — Statt V9 findet sich jedoch im Inlant 
der Tonsilbe meist einfaohes 9: car, gars >yier« (= ifp") ; ciav9r >zn 
Pferde« (= ^wutpY^ ^m >Graben< (= 4""'); (»r »trocken< (= lfp)\ 
n9r »nen« («= ^"p) ; wwm >Wach8« (= JntP'j ; ar9xc >gesand< (= 
utna^l) ; ok9rd >Frosch« (^s g^pmj u. s. w. Znm Teil hat sich anch 

der o-Lant nnverSndert erhalten, wie in for >trocken«, cors >vier«, arozc 
>ge8nnd«i ùtkevor >KOnig«, hargevor >recht8chaffen« a. s. w., so dass 
immerhin in diesem Dialekte das Gesetz bedentende EinschrKnknng 
erleidet 



AoBspraohe. Vokale und Diphtongen. 23 

armenische der Fall sein. Wir amschreiben demnaoh dem 
Laatwert enteprechend kl. ijjimjlrtr mit vgayem, mqmjng mit 
dyayog u. s. w. 

e) Kl. uÈj vor Konsonanten entspricht fremdsprachlichem 
ai in folgenden W(5rtern: uimji^ baily afir. bail; u^iufinip^ài bai- 
lukmj afr. baillaffe] ^[uyP piati, afir. piati; pi_'"jP^L P^^^h 
t^T. plaidier, mit plaitare] »lji^uijp viAair, roman. viiair; umj^iP 
saizem, afr. saisir] "t^ip saizi, afr. saisie; JuyumiL, Juyump 
maistf, maistr, byz. fxaìaxQog (fialaztaQ)', f-yi^i f allei , afr. 
faillir, 

Dagegen wird uij fbr fremdes a geschrieben in Fàllen 
wìe: ^uLtiuy^^ neben Ij/nLi/ìu^^ = arab. qumas] gutyd neben fuu«f 

= np. bàZ (b^ ) \ fuujdutnA neben pmé^mnàt \ mfitjubitiuy^ = 

turk.-pers. divanbasy\ uifuuy^ltp = arab. ^aqaqir. Die hier sich 
findenden Varianten mit m a deuten daranf hin, dass mj mono- 
phtongiBcb gesprochen wnrde ^). — Monophtongischen Laatwert 
hat femer u»j in Fallen wie: utuinmjttè-uyt^ui^ (fUr mumniju^ 

é-mufut^j Li. 158 ì pqutuitpJrtA (= pquitupilnót) Li, 15 1— 6. 8^ ilrn^ 

ituyifpirg (= Ib^iAutfpiryj L. 158. Neben tupafitùfi aruinnt (Plnr.) 
Mem. Smp., tupn/it aruin nnd mpnói arun bei Mx. Her. lesen 
wir utjpajù in AsB. Ani, entschieden = aruin-, neben ^luiru/ug 
hamank in Ass. Ant. anch ^unTutJu^ in der kilikischen Er(5nung8- 
ordnung Sisv. S. 475, letztereB ebenfalls mit Laatwert haman1c\ 
neben mékd" auch mjékd" azem ; neben utdlAuiir auch tujdbituiir 
aienam. In ali diesen F9.11en hat luj den Laatwert a. Dies 
setzt aber voraaB, dass in der lebenden kilikischen Volkssprache 
wirklich altes uy ai monophtongisch als a gesprochen wnrde. 
Diese Annahme wird bestSltigt darch folgende Thatsaohen: 
Neben uifr, 6en. ui/hap findet sich bereits iu%ap 37 — 17; neben 
«fjpitiri^ anch i»/ÀA^ bei Mx. Her.; neben uyiiki^ Ass. Ant. anch 



1) Ein Analogon za dieser TranBBkription zeigt ons Bchon das 
Altannenisohe in der Wiedergabe toh fremdsprachlichem langem ò (gr. cu) 
dorch n -h 't (Z' B. Qmlut^ Jòs^, Qnil^tu%%^u Johannes, Xjji'nil^ Eìwk\ 
\^t9i[utu Moses fìir gr. /ajtfi?^), Itaayvrjs, Evtog, Mtaarjs). Dementsprechend 
wird In anserem Falle fremdes à in LehnwOrtem dorch «» + ^, d. i. a + 
entsprechenden Halbvokal wiedergegeben, and wie dort mf^ (gr. o)) den 
Laatwert ò, so stellt hier ««/ (arab.-pers. à) den Laatwert à dar, indem 
in beiden Fallen die Zeichen «^ and j reine Dehnangszeichen sind. 

Ygl. aach arab. ^5- im Aaslaate = à. 



24 LauUehre. 

m%lri^ im Dipi. Lev. V. ; in letzterem Aktenstttcke Btehen die 
Fonnen: m%t (= '«fit) 188—10. 18; mpmè^ (= mjpmè] 188—22. 
33. 36; mpki^ (= yyplri) 189—5; in demselben Aktenstficke L. 
187 — 13 die Form u^mé^tuiL hajat k: ci. paicar. Das8 nnter 
anderem das klassische Pron. mjit ain za an geworden war, 
beweiflt die Forni ^mlr^tv^ hangaS, sowie uA^m^ angoli (= 
iu/iBim^ S. 55—6. In dem Volkslied anf Levon Dnl. S. 539^ 
540 findet Bich bereits ^n<. imp gu lar fbr altea imjp lair; aaeh 
i»^ al fìir ftlteres uyi^ ail; pron. dem. uA an fttr altee ìu/ìì ain] 
ttberhanpt zeigen die meisten Vnlg&rschriften dea 13. und 
14. Jahrh. in der Schreibong selir starke Spuren yon Mono- 
phtongisiening des Diphtongs mj aiy indem ganz gew&hnlich 
fUr ftlteres sufiiki^ ainel die jllngere Schreibung uAiri^ anel^ fUr 
Ulteres ^lufig Aaing das jllngere ^uA^ hang u. s. w. steht. Wo 
trotzdem in mittelarmenischen Dichtnngen dieser Zeit die alte 
Schreibnng mit mj noch herrscht, da lautet uy entBchieden = a, 
wie ans dem Reime hervorgeht^). — Aus alledem ist zn fol- 
gem: aa. mj ai ist in der lebenden kilikischen Yolkssprache 
dea 13. nnd 14. Jahrh., wenn anch wahracheinlich noch nicht 
so allgemein wie im Modemwestarmenischen 2), so doch schon 
groBenteils zn einfachem a geworden, nnd als Diphtong stark 
im Schwinden begriffen. In der Schrift jedoch ist die alte, 
diphtongische Schreibweise noch erhalten geblieben, nnd dass 
in der Litteratnrsprache anch die Altere diphtongische Ans- 
sprache als gelehrte nnd antiqnierte noch Geltong batte, be- 
weisen Transskriptionen wie «yi»;^ iotZ, ^mjifriT faUem n. a. w. 
Fllr die frtthkilikische Zeit mag jedoch die diphtongische Ans- 
sprache noch gegolten haben, weshalb wir anch kl. mj vor 
Konsonanten mit ai nmschreiben. 

§ 9. Mit nj yerh&lt es sich Hhnlich wie mit mj, a) Im 
Anslant wechselt nj mit «<. in der Endnng des 6en. pi, nnd 



1) So reimt z. B. in den von KostanianQ (Tiflls 1892] mitgeteilten 
mittelalterlichen Liedem: ijm^lAatp auf 'lj"jp If 11; nóautju^jii tu%mp^ 

tfauif 1, 36; aàiuijlt auf ^mmmpdmU I, 36; ^utqmjp aof i^iMt^iup I, 42; 
fuyp anf tnpajup I, 43 ; likhmjp auf ^uiu^tup I, 43 ; ^nc qJtyp t ^ttL 
ututjp auf ^utpinatp I, 43 ; ^tumtuùtujp anf i^pdmp I, 44 ; irppuyp auf 
Puipiup ly 44 ; mtnrbmjù aof uimls I, 55 ; ^tufù aof [dufb II, 6 n. B. W. 

2) So im Polnarmenisch, Tiirkanneniach u. b. w. — Dagegen iBt im 
Ostannenischen regelm&fiig altes ai za t monophtongÌBÌert (vgl. Palaa. S. 9) . 



AoBBpraohe. Yokale nnd Diphtongen. 25 

^esGenitiy tiberhaupt; z. B. ^apmlrpaj 43 — 12; £npmkpnL 3 — 4. 
Das j ist hier wie bei auslautendem wj ein lautloses, rein 
hifltorìflohes Zeichen, weshalb es aaeh insohrìftlich weggelassen 
wìrd^). Auslautendes ty nmachreiben wir mit o. 

b) Im Inlaut vor Vokalen hai nach der modernen Tradi- 
tìon aa. aj den Lautwert uy, Fttr das Eìlikische ist dieser 
Lantwert sicher; vgl. u^majirutit^t 'H'^'ut-tt* bduyeanS, bduyiU 
>Bedmiien< = arab. badu (pi.). 

e) Vor Eonsonanten hat das Zeichen nj^ -r- llbereinstim- 
mend mit der modernen Aussprache des Altarmeniscben — den 
Lantwert ui in folgenden W($rtern : uimqmafù bayduin, afr. Bal^ 
douin] £aja luisj s,fr, Louis; ^ajitb^p kuineTj afr. Ouilner (s. GIoss.) 
n. 8. w. Dass jedoch aaeh hier, wie bei uy^ die Schreibweise 
eine rein historische ist, wenn nicht allgemein, so doch fttr 
eine groBe Anzahl von F&Uen, das verrUt sehon das Schwanken 
der Orthographie. So findet sieh neben pi. ^nip^/jn!» Survdi 
anoh* 4t'yp'ù"h n&ttlrlieh ebenso Survdi zn sprechen; neben 
mypnj%^ mpnju auch mpnéu bei Mx. Her.; ibid. neben minjp anch 
mimLp n. 8. w. Das lat. Wort lattdamus ist in der kl. Er^nungs- 
ordnnng (Sisv. p. 474) transkribiert mit latLunaiTnji latulamuz, 
also aj = u. Begelm&Big mit ne u statt altem aj oi [ui) ge- 
Bchrieben erscheint ul^ ui (el. lyj) ; bereits spatklassisch uAuLé 
anuz (ci. aAajtf); utiinL^ atius (ci. iuùaji)\ im Lied Lev. (Dui. 
539, 540) die Form ^mn im Refrain, fUr ci. laja n. 8. w. 

AuB letzterer Schreibnng mit m. scheint hervorzugehen, dass 
bei diesen W5rtem der Lantwandel von aj zn ul frtther vor 
sieh gegangen war, als in den ttbrigen FftUen, wo noch die 
alte Schreibnng nj fortbesteht, obschon anch bei dieser 
Schreibnng der diphtongische Charakter des aj fttr die Sprache 
Sempad's nnd das spfttere Kilikisch stark angezweifelt werden 
mnss. Ftlr das Frtthkilikische dttrfte immerhin noch allgemein 
der Lantwert ui anznnehmen sein, nnd demgem&B wird kl. aj 
in Folgendem mit ui nmschrieben. 

§ 10. a) kl. jii. vor Vokalen lantet =: tv; ?. B. mltuu% 
divan^ np. divàn ; 4l"MJinf. hivand n. s. w. Denselben Lant hat 
[tt. anch im Wortanslant, was schon ans der Ùbereinstimmnng 
der modernen Dialekte hervorgeht, die im gleichen Falle altes 
iv bewahrt haben. Also kl. j^n^c. = griv n. s. w. 



1) Vgl. die InBchriften hit. S. 84, 85 n. b. w. 



26 Laatlehre. 

b) Vor Eonsonanten hat das kl. Iil monophtongischen Lant- 
wert, und zwar stellt 68 einen Mittellant dar zwischen aa. [il 
iu nnd dessen modemem regelm9.Bigen Korrelat t, einen Lant, 
der ans altem iu kontrahiert etwa onBerem U entapricht ^j. 
Vgl. liltiJL »Herr« = nv^iog, mgr. xvq, wìe denn bereits in 
der S^lteren Zeit gr. v dorch ^l wiedergegeben wird. Anch 
in Schreibungen wie: 4^^ui 79 — 13 fUr l/ipn.^ l'H'^'^4t ^VP^- 
Sarv. fUr fipb^^ ^) offenbart sich der monophtogische Charakter 
Ton kl. liL vor Eonsonanten; wir umschreiben dasselbe mit u. 



1) Ganz denselben Lantvorgang haben wir anf germaniachein Gè- 
biete, wo der althochdentsche Diphtong tu finfierlich, d. h. der Schreibung 
nach bis ina Mittelhochdeutsche hineinragt, dem Lautwerte nach jedoch 
za einem langen if-Laute geworden ist, so dass ahd. tu wirklich &> iuy 
mhd. tu dagegen = U. Vgl. Branne, Ahd. Gramm. S. 38. 

2) Genaa dieselbe graphiscbe Erscheinung begegnet ans schon in 
vorkilikiBcher Zeit in folgenden Doppelschreibungen: ^pn^ ^b"^\ «'^^^n, 

juilf£pLiiu^ jiu^pUL'^ £aiÌi£piA^ £iuÌt£pLiA* uifipn.^ uiftpLii*^ l^^pf'n* 

iliuJpPiJi; ifiq^ 2J'"L\ 'tbl.j 4't"L\ #7^5 #^^; ""lH^ ""ll"^l\ 
2_""-tq_^ 2y^^\ ^tl.'i ^l"-^' Di6 Schreibnng mit /^ t ist in diesem 
Falle die nisprlingliclie; erst in spSit- nnd nachklassiBcher Zeit er- 
Bcheint dafUr ancb pi.» Dieses pL hat entschieden monophtongiBchen 
Lantwert nnd Btellt einen t-Lant dar, allerdings wobl einen yen gewOhn- 
lichem p i verBchiedenartigen. £b tancht nUmlich von spatklaBBiBcher 
Zeit ab in den meisten FSllen eine dritte Schreibnng dieaer WOrter, 
nì&mlich mit t- anf, bo z. B. neben ^^.pn. nnd iipt-n. anch iip'n.^ 2J"L ^^d 
Z^P'JL A^<^b ifrq^^ neben ippq^ nnd 'PP^q anch ^^7, neben 'ppqj^ nnd 
ìppLqò^ anch ipSrqò^^ neben "^•qpi^ nLqpL^ anch nLqlrq^ neben lutLpq^ 
2uiLpiJi anch iiuLhq n. b. w. ; d. h. nrBprttnglicheB p ì ist hier vor der 

Liquida im MittelarmeniBchen zu Ir e geworden. £ben deBhalb kann in 
Bpat- nnd nachklaB8ÌBcher Zeit daB vor Liquida a, 7 Btehende nrBprttng- 
liche t nnmt^glich noch den Slteren reinen t-Lant dargestellt haben; viel- 
mehr war der nrBprttngliche Lant, da ^ nnd n. dnnklcB Timbre hatten, 
Btark nach e hin getrttbt worden, nnd eben weil dem nnnmehrìgen Lante 
eher das Zeichen pi. — nachdem iu seinen alten diphtongiBchen Lant- 
wert eingebilGt hatte nnd zn U geworden war — entBprach, alB der Bnch- 
Btabe p iy ward in diesem Falle in jener Bp&ten Zeit anch pL gcBchrieben. 

— Nicht damit zn verwechaeln Bind FSlle wie : ci. Irpl^pL^ erkiui neben 
ma. Irp^pq ergiy, ci. Pi»^ pt-p^t tur, iurm§ neben ma. pp^ pP'^t ir, 
irme, wo nrBprttnglicheB, diphtonglBcheB iu, dnrch daa Mittel von mono- 
phtongiBchem a (Jilj Bich zn i {/»), d. i. offenem, getrttbtem t-Lante, 
znBpitzte. 



AoBBprache. Yokale and Diphtongen. 27 

§ 11. Wie aus der neaarmeniBchen AuBsprache und den 
modernen Dialekten henrorgelity ist im Eilikischen das Zeichen 
^L ==: ev ausziisprechen, resp. *ev in betonter Silbe, aber nioht 
= eu. Vgl. kl. £h^Ln% = byz. ^sfiovvrjgj arab. q^^ Langl. 
Cari. S. 217. 

§ 12. a) Vor Vokàlen und im Auslant hat wl den Lant- 
wert av^ gleichwie in der alten Sprache; so wird z. B. spUtgr. 
aafiavov transskribiert durch uiulmIi savan; tttrk. catmi darch 
l^iLnLi gavui neben lanlncij wie denn ttberhaupt mL und iif#^ 
beliebig mit einander abwechseln. — Die Aussprache av im 
Wortauslaut ist durch RttckscUuss aus der modem-armenischen 
Sprache als gesichert anzusetzen. 

b) Bereits vor dem Jahre 1000 batte wl vor Eonsonan- 
ten die Geltung von kurzem, offenem q erlangt; vgl. dartlber 
Arm. Gramm. S. 328. So hat denn uil vor Eonsonanten in 
nnserem Eilikisch-Mittelarmenisch den Lautwert q, nnd ent- 
Bprìcht in Fremdw^rtem dem Laute o ; so z. B. «oj^b^i^ qirel = 
afr. otrier\ luu^t Qtfi = afr. ottrei, ottreid; i^tuàtg kqn^ = 
afr. conse] iji^ut'"'"'-^ liyadQn = gr. keyàrov. 

§ 13. Fttr den so aus altem uìl au entstandenen o-Laut 
kommt jedoch — der genauen Bezeichnung wegen — im 
12. Jahrh. ein eigenes, dem Griechischen entlehntes Zeichen 
auf , nslmlich o (= gr. Omikron) , welches , obschon eigentlich 
nur fUr das Mittelarmenische passend, bekanntlich auch In die 
Manuskripte der klassischen Litteratur eindrang, wo wir es 
nun regelm9,Qig fdr altes un. = au finden und natllrlich auch 
mit au wiedergeben mlissen in der Aussprache >). — In unserem 
Hittelarmenisch steht desbalb fbr altes un. au regelmUBig o = 
Q, mit Ausnahme der Inschriften, in welche^j das neue Zeichen 
o kaum Eingang fand, und die alte Schreibung me fUr ma. q 
sich erhalten hat. So lesen wir inschriftlich : ^mcp hqr Sir. 72 
V. J. 1213, uiLp^lfb Qrhnin èir. 73 v. J. 1286, ^^uiLp hzor èir. 75 
V. J. 1215, if^tti'i^uri.^ ibid., uitp ibid. S. 75 u. s. w., w§.hrend in 
Ass. Ant. regelmUssig op or (Tag), lir^ufiio^ nhanoìc (Instr. v. 
I^ortr), ^op hqr (Gen. v. ^uijp) u. s. w. steht. In Fremd- und 
Lehnw5rtern entspricht — da beide Zeichen, u»l und o ein und 



1) Vgl. Ann. Gramm. S. 2, Anm. 3, sowie ZDMG. 30, S. 67 f. 

2) Wie ein Blick auf die von Alisan in Airarat, Sisakan nnd §irak 
mitgeteilten Inschriften lehrt. 



28 Laailehre. 

denselben Laut ausdrttckeB — bald das eine, bald das andere 
fremdsprachlichem o. So z. B. uo^ sqI, afr. sqIj uojrp sQpeTy 
afr. 8olier\ nfàioa. sinQf, gr. avvoQOQy ovvoqov; %ommp nudar ^ 
gr. voTaQLOQy \faàifopq.MunfQrt, afr. Montfort] mio^'h Gigtin^ 
afr. Guillotin] Q_gub%y OHs^eng^ gr. Av^évrio^ (Oxeniioa)] ^mL^ 
qmnitmu loyartos nebcii loqonftmu iQyQfios (ygl. d. GIosB.); «v^^ 
ufmA dibgn neben mlm^oit dibQn\ ^mtutnmàt neben 0|iif<y<»fi.oW 
transskribiert mìt Baberom. Vgl. oben nnter onl q: utu^b^^ 
Qfrelj iUL^t Q^rs n. B. w. In nachlUssiger Schreibnng wechselt 
tuL oder o auch mit a o; so z. B. iou^^fiii neben ^nuiJiitj afr. 
Jo8sélin\ PoMfc^Hr neben {^ajtfJt%'^ ^'"*-4ts^i^ ^^ES^l ^^^'^ 
^ni^oq^ »Verwalter« ; ^mA^ 4o% neben ^ni» »da« n. s. w. Die 
Zeichen tuL und o, als Vertreter des offenen o-Lautes werden 
mit Q nmBchrieben. 

Anm. Ànffallendorweise erscheint in einigen weniger Borgfìiltig 
geschrìebenen Maniukripten Btatt wl =s ao vor Vokalen die Schreibnng 
o, entschieden fehlerhaftì da hier dem Zeichen o der Lantwert av bei- 
gelegt wird. So nunentlich im S.-B. Bb. ed. BmnB et Sachau: phpo 

perav S. 117; Ap^onp mercavor S. 116; onip% avum S. 117; iotaumplrgl» 

havasare^i S. 98; utnolr£^ afav^el S. 107; ppoaug^ iravaei S. 107; {tpombgù 

iravan^ S. HO; uu^utuonpi^^ 9paiavorm^A\\\ t^oapaifi/iói miavortUUn 

S. 112 n. 8. w. Ver KonBonanten dagegen steht ebendaselbst o s= o in 

opt^^lt qrenUn S. 97, 'patqjjt^^ j>(*y^l S. 105 n. 8. w. Also ganz wie <»<. 

s= q =s av, M erscheint hier o ss o ss at;; also eine dnrch das Streben 
nach AnBgleichnng bedingte, wenn anch nnrechtmSfiige FnnktionBans- 
dehnnng. 

§ 14. ZnBatz. Auch vor EonBonanten lauten »&, ftc^ aj^ 
uij = af)y tv, uy^ ay (und nicht o, ^, m\ ai}, wenn deneelben 
ìm AltanneniBchen eben dieselben Laute entBprechen, und zwar: 
a) fallB zwÌBchen ihnen und dem folgenden Eonsonanten ein 
Yokal ausgefallen iBt, bo dasB Bie urBprttnglich und eigentlich 
vor Vokal Btehen. So z. B. kl. 4u»Aliir hatmim^ ci. futiMAptT 
ftavanim] kl. ^mutmp havsar, ci. ^lUMjuump havasar\ kl. munmtr 
avdaniy d. ^rnuummiT havatam] kl. ^jtàn^tpitàt hiv9nduiun, ci. 
4liLm%fnLppài hivanduUun. DicBe AuBsprache iBt geBichert 
durch DoppelBchreibungen wie milmmJr avdamy ^fui^t^^liài 
hwBnduéun, Bowie auch durch Vergleichung der modemen 
Sprache, die ganz dieselben Laute aufweist. — Vgl. das ana- 
logo klassische mqu/àili aiovni, aus urarm. '^tutiutLJiiilt atavint, 
wie poi. ayveniR (Han. 22) wahrscheinlich macht ; fm^ftp gavii^ 



ÀnBsprache. Konsonanten. 29 

gen. 8g. f^^fi gavii; 2j"'tl. ^^^**A S^^- pl- z.'^^'^s ^^^^Q ^- &• ^• 
Ygl. Ann. Gramm. S. 2. — b) Falls anslautendes <»«., ^<. u. 8. w. 
dnrch Àntreten von Suffixen in das Wortìnnere zu stehen 
kommt. Da in diesem Falle Bowohl im Alt- wie Nenannenisch 
««., ^È. ihren nrspr. Lant ar, iv beibehalten, mttssen wir das- 
selbe anch ftlr daa Eilikisch-MittelarmenÌBche annehmen, nnd 
80 Ì8t za le8en : ì^tt^ÓM gtivn (= gtiv + n) , ^utimói halavn (= 
halav + n)y ^mmói^' gdavni (= gdav + ni) u. 8. w. 

Anm. Anch hier steht nraprtlnglich ^i. vor Vokal, da linfiói eigent- 
lich «B gHv9n, aa. ki'iv9n, nrarm. *krivHtn\ ^muiAli b gdav^nì « *kiav' 
ani a. b. w. 

Eine Ansnahme macht nnr der Instramental Plnral anf 
utt.^ nnd [tL^, Ftlr die klassische Sprache setzt hier die mo- 
derne Traditìon den Lantwert oS (= alt. auX), resp. iuS an 
(Aid. II, S. 372), nieht etwa, wie man znn&chst naeh dem ent- 
sprechenden Ka8ns de8 Singnlar annehmen mOchte, avXi und ivM. 
Die8e An88praehe balte ieh, wenig8ten8 ftlr die 8p9.tklaB8Ì8che 
Zeit ftar YoUkommen riehtig nnd zntreffend; denn fttr das 
E]Iiki8eh-Mittelarmeni8cbe lanten die betreffenden Ea8n88nf&xe 
aicher = qX nnd (soweit noeh vorhanden) US, wie an8 der 
gewOhnlichen Sehreibnng o^ qX heryorgeht. Ma. qS 8etzt aber 
ein aa. auSj ma. US eìn aa. iuS yoran8. Vgl. Lantlehre § 71 
nnd § 73 a. 

B. Konsonanten. 

Explosivlaute tind AfBrioatae. 

§ 15. Die altarmeni8chen Aspiraten behalten, wie noeh 
hente im Nenarmenischen , 80 anch im Eiliki8ch-Mittelarmeni- 
schen ihren Lantwerth bei. Da8B 8ie tonlose Lante waren, 
bezengen Transskriptionen wie ^^, np. kic; ^p, afr. quite; 

m^mpit^, gr. dta&i^xYj; ^t^i», arab. kamìn ^^y^ \ ^mqiuiTuimpi 

^^qtutTuiuip , np. paiyambar. Hier entBprìcht armenische A8pi- 
rata fremdBprachlicher Tenni8 oder ABpiratai). 



1) Wenn kilikisoh-annenische Aspirata haufig fremder Tennis ent- 
sprìcht, so riibrt dies teils daher, dass Ofter die sog. fremdspraohliohe 
Tennis genan genommen eine Aspirata ist, teils anch daher, dass die 



30 Lantlehre. 

§ 16. Zur ErnirnBg des Lantwertes ftlr die Zeichen der 
alien Tenues und Mediae steht nns ein treffliches Hilfemittel 
zn Gebote : die FremdwMer im Mittelarmenìschen, speziell im 
Kilikischen^). So ist np. bazar = kl. uumqutp bazar] afr. bail 
= kl. ufuiji^ bail] afr. baron = kl. ufuipa% baron; afr. banier =s 
kl. li^aAirp banner] arab. burji = kl. u^aip^ burj\ woraus folgt, 
dass kl. ly im Aniaute = b. — Femer haben wir: ^mu^mp 
zabar = arab. zabar\ amu^tàt sabon = ardb. sabun; tfgiimu^m% 
minaban = mlt Transskr. miraban (sic); ^uiuimn.o% babatqn = 
mlt. Transskr. Baberom; irnL^pmu^u^^ muxiasib = arab. muhlasib.; 
piLntMi 9tub = arab. rvbb\ d. b. auch im In- und Anslant ist 
kl. u^ = b. 

Ebenso fbr alle ttbrìgen altarmenischen Tenues; so z. B. 
mpLMii divan^ np. divari] wpfpiit^i^ dafdndely afr. defendre] 

innLu^l^ dubl, afr. doublé] tufputp d/iar, arab. pers. daftar jik>] 
mntJ^ dug oder diJc^ gr. òov^^ afr. due] ^aL^autT lugam, ^J^unT 
Igam, np. ligam] if^utp ligai, afr. légat] J^^^p mzffii, np. 
mazgit] (t^mp^^ igdtS, tttrk. iydis] <||i»^ifvir/1^ bayduin^ afr. Balduina 
Baldouin] ptmunpp iedbir, pmu^lip idbir, arab. tadbiry tàdbir] 
mioi^it giotin, afr. Ghiillotin] \\aJiiuili guglag, transskr. Gogu- 
lag n. s. w. Darans folgt: die altarmenischen Tenneszeichen 
haben im Ealikischen den Lantwert der entsprechenden Mediae. 
§ 17. Umgekehrt zeigen die klassischen Mediae im Kili- 
kischen den Lautwert der entsprechenden Tennes, wie aus 
folgenden Transskriptionen hervorgeht: uiui^kg^ otrel = afr. 
otrier] pi^jP piati = afr. plait] pi^jP^i^ plaiiel] tuu$u^p 
avukai = afr. avocai] ^% Jean = afr. canne ^ cane] i^nu^'u 
kumin = afr. commun^ comun] ^nóiq. kunt (^nAp^ = afr. cornte] 
^aàiff, ^màiff kung, kong = afr. conae] ^nfulrp kuiner = afr. 
CouUner] /fMuJìfii^ tampl = afr. tempie] qjuppp tarii = mlt. 
tareta] npmjltiiJiLp trayitur = afr. traytor, tr attor] pJppntp 9m- 
prur, oitppnLp qnprur = afr. emperour] Xfnàifopq. munfort = 
afr. Montfort] tPutp^li^ markiz = afr. marchis] [^npk%^ ^anpk'b 
orop^ = mlt. Transskr. Ropinus, Rupinus. Ygl. puifuip iak- 
vor^ arab. transskr. taqfur, bei Willebrandt Tacfol. 

armenische Tennis, ala eigentliche, dnrch wìrklichen Kehlkopf- 
yerBchlnsB erzengte — kankasiBch-armenische — Tennis, sich 
znr Wiedergabe von gewtthnlicher Tennis nicht so gnt eigpiet ala die 
Aspirata. 

1) Vgl. ZDMG 46, S. 268; Ann. Gramm. S. 16, 260, 261, 391 n. s. w. 



AnfMipraohe. KonBonanten. 31 

§ 18. Ganz dieselbe Verschiebang dea Lantwertes gilt 
auch fUr die Tenues und Mediae der Affricatae. Dies 
zeigen folgende Transskrìptìonen ins Eilikische: ^pIb%1 princ 
= afr. priììce ; fuuum^ pasaj = afr. passage ^) ; £utnuy jata = 
afr. jarra\ £ai.iugi» Jusan = arab. pers./t/ion; ^ou£^lA jqslin = 
afr. Jo8seUn\ ^^^ li) = afr. l%ge\ ^nac^tp drujer = afr. Roger \ 
nài^uitl Z9njbil = arab. zanjabil; fmppnù capron = afr. cAa- 
peron] ^ui£atii^ calunj = afr. chcdonge\ ^mu^i^d" cabnjem = 
afr. chalonger] ^tudummfii camblan = afr. chambellan\ ^uaunà» 
canun = afr. chanone\ S^^'^L ^^^^ "^ ^^^* Charles] ^mugilrp 
can^fier = afr. chancelier u. 8. w. 

§ 19. Es liegt hier also eine fórmliche, abgesohlossene 
LantyerBcbiebmig vor, die zweite armenische Laatyer- 
schiebang, die jedoch zn schriftlichem Ausdruck nor 
bei neuentlehnten , d. i. nach voUzogener Verscbiebung ent- 
lehnten Wortern kommt, w&hrend die Sllteren, Bowohl ecbt- 
annenische ala LehnwOrter auch bei der verUnderten Anssprache 
die bistorische Orthographie bewahrten^) — die bekannt- 
licb in der hentigen Litteratarsprache noch forflebt — wonacb 
z. B. zu lesen Ì8t: kl. ^I^uy = vgoy kl. mtimj = dya, kl. «/fSm/i 
= tjarj kl. mtupJBtT = abrim^ kl. tftupkhmtT = garenam, kL 
a^mpmlrìtmir = òardenam n. s. w. Zugleicb ist ersichtlieb, dass 
die Laatyerscbiebung einen festen Anhaltspunkt bietet, znr 
Bestimmang der ungefàhren Entlehnungszeit von Lehn- und 
Fremdwttrtern ^), 



1) Siehe auch nnten nnter >TranBBkriptionen<. 

2) Ygl. Arm. Oramm. S. 261. 

3) So tragen die LehnwOrter i^Jnu s= gr. dijfióaioy, qjupi^mu a= 

np. darvàza, t^nLtTp^p- ^ np. gunbaày gunhtió, uai^mmu ^ arab. sultàn, 

Ipqmtnmàt c= gT. Xeyatóy, lat. legatum^ t^utn^^nu = gr. naqoixós n. s. w. 
eben in ihrer Schreibweise den dentlichen Stempel frttherer £nt- 
lehnnng; es sind namlich die Lautwerte der Tennis nnd Mediae nooh 
die alten, nnverschobenen fUr die Endehnnngszeit) wo i^Jnu = dimos, 
mnL£tnuiii &= suUan gelantet haben mnss. W&ren sie erst in mittelarme- 
nischer Zeit, also nach der Verschiebnng entlehnt worden, so wiirden 
aie folgendermaGen geschrieben sein: *inliJnu dimo8,*uiiupputu (^*mtupiu^ 

p^u) darpas (darabas), *l[aLi/ùi^^p gumbèt% *uni£qjuii sultana *£_pfiuiqjuLÌs 

ìiyaion, ^pmnftqnu parikos. Fiir das Mittelarmenische lanten dieselben 
LehnwOrter mit verschobenem Lantwert, jedoch gleicher Schreibnng: 
kL i^Jau =s timoSy qjupugiuu = tarbas, ^cilpip = kìimpèty unLgjnufb 



i 



32 Lantlehre. 

§ 20. •Neben die alte, historiBche Schreibweise triti in 
ganz bestimmten F&llen cine nene phonetische: 

a) Nach Nasal % n erscheint ftlr altarmenische Media im 
HittelannemBcheii die entsprechende Tennis; nnr vereinzelt 
findet sich daneben noch die alte Schreibung mit Media bei- 
behalten. So z. B. kl. 4(^1/^ Air aa. ^fàtf »fttnf« ; kl. ^mnuA^ 

fttr Jmnuàif »Erbe« ; kl. ^^^^um, ^uAIJiumSnr ftlr ^tuitifliumt 

4u/ii^utlnr >Rnhe, rnhen« ; kl. 4^m^ ftlr ^it^m^ »Ftlnftel« ; 

kl. qmitigmia f a.tuÌiùtniuÌiDf ^au%^inifjtp lUr tj^uàttj^tnm ^ q.uthq.mutìi^f 

^%^mtlap »klage< n. s. w. — Den Schlttssel znr Erklàrnng 
dieser nenen Schreibweise giebt nns das Nenarmenische : im 
Nenarmenischen (so im Tr., Poi. n. s. w. ; vgl. Han. WZKM I, 
S. 312, II, S. 65) bleibt nàmlich nach Nasal n die alte Media 
^7 ^ì 9^ Ji J nnyerschoben. Ebenso mnss dies fUr das Mittel- 
armenische der Fall sein, nnd so erkl9.rt sich jene nene Schreib- 
weise: nm ein einzelnes Beispiel heranszngreifen , so bleibt 
aa. hing »ftlnf«, wie im Nenarmenischen, so anch kilikisch 
nnyerschoben als hing\ eben desbalb aber konnte die historische 
Schreibnng <^lirif nicht gnt mehr beibehalten werden, nachdem 
Media ^ g den Lantwert von k erhalten batte ; die Folge war, 
dass die anf n folgende Media mit dem allgemein gtiltigen 
Zeichen fiir die Media, d. i. in diesem nnserem Falle mit ti g 
ansgedrttckt wnrde. Dieser nnregelmftBige Fall in der Lant- 
verschiebnng bedingte somìt anch cine Unregelm9.6igkeit in 
der Ortbographie, cine Dnrchbrechnng der alten historischen 
Orthograpbie ^). 

b) Die historische Schreibweise ist femer verdrUngt dnrch 
die neue phonetische in kl: mjm demonstr. Pron. der 2. Person, 
ftir ci. mjii. aid] in uijm^ ftlr ci. *utjtt\ in Pronominalsuffiz m 
der 2. Pers. ftlr ci. ^. Dass hier Ì\, m ^= d lantet, lehrt das 
Nenarmenische, wo wir ad^ adi^ d haben im Poi., Tr. n. s. w. 
Ganz analog, wie im vorigen Fall mnsste anch hier wegen 



B iuldatif gjtiiuiuituà» ss liyadgn u. 8. w. VgL H. HUbBchmann, ZDMG 
46, S. 268; Ann. Gramm. 261 a. s. w. 

1) Dieselbe phonetische Schreibart gilt llbrigens ftir denselben Fall 
anch in der modemen Schriftaprache. — Wenn aber neben der phoneti- 
schen Schreibweise noch die alte Ortbographie erscheint, ist selbstrer- 
stftndlich der Lantwert derselbe; so kl. ^l^f » ^fàtiji bs hing^ kl. ^af^^ 



ÀuBBprache. Konsonanten. 33 

nicht eingetretener Lautversohiebuiig die phonetìsche Schreib- 
weise angewandt werden. 

§ 21. Die historìBche Schreibweise bleibt zwar bestehen, 
jedoch nicht mit dem im MittelarmeniBchen allgemein gttltigen, 
Bondern mit dem altarmenischen Lautwerte in folgenden Eon- 
Bonantengruppen : um^ ^«r, «riy, ^i^, ui^, 2JÌ' ^^ haben wir die 
kilikiflchen TransBkrìptionen : imumlnr castem =s afr. chctstier; 
fmumkf^ costei = afr. chastel\ mp^umpiP drastini = np. durtist; 
tTuyuma. fìiaistt j iTtuuma. mostr = gT. (laìOTQog , afr. maistre; 
^nàii^uitntutni^ kundustabl = contestabile] anch auiUjlBpuiij oua^/t^ 
ptu£^ neben aupftpmi^ = afr. hospital n. s. w. Hier hat m 
nicht wie allgemein kilikiBch den Lantwert d^ Bondern behUlt, 
geschtltzt dnroh den mit ihm verbundenen harten ZiBchlant, 
die alte Geltnng einer Tennis. AnB diesem Gmnde haben wir, 
gesttltzt auBerdem anf die moderaarmenischen Dialekte, wo in 
den alten Lantgrnppen st^ et, sk, ik, sp, ép die altarmenische 
TenuiB nnverBchoben ist^), im Eilikischen zn lesen: -umui^ 
(Pluralsnff.) = -stan, ^tupniMm = karust, uu^iuiAirtr = spannem, 

""ikbk* "'Hpkbk ^^ ^P9^9i ^P'''9^9'> wautS-lrtr = stajemy ^mlnT = 
Jtstem, li^miuittuiP = gitanam, ^uaulfitmiT = hasknam n. B. w. 

Anch der altarmenische Bnchstabe ^ hat, so fast es auch 
steht, dass ^ in den meisten Fàllen, namentlich im Inlant, zn 
g verschoben ist nnd den Lantwert g hat, so doch unzweifel- 
haft in bestimmten FS.llen die alte Anssprache k beibehalten. 
Zn dieser Annahme n(5tigen Transskriptionen im Eilikischen, 
wie iTtup^ = afr. marc^ mputpii^ = gr. dia&tjìirj, mnJi = gr. dov^, 
Gen. dovK'ogj afr. due, it. duca, namentlich aber die Betrach- 
tnng der modemen Dialekte: so entspricht z. B. im Poi. nament- 
lich hUnfig in den Endsilben -ak, -ik, seltener im Anlant, 
der Lant k altarmenischem k li^). — In denselben Fallen, d. i. 
im Anlante vor inlantendem < h, oder den Lantverbindnngen 
P^, pq., die modemdialektisch meist aspiratisch als rk, ri ans- 
gesprochen werden, sowie in den Endsilben -«i^, -^^ sind wir 



1) Vgl. Han. WZKM I, S. 305 und 307. 

2) So nach Han. WZKM 1, 305, 307, 308, 312; II, 65: hardàk >geheim< 
=3 ci. ufiupmuiti, h€U9ràk >Mltte« = cl. ^muatptu^, hedevàk >zu Fn6« =b 
cL ^IrmkLmli, istàk >reinc s= ci. jumuiiji, Zadìk »OBtem« « cl. ^mltli, 
erèk >gefitem< s=3 cl. Ir pirli, kahelù >Bchlagen< » ci. fut4k£^, karkeìù 
»beiraten< = cl. l/utpégh-i^, karialù >le8en< = cl. ^utpqju£^ a. b. w. 

Karst, Knikìseli-HittelArm. Yolksfpnche. 3 



34 Lantlehre. 

berechtigt auch ftir das Eilikische die Gleichnng ci. ^ = kl. £ 
anzusetzeB. Der Fall verdient jedoch n&here Untersachiuig. 
— Ygl. nnten § 31 die Yertretang von arab. /a q im Anlante 
darch annenisches ^. 

Die ùbriffen Eonsonantenzeiohen. 



§ 22. Die Nasale lanten wie in der klassischen Sprache; 
herrorgelioben sei nnr, dass das Zeichen % vor gnttnralem 
Explosivlaut den gutturalen Nasal n darstellt. 

Von den Spiranten und Liquiden kommen hier in Betracht 
nur j und ^. — Dass das aa. ^ schon znr frtihesten Araberzeit 
seinen nrsprttnglichen Lantwert i (= gr.-syr. l) aufgegeben 
nnd auf dem Wege zur spftteren Anssprache y war, hat 
bereits H. Httbsehmann dargethan in ZDMG 46, S. 257 ff. FUr 
das Ealikische geht der Lantwert / von ^ noch ganz be- 
sonders hervor aos Transskriptionen wie folgende : ^uuimiTu^uip 
payambatj uip2U"^"'p P^yambar = np. paiyambar] g^[iiituuimàt 
liyadon = gr. i^ayatóv'y lutLqmnfimu^ loqonfuuu IqyariaSj IqyqHas 
= XoyaQLàarrig\ ^m^mp yazar >Lazarns« transskribiert durch 
Gazar (L. Cart. S. 172); vgl. § 31. Ùber die Vertretung von 
fremdspracblichem Id durch kl. qm s. unten § 28. KI. ^ wird 
umschrieben mit /. 

§ 23. Das Zeichen j ist hinsichtlich seines Lautwertes 
im A US- und Ini ante bereits oben § 8 und 9 besprochen. — 
Im Anlante der W5rter hat j in der modemarmenischen Ans- 
sprache des Altarmenischen den Lantwert von A ; so lanten 
nach der modemen Anssprache z. B. jtupJmp^ jmmuiqlrij jnjuf 
^jmljiap., mùjuiinmqjt pirpuynju = hartnar, aufuipay, ìerahuis u. s. w. 
nach Aid. II, 371. Nicht fUr das eigentliche Altarmenische, 
sondem vielmehr ftir die sp9.t- und nachklassische und mittel- 
armenische Zeit muss dieso Anssprache wirklich bestanden 
haben und die richtige sein. Fttr das Eilikische speziell steht 
der Lantwert h von anlautendem j fest und auBer Zweifel 
durch folgende Doppelschreibungen: 4irm neben jh^w h*ed (vgl. 
Gloss.), ^irui^ neben jinnli hedi (vgl. Gloss.), 4'»ypii^tP'l'«^l'ài 
neben jmjplr%lrptl,lrtr^ ersteres nach Gloss. = »Verbannung, 
Verweisung«, letzteres = »verbannen, verweisen«, beide offen- 
bar in ihrem ersten Kompositionsgliede identisch miteinander 
und folglich zu lesen : haireneipuiun , hairenelpem. Vgl. Gloss. 



AnBBprache. Konsonanten. 35 

Dies Ergebnis wird Ubrigens noch bestUtigt dnrch die modernen 
Dialekte, in welchen Ubereinstimmend altem j im Anlante 
modernes A entspricht. So im Tr., Poi.*), MS. 2) u. s. w.^) 
Kilikisch aniaatendes ^ wird umscbrìeben dnrch A. — ErwlUint 
sei noch, dasB ^^ nnd ^ im Anelante miteinander wechseln; so 
(fjt^A^ 9ir<^el nnd {^nLiki^ 9tujel neben ^mÀkp 9fujer\ àhnlich 
QflvUMdt^ Sanjaoel =s air. sana aveir : ein Beweis , dass beide 
Zeichen zwei phonetìsch eng yerwandte Lante darsteUen. 

Die tlbrigen EonBonanten fallen in der Anssprache mit 
den entsprechenden altarmenischen znsammen. — AIb nenes, 
dem alten mesropischen Alphabet nnbekanntes Zeichen ward 
im 12. Jahrh. znr Bezeichnnng der harten Spirans / in Fremd- 
w(3rtem der Bnchstabe f eingeftihrt. Beispiele im OloBS. Auch 
yereinzelt in echtarm. WOrtem, wie in ffi>if^ incfi, tHr incvi, 
Dipi. Sarv. H. 258. 



§ 24. DaB kiUkiBche Lantsystem ist demnach folgendcB: 

Vocale: m a; k ye^ % e\ k e\ it 9\ ft i\ a vo, o; mi.^ o o; 
AC u; fti. U, 

Diphtonge: io/ ai [a)^)\ aj ui {u)% 



1) Ygl. Han. WZEM 2, 295, wcselbst die Beispiele: havid'àn >ewig< 
ss jmif^mlriuhf Hagòp =» gurf n^, Hovannet ss Qaif^tuiiht''t huis >Hoff- 
iinng< = jnju n. b. w. 

2) VgL Mser. Dial. v. Hqb. S. 121 : heri = ci. yart jwpq-l hacoyut*m 
= ci. {i/)aJoyufmn {j^ui^uiaifìltài ; haruPen = ci. yaruCiun jutpuLpiiót j 
hùun ss ci. jftuiiàt yimn n. B. w. 

3) In gewÌBsen FUllen Bchwindet der anlantende Hanch yollBt&iidig; 
80 Dial. ▼. Mns MBCr. 122 : 9nkn*er k ol. joi»^, oyork*el = ci. jnujgtup^h^i^ 
Q. B. w.; Dial. y. Knty: Otoanea neben Howannea n. b. w. W^IM 2, 295. 

4) Ueber die halbyokaliBche Anasprache yon j ìri utj ^s ay^ aj ^ uy 
TgL oben §8b nnd §9b. 



3* 



36 



Lautlehre. 



Eonsonanten: 





EzplOBirlante und 
Aflricatae 


Spiranten 


Liqui- 
dae 


Nasale 




Me- 
diae 


Te- 
nnes 


Ten. 

Aspi- 

ratae 


Tonlose 


Ttt- 
uende 






Gutturale . . . 

Palatale .... 
Dental'Linguale 
Dentale .... 

Labiale .... 


k9. 

in d 

m b 


l'c 
FP 


se 
pi 


u 8 


iIj ai., 

L V 


1 
1 

1 


iTm 

1 

1 



Anhang: Die FremdwSrter und ihre Wiedergabe. 

§ 25. Im Anschluss an daB Vorhergehende und zu deBsen 
Veryollstàndìgung sei hier tlber die Lehn- oder FremdwSrter 
und derea Transskription noch folgendes bemerkt. 

Hinsichtlich der TranBskription der fremden Mediae und 
TenueB zerfallen die Lehnw5rter, nach dem oben § 19 GeBagten 
in zwei Gruppen, eine jllngere und eine altere. Bei ersterer 
kommt die zweite Lautrerschìebung zwar zum Vorschein, nicht 
aber zur Geltung, so z. B. in <y«»(£ bail^ afr. bail^ u^mpah baron^ 
afr. baron^ '^cfe^l^L ^f^^^^i &fr- defendre u. B. w. Bei der 
zweiten Grappe kommt die Lautyerscbiebung zur Geltung, nicht 
aber zum Vorsehein und schriftlichen Ausdruck; so z. B. ^Jha^ 
gr. drjfiófjLOpj u^iun/i^nuf gr. Ttagomóg^ qjupu^iuu, np. darvàza^ 
M^niJptp, np. ffunbady gunbdd u. s. w. Diese machen die Laut- 
yerscbiebung ganz wie echtarmenische Worter durch und be- 
halten gleichwie letztere die alte historische Schreibweise bei, 
so dass i^i/^ff = aa. dimos, ma. ttmos, ugiun/i^au = aa. pafikosj 



1) In beBtimmten FSUen ist jedoch mtfglicherweìBe die Spirans j 
ala weiohe Spirans 'h neben i y nnter die Tdnenden zn Btellen. 



Anhang: Die Fremdwt(rter und ihre Wiedergabe. 37 

ma. bariffoSj qjupu^mu = aa. darpas^ darapas^ ma. tarbas n. s. w. 
ist. Znr ersten Grappe gehOren samtliche liach der Yerschie- 
bnng £ntlehnten W8rter, namentlich viele altfraiiz5sische, anch 
arabìsche nnd persìsche. Zur zweiten Grappe gehOren Ultere, 
Yor oder wahrend der Verschiebnng gemachten Entlehnnngeii, 
namentlich die griechiscben LehnwQrter und die S.lteren persi- 
Bchen nnd arabischen. 

§ 26. Da das Armenische keine Doppelkonsonanten hat, 
wird Doppelkonsonanz in Transskriptionen vereinfacht — Ein 
besonderer Fall liegt yor in aàiupi ^^^^ ^) ^^^s^^? Assise <, 
2) »As8ignat« = afr. assise. Hier ist also das Doppel-^ des 
Originals dnrch Nasal n + s wiedergegeben. Ftir nnorganisches 
eingeschobenes n kann in diesem Falle n nicht gehalten wer- 
den. Wohl aber zeigt das Arabische nnd andere semitische 
Sprachen Neignng zn einer derartigen Doppelkonsonanz-Anf- 
tósnng nnd zwar von dd zn nd^ bb zn nb^ ss zn ns (vgl. FrS^nkel, 
Aram. Fremdw. S. 136 Anm.). • Da nnn n in uAu/i^ ansiz nn- 
mOglich nnorganisches n ist — cine splche Annahme ist den 
armenischen Lantgesetzen znwider — j mnss der Nasal bereits 
im Originalwort zn uAu/t^ yorgelegeìi haben, d. i; whupi ansiz 
geht anf ein Originalwort ansiz (oder ansis) zurtick; da aber 
das Eintreten des Nasals hier keineswegs nach altfranz($sischen 
Lantgesetzen erfolgt sein kann, so ist mit Sicherheit anznneh- 
men, dass afr. assise dnrch das Mittel irgend einer semitischen 
Sprache — die doch wohl nnr das damalige Syrisch-Arabische 
sein kann — zn ansiz differenziert worden ist, nnd so als 
mAu/i^ anch ìns Kilikische transskribiert wnrde. Eine ganz 
anloge Erscheinnng findet sich bekanntlioh in àlteren syrisQhen 
LehnwOrtem des Altarmenischen. Vgl. Ann. Gramm. S. 286, 
sowie ZDMG 46, S. 230. 

§ 27. Da anlantendes r oder y (gh) den armenischen 
Sprachorganen widerstrebt, so wird bei Uberaahme von Lehn- 
w5rtern beiden Lanten ein ^ 9 vorgeschlagen. So nach Gloss. 
pnutant^ 9tasul ^ arab. rasul; itammuilfù 9tadagn^ mit erstem 
Compositionsglied ^ai»m etad = np. rad ò\j n. s. w., s. nnten 
§ 153 b. Daneben anch die Schreibnng ohne ^, wo jedoch 
ebenfalls o zn sprechen, z. B. nf ere, 

Seltener wird die anlantende weiche gutturale Spirans / 
(g^) mit vorgeschlagenem e transskribiert. Vielmehr wird die- J 

selbe beim Ùbergang ins Eilikisch- Armenische zur entspre- 



38 Lantlehre. 

chenden harten Spirans ^ x. So z. B. nach GIoss. /kiMf^^ xazi 

== arab. yazl (3)1^, fuiu£utu^uy xalaha = arab. yalaba xJl^, 

fittufutta xakui = arab. /a/a^ iJLc , Afui^f xale = afr. ^a/e«, it 

g<ileaj wohl vennittelt dnrch das Arabische. 

' § 28. Fremdsprachliches Id wird kilikiBch dnrch ^m yd 
transskribìert ; so z. B. ^^unim/ih baydin , Hiaf^inn/ìr bayduin = 
Balduin, Baldouin ; Q«iiritf^«ii, Q.^1biir^«fv aranayd = Renald. Hier- 
her gehl^rt wohl anch JÌMpuiiui^m maracaxd, wohl auf ein Ori- 
ginai marachald znrttckgehend. Vgl. it. mar escaldo ^ byz. jua- 
^^axcrAdo^ (b. GloBS.]. 

§ 29. Afr. eh wird kilikisch durch ^ e , afr. /, ^ dnrch 
^ j transskribiert, Bcheinbar nnregelmM*Big, in Wirklichkeit 
jedoch ganz lantgetren, da die betreffenden altfranz5BÌschen 
Lante nicht wie im hentigen FranzQBischen Spiranten, sondem 
vielmehr Aflfricatae sind. So nach Gloss. i^mL^pt JQJt^^ afr. 
Geoffrey\ -^oui^fA»^ inui^ph Jqslin, Joslin, afr. Josselin\ ^jj /y, 
afr. lige\ puiumi pasti/, SLfr.passoffe; puLp^tu puTJeSj afr. bourffeis] 
^ut£aót^ calunj, afr. chalonge; 2,'"LI^!M'^ calanjem, afr. chal<mger\ 
lutJpn. cambtj afr. chambre] ftuJpMLiiufr^ IwJh^imjìs cambrlan, 
camblaUj afr. chambellan] j^iuùaài canu7ìj afr. chanone] fuài^ibp 
cangPer^ afr. chancelier; ^tuppah capron^ afr. chaperon\ ^muinktr 
castem, afr. chastier; ^uiumti_ costei, afr. chastel; j^utai^carly afr. 
Charles, 

§ 30. Arab. ^ (&) ' wird, da ein entsprechendér Lant 
dafllr in> ArmeniBchen nicht exiBtiert, bei der TranBskription 

nnbertickBichtigt gelasBen. So z.B. kl. miuA/i = arab. yi^'^'alamy 
kl. uijiJgttr Yon arab. /J^ a/t;, kl. lufuuylu^p = arab. «AdUc 
'a^aj'ir Plnr. von ^ii^, kl. f^ory = arab. Kald j^a/^a, kl. ii^tj^ 
(= ^iiui//* + w^) = arab. ^^^5 yaA n. b. w. 

§ 31. Arab. /a ; wird dnrch arm. f wiedergegeben in 
^uiu^ui£^ = arab. KiLo qabala\ ^aLtiay^^^ l^aLtTm^ = arab. o^US 
^e^mòl; ^lu^puy = arab. b^ ^aAra; ferner l^auuuj^ kl^jt ki^j^k 
n. 8. w. Daneben aber anch %utqm nayd = arab. cXaì na;<f, 
tnutqiiutiT bayyam >Bra8Ìlienholz« = arab. ^ baqqam (np. bakam^ 



Anhang: Die FremdwOrter and ihre Wiedergabe. 39 



<wO> j 



òaffam)j qaLpm% = arab. ^tJ^ quran neben ^uLpuA^ i'"{"' (b^^fig 

bei Mx. Her.) neben ^uLpu n. s. w. Ftlr arab. fj ;, den tiefen 

emphatischen Gnttnral, besaB das Armenische keinen ad&qnaten 
Laut; die Transskrìption mnBste natiirgemS,B, entsprechend dem 
Charakter jenes zwiBchen g nnd / lìegenden arabischen Lantes, 
zwisehen ^ = ff nnd i = y schwanken. Vgl. Httbsehm. Ann. 
Gramm. I, S. 260, rìchtìg S. 391. 

§ 32. WSLhrend bo der EonBonantismus im wesentlichen 
getren wiedergeben wird, ist hinsichtlich des Vokalismns 
nm 80 anffillliger die zwiBchen der kilikischen Transskrìption 
nnd dem Orìginalwort bestehende Di£ferenz, und zwar so gnt 
wie ansBchlieBlich bei arabischen nnd persischen Lehnwórtem. 
Erw9.hnt seien folgende Beispiele: lu^uiT xism = arab. xa^trij 
zcmm] Jluh^uip manhar = arab. minbar\ ^IrfnLui^ ^Ir^nuti hejiub = 
arab. A^Vi, mit Imàla hejib; uir4uii^sehal = SLra,h.sahil; i/uMqmJl 
mutp payambar = np. paiyambar ; lUL^iutT lugam = np. ligam ; 
q^put dirà (nnr bei Caxcax) ^ np. durd^)\ i^oiiuJuA pqsaman 
nnd i/foiiuiWì/iir pqéamnim von np. paétman; JhiJat^^ JìainuT 
mamulj malutn = arab. mo'allim, nenarab. mallim, Ferner: 
lliyj gior = arab. qaVa^ kl^j^k ff^y*^ff^ì ^^^ arab. qartj ptau^/tp 
tdbir = arab. tadbir, gtaqui^ arzag = arab. ^arzàq, Plnr. v. rizq, 
PlJuuitT blxam, puiutiT blyam^) = arab. balyam, JfJ^pp rmgii = 
up.mazgitj J)Ai£ut%m9nJan== BX2Ì\ì,iiiarjan^ d'iena J"ndhain'kT?^2AieT<^ 
= np. malhamj dl^bJ" nURem = arab. maìak-j wfputp dftar = 
arab. dafiaVy ff^pp fxir = arab. fa^t^ mijiutr dlism = arab. 
filsinij tapum/iir drstim zn np. durust, JhiJttr mslim = arab. 
musltm, paiMut bustj t^/tum bist = np. bussad*') n. s. w. Eine 
Wirknng der armenischen Vokalgesetze ist hier ansgeschlossen. 
Die Differenzen bemhen teils anf Vokalrednktion , teils anf 
nngenaner, nachl&ssiger Wiedergabe^), teils wohl anch daranf, 
dass bereits das Orìginalwort jenen scheinbar abnormen Voka- 
lismns zeigte, indem es der (arabischen, resp. persischen) Volks- 
sprache, nicht der Schrìftsprache angehdrte, so dass in diesem 



1) Arm. Gramm. S. 264. 

2) Vgl. oben § 30. 

3] Oskip., Mechitar AparanQi u. s. w. 

4) VgL Arm. Gramm. 263. 

5) Vgl. Arm. Gramm. S. 330 nnd HUbBcbm. Ghron. S. 144 f. and 153. 



40 Lantlehre. 

Falle nnr scheinbar iiiiregeIni9.Bige Wiedergabe yorlàge. Letz- 
teres jedoch ist bloBe Vermatnng. 

§ 33. Zu nntersnchen w£lre noch fbr arabische LehnwOrter, 
welche von denselben dìrekt ans dem Arabifichen entlehnt, und 
welche dnrch das Nenpersische yermittelt in das Kilikische 
eindrangen. In der Mehrzahl der FUle wìrd sich hierttber 
positive Sicherheit kanm ergeben. FUr andere FUlle ist ein 
Erìterium das nenpersische Imàla; so kommt z. B. kl. ugk^ 
sleh »WafPe« direkt ans np. silèh mit Imàla (= arab. 9ilah)\ 
kl. hejub direkt ans np. Kéjib mit Imàla (= arab. hjaib). 



U. Abschnitt. Eigentliche Lantlebre. 



Vokalismus. 

CI. UÈ a nnd seine Entsprecbnngen im Kilikisehen. 

§ 34. 1. GÌ. uf a = kl. or a in alien ein- nnd zwei- 
silbigen WUrtern; in drei- nnd mehrsìlbigen W(Jrtern 
bleìbt a nnr in der ersten nnd letzten Silbe, w&hrend 
es in den mittleren Silben ansfRlIt oder zn 9 redn- 
ziert wird. 

1. a) In einsilbigen WOrtem: 

a. 

uÈut anj »Person«, ol. anjn\ m^g an^ »Ubergang«, ci. an^\ 
^uh$ pan »Sache«, ci. han\ ^mut kanj »Scliatz«, ci. ^an;'; ^putum 
kruBt >La6ttier<, A. grasi\ templi zarg »Schlag«, ci. 2;ar^; dmiT 
iam >Stnnde«, ci. iam\ fmu^ xqq »Ej*enz«, ci. xaQ\ ^u/ùyt jandr 
>Behwer«, d. ca;ir; liunTp^ gamJi »WiIIe«, ci. ^am£; Jh»^ mah 
»Tod«, ci. fnah\ Jiupq. mari »Men8ch«, ci. mard\ %JuA nman^ 
»&hnlicli«, ci. nman\ lu^u/u nsan »Zeichen<, ci. nian\ ^m^ éah 
>6ewinn«, ci. Sah; 2""" ^ad »yiel«, d. iat; ^wp gar »Bchleclit«, 
ci. ^ar; u^m4 bah »Zeitpnnkt«, al, pah] /[mpl vare »Miete«, cL 
varj\ ^utl ìcac »tttchtig«, ci. 1iaj\ ^uu/u Usan »zwanzig«, ci. Rsan\ 
anch in Verbalformen wie: i^ìT kam »gehe<, ci. gafn\ l^unT 
gain »8tehe«, d. kam] ferner im Anslante der Imperatiyformen: 
f^iif kna >gelie«, ci. gna\ Sùm mna >bleibe«, ci. mna n. 8. w.; 
ebenso im An8lante der Pronomina uut sa^ ^ ta^ %ai na =^ 
ci. sa, da, na; ìm Gen. Dat. %iupui nara n. 8. w. = ci. nara. 

b) In zwei8ilbigen WtJrtem: 

urjfro amÌ8 »Monat«, ci. amis\ u/uaót anun >Name«, ci. anun; 
tAaLi^ anni >angenehm«y (A, anoxi\ luuipjtiT abrim »lebe«, ci. 



42 Laatlebre. 

aprim; ebenso bei lu^m azadj utnuAg atan^j *^p^uip artar, 
mpè-uip- arjai^ pMuéffù paéin^ ^utt^tT gatnim^ ^tup^tT garkem^ 
^atftup hazar, ^fitMAq. hivand u. B. w. 

2. Bei drei- nnd mehrsilbigen WOrtem: 

a) M» a bleìbt: 

l^utiBrbuttT gamenam »will« ; ^mpàrhuar garenam »kaiin< ; 
^tnh^tuiP kidenam »weiB; nàttrùuttr unenam »habe«; jbplriju% 
herevan »offeiibar«, d. yerevan n. s. w. Beìspìele sind Ubrigens 
nnter 2b) mit einbegrìffen. 

b) or a fàllt ans: 

^nt^nti hohqoy »VerwaIter«, ci. hogagol\ ^npuhlnr gorsnem 
>yerliere<, ci. kortÀ8anem\ gm^kJ" gu^nem >zeìge«, ci. cuQanem\ 
^utiinLtT kdnum (k9dnum) »finde«, ci. gtanem [gatanem dreisilbig!); 
iuh^iri^ anvnel »neimen« , ci. anvanel\ atùgùlnr angnem »11ber- 
8chreite«, ci. anQanem\ utnlfi arci »erBte«, ci. arqjii; uiuyph asQin 
»sagteii«, ci. asaQÌn\ uipò^nq^ arjoy »hUtend«, d. araJol\ piuAIrtr 
paznem >teile«, ci. hazanem] ^uiuh/itr hasnim »gelange«, ci. Zia- 
8anim\ ^móilnr havnin >glanbe«, 61. Aavanim] iTmiablrtr madnem 
»Ubergebe«, ci. matanem\ jyjilrtr éalgem »trage«, 'd. Salakem; 
uu^utiAlrir 8pannem:i^t(Me*y d.spananem] uiJpùiniT amrnam »festige 
iDÌch«, d. amranam] am^pitu^ abmag (G-en. pl.)^ ci. apranag\ 
uiLtnuttT avdam »glanbe«, ci. havatam; ^uiJ/uA kravgan »Pfaiid<, 
(A. gravakan; qjupu^uiu iarbas >6erìchtshof<, aX. darapa8\ ^mu^ 
IfbtutT hasknam »erfahre« , ci. haskanam\ ^tuLutup havsar »ge- 
memsam«, ci. hav(isar\ i/ut^n^uA vajrgan >Eaiifmaiin«, ci. va- 
carakan ; ilat&tttfiibp vajrgn^er (Nom. pi.), ci. *vacatakanear u. s. w. 
— Im Besonderen schwindet ci. a: a) in der Endnng ^unjip 
-avor = kl. -//n/.: i^%limi[ap kangdvor »Klàger«, ci. gangatavor; 
putfilnp iakvor >EÒnig«, ci. iagavor] u^uimir^ilnp badehvar »ge- 
eignet<, ci. *patehavor; ilutpli/ap varcvor »Mieter«, d. varjavor, 
fi) ìb dem Plnralsnffix -uA/i -ani = kl. -Ir^ -m: wjp/t^uàA/i 
airiganni »Witweii« , d. airi + kanani\ u^utia^tAp badjfni 
>6rttnde«, ci. *patcarani u. s. w. y) in der Kansativendung 
'itLguiblrtr -uganem^ resp. -gat^Bublnr -guganem^ welche, da auBer- 
dem anch »<. u schwindet, kilikìsch zu -gblnr -gnem [-^dnem] 
wird, mit Vereinfachung von Doppel-p: uidp^yjr amr^emy, 
ci. amra(nigan€m; uài^ni^'ulrir anhok^nem^ ci. anhogaQuganem\ 
tup/taitfitlrtr artagnem^ ci. ar%aQ%icaf^em\ u^ui^ukifrktr bagseQnem, 
c\. pakaseQUQanem] An^ìilnr met^em^ ol. meruganem] afbpgulrir 



VokalismaB. 43 

vergnetnj ci. veraQU^anem u. s. w. — Anch in Premdw^rtem 
Bchwìndet a; z. B. ^aLiQfi 19 — 8 Gen. sg. v. ^nLJìu2^ {J^aLiruij2) 

= arab. (JtUd. 

Ànm. Da naoh der modernen Tradltion aa. ututnuLutè- »Otott€ den 
Gen. utumuL^aj mit a-Schwnnd, wummjuò^ »G(5tze, Heidengott< da- 
gegen regelmSfiig uiutnauaS-nj bildet, bo wlirde hierin bereits ein ait- 
armeli ìb che r Fall von a-Schwnnd vorliegen. In den alten HandBchriften 
finden Bich jedoch Btets nnr die Abklirzangen aiè-f utè-ajf mè^mlj so dasB 
die alte AaBBprache ftir die obliqnen KaenB unsicher iBt. 

§ 35. Ansnahme Ij: mittelsilbiges a bleibt yer- 
eìnzelt erhalten: 

So in der Infinitiyflexion der a-Stàmme: ^mulfumi^^ Gen. 
^uiu^%ui£aj hasknalo n. s. w.; anch ala EomposìtìonsYokal in 
off^ftff^r^^ €ukagig »yerwandt« 65 — 15; luapuM^fib norajin »neu- 
£^boren« 49 — 8; qfuTutfnoulnr timaxqsem >widerBpreche« 59 — 8 
u. 8. w. In letzteren Beispielen ist jedoch Einflnss der klassi- 
Bchen Schriftsprache wahrscheinlich. Geradeza als Klassicismen 
mttsBen FS.lle gelten wie: tu^mlnr azadem »befreie« 67 — 3; 
^utumuitalnr kostadem »befe8tige« 65 — 7; aLpuAut£^ uranql »leng- 
nen« 71—13; PifuutifnippLb iSzanuiun »Yollmacht< 53 — 4; ftó- 
B^'baip^ót gendanuiiin >Leben« 37 — 22; t^umuAflriP zarangem 
»erbe« 47 — 19; mdrmmpmb avedaran »Evangelium« 61 — 9 u.s.w. 

Anm. Ygl. poi. astvaja-mar »mòre de Dieii« Han. 39, aixadeiu 
>B'occnper€ Han. 30, azadeiu >délivrer« Han. 31, Oarab*ed Han. 56, giragi 
>diiDanche< Han. 57, giragur >yiande< Han. 57, habardutin »arrogance€ 
Han. 61, havadaiu »croire< Han. 64, Hayasian > Armenie* Han. 61, imanaìù 
»apprendre< Han. 73, vartab*ed >archevòque« Han. 123, lUimanag >tempB« 
Han. 127, an-^amanagen >depuÌB ce tempB< Han. 26 (ygl. anch MBer. S. 16). 
Dieee Falle Bind teils reine ELlaBBiciBmen, teilB hat Bich nnter dem Ein- 
fluBse der klassiBohen Sprache der alte LantBtand erhalten. 

§ 36. Ansnahme 2): vereinzelt Bchwindet ci. m a 
anch in anlantender Silbe. 

a) CI. a wird zn 9 gesohwslcht im Anlante vor Nasal n 
in: pitqMtqJiii 9ngoyin >Bett« 47 — 32 = ci. ankalin; i^tfiijti^ engnil 
»fallen«, pH^p ongni H. 208 — 30, pii^%p% engnin 53 — 3; iAmI^iul 
9ngav 33 — 7 = ci. ankanel, ankani, ankanin^ ankav. Ygl. tr. 
Bngnil nnd iynal^ tf. angnely kr. oynel n. s. w. Hier liegt volks- 
etTmoIogìBohe Anlehnong an die mit pit- (ans gAt^) beginnen- 
den WOrter vor. 



44 Lantlehre. 

Anm. Schon im AA. findet sich neben don alteren Formen mit a ver- 
einzelt anch i^l^aqjiu nnd pii^iMiiftiT: letzteres unr bei Fiat, nnd bei 
Job. Gbrys., jenes in der Bibelversion Hiob. 41, 21, E(5n. lY, 11, 2 nnd bei 
Gr. Nar. Auch neben atìtq.ui£lrir andacem >nnterBnche< das abgescbliffene 
piit^^h^iT 9ndaÌem bei £1. (Moskauer Ansg. 20). — Ala mittelarme- 
nisoh dagegen sind zn be^eicbnen die von Wb. citierten Fonnen 
m^g/b^utg (Gen. pi. y. utlfua%^ »Ohr<) ftlr ut^tuii^utgi iu^pis^ium >obrenloBc 

ftir ut^iuii^tum; fn^c'i'il' (Gen. Bg. V. fn^iuii^ >Scbwiegervater<) fttr 

b) GÌ. a wird im Inlante der ersten Silbe za a rednziert 
in folgenden Fkllen: ^^tuLnpmpjtà» ^RavoruiUn {gaSavoruiiin) 
>MaBy VerhUtms« = ci. capavoruiiun H. 217 — 17; ^^©^ Riccie 
[gaXoK) Instr. pi. v. ^lu^ 55 — 8 = ^ui^qg QalcqJc Geop. 138 — 5, 
144 — 20, ci. capauX; éiTnL zmu (hmu) Gen. v. tfunT 37 — 9 = 
d. zamu; &f«p jzi (j9x%) Gen. v. ò^tu^ H. 221 — 23. 

Anm. Gegenfiber dem MA., wo a-Auefall in erster Silbe nnr ans- 
nabmBweise Btattfindet, nimmt im NA. der Ansfall von a in erBter Silbe 
eine weit gr?5Bere Anadehnang. So hat das Tr.: an'd/ »macben< (fìir 
eterea avfel)^ 98* él >Bagen« (kl. asel), g9mal >ktfnnen« (kl. garenai), Femer 
das Ms. [Maer. S. 20}*. gm^en >ganz€ [kl. am§n), kQnener >ging ttber< 
3. p. ag. Impf. (kL gu angner), davon Aor. 9nca (kl. anga)^ t9sverku >12«, 
Usnevui »18< (kl. dagn u ergu, dasnvuf), r9fn%k »Baaer« (= famik)^ t^9mm*el 
[za famam), lc9nj >aia< (kl. 1Can<i)y ICgn >alB< (ci. Tiav^^ Kgrpo (Korzform 
TOn Karapet) n. a. w. Aucb 9»*el >aagen«, 9ngn*el >fallen<, 9ngoyin'»BetU. 
Ebenao im Kr. (Patk. Dial. S. 65 £f.): Jigrevan^ kgpotal, &Mipa^ hvot'iin, 
9s§ceJc ftir Slterea harevan, kapotecU, canaparh, lavufiun» Im Ag. (Patk. 
Dial. S. 39 ff.J : 9heìf 9ykanaly h9r89niU^ hgrganal, C9n9par, 99n9mar, Z9rmanalf 
lena n. a. w. ftir nrapr. a«W, ayekanal, har sanile, harganel, canaparh, sana- 
mair, zarmanel, Uani u. a. w., wie denn Uberhanpt dieae Abachleifong am 
at&rkaten in den zentralen und den tfatlicben Dialekten hervortritt. — 
Ùbrigena achwindet in den mitUeren Silben, ganz wie im KL., ao anch 
im NA. der alte a-Lant So im Poi. WZEM 1, 196, im Tr. nnd der 
weatlichen Schriftoprache Aid. II, 274, im Neh. Patk. Mat., im Acb. Tom. 
S. 23 f., im Mb. Maer. S. 14 n. s. w. 

§ 37. 2. GÌ. uf a nach Spirant j y im Anlant = 
kl. Ir e\ offenbar ist dieser Lautwandel nnter dem 
Einflnsse des benachbarten j y yor sich gegangen. 
Fttr Ir e tritt anch ft i ein. 

So kl. jlnT h*em >Zeitdaner, Verzug« 33 — 9 = ci. jutiT 
yam (Klimach., N. Snorh.); jkAiT hemem »zt$gere«, »8chiebe 
auf« 15 — 2, 23 — 19 u. s. w. = cL jutAtT yamem] jlrpw^ herag 
»fortdanemd; anhaltend, nnnnterbrochen* in Geop. Msr. 00 



VokalÌBmii8. 45 

= ci. jiupwli yarak. j[iiBrgblrJr himeQuem »verz6gere« 81 — 24, 
ans àlterem ^jbiOrgubiT hemegnem = ci. yatneQuganem. 

Anm. Denselben lantlichen Yorgang zeigt das NA. in tr. hert^ eri 
ss ci. jt^pq- yard »StrohhaIm« ; tr. ere/, yevel >mehr« = ci. *j,^^i^ 
(in jtuLÌr£at.£); dazn die deriyaten evelnàl^ ev6lg9nél n. b. w. Ebenso im 
Hi.^] heri = ci. J'^ptì ini Ach.^ erC &= d. Jf^pq- yard, éxdeì = d. 
j»oqPb£^ yoHel n. b. w. — Yerochieden hiervon iBt die allgemeine 
Yertretnng von cL a im Wortinnem dorch e im Kr., woBelbBt nach Patk. 
Dial. S. 64 z. B. kr. pg» (= ci. pui%] >Wort«; p^nal (= d. pju/uiui) >ì5flf- 
nen«; peq (» ci. pwg) »anBer<; peimel (ss ci. i^uaniB^^) >erz&hlen<; 
gezan (s= d. ^Mr^ortr) >BeBtie< ; peèar (=s ci. tquiiuip) > Wegsehrnng* ; teral 
(s= ci. qjuniitui) >znr1ickkehren<. Ebenso im Jlf. (Patk. Did. S. 82) : lev 
(ss cL /_ar«.) >gat< ; tninek (=s kl. i^irof^) >BOgleich< n. b. w. Der Lant- 
wandd iBt anf perBischen EinflnBB znrttckznfUhren. 

§ 38. 3. CI. ut a = Tsl, uij ai im Anlante Yor p und #i, 
die im Eilikischen meist ausfallen. 

Beispiele: utfulnr ainem »mache«, ans 9,lterem uypìtirtr 
aimem (b. Mx. Her.) = ci. wtAinr atnem\ mjdlrtr aizem »bin 
wert, koste« = ci. utpélrjr ariem\ mféb^miT aizenam^ zn ci. 
mpélnT aréem] uypajh airuin »Blnt« = ci. ariun [lupjiót), Znm 
Teli l&nfi jedoch auch die Schreibweise mit einfachem or a 
nebenher, nnd fUr das Sp9.tkilikische ist hier bereits àlteres 
ai zn a monophtongisiert. 

Anm. Ygl. im NA. daB ach. mayh (maih) >Tod« (Tom. Did. y. Ach. 
S. 56}, welcbcB nacb ebendemBelben Lantvorgang hervorgegangen ist anB 
aa. marh^ der Grnndform von mah >Tod«. Ebenso im Ak. (Canik. S. 284) 
maih >Tod« =: aa. marh\ paih >Wache€ s= aa. parh, pah. Ferner in 
demselben Dialekte: aih >Fnrcht< s ci. oA; gaih >Tbron, Sitz< = ci. gah; 
saih >Gewinn< = d. sah; d. i. Slteres a wird hier allgemein vor 
nnmittelbar folgendem h zn ai dÌphtongÌBiert, indem die nr- 
BprUnglioh anf F'àlle wie maihy paih bescbrUnkte Erscheinnng sich anch 
anf jene Falle verallgemeinert hat, in welchen r-Ansfall vor 
dem Hanchlante nicht stattgefnnden hat. — Sonst ist modem- 
didektisch dtes ai in aifiem nnd den analogen Fallen teils zn a mono- 
pbtongisiert, teils zn e: z. B. poi. aneòi >machen€, a^e >PreÌB<, arun >Blnt« 
(Han. S. 28 n. s. w.]. Im Ma. (Mbci. S. 21 f.) dagegen: en*el >machen<, ela/t 
>wtirdig< {e£an anch im «Jlf. Mser. S. 22] n. s. w. — Ùberhanpt tritt im NA. 
gem ftlr ci. a + r die Entsprechnng e-\-r ein, nnd Ùberhanpt wird altes a 
in Yerbindnng mit r geme zn e: poi. ab98pereìu = ci. apaparel; kr. dertak 



1) Mser. S. 21. 

2) Tom. S. 29. 



46 Lantlehre. 

ss ol. datark, dartak; tf. er^af, Gen. -9fi = ci. areaf; e£an = ol. ariana 
qiqemak ss ci. eicahi; tareku9vil =s ci. tarakusil; sirekan = d. sirakan 
(Tom. 27 f.); ma. (Mser. 21) arei = Jlf. harej = ol. ai^aj) ach. mers^el = 
ci. marsel n. b. w. 

§ 39. 4. CI. u» = kl. HL u in: 

El. u^uiffluttói boQxun »Erwidening, Aiitwort« = ol. patos- 
zan-i ans *pàti-saxvanf np. suonin, 

A nm. Diese im Eilikischen vereinzelt dastehende Lantenicheiiinng 
treffen wir wieder im nenarmenischen Dialekt von Agnlis, in welchem 
regelm&Big klasBÌBchem an mù in anslantender, also betonter Silbe, die 

Laatverbindnng un nói (resp. Un nò») entaprìcht; S. Sarg. DiaL y. ÈkgiìL 

S. 31f. So z. B. nmn ^laài^ pi. it^aóAirp s=s ci. nian; nmun 'uJaàt^ pL 

%Jaóiiilrp, ci. nman; biln, ci. han; t^ungj , cì,t'ang; xun, ci. xan; vunk*, 
ci. vanA;' ; Juh, ci. Jan n. 8. w. 

§ 40. 5. GÌ. or a in der InBtrumentalendnng -mtQt 
-amb der n-Stamme = kl. g (mut o) in dem entspr. Saff. 

Beispiele: u/ùlotT anjqm (Instr. v. mu^ 33 — 6, 57—22 = 
ci. anjamb (u/ùlmJp^ ; HriLotT cetqm (Instr. y. làm) TI — 18 = 
ci. Jetamb {llriLuiJf)\ paiputuiT pulqm Msr. B. 153 = ci. buiamb 
(juiLpuijyj'y l^uipiuLiT galqm 6eop. 221 = ci. kaiamb (^orpurc^); 
auuguiLiP ospqm Msr. B. 148 = ci. ospamb fauu^un/p^ n. s. w. 
Naheres s. in Formenlelire ^). 



1) Hinsichtlich der Yertretnng von aa. a dorch o zeichnen sich die 
nenannenischen Dialekte y. Angnlis, Aken nnd Zeit'nn ans. Im Ag. gilt 
folgendes Gesetz: In eineilbigen WOrtem entspricht klasBischem in- 
lantenden a na. o (resp. o) ; wird das Wort jedoch dorch Snffize in der 
Flezion n. b. w. zn einem mehrsilbigen, so kommt daa ursprilngliche a 
znm Vorschein (vgl. S. Sarg. 29, 30). Beispiele: ci. mard, ag. mord, 
aber pi. mardik^; ci. harsn, ag. hors, aber Gen. Ttarst) pi. harsnar; ci. tnahy 
ag. mohy Abl. mahiq; ci. ?uik, ag. hok] ci. mkrat, ag. mkrot] d. hac^ 
ag. Ao^; ci. cai'f ag. cot; ci. vard, ag. o^fr<2; ci. harj, ag. fteff/, ^^i^- 
ò«fr;V; cL var, ag. ró^r, Gen. vàri, pi. vfirófr; ci. £am, ag. ziSnif Gen. 
£^fm» n. B. w. (S. Sarg. S. 29 f.). — Im Dial. r. Akon (Canik. S. 282) 
findet sich o ala Entsprechnng von ci. a anch anf die Mehrsilbigen, 
nnd zwar anch anf die nichtletzten Silben ansgedehnt Z. B. 

ak. ^nliù (= HuiUÙ)^ Jhit^ (=s Jatit^)j uil^nb^ (= tul^auÙ9)y ^puAn. 

(= 4/iuubif); femer paiLJ^i_ ;= putauii^^), "Vlt (^* "'^^)> ^uJ' 

n. 8. w. Wie erBichtlich, ist jedoch hier die Regel anf den Fall beschrankt, 
wo anf daB nraprtingliche a DoppelkonBonanz nnmittelbar folgt. — 
Fiir das Zt. gilt folgendcB Geaetz: GÌ. a in letzter Silbe » zt. o; 



YokaUsmoB. 47 



CI. ir e nnd seine Entsprechungeii ìm Eìlikischen. 

§ 41. 1. CI. k e, weloheB nie im Anslant Bteht^), 
= kl. Ir mìt dem Lantwert ye, *e in betonter Endsilbe. 

Anm. Ygl. oben §6, wonach es fraglich bleibt, ob nicht in ge- 
wisBen F'^en, namentlich bei mehrsilbigeii, innerhalb der letsten Silbe 
nooh der ein&che niohtjotierte «-Laat anzanehmen sei. 

Beispiele: kl. In^ yep >wanii, sobald«, ci. Irpp^ erb\ ku yea 
>ioh«y ci. e8\ btT yem »bin«, d. em] hu ye$ »bÌBt«, ci. es; i&é- 
m^e; >groB«, ci. tnec] Mi^ m*enS >wir<, d. meM] ^ilrui x^elft 
>Grehirn«, ci. xellc\ mbq^ d^ey >Ort«, d. teli n. s. w. ^I^bp 
9ng^er »Gef&hrte«, ci. 9nker\ m^bp an^er »Schwiegervater«, 
d. aner n. s. w. 



dioBem aBsimiliert sich Slteres 9 nnd teilweise alteres a 
der nnmittelbar yorhergehenden Silbe. Z. B. (nach Allahw.): 
zt pò nnd pon (sa ci. p-u/u) , poncr (sa ci. pmplp) , pare (s= d. p*upl), 

dog (= ci. wf^), kop (ci. fov'y), hok (= ci. ^"'^), hoq (»= oL ^«»5), cot 
(ss ci. ^«»a), vord (= ci. i/uipt^)^ ésk (= '^^ì, 6y (= d. «mì^), óìr (= 
ci. ora). Femer: pahfumlé (= ci. punàtmJ^, parikom (== d. puipbl^uitT)^ 
piron (=s d. pbpuA), piroU (= d. pbpai^), kakof {== d. ^ut^mp), kakov 
(=: ci. ^n^ii".), kazvon (= ci. fMutJu^%), kidanol (= kl. q/fmb%ui£)^ hazor 
(= cL ^utt^p). Endlich mit ÀBsimUation der vorletzten Silbe : kono (anB 
*kano = ci. f^H) kodnoì (anB *k9dnol = kl. qfimbitujijj kodog (ans *k9dog 
ss cL fMfttf^], to^d/ (ans *^9^o/ ss U. t^Ual}, tomog [ans *t9mog = ci. i^Juili\ 
modov (anB *m9dov =» kl. m9dav Juhul »ging ein«), c^ono^ (anB *d9nog « 
ci. mìfttff >HanBchen<), oao^ (ans *9«o^ s» d. ufiruf »Bag€], puvortog (anB 
*ptwartog = cL pmlmUt^l^) n. B. w. In p9»gon (Gen. y,p989g, ci. «Ytfwf ) 
findet ansnahmBweise die ÀBBimilation nicht Btatt. 

YerBchieden von dieser ErBcheinnng ìbì folgender Lantwechsel deB 
AltarmeniBchen, woselbBtnebeneinander Btehen: pois faun >Fenchtigkeit, 
NSase, BegengnsB* nnd puàttu£^ fonai ^befenchtenc; jota yaut >abge- 
Bchnittene Weinranke< nnd juimuAbtP gatanem, jutmbiT gatem >den 
Weinstock Bchneiden* ; Jota maut >jiahe« nnd tTutmnLgutubi^ matw^anel 
>nShem, darbringen, praBentieren* ; dutut^(tir matfim >nShere miche (= 
jA-modenam «nHhere mich« , mgde^9nel >nahem, darbringen<) ; utpmoup 
artatur »Thr*àne« nnd utputiuunL^ artasttìc, pi. >Thranen«, wpmiuunJriT 
arUuvem >weine«. 

1) d. i. in den Dmcken. In alien HandBchriften Bteht anch mehr- 
fach im Ànalante b e, wie z. B. bpb »wenn<, pb >wenn<. 



48 Laatlehre. 

§42. 2. In den yorderen, d. i. den der letzten 
Silbe Yorangehenden Wortsilben behiilt ci. ir e im KL. 
seinen alten Lantwerth e bei, sowohl im An- als im 
Inlant. 

Beispiele: Irp^lip ergir »ETde« , ci. erìeir\ kp^aL, irp^ai.^ 
erffUj erguR »zwei«, d. erku\ bg^bar elnem »gehe ans, steige«, 
ci. elanem; IrphàatutT erevnam »erBcheine«, d. erevanam; b^p^irqf 
^pktl ^t^i ^9^y »FuroIit«, ci. erhiul\ irpJìu^ ermag »Herde«, 
ci. eramak\ pkpuA» peran »Mand«, ci. beran'^ pkpiriT perem »brìnge, 
trage«, ci. berem; i&nitliir metnim »sterbe«, ci, meranim; mkMihat^ 
desnul >sehen«, ci. tesanel] Aql^u/ù meygan »schnldig«, ci. me- 
iahan n. s. w. 

Aus dem Gesagten folgt, dass das in anslantender Silbe 
erscheinende ^e y zn einfachem e werden musa, sobald jene 
Silbe durch WortyerlSlngernng inlautend wird. So z. B. pkpM^ 
p^ert >Bnrg<, aber plrp^kp perfer\ mir^ d^ey »Ort«, aber mk^ 
qkumuhi deyesian n. B. w. 

Ànm. In dieser Lantentsprechnng zeigt das EilikiBohe Bchon 
wesentlich den Stand dea Neuwestannenisohen , welches nach dem oben 
§ 6 Bemerkten regeImSCig aa. Ir e in betonter EndBilbe zn *e werden 
ISsBt, wSkhrend in den Ubrigen F'élìen der einfache «-Lant erhalten bleibt 
In einigen Dialekten jedoch, bo im Tr., ìbì das Qebiet deB ans altem 
t e heryorgegangenen jotierten «-Lautes ein weit gr?56ereB ^). 



1) Die nrBprflnglich wobl auBBchlieOiich auf den Laut e beschrankte 
Jotiernng erstreckt Bioh in einigen zentralen nnd (5Btlichen Dialekten 
des NA. anch anf die librigen Vokale (anOer t] , Beien Bie orsprilngiich 
oder ans den enteprechenden Dipktongen heryorgegangen. So^ wird 
aa. nL [aj) zn iu im Ak. (Canik. S. 280 f.) ; aa. n zn io im Ak. (Canik. 
S. 280 f.), zn òu im Ag. (Patk. Dial.], im Kr. (Patk. Dial.), im Zt (Allahw.); 
femer wird aa. »u {mj) za >a im Zt., woselbBt nach Allabw. z. B. die 

Formen: zt. f^t'"^ (= A»««2.) »Krenz€, futmii (= ^mqaq) >Weintranbe«, 

ttuifpLfit (= w^fit) >WÌlde Tranbe«, tiuqg^Lp (=s UMqmnp^ wfitmap) 

>Sommaco<; 4^««/, (= f^Z.) *Wolf«, tw'^ (= uyit) >jener< pit^mu^ 

Z'^^"»^» l'i'qi'uh (ss pbq. mju ^ pliq. iujq.^ piiq. Uifii), ^tpttufp (= 

^uipiufp) »Grotte«, ut%t'H''"p (=» uiuìiiuJìujp) >Patin<, latpi/t'^p (= 
poi. tar i var q.utiA p 'f^yp) n. B. w. Aber anch toitptLp (a= mfbnp] 
>jeneB< Gen.; touftAg (t= lujuaug) >dieBer« Gen. plnr.; toutop (= 
uijuop) >hente< ; femer anch : futoitXfiLp («= fAlap) >Apfel<) ifto^ln^ 
(s= il^ng) >HalBgeBchmeide«, tto^lpLp (== tr. mlf&ap^ ci. mjtl^) >Schlanoh<; 
d. i. CB findet in letzterem Falle AsBlmilation an den ti-Lant der folgenden 



YokalìBinaB. 49 

§ 43. 3. C\. Ir e = kl. ^ t vor Liquida, seltener 
Yor Spirane oder Nasal. 

a) Im Anlante: /ipk^ ir^eR »drei«, ci. erelc\ ^ptg ireg »Prie- 
8ter« (Gen. jtpjtgai. iricuj Abl. pi. j^ppg'i»nj y-^ri^no), ci. erec; 
ftpjigatpitót iri^lUn >PrieBtertum, Prìesterw11rde«, ci. ericuiiun; 
bptskb''' ^^9^ >Priestergattiii, Prìe8terìn«, ci. erigakin\ pppjfaJg 
ifi^ug »Eamille«y d. erÌQuk\ jipftl^aLb irigun »Abend«, (A.erekun^ 
erikun; bpi'"^s irgunS »BemUhang, àngstliches Sorgeii«, ci. 
erkunS, 

b) Im Inlante: lup^fi^lnr arkilem >hindere« aus àlterem 
tup^kiJrtr arkehm = ci. argelum\ un^pkiT avirem >yemichte« 
Mach. Her. 25 = ci. averem\ auJiilnT avilem »fege« nach Wb. 
dialektisch f)lr &lteres ci. avelum, 

e) Mit &lterem k e wechselt jttngeres, mittelarmenisches, 
aus jenem heryorgegangenes i in: i^'hut^ minag »sofort« neben 
A%uÈ^menùg\ qf^ tih »Seite«^] neben ^< Peh\ ìm^^ nih »Tarif, 
Taxe« bei Vardan, neben tó< «VA. — Nach Wb.^) femer noch: 
ma. u^qkfu siy*exj upqpq^ siyty »Bnhler» = ci. seiex] ma. iuli^ nsih 
>Schìcksal< = ci. nseh\ ma. ^n^< ìcHh »StraBe« = ci. gteh\ 
ma. éfin. zir »Felszacke« = ci. zer^]. Hierher geh6rt endlich anch 
das schon oben § 37 berUhrte jjiJIrgiilrtr himegnem >yerzt)gere«. 

Ànm. 1. HinBiclitlich dieser LantyerBchiebang spiegelt das KL. 
das NA. wieder, wo im gleichen Falle aa. Ir e ebenfalls t entspricht. So 
in der westl. Schrifteprache and im Tr., im Poi. (WZEM 1, S. 291), Neh. 
n. Patk.), Ms. (Mser. S. 37), Ach. (Tom. S. 31 § 72), Tf. (Tom. S. 34 § 3), 
nnd namentlich im Zt. In letzterem finden sich nach Allahw.: ireg 
>Abend«, Oen. irgon =: d. erek\ iri^ s= d. ereg >Prie8ter«; iran9 >Belig< 
= ci. erani; pir§ >tragt< = ci. òerg ; piron >Mnnd< = ci. heran. — Welter 
noch sBeigt derselbe Dialekt folgende, das obige Gesetz entschieden 
darchbrechende Formen: idiv > nach e, kl. e^ev\ irinU >BÌe<, kl. ir^enU^ 



Silbe statt, infolgedessen 'ilteres 9 zn io nnd Slteres a (ai), statt natnr- 
gemSfi za /a, ebenfalls zn io verandert wird. — Es handelt sich hier 
nicht etwa om Diphtonge, zn welcher Annahme die mangelhafte nen- 
armenische Schreibnng (bei Patk., Allahw., Canik. a. s. w.) znnSchst ver- 
leiten m25chte, sondem nm wirkliche jotierte Lante, wie sie z. B. anch 
dem Slavischen eigen sind. 

1] iib^ tih (na. <i, tih) geht wirklìch anf das klassische Lehnwort 
t^hr^ deh znriiok, nnd ist nicht etwa in mittelannenischer Zeit znm zweiten 
Male ans dem Persischen entlehnt; in letzterem Falle mUsste es utft^ 
dih nnd nicht njf^ geschrieben sein. 

2) Alierdings ohne nahere GewHhr. 

3) Àlteste nnd am besten belegte Form ist iair, ^ 

Eftrst, Eilikieeli-iiiittelann. Yolksspraclie. \ - \V 



• * 



50 LaQtiehre. 

iris >Ge8Ìcht<, kl. arV«; igir >kamBt<, ci. ektr; ikuy9n Gen. v. ikuy >kom- 
mend<7 ci. ekolin; idv9n9n >nachher<, ci. i/et, tr. edevnin; tj^mon >gekocht< 
ans ep-mariy ci. e^e/ n. B. w. Letztere FlUle kennzeichnen den westarme- 
nischen Dialekt von Zeit'nn ale Grenzdialekt, der, obwohl noch znr 
westlichen Sprachgrappe gehOrend, in dioBem Pankte, wie aQch noch in 
mehreren anderen bereits an den Lanteigentiimlichkeiten dea Ostanneni- 
Bcben Ànteil nimmt. Ygl. Anm. 2. 

Ànm. 2. In dem dorch seinen ItaclsmnB charakterìBierten OA. iat 
anlBerdem t der regelmaBige Vertreter von wa. jotiertem e [« *«]: wHh- 
rend im WA. altea ^^ aich za e in nnbetonter, nichtletzter, dagegen 
zn *6 in beton ter SUbe yerzweigt, apaltet daaaelbe aich im OA. eben- 
falla zn a in nnbetonter Silbe, dagegen zn i (reap. y» im Anlant der 
Eìnailbler) in b etonte r, welchea t anch in inlantender Silbe bei Wort- 
yerlangemng beatehen bleibt. So im Tf. (Tom. 32, § 60): bix, pi. iùrtr, 
ci. hex] diy, diyir >Arzneì«, ci. dey, xixc >arm<, *xeic; eir >alt«, ci. cer\ 
minj >groB«y ci niec] siri >feat«, ci. seri; miyr >Honig<, ci. me^r; mixk 
>SUnde<, ci. m^^A;*; ^'«Vr >Nacht«, ci. gi8er\ avtV >mehr<, ci, aveli\ xilU 
>Gehim<, d. xeiU\ viq >aecha<, ci. vet^. Bei der Y erbalflexion : hgrìl, h9rim^ 
hmnìi a= ci. berd, herem, beremìc . — yis >ich<, ci. es; yip >wann<, d. erft; 
yiz9 >Ochae«, ci. ezn n. a. w. Ebenao im Ag. (S. Sarg. S. 35) : mie >groGc, 
ci. mec; is >ich«, ci. e«; izn9 >OchBe<, ci. «zn; git >Fln8a<, ci. ^e^; vir 
*tlber<, ci. ver\ bir >Tragen, Tranaport«, ci. ber; kir >Nabrnng<, ci. Aw; 
gjril >8chreibenc, ci. grel n. a. w. — Dagegen wa. mV, m^eyr, m*eyìc, pi. 
meyU *er, yes, yep n. a. w. Vgl. Han. S. 75 und 92. 

Anch die nordweatarmeniache Dialektgmppe zeigt entachieden 
Neignng znm Itaciamna: ao entapricht in den Dialekten von Polen, 
Siebenbiirgen, Erim, Nachijeyan a. Don, y. Mns in der Konjngation 
dem alten Themayokal Ir e allenthalben t; ao poi. im, », inU = ci. b^tP^ 

iru^ irtTg; kidim, kidis, ci. ^fiinktPf ^fiutku u. 8. w.; Han. in WZE^ 1, 
291. — Maer. Dial. y. Mns S. 37. 

§ 44. 4. C\. k e = kl. ui a vor der weichen Spirans 
r^ y im Wortanlant. 

El. uiq^pjujp aypair »Bruder«, ci. eibair. 

Anm. Vgl. poi. aypar, axpar Han. S. 22; tr. aypar nwa. Wb. S. 9; 
ms. axper Maer. S. 38; tf. axper Tom. §63; kr. aper Patk. ; ach. axbar 
Tom. § 60; neh. axbar Patk.; ag. aypar S. Sarg. 34 n. a. w. 

Hierher gehoren femer die von Wb. als vulgar bezeich- 
neten: tuqjt^ ayij, tuqJAi^ ayinj »Brennes8el« = ci. hq^ft^ elic\ 

anch als utq^Plf ""ibt^'k^ '"q,l'^4'k' uiqmffLp aydiir (aitiur) 
>Sumpf« = ci. hqutfiLp ettiur >Sumpf«. Allerdings daneben 
kl. Irqiuj »ich ward«, anch kl. hrifuujp u. a. m. 

Anm. Vgl. ag. (S. Sarg. 32] araz >Tranm<, ci. eraz\ arkaC ȣiaen<, 
ci. erkat\ arku >zwei«, ci. erliu\ barati »Mnnd<, ci. beran; jai'k' >Hand<, 
j!Ìi jeì^k*;^mafal >geBtorben<, ci. mef-'eal; karac >gegeaBen<, d. kerac; k^ari 



•••• ••• 



YokaliBmns. 51 

>Oheim< (mUtterlicherseits), oL ìceH. — Jedoch anch vor Explosivlanten : 
akal >gekommen« ) ci. ekeal\ gatin >Boden<, ci. getin. Ebenso ist ci. é 
For Liquida r ersetzt dorch na. a im Ì\ì., Patk. Dial. S. 83. — Za ver- 
^eichen wSre anch im AA. ^lubauT hanum >webe, nShe ziiBaininen< 
(Hiob 10, 11) ess ^lrbai.iP henum >webe< (poi. hinelu >8pinneii<), woYon 
letzteres das hanfigere. Vgl. Ann. Gramm. S. 466. 

§ 45. 5. Die dem Neuarmenischen eigentUmliche 
Abflchwaohnng von ci. k e zu 9, bezw. vollstàndiger 
Anefall von altem ir e, ist, wenn anch in geringerer 
Ansdehnnng, schon mittelarmenisch vorhanden. 

a) ci. Ir e wird zn ^ 9 abgeschwilcht im Anlant vor q^: 
kl. giqjàii^aàMg oyangunìc »Fingernagel«, Msr. B. S. 154, Leb. 

d. Vàter n. s. w. = ci. eingunR pi. v. elungn >Fingemagel«. — 
Vgl. tr. 9yung^ ms. 9yung (Mser. S. 40). 

b) ci. k e fUllt ans vereinzelt im Inlant zwischen 
Eonsonanten, namentlich vor einer Liqnida: 

kl. »liujik traile »e8 ziemt sich* 19 — 28 = ci. vayele ilay^it] 
kl. ^mfiJriP vailem »genieBe« 39 — 21 n. 8. w. = ci. vayelem tluylr^ 
iJrtT, Anch 4uiji^^ t>atlS im Ganj. = ci. vayelS t/uyk^^^ »Ge- 
nnss«. — Vgl. vaylel »genieBen« im Ach. Tom. 31, ibid. hayli 
> Spiegai* = ci. hayeli, anch tr., poi. n. b. w. — Hierher stellt 
sich anch kl. iftinu^^ linai j f^/tìtìnui^ linnal »8ein, werden« ans 
^ijfulrbut^ linenal; nàt%ui^ unnal »haben« ans *aótlr%ui£^ unenal] 
£m%^tu£^ jan^nal »erkennen, erfahren« ans *^»u%m^b%iu^ caria- 
ienal nnd einige andere ahnliche Falle. 

Anm. Diese im MA. offenbar erst in ihren Anfàngen vorhandene 
Eracheinnng hat sich im NA. yerallgemeinert. So zeigt z. B. Ms. (nach 

Maer. S. 40): hrdèiak >Engel<, ci. -f/iir^wai^ ; V9r >1iber, oben<, ^\' 'l^p\ 

d^r >noch<, ci. 7^1; arcdPel »ra8ieren<, ci. uiò-lrjr^'^ arcdli >RaBÌer- 

messer*, d. tué^k£^p; ferner dat. Aj'mi >dir«, ci. ^^^; m^zi >mir<, ci. ^^; 

J9zi >eQch<, ci. ^ir^ n. s. w. In demselben Dialekte, ohne Bcknndaree 9 : 

ersun >30«, ci. irpkunót; alv^or >Greis<, ehutfjrutp; avr*el >yernichten«, 

cL miApir^^; vret »auf mir, bei mir« = *tlkputft~u; vret = ^ilh-payt-»" 

(Abl. + Soff. m) a. 8. w. Ganz analog im Tr. (Aid. II, S. 274), Poi. (Han. 
WZKM 1, 285), Ach. (Tom. S. 30). Am weitesten aber geht das OA. in 
der Abschleifang von aa. ir in nnbetonter Silbe, so im Tf. (Tom. 

S. 33), woselbst sich altea h- e nicbt sowobl in e nnd t, ala in 9 nnd 1 
spaltet Vgl. anch die regelmliOige Apokope von anlantendem e 
▼or r-Lant im Ag. nnd Kr.: ag. pfuutj = ci. bpbluuij; ag. plru = 

cL irpiru] ag. pir£Uiff = ci. lupiuplr^g y. tupuMplrutg_\ kr. p/iL/fftLlb = 
cL irplrl^nt.ìt ; kr. /»/»««/ {p'^t""f) ■= cl. Irpbfuuij ; kr, pt" = cl. Irplru ; 

4* 



52 Lantlehre. 

kr. iUULaLut ss ci. uiitiULOUt] kr. n.ui^i[uy =s ol. turtat^aj ^ neh. afafva 

Q. 8. w. Patk. Dial. S. 39 a. 65. 

CI. t e and seme Entsprechiingeii im Eìlikischen. 

§ 46. CI. t e — kl. t e, 

a] Im Anlaute: t ^ »Ì8t«, ci. e; imperf. tp et »ich war«, 
ci. ei] tftp eir »dti warflt*, ci. eir u. s. w. 

b) Im Inlaute: mtp der >Herr« , ci. ter\ l^tu ges >Mìtte, 
HUfte, halb«, ci. i^«; dhli meg »ein«, ci. meh\ dkl^ mec »mitt6n<, 
ci. m^'; uidkru amen »ganz«, ci. amen] fJrptp perer »brachte« 
3. P. Imperf., ci. berer u. s. w. 

e) Im Auslante: pt ii »wenn€, ci. ie; gut he »h5rt<, 3. P. 
Bg. Prfts., ci. ke\ phpt pere »tr9gt, brìngt«, d. bere. Ablative 
auf t wie: jfipJt 63 — 21, d. jliipJk\ t tP'"'^^^ '^^ — ^^t ^^-A 

qpiutjul^iuit(^\ jt oMUtfit^ 5o*~'26, ci. p pMutfìi^, 

Anm. Ùberhanpt hat Bich der Yokal t e, soweit wir ihn in der 
armeniBchen Sprachgeschichte znrUckverfolgen kbnnen, bis ina hentige NA. 
hinein, abgesehen yon Beinem qaantitativen Wert, als e-Laat imyerSndert 
erhalten nnd bo finden wir ihn noch an seiner alten Stelle im PoL 
(WZEM 1, 283), im Ach. (Tom. S. 28), MS. (Mser. 47,48), Tf. (Tom. S. 44), 
Ag. (Sarg. S. 36), in der Litteratnrsprache, im Tr. n. s. w. i). 

§ 47. Znsatz: Der Laut f e erscheint ausschlieB- 
lìch in letzter Silbe; in nicht letzter Silbe tritt dafUr 
t ein. Der durch das betreffende Lautgesetz der alten Sprache 
geschaffene Znstand ist hier also erhalten geblieben, nachdem 
das Wirken jenes Gesetzes ISngst aufgehQrt batte. Vgl. Htlbschm. 
Chron. S. 154. 

So z. B. tatpii dern 71 — 11, aber mlipn^ dirocn 71 — 13; 
Jtl mec 19 — ^6, aber i^^n^lf micogn 71 — 13; litu gss 45—17. 20, 
aber ^^un^ gisovn (Instr.) 45 — 22. 



1) Nor vereinzelt encheint ci. f e im NA. differenziert. So im 
Ma. (Mser. 49) nehen te >wenn< anch t9\ nehen meè >in« anch m9c, 
Vereinzelt anch poi. 9^er (ci. u^p) aU zweitCB Glied von Composita; ayv^es^ 
pi. ayvem^er (d. uiqaJtu)^ weil hier im AA. t fUr nrBpriingl. Ir steht, nnd 
ci. mqniJtu eigentlich = utqndru. S. Arm. Gramm. S. 415; WZKM 1, 283. 
— Wesentlich abweichend vom KlassiBchen verh&lt sich der Dial. 
y. Karahach, in welchem ol. e dnrch a yertreten iBt in kr. ma^9 »mitten, 
ine (ci. »lti)y kr. fa >wenn€ (ci. pt) u. s. w. Vgl. Patk. Dial. 65. 



VokaliBmiu. 53 

CI. fi i nnd seine Entsprechimgen im Eilikischen. 

§ 48. 1. CI. t % = kl. p i. 

a) Im Anlante: /Ag inJc >er«, ci. inJtn\ [t^nLiP icnum »Bteìge 
ab<, ci. %janem\ ftfauuù^ icvanìc »Ab8teigeqiiartieT«y ci. ijavanìc\ 
jiìèIi^ iski >wirklich«, gI* isk; pptup\rar »eiiiander«, ci. irear; 
ppg irJc >etwa8«, ci. ir-R u. s. w. 

b) Im Inlante: f^ir hin »Pr6Ìs<, ci. gin\ ^pit^ King »fUnf«y 
el. hing\ ^/A gin »Fran«, ci. Un] utq^ftù aycgin »Magd«, ci. 
dljik\ npqft^ orti/i » Kinder «, ci ordiM; ^Ituubq. hivand »krank«, 
ci. hivand\ ^u/ÈAmiP kidenam »wÌBsen«, ci. gitel\ i^'^lnP èinem 
>bilde, verfertìg6«, ci. Hnem n. s. w. 

e) Im Àuslante: ^ ci »Pferd«, ci. ji; jp mi »eìn« ci. mi\ 
dp mi »da8B nicht«, ci. mi\ utmpit dori »Jahr«, ci. tari; aulfp 
oski »6old«, d. 08ki\ auch geh5rt hierher die 3. sing. Pr&s. auf 
fi i der /-StSlmme, sowie der 6en. sing. anf fi i (s. Formenlehre). 

§ 49. Znsatz: Das altarmenische Lantgesetz, wo- 
nach t regelmllBig nnr in letzter Silbe bleibt, anBer- 
halb derselben aber ansfftllt oder zaawird, hat seiner 
Wirknng nach zwar anfgebOrt, der bewirkte Zustand 
aber hat sich erhalten. Vgl. § 47. 

BeÌBpìéie: utjpfi^ airig »6atte«, Gen. uypl^iuh airganZl — 23; 
mq^ifii* ayc£iin >Madchen€, pi. or^^^ir^^p aycgnW 37 — 23; ^%fi^ 
gmg >6attin«, Oen. J^itlfatii gngan 19 — 13; utfilifiù Jt^'n »Dame«y 
Gren. mltlfiinl digtioc 37 — 14. 19 n. s. w. 

Anm. Hinsichtlich dea Eintretens yon Bekandarein 9 vgl. oben § 4. 
Erw&hnt sei auch die AbschwScbiing yon anlantendem t vor n zn 9 im 
Indefinitpronomen i^^^ 9n(%g >irgend welch, irgend ein* (= fi^^ + /^f ) 
9 — 14. AIb eigentlich klaBBÌBch-altarmenÌBch kann dicBer Laatwandel kanm 
gelten, obBchon nach Mserian (Dial. y. MnS. 52) Blob bereits in der alten 
Literatnr folgende Dnbletten finden: 9nUean neben inUean^ Gen. y. fi%^ \ 
gnUtanfc neben irilceanU , Nom. pi. y. fi%^ ; 9nUeamb neben inJceamh^ Instr. 
Bg. y. fi'bfA ; onUeana neben inJteans^ Acc. pi. y. fi%^ \ y9sun , ysun neben 

yùtm jfiuaóa >50< ; y9mi^ Gen. pi. neben yùni ^ jt^^ts ; vgL anoh Bagrat. 
§ 224. Dagegen geb(5rt dieBe LantabBchwSohnng entscbieden ina Gebiet 
dea NenarmeniBchen. So hat das Ms. (Maer. 55] : 9Pji »mir<, ci. tnj; 9nfu 
>waram« = infu; 98ki >wahrlich< s= %ski\ m9 >daBB nicht<, ci. mi; p9ti 
»oportet< , ci. |?t^« n. B. w. Regelmafiig wird aa. t der letzten 
Silbe zn 9 rednziert im Zt. Z. B. nach Aliahw.: zt. payn9k {= 
pmquthfig) >Bad< ; pan98 (= putii fiu) »du arbeitest* ; par9 (= p^iupfi) >gnt« ; 
parde (==^ putpmfi) >Pappelweide, Zitterpappel< ; ka^n (s= tr. f'^gfii') >BÌe 



54 Laatlehre. 

gingeii<; k*ay9rC {= 4i'*"ltpt^ ■B""ll'PP^ >Bauch<; ktuk {= fomli} >GtÌr- 
tel« ; tru9l (= tr. qf'-l'i) >gelegt werden* ; mas (= ifu) >FleÌ8cli« u. b. w. 



e ' 



Aach bei Fremdw(5rteni, wie yan9 >da8 beifit, nSmlicb* (ans arab. (<^. 

§ 50. 2. CI. fi i = kl. A- •« vor Liquida: 

kl. ufirqò^ b*eyj »8lindhafl;, b(58e« 29 — 22 = ci. ugftqè^ pUc\ 
uAI^Plira. anffU^er >ungewogeii« L. 155 — 5 = ci. uiÌìI^J"l anksir. 
Das in Ass. Ànt. 79 — 13 liberlieferte IhJmul ist als rein gra- 
phiBche Differenzierang von ci. ^^o. aafznfassen. 

Ànm. Hinsichtlich dea YerhaltniBBes za ci. t i Btimmt das Nea- 
armenische, abgOBehen yon der teilweise Btattgebabten ScbwlUshntig dleBes 
Laates za e (vgl. § 49 Anm.), weBentlicb mit dem KÌlikiBchen iiberein; 
aach hier iBt aa. t groBenteilB erbalten geblieben. Ygl. Han. WZKM ], 
2S9 f. f!ir das Poi. ; Mbcf. S. 52 f. far das Ma. ; Tom. 23 f. fUr das Ach. ; 
Tom. 38 f. fUr daB Tf. a. b. w. — Eine Sonderetellang nimmt der Dial. y. 
Agalis ein : derselbe zeigt (Patk. Dial. S. 39) fUr ci. i a) die Entaprechang 
a\ ag. anj >mir« (ci. I»^^), am »mein< (ci. fuT)^ nia >nicbt< (ci. «jj), sari 

>Herzc [ci. ufipta)^ sarun >lieb« (ci. ufipnói) a. b. w.; fttr a tritt in dieaem 
Falle aach e ein: enj, em fQr anj^ am\ b) die Entaprechang ai: ag. U^aint 
>Nase< (d. U^ìt), mairuk'^ >Bart« (na. '%p'"-4i)i maitk »Sinn« (ci. »%wg), 
pait >opportet« (ci. uiftutlt)^ mtaik 'Aafmerkaamkeit* (ci. Jmjili), knaik 

>Fraac (kl. Ifrlili), hraik"^ >genag< (ci. ^t^p^g), haing >ninf€ (ci. ^/'Vìf) 
a. 8. w., ygl. S. Sarg. and Patk. Dial. ; e) die Entaprechangen uì and u 
yereinzelt in muin >einB< = ci. mi(7i), une »etwaB< =s ci. »Vi<r (ygl. Patk. 
Dial. S. 40 Bowie S. Sarg.). Bekanntlich fìnden aich Jnfb and nA^ ala 
altarmenische Yorlliafer dieaer Formen achon bei Dion. Thr. — Abwei- 
chend yom Normalneaanneniachen ist aach der Dial. y. Choy in der 
Yertretnng yon aa. % darch e: z. B. (n. Patk. Dial. S. 74 ff.) choy. mei 
>Sinn< (= ci. Jl^ut\ ames >Monat« (= ci. aiJJtu)^ tare >Jahr< (= d. mtup/i)^ 

y9ye >Weg, StraCe< (= d. ««-7^), Uame >Wind« (= cL ^uidfi]. 

CI. ^ 9 nnd scine Entsprechnngen im Kìlikischen. 

§ 51. 1. CI. ^ a = kl. p 9 \m Anlaute in Yerbin- 
dung mit Nasalen and Liqniden: 

fhtìilrp 9ng*er »6enos8e«, Gen. plt^irpnf^ angeroc (ci. snker)^ 
S. 31—4, H. 224 — 44; pitqjtLbfii^ andunil ^annehmenc (ci. anc/u- 
nel)j p. pr. p^qjiAuiè^ 9ndunaj\ lAiè^uijtrg^ 9njayel >gebilren« (ci. 
9ncayeT) u. B. w. 

Zusatz 1. Der Lant 9 tritt ein bei Eonsonanten- 
hM.nfnngen, namentlich im Anlaut, wo im Klassischen 
keìn Yokal ersichtlich ist. NS,heres siche oben § 4, 1. 



Yokalismiu. 55 

§ 52. Zn8atz2. Wllhrend im Elassischen derLant 
9 nnr mit f nnd u wechselt, wenn diese ursprtlnglich 
in nichtletzter Silbe stehen, trìti er im Kilikischen 
ebensohàafìg ein ftlr nrepUngliches m a in mìttlerer 
Silbe, vereinzelt aaeh ftlr k e and n 0. N&heres oben 
§ 4, 2, Bowie § 34. 

Anm. Das Kilikische steht somìt, hinsichtlich der AaBdehnnng dea 
Laates 9 sohon aaf der Stufe dea Nenarmenischen, so z. B. verhUlt aich 
analog das Poi. (WZMK 1, 297 £f.), das Ma. (Mser. 73 ff.) a. s. w. 

§ 53. Znsatz 3. Der Becand9,re a-Laut in erster 
Silbe wechselt mit t, d. i. es wird hier Sllteres ma. 9 
zn i in folgenden Fftllen: 

ffùlfiilitr ingnim »falle< (s. Gloss.) nebem àlterem kl. gAMlfrlttr 
9ngnifn » falle «; jfiuunui^ histag »rein< (s. Gloss.) ans Ulterem 
jmmmli h98tag^ cl. gstak] dazn jfiaia^ktP hùtgem >reinige«; 
m/blffilf^a. angi8*et >angewogen< (s. Gloss.) fUr S^lteres uA^l^ika. 
ang98*er, 

WHhrend jedoch in eigentlich kilikischen Qnellen diese 
Erscheinnng nnr vereinzelt nnd ansnahmsweise anftrìtt, ist sie 
in Mechitar HeraQi's medizin. Werke sehr gewQhnlich nnd fast 
regelm&Big. Daselbst findet sich z. B. jputuiui^ histtsg (= jumui^) 
S. 57, 81, 92, 99 »rein«; jfiuia^atè^ histgaj (= jumiu^iu^) S. 55 
»gereinigt«; i^fn^mp tizar (= r^c/m/i t9iar) »schwer« S. 49, 53, 
55,57; i^liéutpùuij tiiama (== ii^éutpuatj t9zama) >er beschwert sich« 
S. 65; Jtuuiltmiuli ispidag (= uuffimia^ 9spidag) >weiB« S. 33, 42 
n. s. w. Namentlich wird bei Mx. Her. fast regelmUBig das 
kilikische Negativprllfix ^ q ver Konsonant za ^ gi, oder gè- 
naner, das zwischen ^ 6 nnd folgendem Konsonant sich ent- 
wickelnde secnndSlre 9 des Gemeinkilikischen wird bei Mechitar 
zn *. So z. B. ^fiaUtiru oiptnes S. 10 (= ^^ìÓmItu ge^rnes)\ 

^ft^mljblru S. 23 {^ai/^gìtiru ^B-hot^nes)] ^^at-iutìtuiu p. 29 {^jaL^ 

luhima C9'hulana8) ; ^mutu S. 69 {^tntuu ge^das) n. s. w. 

Anm. In dieser Ansdehnnng jedoch ist die Erscheinang nicbt ala 
Kilikiach zn faaaen. Mag aie nan in Mechitar^a Schrift irgend einen 
anderen, nichtkilikiachen Jedoch mittelanneniachen Dialekt widerapiegeln, 
oder aber erat durch apStere neaanneniacbe Redaktion In den Text gè- 
kommen aein — aie ateht aicher, nnd findet aich in der modem weat- 
armeniachen Sprachengrnppe wieder. So im Poi., wo nach Hanoaz i) aich 



1) Jézykn Ormian Polakich (Krakow 1886). 



56 Laatlehre. 

folgende Beispiele finden: iiiar «difficile*, ci. dzar; ntsan >BÌgne<, d. nian; 
nisaneiu »8Ìgner<, ci. nsanel] iaiak >parement<, ci. t/stak; jigvelu >S6 plier«, 
d. egnil\ Jinjmelu >8errer<, ci. cmlel; jirax >chaiidelle«, ci. crag; Jiraxkaì 
»chandelier«, ci. cragakal; Jigelu >flécliir<) ci. cgnel; bizdig »petit«, tr. bazdig; 
dazn Denom. bizdignaiu >Be diminner* ; tikaì >cniller«, ci. drgal, kl. t9kal; 
vif are/u >payer<, alvcarel, kl. vajore/; vijar^ >récompenB6, payement*, 
ci. v^ar, \d.v9jar; anch: mirug >barbe< = ^mgrtHf ss (^.moruìt, muruU; 
anch NegativprSfiz fi vor Konsonanten, ^eichwie bei Mx. Her. — Eb ist 
hier, entBprechend der Yorliebe des Poi. fìir den Vokal t, alteres ma. 9 
in anlantender Silbe zwischen oder vor zwei niid mehr Konsonanten, die 
nicht Liqniden sind, zn i geworden. So erklSrt sich anch das poi. 
Indicativpr'àfiz gi vor konsonantiBch anlantenden Yerben. £b wurde 
namlich die iinpriingliche, im kl. (rni. gu yorliegende Form dieses Fra- 
fixes, bereits in friihnenarmeniBcher Zeit zn ^^ g9 abgeschwScht; ala g» 
liegt dieses Pr&fix noch hente vor im Tr. nnd vielen anderen Dialekten. 
Im Poi. dagegen wnrde nacli dem eben angegebenen Lantgesetze jenes 
Siterò g9 in Verbindnng mit Konsonanten zn gì weiter entwickelt, wak- 
rend vor Yokalen die Form g- lantet 

Seltener findet sich daneben fìir aa. 9 die poi. Entsprecbnng ti, nnd 
zwar nnr dann, wenn der Vokal der folgenden Silbe ein u ist: so poi. 
guju >Branntwein< = aa. kcu [k9cu ans *kicu] >Bcbarf< ; poi. tu^ >Baner< 
e= aa. ftu; poi. Junjultue »Sperling< =3 aa. w^iik pBLfibschm. Ghron. S. 157]: 
cine Lantangleichnng, die dem Kilikischen nnbekannt ist. 

CI. o nnd seine Entsprechangen im Kilikischen. 

§ 54. 1. GÌ. n = kl. n vo im Anlante der Ein- 
silbler. Wìrd jedoch das Wort dnreh Àntreten yon 
Suffixen mehrsilbig so bekommt kl. n den Lantwert 
(nach § 7). 

Beispiele: «^ vov >wer« 39 — 3, 83 — 14. 15 = ci. or; ap 
vor »wer«, conj. »daBB« = ci. or; np^ vorp »Waise«, aber N. 
pi. appJrp orp*er 51 — 11 = ci. ori, Gen. orbog n. s. w. 

§ 55. 2. CI. fi = kl. II im Ànlante der Mehr- 
silbigen, iminlante, nnd vereinzelt anch ìmAnslante. 
Vgl. jedoch wegen eìnes event. dritten Lantwertes* 
yon «I das oben § 7 Ànm. Bemerkte. 

a) Im Anlante: npqli orti »Sohn, Eind«, pi. n/>7^^ ortiX, 
Gen. pi. 11/1^5 ort*e{; = ci. ordì, ordiS, ordeag ; nuliji oski >Gold« 
81 — 14, ci. osici n. s. w. 

b) Im Inlante: \npu gors »vier«, ci. corS; pqapq. 9yort »rich- 
tig<, ci. uiìord; qnr^tutT koynam »stehle<, ci. golanam\ l^npublnr 
fforsnem »verliere«, ci. korusanem; tTnaùiutr motnam >verge8se«, 
ci. motanam\ Instr. anf -n#/ -oc = ci. -oc. 



Yokalismas. 57 

c) Im Ànslante yereìnzelt in: ^n So Oen. sg. Pr. pera. II 
15 — 15, 23 — 9, cL So-, sowie in der II. Bg. Imperat. der Cau- 
sativa, die anf .a -o = ci. -o ansgeht. Daneben aber schon 
die jtlngere, ans jener entstandene Endnng -ni. -u, 

Anm. 1. Hinsichtlich dee YerhSltniBBefl dee NenarmeniBchen Eam 
Kilikischen vgl. fUr diesen FaU § 7 1). 

Anm. 2. In wenigen Dialekten findet im NA. Jotiernng des 
o-Lantes statt So im Ak.^) nach Òanik. S. 282, 2, falla o inlantend ist; 
ebenao im Zt. nach Allahw. Ygl. oben § 42 Sdn. 

§ 56. 3. GÌ. n o = kl. k e ìm Anlante vor der Li- 
quida p r yereinzelt in kl. Irp^n/ù erJtuin »Rllnde« Geop. 
S. 209 nnd 223 = ci. npgtài or/Hun. 

Anm. 1. Ygl. na. herìcun >RSade< «= ci. ùrJciun; na. (poi.) X9mer 
»Teig« == ci. xmar WZKM 1, 285. — Umgekehrt na. ^or*ek >tagBttber, 
dea TageB< a ci. ^erek] na. (tr.) oskor >Knochen< = ci. osker (Gen. sg. 
V. obIct], pi. osker-U . 

Anm. 2. Yersohieden von unserem Falle aind folgende Dnbletten 
im AA.: oM ss heèei >Ùberschwemmang« ; doiem ss heieiem >iiber- 
sehwemme* ; M s= M >Schwimmen< ; olork >glatt« (== *8lig^os) « lerk 
ss ìerk >glatt, nnbehaart* (Xelo^ Gen. 20, 10); gf-oh >3traBe« » gfeh (id.); 
oxorim >feindselig< = oxertm (id.). Hier liegt entweder idg. Yokalablant 
oder ann. Yokalaasimilation vor. 

§ 57. 4. GÌ. fi = kl. fii. in lat^ lug »allein, nnr< 49 
— 22 = ci. lok\ ancb uqiuinLpqf syalurti Sì — 14^ qhaLpqfi knurti 
21 — 11, beide anf SLlteres *-w/»7^ -ordì (aa. SufF. -ord) znrttck- 
gehend. 

1) Zn den oben S. 22 Rdn. besprochenen poi. /ad, fvri^ tf9r stellen 
sich noch. ala nnter dasaelbe Gesetz fallend, die dem Ak. eigentUmlichen 
Formen (Òanik. S. 283): fbufes >hier«, fkmfet >dac, ftrìsfen >dort<, 

f^l /«y >Erde€, herrorgegangen ans ^h^es (= wa. ho8 <««), *h*'et (= 
wa. hot ^nm), *h**en «= (wa. hon ^«A), *hfeg (= wa. Aoy 4oq) — wie 
denn dieser Dialekt f!ir wa. "o {vo) hSafig die Entsprechnng **e {ve) zeigt; 

ygl. ak. 't^'/t vev§ = ci. «#/ tt wa. vov e. — Entsprechend gehen tr. 
(Aid. I, 180) foy oder fey, f9d, fidai, fori' znrfick anf aa. ^«i^» ^"'"* 
immpi^^ ^npp\ tr. fors ist ontstanden ans ci. apu >Jagd, Wildpretc, 
yermittelt dorch ein zn postnlierendes *K*or8 (mit Yorachlag-A!). — Im 
Dial. y. Ach. haben sich — wie fibrigens anch im Dial. y. Ak. — neben 
den /-Formen noch die Ulteren Formen mit h erhalten: ach. f*ed neben 
A"€rf, Gen. hod%\ ach. /"«ri* neben ÌC*ert\ Cren. horfi\ ach. **"er, pi. tom^er 
(ygl. Tom. Dial. y. Ach.). 

2) Ansgenommen: ak. t^anir >Ofen< (ci. piA^p); ak. xanairh >tief< 
(cL f»niiiup4) ; ak. maxir » A8che< (ci. Jnt»l»p] n. Òanik. S. 282. 



58 Lantlekre. 

Anm. Nach Wb. zeigt bereits die klaBBische Litteratnr die Yarian- 
ten: Mot and aibut, ioi und iut, Mak nnd lulak, of- and uf*. 

§ 58. 5. GÌ. no schwindet im Eilikischen vor oder 
nach r, ^, /. 

Beispìele: tfaqtfktr zoyvem >sammle, yersamml6« = ci. zo- 
lovem; linanpIriP godrem >t5te, yemichte* = ci. hotorem\ 4nn.^ 
Jkpfi» hotmeren »0Btr9misch, grìeclii8ch« Geop. S. 147, 169 = 
ci. hotomaren, hotoineren\ Gen. pi. ^nndìug hotmag^ ^aitiTag 
hofmoQ »der Ofltr5mer« Smp. Chron. Dui. S. 636 = ci. horomaq^ 
hotomoQ\ Abl. sg. fi ^nnJtiy) * hofm€[n) »von 08trom« Smp. 
Chron. Dui. S. 610, 620 = ci. t hotome[n)\ cq^pi^rh eyarffen 
>ebnen, begleichen* Dipi. Lev. V. L. 188 — 32 = ci. oiorken; 
mhiuppi^tfiliài anUortuiUn >Ungehor8am« H. 214 — 22 = ci. 
anhorduliun. — Auch finden sich bereits im MA.: fanpiflrtr 
xorvem »brate< = ci. xorovem; uapilfuP sorvim »leme« = 
ci. sovorim, 

Anm. Vgl. tr. (Aid. II, 274) ^oyvely sarvil [sovrilif xorvel, tormil [wis 
ùtomil =a ci. forame/); poi. (Han. WZEM 1, 289) xorveiù, sorveèà n. s. w.; 
ach. (Tom. 34) sorvil, godrel, ioyvel; mi. (Mser. 61) kafor = ci. kotor; 
kotr*el = d. kotor el; »ovr*el = ci. sovorel] tf. (Tom. 37) xorvil = ci. xorovel; 
sovril =^ ci. sovorei; kotrxl = ci. kotorel; k9tur ss ci. kotor a. 8. w. 

CI. ni. u nnd scine Entsprechnngen im Eilikischen. 

§ 59. 1. CI. HL u = kl. i,L u. 

a) Im Anlaute: mp ui >acht«, ci. ui', nLuiktr udem «esse*, 
ci. utem] nàifiiP unim >habe«, ci. unim] nótbiimiT unenam er- 
weitertes Thema yon un%m\ ncuhlitr tcsnim >leme«, ci. usanim 
u, 8. w. 

b) Imlnlaute: qjjLg tuie >ihr«, ci. duK\ qjuMutp tuatr >Toch- 
ter«, ci. dìutr\ pac/up iuxi »Brief«, ci. ìuU\ atiinài anun >Name<, 
d. anun] iiupauim harust >reich«, ci. hartist] mnói dun >Hau8«; 
ci. tun\ inàa éun »Hund«, ci. sun u. 8. w. 

e) Im Auslaute: j^^i. tu >du<, ci. du\ kp^ac ergu >zwei«, 
ci. erku\ tuaUtuL arnu >nimmt«, ci. af^u] paqni. ìoyu >l9,S8t<. 
d. tolu\ Genitive auf nt u (nach FormenlehreJ u. s. w. 

§ 60. Zusatz: El. hl u (= ci. u) ist auBerhalb der 
letzten Silbe regelmU&ig zu 9 geschw9.cht, oder ganz 
geschwunden. Vgl. oben § 47 und 49. 

Zum Beispiel: qjimkptug tsterag (tBsterag) 37 — 26, Gen. pi. 
yon ii-niMutp ttt8tr\ Nom. pi. q.uinlrp^ tster/c (tasterf^) S. 39 — 4; 



YokaiiBmaB. 59 

m%tl^^ dnvi (d^nvi), Gen. uihilàj dnvo (d9nvo) Dipi. Sarr., za 
tanói don »Han8«; umlnr sdem {s9dem) »der Ltlge zeihenc, zn 
umKjn sud »falsch<; Jìninr mdem (mddem) >eingehen< zn JnLm 
mud >Eingang« n. s. w. Dasselbe gilt anoh fUr FremdwOrter: 
so £aY.niìrjp colunj nebeii imu^^tT cal9njem. 

Anm. Wie Im KUikischen, so ist anch im Neaarmenischen altea 
ni. u regelmaBig erhalten geblieben. Der Zosatz gilt anch fUr das Nen- 
annenische. YgL z. B. Han. WZKM 1, 293, Mser. Dial. v. MnS. S. 63 £f. a. s. w. 
Siebe jedoch unten § 62 Anm. 

§ 61. 2. W^hrend im Wortanlante im Elassìscheii 
der Lant ni. u meist erhalten bleìbt, wird im Eiliki- 
flchen ci. ne u im Wortanlant yor ^ / (^) zn ^ 9 abge- 
schw^cht. 

So kl. i^qnpti. 9yort »gerade, recht, richtig« = ci. nL^qapq. 
uiìordy aLqapti. ulord\ aqnpfjt^tf* 9yortem >berichtigen, be8Bem« 
ci. *aiJiqapiilrir uilordem] pqnpi^ifi^^ói Qyortuiiin >Regel, Norm« 
= ci. nLqfinpij.aLpitói uliorduliun\ cqn*-q^ 9yuy «Gehirnc = ci. 
aLq&q^ uiei, nLq^ftLq^ uitui; qpl^lrtr Bytgem {9y9rffem) »schicke« = 
ci. jaLqmpliIrtr yutarkem. — Hierher Btellen sich noch folgende 
mittelarmenische W5rter : gtqlrpllri^ 9yercel »Bchenken, darbieten« 
bei Gr. Nar. = ci. ulerjel auilrpllri\ ai.^'^ppL ^y^^^*' »reisen« 
Leb. d. YHt. = ci. ulevorel ntJikt.aplri^; dazn das Snbstantiv 
ptllrtjipaipfiói 9yevoruiun »Reise« Ganj. = ci. uievoruliun nLqk^ 
Lapaiff/nìt] eq^rq^ ^/^/ >gerade, richtig* bei Job. Vanakan 
(13. Jahrh.) = ci. uiii nL^/iq. 

Anm. Parallel bierzn laufen im NA.: ms. (Mser. S. 68) 9y*ort, 
tr. 9yori = ci. uii&rd; mit abgeworfenem ani. 9: poi. xorteiu >corriger€ 
'Han. 69) = neh. xorfel; tr. X9rgel >8chicken< = poi. X9rgeiu == tf. y9rg\l 
= neh. X9rkel; tf. yiiy, Gen. y9yi >Gebirn< = ci. uiiul; yurf >richtig« = 
d. uiiord (Tom. S. 40). 

§ 62. 3. GÌ. nL u = kl. uiL Q, vereinzelt im Anlante 
vor q y, in 

iULqqtiP Qyyem »adre88ieren, anweisen, assignieren* (ygl. 
Gloss.) = ci. nLqqkiP uHetìi >richten, gerade machen, adres- 
Bieren«. Ala Parallel-BeiBpiele za diesem LantUbergang finden 
sich bereitB in der spateren klassiscben Sprache: ni^"/"^ oiord 
(ayort) >gerade, anfrichtig* (= ci. nuiqppt^ niiord); uiuiapq. gyort 
(= nqapq.) ìu cincr Inschrìft y. J. 1036 Sir. 135; npq. ord (ori) 
^Wasserlanf, Kanal« (=s ci. ni^^ urd)\ oqkpà. qlerj (oyerc) 
>Ge8chenk« (= ci. nLqhpl uierj); oqkpX^tT oierjem (qyercem) 



60 Lantlehre. 

nnd mqhpklrtr olerjem (== ci. nL^irpUrtP ulerjem) ^). VgL auch 

Anm. Im NA. haben wir entsprechend: tr. oyort (nwa. Wb.) »rìch- 
tig« 8= ach. oy*erf, yturi (Tom. 34); mi. oyorkUl (Ma. 68) >Bchickeii« »= 
wn. oroxkel « ci. \f/]uiarkei\ poi. oyuy (Han. 97) »Gehim< = cL uHui^. 
Ygl. anch ag. (Sarg. 8. 46, 47) otac s ci. tirox; ora^' s ci. urag; otU « 
ci. ti^/; onU B= d. une/. Ùberhanpt entspricht dem gemeinarmenischen u 
der Einsilbler im Ag. regelmlUSig o: ag. »ot = ci. «u^, qort = ci. c*"^» 
A;o^ B ci. A;ti< n. 8. w. Anch onUf olii ftir ci. unel^ utel, obwohl der Satz 
ftlr Mehrsilbige nicht allgemein gilt. — Mit dem Ag. stimmt in diesem 
Pankte ttberein das Er. (Patk. Dial. S. 64). — Ùber die Jotierang 
dea Lantes u im Ak. ygl. Òanik. S. 281 f., im Kr. vgl. Patk. Dial. S. 65. 
Vgl. oben § 42 Rdn. 

CI. uy ai nnd scine Entsprechnngen im Kilikìschen. 

§ 63. 1. GÌ. anslantendes ay ai= kl. atj a, wie anch 
allgemein im Nenarmenischen. 

El. mqay dyo >Eind« 53 — 15, 55 — 16, ci. tiay; ò^iuaay 
j'ara >Diener, Sklave* L. 155 — 7. 10, ci. catay\ iUiutj vga 
»Zenge« 29 — 25 ci. vkay\ ^pmj vera »tlber, gegen« 35 — 17, 
51 — 12, ci. veray; 3. sg. Pr. anf -uy a; vgl. Fonnenlehre. 

Anm. Ftir das NA. ygl WZEM 1, 193; Blaer. Dial. v. Mns. S. 82; 
Tom. Dial. y. Tifi. S. 47 n. b. w. 

§ 64. 2. CI. utj ai vor Eonsonant = kl. uy ai, splltkl. 
a, welch letzter monophtongischer Lant ebenso im 
NeuwestarmeniBohen die regelmSlBìge Entspreohnng 
fttr ci. ai ist. Vgl. oben § 8. 

a) Im Anlante: uy^ ail (al) »anderer< 11 — 21. 26, 13 — 29, 
ci. ail\ Mujut uymy mjb aÌ8 (ad), aid (ad), ain (an), Pron. dem.; 
6en. uyunp aisor (asor), uyhnp ainor (anor) n. 8. w.; tujpftli airig 
(arig) »Gatte« 19—12. 13, 21—19, 45—12, ci. air n. s. w. 

b) Im Mante: iuyp hair (har) »Vater« 47 — 14. 10, ci. Aoir; 
tTuyp mair (mar) »Mntter« 49 — 29. 35, ci. mair; mqjpuyp aypair 
(aypar) >Bmder<, ci. eibair; à.uy'h cain (can) »Stìmme, Lant< 
47 — 2. 33, ci. Jain ; ferner in der 2. pi. anf -uy^ aiìt (aie) nach 
Fonnenlehre. 



1) Ygl. Mser. Dial. v. Mns. 65. 

V 

2} Im Jlf. dagegen (Patk. Dial. 83) entspricht klassischem u yor y 
der Lant a: z. B. jlf. ayord (ss d. aLqiinpt^)^ jlf. ayarkel (s ci. jmLqutp^ir^). 



YokaliBmiu. 61 

Anm. NenwestanneniBch entsprìeht in diesem Fall, wie oben be- 
merkt, regelrnUBig a. So im Tr. und der westlichen Sehrifìtsprache (Aid. 
II, S. 272), im Poi. (Han. WZKM 1, 193], im Neh. (Patk.), im Ach. (Tom. 
S. 30) a. B. w. 

§ 65. Znsatz. Erhalten hai sich der diphton- 
gi8che Gharakter yen ci. mj ai in folgenden F&llen: 

a) Im Anslante eìniger Einsilbler (nach § 8 a Anm.), ala 
^mj hay >Armenier«, d. hay (gespr. hai)\ ifiuj vay »wehe«, 
d. vay (gespr. vai); sowie ^hnliche Interjektionen. 

b) Im Inlaute mehrerer W5rter, in welchen mj ursprilng- 
lieh Yor Vokal Bteht: 'luyit t'ai/e >e8 geb11hrt« (ygl. Glosfl.), 
ci. vayele; ilutjJrtT vailetn »genìeBe» (ygl. Gloss.), ci. vayehm\ 
imjiJi haili >Spiegel« (ygl. GIoss.], ci. hayeli, Ygl. oben § 45 b. 

Anm. Letzterer Lantwert yon kl. mj ergiebt sich schon aos der 
Betrachtnng dea Nenarmenischen, wo sich Diphtong ai erhalten hat in 
poi. hay (pi. hayer; hainak >en arménien<) » ms., tf. hay >Armenier«; 
mi. vay ss tf. vay >wehe<; poi. haili (pi. haihètan) &= mg. ^ ach. haili 
>3piegel<; ach. vaiVel = neh. vaifiel >geniefien<; wHhrend sonst allge- 
mein aa. ai im NA. monophtongisiert ist. 

§ 66. 3. GÌ. mj ai =^ \l\. Ir e im Anlante: 

kl. ki^L^ ekuQ »Morgen, morgender Tag« 13 — 15, 15 — 18 

= ci. aigug\ kl. Irpajg eruig »Brandmal, Brand wnnde< Geop. 

S. 209 == ci. *airoig zu airem »brenne«; j^lrqlA y-ek^en >am 

Morgenc Achrab. H. II. S. 416, 422 = ci. ^y-^iigean za aig 

»Tage8anbmch«. 

Anm. 1. Anch inschriftlich ist dieselbe Lantentsprechnng schon 
frfih nachanweisen, und zwar, entgegen dem Kilikischen, anch im Inlante. 
So findet sich ftir aa. aigi >Weinbergc die ma. Form In^ und t^ ìa 
Inschriften y. J. 1033 (§ir. S. 127), v. J. 1215 (Sir. S. 75), y. J. 1266 (Sir. 
S. 116), y. J. 1345 (Sia. S. 116), y. J. 1348 (Sis. S. 121); ftir aa. haireneaq, 
Gten. pi. y. haireniU die ma. Fonn ikpk'^lrg in einer Inschr. y. J. 1266 

(§ir. S. 116); ftir aa. hairmetira^ (^mjpiruk^^utltpaig Gen. pi.) die ma. Form 

itpt'bt^'nltpiug V. J. 1215 (Sir. S. 75); ftir aa. elhair >Bnider< die ma. 

Form ^ipip in einer Inschr. y. J. 1310; ftir aa. y-ais >zn diesem* die 

ma. Form j^iru Inschr. y. J. 1033 (§ir. S. 127) u. s. w. 

Anm. 2. Im NO A. ist, wie schon erwSlhnt, e die regelmSBige Ent- 
spreohnng ftir aa. a%. Man yerglèiche z. B. Tom. Dial. y. Tifi. S. 46, 
Mser. Dial. y. Mua. S. 80, 8H). Aber anch das WA., worin a der regel- 

1) e wechselt in diesem Falle im OA. mit t, namentlich wenn es 
anBerhalb der letzten SUbe zn stehen kommt, ganz wie ci. t ^^^ t- Ygl 
Mser. S. 81, Tom. Dial. y. Tifi. S. 46, § 92. — In dem dnrch scine Sonder- 
Btellnng aosgezeichneten oa. Dial. y. Agnlis entspricht altem ai segar U 



i 



62 Lantlehre. 

m&Bige Yertreter von aa. ai ist, kennt dieae Lantenispreelumg, allerdings 
ala eine mehr vereinzelte nnd aaOergewbhnliche, ganz so wie im Kiliki- 
Bohen als dem Yorl&afer nnd der ^teren Stnfe dea NWA. dieselbe Lant- 
erBcheinimg nar vereinzelt anftritt. So ist poi. e = ci. ai nor anOer- 
halb der letzten Silbe (Han. WZEM 1,285) in cene^it >nifen< neben ean 
> Stimine*; ereiii >brennen, cL o*//*^/,; erig >Mann<, ci. uyp; ehi >Wein- 

tranbe*, ci. «vff/^; tr. e &= ci. ai in er >Mann« , ci. /«fp; erig »Gatte, 
Mann<, ci. utjp) ehi >Weinberg«, ci. wjqt'; erel >brennen<, ci. f^jp^ij 
nach Aid. H, 273. 

Anm. 3. Yerschieden von obigem mittel- nnd nenarmenischen 
Lantwandel iat der altere Wechael zwiachen aa. ai nnd e in: tfb^n. èef' 
(£t>) >Felazacke« b. Moa. Gbor. Cbrie ==> t^ayn. ÌLaif- >Zacke, Fela, Klippe« ; 
tftnjuLnp ìeravor (favori) >eine Art Weibranch oder Aloe« (eig. >g6- 
zahnt, zackig«) b. Moa. Chor. Geogr. = tfuynjatjip ÌLaii-avor (id.); ftp 
ser >Schwert8pitze, -aclineide* «= "t^jp sair (id.) (vgl. Bagr. Gramm. 
§ 1421). £a iragt aich, welcbe Form die nraprtlngliche iat. 

§ 67. 4. CI. uy ai = kl. fi o vereinzelt in: 
uintTu/b homan >Bedingnng, Vertrag, Termine = ci. «yu»/^ 
Juéu paiman >Bedingnng< ; u^ndmulri^ homanel = ci. u^uytiìu%k£^ 
paimanel; uiaSLpaLJup bomniuzi >yertragBnrknnde< == ci. *mutj^ 
JmbuipinjiP paimanaiutì. Vgl. GlosB. — Hierher gehdrt wohl 
auch die Vertretang des aa. '[utfPiri vaiiel »an8gie6en< durch 
ma. /[npki^ volel (neben valel) n. Wb. = poi. voiil (Aid. I, 
S. 182). 

Anm. Nicht mit nnaerem FaUe znaammenznatellen iat dagegen der 
altarmeniache Wechael von uij nnd o, iul in : tfonjum {diuuL»um\ iaurai 
>zabnloa, nngezahnt*, gegentlber éuijn.uiLnp zaifavor >gezahnt< von ^»^jt 
itiif >Zabn< ; vgl. G«n. ^op {i»uLp^ haur zn ^«7/1 hair, Jop {JuiLp^ maur 
zn t^i^p mair n. a. w. Verachieden davon iat anch die Entaprechnng : 
ci. putp^un^tT fariamim >welke< = ma. po^J^tT fqimìm (Geop.) 
>welke«; ci. puirLun^tP faramim »welke« = na. fgrmim (id.). 

CI. nj 0% nnd seìne Entsprechiingen im Eilikìschen. 

§ 68. 1. CL nj oy im Anslaute = kl. aj mit Lant- 
werth nach § 9 a. 



in giil [fn'i) >Wolf< = ci. gail (S. Sarg. 31, 48), nicht gùly wie nngenan 
Patkanean 735 — 2 nnd nach ihm Hannaz aetzen. Die von Aid. I, 215 
mitgeteilten oa. Formen: gii >Wolf<, t^i >Weinrebe<, ic >Ziege« aind ana 
aa. 7<v//^> "i/f/'^ "if^ vermittelt dnrch ^gZ, egi, ec, welch letztere die 
normaloatanneniachen Formen aind. 



VokallBmQB. 63 

So der Gen.-Dat. sg. der o-Deklination anf -aj -o, el. -oy: 

mityìiir/iy 71 — 8, '^''l'U 9 18^ ^bSiib-ny 77 — 21 ^ uiìtuhtu H. 223 
— 25} uaumaL^nj 3 — 3. 6, ^lJ'"U "^3 — 9, 83 — 15, ^f""U ^9 — lOj 

tTwpfiy 9 — 8, 37 — 2 n. b. w. Weitere Beispiele in Formenlebre. 

Anm. Entspreehend ist in diesem Falle im NA. allenthalben altee 
-oy sa -u geworden. So im Tr. (Aid. II, 7, 273), Poi. (Han. WZKH 1, 
295], Ach. (Tom. § 84), Ma. (Meer. S. 91), £r. (Meillet, Notee arm. S. 5), 
Tf. (Tom. § 89), Ag. (S. Sarg. S. 47) u. b. w. 

§ 69. 2. CI. nj 0% vor Eonsonant = kl. m. u^ wo- 
neben anch nocb die altere Schreibang mit nj ui [ti\ 
erBcbeint. 

Anm. Der Lantwandel ist dnrch dasselbe allgemeine Gesetz be- 
wirkt, nach welchem d. ai zn kl. a nnd fiberhanpt die altea Diphtongen 
za kl. Monophtongen geworden sind. Analogie kann hi^cbstens Beknnd&r 
dazu mitgewùrkt baben. 

Beispiele: ««.«/ uz >6ewalt< 27—4. 12. 18 = ci. oiz\ dazu 
ilmmitL^ vadui »scbwaeb« 35 — 9. 10; iuhaLi anus »angenehin« 
H. 226 — 20 = ci. anoié; ipui lus »Licht« Lied Lev. = ci. lois^) 
u. 8. w. Femer: juj^huiz (huz) >Streit« 13 — 30, 59 — 26 = 
ci. yoiz\ ^njp ìcuir (Jtur) >Schwe8ter« = ci. tloir n. s. w. 

§ 70. Znsatz. Das auf altes nj znrtlckgebende kl. u 
bleibt in nichtletzter Silbe erbalten. Ygl. oben §60. 

Beispiel: 6en. aLt^aj uzo za »!.(/ 57 — 23; wHhrend von 
i^utmp tustr der Geo. pi. tsterag^ von mnài dun der Nom. pi. 
dnvi lantet. S. § 60. 

Anm. Im NA. ist aa. nj oi, Bowobl im In- nnd An- ala im Ane- 
lante dnrch u vertreten. So im Poi. (Han. WZKM 1, 294 f.), Tr. (Aid. II, 
273), Ach. (Tom. S. 39 f.), Ma. (Mser. S. 90), Tf. (Tom. S. 45) n. b. w. 
Im Zt. (n. AUabw.) ist jedoch dieses ans alterem Dipbtong bervorge- 
gangene u, sowie anch nrsprUnglicber u-Lant in letzter Silbe zn 9 
rednziert, nach demselben Clesetze, welcheB in ebendemselben Dialecte 
altea t in letzter Silbe zn 9 werden lasat (vgl. oben § 49 Anm.). 
Z. B. zt badr9k (ci. ufutmpnj^) »Docbt<; Z9r9qk'^ (ci. yys^) >Rede«} z9k 

ci. ffj^) >Paar<, f9n (ci. Pij^) »Gift«, ha (ci. /«/«) *Licbt<. DieBes 9 

wird vor r zn i erhellt in: gir (ci. i^jp) *blind«; ìèir (ci. ^"/p) >Schwe- 

8ter<; murk'ir (ci. ifoptugnjp) >mfltterliche Tante* n. b. w. AnCerdem 



1) Ygl. anB der alteren Litteratnr die Yarianten: qjy^t t"»-^ 

>BpSrlÌch<; iupXattf mpXnL^f tupXn/ »NetZ< ; ut%iu^piy%f tuhui^apniitf 

aAiatqapnh >gran8am<; t^iyp t q-intfi^f i^nnp in -mmi_ >znBammen- 
kommen, zneammenfllefien*. 



64 Lantlehre. 

entspricht nooh aa. oi ein t-Lant im Er., Alt, Er.; as. B. er. Us >Lichtc 
(cl. i^j"), er. AVr (d. ^fjp) >Scbwesterc. Vgl. Patk. DiaL S. 25, Meillet, 
Notes ann. S. 5. Darch il vertreten ist ci. oi im Ag. (S. Sarg. S. 47). 
Vgl. anch ag. izH >8iichen< = kl. uzel = el. yusel, yak (S. Sarg. S. 47). — 
In poi. huis >Hoffiiiuig< hStte sich nach Han. WZEM 1, 301 der alte 
Diphtong erhalten ; offenbar aber liegt in poi. huia kein echt volksspracb- 
licher Anadrack, sondem vielmehr ein in die hOhere Sprache eingedmn- 
gener GlasBicismns vor — was schon daraos sicb ergiebt, dasa sonst 
allgemein ci. oi = poi. u ist. 

CI. Uff. (o) au nnd seine Entsprechnngen im Kilikischen. 

§ 71. CI. tuL (o) au = kl. iifc, o = o nach § 12 b 
und § 13. 

a) Im Anlante: kl. o/i, mi^ or »Tag« 11 — 28, 13 — 16. 25. 
32, ci. aur\ omtup qdar »fremd« 63 — 3. 4, d. auiar] otfmk^^ 
qidel >8chenken, yerscbenken, dotieren« 65 — 2, ci. auztel; 
oqhm^uAaLp/iài oìcnoganulun »Hilfe« 3 — 2, ci. augnakanuiiun\ 
opirb^ qrenic »6esetz< H. 210 — 21, ci. aurenk'; ferner ans 
mittelarmenÌBchen Sohriften: opHhlri^ orAn«/»8egnen«, ci. aurine/; 
olfialri^ qgdel »helfeiì«, ci. augtel\ oè^ki^ qjnel »8alben<, ci. aucar- 
nel n. 8. w. 

b] Im Inlaute: fuom^ xqsU »Rede, An8sage< 57—14, (!\,xau8lc\ 
[uouPi^ xosil »8precheiì« 51 — 13, ci. xausel\ 6en. 8g. 4op hqr 
37 — 22 u. s. w., ci. haur zn hair »Vater« ; Gen. 8g. Jhp mqr 
37 — 24, ci. tnaur zu mair »Mntter«; Gen. sg. Ir/ipop eypqr 
H. 220 — 42, mqjiop aypqr Dipi. Sarv. , ci. eibaur za eibair 
»Brader«. Im Instr. pi. anf -o^, -"'^s '^^ ^^ ^^' "^'^ • mu^phqg 
abrnqJc 21 — 7, ci. apranaulc\ iutunjpog hctsuiiqJc 21 — 7, ci. ha- 
$oilauìc\ ^^qg oHqU 55 — 8, ci. QapavJé n. 8. w. 

Anm. Ancb im NA., sowohl in der Ostlicben ala in der westlicben 
Sprachgmppe wird fibereinstimmend aa. au zn o monophtongÌBiert. So 
im Poi. (Han. WZKM 1, 287), im Tr. (Aid. Kr. Gramm.), im Mb. (Mser. 87), 
Ach. (Tom. 32, § 73), Tf. (Tom. 43, § 83) n. a. w. — Bemerkenawert ist, 
daBB die nenannenische Entsprechnng dea klaBaiachen Yerbalnomena anf 
-n^, -o^ regelmàBig anf-o;^ anagebt, nnd zwar anob in jenen Dialekten, 
in welcben aa. n o zn na. a, ^o (^0) differenziert iat; in letzteren Dialekten 
miiaate, voranageaetzt, daaa -n^ -0/ wirklicb die nrapriingliche altarme- 
niacbe Lantform dieaeB VerbalnomenB iat» altea -117 -ol zn na. -^oy (-*'6/, 
-uy) werden. Da nnn aber die Endnng im NA. nicbt ^oy n. a. w., aondem 
allgemein -oy iat^), o in letzter Silbe aber nnr aua altem a», nicbt ana 



1) So im Ms. (Maer. 87, 88), im Acb. rrom. 66, § 128), im Tr. (Aid. 
54 ff.), im Tf. (Tom. 36, § 65) n. b. w. 



Yokalismns. 65 

altem a o hervorgegangen sein kann, so folgt daraos, dass nioht «^ 
sondern o^ aui die wirkliohe orsprfingliohe, altannenische Endang dieaeB 
Verbalnomens gewesen sein moBB. Ganz ebenso Mser. Dial. y. Mas. 
S. 86, 87, 88. Dasa Btimmt aneli, dasB mittelarmeniBcli regehnSGig o^ 
oy gOBohrieben wird. 

CI. jii. iu (= In. eu) imd dessen Entspreeliangen ìm 

Eìlikisclien. 

§ 72. 1. CI. ytf. iu {ìtl eu) s= kl. aj ui (j tinger ««. u) in 
auslautender Silbe vor Eonsonant: 

kl. uijpnju airuin »Blnt« 61 — 18. 19 = d. ariun {mpfióit 
mpkii,); bei Mx. Her. ala mpajh aruin S. 73, 75, 76, 79, 116, 
neben jtlngerem lupnùi arun S. 59 a. a. w. Nom. pi. uipnjVùjt 
aruinni Asa. Ant. 93 — 5; kl. ^npii^mmjii ptank'duin >Nie8en< 
47 — 33. 36 = ci. prangiun {^ngAqfió,) vgl. GIoss. ; kl. ^mpajp 
haruir »himdert« L. 178 — 14. 15 = ci. hariur {^tupfiip)', kl. minjp 
ahiir »Mehl€ Mx. Her. S. 75 = ci. aliur (mJ^Lp^ «'i^^)] ibid. 
die jUngere Lantform or^nc^ alur S. 14, 51, 69, 77; kl. mnnjò^ 
afuij >LOwe« Smp. Ghron. Mr. A = ci. ariuc (nin/tc^); kl. Irpunfr 
erlcuin ^) »Impetigo, acabiea 8amoaa« Geop. 209, 223 = ci. orkiun 
[apgfiói). Femer auch folgende mittelarmeniache Anadrttcke : j^/i 
itdr »leicht« Matth. Urrh., Leb. d. Vat., = ci. diur (i^Lp)\ 
%kpfa/i» nerhuin «Elabeere, Elabeerbanmc , in mittelarm. med. 
Sohriften, = d. nergiun {%kpqpài)\ linpu^Ju gortuin »Pefferkraut« 
(boi) b. Vardan = ci. kordiun [linpi^ài^ ; mpiaiym arduid »Lerche« 
b. Gal. = ci. artiut [utpmftijn) b. Gr. Mag. % 

Ùbrigena Iftaat aich dieaer Lantwandel, reap. dieae Lant- 
entspreohnng bia in die frtthklaaaiache Zeit znrflck yerfolgen. 
So haben wir, abgeaehen von Dabletten wie: ci. pnfù »Gift« 
neben pftài, ci. ufbpnfr >giftloa« neben uApfiót, ci. %nLu 
>Bttcken« neben ^fitu (yerwandt mit «l» >Rttcken«), nament- 
lich achon bei Fanst. Byz. (Ed. Yen. 1832) die Lautvertretung 
^mjp = ci. ^ip nnd zwar: a) in der 3. ag. Imperf. paaa., z. B. 



1) Vgl. oben § 56. 

2) Hierher Btellt Bieh wohl auch kl. p^f"^ 9yuy >Gehim« Mr. B. 154, 

el uHul (auipui)] ferner: kl. i"*^ suy >Pfand«, el. iJ"jì siui >Halm«; 
kl. ^utpaót harun >Sehlag, AiuBehlagen der Pferde< aoB Slterem ^impftàt 
harnm (ygl pMuf^fitii Sehlag) ; auch ma. ^nuiJuy »Halm, Splitter< identiBch 
mit cL ^1"^ <!W (id.). 

Karst, Eilikìseli-mittelaniL yoUuspnehe. 5 



66 Lantlehre. 

mlruiuiinjp >er 8ah« S. 69 — 23 = d. mlruuihliip (fllr gew5hn- 
liches lakuiuittp)', b) in der Form irplgirpajp S. 105 = ci. Irp^kpfiip. 
Vgl. Pet. Gramm. S. 88, 213; Bagrat. § 431. 

Anm. Im Nenarmenischen, ab der natlirlichen FortBetzang dee 
MittelanneniBchen, finden wir denselben Lantwandel wieder. Nar iat 
kl. ly ui regelmSGig duroh na. u yertreten. So im Poi. (WZKM 1, 295): 

htU >feaclLt« (d. ^l^fi), huseià >fleohten« (d. ^ffutlri), arun >Blat« (ci. 
utpjaót)^ harur >biindert« (ci. ^topfnp)^ aìur >Mehl< (ci. '«iJ'Lp)' Das Tr. 
bai auDerdem noch*): axpur >Qaell« (ci. utq^ppip), exiur >Horn< (ci. 
Irq^Jfip), sun >S2iale« (ci. «/^c^), tur >leicht< (ci. fl'^)i m9rXftn >AmeÌ8e< 
(ci. 'Fpfjiót) , ayw >ZiegelBtein< (ci. mq^fitM) a. a. w. ; analog der Dial. v. 
Nachijeyan (Patk.), von Aohalzich (Tom. § 85), yon Tiflia (Tom. 50, § 106] >). 
— Nocb welter gebt der Dialekt yon Mas, woaelbat dieae Eracbeiniiiig 
aicb anob anf den Anlant eratreckt, inFiOleii wie: ur (ci. /^c^ tur) >seiii<, 

Gen. urin (aX. JtLpIrmb iurean) >Beiner<f Abl. urne (ci. *liipàr%t %uren§] 
>yon aicb« (ygl. Maer. y. Mas 94), wabrend daa Eilikiacbe in dieaem 
Falle t ala Entaprecbong fOr altea tu bat^). Ala mittelarmeniacbe, nicbt- 
kilikiacbe (oder auGerkilikiacbe) VorlSnfer jener nenapracblichen Formen 
finden aicb im Aebrabadin (AnazUge davon H. II, 422 ff.) bereita folgende 
jenen ganz entapreobende Formen yor: njp uir >aein« b» ci. ff*^ iur, 

H 430 — 24. 35; ajpirit uir*en >aeiner« = ci. ftiplrmù iurean^ H. 430 — 4; 

J^-JP^ y-uirm§ •yon aiobt = ci. jj"^'t y-tttrwg, H. 426—19, 430 — 18. 

§ 73. 2. Neben der Lantentsprechnng 1. geht eine 
andere einher, wonach ol. ftL (K) tu (eu) dnrch kl. p-, 
resp. ^-Lant vertreten ist. 

a) GÌ. [li. iu = kl. [il U in anslantender Silbe bei 
den Bildnngssaffixen -p/tti», -ftii 4un, Un, welch letz- 
tere nicht echtkilikisch, sondern aus der altarmeni- 
schen Schriftsprache entlehnt sind: 

è-tuaaLpfiót jatulun »Dien8t« 9 — 14, 13 — 29, ci. caf-ayuiiun 
{ò^iunmjntpftiit); ò^tmififuii jtuiun »Fehler, Verkehrtheit« 67—7, 
ci. ctuiiun »Schiefe«; mpè^utpufipatpfiót arjalsiruiun »Geiz« 
H. 225 — 39, ci. arcaiasirtiéiun {lupò^tupmulipnLpitó»); ^liiljp%qjtL'- 



1) Vgl. nwa. Wb. aowie Aid. II, 273. 

2] Der Dial. y. Tiflia weiat z. B. folgende Formen anf (Tom. 50): 
arun >Blnt« (d. mpltài)^ alur >M6bl< (ci. ut£^ip), harur >bandert« (ci. 

4u»p^Lp\ hìMÌl >flecbten« (ci. ^ftuilri)^ Jun >Scbnee« (ci. i/^A), sun >SSale« 

(ci. tf/^ci»), euxk >Halm« (d. ^l"-q)i hur >Gaat« (ol. ^/^c/>], alao ganz die- 
aelben FlUle wie in den weatlicben Dialekten. 
3) Siebe nnten § 74. 



VokalismiiB. 67 

ppói hiv9ndtdun »Erankheìt« Mr. B. 146, ci. hivandtdiun (ijt^ 
ijm%^tpfiói) ; kjimtjRpttgpitài ciavondun ^Ritterschaftt 17—22, 

ci. -iiun (-pjtài) a. 8. w. 

Anm. Entsprechend ist in diesem Falle ini NA. altes (ol.) tu ver- 
treten dnrch t im Poi., woselbBt Jeru^Sn >Alter«, ci. S^irnaipiiàt; dirutin 

>6erìcht«, ci. m^pnLp^ói; jaruCin >DienBt«, d. S^majujnLp^ó»; erganufin 
»LSnge«, ci. irp^uyìtmifi^ijb; inuMftuiCin >Nachricht<, ci. ftJìuuutnLpitài 
n. B. w. nach WZEH 1, 291. EbenBO im Neh.: farufin >Schlechtigkeit< 
Patk. Mat S. 6, ci. ^iupnip^ói] ayekufin >Gttte€ S. 30, d. ^tuqt^aLp^ót ; 
tramapanutin >Logik« S. 16, ci. tapunfutpÉaitaLp^tit'j pa^apanutin-ner (pi.) 
»Lobreden< S. 17, ci. i^uinmpuàtnLp^ót; meknuttn »£Tkllbrnng« S. 18, 
cL A^iiatppLii; payu^in >ElQte« S. 33, ci. i^iuqnip/iLh\ oyarmuCin >Mit- 
leid< S. 38, ci. ntinpiTmiPliài] InBtT. ayormut*%n-ov S. 61; ampaxiutin 
>Unglilck€ S. 34, d. aAfuuluiantpfnit; koyufin >Dieb8tahl< S. 35, 

ci. fn^ttLppót u. B. w. — Ferner -iiiVn im Tf. (Tom. S. 52) , im Ag., im 
£r. n. B. w. (S. Sarg. 40). — Nioht t, sondern *e liegt vor im Ma. (Mser. 
94], Bowie im Ach. (Tom. § 69) woBClbBt z. B. acb. derut*en, Qen. derufan 
>HerrBcbaft«, ms. uraxut^en G. -teni >Frende«, mi. candruf*en >Schwere« 

= ci. è^tuhpntppói n. B. w. Ob die Nominativform 'f*en (-piA) nicbt 

yielleicbt nnter dem EinfloBBC deB ma. GtonitivB anf -p^ir -i^en der Ab- 

Btracta anf "Pftó» entBtanden iBt? 

§ 74. b) CI. I»i. tu == kl. I» i im Wortanlant vor p r 
beim Pron. person. III. Person. 

Kl. I»p ir = ci. jtLp iur\ kl. jJipiTt y-irme = ci. jJnpiTt 
ff^urme; kl. ^pàri^ ir^enìc = ci. ^ipIruAg iureanU', kl. ^/iMr^ 
ir^efèc = ci. fiiplrtuiiif tureang.' Belege siche in Fonnenlehre. 
Ànch das Reflexiy Ipmp irar »eiiiander<, nnd mithin aach das 
d. ftplriup irear werden hòchst wahrecheinlich aaf ein nrsprttng- 
liches *^ip^lruip *iur-^ar zurtlckgehen. 

Anm. DieBelbe Lantentspreohnng zeigt fOr denBelben Fall das NA. 
im Poi. (Han. WZKM 1, 291), Tr. (Aid. II, 40), Neh. (Patk. Dial. Nacb.), 
Ach., Tf. (Tom. § HO, § 358) n. b. w. Abweichend dagegen im Ma. nach 
§ 72 Anm. 

§ 75. e) GÌ. jti. tu [Itl eu) = kl. fi % oder k e, resp. i 
im Wechsel mit e, vor ^ y (ci. i): 

Beispiel: Irplg^q^ ergiy neben kplilrq^ erg^ey »FarcIit< H. 220 
—33, 225—44; Mx. Her. 5, 35 = ci. erhmi [hpl^^L^', ^kii Uey 
>Dorf< Chron. Smp. 670 = d. giul {^L^t f^^ ^- s..w. 

Anm. Bekanntlich finden Bieh Bchon in der klaBsiBchen Litteratnr 
einselne Vorlanfer dieBer LanterBcheinnng, die biB in daB Modernarme- 

5* 



68 Lantlehre. 

nÌ8ohe Mnabreioht: bo poi. yey >niiBch]itt€ , ci. jfiJi) ley >Schwimmen<, 

d. il^^\ key »Dorf«, ci. ql"^^) — ma. yey »Bntter<, ci. (il^; g^ey >Dorf€, 

d. ql"^^); entsprechend im Tf.*): yiy «Bnttert, giy »Dorf«; im Ach.^): 
yey >Batter« u. b. w. 

Anch in der modernen Sprache lanfen demnach beide fUr das Eili- 
kiBche festgesteUten Lantrertretangen ftir d. tu jfi. parallol neben ein- 
ander. Nur iBt folgendes zn beacbten: w&brend die weBtIichen Dialekte 
hinsicbtlich doB Grenzgebietes dcB ti- and dea t-LantCB» alB der beiden 
Vertreter von ci. iu (il^ mit dem KilikiBchen Ubereinstimmen, indem bier 
die LantentBprechnngen ^ fa. tu ss na. (ma.) u , nnd ci. [il iu «b na. 
(ma.) t nabezn gleicbberecbtigt nnd gleichweit auBgedehnt neben einander 
Btehen, ist in den Ostlicben Dialekten die Abgrenznng der beiden Laute 
eine mehr nng^eichmSfiige nnd je nacb den verBcbiedenen Dialekten 
Bcbwankende, indem bald der eine, bald der andere der beiden frag- 
licben Lantvertreter die ttberwiegende VorherrBchafì; erlangt, mit fiut 
yOlliger AuBsoblieOong dea anderen. So im Ms., wo altem iu fìuit aos- 
BchlieGlioh u entspricht, nnr selten i. Im Kr. dagegen ist u die regel- 
maGige nnd so gnt wie anBschlieGliche Enteprechang von ci. iu (Maer. 94), 
im £r. iBt es t; z. B. er. jin >Schnee« «= c\. jiun; olir »Mehl« » ci. aUur; 
harir >bandert« "a ci. har%ur\ ariti »Blnt« ss ci. ariun n. B. w. (gegen 
wa. eun, ahtr, harur^ arun), Vgl. Palas. S. 11, S. Sarg. S. 40, 41 n. a. w. 

CI. K er nnd seìne Entspreeliiuigen im Eilikisclien. 

§ 76. 1. CI. K et) = kl. ul u in: 

kl. UL u (Eonj.) »and« (nach Gloss. anch allgemein nen- 
armeniscli) = ol. ev kL »nnd< ; kl. ^%^nL ingu (koqj.) »bi8« 
41 — 12 = d. mingev iffiii^kL] kl. /rir^^/Z/r ingvt neben (A^aili in^i 
(Gloss.) = ci. mingee % if%^L jb ^) (kl. Ii%^ai. : d. i^ì^Itl = kl. 
jk^iiT : d. i&q^J^ ; vgl. nnten § 1 43). 

Anm. Scbon in der Slteaten klaasiacben Litteratnr findet Bicb der- 
aelbe Lantwechael in FSllen wie: aa. ^f^puL ibru >wie« s= aa. ^f^^*- 
ibrev (it.); aa. nifinunutuii ufutasn >18« = aa. atpirLtataA ufevtatn (it); 
aa. utjpailj» airuji >Kayallerie« = aa. uypirtJi^ airevji (it). 

§ 77. 2. Glassischem ^l ev {eu) entspricht im KL. 
vereinzelt io ^mt. in: 



1) WZKM 1, 285. 

2) MBer. S. 94. 

3) Tom. S. 52. 

4) Tom. Dial. y. Ach. 

5) Vielleicht ancb kl. (na.) «»f/<v</^ {"UiP'- + A) =" <^I- '^Jt^'- 1 \ 
d. uffi^t- iat wirklich yorbanden. 



VokaliBmiiB. 69 

kl. ftuitfyù iqén >8ieben« 93 — 7, 15 — 2 = nachol. Iropi/t 
kmtpii eqln = ci. kiffii evin, nach anderer Lesang = euln. 
Die Forni etdn = *septfgk ist jedenfalls die &lteste. 

CI. km ea, inuj eay, kun. eav nnd ihre Entspreehiiiigeii im 

Kilikisehen. 

§ 78. I. GÌ. kui ea, kmj eay^ kiuL eav, eng mit einander ver- 
wandt dnrch das gemeinsame Element km ea, haben anch dies 
gemeinsam, dass aie nnr in letzter Silbe, resp. in Einsilblern 
stehen kOnnen. Eommen sie dorch Worterweiternng in cine 
nìchtletzte Silbe zn stehen, so wird km ea zu k e (kmj eay 
demgemUB zuke+jy^=t^ì kmL eav zu k e + l v 
= ki. ev) z. B. ol. iktupq^ hard, aber Gen. ikpt^ft lerdi, ikmióa 
leafTij aber Gen. ikpp% lerin, ^jtumifùkmj kristoneay, aber Gen. 
,gp^mmmittp Rr%8tonei\ pi. Gen. -tsr^^^ -neig-, akmc seav, aber Gen. 
nkili sevi n. s. w. 

§ 79. Im Kilikisehen nun wird km ea anch in letz- 
ter Silbe, also da, wo es im Elassischen erhalten 
bleibt, zn k *e abgeschwacht. Das so entstandene *e 
(s. oben § 6) wird jedoch anBerhalb der letzten Silbe 
zn einfaohem, nichtjotiertem e. 

1. GÌ. km ea = kl. k *e in Einsilblern nnd in letzter 
Wortsilbe im Inlant: 

a) in der 3. sg. Aor. anf -Ir^ -^eg = ci. -eaci mjpkg air^eg 
93 — 28, ci. a%reaQ\ ò^m^kg Jax^eg 65 — 1, d. caxeaQ\ juLqmplikg 
huyar^eg 75—13, ci. yuiarkeag\ pM&kg ptn^eg Smp. Ghron. 619, 
ci. hil^eag\ tfukg kn*eg Smp. Ghron. 655, ci. ffneag] ipLÒ^kg luj^eg 
ibid. 646, ci. luceag\ fuiktf xfeg ibid. 612, c\, xleag. Weitere 
Belege in Formenlehre. 

b) Im Gen.-Dat. PInr. der Snbstantiva anf t, Plnr. ile (ygl. 
Formenlehre). So die Genitive: imjpkitkg hairen*eg 19 — 21, 
23 — 11. 26. 30 n. s. w., d. haireneag\ pmt^kg payn^eg 45 — 11, 
d. baianeag\ ^uip^ki^ harg^eg 9" — 12, ci. harkeQg\ api^kg orfeg 
31 — 21, 49 — 34, ci. ordeag] aunk^kg udePeg Mr. B. 159, ci. ute- 
leag; mqk^f ay*eg Mx. Her. 96, ci. aieag; limpkg gar*eg Mx. Her. 71, 
el. kareag\ mpò^nJrg arjv*eg Geop. 119, d. arcveag n. s. w. 

e] Im Part. pr. act. anf -i^^ -V/ =s ol. -km^^ -eal: z. B. ^^^ 
kn*el 47 — 20, d. gneal\ i^pmUfuki^ kravgn^el 71 — 20, ci. grav^ 



I 

70 Laatlehre. 



kaneal] qpki^ kr^el 47 — 31, ci. greal\ qtumti^ zad^el 63 — 20, 
gL zateal\ gi%S-tujir£^ 9njay*el 55 — 5, ci. 9ncayeal\ énqil^i^ zoye*el 
15 — 15, ci. ioiovecU] muglri^ a$Q*el 15—15, ci. asa^eal; i/jbmglri^ 
kna^ein — 11, ci. ffnageal] SLmi^lr^ fnnag*el 89 — 19, ci, mnageal] 
ph^piri perdei 45 — 13, ci. bereal; im%lri^ han*el H. 221 — 11, ci. 
haneal] uijpiri^ air^el 57 — 17, ci. arareal\ A^A^ ePel 13 — 21, ci. 
eUal u. 8. w. Weitere Belege in Formenlehre. 

d) Im Nom. Plur. auf -kp -W = ci. -Irmp -ear (vgl. For- 
menlehre): tuq^p azk*er H. 210 — 24, ci. -ear] pmélrp paz*er 
L. 154 — 23, ci. -cor; femer piaiikp panzer H. 225 — 34; S^mjpkp 
jair*er 59 — 14; nppkp orp^er 51 — 11; guiJrp gav*er H. 214 — 15; 
opkp qr*er 23—26, 25—7, 27—10 u. 8. w. 

Dagegen mit nnjotiertem e-Laut: i^kqlrpnf k&yero Gen. pi. 
34 — 8, zu Nom. pi. i^lrqlrp key*er H. 224 — 17; oplrpnj orerò 
Gen. pi. 25 — 7, zu Nom. pi. opkp or^er, ^npmkpaj Jordero Gen. 
pi. 9 — 2. 4 zu Nom. pi. ^apmkp Jord^er 9 — 21 u. s. w. 

e) Gen.-Dat. Sg. auf -kh -^en = ci. -Irut% der Ab8trakta 
auf -^fì», "Pjtói (8. Formenlehre): kl. j^unTubVù y-ams^enn, Dipi. 
Sary. H. 258 =: ci. y-amseann; mpirii ar*en Gen. sg. y. mpnjii 
»Blut< Mx. Her. = ci. arean zu ariun. 

f) In den Pronominalformen ^phi^ ir*enS 41—8, 49—27, 
51—16; igPplf%g zif*enX 17—16, 39—1, L. 178—12 = ci. iureanJcy 
2-; ^pb^if ir*eng 3 — 19, 17 — 9. 15. 16 = ci. iureang, 

g) In einzelnen Substantìyen, Adjektiyen u. 8. w.: z. B. 
i^tó vz*en »Strafe, GeldbuBe* 73 — 18, 81—23 = ci. vzean\ 
jutijitnàrh havid^en »ewig« Dipi. Sary. = ci. yavitean\ gnpb% 
Qor*en »Weizen« L. 155 — 18 = ci. gorean; ^i^jÌt^ ffloy^eg 
»Zinn« L. 157 — 25 = ci. klayeak\ ^pq. Peri »Leber« Geop. 
176, Mx. Her. 3, 7, 94, 145 = ci. leard\ ilnó» Petn »Berg« 
H. 208—12. 14 = d. leatn\ ik^ki^ he/el »Reìter, Heerc (eìgentl. 
Part. pr. act.) Smp. Chron. Dui. 649, 656, 668 = d. heceal] 
ptupXiiLlrlik^ parcven*eg (hot.) >Stabwurz« Mx. Her. 133, 156 = 
ci. barjveneai. Femer auoh folgende mittelarmenÌ8che Formen 
(nach Wb.): qi/h z*en »Schaden« = ci. zean\ pnpb% porteti 
>Hyane« = ci. borean; q^ir^ t'feg »Burg« = d. dhah\ qmjhli 
tay^eg »Amme< = ci. daheak\ ^A^tT k*em »Schwelle« = c\.8eam[k)\ 
uiuaph^ asor^effy sof'eg (hot) »Ranke« = ci. asoreak) umph^ sar^eg 



VokaliBmiu. 71 

(sariff) »Àm8eI< = ci. sareak; ^aplr^ gw*eg >Hìr8e« = ci. koreak\ 
tfambli vaf^eg >Htthnoheii« = ci. vareak u. a. m. ^). 

Die Lantabstnfung yon aa. Inu ea zu ma. Ir *e triti anBer- 
dem deatUch za Tage in zahlreichen mittelarmenischen, zum 
Teil bis ins 11. Jahrh. znrUckreichenden Inschriften, namentlich 
ans dem Distrikt Sirak and der Stadt Ani. So in einer InBchr. 
y. 11. Jahrh. (§ir. 40); ^mqkg (= ci. ^utnlruig)\ q^kS^lri^ (= ci. 
ftk^btui). — Inschr. v. J. 1 348 (èir. 63) : inppki^ jA» (= ci. ^ap^ 
pkmi^ lr%]\ ifuhi^ tj, (= ci. ifblrmi^ ^^). — Inschr. Y. J. 1057—1063 
(èir. 72): /frt^tó (= ci liLphm%). — Inschr. v. J. 1215 (èir. 75): 

mfiptra (= Cl. uipnirtug)] }JiQuuuiutt^h%g (= Cl. "tutha)] 7niri^'ìr0 

(= ci. -kuAy)', èir. 76: mpirìài (= ci. utphuiVb »des Blates«); 

iptlri^ tjt (= cl. ifblruti^ kt)\ it^^L ^h (= ^' '^'"L ^A)) ^fULafunlblrg 
6en. pi. (= ci. -trutgYy y^iiulittótbrg Gcn. pi. (= cl. 'Irutg)\ puti^kg 

6en. pi. (= i^\. pmqiu%lrmg)\ ifblri^ t^t iP''^L ^A^ f^Hicr èir. 77: 

^mt^lr^g (= ci. -Irut%g)\ uAikp »HàaBer< (= cl. 'Irutp)\ inqlrp 
>LàndereÌen« (= cl. -Irutp)\ kt «"O'L (= ci. k^ mnikmi\\ InT 

qpbrg^ (= ci. -ktui). In derselben Inschrift S. 78: j^mpi^lugu 
>von meinen Einkttnften« (= cl. j^mpi^iuii^u); ^wummmki^ 

(p. pr.) t\ ''"u"U'L (P- P^') ^' — Inschr. v. J. 1310 tp pirpk^ 
(p. pr.); luiuniairi^ (p. pr.) tp] l9plr%g (= A. jtLphmbg). — Inschr. 

y. J. 1291 (Sir. 86): \y^uui£nLDh1ba (= cl. -irtuitg)] ^ itufui» mptUAa 

>Ton rechtmaBigem £inkommen< (= cl. iupqJnuùg). — Inschr. 
y. J. 1342 (èir. 86): %utlu'blrg >der Vorfahrenc (= t\. ^uifubkuig)', 
ibid. hliki^ (= ci. -kiui), — Inschr. y. J. 1262 (èir. 116): 4tpt^ 

%lrg% (= cl. ^mjplr%huigù)\ ibid. fìr^/^ (p. pr.) lp\ milJTi^ (p. pr.) 

tp> — Inschr. y. J. 1289 (èir. 123): ^u,^mdi%g (= ci. -kufbg)', 

iJAki^ (p. pr.) inT] ft mwóiii WjJrmkg (= Cl. J[^drmkutg), — InSChr. 
y. J. 1284 (èir. 140): J[^ikmkg (= ci. -kmg)\ uipkib (= cl. iupkuAi 

Gen.-Dat. y. mp^tit) ; tqkg (= cl. tujqktuy Gen. pi. y. uy^/i) a. s. w. 

§ 80. 2. Cl. kuij eay (= km ea + j y) =W. t e (= k e 
+ ^ y) in letzter Silbe: 

Beispiele: ^JBumnbt Xristone, pi. ^^umtAtg -^^ »ChrÌ8tj 
Christenc 25—4, Hef. Kor. Dal. S. 478, 485, 486, 488 = 



1) Dagegen ist wohl in folgenden, in die Sltere Zeit znrttckreichen- 
den FSIlen die Form mit Ir e die orspriingliche, die mit km ea dagegen 
die BpStere: iluktT vaem >erhaben< nnd vaeam; kpkl^ erek >Abend« 
nnd ereak; i^mm^t^ paiUfffi > Copie» Dnplilcat* and pat^ean; mk^q. iend 
>Fieber< nnd teand a. b. w. 



72 Laadehre. 

ci. Uristoneai/j Nom. pi. -eat£, 6en. -fH?. EbenBO uidtg aieJi 
»Wert, PreÌB€, Gen. -tts eig H. 220—43 = ci. *arieay-ìc\ 
uuiirmp^tg {"'^'^«pìk^ samsrgeR »Maklergebttlir« L. 155 — 2.6.21. 
22. 23, L. 156—6 = ci. *-g€ayR, ganz wie spatd. uinAutuum^k 
athavatge »Dranfgeld« = d. athavatQeay^). 

Ferner anch folgende mittelarmenischen (ygl. Wb.): ^lopt 
micqre »Mittag«, ci. mijaureay] ui^mt (^^i »Laiìze, Speer<, 
ci. aiteay; iTut^Jlit fnaike »ledeni«, d. maikeay\ fmpt ^^f »&^ 
Gerste, gersten- (nach Wb. Suppl.), ci. gareay\ uijò^kg oijclc 
»Kleider ans Ziegenhaar«, d. aiceai-Jc^ sg. aiceay\ ifl^lrpt sigere 
»Wìld«, ci. sikereay. Aber anch schon in frllhklassiBcher Zeit 
erscheint: ^ai^ Uve »Wttrfel« (bei Fanst. Byz. S. 252) = cL 
Rveay (gen. lcvei\\ ci. ^n%t gone »wenig8ten8< (Bibelversion) fìlr 
àlteres goneay^ gonea. 

§ 81. 3. Das flir irmj eay im Anslant stehende 
ci. Irui ea der 2. sg. Imperativi Aor. dar a-Themata wird 
wie jeneB behandelt; es ist ci. km ea im Anelante == 
kl. t e. 

So die Imperative Aor. (2. p. sg.): il^mpt vjare 41 — 5, d. 
vcarea\ pm^t i^pi 75 — 10, ci. iapea; lULÒ-t luje Mr. B. 157, 
d. lucea\ [uanAt ^arne Mr. B. 147, ci. zafnea; Jiuqt tnaye Hr. B. 

147, ci. maiea; iftut sine Mr. B. 157, d. Sinea] t^ut^t ^<^Q Mr. B. 

148, q\. pahea\ puAt pcaie Geop. 34, d. banea\ fkut lese G^op. 
195, ci. Ie8ea\ ituyt ^laye Geop. 99, ci. nayea n. B. w. Ygl. 
Formenlehre. 

§ 82. 4. GÌ. kmi. eav {Ifm ea + m. v) = kl. Itl *ef) {k *e 
+ t t?) in letzter Silbe. 

Kl. irK sl^ev >8chwarz« Mr. B. S. 149, 152 n.8. w. = ci. seav\ 
utniìrL^) arc*ev »eher, znvor* 41 — 5. 23, 43 — 1 n. s. w. = ci. 
arajeav (eigentl. Instr. v. umut]^) ; jkmlrL hedfev »nachher, Bpater« 
41 — 22, 69 — 22 n. B. w. = ci. *yeteav (eigentl. Instr. v. jlnafi)] 
%lrpglri. nerM*ev »innerhalb« 77—7 = d. *nerlceav (eigentl. InBtr. 
V. ^trp^. Bei Mx. Her. anch: %irpgulrL nerRs^ev. Anch finden 
Bich in mittelarmeniBchen Antoren die Formen: ilfrpkL verace 



1) Analog im Dial. v. Nachij. (Patk. Mat S. 135): ifiupuikm^ 

»Lelirgeld, Schnlgeld*, ip^Uitgt tntuiiiri^tg n. b. w., mit Snff. -^^ -feU 
= d. feai H- U . 

2) Allerdings anch schon altarmenlBch qutaju^kLf ^kmln.. 




VokaliBmQfl. 



73 



t>oben, oberbalbi = el. *veroav; ^pmyln iruc^ev >anBen, anfien 
! ci, *drupeac, vgl. Aid. II, 127f.; i{liplhi. ì>erc*ev *znrflck, 
hìnter' = ci, 'feiy'eoP ; uumpti stor'er «Diiter, unterbalb< = 
ci. *storeav. Inachriftlicb belegt iBt z. B. : u.nj/ri afc'ev in einer 

, Insebr. V. J. 1215 [bir. 76); /^A^K ver'cv in einer InBcbr. v. 

|.J. 1271 [èir. 170); iip^ii ner^-'cv in derselbon Inschr. 



Veitretang des aa, hai ea dnrch 
io man aanaclist anEnDebmea ver- 
ìe achoQ aiiB Fnl) 3, hervorgelit. 
nechanÌBcber LaDtwandel vor, 
GesetM der Abachleifung nnd 



^^F Anm. In ali diesen FSllen vo 

na. i 'e {() iet Analogiebildang, 
Bncht Beis kOnnte , anggeBcLloBaen , 
Tielmebr liegt hiec wirklicLer, 
hervorgegangen unter dem allgemei 
KonophtongiBierung Aei altarmeniBchen Diphtonge. IlJictiBteiis kann 
rereinzelt ^rFall 1. and 4. Analogie ale mitwirkender seknndarer 
Faktor am Lantwandel boteiligt gewesen sein. 

I§ 83. Znaatr,. Wie aa. lai ea, kmj eay, so wird anch 
das damit verwandte') ^w ìa, puif iay in letzter Silbe 
Kom A-Lant mooopbtongiBiert, nnd zwar regelm^Big 
tm e. 
\ BeÌBpiele aind: kl. jf«, ^fif zct (zet) »wie< 33 — 1. 16, 
8S — 5 auB spiitol. f &^f xeril, flipp zerf {Gr. Mag., N. Bnorb.) = 
d- xiard jwie«; kl. ^1/ meg [meg] i>ein, eina* 21 — 4, 23 — 7, 
31—16, 35—17, 39—9 = ci. mtak .Einbeìt, kvas, einzig* ; 
kl. Jtiiiiuli menag, jllngerc Form i^Ihu^ minag >8ofort, BOgleicb' 
13—1, 17—20, 31—19, 11—5, 13—28, 23—16, 35—3,61—12 
entstanden aus *i/t^uf^ "mmag {men -|- ag\ = ci. miainah >einzig, 
alIeiiK. — Ferner das bereita altanneniach Torhandene ^u 
ttìfin >allein< (daa Simplex zu dem vorigen!) = ci. miain lalleiu' ; 
ebenfalls das auB dem AA. Uberkommene ailp dn- [aa. t^r] aua 

IUTBprUnglicbem *tè + air worans *tiair ward, aus welcbem 
wiedemm ter hervorgegangen ist'). 
^' 



Im NeaarmeaiBcben Betzt eiob im weBentlichen dieeelbe 

intvertTBtnng von aa. ea dnrch 'e fort. So entBpriebt aa. <a na. 'e im 

lAid. II, 273). ira Ach, iTom, % 68), im Mb. (Mser. 97), im Poi. (Han, 

EH I, 284) n. s. w., wobei, Ubere insti mme od mit dem Rilikischen. 'e 

iKnQerhalb der letzten Silbe un e wlrd. So im Poi.: ien >Schadeii< pi. 



I) {lai wecheelt mit fr™ In ìifrj«(i^ «Sehne» nnd 'ujiaipii n. Wb.; 
[•lanbuàX, lunnbuib Haaptfeldherr CboBTOv'B II. nnd jaaafaA n, Ann. 
Gramm. I, S. 42—43. 

2; Bagegen iat im Ag. (3. Sarg. S. 101] mlttoh Vokalanefalle ana nrann. 
orm ag. tair •Herr* (pL tair-ar, Gen. tair-er-ij geworden. 



74 Laatlehre. 

zeÀèr; ?ui}èl »Heer« aber h^eiutìn >Krìeg« a. 8. w.^). In den itaolBierenden 
nordweBtiichen Dialekten (von Polen, Ungam-Siebenbiirgen, Krim, Non- 
Naohijevan) wird jedoch gemeinnenanneniBoheB *e za % im Part. prSt anf 
-t7 (d. -^<v^, kl. 'Iri_ -^elj, ein Lantwandel, der vielleicbt nnter dem Ein- 
floBB des dioBem Particip regelmSfiig naohgOBetzten Verbnm snbBtantiyiim 
im, isj ink n. 8. w. vor 8ick gegangen ist']. In dem noch Bt&rker itaci- 
Bierenden NordoBtarmeniBchen, der Sprache yon TìAìb, ìbì BOgar re gel - 
mSGig nnd allenthalben gemeinnenarmenischeB aoB ea hervorge- 
gangeneB e va i geworden , bo tf. (Tom. S. 49) ltrt\ gen. lir^i >Leber<, 
ci. £b-mpq.'j kinlc, gen. kirJti >Leben«, cL Ifbruìitg^ korik, gen. korki >HirBe«, 

ci. ^aphtu^ a. B. w. — Der ZaBatz § 83 Uber aa. ia gilt ebenfallB fttr das 
NeoarmeniBcke (7gl. Tom. Dial. v. Tifi. § 103). 

§ 84. n. GÌ. km ea = kl. » a in anslautender 
Silbe in: 

Pron. refi, ppmp irar (z-irar) >emander« 3 — ^5, 17—4, 19 — I, 
27—20, 33 — 21 u. fl. w. = ci. irear jtpkmp (vgl. Formenlehre). 
GÌ. kmj^ Irm entsprìcht ferner kl. i» a in den AoriBtformen : 
^apuA fforan (ci. ^apirmA) Smp. Ghron. S. 671; ^ui%qmt. hangav 
Smp. Ghron. S. 645 (ci. ^uA^I^uìl) ; ijiut^uti. pazav Smp. Ghron. 
S. 624 ; tfnu^mii Smp. Ghron. S. 667 u. s. w. Letzteres halte 
ich jedoch nìcht ftir wirkiiche Lautyertretnng^), sondem 
fllr cine rein grammatische Bildungsverschiedenheit (ygl. 
Formenlehre). 

Anm. Im NA. haben wir z. B. ttberdies noch poi. xrittona »Ela* 
tholik« sa ci. k^rùtoMay, — Ferner entBpricht altem ea im Gen.-Dat. der 
anf 'iun, -ufiun der Lant a im Tr. (Aid. II, § 769) im Ach. (Tom. § 69), 
im Ma. (MBer. § 118), in welch letzterem z. B. Gton.-Dat. san zn mn 
(oL sittn) >SSnle«; Qten.'Dat Jan za jun (d. jtun) >Schnee«; ebenBO ach. 
(}en.-Dat derufan zn deru^en >HerrBohaft« n. b. w. — Dagegen wird 
ci. ea dnroh poi. J'a , d. i. a mit Erreichnng dcB Yorhergehenden Konso- 
nanten, vertreten in ^ank' >Leben, Alter « s= ci. keank'; havitfan »ewig« 
ss ci. yaviUan, MOglioh, dasB hier der a-Lant nnter dem EinfluBse der 
altarmeniBchen Schrifbprache sich erhalten hat 



1 ) Ganz riohtig bemerkt ttber dieBen Bowohl aUgemeinnenarmeniBchen 
ab anoh bereitB mittelarmeniBchen LantweohBel Hannsz in WZKM 1 , 284 : 
» Wie eraichtlich, entBpricht hier der WechBel zwiBchen je ^e) nnd e dem 
Ablante ea: e in der klaBBÌBchen Sprache*. 

2) Z. B. perii'im >ioh habe getragen«, kidaqt^'-im >ich habe gewuBBt* 
n. Han. WZKM 1, 291. 

3) Wie z. B. MBer. Dial. v. Mns. 98 will; vgl. anch Tom. Dial v. 
Tifi. 60. 



Eonsonantismiu. 75 



Konsonantismus. 

A. Ezplosivlaute iind Afflricatae. 

I. Tennes nnd lediae. Die zweite armenische Lantverschiebnng 

im Kilikischen. 

§ 85. Lantgesetz: Die Tennes der klassischen 
Sprache/), t, A, e, e werden im Kilikischen verscho- 
ben zu den entsprechenden Mediae: 6, d, g^ j\ j, — 
Umgekehrt erscheinen die altarmenischen Mediae: 
*> ^) 9ì Ji J verschoben zu den entsprechenden 
Tenues: p, t, A, e, e, S. oben § I6ff. 

1. Die klassischen Tenues nnd ihre kilikischen Entsprechnngen. 

§ 86. Gì. ug p = kl ò *Y- 

a) Im Anlaute: kl. u^m^ bah »Stunde, Moment* 11 — 20, 
ci. pah »Nachtwache« ; u^tu^lnr bahem »bewache« 17 — 8, 
ci. pahem\ t^tupm hard »8chuldig« 9 — 5. 16, ci. pari] u^tupm^ 
bardi >schuldet« 9 — 17, 15 — 21, ci. parti\ u^fim^ bidi »oportet« 
17 — 15, 15 — 13, ci. piti\ Gen.-Dat. u^mpmnu^ bardu^ y. ugmpuig 
»Schuld< 9 — 24, 77—2, ci. partug] u^m^utu bagas »weniger€ 
29 — 23, ci. pakas\ uitulfulnr baksem >fehlen, sich yerfehlen« 
H. 226 — 16, ci. pakasem] u^miak^ badeh »rechtm9.Big, gesetz- 
lich€ 15 — 9yiA,pateh\ lYnrmib^ff/fv/v ioe/^At^or »geeignet, zuetUndig* 
19 — 27, 53 — 5, ci. *patehavor\ u^wm bad »Schranke, Barriere« 
H. 223 — 17. 19, ci. pai; mkqò^ Veyj »schlecht«, ci. p%lc\ «yu»^ 
^ghtffnT bahsnjem >fordere« L. 158 — 10, ci. pahanjem] muna^ 
Hmng badJarS >Ent8chuldigung« 9—18, 67—6, ci. patcafM\ 
a^utm^nilnpt bodjrvore »er entschuldigt* 65 — 16, cì.*patcatavor€] 
tnutputl^mù bardgan »SchaIdner€ 77 — 2, ci. partakan; ugaJìuii 
boman »Vertrag, Termin« 77 — 26, 81—5, ci. paiman u. s. w. 

b) Im Inlaute: mh^ì» aba »darauf« 11 — 23, ci. apa\ muipu/ug 
abranR >Gut, Be8itztum« 11 — 4, 19 — 18, ci. apranK\ tuuipPtr 
abrim »lebe< 45 — 16, 47 — 7, 59—27, d. aprim\ liwu^ilhi^gaWel 
»gebunden« 9 — 7, part. pr&t. y. gabem, ci. kapem; ^au^^m gobid 
>grob< 15 — 10, ci. kopit] ^mii^ugiuè- handibaj »yorkommend« 
35 — 2, p. pr. zu handibim^ ci. handipim] mim^tumlr^ anbedfeh 



76 Lantlehre. 

»ungezìemeiid« 15 — 11, ol. anpiiteh] miiu^ut^ma anbagas »iinfehl- 
bar« 83 — 3, ci. anpakas n. B. w. 

e) Im Anslaute: «yMiy bob »6roByater< Lied Lev., d.pap. 

U. 8. W. 

A nm. AlturmeniBcbem t^pìn ^uAutu^tup4 éanaparh »Weg< entBprìoht 

kilikisch ebenfalls <y in der Form ^uAugui^ 25—6, H. 217--I, 221—34; 

daneben aber anch p p In der Form ^ imit^t % Janps Dipi. Sary., nnd ab 

dritter Vertreter ^ ^ in der Form ^uA^at^ Janpov H. 222—19; vgl Glosa. 

Eratere Form, HuAt^m^ ist hiatoriBche Schreibimg nnd lantet Jan/ioA; 
die beiden anderen Sohreibarten sind plionetiscbe , nnd aswar ist, nach 
dem Nenarmenischen zn schlieGen, diejenige mit ^ ^ als die genanere 
nnd allein richtige zn betracbten: wir baben nìimlicb ancb Aspirata in 
poi. Jampa >obemin particnlier, yoyage« Han. 48, in ncb. can^a >Weg«, 
èampu paSar >Wegzehmng< n. B. w. — £b ist also in diesem vereinaelten 
Falle ci. p zn kl. ^ geworden. 

§ 87. Ci. «, ^ = kl. d u,\ 

a) Im Anlante: munT dam »gebe« 11 — 18, muy da »giebt« 
13 — 7.9, «fviir^ dal »geben< 21 — 11, ol. tal, tatfy tam »gebe«; 
mmlf dag »WarzeI« Mr. B. 154, d. iak\ mtug daR »wanii<, 
Mr. B. 155, ci. iall\ mutuii dasn »zehii« 17 — 22, 51 — 1, ci. tasn\ 
mkii dfey »Ort< 15—14, 39—13, ci. teU (tei)\ mka d^es >An- 
flicht, Gutachten* 35—21, 13 — 27, ci. Us\ mkp der »Herr« 
17—5, 71—11, ci. ter\ maó, dun iHaus* 25—26, 79—1, ci. tun\ 
mqutf dya »Eind« 17 — 7. 8. 9, d. Hay; fa mutuk i dane (Abl. y. 
mnói) 25 — 27, ci. f tane] mmulrglt^ dane^S »Hau8geiio88eii« 
13—11, ci. *tane^S\ muAfi doni >er f)ilirt< 79 — 1, d. tem; 
mm%liù danin »BÌe fllhren« 25 — 18, ci. tanin\ mmpki^ dat^el (p. 
pr. y. mut%ltir\ ci. tareal\ mmp^ »Jahr« 11 — 4, 11 — 28, d. tari; 
mutnjuilr^mir dotbelfiom »yeranne< 53 — 12, d. tatapeal\ mkuùmLjr 
desnum »8ehe< 11 — 27. 28, 29 — 1, ci. tesanem] mfi^fìt digin 
»Dame< 37 — 13, 19 — 11, d. Ukin\ mntj^%g dukank »BnBe, 
Geld8trafe« 57 — 12, d. tugan(ìc)\ mnufiilnr dtiknem >8trafe« 
71—21, ci. tuganem] mnLpmilpLpitLÙ durdvuiun »Be8techaiig«, 
d. iurtvuUun, 

b) Im Inlaute: uaJnawputii avedaran >Eyangeliiim« 25 — 19. 
20, ci. avetaran; pmémaàt pazdun »Zollhan8< 83 — 26, d. baitun\ 
^Mumlnr tadem »richte, arteile« 13 — 24, 25 — 9, ci. datem; qfimìrtr 
kidem >wi88e« 39 — 3, ci. ^t^^m; qJrmfA »Boden, Land* 39 — 20, 
GÌ. getin; qmmmS- zadaj »getreimt« 49 — 28, ah zatem «treimec; 
^mutL gdav »Leinwand« L. 157 — 17, ci. ktav\ ^mplrtr gdrem 



KonBonantismaB. 77 

»8chiieìde, sonderò ab< 51 — 18, d. ktrem; tTutmqmi madyai 
>jmig« Mr. B. 159, ci. maiai; Jìnlrir mdem »gehe eint 17 — 6, 
d. mtanefn\ aLmlnT udem »e88e, cì.utem; tjìmmaLtf vadui »8chwach« 
35 — 9, d. vaiuz; oémlri^ qidel »8cheiiken« 19—24, ci. auitel\ 
ammp odoT ^fremd* 21—9, 33—23, 63 — 4, 69—24, ci. autar. 

e) Im Anslante: i^m iad »Urteil« 13 — 19, ci. dat\ ^mm 
iad «yielc 73 — 5, ci. éat\ w^m azad »frei« 21 — 13, ci. azat] 
^2^Jmpliui jimarid »wahr« 29 — 1, cL citnarit; 2,''vt'P'^ soysird 
>leidenBchaftlich« 35 — 8, ci. ^iaiasirt] uoLm sud «falscht 29—8, 
ci. sut (dazn Denom. umlrtr sdem (sadem), d. siem »der Lttge 
zeihen«); tfnujtn paid »Holzc L. 155 — 13, iA,pait\ auch nmi^j 
od{n) »FiiB* 57—14. 15, ci. otn, 

§ 88. CI ^ k = kl ff ^i 

a) Im Anlante: l^mJ^gamk »Wille« 29 — 5,53 — 26, cl.A;am^; 
^«fy ga »es ìst, giebt, exÌ8tiert« 33 — 5, cL hay\ ^h^utiT genam 
>biii yorhanden«, erweiterter Stamm zum vorìgen; ^mlukiT 
gazem >h&Dge« 35 — 25. 26, ci. kaxem; liutMtmtT gamenam 
»will« 11 — 16, 23 — 5, ci. kamim\ ^mplnr garem »kaim€, erw. 
St garenam, 11—16, 11—20, 21—19, 73—9, d. karem; l^tu 
ges >Hàlfl;e« 21—2, ci. kss\ ^nu^m gobid »grob« 15 — 10. 11, 
ci. kopit\ l^nmpIrX godrem »tOte< H. 223 — 34, d. kotorem; 
^apuììkiT gorsnem »verliere« 11 — 14, 63 — 10, 65 — 7, ah koru- 
sanem] ^nfa. gtiv «gerìchtlicher Zweikampf< 29 — 5. 10. 26, 
ci. kr\v\ \iulpir gtvim »8ich duellieren« 33 — 8, 35—23, ci. ki'vim 
n. 8. w. — Aach Indikativpr&fix f ni. gu^ oa. Art, ku^ k9, 

b) Im Mante: i^mdim% kravgan »Pfand< 73 — 6, ci. grava- 
kan\ k^ki^ eg^el »gekommen« 11 — 17, d. ekeal p. pr.; kp^^p 
ergùr, Gen.-Dat. ergri 39 — 8, Abl. y-ergr^ 13 — 9, ci. erkir\ 
fP^miig zrgank «nngerechtes Gnt< 29 — 11, ci. zrkank; t&^^uAi 
tneygan »8chnldig, 8trafbar« 35 — 22, ci. meiakan] itu^fgkiT salgem 
»trage, tlbernehme* 33 — 15, d. salakem; tf^àrif^fitr vzengim >er- 
leide Soliaden« 51 — 17, d. vzenkim; ilut^a.lfuiit vajtgan »Eanf- 
mann« 85 — 1, 83 — 25, ci. vacatakan\ tjfimj vga >Zenge« 11 — 10, 
ci. vkaff\ 'li'ujirtr vgayem »bezenge< 11 — 27, 13 — 12, d. vkayem\ 
m^ilfA» digin^ Gen. dignoc »Dame«, ci. tikin. 

e) Im Anslante: mm^ dag »Wnrzel« Mr. B. 154, ci. tak; 
Jt^ meg »eìn, eins* 21 — 4, 23 — 7, ci. miak; «ry/v^^ airig >Hann, 
Gatte* 19 — 12.13, 21 — 19 n. 8. w., Q\.*airik; ptupm^ parag 
>dtlmi, fein< L. 157 — 19, d. barak\ ^mum^ hasag >Reifealter< 



78 Lantlebre. 

17 — 10, ci. hasak; Ifrjtli gnig »Frau« 49—1, d. kin\ u^/^Llg 
snduff »KÌ8te<y L. 156 — 17, ci. snduk a. 8. w. 

Anm. Hit Absioht sind nnter die BeiBpiele nicht anfgenommen 
Fiille wie: i/^pq^t >yerheiratenc 19^27, 21—21, 49—11 « poi harkeiu 

»marier<; Igaupqjui^ >leBen« 75 — 12 ss poi. kartaiu »lire« n. b. w. Vgl. das 
oben § 21 am £nde hierfiber Bemerkte. Danach werden anch die £nd- 
Bilben -11»^ -ak^ -ftl^ -ik im ElL. nnverBchoben geblieben sein. 

§ 89. Zusatz. Die klassischen Tenues tu p^ m t. 
Il k bleiben nnyerschoben in den Verbindungen um sp^ 

um st^ u^ sk, 2JH ^ì Z.'" ^^} zk ^^1 geschtttzt durch die 
harten Spiranten s nnd éj anf welche sic folgen. Vgl. 
oben § 21. 

El. utumVùlnr spannem >t5te, morde « H. 208 — 12, al, spa- 
nanem\ uuumVungpitA spannuiiin >Mord« 35 — 9, d. spananuliun\ 
ut^lrqhifig speynlik »Heilpfla8ter« Mr. Br. 154, ci. spelaneliX; 
uiqftmut^ spidag »weiB« Geop. , Mch. Her. , Mr. B. 150, 154, 
ci. spitak; uu/^mlfnLy spidgtig ^EiweiBt Mr. B. 152, d. 8p%takug\ 
iTiupqjuui^iiaLpiiLb martaspnuiun »Mord« 33 — 22, d. mardaspana- 
nuiiun] ifpmum krast »La8ttier« 63—9. 12. 20, aX. gr<ut\ ^mum 
hast >dick, dicht« L. 157 — 12, ci. ha8t\ u/b^uiit^pumt anhang98te 
3. 8g. »bennrnlugt« 43 — 2, d. anhangste\ qjumpuuA^ tadastni 
3. 8g. »klagt« 21 — 24, ci. datasiani; ftiTmumnA imastun »wei8e« 
L. 154 — 15, d. imastun; ^nummgmi. zoatoQQv »er yer8prach« 
35 — 14, ci. it.; funummglri^ xostag^el »ver8prodien« 27 — 17, 
ci. zo8tageàl\ uLump ustr »Sohn< 49-- 30, ci. U8tr] iiJiLump tustr 
»Toditer« 49 — 30, (A.dtMtr; ni.uia^ usti »woher« 65 — 1, ci. u^^t; 
imjplAIrummb hairenestan »Erbgnt« 19 — 9,21 — 10, iA,hairene8t<m\ 
^uiuutiumlt hastadi »wird gefestigt« 65, d. hastati] iututauimkg^ 
hcutad^el p. pr. 29 — 21, d. h<i8tateal\ ^ututatumnói hastadun »fe8t« 
49 — 24, ci. hastatun; ^mppuu/ituij harsstna 3. 8g. pr. »fe8tigt Bich< 
35—10, ci. harstanay\ %uui^ nsti 3. sg. pr. »8itzt« 11 — 7, ci. nsti; 
ifumui^lt vstahi >8icher, znyerlSl8SÌg« 27 — 20, 39—16, ci. vstah\ 
ummiimj Stana 3. 8g. pr. »erwirbt« L. 158—25, ci. stanay] ^u^p 
iski >wirklich« 19 — 14, 37 — 5, ci. isk\ au^p oski »Gold« 65 — 8, 
81 — 14, ci. 08ki\ ^uiulfliuÈiT hasknam »erfahre« 9 — 13, 13 — 8, 
ci. hasakanam; ^utiinfA Aaétin »8ie kommen tlberein* 49 — 21. 
22, ci. haStin; ^^uitui^piit gitag^ne 3. sg. »er B9.ttìgt, befriedigt« 
zn d. kuét »Seite, Baach«; ^mlri^ kitel >8chlagen« 59 — 38, 
61 — 9, 31 — 2, Qhkitel] iiliabllriiiui.np mitnJenavoT >ewig« 57 — 11, 
ci. it; pd^i^ piiék (p9ziék) »Arzt« 65 — 21, eh bzièk; qpoi^fi 



EonsoiuuitiBmas. 79 

irqéki Oen. sg. y. t^poiml^ »F&hnlein«, el. drauiak-%; mil^irpm 
aikerd » Schiller « H. 214 — 12, ol. aSakert n. 8. w. 

Anm. 1. Vgl. poi. spane^u >t5teii«, ci. spananel; ah9spereiu >befehlen«, 
el. apsparel; sketur »Schwiegermntter«, d. 8ke9ur\ oski >Gold«, cL oski; 
o8k9r >Knocheii«, ci. oskr u. 8. w. Han. WZKM 1, 303, 305, 307. 

Anm. 2. Ala nnverecboben mUsBen wir anch die TeniieB der Ex- 
ploBiviante betrachten in yereinzelten Verbindongen wie z. B. mit ^ k*; 

80 lese ich kl. u^ting >BedtirfhÌB, Beweismaterìal* als beik'; u^utpmg 
»Scbald, Schnlden« aìs hartk\ nach Analogie dee NenanneniBcben, wo 
s. B. poi. bartk\ pi. -èr >conlpe, dette* (Han. 34); betkè »il y a beeoin* 
(Han. 35). EbenBO werden wir kl. u^/u^ulr/^ H. 222—16 lesen mtiBsen 
haksel nnter RttokBcbloBB Yon poi. bakseiu >di8parattre« (Han. 33). 

Anm. 3. UnverBcboben bleibt endlicb ancb aa. i vor daranfFolgen- 
dem «, in welchem Falle es Bich im EilikiBoben mit dem «-Lante za 
y C verbindet; bo z. B. kl. iumg^aót ba^xun >Antwort« 13—10. 14. 19. 31, 
15 — 19, 17 — 19, 21 — 26 u. B. w. "a ci. paiiuxam; kl. mpgnA^ ar^unU 
>Thriinen« (Belege Biehe im GIobs.) s ol. artasuk\ 

§ 90. CI. ^ e = kl.y ^: 

a) Im Anlante: è-mituè- jalaj »gefaltet< 85—6, ci. calem 
»falte«; è^mlu jax «Verkanf* 83 — 26, ci. cax\ è^tufulnr jaxem 
>verkanfe< 45 — 21, 63 — ^22, ci. caxem] S-uAii^ jandr »8chwerc 
H. 226— 1 5, d. c<mr ; ^uAopfigjanqiiS »Verwandten<H.218— 24, 
cL canauÌR\ è^ma. jaf »Baain<, Geop. n. B. w., ci. cat\ è^utnm^ 
jota »Sklaye« L. 155 — 7, ci. cafay\ ^Iko^^ j'^^oyU >£ltern« 

19 — 20, d. cno/^; è^n^^p jovezr 71 — ^9, ci. covevr\ è^aun. Jut 
»fal8ch, yerkehrt* 79 — 14, ci. cut\ A^ki^Jvfel >geboren« 45 — 9, 
ci. cneal p. pr. 

b) Im Inlante: ^irèit^iT hejnim »reite€ 77 — 21, ci. hecanim-, 
Hr^kg^ hefel » Reiter, Heer< Smp. Ghron. 648, ci. heceal\ ^pò^t 
korje >macht« 3. 8g. pr. 15 — 7, ci. fforce; mò-lrX ajem »fùlire« 
93—3, d. acem\ tfipè^tup arjai »Silber< 29 — 6, 81 — 14, ci. arcai] 
mpè-aq^ aTJof »Hirt« H. 223 — 21. 23, ci. aracol\ mp^ìihi^ arjgel 
»befreien< 77 — I, d. arcakel. 

e) Im Au8lante: mlrqò^ ¥eyj »8clilecht, bQsec 29 — 22, cl./nVc; 
Jkh^ m*ej »groB< 9 — 6. 7, ci. mec\ utumuLmè- astvaj »Gott 33 — 
25, 31 — 20, d. asivac'j Particip anf -m^ -q;', oa. -ac (8. Formen- 
lehre). 

Anm. Statt zn erwartenden regelmSGigen kl. è- j haben wir ^ 2 
in dem Auedrucke kkióa^mq^ cetnkraz >HandBchrift« L. 179—2, 186—4 
fìir Urtàtqpmò- 'oj, Vgl. pol. enifi »Tranm€ Han. 51, neh. erqj (id.) « 
ci. eraz kpm^^; ancb poi. Zadurowiez neben Jadur fUr AHvqfadur; za poi. 
Zerygiewiez y§^. jerig >GreÌB« ò^IrpH (Han. WZKM 2, 299). 



80 Lantlehre. 

§ 91. CI ^ 6 = kl. / £: 

a) Im Anlaute: ^miiiInT Jangem »keimey erkenne« 67 — 9, 
41 — 19, ci. canagem; ^utua^mi janpah {Janpah) »Weg< 25 — 6, 
ci. canaparh. 

b) Im Inlante: «^071 vjar »Zalilung« 41 — 11. 18, ci. vcar; 
il^mpt vjars 3. sg. pr. »er bezahlt« 41 — 5, ci. vcare; tlm^mn. 
vajat »Ware« 83 — 8, ci. vacar \ i/iu^aJ^tuii vajtgan »Kaufìnaim« 
83 — 25, d. f>acatakan\ mumli^atii astijan »Lo8, Lage« 55—16, 
ci. astican. 

e) Im AuBlante: ^uip6 garj »kiirz« 33 — 8, ci. karc u. s. w. 

2. Die klassischen Mediae nnd ihre kilikìsehen 

Entsprechimgeii. 

§ 92. Q\. p. b = \l\. p p.\ 

a) Im Anlaute: pMu% pan »Ding, Arbeit« 3—20, 35 — 26, 
d. ban »Wort«; pnA pun »6rnnd, Eiide« 41 — 12, d. bun\ 
plrpii- p*ert »Bnrg« 21 — 6. 7, ci. berd\ qmpkp parer »hoch< 
L. 178 — 5, ci. barjr; pméjiu paiin »Teil« 21 — 4, d. bazin\ 
piuffìilnr painem »teile« 37 — 24, d. baianem; pm%ag^ panai 
»5ffiien« 23 — 15, L. 156 — 16, d. banal; ph^plr^ perei »tragen, 
geb&ren« 21 — 19, 49 — 12, d. berel; pm/^ji^ payniS »Bad<, 
45 — 11, 47 — 32, ci. balaniR u. 8. w. 

b) Im Inlante: mq^ip aypair »Brnder« Dipi. Sary., d. elhair\ 
^utdpkpki^ hamperel »anfBchieben, Frist yerleilien« 15 — 26, 
33 — 17, ci. hamberel; ^mppl/uuii^ harpenal »sidi betrinken< 
H. 213 — 7, 222 — 3, d. arbenal; nppkp orp^er >WaÌ8en< Nom. pi. 
51 — 11, d. orbR\ imp^p sapal »Woche« 65 — 18, ci. sabal n.B.w. 

e) Im Anslante: npp vorp »WaÌ8e« 51 — 9, d. orb; unLpp^ 
unLp surpf 8up »heilig« 93 — 15, ci. surb n. 8. w. 

§ 93. CI. i|. rf = kl. ^ ^: 

a] Im Anlante: ^«^ tu »dn« 23 — 9, 25 — 24, ipi<ir tun >dn« 
13—12. 13, d. du\ ^tii tut »Thttre« 23—15, ci. dutn\ ifiiìnT 
inem »lege« 13 — 26, 19 — 15, ci. dnem; nMuióimiT tatnam »kehre 
znrtlck* 13 — 17.22, el. datnam; qfii&iT timem »eile« 81 — 19, 
d. dimem] i^mpumiipiT iadasinim »klage« 27 — 6, 39 — 9, d. *da- 
tastanim] t^pu^mu tarbas »6ericht8liof< 3 — 15, 15—19, d. da^ 
rapas; t^dmp tzar »8chwierig« Mx. Her. 51, 53, ci. divar; 
yimgltu tragin »Naclibar« 39 — 23, H. 219 — 9, d. dra^ n. s. w. 



KonBonantismaB. 81 

b) Im Inlante: tupt^mp orlar »gerecht« 67 — 17, ci. ardar; 
kp/fruL^^ ertmU »8chw9ren< 11 — 3. 8. 9, ci. erdnul] npq^/ig or iti 
>SdIme< 19 — 19, ci. ordiM u. b. w. 

e) Im Ànslante: Jìupii. mari »Mann« 33 — 1, ci. mard; t^ppnpq. 
errori »drìtt, dritter* 25 — 17, ci. errord; ptpq. p*ert »Burg« 
21 — 6. 7, ci. berd] ufiufhapif. bahnort »Leibwacliter« (vgl. GlosB.), 
ci. pahanord u. s. w. 

§ 94. C\. q g = ^\. k q: 

a) Im Anlaute: qunT kam »ich komme« 13 — 13, 11 — 26, 
ci. ^a^n; tfrtuiT knam »ich gehe« 13 — 31, aX. gnam\ tfrÈriT knem 
>ieh kaufe« 69 — 25, ci. gnem\ qhq^ k^ey >Dorf< 39 — 8, ci. giul\ 
^jfù kin »PreÌ8« 63 — 24, 71 — 2, ci. gin\ qfful, kini »Weiii« 
L. 155 — 2, ci. gini\ ^/iphiuiT kirnam »werde fett« H. 223 — 30, 
ci. girafuim\ ignifinuiT koynam »8tehle« 65 — 8, ci. golanam\ 
qm%ai.ar kdnum »finde« 63 — 11. 23, di. gtanem; ^piuL^IblnT hrav^ 
gnem >yerpfande« 71 — 17, 75 — 23, qì. gravcAanem\ qpIriT krem 
>8chreibe« 25 — 2, d. grem. 

b) Im Inlaute: 'i^q^/'i haknil >8ich kleiden« 73 — 17, 
ci. haganel, aganel] ^uiqnjgg hakuigk »Rll8tnng« 31 — 9, ci. a^oi^Af; 
<a^ hoki »Seele« Smp. Chron., ci. hog%\ pmqilap lakvor »K5nig« 
L. 179—2, 186—3. 4, ci. lagavor. 

e) ImAuslaute: ^a»/if kark »Reihe, Ordnung« Ass. Ani, 
ci. karg. 

§ 95. CI. iy = kl. e k\ 

a) Im Anlante: kuifu caxn »Stimme« 19 — 15, dl.jain\ klm. 
étt »nand< 35 — 20, ^.jefn\ i^lrp c^er »eaer« 41 — 8. 10, i^.jer\ 
Up cel »Ò1« L. 155—4, QVjel\ ^ ci »Pferd« 63—10, ci. >'; 
l^iT ckem »entla8se« 17 — 5. 17, iA,jgem\ kjaatLnp ciavor »Ritter< 
17 — 25, ehjiavor, 

b) Im Inlaute: iliuplilpp varcvor »Mieter« 71 — 6, d. varja- 
ror; ^uipHriT varcem »yermiete« 71 — 6, ci. varjem\ tfinpkutè^ 
porcaj »erprobt« 81 — 5, (A.porjem »versuche«. 

e) I19 Ànslante: ifuipk tare » Miete « 71 — 7, ci. varj\ utitqjupl 
andare >nnwiderrnflich« 19 — 9, ci. andarj n. 8. w. 

§ 96. CI. iJ = kl. 6 i: 

a) Im Anlante: ^«vivi»^ canal »sich bemtthen« 29 — 3, ci. 
janal\ fnpji cori »Manlesel« 63 — 10, ci. jori\ incp cur »Was8er« 
79—2. 3. 4, ci. Jur. 

Kftrst, Kilikìacli-inittelarm. VolkBspracha. 5 



82 Lantlehre. 

b) Im Inlante: ungUfiit aycgin »Madchen« 19 — 5, 45 — 9, 
55—15, ci. aij%k\ MunltL af-c^ev »zuvor« 11—17.22, 21—26, 
ci. arajeav; iunffi arci »er8t, erster* 25 — 11.27, 37 — 20, d.arajt; 
uifat^uiiT acoynam »geiiese« 65 — 23, ci. yajolanam\ jiptnLi^ tenui 
»herab8teigen« 25 — 25, d. ijaneL 

e) Im Anslaute: jmnml hafah »zuvor, vor« 29 — 7, ci. afaj\ 
Jti m^c »mitten« 19 — 6, 37 — 14, d. tnej] ^a#^ Mac »trefflicli, 
tapfer« Smp. Chron., ci. XaJ u. 8. w. 

§ 97. ZuBatz 1. Unverschoben bleiben regelmSlBig 
die alien Mediae ft, d, g^ j\ j^ wenn dieselben nnmittel- 
bar anf Nasal n folgen: der tQnende Nasal verhin- 
dert in diesem Falle die VerhSlrtang der mit ihm 
verbundenen altarmenischen Media. Siche oben § 20a. 

Beispiele: ^1,%^ hing »flinf« 17—22. 23. 24, 51—1 (auch 
Schreibung ^/lliy hing L. 155—26, 177—22), ci. hing 4^%q ; »^-«4, 
^^^ hngag (hmgag) »Ftlnftel« H. 223—26. 34, ygl. Gloss.; 
^uài^Butn^ qÉuh^m kangad »Klage vor 6erìcht« 15 — 19. 22, 
29 — 7, 61 — 23, ci. gangat\ ^aA^mutiig kangdanJt 15 — 10, 13—20, 
identisch mit dem Vorìgen; ^ìi^milap kangdvor »Elager« 
23 — 24, ci. gangatavor; ^tubt^ftum hangist bei Mx. Her. »Ruhe«, 
ci. hangist; dummulit zarange 3. Bg. pras. »er erbt« 19 — 27, 
ci. zatange; ferner: uAl anj »Person« 31 — 21. 23, ci. anjn; 
foflrl ianj »Schatz« 19 — 28, 75 — 2, ci. ganj; ffùk inj ^mir« 
Dat. pron. 2. p. 27 — 12, ci. inj\ ^fitiuiiti. hivand »krank« 25 — 11, 
ci. hivand\ lAii^óiltir endunim (passim.), ci. 9ndunim a. s. w. 
— Auch iplfiimi^ lagnai »8ich baden« H. 211 — 6 (= d. loganal 
fa^utlbuii) rettet sein altes ^, obschon der Nasal nicht voran- 
geht, Bondem folgt. 

Anm. Ganz ebenso poi. ioffneiu >blancbir< Han. 86 and WZKM 
2, 65; ferner hat analog das Poi.: hing >ftinf«, ohung >FingemageI< , /iin^ 
>Knie«, gangun >£llbogen« (WZKM 2, 65), hy9f^ >Eapfer«, t^anjr »dicht< 
WZE^M 2, 127, hind >hart<, hivand >krank«, handdheiu >begegnen« a. e. w. 
WZKM 1, 312, 

§ 98. Znsatz 2. Unverschoben bleibt die altarme- 
niscbe Media d q. beim Pronomen Demonstrativnm der 
2. Person. Nacb § 20 b. 

Kl. lujtn aid «dieser, diese, dieses^ = ci. aid, Belegt 
sind z. B. uijia aid »dieser« 11—2, 23—22, 33—7, 39—17, 
45—11, 77—26, H. 224—4, L. 145, Mr. B. 147, 148, 152, 155 
u. fl. w.; uymnp aidoT Gcn.-Dat. 11—2, 39 — 17, 81—25; mjma^ 



KonBonantismiu. 83 

aidov IiiBtr. Mr. B. 154, 156. Femer utjmfi aidi »dies« H. 219 
— 6, ci. *a%d%, EbeiiBo Pronomensnffix der 2. Pera, m d ent- 
Bprechend aJtarmeniscliem d, 

Anm. Ùbereinstimmend hiermit zeigt aucb das Modernpolnanne- 
niscbe die Fonn ad >dieBer« (Han. in WZKM 1, 312). Dagegen lantet 
hier daa entsprechende PronominalBoffiz mittelB Venohiebang a t (Han. 
S. 115). 

§ 99. ZuBatz 3. Znr Aspirata, nicht znr Tennis 
verschoben wird altarmenische Media nach r p nnd 
wohl anch yereinzelt im Anslant: 

So haben wir im KilikiBchen regelmS.Big die Form: ^^ 
yep (conj.) »wann, sobald, nachdem« 19 — 20, 59—6, L. 156 — 14, 
H. 218 — 8 = ci. erh »wann, sobald als«, statt zn erwartenden 
regelm^lBigen Irp yep^)\ ganz wie analog schon sp&tcl. t^bpp 
z*erl (6r. Mag.) »wie« erscheint fUr regelmàBiges iiirp^ z^ert 
= ci. ziard, Hierher gehOrt wohl anch: ff»/vp j» zarl % >anBer, 
ansgenommenc 47 — 37, 65 — 8. 9, neben tiutpt^ fi zart i (id.) 
L. 157 — 9, 158—29, 155 — 15; fu/ppti^ zarlel »anBer, ansge- 
nommen« 45 — 11, neben ^pt^i^ zartel L. 154 — 24, 6eop. 139. 
— Dieso mittelarmenischen Formen setzen cine altarmenische 
Gmndform ^tt^pt ^ard vorans. — Femer liutpp^ gark »Ordnung, 
>0rdnnng8Strafe, verordnete 6nBe« H. 222 — 26 (ttberhanpt hanfig 
bei Smp. Rb.) = ci. hirg\ mLm^'^) avaS »groB, àlterer, altesterc 
37 — 22 = d. avaff. Neben u^najq^ bruik >Mitgift« 57 — 1 anch 
die aspirierte Form u^pnjp^ htuiR 19 — 15, 45 — IO, 55 — 9 3). 

Dass wir es hier nicht etwa mit willktlrlicher odor fehler- 
hafter Schreibweise zn thnn haben, geht schon hervor ans 
deren Hslnfigkeit nnd RegelmUBigkeit. Dazn tritt noch das 
Nenarmenische, in dessen Lichte die obigen kilikìschen FUle 
als Y^llig gesichert hervortreten. 

Anm. Bekanntlich iet die sEweite annenische Laatversohiebang 
im NA. anf die westliche Sprachgmppe beschrllnkt, wahrend die Ostlicbe 



1) Irp yep findet sich nor ganz yereinzelt nnd anBnahmBweise, 
oftnbar ala nngenanere, oder anch historiBohe Schreibart (so Hr. B. 
144, 156). 

2) Daneben anch die alte Schreibweise tuLmq. 

3) Statt Tennis finden wir Aspirata anch in ^utL^oq^ {^^itd^i) 
hqk'^gy 39—23, H. 223—30. 33 neben der Slteren Schreibnng iai^oii 
hokqqy (= ci hogaqoi) 41 — 16. 17. In diesem Falle hat sich die regel- 
mifiig za erwartende Tennis k der Aspirata e g assimiliert zn k\ 

6* 



84 Lantlehre. 

dayon nnberUhrt geblieben ist. Jedoch ist anch innerhalb ibres so be- 
grenzten Gebietes, dea NeaarmeniBchen, die LautTerBchlebnng nìcbt gleich- 
mSfiìg vor Bich gegangen. Die in Einleitnng S. 1 anten angefHbrten 
nenanneniBchen LantverschiebnngBgeBetze gelten nur ftir gewisBe cen- 
tralarmeniBche Dialekte; im Tr. dagegen Bind, wie bereits toh 
H. HiibBcbmann in ZDMG 30, S. 58 ff. festgestelit ist, >die onprtingiichen 
altannenischen Mediae f » q-^ /k» ^f ^t nachdem Bie znnSchBt in einer 
ersten Verschiebnng za Tennes geworden waren, in der jetzigen Àos- 
sprache, besonders der Gebildeten, inAspiraten Ubergegangen, also gè- 
wiBsermaBen zwiefach verschoben worden, infolge desBen die eigentliche 
Tennis jetzt nnr noch ansnaniBweiBe erscheint* *). Aber anch in der den 
nrsprttnglichen ZuBtand trener bewahrenden Sprache von Mittelarmenien 
finden 8ieh vereinzelt: yerp^ d. ^/yt; anarU^ ci. mlbtupq^; tare, ci. i^uipi; 
ltarank\ ci. fftuntuh^ n. a. m. nach Hiibschmann ZDMG 30, S. 59: die 
Aspiration ist hier anf RonBonantenverbindnngen Yon r + altarm. Media 
nnd auf vereinzelte Falle im Anslant beBchrUnkt, wie die Beispiele 
lehren. Anch in dem aaOerhalb der Lantrerschiebnng stehenden Ost- 
armeniBohen, der Spracbe yon Tiflis, findet Bich dieselbe Erscheinang: 
daselbBt werden regelmaGig die Mediae nach r, eowie meistens im Ans- 
laute (Belten nach n) als Aspiraten gesprochen; ygl. Hiibschmann in 
ZDMG 30, S. 58 nnd Thomson, Dial. v. Tiflis S. 65 § 141, S. 66 § 145, 
S. 67 § 148, S. 67 § 151, S. 68 § 153. — Wie sehr nnn anch dieso als 
allgemein-nenarmenische za bezeichnende Lanterscheinnng ihrer Ans- 
dehinang nach je nach den yerschiedenen Dialekten yerschieden ist, 
and grOBeren odor geringeren Umfang annimmt, dar in stimmen samt- 
liche, sowohl die ttstlichen als die westlichen^ Dialekte ttberein, dass 
nach r nnd yereinzelt im Anslant alte Media znr Aspirata yer- 
Bchoben wird. Die Wnrzeln letzterer, allgemein - nensprachlichen Lant- 
erscheinnng mttssen notwendigerweise ins Mittelarmenische znrUckgehen, 
was dnreh die oben § 99 angefUhrten Beispiele, die sich an der Band 
weiterer kilikisoher Qnellen m(5glicherwei8e noch yermehren werden, 
positiy sichergestellt wird. — Vgl. flbrigens mit obigen kilikischen 
Beispielen noch folgende tiflis -armenischen Formen: yip >wann«, 
ci. ^pp't sup >heilig, rein<, ci. unLftp.\ avaJc^ kl. tuLiug^ ci. iua.uiq.i karìc 

>Ordnnng, Beihe«, d. Ii'upqy kl. ^«yy; n. s. w. Tom. § 141 and 148. — 



1) Bigg^B Grammar of the modem Armenian language as spoken 
in Gonstantinople and Asia Minor, S. 6 macht dementsprechend keinen 
Untenichied zwÌBchen Tennes and Aspiratae; ygl. Hiibschmann, ZDMG. 
30, S. 58. 

2) Namentlich sch(5n zeigt die Aspiration nach r der Dialekt von 
Achalzich. Derselbe hat nach Tom. S. 15 folgende Einzelfàlle: caratar 
>gerecht«, ci. utpquip; pare »KÌ8sen«, ci. piupi; panqr >hochc, cì.pmp^p ; 
harptm >sich betrinken«, ci. tupp/nP (tr. harpil, tf., neh. futrpelj; mari' 
>MenBch«, ci. f^pf, parqi >ich erhob«, ci. putpl/i Aor. y. bahuim; ferf 

>Leber«, d. lirmpq.; t>**«r(r, ci. »/fi; orfi, ci. npqp; y^^ d. Irpp n. B. w. 



KonBonantiBinns. 85 

£b hai Ubo eigentlich anch das OstarmeniBche eine, wenn auch nnr 
teilweise LantverBchiebnng eriitten, hinsichtlich der alien Medien in 
gewiB86n Verbindnngen. Bezeichnend bleibt, dass im eigentlichen Ar- 
menien sich die alte Tennis am trenesten bewahrt: je welter dagegen 
die modernen Dialekte von dem niBprttnglichen Stammsitze, dem ararati- 
achen Distrikte sich entfernen, desto mehr schwindet in ihnen das Cbarak- 
teristicam des alten armenischen Lantsystems, namlich die specifisch 
armenisch-kankasischen Tennes, die, wie oben bemerkt, in dem entlegenen 
Tiirk-Annenischen so gnt wie ganz geschwnnden slnd. 

Aasgangspankt and Sntstehangszeit der zweiten 

LaatversGhiebang. 

§ 100. Darans, dass die Laniverschiebung am weitesten 
auBgebildet in den auBersten westlichen Dialekten ist, darf 
wohl geBchloBsen werden, dass dieselbe von dem westlichen 
Gebiete GroBanneniens ihren rS^umlichen Ansgangspnnkt 
genommen hat. 

Zeitlich darf die Verschiebung insofern als mittel- 
armenische bezeichnet werden, als sie nns znm ersten Male 
im Eilikischen deutlieh und in ihrer vollen Ansbildung ent- 
gegentritt. Unzweifelhaft jedoch reicht ihre Entstehnngszeit 
in frUhere Zeit znrllck. Vgl. hierUber Baumgartner ZDMG 40, 
S. 459, sowie Carrière, »Un ancien glossaire latin'-arménien«, 
Paris 1886, S. 18. Znr nìlheren Bestimmnng der Anfànge 
dìeser Lantverscliiebnng werden die arabischen Namen bei 
den Autoren der 8. — 10. Jahrh. Anhalt geben. 

Anm. Bereits in frUhklasBischer Litteratnr erscheint nach Nasal n, 
seltener m, Schwanken in der AnsdrackBweise der alten Tennis nnd es 
zelgen sich die Doppelschreibnngen: luii^uMiipiTf ÉjAiqu/b/tiT > falle*; 
mìi^ltL%f luiiq/iLÌi >WinkeU; g^lflrp^ ^iiqirp >GenoBse«; {^^"Jij t^fyL 
>NnBB<; ^mphiT^ piinpìriP >wahle<; pii^iritnLiTf g^qtr%nLir >werfe< ; 
pÈt^P^ìnP^ piitfP^kiP »BtoB8e znriick*; pu^^b^iT^ g/uq^iriP >bewaltige«; 
pitmtMtit/f f pbt^tub/i »han8lich< ; piIu^kiP f pi/plrtr >trinke«; fAè-iutf 
pitluy >Qe8chenk« n. b. w. Dieses graphische Schwanken bemht not- 
wendigerweise anf einer beseits damals stattgebabten VerBchiebnng des 
nraprOnglichen Lantstandes , d. i. schon im Altarmenischen beginnt 
die Tennis nach Nasal in die Mediai) liberzngehen, welch letztere bis 



1) Da infoige dieses Lantprocesses in obigen Beispielen sowohl 
%ta als ^7^ = nd, sowohl 1b^ als l^f «= ng lantet, so konnte nmgekehrt 
anch fUr nrspriingliche Media nach Nasal die Schreibung mit Tennis 



86 Lautlehre. 

ìhb Nenarmenische bleibt. Dieser altannenÌBcbe Lantwandel ist jedoch 
Yor der eigentlichen LautrerBchiebang ala selbBtfindiger, nnab- 
bangiger Akt yor sicb gegangen nnd bangi mit der zweiten armeni- 
Bcben (mittelannenÌBcben) Laat?er8cbi6bang nicbt zuBammen. 



IL Aspiratae. 

CI. ^ p nnd seine kilikischen Entsprechnngen. 

§ 101. 1. CI. yt/ = kl. ^ ^: 

Beispiele: i/,utjut paid »Holz« L. 155 — 13^ d. pait] ^««/v^ 
paxci 3. 8g. pr. »flielit« 29 — 22, ci. paxci ; ^n^ poy eine kleine 
Mtlnze 43 — 10, ci. poi] t/mptwtL pozar »Entlehner< Ass. Ant., 
ci. poxaHi] i/iafu poz »Anleihe« 75 — 3, ci. poz\ pun/iinr lapem 
»Bchllttle ab, balte ab, Wse ein« 31 — 23, 77 — 10, ci. lapem, 

§ 102. 2. Ci. ^ j& = kl. ìc ^ vereinzelt in: 

^a»^ gale »MaB, Quantitàt, Verhàltnis* 25—7, 53—5, 75—3, 
Geop.26, 184,198, 199, 152, Mx. Her. 44, 81, 118, 149, Mr.B. 147, 
154, 156 u. 8. w. (Nàheres in Gloss.) = ci. cap »MaB« ; ^^«t^»^ 
paLpiiÓÈ g/cavoruiun »VerbiWtnÌ8, MaBgabe* H. 217—17 = ci. capa- 
voruiiun; atja^tug atscaft »so groB, 8olch« Mr. B. 152, 155 = 
Ghaiscap; mjq.^^ aitgaS »so groB< n.8. w. 6eop. 64 = chaidgap; 
uij%^^t 4uiiiiutg aingaSj hancaR »80 groB, 8olch« 53 — 4, 77 — 10, 
33—17, 67—16, Mr. B. 150, 154 = d. aingap; i^a«^af^ tniacaìc 
»gleiehmaBig, gleichfórmigt Mr. B. 153, 154, 148, Mx.*Her. 57 
= ci. miagap; ap^^ orgaìc »wie groB, wie viel« Mx. Her. 44, 
46 = ci. orgap. 

Anm. AoB kl. caJt (= ci. cap) ìbì nenoBtarmeniBcb mit epentbeti- 

Bcbem Nasal meist canU geworden. So nacb Patk. Dial. 84 im «ìlf., wo- 
BelbBt &fì^an1c >bo Bebr« dem kl. ain^ak* entBpricbt Im Ag. masBte fOr 
gemeinoBtarmeniBcbeB cank nacb § 39 Anm. die Form c^^A;* eintreten. 
Ygl. Patk. Dial. 40. — Im Ak. (Canik. 437, 485) entspricbt dem kl. ain^ak" 



eintreten nnd nacb NaBal ttberbanpt grapbiscb Media nnd TenniB be- 
liebig wecbseln, wie in folgenden altarmeniscben Fallen: /uviv^ band 
neben puAm band >Kerker<; irqaAqb eiungn neben IrqaLiitjb eiungn 
>Fingemagel« ; nt%q. und neben aLitm und >GemiiBe« ; uht^^ sndik neben 
nitm/t^ sndik >QneckBÌlber< n. b. w. Vgl. die analogo grapblBcbe Er- 
Bcbeinnng im MA. oben § 20 a. 



KonBonantismoB. 87 

die Fonn in^ex »bO| denna6en< *;. — Vielleicht ist auch hierher za Btellen : 
ci. tap^) >Wanne< « ma.-na. dalc (tale) »WSnne, warmc. 

CI. p i ìm Kilìkisehen. 

§ 103. CI p ì = kl. l p: 

pt le »weiiii« 23 — 5. 8. 11. 15. 21, ci. le\ paL^p luxl 
•Papier, Brief* 39—15, 47—28, ci. lull\ p^^iLnp »K5mg« 
L. 179—2, 186—3, ci. lagavor; pu,pbp ìaher »Wage, Wag- 
Bchalen* L. 179—3, 186—6, ci. ial »Pfote, Tatze, FuB«; pnqa^ 
ioffu »er là8Bt« 17—5, ci. ioiu 3. sg. pr9.s. ; ilmpunA vaisun 
»8echzig« 11 — 6, ci. vaisun; IrpPmj eria »er geht« 9 — 17, 
13 — 32, ci. eriay u. 8. w. 

CI. ^ >E im Kilikischen. 

§ 104. CI. ^ ^ = kl. X ^: 

^afp ìcuir »SchweBter« 21 — 8, ci. ìcoir\ ^n Ro »dein« 
15 — 15, 23 — 9, ci. Ro\ Dat. Kez^ ci. ìcez; ^mqui^ Kagaìc >Stadt< 
25 — 6, d. Raialc\ ^ui%l> >wie viel« 11 — 22, ci. Rani\ ^g^uiifriT 
Saiem »ziehe, 8chleppe« H. 214 — 42, d. Raréem; ^tu^^uAg ìtaèanìc 
Denom. zum Vorigen, 61 — 6. 11, ci. Rarsanìc; ^ltutaa%k fcristone 
>ChrÌ8t« 25—24, ìA. Rristoneay \ ffu^ inR »er«, ci. inRn »Belbst«; 
/voif^ xqsk »An8sage« 29 — 2, ci. xatisR; ^uiuajp^ hasuilR »Ein- 
ktliifte«, ci. hasoiìR] taat^u/is^ »Strafe, GeldbuBe« 79 — 14, ci. 
iuganR\ irpkg ereR »drei< 47, ci. ereR; uiqiu^trhg ayagenR >wir 
bitteii« 53 — 22, ci. aiacemR, und tlberhanpt aa. Plnralsaffix R 
= kl. R. 

CI. ff (: im Kilikischen. 

§ 105. C\. ff g = kl. (? ffi 

fftuL gav »Krankheit, Schmerz« 25 — 21. 22. 24, d. gav; 
ynpb% Qor^en »Weizen« L. 155 — 18, q\, Qorean\ gni^%lri^ giignel 
>zeigen« 9 — 16. 17, 13 — 8, 63 — 25, QÌ.guQonel »zeigen«; i^utg/A 
tragin »Nachbar« 39 — 23, ci. dragi. Hierher geh(5reD auch 



1) Zn ingex aa ainiak* vergleiche ag. §xman s= ik'^min (^«^^)) ag. ux- 
man s= ole min (ngJ^%). 

2) » np. iàh »Glanz, Wanne, Hitze«, bai. tap^ top, taf >Hitze, 
Glat<, phl. iap »Fieber«, Bkr. iàpas >WSnne«, Hìtze, Gliit«, nach Arm. 
Gramm. 252. 



ss Lantlehre. 

Aoristbildungen mit ^ g\ z. B. ^i^^^ kregi 93 — 16, ci. gregi\ 
è^tufulrff/i jaxeni 75 — 18, d. cazegi; qphgiug kregaìc 25 — 2; d. 
gregalc\ i[liuBjlrglAi tgayegin 29 — 5, ci. vkayegin a. B. w. Auch 
das -g -g dea Gen.-Dativ Plur. 

Anm. Dem na. Dial. von Agnììs eigentttmlìcli i0t die Vertretang 
von altem inlantenden e durch h. Z. B. ag. mrahal p. pr. >Yerge8sen< = 
ci. morageal; ag. tigyUhiil p. pr. >bedrangt« «s ci. nelageal; ag. k9rdlihSU 
p. pr. >geleBen« s ci. kardageai; ag. mrahi 1. Bg. Aor. >habe YergesBen* 
= ci. mof-a^'t ag. hivandahi >bin erkrankt* «= ci. hivanda^y; ag. hrtihaf 
>bin entfemt* «= ci. *hefagay a. b. w. (vgl. S. Sarg. S. 67, 118, 119). Dass 
hier wirkliche LantentBprechang nnd nicht etwa AorÌBtbildang mit h stati 
g vorliegt, bewelBt der UmBtand, dasB aach altarmenlBchem « im Inlant 
agalisch A entapricht; z. B. ag. ahil >Bagen« s= ci. asel; ag. tihnil >Behen« 
B ci. tetanel'j aach im Anlante bei pron. hok >dieB<, yerwandt mit ci. 
pron. dem. sa (vgl. S. Sarg. S. 67). 

CI. ^ ^ im Kilìkischen. 

§ 106. CI. ^ p = kl. g ^: 

kl. ^ g >iiicht« (passim), ci. p, og; ^t gQ »iiein« 31 — 5. 23. 
99^ 33—10, ci. gQ\ ^npu gora >vier« 17—23, L. 154—25, ci. gorJc\ 



B. Spiranten. 

I. Toniose. 

CI. lu z ìm Kilìkischen. 

§ 107. 1. CI. /» a: = kl. z ^: 

Beispiele: juiu^ xag »Kreuz« (siche oben), ci. xag\ juiJri^ 
zlel »beraubeii« 39 — 10, 57 — 20, ci. zlel\ fuiuiìrtT zaSem »BÌede« 
Chron. Smp. Gli, ci. zarsem] fut&iT zmem »trinke« 33 — 18. 19, 
ci. zmem\ juuuiJnLpiiLU znamuiun »Heirat« 19 — 2, 45 — 6, ci. 
znamuiiun; junq^ zoz »Schweiiì« H. 224 — 9, ci. zoz\ ^aumutinuiT 
zostanam »yerspreche«, ci. zostanam\ p. pr. junumiugbi^ zosta^el 
11 — 17, ci. zostaceal', qipL^ kluz, Gen. klzo [kalzo) »Kopf, 

1) Im NA. entBprechen den klassiBchen Tennesaspiratae regelmaCig 
dieselben Aspiratae, seltener nnd nnr in bestimmten Fallen Tennes; vgl. 
Han. WZKM 1, 304, Mar. Dial. ▼. Mas S. 105, 108, 111, 115, 119. S. jedoch 
§ 105 Anm. 



KonBonantiBmnB. 89 

Kapitalc 73 — 9, ci. glt*z\ ^u/imL^t ffantix i^frìAt 71 — 6.7, d.kantcx; 
aLpmfu uraz »ziifrìeden« 53 — 24, ci. urax; è^uifu jax »Verkaaf«, 
è^mfulri^ »yerkaafeii«, ci. caXj caxel; tlui^^^ vaéx »ZÌDS« 73 — 6. 8, 
ifuilftma. vaézat »KapitaliBt« 73 — ^9, ci. it; t/mpt pox »AiiIeihe» 
(siehe oben), ci. pox. 

§ 108. 2. CI /u z = kl. V il in: 

j/r^i^f hiive »i8t gUltig, gilt« 23—22, 29—25, 39—17 = 
ci. iize 3. p. sg. PrUs. v. ft^lnP Uzem; lu/qt/lri^ Sayvel »kneten, 
mischen, mengen« bei Mx. Her., in Mr. B. n. b. w. = ci. lunitufutf^ 
ialaxel. 

§ 109. 3. CI. ^ a: = kl. y q^ vereinzelt in: 

kl. uqmi^ syal {89yal) >Fehler« 81 — 14 = ci. szal\ dazu 
Weiterbildnng: uqtu^iulbg 89Yalan/c »Fehler«, 6en. 'uAiug in Smp. 
Chron. Dal. S. 606; Denominati?: uqiu^iT syalem {sayalem) 
>fehle« 65—27, 67—2, 81—15 = ci. u^mihJ* szalem »felile«. 
Ygl. in Gloss. fiuqiui zayal »Feliler«. 

Anm. NenarmenìBch ist aa. x regelmSGig wieder daroh x yertreten. 
Ygl. Han. WZKM 2, 292, Mser. Dial. v. Mna S. 1 19. 

CI. < A im Salikisclien. 

§ 110. 1. CI. < A = kl. A <: 

^ayp hair »Vater« 49 — 11. 29. 35, ci. hair\ 4/»^ hing »ftinf«, 
ci. h%ng\ 41,% hin »alt« 41—8, 43 — 10, ci. hin\ ferner: ^mJpIrJ* 
hamrem^ ci. hamarem\ ^tuJplrpIrir hamperem, ci. hamberem] 4uiu^ 
Ifruii^ haskncdj ci. haskanal; ^ubluIbi^ havnil, d. havanel; siehe die 
Belege im Gloss. ; anch ^jiLu/ùq hivand »krank< 25 — 14; 4lréìil>ir 
hejnim ^steige anf« 77 — 21, ci. Iiecanitn] 4wpnjp haruir »hnndert« 
L. 178 — 14. 15, ci. AanW; i^uf^ bah »Stunde« 11 — 17, A. pah\ 
uiut^ihi^ bahel »bewahren« 49 — 3, ci. pahel\ ^^m^ éah »6ewinn« 
83 — 17, Gen. im^nL iahu, 83 — 14. 17, d. sah, Gen. Sahu\ Jìa^ 
mah »Tod«, Gen. tPuM^nL mahu 55 — 9, ci. mahj Gen. mahu n. s. w. 

§ 111. 2. CI. 4 h schwindet im Eilikischen, and 
zwar: 

a] Anlantendes h in: kl. uiLmut^ (luilmuii) ardfa/ »glaaben« 
25—11. 15, 63—15, 73—8, 81— 7 = ci. havatal ^iULuaawi^ 
>glaaben«. 

§ 112. b) Inlaatendes h nach r in: Nom. pi. mi^iupg 
aixarìt »Lander, Land* L. 178—9. 12, L. 185—14 ftìr eì.aszarM 



do Lantlehre. 

ui2juuip^. Die daneben in kilikischen Qaellen noch erBchei- 
nende Schreibnng mi^mp^g oixarhR mit h ist lediglich als 
historìsche, antiquierte za betrachten. 

Anm. Denn, dasg in der lebenden kUikiBchen Volkasprache hier 
h wirklich geschwanden war, in letzterem Falle wohl anch im Singolar 
lui/uiup^j wild beetatigt dnrch daa Nenannenische. So hat z. B. Mi. 
ebenfalle die Formen: avi9nal >glaaben<, ci. haviUal; asxar (Gton. <ux9r^ 
>Welt<, ci. aixarh'j ferner analog: xunar >tief<, ci. xonarh; knav^or 
>gnadenyoll, BegenBreich«, ci. Snorhavor a. b. w. ^). — Ebenao zeigt Tf.^) 
A-Scbwnnd naoh r in asxar >£rde«; xonar >tief«, nebst xonarti^tn ; xorurf 
>Bat«, ci. xorhurd] 8nurk\ muk^ >Gnade«y ci. snorhJc a. B. w.; femer im 
Anlant: avidi >glaaben«, ama >ftir«, ci. hamar^ tr. hamar >fUr<. — Ent- 
Bprechend hat Poi. mit A-Schwnnd: aaxarìt >mond6« Han. 30, xonar >dax« 
(ci. xonarh\ nebst xonanttin »le donx« Han. 69, anch Neh. asxar1c9 >Welt< 
(Patk. Mat. 125] n. b. w. — Nendialektisch wechBelt endlich anch x mit h 
fUr ci. A| BO im Tf.3] xuy nnd huy = ci. hoi >Erde«; xayurt nnd hayurtj 
xayortil nnd hayortil = ci. halordel >theilnehm6n< ; daB helBBt, e% hat 
Bich der anlantende gnttnrale Hanchlant A der folgenden (weichen) gnttn- 

ralen Spirans y angeglichen. Im Jlf. ist x die regelmiifiige EntBpre- 
chnng flir alteB anlantendcB h\ z. B. jlf. xay >Annenier« (ci. hay)\ xae 
>Brod« (ci. ha<i)\ xer >yater« (d. hair)] xet >mit< (ci. het); xin >alt< (d. 
AtVi); xastel >ttbereinkommenc (ci. haitel). Vgl. Patk. Dial. S. 82. 

CI. i é nnd ir 5 im Kilikisclien. 

§ 113. CI 2 5 = kl i 2.' 

a) Im Anlante: ^a#< iah »6ewinn« 83 — 17, ci. iah\ 2.^% 
sen »woUerhalten« 49 — 3, ci. éen\ 2!"^m hud »schnell« Mx. Ber. 
37, 141, ci. é(nt\ if'^'^L ^*^*^' »grttnden, zu Stando bringen< 
33 — 17, ci. iinel n. s. w. 

b) Im Inlante nnd Anelante : l^r^uÀ nian »Zeichen, Ab- 
zeichen« 9 — 16, 33 — 4, ci. nian\ ^m^kiT fcaSem »ziehe, schleppe* 
H. 214—42, 222—26, ci. Jcarsem\ ^mlnr Jckem »8chlage« 31 
— 2. 4. 12, 61 — 9, ci. Mtem n. s. w. 

§ 114. CV u s = kl. $ u\ 

a) Im Anlante: uai.p sur »schnell, strack8« 13 — 13, ci. sur; 
uItl sfev »8chwarzc (ygl. GIobs.), ci. $eaxì\ u%t^ndi stidug »Eiate« 
(vgl. 6I0SS.), ci. 8nduk\ uugiuhibirir spannem »tote« (ygl. GI0S8.), 
ci. spananem n. 8. w. 



1) MBer. Dial. y. MnS S. 138. 

2) Tom. Dial. y. Tifi. S. 71, 72, § 169. 

3) Tom. Dial. y. Tifi. S. 72, § 17o. 



KonBonantlsmiiB. 91 

b) Im Inlante: iirifir^ asel »8prechen« 13 — 12. 17, ci. asel; 
gubi^ hel >li5ren< 13 — 20, ci. l$el\ ^ututfbtui^ hasknal »erfahren< 
9 — 13, ci. 1uMkanal\ ^wuit/ii^ hasnil »gelangen za, anlangen* 
19 — 8, 55 — 5, ci. hasanel; ^muajPg hasuiiX »Einkttnfte« 21 — 3, 
47 — ^24, cL hasùiiìc u. 8. w. 

e) Im Anslante: mju ais »die8eT«, Pronomen affixmn -« -« 
= ci. a«, -«; Iru yes »ich« 41 — 7. 8. 21. 23, ci. e8\ Acc. sg. 
f/^ci zi8 »mich« 41 — 8, ci. zis\ die 2. p. sg. Pras. auf -$\ futu 
kas »dn geli8t« 13 — 13, ci. gas; utiàmLu arnus »dn nimmstc 
13 — 14, ci. atnus u. 8. w. 

Anm. Ganz enteprechend hai anoh daa Nenarmenische regelmaBig 
<, s alB Vertreter Ton altannenisoh «, I; Ygl. WZE^M 2, 130 f., 290 f.; Mser. 
Dìal. y. Mns S. 122 ff. — In tr. £a£ >Bewegiing, Erderschiltterung* = 
ci. sari^ hat sich die anlantende harte palatale Spirans dar aaslantenden 
weicben SpiranB ì assimiliert. Vgl. anch Tom. Dial. y. Tifi. § 164. — 
Uber ag. A =: ci. s ygl. oben § 105 Anm. 



IL TSnende. 

CI. </ z und ^ z ìm Kilikischen. 

§ 115. CI. é i = kl. i é\ 

émJr zam »Stunde« 11—19, 25—21, 31—22, ci. zam\ 
fuuihtltir paznim »entfenie inicli« 13 — 6, 15 — 11, d. baianim; 
nmt^fiìb paiin »Teìl« 41 — 7, ci. bazin] Jnqiflnr ioyvem »ver- 
sammelec 13 — 7, 15 — 15, 35 — 15, ci. zoiovem; ncc/ uz »6ewalt, 
>Gewaltthatigkeit« 27—4. 12. 18, 29—10, 37—7, ci. oii u. 8.w. 

§ 116. CI. ^ ^ = kl. z ^: 

Kl. f^ 2; ala Akknsatiyprafix = kl, z q^; quim zady ^uttninP 
zadem »frei, befreie« 49—28, ci. za^, zatem] ^% z^en^ tjiftru 
vz^en »Schaden« 73 — 18, 81 — 23, d. vzean; tu^m azad >frei« 
21 — 13, ci. azat\ ^mt^tup hazar »tan8end« 71 — 3, ci. 1iazar\ 
glr^^ lezu »Zunge, Sprache« 15 — 7, ci. lezu] lOni^ mfez >nii8«, 
iit^ &ez »eacli« (Fonnenl.); ^^^ R*ez >dir« (Fonnenl.), ci. Rez 
a. 8. w. 

Anm. Analog ÌBt im NA. altee z and £ groOenteils erhalten ge- 
blieben. — AnBnabmsweise hat jedoch z. B. Mb. (Mser. S. 124): aak >yolk« 
fUr cL azg\ amskam >8cbleoht« ftir ci. anzgam; paiic *Sti&{e< f^T cL patiH; 
varcaiun >Schnle« flir ci. variiaiun (Mser. S. 124); die ErbSrtnng der 
weicben Spirane ist beryorgemfen dorcb die benacbbarte Tennis. 



i 



92 Lantlehie. 

CI. j y und seine EntsprecbnBgen im EOikisehen. 

§ 117. 1. CI. j y im Anlante = kl. j mit Lautwert 
h — wie auch im NA — nach § 23. 

Beispiele: kl. jlrtT Uem »Verz(}gerung, Aufschub* 33 — 9, 
ci. yam; jlTÈOnT hemem »verzogere« 15 — 2, 23— -19, qì. j/amem; 
jmjmiilf haidni »offenbar« 59 — 8, ci. yaitni\ jiuniul harac 
>vor, vorher* 29 — 7, ci. yataj\ jmi.lr^md" havelnam »liin- 
znkommen, UberschUssig 8ein« 45 — 19, ci. yavelum\ jiui^mlr^ 
havicPen »ewig« Dipi. Sarv., d. yavitean\ jhm hfed in dar Ver- 
bindnng fi jlrm i h*ed »binten, zurtlck* 47 — 3. 4, d. yet; jhutl» 
hedi »der Letzte, letzt« 39 — 1, 47 — 11. 17, ci. yetin\ jnjq^ huiz 
»Streit, fltrittiger Gegenstand* 13 — 30, 59 — 26, ci. yoiz, Auch 
jjiuaói hisun »ftlnfzig«, ci. yisun; j/iumut^ histag »rein« Mr. B. 
160, 6eop., Mx. Her., ci. ystak. Neben der Forni jpqtup^ktT 
hayargem »schicke« L. 156 — 22, zeigt sich bereits mit ver- 
flUchtigtem Hauchlante die Form tip^lrtP ayargem (odor X9rgem) 
25—17. 

Anm. HSafiger zeigt sich der Schwnnd dee aofi y entstandenen 
Haachlantes im NA. So ma. 9nkn^er >Aiigenbraaen<, tr. 9nlcv9ner (id.) « 
ci. yaunlc'y ms. oyork*el >Bchicken« => ci. yuiarkel; poi. tstak >puremeiit« 
e= ci. yatak; poi. isun >50« «s ci. yùun a. b. w. 

§ 118. 2. GÌ. j y im Wortanslante war schon in 
Yorkilikischer Zeit geschwnnden. Das Nahere siche 
§ 63, 1 und § 68, 1. 

3. CI. j y im Inlante vor Vokalen = kl. y ^ nach 
§ 8 b und § 9 b. 

Beispiele: è^unLiujIrìi jarayen »8ie bedienen* 53 — 24, ci. ca- 
tayen; è^uinmjlrit^ jarayenX »wir bedienen< 53 — 23, (A,catayem/è\ 
^tujng hayoQ 6en. pi. »der Annenier« 13 — 6, d. hayog\ »nqiujmg 
dyayoQ Gen. pi. »der Kinder* 53 — 1, ci. tiayog\ 't^'*'j^i_ ^gctycl 
»zeugen, bezeugen« 47 — 1, ci. vkayel\ {[(Jiayacp/iLii tgayulun 
»ZeagnÌ8« 29 — 25, ci. vkayuliun n. s. w. 

§ 119. 4. CI. j y im Inlant vor Vokalen und in 
diphtongischer Verbindung mit m a ist im Eilikischen 
zugleich mit dem a-Lant geschwnnden in: 

è^atnttcp^Lb jarulun »Dienst, Lehnsdienst* 9 — 14, 13 — 29, 
15_1^ 19—11. 20, 37—4, H. 206—17. 18, H. 212—5 = ci. ca- 
tayuliun é^tutiuyacp/iA; kl. ^utiOrtP hamem »befehle, Yerordne« 
33 — 8, 39 — 11 = ci. hratnayem ^piuJìujlnr. 



KonBonantiBmiiB. 93 

Anm. Vgl. tr. d9yu Gen. Bg. Ton d^ya s ci. ilayoy; Gen. pi. ckyog 
= ci. iiayo^] pési Gen. sg. von ^e«a =: ci. pesayi] Jampu Gen. sg. Ton 
jampa ss cL eanaparhi. Àid. II, S. 19 a. 273. 

CI. ^v^ L v^ ai. V nnd deren EntsprechnBgen im Kilikischeii. 

^ 120. 1. GÌ. si V = kl. il Bowohl im An- als im 
In- and Anslaute: 

a) Im Anlante: kl. iluai vay »Morgen« 79 — 2, ci. vai iiuai'^ 
'U'P «>*cr »auf, ttber« 39 — 12, ci. ver ilhp\ ilkpmj vera »auf, 
gegen« 27 — 2. 3, 35 — 12, ci. veray iltpuij] il&uip vjar »Zahlnng« 
41 — 11. 18, ci. vcar il&iup\ il&tuplnr vjarem »bezalile« 41—5, 
d. vcarem il&mplrir'y ilhg ti^CQ »sechB« L. 157 — 14, ci. veQ i/hg-^ 
'U'PÌJ' cerei »der letzte* 39 — 4, ci. verjin 'ilrplltu\ iljrpjfiilrir 
ver^nem »eThebe« 39 — 11, oì.vera^u^anem ilhpiugni.giu%lnr n. s. w. 

b) Im Inlaute nnd Anslante nach n o, welches znm Teil 
ansfàllt: daqilhiT zoyvem »8ammle, versammle* 13 — 7, 15 — 15, 
ci. iolovem énqnilbiT^ ^mlnL jovu »de8 Mcercs^ Gen. sg. 71 — 8, 
ci. covu é^itiinL] ^tttl jov »Meer< Abs. Ani, ci. cov\ Instr. sg. 
auf -ali 'ov = ci. 'Ov -aii: z. B. kl. ^ailail fffvov (InstT. zn 
ffriv) 33 — 14; ^uummail havadov (Instr. zxihavad) 9 — 10; aLéatl 
uzov (Instr. za ui) 57 — 20, 67 — 20; iqail syov (Instr. za suy) 
35 — 5; ^ailpiljovov (Instr. zvljov) L. 155 — 19 a. s. w. 

§ 121. 2. C\, L V = kl. V [i. nnd ./): 

a) Im Inlante nacb Vokalen, die znm Teil ancb aosfallen: 
luiJnampiuu uvcdaran »EYangeliam« 39 — 24, d. avetaran uilÌt^ 
iaiupuaù\ lULiamir f ia^miT avdufn »glanbe« 25 — 15, 63 — 15, 
ci. havatam ^uiiMiinuitT ', pmqLap lakvor »K5nig« L. 179 — 2, ci. 
ìaffavor piuquiLap'j IjouLap ctavor^) »Ritter« 17 — 25, eì. jtavor 
^tai.ap\ ^fiLiiiiiii. hivand »krank« 25 — 13. 15, d. hivand ^Jtijubti.'^ 
%utLkpaj novero »der Schiffe« L. 156 — 8, Gen. pi. za ci. nav 
IbMfc, Gen. navu a. s. w. 

b) Im Aaslaate nach Vokalen: ^uìl quv »Krankheit« 25 — 
21. 22, ci. QQV gaii.\ 'iiufiui, holuv »Kleidang< H. 221— -18, ci. 
haktv 'iuifmL\ ^muit, gdav »Leinwand« 85 — 1, ci. ktav ^mivi; 



1) Eigentttmlich iet dem na. Dial. ▼. Jolfa das BUdangasaffiz -ayor 
alfl EntBprechnng des aa. Snffixes -avor: jlf. mecoyor (&= ci. t&è-uiLnp)^ 
]]L g:9lxayor (ss ci. f£^iuLnp)^ jlf. mardayoruCiun (s= ci. lììupqjuLnpaL^ 
P^ài) n. B. w. Vgl. Patk. Dial. 82. 



94 Lantlehre. 

uÌTL 8*€V »schwarz< Mr. B. S. 149, 152, ci. seav uinuL] mnfln. 
afc^ev »vorher« 41 — 5. 23, ci. arqjieav miLiuflnuL\ Endnng -««. 
-av der 3. p. sg. Aor. = ci. -av -mi.: ^mu^u/l hakav 29 — 18, 
31 — 7, 35 — 1 »hat angezogeii«; mmpmi. darav 13—12 »liat gè- 
bracht«; i/ipPiuL prlav 63 — 13 »liat sich losgemacht« n. s. w. 

§ 122. 3. GÌ. nL V ^= kl. V (ni., #^, l) inlantend nach 
Konsonant nnd vor Vokal: 

Beispiele: pilfrumi^ ivenaì »8cheinen« 79—3, ci. ivi pa^ft 
»e8 8clieint«; ^««/^/^ grvil »8icli dnelliereii< 33 — 8, 35 — 23, 
ci. ^iLnLÌTf^ krvel] utumnLiuè^ Qstvaj »6ott« 31 — 23, ci. asivac 

mumtiLUtè' U. 8. W. 

§ 123. Zn8atz 1. Ur8prungliches r 8chwindet 
kiliki8ch in: 

il-Jiap tzar (tazar) »8chwierig« Leb. d. Vàt., Mr. B. 155, 
156, Mx. Her. S. 51, 53, 54, 99 u. 8. w. = ci. dzvar t^ént.mp 
»8chwierig«. Vgl. poi. tiiar > difficile « Han. S. 117. 

§ 124. Za8atz 2. Alteres v wird vereinzelt za f 
erh&rtet untar dem Einflu88 von yorhergehender A8pi- 
rata: in die8em Falle yerbindet 8ich der Hanch der 
A8pirata mit v zn *At?, welch letzteres — wie im Neu- 
armeni8chen — zu/ wird. Vgl. oben § 7 Anm. 3. 

So haben wir neben alterem fA^nt^t t^ib ^^^^* *^^^ 9l\3lìì\l 
die Form Ifu^fi ingfi »bi8< in Dipi. v. Sarv. H. 258 — 26. — 
Da8S z. B. auch kl. pun^tnp^ pm^ilnp mit Erhartung der or- 
8prttnglichen mediaien Spirane v ala iakfor (aa8 *l(Akoor) 
gesprochen wnrde, das verraten Transakriptionen aoa dem 
Eilikischen wie: takfol oder Tacfol in Willebrand's Rei8e- 
beschreibung (vgl. GI088.); arab. takfUr^ takafur^ takfurya. 

C. Liquidae. 
CI. p r nnd seine Entspreehnngen im Kilikischen. 

§ 125. Scbwnnd von indogermanischem r liegt bekannt- 
lich vor in ci. mlruuàilrir tesatiem »8ehe« ftlr *ter8ajfem: gr. déQ- 
%ofjiai »sebe<, edqayiov »erblickte«, dédoQxa »blicke«, skr. da- 
dàrga^ zd. dàdarasa »8ehe< (Arm. Gramm. II, 497). AuBerdem 
zeigt da8 Altarmeniscbe Ausfall von uraprttnglichem r-Lante in 
folgenden Fallen, wo neben der jttngeren r-Iosen Form die 
altere Form mit r 8teht: 



KonsonantismiiB. 95 

iTut^ mah »Tod« neben marh (Ephrem UI, S. 20), skr. 
tnrtyù-^ zd. mars&yu- »Tod« ; u^ut^ pah »Nachtwache« neben 
parh (Ephrem III, S. 17), zd. pà&ra »Schutz«^, phl. *pakr] 
uftu4^l pahel »bewachen« neben parhel\ ^a^ xoh in iravaxoh 
»rechtdenkend« neben iravaxorh\ ^n^oLpq. xohurd »6edanke« 
(in einer Eyangelienhandschrift, Mser. S. 137) neben arorAttrrf*); 
^Mf^ bai »Miihne« neben bari (13. und 14. Jahrh.), zd. barséa 
>Rilcken« (Arm. Gramm. S. 118); uiiut/nti asalus »Morgenr5te< 
neben arkalus^ arialurà u. a. m.^). Die àlteren Handschriften 
haben noch r: rh und ri des 5. Jahrh. werden in der Folge- 
zeit za h und é (mit Verlust deB r). 

In spUtklassischer Zeit erBcheinen weiter noch: luiiiuif 
calag »Mlihle, Wa8sermUhle« = ci. JraloQ [*lnip^unu»g)\ inpqiuii 
corian »Rinne, Wasserlauf* in Geop. neben alter em jrordan 
(= *inLp^npii.ufit »WaBBer-Rinne«); ^«7^/^ /caiel »ziehen, foltern« 
b. Ephrem, neben alterem Sariel u. b. w. 

Im ÀnBchluss an dieBe Erscheinung und ala Fort- 
setznng in vergrossertem MaBBtabe erleidet daB Eili- 
kiBche Sehwund von ursprtlnglichem r in folgenden 
Eonsonantenverbindungen: 

§ 126. a) CI. 4r hr = k\ 4 h: 

kl. iiutOrtr hamem »befehle, verordne, verftige« 33 — 8, 
39—11, 41—9, 43—7. 10, L. 178—7, L. 179—4, L. 185—17. 18 
= ci. hramaycm', kl. ^uiJu/bg hamanK »Befehl, Verordnung, 
Privilegi 19—10, 33—3.4, 35—2, 53—25, 77—17, 79—11, 
L. 178—16, L. 179—2, L. 185—9. 19. 20, L. 186—4, Gen. 
imXutg hamnag L. 185 — 19 = ci. hraman^Jc^ Bg. hraman »Be- 
fehl, Vor8chrift« ; mb^utiTuhig ankamanM »unbefohlen, unbeauf- 
tragt« 13 — 21 = ci. *anhraman/c\ ^utL^pg haverìc eigentl. Ein- 
ladnng« , spec. »Einberufhng des Vasallen zur LeiBtung dea 
LehnsdiensteBc 9 — 14 = ci. hraver^ pi. hraverR\ uA^uttipo 

1) EbeiiBO wird ^«^ xoA, xah >Spei&e« *uf Slteres *xorh, *xarh zu- 
zttckznfUhren sein =, zd. x^arBd^a- >Speise< nach Ann. Gramm. I, S. 160. 

2) Secundares, eingeschobenes r werden wir dagegen erblioken 
mflBBen in ci. hariin >Teil<, harianem >teiie« Ephrem II, 2. 8 — 9 neben 
(a£»yi, haianem\ yaveri >ewig< neben yave£; virici >eine Fehlgebort thnn< 
aeben vikel; turi >Schaden< neben toi£; darioin >Dolch« neben dasoìn; 
hariel >schwinden, abeterben* neben haael'y mariti >hinBchwinden« neben 
ma$el\ pariar »Vorrat« neben posar; par sarei >belagem< neben paiarel\ 
orjil >LaQji< neben ojil^ poL ociL 



96 Lantlehre. 

anhaverR >aneinberafen, unanfgeboten« 15 — 1 = ci. anhraver 
»nicht einladend, nnÌTenndlich«, »iiìcht eingeladen«. 

§ 127. b) CI. /,< rh = kl. ^ h: 

El. ^utiiugtu^f £iuit^iu4f ^ut%t^uti janpah »Weg« 25 — 6, 
H. 217—4, H. 221—34, 222—19, Dipi. Sarv. = ci. canaparh\ 
kl. q^mi tak »alt, gealtert« 21 — 19, Geop. 243 = ci. *darh. 

§ 128. e) Ci. P2. ^^ = kl. 2, ^' 

El. fuiu^hiT xaiem »8iede, koche« Smp. Chron. Dui. S. 611, 
622 = ci. xarsem » siede, koche«; kl. ^^tuifriT Sasem «ziehe, 
sehleppe* H. 214—42, 222—26 = ci. fcariem »ziehe«; kl. ^«r^ 
luiii^ Kasanic »E5rperverletzung, Misshandlung, Plackereic 61 
— 6. 11 = ci. ìtar sanie \ poiJ^tT iqsmim »verwelke« in Geop. 
= ci. iarsamim, 

§ 129. d) CI. p^ ri = kl. é i\ 

El. lutflriP azem oder lujélnr aizem »bin wert, ko8te< 11 
—22. 27, 73—16, Geop. 68—7 = ci. ariem (id.). Dazu das 
Derivierte uiélr%iuir azenam^ uyt^kinusT aizenam 29 — 6, 59 — 34. 
35, 73—20, H. 213—17, H. 225—8; u.Jtg aieR »Wert, Prei8<, 
Instr. iufflro^ azeqJc H. 220 — 43 = ci. arzeR- 

§ 130. e) CI. pfL rh = k\, tft p (iiber die Aspiration vgl. 
§ 99 oben): 

El. ^^ yep »wann, sobald* 19—20, 59—6, L. 156—14, 
H. 218 — 8 = d. erb >waiin«; kl. uatifi (unLp'j sup »reiii, heilig< 
vgl. Gloss. = ci. surb, 

§ 131. f) CI. pif. rd = kl. t {l) Y, *«, P- 

El. ^it^, ^fm zst (wohl = zei gesprochen) 33 — 1. 16, 
35—5, 41—23, 47—22, 51—5, 57—16, 59—13. 30, 67—11. 13, 
69—2, 73—12, 35—18, 45—23, 59—21 = ci. ziard fl>a.pq., 
vermittelt durch nachcl. zeri qlrpp {qp^pt)» 

§ 132. g) CI. pq rg = kl. k (R) ^. ^, ^: 

El. i^j^uiij ^iui^ tkal (taKaT) >Loffel« ygl. Gloss. = ci. drgai^ 

targai \ ferner schwindet r vor R in den WOrtern: iihliuk in 

l^il. %^ut 9nd nekse »innerhalb< Dipi. Sarv. H. 258 =: ci. 

dnd ner/cse »innerhalb<; ^lUiTè^hl^ xamfek »Einnbacken« Mr. B. 

154 = spaici, xamcerìc, Anch «"/^/^^ sp9gig (oder spagtk?) 

»rein« 11 — 9, 67 — 1, ftlr alteres umpl^ftl^ sporgig »rein« 59 — 23. 

Ùber lafbinr aus unÓBlnr siche unten § 135. 

Anm. 1. Die gelegentlich noch yorkommenden Formen mit r, wie 
^putt^piriT hravirem (neben haverk), ^putJu/bg hramank* (neben hamank^) 
sind nattirlich nnr noch in der Schriftsprache zngelassen and der 
lebenden VolkBsprache langst fremd. 



KonaonantismaB. 97 

Anm. 2. Im NÀ. setzt aich diese Lautyenchiebnng derart fort, 
dass im allgemeinen r-Schwund stattfindet vor einer Aspirata odor vor 
den Spiranten h, /, £, seltener vor Spirans a. Man yergleiche fUr das 
Tr. Aid. II, S. 278, ftìr Poi. Han. WZKM 2, S. 307, H§. Hser. S. 130; Ach. 
Tom. S. 21, Tf. Tom. S. 75 u. s. w. 

§ 133. ImÙbrigen, d. i. in derMehrzahl der Fftlle 
ist ol. /y r = kl. r p im Inlant nnd Anslaut, namentlich 
nach Vokalen, in den Yerbindungen: 

kl. itf/y ar: kl. mpè^mp arjal »Silber« 81 — 14, ci. arcai\ 
mpump artar »gerecht« 67 — 17, ci. ardar\ ommp odor »fremd< 
21 — 9, 33 — ^23, 63 — 4, ci. autar\ mp^i^iT^ mpq^iJnr arkelem^ 
arkilem »hindere« 25 — 25, 41 — 9, 11 — 20, al. argelul; uipjtuhimi^ 
arianal »yorBÌchtig 8em« H. 223 — 27, ci. artanal; utp^kiP arjffem 
»befreie« 77 — 4, ci. arcakem; mpè^aq^ arj'oy >Hirt« H. 223 — 21. 
23, ci. aracai; u^uipm hard >Bchuldig« 9 — 5, ci. pari] u^mpmg 
bari/i »Schald« 71 — 19, d. partS; mmpit dori »Jahr« 11—4, 
ci. tari; Ifiup^inr garkem »yerheirate< 19 — 27, ci. kargem\ 
ìimpinT garem »kann« 73 — 11, ci. karem\ Deriv.: t/mphinuiT gare- 
nam »kann« 73 — 9. 

kl. Irp er: lrpl(f»p ergir »Erde« 39 — 8, ci. crAtr; Irpì^nL ergu 
>zwei« 25^13, 35 — 15, ci. erku] IrpqhaLiP ertnum »8chw0re« 
11 — 3. 8. 9, ci. erdnum; IrphóiutiT erevnam >erBoheine« 65 — 20, 
d. erevanam; pkpktT perem »trage« 21 — 19, ci. berem\ è^lrp 
/er >6rei8« 39—23, ci. cer; p%^kp ang^er >Oeno88e« 31 — 4, 
ci. 9nker. 

kl. o/y or: ff^ vor »wer, da88« (passim), ci. or; npp vorp 
»WaÌ8e« 51 — ^9, ci. orb\ mpi^ orti >Solm« 93 — 30, ci. ordi\ 
^mpu iors »yier« 17 — 23, ci. iorìc\ ^apuith^iT gorsnem >yerliere€ 
63 — 10, ci. korusanem; gnpl^ Qor*en >Weizen« L. 155 — 18, 
ci. ^orean. 

kl. ^p ir: jipItlinA irigun »Abend« 27 — 14, ci. erekun; jtplrg 
ir*ek »drei« (siehe OIoss.), ci. erek; MnA^ irgunk >Mllhe« 
H. 216 — 22, ci. erkunk; jtpuip irar »einander« 3 — 5, 27 — 20, 
ci. irear\ f,p ir »8ein, seiner«, cL iur, Vgl. Formenlehre. 

kl. nip ur\ z. B. ni.pm^ WTox »zafneden« 53 — 24, ci. urax\ 
unip sur »eilend« 13 — 13, ci. sur\ uaipp surp »heilig« 93 — 15, 
d. surb. 

kl. 9r: z. B. ^fib/^ sysrgel >8chicken« 25 — 17, d. yularkel 
>8chicken«; ^pPiuL p9rlav »U)8te sich lo8« 63 — 13, ci. ^^ 
nim n. 8. w. 

XftiBt, KiUkiscb-mittolftrm. Yolksspnclie. 7 



98 Lantlehre. 

Seltener steht r im lùlaut oder Aaslant nach Eon- 
Bonanten, namentlìch nach t5nenden: z.B. iuugp[iir abrim 
»lebe« 9 — 8. 9, ci. aprtm; ^nmph^iP godrem »t(5te< H. 223 — 34, 
ci. kotorem\ Jluii^f Jìuhinp mandr »klem« Mr. B. 148, d. manr. 
Nach tonlosem KonBonant z. B. in q-puigfib troQÌn >Nachbar< 
39—23, ci. dragin. 

CI. n. r nnd scine Entsprechnngen im Kilikischen. 

§ 134. 1. GÌ. a. r ist, analog wie /vr, = kl. r il nur 
im In- und AuBlante: 

a) Im Inlante: um^^ arci »erBt, der erBte« 25 — 11, ci. ara-- 
ji(n)\ tuniuiig aranQ »ohne« 13 — 6. 26, ci. aran^] tun%nL£^ arnul 

»nehmen« 13 — 14, ci. arnul; è^umaipiiLb jaruiun »DienstleÌBtnng< 
9 — 14, ci. carayui%un\ i&iApiT mernim »Bterbe< 9 — 8, d. meron 
n%m\ iTntóiuttT mornam »vergeBBe« H. 224 — 43, ci. moranam] 
^nfu. gfiv »gerichtlicher Zweikampf« 29 — 5, 31 — 6, d. kHv. 

b) Im AnBlaute: è^unLjat >Banmc (6eop.), ci. caf] mn af 
»nimm!« Imperai v. luiAnti^ (s. Formenl.) a. b. w. 

§ 135. 2. CI. il r Bchwindet vor % n vereinzelt in 
mtàtirj' atnem = kl. uajubd" ainem »mache, thae«. 

Belege: iufrki^ ainel Inf. 21—1. 11. 13, L. 186—7; mfrkJ^ 
ainem 1. Bg. prUB. 21 — 26; utfbhu aines 2. sg. pr^. 15 — 19, 
43—7; mfrt aine 3. Bg. pras. 13—10. 19. 31, 15—9, 31—8, 
33 — 25, 35 — 3. 14 (vgl. GloBS.); auch uijhkiP^ aineliìt »Hand- 
lnngBweÌBe« 15 — 7, ci. arneliìt. Als altere mittelarmenische 
Form ist bei Mx. Her. tlberliefert uijpliti^ airnel »thnn, machen* 
[aijp%yu S. 84, 99, 102, mjp'ut S. 88, 94, 101, 106, uijp%y% S. 12, 
101 n. s. w.), hervorgegangen ans mnulri^ ainel dnrch Aafl()Bang 
in *uipp%hi^ armel und Ansfall des ersten p r, woranf znm Er- 
satze ut a zvl mj ai gedehnt ward nach § 38. AuBJenem frtth- 
mittelarmeniBchen uyp^lri^ airnel ist mittelB Schwund deB nun- 
mehrigen p r vor Nasal 'u n die kilikiBche Form m/iiki^ ainel 
geworden. — Sonst ist altes rn im KL. Bowie auch im NA. 
erhalten geblieben, so z. B. in kl. tununt^ arnul »nebmen< = 
ci. atnul^ und zwar deshalb, weil in diesen Fàllen das t ur- 
sprtinglich und etymologisch berechtigt ist, w&hrend es in 
tuniilri^ lediglich Vertreter von urspr. p r vor Eonsonant ÌBt, 
da mtàilrg^ eigentlich = *tupjiiri^ ^ar-nel (Aor. lup^iupjiy da- 
gegen utnji von utituaL^ ist. 



EonBonantismuB. 99 

Anm. Anf ma. ainel, jttngere Form anel, gehen die meisten neu- 
armeniBchen Formen desselben Verbanui snriick, nach GIobb. 

CI. ^ i md seme Entspreelmiigen im Kilikischen. 

§ 136. 1. CI. ^ ^ = kl. ^ mit Lautwert y — nach 
§22 — im In- nnd Auslaute: 

a) Im Inlante, namentlich vor Vokalen nnd t5nenden Kon- 
Bonanten: m^wj dya »Kind« 37 — 14. 16. 17, ci. tìay\ pnqauT 
ioyum » lasse « 81 — 17, ci. loium\ ^nqjbuttT koynam »Btehle« 
65 — 8, ci. ff<yianam; utinqhutiT acoynam »werde gesnnd, genese« 
65 — 23, ci. yajotanam] j^quiplih^iT h9yargem »schicke« L. 156 — 
22, ci. yuiarkem; jt iliuqt i fx^ye »von altera her< 39 — 18, ci. t 
ra/f, Abl. y. tluiq^ Dai', ^uiqmg KayaJc >Stadt« 83 — 25, ci. ìcaia/c\ 
Jìumquti^ madyas »jnng«, inumqui2jfiilrtr madyasQnem »yerjlinge« 
17 — 25, (!\.matai. Jedoch auch vor harten Eonsonanten; so 
in: atq^jp aypair »Brnder« (vgl. Gloss.], ci. eibair\ auq^tum 
ay£ad >arm«, ol. aiMat] Jlni^ m^eyk >Fehler, Stinde«, ci. melìc\ 
^lìkb^ ^y^ffi^ »Madchen« 19 — 5, ci. aijik u. s. w. 

b) Im Anslaute: paq^ loy »laS8« 41 — 9. 10, ci. ioi\ qnq^ koy 
»Dieb« 65—4. 6, ci. gol\ qkq^ léey >Dorf« H. 218—25, ci. g%ul\ 
/[m^i vay »Morgen« 79 — 2, ci. val\ mkq^ dfey »Ort« 19 — 25, 
39 — 13, 47 — 27, ci. teU\ ^qp^i syuy »Gehim« Mr. B. 154, 
ci. utei^ uiiul n. s. w. 

§ 137. 2. Im Inlante vor tonlosen Konsonanten ist 
im Nenarmenisohen allgemein die Media y (q) znf 
Tennis x Qu) erh&rtet; bereits im Kilikischen finden 
wir die AnfUnge dieser Lanterscheinnng in folgen- 
den Fàllen: 

PolIuP htxì »Brief, Urknnde, Papier* *) 39—15, 47—28, 
59—2, Dipi. Sarv., L. 156—28 = ci. pnLqP luti, spatcl. luyl\ 
pw^p iaxi >Schweinsbrot« (hot.) Mr. B. 159 = ci. puiqp iaii, 
sp&tcl. iayi. 

Anm. Die hier im Kilikischen^ noch Bchwach nnd erst vereinzelt 
hervortretende ErBcheinnng ist im Nenarmenischen gesetzmSOig geworden; 
so s. B. entBpricht im Tf. den Slteren Lantrerbindongen yk, yi, yt, yc, 
yPi y^> y*% y^> yc (nach Tom. S. 73, 74) regelmSOig tf. xk, xX^ xi, x<?, ay, 
xf, xU, xt, XI} nnd xc. Analog im Ag. (S. Sarg. S. 66), im Ms. (Maer. 



1) Vereinzelt Abb. Ant 39—19 findet Bich noch pnL^p fuyf. 

7* 



100 Lantlehre. 

S. 133), im Poi. (Han. WZKM 2, 293) n. 8. w. Teilweise wird llberdies 
auch im Aaslante, sowie da, wo inlantendes y dorch Yokalwegfall an- 
laatend wird, die Mediae y vi x yerhàrtet. So im Poi. (WZKM 2, 293). 

CI. ^ / nnd seìne Entsprechimgeii im Eilikischen. 

§ 138. CI ^ / = kl. 1 1^ im An-, In- und Anslante: 

Beispiele: ^«Ir^ hel »hOren< 15 — 20, ci. hel\ g^^aL lezu 
»Zunge, Sprache* 15 — 7, ol. lezu\ iJiit^i^t iJiVutug^ linil^ limuil 
»Bein, werden* 15 — 10, 21 — 15, 25 — 6, ci. linel\ ^^ib^ elnel 
>herau8gehen< 13 — 6, ci. elanel; uy^^ ail >aber, welter, noch< 
15—2, 23—19, 25—1, 27—8, ci. at7 n. s. w. Hierher gehdrt 
auch das anslautende / dea Infinitive, Bowie des Part. preteriti 
auf -A^ -^el = ci. -eal. 

Anm. Analog ist im NA. altea / dnrchgehends erhalten geblieben. 
Nnr im WA. zeigen mehrere Dialekte an SteUe dea mittelannenischen 
Part. prateriti auf -*el ein entsprechendeB Particip anf -*er; jedoch auch 
hier Ì8t nnr scheinbar aa. / zn r geworden, wie nntén in Formenlehre 
des Naheren dargethan ist. Vgl. anch Maer. Dial. v. Mna S. 128, Han. 
WZKM 3, S. 38 f., Tom. Dial. v. Tifi. S. 75 n. a. w. 

D. Nasale. 
CI. % n nnd seine Entsprechnngen im Eilikischen. 

§ 139. 1. CI. ik w = kl. n %\ 

a) Im Anlante: %ui na »da, alsdann* 13 — 9, 75 — 12, ci. na\ 
IbaiL nav »Schiff« 156 — 8, ci. nav; ^iTutu nman »àhnlich< 65 — 
12. 14, ci. nman\ ^^uJii nsan »Zeichen« 9 — 16, ci. nian; imp 
nor »neu« 47 — 11. 30, ci. nor n. s. w. 

b) Im Inlante: u/baót anun^) »Name« 11 — 25, 13 — 8, ci. anun; 
IfuiiiaL^ ganux >frtih« 71 — 6, ci. kanux\ ^u/uft Mani »wie YÌel« 
11 — 22, ci, Mani] ^%l, Uni >Wein« L. 155 — 2, ci. ^tm; ^ir^/^ 
sinel »bereiten« 47 — 11, d. sinel u. s. w. 



1) Statt dieaer anch gemeinnenarmeniachen Form eracheinen ana- 
nahmaweiae im Kr. (Patk. Dial. 66) die m-Formen: anam^ anum, ansm^ 
welch letztere nicht anf daa aa. anun znrilokgehen ; vielmehr aind dieae 
Formen herznleiten ana aiteren *anamn^ *anumn^ ^ammn, in welcb letz- 
teren nenarmeniach daa finale n abfallen mnaate, nnd die ihreraeita ein 
nrarmeniachea ^anmn oder anomn voranaaetzen, ana welchem nach einem 

O O ' 

anderen Lantproceaa anch daa gemeinarmeniache anun hervorgegangen iat 



Konsonantifimas. 101 

c) Im Aaslaute, namentlich nach Vokal: maiii dun >Haus« 
11 — 7, ci. iun\ [ipt^^aLlb iriffun >Abend« 27 — 14. 16, ci. erekun; 
</Wb htn »alt« 41—8, ci. Am; 1/^% gin »Frau« 47—10, ci. kin\ 
i^ftù km »Preis< 83 — 26, ci. gin ; ^tu% pan »Ding, Arbeìt« 13 — 
32, d. ban\ miu% dan Gen. y. tnnót >Hau8< 71 — 13, ci. tan\ 
^umu Rsan »zwanzig« L. 157 — 16. 19. 20, ci. Rsan\ mfr ain 
>clie8er« 9 — 17. 23, 13 — 8, ci. ain; kp^mfli ergain »lang« 85 — 3, 
ci. eriain u. 8. w. *). 

§ 140. 2. CI. -li -n im Anslaut nach Konsonant fSlllt 
im Eilikischen ab, in folgenden Fallen: 

p'iig inR >er, sic, e8« pron. pera, der 3. Pere. 17 — 25, 29 — 
24, 47—3.21, 49—15, 55—18, 59—30, 61—21, 69—3.24, 
71 — 13, 75 — 9 = ci. inRn ffb^ »ip8e«; uiuk anj »Per8on« : ^^«T 
m%l^u 31—23, 33—12 = ci. anjn uAtX%\ iA^m cW »Hand«: 
^JUriL^il. >deine Hand« Mr. B. 145 = ci. ^i^rn i,ha%\ Ir inani, 
elund iWarze« Mr. B. 152 = ci. elundfi IrgnAifr. Weitere 
deutliche FUlle von n-Schwnnd liegen mir nicht vor; dennoch 
wird 68 wohl nicht zu gewagt sein anzunehmen, dass aus- 
lantendes n nach Konsonant 8chon im Kilìkischen groBenteil8 
geschwnnden war; in der Formenlehre sind, unter Voraus- 
setzong die8e8 Lant8chwunde8 , 89.mtliche angefUhrten, dieser 
Kla88e angehdrigen Nomina ohne auslautendes n angesetzt. 

Ànm. Dass im NÀ. n-AbfaU im Anslaut nach Konsonant Begel 
ist, sowohl im NOA. wie im NWA., ist bekannt. Spezifisch nenarmenisch 
ist, dass an Stelle des geschwnndenen n sich teilweise halbvokalisches 
9 entwickelt; z. B. poi. d€LS9 >zehn« , inìi9 >er« , oxt9 >sieben< n. s. w. 
(WZKM 3, 47); natttrlich ist dieses 9 nicht etwa ans n hervorgegangen, 
sondern nichts anderes als der seknndare, vor n sich entwickelnde Halb- 
vokal, der nach dem Schwnnd von n znm Vorschein kommt. Dass o nnr 
in gewissen Fallen erscheint, in anderen dagegen fehlt, bernht auf enpho- 
nischen Qrtinden. — £in rein enphonischer Lant ist dasjenige 9 des 
Neoarmenischen, welches an W^rter antritt, die auf Doppelkonsonanz 
(seltener einfache Konsonanz) ansgehen , falls nnmittelbar daranf konso- 
nantischer Anlant folgt; so z. B. tr. (nach Aid. II, 276) garJ9 xosk* nw 
>ein knrzes Wort<, haat» paiter >dicke Holzscheite* , muCg dey» >ein 
finsterer Ort« n. s. w. fUr einfaches: garj ^<tf/>^, hast ^uiutn^ mut JnLp, 
Derselbe rein enphonische Lant erscheint anch in demselben Falle regel- 
mSOig bei WOrtem die anf zwei Konsonanten endigen, deren letzter r 



1) Vereinzelt entspricht klassischem n der Lant l in ma. lutmutum 
labatt >Hase« (ob wirklich anch kilikisch?) = d. napast in napastak 
(napast + ak). Ygl. Iap9strak >Ha8e« im Hs. (Mser. 135), poi. labestakj 
tf. laptutrak, zt. lapstoky kr. 9Ìapa8trak n. s. w. (s. Gloss.). 



102 Laatlehre. 

ist; z. B. jandr9 ìcar »eiii schwerer Stein*, mandn d9yaJc »kleiiie Kinder «, 
parer» let »ein hoher Berg< (Aid. II, S. 276). Analog poi. X9rugn9 »tiefc 
{junpnóilì^ y jandrne (ftìr jandm») >fichwer«, ùUìne (fUr inlcm) »er<, deren 
9 ^resp. 0, wenn hier wirkiioh e nnd nicht 9 gehdrt wird!) HanuBz in 
WZKM 3, 47 fàlBchlich als 3. sg. dee Verbnm sabst anfifasBen wili; wie 
anch HanuBz nngenan ebendaselbst das 9 in da89 >zehn<, oseU >8ieben« 
alB auB n hervorgegangen betrachtet, ein Lantwandel der im Armenischen 
in dieBem Falle geradezn nnmOglich iBt. 

CI. fT m nnd seme Entspreclmiigen im Kilikisehen. 

§ 141. 1. CI. *r I» = kl. m *r: 

a) Im Anlante: Jmjp mair »Mutter« 47 — 6, 49 — 8, ci. inair\ 
Jhtpq. mari ^Mensch< 65 — 2. 4, ci. mard\ «^^ meQ »mitteii, ìn« 
37 — 14, ci. fnej\ JìupJ^% marmin »K5rper« 31 — 11, ci. marmin; 
aBrióiftb metnim »sterbe« 9—8, ci. fneranim\ iTaaitmir matnam 
»yerge8Be« H. 224—43, ci. moranam; StutiT mnam >bleibe« 35 — 
30, ci. mnam, 

b) Im Inlaute: iuJt% amen »all, jeder« 41 — 10, ci. amen\ 
tui^u amis »Monat« Dipi. Sarv., d. amis; [ui&i^ xmel »trinken« 
33—18, ci. xmel\ ^utJpkpiri^ hamperel »auf8chieben« 15—26, 
ci. hamberel] ^un/pirpaLp/iLb hamperuiiln »Aufschub, Frist« 21 — 
27, ci. hamberuiiun\ i^iOnT timem »6ile« 31 — 19, ci. dimem, 

e) Im Auslaute: ^uriT ioder« 15—7. 8. 11, ci. kam\ JuiiT 
iam »Stunde« 11 — 19, ci. iaiw; miuiT dam >gebe« 11 — 18.23, 
d. tam\ tlberhaupt die 1. sg. pr^s. anf -«T -m = ci. -m. 

§ 142. Znsatz 1. Classischem -t/^ -mìe in der 1. pi. 
des PrSlsens entsprioht kilikisches -nR '%^\ wir haben 
hier offenbar einen Fall yon Eonsonantenassimilation , indem 
untar dem Einflnsse des gnttnralen ^ R der labiale Nasal iT m 
znm gnttnralen % n (ygl. § 22 oben) geworden ist^}. 

Beispiele: ^nc 4pu»^pir%p^ gu hravirenR 13 — 13, ^nc mqan^%p^ 
gu ayagenX 53 — 22, ^nc uuLbaAg gu afntmR 53 — 23, mutiig doni 
53—23 n. B. w. 

§ 143. Znsatz 2. Scheinbar geschwnnden ist ci. 
anlantendes iP m in: 

kl. p%^nL ingu »bis« 41 — 12 = ci. mingev\ kl. ft^b^clt incvi 

{t'^L'lh t'^lib) ^3 — ^^j ^^ — ^ = ^' ^i^^ * *bis zn«. In 
Wirklichkeit hat das Eilikische die nrsprttnglichere Form 



1) Bekanntlich iBt im NA. dioBelbe Endnng anch anf die entepre- 
chende Person dea Imperfectnm nnd Aorist ansgedehni 



Anhang. Kombinatoriscber Laatwsndel. 103 

mit in} bewahrt^). Hierher gtellt sich auch: kl. jlrqiP heym 
»8anft, mildc, hllnfiger j^^iR hepnn (id.) Mr. B. 150, 151, 152, 
155, Achrabadin H. 402, 403 = el. Aq»r meim »sanft, mild, 
angenehmc 

Anm. VgL d. hasel s= moMl »erBch(5pfen, safzebren* ; femer im 
na. Disi. y. Akon: ak. m9iv% and mi&vi >bÌB« neben ak. hiivi >bis« (Canik. 
283, 409). Namentlich schOn zeigt sich das prafigierte Element m im 

na. Dial. v. Julfa, and zwar nach Patk. Dial. 84 in folgenden Formen: 
mof^ moni >nicbt< (=» ci. o^, mofinf jmd monfing >nichts« (s= ci. ofinf), 
fnofitm >Nieniaiiden< Dat v. modale (s= ci. ofurnsk') % 



Anhang. Kombinatorischer Lautwandel. 

1. Einsohaltung. 

§ 144. 1. CI. -1b/» -nr = kl. -«dir -ìif^/», -iruf/i: 

kl. è^uAi^ jandr »8chwer« H.226 — 15 = ci. canr; kl. tTuAmp 
tnandr >kleìn« Mr. B. 148, Mx. Her. S. 19, 67, 150 = ci. manr\ 
MÌmiunpt mandre »yerklemert< 3. sg. prSlB. Mx. Her. S. 71 Z. 4 
anten = ci. manre\ è^nAmp jundr »Knie« H. 333 Z. 12 unten 
= ci. cunr, Auch t^iuiiqpntMt[i LaLmnL^ bandrtidi {"udu) >Fasteii« 
(eigentl. »Kll8eessen«) Matth. Ed. = ci. panruti, 

t-LsLnt wird ferner eingescbaltet zwischen Nasal n + Sibi- 
lant im Auslaute in kl. ^uyitif hain^ »bo«, ^utug kanc ial8«, 
^M^tg vanQ »wegen«; siche nnten § 148. 



1) ÙbrigenB findet sich in gowissen mittelarmenischen Schriften, 
wie im Achrabadin, Bowie aach modemdialektisch die reine Wnrzelform 
ine ala PrUposition in der Bedeatang »bÌB<, entsprechend klassiBchem 
m%n( »bÌB<. 

2) Untar dem EinflasBe der NaBale m, n werden in verschiedenen 
nenarmenÌBchen Dialekten die Laatverbindangen a-\-m-^ Labial and 
a + ti + Labial nasaliert za a + Labial. So im Tf. (Tom. § 57—2): 
apativ >ebrloB«, ci. uAu^iutn^L; ^pozan, ci. mùifin^tub) qpatcar^ ci. ut%^ 

i^tuMa£iUp\ abaUf ci. utiipu/ib] qhaxty ci. utbpau^m\ dm^rti^ ci. BuùJìup^'^ 

capa, ci. ^luinut^iup^ a. b. w. — Im Ms. (Mser. § 11): haber^el, cL 4u»tfi 

plrplr^^-^ cqpa{h), cl. £uiiiiuu^uip4 ; ab >Wolke«, ci. «"(p» luJl^', ^b*ec >(der 

Himmel) hat Bich bew01kt<, cl. luJu^irutg ; habr^el, ci. 4uiJutpb^i^ a. b. w. — 
Ebenso aach im Wn. (HBer. S. 24). Anderen modemen Dialekten da- 
gegen, wie z. B. dem von Polen, ist die Nasalierang fremd, wie denn 
mach dieBclbe fttr das KilikÌ6cb-MittelarmenÌBche nioht nacbgewieBen 
werden kann. 



104 Lantlehre. 

Da8 Eintreten dea ZwiBchenlautes ist phonetiseh leicht 
erkiarlich nnd hat sein Analogon in yielen Sprachen. 

§ 145. 2. CI. -Jp -mr = kl. -mbr -J'^: 

kl. tuJ^uiL ambrav »Dattel, Dattelwein« Mr. B. 154, Leb. 
d. V&t. = Bp9.tcl. amrav Mx. Her. 149 = ci. armav >Dattel- 
palme« vgl. anten § 147. 

§ 146. 3. Epenthetisches n zeigt das Eilikische in 
kl. iBriig fn*enk »wir« pron. pers. (vgl. Formenl.) = ci. meS; 
yielleicht ist hier Nasal n untar dem Elnflnss nnd nach 
Analogie dar Endnng -n£ dar Nominaldeklination ainge- 
tratan. Farnar kl. mpgnóig argunR >Thrftnan« (8. Gloss.) = 
ci. artoiuR. Vgl. z. B. anch nachcl. kq/fù^ >Brannassel« = 
ci. kqji^ eiic, Ich arinnara anch an das griachische Lehnwort 
aOrit^biiuy menKenatf naben melcenay >Maschine<, gr. inqxavq 
(Ann. Gramm. II, 365). 

Anm. Die Erscheinnng setzt sich fori iin NA., nnr mit gr(5Berer 
Aasdehnang and Yerallgemeiiieraiig ; so im Tf. Itìnfy Gen. k^9nfi vNase*, 
ci. ^P; mir\j >gro6<) ci. lA-^; mtnAT >wir«, d. lA^; amancU «talch 

Bchttmenc, d. auiTtu^^] ayaniàH anil >bitten, beten«, ci. luqiu^u, "kananf 
>gr1in<, ci. ^uiiiut^; canangil >erkennen«, d. éituiiut^i^ Tom. Disi. y. Tifi. 
§ 187. Vgl. anch Mser. § 216, Tom. Dial. v. Ach. S. 20 a. a. w. In 
letzterem Dialekte, Bowie anch im Tr. haben wir nnter anderem die 
Fonn m*enc >gro6<, ci. tSrè^. — EpenthetiBches d zeigt z. B. Tf. (Tom. 
§ 182) in ^ndr >Bcliwer<y ci. è-uAp; mandr >klein«, ci. Jut%p; fimdir^)^ 

Qen. 'dri, >Taiìdnr, W&rmofen« , ci. pnhftpf -p^ n. b. w. — Epenthet h 
in hamhril >reohnen<, ci. hamarel, kl. hamrel. — Vgl. ttbrigenB Mbcf. Dial. 
V. Mas S. 139, Tom. Dial. v. Ach. S. 20, S. Sarg. Dial. y. Ag. S. 71. 

2. Umstellung. 

§ 147. Umstellnng des Eonsoantismns zeigt sich 
namentlich bai 

aj Eonsonantanvarbindnngen mit r: 

kl. q^mpmuili tardug »leer« 55 — 10, Mx. Her. 80 — 7 = 
ci. datari >leer« ; Jìu^p maxr »Harzfichte« in Gaop. = ci. marzy 
np. tnarzj marx] ma. i^iict#^ trsov »Tadal«, trsovem >tadele« 
Leb. d. Vat., Jaism. = ci. dsrovy darovem^ letzteres = zt. *dtii- 

1) Gen. pn%pli mnBBte zu pniii^li werden, danach aoB dem Nom. 
pnufip die Form poUq-ftp geworden. Vgl. got stoistar, Gen. swistrs ss 
idg. *avesroK. 



Anhang. Kombinatorischer Lautwandel. t05 

sraviih (belegt deriv. dàmsrava)^ pàz. dusrav (dusrub) ; ygl. Arm. 
Gramm. I, 145. Analog entBteht mJpuiL amrav >Dattel« Mx. 
Her. 149 auB ci. armav. Ygl. neben ma. utliiLmj agra »Zahn« 
auch jmn^uy hatga >Zahn« (Wb. II, 1065). 

b) Bei den Verbindangen ufu bz und fuu xs: 
ufvmap sxtor (sdxtor) »Enoblauch« bei Galen., in Oeop. = 
ci. xstor ^umnp »Knoblanch< ; u^mp sxar »Belagerung« à)ei 
Matth. Urrh. Dui. S. 58 im InBtr. u^iupail^ aus ^uutp = arab. 

j[jas> >BelagerQng« ; luuiup b. Vardan 114 = </^«fui/i hisar »Be- 
lagenuig«. Ann. Gramm. I, 269. 

Anm. Ygl. poi. 89xt9r >ail<, tr. s9xtor (Han. S. 113), ma. 89xtoruk 
(Hser. S. 141), tf. 99xtur (Tom. S. 77) a. b. w. Vgl. ferner folgende F&Ue 
▼on MetatheslB im Aoh. (Tom. S. 20, 21): iardag >leer«, ci. i^mmpli'^ 

Joìjag >Hiiiterkopf, Nacken<, ci. è-nè-npui^f é^nS-piuli; garb*ed >Fetzen, 
Lumpenc, ci. ^utu^irpin; gersar >Schwiegervater<, ci. ul^hupuijp^ garmunj 
>BrUcke<, ci. IgutJhLp^i armung >£llbogen<, cL lupJndfu^ angaj >Ohr<, 
cL ui^tuii^; oniinq >nicht8«, ci. "^/'^^ ^- 8- ^- Analog im Tf. (Tom. § 188), 
im Ms. (Hser. § 220), im Ag. (S. Sarg. § 17,1), im Er.i) (Patk. Dial. 
S. 65) a. *8. w. Die im Mittelarmenischen worzelnde Erscheinung hat 
natnrgemaO, wie aus obigem erBichtlich, neaarmenisch eine viel weitere 
Anebreitong erlangt 

3. Versclimelzung. 

§ 148. Yerschmelzung von zwei benachbarten Eon- 
Bonanten zn einem einzìgen liegt ver in Fallen wie: 

kl. uimglunói boQXun »Antwort« 13 — 10, 15 — 19, 17 — 19, 
21—26, 23 — 11. 24 aus ^iummufunói Hatsxun {*patsxun) = 
eì. patasxan-i t^aummu^tuitji; utpgnàig arQunìc »Thrtoen« (ygl. 

GlOBB.) aUB *tupinunài^ *art8Un/c = ci. artaSUS mpmuiunt^'^ 

ferner: ^n»!^^ ^an^; Eomparatiypart. >als« L. 155 — 1, L. 155 — 6, 
L. 156 — 8, entBtanden aus ursprilnglichem ^uAi Jean + f_ ^^ dem 
PrUfixe des nach ^uiu regelmftBig stehenden Akkusatiys; zwi- 
Bchen Nasal und Sibilant entwickelte sich sekundUrer ^-Laut 
nach § 144, welch letzterer mit dem Sibìlanten die Yerbinduug 
g g eingegangen ist. Ganz analog erklSxt sich kl. iiujug haing 



1) Im Kr. finden sicb nacb Patk. Dial. 65: oxear >Schaf« (ci. oQxar); 
angui »01ir« (d. àkanj)\ mnan >&hiilicb< (ci. nman); imhar >flir< (ci. ha- 
9?iar); mahik >jetzig« (tf lùmik) n. 8. w. 



1 06 Lantlehre. 

»so« 11—27, 13—21, 25—5, 33—6, 39—14, 41—10, 47—27, 
ohne vorgeBchlagenes 4 h ala mfbg aing iBO« im Àehrabadin 
H. 417, 423 aus *ut/h^m^u *ain-t^8 = *uijb^u *ain^s (fl. Fonnenl.). 
— Ebenso ist wahrecheinliob anch entstanden kl. tfuAy f>anp 
»wegen« ans *ilu/b^m^u *van't^8j letzteres aber aus *iltuù^u 
*f>an'Sy welche Form durcb Metathese ans aa. flutuL vasn her- 
vofgegangen sein wird. — Belege fllr i[uiiig z. B. 19 — 12, 
21—21, 23—22, 29—9.25, 37—17, 39—18, 59—27, 67—29, 
L. 156 — 13 u. 8. w. 

Anm. Dieselbe Form k'an^ »al8« zeigt der moderne Dialekt von 
Agnlis (S. Sarg. S. 127), der von Mus hat k^anj >alB<, der von Wan 
nnr leicht differenziert die Form Uàiy' >al8c, beide regelmUfiig hervor- 
gegangen ans *k^an-^d-\-Zy k'andz (Mser. Dial. v. Mas § 218). Im Àk. 
lantet die entsprechende Form k'ez (Patk. Dial. 415) i). 



1) Weitere Beispiele von n-Schwnnd im Dial. v. Aken sind nach 
Canik.: ak. ^n^itL ^- ^^^ ^ ^^- ^'"''"tU'L »nilien<; ak. ^/fL/tuiguiL S. 298 
ans ^ItLgfbq^iuL s= ci. iJtijutbiiJugiuL >erkrankte« ; apqln. S. 282 ans 
*n^pirL = ci. uAlpirL >Regen<; U*^*^ S. 443, Gen. v. IFlff Mi^zur 
s= Ifli^iri^ M9njur (tiirk. Munzur day»); '">^tl^ S. 282 = ci. utUgùlt^ 
>UberBchreiten< ; 'ùa^iuiT S. 290, 294 ans ^uth^^uttT s= ci. ^uAm^^iuiT 
»erkenne«; l'i S. 290 = ci. /''i»^ >waB«; pimlrq^ (anch im Ag. vgl. Patk. 
41) s ci. /rlb^ uiirii >wo«; Jtétjuib S. 500 auB ffii^aLuA »bÌB, bis da8s< ;. 
iQfdilP S. 302, i%ifilli S. 409 nnd <H'Il' S. 283 ans *dlfb^^ , resp. 
ftù^nifi = d. i^lb^irL ft >bis«. Wlc ersichtlich ÌBt hier mit dem Schwin- 
den von Nasal n zngleich Ùbergang der anf n folgenden Affri- 
cata in die nEchatverwandte Spirans verbnnden, welcb letztere 
vor tOnendem Lante in die t(5nende Spirans tlbergeht. — Ùberhanpt liebt 
dicBcr Dialekt die Erweichnng nnd VerBchmelznng bestimmter KonBo- 
nantenverbindnngen mit Liqnida n oder r. Folgende FSlIe laasen sich 
anfatellen. 

a) CI. ng^ nk nach Vokal wird im Ak. zn y. Z. B. ak. tiifiiiri^ 
S. 235, 302 Bs tr. Ifui/itiri^ ss ci. tfiuh^lbirf^ »errichten<; ak. l^n/blrgiML 

3. Bg. Aor. S. 231, 266, 780 = ci. ^oiir^ irlrjari. ; ak. tVmiri^ S. 453 = 
kl. qui%limlr^ ss ci. qiu1ufunair£^ »klagen< ; ak. kfi»!"^ S. 206, 270 = 
tr. ft/hutiP ss kl. lAtlfbftiT ^ jAtlfiiftiT ss ci. uaii^mit^iP > falle*. — Der 
eigentliche LantprocesB ÌBt hier der, daBS znerst n ansfallt, woranf der 
nnn nnmittelbar an den voranfgehenden Vokal geriickte Gnttnral zn- 
nàchst znr gnttnralen SpiranB y, dann znr palatalen SpiranB y erweicht 
wird. In wenigen Dialekten iat der Proceas anf der Stnfe der gnttn- 
ralen Spirane atehen geblieben. So jlf. (Patk. Dial. 84) kayni »er erhebt 
siche (ss ak. kof/ni), kr. kaynel (=> ak. k&ynel), kr. 9ynel (>= ak. tynel). — 
Vgl. anch die Erweichnng von nraprtlnglichem k {g) za t/ in ak. lA/ 



Anhang. KombinatorlBcher Lantwandel. 107 



4. Vereinfachung und Sohwund. 

§ 149. Doppelkonsonant wird yereinfacht und 
zwar: 

a) --gg -fp wird za einfachem-^ -(; in dem Kansativ- 
snffix -gblnr -^anem = ^--ggùlnr = ci. "guu^uAkiP -gu^anem: 

Z. B. kl. utiTpgbtrtT amr^nem 27 — 20 = ci. mJpmgnL^uiulnr 
amragu^anem\ (tpiuufiih^iP iravgnetn 59 — 8 = ci. (tpiutMtgaufutitkiP 
iravaguganem] j^aBr^^trtP hitnegnem 81 — 24 = ci. jmaBrgaLguiuIrtr 
yameguganem] ^lriLkg%lnr herecnem 17 — 17 = ci. ^knmgaigm'ulrtr 
heragucanem n. s. w. Ansnahmsweise erhUlt sich der Doppel- 



Milri^, iA| 1^ S. 291 aiiB lOtli meky meg >em<; ak. aOr/h S. 302 ans dtlfr 

m^n, megn >eiiìer<, weloh letzterer Fall, nebst i/y^^L ^^ ^ci-gdel (» 

^j^wlri) >nicht wissen* aach tUrkarmeniBch ist. 

b) GÌ. nr nach Vokal yerachmilzt za ak. yr oder y. Z. B. ak. Jajp 

S. 282 und «% S. 422 » ci. manr ^klei1l< ; ak. ^njp S. 208, 282 and ^«j 
S. 301 =3 ci. canr >8chwer<. la diesem Falle scheint zaaSchst n mit 
Ersatzdehnang dea voraafgeheaden Vokals aasgefailen za soia, woraaf 
daan aaoh das aaslaateade r geschwaadea w&re. Wahracheialich gehoa 
jedoch ^njp^ è^nj^ '^"jpì <% uicht direkt aaf die betr. altarmenischea 

Fonnen zariick, soadera Tielmehr aaf ma. é^utitmp^ Jìuitmp^ ia welchen 
oach Schwand des Nasals die nanmehr aach Vokal Bteheade Laatgrappe 
mp za jpj bezw. j erweicht oder yerBchmolzea warde, aach Laat- 
gesetz e). 

e] CI. tr aach Vokal verBchmilzt za ak. y. BeiBpiele siad: ak. 
^irfuu S. 470 Bs ci. ^irmpau >PetraB«; ak. u^uynu S. 440 = gemeia- 

neaarmeaiBch ufuampaLu hadrua^ pairus &= ci. u^atmatMtum >PfropfreÌ8«; 

ak. iajl'^e S. 416, 429 « kl. ^uip[>^ »JUagliag<; ak. ^pj^i S. 231, 295 

s= cL ^mpp'ii >werdea geBchaittea« ; ak. ^cj^st ^' Bg. Aor. Act. S. 302 

= ci. ^inplrgl9\ ak. l^pjhguiL 3. Bg. AoT. PaSfl. S. 217 = cl. ^mpirguiL'^ 

ak- iejh Verbaiadj. S. 206, 207, 261, 274 = cl. iuipirp; ak. ^pjfè^ 

Part pr. S. 208 «= kl. IftnpiuS^; ak. Ignjp S. 205 s= kl. ^niaplt^ ci. ^nmnpp 

>zerbrìcht« ; ak ^yirjpit S. 296 = kl. ^ataptp'it >zerbrachea« ; ak. Ifiyutè^ 

Part pr. S. 208, 483 ^ kl. linmpiuò^. 

d) GÌ. dr aach Vokal verBchmilzt za ak. h. Beispiel: ak. fw4h^i^ 

■a kl. qjut^kij ci. tiiuiijupirg^ »aafhl3rea<; ak. ift qju^fip S. 413 = tf. ci' 

dadrir >er h(5rt aicht aaf<. 

Absorptioa dcB <-LaateB dorch beaachbarte KooBoaaatea fiadet 
stati la ak. uauilmè^ >Gott< S. 218 s cl. uaummjuè-; ak. muqji >Stera€ 

S. 218 sBs ci., mutaq^; obeaso im Zt (a. AUahw.) osy aad otx >Stera<. 



j 08 Lfantiebre. 

konsonant in Kaasat. ^iry/frlnr geggnetn 27 — 13. 17, 29 — 17, 
33—18, 35—9. 16, 59—2. 11, 63—13. 14, 67—11, 69—2, 
71 — 20. Jedoch auch schon yereinzelt mit einfachem g die 
Form tf^ffiit gegne 3. flg. prUfl. H. 217—19. 

b) Doppel-», -tó, wird vereinfacht in: 

Jiumi^ linai »8eìn, W6rden« 59 — 33; if%uij lina 21— 15, 
25—6, 27—14; ifiiui% linan 19—17. 18, 27—45; iJAmjp 35—31; 
l^%un^ linai ans ijfb%u»i^ Unno! (yereinzelt belegt L. 157 — 5 so- 
wie in Geop. und bei Mx. Her.) = *ifiiilriiui£^ *linenal, — Analog 
die Form ncìnv^ unal ihaben«, yereinzelt belegt (b. OIoss.) filr 
das gewOhnliche aMiui£^ unnal = *nàilruuii^ 

§ 150. 2. Die Lautyerbindung -it^ --cg wird zn einem 
Lant zusammengezogen in: 

kl. q^uiptìikiP^ qjuplg/biriP tarc9nefn »gebe znrflck, erBtatte« 

47—22, 57—26, 59—26, 63—25, 71—21, 79—3. 4, H. 225—46 

= ci. ^plnu^uAiriT darjuganem. Die 9.1tere Form q.uMplgi^l 

tarcgone steht yereinzelt 19 — 13. Vgl. poi. targanelu »tonmer, 

renyerser* Han. S. 116^). 

Anm. Im NA. werden auch einander benachbarte, ihrem Wesen 
nach von einander verschiedene Konsonanten, einander angeglichen, 
bezw. vereinfacht. So im Àch. (Tom. S. 20): éUem >gehe hinans* «= 
ci. elatiem; 9U%1 >Bein<, ci. Und] hletn >f!ille«, ci Inutn; gaUel (neben 
ganlel) >ergreifen<, ci. kalnul; aìli (neben anU\ >nngeBalzen< , ci. anali; 
x9ll%U (neben X9nli1c)^ ci. xlùfHc n. b. w. Femer im Mi. (Mser. 142): kanav 
»er richtete sich aaf< ans *kannav = ci. kangnel, poi. ganneiuy jlf. kannil 
(Patk. Dial. 84); ginal »wÌB8en« auB ginnàl = tr. gidnal bs kl kìdenal. — 
Im Ak.: g9nnel >finden< (Canik. 296) aoB g9tnel = ci gtanei; manneru 
Gen. pi. (Canik. 438), ans matneru Gen. pi. v. matn >Finger<; hiv9nnal 
>krank sein* (Canik. 298) ans hiv9ndnal » ci. hivandanal. — Im Er. 
(Patk. Dial. 65): onn »Fn6<, pi. onner &= ci. oin; monnan >anB dem Sinne< 
ans *m9tnan, nwtnsn, Abl. sg. zn mit >Sinn«. Auf dioBCr Stnfe deB Lant- 
wandelfl iBt das KilikiBch-Mittelarmenische noch nicht angelangt 

Uber Lautschwtind im Kilikischen, sowohl den 
yokalischen als den konsonantischen, ìst bereits im 
Vorhergehenden im Einzelnen gehandelt. Vgl. die 
betreffenden Stellen. 



1) ErwShnt sei hier anch die kilikiBche Form ^rnijutnli^ iavadig 

»nnn< (ygl. GIobb.), belegt L. 156—10, entstanden anB <|je» munt^^ da 
ttvadtky alBo ein vereinzelter Fall von Yokal-Vereinfachnng oder Kon- 
traktion. Ein vereinzelter Fall ÌBt anch t^^uAt iegan, Name einer kill- 
klBchen GoldmUnze (a. GIobb.), entBtanden anB ci. dahekan qju^^'tàt 
dnrch Schwnnd von h nnd Kontraktion von a -\- e m e. 



Anhsng: Kombinstorìscher Laatwsndel. 109 



5. Vorsohlag. 

§ 151. Vorschlag eines Hanchlautes findet Btatt 
in folgenden FUllen: 

<itff1b/l/^ haknil »8ich kleiden, auf sich nehinen< 73 — 17, 
Aor. <aifmi^ hakav 3. sg. 29—18, 31—7. 20, 35—1, 63—6 = 
ol. aganim um^^jhT «kleide inìch<, ^wf^jg^ hakui^ìi »Btlstnng« 
31 — 9 = ol. (igoigìc ut^jg^g, diuaTrjQ, vectis; ^utu^ut haba »da, 
daraaf« H. 221 — 13 neben Ulteren ufiyw aba^ ci. apa\ ^tupplruuti^ 
harpenal »8ich betrìnken* H. 213 — 7, 222 — 3 = ci. arbenal 
Mtpplrùiui^-^ 4utjitffkti haing*ey »derartìg, solch« 57 — 24, H. 224 — 4 
= ain g^eg mfu gkii 45—11, H. 213 — 10; ^uijug hainQ »flo, der- 
ge8talt« (Beispìele oben!) = tufùg aing »bo« ans *uifb^u\ lufug 
Ì6t wirklich belegt im Aohrabadin; ^m/h^g hangaK »bo vici, so 
lange* 33—17, 53—4, 67—16. 28, 77—10, H. 208—29, H. 213 
— 13, H. 217 — 43 = utfii^^ ain^aìt >80 groB, so viel« 53 — 6. 7, 
H. 211 — 41. Vgl. auch Gloss. nnter anfu^uig^ uy/g.^^^ uyu^^. 
Vielleicht gehdren hierherauch: 4oii hon »da«, <oir hos »hier«, 
<o«v hqd »hier«, iftJuy hima >jetzt« (vgl. Gloss.). 

Vorgeschlagenes j h zeigen die folgenden: j^«AL»^ himag 
»Benachrìchtigung« 75 — 7, L. 189 = d. imag [nTuig] j^ìR^ì^ 
himnal ^in Erfahrnng bringen« H. 213—18 = ci. intanai (nTut^ 
%mi^\ jhphuu^ Aerevan ^oflfenbarc 27—12, 39—22, 59—36, 
65 — 20, 69 — 8 = ci. erevan Irph^uiA', jirp^utjh hergain »lang« 
Hr. B. 143, 153 == ci. erkain kp^utfr] jaciP hum »wem« Dai 
8g. zu «Y ^^^ *w®r* 19—29, 21—18, 49—19. 36, 59—27 = 
ci. um oLiP »wem« ; anch in jnLJuft"»g humbetJc (= jat.ir -f- 
«yfiiv^) 67 — 20 = ci. umpet aLJl^tui (vgl. Gloss.). 

Anm. Dieselbe Erscheiniing reicht bla ina ModernarmeniBohe 
hinein. So hat z. B. der Dial. y. Katy (Han. WZEM 2, 295) analog die 
Formen: hakneveiu «B^habiUer* , ci. ui^^ftiT \ harpeht >8ich betrinkenc, 
d. uipp^i^; hargev9r >recht8ohaffen<, ci. tupfiuLnp. Im Tf. (Tom. § 185): 
harpil >BÌoh betrinkenc, ci. •"pp^u, haUnil, Aor. hah^a >BÌch bekleiden*, 
ci. ut^m%liir, Aor. '"qMij u. a. w. Im Ach. (Tom. § 41) harpil »BÌch be- 
trinkeii«, ci. f^pp^ij Im Mb. hàka >biiì gekleidet*, ci. ««^f^, hangan 

>Bpìit«, ci. uhMiu^iutt n. B. w. Vgl. fUr daa Tr. and die weatliche Litte- 
ratonprache Aid. II, S. 278 1). 



1) Welter noch dehnt der Dial. y. Earabach (Patk. 64, 66) den Vor- 
Bchlag vor h aoB anf folgende meiat einailbige Falle: hu »und< [ci. er, 



110 Laadehre. 



6. Stimmtonentwiokelung. 

§ 152. 1. Sekandàres ^ i erscheint in: 

jftumuili hkiag »rein< Mr. B. 160, Geop. 101 =^ ci. ystak 
jumutli\ jftumlilrir histgem 9reiiiige« Oeop., ci. ystakem. Vgl. 
oben § 53. 

§ 153. 2. SekundUreB 9 entwickelt sich regelmaBig 

a) inlautend zwischen Konsonanten, deren vokal- 
lose Aussprache cine harte ist. Vgl. oben § 4 nnd 51. 

b) im Anlante vor r n (selten erscheint p) in Fremd- 
wortern. So haben wir z. B.: 

patuunLi^ 9fasul »AbgeBandter« (vgl. Gloss.) = arab. rasul; 
pnuitnut^'b 9radagn »freigebig, edelmtttìg* H. 220 — 34, worin 
Ijinium orad = np. rad >liberalÌB« ; ^vn^ 9re »E6nig< L. 187, 
Chron. Smp. 666, 671 = afr. m, ital. rè »K6nig«; paluPa^ 
srimon >Pfand, Aufgeld« 83 — 4. 8 = nachcl. ntJnù remon, njtdau 
rimon = np. ranmn\ ginUiuqm srnayd »Reinald« Dipi. Sarv. = 
afr. Reìiald\ gtnnLUfb^ptn 9tuberd »Robert« Chron. Smp. 666 = 
afr. Robert \ itnnc&kp ^rujer »Rttdiger« Chron Smp. Dui. 639 
= afr. Roger \ pnqfiiub srzian »Fenchel« Geop. = np. raziyana 
»Fenchel«; pnnLui 9rub >dick eingekochter Saft, Sirup* Geop. 
= np. arab. rubb » eingekochter Fruchtsaft* (Arm. Gramm. 
275) u. 8. w. 

7. HiatuBtilgung. 

§ 154. 1. Zur Vermeidnng des Hiatus wird a] m. u 
vor Yokalischem Anlaut zu n*.-/^ u — v erweitert: es 
entwickelt sich nach u der entsprechende Halbyokal. 

Beispiele: nt il^nMiwj u v'urina 13 — 24 »und er erlangt«, 
fttr einfaches at. nó/bwj u unna\ mfpitiii il tl^nLpmbiuj dfande 
u v'urana »verwahrt sich und leugnet 27 — 7, fttr einfaches 
HL nLputiiuy u urana\ i^mumu^i^ HL 'l^f-f^i^ tadstnil u v'uzel 
»klagen und fordern* 23 — 5 ftir ni. n^^fr^ u uzel\ ft pnA m. /[^fi 
itrinpìiit i pun u vH lìedimi >bis zum Ende und zum Letzten< 



kl. fi), hih »wann« (ci. erh, tf. t^), hw »wo< (ci. «r), hu^ >ikioht< (ci. o^); 
hov »wer« (d. w), hinf >etwa8« (ci. tV)» hin^ »bÌB« (kl. »neu), hun^ >wie« 
(tr. ^one], hanq >B0« (kl. hain^). 



Anhang. KombinatoriBcher Laatwandel. Ili 

41—12. 13, Ùii UL p u f ; 4iaJ/i^pnLppói ac il^op hafnperulun u 
v'qr »Anfschab und Tennin* 75 — 27, 77 — 1 fftr ni. op u or 
a. 8. w. Analog haben wir S. SI — 26 die Aoristform mtjqiinL^ 
t[kgmM. qyyuve^av >er wurde angewieBen« statt regelm&Bigen 

atii.qtinLh'amL» 

Bereits in der alten Sprache ist bekanntlich nach ganz 

demselben Lanivorgange das Interrogati v-Pronomen n o »wer« 

zur Doppelfonn «Y ^^ erweitert, welch letztere Form ursprtlng- 

lich auBflchlieBlich vor yokalischem Anlaut Beine Stelle hat. 

In der Bpftteren Zeit jedoch stehen willkttrlich beide Formen fUr 

einander. 

Anm. Anch nenarmenisch begegnen wir neben urspriinglichem u 
>iuid« der erweiterten Form u — v vor yokalischem Anlante. So z. B. 
im Dial. y. Mas (Mser. S. 142). 

§ 155. b) Wie ni u zu ««.-i/ u — t>, so wird Prafix 
p i deB Akknsatiys, LokatiyB, Ablatiys yor yokali- 
Bchem Anlante, unter Entwickelang deB entsprechen- 
den HalbyokaleB zn p-j % — y erweitert: 

Beispiele: ^ j^npt^gù »yon den S$hnen« 49 — 24, ^ j^i^^ 
qoi^tìt yon dem Schlafgemache« 47 — 32, p j^wt^'ii ^fmiT »za 
Jader Zeit« 11 — 19, [, j-uiLULp^ »in den Tagen* 47 — 20, ^ 
jjfùg »zu ihm« 81—26, ji j^oph »an dem Tage« 13—18, 
A J^'"J'' 4H«"^^ mLnt.pgb »zar Zeit jener 6attin« 49 — 3 n. b. w.^). 

§ 156. 2. Hiatus wird aneh dadarch yermieden, 
dass yor yokalischem Auslaute das Pràfix ^ i sowie 
UL u ^nnd« in den entsprechenden Halbyokal y resp. v 
tibergeben: 

Beispiele ftlr praf. ^ i yor Vokal = j y finden sich allent- 
halben. — Konj. hl u wird z\x tl^v z. B. S. 85 — 2: ^ piu^m il^p 



1) Im NA, wo das Princip der Hiatnstilgang anch fUr das Wort- 
innere gilt, wird analog im Imperfekt der e-St&mme altes e vor vokalisch 
anlantendem Saffix zn ey, ey erweitert oder aa%el58t. So im Neh., Ach., 
Tf., Ak. a. s. w. An Beispielen fUr letzteren Dialekt finden sich bei 
Canik.: uAlrjpii S. 294 (ci. tuniitt'u)^ t'^^jt'^ 8. 295 (ci. nM^H 

ll*l,ual^ffb S. 303 (ci. ncmipii) , fupplibjft^ S. 295 fcl. jntqiup^lfUi), 
^yyùkjlA S. 295 (d. 4lfò^iu%t[,%) , ugm^irjpii S. 298 (ci. muafbkf^), 

ikfl'^ S. 294 (ci. ^Afi'^ì n. 8. w. Dieso im Nenarmenischen weit yer- 
breitete Erscheinnng, lilsst sich fttr das Kilikische noch nicht nach- 
weisen. 



112 Laatlehre. 

jC"V"i'^ Dipi. Sarv. : p tOrp Jt^ il^jt jl>pk%gb\ Memor. Smp. S. 93: 
'L^t^ 'L'^Jl^ /^'^ifiYiiflir ; ttberhanpt in mittelarmenìscher Poesie. 
Wahrend jedoch Jt vor yokalischem Anlaute stets diffe- 
renziert wird, bald zn ji ^j, bald za einfachem halbvokaliBchein 
j, wird bei aL u^ wenigstens in Ass. Ant., ebensohàofig der 
Hiatus nicht getilgt, wie folgende Falle zeigen: hl nL^fì, uuzn 
29 — 10; HL aLpmuuij u urana 61 — 1 ; utuf/r/^ ^ at op i% dori mi 
u or mi 13—25, 11—4. 28, hl [,p u ir 21—16, «^ /t ^frm 41 — 12, 

ni. jt JoinirLnp 45 — 17, tiL ^ t^ut^ 11 18, nt unbh'M 21 — 11 , ul 

utjplri^ Iru 15 — 16, ni. Ir^h 13 6, hl b^p^nL^ 15 — 14 U. S. W. 



FORMENLEHRK 



Kftrst, Kilikifcli-mittoUra. Yolkaapnclie. 8 



^ 



EINLEITUNG. 

Die Lantlehre lag bereits gedrnckt vor, als durch einen 
I&Dgeren Anfenthalt an den armenischen MechitharìBtenbiblio* 
theken zu Yenedig nnd zu Wien mir noch weiteres wertyolles 
Quelleninaterial erschlossen ward. Im einzelnen worden fol- 
gende mittelarmenischen Quellen naher untersucht nnd ver- 
wertet: 

1) Das Bechtsbnch Smpads (im Folgenden bezeichnet dnrch 
Rb), enthalten im Yenediger Godex No. 107, sowie im 
Wiener Godex No. 435, einer Gopie des ersteren. 

2) Wiener Godex No. 310 vom Jahre 1438 (Mr B) medi- 
ciniBchen Inhaltes. 

3) Yenediger Godex No. 1281 vom Jahre 1294 (Mr A) 
enthaltend verschiedene medicinische Schriften, nnter 
anderem anch ein Glossar von Heilmittelnamen ^). 

Ansserdem wurden herangezogen nnd excerpiert anch an- 
dere Mannskripte, teils medicinische (Amir Dovlat, Asar), teils 
Fabellitteratnr (armenisches >Fnchsbnch«), teils anch Lieder- 
handschriften. 

Anf Grund des so erweiterten Qnellenmaterials^) sind zahl- 



1) Mr A ist in Folgendem zitiert nach der arabischen Seitenzahl des 
Codez. Dagegen ist bei Cod. B sowie bei Rb die handschrifdiche Para- 
grafenzahl in armenischen Lettem beibehalten. — Abweichend yen der 
bisherigen Bezeichnangsweise wird im Folgenden die Zeilenzahl dnrch 
der Seitenzahl nachgesetzte k lei ne Ziffem aosgedrilckt. 

2) An jiingsten Litteratnrerscheinnngen, die ftlr die Lantlehre nicht 
mehr benntzt werden konnten, seien erw&hnt: >Kx ^oneTHRi roBopa 
naiLCRXx'B (TajELHaRHzx) ApMflH'B«, A. ToMCOHa. Oxecca 1899. — >Le8 ez- 
plosiyeB de Tancien Arménien, étndiées dans les dialectes modemes< 
par H. Adjarian, TAbbé Ronsselot et A. Meillet £ztrait de la Revne 

8* 



116 Formenlehre. 

reiche, zum Teìl sehr wichtìge Nachtr%e, Erganznngen and 
Berìchtignngen zur Lautlehre n^tìg geworden, welche, da 
dieselben teilweise zngleich fUr die Behandlung der Formen- 
lehre maBgebend sind, an dieser Stelle^) vorgefìihrt werden 
mUssen. 

I, ZUR AUSSPRACHE. 
Zn § 8 b). Nach Transskrìptìonen za urteilen, wie kl. 

uuunaLptu^^ u^tumunniMipin. AiujnLtaitpui^ iuttitLp^tuLiut (anS mOU. 

Gloss.); wo mjHL den Diphthongen au des Orìginals wiedergiebt, 
kann jedoch j jene altarmenische Lautgeltnng von y kanm noch 
besessen haben. Yerscbiedene mittelarmen. Manuskripte lassen 
hHufig dieses intervokalische j graphisch ganz nnbezeichnet^), 
was doch wohl darauf hindeutet, dass der alte Spirant y nnr 
mehr als leiser Hanch, anch im Wortìnnem zwischen Yokalen, 
yemommen ward. Analoges gilt ftir n; § 9 b). 

Zu § 8 e). Weitere Beispiele flir die Wiedergabe von 
fremdem a dareb kl. uy sind: t^mjqtup {= np.ML) »Markt«, 

Gen. pi. ufoyiupbnj Rb £dji. — t^wj^ (= arab. -1:) >Kupfervitriol«, 

il 9 

fuuLUfuijii^ (=arab.jLi>) »Malye<, beide aas dem med. Glossar 
von Mr B. Femer: ^aLuguijuft (= arab. ajL/) » Cubebe < Mr B 
^fiir. Juij^nàt (== arab. ^^^vx^ »conditum snbigendo confectam«) 

Mr IJ ^ ^A ÌlO.^ ^n.^ ^Ir. ^1^ tT^ui, ^puniitu utuLthu mX B '^P 

= lat. ffrarui 8olis\ Juiju[iu med. Gloss. = lat. inaciii\ uuA^pu 
Mnpwjqoiifiu med. Gloss. = lat. sanguis draconis, — Dass jedoch 
dieses Eilikische mjj obwohl Vertreter von langem a-Lante, 
nicht sowohl qnantitativ als vielmehr qualitativ von dem ge- 



intemationale de Bhmologie, Otologie, Laryngologie et Phonétiqne ex- 
périmentale 1899. — M. A. Meillet, Becherches sur la syntaxe oomparée 
de rarménien (Mémoires de la Société de lingutstique de Paris, Tome X). — 
M. A. Meillet, Notes sur qnelqnes faits de morphologie (Mémoires de la 
Société de lingnistique de Paris, Tome XI). — ^VbntpitLb uaL^fuiluyp 
ptuppmapit von H. J. Ajarean (Bazmavep 1899 f.]. 

1) Zagleich mit Yerbessenmg einiger Dmckfebler. 

2) So schreibt Mr A: piiò^iut (» ci. ^è^uyk) 109, 194; i^iò^mf,^ 

(ss c\, lAi^mjlr^) 194; pitlut^ 194,203; ^ImkgUk^ [■=. e\. p'bà.uylrgnLff utili) 
109; ^iunuit {s= ci. ^lun-uyt 159; ^ppat^ (= ol< f/'A'^A) 253; fi 1bnijU^uit% 
(Abl. V. ^nLu^aij) 167, ^ ^Ppuit% (Abl. V. 4tPh"U) 274 etc. 



Einleitnng. 117 

wòhnlichen a-Laute differenziert gewesen, folgt schon daraus, 
dass das Annenische Uberhanpt keine eigentlich langen Vokale 
kennt^). Erwagt man aii£erdem, dass jener transskrìbierte 
Laut dea Originala ein heller, geschlossener ist, dass ferner iuj 
ìm Eilikischen mit Vorliebe in Yerbindung mit Liquiden yor- 
kommt, in welcher Stellung der Lant notwendigerweise belle 
Elangfarbe hat, so diirfen wir ohne Bedenken dem in Frage 
stehenden kl. mj den Lantwert von geschlossenem, nach à Mn 
neigenden a zuerkennen, ganz wie analog auch aj nach dem 
nnten gesagten den hellen t^Lant darstellt. Im Neuarmenischen 
ist denn anch vielfach jenes mittelarmenische uy geradeza zn 
t f geworden: z. B. tr. tpp^ >Mann« = kl. uypfi^; zt. f^^i» 
»BInt< = kl. aypiyi>] poi. eki »Weintraabe«| erel >brennen« 
ftLr mteres ayqp^ "up^t- ^gl* oben § 66 Anm. 2. 

Zn § 9 e). Der Transskription imunmiTnjq^ = lat. laudamus 
seien noch folgende Parallelbeispiele ans dem med. Glossar des 
Cedex B angereiht: t^j^u = lat. thtis\ qwfiuJaLu mpunldutt^i^ju = 
lat. calamus aromaticw, ^Lpmiipju = lat. coralltis; fiuJìupfiu^ju 
(lies i^Juipftui^ajuì) = lat. tamartscus] ftqppjnju & pquiipnyu = lat. 

hy$$OpU8\ JtuiluiilJiui^ju = lat. malva hÌbÌ8CU8\ umt lupJmóiliiui^ju 

= lat. sai armoniactis; qtyugpi^t = l^t. cubebe] %ngu Jhjulgiumut 
= lat. nux muscada] njpii.[tgui = lat. urtica; upjnjJm dìupfiu == lat. 
spuma maris ; gaj^pmf = it. zucchero ; f «^ W. "^ ^^^* ^^^^^; ebulus ; 
tpmjij^uy = lat. eruca', £iuqqnjut = lat. lactucoj Oen. -cae] 
gjlit^njut iuilftu = lat. lingua avis ; ft^n^ uqnjmJut = lat. ferri 
squama] ifjuufnu fftuqiyfw = lat. cassia Jistula\ ^typ^tuiitu = lat. 
curcuma] ijyfiyp (lies uaji^njpVj = lat. sulphur] ^ly^nji^t = 
ÌSitjujube etc. — Dagegen wird die lat. Endsilbe -ww eben- 
daselbst regelmSlBig dnrch -nriT wiedergegeben. Beispiele: 
atùtt^uT =s lat. anethum] utufiuaLir = lat. anisum] mumpnLiT = 
lat asarum] uip£t'i"i«'-Èr iHnlaLiT = lat. argentum vivum] w^ught- 
t^aiaP = lat. absinthium] utpJoifput^aLiT = lat. armoniacum] 
m^mp/ii^tjr =lat agaricuSy acc. -um] mtpnLiT = lat. aurum] piuhp- 
fULiP = lat. panicum] pMULi^Lm/mLiP == lat. polypodium] ^m- 



ì) Ùbrìgens zeìgt das Originalwort Ofter anch kurzen Yokal: z. B. 
itnV^^ >Indigo« Mr B <r< = arab. pers. g^^; Fltl^j^ »Myrobalana 
bellerioa* Mr B //k, ^^ , ^/r = arab. pero. 




i 






118 Formenlehre. 

^[iPuT ^tiitptm = lat capillum Veneris\ qm^yu^i^LiT = lat 
càlcanthum\ fmummptauT = lat. c<Mtoreum\ t^uiwLpaLiT = lat. 
hellebortiSj acc. -f<m; tntfLmi^ip/iaur = lat. eupatorium; fiiqft- 
l^ngjT = lat. indigum\ £lti^p£[ipnur = lai Uthargyrum\ ^m£iu^m- 
IbauT = lat. galbanum; ^uguaLiT = lat. gypsufn\ ^p^auT = lat 
nitrufn \ ji.4-Ayiii/i<Y'"Y""^ & n,t^au£mpinmpmijr = lat. rheobarboTUnn \ 

uiUL£iU^aur (lieS uauLfutiiaLiPÌ) = lat. «o/anum; u^^unToJaLiT = 

lat. cti»;iamomtim; uu^iuijnliaLir = lB,t spodium; ifty^ii^nLtT = lat. 
psylliufn; ^firnuT ^ptqnuP = lat./o^t<m^a«(^i7i; ^f^Jt^^uT 
= lat. y^rm^^t^m; t^yf'Uipufpni.tP = lat ^ti/^Aorinim ; iTaMpof" 
uiltaLiT = lat marruftmm ; ff/it^^nj^uLtr = lat. foeniculum etc. 

Aus dieser peinlicfaBcharfen Unterscheidung der beiden 
Zeichen »«. nnd n/, wie aie in obigen handschriftliehen Um- 
Bchreibangen zn tage trìtt, ergiebt sich endgiltig deren Lant- 
wert fbr das Eilikische. Beide Zeichen dienen znr Darstellnng 
des u-Lantes; wilbrend jedoch das Zeichen oi. die Geitnng dea 
offenen, nach o hin neigenden u-Lantes hat, wie er in der 
Endsilbe -um dem romanisch-mittelalterlichen Latein eigen ist, 
lautet nj wie helles, geschlossenes, mehr an U anklingendes u. 
In der Transskription ilti^jp[,u^m (ibid.) fUr lat. glycyrrhiza steht 
Zeichen aj geradezn fUr lat y, 

Zn § 10 b). Dass ^<. wirklich den Lant U darstellt, ist 
anch darans ersichtlich, dass es mehrfach mit aj wechselt So 
findet sich Ass. Ant. 33 23 die Schreibnng q^mjpjtÓM »da8 Blnt« 
statt des gew5hnlichen i^wjpnfu ; aj aber ist, nach dem obigen, 
gleich hellem nach U hin neigenden t^-Lante. 

Zn § 13 Anm. Allenthalben findet sich in den mittel- 
armenischen Manuskripten, anch den besseren nnd sorgfólti- 
geren, bald mehr bald weniger hS.afig, neben und fUr mi. zur 
Darstellnng des Lantes av die klirzere, bequemere, wenn anch 
weniger richtige Schreibnng mit o. Z. B. in Mr B ^o^ »die 

Erankheit« i/l^^^; goni.u «dieser Erankheit< Jt^ i/^; oaLp% 

»des TageB« iT^^. mtLoIr^ >mehr« i^^ ; qopoap »kr9.ftig« £Jp. 

pito »tiberhanpt« </)^; uum^o »wenig< ^qj*^)' 

Anm. S. 32 29 ist der Satz: »in uyin[i {tir ci. *ayi^^ zn 
streichen. — S. 40 io ist hjàtb in hqjiib zn todem. 



1) Bine Lemberger Urkande vom J. 1492 (Min. Leh. 117) schreibt 
iiberall o ftlr fi. av. 



Einleitimg. 119 



n. ZUR EIGENTLICHEN LAUTLEHRE. 

Za § 36 b. Za streichen ist der Satz: »^^^ jxi {j92n) 
Gren. V. àuif» H. 221 — 23«. — Weìtere Belege sind: a) Gasas- 

fonnen von ^^ : i^m. (Gen. sg.) Mr B qt^^ ^, ^k^ ^. ^^ml 
(Instr. sg.) Mr B J^, i^a^g (Gen. pi.) Rb ^, H^ ^t^ ^, ^, 
^po^ resp. i^uiLg (Infitr. pi.) Mr À 267, 290 ; Mr B £^, Ì^^ ^, 
^i^. b) KaBasformen von émJ"', éJhài (Gen. sg.) >stttndlich, 
jede Stantìe* Mr A 39, 117, 134, 139; Mr B ^«r, f.^,^ j^t, UL^ »rè^e, 
iT^, iPll,!.. fi édt (Abl. sg.) belegt in der Phrase ^ éJk émJT >yon 

Stando za Stande« Mr B «/^. édn^ (Instr. sg.) Rb ^ etc. 
Femer aach kl. éStlri^ imnel \= ci. iamanel) »erreichen, ge- 
langen za<, éiRt 3. P. sg. Pr9.s. Rb U^. Ùbrigens zeigt bereits 
das ClasBÌsch-Altarmenische die abgeschliffene Form éiP flUr 
éanT in den Eompositen: uyéiT >jetzt«, mjéJlru/b »jetzig«, fer- 

ner unéiH^ aujJ^^L uudJhL^ tajtfJniM^ juytftTnui^ quytfJnut [= 
iUMu tftutil tutu tttutSrtttit etc.). 

Za § 37. 2. Weitere Belege des Laatgesetzes sind: jktit 

(= ci. juttlt] »er weilt, bleibt, zOgert* Mr B I^^ I^, J^, Jv^; 
Mr A 16, 34, 110, 148, 184, 187, 190, 195, 271, 280, 289. >-A^^^ir 

(3. P. pi. Aor.) Mr A 199. jl^tl^i^ ijfujt (3. P. sg. Prat.) Mr B 7t. 
fi jlrt&/ìi Mr A 176; ^ ^utm jktOr^ Mr A 16. jktUrglbt (= ci. 
jttttikgnijfut%tì »er schiebt aaf, verschiebt* Mr A 187, 198. 
t% jlnarg%lrp (ncg. Imp.) Mr A 154. jhpti. {= ci. juipi^) >Stroh« 

Mr B ^. Gen. jtrpt^ Mr A 19. jlnifr^m, resp. jtrJr^ut (= 
ci. *juiLkftuìtutj) »wach8t, nimmt za< Mr B <^, Mr A 151, 225. 
J^'L^IS^L t *h*t zagenommen* Mr B irft, Inf. jktJr/ituti^ Mr A 
223, 225. Gen. Gerand. jkJr/hutia Mr A 226. p. p. jhrJrugut^ 
Mr A 101. DazaEaas. jlrt/^^%lru (2. p. sg. pras.) »ftlgest hinza« 
Mr B % ; Mr A 198. jkdr^fitt (3. p. sg. pr&s.) Mr A 107. 
jlrtJrijtt (imp.) Mr A 188, 213, 279. Verbalnomen jhrJritltu^ (= 
ci. jutthiuLutò) »tJberschass, Ùberflass« pi. »Excremente« 
Mr A 258. j^J^iil^aj (Gen.) Mr B ^t. f, jl^il^ui^k resp. ^^/V 
^mH (Abl.) Mr B i/^. jl^thit[utò:g (Nom. pi.) Mr A 180. jhr^ 

^iJutò^ag (Gen. pi.) Mr B iq^, jy^ul^^P'U (^®^- P'^-) ^ ^ *%• 
jirpgùku (= d. jutpatgutitku) »erhebest, steigerst, erregest* Mr B 






120 Formenlehre. 



i/^i^; jirpguk (3. p. sg. prS.s.) Mr A 194. jlrpaj^ re&p.jkpn (imp.) 
Mr B jTp^ iT^p; Mr A 137, 239, 247, 248, 250, 258 etcJ). 

Zu § 38. 3. Belege ftir m/ùbrir and die andern Beispiele 
Biehe im OIoss. — Weitere Beispiele sind: dmjdt zaize (= ci 
ItupJt) «rtlttolt, bewegtc Mr A 266. ^tuj,f/i zaiii (= ci. luipéf,) 
»bewegt sich« Mr A 29, 257. ^utjik Raise (= ci. ^utpit) »zieht« 
Rb ^^. /u»/</^tr paiiin (ans Uterem pmpéftu) »Antìieil« Rb f. 
Anch tniiaip ailuir (= ci. «u/Ac/f) »Mehl« Mr B ^fiqj Rb £4^. 
ffutji^ tftail » Eiffel « (= ci. qpqutf) MrB if^m. ^iuiHu/ìig hamainR 
»Befelil« Sisv. 475 neben 4u»du/ùg (= ci. ^punTu/hg), 4iuj4ein^%t 
haih9ndg9n€ >8tillt< Mr B ^ neben ^m^ptu^'iit, vermntblich auf 
*4uip4pi'q^'ì»t znrttckgehend. Danach ist Lautgesetz § 38 all- 
gemeiner za formnlieren^j. 

Za § 41. Anm. Mr B schreibt ftir ftlteres aaslaatendes 
-i^a, sei dasselbe arspriinglich oder sekand&r, regelm9.Big -fn. 

Z. B. tn, (= ci. hrn) >Aafv7allen, Sieden« Mr B ^k^ ^p^ ^^, 

3?^f, <^^/>; ^« (= ^^' T^'i) »noch< Mr B i^^ i^i^^ i{^^; li^iA 

(= ci. liarn%) Mr B ^, J>, 7^; tf^uffi. (= ci. n^^u^aif) Mr B 

^^^J[^^J!2M'^J^Jnf''^^ ci ♦zA*^) Mr B J7 /i;; k, 1^, i^ 

'b iFì ^9 ^'^'^9 ^i[!^9 *^t""t '^t c^' I^^^g^cn in yorletzter Silbe 
stets mit hr die Schreibangen ^ i:^^«^f , ^ihmml. — Nan finden 
wir, dasB in verschiedenen nenarmenischen Dialekten, so im 
Poi. (n. Han. WZKM 1 , 284) Air diesen Fall , d. i. vor t der 
alte 6-Laat aiyotiert bleibt, and indem man denselben Laat- 
stand bereits fUr die mittelarmenische Zeit annimmt, erkiart 
sich obige Schreibweise. Dieselbe ist von Mr B nicht etwa 
willkUrlich eingefiihrt — schon die groBe Sorgfalt and Gtlte 



1] Nnr noch ganz vereinzelt encheint die clasBÌBche Form jtapu 
yaro (imp.) Mr A 249, 250. Dagegen gebraacht Smbad in Abb. Ani and 
Bb noch stets die Formen jmJr^iuij jtuJri^gùlrij die als die Klteren 
in der Litterator noch kttnstlich fortleben: z. B. 47 20, 55 7, 45 19. 20, Bb 

</af, qi^ etC. 

2) Dass in diesen FUllén die hier angewandte TranBskription ai 
nicht etwa eine phonetische, der wirklichen AuBsprache adSqnate ist, 
Bondem lediglich eine besondere Nliance dea a-Lantes yor Liquida dar- 
Btellen soU, ist nach dem oben za § 8 e) Oesagten selbstverstandlich. Ftir 
die *iltere Mhkilikische Zeit mag hier allerdings, wie allgemein, das utj 
diphthongisch gelantet haben. 



Einleitnng. 121 

dieser Handschrìft l&BSt eìne solehe Annahme nicht za — viel- 
mehr ist diese Neuerung hervorgegangen unter dem Streben 
nach Elarheit nnd nach m^glichst adUquaten Lantbildern: das 
Zeichen des jotierten e-Lauts ward in diesem Falle, da Jotie- 
nmg nicht stattfindet, verdrUngt und ersetzt dnrch f, das 
Zeichen des gew5hnlichen e-Lautes ; natttrlich aber nur in aus- 
lautender Silbe, da ja in inlantender Silbe (in den Formen 
il^nt^ iltrnnil) h stcts unjotiert ist. Ànderc weniger sorgfìlltìge 
Mannskripte behalten allenthalben die historisohe, ftlr das 
Eilikische ungenane Schreibung mit h bei. — Dem Lautgesetze 
§41 ist also folgende Beschr&nknng beiznfbgen: vor dem 
harten r-Lante erscheint stets hartes e^ nie der weiche 
(jotierte) e-Lant. 

Zn § 43. a) ^pl^p >Keil< (= ci. erii) Geop. f^, J^q. 
ftp^^mOb »Niere« (= ci. erikamn) Mr A 93, 110; ftp^^Sù^i/lt Mr À 

88, 101; ftpjtliJWbg Mr B ^. Anch das fUr trpiuli einmal in 

Mr B jfh stehende jipwli >Ader« wird schwerlich als bloBer 
Schreibfehler zn fassen sein. — b) ui^^it (= ci. m&lrit) »rasiert« 

Mr B f^, J>, i/^. f^irf (= ci. ^Airnc) >schlaohtet< Mr B i/^ 

Zn § 43 e). AnBer j^iA^tfrinT finden sich in Rb noch fol- 
gende Formen belegt: jPi^ >wartet, z8gert< (fbr jki^) ^, ^, 
iti; jt'^LV (^®^- Gerund.) £t, ^; jt'^ffH (Air jhiBrg%h) 
>8chiebt anf« a^m; jliaBrgulr% ^f ; jpi&^gat^lr^ ifì"*y ^^d df'""j 

-1 • I 

jkiBrgaLnbri £air* j^aSraiitULnkia £ium 

Zn § 44. Unter dasselbe Lautgesetz gehòren noch fol- 
gende kilikische Lantformen: wq^njp aycuir (= ci. tr^ll'H') 
»Hom« Mr A 48, Mr B ^; wq9njpl »Homes< Mr A 47, 258; 

kij^auqjnjp^ »Hirschhomes« Mr B fT^^. mq^ajpat. aycuiru (= ci. 
Irq^lrpai) >Hirsch« mit Gen. wq^njp'lti ^^sp. mq^Lpi^ Mr A 135, 
267, 258. iuqlnjpiU» iuqlnjp »Hir8chhom« Mr A 257, 300, 302, 

303; Mr B «/y^ «r^. '^q^'up'lt "'qtvpt »Hirschhomes< Mr A 
258, 259 (bis), taq^njpkh^ aycuir eni (= d. Irq2lrplr%li) » Johannis- 
brodbanm« mit Gen. wq^injpb^a/h belegt Mr A 48. Dass ferner 
mqpjujp aypair echtkilikisch, Irqpuyp dagegen Classicism ist, be- 

weisen die Formen: utqpmjp »Bmder« Bb ^^^ ^^; mqpMutp (Gen.) 

Bb iifr^ £4t\ Lied Lev. Dui. 539; anch ist die a-Form mq^ip 
mehrfach belegt in einem kilikischen Aktenstlick vom J. 1358 



i 



122 Formenlehre. 

(Sis. 413), in Dipi. Sarv. etc. Ferner tuqppuMg resp. mqfLpm%g in 
der Verbindung utqfpmg (auqppmugj aupnjù in med. Schriften 

hànfiges Eorrelat von arab. ^^^'i^ f^ *Andemon^ nomen Icury- 
maCy vulgo sanguis Draconis^. Vgl. Mr A med. Gloss. \lqfpmg 

Zn § 45 a). Weitere Belege : q^pqaói^% {= ci. qtrqaói^) 
Mr B tT^, Acc. plur. ipqjiiii^[»% >die Fingernftgel« Mr B iT^. 

Zn § 45 b). Weitere Beispiele von «-Schwnnd sind: 
fi ilputj (neben nnd fUr àlteres il^puij) Mr B i^, «Z^, J%t^ J^' 

ldWui% (= ci ^UA^ifiiiir) Mr A 210, 218, 227, 288. uj^uìlu/ù (= d. 
ujtuhn^uh,) Mr A 40, 255, 262 ; Mr B ^, ^, 2^ ^ i^, iTS^, J%^ 
i/^f . 2'*'Jtp'*^'''s \^ S»Iterem 2UiMhrn.mu) Mr B aS^ * ^iMAaira Mr B 
^, ^. «Y'Z'y^ (= ci. uiquilrqf) Mr B 7p^ /^; Mr A 236, 240, 
257, 305 etc. i^qu^^i^mm (= d. u^qufkqui^utm) Mr A 212 etc. 
Demnach ist das betr. Lantgesetz folgendermaBen zn fonnn- 
lieren: ci. hr e schwindet im Inlant unter dem Einflnsse einer 
benachbarten Liquida, analog wie ci. n o. 

Zu § 46. Auslautendes f, sowoU urspriingliches als 
sekundUres, schwindet vor vokalischem Flexionssuffix. Z. B. 
miufupt »Rind«, Gen. «yw/bi/i^ Mr A 220, 310, L 155 28; ^^M^t 
>Endivie«, Gen. thi^^ MrA85, 104, 203; Jiuiiiawgt >Ma8tix«, 
Instr. tPai^inmgml Mr A 187, 219. So entsteht auch das ^^ gi 
der III p. sg. des negativen Pràsens aus ursprilnglichem ^t ^ ìé *- 

Zu § 50. Satz 2. ist folgendermaBen zu formulieren: 
»cl. ^ I = kl. i&r *e resp. e vor Liquida*. Statt angÌ8*ef Z. 6 
soli angiSet stehen. 

Zu § 57. 4. Gegen die Annahme, dass ^mpi^ in qiiatpt^^ 
uqmiaLpi^ auf das aa. Suf&x -ord zurflckgehe, sprechen die 
kilikischen Formen 9yort^ yort (ci. ni.q>iapii)^ ufmfLnpq. (d. «y«y- 
4ut%apq) etc, welche dasselbe alte Suffix unversehrt erhalten. 
Ich erklUre jetzt das -aipi^ jener Eomposita fUr identìsch mit 
kl. HLpi^ »accidit, evenite, welches etymologisch mit dem alt- 
armenischen yardem^ yordim zusammenzustellen i), bei der Be- 
deutungsdifferenz und dem Mangel an lautgesetzlichen Analoga 
sehr gewagt erscheint. Weitere Beispiele jener Lautvertretung 



1) Wie dieB Wb. II 560 thut. 



Einleitung. 123 

sind: JhL^p tnujir Mr B J^ »EohlenBtaab< (= ci. mocir); 
V^»<^^) puH Mr B iT^, «%_, irf, O^, *Staub« (= ci. posi). 

Zn § 58. 5. Weitere Belege: </n^«/f (= ci. éaqailk) Rb 
^, £^; Mr B ^ /^; Mr À 253. énqiip Mr A 190. éaqiiyù 
Rb ^. i/ii^^ir Mr A 169. </n^i^^^ (Inf.) 13 7, Mr A 225. 

^"Vl^L (P<^*) 15 15, 35 15. ^npijhu (= ci. f^npmllru) Mr A 110, 

136; /u«p.lt MrBflf, «?^; piaplmé^ Mr A 111, 165; MrB/^, 

tfW9, ^4^* /"T'I^^U \^^^ ^^* f»npaifjiM%uu) Mr B f^itf. fun^pitui 

(= ci. fcaiuptuhmj) »wird dick« Mr A 210; ^aipuLp^ói (= ci. 
^aiapaLpfiài) »Dicke, Hàrte« Mr B i^, «^, ^. ò^aò^pml^ (= 

ci. ò^a^aputli) »Nacken« Mr B «T/v, i/]bif • l^nmplri^ (= ci. ^mmapiri^ 

»nieder8clilageii« Rb ^. iPauuuò^ Part. von «/^^/p^ (= ci. 

'^ippbù *i^nren« Rb iJ<t. jfpqpt {= ci. japi^npt) »treibt an, 
befòrdertc Mr A 49, 190. tto/^/t (= d. umlnp^) »Ì8t gewohntc 

Mr A 128. un^phgtt (= ci. uailnpkga) Mr A 296, Mr B J^q. Das 
Gesetz ist demnach bereits fbr das Eilikische allgemein und 
dnrchgreifend. 

In dem kl. ^n/^ (= ci. «v^zf»/^) »Wemtranbe« hat, nach 
dem regelrechten Schwnnd dea anlautenden n vor ^, sich 
auBerdem noch die folgende Doppelkonsonanz vereinfacht : aus 
Ulterem oyguis ward guis^ wie analog aus &lterem uyyort das 
kilikische yort hervorgegangen ist (vgl. oben § 61, sowie S. 16 
Bdn. 1). Belege: ì^nJ^^ »Tranbe< Geop. «^, «^; ì^ni^kp (pi.) 

Geop. f/^f. ^uj^utu^ >Traabeii8tiel«, Acc. pi. ^ffiy^^ma^àrplb 

Geop. Jy^^), 

Za § 66. Im Inlaute entspricht 9.1terem ai kilikisches e 
vereinzelt in folgendem Falle: liriiiri^ cenel (= d. i^iufulrg) >aas- 

mfenc Rb m; lIAIri^ iffu^% >haben ausgerafen* Rb ÌAk% Za 
Anm. 1 sei aach erwSLhnt die zwar nichtkilikische , jedoch 



1 ) Statt ^n»'2t Bchreibt Mr A aach '{»ajip^ bo z. B. Mr A 259. 

2) Bezeichnendorweise haben dieselben Geoponica aach stets die 
Formea inpt, VPt^L ^^ lUteres pqnpq-^ -hr^^. Letztere, nebst q/"^ 
f^P- 1^7. »Mark, Gehira*, qp^^i^ resp. qiup^lr£^ >Bchicken< sind aach 
hSufig in dar Medicinal-Litterator der Kilikier. 

3) Ygl. poi. eeneiu >rafen« neben con >Stimme« WZKM 1, 285. Ala 
polnischarmenisch steht die Form Xb^b^^ >wir berafen« bereits in einer 
Lemberger Urkande vom J. 1467 (Min. Lab. 110). 



124 Formenlehre. 

mittelarmenische Partikel jbitaLiP resp. jb^atM »da, dann, 
darauf« ala auf aa. ^jutfùmjT zurttckgehend. Dieselbe ist 
Mufig belegt in dem dreiteiligen Medicinalcodex No. 106 der 
Natìonalbibliothek za Paris. Ygl. H 437. 

Za § 70 Znsatz. In den FS.ll6n, wo sich graphisch altes 
nj in anslantender Silbe noch Mlt, bleibt dieses nj meist anch 
bestehen, wenn jene Silbe dnrch Worterweitemng inlautend 
wird, w9.hrend man nach der classisch-armeniBchen Grammatik 
daftir ai. erwarten solite. Z. B. ^/ùlfù >des Nestes* Mr B i/^; 

^juaif^ »mit einem Nest« Mr B i/l^^; ^a/iiml^ »niit Farbe« Mr B 
'%f\ /Ko/Poflkm »deineB Danmens* MrB iTf»^; t^afukpnju »dieser 
Farben« Mr B if^^ ; ufmmpaj^^ >Dochte< Mr B £t; ^ajpilmp 
(neben ^mptlmli) >Scliwestem< 21 20, 49 28 etc. Diese Ab- 
weichang vom Classischen beroht schwerlich anf rein graphi- 
scher WillkUr, wonach nach Monophtongisieriing des alten 
Diphthongs aj beide Zeichen ftir u mit einander verwechselt 
und willkttrlich fUr einander angewandt worden wàren. Yiel- 
mehr ist hier, in Anbetracht der Hftufigkeit and Eonstanz 
dieser Schreibang, sowie anter Rflckschlnss aas dem Neu- 
armenischen, wirkliche laatliche Abweichang von der alten 
Sprache anzonehmen. 

Za § 72. 1). Zar StUtze des Satzes seien noch folgende 
Belege angeftihrt: mpnfli »Blat« MrB ^ /7, ^ ^, ^f^; Mr A 
19, 22, 47, 48, 107, 109, 166, 167, 168, 179, 180, M5, 282. 
uipaj%l> (6en.) Mr A 259. juipnjbk (Abl.) Mr B <f , ^^ if^^ ; Mr A 

179, 239. uipafiim^ (Instr.) Mr B 1%; Mr A 163. 4ufpnjp >han- 

dert« 93 7, Rb ^, ^ityp »Mehl« Mr B ^, S^, iS^, A^, if^, 

^t, %, ^, -^, ifH, *^, jf'L; Mr A 138, 162, 175, 176, 
179, 182, 234, 253, 306. m^ajp^ (Gen.) Mr A 259. m^ajà »L5we< 
MrA 88. mnnLÒ^at. (Gcn.) MrB 1/^. 4lrp^njb »Geschwflr« MrB 
£Ì^. i^jp >eben, glatt, leieht« Mr B Jip\ Bb {1^; MrA 239. 
i^njpai^p^A »Erleichterang€ Mr A 223, 225, 226. ^^^^i^^ (= ci. 
illtiptri) »abtrennen, entfemen« Mr B J^. — Weitere Beispiele 
fllr dasselbe Laatgesetz sind: utq^uyp aypuir (= ci. uiqp^ip) 
>Qaelle«, Gen. mqpnjpft Mr A 245, 246, 247. pajp iuir (= ci. 
pfiLp) >kramm, schiefc MrA 224. è^mpajp jaruir (= ci. ò^utpfip^ 
ò^iupPip) »Antimoniam« MrA 181, 182, 245; Mr B J^. 4ajp 



Einleitniig. 125 

huii {= d. 4pLp) »Materìe« Mr B ^ bis. <«/» kuis (= cL 

4paMÌt) »Sehreiner« Rb m. ^njpw^it^ huiraglen (= ci. ^f/Lfigài- 
^ai£lr%) »sie sollen gastlich aufnehmen< Bb^- ^ifr cuin (= ci. 
^ài) »Schnee« in p knfùmjjit »^on Schneewasser« Mr A 2S1. 

ltt/ul,% (Oen.) Mr B «%^. kajuml (Instr.) Mr A 46, 128. <Vl/^9 
in Geop. 4lrpnài herutn, herun (= ci. 4irpfiói) »Pfrieme«, Instr. 
^irpajitnil Òatdnt., Lcb. d. Yàt., Erznka^i. Injp cuti (= ci. Iff^p) 

»Pech« Mr A 257, 299 ; Mr B ^, iJÀi, 3%, 6^^ iS^, iJ^, iJ^, 

^^9 '^f '^^ì ^^ f* Jìnpif^afii marmcuin {== ci. JìuptTmlJiài) 
>Jncken der Hant« Mr A 260. — Femer anch: mq^ajp aycuir 
»Horn«, Mutj^ajpnc »Hirsch<, mii^ajplr%li »Johannisbrodbanm« (= 
ci. IrqilfLp^ *kq2/'H""-ì *triiiptplr'iip). Vgl. obcn zu § 44. 

Anm. S. 66 1 ist statt >er Bah< zn lesen »er wnrde gesehen«. 

Zu § 72 Rdn. 2. In Rdn. 2) zn § 72 ist der folgende 
Satz zn Btreichen: >kl. impnài harun Schlag, Ansschlagen der 
Pferde, ans Uterem *iuipl»ói hariun (vgl. pm^fiót Schlag)«. 

Zn § 80, 2. Weitere Beispiele von anslantendem ^t flir 
&lteres -kaij sind: mtpfLtg »Weihe, Segen« Rb^ b"""itg 
>Weidegeld, Weidezins* Rb w. i/iuiLiw&^ig »Renegeld« Rb I^. 
ligaLi^tg nnd itg^tg (= iig—»'^-i^tg resp. ^tg-^tg) >Abgaben, 
Geflllle« znmal nngesetzliche nnd dnrch Erpressnng eingetrie- 
bene, Rb », Mch. Gos II 316; Instr. ikpnL^lrog bei Georg Banibnn 
Erkl. d. Jesaia (nm 1292)2). — Sehr beliebt ist das Adjektiv anf 
-f als Entsprechnng von Elterem ^trmj. So findensieh: amffil^t 
»gl&8em€ Mr A 46, 64, 69, 115, 116, 255; Mr B ì^, ^, £jp. 
mufpli^iit >8eiden« Mr A 236, 246, 248; Mr B </^, jTk, pmJp^k 
»banmwollenc MrB Jyk. Irpl^pt >eisem« Rb^; ^mif >th(5nern« 
Mr A 253. ly^lEiU resp. ^i^H »knpfern< Mr A 250, 274; Mr B 
i/Lv, tTtilr^ ^^, £^. lifpfiuJt >seiden« Rb 1»; Mr B ^, Jflr. 
ufputnLk resp. lifpmift »ans Papyrus gefertigt« Mr A 47, Mr B 
^lPì ^t"h '^^P' 'l"»'j'"t »hOlzem« Mr B è^q.. ^f^pt >8teinem< 
Mr B éh^, £lt^ Mq., ^, ^, J^t etc. 



1) InSChriftlich Zeigen Sich: qmtuói [uut^^njinliia (= ch^ffiLinfiit) 

>da8 Fast der Ereazerfindnng* in einer Inschr. dea Jahres 1253 (Sir. 26); 
^iP ^%Xuifliii q^qit 'iy»"P'"'LF"JPth (== ®i' ^'"IpbH'bk) *Diein dnrch 
Eanf erworbenes Dorf Nora^pnirik* (>Nenbrttnnchen<) in einer Inschrift 
dea Jahres 1262 (§ir. 119) n. s. w. 2) Naheres b. in GIobs. 



126 Formenlehre. 

Zu § 83. Zusatz. Eilikisohe FUlle wie: luAiimmwit >Ge- 
trUnke*, ^uMjplr%lrumui% »Erbgnt, VennOgen« gehen znriick auf 
^xmeli-arstan^ ^haireni-a-stan durch die Mittelformen ^xmele-^^ 
8ian^ *hairene-a-stan, ganz wie altarmenisches barekam >Freund< 
auf ^barirc^kam] ordegir »Adoptiy8ohnc anf *ordi-a-gir; bare- 
goin »bes8er< auf ^bari-a-goin etc. 

Zu § 84. Wie fipuip aus ftpIruMp so sind die Aoristformen 
i^npuàtf ^uAfÉUL heryorgegangen aus ^npirmit (= *liaplim%\ ^mù^ 
fkaiL (=: *^u/ùtfl»uL) mittels Yokalschwund, so dass auch in 
letzterm Falle wirklich phonetisoher, nicht morphologi- 
scher Wandel Yorliegt. 

Zu § 99, Zusatz 3. Zur Sttttze des Lautgesetzes seien 
noch folgende Belege gebracht: l^uip^ (= d. I(mpi^ Bb J^ ^ 

t'c^ ^^i kt^ ^^ ^F^jCyj^y ^ly^ ^LTi ^iij ^P' '"ù"g (== ^*- 
luiju^) Mr B è^i^ i^ii.^ iTè^ui^ if^if.] Rb ^p etc. iyn«/^ (= ci. 

iqnajf) Rb <ifrj^(bi8j. — Neue Beispiele yon Aspiration sind: 

ugiumpiuo (^ ci. i^uunpai^ OdOF miuutpnjq) >D0Cht« Mt B «/c/^, 

jyi. qtupg {= ci. quip^) »Hieb, Wunde< Mr B £^, ^, i/^, 

JTJp. apph (= ci. npi^) »Wurm« Mr B I^ J^t (bis), np^ (= 

ol. api) »M&nnchen< Mr B ^f^. il^pg (= ci. ilmpi) >Lolm< Rb 

liki^iir, £lip, ^Tff (= ci* 4t'*'P^) >kurz, kurzbUrtigc Geop. Auch 
die Schreibung t^iuf^ in uym *»qjf^ »diese Art« Mr B JJuir^ mjg^ 
JomlrLnp atif^i Ji'bji »ÌBt o&her yerwandt« Ass. Ant. 71 3. 4 wird 
auf diesen Lautyorgang zurttckzufuhren sein >). 

Auffallender ist, dass sich auch fUr aa. ^n^^ »Dampf< 
regelmUBig die aspirierte Form ^n^ findet. Belege: ^n^ iolci 

Mr B jyl^ jft, J%t, J^nj M^ ^ ^^®- zr^i'y (®®^) ^^ ^ *%? 

Zu § 108. jti'l^i li&t auBer dar Bedeutung »gelten, 
rechtskrUftig sein e in Rb auch diejenige yon »einen Einfall 
machen, Beutezug oder Razzia machen*. Belege aus Rb: 



1) Analogo Falle von Aspiration sind nach Wb.: [uapP fìlr ^/npq^ 
>Kranich<; <^^^ fUr Jhp^ »ABt, Zweig*. Vgl. anoh die von Wb. an- 
gefUhrten Dnbletten: ffirm and ^irm >Schwanz«; ^'^k nnd f'p»^, qiam^ 
>Httt2e<; ^/"{f und i^nLg^ qnLqjL >SchoUe«. 



Einleitnng. 127 

Zn § 109. An welter en Belegen ftlhre ich an: uqui/^ Rb 
^, Geop. 259. m^uqu,/^ Bb ^, ì^, ^, lii^ ^; Mr B «/^. 

aqattutito Ku più» aniunuitiua xCO /^ ^ ^mu» unati^- KD ù«/. 

Za § 1 11 a). Man yergleìche mit muntug^ (= ci. ^uiuumwi) 
das kilikische uriifiir^ adag (= ci. jiuututl^ yatak^ resp. Aato^j 

»Gniiid, Boden< Geop. jy^^ Mr B ^ mehrfach belegt. Auch 
witM^pl antere (= ci. 4uAi^pÌ) Mr A 214, sowie nij^i^^ uzel 
(= ci. jttijjlri). Vgl. nnten zu § 117. 

Zn § 117. Schwund yon aniautendem j y nebst starker 
Bedeutangsdifferenz zeigt kl. m.^/^^ »begehren, woUen, wtìn- 
schen< 11 19, 13 23. 28, nuitrùmi^ It. 13 7, 17 24 = cl. yuzel 
»Bnchen, nachfoTBchenc 

Zu § 119. Dass aacb in den Easns obliqnis der Nomina 
anf "Utj das letztere, wenn nicht schon allgemein geschwnnden, 
so doch im Schwinden begrìffen war, lehren Fonnen wie: 
mqlilb dyin (= el. mquyfiit) >des Kindes« Mr B «^; /utufi^ pcyli 
(= cl. fuu^iuyp) »der Bohne« Mr A 162; iTuLfutumplt muxadri 

(Gen. y. JhLfuumipuy >Gefahr, RÌ8iko«) MrB <^, ^. 

Za § 132. Als weitere Belege sind zn nennen: gA^ 'ulrguk 
Mr A 183, 190, 194, 203, 205, 208; g^k^ut Mr A 228. juu^J^^kli 

Mr A 259. ««y^M ^^ ^ ^ ^^' ^'^^ ! ^"^ ^ ^9 ^- ~ ^^^^^ 
§ 132 ist als § 132* noch folgendes naehzutragen : h) GÌ. ^ 

jr = ìsl.Ji: luiqiuifg {= cl. Iputquiifg) »Wa8sermtthle< Rb £f^ 

£J. J^'fqjgwg (Gen. sg.) Rb i?^^ . 2.'"'13*'*"J ^^^P* i,""L'"9'"U (^^Q* 
pi.) Rb^, Té, ii--ituqgufitlrp% »die Mttller« Rb Ì^. 

Zn § 137. Weitere Beispiele dieser Lantassimilation sind: 
fm^gaug (ans ^Itcrcm ^mq^mg^ Gcn. y. Ifuqutgg »Mtlhle< Mr B 

«Ti^f^. uif»^^%JuiLp (ans Uterem miiflfittrutLp^ Gen. y. uiq^*bJlyp) 

Mr B «7^. ^i^^ tujuiftppaipb^k (neben jmq^i/ippaLpb^t) Rb £Ì^. 

f/vPn/r (= ci. flPnp) Mr B i/^. Phl/uP (= àltCr PncqP) Cln 

Gewicfat Mr B «T^. Belegt findet sich femer pmjup (=: cl. 

PmqP) in Mr B ^, i^, ^, f/7^. Pai^p (= cl. PnLqP) 

>Brief, Urknnde« Rb I^ Aut, ^, £</, ^. Dagegen ist das spUt- 
mittelarmeniscfae (aach nenarmenische) ^uiluùki^ (= cl. ^wq^uJìiki) 
>g&ten« ans àlterem ^mq^ki^ Geop. ^durch Lantyerschmel- 
znng entstanden. Vgl. den analogen Vorgang in § 124. Von 



128 Formenlehre. 

unmittelbar folgendem ju wird der Laut ^ schon in yorkiliki- 
scher Zeit yerschlungen: ^q/utrg^ wird za /i/^i^^, un^ za m^^ 

a. 8. w. ^). Der Laatvorgang kann erst eingetreten sein, 
nachdem ^ seinen arsprllngliohen Laatwert aafgegeben batte 
and za y geworden war, also aaf der Neige der altarmen. 
Periode, darf mithin ala spUte Erscheinang fbr mittelarm&nisch 
and speziell aaeb fUr kilikìsch gelten. 

Za § 143. Mehr Belege fUr fA^nifi s. in Gloss. Beleg- 
stellen Air jA^^^T resp. jb^q^t&i Mr A 29, 30, 55, 63, 64, 68, 69, 

139, 156, 235, 257, 277. Mr B ^^, JJ^^ è^^ If, ^, ^, ^, 

c/^£r '^W^, ^t"t^ "à^tu ^79-, </tv. iPpiUt '^^l'^ ^^Pì '^^""9 '^i^ì ^k'L 

ete. Warzelhaft ist in beiden Formen nar IrqiT'^): jirqSù s 
^ + ^^iT + %j welch letzteres n Pronominalsaffix ist. Aach 
hier, wie bei pi^iat^j zeigt das Kilikiscfae die arsprttnglichere Form. 

§ 144ff. Zwisehen § 147 and § 148 ist Folgendes nacb- 
zatragen: 2*. Assimilation. Yokalassimilation liegt mOglioher- 
weise vor in kl. au^np oskor (= ci. oskr resp. oskar) »Ejiocfaen« 
MrB ^^, i/^, Geop. 221 19; allerdings lieBe sich hier aach 
an bereits altarmenisch existierende Dialektverschiedenheit 
denken. EI. gnpk^ gor*eg »tag8tlber, am hellen Tage« Rb ^^, 
Mr B ^, Mr A 112, 213, 219 ist hervorgegangen aas aa. 
girpinuli gereak^ indem der Laat e darch die dankle Elangfarbe 
des benachbarten q inflaenziert sich za verdankelte. 

FUle Ton konsonantischer Assimilation sind bereits im 
Vorigen inbegriffen, namentlich in § 124, 137, 142. Es er- 
librigen noch folgende Falle : a) éméaài zazun »beweglich< Bb 
/krm, aas 9.1terem sarzun hervorgegangen. éméh^ iazeln »das 
Herzklopfen« Mr B ^ (=: ci. Sarzel). éuié[t zaii 3 p. sg. pr&i. 
pass. Mr B Jyi (= ci. harzi), émék ^o,h imp. Mr B JT^k (= 
ci. harzed). J^hl étuélr% 3. pi. ind. prSls. Mr B jy^. Daza noch 
die schon oben angefUhrten ««^Formen: duijéh Mr A 266, 
éiujél, Mr A 29, 257. b) Angleichang des dentalen Nasals 



1) So zeigt Patm. Alex, die Beispiele: mlubrjph >yerrammelt6n< 
S. 64 4, pluirìi >fli66en< S. 69 2, ftufulnug «zerschmetterte, zermalmte* 
8.91 16. Vgl. aach ffic^ond ^"^ ftir alteres ^c^A »Scholle«. 

2) Das aa. GloBsar dea Wiener Mskr. No. 337 zeigt Bl. 180"^ die 
Deminntiyform ^q^lji, die es mit i&q^lli zaBammenstellt. 



Einleitnng. 129 

an den auf ihn folgenden Palatal zeigen folgende Beispiele: 
mtTugiu^ ambag (= ci. anapak) »reÌD, ungeinischt« belegt in der 
Verbindnng tuJi^utli ^[Ap Geop. 240, Mr B 1^, ^^ J^^ ^F'> 
JTÌj^^ Jri^ etc. ^iuiTi/ili gampi aus ^uAi/ip Gen. sg. v. ì^uànu^ 

>Hanf« Mr B ir^p, Ygl. na. ^mJfttuj aus ma. £uAfLui4 >Weg«. 
e) tuju^^iPiujp axglcnmair mit Gen. iulu^^%JìuLp Mr B J^. 
Wenìger genau steht dafUr die Schreibung tuqyoiiJìuLp Mr B 

^t, as^i, «/^^i, «/'K- 



Zu § 144. 1. Weitere Belege sind: ó^utioap Bb ^p; 
è^iulii^^m Mr A 233; jyìanp Bb ^, £^, ^, Mr B ^, 7t^ Jp^ /^ 
^, ^, ^^, 1^, £^, ^1^; iTuàii^ Mr A 1 56 ; iPuAi^bii Mr A 
215; iTuAiapiru Mr B fl]^; Jrui%tnpt Mr B ^, ^ ì^ 1^^ i^, 
jbff, è^ii.^ jun^-^ fi uftuìtiipk (Abl. Yon u^uàilip) Mr A 233; uguA^ 
iffluip »ElLsewa8ser< Mr A 158. 

Zu § 145. 2. Weitere Belege: mJppwtl resp. luJppmt. Mr A 
85, 103, Mr B 1%, i^. ai«i^/f/^ (Gen.) Mr A 261, Mr B ir^. 

mJppunJrùft Mr B "ù^, utJpptutJrìtiy rCSp. Mut/pLpuiifpr%gy mi B ^X» 

Zu § 146. Neben kq^^it^ darf auch genannt werden das 
naehclassisohe ugmitiiMitittf. bandand »GeiseI« = cì.patand^). 

Zu § 147 a), funiijttupò^ xozrarj [= ci. jumituputò) »Schweine- 
hirt« Rb ^ fMnjtuipè^ pozrarj (aus Sllterem *pnnmptuè)^) >SchweI- 

ger< Rb 4p (bis). pMi^ò^nLpitA pozrjuiiin (aus *pLaquipuiè^aLppóiy) 

>XJnzucht, Hurerei«: Gen. pmutè^mpirufu Rb Xpì (bis); Abl. fi 
pniupò^aipir%t Rb <^. Mittelarmenisch ist auch bereits ^mpiPnAg^ 
garmunj fUr ci. l^iuJhLpl »Brttcke«: ^«t«/if/^tìr^ in Inschriften vom 
J. 1215 und 1266 aus Shirak (Sir. p. 26, resp. 77); femer bei 
Stepan. Orb. p.277, im Liparitlied (Kost. Job. Tlk. p.55) u. s. w. 

Zu § 151. Yorschlag von A-Laut zeigen auch folgende 
Beispiele: ^w^i^^^ >Eleidungc Rb ^ </i. ^ttf#//rA^ /A^^ ^^^t 
yerwttstet« Rb ^. ^mpiuLp »Pflug< Rb % Geop., Job. Eath. 
4irpga/ii (neben Irp^nfu) »Flechte« Mr B ^, Mr A 109. ^ntìr^ 



1) £in Prodnkt desselbeii LanùprozesBes ist anch das neoarmenlBche 
(tr.) Hinlc »yoll, gaiiz<, entatanden auB ma. iUU^ iliìcn Mr B ^n- Zn ilHc 
▼gì. die gleichbedeutenden: » lì, i Iman. 

2) Im ClaBBlBcheu feblend. N*àhereB liber die KompoBitioiiBgiieder 
BÌehe im GIobb. 

Kftrst, Kilikiflch-inittelarm. YoUssprache. 9 



} 30 Formenlehre. 



(= ci. ttiiii^) » Samen « Mr B a^^, jy^^ iPè^i»^ 'P^P^ J^kt^ J^k^^ 
jllp, ^i^^ij resp. ^taplri_ (= ci. piiiapàri) «ausleseii, wlihleD« 

Mr B ?^, ?f ; Geop. ]^. 

Zu § 154. Beispiele ans Rb: i/ài^ gln^ ol i£t »welcfaer Art 
68 auch sei* </k. ul it^np^fig ^nnà S5hne< ^tftr. 

Za § 156. qfip iflt pm% lauip »setze und wende anc Mr B 
^liT. l» 4tuf ilJi ^Irm »nach und nach, allmS^hligc Bb Ì7^^ Mr B 

J^. Auch beim IndikativprUfix findet Hiatustilgung mittels 
Anflòsnng des u-Lantes in den entsprechenden Halbvokal stati, 
wie folgende F&lle zeigen: ^//^S^^^ resp. ^^^^ gvdngni (= 
lini, gbqii^) »er f&llt« Mr A 240, 242. H'^p^^it gvarkUe (= ^«c 
lapfPltì »er yerhindert« Mr A 242. Ùberhaupt wird im Wort- 
innern yor yokalischem Suffix arsprtingliches u zu v; z. B. 
.pb^i/p ingvi >bi8« auB^lEf^ni. +^; am^ atv9ni »GrS.ben, Ean&le« 
ans uitLitL + iirlEr^; mè^^ ajvdtii >GlLrten« aus mò^n». + «à^. 
S. nnter m-Plural. 

Endlich sind noch folgende wìchtige Gleichnngen nach- 
zntragen: 

a) ci. a = kl. a iif in dm^ftp maxir yAschec = d. Jh^jip 

mozir. Belege: f/^/^^^ Mr B Ì4q^ «^^5 «^j «^^ «^ (^ìs). 
Jìu^tpli (Gen.) Mr B 17^. ^ Jìujupfu (Abl.) Mr B J^. iTmlupnil 
Mr B iT^^j Mr A 156. JìujuppfnLp (= ci. iTnluputiaip) Mx. Her. 
148 9. Vgl. im Ak. maxir (= iTnlufip), ianir (= pnhpp], xanairh 
(= ^in%mpi) nach S. 57 Rdn. 2. 

b) ci. i^ « = kl. o a in kl. ^lynA^ losel >zerstoBen, zermal- 
men« = ci. /^^nc^ Usui. Belege: ^««f MrB ^ ÌÌ^^ iJ^ ij?i^, 

Mi, ^, i^, i^, ^, ^ J^, Jrfp, i%^, ìT^, i^, ^. 

^niiÀlEf Mr B If^^ ^^, £<^, iTf^. /n»//^ Mr B ^T^, laukiafr 

Mr B ^. ^niittfd^ Mr B Ij^^ £X^ ^, ^I^ etc. 

e) ci. i^ 73 = kl. / ^ in folgenden Fàllen : imifiutnmli lapstak 
(= ci. %utmutuinuili napastak) Mr A 109, 136. Dazn die Formen: 
imijiumutlili (Gen.) MrA 135; lait^uml^p Mr A 251; luiugum^uL (Gen.) 

MrB 4p, «n^, jy^p (bis), «T^ (bis)i). Danach ist S. 101 Bdn. 1) 
zn berichtìgen. — Ferner orz/^iir^ avzal (= ci. luuuqaii») »Wasser- 
beckenc, Instr. milqjail Mr A 246. 

1) Anf einer Insohrift ans Ani yom It. Jahrhnodert lesen wir ent- 
Bprechend: ^plrq.ap Yrniumuinmlifi api^lt >Gregor, der Sohn des Laba- 
Btak (=s ,HaBe')« Sir. pg. 70 2 infr. 



Einleitnng. 131 

d) kl. iitupp resp. nmpii.^ zarì^ zart >aa6er, aaBgenommen< 
= ci. nmm zat. Belege : ^pP fi 47 37, 65 8. 9^ Rb xp; ^pq. 
fi L. Ibi 9, 158 29, 155 15. Entsprechend ist qmppti zarleL 
resp. ^pqJri^ zar tei >aa8genommen« = d. ^mlnui^ zateal, Belege : 
45 li, L 154 24, Geop. 139 etc. 

e) kl. ufuimpaju badruis »PfrOpfreÌ8« = ci. mutinaLmum pai" 
V<lSt\ kl. miumpnLulri^ hadrusel >pfrOpfen< = d. u^tutnnLutumlri^ 

patvctstel, Belege: iqmiapaju Geop. fu^^ Jp^ i^ti., Gen. mm^ 

ampuLufi Geop. /v^^ 4^7** uiiatttpaLuir£_ Gcop. fubr^ t"L^ i^a.» i^tu^ 
U9paBMàr£nj GCOp. Jp. u^tumpauilrù GCOp. dp» ufiutnpaLuatanL 

>Pfropfreis« Geop. J^. 

f] kl. uuiplifili^ "'nktk ^P^9^9 ^^'^P* ^P9^9^) »rein, saaber« = 
d. upp^li srbik (uttipp + ^^)2). Belege: 59 23, Geop. 9, 57, 183, 

Eb iiij Mr B Jt, Jiir, fip, ^, ^, ^, %, ^, 5u, ^ £^^ 
^, ^, J^P^ iP^^ J^^ J^. Vgl. § 132. 

g) kl. ^ui^u/bi^^ hahand »Banft, gelinde, scfawach< = ci. 
^MuhqMipm handart Belege : ^m^uAq- Mr A 205, Mr B fj^^ J^^ 

A'P^ ^> ^"'l ^'h *ll M5 ^«'/^l ^A^l ^^9 ^Vj ^^T» ^^1? ^^^5 ^^ll 

^^, ^, i^, ^/^. ^ii^i^uinipftàt >Rahe, Frieden«, Instr. <i»- 
^i^maipkutJp. Rb^. <iir<i^^ »berahigt< Mr A 101, 107, 159, 
Mr B i/>^. ^ui^,^% 3. p. plnr. prUs. Mr A 180, 196. ^m^i^ 
3. p. sg. prllB. med. Mr A 180. 4»u4i>qJrin Gen. Inf. Mr A 66. 

^ui4wiii[.^%t Kans. >lindert« Mr B ^t^ ÌIp. ^tu^pii^%t »lindert, 
beBcfawichtigt, Btillt« Mr B jki^, ^^ ^Jk^ J]^^ i/^f, «T^, T/V . 
^m^gàiif^ltuiLq^ «beschwichtigeiid, liiideriid« Mr B ^ Die 

Mr B J? belegte Form 4wj<pi"f^'i't (vgl. oben zn § 38, 3) 
scheint anf ein àlteres ^mp^ufuii. harhand (= ci. htmdart) zu 
deaten. 

h) kl. jIrpfIrL herc^ev »hinteii, nachfaer, zuletztc = ci. 
*ifjrp9lruiL verjeav^ dessen Stamm ifkp^ vorliegt in if^p^fi» »letz- 
ter«, ifhpl »Ende«. Belege: Rb »: ne pf j^eH"- v^'ft '""^ "^ì 
T 'H"""bk """-q^'fp *^^^ wenn nachher welches bei Jemanden 
sich vorfindet, so soli er siebenfach bestraft werden (es sieben- 



1) Ùber letztere Form ygl. § 132 sowie Nachtrsg za § 132. 

2) N'àheroB aiehe im Gloss. i 

9* 



132 Formenlehre. 

fach bezahlen«)^). MrA 222: i^lfi» mniki. 4l»à'qfì' nl>p K nJklfr 
jtrpftrA »lege das eine vor den Kranken und das andere fainter 
ihn<. Ala gemeinsame WarzeI von kl. jIrplIrL und von cL 
ilfrpi^ i[irpyt% setze ich Vbrj^ aD, die in ihrer reinen Form hSchst 
wahrscheinlich Yorliegt in ci. kpiwiifilf {= tp^-uA^^) »gltìck- 
selig<. Vgl. ala analogo Lautentsprecfaungen: kl. j^q>r =^ ci. 

t&q^ÈT; kl. fàt^ntf = ci. i^%^in^. 



Die soeben angefiihrten Gleichungen zeigen in ihren bei- 
den Gliedern so wesentliche Abweichnng, dass letztere unmOg- 
lich im Verhaitnis von Mutter- und Tochterformen zu einander 
stehenkònnen: kilikische Formen wie lun^umiu^^ ^ui^uàtq.^ A^2.'"/^9 
jlrqSt^ jirpllri. kOnueu keineswegs ans den una tìberlieferten 
entsprechenden classischen %tui^utumtul^^ ^ut%t^.utpui^ Jf/ìt^ktfi^ 
lOrqtT^ ilàrpiirL herYorgcgangen sein und daraus lautphysiolo- 
gisch erklàrt werden. Dasselbe gilt, um nur die augenfìLlligsten 
aufzuflihren, von Formen wie Juijufip und Jn^ftp^ miuglunài und 

i^utmutu^uiìip tuaJtuit UUu uiunJutb jh'lP'^L ^^d ^?h'^l_» t^uttnpatu 
und t^iuinauuuia^ qiupP UUd i^m^ uuiutè-kt VLTLQ, utuiè-lr^^ if-R ^^^d 

^«if^, mutg und tniuug^ '[^^''g ^i^d t[muu, Auch die Kopula ut. ist 
keine Tochterform des classischen Itl^ noch ist es i^l^ zn «j^ufi^, 
noch f^-ui zu ql^mpif-y noch aBritmli zu i^uyittulg] wofal abor sind 
es Schwesterformen, die einer gemeinsamen urarmenischen 
Grnndform entstammen mtlssen. Diese kilikìschen Formen 
waren mir bei Abfassung der Lantlehre zum Teil noch un- 
bekannt, zum Teil wurde auf dieselben, als nicht genttgend 
belegte, kein groBes Gewicht gelegt. Erst das eingehende 
Studium der eingangs zitierten Manuskrìpte fUhrte zu ihrer 
richtigen Wtirdigung und damit zu einem von dem frliheren^ 
S. 5 f. yerzeichneten, abweichenden Resultate. 

Femer drUngen sich noch folgende Thatsachen der Be- 
achtung auf: 

1) Der Wortschatz des Eilikischen weist eine Menge Ton 
echtarmenischen Termini auf, von denen im Classischen keine 



1) kl. j^p^^*- entspricht hier genau dem altarmeniBchen jlr'nnj dea 
korrespondierenden PasBUB bei M. 6ob. Letzterer lantet: ^ pt j^»"'j 
utiL no t^utgfi^ piitf. *%if iropit mmj^uiblrugfi >daBB, wenn nachher wel- 
ches bei Jemanden eich vorfindet, derBelbe siebenfach beBtraffc werden 
Boll« H. Go8 312i. 



Einleitniig. 133 

Spur yorhandeii ist So die kilikischen Mu^nuy »Zahn«, wqt^ 
»gat<, qju4 >ged5rrt<y a'^'^HitL *sich beschrànken, sich begntlgen 
mit etw.«, fut^ »bei«, ^mpp£ »Knabe«, i-ifl's »so<, ^utóituulplr£^ 
oder ^utàinilplri^ »zwingeii, vergewaltìgen*, £^^ >oft«, ^npm 
>Knecbt<y Si»qp^i tind ggtqpIrqaLpiiLb >nnaohtsam, Unachtsam* 
keit«, i/iìtmn.br£^ >sucfaen« ik s. w. 

2) Das Eilikische besitzt ein dem Glassiscben unbekannteB 
Pronomen : pìnu^ ftum^ ^mm sowie die neuen Fronominaladverbia : 
^aii^ ^nu^ 4nm. Auch die dem Kilikischen so charakterìstìsche 
Eonsekutiypartikel ^«n, die regelmUBige Einleiterìn der Nach- 
Blltze in Eonditionalperìoden, geht dem Glassiscben ab. 

3) Grandyerschiedenfaeit in der Stammbildung liegt vor in 
FUllen wie: kl. Jutkir=^ ci. JìnuAkiT; kl. i^%nLtr= ci. ^uitif^i^ir; 

kl. pp/aLiT = ci. (iluAIrtP; kl. miruiiaLiT = Cl. miruuAinr. In 

diesen Fàllen ist die kilikische Fonn weder lantgesetzlich ans 
der entspr. classiscben hervorgegangen, noch anch ist sie auf 
dem Wege der Analogie und Formenangleichnng ans der classi- 
scben Form beraus nmgestaltet worden. £s liegt bier ein 
Fall Yon bereits altarmeniscber Verschiedenheit in der Stamm- 
bildung vor. 

4) Die meisten Abweicbnngen vom Glassiscben zeigt das 
Eilikiscbe auf dem Gebiete der Morpbologie. Hier ist zunìlcbst 
nea und auffftUig der Instrumental sg. auf ^tuLiT (oiT) -qm fUr 
class. -^iuJfL. Aus der classiscben Form beraus kann derselbe 
nacb armeniscben Lautgesetzen nicbt erklllrt werden, und 
andrerseits ist Analogiebildung hier ausgeschlossen. Nur cine 
M5glichkeit bleibt: beide^ die kilikische und die classische 
Form, geben als yon einander unabbtogige Schwesterformen 
auf cine gemeinsame Urform zurttck. Vgl. Formi. § 216. 
Grundaus yerschieden yon der classischen ist femer die Plural- 
bildung des Kilikischen. Die regelmUBigen Pluralsuffixe sind 
-Irp filr die Einsilbler (seltener flir die Mehrsilbler] und -Iei^ ftir 
die Mehrsilbler. Nun liegen allerdings die altarmenischen Vor- 
l&ufer beider Suffixe als -Irmp und -oà^ bereits in der classi- 
schen Litteratur yor: sie sind jedoch àuBerst selten belegt, 
und nur bei unreinen Glassikem und mtlssen entschieden als 
ein der classiscben Spracbe fremdes Element betracbtet wer- 
den: denn wUre sie wirklicb der classiscben YulgUrspracbe 
eigen gewesen, so mtìssten sie in ganz anderem Mafie in die 
Litteratur eingedrungen sein, nicbt blos in einigen sparlichen 



134 Formenlehre. 

FftUen^), wenn nicht als Plnral- so doch als Kollektivsaffixe, 
als welohe sie im Altarmenischen fungieren; zumai sttinde dies 
zn erwarten fbr die spUtere Zeit und fUr nicht reine Glassiker, 
bei denen doch bekaBntermaBen^] sUmtliche Eigentllmlichkeiten 
der clasBischen VnlgS^rsprache als litteraturf&hig gelten nnd 
aach reichlich in die classische Litteratur einstrOmen. Dem- 
nach deuten diese kilikischen Plnralsuffixe anf einen von dem 
classischen Idiome nnabhSlngigen altarmenischen Dialekt. Das- 
selbe gilt fttr die kleineren kilikischen Pluralformationen: anf 
-1^, -«ff^, -i/m^. — Die Yerbalflexion des Kilikischen weicht von 
der classischen wesentlich ab in der Indikativbildung mit Pr&f. 
^uL gu\ PrlLfix l^ac wird von Girbied Gramm. XY als Idiotismns 
des altgordischen Dialekts angefahrt: diese Angabe yermag ich 
nun zwar nicht zn kontrolieren, schlieBe mich ihr jedoch in- 
sofem an, als jenes Pràfix — bei der UnmOglichkeit dasselbe, sei 
es als fremden Eindringling, sei es als Tochter einer etwaigen 
classisch-armenischen Urform zn erklàren — notwendigerweise 
bereits in irgend einem anBerdassischen Dialekte des Alt- 
armenischen als Adyerb existiert haben muss, wenn es ancb 
erst in mittelarmenischer Zeit in die Fnnktion eines Indikatiy- 
bildenden Snffixes eingetreten ist. 

Nach alledem lS.BBt sich der anf S. 5 f yertretene Stand- 
pnnkt nicht mehr Itoger halten, nnd ergiebt sich mit zwingen- 
der Notwendigkeit folgendes Besnltat: das Kilikische kann, 
wenigstens in seinem Hauptkeme nnd Gmndstocke, nicht die 
historische Fortsetzung nnd Tochtersprache des nns Uberliefer- 
ten sog. Classischarmenischen sein. Folglich mnss es anf ein 
anBerhalb des classischen stehendes altarmenisches Idiom zn- 
rttckgehen. Die dialektische Spaltnng des Altarmenischen wird 
hìermit dnrch innere sachliche Grttnde peremptorìsch postuliert: 
es darf an derselben als an einer feststehenden nnd auBerdem 
dorch die Zengnisse der alten Grammatiker gesicherten and 
yerbtlrgten Thatsache fllrder nicht mehr gezweifelt werden ^). 



1) Die yersehieden belegten F&lle siehe antan in Formenlehre. 

2) Nach Aidyniana AasfUhrnngen in Kr. Gramm. 

3) Ich behalte mir yor, anf dieses Thema zarlickzakommen in einer 
spttter gCBondert erscheinenden Abhandinng tiber die Gliedernng dea 
armeniflchen SprachstammoB. Nnr folgendes mag hier schon festgeetellt 
Bein : die armenische Grammatik dea DionysinB Thrax zeigt nnter andem 
folgende nichtclaBsische Formen: Jnu^ monU »wirc S. 52 8; f^'kg donU 



Einleitnng. 135 

Obschon nun tlber die einzelnen altarmeniBchen Dialekte die 
Nachrìchten Behr spìlrlich sind, so lS,88t sioh dooh die Frage 
nach der n9.heren Abstammnng des Eilikisch-Mittelarmenischen 



>ihr« 52 8, %nitg nohfc >BÌe< 52 8, nach Dion. angeblich Daale, in Wirk- 
lichkeit aber wohl ala Plorale za fassen. Dieselben Formen finden wir 
wieder im NenarmeniBchen ala J^ug l.p. pi. y. iSr»; ^prir^ 1. p. pi. y. ip».* 

%a%g 1 p. pL y. irtif, nach Òrb. 753 i. 12, 755; daài^ »wir< im Kr. nach 
Patk. dial. p. 69. — Femer kennt Dion. Thr. za Pron. dem. "um oder *iimj 

die Genitiyform ^«jp noir S. 52 20; letztere ist nebst f^p^ "'ifp nnge- 
mein hSofig aach in den Sehriften yon Dayid Anyalt' and aach daa alte 
Glossar »dichteriBcher and banerischer W(5rter< (Mr No. 337 der Wiener 
armen. Bibliothek) erklSrt den Genitiy uyp darch unpm^ qjyp dorch 

t^npua, Dieselben finden sich wieder im NA als ^^z», ^"^^ %tuLp^ 
ìtpLap^ i^jp^ 't"*Pì V^H'ì W^Vì ""JPì ""H*^ utuLp^ uptjip nach Òrb. 755 
and Aid. Il 43. FUr Instr. sg. ^ml^ y. ìnu Dion. Thr. 52 hat das Nen- 

armenische gleichfalls noch ^«'/, %nutil^^ ""'^n unutil^^ V'Lì 't"'-"'L ^*®^ 
Òrb. 755 and Aid. II 43. — Endlich entsprechen den yon Dion. Tbr. yer- 
zeiehneten Formen: nA^ (= ci. f/'ii^) 55, «/ni., bTo/ìm 40 29 naoh § 50 im 

NA ebenfalls die Formen nàt^ and tfh/ìt and Jaàt, Daraas folgt, dass 
jene bei Dion. Thr. yerzeichneten Formen keine grammatischen Erfin- 
dongen sind, wie dies fUr Anderes in demselben Werke der Fall sein 
mag, Bondem yielmehr die altarmenischen Vorlaafer yon entsprechenden 
neaarmenischen Formen. Da sie aber der clasBischen Sprache fremd 
Bind, mUssen Bie notwendigerweise aas einem aaGerclassischen altarme- 
nischen Idiome (Dialekte) stammen, wie denn jener alte Grammatiker noch 
sieher aofierdem manehes andere altdialektische Material herangezogen 
hat, am dem Formenreichtnm dcB griechischen Originala cine mOglichst 
ebenbUrtige Filile im Armenischen gegentiberznatellen. — Ùbrigena yerrat 
schon die claaaische Sprache an aich die Thataache der dialektiachen 
Spaltang dea Altarmeniachen. Daa GlaaaiBche hat anter anderm folgende 
Dabletten: 

ppp^L tbrev >wie« and l'pp'"- ^àru »wie«; irLphirLmwuit eufnevtasn 
nnd h-LpitnLuiuiuit eut^nutasn >aiebzehn« ; 

aqafi oìoi »Ùberachwemmang« and ^Irqtrq^ heM >Ùberachwemmang< ; 

aqaqfri^ olohl >1iberBchwemmen« and ^trqkqlri^ hehhl »ilberBchwemmen«; 

/ff^ M »Schwimmen« and /^^ lei >Schwimmen«; 

aqapljl oiork >glatt€ nnd firplf lerk reap. qp^pk ^^^ »glatt, an- 
behaart«. 

Bei yOlliger Ùbereinatimmang der Bedeatang je beider Dabletten 
iat hier an idg. Vokalablaat nicht za denken; noch weniger laaaen dieae 
Doppelformen die Hypotheae yon armeniacher Vokalasaimilation za: 
denn, lage hier wirklich ein claaaiachea Aaaimilationageaetz yor, ao miiaate 
daaselbe doch alle analogen FSlIe amfaaaen, d. i. ea miiaate wenigatena 



136 Formenlebre. 

mit ziemlicher Sicherfaeit beantworten : es kann nUmlieh tod 
den sechs yon Crbied aufgezàhlten and besprochenen alt- 
anneniBohen Haaptdialekten ^) hier nur derjenige von West- 
oder Eleinarmenien in Betraoht kommen. In diesem, dem 
altarmenischen Dialekt von Eleinarmenien, der wahracheinlich 
Elemento dea gordisehen Dialekts (»Dialecte gordien« bei 
Òrb. XVJ] in sieh anfgenommen batte ^j, haben wir den Matter- 
dialekt dea KilikiBch-Mittelarmenischen za saehen. Der Dialekt 
yon Eleinarmenien war anter den altarmeniflchen Dialekten 
nach dem gordisehen der yon dem classischen im Laatstande 
am wenigsten abweiehende^). Daraas erklErt sich, dass die 
mittelarmenisehe Fortsetzong desselben, das Eilikische in yieien 
ja yielleicht der Hehrzahl der FS,lle hinsichtlich des Lantstan- 
des nar m9,Big yon der classisch-armenischen Lantlehre sich 
entfemt, dergestalt, dass hUafig die kilikischen Formen aas 
den Uteren classischen sich entwickelt za haben scheinen. 
Letzteres mag ja zaweilen wirklich stattgefanden haben — es 
wUre wonderbar, wenn nnter dem gewaltigen Einflosse der 
classischen Hochsprache die Dialekte yen Mischang mit der- 
selben sich rein gehalten hfttten — in der Hegel jedoch beraht 
dies aaf bloBem Scheine: denn da in der altarmenischen 
Periode beide Dialekte lautlich relatiy wenig yon einander 
yerschieden waren, so konnte aach nach jaJirhandertlanger 
historischer Entwickelong des Eilikischen die beiderseitige 
Differenz keine so klaffende geworden sein, dass man nicht 
yersacht w&re, dieselbe als Prodokt rein historischer Um- 
gestaltnng eines and desselben alten Idioms za erkl&ren. 



jedes auBlaatende Itl, sowie jedes n yor ^ za nt. resp. ir geworden sein. 
Da non aber in Wirkllchkeit die ErBcheinimg sich anf einige EinzelfUle 
besohrSnkt, ist bier Lantwandel innerhalb der class. Spracbe ansgescblossen. 
Yielmebr erkl&ren sicb dieso Dnbletten als parallele, von einander un- 
abbSngige and aaf eine gemeinsame Urform zorlickgebende Formen, von 
denen blos die eine nrspriinglicb classisob ist, wibrend die andere aos 
eìnem aofierclassiscben altannen. Dialekte in den dassiscben Dialekt ein- 
gedrongen sein mass. Es gelten die Gleicbongen: ci, ^^ìtì. : />^««. = 

Ol. ir*. : kl. »*.; cL aqaqlri^ : ^Irqfrqfrg^ «ss ci. ap^ftÓM : kl. ^àrpgafii, 

Danacb dtirfen jene altdialektisohen Eindringlinge (wie h^***-^ ^^l^l^LÌ 
ab orsprtingliob kilikiscb-altarmeniscb gelten. 

1) VgL Òrb. Préfiuse XJ ff. ^ 

2} Naberes biertlber s. bei Òrb. XVJ. 

3) Vgl Òrb. XJV ff. 



Einleitung. 137 

Obschon ungenau nnd dem wìrklichen historischen Sachver- 
halte nicht entsprechend ist dennoch letztere Methode in vor- 
lìegendem Werke angewandt, da notgedrmigen bei dem gUnz- 
lichen Mangel Ton Naebrìchten tlber das Eilikisch-AItarmenische 
das Glassisch-Altarmenische, ala der nns allein bekannte altarm. 
Dialekt, znm MaBstab bei der historischen Darstellung genom- 
men werden, and das Kilikisch-Mittelarmenische aus dem 
GlaBsisch-Altarmenisehen erkl&rt werden musste. 

Hinsichtlich der Stellnng des Eilikischen innerhalb des naeh 
S. 3f. dialektisch vielfach gespaltenen Mittelarmenischen^), 
sowìe znm Neuarmenisehen, sei noch folgendes bemerkt: 
das Eilikisch-Mittelarmenische bildet den sUdliehen Zweig der 
westlichen oder kleinarmenischen Dialektgrnppe nnd darf als 
Btldwestliches Mittelarmenisch bezeichnet werden. Mit dem 
n($rdlichen Zweige derselben Grnppe teilt es die allgemeinen 
Merkmale des Westarmenischen, nnterscheidet sich jedoch von 
demselben darch verschiedene Eigentttmliehkeiten, yon denen 
die hanpts&chlichsten folgende sind: 

a) spezifisch kilikisch ist der Instmmental anf ~wur(oiry, 
die n5rdliche Grnppe hat dafllr regelm3,6ig die Form -f//^). 

b) die dera Eilikischen eigenen Pronomina fànu^ ftuiu^ [nuut^ 
sowie die Pronominalformen %uipui (= ci. %npiu)^ %uigut (= ci. 
%ugm) kommen in der n5rdlichen Grnppe nicht znm Vorschein. 

e) yerschiedene Stammbildnng zeigen beide Grnppen in 
folgenden FSlllen: 

Sttdl. Zweig (Eilikisch): N6rdl. Zweig: 

Jutbri (d. JìnuAirt) JutbnLt Jutùlrt, 

auihaLi (ci. aiaiuitirg) qinitirf, 

^^«^ (ci. HuAl.J') AZi-fr^ tii-l-L- 

lairuitacf (cl. tniruuAirt) lahrubtrt CtC. 

d) In der Pronomìnalflexion kennt die sttdliehe Grnppe nur 
einen Nom. Plnr. anf -n^, Gen. ag etc. : die n5rdliche dagegen 
zeigt Nom. Plnr. anf -nug^ Gen. -aitg\ z. B. muaùg^ munìi^ v. mu* 



1) >A la fin da XIV^^. siede, on comptait environ une trentaine de 
dialectes, qui portaient chacnn le nom dn canton on de la province où 
on le parlait; mais tona étaient appelés généralement funMinut^iuiig^ 
eantonaux, on aurf/^af^aiìr^ ruatiques on populaires^ — Crb. Préface XJ. 

2] Yon ^urp >Milch« der Instr. Ijiiupnil^ im Achrabadin (Wiener 
Mbt. p. 273). 



138 Formenlehre. 

npa%^^ npnbg Y. np. Auch Àdv. n%g (eìgOnfl. Goiì. pi. V. a^ n^) 

»alB, sobald ala, wann« wird Btatt des kilikischen k^ yep ge- 
brancht. 

Solange das Eilikische seinen Rang ala mittelarmenische 
Sehriftsprache behanptete, gelangte die nOrdliche Mundart 
kanm zu litterarìscher Oeltang. Immerhin sehen wir sic vom 
14. Jahrh. ab^) in vereinzelten litterarìschen Erscheinungen za- 
tage treten, so in den mediziniscfaen Schriften des Ubrìgens 
noch ziemlich unter dem Banne des Kilikischen stehenden Amir 
Deviai; aus Amasia, des Asar ans Sebaste, ferner des Paniat 
ans Sebaste and des Abasaid, sUmtlicb Schriftsteller des nord- 
westlichen Eleinanneniens. Ygl. hierttber Hnn. II 505 ff. Ancb 
bei Erznka^i and in der Fabellitteratar sowie in manchen Volks- 
liedem zeigen sich Sparen der nòrdlichen Mnndart, ohne dass 
dieselbe sich jedoch zar Sehriftsprache aafzaschwingen yer- 
mochte. 

Den Untergang des kilikìsch-armenischen K5nigreichs Tcr- 
mochte aach das Eilikische als Litteratnrsprache nicht lange 
za Uberleben: allmUhlig yerstammt die Litteratar der Eilikier 
and mit derselben entschwindet die tlber vier Jahrhanderte 
hindarch màchtig gewesene kilikisch-armenische Sprache an- 
serai Gesichtskreise. 

Nachdem wHhrend des nan folgenden, an Litteratarerzeog- 
nissen wenig fraehtbaren Zeitraumes des 16. and 17. Jahrhun- 
derts bald dieser bald jener Unterdialekt der nórdlichen Grappe 
in die Litteratar einzudringen versacht batte, erlangte endlich in 
der zweiten H9.1fte des 18. Jahrhanderts der tttrk-armenische Dia- 
lekt Yon Eonstantinopel das Ùbergewicht: seine TrUger die occi- 
dentalen oderTttrk-Annenier waren, dazngleich mit derosmanisch* 
arabischen and der abendlg,ndischen Ealtar in Bertìhrang, ihren 
orientalischen Stammesgenossen an Bildnng tlberlegen, ihre 



1) AllerdingB zeigt anch schon Mchitar Hera^is med. Werk ver- 
Bchiedene Eigentttmlicbkeiten diesar Mandart. Eb Bcheinen jedoch die 
UngleiehmSGigkeiten in der Sprache dieBes TexteB anf eine spatere 
Oberarbeitnng des nrBprIinglichen Werkes hinzadenten. — Ùbrigens 
lieGen Bich jene nichtkilikiBchen Eigentttmlichkeiten yieUeicbt doch 
als echt nnd orsprlinglich halten and begriinden mit HinweiB anf die 
groGarmenische Heimat des Aators, zumai da der bei Mch. Her. anf- 
tretende Plorai anf -« offenbar aaf einen grofiarmeniBcben Dialekt 
zoriickgebt. 



Einleitang. 139 

Sprache hatte nnter dem Einfluss des Osmanisch-Arabischen eine 
groBe Oeschmeidigkeit erlangt nnd yerftigte liber einen gewal- 
tigen Wort- nnd Fonnenreichtam. Als nun voUends die ersten 
annenischen Zeitungen in dieser Mnndart erschienen, da war 
dieeelbe eo ipso znr Schrift- nnd YerkehrBsprache gestempelt 
nnd emporgefaoben, die bis anf hente bereits eine stattliche 
nnd vielseitige Litteratnr anfznweisen hat. 

Damit hat, wie einst in der mittelarmenischen Perìode der 
Bttdliche Zweig der westarmenischen Sprachgrnppe, so in der 
nenarmenischen Perìode der nOrdliche Zweig die Vorherrsehaft 
als Hoch- nnd Schrìftsprache erlangt^); ist doch das Ttlrk- 
Armenisehe eben die nenarmenische Fortsetznng nnd Weiter- 
entwickelang jenes dem Eilikischen verwandten ndrdlichen 
Zweiges der westmittelannenisehen Dialektgmppe. 

Das Eilikische aber scheint fast spnrlos nntergegangen 
zn sein oder sich mit anderen Mandarten gemengt nnd so ver- 
loren zn haben: zwar zeigt der moderne Dialekt von Ulnia 
oder Zeitnn in seinem Wortsehatze Ahniichkeit mit der alten 
kilikischen Sprache^); zwar findet sieh noch hente im wa. Dialekt 
von Nachijeyan a. Don die ehemalige kilikische Pronominale 
flexion: %uipui^ %iugw^ %utgut sowie anch ein Pronomen ^ìrm, 



1) AUerdin^pi nur flir die occidentalen Aimenier. 

2) So Bìnd nach AUahw. diesem Dialekte eigen: iuó^uLg 177 (=: kl. 
mè^uLg) >Garten< ; "»7^4A^j ""i2/lit'^ (= kl. inqj^^pit) »MUdchen« ; wpljinj^ 
mn^aj 179 (ss kl. ut/v^ £ri}) »komm!<; '^L^^i_ 179 (» kl. w/^^j) »BÌngen«; 
mLutatf 179 (ss kl. milmtug) »er glaubte* ; pLm%m^ 180 (sskl. /liuitpi) >ar- 
beiten«; i""i^i!^ 179 (= kl. ^i^fig) >Bad<; qjubllimgr£^ 181 (= kL 
^%^^ialii) >klagen<; ^A^^, f^^ 181 (= kl. qlrq^ >Dorf«; ^^^, te^C 
183 («= kl. 7^<) »Seite«; t«^i 183 («= kl. ^^mìi) >L^ffel<; i«//fi} 177 
(= kl. «T^iJ) >Putter«; ti^t-t 184 («= kl. m^aifi) >Augen«; tpi- 184 (= kl. 
jirpl) >Stroh<; tplf'i' 185 (kl. uypa/it) *BìuU; pmiljtiipb 185 nnd pmaLt 
188 (= kl. mnilli) >FiiBe«; ^ppy 188 (= 11. ^ptff) >Prieflter«; Mi., Mii? 
190 (= kl. luti) >bei«; fupiig 190 {= kl. 4u,Jiig) >8o«; ^/fV4, ^«^4 ^^3 
(s kL i'i'l'l^) »Fraii€; ^gtumntri^ 195 (« kl. ^utphi) «wahlent ; ^lit-B^t 1^8 
(ss kl. %lrgut) >innen« ; ^atqijpuiah 202 (= kl. ^qj^mufu) »H1iller« ; ^/^ 
Jp 201 (ss kl.^ai^ ijSr) >etwaB, einigeB« ; uimfupk 201 (s kl. uim^pk) »Biiid« ; 

tHmmppufjH_lXS\ (ss kl. muiiapnLulrf) >pfropfen«; mqfi^^ utqJ9l^n% 204 (Vgl. 

kl. mqityi^aLppót Bowie IfiH^ "Uptk) *Kind«; muli 204 (ss kL mwli) 
«Wnnel*; ^n^% 207 (= kl. fnL^iuit) >der nnd der*. 



J 



140 Formenlehre. 

^ifiif, Itmui. Im tibrigen jedoch sind diese modemen Dìalekte 
60 eigenartìg nnd von jenem mittelarmenischen abweichend, 
dass obìge Ahnlichkeitspankte eher wìe versprengte Beate nnd 
Trtlmmer dea Eilikiachen inmitten fremden Sprachgates da- 
atehen, ala daaa aie anf eine direkte Abatammang jener Dia- 
lekte Yom Kilikiaohen za achlieBen geatatteten. 



L Abschnìtt: Deklìnation. 

Kap. I. Nomen. 

§ 157. Unter Deklination der Nomina ìst begrìffen die 
Deklination der Snbstantiya, nnd zwar Bowohl der eigentlichen 
Snbstantiya als der sabstantivierten Adjektìva. 

Die kilikische Deklination, anch der Numeralìa nnd Pro- 
nomina, hat in Bezng anf Kasns nnd Nnmerns den altsprach- 
lichen, im Classischen tiberlieferten Charakter bewahrt: eie 
besitzt wie im Classischen Singnlar nnd Plnral, keinen Dnal. 
Die Kasns sind genan diejenigen der classischen Sprache^). 
Anch hat das Kilikische den 9,lteren Sprachstand bewahrt in 
der Beìbehaltnng der KasnsprUfixe: ^ 2 ftir den bestimmten 
Akknsativ, jt i ftlr den Ablativ, w&hrend dieselben in den 
modemen Dialekten anfgegeben sind. Der Unterschied vom 
Classischen macht sich knnd in der eigentlichen Flexion, d. i. 
der Kasnsbildnng; nnd zwar znnftchst nnd besonders in der 
Singnlarflexion. 

A. Singular-Deklination. 

§ 158. Das in der Deklination des Nenwestarmenischen, 
welehes fttr das Kilikische in erster Linie in Betracht kommt, 
so stark ansgeprUgte Prìnzip der Ansgleichung nnd Uniformie- 
mng, wonach der alte Deklinationsnnterschied m5glichst ver- 
wischt nnd reduziert wird, macht sich, wenn anch weniger 
dnrchgreifend, schon im Kilikischen geltend. Zwar ist die 



1) In der folgenden Darstellnog des Nomens wird der Dativ aia mit 
dem Genitiv zaBammenfallend nieht besonders herlicksichtigt Dasselbe 
gilt znm Teli fUr den Akknsativ. 



142 Formenlehre. 

o-Deklinatìon noch nicht wie im Nenarmenischen in derjenigen 
der u-StUmme anfgegangen; dagegen ist in der Unifonniemng 
dea singularen Instrnmentals die Sprache bereits sehr weit 
Yorgesohrìtten: der arspriinglich auf die o-St9.mme beschr&nkt 
gewesene Kasns auf -ov findet sich schon, wie ìm NA, anf die 
tlbrigen yokalischen Deklinationen ansgedehnt. Aber auch die 
Schranken der alten konsonantiscben Flexion sind darchbrochen 
und haben der yokalischen Deklinatìon Eintritt gewàbrt — 
Ùberhanpt erklS^ren sioh ans jenem Uniformierungsprinzipe die 
meisten Nenerongen and Umgestaltnngen, die das Kilikische 
anfweist in der Singnlarflexion, deren verschiedene Formen non 
znr DarBtellnng kommen sollen. 

I. Vokalische Deklinatìon. 

L t-DeklinatioiL 

§ 159. Im Altarmenischen zerfìlllt diese Deklinatìon be- 
kanntlioh in eine reine mit Flexionsvokal % in s&mtlichen Kasos, 
und in eine gemischte mit FlexionsYokal i im Gen.-Dat, AbL 
des Singnlar nnd Flexionsvokal a in den tlbrigen Kasns. Da 
die Mehrzahl der Kasns des Singnlar in der Flexion ttberein- 
stìmmte, musste im Laufe der Zeit anch der Flexionsonter- 
schied des einzigen Kasns singolaris, worin beide Unterdekli- 
natìonen anseinandergingen, ansgeglichen werden : nnd so finden 
wir wirklich im Kilikischen nnr mehr einen nniformierten 
Instmmental singnlaris nnd somit eine einheitliehe i-Dekli- 
natìon, allerdings keine reine sondern eine gemischte mit 
Instr. -ov. 

§ 160. Andrerseits ist hinsichtlich des Umfanges der 
alten t-Deklinatìon eine bedentende Umwftlznng vor sich ge- 
gangen. Da nftmlich die altarmenische t-Deklinatìon, zumai 
in Genitìv-Datìy und Ablatìv sing. die bei weitem ttberwiegende 
Mehrzahl der Nomina, wohl an drei Yiertel derselben umfasste, 
war es naturgemàB, dass unter der Wirkung des allenthalben 
in der Sprachgeschichte waltenden Ausgleichs- und Unifor- 
mierungsgesetzes diese Deklination allmàhlig welter um sich 
griff, indem StUmme aus weniger gebrUuchlichen Deklinationen 
sich an diese gewissermaBen als Norm, als Deklinatìon %ar 
i^oxriv geltende Flexionsart anlehnten und anschlossen. So 



I. AbBchnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 143 

finden wìr die kilikische i-Deklìnatìon nieht nnr auf eine 
Menge von Nominen erweitert, die im ClassiBchen noch nach 
der 0- resp. t^-Deklination gehen: es ist dieselbe ancb in das 
Gebiet der konsonantìschen StUmme vorgedrnngen nnd hat die 
urspr. Flexion der r-St&mme sowie diejenige vieler n-StUmme 
▼erdràngt und erBetzt. 

Wir nnterBeheiden demnaeh eine nrsprtingliche nnd eine 
seknndUre t-Deklination. 

1. Ursprungliche t-Deklination. 

§ 161. Genitiy. Den Genitiv anf -i bilden: 

a) B&mtliehe Nomina, die ihn bereits im Altarmenisehen 
anfweisen. Belege: tulfb^jt (el. utlimb^p) B «/a», f^qZllP'Irl' t^^* 

kiilìrpai.^) B J^, i/^, uii^i,^ 41 9, fLuA'li 3 20, fLkp^-/, 21 7, 
mirnit-^i (cl. pirpiuìt^fi) B J*I§P^ apuiaifia-fi (Ol. ^piULiu^uà»^ 75 2. 4, 

kplg-{t (ci. kpui^^/i) B J^, ^r^r-A 3^ ^i b""Lrt ^^ ^^ <<»/»-/ 
B Tfi^ ^uig^p B ^, <A|b^-A (ol. 4pi.ui%ii.-p) Bj, dìu^ttL^fi-ji (cl. 

JuàinL^ut^-lt) B «/f^, ugnSùli (cl. ufuyJìuii'li) 15 21, 77 25, 85 2, 
liflfU-^ 59 26, latu/uuip^-li (ci. mutjuinui^^j 79 7, ipuuui^ Li 155 13, 

-if^l^'h (ol. ^fuiqu'g'/') 83 25. Namentlicb flektìeren so auch die 
Derivata anf -«or nnd anf -g/. Z. B. fuàtigmilnp-^ 23 24, /?i»f- 

^ii/f-y^ L 179 2, 185 25, 186^3, lfuiuiii[ap-^ 41 15, X^uiLap-l» ^^ ^1 
Kàton^p 73 13, ^On-/i Kb ^^, è-aufuoq^^ 83 9, ^lràr%tULq^fi Bb ^4^, 

mtuUauLq^ Kb ^ CtC. 

b) spezif. kilikische Nomina, wie: Bulfniuj-/i (N. mv^acv/] A 59, 
-r^^li-^ (N. i»7f4A^) Rb ?^ -«^fr-t/z^-A (N. .«^^lo,^) B 1%^ .^liJkk'b 
(N. Jt^«^4) 31 2, iifutgluit-li (N. nyufj^ncjii) 13 20. Anch die Parti- 
zipia pr. auf -ot^ haben diesen Genitiv, wie folgende Beispiele 
zeigen: ^uip^S^-^ (N. liuMp^Muò) Bb ^^ , liimm^^ (N. Iiimmò) Rb ^iT, 

^atapé--^ (N. ^«ffnY'iir^) B <^f , uu^uiìió^''p (N. ua^tuitiu^J Bb ^^/z ^^V* 

c) regelmafiig die kilikischen Fremdwfirter. Belege: uf^- 
p^AiUt-f (y. uifp^iPaói) B/T, ^; qiufp%^ (y. quifpuA) B i^; 

pnf^tuù'-lt (y. gti^uth) B^ «/^ ^^ì pmugp^ (y. pminjip] 27 10 1 
fampua^un-ft \Y, luia£iua^uyj 61 11 ^ fu^iup^ (y. ^fitup) B mv, ^, 
«/i|.^ ^ttLu^uy^^ (y. /unu^iutq) B ^ '^47.> f^nuiU"^ (y. funuiu'^ 

B 7; ^m/:^ (y. ^yfc^iT) 23 2, 25 12, 29 19, 65 23, 81 9, 59 7; 



1 44 Formenlehre. 

81 2, 83 i; ^uiLUiu^l, (v. 4uiLwu) 3 13; ^ikil»^ (v. </4/^aS) B'S^; 

qiufkP'-li (Y. qui^tp] B i/^, «/^^ «/^ j Unijuiin-jt (Y. ^nt^iuug) B ^9 , 
^^^ ^uijfiituip^^ (Y# £aLMnap) B «/■ JutpaiA-ji (Y. Juapai-Bt) B ^/wt* 
Jap^iP-^ (y. Jnp^iUiT) B ^it* ilaL^pmutn-la (y. JaL^ptuufttt^) Rb 
^^; tTnàilrmlf^ (y. iTaàiìria^lf) 79 12; iTnLfuttilrlu'li (y. tTai^ftunk/uj 
B ^/?; Jt/p'-fi (Y. »^up] B £«^uf^ juipiujumj^ (Y. jutpiu/uuu) B </^ ; 
smLULj^p (Y. ^OfUK.^] 9 15. 18; mq^^uimaói'-^ (Y. a^qjtnunaaót) B a.* 

ug£2u»J^l' (v« uii^utiT) B |f, ^|f j uip^-fi (y. u^aLp^) Dipi. Sarv; 

ivtijuiùiL-'^ (Y. il^i^u^i^ B «/^ I uutu^n^fi (Y. 01111^0.} B ^^, ^4" 1 utuJ^ 
muy^ (Y. uiuilmuy) B ^* inut£lf''/i (Y. miu^ftlf) L 155 11. 12; uriv- 
lyitfTfr-^ (Y. mutufut^^p) B 4*; muipu^uy-ft (Y. miupa^uy) BO "ùnfa.' 
mffbtup^ (Y. tafàtiup) B ^^* oiu^ttLp-fi (V. am&nLpj B a. #«• 

^tfu-p (y. ^^^«t) B ^, ^; fmit^-^ (y. f 01^4^]?] B ^ etc 
Femer: mlr^iS-^ (r.uàiiP^) 27 5; tu^uft^f, (y. «Isf ir^f^) 41 3. 15.23 

uiL^t-l' {y- uiu^t] Kb 2^; qni.SL-lt (y. fif&ii^lr] L 154 14, 158 7 

Z.^-A (y. /y^i?) 11 1, 21 24, 23 4; ^ofaUf:^ (^' <<»aHi) 19 8 
^c^'U'frh ^i^"'-'Ltit (^' ^e^'Ltf. ^^^P- ^e'"'"lt^) L 156 i9. 20. 22 

uitupab-ji (Y. u^uipaìi) 9 4. 9. 23, 21 27 ; 9ui%tf£h'p^^ (Y. futitaMp-p) 
Li 158 21 ; mtiLuyp^p (y. mna-uyp] 21 12. 20; madf-fi (y. «irnc^] 
39 11. 12, 65 25, 73 11 ; iTiujuian'/i (y. iPmjumn) Dipi. SrTY; fmói^^/i 
(Y. ftffclif^] L 156 25; m/iuiP^-li (Y. mjtmpiili) 47 36; q^fJ^lr^ 

(y. %i/;r<ir^) 3 9; l]^i/;fi1[f-^ (y. 1]^i/^<ir) 3 13 etc. Nar ans- 
nahmBweise nnd ànBerst selten geht ein Fremdwort nach 
einer anderen Deklinatìon ^) : ein Beweis dafiir, dass allein 
die t-Deklination ftir die normale nnd regelmàBige im Kili- 
kischen gali 

d) ein betràehtlicher Teil der Nomina, die im Classischen 
nach der o- oder nach der t^-Deklination gehen, oder anch eine 
doppelte Flexion anfweisen. Hierher gehQren: 

a) GenitiYe, denen im Altarmenischen solche anf -»/ ent- 
sprechen: Jknki-p zn «A-nA^ »Toter€ Rb j^; uf^^ (y. oi^) Mr A 

nnd B ; /zii/lr-^ {y. /ni^li) B i/^; ^lii-/fc (y. ^i»i) B ^; ^^-/^ (y. 

^i^) B i/^; ^^/^ (Y. ^i^) Kb ^; ^niff-^ (y. ^niff) B J^, i/^; 



1) S. nnten § 176. 



I. Àbschnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 145 

é'tattt^^ (V. é-iUtL) B ^nu] Ij^bpuilip-fi (Y. ^Ayviv^ivc^) A 184 j ^luqp-^ 

(t. ^mniup >Lattich<) A 104; iftp^f, (v. Hp) B a^, Ui^ ^^, 
^, ^; ii»^-^, 1#/-^ (v. Ul) B ^, lij^, iTp^, A 70, 157, 
251; Jlu/up^^ (y. JiuPi^p) B i/^; i^^^^-^ (v. 177^1»^) B iÀH; ^/i-^ 
(V. in^) Bfp, è^, ^ ^, ^, ^, ^, ii^, J^, irfp, J^l, 

A 19, 299; qwptlp-p (V. -^n^^) B iT^^f; iliupi^lf-P (V. -J^if*^) B 

- ■ » ■ . 

(t. -5ar#^) B J^; wliiLiugif^ (v. -^«i»/^) A 259; ^ppli^s'lrt C^- 

-^tut!) A 101 ; ipuyétutqitiuffif^ [y. —yuii^ B ^/a; gaplhi-'fi (y. anpb^) 

Bif. 

fi) Genitiye yon Nomina, die im ClasBiBehen zwischen o- 
andu-Genitiy sohwanken: mJppil^jt (y. mdppmi. = ci. mpJmi.) 
B t/;ip, A 261 ; ^w^'^-^ (y. ItuB^ua) A 255, 287; Igmual^f, (y. ^ufini.} 

B ifc^i^, ££k^ ^t'C9 ^^fi ^^'h '^t'P'i '^fì '^^t, '^if^'ì "^irt (^* •"/.) 
B J)Ur, W>^, iTp^, A 165, 241. 

y) Genitiye yon Nomina, die im ClasBischen zwischen 

f-Genitiy einerseits nnd o- resp. ti-Genitìy andrerseits Bchwan- 

■ ■ » ^— — ^ 

ken: "ùml^m^ (y. 'ùmtimm) B «ij^, '^k'L't f^P^'t (^* pirpu/ù) B «/*4f^; 

pbqML^ (y. /f^f^f^) A 117; piup-j» (y. p^L^p) L 156 28; pn^-^ 
(y. pjii) Rb, Mr A, B; /uìiè^np^/i (y. /uiiS^np) B 7; 1»^-/^ y. Ifmi.^) 

B i/*<^f^, "^^^ "^ ^^' if«.</-^ (y. f»L</) «C^, «^^j '^'^7-j '^^^\ "'V'U^t 
nnd ify^-/^ (y. mquij) B ^, — In der clasBischen Sprache ist in 
diesem Falle entschieden der 0- (resp. u-) Genitìy der nrspUng- 
liche: die t-Formen erseheinen erst in der spUtdassischen 
Litteratur nnd denten daranf hin, dass das Umsichgreifen des 
»-Genitìys bereits in yorkilikischer Zeit begonnen batte. 

§ 162. Ablatiy. Die Nomina mit Genitìy -i bilden den 
Ablatìy anf -e. Belege: 

a) ^ pmii-t Bb ^; l> ^%oq-t 69 17; ^ ^uiL^pìi-'t 73 19; 
j-kplf^t B Jfp; j'kplip-k 13 6, 15J1, 75 4; j^^ifiiuA^t 3 s; 

^ 4mp^'t 25 21 ; ^ ifiyitflrlrm^-^ Rb </«if ; ^ ^«"Hft 25 5, 39 20. 

b) ^ i^!g-t B ^, ^, ifè^; j^ui2H%^t(i.) Rb ^. 

e) j^mip^t y. i«/wp 47 32; ^ ic^l'^irt v. hj^I»hI'ì L 157 15; 

j-piua^'-t y- /f<tu«< 45 11; /^ ^niAif^ y. ^^niT 23 6. 14; ^ iPui^p^t 
y. Jta^p 45 20; ^ UftunniuiP-t y* "(""IfL"'^ L 157 10; ^ m/amiP-'t 
y. t^^nmd^ B ^^Ar * ^ umu^n^t y* uuti^n. B ^f- 1 ^ ufnt.^^ y. u&ul^ 

K»rst, Kìliìd8cb-iDÌit«lanii. Volksgpraclie. 10 



146 Formenlehre. 

d) a) j^mpè^p^t (ci. --aj) 59 34 ; ^ ^aur-f (ci. -Ivy) B i/^ ; 

^ ^»/>.^ (d. -n/] Bb ^; ^ i^p^t (ci. .1»^) Mr B; ^ i/;»^^-f 
(cl^j)^ 5' Jl -^^-Mci.^) 55 ^, k; AJp-Mcl— y) 
^A^j A*/^» A*^» ^/^j ^f^'^P^ ^£^9 ^h -^ -^^ 4ìF» '^iì -^^t; 

^ gaplr%-t (cl. -n/) Rb ^^. 

/9) nnd y) f» pMuA-t (ci. -»/ nnd ^t) 47 8. 12. 13; /^ pMià/fp^t 
(cl. -if/ nnd -^) Mx. Her. 147; ^ pkp%-t (cl. -n; nnd -f) B i/>i^y 

i/^; j^ihi^ni^^k (d. -11/ nnd -^) 47 32; /^ fij/ir-f (cl. ny nnd -f ) 
Mx. Her. 16; ^ yq^j-t (d. -it/ nnd -^) 47 2. 

§ 163. Instrnmental. Dem Genitìy anf -i entspricht 
nach dem oben gesagten der Instrnmental anf -or. Belege: 
mii^mii (ci. -y^^) A 156, B i2>f ; kp^i^q^n^ (cl. -^i.) Bb 7^; 

luiu^^ail (ci. .^£) 39 24; ó^iujp-ml (cl. -/^i.) 59 li; likpui-^if^ (cL 

-^i) 9 12, 17 4, L 178 13; ^mju^,^ (cl. ^J B J^^, Ì>, ^, 5?^; 

upm^ml^ (cl. -/^i.) Mx. Her. 16 90; tfiutjm^ml^ (^^' 'A'^) -^ ^ 1 ^) ^ ^AT) 

i^^y Rb </i». 

mcÈrtniuputit^ai/ (cl. -mvi.) 39 24 ; pMuiIp^-ai/ (cl. -ini.) Mr B ; 
nBublf^nJ (cl. -u«<.) B ^^4f-; itrqaL-at/ (Cl. -ivi.) 9 15, 15 7; L tupaia J 
(ci. -Off.) Rb /A* i&iuiiip-'ai/^ "ùuiiPp-nii (ol. -off.) Rb ^//e* Ir^iulr-iii/ 
(ci. -of^) 9 16, 27 20, 29 3; B ^; ugaSL^ml (cl. -ufi.) 71 6, 77 16, 
Rb £^; i^uutti^n^^ (ci. -i»l) 37 13, 47 10, Rb i^; Ifpmlf-^il^ (ol. 
-ivi) B 'àfun., 

qnjii^il (ci. -ai^ nnd -^i.) B li^^ ; piup-nil (cl. -a#^ nnd -/^i.) 
Rb ^^; fJitè-np^nil^ (ci. -ni^ nnd -^i.) B iTlfiu; nL^^ml^ (cl. -rr#^ nnd 

-hi) B iCi»; pirpb-ml^ (cl. -ni^ nnd -u«<.) B </*4^; ufiumptyq.'^nif^ (cl. 
-.iv#^ nnd -itfi.) B £m' Iftnmil^nil^ (cl. -rr#^ nnd -ul) B iT^^. 
piifii-iiil (cl. -i»#^) B ^^; ^i^-"'/^ (^^- '"'Z) -^61) ^P-iiil (ci. wfi^) 
B %^; Jìu^ip^il (ci. -ifi^) A 156, B i/^; JP/^-m/ (ol. -hì/) B*ii^ 

^, </», ^1 etc. 

Von FremdwOrtem seien noch erwfthnt die Formen: uA- 

u^ig-nil y. mìiuPi^ 3 14, 11 28, 15 23, 23 10, 29 20 ; pip4j^»i V. 

FVilt^ 67 21 ; Panuip-'ni[_ Y* pmuijip 7,1 1 1 ; ^auu^^ai[^ T. Ijj^m 
B 0^ '^; fununuti^^it y. ftaLtquy^ B <^f^; l^mui^nil_ Y. Ijfatu^ut* 



I. AbBchnitt: Deklination. Eap. I. Nomen. 147 

RD iS^* "ùmiLut^nij^ y. 'ùtuiLun L 155 4| £nL£uni^^ni/ Y. £ntJtuuf B qPz 

y. ^muaL2^ 25 4) u^mp^nij^ Y. mtups L 155 3J u^^mp t'unii Y. utpmpt 
Li 155 3J atuJup—ntj^ y. uutJuutp Li 154 26 1 u^airq^t/ Y, uhqirn 

21 15, 41 23; mjiiutptfml^ y. mfiuipi,!! 21 1, 51 8, Rb7, ^7^^]. 

§ 164. Bereits oben in § 159 wnrde bemerkt, dass nnter 
der Wirknng des Uniformiernngsprinzipes der alte zwiefach 
gegliederte Instrmnental der t-Deklination im Kilikischen auf 
eìnen einheitlichen redoziert ward. Ich nehme hier folgenden 
geschìchtliohen Hergang an: znnftchst ward der Instmmental 
der u-Stàmme nmgestaltet. Der Gen.-Dat. dieser Stftmme klingt 
bereits im El. sehr stark an die entsprechenden Kasnsformen 
der o-St&mme an; die Folge dayon war, dass auch die In- 
stmmentalformen beider Flexionsarten sich einander anglichen ; 
nnd zwar trat an die Stelle der nnbeqnemen, mit Gen.-Dat. 
zosammenfallenden nnd yielleicht nicht mehr als Instmmental 
im Spraehbewnsstsein lebendigen Instmmentalform anf -t« der 
entspr. Easns der o-StUmme anf -ov. Naehdem so der Easns anf 
-ùv yon der (7-DekIination ans, wozn anch die des Demonstratiys 
nnd der Plnralbildnngen geh{$rte, sich anf die u-St&mme ans- 
gebreitet batte, war es nattlrlioh, dass nach dem Ansgleichnngs- 
prinzipe derselbe znletzt anch anf die einer einheitlichen In- 
stmmentalform entbehrende t^Flexion tlberging, nmsomehr als 
letztere Deklination mit der Erweitemng des t-6enitiys anf 
nrsprtingliche o-Stàmme zngleich schon eine Anzahl yon o«- 
Instmmentalen in sich anfgenommen batte. 

Anm. Bei den Nomina anf -f schwindet t yor dem 
Flexìonssnffix; ebenso fìlUt bei denen anf -mj dieses letztere 
yor den yokalischen Endnngen ans. Allerdings anch noch 



1) Anch inschriftlich thnt sich dieselbe Erscheinnng knnd. In einer 
Inschrifìt Tom J. 1262 (§ir. 116) erscbeint Instr. u/i^iripil^ >dnrcb Urknnde«; 
in einer Inschr. yom J. 1215 (§ir. 75 f.) die Instrnmentale tuJt^ml^ (oL -^<.), 
qmìilnil^ (ci. "liL oder -^«.); in einer Inschr. vom J. 1348 (Sir. 63) der Instr. 

h'^'i. (c^* '4"-)' AnCerdem finden sich nach Aid. 1 143 ff. bereits yom 
8. Jahrhnndert ab inschrifUìch belegt Instrnmentale wie: i^imni[^ (ci. 

-pL); uiU£^utpat^ (ci. ->^«-); Juip^nif^ (ci. -«»«■); k.npuilfni[_ (d. -«i"-); ^'"^ 
%mu^mp4nil^ (cl. -mt) n. B. W. 

10* 



148 Formenlebre. 

"'wt i^^ben mii-l'\ 4iiq^t-p neben ^t^^, s. oben. Aus- 
nahmsweise ersoheint von ^ftumaut »Chrì8t< fbr za erwarten- 
des ^jiaantt%^ dcF Geiùtiv ^ftum/Bh-nj Rb ^, iS^/z, analog wìe 
anch sohon von m'il'^l'ioj der Gen. l^ip^-nj ans *^til'l(l""j'V ^i 

TOn u^utfapt der Geo. uimfuplr-nj^ = na. u^iufup'm. ^). 

2. Sekiindftre t-Deklination. 

§ 165. Verdràngt ist die altarmenische konsonantische 
Flexion nnd dnrch ^e t-Deklination ersetzt a) bei den kon- 
kreten Nomina anf •^j'b (ci. -^<ir); b) bei den r-StUmmen nnd 
zwar: a] den StUmmen auf Doppelkonsonanz; /?) den Sfórnmen 
anf ^njp (ci. -^Lp]* 

a) StiLmme anf ^Ju -uin (Konkreta). 

§ 166. Genitiy anf -^linij gegen d. -ean. Belege: mpafii 

aruin »Blnt«, G^n. mpufb^fi aruin-i À 258, B «^/^ ^p^ »Q^^ 
i/^ (bis). ^Irp^a/ù herftuin »Fleclite, Schwinde«, Gen. ilrpgajù^ 
herKuin-i À 109. lnj% cuin »Schnee«, Gen. la/h^ cuinri B 
i?^ (bis). 

§ 167. Ablativ anf -mW, gegen ci. -^ne. Bel ege : 
j-iMpyii-t y-aruinne B ^^ ^^ ;^, i^, ^, -^, i?^, iT^p, 
A 167, 179, 183, 239. 

§ 168. Instrnmental anf -uinov, gegen ci. -^amb, Be- 
lege: mpafù^ml^ aruin-ov B i/^fi, '^kt.i ^ ^^^' ^"fi-ntl^ cuùmw 
A 46, 128. 

Anm. Yereinzelt erscheint anch die Genitiyform -i^i» -*6ii, 
z. B. uf/iM» ar^^ (y. aruin) A 38, 66, 69, B ^^). Dieselbe ist, 
ala rein phonetische Differenziernng dea alten Genitiys anf 
^ean ^), wohl mehr anf hOhere nnd Litteratnrspracbe beschrftnkt, 
wàbrend die eigentliche Volkssprache die yokalische Flexion 
anwendet. Vgl. nnten § 200. 

b) r-Stftmme* 

a. StUmme anf Doppelkonsonanz. 

§169. Genitiy. nu^ap oshor »Enochen€: Gen. nutip^ 
oskr-i B ;£/»^, A 110. tBrqp tnfeyr »Honig»: Gen. t^qp^fg meyr-i 

1) VgL Crb. nnd Aid. II 281. 

2) Genitiy u»plr% erscheint anch in einer Inschrift yom J. 1215 
(§ir. 75 f.) Bowie in einer Inschrift yom J. 1284 (§ir. 140). 

3) Lantiehre S. 70 e). 



I. Abschnitt: Deklination. Eap. I. Nomen. 149 

B ^ if , 1^, ^^) ^1 '^ ®^^' — ^^ Classìsche hingegen flek- 
tiert 6en. aulflrp^ '^qf^p^ statt dea letzten anch JkiinL. 

§ 170. Ablatiy. j-^u^p-t y-osir-s B ^, blos lantlich 
differenziert von òl. j^u^kp^t* 

§ 171. Instramental. iHrqp^ml meyr-ov A 29, 52, 53, 54, 
55, 89, 93, 115, 135, 248, 249, 251, 260, B ^ ^ IT, ^, ^ 

£^^ i%j i/^, J^, i/Sj^, Jf^ J^^ i/^, Rb ^*). — Classisch 

dagegen Instr. sg. tOrqlrpp^ oder tOrqnL. 

§ 172. Dieselbe Yokalische Flexion darf znversichtlich 
angesetzt werden fiir die Sta^mme anf -^ mit yoranfgehendem 
Konsonanteo, wìe mumqjt welche rein znf&Uiger Weise sich 
nicht belegt finden. 

(ì. St&mme anf -ajp -uir. 

§ 173. Genitiv. f^qjpnjp aypuir «Qnellec: Gen. t^qj^yp^p 
aypuir-i^) (ci. aìber) A 245, 246 dreimal, 247. «/<*//> a/mr 
»MeIil«: Gen. utfnjp^ aluir-i (ol. aler) A 259. uiz^VP ^7^^^ 
>Hom<: Gen. utq2njp-l» aycuir-i (ci. e^er) A 47, 258 zweimal, 
259 zweimal; Gen. ^'j^iuqj.VP't ^Y^f^y^^^'^ »Hir8chhorneB< 

§174. Ablatiy. Belege znfìlllig nicht yorhanden. Natttr- 
lieh geht der Kasns anf *njp^t t^tV-f ans. 

§ 175. Instrnmental. uigaLp^ml^ alur-ov (ci. alerb »mit 
Melile Mx. Her. 26; qutptminjp^nil^ karealuir-ov »mit Gtersten- 
mehl« A 107 zweimal belegt ^j. 

Anm. Schon in der (sp&t-jclassischen Litteratursprache 
findet sich ein Ansatz zar yokalischen Flexion in den Instm- 
mentalformen luq^p-iuL neben mqjpkpp. y. mig^Lp'^ l^n^kq^i. 
neben Ign^lnipL y. tin^q. Ich schlieBe hieraus, dass die alte Eon- 
Bonant-Flexion dieser Stamme znerst ans dem Instrnmental sg. 



1) Vgl. anoh Instr. t^, ^mlfriifrp^ml^ (ftir ci. -irq^pp) V. è^ni/^^ in 

»G68chichte der KQpfer8tadt« (Wiener Mr. No. 88, Bl. 265). 

2) In clasaiBcharmenischer Lantform der Genitiy tuqjpftLpIt Geop. 
126 16 in der Verbindong jn^ mò- *uqpl>Lpjt >bringe Quellwasser*. 

3) Mit anderer Stammform zeigt eine Inschrift des Jahres 1201 
(air. 161) den InBtnimental W^piritmq^pirpnil^ zn Nom. pr. Ji^hitutq^piyp 
>BIntqnell<. 



150 Fonnenlehre. 

yerdrftngt warde ; v on letzterem dehnte sich dann die vokalisehe 
Flexion allmàhiig anch anf den Genitìv-Dativ and somit anf 
den ganzen Singalar aus. 

Ànm. Als yereinzelter Fall von anonnaler seknndàrer 
i-Deklination sei hier erwàhnt von ^^^^ «Dorfc der GrenitiT 
tfJrq^-^ keyc-i Rb ^, wo an die bereits Yorliegende, nieht 
mehr als solche vom Sprachgeist erkannte Genitìyform ^A^^ 
noch obendrein Snffix -i antritt. 

n. o-Deklination. 

1. Einfaohe o-Deklination. 

§ 176. Die Yokalische o-Deklination hat den ursprQng- 
lichen Flexionscharakter in alien Easus bewahrt. Wie im 
Classisohen so lantet noch hier der Instrumental auf -n^, die 
Ubrigen Kasns obliqui auf -nj, Gleichwohl hat sioh anch hier, 
wenn nicht in morphologischer so doch in phonetischer Hin- 
sicht ein Wandel geschaffen: denn das kilikische Snff. -i^ fóllt 
blos ànBerlich and graphisch mit dem entsprechenden classi- 
sohen zasammen; thatsàchlich ist nach Lauti. § 68 altes -oy 
zu kl. 0, d. i. za geschlossenem nach u hinneigendem o-Laute 
geworden. Diesem Lautwerte des kilikischen SufQxes -^j ist 
es zuzuschreiben, dass als Genitiv-Ablativsuf&x dieser Dekli- 
nation mit -aj Ofter geradezu -nt. abwechselt. So findet sich 
neben Gen. uiuyi^j 41 6. 21 anch uiuijf-nL 73 li; neben Gen. 
JS^wu^nj L 178 20, 185 15. 16, 186 2 anch W^mu^m. L 154 23; 
neben regelm^igem ^npmlrp-'nj 43 12 anch £npiakp^aL 3 4; neben 

nLnkp-n^ aUCh nuLkp-nL GcOp. 59; nebcU giuJrpnj aUCh yutdrp^nL 

Geop. 208. 

§ 177. So liegt bereits im Mittelarmenischen der Ansatz 
zu der im Neuarmenischen voUendeten Thatsache des Zu- 
sammenfallens der altarmenischen o-Deklination mit der u- 
Deklination. VOllig zu -u geworden war das altere Suff. -ny 
sicher schon in frtlhneuarmenischer Zeit, wie aus der damaligen 
Vulgàrlitteratur hervorgeht. Damit waren Genitiv-Datiy und 
Instrumental der alten o-Deklindtion den entsprechenden FftUen 
der t^Flexion gleich geworden. Das v^llige Ineinandergehen 
und Yerschmelzen beider Deklinationen trat dadurch ein, dass 
zuletzt auch der einzige von der eigentliohen u-DekIination 
noch abweichende Kasus der o-StUmme, nS^mlich der Ablativ 



I. Abschnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 151 

auf "U (= kl. ^ttj) naoh dem Analogiegesetze you dem Ablatìv 
anf -e der u-Stftmme verdrtogt und ersetzt wnrde^). 

Yon der bedeatenden GebietsBchmUlemng, die diese Dekli- 
Batìon durch Ubergang einer Anzahl yon Stilmmen zar ì-Flexion 
erlitten hat, ist bereits oben gesprochen. EinigermaBen Ersatz 
bietet jedoch die o-Flexion der mittelarmenisohen Plorale anf 
.^/f, -ir/^ etc. S. nnten § 270. 

§ 178. Geniti V. Naeh dìeser Deklination gehen 

a) die Infinitive. Z. B. «^^ISfA^-o/ 71 8 v. «ifli^lr/>^; mpò^kf^ 

Rb m y. jl^ZP^i^^ nLmìr£--iy Rb £4 Y. uLmlrg^^ IfiM^i.^iT'y ^^ ^^ 
Y. Ì^U^if^l^^ ujtplri^aj L 154 19 y. uppki^ i[mplkrg-ty 71 5 y. iftup- 
^^t\ if^mpk^nj 41 2 y. i/^tuplrf^, 

b) Folgende Nomina: uMituìt-aj Rbi?< y. uAuaLb'^ mumaLÒ^^nj 
3 3. 6 y. mumnuuè^'^ 9il""y '^^ 9, 83 15 y. ^i"*-!"'} kb'^lì ^^10 ^* 
ffif ; Jìupi^-'ni 9 8, 37 2, 51 16 y. i/^/if^; ujip-nj 3 13, 41 19 y. utp\ 

tnh^n-^ 13 27 y. miru' mnatjap^ni 79 17 y. tun.nunnip' ^^^p-nj 

Mr B, G eop. v . q^z^p\ gnplrli^ni Mx. Her. 117, 118, 128 y. ^n^^; 

fl»ir— irf B iTpttu y. J^nài etC. 

e) wenige Fremdw5rter nnd Eigennamen, wie: uthupq^aj 
41 2 y. ut%ulti >Gesetz, Assise*; in der Bedentnng »A8SÌgnat< 
hat iu%u/ii den Genitiy -^; <y<v/^-n/ nnd u^uyi^aL 41 6. 21, 73 il 

y. ufuyi^ Mh^""'"! L 185 15 y. H^uiu'^ Hjbmutg-aj 3 9. 11. 19, 49 6 

y. Q><iiii»^ ; »-i^ kpjiaj 3 7 y. < kpnLJl 

d) Bàmtliche Plurale mit Ansnahme des auf -£ Belege 
siehe unter Pluralbildnng. 

e) die StUmme auf -i, worttber das N&here unten § 181. 



1) Wenn schon in mittelarmeniBober Zeit naoh AidynianB Ge- 
wShr (Kr. Gramm. 143 und 144) namentlich inaohrifUich Ablatiyformen 
eiBcheinen, wie ^a»«a»2/ri» Jlupi^'u (d. -ly'ir), jtuji^ Iptt («l- -«J/T-)» jl'H' 

^miMgmtii (ci. "ifif), jmuinaLÒ-aj pirpuàitit (ol. 'lfi»)f fi tfJrmkpi% (kl. 

-jv^lr), ^ %aiiJrpt% (kl. -ifi»), Bo kann dioB, voranBgesetzt, dass die FSlle 
echi sind, nnr eine anfierkilikische dialektische Eig^entlimlichkeit 
sein. HtSchstens diirfte man anB dem yereinzelt im Kilikischen yorkom- 
menden Ablativ p iHupifjiLt (zn iHupq) yermnten, dass anch im Killkisch- 
Mittelannenischen schon eine schwache Neigong zar Umformong doB 
Ablatiys anf -n/ bestand. 



i 



i52 Formenlebre. 

Anm. Die im Classìsohen diese Flexion befolgenden 
Partizipia auS-eal sind nach § 161 d) a. znr t-Deklination tlber- 
gegangen. 

§ 179. Àblatiy. ^ ^ /vurif «n-ii^ 65 9 ; p uppr-nj Rb^* jt j^'n§ 
Oeop.; ^ j-'^p^tif^ir"! ^^- ^ex* 13; Jt pMugaLÉr/^aj Bb iS^i»; /§ 

4nfiia£-nj B t/lfp ' ji tfaqiflrg^aj B j?^f- * ji j-mjair^-'nj Rb £é-iu * 

(i ufutn^iri-^j Mx. Her. 108 etc. 

§180. Instrumental. ^iju-ml Rb ^; mhu-ntl^ Bbm; 

uftp^ntf^ Bb 2?^^; iuqiu£^nif^ B ^lP\ ^mb-£^ail_ B tk^^ OtC. 



StUmme anf -i. 

§ 181. Die einsilbìgen Stftmme anf -t flektìeren, wie in 
der alien Sprache, regelmUBig naeh der o-Deklioation. So yon 
1^ »Pferd< der Gen. i^-n; ci-o B i7^; yon ^ »Wachholder« 

der Gen. q/i^aj ki-o B afc/^^ t^é-, iPè^p, Abl. ^ l/i-nj i d-o B iTi^^ . 

Instr. l/^-n#^ ct-09 Rb iS^^. 

§ 182. Die mehrsilbigen St&mme dagegen sind in zweì- 
facher Beziehung yon dem Znstande, wie ihn die olasBische 
Sprache wiederspiegelt, abgewichen: 

a) in lautlicher Hinsieht l9.S8t die alte Sprache das ans- 
lautende -» yor dem o der Endnng zn v werden ; yon hogi z. B. 
bildet eie den Gen. hogv-^ ans ^hogy-oy. Nnr ansnahmsweiae 
and mehr in nachclassiBcher Litteratur erscheint daftlr die Form 
hog-oy mit ^-Schwnnd. Letztere fUr die classische Sprache 
anormale Form, die yielleicht anf altdialektischen Urspmng 
znrtlckgeht, ist im Eilikisohen die normale nnd ausschlieBliche. 

b) in morphologisoher Hinsieht war die classische 
Flexion dieser StSlmme gekennzeichnet dnrch den doppelten 
Flexionscharakter: -o in den obliqnen Kasus singularis mit 
Ausschlnss des Instmmentals, und -a im Instr. singnlaris nnd 
in den obliqnen Easus des Plnrals. Nnr bei ein paar StUmmen, 
wie ordì war der Flexionsyokal -o ftir alle obliqnen Easns 
dnrchgehend. An letztere Ansnahmefìllle mit Instmmental anf 
'ov anlehnend dehnte sich in nachclassischer Zeit, als der In- 
stmmental anf 'OV die entschiedene Yorherrschaft in den 
tlbrigen Flexionen erlangte, nnd nnter der Wirknng des Ans- 
gleichnngs- nnd Analogie-Prinzips der in sUmtlichen ttbrigen 



I. ÀbBohnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 153 

obliquen EasuB singnlariB herrschende Flexionsvokal o anch 
allgemein auf den Instrnmental aus. 

Belege fiir die Flexion der melirBilbigen Stàmme anf -t : 
§ 183. Genitiy. <»^^-»/ (N. tu^^fj») B isp^ i/^; mi/i 

ik^y (N. fik^k^) B ^, ^; f^H^if/ (N. f/^lr/^) Rb 2^; 

fjv^^ (N. qmpP) B ^, i/^; Irtikqkg^nj (N. ^^^i^^^/^) ^^ ^, 

Ìék\ pph^-nj (N. ppi/bj,) B i^; i/m^-ii/ (N. i/«^) B %^; 

Jpuilrìt''mg (N. Jfnni^jt) B ^<//K* 2."-B'''U ( l."^) ^ '^4/' 9 nml^o-^j 
(N. nff^/&) B «Or; uhpkp^ (N. uhpkp^) B^/i; tautp-nj (N. mmpit] 

11 4. 6, 13 1. 27, 23 12. 16, 51 2, 67 14, 69 14, Bb ^; V^^^-»/ 



§ 184. Ablatiy. ^ ^^ISr-a/ Bb ^f^, ì;</, B ^f,^ iT^of ; ^ «mr/f- 

^ Rb £é. 

§185. Instrumental. ^la/i-ni/^ B ^; Mx. Her. 46, 130; 

qfi'it^mi^ A 115, B fjf. i^p^ ùfi^ ^W*') ^k'"^ '^^^\ klilrnjrg^ni[_ Rb 1^ 
mu^-'Uil Rb ui' uttup^ntl Rb /m.. 

Spezifisch moderne Keubildungen sind folgende FSlle im NA: 
a) Abl. anf %-§ nnd Instr. anf i-ovy wie z. B. tr. hohi-^ ▼. Ao^-t; tr. or^'-e 
▼. orii\ tr. A;tnt-$ y. kini (Aid. II 11). ach. A;int-g v. A;mt (Tom. Dial. ▼. 
Aeh. S2). neh. tari-i nnd tarùy-e y. toW (Patk. Mat 3, 88). b) Gton. mit 
i-Snffix, wie z. B. tr. haili-i y. AatVt; tivoli-i y. tivoli\ Hminù-i y. ^immt; 
anch mit enphoniBchem y als tivoli-y-i, Hmini-y-i (Aid. II 11). Ygl. anoh 
Crb. 746. 

2. Erweiterte o-DekIination. 

§ 186. Bereits in der classischen Sprache steht neben 
dem einfaohen Flexionssuffix -oy ein erweitertes anf -^', und 
zwar bei den Nominen kin »Frau« nnd mi »ein8<: Gen.-Dat. 
kn-qji resp. mt-o/ (neben mi-oy), Abl. t kn-oj-e resp. i mi-^J^e 
(neben i mi-oy). AnBerdem zeigt das Classische yereinzelt den 
Kasus mit -oj als Lokatiy der St&mme anf -t, wie z. B. 
y^kelegv^J T. eielegi^ i teiv-oj v. teiij i tarv-oj v, tari, Der 
HUnfigkeit der beiden letzteren Lokative ist es znzuschreiben, 
daB Suflf. -ey anch anf die betr. Ablative tlberging: t teiv-^J-e, 
i tarV'oJ'€, Das hier an den Flexionsyokal -o angetretene Er- 
weiteningselement y, das als urspriingliches Lokativsnffix anf- 
zufassen ist, liegt auBerdem noch yor in folgenden altarmenischen 



154 Formenlehre. 

Einzelfìlllen : Gen. gel-j^ Abl. % get-j^ v. giui; Gen. iv-on-J'-eany 
Abl. t iv-BnT^-ens, Instr. tv-on-j-eamb v. tiv und a<y. mH-^nrj- 
-ean^) y. mil^. 

Hier kommt nnr in Betracht die Flexion von kin nnd mù 
An diese zwei vereinzelte classischen FHUe von erweiterter 
o-Deklination, nnd zwar ror allem an das Nomen Mn anleh- 
nend, gestaltete sioh in der Folge eine Grappe von analog 
flektierenden Nominen. So finden sich im Eiliki8chen folgende 
Belege dieaer Deklination: 

187. GenitiT. ^-«j^ knroc (N. ^% »PreÌ8«) 85 5, Bb^ 
pÈi^kp-al ^^9^^-^^ (^- i^ililrp »Ge{àhrte«) 31 4, Bb^ ^, j^, ^^^ 
^. Ifii-nl gn-oc (N. tif/b »Fran<] Bb ^, ^&é^, tujputlfit^nl ^^^9^^ 
'OC (N. tujptutiffb »£hefran«) Bb </i. f'pHV''"'t ^^^g^^^^ i^- 
bpbokt''' »t^ie8tergattin<) Bb^^^, Jii. ialflgii''al dignroc (N. mm,% 
»Dame€) 19 il, 37 n. 18. 19. ml^p^nl dir-oc (N. tatp »Herr«) 
71 13, 73 15, 83 16. 21, Mx. Her. 44, 51, Bb"^ dreimal, ^, ^ 

^^itf, ]?^^, 2S<, i/^, W^^. nLbttnpp^al UnedÌT-OC (N. nàil^mip 

»£igenttimer<) Bb ^jum^ ^"V'"!. ^^''^^ (N. ^ny/v »Schwester«) 
Bb ^^. 

§ 188. Ablativ. ^ fir-if^-i(^(if) i kn-oc-eln) »yon dem 
Preise* Bb ^ ^, ^, Ass. Ant. 45 20. ^ m/ip^al^t i dir-oc-e 
»yon einem Herm< n. Aid. 1 153. 

§ 189. Instrumental. m^p'al'ai/jyj dir'Oo-ov{n) >mitdem 
Herrn* Bb^^ 

Anm. Schon in spUtclassischer Litteratnr tritt von ^^^ 
»Fran« die erweiterte Instrnmentalform ^ifr-n^-iw^ anf bei Osk. 
Job. I 20, Ma&k., Jaismavurk' Mai 22. Letztere Form anf -n^-ofi. 
Ì8t die Vorl9.nferin der kilikischen anf -rr^-ni^. 



1) In mit-9n-Jean ebenso wie bei tv-gn-J-ean tritt das Element -J an 
die erwelterten Ibernata *m8tln', *tvln', die entweder ala nrsprfingliche 
Àdjektiv- nnd Àdverbialbildungen, oder aber ala Genitiyformen anfzn- 
fassen aind, wie denn anch in der Form geì-J das -J an einen bereits 
Yorliegenden Slteren Genitiv gei (v. giui) antritt. Der orsprtingliche 
Lokativ geij tibemahm die Fnnktion des Genitivs erst dann, als dnrch 
lantlichen Wandel der Nominatiy giul zn gei geworden, also mit Geniti^ 
gel zasammengefallen war. Das an letzter Stelle noch hinzngetretene 
Snff. -ean kat in mit-mj-ean >ewig« seine orsprUnglich adjektivische 
Natur bewahrt. 



I. AbBohnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 155 

Dieselbe Flezion setzt sioh im NA fort So flektiert der Dial. y. 
Achaizioh n. Tom. Dial. y. Aoh. folgendermafien : k^ur >Sohwe8ter<, Gton. 
ìtur-^e^', gssur >Sohwiegennatter<) Cren. g§i9r'^e^; der >Herr<, Gon. dtr-^ec, 
Der Dial. y. Ag^nlis n. S. Sarg. 101: tayr »Herr<, Gen. ifr-ué^), — Die 
(5Btliehe Litteratnrspraohe sowohl ala die westliche bengen anfierdem 
nach dieser Nonn nooh die YerwandBchaftawOrter uiiiirp tmd ««r«»/^. Ygl. 
Aid. II 15, Palas. 28. 

§ 190. Als Eem nnd Orundstock dìeser kilikÌBchen Dekli- 
natìonsklasse, um den sich allmllhlig die ttbrigen Nomina an- 
Betzten nnd grappierten, ist das Nomen IJilA »Weib« za betrach- 
ten: an diescB schloBs sich einerseits nach lautlicher Analogie 
das an Ij/IA stark anklingende ^lA an ; andererseits zog ein Kom- 
positnm yon (r^ir, nUmlìch m^^ph das nach Formation nnd Be- 
dentung ganz analoge mtp mit in diese Deklinationsklasse 
hinein. SchlieBlich mQgen anch ^lir^i^/v nnd ^ajp als der Be- 
dentnng nach yerwaudt in diese Grnppe hineingekommen sein. 

Fttr pii^èrp nnd namentlich filr ^ajp ist jedoch diese Hypo- 
these nicht einwandsfrei. Denn haben wirklìch hier blos for- 
male und Bedentnngsgrttnde entschieden, wamm ist alsdann 
das kilikische Nomen ^nLump nicht anch in diese Elasse anf- 
genommen worden, da es doch sowohl begrifflich, weil ein 
Yerwandtschaftsname, als anch formai, da wie mkp^ ^^kp nnd 
^ajp anf -r ansgehend, mit jenen Nominen verwandt erscheint? 
Ich yermnte deshalb, dass, abgesehen von der historischen Ent- 
wickelnng, hier noch cine altdialektische Besonderheit mit im 
Spiele ist, nnd dass der altarmenische Mntterdialekt des Eili- 
kiBcken bereits einen stftrkeren Ansatz zn dieser Deklinations- 
fonnation besaB, als das dassisch-altarmenische Idiom. 

ni. tt-Deklination. 

§ 191. Von der entsprechenden der alten Spracke ist 
diese Deklination abgewichen im Instrumental anf -ov, Uber 
dessen Entstehnngsweise bereits oben § 164 gehandelt ist. 
Belege : 



1) Relatiy Jung nnd spezifisoh nenarmeniscli iet die EasoBbildung 
dea Ablativa nnd InstnimentalB dieser Nomina im NA, wo dnrch Ver- 
allgemeinemng ans der Pronominalflexion sich folgende Formen bildeten : 
Abl. lcroi-m'§ nnd Instr. kro^m-ov zn k^ur >Schwe8ter<; gnoS-m-e nnd 
InBtr. gnoc-m-ov zn gin »Weib«, im Tr. n. Aid. II 15. — Im Ach.: AbL 
k^uroc-m-i nnd Instr. k^uroc-m-ov yon k*ur >Schwe8ter<. Tom. 55. 



156 Formenlehre. 

§192. Genitiv. nr^f^-nf. (y. uf^uff. >Rabe«) A 254; 
u/jè^'UL (y. wjS- >Ziege«) A 261 ; utnitLè^-nL (y. mnnjè^ »L5we<) B 
J^; lupkL^aL (y. MupkL >SoiiDe«) A 264; t^Jim. (y. dunT >Stimde<) 
37 9, A 134, 135, 139; /r^-n.^ (y. ti ^EBeh) B J^; Mg-mi- (v- 
^/ff^^ »Prìe8ter«] Bb ^i», /^f^; [upunn-aL (v. [upwin >Bat<) Bb iS; 
S^ail'-nL (y. ^n#^ >Meer«) L 154 n, B ii^; <afiL-nf. (y. ^ofi. >Hahn<) 
L 156 i; ^npin^nL (y. ^npm >HOrìger«} 11 14, 19 2; iTu/^-nL (y. 

iTmf »T0d<] 19 26, 35 27, 37 19, 45 24; uAp%^iu^~at. (y. uAgAtudm^ 

>Selb8tmord«] Bb ^; trmmq^ai. (y. iHumuiq^ >Totenmahi, Leichen- 

Bchmaii8«) Bb^j|L; laupp^at. (y, ^mpMup >Woche<} 65 is; iw^^l 
(y. 2f^i >Gewinn«) 83 17 ; u^w^-aL (y. u^m^ >Staiide, Weile«) 

A 159; i^-nL (y. ^u/g >MaB«) B i^, ^ ^, £^ etc. 

Vom Glassischen abweiehend flektiereii: pmjd^t. (y. pm^J^ 

»Z0ll«) Dipi. Sary. Statt d. puié^^\ ilm^alfii^ai. (y. ilut^n^mb 

>Kaafinann«} 83 25, 85 i statt ci. i[ui£iun.utliuiU'lì'^ tliu^^at. (y. 
iluii^ »ZiiiB<) 73 6. 7. 8. 20 statt ci. ifu^-li. 



§ 193. Ablatiy. /k ddit (y. «/kkT) B ìT^ìu. 

§ 194. Inetrumental. è^ml^ml^ (y. é^m^) L 155 19; t/i/i»^ 
(y. duttT) Bb ^; ^^-»i^ (v. ^uig\ B i^^]. 

Anm. Schwanken zwÌBehen der u-Deklination nnd der 
ì-Deklination l&sst sich beobachten bei: qpiUL^uJh >Pfand« mit 
Gen. qputdfU'Bi. 73 8 nnd ^pmUfu-'li 75 2. 4. 14. 16; £tuu^umuil^ »Hase« 

mit Oen. £tut^uial^-'aL B ^ijp-^ '^itt '^kc^ '^kP ^^^ lum^ttm^'p 

A 135, 251 etc. NamentUch ist dies der Fall bei den anf 
-av anslantenden Snbstantiyen ; so l^uiguit. >Bebhnhn«: Gen. 

^utgil'-nL A 245, B iT^^v; ^mutt. »Leinwand< : Gen. limmil-ni. B ^gm^ 
Ièi\ giui. >Erankbeit< : Gen. gutti-mt. B ì^\ yon diesen kom- 
men nach § 161. d) wenigstens ebenso hUnfig die Formen anf 
-» yor, welch letztere entschieden fttr die jtlngeren nnd wohl 
anch gebrUuchlicheren gelten mttssen. 



1) Auoh inBchriftlich begegnen uns sohon Mh Instrumentalformen 
wie dui^mtl_ T. dìu^ (ci. "Bì.) in InBchriften yom J. 1228 nnd yom J. 1246 
§irak23, qputumnil^ Y. fpuiutn (ol. -ni.) in eìoer InBchrift dea 11. Jbd.*B, 
Sirak 72 etc. 



I. Absohnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 157 

IV. a-Deklination. 

§ 195. Die vokalisohe a-Flexìon im weiteren Sinne, 
insofern sie sich auch ttber die alte gemisohte t- and o-Dekli- 
nation erstreokte, hai nach dem im yorhergehenden Gesagten 
eine gewaltige Schm&lerang dadnrch erlitten, dasB der Flexions- 
Yokal a aus beiden, sowohl der gemischten t-Deklination als 
der gemischten o-Deklination der auf -e auslautenden St&mme, 
verdrSngt worden ist. 

§ 196. Aber auch im engeren Sinne als reine o-Flexion 
erscheint dieselbe im Kilikischen im Bttckgange begriffen, in- 
dem noch hftnfiger and allgemeiner als in der alten Sprache, 
Nomina propria nach einer anderen als der a-Deklination flek- 
tieren. Gleichwohl ist die Flexion noch nicht abgestorben, 
wie dies spUter im Modernwestarmenischen geschehen ist. 
Dass sic, wenn auch in engeren Schranken, noch th9.tig war, 
beweist schon der Umstand, dass das arabische Lehnwort 
fat£Uih fidati >der and der<, »N. N.«, welches seiner Natnr 
nach Nomina propria vertritt, diese Flexion befolgt. Belegt 
ist z. B. Genitiv ^aLimù^mj fulan-a 41 22 in der Verbindong 

ku limi, t^mpuinp^èrtr ft faLiuAnuj tlfrpuij >Ìch StcllC KlagC an 

gegen N. N. « 

§ 197. In gewissen modernen zentralen und Qstlichen 
Dialekten hat siob im Besonderen bei einer bestimmten Elasse 
Yon Nomina die a-Flexion erhalten, nàndich bei den Eigen- 
namen aaf -t^t, welchen anch die Appellativa aaf -uhi in der 
Flexion gefolgt sind. So nach Òrb. 748 von tiruhi »Herrin« 
der Genitiv iiruhej Abl. tiruhe ans ^tiruAi^ay, Dass dieselbe 
Flexion fìlr dieselbe Wortgrappe aach im Kilikischen gegolten 
hat, das verrftt die Bb f belegte Genitivform pun^c^t iaiuhs ans 
*iaiuhi'ay, *iakuhe-ay (nach Laatl. § 80] von N. lakuhi »E()nigin« ^). 



1) Die Stelle lantet im Zasammenhange: trpt ffi^uiù jt fuitjua. 

^miP jlrpllltp af/f J pUif. p-wqMuutpli fLutifuiiit^LplrtuJp. //r^^* auj^^-^uiiio 
ipnitUL %iu p-uf^J^ap/A ti Ìtl pt mpè-mptu^ tulio %ut puti^L^t ti 

>Wenn ein GanfUrst in einem Distrikt oder Gebiete, das unter KOnigs 
Botm&fiigkeU steht, ein Goldlager findet, so gehOrt es dem KOnige; 
nnd wenn ein Silberlager, so gehOrt es der KOnigin.< Ygl. die poi. 
Genitivform trpuAiaL^t von -«if.<^ in einer Inschrift vom J. 1472 bei 
Min. Leh. 353. 



158 Formenlehre. 

Ygl. die bereits in dem nichtclaBsischen Alexanderroman von 
Appelatìven auf -niL<^ und -ovirn/^ aaftretendeii 6enitÌYforinen 

auf -<»/: ututnnLmè-nLff^tr'mj 6611. Y. utuiuniMiè-aLp^p >Gr5ttÌn« 
S. 74 7. 15} 84^ ^tuumaiJuò-nLp^tr''Uij GOD. Y. ^mutuat.uiè-aififl' *HdÌ~ 

deiig5ttiii« 74 4; ^iPaL^tr^mj Gen. y. 4uiJìil41ì >PrieBterìn« 75 3; 
^JìititaLi'tuj Gen. Y. ^Jyùnj2^ »Priest6rìii« 74 11. In der àlte- 
ren reinclassiBchen Litteratnr dagegen flektieren diese Nomina 
noch Btets nach der o-Deklination. 



Von den eben skizzierten Yokalischen Deklinationen ist 
die o-Deklination die einzige, welche die Flexion nach dem 
GenitiYcbarakter in alien EasuB streng dnrchfbhrt. Die drei 
ttbrigen — anch fllr die a-Deklination nehme ich darch Ana- 
logieschlnsB InBtrnmental |iaf -ov an — sind gemiBchte Dekli- 
nationen, die auBer dem im Genitiv herYortretenden eigent- 
lichen DeklinationsYokale noch daB fllr den Instnunental 
charakteriBtiBche Element -0 anfweisen. Von den Yier reinen 
Deklinationen der claBBischen Sprache hat Bich demnach blos 
die der o-St&mme erhalten. Die Ubrigen sind dem Gebiete der 
gemischten FlexionsweiBe zngefallen : und zwar treten an Stelle 
der nntergegangenen t-o- und o-a-Deklination im Kilikischen 
drei none gemischte Deklinationen, s&mtlich mit Instmmental 
-01?. Das Gebiet der gemischten Flexion hat hiermit bei weitem 
das Ubergewicht erlangt. Im Nenwestarmenischen ist mit dem 
Zusammenfallen Yon 0- und t^Deklination YoUends der letzte 
Best der alten reinen Flexion geschwunden. 

IL Konsonantìsche Deklìnatìon. 

I. n-Stftmme. 

§ 198. Verdr&ngt ist die nrsprttngliche konsonantìsche 
Flexion, nach dem oben Gesagten, aus der Grappe der kon- 
kreten St&mme auf -nylir -^in, Erhalten hat sie sich dagegen 
bei folgenden Elassen Yon n-St9.mmen: 

1. Nomina anf ^mp^ài -^iiln (Abstrakta). 

2. Nomina anf -^^ -ty {-ik), 

3. Nomina anf ^nàt -un, 

4. n^StUmme anf Doppelkonsonanz. 



I. AbBchnitt: Deklinatfon. Kap. I. Nomen. 159 

1. Komina auf ^aLpfió» -ulUn, 

% 199. Im Nenarmenischen kommt bei dìesen Abstrakta 
teilweise nooh die konsonantische Flexion zar Geltnng and 
zwar ìm allgemeinen naeh folgendem Schema: 

N. deru^en (= mkpnipitói)y 
6en. dendan (= tntpaLpèruA), 
Abl. deruien^s (= ^ intpat-P^t)} 
Instr. derulen-ov (<! iatpaLptrutJp), 

So ìm Dial. y. Ach. naeh Tom. 56. Dieselbe Flexion zeigt 
bereits das Eilikische, woBelbst der ftltere konsonantische In- 
stramental darch den vokalischen verdr^^ngt ist. Im Nea- 
armenischen findet sich jedooh neben jener konsonantischen 
Flexion als jtingere, echtneaarmenische Form bàafig der voka- 
lische Genitiy aaf -«i), and dass tlberhaapt jener konsonantìBohe 
Genitiy Bich noch za halten yermag and' nicht bereits im Kili- 
kischen dem yokaliBchen gewichen ist, wie bei den Stftmmen 
aaf ^afif -uiuy beraht lediglieh aaf dem Einflasse der classischen 
Ldtteratarsprache, in welcher dieso Abstrakta gebr&nehlicher 
sind als in der lebenden Volkssprache. 

§ 200. Genitiy. Die Litteratnr zeigt immer noch, ofifen- 
bar anter dem Banne der classischen Hochsprache, die Form 
^kuàt. So die Genitiye: è^uinnipèruA Rb^, 4wjphìttpi/inipirtt/ii 

35 27, ^It^^LpèruA Mr B, ti^iupaìiaLpinuii 3 3, 21 9 U. S. W. 

Naeh kilikisohen Lantgesetzen (Laatl. § 79) ^st dieses "IruA in 
-tó ''*en nmzasetzen. Dass letzteres wirklich die Genitiyendang 
der aaf -uLp/iLlt gewesen, lohren Formen wie lupi/ii ftlr ci. mplnuii 
(s. oben § 168 Anm.) and uiiTuirit fQr ci. utiTulnuit (Gen. y. «»f^») 
Dipi. Sarv. 

§ 201. Ablatiy. j^^pli^siùg^pLpiA^t A 105; /k è^witnLpiA^t 

25 7; pilli, è^njiaipirii^t Rb ^^; ^ ^iujplr%tuipiiLplr%'t Rb ^/Ì^ ; 
fi ^uiLupaLpiA^t B ^f^; p i^iupniinLph^'t Rb p * fi uuipaipirìi't 
45 1 1 ; ^ ifuiuiaLdaipiA't B ^ ; ^ if,npgifnLpir%^k B ^. 

§ 202. Instramental. è^uininpiA^nif^ jatulen-ov Ass. 
Ant. 19 18. 26, 21 24, 23 4. 



1) Vgl. Patk. Mat Bowie Crb. 747. 



160 Fonnenlehre. 

Anm. Im Altarmenischen flektieren hiernach noch ver- 
einzelte Nomina, wie è^nAii.^ dnqntlnLpii.^ un^u^). Ftlrs Eilì- 
kischeist, wie oben bemerkt, belegt die Lokatiyform : j^utJhbVb 
za mf^»; ferner Oenitìv è^%q^uA tHr echtkilikiBch *^lrlb y. 

è^miìiq. 19 22. 

2. Komina auf -^^ -dff {-^k). 

§ 203. Im Altarmenischen flektieren diese Nomina ihrer 
arsprttnglichen Natur gemUB nach dem Schema: N. dìupt^^^ 
Gen. Jìupq^wiij Abl. ^ Juapt^uA^tì Instr. Jìup^utdp. Im Eiliki- 
sehen tritt znnftchst an Stelle des nrspr. InstmmentalB aaf 
-arnh der vokaliBche anf -ov. AuBerdem wird im Instmmental 
nnd meist auoh im Ablati7 das Nomen aaf -^^ anter Verken- 
nang seiner eigentlichen konBonantischen Natar geradeza alB 
Yokalischer Stamm behandelt, so dass die betreffenden Easos- 
saf&xe direkt an die NominatiYform antreten. 

§204. Geniti Y. Von N. uijpl,^ air%g[-k) >Mann, Gatte*: 
uijpliiu% airgan 19 8, 37 20. 21. 23, 39 3, 45 14. 17, 47 3, Rb ^ 

^, ^, ^ ^, -z*", OT, w, ^- ^^^ N. Ifujili gnig(-k) »Praa, 
Gattine: lfuliui% gngan [gangan) 19 13, 21 12, L 158 26, Rb ^ 

^t^ ^^y ^1, ^t, ^«t, fl:^, ^, ^'^t' 

§ 205. Ab la ti Y. a) gebildet Yom GenitiYe aas: j^mjplfr^k 
y^irgn-e (aas *y.iify/y^i»ir-f ) Rb ^ ft lfu^%^k i g^ngf^è (aQS 
*(, lfiiliut%^k) Bb ^, ?r, ?^. b) gebildet Yom NominatiYe aas: 
j-mjpi't y-airg-e 19 16, 37 18. 25, Rb <^, ^, -z^ A V'k't • g^V^ 
Rb ^ zweimal, ^ dreimal. Dass letztere direkt Yom NominatÌY 
gebildeten Formen die jtlngeren sind, bedarf kaam der Er- 
w&hnang. 

§ 206. Instrnmental. Ifrlf^atl^ gang-ov (y. N. gin) Rb i^^ 
zweimal, Rb £JÌr. Aach hier ist als altere kilikische Form 
gongrirov = *g9ngan'0v za sapponieren. 

3. Komina auf -aA -un. 

§ 207. GenitiY. laói »Hand«: Gen.^oiir san B«r}^; inaót 
»Haas<: Gen. muiit dan 71 li, L 179 il, RbT, Dipi. SarY. 



1) Ùber die altarmenische LokatiYform juadutru/u ygl. A. Meillet im 



I. Abschnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 161 

§ 208. Ablaiiv. ^ mu/ù^k i dan-e »yoii Hause* 25 27, 
Bb i2t) A ^Mudtauàt't ipaidan-e >yon eìnem ZolIhaase« L 156 28. 

§ 209. Instrumental. Dieser zufìlllig nicht belegte 
Easns lUsBt sich nach Analogìeschluss mit Sicherheit kon- 
straieren, nnd zwar als eine 9.1tere, vom starken Stamme gè- 
bildete Form '^'ìouà-ii^ dan-'ov and eine jlingere, yom schwachen 
Stamm (= Nominativ) gebildete *mp%'ngl dannov, Letztere Fonn 
hat Bìch erhalten ìm Nenarmenischen, so im Ach., Tr. n. s. w. 

4. n-Stftmme auf DoppelkonBonanz. 

a. Stftmme mit ThemaTokal a. 
§ 210. Genitiy. wJìuMit amran y. utiPuin. >Sommer« 
Geop. 10; i^mlb tran y. t^nuL »Thor« 13 12; ^^mlir cgan (c9gan) 
y. A«ff.(r >FÌBch« B ^^, «/^f ; uèlì^IIiuiu Qccogan y. uhHmJi >Aal« 



B irifi'^ iJìiutìi antan {cBimtan) y. iJka.^ ^n. »Winter» A 210, 
218; iT^uA tngan (m9gan) y. iPulIi »Man8« B«^; Wuà nran 
[n^tan) y. %ai.n. »Oraiiate« B^r^, £<; aut^mh ospan y. am^ >Linse« 
B £7^ J^j A 175; aliuaw% sistan v. u/iuka.^ uftuka. >Eachererbse« 
A 40, B ^ fp^ J^ Jip^ irf'^ tth^utii sngan [s9ngan) y. unóilf 
>Schwamm« B iT^iir; ^tujè^qmii paifyan y. i^ugè^uiq^ >Milz« B i»^#^, 
ifè^k. Anch G«D. qnpmuàt kordan y. ^«pifr >Frosch« B iT^rf^, 
weich letzteres in der classischen Litteratur yokalisch flektiert. 

§ 211. Ablatiy. ft llfit-t icgn-e [cdgnne) y. ^nclf »Fisch« 

B «/c/a. 

§212. Instramental. Belege: UfoiT cogqm y. XaLÌIg 
>FÌBch« A 107 zweimal, A 158. natj^otT, nut/^utLiT^ aupoiT ospqtn 
y. «Ttfiy >Lin8e« B [u^ 'tP^ ^ ^^^' upunoiT sisfqm y. uftu^n. 
»E]chererb8e« A 53. Femer: tupfuiuunoiT arcaspqm y. mpftuuin 
(Gen. -aÀ) >yitriol< A 250. kqk^otT eyekqm y. kqtq (Gen. -utit) 
»Schìlfrohr« B «T^ zweimal. t^mqogP bsdyom y. mmlrti (Gen. 
«yifr^oflb) >eine Fingerspitze yoU, Prise* A 253. 

b. St&mme mit Tbemayokal t. 

§ 213. Genitiy. uiqaL^i^mfi» ayvespangin yon utqatJt' 

^jpm%^ >BilBenkraat« B Jyk-^ w%lp% anjin yon ui%l »P er8on « 
9 18, 47 27; t^utnjiu karin yon t^mn. »Lamm« A 271, B iT/^of; 

Kftrsi, Kilikiflch-mìttelann. yolkssprache. H 



162 Formenlelìre. 

pnpjhi iorin yon pan »Enkel« Bb^; iHum^lb tnadin von / 
»Fiiiger< B ^ eie. 

§ 214. Ablatiy. j-mùÈ^-k y-onjfire yon mU »Person< 
Bb ^f ^ ^; f, ^utpù^t i gaifire yon ^i»p »Milch« B Jpr^ J^ etc 

§ 215. Instrnmental. uiqai.ti^'ulimt.tr ayveipangqm yon 

utqaLti^Mobli »Bil8enkrant« B J^, u/ukoiP anjqm yon ut%k >Per- 
son« 33 6, 57 22. ^jputuT (jutjpoJ\ ^utLpoiT) puiiqm yon ^yp 

»Danmen« B a^, ^i^l, 'O^f.? "^ ^^^- ^lupuiLir nnd JlgutpotT gaiqm 
yon ^««p »Milch< B ^, ^^, <r^, A 95, 96, 165, 250, 251, 253, 
254, 256 (bis), 259, 261, 269, 291, Geop. 221 21. Ikn.oJ' cerqm 
yon ilrtL »Hand« 27 18; ^lu^lènuuLtr {^h-noir) hav9ncerqtn yon 

4ui^^kn >Morserst5Bel< B ^, ^ ^, %, ^, ^, ^, ii^ 

iT^^, JV sechsmal. iPuftatuLiT^ tHumotT madorn yon i/Lmiv » Finger « 

B ^qp^ iT/^f, J^, i/^ , A 258. Belegt ist aneh in der med. 
Litteratnr Instr. amutLiT odqm yon am >FnB« n. dergl. mehr. 

Instrnmental anf -om. 

§ 216. Dnrch den Instrnmental anf-om nnterscheidet sich 
die kilikische Flexìon der anf Doppelkonsonanz ansgehenden 
;s-Stamme yon der entspreohenden Deklination der classischen 
Sprache. Der letzteren fremd, tancht dieso Form erst in der 
mittelarmenischen Litteratnr anf als Vertreterin des Kasns anf 
-amb mit yorhergehendem Eonsonanten. Die Form anf -om 
kann, wie bereits oben S. 133 betont, nnmOglich ans der anf 
-amb lantgesetzlieh heryorgegangen sein. Man mttsste nàmlieh 
etweder Sehwnnd des anslantenden b yon -amb nnd Wandel 
yon a zn o annehmen, oder aber Assimilation yon -orni zn 
*-afnmj welch letzteres zn -aum, -qm geworden wUre, zwei 
Hypothesen, die bei dem Fehlen yon lantlichen Analoga gleieh 
nnhaltbar sind*). Vielmehr gehen beide Formen, die classische 
anf -amb nnd die kilikisehe anf -om, znrtlek anf eine nrarm. 
Gmndform *-an-i?, gebildet dnrch Antreten des Instmmental- 
charakters -v an den starken Stamm oder die Genitiyform, 



1) Die Lantgrnppe mft bleibt im KilikiBohen erbai ten, wie die echt- 
kiiikischen ^ovi^/vi^/^ »FriBt gewahren* (ci. >gednlden«); ^wJpkpat^litii 
»FrÌBt< (ci. >66dnld<}, uiJp »Wolke« zeigen. Àlteres mh wird weder 
yerkttrzt noch assimìliert 



I. Abschnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 163 

ganz wie bei der vokalischen Flexion. Dieses *'an-v nun ge- 
staltete sich im GlassiBchen dnrch ABsimilatìoii za *-ai»-v, 
worans -^nn-'b wnrde. Im Kilikìschen hingegen entwickelte 
sich nach andern Lautgesetzen jenes nrann. ^-atirv mittels 
*amH) zunftohst zn *-am^m ìnfolge Assimilation von o an m; 
ans *-amm aber entstand dnrcli die Mittelformen ^-avm^ ^aum 
das kilikìsche -om analog wie u^mimoh paètqn, paitaun aos 
àlterem *paitamn (ptistaman) hervorgegangen ist. 

Halten lieBe sich wohl auch folgende Entstehungshypo- 
these des Instrumentals anf -^m: kl. -om gehe zurfick auf 
*-avn (-a-^Mì)^ d. i. der Instrumental dieser ^i-StUmme w&re im 
El. gebildet worden dadnrch, dass der Instmmentalcharakter v 
zwischen Themavokal a and das Schlnss-n getreten w&re, 
analog wie von Pron. noin der Instrumental n<M>-in. Der Uber- 
gang von ^-atìn zn *avm und von diesem zn ^aum^ kl. -om ist 
ein leichter und natttrlicher. 

IL r-St&mme. 

§ 217. Verdràngt ward die alte konsonantìsche Flexion 
bei zwei Grnppen von r-St&mmen: a] bei der Klasse von 
r-St&nmien anf Doppelkonsonanz, b) bei der Klasse der Nomina 
anf .«,|r. Vgl. oben § 169—175. 

Erhalten hat sich dieselbe, allerdings teilweise nmgestaltet, 
bei derjenigen Klasse von Nomina die im Àltarmenischen die 
konsonantisehe tz-Deklination bilden, nUndich 1. bei den Ver- 
wandtschaftswòrtem auf-iay/i; 2. bei dem vereinzelten Nomen 
op >Tag«. 

1. Verwandtsohaftsworter auf -ayi». 

§ 218. Genitiv. mqjuutp aypor (v. wqfMujp »Bruder<) Bb 
^^ i^. 4utLp^ 4op hor (v. 4uijp »Vater«) 37 22, 47 8. 13, 49 24, 

Rb^ ^, JìuLp^ Jop tnqr (v. iPmjp »Mntter<) 37 24, Bb^^, ùlip^ 
qir, mq^^^^iTutLp aygJcBnmor (v. Komp. wq^j^f^^yp «MUdchen- 
mutter « ) B £f^, m^ iSi^f., '^l, '^k^* Jj/mp^iTwLp g9dr9JmQr (v. Komp. 
^mp^iTutjp >Knabenmutter«) B if^^ J^^i. Das classische zeigt 
dieselbe Form, nur auf lUterer Lautstufe: d. elbaur 6en. v. 
elbatTy haur Gen. v. hair, maur Gen. v. mair. 

§ 219. Àbiativ. p ^iMLpl(yj i horé^n) »von dem Yater* 
Rb^^ Mk. I» iTutÈpti^) i mdre{n) >von der Mutter* Rb/^, £^l. 

11* 



154 Formenlehre. 

Im Glassischen mit altarmenischem Lautstande: Abl. t haure^ 
i maure, 

§ 220. Instrnmeiital. In diesem Easus ist, wie gew(3hii- 
lich, die altarmeiiiBche konsonantìsche Bengnng aufgegeben nnd 
durch eine neue, vokalische ersetzt. An Stelle dea veralteten 
Kasns auf -^trb tritt der auf -or-ov, Z. B. Instr. h^j^Lft-ntl^ 

eypqr-ov (y. hiyiuijp ftir echtkilikisch iuq^pmjp) belegt Rb qi^* 
Die vokalisehe Instrumentalbildang reicht bis ina hentige Neu- 
anneniBch hinab, jedoch tritt hier das Snfif. -ov teils an den 
schwaehen Stamm (= Nominativ), teils haben sich als aller- 
jUngste Formen naeh Analogie der pronominalen Flexion ge- 
bildet die auf m-ov (Abl. m-e) wie tr. hor-m-ov v. havy mor-m-ov 
V. mar, axpor-m-^v v. axpar. 

Anm. ÀuBerlich befolgt die Flexion der Verwandtschafts- 
wOrter anch das aoBerdem naeh der erweiterten o-Deklination 
gehende Nomen ^ay/i ìiuir »Schwe8ter<. Von demselben er- 
scheint neben ^m^n^ /curoc^) noch ein Genitiy ^wi^ fògr Bb ^b^ 

zweimal, Bb ^&4i\ Komp. ^uitf'npqp Xor-orti »SeIiwester8ohn< 
Rb ^ fùr el. ^Irn.'npi^ Ket-ordù In Wirklichkeit jedoch ist die 
Form ^uMLp Mqry nnter Anlehnung an die lautlieh nnd begriff- 
lich nahestehenden Genitive mq^uiLp aypor, ^wi-p hqr^ JluLp mor, 
yerderbt ans nrsprttnglichem ^ap ìtor^ wie die bei Vardan Histor. 
aoftaaehende altere kilikische Form 4t"P'"P'ii'^) ^^^^' Dieses 
^ap ìtor^ eigentlich starke Stammform von ^ajp^ die im classi- 
schen Dialekte nnr in den Easns recti plaralis, N. Ror-k^ Acc. 
Ror-s Yorliegt, hat also im altarmenischen Mutterdialekte des 
Kilikischen Genitiyfnnktion, wSlhrend dieselbe Fnnktion im 
dassischen Idiome yon Stamm Rer- yersehen wird. Gegentlber 
der spezifisch mittelarmenischen Nenbildnng ^tnipal ist ^ap resp. 
^lULp die S.ltere kilikische Genitivform dieses Nomens. 

2. Komen op or >Tag«^). 

§ 221. op gr (= ci. aur) >Tag« hat bis anf beute in der 
westlichen Litteratursprache, allerdings als altere Flexionsweise 



1) S. oben § 187. 

2) Vardan Hist pg. 117 ii. 

3) Das mit op yerwandte classiBch-altarmeniBche mIil >Tag« fehit im 
Kilikischen. Femer iBt das alte Simplex tujp »Mann« kilikisch ersetst 



I. AbBchnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 165 

neben der jtlngeren spez. nenarmenischen (ygl. welter unten], 
folgende EaBasformen bewahrt: 6en. avur^ Abl. ore^ Instr. orav. 
Ftirs Kìlikische finden sich belegt: 

Genitiv. uiLnLp avur {= av-thr) 11 5, 13 1. 15. 16. 22. 27, 
15 18, 23 10 etc. 

Ablatiy. j-op^t y-or-e 17 17, A 187 etc. 

Instr amen tal. Der zufàllig nicht belegte Kasns ist mit 
Sicherheìt nach Analogie der tibrigen r-Stàmme und darch 
Rttckschlass aus dem Nenarmenischen, dessen altere Formen fast 
Ubereinstimmend mov lanten, za erschlieBen als *op'atl^ qr-ov. 

§ 222. Neben dieser ans der alten Sprache tlberkommenen 
Flexion von op zeigen sich bereits die Anfange einer nenen 
mìttelarmenischen in folgendem Ablatiy : j^op-^-t resp. j-tuip- 
't[jA't y-or-van-e Ass. Ant. 13 15, 15 18. Dies fllhrt nns zar 
naheren Betrachtnng dieser Bildnngsweise im Anschlnss an die 
konsonantische Deklination. 

Die mittelarmenischen Anfange der nenamenischen 

vo^Deklination. 

§ 223. Wie aus der obigen Darstellnng der Deklinationen 
heryorgeht, hat die konsonantische Flexion selbst innerhalb des 
beschrankten Gebietes, anf welchem sie sich behanptet hat, 
eìnen Kasas eingebUBt, den Instrnmental, welcher, abgesehen 
von der Form anf -om, allgemein nnter der Wirkong des Ana- 
logie- nnd Ansgleichangsprinzips von der yokalischen Form 
aaf 'ov eingenommen ward. Es ist dies der erste bedentsame 
Akt der in der Folge im Nenarmenischen sich fortsetzenden 
and Yollziehenden UmwUlzang, wodnrch die alte konsonantische 
Flexion aas sSlmtlichen Kasns, anch dem Genitiy-Datiy ver- 
drangt and yen der yokalischen ersetzt wird*). Insofern das 



dnrch das Kompositam '"jp^li- Desgleichen kommt die Klasfie der Ab- 
Btrakta aof -m-iSK als niohtkilikiech fllr die Flexion nicht in Betracht. 

1) So flektiert der Dial y. Achalz.: N. anun >Name< Cren. an9n'i\ 
il. gaf >Milcli<, Qen. gaf-i (Tom. 54); N. hars >Braiit<, Gen. hars-i; N. 
kai- >Lamm<, Gen. kai-'i (Tom. 57) etc. Ganz ebeneo im Tr. nnd den 
librigen westlichen Dialekten. Anch anf samtliche r-St&mme, sowie anf 
die Abstrakta anf ^nip^A hat sich die yokalische Deklination yerall- 
gemeinert. Ygl. Crb. Gramm. 747 ff., Patk. Mai Hat auch hie nnd da 



166 Formenlehre. 

gesamte Gebiet der altarmenischen konsonantischen Deklinatìon 
Yon der yokalisehen eingenommen nnd tiberflutet wird, kann 
man von einem Untergange der alten konsonantìsoheii Flexion 
im NeuarmeniBchen reden. 

§ 224. AndererseitB jedoch ist dem Nenarmenischeii fìlr 
jene geschwuiidene Deklinationsweise ein Ersatz erwachsen in 
einer neuen, der alten Sprache fremden konsonantìBchen Dekli- 
natìon, die sich auf meist nrsprttnglich yokalisohe Stamme er- 
streckt und das gesamte Gebiet der zeitbegrifflichen Nomina 
umfasst. Danach flektiert z. B. or »Tag«, Gen. ar-van^ Abl. 
Qr-V9n'e] kiher »Naeht«, Gen. kiéer-^an^ Abl. kiSer'V9iP'€\ corner 
»Winter«, Gen. C9fner-^an oder csmro^an^ Abl. c9mer'V9n-e oder 
C9mte''ì)9n'e\ Qoreg »Tage8liclit«, Gen. coreg-^an^ Abl. coreg- 
-von-s etc. So im Ach. (n. Tom. 56), Tr. {Aid. II 8 f.) und ttber- 
hanpt im Westarmenischen^]. Die Wnrzeln dieser nenarmeni- 



noch eine yereinzelte konsonantÌBche Form liberlebi, so Bteht daneben 
dooh BtetB Bchon die j Ungere, nach der yokalisehen Deklinatìon gebildete. 
So z. B. bildet im Dial. y. Aoh. mg >FÌ8ch« noch den Slteren konsonan- 
tlBchen Grenitiy C9gan nebst dem jUngeren yokalisehen c9^-t (n. Tom. Dial. 
y. Ach. 56). Als yeraltete, in der Literatnrsprache jedoch noch gliltigen 
Formen halten sich a. B. anch noch die konsonantischen Grenitiye Aor, 
mgr, aypor der VerwandtschaftswOrter, wahrend in der lebenden Yolks' 
sprache ISngst die vokalisch flektierenden Genitiye hQr-i resp. hor-Uj 
mor-i resp. mor-u etc. eingetreten sind. 

1) Aosnahmsweise zeigt der westliche Dialekt yon Nachijeyan statt 
'Van das Snffix -va. So neh. muop-iltu (Pat Mat. 37, 56} >heate« za utuop * 
hH"Ù" >abends< (Patk. Mat. 60) zn ^pH; Iftu^ifui (Patk. Mat 101) zn 
^lu ; tnmptlut >des Jahres« (Patk. Mat 36) statt mmpi[u»ii im Tr. Hierln, 
wie noch in andem Stttcken, zeigt dieser Dialekt den Einflnss des Ost- 
armenischen, welches allgemein dieso Flexion anfweist. So flektiert der 
Dial. y. Tiflls (n. Abhdl. d. Ak. d. Wiss. za Beri. 1866, S. 68 ff.): or >Tag€, 
Gton. qr-va'^ kiier >Nacht«, Gen. kiser-va', emef- »Winter«, Cren, emet'-va; 
amat >Sonmier<, Gen. amai''va\ der Dial. y. Agolls (Sarg. 87 f.) or Gen. 
qr-va etc.; die Ostliche Litteratarsprache lutpMup Gen. lutpaup^nuuj^ 

mJj^u Gton. utJù''nLuy^ uitupft Gcn. muip^aLuif (wonebcn aach die Formen 

aaf 'nLuaii, wohl als westarmenische EindringlingCi stehen); ygl. Palas. 
S. 32. Ob die Form aaf -va wirklich als jilngere, aas -van entstandene 
za gelten habe, woftir der agalische Genitiy m^lf-mj (Sarg. 87, 88) fttr 
dassisch uaq^li^u/ii za sprechen scheint, ist hier gleichgttltig, da ftir ons 
blos die Form -van in Betracht kommt. Ich erwahne noch aas mittel- 
armenischen Schriften die Dabletten: jAt^nuuj infva and fau^ilut/u in^ainy 
Ifù^iluilb inJfvan »bis« flir kl. lA^aLp »bis«. 



I. Absohnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 167 

schen oein^Deklinatìon ^) reichen bis ina Mittelannenische hinab. 
Sie liegen yor in folgenden kilikisehen Formen: 

§ 225. Abl. ^-o/f-i^-f, j"ui^'>ljA't^) y-grvBn-e v. op »Tag« 
(8. oben § 222) 13 15, 15 1 8. Abl. j^k^nLg-iljAi^t^) y-ekuQ-van-e 
y. t^uf >Morgen, morgender Tag« 15 i8. Ady. ilmq^^t (urspr. 
Ablady) »de8 Morgens, am Morgen« Geop. 63, 123, 128 zn 
i^ttf^ »fiiìh«. 

§ 226. Dieser in der Bildnng ganz mit dem entsprechen- 
den nenarmenìsclien der oafi-Deklinatioii identische Ablatiy 
auf 'Van-e = ^-van-e setzt notwendigerweise fttr das Kilikische 
eine Genitìyfonn anf -^an yorans. Es stelli sich die Frage 
nach dem Urspmng dieses kilikisehen Genitiys auf -van and 
des daraus gebildeten Ablatìys auf -vm-e. 

§ 227. AaBerlieh fallen die fraglichen kilikisehen Kasns- 
fonnen anf -oo», ^9^^ znsammen mit dem classischen Genitiy 
-ran, Abl. -vanre der Nomina anf -t^/?, wie anun Gen. anoan^ 
Ablatiy y^invan^. Nnn sind bereits in der alten Spraehe die 
Nomina yon zeitbegrifflieher Bedeutnng nicht nnr groBenteils 
St&mme anf -u (so zam Gen. zamu^ dar Gen. daru^ afavaut 
Gen. atavautu)j sondern es finden sich neben den einfachen 
StUmmen hEufig anch deriyate anf -un wie erek nnd erekun, 
aravaut nnd atavautun^ aig und aigun^ vai und vatun (in vai- 
vaiun), Diese altarmenischen temporalen Adyerbia (oder Ad- 
jektiya) auf -un wnrden nnn im Kilikisehen zn Substantiyen, 
gleichwie das altarm. Adyerb u/j^nu^ im kilikisehen ^^ «tìl^ sub- 
stantiyische Fnnktion erlangt. Dass diese mittelarmenischen 
temporalen Snbstantiya anf --un entspreehend den altarmenischen 
Nomina -^n Gen. -van flektierten, zeigen folgende Beispiele: Lok. 

j'hhk'H'' V'i^^^^^ *^ni Abend« Mr A284; Abl. j-^pli^i^K^) 
»yom Abend an« Mr A 275, 276, beide Kasns yon Nom. ftpliliaót 
»Abend«. Da nnn aber neben dem Deriyatnm /ip^^aL% noch 
das Simplex ^pk^ (d. Irpk^) stand, so mochte es den Anschein 



1) In Aidynians Krit. Gramm. ala dritte Deklination der westlichen 
Litteratnrsprache erscheinend (Aid. II 8 f.). 

2) Beiegt in don Fhraaen: jmju op^ka fii'^Ui dtr op \^ \h »von 
diesemTage ab bis zn 15 Tagen<; ferner S. 15 is: jmju uiLpifjAt ft Jlr 
op^ kt. jt-qjtufiljp%t t ^k op >vt)m hentigen Tage ab anf 15 Tage nnd 
vom morgenden Tage ab anf 15 Tage*. 



168 Formenlehre. 

gewinnen, als seien 6en. irigvan^ Abl. y-irigvBne direkt Yom 
Simplex gebildet, mittels Àntreten von Suffix -van^ etwa wie yon 
ci. mah >Tod« der Genitìv mahrvan kommt. Jenes scheinbare 
Suf&x -van dehnte sich nnn unter der Wirkung des Analogìe- 
gesetzes von Filllen wie ^/i^^, Deriv. j/pj/linói^ wo es etymolo- 
gifich berechtigt war, auch auf andere temporalen Nomina ans, 
zunUcIiBt auf spez. kilikische Substantiva wie ^f a^^, ffnp^^ ^i^ 
die, als nrsprtlngliche Indeklinabilia erst eine nene Flexion 
geschaffen werden musste, dann auch Uberhaupt anf jedwede 
Nomina temporis, wie op »Tag«. Allerdings musa die Zahl 
der hiemach flektierenden temporalen Nomina noch eine rechi 
beschrUnkte gewesen sein, wie ans dem Fehlen yon weiteren 
Belegen hervorgeht. 

Dass tlberhanpt dieso Flexionsweise in kilikischer Zeit 
i^och gleichsam flttssig und in der Bildnng begriffen war, zeigt 
das Schwanken in der Easnsbildnng. £s erscheinen nSLmlich 
neben don oben zitìerten Formen j^^aLg-i/jAi-^k^ '/f^q-^-t auch 
die Ablatiyformen: j^tn^g^trii^t y-ek^-en-e >yonMorgenab< 13 15; 
iluiqnL'trii^t vayv-en-e >morgens« 27 15, Mr A nnd Mr B passim. 
Letztere Formen gehen znrttck anf entsprechende Adjektiy- 
formen anf -IruA ^). 



1) AltannenlBche temporale Adjektivbildangen anf -èruA mOgen 
immerhin anf die Entstehnng und Erstarknng der van-Flexion von Ein- 
finsB gewesen sein. Ich erinnere an die classìBchen: BluaqaL^trmu^ ^JAm- 

OÉuJ^lruiii irpplf-lrutit mnutLOia^h-utii unJ-J^trutia auJu^lrtuit tnnLpÌt9'- 

^Irtuit^ tiìm%2rkat% letztere yon nrsprUnglichen Adjektiyen zn Genitiven 
geworden. 

Geradezn aoB nrspriinglichem temporalem Adjektiy heryorgegangen 
za sein scheinen im Dial. y. Agnlis Genitive wie kSHr-Hn yon kéàr >Nacht«, 
asar-an = tr. asgr-van >heatigen Tags<; dazn Btimmt, dasB die Ostliehe 
Literatursprache wirkiioh Genitive aofwelBt, wie h-pk^-h-uiit y. kp^ 
>Abend«, mjuop-lrufit y. mjuop >hente< (Palas. 33). Auoh der OBtarme- 
nlBohe Genitiy anf -va der Temporalnomina erklSrt Bich am natiiilichBten 
alB nrBptlinglicheB temporaloB Adjektiy oder Adyerb, wie demi diese 
Bildongen noch hSnfig adjektiy ische, reBp. adyerbiale Kraft zeigen. 
JedenfallB iBt PetermannB ErklSmng doB GenitiyBnfiGbLes -va dea Oatarme- 
nìBchen (in Abhdlg. d. Ak d. Wìbb. zn Beri. 1866, 69) ala »doppelte Bezeich- 
nnng dea Genitiya*, indem an die Endnng -u noch obendrein Snffix -a 
angehSngt Bei, nnznlSaBig. FlexionBBufifix -a iBt Bchon in der alten Sprache 
anf die Eigennamen beacbrSnkt nnd der OBtarmeniache pronominale Ge- 
nitiy ira > Beine ìbì nachtrSgliche Analogiebildnng zn Gen. tura (ol. %npiu) 
>Bein«, beweiat also ebenaowenig. Wohl aber mag an daa analantende -ti 



I. AbBchnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 169 



B. Pluralbildung. 

§ 228. Dadnrch dass einerBeits der alte Plorai anf -R 
anf beBchrSInktem Gebiete fortexìstiert, andererseits eine Reihe 
neaer Plaralendungen eingetreten ìst, gestaltet sich die Plnral- 
bildnng des Eilikisehen im Gegensatze Bowohl zn derjenìgen 
der classischen Sprache mit einheitlichem ^-Plurale als znm 
Neuarmenischen, wo der cr-Plural die tiberwiegende Vorherr- 
schaft erlangt, zn einer mehrfach gegliederten. Die folgende 
Darstellnng der einzelnen Plnralbìldangen zerfàllt in zwei 
Gmppen: 

A. Spezifisch kilikìsche Plnralbildungen. 

I. Plorai auf -A^ -*«r. 
n. Plural anf 4r^ -nt. 

III. Plnral anf -#^ -vt. 

IV. Plnral anf -m/^ -di nnd ^ifmli -^di. 
V. Plnral anf -uà -an, 

VI. Plnral anf ^umuh» stan. 

B. Plnralbildnngen anf -^ -£. 

1. Einfacher Plnral anf -^ -£. 

2. Erweiterter Plnral anf -^ -^. 

3. Plnralia composita anf ^ -£. 

A. Spezifisch kilikische Pluralbildungen. 

I. Plnral anf ^kp -^er. 

a) Plnrale von Einsilbigen: 
§ 229. tuii^'lrp y. tuq^ » Art, Volk* : B jy^^ J^^ t/^, Kb 
tP-, Vìt ^£3.', ^t'Ft ^^op- ^0, 57, Dnl. 667 ; m^i^^lrpnj Gen. Rb /j|l. 
mlfb'trp y. af(r >Kno8pe« : Geop. 55. 
uiq^'trp y. luq^ >Dtinger«: Geop. 27. 
m^~lrp y. 0*2^ »Ange« : Nerses Shnorh. 
qj-utpuf-kp Aoc. y. utpm »Feld« : Geop. 83, Sb ^. 



von ilrpnL^ t[mqtti.^ tunuiLomiiL daa AdjektivBnfifix 'k'^j angetreten sein, 
Bo ein Bcheinbares GenitiyBuffiz -va eich anBgebildet nnd dorch Analogie 
verallgemeinert haben. 



170 Formenlehre. 

uiLp^kp {op^irp) y. uiLp »Tag«: 23 26, 25 7, 27 io, A 210, 218, 
235, Dui. 618,633,647,654, B -i^, J^, J^^ Ih, J^\ j^^^v 
^kp Lok. Rb ^^|f ; iULp^irpnj Gren. 25 7, Kb «/or. 

pjuié'lrp y. /zofc/ »Zoll« : L. 154 23. 

puài'lrp y. fLuàa »Sache« : Rb «/^ «/(^^ ^o»^ ^| pm%-irpy Geo. 

Rb^. 

plrpt^^lrp y. /lA^^^ >Barg« : Dal. 643, 646, 670; pkp^^lrpaj Gen. 

Rb^. 

^i?-.A|v y. /!^^ »Ba8tard« : Rbl^. 

pjttfU'Irpnj Gen. y. ^nyìr »Nest< : Rb a?^^. 

PP'Irp y* /!^fp >Rnthe« : Geop. 

f it^^-i^/f y. ^hq^ »Dorf« : Rb ^, Geop. 74, Dal. 640 ; qhti^tpaj 

Gen. 39 8, Rb ^, ^. 

^m~kp y. f^m »Fla8S«: Lied Ley., Dal. 540, 671. 

i^nti^kpnj Gen. y. ^^ »Dieb«: Rb ^«/^^ a?^. 

qajii'kp y. fnjii »Farbe«: A 20, B i/^f - ^ ij^njit^kpnj Abl. Bi/^^. 

qnpè^'lrp y. ^n^^ > Werk« : Rb ^^ £f^p. 

fnpuàt'kp y. ^ptn >FroBch«: B tT^p- 

ifP'Irp y. qftp >BachBtabe«: L 185 22; ^lrpatl_ Instr. Rb ^. 

qjuu'kp y. ^^0 »Ela8se«: Rb ^«v. 

i^q^kp y. ^^ »Arznei, Drogae<: A 17, 112, 188, B </^, /,p^ 

z^, zP, A*? A"", A*/*? A'7^. ^zf, ^^, hj H, ^e, ^P, ^, ^^/?, ^i^ «^^i 

t^l'hv Q^^' ^ A^ ^ ^/y, ^A^, <«*, ^p, ^P,j[, ^L^^^t, iS^, 

/ji|,, «r, i^p, 4i«, 4y, iT^A^, «rf|,, «Ti^/», .r^/3, «r^, Rb ij^^, A 46, 

55, 115, 188, 206; qlrq^kpml^ Instr. B ^, ^, ^, ^, ^, 

«^, «^, «O^, '^, -^j ^^5 ''W, *%, ^®^P- ^^' ^®J 2®^ 

q^qatpl/^h^P Akk. y. qutp^^ H^PB'ì V"Pk-ti *Schlag« : Geop. 
194 12; I» qiup^-lrpaj Abl. Geop. 194 15. 

puip^lrp y. p»up »Wag8chale«: L 179 3. 4, 186 6. 

puiJp^lrp y. pmJp »Sattel<: Rb^. 

putn^kp y. pmn. >Htthner8tange< : Geop. 

pniA-irp y. pan. >Enkel« : Rb qq.. 

Pp'kp y. ptttp »Sllbel« : Rb i^ 

éuiJihp y. émtT >Stande« : Geop. 97. 

llriA'Irp y. ilriL »Berg« : Geop. 195. 



I. AbBchnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 171 



^[ié^hp^ ^J-kp V. ^f</, ^l»é »Harz« : B ^^ur, £qlr^ J^lf^^ A 116; 

^l^J^Irpaj Gen. B ^ ; ^ ^[lé^lrpnj Abl. B ^. 

fa£ptfi'irp V. f«i«Lpq^ »Maalwarf«: B ^^«w; t'ipi^'^pif ^^^' 
B ^. 



faum-irp v. /btiiifi «Sj'aat* : B «rp^ «^^i; fumn-tpa^ Instr. A 158. 
faupP'kp Y.f^npp »Stiefkind<: Bb^; faapp^tpaf Gen. Bb^*^* 

faag^irp Y. /bin^ »Wlinde« : B^«/p, ^ ^^ ^^^ (/f^; f^ag^irpaj 

Gen. B ^, ^, jf^ J^. 

q^mjp'irp Akk. y. è^m^p >Spitze« : 59 14. 

è-m/L'h^P y. è^uiiL »Baiim<: Geop. 40. 

è^lr^'lrp y. ^yè^ »Schlag, Hieb«: Bb^. 

^ir^p y. ^1^ >Halm«: B i/^^; ^i^kpnj Gen. B iTéi^. 

^^^kp y. ^0L^ »Pfarrgeno8senschaft, Pfarre< : Bb f^ zwei- 
mal ; q^è^fa^kp(%) Akk. Bb ^; ^^^kpai Gen. Bb jk^, ^; ^^- 

4r/fo#/ Instr. Bb f^. 

q^^Muph'kpiyj Akk. y. ^Mp/9 »Milch<: A 175; ^ lituf^i-lrpafl^) 
A 155. 

limj^'lrpaf Gen. y. ^tffy^ »gltlhende Eohle« : B iS^^^^ ^iq^^ Jl^t. 

^mp^^kp y. ^MP/»f »Ordnnng, Weihe* : Bb ^. 
llim-'lrp y. ^fic^fir «Seite, Weiehe<: B «/^f, iT^ifr^ <^A'P, ^ ^^S- 
Ifap^lrp y. ^n/9 »Stengel, Stìel«: B f^; ^np^kpai^ Instr. 
Geop. 187, 188. 

^n^-i^/» y. ^0^ »Bippe, Seite, Abhang«: A 156, Geop. 

^Vf^P y. ^njq^ » Weintraabe< : Geop. 49, 129, ^nLii^tpail 
Instr. Geop. 73. 

q-^ui'tp Akk. y. ^uLUM >E6mchen< : Geop. 50. 

4uiq^^P y. 4uii »Hasten« : B ^. 
4uij^tp y. 4uij «Armenìerc: Dal. 182, 662, 663. 
^ium^lrp y. ^mm »Eom« : B ^, A 37, Geop. 70. 
^mL^hpaj Gen. y. ^mu »Hahn« : Geop. 222. 
^nii'lrp y. <n^ »Gnmdsttlck« : Bb I^, 
4atn'kp y. 4nm ^Ge^lehc : B ^; A 20. 
^mi^'lrp y. kuiq^ »EticIiIeln, Vogeljnnges« : Bb ^; imn-lrpaj 
Gen. Bb ^^'^ im^^irpa^ Instr. Bb ii^ 

iil^p^kp y. Afp >Ò1<: A 158; ^p^kpnj Gen. A 175, B^; 
l^p~kpn4^ Instr. A 177, B i%k. 



172 Formenlehre. 

^Ifii^lrpnj Gen. y. Ani^ »FiBch«: A 240 zweimal. 



kuL^lrp V. Anc »Ei«: Bbii^/E; i'I-^pnj Gen. B «T^f. 

ùuàili^lrpnj Gen. y. ^ivlir^ >Klaue, Ejralle«: A 165. 

&il^lrp y. ^nc^ »A8t, Zweig«: Geop. 185; S^r^pml Instr. 

Geop. 187. 

^npm^lrp v. iSn^jw >Enecht, Lehn8mann« : 9 21, 13 il, 25 19, 

27 4, Rb m^ ^ T; ^upui'hpaj Gen. 3 4, 9 2. 4, 43 12; ùmpm^hpvil 

Instr. Rb?r 

JTmqk'.yp y. i/Iif^^ » Galle*: A 50. 

J^ui^^lrp y. f/^if^^ »Hllatchen<: Geop. 198. 

tTuiu'u^lrp y. e/;;»» >Teil« : A 234. 

Jìumit'irpa^ Gen. y. Jmm » Finger < : B if'^ JìuufU'Irpatl^ Instr. 

B^ ^ 

lOrò^^Irpaj Gen. y. lOrè^ >groB« : Bb ^. 

tTapp^lrp y. i/;i^/9 »Haut, Fell« : Rb ^. 

I» Jp^^lrpaj Abl. y. i/^/vf »0b8t«: Rb^it^. 

Jh^tpaj Gen. y. ifu »FleÌ8ch<: A 109. 

Jm-'lrpnj Gen. y. JnLMn »Einkommen« : Rb ^if. 

%>uL'lrpnj Gen. y. lirofL »Schiff<: L 1568; IbuiL-irpa^^ Instr. 
Dui. 647, 668. 

iiffLp^kp y. ii/bc/? > Materie»: B W^/f, A 167, 194; Ib^tp^kpaj 
Gen. A 167, 168, 170, 172. _ 

%ap'irp y. Iirn/v »nea« : Rb ^. 

iai4-tpaj Gen. y. ^m^ »Gewinn« : Rb «». 

im-trp y. ^ifon »Abcess, Gesehwttr«: B iq,t^ tr^^ dreimal; 

^m-'Èrpaj Gen. B ^^^, £Xiu Jut. 

aum^lrp Y. aum »ZweÌg« : A 256. 

nm%~kp y. nm >FaB« : Geop. 55, A 24, 162, 165, 241 ; nui%^ 
^Irpaj Gen. A 115. 

npp^lrp y. app »Waise« : 51 li, Rb ^^^. 

H^nLé-^lrp Akk. y. uLé »GevFalt« : Rb ^^ ; uLé~lrpnj Gen. 27 16, 
Dui. 644. _ 

nLfitm^kp y. ni/viff »Wallfahrt8statte« : Rb</i. 

nLn-irp Y. hlo. »Rebholz« : Geop. 51, 130; aLn^lrpuL Gen. 
Geop. 59. 

^tjt^lrpnf y. ^ur^ (echtkl. ^u^) »MaB«: 76 io. 

i^ut4'kp y. ufm^ »Waehe<: Dal. 644. 

mufb^lrpnj Gen. y. mmu »Honigwabe< : Geop. 193 17. 



I. Abschnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 173 



u^man^lrp Y. t^Muta »Zann, Maaer« : 6eop. 39, Bb ^^^. 
i^%^kp y. u^%^ >Nasenloch<: A 180, 182. 

llrpjllrp V. llrptr >FÌeber« I A 148, B 7^^ jj^-^ jkpjllrpnf 

Gen. A 150, 168, 221, B é^^ ip. 

ll^lrp V. ll»ii >Nerv« : B aJJu7^ i^^ J^\ h'^PV ^^- /^ 



4p^ ^é^^ ^iu^ %^ J^^k. 

Ip^hp Y.lnLp tWasser, Safte: A 111, 157, B ifb^^ jy^^ i/^; 
Ip-lrpaj Cren. A 111, B j^; Ip-Irpail Iiistr. B ^. 

tlu/b'lrp Y. #^iiilb^ >Eloster«: Bb ^t^^ iti.'^ tluA^kpaj Gen. Bb 

^, ^, Dui. 680. 

ilmp^'lrp Y. ^ui^l >Lohn« : Bb ^<^, i^^it^. 

i/2rV ^* #1 *B[^8} Nacken«: Bb(l^ 

ll'lrp Y. ifiiif^ »Warzel«: Geop. 180, B ^; tmu^-^t^pnj Gen. 



A 1 88, B tP^tu J latu^'lrpnif^ InStT. B tQ^ 

uttuàflrp Y. mutai >Fest« I Bb tu tu in. * tutuàf-lrptu Gen. Bb ^^. 
tttirq^h^P Y. iii^^ »Ort« : Bb ^{^. 
iffl!r^-Ì7f ^' «"««^^ »Pflanze«: G^op. 41, 42, 67, 130. 
gutè^'lrp Y. gutè- »niedrìg« : Bb If, 



gtuL^lrp^ guttf-lrp V. gutt.^ 3'"'L * K^^^^I^^beit^ : Bb Ùò^ut^ B ^(^^ 
è-q.^ ^it^ iS^^of «^uf, '^f) S''"-''^P'Uì uiuif^irpaj Gcn. 20, B (/</f, 

wr^, ^; guiL'kpat. Gen. Geop. 208. 



t/tau'trp Y, fanu »Grabe, Loch< : B iH^q^ Geop. 40,62; ^n». 
^kpuj Gen. Geop. 178 2; ijinu^lrpnil^ Instr. Geop. 178 3. 

■rP'^P ^' ^P »NaBenloeh<: Geop. 

^^'^pnj Gen. Y. ^niìr >Schlaf am Eopfe« : B ^^ i/^, 

A 173, 234. 

ok^kp Y. ol »Schlange«: A 115; ol-kpnj Gen. A 115. 

§ 230. FremdwOrter: 

yb pirjilrptif Abl. Y. /^A^iT » Discese i: Bb^. 

l&'lrp y-ip^ »Lehnsmann«: 11 27; [f-tpnj Gen. 11 24, 33 21. 

^ fuuiT-kpnj Abl. Y. ^/^tfiT »Feind, Gegner« : 39 15. 

^ULtia-'irp (nuipu^irp ltntpU''lrp b. MCu. ller.j Y. ptuLttu initLpu 

Ifutpu) > Paste, Pastille«: B^^ ^^ ^^ f^ |f^ t/^ t/m, 5^^ «/A^^ t/^, t/^, 
ép^ p^ è^P^ J^ll^j Mx. Her. 43, 105; faacuu^tpaj Gen. B i», i^A^, 
''Q^, </>^, A 206. 



174 Formenlehre. 

4iMu^^irp V. 4wui «Pillec: À 38, 239, Mx. Her. 51, 118, 146, 

^H, h, h, h, A^ Al, h L"'j UF, ist, ut, i^, ul, ^i, 'QF, ^"'^ 

J^Hj J^t^ J^kt'ì ^«"H'^cj Gen. t//», lij^^ Jip^ J^t- 
uiayi^lrp v. «^'"7/. *Amtmaim« : L 186 5. 



mnJi-kpuf Gen. y. mmJ^ >Obmann, Presidente : Rb ^ép.. 

b) Plurale yon Mebrailbigen : 
§231. mq2!fi"lrp V. oiTJ^^if aycgin >M&dehen«: 37 20.23, 

Bb iir; mq^lfr^lrpaf GeO. 47 28, 51 1, Bb iifr. 

uttTuA-kp V. tutTmA amati »Gef&6« : Geop. 185. 

f-iifir|b-^/» Àkk. y. uAnà» atìUfi »Name« : 59 4. 

uiinp%'lrp y. utinpu/bg ahranìc >Gnt, Besitztam«: 21 9. 

pé2li''lrp y. /i<^A^4 pdzisk » Arzt« : Bb ut, 

t^mg%'kpaj Geo. y. fpmglA traditi >Nachbar«: 39 23; 

/t tfputgii-kpujiyj Abl. Bb £/iut. 

yo2li-lrpnj Gen. y. t^oitu^ troéak »Flllmlein« : 59 14. 
Irqfnfr-'lrp Y. kqtq^ eyek »Bohr« : Geop. 127. 
tpiT^^irpaj Gen. y. tptTui^ ermak »Heerde« : Bb M. 
è^utiiffii'lrp y. ^mt^i^jayik »Blame«: Mx. Her. 32. 
^mufil^'-lrp y. ìimufi^ìi ffabfik »Malter« : Bb £^^* 

limp^^lrp y. ^mpfi^ gQdHJ »Knabe« : Bb m; ^mp£^kpnj Gen. 
51 22, A 246. 

JpfSlL'Irp y. JpjJttIL m9rcimn » Ameise« : B «/^i^. 

luè^tqmtu'kp y. tuè-tqmm ojhad »Gartenzann, PaliBsade« : 
Geop. 168. 

uipmufii'lrpnj Gen. y. lupmuguA ordban »Feldarbeiter< : Bb £^lr. 

ptu%4nf'tp y- pMu%4nf panhok »Ge8ch&ftsfUhrer, Verwalterc : 

Bb^. 

^ióinuA-kp y. i^tótnm Utnod >BergfaB« : Geop. 48. 
è^iumnli'lrp y. è^mn,mui^ jatdok »Baamwnrzel« i Geop. 58. 
^mjpmkin'lrp y. ^u/jp^lrm hairVed »Abt« : Bb i^h. 
^mgupt~lrp y. ^lugmuib haglon »B&ckerc: Bb ^. 
Xknit^P'kpnil^ Instr. y. kkióti^p cernkir »Handschrift« : 3 19. 
ugutfLapq.-kp y. u^mfLapq. bahnort »WM.chter< : Bb ^. 

2>uqffiq%'kp y. l^uiq^i^uA caycbqn »Mttller« : Bb £4f\ fmqjgufr- 
kpaj Gen. Bb. Inhaltstabelle. 

ut^tuuffiiL'^kpnL Gen. y. uuimugm. spasQU » Htllsenfmcht* : 
Geop. 60. 



I. AbBchnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 175 

mlb^i^frtrp Y,.m%^iitldangm€c »Stammmitte« : Geop. 57. 

t^mgtuta%'lrpa^ Gcii. v. t^tngtumtuìt UtdQston >Gericht« ' Rb «/f • 
[ipmói^lrp Y. pputunàtg iravuuM >Becht«: 3 5, 43 12, L 154 23, 

155 29, Rb Ji^ ^; ItpmA'kpnj Gen. 57 6, 59 29; ^pmàt'lrpml_ 

Instr. 85 7. 

I^lrptu^p^kp y. ^kpatl^aip getoguT »Speise« : B d^^ Jjilr, 

q^£pmqÉ/^irp Àkk. V. ^ptu^at. Jsraku »Fett<; B iP^m. 

j^i^ul^'^PII ^®^* ^' jlri^iilm^ hef>ehaj »Ùberflchn8S, Hefe« : 

__ » ■ ■ ^ 

O (/c/a. 

%luA^'kp y. i^iifii»^ naéanak »Abzeiehen« : Rb ^. 

ilatilptL^%^kpaj Gen. y. tliu^ptt^mit vajatgan »Eaafmann«: 
45 7, L 154 20, 156 13. 18. 19. 26; ^ ilui^tJfr~kpnj(^) Abl. 85 7, 
Rb £ép. _ 

^^^mqp-irp Akk. y. qputqjtp karoktr »Sehreiber« : Rb m. 

^tupfsm^g-t-paj Gen. y. ^mp^sm^fig gorkagig »Ordensgeno8Be«: 

Rb^. 

^lULadiP'kpnj Gen. y. ^mutL^lip havugii »Htthnerei« : Rb ^p. 
^ni^pÉupl-t-p y. ^niftpMupl hokeparc »TeBtament8yollBtrecker< : 

Rb£^. 

JmpqjuuufU'Irpnj G^n. Y. Jìupi^uu^uiit fnart€tópan »MSrder< : 

Rb ^^^. 

u^%mui^l^kpnj Gen. y. ufihmLtt^^y sindrgig »Grenznachbarc : 

Rb^. 

nftuutuun^'lrpnj Gon. y. uftìtuiLiLu^ui^ sinQtbah »Grenzhttter« : 

RblJ. 

flmpi^t^trm-irp Y. i[mp^iuuilrm voTtab^ed »Doktor« : Rb 

pt^^^mptub^t-p y. pt^i^mputii pdhhgaran » Arzneibach« : B 

p4^l/liutu^km'kp Y, pt^il^mu^km p9Ì9égab*ed »Hanptarzt<: BJ^p. 
Irlllrtilrgufii-lrpnj Gen. y. k^kqlrgt^iuii egeyegban »SakrìBtan< : 

RbZ7. 

4/»tMi%i^%aff^kpnj Gen. y. ^I»uu%t^%ng hivandanog >SpitaI<: 

Rb/È^. 

§ 232. Premdworter: 

irnàilnnli''kpnj Gen. y. tTnAkta/i^ tnunedik »HeroId, Ansrnfer* : 
79 10. 



176 Formenlehre. 

ufn/ium^Jìàt^kpnj GoD. v. i^nfum/iJnii bHstimon >praestimo- 

nium«[?]: Kb ^. 

ukpkf^'trpn^ 6en. y. ukplrfp^ serefik >Wechsler« : 81 2. 

m[imflli'lrpnf GoD. V. m^mpii^ dicdtk »Te8tameiit« : Bb. 

^nuPuàitnp'kp Y. ^aLtTmitmatp Mumandur >Eomtnr< : DipLSaxv. 

kt^u^nu^au~kp y. ki^^u^HM^au ehxskobos »Bischof « : Dui. 673. 

i&inptuufO£m-kp y. iAmptuu^o£pta medraboUd «Metropolita : 
Dui. 673, 674. 

ili/ip^u^nugau'lrp Y. i/f/ip^u^aiqnu piriskoboS TCEQiaiiOTCÓg: Rb ^. 

§ 233. Abstrakta anf -a^/bcir : 

lu^^Lpir^-kp y. m^ilnLpfià» «Àageiileideiic : B iT^. 

I» q^^uLpk^'Irpnf Abl. y. qfi^ntpiiói »Feachtìgkeit« : A 160| 
163, Mx. Her. 3, 5, 50. 

qopaifihii'kp y. qopnLpfiót »Eraft«: A 194, Mx. Her. 93. 

l>l^ui%aLpir%^lrp Y. ffi^u/untf^ltà, >FttrBtentum« : Rb è^. 
fi/iimJ»Lphi,-lrp y. fallii tTaLp/iii » Y erschwàgenuig, Verwandt- 
schaft« : 45 6; fJiimJhtpbii^kpaj Gen. 45 3. 

^iuJplrpaLpir%'hp Y. ^utJplrpaLpifà, «Aufschub, Frist* : 23 7. 26. 
^^i^Lpi/u~lrp y. 4^^iimlPIióì »Erankheit«: B ^^ Iq^, 

uiquA%nLpir%^kp y. uiqtaViiaLp^ói «TGtiuig, Mordc : Rb pp^^ 
j^^ui; i^luiui^uàiìiaLpbii^kp »Halbmorde« : Rbt?^(^. 

tljgiujnifiirh^lrp y. iHayaLp^ói »ZeugiiÌB, ZeagenauBsage* : 29 1 . 
mMaguLpirii^kp Y. mmgnLpftàt » Fioberhitze, Hitze«: B ^ 

§ 234. AuB den yoretehenden Belegen ergiebt sich: 

1) BildungsweiBe: Gebildet wird der Plural auf ^hp -*cr 
yon der starken Stammform. Daher yon ika. >Berg< der Plural 
gkiA^lrp aus *ilraft%^lrp'^ yoD Indi »Fisch« der Plorai l^ii-^kp ans 
*^wii'kp] yon ktilq^ »Rohrc der Plorai trqkifb'^lrp aus *irqlrfiu%^ 
^lrp\ y. è^tuqjili »Blume« der Plural è^mqìpt'hp aus ^^mf^mu-lrp^ 
yon m%nài >Name« der Plural mù^hp aus *iu%ni.ut%^kp\ ent- 
spreehend bilden die auf ^aLpjtài den Plural yom starken 
Stamme auf ^kiuii: Nom. plur. qopatphii'-kp = *qopntpkmii'.kp^ 

2) Gebietsausdehnung: Den Plural auf -Irp -*er bilden 
sowohl eigentliehe Singulare als auch Pluralia tantum wìe 
iluMÌig »Elo8ter«, und zwar a) die einsilbigen; b) die drei- und 



I. Abschnitt: Deklinatìon. Kap. I. Nomen. 177 

mehrsilbigen ; e) von Zweiailbleni regelm&Big nnr die zwei- 
Bilbigen EompoBìta nnd konsonantiscfaen n-Stttmme, da solche 
nisprttnglieh dreisilbig sind (z. B. A^^f ^ , Stamm A^^^^jolir-.). 

Nie wild dieser Plural gebildet von vokalischen StUmmen 
anf -4 nnd -f, wie 1^, ^fiumn%t\ siehe unten § 250 nnd § 256. 

AIb Plnral der EinBilbigen hat Bich derselbe anch anf daB 
Demonstratiynm ais^ aid^ ain ansgedehnt, nnd so erstehen, ohne 
die eigentlich pronominale Flcxion (b. nnten § 294) zn ver- 
drIUìgen, von dieBem Pronomen folgende W-Plnrale: 

^mju^kp zHiis'*er Akk. y. ais: A 257, B «T^i^, iTè^k^ '^^ti 



aTè^f,^ tPè^p ; i^atjiU'kp z-^id-*er Akk. v. atd: A 32, 233, B ^ijp^ 



VorgeBohiohte doB PluralB auf -*W. 

§ 235. Die ersten Spnren deB PlnralB anf -*Vr reichen in 
die frtlhelaBBÌBche Zeit znrtlck, wo statt ^kp noch die altere 
Lantform ^Irmp erBcheint (Lantl. § 79 d). Die in der alten 
Litteratnr vereinzelt anftretenden Plurale anf ^Irtup sind: 

pu/u^lrmp »GeBohftfte, Streitigkeiten« y.pu/y ^Wort, Saohe* ^); 
tlmb^hutp »ElOBter« V. i/ml^^ »EloBter«2); tlmpé^lrmp »Sehnlen< 
y. tlmpd >Schnle«3); np4rmp »MlLnner, Lentec mit den Eompo- 
BÌten: m^m'uplnup »Adelige<, lULmq^-Hpkmp » Magnatene, ^uy~ 
^apkmp »Armenier«, _gmf^apiriup »Helden«^). 



1) Bei Vardan, ErklSrang dea Pentatencha: SLmglrmi^ figt qjup^iui^ 

^mpLmi.np ptuiblruip. FaUSt. Byz. 12: mMimh-ai£^ il^tp 8*"^A4 A /""* 
%lrpnjib, 

2) Leb. d. VSter : "p i'"i'l f^'"/'»<^ ilaàtkiup% t^%, Faust Byz. 221 : 

g^njp ^P^tp'' \S^'i^^'»'g tlutiikpuil. ibid. 272: /^"jp ftui&lbuyii 2l%u 
tfutiib'ptuL, 

3) Faust. Byz. 221: b^i. tfiitp 'Impéb-mp pUif^ miBrUu»Jb lrplifip% 
Xfat^mg. 

4) Bibelversion Gen. 34, 21: npkutp. Laz. P'arp: apirmp 417, 418, 
478, 484, 485, 486, 487, 515; Gen. «pirpnj 27, 221, 505, 506, 522, 528, 529, 
533; Instr. apkutpat/^ 486; nplrpnil_ 505, 527; ut^uiapktup 385, 295; 
jmqtumapt-pnj 138; utum^aplrutp 484, 502; muui^nplrpnj 63, 192, 470, 477, 
489; 4uijnptrpaj 490; ^iu^nptrpaj 415. 

Karst, Kilikiflch-mittelwm. Volkaspnche. 12 



178 Fonnenlehre. 

Von Deminativnominen anf -ik^ Glen. -kan begegnen nns 
folgende Plurale: £uupH%'kuip ^) Piar. y. guupiifi^ »KopfkÌ8seii< ; 
fuggii— kiup^) Plnr. y^iglfli »Hfta8chen«; %md/b^lnup^) Piar, y.i^wc/b^ 
>Kahn, Nachen«; ^mquigl/ù'-lruip^) Piar. y. ^mquigtli >StMtcheiiy 
Fleckenc 

Uberliefert sind endlich von Lazar P'arpeci aas dem 
5. Jahrhundert and zwar auffallenderweise in der mittelarme^ 
nischen Laatform -kp die Plurale: pm^^kp^) von puA »Sache«; 
4uip^^kp^) von ^uip^ >Tribat«; ^mj^lrp'^) von ^mj >Armenier«, 
i^hiÓM'Irp^) von ^IrtA »Hand<. Wie aach immer diese ^^p-Formen 
za erklUren sind, jedenfalls v^àre es sehr gewagt, dieselben 
mit Petermann (Gramm. ling. Ann. p. 94) Air die arsprtlng- 
lichen, anter dem Einflasse des Accentes za denen aaf ^hmp 
entwìckelten za betrachten, wie denn aach jene andere Hypo- 
these Petermanns, die den ^^Plaral aas dem l^^/r-Plaral mittels 
n-Aasfall entstehen ISlast, anhaltbar ist. 

§ 236. Hervorgegangen ist der Plaral aaf -eary wie sehon 
die bis ins Neaarmenische fortdaaemde Singolarflexion des- 
selben andeatet, aas &lterem EoUektivnomen aaf -ear. Die 
arsprtlngliche Singalamatar verrai sich aach dadarch, dass 
zaweiien an SafGx -^ar noch obendrein das Plaralelement -H 
antritt. So findet sich Akk. Piar, pmuhmpu bei Ephrem ; Nom. 
Piar, f^ilrtupg bei Misayel, Rede aaf d. Ereaz ; Nom. Piar, np^mpg 
Patm. Alex. 124. Za kp-mj^g erweitert erscheint das Saffix 



1) Ezek. 18, 20: l^utplrù ^utp^iumb^ ^mp^^'ìilriupq.' iMd. ut^tuLUi- 
up^ Iru I» t£lrptut pÉup3iL%irpntn. 3ib-pnj, 

2) Nach Aid. I 79. 

3) Patm. Alex. 138 23. 24: ^iplraAig ÌttUL^%tnuph pÉupàftìi pnqf/ii'^ 
ibid. 139 9. io: qittuL^ìiinupii Jìu^qa fipp f» ^llf-if Ifutu^lruii ^iffìrfoi.- 

gutìit/''Ìi\ ibid. 140 30: in. %iut.l(blrtup tfi% [t ^tu/b, 

4) Patm. Al6X. 144 27. 28 : npj» a^uAquigr ir% fi jatutj^uto^'iitnupn. 

'^'"Pttki 1*"^ ""^ -it^f-l ibid. 145 2: h^L aJuAo h-^lrta£^ p atu^mo^ìth-'' 
pnjù mu^fib, 

5) Laz. P'arp. 363 i : P^qtfi p F"'9 /[putiiirpq., 

6) Laz. Farp. 252 16: t[4utp^t^p qpJnj ut2j^uap^lt% ^utjng, 

7) Laz. Farp. 466 e: iru g^^^ ì\ui^iu1butj Ìtl mji^ ^uykpii.'^ ibid. 

495 24 : Ìtl mlrulnu^ \Mt^''P"U 9 Z"!/^/*^* 

8) Laz. Farp. 603 io. ii: imp'^^'^L 'L^i^'^^P^ t fn'tp'fil»''^ 
"HIT 9^- 



I. Absclmitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 179 

^kmp in firqirpaifg »Medikament6« Mr À and B, tfmiiirpMujg 
>El5Bt6r« Faust. Byz. Eap. 6, 15, welch letztere von den ent- 
spreclienden Ploralfonnen i[uAnpmj^ ifuAiHputjn ifuibnplratj^^ tilr^ 
qnpiujg kanm getrennt werden kGnnen. 

AIb nichtclassisch kennzeichnet sìch der Plaral anf ^kmp 
dnroh seine Seltenheit nnd den Umstand, dass er fast ausschlieB- 
licli von nieht reinclassischen Schrìftstellern wìe Fanstos von 
Byzanz nnd Lazar P'arpeci zngelassen wìrd. In dem aaBer- 
classischen Aitami enischen nnd speziell im altarmenischen 
Hntterdialekte des Eìlikischen mnss der ear-Plnral eine weit 
gr($Bere Ansdehnnng nnd Gtoltnng gehabt haben : nnr nnter dieser 
Voranssetznng erklàrt sich die gewaltige Ausbreitnng die der 
PInral anf -^er im Eilikischen erlangt hat. — Uber die Fort- 
setzung nnd Weiterentwickelnng dieses Plnrals im Nenarme- 
nischen s. nnten § 244. 2). 

n. PInral anf jl/^ -ni. 

a) Plurale von eigentlich Zweisilbigen. 
§ 237. ut^nuy-ii^ V. m^nuy Offra »Zahn« : B jy^. 



mè^tl^%l» V. taè^nL ofu oder mè^rn.^ ajuR >Garten« : B ii^p. 
mt&Ai^ resp. aiJiAi'%fi V. mJìub antan »Gef&B«: B J^p^ 



Rb iS^f^. 

uijmmLgAft V. lujmmjg aidui^ sGesehwulst* '. A 228. 

utuuip-%[» V. utut^tup aspar »Schild«: Rb^. 

mpajb'^l» V. mpnfb aruifi »Blut, Blutbad* : 93 5. 

il^piup%^ (auB *puipib4tlt} Akk. v. pmpMuh papan >Wurf- 
maschine, Wurfgeschtttz<: Chron. Smp. Dui. 644. 

pmulp-'bnj Gen. V. pjaiilutp panjar Kraut, Gem1ise« : B i^/r. 

faJlJiiiy Gen. V. fiiJti iomeé >BUffeI«: Rb £4. 



y^i^^lult V. tripóni. elund »GeBchwUr<: A 148, B^l^; Ir^i^- 

'%aj Gen. B Hi^, 

j-kpt^lè^Jitnj Abl. V. kpqjluiè^ erivaj »Ge8chworener«: 51 13. 

kpfig-lbfi^ ArA^-^A ^- ^ptg resp- tpÌ9 *^?Q >PrìeBter<: Rb^, 

it, ^ K, ^, T; hts-^v c^en. Rb ^^, A»!, ^ ; j'hh-'^v ^w. 

Rb [up^ <«f. 

Irpll-^%t» V. hpmli erak » Ader< : A 1 56, 240, B ^^ i^f ^ J^^ ; 
kpli^%nj Gen. A 102, B ^, ^; f, j'^p^-'^nj Abl. A 199, B 4^. 

12* 



180 Formenlehre. 

qmuijfè^-'itlf Y. qmuijltuè^ ZOtlDaj »Geleilk< : B iS^^ '^k'L\ V^' 

av^^-^t ^' ev^f^y^^ff »Fingemagel«: Bx/V; q-giqjAf-'i^lf 
Akk. ibid. 

fukiMULg-iifÈ y. piiriuii:^ xelqR »yerstSjidigy klng« : Rb ^. 

^iufaè^^%n^(yj Gen. Y. ^mfituiè^ ffoxof »gehM.ngt« : Bb ^^. 

^mqt^P'-%p Y. Iiutquiuip gafhat » Forme : B i?^. 

^n^^-lr^ Y. ^n^/k^ ^<2;y » Warzo* : B d^, 

^mu^ufi Y. ^luitui. halav »Eleid« : Rb </i. 
^uuBrtTJuaj Gen. Y. ^uti&iT ham*em >Gewtirz<: A 107, 108; 
iiuiOrJiluml^ InBtr. A 287. 

^mjpmlrm'lbnj GctVL. Y. ^uajpuilrtu koÙth^ed »Abt< : Rb ^p 

Inh. Tab. _ 

^ui2jl/ùatl^ Instr. Y. ^uiiJbl haiiv >Rechnnng«: Rb/^. 
^oggoq-^ft Y. ^oggoti^ hoR^qy »Verwalterc: 39 23; 4nififo^-%aj^ 

^utLggtuuiAinj Gen. 41 16, Rb ^^. 

^uAii/i-iij, auB Hui%il,m^-^%fi Y. ^uàii/iui4 Janpah »Weg<: A 48, 

108; i^^ui^i^-^iif, Akk. A 76, B^. 

JhnnqJitni[^ lustr. Y. tPuiiauiti fìioday >Leichensehmau8, Toten- 

mahl<: Rb^ 

ning-ii/i Y. n^0^ oloS >Wadenbein, SchenkeU : B «T^ ; j-tin^- 
A,/,(%) Lok. A 240; ^-«7it/>-Wy(^) Abl. A 240. 

vlir^'K^) ^^^* ^- "ZA/. ^^^ »LanB< :^ A 246. 

uiiuBn£n-1b^ Y. i^tuufSutm bodjiar »Ursache, Grand*: Rb <^, 

^ ^é^^ A 148 zwéimal, A 152, 229; femer mit Eonsonanten- 
Yereinfachung die Formen: lym^Sn-lir/k ^) A 118, 148, 169 zweimal, 
220; uiug6piL^%aj Gen. A 148, 168, 194; i^iu^^L^iiog Instr. A 183. 

i^tuutpiu^~%^ (u^mmpnij^'^p) Y. u^iuanpnj^ utuif'Uik >L)Oeilt* ' 
B ^ar £a ^(^ tPé-p' i^autnpauijf-^nj GeU. B £m, 

iHiupli&Jbf» Y. u^uip^nL^ barguj »Httlse, Eapsel«: B «T^f^. 
ugntrpìi~%/i and «Y^^^A ^- ufntru»% homan »Termin, Vertrag«: 
77 3, 83 2<5. 

l'uqff-ìinj and iuttiuig'~%nj Gcn. Y. futquBg'^ caya^S »MUhle«: 

Rb^, ^. 

uaffnn^aLg-ii/» Y. uuglim^nLff spidguQ »(Ei-)WeiB< : A 70. 



1) Aach Plnr. i^ium^iun-iifi bei Mech. Her. 35, 56, 60, 93. 



I. AbBchnitt: DekliDation. Kap. I. Nomen. tgt 

qut^n^lbfi y. ilat&mn. vofot »HaiidelBkontrakt« : 83 6. 
iffi£ut^Jli^ y. i^^ui^ vijak >Dtócese«: Chron. Smp. Dal. 673. 

mIrpIriAnj GoD. y. mkpki. der*ev »Blatt< : B (^. 
^u»1ftribaj 6en. y. ^mqmg RayaR »Stadt«: L 154 22, Bb 

oémJbl» y. oéftm qzid »Geschenk«: Chron. Smp. Dnl. 646. 
^ut'^irpgài/i (= -pirpfib^iifi^ Y. ^m-pirptu% ked-peron >FlaBS- 
mllndang* : L 156 3. 

§ 238. Fremdw(Jrter: 

m%uf»l^lt y. mbuftii^ ansiz «Gesetz, Assise, Assignatc: 43 12; 
uAu/iq^iinj Oen. 57 5. 

pnaLM^-lb/» y. /fiuicjuy 9rub »Sirap« ! Mx. Her. 32. 

ptupmpAifi y. pmpatp icdar »Tatare«: Chron. Smp. Dal. 660; 
pmf^iup-%aj Gen. ibid. 658. 

^uft^l^lbp y. ^iuugut£^ gabal »Zoll, Abgabe* : Rb ùJp, 

4milfi£^lbail Instr. y. ^u^'lt^ havejl >ZasammenBetzang yoik/^*^'^' 
daftenden Drogaen and Gewttrzen«: A 221, ^lHJ^^rr^ jfH^Hl^\ ^^' 
^^lUMjJti^ y. ^I>iuij'p^ hilai-lc »Elage, Beschaldigong* : Bb/ki|^. 

ùmnju^Jbl» y. ^mnm^jatah >Wandarzt, Chirarg«: BJ^. 

^aLiuplti^%lt y. ^aLtup^iJvarU np.ffuvàris »Latwergec: B^; 

^aLtmpfiJ'^'U (jren. B qm, 

Jmj^aói'%lÈ {Jìu^aLb-%fÈ) \, tTtuj^nài (Jìu^nói) ar ab. m ajun »oon- 
ditam snbigendo confectam, Elee taariamc : B iP^m-^ iTuijùnói^ 
^%aj (i/L»i?<.ilr4rn/) Gen. B ^ i/;i^<a, A 83, 219. 

q^Jìup/tut£Jii/t Akk. y. Jìupl»ui& maria] »Heirat, Heirat8gat«: 
45 6; Jìmpl»uBÌiJunj Gen. 45 3. 

iTap^tPhl» y. tTap^miT morhatn ^PflaBter<: B^, ^; tTnp^ji 

Jiinj Gen. B £l^^ ^; tTnp^unTJiinj Gen. B ^. 

%iut.mp'ii/i y. %mLtaiup fìodar > Notar « : Rb ( * ìiomp-^mj 
Gen. 39 12. 

%at.t^utj'%p iinuiutj'^fi y. ìtnLt^uy tiuba TQBJi, %uu£iuj Tìoha 

>Periode«: A 195, Mx. Her. 94; %aLUfmjJibnj Gen. A 168, 170; 
itau^uyJiinj Gen. Mx. Her. 61; %auiaij^atl^ Instr. Mx. Her. 61. 

lutpm^iilt y. luipuiui sarab >Trank«: A 189, 198, B^, ip^ 

i/^OL 'Qjf^ '^{"C] q^mpiq-^fi Akk. B tTS-q.' ^utpi^'^nj Cren. B l'Ili , 

àn. ' I» 2'*'p''i^'u Abl. B iCjp, iTò-u ; 2^p'^'^'"l_ lustr. B Jìu 



i 



Ig2 Fonnenlehre. 

2^^m^%fi y. il>ui^ iiaf »Aiigenmedizin« : B JV ftlnfinal; 
lftui^%nj Gen. BI/?. 

i^ai^'%aj Gen. y. t^uiqmp bazar »Markt< : Rb i?^/c. 
ImbnótJklt y. ^atunA conufi »EAnomkiiB< : Rbc/off. 
utuitia^%fi^ uui%t^%lÈ y. uutlbmmi^ sondol >Saiidel« : B è^q^^ Il * 

uut%uiiAintl^ Instr. B ^. 

u^^qJii^ y. 11^^^ «A*^ sUrkonde, Schem« : 41 io. 

uffbuiLML'^iift y. uffiiuiLiL sifiof «Greiize, Grenzgebietc : Rb ^jb^, 

^; ulAoiL-'iiaj Gen. 39 7. 8. 

inuipuiuij'%fi y. mtujfiufmj dafba » Wiederkehr, Mal* : B £qp^ 

J^^ J^^ J^\ Rb^. 

tntJtm-iiaj^ mfBi^iaJitaj Cren. y. mhJtm demcdj ditned >Wimd- 

yerband* : B Ift^ «^, A 81. 

tnl^t^wt%'%nj m/n^oii-^nj G6I1. y. mfii^uiói mfiutob dtOOfl 

»Statat«: 39 7, 83 6; ml,ugiuói4iail Instr. 15 23. 

ufp^f^l^lbuj Gen. y. mpfi^l»i^ drifil arab. dari/ìl oder np. 

atrifel(?): BÌ^, 

b) Plurale yon graphisch Einsilbigen, phonetisch 

Zweisilbigen: 

§ 23SL Von p^ff^^ paziék »Arzt« der Plur. p^^iti-^t A 242, 

B^, J^p. 

Von fLifip polii >Eachen« der Plur. piP-%[» B^, jri^ J^^ 

Tfk^ <^, ^, «^; ^^^' t FiP-'^v B '^, '^, ^^ ^ ^^^j ^^^) 

253, 276. _ 

Von ^nt^ ^9/ux »Eopf« der Piar. i^^A'-V ^^ 4 zweimal, 

B tT^P', EompOB. fir^-f^-V ^* i^tii'^iaL^ B i/Jbiw. 

Von fìr^£^ (.^() kanduk (-ik) »Efigelchen« der Piar, i^li»^- 
-ii^ B Jìu, 

Von qpmuui k9rast »La8ttier« der Piar. Gen. iipuium^%aj 
77 21, 79 8, Rb ^; Abl. f» qpuium^%aj L 155 23. 

Von Pplntf Ì9rcoc »Wa8chang, Elystìer* der Piar. Instr. 

Von liitn^ g9set »Gewieht« der Piar. Gen. Ii2^n'%aj 79 io. 
Von limmL g9daf> »Taeh« der Piar. Akk. q^^iaaii.Jii^ 85 6. 

Von ^map ff9dor »Stttck< der Piar. ^ianp~%p B 7] 



1) — nenarm. f9ju = ci iéi >Warmc. 



I. AbBchnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 183 

Von ££aL jaju^) »Wunnc der Plur. iiii^JI,^ A 245, 277, 

Mx. Her. 146. 

Von Jlut^ mesak »Baner« der Plur. Gen. (/^iir^4»fi/(l!r) Rb ^^^. 
Von %iiu% nasan >Zeichen, Syniptom« der Piar. ir^ttfl!r4r/k 

B i%Z^ ^zweimal, ^, i^T^ j[i^ ^p^ J^j^^ «^, i/^; Hr A 
150zweimal, 151, 159, 191, 192 zweimal, 194, 195, 203, 206, 
209, 217, 225, 229, 272; Mx. Her. 14, 38, 40, 47, 76, 80, 91, 114, 
133; mìt Vereinfachnng des Doppel-n die Form ir^iifi»/^ Piar. 
33 4 ; Cren. ^luAJiiy Mx. Her. 81 , 94. 

Von i^tnnLq^ bsduy »Fracht< der Piar, iumq/bl» B ^; Akk. 

ti^iHmq^%[»(%\ A 64. 

Von Ipl^np c9rezr »Flas8afer« der Piar. Lok. f, ipkqpJii^ B £^p, 

Von uhtiML^ S9nduk >Ei8te< der Piar. uiiq^Jiblf L 156 15. 

Von tffiuij v9ga »Zeage< der Piar, ilffuy^'bl, 27 18, 33 13, 
35 17. 19, 53 4, 59 3. 22, 61 13; Gen. 'liwj-lbnj 53 7, 59 8. 25, 61 15; 
Instr. ijl^mj-^mi 27 n, 29 3, 35 15, 59 2, 75 22, 83 16, Rb?i^, ^ 
^ InBtr. tll^iuj'%qg 59 9, 75 il. 

Von tn^£np d9gjor »Eiystìer« der Piar. uilf&np~%l» A 198. 

§ 240. Fremdw(Jrter : 

Von piiujP palali »gesetzliclie Bestimmang, Regiement; 
Prozes8« der Piar. pi'ujP-^l» 55 12; Gen. ftiuypJiny 57 5. 

Von Jìai^atfit madbux »Arzneitrank, Tisane, TIiee< der Piar. 
iruiugai.lu'iip A 163; Jìnuini.fw'unL Gon. Mr B Inlialtstabelie. 

yon%^p/>u nagris »ArtliritìB, Podagra* der Piar.l!»^/!^».)»^ BcTH. 

Von ly^ni./» bazur »Samen« der Piar, ug^ip-it/i B J^p and 

tunp-^fi B i^n-\ Instr. tnnp-^nil^ B i^n., 

Von uiimLp^ mipp halqr »Beryil, Krystaii* der Piar, uumt-p^ 

^'bf, Bj^ ^, J^iu, A 139, resp. iy^o/»-ir^ A 37, 117, 246, 217, 257, 
267, 311. 

Von u^ni.^ safuf arab. safuf »aqaa non sabactam« der 
Piar. Gen. u^nL^^%nj B ^p. 

Von ^nu/uti fdfang »Franke, Abendiànder« der Piar. 

^«.mul^^^ B ^; Gen. ^itmu^^^nj Cliron. Smp. Dai. 616; Abi. 
f, fituài^Jiiifj Gliron. Smp. Dai. 652, Het. Eor. Dai. 486 V. 



1) Erwiihnt seien noch auB einer Inschrift ans Ani vom J. 1215 
(Slr. 75 f.) die Plurale: uiluan-'b/i^ Jaipui^-%li^ ^nLqu^iu^-%ni[^ InBtr. Plur.; 
auB einer Inschr. vom J. 1262 (hit. 116) der Instr. Plur. pli^iiu^ìin^ von 



184 Formenlehre. 

§ 241. ErgebniB: 

1) Bildangsweise: deriti-Plnral entsteht mittels Antreten 
von SufffiL -ni an die Stammform, wobei die anf -n anslauten- 
den das dadurch erzeagte Doppel-n vereinfachen kOimen. 

2) Grebietsaasdehnnng: w&hrend der Plural auf -«er 
Bich wesentlich auf die ein-, die drei- and mehrsilbigen er- 
streckt, nmfasst der m-Plaral das gesamte Gebiet der zwei- 
silbigen St&mme und Nomina, sie seien eigentlicbe Singnlarìa 
oder Pluralia tantum, selbBt&ndige Nomina oder als letztes 
Glied in Kompositen anftretend, wie letzteres z. B. bei ^^- 
-i^^nc^ nnd ^m-pirpiub Afft Fall iBt. 

Ansgenommen sind nar: a) konsonantiscbe y^Stàmme wie 
Irqk^ì Plur. htilnfii^lrp aus *lrtilrqinb^lnup^ sowie die zweisilbigen 
KompoBita, nach § 234, 2) ; b) die ZweÌBÌlbigen auf -i , wie orti 
>Sohn<, nach § 256 unten. EntBchieden fUr anormal mUBsen 
die vereinzelten FUlle gelten, wo von rein-zweisilbigen der ^er- 
Plural gebildet wird*). 

gAkiuj, Ferner ans einer ma. astrologischen Schrift im Wiener Mr. No. B8 

Bl. 24flf. die Plurale: miu^ii/i V. Sg. utnaL^ ^nLugAfÈ ^s tptLugA-'iifj y. Bg. 
qnLuuib^ qpuiuut'^ni. QeU. plUT. V. 8g. qputum^ qJruu^utÌt''%lt y. Bg. njfr. 
uugmit^ è-ailtrqp-ìt^ V. Bg. ^"'I^IP^ itn.mtPb[» y. Bg. cniutT^ fLafo^^^fi 

V. Bg. p^ip^j 1but^uM2/yl9 V. Bg. inw^ur^, tinLtH-^lB y. flg. it^nciT (arab. 

ji^)j ^ai&m-%^ y. Bg. A»»3t?iir (np. »^1^>), 4mgl»J^'%f» y. Bg. fu^fT 

(arab. (^1^), Jhà,k^^^'^^ v. Bg. Jaóit^iP (arab. |%-?vU), ijmqjtpJbl, 

V. flg. tlutqjip (arab. jJ^), maa^faJii/i y. Bg. tnuiufmfa (arab. gj-f'^), mnmiL' 

-ir/fc y. flg. mniun. (arab. ^|j^). Aufl der ma. Poeslo : Geu. Plur. m^f^-Wi. 

y. iir^(^^ KoBt. Job. Tlk. 29; Nom. plur. i^puguitt'it/i y. qjuptqtuu Kost 
Job. Tlk. 66; Geu. plur. f«h^iog-%aL y. /biA^o^ Kost. Samml. Ili 36; «y«»/»- 
mfiq^iinL% Geu. plur. y. ufuipmtq^ KoBt. Samml. Ili 18; pMuq^m^lt Nom. 
plur. y. uft^q^j Joh. Tlk. 35 ; ^ffitu^f» Nom. plur. y. Av^/f»/ Job. Tlk. 35; 
ummutf-ìiai. Gou. pluT. y. uuimiuf Koflt. Samml. Ili 19 etc. Noch 
weitere Beispiele lieGen flicb hSufen aus der Bpatmittelarmeniflobeu und 
friibneuarmeniBclien Litteratur. 

1) So erflcheint vereinzelt Btatt deB uormalen nt-Ploralfl yon f^'^l^^ 
auch der Plural pt^i^^trp Rb oT; yon Jìnu^aLfu auch der Plur. G^en. 

tPtm^aLfu'lrpaj Mr B ^. 



I. AbBcbnitt: Ddklination. Kap. I. Nomen. 185 

BntwiokelnngBgesohiohte dee m-FltiralB. 

§ 242. Als VorlS.nfer dea kilikÌBohen m-PlnralB begegnen 
nns in der altannenischen Litteratar folgende Plurale anf -ani: 

mqaiiaaiiip^) >die Adligeii« Y. mquun Faiist. Bjz., Laz. F'arp.; 
ort^fj»^^^) >die Vornehmeiì« y. «vov^ Macoab., Agathang., Laz. 
P'arp.; ^4y'i'P^) »die Rnhepolster, Sitzbette« y. f^i^aj Fatm. 
Alex.; ^pl^guAl^^) »die Prie8ter« y. h^pt^ Laz. Farp.; %uiJiu^iu%p^) 
»6riefe« y. "umiTmli Laz. P'arp.; qj»m%p^) »EOpfe« y. ^«^/v 
FanBt. Byz.; ^/f»^»ir^7) »Fener, FenerstUttenc y. ^^»^ Laz. 
P'arp. ; ^mutuit^^) »Sch&dìgimgen« y. %«»» Laz. P'arp. 



i) tuquttautlbty Las. F^STp* 64, 138, 140, 153. ^''yg tuqmtaoAnJìb 

m^njlrgtuù FaoBt Byz. V Kap. 5^ 

2) tULtUfmlbfA ap P2^mBntLp afgu f^wf^/rtr jmLt^j 2 MaCCab. 1 4, U ; 
Aò-mnÈrò' mLiuqw%a^ 3 Maocab. 5, 2 ; qAò^iuAÒ-u jiULuiqjulbujit 3 Mac- 

cab. 5, 16. AÒ-tuitrò" mLut^iAnJii Agathang.; ^mùi^pi. db-ò-tuAè- atLut^ 

fjMfliiii^ Agathang. patqjuLap'it ^mùt^pk uuMtqjttìial^ FaQst. Byz. 

V Kap. 1 nnd 44. Bei Laz. Farp. sind belegt: Nom. uÈum^'ùlt 55, 62, 121, 

126, 131, 135, 184, 185, 194, 228, 490, 507, 508, 527; Gen. mumi^u/knj 56, 
64, 120, 121, 123, 131, 134, 136, 155, 156, 158, 186, 201, 207, 224, 229, 234, 
239, 245, 250, 262, 317, 325, 357, 426, 428, 475, 480, 482, 487, 488, 490, 
504, 522, 527, 530, 533, 536, 537, 543, 545, 546; muu^%Lnj 102; Instr. 
mLmi^%lrmL 130, 141, 148; utLiui^aAni/^ 69, 215, 222. 

3) /»Ìr^ qm4«jai1bal^ JìmaAt^i' Patm. AlOX. 28 21. 

4) pt 'ft'^tfr Irp^guiìbliu uJui^ ffif|r u^amuipatutnh'uii t %natu 

Las. Farp. 281 12. 

5) h'L maUnmt gbautu fi^faaAfiìb Jj^pAlrmg iìatutu^atj qutA%uiA 
%mJm^tuÌtlA Laz. Farp. 167 21.22.23; ^puÈJmjtp IbtuJat^miili arnlr^^ Laz. 
Farp. 167 7 ; h'L tfùghruit ifliUÈJml^mb^ ^tpatotufb^ip ngpaLo JmautuitirtuL 

Laz. Farp. 167 9. 10; ^c qhuiJui^tuitlAi l^tupt^glnui^ Laz. Farp. 169 17. is; 

§rL t^mqtfmqmt^^ ^atJàm^uAip utptuptrm/ ano. t^unupb Laz. Farp. 184; 
JT^g ^"'^ auniJrat» qitatJut^atitfilb LaZ. Farp.' 185; aj Irppirp aianjupip 
f|ii^/ IbtuJui^tuib^ Laz. Farp. 197; iituJtu^auitp mpmphrmt mn. I^mjup Laz. 
Farp. 249; AtuJuat^utùjAi umA%ui/Ìb anp qph'iu» h'L uitah'tut ^ tua. 

^t^jup Laz. Farp. 250; itmJm^uA^ pmiiaLtr Laz. Farp. 470; hL l/ùghiui^ 
^tui^^nj ^mJmlimùltù Laz. Farp. 471. 

6) n^ ^JP ìf^* ^Hh^'^lfi' utluajh%[ig1b qap pArphiut tp utn.utfh 

pmifmLaplA Fanst Byz. 198. 

7) uu^mith-gtg t^iafltuipuli ^nfu ^ptu^tuitp Laz. Farp. 233 4. 5; tufi 

^ptu^atitafii utit^tuu mm^km/^ tp ff'^f. hL uitu^t^lb Laz. Farp. 233 10. 11. 

8) Jkè-auJh'è' quyajtg^ufi ^utuutìbp uttàikinij^ Laz. Farp. 



186 Fonnenlehre. 

Als antìqniBierende Formen erscheinen in Bp&t- resp. nach- 
dassischer nnd mittelarmenischer Zeit, als aa. -ani in der leben- 
den Sprache làngst zn -m geworden war, noch folgende Plarale 
anf -ani: in Gregor Magistros' poetìschem Werke: mpaor-mult 

V. 579, u/k^pk^a/uf, V. 627, w%nuu%^m%\i V. 447, wiLm^^m%l, 
V. 352, «irnor^-itflli^ V. 582, atumlrn''miip \,obSf uaiitqju^'uA^ \ . lAÌj 
lunp^pi^^m^fi V. 350, 546, limJìup^m%l, V. 344, 920, ^^iMàii^^iu%li 
V. 453, Jluittk^^uA,!, V. 893, Jlrih%^m%l, V. 848, %2.m%^m%l, 
V. 511, u^uimi^mJr''Uibjt V. 216, t^uimmL^p'iuitfi V. 590, 632, uutaiJrp'-' 

.itftr^V.468, i/»]Sa»nL-»tr/k V 585, .[pinui^^uAil, Y , 238, 957; ferner: 
iif^^wuf-artr^ Ganjaran ; mJpag^uM%li Greg. Ttay, Chron. Smp. 
Dnl. 616; ^irc^i^'^^-'^V Jì^^tak. nnd Mech. Aparan^i; ^u/ùi^lrpl-^ 
^uMiift Ners. Shnorh. El. Edess.; ^an^aJiuM%li Greg. Erec Dui. 168; 
JhLquii^a/iili Chron. Smp. Dnl. 658; %tppnq^iu%fi Ners. Lampr.; 
^ar^iw^-wl^^ JiSatak; umiutp^afuli Greg. Eref? Dui. 172; ^mqui^aiiip 
Epbr.; ^i.iir^-a»tr^ Greg. Ere^ Dui. 192^). 

§ 243. Ganz abgesehen von diesen in archaistischem 
Gewande auftretenden mittelarmenischen Pluralen, die, da sie 
auch Nichtkilikiem wie Gregor Magistros gelHufig sind, die 
allgemeine Ausbreitung des nt-Plurals auch auf GroBarmenien 
bezeugen, beschrfinkt sich in der echtclassischen Litteratnr der 
ant-Rural so gut wie ausschlieBlich auf die Falle unitummùfi^ 
uMLutquM%li^ welche beide in der Bedeutung >die Adeligen« = 
»der Adel« (konkr.), >die yomehmen« = »die Notabilitllt« 
(konkr.) noch die ursprtingliche Natur von EoUektivsinguIaren 
durchblicken lassen^]. Nur bei nichtreinen Elassikem, wie 
Faustus von Byzanz, Lazar P'arpeci, Alexanderroman, die Uber- 
haupt yielfach nichtclassisches Sprachgut aufweisen^), hat der 
Plural auf -ani eine freiere und ausgedehntere Verwendung 
erlangt, offenbar unter altdialektischem Einflusse, wie denn 
auch der kilikisch-mittelarmenische m-Plural aus nichtclassi- 
scher Wurzel entspmngen und emporgewaehsen ist. 



1) Das konupte fntuit^mqnjii des Textes ist zu emendieren in 

2) Da arspriinglich KollekiiTsingular, tritt zuweflen noch Plural- 
charakter -AT an; so bei Agathang. Instr. Plur. utLutqMuitqg; bei Laz. 
Parp. 68 uttju^MuIbb'op, 

3) Ygi. Aid. Gramm. Einleitung. 



I. Abschnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 187 

§ 244. Wfthrend im Mittelarmenischen der m-Plnral dem 
Plorai auf -*W beinahe gewachsen ist, ist er im Nenarmeni- 
sohen nnter dem nnanfhaltsamen Vordringen dea letzieren» 
g&nzlicli znrttckgedrangt worden nnd als Plnral nntergegangen. 
Erhalten hat er sich blos formai nnd HnBerlich in erstarr- 
ter Form nnd yerS.nderter Fnnktion in den folgenden 
zwei FSllen: 

1) In Verbindnng mit den PosBessivsnffixen. Es 
wird nSlmlieh in der westlichen SchriftBprache, im Ttirkarme- 
nisehen nnd anderen Dialekten das Possessiwerh&ltnis derart 
ansgedrtlckt, dass an die einsilbigen Nomina die einfachen 
Pronominalsnffixe -s^ -^, -^^ an die mebrsilbigen aber die 
Snf&xe -nisj -md, -^in antreten (Aid. Il 47). Z. B.: maÓM^u 
>mein Hans«, mnàt-ii. »dein Han8«, maói^% »8ein Hans«; da* 
gegen: miupmtn^l"' »mein 6arten«, t^uipmtq^^l"!- ^^^^^ 6arten«, 
uftupmtq^lb^lb »Bein 6arten«; u^utpmt^trpJit^u >meine G&rten«, 
mmpmti^lrp-^ltil. >deine 6àrten«, uiiupmtiiiilrp^itù >seineG&rten«. 
Anch an EinBilbler, die mittels dea Plnralsnf&xes -kp zweisilbig 
geworden sind, treten die komponierten SnfGxe: ^uÈjpkpJbfiu 
>nn8ere yilter« oder »nnBer Yater*, mitkp-^'ùltu >nnsere H&n8er« 
oder «nnser Hans*. Dagegen ist die Form *'iuijp'iilia, *m%^l,u 
anm5glioh, da die komponierten Snf&xe nie an Einsilbler treten. 
Wie ans der Deklination dieser PoBsessiysabstantiya hervor- 
geht^), gehOrt das Element ni der Snffixe ni^s^ nini, ni-n^ nr- 
sprUnglich znm Nomen. Anch darin stimmen diese Possessiv- 
bildnngen mit dem mittelarmenischen m-Plnrale Uberein, dass 
beide ansschlieBlich anf die Zwei- nnd Mebrsilbigen beschrllnkt 
sind. Die Identitit beider m-Bildnngen lenchtet ein^). Die 
mittelarmenische Plnralendnng -ni verlor im Nenarmenischen, 
analog wie Plnralsnffix-^, den Plnralcharakter; in dieser er- 
Btarrten Form verwnchs si e mit den Pronominalsnffixen s^ d, n 
zn einem nenen Possessivsnffixe, welches schlieBlich in den 



1) Nom. inmpmkq^%ltu »mein Garten*, 
Gton. u^tupmfrq^itnLu »meine8 Gartens*, 

Abl. uiuipmtn^^t" »an8 meinem Garten* (Aid. II 47). 
Nnr im Instnimental tntupmtnail^%liu ist an Stelle der nrsprUng- 
lichen mittelarmeniBchen Flexion i^mpmtq^^ntfu eine j Ungere getreten. 

2) Schon Aidynian Kr. Gram. II 48 hat anf diese IdentitSt hin- 
gewieBen. 



188 Fonnenlehre. 

jUngeren Oebilden ^mjpIrpJiiliu^ mmpmtiiìbkpJuliu anch an Finrale 
antrat. 

Erhalten hat sich der nt-Plural in erstarrter Fono ttber- 
haapt vor alien an den Nominatìv angefìigten Saffixen, nnd 
Bo anch 

2) im nenarmenischen Plaral anf -n^er, Bekanntlich 
gilt fUr das Nenarmenische, wo allenthalben der alte Plnral 
anf -W^) die VorherrBehaft erlangt hat, folgendes Gesetz : Die 
Einsilbler bilden den Plaral mittels Snff. ^kp^ die Mehrsilbler 
dagegen mittels Snff. ^%lrp'^). Der nenarmeniflche Plnral anf 
^kp wnrde bisher zn erklUren versncht ans FHUen wie: mU- 
%kp Plnr. y. »irA, IkiAkp Plnr. y. llm.^ nufukp Plnr. y. «m, 
kilktfuhp Plnr. y. In^t^. Da in diesen, bereits mittelarmenischen 
FSLlIen yon i^^Plnral das stammanslantende n, als im Inlante 
stehend, erbalten blieb, wàhrend dasselbe im Nom. singnlarìs 
lantgesetzlich geschwnnden war, mocbte es den Ansohein ge- 
winnen, als bildeten die n-Stàmme nu^t^ am^ Ika n. s. w. ihren 
Plnral dnrch Snffix Jitlrp, Danach wìLre dieses PsendosnfBx 
Jibkp yon jenen n-StUmmen ans anf alle tlbrigen Falle ans- 
gedehnt worden; das heiBt: yon den paar n-Stammen mit ab- 
geworfenem n, die tlbrigens znm Teil nenarmenisch in anderer 
Gestalt anftreten^), sei dieses scheinbare Plnralsnffix anf die 
mebrsilbigen StUmme samtlicher modernen Dialekte tiber- 
gegangen, yon fast ansschlieBIieh Einsilbigen, was die n- 
Stamme sind^), anf ansschlieBIieh mehrsilbige Nomina. Die 
UnmQglichkeit dieser ErklSlmng lenchtet ein. 



1) Dialektweise wird -*er yerschiedentlich phonetisch differenriert. 
So z. B. zeigt der Dial. ▼. Agnlis die dem Gesetze der Vokalharmome 
8Ìoh fUgenden Différensierungen -ar nnd -Ur^ S. Sarge. 77; der Dial. ▼. 
Tiflie zeigt -tV, Tom. Dial. y. Tifi. 48 f. 

2) So z. B. è'uia.'irp >B*ànme<, i/iuijtu^kp »Holz8eheite«, aber u^mp- 
mkq^lrp hordez-n^er »Gi&rten<, nu^p-^irp osk9r-n^er »Knochen«, tuumq^kp 
ast9Y'n*er » Sterne*, mqm-^lrp d9ya-n*er »Kinder<. 

3) So kennt das Tr. nnr Sg. odìc »Fu6<) Gen. odìt-if ceffi >Hand«, 
Gen. cefìc'i; plur. odU-^er »FUGe<, cefU-^er » Bande*. 

4) Die altarmenÌBchen yon mehrsilbigen n-StXmmen gebildeten Irutp- 

Plurale putpktfuirutp fy. puipljtlì\ *btuiJfl§lnup fy. ^lULft^ oder %uiLut^\ 

^tuq^g^'blnup (y. 4i'"i'"^^) konnten in ihrer beachrSnkten AnzaM zar 
Bildong dea n*er-Plnral8 bOchetens ganz eeknnd&r mitwirken, nioht aber 
den AnstoG dazn geben. 



I. AbBohnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 189 

Hier drangt sich von selbst der Yergleich auf mit dem 
possessiven -nisy -nid, -^in. Gleichwie alle Einsilbìgen die 
einfachen Possessivsaffixe annehmen, die Mehrsilbigen dagegen 
die Bildnng mit ni-s, m-^i^ ni-^ zeigen, ebenBo bilden die ein- 
silbigen StUmme den einfachen Plnral anf -^er, die mehrsilbigen 
dagegen den anf -n*er. In jenen PoBsessiybildangen haben 
wir den alien erstarrten ^^-Plaral erkannt : dieser selbe mittel- 
armenische m-Plnral liegt anch in gegenwartigem Falle vor, 
and zwar ist Plnralsnffix -n^er hervorgegangen ans *-nir^er^ 
d. i. der nenarmenische n'^r-Plfiral der mehrsilbigen 
Stàmme ist ein znsammengesetzter Plnral, bestehend 
ans dem mittelarmenisehen m-Plnral + regelmUBigem 
nenarm. Pluralsnffix -*Vr. Dass ansschlieBlich bei den 
Zwei- und Mehrsilbigen der n*er-Plnral erscheint, hat mit der 
Beschrtoknng des komponierten Possessiysnffixes anf die Mehr- 
silbigen den gemeinsamen Grand darin, dass der m-Plaral, 
nieht erst im Mittelarmenisehen, sondern schon in seiner 
altarmenischen Gestalt -ani and soweit derselbe sich tlber- 
haapt zarttckyerfolgen lìLsst, nnr yon Mehrsilbigen gebildet 
wird. Der mittelarmenische nt-Plnral hat sich natnrgemaB 
zam neoarmenischen n*W^Plaral weiterentwickelt ^) : ans ma. 



1) Der Plorai anf -^Irp erscheint — abgeselien von dem Chron. Smp. 
Dui. 646 Btehenden korrnpten ^mqm^lrp^ Bowie von den eben&llB ans 
niBprfingliohen einfachen Floralen anf -^j» kormpten Plnralformen : 

tam.aL'-^kp Qeop. 180, t^nunuL^'-itlrp GrCOp. 135, ubmaLl^'Ailrp GrCOp. 52 — 

snerst in der medizinischen, poetischen nnd Fabellitteratnr des ansgehen- 
den 16. Jabrbnnderts. Im »Fncbsbnche« ist derselbe schon ganzgd'ànfig. 
Am ISngsten erhiSlt sich der nt-Plnral im Poi. Etne Baskover Urknnde 
dea Jahres 1751 (b. Min. Leh. S. 165 ff.) zeigt noch allgemein den nt-Plnral 
in den obliqnen Kasns; so die folgenden meist mit Artikel yerbnndenen 

Formeni mnouna'^aài BuaoptnAintìt tuii£iupiu^-^aót mim^tw^aót 
p-aaqJmitaói anS *Pu»nJuhtAinLb pmifiaLp-^nài puti^op-^nói ^mpffù'- 
%aòi itluaun—pibaót npajtiUup^nót u^atmmpimq.'òaói u^uiiatimaj^nàt 
tuatatli-^aL ununut^tup-^aA otunuÈO'^ttLb outno'-iaót ^uipuitpo-^aA 

%^uiitmnLg'-%nL% ^ qlrqpuài^'^nài \ yon Fremdw(5rtem die Genitive 

Plnralisi tuppinaug^au-^nLb uiqm-^m. taqui-^aùs mpqfwaL^^aiìt^ 
amjfi^m'-'itnL luoPui'^nói piuitt^irp'^aàt ppoi/pqop-^nót fuotfuA-^aót^ 
2'mpfiutP'^nA uutitkutp^nL unpfAtu-^aói ^m^jtp^nLb &nó§mnL^'- 

%nàa, Erst der Nominativ (Akk.) Hnr. anf -ni ist znr n'«r-Form erwei- 
tert; so schreibt dieselbe Urknnde zn Gen. plnr. atqm-%nL nnr noch den 

Nominatiy plnr. mqui^^kp 169, 170, 173; zn Gen. plnr. m^m-^at. den 



190 Fonnenlehre. 

pMu%ip^%li entstand na. ftinuip^'ùtp (= ^ftu/kipJbfi^lrp)^ ans ma. 

antuuanAth Ila. antuuta^h'n (:=^ upututn'^p'h'pj ^ aUB IQa. t/bun^p 
na. t/jiatj-^lrp (= * i/fiuy''1b^-Jrp) f aUS IHa. ^/"W'^lf HA* ^""IRr^^P 
(= omqiu»-'%ft''h-p) 6tC. 

Diese Plnralbildung mittelB doppelter Snffixe ist nnr ein 
Qlied in der Eette morphologischer Umw&lznngen, wodnrch in 
der nenarmenischen Feriode, abgesehen yon dem *W-PIaraIe, 
die mannigfachen SUteren Plnralbildnngen, teils weil veraltet 
nnd zn Singularen erstarrt, teilB weil von dem *W-Pliirale 
znrtlckgedr&ngt and UberflUgelt, mittels Annahme des regel- 
mUBigen nenarmeniBchen Plnralsoffixes -*erj seltener von anderen 
SnfGxen, za Plnralia eompoBita Bicb weiterentvnckeln >}. 

ni. Plnral anf -^ -^vi. 

§ 245. Belegt Bind folgende Plurale anf -f>f -^, -ot/b, -t^ : 
m^9^ ac-vi »Angen< (Bg. m^^ »Ange«) B ^, i^; Instr. 



Nominativ piar. tugPiu-%irp 174) 182; %u Geo. piar. uipt^gnL^%ai. den 
Nom. piar. mpi^^guL^lrp 182; za Gen. pi. mutudimtk'^ai. den Nom. piar. 

ugminXiun'%kp 173; YOn 8g. upitauatJ^ UUT Nom. plOT. upitm^^pltkp 182, 

von Bg. tauifpatp nor Nom. piar, intufpiup-ih-p 182 etc. 

Infolge dieser im Poi. aasnahmsweise lang anhaltenden Lebenakraft 
dea nt-PloralB konnte es hier zar Entwickelang dea m'-PossesBivB nicht 
kommen: wie denn aaoh in jener Urkande vom J. 1751 mit der Fest- 
setzang von Saffix -V aaf den Nominativ das Nomen aaf -ni vOllig 
geschwanden ist. Das PoBseBBiwerhaltniB wird demnaoh im Poi. dorch 
die einfachen Saffixe «, d, n aaBgedrUckt. Zn letzterem ygl. Aid. 1 185. 
Das Poi. zeig^ hierin Àhnlichkeit mit dem Ostarmenischen, wo ebenfidls 
der einfache PoBBesBivaaBdmck sioh erhalten hat n. Aid. 1 196; wie jedoch 
im AUgemeinen das OA. in der Scheidang der Saf&xe -irp nnd "Ibb-p das 
Silbengesetz nicht Btreng befolg^ so ist namentlich beim PoBseBBivaiu- 
dmck das Snff. -^trp oder 'lAiIrp aach aaf die EioBilbler verallgemeinert; 
Beispiele b. bei Aidynian 1 196. 

1) So im Tr. (Aid. II 13 flf.): ceh)9n*er »Eande« anB *eef''vi-n*er; eìanU 
>Pferde« = don + 1i\ osk9rdanU >Knochen< anB *08kr'di-^mlc eie.; femer 
im Poi. (nach Hannsz) : acv9n*er, madv9n*er, odv9n*er anB *ae'm'n*er, *mad' 
-vi-nW etc. Letztere Falle zeigen dentlich die Entarrang der mittel- 
armeniBchen Plnralendung and deren VerBchmelzang mit dem Stanmie^ 
der nnn ala mehrBilbiger das Snff. -nW der Mebrailbigen annimmt. 

2) AnDerdem findet Bich ut^ffi Bowie die Plarale ^trntl/i^ aulici mehr- 
fach belegt in der mittelarmeniBchen Liederpoeaie (vgl. Hayerg, Kost 
Samml., Kost. Job. Tlk.). 



I. Abschnitt Deklination. Kap. I. Nomen. 191 

llrtullt cet-vi »H&nde« (Sg. kkn. oder IkiLg »Hand«) Rb ^ 

nmilfi Od-Vi »FllBe« (sg. nui Odcr aiag »FuB<) Rb ^, B i^ar, 



4f^, J^um, A 156, 160, 217, 237, 253, 271, 301. 

t^laL^ mic^i »Leiiden« (sg. Jtl^ »Seite, Lende«) Rb ^. 

tonili» tdt-vi »Thttren, Thor« (sg. ^«.il »TbUre«) Eost. Samml. 

I 64, Amirdovlal Hun. Il 347. _ _ 

jipillB ir-^i »Sachen, Dinge« (sg. ^/r^ »Sache«) Rb ii, B i^, 

J^ zweimal, ir(f, L 157 20, A 20, 23, 184, 191 zweimal, 192, 
193 aohtmal, 194, 197, 225 zweimal, 227, 265; Gen. j^pilpj B^; 
Abl. j'tp»laj A 292 1). 

iTintlp mad-vi «Gedanken, PUlne« (sg. t^m oder i^mg »6e- 
dankenc) Rosi Samml. I 52. 

uA,»lfi dan-vi »Hàaser« (sg. maA »Hans»)^), Gen. laiitfaj Ass. 
Ant. 71 5, Dipi. Sarv. Hun. I 258. 

^iii/ti sofinvi »Hande« {^g.^aói »Hnnd«), Gen. ^^i/ny Rbii<f }. 

§ 246. Letzterer t^Ploral von ^imà findet sich bereits in 
der alten Sprache bei Enseb. IX 8 einmal belegt. Gleiehwobl 
folgt hierans noch keineswegs, dass die Floralbildung anf -rt 
orsprttnglich anf die beiden Nomina laót nnd maA beschrànkt 
gewesen sei; denn weder formale noch begriffliche Analogie 
lag Yor, om von letzteren Einzelfdllen aus die Yerallgemeinernng 
dieser Bildung bewirken zu kOnnen. Weit wabrscheinlicher ist 
der Ansgangspnnkt des t^t-Plnrals bei den kOrperteilbezeichnen- 
den Nomina zn suchen; da nUmlich die hierhergehQrigen 
Gliednamen ansschlieBlich solche sind, die doppelt yorhandene 
Korperteile bezeichnen, lltost sich in dem Element u des Saf- 



1) Bei Mx. Ber. ed. Yen. Bteht Fior. ^/f«^ S. 11, 14, 19, 30, 80; Ppai/i 
71, 90, 91, 92, 93, 98, 132, 133; ^/i^/r 80. AnGerdem S. 131 ibid. die darch 

rg vent&rkte Pluraiform ^pn'-l'g »Dinge< ; ygl. poi. t98tr9viìc >SohweBtem< 
H«n. 118. 

2) Plural u^h-^uti^/p »Waffenh&iuer< (y. sg. u£Ìr^tnaL%) belegt in der 
ma. astrol. Schrift des Mr.'s No. 88 za Wien. — Daneben zeigt sich Plnral 
mitlrp »^&Tl8er< In einer Inschrift aoB Ani vom J. 1215 [hìr, 77) and in 
einer Inschrift yom J. 1221 (!^ir. 128). 

3) Bei dem Nichtkilikier Amir Dovlat* erscheint aach der Plaral 
IrpkuuLp V. kpku^ b^plrug »Ge8Ìcht<; 80 Hun. II 370: B^l japétaiT 

Suàtirìt ire jirpirunLflìi ouirit qb-piruii t^mpJp^t k*- qq.aL^'h mqtl^gbt , 



192 Formenlehre. 

fixes -vi ein Ùberrest des noch im Namerale kp^uL erBcheinen- 

den alten Dnals vermnten, der bei dìesen dnalbegrìfflichen 

Nomina tlberlebte — analog wie im NensIayiBchen ^) — nnd 

dnrch nachtrUgliche Verbindang mit Saf&x -4 8ich znm Eollek- 

tivsingxQar nmgestaltete, welcher schlieBlich ala nene Plnral- 

form anch anf andere, meist einsilbige Nomina Uberging. 

Im NA. beBchriiiìkt sioh dieser meist dnrch Snff. -nW erweitorte 
Plorai fast aasschlieGlich anf SnbBtantiva, welohe K?$rperteìle bezeich- 
nen. So ImTr. (Aid. II 14): ilnuiL^ltirp {*ktrn.nif»^lrp) v. ktm^ »Hand«, 

amnipjblrp ^umaL^'^h-p) y. "tno »FnO<, m^aLj^lrp ( tu^t.^'ith-p) y. ttf^Jt 

»Ang6<, jo%gaLpitÌrp^ i^^nLJtJblrp v. jobg resp. f"^^ »Angenbrane«, 

yùl^aLpitlrp ( èr%^ttLJt'^yp)Y,ò'aóil^ >KnÌe<, JutiunLgAh-p \Jmmnijt'^kp] 

eine junge dem Mittelarmenischen noch fremde Analogiebildnng ▼. Jium 
'Fìngere ^); im Poi.: aiv9vfer »Angen« Han. 20, madwnW »Finger< Han. 88, 
odv9n*er »F1iGe< Han. 124, ohungv9n*w^) »NSgel< Han. 98; daneben jedoch 
noch die iilteren Formen a^i »Angen< Han. 20, onkoi >Branen« Han. 98, 
jungvi >Kniee< Han. 48*); im Ach.: vuedìc »Fn6<, pi. odv9n*er; e^er-M 
»Hand<, pi. ceh)9n*er; tur >Thttre«, pi. <9fv9n*er, woneben noch die mittel- 
arm. Formen odvi^ ceM^ forvia) sich halten (Tom. Dial. v. Ach. S. 58). 

In den Beginn der nenarmenischen nnd Ansgang der mittelarmeni- 
schen Periodo, als der tt*«r-Plnral sich noch nicht formiert hatte, fallen 
die komponierten Plnralbildnngen : m^aUrp >Angen< b. Job. Tnlknranci, 
ans *au^ilt^kp ; nm^ »Ftt0e« Hayerg S. 135, ans *nm''ilp'^^^ woraoB 

spftter znr Formationszeit des n*er-Plnrals das moderne amtfjpltlrp od-i^' 
-n-*er hervorging. 

lY. Plorai aof -m^ -M and anf ^qmj, -^vbM. 

§ 247. Von ursprlinglichen EoUektivis anf -m^ (ans *uH 
odor *ùi} haben sehon im AltarmeniBchen plnralische Geltang 



y 

1) Vgl. im Cechischen: oci >die Angen<, usi »die Ohren«, ruce >die 
HaDde<, gegenfiber den eigentlichen Plnralen : oka »die Angen anf der 
Snppe, Schlingen<, ucha >die Henkel, Nadel(5hre<, ruky >die Meilenzeiger, 
Ubrzeicher<; vgl. anch mss. o^h »die Angen< zn oko, yiuH >die Ohren< zn yxo. 

2) Erhalten hat sich im Tr. der einfache t?i-Plnral nnr in den Pos- 
sessiykomposita: sevafvi »8chwarzangig, j9rodv% >kmmmbeinig« n. Aid. 
II 14. 

3) ohungv9n*er ist jiingere Analogiebildnng. 

4) AnGerdem die ans ft-Plnralen weitergebildeten Flnralia compo- 
sita t98ir9vi-U »Schwestem« Han. 118; g9d9rvanU »Stttcke« Han. 59 ans 
^gBddr-vi'an-U . 

5) In tgf'vìf erweiterte Form t9h39n*er hat sich ansnahmsweise dieso 
Plnralbildnng bei einem Nomen gehalten, das keinen Kdrperteil be- 
zeichnet 



I. AbBchnitt: Dekiination. Kap. I. Nomen. 193 

Jim%^mp »Eiiider« von tnu%mtJg >Emd«, &m^tap »LOcher€ yon 
^tu^ »Loch<^), kp^mli »zwei<^) zmn NnmeralBtamm kp^~, £nt- 
sprechend bilden im Eilikischen die A^St&mme^ namentlich die 
mit Snffix -fi^ abgeleiteten den Plnral anf ^. So von è^m^ 
»Looh< der Plnral é-m^-tufi jag-^% Mr B £^ zweimal; von wjp^li 
»Maim, Gatte« der Plnnd tujp^-mfi airBg^i Bb^; Gen. iv/^vf- 
-iifii/ cing^o Bb^^'); alBO anch von dem parallelen ìpiftli »Fraii« 
der Plnr. *ìpiìi^mft g9ng'<U ete. Vgl. die aus ma. gangnli um- 
geformte nnd erweiterte Plnralform gon-^irìi >Fraiieii« im Poi. 
Han. 60, Tr. Aid. Il 13; femer na. 4^-»^-^ »Fraiieii« Òrb. 750. 

§ 248. Dasselbe Snf&x -di ergeheint ala zweites Forma- 
tìonselement beim Plnral auf -v^c/t. AIb kilikìsch sind be- 
legt: von ^njp »Schwe8ter« der Nom. Plnr. ^at^ifia^ Xuf^9d% 
'Sehwesternc Ass. Ant. 21 8, Bb^; Akk. Plnr. q^gaip-ifinp »die 
Sehwe8tem« Abs. Ant. 19 27 ; Gen. Plnr. ^«jp"l«"'j Ass. Ant. 

21 10, 49 28, Bb ^^ zweimal, Inhaltstabelle ^ Ans den nen- 
armenischen dnreh -£ erweiterten Fortsetznngen dieses Plnrals, 
n&mlicb k9r-v9di'ìi »Schwe8tem« im Tr. (Aid. Il 13), Rur-vadirR 
id. im Ach. (Tom. 58), dir-vadi-S »Herren« im Tr. (Aid. II 13), 
im Acb. (Tom. 55) n. s. w. schlieBe ich: anch yon mtp »Herr< 
lantete im Eilikisehen der Plnral ^m^/r-i/ai/b, d. i. den Plnral 
anf -vadi bilden im Eilikischen die einsilbigen r- 
StEmme mit Gen. singnlaris -oc. 

§ 249. Der kilikiBche Plnral anf -om^i ersebeint als Fort- 
setznng der altarmeniBchen gleiehfalls von einsilbigen r-StUm- 
men gebildeten EoUektiyplnrale: au^p^amp^) »da8 Gtebein, die 
Enochen« zn au^p >Enochen«; iftap-nm^ «die Eingeweide* zn 
^mp >Baneh«. Damit soli nicht gesagt sein, dass kl. -vadi ans 
aa. -oH lantgesetzlich hervorgegangen sei, ein nach kilikischen 
Lantgesetzen nnm5glicher Lantwandel; yielmehr ist Snffix -vadi 



1) Bei Vardan. Vgl. Wb. 

2) Belegt ist kp^mfi »zwei« bei Job. CbrysoBtomns sowie in dem 
alien Glossar tdicbterìscber and bUnerliober WOrter* enthalten in Mr. 
No. 337 dar Wiener MecbithariBtenbibliothek. Wb. Sndert mit Unrecht die 
gnt gesieberte Form in kp^m/it. (Wb. I 699). 

3) imjUg np ^ptrùg uiJt^ u^^mn jutf%^^ nótìttujfiii uyp^tnffit 

jtujp^maj i[ut%^ — >8o dass sls ali ibren Bedarf von dort erbielten» 
die M&nner im MSnnerkloBter — <. 

4) Bei Agatbang. nnd Las. Farp. 

Karst, Kilikìscb-mittelarm. YoIkBsprache. 13 



194 Fonnenlehre. 

zn zerlegen in *-vi + c/t, and scheint dieB eine nnter dem 
EinflaBBe des o^PlnralB erzengte morphologische Umbildnng 
des aa. Snf&xes -oti za sein^). 

Ala wirkliohe Lantenteprechang des aa. -o^t seigt sich PlnralBiiffix 
-oti in folgenden Hmalen des Dialekts toh Agolis (Sarg. 80): 9gk9r'iai 
nebst MAwr-aii-AT »die Knoohen«; k9yk*9r'ait and h9Ylt9r^i-U »die 
Rippen«. In den westlichen Dialekten dagegen bilden Ubereinstinimend 
die mehrsilbigen r-Stamme dieser Klasse den Plorai mit Snff. -di; so 
imPol.: oshornU-U za sg. otkor Han.99; aypgr^i-U za sg. aypior Han.22; 
im Tr. (Aid. II 13): pohr-di-U sa sg. polor\ eyp9r-di-Uy axpgr-di'U sa 8g. 
axpafy eypar; im Ach.: tu^9r^'k sa sg. axbar (Tom. 58); g$t9r'di-k sa 
sg. gesur (Tom. 55) etc. Bei der Allgemeinheit dieser Erscheinnng im 
Neaarmenisohen ist hier ein Bttckschlass aof das Mittelarmenische wohl 
gestattet, and darf mit Wahrscheinlichkeit bereits flir das KOikische der 
Plaral *mqpMujp^m^ aypair-di za myuttjp angesetst werden. In der 
Litteratnr erscheint allerdings noch der alte Plaral aaf -U, wie denn aach 
noch in der keatigen Schriftsprache die Form kqjuupg'^ als Arehaiamua 
weiterexistiert 

Y. Plaral aaf -nrir *mi. 

§ 250. Der Plaral aaf ~m% -an wird vereinzelt gebildet 
Yon Thiergattangsnamen. Belegt sind: Ifiu/ù ci-^n »die Pferde« 
Rb a von ^ ci >Pferd« ; pimìb iè-ofi »die E8el« Han. Il 284 
von ti ^i »EBel«; Inp^wh core-an (aas *lapfi^m%) »die Maolesel* 
b. Mattb. Urrh. yen fnp^ cori >Maale8el«. W&hrend ^apkm% 
offenbar eine jUngere Analogiebildong nach II$uè% and fiiuA, iBt, 
lassen sieh die Fonnen ^^«ì^ and jtia/ù in die altarmenische 
Zeit hinein zarHekyerfolgen, wo sie aoBBcblieBlich in niobi rein- 
claBsiBcher Litteratnr aaftreten: llnA in Patm. Alex., bei Laz. 
P'arp. nnd Nera. Snorb.; ftim% bei Laz. P'arp., Shirak. and 
Oflkip. Die arBprttngliche Singalamatar der a;i-Bildang yerr&t 
Bich darin, daBB in ebenderBelben alten Litteratnr neben ^afù 
nnd /r^itfì^ znweilen die dareh Plaralsafifix erweiterten Fonnen 
IpuAtg nnd l^tulbg encbeinen. 



1) In dem spezifisch neaarmenischen Plaral J»n'V9diìt >Hande< 
(Aid. II 13) ist das Plnralsaffix -di, erweitert -di-k', an einen wirklichen 
mittelarmenischen vt-Roral, hn-vi n. § 245, angetreten. — Das Ploralsaf&z 
-V9di erinnert an denselben Lantkomplex im tr. Infinitiy pass. hahv^dU 
fUr regelmSOiges hàhvU yom Aktiyam hah^ì »wacbea< (Aid. II 207). Za 
▼ergleichen aach die neaarmenischen Verbalderiyativsoffixe -od, -ud 
(Aid. II § 823). 

2) Aid. II 15. 



I. Abschnitt: Bekiination. Kap. I. Nomen. 195 

§ 251. Mit der Plnralform /r^ml!^ wechselt in der alten 
Litteratar 5fter der Plnral hkm%^)y gebìldet mit Snffix ^ym%^ 
weleheB auBerdem in folgenden altarmenischen EoUektìvplaralen, 
znm Teil dorch ^ verstllrkt, vorliegi: pkpt^kmb^ »die Bnrgen< 
resp. »Besatzang« zn Bg. plrp^\ qf^uilrtuii^) »die D5rfer« zn sg. 
f^i^; fnpò^tmii^) »die Thaten« zu sg. ^«p^i qpkoAt^) »die 
Bticher* zn sg. qppg; PqpiruA^) »die Briefe* zn sg. pnuiP] 
Jh^km^'') »die Magier« zn sg. j/^^ ; Jappka/ù^^^) >die H&nte« zn 
sg. trnpP\ ^m4lritt%^^^) nnd upui^a/brg »HllgeI« zn sg. npm^. 
Femer: mpkqlrmlb^^) »die MOnche« zn sg. tupkqmj'^ plrpi^^m- 
lkm%^^) »B6satznng, Garnison« zn sg. pkpi^^utij^ ib^«y^i>^«iya. 

akmh^^) »die BÌSChOfe« zn sg. ku^liu^au^au; qopmq^ktu%^^) »die 

Heerflihrer« zn sg. fopmq£atfu'^ ^mff^utinm^kaA^^) »die Schma- 
rotz6r« zn sg. ^mg^wmat^'^ ^fiu^mmkatii^^) »dÌ6 Eonsnln« zn sg. 
</boyii»iir. Von Tiergattnngsnamen: ^aqkufii^^) »die Schweine* 
eigentlich »Schweinebeerde« zn sg. /vo^^; ^apf^mh^'^) »die 
Eramohe« znsg. /va^^; £tu%iikaài^^) »dieFÌiegen« zn sg. ^ufiriS ; 

%a^,mqkm1b^^) >die BOckO* Zn sg. lEin/viVf^; ^njkui%rg^^) nnd 

fgiyaArg »die Widder< zn sg. f^nj. Wie nnn in letzterem Falle 
die Form ^mjm'kg nnzweifelbaft ans Ulterem ^ujkuhig lantgesetz- 
licb beryorgegangen ist, so erklftrt sicb analog ancb die Plnral- 
form Ifimii als entstanden ans nrsprtingliebem ^^.^wir; letztere 
Lantverbindnng ist nacb armeniscben Lantgesetzen nnmOglicb: 
es mnsste ^Ifi^ka/ù notwendigerweise zn lf,u/ù kontrabiert werden. 
Von dem Einzelfalle l^ufù ging nnn das scheinbare Snffix ^mù 
anch anf das begrifflicb nftcbstverwandte nnd n&cbststebende 
t2_ (Bowie anf ^npl,) ttber, obne jedocb die nrsprttngliche km'ù' 
Form [tika/b ganz verdrfingen zn kOnnen. Da bei dem zn 
groBen lantlicben nnd begrimicben Abstande der tlbrigen 
Nomina mit ^mler-Plnral das Analogiegesetz nicbt welter zn 
wirken vermoebte, blieb die «V-Formation anf jene Einzelf&lle 
bescbrftnkt. Eben dnreh diesen seinen Urspmng nnd nnr anf 



1) Bei Agathang. nnd Nera. Shnorh. 2) Laz. Farp. 195, Fanst. 

Bys. 177, 178. 3) Nach Aid. 1 80. 4) Laz. Farp. 488. 5) Mob. 

CboT. m 53, Laz. Farp. 42. 6) Laz. Farp. 185. 7) Laz. Farp. 233. 

8) Patm. Alex. 9) Jak. ▼. Ni8ib. 13, IV KOnige 10, 9. 10) Naoh 

Aid. I 80. 11) FaoBt. Byz. 178. 12) Naeh Aid. I 80. 13) Nach 

Aid. I 80. 14) Laz. Farp. 15) Mob. Gbor. II 47. 16) Lqc. 8, 33. 

17) Nach Aid. I 80. 18) Leb. d. V&t. 19) £phrem. 20) Bei 

Mach. Aparan^i. 

13* 



196 Formenlehre. 

diese Weise erklàrt sich die gerìnge Ausdehnnng des alt- und 
mìttelarmem8chen PluralB aaf -an. 

Erst im NenarmeniBchen hai derselbe dialektweise ein grOBerea 
Gebiet eingenommen, derart dass er sich liberhanpt anf die einfiilbigen 
t- and u-StSmme entreckt So finden sich von et (yO >Pferd« der FturaJ 
cian im Poi. (Han. 38), ciyan nnd ciyan-n*er im Ach. (Tom. 59), jian-U im 
Ag., cion'U im Zayna-Dial. (Sarg. 81); yon §8 »E8el< der Rnr. isan und 
tian-n^er im Ach. (Tom. 59], esn*er ans ^eian-nfer im Poi. (Han. 53) ; anfier- 
dem nach Òrb. 746 yon p^, ppati» >Rnder< der Piar, pinulirg nebst 
Pftuib^kp'^ Yon ^, ^tuu >Seite< der Piar. ti^tA-^ nebst ^tA^kp*^ 
von /««., lULiuit »Floh« der Piar. [nLUMÙ-g nehBt ini-utif^b-p; nach Sarg. 81 
im Ag. yon An^f »Ei< der Plur. iilui%rgi im Ze^na-Dial. yon ^^*-^ »Ei« 

der Hor. ò^tjiub-^. Die Beispiele zeigen, dass aach hier, wie im allge- 
meinen, komponierte Plorale anf 'U resp. -W eingetreten sind, in welchen 
die an-Form schlieBlich ala Stammform betrachtet ward nnd znm Singnlar 
herabsank, allerdings nor dialektweise. Die Vorstofe za der modemen 
Form isan-vfér liegt yor in dem anfangs der neaarmenischen Periodo aof- 
tanchenden komponierten nì-Plarale ffiuàtp (aas *fiiu/b'-%^) Han. 284, wie 

denn aach die ebendort erscheinende Ploralform /r^fiui«tr (aos *l^nLp'-uf1b?) 
sich in der Folge im Tr. zn ^latMiii-lth-p erweitert. 

TI. Plaral anf ^maJh -stan. 

§ 252. Im Altanneniscben bildet das Saffix -stan Lokal- 
komposita, welche den Sammel- oder Anfenthaltsort von Ob- 
jekten bezeiehnen; so z. B. hay-a-stan »Annenierlaiid«, hnàk^^ 
'a-stan »Inderlaiid«, parsh-orstan »Per8erIand«, hur-iXrstan^) 
»Garten«, cat-astan >mit B&nmen besetzter Ort. Banmpflanzimg, 
Wald«, jU-orstan >01garteiì, Olpflanzimg d. i. 01bS>iime«, aige- 
'Stan (auB ^aigirasian) »Weì]iberg« nnd >Reben«. Wie die 
letzteren Beispiele zeigen, geht die lokale Bedentnng leicbt 
llber in die koUektive, zar Bezeichnnng der Gesanitheit von 
Objekten die an dem Orte versammelt sind. Àns dieser Eoi- 
lektivbedentnng hat sich, wie denn aach derselbe Vorgang bei 
den fibrìgen spez. mittelarmenischen Plnralbildnngen ¥rieder- 
kehrt, im Mittelarmenischen die eigentliche Pluralbedeutnng 
ansgebildet. Das neue Ploralsnffix -^tan tritt an Stelle des 
alten plnralischen -^ in folgenden kìlikischen Fftllen: 

§ 253. ^uypiritkutauA hairefieston (ans *4ii»jpk%^^uf'umm%) 
ftlr lUteres 4mjplA^rg >Erbgnt, VermQgen*: Abs. Ant. 19 17, 

1) = np. hòtiàn. 



I. AbBchnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 197 

21 10, 45 21, 47 8. 10, Bh f^] 6en. ^imjpkiikutaii-aj Ass. Ani 
19 9, 45 15. 17, 65 12, 77 17; Abl. p ^uypb^kuuAi^aj Ass. Ant. 47 13. 
U^kamaiu hlnestan (auB *^%^'Ut'ummii) fUr ftlteres XjÓ'I^^^) 
>Naeken« : Rb ^, Geop. In dìesem Falle haben wir Plnral mit 
Sìngularbedeatong, weshalb znr eigentlichen Plnralbildnng an 
die stanr-Yorm noeh das Plnralsnffix -^er antritt: ^mjplr%kum%^ 
^kpaj 6en. »der Erbg1iter« 47 29, Rb <^; ^ ^mjpybhum%~hpaj 
Abl. »yon den ETbg11tern« L 158 29. WirkUche Ploralbildang 
anf stan liegt dagegen vor in: 

mkqyumtu% deyeston (ans * mlrii^»U''uunu%) »0rt8cbaften. Or- 
ter, Pl&tzec yonn^. mbql, >Ort«: A 149, 183, Mx. Her^36, 38, 
SO, 120, Bi?^p, </^/^^}; A u,kqhumw% A 149, 150, B^^f^; Gen. 

mlrqlrumlb^aj^ mlrqkumplt'aj L 154 24, Rb Inbaltstab. (r|f. ^J^itr^ 

ummb xmelestan (ans *^dtili'iu'utaiuii) »Getrtoke, Arzneitrllnke« 
zn sg. f^dl^ilfg {t"Brif) >Getr&nk, Arzneitrank« : A 235, 288; Instr. 
plnr. ^Agkuuéu^ml B i^. pJpiriirumiuit Qmbelestan (ans *i»Jplrip' 
-ur.fr<ifwii) »Getr&nke, Trtoke< zn sg. j^ii^^/^^ [n'V'it) ""Trankc: 
A 289; Gen. plnr. ^Jpkikuu/ù^aj A 83, 270; Instr. plnr. pdpkih^ 
,%^nl A 2703). 



§ 254. Znr ny.beren Charakterisiemng des kilikischen 
Plnrals anf stan nnd znr festen Abgrenznng des ihm im 
Uittelarmenischen zngewiesenen Gebietes wollen wir seine 
Anslanfer im Nenarmenischen yerfolgen. 

Im NA. weist dar Dial. y. Achalzich folgende «ton-Plorale anf: 
hok§8dan*) (neben hok%n*er) von hoki >6eÌBt, Seele<; pesesdan*) nnd or- 
weitert j[te$e8d9n'n*er (neben ^esanfer) von j>e8a >Brantigam< Tom. Dial. y. 
Ach. S. 59. Am anagepragtesten jedoch triti ans dieso Plnralbildnng 
entgegen im polniscb-armenischen Dialekte von Knty. Derselbe besitzt 
folgende <ton-Plnrale: 



1) In Geop. 

^ ■ - ^ 

2) Die betreflfenden Formen mirqpumtuit B £3ip nnd mtrqumu/b 



B tHiP sind za emendieren in mlr^^umu/b, welch letzteres in B f^if^ 
wixklich richtig vorkommt 

3) Mr No. 88 der Mechitaristenbibliothek zn Wien zeigt ani3er 
hanfigem mkqlrumiuu anch den Plnral Jmjptruuiutb »Walder< zn sg. 
Jwjpfi >Wald<. 

4) Bichtiger: hokesian, peaestanl 



196 



Formenlehre. 



diese Weise erklftrt sich die geringe Ansdelinung ^ ^ 
DÙttelarmenìsohen Plorals auf -tm. fe -* § 

Eret im Netiannenischen hat denelbe dialektw^ j^ ^ < 
Gebiet eingenommen, derart dasB er Bich ttberhanp^ ^ ::f ^ 1 
I- und tf-St&mme eretreckt So finden aich von ci ^ ^^ r- ^ t 
ctatt im Poi. (Han. 38), dyan und ciyan-iCer im i g ^j^ ^ • * 
Ag., cùm-A- im ZoYna-Dial. (Sarg. 81); von g^ ^ | |!^ -^ ^- 
f&n-nV im Ach. (Tom. 59), c*V«r ans *«lan-r g- ^ | I J ^ 
dem nacli Òrb. 746 Ton PA, PA"'^ ^^^^ ^ I* 4* ^ V ^ J* 
piiiu%-%lrp; von if#, ^«»^ >Seite« der ^ "^ "^ ^. ^ ^ V ^ 
von /«t^, /«f^iiti» >Floh« der Plnr. /ni^n^ ^^. ^ |^ C ^ J \ 
im Ag. von i»V »Ei< der Plur. wf ^.^\ "^^ ^ "^ * 
der Piur. è^ilui%rg. Die Beispiel'^ J. f" "T | ^^ ^ 
meinen, komponierte Plorale aii^ jjJ ^ >i- i^ ; -n: . - 
die an-Form BchlieBlich ala Sfc ^ j^ ^ 
herabaank, allerdings nur à'i/ ^ 
Form isan-nW liegt vor T^^.^ ^' '^ 
tauchenden komponiertej?| • -? i^ ^. 

denn aucb die ebendon ^i% ^' ^ ' 



^ 



< 







Bich in der Folge ir ' > jg-l 



/|:|^* ^^129. 

f plnr. 9n»^eT, 



g neo '^' ci vii < piar. Uuhitanji-k^, 

kompoBi' ^aieoBieUnng geht hervor: Der PInral aof 

ìekten caarmenischen nur von Yokalischen, d. i. anf 

^^gf autenden Sttoimen gebildet und zwar im Dialekt 

»p ^coalzieh von St&mmen aof -t und -a, im Dialekt von 

T ^^y von St&mmen anf -t und -u. Ebenso mnsB diese PInral- 

.yjrjang anf ansschlieBlich vokaliBehe St&mme beschr&nkt gè- 

ffesen sein im Mittelarmenischen, woranf jene Dialekte znrtiok- 

^hen. Bei andem ala »-Stàmmen, d. i. bei u- Stàmmen und 

tf-St&mmen, ist diese Flnralbildnng nicht nrsprtlnglich nnd nicht 

kilikisch, wie denn anch das Nenarmenische nur einige F9lle 

hiervon anfznweisen hat, nnd die ttberlieferten kilikiscfaen 

«toit-Flnrale sUmtlich nnr von t^tftmmen gebildet sind. So 

bleibt fUr den kilikisoh-mittelarmenischen PInral anf -stan blos 

die Klasse der anf -t ansgebenden Stàmme, nnd zwar dllrfen 

wir, von der H&nfigkeit dieser Bildnng im Poln.-armenischen 

anf das Mittelarmenische rfickscblieBend, dem kilikisehen stan- 

PInral die ganze Elasse der t-St&mme als sein Gebiet zn- 

weisen: ansgenonunen jedocb die Einsilbler wie ^ »Pferd«, 









I. Abschnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 199 

n den Mehrsilbigen diejenigeii, welche lebende Wesen 
% wie o/rf^ »Sohn«, ganz wie im Poi. diese Plorai- 
H einziger Ansnahme yon Reri^ pi. ìcersstan) nnr bei 
leblose Wesen bezeichnen, Btattfindet^). 

\ \ 'hrend die Snbstantìva, die den Plnral anf -vt 



fi V A-* 




t» ^ anf -09<^t bilden, zngleich anch prinzipiell 

''i^^ '^t ^ ^ ''-ahi den Plnral anf -ifr/» resp. anf -iry^ zn- 

i^ ^X'^i V -* ^ in Wirklichkeit seltener yorkommt — 

•^ 'cS " \ *V y; Meser j-Stàmme jene regelmUBigen nnd 

'•$- ^ ^'^ ^ \ ^ nralbildnngen anf -A^/» nnd anf -1^/fc 

y!i!">gr\ ^efnnden. Der Plnral anf-ston reap. 

^ '«H* 'r ^ ^^^ Nominen neben dem bier noch 

'jL^'ti.V, "^ '^ .. iten § 256, a.) der ansBchlieSliche. 

<:-. "V ^ "* * **'n auf -^ A:*. 

.••1 anf s 'U. 

.ab Bicb der altarmenische Plnral anf 
•«usschlieBliche Plnralbildnng in zwei FftUen: 

i) bei den mehrsilbigen Nomina anf -t, welche lebende 
Wesen bezeichnen, sowie bei den Snbstantiven anf -e. Belege: 
zn sg. afii^ orti >Sohn« der Plnr. n/tf^-^ orti-M 19 25, 23 16, 

47 14. 15, 53 11, 55 14, Rb m^ 7, ^^ Zf, Vtj Tfj ^5 ^^ ^• 
mufblrgli éUme^i >Hansgeno88e« der Plnr. mmiitif^rg dane^-R 
13 li; zn sg. mftL^gl» divani »Oerichtsbeamter« der Gen. Plnr. 
m^L/r%gkg div9n^e^ 39 13; zn sg. _gp^umiAt Rristons >Christ« der 
Plnr. ^ftama^trg RrisUme-R Het. Eor. 478, 485, 486, 488; zn 
sg. M^ui^pt baxre »Bind« der Plnr. u^m^pt-n haxre-R Mr A 



1) WShrend das KilikiBche die an den i^Stamm mittels BindevokalB 
a antretende Endong stan lantgesetzlich za entan werden ISest, findet dies 
in den ang^ftihrten polnisoh-armeniBchen Beispielen nnr mehr aaBnahms- 
weise Btatt in den Ploralen poie^atan nnd gdaje-aian^ da BonBt allgemein 
die Endnng -atan ohne KompoBitionfivokal a an das anBlantende t antrìtt, 
welcheB nnn regelrecht zn 9 geBchw&cht wird, eine morphologiBcbe Nen- 
bildnng, bedingt dadorch, daBB sian seinen onprUnglichen Charakter 
ISngBt anfgegeben batte nnd alB eigentlicbeB PlnralBnffix enchien. Im 
Dial. ▼. Ach. wiedernm verw&oliBt das dnrch Kontraktion von t-a ent- 
Btandene e mit '$ian zn einem nenen PlnralBuffiz -wtan, das in pes-esdan 
aoB *peta'^dan znm VoiBchein kommt. 



200 Formenlehre. 

imd B eto. Nie findet sieh yon den yokalischen Nomina dieser 
Elasse eine andere Ploralbildang. 

Entspreohend bildet noch henie im Poi. orti >Sohii< ansachliefiUch 
dea Plorai ortirX (Han. 49), iad9star^'i »GerichtBbeamter«y don Plnrtl tad^- 
9tat\j%'U (Han. 115); ebenso kennt die westliche Schrifteprache yon der- 
selben Klasse yokalisch anslaniender Stamme nooh immer nur den ^- 
Ploral: yon f9Ìnam% »Feind« Plaral tahMmirU, yon orti >Sohn< Plnral 
orii-U (Aid. II 14). In andern Dialekten ist allerdings anch hler dar alte 
Plorai yerdrangt. VgL Órb. 746. 

Aaf das Gebìet der tibrigen yokalisch auslaotenden StSlmme 
hat nach dem im Vorhergehenden Gesagten der Plorai aof ^p 
resp. aof -%^ Eingang gefanden. 

2) beim Pronomen, worttber N&heres onten § 281 ff. Nur 
aaf die Demonfltratiya mju^ iujm^ ubJù yersncht bereits der kp^ 
Plorai Bich aoszodehnen (ygl. oben § 234. 2)), eine Erscheinong^ 
die Bich im NA. fortsetzt*). 

Aber aoch aoQerhalb des Boeben bezeichneten Gebietes be- 
haoptet sich noch der ^-Plorai, allerdings nicht onomBchr9.nkt 
Bondem neben den neoen kilikiBchen Ploralen aof ^kp und auf 
^ibl»^ welohe erBterem die Herrachaft Btreitig machen. Dies gilt: 

a) ftlr die gCBamte KlaBBe der yokalisch aoslaotenden 
Nomina. So erscheint neben dem m-Plorale '/}af/-V ^^^ 'Lk'V 
»Zeage« noch als ebenbUrtig der altere Plorai ^im/-^ 29 3. to, 
31 5. 10, 35 7, 39 19, 51 2, 57 25, 59 18, 63 16, 81 io; neben 
Plorai tu^a.mj-%^ yon tu^ntuj >Zahn« noch m^tLuij':^ B £4f, A 24, 
256, 259; femer yon è^utttiuj »SkIaye« Plorai ò^utinyg L 155 7; 

yon ^tu^uihwj >PrieBter< Plorai ^m^miiauj'^ Bb ^p\ yon m^mj 
»Eind€ Plorai wq^uj-^ 17 7. 9, 37 20, 39 2, 47 16. 18, 49 n. 29, 
52 1. 10. 17, 53 9. 15, Bb lip^ Xp^ •^' Die neoarmenische Fort- 
setzong letzterer Form lie^ yor in poi. cbyorìe »Einder« Han. 46, 
wie denn aoch z. B. im Tr. ond in der westlichen Schriftsprache 
(Aid. Il 1 1 § 42) dieselben alien Formen in demaelben Falle 
welter existieren. Zeigt sich demnach bei den St&mmen aof 
^utj der ^-Plorai noch als der gelSlofigere, so ist derselbe aoch 
bei denen aof -^ ond -t noch lebenskr&ftig: neben Plorai 
ut^i/Jitlt yon iu^at. »Oarten« steht die £>Form mè^n^rg Bb ^ 
ond dass die aof -t, obwohl den neoen ^^an-Ploral beyorzogend, 



1) Ygl. nach Òrb. 754 die pronominalen Florale ^putiJiikp neben 
l»puBbg nnd pp^^ yon ^p »Beln« ; upiftliutlfiib-p ibid. 755 yon upift^m^ 



»dleBer«. 



I. Abschnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 201 

dennoch die altere ^-BilduDg noch nieht anfgegeben haben, geht 
hervor aiifl Beispielen wie: wAy^^^.^ »SchrOpfkOpfe« von 8g. 

nriy^^^ Bi^, Jgjij À 161, 259; mmpjt~p^ »JahTe« VOn Sg. tamp^ 

Bjyp; tuqli'g >£ingeweide« von 8g. mq/i B^^, ifèp, A 28; 
ferner i^iripg »Ohr€ and >Ohren« B jyk^ ^/^; liimkjt^ nnd 

f^mkflig >SpeÌ8e« nnd >SpeÌBeii« A 284, B ^^ jf^; "'H^'ù'ihtt 
ifmiilr^g a. a. m. sowohl gingnlarìsch als plnralìBoh in Mr A 
nnd B. Noch im NA. iBt, abgesehen von Dialekten wie Poi, 
wo der 5to«-Plural, oder wie Nach., wo der «*^-Plural ans- 
schlieBlich Platz genommen hat, in diesem Falle Plaralsuffix 
->? lebendig. Vgl. Òrb. 746, Sarg. 77 und 96. 

Dass der ^Plnral sieh bei den vokalÌBch anslantenden 
StUmmen noch halten konnte zn einer Zeit, als faBt daB Gesamt- 
gebiet aller Ubrìgen Nomina von den normalkilikiBchen Pluralen 
anf .J^/i und aaf .1^^ eingenommen war, beruht nicht bo Behr 
anf der Abneignng jener Snffixe ^kp nnd -l»^ (= m%^) gegen 
vokaliBche Verbindung — den auB der alien Sprache Uber- 
lieferten Eollektivgebilden anf ^Irmp nnd ~uA^ liegen freilich 
auBBchlieBlich konsonantiBch aoBlantende Nomina zu Grande — 
ala yielmehr aaf der entschiedenen Vorlìebe dcB Suffixes -^ 
fUr die Lantverbindangen /^, «i^, iujgj insofern aas dicBcm 
Streben eine Beihe erweiterter Plurale aaf -/|p^ -mjg im Eili- 
kÌBchen erzengt worden war. An letztere jUngere Neabildangen 
6ich anlehnend gewann der ^-Plaral der vokaliBchen Nomina 
eine fcBte Sttttze und Halt gegen das Vordrìngen des ^i»- nnd 
ik^-PlnralB. Die S.aBerliche, formale Ubereinstimmang mit den 
jflngeren erweiterten Plaralen rettete nach dem Analogieprinzip 
noch einBtweilen den einfachen ^-Plaral innerhalb jeneB be- 
Bchrìlnkten GebietcB^). 

b) fllr die ElaBBC der Familien- nnd Verwandtschaftsnamen. 
Wenn letztere noch teilweiBe biB in die moderne Sprache den 
^Plnral zeigen^), bo iBt dicB nicht willkUrlicher ElaBBiziBmas, 

1) Beseiehnend ÌBt dabei, dass imNA. ebenjene Dialekte, in denen 
die erweiterten Plorale aaf -t%^ -uAf, -att am meisten entwiokelt sind, 
aach den einfachen Ìc-Vìut. bei yokalischen Nominen in grSfierem Mafi- 
Btabe beibehalten haben; so der Dialekt ▼. Agnlis n. S. Sarg. 77 and 96. 

2) So poi jénoxU >Eltem< Han. 47. In der modemen Litteratur- 
sprache neben Piar, ^mjpkp^ Jutjpkp^ lrqpÉujp%lrp aach noch ^«7^, 

'^PBt ^V^PB "^^d. II 15; ebenso noch Plorai mkmpg zo «vf/» neben 
regehnaOigem mtpt-p. 



202 Formenlehre. 

Bondern historiflohe FortsetziiDg des entsprechenden mittel- 
armeniBohen PlnralB; denn das Kilikische bildet noch ganz 
gew5hnlich die Plurale: ^qpmpg »Br11der< Kbli^, 49 28, 93 22; 
t^aukp^ »Seliwe8tern« 39 1, 37 25, Bb m^ ^^; <yùoii^^ ^%mLq^ 
>Eltem€ 45 10, 49 26, 53 16, Kb^,l^; mjpadi^%^ »EheleQie< 
Rb^, <^, i?</i|.; ^mpg »yilter< 6en. <ar^^ 39 n; auch mf^ip 

(= el. mlrutpg) »Herren« 17 14, Bb^^^ ^; ygLNom. plur. mqpuipg 
in einer Inschrift aos Ani vom J. 1264 b. Aid. I 173. Erst 
vereinzelt erscheinen nene Florale : wie yon ^ajp der anf -^adi^ 
YOn iTuyp der anf -*€r in der Form Jufjp^p maif^er^) etc. SlUnt- 
lìche fraglichen Nomina endigen auf liquida; dies mag zar 
Erhaltnng dea Snffixes -£ beigetragen haben, wobei zngleich 
EinflnsB der altclassischen Spraehe mitgewirkt haben wird. 

In alien tlbrigen Fftllen ist der altarmeniBohe ^-Plorai ale 
Boleher gesohwunden; wo er noch trotzdem vereinzelt in der 
Litteratnr erscheint, iBtdies ElasBiziBmuB. — Nnr alBuneigent- 
licher Plnral hat er sich anfierdem noch erhalten in dem 

nural auf -£ mit Singularbedeutong. 

§ 257. In demselben MaBe ala im Lanfe der GeBchiehte 
daB Gebiet dea ^-Plnrals sich verengt, greift andererseits die 
Klasse jener Nomina nm Bich, die mit der Plnralform Singnlar- 
bedentung verbinden. Mit dem Zurlickgehen nnd Schwin- 
den dea ^-Plurala ana der Beihe der wirklichen 
Plurale geht Hand in Hand aein Herabainken zu ain- 
gulariacher Funktion und Verwendung. 

§258. Ala uneigentliche Plurale haben aich im all- 
gemeinen sUmtliche altaprachlichen Singulargebilde auf -M bis 
ina Neuarmeniache hinein erhalten. So auch im Eilikiachen: 

tuufpmiig »6ut, LehnSgUt« (= ci. lui^tupuAig) 11 4. 5. i4. 16. 17. 18. 
25. 28, 13 2. 25. 28, 15 3. 27, 17 2. 16, 19 18, Bb <^; fplrig (= cl 

ff^^j RP^'^iò >Harniach« 31 9; ff^«vir^ «ungeaetzlich erwor- 
benea 6ut« 29 11, Bb^; fipiULnàig Becht« 3 21, 9 23, 13 7. 14, 

15 8. 9. 16, 23 5, Bb Ìò^\ [ulri^ »Gehim, Veratand* Bb^, ÌJ^^ 
B^; [uou^ »Bede« 15 u, 29 2, 57 14; ^wJ'^ »Wille« 29 5, 
35 19; ^fu^ajsg (= ^' '"VJSit ^^^ '"fvs) *Bilatung« 31 9; ^aó»lg 



1) Als spStmittelarmeniflch belegt bei Hnn. II 285. Ala iUtere kili- 
kische Form darf mw^er angesetzt werden, nach der entspreohenden nen- 
anneniBchen Fono bei Crb. 749. 



I. Abflohnitt: Dekiination. Kap. I. Nomen. 203 

>Emte€ Bb ijf; Aq^ »Stlnde« und Aqm%g il 15 24, 29 18, 

31 7, 35 1. 3. 30, Rb^, /^; i^iupiag »SchnId€ 71 17 ; t^tutg 
»Notweiidìgkeit, Bedtlrfm8« 13 8, 17 9, 27 n, 35 6, 53 23, 59 3; 
^oA^ »EloBter« Rb/v/b^; mmi^m%g »6eldbaBe< 13 14, 61 20, 73 15, 
79 14; ^M^w'^ »MiBshandlimg« 61 6. 9. ir, opl%g »6e8etz« 

Rb ^, ^, ^; ^uv^^/i» »Bad« (= ci. ^uvij^/i^B fi^ ^, 4^ 
4^, «r^|i; ^wp^lig »Meinang, Verdacht* Rb i/or, «/^ ; fw/v/ifu »Not< 
Rb ^, 7; ^'^py^t'S ''^l'bgut^ 19 7, 39 4, 47 4, 49 4, 55 23, 
Rb Jé^, Bei den t-St&mmen wie ^uypt^lig tritt jedooh nach 
§ 253 anoh die Fona -e^ton ein. 

§ 259. Zq kilikiflohen Singnlaren herabgesnnken sind 
folgende in der olaBBisohen Sprache noch als Plorai geltenden 
^-Formen: mifmap^ and »»fif«uipg (ci. m^^tup^) «Land« L 178 11, 

Rb^^|i; uniaLqinujg [61. mn.lrL^mj) »EntftlhrQng« Rb Af ; pirput%g 
(ci. pirpmu] »Manl« B ^^C^-! qMuh^tutng UÙO. qMuÌi^miu%o (cl. qMU%qMUia) 

>Elage« 29, 13 20, 15 10; ^%g (d. ffJii) >Preis< Rb ^; ^ib^^^ 
(ci. ^4) »Seite« 37 14. 24, 51 u; qatp^g (d. f^p^] »Schlag«, 
Wnnde, Verwandang« 31 11, 59 36, 61 2. 8; /tp^ (cl. ftp) »Sache, 
Dingc, ala pron. indef. »etwa8< 9 24, 13 30, 15 7, 19 13. 18. 25, 23 30, 

352, L 1566; Ai/ng^ (^^-èfifs) "^i^ipi^^^^ Objekt« 27 6. 19, 57 25; 
&kè:g and ò^kò^u/ùg (cl. ^kò) >Schlag, Wande« 61 23. 5; ^mJiA^ 
(cl. kpwJ'mii) >Befehl, ErlaabniB« 19 10. 21, 31 21, 33 3. 10, 35 2, 

49 17. 53 3. 20. 25, L 178 16, 185 9. 20, Rb ^, ^, ^^m-^ ^mJmp^ 

(cl. ^mJimp) >Z&hlang« 93 6; ^^ttp^i (d. ^pm^tp) »Einladang, 
Vorladang« 9 14. 15. 19; uàt^aiLtpg ^3- »anaafgefordert« 15 1; 
Xlni^ (ci. XIrn) »Hand« B J^^); Ituqm^ (a^, fpmqiug) »Mtlhle< 
B iè^^ 7^^ Rb a^; ^mg^ (cl. ^«^) »yerh&ltni8, Proportion« 

im Gen. and Inatr. Rb^, B^^. Daneben gilt freìlich zam 
Teil noch der orsprUngliche Singalar wie ^tug^ Ikm,^ ^ir^ resp. 
f^, ff»/»f , fff'i' Cren, ^ni al8 gatkìlikiBch. Spezifisch kiliki8ch 
sind endlich Singalare wie: ^^lu/j^ >Elage« (piar. 4^iwj-^l') 

31 20, 33 5. 25, 35 27; 4l»imjm%g Gcn. ^imjbmg 57 14; mékg 

>Wert< Rb m\ mmJTup^^ »Maklergebilhrc L 155 2. 6. 21. 22. 23; 
utuplr^l^ >Schiff8zoll« L 156 2; utpò^tlltg Name einer beat. Erank- 
heit^) B </^, iT^q.'^ 4uip^ltg »Elhre, An8ehen« 9 12; ^ir/|g »Nacken« 

1) imf» kkaiugù >der linken Band*. 

2) Vgl. Wb. untar utp^m^. 



X 



202 Formenlehre. 



sondern historische FortBetznng dea entBprechf' ^ ^ »TTaiik« 
anaenisohen Plurals; denn das Eilikische \S^ / r j^^l 
gewOhnlich die Plurale: Irq^pg »Brttder« J^y ' ' J^ /'* 
^mkp^ >Schwe8teni« 39 i, 37 25, Rb «.; V."^ '^K »bpeiflec 
.Eltenn 45jo, 49 26, 53 16, Rb <>,1^- 7/ "^it^ ^Pulver* 
^^/.t, ^i», ^•'t^; ^"'/'^ »Vater« Gen! </ f ' ^tc.*). ZuweUen 
(=cl.mfr«^l5)»Herrentl7i4,Rbi57;;r / ' ' ^^^ Geltung, wie 
in einer Inschrift ans Ani vom / 

yereinzelt erscheinen nene Ploral/i das NA. W&hrend im El. 

von iTiujp der auf -•>r in der F/'' ^rtboBteht, kennt z. B. das Tr. 
Uche fraglichen Nomina en^ ' Hand«, w^cft' resp. r-erf^ >PnBc ^. 
TOt_ix_j «iv. */' efilche ploraliBche Flexioii dieser A; - 

Erhaltung dea Snffixea -« ' ^^^ ^ ^^^ ^c ^^^ ^^ ^^ ^^^ 

EinfluflB der altclasBÌBChe ^ entBtaadenen neaen Singnlaretamm anf 

In alien tlbrigen F/ Suffixe Bowohl dea Singnla» ala dea Plorala 

Boleher geschwanden d» J^ominaUtamm an. So im Ach. (Tom. 58) zu 

Litteratnr erscheint >^ '^'^^■•» ^^ ""^^^^ '^^^^^ ^®^- '''^*"*- ^^^^ 

r Ti pi 1 Ti ^|«!pt die westlichenDialekteiiachfolgendem Schema: 

§ 257. y^ Ikn^^ Xb-OL^kpaL 

das Gebie' ^ AA^n^l^ li^n^J^iil^ 

KlaSSe ^ ^ Xlrn._^ni[^ klrit^lrpm[ 

®^ ^, dagegen noch immer von qlip_g >Buch« der Gen. 

p?° f/flT- f/'-V! ^^^ ^^«^ »Hand« der Gen. lkn.^utg^ Plur. 
/T^ flfld kkiL^ilfi, Doch tritt sehon bei Johannes T'ulku- 
^ ''^- ^i4S9— 1525) die nette Plexionsweise hervor in der Form 
'^L^ »Angenbraaen< Job. T*lk. 39. 

n. Erweiterter Plorai anf -^ -1^. 

§ 260. Die in Obigem beobachtete Vorliebe des SnfSxes 
^i fttr Yokalische Verbindang fllhrte znr Bildung von Plnralen 
mit Suffix -aìK nnd -i£ von konsonantisch auBgehenden Nominen. 
Hierher gehòren folgende kilikiBche Plurale: lii]uui%-iuj^ téxan- 
-at£ zu /f^JuuA »Ftirst« 3 li; Akk. plur. q^i/uuA^wj^ Rb^ bei 
KirakoB v. Ganj. (13 — 14. Jahrh.); Gen. Plur. fi^iu^ù^mg 3 8, 

1) Ober die daneben z. B. in i/^IrumuA» ^rscheinende Form auf 
'9tan vgl. oben § 253. 

2) Aid. II 14, Tom. Dial. v. Ach. 33, 58. 

3) Beispiele Biehe unter Pluralflexion. 




.X 



I. Abschnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 205 

yai»^iuj_g baran-aiS za uftupah »Lehiisherr, Baron« 59 12, 

Rb m^ ^^ f^, Gen. Plur. u^uipn%-uig 3 4, 9 2, Rb Ì?"; 

^^ ^a«* zu uaLimuA »FttrBt, Sultane nach Aid. Il 16. 

^ ^r *^ nenzastellen die aa. Plurale: iu^ui^%^My^ zu 

y^^^^ ^^-"U4t zu iii^^/rir »Dame, Ftir8tin«; ^mir- 

r^ ^ -^ . 

', 'r ^ ^.>. -1* erweiterten Plurale auf -iS erscheint 

'- '• '^ ^i * *^*^ ^^ è^uAop »bekannt< Rb iJc/^. In 

_ '^''* •' A augenscheinlich der in den Kasus obliqui 

^ '^Ti è^tuitop-pif) auftretende FlexiouBvokal » auf die 

■^ ui verallgemeinert. Dagegen beruht das Pluralsuffix 

u iiimpa%^tujg und den analogen FUlen auf direkter An- 
anung an die oben erw&hnten altannenischen Plurale auf 
-aiX, Die geschìobiliche Entwickelung der Pluralgruppe auf 
1»;^ ist folgende : ursprtlnglich auf den Einzelfall ^luiiuij^ nebst 
mlilfiimj^ besohi^nkt ging bereits in altarmenÌBcber Zeit von 
mfillfiù >Herrin, Fflrstin« das Suffix -«1»;^ ala Pluralsuffix auch 
auf das formai gleieh auslautende, begrìfflich entgegengesetzte 
mqm^^% >Magd« Uberi). Erst in mittelarmenischer Zeit gab 
dais Streben dea SufBxes S nach vokalisoher Verbindung den 
Anstofi zur weiteren Ausdehnung dieser Pluralgruppe, indem 
es dazu f&hrte, dass von dem Sllteren Falle uv^^/ifer »Herrin, 
Filr8tin« der Plural auf -aiS Uberhaupt auf slUntliehe begriff- 
lich verwandten Nomina sich ausdehnte: von dem Ausdrueke 
ftLr »Herrin, FUrstin* ging so die fragliche Pluralbildung liber 
auf die AusdrUcke fUr »Herr, FUrst* ftijuutù^ mmpa%^ uttLitau/ù^ 
s&mtliche ebenfalls auf -n auslautend. 

Zu yergleichen ist poi. Plorai od9miv9r'aU^ (Han. 97) za odgmvgr 
(» d. ùtanavor) «gar^on de noces*, Qiea. plur. oc&mt^r-a^; femer im Poi. 
(nach Aid. I 184) die Plorale: pMupk^ptr-iug >Freoiid6« v. pmpIr^mJ] 

J^^tuufp^aig 9Siinder< ▼. AqtuLup^ t^alutu%apq.^tug 9yertreter, Nach- 

folgerc y. ifinfuut%apq.; geradezo mit den kilikischen in der Endong Uber- 
einstimmend sind die Plorale: iniu%nLmp-uy^^ >die Dorfscholzen* t. 



1) Auf den ursprUnglichen einfachen Plorai *utqiu^f/iirg deotet noch 
der aa.In8tromentalPlor. wqatluii'-nilg, welcher nichtzo Nomiuativ iuqm^lb' 

''V-iti ^e^' "*TOr» '"'9y Bondem zo Nominati^ *tuqm^liù»^ Geo. *utqui^%' 
-«y (Gen. Bg. ut^mfvifty) gehOrt. 

2) Die altere Laotform nmp%ilap''Utg bei Min. Leh. 179; aoch Plor. 
^inp/f£tlmp-'Uig Min. Leh. 178, 182. 

3] In einer Lemberger Urkonde vom J. 1450 (bei Min. Leh. 116). 



206 Formenlehie. 

uiiAaLmkp^ Qen. tuwiintjap'iutf'^ g/b^kp^tU'iuj^^) »die €reaoBB6n< ▼. 

pb^lrpj belegt in polniBch-urmoa. Àkten vom 14. — 17. Jahrh. Analog 
bilden im Ag. [S. Sarg. 78) die Penonennamen und Patronymica den er- 
weiterten Roràl anf "»y^ resp. anf -"l^, je naehdem der Gen. Bingniaria 

auf -Av/, ploraliB *wg, odor aber Qen. singulariB anf -o/, pInràliB aof 

'nuf ansgeht So yon pMuqt^ump mit Gton. Bg. -<»/ nnd Qten. pi. -«^ 

der Nominatiy plnràliB pmq^mump^tug) von tluip^% mit Gen. Bg. -<>£/ 

nnd (ren. plnr. -«v^ der Nom. plnr. tltupqjoii^wgi yon ^ua^mnip mit 

Gen. Bg. -o/ nnd Gen. plnr. -«v<^ der Nom. plnr. ^m^tump^uL^ etc. 

§ 261 . Florale auf ^m%g und -n«L^. Àuch die aiifl der 
alten Sprache llberkommene Plaralbildnng anf -mòg nnd -«lir^, 
meist uneìgentliche Plurale mit Singularbedeutung, hat an Àus- 
dehnung gewonnen. AuBer Formen wie cu2/»iv«ir.«vi^-^ »MtLhe<} 
tui^P'utii'^ »Gut«, qpi'-'^'^rg »Schlldigung«, <iv^il--i0ìr-^ >Be- 
mtlhuDg«, Jtrq~mb'^ »Stlnde«, ^«^-i»^-^ >MiBBhandlang« er- 
Bcheinen als dem Altarmenischen noch fremd: fuàt^m-mA-^ 
»Klage< zu fjvfei^wiir; ^^^-urir-^ «Verwundungc zu ^A^^; 4fn^j' 
-ovb-^ »Anklage« zu ^tiutj"^'^ ^pmi^p-^ufu-^ »Einladnngc zu 
^putiip etc. Belege sìehe unter »PIural auf -U mit Singular- 
bedeutung«. Wie aus aa. mnu^aA neben mai^m%-'^f aua Aq^ 
'luii^mir^ Arq^mit-^kiT uebeu Aqtu%''^ hervorgeht, ist diese Bil- 
dong ursprtliiglich entstanden durch Antreten dea Plaralfluf&xeB 
-M an den mit Suffix -a» erweiterten Stamm. Dasselbe gilt 
yon dem Plurale auf -ncir^. Belegt ist auBer /b^w^-iriÀ^ 
»Beclit« die mittelannenischeNeubildungar|f^-«d!f-^^) »Thr&nen< 
B JX' Als beaondere Spezies dea uneigentliehen ^-Flurals mit 
Singularbedeutung muBSten naturgemftfi die Pluralbildungen auf 
-anfi und -unM an Ausdehnung gewinnen, um so mehr als bei 
F&llen wie lupgaàtg wohl auch Anlehnung an die HuBerlich 
identischen Plurale auf -utìM- und -anS der konsonantischen 
9}-St&mme, wie <^«/^<jto-^^ ulrpj]u%^g stattgefunden haben mag. 

ni. Plnralia composita anf -^ -le. 

§ 262. Pluralsuf&x -£ erscheint als letztes Bildungseleraent 
zusammengesetzter Plurale in folgenden F&llen: 



1) In einer Urknnde yom J. 1604 (Min. Leh. 157); Gen. Plnr. pii^kp^ 
mtug Min. Leh. 149. 

2) kl. utpgnàig s poi. ardusunU , tf artasutiU , tr. nnd neh. ar^unU 
(Han. 27). 



I. Abschnitt: Deklination. Eap. I. Nomen. 207 

1) iJrqr^p«{f'-4i Plorai zn ^ib^^ »Heilmittel« Mx. Her. 131; 
dazn die Varianten firq^pui%'^ ans *flrq^kpuAi^^ B^^ J^^-^ 
fÉrq~pniìt^^ auB * t^i^-kpaói^^ B ^^; za f^qr^p'»j'4t stelli 8ich 
aach das Bchon bei Faastos belegte ila/u-lrpuij^^ »Kl9BteT« Bowie 
das entfemt verwandte ^kq^opt^^ auB * qlrq^oplrtuj^^f^ >D()Tfer« 
(Aid. n 16). Eb Bind dieB die mittelarmeniBchen AnBlUufer 
&lterer entBprechender Bildongen. Vgl. alB analoge altarme- 
niBche FUlle: za mpm^npmj^ mpm-'npkaij ("Opkuyj das erweiterte 

mpm^apuy^^^ utpta^nphmj'_^ «Saateilc V. mptn >GnindBt1iCk« ; ZU 
iftuit^apmf^ tfmJb'apkuy (-opIrutA AsB erweiteite ilui%»nptuj''n iftuig^ 

^mplruy~_g >El()Bter< v. i^uilk-^ »EloBter«. Vgl. auch oben 
§236. 

2} if^uy^liog InBtr. plnr. von i^uy »Zeuge« 59 9, 75 n; 
t^m^n.'-^qg IiìBtr. pi. TOD i^iu£miL A 183; diese neben gew(5hn- 
lichem InBtramental anf -ibni^ erscheinende Form Betzt einen 
Plnral ^^/^««^-Ib^'^, u^m£tiJii^rgj voraoB. Aub dem Fehlen weiterer 
Belege folgt nicht etwa, daBB diese BildnDg erst im Entstehen 
begriffen war, vielmehr Btellt Bie Bich, wie anch die Fonnen 
auf -^putj^^ -i""^-^) 'V'^^ti sowie anch die von Aid. Il 16 alB 
altynlglLr d. i. kilikisch angeftthrten Plurale ^^^-i^/y-^ »DOrfer«, 
^fun^kp^^ »HftlBe<, alB die imAbsterben begriffene Fortsetzung 
von entBprechenden àlteren Bildungen dar^), weich letztere 
entstanden waren za einer Zeit als von den EoUektìya auf 
-»1k^ bez. '^pmj^ '"'P'Vì "^'"P ^^^ Plaralcharakter noch nicht 
recht auBgeprSgt and entwickelt war. Dagegen teilt bereitB 
den Gharakter der neaarmenischen Plnralia compoBita 

3) der Plaral compos. J^'^pf'l'i'41 oder mit Eonsonantenver- 
einfachong iTtapf-lig »MenBchen«: Nom. piar. 39 23, Bb ^; 
Akk. piar. f^Jiipi^-ligi» ibid.; Gen. piar. inupq.^^»uig 39 12, 73 12, 
B ^; InBtr. piar. «/àr^j^L-^-wi.^ L 156 21. Analog wie die nea- 
armenisohen Plaralia compoBita (vgl. oben S. 190) aas ftlteren 
za Singalaren verblaBsten einfachen Plaralen heryorgingen, 
ebenBo ward mittelarmeniBch aaB dem nicht mehr alB Plaral 
gefUhlten Ulteren iPuipt^^ darch Saffix -£ der komponierte 
Plaral iTmpi^^^rgj 'f^'Pt-ligj der noch beate im NA. fortlebt alB 



1) So bei Agathang. der Instrumental lULmf^tuiiqg, bei Laz. Farp. 
mtjuq.-'Utiib'qm neben luuu^utUail^ resp. uiiju^at%b-utL. Za ^q^b'prB flir 
echtkilikiBches qirq^kp^ ^/na-lrp-^g fUr echtkilikiBches ^fim-hp, vgl. die 
aa. Fonnen putb-kutp-^^ ap^lnup-^ § 236. 



208 Fonnenlebre. 

mart-iR im Poi. (Han. 90), Ach. (Tom. 58)^), woneben aach der 
Piar. compoB. anf -tifer^ martig-fifer im Poi., ja sogar fnariiR^*er 
und tnartiM-^^er-X (Crb. 744) getreten ist. 



C. Fluralflezioii. 

I. Flexion der iS-Plnrale. 

1. Kasus recti. 

§ 263. GharakteriBtisch ftir die Flexion der ^-Plurale ÌBi 
dag ZuBammenfalleii yon Nominativ und Akkusatiy, welch letz- 
terer mit Anfgabe des altarmeniBchen SnfJGxes -« wie der Nomi- 
natiy aaf -£ ansgeht. AllerdingB tanchen vereinzelte Akknsa- 
tive plnralis mit Soffix -£ Bchon in der &lteren Litteratnr anf, ans 
welcher Aidynian Er. Gramm. I 78 folgende einBehl&gigen F&Ue 
annuirti ^ '^fjti V^Ì4tì ^V fPP4^y t ^^"ifr^'p^"'^^^ ff 'if^g 

id'Pl^i a9ncm|ti amm^ui^uyju ^mp^0 AlLKUB. mt^lrmfmf A&K. 

fuufJngpiiLitgy Akk. qutjptufquÉÌ»f^ Dadurch, daBS Bie nnr ver- 
einzelt und bei Bchlechten KlaBsikem erscheint, kennzeichnet 
Bich dieso KaBusform als nichtclasBiseh, ala ein Prodokt der 
altarmeniBchen VolkBBprache, die, wie in andem Fallen, so 
anch hier, llUigst vor der kilikiBchen Zeit von der im Glassi- 
schen tlberlieferten S.lteren Sprachform abgewichen war und 
cine jtingere morphologische Nenbildnng geschaffen batte. Und 
zwar ging, wie Bchon aoB der Natnr der oben zitierten alt- 
armeniBchen Formen hervorgeht, diese Nenerung aoB von nn- 
eigendichen Plaralen wie '/«à^, m^J^^J^^, welche, da ein nnge- 
teiltcB Ganzes odor cine Einheit bezeichnend, sich zuletzt 
geradezn den eigentlichen Singnlaren in der Flexion anschloBBen, 
insofem Bie den BengnngBonterBchied der beiden EasuB recti be- 
Bcitigten. Unter der Wirkong dcB UniformiemngBprinzipeB ver- 
allgemeinerte sich sodann dieso Erscheinnng, die schon in split- 
classischer Periodo derart vollendet und abgeschlossen war, 
dass auch in die Werke classisch schreibender odor Bchreiben 
woUender Àutoren wie MatthìLus t. Urrha, Michael der Syrer 
u. a. m. der Akkusativ auf -£ ganz gew5hnlich zugelassen 



1) Hier aUerdings mit yerSnderter Flexion Gen. mart-HcQ, indem 
sich Piar. martiU in der Flexion dem einfachen A;*-Plnrale der Nomina 
anf -t anschloBB. 



I. AbBchnitt: Deklination. Eap. I. Nomen. 209 

wird^). — AaB der Masse kilikischer Belege seien nnr folgende 
herausgegriffen: q^i/if/igii B jy^^ fuyu gmùk^^u B «/JW^., f-^vA^- 

^ ^r? A F''"ù't-B t'^') ^bì ^^t ^kF'ì b k"'pts ^^ ^'"^ t k"'p^t4t 

Rb ^, «#5^; |i^f «vr'lAfS^ ^^ i^f unbestìmmte Akknsative als 
Objekt: mtLnufrutf^ Rb it^^ utfukiPg Rb ^, «M^^ B iT^^^ 

§ 264. Neben dieser kilikisch-mittelarmenischen 
Unifizierang der Easns recti pinralis hat sich eine zweite, 
nichtkilikische, mehr als ostmittelarmenische^) anfza- 
fassende, namenilich bei Mechithar HeraQi tiberlieferte, aosge- 
bildet, nnd zwar nach entgegengesetzter Richtong, indem hier der 
KasuB anf -« zar Norm genommen ward, so dass die Akkusativ- 
endiing s auch anf den Nominatìv tiberging nnd das nraprUng- 
liche Snff. -R verdriingte. Dass anch zn dieser Bildnng der 
AnstoB gegeben ward von Plnralen mit Singnlar- oder EoUektiy- 
bedentnng, zeigen die in der altannen. Litteratnr vereinzelt 
Uberlieferten Fftlle. So bei nichtreinen Klassikem die Nomi- 
native pinralis: t[u/ùu^) »Eloster« (ci. ilufù^)^ limu^mò^u^) «Ver- 
dacht< (ci. Iiwuliiuè^g^ ^wiffofé-Mrlr^)^ lyfmif^) >Bedtlrfiii8« (d. 
uiku»^\ è^m^u^] »Anfwand, Eosten* (ci. S^iufu^)^ /^^if^)'>Ge- 

SChftfte, GeB0h9Ìt« (d. ^/v^), otpmmunLu^) »Tlll^nen« (d. mpmm^ 



1) So bei StepannoB Orbelean im 14. Jahrhondert die Akknsative 

FlnraliB: p P<»^^ I 116 2. 15, 261 4; ^ ^muluhA ^tuinóifio/L 122; f^- 
Jìmp^IruAÈ^ I 125 19; ^ /^ofir^lb I 126 15, 128 11, 129 20; ^Irqfiga I 209 3 
infir.; ijij^^umnuué-tuè-^^ _giu4iu%uy^ I 222 9, 225 8; ^^ ^lrm%gli 
I 261 12; ^P4^ I 272 17; fjlf*''i'4i I 281 14, 282 4; fuaipp klilrtflrgfi^ 
1282 10. 11; femer nnbestimmte Akkusative wie: ^aypb^lig I 260 19 ; 

i/orir^ I 281 5; ^«vt^ I 112 6; luJpnfu^ I 112 3; ^'«jpt^/lg I 260 etc. 

2) Als nenoBtarmeniBch werden Aid. 1 197 folgende Nominative an- 
geflibrt: dtk 4t''^l"'t^ ^pk'"-''C^ ^^4^"^ pMuqii^u^ ^nqu, 

3) jiuitmfmqnjb tp ifuibu i^ Aid. I 78. 4) ifft^jn^g ^tuumittjng 

tlfù Itl ^iuu^uiè^u I Aid. 78. 5) a^ t p^^ <yf «"' Aid. I 78. 6) ^t 

«itf^ari. ò-ut^itb Laz. F'afp* 545. 7) ppu impalo gitLgmL' [uap f- ftput^ 

Aid. I 78. 8) p%l lupuimuaLU qmìi Aid. I 78. 

K ft r ■ t , Kilikif eli'mittelanii. VoQuspnchf . 1 4 



210 Formeiilehre. 

wL^)^ kp^ntu^) »zwei< (ci. kp^ttL^)^ 4wp^u^) »Steiieni« (d. 

4utp^^)Tgì.4uip^lig)^ Jnqnifaiptf.u^) ^YÓOsAmeJìge^ {(il' *^uqmifntpt^)^ 

also ttberwìegend solohe FHUe, denen im Glassischen ein Plnrale 
tantum anf -M entspricht. H&nfiger zeigt sich der nominati- 
viBche EasuB anf -« bei sp&t- and nachclassisohen Àntoren, 
d. i. in der vom Mittelarmenisohen beeinflnssten Litteratar- 
Bprache; bo bei Gregor MagiBtros, Gregor Skevra^i, in ÒatantìrS, 
worauB Wb n 682 nnter andem folgende BeiBpiele brìngt: 

u^uAilr^m^) (ci. »^i»^^^//^), Chmpa^} (cl. ^mp^)^ t^tu^u^) (cl. 

i^ui4^y Tgl. np. pas^ phl. pàs »Waohe«), i^m%u'') (ol. «y '^^), 

ut^tuiitiu (ci. ui^miin.-jn ^uupt^^" } (cL ^«u^ivArirAoV ò-ma.mfu^) (cl. 

Im Xn. Jahrhnndert eraoheinen bei Mechithar Hera^i fol- 
gende mittelanneniflohen Nominative plnraliB anf -«: hpmliui^) 
»die Ademc & 66, 90, 91, 93, 114, 115, 116 fttr ol. kpm^^-^ 
khm^ui^) »die H&nde« S. 81 fllr cl. i^n^; nm»(^) »die Ftlfie* 
S. 80 fìir cl. «fiii^; ««/^^«(tr) »die NaBenh5hlen« S. 76 ftlr cl. 
nt'^'Ut' Fo^^f folgende «-Nominative mit Singnlarbedentong: 
^Jh (kl. ^J-^) >OeBtalt, Art, Spezies* S. 65 dreìmal, 90, 92, 
93, 116; fof/f^o (kl. fuap^^^ v^p-g) ^Schlag, Wnndec S. 74; ^^fu 
(kl. <fvf^, 4»4i) >Sorge, BeBorgnis« S. 18, 35, 40, 91; nputlm/hn 
(kl. mpnilmfu^ »Baach« S. 147; ^m^u (kl. ^w^^) >MaB, VerhUt- 
nÌB«: S. 42, 59, 60, 63, 69, 99, 101, 129, 131, 141; InBtnunental 
^^o^u (bìc) S. 96; adv. uyu^tugu (kl. tufr^^^ odor of/^^.'^) *^ 
Behr, BO lange« S. 58; ^mpu »vier« S. 42, 63, 71, 91, 97, 105. 
Nor letztere Form ist anch kilikiBch. SonBt iBt dicBe Bildnng 
dem EilikiBchen nnd im allgemeinen dem WcBtarmeniBchen 
fremd^^^). 



ì) if kL if Irp^itLu hii Aid. I 78. 2) 4uip^u luA^utfli attimi' 

p^^n utn. [tu Irli Aid. I 78. 3) dnqnifntpt^^ Itl mquijjb jatyPnhii 

Laz. P^p. 603. 4) %np t u^aiii^lriJiut^, 5) ifig fA^ ^mpu, 

6) a^au^u ^luJiitpiiU^naf^piit tua. tuuaaauuté-, 7) funpaMi Ira. if^norbir 

lyitfirfiir, 8) "/"^ "^ aaata!b at^ ^aaypi^/au, 9) b'a. aa^ afaaaaaauia^ 

a^aaapfaàa^ n^ ò^mauaajaa^ at^ auqaufuhatyaa , Vgl. anch: ^mu^u »Ma8Ì8, 

Ar/ffat< mit Gen. Jfaaulramy bei Lazar P'arp. (V. Jhd.) 8.376; S^/"A« 
»Tifli8< mit Gen. ^^ffulraf bei Vardan (XIII. Jhd.) S. 156; l^aaapm »Kar8< 
mit Gen. l^aupauf bei Vardan 102, 119, in welchen FiUIen das schlieBende 
8 ala Snfifix dea Nominativ plnraliB behandelt wird. 10) Anagenom- 

men das anch weatarmeniBohe Numerale erfftu »iwei<. Die von Aidynian 



I. ÀbBohnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 211 

2. Kasns obliqni. 

§ 265. In den obliqnen Easafl dea ^Plarals macht sich, wie 
beim Singular, àlB Folge davoD, dasB der ^-Plnral vorzug»- 
weise bei yokalisch auslantenden Stftmmen erhalten bleibt nnd 
wohl aach nach Analogie der Singolarflexìon ein Ktlckweichen 
der konsonantischen Flexion vor der yokalischen be- 
merkbar. Letztere hat sieh ausgedehnt anf FftUe wie: 6en. 

pi. mq^ft^mg »der Brllder« (ftlr ci. Irqpiupg) in mqpp^wg UÈpiy% 

(arab. ^^Ì\ jLS) A 47, 282, B ^, ^, ifi^ JT^l^ J^ ; Gen. pi. 
fipmài'mg »de8 Kechte8« (ftlr ci. ftpuiLiAg) in Rb; Gen. pi. 
mjpmdib'^g^) >der Ehelente« (gegen ci. Gren. pi. ^m%m%g) 
Bb 4p\ Gen. pi. t^mlrp-^tf »der TOchter« Rb qq.^ nie mehr 
das konBonantìflohe fMunkpy)^). Im InBtnunental ersoheint: Btatt 
dee ci. iTmpi^mJp oder JmpulimJp^ von Jìap^^^f^ die Form 
Jmpt^IfmL^ L 156 21 ; Btatt ci. ^pmumJp^ von ^pmutót^ dic Form 

l,pmA^L^ (-ou) 17 15, 21 13, Bb >^, Ji^ 4P, ijr, ^^^^J4i; Btatt 

ci. opmiajp^ von ^mnéb^ diC FonU ^uài^mL^ B tfp, 

§ 266. Bei den vokaliBclien St&mmen zeigt sich die alte 
FlexionsweiBe noch allgemein im Genitiv-Dativ nnd Ablativi 
Nom. ò-lbtuui^y Gen. ^iiutiq-mg Rb/^^^ 4p, ^; f^^^i Gen. ^4-^mg 

37 14. 24, 51 14; l^qf^s^ì Gbjì, fiaqtf^utg ^iè^p, i^f, *^i.j *"yi""^-^> 
Gen. muip%^mg 17 5. 9, 19 9, 21 2. 9, 23 17, 37 3, 65 14, Rb £^; 

qmìi^mmìi^, Gcn. qjuii^m%^mif 13 20, 15 10', è^Irè^uA^, Abl. ^ ^^^1«- 
-mg 61 5; 4m£è-tuìi^, Abl. /^ ^m/yu-utg Rb/ijp., ^f^, ^^'f ; 4ufJm%^^ 

Gen. ^uiS^mg 13 6, 71 18, L 185 18, Rb^, £Ì^; {/r^iu^w^^, Gen. 

^fintub^uta 57 14 ^ mntJpuit^^ Gon. tnnuj^t^mg 29 12 ^ mmnuàio^ Gcn. 

_gm^^tug 61 6. 11, Rb ^j^l; anch fi^j^muuij^y Gen. /t^utit-m/f 35 io; 
a^utpn%uno, Gcn. t^utpaìt^my 3 4, 9 2. Gcn. 'ffjfuy-^g »der Zen- 
gen< 29 2, 59 4. 10, 61 14, L 156 26; Gen. ^tr^-/^^ »der Habe« 



I 78 anCerdem als westarmenisch angeftlhrten Nominative «yw» >Fa8ten«, 
mdrmliu »FreadenbotBchaft<, è-mluu »Ko8ten< bemhen wohl anf ostanne- 
nlBchem Einfliuse and sind den aai3eren Dialekten yon Konatantinopel, 
Polen nnd Ungam nioht eigen. _^ 

1) Ygl. aach Oen. Piar. Ju/pi^^tug 9der MenBchen* B £q. gegen ci. 
Gen. tHupi^tuii, 

2) Analog der Qen. piar, ^tpk^twltptug za -mkp in einer inschr. 
aoB Ani vom J. 1215 (Sir. S. 76 and 77). 

14* 



212 Formenlehie. 

21 2, 47 30, 51 21. Gen. ^-aj >de8 Bache8« Bb ijp^ Gen. 
tupg$[-ng »der Tbr&nen« B «/V- Von fw/tf^ »Verwnndnng« der 
Abl. fi fuip^-auf 61 5. 18, Sb £[; y. ^«^^ >yerhftltni8« der Gen. 

Ui'Uijf Rb ^i^; V. i^uipm_p^ »Schald« der Gen. u^mput'-mLg 9 24, 
73 3, 81 26; y. ivf*»^ >BedttrfniB« der Gen. i^^m^uf 59 4. 

§ 267. Die Instmmentalform ist bei den d- nnd o-StlLm- 
men die alte geblieben: Za Gen. uiuipù-mg der Instr. utmp%^og 
21 7; za Gen. /vA^-ttf^ der Instr. ^A^-i»^^ Bbf^; za Gren. ^Z^^^- 

-mj der Instr. è^Irè^^utL^ Rb ^, ^à^, £^, ^; za Gen. ^mJimg 
der Instr. ^afJiutL_g 21 12, 53 3 ; za Gen. ^wSL-mg der Instr. 

^auXi-'UiL^ Rb <v^ ^, £ctf ; za Gen. ^utg^%^utg der Instr. ^m^òit^t^g 

47 19; za Gen. it/v'/.-n^ der Instr. "pq^-ni^g Rb j^^, 2^ etc. Da- 
gegen ist im -Instramental der i- nnd der ti-St&mme, analog 
wie im entspreehenden Easns des Singalars, das arsprtlngliche 
Saffix -ivX resp. -uS yerdrUngt and ersetzt dnrch SafBx -e^. 
Z. B.: za Gen. t'^u^-jig der Instr. fuou-og 9 15 (gegen ci. /voìi^l^); 
za Gen. ^munjp^lfg der Instr. ^munjp^og 21 7 (gegen ol. ^lamatp- 
-A^vs); ZÌI Gcen. ug/ttn-nuf der Instr. i^fnn^og 33 14, 35 18; za Gen. 
LS'"^ der Instr. ij^'O» ut'"'^^ 55 8, B ^^^, ^^ a. s. w.^). 

§ 268. NHhere Betrachtang erheischt hinsichtlich der 
Flexion der Easas obliqai der Piar al aaf -iX. Die kleine 
Grappe derjenigen Nomina aaf -t, die den Flexionsvokal daroh 
sìlmtliche Easas singalaris and plnralis darchftihrten — <iif/^, 
apql»^ die aaf -uf^^ and ^Irg/i —- konnten aaf die Daaer diese 
Flexion im Plnral nicht mehr behaapten: anter der Wirkang 
des Uniformirangs- and Aasgleicbangsgesetzes massten sie 
BcblieBlich sich der normalen yon der tiberwiegenden Mehrheit 
dieser Nomina befolgten Flexion mit Genitiy piar, ^kmtf an- 
schlieBen ; Flexionsyokal o der Minderheit ward daroh Flexions- 
yokal a der Mehrheit yerdr&ngt. So tritt in sp&tolassischer 
Zeit an Stelle des aa. Gen. piar. ap^Lag y. np^ die Form 
np^mg bei Elimachos, Stepannos Orbelean, Meohithar Hera^i; an 
Stelle des aa. Gen. piar, fn^mj die Form ^a^mg. Diese 
jtlngere Plaralflexion jener lebende Wesen bezeichnenden 
Stemmo setzt sich nan im Eilikischen fort, wie folgende Easas- 



1) Anch in den InBchriften spiegelt sich dieselbe Ersoheinong wie- 
der: eine Inschr. yom J. 1215 (§ir. 75ff.) hAt Instr. piar. |i^la»/w&^ (el. 
"A*"-/?)'» Instr. piar. lutpqjuL^ (ci. -w*.^ und -A^^). 



I. Absehnitt: DeUinatioB. Eap. I. Nomen. 2t3 

formen anf -A^ (= nachcL -^«tj) zeigen: Gen. piar, npi^g (v. 

"Ptb 'Sobn«) 31 21, 49 34, 55 13, Bb ^^ ^, ^; Abl. plnr. ^ 
j^pifJrif 49 24; Gen. piar. m^Lgiuglrg (v. «v^c^f^A «Gerìchts- 
beamter*) 39 13 ; Gen. piar. ^apgauAky (v. iHpgnut%l, »vierfbBiges 
Tliier«)^). Nar noch vereinzelte archaistÌBche Formen wie Gen. 
piar, tipi^g Kb ^ Inatr. piar. upi^u»ig Bb JH^l^ ÌJk antersoheiden 
die Flexion dieser Stftmme von der normalen Flexion des 
Plarals aaf -«£, wie 8ie folgendes Paradigma darstellt 

Nom. ^'^p^^ltg haireniX (= ci. haireni-lc) 

Akk. ^'"/P^^tg z-hairenifc (= ci. z-haireni^s) 

Gren.-Dat. 4uyplr%kg hairerfeg (= ci. hairene-ag) 

Abl. p 4iufpir%lrg i hairen^eg (= ci. i hairene^ag) 

^*'- \ 4p^o/ hairenok ](= "^^ '^rene^i). 

§ 269. Belege. 6en.-Dat. : mj%yilrg (Nom. -yitifyi) Rb ^ ; 

mui^^kg (Nom. «««yMAis) ^ ^^^ > "'P^'H'9 (Nom. mpè^iHlg) B «r^f , 

Geop. 119, Mx. Her. 145; wi^èii^i^y (Nom. mL^^^iJig) B^^; 
punfilry (Nom. pwi^fig) 45 11, 47 32, B i^; i^firiki^ (Nom. ^^- 

f^ihfi) ^ ^^1 ò^fuai%lr£Ìrff (Nom. è^fuuiiilripg) B ^^ ; ^tvpt^ff (Nom. 

4.r/,/i|,) A 54, 55, 61, 62, 63, 91, 116, 177, 189, 216, 277, Mx. 
Her. 71, 149, B^^ ^; (^."'A/^j (Nom. ^imlrifig) A 184; fa»;/iK 
Ikifr^ (Nom. 4«ijpt%lig) 19 21. 22, 23 11. 26. 30, 45 22, 47 22, 51 3, 
65 26, 67 24, 69 14, 25, 75 27, Bb ^, J^; ^mplihg (Nom. iwpilig) 

9 12, L 187 16; iatpu%lrg (Nom. impu%li!^ Bb ^, ^i^; uiuin^likitrg 
(Nom. iquinli^lrilig) 45 11 ; gm%kilrg (Nom. yuAkilig) B ;lSi/#if , ]S/iar, 

^fP; ^#/i^^ (Nom. j^T») Bb^if^. Ablativi za iv^ Abl. j"i»qfry^ 
t j-^i^s A 28, 38, 104, Mx. Her. 96, 149, B ^, <^, 7, ^, ^, 
i/i/9; za aàiop/ig Abl. j^^%opkg^) A 189, 234; za pMuqitfyi Abl. 

kv"^ih A^^' ^ k2.'"^é9 A ^^^' ^^^' ^^' ^^^- ^^*> ^^ ^'HiP^Nt 

Abl. /b <«»^^i^^^ 45 20, 47 37, 49 18, 53 13, 69 9; zu ^/,|» Abl. 
/> uUftlry A 156; za ^jfig ^^M. ^ ^/^^ Mx. Her. 44; za aLmki^ 



1) Ygl. sa 1bw^%lig dea Plorai %utf»%lry in einer Inacbr. ana Ani 
▼om J. 1342 (§ir. 8. 86); vgl. np^kg Gen. piar, in einer Inschr. ana Ani 
▼om J. 1273 (§ir. S. 139). 

2) Vgl. mùopirg bei Mx. Her. and Oeop. 50, sowie mmplrg Geop. 59. 



214 Formenlehre. 

Instrnmental: zu utfikilig Instr. mjùkikua.^ 15 7; za ^mjpk%l»g^ 
InBtr. ^uifpl^kog 21 11; za aiugUlig lastr. <»<y/bf<^ À 259; za 
è^^uiiikiPg Instr. ò^^mbkio^ A 219 etc. In letzteren jtlngeren 
Formen iBt yor dei Endang -ok daa aaslaatende -t dea Stam- 
mes geschwanden, analog wie vor den Easassoffixen dea 
Singalars. 

Im NA. hat sich (n. Òrb. 747) das obige Paradigma folgendermaCen 

amgeBtaltet: 

Nom.-Akk. pnn^ftg 

Oen.-Dat. luut^kg 
Abl. ^"tt^i 

Instr. p.uiii^lrg'Jai[, 

Daneben aaek die westarmeniBche Flexion: Nom. ^tj/jupgy G6n.-Dat 

fLUtift^h-jt, Abl. fuuqitgji^^ InBtr. fuuqitg-ml^ 

IL Flexion der speziflseh kUlkisehen Plarale. 

§ 270. Eine Differenzierang nach Flexionsvokalen, wie 
beim £- Plarale, findet in der Plaralflexion der Ubrigen kili- 
kìschen Plarale nicbt statt. Gem&B ihrer Entatehang aaa ar- 
aprtlnglichen EoUektiysingalaren, haben die spezifiseh kili- 
kischen Plarale die arsprUngliobe Singalarflexion beibebalten 
and zwar flektieren aie aftmflich nach der einfachen o-Dekli- 
nation. Beìspiele aind bereita anter >Plaralbildang« gegeben. 
Ea folgen die Paradigmen. 

1. Plaral aaf ^kpi Paradigma ^Irq^lrp >Arzneien«. 

Nom. ^kq^lrp tey'*er 

Akk. ij-HiÉrq-^kp z-tey-^er 
Gen.-Dat. t^q^hp-nj fey-er-o 

Abl. fi t^q^hp^aj i tey-er-^ 
Instr. qk^-hp^nil^ tey-'er^ov, 

2. Plaral aaf -Ib/^: Paradigma mkpktAtfi »Bllltter«. 

Nom. tnkpb^L'%lt deretani 

Akk. q-mhpln.'%p z-derev-ni 

Gen.-Dat. mlrpIrL'^nj derethno 

Abl. fi takpkL-%y t derev-^o 

Instr. »filrplrt,'%uil derev-nov. 



I. ÀbBchnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 215 

3. Plnral anf -f^: Paradigina ^iL-tHt >H&nde«. 

Nom. liriL'tlli cet'vi 

Àkk. ^IriL'tl/i z-cef'-vi 
Gen.-Dat HnL-ilpj cef'-vo 

Abl. ft làrn^ilnj. i cer-f>o 
Instr. lirn-ilnil cet-vov. 

4. Plorai anf -m/k und -^«n/k: Paradigma 4i''H^ilutlt 
»Schwestem«. 

Nom. ^nLp-ilanlt Sur-vffdt 

Àkk. ^^aLp'tlinlt Z'ìiur-v9di 

6eD.-Dat. 4i''H"''t"'"J Xur'V9do 

Àbl. p ^nLp'tlmaj % Rur-VBdo 

Instr. ^ncp^ilmnil^ Sur^adov. 

5. Plnral anf ^m%: Paradigma iip^m% >Pferde<. 

Nom. l^-ufif ct-on 

Akk. f^lp-uA Z'ci-an 

6en.-Dat Xp-uA^nj ci-an-o 

Instr. Ip-uA^atl^ ci-anrov. 

6. Plnral anf -umuA: Paradigma mkqk'umm% »Òrter«. 

Nom. antrqlr'ummù deye-stan 

Akk. q^Mirqir-uuiuA z-deye-'ètan 
6en.-Dat. mirqir^uuA'aj de^e-st^fi^o 

Abl. {t anirqir^uuA'mj t deye-^t9n^ 
Instr. mlrqlr»um%^ntl^ deye-^t9n^ov . 



Die Zahlwdrter. 

Als Anhang zn der Abhandlnng des Nomens folgt hier die 
Darstellnng des Zahlwortes hinsiehtlich seiner Bildnng nnd 
seiner Flexion. Anwendnng nnd Konstmktion des Zahlworts 
ist nnter »S3mtaktische Eigentttmlichkeiten* besprochen. 



216 



Fonnenlehre. 



KardinalEalden. 



§271. 



3 

4 
5 
6 
7 
8 
9 

1 

2 

3 

4 
5 
6 



8 

9 

20 
21 

22 

23 
24 
25 

30 
40 
50 
60 
70 
80 



{ 



1HL 



Irplimi.^ 
L'P" 

1»%% 

UMUUÙ 

iiriirifìf— nc-W^^ 

mmub^'niiifj-ltpkl^ 
laauuit'^aL'^pu 

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m% 



) 



riirifi»-ii^(i^)-|^ 



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ÌM. 



4i' 



meg [meg] 

ergu 

erguìc 

if^elc 

gora 

hing 

v*e^ 

iqln 

ni 

inn 

dasn 

dasn-^-meg 

dasn-iyergu ì 

dasfè-t-erguM] 

dasn-V'ir^eS 

dasn-u-gors 

dasn-u-hing 

• 

dasfìF-u^^e^ 

dam-t-ioin 

dasn-^qin 

dasn-v-ui 

dasn-ui 

dasn-thirm 

dasn-inn 

Xsan 

Ssan-u^meg 

Ssan-v-ergu \ 



(ci. mi) 

(d. erku) 

(ci. ereX) 
(ci. ^arS) 
(ci. hing) 
(ci. veg) 
(d. evin) 
(ci. ui) 
(ci. inn) 
(ci. tasn) 
(ci. tnetasan) 

(ci. erkot€isan) 

(d. ereUtasan) 
(ci. goreXtasan) 
(d. hngetasan) 

(d. veit{isan) 



>(cl. evlnevtasn) 

} 



(d. 



fulevtasn) 
\uluta9n) 



\ 



(ci. innevtasn) 
(d. 



^'^' \i^/i^fli.^ Msan-v-erguff 



j»uamÌt^^L'~yapu 

irplrumót 

jpmm,mmàt 

jftmnÓÈ 

*ltmifiÌimmmA(?) 



Msan-v-ir^eft 
Xsan-u-^ors 
Ssan-u-hing 
etc 
ereaun 
Ratsun 
hisun 
vaisun 
iqinasuni^) 
uìsun 



Ssan) 
(ci. Ssan-ev-mi) 

(ci. Xsan-'eC'erku) 

(ci. ìcsan-w^ereR) 
(d. Jcsan-^t-gorìc) 
(d. Usan-ethhing) 

(d. eranm) 
(d. ^o^o^ttn) 
(d. ywtm) 
(d. f o/^mn) 
(ci. ee Jananm) 
(d. fdnai^ 



I. Absohnitt: DeklinatioB. Kap. I. Nomen. 217 

90 *lfù%uav% ùmtun (ci. innsun) 

100 i'^p'MP haruir (ol. hariur) 

200 Irplimc Ampt^p eTffu hoTuir (ci. erkeriur) 

300 fipk^ ^mpmjp ir^ek haruir (d. ereShariur) 

400 impu ^mpmjp gors haruir (d. (orethariur) 

etc. 

1000 4mfmp hazar (d. hazar) 

§ 272. Belege: 4( meg 29 2, 35 17, 49 5, 59 35, 83 12, 
93 17; A^ meg L 155 7. 16. 17. 27; kp^mL ergu 25 13, 35 15, 39 26, 
47 14, 49^9^59 10. 39, 65 18. 19. 27; Irp^nL^ erguK L 178 15, 185 17, 
Rb Ì4i^ ^^Ir etc. ; jtpkg ir^eM Gteop. 124 4, Mx. Her. 1 46 27 ; ^apu gors 
17 23, 47 13, 77 8, L 155 25. 27, Geop. 64, 116, Smp. Chron. 630, 
647, Rb ^; 4m hing 17 22. 23. 24, 51 1; 41»% f hing L 157 22. 27, 

L 155 26, Rb ^, ^; i/fìry v*eg 47 12, L 155 18, Rb^, 4t; fimifi^ 

iqin 15 2, 23 29. 30. 31, 93 7; m^ ui L 158 1, Rb ^, ii^; /iUh 

itm L 157 13. 19; mmuh dam 17 22, 51 1, L 157 14. 22. 28; muriÀiti.- 

»rn dasnumeg >elf« B ^ìi^; mmuhatirplint. dasnvergu Kb ^q^; 

mmm% at. irp^uLg doSH V erguM L 1 57 22. 23; unuu% Ili. 4/iiili {^lAf) 

dasn u At>i^ L15722; inmu%nJili%li dasnuhing 17 22, 51 1, L 157 27, 

Rb Ìt|r; mmu% ire t/irtf doWh U V*eg L 157 14; unuuisifftWLpii doSH- 

viqin 15 2, 23 29, mmuii^mtpii'li Qen. 23 30. 31, 93 7; miuu% 
kà. 1$%% (fttr ecbtkilik. mutm% ul ]»%%) dasn yev inn L 157 13. 19; 
^mm% Ksan 157 16. 19. 20. 21 ; ^utA m. ^ffiiif Msan u hing 157 7. 12; 
_gmm%itg.4lAf Msanuhing 157 8, Abl. /^ ^uuAnL^lAqtfy) Geop. 23; 
^uuAttuliry Xasanuv^eg Hr B 154; irpiruaói ereaun Kb ^4f_; jjtunó» 

hisun Rbiir; tfiupuaói vaisun 11 6, Rb2?^; ^^prnjp haruir 93 7, 
L 178 14, 185 16; ^m^mp hazar 31 7, 71 3. Die ttbrigen mit * 
bezeichneten Formen sind erflchlossen nach Analogie der beleg- 
ten Bowie der entspreohenden in betracbt kommenden neu- 
armeniBchen Formen. Zweifelbaft bleibt jedoch der kilikische 
Atuidnick der Zahl 70. 

§ 273. Bildnng: Hinsichtlieh der Bildnng der Eardinal- 
zahlen vnd ihres Yerh&ltnisses zn den altarmenisehen ergiebt 
Bich auB obiger Tabelle folgendes: An Stelle dcB claBsiBchen 
t% mi ist als Zahlwort der Einheit kilikiBcb iTtf (^4) ^^^ (m^^) 
getreten, identiBch mit dem alten Zahlsabstantiy t^m^ (= Jtf-^mli) 
ipdsj fiovàs >Unitas« nnd »aniciiB« (Lantl. § 83). Das olasBiBcbe 
4k mi ÌBi znm nnbcBtimmten Artìkel herabgesonken nnd yerblasBt. 



218 Fonnenlehre. 

Vgl. darttber nnteii Synt Der nrsprUngliche Daal kp^mc hat 
unter der Ànalogiemrkiuig der Termini fìir die Drei- nnd Vier- 
zaU, nachdem seine Dnalnatnr verblasst war, sich anch ftaBer- 
li eh znm Plural erweitert in der Form irp^mi.^ ergut. Die 
nonmehrigen Dnbletten teilen sieh, da formai im Verh&ltni8 yen 
Singnlar zu Plnral stehend, derart in die Fnnktion der Zwei- 
zahl, dass irp^ag. analog wie ein gewòhnliehes singnlares Àdjektìv 
die attributive Bestimmang des SnbstantiYs tLbemimmty die 
Pluralform Irp^ncg dagegen anf aussehlieBlieh selbstUndiges 
Àuftreten sich beschr&nkt. Vgl. Synt. So z. B. kp^aL mjp[t^ 
>zwei M&nner< Bb ?i^; kplimi. miupp >zwei Jahrec Rb Ì4i[; ^ri"- 
^ajp »zwei Schwe8tem« Rb ^i^.; kpl/itL ^yp »zwei Blinde« Bb^^; 
Irp^uL 1^%^ >zwei Dang« Bb qk; dagegen: mi^ ^ ^mtT Irp^m»^ 
>ein Tag oder zwei< Bb ^; k mmpf» ft fm^g 4^^«*/ A j^t^- 
qligi.mjh ìtl tutqmifttupt ^<. ^pk''*-4t t ^^P4t *^^^ Jahre Btehe er 
anBerhalb der Eirche und btlBe, nnd zwei drinnen« Bb^^; 
kp^aL^ eliq. tpmp >zwei gegen einander« Bb ^. Ans Uterem 
kpkg ist fipkg geworden (Lauti. § 43 a), ^mp^ mit Pluralzeichen 
^ ist verdr&ngt durch ^npm mit Pluralzeiehen « (of. oben § 264). 
^I»%ll ist blos graphisch, mm»% lautlich differenziert yon dem 
entspr. class. Zahlwort. Ùber jtmipii iqin ygl. Lauti. § 77. 
Hinsiohtlioh der Zehnerzahlen sind merkliohe Yer&ndeningen 
nioht eingetreten. Altes 4mpp^^ ^mpIrLp muss nach Lauti. § 72 
zu 4mpajp haruir werden. Letztere Abweichnngen yon der 
alten Spraohe sind rein lautliche; nach rein lantlichem Prozess 
ist auch fbr altes kopulatiyes Itl ev in den zusammengesetzten 
Zwischenzahlen im Kilikisohen m. u (v) eingetreten. Wfthrend 
jedoch im Classischen bei der Bildung der Zwischenzahlen yon 
10 — 20 die Einerzahl der Zehnerzahl yorangebt, hat sich im 
Eilikischen das Yerh&Itnis umgekehrt: die Zehnzahl geht hier 
yoran, die Einerzahl aber folgt ihr, mit m. (f^) u [v) yerbunden. 
Augenscheinlich ging diese Umgestaltnng derart yor sich, dass 
die in der alten Spraohe fbr die Zwischenzehnerzahlen yon 
20—100, also fbr die Hehrzahl der F&Ue, geltende Bildnngs- 
weise, wonaoh die Zehnerzahl der Einerzahl yorangeht (^iu% 

Itl if , ^««v^ ^<- ^P^'"^^ IrphmmA Ìtl lipkg^ kpkmnA In. </lfcf CtC.), 

sich auch auf die Zahlen yon 10—20 ausdehnte nnd yerall- 
gemeinerte, und hier die ursprUnglichen, nach entgegengesetz- 
tem Prinzip gebildeten Zahlformen yerdrftngte. Infolge dieser 



I. Abschnltt: Deklination. Kap. I. Nomen. 



219 



Umgestaltongen ist das kilikische Eardinalzahlwort bereits anf 
der Stufe der nenarmeniBchen Dialekte angelangt ^). 

§ 274. Flexion: Die Numeralia Eardìnalia flektieren 
sUmtlich als Singulare naoh der yokalischen i-Deklina- 
tion; anch ^/v(«^^, tpkg und^apu werden ala Singolare behan- 
delt Z. B. 4^/^ Gen. 23 7, Rb ^; kptfaL^i^) Gen. 23 22, Rb 

U^\ jkpliaL^k^) Abl. Rb^; jkpk^kf^) Abl. 13 12 etc. Im 
Gla88Ì8ohen hingegen flektierten die drei Zahlen Irptim.^ V^9 
^ap^ stets pluralisoh mit Gen. irp^muf^ ^ph} iJ'pt'Sì w&hrend 
die Zahlen yon >ftlnf< aufv^àrts nnr yereinzelt nnd ausnahms- 
weise plnralisch, dagegen regelm&Big nnd normal singulariseh 
flektierten. Diese singnlarische Flexion nnn der Zahlen yen 
f&nf anfw&rts dehnte 8Ìoh nnter der Wirknng des AnBgleichungs- 
Prinzips anch anf jene drei yereinzelten F&lle mit ansschlieB- 
lieh plnralischer Flexion auB, so dass im Eilikischen wie anch 
noch in den modemen Dialekten (cf Aid. Il 32) Bftmiliche 



1) Im PolniBoh-Armenisohen, mit dem die ttbrigen westiichen Mnnd- 
artan wesentlioh tibereinstimmen, gestalten aich die Grnndzahlen folgender- 
maOen (nach Hannsz^B J^zykn Ormian Polskioh, Krakaa 1886): 



1 meg 




14 daatw-ihQra 


28 


k8an9'Uth9 


2 ergu 




1 5 da9n9-hing 


29 


kaanvin 


3 ny'ékh 




16 dam9^ee 


30 


énun 






17 danw-oxt» 


40 


khariun 




18 da9n9-uih9 


50 


ùun 


5 hmg 




19 dam9vin9 


60 


Viìthiun 


6 fy'éc 




20 ksan 


70 


oxtanantn 


7 oxt9 




21 k9an9^még 


80 


uthtun 


8 uih9 




22 . kiafwergu 


90 


muun 


9 «R9 




23 kaanvirjekh 


100 


harur 


10 dai9 




24 k9an9'Ìh9rB 


200 


ergu harur 


1 1 dain^'^neg 




25 k9an9'hing 


300 


irfekh harur 


t2 dam>érgu 




26 ktam^jee 




etc. 


13 dawirfékh 




27 k$an9'0it9 


1000 


hazar. 


Spezifisch nenarm 


eniBoh ist nnr oxt9 (nnd 


oxtatMsun) fttr kilikisoh- 


mitteUrmeniBch 


iqtn 1 


tofon) Bowie nusun fttr 1 


dlikisoh 


ùpuun. Zn poi. 



& > 



>o 



nusun ss n» + aun {'gitUa, 'xoyta) of. np. v^, ^ nuh, nùh =3 >nean«. 
Daa Binde-u der Zwiscbenzahlen, wie es im Eilikischen eracheint, ist 
poi. ni 9 yor Konsonanten abgeechw&cht worden: So datt^meg ana 
mittelarmenisch dasn-u-meg, dasm-hmg ans mittelarm. dasn'U'hing etc. 
Im Ùbrigen ist, abgeseben yon mebreren lantlichen Differenziemngen, 
wie ch9rs fttr kilikiBok ehors, das Gmndzablwort weaentlich das kilikiBche 
geblieben. 



220 Formenlehre. 

Eardinalzahlen singulariseh flektìeren. — Ùber Eonstniktìoii nod 
Anwendnng der Gnmdzahlen in ihrer flektierten nnd unflektìer- 
ten Form siehe >Syntaktische Eigenttimlichkeiteii«. 

Andere Zahlarten. 

A. Bestìmmte Zahlen. 

§ 275. Das alte bestimmte Zahlwort auf ~lru,% -ean oder 
'jht -in ÌBt, wie ìm Nenarmenischeiiy so bereits im Eilikìsch- 
Mittelarmenischen geschwunden nnd ersetzt durch die mittels 
des Pronominalsaffixes determinierte Grnndzahl. So kilikisch 
kpliai.^ ergukn >beide, die zwei« Air ci. bp^agkuA^ bplim^'u\ 
irphg%^ jtpk^ ir^eSn >die drei< statt eh kpkghaA^ liplr^%-^ ^pm% 
gorsn »die vierc statt d. ^apigiruA^ fp^''' ^- S- ^* 

Belege: tplini.^ ^beidec 15 14. 15, 47 8, 49 22, 67 7, 77 1, 

^ % kci ^F'i ^AP) ^^^) ^Zf) '^'h '^lì ^^^* ^i'"-^'^ «beider* 
23 22, Rb 4p^ U^^ ié^^ Mp\ Abl. jlrpliai.^t% >Yon beidenc Rb 

^(f, ^ltut\ Gen. irp^aL^tt »dieBer beiden, dieser zweie* Rb <A; 

Akk. qkpk^ >die dreie« B i<^; Abl. jlrpirgi% >?on den drei6ii« 
13 12. £rwS.bnt sei als hierher geh()rig noch if-f^ >der eine< 
13 12, 23 23, 27 6, 35 28, 49 33 u. s. w. Yereinzelt wird das so 
gebildete bestimmte Zahlwort noch durch mj^ yerst&rkt: irpliiii.4^ 
luji^ 13 12 >die beiden« oder >alle beide«^). 

B. Bistribntiyzahlen. 

§ 276. Die altarmenischen Distributiva auf ^huA und -/^1e», 
identisch mit den bestimmten Zahlen auf ^Inuit - und -^1e», sind 
natttrlich nicbt mehr vorhanden. Im Neuarmenischen sind zwei 
Bildungsweisen an deren Stelle getreten: fUr die Einer wird 
das Distributiv meist durch Yerdoppelnng der Grundzahl erzielt ; 



1) Diese Vent&rknng ist im Neaarmeniacheii Hegel (Aid. II 32, 441). 
So in der westl. Schriftspraehe: 



Irpll^ii.^ 


'"L 


tpkf^ 


iU^ 


^ttpu% 


•"L 


kopii 


'"L 


tautu% 


«f/r 



Muiuni.hp^aLjA wt CtC. 



I. AbBchnitt: Deklination. Kap. I. Nomen. 221 

bei den hOheren Zahlen dagegen ist die dem Nenpersischen 
entlehnte DiBtrìbatìvbìldimg auf Suff. -failif gan [Jean) eingetreten 
(npB. ^ gan in qL^. yagan^ o^y^ dògan etc). Erstere Bildnng, 
dnreb Verdoppelang, Ubrigens ancb altarmenisch, ist sicher auch 
kilikiBeh; auch letztere mit ^mù -gan wird, obsohon Belege 
znfUlig fehlen, bereits kilikÌBch gegolten baben, ist sie doch 
allgemein neuarmeniscb ^) und auch im Polnisch-Armenischen 
darohgefbhrt, also schon in mittelannenìscher Zeit entlehnt, als 
die Pol-Annenier noch in ihrer alten Heimat, in Ani, saBen^). 

C. Bruchzablen. 

§ 277. Dem Neupersischen entlehnt sind die Formen: 
impkli garyeg (oder -yek) »ein Viertel« 79 15, 83 u, ^«71^4, blos 
graphisoh von dem vorigen geschieden, in Geop. p. 104, p. 108, 
p. 109; ifuptl/^ l'^p^tli = np- caAaryak oder caryak Y4. 
AuBerdem finden sich die echtarmenischen Formen auf .nr^: 
i^pkg'^i erekak »da8 Drittel, der Dritt« JL 156 12; fhl/iu^ hngak 
(h9ngak) »daB Fttnftel, der Flinft« Rb H (ygl. Gloss.]; mmu^mli 

dasnak >da8 Zehntel, der Zehent* Bb ^ dreimal, ^, ^, ^; litu 
ges »HUfte« und >halb« 21 4 etc. 

Ubrìgens werden Bruchzablen meist umschrieben, wie 
folgende Beispiele zeigen: j^pkfi ^m^fi^ Wt^ir = »der dritte 
Teil, das Drìttel« (eigentUch = »yon drei TeUen einer«) 49 I8, 
53 14. 25. 26, Rb ut^ <^; jirpkg pwAt'i' qtp^aLgli = »zwei Drittel « 
(eigentlich = >yon drei Teilen zwei<) 47 s; /k ^apu ^my^fb «C-^i* 
= »da8 Viertel, ein Viertel< p. 47 13, Rb^, ^; /b ijlig fuuAfi» 
Jti /uviZ/rif »ein Sech8tel« p. 47 12. Ferner ohne /uin/^lif : jkp^- 
^Ifl» éklp» Va Rb^; ferner: f^ /^ffulfu Jtf (= >auf fbnf ein8«) V5 
Rb m zweimal, ^zweimal; f» muiu% J^ti Vio Rb w zweimal etc. 



1) Gf. Aid. II 31 ff. 


2) Z. B. (nach Hannss) : 


erguBkan {ergus-kan) 


>deax à deux< 


irjekh'kan 


>troÌB à troÌ8« 


dawa^meg-kan 


»par onze 


kBonagan 


»par vingt* 


haruragan 


•par cent* 


hazargan 


•par mille« eto. 



neben me-^meg >an à an« 

eh9rs'Ch9rs >qaatre à quatte* 

hing-hing >cinq à cinq* 

vjeC'Vjec >8Ìz à six* 

oxi9'n'Oxt9 >Bept à sept* 

u(hn9-v;th9 •htdt à huit< 

ifM'im »neuf à neuf* 

d€U9^a89 >diz à diz* 



222 Fonnenlehre. 

D. Ordinalzablen. 

§ 27S. Hit Ansnahme von nut^, der Ordìnalzahl der Ein- 
heit, findet sich nnr spUrlioh dfis alte Ordinalzahlwort belegt^), 
was, angeachtet der mehr eingeschr&nkten Verwendnng der 
Ordinalform (ef. >Synt. Eigenttlmlichkeiteii«), doch du^nf Un- 
znweisen scheint, dass dìese Bìldung nieht mehr ganz volks- 
tOmlich war. Nan hat das Neapolarmenische eìn neaes 
Ordinalzahlwort anf -^um^), welches anf das neupers. Ordinale 
auf 'um |..^_ seiner Entstehong nach znrttckgeht nnd in mittel- 
armenischer Zeit bereits der Mnndart von Ani familittr gewesen 
sein muBB^): denken lieBe sich deshalb, dass anch dem gleich- 
zeitigen kilikischen Dialekt diese nene Zahlbildnng nicht fremd 



1) Z. B. irppnpq. p. 25 17. 

2) So im Poi. folgende Ordinalia (n. Han. Lang. d. Ar. Poi): 
erguèòm (= ergvu «f f«m) »deiixième< ttmòm >neaTÌème< 
ir*ek*ùm »troÌBÌème« doinùm »dixième< 
C9rsùm >qiiatrième« daatwmegùm >oiì8Ìèiiie« 
hingùm »cinqaième« datntvergùm >doiiBÌème« etc. 
v^eeùm >BÌxÌème< kaanùm >yiiigtiòme« etc. 
oxtnòm »8eptiòme« haruròm >centiéme« 6tc. 
uCnùm > hnitième < 

3) Das Ordinale anf -tim begegnet zneret in einer mittelarmeniaehen 

aatrologiachen Schrift, enthalten in der Wiener MeohithariBten-Hdsehr. 

No. 88; daaelbBt Bl. 31 f. die Beispiele: ma.iulfi% mmM»^ p.nuT mm»%%^ 

q.,nLir ffiirtìfif^ /^"lJ* utnMs Ìt^iblJ* mat%%^ f^.nLtT maAit^ t.w-ir 
utnAit p^nLtT utitA% P^olJ* tnnóA «fi^^nLtT innA%^ tft^nLiT 

utnA%^ dq^aLiT mnA%^ dlr.nuT tuaA%. FUt die nltohatfolgende Zeit 
erscheinen in poi. Urknnden die Formen: irp^nuanuT >fweiter< Mìd. 

Leh. 178; ppIrgaLiP >dritter< S. 179; ^apunLiP >vierter« S. 170, 178. Die 
anfierdem im Friihpolarmeniaohen eraoheinenden Fonnen anf -mp^uT 
wie irpfipnpt^LJ* >zweiter, zweitenB* vom J. 1601 (Min. Leh. 146), A^i- 

pap^LtT >drìtter, drittens* vom J. 1591 nnd 1601 (Min. Leh. 146, 150), die 
ana nnpr. Lokatiy j^irp^pnpqjiLiP^ j^irppnpfmLiT hervorgingen, mOgen 
den Anetofi zn jener armeniach-perBiBohen Ordinalbildung mit Snffix -um 
gegeben haben. So iBt ob denn anch ganz natUrlich, daBB das einerBOitB 
perBiBchem EinflnBBe anBgeBOtzte, andereraeitB dnrch den Lokativ anf 
'um oharakterìBierte OBtarmeniBch eben anch dae Ordinale anf ifm(fi) 
anfvreiBt*}. 



*) So bemerkt sohon SchrOdei'B TheBanrnB p. 309 fUr daB Ostarme- 
nlBche: Ordinalia heic formantnr adjectione Syllabae aLÌR ad Gardinalia, 
at: SiaLtSt primoB, IrplinomcSb Beonndus, mmubSLnLSb nndeoimna eto. 



I. Absohnitt: DeklinatioB. Kap. I. Nomen. 223 

gewesen sein wird. Ùber das ala Ordinalzahl der Einheit 
geltende nm^/b atei fliehe anten § 307. 

E. AdyerbialzaUeii and MnltìpUkativa. 

§ 279. Die altarmenischen Adyerbialzahlen, sowohl die 
mit m%^mJ* angam znBammengesetzten, wie : ^tubqmJ\ ^luuì%^ 
^mJ\ t^ppmpq. afk^u/tT cto., als auoh die einfachen adverbialen 
AusdrUoke mì l»gu {pg^ ftu) i^s (tip, is), wie: Irp^^u {i^pl^y^ ^pt")^ 

^pkh^i ^ft'S"^ 'l^Sfh" ^^'' ^^^^ spnrlos geBebwnnden, wie 
aach im Neaarmenisehen, and dorob nene Bildangen eroetzt. 

1) Die adverbiale Wiederholongszahl wird im Kilikischen 
aasgedrtiekt dareh die Grandzahl + 4^w h*ed= »mal«: 4lrM Jft 
mji^ »ein anderes mal, noch ein mal« 25 12; IrplimL m. bpk^ ^Irm 

»zwei and dreimal« Bb ^; Irpkg ^km »drei mal« Bb », ^, ^ 
4-4 ^Irm »einmal« Geop. 211; Irplrg ^hm »dreimal« Geop. 211; 
Irpirgimpm ^Irm »drei odeT yieTmal« Geop. 116. 

2) Die adyerbiale Wiederholongszabl wird im KilikiBchen 
aasgedrttekt darch die Grandzahl + mmpi^mj darba == >mal« : 
aach die Ordinalzahl and der anbest. Artikel if mi stehen in 
dieser Verbindang mit tumpt^wj darha. So: mmpt^mj if »ein- 
mal< 79 3; ofn^ mmpa^mfr »daB erste mal« 25 11; Irp^uL ^luiP 
tpk^ mmpt^uy »zwei oder drei mal« Mx. Her. 150 8;. ^Irm irpkg 

mmpt^tyfì» »nach drei malen, nach dem dritten male« Bb i^, 
mmpuimj dorba^ noch beate z. B. im Pohiisoh-Armenisohen 
in dieser Yerwendnng vorkommend % ward in mittelarmeniBcher ^ 

Zeit entlehnt aaB arab.b^ ^ori >Sehlag, Streich<^). ^^<^ 

§ 280. An Stelle der alten Maltiplikativa aaf ^tifii, tritt 

die Bildnng mit -ihm^: ^mmm^ »einfaeh« Bb^, iff^ ^C^; 

^mpmmmfi »yierfach< Bb ^^t^ ^q.^ £Ì^. Dagegen Bcheint fUr die 
h5heren Zahlen die mit ^iqmmp^ gebildete VervielfftltigangBform 
sieh gehalten za haben') nach folgenden Beispielen: </r^f 
aimml»li »ftlnffaeh« Bb ^i|.; t t^wmlt^ »BÌebenfach« Bb «^ Altarm. 



1) Im Nachjevan-Dialekt erscheint das Wort su ttg^ra omgeBtaltet. 

2) Daa im Neoarmenisohen dialektweiae in der Fonktion von h*ed 
and darba erBoheinende hfey l4lrq) ^ d. 4»uq^ hai (adten), fehlt in den 
kiliidflchen DenkmiUeni; in anderen mittelarmenlBolien Didlekten dagegon 
wird 68 ezifltiert haben. 

3) Wie denn dieaelbe Bildnng noch im NA. fortlebt nacb Yrt! 
Calozean Oramm. S. 36. 



à 



224 



Fonnenlebre. 



lipliffii ist verdriiiigt dnrch das fr&nkiscbe Lehnwort ^um^ dubl 
(afr. douhh) 83 io. n, L 155 15, Rb^i^, I^\ aach 4ifi»f mmtju^ 

»fUnfdoppelt, ftlnffach« findet sich Rb ^. ÀuBerdem wird die 
VervìelfUltigangszahl naoh folgender Norm nmschrieben: ^mp^ 
g%q. Jk^t «vierfaeht (eìgentlicb ^vierstatt ein8«) Rb^; KfAf 

gAq^ Jklit »fbiiffach« (eigentlicb »f11nf stati eins«) Rb i?f . 

Der Begrìff >em bestimmtes mal so vielc wird ausgedrtiekt 
dnrch die Gmndzahl + ^ui%^^: ^ ^lA^mg imgmp »zweiiiial 

soyiel Zacker« Mr B ^t^ f^; j^pk"^ ^'V^ì_"'4t jt'"^k^^ ^V 
f»iun%t »mi8ohe es in zweimal soviel gel&nterten Honig« 
Mr A 266; 4m%^mg ^ mj^ >nooh einmal 8oyiel« Rb i^ etc; 

StA^ut^ 2^pu jt njupt^iuub mnu^MUbm lutAnti jppJt ^VlOrOial SOYiel 

GeldbnBe gerichtlioh ihm anferlegen« Rb^. 



Kap. II. Pronomen. 

Pronomina personalia. 
1. Pronomen der ersten nnd zweiten Person. 



§281. 




SìDgnlar. 






Nom. 


IfU 


yes 




tu 
tun 


Àkk. 


tt" 


z^ 


'L'it^'L 


z-M^ez 


Gten. 


' K 


«n 


H" 


Ro 


Dat. 


lAi 


• • 

tnj 


it^'L 


n^ez 


Abl. 




y-isms 




% iene 
i Xezns 


Instr. 




isnov 
isfnov 

Plnral. 




ienov 
Xeznov 


Nom. 


jk%ft 


m*enX 


Y,i^ 


tuX 


Akk. 


ir*r 


z-^ez 


1-^1 


z^*ez 


6en. 


Ap 


mfer 


Ihp 


éer 


Dat. 


•»! 


m*ez 


Ik^ 


éez 


Abl. 


^.*lU 


i tnezne 


*A lif^i't 


% cezne 


Instr. 


*<ft^ffc«r^ meznov 


*lk^mil 


ceznov. 



I. AbBohnitt: Deklination. Kap. IL Pronomen. 225 

§ 282. Belege: Nominativ kui 3 6. 13. 17, 21 25, 23 8. io, 
27 11, 39 16, 41 8, 75 9. 18. Akkasativ f^ui 9 22, 11 25, 41 5. 8, 
57 18, 75 9. 17. 18. 27. Genitiv /tiT: 3 13, 21 26, 33 i. 23, 39 17, 
41 22, 57 19. DhtìY f/hl: 3 13. 22. 25, 27 12. 14, 75 8, Bb/j^; Abl. 
j^Pii%t: 3 23, Eost. Samml. UI 60; ^-^«4 57 19. 20, Dui. 612, 

Rb^. Nom. plnr. M%^: 13 13, 53 22. 23, 59 12. 15, 63 18, 
L 185 23, Mx. Her. 119, 126, Rb ^, *^, ^^ B'^ji^ i^. Akk. 
plur. f-dl^i: L 185 9, Rb ^tg.^ /v. Oen. plnr. Jkp: 3 15, 53 23, 
L 154 22. Dat. piar, il^^: 3 15. Abl. pìnr.pA^t: Ste^annos 
Orbel. I 158 9. — Nom. sg. ^<.: 23 9, 25 24, 67 io. 28, 75 17; ^ós 

13 12. 13, Dal. 540, B ^, J^. Akk. sg. frisai: 13 13, 15 17, 
25 25, 53 22. 23, 67 9. 6en. sg. ^ai 15 15. 19, 23 9, 25 12. 24, 
43 8, 53 23, 67 10. 17. Dat. sg. ^iffi 13 14, 15 n, 21 26, 23 10, 

25 24, 67 9, L 178 15, 185 18, Bb ^. Abl. sg. ^ ^k%t: Rb^; 
fi ^t^t Kost. Samml. II 39, 40, 62, in 23. Instr. sg. ^Alnit/^: 
bei Eostandin (Sisv. 413). Nom. plur. t^m^: 3 23, 59 14. Akk. 
piar. ^Irqji 11 18, 41 9. Oen. piar, ^hp: 41 8. 10, 59 13. 17. Dat. 
plnr. ktig: 15 20 1). 

§ 283. Die erschlossenen Formen dea Paradìgmas sind 
gesichert einerseìts dnrch die mrklich belegten, anderèrseits 
durch ROckscblnss ans dem Nenarmenischen. FUr den Ablativ 
and Instmmental dllrfen anBerdem, neben den Formen anf 
-Hy bez. -^11^ allgemein die Formen anf -Wt, bez. -i/nf^ sowohl 
im Singnlar ala im Plural angesetzt werden. Letztere Formen 
anf -iC- nnd -Jhil sind j Ungere Nengebilde und entstanden 
dnrch Ùbertragang der Pronominalendungen -4- nnd -i/^f^ vom 
Pronomen der 3. Person (siehe nnten §§ 284, 286) anf die 
Pronomina der 1 . nnd 2. Person, wo sie schlieBlicb die ftlteren 
Formen anf Saff. 4r4- and -Isfir/^ verdr&igten 2). Yon letzteren 
geht der Ablativ anf 4rf znrtlck auf die vom VII. Jahrhandert 



1) Vgl. ftns KoBt Samml.: fi J^^t »voii una* I 11 23; fi A%t 
>yon una* 1 15 1; ^k^nij^ >m!t dir« I 11 26; ik^t >von each> 1 11 27, 
15 13 n. a. w. 

2) Die nenweBtarmeniaohe Flexion kennt fUr beide Pronomina nor 
mehr den Ablativ anf -^n^n) and Inatmmental anf -mov. So im Tr. 
(Aid. II 39), Nob. (Patk. Mat), Acb. (Tom. Dial. ▼. Aob.) ete. Im Oatarme- 
niachen dagegen bebaaptet aicb daa Element an; ao im Ag. (Sarg. 102) yom 
Pton. 1. pera. Abl. sg. tubl-utù-fig^ Abl. plur. 4"lr'"'^'^9f ^^^ Pron. 
2. pera. Abl sg. ^q:^'^'fisi Abl. piar. Ifi^ufiffig, 

Karat, Kiliki8Gb-nitiel«nii. TolkMpncbe. 15 



226 Formenlehre. 

ab (Aid. II 40) ersoheinende nichtclassische Form anf -ane(n): 
^ i&^uAt''^ l» it^f-MflEff4r ^)| Formen, deren Bildungssuffix im 
Glassischen nur yorliegt in den Demonstrativablativen (t %J^ 

'•'UtU^ fi %nif''uAt ZU %iu j^utjùJ^uiH j'-utfùg^uàtf^ ZQ tufi». VODtl 

Àblativ aus geht in mittelarmen. Zeit das Element -«vif- anf 
den Instrnmental llber nnd gestaltet sich, yerbnnden mit der 
allgemein kilikischen Instrumentalendnng ^nifj zn 4*»^ (ans 

Im NA. wird zan&chBt nnter Angleichnng an iA-fWt, S^V^j ^fft 
die Form fiut^ za /^ffC- (so noch in der wa. Schriftsprache, Aid. U 39), 
welch letztereB, woU naeh der Yolksetymologie, die in den St&mmen yon 
ittr^^ -^^ff^) itArfi/t den Datiy za erkennen glanbte, wiedernm za 
lAXt^ amgestaltet ward (bo im Dial. v. Ach.). Noch jttnger ist jene nwa. 
Bildnng, wonach die Soffixe des Ablativs and Instramentals an den Dati7 
anf -I treten. So flektiert z. B. Neh. : 

Sg.: Dai. lA^ Piar.: Dat. iOrq^ 

Abl. [A^-iVi' AbL lO^f^^^ 

InBtr. ftiié-p^tiàtl^ Instr. iBnJt^Jntl_ 

EbenBO Dat ^i^f/^, Abl. ^ir^-^a^i, InBtr. ^Ir^iPatl^ etc. (vgl. Patk. 

Hat. S. 22, 24, 34, 52, 53, 69, 99). Die modernen Dative 1^^^ A^ffi^ 
^irqp^ Ikqp Bind entstanden, nachdem daroh Schwand dee Akknsatiy- 
prSfixes z die ftlteren Dativformen ìA-^, ^^1) ^1 zagleich akkaBati- 
yiBehe Fanktion erlangt hatten: daB DentlichkeitBbeBtreben der Sprache 
flihrte n^n mittelB des normalen Gtonitiv-Dativ-SaffixeB t zar BQdang einer 
nenen Dativform, die gemSlB der Nator dea Saffixea t teilweiBe aach 
genitiviBche Eraft gewinnt Die Datiy(GenitÌ7-)fonn anf -t begegnet 
zaerst im XVI. Jahrhnndert; bei MinaB Toxa<?i am 1563 (EoBt Samml. 
I 50 ff.) erBcheinen: Dat. /r^^/^ >mir< S. 53, ^ir^ tdir« S. 51, 53. 

2. Pronomen der dritten Perseo. 
Reflexivnm nnd Possessimm. 

§ 284. Paradigma: p%g »er, eie, e8«. 

Singnlar. 
Nom. p%^ inK 

Akk. irt"^^ z-inR 

Gen.-Dat /fc/i, ^/ttó ir, ir^en 
Abl. j-tp'^ y-irme 

Instr. *Ppirntl irtnov 



1) ^ XkquAt Vard. hiBt. 157. 



I. AbBohnitt: Deklination. Kap. IL Pronomen. 



227 



Nom. 
Akk. 
Gen.-Dat. 

Àbl. 
Instr. 



Plural. 

j j^pi&ifitl' 

ftpStuÙail^ 
^pirìtaJaij^ 



{ 



z-^r^enS 

y'%rfn9nQne 
y^engme 

irengmov. 



§ 285. Belege: Nom. gg. 1»%^: 3 13, 13 io. il, 19 27, 27 12, 
29 14. 18, 33 18, 35 13. 25, 39 2, 41 21, 43 3, 47 il, 49 15^ 55 18, 
59 30, 61 21, 69 3.24, 7113, 75 9, 77 10, 81 17, 83 2, Kb /^f , 
B ^t^ ^k. Akk. sg. f^^ii^i 9 10. 20. 21. 24, 13 10, 15 14. 24. 25, 

17 25, 21 19, 25 4. 10. 16. 17. 19. 21. 22. 23, 29 4, 31 20, 41 20, 43 5, 
47 3. 21, 51 6, 53 4. 24, 55 3. 18, 57 1, 57 7. 8, 59 18. 21, 63 11. 13. 
21. 23, 65 17, 67 10. 13, 71 19, 73 10, 75 10, 77 io. 13. 15, 85 6, 

L 156 24, Kb /^, ip^ f:[^ ^, ft, 4p, B ^. Gen.-Dat. ^/i: 

3 4. 12, 9 8. 9. 11. 16. 18. 23, 11 5. 7, 13 7. 8. 11. 25. 26. 31, 15 6. 
8. 19, 17 2. 7. 19, 19 8. 9. 10. 29, 23 2. 6. 28. 29, 25 7. 11. 15. 29 9. 

14. 19, 31 19, 45 16, 47 19, 61 23, 63 23, 73 14, 77 1. 7, 79 1, 
Rb^^, </t, Mr A, B etc. Gen.-Dat, /fc/ttó: Mr A 69, 72, 75, 96, 

B JU^. Abl. j-l»pi^: 13 9. 30, 15 8, 37 12, 45 9, 55^ 16, 61 14, 
63 21. 22, 67 3, Mx. Ber. 22, A 116, 219, 233, B^, £p^ Hjum^ 

^, ^, ir^, J^, T^t^ 5^, 5v, Rb ^, 5^, Tp^ 1^ Jlom. 

plnr. lipli%g\ 41 8, 49 27, 51 16, 57 14, L 185 il, Rb JZ^ ^, ^^ 

Tc^i ^ vt-i ^* ^^^' P^^^' frhp^^^' ^^ ^^' ^'^' ^^' ^^ ^' ^ ^^^ ^^' 
A^lS^Rb^, Il?L?i ^. ^. ^Ti, lP, ^, %, ^ ^, 
£H^ ^^ iflll^ '^iCj '^kP' Gen.-Dat. fipy%g: 3 19, 17 9. 15. 16. 17. 21, 

19 6. 7. 17. 22, 23 20, 25 15. 16. 20, 29 1, 33 7, 35 19, 39 24, 41 10, 
49 11. 23. 25. 27. 32, 51 8. 10. 11. 14, 53 16. 17, 57 13. 14, 61 10. 15, 

77 17, 83 26, L 154 21, 156 14. 15. 16.^8, 185 11. 20, AJ67^ Mx. 
5^r. J29, B àp^ -^, j^, Rb ui^ p^ l,ir^ i^^ ^^ 4, lip^ ìp^ 4, ^ 

<>, <p, q/i, n.^ ip, ^<«». Abl. plur. j^l,p&g%t: 61 16, Rb ^, 
A 209, 225; Abl. plur. j-^^tà^Jt: Rb^, ^, ITp^ B J%t, A 206^). 
Instr. piar, l^pmigùml: Rb^. Die ttbrìgen Formen konnten er- 
schlossen werden. 



1) Mx. Her. 115 zeigt die antiqaisirende Form: fiLpIrtubgJt. 

15* 



228 Formenlehre. 

§ 286. Das Pronomen der 3. Person ist eine mittelarme-^ 
niflche Nenschl^pfang. Das ÀltarmenìBehe kennt erot ein Pro- 
nomen reflexiynm «tir, mit folgenden Formen: 





Singnlar. 


Plural. 


6en.-Dat. 


Av 


fttplrutbtf 


Àbl. 


./-Av* 


j^i^ikm%g 


Tnstr. 


IjiLpInUL 


\ li^km% 


Lokat. 




j^ftLpIrutltu , 



In der spUtclassiBehen Zeit erlangte das Beflexiymn iur vi- 
gleich anch demonstrative Bedentung. Die Folge war, daas 
za den Yorhandenen Easus dea Plnrals nnn anch dnrch Ab- 
straktion ein Nominati? fii^km%g gebildet wnrde, welcher ala 
Pronomen der 3. Person plnralis bei Nerses Làmpr. nnd andem 
Sp&teren anftritt. Die Fnnktìon der Easns recti singolaris 
ttbemabm das alte Pronomen definitnm fikg»» (= kilikìsch fiiig). 
Nnn ersoheint anch znm erstenmale die Ctenitivform liLpkm% 
neben dem &lteren Gtonitiy ln^: das nene, bis in die moderne 
Sprache hinein fortlebende Personalpronomen der 3. Person war 
somit schon ansgangs der altarmen-Periodewesentiich geschaffen. 
Beim Ùbergang ins Mittelarmenische erlitt das Pronomen teils 
lantiiche (s. Lanflehre § 74), teils morphologische Umgestaltongen. 
Letztere sind folgende: a) das IniBtrnmentalsnffix -^m<. (-^<.), 
^irtuJ^ ward yerdr&ngt dnrch das nach Analogie der Ablatìv- 
endnng nengesohaffene -i/:^^. Diese charakteristischen Pro- 
nominalendnngen -4- nird -i/ii^ yerallgemeinerten sioh sodann 
Yom Singnlar ans anoh anf den Plorai: Abl. j^i^km%y ward 
zn j'^LpIrmii^'i^ = kl. j^lipb%^»»^y wonach der Instmmental 
sich zn ^pkiig^iPnil gestaltete ^). b) die Dnbletten j-^pSbfit 



1) Ygl. anch nnten § 290 den Ablativ piar. ^ imrgf-jft- gegenùber ci. 

AbL 1» %atf'm%t* Diese vom Ablatiy aaf -4- (■= ♦ittiT-f) dor altea Pos- 
BOBBiva, Interrogativa and dea Belativams aaBgegaageae Pronominal- 
flezioa mit AblatiTBaffix-m^, InstramentalBaffiz-moo in bei- 
den Nomeri hai im NA. noch mehr an Bedeatung gewonnea. So erseheint 
aie im Tr. regelm£6ig namentlich in der Plaralflexion der Pronomina 
(Aid. II 34—51). Unter der Wirknng dea AnalogiegesetzeB giog Bodann yon 
dem pronominalen A;'-Plaraie diese FiezioaBweise aaf die kleine 
Grappe der noch Uberlebenden aominalen A;'-Plarale fiber, zamal nach 
dem Schwaad des Ablatiypr&fizes i der pronominale Ablatiy aaf -iiis einen 
trefflichen, dem DeatlichkeitBbeBtreben zweokdienlichen Ersats bot fiir 



I. Absohnitt: Deklination. Kap. II. Pronomen. 229 

und ftpAgùml 8ind, nach der Thatsache za schlieBen, dass 
dieBelben im Neaarmenisohen nicht mehr yorhanden sind, 
wohl ftlter ala die Formen anf -me bez. -mot. Àbl. j-ppStfit^ 
nach welchem der Instramental gebìldet ìst, weist znrUok anf 
*j-fiM^aLir'm%'ff~m%t ; deu AuBgangspunkt za dieser Bildang 
lieferte offenbar der Ablatiy j-^piT-t des Singalars; die Endung 
^m%^y~m%t wird mit Anlelmang an die begrifflich aahestehenden 
aa. Ablativformen p %nym%t, j^iujugm%t entstandeu sein. Die 
L 189 tlberlieferte Form ftp/V^g^t nebst j-j^p^gt L 155 20. 30, 
156 3. 5. 13 siad doch wohl nar als Verderbniflse Yon j-j^pSùt/ùt 
aafeafasaen. 

§ 287. Das Pronomen personale der 3. Person hat zn- 
gleich — mit Aasnahme des NominatiYs — die Fanktion des 
Reflexivs^). Zam Aasdracke des Possessiys dienen die 
Genitive ftp and ftpl^gy selten ftplrh^ welohes im El. noch selten 
and fast nar als Personale bez. Beflexiyam erscheint^). Belege 
sind: Nom./^/i4f >dasSeinige« Kb ^m\ Akk. q^tp-'i» >dasSeinigec 

Rb <^, iS^off, a^^ q^pph^if-% >das Ihrige« Bb a»; Ahi. ^ j-tp^njA» 

>yon dem Seinigen« Bb kd/^.^ £dp. Dieselbe Verwendang and 
Flexion haben die Genitive der Pronomina personalia 1. and 



den eingebilfiten Ablativoharakter. So flektieren denn die nominalen 
i^-Plarale im WA. regelm&Gig nach folgendem Schema: 

Nom.-Akk. /«qf^j^t >Einder« 

Gto]l.-Dat utqng 
Abl. mqmg-iBt 

Yom Plorai aber erweitert sich znletzt dieselbe Flexion mit -mg, 
-mov anch aof die enispreohenden Kasna des SingnlarB: So im Aoh. (n. 
Tom. Dial. y. Aeh.) neben Plorai: Nom. k^urv9diM, Gen.-Dat. ìturvgdue^, 
Abl. ìturvodo^-ms, Instr. k^urvodo^-mov aochSingolar: Nom. ^W, Gen.-Dat 
k^urueij Abl. k^uroS-ms, Instr. Icuroé-mùo. Fonnen wie har^-mst har^-mov 
veranlasBten wiederom in einigen Dialekten die Aosdehnong dieser pron. 
SnfEae aof die entsprechenden «r-Florale, so im Ach.: Nom. plor. har^er 
>VSter«, Gton. hgreru, Abl. httrer-m^, Instr. herer-movj statt der lUteren 
Abl. horer-s, Instr. hqrer'ov. 

1) Im NA. wird der jeweilige Beflexivkasos noch doroh den Nomi- 
nativ verstSrkt so inU ir*0n, infè zir^\ ihlè irm^ inU irmov etc.; Aid. 
U 40 § 151. 

2) Im NA. wird genao geschieden zwischen ppèi^, dem Genitive des 
Personalpronomens 3. Person, ond dem Possessivom ^p. Aid. II 40. 



230 Formenlehre. 

2. Persona]. Die altarmeni8chen Possessiya aaf -oyin nnd -aym 
sind gesehwuiiden^). Den Flexionsonterschied des claBsischen 
nnd des kilikischen PosBeBBivs yeranschanlicht folgende Za- 
sammeBStelliuig: 

ci. l,Lp(i,) kl. l,p(%) 

>der, die, das Seinige<. »der, die, das Seinige<. 
Nom. [iLp tur jip ir 

Akk. 'i't^p 2r-fur ^-^^ z-4r 

Gen. figfinj iuroy jipnj irò 

Dai jiLpaLtT iurum jipaj irò 

Abl. j-tH"^ y-iurme j'hv tf-^^^ 

Instr. l'H"''L i^rov tp^'L ^''^^^' 

Za der kilikischen Flexionsyereinfachnng gaben den An- 
stoB die Formen des Genitìvs und Ablatiys, [ipnj nnd ^/v»'^; 
letztere flektieren nach der einfachen o-Deklination: folglich 
wnrden anch die Ubrigen Easns in dieselbe Deklination hinein- 
gezogen, so dass der Flexionsnnterschied yon Genitiy, Datiy 
nnd Ablatiy ansgeglichen wnrde. Vgl. nnten §§ 292, 296 ^J. 

Fronomina reciproca. 

§ 288. Als Pronomen reciproenm erscheint in der alten 
Sprache: 1) Gen.-Dat. d^t&uAgj Akk. qt^AmUu^ Abl. ^ d^iBktuitif^ 
Instr. jfii&^utJfLg] 2] Gen.-Dat. jtpbrpmg^ Akk. qpphnupu, Abl. 
j~liphrpiuffj Instr. fipIrpwLg. Ersteres, in der àltesten Litteratnr 
fast das ansschlicBliche im Gebranch, yerliert sich in der Folge- 
zeit aUmUhlig, w&hrend andererseits das Pronomen jiphpmg^ 

1) So Bteht jitT ala Possessivam S. 21 26, 33 i. 12, 57 19; ^a ab 
PosBOBBiynm S. 15 19, 25 24, 43 8 n. b. w. 

2) OberreBte der alten deriyatiyen PoBBessiya finden Bich in der 
Flexion der nenarmenlBchen PoBsesalya. So im Tr. (Aid. II 49): 

Singnlar. Plnral. 

Nom.-Akk. jiJ^u »der Meinige» ^al/fii-iihrp^u 

Gen.-Dat fta^^-ft^u ^Jfih-iihrp-aL-u 

Àbl. lii%%-'t"' ^i%%^%kp^t-i' 

InBtr. liJ^%~uil-v liì^%"%brp^^9l_''U 

Im Stamme ^x^"^- hat BÌch hier daB altarmeniBoke PoBBeBsiv l"^jl''i» 
erhalten. 

3) Vgl. daB na. Pronomen relatiynm, das ftir Genitiv nnd Datiy die 
gemeinsame Form npuL anfweist, gegenflber der alten FlexionBabBtnfiuig 

npnj (Gten.), it/rir<jr(Dat). 



I. Àbschnitt: Deklination. Rap. II. Pronomen. 231 

welchcs arspriinglich mehr vereinzelt und in volkstUmlicher 
Litteratnr vorkommt, immer mehr hervortritt. Vgl. hierUber 
Aidynìan Er. Gramm. I 86 nnd II 37. Im Kìlikìschen ist i^- 
dku/bg sparlos geBchwunden nnd dnrch das zweite Pronomen 
ersetzt. 

Sohon in yorkilikischer Zeit begegnet statt dea nraprling- 
lichen Plnrals ^plrmpu — entstanden ans dem rednplizierten 
Reflexiy ^i^, ganz wie anch q/f^ia^nliu aus dem rednplizierten 
Numerale d^ — die Singularform q^p^mp^ die in nachclassi- 
scher Zeit nm so leichter Eingang finden musate, als sie 
Boheinbar einen Plural mit SnfSx ^^mp darstellte. SehlieBlich 
tritt bei spftten Sehriftstellem ^) die ans [ipkaap heryorgegangene 
Form [ipmp (ygl. oben p.p. 74, 126) anf. In dieser Gestalt ging 
das Pronomen in das Kilikìschmittelarmenisohe tlber, wo es 
folgende Flexion zeigt: 

Akk. trtP'^V z-^Tar 

Gen.-Dat tp'^9 ^^^^ 

Àbl. j'tP'^9'^ y-^ra^me 

Instr. tp'"L ^''^^^' 



Belege: Akk. f^-^pwp »einander«: 33 21, Rb q^^ £^p^ ^p^ 

a^^ Hk'^ utit jipmp »zn einander«: 3 5, 17 4, 19 4, Rb^; ^q. 

fipmp »durcheinander< : 49 21, 73 6, Mx. Her. 18, 149, Rb^ ÌJÌ^^ 

m, ^li, If, iS^%J^^, ^, g ^, ^ iT^, J^j^ j^l,pu,p 

>inei nander< : B ^^.^ jtq.^ ^^^^ £p^ £^m^ ^^q^^ £^q.^ ^<f , jy^^ iT^p^ 
J>p^ Ass. Ant. 27 20, Mr A 82, Mx. Her. 8, 9, 24, 52, 73, 97, 
104. Gen.-Dat. I>pwg »eiiiander«: 19 6. 7, 23 6. 7, 27 4, 29 2, 
61 11, 65 18, 67 30, 75 14, A 21, 208, 278, Rb?>, B Jt, tt, i^, 

£fk^ ^ ^ ^ jp^ M^^ ^^ iTlup^ J^m^ J^^ i/^, Ti^p, Àbl. 

j^pmgJt »yon einanderc: Rb^, {^T, ^. Instr. ^/ini^ »mitein- 
ander« : B A^ ^. In der Instmmentalform ftpa^l^ ans ^jtpuip^ml^ 
liegt der erste Ànsatz zu der im NA. yoUendeten Singnlarflexion 
dieses Pronomens^). Dass gerade mit dem Instmmental diese 
Umw&Iznng begann, liegt wohl znnlUshst darin begrttndet, dass 
die alte Kasnsform anf -»uLg infolge ihrer seltenen Anwen- 



1) Shirak., Nera. Lampr., Piai Tim<, Theop. etc. 

2) Tr. flektiert (Aid. II 35): Àkk. tVor, Gen.-Dat. irar-u, Abl. irar-tiie, 
InBtr. irar-mov» 



I 

( 



232 Formenlebre. 

dang^) schon frUh ungebrSlnchlich wnrde; so bildete sich im Mittel- 
armenisohen an Stelle jener abgefltorbenen Form zn dem Sin- 
gnlar fipmp eìne neae Instramentalform, natfirlich ebenfalls im 
Singular, mittels dea aUgemeinen InstramentalsafiSxes Bingu- 
laris -if#^. In den ttbrigen Easns dagegen hielt sich die Plorai- 
flexion nnd blieb besteheoi da dieso hUnfig angewandten Formen 
eo ipso noch lebenskrUftig waren. Lantlich nmgestaltet ist der 
Genitiy-Datiy ^/for^ ans aa. jiplrpwg^ morphologisoh erweitert ist 
der Àblatiy j^pt^gt^ &U8 der aa. Form dnroh das pronominale 
ÀblatiysnflSx -m^ , analog wie der entspr. Easns der Pronomina 
personalia nnd des Demonstrativs aa^ da^ na. 

ÀnBer diesem Pronomen hat die none Sprache gleichsam znm 
Ersatz fttr das verloren gegangene i^Am%g eìnen zweitenBeziprok- 
ansdmek entwickelt, analog wie J^Amhif heryorgegangenans dem 
rednpiizierten Numerale der Einheit. Derselbe lantet im Tr. (Aid. 
Il 35): Àkk. dt^c v^i^ Gen.-Dat. 4-^^ Jt^ni. odor dt^Jt^n^-i Abl. 
4-^^ Jt^f odor Jt^Jt^f 2), Instr. nngebrtochlioh. Schon im 
EiUkischen finden sich die Anfilnge dieses Beziprokpronomens 
in F&llen wie: np ^m^^ glAmit 4-^4-^^ 31 2; Jt^fJtfA ui.mii% 
Bb £Ì. Die Beugnng dieses jttngeren Pronomens war mitbestim- 
mend ftlr die sp&tere Verallgemeinernng der Singnlarflexion 
vom Ablativ /ipail^ ans anf die ttbrigen Easns von /ipmp, 

Fronomina demonstrativa. 
1. Pronomina snfflxa (enklitisches Pronomen). 

§ 289. Bekannilich nnterscheidet sich das Nenarmenisohe 
in dieser Beziehnng von der alten Sprache dnrch das prono- 
minale Snffix der 3. Person. Dasselbe bleibt bewahrt nnr 
bei yokalisch anslantenden Nomina; bei konsonan- 
tisch anslantenden erscheint statt dessen das Snffix 9 
mit pronominaler Bedentnng. Nach Lauti. § 140 Anm. ist dieses 
9 nichts welter als der seknndUre Halbvokal, der sich vor dem 
Nasal entwickelt, nach dem Abfall des Nasals znm Vorschein 
kommt nnd als Vertreter des pronominalen n pronominale 
Fnnktion erlangt 

1) Bekamitlioh wird der Instrumental im AA. meiBt nmBchriebeii, 
wie denn anch im Kl. statt der InBtrnmentalform meist ^^w tp'^g *mit 
einander* gebrancht wird. 

2) Daneben die jttngere, weniger riohtige Flexion: Akk. «/E-^f4-(r, 
G6ii.-Dat tVi^liai.^ AbL «^^fJtft. 



I. Abschnitt: Deklination. Kap. II. Pronomen. 233 

DaB Eilikìsche ist von dìeser Neaernng noch nnberUhrt: 
hier stehen noch die alten nnyerftnderten Snf&xe s^ d^ n, von 
welchen das letztere h&ufiger and regelmUfiiger wie in der 
alten Sprache als Artikel gilt ^). Darttber zu yergleiohen nnten 
»Synt Eigentttmliclikeiten« § 432. Beispiele sind allenthalben 
Yorhanden. 

2. Pronomen um^ qju^ %tu. 

§ 290. Paradigma %m » Jener, Jene, Jones « : 

Singnlar. Plnral. 

Kom. %UB na %mgm natta 

Akk. ij^iu z-na ^-^itugm z^naRa 

Oen.-Dat. inupiu nara %mgm naga 

Abl. ^ ^uigi^ i na^me 



Instr. 



§ 291. Belege. Kom. sg. iau nnd Akk. Bg. ^%ui passim. 
Gen. sg. %mpui odor %iupuy: 15 io. 22, 57 21, 67 3, 83 il, Bb ^ 

^fi ^p. Xp £a "^jin^ ^é-a, Dat* sg. %mpm OdOF %mpmj\ ap output 

^"1. 4 ^«^'«'^ »dass sie ihm nioht einen Heller geben« Ass. 
Ani 43 io; Jìuu% i^ pméjiù %mpm mui% »sie geben ihr teilweisen 
Anteil« Bb^ Nom. plnr. %utgm nnd ira^ar/*. 39 18, Bb ^<v, /^, 
^ <^^ m. Akk. plnr. ^%iu^m\ Bb ^, ^. 6en.-Dat. plnr. 
%mgm\ 51 15, Bb ^, ^. Abl. plnr. ^ %iugi^: 3 12, 51 15, Bb 
^, é^ zweimal. Zn Pron. ip» der Nom. plnr. ^^«u/: Bb ^p. 
Die Formen des Ablatiys singnlaris nnd des Instmmentals fin-- 
den sioh znf&Uig nioht belegt. 

Von Dialektformen dieses Pronomens haben in Vardans 
Geschiohtswerk (13. Jhd.) die folgenden Eingang gefnnden: 
'bm^m »jene« Yard. 158 u; %utga/b (==^11^» + ^) > dieso* 
Yard. 157; Oen. plnr. %mgm »derselben, jener* Yard. 158 12. 
Welter setzt sich dieses Pronomen fort im 9.1teren Polnischarme- 
nisohen: eine Lemberger Urknnde vom J. 1450 zeigt die Genitiy- 
form %mpmj^)\ eine Lemberger Urknnde yom J. 1464 sohreibt 



1) Ùber die nnprlingliohe Nator nnd Yerwendnng des enklitischen 
Pronomens ygL M. A. Meillet, >Beeherche8 snr la Syntaxe comparée de 
rArménient p. 20 £ 

2) Min. Leh. S. 116: hrL tuj^ Jìupii. jbrm %iuputj ^ayiiL^ ^ni.- 



i 



234 Fonnenlehre. 

Akk.-Plar. ^mguy, Gen.-Dat. inuffuij^). Im na. Dialekt von 
Nachìjeyan a. Don zeigt das Pronomen folgende Grestalt^): 

Singalar. Plnral. 

Nom.-Akk. %iu na inu^m naìia 

Gen.-Dat. %iupiu nara %mgui na^a 

Abl. %iupuiJt'i' naramen %iugiut^% nagamen. 



1) Min. Leh. S. 117: Iru ^iHjqh-iP fari lu utT aiq %iugmj tntuJ\ 

Ibid.: %mgu»j 4iu£utL ^fìtriT^ ai. ^mgutj ^hrput^pb^iT >Ich will den- 
selben Kleidnng verschaffen und aie ernlihreiK. 

2) So enthalten die von Patkanean mitgeteilten Sprachproben 
ans dem Neh. folgende Formen: Genitiv ^uipiu pg. 3, 7, 8, 10, 13, 20, 23, 
32, 41, 50, 58, 59, 65, 66, 77, 79, 81, 86 etc; Genitiv %mpmi, za Nom. ^mj% 

pg. 3, 29, 47, 55, 56, 77 eie.; Dativ %iupiu pg. 22; Ablativ output Jl% 

pg. 16, 49 eie.; Plorai Nom.-Akk. ^uigm pg. 16, 25, 37, 50, 58, 64, 70, 72, 
89, 90, 112 eie.; Gen.-Dat. ^iuytu pg. 21, 23, 35, 36, 43, 55, 56, 61, 65, 69, 70, 
71, 74, 79, 85, 88, 90 etc.; Abl. ^mguit^ri' pg. 89, 99 etc. Ferner von 
Pron. Ulta: Gen.-Dat tnmpm pg. 73, 87 etc.; Nom.-Akk piar, tntmgm 

pg. 86, 90; Gen.-Dat piar, mm^m p. 29, 41, 42, 62, 70, 71, 77, 86 etc. 
Ebenso zeigt der verwandte Diidekt der Erim noch die Formen iav/ior, 
tniuptu^ %uigm a. B. w. nach Bazmavep 1844 S. 176. Aach die Sieben- 
biirgener Armenier kennen nar die a-Formen %iuptu^ mtupm etc. nach 
MserìanQ' Gewahr (Mser. S. 142). 

Sonst ist im NA. das ein&che Pronomen «a, da, na meist geschwan- 
den oder veraltet. Im Tr. z. B. sind daftir folgende Derivativpronomina 
entfltanden (n. Aid. II 42) : 

1. Pera. uaL^f^ uaL^l^^'Ut^ iioi.-^^-f»^. 

2. Pera. 7^*--^, i^L^fi^'-ut^ qj/L'^l^^^iu^, 

3. Pera, inc-^, iim.'fili^uM^ iiffc-^^-ar^. 

Genitiv: uau^np^ Ablativ: ut^^-'t^ Instramental: uaL-ntl, Dagegen 
bewahrt der oa. Dialekt von Agalis (Sarg. 103) dieses Pronomen in der 
Form : Nom. uo^ 11.0^ io «0, <fo, no, in welcher der reine Stamm vorliegt, 
wie er in class. Genitiv ua-piu so-ra^ i^-pm do-ra, %n^piu nth-ra ersoheint 
Dem Kilikisch-Mittelarmenischen vOUig fremd, gehen die agnlischen For- 
men anf einen altostarmenischen Dialekt znrttck. Daneben ersoheint 
jenes einfache Pronomen im Ag. mit dem pronominalen Element ^ 1^ 
erweitert za den Formen ^o(r^ t^ol^^ io^ hqht dqk^ nqk\ Pron. ^o^ and 

io(r sind sicher komponiert aas i^o + (r, io + ^ : fUr die parallele Bil- 

dang ^o(r wird ebenfalls Komponierang aas f o + ^ postaliert, welches 
doch wohl nar aas ivo + (r «0 + A; entstanden sein kann (cf. S. Sarg. 103 f.) 
and von SargseanQ mit Becht za griech. ò, lat. Aie, hoc gestellt wird. 

*) Vgl. das 4 in 'v/in/'-^, "ifl"'S'Hì mit welchem jenes identisch ist 



I. Abschnitt: Deklination. Kap. II. Pronomen. 235 

§ 292. Es hat sìch hier im NA. wesentlich die kilikische 
Flexion erhalten. Als mittelarmenisch kennzeichnet sich 
letztere zan&cbst daroh die eingetretene Easusredaktion: 1) der 
Unterschied der Easus recti pluralis ward, wie Uberhanpt beim 
^-Plurale, so aach hier dahin redaziert^ dass das -£ dea Nomi- 
nativa auch auf den Akknsatìy ttberging ; daher kilikisch Nom. 
plur. %i»rg^iu und Akk. plnr. f-^or-^-i» gegenttber dem classi- 
Bchen Nom. piar. ^fr-^-«ir and Akk. piar. ^4^-11-1»; 2} Geniti? 
and Datìv des Singalars sind zasammengefallen, d. h. es hat 
sich die Genitìvform aach aaf den Datìv aasgedehnt and die 
besondere Datìvform aaf -i/» verdr&ngt, analog wie dies beim 
PoBsessivam (s. oben § 287} and bei den Ubrigen Demonstra- 
tiva (s. nnten § 296) der Fall ist. Den altarmenischen diffe^ 
renzierten Formen Gen. 1irn-/f.a», Dat. ^-Jiiu (ans *%aLir^ut) ent- 
spricht ftlr beide Easas nur mehr das gemeinsame i»uf-/i-iif^). 
£in mittelarmenisches Prodnkt ist aach die Ablatìvbildang 
aaf -iTif, /i %tugi^y welche die arsprilngliche aaf -ne verdrSlngt 
hat: Saf&x -ane ward verdrUngt dnrch ^-ume = kl. -me, 

§ 293. Das Gharakterìsticam dieses Demonstrativs liegt 
in der Stammform %m^ gegenttber dem classischen 1^0-. Dieses 
%m^ sich so entstanden za denken, als wàre àlteres l^n- dem 
Laate a der folgenden Silbe assimiliert worden, ist bei dem 
gànzlichen Fehlen laatlicher Analoga h5chst willkttrlich and 
anberechtìgt. Ebensowenig làsst sich annehmen, daB so ohne 
Weiteres naoh Norm der Nominativform %iu die sàmtlichen 
ttbrìgen Easas des Singalars and Plarais amgebildet worden 
seien. Folgende Hypothese balte ich filr die wahrscheinlichste : 
Im Altarmenischen zeigen sich vereinzelt von diesem Demon- 
strati? Plnralformen aaf 'Wjg^\ wie Nom. piar, umjg fUr un^tu^ 
Gen. piar, umjg^ %mjg fttr ungm^ ^"9"'^ gebildet darch direktes 
Antreten des Plaralzeichens an den Nominativ singalaris^ analog 



1) Ygl. anoh die nnter classiBohem Einflusse entstandenen hybriden 
Bildongen: iiapm Dativ in %aput ^mu^o J^ u^tufflunA tufit 67 I6, 

f-iriv^ar Akk. Bb ^/^ Formon, die als kfiiistliche, nicht wirklich existie- 
rende blos in der Bttcberspracbe Greltang hatten. 

2) So In einem aa. Glossar >dichterìscher and bUaerischer* W($rter 
(Wiener Mr. No. 337) die Plnralformen: "ty^j erklSrt ala gleiohbedentend 
mit uttgtu oder oyng^ Gen. plnr. ^««/^r, erklìlrt als gleiohbedentend mit 



236 Fonnenlehre. 

wie aach vom Demonstrativ %tuj% der Plorai Kom. 'ùmfbg (neben 
%agmfb)j 6en. 'butfbg (neben %aguyb) ; beide Plaralbildiingeny die 
anf -f»^ and die anf --agm konnten doeh wohl kanm von gegen- 
seitiger Inflnenzierang frei bleiben: es scheint die jllngere 
Bildung anf ^mjg nach falscher Analogie von der Form aaf 
^ngm das finale Èlement a herttbergenommen za haben, so dass 
sioh eine Form *^uy^m bildete, die, da der Diphthong in -mj^ 
blos darch den Ànslaat bedingt war, za %iugm werden maaste. 
Vom Pianti verpflanzte sich der so gewonnene Stamm %m- 
aach allgemein aaf den Singnlar. Oder aber, die Plaralform 
%utj^ beeinflasste derart die Form tn^w, dass letztere nach 
Analogie der ersteren das Element a als Stammvokal annahm, 
was weniger wahrscheinlich ist — Immerhin mass dieso Bil- 
dang schon frtth stattgefanden haben; es werden n&mlich 
bereits im Altarmenischen za den angeblichen Femininprono- 
minen ut^ q^^ %t Kasas obliqai gestellt wie umpm Oen. singa- 
laris, umtftu 6en. plaralis a. a. m. Die Identit&t dieser a-Formen 
mit den kilikischen ist anmdglich zafìQlig; and da sie ge¥dBS 
nicht von jenen fingierten Formen aaf -e abgeleitet sind, 
mttssen sie bereits damais in der lebenden Volkssprache dialek- 
tisch existiert haben, als dialektische Eorrelata der entsprechen- 
den dassischen Formen and als Urformen der spftteren kiliki- 
schen. Nar deshalb warden sie von bestimmten grammatischen 
and philosophischen Schrifistellem mit nf , ^, %t zasammen- 
gestellt, am die Flexion za vervollst&ndigen and ftir das 
Femininam selbst&ndige, vom Maskalinam differenzierte Aas- 
dracksformen za gewinnen. 

3. Pronomen tuju^ 'V'f '"fi* 
§ 294. Paradigma m/ù »Jener, Jone, Jones «. 

Singnlar. Plnral. 

Nom. utjb atn utjii-ag ainroR 

Akk. i^''[fi' Z'-ain ^tufit'Og z^auiroM 

Gen.-Dat. utfù^ap ainrùr '^j^'^g ain-OQ 

Abl. j"Hfi'"'p tf'^if^^r j^njii^y y-ainH>o 

Instr. lujii'n^ ain~ov *aijb'nilrg *ainrothX. 

§295. Belege. Nominativ sg.: mju 3 21, 13 15. 20. 21, 

15 17, 17 3. 4. 7, 35 2, 47 29 etC. «f/iif 11 2, 23 22, 33 7, 39 17, 
45 11, 77 26 etC. wjii 3 14, 9 17. 23, 11 20, 13 8. 11, 15 21, 17 14, 



I. ÀbBobnitt: Deklination. Kap. n. Fronomen. 237 

21 2, 27 14} 29 5, 57 12, 69 4 etc. Akkasativ Bg.: qmju^ w^i 
fiuj% 29 9, Rb ^ etc. Oenitiy Bg.: uyuap 29 13, 65 16, 67 13, 

Tl^iVL 185 29, Rb «, 7, ;^, ;^, ^, fl^ S^T, ^, S/, ^ B^, 

1^, i^f, iT^f^. uf/ifviv/f 11 2, 39 17, 81 25, A 15, 215, Rb ^f, <)e, 

B/^, i/^, i/^. «if/lrif/f 11 4, 13 21. 25, 17 20, 19 22, 23 19. 23, 
29 7. 25, 35 12. 20. 23, 39 18, 41 6, 45 20, 47 12. 21. 22, 57 3. 28, 
63 15. 23, 67 26. 29, 7^1 2, 79^18^81_23, ^3 U^ 17^ Dul^25^646, 
A16^150^215, RbAr, t^./«^^,Jy., ^ '^^'i^ AtS^^J^, 
fe,J^,J>,^, ^, ^T,^M,^, ^iP, ^l-R, ^*^, ^H, ^^P, 
^ ^f.9 '^^9 4Af ) ^4P) '^f 4?) '^^l* I^&tiv Bg. = Genitiy Bg. : 

lutuup mjtann tutiinpl Z. iJ. ^luJtuiio uiutj njupu^utuii lujitap 77 6 

»der GerìchtBhof gebe ihm die £rm&chtigang«. Ablatìv Bg.: 
j'^jaap Rb^i), B£^3), Jì^. ^-<i'>«/' 47 18 3), 83 4«), A 156, 

174, B ^, Rb w, /l^^),^, ^*). InBtrnmental Bg.: «tf/»"'^ 55 15, 

Rb ^. ufjifvni^ Rb %, B ^, i/]i^. iujhn^ 79 16. 17, A 183, 

Rb ^, ^, <^^ I^ £^, B (^ li^ irèp^ J^. Nominativ plur. : uyuag 

67 29. 30, A 148, Rb Jk^ ì^ ^, i^, <Ì^, ^, B ^, 4^, i/^. 

i»;«fl^ A 154, 199. m/hag Rb(l7, ?^ ^, ^. AkkuBativ piar.; 

^ununo B i/^f^. J'''y"'M I^^' A 209. ^lujtnag B ^^. j»uijmag 

Lok. A 195. f-Ki/i^ii^ Rb «, /^, ^^, (r, ^^, ^^^z»; A j"Kfi''g Bbjr. 
Genitìv-Datìv piar.: uyung Rb ^, 'yany B iT)}»', "{/^"s ^ ^^9 
Rb ^, /!!') ^9 ^P) ^'^Z^) ^ìL^) ^^f* Ablatiy piar.: j^wjuag Rbì»^ 
Vj '^- j''Kfi"'9 ^'^ ^f Bb ^, <i InBtramental piar.: *iuj%nilrg 
nieht belegt, jedoob geBìchert darcb den Singolar mjùatlj), 

§ 296. Die Fonnen m/ùap^ "{fl"'4t^ *^j'"'s liegen im claBBÌ- 
Bchen Idiom nar in Eompositìon mit Saff. -^^ vor in tufimp^jili^ 



1) jutjuap [ipg ufw^utffitt >er siehe etwas von DioBem ab<. 

2) jmjunp tua. »niiiim Yon diesemc 

3) ap a^ mjù jutjbap uhAhl fip^ Itl o^ mjù jauj%ap »da8B WOder 

der von dem etwas nebme, nocb jener von jenemc 

4) iffiupi/li fi juijbnp >er lasse sich besahlen von jenemc 

5) fi jmjbap I^UL ^j >e6 kommt dayon*. 

6) pt ^'»frs "P J'*'J'"'P t iqmm^imtó» »faUs die Ursacbe von 
jenem berrttbrtc 

7] Die aoBerdem ersebeinenden Formen mit -/{r wie ««/«n^^ 23 27, 
25 1, tujìiayp^ 57 13 geben sieb scbon dnrob ihre Seltenbeit als Klassi- 
zismen za erkennen. 



238 Formenlehre. 

wjifng-Hj uifiinif^^^ (neben uyhp^ '"fi-Rt '"fia)- ^^ EilikiBche 
hat hier die einfache, arsprtinglìche Flexion bewahrt: jene ein- 
fachen Formen ohne pron. Saffix -^^ sind altarmenische and 
auB dem aa. Matterdialekte dea Eilikischen herForgegangen, 
ala Eorrelata der classischen Fonnen »ujup^ '«fiig^ 'Kfi'S ^^- ^^ 
ursprtingliche altweBtarmenische Flexion kann nnr folgende 
gewesen sein: 





Singnlar. 


Plural. 


Nom. 


oi/h 


mju^n^ 


Akk. 


^UiJ% 


q^aufb^au 


Gen. 


utfb^ap 


»ifi'"'S 


Dai 


lUÈU-aLtT 


ui/ii-ny 


Abl. 


j^uMpt^d^mli^ 


J"V^"'S 


Instr. 


mpt^ni. 


Uij%^n^Lg. 



Also wesentlich dieselbe pronominale Flexion wie beim 
aa. Interrogativ «, «Y (^®°- VP etc.) ») ; vgl. A. Meillet's Recherehes 



1) DasB altdialektisch sich anch die Genitiyform %njp {qjyp^ ""Jf) 
ZQ Fronom. um (Stamm«o-) findet, ist oben in Einleitimg S. 135 erwfthnt 
Ùberhanpt musa die Flexion mit GrenitiyBnf&x -r, DativBiiffix -m nnprflng- 
lich einen weit grOBeren Umfang gehabt haben. Nnr so erklliren sich die 
in philo8ophiBcben Sobriften, namentlich bei David Anyah* anftretenden 
Genitive anf -«//i -air. So zeigt die Version von Porpbyn Isagoge die 
Genitive: ^t^jp S. 229 von ^ >Pferdc, Jìupqjtjp S. 229 von «/w/r^ 
»Men8ch« ; ^bitqjuiiajp S. 230 von ^h^qjuiifi >Tier« ; "yUMP ^^^ ^^^ "S/Z. 
>anderer«; '^t'^P "^^^i ^^^ ^^^ 4 *oii^8*l ^VJP ^^^ ^^^ ^f. »6ÌnB«; 

Jjitujbnjp 229, 230 von <^«w/1^ >allein<; mjuaqliuajp 227 von mjuiqtu 

»derartig«; fttputguib^Lpajp ibid. von pipiugmit^Lp >jederc; b^p^utguA'-' 
ll"-pnjp 230 von hrp^utgiuit2j"-p >jeder von Beiden< ; uimajp 228, 229, 
333 von uèrn >GeBchlecht, Gattang< ; jmm^ujp 229 von jwmnt^ »eigen- 
tQmlicb«; mlruiu^njp 229 von miruut^ >Art<; femer von Yerbalnominen 
die Genitive: ^/»//» 230, 233, utjpiughfnjp 235, i^iijuphiajp 235, li"^- 
S^tTJP ^^^y %lrpfnpè-lr£njp 235 n. B. w. Dbbb in Bo groBem MaGetabe 
der Genitiv anf -njp Bich nicht etwa erBt nacb Analogie deB claBBischen 
InterrogativgenitivB njp gebildet baben, geBcbweige denn eine gramma- 
tische Fiktion sein kann, lencbtet ein. Zugegeben anch, dasB diese For- 
men in der zeitgen(5BBÌBcben lebenden Sprache nicht mebr wirklich 
exiBtierten, bo mOsBen wenigetenB archaistiBche Beminiszenzen nach- 
gewirkt kaben: nnr weil der KasnB anf -r ala wirkliob ursprUnglicher, 
den o-Stammen eigener in der Sprache begrOndet war, dorften die oben 
zitierten Genitive anf -typ bei Schriftatellern wie David noch encheinen. 



I. ÀbBchnitt. Deklination. Kap. II. Pronomen. 239 

sur la Syntaxe comparée de rArménien pg. 14, Bowìe Notes 
sur qnelqnes faits de morphologie pg. 1 2. Wie sich beim Ùber- 
gang in das Mittelarmenische jenes altdialektiscbe Paradigma 
amgestaltete ist klar: Nominatìv nnd Akknsatiy fielen znsam- 
men. Ebenso ward die Dativform anf -nu/^ wie allgemein, 
so anch hier dnrch die entspreehende Genitivform verdrangt. 
ScUieBlich wurden auch die tlbrigen Easus dieser o-St&mme 
mit in die Analogie der einfaohen nominalen o-Deklination 
gerissen: Ablativ ward = 6en.-Dativ + AblatìyprUfix, Instru- 
mental nahm das Suffix -ov an. 



Bezeiohnend ist, dass in deraelben Litteratorklasse der dem Qenitiy aaf -«v//v 
entBprechende Dativ anf -nciT anch beim No man ganz gewOhnlich ist. 
So entspricht bei David Phil. dem Genitiv dutp^njp der Dativ JuipqjtLiT'^ 
dem Genitiv uh^nyp der Dativ ub^nauP S. 121. Namentlich hanfig erscheint 
dieso Form inVerbindangmitLokativpri&fiz t oder n : %'tuJaiìinLtr (y. ivi/àr&r) 
457; p iriiput^tujaLiP nnd "b'Ir^fìmliuijaLir [v. Irhpui^uij) 129 bez. 360; 
j'-moMuy'^uyLtr (y, wtLm^^^wj) 136; jt utu^JuthaLiT [y. um^Jìiiii'j 136; 
j^/ttpuLtT japt^ptu^uiiinLir (v. japnjtpm^iuÌ»)*ìZ2l fi ^utpianLtT (y. 
^iupii) 129; JB piLULiT (y. ^ft] 129; Jb Wn^pmmnLiT (y. }]a^piutntu) 129, 

323; /f ^quiina%aLir (y. ^qutmaii) 129, 323 otc. etc. Hier liegt bereits 
der ostarmenische Lokativ anf -um vor, wie er spSter bei Vardan 
(11. Jhd.) ersoheint in Lokativ/^ upuinLiIu 157, ir% tuiAnLtT 158, nnd alien 
nenostarmenischen Dialekten eigentttmlich ist*). Das in dieser Litteratnr 
offenknndige Streben nacli mOglichst scharfer Dentlichkeit nnd adaqnater 
Wiedergabe des grieohischen Originals ftihrte, da wo die streng 
classische Sprache im Ansdrnck versagte, notgedrnngen znr Anfnahme 
solcher altdialektisclien Eigentttmlichkeiten in die betre£fende Litteratnr- 
sprache. 



*) Der Lokativ anf -um (-^m, -am, -Sm) ist eines der Hanptcharakte- 
ristica des Nen-Ostarmenisclien : oa. k'ayak^um entspricht wa. k*ayakU mec 
oder k'ayak^9; oa. k^ayak^nerum a wa. k^ayak^neru Tn§Jf. Vgl. anch Aid. 
I 195, S. Sarg. 96 f. Ansnahmsweise erscheint jedoch anch im iìlteren 
Polarmenisch der Lokativ in dieser dem Westarmenischen sonst frem- 
den Ansdehnnng. Bine alte Baskover Urknnde (Min. Leh. 162 f.) schreibt: 
p \\tuinr%lig ■fi'^141'"''^ *^^ der Stadt Kamenec<; ^nLphrpnLtP »in Knty*; 
JhypmguniutgnLtT »in der Metropole* ; anch \\miOrg-nLir nnd d»'/«»^j^- 

AiLiT. Damit hSngt «nsanmien, dass (n. § 278) das Polarmenische mit der 
Itotlichen Sprachgrnppe anch die Ordinalbildnng anf -um teilt. Das 
Poi. scheint bereits als Dialekt von Ani von dem benachbarten Ost- 
armenisohen nach dieser Bichtnng hin inflnenziert worden zn sein. 



240 Formenlehre. 

§ 297. Anders jedoeh bei dem Nordarmenier Militar 
Hera^i, welcher folgendermafien flektiert^J: 



Nom. 


Singolar. 


Plund. 


Akk. 
Gen.-Dat. 


m/bnp 




Abl. 
Tnstr. 


j^mfUapt 


j-mfingt 



Die Flexion unterscheidet sich, abgesehen yon dem dnrch 
Suffix -e erweiterten Ablatiy, von der kilikÌBchen namenflich dnrch 
die ELasns recti plnralis anf -on£, die den nordwestlichen Hittel- 
armeniem charakteristisch sind, nnd in ihrer Entstehnng der 
Analogie der nominalen Plurale anf Jb^ sowie des pronominalen 
Plnrals M,^ gefolgt sind. Vgl. oben Einleitnng S. 137—138. 

Im heatigen NorcLwestarmenisch setat sich letxtere Flexion fort: 
80 im Tr. (Aid. II 43) Nom. piar, utuaitg^ Qen. iuua%g^ Abl. muatga^^ 
Instr. utuabgJhil^, ebenso im Poi. <uonk\ adontt, anwJcy im Ach. aiuenk*^ 
aduenlty anuenk^, Gton. asuen^^ Abl. aaonQmsn, Instr. (uon^mov; femer anch 
/fpaii^ (neben tptrUg) >8ie<y npa%g »welche« , Apn%g »iiiuiere<, ifumtAg 

»yiele« (Aid. II 40), upcnUg^ '"'^■g^ ""^-ity ff^oft^ »die6e« von um (Crb.755). 
Der Singolar flektiert im allgemeinen naeh folgender Norm des Dialekts 
von Achaizioh: Nom.-AlLk. an^ Gen.-Dat an-uer (1d. uyit'^up), Abl. on-or- 
-m&n, Instr. an-or-mov. In der nwa. Litteratnrsprache erhSlt sioh der 
Sltere Instmmental in der Form mliutlj w'ihrend der Ablativ sg. bowoU 
munpJk als uiulit nnd '"fl^lig (Aid. II 43) lantet Letstere Formen sind 
abgeleitet yon dem erweiterten Demonstratiy anf -^^o» : muji^m^ mamfi^m^ 



1) Belege ans Mechithar Her.: Gen.-Dat 'ynp 24, 56; uytnap 42, 

47, 104, 115, 132; ut/itap 4, 11, 12, 26, 40, 75, 113 a. s. w. Abl. j-iu/bnpk 

67. Instr. of/irm^ 87; lujmail^ 28, 52, 67, 117; tu/ha il^ 79. Akk. plnr. 

^'lujunitg 68, 69, 100, 146, 147. Gen.-Dat. plnr. 'ya^ 8, 114, 119; aijmng 

85, 92, 93, 94, 95, 117; uifinig 40, 65, 70, 79, 104, 108. Abl. plnr. 
j^mjungt 91. Nnr einmal steht die Form f^aymng S. 44. Vgl. aneh 
Aid. II § 163 Anm. 

2) Nenarm. (Aid. II 41, 43) 

luu^^iu ss ftfif -|- fiL -{•tu' 
utm^l^ut ss mm <-)- ^^ -{^ ut* 

In diesen Formen ist das Kompositionselement /^{r identiseh mlt /^( 
in ci. utfltap^/i^'^ das Element ut ist dasselbe, welches aneh in cl.tritf, Qen. 



I. ÀbBohnitt: Deklination. Kap. IL Pronomen. 241 

§ 298. Vom erweiterten Stamine anf -^^ werden bereits im 
MittelarmeniBehen folgende Ablatiyformeii gebildet: 1) j-wj^^l' 
ihierron, v on hi er ab< 43 7, L 178 9^); Mx. Her. 38; j-uymyf 
>daYon« B «/>p, i/^, z. B. umi^ j'^j'^kt "P A"^ »gieb davon 
zn trìnken«; j-ut/h^li »yon dort« Bb^. Vgl. die mit demselben 
Ablatiysaffixe i gebildeten aa. adverbialen Ablative astij unti 
>hierau8, von dort« (zu asty and »hiery doi-tc). 2) j-^ju^jig 

»hìeryon< B«?^; j'uyin^t>g »dayoii« B^, '^, '^,'^, ^ ^^i 

j-wjm'$ »dort her« B J>^, Mx. Her. 38; ^aym^g id. A 167; 

mfblilig id. Bb /]^; tu%lilig id. Geop. 182 23. Analog werden die 
altarmenisohen adverbialen Ablative asti^ anti weitergebildet 
zn Formen anf .^^: muml^g »von hier« Geop. 74, 130; ut^mjig 
»von dort« Geop. 98, 130, Ghron. Smp. 633, Bb/^. Das hier 
vereinzelt anftretende ablativìsche q fnngiert im Ostarmenischen 
als regelm&BigeB nnd anssehlieBlicheB Ablativsnf&x in beiden 
Numeri 2). 

4. Pronomen ^««i, jtmiu^ ftLut. 

§ 299. Als Belege dieses Pronomens finden sich: 

AsB. Ant. 13 31. 32: ^jg pt ^uiAi^ it'^'y iy«»/>"^^ pf* f^» 
jfii^m pmVù^ brL %iu juyi^ pmb brpputj — wonn abor dor Lehns- 
herr befohlen hat: >geV an das nnd das Werk<, nnd jener 
geht an ein anderes Werk — ; Ass. Ant. 33 22: kpt «g it^ ^«p»' 

'tl^J^ 'Lib^ t i/2ir^nj»ircyirncp^£.ir P^* lt%utj dmpiói uu^uhAIr^ t 

qftT ag — wenn ein Lehnsmann einen Lehnsmann des Mordes 
beschnldigt, mit den Worten: »der nnd der Mann hat einen 
der Meinigen getOtet« — ; Ass. Ant 43 7 : ^nLim% ifi£ £apin kp^ 

p njupt^iuuit HL njuut^uuiblrgiUL p nn ilbrpmj ahuutj jipM^ >(ler 



%ap^m^ kl. Gen. ^mp^m erscheint Vgl. Ann. Stnd. v. HUbsohmann 91 f. 
— Das im NA. anCerdem noch ersoheinende erweiterte Pronomen w^t^ 
mmji^ ufbl» (Aid. II 42) lilBBt BÌch ftir daB Kilikische nicht bestimmt nach- 
weisen. Das bei Hnnanian 219 6 stehende «»/«v/^ ist falsche Lesang des 
handBcbrifUichen lujm ft, EbenfaUs scheint mir das bei Langlois Cari 

L 185 22 erscheinende a'V('')) ^ welches Dnlanrier 757 taj%li(u^ Bohreibt, 
aehr Yerdftohtig. 

1) So zn emendieren das BinnloBO juyut^ {f 4tinj der Ùberliefemng. 

2) So im Dial. v. Agnlis (S. Sarg. 97) za ntpJìaii >Maner« der Ablativ 
Bg. uipiTmù^lig^ Abl. piar. aLpinu%'%hrp'lig; za Pop >SSbel« der Ab!, ag. 
PP'bs, Abl piar. Pp-^p^^ff eto. 

K»r8t, KilikiBeh-mUtelAno. VoUsspnche. 16 



242 Formenlehre. 

nnd der Lehnsmann ist vor Gerìcht erschienen and hat gegen 
dich Elage erhoben, dies nnd die8« — ; Ass. Ànt. 63 12. 13: 

u^utpnbmjB fiuutj ^tautn fiJ* {- ni. ^apuLup hl 4/iJutj qjuuu ffìw'» 

4kta fiutu Jìupfaju — »Meine Herren! dies and dies Zogtier 
gehdrt mir, and ich habe es verloren, and non habe ich es 
gefanden bei dem and dem Manne« — ; Àss. Ant. 75 8. 9: 

&ttL£m% Jtupn. t^uiput^ fiità. ^fitttuj ^pB" tre ^^/_ t ""'■ ^^ ^autJfftuii 

lijiuiuj »der nnd der Mann schnldet mir das and das (die 
and die Sache] and hat bei mir als Pfand dies nnd dies 

hinterlegt«; Ass. Ant. 75 is: miP ilfiupt f^»* q_l"'"'J l^'ét" "UL 
»nun zahle mir noch die nnd die Somme (so nnd sovielj*; 
Bb^: li%ui jiptgit liUL t 4tuiù ijiumj »jener Priester N. N. ist 

besser als dieser N. N.«; B,hfp: he pt tptg t ^^è^Jmh tnupq. 
jnLqutpli^'' pt "itLp t(bm ft jjiii lu ptMi — nnd wenn ein Priester 
an einen Beitersmann die Botschaft sehickt: »gehe eilends an die 
nnd die yerrichtang!« — ; Bb^: utpiuj ^fi^ui puA% »thaedaB 

and daS!« — ; Bb^i^: ku faL£tu%u* np §lutu% fiumj u^tuaf£mnm' 

%tugu uAi^mpliIrgtuj »ich N. K., der ich aas diesem and diesem 
Grande in sehwierige Lage geraten bin< — ; Bb ^^: ^i»^ ij""«j 

*i§ujpthtflDu ai. utULp p%k. ifjiumj ^M tjJrl^uiUu fìt^Lfi ^luitjutD tf émJT 

— »nimm den nnd den Besitz nnd gieb mir so nnd so yiel 
Geld dafilr anf einen so nnd so langen Termin< — ; Ass. Ant. 15 16: 

^atJuAi Da u^tupah tfaqt^i ^ ua.uiptuiuub t/utuii Da ap utugbrM tra at. 

'VP^L ^^ lt'""J "'■ lt""'j — »N. N.! dein Lehnsherr hat deinet- 
wegen den Gerichtshof versammelt, da da dies and dies gè- 
sagt and gethan habest«. Nach diesen Beispielen ist das nicht 
belegte fitntu mit Sicherheit erschlossen. 

§ 300. In ali diesen FS^llen steht jium^ fiuatj nnd jfbui^ li%nj 
in direkter Bede mit der Bedentang: »dieser and dieserà, 
>derandder€y «dies und dies<, »jener and jener«, >jene8 
nnd jenes« sowohl sabstantivisch als adjektivisch. Die ar- 
sprtlngliche einfache Demonstrativbedeatang dieses Pronomens 
liegt vor im letzten Beispiele, wo ^uiuj ai. ^amj >dies and 
dies e bedentet. 

Ein&che DemonBtratiybedeiitnng haben auoh die neoannenischen 
AuBl&ufer dieseB mittelarmenischen PronomenB: so hat der Dialekt ycii 
Achalzich (Tom. Dial. v. Ach. S. 30 nnd 60) die Fronominalfonnen: ut Gen. 
isuer. Ut Oten. ittier, ini Gen. inuer, adv. ist§yic (*Ì8Ì-ieyÌQ >hierortB«) »hier«. 
Letztere Formen sind im Neh. (Patk. Mai 127) erweitert za t^t'ltky 
b^'t'ltkt b^t'U'k't einfacheB ^««/^ liegt yor in ady. jtmftiqtu »8o«. 



I. Àbschnitt: Deklination. Kap. II. Fronomen. 243 

Daaeben eilialteii sich in Neh. die nnyerXiiderteii mittelanneniBchen 

§ 301. Pronomen ^«f<v, /nam^ jAiu^ der claBsischen Sprache 
fremd, ìst ein znsammengesetztes Pronomen nnd zn zerlegen 
in /& + » tt», /^ + «va', 1» + "blu. In dem zweiten Gliede erkennen 
wir das einfache Demonstratìv aa^ da, na. Der erste Bestand- 
teil ist etymologisch znsammenzastellen mit np. e »dieBer< (in 
ider >hier€^ t$à >jetzt« etc.) = tat. t >die8er< = oss. ay, knrd. 
ai >die8er< = phlv. e in écand = ap. ai in ai-te- >die8er< = 
aw. a^ in pron. a^-Sa" nnd a^tad = ai. è in pron. e-i(i-, é-tàd^ 
Àns der Natnr dieses Pronomens lltost sich nnter BerUcksich- 
tignng des Nenarmenischen rielleicht ein SchlusB ziehen anf 
die nichtbelegten Easas obliqui. Da das zweite Eompositions- 
glied das Pronomen «a, da^ na ist, kann die Flexion von der- 
jenigen dieses einfachen Pronomens nicht wesentlìch verschieden 
gewesen sein. Nnn werden, ¥FÌe oben erwilhnt, im Ach. zn den 
Nominatiyen isi^ itij ini als Genitive gebildet isuer^ ittier, inuer % 



1) In den von Patkanean [Materialien z. Stnd. der arm. Dialekte 
StPetbg. 1875] mitgeteilten Textstttcken aos dem Nachijevan-Dialekte 
erseheint a. B., teila in adjektivischer teila in substantiTiscber Yerwendnng: 

Fronomen [tuiu: 5 6 infr., 6 6 infr., 19 13, 24 4, 34 5 infr., 35 io, 37 6, 
48 15, 52 3, 70 25, 72 16, 78 16. 29, 79 4. 5, 91 i infr., 99 10, 103 8 a.B.w. 

Pronomen pmm: 1 6 infr., 6 3, 7 26, 11 19, 16 17, 17 22, 19 io, 20 20. 28, 
23 5, 24 14, 26 3, 30 2, 33 7, 35 2 in£r., 46 i, 55 7, 56 io, 58 il, 59 7, 69 5, 
70 8. 24. 28, 71 22, 72 3, 73 4, 77 1, 79 19, 93 14, 100 18, 101 6, 102 1 n.8.W. 

Pronomen ^i^ar: 6 3, 11 2, 13 i, 14 25, 16 8 infr., 20 12, 40 27, 41 li, 
48 33, 52 9, 57 12, 61 17, 65 3, 69 4, 72 12, 78 2 infr., 92 3 a. a. w. 

2) Vgi. Hom, Qrdr. S. 32. 

3) Analog flektiert Neh.: 

Singnlar. Plorai. 

Nom.-Akk. ^^'""' t^'loùg 



{: 



Abl. 



Instr. < 



fnashtpJoi/ jimtfoiigjoil 

pmjii[opJotl /iutfit/o%aJoi/, 



Vgl. ancb folgende Pronominalformen aos Hayerg (Tiflis 1882): Gen. 
eg. [Aap p. 201; Instr. sg. lAa4_ p. 199; Gen.-Dat pi. (liiahif p. 197, 198, 
200, 203, 205 n. s. w. 

16* 



244 Fonneiilelire. 

die in kilikischer Lantform (Lauti. § 7 Anm.) ^jiunp^ t^T^ A^'f 
ergeben: d. h. die Formen suer^ tuer, nuer in i-suer^ i^-tuer, 
i-nuer sind identisch mit den entsprechenden altarmeniflchen 
itn/i-, '/^/'*i ^"P" ii^ unp'UM^ t^p'tu^ itttp'iu] jene Genitiyfonnen isuerj 
ituerj inuer tragen mithin den Gharakter der UrsprUnglichkeit an 
sich nnd dilrfen in der entspreehenden westarmenischen Lant- 
fonn [iuap^ t'^''P'i b^^P zuYersichtlieh anch als kilikiseh gelten. 
Anm. Àn Stelle der veralteten Indefinita mju m^, u^j^i. a^, 

mjb no BOWie tufu mUnài ^j^l)^ "y^ mìtaót l^/^^), oy^ aubnói (^/^^j 

tritt das arabisch-persische ^nLiu/bfulan (= arab.-np. q^, ttirk. 
JUàn^ agypt/^/fljn n. Spitta p. 83) >der nnd der« : fm^mli »Dn 
N. N.!< 15 15; faLiuA iTuipii. »der nnd der Mann< 39 io, 75 8; 
[nT ^aLimb ift^ £npm >mein Leluismann der nnd der< 11 24; 
ftti.£uJii 1^^ £nptn »der nnd der Lehnsmann^ 43 6 ; faL£tuii ^tut^£il«p 
»der nnd der PILchter« 41 7; ku faL£iu%u »ich der nnd der< 
Rb?^; l> fni^%uij /[b^pay >gegen den nnd den< 41 22; arajirc 
^nLimh i^lrpaj »yor die nnd die Lehnsleute, vor die Lehnslente 
N. N.< 11 24. Im modernen Tr. findet sich dasselbe Wort in 
den Formen ^^/«»1^ nnd ^ur/iiri». 

Relativa nnd Interrogativa. 

Belatìya. 
§ 302. In relativischer Fnnktion erscheint das Interro- 
gatiynm ^Y ^^ì ^^^ ^^^ folgende Formen sich belegt finden: 
Dativ jaLiT 19 29, 21 18, 49 19. 36, 59 27, Rb 5t, ft^ %.; Ablativ 

jaLt&t Rb 4^ ^. Zn dem vorgeschlagenen j vergleiche Lantl. 
§ 151 Bowie die in der alten Sprache yom Interrogativ z-i 
gebildeten Derivatformen: Dat. htm neben im, adv. hibar, 
hizan, hiken n. s. w., letztere als nicht echtclassisch nament- 
lich in der philosophischen nnd grammatischen Litteratnr h&nfig. 
Im Ablativ tritt statt der Ulteren Form jnLi^ nnd des falsch 
gebildeten jaLiTJk die dem entspreehenden Easns der Perso- 
nalia analogo Bildnng mit Snffix 4rf -ne ein. 

§ 303. Das regelmS^Bige Relatiynm aber ist np vor (= ci. np 
or), nnd zwar hat np seinen nrsprilnglichen pronominalen Gharak- 
ter anfgegeben nnd ist zur flexionslosen Relatiypartikel (Relatiy- 
adyerb) herabgesnnken, analog wie im Nenpersischen Rei. tS ìd^) 

1) Vgl. auch nengriech. Relativadverb nov (b= >wo«), dentBchdialektisch 
>woc fUr Bchriftdentsch »welcher, welche, welches*, piar. >welche«, etc 



I. Absohnitt: Deklination. Kap. II. Pronomen. 245 

• 

(L^ kujà = ^wo«). Belege: np nL ^/Af, »wer es anch sei< 
23 15, 33 8; qmfr 4wirm%g% np t ugmp^IrLki^ >jenes Privilegi 
welches er geschenkt hat< 185 io. ii; m/h imXiug'b np t uii^p- 
fh^Lkf^ >jene8 Priyilegs, welohes er gesohenkt hat« 185 18. 19; 
np fj»%[t% >welche 6ind< 47 n; ap ^uA ^welche sich befinden* 
L 154 22; np^% »welchegehen< 67 24; ap mu/it »welche geben« 
57 23; ap ^Mtmù »welche nìcht haben< 51 8; ap lalrglA »welche 
geh5rt haben< 47 2; ap mil^% »welche gegeben werden* 25 2. 

1. Anm. Das N9,here ttber Relatiykonstruktion siebe nnter 
>SyntaktÌ8che Eigent11mlichkeiten«. 

2. Anm. Vereinzelt erscheinen freilìcb noch in der kili- 
kischen SchrìftBprache die flektierten Belatiyformen, offenbar ala 
niobi Yolkstttmlich nnd ansschlieBlich der hOberen Spracbe eigen. 
Z. B. in Smp. Cbron. ed. Dnl. p. 667: apaj uJm >welcbem«; 
p. 668, 671: apa^ %agm »welcben<. Die Datìyform apaj fUr ci. 
upaLtT ist nattlrlicb die anf den Datiy yerallgemeinerte alte 
Genitìyform. AIs nìebt mebr im Spracbgeftlbl lebendige kenn- 
zeicbnen sicb die Formen dadnreh, dass ibnen, gleicbBam zar 
Bezeicbnnng des Easnsyerb&ItniflBeB, die entsprecbenden Demon- 
Btratìyformen nacbgesetzt sind. 

§ 304. Neben ap vor^ welcbes Yorztlglieb ftlr lebende 
Wesen gilt, Btebt das ausBcblieBlicb anf Sacben (lebloBe Gegen- 
Bt&nde) beztlgliebe Relat. ^1»%^ zing= »wa8, was aneb immer*. 
Belege: ^tr^ ac Jfuj, 19 7, 23 24, 27 5, 79 1; ^tr^ j^alif, ilAf, 

L 157 26; ^^tr^ aL iffbmj 65 8; ^1^^ ^uwtr^ 21 7; ^tr^ [tp ujjtmli 

21 14, 49 19; iiji%i limuii. k/iit L 157 16. 17; ^ir^ gtq^ aL t H 22; 

33 3« li; f^^> '^"ff/A 29 8; vA^i f"/"'^^ dmpa. 65 7; oh^i "UP^L 
ifAmj 15 12 etc. 

Nacb Analogie yen ^^^^ zing gebildet erBcbeint Rei. qap 
zor: qap liiuh ^welcbe sind< L 178 8, 185 12; ^n^» ^i»^ »welebe 
kommen« L 178 9; ^ap w%auu%mè^ iffùli lip »wa8 ibm znerkannt 
ist« 57 2; iiap ^mè- 1 ^waB gescbrieben ÌBt< Mx. Ber. 23. 

Interrogatiya. 

§ 305. Ala Interrogatìynm findet aicb belegt: a^ vov (= ci. 
nY ov) in der Verbindnng: a^ ^mt »gegebenenfalla, eyentneU, 
etwa* (eigentlicb=^»werweÌBa?«) pg.393, 83 14. 15, Geop. 844.5, 
104 n. B. w. Ùber Datiy ja^iT nnd Abl. ja^SLt s. oben § 302. 



246 Formenlehie. 

Darans, dass die ursprtlngliche Form a [Lantl. § 1 54] sich in der 
Litteratnr nioht mehr nachweiflen Usst, ergiebt sich, dass Bchon 
in mittelarmenischer Zeit jene Sitere Form yen der jtingeren er- 
weiterten Dnblette «Y v^^Uig ziirtlckgedrS.ngt war. Umsomehi 
kennt NA. nnr noch die erweiterte Interrogatìvform : vov im 
Tr., Poi, Neh., ov im Tf, hov im Karab., ete. 

FUr Sachen erscheint ''pìi^ ing »wa8?, weleh?<, z. B. f,%^ 
^muiiu^gaLp^ói »welche Verbindang« 9 6. Die Form JA^ als 
Interrogatìvnm ist bekanntlich dem GlasBisehen nooh fremd^): 
das Clasflische kennt nnr die mit Pr&fix versehenen InterrogatìT- 
formen: ^ii^ zing ftlr Nominatìv nnd Akknsatiy, nnd j^%^ ytng 
fbr Lokatiy. In der Form ^tr^ ing stimmi das Eilikìsehe mit 
dem Neuarmenischen ttberein. 

Indefinita. 

§ 306. Die altarmenisohen Indefinita, welche ans den 
modemen Dialekten so gnt wie ganz gesohwnnden sind, sind 
anch bereits im Mittelannenisch-Kilikisehen groBenteils veraltet 
nnd abgestorben. Classisch «Su omn^ ^Où imn^ ftg iìc konmien 
ttberhanpt nicht mehr vor^). Altes ^^^ ing nnd ng oH sind aller- 
dings noch mehrfach belegt nnd nooh nicht anBer Gebranch^]. 
Dass jedoch anch letztere beiden nicht mehr recht lebenskr&ftig 
waren, ergiebt sich ans dem Umstande, dass neben ihnen nnd 
an ihre Stelle bereits none Indefinita eingetreten sind. Ftlr 
leblose Wesen hat sich an Stelle von lAi^ ing (pSL imn^ /^ i£) als 

1) Erst Yom 8. Jhd. ab findet sich die Form ^ir^ in( als Interrogati?- 
pronomen. Gf. Aid. II 37. 

2) Yon Indef. /^ iU erscheint allerdings noch mehr&ch der Instrn- 

mental, nnd zwar stets als t^iuLg ivoìc^ z.B. Bb^/i, 4p^ ete. £s scheint der 
Utere InBtnunental ^i/r^ mit den Instrumentalen anf -A^ znBammen- 
geworfen worden zn seln, nnd analog wie jene (s. oben g 267) die Endong 
lULg angenommen zn haben, znmal hier die gleichbedentende InBtnunental- 
form tv'^'S **'s^ (^^ A/^ >etwaB«) siober anch yen Einfloas gewesen ist 

3) ag z. B. belegt 25 io, 33 15, 37 4, 41 4, 45 9, 55 2. 3, 73 io, 77 23, 

79 4. 6, 81 3. 17, 83 8. Gen. ULpat^ 83 8. Dat nuArg 21 16. ag 1^, 

entschieden mehr kilikisch als einfaohes ng: 23 4, 79 12. [A^ nnr selten 
belegt, 80 z. B. ^ J'VL t^L F"^ *^^ ®^^ anderes GeBch2ift« 15 1. Echt- 
kilikiBch dagegen ist das anch nenarmenisch noch fordebende "^^^ 
vofinf >kein€: 9 12, 13 1, 19 19, 23 14, 55 10, 79 4. 7, 81 23 ete.; ebenso: 
C^ifi 9n(ig^ cine Weiterbildnng von fr^: j^J^k B**^ *^^ irgend cine 
Verrichtong* 9 14. 



I. Abscbnitt: Deklination. Ksp. II. Pronomen. 247 

regelrechtes Indefinitnm ^p^ ir fi (eigentlich = «Gegenstand, 
Saehe<) >etwas, irgend ein, irgend welch« gesoboben. Die 
ersten Sparen dieses neuentstehenden IndefinitpronomenB gehen 
bis in die frUhelaBsische Zeit zurlick^}. Im Kilìkischen Ì6t es 
bereitB fest eingevmrzelt imd belegt z. B. : ^/^l^^ ^oulri^ lipg >hat 
nìchts (nicht etwas) gesprochen* 23 23; ^l «^ '^"s^i Iru ppg 
>dn hast nichts (nicht etwas) gesagt* 23 9; ^linpuut 4^»^ mjbnp 

ftlig »yerliert deswegen nichts (nicht etwas)« Bb ^; tuji^ ^tupm^ 
^pg »schnld6t weiter nichts* 61 3, Bb^, 2^; l»p^ u^mpmb^mj 
>schnldet etwas* 81 is; ^ jmji^ l»pg »an sonst etwas* 73 1; 
atji^ jipg ^utu%^ » sonst etwas gelangt nicht* 83 23 ; 1»/^ ^/i^ ^m% 
>sonBt etwas geben sie nicht* L 155 2, 156 6; l»p^ mmj >gebe 

etwas* Bb fftf^ fipg maitnL£^ » etwas nehmen* Bb^^* ^p^ gu»L 
>irgend eine Erankheit* 25 16. 22; mji^ l»p^ jnj^ ^unT maunkiMin. 
> sonst irgend ein Streit oder Beehtshandel* 13 30; ftpg ^uiJlu%^ 
»irgend eine Verordnnng, irgend ein Erlass* 79 11; jtp^ puiéfà, 
>irgend ein Teil* Bb^; l»p^ uguiuf&tua. »irgend ein Grund* Bb^etc. 
Ftlr lebende Wesen dagegen tritt neben dem noch zn- 
gelassenen «^ als gleichwertiges Indefinitnm Jmpq. mari ein 
(of. dentsch »man*), dessen Genesis ebenfalls in die vor- 
kilikisehe Zeit znrttckreicht^). Belege z. B.: Jmpq. qmmpuuA^ 
>jemand klagt* 37 4; ipn/^ iHupq. *es findet sieh jemand* 
79 16; Jiupq. pb^ Jìup^ »einer mit dem andern* Bb 2j|^; ft JÌMpq. 
fip^ mmj »giebt jemanden etwas* Bb ^^; uuimVùt di^pq. >tOtet 
jemand* Bb/i^; pt J^/pt w^^Mit >wenn jemand tOtet* Bb^; 

kpt ag ^ iPmpq. pp^ tuwj »wenn einer einem etwas giebt* Bb ^^. 
dmpq. Tmà^p^ sind jedoch mehr snbstantivisoh nnd selb- 
stttndig anftretende Indefinita. In adjektivischer Fnnktion 
werden die alten Indefinita sowohl fUr lebende als ftlr leblose 
Wesen abgeUst dnrch das Zahlwort ^ mi >ein, irgend ein<, 
welches nnflektiert dem zn determinierenden Worte nachgesetzt 
wird^). Das Zahlwort i% mi ist hiermit znm nnbestimmten 
Artikel gestempelt; vereinzelte Spnren diesel Verwendnng von 
if reichen bis in die Ultore Zeit hinauf ^). N&heres siehe nnter 
>Syntaktische Eigentttmlichkeiten*. 

1) Berelts bei Lass. Farp. nnd Zgón findet sicb: ^pg t% i^mmAuig %m 
— mJk%mjii ftp^ etc. N&heres darttber Àid. I 84 f. 

2) Gf. Aid. I 84 f. nnd II 188. 

3) Im OstarmeniBcben dagegen geht mi dem determinierten Nomen 
▼oran. 4] Cf. Aid. I 84. 



248 Fonnenlehre. 

Erw&hnt seìen noch die folgenden indefiniten Ausdrucke 
mit d^: piuJftii J^ »melirere, einige* 39 13, 41 7; ^u^ if eigeni- 
lich >ein gewissefl Quantum e ; so z. B. ^«^ ^ o^^p 25 7; ^^ 

4 tpg ^^ ^y '^^ ^1 ebenfalls Geop. 152, Sb £^, H^ eie.; Jtli 4 
»einer<, als snbstantiviBcher Ansdrnck der bestìmmten Einheit, 
in i^f 4 jlrpi^ilir%njb »einer von den (reBchworenen* 51 13; 
Jtli 4 jl'P'Q!^9^t «einer aus ihnen< 61 I6 etc. 

KoUektiva. Korrelativa. 

§ 307. Aus der alien Sprache hat sich im Kilikischen 
erhalten: mj^ atl ^ander< (lat. a/ù^}. Belege: p jmj£^ /u»^ »an 
ein anderes GeBchftft* 25 5; juyi^ mhqji 71 8; ^ jmji^ '^jpht 37 I8; 

"Ul u/buftqthipD 41 7. 10; f^Ji JfnLp^mf/ii 21 8 ^ inM* Ji'Up*lf'"\fi' 21 10 ì 

^wj/ii 59 7; juy/i, L 157 li; mj^% Nom. pi. Rb'?, ^; fiv/L"5^ 
39 21; ^jipg fipg 65 1. 3; jwjing Ikng 77 16. Neben den alten 
eigentlichen Plnral tritt die mit Pronominalsnffix ^ n erweiterte 
Singnlarform in pluralischerFanktion; so z. B. : uy/i» »die ttbrigen, 
die andem« 35 28, 41 12; ^j/h »die tlbrìgen, andem< L 155 is; 
iuj/ii eigentlich = »das Ùbrige, der Rest< ^ »die Ùbrigen«. 

Mit dem Zahlwort der Einheit i^^ yerw&cbst u^^ zn einem 
nenen Pronomen nii'ujiJ^) meffail(n)^) = »derandere< [ÌAt alter), 
Yor welchem das aa. Pronomen i^lu (Aloj spnrlos gesohwnnden 
ist. Belege: A^^uy/^ >der andere* 21 25, 27 6. 7, 29 19, 31 5, 41 20, 
5717; ff^^utji^ »den andem< 31 16, 693, 779; ^ Jtk'^j^ »zndem 
andem« Rb^; t^^utjifA »dem andem« 41 19; JtliuijiJ»% ptA% >dìe 
Sache des andem* 69 6; ^^iujip% l,pmLaóig% «das Reoht des an- 
dem< 69 1. In adjektiyiseherVerwendnng: «^f ««j^ ^^ »die an- 
dere Partei< 39i6; ^ i^^uy/ii ^4^ >aaf der anderen Seite« L 1795, 
186 5.7.8; i^^uàji^ lituu »die andere H&lfte< 55 22; ^yt^^g/. K"^ 
(Akk.) 1911.12,214.20,494; Jtliuyi^ IfrliuA/u »der anderen Gattine 
47 15^). Entsprechend ist ci. iv/^ aS&^ mji^ ag im Kl. ersetzt 
durch iTt^ iT^ tuji^ tneg mi ail »ein anderer« 57 8. 

Die Stelle des classischen unOAtufii (= * uiJlrm%'^j%)^)^ 
welches sowoU dem Kilikischen als den nenarm. Dialekten 



1) ss NenarmeniBch megal in denelben Bedeatnng. 

2) AachinG6op.211: ^^mjj^ >den andern<; beiMx.H6r.: «^^"V/, 
^n^uit p.l8; i^^tuj/h opit p.l03; iJt^'«Ji_ glrq^ff^pJutbu pAZ; p Jt^'^Jl^ 

%nufuylài p. 81; Jtk'ujL ^^/"^^^ P- ^^! '^^'Kfd'^ P* ^^' 

3) HttbBchmann, Armenische Grammatik p. 416. 



I. Absehnitt: Deklinfttion. Kap. II. Pronomen. 249 

fremd ist, hatim EilìkÌBchen ^) das Simplex miPt^ amen{^ *tuJb^u/ii) 
>all, jeder, ganz* eingenommen; un^tr ist ala Belbstftndiges Wort 
iiiigebrILnchIich im Classischen, woBelbst es nnr in EompositiB steht ; 
al8 selbst&ndìges Wort erseheint es jedoch bereits in der Mlteren 
Zeit bei nicht reinen Elasflikern, wìe Faust. Bjz.^). Belege 
fbr das Ealikìsche sind: j^p mJtt^% ì^làii^nÈjp^àM^ »8ein ganzes 
Leben« 392, 4523; f/^/v mik^ émJTuiumìfk »Beine ganze Lebenszeit« 
23 13; mJtt^% è^itatpitM, »dìe ganze Schnld« 67 7; foii^lEr /[^^^ 
»den ganzen Sebaden* 73 16; tfmJt'u ^uip^ >die ganze Miete« 

71 io; mdt'i' t^nmlrputgli »aller SohweSternc 37 25; uhHtIi [ipmóilr^ 

pujy »aller Becbte< 59 29; Gen. mA%fi [tuJt^j») in: ^Jt'h^'u ^tui» 
>die Hftlfte des Ganzen e 45 15, 55 22; #^ar1b^ iuAìi^% »wegen 
des Ganzen* 21 21 ; femer uiAiMph 41 9, 49 26, 53 19, 65 9 etc. Àbl. 
p j-mji^ uiMifii »Yon der ttbrigen Gesamtheit* 55 9; mi^iA sub- 
stantivisch = »Alles< (eigentlich >das Ganze*): 47 14, 49 16 etc.i 
f»4^1^ Akk. zum vorigen 19 14, 45 14, 47 22. — An Stelle der 
veralteten classischen Plurale iusOinufrg^ uaO/hkgkÈuh^ m&%y^% 
hat das substantiyische mJk'iM% amsnn (eigentlich »das Ganze, 
die Gesamtheit*} im Eilikischen') Fluralfunktion erlangt: z. B. 
21 5, L 193 4, Rb Y, i^^)' — Femer ist ci. ^ipmguA^ip^ u/u^liip^ 
mhifi^ip »ein jeder* (lat. unusquisque) aus dem Eilikischen ver- 
drftngt und ersetzt durch das neue: miPtìi J^tlf amen meg^) = 
»ein Jeder* 39 21, 47 19, Rb?^ Akk. ,imJt%% étl^ >einen Jeden* 
Rb^ Gen.-Dat. Mii^lEr J^li^ »eines (einem) Jeden* Rb]^; Abl. 
jmJt'u Jtlik »von Jedem* B ^. 

Untergegangen sind auch die alten Eorrelativa auf -tutu^ 
-ug^uli] an Stelle des ci. Modalkorrelatiys lujuugt», mjauiliuli^ 
mjbuita etc. ist iutjug hatng, urspr. Adverb, in nominaler Yer- 
wendung getreten: z. B. ^uij%g gmL »eine derartige Erankheit* 
25 24; ^ ^wfig mtrqp »an einem solohen Orte* 15 25; ^ut/hg 
iTtmpfMij »einem solohen Menschen L155 11. 12. AuBerdem hat 
das Eilikische zum Ersatz des verloren gegangenen alten Modal- 
korrelatiys Zusammensetzungen mit ^A-^, wie mju ghrq^ mjm ghrq^^ 
mj% glrq^ ; n&heres im Glossar. 

Dem quantitativen Eorrelativ auf ^if» gap des Classischen 

1) Sowie auch in den nenarmenischen Dialekten. 

2) Gf. Aid. 1 64. 

3) Ebenso auoh im NA. (c£ Aid. II 35). _ 

4) Z. B. I^tupl/b utJt%% ypiyi_ >alle kOnnen heraosgehen* Rb fip. 

5) Im NA. amen meg9. 



250 Fonnenlehre. 

entsprioht ìm Kilikischen ein mit jenem identisches, in der 
mittelarmeniBchen Laatform ^mg gaM: 



kl. mju^uig [u) 
iufii^uig (il) 



»8o groB, so Yiel« 



=^ ci. utfu^^i/i (uj 
= ci. mj^-^util, (^) 
= ci. mJb'^A i/h\ 

Belege: utju^gu t ni.Jkpnju ^mJ^paiPliMi 27 16 »B0 groB 
ist die Friflt bei Bechtsyerletznngenc ; quifriaig% (Àkk.) »8oyiel< 
53 6. Daneben mit monophtongisiertem mj die j Ungere Laat- 
form f^uA^tugìi (Àkk.) »soyiel€ 55 6, and mit vorgeBchlagenem 
< A die Form ^u/u^^ in ^u/u^^ ^i^u/bnipitA »so groBe Volbnacht« 

534; anch 7710, Rb^^,£^; mit postponiertem Jjt mi: ^m%^g 

Jjt éuiduAimli »80 lange Zeit« 67 28; 4uiU^^ Jft mmg^uói mjuhr 

»er 8tehe 80 lang Rede< 67 16; ^m'u^uig j^ ap »dermaBen, da!88« 
Bb ^; ^uA^^ J^ éutiT »8o lange Zeit< Rb ^. Al8 erstes 
Eompo8ition8glied wechselt mit mju da8 Demonstratiyam ^atuj 
in l»aiuj ^^{uY Belege: ^umj ^tMgu (Akk.) »8o and 8o viel< 
75 18. 19; ql^utuj ^u^ i^^u/lia >8o and so viel 6eld< Rbi^. 

Ànm. Bei Mx. Her. ist, wie gewObnlich, so aaoh in dieser 
Verbindnng statt des kilikischen ^^ gaK das darch PlaralsofBx 
u 8 erweiterte ^^u gaKs eingetreten : so findet sich z. B. bei Mx. 
pg. 58 die Form mfr^^ui^), 

Das Eorrelativ anf ^^ gali (= ^m^) ersetzt zagleich das 
aas der Sprache ebenfalls geschwandene alte Eorrelatiy aaf 
rgiu% 'Man (»qaantitas«). Erhalten hat sich nar ^utit^ Mani = 
»wie viel, wie viele«, aach adyerbial, z. B. p. 17 24. 

ScUieBlich seien noch erw&hnt die dem Kilikischen — 
sowie den neaeren Dialekten — dem Classischen gegentiber 
eigenttlmlichen pronominalen Àdjektiya aaf ~p -t, die cine Stafe 
im Raam oder in der Zeit bezeichnen: im Classischen ent- 
sprechen pron. Àdjektiya aaf -/ife -in, 

mnfjt atei »erst< (= d. miuuyiii). 
ij^vit ^^ci »letzt< (= ci. 4^p2fii), 

^b^pglt nerKi »anter< (= ci. HrpgfA), 
ilkpli veri »ober« {= q\. iffrplA)^). 

1) Aid. II 51 zShlt ab alt^nlg'ire Fonnen noch aaf: %tpgup^ q^Jmg^. 

Sohon in einer Insehrift yom J. 839 encheint der Aosdrack p 4!^p^ 
^mmiup% >aaf dem hOchflten Gipfel< (Aid. 1 143). 



I. Abflchnitt: Deklination. Anhang. 



251 



Belege: jua^flt opU 25 27; «a^ mmpmmJÙ 25 11 ; mn^ IfitlimVb 
47 11. 16; UÈnfl» uyp^iuìA 37 20. 23. 26, 39 4; mn^p u»jp% Bb ^; 
vjt^ lujpjilfù Kb {*^* miLfJi muutlfii Kb ^* ^tunfp i^n^ B i^f ! 
futn^fi Irphuli Bik<i^; J'^'^if ^pt^ ^ ^^7; jmnljt ituLu^iutìi À 167; 

jorii^ «vrf^^ ^'^ ^^i 'Z^/# '^rM^ 39 4. 5; ji^i»^ iifi./ii!f Bb iit; 

jb-uij» uiu^iiuAA D JìfL' jtrmft utaq. tupS-iÈhmu B ^^t\ J^'^'t 'l'"^ 
Kb aS^; q^j/ruip muiulfit Bb^; q^^h-ta^ iULp^aifi-^óA Bum; J^'f't 
mjp^miA 39 3; jkm^ ^%^ut%% 47 11. 17; jtm^ i^utlrpwg% 39 i; 

4lrm^ uyp^wiA 37 20. 21; i/kp^ i^<lr B J^t, À 202; »[lrpP ^^ 
A 160, 241. 

Ihrem Ursprunge naoh sind es (renitìve dei entsprechen- 
den Adverbia, in adjektìviBcher Verwendang^): mnif 6en. zn 
mnjui^ ilfrpl^ Gen. zu '/j^/tf , j^<"A Gen. zn jit^m n. b. w. 

In anbatantivifloher, selbst&ndiger Fnnktion da- 
gegen haben sich die alien Formen mit n erhalten, so z. B.: 
mn^Mi »der Erste* 41 12; jmn^a/h >yon der Ersten* 47 17; 
4^pf^ajii »des Letzten* 37 23; j» tl^ppi$^% »yom Letzten« 37 26; 
^ jkmfiiA »znm Letztenc 41 13; jlrm%nj% 47 is. 

Gkuiz gleiohartige Formen sind folgende dem NonwestanneniBchen 
aogehOrige Ptonomlnaladjektiya: 



»nJ5^ zn 


adv. utautf^ 


mugoft zn 


adv. «r<«^ 


thH- 


» 'Z^rf 


^«j/A 


» 'Zf"^ 


b-inp^ ib-Ènfi » 


» £"117 ^it-iff 


Irut^ > 


» ^iii^ 


ftb-puft > 


> %b-pa 


«f«r^^ » 


» uiiLmfo 


wA 


> njggpu 


mmlÉTL^ » 


» innubi. 


^"# 


» *"if 


b-mb-i.fl » 


> bmbi. etc. 


Gf. Aid. n 50, 51. 









Anhang: 

Fartikeln. 

Adverbia. 

§ 308. Als nen nnd der olasfliselien Spraclie fremd treten 
folgende meist pronominale Adverbia anf, fUr deren Belege 
anf das Glossar vermesen sei: 



1) VgL Aid. II 50. 



252 Formenlehre. 

4^fig haing >Bo« (Lauti. § 148] nebst den mittelanneniBchen 
Yarìanten: uyhg aing, ^m%g hang und ^l%g heng (oBtarm.) ^j. 
Vgl. im NÀ.: tf. eseng [== "^mju^mjug] >B0<, eheng »80«, etenQ 
\^utjm^mjhg\ »so<, eneng [^mj^^mj^g] »so« nach Tom. p. 216; 
ferner anch die neaanneniBclien Analogiebildungen : sang^ nane, 
esang, enang^ B9,mtliche in der Bedentnng »bo« nach Aid. U 129. 

^luìi^mg hangaS »so viel, BO groB, bo lang< (Lauti. § 151), bo- 
wie die gleielibedeatenden: utfr^utg aingaK = ci. ain^ap; «yf^mg 
aidgaìc = ci. aidgap; wjuimg aisgai = d. aisgap (Lauti. § 102). 
ZuBammenBetzungen mit -^g Bind ferner: ^m^wg miagaU >gleich- 
m&Bigc r=: ci. miagap] ap^mg orgaR »wie groB, wie yiel« = ci. 
orgap. 

^ui/uglri f^<^i^^9 >derarty bo< (Lauti. § 151). 

^luTui hima [auch j^i/^/ geschrieben] >jetzt«. Ftlr die ent- 
Bprechenden neuarm. Formen Biche GIobb. <^f/w/ Mma = h -{-ima 
(mit VorBchlag -A!) = np. Ime >jetzt«. 

<oif hqs »hier«, ^om hod »da<, ^ou hqn »dort«, meiBt mit 
PrSlfix f, i alB t Aqn^ i hqs, i hqd\ daneben auch die etjmolo- 
giBch richtigere Schreibnng: ^tAi hon, ^au kos, ^nm hod; noch 
beute fortlebend alB hos, hod, hon im Tr., Poi., Neh. etc. Hin- 
Bichtlioh dcB UrBprungB dicBcr Adyerbia iSI^Bt Bieh vermutungB- 
weiBC Bagen: hoa, hod, hon = A-o-«, h-o-d, h-o-n: das letzte 
Element iBt Bicher daB Pronominalsuffix -«, -d, -n; das anlau- 
tende A- lieBe Bich allenfallB alB Yorschlaghauch erkl&ren. 
JedenfallB liegt hier ein pronominalcB Adverb vor, dessen 
mittlercB Element o Bich identifizieren lS.BBt mit Element o in 
den ci. Bildungen: so-r-^, do^-a, no^-c^ no-fc^a, no^n, DaBS 
wir eB hier mit einem urBpttnglichen Demonstrativpronomen za 
thun haben, wird dadurch wahrBcheinlich gemacht, daBB den 
Formen hos^ hod, hon regelmS,Big daB Pr&fix i yorangeht. 
ÙbrigenB Btehen Bich in der neuarm. Schriftsprache (Aid. Il 115) 
alB gleichwertig gegenttber: hoske »Yon hier« und aske »yon 
hier*, hodffe »yon da< und adge »yon da<, honge >yon dort« 
und anffe »yon dort«; auch (Aid. II 111} aisd^eys neben hos 
d^eys = »hier<, ain d^ey neben hon d^ey = »dort« etc. Aus 
arab. hónà >hier< kann unser Pronomen, gegen AidynianB Yer- 
mutung in Er. Gramm. Il 129, auB mehreren Grttnden nicht 



1) ^firj »Bo« findet sich z. B. bei dem ttberhaupt manche oatarme- 
nische Eigentttmlichkeit zeigenden Vardan (Hist 157 21. 24 nnd 160 4}. 



I. Abschnitt: Deklination. Anhang. 253 

entlehnt sein : a) das Eilikische antersoheidet deatlich zwischen 
hon = »dort<, hos = »]iier<, hod = >day hier<: arab. hona 
bedeatet aber »hier<. b) AuBer dieser yoransziiBetzendeii Be- 
deatnngsversohiebnng mttsste man nocb annehmen, dass za dem 
entlehnten hon sich ganz frei nnd selbstàndig die Formen hos 
und hod gebildet h&tten. e) Bei der groBen Trene, mit der 
FremdwQrter widergegeben werden nnd nach Analogie anderer 
Falle h&tte im Falle einer Entlehnnng das arab. hona ina Ar- 
menische ebenfalls als hona ttbergehen mttssen, nnmOglich aber 
als hon^ welehe Form wirklich die einzìg kilikisch yorhandene. 
Dagegen mag das nach Aid. II 129 im NA. Btrìchweise erscheinende 
huna »da«, hma »hier« mit Anlehnnng an jenes arabische 
Adverb sich entwiekelt haben aas echtarmenischem hon nnd 
ho8. — SehlieBIich sei nocb die Frage anfgeworfen : wie yerh&lt 
sioh das mittel- nnd nenarmeniscbe adv. hon »da< zn der altarme- 
nisehen Partikel o% qn (aun) ? Die pronominale demonstrative 
Natnr der letzteren ist dentlich in F&Uen wie: o% K o% tìSb 
róde ^so nnd so, ganz so, so oder so<; o% u/bnp^ o% ^u^ >dort 
anf der Stelle, da anf der Stelle, da, hier«. 

"VL *IfVP ^^^ vair^ rìcbtiger f^j^l^jp^ '"Jip'^jp f^ihoif >wie- 
der«, wortiber zn ygl. Gloss.; verwandt damit das gleich- 
bedentende iv^/itc^ ailvi »wieder<, poi. àh9 >de nonvean* 
Han. 23. 

miL^i. atc*ev »yor, vorher, yoran«, ci. at<yeav\ j^mÉrL^ ^kmki. 
hed^ev »nacliher, spftter*, ci. *yeteao; t[hplrL ver* et) >oben, ober- 
halb«, ci. *v€reat>; %lrpglrL neri^ev »nnten, nnterlialb«, ci. ^ner- 
Heav; q^at^IrL truQ^ev »anBen, anBerbalb*, d. *dniQeav\ i[kp2!^t. 
ver6*€v »hinten, lunter«, ci. *verjeav] j^p^/^L heré^ev »liinten, 
hinter*, d. *verjeav\ umnpkL stor^ev »nnten, nnterhalb*, ci. 
*8toreav nach Lantl. § 82. Letztere Lokaladverbia anf -^ev 
werden anch piilpositìonal gebrancht, wie anch die folgenden: 
^/rmt [jinat] hed^ »sp&ter, daranf, hinter* ; lAiii-^Irpgut sndnerfcs^ 
»innerhalb«, jUngere Form 9nd neUse ^^ ^kgut] i^t tf^gt ^nd 
trage nnd p%q. npn^gt ^nd irugs »anBerhalb, anBen, dranBen* ; 
p i^utift % trage ^anBerhalb, dranBen* ; ^ fn^p^ i turìi »anBerhalb, 
anBer« ; ^ %lrp_g i n*erM »drinnen, innerhalbc Analoge mittel- 
armenische Adverbialansdrttcke sind folgende, von Aid. I1 1 27 er- 
wllhnte, meist bei Mx. Her. vorkommende : ^Irp^u gnerMs^ tfrhrpgutn. 
gnerRsUf)^ g%lrp^hrL QuerH^ev^ jìikp^ut gnerKsi^ fftV'-j QtrtiQj 
yq^at^t QifUQe etc. 



254 Formenlebre. 

Die adverbialen Ablative m%m^g andig >yon dort<, mmmfiy 
osHq »yon liier«, j^mju^li yniiski »yon da ab, von nnn an*, 
j-aym'ff y-aingig ^yon da, daher«, wnrden bereits oben § 298 
bertlhrt. — Ùber die dem Altarmenisehen fremde adverbiale Ver- 
bindung einer Partikel pPràpoflitìon, Adverb] mit PronominaLraf&x 
siehe »Syiìt. Eigenttlmlichkeiten«. 

§ 309. Nicht sowohl lautlich als hinsichtlich der Beden- 
tnng ontersoheiden sich von der alten Sprache: j» ^hm^ jbm 
iUed und Ued a) »mit, zagleich, daza<, b) »nachher, daraufc; 
^ ^Irm HL ft ikm % h*ed u % Ued^ i h^ed vU h*ed and i h^ed % h^ed 
»nach nnd nach, allm&hlig< ; ^hm Jjt mj/^ h^ed mi aU »ein ander- 
mal«; tlwq^vay »morgen« (ci. »alt, ehedem, frtih«); ^ i^qt ivaye 
»yon alters ber, seitlangem*; anch lantlioh differenziert i8t: 
(j-)ib^^£^ {y')ekug »morgen< nnd »Morgen« = ci. aigug »mane<. 

mji^ ail »anch, dazn, mehr, weiter«, als EomparatiyfonnatìY 
besprochen nnter »Synt. £igenttlmlichkeiten« ; utji^ ^ ail ^ 
» nicht mebr< sowohl zeitlich als quantitativ, vgl. GIoss.; aMriim^ 
menag »soforty 80gleich«, j Ungere Form Jf/'umli minaff = ci. 
miainak t^u/finu^ >allein, einzig«; vgl. Lantl. §83. 

§ 310. An nichtpronominalen Adverbien zeigt die 
Sprache folgende nene Formen: ^u^ft iski nnd iskik »wirkliohc 
3= ci. Ì8k\ ilumm^ft vstohi »gewis8, znYcrlftssigcr Weise« =» ci. 
vsiah] mA%u am*en8 »in8geBamt«, cine ^Bildnngi); ^^^ big 
»blos, alleine = ci. /oX;; ^tmipmlf pahrag »znmal<; ^ ^uAi i Iman 
»yoll8t&ndig, ganz, im ganzen« ; ^ft^itjijn nnd iJiin >h&nfig, ofk« ; 
^^ /ci( »wenig« = nps. ^p^ kic. Namentlich ist d. adv. «^ 
0^ »nein« dnrch ^t {s »nein< ersetzt, wie allgemein anch im 
Nenarmenischen. An Stelle yen d. a^ og ^nicht< tritt regel- 
m9£ig kl. ^- ^, falls das Yerbnm, also der ganze Satz negiert 
wird. Wird dagegen blos ein einzelner Begrìff oder Satzteil 
vemeint, so gilt kilikisch wie nenarmenisch die yoUe Negativ- 
form n^ vog. Ùber »^— iv^ in kopnlatiyer Korresponsion siehe 
nnter »Eonjnnktionen«. 

An eigentiimlichen adyerbialen Verbindangen nnd Redens- 
arten begegnen: qlA^ ghq^ zing ^ey »was anch immer, wie anch 



1) Ganz wie z. B. cL ady. ^miiqMpmu handarts za adj. handari 
»raliig«; ci. ady. mputi^ arags >8chnell« za adj. arag; ci. ady. ph-ph-ui 
fefevs >leicht« za adj. fefev; d. ady. umuf^ut^u tiahakt »anfblg8am« za 
adj. ètahak eto. etc. 



LAbBohnitt: Deklination. Anhang. 255 

immer« ; «Y q/f^^t ^<^ fcide »etwa, eventaell, m(5glioherwei8e« ; 
nmlii» Jjt odin mi >emmal< etc. 

§ 311. Gemeinsam sind endlich dem Eilikischen mit der 
clasflischen Sprache folgende Adverbia: ai^ ut »wo« 39 13, Dipi. 
Sary.; kp er >wanim« 9 21, 47 26, 81 15; ^«r1^/^ ^ani >wie viel* 
37 5; mtJriP aneli >melirc 37 5; verst&rkt mji^mdri]t »mehr, noch 
mehr« L 158 9, 11 23, 27 I6, 29 7. 24, 67 26; Jt'u men »niir, blos« 
2924, 537, 79 5; imm iod »yiel<, regelm9£ig mit demSingalar ver- 
bunden, wofem es attribntiv steht: 47 27. 28, 21 4. Ùberhaupt 
kann, wie in der alien Sprache, so im Kilikischen jedes Ad- 
jektìv zngleich adyerbial gebrancht werden. 

Pr&positionen. 

§ 312. Die Fr&fixe der alien Sprache: f- z-y j» t, g (;, die 
im Nenarmenischen fasi allgemein nniergegangen sind, haben 
6Ìoh zwar im Kilikischen erhalien als mitwirkender Fakior der 
Nominalflexion, wie oben bei der Deklination gesehen wnrde, 
ebenso wie anch die alien Pràposiiionen ^t^ ondj ^um 9st^ um. ar 
n. a. noch fortexistieren. Die nrsprttngliche, dominierende Siel- 
Inng dieser Partìkeln ist jedoch bereits im Kilikischen sehr ein- 
geBchrftnki: eigentliche PrUposiiìonen treten im Yerh&linis znr 
alien Sprache, nnr selten mehr anf; nm so mehr erscheint das 
Glebiei der nneigentlichen Pr&positionen, meisi nrsprtlngliche Ad- 
verbia, ausgedehni nnd erweitert. So ist z. B. im Kilikischen: 

ol. ^tr^ 9nd e. dai. »mii< yerdrS.ngt dnrch kl. ^km^ fi ^hm 
ihfed »mit«; ci. 1^^ 9nd e. instr. »nnier< verdrftngt dnrch kl. 
%/rpgkL ner/i*ev »nnter<; ci. mn. at 0. dai, instr. »bei<, verdrftngt 
dnrch kl. j» fut^ ix^g »bei<; ci. miLuti^ att^i e. Oen. »yor< er- 
setzi dnrch kl. tun^trL arc^ev, ^moPK hatc*ev »yor«; ci. qjfltp 
Zini, q^lrm zh^et »nach< erseizi dnrch kl. ^Irm AW, ^ 4irm ihfed 
»nach< ; ci. jh^taaj yeioy »hinter«, erseizi dnrch kl. jtnaÉrL hed^ev 
>liinier<; ci. ^h^pgnj nerRoy >innerhalb, nnter<, erseizi dnrch 
kl. itkpg^L ner/c*evj p%q. ^hpgut 9nd nerUse »innerhalb, nnter< ; d. 
tllrpnj veroyy ("iUrpiy irveroy »tiber, anf< erseizi dnrch kl. il^pIrL 
ver*ev »tlber, anf< ; ci. mpmuq^u artaRs >anBer, anBerhalb*, erseizi 
dnrch kl. f» t^t-pg i turRy piiq. npmgt ^^ ^^^f » p^q^ i^auft ^^d 
truQe\ ci. ptng I» boQ ij pmjg fi baiQ i tauBcr, ansgenommen«, er- 
seizi dnrch U. f5»/vp, i^pt ^^'^ ^^^ V"pPh. ^^^^^^ »anBer, ans- 
genommen«, konstr. e. ^ i e. Abl.; ci. ^ — ^irmt i — hete »seii, 



256 Fonnenlehre. 

von — an«, ersetzt durch kil. /fr — /[hp i — v*er »Beit, von — ab, 
von — an«. 

Anm. Ùber den Sohwand des alten Narrati yhb [f^+ AbL] 
und Circumlatiyns [^+ Instr.] ygl. »Synt. Eigentttmliehkeiteii«. 

§ 313. Von den genannten kilikiscben Prftpositìonen wer- 
den die mit Pr&fix versehenen dem regierten Nomen meist nach- 
gesetzty sind demnach auf dem Wege Bieh zu Postposìtìonen 
amzngestalten : das Nenarmenische kennt wesentlich nnr Post- 
poflitìonen, zam groBen Teil nensprachliehe Erzeugnisse nr- 
sprttnglieh substantìvìseber Natnr, die dem Mittelarmenisohen 
noch fremd sind^). 

§ 314. An eigentlichen, ans der alien Sprache tlber- 
kommenen PrSlpoBitìonen weist das Eilikiflche noeh folgende 
auf: tluAg van(! »wegen<, ci. vasn i[mu% (Lantl. § 148); ^%g 
ìcanQ »als< beim Eomparatìv, ol. Ran ^m% (Lauti. § 148); ft%^L 
in^ »bi6<, ol. mingev J^%^l »bis< ; ^"u^^ A^^A tVi^r^ ingfi >bÌB<, 
ci. mingev % Jfih^L j» (Lantl. § 143); endlich das in altarmeni- 
scher Lantform tlberlebende tuiLm%g atang >olme« 13 6, 17 22 = 
tf. aranQ^\ poi. arowp*), ag. 9t9ng% z9Yn. 9tung^ uhing^) »ohne«. 

Eonjnnktionen. 

I. Koordinierende Konjiinlctionen. 



§ 315. Eilikische: 

ni. u »and< ; anch ni. #^- u v-, ^ v 
>nnd< Yor Yokalen, Lantl. §§ 76, 156. 
Nenarm.: Uy 9, hu ^und<. 



Classisohe : 
Iti. ev »nnd«. 



1) So zeigt B. B. Tr. die Postpositionen: k^av »bei«; hmmar (anch 
poi.) >ftlr« ; mei >iii« ; bes («v4'«') »wie« ; ad^en »wShr6nd< ; megéTey (i^^ov^^] 
»mit« etc.; Ag. z. B. keii >iiahe, bei« (» ^ul^^uì kuii >Seite)i M »anter< 
(s uitu^ tak >Grand<) etc. Dooh findet sich anch Bohon v erein zelt im 

Sp&tkilikischen die Postpositlon ^ivi/^/i >fttr« ; z. B. Mr B «T^f^ ^m~ 

guitlp ^mJmp »ftlr Kopfweb<; anch Bb qlr hat einmal a»ja mJt^m 

utìi£uip^nLpinuii ^miTutp t ^mS- >dieB alIoB Ist fHr einen NotfaU gè- 
scbrìebeiK. 

2) Tom. Dial. v. Tifi. p. 213. 

3) Han. p. 27. 

4) S. Sarg. p. 127. 



n 



I. Abschnitt: Deklination. Anhan^f. 



267 



Eilikisohe: 
aL — ni. u — u »Bowohl — alfl auch*. 

%m [^of/] na »da; 8o« namentlich ala 
EinleìtnDgspartikel von Folgesatzen. 
Vgl. Gloss. nnd >Synt. Eigentllmlich- 
keiten«. Nenarm. na^ nan etc. 

mJT am »nan, also, folglich* (=np. 
^ hem »anchy zngleichc). 

4uiufm habaj mu^ut aba »also<. 

utji^ ail «sondern, abcr«; »auch«. 
Kenann. al, el »sonderii»; »anchc. 



^tuiT gam »oder« 9 17. 18. 

^uriT — liutirgam--gam »entweder — 
oder< 27 5, 59 38. 

«^ — uL tt^ vog — u vog »weder — 
noch< 23 9. io; ul «^ — ne «^ »weder — 
noch< 75 13, L 156 17. 18. 



GlaBsische : 

Itl — Itl ev—ev »B0- 
wohl — alfl aach«. 

ìtl ev »da, 60« 
iakoltativ in Folge- 
sSttzen. 

itLpirSL apauremn »al8o, 
so niin«. 

utu^au apa »al80«. 

wji^ ail^ pmjg haig 
»sondern, aber«; %nj%'^ 
tM^tu noinpeSj %tulrL naev 
»aiich«. 

^tuiT kam »oder«. 

hmJT — LiuJ* kcitn — 
kam »entweder— oder«. 

a^ — 11^ op — og 

»weder — noch«. 



n. Subordinierende Konjuxiktionen. 



§ 316. EilikiBche: 
up vor: 

a) aassagend: »dass<; 

b) konsekutiy: >so dasB«, 

e) final: ^damit, anfdass«. Vgl. r or 
>dasB< imTr., Neh., vur »dassc imTf.(Tom. 
219); ygl. »Synt. Eigentllmlichkeiten«. 

ib-^ {^p) yep >wann, ala, nach- 
dem«. Ygl. poi. yep «lorsqne, qnand<, 
neh. yep >wann<, ag. ib, ibor (idj. 

^fì 1^*" ^-^' 
a) einen Eìnzelbegrìff regierend 
= »wie«, 

Earsty Kilikiscli-mittelans. YolkBsprache. 



Glassisehe: 

pt iiy Irpt ei§ tdass*, 
p^8 zi »so dass«. 
pès zi »damit, anf dass«. 

japétuaTyorzam »als, 
wann, naehdem<, ^'u^ 
mirig »als, wann, naeh- 
deni«. 

ppp ibr^ tFP^'- ^^^ 
= wie«, 

17 



258 



Fonnsoldm. 



Kilikisehe: 

b) einen Satz regierend = »8obald, 
sobald al8«. 

fìlt^nLp in^r »bÌB dass, so lange 
al0«. Alfl Konjanktion in dieser Ver- 
wendang erBcheint aucb das eigent- 
lieh prUpositionale f,ii^^ inhL Ygl. 
poi. incvan »ja8qu*à<, ebenso im Tr. 
nnd Neh. 

ImModernarmenischen ist, soweit ìcb 
daBselbe tlberblicken kann, keine Spnr 
mehr vorbanden yon der altarm. Kon- 
ditionalpartikel kpt eie, 80 kennt Poi., 
Tr., Ncb., Tf. nur die Partikel le als Re- 
di ngangskonjunktion. In nnsem kili- 
kischen Qnellen ist nun zwar altarm. 
hfH ^h »wenn< noch vorbanden: seìn 
Gebiet ist jedoeb dabin besebrUnkt, 
dass es nnr am Anfange des Satzes za 
steben kommt. Geht dagegen der Kon- 
ditionalpartikel noch eine andere Par- 
tikel Yoranfy so stebt immer pt h 
»wenn<. Beispiele: tpt ^t^^jt 31 is; 
bpi ^biiuij 37 4; Irpt iunìittL 37 13; 
kpt im 41 17; irpt Aa%p 49 8 etc. 
Dagegen stebt regelm&Bìg die ktlr- 
zere Form in Verbindangen wìe: 
%iu pt >nnd wenn, wenn nnnc 

11 18, 13 17, 15 26, 43 2. 9, 61 7, 

63 14, 77 13, 79 11 etc; ìuu^ìu pt »wenn 
abert 11 21, 19 23, 23 u, 81 11 etc.; 
np pt »wenn, nnn, falls< 17 7, 23 15, 
67 30; tuiT pt »wenn nnnc 59 6; Itl pt 
»nnd wenn< 47 10. 33, 49 11. 29 etc; 
piujg pt »wenn aber< 49 21 etc Nie 
findet sicb im Eilikischen z. B. Itl 
hpt ev eie, wie im Glassiscben ganz 
gewObnlicb. Dagegen ist z. B. eobt- 
kilikiscb: pt ifi Rb ^, pp ^ 13 22, 



Classìscbe: 

orotheiev > sobald alsc. 

i^Ì2/^c mincev >bÌ8 
dass, 80 lange al8«. 



pt k, 
»wenn«. 



Irpt eie 



I. Abschnitt: Dekiination. Anhang. 



259 



KilikiBche : 



Rb £^t »wenn nicht, Bonst€ i). Es 
macbt sich mithin schon im Mittel- 
armenischen ein Btarkes ZurUckweichen 
der altarmenisch hS,afigeren voUen Fonn 
^pt ^ii bemerkbar. 

Erwahnt sei auch noch das meist 
in Yerbindniig mit pk h auftretende 
^uiiti^ ^«c^/, — pt >auBer wenn, aus- 
genommen wenii<. 



Clasflische: 



ptujy trpt Ì^*V ^^i 

»auBer wenn«. 



Interjektionen. 

§ 317. ^tuj »ja!, ja doch!« 57 18; w^m^ m^wj »hier!, hier 
ist, bier sind«: f»<ii/y '[k'^j^t" >hier sind moine Zengen* 81 2i; 
uf^ur ap uiji^ t[uijp i^f fui. q.iuj »da kommt es wieder auf die 
Einheit zurtlek< 83 li. 



1) pp ip ist ans SUterem pt ^ dnroh AsBimilation hervorgegangen ; 
die Lantform ^ in pt ^^ pj» J» ist Ihreroeita auB &lterem ^f entstan- 
den mittels Anlehnnng an ^^ (»i8t nicht«] sowie namentlich an das ^ 
der 3. Pero. sg. dea negativen Prasens. 



17* 



IL Abschnitt: Konjugation. 

Yorbemerkungen. 

§ 318. Hinsichtiich Nnmerns and Person hat das Kili- 
kìsche den alien Stand bewahrt. 

Genns: Das transitive Verb hat, wie im Classischen ein 
Aktiv nnd ein Passiv, letzteres in neuer, dem Classischen 
fremder Form. AnBerdem ist im Mittelarmenischen, im Unter- 
schied Yon der alten Sprache ein Genns nentrum oder medium 
Yom Aktiv and Passiv anterschieden: 

Aktiv. Neatram (Mediam). Passiv. 

^uif</)k^ir»teile« ^tffcAìiii/kfr»teilemich« ^uif</ì»ff</^fr>werdegeteilt< 
^i^^fr»koche« irift^iT »koche^ kt^mjiir >weràe gekocht* 

iii//v^fr> brenne « uf/zv/^iT» brenne « «tf/zin^/^iT »werde gebrannt<. 



Dieaelbe GenoBabstofiing zeigt das Nenannenische. So im Tr. nach , 


Aid. II 89 : 




1 


Aktiv. 


Nentrum. 


Passiv. 


^uipinT 


Ifutp^J* 


^mpaL/taT 


lUipirsT 


utjpjtiT 


utjpaifir 


UHjUUUMh-iT 


utijnum^ir 


uiuuatnuL^u 


JutpIrJ* 


Jtup^iT 


JtupaifJl 



In der classischen Sprache fallen Neatram and Passiv zu- 
sammen, indem der neutrale t-Stamm zugleich passive Fanktion 
hat. Eine Scheidnng beider Genera ward erst im Mittelarme- 
nischen erm5glicht, indem nach Entstehung eines besonderen 
Passivstamms der alte t-Stamm den passiven Gharakter verlor 
nnd lediglich noch die neutrale Fanktion bewahrte, so dass 
nun beide Genera anch formell von einander dnreh je eine 
besondere Ausdrucksform geschieden waren. 



II. Àbschnitt: Konjugation. Kap. I. Der PriÌBen88tamni etc. 261 



Kap. I. Der Prftsensstamm und die Konjugationen. 

§ 319. Die in der alten Sprache herrschende EoDJngationB- 
diflferenz, bestehend in den vier Eonjngationsaiten mit den 
PrUflensYokalen e^ i\ a^ Uy ist im Nenarmenischen groBenteìIs 
ausgeglichen: so haben z. B. die beiden modernen Schrift- 
sprachen, sowie der Dialekt Yon Achalzich (Tom. p. 63) nnr 
eine e-Eonjngation, cine t-Konjngatìon und eine a-Eonjngation. 
Dagegen fehlt die alte e-Eonjngation nnd ist in der ^Eonjn- 
gation anfgegangen im Dialekt von Enty und im verwandten 
Dialekt yon Nachijevan. Yon den Osdichen Dialekten kennt 
der Yon Tiflis nur zwei Eonjugationen, eine mit Inf. -t7 und 
eine mit Inf. -al, yon denen erstere die erste, dritte und vierte 
Konjugation des Altarmenischen umfasst, letztere der zweiten 
alten Konjugation entspricht ^). Ebenso haben nur eine t- und 
eine a-Eonjugation die Ostlichen Dialekte von Ca^na und yon 
Agulis, in welch letzterem der Stammcharakter a zu o lautlich 
differenziert ist; zudem ist dieso Eonjugation nur bei einigen 
Einsilblern yorhanden, die alten a-St9,mme sind sonst zu t^tftm- 
men geworden. Vgl. S. Sarg. p. 108 flf. 

Das Mittelarmenische dagegen zeigt im kilikisehen 
Dialekte noch die alte Konjugationsabstufung in den yier kili- 
kisch-mittelarmenischen Eonjugationsarten mit den PrlLsens- 
yokalen e^ i, a und u. Innerhalb der einzelnen Eonjugationen 
haben sich jedooh die Yerharltnisse nieht unmerklieh yerschoben 
und umgestaltet, indem einerseits das Gebiet der erweiterten 
odor deriyierten Pr9.sensst&mme sich yergr5Bert hat, andrerseits 
manche einfache St&mme einen yom classischen abweichenden 
Themayokal zeigen. 

1) Vgl. Petermann Àbhdlg. d. Akad. d. Wiss. z. Beri. 1866 p. 75. 

I. Prlsensstamm auf -e, 

1. Einfaohe Stftmme. 

§ 320. a) Bereits elassiseh yorhandene £?-Stftmme sind: 
utjpkiT^) airem > brenne <; utukiT^) asem »sage<; plrphiT^) perem 



Belege: 1) uBjpk^ Il b. imp. B i/l^f. 2) mutlU b. pr. 27 7, 33 12, 

3916,6314,47 26. 3) /lA/rf III a. pr. 9 20, 61is; /lA/itòllIp.pr. Ho. 10. 



262 Formenlehre. 

»bringe«; ^%lnr^) prnem [parnem) >greife, fasse<; ffim^tT^) 
kidem »weÌB6<; ^kaT^) knem [kanem) »kaafe«; ^ph^tT'') Arem 
(harem) »8clireibe>; kaT^) em »bin«; in/tinT^] epem >koche«; 
inkiT^^) Item (btetn) »S6hweige«; lukiT^^) Isem (Usem) »h5re«; 
lumiàiiriT^^) xarnem »mische«; ^ikiT^^) xlem (xalem) »entrei88e, 
ranbe« ; ludkiT^^) xmem (xarnem) »triiike« ; ò^ui^lrar^^)jaxem »Ter- 
kanfe«;é^^^^fr ^^)jejem »Bchlage«; limpqkiT ^''*)garkem »Terheirate«; 
^ttf/i^iT^^) garem >kanii<; ^uf/v^inT^^] garj'em >meine, glaubec; 
lin^iT^^) gofem »nife«; ^lapinT^^) gdrem (gadrem) »gchneide, 
trenne ab<; ^utJplrpkir^^) hamperem >schiebe anf<; 4ut%kir^^] 
hanetn »nehme weg< ; IqhiT^^) ckem (cakem) »eiitlas8e< ; AlfiikiT^] 
megnem >strecke aus, reiche«; iTuluk^iT^^ tnsxem [masxem) »ver- 
schleudere* ; %kqlnr^^) neyem »drange«; Jfukir^^) Unern »baney 
bereite«; nLuikiT^^) udem >esse«; t^tu^kMT^) hahem »bewache, 
bewahrec; mumliIrJ"^^) psagem (pasagem) »verheirate, traue<; 
uquii^iT^^) ayalem (sayalem) >fehle«; iluifuttP^^) vaxetn >fìlrchte«; 
i[tupkkar^^) varcem >yenniete«; tlffiujtnt ^^) vgayem (vagayem) »be- 

4) pnith II fl. imp. Kb ^p• 5) qfimbi^ Inf. 9 5. 6, 19 5, 29 20 

6) ifrt III B. pr. 71 1, 79 1 ; q%IA III p. pr. L 155 io; ^ir£r^ Inf. L 178 14, 
185 15. 7) i^t III B. pr. 35 7, 75 io; -j^ir^ Inf. 21 i. 8) A^iT 

I 8. pr. 25 11^63 13, 65 17; b% III pi. pr. 3 5, 11 25, 17 3. 9) hifil 

II 8. imp. B/». 10) i^lA III p. pr. 57 14, 59 18. 11) t^k HI b. 
pr. 27 6, 59 6; luhUi III p. pr. 13 20, 15 io. 2o, 57 13. 12} ^uttàk 

II 8. pr. B^^, «/t-. 13) l^nL pt^ III B. ind. pr. 39 10; l"i^tp»i Instr. 
inf. 71 20; fuitp III 8. impf Smp. Chron. Dnl.624. 14) /vJt III 8. pr. 
33 18; ^iJtp III 8. impf. 33 19. 15) ^ui^k III 8. pr. 45 19. 21, 69 16, 
85 6; é^utluiA III p. pr. 49 23, L 154 20, L 155 1. 3; è^uilubi^ Inf 47 23. 
16) è^^H III 8. pr.MrB; ^ir^kif III g. Aor. Smp. Chron. 642. 17) ^a^pi^ 

III 8. pr. 19 27, 21 8, 39 1; liutpqkg^ Inf. 21 21. 18) Igutpt III 8. pr. 

9 7, 17 4, 17 23, 21 13. 16, 23 8; limplrh HI p. pr. 19 15, 23 17. 20, 49 23. 

19) liuL limpHp III B. impf Smp. Chron. Dal. p. 647. 20) fn^f III b. pr. 25 10. 
21) \mpt III 8. pr. 51 18; litnph% HI p. pr. 39 26. _22) ^mJphpk 

III 8. pr. 15 26, 33 16; ^nt. ^wJpkphlb III p. ind. pr. Bb/vf. 23) ^«l 
4uAib^ IH p. ind. pr. L 155 24; <a«1bi^^ L 155 23. 24) ^^f HI 8. pr. 

17 5, 33 9. 25) Alfisl IH 8. pr. Jl 18^ 26) i/L/vA^ Inf. 17 J2. 

27) If^^i^^Inf 25 2 1 . 28) ^/'^^^ Inf. B ^#7 , jup. 29) atjab^ll p.pr. Kb &i. 
30) lyaiff HI 8. pr. 17 8, 49 3. 31) ty» iii^(^ IH 8. pr. Rb ^p^ 32) »7»/f 
III 8. pr. 65 27, 67 2. 33) ^fff. tluffuilA IH p. pr. Smp. Chron. Dnl. 648. 
34) iliuipU III 8. pr. 45 16, 71 6. 35) t^uyt IH 8. pr. 47 1 ; s^mfÈii, 



II. Àbschnitt: Konjagation. Kap. I. Der PrSsensBtamm etc. 263 

zeage«; ^mph^J^^^) vjarem {v9jarem)*hezBÌìlQ€\ ^iul/kir^'')Xagem 
>zer8t5re«; ^mlrjr^^) ìchtem (Saitem) »schlage«. — Feraer fol- 
gende von den entspr. claBBiscben St&mmen nnr lantlich diffe- 
renzierte: mjékiT^ mékiT^^) aiem »bin wert, koBte< = ci. w^- 
MfkiT'^ uAi^lnr^^) anvnem [anv9nem) »neDiie« = ol. u/ùaLuilulnr'^ 
utp^traT^^) arjem »weide< = ci. mpiuè^tnr*^ utLftpÈraT^^) avirem »zer- 
8t5re« = GÌ, mtlrpb^iT'^ pmtfitirir^^) paznem »tTeniie, teile« = ol. 
pjuéuAilrJr'^ qpmLlfiilnr^^) kroognem »pfilnde« = ci. ^pmLiu^tuiih^ir'^ 
émélriT^^) zaéem >bewege, ersehttttere* = ci. impJh^iT'^ éaqilkiT^^) 
zoyvem »yer8ammle< = ci. Jaqntlfnr'^ ^upilfraT^'^) xorvem >brate« 
= ci. luapailkiT'^ ^ittAiT*») hamem >befehle, verordne* = ci. 
^piuiTutjkiPi qp^kiT^^) yrgetn (yargem) >8cbicke« nebBt jpq^ 
mpiJlkJ] jqtupl/kir^^) hayargemj ala Sllterer nnd gelehrter Fonn, = 
ci. jai^iupl/kiri JìulbmpIrJr^^) fìiandrem >Yerkleinere« = ci. Jìuh' 
piriT] iTutuAt^P^iT^^) madnehrem »besiegele« = ci. inum'hk^iup^ir', 
i&è^pkir^^) me/rem »ehre, beyorznge« = ci. Aè^mp^iT'^ jmj^ 
plr%lrpi[ibJr^ ^uijplrùlrpifilrjr^^) hairemlpem »yerbaniie< = ci. 

*4aypb^^Pmifitrir; lutgl^kir^^) Salffetìl >trage« = ci. imiiu^kiT*^ 

Itaq/iIraT^^) èayycm >knete< =^ d. i^mqkaT-;^ ituiigiiiraT^'^) ian^nem 
[san^Bnem) »yer8cUeadere, yerschwende« = ci. *iuÉÌnuffiu%kir'^ 



ìli p. pr. n 27, 13 12, 15 15, 19 15, 25 15, 29 2, 35 17. 36) iffaipt 

29 12, 45 21, 57 27, 59 24, 63 25, 71 8. 10, 75 18, 79 12; il^mpti^lnt 77 11, 
81 18. 37) ^ttL ^utlik III 8. pr. 77 26. 38) ^mk III 8. pr. 31 4. 

39) mdt III 8. pr. 11 22. 26; itf/c/f III 8. pr. 11 22. 26; tui^kp III 8. 
imp£ 73 16. 40) uth^t III b. pr. 35 7. 41) wpè^aq^ Verbalnomen 

Bb ^. 42) iULfipt III 8g. pr. Mx. Her. pg. 25. 43) p^^t UI 

8. pr. 37 24, 49 34; punfiièrii III p. pr. 21 io; piuAlrg^ Inf. 53 17. 
44) qputJibt III 8. pr. 53 20, 71 17. 10, 75 23, 77 16; ^pmJfiilrg^ Inf. 7 1 il, 
77 18. 45) «/«»«/f n^ imp. MrBi/?if; «/««/tó III p. pr. Mr B Mi^. 

46) «/n^i/tlIl8.pr.RbaJ«/ir, BA#, ^i|^\ «/«i7#/A/^ Inf. 13 7. 47) lunpi[iru 

II 8jjr^ 136; ^n/f'/4^ IH b. pr. B J%Ì- 48) ^uti^ III B.pr. 11 21, 
Kb «, /^ijp. 49) qplgt in 8. pr. 25 17. 50) jpi'^plit III 8. pr. 
L 156 23; Ji"»i'i^*f III 8. Aor. Smp. Chron. 642 nnd 649. 51) JuAuMpiru 
Il8.pr.B^; i/^i'Mr/v(^Il8.imp. B/k^, Mj.Her.p.71. . 52) JìuinH^ pi/li 
m p. prL 156 17, 53) t&è^pt III 8. pr. Kb fu^. 54) ^uypIAtPi^^i^ 
ini Bb <. 55) ifu/jit III 8. pr. 33 15; iiu^ir% IH p. pr. 31 6, 63 5, 

Rb ^. 56) iu"Lqk II 8. imp. B «/, «/«», «//«. 57) ly^^^L /AV 

III 8. pri&t. 45 18. 



I 

I 



264 Fonnenlehre. 

»Hé^) ^^*'^ *®^ geziemt sich* = ci. '/<«i/^/(^; mi^ufrl^iT^^] 
dugnem »tìtrafe, lasse btlBen* = ci. mivc^jiriri^fr; ^ar^A^iT*») Kakem 
>ziehe, schleìfe* = ol. ^»/f^i^«r; ìw^^^a^iT^^) oyyem >wei8e an« 
= ci ni-^^^iT; ^A^ifi^iT^i) Acmem »z5gere« = ci. jmAtT'^ jap^ 
^^iT^^) hortrem »ermuntere« = ci. japqnpkJ^'^ «c^A^iT»^) uzem 
»w1insche, fordere* = ci. jaL^j* »antersache«. 

58) 'lf«jit m B. pr_19 28, 39 21. 59) i«ifi^^^ Inf. Rb T. 

60) 4iwit III B. pr. Eb V; ^«/^tó m p. pr. Mx. Hor. 139. 61) iM^qt 
ni B. pr. 27 8, 81 19. 23; ««^^A/»/ Gon. Infin. 83 i. 62) jkdt III b. pr. 
15 2, 23 11, A 16, 34, 271, 280; jki&^ Inf. 25 26, A 176. 63) jap^t 

III 8. pr. A 190. 64) auikiT l b. pr. 41 23; aLqku U B. pr. Rb^^ 

Matth. Urrh. 6, Geop. 33, 41, 51, 52, 89, 90, 91, 94, 95, 107, 130, 132, 148, 
173, 187; nuit IH B. pr. 11 19, 13 22. 28. 30, 15 8. 16, 23 27. 28, 27 8, 39ioÌ 
35 4, 59 3, 61 14, 65 24. 26, 67 3, Goop. 77, 61; aujiA JH p. pr. 17 15, 
27 10, 49 23, Mx. Her. 131, Geop. 92; nu^tp IH b. impt Smp. Chron. 622; 
nt^t^ìi m p. impf. 17 16; wi^A^ Inf. 19 le, 23 5, S.-E. Eb § 138. 

§ 321. b) Im Classischen fehlende Starnine : a^akiT^} 
ajrem (ajafem) »zerstoBe«; «in^uipkJ] u„Llji,%u,pkJ'^) afcandrem 

»k0mme ZUVOr*; iiMnauuMiiirJ] qMumpumlblfJ^ q.utiaputaff%kir^) tod»- 

stmem »klage«; p^np^j*^) eyortem »bes8ere, bericbtìgec; 
è^m^iilapifMr^) jaxvorem »ausgebe«; u^uiui^nt/npkiT^) badjfvorem 
(badjarvorem) »ent8chuldige«; umplrjr'i) sarem »rllste«; jt^i^kiT^] 
hisvem »gelte,plttiidere« ; ifAuinkJ^^jpndfem (pandfem) »8uchec.— 
Hierher gebOren aucb die fremdspracblicben, entlehnten Ver- 
ben, die im Mittelarmeniscben mit wenigen Ausnabmen zu 
c-Stammen geworden sind: m^^A^iTi^») a/ffem »fttttere«; ^i^^. 
%kJ*^^) zandanem »kerkere ein«; ^,iuiukJ\ Iuw^bu^J*^^) xabsem 
•befreie, lasse durch«; ^^lu^l^r ^^) Mlayem »klagean€; iTnóikm- 

Belege; 1) tu^ttk II b. imp. B^ijp. 2) ^«t. iunj^mplA m p. 

Ind. pr. 41 7. 8 ; lunfpìi/^ir^ m g. Aor. Eb %. 3) ^m. i^mpump^ 

%lf>r I B. prjl 21 ; ^Muwpuinp'isk^ Inf 15 13, 27 4, 61 11. 4) pqapft 

mB.pr.Eb/^f ; pinpqlr'i, mB.pr.3925^ 5) ^mfuilnpkp III B. impf Smp. 

Chr. 648; ^u,^ilaplr% III p. pr. Eb </t. 6) a^uanUmlapt in fl. pr. 

65 16^ 7) umpki^ Inf 35 16. 8) j^i4t 23 22, 29 25, 39 17, Eb 

ifì Vt' 9) ^%i^lrìi III p. pr. Rb ^; i^irurn^^ Inf. Eb aS^m; 

^iqjLt III B. pr. 13 7. — An fremdBprachlichen VOTbalfonnen finden 

Bich: 10) tiY4i^niB.pr.79l. 11) ^[/rir^A^ inf Eb<. 12) lum^alA 

L 156 24; fuuiiuiri^ Inf L 178 13. 13) <^^«,f m B. pr. 31 16. 18, 



II. Abschnitt: Konjngation. Kap. I. Der PrSaenBBtamm etc. 265 

^ikiT^^) mtmedgem »rufe anB<; mm^plilrJ*^^) dahrgem [dahargem) 
»be8iege«; utu^traT^^) qtrem »bewillige«; p^iuypinT ^'') plailem 
>proze88Ìere« ; tY^nt^iT^s) bfukem »dotiere<; lutufitiinT^^) cabn- 
Jem >reklamiere« ; luiumtrtT^^) castem »z1ichtige« ; u/uj^ìT^ uuì^iT'^^) 
sazem »belehiie, setze in BeBÌtz<; mpt^^inT^'^) dablem »ver- 
doppele«; mf/Ai^ir^ mgifgiiii^ir^^) dafandem >yerteidige<; ^a«/- 
I^mT'^*) failem »fehle«. 



33 15. 17. 22, 59 31; ^ti^j^ipj Gen. Infin. 33 2i; ^ti^jo^i Verbalnomen 
33 16, 35 5. 25. 30 ; 4p£uijuiè^ part. pr'àt 29 9, 31 19, 33 io. 15. 24, 35 25. 17. 

18. 29, 61 2. 8, 63 4. 5. 14) iPaótb^ta^t III B. pr. 79 11; JhàiiruM^irii 

III p. pr. 77 7; Jaótkui^iri^ Inf. 75 14. 15) mm^p^t III B. pr. 67 20 ; 

mm^p^mè^ part piilt. 59 27. 16} tuL^kint/_ Instr. inf. Bb 2?</p; 

'"^V^L lF''t ^ 8- P'*^ 21 17; ilfii[i mu^lri^ 83 17; utu^tuò^ part. prat 
37 6. 17) pi^yPt III B. pr. 51 9; pi^jPtri inf. 19 21; pt^yP^lPJ 

Gen. inf. 19 21. • 18) iunnu^mè^ part. pr&t. S.-R. Bb 139. 19] l'ui^'i'lt 
IH B. pr. 23 24, 51 4; lutiffitlkit m p. pr. 69 14. 17. 22; ì»uij^loqJt Gen. 
defiVerbainomenB 69 4; Ituiff^l^i^ Inf. 19 21, 23 15. 17. is. 24. 55 25, 69 is. 
20) Ituumt III B. pr. 65 3. 21) '"«jqt^ "lu^ HI b. pr. 17 io. 21. 25; 

oaujqlrlb III p. pr. 71 3; uuijqmè^ part prat 23 4, 57 7. 22) mpu^finT 

Rb ^. 23) uifpiii^ III B. pr. 27 7, 31 6, 57 lO; mfp%i^i^ Inf 23 12; 

iapfpItqA^lpil^ InBtr. inf. 53 2 1 ; <»/!^^^'gp^/. part pr&t 23 9. i o. 24) f/^jit 
III B. pr. 61 16, 63 6. 

§ 322. o) Starnine, deren classische Korrelata keine ein- 
fachen e-St&mme Bind: an Stelle der clasBischen u-StUmme 
mp^lpuT »hiiìdere«, ^kunLiT >zermalme«, ^^aciT »8chlachte« 
treten die kilikÌBchen e-StS.mme: mp^ifriT^) arkilem (auB &lte- 
rem mpqhilrJl woriiber za vergi. Aid. I 93), laukiT^) losetn (nebBt 
der Beltenen Variante ^kakiT lesem) and ^luktT ^) zinem, Neben 
dem noch lebendigen paqauT erBcheint schon pnqlrtr^) ioyem 

Belege: 1) '«pqt'it IH b. pr. 25 25, A 107, Rb ^; mpqltilrìi in 

p. pr. 41 9, Rb ^7; ^nL utpqp^fiii III p. impf. L 156 26; "'pqt'ipri Inf 

11 20, A 19, Rb^, ^, S?; bei Mx. Her. die Formen: '^pqtit III 
8. pr. 20, 45, 48, 92; nr/v^^/k lU B. pr. med. 12; mpqfi^irinj Qeik. Infin. 13; 

utp^lirgutL III B. Aor. med. 13. 2) /ivuirir II 8. pr. B f/^; iput II b. imp. 

B 7, ^ ij?^, Mp^ iSlp, aJ^, i^^ t^ iS^ ^; laulrì. ni p. pr. 

^, ^, i/^; ifruh% in p. pr. Geop. 30, Mx. Her. 150. 3) ^^i»/ 

II 8. Imp. B ìTIi. 4) pnqtjtù ni p. impf. Smp. Chron. Dnl. 650. 



266 Formenlehre. 

»]a8se<. Ebenso dUrfen die in nachclass. Zeit fttr àlteres 
jtqttLiT, utJriaLiT auftretenden jlrqlrar heyem »aiidere«, mdr^JT 
avelem nnd utLJtihiT avilem >fege« auch als kilikisch angesetzt 
werden. 

Glassischen z-St&mmen entspreclieii im El. Ttiemata auf -«: 
kl. puiplukiT^) iarzem = ci. puipiu^/nr »eiterec; kl. ^mpi/pkiT^) 
garmrem = ci. ^iupJppiP »r5te mich« ; kl. uuf^m^irtr'^) spidgem = 
ci. uu^^unu^fitT »werde weiB«; anch kl. ^unTpkir hamrem = ci. 
^unfìupliir >erachte«. 

Anm. Als altere Form yon ^uiJpinT begegnet schon in 
vorkilikischer Zeit das von Wb. als vnlgar bezeichnete ^utJìupIrS, 

Alten Derivatstammen mit n entsprechen im Eilikischen 
einfache, ohne n\ kl. JìntiT^) madem >gehe ein< = ci. JlnuAbiT'^ 

kl. laLè^kiT^) luj'em >l08e« = ci. laL^ò^u/uIrar^ kl. fuumlrar ^^ XSiem 

»erhS>rte€ = ci. {uumutitunT. Yielleicht entspricht anch kl. 
^uiAiT^^) hamem >befehle« einem Ulteren *4puiiruiitkir[?]. 

Anm. 1. JìatriT ftlr Jìnmiitrir crschcint bereits in nach- 
classischer Zeit bei 6reg. Nar., Ners. Lampr., Greg. Mag., 
Oskip. n. a. m. ; ebenso ^nc^inT schon bei Ners. Lampr., Elima- 
chos nnd Leb. d. YS,tcr. Die olassische Litteratnr kennt die 
einfache Themaform Jmb^iP nnr im Kompositnm ^tnamJmki^ >yer- 
folgen« bei Laz. P'arp., Job. Katholikos; letzteres nattirlich 
Denominativ von ^kmutJhLm. 

Anm. 2. Schon in classischer Zeit, nnd zwar teilweise 
vom 5. Jahrhnndert ab, finden sich die Dnbletten: nmmuhMbJT 

nnd t^mmirjr* jmtntulilrjr nnd jmmhrJT' uu/liquaùlrJ* nnd umÙqÈrd*' 



5) pusplul III B. pr. Mr B 154. 6) impJpt III b. pr. Mr B 155. 

7) uiif^ta^t III 6. pr. Mr B 145. 8) Jìaku II s. pr. Rb ^^jgp, B 4», 

^; iPui III 8. pr. 17 6. 10, 31 10, 59 25, 61 1. 2, A 280, Bb^, ^^ 4p, 
£Jp^ ££1^^ ^^l^ £^t^ B tfp^ fuir^ ^b'C'i '^H; '^ Jmbp neg. Imp. in Eb; 
i/iiitó III p. pr. 35 19, Rb If, ^T; t/2ff£r^ Inf. 29 4, 17 7, Rb 5^, ?^ 
Anch bei Mx. Her. i/^f p. 17, 19, 25, 26, 47, 136; nnr S.55 steht die er- 
weiterte Form i/ìiAf . 0) ^wc^f II b. imp. Mr B; [nLÒ^Irg III s. Aor. 

Smp. Chron. Dnl. 646. 10) fuumbg III b. Aor. Smp. Chron. Dal. 611. 

11) ^iuJt III B. pr. 39 11, 43 7. io; ^unOrig I p. pr. L 185 17, L 178 7; 
4u"^f, II p. pr. 41 9, 59 14; ^mt&i^ Inf. 51 21. 



II. Àbschnitt: Konjngation. Kap. I. Der PrSfienBStamm eie. 267 

lufftuhkiT nnd fu^triT'^ fuifiuiluinr nnd fui^iriT'^ mutpuiè^u/itirir and 
muiputSktr'^ pk^utiitiT nnd plrl^ÈraT^ Ygl. auch Aid. I 92. Hiervon 
dttrfen nnr die erweiterten Formen als echtclassisch gelten: 
die kUrzeren Themata, von Wb. meist als vnlgar bezeiehnet, 
sind h(5eh8twahr8cheinlich aneh ins Kìlikisch-Mittelarmenischc 
Ubergegangen. 

2. Erweiterte St&mme. 

§ 323. Die alien erweiterten Stàuime anf -^ -n hat das 
Kilikisohe bewahrt: so kl. ^luu^iT ^) jangem = kl. ^u/ùm^tT — 
Die elassischen erweiterten e-Stamme mit n finden sich nnr 
znm teil im Eilikischen wieder: kl. ui/iihiT^) ainem amache « = 
ci. utn%lnr (Stamm f»/»- ar-)\ ifrlriT^) tnetn [tdnem] >lege« = ci. 



Belege: 1) ^mlb^^ir I g. pr. 67 9 ; ;^iii^^^i«Il8.pr.MrBbeiH.157; £m%^l, 
III B. pr. 41 19, 65 2, Bb ^^t»; ^uib^% ITI p. pr. 63 i?; tiuiu^^ Inf. 25 ti, 
81 15. 2) uiJhb^iT l B. pr. 21 26; uifriru II b. pr. 15 19, 43 7. 9; utjhl 

III B. pr. 9 15, 13 10. 19. 21. 29. 31, 15 9. 20. 27, 17 19. 25, 23 24, 29 15. 16, 
31 8. 21, 33 25, 35 3. 14, 37 5. 8, 43 9, 45 16, 49 4. 13, 51 21, 55 14, 57 22, 

59 s, 63 2. 21. 24, 77 24, 81 3, L 156 21, 157 3, B iS, Rb «/, ^, ^^, ^^^, 

IPì ^e'y "?/^^^ I P- PJ". 68 18; utjithlb III p. pr. 33 4, 41 12, 45 2, 4921. 22, 

51 11, 53 10, 81 2, Rb ^P, ly^ H^ ^, ^q; "{fi'ip III B. impf. 35 12; 

«{fr^i^ Ini 19 20, 21 1. 13, 23 n, 47 24, 49 u. 17. 23, 26, 51 20, 53 2, 3 12, 

57 21, Rb^^, ^it,/i?, ^. 

Anm. Die lUtere, frUhmittelarm. Form von uiJhttT mit nooh er- 
haltenem r liegt Tor im 12. Jhd. bei Mx. Her. Belegt sind daselbst: 
mjp%ku aimes II Bg. pr. 84, 99, 107; mjpiit aim§ III Bg. pr. 88, 94, 101, 
102, 106, 108, 111, 112, 113, 115, 116, 120, 128, 136, 140; uijp%lr% airnen 
III pLpr. 12, 101; '«jp'i'^i aimel Inf. 13, 66, 86, 87, 100, 101, 125. Auch 
uip%lru ames II Bg. pr. 95; lup'iit ame III Bg. pr. 108; cf. uiplblrinj Gen. 
Inf. in Geop. 106. Bei demBelben Schrifìsteller erBcheint jedoch auch 
Bchon die eigentlich kìlikiBche, j tingere Form ohne v in folgenden FUllen: 
m/ùku aines II Bg. pr. 95; ut/ut aine III Bg. pr. 25, 30, 37, 75, 84, 96, 
115, 117, 131; tufùlrg^ ainel Inf. 25, 89, 101. Dagegen findet Bich die Bp&t- 

kiliklBche Form iuhirtT anem z. B. in Geop., bei Amirdovlat nnd tiber- 
hanpt in BpStmittelarmeniBcher Zeit: Z. B. uthèru II Bg. pr. Geop. 21, 192; 

im Diplom deB KOnigB Leo V. vom J. 1331: luirf III Bg. pr. L 18S io. 18, 
tuiinti^ mùuiui anoy L 188 33, 189 3, «tf/viSr^ act. part. prat. L 189 5, 188 26, 

mpmè^ pasB. part. prUt. L 188 22. 33. 34. 36. Vgl. hierttber die Lantlehre. 

3) ifrt III B. pr. 13 12, 26, 15 17, 73 4. 5, 75 3; »ibbÌÉ HI p. pr. 39 26 

Rb^. 



268 Formenlehre. 

nlblriT'^ tr/hkiT^) elnem >gehe herans< = ci. kituhkiT; qmp^iikir^) 
zargnem >solilage« = ci. ^pl/miiinr'^ ^mpifr^iT^) hargnem »frage« 
= ci. ^mpgtublrir':^ utqtuiAktT'^) spannem »t5te< = ci. uu^tMàtmitirtr'^ 
gaLgùInT^) ^ti^em >zeige« = ci. guL^rnukiT*^ o^ùInT^) ojnem 
»salbe, Bolimierec = ol. utLè^u/ùkiT, Anch miraìikir^^ {= cL 
takuutiikiT) in Mr Ay diese Form ist jedoch nicht echtkilikìsch : 
in den kilikischen Schriften erscheint sonst yielmehr stets der 
2^-Stamm u/kuhaLiT desnum, wie denn noch cine Reihe anderer 
claBsischer erweiterter ^-StS^mme im Kilikiscben zn erweiterten 
u-Std.mmen geworden ist. Cf. antan »Prltòen88tamm anf U€, 

Umgekehrt findet sich yereinzelt, als Vorl&nfer dea ent- 
sprechenden nenarmenischen e-StammcB (ygl. Han. 28 und Aid. 
§§216, 217), im Kilikischen das Imperfekt »itUy^1bi<} ftir ci. 
utiAntfA : dem alten nt^-Thema entspricht in diesem Falle kili- 
kisch-mittelarmenisches n^-Thema. 



4) k/ht III B. pr. 13 6, 25 27, 51 is, 53 20, 55 io, 59 6, 71 7, 75 4, 
L 157 17. 18, Rb^p, fuk^ B^, ^^p^ ^, i%it; A/^irtó Illp.pr. BbM; 
^iiL ir/itlrìig Ip.pr.ind.Smp.Chron.Dnl.648; A^tó III p. pr. 53 26, 57 14; 
h^lht^% III p. impf. Smp. Chron. 649; ir/ìrA^ inf. Bb ^^^p; anch bereits 
bei Mz. Her.: t/ht III Bg. pr. 76; k/ii^i^ Inf. 6, 14; ^^A/»/ Gen. Inf. 16. 

5) nuipl/ùlru II g. pr. Mx. Her. 70; quiplfitt III b. pr. Mr A nnd B. 

6) ^uipgitktT 1 B. pr. 9 21; ^aupgiil/u III p. pr. Bb 4p\ ^mp^k^^ Inf. 

Bb A- 7) uuiutìi%t IH B. pr. Bb ««, pp^ 4p\ uu^uti/iilA III p. pr. 

Bb ^é-ui'^ utiituVùlr^ Inf. Bb 4p. 8) ^nc gaLg^lriT j 8. pr. ind.27 1 1 ; 

i^nuj/iit^ gitLg^t 9 16. 17, 13 8, 6325, 65 4. 5, 67 6, 77 2, 83 21. 9) 9^%lra 

II B.pr. MrB bei L 150; o^uk III B.pr.MrB beiL153,154. 10) mtrAlra 
II B. pr. Mr A bei L 145, 146. 11) fnc utiàikt"^ III p. impf. L 156 2. d. 

8. Kausativstftmme. 

§ 324. Der altarmenische Kansativstamm, bestebend ans 
dem Aoriststamm 4- ni.gu/ùlrJ\ hat sich im Mittelarmenischen er- 
halten, jedoch in verànderter Lantform, indem, nach Lauti. S.42 
das olassische uL^uiiiifir uganem zn kilikisch glukiT {j^pùlrar) 
c9nem geworden ist dnrch Ansfall von «re u nnd Schw&chnng 
Yon tu a zu p 9. 

§325. Beispiele: uth^ypiikiP ^) anggaìiem^ anganem = d. 

uibg-aLgutlblnr ZU uAifutiifiiT Aor. auitytuj'^ ftfjjfiilr§r^) Ìcg9ncfn 

Belege: 1) uAig^p'iit III b. pr. 79 12; mb^k HI b. pr. B /P, ^. 
2) bÌB^k IIlB.pr.L185 22; /-^^^^ inf.L1866; f^^i. II B.imp. Aor. L1793. 



II. Abschnitt: Konjngation. Kap. I. Der Pr'àseiiBBtamm etc. 269 
= el. jtf^aLguiùlrir zn [iiuiblrJ] Aor. ^j-^; ^mugùlnr^) hosQmem 

= ci. 4aiu^nLgu/blrir ZU ^muuAirJ^ AOT. ^utu-ft' ^wia^^kiP^) hod- 
g9nem = el. ^tum^aLgu/uIrtr zn ^lumuàtkJ] Aor. 4uiu*'^ ; tUrn^'ùlnr ^) 

mefg9nem = ci. tlkn-aLguiiiinr zn tOrautitfuTj Aor. lA-a-uf/; ^ir/r- 
^"bib^ir ^) herg9nem = ci. jutp-aufutittriT zn juttótIrJ] Aor. jutpir-utj ; 

aa.ugÙlrtr'^) US^Snetìl = Cl. nLU^at^utiitiT Zn nLUtubftJ] Aor. ìilu-'Umj' 
uittfiiirir^) 89nQ9nem = cl. uii-aLgutitinP zn uUiub[id] Aor. uii-iuj'^ 

ifttu^gùkjr^) paxgsnem = cl. i/tutluaLffutitirtT zn apiufu^tTy Aor. 

t/tuiluk'Utj '^ tJButliglblrir^^) pagQ9nem = cl. i/nu^-'nLguàikir zn i^iif^- 
n<.i/^ ipmlfbnLir^ Aor. aptu^-fi rCSp. iftui^k^tuj '^ iftigblnr^^) pBl^dnem 

=3 ci. ifti^aLffÈuiitrMT zn iPiutii^J] koY. ^luy ; i^pP^iskiT ^^) p9rìg9nem 

= cl. i/ipP^acgutitlrir zn tfipPuA/nTj AOT. 'f'pP'"'tj '^ ^apuittraT^^) 

gors9nem = cl. ^np-nLuiuiikiT ans *l/np~ni^utiitrtr zn liap%JtJ] Aor. 
^if^Kfir/; j^ur/v^iri^fr ^^) tarconetìi nach Lantl. § 150 = cl. ^jw/va- 
ai^utith-iT zn qjun%iuJ] AoT, ifMipX-utj» Zn JmtrJ] Aor. dm^iuj wird 
regelmafiig gebildet das KauBativ Jìngulnr ^^) madganem ans 
^tPuH-aLffmhlrJ] gcgentlber dem aa. JhL^uilblnr zn JìnuAkiP, 



3) ^uiitt/htru II B. pr. B iJi-^; iwug'uk III B. pr. Eb «#, B aJ^p, if^/i, 

£^. 4) ^utmgiit I II B . pr. Mt A. 5) tBfiLg%lri^ Inf. RbT, 5^. 

6) J^VS^^" n B. pr. B «/2/^; jlrp^'f't III b. pr. A 194. 7) ni.ug%ki^ 

Inf. Rb ^/^; nui^'unti Verbalnomen Rb <^/ir. 8) uugbt III b. pr. 

Bb^. 9) iliiulugbh% III p. pr. B ^. 10) i^ui^^lbb^ III p. pr. 

B A^^ 11) ^/5rìtoA^" II b. pr. B %. 12) ifipPnLgiuè^ Rb ^ 

13) ^apuitt III B. pr. 13 32, 11 4, 15 3. 27, 23 24, 63 10, 65 7, 73 19. 

14) i^p^p%t III B..pr. 59 26, 71 21; jg^or/v^it III B. pr. 63 25, Rb </t, 
iJ^^ iJ^^ iJ/[i^; i^uipi1bir% III p. pr. 47 22, 57 26, Rb ^ì[^; qjuplpiiir£^ Inf. 
79 3. 4, 81 16; qjupXìtki^ Inf Rb i^p, a^^ir, £|}, Smp. Ghron. 620. 

15) JpiuffpIbMb III p. pr. L 187; f/wn/ II a. imp. B ^«/p. 

Vom Aoriststamm anf -g gebildete KansativstUmnie. 

§ 326. a) Eansativa von eìnfachen e- nnd t-St9rmmen. 
Vgl. Lantl. § 149. — ui^hgulnr^) ajeganem = cl. ui^lrgnt.gu»%lrJ*' 

t^q^^ffìiiriT^) tatrCQdnem = cl. t^uiii.iupkjnLffiuìiirir*^ Jumuih^ir^- 

%irir^) jatangegdnem = cl. JiunuàsigirgnLguiiib^ir'^ intrgùlnr^) hre- 



Belege: 1) ut^irg'ut III a. pr. B ^^i^ 2) t^ii.pirff%t III 8. pr. 

A 136. 3) éuinu/ulilrglilri^ Inf Rb ^^tr. 4) inhgblrìi IH p. pr. 

Rb/^* 



270 Formenlehre. 

Q9nem = ci. iidryaL^whinT'^ luuiiiqirglbinr ^) zayyeQ9nem = ci. 

ifnLffiuÌtir§r'^ l/iupirffUlrar'^) gaieQ9nem = cl. IgutpkgnLgutÙtrar'^ ^iw- 

£kffuinr^) hajeganem = ci. ^iu^kyaLffiahiriT'^ ^tuimlrgùlnr ^) haite- 
^anem = d. ^mi^mtrynLffaihtnT'^ iutt%lrgblrir^^) havne^9n€m = cl. 
^utLiuitkffnLffutblrtT'^ jbtBrgbIrir ^ jfii&yitlrtr^^) hemeganem^ himega- 
nem = cl. jiuJlrgnLgtu%lrir'^ jnpi^niitrgulnr^'^) hortoTeganem s= cl. 

ja^qj/ph-ffaL^uMittriP' ufut^uirKfiuifJ*^^) hagsegBnem '= nX, a^iu^mub-^ac'- 
au/btraT' U£auinpwumlrgiilrir ^^) bodrasteganem = cl. a^utmpiuumir- 
giiLifu/ukiT'^ ilqbiil/kffiiirar ^^) V9ZenffeQ9nem = cl. i[iib%likgaL^iublrir'^ 
uai[plrglilrir^^) S0Vr€Q9nem = cl. unilaphgnLgiulilnr'^ guiJ^JrgkkaT^'^) 

gamìceganem = ci. guiJwglrgnLguiulrir'^ o^mlrgiilnr ^^) ogdegBnem = 

ci. utLamtranLgtu^lrd* U. B. W. 



5) fuuitiqkgbt III 8. pr. B ^, è-ut^ ^Ir^ £t^p. 6) lumi[iùkgbtr% 

III p. pr. Rb qif ; f^unfAirt/ìiki Inf. Rb ip. 7) ^mpkgiiiru II b. pr. 

B ^ ^, 5^, ^. 8) 4ui£lri/ut III B. pr. Rb ^^ ^; <«»- 

l^i^^iii^li Rb ^. 9) iutiintrg%kg^ Inf Rb ^, Ì^. 10) <ar<.lE»^y1b^ 

III B. pr. Rb ip. 11) jl^t^rgH HI s. pr. A 198; 4 jbJkg%yp II 

s. neg. imp. A 154; jlaJIrgbt III b. pr. 81 24, Rb 3!>««, /5f. 12) jap- 

ti.apifffiit III 8. pr. B iTi^^. 13) ufiu^utryitt III B. pr. Rb /^, %; 

i^ui^uira%irt Rb </, </<«. ^f-, l?c/^. 14) a^uttaputu latria II b. imp* 

B iTluui, 15) iliir^l/trifiiiri^ Inf. S.-R. Rb § 122. 16) um/pkgnj 

II 8. imp. B «T^^. 17) ffutJgtr^ii USCII adj. verb. B iJ^j S'^'V^SV 

II 8. imp. B iJ«/^, iJ«/p. 18) ^oqtnlrgnLglib IH p. neg. Aor. Rb ^i^, 

§ 327. b) Kausatiya von einfachen a-StS,mmen. Ygl. 
Lauti. § 149. — uiJpgutrtT^) amarganem = cl. utJpuignLgui%kar\ 

utb^nqMfbbiT'^) anhokganem = uA^n^ai^nL^usiiirtP'^ tuiiUL^ifiib^tr^) 

anuéganem = cl. iu%nL2utgai.gui%lnr'^ ^fi^gùlnr^) kyganem = cl. 

qf$fuMgnLg$u%lrir'^ il.utftupghlrir ^) tularganem = cl. i^W£UtputffaLffui1bb-ir' 

yql^gblrir^) eygganem = ci. ini^iu^nL^iuiikiT'^ Irngulrtr'^) erganem 



Belege: 1) uitTpifbt III b. pr. B /4^, ^4*^, ti^, i/J/ir; mJpffiiir^ Inf. 

Rb 1?^. 2) m%^nqi(ul III s. pr. Rb ^. 3) ui%nLig%l, III 

> ■ » « « 

B. pr. Rb ly^ ; u/tinLufrlri^ Inf Rb a5/ir. 4) q[i&gbl^ III b. pr. B aJ/^u». 

5) a^imp^k III B. pr. A 234. 6) l^ilignj II 8. Imp. B ^^A^f. 

7) Irngblrb HI p. pr. B ù/»^. 



II. AbBchnitt: Konjagation. Eap. I. Der RrSsensatamm etc. 271 
= ci. l^aLtutfaLffttAkiP'^ puiiilpglblnr^) lanjrganem = d. pwlblptu^ 

^kiT^^) iravQdnem = ci. Itpuii.tugnLgtubtrar';^ ^lULt/iiiriT^^) lavQdnem 
= cl. luttMit^aLgu/bbraT'^ ^ut^qff%inr ^^) gagsyg^nem = ci. ^m^^iv- 

ffaijftu%irir'^ ^aipaq^ìiiriT ^^) garoyg9nem = ci. Iiutpnqutgnt^ut%lrir'^ 
ljaLpg%lr»r^^) gurg9nem = cl. ^ntpui^nLifUilbirar'^ ^mf^^triT^^) hoVQB- 
nem = (à.4niluignLgui%lrtr'^ juiLlri^%lrJ\ jlrJrgJblrJ^^^)haf>elQmem^ 

hevelganem = c\. iun.utLyfUignLgutblnr'^ %uiLupgùlnr ^'^) nqsrQ9nem = 

cl. utbutLuputgaLgui%lnr'^ iiÉfqjbinT ^^) fieyQBnem = Cl. %tr^iui^aLffut- 
^irtT' ^aq^itriT ^'"^j S0yQ9nem = ci. ^n^uf^iii^afl^ircr; nq^^giitraT ^^) 

oycganem = ci. nq^uiguLgu/iilrir'^ ^npgbbrir^^) cor^Btiem = ci. 

saptugninuiùlnr* tuiuinb-^giih-ir^^) badeh^BnetH = Cl. ufUtutir^iugnL" 
gutitinT- uircglukar^^) Sevganem = ci. uiruutjfaufiuitinr'^ ilkpgìiktP^^) 
VerQBnem = ci. iltrputgnt.gaublrtr. 



8) puAXpgaj II B. imp. B fut^ *M/, ^f. 9) paLUjut III B. pr. 

Bb i^; PttLgJulri^ inf. Rb <^ 10) ftputLffpùt III 8. pr. 59 8. 

11) ^mt^j^iif III B. pr. Rb «/p. 12) liuiliq^uk III B. pr. B A*, ^f^, ^p, 

<f , ^5i^ iSf^. 13) ìimpnq^k III B. pr. B ^. 14) liaLpg%k III B. pr. 

B &i, 15) <«#/;yiff IH B. pr. B ^it, i^; ^"'Ij^^L ì^^- ^ ^V, '(ÈP* 

1 6) jmdri^hi^ inf. Rb /^, ^ff ; jlrtlrgjblru A 1 98, B i^^^- 1 ?) 'UutLupgÙt 

III B.pr. B i^. 18) ì^A-^lii^'ii III p. pr. Rb ^i^p ; 'bhqjfbtrg^ inf. Rb ^<. 
19) inqg%l/u III p. pr. B i7^. 20) nq2ig%k IH B. pr. B ^«/A^, ^i/«^, 

ìTIiiu. 21) ^pgUlru II 8. pr. B ^^. 22) u^utmbr^gbiru II 8. pr. 

B ^. 23) uircgiit III 8. pr. B i%q, 2 1) #/»^H HI 8. pr. 

B ip, %^; ilhpg%IA III p. pr. Rb ^; ^l^va^^L ^^^ ^^^• 

Daneben anch noch die Ulteren yoUeren Formen mit a: 
mq^tummgùlrtr^) »maclie arm«, uiaLaqiiuifrtnr'^) «machc genesen«, 

^qu/glbÉrtP^) »BChtlttele«, qli£u»g%lrir^) «bcfcUCllte*, niujpuigUlnr^) 

>erbittere«, nuiLpuigulr»r^) »Btarke«, pnLiu>g%lrtr'^) >ge8tatte«, 
l^lui^gith^tr ^) »erfreae«, ^k^ii-uthuii/iikir ^) »belebe, lasse leben*. 



Belege: 1) utq_gtumutff1bir§r I b. pr. Rb £^t. 2) mnnq^f^lfi't 

III 8. pr. B ^. 3) i^qaiifiiiA III p. pr. A 204. 4) qf^luii/ùh 

III 8. pr. A 49; qlifuigulriÉ IH p. pr. A 204; i^^mgUiutJi adj. verb. B ^p, 
5} quyputght III 8. pr. A 122. 6) tfoiiputfflbt III 8. pr. B ^ip. 

7) ^liLfwguk IH 8. neg. pr. Rb ^^ui. 8) fu1uq.uigiit HI 8. pr. B ^m, 

9) ^lrbi^ÌÉiug%lr^ inf. Rb ^^. 



272 Formenlehre. 

>heile« n. s. w. 

10) ^ffi/iw^lbir^ inf. Rb £/>k. 11) iarp^utff1btli% III p. imp£ Smp. 

Chron. 619. 12) niilutg%tp III b. impf. Rb/^. 

Samtliche Intransitiva anf -ìiam (ci. -anam) bilden so den 
Kaasativstamm, auch wo im Glassischen ein solcher nìcht vor- 
handen ist. Z. B. mqlr^j'hinr^) »heile« za uttiir^iiatiT >bin ge- 
sundc, nLérnlJiibir'^) »8tarke« zxi aLén^uijr »bìn stark< ; ^iS^ì^£r<r'} 
»ftlllec zn iSLutiT »bin yo1I«. Aach da, wo zn dem Nomen ein 
Derivatstamm anf -ìia in Wirklichkeit nicht existiert, wird 
ein solcher voransgesetzt nnd davon das Kansativ gebildet: 
l^^jnuijbhtP^) »sattige« zn ^ff^^tutìnmT >bin satt< y. ^»<-^Mr; muipu- 
iàtugulrar^) «machc zum Uerrscher< zn * uiutpnVuuÈiT >herrsche< 
y. mutpnu^ guit.g%lrar^) »mache krank« zn ^guiótutiT ^hmVxmk^ 
y. ^mil; ^tu^uiiii^'htrir^ ^ut^plbi^ffbirtr'^) »stille, bemhige« zn *<»- 
^phtfiiiuir »bin ruhìgc y. <tff^iifir#^; iHumq^giiIrtr^) »yerjttnge« za 
*Jìum2^iuir »bin jung« y. i/Zifin^tff^; nLitifapgiiIrJ"'^) »8tarke« zn 
* nt.éilnp%mtr >bin stark« v. niJ»lnp'^ uuipligblrir^^) »reinige< zn 
^itinpIfiiauiT >bin rein« y. uu^p^li^; i[iutnnLJg'blrir^^) >8chw&che« 
zn *i[tumnLtfiiui§r »bin 8chwach« y. i[uimnLtf'^ uiaup^luinr^^) >er- 
hitze« zn *tawgbuti^ >bin heiB« y. mutg. 



Belege: 1) uiqi^yH III fl. pr. B iT^^, «r^f , A 108. 2) atéai/jfri 
III B. pr. A 76, 1 1 3, B ^4 , A^, A"", f ^ ; nLénilJutri^ inf. B ^. :5) ^iSK^ii'l 
III 8. pr. Rb ^ ; /5R^iiirì^ III p. pr. Rb i^. 4) lntnmgiik III a. 

pr. 69 5, 77 5, Rb ^7. 5) iÈ^mpthiuiy%lri^ Het*. Kor. Dui. 485. 

6) ^«»iL^H III B. pr. B ^. 7) ^iu4ui%i^%t in 8. pr. B ^i^ il^\ 

^u,^lfu,^g%l A 95, B Ai^, ^, 4^, i/>f , J^, ^. 8) iTuimqjJf' 

'ulri^ inf 17 26. 9) liLéilnp^H III B. pr. B éjj <^, iZ^, ^, T/V. 

10) uufp^ynj II ap. imp. B ifè-iu. 11) tluttnaLJffhiru II 8. pr. A 198; 

ilutmaLtfifbl, III B. pr . A 154; iltuutaLftgUb% Hip. pr. A 17. 12) muf^- 

ifiit III 8. pr. B ^«/^ ; inui^%b^i^ inf. A 198. 

§ 328. Al8 Folge dayon, da88 die Uberwiegende Mehrzahl 
der Kansatiya yen a-StUmmen abgeleitet werden, macht sich 
die Neignng bemerkbar, dieselbe Bildnngsart als Norm fUr 
8y.nitliche Kansatiya anch anf die Ubrigen St&mme zn Ubertragen. 
So werden von r-Stammen dnrch SnflF. -^ir^iT (= *^utgaLg$u%kJ*) 



II. Absohnitt: Konjngatlon. Kap. I. Der FtSBensBtamm etc. 273 

8tatt ^^yJT (= *^^mi^m%kir) abgeleitet: ^jyi^ktT^) xsm^^onem 
>gebe za trinken, trttnke* stati *fuJkfikir Yon /vM^iT; m/v^i}- 

filriT^) arj9gQ9nem gegen ci. mpltuliIrgnLgmAilnr TOH mplw^kir*^ 

kp^^filnT^) ertm9n^9nem gegen ci. trpt^AtrgmLguàtkiT yon A^j^- 
AkiT'^ IrpkLgklnr^) erevQ^nem gegen ci. Irpkdtgnufmlilnr yon ^/vK 
«/iT; limVùuL^gùlnr^) ganmuxg^nem gegen ci. ^m%^1rguufut%lrJ^ 
yen timk^iriT^ tfat^ifiikir^) vazQ9nem gegen ci. tlm^gai^mlulrir von 

ifm^jr^ gmiljftfiikir'') giWlMQ9fèem gegen d. guiJmglrgaLgmiilrjr YOn 
gmt/a(girtr'^ iHUimpumtfrlrtr^] hadr9BÌQ9ne9n gCgCn Cl. u^tumpmuwk" 
gmujm%ktrYOn ugmmpuiumb^iT U, 8. W. 



Belege: 1) /ff^lbi^ir II b. pr. B «^, i?^, i^A^ ; /«ii^tM III p. pr. 
B 4? ; f^Jgif^L^ Gen. fuiQfii^iiy B 4^^, 4^; A><^is/5 HI s. Aor. Bb ^ 

^ - ■ ■ M^i^ ^aa^M^ «MMH^l^ ^MB^-BM^ ^ ■ ■ ^ ^^«^MM* ^l^H^M^ 

h'^SV 11 «• *«»p. B ^ty *, ^, iS|», ^^, 1^^, iQm^ Jl^. 2) w/v^^- 

g%t lU B. pr. B ^ ; iup^g%i^l^ inf. B Hu^. 3) A^/i^^lk^^ III b. 

pr. 57 24. 4) Irpkufiit III 8. pr. Bb p. 5) ^uMiai^ifiiir^^ inf. 

17 2S. 6) ilutiufiit m B. pr. Rb Ì^. 7) ^rniQ^g/iit III b. pr. 

B^y ^ÌT, ^, ^^, ^. 8) lynfiii/fVifr^'ir^^ A 155. 

§329. Bereits bei Mx. Her., fast ein Jahrhnndert yor 
Smbady 8owÌ6 in den jUngeren Geoponica findet sich das 
Eansatiy anf -^nem. Hier zeigt jedocli daa Eansatiy ìnsofem 
einen Uteren Lantstand als yor -^onem der jeweilige Pr&sens- 
vokal dea entsprechenden einfachen YerbB noch fast regelm&Big 
erhalten ist. Daneben finden sich allerdings anch schon For- 
men ohne a, e\ letztere mOgen zmn Teil ans spftterer, neuarme- 
nischer Redaktion der beiden Schrifien heirorgegangen sein. 
An Eansatiyen anf -g^^iT -g^nem finden sich bei Mz. Her.: 
amitffhktr^) ang9nem = cl. aubg^aLgtAkiT^ pigiilrJT^) p9lg9nem =s 

Ol. iPi^niguthktT [tjtg^nu^lblrary^ l/irp^^kìT^) gefQHiem = cl. ^A/v- 
-nigiuhirtr'^ ^wutjfitttT^) hasgBnem = cl. ^mu^aLguaÙkiT'^ ^mmglikir^) 

hadgonem ss el. ^oim'-nLgwhlrir'^ Jmifiiirir^) fMdganem = cl. 
*$na^Lgttt%irir^ wirkUoh nnr i/^t^iift^iT; jmpg%lrjr'') hargdnem s= 
cl. jmp^nLgm%lrJ\ — Zu cinfachcn Yerben mit Prltoenscharakter 

-a gebildete: qfflutyhtiT^) = cl. i^^mgai^miulrj\ ^Im^auftuiikiT 
yon ^&mÌtmJ\ qpfauìiuijr* nptfiupahh-tr^) ^= Cl. tLdaLUtpmgnLgutÙlrJ^ 

Belege: 1) m%g%k 22, 23, 67. 2) ^fijfrirm 99. 3) ^i^ps^V. 

41, 46. 4) ^utug%ki^ 78. 5) ^mmg^t 40, 35. 6) Jinn 17. 

7) jmp^k 94. — 8) qli£mg%k% 42. 9) t^émpg%k 95. 

K ft r • t , KUikiaeh-mittolwm. Yolknpraclie. ] 8 



S74 Fonnenlehre. 

y. i^mimpt^miT; ^qmg%lnr^^) s=: Cl. ^^mgmLgmhtkJ^ Y. fii^^J*; 
^f^w^t^J*^^) =s ci. Irtifimgmufm%ktr (Spiite Fom) Y. ^^^f^v'^auT; 
^ur^iTlS) — ci. InumgmL^m^kJ' Y. ^auriT; f^mi^mfilfj^^^) = d. 
f^mijqmgmt^mAikir Y. f^mMJimhtutTl famgmjfhkiT^^) = cl. * ^mgmifmM^m»^ 
%lnr Y. ^imgm%mir\ ^«tf ^ m^/f^^iT 1^) = Ol. ^m^^Mr^tfc^afl^^J* Y. 
^w^f««1b«rir; ^MiimMjffe^iT 1^) = ol. *^m»mmgntgm%kir Y. ^mmmm^ 
WiT; 4a4mg%lftr^'^) =s el. fai/utgaiguAiinr Y. ^ai/mAmiT; ^mmmg^ 
%kjr^^) s=s ol. *4ammgat0ui%k»r Y. <i»jwii»t«fir; j^^m^v^l^irir ^*) = 
ci. jkp^mpmgmtgm%kir Y. jàrp^mpuAmiT; ^pmg%kjr^^) s Cl. ||*|f». 
amiguilbb-tr Y. ^ptAmiT* ml^iupiudùlnr*^) s= Ol. mkmpimmmi.mmh»lrJ*^ 
Y. mffmpmAtmJ^* gpmmghlnr^*) s^ Ol. gpmtuguufm^lrtr Y. gpmaAmJl 

Ohne «r a Yor -^1^Ar«r -(;9n«m sind gebildet folgende Formen: 

^mt[m^klnr^ tfmmmufglbkir^^) ^ tlmmaidutgUlnT, Fonier: jmdt^fm 
Ib^fT*^], «ntf^lb^iT ''j, ^mifÙgiAikir^^) (= cL ^m%»ugmigiu%k$r). — 

Ferner zn einfachenVerben mitPrftsensoharakter -e bezw. ^' gebil- 

dete: gAi^mjkg^kjr '^) = ol. iAè^mjkgnigm%kjr Y. p^è^tujttT'^ ^mqm- 
qlrg%lrjr^^) = ol. fumqmqirgaiguAh^tT Y. ^mqmqJtJT (hUafigOr jedOOh: 
ci. lutuiimqwgnuftuhinr Y. fuMuqtuqtuhtutTy^ è^apirghktT^'') = Cl. ^0^1^- 
gauftAtriT Y. è^np^iT'^ ^wpkglbinr ^^) ssz cl. ^mptgaiguAktT Y. 
^iupifiT; jmJkg%tir^^) — ci. jmJrgmLgm^lrjr Y. ^»iA^<r; J^ii^»- 
pirgìikJ**^) = ci. ^jkp^wpirgaigm/bhjr Y. ^^|f4«f|fA^i/; -^ìT; j»i>f«- 
plrg%lnr^^) = ci. japt^plrgmigmtblrjr Y. japfmpiriT'^ %mmkg%kir^^) 



10) fii^w^H 80,107, 131. 11) ^^4«>5^^/ir^ U. 12) Ar«fl»^V4^92. 
13) f^mi^glut 92. 14) tt«guig%t 48. 15) ^w^fMjf^irAri, 95, 

f «ff^«f^|rirf 92. 16) ^mmmmglkt 83. 17] <mi/mg%t 9. ]8) <•- 

MrMi5%A^ 29. 19] jkp^mpmgiit 83. 20) ^pmg%t 18, 35, 10, ^- 

pmghi^ 40, 91, ^pmghki^ 53. 21) m^mpmg%t 18. 22) gpmmg%k 80. 
— 23) i^ii^i» 44. 24) t^nggiAt 53. 25) furf^^^t 111, ^««frffl^^ 

71, 122, ^Mff^l^^/^ 52. 26] 4u»umgpiit 85, 4mumg%k 120, ^mumg^ 

%ku 95. 27] 4tttig%km 95, <«i^^^/^ 107, <iìì/jH 91, 73. 28) ^»- 

mnLég%t 46, ^mmuL^giiku 99. — 29) jmJrufrt 29, 93, ^Jh^mJr£j%ku 
99. 30] immfik 39. 31) miAu^jg^k 39. 32) ij^p^ki^ 101. 

33} mi^ggplilht 91, iifii^1lr^% 4, 35, 40, mmgifbt 22, 63. 34) 4U""é^ 

n^^L ^^^- -" 3^) E^^'V^^t 35, 80. 36) fuuifmfirfit 22, /br«i- 

f»^5^%^ai 16. 37) è^npkg%k 92. 38) ^mf^kg^ku 41. 39) ^»4fr- 

^1^4^ 23, 83, 99, jmJkg'itkm 95. 40) ji^^^w^^^irArc, 95. 4I) ji^f •- 



n. AbBchnltt: K<fnjiigatfon. Kap. I. Der PrSte&aBtamm eto. 275 

= Ol. *%mmlrgmugm%lnr Y. %mm^tr (wirUich YOrkOHimend : ci. Ìr»M- 
^miMuàtiriTy tutu^mutraitirir u^ml^uIrAlfJ*^^) s^ Ci. u^ut^utuiraatywitirir 
y. tuut^utuiriT "pt^l U£utmpaiumirAìnr^^] ss Ci. u^utmputumiraatgwiiirir 
y. u^mmpiummlnr' tqutp^k^^tnl^aith'tr^^) £= Ci. u^mpl^lr2jnlrgmt^aAlnr 
(Wirklich nnr ci. 'mm^u^m%lrJr y. ^mnhimJr)\ ^atiTatgk^kiP^^) = 

(d. tfmJmglrtimuiiAIrtr y. guiJmqtlrJl Dancbeii ohne Ir e yor 5 g 
folgende: uiutp^kiuii/kkir^'^) fbr t^mp^kimk^iikJ] ^ai^filrir^^) tur 

tfm^lr^tnr ^ Cl. ifui^trgnujiAlr»r, 



pk^ÈVu 100. 42) %umkfik% 71. 43) mm^mulrffkt 66, lyat^ai^- 

tfrt 32. 44) tqmmpmmmlrt/klru 127. 45) u^mp^kitnlrifitt 83. 

46) gmiJm^kfit 10, 50. 47) lyor^^A^mjirf 101, 139. 48) ^«rf»- 

5^Mf 136. 

In den Geoponica erscheinen folgende Kansatìya anf 

^.m^^yjr^) lava^9nem = d. £uiumifmLgat%irtr'^ limliquiifiàtlrtr^) gog^ 
yaf9nein &= ci. ^at^qm^mtgm%ktr'y ^mm^%ktr^) g9idag9nem ss cl. 

*^^mm^ttufm%ktr'^ %ompm^/Akir ^) nQ9raQ9netn = cl. %ompmg9uim^ 
%ktr* aqutpmpuMU^fAtktr *) barardCQ9n€fn =^ d. u^mpmpmmifaLgmAtlnr'^ 
almmmLémg%lrir'^) Vadula^9nem = cl. *tluimnu^mgnL^m%lrtr'^ 4tFf 

gpmtfltlrtr^) Xaygra^9nein = d. ^un^gputifuL^uiitktr'^ ^jtJg/itifpitirir^) 
bfiwng9nefn = cl. ^^JlAuiifaLguÈiilnr'^ ufipifiAtlnr^^) s%rg9nem a=s ci. 

gttt^iAlnr'^ ptAlrg%lrtr^^ p9meg9nem = cl. *pjiAk^mufut%ktr'^ 

jftumm^lrypklnr^^) hÌ8ÌageQ9nem = d. jumm^lr^9tgw%ktr'^ ifut^^ 

^g%irtr^^) fXìzeganem ss ci. ^utfki^uufuiiiktr'^ ^atqifkypìikir^^) Say- 

Qe^9nem = cl. ^tuqjjIrgmLgufÙlrjr'^ iluiqgplilnr^^) Vaz^nem =: #^af- 

^^plblriP (ohne i^ yor 5!}; m.f^ailjgiAilnr^'*) u£ovg9netn (cf. oben 
pg. 272). Vom Stamm dea 2. Aorìst ist gebildet: i[nu^y/f%kir ^^ 
pagf9nem =s ci. tfnu^uLgiAlrJl 



Ans Geoponica: 1) ui%aLiuty%lri^ 16. 2] £utuMifpii(r 220. 

3) f Mf^^Mf^^tri^ 17. 4) ^mmifklri^ 180. 5) itouputyìikg^ 21, IfOtf^o»- 
ifpitirm 185. 6) u^mpuipuitu^piit 17. 7) ifaimaLtfutiAÉrir 16. 

8) ^«^/»«5ri!H 17. 9) i^Jp%ifp%k% 225, ij!»Q!%yp%ki^ 67. 10) «^/t- 
5f1b£rii 204. 11) pmitkifpitkit 92, pu/blrgpblri^ 17. 12) pnSblrgc^ 

%k% 178. 13) jpumai^k^piiku 185. 14) ifm^gpiiku 210. 

16) ^^'qs^SE^^" 225. 16) ^««fif^^^Z. ™^ ^®^* 'b'VI^^LV ^^ 

17) aL^nilgp%t 119. 18) tfiai^gifbt 221. 

18* 



/ 



276 Formenlehre. 

Das mittelAimeiiiBche KansatiT anf -ifiilrtr -^^nem hai aieh bla ina 
Nenarmeniscbe erhalten : so a. B. im Tr. nnd in der weatliebeii Sebrift- 
apraobe (Aid.) II 89 £), in der Oatlioben Sobriftapraebe (Palaa. p. 78 £}, im 
Aeb. (Tom. Dial. t. Acb. p. 72); im Tf. eracbeint daa kanaative -^lirkJ* 
modifisiert an -fi^'^. 

Dagegen iat dem Kordweatarmeniaoben (Dialekte yon Polen, Naèki- 
Jeyan a. Don eto.) eigentiimliob das Kanaativiim aof -man, wobei Slterea 
dem Naaal n Toranagebendea a ebenfalla va u differenriert eradieiat 
So im Poi. die Formen: g-avei^ntan Han.31, gi^ftmum Han.42, gt-gorm- 
num Han. 58, gi^gpp^uman Han. 60, gi'-m^'gunum Han. 90, gi-fnegdBz^man 
Bau. 90, gi-iarquMium Han. 116, gù^er^tnum Han. 123, gù-iar^mtm Han. 116 <) 
n. a. w; bingegen obne u in Torletxter Silbe a. B. g-avje^man Han. 27, 
g'òna^num Han. 73, gùkera^um Han. 78, gi-Borve^num Han. IH, gi'»9re^mtm 
Han. 113, gi-iarepium Han. 114, weil hier awiscben einfiusbem e lu^d ** 
daa aeknndire a nicbt snr Entwickelnng gekommen war. Analog im Neb. 
ana Patk. Mat die Fonnen: ^kp^mómuT 34 is; .ftp-^lr^gmàitnji 35 19; 
^tp^gAifraiig 39 4, 46 3; femer ebenao von nicbtkaaaatiTen n^tim- 

men: ^c^utp/fitaLMp ili 24, ^mpguAaLU 37 14, 47 12, liauuàittLM 45 3, 

47 13, ^mL'-gaLglinài HO 17 n.B. w. NoT die 3. Penon dea Singolar bat im 

Neb. dieEndnng t § bewabrt, offenbar nnter Anlebnnng an dieaelbePeraonal- 
formder e- nnd snmal der »-StSmme (B.weiternnten): ^aL-£nLJatiifiit 27 ii, 

Ìe-4frpifaiit H n, ^-iifirj^iictrf/y 33 19, f-fl^^ncjrf 34 1 2, ^p^^hrpgatÌtt4B9^ 

^mL-^mAt 110 8, .gg^utpifaóit 28 8 n. B. w. Erbalton bat aieb natlirlieb 
anob daa e dea Infinitiva, da die Raana obliqui kein u dnldeten; ao im 
Neb.: 6en. gunljaùilrini. 6 17, Abl. 4aipifnAlr£t% 29 20; im Poi.: avei- 
^neiuj farf9n$iUf garswehi^ tarj9nelu n. B. w. — Wie bereita Aidynian Kr. 
Gramm. I 188 riobtig eingeaeben bat, liegt bier eine morpbologiacbe 
Gtobietaerweitemng der ti-StSmme vor, indem Ton den mittelarmeniacben 
Tbemata ana, wie demum {poLdemum Han. 45), k9dmim (poi. k9dnwm Han. 82, 
neb. kudnum), ienum (poL uninum Han. 125) der Tbemayokal u aicb im 
Nordweatarmeniaoben anf aSmtlicbe derivierten n-St3imme erweiterte, 
woranf aieb naob einem in dieaer Dialektgmppe berraebenden^ Geaetae 
daa dem n vorangebende 9 an den ThemaTokal u aaaimilieren mnaate; daa 
ao dnrcb Asaimilation entatandene ti ging yon den flbrigen Formen dnreb 
Analogie aneb anf die 3. Pera. ag. tfìrpifaótt^ uàtgaAtp^ obgleicb etjrmo- 
logiaeb nnberecbtigt, tiber. 

Die fibrigen, d. i. die ein&oben e-StSmme, aind in der nordweatliehen 
Dialektgmppe aowie aneb in dem itaciaierenden Tf. lantgeaetslieb nach 
Lauti. § 43 Anm. 2 zn t-Tbematen geworden. Z. B. im Poi. : perim (a kl. 



1) In einer poi. Urknnde vom J. 1751 bei Min. Leb.: ^ul ^m^Miir^ 

itmót 128 28, ^nt£utjfìtaót 180 Ift etC. 

2) Beiapiele dieaea Aflaimilationageaetzea aind f!ir Kob.: ^ai£aip 
28 5 >Kopf«; t^nótai-PlAp 82 14. 17 >die Nature; ^uóilnp 50 »Apfól<, 

fuaóipuLir 50 ana *f»pi»paLir^ ^autAuLu aua *^ptn%au» 45 n. a. w. FOr 
Poi. vgl. Lauti. S. 56. 



II. ÀbBohnitt: Konjngation. Kap. I. Der Prtt8eiiB0t«miii ete. 277 

i^rpIriT) Han. 102, p9mim (» )d,pniikir) Han. 106, pwdrim (» kl. ^^uMLktT) 
Haa. 106. Die 3. Penon sg. blieb aelbstrentandiich ab nicht unter daa 
Geeeis Mend von diesem Laatwandel nnbertibrt — Im Kilikisohen kaan 
bttchBteiui ein aobwaober Anfiuig dieser Umgestaltiuig Torbaadeii gewesen 
aein: bierber wlirdeii, voraiugesetst dass Bieriobtig tiberliefert aind, For- 
men g9b((ren wie: ^Ie^ I pL prlto. fttr M^ Abb. Ant 29 24; />1sr III pi. pria. 
fOr Arlb L 189 5. Die e-Stiimme Bind im KiiikiBohen noob die sahlreicbBten 
Ton alien, die e-Konjngation iBt die normale Konjngation itir die Verba 
tranaitiTa, waa anoh darans berrorgebt, daaa naeb ibr bo gnt wie alle 
fremdBpraoblicben, entlebnten Verben geben. 



n. PrSsensstanuii anf -t. 

§ 330. Die t-St&mme der classisohen Sprache zerfallen 
bekanntlich in drei Ornppen: 1) transitive St&mme, wie nc^b^i/j 
muàtlnT nnd wenige andere; 2) intransitive St&mme, wie f»ou^J] 
««/^«/y^iT; 3) St&mme mit passìver Bedentnng (NB. keine eigent- 
lichen PassivstSmme, welche im Glassiscben fehlen), indem den 
Transitiven der ersten EoDJngation, seltener anch solchen der 
ttbrigen Eonjngationen je ein nneigentlicher Passivstamm anf 
-• entspricht 

Im Eilikisch-Mittelarmeniselien hat sich das alte 
Thema anf -» erbalten in der Fnnktion von 1) nnd 2), d. i. 
als Transitivnm oder Intransitivnm* Dagegen kann von einem 
Passivstamm anf -• im Kilikisohen nicht mehr die Bede sein: 
derselbe ist als solcher weggefallen nnd hat einem nenen mittel^ 
armenischen Passivthema Platz gemaoht^), wie in § 350 ff. n&her 
erOrtert werden soli. Nnr findet sich, wie bereits oben § 318 er- 
w&hnt, in bestimmten F&Uen neben dem aktiven Stamm anf -e 
anch ein Stamm anf -• mit medialer oder nentraler Beden* 
tnng. — Die kilikisohen t-Stftmme sind demnaoh, abgesehen 
von den wenigen Transitiven, ansschlieBlich intransitiver 
oder nentraler Natnr. Einen nneìgentlichen Passivstamm 
anf -f dagegen, wie im Àltarmenischen, giebt es nicht 
mehr. — Im Einzelnen seien von kilikisohen ^St&mmen an- 
geftthrt : 



1) Die in den kilikiBcb-mittelarm. Scbriften nocb vorkommenden 
alten FaBdvformen Bind ledlglich KlaBBiaismen. 



278 FonDenlehza. 

§331. 1} Transitiva: aA^iT^) unm >liabe<; ^^.^«^«r^) 
dndunim >einpfiuige« ; mufk^tT^) danim »f)llire« = ol. tanim, 

Belege: 1) nót^iT I a. pr. 23 io, 67 s; oóifm U s. pr. 43 s; mt%f 
III 0. pr. 9 11, 13 25, 25 19, 39 5, 49 33. 36, L 158 2. 3; uóilA UI p. pr. 
3 5, 19 24, 51 1, 61 15. 3) /àngMAli m s. pr. 51 5, 77 s. 3) «rwli/kv 
Il8.pr.LiedLeT.Diil.540; «im^/^ III g.pr. 51 u, 79 1; tfritfir/^1srIUp.pr.25i8. 

§ 332. 2) Intransitiva: a) einfaohe St&mme: «iÈ^pfi»r^) 
airim »lebe« = d. aprim\ f»ou/ftr^) xqsim »Bpreehe« = ci. 
xausim; ^wj^iT^) gamitn »will« ^ d. kamim\ ^ni^iT^) gtvim 
{g9tmm] »k&mpfe« = ol. kh)im; Jimitn^iT^) haitùn »komme tiber- 
ein<, ci. ii; ^mótjtir^) havnitn »willige ein« = d. havanim; 
itumliir''ì nstìm {n98(im) »sitze< = d. natim; miuptnJttT^) bardim 
»8chnlde« = d. partim\ ui^m^^) lidi 1} »e8 mnss, ist nStig», 
2) »es beliebt, gefìlllt« = ci. piti in Bedeutnng 1); lyw^iT^o] 
ia/jm »fnere< = (X, paKm\ ^«{^iT^i) iahim »gewinne«, d. ii 
Femer ^«if/vnintr^iT^^) tadastnim >klage, proze88Ìere«, a^^i^ir^) 
urtim »ent8tehe«, tl^irii^^iP^^) vzengim (vazengim) »leide Scliaden«, 
a%^^ oder uìiqfi^^) sngi [89nffi) <es ist notwendig*, ifmittuTgA^iT^*] 

Belege^ 1) '^'ip^ III a. PJ^^^ 16, 47 7, 59 27 ; muipfiit III p. pr. 
55 14, Bbik<; «iiy/i//^ In£ Bb qt. 2) ^ou^ III s. pr. 35 4, 51 u. 

3) ^atJ^ III 8. pr. 3 20, 27 7, 31 20, 47 24, 49 36. 4) fo^jl^ III 8. pr. 

35 29, 59 17, 61 16; ^n^^ III p. pr. 33 8, 35 23. 5) <«7«^ III a. pr. 

Bb i^ 226 is; fmimfiii III p. pr. 49 21. 22, Bb ^, ^; ^-^«v//. lai 

Bb^. 6) 4màilA UI p. pr. 49 22. 7) %um^ UI 8. pr. 11 7. 

8) uimpmJttT I 8. pr. 21 26; M^mpau^ UI 8. pr. 9 9. 10. 17. 23, 11 6, 15 21, 

75 8; u^atpm/A JH p. pr. 51 11, Bb ^^p. 9) d^o»/^ UI B. pr. 15 13, 

19 29, 21 12. 14. 18, 25 24, 45 16, 47 27. 29, 49 26, 53 17. 10) u^mi^J" 

1 8. pr. Ifr B bei H. 153. 1 1] ^««^^ UI 8. pr. Bb ^th ; ^««^/^ U p.pr. 3 22 ; 
2m^% IUp.pr. 51 17. 12) fmmpuuiit^ UI 8. pr. 21 24, 25 10, 27 2. 6, 29 14, 
37 4, 51 9, 57 9, 59 31, 65 14, 67 8, 69 1, 73 i; fmmpum%lt% IH p. pr. 57 14, 

Bb ^//^; fatmpuuAli£^ Inf. 25 27, 23 5, 59 1. 13) «^ff UI 8. pr. 

13 6, 15 7, 39 8; femer in Geop. fòlgende Stellen: ^"i»^ "Vfl' ^^> l^^i 
pt «H'ft ^^^'i Zf^*" "Vf^ ^1^! •id'L "Vf^ ^^^> bei Mx. Her.: «>f f^ 
52, 88, 96, 108, 110; pt «H'if' ^^i T'ì Ì'V ^'^ '"^Pf^ ^^'» "^ff^ HI 
p.pr. Mx. Her. 139, 143 ; nip^k^an. lU 8. Aor. Mz. Her. 132. 14) ^m!gt 
U p. pr. 3 23, 51 17; tfyip%^fr UI p. pr. 51 17. 15) m%^ B.pr. 93 20; 

A^^ UI 8. pr. 95 21, Mx.BBt. 148. 16) /j^o^wi/^tr^ UI 8. pr. 83 6; 

tfiaiuiSt^l^ Inf. 83 26, Bb ^^. 



II. Àbsehnitt: KonjngatioiL Em^. L Der Piritoenastamm eto. 279 

poiammm >bereae« a. a. m., letsstere Bttmtlioh dem ClaBsiBohen 
fremde Stftmme. 

b) Erweiterte Sttmme auf -m. «A^t^iT^^) an^nim »tlber- 
8chreite« === ci. tmcxaMm^ an^anim; lài^fnT^^) 9ngnm »fall6< ss 
ci. ankanim] ^iifuT^^) linùn >werde, bin< =3 ci. li; ^at^/nT^) 
haknìm >kleide mich< = ol. aganitn; ^avìA^iT^*] hasnùn >komme 
an, gelange* ss ci. hasatUm] t&àSb^iT^) mefnùn »0terbe« ss ci. 
meta!niin\ nuAluT^Ì umim >lenie« sa d. usanim. 

e) Erweiterte St&mme anf -^'. Die alton erweitorton Stilmine 
aaf -^' haben sioh, wie im Nenarmenisohen, no auoh im Kili* 
kiflchen erludton; belegt sind z. B.: f^pf^iT^) zari^ >er- 
waehe«; i^ut^^tT^^) fntxfm »fliehe«; +pi^»r^^) prl^m (p^r^) 
•werde frei. 



17) m%y%li III 8. pr. Mr B, Mx. Ber. 28, 100; (»<. èA^%IA m p. 
Ind. pr. L 166 9. 18) /Afilli m 8. pr. 39 19, Bb V> ^^9 ^» 2fi 

Mr B ^^, Mx. Ber. 54; ià,^%/A UI p. pr. 35 s, Bb ^ 19) /^^ 

III B. pr. 9 15, 11 8. 11, 13 10. 16, 15 6. 7. 8. 10. 21, 17 8. 9, 19 6. 7. 14. 18, 
31 11. 16. 2», 23 1», 25 i, 29 16, 45 18, 47 31. 38, 49 36, 55 12. 26, 57 25, 
61 7, 63 4, 67 5; i/àtfA III p. pr. 21 5. il. 16. 25, 23 6. 15. 21, 37 20, 53 15, 

65 15. 20) <fl»f% Ini 73 17. 21) imu%^ HI 8. pr. 19 8, 21 8, 

55 5, 7JJ3, 77 14, 83 23, Mr B S^ Mz.Ber. 2, 23, 33, 82, 128; <fl»o%^ Inf. 

Mr B iUt|f. 22) dkii%li ni 8. pr. 17 7, 19 12, 21 3, 23 15. 18, 37 15, 

45 9. 12, 45 16, 47 5. 6. 13. 21. SI, 49 8, 55 21, L 156 80, 158 27; AtAftit III 

p. pr. 19 20, 39 3, 49 9, 55 14, Bb ^C* 23) nu/uf III B. pr. Bb /f • 

24) t»/iPJb m 8. pr. Mr A bei fl. 144. 25) ^«A'^A ™ •* Pr- ^ ^^' 

26) ^/i^ III 8. pr. 81 25. 

§ 333. 3) Neutra (Media): pmM^iT ^) pa£nim strenne mioh< 
za Akt pméyiuìrd" »treime«, Pass, fméufum^jr >werde getoilt*; 
imm%^jr^] hadnim strenne mioh, entfeme mich* za Akt ^utm%lrtr 
>treiine«, Pass. ^muAmifir »werde getreiint«; inu^f^iT^) lujùn 
>lOse miche za Akt. ipL^lrjr »16se<| Pass. guLÒ^at^jr »werde ge- 
laste; énqtl/ttT^) ioyvim »sammle mioh, komme zasammen* za 
Akt. éaqt[lr»r »sammle<y Pass. énqtlmi^JT >werde ge8amiaelt«; 
2mmu^jr^) itabim »eile< zn Akt imata^ktT »besohleanige<, Pass. 
immu^tnfiT «wcrdc beschlcaiiigtc ; j^nm^^iT^) histgim {ki$t9ffim) 



Belege: 1) fmAfi III b. pr. 13 4. 6; fmA^% III p. pr. Bb ^. 
2) 4mm%^ ni B.pr. Mr B bei B. 150, 156. 3) gac^ in B.pr.Mz.Ber.44. 
4} Jmqf/li in B. pr. Mr B bei B. 152. 5) i^mi^ III b. pr. Mz. Ber. 33. 

6) jh»i^ in •• pr- Mr A bei B. 148, Mz. Ber. 25. 



280 Fonnenlehre. 

>w:erde reia, 8auber« zu Akt. j^umsu^kiT »reinige<, Pass. 
j^if«ifjw^ni^ir>werdegereinigt<; wLJtplijr'^) avirim >yerderbe| gehe 
^a gronde* zn Akt uttfpirtr ^yernichte, verderbe*, Paga, mi^- 
pmifiT »werde yerdorbenc; mjpfiJ"^) airim >breime« za Akt 
uijplrtr »breiine«, Pass. mjpatfiT »werde gebranDt«; Ir+f'J'^) 
epim »koche« za Akt ki/ikiT »koclie«, Pass. Ir^mt^iT «werde 
gekocht*; fiv^iT^^) haìiin >schmilze< za Akt ^ta^lrtr >schmèlze«, 
Pass. <iB^n«^ir.>werde geschmolzen*. Ebenso: Ppffidr^^) Irjim 
»weiche«, {unpi/ptr^^) zarvim >brate«, EVPft'^^^) ^^>^^^^ >be8- 
sere mich<, ^mptut^tloplitr ^^) garQyvorùn »erstarke« a. s. w. 

In der nenen . Spraohe hat aich der mittelanneniBehe t^tamm so 
ziemlich erbalten. In manchen Dialekten, bo in dem von Knty, von Nadii- 
jevan nnd teilweise im OA. sind anOerdem dnroh Vokalwandel sibntliclie 
e-StKmme dem Gebiet der »-Konjagation zngefallen. Vgl. oben p. 276—277. 

7) wi^/i^ III B. pr. Mx. Her. 63; iai^pfìii III p. pr. Mx. Her. 36. 
8) mjp^^ Inf. Mx. Her. 119. 9) A^# III a. pr. A 187. 10) ^«7^ 

III B. pr. B i?</f, aS^; f-'z/rln UI p. pr. B ^qir^ ^qf. 11) Pplfì m 

p. pr. B ^f . 12) luapiffi III 8. pr. B ^^f, 13) i/!i''pfl' III b. pr. 

neg. Bb </«. 14) ^wputt^ilaplif^ inf. B iff. 

TU. Pr&sensstamm aof -a. 

§ 334. Die a-Themata der alten Sprache, die im Gegen- 
satz za den Pr9,sensstllmmen anf -«, -4^ -u sich in sftmtlichen 
modemen Dialekten erbalten haben, finden sich anch im Eili- 
kischen wieder, znm Teìl in modifizierter, mittelarmenischer 
Lantform. 

1. Einfaohe a-Stftmme. 

§ 335. foriT^) kam »komme<, im»r^) lam >weine<, ^miT^) 
gam »stehe, bin vorbanden*, muÈtT^) dam »gebe<, ^wiT^) knam 

Belege: 1) fw» II 8. pr. 13 13. I6, 15 18; ^j III b. pr. 11 5, 17, 

13 1. 10. 17. 22. 27, 15 2. 23, 25 7. 20, 77 8; fortr lU p. pr. 11 2«, 15 12, 
25 U, 27 10, 51 1, 53 20, 67 24, L 156 14, L 178 11; fnt. futjp III b. impf. 
Ind. 3 15; fmi^ Inf. 23 8. 17. 20. 2) f ne /w» II b. pr. ind. Smp. Cbron. 

DnL 669; fui. /a»/» UL B. impf. ind. Lied LeT> Dal. 540. 3) ^mj m 

8. pr. 9 6, 11 2, 17 23, 25 25, 67 26, 81 6, Bb f»^; ^orif III p. pr. L 154 22, 
178 8, 185 12. 4] ^aL mutiTl s. pr. ind. 11 17. 23. 26, 33 2; ^«c mmj 

m 8. pr. ind. 15 17, 19 io, 23 13, 69 18, L 157 2i; muìitg I p. pr. 53 23; 
muA III p. pr. 27 9, 39 24. 26, 49 23. 27, 65 24, 77 24, L 155 2. 6; ^«c mm% 
III p. Ind. pr. 155 9. 24; ^hl mtaj^ii in p. impf. ind. L 155 13. u. ir. 22; 



II. Abschnitt: Konjogation. Kap. I. Der Frliee&aBtamm eto. 281 

(k9nam) »gehe«, ^iwiT*] mnam(m9nam) »bleibe«, mqu/iT^) ayam 
»inalile«i utuntuiT mJmmir^) avdam >glaabe< (= d. 4mumutuitr\ 
k^utiT^) ertam »gehe<, ^mqmir^^) xayam >spiele<, ^tfùmd"^^) 
z'ffom (x9yjam) »nehine mir zn Herzen*, ^w/r^iT^^) gartam 
»leBe<i firfMiT^') hokam >sorge<, jkn.attr^^) hetam «siede* (= ci. 
IrtimiT)^ ImkuÈiT^^) conam »strebe<. 

Anm. G&nzlioh geBohwunden ist im Kilikischen das aach 
dem NenarmeniBcbeii abgehende Verb ^^unT »lebe«, welches 
dnreh uÈuip^tT oder auch dnrch ^MjwiT ersetzt wird. 

mmi^ Inf. 9 », 11 17, 49 37. 5) ^na. tfruijp III 8. imp£ ind. 3 Ift 

^ivc ifbuij III 8. pr. Ind. 43 1. 6] ^mj III s. pr. 49 3i, 77 29; ^u/ù 

ni p. pr. 49 2». 7) utqm II g. imp. Mr B bei H 147. 8) aiilmmj 

III B. pr. 25 li; malmut% III p. pr. 25 15; munufb HI p. pr. 81 7. 
9) IrpPuÈj III 8. pr. 9 17, 11 7, 13J2, 15 1. 14. 24, 25 4, 29 9, 43 3; lrpPuÈ% 

III p. pr. 25 14. 18, 39 26, Bb M. 10) ffii. t"^fmj III 0. pr. ind. 

Lied Lev. b. Dnl. 539. 11) A»^tf«»/ III s. pr. Bb \. 12) (fly/v^j 
III B. Aor. 75 12. 13. 13) ^tM^mj III B. pr. 21 8. 14) j^«tM^ Inf. 
Mr B bei G 152. 15) ItAmj III s. pr. 29 s, 81 22. 

2. Erweiterte a-8tftmme. 

§ 336. In das Gebiet der erweiterten St&mme fàllt zn- 
nUchst das vereinzelt Abs. Ani 47 2 tlberlieferte t^np%gmmi^ 
ptanUdal »mesen<, woftir im Glassiscben nnr die einfacbe Form 
ohne m ala ifnAfuti^ (^aii^m^^ V^aI^^'YJ e^stiert. EilikiBcb 
^mg%gmati^ gebOft zu der ElaBse der mit -«r erweiterten oder 
derivierten Stftmme, die namentlich im Neoarmenischen zahl- 
reich sind nnd eigentUch Frequentativi oder Iterativ- 
St&mme, zum Teil mit Abscbw&obong der dnroh das Simplex 
anggedrttckten Handlnng, sind. Gf. Aid. Il p. 303. 

So Bteben im NenweBtarmeniscben, speziell im Tr. nebeneinander: 
P'^ltt *fii<^n« nnd Frequentati vpn^ui-/^ >flattem« ; ^mpk£^ «Bebneidenc 
und Frequentati^ ^mp-^m-lri^ »zerBohneiden, zerstiickeln* ; t^s^L *duroh- 
bobren« nnd Frequentativ fru^-iviiv-i^^ >dnrcblOcbem<; ìiiLuiftì^ >kSmpfen« 
und Frequentati^ ^n.aL-'pm-^i^ >zanken< u. s. w. — Die Bltere Form dieser 

Stamme ist -aam^ ^am^ "ULm^ wio bereits Adynian Kr. Grunm. II p. 303 
bemerkt, und iwar ersobeinen snerst in spStclaBsiscber Zeit ^w/r- 

-MTAiff-^^ in i^P^i^ l^aif''aui''lrr sn (^"g^l» l§nmnp^t$ta''lrf^ nud ^n- 
U9ap^tmtm»lr^ BU l^amaplrt ai^uimutn''am''irt in mmuiuÈnir^ ^irpX-mm» 
-^/^ und fkpl-mm'-k£^ sn ^kpl'uàiki^^ ^ypl^y^^ ^irpl^at^^ ^mL-^mm^k^ 



282 Formenlehre. 

(a neaarm. ^au-^an^i^ cf. oL è-mii-ing >aoiaBiirft<) aoheinbar ìq gttttjt 
>dolet< nnd andere mehr. 

§ 337. Die ttbrìgen erweiterten a-St&mme entsprechen den 
altanneniBchen anf no- nnd ano-. So finden 8Ìoh als altererbtes 
Spraohgnt die St&mme: ^utiiunT^) panam »Offne< =? ci. hanam\ 
^itliwiT^) tatnam »kehre zarflck* = d. darnam\ mJp%mX^) 
am9mam »fe8tìge mioh« = ci. utJpm^utiP' mf_atfiimtr^) acoynam 
>ged6ihe« = ci. jm^iiafbmjr-^ t^fitmJT^) Umam »werde fei8t« 

:= d. q^ptÈAmtT'^ qMfqiiuttT^) koynom »8tehle< =s ci. fmqm%mJ*; 

put^taiT'') ianam >netze« = d. puAmtT'^ p»tàtÈ^%uttr^) lancmam 
»verdiclite mich« = d. pu/ulpmumiT'^ pnijinaiT^) iulnam »er- 
schlaffe« = d. pm^afùtutT'^ la^itutiT^^) lognam »bade mich« s=s 

d. £afui%attri ^aLuitutiT^^) luSUOm «ICUChtC* = Cl. ^mtmm%md^\ 

^a2/buitr^^) zoèmam »werde dick« = cl. f»mimpuAutir'^ ^uA^p^ 
%tatr ^^) jandmam »werde 8chwer< s= d. S^uApt^miT'^ fmu^%mir^^ì 
hasknam »begreife« = cl. ^/um^mhuttT'^ 4wppum%tatr^^) har98tna!m 
»er8tarke« =cl. ^utpumuAutiP'^ 4''%ut^^^) hormam »werde kalt« 

= cl. 4m[m%uitr\ trutAatiT^'') mOTTUitn »YergeS8e< = cl. Jamm^ 
itatiT'^ jktk/iiattr ^^) hevelnam »nehme ZU< s= d. mnmdrim%mtr-^ 

jJtStmjr^^) himnam >erfahre« = cl. fuTmiiatJ"'^ joépfitunT^) 

hqÌ9mam »bm WÌllfàhrìg« = cl. joémpm%mjr*^ %onplÈmJ"^'^) 

nq&mam >Y6rdttnne miche = cl. ui%oupm%mir*^ laqhmiT^^) ioynam 
»gltthe« = cl. laqutìiunP'^ aqfitMtr^^] oyèfkitn ^genese* = cl. 



Belege: 1) puAwj m s. pr. 85 6; (ne ptAnfu m p. pr. ind. 

L 156 15. 2) t^miàtmj III B. pr. 13 22, 25 7, 29 11, 37 9, 39 4, 45 10, 

47 ft. 35, 55 22, 57 1, 75 16, L 158 29; ^nl^m^ m p. pr. 13 18. 3) miip%m£^ 

Ini 23 20 ; anTp^mL in b. Àor. 59 24, 69 o. 4) mfmqiiuij HI B. pr. 

65 23. 5) qjtpiiuA ni p. pr. Bb ^4. 6) ^qifm% lù p. pr. 65 8; 

fnqii'yp in 8. impf. Smp. ChroiL 629. 7) paAaA Ul p. pr. B ^^h-. 

8) p«Alp%mj ni 8. pr. B ^ip^ è^ir^ ^f^ A 233. 9) pai/bui Ul 8. 

pr. B £f^ 10) /n^lifl»/^ Inf. Bb ^. 1 1) lauAi^ m b. pr. B iC^. 

12) ^taijàim in B. pr. A 210. 13) è^uAi^%atj III B. pr. ICr A and B. 

14) <iifiifl!raf/ III 8. pr. 13 18, 51 15; 4uiu^%aA III p. p r. 39 14. 15) <iir- 

ppum^mj III B. pr. 35 10. 16) <n%mj lU B. pr. B ^Ik, 17] Jhit%m^ 

Inf. Bb 4. 18) jlrdr(k,m DI B. pr. A 151, 225; jhdr^mi^ Voi. 223. 

19) j^^iA m B. pr. Bb \. 20) joép%mj ni b. pr. Mr B boi H. 146. 
21) %oiBp%uB ni B. pr^A 186. 22) inf^^ij IVL B. pr. ICr B boi H. 158. 

23) »(2^«r^ Ini Bb ^. 



II. Àbscbnitt: Konjagation. Kap. I. Der PrXflenastamiiì etc 283 

mflmlkmir* ^fimtT^) (omam «trookne, dOrre< =s ol. ^pm%utJ''^ 
ulrAmìT^^) sevnam >8ohwttrze miche = ol. ukumiatiP'^ ifft^itmJ"^^) 
pokmam^ poM9mam «yerkleinre miche = ol. tf^ngpuhtuij: Da- 
nebendie kilikisoh-mittelarmeiiiBoheiiNeiibildaiigen: mqklfitmtr^) 
ayegnam >8Ìoh be8seni« za «r^f^; gSBitmtT^^) Inmnam {bmatmam) 
»sich fiUlen* zu ^i/»^; ^imuAtaiT^^) gitanam {g9itanam) >ge- 
B&ttigt, befrìedigt werdeii« za ^«c^m; ^mA^miT^) Jan^nam »er- 
keoneac za d. ^witm^tT'^ aLtfn^mtT^^) uiovnam >er8tarken« za 

mLtfmil^ umi^mMÈmiT^^) (klaS8ÌZÌ8Ìerte Form tiaL£muAuAmir) Stil- 

tannam >herrBohen< za u9t£mtM%*^ mmtLmlr/^mtT^^) dathelnam »dar- 

beac za ci. mmmmmlruii, 

24) ^puaij m 0. pr. B j^, ^i^, 25) ukàtuij IH 0. pr. B ^. 

26) 't«^i"^j Mr A bei H. 144. 27) m^ik^iim III b. pr. A 257, B J^^ 

Sr^ i%f^ iPdq^ iT^p, 28) iptuij mid i/^»j III 8. pr. Bb f», /f . 

29) lnmaAmj III s. pr. 67 16. 30] £m%^ai% UI p. pr. Bb <^. 

31) ai.ém%UÈ m 8. pr. A 17. 32) aiii£mm%aiifmL III 0. Aor. Micb. 

Syr. 318. 33) mtMm^k/inaj III b. pr. Bb i^i. 

Die bisher angefbhrten o-St&mme siad entweder bereit8 
im Altarmeni8ch-Cla88ischea vorhanden, odor doch nach classi- 
8chem Master gebildet. Ala apezifisch mittelarmeaiaoh 
dagegen tritt aos cine Grappe voa erweiterten o-Stftmmea 
eatgegen, die, der altea Spraehe noch fremd, erat ia der mittel- 
armeniachea Litteratar aaftaaohea and bis ins heatige Nea- 
armeniaoh hiaeinreiohen. Es iat dica 

dia Arappe dar Uliklfleh-niittelaraiaiiiachen Stimine 

aof 'k%ut -ena. 

§ 338. Die Stftmme dieaer Grappe aind a&mtlich von eia- 
fachen Stftmmen aaf -A^ e oder -^ • abgeleitet % darch Antreten 
von SafBx ^m%m -ana an dea Aaslaat dea einfachen Themaa: 
*k'iAm e^nOf *p-ta%at irona wird nach Laatl. §§ 79, 83 za 
Miv ena. Der ao eatatandeae erweiterte Stamm aaf -kitm -ena 
wird jedoch zaweilen, namentlich wenn dem -Mm» -ena der 



1) Bine Bcbeinbare Ananahme macht nnr ^IrìtunT genam neben dem 
einfìMben a-Stamm ìiuBtT gam, Sebeinbar ist die Aiunabma desbalb, weil 
^tànutT (aa ^^k^'uàiuitr) eigenilicb niebt von ^^i^ Bondem toh dem 
Simplex (A-jwiT deriviert ist, wie denn ancb ^ir%mtr nocb teilweiee die 
uaprOagllohe Bedeatang »leben€ seigt 



284 Formenlehre. 

Nasa! % n nnmittelbar vorangeht, za einem Stamm anf J^m -ìm 

gekOrzt: iffliaiJ^ ifflibmjr aaS i^ybmjr^ nÓfUmiT aaS nÙtl/Ùmd". 

Bezeichnend fUr die kilikischen Themata aaf -Ma» -ma im 
Gegensatz za don gewOhnlichen erweiterten n-Stftmmen iBt, dam 
neben ihnen darehgehends das je eatsprechende oinfache Thema 
ala Doppelform existiert. 

§ 339. Tabelle der kilikiflchen Themata aaf .y%m -ena 
mit ihren entspreohenden einfachen StSlmmen: 

^iW 'ZL» } »'«/A*'«'-^ /A*K '6»m .werde, bin., 

nóAutiT tmnam\ ^.^ ^ ^, _ . , . 

aatmiT unam f ' 

^MbtaiT genam ^miT gam >stehe, bin YorhandeD<, 

qlimirhuiir ktdenom ffunktT kidetn >weiB«, 

limJ/ùmtT gamenam ^atiftP gamim »will«, 

^lupirìtmir garenam ^mpkiT garem >kann«, 

uLfirinair uzenam uL^tT uzem >Yerlange«, 

tqtapmir%uitr bardenom t^utpui^tP tardòn »8chalde<, 

u^^mb^auiT hidenam u^m/nP bidim »ma88<, 

PilbÌMuaT ivenam P^l»^ i^^ »Boheine«, 

tujtfirituttT aiienam utjMtT aizemy i^ ^ t^- ^ 

mélr%iatr oienam mdktP aiem / * ' *' 

é^mpifirltuttr jarvenam é^mpi^tP jtxrvitn »dtìrste«, 

£at%lir%tatr Jangenam ^uàt^tT Janfem »erkeiine«, 

uLiitritunT utenam «ut^iT urim »8ehwelle«, 

mdm^%mjr amo^enam tudm^iT amagem »seh&me mioh<, 

JomVbmtr modenam tTom^tP mqdim »n&here mich*, 

ilmluÉriiuttr vaxenatn ^m^IrtT vazem »fllrchte mich«. 

§ 340. Die Formen ijMimjr and nAwiT erscheinen nar 
vereinzelt stati der gewOhnlichen iftumjr resp. nA%mir Ftlr 
i,m%^\»uijr steht h&afiger £iAfiu,j: Vgl. aaoh hiertlber Aid. II 72. 

Abgesehen von den alleinstehenden iupph%mJ\ ^miigb^mJT^ 
pùuiu/ùlrìiuijr hat die classiache Sprache nar 8p&rliche Analoga 
aafzaweisen: jmShimjr za jmAJr^ jm^VurniT za jw^aT^ J^p^ 
lirhiuiT za tB^p^^J] ^tamutqkiiutiP za ^lumuiqliJ*. Dagegen sind 
die oben angefbhrten Themata aaf JAm dem Glasfdschen noch 
fremd. 

Ersi in frUhmittelarmenischer Zeit erscheinen zom enten- 
male, wenn aaoh erst vereinzelt, die valg&rsiJraohUchen drei 



II. Abschnitt: Koiyogation. Kap. I. Der Pr&aeiiBBtamm etc. 285 

Themata: qfimlr%mJ\ ^mdkìaiiJ' imd ^uAnu^b^wir (cf. Wl).)> bis 
dann in der kilikiach-mittelann. Litteratnr s&mtliche oben 
zitierten ^no-Sttoime allgemeiii werden. Belegt sind: 

§ 341. ^imj m 8. pr. 21 15, 25 6, 27 14, 29 7, 33 6, 35 io 
37 8, 61 6, 65 8, 73 6; i/Aiauj m 8. pr. L 157 5; iffi^uA HI p. pr 
19 17. 18. 23. 24, 27 4. 5, 31 2, 35 8, 37 23; [fìwjp III 8. impf. 35 31 

if%ail Inf. 59 33; nA^ittj III 8. pr. 13 23. 24. 30, 17 14, 19 11. 26 
21 7. 20. 27, 23 3. 13. 19, 25 16, 29 19, 31 5. 10, 37 11. 12. 13, 14 

15. 16, 39 15, 41 2. 10. 11, 45 23, 47 10, 49 1. 5. 30, 55 14, 59 21 
59 39, 61 2. 8. 13; móAiA III p. pr. 19 16, 25 19, 47 15, 51 8. io 
51 12, 53 9. 11; mMÌim% m p. pr. 59 13; aM/w^^ Inf. 17 2. 4, 47 23 
51 21; ^biimj III 8. pr. 15 1. 25, 19 11. 13. 19, 21 11. 12, 23 13 

27 19, 29 4, 33 16. 23, 37 4. 5. 15. 18. 25, 39 3. 22, 41 20, 43 2 
45 13. 14, 49 35, 55 23, 59 2. 36. 38, 61 1. 18, 71 8, 79 17, 81 4. 8. 11 

83 13; ^tioA ni p. pr. 9 20, 27 9, 33 5, 39 19, 59 39; (i^^m III 8 
Aor., Smp. Ghron. Dui. 678; ^itirio^ Inf. L 158 25; ^mkiaaj IH 
8. pr. 59 12; ^mdkinMj HI 8. pr. 11 16, 23 5, 29 4, 31 13, 33 7 
53 2, 55 2, 59 16. 17, 61 10, 75 5, 81 18, L 155 12; ^iudk%ui% IH 
p. pr. 35 21, 53 12, 59 18. 22, 69 17; ^uiplr%iuj in s. pr. 21 19, 73 9 
^mpk%aàt ni p. pr. 15 14. 25, 19 20; HL^atj DI 8. pr. 13 7 

17 24, 25 8, 29 5. 9. 13, 33 9, 35 5. 6. 8. 16. 28, 43 3, 49 16, 71 7 

13. 14, 75 5; nLq^tr%aài HI p. pr. 35 19, 53 9; u^iupmk^iaj ni 8. pr 
13 29, 71 17. 19, 81 18. 24; i^^mk%u,j HI 8. pr. 25 26, 61 15; piffr^ 
%mj m 8. pr. 79 3; Maj^b^mj UL 8. pr. 73 20, H. 213 17, 225 8; 

iuJtriutj m 8. pr. 29 6, 59 34. 35. 

§ 342. Ans Hr A: 

P4k%«i ni 8. pr. 239, 240, 242; (Mor^ Inf. 219; pt mài%tt, 
ni s. pr. und pt ^aóiinu in 8. pr. neg. 157; nuikìiut ni 8. pr. 
160; «y^wtò» in 8. pr. 51, 117, 118, 137, 155, 186, 199, 218, 
251, 292 n. s. w. 

§ 343. Mr B zeigtj^ 

^jtml/ltmu II 8. pr. If^ i^f ; ^mlr%ut HI 8. pr. iT/viu. ptl^riim^ 

Plir%mj m 8. pj^jrj^^ ^ ^^^,^^2^,^t. é^^, 

ijfumj ni 8. pr. t/^, fr, ^^, Ui^^ ^^^ Jgj^^ iQp^ .r<; ^W^ lU 
p. pr. i^; ifìimi^ Inf. ifjuut. é^mpifUitm III B. pr. iém^ i/^f. ^m~ 

^-•n 9.Jt.7t^ J^ W^, 5' ^' ^ ^' ^' ^' ^' 
^Vì ^iP^ì '^ì '^ì 'O^lf) '^^i *^E\ ^''"^^'''m ^mtBAtuj in 8. pr.. 
f , t"L^ /"P, ^^) ^, ^^, 7, ^P^ ^l^tì '^kP* ^uifàr%tau H 8. pr. 






.^ 4^ »nlft 1 in p. pr. J-^^. (» l,i.ì.u, m B. pr. ind. 
4t ->». ^J^lJ*'^ ^^j_III^pr_conj.7^,^ 
41^ ^ ,. ^ ^. ^ i^ di^, it<^, iiff^ j!^, £^t^ j-jq^ jy^ 
4^ >«. -K ♦*•_♦!. fa.^^^ -^ ■^, ^ 

41^ J»t ^, j/H, «^^ J^/?, •fTiP, A; ^Ai-i Inf. 4t. 
^^^ U « |M-. <f.. .<iU<»« 11 B. pr. j^; ^.^f&ì,.. m s. pr. 
j^ ^ ^; m^\<A IH p. pr. ^. nà,%u.^ nA%u.j HI 8. pr. 
4^ V -^v >t . H^ <è. %. ^, ^T, ^,_gf , ^, ^, 
^ ^ 4t^ 4r. ^r. ''>"-, -^i '^'", '^^7, ''^t, «^^^i -^f, 
j|^ /^: ••^W '°'- *%• ""'A^'", -^«y^H-j in 8. pr. i%, 

v^. itP, •*^, ''>'t, J'*'«, J^q, •r*t, -nt, .r*p, j^, 

l-M-l Kb leigt: 

«Mk.^ HI B. pr. », ^ ^, ^; ^mjJh%uy HI B. pT. OCg. 

^ ^^k<v HI a.^T.Ji^jl^^pu.b'i.u.j^ n p. pr. fH^-^ 
j- *^- >- Ut p. pr. », jb^, ^/?, <7, iiff. /^ìu,. II 8. pr. £<{; 
^^ j^k^ ni B. pr. Y, J^, 4t, *p, f^, Jf, s', </-, <¥, V> i*i 
Àk ^. ^. ^. ^ ^, ^ 'Vt^, ^ ^, 4p, ^, ^; rf*-"* 
uà ^ yf i *'-i ^. ^. ^, ^. ^; M*"/. *°f- *f, ^ 

l ^- S-mA\mj m 8. pr ^, ^ ^, ^, <^, <r, ^, ìrf^, Si"; 
^i^lMk 111 p. pr. yi^, ^, V, ^. (•ufi'l»»/ IH 8. pT. ^; f w/>fr- 

%^ lU ^ pr- f . (Miiu', (i^-v HI a. pr. w, ^, ^, /^ /^, ji^, 
^ M. *» *'■ ^ ^ ^ ^' TI, %!, ^, ^, ^- ^*^-'*' ni 

«.^K V. tr -'*■*-, -'^^--y ni^a. pr. ^, H^,Jf^*, k, <f, 

1^4^^. in ; -.iiuy^i, IH p. impf. j; „ii,i„^ Inf. f.^, ^ /i,*, 
^ _ •^Mfw"'^^'"^ ^^^ ^ I"- ^- •¥^"A*"t/ HI 8. pr. ^ ^. 

4>^. Uii!8elben Stilmnie finden BÌch fast BSmtlich wìeder 
^^M^ iMÌtlifl«roieDÌaclieii Geopouìea: auffallenderweise fehlt 
^^ ■nbtA dttr Stamm ffimiT iinam; atatt niì,%iÉiJ' tmnam er- 
^^èL'^ «nprUDgliche Form HiiitiimiT uneiiam. BemerkeD iRsat 



1 



II. AbacliDltt: Konjngation. Kap- 1- Der PTftBenBHtamm etc. 2S7 

BÌch nebenbei, dass,nie anch inMrAttndMrB, so iiidenGeoponica 
diese Stàmme nìcbt bo Btreng vom Indìkativ ausgeBcbIosseu sìnd 
(ygl. nuteii §347 a. §424 S.], wie in Sempade Schriften. Im einzel- 
nen zeigen die Geoponica folgende Filile: ni.%b%mu II s. pr.: np 
«Ak-bu.- dò, ph ipó.h'uui,, 160, nAb-buiu 171, up nó.b%u.u 173, pt 

n.-blfi.mul{)% nAb%^a2m, «p «L%b-bu.u 2\^\ »tì,£ì><^; III S. pr.'. pt 
nò.b-l,u,j W, np aò.b'b^j 30, bpp HL%b%mj 33, pt nAb%wj 39, ^«7 
oAb%u.j 51, 60, np nt%b%a.,6S, inAbhuy 130 24, ^..t^frW/ 130 25, 
j^ntì.bi.u.j 131, 147, „p2.'"^b%M.j 148, ip/, „Ù,b%,aj 150, np nL%b%o.j 
159, niiiiay 165, pi nAb%u.j 170, Ì>B. OL%b%u,i 177, «^ «ti.ii«y 

191, 194, ^..Ab-b^j^ai, pt ,»UW, 212, „iUi.«y 213; «.Ui-t 
III p. pr.: np nAbiuA 138; niùì.».^ Inf. 14, 96, 100, 215; 
l/biu.!. n 6. pr.: -La, ,^nL lfb-hu.u 65; lfb%u,j III a. pr.: bpt ^bì,uij 

12, /9t ^b%a.j 27, ^^^ ^(Aiu.^ 27, .,p il,b%a,j 34, /^^ ui^ntp/iA 

l/biaij 39, n^, f/&ì.<»; 40, bpp if/hi,mj 44, /»( ^ì.<u/ 52, 60, ifì/^^Àn 
^£ì.»</ 60, np \b%ny 60, &/.;4 //fr%«.j 61, pt lib%H,j 62, «^ ^(A^u'j 
68, JtWj 78, 79, pt 4fci"{/ 78, .-^ ^ii»-; ir Af/' ^0, ff iii«!/ 
84, np l,b%u.j 86, /,ti„j 97, „p iJl'-^-j 100, /3™, l,bi.u.j 114, „^, 

j^^tiuy 129, np l,b%mj 129, ^fr^p ^tl„«y 129, pt i^ti-y 132, np 

"^biuff 132, ^i^pif (A),.»; 135, pt t/bi,a.j 162, (£^ì..u/ 178, ^fr^.^ 
Jii,«y 184, „^ ^Aiuy 190, pt l,b%mj 192, ^A^ ^iWj 192, 194, 
^ipY ^ii»y 194, ap lfb%».j 203, /at l,b%u,j 206, 214, 217, 220, 
np tfb'b-'j, pi ^b%mj 223; lfb%u.-b III p. pr.: «^ lib^uu/b 67, 70, 
/,Aì.u.ì. 104, ,,p l,b%m'b 130, »p^ //&i<u% 158, l,n,. Ifb'ua,% 193, «^ 
l/b-LuA 216; ^Aii»^ Inf.: 23, 62, 64, 67, 107, 129; ql,«,b%a.» II 
a. pr. »p ql.uib%a,u 7, ^((f. f^uifr^ufi. 117, 130, bpp .,j,u,b%^u 184, 

^u.b'baiu 1S4, »,> ql,u,b-Uaiu 184; ^/.mbiuy III B. pr. : A^p^ y^wfr- 

Ì.1U/ 25, «/> ^^w&^uj; 141, np ^ql.u,b%u.j 163; ql,u,b-b,Ji, III p. pr.i 
<i/i ^fimb'huA 200; ^mb'uu./nj Gen. Inf.: ./u...l. ^j,n,b-bu.inj 48; 
(u..aì..uu II 8. pr.: /J{ //K.^)..!.» 9, .^ì.j. ^oiAì..!,» 21, pt liu.Jb-hu.u 
22, 33, pt l{u,Jb%u,n 37, ^»j> //•uiAl.wu 40, «^ ^u<Aì.u.u 40, 52, 
pt Ifu.A'i.u.u 52, Ap/. //.uJftìiuu 53, <f^^ (tuiftìniou 59, /7f If^A- 
%u.a 61, ^....Aì..»» 118, pi l,u,i&%u.n 129, A,./, (uiiAìuu 137, pt 
lfn,Jb-bu.n 138, frp^ IfuiJb-bmu 141, 15S, /^^ /,u.iAì.u.u 161, bpp 
\u.A'bu,u 162, ^...ì./. liu,ittA.m., 163, ^u.4AV.u.u 165, A,./, I,u,jyi.u.n 
171, 179, /J( „,! l,u„H.%u,u 185, V/- 4""»^"-" 187, 191, 192, «.^ 

^uiAì^w» 195, bpp lfm,tt,%m.. 201, /J( ^<u<aì.u... 210, bpp lfu,Jb-liu,u 

222; (wiAW/ III 8. pr: ^»,. ^k..A%«,^ 34, bpt l,u,Jb%m, 44, 

^tti^yi IfmJb'l.-Mj 129, &^^ ^uiiA^x.; 155, „Lp Ifu.Jb'bu.j 179, «j. ;(».- 

|j«l«i>/ 190, .././/lutaci», 217; ^m.Aì.u% ni p. pr. : &/>/> ('"•'^^'"^ 'S' 




< / 



286 Formenlehre. 



iT^lr^ iT^f ; liuiplr%uA IH p. pr. fD^f. fi». ^Ma» III B. pr. IDcL 

5Pj ^, «^j '^; 4^^-', t^W ni B. pr. C011J.7, ^, ^ 

2i?l55iS ?Ii ?i S 5 ^, % ^. 5' S 
^, 4"*> 4f > 4^, 'tt, %, «^ -^ •'^M, -'^«, -^f, •(^, 

-r^^, i/;^t, J^lim^ Stf^^ J^t, J^E, '^Py •'V; 4Mr«^ M. ^t. 
^tnit^utu n 8. pr. ^^jw. auqi^uiu H 8. pr. «/ì^f^J mj^l/ltm III 8. pr. 
^^/^ I^, Jlfi\ ai^mb m p. pr. i/^. «cJbl^f», aóAmj lU 8. pT. 
^f , ^1, ^f , i^l, ^, tt, </?, %, ^/P, ^Aif , ^K, ^<t, ^tt, •'^^f , 

4^ 4fj 4i, 'Qftì 'Qmì 'T^"», '^ì '^*, '^fj '^Hì '^^^^ '^Ci 

iP^q^y i/l}P| ncirtrio^ Inf. J^p» auiIrìtiÈi^ ntjii^utj HI 8. pr. «^f^, 
m^ ÌH^ </>''', </^. i>^tffi^trfl», li^tffMa»/ III 8. pr. m^ T, £^ ^, 

^, tf^, ^ap, i5^, .j^t, j-K, -r^«, ji^f^ J>i^, -r^f , .r^p, .rf, 

§ 344. Kb zeigt: 

mélr%uij m 8. pr. Jj ^ ^, ^^; ^aydkitmj UL 8. pr. neg. 

?>. f^mMiv ni 8^pr^/;;f^^^^ n p. pr. ^ 

^mlrìtaài UI p. pr. UT, /»^, ^p, <^, ^<f. /^iuif n 8. pr. ^^t; 

m p. pr. 4, <«f, <^, iJé^i^, ^élt^ ^m^ £lu; ^ìiwi^ Inf. H, <>. 
^wiAtro», ^«lAriEifl»/ in 8. pr. m^ Yj ft^ ^, "?^, ?^, ^, Ì5i^^ iJ<f ; 
fjwiAl^wl^ III p. pr. f^^ i^, T, ^. (fl»/itófl»/ m 8. pr. ^^; f iii|»K 
%iu% ni p. pr. ^ 4 tóio, fiblbiii; III 8. pr. w, ^, ^, ^i^ ^, J^^ 

*, V» ^^> ^^f ; «*^^^-"^ in p* pr. «,^f, 4f 4if» ^r» %; ^«*w 

ni 8. pr. ^H\ aA%Uijffli m p. impf. <^; a<.1^W/^ Inf. /rf^, ^^ A»f, 
^^^ qf.^ u^mpmi^uy IH 8. pr. i?. uipmlrìtmj in 8. pr. f ^ tfp. 

§ 345. Die8elben Stftmme finden sioh fa8t BSmtlioh wieder 
in den mittelarmeni8ehen Geoponica: aaffallenderweiBe féhlt 
hier jedooh der Stamm iffbmiT linam\ 8tatt uóAtmtT wmam er- 
Bcheint die nr8pr11ngliohe Form nóilr%mtr unenatn. Bemerken I&sst 



» 

" » 



II. Absclmitt: Konjngatioii. Ksp.I. Der FrSaeniBtamm eto. 287 

8ioh nebenbei, dass, wie anch in MrÀimdHr B, so in denGeoponica 
diese StìUnme nioht so streng yom Indikativ aosgesohiossen sind 
(ygl. unten §347 a. §424 ff.)> wie in Sempads Schrìften. Im einzel- 
nen zdgen die Geoponioa folgende FUle: móik%aiii II s. pr.: ap 

iiÓit%mu 95, pt iaAh%mu 160, màft^um 171, «/» aàiMbma 173, pt 
mM%t%mi, 202, mAk%i«a 203, up liAkiima 2 16 ; nAblbay IH 8. pr. '. pt 
nùtk%uy 11, ii|i aóiiritay 30, kpp naiik%tuj 33, pt uAk%uy 39, P»q^ 
mAk%mj 51, 60, ap «ctMrof/OS, ^uÓ,t%mj 130 24, ^aL%kÌimj 130 25, 
^mótk%utf 131, 147, np ^AlhimÈ 148, Irpp nóMiuu 156, np uàtt^mj 
159, iKÌrfóii»; 165, pt UL%l/bm,j 170, iria aàik^ay 177, »/» »<ìri^fl»/ 
191, 194, ^«Llri^fl»/ 207, pf iKÌii^lEiuf; 212, aóiirìimj 213', if^ifi^l!ifl»if 

in p. pr.: ap nóilAu/b 138; liciii^liia/^ Inf. 14, 96, 100, 215; 
Ilk%m9 n s. pr. : %m fUL (iMbuÈu 65 ; ^h^uy HI s. pr. : Irpt ^tinuj 

12, pt ^h%uy 27, Irpp ^^irìitaj 27, a|i ^^Artrgii^ 34, pt uit^aLp^ót 

^biiwj 39, ap ^k%aij 40, i^/f|i ^^ibiiiif/ 44, pt litii«y 52, 60, i%%^a 

ik%ay 60, »/» ^Miio; 60, ^pt ^b^iy 61, /9f f^lifl»; 62, ap l^t^wj 
68, ^Mfi»; 78, 79, pt ^irìtay 78, ap ^^%uij Bl Irtfi^ 80, pt \lAmj 
84, «»/» fMiw/ 86, ^IrìiOij 97, n|i 2.4i^ìrfl»j 100, Paq^ ^^%ay 114, »/i 

^^M<i^ 129, ap ^k%mj 129, f/fr|»p lib%mj 129, pf ^.ì^^uf/ 132, «^ 

^Ihioij 132, f^^^ fi^^ar/ 135, pt ìilrìimj 162, ^i^^io; 178, i^p^ 
\k%mj 184, »|. ^tòmj 190, pt ib%wj 192, ^Ir^ ^h%mj 192, 194, 

f/^|.f f^lEiiif/ 194, ap lilhio/j 203, pf lik^uy 206, 214, 217, 220, 
ap \y%«ij^ pt k^mj 223; ftòflfli III p. pr.: «li lil/iiai% 67, 70, 

f^iiflfff 104, ap ^k%m% 130, «/»^ fi^ìriiÀ 158, ^ai. ^h%aA 193, »/i 

^tr%m% 216; ^ibiruf^ Inf.: 23, 62, 64, 67, 107, 129; qfmkiiuiu U 

8. pr. ap ^mh%uta 7, qap tfpmli^mu 117, 130, kpp ^mt%tuu 184, 
g^mkittMu 184, M/y ^mk%mu 184; f/imlrìiuy III 8. pr.: i^|i^ ^mk- 

%mj 25, «li f^wi^fl»/ 141, »/f if^mVboij 163; f^wtóiiilk ni p. pr.: 

«|i ^aak%iu% 200; qftmb%m£ty 6en. Inf.: ^wnllr ^ml/hm£iy 48; 
(«vWI^W» n 8. pr.: pf ^iiTiAlriirii 9, 4irj^ fiUiAlEiiifi» 2ì, pt ^anOAmu 
22, 33, pf ^oHt^oia 37, f»/» ^««Wl^limif 40, a^ ^mdk%mu 40, 52, 
Pf ^mdkiima 52, i^/»^ foiiAlrii»» 53, ^tr^ ^WiUriiri. 59, pf fiifil^- 
%mm 61, ^iirWI^ISrii»!, 118, pf ^miA^Maa 129, i^/i/i finWl^^atu 137, pt 
imdkiima 138, ^/»|i ^ìitìAIeiwu 141, 158, pt ^miO/kaia 161; kpp 
\mJk%ma 162, ^«ìr/^ ^«iA1^fl»if 163, ^a,Jh»a,a 165, i^/i^ (wWl^ìrar» 
171, 179, pt li/» 4iiril^tr«rif 185, kpp ^anOAuia 187, 191, 192, aip 
^mMioia 195, i^iY' 4-"*^'»« 201, pf 4«rWI^1Srfl»ii 210, i^/»^ ^mAiiUia 

222; 4<»i«M«/ III 8. pr.: fa^f ^miOiimj 34, i^pf fotiUiv; 44, 

^«i1^ ^«vji^lij^ 129, kpp limtOAaij 155, ffc^ ^jiiiAl^jw/ 179, ap ifiai^ 
JIAmj 190, ap limJr%mj 217; fiiriAl^atl^ IH p.pr.: kpp limdk%m% 18, 



\ 



288 Formenlehre. 

j«pémjriimdlAm% 97, «p ^unO^uA 97, 134, Irpfi imi»iim% 135, 145, 
np limaBk%ailt 154, tpp, ^attOritiuit 204; ^uipk%iuu H 8. pr. : mpa^ 
^atplrìimu 33, ^lupkhmu 130, pt Iftuplrlimu 184; aL^%mm U 8. pr.: 
P^- nLmirìiUiu 20, i^f/^ ttLai^mm 102, fl|r |(7^ nLiA^mn 132, «|» maj^^ 
Ibtum 132, i^^/i ULoirìitum 136, japtfwj* mjakiiwu 137, i^/>^ «CA^^Mrar 
179, /C^^ «rt^Mrtfffii 216; nt^M»»/ ni 8. pr.I /C^^ iit^i^»; 37; iy/b«fit- 
^i«; in 8. pr.: np ^ui^mlAmj 162, kpp t^^mkitmj 224; p^iMay III 

8. pr.: ap pmLkitmj 51, 196; mdkhwj III 8. pr.: 182 13; altere 
Form mpék%mj S. 39. 

§ 346. In dem etwa8 &lteren medizinischen Werke von 
Mochiiar Hera^i finden 8ich ebenfalk schon folgende Formen: 
iJAmj m 8. pr.: pt ipiauj 87; ^khmm II 8. pr.: 120; ^b%mj III 

8. pr. : ap ^ybtuj 5, pt^ ^tf^ty 9, i^mmpmutn ^k%mj 11, 21, ^A^mj 

19, 25, 32, pt ^kr%mj 37, I^IAmj 46, 47, ifi^b^mj 48, f^f ^Mi»/ 69, 
^hiuij 78, /B^iE^ ^i^tff; 104, ^kiiwj 117, 122, 128, 131, 137; ^k%m% 
ni p. pr.: 38; ^kg/r^ part.prllt.: 91 ; (M^^y. Inf. : 35, 43, 93, 117, 

128; ^mkhmu n 8. pr.: tpt ^mlAmu 5, pt ^tair%mm 14, ap 
^mk%iiiu 49, 80, 81, 82, 85, 94, pt ffanirìiwu 106, np ^mh%mn 
106, Ékpp ^mkinuu 116; ^mkitutj UL 8. pr.: np ^tnirìtmj 39, 61, 

f^ifiit^i»; 134, 135, 137; ^mlrì,nA HI p. pr.: np t^^myi,m% 37; 
^iirMriif^ Inf.: 15, 18, 57, 62, 135; ^wpm^khuy ni 8. pr.; ^mA- 

%mn U 8. pr. : pt ^iutAiimu 1 00 ; ^wJkiuij m 8. pr. : np ^mtA%mj 
147; jmpk%mj in 8. pr.: 9; nAIrìanj III 8. pr.: 44, 101; nLnk%mj 

in 8. pr. : 67. 

§ 347. Die kiliki8cb-mittelarmeiu8ehen Stìlmme anf 4t%m 
-ena repr&sentieren mit ihren zngehOrigen einCachen St&mmen 
Doppelformen ein and de88elben Verbnms. Gleichwohl stehen 
binsichtlicb ihrer Fanktion and Verwendnng beide Sttmme 
keine8weg8 gleicbbereohtigt neben einander; e8 gilt nftmlich 
fUr den erweiterten Stamm anf ^b%iu -ena die Be8chr&iikimg 
da8S er in der Regel niemal8 dem Indikativ Prftsentis 
nnd Imperfekti za Grande liegt: dagegen erscheint dieser 
erweiterte Stamm im Infinitiv and Pr&teritnm, namentlich aber 
al8 Konjnnktiv, wie nnten § 424 dureh Belege erh&rtet wìrd. 
Die8e ftar da8 Eiliki8che fe8tstehende Ersoheinang ist nicht anf 
die mittelarmeni8che SpracbBtnfe be8chrftnkt, 8ondem hat sich 
zngleich mit den fraglichen Stìlmmen anf da8 Nenarmenisehe 
fortgepflanzt : So findet 8ich im Tr. nnd in der westlichen 
Schrift8praehe da8 Yerbnm de8 Besitzes in folgender Gestalt: 



IL Absehnitt: Konjngation. Eap. I. Der PraseuBstamm etc. 289 
Pr&sens Imperfekt 



Indikativ Eonjnnktiv Indikativ Eonjnnktiv 

ntìipu nóitr%tuu 6t0. nói^ftp nóilr%mjhn CtC. 

Fatar Infinitiv 

t^ptn^ aótirìtmu 6tC. 

Ebenso z. B. Ind. pr. ^pmkJl Ind. impf. ql^nt/i neben Konj. pr. 
^m%mJ\ Eonj. impf. ^^uà/wj^, Inf. q[»tn%uii\ ygl. Aid. Il 79. 
Analog im Poi. nach Han. p. 57, 78, 121: Ind. pr. gam neben 
Fatar hx-^enam (= tr. riunii ^biiwiT) and Inf. genaiu (= tr. 
^i^uu^j ; Ind. pr. unim neben Fatar b-unenam (= tr. ufltm^ aàtlr- 
itmiT) and Inf. unenaiu (= tr. uAIrùiuj)'; Ind. pr. kidim neben 
Fatar bi-kidnam (= tr. i^^m^ fltmituaP), Inf. kidnaiu (= tr. 
fltmiimi) a. B. w. Entsprechend rettet aach OA., anregelmUBig 
and nach anormaler Eonjagationsweise, die Indikativformen 
triP^ ^iiri/j nA/nP^ ^minP^ wfthrend der jeweiUge derivierte Stamm 
aaf -^na dieFanktion der tibrigen Tempora (Eonj. and Fnt.) Uber- 
nimmt. Vgl. Palas. E^erakanniian maireni lezvi, Tifi. 1894, § 60. 

Diese dem Mittel- and Neaarmenischen gemeinsame Ver- 
wendang der beiden St&mme ist anm(5glich eine willktlrliche, 
anf bloBer Eonvenienz berahende, sonderà es mass notwen- 
digerweise die verschiedene Fanktìon der beiden parallelen 
Stflmme in der verschiedenen Natar eben dìeser St&mme be- 
grttndet sein. Mit anderen Worten, es dr&ngt sich die Ver- 
matang aaf, dass der formai yom einfaohen Stamm verschiedene 
Stamm aaf -ena aach hinsichtlich der Bedeatong vom einfachen 
Stamm abweiche and den in letzterem liegenden reinen Verbal- 
begriff modifiziert darstelle. 

Nan findet sich in neaarmenischen Dialekten die erweiterte 
Stammform aach als Indikativ verwendet; sie hat aber nicht 
Prftsens- sonderà Fatarbedeatang ; so z. B. im Ach. nach Tom. 
DiaL V. Ach. S. 61 f: unenam-ga = »ich werde haben«, kidnam^ 
-gd^ kidenam-^ga = »ich werde wissenc ; ebenso im Tr., woraas 
Aidjmian II 80 folgende Beispiele bringt: ^pJiuj ^npu aiA^u^ 
'b'W ^t*"^ ^*nL%k%uiu: »heate hast da vier, morgen wirst 

da ZWanzig h ab e ne; pth^t. ^^ ^/unt^ 2aiUm[af[_ imm ^p 

f/iia%iuj: »wenn er aach jetzt erst wenig weiB, so wird er 
doch darch Strebsamkeit vici wissen (wird viole Eenntnisse 

Kftrtt, Kililòfcli-mittelanii. VoUcBsprache. ]9 



290 Formenlebre. 

erlaiigeD}<. Hìer bezeichnet offenbar, nach Aidynian n 80, der 
reine Stanun die Verbalhandlnng als eine «nahe, gegenwSrtige 
und wirklich Btattfindende*, der erweiterte Stamm dagegen als 
eine »entfernte nnd gleichsam bedingte«. Hierin also wird 
man die nrsprttngliche und Grnndbedentnng der erweiterten 
Stòmme auf -^na za suchen haben. Wir haben es hier mit 
zwei verscbiedenen Aktionsarten ein und derselben Verbal- 
handlnng zu thun/ analog wie in den slavisehen Sprachen — 
man denke an die »Aspekte« oder »AktìonBarten< dea kirehen- 
slavischen und dea russisehen Yerbs — , indem die im einfachen 
Stamm als rein und wirklich ausgedrUckt liegende Verbalhand- 
lnng in dem derivierten Stamm auf -ena yon anderem Gesichta- 
punkte aus als eine entfemte und bedingte hingestellt wird. 

Hieraus, aus der Natur der DeriyatstS^mme auf -Mim -ena^ 
erklllrt sich auch ihre eigentlimliohe Verwendung: als Indikativ 
in PrlLfieusbedeutung k5nnen sie nicht fungieren, da aie ihrem 
Wesen nach futurischen oder konjunktÌYen Charakters sind: dea- 
halb finden wir sie im Neuarmenischen yerwendet zum Ausdruck 
des Futurs auch in der Form des Indikatiy-Pr&sens sowie zur 
Darstellung des Eonjunktiys, und deshalb auch ihre besondere, 
unten § 423 f. nllher er5rterte Funktion in der Eoiyugation dea 
Eilikisch-Mittelarmenischen. 

IV. Pr&sensstamm auf -^ -«t.. 

§ 348. Den elassischen StUmmen ^uAh^jr ^iatìik$r^ màrrnmAb^tT 
entsprechen im Eilikischen StS.mme auf -nu: ^%nur kdtmm 
(kadnum) »finde«, p^aLiT Unum »8teige ab«, rnhAatJ" desnum 
»sehe«ij. Femer findet sich fbr ci. lfiai%ktP nm mehr ^/hoLtT 



Belege: 1) fm%nLu U b. pr. Geop. 62, Bb^{fP, B^^, ^^f^, ìTM; 
^fMfAaiM II B. pr. neg. Bb^i^, ^//^, B «^'(f^, A 135; fmìtUL Ul b. pr. 
63 11. 23, 65 9, 85 6, Bb f, q-^ </t, 4f^ ^^ì.\ ^uAhl III 8. pr. neg. Bb 
^S^t'^ finiinjg II p. pr. Eb (/«; fuAnLg II p. pr. A 151; fmitnói TU 
p. pr. 13 10, 65 6, Oeop.195, A 151, B ^^m^ Bb ^, A*^; fuihaLi^ inf. 15 14, 
Bb if, B ^pf ; f.uAtuL2 ftdj. verb. Bb f. ppini. Ili b. pr. Bb f^^j ^l't.j 
èi^ A^, ^ A 19, 187; ^Jpri,!^ Ili fl. pr. neg. B ^ Bb^; H^"'^ 

III p. pr. Bb pilr, iniruhaLu II fl. pr. B ^^, ^^^ir, t%ut^ *^f , aÌ£J»^ '^It.i 
mkuiinL III B.pr. 11 27, 29 1. 17, 25 20, 27 13, 33 2. 3, 39 2, 51 17, 59 22.23, 

63 18, 65 21, B «/^, Bb/jf, ^ i?</, i^^y ^4t; ittkuiiiygUp.pi, 59 15; 



n. AbBohnitt: Konjogation. Kap. I. Der PrliseiiBBtainm etc. 291 

gUmm \g9lnum) »yer8ohlaeke< 3), Air ci. ^uiinL$r nnr mehr ^m/kaLiT 
galnum »yer8topfe« '). Eine weitere Grappe yan DeriyatstUm- 
men auf -nt^ stebt entsprechenden dassischen Stftmmen aaf -m 
gegenttber: u^uiiaLiT^isnum [skasnum) »begìnne« ^) =s ci. m^uui%/iJ*'^ 
4l^è%uijr hynum »reite«^) s= ci. Ay^mu^tP^ nt.Antjr %imum 
»lenie« ^) ss ci. ai.uah»f»jr'^ mpir%nur hrjnum {borjnum) »entwi8che< ^) 
=3= d. a^p^aApj: Letztere Filile sind namentlich dem nordwest- 
liohen Ifittelarmenisch eigen, welches auBerdem noch aufweiBt: 
Jm%nijr ntadnum >gehe eìii«^) fUr kl. JmktT*^ k/haLtT einum »gehe 
aii8« 9) fUr kl. k/^ktT; amkqyùuLJ^ steyjmm »bilde€ 10) ^ kL 
umyqèU^iT XL 8. w. Im ModeropolarmenÌBclien ist dieser Stamm- 
weohsel yoUst&ndig durchgeftOirt, indem hier 8&mtliohe alt- 
armenisehe DeriyatstUmme auf -anem und teilweise anch die anf 
-ontm zn Themata auf -num gewordeu sind; so hat PoL auBer 
desmtm^ kddnunij unònum die ganze EIas8e der Eausatìva auf -itum 
ala Ent^reobung de8 alten Stammes auf -anem. VgL obeu § 329. 

Die altannenischen Deriyatst&mme auf -ììu haben sich im 
allgemeinen gehalten; so sind noch lebendig die St&mme: 
wiAatjr atnum >nehme«^^}, lrptfitat.ir ertnum »schw5re<^^), 
g%^yiiaurongenum »werfe< i^), ^niJ*lnu$n[hnum) «fUUec^^) u.s.w. 



mlrmùnói IH p. pr. 15 26, 25 14. 15. 19, 29 6, 39 11. 15, Goop. 225, Bb «/«u, 
K t¥^ /l» ^ì ^9 ^> ^» ^ ^> ^; mir0%ai^ Inf. 15 25, Smp. 

Chron. Dui. 648, B i/TJy, Rb <^, ^dut^ ^f^P^ ^*^, ^^9 ^^f\ mtiAmi^ 

adj.yerb. Bb f. 2) ^/haL in B.pr. B iT^iu^ tT^f. 3) ^m^aut II g. pr. 

Geop. 137, 138, B diu ; ^la/hnói III p. pr. B 1/^^ ; Iftu/iiaLi^ Inf. Geop. 117. 

4) u^iAmi. Ili B. pr. bJ^^ J^. 5) Akò^itLi^lnl Geop. 203. 6] Nach 
Aidynian I 93, II 73. 7) Nach Aid. 1 93, Il 73. 8) iTuAnA III p. pr. 

Am.Dovl.H.II367. 9) ir^lrn*iinp.pr.KoBt.Saxnml.II43. 10) ImAchra- 
badin und bei Am. Dovi. 11) uhAulu IlB.pr.l3i4,L179i; uhAul IIIs. 

pr. 11. 6. 19.20.28, 132.24.28, 15 9,1710.12.24, 198,214.20, 23 8, 29 13.15, 
3713.18,45 9. 13.14,4710.18.23,494, 51 19, 553. 6.15, 57 8, 63 11.22.23, 69 1, 

75 2, 77 10, 85 2, Bb ^^; ^tuiAnL HI 6. pr. neg. Bb è^t\ iuiAnàt^ 1 p. 
pr. 53 22; «"Aaj^ II p. pr. L 186 3; miAnA III p. pr. 17 21, 47 12, 51 11, 

L 155 30, 156 4, Bb/w; mnìiajp III B. imp£ Bb iy.; iun%nt£ inf. B,h^t^ 

Abb. Ant 11 14. 16. 21, 23 17. 20, 29 4, 47 38, 55 2, 69 17. 12) kp^m, 

III B. pr. 9 23, 11 3. 8. 9. 12, 25 26. 28, 29 8, 31 12, 35 29, 59 20, 61 8, 63 19, 
73 8, 81 io; kpi^%nL% III p. pr. 63 18, L 155 io; irpt^aL^^ inf. 11 2, 73 9. 

13) pm^aL III B.pr. Geop. 67; pit^lAaA III p.pr. Geop. 198. 14) ^ncu 
II B. pr. B A#, ^qf; ^nu III B% pr. Bb kP\ Ù""^ ^^ P- P'* ® ^^^• 

19* 



292 Formenlehre. 

§ 349. Ist Bomìt das Gebiet der alien nu-St&nme bedea- 
tend erweitert worden, bo zeigt sich andrerseits dasjenige der 
einfachen ti-StUmme sehr gesohm&lert, da, wie bereits oben 
§ 322 dargethan ist, die meisten einfachen ti-St&mme wie 
mgtqÉr£mLir^ jkquLiT^ tudrfULj*^ ^b^uactT^ fkittiLiT zu e-StlUnmen gewor- 
den Bind. Nnr wenige haben Bich erhalten; so erBcheinen 
noch: paquL IH B. pr. 17 5, 49 14, 81 17, Bb ^; pnqaói HL 

p. pr. 65 22, Bb ^; pnqnLJiù m p. impf. Bb ^; pnqni^ inf. 
41 18, B JT^. AllerdingB zeigt die Smp. Chron. Dui. 650 belegte 
Form p^nqt[»% dass auch dieses einfache «^Thema im Schwinden 
begriffen iBt. Im Sp&tkilikiBchen iBt aneli der erweiterte St amm 
afalrouTverdrftngt dnrch maitlnr^ bo inMrB: mtàilri »nehmen< trf»^^ 

mióikiafit »desNehmen8< ?^ c/^; Bchon daB DiplomLeojin. vom 
J. 1288 zeigt die Form ^ni. uiiAtlfb »BÌe nahmen* L. 1562. 3. Hierin 
liegt ein Btarker AnBatz znr y5lligen VerdrUngnng deB u-Themas 
durch daB e-Thema, wie dicBelbe in mehreren modernen Dialek- 
ten — BO im Tr. nnd im Ach. — dnrohgeBetzt isi 

y. PasBiystamm anf -vi -#^, ^i^^ -i^. 

§ 350. DaB claBBÌBch-altarmenÌBche Verbam boBitzt keine 
eigentliche PaBBÌ?koi\jngatìon: daB paBBive GennB der a- nnd 
ti-St&mme ÌBt in den Temporen deB Pr&BenBBystemB vom Aktiy 
nicht nnterBchieden; die e-St&mme bilden zwar einen PasBiv- 
Btamm anf -t, wie denn anch die t-Eoigngation alB eigentliche 
PaBsivkonjngatioD galt; Bie kann jedoch nnr nneigentlich ab 
PaBsivkonjugation bezeichnet werden, da Bie keineBwegB anB- 
BchlieBlich an daB pasBive Verbnm gebnnden iBt, vielmehr sich 
anch anf die Mehrzahl der Intransitiva, nnd selbst anf Àkiiva, 
wie aóifuT^ mw^ltiT crstrcckt. Ebensowenig ist der sog. alte 
passive Aorist mit Gharakter a anf die Passiva besohr&nkt 
Der classischen Sprache fehit sowohl cine eigentliche Passiv- 
flexion als ein besonderer Passivstamm. 

Das groBe sprachgeschichtliche Moment des Mittelarmeni- 
schen liegt nnn in der Entstehnng eìnes besonderen, der alten 
Sprache v^llig abgehenden Passivstammes, der, allein nnd ans- 
schlieBlich dem passiven Verb eigen, anf "ti (.#^^ ^«^^ ^) 
ansgeht: derselbe Stamm ist bis in die nenarmenische Sprache 
hinein der ansBchlieBliche Passivstamm geblieben. Yon diesem 
neuen Passivthema anf -ri gebildet erscheinen in den vorliegen- 
den kilikischen Quellen folgende PrUsensformen: 



II. Absohnitt: Konjogation. ELap. I. Der PritoenBstamm etc. 293 

§ 351, 1. Von aktiyen e-StUmmen. 

a) Von einfachen aktìven e-Stàmmen: mutljt asvi twird gè- 
8agt« 27 14; mumfh asvin »werden genannt* B ^; mjpmftù 
airvin »werden Yerbraiint« BbMt; mpS^^iffi arjgvi {arj9ffvi) »wird 
befreit* 77 4; ^mAiffi painci (pahnvij »wìrd geteilt« 21 5, 47 14, 
Rb <^; futA^ii paznvin [pazanvin) »werden geteilt« Rb^; ptlb^ 

ptnvi (paftwi) »wird ertappt, wird gefangen« Rb m^ ^^ ^ Ì^ 

q£^ £è^k^ £ff ; fuA^% pf-nvin (p9f7if>tn{ »werden ergriffen« Rb^* 
f|fi^ irvi (karvi) »wird geeohriebeiK 39 27, 47 28, 59 5, 83 25; 
^mmtlffù tadtin »werden gerìchtet« Rb^tn; ^u^ zukvi »wird 
▼erbnnden« Rb </»; pmi^pi^ idbrvi {hdbarvi) »wird boratene 
23 29; inui^ loòvi »wird zerstoBenc B i/^; t^^^lt ^^P^ 
»wìrd irregefUhrt« Rb ^; fupmmiffi xradvi »wird geztlch* 
tigt« Rb 1^^ <^, Ijt ; ^pmmntfhi xrodvtn » werden geztichtìgt« 
Rb ^^; S^uff^iffi jaxvi >wird vorkaaft^ 45 22, 79 6, L 155 5, 

Rb ^, ^; ^i»/Stii^ ^o^t »wird geh&ngt< 3524. 25, 636. 7, BJ^^ 
k^pit 9^^^ (gadartn) »wird abge8ohnitten« Rb)^ ^) ^ rf<f ; 
a^t^y ^^ cAf^* (c^X^of) »Ym:d entlasBon, abgosetzt« Rb ^, ^^ 
/f 9 il) ^) ^9 ^9 «^%# ma/ot >wird ge8iebt« B i/^; %yqui^ 
neyvi twird beengt« B^; ^^^^^^ Hnvi »wird gebaut, yorfortigt< 
Rb^^, ^^, B"^; 0^#^ uzo« >wird yerlangt« 17 2o; i^m4atf 
bahvi »wird gehtttet« Rb £f ; t^at^itlà» bahvsm »wardon be- 
wacht< Rb ^; ^umlitl^tr psagvim »werdo verheiratetc Rb ^ 
afum^^ paagvi »wird yerheiratet« Rb</i, <f, ^, ^i|., ^<, 55 3; 
t^U^l^'lt ^A^^'^c'^ »wird reklamiert« 23 30; uuy^saizvi »wird 
in Besitz gesetzt, belehnt« nnd »8etzt Bich in Besitz yon etwa8<, 
fr. »Be saisir de q. choBe« 71 2, 29 13; #/<if/>#/^ varvi twird yer- 
trieben« Rb dp^ Ì?^; ifùmpiUtiT tjarvim {vajarvim) »werde be- 
zahlt, maohe mioh bozahIt« 41 23; i/f»uptl^ vjarvi [vyarvt) »wird 
bezablt, macht sich bezahlt* 41 12, 43 1. 10, 45 19. 22, 77 7, 
83 4, Rb ^, ^; tl^imptllfit vjarvin (vajarvin) » werden bezahltc 
41 8; mut^p^iffi dahrffvi (dcAargvi) »wird besiegt* 35 24. 25. 29, 
59 26. 29, 61 23, 63 6; mmA^ duzvi >wird be8traft« Rb*!^, d^, 
£J^^ £<^; mnufii^ dugnvi {duganvi) »wird boBtraft« 61 17, 71 21, 

Rb m^ y^ iS^; iffkiui/lf pedvi »wird gernpft« B 1^; ^ìv^ì^ 
ìiagvi »wird zerst5rt« Rb è^\ snit ^^^ »wird gezogen, ge- 
Bchleppt« A 152, B %, ^, ^, W^, J^; ^mp^a^^ Hargojvi 
»wird ge0teinigt« Rb ^; /«iri^^ fo^t7 »zer8toBen werden* 



294 . Formenlehre. 

B i/^; uim^iljti^ bahvU >bewahrt werden« BIx^;. mumlimt^i^ 
psagvil »BÌch heiraten* Bb ^; i/fm^i/pi^ vjarvil (v9jarvil) »BÌch 

bezahltmaohen« 71 12, 81 21, Bb^iì^; ìg'^^^l'i Icahil »ge8ohleppt 
werden« B J^. 

b) Yon erweiterten aktìyen ^-Stftmmen: mLéitHii^ n/nvU 
[yanvil) «gesalbt werden* B il^ zu unAiiki^ »salbeii« ; qiuffr invi 

(tmtn) »wird gelegt* 47 28, B ^, ^, :^ ^, J^^ 5?, Bb ^ 
£4 zu tfiki >legeii« ; ^apuin/^ gorsnvi [gors^twij >wird yeiioren* 
Bb^ za linpa%kri^ »yerlieren«; ^ì^gi^^li ffeo^nvi (ge^9nvi) >wird 

bewieseii* Bb lèi» zu ^^ggi/ki^ »bewei86ii« ; ui^aAnffi spatwi (aos 

^ uuim%%ilf) »wìrd get($tet« Bb ^, i^, iS^^, ^ za uuimVuhi^ 

»Wtea<; £ub%^ jan^i >wird erkannt* A 118, 183, 282, Bb^ 
za £utit^£^ »erkenneii<. 

§ 352. 2. Yon aktìven »-St&mmen: 

C%i^L%tlli 9ndunv% »wird angenoinmen« 11 8. 10, 59 27. 26. 30, 
61 22. 24, 73 9, 83 20 za ^In^iì»//^ »annehmen<. 

§ 353. 3. Yon aktiven a-StUmmen: 

Za i^t^miT »8t6hle< da8 pass, ^nqjànip koyanin »wird gè* 
stohleac L 156 11, Bb £^, ^^, ìéi; za jl»^mi^ >bemeTken« das 

pass. j^iQ/bil[i himenvi »wird bemerkt« Bb^^; za/utf1[r«v£^>5ffiiea« 
das pass. pu»%il]t panvi »wirdge(Sffìiet« A157 ; zui^m^mi^ »waschea< 
das pass. liufutH» Ivanvi (lavanvi) »wird gewa8chen< A 304. 
In dem jttngeren Mr B,dagegen bilden dieso Yerba da s Pas siv 
Yom Aoriststamme : pui^/lp ia^vi »wird genetzt« Mr B iTf»^ za 
pui%ui£^ »netzen« ; i^gtjli Iva^vi [hva^vi] »wird gewaschen« Mr B 

1/^^ za ft/tuitiuf »waschen« ; ^ p.uigntJrfnj ipagtelo »yon dem Ent- 

bl5Btsein« Bb ÌòZi. Yom Aoriststamm gebildet ist aach pass. 
mililjt dvvi (davvi) »wird gegeben« 23 3, Mr B/^; «r^i/^ib dvvtn 
{d9vvin) »werden gegebea* 25 2 za inm^^ »geben«. 

§ 354. 4. Yon aktiyen t^St&mmen: 

a) Yon einfachen aktìyen Stftmmen: pnq^ loyvi »wird 
gelassen* Bb Pq. za pnq^n^i »Iassen« ; b) yon erweiterten aktiyen 
St&mmen: ^m£jp gahi »wird yerstopft« B^^ za ^m/itmAi^ *^®^~ 
stopfenc; ^^ idvi {kodvi) »wird gefdnden* 79 12. 16, L 156 12, 
B ^, Bb 1^ ^ ^, ^, ^, %, ia, A 134, 157 za ^%,ii 
»finden€; ^^t/fìi kdtin (kadmn) »werden gefanden* 39 12. 



II. Absohnitt: Konjugation. Kap. I.- Der PrSsenBBtamm eto. 295 

Dagegen vereinzelt i^%aLlt kdnvi (iadnavi) »wird gefandenc 
Bb ^t- Zn /itatg^ >fìillen« das pass, ^i^ l^vi (b^vt} »wird ge- 

tttlU Bb i^^ if^^ B J^; igtlJfù hgtin »werden gefllllt* A 236. 
Daneben zeigt Mr A jedocfa auch die Form /inlJi bnm »wird 
gefblltc A 17. Yom Aoriststamme gebìldet sind auch: muiptl^ 
darvi »wìrd gefllhrt« Bb^ zu nniriir/r^ »f11hreii«; ^kp/ffi gervi 

»wird gegessen« B Mt^ J^ zu «livA^ »essen«. Daneben 
jedoch anch vom Prllsensstamm aus gebildet die Form nuniHi 
udvi >wird gegessen* Bb ^, A 260. 

§ 355. Schon im 11. Jhd. zeigt sich bei Mch. Her. das 
nene Passivimi in folgenden Formen: fumimi^ xahi »wird auf- 
gezehrt« p. 18, Akt ^utiktT*^ s'^"^ Masvi >wird gezogen« p. 39, 
Aki^M^iriT; tup^%ntliargnf>i{arg9nv{j »wird geworfenc pp.48, 63, 
Akt mplfithJr] ini.nhi^i^ hauvil {hpafwil) >gewaschen werden* 

p. 12, Akt. ipumbauJ"'^ intmgiHi^ i^f^fftì'j lysit ^^^^ (l9VaQtÌj 

ywird gewasohen* pp. 26, 27, 28; pmgtl» poQvi »wird geSffnet* 
p. 12y Akt. putuiutT'^ ^innifi^ t'aiti V"^ ^^ (kodvtl »wird gefon- 
den« pp« 22, 38, 44, 45, Akt. ^òaLiT, 

§ 356. Die Geoponica haben folgende vt-Passìva: ^pifli 
gAvì m 8. pr. >wird mit 01 begos8en« p. 92, Akt. Ippinr'^ 
Ipiiilli Sinvi m 8. pr. >wird gebant« p. 92, Akt. ifìèriP-^ numl]^ 
udvi ni 8. pr. >wird gegessen« pp. 19, 24, Akt. nLmènP'^ numUii 
udvU Inf. »geges8en werden« p. 120; t^ui^atf lahvi ÙI s. pr. 
>wird bewahrt« p. 136, Akt. mm^lrtr*^ mu^aL/i drigni (dangvi) IH 
8. pr. >wird gepfianzt* p. 142, Akt. mh^tiP'^ gu/ùni^ gami in 
8. pr. >wird ges^tc pp. 20, 22, 24, 156, Akt. ^uAtiT*^ ^iiririit/^ Inf. 
'gesUt werden* p. 66; ^npac^ porvi III s. pr. »wird gegraben* 
p. 40, Akt. i/tnpkiP'^ luiuiAaLfiit xatnvin IH p. pr. >werden ge- 
mi8cht« p. 101, Akt luuuóik$r. Vom erweiterten PrS^ensstamm 
tfiikiT tnem: ^ifiinLJih g-tnvin [ga-tanvin) »werden nicht ge8etzt« 
p. 143; dagegen p. 86: q^pmlt ni sg. vom Aoriststamm. Vom 
o^tamm pmluatr »5fifh6<: puAntf panvi »wird ge5£Fhet« p. 37 3, 
neben pf^nLf»^ ^g^t P^^^ »wird ge5ffiiet« pp. 40, 138 vom 
Aoriststamm. Vom a-Stamm ptu%m»r »netze<: pm%ai^ ianvi 
>wìrd genetzt* pp. 20, 129; dagegen pmgai^% iagvin >werden 
genetzt* p. 147 vom Aoriststamm. Vom u-Stamm^nf.ir»fìlIle<: 
^0<^ Invi (hnvi) HL s. pr. »wird gefbllt* pp. 37, 157, 189; da- 
neben ujat^ Igvi {bgvij yom Aoriststamm pp. 29, 128, 163, 187. 



296 Formenlehre. 

§ 357. Im PrUteritnm PaBsivi, welches hier yorwe^ 
genommen nnd zngleich an dieser Stelle im AnBchlass an das 
Prasens besprochen fiein soli, erscheinen noch 5fter die alien 
Formen, was jedoch nicht zn dem SchlasBe berechtigti daas 
das neue Passiv des PrUteritums nooh nicht allgemein gebrftach- 
lich war: darans, dass die alten Prateritalformen Bieh in der 
kilikiflohen Schriftoprache noch znweilen vorfinden, folgt keines- 
wegB, dass aie wìrklich in der lebenden VolkBsprache noch 
existierten: im PrUterìtum eben gentigte der claBBische passive 
Aorist zum Ansdruck dea OenuB paBsiyum, and so begreift es 
sich, dasB, obschon veraltet, er in der Btichersprache neben der 
nenen PrUteritalform noch zngelassen wnrde. Von letzterer 
finden sieh als Eilikisch belegt: IH sg. Aor. pass. è^m^mLkgmM, 
jcLxvegav >wurde yerkanft« 73 17; ò^Irè^ndrgutL jejteQov »?nirde 
geschlagen« Rb <f] ^ui^mhgmt. gaxvecav »warde geh&ngt< Smp. 
Ghron. Dal. 631 ; jnLqmp^ilk^uit. huycargtegwo »warde gesohidct* 
Rb Ì^\ uiumlfaUrgutL psagvegaio >warde yerheiratet« Smp.C!hron. 

Dal. 666, Rb^; miJiqnulhgmL qyyuvegav (Laatl. § 154) > wnrde 
angewiesen« 81 26; III pi. Aor. pass. uiuiu^nJr^uA psctgve^ctn 
»warden yerheiratet« 19 6; ptim^^p^ir^aiii l&ihirvegan tberieten 
Bich« Smp. Ghron. Dal. 647; I pi. Fai pass, ptim^/tp^gai.^ 
ledbirveguH^) twerden nns beraten« Smp. Ghron. Dal. 647; lU 
sg. Aor. pass, fuugnuut. pagvav >warde geóffnet« 23 15; mt^mA^mL 
spanvav >warde get5tet« Rb £^; pnqtlun. ioyvat »warde gela8sen« 
Rb H\ quipliatjuL zargvav > wnrde geschlagenc Rb £<f ; l^kptlmL 
gervav >ward gefreBsen« Rb£^^; tunaLiuL atvav »ward genom- 
men*, ^ntjuii trvan (i9rvan) »warden gelegt* letztere nach Aid. 
n 73. Partizipia pr&terita: ^ua^^ki^ t »ist gebonden* 9 7; 
lli%lt lunària »ist gehQrt worden* 19 15; ^^i k >Ì8t ge kanft 
worden* Rb ^ék-^ 4t"'vlÈ^L ^ *^^^ yerzogen worden< B £^; 
k gL«'g4^L *^^^ ge(3ff!Qet worden« B ^; ifAl» ig^i^ »ist gefttUt 
worden* A 245; litrpilk^ i^^l» »ist gefressen worden« B M^. 

§ 358. Dieses mittelarmenische Passiyom, das sich, wie 
schon bemerkt, anch im Neaarmenischen wieder findet^), and 
zwar in s&mtlichen Mnndarten, den 58tlichen sowohl wie den 
westUchen, hat als charakteristisches Zeichen das Element 
uL u resp. 9, welches jedoch arsprtinglich and seinem Wesen 



1) Hjbride Form fUr ci. ^ptufi^^ptrutfaLg, 

2) Wenii anch teilveise mit anwesentlioher Ùmgestaltong. 



II. Absohnitt: Koi^jagatioii. Kap. I. Der PrlisenBBtamm etc. 297 

naeh keineswegs rein passiver Natnr sein kann, wie aus den oben 
angeftthrten F&llen mit reflexiver oder intransitiver Bedentang, 
wie ptmin^p^gm% »8ie berìeten 8ich«y uuijiii[l9$r «bemUcbtige 
miehc, heryorgeht. Das Element m. des PasBivatamins ist viel- 
melur ursprUnglich identisch mit dem Prllsenscharakter u der 
fi-Stftmme, voraasgesetzt, dass folgende bereits yon Petermann 
in »Abhandluiigea d. Ak. d. Wiss. za Berlin* 1866 pp.75, 76 anf- 
gestellte EntBtehangstheorie fUr das mittelarmenische Passiy 
riohtig Ì8t In der alien Sprache maebte sich besonders bei 
den Stàmmen anf -a and bei denen aaf -u der Mangel eines 
eigentlichen, bestimmten Aasdracks ftlr das Passiv fHhlbar. 
Diesem Mangel abzahelfen, ward in mittelarmenischer Zeit yon 
den PrllsenBSt^mmen anf -u naoh Analogie der PrUsenBStàmme 
anf -0 ein nener passiver Prasensstamm derart gebildet, dass 
an den charakteristischen Stammyokal -« des u-Stammes noch 
der charakteristìsche Stammyokal -t der sog. passiven Eon- 
jogation angeftgt wnrde: so entstanden Formen wie fi^»<//^ 
>geopfert werdenc, /^m^/^ »gefilllt werden« eie.; wie denn aach 
sehon (ef. Aid. Kr. Gramm. U 73) in yorkilikischer Zeit za 
mmJ" »gebe< yon Stamm mmL~ des Aorists die Passiyformen 
mmt^J\ mmi^m^ mnt^^ muéfiìb gobildet worden. Dioses Passiy 
nalun allmftUig so tlberband, dass man irriger Weise den 
Vokal u bezw. den ihm entsprechenden Konsonant v fUr den 
eigentlichen Gharakter des Passiys ansah and daher den Yerbis 
aller Konjogationen einftigte. Der so entstandene neae Passiy- 
stamm des Pr&sens ist demnach eigentlich ^in dorch das infigierte 
Element -u erweiterter passiver i*Stamm, wie er denn anoh 
gleieh den gew&hnlichen f-Stìlmmen flektiert wird. — Der Peter- 
mannsohen Theorie fttge ich nooh bei : Das mittelarmenische, mit 
Gharakter oi. (u, i;) gebildete Passiv des Aorists ist, obschon 
bereits kilikisoh vorhanden, doch erst naohtr&glich and spàter als 
das Passiy des Pr&sens entstanden: and zwar bilden die 
einfaohen e-StUmme den Passivstamm des Aorists vom Passiv- 
stamm des Prltoens dnrch Anfbgnng des Aoristcharakters -j -p 
an das ^^ -^ des PrUsensstammes, der somit wie ein gew5hn- 
licher einfacher ì-Stamm behandelt wird. Dagegen lehnt sich 
der passive Aorist der ttbrigen Yerba, wie die oben angefbhr* 

ten Formen pjugULmg. (= ci. pmgmt^y ui^minfaiL (= ci. ug/^atiiutL^^ 

mnjaumi. (= cl. mtuui) ctc. Ichrcn, nioht an den passiven PrUsens- 
Btamm, sondem an die entsprechenden alten (classisohen) 



298 Formenlehre. 

passiven Aoristformen an, indem blos vor dem .» -a der En^ 
dang der classisohen Aoristfonn das Element -«<. -u (-d) ein- 
geschaltet wird. Der Passiystamm dea Aorist waid luDr 
wiedemm auf das Pr&sens Terallgemeinert, nnd 00 erklftrt 
sich das ans obigen Belegen ersichtliohe Sohwanken in der 
PrltoeiiBstammbildang des Pasfiiys. In jenen schwankenden 
FSlllen gewinnt zusehendB die jtingere Tom Aoristatamme gè- 
bildete Form die Oberhand. Im NenarmeiuBcheii ist ne znr 
ansschliefilichen geworden ; so kennt die nwa. Litteratorspraohe 
nnr mehr die Passiva fntMag^at^g^^ ^JuÉif^uL/i£^^ qa^^^tp^^ f^Mc/i^ 
n. Aidynian II 62. Die àlteren mittelarmenisehen yom Priisenfl* 
stamm gebildeten inuuit-^aifii^^ jpj}ài~aLlii^^ fl^^^L^ t^^"*^ 
sind geschwìinden. 

Immerbin wird, mag aneh obige, nach Petermami gegebeoro, 
an sieh nicht niiwahracheinliche EntstehiiDgserklftniiig wirUìeh 
zntreffen, bei der Genesis des kilikisoh-mittelarmenisehen Passiva 
noch irgend ein anderer Faktor mitgewìrkt haben. lek er* 
imiere an die altarm. Verbalnomina anf ^uuè- wie: ^ap^mMmè-^ 

qjup^nuuS- joppiiuuué- Sùm^nLmè- uu^tÉtojmLmè- die mlt dem U QÌSi 

ti-Stflmme sicher nichts zu thnn haben, nnd in denen Aidynian 
(Kr. Gramm. U p. 73) die ersten Spnren des mittelanneniseben 
Passivs erblickt Ich erinnere noch an folgende FUle: cL 
^paUnT Qrf>em >zer8trene« == ci. gpktT ^em\ cL ^è^uLtT kcvem 
»rado, Tellieo« neben ^^ktT kcem >pnng0y mordeo« ; d. fymuiirX 
kivem »interIaco, interpato* neben ^mk^iùem »pnngo, BÌgiio«. 
Hier erscheint neben dem einfaehen 0-Stamm ein mit in- 
figiertem «/, nL u^ v erweiterter e-Stamm, analog wie neben 
dem altarmenischen, als passiy geltenden einfaehen t-Stamm 
der kilikisch-mittelarmenisohe mit Element u^ v erweiterte 
^tamm steht. 



II. Àbsohnitt: Konjngation. Kap. II. Das PrasenBeystem. 299 

Kap. II. Das PrSsenssystem. 

L Tempora und Modi. 

§ 359. Vom PraBenBBtamm 8ind gebildet die Tempora des 
Pr&Benssystems: Prlb9en8, Imperfekt und Fatar mit ihren ModÌB. 

Wie non bei alien jttngeren Sprachentwiokelungen in den 
Flezionsformen dea Yerbams sich Vereinfachnng und Verarmang 
gegentlber dem Formenreichtam dea ftlteren SprachzostandeB 
offenbart, bo auoh im Kilikisch-Mittelarmenischen, and zwar 
Bpeziell im FrttsenBsystem. Sohon in den letzten Jahrhander- 
ten der altannenischen Sprachperiode batte sioh der Indikativ 
aUmUhlig an Stelle des Eonjnnktivs and des FatarB za drS.ngen 
gestrebt, wie dies sich namentlich an nichtreinen ClaBsikem 
beobachten IftBBt <). Im MittelarmeniBohen ist dieser Evolations- 
prozesB zom AbBchluss gelangt: die altarmenisehe Eon- 
jnnktiyform des Pr&senB undlmperfekts mit Gharakter 
g Q ist yoUends antergegangen und damit zagleich 
aach das formai den Eonjanktiv dea Aorists dar- 
stellende Fatar mit Gharakter g q. Nar noch ganz ver- 
einzelte Trtimmer des alten Eonjanktiys and Futars erscheinen 
in erstarrten Formeln and als Àrehaismen^). 

§ 360. Prftsens and Imperfekt. — Nach dem Unter- 
gange des alten Eoiganktiy PrftsentiB and Imperfekti Uber- 
nahm nach einer in der Sprachgeschichte mehrfach wieder- 
kehrenden Fanktionserweiterang die Indikatiyform zagleich die 
Bedeatang and Fanktion des Eoiganktiys, so dass fllr die beiden 
Modi Indikatiy and Eonjanktiy des PrftsenB nar mehr eine einzige 
sprachliohe Àasdracksfonn yorhanden war, nftmlich der Indikatiy. 

Àllerdings batte zanUchst, beyor noch der Indikatiy ali- 
gemein konjanktiyìsche Fanktion erlangt batte, in frUhmittel- 
armenischer Zeit fttr den abgestorbenen Eonjanktiy sich ein 
nener Aasdraok festzasetzen gesacht in der Form eines tempas 
compositam, bestehend aas der mittelarm. Eonjanktiyform yon 
^miT gam + konj. oc ti + altem Indikatiy; war doch die Eon- 
janktiyform yon ^tutTgam wie geschaffen zam amschreibenden 

1) YgL hlerttber Aid. 1 114 Bdn. 109. 

2) So z. B. noch ^ifliii in. [tgt AsB. Ant. 77 22 neben ^tr^ nf. ^^ir^ 
>waB 60 aach Bei< 23 4, 86 1, mp nt. ifiiip >wer cb auoh 0ei« 53 11. 



300 Formenlehre. 

Ausdrnok des EonjunktivtempnB. Beispiele dieser Tempnsform 

Bind: np jlrplfpl% fi qJti-p^ Iflr'Uiuj ne kpPmj Jt ^mùma. >dainit 

er anBer Landes anf Handel g6he« p. 83 13; ap ftiiu£mi^mj% 
^ir%uij nL jAfi »daBB Strcit herrBche« 81 s; np muflrt. ^^%mj 
ni. tl^taptip »daB8 ohcr bezahlt werde« 41 20; ap »uj%atl^ mnaL- 
maLp Ifirlbuij ne iuj%k > welchct damit Handel treibe« 79 17; 

np ^hr%iuj ni. q.w%^ialt »W6lcher klagtc 27 19; np qirn. ^k%mj 

ki. (= ut.) Ir^fi »wa8 nooh kocht, im koohen begriffen i8t< 
Geop. p. 80; kpt ^Ir^mj nL ^luj >weiin kommt< 33 23; kt. 
(sci. pt) ihriiuj HL nLpm%UÈj ^Ir&ot^ »und fallfl dcr ScU&ger 
Ieagnet« 61 1; p^ «^ ^k%utj nL trppuij pp ^ut%^n^ »wenn einer 
gerade BeineB WegeB dahin 8chreitet< Rb ^^; pi lfir%m% ul 
mtu^lr^ qJiuAL^ui^ »wenn den Weg bewachenc RbiS^; uti^m fl^^ 
A 'Ù"'^ ^A^lErufiir HL 4ni%f^% »yielmehr BoUen sie, wie in einem 
EloBter 68 Bich gebtthrt, anarahen* Bb jb^; irpt ^lr%mm m^ 
^%llru »wenn dn erntest* Rb jiif^ ; hpp i^mbnót np t^jgtJimum'^ 
jtulfutib fap^ ^k%uij UL utj%k »wenn aie finden, dass er das 
Prìesteramt anBtlbe« Rb ^; kpp ^kìtuij nt. iji^p kt^^u^uiqaufiig 
piimpiuuintppMt >wenn die Biachofiswahl stattfindetc Rb ^7- 

Pt lik'butj UL ^amp(r »Wenn Wtet« Rb ^^^^ -g'^'-^L P^ ^ir%mj 

ni. iPkiLÌ/p »anBer wenn Btirbt« Rb^; np ^k%tu ne uLtut 
»welcber seinen Lebensnnterhalt geniefitc Rb ^; pt ^k%wii 
nL ^n.ilJi% »wenn kàmpfenc Rb ^<A^; pt lilr%m% ul i^m4k% 
»wenn bewachen« Rb ;^^; jnpdtuiT kq^mp^ ^k%iu% j» jftpau^Jt 
' puiélbi[J,'b »wenn die Brtlder aich yon einander trennen« Rb ^ 
— Ebenso auB Mr B: pt Ifkiiiu hl b^i%t »wenn anstrittc 
B 1?^; pt lilr%iuj nL tppmj »wenn geht« B ^^, J^t 

iT^P dreimal; kpt ^iriau nL p 'U^jp f" »wenn ansfìlllt, wenn 
abfìUlt« B iPéq'^ np l(èr%iu nL fu*/^//^ »falls verstopft wird< 

B if^-f.'^ np ^kitiu nL luq^piujiitu B </^^^| Itl pt ilìupiLnjk 
ij'l»'^^ nL l^auiT ^tutTò-Irlfb ^k%tuj nL nLtni^i* nL ^miT pt V^^^^fU 
Ip'i'p [f ilpu^ nL lfkr% tuj nL nLinifJi B Jtfq. U. 8. W. 

Immerhin konnte diese znBammengesetzte TempuBform, die, 
nach obigen Beispielen mutmaBlioh zn schlieBen, eigentlich bloB 
eine besondere AktionBart des Konjnnktiy PràBentis znm Ans- 
drnck bringt, indem Bie eine einmalige, konkrete Handlnng 
alB in der Gegenwart danernd oder anhaltend darstellt, keines- 
wegB die einmal begonnene nnd in Entwiokelnng begrìffene Ans- 



IL Abfichnitt: Konjagation. Ksp. II. Das PrSsensBystem. 301 

breitnng der alten Indikatìvform in EonjanktiyfQnktìon hemmen. 
Je mehr aber die Indlkativform in dieser ibrer neaen Fnnktion 
erstarkte, bis 8ie BohlieBlich znr allgemeinen und ansschlieB- 
liohen Eoi^janktivfonn wnrde'), desto mehr mnsste dieselbe, 
eineib allgemein sprachlichen Gesetze znfolge, in ibrer or- 
sprlingUcben Fnnktion als Indikativ veralten nnd absterben. 
Nnn trat an die Stelle des als Indikativ verblassten, znm Kon* 
jnnktiv gewordenen altarmenischen Indikativs im Mittelarme- 
menisohen eine nenerstandene Tempasform, bestebend 
ans der dnrcb Prafix ^ul gu erweiterten alten Indi- 
kativform^). Dieser znerst imXII. Jahrhnndert bei Meobithar 
Heragi anftretende komponierte Indikativ prlls.-impf. lebt noch 
hente als der aussehlieBliche regelmUBige Typns des Indikativs 
in s&mtlichen westarmenisehen Dialekten fort, nnr erseheint 
das kilikisch-mittelarm. PrSlfix ^m gu ^ j im Nenarmenisehen meist 
abgeschwàcht zn gd^ gi^ g^ ka^ ki^ k^) n. s. w. 

1) Das daneben ezistierende Boeben besprochene konjonktivisohe 
tempns compoBitnm konnte sich nicht behanpten nnd ward allmahlig ver- 
drXngt £b war eine blos ephem&re mittelarmenische ErBcbeinnng gewe8en. 

2) Nor BpSrlicb findet Bich in den Qnellen ein dem oben besprcohenen 
konjnnktiyiBchen paralleler zuBammengeBetzter Ansdmck fUr den Indi* 
katiy, welcher Boiner EntBtebnng nach wobl alter iBt als der eigentlich 
kilikiscbe Indikativ mit fot. gu. So: ^uy kt. ipu^l* >eB ereignet Bich< 
p. 39, l(mj kc luiptfp >e8 rUbrt Bich« p. 49 bei Mx. Her. Dieae indika- 
tiviBche Formel Boheint jedooh e^ret nachtraglich naoh Analogie der ent- 
aprechenden konjnnktiyiBchen gebildet zu Bein, nnd hat, wenigBtens im 
KilikiBchen, nie allgemeine Geltnng erlangt. 

3) Anch bereitB in kilikÌBch-mittelarmenÌBchen Schriften Btebt ver- 
einzelt yor vokaliBch anlantender Yerbalform Btatt deB yollen Pr&fixeB 
{pive gu das apokopierte {f- ^-; ob 8ind dieB: If-IrpPuMi Lied Ley. DnL 

p. 540; ^-nLinlri» »eBBen« Gtoop. 193 5; ^-k/hirìt >gehen anB« Geop. 195; 
^-MLfip »Bnohte< in Mr C von Chron. Smp. Dnl. 622; ^^wiAnjp 
>nahm< in Mr C von Cbron. Smp. Dal. 646. In beiden letzten 
F&nen jedoch haben die andem LeBarten die einfache Form oboe Prafix, 
nnd da die ttbrigen kilikisoben Schriften nnr die volle Form {fc gu ken- 
nen, darf diCBC ala die im KilikiBcben anBBcblieBlicbe gelten: die an- 
g^efUhrten Formen mit {f g Bind wóbl nicbt nrsprilnglicb, sondem wabr- 
Bcbeinlicb, yielleicbt mit Ananahme dcB in einem Volkalied Btebenden 
^kp^mm^ erBt doTcb Bpfttere Eopisten in den Text gekommen. 

4) So 2. B. im Tr. regelmSOig g9 yor konBonantiBcbem Anlant, nnd 
^ ver vokaliBcbem; im Poi. regelmlii^ig gi vor konaonant Anlant, nnd 
nnd g^ vor vokaliBchem; im Ach. g9 ver konsonant. Anlant nnd g vor 
▼okaliBohem; anOerdem hat letzterer Dialekt das Eigentttmlicbe, daaa in 
ihm die Partikel g9 in beatimmten FSllen der PrìtoenBform naohgefletzt 



302 Fonnenlehre. 

§ 361. , Dass bereitB im Kilikisch-Mittelarmeiuflohen 
Bildnng mit Pr&fix ^m, gu die aasschlieBliehe und regelmkfiige 
Indikativform ist, geht auB dei groBen Zahl von einschlfigigen 
Beispieien hervor. Es sind: Ifnu mq^^tP gu ay^em 41 9 I a. pr.; 
^HL mqm^lrìig gu ayogmlc 53 22 I p. pr.; foc mjfutjglUÈ gu aitailen 
Rb 2^ in p. pr.; ^ul mjùku gu aines 43 7 II s. pr. ; fui. mj%t 9^ 
aine 31 8, Bb ^, ^ UI 8. pr.; ^ni. uij%lr% gu amen Bb ^ DI 
p. pr. ; Ifai, utjiitp g^ ainer Bb ^i^ TU a. Impf. ; f m. afump^t gu 

anarki Bb p lU e. pr. ; l^nL m%^m%^umt gu anhang9sU 43 2 m 
a. pr. ; ^nu m%^u/bi^uilr% gu anhangsten Bb £jf VI p. pr. ; ^at. 
wfAtfi' 9^ afji^n L 156 2. 3 HI p. impf.; ^ng. mnfhmplr% gu at- 
c9ndren 41 7. 8 III p. pr.; ^at. mulr$r gu asem 63 14 I a. pr.; ^»c 

iuut gu ose 33 12, 67 il, B ^^ III B. pr.; ^hl mmlAg gu asenM 

59 13 I p. pr.; ^ot. muklb gu asen Bb^, B ^ m p. pr.; f«rc 
uip^lt gu arkile 25 25 m 8. pr. ; fiit^pitit gvariili A 242 HI 
a. pr; ^m. mp^jtfi» gu arkikin L 156 26 III p. impf. ; ^ul pmAb% 

gu painen Bb^ m p. pr.; ^at. pkplA gu peren L 155 19 III 
p. pr.; fnc fitirii gu h%m [kBnen) L 155 7 in p. pr.; fi»«. ^IrJ" 

gu ìerem [harem) Bb ^ I a. pr. ; ^irc ^Ird^ gu kremS Bb ^ l 
p. pr.; ^nL niumyu gu tades Smp. Gbron. Dui. 613 II a. pr.; ^»<. 
i^inpuuAériT gu tcuhstnem 41 21 I a. pr. ; Iftn, tfitt gu ine (t^ne) 
15 17 III a.pr.; ^aL qpiqmpmt gu zrharde (z9rbard§) Bb IH a. pr.; 
^uL p,[tp gu iver A 242 m a. impf. ; ^m. dmdkit gu iaJien B 'm^ 
in a. pr. ; ^m. ^pmLgpitt gu iravg9ne 59 8 III a. pr. ; ^«c /»^f gu 
xle 39 10 in a. pr. ; ^nc ^i^p gu xm&r {xamer) Smp. Ghron. 650 
ni a. pr. ; fui. fun^mt xogde B J^ ni a. pr. ; ^m. [uputmt gu xrade 
B ^ m a. pr. ; fin. ^«r/^f gu jaxs Bb 7 O a. pr. ; ^m. è^m^yù 

gu jaxen Bb^, ^ HI p. pr.; ^•i. ^m^ilnpkp gujaxfDorer Smp. 
Ghron. Dal. 648 ni a. impf. ; f »& fivi^f gu gàbe Bb ^p ma. pr. ; ^i. 
iiupS^tp gu garjer Smp. Ghron. Did. 647 m a. impf. ; ^at. lim»pè^yt gu 

garjen Bb ^ IH p. pr. ; ^nc likgùt gu gegns Bb ^J^ m a. pr. ; 

wird roBp. nachgesetzt werden kann: de$n%m'g9 (kl. If^ mhu%ntjr)^ 
marem-<f9 (kl. {ffc MÌutpktT); impf. marf^i-g^y d§jm§gi'g9\ ferner Bowohi 

g-ayam alB ayam'g9 (kl. ^ac mqutJ*), Yg^ Tom. DiaL t. Aoh. p.62 1 — Die 

niBpfingliebe volle Fom f «e gu hai Bich jedoeh ans eaphonlBohen Grtbi- 
den erhaltea bei den Einsilblem kam (^mT) >gebe«, dom (mmaT) »gebe«y 
ìam (luiiT) »weine«: so Bind tr.-pol-nch.-armeiiiBch gvhkam, gw-dam^ gur 
'lam gleioh den nnprfioglichen mittelannenlBchen Indikativformen g»- 
blieben. Poi. bat anfierdem noch gu-M »eB Boheint« Haa. p. 118. 



II. AbBchnitt: Konjogatlon. Kap. II. Das PrasenBBjBtem. 303 

^iri fji^niyifrf ffu goyohde Rb^i^. Ili 8. pr.; ^ol l^plfruipmìtt ff^ 
grgnapan^ Bb iik ni 8. pr.; ^«l Hu/u^iT gujangem 67 9 I 8. pr.; 

^ni. ^mJpkpyù gu kampcren Bb ^^ III p. pr.^ f al ^uiJk gu home 

43 7, Bb ^, ^ in 8. pr. ; l^nL ^iudlr%g g^ hamenR L 185 17, 178 7 

I p. pr. ; lini, ^rniik gu f^ane B jjf, A 1 5 HI 8. pr. ; ^m. ^uAbii 

gu hanen L 155 24 III p. pr.; ^nt. ^ptuJmjt gu hramays Bb «/, 

hy t^> tPi H^t ttì Av , t"L, ^9, ir, ^F, ^t, ^1, ^B, ^P, Vti it, %, 

%9 ^1!) ^'^"'9 ^'^/'y ^A'i ^/'f ^^7, ^A'^) ^^P? ^ ^n 8. pr. ; ^nc 

^patiftpk gu hravire 15 17 IH 8. pr.; ^m. ^pwLJtpIrUg gu hravirenR 
13 13 I p. pr.; ^ac ^pt gu hre Bl^ IH s. pr.; ^/v«. l^titif ^ cken 
(csken) Bb^ij. m p. pr.; ^ul jmiiq^pJìuìit gu handimane Bb £<ar 
m 8. pr.; ^Af^ iPuAi^bii gu mandren A 215 III p. pr. ; l^ai. %lrptr%g 

^ nerenS Bb ^^i^. I p. pr.; ^nc %Ju/ùt gu nmane [ndmane] B ^l^p 
in 8. pr. ; linL ifiht gu sin^ Bb w in 8. pr. ; ^m. m.^ f gu uze 
15 16^73 7, Bb^ni 8. pr.; ^«c lylir^ gu bude (bande) Bb^, 
^^, qt III 8* pr.; ^Ac yi^iu%%t ffu spanne Bb ^{rf III 6. pr.; ^m. 
mmmòà% gu 9tq/en Bb ju in p. pr.; ^m. utnt gu sde (89de) 59 18 
ni 8. pr. ; lini, t/mlutfiii gu vaxein Smp. Chron. Dnl. 648 Ul p. pr. ; 
IgtÈc ilmu^tp gu f>adn^ Bb ^p, in s. impf . ; ^ac. ilmmat.ék gu VOr 
duje B ^ ni 8. pr. ; ^ul gaypt gu gaih Bb Ìò^ in 8. pr. ; ^ai. 
^tu^t Sfu Hiige 77 26, Bb J^ IH s. pr. ; f n<. ^ut^qh'h gu Ragden 

Bb ^ m p. pr. ; l^nt. o^mt gu qgde B J^ TU 8. pr. — ^ol 
pm%itt% gu panan L 156 15 in p. pr.; ^m. pu^iajp gu poznair 

Bb ^ m 8. impf. ; ^«jl lrppmjp% gu erlayin L 1 56 27 in p. impf. ; 
liaL ^j gu ha Bb f^, B ^, A 240 IH s. pr. ; I^hl ^% gu kan 
L 156 14 in p. pr.; I^hl quyp gu kair 3 15, B Ì^ ni 8. impf.; 
{fifiL ^mj gu Jena [kona] 43 l DI 8. pr. ; tfng. ipiufu gu gnan (kanan) 
Bb ^ f^ in p. pr. ; ^m. qiiuyp gu^hnair [kanair) 3 15 m 8. impf; 
^tuL kiuty gu età B]^1S1 B, pr. ; ^m ^ou» gu las Smp. Ghroo. 
Dui. 669 n 8. pr.; ^«c imp gu lar Lied Lev. Dal. 540 HI s. impf; 
^4 ^mqmj gu xaya Lied Lev. Dal. 539 HI 8. pr. ; ^m. muij gu da 

13 14, 15 17, 23 13, 69 18, L 157^ Bb^, ì^ ^ A^, MrB », lu^ 
in 8. pr.; l^ui. mtujp gu dair Bb ^ò^p IH 8. impf; ^«c muiii gu dan 
L 155 9. 24 m p. pr.; I^m. inatjpib gu dayin L 155 13. 16. 17. 22. — 
^ui. tuiAni. gu afnu B iHiP HI s. pr.; ^hl utnùnài gu arnun 
L 155 19, 156 16, Bb/i^ ni p. pr. — ^«c m%g%fiib gu an^n 



304 Fonnenlebre. 

L 156 9 m p. pr.; ^at. mi^PqppiT ffu altzrim Bb ^iTl s. pr.; ^ul 

luufP^tT gu ahrim Rb ^ I 8. pr. ; ^«i. mmpffu gu ahrin Bb « in 
p. pr.; {mi. aiijupml» gu avardi 35 26 m s. pr.; ^m. ^%^ gu pani 
Bb /^ in 8. pr. ; ^n i. paijAfi gu pusni B ^^ lEL 8. pr. ; ^m. ^m-^ 
m/iuin%^ gu taddstni 67 8 IDE 8. pr. ; ^i». ^<y^ gu Ubi A 149 lU 
8. pr. ; fui. ^Ifiilt% gu 9ngnin 35 3 III p- pr. ; ^*l^ifr^ gv9ngni 
(= gu dngni) A 240, 242 III 8. pr.; ^«^ ilfù^ gu lini 13 16, 25 l, 

A 166, 241, B ^, d^ ^, Bb li^, ^Ji^, ì^ m s. pr.; ^mi. ^%IA 

gu linin Bb i^III p. pr.; ^ul ^uyfA gu hayin Bb^ III p. pr.; 

linL ^ut%qfi^p gu handibi B J^ III 8. pr. ; ^ul 4witali% gu haitin 

Bb ^m p. pr.; ^nc 4wuù^ gu homi B J^ III s. pr.; ^m. AAlh, 

gu meinin Bb ^ III p. pr. ; ^a«. guiilp gu gati B Mt^ It^ UI 
8. pr. ; lini. 1^1^ gu pl^i {p9l^ A 242 III s. pr. ; ^m. ^m^^^iig 
gu UagtinR Bb /^ I p. pr. — AoBerdem haben aach bereiis die 
Geoponica folgende Indikatiye mit ^m. gu\ ^uc mtJrpt gu avere 
p. 57 ni 8. pr.; I^ul ^pH gu korje 193 in 8. pr.; ^«i. f»miAk% 
gu zarnen 57 lU p.pr.; lini, ò^pml/ù gujrden {j9rden) 195 (Variante) 
m p. pr.; I^Hi. qmj gu ka 74, 127 ni 8. pr.; ^m. i^% gu kan 195 
III p. pr. ; littL (ikiiutlb gu genan 1 93 ni p. pr. ; ^irc mmj gu da 50, 91 
in 8. pr. ; ^Ac i^iY^ gu Ubi 86 ni s. pr. ; f «<. ili%p gu lini 28, 41, 86, 
165, 198, 218 ni 8.pr.; fnc S^mnmifiit gujatatin 193 m p. pr. — 
Selb8t 8chon bei Mx. Her. tauchen al8 yereinzelte ^-Formen 
aaf : ^ul i^muj gu A:a p. 48 m 8. pr. ; lini. Jfù^ gu Uni 60, 91 ^}. 

§ 362. Wenn so bei Mx. Her. die Formen mit (mi. gu erst 
yereinzelt und im Entstehen begriffen er8cheineii, sind aie im 
eigentlichen Kìlikischen ganz allgemein nnd haben die Bolle 
de8 alten Indikatiys llbernommen. £8 haben n&mlich s&mt- 
liche zu8ammenge8etzte Formen mit lini, gu rein indikatì- 
yi8che Bedeutung, nnd bezeichnen die reine Wirkliehkeit 
der Handlong, w&hrend die Formen ohne ^hl den Eonjnnktiy 
bezeichnen. So z. B.: A88. Ant. p. 13 I3ff.: iimó» fu^^uA ^^ 

"ùnpm iMr%n ^^l^ lf%fi "*- ^i"- ^/^ovc^^lrlbf^ Vt^^ "P ^""^ »»nLp fi 
luupuiuiuli uimgfanói hri. ^pmunàin mn^uLu» «ri. ^mt. mmj ^^^ 

njuptqiuu'ii op tri. uinJatù jwju op^tu f'^^Jl' Ò*\s ^P^ ^'' J^W^^ t 

d*b ^Pt ^^ j^f'-s^ 'H'v& ""^*f^ A d*b ^Pì "p k"^ £.A^A ■'«^^^ 



1) In der Yenediger Ausgabe yom J. 1832 ist ^«i. mit der Yerbal- 
form za einem einzigen Wort, ^nc^j^ ^nLifAfi zaBammengatchrieben, 
was natttrlich unweBentlich iat 



II. AbBchnitt: Konjngation. Kap. II. Das PrSseuBBjBtem. 305 

d*t ^Pt "P t 't^p'H'"'^ fiuu, >Lehn8maiin NN.! wìr sìnd 
gekommen und laden dìch yor, dass da sofort yor dem 
Oerichtshof erscheinest, am dich za yerantworten and 
Gerechtigkeit za empfangen; and es stellt dir der GerichtB- 
hof Tag and Tennin, yon beate ab anf fUnfzebn Tage and yon 
Morgen aaf fUnfzebn Tage, and yon tlbermorgen aaf fttnfzebn 
Tage, was im ganzen siebzebn Tage macbt, am yor dem Gericbts- 
bofza er8cbeinen«. As8.Ant. p. 15i5ff. : lim. aLqk JtputLnóig Jt 

n.tuptuu^ii» hrL njuptutuaii y«ic ^puti.pp^ fi/S^f. ^'- k"^ """J-R^^ W 
UL ^nL n.%t J^trq i^nifmìi np q.»uu £utru qp" ugiapitìifiit ipitiiatumit 

ìtl Pp i^iuffluaLÌt iajiilra: >er yorlangt sein Recbt yom G-eriebts- 
bofe; und der Gerìcbtshof ladet dicb yor und gew&brt dir 
Tag und stellt dir Termin — damit da ersebeinest and 
yernebmest die Elage deines Lebnsherm und dicb yor ibm 
yerantwortest«. Asb. Ant. p. 31 7: ire mmj ^ t^pu^mu% <■»- 

qutp nJr^iMtii iu%muiDgjt np l^itL tuj%t \s'^ l^utpjpp unLpp; >and er 

giebt (d. i. ,er mass geben^) yor Gericbt taasend antiocbeniscbe 
Goldstllcke, was 500 rote Saris aasmacbt«. Ass. Ant. 

p. 41 6n. I >^f/* u^iupnìt tru uMLqr^iuò' IriT fi ^aLtuA l^utuinlnp aL 
ajÈUtfph Jp "{li u'f'ujtintnpp I^umÌi Ìtl I^iìl utn9% tnphr% vA", f"- tP^^-R 
l^nL fl£utpi/h%, aL hru ihrp ^fih ^H "ùnpin hriT ol ^ i^iumir^» ^hl 
tunkirir qJJrq ap ^utiP^-D np uipqJ9itr% aiuJI^^^ tntuaU» ni. O-nn 
pirpirlb mji uAufiqifnp^ qjtplr^tg ujtqtrt^jihi tunfin. 3ilrp* nL P*"! 
iua^lb JtupiL. ^uijÙq ntìtiiuy qhp i/£tup'ìi ^èrsn aL fi 4 tran < * »mein 

Lebnsberr! ieb bin an den P&ebter N. N. angewiesen, and es 
giebt eine gewisse Anzabl yon Assignatbesitzem, die sicb mir 
yordrUngen, und sie werden wirklieb bezablt^); und icb 
bin Euer alter Lebnsmann and es ist niebt recbt; icb bitte 
Encb, dass Ibr befeblet, dass man yerbindere, dass jeg- 
lìcber aasbezablt y^erde; and es mdgen die andem Assignat- 
besitzer ibre Scbeine yor Eaob bringen; and so mdge Jeglicber 
scine Bezablung nacb und nacb erbalten«. Lied aaf den Prinz 
Leyon Dal. p. 540: >^tp'luf%m^ np li \}pu ^* Irppufu^ ^ulìi ^utu^mp 
mailbpu tqmiquijliu* i »Karayane, die da ziebst nacb Sìs, Bringe 
Kund' yon mir dem Yater mein!« 

§ 363. Fatar. — An Stelle der abgestorbenen Faturform 
ist eia scbarf ausgeprllgter Ausdrack Air das FataryerblUtnis 



1) Oder anch »BÌe lasBen 8ich bezablen*. 

Kftrit, Kilikùeh-initUlarm. yolkssprMlie. 20 



306 Formenlehre. 

noch nicht zar Entwickelang gelangt Teils libernimmt das 
Pràsens, meist mit prafigiertem ^nL^ zngleich die Fnnktion des 
Tempus der Zukanft, z. B. f/n^ munT >ich werde gebeii« 11 17. 

23* 26} 33 2) Iru ^aL utuinT m. I^ul tfni^g^hJT iu^%lt ai. jèrpirijmit 

»Je parlerai dans la conr et montrerai clairement et évidem- 
ment — « Ass. Ant. 27 li; teils wird das Fatar mittels ^mtfiT 
amBchrìeben: fìror^^un^ »wirdgelien« A 18; ^wi^ ^É'^l '^'^^ 
hervorkommenc A 181; ^uiif pìtS^mj^i^ >wird entstehen« Bi^^; 

^mi^ tHriAlti^ >wird8terben« B «T^or; jh^p^^ptri^ I^umU^ >wird iange 
daaem« B ii^, A 22. Beliebt ist letztere Aasdmcksweise 
namentlieh beim Nichtkilikier Machitar Heraci: j^^^/^ ^an^iP 
»ich werde erw&hneii« p. 31, 58, 59; ^w^'f* jl>ih^i^ >ieh werde 
erwllhnen« p. 36; j^i^i^ ^ua^J^ »wir werden erinnernc p. 15; 
^uii^%g jPl^l »wir werden erìnnem« p. 76; ^an^ ìP^^l '^^^ 
werdenc p. 39; pnppautrg^ ^mJ^ >wird scliimmelig werden« p. 59; 
pnppnulrg^ ^wt^ii »werden schiminelìg werden « p. 59; ^mJ^ g^- 
^iujlri^ »wird hervorbringen* p. 43; ^wi/^ <urlilr^ »wird vertrei- 
ben« p. 76; IiumJji utiumb[»i^ »wird beginnen« p. 147, 148; limi^ 
^u»llri^ »wird ziehenc p. 137. Za yergleichen mit diesem kom- 
ponierten Tempns wàre die neagriechisehe Fatarkonstraktion mit 
d^éX(a (Thamb, Neagr. Volksspr. § 178), ferner aaf germanischem 
Gebiete z. B. mhd. wellen + Inf. als Fataraasdraek, sowie das 
englische Fatar mit toill fUr die II and in Person beider Numeri. 

Ein festaasgebildetes Fntnrtempas bringt erst das Nenarme- 
n 1 B e h e zar Entwickelang. Und zwar bildet das Ostarmenische^) das 
Fatar mittels dar dem Konjanktiv vorgesetzten Partikel ^nt,\ im Nea- 
westarmenischen dagegen setzt sich die bereits mittelarmeniwh 
yorbandene Yerbindang ty^cn/^ + Konjanktiv pras. zar aUeingiiltìgen 
festen Norm ftir den Fataraasdraek fest^). Zar Gleichhaltang der Ver- 

1) Mit Aasnahme dea Dialekts von Agnlis (Zok), der abweichend 
vom Normalostarmenischen die fatarbildende Partikel ku (lo) verschmSht 
and das Fatar darch ein Tempns compositam aasdrUckt, bestehend ans 
Pr^ensform des Yerbam sabstantivam + Infinitiv, woraber za vergleichen 
nnten § 417 ff.. 

2) Der Ansatz zam westarm. Fatar mit bidi darf bereits im Mittel- 
armenischen gesncht werden, insofem die komponierte Tempasformel 
schon vorbanden war; jedoch bedeaten uiJtmlt £ut^ mfiml» utjul- imMÀ. 
Btets nock >er mass h(5ren, mass maclien«; die fatnrische Fnnktion ist 
nenarmeniscb. Zam nwa. Fntor mit u^fitnp [phonetiscb differenziert za 
bid, di and òt, letzteres mit offenbarer Anlehnnng an die np. Fatarpardkel 
^ b*l ygl. die ahd. Fataramschreibang dnrcb eculan -^Inf. (Grimm, Deatsche 
Gramm. 4, 176 ff.), mhd. suln + Inf., engl. Jund we shall + Inf. 



II. AbBchnitt: Eonjngation Kap. II. Das Pr^Benssystem. 307 

bSltnisse fehlt jedocb im Nenostarmenischen der Indikativ mit {mi. nnd 
Ì8t dnreb die mit dem Hilfsverb verbundene Lokativforin anf -um [-am, 
'9m a. 8. w.) resp. das mit dem Hilfsverb verbnndene Yerbalnomen anf -is 
enetzt, wahrend ala Konjnnktiv prasentis and imperfecti) Ubereinstim- 
mend mit dem Westarmeniscben, die altarmeniscbe Indikativform sich 
erbalten bat. 

§ 364. In dem Schwande des alten Konjunktiy PrftsentiB 
nnd Aoristi (= Fatnr) nnd der dadnrch bedingten Entstehang 
eìnes Tempas compositum mit fui. liegt ein wichtiges Moment 
in dem Entwiekelangsgang des armeniselieii Yerbums nnd zu- 
gleieh einer der Haupttrennungspnnkte zwischen alter Sprache 
einerseits nnd mitilerer nebst nener Sprache andrerseits. 

Was Ì8t nun ihrem Wesen und Ursprnnge nach die 
im mittelarmenisehen Indikativ prSls. impf. fut. znerst anf- 
tretende nnd noch im bentigen Armenisch so hochwichtige 
Partikel ^m.? — Schon Petermann hat (in Abh. der Ak. der 
Wiss. zn Beri. 1866 p. 79) mebrere ErklUmngshypothesen ftlr die 
Partikel ^m. anfgestellt. Ungltleklich nnd vOllig verfehlt ist 
seine Erklàmng von ^ul ans Snbst. ^utiT >Wille«, von welohem 
der Yokal ansgeworfen nnd das iT in den ihm entspreehenden 
Vokal nt yerwandelt worden wUre; so erkl&re sich nieht nnr 
die Form sondem anch die Bedentnng anf die einfachste Weise, 
denn ^utiP [^mJ^] heiBe >Wille«> also ^hl iaqop/nT »icli will, 
ich werde beten«. Unm5glieh: denn 1) ist der Lantwandel 
von ^uiiT zn ^hl nnmdglich; 2) bezeiebnet Pr9.fix ^m. keineswegs, 
wie Petermann vom Nenostarmenischen irregeleitet voranssetzt, 
nrsprtinglich nnd seinem Wesen nach die Znknnft: ist doch ^m. 
nach §§ 361, 362 nicht sowohl ein Tempns- als ein Modns- 
Zeichen, das vor allem als Indikativformativ die rèine Wirk- 
lichkeit nnd bestimmteModalitHt der Handlnng ausdrUckt, 
ohne damit irgend einen Zeitbegriff zn verbinden, da ja nach 
dem Yorhergehenden das PrUfix ^ol sich nrsprtinglich im MA. 
Bowohl anf das Prllsens nnd Imperfekt als anf das Fntnr ge- 
meinsam erstreckt, nnd erst im NA. sich nach Dialektgmppen 
ans dieser gemeinsamen Geitnng in Einzelfnnktionen gespalten 
hat. Femer ist cine Znsammenstellnng mit Yerb. snbst. qjtiT 
>bin, existiere« ans formalen Grtlnden ansgeschlossen. Eben- 
Bowenig msst sich die IdentitUt mit dem talmndìschen ]^ oder 
K^ prostheticnm, welches dem Partizipinm vorgesetzt ein Pra- 
sens bildet, nachweisen, wie denn anch die Ùbereinstimmnng 

20* 



308 Fonnenlehre. 

mit dem Pràsenspr&fix ka dea Marokkanischen^) keineswegs 
den Schlnsfi auf arabische Enilelinimg gestattet. Dagegen 
ist eine andere, von Petermann (ibid.) «ala nìcht geh5rig be- 
grtlndete Hypothese« zurttckgewiesene EntstehangserklSrnng 
von fiif^, nàmlioh die aas dem Stamm dea Yerba ^nviT »8tehe, 
bin yorhandeii€, yon Aidynian in Kr. Gr. II p. 76 f. weiter 
anageflihrt nnd der Wahraeheinliehkeit n&her gebracht wor- 
den. Und zwar iat Àidjniana Aaafiihmng im Weaentlichen 
folgende: die Formen dea Verbuma fanT »atehe, bin vor- 
handen« eracheinen von der Slteaten Zeit ab in Yerbindnng 
mit andern Yerbalfonnen, acheinbar ohne Bedentang nnd llber- 
flttaaig, in Wirklichkeit znr atHrkern Heryorbebong der in 
jenen Yerbalformen auagedrttckten Handlnng; z. B. l^mJp gm.- 
ffuiiitp >zeigte«, ^Mty SLuMj »bleibt«, ^m/^ aulfu nóatri^ »anfmerken«, 
iutj[»% ki. ^uijltii 'weintenc; ao beaondera nach dem Abaterben 
dea alien Eonjnnktiy praa. die dnrch die Eopulatiypartikel 
mit dem folgenden Yerbum finitnm za einer indikatiyiachen 
Auadruekaformel yerbundenen Formen yon ^on/; namentlicb ^mj bl 
ftLr die 3. Peraon dea Singnlara (ygl. oben p.301 Bdn.2). Aua 
dieaem indikatiyiachen ^uy m. wUre durchKontraktion dìePartikel 
l^ag, (= ^* „l) heryorgegangen, die, anfanga (ala ana liu>j «l ent- 
atanden) auf die 3. pera. aing. beachrànkt, aich nachtrEglich auf 
aS.mtIiohe librigen Peraonen dea Singnlara und dea Plurala er- 
weitert und auagedehnt hUtte. Nicht unrichtig ftlgt Aidynian 
noch hinzu, daaa daa Yerb liunT aich ganz beaondera eignete 
zur Kennzeichnung dea Indikatiya und zu deaaen Sonderung 
yom Eonjnnktiy. Da n^mlich dieaer Yerbalatamm, wie noch 
heutzutage, ebenao achon im Mittelarmeniachen auaachlieBlich 
ala Indikatiy yerwendet wurde, nìe ala Eonjnnktiy (cf. unten: 
Unregelm&Bige Eoiyugation § 423 ff.), ao muaate dadurch, daaa 
man die Indikatiyformen ^m«/^ ^orir, ^or/ eto. der Pr&aenaform ala 
Zuaatz beifUgte, letztere offenbar auch ala Indikatiy charakte- 
riaiert werden. So konnte z. B. in Iftuj m. ìtaij^ die Form 
^mjliy ala der indikatiyiachen Form ^uy koordiniert und mit ihr 
auf gleicher Stufe atehend, ebenfalla nur ein Indikatiy aein^). 



1) Ygl. WZKM. vom J. 1899. 

2) Ala Sttttze dieaer Entatebungstheorie dea IndikatiyprSfizes lieGe 
Bich allenfallB auch folgende modemdialektische Indikatfyformel heran- 
zieben: mkuùk ^if^j »Biebt«, ^'"jt i'^j >erblickt«, [uonity ^mj >8pricht« 
(Aid. II 76, 77). 



II. Abflcbnitt: Eonjagatìon. Kap. II. Das PrSaenBsjBtem. 309 

— AIb sicher k^nnte diese ErklUrang gelten, wenn sich be- 
weisen lieBe, da8S 1) ^uy m, als Urform yon ^hl einst ali- 
gemein und regelm&Bìg, oder wenìgstens h&ufig in der 
angegebenen indikativischen Funktion yorkam, and nicht blos in 
einzelnen FàUen, welcb letzteres allerdings anB der gerìngen 
Anzahl von Belegen heryorzugehen scheint; 2) tlberhanpt ans 
^mj oc die Form ^«c lantlichhervorgeben konnte. Nacb kilildsoben 
Lautgesetzen ist letzteres nicht m^glich, da die Laute m und mj 
zwar in den mittleren, nicht aber in den ftuBerenSilben schwinden. 
Ich balte desbalb anch diese Erkl&mng ftlr unzol&nglicb. Icb 
stelle PrS,fix ^«i. zwar auob mit Verbum ^ur^ etymologiscb zusam- 
men, erblicke jedoch darin eine altdialektische Partikel, die im 
Mittelarmenischen die Geltung eines Indikatiyformatiys erlangte. 

n. Flexion. 

a. Feraonalendimgen dea Prftaens und Futura. 

§ 365. PrS.sens Indikatiy, Eonjunktiy und Futur haben, 
da ibnen gleichmUBig die alte Indikatiyform des PrUsens zu 
grunde liegt, folgende gemeinsame Personalendungen: 

Singular Plural 

I tT m I ifg nS 

II u « TI ^ ^ 

m — III % n 

Dass die noch ganz yereinzelt yorkommenden FttUe yon 
1. Pers. pi. auf -«(g -mie lediglicb Klassizismen sind, folgt mit 
Sioherheit daraus, dass in der direkten Bede, worin sicb am 
reinsten und getreuesten die echte kilikische Yolkssprache ab- 
spiegelt, nur mehr die neue Form auf -1^^ -nK erscheint. Letz- 
tere liegt bereits im 11. Jhd. bei Mx. Her. yor als k%fi p. 65, 
^aàig p. 120, liaifilr%^ p. 66, ^ufi/^iir^ p. 76, j/^^Ì^Iet^ p. 62, 113, 

^4i P' ^^9 mlrauàtb%g p. 120. WcìtCre BelogC Sind: wq^m^b^g 



53 22, mubitg 59 13, uttóinóig 53 23, qphitg Bb or, B «/^ ^Ir Im 

qut^ qt^ ^A^, '%y 'Qjìì '^^'"^ ^ 235, è-utaiuflriio 53 23, mm%D 53 23, 
fm/itó^ A 174, liIrggiAIrìift 59 15, ^ptui^pb^g 13 13, 53 22, jl»ih%g 

A 170, li%g 59 13 1). Belege fttr die ttbrige Flexion sind unter 



1) SelbBt in die claBsische Litteratnr Jenes Zoitranmes Bchleicht 
eich mehrfach die neue Form auf -rdc ein; so zeigt z. B. Yardana 6e- 
schichte (13. Jhd.) folgende dialektisehen Eindringlinge : M»^ pp. 157, 161 ; 
^%g pp. 157, 158; ^^mh%g p. 160; j^J'^kg p. 160; nLqbiig p. 158. 



310 Formenlehre. 

den im Vorhergehenden zitierten Verbalformen bereits mit- 
enthalten. 

Von diesen Personalendangen BÌnd die I, II sing. und 
in pi. unyeràndert die alten geblieben and erstrecken sich bis 
lofi moderne Armenisch hinein. In der ni peni. sing. ist das in 
der Sehrift noch fast regelmM.Big beibehaltene altarmeniscbe j 
ein totes Zeiehen und bloBes graphisches Ùberbleìbsel, das làngst 
seinen Lautwert y aufgegeben hai Ebendasselbe ist Yon dem Tor 
dem ^ der U pers. plnr. stehenden j der a-St9.mme zn sagen, das 
in sàmtlichen nenarmen. Dialekten geschwnnden ist. Wesent- 
licb verUndert zeigt sich nnr die Endung der I pers. plnr. anf 4r^ 
fUr ci. -i/^^), welche in dieser Gestalt auch ins Nenarmenische 
ttbergeht Ùber deren Entstehnng vgl. Lauti. § 142. 

b. FersonàlencLangen dea Imperfekts. 
§ 366. Singular Plural 

L ft % aro QK 

II ftp ir [tg %R 

III p r ftis in. 

Belege sind unter den im Vorhergehenden angefìlhrten 
Verbalformen vorhanden. — Die Personalendungen des kili- 
kischen Imperfekts sind demnach die altarmenischen geblieben. 
Nur die HI p. sing. macht teilweise cine Àusnahme. Zunacbst 
ist in derselben das bei der Eonjugation der a- und der 
t^-Stamme vor dem Personalsuffix p erscheinende j yon ur- 
sprtinglichem Lautwert t zu eìnem bloBen graphischen Zeiehen 
herabgesunken ; wìe denn auch im Neuarmenischen von 
diesem alten Laut keine Spur mehr yorhanden ist; zuweilen, 
wìe im Lied auf Leyon Dui. p. 540 in der Form ^ul ^mp 
gu lar (= ci. lair) ist dieses rein graphisohe Zeiehen schon in der 
Sehrift weggefallen. Den alten Formen der IH p. sing. wie 
aìair^ loloir entsprechen demnach die kilikischen ayar^ loyur. — 
Femer gilt fttr die IH p. sing. der t-Stamme folgendes : in der 
alten Sprache flektiert bekanntlich das Imperfekt der t-St&mme 
nach dem Schema: Sing. /vouf/^, fuoutpp^ [uoutp nebst ^oufiLp^ 



1) Die altarmeniscbe I Person piar, des Pr'àsens anf -^/^ -mJc Ut 
niclits weiter als die mit Plnralsuffiz ^ U der Nominaiflexion 
versehene I Person des Singular anf -tT-m; so ist eigentlich hier das g 
nicht Personal- sondern Numeral-Snffìx. 



IL Absohnitt: Konjiigation. Kap. II. Das Pr^enssystem. 311 

Plur. luoutui^^ ^outft^^ ^out[tia. Die Formen ^outjt^ [uoutpp^ 
ftoutuig u. s. w. mit Ausnahme der III Pers. sg. gehen lautr 
gesetzlioh zurUck anf *zausiyi, *xaus%yir^ *xau8iyafi u. B. w. 
Dagegen ist die III Pers. sg. anf et, xauser, ein Analogiegebilde, 
hervorgegangen unter Anlehnung an die Ubrìgen, HuBerlich and 
sclieinbar zar ^-Eonjagatìon gehOrigen Formen; die altere arspriing- 
liche Form der III Pers. sg. ist nUmlich die aaf -mr, xausiur, 
entstanden aas *a:ai««-y-r ^) ; vgl. Ili s. impf. aìa-y-^ v. aiam^ 
ioìo-y-r (= lolu-y-r) v. ioìum^ sire~r (= sire-y^) v. sirem. 
Wàhrend nan die Form -te/r yon der altarmenisohen Hochspraelie 
scbon frttli aafgegeben and darch die j tingere Analogiebildang 
aaf -er ersetzt ward — Aidynian bezeichnet die Form -twr in 
Altarm. Gramm. p. 67 geradeza als nichtclassisch — erhielt 
sie sieh in der valgUrsprachlielien Unterstr^mnng lebendig, so 
dass sie bei nichtreinen Klassikem noch mehrfach za litte- 
rarischem Aasdraeke gelangte, bei Faast. Byz. in der jtlngeren 
Lantform -fi//r^). In letzterem Laatgewande ging die Form anch 
in das Kilikisehe ilber. Daraas, dass daneben in den kiliki- 
sehen Qaellen ebenso hàafig die Form aaf .^/v steht, mass gè- 
folgert werden, dass beide Formen im Eilikischen noch naheza 
gleichwertig neben einander galten. In die neae Passivflexion 
Bcheint allerdings die alte Form ^njp [-fti-p) keinen Eingang 
mebr gefanden za haben, wie denn anch im NA. die Form 
^njp allgemein abgestorben and von der jtlngeren anf -f/» ver- 
drangt za sein scheint. 

Sonstige UmgeBtaltangen hat die altarmenische Imperfektflexion 
im Kilikischen nicht erlitten. So kennen z. B. die kiliklBob-mittel- 



1) Ùberhanpt IUsat 8ich ci. /«il ìu vor Liquida mebrfach aaf alteres 
*A/ **V zurUckfUhren. Die Lautformen wilj"-p àUur^ mqjipLp aibiur, Irti" 
IpLp eijiur setzen ein Hiteres *'*'il>/p *aliyr, *tuqp/tjp *aibiyr^ ^^TÌklP 
*e?jii/r voraus; denn nnr so erklart sich die entsprecbende Genitiyform 
anf 'Irp -er; ebenso erkl^e ich utpftA fUr entstanden aas wppfi mit 
bezng auf Genitiv utptrmù (= *tupputit), Iptìi ans *^kfi' nach Genìtiv 
Alrurir (= *^^uJii) u. B. w. Wandel von fi % und j y zu u resp. v liegt 
auch vor in der aa. Flexion der t-StSmme wie ^"^A hogi^ Gen. ^nq^nj 
hogvoy (ans *hogi'oy, *hogy'Oy)y vgl. Formenl. § 182 a). 

2) Vgl. Faust. Byz. p. 69: miruiuiiajp »er wurde geseben«. Faustus 
zeigt noch in mebreren anderen Falien bereits mittelannenischen Laut- 
Btand. Vgl Lauti. § 72. 



312 Fonnenlebre. 

armenifloben DenkmSler noch nickt das im NeaarmeniBchen^) gewOlm- 
lìche Eintreten von sekandarem, eaphoniscben y vor die vokaliach aa- 
lantenden Saffixe, wie dies z.B. im Ach. (Toiii.DiaLv.Aob.63) der Fall ÌBt: 
I B. impf. mat-f-y-t = kl. Jmpk^ j II b. impf. mare^-ir = kl. titupt'^p j 
I p. impf. mare-y-inU a kL Jtupt-utg'^ II p. impf. mar^y-iìc b= kl. 
Juipt''fig'^ III p. impf. mare-y-in s kl. Juip^-ftù, EbenBO ÌBt dem Kili- 
klBcben noch fremd das in der Fonn mare-y-inìc Boeben bertlbrte, ali- 
gemein^) nenanneniBcbe Suffiz -inUi letztereB ist BpezifiBcb neaarmenìBcheB 
Prodokt imd entBtanden nach Analogie der I pen. piar. PrSsentia anf 
Snff. -nAT, wobei znglelcb das insUmtlicben tlbrigen Personalsnffixen vor- 
liegende Element % eich anf diese Person verallgemeinerte. Ganz analog 
ÌBt das alte Snffix -^U der I pi. Aor. im NenarmeniBchen dnrcb Snffiz 
-inJc erBetzt'). 

Hierzn beiliegende Paradigmentafel znm PrSsenBByBtem. 



Kap. III. Der Aorist. 

§ 367. Der altarmenisclie, noch in den modemen Dialekten 
fortlebende Aorist'), findet sich anch im Kilikisch-Mittelarme- 
nischen wieder in seinen beìden Verzweignngen alfl ein- 
facher Aorist und znsammengesetzter Aorist^). Dem 
Aorist liegt der Aoriststamm za grande: dem einfachen Aorist 
der einfache Aoriststamm; dem zasammengesetzten Aorist 
der zusammengesetzte Aoriststamm. Der Unterschied 
von einfacbem and znsammengesetztem Aorist ist lediglich ein 
Stammesantersehied. 



1) Im Poi., Nacb., Ach. etc.; vgl. HannBZ in WZEM. 1, 302. Dagegen 
baben die beiden modemen Scbriftaprachen gelebrte arcbaifiierende For- 
men obne y. 

2) Ancb im Ostarmenischen berrscbt dleBeB nene Snffix -tiaA;% sowohl 
im Imperfekt ale aach Im Aorist. 

3) In mancben modernen Dialekten wird er allerdings nicbt mebr 
von alien Yerben gebildet nnd iBt entscbieden im Scbwinden begriffes, 
Bo z. B. im Poi. Im OBtarm. Dialekt v. lAgolis ÌBt er ganz geBcbwanden 
nnd dnrcb ein Tempos compositam, bestebend anB Partizip anf -el reep. 
anf -al + Pr&senBform dea Yerb. BnbBtant, enetzt Cf S. Sarg. p. 1 15 f. 

4) Weniger bezeicbnend werden einfacber nnd zneammengesetster 
AoriBt nacb griechlBcbem Yorbilde AorìBt II resp. Aoriat I genannt 



II. AbBchnitt: Konjngation. Kap. ELI. Der AoriBt 



31» 



I. Aoriststamm. 

§ 368. Der einfache Aoriststamm ist gleioh dér Verbal- 
wnrzel and liegt in reiner Gestalt yor in der m p. 8g. Aor. 
So haben wir als Fortsetzong dea altsprachliehen VerhMtnisses 
in der Stammbildnng: 



PrllBensBtamm 


Aoriststamm 


^aàik^ 


(V. <»iri^<r) 


<iiiì[»-^) han- 


gJrpk- 


(V. /^pkJ') 


ftkp^^) per- 


Jmlr" 


(V. iPm^iT) 


tPuLin^^) mud" 


Pa^uL» 


(V. pnqai.»r) 


Pnq;-^) ioy- 


k/h^^ 


(v. k^kJ*) 


kgJ^) eU 


I^UtUliL- 


(y. ipuhauT) 


f^fft-^^) Atcf- 


pptnL' 


(V. ^IhnLiT) 


bt") iè- 


talrubnK" 


(Y. takulbuLiT^ 


tnku"^) deS" 


ma%aL- 


(y. tutiitat.tr' 


ara-«) Ot- 


làilfi»!^ 


(v. it%ifit^tr) 


cH'^^) 9^9' 


/A^A- 


(V. JàtlttP) 


/A-") '^ 


Atói[»'' 


(y. tOrtL^tP) 


iA^«.*2) ^g^r- 


4iuuitp^ 


(y. 4u»uìtl>tr) 


-ftìfir-**) Afl»- 



Belege: 1) kJÌtu% Iti b. Aor. Lied Lev. Dal. 540. 2) pkp^% 

III p. Aor. L 185 9; ^p-ig II p.Imp. Aor. Smp.Chroa.612. 3) tHa-tut. 
in 8. Aor. 55 15, Smp. Chroa. 631. 4) Pni-kg^ Pari Aor. 51 3; 

ptug^tuè^ Pari Aor. 55 8. 5) fr^-uri. Ili s. Aor. 9 24, 25 2i. 6) fpttw 

II 8. Imp. Aor. MrB; ^-toj 1 8. Aor. 63 13. 7) fif^tut. ni 8. Aor. 

Smp. Chroa. 648. 8] mA-if-^IIp.Imp.Aor.llSi. 9) u#a-^lB.Aor.ll25; 
tutL'ltit ni p. Aor. 63 22. 10) gtbli'tut. Ili 8. Aor. 33 7, Bb ^tq• 

11) {ki^ (= *ilf-ktu^] Pari Aor. 45 18, 47 3i. 38. 12) t&a~ki^ Part 

Aor. 23 16. 13) ^utu-ki^ Part Aor. 77 1 4 n. 8. w. 

§ 369. Hierher stellen sich aach die Eaosatiya, die 
bis ins Neawestarmenische (ygl. Aid. II p. 90, § 248) ihren 
alten, regelmUBigen Aoriststamm aaf ntjf- resp. ^«cj- bewahrt 
haben, w&hrend nach § 324 ff. der PrS,sens8tamm j Ungere 
Lantform angenommen bat. Beispielsweise bildet: kl. ^ìR- 
tfùktP den Aoriststamm i^tR^aLt^-^) = ci. *£jttnuiiiutfnty^ kl. 
likggùktP^ ^ktfitkiT den Aoriststamm likggaLg-^ ^k^ncy-'^) = ci. 
^kgtiLff'] kl. jtutlrfjuktP den Aoriststamm jtuLk^tfaLtf"^) = ci. tuittu^ 

Belege: 1) ijt3Lgnt^»tu^ I pi. Aor. 9 is. 2) ^ktftfntjf-k£^ akt 

part. Aor. 35 3i. 3) jtttt.kujnLg-kg^ akt part. Aor. 47 20, 57 2. 



314 Formenlehre. 

Llr£UiffaLff-'j kl. nLugUtrtT doil AorìfitStamm aLuaLg-^) = Cl. nLauKJjf-; 

kl. uiiffiikiP den Àoriststamm uìtm^-^) = cl. a%aLg-\ kl. ^mu^kJT 
den AorìBtstamm ^utuaLg- ^) = cl. it. ; kl. juip^^htr den Àorìst- 
stamm jtupnLg ^) = cl. it. ; kl. tfnu^ffhktP den Àoriststamm ^«cw. 
luaLg-^) = ci. it.; kl. ^rnlJùkiP den Àoriststamm ^nt[gaLg^^] = 
cl. ^ai[iugai.g'\ kl. (ruf^^fir^iri^fr den Àoriststamm ^oi^^uijff i^. ^^] etc. 
Àuch kilikisch ^apuiiirtP ffors9nem hat regelmaBig den alten 
Àoriststamm ^npnLu- fforus-^^), kl. qjupà!lilrtr taroenem ebenso den 
alten Àoriststamm t^pXaLif^ tarcu^ bewahrt. — - Das seinem Wesen 
nach nicht kansative kl. Yerb ifaLgiikiT gugnem (guganem) wird, 
da ^uBerlich und seiner Form nach mìt den Eansatiyen za- 
sammenfallend, anch als solches behandelt, nnd bildet (ebenso 
wie noch im Nenarmenìschen) einen neuen, nach Analogie der 
Eausativa gebildeten Àoriststamm: ^nc^iiLj- ^^) gugug-, gegen- 
liber dem regelrechten classischen Stamm ^ncj- gug-, gleich als 
hieBe die nrsprlingliche Form gaLgai.gu/ulnr. Àls Eausativ wird 
im Neuarmenischen analog anch das scheinbar formai ein 
Eausatiy darstellende ^mp^'uhiP hargnem [harganem] behandelt. 
Ob jedoch schon im Eilikischen dieser nene Àoriststamm 
hargug- [^mpgaLg*] an Stelle des alten regelmUBìgen harg- [impy 
getreten war, ìst ans Mangel an Belegen schwer zn sagen. 

4) nLutiLff'pii III pi. Aor. Bb 2^ 5) uhaLg^tuS- pass, part Aor. 63 1 5. 
6) 4uiunjif III B. Aor. Smp. Ghron. Dui. 624. 7) juipnjg III sg. Aor. 

Smp. Gbron. Dui. 622. 8) '("utun/ff III 8g.>Àor. Smp. Ghron. Dui. 646. 

9) ^ntjjnLg'tuò^ pasB. part Aor. M». Her. 17. 10) liiul^quiguLg-mò^ 

pass, part Aor. Geop. 33. 11) linpaLu^ft I sg. Aor. 63 12; ^apnLu-lri^ 

akt part. Aor. 63 21, Rb <^/k; (inpnLu^tuè- pass, part Aor. Rb ^p'^ k^PV 
III B. Aor. 13 22, 57 11, 59 8, 67 1. 12) gnLgnLg^lri^ akt part Aor. 

9 19; (bei Mx. Her. p. 134 findet fiich die im Nenannenischen wieder- 
kehrende Form ggnLglrg^ von ggi^^i^ mit ansgefallenem u der ersten Silbe;. 

§ 370. UnregelmaBig bilden den einfachen Àorist- 
stamm die folgenden: ^««T — A^^-^) eg-\ mufulnr — miup^ dar-: 



Belege: 1) ^i'l>p II Bg. Aor. neg. 9 21, 75 17; Ir^-fiii III pi. Aor. 
51 16; A^^-^Z. *kt part Aor. 11 17, 13 13, 5o 12. 13, 67 15; mmp II ag. 
imp. Aor. Mr B bei H. 156; mmp^iuL III sg. Aor. 93 2; muip-ir^^ akt part. 

Aor. 55 21, Rb ^/^t», ly-; liu»g_ II Bg. imp. Aor. Rb ^<//c; ^uif--aui. III sg. 
Aor. Smp. Ghron. 616, 622, 643; ^f^-^/^ akt part Aor. 17 18, 23 9, 39 16. 17, 
57 20, 67 9. 23. 28; ^Irp-iuL III Bg. Aor. Smp. Ghron. 611; ^irp^uih III ag. 



II. Abscbnitt: Konjagation. Eap. III. Der Aorist 315 

nótpiP — ^"'1^ 9^^\ tiLutlnr^ l^lrp^ ff^"] tauttP — uinL- du-\ ^Pt~ 

ìmulìP — kpqjiL- ertur\ uifiitriT — tupmp-^ arar- und utjp- air-: lauter 
aas der alten Spraohe liberkommene und welter ina Neuarme- 
Iliache libergehende AoriatstUmme, mit alleìniger Aasnahme 
von Stamm ^«y;-, der im NA. darch einen von ivil^/^ir nen- 
gebildeten Aoristatamm yerdrttngt wìrd. Auch mittelarmeniach 
eracheìnt tLbrigens schon die Partizipialform piiqjiLlbiaè^ indunaj 
p. 11 12, 59 31, 67 13, 81 10, atatt dea alteren iàt\miuiò^. 

mJuìnP hai als Aoristatamm die Form af//v- mit Anenahme der 
3. Person singolaris, welcbe noch die alte redaplizierte Wnrzelform tuptup 
zeigt Stamm uy//»- ist lantgesetzlich hervorgegangen ana mptup-^ indem 

die mebrailbigen Formen wie mpmp-^^ utpuip^ftp^ tuputp^mg nacb Lauti. 
§ 34 zunachBt zu wpp^^ '"VPtP'i '"PP'"-g worden, welch letztere hiuwie- 
derum nacb Lauti. §§ 38 und 134 ibr wpp- in mjp- libergeben lieBen. Die 
zweisilbige 3. Pera. aing. dagegen mnaate laulgeaetziicb erhalten bleiben. 
So geataltet aicb daa belderaeitige YerbSltnia zwiachen der kilikiscben 
und altarmeniacben Stammform folgenderweiae : 





KilikiBcb: 


ClasBiacb: 




'"JP't 


air-i 


tupiap—p 


arar-i 




iujp-Pp 


atr-ir 


utpiup''pp 


arar-ir 




tuptup 


arar 


tupuip 


arar 




UiJP'iUg 


air-aU 


Mupmp^iug 


arar-aìc 




'"JP'ta 


air-ifi 


Mupuip-fig 


arar-i^ 




MUJp-pii 


air-in 


mputp^ffu 


arar-in. 



Aor. Smp. Cbron. 612; «»'/-^^ akt pari Aor. 17 13, 23 26, 25 6, 49 12 etc.; 

utaL'iuè- paaa. part. Aor. 73 2t ; ^pq-'l^-l'p II ag. Imp. Aor. 25 24; hrpi^l^mò^ 

paaa. part. Aor. 39 12, 51 16, 65 1 9; Irpi^L-tri^ akt. part Aor. Smp. Cbron. 

651; tujp-ft I 8g Aor. Mr B i/^f ; mp^ffu spàtere Form des 15. Jbda. flir 

alteres «{//«-Ai' III pi. Aor. bei Amirdovlat' H. 348, 368; mpiap III ag. 

Aor. 71 22, Kb ^7., 4, qk^ "^Ir^ ^p^ ^^m; uijp'lr£^ akt. part Aor. 15 12, 
27 8. 12. 14. 19, 29 18, 35 17, 57 17, 61 9. il, 63 4. 

§ 371. Als spezifisch mittel- (und neu-)armenischer Aorist- 
atamm tritt qpp-^) tir- zu Pras. t^-%^lnr t-n-em »lege« an Stelle 



Belege: 1) i^-Jt I ag. Aor. Mr B </2/f ; if-jtp II ag. Aor. Smp. 
Chron. 649; fr-ijpAr ^ 8^- -A^or. Smp. Cbron. 640; tP't^ HI pi- Aor. Smp. 
Chron. 625, 631, 648, 652, 653, 655, 656, j668, 669, 670, Bb A'I und im 
Naebwort; i^f^p II ag. Imp. Aor. Mr B ^^, /jP, A'P; ^-A/^akt. part Aor. 

75 8. 4, 55 24, Bb 4^, ^/*, B ^A^, ^^1^ Jtt\ tP""^ P*M- P*rt Aor. 47 26, 



316 Fonnenlehre. 

des altarmenischen entsprechenden Stammes i^^ di- resp. 
augmentiert e-di-. Die AoriststUmme inmp^ dar- and ^^ iòr" 
sind nach ein und demselben Prinzìp gebildet, nnr dass eiBterer 
bereìts gut clasBÌsoh ist, wlUirend letzterer erst in mittelanne- 
nisoher Zeit allgemein wird. Za dem erweìterten Pràsens 
mu/ib^»r »fìlhre« (= «vur + li + ^iT ftlr *taut^m%'P»r) gehOrt die 
II p. sg. Imperat. Aor. muip, bestehend aus Yerbalwnnel 
iiruf- + Snffix der II Person sg. p\ ganz ebenso wie za Prftsens 
uiuitP >gebe€ Yon Stamm ianc'' der Imperat. muLp (= maL-^-p], 
za Pr&sens tfiilriP »lege« yon Stamm i^ der Imperati^ ^|i 
(= i^ 4- /i) gebildet wird. Nan ist regelmUBig die II p. 
8g. imperativi des einfachen Aorists akt. identiseh mit dem 
Aoriststamme and Yon derselben, als der Warzelform werden 
die Formen des Indikativs gebildet: so z. B. Il s. imp. 4uài^ 
I s. Ind. ^m%^lt\ II 8. imp. p»^, I s. Ind. pn^-^; II s. imp. »«, 
I s. Ind. ttHL-ft, Zafolge dieses Bildangsprinzips and anf 
Grand einer Erweiterang desselben war bereits im Altarme- 
nischen bei muiìt^iT tanim entsprechend die II Person sg. 
des Imperatiys Aor. muip tar als reiner Stamm aafgefasst and 
Yom Imperatiy aas aaf die librigen Formen des Aorists aos- 
gedehnt worden, eigentlich fehlerhaft, da, wie gesagt, diesa 
Imperatiyform nìcht, wie gewòhnlich, die reine Wnrzel darstellt, 
sondem die darch Personalsaffix r erweiterte Warzel. Der 
nàmliche Vorgang wiederholte sich in mittelarmenischer Zeit 
fìlr t^kiT. Schon in der alten Sprache kommen, allerdings ver- 
einzelt and offenbar mehr yalgar, za diesem Verb neben den yom 
arsprtlnglichen Aoriststamm i^^- abgeleiteten Formen die folgen- 
den yom Stamm ^ftp- gebildeten zam Yorschein: t^pffù (= 7^/* + 
[ài) III pi. Ind. and Partizip yt^lnui^ (=s t^p + Irmg). Im Mittel- 
armenischen erscheinen vollends 8S.mtliche Formen des In- 
dikatiys Aorìsti als vom neaen Stamm #^|f- gebildet: hier hat 
sich, analog wie bei mmu^J] die fàlsehlich fUr den Verbalstamm 
gehaltene II s. imperativi anf -r wirklich zam allgemeinen, das 
arsprttngliche Thema 1^- yerdrangenden Aoriststamm erweitert. 
In der Flexion wird Stamm #^/i- vor Snffix laatgesetzlich za 
HP^ tr-, Demnach stellt sich das historische Abstafangsyerh&ltnis 
f tir die Aoriststammentwickelang diesesVerbs fo]gendermaBen dar : 

tì5 28, 67 7, 77 4 etc. y^l. anch bei Yard. Hist (13. Jhd.): ift >ich habe 
gelegt« p. 157 28; lr% 'f-pki »8ie baben gelegt< p. 157. Nor die II pi. 

Imp. lantet noch t^^ "Rb pm. 



II. Abscbnitt: Konjagation. Kap. III. Der Aorist 317 

Classisch-Altarmenisch : EilikÌBch*MittelannenÌBch : 



^"t-t 


e-d-i 


wA 


tar-i 


^"t'tp 


e-d-ir 


wbv 


t9r-ir 


k'^q. 


e-d 


^ ttp 


e-iir 


^"t""^ 


e-d-aS 




t^r-aS 


^-t-bg 


e^d-iR 


nH'^ 


tar-iR 


ir^i^^^i, 


e-d'in 


'tP't^ 


tar-'in. 



Ubar die auBerdem flir die III Person sing. erscbeinende Form 
kplrMi. B. miten § 377 ff.— Entsprecbend zeigt das NWA., speziell das Tr. nnd 
Poi.: t9ri, t9rirf tmnU a. B. w. SoblieBlicb dringt dasselbe annnter- 
brocben fortwirkende Fonnationsprìnzip im NA. aaob bei dem dritten 
Falle von r-Imperativ durcb; der bo im NWA. hervorgebende Aorist- 
Btamm dur- za dam >gebe< liegt Im Tr., Poi. n. s. w. dem PaBsiv dieseB 
ZeitwortB zn grande, wShrend im Aktiv der lUtere Stamm sicb gehalten hat. 
So bildet (n. Aid. II 67) Tr. zwar nocb den aktiven Aorist d9V'i [mnt.^lt^^ 

d9V'ir (mnt.~ltp^^ aber die passiven PrSsensformen d9r'V'im (mp^nL^^iT^^ 

§ 372. Der Aoriat zu ^pPuoT: ^fuy^ iPS'Hf^) findet sich 
mittelarmenisch nicht belegt, was in Yerbindnng mit der That- 
sache, dass das NA. diesen Stamm nicht mehr kennt, daraaf 
hinweiat, dass derselbe bereits im Eilikischen yeraltet war. 
Ebenao mnss schon im Eilikischen der ci. Aorist ìu/i/e-^ urbi Yon 
Stamm w/f^- arb- geschwnnden gewesen sein, wie denn auch 
das alte PrMfiens pJlflr»r 9mpem »trinke« durch das Verb fui&tT 
X9mem verdràngt ist. — Auch die classischen Aoriste za luìriT 
hem nnd ^mbut^iP canagem: inuuj hay mit Stamm ^ni.- /t/-, 
è-mkkmj coneat/ mit Stamm ^uA^- cani- sind geschwnnden nnd 
dnrch nene, vom Prftsensstamm gebildete znsammengesetzte 
Aoristst&mme ersetzt (cf. nnten § 375), wie aneh im Nenarme- 
nischen (z. B. im Tr., Ach. etc.). 



1) Die nrsprilnglicbere Form ist offenbar die Dablette ^»^«>{/, 

woraas mit Anlehnang an fmiT >gehe< die Dablette i^q^j mit f ent- 

atanden za sein scbeint. ^4f"j bSngt sicher zasammen mit ^l »Weg, 
Reise* (cf. HUbscbmann Gramm. p. 485 f.). Hiasichtlich des ia ^"^«y 
ersoheiaenden Elemeates ^ U stelle ich die folgeade Gleicbang aaf: 

^«-^«w/ go-ìc-ay irp^n':g'ph erko^Jt-in 

j^at. gu kp^ni. erku 

§ 373. Der zasanimengesetzte Aoriststamm ist gleich 
der Verbalwnrzel + Snff. -a(;, -ep (gekUrzt ans ^eac) oder -<>-, nnd 
liegt in reiner Gestalt Yor in der ni p. sg. Aoristi. Wie beim 



318 



Fonnenlehre. 



einfachen Aorìst, so gilt anch bier noch die altarmeniBche 
Bìldnngenorm, wonachdas znsammengesetzte Thema prak- 
tÌBch gewonnen wird: 

1] Von einfachen PrS^sensst&mmen darch Anftigang von 
^ P an den Pràsenseharakter, nur dass bei den t-Stammen der 
PrS,8enseharakter t za e werden mnss. Z. B.: 



ò'tujub- 
untuilf' 

uiqutuijt— 

a^uiuninh'- 
tannuuth— 



PrS.sen38tanim : 

V. qptrtr) 



Aorìststamm : 



V. ò^utjulftr) 

V. jki&iT) 

V. aquttlraP) 

V, tfruiiT) 

y. l^iunnjutP) 

y. dùautP) 

y. uiutUinhiT) 

y. auimpuuiiiptr) 

y. l^mpItiT) 

y. imiò^pif) 
v.jì.ll.J') 

y. uippain^tP) 



ifUiug-'^) 
tuqtumiru~ ^^j 



ìcreg- 

xle^- 

jaxe^" 

syaler^ [s9yale^) 
gartag- 



azadeQ- 

^mpiry.^^) gdreg- {ffadrec) 

^^iTuipmlrg^ * ^) jhnarden- [jasmarde^] 

mppnmlrg'^'*) drOSteQ- [d9r98ÌeQ-) CtC. 



Belege: 1) qp^ff-^ I sg. Aor. 93 16; qpàrg-uig I pi. Aor. 25 2, 35 is, 

67 29. 2) Juitrg^bp II sg. Aot. 57 20. 3) ò^uifuirg-p 1 sg. Aor. 

75 18; è^iulub^g III 8g. Aor. Smp. Chron. 644. 4) jiri^gfì> IH pL 

Aor. MrA199. 5) m.^^ Ili sg. Aor. 35 il, Smp. Cbron. 620. 

6) uqui^trg III Bg. AoF. 81 15. 7) ifittug III 8g. Aot. 81 11, 

Rb Mt ; ifruig^lri^ akt. part Aor. 77 1 1 ; ifriug'UtLq^ Yerbalnomen Rb ai^/f . 

8) ijfaipi^g III sg. Aor. 75 12. 13. 9) i&tug III 8g. AoF. 29 11, 31 20, 

33 10, 35 i; Sbiug-lri^ akt part. Aor. 79 18, 83 io. 10) utqutmkg'tuc 

III sg. Aor. 67 3. 11) trutta pumUtrg-utL III Sg. Aor. 43 6, 69 S. 

12) £nL^lrg-tuc III sg. Aor. 67 15. 16. 13) Iftaptrg-tuL III flg. Aor. 

67 12, 69 10. 12. 14) ^uti^irg-iuj I sg. Aor. 3 18. 15) ^iiTutptairg-mL 

III Bg. Aor. 29 10. 16) pt^lrg-uii. Ili Sg. Aor. 55 12. 17) mpg^ 

umirg-uiL III Sg. Aor. 11 3. 

2) Von erweiterten Pràsensst9.mmen dnrch AnfUgang yon 
^ {? an die Wurzel oder den reinen Stamm. Z. B.: 



II. Absohnitt: Eonjugation. Kap. III. Der Aorist 



319 



Pr^senBStam: 


AoriBtstamm : 


utjp'^-'ut\ir\ 


utJp^g^ ') 


amr-^ [amor-gr) 


q.aq^^ui(ir\ 


^"7-5-^) 


Aoy-p- 


£tiù'%'iu(ir\ 


L^'S'') 


Imnrg- [bman-^] 


^tuppuin-^'UiliP 


^tuppum^ff- *) 


harast-^ 


jatLirt^-tufiT) 


j'"^tr3' *) 


havel-^' 


intunufir£-^~au(ir 


inatnufirt-'a'' ®] 


datbel'^ 


^-Jb-aLttP^ 


^-5-') 


U^ (fo-(r-) 


p%^lf^1b^nL{J') 


eH^'9-') 


ange-Q- etc. 



Belege: 1) lu Jpg^utL ìli sg. Aor. 59 24, 69 6. 2) i^tjjg^utè^ pass. 

part Aor. Rb ^^«v* 3) iSLg^tut. Ili sg. Aor. 75 26; iSbg-trf^ akt. 

pari Aor. 75 24. 4) ^luppumg^iuL III sg. Aor. 35 13. 5) juii,trfj-trg_ 

akt part Aor. Mx. Her. 124. 6) miutiufiri^-àri^Hkt part Aor. 53 12. 

7) iff'Utò^ pass. part. Aor. Mr A bei H. 144. 8) e^tff (ans gài^inu^) 

III 8g. Aor. Yard. Hist bei H. 439. 

§ 374. UnregelmàBig bilden in der alten Spraehe den 
znsammengesetzten Aorist die Verba tuatriP (Stamm mumg^)^ 
qftmlrtr (Stamm iffamutg^] uiid ^uipiriP (Stamm i^m/my^-). Dieselbeii 
Aoristformen gelten, znm teil lantlich verftndert, noch ftlr das 
Eilikische: ututug III sg. Aor. 9 22, Rb^?^, Mr A 242; mui^iug 

I pi. Aor. 77 5, Mr A 151; uiui^p% III pi. Aor. 29 8, Mr B 1^; 
uiuffki^ part. pr. 15 10. 15, 23 9. 10, 67 10; ^pinaii^ph m pi. Aor. 

Rb ^^; s^^iniuglip II 8g. Imp. L 178 6. 20, L 185 7; i^^mtugfyf II 

pi. Imp. L 186 2y Rb^^; liuipgf» I sg. Aor. Rb^iv, ^r^; Igiupgaug 
I pi. Aor. Rb^?i^. Erhalten haben sicli femer die nnregel- 
m&Bigen AorìststUmme von pMnAuitT nnd niutó»md^ als p^mpt- 
pare- nnd M^pk- tare-. 

§ 375. Mehrfach zeigt der znsammengesetzte Aorist 
das Streben nach weiterer Expansion. So wird der ar- 
sprtlngliche Aorist ò^m%kuij von ^a/bui^iT yerdriingt dareh ^ut%^ 
^gfi] ebenso tritt an Stelle des einfachen Aorists laLutj von 
lukiT die znsammengesetzte Stammform lutg-- wie folgende 
Beispiele zeigen: lukg »er h6rte« Smp. Ghron. Dnl. 619, 620, 
621, 642, Lied Lev. Dnl. 540; luIrgKh »sie bertene Ass. Ani 
47 2, Rb ^i^, Smp. Chron. Dnl. 650; [ulrgk^ »h5retc Eleg. Ed. 
Dnl. 227; ^u/u^ò^ »erkannt< 9 15, 65 15, L 156 19. Anf dem- 
selben Expansionsstreben des erweiterten Aorists bernht aneh die 
in Rb £?f ttberlieferte Form uu^iulblbkg »er t5tete« von uu^uMiàrJl 



320 Formenlehre. 

§ 376. Im allgemeinen jedoch giebt hinsichflìch des bei- 

derseitigen Besitzstandes nnd der Verteilnng von einfachem 

und znsammengesetztem Aorist anf die verschiedenen Pràsens- 

6t9.mme das Eilikisehe wesentlich die altarmenisehen Yerb^tnisBe 

wieder. Wie im GlassischeD, so wird auch hier der zasammen- 

gesetzte Aoriststamm regelmS,Big gebildet: 1) von der Mebrzahl 

der einfachen e-Stàmme; 2) von alien a-Stàmmen, sowobl den ein- 

fachen als den erweiterten ; 3) von der Mebrzahl der einfachen 

f-StUmme; 4] von einer Anzahl erweiterter tt-St&mme. In 

den Ubrìgen Fttllen erscheint der einfache Aoriststamm, nUm- 

lich: 1) Von mebreren einfachen e-StlUnmen nnd sUmtlichen 

erweiterten «-StUmmen, worunter anch die Kansativa; 2] yon 

einfachen ^-StlLmmen nnd sUmmtlichen erweiterten t-StUmmen; 

3) von der Mehrzahl der erweiterten «-St&mme nnd sUmt- 

lichen einfachen u-StS.mmen. Danach ist der znsammen- 

gesetzte Aorist vorzngsweise den einfachen Pràsensstammen 

6igen, der einfache Aorist dagegen den erweiterten PrUsen»- 

«t&mmen. 

Im NenarmeniBchen ist hinsichtlich der Verteilnng der beiden 
Aoriststamme im allgemeinen der alte ZuBtand erhalten gebiieben: die 
einfachen alt- (nnd mittel-) armenischen AoriBtstSmme sind anch regel- 
m&fiig als Bolche in die nenen Mnndarten ttbergegangen, die zosammen- 
gesetzten regelmSBig zasammengesetzie gebiieben. 

Anm. Ùber den passiven Aoriststamm, dem teilsder 
Prslsensstamm anf -vi (Norm: Pr^s. è^iufuoLlitr^ Aoriststamm ò^m- 
^ndry-), teils der entsprechende dnrch Passivelement u erwei- 
terte aktive Aoriststamm (Norm: akt. Aor. /zuf^-^, pass. Aorist- 
stamm piugaL' oder akt. Aor. r^-^, pass. Aoriststamm s^ul^ 
za grnnde liegt, ist sohon oben §§ 357, 358 gehandelt. 

Von den so gebildeten AoriststUmmen ist auBerdem eine 
bestimmte Klasse f&big darch das Angment erweitert za wer- 
den, nnr bei drei Stàmmen ist das Angment wesentlich. 

Das Augment. 

§ 377. Das indogermanisohe Angment, als stammbildender 
Faktor des PrSlteritams Indikativi ist bereits dem Altarmeni- 
schen nicht mehr wesentlich, sondern beschr&nkt sich anf das 
enge Gebiet der einsilbigen Personalformen des Aorist, ist 
jedoch auch da nicht allgemein, da mit e oder i anlaatende 
Verba kein Angment annehmen, noch ist es in den meisten 



II. AbBchnitt: Konjugation. Kap. ITI. Der Aorist. 321 

FlQlen ansschlieBlich, da neben den angmentìerten auch die 
angmentlosen Formen vorkommen. So lautet die ni. sg. Aoristi 

Z. B.: tr-lftug Und ^tv^, ^-if^S ^I^d Jt^^ tr^imù Und ^nri», ^'Syff 

nnd gajg^ t'UMÒ^ und mò^ etc. Bei andern Personen ala der in 
p. sg. findet Bich daB Angment nnr bei den drei Verben i^trtr^ 
é^uiiP nnd iniuiP, in deren angmentìerten Aoristformen : sg. I 

h^^f-f, n ir'q.'ltpy ni trq.-^ pi. I Ir^i^-utg^ II tr-ti^jjtg^ UI ir-t^-^it '^ 
8g. I ^-^-^, Il k-i'Ppj III ^-^Ir; pi. I ^'i'Uig, II ^4^^, III 
Ir^ll'jfli'^ Sg. I k-in-nL^ II tr^m^aLp^ IH /^-m ; pi. II ir-maLg, lU 

^-ififr<>» das Angment sich erhalten hat, znr Vermeidnng von 
einsilbigen, dem armenischen Sprachgeiste widerstrebenden 
Yerbalformen, wHhrend es in der zweisilbigen Form maLtug 
der I p. pi. weggefallen ist^). 

Je mehr nnn das dnrch die ganze armenische Sprach- 
gesehiehte sich hindnrchziehende Abneignngsprinzip gegen 
einsilbige Verbalformen sioh im Lanfe der Zeit versclillrffc 
und welter nm sich greift — in der mittleren und neueren Sprache 
tritt dasselbe weit ausgepragter und stllrker hervor als im Alt- 
armenischen 2) — in demselben Mafie auch treten zurtlek und 
schwinden allmtthlig jene augmentlosen einsilbigen Formen der 
m p. sg. Aor., wie ^lu^^ ipy^ 4u/ii, Im Eilikischen, wo letztere 
YoUends veraltet und untergegangen sind, erscheinen deshalb 
nur mehr die angmentìerten Formen: das alte Angment setzt 
sich hier fort als regelm&Biger und obUgatorischer Bildungsfaktor 
der HI pers. sing. der einsilbigen AoriststUmme ; so stets kl. f i»^ 
nisg.Aor.B^; foralllsg. Aor. 8l27,Rb]^; ^^ui^^ III sg. Aor. 
Rb i^; kpaq^ ni sg. Aor. Rb H^ ÌH\ K«^ lU sg. Aor. Lied Lev. 
(Dui. p. 540); Ifumui^b in sg. Aor. 93 26, Rb i^^f ; k^mu III sg. 
Aor. 93 7. Hingegen haben die neuen zweisilbigen Aoristformen 
Yon i^kiT und muiiT (vgl. oben § 371 und unten § 387, 2)) eben 
deshalb, weil zweìsilbig, auch eo ipso ibr Angment eingebtifit, 
wHhrend aus dem entgegengesetzten Orunde sich erhalten baben 

1) Vgl. hiertlber anchMeillet: »NoteB sor qaelqnes faits deMorpho- 
logie« p- 11. 

2) Anf dieser Abneigung bemht im NA. bei den Einsilblem qo'J*^ 
aamtP^ lautT gowohl die Erhaltong der vollen Fonn ^nL des Indikatìvs 
(worttber za vgl. oben § 360 Rdn.), als auch die Bettnng dea prSpositio- 
nalen t im negatìven Indikatì? (worfiber des Naheren unten § 422), welch 
letzteres t aus demselben Grande mìt denselben einsilbigen St&mmen 
tputC, luitT nebst ^hmT dialektweise geradezu za zweisilbigen St&mmen 
Terwachsen ist Vgl. das NShere unten § 422 Bdn. 

EarBt, SfliUfloh-miUelarm. Tolkupnche. 21 



322 Fonnenlehre. 

die aagmentierten Aorìstformen von fM»<r : sg. k-^^p e-^-i, i^-^-/f 
e-y-^Tj pi. tr-li'iug e-g-a/ij ^-^-^^ e-g-iS^ Ir-^-fA e-g-in. 

§ 378. Nicht nnr erhalten hat sich das alte Angment, 
Bondern sogar erweitert in der III p. sg. eben dieser drei Yerba, 
wo die alten Formen ir^% ekn^ km et nnd Ini. ed sich zn folgen- 
den dem Mittelarmenischen eigentUinlichen neaen Bildnngen 
entwickelt nnd nmgestaltet haben: 

trpkii ereg (spr. er^ek) »kani<, »ist gekommen<, 
Irplrin ered (spr. er^et) »gabc, 9 hat gegeben*, 
ir pini, eret (spr. er^et) »legte«, »hat gelegt*. 

Die Form kplrli ereg tritt mit Beginn des 12. Jhd. anf bei 
Grigor Erec: f» p^pi ^^ Irplr^ pw^Lap'ù Qaàimgy Greg. Er. 

Ghron. Dnl. p. 156; Itl ft'iit^ii uiLaLp^ japémiT tuitq. i^tuptfp i^iìt 
àrpàrljl J^p^f'pu Rpl"'"'^t^ff^ irpir^ ^ói ui/^ftinia^ kc JhfupmfuatiA 

Greg. Er. Chron. Dnl. p. 166; anch schon bei Mx. Her. p.l4: kà. 

trpp litTuAimu ap llrpiP jt i/£aip Irpk^, Die Fomi irpirm ered fiodct 

sich nach Aidynians Gewahr (Kr. Gr. I p. 144) gleichfalls schon 
nm dieselbe Zeit <). In der Folgezeit werden die Formen ganz 
allgemein: ^/v^: in Ass. Ant. pp. 11 24. 26, 43 6, 73 13, 75 13, 
9315; in Smp. Ghron. (ed. Dnl.) pp. 611, 631, 644, 646, 648, 678, 
Rh£4t] anch bei Vardan (13. Jhd.) p. 155 kpkiji »er kamc; 
dazn die II sing. imperativi tupk^ in Ass. Ant. 25 12, 75 io; l^ptm: 
in Ass. Ant. pp. 11 25, 29 19, 35 21, 83 1. 2. 5; in Smp. Ghron. 
(ed. Dnl.) p. 618, 619, 620, 629, 650, 668; Lied Lev. Dnl. p. 539, 
Rb ^fup; als dialektischer Eindringling ersoheint kplnn bei Yard. 
Hist. 157, 161 sowie Step. Orb. II 11 5, 71 2, 72 1; modifiziert 
als tptin in einer Inschrift ans Ani vom J. 1310 (Shir. 79). 
Anch die Form b^pb^q., von der mir znfilllig keine Belege vor- 
liegen, ist nach Aidynians Gewfthr (Er. Gramm. Il p. 72) als 
mittelarmenisch gesichert ^). 

1) Dagegen ist das bereits anfange des 5. Jhd.*8 vereinzelt Tor- 
kommende l^ptrm eret nach Aidynians Yermutang (Kr. Gramm. II 72) ab 
nnureprllnglich nnd nnecht za verwerfen. 

2) Dieselben Aoristformen lassen sich bis weit ina Neoanneniache 
hinab verfolgen. Im Achrabadin, Fnchabnch, Bach der Knpfentadt, sind 
dieselben ganz gewtfhnlich: vgl. um. fiu iuplr^ >komm za mire H II 335 s. 9, 

l^t^piuph irpir^ >der£mirkam< H II 335 17, ^my iuflrLap% Xmy% Irpkm 

»der Greis ging nnd rief< H II 336 13 a. i. Aach in splitmittelaiineniBcher 
Poesie erscheinen sie: z. B. Imp. auplrli >kommc Kost. Samml. 1 17, 11160; 

Irpkii >kam« ibid. 119, III 39; l^plnn »gab€ ibid. lU 38, 61, 52,53. Als frfih- 



II. Abschnitt: Konjngation. Kap. III. Der Aorist. 323 

§ 379. Es Btellt sich die Frage naeh Entstehung dieser 
mittelarmenisehen Aoristformen. Znnàchst steht fest, dass be- 
reits in den classischen mit Augment yersehenen Aoristformen 
der drei Verba f^n/] imutT^ i^lnP^ wie: ^^, Irtijtp^ tlfr^ kqfi^ ^q^p, 
^f^ iriaaL^ trmnip^ Irm^ der ursprUngliche augmentale Gharakter 
dea aniautenden 6 verblasst war; das arsprtlngliehe Angment « 
galt und ward behandelt als integrìerender Bestandteil der 
Verbalwnrzel. Im Eilikischen musate vollenda die augmentale 
Natur dea e unkenntlieh geworden aein, zumai da alien Peraonen 
zugleich dieses e anhaftete, und die HI pera, sg., die normale 
Triigerìn dea Augmenta, hier keine beaondere Auazeiclinung yor 
den Ubrìgen Peraonen voraua batte. WUbrend nun die mehr- 
ailbigen alten Aorìatformen wie ^^, m^p unverUndert ina 
Mittelarmeniache Ubergingen, war ea ganz natlirlieh, daaa die 
ala augmentiert verkannten, fUr reine Wurzelat&mme gelten- 
den einailbigen dritten Peraonen A^^, Lm^ A^Y^ eine Umgestaltung 
erfabren muasten. Nun waren die aa. Formen ^, irm^ ki^ naeh 
Lauti. §41 Yom Kilikischen ttbemommen worden in der Lautform 
yeff, yed, yet. Ala konaonantiach anlautende Einailbler 
waren aie nunmehr augmentf&hig; ala uraprttngliehe Augment- 
formen verblaaat, nahmen aie zur Beaeitigung der Einailbigkeit, 
wirklich zum zweitenmale daa Augment an: ea entatanden die 
Formen *e^yeffj *e^yed^ ^e-yet^ welche, da die Lautverbindung 
hj ey eine unmQgliche iat, aieh zu e-reg^ e-red, e-ret umgeatal- 
teten, durch die Mittelformen *e-yeff, *e-yedj ^e-yet hindurch; 
yielleieht unter dem Eìnfluaa dea Imperativa mplfli »komm«! 
Letztere Form aehen wir gleichaam vor unsem Augen ent- 
Btehen, ala eine Verachmelzung der beiden aayndetiach ver- 
bundenen Imperative mpl»' Irli »auf! kommc, die zum teil mit 
dem kontrahierten iv^lr^ abwechaeln^}. Vgl. Armenian popular 



polarmenÌBch steht Irpkii >kam< in einer Urkande vom J. 1463 (Min. 
Leh. 87); Irptrm »gabc Min. Leh. 149 bis, 151 bis. Als ver a Ite te Fonnen 
hat noch Tf. die lU p. sg. Aor. erti [» kl. trptnn) neben jiingerem 
foof^ >gab« (Tom. Dial. v. Tifi. 239 und 246); ferner Ìlf. die veralteten 
III Peraonen sg. Aor. mptrli >kam< und tupbm »gab« — f!ir hplrli and 
irpirutf da im Jlf. claBsiBchem and kiliklBchem e regelmSGig a entBpricht — 
neben den jiingeren Fonnen It^iul >kam«, uiìiluil und mnJrff >gab< 
(Paik. Dial. 83). 

1) Im NO A. wird dialektweise das erste Kompositionsglied uipfi 
geradezu als Imperativ za f^/^ verwendet; vgl. Palas. S. 94. 

21^ 



324 Fonnenlehre. 

flongs y. Aliàan p. 19: lupy k^ Ir^ jmju wjqyu^). Dagegen an- 

zonehmen, der Imperativ mplr^ habe ab die nrspriinglichere 

Forni den AnstoB gegeben zn einer angmentierten Aorìstform 

*ir^iuplr^j worans kp^ geworden, w'éxe ganz unnatllrlìch and 

anhaltbar, schon deshalb weil zweisìlbige Formen nicht 

augmentiert werden. 

An Stelle dieser speziell mittelarmenischen Fonnen treten, wie aos den 
Qnellen hervorgeht, bereits in Mhneaarmen. Zeit die Neubildnngen h^^tuM.\ 
i^putL, utnLtuLj wiihrend die ttbrigen Personen die aktiven AorÌBtsuffixe be- 

hanpten in A-^^, ^t/ftp^ mnLfi^ maifip^ qpp^ trtp ^^' Oberhaupt ist 
im Nenarmenischen das alt- and mittelarmenlBche Angment 
der III p. Bg. Bo gnt wie ganz nntergegangen. ZamrEnatB nnd sor 
Venneidung von dem SprachgeiBt wideretrebenden einsilbigen Fonnen 
moBBte die nanmehrige angmentloBe, einBilbige Form einen nenen Ziuatz 
erhalten: dieBen gewann die biBher ohne jeglicheB PerBonalBuffix gebildete 
Form dadnrch, daBB Bie nach Analogie BSmtlicher abrigen Personen eine 
Personal endnng annahm: diese konnte, da dem aktiven Aorist eine solche 
fehlt, nur die des passiven AoriBts, d. i. Snff. -ao sein: web om bo leiohter 
ermtfglicht ward, als seit dem Aofkommen dea nenen u-Pa8BÌ7B der passiTe 
AoriBt Beine passive Fnnktion eingebiifit batte. Der Yorgang Uìast sich wohl 
ancb folgendermaGen aasdrticken : an die Stelle der veralteten angmentier- 
ten Form der III p. Bg. Aor. A e ti vi einsilbiger AoriststUmme ist im Nen- 
armenischen die entBprechende Form des passiven AoristB getreten, welche, 
dnrch das nene u-Passiv ans ibrer bisberigen Stellnng verdrSngt, nnn aktive 
Fnnktion erlangte. So entstand die nenarmeniscbe >nnregelmaOige« Aorist- 
flexion, mit passiver Form anf -av in der III p. sg., wSbrend die Ubrigen Per- 
Bonalformen aktive £ndnng6n baben. So zeigt die nenweBtarmenisehe 
Scbriftspracbe fUr den Aorist aktivi : sg. I p. fJ^pl», II p* p^p^p, pl- I P- 
/*^/'A^» ^ P- P^phgì III p. /iA^/»/rif : dagegen III p. sg. ptptuL (fttr Siteres 
lfplrp)\ <c"i^, mnlip etc.: dagegen III p. sg. mniuL (fHr Slteres 4^<va); 
qofp^^^ futp^ftp etcr. dagegen III p.Bg.^iu/i^iift- (ftir alteres Hr^'w/'^) | p^st^ 
P^stp ©te.: dagegen III p. sg. pjuigun. (alter: lrp§ug)'^ U^stt H^stP ®tc.: 
dagegen III p. sg. [utgiuL (alter : A^*»^ ) . Femer die j iingeren^ ganz analogen 
Formen: pujt (= kl. •wgft >sagte«), pufip etc.: dagegen Illp.sg. ^uuil'^ ^^ 
(<= kl. tf{//>^ >macbte<),^/'^/vetc.: dagegen Hip. Bg.^/w<^| mtup^^ mtupltpet&.: 

2) Das aa. Glossar >diohteri8cber nnd b&nerlicber W(5rter« im HBor. 
No. 337 der Wiener Mecbitharistenbibliotbek kennt anBer adj. tupp s= 

»fiut^€ Intuir *aLt^lrq^€ ancb das adj. mpir^ ss ^Jaftumt tfatiT »am9< Jj/tutT 

%uintadri€'^ diescB anob in Pit sowie bei Erznka^i erscbeinende dialek- 

tiscbe adj. «v/>i^{f ans *utplt^mli ist identiscb mit demjftngerenkilikiscben 
uiqlrli >gnt« nnd bat natilrlicb mit Imperativ utpkli nicbts za tbnn, mag 
btfcbstens zar Entstebnng des letzteren sekandftr mitgewirkt baben. 

1} bliuiL z. B. bei Amirdovlat' (14. Jbd.) Dagegen kann die Form 
2~ir^mL Smp. Cbron. Dal. 651 als ecbt angezweifelt werden. 



II. Abflchnitt: Konjagation. Kap. III. Der Aorist. 325 

dagegen in p. sg. mtupmu'^ qf^^ i^ftp etc.: dagegen III p. Bg.t^mL (fUr 
Slteres ^7^/», ^p^q-) ] «"'«^, «»«*^/» etc. : dagegen III p. Bg. mnLtuL (fttr 
kl. trptnn) i). Daneben entwickelt sich jedoch, namentlich in der OsUichen 
Sprachgrnppe, noch eine andere Flexion fttr eben diese III PersonsingnlariB, 
wonach an den einsilbigen Aorìststamm statt der Endnng -«»<. -av du SnfiBx 
"b^g '*e^ antritt, welches, eigentlich StammanslantBilbe and in der III p. ag. 
dee aktiven erweiterten Aorists znm YorBchein kommend, ala wirkliche 
Peraonalendung an^efaset nnd schon friih anf die III p. sg. der fraglichen 
Verba neben -uil -av aoBgedehnt wnrde. So flektiert das (SsUiche Schrifìfc- 
armenisch nebst Astr. : HI sg. Aor. Akt mn^auL nnd aait^kg »nahmc, 

antup^uti.uQh&iitnufp^Ìrff »brachte«, u^U'-iUL neben ul^u^trg >begann<, mnL»auL 
neben maL^trg >gab«i aup^tuL neben utp-trg »that, machie*, /^"Uil neben 
W'^9 *lofirte<) pirp'UiL neben pirp-iry >braohte<. Das Anfkommen yon 
'kg -V^ neben -iv<. -av erklftrt sich ans dem Bedfirfnis, der III Person 
eine den Ubrigen, aktiven Personalendnngen gleichartige, ebenfalls aktive 
Pereonalendnng za geben, an Stelle dea PasBiv-Saffixes ^wl -at% welches 
aeinerseita den Yorzag hai, eine wirkliche Personalendang za sein. 

So galt bereits fUr die friihneaarmenische SprachperiocTe allgemein 
bei den fraglichen Verben folgende Flexion: Sg. I p^p^^ II p^ptp^ 

III pirptuL neben p^p^gi PI. I p^pt^gt II P^phitì HI p^rpt^' Anf dieeer 
friihmodemen Sprachetafe, die sich in den beiden neoarmenischen S chr if t- 
sprachen wiederBpiegelt^), blieben jedoch im allgemeinen die lebenden 
Volkflidiome nicht stehen. Nach der Norm der zweigestaltigen III 
Pera. Sing. spaltete sich in der Folgezeit jene Sltere Flexion nach zwei Bich- 
tnngen hin: anter Anlehnnng an die III Pers. sg. anf -^v entatand einer- 
seits namentlich im WA.^) eine none Flexion mit PassivsafiBxen, anter 
Anlehnnng an die III Pera. ag. anf -V^ andrerseita im OA.^) eine neae 
Flexion mit Aktivanffixen: Die Sltere Flexion: 1 plrpl»^ U ph-p^p, HI 
^irptuL nnd pbp^y etc. verzweigte aich folgendermafien: 

Neaweatarmeniach Nenoatarmeniach 

per-a her-eq-i 

per-ar her-eq-ir 

per-av ber-^eq 

per^an^ etc. ber-e^nìc etc. 

Ebenao warde z. B. die Sltere Flexion mnc/i^ mm-ftp^ mnLUML nnd 
maLlrg erweitert za: 

Neaweatarmeniach Nenoatarmeniach 

duv-a tov-eg-i 

duv-ar Uv-eq-ir 

duv'ov Uv'*eg 

duv-anU etc. tov-ei^'inU etc. 



1) Cf. Aid. II p. 66 f., Palaa. p. 91 f. 

2) Nar bei Stamm àr^- dehnte aich apater anch in der Schrìftaprache 
die paaaive Form aaf alle Peraonen dea Aoriata ana. Ygl. anten § 382. 

3) Ygl. Aid. ElT. Gramm., Han.» Patk. Hat, Tom. Dial. ▼. Ach. 

4) Ygl. Palaa. p. 91 f. 



326 Fonnenlehre. 

IL Flexìon des Aorists. 

FlexionBoharakter : Aktiyer (ì-Aor.) und passiver (o-Aor.) 

Aorist. 

§ 380. Hinsiclitlich der Flexion hat Bìch der alte Unter- 
schied von sog. aktivem nnd passivem^} Aorist erhalten, mit 
den beiden charakteristischen Aoristvokalen : t f&r den aktìyen, 
a ftlr den pasBiven Aorist. Die Grenzen des aktiven nnd paa- 
siven Aorists haben sich jedoch, der classischen Sprache gegen- 
tiber, merklich verschoben, nnd zwar ist der aktive Aorist 
znrtlekgedrlingt nnd sein Gebiet eingesehrànkt worden. Im 
Classischen bilden regeIm3.Big den aktiven Aorist die aktiyen 
oder besser die transitiven Verben ; der passive Aorist ist dem 
passiven nnd dem intransitiven Verb eigen. Ursprtlnglich 
mnsste diese beiderseitige Gebietsbegrenznng eine streng ein- 
gehaltene gewesen sein; allein schon gleieh am Eingange der 
historischen Sprachperiode, in der ftltesten classischen Zeit, fin- 
den wir die beiden Aoriste nicht mehr streng anf ihre nr- 
sprtinglichen Gebiete beschriinkt. So ist bei den erweiterten 
a-StSimmen, die ihrer Mehrzahl nach als Intransitiva den 
passiven Aorist annehmen, derselbe passive Aorist der Analogie 
der Mehrzahl folgend anch anf viole transitive a-St^mme, ob- 
wohl diesen nrsprllnglich fremd, ansgedehnt worden. Ebenso 
ist bei den zwei transitiven m-Stftmmen tamii^iP tanim nnd 
aó»ltir unim der passive Aorist inmpuy resp. ^utiuy nicht nr- 
sprllnglich, sondem erst nachtrS^lich dadnroh entetanden, dass 
diese vereinzelten transitiven m-St&mme sich den ttbrigen, ans- 
schlieBlich intransitiven oder passiven m-St9,mmen mit passivem 
Aorist anschlossen, wobei allerdings von dem nrsprttnglichen 
aktiven Aorist noch vereinzelte Reste sich erhalten haben 
in der II p. sg. Imp. mmp tar, f ur^ kal^ im Fntnr II p. sg. mmpgkn 

m p. sg. tnaupgt (nebcn mmpgftu^ ufaupgp Ctc), ^m^tftra^ k'^igt etC. 

(neben ^wi^fiu^ k^'ist)' 

§ 381. Entschiedener nnd nachdrttcklicher macht sich 
dieses bereits in der alten Sprache bemerkbare Streben nach 

1) Die Bezeichnnngen »aktiver< resp. >pa8BÌyer Aorist*, mit denen 
hier nattirlich kein GennsunterBchied aosgedriickt werden soli, sind, als 
die in der altarmen. Grammatik gangbaren, beìbehalten worden, obsehon 
ftirs Eilikische entschieden die Bezeichnangen i-Aorìst nnd o-Aorìst vor- 
znziehen sind. 



n. Abaolmltt: KonJogatloiL Eap. III. Der AorìBt 327 

firweiterang dea pasaiven Aorists geltend im Mittelarmeni- 
schen. So rtloken im Kilikischen an Stelle der betreffenden 
clasflischen aktiyen Aoriste folgende nene passiven Aoriste: 

Zn qmAaMjT (cl. qmialtirtr) AOT. ^m-^j »ÌCh fand« (cl. fM-^) 

> ItpiaLiT (ci. pimiikiP) Aor. /ii^uy »ìch stìeg ab« (ol. p^rl') 

> mlrAai.ir (cl. mlrnm%trir) AoT. mktt^mj >icll Sah« (cl. mkn-^) 

> bi^kiT (ci. Ir£mkilnr) Aor. Iri^uy »ÌchgmgaQ8,BtÌeg« (cl. k^) 
» iiSmlrtr (ci. tTmu/uhiT) AOT. dìn^mj »Ìch gUlg eÌD< (cl. JIr^) 
» imalkinr (cl. ^mutAkiT) Aor. ^mm^mj >Ìch gelangtC* (cl. fora^) 

» *k^^ir (ci. kquh»liir) Aor. A^^itt/ >ich wurde« (cl. ^^i^) 

Schon mit den Anfàngen dea 12. Jhd.8 treten dieso nenen 
Aoristformen anf. So finden sich bei Matth. Urrh. (ed. Dnl.): 
^Imi. >er Biieg herab« p. 27, 143; ^mumL »er gelangte« p. 67; 
diami. »er ging einc p. 107; bei Mich. Syr. (ed. Dui.): kiun. »er 
stieg anf* p. 342; JinmL »er ging ein< p. 339, 341, 373; bei Mx. 
Her.: mtruuij >ich 8ah« p. 44, 63, 65, 126; ^^«r^ >er stieg anf« 
p. 15; <wiimc »er gelangte« p. 22, 137; kqtuL »er ward< p. 13, 
58, 76, 77, 128; kqmh, »sie wnrden« p. 59, 126; in Geopon: 
fMoA »8ie fandenc p. 15; iTmutt. »ergingein< p. 31; kqmu »er 
wardc p.l89; in S.-R. Rb: mbuun. »er sah« § 116; in Aj98. Ant 
(Mittedesl3.Jhd.s): i^mj »ichfand< 63 13; mkuuii. »er8ah« 75 12; 
kimi. »er ging hinansc 924, 2521, 336;f/Lfmf.»ergingein<p.55i2. 15; 
bqutL »er ward« 11 4, 35 24, 51 4. 18, 55 16, 65 1, 83 4; hqu/ù 
»sie wnrden« 59 37; in Smp. Ghron. (ed. Dnl.): furoÀ »sie fan- 
denc p. 669; ^^ok. »er stieg ab« p. 629, 648; ji^mu »sie stiegen 
ab« p. 667; mimmi. »er 8ah« p. 612, 669; mbum'ii »sie sahen« 
p. 612, 669; bimi. »er ging hinans« p. 612, 620, 627, 631, 646, 
671; biuà, »8ie gingen hinausc p. 622, 644, 650, 651, 658; ^mumi. 
>ergelangte« p. 666; iTmmi. »ergingein< p. 612, 631, 649, 657; 
iTmm^ >wir gingen ein« p. 650; irmm% »BÌe gingen ein« p. 649, 
650, 667; bqmi. »er ward« p. 647; in Mr B: ^mumL >ist gelangt« 
i^\ iPmmi. >ist eingegangen< ^P\ MrA: bqmu »wurden< 168; 
^mumi. »ist angelangt« 225; Rb: i^mmj »ich fand« ^or, Mi\ 
iymmj >ich fand nicht< <i^; Ir^wf. >ging herans, i8t gestiegen* 

^, ^£4i; bfmb »gingen hinanf* y; bqmL »wnrde, entstand< <^ 

^41 \ trqmb »entstanden« ^; iTmmi. »ging ein< i?^; mlrmmi. »sah« 

^^; mlrum% »8ahenc 4^. LiedLev.: ^mumc <gelangte« Dui. 540^). 



1] Anch der Ostarmenier StepannoB Orbelean schreibt: fnmj »ioh 
fand< 1 149 14 ; qmmt. >er fandc 1 125 6; ^^i»/ >ich ging hinab« 1 209 7 ; lijh 



I 

are 



328 Formenlelire. 

§ 382. Noch welter griff in der Folgezeit die passive 
Aorìstform nm sich, naehdem diese mit der Entstehung eines 
neaen passiven Aorists mit Gharakter u ihre ehemalige, anch 
im Mittelarmenischen noch nicht ganz anfgegebene passive 
Fanktion allmS,blig (ausgangs der mìttelarmenisehen Perìode] 
an den nenen u-Aotìbì verloren batte, womit die letzte Schranke 
gefallen war, die der willktirlicben Ausdebnnng des passiven 
Aorists anch anf transitiven Verben noch im Wege gestanden 
batte. Wie nun mit Beginn der nenarmenischen Sprachllra 
znm Ersatz der veralteten angmentìerten Formen der DI Pers. sg. 
Formen anf -mi. eintraten, sodann in der Folgezeit yon der III 
Person sg. ans im WA. die passive Flexion sich anf alle librìgen 
Personalformen ansbreitete, ist bereits oben § 379 p. 324 — 325 
bei Besprechung des Angments berllhrt worden. — Fttr das Spjlt- 
kilikische kann b(3chstens ein schwacher Anfang dieser sp&te- 
ren Nenernng beobachtet werden an der im Lied anf Levon 
belegten in p. sg. t^utL »kam<, wie denn anch bezeichnender- 
weise die beiden modemen Schriftsprachen tibereinstimmend 
bei demselben Stamm Irf- die passive Flexion dnrch den ganzen 
Indikativ dnrchftthren, w&brend sic bei den Ubrigen einsilbigen 
St9,mmen dieselbe anf die in Person sg. beschrànken. Vgl. 
Aid. n 67. 

Flexionsendungen. 

1. IndlkattT (nnd Konjnnktiv) des Aorìst. 

§ H83. Im einzelnen haben sich fiir den Indikativ die 
Personalendnngen der alten Sprache nnverUndert erhalten. Die 
nenarmenische Endnng -n/c der I p. pi. Aor. ist dem Kilikischen 
(wie denn anch im Imperfekt, of. oben § 366) noch fremd. Die 
ftir beide Aoriste, den aktiven nnd den passiven gemeinsamen 
Personalendnngen sind folgende: 



Singnlar II p. 

Plnral I p. 

II p. 

IHp. 






>er ging hinab< 1 118 7. 20. 21; pluth >Bie gingen hinab« 1 118 7. 19, 129 12; 
^mmuL »er gelangtec I 176 19, 179 1, II 81 4; mlruiuj »ichBah« 1 149 13; 

iniruutL »er 8ah< II 64 5; ^ifw- »er ging hinans* I 76 19 etc. Ebenso 

zeigt Bchon der Historiker Yardan: (iIiul »8tieg herab« p. 154; mimmi. 
>hat gesehen* p. 158. 



II. AbBchnitt: Konjagatlon. Kap. III. Der Aorist 329 

Die I p. 8g., ebenso wie die III p. sg. Aor. Aktìyi haben 
keine Personalendung ; die IH p. sg. dee passiven Aorist hat 
die Endnng -«. -o. Aktiver nnd passiver Aorist nnterscheiden 
sich dnrch ihren charakterìstischen Flexionsyokal. 

§ 384. Im Glassischen hat der passile Aorist darch- 
g&ngig in s'àmtlichen Personen den Flexionsvokal a, der in Ver- 
bindnng mit der Personalendung sich za folgenden Flexions- 
snf&xen erweitert: uy ay^ mp ar^ un. ar, mg a/ty mjg aiXy 
mii an, Das muj ay der I p. sg. ist aus einfachem m a entstan- 
den, das am Ende eines Wortes unni(3glich ist. In der II p. pi. 
erscheint ebenfalls ut/ fttr «f analog wie in der II p. pi. Pr&s. 
der a-Eonjagation. — Im Kilikischen ist das alte -ay der 
I p. Bg. zn a geworden: in der Schrift hat sich allerdings die 
Schreibnng mj erhalten, worin das j rein graphisehes Zeiehen 
ist Ebenso ist ftlr das in der Schrift noeh fast allgemein er- 
scheinende mjg der II p. pi. der Lantwert aR fllrs Kilikisehe 
anznnehmen: anf -aR lantet diese Person anch allgemein im 
Nenarmenischen. Die Ubrigen Snffixe haben sich nnverftndert 
erhalten. 

§ 385. Im aktiven Aorist hat das Glassisohe vorherrschend 
den Flexionsyokal i\ nnd zwar ist derselbe stehend in der 
I p. sg. nnd ni p. pi. Daneben Flexionsyokal e in der II pers. 
des Singnlars nnd Plurals, Flexionsyokal a in der I p. pi. (wie 
beim passiyen Aorist). WHhrend die II p. pi. des zusammen- 
gesetzten Aor. Akt regelmìlBig den Flexionsyokal e^ selten i 
hat, hat nmgekehrt die II p. pi. des einfachen Aor. Akt. regel- 
m&Big t, selten e, Demnach lantet die Flexion des akt. Aorists 
im Glassischen: Singnlar I p. ^f» -», II p. -^/r -er, III p. — , 
Plnral I p. -o»^ -a^, II p. -4^, -/r^ -eR, -t^, HI p. -/rir -in, 

Anm. Bei den altarmenisohen Aoristen klifi nnd In^ ist 
Flexionsyokal l» i anch anf die II p. sg. ansgedehnt ^). Im Nen- 
armenischen dagegen ist Flexionsyokal i im aktiyen Aorist nicht 
nnr anf die II Person des Singnlar, sondern anch anf die I Person 

1) Umgekehrt ist dae oharakterìBtische Zeiehen e der II Person in 
dem classiBchen Aorist zn èrqu/ufuT anf sftmtliche Personalfonnen dea 

PriisenB ansgedehnt; Sg. I A^^-f (= ^hq^k-j), II kq^lr-p, III kq^lr^L'^ 

n. I àrq-'àr^iug, II kq^k-zg, III kq-k^^it) die II pi. ^qkg ist analog ge- 

bildet wie die II pi. prSs. "tpkg yom Stamm «t/e-; die I pi. kq-^k^utg 
mit doppeltem Flexionscharakter. 



330 Fonnenlelire. 

des Plural verallgemeinert worden, so dass der nene aktiye Aorist 
folgende Suffixe anfzeigt: Sg. I -«, li -tr, III — , PL I -wt*, 

Das Eilikische, ala zwìsohen alter nnd nener Sprache 
hierìn die Mìtte haltend, hat nun zwar in der I Person des Plnrals 
noch den alten Flexionsyokal m a: in der II Persoti des Sin- 
galars dagegen ist fbr den einfachen Aorist der Flexionsyokal t 
anznsetzen, indem die II Person des Singnlars sioh der ent- 
spreehenden Person des Plnrals mit Flexionsyokal i angeglichen 
hat. FUr die II Person sing. des zusammengesetzten Aorists 
ist jedoeh noch Endung ^kf» -er mit Vokal e als kilikisch liber- 
liefert, wenngleieh anch hier in spatkilikischer Zeit schon daa 
Snffix -^/v 'ir aufkommt. Ftlr die II Person Plur. sowohl des 
einfachen als des erweiterten aktiyen Aorists setze ich Flexions- 
yokal -t an. Ftlr den aktiyen Aorist sind demnaeh im Eiliki- 
schen folgende Personalsnffixe (im weiteren Sinn) yorhanden: 
Singnlar: I -^ -i, Il -fip -ir = ^ -+-/» (»-H^) fttr den einfachen 
Aorist, -^kp -er = k -^ p {e + r) ftlr den zusammengesetzten 
Aorist, ni — ; Plural: I m^ aX = tu -\-^ (a-f ^), II ^^ i^ = 
^4-^ (i-\-M), III ^% in = p-\.% (i-i-n). 

§386. Belege sind teils schon bisher gegeben worden, 
teils anch noch (fUr die III p. sg. anf ^Irg) im Folgenden ent- 
halten. ErwUhnt seien hier noch fUr den aktiyen Aorist: 
lunfi I p. sg. 11 25; u/jpP I p. sg. Mr B bei H. 154; ^npnLu^ I p. 
sg. 63 12; t^/ip II p. sg. Smp. Chron. 649; t^^p II p. sg. 9 21, 
75 17; kpkp Hip. sg. 75 18; tunlA Hip. pi. 63 22, Rb£^; ^/^^ 
III p. pi. L 185 9; if^^% III p. pi. 51 16; qpkg/i I p. sg. 93 16; 

fu%i^pirg/i I p. sg. 3 6; ^luluk^ft I p. sg. 75 18; ^lup^irg^ 1 p. sg. 
Rb JWJ; if,%q.nirffP I p. Sg. Bb Ì<f^; juihglrp II p. Sg. 57 20; Ir^ilfg^p 

II p. Sg. spUtmittelarm. bei Amirdoyl. 151 ; ^plrguig I p. pi. 25 2, 

35 18, 49 7, Rb éui^ put^ ftq^ fq^ l/i^^ Xq^ qir'^ ^ftttrgtup^ I p. pi. 
Rb ^4i\ muipqlfLlrgm^ I p. pi. L 154 13, 158 12; tfjiutjirgtug I p. pi. 

59 15 ; qpht'^ ^^^ P' P'* ^^ vt\ ^?%A^ IQ P- P^- ^^ ^^' ik'^j^at'^ 

III p. pi. 29 g; mumg III p. sg. 9 22; qiiuig III p. sg. 75 9, 81 11, 
Smp. Chron. 648; Ifiupii^utg III p. sg. 75 12. 13; ^mg in p. sg. 
29 11, 31 20, 33 10, 35 1 ; jlnHag III p. sg. Rb /i^; iuugmg I p. pi. 
77 5; ifrtuglfu III p. pi. Smp. Chron. 621, 644; iuugffù III p. pi. 
29 8. Am spàrlichsten belegt ist die II Person Singnlars and 
Plnrals ; gleichwohl dUrfen die f Ur diese Falle oben angesetzten 



n. AbBohnltt: Konjngfttlon. E^ap. III. Der Àorlsi 331 

Flexionsvokale f&r gesichert gelten. — Fttr den passiyen 
Aorist: ^liuti. ni p. sg. 33 7; Rb ^^; t^mua. III p. sg. Rb^; 
imqm^ m p. Sg. 29 18, 31 7. 20, 35 1, 63 6; ^/v/ffiiff. ni p. 8g. 63 13; 
lim^m». UIp. sg. Smp.Gbron.616, 622, 643; mmpmi. JR p. sg. 93 2; 
^IrptuL UI p. sg. Smp. Ghron. 611; likpmù m p. pi. Smp. Chron. 

612; aLutuli m p. pi. Rb ^; ai^f^uiuiàrymj I p. Sg. 3 14; ^utip^lrgtuj 
I p. Sg. 3 18; iu^utialrgiUL III p. Sg. 67 3; uiJpgmL III p. sg. 59 24, 
69 6; fM^utL III p. sg. Rb. <C/e; igMunpainlblrguiL III p. Sg. 43 6, 

69 8; iSigiUL m p. sg. 75 26; ipLÒ^kgmL m p. sg. 67 15. 16; Juu^ 

mmiugiUL HI p. Sg. 27 18, 35 14; limpIrgmL III p. Sg. 67 12, 69 10. 12, 
81 11 ; ^mumutinlrgiUL III p. Sg. 67 7; ^tuppumgatL III p. Sg. 35 13; 
4trtLauffiUL in p. Sg. 75 9; ^^JtupiairyutL IH p. Sg. 29 10; ULpi^gaui. 

m p. sg. Mx. Her. 132; ^ilrgmL TU p. sg. 55 12; mppumbgiuL 
in p. sg. Aor. 1 1 3. 

Anm. 1. Eine nìcht morpbologische sondem rein phone- 
tische Umgestaltniig hat die ni Person Sìngnlaris des 
aktiyen erweiterten Aorìsts der 6-St&mme erlitten, welche 
in der alten Sprache, als mìt dem reinen Aoriststamm identisch, 
anf ^kmg --eag anslautet. Im Kìlikisohen musste nach Lantl. 
§ 79 a) das anslantende -^ur^ zn ^kg -^e^ werden. In dieser neuen 
Gestalt anf -^eg^ die auch im Nenarmenisehen noch fortlebt^), 
ist die Form hftofig belegt; so in Ass. Ani: utjpkg 93 28, è^uijulfg 
65 1, jnt.qauplilrg 75 13, "^^ff 35 12, uqiu^g 81 15; in Smp. 
Chron.: pn%kg p. 619, 624, 628, 656, 670, piAlibg 612, ^y^ 655, 

da^nilkg 648, 656, [ni^^kg 646, julfg 619, 620, 621, 642, ^i^g 
612, juuuikg&n, ^<.f^^j644, ^ui^hg%1% ^^^% 642, Ifiaplfg 
619, h^g 629, jqf^p^^g 642, 649, jnci^ugp^àrg 670, "f-lirg 620, 
648, mauilflrg 620, uaaumtrg 622, ufiplrg 619, mfaptrg 622, JH^kg 

622; in Rbt miiuipqÉrg 'ip auiLfniitnpkg "^ipL^ piAirg "Ù^k^ qm^irg 

' • ■ » » « _ 

S^Ag p ^%irg i^'}^, 'Y^T^jf ^ÌP% ""^^p^ff» Ifumptrg Und Jumbqptrg ' 

in Lied Lev.: ijfuirg Dnl. p. 540, ^m^kg Dnl. p. 540; bei Hei. 
Kor. (ed. Dal.}: m^kphg 487, ^aib^pkg 481, 483, 486 etc. 

Anm. 2. Dieselbe ni Person Singolaris hat bei den Kausa- 
tiyen zwar Un Ber li oh die alte Form bewahrt nnd wird noch 
^ajg (resp. -f|/if) gesohrieben. Lantlich ist jedoch das classische 



1) Zom Teli dialektisch differenziert, wie za -tp im Poi., Noh. a. 
Tf., za -t«( im Dial. v. Erivan (Paik. diaL p. 25). 



332 Fonnenlelue. 

-oìq im Kìlikischen zu -ui^ [-uc) geworden (cf. Lauti. § 9). Z. B. : 
liapnju goruis (ci. korois) 13 22, 57 li, 59 8, 67 l, Rb ^; f^'^vs 
xamQuig (ci. zm^oig) Bb ^^ ; ^tu^lrgajg havnegui^ (d. havanegoi^) 
Rb f ; jwpnjg haruìQ (ci. yarotip] Smp. ChroD. 622; ^munjg hawig 
(ci. Ao^otp) Smp. Ghron. 624; ^mjunjg paxuig (ci. paxaig) Smp. 
Ghron. 646. 

§ 387. Vom Glassischen abweichend flektieren im Kili- 
kìschen : 

1 ) Der dem alten Aorist anf -^ar; -^ay entsprechende pas- 
sive Aorìst. Der classische Aorist anf ^b^uy -eay wird gebUdet 
zn intransitiven erweiterten Pràsen8st9,mmen der I., IV. nameat- 
lich aber der in. Eonjngation, wie: ci. juipinuj zu jtuiAlnr^ 

S^tuitirun ZU "Ùu/ùui^iT lujtntrutj ZU uuinhaLiP autpptrun ZU qatppitaLtP 
Putolnuj ZU pmoiinLiP /upintruy ZU /upiniinLtP numtrmj ZU aumUniJ* 
umahun ZU uiuiAnLiP PilItmui ZU f '■^'^ ^atbqlrun ZU ^miiqyhaP 
i/itufuiray ZU ifimlu^ir^ ^npiriuj ZU Ifapii^tT etC. Es licgeU hlor 

eìgentlich zweisilbige Wurzelnvor: denn -&-<»/ ist entstanden 
aus *l,ay mit wurzelhaflem ^; so ist ^uA^uy = *4aA^^uy^ 
juiplriaj = *juipl>^uij (ygl. den Imperativ i»/v^!). Aus Pr^ens 
*4tahi^'^litr ward natUrlich ^mlbi^-^liJ] mit t-Schwund^). Im 
Kilikisohen schwindet jenes wurzelhafte i nun auch vor yoka- 
lischem Suffix, analog wie bei den Nominalst&mmen auf -t 
dieses t vor vokalischem Flexionssuffix nach § 182 a) ausfallt 
So entstehen die neuen Aoristformen : liapuiù goran TU pi. Aor. 
Smp. Cliron. 671 ftir ci. I^npinuii ^^np/h-uth'^ ^uAquiL hangav III sg. 
Aor. Smp. Chron. p. 645 ftir ci. 4m%qlruiL *4uibqlt^mi.\ ifnu^m». 
paxav m sg. Aor. ftir ci. ^iufukuic ^^tu^fi^mi. Smp. Chron. p. 624, 
627, 649, 670; ^ui^mir paxan III pi. Aor. ftir ci. +u,luym% ^^^m^ 
luft-uii, Smp. Ghron. p. 667. 

2) Der Aorist Indik. von mutiT »gebe«. Im Glassischen 
yerschm&ht der Aoriststamm von mmiT »gebe«: uviif.- ^u-, weil 
Yokalisch auslautend, den den konsonantisch auslautenden 



1) In dem yokalischen Analaate dee AoriststammeB dieser Verba 
ist auch der Grand zu suchen ftir die ErBcheinnng, dasB in der alten 
Sprache dieselben ihr Partizip Preteriti nicht vom einfiachen Yerbalatamme, 
Bondem vom YerbalBtamme des entBprechenden EauBativs bUden. So 
wird gebildet z. B. za Aor. tujmlftuj das Partizip tujmnLy-irutf^^ zn Aor. 

qmpptrmj das Partizip nuipmuLg-trm^j doch wohl lediglich zar Vermei- 
dong dea ZasammenBtoDeB von Doppel-« in den Formen *iujtak-irtu£^ 

aOB mjinp~lnu£^^ quipptr^irui^ aaB ftupPp~irui£, 



II. AbBchnitt: Konjagation. Kap. III. Der Aorist. 333 

St&mmen regelmlLBig znkommenden Flexionsvokal ; indem das 
BtammaQBlaQtende -u die Fanktion dea Flexionayokals ttber- 
nimmt, treten die Feraonalendnngen onmittelbar an den Stamm. 
Im Kilikìsch-Mìttelarmenischen dagegen ist, wie anch in der 
nenen Sprache, dem Streben nach Anagleichang nnd Unifor- 
mierung gemaB, das sieh bereitB im Mittelarmenischen bo viel- 
fach kniidgiebt, die alte QnregelmS,Bige Flexion vom AorìBt- 
stamm mm.- aiifgegeben, so dasB derselbe mit Ausnahme der 
oben § 378 f. besprochenen III Pers. Sing. wie ein gewOhnlicher 
einfacher Stamm im aktiven Aorist behandelt wird nnd regel- 
mSlBig nach dem Stammauslant u noeh FlexionsYokal i annimmt 
Bei den so entstehenden zweisilbigen Formen fallt natUrlich das 
Angment weg, so dasB die Flexion dieses Stammes sich der 
betr. altarmenischen Flexion folgendermaBen gegentlberstellt: 

Kilikisch-Mittelarmenisch : Glassisch-Altarmenisoh : 
Sing. I «fifii.-^ d9v-i 

II muL-^-p àst^^r 

in kplrm ered 

Flnr. I utaL'turg dffv-a-É 

in maM.^^-Ìi d9V-^n *) 

Belege sind: miH» I p. sg. Mr B i^; miHfb IQ p. pi. Mr B 
J^, Het. Eor. Chron. 490; mni^l^ (andere Schreibart ftir miUtu) 
nip.pl. S.-R.Rb §§57,61,63; mai^fàs femer in Smp. Chron. p. 620, 
648, 649, 655, 669, 670 ; anch bei Step. Orb. erscheint das dialek- 
tische wnLft »babe gegeben« II 71 8. Inschriftlich finden sioh 
belegt: ìhaa^ nnd m»^ »ieh gab« inlnschriftenvom J.1042(Sir.ll4), 
vom J. 1251 (èir.25), vom J. 1253 (èir.26), vom J. 1262 (èir. 116), 
vom J. 1266 (èir. 26), vom J. 1348 (èir. 63); m,luig »wir gaben* 
vom J. 1253 (§ir. 26); h '«'[1^1^ »hat gegeben« vom J. 1228 
(air 23); t^ '«'L^t ^'^^^ ^***® gegebenc vom J. 1215 (èir. 77), 
tp miljri^ »er batte gegeben« vom J. 1262 (Sir. 116) n. s. w. 

8. ImperatlT dea Aorist. 

§ 388. Die Bildnng des Imperativs ist wesentlìch noch 
diejenige der classisohen Spraohe. 

1) Vgl. im NWA.: tr. and ach. dwi, dwir, dwav, davinM, dmU^ 
dwin (Aid. II 67, Tom. 66) neben poi. duva^ duvar, duvav eto. (Han. 43) 
nach S. 323 fif. 



I ir^muL 


e-tu 


lì ir'^mnL''p 


e-ùdrr 


m lr.«. 


e-t 


I utaL^tuo 


tubale 


II Ir-tnat.'-'a 


e-tu-R 


TU ^.««.t^-tr 


e-tu-n. 



334 Formeniehre. 

In der alien Spraohe gilt fllr den aktiven Lnperatìv 
folgende Segei: Die II Person PlnralÌB des aktìyen Imperatiys 
ist gleich der entsprechenden Personalfonn des Indikatiys, die 
jedoch regelmUBig daB SnflSx -^ -eR (nor in AiiBnahmsf&llen 
~l»g "ÌR) annimmt: z. B. II pi. Imp. ujtplrgkft^ mquigk^^ ^tulbtg. 
Die II Person Singularis ist gleich der reinen Stammfonn, 
wenn diese einsilbig ist: so II sg. Imp. /i»^ (y. /uriT), fw^ 

(V. ^MUiT)^ ti^uig (V. ^iri^tT), pmg (V. pui^uoT)^ iJ,g (v. /^«isT), f/y 
(?. fuiiaLiT)^ 4uài (?. ^m%kir)^ ìuìl (T. miÙiaLir)^ pat^ [y. pnqaLtT) ; 

ist aber der Stamm, sei er einfach oder erweitert, ein mehr- 
silbiger, so wirft er in der II Pers. Sing. des aktìven Im- 
peratiys den anslantenden Eonsonanten ab: so z. B. ans dem 
mehrsilbigen erweiterten Stamm: u^plruti^ die II p. sg. Imp. 

uppirui ^npè-irtutf" die II p. Sg. Imp. ^pè-lnu^ auqut^ die II p. 8g. 

Imp. mqm^ inuug- die II p. Sg. Imp. ^nu» ; aos dem mehrsilbigen 
einfachen Stamm: mdpmgaj^^ die II p. sg. Imp. mdpuMgn^)^ mp^^ 

gnjg- die II p. sg. Imp. »upplrgn^ P'^SVS' ^® ^^ P' ^S' I^IP- R'^it', 
^apajw die n p. sg. Imp. f if/m , Jtumnjg^ die II p. Sg. Imp. Jmmm ' 

ebenso ans mehrsilbigem Stamme utputp- die II p. sg. Imp. utpm^ 
ausnahmsweise anch neben Imp. ^«^ die verkttrzte Form f«r. 
Dieselbe Regel gilt anch noch fllr das Eilikische, wie 
folgende Beispiele zeigen, die sioh als historische Fort- 
setznngen der betreffenden altarmenischen Formen darstellen: 

n p. pi. Imp.: ^'ujgtrgkg 3 23; iqiuma.lrgtg Rb ^* t^uimifirgtg 

Rb w; ifipirgtg Rb ^; ^«"^^ Smp. Ghron. 612; mat^ »neh- 

met« Smp. Chron. 648; uyptg »machet< Rb ^; p^rpt^ 

»brìnget« Smp. Ghron. 612; mlrutg »sehet< 11 24, Rb j^ ^ 

n p. sg. Imp.: Muè^ »f(lhre« B^; aia. »nimm« B^ /^, d^^ fk^ ^-^ 

q^m »snche« B ^ÌT, t^p^ irfZ'^ ^^ »flllle« B/^^; im% 

»nimm weg« B fip^ T, ^, ^; ^mu »gelange« B /j^; mka 

>sieh« B ^; pmg »0ffiie« B M^.^ J^; pmg «tanche, tnnkec 

B ^^, 1^ i/^; miioÈ »mahle« B ^^ ^, J^^ Jp^ Mx. Her. 43, 44; 

mtlmui »glanbe< B«/^/;7; fin» »gehec 13 21; ^«f, ^1»/ »wa8che< 

A 156, 237, 259, B /i^ ^, ^, ip^, J^, J^, i?^. Da die 
Imperatiy formen der einfachen a-St£lmme «n^nr, wi^«ii«if n. s. w. 
formai mit der III p. sg. Pr^sentis znsammenfallen gewann es 

1) Nach AbM dea anslantenden g q encheint Btatt Diphthong «/ oy 
blofies « o. 



IL AbBohnitt: Konjngation. Kap. III. Der Aorist. 335 

den ABSeheìn ala bildeten diese Themata den Imperati? vom 
Pr&sensBtamme, ;veoraaf denn anch yon den erweiterten 

o-Stòmmen nach falseher Analogie die jUngeren yom PrSlsenB- 

stamm gebildeten Formen anfkamen: pm%iu >Offne« A 304; 

l^'bm >wa8che« A 260, 304, B f/]^, J^ n. s. w. — Von alt- 
er erbten Formen Beìen nooh erwahnt: ai/iiif >mache« zn mjukjr 

25 12, L 179 4, Mx. Her. 44, B lu^ T, 7, ^5^, ^^, '^, *%; 

*— I I ^ _ -1 I L 

fiir^ » balte « zn aài^d' B JT^^ij Rb ^tZ/i; ^kp >iss« zn aLmkir, 
Erhalten haben sich ferner zn den Verben ifrlnT^ mtuii^iP^ munT 
die Imperatiyfonnen ^ftp^ mmp^ umc^, die einzigen aktiven Im- 
perative, die das PersonalsnflSx r der II PerBon Singnlaris 
PrUsentis annehmen : ^ftp B J^^ ^^ H^ , ^, ^, ^^] «"^p B ^ 
£^^ ^; muLp BT^ ^, ^^ Mx. Her. 44, 150. Dagegen ist 
der altarmeniBcbe analog gebildete Imperati? /ifc/v II p. sg. zn 
IMèriT >h^re« anfgegeben nnd dnrch einen nenen, regelmUBig 
vom mittelarm. Aorìststamm ^«i^^- gebildeten ersetzt: II p. sg. 
imp. ^ut^ n p. pi. imp. luirtftg Nera. §norh. Eleg. Ed. (Dnlanr.) 
227. VerdrlLngt ist aneh der alte Imperati? q^minu (?on Stamm 
*ifl»mku»y-) zn ^l^mlnr »ichweiBc dnrch die ?om Stamme f^wiif^- ^) 
gebildete Form ^mm^pp II p. Bg. L 1 78 6. 20, 1 85 7 ; fpmwyfig II p. pi. 

L 186 2, Rb ^, 1^^ Smp. Chron. 678. 

§ 389. Rein phonetische Umgestaltnng der altarm. akti- 
ven Imperati?form der II Pere. Sing. liegt ?or in folgenden zwei 
FUlen: 

1) Beim Ean8ati?nm. Wie schon erwUhnt lantet dieselbe 
im Eilikischen noch anf -» oder -ir/ ans. Die lantliche Gleich- 
heit der classiBchen nnd der kilikischen Form iBt jedoch nnr 
eine ftnBerliche, graphische, da altes » im EilikiBchen nach 
Lantl. § 7 Bioh Btark nach ti hin differenziert hat. Anch 
erBcheint geradezn, neben der Form anf -a, bereits die Form 
mit -fri., 80 daBS in dicBcm Falle der im Nenarm. allgemeine 
Lantwandel ?on classischem a zn ul u sohon im Eilikischen 
Yorliegt. Belege: trqfigaj »laBB lanwarm werden* B/v; Irngnj 

>siede« B H^ ^, ^^, ^p^ ^, ^7^, JJ w^, ^, irfL,\ pui%~ 

^P&V 'verdichte< B &m^ ^; ^iupir^aj »tropfele« B ^^^ ^^f, 



1) ^maug- gehOrt eigentlich zn ^Itutu/ùtuiT Aor. qpmtugMuj, das 
bereits altarmeniBch, nach Wb ala Yalg&rform f!ir ^mlriT yorkommt. 



336 Formenlehre. 

^^irj mmggaj »wllrme< B ^^f * if^'ffiS'y *trockDe« B £fi^ 't^\ 
iTmnj »Iass eingehen« B jyi^ J7h^^ '^P\ j^p^ >erhebe« A 137, 
239; ilfrpaj >6rhebe« B^LL. Daneben: ^jiai. »las8 hinabkommeiK 
L 1793; ^itf^^ifi. >erweìche« BT; ^atlgm. »erkUte, kiihle ab« 
B iSiir; inqgni. >w2.nDe< B ^^^ ^k'L\ ìppg"^ »trockn6« B ^^ 4-, c^ 

t/^, t/ir, t/^, ^/i, ^^. 

Dieselbe Fonn finden wir noch teilweise im ModernweBtanneniseheiìf 
z. B. im Ach. : II Bg. Imp. n98d§Qu (= cL %umlrgn]^ II pi. Imp. n9sdeQu^ 
(=n ci. IftumlryaL^tg). DÌO gew(5hiìiiche nonwestarmeniBche Form der 
betreffenden II Pere. Sing. Imp. laatet indes aaf -w auB ; z. B. tr. Um^n^ur 
za Indikativ bfnon^uQt (Aid. II p. 90). Sie reprasentiert eine jilngore 
SprachBtafe imd ist entstanden dadoroh, dass die Utero Form anf -u, die 
den apokopierten Aoriatstamm darstellti noch obendrein das PerBonalaaffix 
der II PerBon, nftmlich r, annahm *). 



1) Einem noch jtingeren Sprachstadiam gehOrt im Oatarmen i sohen 
(Dialekt von Tiflis, (5Btl. Schriftspr. etc.) die betreffende Imperati^form 
nnd Uberhanpt der Aorist dee KaoBativB an. Hier bildete einst dia 
ElanBativ ebenfalLi den Imperati^ aof -nc/v -ur, DicBC Imperati^form anf 
-ur worde nnn in der Folgezeit, ganz analog wie Imperativ f/|> (et 
§371) zar Stammform dea Indikativs AorìBti, an welche die FlexionB- 
Baf&xe antraten (vgl. Palas. S. 79). So z. B. entwickelte Bich aaa ImperatiT 
^mq^uLp hag^r (v. ^luqj^gàiIriT) der ostarmenische Indikativ Aoristi: 

^m^pftp haggrir aoB ^ut^nt^^p = ^ut^ftat^ntp^p 

^lu^plrg (^MuqifpuLg^ hag^*eQ aas *^uti^aLp'lrg s= *^UÈt^ni^nLp^kg 

4^'§gpfi%fi haggrinU aaB ^ui^atp^friitg s= 4u$^t^atp^%^ 

^w^pljig hag^iU aaB *^«»^"«-/»-^ = ^'^f"^'''H^4t 

^uiqjjfpflit hag^rin aaa 4'uqyLp^l>i' = ^tu^L/f-ntp^lb 

Dagegen hat das anf Slterer Sprachetufe Btehen gebiiebene Nen- 
westarmenische allgemein: ^ui^uf-^^ im^t^-^p^ ^m^ig^ iaa^ 

fuf^làig^ ^uffifi^-^, ^tu^uf-/ài. — Die Folge jener ostarmenlBchen 
Umw&lznng war, dasB die Imperativform aaf -»</! -tir, welche somit 
zar Stammform dOB AorlBt geworden war, bo dass das bereits vorhandene 
Personalsnf&x p r nicht mehr ala Bolches erkannt and f&r Btammhaft ge- 
halten wnrde, nnn eine nene Pereonalendang erhielt, beetehend in Snffix 
-ne -ti; dicBCB geht zariick aaf das auBlaatende, Btammhafte u dee Slteren 
mittel- and neaarm. KaasatiyimperatiyB, welches Bcheinbar ala Peraonai- 
endnng gelten konnte, and als aolche wirklich anf den Torliegenden Fall 
Ubertragen warde; so entatand ala jtingate Form die II p. ag. Imp. 

^uiqgpat. hagqru ss ^au^ntp^ai. ^tu^iff^nt.p'^L CbenBO liaup^imgpnt, 

karda^ru za Ind. Ifiupt^gp^^ Jkè-augpai. meca^ru za Ind. Jkè-Mugpf etc. 



II. AbBchnitt: Konjngation. Kap. III. Der Aorist 337 

Die in Mechithar Hera^i's Medizinalwerk vorkommenden 
Kaosativimperative anf .««^ -ur: ^kp^acp p. 41, 46, ^ai[uigaLp 

p. 23, 24, juiiJbi^ni^ p. 41, 43, gmJuapJrgnLp p. 41 Sind nicht 

arsprttnglich, sondern erst in nenarmenisoher Zeit dnrch zweite 
Hand in den Text gekommen, wie schon die daneben bei Mech. 
hslufiger stehenden Ulteren Formen anf -n : Imgn p. 44, ^Sign p. 61 , 
t^Mumpiuumlrgn p. 99, dina p. 17 etc. beweisen. 

2) Bei der II Pers. Sing. Imperativi der einfachen e-Stòmme, 
deren Ulteres -^«n -^a nach Land. § 81 zn -/- -^ werden muBSte. 
Die so entstandene nene mittelarmeniBche (nnd nenarmenische) 
Imperativform anf -t -€ findet sieh belegt: in Ass. Ant.: tl£iupt 
>bezahle< 41 5, puti^t >tòBe< 75 10; in Geoponiea: puAt »ver- 
rìchte« 34, ifrut >zerBtoBe< 150, %iujt »blicke« 195, uftu^t 
»bewahre« 99; in MrB: iu£nt »zermalme< fu^ fj^; uypt »ver- 

brenne« £?^, J^; lULè^t^ oèitt >Balbe, Bchmiere* ^, ^ iTp; 

kifit »koche« ^ /l^ [ut; ^»H »8chlachte« Ì7^; pp^t »weiche 

ein« ^, JiZ^ ^; iput »zer8toBe« V^ /r^ £4^ 6^^ £^^ ^^, £ip\ 

^, ^, -^ -^ •^; ^«""^4 »mische« ^ ft^ ^, A^, /P, ^^T; 
^af^f4^ »bedecke< /^; ^ir^4 »schlage« ^, ^^ I^^ ^ /^, <j 
dfp; fib^^ib^Lf »soh&le< /ii^; {r^a4^ >wiege« Jt; ^mapt »breehe< 
^q.'^ Ifuipk »Bchneide« fup^ (ri^; i.ii^t »entlasse« (rf^, /ff^; x/Ztf^4- 
»8iebe« J^^ b^ fi^Fcl ^ ^, ^^; 'f*w'^'"pt >verkleinere« /li^, 
A*^? iti 2.""ll^ »knete« «/^ «/<#/, «/p, t/f/., /i/i^.» M 5 ij'^i >verfertìge, 
bereite* «/p, c/^t; iYa#<^ »bewahre aaf< ^, /v, £</4; mutpuh 
>8eihe« m^ iPi uppi »Bllnbere« <; i/waf »zttnde an« £j^; '/a7>4^ 
>beBeitige« ^^; mpapt »rllhre einc ^^ /ut] ^a/bt >Btrene» liiT, 

^<; ^uidt »8eihe, filtriere« /b^ M? ^^i ^^^ »Behabe< T; aneh 
schon bei Mx. Her. utqpblt (= ci. uaiutullrui) p. 150, mi^a^ (= ci. 
obUI^uì) 149, /k/^^ìE^ (= ci. /K^^ib^ur) 15, p%lik {= A. p^lilru.) 126, 

futunìit (= ci. luuiiàilnu) 9, 149, Jìuqt (= cl. Jutqiriu) 44, ^^luqi.^ 



Demnaoh ist der gesohichtliche Entwickelangsgang der II Pere. Sing. 
Imp. dee EausatiYB Btafenweise folgender: 

Altannenisch (GlaasiBch): Jkè^iugn 

HittelarmeniBcli (RiiikiBch): Jlrò^utgnt. 

NeuweBtannenlBch : inrò^iugm^ &= inrò^iugnL-p 

NenoBtarmeniBoh : Jkè^iugpni. = a&è^tugnL-p^nL, 

KaTBi.'Kìlikìseh-mittelann. Tolkupraclie. 22 



338 Formenlehre. 

(s= ci. oiSbkm) 10 li. S. W. 

Anm. Die nach § 388 eigentlich anf den apokopìerten 
Aoriststamm -Iruig -^ag zarlickgehende II Sing. Imp. anf -f -e 
ist schei nbar vom PraBensBtamm gebildet, was den AnBtoB gab 
zar Bìldang derartiger Imperative vom wirklichen PrIlBenBStamm. 
So 6eop. p. 32 3 : ifrt tne II Sing. Imp. vom Fr^ensBtamm ge- 
bildet flir UtercB ^/f ci. dir^ kl. Hr II Sing. Imp. Aor. ^}. 

§ 390. Der Imperati^ des sogenannten paBsiven Aerisi 
gestaltet sich im GlassiBchen folgendermaBen: Die II Person 
Singnlarifl ist a) beim znsammengesetzten Aorist anf -Irgmj 
-e^ay gleich der Stammform anf -kmg -eag ; b) in alien tlbrigen 
Fàllen gleich dem nm Flexionssnffix -^p -ir vermehrten Stamme. 
Die II Person Plnralis = Stammform + SnfGx -mpuLg -artAR. 
— Im Kìlikischen dagegen ist fUr die II Person Singnlaris die 
Endnng -ftp -ir yerallgemeinert worden: die classische Form 
anf ^Iruig -ea^ ward dnrch die bereits in spUtclassischer Zeit 
anftauehende Form anf -[tp -ir verdrllngt. In der II Person 
Plnralis ist analog ftir die alte Form anf ^lupuLg -aruR die Form 
anf ~uMj^ -aiR eingetreten, welche bereits im SpUtclassischen 
anftritt. Belege sind nnr sparlioh nnd mangelhaft Yorhanden: 
^PvU'P ^^^i^ H P* sg- ^^ 24} nui^p tisir n p. sg. Rb </air. Den- 
noch ist mit Sicherheit fUrs Kilikische anznsetzen: II p. sg. 

"{tp -ir (ci. -Irtuy^ ^^p)j II p. pi. -uy^ -aiR (ci. -iir/ffif^) ^}. 

1) Im Nenarmenischen (Tr., westliche nnd Ostliche Litteratonprache 
etc.) hat 8ich die mittelarmeniBche Imperativform aaf -|- -« welter aoB- 
gedehnt, indem aie nicht niir die alte Imperativform auf -Irut -m vertritt, 
Bondem anfierdem noch bei den t-St&mmen die oreprUngliche ImperatiY- 
form (ci. 'Iruag -etu}j kl. -^^A/v -egir) verdr&ngt hat. So ss. B. tr. mt^p^iP 

mit Imp. Aor. II eg. tw^pt (d. uiugplrmyj kl. utt^piry^p), ^ouftiT mit 

Imp. Aor. II Bg. ^off4- (ci. juoulnug^ kl. fuouiryftp); ebenso z. B. pass. 

jiunLftiP mit Imp. Aor. ij"'*^^ ^atitaL^iP mit Imp. Aor. ^tuiiuLt (Aid. II 
p. 57 ff., Palas. p. 80 fif.]. ErwShnt Beien anch die tr. Imperative i^ut ms 
(pi. cutgìj cpt 9re (pi. ppkg) fìir ci. nnd kl. uium^ input. In alien diesen 

Bpeziell nenarmenlBchen Fallen i8t die II sg. aaf -4- erBt nachtriiglich 
anfi der II pi. aaf -tg^ -^gtg abstrahiert worden. 

2) Im NeaarmeniBchen ist die Form -i»/^ der II Piar. Imper. ge- 
Bchwanden, and Saffix -kg -i^ des aktiven Imperativs aach aaf den pas- 
si ven Imperativ aasgedehnt; die a-Form batte mit dem Anfkommen dee 
neaen u-Passivs ihre Bedeatang verloren and sie masste am so eher in 
der II Piar. Imperativi von der aktiven f>-Form verdrangt werden, als ihr 



II. AbBohnitt: Konjngation. Kap. III. Der Aorist. 339 

Anm. Za den § 381 besprochenen jttngeren spez. kili- 
kiflohen a-Aoristen bleiben bezeiohnendenvlise die ursprUng- 
lìchen aktiyen Imperatiyformen welter bestehen; nnabbUngig 
nnd anbeeinflasBt Yon Indikativen wie qmuy^ bl'^Jt mkumj leben 
noch fort die Imperatìyfonnen f/bm, ^ w^, mku^ mlrutg a. s. w. 
Belege siehe § 388. 

§ 391. Nachdem mit dem Untergange dee anch als Im- 
perativ Aorìsti fimktionierendeii Fntnrs, das formai den Eon- 
jnnktiv AoriBti daretellte (ygl. oben § 359), die Sprache zogleich 
den besonderen Ansdmck ftlr die III Person dea Imperativa 
eingebttfit batte, trat dafllr die III Fereon dea Eoigiinktìy 
Pr&sentìa verbnnden mit paq ioy ein. Dieae ganz dem maai- 
Bchen nycTB, nycKaS + Pr9.8enB entaprechende mittela /7a^ zu- 
aammengeaetzte Imperatìvform, die nocb dem NA. ganz gelslnfig 
ist ^)j findet aioh ala mittelarmeniach belegt z. B. in Aaa. Ant. : 
R"!. ^'^fis "'J*'^ *^^ ^^^^ ^^"^ 13 2i; iiffiiA [t ^Iruài pitii pkpt 

Znsammenfallen mit der II Pere. Piar, dea Indikative Zweideatigkeit ver- 
nrsachte: das im NA. auB dem Indikativ Aoristi verdrangte Saffix -tfc 
der II PI. ist zam Ereatz im Imperativ aUgemein geworden. Naohdem 
so der passive Imperati v Aoristi sich im PI arai dem aktiven an- 
geglichen hatte in der gemeinsamen Form aof -tg -e^, masste dem in 
der neaen Sprache waJtenden Uniformierangsprinzip gemaB aach der 
Singalar sich dem aktiven Singalar anzngleichen streben, znmal letz- 
terer bei der Uberwiegenden Mehrzahl der Verba herrschend war: da nan 
die aktive Form sing. regelmftfiig aaf -t •§ resp. -<» *a, also vokaiisch 
ansgeht, gestaltet sich die passive Form sing. aach zar vokaiisch aas- 
lantenden am: Saffix -/^/> -ir wird za -^ -t gekttrzt (nor die am 
iUteren Znstande festhaltende Schriftsprache bewahrt das volle Saffix 
"fp -ir)] z. B. im Ach. (Tom. p. 69 fif.): II p. sg. Imp. pcuci => ci. 
paxir, kox^i = d. goia^ir; im Ag. (S. Sarg. p. 119f.): in9fa'h-i b ol. 
mofa-^tr, khanda-h-i = ci. hivanda-^tr, fla-h-i = ci. futa-^-ir etc. Femer 
aind aaf Shnliche Weise aas der SIteren II p. sg. Imp. aaf -r gekiirzt die 
neaarmen. Formen: gè (neben^«r) aas ^terem ^èrp za mjnlnP; pe (neben 

per) aas plrp za pkpInT; du (neben dur] aas mntp za mmiT, 

Aof analoge Weise ist endlich im Neaarmenischen die Singnlarform 
dee alt- and mittelarmeniscben negativen Imperativs aaf -r am das aas- 
lantende -r gektirzt and so der entsprechenden Form des positiven Im- 
perativs angeglichen worden. Z. B. im Ach. (Tom. p. 79): II p. sg. mt 
fftar^^ pi. miìt mare, mi xosi^ pi. miU xosi; im Tf (Petermann Abh. d. Ak. 
d. Wiss. za Berlin 1866 p. 83): n p. sg. i% ^p/» mi gri, tf Siiu mi mna\ im 

Ag. (S. Sarg. 121): II p. sg. ^urAy/^ Jm^ pi. ^ci#«y^ Jmp^ {'%ii)ì ìtui^l^ Jìu^ 
pi. %Ma^l» iPuig etO. 

1) Vgl. fUr Poi. Han. pp. 119—120, fttr Tr. Aid. II § 268. 

22» 



340 Formenlehre. 

»deii Preis bringe er mit 8Ìch« 69 18; p»^ ofWt^ iPuipti. ^mfry 
uMtuij qlip ij^utpu »80 bekomme jedennann Beine Zahlimgc 
41 9. io; pati ^utù^^ iiuiIpÉrpt ng ftp fuui^'u »man gebe seinem 
Gegner so lange Fri8t« 33 16. 17; paii pIrplA utjj^ uiiiuPiilnpg% 
qppiAg ufiqingitlib »die tlbrìgen Assignatinhaber soUen ihre Scheine 
brìngen« 41 9. io; ebenso: paq^ è^ai^ilaplrìi »sie soUen aasgeben* 
Rb <^; p^i ifthqjLlrb »sie Bollen Bachen« Kb a^; pa^i qfimiriiuA 
»8ie soUen wi8Ben« Rb /^; p»^ aóskìauj >er Boll haben< Geop. 60; 
pnq^ tlb%tuj »er Boll bleiben« Geop. 114 u. 8. w. 

§ 392. AuBerdem findet sich jedoeh fQr die III Persoli 
Sing. Imper. Aor. die Form der II Person Sing. Imper. Aor. ver- 
wendet, abweichend vom Cla88Ì8chen, in folgenden F&llen: 

ASB. Ant. 43 9I 'bm p^- v^u '^ J^P^ ""- "('"gf^i"^ "ifi'^ì %ut ttrp 
puipli »wenn er nun auf den Termin erBcheint und sieh ver- 
antwortet, bo boU ob gnt Bein<; Dipi. y. Levon V L. 185 20: 
^ibp s^t ^""^"'^41 ""68 s^i dir Befehl*; Dipi. y. OSin L 178 15: 
Irqjtpu ^ki ^uiJmiig »dies sei dir Befehlc Ùber kqlipB an 
letzterer Stelle sagt irrttlmlieh Dnlanrier (Recneil des HiBtoriens 
doB CroiBadeB, Tome I p. 756): »Ge mot, qui diffère Bensiblement 
da dialecte yulgaire moderne, est la troisième perB. sing. du fatar 
da yerbe BabBtantif jb^^o^i^^ oa Irqmultfj étre; en armenien littéral 
^itdh' Vielmehr iBt kq/ipu = kqpp + enklit. Pronominalsnf&x 
u s, Vermutangsweise IsLsst sieh sagen: auB FàUen wie II Bg. 

Imperatiyi u^ui^t^ 'l^mph^ Pt^^t {= ci. u^ui^irui^ il&uiplrut^ pan^lrut) 

neben III Bg. Imperatiyi u^m^t^ 'l^mpt^ pui^t (= III Pers. sg. 
Eonj. Pràs. nach § 391) mochte es den Anschein gewinnen, als 
gelte die II PerBon Imperatiyi aach zum Aasdruck der III Person 
Imperatiyi. So waren denn aach in den Ubrigen Fàllen nach 
falscher Analogie die entBprechenden zweiten Personen Im- 
peratiyi far die dritten in Gebraaeh gekommen, and z. B. obiges 
ikp ler^ arBprttnglieh II PerB. Bg. des ImperatiyB, aach aaf die 
III Person, and Irqjtp eyir^ arBprttnglieh II PerBon Bg. des Im- 
peratiys, ebenfalls auch aaf die IIIPerBon yerallgemeinert worden. 

Die yerBchiedenen Gestaltnngen and Variationen deB Aorists 
je nach Stammbildang and Flexion mOgen die folgenden Aorist- 
Tabellen yeranschaaUchen. In denselben sind die im Vorher- 
gehenden im Anschluss an die altarmenische Grammatik bei- 
behaltenen Aasdrttcke »aktiyer« and »paBBÌyer Aorist* 
darch die bezeichnenderen, jede Zweideatigkeit aassehlieBen- 
den Benennnngen: e-Aorist bezw. a-Aorist ersetzt 



II. AbBohnitt: Konjngatìon. Kap. III. Der Aorist. 



341 



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342 Formenlehre. 



Kap. IV. Verbalnomina. 

I. Inflnitiy. 

§ 393. Die Prllse]iSBtM,mme auf -e^ -a^ -u haben ihren alien 
Infinìtiv bewahrt. Beispiele: 

a) Yon «-Stàmmen die Infinitive: ufnib^ 23 8, 47 26, f^iv^/^ 

9 5. 6, qpiUL^'iiiri^ 71 11, 77 18, è^uiluir^ 47 23, 73 11. 18, L. 155 12, 
liutpqti^ 21 21, ùu,%^i 25 16, 81 15, aui^i^ 17 14, 19 16, 23 5, 25 s, 
ugiu^lAlk^ L 158 10, il^utpki^ 81 18, q.mpigàiki^ 79 3. 4, 81 16, 

Hgiiifl^ L 186 6, ^kffffgAkj^ 23 11. 12, 31 10, 61 7, 67 14, f^imjpk^ 
19 21, iPuLliiirm^ki^ 75 14, li^u^l^i^ 19 21, 23 17. 18. 24, 69 18 etc. 

b) Yon a-St£lmmen die Infinitive: mJpitiui^ 23 20, mLmm^ 
73 8, for/^ 23 8. 17. 20, inuijf^ 9 9, 11 17, 21 1, 49 19, 53 6 etc 

e) yon t^Stàmmen die Infinitive: unAttLj^ 11 14. 16, 23 17. 20, 

29 4, 69 17, kpqìiaL^ 11 2, 73 9, PnqnLi^ 41 18, mlfu%nLi^ 15 25 CtC. 

Infinitiv der t-Themata. — Ala in der elassischen Hoch- 
sprache nach Verdrangnng der III Person sg. Impf. anf -w 
dnrch die j tingere Analogiebildung auf -er (vgl. oben § 366) 
die Imperfektformen der t-Stàmme SluBerlieh ganz mit denen der 
a-St&mme zusammengefallen waren, war es naturgemUS, dass 
aneh der arsprttngliche Infinitiv auf -t? der t-StUmme unter der 
Wirkung des AnalogieprinzipB von dem «/-Infinitiv der e-St&mme 
verdr9,ngt und ersetzt werden musate, um so mehr als zu der 
Form -f7 die obliquen Easus -e/oy, -elov mit e geh^rten: die 
streng classische Litteratursprache erkannte demnaeh den 
t-StM,mmen nur einen Infinitiv auf -el zu. Dass jedoch in 
Wirklichkeit in der lebenden VolksBprache des Altarmenisehen 
die ursprtingliche Form auf -il noch nieht vUlig untergegangen 
war, das verraten die bei bestimmten alten Autoren mit nicht 
streng classischer, mehr vulg&rspraehlieher Diktion noeh ver- 
einzelt und versprengt zugelassenen t7-Fonnen. An eine Utero 
Uberlieferung und noeh in der Volksspraehe vorhandene 
UnterstrOmung knttpft offenbar das Kilikisehe an in der In- 
finiti vbildung der t-Stamme: die PassivstS.mme auf -vi haben 
im Kilikischen aussehlieBlioh den Infinitiv auf -«7. Z. B.: Inf. 
ufuiu^aLp£^ (zu pr. ufuiu^uLliir) 55 4; ^uipaL^£^^ ifùiuptl^^ (zu pr. 

il^mpnLpj*) 71 12, 81 21; mm^nL^i^ (ZU pr. mm^al^J*) Bb ^ 



II. Absohnltt: Konjugatloii. Kap. IV. Yerbalnomina. 343 

r^^ (za pr. aLUfiffnT) GeOp. 120; tfmìsaLlij^ (za pr. gu/ÙaLltir) 

Geop. 66. Ebenfalls erscheìnen von eigentlichen i-St&mmen 
die Infinitive anf -/r^ -ih qjuinumhlti^ (pr. qjuuiuut%^ir) 23 5, 25 27, 
59 11; ^Mu^^j^ (pr. ^utq%l,J*) 73 17; t^oituai^i^ (pr. iftoim^^iT) 

83 26; «ffAvrAz. (P^- "'•Hpt'^) ^^ ^; ^«viiv/k/^ (pr. t^m^iT) Rb ^~; 
^luimlti^ (pr. ^uiimitiT) Kb ^; ««//f//^ (pr. uÈjp[,ir) Mx. Her. 119 etc. 
Zwar findet sich daneben noch (namentUeh in Asb. Ant.) die 
clasBische Form anf -ir^ -eh z. B. lumplrg^ (pr. mu^pltir) 9 8; ^mni- 

iruftrib^ (pr. q.uimttuiii^ir) 27 14, 61 11, 67 15; èìiu/ltki^ (pr. è%MuÌi[iJ*) 

19 23; ^«t#^i^/^ (pr. ^iiilpiT) 33 8. 12, 59 34; lA^atib^ (pr. Jkaìi^iT) 9 8; 
f»i.lrib^ (pr. iMlr^fT) 19 24; /^ibir^ (p^. ifàt^iP) 9 7; da jedoch die 
Form anf .^^ -e/ sioh bezeichnenderweise bei solchen St&mmen 
Yorfindet, die wesentlich anverilndert aus der alten Sprache 
tlberkommen sind, wS,hrend andrerseitB die Form anf -/r^ -t7 
sich YorzngBweise bei lantlich veranderten nnd von den be- 
treffenden claBSisohen abweichenden Prilsensstlimmen, Bowie 
bei dem spez. mittelarmeniBchen PassivBtamm anf -vi vorfindet, 
ist entBchieden der Infinitiv auf -/r^ -t? alB der echtkilikisehe 
and volkBtIimliehere anzasetzen. Zar vòlligen Verdrftngang der 
Form anf -i^^ ^el bei den gewOhnIiehen e-Themen, bei denen 
aie noch zagelassen sein mochte, war entseheidend die Analogie- 
wirkang der Passivstftmme, da, wie oben bemerkt, s&mtliche 
PassivBt&mme aaf -vi prinzipiell aach in der Sohrifteprache nnr 
die iUForm bildeten. 

II. Partizipia. 

I. Fartizipium auf -o^ {""'•'l) '^7- 

§ 394. Als aneigentliches Partizip mit mehr nominaler 
ala verbaler Natnr hat aich im Eilikischen erhalten, daa aach 
noch im NA. fortlebende *) alte Verbalnomen aaf -n^ -oi = kili- 
kisch -o^ (-'"^) "Qy (^gl- Laatl. § 71 Anm.]. Hinsichtlich der 
Bildnng hat sich in den meisten Fallen die alte Norm erhalten ; 
so z. B. qiiosi {-uiLq) 81 16, 83 9, 85 6, 73 13, 69 17, Rb S^^ ÌJ^ 
i^iu'^ qptuUfitotjf^ (-lutjj^ 71 21, 75 27, 79 6; qputi.q^ Rb ^'^ ^muf^ 

Rb/^; f/ffo^ (-«i'<^) ^^ 11) ^7 28, 59 5; ^itt/vof (-^^) 6^ ^ì ^3 % 

Rb £0 ^ S^irS^Oq^ ('•'lULtA 61 1. 20; ^UtpMUL^^ Rb ut Ò^Ut t^ q^ £qj^ 

^apuitoq ("iULqj 63 16, Rb £ai' ^j^i'^jon f-ofi^j 33 16, 35 5. 25. 30; 

1) Z. B. im Tf. (Petermann Abh. d. Akad. d. Wìbb. za Beri. 1866 p.81), 
Ag. (S. Sarg. p. 105 ff.;, Acb. (Tom. Dial. y Ach. p. 66) n. e. w. 



344 Formenlehre. 

^tu^utLa Kb "^tu'^ nL^oq^ ("tuLq) 23 11. 14. 15, 63 19, 69 $J liLU^m^ 

Rb ^; i^i^ipti (-i»i^^) 69 4; ^««o^ (-""^^z) ^^ 6- ^^y ^^ -^^y ^^ 

^y^ ^^; u%gUutLq^ Rb ^^; qjumgiUinboq {'""'^) ^^ ^^9 ^^ "^^ ^' ^2' 1^' 2^» 

63 5. 7, 67 13. 14; aAo0i {"«Lii) 23 18, 63 14. il. 12, 77 12, Rb"^; 

^nquigaii 41 17; in^iLaf^^ Rb^. Teilwcise jedoch weicht die 
Bildang dieses VerbalDomens vom Classischen ab and nahert 
sich Bchon dem in der nenarmenischen Schrìftsprache gelten- 
den Schematismus, wonacb Bamtliche Verba mit Ansnahme der 
o-Stamme das Snffix -oy an den PràseoBStamm setzen, die 
a-Stàmme dagegen an den Aoriststamm^). So kl. ut/uaii (-oic^) 
57 10. 21, 61 14 fbr ci. mpuipnq^ (vcreinzelt luiAaq)^ na. làioq^-^ kl. 

auAioq^ ("UiLn) 63 16. 22 fur Ci. q.matij Ua. quAoq^'^ K1. ui^tuì/Uoq^ ('•auLq] 
Rb tfui pn pp {*^, ^/ fur ci. uufutiinq, na. ui^atitho^^' kl. uta%oq^ 

{-MUL^ Rb f^ ftir ci. lunnsi, na. oml^o^. Merkwiirdig ist die in 
Ass. Ani 9 1 3 belegte Form ^uiulfroquig^ Gen. plur. yon ^mulfroii^ 
gebildet yon dem PrSlsensstamm, abweichend sowohl yon aa. 

^auu^tugnti alS yon na. ^mu^^oq^, 

2. Parti2ipiiim Futuri (Gerundiv). 

§ 395. An Partizipien anf -/A finden sich belegt: ^ìtam- 
ìiiriP »annehmbar, gUltig« 53 6, 59 36, Rb i?</f ; usiifinq^ »unyer- 

zeihlich« Rb J^-^ arir/it/^fA^ »nnheilbar« Rb £<. Im NA. ist 
dieses Nomen znm Gerundiy auf -M erweitert^): die oben 
§ 259 angeftlhrten nneigentlichen Plorale auf -//^^ denten daranf 
hin, dass jenes nene Gerundiy schon in mittelarmenischer Zeit 
in Formation begriffen war; dadurch erkly^rt sich die Selten- 
heit der Bildang auf -^ im Eilikischen. 

§ 396. Die aa. Bildung auf -^i»^ ist yerdr&ngt und ersetzt 
durch ein neues Gerundiy auf -^i»/, ursprtlnglich Datiy singu- 
laris des Infinitiys, analog wie die untergegangene Form auf 
'ing den Datiy pluralis darstellte. Schon Smpad zeigt: uLmkiaj 
mbuaói »Tier zum essen, essbares Tier« Rb Gap. ^; ap ^mqhini. 
(flir -fi/] i^fi »was sich ausgraben, durch Bergbau gewinnen làsstc 



1) Vgl. Aid. II § 273. 

2) Hierllber Bowie tlber die andem nenarmenlBchen Verbalnomina 
ygl. Aid. II 102 und 104. Nnr die Schrìftsprache lasBt die Form aof -U 
noch zu ala .KlasBiziBmaB. 



II. AbBchnitt: Konjagatlon. Kap. IV. Verbalnomina. 345 

Rb Gap. ^. In dem etwas jttngeren Mr B iBt dieses Gerundiv 
ganz gew5hnlich; so z. B. Gap. iT: i^uiiirinj t^hqlrpb »die schmelz- 
baren Drogaen^; Gap. ^l^t: ^unk^aj t^qlrpù »die schmelzbaren 
Drogueii<^ Gap. iil/r: quijf_ i^tikpu ap ^tujfir^nj t ^^ ^JL t^i^p^ 
ap tuquÈtinj t *die tlbrigeii Medìkamente, sowohl die scbmelz- 
baren als die mahlbaren; Gap. ^: n^uiglriafi, ^unt »die schmelz- 

baren (scìl. ,Drogaen') 8chmelze«; Gap. ùò^\ jmju tihqkpnju qnp 
^tui/rj^a/ii 4' ^m/f »TOii dìeBeii Droguen schmelze die schmelz- 
baren « ; Gap. I^: ^ui/ii ^liélrp%* ap ^t ì!"'^ì_"J *diejenigen Harze 
die nicht pulverisierbar sind<; Gap. Ir-, f» i[lrpaj qp^ui^^ qirqkpaju 
q^aukiajb fnui »yon dcn oben erwahnten Drognen zerstoBe die 
za zerstoBenden« ; Gap. ^Ir: q^aukia/h (seìl. ifJrq^pafit) »die za 

zer8toBenden«; Gap. 2?^: ^ jufitflrpajb* np ^% ò^lrò^lriaj iimlù ^ 
%irpu ijtg »Yon den Harzen schtttte diejenigen hinein, die sich 
nicht zerstoBen lassen<; Gap. i^i»: upp ^himu t ^mù^in/ aUrug 
mjéiT qpèrytug »waB angenehm za erkennen ist, haben wir nan 
ge8chrieben«. In Mr A p. 115: qtuqutqafit fa nhqlrpnju luqtu »die 
mahlbaren anter den Medikamenten mahle«; p. 116: timquiiajb 
utqtu »mahle die mahlbaren*. Die Beispiele zeigen, dass seiner 
Natnr gemàB dieses Gerandiv sowenig wie das aa. anf -^i»^ 
deklinierbar ist. Im Neaarmenischen setzt es sich fort als 
Gerundiv anf -lu, worttber Naheres bei Aidynian II 102ff. 

3. Fartizipiam Preteriti. 

§ 397. Partizlp auf -A^ -^eJ. — Das altarmenische Par- 
tizipiam prateriti auf ^trut/i^ -eal ist lautgesetzlich (nach Laatl. 
§ 79 e) zam Partizip aaf -A^^ -*e/ geworden. Es wird in 
dieser neuen, mittelarmenischen Lantform von sUmtlichen Ver- 
ben, anch von dem neaen t^-Passiv gebildet and stimmt in der 
Bildang mit der classischen Grandform dahin llberein, dass 
regelmllBig die Verba mit einfachem Aorist das '^/-Partizip 
Yom einfachen Aorìststamm bilden, die Verba mit zusammen- 
gesetztem Aorist vom znsammengesetzten Aorìststamm; die 
e- and t-Stilmme jedoch mit zasammengesetztem Aorìststamm 
anf -kg bilden es nicht von letzterem sondem Yon der Wurzel 
d. i. dem Verbalstainm. Dazn folgende Belege: 



346 Formenlehre. 

§ 398. a) Von Verben mit znsammengesetztem AoiÌBtstamm 

auf -ir^: tuiiaLuAlri^) anvan*el {= ci. u/UnLmÙlrutf) Y. m%nLm%lr»r\ 
qhki^) Rn^el (= ci. firiruf^] Y. ^IriT'^ Vl^l}) ^<^^^ (= <^1- f^T^'^i] 
Y. ^n^iP'^ qputM^Ìtir£^) krUtgU^el (= ci. qpmuu^auitlrtui) Y. ffW^- 
^ir^iT; qpiri^) tr^el (= ci. ^iri»^) Y. fp/riT'^ liutalri^) Zod^el (= Cl. 
qtuuiiruii) Y. ^mlnP' gAtè^mjlri^) dnjay^él (= Cl. iikè^mjlrtuf) Y. 
piiè^uykiP-^ Pm^kl^) tap*el (= ci. pmi^irmi) Y. pmi^kiT'^ ^"Vl^L^) 
ZOyv^el (= ci. énqnilkmi) V. ^nq^lInT'^ fuuipiri^^) zap*el (= cL 
^mpkm^ Y.f^ÈUfJnT; f^iiri^^) xfel {= cL^/^ar^) Y./^/A^tT; ^'h^jk^}'^) 

xnay^el {= cl. ^%utjkiag) Y. fuìnujinr'^ è^tuf»lr£^^) j'aa^el (= ci. ^i«- 
/l/A^ar^) Y. è^uilukd^; S^kè^ki^*) je/el (= cl. ^^^^.1»/^) Y. ^fr^A^-T; 
fiif«YÌSr^^^) gah^el (= cl. ^tuu^lru»i) Y. ^tuuflnT'^ ^utp^£^^) gavì^el 

(= ci. I^mpi^mi) Y. limp^kiT'^ ^iapk£^'^) ffdr*el (= cl. fiv/f^«if^) Y. 

fiif|fib^fr; ^^A^i») y{?*e/ (= cl. ^^^iif/^) Y. ^^A^iT; ^nriA/^i») AamV/ 

1] /9f u/'^^'^j utituLittbiri^ >wenn nicht genannt hat< 55 8. 2) ^f 
flrAr^ ^lir/^ >weim gekauffc hat< 47 20, 49 3; (//^V) f^^Z. ^^'^^l CT^Iul^* 
47 11; (//r^A^) f^^/^ »(hAben) gekaaft« 55 25. 3) //ii^^ f fA/. *^^ 

iiriiiiert< B 1%^, 4) pf [fiiili qptuL^%lr£^ «wenii er gepfandet hat« 

71 20; ^utLl/iilr£^ lr% >sie haben gepfìLndet* 77 19. 5) ^^/^ t »hat 

geschriebenc Bb ^/i, ^A"f; f/'^i[. ^^^ >wir haben gesohriebeiK 47 si, 

55 15, A 273, Rb^, Jt, ^, ?, ^, ^, ^, ^, B J^; W^^ v^i 

»wir haben geschrieben* B ^/i, i/Z/y, '^A"^, '^i^j Kb iJ/j-, af^/i, ^^ij 

pf f/v^/. ^A »wenn ich geschrìeben h&tte< 93 8, Bb /^f^; qf^t ^P *^ 
batte geBchriebenc Bb^^, ^^^. 6) ^wiiiir^ (^) >(hat) befreit< 6820; 

^t Hututlr^ »hat nicht befreit* 63 20. 21. 7) ap ifih^ pltè-mjk^^ »welehe 

geboren hat< 55 6. 8) «p piuifiir£^ t^p »da8B da eingelOst batteste 

75 17. 9) ffnqiflri^ t >hat Yersammelt* 15 15; éntitlk^ iJàiut% >haben 

Yeraammeltc 35 15. 10) /^ii/^ /vur^Ar^ >hatbetrogen< Bb{/i. ^h t'ij^t 
Ira »ha8t an dich gerissen* 57 19; Ay^/^ t »hat an sich gerisBen* 57 24. 
12) t ^tbmjlri^ »hat geschontc Smp. Ohron. p. 650. 13) è^uifairi^ J^it^ 

>hat Yerkanft* 17 13, 63 23, 65 2; pt ipbuA è^m^kf^ »weiin aie Yerkanft 
haben< 19 23; S^iufuir£^ t >hat Yerkaaft< 63 20, 65 3; ap t è^mjulri^ »wer 
Yerkanft hat< 65 5. 14) ^^^Ar^ k >hat geschlagenc 61 9. 15) 1/1%^ 

^utufir£^ >hat gebnnden« B dyp. 16) pt i'^pf/^i^ /A^A^ >wenn Yer- 

beiratet haben* 49 11. 17) np ^mpki^ t »weloher abgeechnitten hat* 

79 18. 18) pt tigl^i^ i/Al^ >wenn nnteraagt hat* 49 14. 19) t ^inA/^ 
»hat geboten, befohlen< Bb ^f, ^^/f, ^^w, ^^7; ^t ^tuA^^ »hat nloht 
erlanbt* Bb </>; pt ^uèA^^ iffùmj »wenn erklSrt hat< 13 si. 



II. AbBohnltt: Konjagation. Kap. IV. Yerbalnomlna. 347 
(:= ci. ^pmiTmjkuii) Y. ^MuJktT* 4'up^kuiplri^^) hargevoT^el (= cL 

^mp^kutpkwi) Y. ^iup^kLapInr'^ ^puÈiTutjlrg^^) htamay^el (= ci. ^pm~ 
Jmjlrtui) Y. ^ptuJiujInT'^ ^pmi^plriy) hravtr^el (= Cl. ^piui^plnui^ 
Y. ^pmLJtpkiT'^ ^mummmlrgj'^) hostod^el (= Cl. ^luummmlnui) Y. 
immmmmlrir^ iPufuki^^) fìlSX^el [= cl. dh^lrut/) Y. AfuInT'^ J^'^L^^Ì 

hem*el (= ci. jtut&mi) Y. jkAiT-^ jbl^l}^) ****^' (= ®'- jtl^"'L) 

(y. jAi^tT; iri^/ffi^^^7) W^^rW (== Ol. %lrplilrmg) Y. tri^/f^Jb^iT; ^é.!- 
^iri^) San^*el (= ci. *2uiinugiu1blruii) Y. imb^^kJT'^ ^mpékiJ^) 

8ari*el (= ci. itupékmi) y. impékd^'^ ^A^^/.'®) ^««*«' (= cl. ij»'i»y»«i) 
<yi»<^^^2) &aA*e/ (= ci. mui^lnug) Y. mm^lrir'^ u^tupflrJri^^) barkev^el 

(= ci. i^utptfÉrLÌrMU£J Y. t^aup/firLinT'^ i^%t^£^^) bnd^el (= cl. u/ìttg^m£^ 
Y. i^lb^iT; ffi«<f/^iri^^3&) Sahmafifel (= ci. uut^JmÙlnni) Y. um^iTut' 
IbinT'^ uiupiri^^) SUf^el (= cl. ^umplnug) Y. uMupinr'^ ^Ùmplrgj'^) Vjar*el 
(= ci. ^ùmplrutf) Y. ilfu/pkiT'^ ^ut»&£^^) Samuel (= cl. ^utJkmi) 

20) 4^ ^utp^lrLaplr£^ >hat geehrt* Bb ^^. 21) /• ^ptuiPuyiri^ >hat 

befohlen* Bb ff^; apu^tu ^ptudìujlrji^ k%g >wie wir Yerordnet haben* 
L 158 11. 12. 22) if/i ^4^ ^puMt^pki^ »da8B er nicht Yorgeladen hat< 

9 24. 23) ir/v 4^ ^uiamuitalr£^ >da8B eingesctzt hat< 29 21; fn/y i(^/^1i' 

^fff/ ^auumtuuiki^ »wa8 schriftlich fixiert hatten* 3 11. 24) /7( 

Ju^kg^ iftufa »weiin er verschleadert hat« 17 12. 25) j^^i^ iff^^ 

»hat geweilt< B 5f . 26) jfo^/^ <^ »!>»* erwahiit« B ^4^ ; jA^ìSt. tó^ 

>wir haben erwahnt« B ^^, <^ir j j^ikg^ kit >8ie haben erwShnt< B ifm> 
27) //liif^ irir/ff ^^ »hat gefàrbt« B i^y. 28) /»/^ lu/bifbki^ i/à,^ »weim 

Yerschlendert hat« 45 1 8. 29) gjàift ^pék^^ »hat bewegt* Mr B b. 

H. 157. 30) k zt^^^L >bat zubereitet« B */^; pt ilài^ zt^kg^ >wenn 
erworben bat« 47 30; np ifAli ijà»k£^ »da88 erworben hat< 47 11; pt 
iF^'^L (/b^f') »wenn erworben {hat)< 49 4; il'^'^'^ ifì^i^ >BÌe baben er» 
worben« 55 25, Bb ^. 31) ipt^ptàtk£^ (t'j »(hat) geBtoOen« 31 13; 

2£uipnbki^ (jpiiuib'j » (haben) gestoBenc 31 3. 32) t^ui^k£^ i^'^l"' »bMt 

anfbewahrtc B ^f^q-^ 33) t miupqkJr^ »hat geschenkt* L 185 10. 11. 

19. 20; tp uitupifki.k^ >hatte gesckenkt* 3 13. 34) ufii^ki^ gjtitft »hat 

befestigt* B ^^q-; np ufrqki^ {J'^^'^J *der befestigt hat< Bb ^^/>. 35) t 

um^Jmbkt >hat bestimnit* Bb ^O-, B ^^, ^^^^ xTi^ir * uauhJu/ùkg^ k%o 

>wir haben beBtimmt< A 292 ; utu^Juthkt k% »BÌe haben beBtimmt« B 
^/v^ '^Z^; ^ uuÈ^du/ukg^ »Bie haben beBtimmt* Bb ^, A», ^^4*. 
36) ifi»/fÌ7^ 0/'^»^) >(haben sich) bereitet< 35 15. 37) '[^'«pki^ iff^ 

>hat bezahlt< 77 2, 81 22. 38) 4tu"^i ku »ha8t geseiht* B ^k. 



348 Fonneiilehre. 

qzSel (= ci. tut.tfiaktu£) Y. otfiaktP'^ o^tnki^^) Ogd^el (= ci. tui^tnirm£^\ 
V. o^iif^riT; tuuiffki^^) qtr^el (= ci. * atijffirai£) Y. tuLfflnT'^ mm^p' 
t(lri^^) dahrg^el (= ci. * unu^p^lrtu^) Y. Mm^pl/kiT'^ mpf/f%fJki**ì 
daf9nd}el (= ci. * m^^^t^buig) Y. m^^p^qlrtr'^ ^iuJpkpiri^^) hant" 

perdei (= ci. ^mJptpIruii) y. ^utUplrp^ÈT'^ tTnmlri^^) mtd^el (= d. 

tTiLutlrtui) Y. ÈPiimlrÈT'^ aLq^i^"^) UZ*el (= Cl. jat^iraii) Y. nL^kJ^'^ 
umlrqpk£^^) Stezr^el (= ci. ^umkyilnug) Y. umlrqph^iT'^ pmttlilr^^) 
paZtM (= cl. pméutbhiui) Y. putMhtjttT'^ iijumpum%lr£^) Ìad9$Mel 
(== ci. n.uttautumta%lnut] Y. aMumputaii^iP' npu^b^t^^) t%b 61 (^= Cl. 
qfiuglnui) V. iifinfitr'^ ^0^/.*^) ^j»*^' {= ci. ktfilruii) Y. ^f^l"^] P»- 

ijt^^*3) ^rtpv; (== el. puii/,lnui) Y. pao/iPiT; f«mn%lri^) xarnfel 

(= d. fatuiàikaii) Y. f»tna%pÈr'^ faouhri^^) XOS^el (= cl. f»miMkm£j 
Y. fuonfitr'^ ^mpjplri^) garmr^el (= cl. limptTpbmg) Y. ^mpJp/taT'^ 
^uii^ki^"^) halj*el (= ci. ^uiiiu^kuii) Y. ^iV^^^iT; ^arÌri|^iY^^^^) 

handib^el (= cl. ^tuin^ufkiui) Y. ^aàn^uf/nT; ^tuàilri^^) hatn^el 



39) ^utbi^ t >hat geschlagen* 31 12. 13, 61 9. 40) odmlr^ k 

>hat goBchenkt* 63 20; oUmbi^ [it'^t) *^^^) geschenkt* 65 2; p^ J9bm% 
oéuiki^ »wenii aie geschenkt liaben« 19 23. 41) ( o^mèr^^ »hat ge- 

holfeii* B i/^f. 42) «"^qp^i [p^ »hat bewilligt* 21 17; /^ir^ wi- 

7/v^^ >hat bewiliigt* 83 17. 43) mut^p^^i^ t >hat fiberwiiiiden< B if^f ; 

^it mm^pl^kl^ >hat nicht besiegtc B <(^f . 44) '"pfp'^f^t ^^ »ha8t 

Einsprache erhoben* 23 10; mf'ht^i^ t »hat yerboten< Bb ^^. 45] p4^ 
^utdphphi^ ifiitmj »wenn Frisi gewahrt hat< 23 23. 46) Jnmlr^^ tff^ 

>waren abgefallen* Het*. Kor. 481. 47) n/i ni^A^/^ /A^'^ 'daaa gefor- 

dert bat* 23 12. 48) ap umèrqplr£^ it^'^j >d^où il Be serait éloigné< 

13 11. 49) np piuthilri^ it^'^J >da68 sich entfernt hat< 15 11; ap 

pmththri^ k »da88 sich entfernt hat« 13 9. 50) {j^^ì) ^jumpumiilri^ 

>(ha8t nicbt) Eb&ge erhoben« 67 11 ; n/i g^uipuutiilr£^ ifihfi »welcher Klage 
erhoben bat« 43 11; np qjumpumiilr^ it^'^j >welcher Klage erhoben hat« 
27 17. 51) iffbji i^tiflri^hAt getroffen* A 245. 52) in/,èr^ l Abì 

gekocht, ist anfg ewalltc B tQt^ J^q . 53) iftblt ptui/ilr£^ >bat sich 

yerrenkt* B £fup. 54) ifiit/i fuiun%hr£^ >hat sich Yermischt* B ^y. 

55) ^A^tf fuouèr^^ »ha6t nlcht gesprochen* 67 28; ^^A /"^"^L *^^^ nicht 
gesprochen« 23 23. 56) l/aipifplr£^ ip%li >hat sich ger5tet< B iT^f. 

57) f/tii^ ^tuiè^ki^ >hat sich abgem11ht< Rb f/i. 58) /^Ie»^ ^aàa^uiki^ 

>ist begegnet* B ^t. 59) ^uiLhlr£^ hr% >8ind fibereingekommen* 



II. Abschnitt: Konjngation. Kap. IV. Verbalnomina. 349 

(= ci. ^uiuuiihriui) Y. ^tuóifiir'^ u^utqìri^) bay^cl (= Ol. iqmqktui^ 
y. u^mtipiT' ilmmuLék^^) Voduz^el (= cl. iluimnL«firui£) V. tftuuiuL" 
«/^iT; il^kh^iri^^) VZeng^el (= ci. ^i/j^ir^^ar/^) V. its'r'ìi^pj''^ ^mulri^^) 
tnas^el (= cL ^auuhtuf) V. ^mu^Jl 

§ 399. b) Von Verben mit zusammengesetztem Aorist- 
stam anf -utg\ mughi^) asg^el nnd as^el (= cl. muiuglruti) v. 

kqsa^^el (= cL qmLuutglrmg) T. é^ouiuiiuttP'^ l"L"'9^i^^^ xlog^el (= cl. 

lu£mfftrtu£) Y. ^uBitiiutT' /unumuia§rt^^) XOStCt^^el (=■ Cl. fuaumauglnu^ 
V. fanumutUttitT'^ è^tu%qfiiflr£^^) jandr^*el (= d. è^iuiiptutfhrati) Y. ^iirìtf- 
ptuìiOtiT'^ ^ntlgkg^^) hovg^el (= cl. ^atlmglriug) Y. ^n^ariT; i/^<.. 
mkglri^^) tnodeg*el (^ cl. JutLmkghraui) Y. tnuLmhrhiuiT'^ ^uigir£^^) 

mna^*el (== cl. SLuiglruif) y. SLiutT'^ ^utmglriJ^) iad^el (= ci. ^ur- 

miughTtug) Y. 2yn*btud''^ aqjjuglri^^) OycOQ^él (= Cl. aq^uiglnui) Y. 
aqlutbuMtT'^ jJiQflriJ^) himg^el (= ci. fiJìuglruii) Y. jl^aùtuiT'^ k^s^lJ^) 
geg^el (= cl. ^Iriflnui) Y. ^i^iriiriT; ipLglriJ'^) lmng*el (= ci. *^i/Sir- 



60) u^mqlr£^ ip%^ >hat 8Ìch erkSltet B ^J^^, «(^^ 61) ilutmaLdbri^ 

f >ÌBtentkrSftet< B«(^f ; tlu»mnÈ.éhri^i^%^ >Ì8t ennattet< B^^. 62) ^£^ 
'ts^^'k^L '^^bt nich^ Schaden erlittenc 3 23. 63) t^mulri^ t >hat 

Schaden gelitten B </^f . 

64) mugk^ ku >hast gesagt* 15 16, 23 9; ^A^u utuglri^ »hast nicht 
gesagt* 67 10. Il; «y/i ^fufrg t ^"*' wuglrg^ >dasB er bo gesagt hat< 11 27; 
ff/f utuglri^ it'^'^j >da8B Or gosagt habe« 15 10; muglri^ t >hat gesagt* 

B «/'f'jj^; f mugbi^ »hat geBagt« Bb ^^^ ; daneben ^ilA^A iuflr^ >hat nicht 
gesagt* Hb ^^/i. 65) pt 'fi""g^L it'^t *^enn er gegangen ÌBt« 

77 1 1 ; t qùmglri^ >i8t gegangenc Bb ^/i ; tfrmglri^ t >Ì8t gegangen« B i%q. 

66) pt quMLuutgki^ ifihfi >wenn YertrockDet (paralysiert) Ì8t« B Jy^, 

67) ^'iip t'U^S^L *^*^ Btnmm geworden* B •/'(ft. 68; ap ^auiumgbg^ 
ifruuij >welcher yersprochen hat« 27 17. 69) è-tuitqpylr£^ ^{liifi >ìst 

m I » » » 

Bchwer geworden* B ^pp. 70) ^ailjlr£^ JAp >ist erkaltet* B i/2/^. 

71) ifutLinèryìr^^ f >hat BÌch gonahert* B <(^, a%^. 72) Sùmtflr^^ 4 

»ÌBt geblieben« 79 1 8, 83 19; f t&ui^hr^ >ÌBt gebliebeii« Bb^f, H. t^q. 
B ^dp. 73) 2y"'9^L /A^A *^** *^*^^ vennehrt« A 19; ^m^^S^L ^ 

»hat BÌch Yermehrtc B <(^f. 74) aq2f"ff^i_ t >iBt genoBen* B i%q. 

75) jhJgl^L i^ >hat erfahrenc Bb *lr. 76) /^V k^S^L »i8t_da- 

gewesen* 57 24, 67 12; Jf^l»^ k^S^L *BÌnd dageweBen* Bb 2!i«/^. 
77) /iXb^^^ /^1[f^ >hat Bich erfUllt« 75 24. 



350 Formenlehre. 

Wirklioh YOrhanden mnuiJrimgkuii) y. jkJr^mtT'^ nuJrglri]^) Utt^d 
(= el. *auilrfflrm£) Y. ffjLnMritfiT; ^uiMaL«fglr£^^) VoduZ^d (= Cl. 
*tfuimaL«fmgirm£J V. ifmannuitlimir'^ mwn.i^lr£^ir£^^) datbel^el (== Cl. 

§ 400. e) Von Verben mit einfachem Aorìststamm : pkpki^) 
perdei (= cl. ^pirmi) ^' F^P^'^\ ^^Isiib^»^) han^el (= cl. ^m^km^) 

Y. <iirìbA^ir; «/mib^^) mc^'a; (= d. Jmkoi^) Y. i/^irA^iT; aypki^^) 
air^el (= cl. iir|far/fAr«»^) V. aijhkÈP; iri/^l^^) ^Pel (= ci. Irifrm^) V. 
k/^kJ^'^ utpfimgai^lr^'^) arioQUQ^el [= cl. iuppuiffauflrm£) Y. uipftmg~ 
ìb^iT; lihggaLgki^^) ffe^Ug^el (= ci. likgaLghmj) Y. ^ir^g^kiP; 
jmdri^aufiri^^) hocelgU^el (= Cl. * jmtkimgniglrm^^ wirUìch VOF- 
handen: mamJriutgni^ktui) Y. jmJri0%lrtr'^ g^^^^^i^^) ^*i^^^i 
(= d. gaLgkutg) Y. gnig%lrtr'^ ^apauiiri^^) ff0rtl8*el {= Cl. fatimc^ 

78) jirdr£jflr£^ t >liat zagenommen« B «/ìl-f . 79) ^1b^ niMÌryk£^ 

»i st an geachwollen* B ^^^; p( nuilrglri^ ^m 9wenn angeschwollen Ì8t« 
B i/^f . 80) tlmmaUghTi^ gfih/i >Ì8t entkrftftet< B ^. 81) ^f 

tamiti^lr£jfhr£^ fjt%mù >wenn in Dllrftigkeit geraten eindc 53 12. 

82) f/^lEr^^ /^1b^ P^P^L *'^^ gebracht hat< 45 13 ; ^«^^ ^^^A F^P^L 
>Bo lange nicht geboren hat« 49 12; i^/i/t ult'^l» p^p^i^ «wanii nioht gè- 
boren hat< 55 12. 83) Irù 4m%lri_ >haben geswangen* Bb /«f- 

84) Jmlri^ 1^%^ >i8t eingegangen* 47 3; ^lir^ tTmhri^ >i8t eingegaogeac 

Rb &éi, B «/^. 85) friT ar//ilr^ >habe gethant 57 17; ^AtìT itf/|fA^ 

>habe nioht gethan« 63 4; typ^i^ ^u »ha8t gethan« 15 I6, 57 is; 'yp^i^ t 
»hat gethanc 27 12. 14, 29 1 8, 61 9; ^ 'VP^L *^^ ^^^^^ gethan« 27 8, 
29 17; «yp^i^ ifii/f» »hat gethan« 35 17; JAfi '"JP^L *^^^ g6than< 57 27, 

Bb ApÌ ♦z»,^,^, ^; «2//»*/. /AW >hat gethanc 15 12, 27 19, Bb^^; 
tutg utjpk£^ > wir hatten gethan« Smp. Ghron. 651 ; ir% wjp^i^ »BÌe haben 
gethan« Bb /^; '"JP^L ifi^'^'^ >haben gethan« 61 11. 86) f A^^A^ 

>Ì8t ansgetreten* 13 21; Ar^A-^ 4- >Ì8t heraoBgekommen* 13 9, Lied Ley. 
Dnl. 539; pt ilf^^ ^l^L *^onn heryorgekommen Ì8t€ 47 33; ^1b^ ^&L 
>Ì8t hinanfgestiegenc Bb ^^; ^//^/^ A^^ >BÌnd aoBgetreten* 49 is; lr% k£lr£^ 
>BÌnd aoBgetretenc 49 32. 87) ap uapfiiagaLglr^ it^'^j »welcher. aof- 

merksam gemacht hat« Bb ^/v/i. 88) pt k^gg-'^^L ^P *voiua er 

bewiesen hStte« 33 18, 35 31. 89) pt j'^^i3'"g^L lAV »wenn hin- 

zngefligt hat« 47 20; fn^ it'^'t^ j'^'J^ig^^g^L *^^ hinxngeffigt haben« 
57 2. 90) pk ^^A gn^^^^L *^oiu^ lùcht geselgt hat« 9 19. 

91) ^apaiMlri^ t >hat Yorioren* 63 21, Rb^p'^ ap ^apuLuIr^^ £fiii[i »waa er 



n. Absohnitt: Konjngation. Kap. IV. Verbalnomina. 351 

ifri^^) Pel (= cL fifmi) V. iJi'btJ'] ^«"V*) *^*^' (= ^^' <"'"A^«Y^) 
V. imu%lttr\ Jknki^^) mef^el (= cl. Jlrnlnug) V. iA^a1b^«r; ^ifcir^^^^) 
n«/*«/ (= ci. %uuilnu£) y. %umfitr\ finq^^i^'^) Ìoy*el (s=z ci. Paqiruii) 
y. Paq/iLiP^ «aA^®») ar*c/ (= cl. ««li&rar^) y. •iiAÌbfl<.«r; Ar/f^cj^^^^) 
ertv^el (= ci. hrpunJrmi) Y. kiÉifraLiP'^ i^mlrf}^^) kcfiel (= cl. ftalrutij 

y. yiifliriii^ir; ^f^/^'^0 *^*«^ (= ci. Af A^if^) V. ppinLiP; u^ulr^^^^) skò^el 

(= ci. ir^ifA^iir^) y. u^uìtauT'^ Irf A^^^^) 6^V/ (= Cl. t^lnui) ZU ^iuèT'^ 
^utifri^^*) gaVel (= ci. ^oi/A^ar^) za aóifuT-^ lihrplri^^^) ffer^el (= cl. 

yerloren hat< Bb &p. 92) t cH^L *^^ gefallenc B >%f; ifAp E^k^L 

»ÌBtgefaUen€ B ^p, Lied Ley. Dui. 539; ^^^/^ /A^A >i8tgefallen< B^^^l. 
93) ^Iyi t »ÌBt geBchehenc 27 i8, 77 19; {- //^^ >ÌBt geschehen, gewordeii< 
19 12, Rb 7., ^, 1/1, ^^, ^^^ ; ^^^ //^/^ >iBt entatanden, ist geworden< 

19 14, 47 38, 55 12, 57*26, Hb </i; ^^^^ /^^ >Biiid geweBen* Bb <»; ^V 
flrg^ »ÌBt nicht geworden, geboren« 45 I8, 47 21. 31, 55 26; tp ^A^ »war 
gewe Ben* Smp. Chron. 650. 94) k ^utulr£^ »iBt gekommen* Rb ^«^, 

^iPi ut^t ^"'"^t *^^^ nioht aiigekommen« 77 14. 95) dtrn^^i^ t 

>lBt gestorben* 23 1 6. 17, 37 u; pt /^1b^ t&nlri^ >wenn geBtorben i8t« 
4935; pt Jiralri^ £lfif/i >wenn geBtorben iBt« 21 13; pt iffi/uy Jimlri^ 
>wenn geBtorben ÌBt« 23 16. I6. 96) %umlr£^ (Jt^) >(hat) geseBsen^ 

Lied Ley. 540. 97) ip^p P^I^L *^^^ hinterlaBBenc 51 3. 98) tunk£^ 
Iru »ha6t genommen« 57 19; ìvaA^ t >liat genommen« 65 8, B ^q^^j Rb ^f^j 
£/tii[i mitki^ 9hat genommen« 47 4. le. 17. 21, B 4^7, Rb {/t, li^, qlr^ ^^f_'y 
uJ^bf» utnhr^ >hat nicht genommen* 85 4; ^li»^ junlr^ it^^il >waB ge- 
nommen hat« 19 13; uvnA/^ //rlir^ »hat genommen* 55 1 8, Rb ^/i, ^/«; 
#^«tfi«1ir f^ £rlEi iirnlr^ >weil gonommen haben« 49 32; pt lunlr^ £p%tu% 
>wenn genommen haben< 53 1 e; tp auahr^^ »hatte genomnien« 3 12. 

99) ituig irp^uLÌri^ »wir batten nicht geBchworen« Smp. Chron. 651, 

100) if/iip futiri^ >hat gefiinden« Rb ^; np qmh-^ t »welcher gefìinden 

hat« 65 3. 101) t HI^L *^^^ abgeBtiegen« B Jft) /AV H^L *^>^ ^^* 

geatiegen* B triit\ Ulri ^"tif» >i8t abgeetiegen* B J^q, 102) uì^uki^ 

k >hat begonnen« B J^^ Jjiif, 103) A^fir^ IriT 9bin gekommen< 11 17; 
^k^L ^ *^*^ gekommen« 67 is; dl/bg ^ir^^ ir%g >wir eind gekommen« 
13 13, 59 12. 13. 104) iofi^a /tèT >habe beBCBBen, innegehabt« 23 9; 

39 16. 17, 57 20, 67 9. 28; ^w^A^/^ t »hat beBCBBen* 67 is; (««/.^/^ /AV 
»hat beBCBsen* 17 18; pt i'*'i^t iP^'V *wenn er beseBBen hfttte< 67 30; 
pt i^'if^i^ tp^b''' >wenn Bie beBCSBen haben< 39 is. 105) ^^^ k^P^L 

>hat nioht gegesBonc B «Ti^f . 



352 Formeiilehre. 

mtupki^^'^) dar*el (= ol. mmpkuii) v. mmiifÈÈT'^ ^ir^tlirlr^^®^) andun*el 

(= ci. p%^uiilruii) V. pìiqjiA/nri qf^L^^^Ì ^^*^' (= ®^- ^f^'^t) ^• 

§ 401. d) Passive Partizipien: l/uiu^illri}^^) gabv^el (ci. fo»^ 

uflrtui) V. ^utu^ilpiT'^ £uaLhr£^^^) IsV^el (cl. laJrut^) V. iuiH^iT U. 8. W. 

§ 402. In den Geoponica (Edìt. Venet. 1877) ist das 
Partizip anf -i^^ -*«/ nieht zngelassen und dnrchgehends dafìir 
das Partizip auf -A^ur^ -eal gesetzt. Das '«/-Partizip war natlir- 
lich sohon in der lebenden Spraohe vorhanden, da bereits bei 
Meehiiar Heraci sich folgende Beispiele davon finden: 

fuAlri}^^) pMel (ol. fLoiikuif) V. pniihJT'^ t^mki^^^) tod^el (cl. fi»- 
tnlrmg) Y. qjumèrtP'^ phé^uylr^^^^) 9n/ay*el (cl. piié^uylrtu£) Y. gtiiè-mfiriT'^ 

juiOri}^^) xm*el (cl. [uJb^iui) Y. ^lA^iT; ^m/vi^^^*^) ^</r*W (cl. ^m/iA^ìv^] 

V. imp^iT'^ J»"lP^i}^'^) hayi^el (cl. junipinug) Y.jmqpkiT-^ jiuJb^i^^^) 

flammei (cl. jiuJkut£) Y. juiUkiT] jtl^i}^^) his^el (ci. jl'ik»«i) V- 

jtlfrJ^\ ugat^uhri^^^) baff8*el (cl. u^in^iuulnu£) Y. ugtu^uèrtT'^ ^ap3Jr£^^^) 



106) iflr'/i^^ /^1^^ »hat gegeben« 17 i3, 53 e; /^^^ ««^^^ >bat gege- 
ben« 81 18, 83 9. 11, Rb ^p] pt mi[èr^ lf''^'"j »wenn gegeben hat< 25 e; 
'"'IP^L df^'t^ *^i® haben gegeben* 49 12, 23 26; hr%g mtlhr£^ >wir haben 
gegeben« B i/«/y; t «"^^^ »bat gegeben* Rb ^a», fl^^; mipr£^ t >hat 
gegeben* Rb ». 107) f mtupkf^ »bat geflihrt* Rb/^; mmpki^ f^%l» 

>hat gebracht* 55 21; p^ gjibutii miuplrg^ >wenn geflihrt haben* Rb ^m, 

108) pt piifnAlr£^ iftiift >wenn empfangen bai* 9 is. 19. 109) f/»^^ f 

>hat hinterlegt* 75 8 ; qap tP^L it^l' > welche festgesetzt hat* 75 4 ; 

pt iftbjfb tp^i^ »wenn gebildet haben* 55 24 ; pt ijàiuth qpir^^ >wenn 
gelegt haben* 19 23. 

110) iltuubqp ^tuu^illrf^ t >weil gobundon Ì8t* 9 7. Ili) n|f Jàt/i 

£uaih^£^ >8o dasB gehOrt worden ist* 19 15. 

AnB Mx.Her.: 112) pnbhri^ aAfiu 9ha8t ergriffen* 81. 113) qtTtup- 
JfMi qjumk£^ gJAift >bat den KOrper angeetrengt* 20. 1 14) iffb^ puè^mjlri^ 
>hat hervorgebracht* 134. 115) /^ir^ ^lA-^ »hat getnmken* 91; /v^fl^ 

^)Er/rìb >haben getmnken* 40. 116) ^mphr£^ iftìtli >iBt niedei;ge8chlagen< 39. 

117) jf^ipiri^ ifAli *hat geeiegt, hat die Oberhand gewonnen* 38, 41. 

118) libili jutiOri^ »hat angedauert* 40. 119) ^Ai^^ ^'^ *l**be er- 
wShnt* 31; jtl^i_ t »hat erwShnt* 120. 120) u^ut^uìri^ lr% »BÌndge- 
Bchwnnden* 39. 121) Irli» i/taplhr£^ >haben Yersncht* 120. 



U. AbBohnitt: Konjngatioxt Kap. IV. Yerbalnomina. 353 

p0rc*el (ci. i^npllrmi) Y. tftnpUnT'^ -gl^^l}^) ^^'^' (cl. ^in^iroY.) 
V. 4t«illrir\ "J/f*/."^) «^«^ (ci. -l/rir-/J V. «i/|rA«r; fmppnulri^^^) 
porpOS*el (cl. pnffmmInMi) V. pnppnufuT'^ fmmkl}^^) tod^el (cl. ^m- 
MpA^of^) V. qjmitt^»r'^ ^m%iJri^^) XOnfel (cl. f»m%lèrut^ V. fautiil^iT; 
^mmmUkl}^'^ VOduz^el (cL ^mmi.dkuii) Y. qmmmi.é^X\ kpkdryki}'^] 

erwea^el (cl. kpkdrifkmi) y. Irplrdi%mjr\ limglrf}'^^) goQ^el (cl. ^M^ 

5^«rJ Y. >ir«r; *^^^^130) ^^pig/ (d. ^Ay^«r^) Y- ^tt^J"; ^«.A^- 
5^^^^^) hatel^el (d. *jmJr^gkmi) Y. jmdr^mJ'^ k^l}^^] eVtl 
(ci. ^/^u.^) Y. ^/ÌiA^<r; <iiMii&/^l'») Aad^«; (cl. <iiv<aA^»J Y. ^mufbkd" 
„nt^l^^) f^^el (cl. gm^tMi) Y. ^jllrA^iT; ^1lri^^»<^) >'«/ (ol 

yùkmg) Y. ^ii^^iT; n^iiA^ise) ^kt^el (d. ìi4ì.ì^ììvJ y. «fiil^ir, «f «^hcjT 
«ifA^i^ib^l'7} <;««W (cl. iif^tfA^»/.) Y. »i^«lEiifor; iifi^i^^^SS) ^f^tf^; (cl. 
maJfutg) Y. «M»<r; ^A/^^'®) e^e/ (cl. k^km/) V. ^mìT; ^«/f/^^^^») 
gàt^el (cl. ìiuiilnuf) Y. aóipiT'^ k^P^i}*^) ger^^l (ci. ^kplnuf) Y. 
mumkjr\ mmpk^^'^) dar*el (cl. mmpkmg) Y. uim%l»jr, 

122) //rir^ ■B'"L^L Z.'^'" ^"V *^^ '1^1^ ^^^^ Sorge gemacht« 40. 
123) '^jp^L it^t *1^^ Yerbraimt« 115. 124) ji- pmppmuk£^ »hat sieh 

nicht Yer8cbimmelt< 110. 125) qjmmki^ gjiù^ >bat siok ermiidet, hat 

gearbeitet< 40, 91. 126) lumAlki^ ift^f, >{st Yerbraxmt« 115. 

127) tlmmai.dkg^ fjfùl» >ÌBt ormattet, er8cbOpft« 20, 84. 128) ^/'V 

kpkJrgkg^ >Ì8tiiiobt znm Yoncbeiii gekommeii« 134. 129) ^tr^ k'^g^L 
>iBtgeweflen< 40. 130) t k^g^L »iBt geweseiic 91. 131) junJkigki^ 
llii/fi >hat sBagenommen< 124. 132) t ^i^i_ >Ì8t anagegangenc 15. 

133) ^tfmki^ 1^%^ >i8t gebrooben wordeii« 39. 134) ^Jf^f' gg^^g^L 

>hat nicbt geaeigt« 134. 135) kpk ^V k^kg^ >weim niobi entstan- 
den iBt< 45 9. 136) //rtr/k ulfuki^ >bat begonneii< 134. 137) ^u 

mkuk^ >ba0t nicbt ge8eben« 104. 138) ^1bi/k uvi^A^ >bat gegeben« 136. 
139) //rtf^ ^^L *iBt gekommen« 106. 140) t k'^i^L »bat genommen, 

bekonunenc 115; ^^^ i'^lf^l, >bat genommen, bekommen< 114. 141) ^k^ 
pki_ iIi^IAè >baben gegessen* 40. 142) //rlb/k miupk£^ »bat dnrob- 

gemacht, ertragen«. 

§ 403. W^hrend das altarmenische Partìzip anf ^kuii -^al 
zagleìch aktlYes and passWes Partizip ist, ist, wie die 
obigen Belege zeigen, die j Ungere kilikische Form anf -Ar^ -*W 
lediglieli znm aktiYcn Partizip herabgesanken. Dass aa. 
Part. nlipkiu£^ sireal bedentet sowohl »geliebt habend* als »ge- 
liebt worden«, pkpkutf^ hereàl sowohl »getragen habend« als 
>getragen worden«: dagegen kilikisches Part. ujtpki^ sirici nnr 
>geliebt habend«, kl. pkpk^^ perdei nur »getragen habend«. Das 

Kant, KilikiKh-mittelann. Yolksspneho. 23 



354 Formenlehre. 

Anfgeben der passiven Fnnktion ist bedìngt dnrch die Ent- 
stehnng des neaen u-Passivams. Im Classischen, wo Àktiv- 
und PaBBivstamm mit einander identisch waren, masBte anch 
das aktìve Partizip preteriti mit dem passiven in der Form 
znsammenfallen. Sobald nnn aber der nene spezielle Passiv- 
Btamm anf -u ins Leben getreten war, der gleich den tlbrigen 
Stlimmen das Partizip auf -Ar^ '*el (-^uii^ -^al) bildete, war anch 
eo ipso fbr das passive Partizip prS^teriti ein besonderer Ans- 
druck gewonnen, da das nene Partizip anf .niifr^ ^v^el not- 
wendigerweise ein ansschlieBlieh passives war. Mit der Ent- 
stehnng des nenen passiven Partizips pr&teriti anf -nci^^ -9*>/ 
geht Hand in Hand das Schwinden der passiven Fnnktion des 
reinen «'^^Partizips: in der dnrch Mochiiar Hera^i repr^^sentìer- 
ten frtlhmittelarmenischen Sprache, wo das t^-Passiv erst in 
der Entwiokeinng begriffen ist, nnd demgemUB ein Partizip 
anf -ncj^^ noeh fehlt — so bei Mx. Her. — erscheint natnr- 
gemUB das Partizip anf -^^ anch noch mehrfach als passives 
Partizip (man vergleiohe die obigen Belege ans Mx. Her.)^): 
als solches ist es jedoch v^Uig untergegangen in eigentlich 
kilikischer Zeit : denn nachdem neben das frtthmittelarmenische 
aktiv-passive Partizip ^ui^^ &*W, /tA^/>A/^ per*el etc. ein pas- 
sives Partizip £uaLlr£^ Isv^ely pkpuLhri^ perv^el etc. getreten war, 
mnsste nach dem allgemeinen, speziell darin sich manifestieren- 
den Dentlichkeitsprinzipe, dass zwiefach fnnktionierende Spraeh- 
formen die eine dieser Fnnktionen anfgeben, sobald dafìlr ein 
besonderer Nenansdrnck geschaffen ist, ersteres ans seiner pas- 
siven Stellnng von dem nenentstandenen passiven vW-Partizip 
verdrUngt nnd ersetzt werden. Das Gesagte gilt natttrlich nnr 
fUr transitive Verben ; Intransitive nnd Nentren stehen als solehe 
anfierhalb dieses Fnnktionswechsels des Partizips anf -A/^ -^el. 

§ 404. Nicht nnr die Fnnktion als passives Partizip, 
anch die selbstS,ndige nominale Fnnktion hat das Partizip 



1] Vereinzelt erscheint anch inschriftlich dasselbe Partizip noch 
in passiver Fnnktion: so 4momutmhr£^ t >ist bestStigt*, iiqaillr£^ ^qtgt 

>er sei yerflncfat< vom J. 1215 (l^ir. 78). Dagegen akti^isch: IrtT ^plrg^ 
»ich faabe geschrieben«, zfi^kf^ tj» >ich batte gebant<, ^^/. it ^^^ batte 
gekanftc, ht m^thri^ >ich batte gegeben*, pnqlr^^ kutg 9wir hatten gè- 
laBsen« in Inschriften yom J. 1215 (air. 75 ff.), vom J. 1288 (§ir. 140), vom 
J. 1348 (§ir. 63). 



II. AbBohnitt: Konjngation. Kap. IV. Verbalnomina. 355 

anf *eal in seiner mittelarmenischen FortBetznng anf -*>/ ein- 
gebUBt; das kilikiBeh-mittelarmenische Partizip anf-W ist rein 
verbaler Natnr nnd erBcheìnt, wie die Belege p. 346 — 353 zeigen, 
nur mehr einzig und ausschliefilich ala BildongBfaktor von Tem- 
pora perìphrastica in Verbindnng mit dem Verbnm snbstantiynm. 
Die Belbstftndige nominale Verwendnng hat Bieh nnr ansnahmB- 
weiBe erhalten in ganz vereinzelten BubBiantivierten biB inB Nen^ 
armeniBche hinabreichenden Tennini, wie 4tè^lri hefel (= ci. 
^kè^huil) »Reiter€ nnd »Heer< Smp. Ghron. Dnl. 623, 646, 648, 
668, 670, lOriLki^ meHel (= ci. JlrtLlnalj »Toter, Leichnam« Bb Ji^^ 
Mr A, B, so- wie in den adverbialen: quunk^ (fiirmf^, ff^pPti) 
zad^el (zadel, zariel)^ ^uil^i^ ^^uhÌì) ^^^'^' (Mavel), worttber zn 
yergleichen oben §§ 3 1 2, 3 1 6. AnB seiner selbst&ndigen Fnnktion 
wnrde das W-Partizip verdr^ngt dnrch das mittelarmenische 
Partizip anf -aré^. 

§ 405. Partizip aaf -w^ -aj. — Das in der armenischen 
Sprachgeschichte znerst im Kìlikisch-Mittelarmenischen anf der 
BildflUche erscheinende, bis ins NA. sich erstreckende Partizip 
prUteriti anf -ur^ -aj ist im MA. rein passiver resp. intransitiver 
Natnr nnd das eigentliche passive Partizip dcB Eilikischen, 
da bei dem Partizip anf -ncj^^ -v^el^ der passive Charakter 
nicht sowoU an der Endnng als an dem passiven u-Stamm haftet 
Im Gegensatz zn dem passiven Partizip anf -o*a/, welches, da 
eine Spezies des *&/-Partizips repràsentierend, nicht selbst&ndig 
fnnktioniert, sondern rein verbale Natnr zeigt, hat das Partizip 
anf -aj beide Fnnktionen gemeinsam, wobei jedoch in den nns 
vorliegenden Qnellen die selbstandige, nominale Verwendnng 
dieses Partizips entschieden tlberwiegt Gebildet wird das Par* 
tizip anf -aj von s&mtlichen aktiven Yerben, sowohl Transitiven 
als Intransitiven, von Transitiven als rein passives Partizip, 
von Intransitiven als intransitives Partizip; nnd zwar liegt ihm 
derselbe Stamm zn gmnde wie dem Partizip anf -i^^ -^el. 
Hierzn folgende Belege: 

§ 406. a) Von Verben mit znsammengesetztem Aorist- 
stamm anf Jrtfi mè^mè^^) ajaj v. m^ktT^ whltptauuè^^) aniravaj v. 



1) qintfug J»^ p S'"^kii '"^'"^ >BÌebz6hii Kapitel in ein Begister 
gebrachtc 3 5. 2) muppwLinS^ >der, welcher Unrecht erlitten hat« 

39 19. 

23* 



356 Formenlebre. 

utb^pmJrtT uih^wè^^) antnoj y. miifiinr^ tuLqfuiè^^) Qirqf y. 
uiLff^J\ mtqqwè^^) oyyo/ V. mLqqlnT^ fLuiAm^^) paznqf V. /»«/. 

ifA^iT luÓimò^'') ptnaj y. ^kJT^ ^m^^) hraj V. ^hJT^ i^mgam^ 
%uiè^^) tad99tnaj V, t^m^utnii^iT^ qatsatuè^^^) Zodaj V. quttakiT^ 

qmp^puiè^^^) zartaraj v. qmpi^pirJ\ fp^wè^^^) zrgq; y. yliktT^ 
lttiu^ai%uié-^^ì xapanaj y. luauftuAinT, ^««/a»^") jalaj v. ^«/iri/^ 
è^m^iué^^^)jaxajY. ò^iululrJ] ^mp^è^^^) garkajv. liyp^d\ ^«/f*»^*') 
^rfray V. limpkiT^ ^mJmè^^^) hatMy V. <iififlr«/; ^aii/àf^i»^^^) Aama- 

ra;' V. ^mJìupInr 4whmé^^^) hanajY. 4iu%lrJ\ ^mummiatu^^^) hostOn 

3] jguji^ mJk'^ Buii^wè^ 4!i'"jb9'' '^^^ ^0^ librìgen genaimten 
Zeagenc 59 io; iH^i^ tuiiaLoAmè' £pitli pp >wa8 ihr znerkannt worden 
ÌBt« 55 6; tnnuujp% qap lubauubutè' ffUtp pp >die Mitgift, die ìSoi zn- 
erkannt worden iBt« 67 2. 4) ^««V mtji^taò^ ^kinuj >80 lange be- 
willigt iBt« 37 6. 5) iru tui.qtituò^ iriT >ich bin angewieBen« 41 7 ; 
t lULqiiutè^ >iBt angewieBen« 41 28 ; quifr mcq^uiè^ tTtuptfii >den an- 
gewieBenen ]£ann« 83 a. 6) np pMÈthàrnh- ^^ >welcher getrennt iat« 
49 3o; piuifìiuiòr^ >die Getrennten* 49 32. 7) K aAm% pMÓim^ 
qifpoiljgkpnj% ò^utjplrp% >nnd Bie BoUen die Spitzen der FShnchen erfust 
baitene 59 14; pnUtmS^ iru >da biBt gefangenc Smp. Chron. DnL 631. 

8) ap nptuè- ifàip >waB geBcbrieben iBt« 21 16; irpp qptaè^ ^Irhmj »wann 
gescbrieben iBt< 83 27; np qpwS^ ^uy >wa8 geBcbrieben Btebt« L 154 25; 
npm^u qpiaè^ t >wie gescbrieben iBtc L 179 4 ; /t/» qputèit >da8 von ibm 
GeBchrìebene* 81 6; ^mé^ t >ÌBt eingeBcbrieben< S.-B. Rb p. 106 §25. 

9) ap nmmpumbmè^ t j» jtp Ì^P^U »g6gen welcben geklagt worden Ì8t< 

67 6. 10) t qunnwè^ >ÌBt geBChÌeden« 49 28. 11) miBrUmJli jipo^ 

qiupt^puiè' >mit Jeglicbem anagestattet* Smp. Gbron. Dnl. 633. 
12) ^p^tuè^ >der GeBcbftdigte« 29 11, 57 9.26, 59 6; qp^uiS^ irh >Bind 
beraubt* S.-E. Eb p. 119 § 68. 13) fuon/tuàiutè^ t >ìst mi Seite ge- 

Bcboben, anBgescbloBBen, aa%eboben« S.-E. Eb p. 134 § 128. 14) pt 
i^uiiu^% ò^miutè^ è-iu^t >wenn er die Leinwand zoBanunengefaltet 
kanft« 85 6. 15) jutquiqn è^ut^utè- ^uyplr%irif >liber yerkanftea £rb- 

gnt« 69 14. 16) ap \mpi^è^ ip^fi >welcheB yerheiratet i6t« 49 30; 

pt ^uip^é- ^'iip »wenn verheiratet iBt« 53 1 ; pt ^wp^è^ ifìhm% 
»wenn verheiratet aind* 53 is; ^utp^iaS- ul puiAutò^ >die Verheirate- 
ten nnd Gktrennten* 49 31. 17) ^uipiuè^ aphoaii >abgegrenzte8 

Gebiet« 39 21. 22; in. pt ^utpmè^ gftigp ^jA >nnd wenn ob von frtiher 
ber begrenzt ÌBt€ 39 25; n^^mpmèrb »da8 Abgegrenztec 35 25. 18) 4^' 
tTutò^ t >iflt verordnet« L 177 4. 19) f ^iuJìapaié^ >wird gehalten, 

eracbtet< 59 37 ; ^tudiuputò^ t >wird gehalten, erachtet< S.-E. Eb p. 137 § 135. 

20) Irpt 4«à»uiè^ t^ >wenn fortgeBchickt Bind< S.-E. Eb p. 139 § 143. 

21) t ^utumutiauiò^ >iBt beetimint, festgeBetzt* 17 20, 65 7, 81 12. 



II. AbBchnitt: Eonjngation. Kap. IV. Yerbalnomina. 357 
hraviraj v. ^pmtfiplrtr^ 1^^^^) ckaj y. lnh-tT^ Jh/utuè-^^) msxaj 

Jmbtuè^^^) zakmanaj y. uut^iPuAinT^ utujfmè^^^} saizaj y. utajifh^ir^ 

uut^mS-^) Sazaj y. umqkJ*^ iltupiuS-^^) Varaj y. tltupèriT^ ^mjmè^^*) 

f>9ayaj y. ffJiuykJ] mm^p^tuò^^^) dahrgty y. uitu^p^kiT, ^if/^nr^'^) 

^O^riy* y. ^n^ktr^ iftuplsa^^'') pOrCCff y. ^apllnP^ ^mm^^^) Mstof 

y. ^mkd\ 4uAiqpu^mè^^^) hondibaj y. ^mhi^u^ptr^ iiuiatué^^^) nstaj 

§ 407. b) Yon Verben mit zaBammengesetztem Aorist- 
stamm anf -nr^, -^^: «v^a»^^^] a;^(!a;' y. mqmiT^ qnq^tué^^^) koygaj 
y. f0^1kwi/^ ^iw^*^) /(jo;* y. /ìrooT 

22) ipimjmè^ ^fiuA >der beklagte Gtogner* 61 s; ^piuytuS^ >der An- 
geklagte< 29 9, 31 io, 33 io. 15, 35 17. 18. 25. 29, 61 2, 63 4. 5. 6; f.^A/«v- 
jmè% >den Aiigeklagten< 33 24. 23) ^«1^/^ ^^nri^/ya»^ ^bituy >8o 

lange er einbernfen i8t< 37 e. 24) 1^ nr^ f/Ap »i8t anBg6Bto6en« 59 2s. 
25) Jlftiu^ mufpm%f^ >das Yenchlenderte Gnt< 19 20. 26) k% jtz*^^ 
»8ind erwlUmt« S.-B. Bb p. 137 f 137. 27) ilifiiffù %iu^iuuéiu^ (-ufA) 

«werden flir ehrlos erkl&rt< S.-B. Bb p. 119 § 68. 28) %ap i/fhutè^ 

imjpk%kgtÈ >dieBe8 neagegrttndeten YermOgenB* 47 22. 29) qt^^ 

fjpmè- fi tfkp*y qirmlih >wie benetit am FliiB8iifer< Smp. Chron. Dnl. 647. 

30) aut^Jìt/bmò^ t»li%on% >daB featgesetsto Gebiet* 39 21 ; t wu^dMauè^ 
>iBt featgesetzt* 47 24, 55 11; ìimj tÈutiJutùuBÒ^ >{8t feBtgesetzt* 85 s. 

31) umjqtuS^ ifAfi >hat sioh in Besitz gesetzt« (s'est Baisi) 23 4; kpt 

amjuaiò^ ^iriiay >wenn OT BÌoh in BOflitZ geBBtzt hat< 57 7. 32) umiimè^ 

iff^ >hat BÌoh in Besitz geBBtzt* 23 2. 33) iliuputé- iJjfbli >i8t aoB- 

geBohloB8en« 61 22; ifUifi ilmpmè^ »i8t aoBgeBchloBBen* 61 24. 34) ^iw- 
jmè- pqnpq. trmpt^. >ein bezeng^rmaOen reebtBohaffener Mann* 81 5; 

Irplr^ ilffttytuè- ìuqtl^ Iflift^ >drei bezengtenoafien reohtBchaffene Frauen* 

47 1. 35) uijli ufut^p^mè^ duip^j% »jenem besiegten Manne* 59 27. 

36) ^ ifiafiuiè^ »Ì8t nlcht geSndert* S.-B. Bb p. 127 § 95. 37) ifmpltuè^ 

^a»£ui£^ >a]B gerecbt erprobt< 81 5. 38) ^tmuéii >der Gesohlagene, 

Yerwnndete* 31 10; ^mmè^fiù »de8 Geschlagenen* 31 8. 14. 39) t 

'£fi£!it ^avllra^iyatf^ 9Ì8t oft VOrkommend* 35 2. 40) np %umtué- ^h%utii 

»welohe Sita ffibren* 27 9. 41) f tamii ^ntp^f^'A afuamé^ >8ie fìtnden 
den Chormantel verwoBt* Smp. Chron. DnL 669. 

42) ìtm. i^^uip tUtp ^ 'll^p'^j ^"«vlr qputiT utqjyuiS- iund Zucker 
thne daranf, 20 Dram gemahlenen* Mr A nnd B. 43) pp ^aqiguiò^ 

tpH >etwa8 ihm Gestohlenes* Bb ^t'"\ pt /fii/p i^aqgutè^ >wenn ge- 
Btohlen worden ist* Bb ^m, 44) gju»^ itt^^l» >i8t gefttUt* Mr A. 



358 Formenlehre. 

§ 408. e) Von Verben mit einfachem Àoriststamm : uypiuè^^*) 
airaj t. iuJùIrtT^ k£uiè^^^) elaj y. k^lrJ^ tn^miimè^^'^) spanaj v. 

ilutpIfiilrtT^ qmp^iiauT^ Pnqwè-^} loyqf Y. paqnLd\ tunmò^^^) Otaj 
y. iUtà»nLd"^ Irpt^tlmè^^'^) ertVOJ V. kptfbmJ^ tntfmS^^ mniMiS^^) dviff 

y. tumiT^ gtìiqjiAtuò'^) andunaj y. ^i^nài^tT^ ùutù^è-^^) jan^aj y- 

§ 409. In den Geoponica hat das Partìzìp anf -«^ -aj 
folgende Vertreter: a) tuqmè^^'') ayaj y. mt^JT^ unfilmé^^^) aynjaj 
y. utr^ltrJ\ tujptuS^^^) airaj y. t^jp^J] mJrpm^^) ateraj Y. tuLkpktT^ 

plrLkniaò^^^) pcteraj y. ptrJriLlrJ\ t^w%mè^^'^] hanoj y. fjM^iri/^ 

^atlmS^^^) iovq; y. t^ilkiT^ qptuè^^^) kraj y. ^kiT^ ktfim^^^) epaj 

45) ipitli utjpmò^ >ÌBt gethan wordeii« 57 22. 46) aypafr k£mè^ 

»beryorgetret6iie8 Blat« 61 18. 19. 47) m^mAè^ftig >des Ennordeten* 

Rb ^/^^. 48) ubni^utè^ t »ÌBt erzogen worden< 63 15. 49) qmp^mè% 
»der GoBchlagene* 59 38. 50) pt ijàip paquté^ »weim entlassen 

worden Ì8t< 55 s. 51) ^u^mqui^ utamè- nAtp% >8ie hstten die 

Stadt genommenc Smp. Chron. Dnl. 650. 52) irp^ac Irp^mè- >zwei 

GeBohworeneii« 65 1»; Irpi^ftuè- Jìupt^jb »deB Greschworenen* 51 le; 
irpqjlmè^ Jiupt^iuif >den geschworonen M&nnern* 39 12; trpi^tjmè:^ 
>d!e Gtoschworenen* 57 9; jlrpi^lèr%njii >yon den GtosehworeneiK 51 13. 
53) t u»pi[tuò^ >i8t gegeben* 49 25, 51 22; ^ir/k utauu^ »iBt gegeben< 
73 21. 54) piti^óituè- 1 >wird angenommenc 51 22; i/i^p ^q.aàtuiè^ 

>wird angenommen* 81 10; ^ ^nnónaò- >wird nieht angenommen* 11 12, 
59 31, Smp. Gbron. 678. 55) ^'blib £ut%^è^ >8ind niobt bekannt* 

L 156 19; f^ ^utii^^ 4uttipkpaLppMi >die znerkannte Frietc 65 15; 
^mb^ò- ^tuJpJrpnifìkhkpu >die zuerkaiinteii FrÌBteii< 23 26 ; ^mù^ò^ 
^utL^fi >eiiièB dara yerordneten GerichtedienerB* 9 k; h% £m%^è^ 
>BÌiid zuerkaimt« 25 2; pt Ifitfilfit ^mk^è- tuJai£ ^%p >weiin die Fran 
anerkanntermaOen nnfrncbtbar Ì8t« 21 is; uifr t ^mit^é- maun% >jeiier 
iBt anerkanntermaCen der illegitime< 33 9; ^ath^utS^ EVPt '^"Pt *^^ 
anerkanntermaOen reehtBcbaffener Mann* 81 5. 13. 56) f/tM»^ 4- »i8t 

feBtgeBetEt« 67 7; t qputè^ >iBt feBtgeBetzt* 47 20; ^it^ ff^ »iBt fest- 
gesetzt* 77 4 ; q.pmS- u^aJatiiii >der festgeBetzte Tennin< 65 28. 

AuB Geoponica: 57) uf^or^ >geBalzen< 49, 16. 58) mifilmè^ 

>gerOBtet« 90, 96, 116. 59) mjpmè^ >yerbraniit< 113, 127. 60) wi^- 
piuè^ >zerBtOrt< 113. 61) pkdnkm^ >genagelt« 221. 62) fj»ir«r^ 

>ge8chlagen« 56. 63) i^ilmè^ t >Ì8t gelobt« 122. 64) fputè^ t 

>ÌBt geBcbriebenc 105. 65) kaftutè^ >gekocfat« 96. 



II. Abschnitt: Konjngation. Kap. IV. Verbalnomina. 359 

mplrj\ pmqiuè^^^) layaj y. pmqlnT^ pmpmfuwé^^^) luroxaj y. am^ 
pmt»hJ\ pkpk^mJìu^'^^) lerehamaj y. pkpk^mtMkJ] Pp^m^'^^) ìrcaj 
Y. PpIìtèT^ poiÈTmè^'^^) Iqimaj y. po2jBrJ\ ilrum^'^^) lesa; y. ^kukiF 
(nonnalkilikisch laukiT)^ f^uAilpt^utdìuò^'^^) xanjr^hamqj y. ^u/u- 
lpt4mAJ\ fumiAmS^'^^) xohiaj y. imunàilrjr^ fué^^m^''^) xjgaj y. 
t»è4ikJ\ fiMipmliuS^'''') zorovq; y. luapai/lnr^ è^iué^^m^''^) jajffq/ y. 
ò^mè^^kJ\ è^mtifiuÈÒ^ ^^) jaygaj y. è^mqfilrJ^ é^kè^wS^ ^^) jejaj y . è^lrè^kJ\ 

è^kifaiè^^^) jepaj y. è^kij^lrJ^ Um^^^) jtaj y. ^nkJT^ ^pmpm^^) 

jraraj y. ò^putpInT^ ^av^^w^^} gagyaj y. liml^^JT^ ì^mmmpm^^^) 
gadaraj y. ^mmmplnT^ ^pmè^^^) giaj y. ^pirJ] ^inmS^^'^) gitaj y. 

limpm^^) gdraj y. limpkJ'^ <i»/iii^«i) halaj y. itt'ikJ^^ ^mJpm^^'^) 
hamrqj y. ^uiJpkJ\ ^^Aatè-^^) hanaj y. ^m%kJ\ 4mu«i»unuS^^^) 

kastadaj y. ^utumuimirJ^ 4ummè^^^) hodaj y. 4nmlrd\ 4omuié^^) ho- 
daj y. ^omlnT (= jtumuAinr)^ ktupkmmmè^^'^) Carcodaj y. lmplmmkJ\ 

l^éPmè^^^) cidajY. Ij^^kJ] ^q^m^^^) JeygaJ y. ^kq^J^^ ^^Ump^ 
mmè^^^^) Jhnardy y. ^iJ'iupmkBr^ JìuqJf^mè^^^^) mazmzgaj y. 



66] qaLfmé^ >yerbanden« 104. 67] pluapatS- >anBerleBen< 124. 

68) paiqmS^ tyergraben, eingesenktc 89. 69) puiputfuamé^ >eitenìd« 213, 

70) pkpk^mJìué^ >£ftde« 115. 71] PcpIwS^ >eingeweioht« 225. 72) poi" 

Jmè^ »yerwelkt< 75. 73) gh^utuò^ >zennalmt« 20, 77, 87, 89, 107, 111. 

74] fiiuAXpt4«"rmè^ >fade« 105. 75] faunAmè^ >gemÌBoht« 32, 100, 

108, 126. 76] ^é-^utS^ >ge8topft« 195. 77] ^apailmè^ >gebraten€ 107. 

78) è^ai^mè^ >geborgen« 87. 79) ^mqjjimè^ >erblilht« 32, 37, 100. 

80] Mr^mè^ >geklopft< 90, 111. 81] Mrtfim^ ^b6Btricllen, beschmiert* 

31, 87, 104, 194. 82} ^aju^ >gebogen€ 67. 83) h^pmpm^ >zii- 

Bammengeballt« 104. 84) ^tu^quté^ >erweioht« 179. 85) ^mmat- 

pm^ >yollendetc 193. 86) liPuiè^ >einge8ammelt, geerntet* 98. 

87) IfiiLutò^ >gewogen€ 55. 88) ^afauié^ «zertreten, >zentampft« 42, 104. 

89] ìimtaaiò^ >yenchi]iimelt, yerdorbeii« (y. Wein) 113. 90) ^mpmS^ 

>geBolmitt6ii, abgesehnittenc 52, 56, 71, 72. 91) itugmè^ >ge8chmol- 

Ben« 33. 92) ^mJputé^. >erachtet« 220. 93) ^u/ùmè^ >weggenom- 

men, gel08t« 58, 96, 112, 184. 94) ^mumuimiuò^ >befe8tigt« 25, 63, 104. 

95) ^oofoi^ >rieoheiid, flbelrieoheiid« 116. 96) 4oiamS^ >geBelmit- 

ten< (y. WeinstOOk) 71, 72. 97) Xmplminmè^ » >^mm 4uim^ utji^ 

mJpM>ql< (Geop. GloBS.) 86. 98) IfiipaBè^ >gepioht, yerpicht< 126. 

99) •ùkq^m^ >geBpaIten« 124. 100) ^iJiapmmè^ >beglanb!gt« 23. 

101) Jai^tTn^mò^ >mit WnnelfaBern yenehenc 35. 



860 Formenlehie. 

hiatfigqf y. j^umm^kiT^ ^fi^mS^^^^) éinajY, ifìt^J^ ^w^»^^^^} ^pa/ 

T. ^^ArtT^ s^ui^um&*^^) ÒaffSaj y. u^m^uÉnT^ u^m^Oié^^^) hokof Y. 
tt^m^iriT^ tt^m%t^mé^^^) bondraj y. moA^kJ^ s^mununmè^^^^) bodo- 
tOj y. mmmmnkJ*^ tummpntjimh-^^^ bodrUSCff Y. i^mmpttuiinr^ 
i^^mm^^^^ì inda; y.ui%m&J\ Ipmé^^^^) crajY. ^pkU] um^tTuàimS^^^^) 
%àhmanaj y. mm^JlAhrJ^ mmmm^mè-^^^) Sodagaj y. mmmm^lrJ\ 
umpmS^^^'') èaraj y. umpIrtP^ uJpm^mò^^^^) Mihogaj y. uJpm^iriT^ 
appmS'^^^) Srptyf y. appJnT^ ^taamè^^^^) mOSaj Y. ^mah^J] tfamm^ 

^«,^121) vstahajY. ^ummfkJ] Mi^^of^i^S) dnffq/ y. m%^&d\ j»1^«i^»') 

ganaj Y. gm%kd\ iftmpaiè^^^^) porOf y. ^npiriT^ iftapkmé^^^) porC€ff 
y. ^if^llri/^ ^«^«^^26} ^a}^q^' y. ^miiirJ\ ^Mii/^^127) ^OlTia/ Y. 
^mAJ\ ^mym^tmé^^^) HOQOaaj Y. ^mgtu^J\ o^w^ >'*) Q/iy' T. 
o^lri/: — b) tufmtgmè^^^^) WfO^aj Y. i»{oti/J ^ffuvyi»^^'^) ha^j Y. 

inuAmJ\ Vttuguiè^^^) hnoQaj y. A^lMitif^ mi^|»^^i3') ^^{^s;' y. 

mm^utJ\ igm^^^^) Igof Y. ^ifcj/! -^ c) «w^ot^^'^) afl^q;' Y. m'k' 
^mii^iT^ pIr^m^^^^) pego/ Y. pJrlfitlrd^ fitutmè^^^'^] pUSOJ Y. pnLa%^J*^ 



102) Jutfiuè- >gesielit< 76, 109. 103) Jffiuumpmè- «Yerbiuideii, gè- 

eint< 104. 104) jmmm^m^ ^ yfi jaÈmmlfii /lr^«r^« (Geop. GI0B8.) 101. 

105] jPntnut^mé^ >gereinigt« 102, 103. 106) ^fì'mé- >iub«F§itet, beige- 
Btellt* 54, 86, 102, 104, 186. 107) ^ur^w^ >geme8Beii€ 55. 108) iyivf- 
tfai^»iinKiireioheiid« 31. 109) «yMr^itf^ >aiifbewahrt« 101. 110) t^mih- 

t^mè- B3 >uinóilf ^a. %ap mpJutuiu mplm^kiu£€ (Qeop. GlOBS.) 35, 58, 129. 

Ili) t^tummiuué- >serrÌMen« 46. 112) a^tumpaututè- >gepfropft« 38,40. 
113) ufiuitaé- >beflMtigt< 62. ììi)lpmè^ »benetztc 132. 115) ««*<- 
jyùtuè- ybeetimmt, festgeeetast* e2. 116) ammm^mò^ »getOtet< 195. 

117) umptuè- yzngerflBtet, bereitet« 186. 118) uiipm^utè^ >i6rtreteB«, 

zentampft« 178. 110) mppmé^ >gereinigt« 73, 122. 120) ^mam^ 

»be8cliSdigt« 74. 121j ilumm^mè^ >gesiohert, beglanbigt, erwieeeii* 191. 
122) m%liai^ >gepflanst< 69. 123) gm%mò^ >ge8]iet« 39, 139. 124) ^a- 
pmè- >gegraben« 37, 43. 125) i/taplmè- »erprobt, yennobtt 37, 99. 

126) ^utfuiò^ »geenitet, eingeBuiimelt« 39, 126. 127} ^miImS^ >ge- 

drliokt, aoagedrttokt, filtriertc 126. 128) ^myrnlumé- «eauer 

gewordent 114. 129) o^m^ »bestriohen« 94. -•- 130) mqmgmè^ 

>geinablen« 113, 184. Idi) intjugmè^ 'gewasehen^ 85, 94, 96, 

126. 132) %mgaiè' >gealtertc 28. 133) mm^mé^ 9ge- 

wl£nnt« 165. 134) /j»^ >geftillt< 43, 94, 107, 220. — 135) m%^mé^ 

»gefalien« 67, 73. 136) plr^mè^ >gebrochen« 92. 137) /uèuè 



n. Abschnitt: Konjngation. Kap. IV. Yerbalnomina. 361 

A/«*»*s) elaj V. hr^kJT^ A-^w^"®) eyaj v. Aor. k^uij^ ^mum&^^^) 

hasaj y. 4uiuÌ>liJ] ^utpguiò-^^^) Jiargaj y. ^utpgùlrtr^ uAgni^mè^^^'^) 
anQU^aj y. ulu^hd"^ èmutifaufaiS-^^^) etOQUgaj y. Ìrigjmg%lnr^ for^- 
timgnufui^^^) gagya^UQty y. ì^m^t|m^ìrJ^^ ^dmhiryai^tuè'^*^) finwr 
negiUgaj y. %Jìu%lrg%irir^ %npaagnLgm^^^^) norCtQUQOJ y. %npuig%lrj"^ 

^pmgni0tu^^*''^) ^oroQugcy y. ^npmg'ìiktr^ u^mqb^gttijuiS-^^^) baye^Qc^f 

pagUQaj y. il»m^gblrj\ ^Irpmè^^^^) geraj za «^jnA^i/j i^nrimr^jw^l^S) 

Janc^aj y. ^uAm^J] t^mé-^^^) iraj za ^l^i/I 

§ 410. Aach bei detn iUterea Moohiiar Hera^i ist bereitB 
das 9-Partizip yertretea darch folgeade Formen: a) tuq^ìtXmè'^^) 
ay9njaj y. utq^lkd\ Buj^mjiuiS-^^^) ailaihy y. mjiutjièrd\ mjpm^^^^) 

a%r€^ y. mjblrd\ uipqliitué^^^'') QthXlaj y. mp^iyjr^ mp^^è^^^) 
arkelaj Y. mpqirikJ] fmppnmmS^^^^) porpOSaj y. pup^ukJ^ pjAtÈé^^^) 

pfnaj y. paìikJ\ q^mè^^^^) hraj y. i^pkJT^ A-^»^"') é^' y. k'^kJT^ 

fiic^w^^^') «M^' y. fai^tT^ p%mptaè^^^) OndrCjf y. gAtmpkiT^ 
ppfmò^^^^) trcq; y. PplkJ\ éfuapmé^^^^) ixorqf y. éfanpkJ\ dtiqn- 
,^«^167) ioywaj y. dnqntlkJ^ fumiAmè^^^) Xatnaj y. fumtAkiT^ 

»gewachBen« 37. 138) A/w^ »h«raii«g6kommen« 31. 139) irfair^ 

>g6worden< 85. 140) ^mumò^ »gereift< 39» 41, 57, 104. 141) <»/«- 
gmè^ >gefragt« 196. 142) uAifuL^mé^ >dafohgeU8Beii, yorbelgela0Bea< 

130. 143) ktLmgnLgmè^ >geBÌedet< 112, 122, 127. 144) ^Af^^ur- 

guufmò^ »geBobineidlg geinaobt« 33. 145) %AàikgmLgmè^ >aiige- 

gliohen* 28. 146) ^upmgttLgmò- >enienert< 115. 147) ^pm^aLgutè^ 

»getrookxiet« 188. 148) mmtikgmt^mè^ >abgek1iUt, wieder kidt gè- 

maebt« 112. 149) AaLgmé- •enXtat* 28, 186, 209. 150) iffm^aà^iué^ 
»aiig6beflet, aiig88etzt< 80. 151) ^kptuè- >geg6esen« 97. 152) £m^ 
%ut^è- «erkannt, aiierkaiuit« 31. 153) ^uré- »geBetzt< 47. 

Bei ifx. Her.: 154) mq^AlatS- «ger5stet« 44, 45. 155) utjiay£m^ 
«verlndert, nmge8taltet« inder Vorrede. 156) uÈjpmS^ >gemacht« 45. 

157) mp^imè- >gebindert« 5, 13, 22, 114. 158) mpt^im^ it 

159) pappaumè- *yencbillimelt< 93 28. 30. 38, 94 2. 160) ptàiutè- 

>ergriffenc 36, 39. 161) npm^ '>gescbrieben« 23, 126. 162) It^m»^ 

>gekocht« 8, 11, 13, 24, 42, 43, 45, 46, 83, 120. 163) qat^é- 

>yereint, gepaartc 10, 112. 164) pitmpmS- >gewShlt« 52, 149. 

165) Ppfuiè^ >befeiichtet, eingeweicbt« 55. 166) éjunpiaè^ 

>beilA^ttbigt, gestori* 22. 167) énqnilmè' >geBammelt« 93. 

168) fuuittiiiué^ >gemi80ht< 41, 32. 



362 Fonneiilehre. 

è^ptuptu^^'^^) Jrarty v. ^pmpkJT^ ì^ht^Lm^^'^'^] geyevaj v. Iikqlrdrjr^ 

^muLm^^ ^milmé-^''^) ffdvq; Y. ^mnJnT^ ^lailiriT^ <Mr^air^ 1^^) kolaj Y. 
j^umliui^^'^'^) histgaj Y. jlium^lrJ\ %lr^m^^''^) nexaj Y. %lrfuèrtr^ iik- 

A'M V'P'^'^^^'^^) Ja^V ▼• i»«pdkJ\ mm^«i^^^^) bahaj Y. a^m^kJ] 

ugattam^iuS^^^^) Òodahq/ Y. t^ututm^tiT^ ^Ib^w^^^^) cn/^' Y. ptflrj"^ 
mmuil^uiè^^^^) dahgcy Y. iawiiy^iri/^ tnpapmè'^^^) droTo/ Y. mpup^tT^ 

perjgaj y. aftkp^lnr = ci. tfitr£a^lrJ\ aftkpiia^m^^^^] perjogof Y. 

^irp£tt^inr= ci. t^ltùm^kj"^ ifilrp^ntntaè^^^^) pefjffodaj Y. ffilrp^w 

mlnT (erweiterter Stamm zn tftkp^^kiT)^ i/taplmè^^^^) porcaj y. 

^apllrJ\ ^m^Buè^^^^) Hoiqj Y. ^mikJ] — b) air^air^l^^) aypO/' (gC- 

lehrt a;^a(^'} y. orij'*'^ IP'^S'^^'i li^S'^^ ^^) Ivagaj y. imtjAmJ^ 
lilufkmJ: — c) ^ifuré^ !<><) ymi;' Y. ^Vu^JT^ mpm^^^^) atoj (gelchit 
araraj) y. m%kir^ <«^if«^air^i^"j hov^gajY. ^«^irirc/^ tf^0i^«i»é-i*^) 
snu^aj Y. AaujfitlnT^ ^taituS^^^^) galcff zn ncir/fri/j ^^/ri»^*^^) ^ero; 
za if^juA^iT; nnregelm&Big steht i»|pi^^»^3oo) p. 122 fUr mjpmè^ 

169) funpi[mè^ >gebrateil« 33, 46. 170] è^mò^^mè^ »be- 

deckt, Yerhlillt« 47. 171) è^pmpmS^ >eiiigebanden, iimwickelt« 

117. 172) liyqlri,mè^ «gOBehiUtc 149. 173) ^mmijm^^ 

^mi[mé- »lieraii8geiiommdii, heraosgeBehiUt, heraasgesohnitten* 44, 50, 51. 
174) Ki^imè^ >geschmobsen« 42. 175) ^ummè- >rieeheiid« 25. 

176) jAi«^ >erwihiit« 71. 177) jtium^uiè^ »gereiiiigt« 43, 55, 117. 

178) %k^mè^ >Yerfaiilt< 25. 179) imp^iuè^ >bewegt< 22. 180) «yMr- 
^mè^ >bewahrt« 39, 55. 181) u^mmui^mi^ >begegiiet, Yorgefid]eii< 32. 

182) pt^mò" »aiiBgewÌ8olit< 43. 183) mtua^^ta^ >{ii der P£ume ge- 

graten odor gebaeken< 45. 184) mpnput^ >Yerkleinert, Yerdfliint, 

eingerllbrt< 33. 185) gm%mò^ >aa8ge6treat< 8. 186) gmuaé^ 

>8chmenBend« 22, 23. 187) aftkp^liiaè^ «gescbSlt, anBgehfiUt, gereinigt* 
(Yon der Gente u. dgl.) 42. 188) iftlrp^nlimè^ (» i^kp£^mi) 13, 45. 

189) ^hrp^nmmé^ Variante za beidea Yorhergehenden ifiirp^n^mè^ nnd 

a|tkp^u^è^ 46. 190) tftaplm^ >erprobtc 74. 191) ^iUÈimè- >ge- 

zogen, angezogen, gespannt* 28, 47. — 192) mq^mè^^ mquigmè^ >ge- 
mahlenc 30, 43, 117. 193) inLm^mè^^ ^mymè^ >gewa8chen« 41, 77. ^ 
194) è^iaè- >geboren, entetandenc 41. 195) mpmh^ ^mpmpmè- »gemaoht« 
7, 117, 148. 196) ^ml^ni-gmò^ »kalt gemacht, erk&ltet< 9, 17, 30, 112. 

197) uhnLgiuS- >ernlUirt« 21. 198) ^tu£uiè^ >gefaiigen« 28. 190) ^irpmè' 
>gege8Beii« 46. 200) mjplrguiò^ >gebrannt< 122. 



II. AbBchnitt: Konjngation. Kap. IV. Verbalnomina. 363 

y. mjplnr »brenne«, wohl znr Vermeidong von Vorwechaelnng 
mit mjpmò^ p. prUt V. mfitìrjr »mache«. 

§ 411. Partizipia anB Mr A: tuj^m^ »gebrannt« 48; miujm^ 
»gemahlen« 115; m^n^im^ «znrtickgehaltenc 49, 121, 183; ^/r- 
paamò^ »Bchimmelig« 150; piAm^ »ergrìff6n« 134; ^qm^ »Yer- 
giftet< 118; l^i^mè^ »gekocht« 181; i^mò^ »gefttllt« 17, 240; 
^màiimé^ »gemi8cht« 186; ^m^ìv^ >ge80tten« 111; ^ap^mò^ »ge- 
braten« 111; lilrpmè^ »gege88en« 257; liplfùmè^ >gedoppeIt< 18; 
^Mm^^utè- »ge8amm6lt< 179; ^mpmò^ »Yerwiindet< 134; jlrJrjjmò^ 
»vennehrt< 101; ifikp^a^mé^ »enthul8t< 154, 181 etc. 

§412. Mr B zeigt folgende Partizipia anf ^mò^: uypmè^ 
»gebrannt« 7i^^ ^, ?^, ^^ ijp^ ^, «/^; unimò^ »ge8alzen« 
If^; ^; uiq^^mè^ >ger08tet€ ^^ J"; miugmè^ »gemahlen< ^, ^ 

P) /^9 f^'i ^iP^ ^^9 ^> ^^) ^9 '^f /uvcAiv^ »gesondert« 
^^ ^^; f/foré- >ge8chrieben< ^^ ÌJ^^ÌM^ iJp^ ^k^ I^^ \nflr\ 

HH? 4l) 'QFì '^^\ Irt^mò^ »gek00ht« £^, 2?^^ ^, i/^, i/i^; 

g^mpmè^ >an8erle8en« Tf^ j^p; pmi^m^ »verr6nkt« ifp^ ^^ ^ 
m «Tilf?, W^; ^iifforé' »zerBtoBen€ ^, ^^ if^ ^^ ^^ £^^ 

WaSChenc ^f^ i?, ì;</^^ £A^^ £ip^ tP^m^ iTò^m^ i/V; famaiauè^ »ge- 

mischt* ^^, ji^, ^^, ^i^; è^lrè^mè- >ge8chlagen« fi^^ ^^ <^ 
££ir^ ^ity S^pmpmò^ »eisgewiokelt« ^ic,^P»q^'y li^uiutò^ »gebnnden« 

^^; ^ir^ir<j»v^ »ge8Ch&It« p^ ^^ ^r^, ^^ ^, «jfir; ^ir/iur^ »ge- 

g688en, zerfressenc J^^; ^apqmè^ »heraii8gerì8Ben« j^; ^ntnpmè^ 

»gebrOCheiI« ^^d ^tnmjuè'^ ^tmlmè' »gepiltzt< m^ /■, /f ! ^Mptuè- 

»geBohnitten« ^^; ^mimè^ »ge8chmolzen« ^^, ^^, ^^; 4m%uiè- 
»lieraii8genommen< d^, /^, ^^ J^^ Mp^ J^\ thmgmè^ »ge* 
altert« é-f^; Xmpltutnuiè' »z6r8tlickelt« u»^ ^p^ /»«»; l^uré- »ge- 
Bchl6adert« J>^; iTutquiè^ »ge8iebt« 1^^ )^ ^, ^, ^i^, ^, Hk^ 
I^, »^, »^, «^; jtv"^ »erwahnt€ ^, ^; imitiquiè^ »ge- 
knetet< ]wf, ^; ^irur^ »Yerfertigt, ziibereitet« T, ^, ^, ^^, 

4f.9 '^'') '^ifiy '^k'Ci ircs"^'"^ »getrookiiet< ^^ ^^c^ '^t.^ '^t^ 
fT^P'y ufiutnitiuè- »zerrì8seii« «/«^^ ; ufmpqmò^ »filtrìert« ^j^, «^^ ; 

^ciré^ »gew&88ert< «/^; uuM^irui%mò^ »feBtge8etZt« I^m^ ifi^; ivirifc- 

gmò^ »gesllhrt« iTiI-mt; uppmS^ »gereinigt« p^ ép^ ji^^ u»^ ^k^ v; 



364 Formenlehre. 

- . I - ■ . ■ Il « ■ 

»liber8etzt< dq^-^ t^nplmò^ »erprobt< ép^ qjt^ £^^, ^p^ £&t^^ ì?<ì», 
Mk^ JU^^ ji^, i/^; ^utJìuè' »geseiht, filtrìert* Jp^ M^, ^, J^; 

§ 413. Partizipia aus Bb: wjptmè^ »gemacht< ^; mit^ò^mi^ 
»Yerflaeht« ^f^ £c/ar* whtfutè' »Yergaiìgen«' tfi/* atnafè^ >genom- 
mene q^'^ mugmò' »gesagt« jtq^ '^tPì ^k\ <>7'«<|fur^ »geinacht« ^f^; 
mdrpmò- tYerdorben« i?^^* utipfLtuè- >ge8egnet< ^^^ ptutfaànuè- 
»getrennt« ^| pméiimè^ »getrennt« ^«^^ ; pulpmmè- »iimwickelt< 
^, ^^Br^ pMdbmnmè- »aiìgewandt, gebraaeht« t^^^^j pm^mfpmè- 
»anathemati8iett« dp^ f^^ ^^ è-ir*^ pm^mè- »geOffnet< «; psAiaé^ 
«gefangeiì, gebnnden* 2^; ifinaguiò^ 'gegangenc ^^ 2^^ ^«^2- 
ifiué- »ge8tohlen« ^f"^^ ^fir^ qpatté- »g6schrieben« i/^, fap^ /v^, 
^9 ^^) ^1) 4^! ^irur^ »klassiert« ^?f ; q-unamé- »gerichtet, Yer- 
urteiltc £[pi qputé- »ge8etzt« ^ ?^ ^ ^^; ^^i»^ »ausgetreten« 
^/f) ^4^; ^'"^ »gekommèn« /v; ^mplimè^ »ge8cblag6n< ii^f, iS<Ar; 
it^faré- »gefallen< ^^, i^; p^^nóauè^ »angenommen, gllltig< 
^ Al, i^, ?^ ^; paq^^ >YerIa88en« ?A^, ^; fmuiAutS^ >ge- 
mi8cht« £d^; /v^i»^ »geraiibt< ^/^; pituMdtfauiLumS^ »YerIobt« ^^ 
luatuMti^ »aii8gebohrt< Ì4t; é^uilumé- »Yerkaiift« ^; é^ui^mé^ 
»Yerborgen< ^i^; é%tué^ »geboren« ]^; fuv^ur^ »gehabt, be- 
8e8sen< Ì^; ^ony»^ »gebnnd6n< ^, ^; liutgaLgmè^ »gestellt« 
^1 ^aupqjué- »geordiiet, eingesetzt* ^, ^r^* ^mp^utè- »gek1trzt< 
^^ ^IrpufS^ »gefire88en« ^€fp^ £^'^ Ifu^mò- »getatift< ^{-, qgk\ ^m- 
m/fiif^ »get6tet, gemordet« ^, ^, £^, ^; ^mpuié^ «entschie- 
den, Yerordnetc ^; iunTtuè^ »b6foblen« ^; ^mJìapmè^ »gehalten, 
erachtet« j^^ ^ i^^ ^^ ^^ ^^ £^^ ^; ^miijmè^ »gerecbnet« 
qq.'^ itnaututtnuiè- >fe8tge8etzt« ^p^ £^ j ^mppuiè- »betriinken< £1^^^ 
iSé-ir; ^mp^irtjHpiué- »g6ehrt«^ or, ^^; ^fiiwjtaò- »angeklagt« ^^; 
^punTmjuiò' »befohlen« /^, ^, ^^ ?ir, ^; If^ré- »enila88en, ab- 
gesetztt 7^^ ìi^ ijf^ i^^ £4t; H^iAut^aié^ >gefirmelt< 7^^ è^; 
£m%^uié- «erkaimtc /v«r, [ut'^ tBriLmè- »ge8torben« ^; iT^pmutè^ »ge- 
tauflc t/p" iTnipmò- »Yerirrt< 2?f ; ìilrqmè- »geqnS.lt« ^; ii^uifuté^ 
»Yerfliicbt, anathematisiert« ip^ Jp^ ^, ^, ^/^; im^mè^ »ge- 



II. AbBobnitt: Konjngation. Kap. IV. Verbalnomina. 365 

wonnen* f, /»/>,; iffumò- »gebaiit« <v, ^^; npaituè- »geschie4eiì< 
/^; mumlim^ »Yerheiratet« ^; pilmh^ ^yerwischtc ^- um^dmuifi^ 
>be8timmt« ^m^ ^k^ ^p-^ ^^^ v^y ^h"tl tt^'M/utè- »getOtet« y^^, 
^Fi.ì ^, ^; ij^uipmè^ »bezahlt< f/i; mmpmò- »foTtgefìihrt« /T; 
ufij^Mr^ »gegeben« ^^, i?^, ^H; ^^w^w^ «geschlossen, gesperrt* 
i^^fw; i^pputè- »befreìt« ^^i»; ^utLiiuSìuMè^ »renig« «tf* 

§ 414. Fonnal stimmt das Partizipinm auf .w^ -a;' genau 
ttberein mit dem dasBÌBchen Verbalnomen aaf -i»^ -ac ; letz- 
teres, das Gegensttlck zu dem clasBiBchen, yorwiegend abstrak- 
ten Verbalnomen anf --aLuiè- -^ac^), ist wesenilich ein kon- 
kretes Nomen^), nnd greìft in der Lìtterator der spfttklassischen 
Zeit immer mehr nm sìch; so treten in sp&terer Zeit neben die 



1] Wie tunnuué- »Nebmeii, £rgreifen<, utumgauné- »Bede<, iuptu^ 

pmLmé- >8chaffeil«, qM/pè-aLtué- »BiÌckk6br<, IrqjtLmé- >Lage<, h-qè-ULiué' 

>Flacbt«, qo^Liuè- »yerbindang«, puptrpgnuuò^ «Lesen, Lektlire, /iv^- 
è^aMJuè^ >LOBaiig«, ftMvjè-aLiuè' »Sckwansfórbeii der Tranben*, faiutAm^uié' 
»MÌ8oben, MlBohiing*, ^iu£nLiué- «Besitziiabme, Besitzc, ^mu^aiMiè^ >Bin- 
den, lituutmpnunò' >Volleadniig, Verwirkliobimg*, ^utinLiuò- >Sobmelzenc, 

^uytryauuè' >AnblÌck«, ^uijgaLmè- «Bitte <, iiupgnLwS' >Frage<) Jur^nuué- 

«Sohmilsen, HinscbwindeiK, jut^aquiMMÒ- >Gliick<, jmJriauu^ «Ver- 
gr(5fierimg, Znwacbfi*, u^uaLiué- >Anfang<, tqtmautaaijué' >Bìm«, uiaut- 
yutMf^ »£rwerb, BeBita« ; femer mit Ùbergang in die konkrete Bedentong: 

qpaqauué' qpo^nuué- qtubqjnLui^ qmpf[ai.iu&' ^uyp-nuuò- ^tui^iU" 
%atjmè- fituqiiaLtué' ^MfaAcur^ l^utgaLmò- l^ò-ai,mò- l^ninapaLmò- l^mitLUiò- 
^attLMuè- ^uiuutni.iuò- ^utpnLutò- ^trpknLmò- ^fiLuiiLmè- iHuS-nLuté- Utu» 
%aLiu^ jutpiiutpaijué' ^triyt.iir^ jpfnuuò- iquitanLmé- uutpuLUiò- 
uA^aLuiè- etO. 

2) GlasBiBcbe Verbalnomina anf -^mè- sind s. B. iuntuè^ »da8 Genom- 
mene, die Annabme, Lemma*, tuomè- »Bede, Wort<, mptuptué- >Ge8ch0pf, 
ScbOpfiing«, tuLlrgmè- >Kebricbt«, utuaugmò- »Bede, Anadmok*, utuiué- it. 
(b. L. Farp.), fè-iué- »Charakter, ^aLiquipmé' ^KampU, futuftué- >Charakter- 
sng«, fanpailtné- >Braten<, ò-ln^tuò^ »M(5rtel«, ^uiqJiuè^ >GerSt, Gei^t- 
Bcbaft*, liuimutpmò' «Elide, Ziel«, ^nqaiqututé' >Bente«, ^mputè- »Scbnitt, 
AbBcbnitt*, ^uiuiupiu^utè- >H^fte, Àqninoctinm«, ^tuputé- »Wnnde<, 
lA^'huiè' »ZwÌBcbenranm<, Xiaugutò- Ùberrest*, apJhtè-^ npdmòig »Maner, 
Zanne, um^pliui^ »Pfla8ter«, utanpaquiè- >Prlldikat«, ilplu^utè- »Febler« 
etc. etc. Die entsprechenden Verba sind: Mfalirnci/j utuinT^ uttAlnr^ 

ludr^LiT^ qè-b-tT^ qnLuimpIrtr ^miip^ir fgapnifirtP ò-irtjtlnr etC. etC. 



366 Formenlehre. 

&It6r6IÌ ^fjÈiMntJuò' %uutmLutò- ^fi""-'"^* ^npauuS- tjtppnumé" ftIS 

gleichbedeutend: ^fn-umò-^ ^ummò-^ ^iriv^^ aj/mpauò-^ tpppmè- etc 
Im Glassischen hat das Yerbalnomen anf -iv^ noch rem nnd 
ansschliefilicli substantivische Fnnktìon, ansgenommen jedoch 
die folgenden Adjektiye anf -i»^ : ir^f^f^i»^ >farchtBam€, ^a^mè- 
»be8orgt«, ffmLMuè' >leideiid«, a^nptfufè- »mitleidig«, ^^mè- 
»thQricht, yerrlickt*. Gestlltzt anf letztere FUIe von Possessiv- 
a^'ektìyen anf -or^ dUrfen wir die Vennatong wagen, dass ttber- 
haupt das alte Yerbalnomen anf .«r^ seinem Wesen nach niohts 
anderes ist ala das snbstantìyierte Nentrnm eines nrsprttnglicheii 
A^ektiy-* resp. Fartizipialnomens (el. mpmpmè^ ?= >da8 6e- 
Bchaffene*, >factnm, ereatam*, ci. mumò^ == »da8 Gesprochenec, 
»dictnm«], dessen nrsprUngliche Natnr, die im classiBehen Idiome 
groBenteilfl verwiseht ist, in dialektischen UnterstrOmnngen sich 
lebendig erhalten batte nnd nnn^ als der Einflnss der classiscben 
Hochsprache ermattet war, mit elementarer Gewalt im Mittel- 
armenischen znm Dnrchbmch kam. So nnd kanm anders be- 
greift es sich, dass schon in der spfttclassischen Litteratnr, yiel- 
leicht nnter Anlehnnng an die erwfthnten olassisoh-armenÌBchen 
ESllIe kp^^L^uiè^^ ^nqjuè^^ gmuaè^ ctc, das Nomcn anf -«»^ all- 
gemein anch in adjektirisoh-partizipialer Fnnktìon anfzntreten 
beginnt. So stellt sich neben : d. fir/f«a|ftfr^ «GesohOpf, SchOpfnngc 
das sp&te mpmpmò^ adj. »geschaffen, erschaftenc in Ganj.; cL 
^mpqtué' »Ordnnng, Einrichtnng< das sp&te ^mp^iuS^ adj. >ge- 
ordnetc bei Esaias Vardapet; ci. ^fiLUiuò- »Geflecht< das sp&te 
^[tuumè^ »geflochten< in Leb. d. VHt; d. iririr^nfé' »Farbe« das 
sp&te irA/ffor^ »geftrbt« in 6at9ntìrl£, N. Snorh.; ol. ^mmmè^ 
»Abschnitt, Einschnitt« das spUte ^uimmò^ >geschnitten< bei 
N. Snorh. So finden sich denn anch ohne entsprechendes 
Uteres snbstantìvisches Yerbalnomen schon in der nachclassi- 
schen Litteratnr die FSlle: pmémumè^ »getrennt< (t. pmém%lnr) 
bei N. Lampr.; puAiamé' >eingekerkert< (v. pmittnlnT) in Ganj.; 
pkLkn.iué^ >genagelt< [r. phUntlnr) bei N. Lampr.; ^mò^ >ge- 
schrieben« (y. qplri) Stejpan. Orbel. S. 260; qmp^aLpmé^ >er- 
schrocken* (y. quip^aLp^iP) bei N. Snorh.; ^Jphiiwé^ »ergriflfen« 
[y. piipiAirir) bei Lampr.; famcuipm^ »yerfin8tert< (y. ^mLmplrtr) 
bei N. ànorh. nnd N. Lampr.; ^piumwè^ »ermahnt« (y. fupmmlnr) 
bei N. Lampr.; fimugmè^ »gebnndenc (y. ^utugànT) bei Snorh., N. 
Lampr.; ^a^è- »gemfen« (y. ^A^inT] in Ganj.; It^é- »geworfen< 
(y. l^kiT) bei ènorh. ; auiqmè^ >anfgerichtet« (y. at^qfnP) bei N. 



II. Abschnitt: Konjagation. Kap. VI. Verbalnomina. 367 

Lampr.; mmmJuiò' »erzllhlt< {y, u^mmt&'tr) beiGhosrovik; u^uimpuiò^ 
»betrogen« (v. mminpInT) bei Lampr.; u^njiLfuié- »iDÌt Mit^ft 
aii8g6stattet« (v. u^anu^ir) bei Mx. 6oS; amhqò^uiè^ »gebildet< 
(v. umàrqè^èriP) in Ganj.; t^jmgtMÒ^ >mit Wesenheit begabt* (v. 
qajuAmtT) in Ganj.; Mntmò^ »ge8torben< y. lOnAfÈiT) in Ganj.; 
gu»%limò- »begierìg« (v. ymài^tuiT) in Ganj.; ^m^ »gefllllt< (r. 
/hnLiT) bei N. §norh.; femernoch ^omlrLmè'^ ^oinlr£utè^ «gegilrtet*, 
ppfutè- »benetzt<, fAugJluS- »beBorgt<, S^m^ò^ »gefaltet«, liiumtu^ 

qmè^ »Wtttend<, ^nuatuè^ »gehllnft<, liplfUmtè^ »Verdoppelt<, gTlumè^ 

»einge8teckt<9 ir^ni/or^^) »Terflacht« nndnoch andere. In diesen 
frtthmittelarmenischen Bildnngen anf -iv^ baben wir die ersten 
gesobichtiichen Yertreter dea Partizips anf -mS^ -aj] welobes, 
etymologisch identiscb mit dem classisch-anneniscben Yerbal- 
snbstantìv anf -i»é^ -a^, das letztere in adjektirisch-parti- 
zipialer Fnnktion darstellt. Und zwar ist der adjektivische 
Gharakter des Partizips anf -ur^ -aj im Hittelarmenischen so 
Yorwiegend nnd so stark ansgepriigt, dass dieses nene Partizip, 
wie bereits oben § 404 bemerkt, das Partizip anf ^Iri^ -el yoU- 
stUndig ans der seibst&ndigen nominalen Fnnktion yer- 
drS.ngen konnte^}. 



1) Sohon eine Insohrift ans Ani vom J. 1033 zeigt: lir^ni/tfré- t »er 
sei yerflncht* §ir. 127. In spi&teren Inschriften eracheint das Partizip anf 
-^^ ganz allgemein; z. B. in einer Inachrift yom J. 1215 (§ir. 75ff.}: 

tfùutò' t >iBt gekanft« ; ^tuJiùmò^ tp »wai gepfàndet* a. b. w. 

2] Wenn statt dea pawiyen Partizips anf -ma -qf in kilikiBchen 
Qaellen znweilen nocli das alte Partizip anf -^^«7^ -eal eracheint, bo folgt 
hierans niobt etwa, dass dies alte Partizip in der kiliklBcben Volka- 
Bpracbe nocb lebendig war; die kilikiBcbeVolk aspra ohe beaitztkein 
Partizip anf -^«x/^ -eul mehr: letzteres ist jedooh in der kilikiscben 
Sobri ftsprache nocb zngelassen als gelebrter Klassizismns, nnd zwar 
bei soloben Yerben, die niobt eigentlicb kilikiscb sind, sondem nnyer- 
Sndert nnd ledigUcb als geiebrte Termini ans der alten Spracbe tiber- 
nonunen werden (cf. Aid. II p. 105). So z. B. iuitnLtuitirtu£^ »genannt, 

festgesetzt, bestimmt* : uiUaóilnug^ fn^ 9 21, mliuLmUlnu^ mndiuVu 13 18, 
utÌintMtÌih-tu£_ mu^pUm^ 21 9; Irqlnu^ >das GescbehnÌS« 13 17; ffififriir- 

ptrtu£_ »yollendet, Tollkommen* : liuiuttuplnu^ t^mdmJp. 15 24, ffi*H 

^mmuipirutt 53 1, l^mutauplrmt u^uim^nifap% 79 17; ^uifnj^L^trtut ^ui%^ 

^atjflriu£^ >mhend« 3 ii, LI 85 io; utu^dmulrtui^ 'festgesetzt, verordnet* 
etc. in: um^Jutiilnu/ ^piuLmtiftgii 13 24; uut^tTutblnu^ ^MUifiii 25 5. Ganz 

dieselbe Bolle spielt das Partizip anf "Irutg^ -tal nocb jetzt in der moder- 
nen Litteratnrspracbe (cf. Aid. II p. 102 f.). 



368 Formenlehre. 

§ 415. Somit erklUrt eich das mittelarmenìsche Partìzip 
anf -iif^, das ^nnUchst in dem pl5tzlichen und gewaltìgen Auf- 
treten, womit wir es kennen gelemt haben, als eine rfttflelhafte 
Erscheinnng yorkommen mochte, in Wirkliohkeit als die hìsto- 
rìsche Fortsetzung einer um Jahrhunderte zortlokreichenden, in 
der alien Volkssprache wnizelnden, jedoch yon der classischen 
Hoch- nnd Litteratursprache nicht acceptierten nnd somit onsenn 
Gesiehtskreise lang entrUckten ad&qnaten Urform, welehe endlieh 
in mittelarmenischer Zeit anch litteratnrfìlhig wurde. Nicht allzn- 
gewagt liat demnach Thomson (Dial. y. Tifi. § 292) dieses Partizip 
schonftlr die urarmenische Zeit angeseta^t. ygl.Thom.ibid. Jeden- 
falls ist die Gmndlage, worauf die mftehtige Erscheinnngdes mittel- 
armenischen ««^.Partizips roht, nicht direkt im Classisch-Alt- 
armenischen zu suchen, sondem in den altarmenisohen Dialekten. 

Gegen Petermann, welcher^) das Partizip anf .«ve- -aj 
ans dem znsammengesetzten Aorìststamm anf -^ -p herleitet 
nnd damit fUr identisch erklSlrt, spricht: 1) das -^ -^ des zn- 
sammengesetzten Aorìststamms kann nach armenisohen Lant< 
gesetzen nnm($glich zn ^ e [j) werden; 2) den Aorìststanmi 
anf .1»^ -ap haben blos a-St&mme, wS.hrend das Partizip anf 
-«r^ -ac yon sUmtlichen StUmmen gebildet wird; 3} wftre das 
Partizip anf -ai^ -q; heryorgegangen ans dem Aoriststamm anf 
.itfj -op, so wttrde man doch als Partizip erwarten yon mg^mX 
die Form ^unimò^ (Stamm nf^w^), yon ^mpt^iT die Form *^«y>^ 
ip»^, yon ^tuLMummiT die Form *^mtM»mmè^y w&hrend die wirk- 
Uchen Fartizipialformen dieser Verben m^augiué^^ ^mpi^m^mà^ 
^miAuutuigmè^ lanten. Dass sich bereits in der altarmenisohen 
Zeit adjektiyisch-partizipiale Bildnngen finden wie ^mg boQ 
»ge5ffiiet, ofifenbarc, p^g iag »befenchtet, fencht«y welehe 
identisch sind mit den entsprechenden AoriststUmmen der Verba 
pMauutJ^ pminuiP^ bowcìst noch keineswegs, daiss anch das 
Partizip anf .«ir^ -^j anf den Aoriststamm anf -u»^ znriickgehi 

Ein yom Passiystamm anf -m. -^ («) gebildetes pawiyes Partisip 
anf 'nLUiè- "vaj hi im KilikiBchen noch nicht yorhanden, weil eben das 
yom Aktiystamm mit Snff. -uié- -qf gebildete Partizip schon an sich ein 
pasBiyes ist^. Erst mit Beginn der nenarmenisohen Sprachperìode, ala 



1) In seiner «Grammatica ling. Arm.« p. 197, Bowie in »AbhdIg. d. 
Ak. d. Wìbb. za Berlin 1866< p. 81. 

2) Das in Abb. Ant p. 25 18 liberlieferte Irpi^jrffutjuè' ijlAft) >yer- 
eidigt< ifit kormpt nnd za emendieren in ^Irpt^nLkgui.^tuò' erive^u^', 



II. Absohnitt: Konjagation. Kap. IV. Verbalnomina. 369 

der SprachgeiBt nieht mehr reoht lebendig war, nnd onter dem Einfluas 
deB UnifonnieningB- oder AngleichiingBprìnzipB der PaBBivatamm gaaz 
wie ein gewObnlicher Yerbalstamm bebandelt wnrde, bildete Bich vom 
PaBBivBtamm anf -»<■ -ti ein neueB paBBiveB Partisip anf -nLtué- -vaj. 
Nnn wiederbolte Bich eine in einem Mheren SprachBtadinm Btattgehabte 
ErBcheinnng: gleicbwie nSmlich beim An^ang der mittleren Sprach- 
periode das Partizip anf -^/^ -*«/ (-^ar^ -eàt) die pasBive Fnnktion anf- 
gab, Bobald ein BpezifiBch pasBives Partizip anf -nc^/ -vUl yorhanden 
war, ebenso verlor jetzt, beim Anheben der nenarmeniBchen Periodo das 
mittelarmeniBche Partizip anf -utè- -q; Beine bisherige passive Fnnktion 
an das nengebildete passive Partizip anf ^nLm^ -vaj\ Das mittelarmeniscbe 
passive ({/-Partizip ist Im Nenarmenischen allgemein znm aktiven 
aj-Partizip geworden. Hiermit gewann die nene Spracbe iiber die mittlere 
den Vorzng eines selbstSndigen aktiven Partizips, indem das nen- 
armenische nv^-Partizip, alB Fortsetznng des betreffenden mittelarmeni- 
schen, vorzngsweise selbstUndig-nominale Natur zeigt; hiermit 
zngleich anch den Vorzng genanerer Tempnsnnterscheidnng, die aller- 
dings angenscheinlich sich an tlirkisches Vorbild anlehnt: so im Tr., wo 
das vom q;-Partizip gebildete Tempns compositnm als bestimmtes 
PrSteritnm das siohere nnd wirkliche Geschehensein der Handlnng 
anzeigt, w&hrend das vom Partizip anf -*er (= -*eìj gebildete Tempns 
compositnm, als nnbestimmtes PrSteritnm, die Handlnng blos als 
eine nach dem HSrensagen des Bedenden Btattgehabte hinstellt, cf. Aid. U 
p. 95. Jenes entspricht dem osmanischen Pr&teritnm anf -di: sevdi; dieses 
dem PrSteritnm anf -mil : sevmiS, Im Gmnde bemht jedoch dieser Tempns- 
nnterschied des Nenarmenischen anf der nrsprtinglichen Natnr beider 
Partizipia: das Partizip anf -*er (kl. -*elj als rein verbales bezeichnete 
in Verbindnng mit dem HUlftz'eitwort nrsprfinglich die Handlnng als ein- 
fach historische Anssage, ohne Bezng anf wirkliche Vollendnng; das anf 
-aj dagegen vermt5ge seiner nrsprtlnglich nominai en Natnr, statt wie 
jenes mit dem Hilfisverb zn einem Verbalbegriff zn verwachsen, begleitet 
vielmehr dasselbe als selbstUndigCB perfektivisches Nomen, drUckt mithin 
nraprUnglich die Handlnng als eine perfektivische, in der Gegenwart 
wirklich abgeschlossen nnd voUendet vorliegende ans. 

Hinsichtlich der formalen VerSlndemngen, die beide mittelarme- 
nischen Partizipia, das anf -«w^ -q; nnd das anf -lr£^ '*el bei ihrem Ùber- 
gang in die nene Sprache erlitten haben, sind weniger bedentend rein 
lantliche Abweichnngen wie z. B. die Abstnfnngen dès Partizipiatenffixes 
-tue- zn den Formen 'Ire- -*«<;, -o^ -oc im Dialekt von Agnlis (S. Sarg. p. 1 10), 
der Obergang des Partizips anf -ir^ -*el znm Partizip anf -/£ -H in den 
Dialekten von Polen, Nachijevan, Tiflls etc. Tiefgreifendere Umgestaltnng 
erfhhr dagegen das Partizip anf -ir^ -*el in bestimmten nenarmenischen 
Dialekten, z. B. in denen von Eonstantinopel nnd Achalzich, indem es 
znm Partizip anf -«r geworden ist So tritt im Tr. ein f!ir mittelarmen. 
"tp^L ^*^*^^ (^1* "tP^'^Ù ^'^ ^^^^ Form u[tplrp 8ir*er, ftlr mittelarmen. 



Part prSt. pass, des E^ansativs *lrpqjiLkg%h^i^ >vereiden, vereidigen> zn 
dem spStdassischen Simplex i^/v^c/r^ >BohwOren<. 

Karst, KilillBch-mittelarm. Volksspraelie. 24 



370 Formenlehre. 

F^P^L P^^^ (ci- F^piff^i) die neue Form pJrpirp perder, ftlr mittelarmen. 

Jan.gh-£_ moi'^W (cl. JniLiuyirut£) die nene Form Jangb-p mof-^^er etc. 

Diese Umgestaltung dea alten «^Partizips zom er-Partizip ist nicht etws 
eine natnrgemaCe, ans dem Sprachgeiste bervorgegangene phonetische 
Wandlnng : Wandel von i^ l zn p r ìm Anslant ist in keiner Periode der 
armenischen Sprachgeschichte nachznweisen. 

Nunfallenaber die W-Partizipia der einfachen «-Stamme formai zasam- 
men nnd sind identisch mit dem entaprechenden partizipialenVerbalnomen 
anf -*er der negativen Eonjngation (woriiber NSberes unten S. 379 ff.]; 
BO im Tr.: 

Partizip prUt : u/^pirp $ir*er neben negativem Verbalnomen u^pirp girWj 

luirp l8*er > > > i^^P U*er, 

pb-pirp perder » » » plrplrp perder; 

nftplrp iriT >ich babe geliebt* and ^tTul^pirp >ich bin nicht liebend*, 
£airp iriP >ich babe geb6rt« nnd ^iP^ub-p »ich bin nicht hOrend*, 
plrplrp IriT »ich babe getragen» and ^iTpJrplrp >ich bin nicht tragend«. 

Die ÙbereinBtimmnng ist nnmOglich eine zafàllige ; beide partizipiale 
Verbabiomina mUssen hinsichtlich ihrer Entstehnng mit einander in Za- 
sammenhang stehen, zamal beide aach lokal mit einander yerbanden 
Bind, indem diejenigen Dialekte, die das Negativnomen aof -r besitsen 
aach zagleich das Partizip prìlt. aaf -r aafwelBen, wUhrend irgend ein 
Dialekt, welcher das erstere nicht kennt, aach das letztere entbehrt and 
nmgekehrt. Da nan, wie anten S. 379 ff. dargethan werden soli, das negative 
Partizipialnomen aaf -*«r sich seibst&ndig and anabhSngig vom Partizip prS- 
teriti entwiokelt hat, mass letzteres in seiner Bildang von jenem abhSngig ge- 
wesen sein. Das altere mittelarmenische Partizip aaf -i^/^ -W 
hat sich hier, dem in der nenen Sprache so macbtig walten- 
den Angleichangsprinzip gem&fi, dem bereits vorhandenen, 
parallelen prSsentiBchen Partizip der negativen Eonjnga- 
tion anf -i^/v -*0r in der Endnng assimiliert: nachdem zanlichst 
nach S. 380 anten die Negativformel gem 8ir*el, {e» bs^el, et per*ei za 
fem Bir*ery ges hs^er^ (i per*er nmgeformt war, masste nach dem Analogie- 
prinzip notwendigerweise aach die mit jener Snfierlich ganz parallele 
Af&rmatiyformel 8ir*el em oder em 8%r*el^ h8*el e8 oder «« l98ielj perdei e 
oder e perdei za 8Ìr*er em resp. em 8%r*er^ hf^er em resp. em he^er^ perder e 
resp. e perW werden. Von den einfachen «-Stammen aber dehnte sich 
die Nenerang in der Folge anf alle librigen Yerben aas; dass dabei das 
Osmanisch-Ttirkische mit seinem Partizip Aor. anf -«r ^] ein starker mit- 
beteiligter Faktor geweBcn, ja vielleicht den Anstofi za der Umgestaltong 
gegeben, ist am so weniger za bezweifeln, als das Partizip pr&t anf -er 
sich nnr bei solchen modemen Dialekten vorfìndet die dem Tttrkischen 
naher stehen, and davon am meisten beeinflnsst werden konnten, wie 
z. B. der Dialekt von Konstantinopel and Achalzich^, wShrend die femer 

1) Wie 8ever (in sever idim, 8ever tdin etc.) von 8evtnek, 

2) Achalzichs armenische BevSlkemng besteht aos tfirk-armenischen 
Eolonisten. Sein Dialekt ist ein westarmenischer. 



IL AbBchnitt: Eonjngatloii Kap. lY. Verbalnomina. 371 

liegenden Dialekte, so das PolniBch-ArmeniBch, Nachijevan-ArmeniBch, 
Bowie die Gstlichen Mundarten von dieser Nenenmg verBchont geblieben 
Bind, nnd das alte ^e/-Partizipi) bewahrt haben. 

Im Dialekt von Achalzioh hat weiterhin ganz analog, jedoch in 
einem spateren Sprachatadinm, das diesem Dialekt eigene negative Parti- 
zipialnomen anf -s^ das Partizip prUt auf '*el dahin beeinfluBBt, dasB 
dieBee Bich in der Endang jenem asBimìlierte oder vielmehr dnrch ein 
nenes praterìtaleB, nach dem Master des negativen Verbale anf -g ge- 
bildetes Partizip anf -e ersetzt wnrde; so nach Tom. Dial. v. Ach. 
pp. 63, 68: g*em mar§ = >ich ItSsche nicht ans*, ^es mare >= >da It^sehfit 
nicht ans*, f^imars b »er lOscht nicht aos* neben: yesyemmare «s »ich 
habe aosgelt^scht*, ye* eyt mari «= »ich batte ansgelOscht* etc. 

Die Partizipia praterìtl activi anf -V nnd anf -e sind nenarme- 
nisohe Erzengnisse nnd erstrecken sich, nach dem bisher Gesagten, nicht 
liber die Grenzen des Nenarmenischen hinans. Deshalb sind die bereits 
bei Mx. Her. erscheinenden, vereinzelten Partizipialformen anf -*er8} nn- 
echt nnd nichts weniger ala mittelarmeniBch, woftir Bie Aidynian in 
Beiner Grammatik II p. 103 f. ansgiebt Als nnechte, erst dnrch spStere 
nenarmenische Bedaktion in den Text gekommene Formen yerraten sich 
diese Partizipien anf -W schon dadnrch, dass daneben von eben den- 
selben Yerben regelmSCig die Partizipialform anf -i^/^ -^el erscheint, 
welch letztere anch in dem nns vorliegenden verderbten Texte Machitars 
die yorherrschende geblieben Ì8t*). 



1) Znm Teil lantlich znr Form anf -il diffèrenziert. 

2) Ùber EntBtehnng desselben ygl. nnten S. 381. 

3) Eb sind: jl^^p (Ar«r)»(habe) erw8hnt« p. 31, ^apllrp {Irhg) >(wir 
haben) versncht* p. 126, maufùtui^irp {t) »(hat) geplagt, bedrSngt< p. 27, 
jtuJr^lrp {t) »(hat} zngenommen< p. 32, mmgglrp {t^ >(hat sich) erhitzt< 
p. 27, ^lilrp [t) >(i8t) ge&llen< p. 40. 

4) Dasselbe gilt von vereinzelten, in anderen mittelarmenischen Qnel- 
len versprengten Partizipien auf -Irp -*er, wie: fiJuitfirp fttr fuTiuiflr^^ in 
Smp. Chron. Dal. p. 650. 



§ 416. Im Anschlnss an die Darstellang der Partizipia 
preteriti giebt folgende Tabelle eine Ùbersicht der mittels 
dieser Partizipia gebildeten Tempora composita. Letztere 
haben, wie sehos ans den im Vorhergehenden seharenweise 
angefiihrten Belegen hervorgeht, der alten Sprache gegentiber 
eine erhOhte Bedentnng gewonnen nnd dienen wesentlich zur 
YeryoUstftndignng des Yerbalparadigma ^). 

1} Yergleiche hieriiber Aidynian II 96. 

24* 



372 



Fonnenlehre. 



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OD , 
OD ^ 

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OD 

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e 



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II. ÀbBohnitt: Konjugation. Kap. V. Negative Eonjagation. 373 

Anm. 1. FUr die Eonjunktivformen i^trmi/^ /A^«^A ^^^ ^^^~ 
wìesen anf §§ 424 nnd 429 unten. — Das negative Verb in- 
vertiert dieselben Temposformen mittels dea PrUfixes ^ zn lirtP 

inub-£^ ^tP £auaLh-£^^ ^tT £auuté-^ ^ìtmtT £auir£^ etC DieSelbe In- 

version ist ttbrìgens anch h&ufig bei den positÌTen Formen zu 
beobachten. 

Anm. 2. AuBer den oben dargestellten periphrafitischen 
Verbindungen erseheint yereinzelt anob die dea passiven Par* 
tizips anf -uf^ mit ai%liJ] wie z. B. Smp. Cbron. Dnl. 650: 
f^auqutgit mutue- nóttfìt »sie hatten die Stadt genonunen*, elne 
Ansdncksweise, die sehon Aidynian (Et. Gramm. n 97) mit 
nnsenn westenropSlìschen anB dem Verb dea Besitzes + Part. 
prat komponierten Pr&teritnm znsammenstellt Wie jedoeh die 
Spftrliohkeit der einschl&gigen FlUIe yerrUt, yermoohte diese 
Verbindnng sich nicht ala featansgeprftgte Tempuaform im 
Eilikiaohen featznaetzen, wie denn dieaelbe anch dem Nen- 
armeniachen fremd iat. 



Kap. V. Negative Konjugation. 

§ 417. Eine beaondere negative Eonjngation iat in der 
claaaiachen Sprache nicht vorhanden: die negatiren Zeitformen 
werden von den poaitiren lediglich dnrch yorgeaetztea «^ o( 
nnterachieden; dem aflBrmativen uf^pInT^ "htl*^ "h^st^ "hta^'^y 
"bp^sts ^i^tapricht negatiy: n^ u^plrtT^ n^ "^pt^^ "^ "bp^st^ "L 
ulip[tglrJ\ a^ ujtplrgltg. — Statt dcr yollcn Form n^ OQ beginnt 
in ap&tclaaaiacher Zeit^) allgemein das yerkUrzte 2. Q einzntreten 
nnd so entstanden die sp&t- nnd nachclassischen Formen: 

i^bp^J] i^^hpbgirJ] fbptby vbp^sby fh^gh^ ftp^L ®*^- ^^^ 

dieaen apSlten ^Formen gingen natnrgemlÌB a&mtliche anBer- 
balb dea PrUaenaaystems stehenden, analog wie die entspreohen* 
den positiyen Formen, nnyerUndert ins Mittelarmeniache llber. 
Beiapiele fttr daa Eilikiaohe aind: ^«vn^ »ich nahm nicht « 11 25; 

1) Wenn ^ g sich yereinzelt bereits in frtthclaasiBclser Zeit findet, 
Bo Bteht es immer in yulg&rer Diktion nnd iBt nicht ala echtclaBsiBch za 
betrachten. 



374 Formexdehre. 

llrlljtp >da kamst aicht« 9 21, 75 n; i/^infii »des Nichterschei- 

Dense 9 19; ilru uiuglri^ »dll liaSt nìCht ge8agt< 77 n; ^f </ravc^/»ir^ 

»er hat nioht vorgeladen* 9 24; ^A-» /vonA^ »da liast nicht gè- 
8procheiì« 67 28; ^%l9 fuoulri^ >er hat nicht gesprochenc 23 23; 
^%li yulri^ »ÌBt nicht geboren worden< 45 9; ^ir^ '^'^l '^^ 
nicht genommen« 85 4; nlf^l^ g^Lgat^lri^ »hat nicht angegeben« 
9 19; ^t fAi^Aui^ »wird nicht angenommen* 11 12, 59 31; 
Jt "ifrtfi »maehet nicht « Rb aSff ; t% ^^^ay^ »stehlet nicht « 
Rb^. 

§ 418. Im PrUsenBsystem hingegen mnsste das negative 
Verb bei seinem Ùbergang ins Hìttelarmenische, in engem Za- 
Bammenhang mit der dnrchgreifenden Umgestaltang desselben 
Tempnskomplexes dea positiTcn Verbs, eine nene Oestalt an- 
nehmen. Znn&chst schwanden mit dem Verlnst dea altarmeni* 
schen EonjnnktiYS nnd Fntnrs anch die entBprechenden nega- 
tiven Formen: neg. Eonj.: lutptsIrJ^ neg. Fnt.: ^tplrgl^g. In 
die Stelle des antergegangenen negativen EonjunktiyB rttckte 
der biBherige negative Indikatiy, ganz analog wie beim posi- 
tiven Verb. Wie beim positiven, bo trat nnn auch beim 
negatiren Verb znm Ersatz dea zam Eonjnnktir gewordenen 
Indikativ ein nenes IndikatiytempuB ein, nicht aber ein mit 
pr&f. liuL gu gebildetes — daB Negativpr&fix ^ q gestattete diese 
Bildnng nicht — Bondem ein zusammengeBetztes Tempns, be- 
stehend auB der negierten PràBenB* resp. Imperfektform des 
Verbnm snbstantivum, die dnrch Partikel f, 1 mit dem Infiniti? 
des betrefifenden Verbs verbunden ward. Ala Vertreter diesefl 
nc^nen Indikativ Pr&sentiB nnd Imperfekti finden sich die For- 
men: ^iriT jirppuii^ »ich gehe nicht« Rb^^f; ^iP junAnt^ »ich 
nehme nicht « oder auch »ich werde nicht nehmen e 11 21; 
^tu jt ^uipki^ »da kannst nicht < 25 25; ^t^p j» [uoulri^ »dn rede- 
test nicht« Mr A 242; ^t t 'l^'"P^L *^^ bezahlt nicht* 75 26. 27; 
^ fi iuiuuki^ »er gelangt nicht« Mr A 164; <^f j, ^^^Irgulri »er 
verB($hnt nicht« Rb Mt\ ^t t ^P'^'^'V^L ""^^ gestattet nicht* 
Rh ^^ it ^ uitui »eB giebt nicht, gestattet nicht* Rb c/^, ^m; 
^ ^uhi^l^ »er erkennt nicht* 25 22; ^ é^bt *^^ findet nicht 
statt* Rb^i7; ^p f, ^%iijnlri^ »er forschte nicht nach* Rb ^éut-^ 
Mtg ^tug jt iua^lri^ »wir willigten nicht ein* Dipi. Sarv. H. 258; 

^% fi ^iupki^ >sie k5nnen nicht* Rb ^; ^% fi J'VP^L *^^^ ^^^' 
brennen nicht* Rbjbii^; ^lA ^ jaLpu/ùmi^ »BÌe lengnen nicht* 35 2. 3; 



IL Àbschnitt: EoBJagation. E[ap. Y. Negative Konjagation. 375 

^ jt u^iu^ufif^ »BÌe fehlen nicht* Mr A 225 ; ^b% jt ufuim^iunlii 
»sie schenen sich nicht« Rb^. Ebenso weìst Mx. Her. anf: 
it ff jlrplrulri^ »koinmt nicht znm Vorscheìn* p. 110; ^t t jIt^It^ 
cM[ria£ »kommt nicht znm Vor8chein« p. HO; ^ ft ugml^utuiri^ 
^yersagt nicht« p. 110; ^% ^ ugiu^ututri^ »Y6r8agen nicht* p. 137. 
Geoponioa p. 136: ^%li ^ muti^ »giebt nicht« oder anch »wìll 
nicht gehen<. 

§ 419. An& den Beispielen geht hervor, dass die Form 
dea negatiyen Ind. PrllsenB zngleich die Fnnktion dea negativen 
Fntur hat. 

Anm. Bei Vardan (14. Jhd.) erscheint die Ansdrncks- 
weise mit Hlilfsverbum + Infiniti^ anch beim affirmatiren 
Verbnm: lr% ft ^naLfii^ »BÌe kìlmpfen« Yard. 161 9. io; InT jumlri^ 
»ich werde sagen« 158; triT juAtìtiri^ »ich empfehle< oder »ich 
will empfehlen« 159; *^iujng ^iu%ptrqi> 1 1 'liunjti^ »der Lenchter 
der Armenier brennt« 154 13. 14; ÌuiLuiinu»i^ IrtT »ich glanbe« 160. 
Weitere Beispiele dieses dem kilikischen Indikatir mit ^hl 
entsprechenden Tempns compositnm bieten die H. 422 fif. mit- 
geteilten mittelarmenischen Texte: f ^ ip»^ »kommt< H. 423 2; 

aita trflttrtT ^ iLULpu b'pp. irpfffihoii fi l*"^? t l* fV ^'- if"' 1* ^^PR 

f ^ jaAA^l^ »wie soli ich hinansgehen, da der Himmel sich 
ringsnm dreht nnd mich im Innem nmschlossen hlilt?« H. 423 20; 

ibid. pit^ 3^1 ^fi'^'T. ^pp- ^pkh^-^ h 'Ip^'J" ^ [Al 'tijp^L ^'- it" A 

%lrp^lrói t j'^p^i'i^L ""^^ ^^^ ^^^ hinansgehen, da der Himmel 
Uber mir znsammenstUrzen nnd mich nnter sich znrUckhalten 
wird?€ ; puLlriutj pt fJmuAq. ji ^la t jt Iqiri^ »e8 Bchcint, dass sic 
deinen Finger weg drangtc H. 427 30; poLfi pt fi 'HìT iru ^ 
4uiuiitri^ »e8 scheint, dass dn anf einen Stein 8t($Best< 427 5 a. i.; 

£p%p [t luut2'U£^ »hflpfi;« 429 7; pniJrbauj pt ft puiplp [i 'liujp t 

e^mt *^^ scheint ihm, dass er von oben herab fìlllt« H. 423 18. 
Diese anch bei Mx. Her. in zwei vereinzelten FUllen: p juyppi^ 
^%^ S. 1 1 9 nnd 1 1 1»»^/^ S. 1 33 anftretende Eonstrnktion ist 
spezifisch ostarmenisch^}. 



1) Ygl. aach Aid. II 87 nnd Hnn. I 255, 435. — Noch jetzt Btellt im 
OBtarmeniBchen Dialekt von Agnlia dieselbe Form, allerdings in ver- 
kfirzter Fassnng, das Fntnr dar, nach folgendem von Sargseanc p. 118 
gegebenen Schema: k'"PtL r«^, /?", "{/, r^, «, lì^\ ^«'^f'L /?«^ Cy 

«V, «, eSy C^'y ^'^'^bi C^ì /?"7 "Uì BSì egì e^ ®*<5. Aia Fntur 
hat sich femer im OatarmeniBchen anch die entaprechende negative 



376 Formenlehre. 

§ 420. Fttr den negativen EonjnnktiY dagegen finden sich 
ala Belege z. B.: ^m. tuqtu^%g ^^^q^ "p ^è-m^ku »wir bitten 
dich, dass dn nicht verkanfest* 53 22; %iu f^u^fi f^j^t »80 soli 
er ja nicht thun* 37 5; %tu i[mub utjùnp ^tuLututj t^pu^muit >80 
soli deshalb der Gerichtshof nicht glanbenc 63 15; ìnu mji^ 
^giìiq.aL%ilf> pbuMi. »so soli duTchaus nicht mehr angenommen 

werden* 11 10; pt uij%t "jptV'' '^t'^Pth "'- Pt ^f^fit ""^^ ^^9 
dass der Gatte ein Testament mache oder nicht« 55 13. 14; 
^utn.%nLÌb »8ie soUen nicht nehmen« L 155 30, 156 4. 13; ap 
iqin%aL% »falls sic nicht finden« 13 10; ^iupq.piJr% »sie sollen 
nicht hindem< 156 29; ^pui%m% »8ie sollen nicht 6fihen« 
L 156 16; ap ^iauilii »dass sie nicht geben* 43 10 etc. etc. — 
Der negative Imperativ ist nach dem oben § 417 Gesagten 
anyer9.ndert aus der alten Sprache in die mittlere Uber- 
gegangen. Die Eonjngation des negatiyen Verbs gestaltet sich 
demnach im Eilikischen folgendermafien: 



Form erhalten, was vielleioht za dem Schlnsse berechtigt, daaa nr- 
Bprlliiglich Natnr nnd Fnnktion dieses ZasammengeBelzten Tempiu 
mehr eine fìitiirische war. AIb PrlfeeiiB Indikatiy dagegen trat im Ost- 
armeniBchen, naohdem anch hier die Sltere Indikativform ^ò^m^IrtT 
konjnnktiviBche Fnnktion angenommen batte, die dorch ^ negierte posi- 
tive Indikativform ein. Demnach ist die negative Flexion dee PruenB- 
ByBtemB im OA., Bpeziell in der OBtIichen SchriftBpraohe (n. Palas. 86), 

folgende : 

FrfiBenB. 

Indikatiy Konjnnktiv 

Imperfekt, 
JPutnr. 

Imperativ. 

II Bg. i% è-ut^trp 
II pi. t% è-ui^t^. 

IndcB repriiBontiert obigeB Schema lediglich den Slteren Sprach- 
zoBtand dee OA. Pr&Bens- nnd Imperfektformen Bind zwar die ali- 
gemein OBtarmeniBche Norm geblieben; im Fntnr nnd Imperativ je* 
doch Bind zom Teli apokopierte Yerbalnomina eingetreten, analog wie 
im WeBtarmeniBchen (vgl. nnten p. 379 ft). 



II. AbBchnitt: Eonjngation. Kap. Y. Negative Konjngation. 377 



Paradigma dea negativen Verbums. 



Prftsens. 



Indikatiy. 



Eoujanktìv. 



Sing. I 


jfj' 


p Iff^l^ ^em 


i losel 


^/nuinT 


glosem [galosem) 


n 


^tu 


ft inutrg^ ges 


% losel 


jfautru 


gloses (galoses) 


m 


kt 


jt inutf^ gs 


i losel 


liput 


glosi [g9lose) 


<iA 


m r * 


losel 






Plnr. I 


i**/ì 


fi iputr^ gefiK 


i losel 


^nut%g 


glosenU (galosenS) 


n 


Lttt 


jt £nuh-£^ Q§R 


i losel 


UP^tg 


glossa (^aloseS) 


m 


ib% 


ft ipulrg^ gen 


i losel 


}/aulr% 


glosen [galosen]. 



Imperfekt. 
IndikatiT. 



KonjanktÌT. 



Sing. I 

n 
m 

Plnr. I 

n 
m 









gautrM 



fauèrs 



iei % losel 
geir i losel 
ger i losel 
gioR % losel 
geiS i losel 
gein % losel 



^ttutfi glossi {galossij 
liauttp {loseir [galossir) 
liputp l^los&r [galoser) 
^utuig ^lossaR {g9losiaX) 
llfutlig gloseiX (g9loseiM) 
Uput^li (losgin (g9losein) 



Futur* 
^kiT jt ipuh^i^ ^em i losel etc. 

Imperati V. Infiniti v. 



Sing. n 
Pinr. n 



4 i!"'tg 



. jloser 

* \losel 

mi lossS 



linub-£^ glosel {g9losel) 



liauirgPp 
linutrg 



Aorlst. 

glosegi [gQlosegi) 
(losegir [galosegir) 
glos^eg (g^los^eg) 
glosegoR [gslosegaìc] 
glosegiR [g9losegiR) 
glosegin (galosegin) 



378 Formenlehre. 



FrftsenB. 
Indikativ. Eonjnnktiy. 

^iriT ft ^nuilpi^ Qem i losvil ^uiffnP glosvim [g9Ìosvim), 

Imperfekt. 
Indikativ. Eonjnnktiy. 

^kj» I» i!""/l'i_ i^ * losvil ^uilkfi glosvei (g9lo$vet). 

Fatar. 

Imperati y. Infinitiy. 

Nicht belegt! ur'"ltL i^^^^^^ [galosvil). 

AorìBt. 
Uputlkgutj (losve^a [^loiveQa). 

§42). Offenbar nnter Anlehnnng an den Indikatiy ist 
die nene, analog gebildete Doppelform des Imperatiys entstan- 
den. So sohreibt Mr B: i^t. wji^ di; muti >gieb nichts mebr« iQm; 

1^ uiióinLi^ >mnim nicbt« «/^; i^ '"pqti^L ^^^'^^^^ niclit< I^; J^ 
[uiri^ >h(5re niclit« ^; i^ ^muguiri^ >brìnge nicht, stelle nicht « ÌqP\ 
1^ u^iamputumlrifrtr£^ »warne nicht, balte nicht ab « /^t] i^^mcA-^ 
»seihe nicht, filtrìere nicLt« Ì^ Daneben nnr mehr yereinzelt 
die altere Fonn anf -r: i^ mpS^^ti, «entlasBe nicht « £^ Bei 
dem S.lteren Sempad erscheint nmgekehrt erst selten dieser 
neue Imperatiy, so i^ ^mu^^i^ >Bchlage nicht< £^^^ J^ ^"^^^ 
>hole nicLt« ^ wHhrend die alte Ansdrncksweise noch die 
regelmUBige ist: i^ ut/hkii >thne nicht« 2<f, t% miAaLp »nimm 

nieht« i?f , i% pnii^%lrp >prostitaiere nicht« ^, i% tfulrp «setze 

nicht« in Rb, i^ Jiusnhlrp >tlbergieb nicht« idk^ t% Jmlrp »geh 

nicht ein« i^ i^ ^t^kp >sprenge nicht « 1^ etc. Yereinzelt 

Bchreibt Rb in Gap. ÌAh ^ ifAlru >yerfertige nicht, gestalte 
nicht «. Letztere Form des negatiyen Imperatiys, die sich der 
II Pers. sg. des Eonjunktiys anschlieBt, ist dem Nichtkilikier 
Mdchitar Hera^i ganz gelSlnfig; derselbe zeigt: i^ mp^^^a 
>hindere nicht « S. 125; J^ ifrhu »setze nicht« S. 88; Jji g^t^mw 
%liu >nimm nicht an« S. 88; i^ ^nil^%lru «erkHlte nicht, lass 
nicht kalt werden« S. 95; J^ mwu >gieb nicht« S. 42, 83, 84^ 



II. Abschnitt: Koigugatìon. Kap. V. Negative Konjngation. 379» 

87, 95, 117, 119, 125 u. s. w.^]. Aaoh darin kennzeicluiet sick 
Mecbitars Sprache ala nichtkilikisch, dass sie das NegativprUfix 
l s= kl. g9 regelmUBìg zu ^ gi werden lUsst^), wie dies z. B. 
noch im PolarmenischeD, namentlich aber im Nordostarmeni- 
scheD, im Dial. y. Tìflis der Fall ist. Der Einzelfall ^gAi^àili 
QÌ9nduni (= ^^Ibi^àifi) Mx. Her. 42 zeigt jedocb, dass auBer 
lantlichen Momenten hier anch die Analogie dea ^ gi der 
III Person sg. des Indikatìv mitgewirkt hat. 

§ 422. Die Dablette ^ ipolri^ qì losel der III Person sg. des 
negativen Indikatìv prUsens ist lantgesetzlieh (Lauti.) kontra* 
hiert aus Ulterem ^ ft ipulri^ gè i losel. 

In firUhnenarmeniBcher Zeit gestalteten sich nnn anch die tibrigen 
Personalfonnen dea Indikativs nach dieser znBammengezogenen Form der 
III Bg. Indikativi nm, nnd es gingen ans den mittelannenischen Formen 
^A-fT [i è-iujuir» ^tru l§ ò-ttijulri^ ^^^ A ^■■'A'^Z.) i!^t t ^'"["irt etc. nnter 
Anlebnnng an die III Bg. Ind. Pr&s. ^ + Inf. folgende verkUrzte bervor: 
^IrtP è-iujulrt ^u ò-uijulrf^ iP'^-M ^'"t'^Lì iht ^'"A'^Z. ^tc. Nnr bei den 



1) Seltener finden sich daneben noch die Fonnen anf -^y: i^ 
jutiBrgblrp >verzOgere nicht* Mx. Her. 42; t^ uimp >gieb nicht« Mx. 
Her. 81. 

2) Die (Ti-Formen bei Mx. Her. Bind: if^p-nulru 10 (== ^fjAlru)^ 

^h^ntMthu 23 (= s^ntlduìru\ shinLtuiiiuau 29 (ss hjnL£uthuiu]j ^uiutu 69 
(sa ^mutu)^ ^juitlrtaitlru 99 (=s yjiuUrtiflilru)^ ^qmaLJi 38 (=3 ^taaLJt)^ 
^qjnf/p 44 (= ^t""lli)ì ipt'^'-t 45 (= ^qmi.lt\ ^tfjuuit 46 (= ^ifjumk)^ 
^qjamli 27 (s ^t^tafi)^ ^pnqnc 55 (=s ^nqaL\ ifiilfiifi 2\, 26, 38, 41, 
45, 46 (== ^i»A), ipinLÒ^ufuli 87 (=3 ^lS^uAIi), ^[nLÒ^fi 44 (= linLÒ^fi), 
iJ^luJk 24 (= ^Jt), iJ't'"9^'"J »6 (= ^n^%mj), J^juglif, 10 [=1 ^Av^Alr 
U'k'KÌ 37 (« lliuij), liiguiit 131 (= i^ui^t), U'li'»pk 25, 33, 69, 135 
;= iliiupt), ltkir%uij 48 (= i^^tóuf/), ^dìnt 24, 47 (== iJ)ntu l/u""^ ^3 
v=» U""^)i U'J'"l'"ll' 28 (= W^lrqt'), J^lUiutuil» 33 (= ^uiuiuili)^ 
^uftumut^lt 47 (bs ^u^uiiaut^lt], IP'"I'^1' 41 (s= ^ifmjt)^ ^mutufi 48 

Vgl. anch bei Mx. Her. die Formen: i^ln^wp (ftir kl. q-t^mp igiar] 49, 53, 
55, 57, 58, 65; q./iéu/phutj (flir kl. q.éiup%uij hiama) 65; fiutufiinuili (fUr 
kl. uu^liutuiff spxdag, 98pidag) 33, 42 n. B. w., j/iumiu^^ jftum^uié- 55, 57, 
81, 92, 99; nnr letzterer Fall iBt anch kilikiBch. 

Immerhin werden bei demBclben Antor die Slteren Lantformen noch 
zngelasBen, wie folgende BeiBpiele zeigen: ^pi^liku 99; ^éaLtft 42; 
^iftuft 134; i^iulrp 136; i-iunnbutb 23; ^uhlift 148; irfi'»'2M^ 139, i^émp 
51, 53, 54, 99, 136. 



380 Formenlebre. 

Einsilblern fi»/^^ '"'"U l^L beliaaptete die iUtere YoUstSndige Form dss 

Feld aÌ8 ^tP p ^[^ ^h-iP ^ '"'^ij^ if^'^ A /.«*/. 6tc. ; nnd awar ist der 

Grand der Erhaltung des ^ t bei diesen Einsilblera ebenderselbe, welcher 
bei ebendenselben drei Verben die Erhaltung dea nrsprtlnglichen vollen 
Pr&fixeB li-L gu {ku) bewirkte, wShrend vor den B&mtlichen iibrigen, 
mebrailbigen Verben Prafiz (rnt. sein hl einbUGte: es ist die in der Gfe- 
schichte der armenischen Sprache von der filtesten historlschen Zeit an 
dentlich herrortretende Abneignng gegen einsilbige Yerbal- 
formen, ein Moment dem z. B. anob die clasBiBche Spraobe die Erhal- 
tung des AngmentB in den einsilbigen Formen der III p. Bg. Aor., daa 
KilikiBoh-MittelarmeniBche die Erweiterang der Slteren einBilbigen Aorist- 
formen ir^ ek, ^7. ed, Irm et za den nenen zweiBilbigen Formen t^f^^ 

erégy h-pb-q. eret, irpb-m ered^) verdankt, wie denn anoh die nenarmeni- 
echen Verba ikal >gehen«, igal >ezÌBtieren«, Hai »weinen« in ihrer Ent- 
Btehnng damit znsammenh&ngen^. — DieBer BildangBBtand des negati- 
yen Yerbs liegt vor nnd hat sich bewahrt z. B. im moderaen Dialekt yon 
Nachijevan. Die meisten Dialekte jedoch blieben nicht anf dieser Ent- 
wickelnngsstnfe stehen, sondera ob traten an die Stelle des im neg. Ind. 
prSs. fnnktionierenden Infinitivs anf -/^-Z entspreohende Formen anf -/v -r; 

so wnrden die Slteren it-iP è-wfttàr£^^ ^JT uapi[p^^ ^JT ^utpqjui^^ ^iT 

Jaiótm£^ yerdrSngt dnrch ^dT ò-uajulrp^ ^iP wp'l^Pj ^iP l^mpt^p^ 

^iP JaiAuip. Dieses nnnmehrige Verbalnomen (neg. Part. prSs.) anf -r 
ist identisch mit dem negativen Imperatiy anf -r nnd ist Beiner Ent- 
stehnng naoh in erster Linie anf den negativen Imperatiy znrfickznftlhren. 
Und zwar mnsste die Umw&lznng znniìchBt bei der III p. sg. Ind. prSs. 
anheben, deren Form ifi è-tu^tri^ i% Jaxel mit dem entaprechenden neg. 

Infinitiv ^é-aululr^fijaxél (kjiè ^mjulri) znsammenfiel*. mit Anlehnnng an 
die Imperativform <^ è^utjulrp^ Jfi uapilpp geetaltete Bich die bisherige 
Form ^A ò-ua^lri_^ ^ ""P'ItL '"^ *^ ®^®' ^^ it ^'"t'^Pj il» ""p'U'p um, 
als die Imperativform anf -r die einzige spezifisch negative Verbalform 



1) Cf. oben § 378. 

2) Ans dem Yorkommen der vereinzelten Formen ^tP ft ^/^ («m 
% kaly ^iP li mtu^ fem i dal, ^iP l» imi_ fem % lai neben der regelmi&fiigen 

Formel i^nP fem -f Inf. mnsste es den Anschein gewinnen, als gehOre das 
hier ansnahmsweise ersoheinende ^ t znm Yerbabtamme; mit letzterem 
verwnchs wirklich dieses /^ t zn einem Worte, nm so leiohter, ala da- 
dnrch an Stelle der bisherigen einsilbigen Yerbalformen zweisilbige 
traten. So entstanden die nenarmenischen Formen: i-kaiu ;= f^ij 

»gehen, kommen«, i-iaiu (= /iv^) weinen< im PoL nach Han. 72; l^^uy 

iga (fUr (ru»/), ftiiutj ika (ftir fi»/), //«f^/ ila (fllr [utj) n. s. w. im Dialekt 
von GroÓarmenien nach Aid. 1 172. Ygl. in Alishans >Armenian popolar 
8ongs« p. 41 den Refrain: /^f<»/ ^umlt q.tupu^uiq^ t%t sowie: /^f^ %amp 



II. AbBchnitt: Konjngation. Kap. Y. Negative Konjugation. 381 

ist, nnd zndem tlberhanpt die Form der II eg. Imperativi regelmftfiig mit 
der III p. 8g. Indikativi identisch ist^). Von der III Bg. Ind. prSs. 
breitete eicb die neae r-Form ancb anf die Ubrigen Personen aus. — 
Daneben spielte jedoch znr Ansbreitang der r-Form, znmal auf die 
Personalformen des Imperfekts, ein anderer Faktor eine nicht onbeden- 
tende BoUe. Eb ist nSmlich in der III Person sg. des negativen Im- 
perfekt Indikativs: ^p è-uijub-p^ ^p uaptfkp^ ^tp ^uipt^p^ ^p JniAmp 

das Verbalnomen anf -p -r ursprtinglicb identisch mit der entsprechen- 
den Personàlform dea positiven Imperfekts; ^tp è-m^lrp iet hervorge- 

gangen aus ^p è^uijutp^ ^p unpi[lrp aas ^p uapt/tp, das Verbalnomen 
^mpqjup nebst dhiàtuip ans den Imperfektformen fftupqjup nnd Jniótuip * 
nnr so erklSrt sicb derUmstand, dass dieì^t&nmeimneg. Imperfekt 
das Verbalnomen anf -Ar^ bilden, w&hrend dasselbe imneg. Prftsens anf 
'[fp anslantet^; anch findet sioh noch jetzt wirklich die Schreibnng mit 
4-') : ^p è^uafutp neben ^p é-mlulrp^ ^p unpiftp neben ^p unpifkp 
(Aid. II 86) als historisch-etymologische neben der jUngeren phonetischen. 
Der so nmgestalteten III Pers. Sing. glichen sich dann die Ubrigen Per- 
sonalformen des Imperfekt Indikativs an, welches Tempns seinerseits in 
seiner nanmehrigen Form gewiss nicht ohne Einflnss anf die (xestaltnng 
des Priisens war. — MOglicherweise mag anch das osmanische Verbalnomen 
anf -er, -ar als mitwirkender Faktor an der Bildnng des neg. Verbal- 
nomens anf -r beteiligt gewesen sein; gilt doch der soeben dargestellte 
Entwickelnngsprozess des negativen Verbs vor allem fttr das Tiirkarme- 
nische, das anf dieser Bildungsstnfe erstarrte, wlihrend die meisten an- 
dem, dem osmanischen Einflnsse nicht nnterliegenden Dialekte noch einen 
letzten Schritt welter thaten. Es war namlich die II Person sing. Im- 
perativi anf -r von dem bereits oben § 390 Bdn. besprochenen, im NA. 
so machtigen Angleichnngsgesetze, wonach sich s&ntliche ^teren Im- 
perativformen anf -r nach den entsprechenden vokalischen nmznbilden 
streben, allmlUilig erfasst worden: so dass dieselbe nnter Anlehnnng an 
die entsprechende Form des positiven Imperativs mit Abwerfong des 
Schlnss-r znr vokalischen geworden war. Die Folge war, dass anch das mit 
der neg. Imperativform anf -r formai znsammenfallende neg. Verbalnomen 
anf -r in die Analogie mit hineingezogen wnrde nnd ebenfalls nach Anf- 
gabe des schlieCenden r vokalisch anslantend wnrde. So gestaltete sich 
z. B. im Poi. nnd Ach. (Tom. S. 63) die nene Indikativform folgender- 
maGen : 



1) Gf. ci. n sg. Imp. Aor. ^ut%^ neben ni sg.Ind. Aor. ^ut% [k^u/uy^ 
ci. II sg. Imp. Aor. Irg^ neben III sg. Ind. Aor. ^/^; mittelarm. II sg. Imp. 
Aor. ^/r, neben III sg. Ind. Aor. ^t^/» etc. 

2) So : neg. Pr'às. ^dT ""p'H'p^ ^^ ""p^tp 6tc. neben neg. Impf. 

ikf^ unpilirp^ ^ftp unpi[lrp etO. (cf. Aid. II p. 82 f ). 

3) Vom Standpnnkte der modemen Orthographie ans fllr fehlerhaft 
erkliirt von Aidynian II 86, jedoch historisch-etymologisch berechtigt 



382 Formenlehre. 

^em mare (ans Sllterem gem marer)^ 

fea aya ( » » (Tm ayar), 

(Ti demi ( > » fi d§sn%r)y 

qeyi mare ( » » (Tfyt m«r^), 

(Teyfr «ya ( » » (Tgytr ayar), 

^&r demi ( » » ^gr demir)^. 

Da in ali diesen Indikativformen das PeraonalverhSltxiiB nicht am 
•eigentlichen Verbalstamme, sondem am Hiilfsverb aosgedriickt ist, ward 
2aletzt anter dem Zwange dea AasgleichangBprinzipB diesoB Verhaltnis 
anch anf den Imperatiy Ubertragen: die PerBonalform mareAT der II FI. 
Imp. ward verdrSngt dorch mare, woranf daB PerBonalverh&ltiiiB analog 
dem Indikatiy am Prafiz auBgedrtlckt werden musate; Negativprafiz mi 
ward plnraliaiert zn miU. So im Aeh. (n. Tom. p. 70) II ag. mi mare 
»l($8che nicht anale, II pi. milc mare >lOachet nicht ana!*; II sg. mi zcei 
>Bprich nicht !«, II pi. miU xosi >8prechet nicht !«. Ebenso, nnr mit poat- 
poniertem Negativpriifiz, hat der Dialekt von Agnlia (S. Sarg. 121): 
II Sing. iuiu^p J^ {Jt), II Plnr. ^mty/k «Ti;/^ (n^^); II Sing. %m^l» ìHH 

{i%), II Plnr. %iu4p Juig (.jjr^); II Sing. ^«Lm^ «/2^' {»%), H Hnr. 

intuii jt Jtua ['%fn^)* 

1) Teilweiae aind die alteren Formen anf -r neben den jflngeren 
Yokaliachen Tochterformen in der Sprache noch wirklich lebendig. So 
im Ach. neben fem mare noch ^em marer, neben gem aya noch ^em ayar 
gebranchlich. Ygl. Tom. Dial. y. Ach. p. 70. 

2) Daneben die Formen mit -/^: ^utu^/i^ Jui^ h'^'Htt '^Sì ^'^^L 
dui etc. S. Sarg. p. 121. 



Kap. VI. Unregelmarsige Konjugation. 

« 

§ 423. War anch der Untergang des alten EonjanktiFs 
und des Futura ein durchgreifender, alien Verben gemeinsamer 
gewesen, so blieb doch von der darauf erfoigten, oben § 360 f. 
4arge8tellten, regelmUBigen Verschiebung und Umgestaltuog 
der Tempora des PrSlsenBsystems eine Anzahl von Verben un- 
erreicht und bildete fttr sich eine besondere Gruppo mit eigener 
Eonjugationsart: es ist dies die Gruppo yon Verben, die neben 
dem eìnfachen Stamm noch einen erweiterten auf ^lr%m -ena 
(resp. -na) neben sich haben, welch letzteren seiner Bildungund 
seinem ursprtlnglichen Wesen nach wir oben §§ 338 — 347 
kennen gelernt haben. 

§ 424. Nachdem bei dem allgemeinen Untergange des 
:altarmenischen Eonjunktiys auch diese Verba ihren EonjunktiY 



II. Absclinitt: Konjngation. Kap. VI. UnregelmSOige Konjngation. 383 

eingebUBt hatten, trat nicbt etwa, wie bei den Ubrigen Verbena der 
Indikativ in desBen Stelle : es war yìelmehr der Indikatìv des ent- 
fiprechenden erweiterten Stammes, TermOge dessen eigentiim- 
licher, in § 347 untersnchtenNatar, wonach die Verbalhandlnng als 
eine entfernte, bedingte hingestellt wird, dazn bernfen nnd gleich- 
8am dazn geBchaffen, znm Konjnnktiv des entsprechenden ein- 
fachen Verbs zn werden. Die Folge hiervon war, dass der alte 
Indikativ in seiner bisherigen Fnnktion bleiben konnte : und so 
behanptete er sich bei diesen Verben als einziger Uberrest des 
altarmenischen einfachen Indikativs PrSrSentis nnd Imperfekti, als 
welcher er nooh in der nenen Sprache Torliegt bei diesen Verben. 
Belege sind z. B. Indikativ: ku ap ft j/nP un^puAgib K ^ ^'^pil'g'' 
lltuiP >ich, der ich anf meinem Besitztnm nnd in meiner Ehre bin« 
2\ 25. 26; np ^ut% >die sich befinden« L. 154; fii|» l^w% it. L. 178, 

185; ift. pjué-fht ^ "UL "'^"I'VÌPPR ^ut% &"$. LnL utn.9hinplr% uhu 

>und es giebt eine Anzahl anderer Assignatinhaber, nnd sie 
drangen sich mir yor« 41 7. 8; ^a f^p^^ np mn. ftu ^puii^uA 
IfUijP >dein Gegenstand, der bei mir als Pfand war« 75 n; 
dagegen Eonjnnktiv: pt u/u^utLkp^ I» S^uinaLp/iA ^kinuj 
»wenn er nnanfgeboten im Dienste steht« 15 i; kpt l» ^uijug 
snkqj^ ^k%wj >wenn er an einem derartigen Orte sich befindet« 
15 25; pt ^ir%i^%^ lilr%iuj liftVb >wenn die Fran am Leben i8t« 

21 12; lilrituÈj >or bleibe« Rb^Ar; liuitnutè^ IflAiuj >er bleibe gè- 
bunden* RbT; p»^ lilr%mj >or bleibe« B j[p^ ir^l^ Rb iJ<f ; 
^utii^ltuiu ^Irituy >soll mhig bleiben< Mx. Her. 25; mutiapmum 
^h%iuj »8oU enthaltsam (ntlchtem) sein< Mx. Her. 11, 21; K 
Il/ir1biuii Irp^aL juftuSi umil^Itl u^utpnhlA »nnd cs sollcn bcidc Gegnér 
ver demBaron erscheinen< 33 5; ^Irinuh >sollen sein< Rb^, y^; 
uguiuik^ t np ^h^ut% >esistGesetz, dassseien« Rb/U. — Indika- 

tiy: ni. Ira aa^tP np ftiT a/oj^iailu utn^irL il^iupilfuT »Und ich VCr- 

lange, dass ich gemUB meiner Assignate vorher bezahit werde* 
41 23; dagegen Konjnnktiv : K ^tinMjoqh m.ijr'bmj >nnd fallsder 
ElUger verlangt« 355; ni. pt 1»%^ nLiJr^umj »nndwenn erverlangt* 
433; K pt uijpltlfb aLtiJr%mj »undwenn der Mann verlangt« 49 16; 

ph ni.iilr%m »wenn er will< B J^^ 1/^; pt nLqàr%ai% >wenn 
sie wollenc B7^. — Indikativ: n<.if/kl^ f^uiu»u^% >sie er- 
langen das Reif ealter « 51 1; ^f^ nLìil» jftp ikng >wie er es in 
fleiner Hand hat« 59 21; ilj^utjùlfb /t^JuuAnLpjtLii uAft'ù >die 
Zengen haben VolImacht« 61 15; dagegen Konjnnktiv: K 



384 Formenlebre. 

nL%%wj qppg^ »Tind er soli das Gnt behalten« 59 21; «y/^i»^ »/r 
ach^wj >e8 ifit nOtig, dass er habe< 19 11; %»» nA^mj >er boU 

erhalten< 23 19; at.%%iu >er habe< Bb ^^ £<^; /9n^ ag%%ui 

»er soli haben< B I/>; ttA%ui% >sie soUen haben< 25 id, 
Bb i^, ^ /7^ n<.lrlr<tfj »weim hat< 37 15. — Indikativ: qfimt 
>er weiB« 83 1; ni^ f^mf >wer wei6< 39 3, 83 15; dagegen 
Konjanktiy: ^limt%aij »er wis8e« Bb ^f ; qnp ^pmir^mj 
»was er wissen mag< 59 12; ap ^limtr%uij^ >damit ìhr wi88et« 
Bb)^; pnq^ qlimir%ui% »8Ìe solleii wìssoik Bb/ii^, ?^, Mi. — 
Indikativ: uifimlt^ uiaipinfi >e8 ist nOtig, es inu88« passim; 
dagegen Konjanktiy: kpk^ ng ufutpuig uiutpmlrùuaj >wenn Jemand 
Schnlden schnldet« 71 17 ; jutquiqji pt Jìupq- Jìapt^j ufmpmg 
uiu»pmlr%mj «dartlbor, dass Jemand einem andem schnlde* 
71 19; 4iui%lt fip uiPmlrlbuij >soIang ihm beliebt« 25 26; pt 
ftp^iig uijtmkr'butj >wenn es ihnen beliebt« 61 15 etc. 

§ 425. Vom Fntnr sind ansgeprUgte, sichere Beispiele in 
den Yorliegenden Qnellschriften kanm vorhanden. Da jedoch 
das oben § 347 angezogene nenarmenische Futnr mit ^»<. gu 
notwendigerweise auf das Mittelarmenìsehe zurtlckgehen mnss, 
ist das Futnr dieser Verba ftlr das Kilikische mit Sicherheit 
anznsetzen als bestehend ans prS.f. I^nl. gu + Konjnnktiy: es ist 
nichts weiter als der Indikatiy PrUsens des erweiterten Stammes. 

§ 426. Der Infinitiv ist der des erweiterten Stammes; 
Beispiele: iJfuutg^ (zn /^l^/^iT) 59 33; nóiUuii^ (zu nAfiir] 17 2.4, 
47 23, 51 21; ^Airu#^^ (zn ^««fT) L. 158 25, Geop. p. 23, 62, 64, 67, 
129; nAIrìiiui^ (zn nùilnr) Smp. Ghron. 648, Geop. p. 14, 96, 100, 
215. Lediglieli Elassizismen sind die noch yorkommenden yom 
einfachen Stamm gebildeten Infinitive. 

§ 427. Wie im Nenarmenisohen, so erscheint anoh bereits 
im Eilikisehen die erweiterte Stammform anf die anBerhalb 
des Pràsenssystems stehenden Zeitformen ansgedehnt. So 
findet sioh: np ^irifan. HI sg. Aor. Bb £^ fUr ci. ^«rj, ^'^g; 
femer ^iryuiL inSmp. Ghron. Dui. 678; ^kifmi IH pi. Aor. Smp. 
Chon. Dnl. 649 fttr ci. im^lA; i^gl^t Part. prUt. 57 24, 67 12 fiir 
ci. ^iuifàrut£^ etc. ; dagegen zn nàijitr noch Aor. ^*»£»iy^ Part. ^ut£lrf. 

§ 428. Das kilikìsch-mittelarmenische Paradigma des nn- 
regelm&Bigen Verbnms gestaltet sich demnach, am Verbnm 
^miT gam dargestellt, folgendermaBen: 



II. AbBohnitt: Konjngfttion. Kap. VI. UnregelmSGige Konjugation. 385 



Paradigma der unregelmallsigeu Eoi\jugation. 
Yerbum l^miT «bia vorbanden, existier6«. 



PrftsexiB. 
Indikativ. 



EonjmiktÌY. 



Sg. I 


^lUlP 


gam 




^iAiuiP 


genam 


n 


I^UIU 


gas 




l^irbutu 


genas 


m 


i'V 


ga 




ki^-j 


gena 


PI. I 


I^Ui%g 


ganK 




^Irhuiùo 


genanX 


n 


k'Wi 


gai/I, 


-a^ 


^h^mjg 


genaiM, -a£ 


m 


^Ul% 


gan 




llkhuA 


genan. 



Imperfekt. 
Indikativ. 



Eonjunktiy. 



Sg. I 


4«i/A 


gayi 


^irituyli genayi 


II 


k'^jtp 


gayir 


llh^utjfip genayir 


III 


k^up 


gatr, -ar 


^Irhuijp genair^ -ar 


PI. I 


liuijmg 


gayaR 


^Irhuymg genayaM 


n 


k'"jh 


gayiS 


l^lrùmjltft genayiR 


IH 


^Uijli% 


gaytn 


^kitmjlih genayin. 



Futur. 



Sg. I 


^itL ffiriuiiT 


gu genam 


n 


ffaL ffir^uiu 


gu genas 


m 


^irc l^lAuij 


gu gena 


PI. I 


ffUL fitr%utìbo 


gu genanX 


n 


^fiL ^b^utjg 


gu genaiXj -aX 


m 


^nc ^iriatii 


gu genan. 



Aorist. 



Sg. I 


^tguy 


gega 


u 


^Irgiup 


gegar 


in 


^IrgatL 


gegav 


PI. I 


^irgwfi 


gegaR 


n 


hh'w 


gegaiS, -afi 


in 


l^lrguiib 


gegan. 



P.r.UipprU:{«tj:i^^i 



Infinitiv: ^M^iv^ genal. 

Karsi, KiliUsch-mitteUnn. Yolksspraclie. 25 



386 Fonnenlehre. 

Ebenso flektieren im PrasenBsy stem ^) die Ubrìgen Yerba 
dieser Kategorie, als: 

Ind. PrUS. qftmlnr Eonj. Prà8. ^mlr%mJ^ 
> » ^lut^iP » » fftuJiritutJ^ 

» t aLq/nT * » nLui^tuiP 

» » ^atpiriP » » ^utph^miT eie. 

Anm. 1. Obiges Paradigma gilt strenggenommen and ohne 
EinschrSLnknng nur fUr die strengkilikische Sprache Sempads. 
Dagegen zeigt die dnrch Mr A, Mr B und Geopomca vertretene 
spàtere Sprachstnfe grOBere Freiheit in der Behandlnng dieser 
St&mme, indem der erweiterte Stamm aneh als Indikativ PrìL- 
sentis mit oder obne PrUfix ^at. fungiert So steht als IndikatÌT : 
aMtm »liat< B ^, ^Irhm »ist Yorhandenc B ^k^ J^^ pillr%m 

>es scbeint« B Jl^^ jFjfi. An Indikativen mit l^aL zeigen Geopo- 

nica nur ^a<. Iilr%u»% 193 4; Mr B ^n<. ^tòw Irp^ J^, J^, iT^p. 

Anm. 2. Schwankende Eonjngation làsst sich beobacbten 
bei den Yerba /^If^iT und aLq^JT, Neben der unregelmaBigen 
Flexionsweise : Ind. pr. ^ii/kf/; Eonj. pr.^iroifTgehtnfimlich aneh 
die regelmS.Bige einher: Ind. pr. ^n<. /^isr^i/; Eonj. pr. ifiiiftiT^); 
ebenso neben: Ind. pr. aL^b-iP, Eonj. pr. aLqiritmiT anch Ind. pr. 
(ni. ncq^iPt Eonj. pr. aLqlriP^), Diesolbo doppelte Flexion beider 
Yerba setzt sich wesentlich im Nenarmenischen fori 

Yerbnm snbstantivnrn kj* yem >bi]i«. 

§ 429. Unter die nnregelm&Bige Eonjngation fóllt anch 
das Hilfszeitwort ÉnT yem >b]n«. Hier war allerdings, nach 
dem Schwnnde des altarmenischen Eonjnnktiys /^glnr igem kein 
Ersatzkonjnnktiv von einem entsprechenden erweiterten Stamm 
vorhanden, da za kriT ein erweiterter Stamm *biituar nicht 
existiert: dennoch behanptete der alte Indikativ pr&s. imperf. 
seine Stelle, and nahm nicht nach dem allgemeinen Gesetz die 
Fonktion des Eoi^jnnktivs an: letzterer ward yielmehr ersetzt 

1) Der Aorist hat zam Teil die alte Form bewahrt. 

2) Indikativ: ^aL iJAifa 13 le, 25 i. Konjonktiv: //'if^ passim. 

3) Indikativ: l^nL nu^t lo 16, 67 3. Konjonktiv: <y^»^ atql/i» 17 is 
»mli88en verlangen«; pt mqtltit 17 le n. s. w. 



II. ÀbBohnitt: Konjagation. Kap. VI. Unregelm&Gige Konjngation. 387 

dnrch die Eonjnnktivform iJ/baitT linam von /^If^iT Knim^ die 
aach anf das Fntur sich anfldehnte ala ^«l iffùtutT gu linam. 
So koniiten die arsprUnglichen Indikativformen: Prfts. inTetnj 
Imperf. f/k ei als solche erhalten bleiben, und so wnrde zagleich 
die Forai *^ai, lrJ\ *^aL tfi umgangen, weleh letztere beimVerbnm 
Bubstantìynm zumai in zQBammengesetzten Zeitforaien fichwer- 
fftllig nnd stOrend gewirkt b&tte. Die kilikische Flexion dea 
Yerbnm snbstantiyum, die Bìch wesentlich bis ins NenarmeniBche 
erhalten hat, gestaltet sich demnach folgenderaiaBen: 



FrftBens. 



Indikativ. 



Eonjnnktiy. 



Sg. I 


frj* 


yem 


(ol. em) 


l^mJT 


linam 


(ci. i^em) 


n 


bu 


yea 


(d. es) 


lifbtuu 


linas 


(ci. i^s) 


m 


t 


e 


(ci. e) 


lP%mj 


lina 


(ci- i^e) 


PI. I 


I^B 


yenU 


(d. emJt) 


ip'hutìtg 


linanR 


(ci. igemM) 


n 


tg 


en 


(d. sJl] 


it'^'VS 


linaiSy 


-aM (ci. i^eX) 


m 


tfi, 


yen 


(d. en) 


jJfUuiÙ 


linan 


(ol. i^en]. 



Imperf ekt. 



Indikatiy. 



Konjuuktiy. 



Sg. I 


ti- et 


iJiumjlt linayi 


n 


tl-p gir 


iffbwjftp linayir 


m 


tp sr 


ijtuutfp linair^ -^vr 


PI. I 


tmg eaS 


l^%»ujmg linayaH 


n 


ttg &R 


/AWAr ^i^^yi^ 


m 


kl>1i gin 


^'ìttujfih linayin. 







Fatar. 


Sg. 


I 


^ai. ipìituiT gu linam 




n 


lini, ipìtuiu gu linas 




III 


^UL ifìmj gu Una 


PI. 


I 


f ni. ifìiiA^ gu linanS 




n 


^nL ifruijg gu linaiR^ -aR 




ni 


^BL ijfbu/b gu Iman. 



Infinitiv: /^I^mt^ linai. 

AIb Aorist gilt Irqoij eya\ Imperatiy: II sg. ^Irp Ver; Partizip 
prat. : i&i^ Pelj kqlfg_ ey*elj Irqatè^ eyaj\ — Belege sind zur Gentlge 

25* 



388 Formenlehre. 

schon im Vorhergehenden gegeben; die Futnrform ÌBt, obwohl 
mehr erschlossen als belegt, hinlànglich gesichert. 

Anm. Za Aorìst kqmj ist das bereits im Classisch-Arme- 
niBcben nicht mehr recht gebrUachliohe Pràsens ìnimu^d" vollends 
geschwnnden, wie denn auch der aa. Defektivstamm ^n^ gog 
»sage< in unsena Mittelarmenisch nicht mehr auftritt 

Negative Eonjngation des irregoISren Yerbs. 

§ 430. Anch in der negativen Flexion scheidet sich das 
nnregelmUBige Verb Ton dem regelmaBigen. Nach § 418 war die 
der regulàren Negativkonjagation eigenttlmliche periphrastische 
Indikativform lediglich hervorgerufen nnd in ihrer Ansbreitong 
bedingt dnrch den Mangel einer dem Eonjnnktiv ^m^alnT 
^'azem parallelen nnd zngleich davon differenzierten ein- 
fachen negativen Indikativform, Mangel, der in letzter Linie 
bedingt war dnrch das Fehlen einer vom positiven Eonjnnktiv 
flektivisch verschiedenen positiven Indikativform; letztere ist 
in der Form ^ol é^mluànr von der entsprechenden Eonjnnktiv- 
form è^uifulrir nur durch Pràfix ^m. nnterschieden, nnd hUtte, 
wenn dnrch ^ i negiert, ebenfalls ^mlulnr lanten nnd mit dem 
Eonjnnktiv znsammenfallen mtissen. Ganz anders beim irregn- 
lUren Verb : hier ist die Indikativform von der des Eonjnnktivs 
wesentlich verschieden, da beide von je einem besondem Stamm 
gebildet sind: neben Ind. (ufcT der Eonj. lilAtuiJ\ Ind. ^mirtT 
der Eonj. qfiuilrhutir. Die negative Eonjngationsart blieb daher 
ganz natnrgemàB bei diesen Verben die llltere, wonach den 
einzelnen Tempnsformen ohne Unterschied das Negativpr&fix 
^ g vorgesetzt wird; negati ver Eonjnnktiv nnd Indikativ sind 
schon durch die Stammform hinreichend nnterschieden, was 
bei analoger Bildnng mit pràf. ^ g beim regnlaren Verb nicht 
der Fall gewesen wllre, weshalb anch eben dieso altere negative 
Eonjngationsweise beim regnl£lren Verb anfgegeben nnd dnrch 
cine andere ersetzt wnrde. Ùbrigens findet sich ansnahms- 
weise die negative Flexionsart des regnlftren Verbs anch anf 
das irregnl&re ansgedehnt. So p. 25 25: ^ku fi ^tupt^ »dn kannst 
nicht< fttr gew^hnliches ^mphu^), Dagegen fUr die gevirdhn- 



1) Analog hat noch heate die westliche Schriftsprache folgende In- 
dikativformen: ilriP ^phiup (ans alterexn ^AnT ^ ^mph^wi]; ^iT tfftmkp 

(alter ^tT jt f^M^i) neben ^puilnP^ ^mlnP; cf. Aid. II 86. 



II. Abschnitt: Konjngatlon. Kap. VI. Unregelin&Oige Konjngation. 389 

liche regelrechte negative Flexion die folgenden Belege: In- 
dikativ: iji uin.iu%g XftmLnpnLpiru/b ^^utj ^mutu^ »denn ohne 
Bitterschaft giebt es keine Volljahrigkeit« 17 23; iluiu% qjt ^iiw 
%^'ìi li t^tupait^lb Xlriài Ifutj^ tk'^J t t^p'H'""^ >denn die Pfander 
sind im Besitz des Lehnsherrn, nicht im Besitz des Gerìchts- 
hofs< 33 5; %iu uiji^ ^^utj ^uiìi np ^nf/li% »so ist keine andere 
MQglichkeit vorhanden, auBer dass aie klimpfen« 35 23. Eon- 
jnnktiv: pt m^utj ^^Irlbuij 19 13, ap ilfgwj ^^ir%utj 33 15, pt 

^^kìtuij paLqP 39 22, pt l^ir%iuj ^lAqjuhli "'q!»'J ^^ 13; pt 
PnLJup l1llr%uij 59 37. 38, pt ll^ir^uij ^^uy^ 81 11 etO. 

In dikativ: ^nubltaT mj^ ^Mt 'H"'dt""^ '"fi^L '^^^^ mieb dir 
fllrder nicht zu verantworten« 23 io; ku fiulifi ^nL^fnT ^kq 
uiuigjuaói >ieh habe dir gegentiber keine Verantwortungspflicht* 
67 8; ^aLÙft utjùaL^lnalrL /^^iiiIsrift/^/k^ii >er hat von da ab keine 
Gewalt« 9 li; laLÙfi 4pwdìuù^ »er bat keine Berechtigang« 

49 12; Ìtl mtu '/uAa taj%ap tj "p it^wpgtiA ^at.%jt l^uipaqaipjtài 

>deswegen, weil der Lebnsherr keine Vollmacht hat« 13 25. 
Eonjnnktiv: np gua. ^nA'uuij 25 16, pt ^aifù'buti 31 10, krpt 

incita uij 75 6, np ytiiiiiiuii 51 8, pir }nu1u%ut% 51 10, ^l%1Uumj 

»soIl nicht bekommen« 55 9 etc. — Indikativ: ^liuipt t^tu- 
pn'ìA Jlumqigulfi^ »es kaiui dcF Lebnsherr nicht verjtlngen< 17 24; 
ifimpt ^p^i^ "L miui^ >kann nicht verschreiben und verBchenken< 
21 ]; i^wpt 'ufi^i^ »kann nicht thun« 53 2; ^i^pt unàinLi^ 
>kann nicht nehmen« 53 13; li/upt il'''"«i_ »kann nicht statt- 
finden« 59 33; ^^ai/iA^ir "'-i^l *^^^ kOnnen nicht fordem« 17 14. 
Eonjnnktiv: ap mqmj ^^iuplriiutj pirpàri^ 21 19; nnd so alle 
tlbrigen hierhergehOrigen Verba wie: Ind. nlfbl'J] Eonj. ^'uuttT'^ 
Ind. ^lat^iPj Eonj. ^unarhunT'^ Ind. ^LqkJ] Eonj. ^L^IriiiuiP'^ 

Ind. ^fitalrj] Eonj. ^ftmlr'ùmir' Ind. ^wpmfiJ] Eonj. ^uapmlAiuJ*'^ 

anch Ind. ^iT ^), Eonj. uJfuaiJT, 

Anm. Analog wie in der positiven Eonjngation so finden 
sich anch in der negativen ausnahmsweise die erweiterten 
Formen ^uipk^miP^ ^ófumJT n. s.w. als Indikativ. Z. B. p. 21 19: 
%tu mutpaVu ^^utplr%utj ^uMpl^lr^ qfìg »da kann der Lehnsherr 
sie nicht zwìngen« ; im allgemeinen tritt diese Ersoheinung erst 
in der sp&tern medizinischen Litteratur zu Tage. 



1) HSnfig belegt in der UI sg.: ^t = »ÌBt nicht« nnd als Adverb in 
der Bedeatang »nein!« 31 5. le. 23, 33 10, 35 22, 57 u. I6, 71 3 etc. 



390 Fonneiilebre. 

Das Fatar, obschon nioht belegt, ist gleichzasetzen mit dem 
Konj. PrUsens. Im Ubrìgen rìchtet sich die negative Flexion 
des irregal&ren Yerbs nach der entsprechenden des regallUreii 
VerbB. Die negative Eonjagation des anregelm&Bigen Yerbs 
hat sich wesentlich bis ins Neoarmenische erhàlten. Vgl. Aid. n 
p. 86 § 238. 

Négatìves Paradigma des irregnl&ren Verbs. 

Prftsenfl. 
Indikatiy. Eonjanktiy. 



Sg. I 
II 



^mu Qga8 [gBgas) ete. 



^irhmaT ggenom (gagenam) 
^lAmn (genas {g9geruu) etc 



Imperfekt. 
Indikatiy. Eonjanktiy. 



n 

Sg. I 



^(rof/r^ ggayi (gdgayi) 

é'^jtp Ì9^yi^ (^g^yir) etc. 



^Irbmjl» igenayi (l^genayi) 
^hinujlip igenayir {g9genayir) etc. 



Fatar. 



Sg. I ^ÉrìiuiaP ggenam {^genam) 
n ^irìiuia cgenas [l^genas) etc. 

Infinitiy: ^t^mi_ ggenal (g^genal). 
Imperatiy: i^ ^ii%atp mi gettar {?). 

Aorist. 
Sg. I ^kgmj igega {^gega) etc. 

Frftt. oomp. 



Anhang: 
Syntaktisolie EigenttbnlichkeitexL 

I. Snbstantiv und Adjektiy. 

§431. a) Determination des Sabstantivs. — Scbwache 
Anslltze zum Ausdrnck des anbestimmteii Artikels zeigt schon 
die alte Sprache ; namentlioh erscheint in YolksttLmlicber Diktìon 
das Zahlwort mi in dieser Verwendung; vgl. hiertiber A. Meillet, 
Mém. d. I. Boc. d. ling. de Paris X p.266. Im Eilikischen setzt 
sich diese Erscheinnng derart fort, dass der nnbestimmte Ar- 
tikel ansgedrtlckt wird dnrch das dem Nomen nachgesetzte^) 
nnd unflektierte mi. Z. B. : ^mu^IA i^ >ein Teil< 69 9, 77 2, 
41 7; Juiu% t^ >ein Teil« Rb^; tnmpjt t% hl op i^ »Jahr nnd 

Tag« 67 io; mtupaj J^ ul mcntp i^ Genitìv VOn tnaipfi UL op 69 17, 

77 23; tfff^ ifb »ein Verwandter« 71 2, Rb £^; /«//^^^ Jt »ein 
Arzt« 25 18; limap Jji »ein Sttlck« 79 e; ^/k1^ Jji ay^^ >eine an- 
dere Fran« 47 io; ferner in allgemeinen Bestimmnngen wie: 
11^ 1^ 79 12, ^«u^ ^ 75 3, ^uib^^ J[i Rb -ùp, 

Anm. Yereinzelt, vor yokalischem Aniant, findet sich die 
Fonn J[t% min Ass. Ant. p. 47 3 in ^mj ifiaq^ i%% j» jkm >giebt 
nicht einen Heller ziirtick«. 

Der nnbestimmte Artikel ist jedoch noch nicht allgemein, 
wie dies im Nenarmenischen der Fall ist; vielmehr ist er, als 
grammatische Kategorìe im Eilikischen noch in der Entwicke- 
Inng begrìffen, nnd, wie die Beispiele zeigen, handelt es sich 
in manchen FnUen noch mehr nm cine reine Hervorhebnng 
der Vereinzelnng, die mit nnserm nnbestimmten Artikel nicht 
ganz identisch ist. In sp&teren mittelarmenischen Qnellen er- 
scheinen statt kl. J^ mi resp. t^% min die EtLrznngen llls mn {m9n) 
oder iP m dem Nomen enklitisch angehtogt. So anch bereits 



1) Entgegen dem Ostarmenischen, wo Artikel mi dem Nomen vor- 
angeht 



392 Anhang. 

bei Mx. Her. uui^iulSIì sagavman >ei]i wemg« p. 9 etc.^). Im 
Neuarmenischen entBpricht meist ma resp. man vor anmittelbar 
folgendem Vokal (vgl. Aid. H 24, 25). 

§ 432. VQllig entwickelt ist bereits kilikìsch der be- 
stimmte Artikel, reprSsentiert duroh postponiertes n, wie Bich 
auf Schritt nnd Tritt in nnsern Qnellen nacbweisen l^st 
Hierduroh untersobeidet sich das Kilikische einerseits von der 
alten Sprache, in weleher bekanntlich das Pronominalsuffiz n 
noch wesentlich pronominale Natnr zeigt; vgl. Uber den demon- 
strativen Cbarakter des altarmenischen sog. »Artikels« A. Meillet 
Syntaxe comparée de Tarménien in Mém. d. 1. soc. d. ling. Paris 
X pp. 264 n. 265. AndererseitB in formaler Hinsicht anch Ton dem 
Neuarmenischen, wo die 3,ltere Form des ArtikelB n zwar nach 
Vokal, d. i. bei yokalischem Auslaut erhalten bleibt, bei konsonan- 
tischem Anslant hingegen zu a wird. Vgl. Aid. Kr. Gramm. II p. 22 ff. 

Anm. Werden die Adjektìva mnjjt arci^ »l^vìt ^^^ì j^'^t 
hedi nnd S.hnlicbe in substantivischer Verwendnng duroh den 
bestimmten Artikel determiniert, so trìtt der Artikel an die 
der classischen entsprechende Form auf ^ffù -in: z. B. utafffUk 
»der erste< 41 12, ^ jlnn^%% >zum Letzten< 41 13 eie. VgL 
oben Formenl. p. 250—251. 

§ 433. b) Attributive Bestimmung des Substan- 
tiys. — Im Classischen wird bei attrìbutiver Bestimmung des 
Substantiys das Adjektiv dem Nomen teils Tor- teils naeh- 
gesetzt. Vorgesetzt bleibt das Adjektiv meist unflektiert; nach- 
gesetzt wird es regelmaBig Hektiert; regelm&Big flektiert wird 
auch das vorgesetzte Adjektiv, falls es einsilbig ist. 

Im Eilikischen ist — analog wie z. B. im Neupersischen — 
jene alte Mannigfaltigkeit dahin reduziert worden, dass jener 
Typus der attributi ven Stellung, wonach das Adjektiv seinem 
Substantiv vorangeht, als alleinige und ausschlieBliche Norm des 



1) Die KUrzung von mi zu m ist namentlich schon Mh erfolg^ im 
Poi. So zeigt eine Lemberger Urknnde vom J. 1492 b. Min. Leh. p. 117 
dieFonnen: ffutiiP^ ÌJ^t'^U^'i fernet eine Urkunde ans Kamenec-Podolakij 
b. Min. Leh. p. 141 ff. die Falle: uipè-pt p.nLpt[utn.tr^ fum^^paP^ ^fH^ 

JutaiT^ [uuM^ uipè-pt tOrò- juut^ tOrè- junLgJ* ut utgiS-pt [uut^iT uu^ir" 

2j""^; femer eine andere Kamenecer Urkunde b. Min. Leh. p. 149 ff. mlt 
Fonnen wie : u^utmnLut^utit p-utqiT «A-^ t""i^') "' "{"""^^pM'^^'i daneben 

auch uittiui^àrp^SÙ Min. Leh. p. 142. Ygl. hiertiber auch Aid. 1 174. 



SyntaktiBche Eigentttmlichkeiten. 393 

attribntìven Ausdrncks sich festgesetzt bat; das seinem Snbstantiv 
voraufgehende, und mit ihm gleichBam zn einem einzigen Begrìff 
verwachsene attributive Adjektiv ist somit zum flexioiiBloseii 
erstarrt, wie folgende Belege zeigen: è^kp kc qj^mnói iriup^_g% 
>dìe alten und knndigen Lente* 39 23; ^u/ù^mè^ ^ofcni^ »eiiie8 
znerkannten (verordneteii] Bttttel8« 9 15; ^iu%^uiè^ ^mJpkpaLpir^ 
%kp% ai. opirplb »die festgesetzteii Frìsten nnd Termine < 23 26; 
ut^ihli i/ljiuy^ >gnte Zeugen* 19 15, 33 17; tatit^ »li'"j^ »gate 
Zengen* 53 4; ^p tuciaq^ «pt^fi »Beinem altesten Sohne« 21 17; 
A 'L^P'V ^pfl'"^ iTiupqjtjii >auf einen geschworenen Mann* 
51 16; iiffi^ mjp^tuiiis >de8 ersten Gatten* 37 26; j^m^ Ifuliu/ulu 
»derletzten 6attin< 47 17; pqapii. jlnn^m^lb »den recbtm9,Bigen 
£rben« 21 I6; uiJt% uiufp%q^% »init dem ganzen VennOgen« 
21 7. — Bezeichnend ftir die mittelarmenìBcbe Sprachstufe ist, 
dass der Instrumental adjektivische Fnnktion erlangt. Z. B. 
^ItumaLA ki. qaLdtt^ »daB Bchwache nnd das Btarke« Mr A 15; 
tua. utrp^irLlì£^ qAè^ ai. q^pni^ »nimm Quitten, groBe nnd saftige« 

MrB^; iuji^ aL^uil >8tllrker< B ^; /9f ai.éailjàiaLpi9i.% iPiupq. 

ffiiilf »wenn man von kràftiger Natnr ist* B/^. — Wie eigent- 
liche Adjektiva werden anch behandelt adjektiviseh funktionie- 
rende Snbstantiya: z. B. ^aju wq^Jfi'^pifr 'der jnngfrftnliehen 
M^dcben, der Jnngfranen< 47 28; liaju mnilliuilb >einer Jnngfran« 
Rb ^; Jt^ ^apmlrp »Lebn8leute« 13 11, 27 4; ^^ iiapmirpai. >der 
LehnBleute 3 4 ete. — Wie eigentliehe Adjektiva werden endlich 
anch konstmiert folgende Verbindnngen adjektivischer Natnr: 
ff^ìf^ mn^ »keinerlei«, uy^ ur^^ »anderartig«| luju gir 11^ iujm gh^i^ 
iuju girila »derge8talt, derartìg« ; mju ^_g^ lujm ^i»^, mjh ^^ (letz- 
tere anch zn einem Wort verbnnden) »8olch, 80 groB« nnd 
àhnliche. Z. B.: a^%^ lai^ ^kpa^atl^ >anf keinerlei Weise< 9 12; 
mju kpkg uti^ lilrptuailu »anf folgende dreifacbe Art* 17 4; fliuu% 
n^%^ luqy. i^min£iuali >wegen keinerlei Yorwand* 79 7; jiuji^ lu^ 
qapè-irp >an anderartìgen Beschaftignngen* Rb ^^/c; luim m^ 
gmiirp »mancherlei Krankheiten< Rb^^w; juijm girq^ utupaLph^tq- 
>von solcherlei Geràt, von derartigem Gerftt* 45 11. 12; ifmwj 
^^ t^^uiiiu »8o nnd so viel Geld< Rb £ép n. s. w. 

§ 434. Hinsiehtlich der Stellung des Adjektivs nnd dessen 
UnverUnderlicbkeit steht das Kilikische bereits anf der Stufe 
des Nenarmenischen, wo ebenfalls das Adjektiv stets seinem 
Snbstantiv vorangeht und flexionslos ist. Vgl. Aid. Er. Gramm. 



394 Ànhang. 

II 26. Das substantivierte Adjektìv wird nattlrlich flektiert und 
wie ein Sabstantiv behandelt; z. B. tlwulu mq^lift >zum Wohle, 
zur Be88enmg« Rb ^i^; Irp^ijutò:^ 'Geschwornen* 57 9, 67 16; 
jirp'^l^'iinj >yon den Geschwomen« 51 13 etc. 

§435. e) Steigernng des Adjektiys. — Àn Stelle dea 
veralteten classiflchen KomparatÌY8 auf -fMyh -gain triti ein 
neuer Ausdmck fUr den Komparativ: es wird im Kilikischen 
der Positiv znm Komparativ gesteigert dnrch Yorsetznng des 
Adverbs iuj£^ ail >mehr<. Z. B. ku wjg^ 4fì> iriP juiiiuliqu >ich 
bin mter nach meinem AsBignatenschein* 41 4. 5; ^p uj^^i^ iv/^ 
^f/b t »8ein Schein ist alter « 41 20; fi^g mjg^ <^^ Jt£ £npm »er 
ist der 9,Itere LehnBmann* 41 21; qtq. i»/^ ^fìh »als àlteren* 

41 23) 43 1 ] h'Pt "M uiaói tjuipkf^ utwpnj J^t. IfuoT utduai i^nSùnrf 

Itl /[lupltlaph tuj^ ^uthaLfu aLqirhmj ap lr[bh »wenn eìner ein Hans 
mietei auf das Ziel yon Jahr nnd Tag, und der Vermieter ver- 
langt, dass jener frtlher an8ziehe< 71 6. 7; <<»/trj np 1»/^ Aè^ 
^uipt i^lri^ >8o dasB 8ie grdBer niobi sein kann< 9 7; p]^ <»- 
t^P mji^ Jointrtjtp uiqyg ^Ibjt »wenn er anoh taasendmal nàber 
yerwandi sein 8ollte« 71 3. 4; j^tT u^qtqh nf/^ 4fì> t ^'^ fy^ 
mlbultiltlapiugii. »mein Sehein ist ili ter als derjenige der ttbrigen 
Assignatinhaberc 41 5. Ferner aus Geoponiea: ^ui% ^jtLp qf/ùflii 
"UL ""l^i »besBer als sein Wein< 124 15; uij% <»/^ uim^mu t 
dieses ist geringer« 184 19; pf «f/^ sM^è^ aLqtru >wenn da gr&Be- 
ren (scil. ,Lanch') willst* 165 19; a»;^ Aè^ il^%l9 >er (der Lanch) 
wird gr5fier< 165 21; np tuj£^ utqt^ utktjt utjuapéuij »welcher 
einen besseren Ori yerlangt« 155 letzte Zeiie; m»/^ m»^4^^ ^ui% 
VUL zP^'"^ tftuiitìiuimuit 221 1. Ans Mx. Her. : apu^^-u mj^ 
jtuittu^ luutugui^ »wie wir welter oben gesagt haben« 3 s; 
t^np iuj£^ fi j^'*"'j jtlMb i""t'^ >wa8 ioh welter nnten erw&hnen 
werde< 59 g. 7; ò^mpuiLÙ tuj£^ iMum ipiifi ^uA — »der Dnrst ist 
grOfier als« 90 11 infr.; i»;^ ^iup£ ^%p »wird ktlrzerc 115 9; 
'VL J'"Z fV '^oini^t siftrker* 129 3 infr. An weiteren Bei- 
spielen, mit Inbegriff der adyerbialen Komparatiye, finden sich 
in Rb: tuj£^ mitaL^ »lieblicher« ^w; uy£^ tuLutf »&lter« è-t'^ utj^ 

^fiuan »St9.rker« ^; i»/^ ^mhaLlu »frtther« ip* mji^ ^/^pmuÈm 

»reicher« ^; laj^ Aò^ >gr5Ber« 4p^ ^\ taj^^ ^V"' »schneller» 
£4t] t j'uji^ tqlrqSii »za Sehlimmerem« 4p\ «yi^ ymè^gb >die 
Niedrigeren* ?; fuyi^ gmè^ ^Irè^l^iilap^ »die niederen Bitter* <; 
uiji^ ^win »mehr< Xt] <»/^ i»iir/^ »mehr« ^^^ ^a^^ "Jl J^'^^'- 



SynUktiBohe Eigentiimliohkeiten. 395 

»8pftter« -ù^. In Hr B: mji^ wqt^ »be88er« iii^i! "ut ^^-ptuLup 
»kr&ftiger« ^^; i»/^ pu/ùkp >dichter« ^; mji^ phpirL >lei6h- 
terc ^^^ a!ii^* mji^ è^tuhi^ »schwerer« ^^; uy^^ nLémf^ »starker« ^ 
«v^^ «ffifi^ »8cbftrfer, akiiter« -ùm*^ tuj£^ uu^lnniu^ »weiBer< ^^* mji^ 
t^m^iuu «wenigerc ^<i^^ m^'^ uy^^ tuilrip >inehr« ^ip. . In Mr A: 
mji^iaunnil »8chneller« 199; tuji^aLéail »8tftrker« 199 n. s. wJ). 

§ 436. Der Glegenstand dea Vergleichs 8teht nach ^uth^ 
Hang »al8«2) im Akknsativ, und wird dem gesteigerten Adjektìv 
80wohl vor als nachgeaetzt. In dìesem Falle, wo das Objekt 
dea Yergleicba anadrtlckllch genannt iat, genttgt znm Anadrucke 
dea Komparatìva auch der einfache Poaitiv: z. B. %ui JtpiULaóig 
^uttuh ^uviry uutiTup^^ii »ao geben aie keine weiteren Abgaben ala 
die MaklergebUbr* L 155 6; ^Muhj umJup^^ mj^^ ftpg ^mu 
> geben keine weitere GebUhr ala die Maklergebtlhr* L 156 6 etc. 

Im NenarmeniacheD, wo analog der Komparativ mittela 
pràponierten adv. al (= kl. mj^ bezw. oatarm. «/, oder anch 
mittela evel^ eveli {== ci uiLÌrip) etc., gebildet wird, ateht das 
Objekt der Eomparation teila nach San reap. San^, Ram im 
Akkuaativ, oder aber ea ateht ohne Ran^ Mane im Ablativ. 
Vgl. Thoma. Dial. v. Tifila § 351, 352, 353 etc., Aid. H p. 27, 167. 

§ 437. Ftlr den Snperlativ bat, ebenaowenig wie Alt- 
nnd Nenarmeniaoh, daa Eilikiach-Mittelarmeniache cine eigene, 
featanageprllgte Anadmckaweiae entwickelt. HHufig dient die 
Komparatiyform, znmal wenn mit Artikel verbnnden, anch ala 
Snperlativ. So MrB<ì^: uyi^ mqtlfu »der Beate«. 

n. ZaUwort. 

§ 438. In aelbatUndiger, anbatantiviacher Fnnktion 
fiektieren ailmtliche Kardinalzahlen, nnd zwar ala Singnlaria 
nach Formenl. § 274. 

§ 439. In adjektiyiacher Fnnktion, d. i. inVerbindnng 
mit dem Nomen dea gezàhlten Gegenatandea, zeigt im Glaa- 
aiach-Armeniachen daa Zahlwort folgende Beziehnng zn dem 



1) Yereinzelte FSUe erBcheinen schon in der spSteUBBischen Litte- 
ratnr; so i»/^ Aè^ >gT06er< bei Vardan Hist S. 158 17. 18. 

2) Ala arohaiatische Form encbeint daneben anch noch daa alte 
^UÈ% Man >alB«. 



396 Anhang. 

gezàhlten Nomen: Es kOnnen samtliche Eardinalzahlen dem 
Nomen beliebig entweder vorangehen oder nachfolgen. Hin- 
siohtlich der Ubereinstìmmnng mit dem Nomen zerfallen 
die Zahlen in zwei Grnppen: die erste Gmppe nmfasst die 
Zahlw(3rter: h^p^aL^ ^p^4ti ìtpbì dieselben sind bereits in ihrer 
Endnng ala Plnralia, bezw. kp^nc als Dnal gekennzeiehnet, 
nnd werden stets flektiert sammt dem gez^ihlten Nomen, beide 
plnraliBch. Die zweite Grappe, nmfassend alle Ubrìgen Zahlen 
von ^fihf^ ab, stimmt mit jener darin ttberein, dass, falla das 
Zahlwort dem Snbstantiv nachfolgt, beide, sowohl Zahlwort 
als gezàUtes Nomen, plnralisch flektiert werden. Lst hingegen 
das Zahlwort dem Nomen des gezahlten Objekts voran- 
gestellt, so bleibt es regelmUBig unflektiert; der gezUhlte 
Gegenstand aber wird flektiert, nnd zwar nach Belieben, ent- 
weder singolariseh oder plaraliseh (vgl. Aid. altarm. Gramm. 
pp. 33—34). Z. B.: 

Nom. ktp% mjp neben kip% atpg 

Gen. kLph moLÙ > kàpii mpuiùg 

Akk. uh-Lph tajp > qh-Lpìt utpu 

AbL jh'Lpìi iua%t * jhrLpii mpvAtg 

InStr. h-Lph tupatJp. » Ififfit utptuiQt^, 

Im Kilikischen nnn hat sich blos der dnrch das erstere 
der beiden Schemata dargestellte Typns der Beziehnngsweise 
Yon Zahlwort nnd Nomen des gezftUten Gegenstandes erhalten, 
nnd hat ttberdies anch anf die Zahlw($rter der ersten Grappe 
sich yerallgemeinert Hit andera Worten : siLmtliche Eardinal- 
zahlen, mit Einschlnss des Zahlwortes der Einheit «C-^ meg, 
haben im Kilikischen a^'ektivische Natnr angenommen nnd 
werden dementsprechend dem gezfthlten Nomen yorangestellt 
nnd zwar nnflektiert. Das Nomen aber wird flektiert im 
Singnlar. Beispiele: «^^ ^tiA *àeT cine Teilc 49 5; ^ Jtli f«oug 
»za einer einzigen Anssage* 35 n; ^ Jtli miuplt >in einem Jahre« 
93 17; g^^ IfbliuM, »der einen Gattin< 47 15; «^^ 'Ih'^jt''' *des 
^ einen Zeugen« 59 35; IrpliaL mqj^li il^tuj >zwei gnte Zengen« 
81 8; irp^oL piudlMi »die zwei Teìle< 49 19; IrpliuL kp^fiuè^ >zwei 
Geschworae< 65 19; kp^nL ^pù £apm »zwei Lehnsm&nner« 25 13; 
irp^nt. luliuSù »die zwei Gegner< 35 15; kp^uL mqutj »zwei Kinder* 
Smp. Ghron. Dnl. p. 622; hpliaL ilj^uij »zwei Zengen« 59 39; 
IrpliaL liupuip >zwei Wochen* 65 18; A^i^ni 2J"fP"'^ *^^' zvreì 



Syntaktifiohe Eigentfimlichkeiteii. 397 

Wocheii« 65 is; IrplinL iikifiù >beider Teile« 39 26; kplim. IfrliwVù 
»beider Frauen« 47 14; jh^p^m. ^uJt% »von den zwei 6egneni« 
65 27; Irpkg ui^f ir% >8iiid drei Arten< 17 3; kpkg /^^ ^npm »drei 
LehnBmtoner« 13 9, 15 13; kpt^ ilf/uijiuè' luqt^ Ifu^li »droi be- 
zengterweifle rechtschaffene FraueiK 47 1. 2; kpkg op »drei 

Tage« 77 7; ^ypy^ mmp^% >dìe drei Jahre« Rb^; ^hm kpìr^ 

mutpu^tujp >nach drei Malen< Bb <//t; utju h^pkg mqy, ^kpu^ailu 

»aaf diese dreifache Art* 17 4; kpkg ^PP" ^^«^ *^^^ ^^^^ ^^^ 
Male* Geop. p. 116; ^pkg ^pu Jtmp »drei oder yìer Liter* 
p. 1244; jutju kpkg u^utui^mittf »aii8 dìesen drei Grttnden* 
17 11 ; jirpkg puttfibt% ^^ »yon drei Teilen einen, = ein 
Drittel* 53 13; jh^pkg /tofc/irfir t^^% »Yon drei Teilen einer, 
= ein Drittel* 53 25. 26, 49 is; ^fP" '^V'' *^^^ Angen* Geop. 
p. 64 ; kpkg ^upu utlb^iT »drei oder viermal* Smp. Ghron. Dal. 630; 
^pu 4m mutpaj p%q. %kp^ufr »innerhalb drei oder yier Jahren* 
17 23. 24; p ^apu miupnj uiaóilfb >anf oinem vieijUhrigen Stamme* 
Geop. p. 64; /k ^pu pmJ^^ utlfu »yon vier Teilen einer, = ein 
Yiertelc 47 13; i^lfu^ mm^uA iuquupgb »da8 Gebet der fUnf 
Stnnden* Rb^; ^ #/^y pminit% j^li puiéjfù »ein Sechstel* 47 12; 

illrg mJT »sechs Jahre* Rb^; n^ mmp^ »acht Jahre* Rb^; 

mutuùaij^ll mmpaj >elf Jahro alt* Rb ^/k^; i/utpunóa tautpaj »yon 
sechzig Jahren* Ile; ^/u^iup q^^uth «tansend Tegans> 31 7 etc; 
femer anch in Ziffem: f* «o^ 61 21; 1^ ^'«p'tp ""H't 31 8; ^ 

op 13 15; élr itttupfi 51 20; Jk ittuipty 51 2; Jk tULaip% 13 21, 

77 1 ; 7/A^ 61 21 etc. 

Immerhin finden sich noch, wenn anch mehr vereinzelt, 
Falle Yon naohgesetztem Zahlwort. So : wJ^u kpkg kc op kpkg 
».drei lionate nnd drei Tage* 51 i; %ap qptuiP Irpkg >drei neue 
Trama* L 155 26; ^np ^putiP 41^^ »funf nene Trams* L 155 26; 
%np qpiujr ^uitth »zwanzig nene Trams* L 157 16. Aber anch 
in diesen yereinzelten Fàllen hat, wie ersichtlich, das Eilikische 
nnr teilweise nnd nnvollkommen den nrBprttnglichen Znstand 
bewahrt, wonach das Substantiv des gezUhlten Gegenstandes 
bei postponiertem Zahlwort im Plnral stehen mass, wfthrend 
bier das Eilikische den Singolar zeigt. Der Fall ist als ein 
Ansnahmefall nnd als im Schwinden begriffen za betrachten. 
Das Nenarmenische kennt ihn nicht mehr. 

Im Nenarmenischen gilt, wie schon im Eilikischen, all- 
gemein die Regel, dass die flexionslose Eardinalzahl dem als 



398 Anhang. 

Singular flektierteii gezUhlten Gegenstand vorangeht ^). Ob 
yielleicht in diesem Punkte Mittel- and Nenannenisch yon dem 
Numerale des Neupersisohen beeinfluBSt worden sind? Oder 
ist die beiderseitige Ubereinstimmnng eine mehr znfiUlige, so 
dasB beide gleiche Erscheinongen unabh&ngig yon einander 
entstanden wiLren? 

Anm. Bemerkenswert ist, dass bei Snbstantiyen, die einen 
Zeitpnnkt oder eine Zeitdaner sowie Klasse nnd Rangstnfe 
bezeichnen, die Kardinalzahl im Sinne nnd in der Fnnktion 
nnserer Ordinalzahl steht. So z. B.: p ^npm opu »am yierten 
Tage< 77 8, Smp. Ghron. Dui. p. 647; kpkg iyw< »die dritte 
Stando* Geop. 38; kop^ op% »am siebenten Tag« Geop. 21; 
evPt ^"""^i'^ tntuu%nt.4p%^ mtuplài t »das riohtige Beifealter ist 

daS ftlnfzehnte Jahr< 17 22; npi, m^'^j^ /r taatuitaL^pii^ matpfi/ 

aài^% tl^uiumlfit »die mUnnlichen Kinder erlangen die Reife im 
ftlnfzehnten Jahre« 51 1; miuuhnLkp^at. mmp^% »da8 zwOlfte 
Jahr« Rb ^^; qmmuiinL^lAf mutpP% *ÌBB fdnfzehnte Jahr< Rb i^ 
qJiupaaLii muapf/ù >da8 sechzigsto Jahr< Rb^^; jaip op% »am 
aehten Tage« B i^; #/^y mifuii »der sechste Monat* B^ 

41A^ ^a% 'ftinfte Ela8se« Rb'i^; #/i^j ^uj/ù »der sechsten 
Klasse « Rb^; j/ù^ ^pu kpkugii »bis ins yierte Glied« Rb^^.. 

m. Pronomen. 

§ 440. a) Pronominalsuffixe. — Die enklitisehen Pro- 
nominalsaffixe: s, d, n haben ihren Fnnktionskreis dahin er- 
weitert, dass sie nicht nar determinierend an Nomina, sondem 
aach an Pr&positionen nnd pr&positionale Adyerbia an- 
treten, wo im Classischen, welchem letztere enklitisehe Konstrnk- 
tion noch fremd ist, die Partikel das yon ihr logisoh regierte Pro- 
nomen stets als selbstUndiges Pronomen im Kasos obliquos naeh 
sich y erlangt. Solche Beispi eie yon neaer enklitischer Pronominal- 
konstrnktion des Kilikischen sind: u^iupnVb ^tuiP u^tuj£it u^mpai/filb 
pirpt ilfiqt uiitllrA »der LehnsherT oder der Àmtmann des 
Lehnsherm lUsst ihn yor sioh kommen« (ci. tuamlkuH. f^t^ oder 

%ttput) 9 20; kpp irpiósttt. hmtlpL/ii in» mppumirawL p iiArptuj% m, 

4kp^g kquti. »sobald der Bttttel schwOrt, so ist die Bestfttigang 
hierttber erbracht nnd zar Genttge geschehen< (ci. ^ ^V^ 



1) Vgl. Aid. Er. Oramm. II 32. 



SyntaktiBche Eigentiiinlichkeiten. 399 

%apui) 11 3 J ap p^- ^ofMT '//ffuy pArptrlb ^uttT l^lrgai^ftót fi tfbrpmjlb 

»80 dass, m5gen sie anch viele Zeugen odor Beweise gegen 

ihn y0rbringen« (ci. ft iljrptuj %npw) 11 io; imr m^ut ap ^^^Juipuilr' 

giui. i/lj(utjaLpiiài ul nLtfti ft ijjrpuijlb »da Ist die Zongenaussage 
and die Usnrpatìon bestàtìgt gegen ihn^) (ci. ^ 'Ifrpwj %apui 
oder mfbp) 29 io. li; pt nMauj uniatj p iTtl'h »wenn er von 
ihr ein Eind beBÌtzt« 37 14; np aaquy t [h^i t >rti^ »das8 ein 
Eind von ihr geboren ist« 37 n; m. mqutj ^ii/k ^ir^ ^ iPtl^ 
»nnd falls ein Eind von Ihnen nicht geboren ist« 47 21, statt 

/r Al h^'^S) ^^ 2^ 1^^^^ 19 5. 6; i^u/b^MUL /r 4lrm% tiqjJilfiM 

»das HUdchen pflegte keinen Umgang mit ihm< Smp. Ghron. 
J. 665; uiuimp n^fMi fi 4lrm% pa^ pkpt »den ganzen Preis 
brìnge er mit siche 69 18. 19 (neben kl. jt 4lna j^p 61 16, 4lrut 
ftp 61 17 >mit ihm«); pt ul Jmpq. tujg^ aLqku ft girimi. »wenn da 
noch jemand bei dir haben wiUst* (fUr ^ ilrm ^n) Bb T-^ 
utnlkLu >yor mire Kb £^-^ ^ juk^ >za ihm, za ihr, za 
ihnen« Rb </t zweimal; %lrp^lrL% >daranter« MrB d>p^ ^; 
/r jMuniulq. >oben, im Obigen< Mx. Her. p.61; jkpllrói «hinter 
ihm« Mr A 222. Aach in dieser syntaktischen Erscheinang 
spiegelt das Eilikische die VerhUltnisse dea Neaarmenischen 
wieder; freilich hai sich im NeaarmeniBchen die Eonstruktìon 
des PronominalsafìSxes mit Partikeln noch weiter entwickelt 
and verallgemeinert. Man vergleiche Aid. Il p. 121, 123. 

§ 441. b] Relativkonstraktion. — Ein eigentliches 
Belatiypronomen besitzt, nach Formenl. § 303, das Eilikische 
nicht mehr: das altarmenische Pronomen ap or ist zar Relativ- 
partikel herabgesanken. Der Aasdraok von Easns- and 
Namerasverhàltnis wird dadarch erreicht, dass dem flexions- 
losen Relativadverb ap vor das Pronomen personale III p. oder 
das Pronomen demonstrativam in derjenigen Easas- and 
Namerasform, die logisch dem Relativam gerade zakommt, nach- 
gesetzt wird ; dabei kann das selbstandige Demonstrativ nattlr- 
lich darch das DemonstrativsafìSx vertreten werden. Beispiele: 

El. ap ^p >WeSSen< fttr ci. apnj\ typli ^pjtgl^ftVb* ap ^p uijpjilfb 
jlr^b-^k^Lajit uu^utuuiLapaLpiiMi ^ir/k iM^nir£^ »die PriestCrwltwe, 

deren Gatte im Dienste der Eirche gestorben ist« Rb ^; 
utjit* ap t^Éttutpumuutò^ t ^ jtp 'H'p'^j ^dcrjenige, gegen welchen 

geklagt ÌSt« (kl. ap /^ jftp ilp^puy ftir ci. J-apaj i/h^pay) 67 5; 



1) Oder anch: >in betreff dieaer Sache, in diesem Paiikte«. 



"> 



400 Anlung. 

A #-'z.-*'W ih-u, -F h "^"èiP >"*' t jì-fc lA» »gegen den 
nnd dea, dessea ÀBsignate jUnger ist ala die meinige» 41 22; 
analog ,/ma% ^ìm^' »^ gni^ p ^(jfc f»>^ >in betreff der Fran, 
bei weloher der Bnhle angetroflfen wird* Rb </<. KL b^i pp 
>wem, welcbem* iUr ci. «pmiT: aijV ap mA fip ^If mjpmA- 
ijener, dem Gewalt angethan worden ÌBt< 57 22; ^j% Jiup^' 
ii/f pp M^mpmlriÉuij >jeiien Mann, welchem er schnldet* 81 23. 24. 
Kil. ap jfip^ >Ton wem, vod welcheoK fttr ci. j«p^: juAa^' 
"P fyp—aini' wnjlt jl-pi^ >der Fioder, too welchem man das 
LaBttier weggenommeTi hat* 63 22. Kl. np ^pl/bg >welcher, 
derer, welchen, deneiK fUr ci. apag: -p fjA^ ^plAg nm^JlM, 
«youiku «fUr welche folgendes verordnet wird« L 154 20. 21 etc. 
Ancb dieGeoponica zeigen folgende Ffille dieBerKonBtmktioD: 
p. 93 2 infr.: mji, qpipi' «p mj% ^iaf <>»ì( /, j/Apii ifu^^ >deT- 
jenige Wein, zn weichem der Gernch jener Fran atBBt«; 

p. 104 27: p^p ^aijmm[ ap lakpln^ jb"^^ ^t%aA >tiut FeigCH- 

bolz, an welcbem sioh die Batter befindem; p. 126 16: f^^tp 

lai taqpfiipk tip iMiA aatpp Jìaptf. wnìlni. jim^plrpliii >bnnge 

Qaellwaseer, welehes ein reinlicber Hann ans der Quelle 
SCbSpft*; p. 129 leUte Zeile: jwjqlà, ap ^m» «fj^f ^lA-j 
jp%gi >in dem Weinbei^, worin viele Sorten sich befinden»; 

p. 190 8. 9: fri gitili 1^ ("{/' ^p "ficif frf(% ^iH^iv mati np iMr^A 

flfk^ fi^am uppt >niid es gìebt ein Krant, das man aof arabiscb 
fHasha' neimt, welcbes die Bienen sehr liebeni ; p. 155 unten: 

kpk Jf ^mf ap ^ip m%aù. uiapa,. .a»ti >e8 gicbt BÌtt wlldeS 

Tìer, dessen Namen man ,Sani' nennt* ; p. 163 2. 1 «ntea: 
K pt -i?fr» <'»vp :A*4i, "P Ppd^St ^"•f' vj jAv * ^nnd 
wenn dn Lattich erzielea willst, tod welchem der Geschmack 
der Warzenpomeranze ansgehti. — Analog bei Hs. Her. p. 83 15: 
JBi^' jap ttpiMié^ ifìifi jf/iifA iWasBer, in welchem gekocht 
isti; p. 84 6: ^«^ mmi^' ap j/fbpi t^mé^ f^%p >gieb Wasaer, in 
welchem gekocht ÌBt<; p.383: ^«.•n^l gkqii^ ap ^ip i^mmimai 
>l1ìl' crste Gattnng, deren Uraaebec; p. 65 g. 10: mfi ftAìi, 
np ■^•uLiauaip trt fi jmp ^%p anagaippiì'ii >jene Gtattoi^, deren 
Witrine gleichmftfiig nnd andanemd isti. — Aua Mr A: aij% 
(•/••//•V ap bpi^g fi-ifì^à >jene Objekte, deren Natnrt 193; 
-j-u (•i-lflb^ ap liplAg iTmpi^-iA >jene Objekte, deren ESrperc 193. 
— Ans MrB: »^ — j/J^ »anf welcben* Gap. ^j, iffr; fri ^mj 
uni"!.//!.' ap -•pi'j% h/ìik jh^ *mià. es giebt eiuen Sohwamm 



SyntaktiBche Eigentttmlichkeiteii. 401 



(Fangus), ans welchemBlut herans flieBt« Gap. i/'i}!»; mjung\ ap p 

ipapgilnLpbiit f^^uui ^fi^ Jfbft ^uthq^^ufir£^ tp^'^g >j 611611, Welchen 

yom L6ibw6h stark6r Schwìnd6l zage8toB6ii Ì8t< Gap. ^. 

Die bloB6 Relativpartikel ohne entsprechendes Demonstrativ 
erscheint Mx. Her. 65 4. 5 infra*, tufùn^ np uip^A'it ^mm Jj^sfi fi 
iPuipJ^^ >jenen, in Aeren K5rp6r das BInt reiehiich str5mt« ; Asb. 

Ant. 79 15. 16 I ìy^ ifùipS-uguth — , ap jpub qu^uipaiaiLp-irmiA tluiutùtr— 

^mp% uijitu^ ^ir%iuj fi iljrpmj »MardzbaiimaBB, worauf 6ìii ander- 
artiges Si6gel sich befindet, als dasjenige der Herr8chaft«. — 
Mr B ^f : luiA uijb t^ ap fn/iJit ^uipJp^irqX fftb^ »der b6Ste ist 

derJ6iiige, dessen Farbe dnnkeirot ist<; B ^H: t 'L^p'"j '*{fr 
mlrqnfb' ap ^utói k »^nf jen6 Stelle, an welcher daB Ubel Ì8t< ; 

B cTi^ur: ht. I^uij ap ^^k mpajb >nnd 68 giebt einen Bolchen, 
worauB kein Blut flieBt«. 

Nur gaBZ vereìnzelt zeigt Bich in der classiBchen Sprache 
obige Relativkonstrnktion, nnd zwar als SemitismnB i), wlihrend 
dieselbe udb im Kilikischen als wirklich armenische Sprach- 
eigentUmlichkeit entgegentritt, die sich wohi selbstUndig aus 
der Sprache heraus entwiekelt hat, nnd keineswegs auf die 
gleiche Relativkonstruktion des Nenpersischen oder Arabischen 
znrUckzngehen branchi. Noch beute ist dieselbe syntaktische 
Erscheinnng im Nenarmenischen vorhanden; vgl. darllber 
Aid. U 202. 

IV. Partikeln. 

§ 442. Hìnsichtlich der Kasusrektion der Praposi- 
tionen sind bezeichnend folgende Faille: p. 51 12: pt appkp% 
ptuii liiuiT ^mlbl^ium aMtmit fi il^patj aLiHr^ »wenn dÌ6 Waisen 
einen Handel oder eine Klage gegen jemanden baben<; 
p. 61 5: /t il^pwj nLiPkp^ »gegen jemanden*; p. 59 26. 27: 
qunifrii j"jq^^ 'L'"'''9 J"*-*^ t^utmiuumuiVù t »da8 gauzc strìttige 
Objekt, nm dessentwillen der Prozess Ì8t«; Kb </k: ^irm tuji^ 
aLiPkg »mit sonst jemandem«. Darans ergiebt sich folgendes: 
die altannenisehe Kasusrektion, wonach Pr9.positionen wie 
A 'IP^P'^j ^^d ilutuh (kl. iluilbff) den Genitiv naeh sich haben, ist 
im Kilikischen dahin verschoben, dass die betreffenden Pr9r 
positionen den Dativ regieren. Zum Vorschein kommt diese 
Verschiebung der Kasus freilich nur bei Pronominibus : bei 



1) Vgl. Aid. II p. 202. 

Karst, Eilikisch-mittelarm. Yolksspraclie. 26 



402 Anhang. 

andern Wortkategorieen ist ànBerlich kein Unterschied vom 
GlaBsischen vorhanden, da bei denselben Genìtiv nnd Datiy der 
Form nach zuBammenfallen. 

Analog zeigt verschobene EasaBrektion anch das Neapersarme- 
niscbe, worin nach Aid. 1200 folgendeF^e: tpwp 'Ipt^ (westarm. ppiupai, 
'[puy); iunuAy f^% (westaiiD. tuiLutbg mibnp); ^ti^ qkoplnuj (westarm. 

m%np l^f^opk) ; ferner /Ai 'b""Ji '^'L 'Ip^Uì '^t ^«"^/», ^i_ 4P'"J^ 
Xkij^ 4iudutp^ i&ij^ uftu etc. In letzteren Fallen ist, gleichwie im Eili- 
kischen, statt des GenìtiYB der Dativ eingetreten, eine Erscbeinong, 
anf die man Ofter bei den jttngeren Entwickelnngsstnfen einer 
Spracfae stOCt 

§ 443. Ùberhaupt tritt zam Ansdracke dea Possessiv- 
yeTh9.1tnÌ8ses der Datiy ein, wie folgende Beispiele zeigen: 
73 io: pt ^piUL^utit aMtiuj ag uiiL ff%g nLiPk^ »si qnelqa'un a 
chez lui le gage d'nn antre*; 61 5: jutqtu^ qunamummiili 

aLtTIro >de8 plaintes de quelqn'nn*; Rb Ì^\ nuJko mùuaÓB 
»Jemande8 Tier«; Rb£<(^: nuttrg qpauum »Jemaiide8 Lasttìer«; 
Rb i^: nLi&g pb^niji » JemandeB Ealb « ; Rb £i^: n<jA^ ftp^ 
>Jeinaiides Habe<; Rb </k, km: nu&g I^IAt »Jemaiides Fraa«; 
Rbi^?^: lau&g muunàt Àkk. »Jemande8 Tier«; Rb ^: ^nt.- 
aOrg auLpiub Akk. »Jemandes 6arbe<; Rb à^; ft jnLiT u/unA »iu 
we88en Namen«; Rb w: fi joliT Irpl^ftp ^uttlJì' mjbnp t *SLn( 
weesen Grundeigentum es gefunden wird, dem gehSrt es* ; 
Rb ^: p jnLiP iffi^iu^ ^%p »in we8sen Distrikt i8t< ^). 



1) DasB dieselbe Eongtmktion anch z. B. bei dem spaten Historiker 
Yardan (13. Jhd.) Eingang finden konnie, darf, znmalVardan Ostarmenier 
Ì6t, nicht anfTallend erscheinen. Ans dessen Geschichtswerk seien erwShnt: 
jnpnLiT tuLOLpu hezw. jnpnLiP jtuLaLpu >in dcBBenTagen, znr Zeit deB8elben« 

S. 34, 40, 61, 67, 76, 85, 87; Jn "bJjih lULnLpu >in den Tagen desselben, zn 

Lebzeiten desselben* S. 107; jb-ptuitb-pnpq. ilp-^h-papq, uiilfi pmqutca^ 

pncpiruMi pLpaLiP >im 36. Jahre seiner Regiemng* S. 26 ; fi Ammutaù- 
irpnpq. ""% put^mutpagpiruaiiU ptpaLiP >ini 11. Jahrc seinor HeiT- 

Bchaft* S. 53; jirp^nmuauuihhrpapn, uti^ ^uyputu^iranatptugit ffLpuLJ* 

>im 12. Jahre seines Patriarchates* S. 86; jhlu l^pdiiuiunp[i UftaLiT >aaf 

der Schnlter eines MOnches* S. 122; Jt taaóa ^op i&pnuf >im Hanee 
nnseres Vaters* S. 66. 



SyntaktìBche EigentUmlichkeiten. 403 

y. Yerbum nnd Satzbildnng. 

§ 444. ]) Ùbereinstimmung des verbalen PrUdikats 
mit dem Snbjekte. — Ist das Subjekt ein PInral, bo Btìmmt 
das verbale Pràdikat mit demselben regelmaBig im Nnmerus 
ilberein; es kann jedoch auch im Singniar stehen. Z. B. : 
A%g iujhlriig »wir machen« 63 18; pt i^^t''' "'VM^ "'- Pt 
'IsP^it^fìh »wenii die Kinder gevvionen und weiin sie yerliereii< 

51 17; npS- inqayjAi fi mtuuUnL^jtbl^ uiiupfiìt nAfiìt a^tuuaul/ù >die 

mtonlicheii Kinder erlangen ihr Reifealter im fttnfzehnten 
Jahre« 51 i; tumiu pt 'lli'^j^^ ilimMiiiulb qJinliLU >wenn aber die 
Zengen den Zweikampf nicht woIIen« 59 18; utmiu pt tlffutjhp% 
liu»ttruu/ù ^^n^A >wenn aber die Zengen den Zweikampf wollen« 
59 23; pt jlruiSiuig^ m^ViM m/i^Jilfiilrp g^^fib »wenn die Erben 
8&mmtlich MUdchen Bind« 21 5. Dagegen im Singniar: %iu uy^^ 
'b"jp '"•^''"y ui/iinp jlrm^tug^ >so sollen es wieder haben Beine 
Erbenc 23 19; %imu^% jt inwpn%^% klnA ^umj »ihre Pfìlnder Bind 
in der Hand des LehnBherrn« 33 4; pt fji^ omiup tuu^plbtp 
llb'iiuij I» q-aLp^ »wenn noch andere Gttter anBerdem vorhanden 
Binde 21 9; %ta luju piuMjpiiltu pi9lrgu»L »80 8Ìnd diese Bestim- 
mnngen annulliert« 55 12. Namentlich ist der Singniar beim 
PrUdikate Begel fUr den Fall, dass das Snbjekt ein Plurale 
tantum mit Singalarbedeutung ist. Z. B.: pt ^utjplrìtltg ^lAmj 
»wenn Erbgnt vorhanden ist« 59 19; /^ir^ 'U'vts^ fnoug% Jtl{ 
>die AnsBage der Zengen gestaltet sich zn einer einstim- 
migen< 29 2. 

§445. 2) Kasnsrektion des Verbnms. — Der von den 
Verben des Sagens nnd Erzàhlens abhUngige sog. Kasns narra- 
tivus der alten Sprache lUsst sich fUr das Kilikische nicht mehr 
nachweisen, ebensowenig wie das Kilikische noch eìnen Kasns 
circnmlativns kennt. Die beiden Kasns, Ablativ nnd Instrn- 
mental, besitzen nicht mehr die Kraft, an sich allein nnd ver- 
m5ge ihrer ursprttnglichen Natnr nnter bloBer Yorsetznng des 
Pràfixes f- Z" jene Beziehnngen auszudrttcken. Vielmehr wird 
im Kilikischen das entsprechende UmstandsverhUltnis durch 
die respektiven PrS.posìtionen oder prUpositionalen Ansdrflcke: 
ifu/bg vang nnd ^ 'l^p'^j < ^^^ *iii betreff, Uber«, ii'^p^^ ^^^^ 
nnd ft i/h^pmj »um, hemm< ansgedrUckt. 

Anm. Anffallenderweise wird das Verb uL^tri^ uzel »wttn- 
schen, begehren, verlangen, fordem< anf zweifache Weise 

26* 



404 Anhuig. 

konstruiert: 1) mit Akknsatìv dea direkten Objekts und Ab- 
latìv der Person, von weleher verlangt wird; 2) mit Akku- 
sativ des direkten Objekts and ft i e. Akk. der Person, von 
weleher etwas verlangt wird. Z. B.: ^ ufiupaìtt% tnjtuilt hl^^ 
>yon dem Lehnsherm mtissen eie es begehren« 17 15; n^ ^ur- 
plA jmjplik'u fiUauL Jtp^ nLqki^ > kdnuen von dem Gatten gar nichts 
yerlangen< 19 16. Daneben: ni.f^^ ii^typirìifigìi p jui/h ap nói- 
%iuj >das Erbgut verlangen, von demjenigen, der es besitzt* 
17 14; pt j'"^oq^ uiu^plbtuifii nLqt^làt »wenn aie es von den In- 
habem des Gutes fordertenc 17 16; ap ^ uiiupnbaLpjió/b nL^i/p 
>dass es von der Herrsehaft verlangt werde< 17 2o. Erstere 
Konstraktion ist echtarmeniseh: letztere da;;egen ist wohl nnter 
dem Einflns^e des franzosischen >demander quelqne chose à 
qnelqu'an« entstanden, welches in dem altfrz. Originai der 
»AssÌBes d'Antioehe< gestanden haben mag. 

§446. 3} Yerwendnng der einzelnen Tempora nnd 
Modi. — Die Tempora in ihren entspreehenden Hodis schliefien 
sioh hinsiehtlieh ihrer Anwendung wesentlieh denen der elassi- 
sehen Sprache an. EigentttmUeh ist den >As8ises d'Antioehe« 
die hHufige Yerwendnng des Aorists als Perfektum prasens 
oder logisohes Perfekt. Solehe Perfekta prasentia sind in 

ASS. Ant. folgende: kc Snag qpl^oqh anuL^mg hirp^girc 29 11 ; ifL 
i&tUQ jtuuanaLÒ-nj Itl jt nutpi^unA ^uadaub^s 31 20 ^ irtv Sùaug j§ i^aU'^ 
paiiflit ^uff/aiffimir 33 3^ hrL ^tug jt iuuipaìipit ^iuiftu%oÌt *l3 9. 10 ^ 
h-L Sbuig p u^uipnbaLp-Irutb jt ^lutfatìij^ 35 1 \ %m SLutglri ^ f mVv nu 
Juhr*liìb uiJli^Vb p jjip *^uit,uamagù ji tlb'puij 83 20. imi apmirth t "/' 
utu^ui ^luquiL adhnmU^ 29 17 ^ %ut ^im^iUL uj&-niuh^ 31 7^ %tu 
tu^au ap ^auquit. qg&-ntu%j^ 31 20 ^ ^ui utÌiiLp^% ^tuquiL uAqtuiB^ 
35 1. iruf IrtuiL p tfutSb fi ^'op^t ^5 21 ^ Itl tr/uiL Jt aqutpmaLg 9 24 ^ 
%ui au^ui ap h-£UiL aijm a£unpui J» njuptuai% ni. jt jfiph^g Ijft'p'^ 
pùlfuiL 33 6. 7; %ua tftutT IrquiL ftp 51 4 J %ut ir nati. 51 18^ ac ^trpfia 
ir qui L 11 3. 4; hrt. ^qA fàauiL ^Ip^i t% 49 15 J %au iQuAfèrhiULap 

l^apnju q'UJ^ ItJ'?^ ^' 11) ^"^ k'^P'll'' HFU^jf^ 59 SJ iriiff uiqlffilf 
l^npnju 67 \\ pp j^' Rapata 13 22. ìiau qiiaiu Luiphrgutt, 81 11 ^ 
Ibtu ^^unthlb pMuìtii auJpgatL 69 6J trii» pp fupuiP auqauintffauL 67 3^ 
Ibui taLÒ-bguML q.uimauuutuilib 67 15 ^ irov ui^ut ap p tfifp^ Ibapu» 
^wuanauaairuuti. ()7 7^ irur I^ÈnpirgutL 67 12^ %ui ui^ui ap ^^'^P'^^S""' 

ilJguijaLppó, 29 10. Bezeiehnenderweise geboren sàmtliche F&lle 
dem Gebiete der Naeh- oder Folgesatze an. 



Syntaktische Eigenttimlicfakeiten. 405 

§ 477. Verbalnomina: Infinitiv, Partizipia. — Die Ver- 
wendnng derselben in Yerbindnng mit dem Verbnm Babstantìvnm 
ist weit ansgedehnter nnd allgemeiner als im Altarmenischen. 
Man denke nnr an die Rolla, die der Infinitiv bei der nega- 
tiven Eonjngation spielt, sowie an die zahlreichen mit Httlfe 
der Partizipia gebildeten Tempora composita; das Kilikische 
nàhert sich bierìn Bchon dem Nenarmenischen. 

§ 448. In selbstSlndiger Verwendung dagegen, als Ver- 
treter von ganzen Satzen, sind die Verbalnomina, dem Alt- 
armenischen gegenttber, sehr znrllckgewichen. So ist die alt- 
armenische Konstrnktion ^ t + Inf., im Sinne eines temporalen 
Nebensatzes, im Kilikischen nicht mehr nachznweisen; ersetzt 
ist sie durch Bildnng von eigentlichen, dnrch Konjnnktion 
eingeleiteten NebensM^tzen. Zum Teil tritt auch fUr Infinitive, 
die von einem Verbnm finitum abhUngig sind, im Kilikischen 
ein konjnnktionaler Nebensatz ein. So wird z. B. in der alten 
Sprache das Impersonale «y^m^ piti »oportet« stets konstrniert 
mit dem Infinitiv: im Kilikischen dagegen verlangt es stets 
einen konjunktivischen Nebensatz nach sich, eingeleitet dnrch 
Konjnnktion ap vor >das8«, oder anch ohne dieselbe; z. B.: 

uihtnh np luiAtiL 55 15 ^ luputp np nàAiiuj 19 11 ^ Ufpui^ /A^A ^'^' 

Spurlos geschwnnden ist ferner die der classischen Sprache so 
charakteristische selbstandige Konstrnktion des Partizipinm 
praterìtnm im Sinne eines Verbnm finitnm : das dem classischen 
Partizip auf -A^a»^ -eal entsprechende kilikische anf -fr^ '*el 
findet sich, wie in Formenl. § 404 dargethan, ansschlicBlich 
noch in Verbindnng mit dem Verb snbst. in den znsammen- 
gesetzten Zeiten. Àn Stelle jener dem Altarmenischen eigen- 
tttmlich absolnten Partizipialkonstrnktionen treten im Kilikischen 
Nebensatze mit Verbnm finitum. Satz- nnd Periodenban ist 
hiermit einfacher nnd weniger mannigfaltig, zugleich aber auch 
weniger schwerfòllig als in der classischen Sprache. 

§ 449. Ein eigentttmliches Gepràge wird namentlich dem 
Satzbau nnd Satzgeflige des Kilikischen aufgedrttckt durch die 
so haufigen Bindeglieder. Bereits oben Formenl. § 316 wurde 
Konjnnktion np vor vorgeftlhrt als regelmaBige Einleitepartikel 
der Konsekntivsatze, FinalsUtze nnd abhàngigen AussagesHtze, 
als Vertreterin von ci. pt, tpt^ ^, npu^tu qp etc. Vgl. Gloss. 
Neu ist auch folgendes syntaktische Gesetz: Die NachsHtze 



406 Anhang. 

der hypothetiBchen, temporalen und Belatiyperioden 
werden regelmUBig eingeftthrt durch das Bindewortinif 
(ir UT/) na. Im Glassischen steht dafttr bekanntlich Eonjnnktìon 
ev, jedoch nur vereinzelt nnd fakultativ; wahrend das Eìlikische 
die Einleitepartikel na in diesen Fàllen regelmS.Big nnd obliga- 
torìsch setzt. a) Nach Bedingnngssatzen: pt if»^ Irpt^uL 'um 
^pp t ««v^M *^6^^ ^^^ Lehnsmann 8chw5rt, so ist er frei 

nnd rein< 11 9; pt ^utpèritm% qmUnLi^ qfiiig *p uilri^^%iu J^lfr tuuk 

»wenn sie ihn am Orto finden k^nnen, so sprìcht der eine« 

15 14) pt ^wj ^w U£uamir^ t "p wt^m njupt^iuuh juttiiuf bpPtuj 

»wenn er nicht kommt, so muss daranf das Gericht weiter 
8cbreiten< 15 24; In. pt «ì ^i» ^luUpkpt u^mpiMi »nnd wenn 
nicht, so gewahrt der Lehnsherr eine Frisi « 15 26; In. pi 

mquij Ifk^UMj uipuitn9it %U9 u^fiiap ap aAlbuu tnjilijiliii l'/^t'^Jt Ùt"^ 

qiuufpiitaifr »nnd wenn die Dame ein Eind hai, so mnss die 
Dame den andern Teil des Gntes erhalten< 19 li. Ebenso 
pp. 9 21, 11 10, 21 3. 13, 23 7. 15, 25 8. 10, 27 6. 9, 29 5. 7 
u. s. w., femer hànfig in Rb, Mr A, Mr B, Geop., Mx. Her., 
Smp. Ghron. n. s. w. Znweilen trìtt za %ut verstarkend noch 
uiu^ui aba oder tu^m aha hinzn: In. pt fn/iuSù fuyit f"- ^4"#* 
iiiu ut^ut ap uaLin t »und wenn der Gegner sich entzieht nnd nicht 
k^mpft, so ist er im Unrechte« 61 n; kc pt ip^ ^limiBAmj 
Irptj^aL^ %ui tuu^iu phrplrù ^j^ tuifitL^lb »nnd wonn der Lehnsmann 
nicht sch w6ren will, so lUsst man den Bttttel kommen « 1 1 25. — 
b) Nach TemporalsSltzen : kpp lufut itui/nc^^ ^ptuLtp^lb* iim 
u^Mupm t »wann der Bllttel die Vorladnng macht, so mnss« 9 le; 

bpp th^ "ùnputia t^mpuaót uttupnj tH^f* Ietìv <v«/ é-tua.atPpót yt/^taptap 

»sobald der Lehnsvasall 60 Jahre alt ist, schnldet er keinen 
Lehnsdienst mehr« 11 16; jnpéuoT at. ^mj %ui Jjtlbuili [> ém& 
u,ni,n.. uJhjuii^uiq^ »wann auch immer er kommen mag, nimmt 
er es sofort, ohne Verzug* 13 28. — e) Nach Belatiysatzen : 

tluiub ah uijii ap auiu^pmiioit ^'"fp'i ifi^l' """/'^ t^ h'i. op J^ %ui J^ulfjt 

pp u^utgpiaói ^ufutpui/i ap uij%t *weil dcr, wclchcr das Gnt ein 
Jahr nnd einen Tag besessen hat, ihm ja nicht Rode zn stehen 

schnldet « 17 I8 ; ap ppuiL ac domlnjip ih^p ^"U 'Hl^ mniìiaL ohpP^ 

»wer im Bechte nnd der Nachstverwandte ist, der erh&lt den 
Gegenstand* 69 3^). 



1) Vgl. die analog fangierende Bindepartikel ne im NenarmeniBchen 
(Tr.) bei Àidynian II 99. Ygl. als weitere Analoga ftlr denselben Fall : 
ruBBisch To, dentBch >da«. 



Syntaktische Eigentiimlichkeiten. 407 

§ 450. Wie sehr anch fremdsprachlicher Einflnss anf das 
Kilikische sich S.aBern mag in dem Eindringen von fremdem 
Sprachgate, so hat sich doch im allgemeinen die Syntax davon 
rein gehalten: Satzban nnd Satzgeftige des EilikiBchen sind 
wesentlich echtarmenisch, im Unterschied z. B. von der nen- 
westarmenischen Schriftsprache, deren Syntax nach Satzban 
und Satzgefbge bekanntlich die osmaniseh-tttrkiBche ist^). Die 
in unsern kilikischen Qnellen znm Teil heryortretenden nicht- 
armenischen Eigentiimlichkeiten der Syntax Bind gelehrte Nach- 
bildungen eines fremdsprachliehen Originals, and als solche 
der eigentlichen Volkssprache fremd geblieben. 



1) Die westliche Sprache hat starken tOrkiBchen EinfloBS er&hreii: 
die Tiirk-Armenier sprechen bekanntlich ebenBo gat oemanlBch-tiirkiBch 
als armeniscb. 



NachtrSge und Erweiterangeii. 

Za p. 21, Rdn. 3. Yon der neuostarmenìschen Lant- 
entgprechang des alien a ausgehend hat bekanntlich SchrOder 
im Thesanras denselben Lantwert anch auf das Glassisch-Alt- 
armenische verallgemeìnert und libertragen, indem er classi- 
sches n allgemem mit u'é transskribierte. Ygl. SchrOder Thes. 
ling. arm. p. 13. 

Zn p. 57, Bdn. 1. Namentlich stark ansgeprSLgt ist diese 
Lanterscheinung im Zentralarmenischen, speziell im arata- 
ti schen Dialekte, wie aus folgenden, den yon Navasardean? 
in Tiflis publizierten >Hay 2o7ovrdakan He£ial;ner« entnomme- 
nen Fàllen ersichtlioh wird: ^nm^ ^amp (= ci. ^nuv, inmis) ¥114, 
39, 61, 93; ^i.^, ^n^ (= ci. ^*,^, <«^ir) VI 21, 22, VII 42, 51; 

utrLtu&nq^ (= ci. ulfi.ut4i"ju) VII 97 \ &npugtth (= Cl. apuwthj VII 96* 

Ferner: ^aq/, (= cl. 4aqji) VI 4 21, 21 15. 20, VII 16 20, 25 18. 19, 

37 3, 97 18; uAfaqli (= cl. u/b^aql,) VII 93 16; ^aqtg-^nql, VI 

6 19. 20, VII 7 1 a. i.; ^i»/f, ^app (= cl. <i»/f, ^ap%) VII 30 21, 97 6; 

fapuLiPp^ ^apitLSL Lok. Sg. VII 30 21. 26. 28; fapIrpaLiP Lok. pi. 

VII 26 1; fapt {= ma. ^npt) IH Bg. pr. VI 21 25; faplfg (= ma. 
4npifg) III Sg. Aor. VI 15 7. 11, VII 95 9. 

Zn p. 74, § 84 Anm. Zn den Fàllen : san^ Gen. von sun^ derulan^ 
Gen. von dertd*en n. s. w. stellen sich anch folgende normal ost- 
armenischen Formen des Pronomens III Person, in welchen na. a 
altarmenischem ea in letzter Silbe entspricht: Sing. Dai-Akk. 
/ipuAf Abl. jtpmbltgj Instr. jtpuiiiailj Lok. ftpu/iinLir. Plnr. Nom. 

/iptaUo, Gen. jtpuiùg^ Dat.-Akk. ftpmbg^ Abl. {tpuabgftgy InstT. ppmit' 

gaifj Lok. ftpu/b^itLj: So in der oa. Hochsprache n. Palas. p. 136. 
Etwas differenziert zeìgt Ag.: Gen. ^[ipmby Dat-Akk. ^jtp^ 

pLpuhs^ Abl. ^jtpuiUJtg^ ^ppuihuìhpa Unu ^Lputit^a^ InStr. '^ppiuhuiL 

Lok JlipiuiiuiiT eie, (n. S. Sarg. Dial. v. Ag.); ferner Tf. (n. Tom. 
Dial. V. Tf. §358): Sing. Gen. tran (neben ir nnd tra), Dat- 
Akk. ^piu%j Instr. irmovj Abl. irmen, Lok. iranum. Plnr. Nom. 



Nachtrlìge und Erweiterangen. 409 

iranSy Gen.-Dat.-Akk. iran^, Instr. irangmavy Abl. iran^en nnd 
iran^emenj Lok. iran^um. 

Zu p. 134 — 135, Rdn. 3 erstes Alinea. Za dem in der 
altarmenischen Version des DionjBÌas Thrax (Ed. Girbied, Paris 
1830] tlberlieferten niohtclassischen altarmenischen Spraohgnte 
geh(5rt auch die Prapositìon %p (Dublette %giii) Dion. Thr. p. 54 
§ 19. Dieselbe Partikel kehrt sehr hftafig wieder in der aa. 
philoBophischen Litteratar (speziell bei Day. Phil.) in der Form %^ 
derart, dass letztere als regelmUBiges LokalprSrfix der voka- 
lisch aniautenden Nomina genan dem prftpositiven /^ der kon- 
sonantisch aniautenden Nomina entsprìcht; Beispiele s. oben 
p. 239 Rdn. Dazn stellt sich nnn im nenarmenischen Dialekt 
von Agnlis als ganz paralleles Gegenstttck die Indikatiybildung 
Yokalisch anlantender Stàmme mittels des Pr9,fixe8 n\ so z. B. 
n. Patk. dial. p. 47 ff.: von «v/vi^^ (= kl. Mufrlri^ >machen«) der 
Ind. prS.s. ^wputiP-piT^ ^gtu^ .a#/ ete. gegen Eonj. prUs. mpliJ\ 
mpliu^ lupft etc. ; von ^<Ar^ (= kl. iuulrf_ >sagen«) der Ind. pr&s. 
%ui4uiir-.pJ\ 'pu^ -mj etc. gegen Eonj. pr9,8. m^fnT, »u^l»u^ ut^fi etc; 
von ppilui/^ ( - kl. irpIrL/ii^ >erscheinen«) der Ind. pras. isppilunT- 
pj\ ~pu^ ^tuj etc. gegen Konj. prfts. ppt/pJ] pp'lpo^ ppilfi etc.; da- 
gegen ohne prafigiertes n von mjtuumi^ >sehen« Ind. prsls. «v^»- 
%iuJ^pJ Eonj. prlls. mjtuùltj: Das agnlische Yerbalnomen anf 
-am entsprìcht phonetisch dem normalostarmenischen anf -mn, 
ist also Lokatiy und folglich jenes n das Lokatiypràfix und 
identisch mit jener altarmenischen in der philosophischen und 
grammatischen Litteratur erscheinenden Partikel n resp. na. 
Ygl. auch hiertlber bereits Patk. dial. p. 20. AUo sind jene 
altarmenisch belegten Formen nicht etwa grammatische Er- 
findungen (!) sondem durch das Vorkommen derselben Formen 
in der neuen Sprache als echtarmenisch, d. i. in diesem Falle 
altdialektisch gesichert; ein weiteres Zeugnis ftir die dialek- 
tische Spaltung des Altarmenischen. — Pràp. n (= m^ 
nan bei Dion. Thr.) ist nattlrlich, wie schon Patkanean (Patk. 
dial. p. 20) eingesehen hat, identisch und zusammenzustellen mit 
Lokatiypartikel gr. iv, lai, goth., deutsch in etc. Schon bei 
Dayid Phil. ist dieso Prapositìon bei konsonantisch aniauten- 
den Nominen nicht mehr zugelassen und so gut wie aussohlieB- 
lich auf die Falle mit yokalischem Anlaute beschrftnkt, in 
welcher Stellung sie schon frtih mit dem Nominalstamm zu- 
sammengewachsen sein muss ; nnr deshalb, weil dieso Partikel 



410 Naohtrage and Erweiterangen. 

flchon Mhzeitig ìm Sprachbewnsstsein als Bolche yerblasst war 
nnd als integrìerender Bestandteil dee mìt ìhr verschmolzenen 
Nomens galt, konnte dieselbe in erstarrter Form sich halten nnd 
tlberleben zn einer Zeit, als sllmtliche altsprachlichen Flexions- 
prafixe im NA. znriickgedrSrngt und anfgegeben wnrden. 

Zn p. 192 Zeile 19 nnd zn Rdn. 5 ìbid. Als moderne Ans- 
ly.nfer von entsprechenden mittelarmeniscben f?i-Plnralen be- 
gegnen anBerdem im AK. anch noch Falle wie : f^aLftg «Thllrenc , 
2^nLltg >Hnnde<, mbaLfig »HànBer« nach Canik. p. 284. 

Zn p. 193 Zeile 8ff. Vgl. anch na. ^eP-mlirit (ans *^itib- 
^utjt^g) >Franen«, na. uigt^-mlirg »Wnrzeln« im AK. (n. Òanik. 
p. 284. 

Zn p. 193, § 248 Zeile 6 ff. Vgl. anch als nenarmenische 
Fortsetznngen von Ulteren Gmndformen anf -vadi folgende 
Flnrale des Dialektes vonAkn: %lrp-aLpiauig {àm^^kp^at^m^-mg] 
»Wnrzeln, Wnrzelenden«, ^aLp-aLpuiutg (ans *^nt^-nM,pmli^aqg) 
»SchweBtem«, mtujf^nLpmuig (ans mw£^nLptn^''utg) >Schwllgerin- 
nen«; dagegen vom mehrsilbigen wqjiwp »Brader< die Plnral- 
form! mqnp—miuo (== mqpMip»m^"Uta)^ n. Canlk. p. 283. 

Zn p. 226, § 283 Anm. Die modemen pronominalen Dativ- 
formen anf -4, wie fiii^^ ifi^ql» haben (gegen S. 226 Z. 25 — 26) 
nicht sowohl genitivische als vielmehr akknsativische Fnnk- 
tion zngleich in sich vereinigt, nnd zwar infolge einer eigen- 
tiimlichen Yerschiebnng der Easusformen, die vom Pronomen 
der II Person ihren Ansgang nahm. Naohdem nàmlich dnrch 
den Schwnnd des Akknsatìvpràfixes z beim Pronomen II pers. 
der Akkusativ mit dem Dativ zn der gemeinsamen Form sg. 
^tr^, pi. Xirq^ znsammengefallcn war, gewann es den Anschein, 
als sei hier die Datiyform zagleich anf den Akknsativ llber- 
gegangen ; analog wnrden nnn anch beim Pronomen der I nnd 
III Person die Dativformen anf den Akknsatiy Terallgemeinert 
nnter VerdrS.ngnng der nrsprtinglichen Akknsativformen; nnd 
wie /rliré^, i&q^^ ^tr^^ XÉrq^^ SO traton natUrlich die sie abl5senden 
jttngeren Dativformen /^'ir^/^, lA^^, ^^^, ^^qfi zngleich in 
Akknsatiy-Fanktion ein. 

Gleichwohl ist diese Erscheinnng nnr schwach ansgeprUgt 
im WA. (vgl. Aid. Il § 150 nnd Han. J^zykn Ormian Polskich): 
znr vollen Geltnng gelangt sie dagegen im OA. — hier stan- 
den sich gegentlber beispielsweise im Ag. der Nom. sg. ù nnd 



Naohtrlige nnd Erweiterangen. 411 

Akk. 8g. t>, im Tf. der Nom. sg. yis nnd Akk. 8g. is^ so dass 
hier zudem das Deutlichkeitsbestreben der Sprache der Ver- 
dr&Dgang dieser unbeqaemen Akknsatiyform und ihrer Er- 
setznng durch eine nene Form Yorschub leisten mnsste — , 
wo auch die librìgen Pronomina mit in die Analogie der 
Personalia hineingerissen wnrden. So flektìert denn die oa. 
Litteratnrsprache (Palas. Merak. maireni lezvi p. 135 ff.), nioht nnr 
Nom. 8g. kuj 6en. jtJ] Dai. nnd Akk. f/ùV^ Kom. Bg. i/mc, Gen. 
^iv, Dat. nnd Akk. ^^f^; Nom. 8g. {fug^t Gen. jtp^ Dai nnd Akk. 
(ipmu^ Bondem aueh Nom. Bg. noi, Gen. upui^ Dat. nnd Akk. 
upuib^ Nom. pi. aptuug^ Gen. upuaug^ Dat. nnd Akk. upu/bg etc. 
Analog zeigt Tf. (Tom. Dial. v. Tf. p. 200 ff.): Nom. Bg. yis, Gen. 
f m, Dat. nnd Akk. inj\ inji^ Nom. pi. minR^ Gen. mir^ Dat. nnd 
Akk. miz^ mtzij ebenBO Dat nnd Akk. sg. fiiz, Hizi^ pi. jiz, jizi 
zn Pron. II perB., Dat. nnd Akk. Bg. iran^ pi. irang zn Pron. 
Ili perB.; femer Ag. (vgl. S. Sarg.): sowohl Dat. Bg. m%k. als 
Akk. Bg. w%l zn Nom. /^i«, Bowohl Dat. pi. f^^ alB Akk. pi. i^^ 
zn Nom. f^^ ; ja Bogar mit Yerallgemeinemng dieBOB YorgangeB 
anf daB Nomen entstand folgende Flexion: Nom. sg. mquimp 

(= k1. mna.uup)j vrOn. tuniutiLp^ Dat. lunt/^aLpj AKK. luniutup nnd 

uiiiugn^] Nom. Ijghui^ {= kl. ^ìi^^), Gen. ^^ul, Dat. ^ìs^ulj Akk. 
t/iitu^ nnd ^ir^ift. Letztere ErBoheinnng hat Bich BehlieBlioh in 
jttngBter Zeit in mehreren nOrdliehen nnd nord($8tliehen Grenz- 
dialekten nnter Blayischem EinflnBBe dahin festgesetzt nnd ver- 
allgemeinert, dass B&mtliche Nomina, welehe belebte 
WeBen, Mensoh' oder Tier, bezeichnen, die Genitiv- 
Datiyform zngleich znm AnBdrnck deB AkknBatiTB 
verwenden. 

Zn p. 234 2. Ganz ebenBO wie Neh. flektiert der ver- 
wandte krimarmeniBche Dialekt, wie folgende BeiBpiele anB 
den Yon NavaBardeang in Tiflis pnblizierten >Hay ioYOvrda- 
kan he^iatner zeigen: q-iupai Gen.-Dat. Bg. Vili 69 6. %tupui 
Gen. -Dat. Bg. VII 52 ii, 54 17. 22, 57 5 a. i., 58 17, 58 2, 60 2. 3. 

6. 17, 61 3, 62 6. 8. 9, 63 5. 19, 64 3. 5. 8 a. i., 66 4, 67 2 a. i., 68 3, 

69 9, 72 13. 16, 73 11. 12; VIII 68 12, 72 is. 20. %uipaA Gen.-Dat. 
Bg. VII 58 21, 60 21 ; Vili 69 l. ^iupua^'u Abl. Bg. VE 59 4. 
ìittigui Nom.-Akk. plnr. VII 50 4 a. i., 53 6. 27, 55 2. 13, 57 7, 63 il, 
66 7, 69 8. 2 a. i.; vili 68 i. 2, 72 20. ìauifia Gen.-Dat. plnr. VII 

50 8. 17, 52 6 a. i., 53 3. 14, 55 8, 56 2. 2 a. i., 66 2, 67 2. 3, 69 4 a. i.; 

vili 68 3, 70 7 a. i., 72 15 n. 8. w. 



412 NachtrUge and Erweiterangen. 

Za p. 243 Zeile 2. Wie Neh. so zeigt aach der Terwandte 
Dialekt der Erimarmenier noeh die mteren Formen ftum^ 
ptatu^ fritti and zwar mit reiner Demonstrativbedeatang. Dazn 
folgende Belege aas >Hay ^oifoyrdakan helfiainer« Bd. VII: 
ftaui aumtrbu (= uiju étuJatbutti) »za dìeser Zeit^ jetzt« 58 14, 
60 18, 63 1 ; fiuui inkqu^ jtuiu uttrqj^ »an diesem Orte, hierc 62, 
64 i; limut talrqff »an diesem Orte, da< 52 19; [iiiui u^iu^ ìT' ««^ 
»yor einer Weile« 59 letzie Zeiie unten, 62 3; maup ^uui >trage 
dieses< 71 6. 7; Taylor ^utuitp T^ir^ t ȓeh will sehen, was dies 
iste 52 3; liuiu £iutQii% ijtmiuli ifum >gehe gerade yon diesem 

Wege aa8< 64 letzte Zeile unten; ^u#/f^ fimm tjmp Jìupqjiót qlrm^%p 

»8chlage diesen gemeinen Menschen da zu Boden« 69 9; /àtsu 
\lpiupl>-S(tmip'ii >jene8 Arabi-Jenkì« 64 18. Und aaeh: liuiu lt\ 

fiituutit^ &am ^wj 63 untcn, jimiu pituaitup J^^l^i t" ^^ oben, jimtu 

tlmpqMiuflrmlt ^tutnwp Vili 70 3 unten eto. Ebenso floriert noeh 
dasselbe Pronomen im na. Dialekt von Arabkir, worans 
naeh Hant. ams. XIV p. 251 f. folgende Beìspiele angefbhrt sein 

m5gen! pum iqut£iuj^% 'IfP^ i*'^'" piO^u/it ftitut oul^jtittrpp huta 
iiup^poau fiuiu lnu*lat,taaói ptntu 9£fvA l^jpt" p-"^ ^% fiaut triu^aL- 

infru^ puiu tlppl»/ fl'pg"ì t"'" Jìupq^c» Danach bezeichnen die 
Demonstratiya fiuta^ /imut^ jànu^ im Untersehied za den tlbrigen 
Demonstratiyen, eigentlichdasNahestehendejGegenwIlrtige, 
anmittelbar yor Aagen lìegende; yondieser ihrer arsprilng* 
lichen Fanktion za der oben §299 fllrs Eilikische nachgewiesenen 
Verwendnng ist der Ubergang ein leichter and natllrlicher. 

Za p. 276 Zeile 4 unten. Vgl. jedoch die yon Poi. nnd 
Neh. abweichende Gestalt des Kansatiys im Krimarmenischen: 
^guLuftiTy 'ffaLisfiu^ -gaótt^ '9"'^t^S'i '3"'^t-{t'i -^'»*^/'^. So z. B. 
zeigen Nayasardeang' Helfialner die Foimen l^p ^mi^aóiltu II s. 
pr. VII! 66; l^p ^ai^aàit III s. pr. Vili 66; Ifp ^mpgaóik III a. 
pr. VI 59, 70, 71 ; ihauigaóit IH s. pr. VII 71 ; AngaàMk III s. 
pr. VII 66 ; qu,pphgaóit III s. pr. VII 55 ; l^u/ugnAk ni 8. pr. VII 54 ; 
ka ^"'psnÓMft'bg I pi. pr. Vn 59; tip ^utp^nA/i'h III pi. pr. VII 49; 
ilhpgnóihi^ Inf. VII 1 00 ; lip iOtlfiiifffnLHl' I 8. Impf. Vili 68 etc. 
Zu untersuchen ware, ob hier morphologische Umbildang aus 
Urlteren nenarmenischen t^-Stammen yorliegt, oder aber, ob dieso 
Formen urspflnglieh sind, so dass das u in -ffaL%pJ] ~gnóil»u etc. 
sich aus S.lterem a rein phonetisch herausentwickelt bàtte, in 
welch letzterem Falle die p. 276 aufgestellte ErklUrnng des 
Kausatiys auf -num^ -unum entsprechend za modifizieren w&re. 



Naohtrilgfe nnd Enreiterangen. 413 

Zu p. 288, § 347. Àls weiterer Beleg znr Begrtiiidang 
meiner Theorie der kilikischen Sfórnme auf ^ena und der darch 
sie bedingten nnregelm9.Bigen Konjngation sei auch folgende 
MitteiluDg Thomsons beztlglich des nenannenisohen Dialekts 
von TifliB (Tom. Dial. v. Tifi. § 398) hier angeftthrt: »Suffix 
-ena- bildet im Tifliser Dialekte an zehn Verba, die zu ent- 
spreohenden, Torwiegend mìt Saffix a und t gebildeten Verben 
parallel laufen. Die Verba mit Suffix -enal haben eine 
besondere Bedentangsnuance, die sich mehr oder weni- 
ger yergleichen Iftsst mit der Bedeutung dee iterati- 
yen, andaaernden oder unvollendeten Aspektes nnserer 
(d. i. der rnssischen) Verba. In den Handschriften begegnen 
diese Formen yom 11. Jahrbundert ab nnd Bind offenbar heryor- 
gerafen dnrch die VaIgS.r8prachen jener Zeit, denn im Classi- 
sehen gab es S^hnliche Verba nieht, obBchon in demselben 
Saffix -enal exi8tìerte.« Und weiter: >Im Tifliser Dialekte er- 
scheinen sie (die StUmme auf -enan) in alien Tempora, w&hrend 
die parallele einfache Stammform dieser Verba sich erhalten 
hat fast ausBchlieBlich nur im Pr9,sens und den mit dem 
Pr9.sens zusammenhUngenden Bildungen«. Solcher einfacher 
St^mme, die ihre alte Indikatiyform gerettet haben, beobachtete 
Thomson (Dial. y. Tifi. § 415) in der Tifliser Mundart folgende 
sieben: tm, unim^ gidim^ kam^ pttim, aie und kanam [karam = 
fj/iuplnr) ; lauter Verba, die, mit Ausnahme des Verbum substan- 
tiyum tm, Parallelformen auf -cna besitzen und auf das Mittel- 
armenische zurUckgehen. Vgl. auch Tom. Dial. y. Tifl. § 427. 
Weniger rtlokhaltlos vermag ich Thomsons Ansicht zu teilen, 
dass diese ^a-Stàmme bereits in der urarmenischen Sprache, 
noch yor dem Verfall derselben in Dialekte, entstanden seien. 
Sieher fìlllt ja die Entstehung dieser Stammgruppe in yor- 
mittelarmenische, d. i. altarmenische Zeit; sie dagegen weiter 
zurtickzuyerlegen in die Zeit der sprachlichen Einheit, des 
Urarmenischen, yerbietet der Umstand, dass die classische 
Sprache diese Bildung nicht kennt, da doch, wenn dieselbe 
sohon in urarmenischer Zeit entstanden wSLre, sie sowohl dem 
classischen wie den tlbrigen altarmenischen Dialekten batte 
gemeinsam sein mtlssen. 

Zu p. 302 Bdn. Doppeltgesetzte Indikatiypartikel 
zeigt der Dialekt yon Arabkir, woraus Hant. ams. XIV p. 251 f. 
folgende Beispiele bringt: ^'^/^ ^hl »Ì8t, wird<, ^* aàtlrbu,j ^ul 



414 Nachtrlige nnd Erweiteraogen. 

»hat«, Iji^ puiu ^itL »8agt«; IjgaL qtuj ^aL »kommt<, ^* t%m lini. 
>IDacht<, II* tuiàiiu littL »nimmt«, IjgnLqm IfitL >yerlangt<, ^agjam ^ag, 

»giebt< p. 295 u. s. w. Daneben erscheint noch die einfache, 
bald vor-, bald nachgesetzte Partikel: ^' Irpiu »geht«, ^ac 4tupiit 

»Zllhlt«, mlruitiu l^ttL »SÌeht«, qp^iru ^ul >BChÌckSt«, ^' kpat Jgtb^ 

Ifiu^ tptm »er geht, lehnt das Ohr anc, if ypafu ^uiub^fu l^at. 
»gehen and gelangeii< n. s. w. — Ànalog entstand in derselben 
Mnndart dnrch Yerschmelznng der zwei abwechselnden Fatar- 
formeln di + Pra^sens, Prasens + di eine dritte Eombìnation 
Air das Fatar : di + PrUsens + di\ z. B. naeh Hant. ams. ibid. : 

/^ m* i%ui mft »Wa8 wird machen?«; i^uibqÉum mft tamiT m^ 

»werde Klage 8teUen«; w* fir/^<r w/i »werde machen<; at/^ ^mj 
mfi »wird kommen< p. 296 etc. Daneben noch: ^lóiut mfi 
»wird nicht nehmen«; tuahuiu mjt »wir8t nehmen*; m* trpmtT 
»werde gehen« etc. 

Za p. 307 Zeile 1 ff. oben. An die Stelle de8 indikatiybilden- 
den Verbalnomens anf -t<m resp. aaf -is tritt aasnahmsweise 
im Jlf. ein Partizip anf -ìnan. So entstehen nach Fatk. dial. 
p. 90 ff. die Indikativ-PrUsensformen: 

tfbuiJuiiu uitT »ioh gehe«, 

>da siehst*, 

>er flieht«, 

>wir nehmen«, 

>ihr weinet«, 

>8ie sind yorhanden*. 

So aach: tniuiJ)uu miT >icli gebe«, l/niJìuìb and i^aiJmb mJT 
>ich gehe, ich komme« etc. Ygl. schon SchrSder Thesanr. 
ling. arm. (vom J. 1711) p. 356: 

P» %uiujtij9b qjii.tìi qjinfuAsut 

Sed mendose loqaitur Sjalfajensis, 
Dicens: Gain galmana (lapas venit). 

Vgl. aach aas p^ Sij'^'"j^3''''3 (AliSan »Armenian Popalar 
Song8« p. 13) 

V» 3: ^h'p^ qitiuJìuit uio ni"! jt Y^npuiuuiii» 
V. 11 : n*'-'^ "43 Pnqtfutit nJiLo np aittuJutit iifo« 

Daza Partizipiam prftsentis: ifutuiPu/b^ mkuJìuh^ afuufuJmh^ 
tuniFuih^ imitrtuù^ ^tuiJ]u% ctc. ; and weiter mit Ùbertragang der 
waw-Form anf das Prateritam: 



mlruJtulu 


utu 


tjiiu^Juiii 


"U 


tuitiftuii 


uAg 


iUtiJu/ii 


Uig 


IfiunluiU 


luii 



NachtrSge nnd Erweiteningen. 415 

tfUiuJutb [i »ich ging«, 

mbuiPuib ftp «dn Bahst«, 

iftiu^Juaù kp >er floh«, 

tunJutb fiug »wir Dahmen«, 

fuiiJhib fig >ihr weintet«, 

limiJm% jA» »8ie waren yorhaiiden« Patk. dial. 90 ff. 

Sonst erscheint dìese Bildnng lediglich als Partizip pràt. 
pass. So im Ak. (Canik. p. 393): qpJìu% t =^ normal na. qpa^- 
ató- t', ifpJuAt t ^=^ normal na. t^nLuiS- fy gmiJìub t = normal 
na. ^miaiMié^ t\ ferner im Sr. (n. Margoliouth im Journal of 
the Royal As. Soo. yom J. 1898): goxman »geh&ngt<y zardrman 
»geBchmtlckt, gekleidet«, ìtaiman »gezogen<, ìerman »geschrie- 
ben«, palmati >geoffnet«, kovman »gelobt« eto.; wie denn auch 
Zt. dieselbe Form, hier za -mon differenziert, zeigt, ale ipmon 
»gekocht« nach Lauti. § 43 Anm. 1. 

Das Verbalnomen auf -man ist identisch mit dem neu- 
persischen Derivatum auf ^Lo man] dementsprechend ist es 
im allgemeinen nur den mehr oder weniger unter persischem 
EinfluBS Btehenden OBtlichen oder zentralen Mundarten eigen; 
Yon der gebietenden Stellung, die dasselbe im pers-armenischen 
DialektTon Jfulfa einnimmt, BtufenweiBe abBteigend, je welter das 
Sprachgebiet nach Westen hinlftuft, yerschwindet diese Verbal- 
bildung fast gUnzlich im eigentlichen Westarmenischen. Das 
Kilikisohe kennt nur das yereinzelte man-Deriyatum iJìuii Iman 
(aus * li-man) in der Verbindung ^ idìuu % Iman «yollstftndig, 
ganz< 41 18, 57 1, 71 11, 93 17, welcher yereinzelte Fall auch 
auf die modernen westlichen Dialekte Ubergegangen ist. 



i 



Exkurs. 

Ùber die vulgarsprachliclie Fabel- und Morallitteratur 

der mittleren Zeit, 
spez. die Bog. 

Vardanischen Fabelsaramlungen 

in ihrer 

spTachgeschichtliclien Bedeutung. 

Das sehnlichst erwartete Werk N. Marr's: CfiopHHKH npirr^i 
Bap^ana Marepiaju aasi HcTopÌH CpeAHeBÌKOBOH Apmhhckoh JObire- 
paTypu liegt nnn endlich in 3 Bftnden abgeschloBsen vor. Von dem 
richtigen Standpnnkte ansgehend, dass der Yersnch einer sog. 
»krìtischen« Textausgabe fttr dieses Litteratnrgebiet verfehlt oder 
doch verfrfiht wftre, hat Marr die sogenannteii Sammlongen Ton 
Vardanischen Fabeln und Parabeln in ali ihren mannigfaltigen 
Redaktìonen nnd tlberarbeitnngen nnver&ndert mitgeteilt nnd so ein 
Werk geschaflEen, das eine wahre Fundgrube sowohl in stofflicher 
als in sprachlicher Beziehong ftlr die nachclassische Fabel- nnd 
Morallitteratur darstellt. Die sprachlichen Eigenttlmlichkeiten dieses 
Litteraturkomplexes hat schon Marr gehòrig gewflrdigt und, soweit 
es im Piane seines Werkes lag, verwertet: die mit vulg&rsprach- 
lichen Elementen durchsetzten Sttlcke gelten ihm mit Recht als 
spfttere Produktionen, die von den eigentlichen Schriften des Fabel- 
dichters Yardan zu sondern sind; das vulgftrspraohliche Element 
wird hier mit entsohiedenem Scharfsinn als Kriterium ftir Echtheit 
und Ursprtlnglichkeit oder Unechtheit der verschiedenen Texte ge- 
handhabt. 

An dieso rein litterar-historischen und textkritischen Vorarbeiten 
Marr's ankntlpfend wird folgende Untersuchung denselben Gegen- 
stand von sprachgeschichtlichen Standpnnkte ans welter ver- 
folgen und beleuchten, indem sie sich folgende Fragen stellt: 



Exknn. 417 

1) WeloheB ht das gegenseitige VerliftltiiiB der ▼erachiedenen Redak- 
tionen za einander in vnlgArspracUicher Hìnsioht, and UlsBt aioh 
darans irgend ein SchlasB aaf Alter and Entstehangszeit dieser 
Redaktionen ziehen? 2) Wie verhalten BÌoh die dialektìsehen 
Elemente dieses Litteratarkreises za dem Eilikisohen? and in wie- 
weit bieten diese »Materialien zar Geschichte der mittelarmenÌBchen 
Litteratnrc in ihrem nichtclassischen Teile aach wirklich mittel- 
armenisches Sprachgat? Die LOsang dieser Probleme wird sich 
eigeben aas einer Zasammenstellang der verschiedenen Rezensionen, 
wobei jede einzelne derselben je nach dem in derselben hervor- 
tretenden ^algarspraohlichen Material oharakterisiert werden soll^). 

Mr F = Ejmiaoiner Cedex No. 2281. Graphisches. Àlteres 
h in nichtletzter Silbe wird zam Untersehiede von jotiertem e-Laate 
mit t bezeichnet: gipl^lfii 325 15, utdtplfs ^^^'^ ^^ méifiot^ 831 4, 
fttpl^L 320 6, tpttnmuiupii^ 308 6, mài 324 6. 7, t^^lfg 341 2, 4^m 
184 10, t^lr^ 116'' 17, tqtp 319 1, 332 5, 334 4 ete. — Phone- 
tisohes. Yokalschwand: mujatg 329 18, mu^lA 325 2, 329 18, 
pkp%l,% 175 10, k/iikiP 116'' 11, ^móisaj 96*' 8, 329 11, s&àii/i 317 2, 

aai^m^mj 324 12; i^émp 325 5) ^irtjfir^^^ 325 6; qp^k^^ 170 9. Ol. 
jm = jk: ji jkalirói (= kl. fi jmn^jl^Ói) 335 19, J^nlln. [— kL 

jmaliri.) Yar. 170 2. oL k = l»: jM^ttàii 326 6, 301 10, 109^ 13; 
ffi^i^t Var. 168 12; ^^1»% 328 1. ci. nL=p: i^qnp^ 314 7, 331 18, 
333 11 ol. |f = ^: ^émp 325 7. cL mj = m\ «Y. 335 12, m% 320 7 

neben mji_ 324 U, mfbap 313 9, mjmnp 331 13. ol. ty =: ttLi Irp^ 
nl&^aLn 335 11, ^tuÌt%ir^atM 301 13, 4fmnLg 341 2, u/bauj 333 9, 

^Óè 24 4, Ifinài 326 5, ^m ^u^un 339 3 neben ftlterem^iT 4n^ja 

ibid. ci. uy = t {li)\ kqt 301 7, ^ jk^imÓi Var. 168 28, fff^iy»lr1Sr 

Yar. 168 28, H%lrg 327 2. ^l. hm = h: liaphlf 116" 3, 4hè^lr/jk 
280" 5, An^lr^ 318 1. ci. km = »: pron. lipmp 95^ 7, 176 4. 8. cL 
^uf = f : ffiiv 310 1. 2. ol. liL = l»: pron. l,p 340 4, ^/>tò 333 3, 
Ifpkiig 320 7. EonsonantenBohwand: m^t 324 4, 331 6, mék^ot^ 
331 4, ^UK-A 337 4, itac^ 332 7.10, 334 3. Aspiration dea Aoslaates: 
f^ii^lsr (= ci. fPofflb) 334 5, ^^^ (= ol. kpp) 220^7, 306 4, 318 4, 
319 2, 324 14. 17, Yar. 189 2. oL Ir = ^: imuimummì^ 163^ 10. 



1) Zitiert wird in Folgendem nach der laofenden Kapitelnommer 
Yon Marr'B Textaasgabe. Die alB Yarìanten gegebenen Ynlgarismen Bind 
ebenfallB angeflihrt onter YerweiB aaf das betreffende Texikapitel mit 
Hinzafligang dea Zeichens Yar. Zitationen aas Bd. Ili werden darch 
die rOmiflehe Ziffer lU gekennzeiehnet; aaOerdem wird B&mtlicbeB Mate-