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Full text of "Horae Belgicae: Studio Atque Opera Hoffmanni Fallerslebensis"

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I 



SS: 'i^. 2.3 




A. "■■ ■■ ■ -ffi 



HORAE BELGICAE 



STmiO ATHVS: OPBSBA 

HKIVRICI HOFFMAlVlir 

FALLERSLBBENSIS, 

LIT. HVIIAN. ET PBILOS. DR., LINGUAE ET LIT. GERM. IN UNIT. YRATISL. 
mOF. P. O. 9 IN8TITUTI REGII AM8TEL0D. , 80GISTAT18 LIT. BEL6. LUGBUNO- 
BATAVAS, GANDATENSI8 ET AL. SOG. LIT. 80DAL1S. 



PARS SEXTA. 



APUD GEORGIUM PHILIPPUM ADERHOLZ. 



M DCCC XXXVIII. 



iLIiTSriEDEBIiASTDIliCHi: 



(icsuLirBCHnim. 



^Btit ^^eien enie #0f ierntett. 



HERAUSGEGEBEN 



VON 



HOFFMAI^N VON FALLERSLEBEN. 



BRBSl^AIJ 

BEI GEORG PHILIPP ADERHOLZ. 



183 8. 



L. 



FRANZ JOSEPH MONE 



GEWIDMET. 



L 



»:i]!iiri.s:iTinve. 



"ie Heiroath der altDiederländischen Poesie kennen zu 
lernen, war schon seit langer Zeit mein sehnlichster 
Wunsch. Im J. 1836 gianbte ich ihn erfallt zo sehen; 
nachdem ich aber mehrere Wochen in Danemark, Nord- 
deutschland und Holland verweilt hatte , reichte die mir 
vergönnte Zeit nur noch eben zur Rückreise aus ; und 
da ich Gberdem ohne besondere Erlaubniss nicht von 
Holland aus nach Belgien gelangen konnte, so kehrte 
ich, ohne Belgien gesehen zu haben, 5. October von 
Leiden aus nach Deutschland zurück. — Im J. 1837 
wollte ich meine Ferienzeit blofs auf eine belgische Reise 
verwenden. Ich reiste 6. Sept. hier ab und erreichte, 
nach einem nothwendigen Aufenthalte von mehreren 
Tagen zu Berlin, doch schon 19. Sept. die belgische 
Grenze. Die wallonischen Gegenden hatten kein weite- 
res Interesse für mich , ich kannte sie schon aus meiner 
Studentenzeit zu Bonn; meine ganze Aufmerksamkeit 
war auf das alte Brabant und Flandern gerichtet. In 
der Morgendämmerung des folgenden Tages erreichte 
ich Löwen, ich traf mit vielen Eingeborenen zusammen: 
ich horte kein Wort vlaemsch. Ich ging auf den Eisen- 



VIII EINLEITUNG. 

bahnpratz, gab mein Gepäck ab und lief« mich ein- 
schreiben znr Fahrt nach Mecheln : ich horte kein Wort 
Tiaemsch, Ich bestieg einen Waggon , hatte um mich^ 
vor und hinter mir viele hundert Menschen: ich horte 
kein Wort ylaemsch. Ich kam nach Mecheln auf den 
grofsen Platz, wo alle Stunden viele tausend Menschen 
von den Endpunkten aller vier belgischen Eisenbahnen 
zusammentreffen: ich horte auch hier kein Wort vlaemseh 
als das was ich vergeblich fragend selbst sprach. Die 
Fahrten der einzelnen Dampfwagen waren noch nicht 
recht geregelt , sie griffen nicht immer in einander ein 
wie es sein sollte, und so musste ich in Mecheln und 
Termonde Stunden lang warten. Ich kam mit Leuten 
aus allen Standen in Berührung, denn hier reist Alles: 
Bürger und Bauern, Frauen, Mädchen und Kinder 5 
Geistliche und Soldaten, Beamte und Geschäftsleute 9 
Vergnügungssüchtige und Müssiggänger — wenn ich 
aber auch nur Ein Wort vlaemseh gehört hätte — nicht 
einmal die Namen der Städte! Und doch hatte ich 
so viel gelesen und gehört, dass die vlaemsche Bevölke« 
rung eine gewisse Vorliebe für ihre Muttersprache be- 
wahrt habe! Ich kam am Abend nach Grent; Willems 
empfing mich aufs Herzlichste, ich musste bei ihm woh- 
nen so lange und so oft ich in Gent war. Unser wech« 
selseitiger Verkehr, der täglich traulicher wurde, gehört 
zu den erfreulichsten Erlebnissen auf meiner belgischen 
Reise. Durch ihn wurde es mir allein möglich, in so 
kurzer Zeit hinlänglich den gegenwärtigen Zustand der 
Künste, Wissenschaften und Sitten Belgiens kennen zu 
lernen. Seiner freundlichen Mittheilung verdanke ich 



EDfLErrONG. IX 

schätzbare Hulfsmittel zur Kenntniss der ylaemgchen 
Sprache 9 Rechte, Geschichte and AlterthSmer, und was 
ich hier noch ganz besonders erwähnen mass, eine Ab- 
schrift der von mir nun herausgegebenen Abele speien 
ende sotternien, die ich übrigens selbst Tollständig 
mit der Originalhandschrift Terglichen habe. Durch ihn 
wurde ich in mehrere öffentliche Gesellschaften Gents 
eingeführt und mit den bedeutendsten Gelehrten der 
Stadt personlich bekannt. Ich fand nun allerdings be- 
stätigt , dass gegenwärtig unter den Flamändern die für 
das öffentliche Leben schmählich aufgegebene, in die 
häuslichen Kreise zurückgedrängte Muttersprache aller- 
dings noch ihre Freunde, Forderer und Fürsprecher 
hat, dass aber dennoch leider das ganze Land, beson- 
ders seit der Revolution von 1830 sehr '„Terfranschd'^ 
ist. Das Franzosische ist die alleinige Staatssprache; 
die Constitution ist franzosisch, alle Gesetzbücher sind 
franzosisch, alle königlichen Befehle, alle ministeriellen 
Erlasse und Bekanntmachungen erscheinen franzosisch; 
französisch wird verhandelt in den beiden Kammern, vor 
Gerichte und auf der Polizei; in alle Zweige der Yer- 
vraltnng ist das Franzosische eingeführt; das ganze Mi- 
litarwesen ist durch und durch franzosisch; bei den Uni- 
versitäten und den meisten übrigen Unterrichtsanstalten 
ist das Französische die Lehrsprache , sogar über vlaem- 
sehe Geschichte und Idtteratur wird zu Gent und Löwen 
französisch dociert. In Alles was nur öffentlich *) genannt 



*) Die jetzige Regieraag geKt noch weiter darin als noeli jede 
amdere vor ihr. Ich könnte Bihliotheeare und Archivare im- 



X EINLEITUNG. 

werden kann , hat sich das Franzosi^e eingedrängt — 
nur auf den Kanzeln wird noch vlaemsch gepredigt, nur 
die Geistlichkeit hat sich noch am meisten ferp ge- 
halten Yon dieser Ausländerei, nur sie ist die letzte und 
bedeutendste Stutze für die Muttersprache der Flamän- 
der , und mit gröfserem Eifer als sie einst zur Zeit der 
Reformation gegen das Holländische kämpfte, um der 
Verbreitung ketzerischer Ideen entgegen zu A^irken^ 
dürfte sie vielleicht jetzt gegen das Französische sich 
erheben, weil sie darin das Verderben der vaterländi- 
schen Sitten, den Verfall der Religion und die Gefahr- 
dung ihres hohen Ansehens und mächtigen Einflusses 
sieht und sehen muss. Dennoch wird auch sie unter den 
gegenwärtigen VerhältDissep kaum hindern, dass sich 
das Franzosische mehr und mehr selbst in das Privat- 
leben einnistet; im Handel und Wandel ist das Franzo- 
sische schon sehr vorherrschend so wie in den höhern 
Kreisen der Gesellschaft; was auf Bildung irgend An- 
spruch macht, was „fatsoenlyk^^ sein will, schämt sich 
mit seines Gleichen vlaemsch zu sprechen ; die Frau im 
Hotel de Suede zu Löwen sprach nicht einmal vlaemsch 
mit ihren Dienstboten , obwol sie es recht gut verstand. 
In den erbärmlichsten Estaminets , wo aufser Genever • 
Butter und Brot und Tabak nichts zu haben ist, wird 
man französisch bewillkommnet, gefragt und bedient. 
Das ganze Heer der Eckensteher , Handlanger und Tag- 
arbeiter in den Städten spricht französisch, ja iSOgar die 
lumpigsten Bettler sprechen einen französisch an. 



Dienste des Staates nennen , denen das Ylaemsehe eine bei- 
nahe ganz freinde ^raclie ist. 



EDOEITOHG. XI 

So habe ich das alte Flandern and Brabant gefunden 
und ich kann nicht yerhehien, dam es mich tief ge- 
schmerzt bat wahrzunehmen, wie sehr das Deutsche, 
was noch iiberall im ganzen Sein und Leben der Fla- 
mander durchbricht, dem fremden Einflüsse weichen 
mass. Ich sähe dies herrliche gottgesegnete Land, 
seine vielen volkreichen Städte, seine belebten Heer- 
strafsen und Eisenbahnen, seine schiffreicben Strome, 
seine fruchtbaren Kornfelder, seine üppigen Wiesen, 
seinen Handel, Kunst- und Gewerbfleiss, ich sähe wie 
unendlich vieles hier geschah und geschieht, wodurch 
ein Volk zufrieden und glücklich werden kann — und 
doch schmerzte es mich , dass dies Land aus dem grofsen 
deutschen Yolksstamme losgerissen wird und sich selbst 
losreifst. 

Aber ich bin ein Deutscher und es konnte scheinen , 
als ob meine Aeufserungen übertrieben oder gar gehässig 
wären. Die Flamänder selbst sollen sich aussprechen, 
ob sie eine Muttersprache hatten und haben und ob dieser 
jemals Rechte in Bezug auf die Regierung zustanden und 
ob ihr solche eingeräumt zu werden verdienen. 

Ich entlehne meine Mittheilungen aus einigen der 
folgenden Schriften , die meist alle von geborenen Fla- 
mandern verfasst sind : 

(J. C, Verloo) Verhandeling op d^onacht dermoeder- 
lyke tael in de Nederlanden. Maestricht (Brüssel) 
1788. 12. (s. Bibl. Hulthem. 23263.) Zweiter 
Druck: Gent by Snoeck-Ducaju 1829« 8. 

P. A. Van den Broeck, Nadeelige gevolgen van de 



XII EiNuntnvo. 

onyerflchilligheid der Vlamiogen omtrent hunne moe- 
dertael, en noodzakelykheid dat zy dezelve beoefenen. 
Aelst 1817. 

W. C Ackersdijck, Aanmerkingen omtrent de 
nederl. taal , bijzonder met betrekking tot de zuide- 
lijke proYiDcien. Antwerpen (1817.) 8. (91 SS.) 

(J. F. Willems) Aen de Beigen. Aus Beiges. 8. 
(Gedicht mit franz. Uebers. und vielen Anmerkungen, 
60 SS., erschienen 1818.) 

Isfridus Thys, Yerhandeling over onze nederduytsche 
tael. Antw. 1821. 8. (108 SS.) 

L. 6. Visscher, Over het herstel en de inToering; 
der nederl. taal. LeuTen 1826. 8. (Bibl. Halth. 
23270.) 

J. F. Willems, De la langue belgique. Lettre k 
Mr. Sylvain Van de Weyer. Bruxelles 1829. 12- 
(101 SS.) 

(Phil. Blommaert) Aenmerkingen over de verwaer- 
loozing der nederduytsche tael. Gend 1882. 8. 
(20 SS.) 

Landstael van Belgie — in den Nederduitsche Letter- 
oefeningen (Gent 1834.) bl. 203 — 217. 

J. de Jonghe, lets over de yolksbeschaTing en een 
woord OYer de vlaemsche tael. Brügge 1835. 8. 

Bydragen der Gazette Tan Gend Toor letteren , kunsten 
en wetenschappen , uitgegeven door de Maetschappy 
yan vlaemsche letteroefening. 1 — 3. jaerg. Gent 
1836 - 38. 4. 



EOVLEITONG. XIII 

J. F. Van der Yoort, Sor la langue et la Ktteratare 
flamande en Belgique, consider^ comme langae et 
Iitterature nationale. Anyers 1837. 8. (74 SS.) 

^ Wir finden uns in den Niederlanden , besonders hier 
in den österreichischen 9 in Künsten und Wissenschaften 
weit zurück hinter unseren Nachbaren. Es ist nicht 
nothig dies zu beweisen, jeder halt sich davon leider! 
fest überzeugt« Diese Ueberzeugung geht so weit, das« 
ans nichts schön oder grofs erscheint, wenn es nicht aus 
Frankreich stammt. Und in der That, was sind wir in 
den Künsten gegen die Franzosen ? Wie wenig Ge- 
schmack , welch eine Unzier in unseren Schauspielen und 
Gedichten ? Welch ein Mangel an Eleganz und Bered- 
samkeit in unseren Gerichtshöfen und auf der Kanzel? 
Welch eine verderbte , vernachlässigte Sprache und Aus- 

dracksweise? Woher kommt dies? Wie sind wir 

so gesunken? Sind wir denn etwas Geringeres als andere 
Volker? Wahrhaftig nein! unser Volk darf an Grofse, 
Edelmuth und Genie keinem andern auf der Welt wei- 
chen. Wir sind es , die durch unsere uralte Tapferkeit 
und Freiheitsliebe, durch unsere vordem so glänzende 
Schiffahrt und Kaufmannschaft mit allen Völkern der 
Erde, durch eine Menge der heilsamsten Erfindungen, 
durch die vormals so berühmten Kunst- und Gewerbe- 
erzeugnisse, durch unsere alte so vortreffliche Staatsver- 
fassung und Gesetzgebung, in Bezug auf Sittigung der 
verwilderten Menschheit wol den ersten Namen verdienen.' 

^Wir müssen diese Erniedrigung unsers Volkes und 
den Verfall unserer Künste lediglich dem .Hause Bur- 



XIY EINLEITUNG. 

gand ***) vorwerfen. Als dies an die Oberherrschaft dieser 
Lande gelangte, brachte es ein grofses Gefolge mit sich. 
Es führte sofort eine franzosische Regierung ein und 
Franzosen als erste Räthe. Nach dem Hofe musste sich 



*) Und doch war es Maria von Burgnnd, die 11. Febr. 1476 
der Grafschaft Flandern zusicherte : ' Item dat men voortan 
alle sahen onsen voorschreyen lande van Ylaenderen an- 
gaende handelen ende proposeren sal in de tale van 
denselyen lande ende insghelijes dat men tgheent dat 
men proposeren sal Tan sprincen of sprincessen weghe tsy 
in openinghen, versoehen of antworden, ooc doen sal in 
deselve tale ende alle letteren , het sy sentencien , ap- 
pointementen , priyilegien, provisien yan justicien of andre 
die men gheyen sal yan sprince of sprincessen weghe, ghe- 
ven ende expedieren sal int ylaemsche.' Münch, Maria 
yon Burgnnd IT. Bd. S. 4^1. (Ich führe dies Buch nur an, 
weil ich nirgend diese Urhunden so ToUständig beisammen 
finde. Es ist Schade um den schönen reichhaltigen Stoff, 
dass er in keine bessere Hände fiel. Der Abdruck der Ur- 
kunden wimmelt Ton Lese- und Druckfehlern der gröbsten 
Art.) Femer*- <Item dat de sahen die Toor onsen voornoem- 
den groten raet ghehandelt suUen werden uut enighe van 
den voorschreven landen sullen werden beleet ende ghedinct 
tuschen den gonen diet ancleeft in. alsulker talen als 
men ghemeenlic spreect in de lande , daer de verwerers woon- 
achtich sijn.' Daselbst S. 446. Und für Holland, Seeland 
und Friesland 14. März 1476 : §. ^0. «vandeduitsche 
tale. Item dat wy van nu voortaen gheen brieven, open 
noch besloten, in den voors. landen senden en sullen, dan 
in de duitsche tale, ende en sullen gheen lasten daer op 
stellen dan by consent van den selven landen.' Steht auch 
nur irgend etwas der Art in der belgischen Constitution vom 
7. Febr. 1831 ? 



EDfLEITDirG. XV 

der Adel bequemen and nach den ersten Ratbsherren 
alle die vornehmsten Beamten. Wer also etwas war oder 
sein wollte 9 sprach franzosuch. Darch diese wuhlige 
und zahlreiche HofhaltHng, durch so manche firanzüri- 
sehe Ober - und Unterbedienten der Rathe , die man aus 
Frankreich holen masste, wurde Brüssel tou Frauzoee« 
überströmt und nahm so Yiel als möglich ihre Sprache 
an. Es konnte nicht fehlen, dass so die ^rache des 
Hofes, der Regierung, der Räthe, die von der Haupt« 
Stadt angenommen und verehrt war, nun auch durch das 
ganze Land bei blinder Eingenommenheit daför vor 
unserer Sprache zu Ansebn gelangte.' 

^Als alle Volker ihre Muttersprache zu üben began- 
nen und wahrnahmen, wie sehr die Künste jdurch den 
Gebrauch einer todten Sprache (des Latein) {itten , sind 
wir, statt uns des Eigenen anzunehmen, vom Fremden 
aufs Fremde gefallen, oder was noch arger ist, wir 
haben das Schlimme verdoppelt, das Franzosische zum 
Latein hinzugenommeh.' 

^Hiedurch musste der Franzose Im Sprecheu und 
Schreiben bei uns viel voraus haben. Hiedurch müssen 
wir allezeit, so lange wir das Franzosische für die 
Sprache ansehen welche einmal die unsrige sein muss^ 
im Reden halten, im geselligen Verkehre und überall 
wo nett uttd zierlicb sprechen ein Vorzug ist , dem Fran- 
zosen nadistehen ; daher unsere Erniedrigung , unsere 
Ueberzeugung , dass wir von Natur etwas Schlechteres 
sind als er ; daher die wahre Ursache des Verfalls und 
Sinkens unserer Künste.' 



XVI EmLEITONG. 

' Niemals ist anserer Sprache einige Anfmerksamkeit 
von oben herab za Theil geworden. Weder die Univer- 
sität Löwen noch die Akademie zu Briissel haben für sie 
jemals mehr gethan als dass sie sie nicht verwarfen. Da 
erscheint beinahe nichts im Ylaeinschen; beinahe alle 
unsere Tagedilätter und andere Erzengnisse der Presse 
sind franzosisch 9 und Franzosen haben allein die- Ehre 
davon , Franzosen sind auch meistens die Schreiber und 
Hauslehrer der Grofsen , Franzosen unsere Journalisten» 
unsere Zeitungsschreiber.' 

'An dieser Franzosen wuth leiden wir bis auf den 
heutigen Tag, ja jetzt noch mehr als jemals, und wir 
sehen in unseren gegenwartigen Staatsverhältnissen die 
schönsten Dinge verunstaltet durch unsere Ungewandt- 
heit in der Sprache; Ja man sieht einige, die, während 
es ihnen frdsteht sich der Muttersprache zu bedienen, so 
unerträglich franzosisch schreiben, als ob sie 
dazu verdammt wären wie zu einer schimpflichen Strafe.' 
Verloo 1788. 

^Die Ereignisse von 1792*— 95 öffneten Frankreich 
den Weg zur Erlangung lange gewünschter Vortheile. 
Bei dem ersten Einrücken des franzosischen Heeres in 
diese Lande (1793) war der Nationalconvent sofort auf 
Mittel bedacht, die Belgier, die geneigt schienen einen 
unabhängigen Staat zu bilden, zu zwingen, sich ihre 
Vereinigung mit Frankreich auszubitten. Zu diesem 
Zwecke wurde in den meisten Hauptstädten des über- 
wundenen Landes der Pobel aufgeregt, und sein Zusam- 
menrotten , worin Tollen und Toben fiir Berathschlagen 
galt, als die einzig rechtmäfsige Volksvertretung ange- 



EHILEITONG. XYII 



selH^n und bekräftigt. Beinahe nirgend nahm ein Mann 
TOD erprobter Erfahrung und Vaterlandsliebe Tbeil an 
diesen Zasammenkünften , bei denen gewohnlidi fraiizo- 
sische Generale den Vorsitz führten. Les Toeox de 
reunion, schrieb IXamouriez 12. März 1793 an den 
Natienalconyent , les Toeux de rennioo ont ete arrach^ 
a coups dö sabre. Als jedoch das Land zum zweiten 
Male mit gewaffneter Hand eingenommen werden musste 
(1794—95)9 fand man es nicht mehr für rathsam, den 
Willen der Belgier zu hören , sondern machte sie selbst 
ohne Weiteres zu Franzosen. In seinen Sitzungen Tom 
8. and 9. Yendemiaire Jahr lY (30. Sept. und 1« Oct* 
1795) zog der Gonvent in Erwägung, ob man die Ver- 
einigung zu Stande bringen sollte, und beinahe mit 
Einstimmigkeit wurde sie beschlossen. — * Natürlicher 
Weise musste die Einführung der franzosischen Gesetze 
schnell genug die Oberherrschaft der französischen Spra- 
ch^ herbeiführen. Anfangs begnügte man sich , die 
Bekanntmachungen und Yerhandelungen der örtlichen 
Behörden in beiden Sprachen zuzulassen, bis denn 
endlich die Regierung durch einen Beschlnss Tom 
24. Prairial Jahr XI (13. Juni 1803) das Folgende 
feststellte : 

Art. 1. Dans un an, ä compter de la publication du 
present arrete, les actes publics dans les departements 
de la cidevant Belgique, dans ceux de la rive gauche 
da Rhin .... oü Tusage de dresser les actes dans la 
langue de ces pays se serait maintenu , devront tous 
etre ecrits en langue fran9aise. 

Hör. belg. VI. B 



XVIII EINLEITOIIG, 

2. Pourront neanmoins les officiers publica dans les päys 
^nonces au precedent articie, ^rire ä mimarge de la 
luinute fran9aise la traduction en idiome dupays, lors* 
qu'ils en seront requis par les parties. 

3. Les actes sousseing-priTe pourront dans ces departe- 
ments etre ecrits dans T idiome du pays, k la charge 
par les parties qui presenteraient des actfes de cette 
espece a la formalite de Penregistrement, d*y joindre^ 
ä leurs frais , une traduction fran9aise des dits actes, 
certifiee par un traducteur jure.' 

^Vergebens brachte das Collegium der Notare von 
Brüssel (N.B. lon Brüssel!) seine Beseh werden gegen 
diese Mafsregel bei der Regierung ein ; man blieb taub 
bei allen Klagen dieser Art und antwortete mit kurzen 
Worten: die Regierung habe einmal die Ausführung des 
Gesetzes Tom 24. Prairial Jahr XI genau vorgeschrie- 
ben , kein anderer als der franzosische Text der Acten 
könne für authentisch gelten und alle Bemerkungen 
gegen diese Bestimmung seien umsonst.' 

'Einige Jahre nachher ging man noch weiter und 
wollte selbst nicht mehr gestatten, dass einige Tages- 
blatter im Ylaemschen erschienen ohne eine beigefügte 
franzosische Ueberseta^ung (kaiserl. Beeret vom 22. Dec. 
1812). Ja mit genauer Noth konnte man von den 
Präfekten erlangen, dass Gebet- und Erbauungsbücher 
und andere Schriften zum taglichen Gebrauche in der 
Muttersprache gedruckt wurden. Von den Schulhaltern 
sowol auf dem Lande als in den Städten wurde verlangt, 
dass sie vorzugsweise das Franzosische ihren Kindern 
beibringen sollten.' 



EDtUSlTUNO. XIl^ 

^Dieser Stand der Dinge dauerte , bb 1814 die 
Franzosen das Land räamten.' Willems, Yerhandel. 
1820 — 24. 

^Zu Anfange des J. 1814, noch ehe an eine Ver* 
einigung Hollands mit Belgien gedacht wurde, als der 
österreichische General Freiherr de Vincent General- 
Gonverneur war nnd einige Tielleicbt dachten wieder 
unter den Zepter Oesterreichs zu kommen, verlangte 
das Volk zu Brüssel den Gebrauch der Muttersprache 
zurück. Die Syudici der neun Nationen (Gilden) und 
145 Gildenmeister (ouddekens) der Stadt Brüssel über- 
reichten im Namen des alten dritten Standes der Staaten 
▼on Brabant den vereinigten Mächten eine von ihnen un- 
terzeichnete Bittschrift , worin unter anderem Folgendes 
steht: Les peoples de TAllemagne .... ont rendu hom- 
mage ä la langue de leur pays, et nous avons ä rougir 
de ne pouvoir employer nptre langue nationale dans 
aucan acte public ••• • Nous sommes encore sous 
le joug de la langue franfaise .... la pro- 
scription de la langue flama.nde doit cesser/ 
Nederd. Letteroef« Gent 1834. bl. 211. 

^Was seitdem geschehen ist, weiCs jeder, und wie 
Se. Majestät unser gnädiger König endlich geruht hat , 
durch Hochstseine Beschlüsse vom 15. Sept. 1819 und 
26. Oct. 1822 festzustellen, dass die niederländische 
Sprache vom 1. Januar 1823 in Besitz aller ihrer alten 
und natürlichen Rechte wieder eintreten und zwar dass 
von da ab in den Provinzen Limburg, Ost- und West- 
flandern, Antwerpen und in den Arrondissements Brüs- 
sel und Löwen , Prov. Südbrabant , für alle öffentlichen 



XX EINLEmrNG. 

Angelegenheiten keine andere Sprache als die Landes- 
sprache die gültige und gesetzliche sein solle. Diese 
Bestimmung ist von allen braven Einwohnern dieser 
Gegenden mit Jubel und dem lebendigsten Dankgefühle 
aufgenommen worden.' Willems Yerhandel. 

Demungeachtet wurde sie bald eine Quelle der hef- 
tigsten Zänkereien und gehässigsten Anfeindungen der 
holländischen Regierung. Die damaligen Franquillons 
schienen nicht zu wissen oder wissen zu wollen, dass 
dies neue ihnen freilich unbequeme Gesetz einen guten 
alten historischen Grand hatte. Die sogenannten B 1 y de 
Inkomsten (joyeuses-entrees) aller Landesforsten wa- 
ren von jeher vlaemsch abgefasst, selbst noch zur oster- 
reichischen Zeit, unter Joseph II, Leopold und Franz I. 
Jeder neue Herzog, von Brabant musste überall in vlaem- 
scher Sprache den Eid leisten , treu die Verfassung und 
die Privilegien den Städten und dem Lande zu halten. 
Bei allen öffentlichen Angelegenheiten war das Ylaem- 
sche ausschliefslich oder doch vorzugsweise im Gebrauche« 
Die Acten der Staaten von Brabant waren von den frü- 
hesten Zeiten bis zum J. 1794 nur in vlaeitiseher Spra- 
che abgefasst, so auch erweislich seit 1404 bis 1795 
die Domänen - Rechnungen der Stadt Brüssel und dorti* 
gen Polizei- und Justizsachen. Kein Fürst erlaubte sich 
Eingriffe in dies alte Herkommen. Konig Philipp von 
Frankreich musste sich damit begnügen, dass in Gent 
vor seinen Commissäreu französisch verhandelt wurde ^ 
in allen übrigen Fällen aber den Gentern ihre Staats- 
und Gerichtssprache bewilligen; in seinem Edicte vom 
J. 1290 heifst es ausdrücklich: ,^qaod quando litigabitur 



EINLEITUNG. XXI 

in curia Comitis FJandriae inter dictos Burgeiues et 
alias privatas personas, ibi litigabitur more solito 
secundum Ydioma loci.^^"^) 

Und war denn damals unter der holländischen Re- 
gierung keine vlaemsche Bevölkerung mehr Yorhanden 
oder erschien sie im Verhältnisse zu den Wallonen und 
den belgischen Franzosen als so höchst unbedeutend^ 
dass sie gar keine weitere Beachtung verdiente ? Kei- 
nesweges. 

Im J. 1824 rechnete man in den sSdIichen nieder- 
landischen Provinzen, wie selbige in Folge königlicher 
Beschlüsse vom 15. Sept. 1819 und 26. Oct. 1822 be- 
standen, über zwei Millionen Ylaemsch- und über eine 
Million Franzosisch -redende. Diese waren nach Wil- 
lems (Verhandeling over de nederduytsche tael- en let- 
terkunde II. deel bl. 384) auf die einzelnen Provinzen 
also vertheilt: 

Seelenzalil ylaemsck frs. n. wallon. 

Ostflandern 661,000 661,000 

Westflandern 542,000 542,000 

Antwerpen 380,000 380,000 

Sudbrabant 474,000 377,000 97,000 **) 

Hennegan 530,000 530,000 

Namur 180,000 180,000 

Limburg 307,000 307,000 

Lüttich 314,000 314,000 

3,388,000 2,267,000 1,121,000. 

*) Wanüsonig, Flandrisclie Staats- n. RechUgescliiclite II. Ban- 
des 1. Abth. S. 83. 
**) im Arrondissement Nyyel. 



XXII EINLEITUNG. 

In neuerer Zeit hat sich die Bevölkerung bedeutend 
vermehrt. Das Königreich Belgien hat jetzt nach der 
neuesten Zählung im Januar 1838 4,262,260 Seelen. 
Rechnen mr davon den Theil ab, der auf das Grorsherz. 
Luxemburg kommt, so bleiben vier Millionen, und Ter- 
theilen wir diese wieder auf die einzelnen Provinzen , so 
würden etwa 2% Millionen denen zufallen, worin das 
Vlaemsche Muttersprache ist und nur 1 y^ M. blieben 
übrig für die wallonischen und französischen. 

Ein noch überwiegenderes Yerhaltniss kommt zum 
Vorschein , wenn wir einige alte Bestandtheile Flanderns 
im Norden von Frankreich zum ylaemschen Sprachge- 
biete rechnen, woselbst noch bis auf den heutigen Tag 
vlaemsch gesprochen und geschrieben wird*'): Stadt und 
Kastellanei Grevelinge, Stadt Bourbourg mit 10 Dör- 
fern, Duinkerke, Maerdike, S. Winnoksbergen und 
33 Dörfer mit dem Städtchen Hontschote, von dessjsl- 
ben Kastellanei abhängig; Cassel und Casselambacht ^ 
4 Städte (Steenvoorde, Merghem, Stegers und Haze- 
brouck) und 50 Dörfer umfassend; endlich Belle und 
Belleambacht mit 18 dazu gehörigen Dörfern. 

^Die belgische Umwälzung begann, wie man weifs, 
nach der JuIireTolution ; sie lehnte sich an diese an, 
und Belgien durch Parteien getbeilt musste zu seiner 
Erhaltung die Hülfe der Fremden ansprechen. Die 
belgische Umwälzung wurde durch Wallonen zu Stande 
gebracht ; in den wallonischen Provinzen hub sie an ; 



*) Phil. Blommaert in den Bydragen der Gasette Tan Gend 



1. iaerg. bl. 77-79. 
I 



ElNtCITüNG. XXUI 

die vlaemschen Provinzen itabmeii keinen oder geringen 
Antheil an der Bewegung, und da die Personen, die 
sich des Staatsruders bemächtigten , Wallonen waren , so 
wurde das Franzosische als Staatssprache angenommen, 
und bekam auf diese Weise wiederum seinen Terderbli- 
chen Einfluss. .... *) Man begriff gar bald, dass die 
Unabhängigkeit eines Volkes an Starke zunimmt, wenn 
es seine eigene Sprache hat , und man wusste, dass die 
Volkssprache die yerstofsene vlaemsche war. Man hielt 
fiir noth wendig, dies wechselseitige Band, welches uns 
von fremden Völkern unterscheidet, nicht aufzugeben, 
und schnell sah man Vereine entstehen , deren Zweck 
Beförderung der Muttersprache war. Zu Antwerpen, 
Gent, Brüssel, Brügge und an anderen Orten bildeten 



*) Das ist so ziemlich auck die ungemeine Anslclit in Deutsch- 
land. »»Die catholischen y erst spanischen, hernach öster- 
reichischen Niederlande sind nns ein warnendes Beispiel» 
wie die Herahwürdignng der angestammten Sprache den 
yaterländischen Sinn nherhanpt schwache. Jedes Volk das 
die Sprache seiner Vorfahren anfgieht ist entartet nnd ohne 
festen Halt. Die heutige Umwälzung in den Niederlanden 
darf lediglich dem seit lange hefestigten Einflüsse französi- 
scher Sitte nnd den Umtriehen der Priester, keineswegs 
einer echt vaterländischen Bewegung zugeschriehen werden. 
Von Antwerpen ans bis nach Brüssel und Gent redet der 
gemeine Mann noch niederländisch; durch die engere Ver- 
hindnng mit Holland hätte auf diese Grundlage hin die fast 
erloschene Nationalität der Belgier langsam wieder angefacht 
werden mögen, aher der gewaltige Strom der Zeit droht 
jetzt alles davon noch übrige mit sich fortzureissen. *' 

Jac. Grimm, Gott. gel. Anzeigen lS3i. S. 153. 154. 



XXIV ElllLEITIING. 

sich litterariflche Gesellschaften* Se. Majestät der Konig 
sah die Nothwendigkeit dieser Bestrebungen ein und in 
Anerkennung der Rechte unserer Sprache liefs er durch 
Beschluss Tom 7. Sept. 1836 einen Preis aussetzen, uoi 
unserer Sprache zu einer reineren und ,,eenparigen^^ 
Rechtschreibung zu Terheifen/ Van der Voort 1837« 

„ Leopold y koning der Beigen, 
Aen alle tegenwoordigen en toekomenden heil. 

Gezien het verzoek aen ons gerigt door yerscheidene 
schryyers en andere personen ^elke zieh onder de bena- 
ming van : Maetschappy tot bevoordering der 
nederduytsche tael en letterkunde Tereenigd 
hebben. 

Op het Terslag van onzen Minister van binnenland- 
sche zaken, 

Hebben wy besloten en besluiten : 

Art. 1. Er is een vredstryd geopend vrelke eene 
critische verhandeling oyer het volgende Traegstuk tot 
onderwerp faeeft : 

„Men vraegt eene beoordeelende rerhandeling over 
de geschilpunten ten aenzien der spelling en woordver- 
buyging der nederduytsche tael, met aenwyzing der 
middelen best geschikt om tot eenparigheyd te leyden , 
volgens de oorspronkelyke gronden der tael , het alge- 
meen spraekgebruyk en het gezag der oude schryvers ; 
in dier voege dat de daerby verkiezelykst gevondene 
schryfwyze aennemelyk zy in alle provincien des ryks, 
waer die tael gesproken wordt/^ 



EiNLErroirc. XXV 

Art« 2. Er zai yoor de beste beantwoording deaer 
^raeg een eere-peniiing, en eene soin van 300 tot 600 
francfi, naer mate der Verdienste van bei werk, gege- 
ven worden*. 

Art. 3. De mededingers zollen banne opstellen, 
Toor den 1. october 1837, aen onzen Minister van bin- 
nenlandscbe zaken toezenden. 

Art. 4. Onze Minister van binnenlandscbe zaken 
zai ait de leden der maetschappy eene commissie benoe- 
men om de yerhandelingen der mededingers te beoor- 
deelen. 

Art. 5. De prys wordt slechts in dat geval toege- 
staen, wanneer de Commissie de yerbandeling dien 
waerdig zai oordeelen. 

Gedaen te Ostende^ den 6. September 1836. 

Leopold. *^ 

Namens den koning 
de Minister van binnenlandscbe zaken, 

De Theux.« 

Man bat gesagt: die meisten Belgier sprecben 
franzosiscb. Das ist nicbt wahr. Man bat gesagt: die 
Tornehmen Leute können alle franzosiscb. Das ist wieder 
nicht wahr. In wenigen Hausbaitangen ist die Mutter- 



*) Dem Könige ist die Sprache seiner Flam&nder nicht fremd; 
er hat den ganien Reinaert im Originale gelesen und 
flieh sogar über Manches mündlichen Aufschluss durch Wil- 
lems, den Herausgeher des Reinaert ertheilen lassen. Von 
dieser Seite also darf sich das Ylaemsche auch für die Zu- 
hanft BOT der besten Theilnahme versichert halten. 



XXVI EINLEITUIVG. 

spräche aus dem haaslicben Kreise ausgeschlossen. ^Aber, 
fahrt Blouimaert fort , was versteht man eigentlich unter 
▼ornehmen Leuten? Sind es die jungen Leute, 
die ihre ledige Zeit in den Kaffeehausern Terbringen 
und allen Vergnügungen nachgehen? Viele derselben 
suchen, ich gestehe es, das Franssosische nachzuschwa- 
tzen; aber sind diese die Stützen des Staates?' 

^Die wahrhaft vornehmen Leute in einem Lande 
sind diejenigen , welche durch die Wahl ihrer Mitbürger 
zur Verwaltung der Gemeinde berufen werden: Bürger- 
meister, Schöffen, Rathsherren sind vornehme Leute. 
Ich verstehe ferner in einem ausgebreiteteren Sinne 
unter dieser Benennung alle diejenigen, welche durch 
Ansehen , Vermögen , nützliche Kenntnisse und Hantie- 
rungen dem Staate zam Nutzen gereichen.' 

^ Nun denn , sehr viele von diesen vornehmen Ein- 
wohnern Belgiens können noch verstehen französisch, 
und dennoch wird ihnen alles, woran sie das gröfste 
Interesse haben, von Seiten der Regierung in dieser 
fremden Sprache milgetheilt.' 

^Ist es in der That nicht drückend, dass die Bur- 
germeister, auf dem Lande durch ihre Gemeinden er- 
wählt, selbst ihre Pflichten beinahe zu erfüllen nicht 
vermögen, indem sie kein Französisch können und so 
aufser Stande sind, die Beziehungen zur Regierung zu 
unterhalten? Ist es nicht erniedrigend, dass sie Schrei- 
ber, die des Französischen mächtig sind, besolden müs- 
sen und diesen das ihnen anvertraute Amt überlassen, 
ja es, so zu sagen, aufgeben?' 



EINLEirUNG. XX Vn 

* Flamander ! lasst ihr euch jetzt darch Fremde be- 
herrschen? So knechtisch Ovaren enre Vorfahren nicht: 
sie hatten das GefBhl ihres eigenen Werthes.' 

^Schüttelt ab 3 schüttelt ab das Joch dieser Yorar- 
theile, ihr zum wenigsten , ihr unverdorbenen Spross- 
linge der Helden Ton Worringen, von Groeoingben, 
von Crecy, von St. Qaentin, wo die Nationalität der 
Flamander hervorglanzte und begründet ward. Kommt 
eurem drohenden Untergange zuvor ! erhebt euch ! 
nehmt wie ein neugeborenes Volk euere vaterländischen 
Sitten , euere vaterländische Sprache wieder an.' 

^ Lasst das Eigene über das Fremde triumphieren ! 
flofset dem Eingeborenen Ehrfurcht ein vor den Tugen- 
den der Vorfahren; einst seid ihr dann ihnen gleich an 
Biederkeit und dann erst werdet ihr wahrlich grofs wer- 
den.' Phil. Blommaert. 

^Ist es nicht eine Schande 3 dass die Flamander 5 
welche zwei Drittheile der Bevölkerung ausmachen und 
mehr als zwei Drittheile der ganzen Auflagen zahlen, 
nicht einen ihrer Landsleute in dem Ministerium sehen; 
dass, mit Ausnahme einer einzigen, alle Gouverneur* 
stellen an Wallonen, die weder unsere Sprache noch 
unsere Sitten kennen , verliehen sind ; dass die Flaman- 
der von allen Aemtern entfernt werden; dass bei allen 
Verhandlungen und Verordnungen der Regierung, der 
Provinz- und Ortsverwaltung und der Gerichtshofe die 
franzosische Sprache eingeführt ist, eine Sprache, die 
dem gfofsten Theile der Bevölkerung dieser Provinzen 
fremd sein muss ; dass schon mehr als einmal ein Un- 
glücklicher, welcher vor einen Gerichtshof oder die 



XXVIII EINLEITUNG. 

Assisen gestellt wurde ^ verurlheilt worden ist, ohne 
dass er sich vertheidigen oder nur verstehen konnte > 
wovon die Rede war ! Mit Grund und Ursache kann 
man daher behaupten , dass die Majorität von der Mino- 
rität beherrscht wird. Es ist längst Zeit, dass dieser 
Zustand der Dinge aufbore , und dass der Tyrannei der 
Wallonen ein Ziel gesetzt werde. Flamänder ! lasst 
uns alle unsere Kraft anwenden, um von unserm eige- 
nen Volke regiert zu werden, und schreiben wir auf 
unsere Fahnen: Nieder mit den Wallonen und den 
franzosischen Franquillons!' Gazette van Gend (Preofs, 
Staatszeitung 1838 Seite 88). 

^Es fragt sich nun, sagt Nothomb in seiner histo- 
risch-diplomatischen Darstellung (deutsch von Michaelis 
S. 499), ob Belgien, um auch eine geistige Macht zu 
werden, als das zweite ihm abgehende Element, auch 
noch eine eigenthümliche Nationalsprache sich gründen 
müsse ? Wir halten dies nicht für nothig. Mag es un- 
umwunden die französische Sprache, welche der allge- 
meinste Ausdruck des menschlichen Gedankens ist (? !) , 
als die seinige aufnehmen. Es wird weniger Anstren- 
gung bedürfen, sich diese Sprache völlig anzueignen, 
als die flamändische auszubilden.' Angenommen, dass 
wirklich das Ylaemsche sich nicht zu einer National- 
sprache eignet (was doch nur gänzliche Unkennt- 
nis s mit der alten und neuen vlaemschen Sprache und 
Litteratur behaupten kann), warum denkt denn da 
niemand an das Deutsche? 

Das Flamändische ist eine niederdeutsche Sprache 
und vermittelt so gut wie das Plattdeutsche die Kennt- 



EHVLEITUJNG. XXIX 

1)188 und ErlernuBg des Hochdentochen. Wolhe das 
deotsche Belgien seine eigene Sprache and Litteratar 
aufgeben, so hatte auf das aufgegebene Gebiet die 
hoehdeutsche Sprache einen natürlicheren und 
somit gerechteren Ansprach als jede nicht -deatsehe 
(also aocb die franzosische) Sprache , and wenn je einst 
der gebildetere Theil des deutschen Belgiens hochdeatsch 
spräche und schriebe und einen Yerhältnissroarsigen An« 
tbeii am litterarischen Producieren im Deutschen nähme, 
80 wäre dies kein grofseres IVunder als dass seit dem 
16. Jahrb. bis auf den heutigen Tag die Niederdeut- 
schen im deutschen Norden (Niederrhein, Westphalen, 
Niedersachsen) und an den diesseitigen Küsten der Ost- 
see hochdeutsch sprechen und schreiben, und zu der 
deutschen Litteratur ebenso geistig mitwirken als alle 
Bewohner jener Länder oberdeutscher Zunge, ob sc hon 
in jenen Gegenden bis auf den heutigen Tag 
das Niederdeutsche Muttersprache geblie- 
ben ist. — -^ 

Die Handschrift, woraus ich die nachfolgenden 
neun Schauspiele und die Varianten zu Lantsl. ende 
Sandrijn mittheile, gebort zu der van Hulthem^schen 
Bibliothek *): Papier, 241 Blatter fol. Es ist dieselbe 



*) Diese Bibliothek ist vor kurzer Zeit Yon der belgischen 
Regierung angekauft und bildet den Hauptbestand der zu 
Brüssel errichteten Nationalbibliothek. Der nach Wissen- 
sekaflen geordnete Katalog 'Biblidtiieca Hulthemiana. Vol. 
I-iy. Gand 1836. 8.' nmfasst !29350 Bücher; hiezu gehört 
niin noch ein Vol. Y. mit den Handschriften, woran w&h- 



XXX EINLEITONG. 

welche bei Mone ,,H. H/^ besseiehnet ist nnd nach dem 
Catalogue des Manoscrits de la Bibl. de Mr. yan Hult* 
hem p. 45 unter Nummer 192 aufgeführt wird. Der 
ganze Inhalt dieser Bs. steht einzeln verzeichnet in 
Mone's Uebersicht; daselbst sind denn auch S. 361 — 
364 unsere Schauspiele beisammen zu finden, nur das 
Beghinsel steht als ein besonderes Bruchstück an 
einem anderen Orte^ S» 287« 

Diese reichhaitige Handschrift verdient in jeder 
Beziehung eine groTsere Beachtung als die bisherige. 
Bis jetzt ist nur ein Theil ihres Inhalts bekannt gewor- 
den. Der Theophil US nebst drei anderen Gedichten, 
herausg. von Ph. Blommaert, betragt 3305 Verse, der 
Troj« oorloch von demselben 3309, und meine 
Sammlung der Schauspiele 4047 Verse: das macht 
also im Ganzen erst 10661 Verse; rechnen wir nun 
dazu noch die kleinen Gedichte, welche Willems und 
Mone hie und da mittheihen , so zeigt sich , dass kaum 
erst ein Viertel der Hs. gedruckt ist, sie enthält näm- 
lich über 48000 Verse. 

Die Handschrift ist durchaus nicht so beschaffen, 
dass man sie gut nennen konnte, sie leidet an den 
gewöhnlichen Fehlern und Mängeln der meisten jünge- 
ren Handschriften : der Abschreiber hat sich öfters ver- 



rend meineB Aufentlialts in Gent gerade gedruckt wurde. 
Das wichtigste ist der lY. Theil, eine wahre Bibl. belgica, 
woraus man erst recht lernen kann, wie schlecht die deut- 
schen Bibliotheken samt und sonders in allem was die F^ic- 
derlaude betrifft, bestellt sind. 



EDOiEITiniG. XXXI 

schrieben, Ue und da Worter aoAgelatieDy auch wol 
mitunter, weil er sie nicht mehr verstand, yerdorben 
und überhaupt die Schreibung modernisiert. Die mei- 
sten Gedichte dürfen für alter gelten ab die Zeit, worin 
der Abschreiber sie abschrieb and in diese Sammlang 
Tereintc. Das mag nun wo! erst in den ersten Jahr- 
zehenden 4es- 15. Jahrb. geschehen sein, also spater als 
die jüngsten Gedichte sind, bei denen sich genau die Zeit 
ermitteln lässt ; diese geboren nämlich noch In den Schlass 
des 14. Jahrb.: die maecbt yan Ghent 1882, die Klage 
über den Tod Wenzels Bens, vta Brabaot 1383 und 
über den Tod Ludwigs van Male, Grafen i^on Flandern 
1384. Es schien mir also auch für diese Schau^iele 
eine ältere Schreibui^ noth wendig, da auch sie gewiss 
um mehrere Jahrzehende alter sind als die Hs. selbst. 
Uebrigens bin ich in allem was den Text anbelangt sehr 
vorsichtig gewesen; ich habe nur geändert wo es mir 
nothwendig schien j ond alleys was ich als EügonthSmlich- 
keit des Dichters erkennen musste, zu bewahren gesucht« 
Zunächst will ich nun Rechenschaft geben über die Ab- 
weichungen meines Te:(tes von der Hs. 

Begb. 2Ö. 21. coeri (habe ich beide Male beibehalten, 
glaube aber dass coort von coren, tentare richtiger ist; 
coeren bei Kil. Speculari, et Observare) — 25. ver- 
bliden (: melodi'efi) — 28. m rebebten in erpen in 
vedelen — 33* hem ontosaen (ist, glaube ich, kein 
Wort; kern onthssen^ sich von der Ueberfülle be- 
freien, passt ganz gut) — 40. acats (billig sollte 
scaecs stehen, der Reim aber fordert scaeh und es 



XXXH BnajEnnfG. 

mag ancli wol so gesprochen sein ; doch gestattet sich 
der Dichter anch dergleichen ungenaue Reime} — 
42. fn scoen vrmtwen, 
I. t&. hadde ctminc — 30. nu 9W^ — 109. te voe- 
Ten — 170. ende (für en und so öfter mit en ver- 
wechselt: 2, 191. 89 367. 6, 6. 9, 88.) — 204 
und 273. hei — 331. dan v — 391. verdrete — 
392. ene haut — 396. oniectnä — 405. enisculdfch 

— 434. het daet — 464. wendic — 614. den enen 
nackt — 515. den anderen — 532. van groien 
scande — 619. bei (licht ^ b'ggket vgl, 671.) — 
668. eijn fehlt — 699. verloeeen — 796. cronen 
van do^rijn — 870. jemeni — 960. dat v — 972. 
swfjc (so auch 982. 2» 34. 168.) — 980. mt dlani 

— 996. of die w. — 1011. neve (für 00m) — 
1018. 80 comt alle mergen weder (merghen offenbar 
eine falsche Lesart, die den Serrure p. 6. veranlasst 
hat anzunehmen , dass sich dies Stück nicht auf einen 
Tag beschränkt habe). 

IL 22. awariji ghi souwea — 30. goeder (kann ich^ 
zamal das Wdb so angeredet wird , mir nicht erkia* 
ren; ich habe goede aufgenommen) — 47. h'chteleec 
(so eweleec 72. messeleec 107. und smekeleec 6, 378. 
maUeec 8, 162.) — 74. awarijc (so auch 162.) — 
96. Lippyn — 165. al (für als, so auch 3, 109.257. 
4, 121. 9, 30. 48. 120. 126. in den letzten vier 
Fällen ist vielleicht al in der Bedeutung also/ nicht 
so ganz verwerflich, wenigstens ward es bei den 
Rederijkeren so gebraucht, s. Weiland Wb. I^ 207. 
letzte Zeile) — 170. woddi. 



EmLEmmc. XXXIII 

m. Brwgmtijc (und ao immer) •*- 86. waer ti — - 
106. niet langer nz — 213« sueght ^ 214« ghe- 
vueght — 271. ende (vielleicht entie zu lesen) — 
329. u fehlt — 331. Ujdt (aber 369 da« richtige 
b'dm) — 393. wo (für «re, vgl. 868.) — 394. 
gherueien — - 399. wijfs — 489. Aniiocsen (so nach 
808, und Jntfoetaen 1129.) — 649. doeghet (für 
doeteiy das ist daet hei; oder sollte doeghet für do^ 
ghi het stehend) — 662. m fehlt — 684. ghelauie 
(diese Schreibung findet sich auch anderswo, siehe 
Gloss., scheint mir aber doch verwerflich) — 689. 
dien (für die en, konnte auch hier, obscbon es eben 
nicht das Yerstandniss befördert, beibehalten werden, 
wie es auch 6, 68. geschehen ist) — 714. ende (für 
en d. i. het en, so auch 762. 4, 139. 6, 336. 8, 233. 
467.) — 769. berren (aber 826 bemen) — 807. 
sijnder (muss miere heifsen, s. 488.) — 813. den 
brant (ien brant wie 866 ien viere') — 939. rast — 
940. last — 988. alst — 996. met fehlt — 1022. 
aen enen cruce (aber 1036 ane een cruce) — 1026. 
mme sele — 1043. in fehlt — 1067* onsen — 
1071. iuwen scande (vgl. 1, 632.). 

lY. 2. wijtmolder — 79. soe eest tgheU (vgl. 1, 980.) 

— 109. gheel — 161. 162. weerden^ eerden (ich 
habe teeren ^ wie^s doch gewiss für werden vorkommt, 
gesetzt, um nachher ein Wort zu haben welches einen 
Sinn giebt: eren, honorare, oder was noch scherz- 
hafter wäre, eren^ arare ; eerden der Hs. ist nichts) 

— 179. verseerdet — 197. en (für ende^ so auch 
6, 32. 160. 323. 8, 173. 269. 331. 9, 6.26.209.). 



XXXIV EOVLEITimG. 

V. 91. ftmert dat sake. 

VI. 34. en der/ — 49. ende trmumen — 62. (68. 74. 
230. Ueberachrift: Hennen) — 174. enen samen pels 
(ich zog hier das fem. vor wegen heeftae 176.) — 
182. CaUe (halte ich hier (iir eiDen Eigennamen, zu- 
mal bei Kii. ^kalie . Tetua • Pulchra, formoaa.') — 
.218. siapeni — 260. en fehlt — 280. ilide siere 

— 295. u fehlt. 

VII. 12. crfjpsac -— 45. stamme — 54. die hroeder 
fehlt — 75* loei — 91. mmden. 

Vin. 101. ic enben — 172. daer fehlt — 188. es 
een pol — 209. met fehlt — 218. Clappaeri (Ueher- 
schrift) — 240. wyi — 241. bloemken (für bomerCy 

— 344. gJiemfni (der Reim fordert ghemijni^ und 
dies lauft mit ghemmt auf Eins hinaus; mijnen noch 

. bei Hooft, s. Uitlegkundig woordenboek op Hooft 
II, 298. Doch ist hiebei zu berücksichtigen, dass 
auf ahnliche TVeise 231 schijni mit vini gereimt wird, 
also danach hier auch ghemint bestehen kann) — 
361. berren — 367. in (für ins) — 388. gaudine 

— 470. hi fehlt — 639. gheme — 540. weruen 

— 611. intijt — 621. die es. 

IX. €9. cendys — 76. ondersprect — 128. van hären 

— 166. ginc — 167. peinsic — 164. sae/tier 
ghelyc (für maecht dier ghelijc) — 170. si v sach 
(für ic se sach) — 171. dat ic (für dat si) — 
173. daghen — 186. maer drie maent en es — 
219. hcyke — 233. maer ghi en conet — 237. 
bi gode si doer — 246. (darunter noch: Hier vech- 
ten si, aber roth durchstrichen). 



EINLEITUNG. XXXV 

Za den Eigenthfimlichkeiten des IKchten 
rechne ich das e for ae in mehreren Wörtern, ^ieie 
schlechte Reime, ferner eine Vorliebe für Spriichwortery 
DenlLspriiche und sprüchwortliche Redensarten und end- 
lich den Sbermafsigen Gebranch Ton Verw&nschungen , 
Flüchen , Schwüren und Betbeuerungen aller Art. Ich 
will alle diese Dinge nach der Reihe durchgehen , eben 
weil sie schon im Allgemeinen fiir die Kenntniss der mnl. 
Sprache nicht unwichtig sind, zugleich aber auch den 
Beweis liefern, dass alle diese Schauspiele Ton einem 
und demselben Dichter herrühren. 

e fSr das sonst übliche a, ae findet sich in folgenden 
Wortern: wenen(wanen) 1,127. 6,21. 6,16.222. 
8, 75. 9, 236. — mere (mare, fama) 2, 191. — 
vermeert (vermaert) 3, 268. 464. 484. 741. — 
deet (dadet) 4, 191. — gheet (gaet) 2, 38. 67. 
5,3. 6,63.94.123. — steet*(staet) 2,65. 3,859. 
6, 32. 54. 8, 668. 9, 26. 212. ^ Andere Abweichun- 
gen in den Lauten fallen vielleicht nur dem Abschreiber 
zarLast, z.B. hulpe, hulpen durchweg für helpe, 
helpen, kinnen für kennen**), wozu denn auch 
das Schwanken zwischen wort und wert gehört, wel- 
ches bald für praes., bald für praet.yorkommt***), so wie 



*) Leider ist für die KenntnisB der Tlaemschen Mundarten 
bis jetzt so wenig geschehen , dass ich nicht darzuthun ver- 
mag, ob der flandrischen oder sonst einer jene grammati* 
sehen Formen eigen sind. 

**) Jenes habe ich zwar überaU beibehalten, dieses aber nur 
wo es der Reim forderte. 

***) Ich habe wort für praes«, wert, waert für pt. darchge- 



XXXVI EIWLEITÜNG. 

das eingeacliobeBe d in mijnder» «ijoder, eender, 
«eoonder, cleinder^ alder^ hoender«^) 

So sehr das Reimen im Mnl. durch uoasahlige Dop- 
pelformen erleichtert war (s, meine Einl. zu Floris, Hör. 
belg. III f XIX ff.) , so genSgte doch fielen Dichtern die- 
ser weite Spielraum nicht; sie gestatteten sich ReimTer- 
bindungen , die auf mundartlicher Aussprache beruhtea, 
und liefsen auch oft eine Assonanz, ja sogar eine schlechte 
mitlaufen. Unser Dichter erscheint in dieser Beziehung 
nicht eben lobenswerth. Wenn sich bei ihm auch die 
Verbindungen o mit oe , et mit cht **^ als mundartlich 



fuhrt, und mich bo dem neueren Sprachgebraaclie ang'e- 
scHloBsen. Nach einer der neuesten Grammatiken : J. David, 
Nederd. Spraekkunst I. D. 3. uytg. (Mecheln 1836. 8.) bl. 8^. 
lautet das Paradigma von worden also : pr. ind. word , 
wordt, vrord, worden, werdet, worden; pr. conj. worde, 
wordel, worde, worden, wordet, worden; pt. ind. werd 
u. wierd, werdt u. wierdt, werd u. wierd, werden u. wier- 
den, werdt u. wierdt, werden u. wierden; pt. eonj. werde 
u. wierde, werdet u. wierdet u. s.w. Uebrigens war in die- 
sem Hnlfswort von jeher grosse Lautrerwirrong, s* Huydee. 
proeve I, 193 — 196. 

*) Es greift besonders im 16« Jahrh. recht um sich. Ich habe 
kein Bedenken getragen, es überall auszumerzen, und die 
ältere und bessere Form herzustellen : miere (bestätigt 
durch 3 , 6!^5. 1099.) , s i e r e n. s. w^ 

**) o mit oe : eoomt: verdoemt 1, 843. 4,57. beroemt: 
ceomt 3, 15. beroemen: comen3,!27. willecome: 
roeme 3, 645. comen: verdoemen 6, 141. 8, 357. 
oghen: ghenoeghen 6,155. bloemen: ghenomen 
8. 595. vgl. Hör. belg. III, xyiu* — et nut dbit: secht; 



EiivLEinjNc:. XXXVII 

entschuldigen laMen, 00 bleiben ihm doch nocb immer 
schlechte Renne genug Sbrig. Beachtenswerth ist je- 
doch, dsss er sich dergirichen besonders nur in den 
Solternien. erhabt, wekhe als freiere Kanstform 
überhaupt wo! keinen strengen Anfoderungen genügen 
durften. Zu den schlechten Reimen rechne ich: Turen 
(Toeren): uren 1,109. daer tu (toe): u 1,869. 
Yoocht: cocht 1,969. daghe: sIstc 2, 31. ghe- 
presen: ghesleghen 3,29. dämmen; wannen 
4, 13. te matenr cahen 4, 27. wegher teve 
6, 31« ontliyen: ghecrighen 6,39. smaect: 
gaept 6, 31. onderhaspe: tasten 6, 43. ghe- 
make : ghelaten &, 61. onteert: keer 6, 106. 
daghe: g^a^e 6,109» roclaken: laten 6, 111. 
manne: scande 6,147. rebben: segghen 6, 
163. tripe: Terwiten 69 181. hier: Mechiel 
6, 293. grote: lopen 6,331. OYer: Yersco- 
Yen 6, 349. Straten: saken 6,. 386. bedroe- 
▼ en: ghenoeghen .7, 4. graye: daghe 7,66. 
treken : bescheten 7^ 84. slaye : daghe 8, 116. 
bliyen: gheswigfaen 8, 203. schijnt: Tint 8, 
231. lijf: crijt.8, 263. schJjnt: ghemtnt (Hs.) 
8, 343. Terdriven: swighen 8, 689. ontgaeft: 
saecht 9, 224. Vgl. Hör. belg. III, xxiy. 

Die meisten alteren niederländischen IKehter pflegen 
Sprüchworter, Denksprüche und sprüchwortliche Redens- 
arten in ihre Gedichte einzuweben, um eine Ansicht, 



dect U%^9H79/1t,t%7. 8,147. secht: ttect 3, 4^t. 
soectt giievoeclit 3, !^I3. 



XXXVm HNLEITOWO. 

eine Meinung oder sonst etwas zu bekraftigen. Auch 
unser Dichter macht es ebenso , ja er zeigt eine gewisse 
Vorliebe , die denn auch ganz natürlidi ist , weil seine 
Personen meist alle dem Volke angehören und im Volke 
von jeher diese Ausdrucksweise beliebt war und geblie* 
ben ist: 

behendecheit gaet voor cracht 85500. 

en dooch gheen eers sonder bedwanc 6, 336. 

die mach gheven ende swighen stille^ 

hi doet altoos sinen wille 6, 309. 

daer goede hoede es daer es goeden vrede 3^ 609. 

hoghen roem en was noit goet 3, 782. 

te hoghen roem en wert nie ghepresen S, 29. 

bi lichte gheloTen es die meneghe bedrogfaen 
LantsK 91. 

die viant gheeft luttel om een lieghen 

om toren te maken tuschen man ende wijf 2, 100. 

quade werken comen te quaden lone. 

maer reine herten spannen crone^ 

die vol doochden sijn ende vol trouwen 1, 997« 

het sijn quade wive die niet en säten 6, 136. 

nochtan seet men , met ghenen dinghen 

en mach men quade wive dwinghen 69 311. 
vgl. 65 5. 

bi sien es die meneghe bedroghen 2, 81. 

te vele spreken en dooch emmer niet 1, 662. 

Tele spreken heeft in meneghen stonden 

dicwile beraden toren; 

bi vele spreken es die meneghe verloren l, 564« 

die vint men dat men heeft ghesoeht 6^ 366. 



EOTLErnniG. XXXIX 

vroowen «ja van herten wane 1, 240. 
vronwenliat es qiiaet te gronden 9^ 161. 
die wel doet en derf gbenen wise uatsteken 7, 81. 
hi es te prisene die wel heelt 3, 314« 

Dass diese Verse zum Theil altere Spruche sind, 
erhellt schon aus den Worten : 

men heeft gbeseit ooc over lanc^ 
womit der Dichter 6, 336 (vgl. auch 9, 162) einen sol- 
chen Spruch einführt. *) So machten es auch andere 
Diditer, z. B. Reinaert 181: 

ende hets een out bispel: 

yiants moni seit seiden wel. 

Hieran schliefsen sich mehrere sprüchwort- 
liehe Redensarten , z. B. 

het gheet hem al te galghen nut 2, 38. 

ic wille dat ghi ml Hughe heet 9,70. 

«jn hunshnre betalen 3, 929* 

om t lancste trecken 6, 396. 

ri wist ooc wel van melc meten 9, 240. 

ghi hebt emmer ter goeder merct ghesijn 8,372. 

door t reepken springhen 6, 362. 

ghi seit hem speien sijn spei 8, 323. 

dan hadde ons beiden niet dan spei 4, 199. 

si es op ene ander vaert 1, 336. 

Manche müssen uns dunkel bleiben, so lange wir 
nicht dne vollständige Sammlung aller alteren Sprikh- 



*) Bei den aihd. Dicliteni gewdhnlieli s es ist ein alt gespro- 
chen wort» 8. MoBc's Qvellen I» 197. 



worter und Denkspruehe (Blone'« Uebei's. S04 ^319) 
besitzen. . leider Ut dai mwte Gedruckte beinahe ganz 
unzugangikb und es darf deshalb, ala eine s^hi* verdienst- 
liche Arbeit betrachtet werden, dass Metjer In Gronin> 
gen die Campener Sammlung von 1650 und die von 
Goedthals von 1568 in einer Auswahl mit Erläuterungen 
herausgegeben ^) und Willems in seinem Belg. Museum 
I, 101 — 136 mehrere hdschr. Denksprüche mitgetheilt 
hat; unter den letzten befindet sich auch bl. 101: 
daer goede hoede es daer es goet vrede. 

Endlich nun noch die Verwünschungen, Flü- 
che, Schwüre und Betheuerungen. So wichtig 
dieser Gegenstand für die Sitten- und Aechtsgeschich- 
te **^ und für die Sprachkunde auch ist, so kann ich 
mich hier doch nur lediglich auf unsere Schauspiele be- 
schränken. ***^ Diese Ausbrüche der Leidenschaft klin- 
gen mitunter sehr schrecklich, doch galten sie in dama- 
liger Zeit oft für nicht viel mehr als manche Interjectio- 
nen , die eben daraus abstammen und heutiges Tages bei 



*) Oude nederlandsche spreuken en spreekwoorden , met taal- 
kandige aanteelseiiingcn uitgegeren door 6. J. Meijer. Gro- 
ningen 1836. 8. (X n. 1123 SS.) 

**) Grimm unter Sckelte in den Dentsclien Reclitsnlterdia- 
mem 643-— 646. 

***) Etwas Umfassendes wird Jbisjet«|;^, leider immer nAcb ver- 
misst. Die ABhandlnng von Willems ,^ 0?er eenige onde 
nederlandsche Tloeken, eeden en nitroepingen ** (Gent 
1834. 15 Seiten 8.' besonderer Abdruck aus . den Nederduit- 
sehe Letteroefeningen bl. 1^18 ff. ) ist sehr knrs tind allge-^ 
mein gebalten. * r 



EDILBmnfG. XU 

vielerlei GdegenheiteB Mm Yorsehein kernimn. fioost 
würde auch wei ckunalfl «clion der Dichter für eiven 
argen Gotteslästerer .f^ehalten worden sein und nach dem 
Brüsseler Placcaert vom 30 .'Nov. 16 17 hatte man ihm 
die Zange duf^hstoehenyden Rücken dorchgeifiielt and 
ihn dann auf Lebeasoeit bei Todesstrafe ans dem Wdch* 
bilde gebamit. 

Gott. 

ay god S, 291. 298. 686. 8, 408. 

Dens god LantsL Seite 164. (vgl. Hnyd. op. St. 

II, 259. noch jetzt djns, djeus!) 
bi gode 2j 49* 4, 56. 146.170. 6, 166. 316. 339. 

402. 8, 102. 166. 9, 23. 155vl81. (vgl. 

Hoyd. op St. III, 362. 363.) 
bi minen god 3, 452. 
god diet wel vermach 3, 285. 
bi gods mogheiithade .|5, 36. 
bi den here die mi gheboot 1, 44.962. (vgl. Hör. 

belg. IV, 69.) 
god die alle doochden gheeft 1, 646. 
benedijste god van hemelrijc 2, 151. 
bi der liever gods ghenaden 7, 47. 
hulpt here god van paradijs 3, 446. 
also hulpe mi god 4, 142. 
god gheefs mi vrome 7, 34. 
wouts god 4, 86. 
dat god moets wenden 4, 80. 
dies hebbe god danc 9, 31. 
dat u god lone 2, 30. 3, 688. 942. 4, lt8. 



XLII EINLBRONO. 

god glieTe u scande 65 148. (Tgl. 69 S92«) 

god gheve u scande ende lachter groot 65 14. 

god die moet hem ghe^en acaiide I9 216. 

datten god acheode 6, 143. 

Tan gode so moeti aijn gbeadiittt 1, 862* 

god moet u lachter gheven 2, 84. 

▼an gode ao moetic hebben ondanc 8, 182* 

dies moeatic hebben van gode ondanc 89 293. 

god gheve u ramp 4, 198. 

god gheve hem ramp in aine caken 2» 158. 4, 186. 

god gheve o ramp in uwe caken 4^ 28. 

Chriatna. 
god die Tan der maghet was gheboren 
moeten bedroeven 3, 788. 
bi onsen here 2, 180. 
bi onaen lieven here 65 60. 
bi der doot ons heren 2, tO. 62. 118. 
bi gode die hem crucen liet 3^ 494. 1064. 

Jungfrau Maria. 

aente Marie 6, 288. 

bi der maghet Marie 5» 20. 

bi der maghet aente Marien 3^ 496. 674. 

ona yrouwe moet u bedroeven 7^ 4. 

ona vrouwe moeten verdoemen 65 142. 

Heilige, 
bi allen aanten 7^ 43. 
ic awere u bi allen heileghen 9^ 195« 
bi Coob herten 65 372. 
bi Cook paaaie 69 889. 



EDVLBmnfG. XLIII 

bi Cook sette^) 6, 36. 

(Cool ist Nicolaus. Helo 8586 wird Nicolaiu 

van Deurne, der auch sonst vorkonoit, a. 

TVillems zu dieser Stelle bl. 314, Cole 

van Deume genannt.) 
bl sente Cleis 6, 120. 

bi sente Jan 1, 918. 2, 68. 4, 82. 128. 6, 30. 
sente Mecbiel 6, 294. 
sente Bride 6^ 69. 

Teufel. 

wat duvel 2,92.104.119. 4,105.122.196. 6,42. 

9, 85. 165. 
ins duvels name 8^ 367. 
in leeta duvels name 4, 176. (intsleets duvels name 

Reinaert 1280. vgl. Grimm Mytb. 552.) 
al soude die duvel alles wouden 7, 20* 
die duvel sal uws wouden 3, 1069. 
die duvel bebs deel 9, 21. 
dies bebbe die duvel deel 4, 110. 
dies moet die duvel hebben deel 9, 24S. 
die duvel brachtse daer in ontijt 8, 611. 

Zeit. 

ter quader tijt maect u van hier 3, 1068. 8, 366. 

god gbeven u een goet jaer 4, 76. 

ghi sijt een quaet jaer 4, 124. 

dies moeti hebben vele quader jare 5, 103. 



*) Sits, Gesftss. KU. «sei. iUnd. Sedes. et €«liis) «uns.' 



XLIV EiNtErrenrc. 

(flo im Mbd. sain mir daz heilee jAr Ls. I, 287. 
ein saelec jir gang dich an Ls. III, Itl. 
das dich ein veigez jdr mnez ane Ironien 
La. I, 317. B. Grimm Myth. 486.) 

Welt. 

al die werelt en holpe u niet 1^ 995. 
al die werelt en holpe hare niet 3, 1063. 
al die werelt van goude root 
en aal mi connen ghehulpen niet 3, 878. 
si en daets om al die werelt niet 2, 77. 

> van goude root 2, 113. (vgl. 3, 676.) 
dan lietic om al die werelt niet 8, 825« 

und noch Einzelnes was sich nicht unter' bestimmte 
Gesidhtspunkte bringen liefs: 

bi den vader die mi ghewan 1, 338. 3, 162. 818. 

hei hoot uwer moeder soort 6, 304. 

bi ridderscape Lantsl. Seite 160. 

bi der trouwen mine 3, 172. 

bi miere trouwen S^ 794. 4, 54. 

ic sal u smiten op uwen tant 4, 204. 

dat men u berren moet 7^ 11. 

ramp moeti hebben in uw sweet 7, 15. 

Wer nun aber dieser Dichter war, lässt sich schwer- 
lich ermitteln. Er darf weder zu den gelehrten Poeten, 
den Clerken, noch auch zu den spätem Rederijkern ge- 
rechnet werden. Seine ganze Art und Weise deutet an, 
dass er eine unabhängige Stellung in der Gesellschaft 
einnahiQ Q«d .die Poesie nifJit als Broterwerb trieb« Er 



Euumnia XLV 

vereint in dcli viele Gigenadbaften der beewren Dichter: 
Phantamc^ luiliefangene .Anffaaning des Ldbena und Bar* 
stellungflgabe.; ja sogar einen gewisaen Homer , der bei 
den übrigen beidahe.iue %vl finden iat, mÜMen wir ihm 
zuerkennen. 

Seine lustigen Stücke hat er ganx entlehnt aus 
dem niederländischen Leben : mit einer naiven Keckheit 
bringt er die Thorheiten und sittlichen Mangel und Ge- 
brechen seiner Bürger und Bauern auf die Bühne ; und 
in dieser Welt ist er recht zu Hause. Seine drei ern- 
sten Stücke, die abele speien, geboren dagegen einer 
vornehmen fremden Welt an : Fürsten und Ritter an- 
derer Lander treten darin auf, aber es ist als ob sie 
dem Dichter selbst fremd sind ; wir fühlen y das ist nicht 
die frische Gegenwart worin der Dichter selbst athmet; 
ihre Leidenschaften und Handlungen erscheinen wie die 
übriggebliebenen Erinnerungen an eine vergangene Zeit, 
eine ferngerückte Heimath. Der Dichter wählte diese 
doppelte Ferne der Zeit und des Orts, um einen Spiel- 
raum für die grofsten Abentheuerlichkeiten zu gewinnen 
und den Zuschauern ein schöneres Bild alter Ritterlich- 
keit vor die Augen zu bringen als es die Gregenwart ver- 
mochte. Diese Gegenwart war, wie mir aus vielen 
Spuren klar geworden, keine andere als die zweite 
Hälfte des 14. Jahrb. 

Es fragt sich nun : wurden diese Schauspiele wirk- 
lich aufgeführt ? Allerdings. In alten Geschichts- und 
Rechnungsbüchern finden sich Angaben genug, dass 
dergleichen Spiele wirklich stattfanden. Nach einer 
graflich holL Rechnung von 1393 erhielten ^de ghe« 



XLVI EINLEITONG. 

seilen van den speie in den Haghe' zwei neae holl. 
Gniden und nach einer von 1899 die Gesellen, die vor 
dem Herzoge nnd seiner Gemahlin am Fastnachtabend 
^een spei gfaespedt hadden in der sale' zwanzig neue 
Gulden, s. van Wyn, Avondst. I, 355. Im J. 1396 
bezahlte die Regierung zu Amheim ein Spiel , das die 
Gesellen auf dem Markte gespielt hatten ^ s. yan Has- 
selt, Chron. yan Arnhem bL 4. Im J. 1401 liefs die 
Gemahlin Albrechts den Gesellen die unsers Herren Auf- 
erstehung in der Kirche gespielt hatten , zwei geldersche 
Gulden yerabreichen , s. yan Wyn I, 356. *) 

"Wir dürfen uns aber nicht erst nach Zeugnissen für 
das wirkliche Aufliihren von dergleichen Schauspielen 
umsehen ; ich denke, aus unseren Schauspielen wird es 
deutlich genug, dass sie gespielt wurden, und indem 
ich dies nun darthue, will ich zugleich daraus dasjenige 
zusammenstellen was uns einen Beitrag zur Kenntniss 
des damaligen Buhnenwesens gewahrt* 

Die Buhne war entweder ein erhöhtes Brettergerüst, 
wozu man auf einer Treppe gelangte, oder man benutzte 
dazu einen Saal im ersten Stock eines ofientlichen Ge- 
bäudes. Am Schlüsse des ersten Stückes bittet Flatus 
die Zuschauer, sie mochten ruhig sitzen bleiben, man 
wolle nun eine kurze Posse aufführen; wenn jemanden 
hungere , so möge er essen gehen und zwar die. Treppe 
hinab : 

ende gaet alle dien graet neder 1, 1017. 



*) Andere Beispiele aus dem 15. Jahrh. s. Kops : Schets der 
Reder. bl. 2'%7, Sermre, Le Jen d'Esm. p. 4. 



ErauEiroNG. XLVn 

so auch 4, 206: 

ende (mooeht) lopeii alle den graet neder. 

Nirgend zeigt sich eine Spor Ton Bolinenwandett 
(conlisses, achermen), und doch mnaa etwaa vorbanden 
gewesen sein was sie ersetzte. 'Wahrscheinlich bediente 
man «ich gestickter Teppiche mit Landschaften, wenn 
man eine Stadt oder Bnrg in der Feme vorstellen wollte, 
und einzelne aufgestellte grüne BSnme genügten, um 
den Zoschauem einen ganzen Wald zu vergegenwärti- 
gen. *) Was sonst zu jeder einzelnen Rolle geborte ^ 
liefs sich leicht herbeischaffen : Kleidungsstücke aller 
Art, Waffen und Hausgerathe; es ist sogar nicht un- 
wahrscheinlich, dass Gloriants Ross selbst mit auf die 
Buhne kam. 

Die einzelnen Scenen waren gewiss geschieden. 
Freilich lasst sich das aus der Hs. selbst nicht erken- 
nen. Man muss annehmen , dass alle diese Schauspiele 
doppelt vorhanden waren, einmal für das Lesen, dann 
ffir das Auffuhren. Im ersten Falle war es nicht weiter 
nothig, die Scenen zu scheiden, und mit Nebenbemer- 
kungen darauf hinzuweisen was der Schauspieler zu thun 
hatte. Darum sind denn auch nur hie und da solche 
Nebenbemerkungen in der Hs. zu finden, z. B. S. 38: 
^ Robbrecht hangt man hier', S. 104: *Hier werden sie 
handgemein', vgl. noch Lantsl. Seite 162. 165« Im 
zweiten Falle wurden die einzelnen Rollen ausgeschrie- 
ben. ^) Der Dichter hatte es zur Bequemlichkeit für 



*) Vgl. Anmerk. in den Futidgr. II, ;^39. 
♦♦) Fumdisr. II, %M. 



XLVIII EBfumma 

die Schaiupieler so eingerichtet, da» dievorJiergalwnde 
Stene mit dem enrteo Reime einea Reimpaares whioss 
und die folgende mit dem zweiten Reime begann ; jenes 
erite Reimwort wnrde gewiss als Stiebwort (r^plique) 
benutzt, damit der Einzelne sieb danacb merken konnte 
wann er auftreten musste: ¥gl. 1, 225. 226. 291. 992. 
841. 842. 2, 47. 48. 3, 187. 188. 381. 382. 667. 
668. 863. 864. 901. 902. 976. 976. 1007. 1008. 

< 

8,616.616. 

Gewöhnlich gab man zifd Stücke hinter einander, 
erst ein ernstes, dann ein lustiges, eine Posse; oder, 
wie es auch einmal Torkommt, erst ein Lustspiel von 
grofserem Umfange , und hinterdrein eine Posse. 'Dass 
jedesmal diese beiden Stucke zu einander gehorten, 
erfahrt man aus den Schlüssen des jedesmal Torangehen- 
den, des sogenannten Toorspels: 

'man wird euch eine Posse spielen, die kurz sein soll' 

1, 1014. 
'das Vorspiel ist vorbei, man wird euch eine Posse 

spielen' 3, 1141. Tgl. noch den ahnlichen 

Schluss Lantsl. Seite 166. 

Das Spiel Tom Sommer und Winter ist sogar mit dem 
nachfolgenden Rubben durch ein Reimpaar Terbunden, 
jenes schliefst : 

tot dat die somer comt int lant, 
und dieses beginnt: 

AToy ! nu es mi wel becant. 

Der Bote eröffnet das Spiel. Er beginnt gewohn- 
lich mit einem Gebete zu Oott und der beil.. Jungfrau, 



EINLEITOKG. X LI X 

erzählt dann ganz kurz den Inhalt und bittet dara jeder 
geneigtes Gehör schenken wolle. 

Die Bühne ist noch nicht ganz vom Publicum losge- 
rissen. 'Und ich sehe doch alle diese Leute, die hier 
ringsherum sitzen ', spricht aus der Scene heraus Lip- 
pijn, dem die Frau Gevatterin weis machen will, dass 
er blind sei 2, 122. und der Nachbar im 6. Stücke 
zankt aich gleich mit dem Boten: ^man wird hier ohne 
Weiteres auf der Stelle spielen.' ^ Man wird hier spie- 
len — enen stront', entgegnet der Nachbar und noch 
dazu: ^boven toverst op uw hoot' (6, 11. 12.) und 
nachher ärgert er sich über die Zuschauer (6, 32 ff.): 
^seht, wie dies Volk nun steht und gafft! saht ihr nie- 
mals Leute? wollt ihr mich kaufen? mich dünkt, ich 
darf nicht erst weit laufen, Narren zu fangen ohne 
Netze!' vgl. 6, 40. 50. 54. 

Billig sollte ich nun noch das Yerhältniss darthun, 
in welchem diese Schauspiele zu den französischen des 
13— 15. Jahrb. stehen. Leider bin ich aus Mangel an 
Hülfsmitteln nicht im Stande, eine gehörig begründete 
Ansicht darüber aufzustellen. Nach den mir zugäng- 
lichen Nachrichten über das ältere frz. Drama in Roque- 
fort De Tetat de la poesie fran9. 256 — 269. Hist. litt, 
ue la France XYI, 276 — 280. Raynouard im Journal 
des Safants 1836. p. 365 — 374. und den Auszügen 
in Le Grand, Fabliaux ou Contes I, 333 ff.*) kann 



*) Mysteres inedits du W^ siecle, publies par Ach. Jubinal. 
Vol. 1. ^, Paris 1837. 8. und Etades sur les mysteres, mo- 
numeDto hUt. et litter. , la plupart inconnus , par Oaesime 

flor. belg. VL D 



Jj EINLEITUNG. 

ich nur glauben 9 dass diese niederlandisclien Schauspiele 
keine Nachahmungen französischer sind und dass 
sich schwerlich so alte rein weltliche Spiele im 
Franzosischen vorfinden , die nationeller genannt werden 
konnten oder in Betreff der ganzen Anhige und Ausfüh- 
rung den Vorzug verdienten. 

Breslau vor, in «nd nacb der Marterwoebe 1838. 



Leroy. Paris 1837. 8. — kenne ich nur ans dem Jonmal 
des Sar. 1837. p. 69!^ et 378. 



TfACRTRAGE. LI 



nrACHTRAei:. 



Zu Seite 173. dobbelen, quaken. 

Ein noch älteres Spielrerbot ist das der Stadt Brie!, weN 
elies Hers. Albreclit 4. Dec. 1387 best&tigte (Mieris III, 
477 ) : * — so wie dat binnen onser yriheit ran den Briel 
dobbelt, quaect, pyst of enegberbande spei speelt 
om gbelt , ooc boe dat gbenoemt si, nntgbeset c a e t s e n , 
wortavelen bi dagbe ende niet bi nacbte, ende den 
bal metten eolre te slaen baten der Testen onser 
stede Toors. ende sebieten metten bo^pbe, die sal 
▼erboren, also dicke ende meniebwerren als bijt dede, 
drie pont Hollants — * 

— 176. Spielkarten. 

Vom Ursprange der Spielkarten in Jos. Heller, Gescbicbte 
der HoUscbneideknnst 18:23. S. 1^90-337. 

_ 193. Menestrele. Troj. oorloeb ;288-298. 

doen men gbedwegben badde naet eten, 
toonden die werde menestrele, 
dier daer waren barde vele, 
▼oör die princen groot baer spei, 
elc was sijns speis mecster wel 
ende van tone barde milde, 
cle boorde daer dat bi wilde, 
aTenturen groot ende langbe, 
niewe liede met soeten sangbe, 
▼edelen, berpen ende andre speie: ^ 
wat bolpt dat icker noemde vele? 



LII NACHTRÄGE. 

Zu Seite 203. saghen sogar als Terbam. Troj. oorlock ^712. 
sint dat (ic) ierst wert gheboren 
ne boordic nie teilen noch saghen 
dat ridder liet wapen te dragben 
door drome, die men versiert. 

— 211. Rederijkers. 

N. Gornelissen, de Torigine, des progr^s et de la deca- 
dence des cbambres de rbetoriqne etablies en Flandre. 
Gand (1812.) 8. Bibl. Hnltbem. Nr. 23861. 

— 221. prente, Bild. In dem Gedichte: De maghet Vau Ghent 

(gedrueht in Blommaert's Theophilns bl. 99.), gedichtet im 
J. 1382, beschreibt der Dichter (37 ff.) die Jungfrau, die 
er in seinem visioene gesehen habe : 

dese scone , dese abele 

was gheatsameert van sabcle 

als hadde si ghedraghen rouwe, 

ende op harc rechte moawe 

stonden vijf letteren sonder me 

G H E N met eenre D 

van finen perlen uat Orienten 

ende in den scoot der sconer prenten 

SO clam een leeu van perlen Hjn 

ghehalsbant ende ghecroont guldijn. 

— 246. zum Glossarium. 

bliven eens kints , eines Kindes genesen 9 , 94. Het leven 
van Jezus hl, 6. 219. bliven dasselbe 9, 98. 



Verbesserungen. 
3, 1011. lies wllt rar wll; 4, 137. He für liedej 8, 339. vier für vierp. 



BEGHINSEL VAN ALLEN SPELEN. 



€m 6ie0$iiife{ van ai(m f^Hm* 



dfhi heren, god daert al an ftaet 

die moet a gbeyen felken raet 

dat ghi met peife in eendrachticheden 

goet ghefelfcap altoos moet leden» 
5 minne ende blifcap fonder fcfaeiden 

gheve DOS god in (ijn ewicheiden. 

men fiet ghero^inlic ende hets waer 

dat alle die Uede hier ende daer 

haer herte in toeghe dinc Tervrojen: 
10 in fteeefpeie ende in boerden of in tornojen, 

in danfen, in hoven, in wel varen; 

die ander in Taiken ende in fporwaren 

te TÜeghene met haveken ende met musketten. 

fom liede Yoghelen metten nette. 
15 feie houden fotte daer (1 met folen. 

fom houden fi vogheleh in ghejolen 

om dat fi hem te foiAertide 

met baren foeten fanghe verbilden. 

fom liede gberne met honden jaghen. 
20 feie die gans coert om die craghe, 

feie coert den herinc om den roghe. 

feie fehiet gherne metten boghe. 

Hör. belg. VI. 1 



% BEGHINSEL VAN ALLEN SPELEN. 

felc verblijt hem in fijn ghelt: 
ach leider tmine es faea ghetelt, 

25 in derfer mi niet af verblien. 
felc hoort gherne melodien 
van orghelen, van fluten, Tan fouterien, 
in herpen, in yedelen, in rebebien, 
in acaren, in luten ende in ghiternen. 

30 Tele gheet drinken in tayernen 
al den dach metten ghefellen: 
fomtijts drinken fi op die belle, 
fomtijts moeten fi hem ontlofien. 
die Felke keien ende d ander clofien. 

35 Tom fo cloten fi ane den bloc. 

Tele worftelt ende felc trect den ftoc. 
felc fpeelt met appelen, felc met noten. 
die felc couten, die ander coten. 
die felke dobbelt, die ander caets« 

40 deen fpeelt tavelfpel ende d ander fcaets« 
fcoon perde die felke gherne anfcoäwen. 
felc Yerblijt hem in fconen vrouwen. 
felc heeft ghenoechte in quaden pitfen: 
defe bliven fomtijts ane die litfen. 

45 felc legbet fijn herte ane fine nature 
ende wil aen fpele Tan paerturen. 
god gbcTe dat elc goet ghefelle 
fijn herte met eren in doochden ftelle. 
men Tint exempel harde Tele, 

50 al eeft dat fe fotte fpelen, 
daer fobtijlheit leghet ane* 
nn hoort ende pijnt n te Terftane! 



I. ESMOBIIT. 



Ctn ofirf fftC nitit flf0iit0tttf ^ 0jC0tttitc0 fmt neu 
j tvibt tm fmtttde batr na vaCfl^tvAt. 



Clrod die ¥an der maghet was gheboren, 

om dat hi niet en woude laten verloren 

dat hi met finen banden hadde ghemaect, 

fo woode hi al moedernaect 
5 die doot fterven in rechter troawen. 

no biddic n heren ende rronwen 

dat ghi wilt fwighen ende hören. 

het was een coninc hier te yoren 

in Cecilien was hi ghefeten, 
10 yerftaet fo moghedi wonder weten, 

ende ghecreech een kint bi fijn wijf. 

teaer bi hem hielt hi enen keitijf, 

njns broeder Tone biet Robbreoht, 

die dat cenincrike na recht 
15 altemale foode hebben yerworven, 

haddie coninc fonder oor gheftorTen* 

maer nn wert daer een cnecht gheboren, 

dies Robbrecht hadde groten toren 

ende int herte groten nijt. 
20 nn feldi hier den in corter tijt 

wat dat den jonghelinc ghefchiet^ 

ende hoe dat hem Robbrecht bracht in fwaer verdriet 

1* 



I I. ESMOREIT. 

ende enen Sarradjn heeft vercocht 

ende in groten eilende brocht, 
2S ende ooc die moeder diene droech 

dat n daer na noit en loech 

in twintich jaren daer (i lach 

ende noit Tonne noch mane en fach: 

dat beriet her Robbrecht al. 
30 no fwijcht ende merct hoet beghinnen Tal. 

Robbreekt. 

jSLy nii! ay mi der leider gheboort! 

die hier nu es comen Toort 

yan Esmoreit den neve mijn. 

ic waende wel coninc hebben ghefijn, 
35 als mijn oom hadde ghelaten tlijf. 

na heeft hi al bi (ijn wijf 

een kint ghecreghen, die oude Tiliaert. 

o Cecilien, edel bogaert, 

edel foreeft, edel rijc, 
40 ic moet bli^en ewelijc^ 

edel foreeft, van di baftaert: 

dies mijn herte alfo befwaert 

dat mi inbringhen Tal de doot. 

maer bi den here die mi gheboot! 
45 ic Tal daer omme pinen nacht ende dach, 

hoe ic dat wicht Yerderven mach; 

ic faelt verfmoren oft yerdrenken: 

daer fal ic nacht ende dach om denken 

al foudic daer omme liden pijn. 
50 ic fal noch felve de coninc (Ijn 

van Cecilien den hoghen lande. 

ic fal ooc pinen om haer fcande 

der coninghinne, mijns ooms wijf, 

dat hi nemmermeer (ijn lijf 



I. ESMOREIT. 



55 met haer en Tal delen die wigant. 
aldas fo Tal mi bliven tiant, 
mach ic yolbringhen defe dinc. — 



M cester. 



"Waer (idi, hoghe gheboren ooninc 
▼an Damaft, gheweldich heer? 
60 mijn herte es mi van roowen feer 
van faken die ic bebbe gheden. 



De coBinc. 

Platiis meefter^ wat fal ghefchien, 
daer ghi aldos om t achter fijt? 

Meestcr. 

Her coninc^ te nacht te mettentijt 

65 was ic daer boten op dat ¥elt. 
daer fach ic die lucht alfo gheftelt 
ende die planeten ant firmament^ 
dat in kerftennjc een kint 
gheboren ende Tan hogher weerde 

70 dat u fal doden metten fweerde, 
her coninc here, ende nemen tlijf 
ende ow dochter Tai (ijn (Ijn wijf 
ende kerftenheit Tai fi ontfaen. 

De coninc. 

Meefter, nu doet mi verftaen, 
75 wanneer fo was dat kint gheboren? 

Meester. 

Te nacht, her coninc , als ghi mocht hören ^ 
fo wert gheboren dat jonghelinc. 
fijn vader es een hoghe coninc 
van Cecilien in kerftenlant. 



H 1. ESMOREIT. 

De coiiine. 

80 Meefter, no fo doet mi becant, 
feien defe faken moeten fljn? 

Meetter. 

Jaes^ her coninc, bi Apolijn! 
ofte en doe cracht Tan groter hoeden. 
maer wildi werken na den vroeden, 
85 ic fal n enen raet Tifieren 
hoe ende in wat manieren 
dat ghi feit bliven in uwen ftaet, 
want enen goeden fcarpen raet 
waer hier goet toe gheordeneert« 

De coiiiiie. 

90 Ay» nn fo ben ic ghefooffeert! 
Tan der faken die ghi mi telt 
es mijn herte alfo ontftelt 
dat ic mi niet gheraden en can. 
maer ghi (Ijt fo wifen man 

95 Platoa meefter, lieTe Trient, 

ende hebdi mi langhe met tronwen ghedient 
ende meneghen wifen raet gheghcTen^ 
dat ic in eren altoos ben bleTen: 
nu biddic n, meefter ghetroowe ende goet, 
100 dat ghi al metter fpoet 

wilt holpen Tinden enen raet 
fo dat ic bÜTe in minen ftaet 
ende Tan den jonghelinc onghequelt, 
daer ghi mi dua Tele af telt, 
105 dat ic njns mach irefen Tri. 

Meetter. 

Her coninc here, fo hoort na mi, 
edel baroen, edel wigant: 



I. ESMOBEIT. 

gbi feit mi gheTen altehant 

enen fcat met mi te yoren 
tlO ende ic Tal in oorten uren 

daerwaert riden onghefpaert. 

den jonghelinc yan hogher aert 

Tai ic gheerighen met miere conft. 

ic bidde Mamette om (ine onft 
115 dat Icken ghewinnen moet met eren, 

want nemmermeer en menic te keren, 

ic falne u bringhen in ower ghewout. 

daer omme feldi mi (ilver ende goot, 

her coninc, gheven in miere ghewelt. 
120 ic falne fielen of copen om ghelt 

ofte gheerighen met enegher lift: 

aldos hebbic den raet gheghift. 

dan fal hi u yri eighen fijn; 

hi fal werden een goet payijn^ 
125 na onfer wet feien wine leren: 

aldus fo feldi bliven in eren. 

hi fal wenen dat ghi (ijn yader fijt. 

nu lichtelijc, heta meer dan tijt^ 

ic wil gaen yaren metter fpoet. 

De eonine. 

130 Flatus meefter^ defen raet es goet. 
gaet henen ende haeft u metter vaert^ 
ic Wille dat ghi niet en fpaert. 
nemt fcats ghenoech in ower ghewelt 
metter ghifchen onghetelt 

135 ende brinct mi den jonghelinc: 
dies biddic n boyen alle dinc, 
ende en fpaert daer ane ghenen coft, 
want ic hebbe fo groten loft 
dat ic den jonghelinc fonde befcouwen. 



9 I. E6MOREIT. 

Meester. 

140 Her coninc here, in rechter trouwen! 

ic Tai daer omme pinen dach ende nacht. — 

Robbrecht. 

BSntroawen! ic hebbe fo langhe ghewacht 
dat ic ghecreghen hebbe mijn begheert. 
defe jonghelinc die es fo weert 

145 met minen oom den ouden grifen 
ende metter moeder dien fo prifen 
dat fi nie fconer Itint en faghen: 
defe blifcap fal ic hen yerjaghen, 
want het gheeft miere herten pijn. 

ISO yennalendijt moefto fijn 

ende die u ooc ter werelt bracht! 
want ic nie fint dach noch nacht 
blifcap int herte en conde ghewinnen. 
al fonden (1 beide daer omme ontfinnen, 

155 dijn üjf dat heefftu nu yerloren: 

ic Tal di in enen put Terfmoren ^ 

ofte fterven doen een ergher doot. 

Meester. 

O grient, dat wäre Jammer groot: 

het dunct mi fijn fo fcone kint. 
160 ghi fijt emmer te male ontfint, 

dat ghi wilt doden defe jonghe gheboort. 

maer ghi fijt daer op gheftoort, 

dat horic wel ane uw ghelaet. 

ic bidde o, vertrect mi uwen ftaet: 
165 waer omme fidi daer op fo gram? 

Robbreeht. 

Vrient^ doen hi ter werelt quam 
ende Tan (lere moeder wert gheboren^ 



I. ESMOREIT. fli 

quam mi in ininen (lapfe te voren, 
dat hi mi nemen foude mijn le^en: 

170 dies ben ic in forghen bleven,. 

dat ic noit fint en confte gheduren 
ende ic hebbe ghewacbt van aren toren 
ende hebben gheftolen der moeder fijn. 
ic meine dat ic nn finen fijn 

175 doei) fal^ eer hi mi ontgaet. 

Meester. 

Vrient, ic Tal u beteren raet 

gheven, wildi na mi boren. 

recht mi: wanen es hi gheboren? 

dies biddic u door Apolijn. 
180 hi mochte van felker gheboorten (Ijn, 

ic falne copen altehande 

ende voerene met mi uten lande 

in heidenefTe, des (Ijt wijs, 

in ene ftat heet Balderijs 
185 die door Torkien es ghelegben. 

Hobbree&t. 

Yrient, wildi den jonghen deghen 
copen, ic Tal u fegghen dan 
wiene droech ende wiene wan* 
Tal ic u fegghen altegader: 
190 die coninc van Cecilien es (ijn vader, 
een wigant hoghe gheboren 
ende (ijn moeder, als ghi moghet hören, 
es conincs dochter van Hongberien. 

Meester. 

Yrient, es hi Tan dier paertien, 
195 fo es die jonghelinc mijn gherief: 
ic falne copen, eeft u lief, 
nu fprect op, hoe gheefdine mi? 



lO 1- ESMORErr. 

Robbrecht. 

Vrienty dies moochdi weTen vri: 
om dafent pont yan goude ghetelt. 

Meetter. 

200 Hout, yrient, daer es ghelt, 
ende gbeeft mi den jonghelinc! 
maer berecbt mi ene dinc: 
boe es fijn name? doet mi becant. 

Robbrecht. 

Esmoreit heet die joogbe wigant, 
205 alfo es die name fijn. 

Meetter. 

So Tai hi ewelijc payijn 

bliven, dies moochdi wefen vroet. 

Mamet die mi bewaren moet 

ende ic yare wecb met minen gaft. — 

Robbreebt. 

210 BSntroo wen ! na es mijn herte ontlaft 
Tan dies ic ftont in groter forghen, 
want ewelijc biijft bi Terborghen 
in heideneffe, dies ben ic wijs: 
want die ftede van Balderijs 

215 leghet door Torkien in verren lande* 
god die moet hem gheven fcande! 
boe fere hadde hi mi ontftelt! 
nn willic gaen ende doen dit ghelt 
heimelic in miere ghewout, 

220 want het es al edel gout. 
al en hieve mi nemmermeer 
tbintfcap^ nochtan waric een beer 
met defen gbelde dat ic bebbe ontfaen. 



I. ESMOREIT. 11 

ic hebt na minen wille wel gbedaen^ 
225 want ooc Tal mi na bihen tiant. — 

Meetter. . 

UTaer fidi, hoghe gheboorne wigant^ 
Tan Damaft gheweldich coninc? 
nu comt ende fiet den jonghelinc 
die gheboren es yan edelen bloede. 

De eoBine. 

230 Nu en was mi nie fo wel te moede 
alft es yan defen hoghen profint. 
ic falne ophonden >oor mijn kint ; 
miere dochter Tal icken bevelen. 

Meetter« 

Wattan! ber coninc, ghi feit helen 
235 Toor uwe dochter algader, 

wie fijn moeder es ende fijn yader: 

dat en feldi haer .vertrecken niet, 

want a mochte daer af yerdriet 

comen hier namaels over lanc, 
240 want vronwen fijn van herten wanc. 

feidi bare fijn hoghe gbeflachte^ 

ende dan Venus in haer wrachte 

ende worde minnende den jonghen man, 

fo mochte fi hem fegghen dan 
245 boe dat bi wäre comen hier. 

want her coninc, der minnen vier 

mochte in nwer dochter openbaren, 

als'hi wäre comen te finen jaren. 

daer omme en fecht haer ghene dinc 
250 dan dat bi es een yondelinc: 

te min fo falder haer gheliggben an. 



t% h ESMOREIT. 

De coainc. 

Flatus 5 Flatus 9 bi Teryogan! 
het dunct mi goet dat ghi mi fe^ht. 
laet ons dit ewelijc ghedect 
255 njn, defe fake Toor die dochter mijn, 
fo machics in vreden fyn. — 
waer (idi, dochter Damiet? 
comt tot mi onghelet, 
ic moet u fpreken, bi Mahoen! 

Damiet. 

260 Vader, dat wiliic gherne doen. 
nu recht mi, wats uw ghebot? 

De eoninc. 

Damiet, bi minen god! 
anedet hier defen roden mont, 
defen jonghelioc! dit es.een vont: 

265 Mamet heeften mi verjeent. 

ic hoorden daer hi hadde gheweent, 
daer ic in die bogaert wandelen ghinc^ 
daer vant ic defen . jonghelinc 
onder enen cederj&nbopm. 

270 Damiet, nu nemoB goom 

ende houten op als uwen broeder: 
ghi moet fijn rufter ende moeder. 
Esmoreit heet defe jonghen man. 

Damiet. 

• ' I • 

Vader here, bi Tervogan! 
275 noit en fach «ic ff^oner .kint, 
heeften ons Mamet gt^eiint,, 
dies wiliic hem. denken endei Apolijn: 
ic wii gherne fufter ende moeder fijn. 
o uutyercoren jonghe figure! 



I. ESMOREIT. 19 

280 da beft die fcoonfte creature 

die ic met oghen nie ghefach. 

met rechten ic Mamet dünken mach 

dat ic Tai hebben enen broeder: 

ic ml gherne fijll fofler ende moeder. 
285 o Esmoreit, vel fcone jonghelinc, 

hoe fere verwondert mi defe dinc 

dat gbi i¥aert Tonden fonder hoede! 

want ghi dunct mi van edelen bh>ede 

bi de ghewaden die gbi hebt an. 
290 na comt met mi, wei fcone man, 

ic fal a als minen broeder doen. — 

De kersteaeoninc. 

IVaer fidi, Robbrecht, neve coen? 
comt tot mi, ic moet n fpreken. 
mi dunct dat mi mijn herte fai breken 
295 Tan groten rouwe die mri gaet an. 

Robbrecht. 

Ay oom, hoghe gheboren man, 
waer bi fidi aldas ontfreh? ^ 

De k« coninc. 

Van rouwen ben ic alfo ghequeit, 

maer ic dachte dat mi mijn herte fal fcoren. 

300 mijn fcone kint hebbic verloren, 
Esmoreit den föne mijn! ' 
ay, ic en möchte^ niet droever (ijn! 
al haddic verloren in diei* ghelijc 
mijn goet ende ooc mijn conincrrjc, 

305 daer omme en woudic droeven twint, 
haddic behoaden mijn fcoiie kint. 
ay mi ! ay mi ! den bitteren roawe 
die ic na lide ende ooö mijvi vrpawe ! 



14 I. ESMOIIEIT. 

ic dachte^ het Tai mi coften tlijf 
310 ochte mijn Trouwe dat edel wijf, 
fi heeften roawe int herte fo groot. 
mi dunct, ic wäre mi liever doot 
dan ic foude liden dit tormeDt. 

Robbreclit. 

Ay! edel oom^ wide bekent, 
315 nu en vilt u aldos niet mesbaren! 

ic weet wel boe daer es gbevaren. 

al drijft mijn moeje den ronwe fo groot^ 

fine heeft daer af gbene noot: 

dat weet ic te voren wel. 
320 haer berte dat ea tuwaert fei, 

om dat gbi ont fijt van dagben. 

ic hebt haer die wel boren clagben, 

dat fi van mi niet en wift. 

ic ducbte, fi u noch met bare lift, 
325 her coninc oom, fal nemen tleven« 

n fal n feker noch vergheTen: 

dat weet ic te voren wale. 

ic bebbe fo menichwerf baer tale 

gheboort in beimeliker ftont; 
330 noch tan en gbewoecha nie mijn mont 

meer dan nu te defer ure« 

ic weet wel, fi beeft die creatnre 

fehe ter doot gbebrocbt, 

want fi u noit wel en mocbt 
335 om dat gbi bebt enen granwen baert. 

fi es op ene ander vaert: 

fi mint feker enen jongben man. 

De k. coniac. 

Bi den vader die mi gbewan! 
Robbrecht neve, wiftic dat^ 



I. ESMOBEIT. Ift 

340 haer en foode gbehulpen bede no fcat, 
ic en fontre doden dat feile wijf. 

Robbrecht. 

Oom, daer fettic ¥ore mijh lijf, 
dat ic u feggbe en eeft niet waer. 
ic hebt gheweten over menicb jaer 
345 dat n u niet en es ¥an herten vrient. 

De k. eonine. 

O wi ! ende waer hebbic dies verdient? 
met rechte ic dat wel claghen mach« 
mi dochte dat ic enen inghel fach 
ak ic anefach haer edel lijf^ 
350 ende es fo wreet dat feile wijf? 
feker! neve, dat wondert mi. 
nn gaet henen ende haeltfe mi, 
ic moetfe emmer fpreken boren. — 

Robbrecht. 

"Waer (idi, Yronwe boghe gbeboren? 
355 comt toten coninc minen oom! 

och edel ^rouwe, nemt fljns goom, 
want hi ftaet al buten kere« 

De Tronwe. 

Ay her coninc, edel here! 
wie Tal ons nu hulpen claghen 
360 den bitteren ronwe die wi draghen, 
dat wi hebben verloren ons kint! 

De k. coninc. 

Swijch, ¥an gode fo moeti lijn gbefcbint, 
feile pote, quade Trouwe! 
al den dmc ende den ronwe 



16 !• ESMOREIT. 

365 dal hebdi mi altemale ghedaen. 

dat Tal u te qoade vergaen, 

want ict aigader hebbe yernomen 

hoe die faken toe (ijn comen: 

ghi hebt die moort allene ghewraeht, 
370 mijn fcone kint hebdi verfmacht: 

dat Tal o feker coften tlijf. 

ghi njt wd dat quaetfte wijf 

die nie ter werelt lijf ontfinc. 

De Troawe. 

Och edel here, edel cenine! 
37S hoe foodic dat vinden in mijn herte 
dat ic hem doen foode eneghe Anefte 
die ic te miere herten droech! 

De k. coninc. 

Swijch, quade Troawe, hets ghenoech 
ghefproken, ic en wils nemmeer hören. 
380 ic fal u in enen put yerrmoren, 
Robbrecht, leitfe mi ghevaen! 

De Trouwe. 

God die hem ane ene cruce liet flaen 
die fo moet mi no verdinghen 
ende te miere onfcout bringhen, 
385 want ic hier af niet en weet. 

Robbreckt. 

Seker! Troawe, hets mi leet. 

De vrottwe. ' 

^y god, ontfermt n dit fwaer torment 
daer ic in ben, want ic hebbe mijn kint 
verloren ende men tijcht mi ane die daet. 



I. ESIKHUBIT. 1 f 

390 ay gheweldich go4, daer al aa ftaet! 

ghi waert fonder verdioite ende fonder feout 

yafte ghenaghelt ane een hont, 

ootmöedich god^ met nagbelen dri^ 

ontfennheitich gcd, nu biddic di 
395 dat die waeiiieit noch werde yemooieii 

ende ic te miere onfcout noch moet comen: 

dies biddic n, hemelfche coninghinne. 

ay! fal ic no ia minen finne 

bliven^ dat fal wonder fijn. 
400 ay god! wie heeft fijn yenijn 

aldoB fwaerlilLe op mi ghefcoten? 

Ay god 9 QU^ u fo comt ghoTloten 

alle recht ende alle waerheit? 

no hulpt mi noch te minen befcheit 
405 dat ic onfcoldich moet vonden fijn« •— 

De jongheline. 

r 

O Tervogan. ende Apolijn! 

hoe mach mijn fafter dat edel wijf 

ghehebben alfo reine lijf 

dat fi ghenen man en mint 
410 noch in heidenefTe ne ghenen en kint 

die n wende hebben tot enen man! 

bi minen god Terrogan! 

fi heeft emmer een edel natare, 

ofte fi mint ene creatnre 
415 heimelike, daer ic niet af en weet« 

want fi en es emmer niet bereet 

tot eneghe man die nn leeft. 

ic waent, haer Mamet al ingheeft 

dat fi heeft fo edele aert. 
420 dit es miere lierer fafter bogaert: 

hier plecht haer wandelinghe te fijn« 

bi minen god Apolijn! 

Hör. bdg. VI. 2 



19 I. ESMOREIT. 

ic wilder mi ooc in verdieideii gaen, 
want die vaec comt mi aen; 
425 ic wii hier flapen ende nemen raft. 

De jonghe Tronwe Damiet. 

Ay mi! ay mi! hoe groten iaft 
dragbic ai ftiile int herte binnen! 
ic ben bevaen met fterker minnen 
die ic heimelijc in mijn herte draghe. 

430 o Apolijn, ic u dat claghe 

dat mijn herte enen man fo mint, 
nocbtan dat fijs niet en kint 
fijn gheboorte noch fijn gheflacht. 
maer het doet der minnen cracht» 

43S n heeft mi >aft in hären bant. 
ay! doene mijn vader vant 
ende bracht mi den jonghelinc 
ende gaffen mi als irondelinc, 
dat ic fonde fijn fufter ende moeder: 

440 hi waent dat hi es mijn broeder, 
maer hi en beftaet mi twint. 
nocbtan hebbickene ghemint 
boven alle creatnren, 
want hi es edel van nataren 

445 ende ooc yan enen hoghen moede, 
hi es coenlijc van edelen bloede; 
al was hi te vondelinghe gheleit, 
mijn herte mi ^an binnen feit 
dat hi es hoghe gheboren. 

450 Esmoreit uatvercoren, 

edel ende yroom, fcone wigant, 
doen a mijn Heye yader Yant, 
dies es leden bi ghetale 
achtien jaer, dat weet ic wale, 

455 hebdi gheweeft mijn minnekijn. 



I. ESMOBEIT. 19 

o notverooren deghen fiJD, 
ewelijc bÜTic in dit Yerdriet, 
want ic en wib u ghewaglien niet; 
dadict, mijn vader name mi tlijf. 

De jonglieliiic. 

460 O uutvercoren edel wijf, 

ende ben ic dan een vondeiinc? 

ic waende mijn here de coninc, 

edel wijf, hadde ghefijn mijn Tader 

ende ghi mijn fufter, dat waendic algader, 
465 ende beide gheweeft Tan enen bloede. 

ay! mi es nu alfo we te moede: 

bi minen gode TerTogan! 

ic ben wel die droeffte man 

die nie ter werelt lijf ontfinc» 
470 ay mi! ben ic dan een Tondelinc, 

op erde nie droeTer man en waert. 

ic waende Iijn ghebören Tan hogber aert, 

maer mi danct ic ben een Tout. 

nu biddic u, edel rode mont, 
475 dat ghi mi algader fecht 

Tan inde toorde ende al ontdect 

hoe dat mi nw Tader Tant. 

De jonglie joncfroa Damiet. 

O Esmoreit, wel fcone wigant, 
na ben ic wel alfo droeTe ala ghi. 
480 ic en wift niet dat ghi mi waert fo bi 
doen ic fprac die drocTe tale. 
o edel wigant, nu nemet wale: 
bet quam mi uut groter minnen Tloet 

De jonghelinc. 

O edel wijf, na maect mi Troet, 

2* 



90 I* ESMORErr. 

485 hoe die faken comen fijn. 

ic plach te fegghen fofter mijn, 

maer dat moetic na verkeren. 

enen anderen fanc jnoetic na leren, 

edel wijf) ende fpreken a an 
490 ghelijc enen Tremden man. 

nochtan fo moetic ewelijc bliven 

ow vrient ende ghetroawe boven allen wiren 

die op der erden fijn gheboren. 

och edel wijf, na laet mi boren 
496 ende fecbt mi waer ic vonden waert. 

De joagbe joacfrom Damiet. 

Och edel jonghelinc tan bogher aert, 
na dien dat ghi bebt ghehoort 
fo willict a Tertrecken Toort, 
waer dat a mijn yader tant 
500 in finen bogaert, fcone wigant, 
daer hi hem Terwandelen gbinc. 

De joagbeliac. 

Och edel wijf, berecbt mi ene dinc: 
en hoordi daer na noit ghewaghen 
troawe oft joncfrou boren claghen 
505 dat iemen een kint badde Terloren? 

De jongbe joaefrom Damiet. 

O edel jonghelinc aatvercoren, 
daer af en bebbic niet ghehoort. 

De joagbeline. 

Ay! fo ben ic van deiner ghehoort, 
dat dochtic, oft aat Terren lande. 
510 Mamet late mi noch die fcande 
verwinnen, dat ic weten moet 



i 



I. ESMOREIT. 91 

wie mi defen lachter doet 
dat ic te Yondeliogbe was bracht, 
nu en willic nemmer meer dan enen nacht 
515 ten anderen verbeiden, ic en hebbe vernomen 
Tan wat gheflachte dat ic ben comen 
ende wie dat mijn vader fi. 

De jonglie joBcfrov Damiet. 

O Esmoreit, no blijft bi mi! 
ic bita u in die ere van allen yroawen. 
520 ftorve mijn Tader ^ ic foude u troawen^ 
edel wigant^ tot enen man : 
o Esmoreity fo moochdi dan 
fijn Tan Damaft gheweldich here. 

De josglieline. 

O edel vrouwe^ die onnere 
525 en fal u nemmermeer ghefchien; 

dien lachter moet Terrei Tan u Tlien 

dat ghi fönt nemen enen Tondelinc. 

nw Tader es een lioghe coninc 

ende daer toe fidi fo fcone: 
530 ghi moocht met r^ten draghen crone 

Toor elken man die na leeft. 

mijn herte van groter fcande beeft 

dat ic aldus hebbe ghcTaren. 

De jonglie jonefroa Damiet» 

O Esmoreit, laet uw mesbaren! 
535 dies biddic n» edel wigant 

al waeft dat u mijn yader vant^ 
dan wert u nemmermeer Terweten. 
met groten vrouden onghemeten 
feien wi leTcn» ic ende ghi. 



%% 1. ESMOBETT. 

De joBgkelime« 

640 O edel wijf, dies moetic mi 
eweliJG van o beloyen. 
maer nemmerme en willic hoven 
met enegfae wWe die nu leeft 
ofte die de werelt binnen heeft^ 

646 ic en fal tierft, bi Terrogan! 
den vader kennen die mi wan 
ende ooc die moeder die mi droecb. 
o rode mont, ic hebbe ghenoech 
hier ghelet, ic wille gaen varen. 

De joBglie joBcfrov Damiet. 

660 O wi! nn mach ic wel mesbaren: 

ic blive allene in dit Terdriet. 

te Tele fpreken en dooch emmer niet: 

dat fo hebbic ondervonden. 

▼ele fpreken heeft in meneghen ftonden 
666 dicwile beraden toren; 

bi Tele fpreken es die meneghen yerloren. 

haddic ghefweghen al ftillekijn, 

fo haddic in yrooden moghen fijn 

bi Esmoreit al mijn leyen 
660 dien ic met fpreken hebbe verdreyen. 

met rechte mach ic roepen olas! 

o ml dat ic niet ftom en was^ 

doen ic fprac dit droeye i¥00rt. 

De jonglieHiic. 

O edel wijf^ nn willic yoort. 
666 Mamet beware uw reine lijf! 
nu biddic n, wel edel wijf^ 
groet mi den coninc minen here^ 
want ic en fal keren nemraermere, 
ic en hebbe yonden mijn gheflacht 



I. ESMORErr. %^ 



570 ende ooc den ghenen die mi bracht 
daer ic te Yondelinghe was gheleit» 

De jonghe joncfron Damiet. 

O fcone jonghelinc Esmoreit^ 
nu biddic u door ootmoet^ 
als ghi Tan uwer faken fijt vroet, 
575 dat ghi dan wederkeert tot mi. 

De jongkelinc. 

O fcone joncfrouwe yan harten vri^ 
dan Tal ic laten nemmermeer: 
ic en Tal met enen corten keer, 
edel wijf, tot n comen, 
580 als ic die waerheit hebbe Yernomen, 
bi minen god Tervogant! 

De jongke joncfroa Damiet. 

O Esmoreit^ nemet defen bant: 
hier in fo waerdi ghewonden^ 
Esmoreit, doen ghi waert Tonden: 

585 edel jonghelinc, dies ghelooft. 

ghi feiten winden omtrent uw hooft 
ende Toerten alfo openbaer 
op ayenture of iemen waer 
die u kennen mochte daer an, 

590 ende peinft om mi, wel fcone man, 
want ic blive in groter forghen. — 

De jongkeline. 

Kiji^ god <li® niet en es verborghen 
die moet nu mijn troofter fijn! 
o Mamet ende Apolijn, 
595 Mahoen ende Teryogan! 

defe fcone wapen die hier ftaen an^ 



•4 I* 

mochten fi toe hehoren mi, 
fo waer le int hert« wel ^ri, 
dat ic wäre Tan edelen bloede« 

600 mi es emmer alfo te moede, 

om dat ic lach daer in ghewonden 
doen ic te yondelinghe was Tonden, 
ic bender feker af gheböron: 
mijn herte feghet mi te voren, 

606 want ic daer in ghewonden lach. 

ic nemmermeer Troode ghewinnen en mach^ 
ic en hebbe Yonden mijn gheflachte 
ende die mi onc te Tondelinghe brachte, 
ic fouts hem danken, bi Apoiijn! 

610 ay! mochtic noch vader ende moeder mijn 
fcouwen, fo waer mi t herte Terdaert, 
ende waren fi dan van hogher aert,' 
fo waer ic te male yan forghenTri. 

Sine moeder. 

O edel jonghelinc, nn comt tot mi 
616 ende fprect jeghen mi een woort, 
want ic hebbe n van Terre ghehoort 
jammerlijc claghen uw yerdriet. 

De joBglieliiie. 

O fcone Tronwe, wata u ghefchiet 
dat ghi aldus licht in dit prifoenf 

Sine moeder. 

620 O edel jonghelinc Tan horten coen, 

aldua moetic ligghen gheyaen, 

nochtan en hebbic niet meadaen, 

want mi yerraderen al doet. 

o fcone kint, nu maect mi yroet 
626 hoe fidi comen in dit lani 



I. wsmomar. SS 

ende wie gaf a dien bantf 
berecht mi dat, wel fcone jonehere. 

De jorngLeline. 

Bi Mamet minen here! 

TToawe, dan Tal ic a wdgheren niet. 
630 wi moghen malUe anderen ons Terdriet 

daghen^ wabt ghi fijt gfaevaen» 

ende groot verdriet es mi ghedaen, 

want ic te Tondelinghe was gheleit 

ende defen bant in gberechter waerheit 
636 daer fo lach ic in ghewonden, 

lieve vrouwe, doen* ic was Yonden, 

ende voeren aldas openbaer 

op ayentnre oft iemen waer 

die mi kennen mochte daer an, 

. Sine moeder. 

640 Nn focht mi5 wel fcone man, 
wetti iet waer ghi Vonden waert? 

De jongheline. 

O lioTO YTonwe, in enen bogaert 
te Damaft in wäre dinc, 
daer fo vant mi die coninc 
645 die mi op ghehonden heeft. 

Sine moeder. 

Ay god die alle doochden gheeft 
die moet fijn ghebenedijt! 
▼an horten ben ic na Terblijt 
dat ic gheleeft hebbe den dach 
650 dat ic mijn kint anefcouwen mach. 

mijn horte mochte wel Tan vrooden breken: 
ic fie mijn kint ende ic hoort fpreken. 



daer ic om lide dit fwaer tormiat. 

fijt inllecome wel Heye kint, 
966 Esmoreit, ic ben uw moeder 

ende ghi mijn kint, dies fijt vroeder, 

want ic maecte metter hant, 

Esmoreit, felve dien bant: 

daer in fo haddic o ghewonden, 
660 Esmoreit^ doen ghi waert vonden 

ende ghi mi ghenomen waert. 

De jongkelinc« 

O lieve moeder , fecht mi ter vaert 
hoe heet die yader die mi wan? 

Sine moeder. 

Data van Cecilien die hoghe man 
665 es ow yader, fcone jonghelinc^ 
ende yan Hongberien die coninc 
es die lieye yader mijn: 
ghi en moocbt niet hogher gheboren fijn 
int kerftenriJG yerre noch bi. 

De jonglieline. 

670 O lieye moeder, nu fecht mi, 
waer omme iichdi aldus gheyaen? 

Sine moeder. 

O lieve kint, dat heeft ghedaen 
een yerrader yalfc ende qnaet 
die uwen yader gaf den raet 
676 dat ic n feWen hadde yerfmoort. 

De jonglielinc. 

O m der jammerliker moort! 

die dat mijn yader den coninc riet, 



Sine moeder. 

Ootmoedich god, na moeti fijn 
ghelooft, ghedanct in allen ftonden! 
mijn lieve kint hebbic na vonden 
die mi na yerlolTen fal, 
700 want die vroode es fonder gbetal 

die nu mijn herte yan binnen drijft. — 

Robbreeht. 

O wi ! enen dief die men ontlijft 
en mocbte niet fo droeye ghefijn 
ab ic nu ben int berte mijn, 
705 want ic ducbte grote fcanden. 

haddickene doot met minen banden, 
doen ickene yercocbt, fo waer bi doot. 
ay! ic bebbe den anxt fo groot 



>' 



I. Bmounr. %f 



Iracbt mi ooc in dit yerdriet 
dat ic te yondeliogbe was gheleit. 

680 ay! ende of ic die waerbeit 
wifte, wie dat hadde gbedaen, 
die doot foade bi daer omme ontfaen, 
bi minen god Apolijn! 
ay lieye moeder mijn! 

685 nu en willic langber beiden niet, 
ic wil u corten dit yerdriet 
aen minen yader den bogben baroen, 
dat bi a bringbe out defen prifoen 
dat Tal mine lerfte bede fijn. 

690 danc bebbe Mamet ende Apolijn! 

ende die fcbeppere die mi gbewracbte, 
dat ic bebbe yonden mijn gbeflacbte 
ende ooc die moeder die mi droecb. 
mijn berte met recbte in yroaden loech, 

695 doen ic anefacb die moeder mijn. 



99 1- EWOBEIT. 

dat mi daer af fal oomen toreo, 
710 want comet aut, ic ben irerloren, 
dat icken vercoehte den Sarrafijn. 

De keriteaconiac. 

Gaet faeDen, Robbrecht neve mijn^ 
tot miere vronwen die coninghinneii 
die ic eweliJG met herten moet minnen 

716 ende ooc bliven onderdaen, 

want icfe ghehonden bebbe ghevaen 
fonder verdiente eiide boten fconti 
dat rout miere berten menichfont, 
dat ic baer hebbe gheweeft fo wreet. 

780 gaet benen evAe baeitfe mi gbereet, 
ende laetfe baer feone kint anfcouwen. 

Robbreebt. 

Her coninc here, in rediter troawen 
dat willic ai te gbeme doen« — 
Comt edel Yrouwe out defen prifoen 
725 daer gbi das langhe in bebt ghelegben, 
gbi feit anefleii den jongben degben, 
Esmoreit den jongbelinc« 
mijn herte van binnen yroude ontfinc, 
doen ic anefacb den fconen wigant. 

De keriteakoaine. 

730 O edele yronwe, gbe^ft noii nw bant 
ende wilt mi defe mesdaet Tergheyen^ 
want ic ewelijc al mijn leven 
fo willic uw dienere fijn, 
want die fcouden die fijn mijn : 

735 dat bebbic nu wel ^ernomen, 

want Eonoreit ons kint es comen 
een fcoon Tolwaflen jongbdinc. 



I. 



ic bidde u om gode die ontfinc 
die doot van minnen^ yerghevet nii. 

De Trovwe. 

740 O edel here van herten vri, 

ic wils Q al te gherne vergheyen^ 
want alle miiien dnic es achterbleyen 
ende al nlijn toren ende al mijn leit« 
waer es mijn lieve kint Esmoreit? 

745 roepten mi Yoort ende laten mi fien« 

RobJireelit. 

Och edel Tronwe, dat Tal n (^efchien. 
waer fidi, Esmoreit, neve mijn? 

De jongkelisc. 

Ic ben hier bi Apolijn! 

o Mamet ende Mahoen, 
750 lieye vader, hoghe haroen, 

die moet n gheven goeden dach 

ende ooc miere moeder die ic noit en fach 

meer dan nu te defer tijt! 

ic ben al miere droeiheit qnijt 
755 die ic in mijn herte ontfinc. 

doen ic yemam dat ic een yondelinc. 

was 9 doen waert ic die droeffte man 

die nie ter werelt lijf ghewan^ 

maer het es mi al ten heften vergaen. 

De kenteBConinc» lijn vader. 

760 O Esmoreit^ doet mi Hü* verftaen 
ende focht mi waer hebdi ghewoontt 

De jonglielinc. 

Met enen coninc die es ghecroont 



I. ESIIOIIEIT. 



te Damaft, her vader mijn. 

hi es een edel Sarrafijn, 
765 die vant mi in finen bogaert 

ende hi heeft een dochter van hogher aert 

die mi fo blideiijc ontfinc: 

doen mi haer vader die coninc 

vant, doen waert Ii mijn moeder 
770 ende hielt mi op ab hären broeder, 

daer icfe ewelijc om minnen moet: 

die heeft mi al ghemaeet yroet, 

hoe dat mi haer vader Tant 

ende dat ic lach in defen bant, 
775 doen haer vader mi haer brachte. 

• 

De Trouwe. 

Dits die bant die ic felve wrachte, 
Esmoreit, i¥el fcone man. 
ic fetter uws vader wapen an, 
men macht noch fien in drie paertien» 

780 ende ooc die wapen Tan Hongberien, 
om dat ghi daer nnt fijt gheboren, 
fo haddic u fo unt vercoren 
dat icken maecte tower eren, 
dat mi ter droeflieit moefte verkeren, 

785 Esmoreit, doen ic n verloos. 

ic bidde gode die fijn crace coos, 
dat hijt hem te recht wille Tergheven 
die mi anedede dat bitter leven 
daer ic fo langhe in hebbe ghefijn. 

De jongheliBC. 

790 O lieve moeder, bi Apoiijn! 
en was nie ondaet noch moort 
n en moeten comen voort, 
ende int inde werden fi gheloont. 



I. E81HHIEIT. Sl 

Robkreckt. 

Bi den here die was gliecroont 
795 met eenre cronen dorenijn! 

Esmoreit neve mijn, 

wiftict wie dat liadde ghedaen^ 

die doot foude hi daer omme ontfaen^ 

ofte hi ontfonke mi in die eerde^ 
800 ic fondene feiger met minen fweerde 

doden ofte nemen tlijf. 

ay mi! oft ic den keitijf 

wifte die u den lachter dede^ 

hi en foude mi niet in kerftenhede 
805 ontntten^ hi wäre feker doot. 

De Trovwe. 

Nu willen wi loven in vroaden groot 
ende alle droefheit willen wi vergheten, 
want met vrouden onghemeten 
fo es mijn herte nu bevaen. 

De conine. 

810 Esmoreit Tone 5 nu laet ons gaen 

ende laet ons met vrouden fijn. 

maer Mamet ende Apolijn 

die fo moeti nu Tertien, 

ende ghelov^A ane Marien 
815 ende ane god den overften vader 

die ons ghemaect heeft alle gader, 

ende al dat in die werelt leeft 

met (lere conft ghemaect heeft; 

die Tonne ende die mane ende dach ende nacht 
820 heeft hi ghemaect met fiere cracht 

ende 00c hemel ende ertrijc 

ende loof ende gras in dier ghelijc: 

daer fo moeti gheloyen an. 



SS I- Bmonot. 

De jongLelinc. 

Vader here, fo biddic hem dan 
885 den overften god Tan den trone 

dat hi Damiet die fcone 

beware boYen al dat leeft, 

want n mi op ghehouden heeft; 

daer omme eeft recht dat icfe minne 
830 Tan Bamaft die jonghe coninghinne, 

Damiet dat edel wijf. 

ay god 9 bewaert haer reine Iljf! 

want n es nojael ende goet, 

met rechten dat icfe minnen moet 
835 boTen alle die leTen op ertrijc. 

en dadica niet, fo haddic onghelijc, 

want fi es mi van horten Trient 

Robbreebt. 

Esmoreit noTo, data goet Terdient. 
nu willen wi alle droefheit Tor^eten. 
840 met bilden moede willen wi gaen eten^ 
want die taTel es bereit. — 



De jongbe joaefrov Damiet. 

* • 

Ay! ende waer mach Esmoreit 
merren^ dat hi niet en coomtt 
ic duchte dat hi es Terdoemt 

845 ochte gheftorTen quader doot, 
ofte hi es in Tronden groot 
dat hi mi dos heeft Torgheten. 
ic Tal nochtan die waerheit weten 
hoe die faken met hem ftaen, 

850 al foudic daer om die werelt door gaen. 
waer fidi^ Platos^ meefter Troetf 



I. EtaoBErr. 99 

De meesteT. 

Edel vroiiwe, ghetroawe ende goet, 
tot uwen dienfte ben ic bereit. 

De jongke joncfrou Damiet. 

Meefter, na willic Esmoreit 

855 gaen foeken van lande te lande^ 
al foudic daer omme liden icande 
ende hongher ende dorft ende jeghenfpoet. 
het es een dinc dat wefen moet: 
gherechte minne dwinct dii daer tn. 

860 lieye meefter, nu bfddic a 
dat ghijs mi niet af en gaet, 
ghi en blijft bi mi ehde gheeft mi raet 
hoe dat wine yinden moghen. 

De meefter. 

Vronwe, nu fijt in goeden hoghen! 
865 na dien dat gbijs begbeert 

ende gbi den joUgbeline bebt fo weert^ 
fo willen wi foeken den hoghen man. 

De jongbe jonefTon Damiet. 

Flatus meefter, ga wi dan 
ghelijc of wi waren pOgherijn. — 
870 Ay! en fal hier niemen fijn 
die ons beiden iet fal gheven? 
twe pilgherijms die fijn yerdreven 
ende van den rovers af ghefet. 

De jonghelinc. 

Ay! daer horic Damiet 
875 fpreken. boordicfe nie? 

o weerde maghet fente Marie! 
ende hoe ghelijc fo fprect fi bare, 

Hör. bdg. VI. 3 



d4 I ESMOBEIT. 

Damiet der fconer care, 
▼an Damaft die fcone coninghinne, 
880 die ic boYen alle Yreuwen minne 
die op der eerden fijn gheboren. 
nu fprect op ende laet mi boren, 
ghi fprect haer boven maten gbelijc. 

De jonghe joncfrov Daniel. 

Waer ic te Damaft int conincrijc, 
885 Esmoreit wel fcone man, 

fo foudic baer bat gheliken dan; 
maer nu fta ic als een pilgberijn. 

De jonghelinc. 

O Damiet, vronwe mijn, 
ende fidi dit, wel edel wijf? 

890 mijn berte, mijn fiele ende mijn lijf 
met recbten in vrouden loTen macb, 
want ic nie liever gaft en facb 
die noit op eertrike was gbeboren. 
ocb edel wijf! na laet mi boren . 

895 hoe fidi comen in dit lant? 

De jonghe joncfrou Damiet. 

O Esmoreit, wel fcone wigant^ 
mi docbte ic badde u gberne gbefien, 
. maer en mocbte mi niet ghefcbien, 
ic en moefte daer omme liden pijn. 
900 doen maectic mi als een pilgberijn 
ende come aldus gbedoolt doort knt, 
ende nam Flatus metter bant 
dat hi foade mijn beboeder fijn« 

De jonghelinc. 

Waer fidi, lieTe vader mijn? 



I. ESMOREIT. 95 

905 comt tot hie, ghi moetfe Teonwen 
die Yol rainnen ende toI trouwen 
haer herte tote miwaert draecht. 
het es recht dat fi mi behaecht: 
fi heeft fo veie door mi ghedaen. 

De coninc. 

910 So willicfe met blider herten ontfaen. 

(ijt willecome, Damiette wel fcone! 

ghi feit in Cecilien crone 

draghen boven al die leren. 

ic falfe minen föne opgheven 
915 ende ghi feit feker werden fijn wijf, 

want ic hebbe fo oaden lijf 

dat icfe nemmeer ghedraghen en can. 

Robbrechl. 

Her coninc oom, bi fente Jan! 

Esmoreit hi es wel weert, 
920 hi wert een ridder wide vermeert 

ende die de wapene wel hantiert: 

defen raet dunct mi goet ghevifiert 

dat hi die crone van u ontfa. 

Damiet, nu comt hier na, 
925 ghi feit werden jonghe coninghinne. 

De meester. 

Holpt Mamet! dat ic niet uut minen finne 
en come dat yerwondert mi. 
o Esmoreit, edel ridder vri! 
die man brachte u in al dit verdriet. 
930 wat hi u fecht, hine meines niet: 
hihevet tuweert al valfchen gront. 
ic cochte u jeghen hem om dofent pont 
van finen goade, die ic hem gaf. 

3* 



30 I. E8M0REIT. 

De jongkeline. 

Meefter, na Techt mi daer af 
935 hoe die Taken gheleghen (ijn. 

De meester. 

O Esmoreit, bi Apolijn! 

dies es leden achtien jaer 

dat ic quam ghereden daer, 

Esmoreit, op die felve ftede. 
940 na hoort wat die keitijf dede: 

daer foade hi u feker hebben verrntoort, 

hi fprac tot a fo feile woort 

dat ghi hem fijn rike fout ondergaen. 

ghi moefte hem emmer iet beftaen, 
945 dat hoordic wel an fijn ghelaet. 

De jonghelinc. 

Meefter, vertrect mi al den ftaet, 
dies biddic utermaten fere, 
want ic fta al baten kere 
dat ic die waerheit niet en weet, 
950 die miere moeder dat grote leet 

ende mi dien lachter mocht anedoen. 

De meester. 

O Esmoreit, bi Mahoen! 

het heeft ghedaen die fehe man. 

bi minen god Tervogan! 
955 hi foade a hebben ghenomen tlijf^ 

want hi vermaets hem die keitijf. 

ic höret ende fprac hem aen 

ende feide hem het wäre qaaet ghedaen, 

want hi foade doden den JM^hen yoocht, 
960 alfo dat ic a jeghen hem cocht 

om dnfent pont yan goade root. 



k. 



I. ESMOIIEIT. 3f 

De joBgkelinc. 

ti den bere die mi gheboot! 
die ondaet fal ghewroken fiJD, 
eer ic fal eten of drinken wijn. 
965 nu moeti uwen indach doen! 
waer fidi vader, hoghe baroen, 
ende Robbrecht die moordenaer? 

Robbreebt. 

Bi defen here, dan es niet waer! 
Esmoreit, neve mijn, 
970 ic hebbe oit goet ende gbetronwe gfaedjn, 
in was noit moordenaer no verrader. 

De jongbeline. 

Swijchy putefone! bei ea nocb qnader 
die ondaet die ghi bebt ghewracbt: 
boe qndm dat nie in aw ghedaebt 
975 te yercopen nwes felfa gbdboren bbiet, 
ende maket minen Tsdar Troel 
dat mijn moeder hadde gbedaen? 

Robbrecbt. 

Daer willic in eai crljl voor gaen, 
Esmoreit wel coene wigant, 
980 es bier enicb man int lant 
die mi dat wil tien an. 

De meester. 

Swijcb al rtille, qvaet tiran! 
gbi fönten bebben doot gbefteken, 
en badd* mi niet biuren fpreken, 
985 daer ic ten aenganghe quam gbereden. 
ic en was nie fo wel te vreden 
ab dat icken jegb» v cocble osii gbelt. 



39 I- ESMOREIt. 

je gaeft u al onghetelt 
in een foortder was yvorijn. 
990 noch foude ment vinden in uwe fcrijn: 
daer willic onder fetten mijn lijf. 

De jott^helinc. 

Ay mi! Robbrecht, fei keitijf! 
met rechten ic u wel baten mach, 
ghi feit nu hebben uwen doemsdach^ 
995 al die werelt en holpe u niet. 

Robbrecht banct men bier. 
De jongbelinc nocb. 

Aldos eeft menichwerf ghefchiet: 
quade werken comen te qnaden Jone, 
maer reine herten fpannen crone, 
die vol doochden fijn ende yoI trouwen. 

1000 daer omme radic, heren ende vrouwen, 
dat ghi uw herte in doochden ftelt, 
fo wordi int inde met gbde verfeit 
' daer boven in den hoghen trone, 
daer die inghelen finghen fcone: 

1005 dies onne ons die hemelfche yader! 
na fecht Amen alle gader. 



De meesler. 

God die neme ons allen in hoede. 
nu hoort, ghi wife ende ghi yroede. 
hier fo moochdi merken ende verftaen 
1010 hoe Esmoreit ene wrake heeft ghedaen 

over Robbrecht finen oom al hier ter ftede. 



I. ESMORQT. 30 

elc bliYe ßttene in rinen yrede, 
niemen en wille thuosweert gaen: 
ene fotbeit fal men u fpelen gaen 
1016 die cort fal fijn, doe ic u weten. 

wie hongher heeft^ hi mach gaen eten, 
ende gaet alle dien graet neder. 
gbenoeghet u, fo comt alle weder. 



4MI U* upnnr- 



mtt fit^^ini bU fttfUtnit* 



Hier begliint twijf. 

JHLem! fechte hem! god hebs al deel! 
ic wil gaen driven mijn riveel 
met minen foete liere int graa. 
hetfl lanc leden dat ic met hem niet en was. 
5 hem! fecht, hem! waer fidi Lippijn? 

Lippijn. 

le ben hier^ wat faelt lija? 

Sijn wijf. 

Lippijn, ghi moet gaen halen borre ende Tier, 

ende ic Tai wedercomen fchier 

ende bringhen ons iet dat wi feien eten. 

ippijn. 

10 Bi der doot ons heren! f^ feiet Tergheten, 
ghi pleecht fo dicwile langhe te merren. 

Sijn wijf. 

Wat, Lippijn! ghi en moglet u niet erren, 
vfant ic hebbe dicwile vele te doene: 



II. UPPUN. 41 

eer ic ghehore mine fermeeney 
15 fo wallet boghe op den daeh^ 

ende eer ic ten Yleefchaua coraen mach, 

fo copic ooc gherne goeden coop, 

dan fo moetic beiden tot den loop 

es ghedaen Tan den bedranghe: 
20 alfo comet toe dat ic merre fo langhe, 

goede Lippijn, ghi moetet al weten. 

La • • 

ippijn. 

Ewaerheit! ghi fondes mi vele ontmeten 
ende ic en weter wat toe fegghen. 
gaet henen! ic fal ons yier anlegghen 
26 ende balen borre ende fcoren den pot, 
want alfo moet mi hulpen god! 
ic hebbe mi oit te flayernien ghefet. 

Sijji wijff 

Goede Lippijn^ waft die fcotelen met 
ende keret ons den yloer fcone. 

Lippijn. 

30 Goede 9 na hoort, dat o god lone! 

ende mer daer bi niet. al hebbic al mijn daghe 

gheweeft uwe anne flave^ 

mi diinct ic moetfe noch ßja al n^jn leven. 

Sijtt wijf. 

Swijch^ god moet n hicbfeer ^even! 
35 dat ghi fo langhe leeft dats mi> l^t. — 
en es dit niet een fcoon befcheet? 
waer mach hi merren mijns horten drnut? 
het gheet hem a\ te galghen uut, 
dat hi m aldo« te voodelinghe r^t. 



49 n* LIPPiJlY. 

Haer lief. 

40 Minnekijn, hets mitTeHjc wat mi let: 
hebdi daer gheweeft harde langhel 

Lippijns wijf. 

Jaic^ mijn herte es fo wranghe 
dat ic u fo langhen niet en fach. 

Haer lief. 

Laet ons gaen drinken een goet ghelachji 
45 mijn autvercoren minnekijn. 

wi feien noch tavont met i^rouden fijn 
lichtelijc. na comt hier naer! -^ 

ippijn. 

O yfi here! es dat waer? 

bi gode! ic hebs ghenoech gbefien, 
50 want fi leet metten bieten cnien 

ende hi efTer tufchen ghecropen^ 

bi der doot ons heren! hi elTer in gheflopen, 

riet! met defer beeren^ ende gheeft mi te verrtane 

dat fi te meden plecht te gane, 
55 ende leet ende druilt met enen anderen man 

ende maect van mi enen pol her Jan. 

n feet, fi gheet int vleefchnus; 

bi fente Jan! ic fal haer dit abuus 

noch tavont tongoede maken. 
6Ö can ic an enen ftoc gheraken, 

ic fal haer touwen fo haer Tel, 

dat haer rouwen fal dit fpel 

dat n met hem heeft bedroTen. 

De comere. 

Wat^ Lippijn! god moet u goeden dach gheven. 
65 hoe fteet met u? hoe fidi te ghemake? 



II. LI^IJN. 49 

V • • • 

Lippijn. 

Ey, Trife! ic woude mi therte brake 
Yan groten rouwe die ic drive. 
ic en hat nemmermeer minen wive 
betreut dat fi mi heeft ghedaen. 

De eomere. 

70 Lippijn, Dtt doet mi yerftaen, 
hoe ende ooc in wat manieren? 

ippijn. 

Dies ic mi ewelije moet fcoffleren: 

fl leghet ende droilt met enen anderen man. 

De eomere. 

Ewaerheit! data een dinc dat ic niet en can 
75 gheloven yan uwen mye: 
ic kenfe alfo reine van live, 
fl en daets cm al die werelt niet. 

Lippijn. 

Dat een man met finen ogben riet 
data hem nochtan quaet tonghcven. 

De eomere. 

80 Lippijn, alfo moetic met eren leven! 
bi fien es die meneghe bedroghen. 

Lippijn. 

Wat! neen, dit en es niet gheloghen, 
want ic hebfe felve ghefien 
ligghen metten bieten cnien 
85 ende gbinghen hem beide te werke ftellen. 



44 II* uppuN. 

De eomtTt. 

Wat, Lippijn! dat en foudi niet verteilen, 
uw wijf waer daer bi gbeonneert: 
uw oghen fijn al yerkeert 
van drinken ende van oaden daghen. 
90 goede Lippijn, en wilt des niet ghewaghen: 
uw wijf waer daer 1» ghefchent. 

Lippijn. 

Wat duvel! feldi mi malcen blint 
van dinghen die ic fehe fachl 
ic fach dat ß arerrecht iach 
95 ende hi raepter op haer flippen. 

De eomere. 

£y fwijch, goede Lippen! 
en was anders oiet dan uw dachte. 
en hoorde ghi noit fegghen van alfsgbedrochte 
dat die liede pleghet te bedrieghen? 
100 de yiant gheeft luttel om een lieghen 

om toren te malcen tufchen man ende wijf. 

ic wilder orer fetten mij» lijf, 

en waeft niet een eWinne dat ghi faecht. 

Lippijn. 

Wat davel! heeft god die werelt gheplaecht 
105 met alven ende raet elvinnen? 

en foudie dan mljn wijf niet kinnen? 
dat wäre emmer een nufTelijc dinc. 
ic fach dat fi met hem ghinc, 
hi namfe in finen aerm ende tracfe naer. 

De eomere. 

HO Lippijn, loghen en was noit waer: 
daer toe kennie te wel aw wi^. 



II. LippiJiv. 45 

want n heeft alfo reine lijf^ 
fi en daetfl om al de werelt niet i^an goade root. 
maer talfsgbedrochte es alfo groot 
115 dat den meneghen maect fo blint 
dat hi hem felven niet en kint, 
hoe fonde hi dan enen andren ghekinnen? 

Lippijn. 

Bi der doot ons heren l ghi maect mi al uten finnen. 

wat doTel es mi nu ghefchiet? 
120 ben ic blint ende en fie ic niet? 

des wonders ghelijc en fach ic nie, 

ende ic He wel alle defe lie 

die hier (itten al omtrint. 

entrouwen! fo en ben ic al niet blint, 
125 al foadijs mi gherne maken vroet. 

De tomere, 

Lippijn, wetti wat gfai doet? 
ic biddu dat ghijs nemmermeer en fecht 
ende ghi uw wijf met eren dect. 
het es ene ehinne die u quelt, 
130 n heeft uw ghefichte al ontftelt, 
uw oghen ftaen al ontfet. 

Lippijn. 

Ey goede! eeft dat dat mi let? 
mi dochte emmer dat icfe fach. 

De comere. 

Het was ene elviane dat daer lach: 
135 dat willic n fweren op een cmus. 
uw wijf fit noch in haer hnns: 
dat wiUic wedden om een hier» 



46 n. uppuN. 

Lippijn. 

Ende fi hiet mi gaen halen borre ende yier, 
n feide fi foude gaen om eten. 

De eomere. 

140 Wat, Lippijn! wildi die waerheit weten, 

fo fidi feker te male verleit: 

ene elvinne lieeft haer nette ghefpreit, 

dat fie ic wel, om u te vaen. 

comt met mi! wi feien voor uw dore gaen: 
145 uw wijf fit noch bi baren viere. 

L i p p i j n. 

Wat! ben ic dronken van den biere, 
echte ylieghen dal?e achter ftraten? 

De eomere. 

Wat, ghevadere! en moochdi ona niet in laten? 

Lippijns wijf« 

Wat, key! jaic, wie es daer? 

De eomere. 

150 Wat, Lippijn! en feidic u niet waer? 

Lippijn. 

Benedijfte god van hemelrijc! ■ 

fo en fach ic noit des wonders ghelijc. 1 

ic fie wel, die fcouwen fijn mijn. 

De eomere. 

Wat feidic u, liere Lippijn! 
155 maer ghi en woades niet wefen vroet. 
mijn ghevadere es ghetrouwe ende goet, 
al foudier gherne een hoere af maken. 



II. uppuir. 4f 

Lippijns wijf. 

God gheve hem ramp in fine caken! 
heeft hi hem Tan mi dies beclaecht? 

De comere. 

160 Jai, ende dat ghi bi enen anderen man laecht: 
dies heeft hi mi ghedaen een beclach. 

Lippijn. 

Ewaerheit! mi dochte dat ict fach, 
maer ie laets mi nu ghenoeghen: 
Trife caent wel in hefte Yoeghen. 
165 maer als hat mi mijn lijf ghedaen, 
fo waerdi heden morghen op gheftaen 
ende hiet mi halen vier ende borre. 

Lippijns wijf. 

Swijch, wel vule corre! 

beghindi mi anderen man ane te tien? 

Lippijn. 

170 Seker! woudic die waerheit lien, 

fo fach ic, of mijn oghen waren mi verkeert« 

maer Trife heeft mi alfo gheleert 

ende feet dat mi een alf heeft bedroghen. 

ippijns wijf. 

Waer omme hebdi mi dan beloghen 
175 ende doet mi fcande over al? 

Lippijn. 

Ey minnekijn! ic ben diet beteren fal, 
hebbic iet meffeit ofte mesdaen. 



49 n* uppuK. 

LippijAS wijff. 

Ghi feiler nochtan fmeten ömme ontfaen^ 
Yul oQt qaaet grijfaert! 

De eamere. 

180 Bi onfen here! hi waers wel waert 

dat wine onder voete glungben legghen. 

LippiJA. 

Lieve wijf, ic en faels nemmeer fegghen: 
ic en wifte niet dal ic was in dolen. 

Lippijiit wijf. 

Ey! men fal a leren gaen ter fcolen. 

185 Hier Teehten si. 

Ohi goede liede, dft hcftb^n wi 

ghefpelt al in een boerdement. 

fi leven noch wel, fi u bekent, 

die defe gheliken wel hebben ghefien. 
190 wet dat menich boerden ghefchien 

daer dusdaneghe mere niet af en gaet. 

daer bi biddic a dat ghi ontfaet 

in danke ons fobitalie. 

ic bidde den coninc toI van gratie 
195 die Tan der maghet was gheboren, 

dat hem niemen en wille ftoren 

Tan dat hi hier heeft ghefien ende ghehoort. 

ftaet op! ghi moghet wel gaen Toort, 

want wi moeten alle fcheiden: 
200 ons here god moet ons allen gheleiden. 

Amen* 



III. GLORIANT. 48 



ü&H fi^tt aüft ttn Atl ffint nan itn ^^tttttfi^ 
i&tivxmwijit) ip0t j^ Witt winnitAt itB nbt 
\tUB bßt^^tit Half SlfiHisitf ^ tvAt ttu ftüttfüt 



JLc bidde gode den overften yader 
dat hi 008 moet bewaren alle gader. 
heren ende yroawen groot ende clene^ 
ic bidde u allen int ghemene 
6 dat ^ wih maken een gheftille 
ende merct daer na diet merken wille. 
men Tai u hier fpelen een faverlijc dinc 
▼an enen hoghen jonghelinc 
die hertoghe was Tan Brannawijc. 

10 hem dochte dat niemen fijna ghelijc 
op eertrike niet vinden en mochte 
ende fprac unt overmoedeghe ghedochte, 
roemeghe woorden cinde onbekent 
daer dicke die meneghe es bi ghefchent. 

15 want wie dat hem te hoghe beroemt, 
ab dan die faken anders coomt 
fo wort hi bi den roeme ghefcant: 
alfo ghevielt defen hoghen wigant: 
al was hi rike ende hoghe gheboren, 

Hör. bei«. VI. 4 



50 'H. GLORiA?rr. 

20 uut groien roem fo quam bem toren. 
om dat hi fprac roemeghe woort, 
wert vrouwe Venus op hein gheftoort 
fo dat fijt namaels op hem wrac 
die roemeghe woorde die hi fprac, 

25 alfo ghi nu hier feit befcouwen. 

daer omme radic heren ende yrouwen^ 
dat hem niemen te hoghe en Tal beroemen, 
want daer es felden ere af comen. 
te hogben roem en wert nie gheprefen. 

30 nu bidden wi gode die wert ghefleghen 
ane een cruce om onfe fonden, 
dat wi alle falich werden vonden 
te Jofephat in dat foete dal, 
daer god (Ijn oordeel bedtten Tai: 

35 dies biddic Maria der coninghinnen. 

nu hoort ende fwijcht! wi gaen beghinnen. 

Gheraert, shertoghen oom. 

Ww SLer M\f licTe vrient Godevaert? 

Godevaert. 

Ic ben hier, beer Gheraert, 
nu fecht mi wats die raet? 

Gheraert. 

40 Godeyaert, het en dochte mi niet quaet 
dat ons hertoghe die hoghe baroen 
enen hawelijc woude doen 
ende dat hi nemen woude een wijf. 
hi heeft fo fcone Tromen lijf 

45 ende es een fterc jonc man yan daghen: 
hadde hi een wijf, fl mochte draghen 
kindren, dat wäre des lants profijt. 



iL 



III. GL(MUANT. 51 

hets een lantfcap groet ende wijt, 
het wäre fcade, bleeft fonder ^eboort. 
50 daer onime bebbic a gheroepen voort, 
dat ghi ons daer toe fout gheraden. 

Godevaert. 

Heer Gheraert, dat en mochte niet fcaden, 
daer hebbic ooc onlancs om ghepeinft. 
maer ic fegghe a al ongheveinft, 
Sä beer Gheraert, ghi fijt des hertoghen oom, 
daer omme moeti fijns nemen goom 
meer dan ic ofte die hem niet en beftaet 

Gheraert. 

Wattan? Goderaert, ghi moet ons raet 
gheyen, hoe dat wi yaren moghen. 
60 t lantfcap waers in goeden hogben, 
hadde hi een wijf ende kinder daer bi. 

Goderaert. 

Heer Gheraert , daer omme feien wi ic ende ghi 
onder ons beiden daer na fpien. 
ic weet ons wel na ene te fien 
65 die men hem gheyen fal harde gherne. 
dats die coninc yan Areme 
heeft een dochter nojael ende goet 
ende die ooc draecht enen reinen moet 
ende heyet enen goeden aert. 

Gkeraert. 

70 Sekerlijc, beer Godeyaert, 
die huwelijc dochte mi goet: 
die coninc yan Ayerne es een edel bloet 
ende die alteos binnen finen daghen 
llne wapen eerlijc heeft ghedraghen 

4* 



fi% III. GLORIANT. 

75 ende fijn Torders van goeder aert. 
fekerlike! Godevaert, 
defen hnwelijc dochte mi goet ghedaen. 

Goderaert. 

Laet ons dan toten hertoghe gaen 

ende laet ons hem dit legghen te voren: 
80 dan fo moghen wi fpreken hören, 

hoe dat hi beraden fi. 

nu willen wi gaen ic ende ghi 

ende laet ons hören wat bi fecht. 

rtaet fijn herte daer toe ghewecht, 
85 fo willen wi thawelijc maken dan. 

waer fidi, hertoghe, hoghe gheboren man, 

edel hertoghe van Brounswijc? 

Die kertogke. 

Sijt willeconie, oom, fekerlijc 
ende minen Ueyen Trient GodeTaert! 
90 nu fecht mi, liere oom Gheraert, 
uw begherte, het faf u ghefchien. 

Gheraert. 

Gloriant neve, dat fouden wi gherne den 
dat ghi wout hnwelijc doen, 
wi faghent gherne, edel baroen, 
95 ende ooc Brunnswijc nw fehes lant. 

Die hertoghe. 

Oom Gheraert, hoghe gheboren wigant, 
daer toe en ben ic noch niet gheftelt. 
ic bidde u dat ghi mi niet en qaelt, 
want daer en willic niet af boren. 
100 ic en weet gheen wijf op eerde ghdboren 
daer ic met woude leiden minen tijt. 



IIL GLORIANT. I^S 



Ghcraert. 



Neye, ghi moetet om des lants profijt 
doen alfo wel als om uw felves lijf: 
ghi feit nemen moeten een wijf, 
105 neve, om kinder daer Tan te crighen. 

Goderaert. 

Nil en can ic met iangher ghefwighen, 

edel hertoghe, hoghe baroen: 

ghi moetet om uws lants wille doen 

om kinder te crighene, als Gheraert fecht. 

110 hets een dinc dat men niet en plecht 
fonder Trouwe te bliven fo groten here. 
ghi foater uw lantfcap met onteren^ 
edel here, ftoridi fonder gheboort; 
daer foiide op rifen een groot difcoort, 

115 elc foats die naefte willen (ijnt 
ghi fönt beraden groten pijn 
den edelen lande van Bmonswijc. 

Die hertogke» 

Godevaert, Goderaert, fekerlijcf 
defe redene es te male om niet. 
120 mijn herte gheen wijf fo gherne en fiet 
daer ic om ga^e een haer. 
in weet gheen wijf dies werdich waer 
dat icfe maken foude mijn yrouwe. 

Godevaert. 

Here^ wacht dat u noch niet en roowe 
125 dat ghi fprect dus domme woort. 
wort vrouwe Venns op u gfaeftoort^ 
n fal u noch maken mat. 



S4 Ul. caxNuAm. 

GhtwntrX 

Gloriant neve, verftaet wei dat. 

Samfoon die was fo ftere 
ISO bedroghen wert bi der minnen werc 

ende ooc Apaloon die fcoon 

ende die wife coninc Salonnoon 

hieven bi minnen al bedroghen: 

dits emmer waer ende niet gheioghen, 
135 vroQwenminne braehtfe tonder. 

Die hertoghe. 

Seker! oooi, dat heeft mi wonder, 
maer fi waren vol gheckerdien. 
oom Gheraert van Normandien, 
daer qoamen ander faken bi: 
l40 fine waren haers felfa Tan herten niet vri, 
fi hieven aen vrouwen al verfmoort. 
ic en weet gbeen wijf van fo hogber gbeboort 
dat icker feker om gave twe peren. 

Gheraert. 

Seker! neve, data niet dan fcheren 
145 mede te makene. fo wie dat hoorde 
ende ic en hoorde nie fo domme woorde 
fpreken enen hoghen man« 
feker! neve, ghi moet nochtan 
huwen om des lants profijt. 

Die hertoghe« 

150 Seker! oom, dien tijt 

en Tai nemmermeer man befcouwen 

dat ic enich wijf fal trouwen, 

die na op eertrike leeft 

of die die werelt binnen heeft; 
155 want ic hehhe fo vromen Kjf, 



III. GLQRIAIVI. Mft 

fottdic dat legghen aen een wijf, 
fo waric emmer buten kere, 
ende ooc ben ic fo groten here 
van den lande van Bruunswijc* 
160 en es gheen wijf op eerde mijns ghelijc, 
ic wil bliven mijns felves man. 

Gheraett. 

Bi den vader die mi gbewan! 
nu en boordic nie fo domme tale. 
feker! neve, en Toecht u niet wale 
165 dat gbi den vrouwen Tprect fo naer. 

Oodeymett. *. 

Seker! Gheraert, gbi fecbt waer: 
den Trouwen heeft bi wel na ghefproken. 
maer bet Tal nocb werden gbewroken^ 
dat weet ic wel in rechter trouwen; 
170 een lieflijc aenfien yan eenre vrouwen 
Tai bem noch dünken mededne. 

Die lierteglie. 

Oom Gheraert, bi der trouwen mine! 

dat en feldi gbeleven nemmermeer. 

mijn berte es vafter ^m een weer 
175 gbeftelt al op mijn fcone iijf. 

ic en weet op eertrike gheen wijf 

die mi dunct dat mijns werdiqh wäre; 

mijn hert^ dat vliecht gh^lijp den ave 

boven alle vrouwenminne; 
180 foudic dan .mija berte ^de vijf flnne 

legghen an eens wijfs hedwanc? 

van gode moetic hebben onfl^c 

of dat emmermeer gbefebiet. 



SS in. GLORIANT. 

Gheracrt. 

Gloriant neve, fo waert om niet 
185 dat horic ifvel daiter ic om pine. 

Biaer wacht dat a noch niet en fchine 
dat ghi fprect das dommelijc. — 

Plerenlijü die »agliet. 

•9 

A.yl en mach op eertrijc 
mijns ghelijc niet gheboren fijn 

190 ende die wäre Tan der naturen mi^ 
ende ghelijc mi van moede! 
IC en fach nie man fo rijo van goede 
dien ic woade heU)cn tot ^nen man ; 
noch amerael noch foudan 

195 noch nie man fo hoghe gheboren, 
die mi van huwelijc leide te Toren 
dat ic fine minne woude draghen. 
dier ghelijc hebbic hören ghewaghen 
Tan enen man in kerftennjc 

200 ende es hertoghe Tan Bruunswtjc 
ende Tan horten alfo preus 
ende Tan moede fo aergelieua, 
dat hi ooc gheen wi^ en mint« 
wi fijn bmle gheKjc -gfaefint, 

205 dat fecht mi mijn herte te Toren, 
ende onder cne pknete ghdboren 
ende hebben beide gader ene nature. 
na Tai ic hem fenden ene figure, 
een beeide ghemaeet na mijn anfchijn. 

210 eeft dat wi twe ghelike fijn, 

fijn herte Tal hem Torwandden dan. 

bi minen god TerTOgan! 

ic Tai boren wat hi foect. 

mljn herte dat ftaet te hem ghevoecht 



III. CaXNHAIfT. Sf 

216 om dat hi van herten es fo fier. 
waer fidi mijii bode Rogner? 
comt tote mi^ ic hebs te doen. 

Regier. 

O edel vroDwe^ bi Mahoen! 

fecht mi wat wUdi hebben gbedaen? 

Plorentijn die maghet. 

m 

220 Rogier, ghi moet haoftelic gaeii 

toten hertogbe yma Brimnswijc 

ende es gheltghen in kerftenrijc 

ende ei ghehelen Oforiant* 

ghi feit heni ghoTen in fine hant 
225 defe figare den de^en fijn, 

ende fecht hem . d«t icfe naet anfchijn aijii 

hebbe doen maken wel ghelijc, 

ende dat ghi cömt ufen rijc 

Tan der ftat Tan Abelant, 
230 ende fecht ooc den hoghen wigant 

dat ic hem bidde in rechter tronwen 

dat hi in dere van allen tronwen 

defe fignre wille anefien. 

hem fal fere rerwondereft tan dien 
235 wat ic daer met mene« .mach. 

ende fecht hem dat ic nie man en fach 

daer ic mede deilen woude mijn lijf, 

ende fecht hem ooc al fonder blijf 

dat hi es mijn yader die hoghe baroen 
240 Tan Abelant die rode lioen, 

ende hoort ende merct ende fwijcht endfe heelt, 

ende verftaet wel dat hi u ' beveelt, 

ende brinct mi die bootfcap <dan. 



5S in* QUHUAifr. 

Bi minen god Tervogan! 
245 joncfrottwe, defe bootf(6ap wort ghedaen, 

ic Wille met haeften daerwert gaen. — 

HEamet ende Apolijn 

die moeten bewaren die Trouwe mijn! 

die mi heeft ghefent tote hier. 
250 edel here, ic ben een metfelgier 

ener joncfroawen nojael ende ^oet, 

fl bit Q op gherechter .ootmoet 

dat ghi wilt anfcottweii defe figute:. 

fl es na die fcoonfte creature 
255 ghemaect die men vint in eertrike 

ende baren anfcbijn alfo gbelikä 

als waer fljt felve die vroawe weert. 

n es van bare dogbet Tenneert 

ende ooc van baren bögben moet* 

Die bertoglie. 

260 Metfelgier, nu maect mi yroet, 

wie es die joncfrou? doet mi becant* 

Rogier. 

Dats Florentine van. Abebnt 

die edel jönefron ende die rike« 

men vint in beideuefle niet baers gbelike 

265 fo Dojael nocb fo fcone Tän live; 
men vinter in eertrike niet vive 
die gbeliken der ivtoüwea mijn: 
fi en moebte »iet nbjaler fijn, 
boTefcber nocb bat gberaect, 

270 ende. van baren live fa Tolmaeet 
ende bareb moet fo eerlijc draebt; 
en was nie man op eefde verdacbt 
fo rike nocb fo bogbe glieboren 



m. GLosiAnr. 

die hare van minnen leide te voren 
275 dat n werden woade (ija wijf« 
fi heeft te male een reine lijf 
ende enen vader van hoghen doen, 
dats van Abelant die rode lioen 
es haer vader ^ des fijt vroet. 

Die kertoglie. 

280 Du beft een bode ghetrouwe ende goet, 
dat horic harde wel ane di. 
nu rtaet op ende gaet met mi, 
ic fal di wel te ghemake doen. 

Regier. 

Ic doet gheme, edel baroen. 

Dies hertogKe. 

285 Nu biddic gode diet wel vermacb, 
dat bi mi late gheleven den dach 
dat ic defe joncfrou noch anfcouwen moet, 
die mi defe grote vrienfcap doet 
ende heeft mi die figure ghjefent, 

290 dit anfchijn na t harte gheprent. 
sy g<>d! ende mach haer anfchijn 
ghelijc defer figure fijn, 
Tone fach ic op eerde nie haers ghelijc: 
fi wäre wel weert in Braunswijc 

295 te fine ene vronwe ende ene hertoghinne« 
god daer alle doghet es. inne 
die gheve haer altöos goeden morghen! 
>y S^^9 ^^^ conften draecht fi verboi^ghen 
int herte! dies ben ic wijs* 

300 fi draghet van abelheiden een rijs 
boven alle vrouwen die ic nie fach. 



in. QLOBIAHT. 



ay! god die gheve liaer goeden dach 
die mi ghefent heeft defea pant. 

Rofier. 

O hoghe gheboren wigant, 
305 ic hebbe mine bootfcap ane a ghedaen. 
na wilKc wederkeren gaen 
toter jonefroowe Florentijn. 

Die hcrtagKe. 

Regier 9 Regier, nu fo moeti (ijn 
goet ende ghetrouwe in aller ftont 

310 ende dragben enen hoyerchen mont: 
wat ghi beert ende wat gbi fiet 
dat en feldi voorder vertrecken niet, 
Regier, dan men u beseelt r 
bi es te prifene die wel heelt. 

315 lieve Regier, nu (gt ghetronwe 

ende groet mi fere die fcone jenefroawe 
ende fecht bare in wäre dinc 
dat nie wijf Tan mi en ontfinc 
groete meer dan (i allene. 

320 maer cm dat (1 es fe rene. 
ende fo nejael van baren live, 
fe fecbt den edelen fconen wive 
dat n mi houde bare reinecheit 
tot onfer beiden falicbeit, 

325 ic Tai bare ooc gbeftadich (Ij^n. 

Rogier. 

O edel bere, bi Apolijn! 

n bat mi uter maten fere 

dat ic u yragben fonde, edel bere, 

of fi Q nemmermeer foude mogbeii fien. 



1 1 



la. gloriaht. Ol 



Die l^erfoglie. 



330 Rogier, dat Tal hare ghefchlen; 
eer dat liden die Teven weken 
Tal ic die joncfroa flen ende fpreken, 
op dat mi god behoat mijn lijf, 
ende groet mi fere dat edei wijf 

335 die god altoos bewaren moet. 

Regier. 

Nu willic gaen lopen metter fpoet. — 

ISamet ende Apolijn 

ende Mahoen ende Jupetijn 

die moeten u gheven goeden dach! 

Florentijn die maghet. 

340 Regier, na doet mi ghewach: 
hebrta ghefien den Jiogiien man? 

Regier. 

Jaic 5 vroawe , bi Tervogan ! 
hets een man van hogher weerde: 
ic weet wel dat op die eerde 

345 fijns ghelike niet en leeft 

noch die werelt binnen en heeft 
van fcoonheden noch van höghen moede. 
hi es een man van edelen bloede, 
rijc van haven, groot van gheflachte 

350 ende edel gheboren van groter machte 
ende die ooc hont een rikelijc hof. 
ic en hoorde nie A> gf#ten lof 
ghcTen als men gheeft Gloriant. 
hi es te male een coeae ingant 

355 ende ontfien van allen man. 



IH. GLOmANT. 



Florenlijn die mtghet. 

Rogier, Rogier^ nu fecht mi dan : 
wat groeten heeft hi mi ghefent? 

Rotier. 

O edel Trouwe wide bekent, 

hi feide mi in wäre dinc 
360 dat nie wijf van bem en ontfinc 

groete meer dan ghi allene, 

ende bit a, edel vrouwe rene, 

dat gbi bem beut aw Tuverbeit 

tot uwer beiden falicbeit; 
365 bi Tai u ooc gbeftadicb fijn. 

PlorentiJA die maghct. 

Secbt mi, Rogier, bi Apolijn! 

en feide hi niet, dat hi mi gherne foade den? 

Rogier. 

Jai, vrouwe, dat Tai u ghefchien: 
noch eer liden feyen weken 
370 Tal bi u fien ende daer toe fpreken: 
alfo feide mi die wigant 
ende gbelovet mi in mine bant 
ende fwoert bi der trouwen fijn. 

Florentijn die magbet. 

Bi minen god Apolijn! 

375 na dien tijt fo fal ic wachten, 
mocht noch comen na mijn achten 
dat mi dat noch mochte ghefchien 
dat ic den hertoghe mochte anefien, 
fo waric alle forghen vri. 

380 Regier, ftaet op ^ide gaet met mi: 
ghi hebt uw bootfcap wel bewaert. — 



IIL GLORIANT. 
Gloriant die hertoglic. 

IHTaer ddi, edel oom Gheraert, 
yan Normandien hoghe baroen? 
UW8 raets hebbic nu wel te doen, 
386 edel oom, hoghe wigant. 

Gheraert. 

Wat fechdi, neTe Gioriant, 

wat njn die dinghen die u ghebrect? 

Die hertoghe Gloriant. 

Edel oom, dat mi int herte ftect 
dies ic niet langher en can ghehelen. 

390 gherechte minne doet mi fo quelen 
dat mi coften Tai mijn iijf. 
ic minne fo fere een edel wijf 
dat ic are no nacht no dach 
ghernft gheflapen niet en mach, 

395 flnt dat ic ierft die minne began. 

Gheraert. 

Data dat ic niet en can 
gheloYen, fo wata ghefchiet, 
dat uw edel herte Terdriet 
lijt om enich wijf die ledft 
400 of die die werelt binnen heeft: 
dies en can ic gheloven twint. 

Die hertoglie. 

Och edel oom wide bekint, 
ic lide wel ende gheve mi fculdich 
dat ic hier Toormaela menichfuldich 
405 dommelike hebbe ghefproken: 

edel oom, dat wort nu al ghewroken. 
dat ic fprac die domme woort, 



04I ni. GLORIANT. 

dies es vroawe Venus op mi gheftoort 
ende heeft mi int berte gheraect 
410 ende enen dienere der vroawen gbemaect 
ende leert mi gaen der minnen pas. 

Gheraert. 

Ende hoe willic gheloven das? 

ghi draghet fo hoverdeghen moet: 

ghi maket mi ende Goderaerde vroet 
415 dat gbeen wijf op eertriice 

fo hoghe gheboren noch fo rilce, 

die u docbte dat uws werdich wäre; 

uw berte dat vliecht gbelijc den are 

boven alle minnencrachte. 
420 bet en mach niet comen in uw gbedacbte. 

hets al fcberen dat ghi fecbt. 

uw berte fo vol boverde ftect: 

die vrouwen en mogben ane u niet winnen. 

Die hertoghe. 

Och edel oom, wilt mi rerfinnen! 
425 dat ic fo dommellke fprac, 

dat quam daer bi dat mi ghebrac 

wetenheit in rechter trouwen. 

nu Comic te ghenaden allen vrouwen 

om ene die mi quelen doet; 
430 want berte ende (In, fiele, Iljf ende moet 

rtaet al in eenre joncfrouwen gbewelt. 

Gheraert. 

Wie es die joncfrou die u dus quelt? 
Gloriant neve, laet mi dat weten. 
want ic en can emmer niet vergbeten 
435 der bogber woorden die ghi fpraect, 
ende (Idi nu ane ene minne gheraect, 



in. gloriaht. Oft 

feker! neve, dat wondert mi. 
fecht mi doch, wiefe d 
die aw herte alfo befwaert. 

Die hertoglie. 

440 Van Normandien oom Gheraert, 

fi heet Florentijn van Abdant, 

edel oom, coetie wigant, 

ende heeft enen vader van hoghen doen 

data Tan Abeiant die rode iioen 
445 als haer vader, des (Ijt wijs. 

Gkeraeit. 

Halpt here god van den paradijs! 
neye, hoe mach dat comen bi? 
dat heeft miere horten al te vri, 
om dat n woont fo verre van hier. 

Die liertoglie. 

450 Och! edel oom, der minnen vier 

es fneller vele dan enich ghefcot. 

oom Gheraert, bi minen god! 

fi heeft mi een faluat ghefent 

ende een anfchijn na thare gheprent, 
455 ghelijc den hären ene figare: 

n es die fcoonfte creatnre 

die leeft onder des hemels trone; 

fi wäre wel weert te fpannen crone, 

al waert een coninc van Yrankerljc. 
460 n en es gheenre vrouwen ghelijc 

die die Tonne nu befchijnt. 

al es mijn herte Tan hare ghepijnt, 

feker! oom, (1 eeft wel weert, 

fi es van hare doghet vermeert 
465 ende ooc van baren hoghen moet. 

Hör. beJg. VI. 5 



in. CUHUANT. 



och! edel 00015 ic maects a Troet 
minen verborghen heimeliken ftaet. 
nu biddic u, oom, ^leeft mi raet 
dat ic mijn lief ghewinnen mach. 

Gheraerl. 

470 Gloriant neve, dien dach 

en mach u nemmermeer ghefchien: 
ghi moghet wel om een ander fien. 
ic fal u fegghen redene waer bi: 
die rode iioen hi es fo Tri 

475 ende een man van groter machte, 
ende die 00c haet al ons gheflachte 
boven al die le^en op die eerde; 
want ic verfloech metten fweerde 
dnen vader Toor Abelant^ 

480 ende nw Tader die coene wigant 
verfloech dnen 00m Eifenbaert, 
die Troomfte man die nie ghewaert 
ende in heideneffe gorde fweert, 
maer uw vader vride vermeert 

485 rioech hem den hals ontwe. 
noch dede hi hem fcade me 
daer hi noit dat omme en loech: 
twe dere moejen kindre hi verfloech 
die not Antiochen waren gheboren. 

490 dies heeft die rode iioen noch toren, 
dat weet ic wel ghewaerlike. 
al waerdi here van al kerftenrike, 
hine gave u flere dochter niet. 

Die herloghe» 

Bi gode die hem cracen liet! 
495 00m Gheraert van Normandien^ 
ende bi der maghet fente Marien! 



III. qtoRiAirr. Of 

ic falfe hebben of bliven doot) 
al wäre hi mijn viant noch alfo |^root 
ende daer toe van hogher macht. 
500 behendicheit gaet voor cracht: 

ic Tal ghewmnen die vrouwe rene, 
mei minen properen lire allene 
meiniere te halene^ ans mi god. 

Gheraert. 

Gloriant neve, al fonder fpot 
505 ende hoe wildi dat iegghen an? 

Die herlogbe. 

Dat Tal ic n fegghen, edel man 

van Normandien 9 coene wigant. 

ic Tai riden onbecant 

ghelijc enen ridder van aventaren. 
510 der minnen pas moet ic befaren: 

dat doet al Florentijn die fcone joncfrouwe. 

och ! edel oom ^ nn blijft ghetrouwe 

den goeden lande van Brnonawijc; 

want van rromidieiden uws ghelijc, 
516 edel com, nu niet en leeft. 

ic bidde u dat ghi niet en begheeft, 

ghine (ijt ghetrouwe den goeden lande 

ende verwaert al omme mijn fcande: 

dies biddic u, edel oom Gheraert, 
520 eeft dat ic doot Mive op die vaert, 

fo es Q verftorven tlant. 

nu blijft met gode, coene wigant, 

defe vaert moet ghevaren fijn. 

Gheraert. 

O Gloriant, neve mijn, 
525 ic duchte dat u defe vaert fal ronwen. 

6* 



III. Gununr. 



men vint fo Tele fcoiier Yroawen 
in keifteolidl, lioglie baroen. 
hi es fo fei die rode lioen, 
ic weet, wel kent bi aw gheflachte 
530 omt wonder dat aw ▼ader wradite 
voor Abelant onder die fine, 
hi Tal o beraden pine: 
feker! ne^e, dit dnehüc ai. 

Die kertogke. 

Nu comer af datter af eomen Tai, 
535 defe vaert moet eminer (Ijn gbedaen. 

Gkevacrl« 

So moetfe o tegoede Tergaen: 
dies biddic gode van den frone, 
Gloriant nere, dat u god lone! 
nu fijt behendicb in uwen raet, 

540 ende uwen beimeliken ftaet 
en feldi niemen maken eont, 
ende luttel woorde in uwen mont 
ende die behendicb ende Taft; 
ende als ghi conit daer uw herte op raft^ 

545 tot Florentijn die vrouwe goet, 
fo draecht heerlijc uwen moet 
ende en fijt emmer te baefticb niet; 
eeft dat ghi comt in enich Terdriet, 
doetet mi le wetene, nev^t niijn, 

550 ic fal feker uw vader fijn 

alfo langhe als mi god behont mijn lijf. 
maer lieti defe vaert een blijf, 
fo dadi als die vroede doet. 

Die hertoghe. 

Nenic, oom, om al dat goet 



III. GLORIAHT. 

555 dal die Tonne nu mach befchinen 

Tone latic niet, ic en fal Florentinen 
befcottwen dat edel wijf. 
waer es mijn ors Valentijf? 
ic wil gaen Taren metter fpoet. 

560 maer, edel oom, ghetrouwe ende goet, 
ic fei mijn lant in uwer ghewelt 
dat ghijt in trouwen bewaren feit 
tote dat ic eome van Abelant. 

Gheraert. 

O edel ne^e Gioriant, 
565 god ons here moet u bewaren 
ende altoos in doochden fparen 
waerwert dat ghi u bekeert! — 

Die hertoghe. 

Ay god ! hoe fere mi die minne leert 
hovercheit, dat vindic au wel. 

570 mijn herte ftont tot allen vroawen fei, 
eer ic minnende wert die fcone. 
maer nu fpannen alle Yrouwen crone 
in mijn herte: dat doet allene 
Florentijn die vrouwe rene 

575 die mi leert ga^ der minnen ganc» 
o overfte god ! die minne a dwanc 
dat ghi yan boven nederquaemt 
ende menfcheUji^ nature anenaemt, 
ane ene maghet een faver wijf 

580 ontfingdi menfcheHjc lijf 

dat ghi liet hangben ane een hout 
fonder verdiente ende hüten (coot 
ende aw edel herte ophreken, 
met eenre glavie al doerfteken: 

585 dat dede al der minnen erachU 



III. litoiiiAirr. 



ay god! wat wonder hdidi ghewrachl 
ende al aat rechter minnen Tloet! 
daer omme die haera fina fijn vroet 
die en dorren mi begripen niet, 

590 dat mi die minne doet Terdriet; 
want die minne ea fo crechüch 
dat n den fterken god almeehtich 
Tan den hemel neder dede dalen^ 
cm die fcont Tore ona te betalen: 

596 dat dede al der minnen aert, 

dat hi yercooa den edelen bogaert^ 
Marien dat edel Tat, 
daer in Terborghen was die fcat 
die ona allen heeft ghecocht 

600 ende ater ewegber pinen brecht, 
o minne 9 du beft een edel cruot, 
du beft dat aller foetfle frant 
dat god op eerde nie waflen dede. 
na fie ic Abelant die fcone ftede 

605 daer in dat woont die Tronwe mijn. 
maer 11 danct mi befloten fijn. 
heta recht, bets twe nren in der nacht; 
ic foade gheloTen dat menfe wacht, 
daer goede hoede es daer es goeden vrede. 

610 Abelant, Abelant, wel foete ftede! 
na dien dat ic niet inne en mach, 
fo willic beiden tote merghen dach 
ende minen nachtrafte hier gaen doen, 
ende Yalentijf Tai gaen weiden int groen 

615 tote opgaet dat ronnefchijn. -— 

Florenlijn die maghet. 

Dane hebbe Mamet ende Apolijn! 
ic fie den valke van hogber aert 
nederdalen in minen bogaert 



III. CaLOBIANT. ffl 

daer ic fo langhe na hebbe gbewaeht; 
620 hi hecft een teken Tore hem bracht 

daer ane dat ickene kinne; 

hi es dien ic met troawen minne: 

dat fie ic wel ane fine ghedaen. 

nu willickene yriendelijc gaen ontfaen, 
625 want hi es comen te miere hant, 

een edel Talke uut kerfteniant^ 

¥an Brannswijc die hoghe baroen: 

ic fachen nederbeten int groen 

van finen paerde die coene wigant. 
630 fijt willecome Gloriant! 

ghi hebt befeten die berte mijn. 

ic fach n onder dat maenfchijn 

ende ooc Y^rhoordic awe tale; 

al te hant verkendic u wale 
63S bi den teken dat ghi daer draecht. 

Die herto^ke. 

O Florentijn, wel fcone maecht! 
ndi dit, wel edel vroawe rene^ 
fo biddic gode Tan Nafarene 
dat hi beware uw reine lijf. 
640 o Florentijn, wel fcone wijf! 
wat hebbic al door n befaart 
ende mi gheaventuurt, 
eer ic hier comen ben int lant! 

Florentijn die magket. 

O edel hertoghe Gloriant^ 
645 ghi fijt mi groot willecome! 

ghi mogbes wel draghen uwen roeme 
dat ic op eerde nie man en fach 
die mijn herte Terhoghen mach 
meer dan ghi, hoghe baroen. 



ff5i la. 0L0IUAI9T. 

650 maer wift mijo Tader die rode lioen 
dat wi hier beide va^dert fijn, 
bi minen god Apolijn! 
onfer beider lijf dat wäre Terloren. 

Die hertoglie. 

God die van der maghet was gbeboren 
666 moet onfer beider boeder fijn! 

o uuivercoren Florentijn^ 

fpieghel boven alle wi^en^ 

faelt verloren moeten bliven 

dat IG hebbe door u ghedaenf 
660 ic hebbe mijn lantfeap biten ftaea 

om u te fprekene^ vroawe rene, 

ende come aidu« ghedoolt allene 

ghelijc enen armen caecht. 

Florentijn die maghet. 

O Gloriant, dat wäre onrecht, 

666 bi minen god Tervogan! 

hets recht, wie enen doochden an 
ende in rechter trouwen mint, 
dat hi trooft daer af ghewint 
alfo ic van a hebbe gbedaen. 

670 na feldi ooc van mi ontfaen 
al dat Qw edel herte begheert 
in reinen aerde, ridder weert, 
al fonder en^he dorpernie. 

Die hertoghe. 

Bi der maghet fente Marie! 
676 Florentijn wel fuverlike, 

om al dat goet van eertrike 
en dadic u ghene dorperheit. 
maer edel wijf, maect u bereit 



in. GLOUANT. f S 

met mi te Bnmiuwijc te varen, 
680 want hier en es gheen langher fpareD. 
▼ernaemt uw vader die rode lioen, 
hi foade ons beiden lachter *doen: 
fo bleven wi ewelijc ghefcant. 

Florenlijn die magket. 

O edel hertoghe Gloriani! 
685 Bruunswijc foudic ^eriie befien: 

mochte mi dat met trottwen gherchien, 
fo woodic Taren daer' ghijs begheert. 

Die kertogke. 

O Florentijn yronwe weert^ 
die ic boTen alle vronwen minne^ 
690 ic fal u maken hertoghinne 

van Bruunswijc den goeden lande: 
dies fettic u mine trouwe te pande^ 
edel wijf Tan hoghef aert. 

FloreAlija die maghet. 

So fal ic met u beftaen die Taert 
695 boTen alle man die loTen mach 

of die ic met oghen nie ghefadi^ 

edel hertoghe, hoghe baroen! 

nu laet ons hier nederdtten int groen 

tote nedergaet dat maenfchijn; 
700 dan felenfe alle gader flapen Hjn 

die te miJDs Tader bore behoren, 

dan moghen wi fönder toren 

Taren fonder iemens ghemoet. 

Die hertoghe. 

edel wijf, het donct mi ooc goet, 
705 want die Taec gaet mi fo an 



L 



ff4 ni. cuüoiuAirr. 

dat ic nie! langher ^eftaen en can, 
ic moat emmer legghen mijn lioot. 

FloreBlijn die magliel. 

So leggbet dan neder in minaii Tooct 
ende flaept, hoghe ghelibren wigant; 
710 dan feien wi romen Abdant. <*— 

Florant des rode lioene ne^e. 

Halpe^ Mamet ende Apolijn! 

hoe es die jonefrou Florentijn 

alfo dommelijc gbefint: 

en wert nie man Tan haer ghemint 
716 die in heidenefle mochte fpannen erone, 

fo hoghe gheboren noch fo fcone, 

dat fi haer berte daer wende l^ghen an, 

ende mint no enen kerftenen man 

ende wilt met hem rnmen tlant: 
720 fo blijft n ewelijc ghefcant. 

eeft dat ic fwighe hier vanf 

bi minen god Tervogan! 

nenic) ic faelt fegghen baren Tader, 

want ict ghefien hebbe al gtfder. 
725 waer (idi, hoghe gheboren baroen 

Tan Abelant, beer rode lioen? 

ftaet op, hoghe gheboren man, 

doet haeftelijc nw deder an, 

ghi feit Tcrnemen dies ghi niet en wet. 

Die rode lioen. 

730 Nu ben ic hier al onghelet: 

Florant ncTo, wat faelt ghefchien? 

Floranl. 

O edel oom^ ic hebbe ghefien 



ni. OLomAm. ff9 

wooder ane Florentine die fcone 

die met rechten mochte dragheo croae 
735 Toor Babeloon den foadaen. 

fl leghet aerm ende aerm bevaen 

in ghenen bogaert^ coene wigant, 

met enen man uut kerftenlant, 

▼an Bruunswijc die hertoghe Tri* 
740 ic falfe u wifen, comt met mi! 

edel wigant, wide Yermeert, 

want ic hebbe hem gheftolen fijn fweert 

daer hi leghet bi dat edel wijf, 

ende fijn ora dat heet Valentijf 
745 dat hebbic hem heimelijc ghenomen. 

out Bmunawijc fo es hi comen 

ende es een hertoghe daer van. 

na tiety hoghe gheboren man, 

waer dat hi leghet in baren fcoot. 

Die rode lioen. 

750 Ay! dat heeft mi wonder groot 

Tan miere dochter Florentijn. 

en was nie fo edelen Sarrafijn 

daer fi haer herte wilde legghen an, 

ende leghet au met enen kerftenen man 
755 die niet en es Tan onfer wet. 

ay! waer toe fi haer heeft ghefet 

ende alfo jammerlijc ghefcant! 

bi minen god TerTogant! 

fi fal daer omme bernen in een Tidr 
760 ende die hertoghe en fal niet Tan hier 

mi ontriden, ic en falne Tanghen 

ende ane enen boom doen hanghen, 

bi minen god Apolijn! 

gawi, Florant ncTe mijn, 
765 ende laet ons Tanghen den hoghen baroen! 



tu III. GLORIAlfT. 

Florant, 

O edel oom, dat hebben wi goet te doen, 

want hi es van wapen bloot. 

rtaet op, hogbe gheboren ghenoot 

▼an Bruanswijc, coene wigant! 
770 gbi reit befitten Abelant 

die foete ftede, dat fcone jaweel. 

daer ftaet verborgfaen een t^fteel 

daer feldi werden caftelein. 

bet ftaet op fo fcone plein 
775 dat men dies ghelike niet en vint. 

Die kertoghe* 

Van gode fo moeti fijn ghefchint^ 
fei Sarrafijn, vul keitijf! 
bi miere wet! het coft u tlijf 
dat gbi mi heden quaemt fo bi. 

Floraat. 

780 O edel bere, Yan herten yri, 
laet finken uwen bogben in^et: 
bogben roem en was Doit goet. 
want gbi moet verwoonen bliven 
ende daer toe fal men u jontliven, 

785 want gbi bebt die doot verdient» 

Die liertoghe. 

Ay mi! dit fpel es mi ontfieat, 
want ic bebbe mijn fweerl verloren, 
god die Yan der magbet waa gbeboren 
moeten bedroeven! diet mi nam 
790 ende al beimelijc tote mi qnam 
daer ic in groter vroiiden lach, 
met recbten ic dat wel clagben macb 



III. OUttlART. ff 

dat ic Terloren hebbe minen Brant 
bi miere troowen! baddicken in mijn bant, 
795 ghine fout nii niet vangben, fei keitijf! 

Die rode liden. 

Her bertogbe, laet defe woorden een blijf! 

uwen oTennoet wort na gbevelt. 

ic mene dat gbijt becepen feit 

dat nw Torders bebben gbedaen. 
800 voor Abelant facb ic Yerflaen 

minen rader van uwer pariien: 

dat dede Gberaert Tan Normandien 

Terfloech den lieven Tader mijn, 

ende nw Tader, bi Apolijn! 
805 Terfloech minen oom Eifenbaert 

ende twe ridders Tan hogher aert 

miere moejen kinder, als gbi mogbet boren, 

out Antiochen waren fi gheboren, 

verfloecb aw Tader met fiere gbewelt: 
810 ic mene dat gbijt becopen feit, 

bi minen god Apolijii! 

ende mine docbter Florentfjn 

Tal ic IcTcren doen ten brant. 

Die liertoghe. 

Ocb edel bere Tan Abelant, 
815 doet met mi dat gbi begheert; 

maer Florentijn die es wel weert 

te dragben crone Toor eiken man; 

want bi den Tader die mi gbewan! 

n beeft te male een reine lijf, 
820 fl en was nocb noit nie mans wijf, 

dat weet ic wel te gbeenre nre, 

n es ene edel creaiare: 

(ijt baers gbenadicb, «del baroen! 



t8 ni. GLOMAmr. 

Die rode lioen. 

Bi minen groten god Mahoen! 
825 dan lietic om al die werelt niet: 

n fal daer omme bernen wats ghefchiet, 
dat n nie groete van n ontfinc — 

Die hevtoglie. 

Ay! gheweldich hemelsconincy 
na beYiraert dat edel wijf; 

830 al eeft dat ic Terliefe mijn lijf, 
bewaert die fcooe Floreotijn: 
dies biddlc u, weerde fcheppere mijn, 
dat n die doot mach ontgaen 
ende kerftenheit moet ontfaen: 

835 dies biddic u, moeder ende maecht, 
want n een reine herte draecht 
ende beeft te male ene edel nature: 
moeder gods^ bewaert die fcone creature. 
dies biddic u god door uwen ootmoet, 

840 want gberechte minne ons beiden doet 
dat wi fljn in dit Terdriet« 
ay god! nu en wilt yergheten niet 
dat u die minne daer toe dwanc, 
dat ghi ane ene wigaertranc 

845 ontfinct menfcheUjc nature: 

dat was Maria die maghet pure 
die u ontfinc in reinen live, 
dat noit en ghefchiede ghenen wive» 
ende maechdelijc ter werelt bracht: 

850 dat dede al die minnecracht, 

ende daer na ftorfdi die bitter doot 
om ons te bringhen in yrouden groot: 
fo brinct mi noch uut defen prifoene. — 



HI. cumum. 19 

Florentijn die maghet. 

"Waer fidi, Rogner, degben ooene^ 
855 mijn lieTe Trient ende ghetrouwef 

Rogier. 

Ic ben hier, wel edel Trouwe. 
DU fecht mi wats die raetf 

Florentijn die mngliet. 

Ay Rogier, al minen toeverlaet 
die fteet al te male ane di. 
860 och lieve Rogier, nu fecht mi: 

wat feet mijn vader die hoghe baroenf 

Rogier. 

Och edel Tronwe, bi Mahoen! 
hi heeft ghefworen bi (inen tant 
dat hi fal hanghen den hoghen wigant 
865 ende u leveren fal ten yiere: 
dat heeft hi ghefworen alfo diere 
dat mens hem wel gheloven mach, 
dies en ben ic nre no nacht no dach 
fonder droefheit, edel yrouwe; 

Florentijn die magLet. 

870 Och edel Rogier, nu fijt ghetrouwe, 
want ghi hebbes wel die macht: 
ic weet wel dat ghi den kerker wacht 
daer die hertoghe in leghet ghei^aen. 
na wilt hem in ftaden ftaen, 

875 dat hi behonden mach fijn lijf. 

Regier. 

Och edel uutyercoren wijf, 
doe ic dat fo ben ic doot, 



m. flUMiiAirr. 



al die werelt Tan gonde root 
en fal mi oonnen glidialpen niel. 

Florentijn die magLet. 

880 Rogier, hulpt mi oat mijn yerdriet 
ende ooc den hertoghe Gloria&t, 
dan feien wi rumen Abelant 
ten hnde wert yan Brnnnawijc, 
Regier^ ic gbelove n fekerlijc: 

885 ic fal ewelijc fijn aw vrient 

Rogier. 

Och edel vroawe, dies hebdi wel verdient 

over meneghen tijt hier te yoren. 

nw vader hadde eens mijn doot ghefworen, 

doen waerdi al minen toeverlaet. 
890 ach! nu dadic als een qaaet, 

foudic dies al na yergheten. 

al fondic in yieren werden ghefpleten, 

ic fal u hnlpen, wel edel wijf, 

dat ghi behonden feit aw lijf 
896 ende ooc die hertoghe yan Braanswijc, 

want hi ontfinc mi fo yriendelijc, 

doen ic hem yan a die bootfcap bracht. 

ic fal daer om pinen dach ende nacht, 

edel yrouwe van herten reen: 
900 ic fal ontflüten die kerkerfteen 

ende verloffen die hoghe wigant. — 

"Vl^aer lidi, her Gloriant, 

edel hertoghe, hoghe baroen? 

comt unt defen fwaren prifoen! 
905 want alle die flöte fijn ontdaen. 

Die hertoghe. 

Wie heeft mi defe gracie ghedaen? 
Regier yrient, berecht mi dat. 



IIL GLORiAirr. Sl 

Rogier. 

Florentijn dies mi bat 

dat ic u halpe uut awen TerdrieC. 

Die hertogke. 

910 Ay! god die hem cracen liet 

die moets hebben lof ende danc 

dat ic ben not defen fwaren ftanc 

daer ic fo langhe in hebbe gheHjn. 

na recht mi : waer es Florentijn, 
915 die overfcone creatare? 

Rogier. 

O edel here, 11 leghet tufchen i^ier muren 
ghelloten ende Tafte ghevaen; 
te hare fo en mach niemen gaen, 
want haer vader wilfe ontliven. 

Die hertoglie. 

920 Dien wille fal achterbliTen« 

op dat mi god behont mijn lijf, 

ic fal TerlolTen dat edel wijf, 

eer ic fcheden fal van hier. 

och! haddic minen defterier 
925 Valentijf metter .hant 

ende mijn fweert den goeden Brant, 

fo wildic Florentinen halen 

ende den roden lioen betalen 

fijn huushure in rechter trouwen! 
930 het fal hem fekerlike roawen 

dat hife fo jammerlijc hont ghevaen. 

Rogier. 

Here^ ic wils a te holpen fiaen 
ende met u varen uten lande. 

Hör. belg. VI. 6 



Sli in. GLORIAIIT. 

Mamet willic doen die fcande 
935 dat ic wille kerftenheit nemen an. 
na flet hier, hoghe gheboren man, 
Valentijf uw goede paert 
ende uwen Brant dat goede fwaert 
daer nw herte fo fere op ruft. 

Die hertoglie. 

940 Ay! nu haddic roinen luft, 
haddic Florentine die fcone. 
lieve Regier, dat u god lone! 
na \^ijft mi die kerkerfteen 
daer in dat leghet die maghet reen ; 

945 ic falne ontriuten ende ontdoen, 

ende werdes gheware die rode lioen, 
feker! ic gheve hem fijn payraent. 

Rogier. 

Ay here, fo waren m ghefchent, 
werde dit hof met allen gheftoort. 

950 ic fal ons Tele bat halpen Toort: 
ghi feit hier hoaden in dit groen, 
ende ic Tai gaen ten roden lioen 
ende fal hem fegghen ende maken vroet 
dat hi morghen metter fpoet 

955 Florentijn dat edel wijf 

fal doen doden ende nemen tlijf: 
dies fal ic hem maken wijs, 
ende ghi feit hier hoaden in dit rija 
ende emmer feldi op die waerden lijn. 

960 als men antbrinct Florentijn 
ende menfe ontÜTen fal, 
dan feidi comen over al 
ghereden, hoghe gheboren wigant. 
bi minen god Tervogant! 



III. GLORIANT. SS 

965 ic Tai u ter hulpen ftaen. 

ghi feit fteken ende ic Tai flaen, 
ende god fal in onfer holpen fijn: 
aldas feien wi Florentijn 
Tcrloffen, dat edel wijf. 

Die hertoghe. 

970 Regier, het fal mi coften tlijf 

ofte ic bringfe uut hare noot. 

na gaet henen met haeften groot! 

ic fal hier bliven in dit foreeft. 

ay vader, föne ende heilich gheeft, 
975 na moeti bewaren Florentijn! ^— • 

Rogier. 

O Mamet ende Apolijn 

ende Mahoen ende Tervogant, 

edel here Tan Abelant, 

die moeten u gheven goeden dach! 

Die rode lioen» 

980 Rogier, nu doet mi ghewach: 
hoe fal ic Taren met Gloriant? 

Rogier. 

Edel heie van Abelant, 

dat fal ic u fegghen ende maken vroet 

dat ghi morgben metter fpoet 
985 Florentijn dat feile wijf 

doden feit ende nemen tlijf, 

want fi hevet wel rerboort, 

ak men recht na rechte coort, 

want fi heeft onfe gode ghefcant, 
990 ende dan feldi Gloriant 

hanghen doen ane enen boom. 

6* 



S4 in. GLORiAirr. 

want Temaemt Gheraert (Ijn oom 
dat hi hier ghevanghen leghet, 
here, Toor \^aer fi u ghefeghet, 
995 fo fal hi comen met groter cracbt 
ende met al (lere macht 
ende fal ons doen grote pijn: 
daer omme dunket mi tbefte fijn 
dat ghife beide ontliven doet. 

1000 Regier, defen raet dunct mi goet. 
nu en willic beiden dach noch ure, 
gaet benen, haelt rai die fcone figilre, 
Florentijn die feile pute, 
ic falfe doen leiden ter poorten ute 

1005 ende doen haer thooft «fflaen. 

Here, dit dunct mi tbefte ghedaen. 
ic falfe halen, bi Apolijn! — 
"W^aer fidi, fcone Florentijn? 
ghi moet gaen \oor den hoghen baroen, 

1010 uwen vader den roden lioen. 
hi wil met u jufticie houden 
ende meint dat u fal werden vergeuden 
dat ghi fine gode hebt ghefcant 
ende dat ghi bi Gloriant 

1015 hebt gheflapen, vri edel vrijf! 
dat fal u coften uw edel lijf, 
want hi hevet fo dier ghefworen. 

Florentijn die maghet. 

God die ran der maghet was gheboren 
ende fijn voetfel van haer foghede, 
1020 ende daer na dat hi ghedoghede 



III. GLOBIAIfT. 9ft 

datten die feile joden vingben, 
ende aen een cruce hinghen, 
daer hi an fterf die bitter doot 
om ons te bringhen in vrouden groot, 
1025 die moet miere iiele ghenadich fijn. 

Die rode lioen. 

Nu fecht mi, dochter Florentijn, 
wie mach u hier toe hebben bracht 
dat gbi njt aldna bedacht 
ende aenbet enen vremden god 
1030 ende maect met onfen goden uw fpot, 
ende mint daer toe enen ^kerftennian ? 
bi minen god Tervogan! 
gbi feit daer omme uw lijf verliefen. 

Piorentijn die maghet. 

Vader, die doot willic gherne kiefen 
1035 om den ghenen diefe door mi ontfinc 

ende naect ane een cruce hinc 

met flnen aermen widö ontdaen 

ende liet hem hande ende voete doorflaen 

met plompen naghelen drie: 
1040 ghewarich god, fo moeti mie 

befchermen van der hellen brant 

ende bewaert den hertoghe Clioriant, 

want hi es in pmen groot. 

o edel hogfae gheboren ghenoöt, 
1045 hoe gherne haddic u noch gheden! 

maer en mach mi niet ghefchten, 

dat doet miere horten al te we. 

De hanedief^ 

Dien moochdi fcouwen nemmerme^ 
hoghe gheboren edel wijf> 



III. GLORIAÜt. 



1050 want ic u nu fal nemen tlijf, 
dat deei-t fere die herte mijn. 
och edel joncfrouwe Florentijn, 
waer toe helidi o ghefet? 
woudi noch anebeden Mamet. 

1055 ghi fout noch wel aw lijf behpudeii. 
het comt al touwe bi nwen fcouden, 
dat ghi onfe gode aldas Uameert 
ende u felven fcandeleert 
ende ghi hoghe gheboren lijt. 

Die rode lioen. 

1060 Ghi gheeft haer al te langhe refpijt. 
haeftu ende flaet haer af thoot, 
want hare mesdaet es fo groot, 
al die werelt en holpe hare niet. 

Die heTtogke. 

Bi gode die hem cracen llet! 
1065 dan fal niet wefen, fei tirant! 

Tan gode moeti fljn ghefeant 

dat ghi fijt fo pntertier. 

ter quader tijt maect u yan hier 

of die davel fal uws wenden, 
1070 ende Florentijn fal haer lijf behouden 

ende tu wer fcande mijn eighen fijn. 

o QutTercoren Florentijn! 

van defer doot fidi yri: 

dies danct der weerder maghet Mari 
1075 ende Regier den coenen wigant^ 

Florentijn die maghet. 

Och edel hertoghe Gloriant, 
ic dancs gode yan den trone 



m. GLORIANT. Sf 

dal mi gheTallen es fo fcone 
ende daer naeft u ende Rogier. 
1080 och edel here, laet on« van hier 
trecken, hoghe gheboren man. 

Die hertoghc 

Florentijn, nu varen wi dan 

te minen lande van Braunswijc. 

mijn herte ftaet in vrouden rijc. — 
1085 Edel yfijt van hogher aert, 

nu de ic den edelen bogaert, 

Bruunswijc dat goede lant. 

o edel oom^ eoene wigant, 

van Normandien hoghe baroen, 
1090 na laet die poorte vride ontdoen 

ende laetfe ittcpmen met bilden flnne 

die ic met al miere herten minne^ 

van Abelant die fcone Florentijn! 

Gheraert. 

O Gloriant^ neve mijn, 
1095 fijt willecome op defen dach 

ende Florentine die ic nie en fach 

meer dan na te defer tijt. 

mijn herte wort mi van vrouden wijt 

dat ic u fie met ghefonden live 
1100 comen motten edelen wive. 

na focht mi: hoe voerdi in Abelant? 

Die IktttoQhe» 

Och edel oom, coene wigant, 
al flapende wert ic daer ghevaen 
ende in enen kerker ghedaen, 
1105 daer mi met rechte aat mocht verlanghen, 



III. qloriaht. 



want äderen, paddeo ende flanghen 
waren daer mijn naefte ghebaren. 
maer god die gaf mi aventure, 
bi Triende hulpe, bi goeden rade 

1110 dat ic ben comen fonder fcade 
uut den Taneneffe fwaer. 
het en quam nie man in felken yaer, 
maer die minne van den edelen wire 
hielt mi altoos te live 

1115 dat ic hoopte, het foude beter werden, 
aldas hebbic met volherden 
ghewonnen daer mijn herte op raft. 

Gheraert. 

Glöriant neve, ghi hebt ghepal); 
der minnen bogaert leren bouwen. 

1120 maer doch on derft u niet rouwen, 
al eeft u worden een deel te fare: 
ghi brinct hier ene fcone creature^ 
die ooc niet edelre en mochte fijn; 
al es haer vader een Sarrafljn^ 

1125 hi es een hoghe gheboren man^ 
want van Babeloon die foudan 
was njn vader, dies ben ic vroeder, 
ende des heren dochter was fijn moeder 
van Antiochen, des ben ic wijs^ 

1130 ende ooc heeft haer vader den prijs 
Toor ende na int kerftenrijc^ 
föne es van vromichede fijns ghelijc 
in heidenefTe die wapen draecht, 
daer om was ic van u verfaecht 

1135 dat u ten quaden foude vergaen. 
maer ghi hebt wel ghedaen: 
met volherdene hebdi verwonnen. 



IIL QLOIUAIIT. 

en dochte ooc f^heen dinc begonnen 
dat men niet volberden en wille. 

1140 STa fwijeht ende maect een gheftiile! 
dit Toorfpel es gbedaen, 
roen fal u ene fetter nie fpelen gaen. 



mmmmtaßasssamas 



IV. DIE BOSKENBLASER. 



^Ut Bt%^inf bie fattetnit. 



Spiet doch 5 en ben ic niet hier? 

ic ben een weitmolder ende drinke gherne bier. 

tefchen, hantfcoen can ic naien, 

hoi ende coren can ic ooc maien, 
6 ja woadic ooc daer omme lopen; 

ic can ooc copen ende vercopen. 

ooc fo ben ic een temmerman 

daer ic noit niet en wan, 

ic ben ooc een molder ende can malen, 
10 ic can ooc wel borghen ende qualijc betalen, 

ic can roden ende hadcen, 

ic can brouwen, ic can backen, 

ic can diken ende dämmen, 

ic can derfchen ende wannen. 
15 noch can ic Tele dincs mere: 

effer enich Troawe of here 

die mi wilt huren tenen cnapef 

al eeft dat ic gherne langhe flape, 

ic ben harde traech te minen werke. 
20 woude hier iemen ane mi legghen merke 

die mi tenen cnape woude huren? 

want ic can wel ter tayelen duren 

ende ooc can ic graTen ende luken. 



IV. DIE BD8KENBLASER. 91 

Die ander man. 

Ende ic can binden fteinen craken 
25 ende melcteilen van erden gbedrait. 

Die ierste man. 

EntroQwen! die duvel brinct u bier ghewaii 
met uwer foberdien te maten. 

Die ander man. 

God gbeye u ramp in nwe caken! 
dunket u wefen foberdie? 
30 alfo gherne woudic mijn broot als ghie, 
want IC hebbe wijf ende kinder thuus. 

Die iertte man. 

Jaet, het dunct mi een ^ri abnns 
fteinen cruken binden ende melcteilen: 
condi die wel te gader heilen, 
36 fo ndi wel een conftich man. 

Die ander man. 

Waendi dat ic noch niet meer en can? 
ja woudica mi onderwinden 
ende minen fac Tan conften entbinden, 
ic foude van u maken een peert, 
40 het foude fchinen tien pont w^ert, 
fwart Tan bare ende daer toe rn. 

Die ierste man. 

God brachte mi ane u! 
ic bore wel^ ghi fijt een conftenare. 
fondi mi connen TerdriTen mijn grauwe bare 
45 ende tien jaer jongher maken Tan daghen, 
dat ic minen wIto mocht wel bdiaghen, 
ic foude u gheTen goeden loon. 



IV. DIE BOSKENBLASCR. 



Die ander man. 



Jaic, IC Tai u maken alfo Tcoon, 
aw wijf Tal dünken om u rafen. 
50 lietic u in dit bücken blafen, 

ghi fout al ene ander varwe ontfaen, 

ghi fout werden alfo ghedaen, 

uw wijf en foude u niet connen ghekinnen. 

Die iertte man. 

Bi miere trouwen! daer feldi ane winnen, 
55 op dat mi dat mach ghefchien. 

die ander man. 

Bi gode! aw wijf faelt wel fien 
als ghi weder tot hare coomt 

Die ierile man. 

Alfo en moet ic nemmermeer fijn verdoemt: 
en faelt mi niet coften van minen mitcn? 

60 fi pleecht mi al te dicke mijn lelicheit te verwiteD; 
dat ic felden met vreden leye. 
hont! fiet, ic fal u gheven 
defe goede borfe ende tghelt daer toe« 
ic Tcrcocht ghifteren mine goede coe: 

65 daer es tghelt in al gheheel, 
dat feldi hebben tuwen deel. 
fi gout tien fchillinc ende Teertich pont. 

Die ander man. 

Hout! fet dat busken ane uwen mont 
ende blaeft ftijf met al uwer macht. 
70 ic hebbe fo menich ccmft voibracht, 
ic fal emmer defe ooc volbringhen. 



IV. DIE BUSKENBLASER. 0S 



Die iertte man. 



Sal ics iet te bat finghenf 

want dat en conftic noit gheleren. 



Die ander man. 



Jaghi, ende uw varwe Tai a yerkeren 
75 ende uw ftemme Tal werden ciaer. 



Die ierfte man. 

Keren! god gheven u een goet jaer! 
tot al den ghelde wetics u danc; 
mach ic beteren ane minen fanc, 
fp es tghelt te male behouden. 

Die ander man. 

80 Nu blaeft in, dat god moets wouden! 

jaToy! nu fidi een man. 

ic fwere u bi fente Jan, 

dat hi niet en leeft op defen dach 

die u met oghen noit en fach 
85 dat hi u niet kennen en Tal. 

Die iergte man. 

Nu wouts god ende goet gheval 

hoe ic fal yaren met minen wive. 

des es leden vier daghe ende vive 

dat n mijn lelicheit verweet. 
90 nu willic'thuusweert gaen ghereet 

ende laten haer den hoe ic haer behaghe. 

n heeft ghedaen fo grote claghe 

dat ic lelic was ende out: 

dies en hebbic nu nemmermeer fcont, 
95 want mijn anfchijn heeft nu een ander huut. 



Die SBdler amm. 

Dit dad htty tmie tgfcdt iran der coe es in de 



Die ierfte aaB. 

Eatromreii! ic ben ^idietert an mijii rpringhen. 
bolp god, lioe dser fid ie na fiaglien! 
na hebbe god hf ende dsnc: 
100 ie ben c;hdielert ane minen fanc 

alfo wel als ic ane niijn fcoonbeit bin« 
o wijf, mijn nunnekijn, fawt mi in 
ende comt^ befiel ni nn! 

Sijm wijf. 

Keren! fiet, met defen Ten! 
105 wat doTel! wie heeft u fo begaet? 

Die ierfte aam, kaer marn« 

Ic bebbe in enen joochtborren gbebaet« 
hebdi mijns nu eneghen loft? 
defe fcoonheit heeft mi ghecoft 
tghelt van onfer coe al gheheel. 

SiJB wijf. 

110 Entroawen, dies bebbe die datel deel! 
hebdi tghelt hier omme gheghevenf 

Die ierste maiiy haer man. 

Jaic, ende mi en es niet bleuen: 
die borfe ic gaffe ooc met, 
ende hi heeft mi een busken an minen mont ghefet, 
116 daer bliefic in al mijn macht 

ende daer quam uut fo groten cracht 
dat ic ben worden aldns fcone. 



lY. DIE BOSKENBLASER. 0ft 

Sijm wijf. 

Keren, hoort! dat u god lone! 
een wijf yare wel met defen man! 
120 entronwen! die dayel brachter mi an. 
ghi njt recht fwart als een moriaen. 

Die iertte maBy haer man. 

Wat duvel! ben ic alfo ghedaen? 
en ben ic niet fcone, wit ende ciaer? 

Sijn wijf. 

Jaghi, ghi fijt een quaet jaer: 
125 ic en fach noit leliker creature. 
wat, Gheert, lieve ghebure! 
comt ende beflet minen man. 

Gheert, fijn ^hebnnr. 

Wat Gofen! bi fente Jan! 
wie heeft u alfo begaet? 
130 ghi hebt emmer in ene weetcupe ghebaet: 
uw anfchijn es al met fwarten beftoTen. 

Die ierste maiiy haer man. 

Ay mi! ende ben ic al yerfcoven? 
es dit emmer feker waer? 
tatet mi doch fien in enen fpieghel ciaer 
135 dat ic mi felTen mach aneden. 

Sijn wijf. 

Entronwen! dat Tal a ghefchien. 

Die ierfte man, haer man. 

Hulpe, hulpe, goede liede! 

des wonders ghelijc. en fach ic nie, 

en was nie man aldos bedroghen. 



IV. DIB BDSKERBLASEB. 



Sijn wijf. 



140 Gbi wanet dat ic hadde gheloghen, 
Till ondier fot! 

Die ierf te nan, kaer man. 

Gbi fecht waer, alfo hulpe mi god! 
ic mach du wel een fotkijo (ijn. 
ay uatTercoren minnekijn, 
145 hulpt mi dat ica mach werden quile! 

Sijn wijf. 

Bi gode! ic en gayer niel omme ene mite, 
al bleefdi e weil je alfo gbedaen. 

Die ierfte man, haer man. 

Ic* bore wel, u en leter niet aen, 
al es mijn anfcbijn aldus verkeert. 
160 goede gbebuur, goede Gbeert, 
boe Tal ics quite mogben weren? 

Gheerty sijn ghelinnr. 

Men Tal uw anfcbijn met feiken eren 

ende met ander dingben die daer toe boren. 

• 

Die ierfte man, kaer man. 

Hulpe, bulpe! fo fal ic verfmoren, 
156 gbeet men mi met ftiller feiken toe. 

Sijn wijf. 

Ic woude ic tghelt badde yan miere coe, 
dat gbi du8 wel bebt beftaet, 
ende gbi in enen fcbijtpatte baet gbebaet, 
yul ondier keitijf! 



IV. DIE BOSSENBLASEIL 0f 

Die iertle rnttUf kaer man. 

160 AI waerdi noch alfo qnaden wijf 

ende ghi noch alfo Tele daer toe foat fegghen^ 
ic falder tghelt yan onfer Tech an legghen 
of ic faeb werden qnijt. 

SiJB wijf. 

Keren, nu fiet dit fcoon abijt 
165 dat mijn man heeft ontfaen! 

Die iertte man» haer man. 

Wat! die lodder gaf mi te yerftaen 
dat ic fonde feoon werden ende wel finghen, 
ende Jone fonde werden ende verre fpringhen, 
ende dat ic u al te wel fonde ghenoeghen. 

. Gke.erl ghebuur. 

170 Bi gode! men moet int hefte Toeghen: 
hi hevet ghedaen om betera wille. 

Sijn wijf. 

Keren, goede ghehuor, fwijcht al ftille! 
ghi foot mi ooc yerfcoyen maken. 
hi wäre weert dat icken fmete onder fgn caken 
175 ende hi nemmermeer in mijn huus en qoame. 

Die iertie man, haer man. 

Keren, in leets duvels name! 
aldus Tele en feidicker niet toe, 
doen ghi tghelt yan onfer goeder blaren coe 
vercierdet ane hroeder loUaert, 
180 ende minen goeden granwen tahbaert 
lieti Yoor fijn ghelach te pande: 
ic faelt u fegghen, al eeft fcande, 
ende makent al mine ghehnren cont. 

Her. belg. VI. 7 



185 gü TMt VW wqT al te ttniim nakeD. 

Sij» wijC 

GW gheve hea ffvsp n fiJB caken! 
lioe cumC & vib m Atlkegjkctk^ 



Die icrsfc aa», kaer aam« 

Ic lack dea loddcr op a legghea, 
ooc Urne fija TfeTcMkija op den eers 
190 ade ooc lack bi bacs, lii ea ladi niet dweers: 
ic fach laude wei wat glii deet. 
ic CB waa amt fiat te bat ghe^reet 
dat ic o fadi Bettca Uotea caiea. 



Sijm wijf. 

Ic Biocilte aa die Tkikea fiea, 
195 Till oat qaaet grifaert! 

Die icrstc aam, kaer Baa. 

Wat davel maecte dan die loUaert, 
dat hi alfo lach ende roerde fijn lijf? 

Sija wijf. 

God ghe^e u ramp, ydI keiUjf! 
dan hadde ons beiden niet dan fpel. 

Die ierfte man, haer nan. 

200 Wattan! het en ghenoecbde mi nie wel 
fpel dat ghi daer bedreeft. 

Sijn wijf. 

Swijch! heto Jammer dat ghi leeft^ 



k^ 



IV. DIE BDSKENBLASER. _^ 

I 
I 



vul ondier plavant! 

ic Tal u rmiten op uwen tant. 

205 dhi goede liede, dit fpel es ghedaen 
ghi moocht wel alle thuuswert gaen 
ende lopen alle den graet neder. 
ghenoeghet u, comt alle weder. 



f HO V. DE BEStB. 



mtt fitfl^ini bU fttiittnU. 



Maektelt. 

.^ch goede liede, hoe Tai ic varen! 
die wolle es beter dant garen, 
het gheet met mi al acbterwaert. 
hoe comet dat aldos qoalijc vaertf 
5 in weet wat mi es ghefchiet. 
en daet die lede duvel niet^ 
in foude aldus niet moghen dolen. 

Lnntgaert 

Nu recht mi, Machtelt, onverholen: 
waer omme ftadi das ende ciaecht? 
10 ic come ende hebbe den tos yerjaecht 
die mi twe hoener heeft yerbeten. 
hoe fidi aldus hier ghefeten? 
op alle trouwe, berechtes mi! 

Machtelt. 

Luntgaert, daer es groot redene bi, 
15 want dat ic niet en rafe dats wonder. 
die ayentare hont mi fo tonder, 
want wat ic pine nacht ende dach^ 
te ghenen profite ic comen en mach: 
het doet emmer toyerie. 



V. DE HEXE. lOl 

Lnvlgaert. 

20 Machtelt 9 bi der maghet Marie! 

ic wene, ghi niet en hebt gheloghen. 

met toverie ben ic bedroghen: 

alfo Machtelt maecht u ftaen. 

mine coe es haer melc ontgaen, 
25 hen es anders niet dan water. 

en daet niet die helfche cater 

ofte die lede perledjn, 

hen foude aldus niet moghen fijn. 

maer wel vermoedic mi op ene; 
30 want ghifteren daer ic quam allene 

op ene yierwechrtede hüten weghe, 

vant ic (ittene ene oude teye 

ende hadde botere Yoor haer ftaende. 

ic wane dat ,fi den duTel maende 
35 die daer die botere comen dede. 

Mach^elt. 

Luutgaert^ bi gods moghenthede ! 

ic moet u fegghen onyerholen, 

die boter hatfe mi gheftolen: 

met quaden meflen moet menfe ontliven. 
40 in cofte in eenre maent ghecrighen 

van miere blare coe eneghe botere. 

wat ic cltttfe of wat ic clotere^ 

het es al te male om niet. 

op alle trouwe! kendife niet 
45 die ftronthoere? woontfe hier bi? 

Jafe, Machtelt 9 gheloYCS mi: 
fi es yan Corterike gheboren, 
ende heeft haer ene ore verloren 
Tan quader dieften^ dat es waer^ 



lO» V. DE 



60 ende ooc wasCe cort daer naer 
uut Ghent gbebannen op den pit. 
met meneghen dinc es fi befmit, 
daer (i met pleghet om te gane. 
kendire niet? hets Juliane 

55 die ghinder woont op den hoec. 
fi heeft een toverenboee 
daer (i met te toTeren pleghet. 
hetfl Jammer dat (i niet en leghet 
in enen put onder die galghe 

60 vafte ghedoWen metten balghe! 
n vercoopt nu oofters bier. 

M achtelt. 

Lnutgaert, wat (Itten wi dan hier? 
ic kenfe wel, eeft Juliane, 
laet ons beiden beftaen te gane 
65 ende enen pot biers te gader meten. 
wi feien al die waerheit weten 
yan defen faken groot ende fmah 

Lvntgaert. 

Gherne^ Machtelt , groot ongheval 
moet haer ghoTon fente Bride! 
70 want ic menich quaet ghetide 

hebbe leden dat fi mi brachte ane. — 

Machtelt. 

Secht, yrouwe yer Juliane, 
hebdi enich ooftera bier? 

Juliane. 

Jaic, ghi Trouwoi. wanen oondi hier 
75 aldus te gadere onder u lieden? 



V. DE HEXE. 108 

het moet emmer iet bedieden, 
over mi moochdi wefen coene. 

Lnntgaert. 

Jaliane, wi hebben hier te doene: 
wi dronken gherne van uwen biere. 
80 ic bits u, fet ods bi den viere, 
haelt ons bier, wi felent betalen. 

Juliane. 

In vragher niet na, ic gaes u halen. 
altoos ghebiet te miweert! 

Machtclt 

VroQwe Juliane, ons beiden deert 
85 ende gherne fouden wijs a vraghen, 

maer qualijc dorren wijs ghewaghen, 

wi weten wel dat ghijs fljt Troet: 

gherne gheraecten wi ane goet, 

cofter wi wel comen ane. 
90 ons es ghegheven te verftane^ 

waer dat Take dat ghi woat, 

dat ghi ons wel hulpen fout, 

ende hier omme (iwi tote u comen. 

-Juliane. 

Wat^ gheburinnen! mochtic n iet vromen 
65 met miere conft, met minen rade! 

ic ben die ghene diet gherne dade, 

want nw welvaren wäre mi lief. 

haddi die hant van enen dief 

daer neghen mefTen op waren ghedaen^ 
100 het foude u altoos voorwaert gaen, 

fo waer ghi die hant ane floecht» 



104 V. DB mOTE. 

L««tgaert. 

Ay boere! dat ghi ons dies ghewoecht, 
dies moeti hebben ^eleqnader jare« 
na weten wi wel al openbare 

105 wat ghi met ona hebt ghedreven. 
^i feit 0D8 moeten wedergheTen 
dat ghi ona qnalijc hebt ^eftolen 
ofte wi feien uw og^en autpolen 
ende met defen pot fo gberaken^ 

110 uw toTerie Tal na natcraken. 

Hier veckteB ti. 
JnliftBe. 

Ay ghi Trouwen, flaet met ghemake! 



VI. DUDB DACOE HE3I£. lllft 



fne faSi ittttit tvSft tm %0tbt fattttnit. 



Mettagier. 

JSIa hoort ghi heren ende fwighet ftille. 
men feet, hine heeft niet finen wille 
die aen een quaet wijf es ghehnut; 
njn dogben elTer niet ireraat, 
5 want men feet^ niet ghenen dmghen 
en mach men een qnaet wijf ghedwinghen^ 
ende feker beta waer, men faelt u toghen 
hier Toor u allen voor uw oghen, 
fcone exempel yan defen faken. 
10 nn fwijcht ende hout met ghemake: 
men fal hier fpelen flechta ter ftont. 

Gkebvnr. 

Hen fal hier fpelen enen ftront 

boven toverft op uw hoot. 

god gheye u fcande ende lacbter groot! 
15 gaet thnnawert ende onderwinnes uws. 

ic wene wel, hi heeft wat thuus 

dat hi morghen vroech fal yinden. 

die keitijf hi moefte hem onderwinden: 

en confte hi niet ghefwighen ftille? 
20 men fpeelt hier hedemeer om linen wille 



106 VI. DRIE DACHE HEUS. 

ende al met finen quaden clappe. 

ic wil gaen (Itten Toor den tappe 

ende drinken een goet boot bi den ^iere. 

tapt in, tapt uut Tan den biere! 
25 tapt al vol, haeft u ter Taert! 

god gheve hem ramp die bemer fpaert! 

ic Tal drinken fonder forghe. 

levic nu, ic fterve morgben. 

laet fien, can icker niet an? 
30 het riect wel, bi fente Jan! 

ende nu weet ic wel boet fmaect. 

(let, boe dit toIc nu fteet ende gaept! 

faecbdi noit liede? wildi mi copen? 

mi danct, in derf niet verre lopen 
36 om rotte te vane al fonder nette. 

ay! (let defe gapaerts, bi Cools fette! 

men foude meer liede Taen dan mnfchen. 

ic moet drinken ondertnfcben. 

baa! wat dunket u, macb ict wel? 
40 gbine flet bier bedeme^ ander fpel, 

bets fonder reden dat gbi bier ftaet* 

Wijf. 

Wat duyel! bebdi bier gbemaect? 
gbi bebt gbemaect een onderbafpe« 
ic fal u op den velle taften; 
45 want wat gbi doet, bets altoos quaet 

Ghebnnr. 

Ay! lernen van u allen gaet 
ende bael elken een cuffen onder fine voete! 
Maria moeder ende magbet foete, 
entrottwen! gbine bebt gbeen fcande in u. 
50 beflet mi wel! dankic n een fco? 
dit wonder en was noit gbeboort. 



VI. DRK DACHE IIEBE. lOf 

Jan. 

Ghebaur^ glii fchijnt barde fere gheftoort, 
hebdi iet dat u jeghengheet? 

Ghebunr. 

En (ledi niet dit volc hoet fteet 
55 ende gaept op mi in mijn ghelach? 
het fchijnt dat noit liede en fach. 
lieTe ghebuur, bellet, bedet! 

Jan. 

Ghebuur, ghebrecs a anders niet^ 
ghebuur^ fo en elaghic u niet fere; 

60 want bi onfen lieven here! 

ghebnur, ghi ciaecht al yan ghemake, 
want haddi al felken wijf thuns ghelaten 
als ic, dies willic mi yerineten) 
ghi fout der liedeo harde wei vergheteii 

65 daer ghi nu op fijt fo ftour: 
ay ghebaar, ghebuur, ghebuur! 
wiftijt hoe n njn beftelt 
dien hebben no deder no pant no ghelt 
ende altoos thuos een quaet wijf venden! 

70 n hebben wel alfo groot eilende 
als in den afgront van der helle* 

Ghebnnr. 

Ghebuur 9 nu focht mi als ghefelle 
wat u ghebrect, want ica begheert. 

Jan. 

Ghebuur^ wetti wat mi deert? 
75 ic hebbe een quaet wijf als ghi wel wet 
die mi altoos fchelt ende et: 
n fchelt mi snachts wel feyen werven 



109 VI. DBIE DACHE HEBE. 

fo fere, mi danct dat ic Tal fterTen, 
ende weerdk mi als (i mi flaet, 
80 n daets te meer, fo eeft al quaet, 
ende rmekicfe fine houter niet af. 
gbebuar, dit es noch al een caf, 
want en es noch dach noch nre, 
fine maect mi mijn leyen Ifare. 
86 dit es een ordeel fonder ende, 
hoe foudic gheleven in dit eilende! 
hoe mach enich wijf fijn fo quaet! 
ghebaar, ghi wet al minen ftaet: 
ic drinke gherne in die taverne. 
90 dan comt fi op mi fchelden gherne 
ende dan en fteet mi niet tonberne, 
ic en moet met fcoppe ende met fcherne 
met hare haeftelijc thunswert gaen. 
dan gheet fi mi boken ende fiaen, 
95 mi dnnct dat mi die rebben craken. 
ic weet wel, fi liet mi met ghemake, 
woudicfe met mi leiden drinken: 
fi foade haer felven ooc wel fchinken 
ende drinken altoos als haer Tal dorften. 

100 dan hout fi niet op al foutfe borften, 
fine heeft den croes al unt ghelect 
ende als haer an den croes ghebrect^ 
dan fetfi den pot an baren mont; 
fo en hout fi niet op, fine fiet den gront. 

105 ghebuur, hier wordic met onteert. 
conftic ghevinden eneghen keer 
daer ic peis met mochte ghecrighen, 
dat icfe met eren mochte doen fwighen, 
ic wäre een here alle mine daghe. 

110 mi dochte goet dat ic haer gave 
ene pels of een goet rociaken: 
fi foude mi machfchien in peife laten. 



Vi. DHE DAGHE HERE. IfM 

mochtic peis hebben drie daghe^ 
machfchien het foude haer fo behaghen, 
115 het foude duren fes macnt of reven 
ende macbfcbien ooc al ons le^eii: 
ic Talfe fmeken om hare qoaetheit. 

Gbebnur. 

LieTe Jan^ dat es mi leit 

dat ghi hebt eneghen onpeis: 
120 ic fwere u, Jan, bi fente Cleis! 

men moet verdraghen om beters wille 

ende fomtijts fwighen al ftille, 

al eeft dat enen jeghengheet. 

maer feker! uw doghen es mi leet. 
125 n willen ghefmeect (ijn fom die vronwen, 

feie wilt met ghevene fijn ghehouwen, 

die felken willen (ijn befcouwen 

ende die felken al haer lijf gheblouwen 

met goeden ftocken over haer Tel; 
130 nochtan en doen fi nemmermeer wel 

ende bliven altoos e^en quaet. 

het dunct mi fijn die befte raet: 

Terfmeecfe met ghiften of ghi cont, 

fprect yriendelike in aller ftont: 
135 fi mochte haer quaetheit wel laten. 

het fijn quade wive die niet en faten. 

ghebuur, doet dit! het dunct mi goet 

Jan. 

Gherne, gbebuar, metter fpoet. 
adien, ghebaur, ic moet gaen« 
140 nu laet fien hoe fi mi fal ontfaen, 
als fi mi in buus fiet comen. — 



1 lO VL DllE 0AGHB HESE. 

Bette. 

iSiet , ons vronwe moeten verdoemen ! 

waer hi comt datten god fcbende! 

die mi doet fo groten eilende 
145 met fineii drinken nacht ende dach. 

ic mach wel roepen o wi! o wach! 

dat icken noit gbecreech te manne. 

nu gaet^ keitijf, god gheve u fcande! 

ende haelt water ende haeft n fnel, 
150 of ic Tal op uw Tel 

met Yoeten terden. u fal roawen 

dat ghi mi noit faecht entrouwen! 

hi es fo dronken, hine can gheftaen 

op fine Yoete, ynl corliaen! 
155 gaet wel vollic Tan voor mijn oghen! 

Jan. 

LicTc Bette, laet n ghenoeghen! 
feker! ic en dranc noch heden. 

Bette. 

Ghi liecht al foude men n ontleden. 
waendi dat ics niet en gherieke? 
160 ghi rtaet ende daesbolt als een kieken, 
gaet ende doet dat ic u hete, 
of ic gheve u Felke fmete 
dat u craken feien die rebben. 

Jan. 

Lieye Bette, nu laet n fegghen: 
165 mochtic tower vrienfcap comen, 

bi gode! het foude ons beiden vromen. 
woudi mi taten wefen here 
drie daghe lanc ende dan nemmere 
van onfen hufe al gheheel, 



VI. DME DACHE HERlS. 111 

170 ic foude u gbbven feie joweel: 

hen es yrouwe binnen der ftraten, 

Hne fouder omme met peife laten 

hären man al tjaer dore: 

ene fcone pels goet ter core 
175 hebbic jeghen Peteren gheoocht, 

bi heeftfe mi uut Inghelant brecht: 

defe feldi hebben^ wildi mi laten 

drie daghe here Hjn ende al met maten. 

wildife hebben , fo fegghet mi, 

Bette. 

180 Tfi der pelfen, tfi! 

ghi bebfe ghecocht eenre ander tripe: 

Calle die fout mi Terwiten 

te wies behoef datfe ghecocht was. 

•I an. 

Lieve minne, hets al ghedwas« 
185 nemtfe ende doet dat ic u rade. 

Bette. 

Ic Tal, want het mochte mi fcaden, 
gaefdife eenre ander beeren dan mi. 
maer ic mochte wel fegghen tfi! 
wifte iemen dat ic mi vercope aldus. 
190 maer maecter ons af een ghefns 

ende willet niemen te leennen gheven. 

Jan. 

Nenic, fo moetic met eren leven! 
ic faider af fwighen ai puur ftille. 

Bette. 

Nu doet dan al uwen wille 



litt VI. DRIE DAGOB HESB. 

196 ende fijt meefter ende here 
drie daghe lanc ende nemmere; 
nochtan faek mi wel lanc wallen. 

Jan. 

Wey! nu ben k doch here yan allen. 

hont mine hake! gaet fcommelen, fcaren! 
200 waer fijn defe boffers nu, mijn gheburenf 

ic wets, ic fal nu gaen drinken. 

fach icker eneghe, ic foutfe winken, 

want ic wil drinken gaen yan den biere. 

n fitten nu bi baren viere 
205 ende hafpen, fpillen, die tuI keitijfs; 

fine dorren niet drinken om baers wijfa 

die fe fchelden ende yerfpreken. 

mijn wijf mocbte haer lieyer breken 

beide haer bene eer fi dat dade, 
210 want ic fonfe alfo begaden 

daer fonde hem ander caftien bi. 

tfi den cockaertfl! tfi hen! tfi! 

die hem haers wijfs dua dwinghen laten. 

feker! ic fie wel, hiers gheen bäte. 
215 ic wil gaen drinken fonder forghen, 

want al en quamic niet yoor morghen, 

mijn wijf die fonts wel fijn ghepait : 

fi fcuurt, fi fcommelt, fi fpint, fi nait 

ende doet hären orbore binnen buns; 
220 daer fit fi ftiller dan ene maus 

ende doet t hefte dat fi mach. 

ic wene, noit man beter wijf en fach. 

no willic gaen drinken al yerfmoort. 

Ghebniir. 

Ghebuur beer, drinken? ^fecht mi, hoort! 
225 ghebuur, hoe hebdi gheyaren? 



VI. DRK DAGHE HEBE. 11 S 

Jan. 

Ic faelt u fegghen al fonder fparen, 
maer ic moet emmer tierften drinken. 

' Ghebnnr. 

Nemt den croes, ic fal u fchinken. 
drinct al ute, hets goet hier. 

Jan. 

230 Ay mi ! god die brachte mi hier: 
dit hier hulpt mi in al mijn lijf. 

Ghebnur. 

Ghebuur, nu fecht mi, wat feit uw wijf? 
want wiftict, mi waers vele te bat. 

Jan. 

Ghebaur, ic faelt u fegghen plat, 
235 ghi fijt mijn vrient untrercoren: 

mijn yernoi hebbic verloren, 

als ghi noch heden wel feit weten. 

ghi moet met mi comen eten, 

ic bits u ende uw weerdinne. 
240 ghi feit boren hoe ic met minnen 

here yan den hufe ben lade ende ftille. 

ic mach nu drinken gaen als ic wille 

fonder fchelden yan minen wiye. 

ic ben ghehuut wel twintich jaer ende yive 
245 dat ic daer binnen noit rafte en ghecreech, 

wat ic yerdroech, wat ic fweech, 

fonder op den tijt yan nu. 

ende daer omme fo biddic u 

dat ghi met mi wilt comen eten 
250 ftappans ende dies niet en yergheten, 

want ic ben nu groot ende clene 

Hör. belg. VI. .8 



114 VI. DRIE DACHE HEBE. 

meefter van den hufe allene. 
comt haeftelijc foDder letten. 

Ghebunr. 

Gaet ende doet die tavel fetten! 
255 ic Tal comen, in faels niet laten. 

Jan. 

Ic Tai gaen die tavel maken. 

Tolcht mi rtappans ende brinct Betten. 

Ghebnur. 

Gherne, ghebuur, in Tai niet letten. — 
liijsbet ! Lijsbet ! ghi moet gaen mede* 

260 Jan ons ghebuur heeft ons gbebeden 
dat ^i met hem comen eten, 
want hi heeft hem dies vermeten 
dat hi noit binnen flnen live 
fo wel en was met flnen wive 

265 als nu op den dach ran heden. 
maer hine heeft maer flnen vrede 
drie daghe lanc ende fljn refpijt 
machfchien niet toter Tefpertijt. 
Lijsbet, ghi moeter u toe ghereden. 

Wijf. 

270 Imberecht, heeft hi mi ooc ghebeden, 

fo willic ftappans medegaen. 

ic dachte dat hi niet langhe en fal ftaen 

aldus in peife ende in ruften; 

hem en fal ons niet fere te noden lüften, 
275 begonfte Bette te wefen erre. 

nu gawi, Imberecht, fonder merren, 

want het dunct mi harde goet. 



VI. DRIK DACHE HERE. 115 

Ghebanr. 

No gawi haeftelijc metter fpoet. 
men fal ons fetten bi den Yiere. — 

Jan. 

280 Bette, nu maect ons blide eiere! 
eeft al ghereet om eten te gane? 
hier fal comen dat ic wane 
ons ghebuur ende fine weerdinne. 

Bette. 

Seker! teten es hier dinne. 
285 ghi hebt recht dat ghi gafte bit^ 

want hier en es anders niet dan dit. 

maer ic bens ghepeit, doetfe comen« 

fente Marie! ghi hebt faen Ternomen 

dat ghi here fijt van den haas; 
290 nochtan mochtijs wei fljn confuus, 

dadi eneghe dinc boven mate. 

Jan. 

Bette, defe reden moeti laten, 
want ons ghebuur die (ijn hier. 

Ghebanr. 

God ende fente Mechiel 
295 moet u hier in peife laten ftaen! 

Jan. 

Willecome, ghebuur! gaet dwaen! 
fit daer ende uw weerdinne hier 
ende ic fal fitten neyen tfier. 
Bette, locht hier fout ende broot 
30Q ende ai dat teten es deine ende groot. 
haelt ons wijn ende brinct ons nappe! 

8* 



116 VI. DlilE DACHE HEBE. 

iD die herberghe yoor den tappe! 
dat heet die befte Tan der poort. 

Bette. 

Het hoot uwer moeder Toort, 
305 ghine feit mi niet langhe aldas doen driyen. 

Ghebnnr. 

In hoorde noit yan quaden wive 
die noit aldus wel was beftelt. 
IC He wel 5 men doet Tele om ghelt. 
die mach gheven ende fwighen ftille, 
310 hi doet altoos Hnen wille. 

nochtan feet men, met ghenen dinghen 
en mach men quade wive dwinghen. 
lieve ghebuur, hoe mach dit fljn? 

Bette. 

Nu drinct fere! fiet hier den wijn. 

Ghebuur. 

315 Wiilecome ! nu gheeft haer drinken. 

Bette. 

Bi gode! ghi en dorft om mi niet Tchinken. 
wildi eis iet dat laet mi weteu, 
dat ic ooc mach comen eten. 
nu fegghet mi ende comes af. 

Ja n., 

320 Bette 3 hets noch maer een caf. 

ghi moet ons compoft gaen ghereiden 

die wi eten eer wi fcheiden. 

nu ga ende doetene flechts te Tiere 



VI. DRIE DAGHE HEBE- 1 1 V 

ende en makes u niet diere! 
325 het moet (Ijo, dat fegghic u. 

Bette. 

Ic hadde liever teten na 
dan iet anders gaen te doene. 

Jan. 

Nu gaet ende (ijt niet fo coene 
dat ghijt laet^ want fonder lieghen 
330 hier fouden flechts meer fmeten vlieghen 
omtrent uw oren dan ouder grote. 

Bette. 

Ic hebbe liever dat ic ga lopen 
ende doe tbefte dat ic can. 

Jan. 

En fprekic nu niet als een man? 
335 men heeft gbefeit ooc oyer lanc: 

en dooch gheen eers fonder bedwanc. 

nu eet ende drinct, mijn Heye gheburen. 

ic fal haer die pelfe maken te fure^ 

bi gode! dat ic haer hebbe ghegheven 
340 om dat ic in peife foude leven 

drie daghe ende here wefen. 

Ghebunr. 

Jan 9 hier es ghenoech met defen, 
al en wäre hier hedemeer el. 

Bette. 

Nu proeft! ghenoechti u wel? 
345 hi dunct mi harde wel ghemaect. 



Jf 9 VI. DRI£ DAOHE H£R£. 

Jan. 

Hl en es niet, hi es mesraect, 
hi es te diane. wildi mi leren 
hoe men compoft Tai yiferen? 
gaet ende doeten weder pver, 
850 want ghi dunct mi al yerfcoven. 

eeft goet compoft? wat fechdier af? 

Ghebnnr. 

Mi dunct dat icleen wel mach : 
ic flt bellabbert toten oren. 

Jan. 

Seker, ghebuur, fo moeti boren^ 
366 ende dan Bette feldi drinleen, 

ende dan feldi mi ftappans fdiinken 
et tantos je buvcrai. 

Ghebunr. 

Ghebuur, ghi (ijt nu harde gai: 
het fchijnt ghi fijt een Terrot Wale. 

Jan. 

860 En dunket u niet an mine tale 

dat ic mijn wijf nu wel can dwinghen. 
ic falfe doen door treepken fpringhen^ 
eer ghi yan hier fcheden feit. 

Wijf. 

Ghevader, hoe fidi dns beftelt? 
366 hoe hebdi u felven dus yercocht? 

die vint men dat men heeft ghefocht: 
fo doet uw man ooc dunct mi nu; 
hine wift hoe meefter fijn yan u 
fonder met defen fcalken vonde. 



VI. DBIE DAGHE HERE. HO 

370 ende blijft hi meefter te defen ftonden, 

wi feiender om doghen^ het fal ons fmerten. 

ghe^ader, ic fwere u bi Cools herten! 

eer ic om enen pelfe yerdroeghe, 

ic hadde liever dat icken floeghe 
375 dat hi bloet fpude, die keitijf! 

ghi fönt peinfen, onfalich wijf! 

als u pelfe of roc ghebrect^ 

eeft dat ghi twe woorden fmekelijc fprect^ 

fo feldi hebben dat ghi wilt: 
380 ghi keert wel ftappans uwen fchilt^ 

fo fidi meefterfe als te yoren, 

ende mach hi des comen te Yoren: 

die mans die feien onderlinghe 

haer vfijfa aldus willen dwinghen 
385 ende en es yrouwe binnen der ftraten, 

mach hi yoort gaen metter faken, 

(ine heyes te wers om uwen wille. 

Bette. 

Lieye gheyader, nu fwijch al ftilie! 
bi Cools pafde fo en fal ic ooc. 
390 ic hinghen mi lieyer in den rooc 
in ons roocgat in ene mande. 
tfi! god gheye den pelfe fcande! 
dat ic mi felyen noit oyergaf. 

Jan. 

Mijn wijf die loopt nu wel den draf. 
395 ic fal haer compoft leren gherecken 
of wi feien om tlancfte trecken, 
want mere fottinne en fach ic nie. 

Ghebuur. 

Lieye Jan, gheloyes mie: 



ISO VI. DRIE DAOHE HEBE. 

hier es fpife boven fpife. 
400 aldus Tal ic u leren, Life, 

OYer maeltijt lopen ende rennen. 

Wijf. 

Bi gode ! daer en foadi niet yele ane winnen. 
fo en Tal bi ooc, dat weet ic wel. 

Jan. 

Ic Wille dat fi wefe fnel 
406 te doene dat ic haer beyele 



VII. DE mmVANTEN. llil 



(De vronwe.) 



comt Toort! den hals moeti breken, 

dat dufi langhe yaften mijn beeften. 

hebdi nu gheweeft in feeften? 

comt yoort! ons Trouwe moet a bedroeven! 

De maerte. 

5 Swijcht, Trouwe! laet u ghenoeghen 
met dat ic defen bundel draghe. 
in ghinc noit in ghenen daghe 
om Toederinghe aldus yerre. 
tonrecht fidi op mi erre^ 
10 want nie fint en raftic mine voete. 

De yrouwe. 

Ay hoere, dat men u berren moete! 
wat quader trijpfac fidi! 

De maerte. 

Yrouwe, waer omme fnietti mi 
fonder verdiente f dats mi leet. 
15 ramp moeti hebben in uw fweet! 
in wil niet verfproken fijn. 
maer gheeft mi mijn gheldekijn 
dat mi es worden faur ende fwaer. 



%%9 VII. DE mUW ANTEN. 

De yronwe. 

Kereoy hets een quaet jaer. 
20 al foude die davel alles wouden, 
niet langher en willic u houden: 
gaet wech, die duvel moet o gheleiden! 

De maerte. 

Vroawe, nu willic van o fcheiden, 

DU halpt god diet al yerleent. — 
25 Ende hoe faen ben ic verbeent 

dat IG Ute minen dienfte dus fcheide! 

dat mi broeder Eyeraert feide 

dunct mi dat ic nu beyinde. 

wanneer ic (inen tfau bekinde, 
SO moetic met Iiere minnen dolen. 

ic moet noch gaen te fiere fcolen 

ende haeften mi ter clufen waert. — 

Bloordijt, broeder Everaert? 

nu ben ic hier^ god gheefs mi yrome! 

De broeder. 

36 Ay minneken, fijt groot willecomel 
nu willic yan miere clufen fcheiden, 
achter lande Tal ic u leiden 
ghelijc of ghi waert fufter Lnte. 
ic can fo menigherande clute, 

40 dies al die liede niet en weten* 

De maerte. 

Wat! broeder Eyeraert, fidi befeten? 
wildi mi leren nu trnwanten? 

Die broeder. 

Swijcht, minneken, bi allen Tanten! 
truwanten en es ghene pine. 



VII. DE TKCWANTEN. 19S 

45 hout! doet ane defe rtamioe! 

ic foude u node qiialijc raden, 

want bi der lieTer gods ghenaden! 

es int lant een goet morfeel, 

wi felens hebben beide ons deel. 
50 ooc Tal menicb edelen traen 

Yan wine door ons ftrootken gaen. 

na \olghet mi, fafter Luutgaert! 

De maerte. 

Gberne, broeder E?eraert! — - 

Die broeder. 

BLalpt god, boe moede fiwi van gane! 
55 want te fente Jans te Latrane 

ende te Jerufalem ten beilegben grave 

bebben wi gbeweeft yele droerer dagbe: 

moeten-wi doghen in aller tijt? 

ay, dat gbi werden moet yerblijt! 
60 wilt mi ende fufter Luten gberen 

Tan nwen goede daer wi bi leven. 

brinct ons iet leckers in onfe caken, 

want gberne waren wi te ghemake« 

gbelaten bebben wi alle pine 
65 ende meinen voort truwante te fine: 

bet bnlpt ons al te wel tlorinen. 

men hinter nocb die node pinen, 

want wi bebben Tele gbefellen 

beide in clufen ende in cellen 
70 die de werelt quantfijs begbeTen. 

maer gbinghefe Tollen ofte weven, 

n fouden bat met felken faken 

gode onfen bere ghenaken. 

maer fwefters, bagbinen, lollaerde^ 
75 fi njn alfo lui ran aerde 



1%4k VII. DE TRÜWANTEN. 

datfe qualijc pinen moghen^ 
maer n drulen wel grote toghen 
als (Ire connen ane gheraken. 
hier met willics een inde maken, 
80 want ic wel te vele mocht fpreken. 

die wel doet, en derf ghenen wifc uutrteken. 

Die dttvel. 

BLoort, ghi heren over al! 

ic hebbe bracht in den Tal 

defen broeder met minen treken; 
85 fine heilicheit heeft hi nu befcheten. 

al draechti nu grau abijt, 

het Tai noch comen wel den tijt 

dat hi rekeninghe doen Tal, 

ende (ijn broeders groot ende fmal 
90 die diu truwanten achter lande 

ende eten der lieden fonden ende fcande: 

dies feien fi noch voren finghen 

ende in minen ketel fpringhen. 



VIII. WraTER ENDE SOMEB. 19ft 



fm flpBiHf f^df Dtm bm winttt tvAe ixm bm 
femn^ tvSfe mt faünvAe na vtX%^tvAt. 



mirbi heren, yrouwen, wijf ende man, 
ic bidde gode diet wel doen can 
dat hi ons wil fijn gracie gheven 
ende hier na dat eweghe leven: 
5 dies biddic hem door ootmoet. 
nu feldi merken ende werden vroet^ 
heren ende vrouwen in allen fiden, 
hoe Winter ende Tomer feien ftriden 
ende Tan elken fijn Tirtuut. 

10 nu fwijcht ende maect gheen gheluut, 
ende merct ende hoort hoet beghint. 
ic bidde u dat gfaijt wel verfint, 
want hets proper ende nojael 
ane die woorde ende wedertael 

15 Tan fomer ende Tan winter beide, 
die Tomer hi es int ghereide 
ende weet dat hi comen Tal. 
nu fwijcht ende maect gheen ghefcal: 
dies biddic u Triendelike alle gader. 

20 ic bevele u gode den hemeifchen vader. 



19S ^^I- WINTER ENDE SOMER. 



Die somer. 



Ic ben die fomer ende doe finghen 

die Yoghelkine in de locht, die bloemen fpringhen 

ende die loveren in den woude^ 

ende beneme des winters coude. 
25 ic bringhe ons den foeten tijt 

ende doe den meneghen met jolijt 

met finen liefken fpelen gaen, 

als men die bloemken fcone (let ftaen 

die te winter fijn Terborghen. 
30 ic bringhe fo meneghen foeten morghen 

metten dauwe in der dagheraei. 

die dan met finen liefken gaet 

fpelen in der roinnen dal: 

ach ! dats vroude boven al, 
35 metten dauwe die bloemken lefen. 

Die winter. 

Swijcht^ fot, al ftille van defen! 

ic ben die winter diet al can dwinghen. 

die Yoghelen die te fomer finghen, 

can ic wel doen fwighen ftille. 
40 ic hebt al te minen wille: 

als ic werke na minen aert 

ende tfellijc uten ooften haert, 

dan doe ic den meneghen cliptanden 

ende ooc flaen met finen banden 
45 dat hem die vingheren moghen fpliten. 

ooc doe ic die verken criten 

Yan groter couden achter ftraten. 

ghi moghet wel uw beroemen laten, 

want ic hebt al in mijn bedwanc. 
50 ic beneme den yoghelkine baren fanc 

ende ooc fo dwinghic alle diere 



Vni. WIHIER ENDE SOMfit. 19 f 

ende die Tifche in die riviere 
doe ic wonen onder tijs. 

Die somer. 

Her winter, dies ben ic wel yijs 
55 dat ghi hebt ene feile nature 

ende (ijt Tan aerde alfo fture/ 

dat den meneghen fijn herte beeft 

die te' fonier in vrouden leeft. 

als ic werke na minen vifonwe, 
60 dan Tergheten fi allen rouwe 

die n te winter hebben ghedreyen. 

ic doe den meneghen in vrouden leven 

die ghi hout ligghene in die muat. 

als die bloemken fpringhen unt, 
65 daer ane dat men die fomer kint. 

Tan den meneghen ben ic ghemtnt 

die u haet, want ghi fijt fo fei. 

Die Winter. 

Her fomer, dat weet ic harde wel 
dat mi die felke niet fere en gheert: 

70 dat (ijn die ghene die hebben Terteert 
haer gheldekijn in die taverne, 
ende drinken ende dobbelen alfo gherne 
dat n hem niet ghecleden en connen 
ende te fomer ligghen ter fonnen, 

75 ende wenen dat fi ewelijc fal duren. 
als ic dan come met minen fcuren 
ende bringhe haghel ende coaden fne, 
dan doe ic defen alfo we 
dat hem die daerme Tan couden beven. 

80 dit fljn die ghene die lodderlijc leven 
ende hem te fere op n verlaten: 
defe doe ic gaen beven achter ftraten^ 



198 VIII. WINTER EIIDE SOHER. 

al waren t jonghe edelinghen. 
aldas can ic den felken dwinghen 
85 die fijn gheldedijn niet en fpaert. 

Die soner. 

Her winter, ghi hebt enen feilen aert: 

data dicwile wel an u te fien. 

maer mi wondert fere Tan dien 

dat ghi u wilt fetten jeghen mi, 
90 want al die werelt blives mi bi. 

ic ben fo edel van nataren: 

ic ben die ghene die Yult die Teuren 

ende doe waffen alle yrucht; 

ic bringhe ons die foete lacht, 
95 den lieven fomer, hets mijn aert; 

ic doe bloejen meneghen bogaert 

die te winter ftaet al droghe. 

Die winter. 

Daer omme moet ic bliven in hoghe, 
om dat ic alle dinc can dwinghen: 
100 ghine cont dat niet voor oghen bringhen. 
ic ben here ende ghi (ijt cnecht. 

Lojaert. 

Bi gode! her winter, dats goet recht, 
want dat die fomer can gheneren 
dat condi harde wel yerteren, 

105 als ghi fijt bi uwen viere, 

eet ende drinct van den goeden biere 
ende hebt broot, wijn, vleefc ende vife 
ende doet dat bringhen op uwen difc 
ende (it bi den viere al coefat, 

110 alft fo cout es op die ftraet 

dat niemen van couden en can ghedaren. 



Vin. WQVTER ENDE SOMER. 190 

al dat die fomer can befuren 
dat verteert die winter al. 
als men die waerheit fegghen Tai, 
115 Tone es die fonier maer eeo flaye. 
n fljn fo lanc die hete daghe 
dat ic werde van werken mal. 
IC ben die langhe daghe fo Tat: 
ic prife den winter minen here. 

Mojaert. 

120 Her Lojaert, ghi fijt al buten kere 

dat ghi den fonier fijt fo fei, 

die jolijt, vroude ende fpel 

die doet dri^en te menegher ftont: 

hi doet cuffen meneghen mont 
125 die fomer heimelijc int groen, 

dat men te winter niet en can ghedoen. 

als die bloemken ftaen int dal 

ende die voghelen maken ghefcal 

elkerlijc na fijn nature, 
130 dan en es op eerde ghene creature, 

fijn herte en yerblijt hem daer van, 

heren ende yronwen, wijf ende man, 

elc wort njn herte van vrouden wijt. 

als comt die foete fomertijt 
135 met fcouen bloemen, met foeten crode 

ende die voghelen beghinnen te luden, 

dan doet hi fpelen der minnen fpel 

in heimelike fteden, dat weet ic wel, 

daer die bloemken rieken foet: 
140 dies men ter winter derven moet, 
want hi heeft fo feilen aert. 

Glappaert. 

Na ben ic hier ende hete Clappaert 

Her. bdg. VI. 9 



130 VIII. WINTER ENDE SOMER. 

ende Tal fegghen die waerheit al gader. 

ic fwere bi gode den hemelfchen vader 
I4d dat mijn here die winter alfo wel doet 

fpelen^ dies ben ic Troet^ 

der minnen fpel, daer ghi af fecht: 

daer twe ghelieye ligghen ghedect 

op een bedde al moedernaecl, 
150 daer wort wel grote Troude ghemaect, 

al en es daer ghenen voghelenfanc; 

die nacbte fijn cout ende daer toe lanc, 

die coude doetfe cropen bi een 

elc tufchen anders been, 
155 daerfe mijn here die winter toe dwinct 

ende al Tele Troude te gader brinct 

dat n der minnen fpel gaen fpelen: 

ic recht al fonder helen, 

want ic die waerheit daer af wel weet. 
160 maer te fomer fljn die nachte fo heet. 

dat deen leghet hier d ander daer, 

fi en derren mallic anderen niet comen naer: 

dat doet die hitte van den tide. 

maer te winter dringhen 11 fide ane fide 
165 ende cleven mallic anderen dicwile an thaer. 

Die winter. 

Bi gode! Clappaert, ghi hebt waer 

ghefproken ende daer toe wel. 

ic foude node der minnen fpel 

diftruweren in enegher ftont. 
170 ic doe fo meneghen roden mont 

cuffen defe langhe nachte. 

al daer op een beddeken foete ende fachte 

ligghen ende flapen twe ghelieven 

ende fi daer mallic anderen ghericTen, 
175 daer wort ooc ghefpeelt der minnen aert, 



VIII. WINTER ENDE SOMER. ISl 

al en eeft in gfaenen bogaert, 
daer die yoghelen lade finghen. 

BoIUert. 

Her winter, ghi fout gherne tonder bringhen 

den Tomer, maer dat en Tal niet fijn. 
180 het foude mi eer coften tleyen mijn^ 

eer ic dat ghedoghen foade, 

want gbi en brinct el niet dan coude« 

reghen, haghel ende couden fne; 

ghi doet den menegben alfo we 
185 dat bi alle vroade verghet. 

maer mijn here den fomer bi met 

elc fijn berte in yroaden vol, 

die te winter als een pol 

legbet in die afcben bi den viere. 
195 ic en can aen u gheen maniere 

ghemerken, ghine nioet bliven tonder. 

Die winter. 

Her Bollaert, dat beeft mi wonder 

dat gbi fprect defe bogbe woort: 

gbine cont dat niet gbebringben Toort, 
195 ic en moet die oyerfte fijn. 

ic neme den fomer finen beten fcbijn 

ende ic verdrucke die dare lucbt 

ende ooc verteric alle vrucbt 

die de fomer gbewinnen can. 
200 op eerde en es wijf nocb man, 

fine moeten te minen dienfte ftaen. 

ic willer in een crijt voor gaen, 

of ic fal te boven bliven. 

Mojaert. 

Na en can ic langber niet gbefwigben 

9* 



139 VIII. WINTER ENDE SOMER. 

205 noch der waerbeit ooc ghederven. 

her Winter, ghi fout Tan hongher fterven, 
en daet die fonier die hoghe baroen; 
falich winter! wat foudi doen? 
en dade die fomer niet met (lere ghenaden, 

210 die Waffen doet vroech ende fpade 
broot ende wijn daer ghi bi leeft 
ende al dies men ter werelt heeft 
doet die fomer comen uut: 
appelen, peren ende ander fruut 

215 daer al die werelt bi leven moet. 
waerdi ghefinnich ende vroet, 
ghi foat hem toter eerden nighen. 

Die winter. 

Her Mojaert, ghi moet noch fwighen, 

want die winter es u te fterc. 
220 als ic aen u legghe minen merc, 

fo ßjn uw lippen van couden blau, 

bi gode! ghine hebbet niet te lau; 

grote bitte es u onghereet; 

ic fiet wel, ghine hebbet niet te heet, 
225 al hebdi aldus hoghe ghefproken. 

Die somer. 

Bi gode! her winter, dit wort ghewroken 
dat ghi laet fpreken defe hoghe tale« 
als die bloemen in ghenen dale 
ftaen ende riehen ende bloejen fcone, 

230 ende die fonne aen ghenen trone 
fo Triendelijc in yrouden fchijnt, 
ende men gheen dinc op eerde en yint 
en fal bloejen of draghen vrucht: 
her winter, dan es uws levens ducht 

235 ende ghi feit verliefen awe cracht. 



VIII. WINTER ENDE SOMEB. 188 

Bollaert. 

Ende fi dan comen die foete nacht 
metten edelen daawe in ghenen dale 
ende fi dan (Inet die nachtegale 
ende die bloemen ftaen int groen, 
240 wit ende root ende elc na (Ijn doen, 
ende die bomen ftaen ghebloeit, 
elc (ijn herte in yrouden groeit: 
dan dobbeleert die minne in yrooden rijc. 

Die winter. 

Na en hoordic nie des wonders ghelijc. 
245 ghi fprect recht, dat heeft mi wonder, 

of ic die minne woude houden tonder 

ende fi te winter niet en wäre: 

daer af fo willic comen int clare, 

dat men te winter alfo wel mint 
250 ende meer nojaler minne Tint 

dan te ferner, dies fijt yroet» 

al en es die dau niet foet, 

die nachte fijn lanc, rerftaet dit wale, 

elkerlijc te hebben tale, 
255 twe ghelicTe daer Ci fijn 

elc met flnen minnekijn 

yriendelijc omyaen metten armen 

ende fi dan mallic anderen yerwarmen, 

daerfe yan recht die coude toe dwinct, 
260 al eeft dat die nachtegael niet en finct: 
. daer wort ghefpelt der minnen fpel 

meer dan te fomer , dat weet ic wel, 

daer willic onder fetten mijn lijf. 

Die somer. 

Dies willic yallen in een crijt, 
265 al foudic daer omme liden fmerte. 



1S4 VIII. WINTER ENDE SOHER. 

fo blider tijt fo blider herte, 
fo blider herte fo meer minaen. 
als men den foiner can ghewinnen, 
ende die bloemken ftaen ende fpringhen 

270 ende die voghelkine lüde finghen, 
fo worden alle horten preos, 
want die fomer es fo gracieas 
ende alfo edel na line nature, 
al wäre een berte Yerbolghen ende füre, 

275 als die fomer comt int lant, 
bem wort alle vroude becant. 
die te winter fijn bedwonghen, 
beide menfchen ende \ogheltonghen, 
en maken te winter gheen ghelout* 

280 bet moet al ligghen in die maut, 
alft vrieft ende es ghefnout. 
den felken bem fijn leven rout 
yan groten aermoede die bi lijt, 
die bem te fomer fere yerblijt, 

285 als bi yernemt dat fonnefcbijn. 

ber winter, bier mede fo moeti (ijn 
yerwonnen, wildi die waerbeit kinnen. 

Die winter. 

So moeti anders fins begbinnen, 
foudic mi nocb yerwonnen lien. 

290 ic ben fo fterc met miere paertien 

dat ic den felken nocb fal doen beyen. 
foude ic mi dan yerwonnen gheyen? 
dies moeftic bebben yan gode ondanc: 
ic bebt al in mijn bedwanc 

295 dat leeft onder des bemels trone: 

maer in die ere yan Venus die ene crone 
draghet ende es yrouwe yan der minnen^ 
daer mede dat gbi mi wilt yerwinnen 



Yin. WtSTER ENDE SOMER. 1S5 

dat menre te Tomer meedt hantiert 
300 ende dat 11 te winter faelliert: 

dies willic comen in een crijt, 

dat ghi daer af ioghenere fljt, 

uw lijf te fetten jeghen mijn, 

te becortene tufchen twe fonnerchijn, 
305 dat die minne nojaler es 

te winter, fijt feker des, 

dan te fooiere, des (ijt wijs: 

dies willic voor hare draghen prijs, 

Venus die vrouwe es van der minnen, 
310 ende door hare den camp beghinnen. 

ontfaet den hantfcoe, of ghi fijt goet. 

Die somer. 

Nu en wannic nie fo bliden moet, 

als ic doe te defer uren, 

dat ic fo menegfae creaturen 
315 verbliden Tal ende maken vro, 

dat mi comen es alfo 

dat ic u hebben fal ten campe. 

ic fal u doen al felken fcampe 

dat ic u daer in fal ontliven. 
320 aldus fal ic u verdriTen 

ende ewelijc faelt ferner (ijn. 

Die Cook ijn. 

Dies ben ic blide int herte mijn. 
her fomer, ghi feit hem fpelen (ijn fpel. 
her winter, ghi hebt mi gheweeft fo fei 
325 dat ic niet en hebbe dorren fpreken. 
ic wöet wel van uwen treken: 
ghi hebt mi ghedaen fo groten aermoede» 
nu prific den ferner met (inen hoede, 
want hi verblijt die herte mine 



ISS ^UI. WINTER ENDE SOHER. 

330 ende daer toe ander cockine 

die in die afchen ligghen ende braden. 
nu comt die Tomer met Tiere ghenaden 
die u yerdriven fal yan hier« 
ghi hebt mi doen fitten bi tfier 

335 in die afchen ghelijc der hinnen: 

daer omme moet ic den fonier minnen, 
die u nu yerdriven Tal. 
ghi hebt mi ghedaen groot ongheyal, 
in die afchen doen fitten bi den yiere: 

340 her winter, nu moeti yan hier, 
ghi fijt mi hier al te lanc, 
ghi hebt mi doen fitten in den ftanc 
ende in den rooc, alft mi yrel fchijnt: 
daer omme es hi yan mi ghemijnt 

345 die fomer die u fal nemen tlijf. 

Die winter. 

Maect u henen, wel yul keitijf! 

met uwer oyermoedegher fpraken. 

ic fal u noch fo confuus maken 

dat u rouwen fal uw leyen. 
350 ic fal u noch yan couden doen beyen 

ende tmeerch doen bernen uten fchenen. 

yul keitijf, nu maect u henen! 

ghi moet gaen ligghen in die muut. 

her fomer, ic fegghe u oyerluut 
355 dat ghi moet fetten enen borghe 

dat ics mach bliyen fonder forghe, 

her fomer, tuwen camp te comen. 

Die cockijn. 

Alfo moet mi god verdoemen! 
ic wil een yan den borghen (ijn: 
360 ic minne met aller herten mijn 



vni. wnrrER ende soher. ISf 

den edelen fomer, die coene wigant. 
ic fette te borghe al mijn lant 
ende mijn lijf ende al mijn goet 
dat hi fal comen met hoghen moet, 
365 her winter, jeghen u int crijt. 

Glappaert. 

Swjjch al ftille! ter qaader tijt 

ins duTels name maect a van hier, 

ende gaet litten bi den rier, 

want ghi hebt die coude fo groot, 
370 mi dunct ghi (Ijt yan clederen bloot, 

ghi rtaet recht als een cockijn. 

ghi hebt emmer ter goeder merct ghefijn, 

want ghi hebt harde wel vercocht. 

welken davel heeft a hier brecht? 
375 ghi dunct mi een recht lodder wefen. 

baddi den fomer, ghi waert ghenefen: 

dat fie ic wel aen nwen fchilt, 

ende ooc fo dunct mi, haddi ghelt, 

ghi fondet verdobbelen al uw macht. 
380 yrient, ghi en fijt hier niet gheacht, 

ghi moet hier befiden ftaen. 

Die coekijn. 

ÄToy ! haddic goede cleder aen, 

fo foudic Yoort ghetrocken fijn« 

maer nu ben ic ghefcouden cockijn 
385 cm dat ic niet wel en ben ghecleet. 

aldus hebbic mi beleet 

metten boeven onder die cockine. 

mi waer ghereder ene gardine 

dan enen mantel yan fcaerlaken root. 
390 maer wäre die feile winter doot, 

fo foude mijn herte in yrouden leyen. 



1 SS VIII. WINTER ENDE SOHER. 

god moet den fomer yictorie gbeven 
dat hi yerwinnen moet Ighevecbt. 

Mojaert. 

Her wioter, na der campen recht 
395 fo wordic borgfae den hogben baroen 
dat bi Tai comen ak een lioen^ 
fijn ere verwaren int crijt. 
her Winter 5 om dat ghi aenleggher fijt, 
fo doet'ooc na der campen gife. 

Glappaert. 

400 Nu willic dat men den winter priie« 
ic werde fijn borgbe na al te bant 
dat bi fal comen als een coen wigant 
Yoldoen dat hi heeft begonnen, 
god moet bem der doochden onnen 

405 dat bi moet bliven in fijn ere« 
na gaet henen ende baeft u fere: 
die winter fal faem gbereiden. 

Mojaert. 

Ay god ! wie Tai dit moghen fcbeiden 
tufchen defe twe beren dit paerlement? 

410 al die werelt die blijft ghefcbent, 
eeft dat die fomer tonder blijft, 
ende wort ooc die winter ontlijft, 
fo eeft tfierendeel yan den jare verloren, 
daer Tai af comen groten toren, 

415 welc yan beiden tonder gaet. 
ay! nu en weet ic ghenen raet, 
hoe men dit ghebreken mocht, 
want fi fijn beide alfo bedocht 
ende hebbent bi dieren ede gbefworen? 

420 bine es op eerde niet gheboren 



VIII. WI19TER ERDE SOBIER. 189 

diet foude beletten met fiere macht. 

maer mi es comen in mijn ghedacht 

dat ic wil gaen met bilden Hnne 

tot Venus der godinne, 
425 die een Yrouwe es boTen al. 

ic hope dat fijt wel breken Tai, 

als ict faaer fegghe ende make vroet 

Venus der edelen vrouwe goet, 

hoe die faken fijn ghefchiet. 
430 ic weet wel fi en faels laten niet, 

fine faelt opnemen dit ghevecht. 

nu . willic gaen lopen als een cnecht 

tot Venus der vrouwen mijn. 

yerloren wi den fornei* metten ronnefchijn, 
435 fo waer die ^vrucht al meeft verloren. 

IBITaer fidi, vrouwe hoghe gheboren, 

Venus edel coninghinne? 

Venus. 

Secht ml vrient met foeten Kinne 
om wat faken (idi uut? 

Mojaert. 

440 Vrouwe 5 ic fecht u overluut: 

hets van tween heren hoghe gheboren, 

die hebben mallic anderen doot ghefworen 

ende ghedaecht al in een crijt, 

eer morghen te vefpertijt 
445 hebben fi ghefworen mallic anders doot. 

hine es op der eerden niet fo groot 

die dit op ghenemen can, 

here noch vrouwe, wijf noch man, 

meer dan ghi vrouwe allene. 
450 defe twe heren en fijn niet Helene: 

die een es die fomer van haven rijc, 



140 Vm. WINTER ENDE SOMER. 

die ander es die wioter al ghelijc, 
eode fijn ghevallen in een kijf 
om uwen wille, vri edel wijf, 
455 fijn defe faken al toeoomen. 

nemmermeer en M^ordet op gbenomen, 
en fi dat ghijt hUe doet. 

Vemit. 

LieTe Orient, nu maect mi vroet, 
hoe fijn die faken comen bi? 
460 ghi fecht, dit es ghefcbiet bi mi, 

ende ic ben onfculdicb aller daet. ^ 

Mojaert. 

Vronwe, ic wille dat gbijt yerftaet: 

fi bebben gbeftreden met feilen woorden; 

daer ftonter vele omtrent diet boorden, 
465 boe fi mallic anderen yerfpreken gbinghen 

ende elc bracbt voort van finen dinghen, 

yan finen doen, van finen virtnut. 

doen fprac die fomer overlaut 

dat bi wäre fcone ende gradens 
470 ende dat bi alle berten preiis 

maecte ende van vrouden wijt, 

ende dat men in den fomertijt 

meer nojaler minne yint 

dan te winter, fi a bekint: 
475 edel Tronwe, dat was fijn woort. 

doen tart die feile winter voort 

ende wert verbolgben ende gram; 

enen bantfcoe dat bi nam 

ende biefc den fomer in een crijt, 
480 ende die fomer fcoot met vlijt 

ten bantfcoe ende beeften op gbenomen 

ende meint bem te camp te comen, 



Vlll. warne» ende someb. 141 

ende hebben gbefekert in beiden fiden. 
edel vrouwe, benemt dat ftriden, 
485 want gbi bebbes wel die macht, 
die inrinter es van feller cracbt, 
ic dachte den fomer minen here. 

Veniis. 

Vrient, ic Tai mi haeften rere, 
Ic Tal daer morghen tilijc wefen, 
490 eer die Tonne es op gherefen 

Tal ic daer wefen wel in tijt, 

eer die heren gaen int crijt 

Tai ict opnemen in beiden fiden; 

want liet men die heren ftriden, 
495 daer foude af comen menich wonder; 

welc yan beiden dat gfaingfae tonder, 

die werelt blever bi ghefcfaent. 

ic fal opnemen dit paerlement, 

op dat ics macht hebbe ende ic can« 

Mojaert. 

500 Och edel vronwC) fo willic dan 

keren roet enen bliden moede: 

ghi feiet bringhen wel te goede, 

dat weet ic wel ghewaerlike. 

hi ne leeft niet op eertrike, 
505 diet bevellen mach dan ghi. 

Venus. 

Vrient 9 ic fal daer wefen bi 

eer dat morghen die fonne opgaet. 

Mojaert. 

Dit dochte mi die befte raet. 
hets beter dat ghefcheiden blijft^ 



I4li VIII. Wnm» ERDE SOBIER. 

610 want werde enich van tween ontlijft, 
daer foode af comen jammer groot« 
maer bleve mijn here die foiner doot, 
To faadden wi alle qaalijc gbevaren, 
want die winter en foats niet fparen, 

515 hi heeft te male enen feilen aert. 

Die winter. 

STu fo ben ic op die Taert 

in den camp als mi toe behoort. 

hier roepic den fomer voort 

dat hi come ende beware Hjn ere. 

Die somer. 

520 Her winter, ghine dürft nemmermere 
peinfen, ic en Tal a comen. 
daer omme hebbic den camp ghenomen 
dat ic u tleven nemen faL 

Die cockijn. 

God die here es boven al, 
525 her fomer, die moet u Yictorie gheven 
dat ghi den winter moet nemen tleven! 
fo foude verbilden al mijn herte. 
hi doet mi dicke fo groten fmerte 
dat mi de lever van couden beeft. 

Venus. 

I 

630 Ghi heren, ic bidde u dat ghi mi gheeft 
dit paerlement ende defen ftrijt; 
want ghi beide ghebroeders fijt, 
fo danket mi harde qualijc ftaen 
jeghen een in een crijt ghegaen, 



VIII. WINTER ERDE SOVEBL 14S 

535 ende Tont mallic anderen willen ontiiven. 
her fomer, no willes te miweert bliven, 
dies biddic u op gherechte minne. 

Die somer. 

Vrouwe Venua, edel coninghinne^ 

dies en doe ic niet al te gheren. 
540 nochtan en willics u niet weren: 

om dat ghi vrouwe van der minnen fijt, 

fo willic u gheven defen ftrijt, 

doet daer mede dat ghi ghebiet. 

hine leeft op der eerden niet 
545 diet mi verbidden foode dan ghi. 

Venus. 

Her fomer here, dies moet ic mi 
van o bedanken eniinerniere. 
no biddic u, her winter here, 
dat ghi mi van den felven doet. 

Die winter. 

550 Venus vrouwe, ghi draecht den hoet 

ende fljt vrouwe van der minnen: 

daer omme en wiftic hoe begbiiinen 

Q tontfegghene dat ghi begheert. 

Venus vrouwe 9 ghi fijts mi wel weert^ 
555 ic wils gherne tuweert bliven. 

Venus. 

Sone feldi voort ane nemmermeer kiven 
ende ewelijc gbebroeders njn. 
god die ghemaect heeft water ende wijn 
ende al dat men ter werelt vint. 



144 VIII. WINTER ESDE SOMER. 

560 bi beeft gbemaect dat firmament 

ende feveQ planeten daer ane gbefet 

ende daertoe twaelf teken met: 

defe bebbent al in baer bebout, 

fi makent beet, fl makent coat, 
566 defe doent winter ende fonier wefen, 

als ons die aftrominen lefen, 

deen es cout die ander beet^ 

nemmermeer dat ftille en fteet; 

bet moet winter of fomer fijn, 
570 fomtijt dat bete ronnefcbijn, 

fomtijt den bagbel ende couden fne; 

dit en Tai \ergaen nemroerme, 

fo langbe als die werelt Tal duren 

Tai elc werken na fijn nature: 
575 want god bevet alfo gbefet, 

werde enicb ^an beiden belet^ 

fonier of winter dier gbelijc, 

al dat es op eertrijc 

foude Tervaren ende vergaen, 
580 bleve die tijt al ftille ftaen, 

deen en macb fonder d ander niet wefen.. 

Die winter« 

Venus vrouwe, gbi bebt mi gbenefen, 
want nw woorde die fijn al waer. 
ic moet den fomer Tolgben naer 
585 ende die fomer moet Tolgben mi. 

Die somer. 

Dat weet ic alfo wel als gbi 
dat deen fonder d ander niet Hjn en macb. 
maer mijn verdriet ende mijn beclacb 
dat es dat gbi mi wout Terdriven^ 



VIII. WINTER ENDE SOMER. 145 

590 doen ic fprac, ende hiet mi fwighen 

ende feit, ghi waert die dwinghelant. 

her Winter, dats mi wel becant 

dat ghi der gheenre dwingher fijt 

die ic doe leven met jolijt 
595 als ic come met minen bloemen. 

Venus. 

Ghi heren, dit hebbic op ghenomen 
tafchen u beiden dit paerlement 
bi uwen wille ende bi uw confent, 
daer uut te fegghene minen wille. 
600 DU fwijcht Yan allen faken ftille 
ende ewelijc feldi ghebroeders fijn. 
laet ons eten ende drinken wijn 
ende met goeder vrouden leven. 

Die eoekijn. 

Ay! na moet ic al mijn leven 
605 fijn onder dies winters roede, 

die mi doet fo groten aermoede 

dat ic en weet wies beghinnen. 

dies weet ic Venus der coninghinnen 

ondanc, dat (1 daer quam 
610 ende tafchen hen beiden den camp opnam. 

die duvel brachtfe daer in ontijt! 

ic was int herte alfo Yerblijt 

dat die winter foude fijn verdreven. 

die fomer hadde hem ghenomen t leven, 
615 want hi hadde fo goeden moet 

ende fine wapene was fo goet 

eade fijn fweert van goeder fnede; 

hi hadden feker verfleghen daer mede, 

hadden fi ten camp ghecomen. 

Hör. belg. VI. 10 



146 



VIII. WINTE» ENDE 50MER. 



620 nu beeften vroawe Venus op ^enomeD: 
dies es droeve die herte mijn. 
nu willic gaen lopen als een fwijn 
te Maeftricht bi den fteencolen, 
daer willic gaen liggben ter fcolen 

625 tot dat die fomer conit int lant. 



IX. RÜBBEN. 



141 



J^ut 6ie0$inf bit ^ntUtnU* 



R u b b e n. 

..JLvoy! nu es mi wel becant 

ende daer toe ben ics wel vroet, 

dat die meneghe met haeften doet 

dat hem namaels fere bereut. 
5 ic ben hier felve ende hebbe een Jone wijf ghetrout, 

dies es omtrent drie maent leden dat icfe nam, 

ende ghifter navont doen ic thuusweert quam, 

was n Yan enen kinde ghenefen. ' 

ende ic hebbe dicwile boren lefen, 
10 dat ment neghen maent plecht te draghen; 

nochtan fegghen (i alle diet faghen 

dat hem en ghebrac dach noch ure^ 

ende es Toldraghen een fcoon creature 

ende alle fijn ledekijn wel ghemaect, 
15 naghelken, teelken, ende al wel gheraect: 

es dit binnen drie maenden al ghefchiet? 

alle die leven en Felden mi niet 

dat ic dat kint hebbe ghewonnen. 

fi moets emmer hebben begonnen 
20 langhe te voren eer icfe nam. 

die duvel hebs deel dat icker noit an quam ! 

maer haer moeder en liet mi niet met ghemake, 

10* 



1 



im 



1 



bi gode! fi wift wel van der dochter Take. 
wat dan ic dede dat weet ic wel voorwaer. 

tWijf. 

25 Wat, Rabben, ende fidi daer? 

nu fecht mi, hoet met miere dochter fteet? 

Rubben. 

Ewaerheit! Trouwe, ic en weet. 
uw dochter es van kinde gheleghen 
ende heeft bracht cnen jonghen deghen 
30 als waer hi een half jaer out. 

tWijf. 

Dies hebbe god danc menichfoot 
dat n dat nu heeft leden, 

Rubben. 

Ic en bens niet wel te vreden 
dat n haer fo fere heeft ghehaeft. 
,35 ic fta van herten fo beraeft 
dat ic en weet wat vifieren. 

tWijf. 

Hoe ende in wat manieren? 
vertrect mi coenlic uwen ftaet. 
ic Tal u gheven felken raet, 
40 ghi feles wel in vreden bÜTen. 

Rubben. 

Ewaerheit ! al foude men mi ontliven, 
IC en mochte niet meer (Ijn tonvreden. 
want dies es op den dach van heden 
drie maent dat ic uwer dochter nam 
45 ende ierft in haer ghefelfcap quam 



IX. RUBBEN. 



14» 



ende omtrent vijf nacht, 
ende heeft na een kint ter werelt bracht 
als waert ont een half jaer: 
hem en ghebrect niet alfo vele als een baer 
50 ocbte naghel aen vingber of aen te; 
het es ghedraghen min of me 
neghen maent al not ende uut. 
Ic deert iivel fegghen oTerluut 
dat ic dat kint noit en wan. 

tWijf. 

55 Keren, na hoort met defen man! 
entrouwen, ghi Hjt emmer verdoort! 

Rubben. 

Ic en ben dronken noch Terfmoort^ 
ic weet barde wel wat ic fegghe. 
als ic een op twe leggbe, 
fo eeft drie ende vijf nacht. 



60 



tWijf. 



Lief kint 5 ghi Hjt qualijc bedacht: 
dien tijt hebdi qualijc onthouden. 
ghi waert wel weert dat ghi waert befcouden^ 
dat ghi van uwen wive wilt fpreken lachter. 
65 drie maent vore ende drie maent achter 
ende drie maent in' die midden gheftelt, 
dits emmer neghen te gader ghetelt, 
want dat weet ic wel bi faken. 

Rubben. 

Condi mi dies vroet maken, 
70 ic wille dat ghi mi Hughe heet, 
want ic weet fo goeden befcheet 
van eenre coe die ic doe vercocht^ 



i.-.*. 



|[50 ^' R<^B^' 



daer was mi gliifter navont ghelt af brodit 
ende doenfe die man copen foude, 
75 bat hi dat icfe hem borgben woude, 
drie maent was fijn onderrprec. 
wat! waendi dat ic ben een gbec? 
ic en onthoude wel den tijt. 



tWijf. 



Nu boric wel dat gbi dronken fijt, 
80 want driewerven drie dats neghen te gader. 
bier es mijn man, onfer dochter vader, 
ic weet wel dat hijt ooc wel weet. 
hon Gofen! fidi ghereet? 
comt tote hier! ic moet u fpreken. 



Gosen. 



8S Keren! wat duvel fal a ghebreken? 
nu ben ic hier, wat faelt fijn? 

tWijf. 

Nu focht, goede Gooswijn, 

en ghedunct u niet dat oiife docbter hoade? 

Gosen. 

Jaet ende dat fi oMn man troode, 
90 dies es omtrent drie maent leden. 

tWijf. 

Dat eeft op den dach van heden 
neghen, diet wel telt, 
maer Rubben ons Tone es fere ontftelt 
dat fi van kinde nu es bleven. 
96 al en wäre der maettden maer feven, 
nochtan moebt dat wel fij« ghetchiet. 



a. RDBBEN. 



151 



Gosen. 

Wat! Rubben goede Tone, ic en fach u niet: 
es OD8 docbter bleveo? god hebfe in hoeden! 

Rabben. 

Jaes, maer ic en can niet bevroeden 
100 dat icker vader af foude fijn. 

ic deert wel fweren bi der trouwe mijn 
dat icfe maer drie maent en hebbe gat. 

tWijf. 

Ende drie maent datfe bruut Tat, 
ende drie maent die ghi niet en telt, 
105 ende als roen dit te gader ftelt, 
fo eeft neghen tenen hoop: 
dats ten rechten jaerloop 
dat een vroawe kint te dragfaen plecfat. 

Gosen. 

Hets waer, dat fi u fecbt: 
110 hier ane en heeft (i niet gheloghen. 

Rnbben. 

Heeft mi die duvel dan bedroghen 

ende ict fo wel weet bi miere coe! 

noch Tal icker meer fegghen toe: 

doen ic uwer dochter nam 
115 ende ierft werven bi haer flapen quam 

ende icfe te werke fonde ftellen, 

vrouwe, dit moet ic u Yertellen: 

n wift alfo wel als ic dede^ 

fi ghincter toe ftellen al haer lede 
120 als hatfer feven jaer met omme ghegaen. 

daer nam ic al te quaden exempel aen; 

al fweech ic^ ic was harde gram. 



f 59 ^- BUBBEN. 

Gosen. 

So dede haer moeder doen icfe nam 
ende wi te gader (lapen ghinghen: 
125 n wift alfo wel van allen dinghen 
als haddicfe feven maent ghehat. 

tWijf. 

Waer bi qaam dat? 

dat haddic van hören fegghen gheleert; 

want wie datier hem toe keert 

130 ende al onthout dat hi hoort Tpreken, 

hem en mach nemmermeer conft ghebreken: 
alfo waft miere dochter ghefehiet. 
hoort liefkint ende verflaet u niet! 
wildi die waerheit wel verftaen? 

135 die tijt ea u bi nachte ontgaen, 
die fo en hebdi niet ghetelt 
als ghi in vrouden hebt ghefpelt 
met miere dochter awen jonghen wive, 
als ghi laecht bi hären fconen live 

140 vriendelijc ghedect waerroe, 
elkerlijc in anders aerme: 
dien tijt hebdi vergheten. 
maer die daghe hebdi ghemeten, 
als ghi die Tonne verbaren faecht. 

145 en es ^heen vrouwe die kint draecht, 
en waft alfo wel bi nachte als bi daghe: 
dits emmer waer, dits ghene faghe! 
hiermede hebdi den tijt verloren, 
wildi die waerheit fweren boren, 

160 fo der ic wel fweren op een cruus: 
doen mijn dochter quam in uw huus, 
dat n niet te meer van man en wift 
noch daer op en hadde gheghift, 
dan ic en dede doen ic baren vader nam. 



IX. ROBBEN. 153 

Gosea. 

155 Bi gode! nochtan was ic harde gram. 

om dat ghi u fo wel te werke ghinct ftellen, 

peinfdic: defe heeft onder goede ghefellen 

iewerinc enen bort ontfaen. 

maer ghi gaeft mi te yerftaen 
160 dat ghijt al van hören fegghen wift. 

Rubben. . 

Ewaerheit, here! vrcuwenlift, 
hebbic boren fegghen, es quact te gronden. 
maer baddic uwer' dochter vonden 
maecht dier gheiijc icfe meefterfe vant: 
165 wat duvel! bet gbinc haer fo wel in bant 
dat mi niet verwonderen en confte. 

tWijf. 

Dat quam daer bi dat fijt u wel onfte 

ende groot yrienfcap tnweert droech. 

haer herte altoos in vrouden loecb: 
170 wanneer dat icfe fach 

tierft dat fi te feggbene plach: 

baddic Rubben mijn iief gheden, 

fo en mocht mi Tan defen daghe gheen quaet 
ghefchien : 

dat was altoos baren fanc. 
175 bet was grote yrienfcap diefe dwanc, 

daer omme en confte fi haer niet ghe?einfen. 

gbine dürft nemmermeer peinfen, 

mijn dochter en was maecht te voren 

Yijf jaer na dat fi was gheboren: 
180 dat der ic wel ten heileghen fweren. 

Rubben. 

Bi gode i fo fout mi ewelijc deren, 



Ift4 IX. ROBBEN. 

haddic haer onvrede ghedaen. 
maer dat mi die tijt das es onlgaen, 
data een dinc dies ic mi niet en bevroede, 
185 want mi es emmer alfo te moede 
data maer drie maent es leden. 

tWijf. 

Hoort, liefkint, fijt des te yreden! 

den tijt willic o te rechte ftellen 

ende op defe drie yingher teilen: 
190 die ierfte drie maent fettic hier 

ende d ander drie maent fat 11 bi den vier, 

ende die derde drie maent dat fijn die nacht: 

hier met es die tijt volbracht^ 

dits neghen maent te gader. 
195 ic fwere u bi allen heUeghen: kints es Tader! 

ende peinft anders nemmermere. 

Gosen. 

Si fecht waer, bi onfen here! 
daer en can (i niet ane ghelieghen. 

Rnbben. 

Laet ic mi dan den duvel bedrieghen! 

200 en hebbic die nachte niet ghetelt, 

fo hebbic mijn herte om niet ghequelt» 
fo fijn die fcouden al gader mijn; 
fo foudic ewelijc rouwich fijn^ 
haddic minen wive yerweten, 

205 nu willic gaen ende ghereiden haer teten 
ende doen haer weerdicheit ende ere 
ende dankens gode onfen lieven here 
dat n mi fo fconen kint heeft bracht. 



IX. ROBBEN. 



156 



tWijf. 

So doet ende haeft a al uw macht 
210 ende doet ons enen pot met vle/sfcbe te viere, 
want ic Tal daerwert comen fchiere 
ende bellen hoet met haer fteet. 

Rabben. 

Dat fa] ic gherne doen, god weet! 
ende faelt alfo lecker maken 
215 dat u fo wel fal danken fmaken, 

ghi felter al uw vingber na lecken. — 

tWijf. 

Aldos foude men roden gbecken, 
als men hadde alfulken man, 
ende hanghen hem ene blau büke an 
220 ende fteken hem thooft in enen fac. 

Gosen. 

Ghi ende uw dochter fijt beide lac: 
ghi foudes Rubben vele ontmeten! 
ic hebbe ooc wel feie dinc gheweten, 
dat ghi mi al te male ontgaeft. 

tWijf. 

225 lo waen, ghi noit niet an mi en faecht 
ghine mochtet wel vertrecken met eren. 

Gosen. 

Ghi wet fo Tele lofer keren: 
al fie ic een dinc, ghi gbeeft mi anders te verftaen, 
als ghi Rubben hebt ghedaen 
230 ende hebt hem neghen voor drie ghetelt 
ende hebbet hem alfo wel ghefpelt 
dat hl daer jeghen niet en can ghefegghen. 



150 IX. RUBREN. 

maer ghi condet fo wel omlegghen 
ende maect den felken mans die monwe. 

235 het gheeft die felke een wijf fijn trouwe 
ende wenfe hebben Yoor maecht, 
bi gode! tes door baer bofchkijn gbejaecht. 
fo waerdi ooc doen ic u nam^ 
ende doen ons docbter aen Rubben quam, 

240 n wift ooc wel Tan melc meten.' 

tWijf. 

Sidi op uwen clapftoel ghefeten? 

dies moet die duvel hebben deei ! 

IC foude a voliic Yoor uw mufeel 

fmiten, die fanden fouden u uaifpringben. 

Gosen. 

246 So feldi tierft voren fingben. 



LANTSLOOT. 



151 



Als icK im Torigen Jahre im faulten Theile der Hone belg. 
1 — 2i%. das Sehanspiel yon Lantsloot nnd der sehönen Sandrine 
nach einem alten Goudaer Drucke» der bis jetzt noch als Uni- 
com gilt, herausgab, glaubte ich, dass sich dies Stuck schwer- 
lich noch irgendwo handschriftlich TOrfinden wurde, ahndete aber 
kaum , dass es in derselben Hulthemschen Hs. , die den Esmoreit 
enthält, verborgen sein könnte. Ich kam einige Monate später 
nach Gent und erfuhr nun sogleich durch Willems, mein Lants- 
loot sei auch unter den Schauspielen jener Hs. So sehr es mich 
nun betrüben musste, dass mir bei meiner Herausgabe ein zwei- 
ter, noch dazu älterer, handschriftlicher Text gefehlt hatte, so 
freute es mich dagegen wieder, dass ich meine Ansicht (Hör. 
helg. V, 33.), jene historie van den edelen Lantsloot sei ein 
Schauspiel, bestätigt fand, und ich tröstete mich hinterdrein, 
da es ja am Ende auch interessant ist, die Art und Weise ken- 
nen zu lernen, wie man zu Ende des 15. Jahrb. alte Dichtungen 
zustutzte, oder wie es hier der Fall war, aus einem Schauspiele 
eine dialogische Erzählung machen wollte. Es schien mir nicht 
lohnend genug, jetzt auch noch den handschriftlichen Text yoU- 
ständig mitzutheilen , ich beschränke mich daher nur auf Yer- 
gleichung und will das Mehr oder Weniger beider angeben und 
die bedeutenderen Varianten, welche bei einer neuen Herstellung 
des Textes Berücksichtigung verdienen oder sonst Ton Werth 
scheinen. Nachträglich bemerke ich nur noch, dass Nr. 549. 
und 565. in Mone*s Uebersicht diese beiden yerschiedenen Texte 
sind, also zusammengehören. 



1 58 LANTSLOOT. 



fifm ofitC fuH van Xanfrijutt nm IBmmttk^) 
i^ae i^i wttt minntvAt^ tm taiufnm^ int nä 
fittt mütbn Ümbe^ ttibt me füttemü 

na vtXQ^tv&it^ 



■ c bidde gode van den trone 
ende Maria die maghet fcone 
dat fi ons allen wille bewaren 
ende in doochden alfo ghefparen 
dat wi hemelrike ghewinnen: 
dies biddic der maecht Marien der coninghinneO} 
die een vrouwe ea boven al. 
nu hoort wat men o fpeien Tal. 
hets van enen ridder principael 
die minde ene joncfrou nojael, 
hovefc van berten ende reine^ 
maer fi was hem te deine 
van goede ende ooc van gheboort: 
dies was fijn moeder op bem gheftoort 
dat bi fine minne fo neder droech. 
njn berte altoos in yrouden loech 
als bi anefacb baer edel lijf. 
maer fijn moeder dat feile wijf 



LAÜTSLOOT. IftO 

hals altoos toren ende nijt 
ende yerweet hem te menegher tijt 
dat hi hem fo neder daelde, 
maer hi altoos hem vertaelde 
met hoYefche woorden als hi wel confte. 
maer altoos droech hi yriendelijc onfte 
der fconer joncfrouwen heet Sandrijn, 
fien mochte niet nojaler fijn, 
maer fl was hem te neder gheboren: 
dies hadde (Ijn moeder fo groten toren 
dat fijt namaels brachte te werke, 
nu biddic u dat ghi uwen merlie 
daer an wilt legghen ende verfinnen. 
ic wane dat ghi noit gheen (fpel) van minnen 
en hebt ghehoort dies ghelike. 
nu biddic u allen arme ende rike, 
dat ghi wilt fwighen over al 
ende merct hoet beghinnen fal. 
13 — 17. daer omme fo moet verborghen fijn« 
nn willic hier wachten die vroawe mijn 
onder defen neghelentiere. 

25. ende moet o ende mi in doochden fparen 

26. ende van allen qaaden bewaren 
28. alfo dat niet en werde ghefonghen 
40. al eeft dat ic u gherne mach den 
43. edel ridder, te flne uw wijf 

45 — 50. al eeft dat ic u met herten minne, 
ende ooc en willic gheens mans vriendinne 
fljn die leeft onder des hemels trone; 
al waer hi een coninc ende fpien crone, 
fo en dadic mi niet te deine. 
O fcone maghet van herten reine, 

60. Neen, edel here, noch ben ic maecht 

73. draghen fonder dorpernie. (: Marie) 

81. laten dan in dit yerdriet^ 



160 LANTSLOOT. 

82. en Tai uws oiijns ontfermen niet 

91. bi lichte gheloven es die meneghe bedroghen, 

94. dat vroawen oneerlicheit ghefchien, 

108 — 110. al baddic u in Tremden lande, 
Sanderijn uatvercoren, 
ic foade u tbroot bidden te voren, 
eer ic q hongher hebben liet. 
bi ridderfcape ! ic en meadade u niet 
Sanderijn jeghen uwen danc. — 
Her Lanfeloot, m fljn hier te lanc 

130. nojael für reael 

140 — 146. Van Deenmerken Lanfeloot, 
ic hebbe n harde wel boren vrien. 
Lanfeloot, bi der maghet Marien! 
dat en can mi verwonderen niet, 
dat ghi u felven niet bat en bedet, 
dat ghi uw minne fo neder draecht. 
ghi fiaet fo weeldelijc ende ciaecht 
om ene die lattel om u gheeft: 
tfi der fcanden dat ghi leeft, 
dat ghi fout minnen fo nederen wijf. 

148. alfo preus (: gratieas) 

151. mijn herte dat bert mi als een gloet (Hs. al 
een geloet) 

155 — 162. Lanfeloot, ic wille ghi u bat befiet 
uw fcone lijf, ow hoghe gheboort 
ende werct na minen rade voort 
ende wilt minnen uws ghelije. 

181. gherechte minne en let gheen merc 

182. aen rijcheit noch aen grootheit yan maghen 

183. noch nie en dede te ghenen daghen, 

184. maer het comt al bi gheluc, 

185. gheeft die edel minne haer ftuc, 

186. fl anefiet ghene hoghe gheboort. 

187 — 195. O Lanreloot, ende hoe verfmoort 



LANTSLOOT. lOl 

> 

fo es uw herte ane Sandrijn! 

wildi doen den wiile mijn, 

ic falfe u doen hebben tuwen willen 

al defen nacht heimelijc al ftiile. 
210. als (Hs. al) haddic feven baken gheten. 
230. dal ghi mi dit gheloven feit 

ende volbringhen als goet man, 

dafür fehlt in der Hs. 233« 
241. den overfte iroocht 
245. fo wert haer herte van mi ontvreemt, 

247 — 253. Sine moeder. 

Daer omme fo eeft mi al ghedaen 

dat ic u beiden Tal doen fcheden. 

en fiedi niet hoe hi hem fonde beleden? 

ende es die hoochfte van den lande 

ende doet hem felveu die grote fcande 

dat hi mint fo nederen wijf. 

hi footfe trouwen die keitijf, 

dat horic wel, woodics hem gheftaden; 

maer ic falt al anders begaden, 

dat dat nemmermeer en fal fijn. 

waer fidi, fcone maghet Sanderijn? 

ic moet u fpreken, comt te mi! 

254. Hoghe gheboren yrouwe, dat (1. 

255. nu fecht mi, wats uw begheert? 

259 — 267. es met fiecheden fere bevaen. 
hi wert ghifter avont alfo beftaen 
dat hi noit fint woort en fprac: 
ic en weet niet wat hem gbebrac 
ochte wat hem deren mach, 
maer heden merghen doent was dach, 
gaf hi enen fwaren fucht; 
Sanderijn, ic hebbe fijns levens ducht: 
dies doocht mijn herte grote pijn. 
nu biddic u, (cone maghet Sanderijn, 

Hör. belg. VI. 11 



t^Wt LANTSLOOT, 

dat ghi wiit gaen te Lanfeloot, 
want hi leghet in groter noot: 
dies doocht mijn herte fwaer verdriet. 
270. ic Wille Triendelike met u gaen^ 

272 -— * 295« Sine moeder. 

Die hem in tijts wel bellet 

die mach in eren ftaende bliven. 

aldus foude men een dincsken bedri?en 

om een wijf te bringhene in den ftric. 

wie foude dit bat gbedaen hebben dan ic? 

want als die wille es gbedaen, 

fo es die minne al vergaen: 

dit es menichwerf ghefcbiet. 

Nu lieeft si gheweest met hem in die camere. 

297. 298. fehlen. 

314. ic meine dat hi mi nemmermeer 

315. van mi en weet goet noch quaet, 

316. ic falt al laten ende gaen miere ftraet 
334. dies biddic n fonteine , der doochden vloet 
336. ic He ghinder ene fcone fonteine, 

35 4r nu willic fteken minen boren 

356. davor die Ueberschrift 2 Nu steect hi den höre: 

357. een wilt (: gheftelt) ; es fehlt opt velt, 

366. noch willic fteken minen boren 

367. ende befien boe fi haer ftellen fal. 

Noch steect hi den hören. 

393. wat fijn die faken die u let? 
404. ende fta hier in groten yaer. 
415 — 420. want ghi ghenoecht mi al te wale; 

uw fcone lijf, uw hovefche tale 

dat ghenoecht mi al gader wel. 

wi feien te gader roaken fpel. 

nu comt met mi in mijn cafteel, 

ghi en faecht noit fo fcone juweel, 

dat fal wefen u ende mijn. 



LANTSLOOT. 103 

440 — 445. dat ghi van wapene gheboren fljt. 
noch danc ic gode der falegher tijt 
dat ic heden merghen niet Tafte en fliep, 
het was een inghel die mi riep, 

449 — 452. Heer ridder, faelt alfo moeten fijn, 
fo willic mi gherne tuwaert keren 
ende danken gode ende u der eren 
dat ghi u felven fo neder daelt. 
ghi hebt mi fo yriiendelijc ane ghetaelt 
met hovefchen woorden ende met fconen: 
ic bidde gode dat hijt u moet Ionen 
dat ghi fo hovefc van herten fijt 
dat ghi mi nu te defer tijt 
fo yriendelijc hebt ghefproken an. 

467. quame nu een 

474. ebenfalls fecht (: fprect) 

475. ende die rechte waerheit fprect, 

476. edel ridder, in hovefcher tale. 
481. noch te copene daer omme laten 
486 — 501. op dat god ghedoghen wille. 

na (doet fehU) ewelijc hier af een gheftille 
ende comt met mi, wel fcone wijf. 

Lantsloot. 

3ky mi ! nu es al mijn vroude een blijf, 
603 — 506. dat ic fe niewer vinden can 

die overfcone Sanderijn. 
522. ende keiferinne van mine vijf (Innen 

530. daer ghi aldus omme ftaet ende dacht 

531. Och mi en was nie fo leide verdacht 
542. iewerinc für erghent 

545. Reinout^ nu fijt mi ghetrouwe 

546. ende vaerfe foekcn ooft ende fuut, 

547. ende fecht hare, ic falfe maken bruut 
552. 553. Ay! haer herte es al yoI eren 

ende van baren live fo reine: 

11* 



}^4t LANTSLOOT. 

ic weet wel fi cn dade haer niet te deine 
om al dat goet Tan eertrike; 
dat weet ic wel waerlike. 
fi es fo edel van ghedachte, 

660. Uebersckrtft : Des ridders warandchocdere. 

565. ende defe fonteine in defe bofcaiie 

666. ende dicke ghegaen op defe rivalie 

693. beleit für ghereit 

608. ghewinnen für vinden 

610. deus god 

622. wil u god gheven ende ghefont 

623. moeti biiven in alre tijt. 

627. hebdi bier in langhen tiden 

628. ene joncfrou fien liden 

629. die fcone was ende wel ghedaen? 

Warande hoedere. 

Vrient, ghi feit mi verftaen: 

657. fi fijnder al gader bi verhoocht 

669. Nu moet — 

674. enen drincpenninc an mijn hant, 

676. ic Talfe u doen fpreken, coen wigant, 

701. want tachters dat hi mi beval 

724. want ic ben eerlic ende wale ghehout 

764. ende gheradich ende vroet, 

766. ooc es hi te wapene goet 

766. ende Tan groten doene bekint 

771. een litteken proper ende nojael. 

773. dat wi ftonden ic ende hi 

776« ende dat daer quam van hogher aert 

776. een edel valke van hogher weerde 

777. ende bete neder op ene gheerde 
783. fine vlerken ghinc bi Tan hem flaen 

799. nu ben ic beraeft utermaten, 

800. hoe ic mine bootfcap fegghen fal. 
802. dat fi noch leeft ende es ghehout^ 



LANTSLOOT. 165 

803. ic weet wel dat ons allen rout; 

804. hi Tal willen hebben dat fcone wijf 
806. ende al den ghenen* die hem beftaen 
808. fal hi daer omme avonturen 

818. van Deenmerken her ridder ftout 

826. Rawaft für Rynart 

830. doen fi yan u hoorde fpreken, 

haer edel herte dat moefte haer breken, 

doen n van u hoorde ghewaghen. 

839. Lanfeloot, hoghe gheboren man 

841. nojael für reael 

843. n feide mi dat ghi onder u tween 

844. ftont in enen fconen groenen bogaert, 

845. ende dat daer quam van hogher aert 

846. een edel valke van groter weerde 

847. ende bete neder op ene gheerde, 
853. fine vlerke für fijn vederkijn 

871. Ueberschrift : Lanscloot bedacht hier Sande- 
rijn ende blijft hier doot. 

880. die ic op der eerden mach befcouwen, 
fpieghel boven alle vrouwen 
die ic op eerde nie ghefäch. 

890. want mijn herte es ai doorbeten; 

891. ic woude wel dat mi wäre ghefpleten. 
894, ic blive ewelic vroudeloos. 

898. dat mi fcoren fal van rouwen. 
900. blideiike für ootmoedelijc 
904. Uebersckrift .* Reinout. 

Ghi heren, vrouwen, wijf ende man 
907. — te Wille ghewint, 
911 — 925. eshi hieven in die fcade 

dat hem cofte fijn edel lijf, 

nochtan dat hi dat fcone wijf 

minde boven alle die leven. 

bi valfchen rade die hem wert ghegheven 



106 LAirrsLOOT. 

dat hi fprac mifTelike woort, 

wert gherechte minne gheftoort, 

alfo dat fi hem ontgbinc. 

daer omme radic boven alle dinc: 

hoverchelike te fpreken elken man 

waer hi mach ende waer hi can, 

ende fonderlinghe yan allen yrouwen 

fprect hoverchelike ende mint met trouwen: 

fo moochdi trooft yan yrouwen yercrighen. 

nu biddic u allen dat ghi wilt fwigben. 

ons yoorfpei dat es ghedaen, 

men Tal u ene fotheit fpelen gaen. 

Hierauf folgt dannt V. DE HEXE, Seite 100. 



ANMERKUNGEN. 



ANMERKONGER ZOH BEGHINSEL. 169 



ZUM BEGHINSEL VAN ALLEN SPELEN. 



MßtT Dichter z&hlt in der Einleitung sn seinen abelen speien 
ende sotternien mancherlei Spiele , Unterhaitangen und Lnst- 
barheiten auf, "wodurch die Welt ihr Herz erfreuen will (9). Er 
scheint dadurch nur seine eigene Freude am Schauspieldichten, 
wie die Freude anderer am Schauspiel auffuhren und sehen, 
rechtfertigen zu wollen, und wir müssen ihm danken, dass er 
uns auf diese Weise in das spiel- und Tcrgnügungslustige Leben 
der Niederländer zur Zeit des 14. und 15. Jahrh. einfuhrt, und 
zu einer so höchst merkwürdigen und sonst unerklArlichen Er- 
scheinung, wie diese Schauspiele selbst sind, die Erklärung 
giebt. Nur in einem Volke, was sich wohl und sicher fühlte, 
seiner alten Freiheiten und Rechte sich bewusst war, seine Kräfte 
erprobt hatte, durch seinen gesegneten Boden, durch seinen 
Kunst- und Gewerbfleiss, durch seinen ausgebreiteten Handel 
und Verkehr vor druckender Armuth und Trübseligkeit bewahrt 
blieb, nur in Flandern und Brabant in jener alten Zeit konnte 
ein so gewaltiger Hang und Drang nach Vergnügung in allen 
Ständen der Gesellschaft entstehen und auf die mannigfaltigste 
Weise befriedigt werden. Die alten bekannten öffentlichen Lust- 
barkeiten, so wie die yielerlei Spiele zu einsamer und geselliger 
Unterhaltung wurden meist beibehalten, und neue mit Theil- 
nahme aufgenommen und oft mit Leidenschaft getrieben. Dem 
heitern leichten Sinne genügten nicht recht mehr die geistlichen 



1 10 ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 

Schauspiele (Mysterien) , er sachte sich in dieser Besiehung noch 
besser zu belustigen, und so enstandeu diese abele speien 
ende sotternien. Ebendeshalb will ich zum Beweise » dass 
damals diese fröhliche Volksstimmiing, die sich auf die mannig- 
faltigste Weise zu befriedigen trachtete , wirklich Torhanden war, 
die Tielerlei Spiele, Unterhaltungen und Lustbarkeiten vollstän- 
diger als sie der Dichter giebt, aufzählen und wo es mir nöthig 
scheint und möglich ist, besprechen. Leider muss ich bedauern, 
dass ich aus Mangel an Hülfsmitteln mich oft nur an das halten 
musste, was Kiliaen in seinem Etymologie um gesammelt hat. 

filplele unil üustliarkelteii* 

Schach: scaec (40), scaecspel, das ganze Mittelalter 
hindurch auch in den Niederlanden ein sehr beliebtes Unterhal- 
tungsspiel, yergl. Hör. belg. III, 120. 

Brettspiel: wotptaTcl, gewöhnlieh wortsTel, tavel- 
spei (40. Kiliaen kennt dfts Wort nicht mehr in dieser Bedeu- 
tung) , verkeerberden , mhd. wvrfzabel, sabelspU (rgh 
Schmeller baier. Wb. IV, 215. Beneeke Wb. zun Wigalois 716.); 
es wurde mit Würfeln und Steinen (schijven, s. Tan Hasselt^i 
bijdr. Toor d'oude Geld, maalt. 196.) gespielt, und ist das noch 
jetzt mit dem französischen Namen Trictrac { holL tiktak) be- 
kanntere Spiel. Die Tafel, worauf gespielt wurde, hiess Tcr- 
keerbert, spelbert. quecspel (Genter Keure ron 1371.), 
quecbert war wol nur eine andere Benennung dieses Spiels; 
▼. Wijn, Arondst. II, 104. nimmt es dafür und schreibt qnaak- 
b Orden; ich finde keins dieser Wörter weder bei Kiliaen noeb 
in sonst einem hoU. Wb. In Benennung der Wikrfel wie der 
Brettsteine herrschte von alten Zeiten her Tiele Verwirrung: ta- 
bnlae, tabellae, tesserae, taxilli, tali, deeii, aleae, wozu die 
mancherlei Arten des Brettspiels und seine Verwandtschaft mit 
dem Schachspiele leicht fahren mnssten. Die Brettspieitiseke, 
quekebarde, qnaecborde, quakelborde, waren im 14. 
Jahrb. öffentlieh und wie es scheint den dobbelscolen einver- 
leibt, neben denen sie auch immer in Urkunden genannt werden. 



ANMERKUNCEN ZUM BEGHERSEL. 191 

Dieser Art Spiele wurdem bier zm Lasde sebon im 13. Jakrh. 
stark getrieben. Die Statut« synoilalia Jokannis episeepi Leo- 
diensis i^l. kestimmen (Mansi Concil. XXIY, M7.) t Cleiiei ad 
aleas Tel taxillas hob ludant, nee participes sint ladentikns. 

Wol erst einer sp&teren Zeit sekeint das sogenannte Müklen- 
spiel: marelspel, jen de marelle, de merelle, anzngckoren; 
es kiess anck negkensteken, wenn nftmliek jeder der beiden 
Spieler 9 Steine katte. 

Würfelspiel: dobbelspel, teerlinespel,. anek wol 
kantspei; dobbelen, tniscken» scolderen (s. darüber 
Sekmeller, baier. Wb. III, 354. 355.). Anck diese Spiele waren 
offentlxck; die dafnr eingerickteten Häuser kiessen dobbelseo- 
len (sckolae tesseratomm) und wurden Ton den Fürsten oder 
den städtiseken Bekdrden an Einzelne rerfieken, wofür diese 
denn anck wol Abgaben entrickten mussten, wie in Amkeim. 
Solckc dobbelseolen bestanden im 14. Jakrk. wol siemlzck in 
allen Städten. In Flandern wurden sie nebst den Brettspiel- 
txseken unter Lodewijc Tan Male an einige seiner Diener Ter- 
lieken. P. A. Lenz tkeilt darüber folgende Auszüge mit aus den 
Recknungen der Reckenkammer zu Lille (NouTelles ArckiTCS 
kistoriques, pkilos. et litter. T. I. Gand 1837. p. 104.): 
,,'Gkifle gkegkcTen Hanneldne bamie kneekt Tander bouteillerie 
Tander dobbelscole ende quekebard alomme bin onsen 
lande Tan Waes ende Tanden appendaneen Tan onsen lande 
Tors. om die te koudene ofte doen koudene bi anderen inden 
name Tscn bem ende alle baten ende profiten dier af eomen 
snllen te kebbene te keffene ende tontfane als langke als ki 
IcTcn sal etc. '* Gent 3. Not. 1306. 
„Item gkelike letteren Hannekine kalskuuse kneekt Tan M. Tron- 
wen camere Tanden Rollewegke dobbelscole ende queke- 
barde bin den paerke Tan Male te sinen Ütc. ^ Gent 
3. Not. 1366. 
„Item gkelike lettren Jacques den Harpenacre Tan den rolle- 
banen, dobbelscole ende quekebarde Tan Mack- 
line. «' 



199 ANMERKUNGEN ZUM BECamSEIi. 

„Item ghelike 1 staeskin den porticre mint here coc yanden 
dobbelscole ende qnekebarde van Eclo Caprike ende 
Lembekc. '* Reg. von 1363—68. 

„Min here beft gbegkeyen Jan Tan Garsebronk sinen barpenare 
de qnekebarde ende dobbelscolen Tan Nineve 1367.** 

In Holland kommen sie nm dieselbe Zeit ebenfalls bftnfig ge- 
nug vor. Im J. 1356 verziebtet Diederie Tan Wassenaer, Burg- 
graf zn Leiden, aueb anf die dobbelscole, wozn er wie zu 
anderen Dingen ein Recbt zn baben glaubte, und überliess sie 
der Stadt Leiden, s. Mieris, Gbarterboek III, 9. Im Jabre 
1358 verleibt Herz. Albrecbt an Aemt van den Damme die dob- 
belscole ende bet quaeebort met sinen toebeboren 
auf Lebenszeit, s. das. HI, 55, und im «T. 1359 an seinen 
Marseball Andries die dobbelscole tot Rotterdam met 
snlken profite ende nutscap alse daer toe staet. 
Im J. 1366 kauft die Stadt Delft von demselben Herzoge for 
1250 Mattoenen das Recbt, eine dobbelscole und ein quakel- 
bort zu balten, s. das. HI, 183. Im J. 1374 gelobt Herz. AI- 
brecht der Stadt Haarlem, dass weder er noch seine Nachkom- 
men gheen dobbelscole noch makelaerdie gheven en 
sullen te hantieren, doch solle auch die Stadt solches nicht 
thun, <maer si moghen ghehenghen, dat goede lüde in verschei- 
den herberghen sedelike dobbelen, of alse die scutte baren tijt 
hebben te tappen, so moghen goede lüde daer sedelic dobbelen, 
alse cnstumelic plach te wesen.* Der Amheimschen dobbel- 
scole wird zuerst beim Jahre 1364 gedacht, s. van Hasselt*s 
Ambemsche ondheden IV, 60. — Im 13. Jahrh. war man in 
dieser Beziehung streng : in vielen flandrischen Keuren wird 
das dobbelen verboten; so heisst es z. B. in der Keure van 
Poperinghen 1^8 (Warnkönig II, ^. Urk. Seite Hl.) §. 14: 
Indus talorum X. solides; domus in qua luditur lU. libras, 
vnederholt in der Keure von 1!^33 (das. 116.), und in der Keure 
van Veurne 1240 (das. 77.) §. 45 : Protracti de ludo talorum 
XX. solidos emendabunt comiti; sed licet cum tabulis et scaccis 
ludere. Protracti ex Houtchen (wahrsch. eine Art Trictracs 



ANMERKUNCaEN ZUM BEOHINSEL. IV 8 

■ 

mit Würfeln nsd hdlsemen Tifelchen) emendabmit comiti tres 
libras. — In Brüssel beseliränlKte man sich spftter darauf, nnr 
das dobbelen nnd die dobbelscolen cnr Naehizeit bei 
5 Pfand Strafe cn rerbieten, s. Ord. Tan Brüssel 134:2. in Wil- 
lems, fielg. Museum I, 1250. 

Gänsespiel: ter gans werpen, noch jetzt unter dem 
Namen bet ganzenspel bekannt, franz. le jeu de Toie. Es 
war scbon früh einbeimiscb geworden und in ein gewöhnlicbes 
Wagespiel ausgeartet, weshalb es denn auch die Brüsseler Ord. 
V. J. 134;^ yerbietet (Willems, Belg. Museum 1, %5i.) : Item. 
Wie men Tonde worpende ter gans, binnen der Trijheit, waers 
om %0 sehellinghe. 

Würfel- und Kartenspiele aller Art hatten zu Ende des 14. 
Jahrb. in den Niederlanden sehr überhand genommen, und droh- 
ten für das sittliche und gewerbthätige Leben der Bürger sehr 
▼erderblich zu werden. Ebendarum fohlte sich die Stadt Leiden 
im J. 1397 yeranlasst, ein strenges Verbot aller dieser Spiele zu 
erlassen. Dies merkwürdige Actenstück ist gedruckt in den Bei- 
lagen zu Leidens Beleg en Verovering in 14)20 von Job. Meerman 
in den Verhandelingen van de maatsch. der nederl. Letterk. te 
Leiden 1. deel (1806) bl. i63->165, und verdient hier im Aus- 
züge mitgetheilt zu werden i 

*Want alle onredelike boeverien ghehantiert worden, die ver- 
boden hebben gheweest, so en wilt gherecht niet dat men 
die langher hantiert. Daer om hebben die rechter met achte 
Bchepenen eendrachtelic ghecunrt een yerclaringhe , dat gheen 
man of wijf, die binnen Leiden poorter of poortesse sijn, 
binnen der vrijheden van Leiden noch binnen eenre halver 
mile na Leiden, en sullen dobbelen, quaerten, seilen 
noch gheen spei dat men met taerninghen of met quaert- 
spelen speelt, pijsen, keilen, effen ende oneffen, 
cruus ende munt te werpen, coten om ghelt, noch 
gheenrehande boeveriespelen hoe die ghenoemt sijn. Ende 
waer iement die dese verboden speien dede die sei die rich- 
ter anspreken met tween tughen dat schepene kennen dat 



If 4t ANMEBKONGEN ZUM BECaUNSEL. 

ifvittaelitegli« taghen siJB.* Wer eines dieser Spiele spielte, 
sollte 32 Sehillinge Stmfe beiakle« und 14 Tage lang ans der 
Stadt Terbannt sein; bliebe er jedocb in der Stadt unterdes- 
sen oder käme er binein , so sollte er Inr jeden Tag, an wel- 
cbem er in Leiden wäre oder bäme, 10 Pfd. Busse erlegen. 
Erlaubt sollte nur sein, *wanneer onse beer ran Hollant, 
onse yrouwe Tan Hollant of enicb van sinen binderen binnen 
Leiden sijn, dann bonnte jeder dobbelen sonder rer- 
buurnisse. Item alle scbijfspel, dat men met scbijyen 
speelt, als wortavelen, langben in tween borden, 
pisten, faelgben, eerst ancloten ende wicken, 
maeb een iegbelic speien boe bi wil sonder yerbuumisse.* 

Knöcbleinspiel , mbd. bickelspil, biess, wenn es mit Knöeb- 
lein Ton Rindyieb gespielt wurde: coten (38), met coten 
speien, mit Knöcblein von Scbafen : bilten, bielten, bi- 
ckelen, pickelen. Den glucklieben Wurf nannte man cote 
die stooft oder cuiscote, den unglücklieben cote die 
scbijt. Plantin's Tbesaurus : Hilte daer de jonge meyskens 
mede speien. Gertain ieu de c[uoy iouent les ieunes filles auec 
des osselets et une petite bouUe, Talus. 

Kartenspiel. Unter den vielerlei Spielen ist dies nicbt ange- 
fubrt. Es scbeint, dass es zu den Zeiten des Dicbters nocb ein 
seltenes oder unbekanntes Spiel war. Erst ganz zu Ende des 
14. Jabrb. (von 1390 an) lässt es sieb aus alten Recbnungsbn- 
cbem nacbweisen ; von dieser Zeit an war es an den Fürsten- 
bofen und in der böberen GesellscbafI: eine bäufige Unterbaltung $ 
es beisst dann immer quaertspel, wenn nämlieb 4 filätter der- 
selben Farbe unmittelbar auf einander folgten'^), und wurde des 
Abends und zwar auf einer Tucbdecke (op een cleet) gespielt, 
s. van Wijn, Avondst. II, 104—107. Eine besondere Art des 
Kartenspiels war wol das ebenfalls in diesen Recbnungsbüebern 
▼orkommende Terseilen, was zwei mit einander spielten ; yan 



*) Daher in den Stat. Bergom. (Hullmann, St&dtewesen des MA. III, 258.) 
faidere ad Tertiam, ad Quartam. 



ANMERKÜHGEir ZUM BECIHI3V8EL. IVfi 

Wijn meint, et kSnme das zu geiner Zeit nock in Holland «kli- 
cke sckeepje seilen gewesen sein. Zu Ende des 15. Jakrk., 
kesonders aker im 16. kam das Kartenspiel all^mein in Sckwaag : 
eaertspely troefspel war die gewöknlicke Benennung; 
fluxspel und fluisen kiessen in Flandern kesondere Arten 
dieses Spiels; Tgl. jouer au flnx und die Anm. zu Rakelais, ed. 
Tarierum T. I. 18)^3. p. 393. — Wakrsckeinlick werden sick aker 
mit der Zeit nock ältere Zeugnisse für das Kartenspielen in den 
Niederlanden auffinden. Es ist kaum glauklick, dass es dort so 
spät kekannt und keimisck wurde. Im kenackkarten Deutsekland 
kannte man es sckon zu Anfange des 14. Jakrk. Auf der Wfirz- 
kurger Synode im J. 13/^9 (Wurdtwein, Nova suksidia diplom. 
T. II. p. %7%,) wurde es kereits den Möncken und Nonnen wer- 
koten : Ludos alearum, cartarum, sckacorum, taxillomm, 
anulorum et glokorum monackis et monialikus prokikemus di- 
stricte. Daker ist es denn anek ganz glaukwürdig, dass es sckon 
29 Jakre vorker nack Deutsekland gekommen sein soll, wie ein 
Predigermdnck Namens Ingold ausdrücklick kericktet; in seinem 
Bücke: dz guldin spil, das er im J. 1450 sckriek (Augsk. gedr. 
kei Zeiner fol. , sieke den Titel in Panzer*s Annalen der altern 
deutscken Litt. I. Bd. S. 65. und Auszuge in Leonk. Meister*8 
ßeytr&gen 1. Tk. S. 160-167.), keisst es: ;,Nun ist das spil 
▼ol yntrew vn als ick gelesen kan, so ist es kommen in teutsck- 
land der ersten in dem iar da man zalt Ton crist gekürt tausend 
dreikundert iar. ** Dagegen keweist nock gar nickts , wenn ein 
anderer Predigermdnck, Br. Jokannes, der im J. 1377 ein äkn- 
lickes Bück sckriek, die Einfukrung dieses Spiels in seine Zeit 
setzt : kinc est quod quidam Indus qui Indus cartarum appella- 
tur koc anno ad nos pervenit scilicet anno domini 1377 (Indus 
cartularum moralisatus, kandsckr. vom J. 147/^ zu Wien in €od. 
tkeol. )^09, s. darüker Denis, Codices mss. tkeol. Vol. I. P. II. 
col. l!234--37.). Das ad nos pervenit kann dock nur auf den 
kleinen Kreis seiner Heimatk kezogen werden. IJm dieselke Zeit 
muss das Kartenspiel in vielen Gegenden sekr verkreitet gewe- 
sen sein, da es in mancken St&dten von den Bekorden verkoten 



1 96 ANBUERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 

wurde: in Regensbnrg 1378, in Nürnberg 1388, in Ulm 1397 
und in Augsburg 1400. Das Regensburger Verbot lautet also 
(Gemeiner, Regensb. Gbronik II. Bd. S. 188.): „und spilen mit 
der quarten yerpietent mein Herren, auxgenomen sebiezzen auf 
der tafel, pozzen oder scbeiben mit den ebugeln, ye ein cber 
zu XYI. aus nur um 1 du. und niebt teurer. ** Wie das Karten- 
spiel zu Ende des 15. Jabrb. bescbaffen war, erfabren wir am 
besten aus einer Predigt 6eiler*s yom J. 1496 ; er spricbt darin 
über das bis dabin üblicbe und über das zu seiner Zeit aufge- 
kommene, welebes Kaiser- oder Kamdffelspiel genannt wurde, 
s. Teutscber Merkur 1783, 1. Tiertelj. S. 83-86. — Das älteste 
Zeugniss fnr den Gebraucb der Spielkarten in Deutscbland w&re 
eine Stelle im Ration. Leining. a. 1)^8 : „item 13 pf. umb ein 
geissei u. zwo karten den kindem da oben zu spilen , ** wenn 
man bier unter karten Spielkarten versteben dürfte; mit Recbt 
fugt Oberlin, der diese Stelle in seinem Gloss. col. 763. mit- 
tbeilt, binzu: ebartae lusoriae quaeritur qnales. — So oft in 
neuerer Zeit die Gesebicbte des Kartenspiels bebandelt worden 
ist, so verdient sie docb in Bezug auf Deutscbland eine umfas« 
sendere und mebr ins Einzelne gebende Darstellung; scbatzbare 
Beiträge dazu liefern Breitkopf, Versucb den Ursprung der Spiel- 
karten u. s. w. in Europa zu erforscben (I. Tb. Leipz. 1784. 4.), 
und Nicolai *8 Bemerkungen in der Berlin. Monatsscbrift XIX. Bd. 
S. 65 ~ 106. XXn. Bd. S. 193 - %7^^. 257 - 27%. XXIV. Bd. 
S. A% — 46. — In Frankreicb sind die Spielkarten scbwerlicb 
früber als in Deutscbland bekannt geworden. Die Franzosen 
baben bisber kein älteres Zeugniss dafür aufgefunden, als aus 
den Jabren 131^ — 41. Der Renart le contrefait nämlicb, und 
zwar der, welcber 13!^ begonnen und 1341 yoUendet wurde (es 
scheint mebrere Gedichte unter diesem Titel zu geben, vgl. Grimm's 
Reinhart GXLVTII.) , erwähnt das Kartenspiel folgender Massen : 

si comme fols et folles sont 

qui ponr gaigner au bord . . vont ; 

jouent aux des, aux cartes, aux tables, 

qui a Dien ne sont delectables. 



ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 199 

Biese Stelle fand van Praet und theilte sie an Jansen mit, der 
sie dann in seinen Essai sur Torigine de la gravnre en bois auf- 
nahm. — Ein Verzeichniss aller Schriften über das Kartenspiel 
nebst den Ergebnissen, die aus jeder einzelnen gewonnen wer- 
den , liefert Gabriel Peignot in seinen Recherches bist, et litt, 
sur les danses des morts (Dijon 1826. 8.) p. 199 —306. 

Kugelspiel i clossen (34), cloten, bollen, rollen, 
bogbelen. Dies Spiel, lat. gewöhnlich durch sphaeristerinm 
übersetzt, bestand darin, dass mau auf ebener Bahn eine Kugel 
durch einen eisernen Ring (bog bei, clospoorte) warf. Es war 
auch in Deutschland bchannt; in Henisch Thesaurus vom J. 1616 
heisst es: buglen oder durch den Bügel schlahen oder werfen. 

Kegelschieben: keghelen. Eine Art des Kegelschiebens 
scheint mir auch das cloten ane den bloc (35), mit einer 
Kugel nach einem einzeln stehenden Klotz als Ziel werfen. 

Wettwerfen : kcien (34), mit einem Steine oder einer 
bleiernen oder eisernen Wurfscheibe nach einem in der Erde 
befestigten Ziele werfen, was bei Kiliaen de cae schieten 
und in Flandern stecstenen heisst. 

Ballspiel : cactsen (^9), ketsen met den bal war 
das gewöhnliche, das Schlag- oder Handballspiel, was auch 
stecballen hiess, wenn man den Ball aufgab oder aufschenkte; 
dann wurde auch häufig Kolbenbali : colfbal, slachbal ge- 
spielt mit bleigefüllten Keulen. Das kolfspel war noch zu 
Ende des 18. Jahrb. ein in Holland beliebtes Nationalspiel, s. 
Grabner in seinen Briefen über die vereinigten Niederlande 
S. 340-342. 

Schrittsehuhlaufen : flandr. schricschoenen, schaver- 
duinen, schuiverduinen, holl. schaatsen. 

Glitschen: rijden, holl. glissen opt ijs, in Deutsch- 
land auch gleiten, schurren, glanderu, schles. kuscheln, nd. 
glisseken, frz. glisser. 

Eisschollenspiel: clui.ten, calluiten, flandr. ij sb lo- 
cke n , mit Eisschollen auf dem Eise wettwerfen , man vgl. damit 

Hör. belg. VI. 12 



199 ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 

das YsbAsseln oder Klootscheten in Holstein, Schütze's Holst. 
Idiotieon I, 13^. H, ^%. *^03. 

Ringen : worstelen (36), zwei rangen so lange mit ein- 
ander, bis einer zn Boden fiel oder untenlag — war wol nur 
bei Kirmessen oder sonstigen Anlässen üblich, wenn die jungen 
Burschen Tcrschiedener Dorfgemeinden ihre Kräfte zeigen woll- 
ten. Ich kann nicht nachweisen, dass sich dies Spiel kunstyoll 
ausgebildet hatte wie etwa das heutige Schwingen in der Schweiz, 
8. darüber Stalder, Fragmente über Entlebuch II, l!^--48, und 
Wyss, Hand -Atlas für Reisende in das Bemer Oberland (1816) 
S. 78 — 84, nebst Abbildungen. — Ein mehr von Kindern ge- 
spieltes Ringen scheint mir das den stoc trecken (36), was 
ich mir so erkläre : Knaben theilen sich in zwei feindliche Par- 
teien, die eine fasst den Stock an einem, die andere am anderen 
Ende , und beide suchen sich über einen Strich oder sonst ein 
Markzeichen hinüberzuziehen; die dann hinübergezogene Partei 
ist die besiegte. 

Schirmen und Fechten: schermen, schermslaghen, 
mhd. schirmen , rom. escrimer , eine Ritter - und Bürgerbelusti- 
gung, die im 16. Jahrb. gewiss auch in den Niederlanden bei 
den Handwerkerzünften sich nach Gesetzen und Regeln ausbil- 
dete und unter dem Namen Tcchtschole und schermschole 
bestanden hat. Die berühmtesten Fechlschulen Deutschlands wa- 
ren die zu Nürnberg und Breslau, s. darüber Abt in Büsching's 
Wöchentlichen Nachrichten III. Bd. S. 305-336. 

Turniere: steecspelen ende tornojen (10), waren 
in den Niederlanden eben so allgemein wie in Deutschland; sie 
wurden mit solchem echtniederländischen Ernste und solcher 
Leidenschalt gespielt, dass viele Fürsten und Ritter ihr Leben 
dabei einbüssten : das Haus Holland verlor auf diese Weise bin- 
nen %^ Jahren drei seiner Angehörigen, den Grafen Floris IV. 
U35 , seinen Bruder Willem l:^38 und seinen Sohn Floris 1:^58, 
s. Huydecoper op Stoke II, 51. Auch der ritterliche Herzog 
Jan I. von Brabant, der 70 Turniere in verschiedenen Landen 
glücklich bestanden hatte, wurde endlich doch ein Opfer seiner 



ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 199 

Tamieriast» er starb an den Wunden, die er in einem Turniere 
■n Bar 1!^94 davon trag, s. Lodewijc ran Velthem III. boec 
cap. 41. Die Tarniere dauerten in den Niederlanden bis ins 
16. Jabrb. fort; es fand selten eine Festlicbkeit Ton Bedeutung 
statt, wobei nieht tüchtig tumiert wurde. Besonders gab es 
daza manehe Gelegenheit am burgundischen Hofe unter Karl 
dem Kühnen und in den ersten Jahren von Maximilians gluckli- 
chem Bräutigams- und Ehestände, worüber die niederländischen 
Jahrbücher hinlänglich berichten. — Steecspel oder j o e s t e - 
ren war eigentlich Zweikampf zu Rosse mit Speer und Schild, 
tornieren dagegen Zweikampf zu Rosse mit dem Schwerte. 
Doch scheint man sich nicht so streng an diesen Unterschied 
gehalten und besonders unter tornoi und tornierspel alles 
▼erstanden zu haben, was im Mhd. tumei, hurt, buhurt, tjoste 
hiess. lieber joeste, joesteren, quintaenge, cansele- 
ren, crijt, becrijten s. Huyd. op Stoke II, ^5—^90. 

Die Jägerei war ebenfalls nur eine Belustigung des Adels, 
eben weil nur ihm das Recht zustand, wenn auch nur auf eige- 
nem Grund und Boden, zu jagen; zu diesem Behufe wurden in 
den Schlossern und Höfen der Edelleute, Hunde, Falken und 
Habichte unterhalten (19. i%, 13); Burger und Bauern durften 
sich nur mit dem Vogelfänge ergötzen (14) und hielten Sing- 
vögel in Käfichen. 

Bolzen- oder Armbrnstschiessen war dagegen nur eine Lust- 
barkeit der wehrfähigen Bürger, welches in Deutschland beson- 
ders im 16. Jahrb. ( s. Guriositäten IX. Bd. S. 231 ff. ) mit grosser 
Festlichkeit begangen wurde ; man nannte es schieten metten 
boghe (22) oder metter armborst (das mlat. arcnbalista). 
Es gab in allen niederländischen Städten im 15. Jahrb., in vie* 
len schon seit dem 14. Jahrh. eigene Plätze dazu , Sehiessstätten, 
die sogenannten d o e 1 e n. Um die Senne des Bogens zu span- 
nen, bediente man sich eines besonderen eisernen Werkzeuges, 
das man craneke ( rora. cranequin ) oder cracaert nannte. 
Wenn das Schiessziel Ton irgend besonderer Art war, so pflegte 
danach das Schiessen genannt zu werden; so gab es in yielen 

12* 



180 ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 

Städten schon im 14. Jahrh. ein papegaysc bieten, was sick 
hie nnd da bis anf die neueren Zeiten erhielt, z. fi. in Amheim, 
s. van Hasseit's Amhemsche oudheden III, 56^70. Wer den 
Papagai herabschoss, war Sieger nnd hiess de coninc, wie 
noeh jetzt bei den deutschen Scheiben- und Vogelschiessen. 
Schiin im 14. Jahrh. waren diese Uebungen bestimmten Gesetzen 
nnteiworf en 9 s. Matthaeus de nobilitate p. 1118. 1119 u. die Delfter 
Schntzenordn. y. J. 1397 in Mieris Gharterb. III, 659, und erfreuten 
sich besonderer Theilnahme von Seiten der stadtischen Behörden. 

Gansreiten oder Gansziehen: trehken yan de gans — 
mitten an einem langen Seile quer über den Weg wurde eine 
lebendige Gans bei den Füssen aufgehängt, und Bauernbursche 
suchten, indem sie darunter hindurch trabten, ihr den Hals ab- 
zureissen; wem das gelang, war Sieger. Diese grausame Lust- 
barkeit, die nur hier gemeint sein kann (90), hat sich lange er- 
halten; Grabner (Uebcr die verein. Niederl. S. 360. ) kannte sie 
nur vom Hörensagen, aber im J. 1806 wurden noch in Venlo 
drei Gänse anf diese Weise zu Tode gequält, s. Westfal. Anzei- 
ger XVI. Bd. S. 605. — Aehnlicher Art muss das hier erwähnte 
Häringsspiel gewesen sein. — An frühere Rohheit erinnert auch 
das Ton Grabner S. 360 u. 361 beschriebene rogelsnijden und 
kattenkneppelen, letzteres ist sehr ähnlich dem in Schle- 
sien noch hie- und da üblichen Hahnschlagen. Dergleichen bäue- 
rische Ergötzlichkeiten, die man sehr passend mit dem altniederl« 
Ausdrucke dorpernien benennen kann, sind gewiss noch heute 
nicht ganz verschwunden. Dazu geh-ört auch das Aalgreifen zu 
Namur, was sich vielleicht bis jetzt erhalten hat; s. J. B. J. Bre- 
ton^ Voyage dans la ci-devant Belgique T. I. (Paris 1802. 8.) p.^l. 

Es lässt sich annehmen, dass neben diesen Wettspielen auch 
das Wettrennen zu Pferde schon in alter Zeit, wenn auch nicht 
nach den heutigen strengen Regeln, einheimisch war, wenigstens 
deutet das sogenannte harddraven in Holland und Friesland, 
was viel Eigenthümliches vor dem englischen und deutschen 
Wettrennen hat, auf alten und heimischen Ursprung; 8. darüber 
ausfuhrlich Grabner S. 346-351. 



ANMERKUNGEN ZUM BEGUINSEL. iSl 



Kinderspiele. 

Den Kreisel treiben: doppen, toppen. Der Kreisel 
heissi top, dol, nonne, in Löwen nacli Kil. drijfdop and 
in Ostflandern caterrol, mhd. topf, nd. kusel, frs. la tonpie. 

Reifschlagen : r e p e n ,, Holl. h o e p e n nnd hoepelen — 
einen hölzernen Reif mit einem Stäbchen in fortrollender Bewe- 
gung erhalten und nebenher laufen. 

Seherben auf dem Wasser tanzen lassen : slingherapel» 
botten opt water, seilen, holl. nach Kil. cughelen, 
frz. faire des ricochets; mannigfaltige deutsche Benennungen 
ans Tcrschiedenen Gegenden Deutschlands hat J.. W. Petersen 
gesammelt, Morgenblalt 1816, Nr. 16 — 19. 

Braut und Br&utigam spielen, in Brabant malen, mal«n- 
spei — je zwei, ein Knabe und ein Mädchen halten sich an 
der Hand und lassen sich plötzlich los , jeder sucht dann wie- 
der mit einem andern ein Paar zu werden.. 

Barlaufen I bare, barenspel.,, de bare jaghen — 
nach einem bestimmten Ziele Wettlaufen,, irgl. parlaufen Schmel- 
1er, Wb. I, T^n. II, 444. Auf dies Spiel bezieht sich wol 
Lodewijc ran Velthem, wenn er bl. 19!^ sagt : deen taende den 
andren dare ghelijc dat men speelt ter bare. Huydec. op Stehe 
II, 584 geht zu weit, wenn er auch drei andere Stellen dessel- 
ben, wo doch offenbar der Ort Bar gemeint ist, woselbst Jan I. 
im Turniere tödtUch verwundet ward, auf dies Spiel bezieht. 

Hinhein : hinkespel, hinhepinken, op een been 
huppelen — man tanzt auf einem und demselben Beine eine 
bestimmte Zeit im Kreise oder nach einem Ziele. 

Purzelbaum schiessen und auf dem Kopfe stehen • h i 1 1 e - 
billen, hielebillen. 



1^% ANBIERKUNGEN ZUM B£GHINS£L. 

Scliaiikelii : toater, toatergpel, tonterea, Schop- 
pen, schoppelen, schonkel«!!, lioll. schongelen» 
ttueh wol schommc^lcn. 

VenteckenspicleB s borehspel, piepmniB, in Flandern 
sehuilwinkely Behnilhoecsken und daikerken, in 
Brabant coppe eomt mit den koeke, anck wol pijpt of 
ie en soec n niet. 

Fingerspiel» Fingersoknellen t vingkerspel, blicspel, 
perijen wel bereit, pic olie ofte graef, bocken 
speien, bocken setten, bockkoren speien, boc 
over kagke speien, cockoc heerken rijdie wel — 
einem Knaben werden die Angen zugebunden, ein anderer setzt 
sieb auf seinen Rücken und lässt ihn ratken, wie yiel Finger er 
ausstreckt; man ygl. damit das ital. ginoco della mora. 

Hühnchen hat gelegt : in Holland cop cop heeft ghe- 
lecht, in Brabant stootballon — Knaben sitzen im Kreise; 
einer geht hemm, und wenn er bei irgend einem des Kreises 
einen Ball, ein Tuch oder sonst etwas fallen lässt, so mnss 
dieser für ihn herumgehen ; ziemlich wie das holsteinische > 

De Goos , de Goos de lecht dat Ei 

Un wennet fallt, so fallt et twei; 
s. Schutze, Holst. Idiot. II, 5!^, und verwandt dem deutschen: 
Der Fuchs geht herum, Grimm Kindermärchen II, xyiii. 

Blindekuh spielen: blintspel, blindenspel, het blin- 
deken, suikernoemken, hagher^oer. 

Nussspiel : rolnoten yan het.berdeken, tncno- 
ten — auf einer etwas schrägen Tafel liegen quer in der 
Reihe Nüsse ; nun lässt man von oben eine hinabrollen, und 
siegt, wenn diese Nuss die trifft welche sie treffen muss. An- 
dere Arten des Nnssspiels waren hoopkens setten, hoop- 
kens schieten, stuiken und das Seeland, cntcn. 

Hadrian Junius, der in seinem Nomenciator (Frcf» 1596. 8.) 
p. 269. VO* mehrere der eben genannten Kinderspiele auffahrt. 



ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 1S3 

hat anch nock folgende, bei denen es mir jedock sweifelkaft 
scheint, ob sie jemals in den Niederlanden wirklich nblich wa- 
ren, da sie Kiiiaen entweder gar nicht oder nur ans dem Junius 
kennt: fijcken 7tiv9aXt6(ih£ y bierkensoet oder pruimen 
eten xvxQlvdUy Inisen oder noppen b^^aulvda, und port- 
honden 9uX%vilv8a, 

Die Niederländer hatten gewiss Ton jeher Tiele Spiele mit 
den benachbarten Deutschen und Franzosen gemein, aber dane- 
ben auch manche eigenthumliche ; viele derselben erhielten sich 
bis in die neuere Zeit. Der holländische Uebersetzer des Rabe- 
lais lässt den Gargantua zu Ende des 17. Jahrh. noch 154 Spiele 
spielen — und diese Spiele sind gewiss lauter noch damals in 
den Niederlanden bekannte; kätte der Uebersetzer nämlick treu 
übersetzen wollen, so musste er 215, wie deren bei Rabelais 
(oeuyres, edition Tariomm 18^3. T. I. p. 393 — 443.) sind, wie- 
dergeben, und wurde dann gewiss sekr yiele seinen Landsleuten 
und wakrsckeinlick selbst ikm ganz unbekannte und uuTerständ- 
ticke zum Yorsckein gekrackt kaben. Allerdings sckeint dies 
Spielyerzeickniss dürftig gegen das Fisckartscke in seiner Ge- 
sckicktklitterung ; Fisckart aber bat wie uberkaupt so auck kier 
sein Original überboten und lässt seinen Pantagrnel, denn er 
„war gar kurzweilig wie ein Flok im Okr, lustig wie ein nasser 
Sonntag, '* 583 (wenn ick ricktig gezäklt kabe) Spiele spielen. 
So viele dentscke auck darunter sind, so kat dock Fisckart viele 
nur übersetzt und mancke fremde aus Bückern entleknt, und es 
dürfte selbst dem wokll^ekannten Herausgeber Fisckarts nickt ge- 
lingen, für das Pick Olyet offte graeff, Hilteckens,. 
Pfeifft oder ick suck euck nickt, eine andere Quelle 
als den gedruckten Nomenciator Hadr. Junii (1567) nackzuweisen. 
Anders ist das bei dem koU. Uebersetzer, der kat nack meinem 
Dafürkalten die meisten Spiele aus dem Leben entleknt, und wo 
er den Rabelais übersetzt, nur übereinstimmende oder verwandte, 
in den Niederlanden bekannte aufgetisckt. Eben darum mag sein 
Verzeickniss , weil es zum Verstandnisse der niederl. Vorzeit 
wirklick beitragen kann , kier vollständig folgen : 



1S4 ANMERKUNGEN ZUM BEGHDfSEL. 

Van allerlei] e spuUetjes die Gargantaa speelde met zijn gezellen 
(Alle de geestige werken yan Franc. Rabelais yertaelt door 
Claudio Gallatio. t'Amsterd. 168)2. 1. D. M. 76-81.) : 

1. van den vloed. 

9. van de Toorsten of derde zoeken. 

3. van de vlngt of sakjagen. 

4. van't pand-rooven. 

5. van't troeven. 

6. Tan't piketten. 

7. van ten honderden uif. 

8. van der haagen. 

9. van't rampen. 

10. yan't sckniren. 

11. yan't pas-dijsen. 

i^, van ten een en dertigen uif. 

13. van twee en twee. 

14. van ten driehonderden uit» 

15. yan de yerloorene. 

16. van de yerweesene. 

17. yan de yermorste kaart. 

18. yan d' onvemoegde. 

19. yan't landsknegten. 
90. yan de koekoek. 

!21. yan diese keeft, spreek. 

%'Z* yan op en af. 

!23. yan pijke, delje. 

%A' yan sckoon Bely. 

25. yan kikkermik. 

26. yan ik denk. 

27. yan doe dit, doe dat. 

28. yan ka, ka, yolgme na. 

29. van de dwerl loop of wild jagen. 

30. van't osje. 

31. van die wint, verliest. 

32. van wiege wage. 



ANBfERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 1S5 

33. yan draije wj. 

34. van Amerol. 

35. van hijp hap. 

36. van wie vint, die wint. 

37. van dämmen. 

38. van sekaalien. 

39. van Reintje de vos. 

40. van moertje, moertje. 

41. van't koeytje. 

4!2. van blanke bestemoer. 

43. van Jan springt boger als Trijn. 

44. van drie teerlingen. 

45. van tafeltje rond-om. 

46. van knik knak knelis. 

47. van't bikkelen. 

48. van boud op en bond an. 

49. van tiktakken. 

50. van*t ganseberd. 

51. van uilleberd. 

5!2. van wie wil*t robje vangen. 

53. van*t vronwtje. 

54. van*t spookertje. 

55. van ik eerst, ik ändert. 

56. van met steekers te werpen. 

57. van de sleuteltjes. 

58. van goeman. 

59. van eeven of oneeven. 

60. van kmis of munt. 

61. van*t martertje. 
6?. van vogeltje vet. 

63. van kloot scbieten. 

64. van't scboenlappertje. 

65. van den uyl. 

66. van d'bond na't baasje. 

67. van lanterluyen. 



190 ANMEBKDNGEIf ZUM BEGHinSEL.. 

68. TAB yerkentje gm«t Toor. 

69. yaB't aaztertje. 

70. TAB dcB toethooni. 

71. v«B adieu. 

79. TftB de nieuwe Beepjet. 

73. TAB Uleaspiegel Ib de byeBkorf. 

74. TBB't paardje te besUaB. 

75. iraB*t schrobbeleB. 

76. yaa waar tal die maB ttaaB? 

77. Tao haBdslag. 

78. TBB stoflime beeTaard. 

79. yaa in't touwtje te spriBgCB. 

80. Tan't speetje te wendeB. 

81. TaB over de steea te trekkeB» 
89. TaB dcB tab te dragea. 

83. TaB't rammelaartje. 

84. TaB eTCB uit, ctcb iB. 

85. TaB TaU ▼ijgje» ▼i^* 

86. TaB beerom daast iB't bemd. 

87. TaB wie aal ik gooije? 

88. TBB't Tosje TÜleB. 

89. TaB Tencbe toB. 

90. TaB baTer TerkopeB. 

91. TaB dooTe kooleB opblaseB. 
99. TaB Traag en antwoord. 

93. TaB leelt bet maBnekeB of ist dood? 

94. TBB d'yzen Bit des oveB. 

95. TaB deB booseB boermaa. 

96. TaB't albosseB. 

97. TaB des gebulteB boTelisg. 

98. TaB deB geToadeB beilig. 

99. TaB de mey te plaBteB. 

100. TBB pimpampet. 

101. Taa't boepeleB. 
109. Taa't piakea. 



ANmERKOHGEN ZUM BEGHDVSEL. 199 

103. Tan de quinkert. 

104. van de rol. 

105. van hol of hol. 

106. van't Dninkerkertje. 

107. Tan Spinloo. 

108. Tan balslaan. 

109. Tan kaatsen. 

110. Tan kolTen. 

111. TanH kooten. 
11!^. Tan knilskeren. 

113. Tan't kegelen. 

114. Tan't palet. 

115. Tan't rinket. 

116. Tan't sckriksetten. 

117. Tan't tolsetten. 

118. Tan den toi te slaan. 
1191 Tan sckoppen. 

1)20. Tan sckiJTen. 

im. Tan trokken. 

iTut' Tan klossen. 

i;^. Tan negen knjl. 

1)24. Tan kritsen. 

125. Tan keeTen. 

126. Tan ik zat en ik zat. 

127. Tan straatjen OTer. 

128. Tan de derden zoeken. 

129. Tan't molenaartje. 

130. Tan den windbol. 

131. Tan Mindpot. 

132. Tan paardje sta Tagt. 

133. Tan steentje veerder. 

134. Tan nens in aars. 

135. Tan FrankToort een knysje bet Toort. 

136. Tan kapmonik. 

137. Tau ik Tisch, ik Tisch. 



ISS ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 

138. van suUieroompje. 

139. van moet ik inje laadje tredeit? 

140. Tan*! begrmasen. 

141. van beuijtelen. 
149. van springen. 

143. ran rijschenkelen. 

144. Tan*t hinkelen. 

145. Tan man, man, ik ben opje Llokbnys. 

146. van scknilewink. 

147. Tan moUcmollemol. 

148. van soutemonte. 

149. Tan't zooltje. 

150. yan alle ambackten. 

151. Tan toffeltje geil. 
15!^. Tan gtrootje trekken. 

153. van tuimel in de peperzak. 

154. vanH knippen. 

Zum Bescklusse dieser Mittkeilnngen über alte und neue 
niederl&ndiscke Spiele fuge ick eine mittelkocbdeutscke Dick* 
tnng kinzn, welcke zu dem Vorkergekenden tkeils Erläuterun- 
gen giebty tkeils dadurck erk&lt. Ick begreife nickt, wie Mass- 
mann auf die scklüpfrige Auslegung kam (Heidelberger Jakrb. 
18)27. S. 1077) : „Natürlick laufen alle dort genannte Spiele, sa 
mannigfaltig sie klingen, auf Ein Spiel kinaus, n&mlick auf der 
Minne Spiel. <* 

Ana der Pfälzer Hs. Nr. 355. Bl. 88. und Nr. 313. BL W^ ; 

stekt auck in Nr. 358. 

1 Zwei begunden k6sen, 

9 zwei die brücken r6sen, 

3 zwein was mit einander wol,. 

4 zwei die suokten viol, 

5 zwei begunden singen, 

6 zwei die wolten springen, 

7 zwei begunden sckallen. 



ANMERKUNGEN ZUM BEOHINSEL. 190 

8 swei wollen in bluomen Tallen, 

9 zwei die wurden r^nen, 
10. zwei die wolten busilnen, 

11 zwei die brücken blüemelin, 

12 zwei spilten aber vüezlin, 

13 zwei die lebten im goumey 

14 zwei die stigen nf die bonmey 

15 zwei die zngen scbicbzabelspil, 

16 zwei geilten mit einander vil, 

17 zwei spilten greslis, 

18 zwei br4cben des meien ris, 

19 zwei slnogen durch den rinc, 

20 zwei einz daz ander umbeTinc, 

21 zwei wolten goln, 

22 zwei spilten der boin, 

23 zwei wolten zuo dem zwec, 

24 zwei die spilten zec, 

25 zwei schuzzen zuo dem zil, 

26 zwei spilten wurzabelspil, 

27 zwei liefen die bar,*^ 

28 zwei spilten reisenbar, ^*) 

29 zwei die stiezen den stein, 

30 zwei spilten bein über bein, 

31 zwei lebten 4n riuwen, 

32 zwei spilten der untriuwen, 

33 zwei die spilten scbelUis, 

34 zwei stuonden vür ein mit vliz, 

35 zwei die triben miebei wunder, 

36 zwei einz tet sieb da under, 

37 zwei spilten : wer tet dir daz, 

38 zwei 14gen in dem gras, 

39 zwei spilten zurlln mürltn. 



*) Üb, 396 hat: Hessen die har, 313 lieffen die Harr, vgl. Stalder II, 32. 
**) Hg. 313 risenlMir. 



1B0 ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 

40 zwei fpriclieB : der rlaks ist ndn, 

41 swei fpilten tampheit, 

4% zwei einz ikf den ylahs tchreit, 

43 zwei Spillen blinder zunsen, 

44 zwei die wollen linsen» 

45 zwei die wollen singen sagen, 

46 zwei begnnden lonfen jagen, 

47 zwei die Spillen in den kreizen, 

48 zwei die lilen beizen, 

49 zwei begnnden sich smncken, 

50 zwei Spillen der yAlen brücken, 

51 zwei wollen mil eigem klucken, 
bZ zwei begnnden zesamen rücken, 

53 zwei balslen mil Insl, 

54 zwei einz daz ander knsl. 

Znersl abgedmckl in Wackernagers Alld. Gnriosiläten (Berlin 
18!27. 8.) S. 7. 8. ans Cod. pal. 313, dann nach der Alleren Hs. 
(Cod. pal. 355.) in Mone's Anzeiger 1833. Sp. W-iU, 

Spielleute* 

• 

Die proTcnzaliscben Spiellenle beissen joglars. Ibr llaupt- 
gescbAlt bestand in Ansnbnng der Tonkunst; sie macblen selbst- 
slAndige Musik, oder, wie es bäufig gescbab, unlerslntzlen un- 
kundige Hofdicbler mit Gesang und Spiel, trugen aucb wol die 
Lieder Tomebmer Troubadours vor ; nebenbei trieben sie aucb 
allerlei Gaukeleien und Possen : tanzten auf dem Seile , sprangen 
durcb Reife, macblen Kunststücke aller Art. Die Instrumente, 
deren sie sieb am gewöbnlicbslen bedienten, waren die Viele 
(äbnlicb unserer Geige), Harfe und Citber; s. die Abbildungen 
dreier Spielleute mil diesen Instrumenten aus der Pariser Hs. 
7^95 in Diez , Die Poesie der Troubadours S. 41 , woraus das Vor- 
bergebende und Nacbfolgende entlebnt ist. Sie spielten aucb 
nocb andere Instrumente. Guiraut ron Galanson yerlangt, ein 
tnebtiger Spielmann müsse Tersteben: Trommel, Gaslagnellen , 



ANfilERKÜKGEN ZUM BEGHINSEL. lOl 

Symphonie, Mandore, Monochord, Rote mit 17 Saiten, Geige, 
Psalterion , Sackpfeife , Leier , Panhe : 

Taboreiar e tauleiar 

e far la semfonia hrngir . . . 

e sitolar e mandnrcar... 

manicorda nna corda 

e sedra , c' om vol ben auzir, 

sonetz nota, e faitz la rota 

a xyij. cordas garnir. 

sapchas arpar e ben temprar 

la gigna e*l sons esclarzir. 

joglar leri del salteri 

faras x. cordas estrangir. 

ix. esturmens si be*ls aprens 

ben poiras fol esferezir; 

etestivas ab votz pivas 

e las lyras fai retentir, 

e del temple -pet issemple 

fai. totz los cascayels ordir. 

Anch noch andere Instrumente waren im Gebranch. So gedenkt 
Bertrant von Born der Trompeten, Hörner und Posannen der 
Spiellente (trompas, cornes, grailles). 

Die altfranzösischen Menestrels (ministelii von ministe- 
rium, im Mittellatein Handvrerk, Kunst) sind ganz gleich den 
provenzalischen Jongleurs, wie sie auch in älterer Zeit^ z. B. 
im Roman von Brut um 1155, und spater noch hinundwieder 
heissen; sie waren Spielleute, Possenreisser, Taschenspieler und 
Liebesboten in Einer Person (s. Diez S. !H3). Die Instrumente, 
deren sie sich bedienten, hat Gulllaume de Machault, ein Dich- 
ter des 14. Jahrb., am vollständigsten aufgezählt: 

mais qni veist apr^s mangier 
venir menestreux saus dangier, 
pignez et mis en pure corps. 
lä furent meints divers acors^ 
car je vi« U tout en un ceme : 



lOft ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 

▼ iole, rubebe, guiterne, 

renmoracbe, le micamon, 

citole et le psalterion, 

barpet, tabonrs, trompes, nacaires, 

orgnes, cornes plus de dix paires, 

cornemuses» flajos et chevrettes, 

douceineSy timbalesy cloebettes, 

tymbre» la flauste brebaingne 

et le grand coruet d* Allemaingne, 

flajos de saus, fistule» pipe, 

muse d'Aussay, trompe petite, 

bnisines, ^les, monocorde 

ou il n'a qn*nne seule corde, 

et muse de biet, toat ensamble ; 

et certainement il me samble 

qu*oncques mais tele meiodie 

ne fut oncques veue ne oye, 

car cbaseuns d*eus selonc Facort 

de son instrument sans descort 

Tiole, guiterne, eitole, 

barpe, trompe, eome, flajole, 

pipe, Souffle, muse, naquaire, 

taboure, et quanque on puet faire, 

de dois, de peunes et de Tarcbet, 

ois et vis en ce parcbet 

— aus dem Gedicbte t le tems pastour, in Roquefort, po^sie 
frauf. 105. 106, und daraus wiederboU in Hist. litt, de la France 
XVI, 274. %75. Roquefort bat S. 107-^131 alle diese yielerlei In- 
Strumente ausfubrlicb su erklären versnobt, und fugt am Scblusse 
nocb die Namen mebrerer anderen binzu, n&mlicb ebalumean, 
araine, cbifonie, eborum, clairon, estive, frestel, 
gigue, glais, graile, lyre, lutb, loure, moinel, or- 
loges, rote, simpbans, triblire, tube, tympans. — 
Den Namen Menestrels fübrten aber nicbt allein die Spielleute, 
sondern oft aucb die erzäblenden Dicbter, die eigentlicb Eriäbler 



ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 103 

und Fabler (compteours et fableours) hiessen ; 8. Diez, Die 
Poesie der Troub. ?43. %U. 

Die Kunstfertigkeit der provenzaliscben und französiscben 
Spielleute ging mitsamt ibrem Namen in die Niederlande über 
und die niederländiscben menestrele und gokelaers des 
14. und 15. Jabrb. erscheinen ziemlich gleich den Jogiars nnd 
Menestrels : sie sangen und machten Musik, Gaukeleien und 
Kunststücke aller Art an den Höfen der Fürsten und Edelleute 
und bei allerlei feierlichen Gelegenheiten, bei geistlichen Pro- 
cessionen (t. Hasselt's Amh. ondheden IV, 71.) 9 bei Turnieren 
und Hofgelagen. Sie begleiteten auch das Heer in die Schlacht 
und bliesen zum Kampfe : 

Hein 5686. doen dat saghen die minstrere 
dat die baniere ondersanc, 
doen lieten si bare gheclanc 
ende faaer blasen metten bosinen. 

Auch wurden sie zu häuslichen Festen hinzugezogen, die man 
selten ohne Spiel, Tanz und Gesang zu begehen pflegte. Bei 
diesen Gelegenheiten aber musste bald ihrem zudringlichen We- 
sen und ihren gewiss oft nuTerschamten Forderungen gesteuert 
werdei^ : in der Hochzeitkeure von Ypern 1294 finden sich in die- 
ser Beziehung folgende Bestimmungen (Warnkönig, Flandrische 
Staats- und Rechtsgesch. I, 1. Urkunden S. 182 ff. ; : §. 3. Et 
nus ne puet mangier as nueches ne hommes, ne femme, ne val- 
let, ne meschine, ne menestreus, ne menestreile, sil .ne paient 
leur cscot ensi dit est sour x. Ib. — §. 8. Item. Nus menesti*ens 
ne vienge plus ayant faisant sc menestraudie devant noeches ke 
al atrie sour Ix. sols. — §. 19 . . . . Et li menestreus ou li mene- 
streile ki plus i venroit mangier ou boivre servit a. xx. s. — 
Maerlant versteht aber unter menestrele meist immer diejeni- 
gen, welche Schwanke und Romane (truffen ende boerden, fave- 
len ende saghen) dichten und hersagen. Drum sagt er, wie er 
von König Artus spricht (Spieghel bist. II. Paertie 6. boec» Hs. 
Bl. 153. a. ) : 

Hdr. belg. Vr. 13 



f 04t ANMERKUNGEN ZUM BEQHINSEL. 

ende al es van hem achterbleven 
boerden vele die sijn bescreven 
van menestrelen. Tan goliaerden , 
die favelen visieren begaerden. 

Er scheidet streng die clerke und menestrele (Spiegbel 
bist. III, 91) : 

dit en sijn niet clerbe, maer menestrele 

und vergleicht diese in seinem Bestiaris (s. die ganze Stelle in 
unseren Altd. Bi&ttern I , ?10. 211 ) mit dem Vogel Garrulus nnd 
glaubt, dass unter ihnen so viele beilig sind als man schwarze 
Schwäne finde: 

Garrulus die dinct mi vele 
bedieden some menestrele, 
die altoos sijn onghestade 
ende callende vroe ende spade 
vele boerden, vele logben 
ende conterfeten, dien si moghen, 
bede ridders ende papen, 
porters, vrouwen ende cnapen. 

Vgl. auch Wapene Martijn 30. Strophe. Doch wenn auch die 
menestrele hinundwieder sich in das Gebiet der clerken, 
sprekers*) und herauden wagten, so war doch ihr Haupt- 
geschäft Musik und Gesang und für solche Kunstleistungen ist 
gewiss auch nur verabreicht, was in alten Rechnnngsbuchem als 
Ausgabe an die ministreels, magistreels, meystreels, 
mistreels gebucht wurde. Auch Maerlant selbst folgt diesem 
gewiss damals allgemeineren Sprachgebrauche : menestreel für 
Spielmann, er sagt im Sp. bist. II, 325 vom Kaiser Gajus : 

in dansen, in sanghe ende in speie 
was hi ghcrne ende te vele. 



*) So in einer herz, geldrischen Rechnung vom J. 13SS: enen speelman, 
gheheten Goessen, met eenre gbitemen ende die sproken sprac, iij. gl., 
«. van Ilassclt, Geld. Maalt. 211. 



ANMERKUNGEN ZU« REGHINSEL. 105 

ende so was hi in dier ghebare 
oft een menestreel wäre. 

Die gewölinlichen musikalischen Instramente der Spielleute 
in den Niederlanden waren wol Geige und Harfe, doch wurden 
gewiss yieie andere und die meisten der in Nordfrankreich übli- 
chen ebenfalls gespielt, wenigstens waren sie bekannt. Ich will 
mich hier bloss auf die Dichter der älteren Zeit beschränken. 
Unser Dichter erwähnt schon viele ( Seite ^ ) s 

selc hoort gherne melodien 

yan orghelen, yan fluten, yan souterien, 
in herpen, in yedelen, in rebebien, 
inacaren, inluten ende in ghiternen. 

Noch mehrere kommen yor in dem merkwürdigen Bruchstücke yom 
Trojanischen Kriege ( Nieuwe werken yan de maatschappij der 
nederl. Letterk. te Leiden I, i. bl. ?39 ) — es ist dort die Rede 
yon einem wunderbaren Bilde : 

gheent beeide hadde ene crone 

yan goude ghemaect scone 

met robinen van ghenen lichte 

dat yerclaert al sijn ansichte. 

dat toghet menich snaerspel. 

noint ne conste Dayid so wel 

herpen dat het iet gheleec 

die note die dat beeide streec : 

ghighen, herpen, sinphonien, 

pleien, yedelen, armonien, 

salterien, sunbees, tympanon, 

monocorden, chore, licion, 

twaelf Instrumente yan musike 

lüde gheeft beeide subtelike : < 

cume es der inglen sanc so scone, 

noch luut daer hem die neghen trone 

mede merghen onderlinghe 

ne dochte niet so soete dinghe. 

IS* 



106 ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 

Hieiu noch folgende Stellen : Floris 3869. 

daer waren speelmannen vergadert vele 
met menegher manieren van snaerspele : 
Ycdelen, ghiglien, herpen, roten 
met soeten gheclanke ende met soeten noten. 

Lodewijc van Velthem ( Spieghel bist. bl. 98): 

alle dagke, neghen dagbe nnt 

was in die stat tmeeste gbelnut 

van trompen, vedelen ende tambusen, 

sitolen, berpen: in allen busen 

van der stat v^as sonderlingbe spei. 

Reinaert { Willems 3494 ) : 

men danste den bofdans bi manieren 
met trompen ende met scalmeien. 

Nnn Einiges zur Erläntemng. 

acaren ()29), Pauken, rom. nacaires, naquaires etc. Roque- 
fort, Gloss. II, 223.224. mlat. nacaria Adel. Gloss. IV, 796. 

■ 

armonic, wabrscbeinlich ein Saiteninstrument, vgl. Hawkins, 
Hist. of Mus. II, 284. In einer alten Erzäblung: les denx 
menetriers (bei le Grand, Fabliaux I, 304), sagt der eine 
Minstrel : 

Ge sui juglere de viele; 

ge sai de muse et de frestele, 

et de barpe et de cbipbonie, 

de la gigue, del armonie, 

et el salteire et en la rote. 

cboor, mlat. cborus, erklärt Job. Gerson \er lebte zu Anf. des 
15. Jahrb.) also (opp. III, 627): Chorus vocatur a nonnullis 
vulgaribus instrumentum quoddam instar trabis oblongum et 
vacuum , chordas babens grossiores multo plus quam cithara , 
duas aut tres, quae baculis erutis percussae varie variant rü- 
dem ftonum — also ein Hackebrett mit zwei oder drei Saiten. 

flute (27), rom. fluste vom lat. fistula, Flöte. 



AI9M£RKDNG£N ZUM B£GHINS£L. 10 V 

gkigbe, mhd. gige, ital. giga (Dante parad. 14, 118), Stock- 
geige. Roquef. erklart das rom. gige, gigue gewiss ganz un- 
richtig durch Sorte d* instrument k vent. Wie hier in der 
Stelle aus Floris yedelen und ghighen zusammen stehen, 
so auch im Lucidaire: et vieles et giges (Roquef. poesie fran^. 
11?.). Jedenfalls war gighe ein Saiteninstrument oder snaer- 
spel, wozu es auch Diederic van Assenede z&hlte. 

ghiterne (29), rom. gniterne, guinterne, Gitarre, deren es 
früher schon verschiedene Arten gah sowol in Betreff der An- 
zahl der Saiten als ihrer Stimmung. 

herpe (!^)» harpe, rom. harpe, mhd. harpfe , vom 10—15. 
Jahrh. eins der beliebtesten Instrumente, Roquef. poesie fran^. 
114-116. 

1 i c i o n , mlat. licina, lichina, ein Blasinstrument von schmettern- 
dem Klange wie eine Trompete, s. Adel. Gloss. IV, 406 voce 
Licina. Matth. Westmonast. : Tunc Rollandi cantu inchoato , 
vexillis erectis et evolutis, tubis cum Heinis perstrepentibus. 

lute (29), mhd. lüte, rom. Inth, mlat. lutana, lutina. Laute. 

monocorde, rom. auch mouscorde , monoschorde , mlat. mono- 
chordum,' mhd. trumschtt, ein uraltes sehr einfaches Instru- 
ment, es war nur mit Einer Saite bespannt, s. die Abbildun- 
gen in Gerbert de cantu et musica Sacra 11. Tab. 26, 1 und 2 
und Tab. 34, 23. 

orghel (27), uralt, schon seit dem 8. Jahrh. im Abendlande, 
s. Gerbert das. II, 140 und eine Abbildung aus dem 13. Jahrh. 
auf Tab. 27. Im 12 — 14. Jahrh. gab es eine Art kleiner trag- 
barer Orgeln, sie wurden um den Leib befestigt, der Spiel- 
mann zog mit der Linken den Blasebalg und spielte mit der 
Rechten, s. Roquef. poesie fran9. 120, vgl. Roman de la Rose 
21292, und diese kleinen Tragorgeln, die mehr zu weltlicher 
Ergötzung dienten, sind auch wol hier (27) gemeint. 

pleie. Ackersdijck glaubt, ea sei so viel wie rote, und das 
pleien in Stoke (III, 372), welches Huyd. nicht recht zu 
erklaren wusste , weiter nichts als speien op de pleie : 



108 ANMERKUNGEN ZUM BEGHUfSEL. 

dat die te voren ghinghen screien, 
si gltinglieB na siaglieii eade pleien, 
entie te voren songben bogbe, 
de liepen de trauen nu int ogbe. 

Wahrscbeinlich bangt pleie mit dem mlat. plaga zusammen, 
was sich wenigstens als mnsicalisclier Kanstausdrack für ge- 
wisse TonTerbältnisse nacWeisen Usst, s. Adel. Gloss. I» 49!^ 
voce Antentus. 

rebebie (!28), rom. rebebe, rnbebe, rebesbe, rebelle, mbelle, 
reberbe, rebec, mlat. rebeca, eine Art Geige, s. Roqnef. Gloss. 
II, 440. poesie fran^. 108 — 110. Dass es ein Streichinstrument 
war, erbellt aus Aimericus de Peyrato Abbas Moisacensis in 
yita Caroli M. : 

quidam rebecam arcuabant 
muliebrem Tocem confingentes, 

s. Adel. Gloss. I, 623. voce Baudosa, Tgl. auch Job. Gerson 
bei Gerbert II, 154. 

rote, rom. rote, mhd. rotte (Schmeller, baier. Wb. III, 170), 
ahd. rotta, Leier, ein uraltes deutsches Saiteninstrument, Grimm 
Gr. III, 468. Sie war wie die alte lira nach Notker*s Abhdl. 
über die Musik (y. d. Hagen 's Denkm. 25) mit 7 Saiten bezo- 
gen. Notker zu Ps. 91, 2 : 'Psalterinm, rota, ist genus organi, 
ein slahta orginsangis so also seitspil ist, daz ruoret man mit 
banden.' Am Schlüsse der Sanctgaller Hs. Yon Notker 's Psal- 
men steht folgende merkwürdige Notiz (bei Schilter p. 270): 
Sciendnm est quod antiquum psalterium instrumentum decha- 
chordum utique erat, in hac videlicet deltae literae figura mul- 
tipliciter mystica. Sed po8t«£uam illud symphoniaci et ludicra- 
tores ut quidam ait ad suum opus traxerant, formam uti^ue 
eius et fignram commoditati suae habilem fecerant et plures 
chordas annectentes et nomine barbarico rottam appellantes 
mysticam illam trinitatis formam transmutando. — Das lat. 
lyra wird im Ahd. oft durch rodda, rotta glossiert, z. B. 
Gloss. Gerb. 101. «Fun. 915. 



ANM£RKUNG£N ZUM BEGHINSEL. 100 

scalmei, mhd. scbalmie, scKalemin» rom. cKalumely cKalu- 
mean, Schalmei, s. darüber Nicolai in. der Berlin. Monatsclur. 
XVII, 129-139. 

sinpboiiie, mlat. syinplioiiia. Joh. Gerson (opp. III, 6!27): 
Symphoniam putant aliqui viellam vel rehecam, quae minor 
est. At vero rectius existimatiir esse masicum tale instramen* 
tum quäle sibi vindicaverant specialiter ipsi caeci. Haec so* 
. nnm reddit, dum una mann revolvilnr rota parvnla thnre linita, 
et per alteram applicatur ei cum certis clavibus cbordula ner- 
▼orum, prout in cithara, nbi pro diversitate tractnum rotae, 
varietas barmoniae dnlcis amoenaque resnltat — also eine 
! Leier. 

sitole, rom. citole, citoUe, ein sanfltönendes Saiteninstrument. 
Pet au Vilain um iUS : 

que le roi de France h. celle erre 

euTcloppa si de paroles 

plus douces que sons de citoles, 

8. Roquef. poesie fran^. 110. 

souterie (27), rom. salterie, psalterinm, eine Gitber mit 
10 Saiten. Auetor Mamotrecti ad I. Paralip. cap. 17: Psalte- 
rinm dicitur canora cytbara decem cbordarum coaptata, quae 
cum plectro percutitur. Vg^l. Gerbert II, 153. 

sunbees, mbd. sumber (Scbmeller, baier. Wb. III, 250), rom. 
tymbre (Roquef. poesie fran9. 126), Trommel, Pauke. 

tambuus, wol gleicbbedeutend mit tamboer, tamborijn,. 
rom. tabour, tabor, tabur. 

trompe, so auch rom., mbd. trumbe, trummc, eine Art langer 
Trompeten. 

tympanon, Trommel. Roquef. poesie fran^. 116. 

▼ edel, mbd. videle, abd. fidula, rom. viole, ^iele, mlat. vitula, 
vidula, Tiella, viela, viola, unsere beutige Geige, violon. Das- 
beutige frz. viele» Leier, biess £xviket rote. 



900 ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 

Wie ia Besag auf die musicalischeii Instrumente die nieder- 
l&ndiscben Spiellente mit den französischen verwandt erscheinen , 
so sind sie es auch in noch anderer Beziehung. In derselben 
Zeit als Innungen und Zünfte aller Art in den Stildten entstan- 
den , suchten auch die Spielleute zu wechselseitiger Unterstützung 
in ihrem Gewerbe und zur Sicherung ihres Verdienstes sich zu 
▼erbinden. Zu Paris traten mehrere zu diesem Zwecke wahr- 
scheinlich schon zu Ende des 13. Jahrh. zusammen» im J- 1321 
(nach Depping, Reglemens sur les arts et metiers de Paris, red. 
au 13. siecle p. LXXIX.i gab es bereits ein besonderes Statut des 
mcnestreus et jugleurs » worin auf ein früheres Bezug genommen 
wird, und seit dieser Zeit entstanden zu Paris immer wieder neue 
Verbindungen dieser Art, wenn die alten sich aufgelöst hatten; 
noch im J. 1401 erlicBS Karl VI. ein Bestätigungspatent für die 
Menestrels, joueurs des instrumens tant hauts comme bas, s. 
Forkel, Gesch. der Musik II, 750. Auch in den Niederlanden 
muss dies musicalische Zunftwesen bald Nachahmung gefunden 
haben. Die ministrele vereinten sich zu einer besonderen 
Gesellschaft, traten in die Dienste der Städte und Fürsten und 
nannten sich seitdem nach ihren Hauptinstrumenten pipers, 
trumpeners u. s. w. Im J. 1383 werden pipers der Stadt 
Arnheim erwähnt, 1386 des Herzogs Ton Geldern, 1420 der Stadt 
Dordrecht und 1383 trumpeners desselben Herzogs, s. van 
HasBelt*s Arnhemsche oudheden IV, 73. 74. Wie viel an Jahr- 
gehalt und Kleidern die Stadt Leiden ihren pipers und trom- 
pcrs im J. 1419 und 1420 gab, ist in einem Rechnungsbuche 
genau angegeben, s. Verhandelingen van de maatsch. der nederl. 
Letterk. te Leiden I, 217* 421. So finden wir auch frühzeitig in 
Deutschland die Spielleutc ebenfalls ansässig und zünftig und meist 
im Dienste der Städte und Fürsten ( s. Forkel II, 751), und die 
Stadtpfeifer und Stadttrompeter sind noch heute nicht ausgestorben. 

(Spreclier« 

Die sprekers waren Reimsprecher, die durch Hersagen ge- 
reimter Erzählungen, Sittensprüche und Lobreden an dtn Höfen 



ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 901 

der Fürsten und reicher Edelleute die Gesellschaft lu erg^dtzen 
pflegten. Sie führten wie die SpieUeute meist ein unstetes Leben. 
Erst in später Zeit erscheinen sie oft im Solde der Forsten und 
Vornehmen : dämm heisst es denn auch ansdruchlich in einer 
Rechnung vom J. 1395 ron zwei Sprechern, dass sie ohne Dienst- 
herren waren (twc sprekers die ghene heren en hadden, t. Wyu 
Arondst. I, 339). Das älteste urkundliche Beispiel ron Besol- 
dung ist vom J. 1337. Graf Willem IV. von Holland und Hen- 
negau befahl dem Bailjuw von Rennemcrland und Friesland , 
jährlich an Willem van Delft den dichter ein Paar ge- 
futterter Kleider und fünf Pfund hoU. auszuzahlen; s. die Ur- 
kunde in Byvoegsels op Wagenaar lY. st. bl. 82. — Graf Albrecht 
▼on Baiern (f 1404) und sein Sohn Willem VI. unterhielten an 
ihrem Hofe, wie es scheint, keine besoldeten Sprecher; wenn 
sich einer vor ihnen hdren Hess, so wurde er jedesmal beson- 
ders beschenkt. In den Rechnungsbüchern aus ihrer Regierungs- 
zeit sind unter der Rubrik : Pipers ende herauden, die 
einzelnen Geschenke, die für dtrgleichen Kunstleistungen verab- 
reicht wurden, angegeben. Dem Herz. Albrecht wird 1391 een 
schilt (fac. 3 schell. 9 den.) in Rechnung gebracht für mee- 
ster Willem den dichter und kurze Zeit danach zwei 
Gulden für meester Jan den dichter, s. Tan Wyn I, 333. 
dichter und spreker war wol ganz gleichbedeutend, dich- 
ter Tielleicht ehrender ; darum heisst es denn auch in den herzogl. 
geldrischen Rechnungen vom J. 1388 : Item meester Willem den 
spreker aldaer ghegheven ij.gl. , und nachher: meester Willem 
den dichter ende spreker tot Leiden gheghcTen iij. gl. , s. van 
Hasselt, Geld. Maaltijden 210. Wer dieser öfter vorkommende 
Willem wahrscheinlich war, ergiebt sich aus dem Folgenden. 
Im J. 1398 erhielt meester Willem van Hildegaerts- 
berghe die spreker die voor minen here alrehande 
ghedichten gheseit hadde, zwei Henncg. Kronen te verdrin- 
k e n und im J. 1400 , weil er voor minen here ghesproken 
hadde, acht Gulden. Vielleicht ist dieser Willem derselbe 
Sprecher, der im J. 1399 voor minen here een sproke 



909 ANMEBKUNGEN ZUM BEGUINSEL. 

sprae yan den yriescker reise and dafür eine alte Hen- 
neipiusclie Krone bekam, s.yan Wyn I, 340. 341. — Die spre- 
kers waren Leute ron natürlieken Anlagen und manckerlei Kennt- 
nissen, die in eiafaoken Reimen über viele Dinge, gewiss anek 
oft ans dem Stegreife , sieb ausznsprecben verstanden ; an feinet 
Weltbildnng , an wabrball poetiscber Auffassang und Darstellung 
and an allem was man damals unter Gelebrsamkeit begriff, feblte 
es ibnen oft gftnzlicb. Wir kdnnen uns von ibrer Poesie einen 
ganz guten Begriff macben aus den Werken des eben genannten 
Willem ▼. H. (Horae belg. I, 88 — 90) x in seinen s proben ist 
uns wabrscbeinlicb zugleicb das Beste erbalten was die spre- 
kers je leisteten. Unter sproken verstand man überbaupt 
kleine Erzablungen, besonders solcbe die belebrenden und erbau- 
lieben Inbalts waren, dann aber aucb Sittensprücbe , und eben 
darum nennt Maerlant in seinem Spiegbel bist, (vgl* van Wyn 
I, 339. Anm. a. ) die spmcbartigen Auszüge aus den griecb. und 
röm. Scbriftstellern , die er übersetzt mittbeilt, sproken oder 
bloemen. Dergleicben sproken waren von kleinem Umfange 
und durften es aucb wegen ibrer Bestimmung, der eigentlieben 
Kurzweil, nur sein. Dureb dies Hauptgescbäfl , dies sproken 
spreken sowie dureb ibre personlicbe Stellung in der Gesell- 
scbaft, untersebeiden sieb die sprekers von den seggbers 
und elerken. Die sprekers yerstandeu gewiss aueb nocb 
binundwieder eine andere Kunst, welcbe jenen fremd war, die 
Wappenkunde. Hierauf fubrt micb die Ueberscbrift t Pipers 
ende berauden, unter welcber sie in jenen alten Reebnungs 
bucbern immer mitvorkommen; sie waren also, wie Suebenwirt 
(VII, 11) dergleieben Leute nennt, cbnappen von den wappen, 
die von den wappen tiebtens pflegen. — Aus allem diesem er^ 
giebt sieb eine auffallende Aebnlicbkeit der sprekers mit den 
deutseben Spreebern (vgl. Oberlin Gloss. 154!^ und Scbmeller 
baier. Wb. 111,588) und Sprucb dicbtern des 14. Jabrb. 
(Teiebner, Suebenwirt, Sucbensinne ; solcbe deutscbe Spreeber 
waren aucb die sieb 1390 vor Albrecbt boren liessen : einer aus 
Westpbalen und zwei aus Heidelberg, die alle sprekers beis- 



ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 908 

seil, van Wyn I, 339), — and wie diese allm&liiig yor den nachlie» 
rigen zünftigen Meistersängern rerscliwanden » so sehen wir auch' 
in den Niederlanden mit dem Aufkommen der asnnflartigcn rede- 
rijkers, die sonst mit den Meistersingern nichts gemein haben, 
die sprekers verschwinden, und man verstand unter sp re- 
kers und sproocsprekers später nur die eigentlichen rede- 
rijkers, s. z. B. die Rechanngen der Stadt Middclbnrg vom 
J. 1450 und 1469 ( Lambrechtsen hl. 138). — Schliesslich muss 
ich noch bemerken, dass Rein. 4^55 die sprekers die haer 
tonghe verhuren, schwerlich auf die hier erwähnten Spruchspre- 
cher bezogen werden kann; es ist dort die Rede von scout, 
schepen, rechters, und wird also wol soviel bedeuten wie das 
deutsche Sprecher bei Haltaus: Schiedsmann. 



B i c li t e r. 

Die Dichter scheiden sich in zweierlei Arten, in clerke, 
die eigentlichen gelehrten Poeten, und in segghers. Sagen - 
oder Aventuren dichter. Die aus Nordfrankreich herübergekom- 
menen Romane sowie die bereits in lateinischen Gedichten vor- 
handenen fremden oder durch mündliche Ueberlieferung fortge- 
pflanzten einheimischen Sagen hiessen saghen. Maerlant in 
der Alexandreis (Hör. belg. I, 48): goede jeesten ende saghen, 
im Sp. bist, van bere Wislan die saghe, s. Mone*s Uebers. 35, 
im Sp. bist. II, 173: dapostelen daden tekine groot, miraeclen 
sulc dat dies ghenoot noit wart ghehoort in ghene saghe; fer- 
ner im Sp. bist, valsche saghen (Hör. belg. I, 49), gheveinsde 
saghe (Hör. belg. I, ^8); und die Dichter die solche dichte- 
ten, nannten sich und Kiessen segghers. Im 44!^. Verse des 
merkwürdigen Bruchstücks vom Troj. Kriege (Nieuwe werken van 
de maatsch. der nederl. Letterk. te Leiden 1 , 1 , ^01 — 286 ) 
heisst es : 

dat seit Daris diet romans bescreef. 
hoort hier voort daert seger liet 
ende hi van der jeesten schiet 



904 ANHEBKDNOEN ZOM BEOHINSEL. 

viid bei Maeriant, Sp. bist. I, 110: 

segliere diere god gaf 
maectere sint toe dat proyeel *) 
ende als ene bataelge gbeel. 

(Beiläufig bemerke icb, dass weder in dem daert seger lief 
nocb in dem segbere diere god gaf maectere sint toe 
der Name eines Dicbters, wie Mone, Uebersicbt 81 will, liegen 
kann; jenes beisst: daer bet de seggber liet, und dieses: seg- 
gbere die daer god gaf maecten [also Mebrzabl] daer sint 
toe.) Der Name war alt und wurde im 14. Jabrb. zuweilen 
aucb den sprekern gegeben, s. Beispiele aus alten gräfl. Recb- 
nungen von 1347. 1364. 1365 in de Jonge, Hoekscbe en Kabel- 
jaauwscbe twisten %A, Ein solcber seggber war aucb Jacop 
van Maerlant in seiner Jugend gewesen; er batte vor dem Jabre 
1^70 nacb dem Lat. des Waltberus de Castellione die Alexandreis 
und wabrscbcinlicb nacb dem Romaniseben des Benott de Sainte- 
More den Trojaniscben Krieg gedicbtet. Später aber, nacbdem 
ibm das Gescbicbtlicb - Wabre , das Belebrende und Erbauliebe 
nur als ecbte und einzige Poesie ersebien, veracbtete und basste 
er jede andere Ricbtung in der Poesie, so dass er im Sp. bist, 
selbst seinem eigenen Werke vorwirft, es sei niebt frei von Lu- 
gen (Hör. belg. I, %S)'. 

alse u die boec bier na ontbint, 

daer gbi vraije jeeste in vint, 

die ic diebte bier te voren 

also alse mense vint in auctoren; 

mer daer sijn favelen toe gbeslegben 

dier ic bier niet en wille plegben. 

und in der Rijmb. sogar Gott bittet, er möge ibm vergeben, dass 
er sieb mit Lügen (jenen Jugendgedicbten ) verunreiniget babe : 

vergbeve dat ic mi besmet 
böbbe in logbenliken dingben. 



*) dat prieel van Troyen, s. Mone 8 Ueberq. 79» 



ANMERKUNGEN ZUM BEOHINSEL. 90ft 

Sein Hass gegen Dicktungeii dieser Art zeigt sich in allen seinen 
späteren Schriften $ er ging darin so weit, dass er ein eigenes 
Capittel (das 99.) dem 1. Backe der IV. Partie seines Sp. bist, 
einverleihte unter der Uebersclurill : tSchelden tegben die 
boerders. Alle Diebtangen der Sagendicbter sind ibm Ge- 
schwätz, Possen and Lügenwerh; er sagt, dass sie die Geschichte 
morden mit schönen Reimen und schöner Sprache : 

hier moet ic den boerders antwoorden, 
die Traije ystorien vermoorden 
met sconen rime, met scoonre tale. 

Aach die faTclen, Thiersagen finden vor ihm keine Gnade: 
Reinaert gilt ihm nicht mehr als Artuor, beide sind ihm nar 
boerden (Rijmb.Hor. bclg. I, 91), und saghe, favele, fa- 
▼ elie, boerde, truffe, faloerde, loghen, aUe diese 
'Worte gebraucht er beliebig, wenn er die Werke der segghers, 
boerders oder menestrele — (worunter er gewöhnlich nur 
die boerders versteht, s. vorher; darum heisst es auch am 
Schlüsse jenes Gapittels : 

hier laet ict, want het es te Tele 

dat scheiden uptie menestrele) — 
als albernes, dummes Zeug, Lug und Trug bezeichnen will. 

Solche Ansicht mochte auch bei Maerlants glcichgesinnten 
dichtenden Zeitgenossen rorherrschen und wurde durch seine 
späteren Verehrer und Anhänger festgehalten. Wenn ein Dichter 
dieser Art von irgend etwas Wahrem oder urkundlick Begründe- 
tem sprack, so fugte er nock ein sonder sagke kinzu (was 
ukrigens bei Macrlant oft weiter niekts ist als eins von seinen 
vielen keliebten Flickwörtern, z. B. Sp. bist. I, %$9. III, 80): 
Stoke III , Vers 1597 : 

ende bleef doot al sonder sagke ; 
oder ein sonder favele: Stoke I, Vers 1!^. 13 : 

in Latine, in vraier orconde, 

sonder favele, sonder liegken. 

Diese Betkenerung der Wakrkeit, sonder sagke» wird auck 
nock auf andere Weise gegeben « 



MIO ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSKL. 

Der Vorredner sn Jan Tan Hein (Willems bl. 334 ) : 

dal en sijn saghen no drome; 
und in der Historien bloeme : ^ 

dat no truiFe no sagke en es. 

Das Wort sag he, besonders in der Redensart sonder 
saghe« muss scbon sehr früh in der Bedeutung: unwahre 
Erzählung, Lüge, ziemlich ging und gebe gewesen sein; es 
findet sich bereits im Reinaert 1086, Elegast 45^ (Hör. belg. IV, 
58) und Lantsl. ende Sandr. 833. Eben darum ging denn das 
alte saghe in seiner ursprünglichen Bedeutung aUm&hlich rer- 
loren und die saghendichters nannten sich später wie die 
clerhe, dichters und ihre Dichtungen arenture, jeeste, 
oder auch wol historie: 

Floris 1. 2: Nu hoort na mi, ic sal beghinnen 

ene aventure teilen van minnen. 
85: daer ic af teile darenture. 
246 : daer ghi daventure af seit hören. 
Reinaert 31: dese ayenture van Reinaerde. 
Ferguut 9 : bedi als ic hebbe hören saghen 

ende davontnren ondervraghen. 
Walewein 1 : Van den coninc Arture 

es hieven meneghe avonture. 
Oghier 1 : Men leset menich aronture 

Tan den edelen coninc Arture. 
Troj. oorl. (ed. Blomm. ) 5: 

maer diet romans maeete ende bescreef 

hi Tcrgat, in weet hoet bleef, 

een deel der bester aventuren. 
Lanceloot 8: hier Toren hebbic u Terplecht 

Tan Tele scoonre aTontnren; 

maer Trildi Toort int lesen duren, 

ghi sult hier hören scone die j e e s t e n 

bede Tan Trouwen ende Tan feesten. 

Tan ridderscape grote daet. 

Tan selsienheden menich baraet. 



ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 907 

Waleweia a. B. t hiAe was (Penninc) niet wel bedocbt, 

liine hadde j e e s t e ten ende brocht. 

Elegast 1: Ben vraie histo.rie ende al waer 

mach ic u teilen, hoorter naer. 

Malaghijs : Beghinnen willic in godes name 

een Kistorie uten waischen. 

Wie sich in Nordfrankreich die Dichter der grösseren Ro- 
mane Meister nnd Gelehrte nannten (maistres, clercs, s. 
Hör. belg. I, !23. Diez, Poesie der Tronb. 14^) und sich von 
allen übrigen Dichtern schieden, so sehen wir dagegen in den 
Niederlanden, dass sich den Titel: Gelehrte oder Dichter , 
(clerke, dichters) nur jene Poeten beilegten, welche Latein 
verstanden (daram auch clergie leren nur so viel heisst als 
Latijn leren, vgl. Huyd. op Stohe II, 550), in der Bibel 
d. h. der Vulgata bewandert waren und denen man gelehrte Kennt- 
nisse aller Art zutraute , besonders Kenntniss der Geschichte : 
Maerl. Rijmb. die clerke sijn ende historien kinnen. Ihre Ge« 
dichte sind aber nicht, wie die der franz. clercs, grössere 
Romane, zu deren Abfassung allerdings eine gewisse Gelehrsam- 
keit erforderlich war , sondern nur biblische , ascetische , didacti- 
sche und historische Reimwerke, also Poesien ganz ernster Art, 
die nur insofern ergötzen sollen als sie wirklich den Menschen 
erbauen und belehren. Darum trennt auch Maerlant die clerke 
von den menestrel.en (s.. vorher): 

dit en sijn niet clerke, maer menestrele, 
nnd Jan de Decker überhaupt von den Laien, Lekensp. III, 19. 
1-3: 

om dat leke van allen saken 

rime ende dicht willen maken 

ghelijc clerken dat wonder es — 

Ein solcher clerc war J. v. Maerlant; seine Ansicht von Poesie 
und seine poetischen Tendenzen sind hinlänglich bekannt. Br 
galt für den grössten Dichter, Lekensp. (Hör. belg. I, !26): 

want hi es thooft wildijt weten 

van allen dietschen poeten. 



909 ANMEBKDNGEN ZUM BEGHINSEL. 

oder , wie Deeker ihn an einer andern Stelle nennt : 

die Tader der dietseher dicbter. 

Rein Wunder also , dass man aus ihm wieder für die Theorie den 
Begriff eines wahren Dichters ableitete. Jan de Decker ( er starb 
1351 , s. die neuen Untersuchungen über ihn ron Willems in sei- 
nem Belg. Museum I, 340 — 343) hat in einem eigenen Abschnitte, 
dem 17. Capittel des lU. Buches seines Lekenspieghels , den er 
13!i6 — 30 schrieb, entwickelt: hoe dichteren dichten 
seien ende wat si hantieren seien. Nkeh seiner An- 
sicht gehören drei Dinge ^ zu einem ordentlichen Dichter: er 
mnss ein Grammaticus , muss wahrhaft und ehrsam sein : 

drie pointen hören toe 

elken dichtre , ic segghe u hoe : 

hi moet sijn een gramarijn, 

warachtich moet hi ooc sijn, 

eersaem van levenc mcde t 

so mach hi houden dichters sede. 

Wer also die Grammatik nicht Tersteht: 

die des niet en weet, sijts ghewes 
dat hi gheen goet dichtere en es 
noch dichtere mach sijn, 
es hi walsc, dictsc of latijn. 

Er soll wahrhaft sein, zuerst in Betreff aller geschichtlichen 
Ereignisse — also es nicht machen wie die logheneren die ral- 
sche materien viseren und Lügen in die Geschichte, z. B. ron 
Karl d. G. gebracht hatten. Fabeln aber wie die yon Aesopns und 
Avianus lässt er gelten, so auch den Reinaert^ weil es darin nur 
auf Belehrung abgesehen sei : 

ende mencghe ander rime 

alse yan Reinaerde ende Isegrime, 

Brunen den bere ende den das . 

dat dese dinc Tonden was 

was al om lere ende wijsheit; 
habe doch auch Christus selbst in Parabeln gesprochen. Doch 
mochten ihm die Worte Maerlants ( Hör. bclg. I » /^l } einfallen : 



ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 1BO0 

no Reinaerts no Artuurs boerden 
und er fugt gleich binzn : 

men mach ooc, d«t ghi wel wet» 
een boerdekijn vertreclsen met, 
al eist dat ni« en gheschiede. 
daer omme lachen die liede 
op dat en es niemens lachter. 
nochtan so bleeft bet achter^ 
want ysri van allen idelen woorden 
ten oordele seien antwoorden. 
das en sal men lieghen niet 
in historien wats gheschiet. 

Der Dichter soll zweitens wahrhaft sein in Betreff der Bibel, 
des Lebens der Heiligen und aller Satzungen der Kirche : ende 
van wat ter heilegher kerken hoort. Endlich soll er eersacm, 
tugendhaft sein : 

hets den lerare lelic sere 
dat hi scItc niet en hanteert 
doocht die hi enen anderen leert. 

Man sollte es kaum glauben, dass Jan de Decker, der im Gan- 
zen so unpoetisch über die Poesie spricht, doch noch zuletzt 
in Begeisterung geräth : 

Nu wil ic u segghcB ter vaerde, 

welc dichters sijn van aerde. 

selc es die dicht van minnen 

om dat hi wille sijn lief ghewinnen. 

selc dicht ooc openbare 

om dat hi gheeme namecont wäre. 

selc dicht ooc om gheniet. 

maer dit* dichten en es niet 

▼an naturen gheboren in, 

want si dichten om ghewin 

sonder der naturen beheet. 

een rechte dichtere, god weet, 

al waer hi in enen woude, 

Hör. belg. VI. l4 



910 ANMERKUNGEEI ZUM IKGHINSEL. 

«Uer lii nemmeffneer cn tattdc 
van dicLtene liebben danc, 
nocKtan 0011116 bi barde onlanc 
sonder dicbten daer gbeduren» 
want bet boort Uierc natnicn, 
bine moebt laten al wilde bi. 
dicbten moet n«t berten Tri 
comen ende nnt claren sinne, 
daer god bebonde inne 
elken dicbtre die waerbeit mint! 
bier met es dit dicbt gbeint. 

Die clerke gewannen mebr nnd mebr die Oberband, ibre 
Gediebte wnrden am meisten gelesen und, was für jene Zeit 
nocb mebr sagen will, am meisten abgesebrieben ; sie galten bis 
zum Ende des 14. Jabrb. lor Master und fanden bänfige Nacb- 
abmer; nnd so wnrde, nacbdem die Romane nnd alle äbnlicben 
Diebtangen in Veracbtnng nnd Vergessenbeit geratben waren, jene 
ernste und troekene Reimerei berbeigefubrt , die endlicb in den 
Kammern der Rederijkers des 15. nnd 16. Jabrb. zn ibrer böeb- 
sten Blütbe gelangte, zn einer Blutbe die aber weder glänzte 
nocb duftete. 



Rederijkerii, 

Die Rammern der Rederijkers sind oft ein Gegenstand ge- 
lebrter Forscbung gewesen. Die umfassendste Abbandlung dar- 
über ist die Ton Willem Kops : Scbets eener gescbiedenis der 
Rederijkeren in den Werken yan de maatseb. der nederl. Letterk. 
te Leiden II. deel (1774. 4.) bl. 21^-251. Hieraus und aus yan 
Wyn, Avondst. I, 299. 346-354. bat Jac. Grimm (Ueber den 
altdeutscben Meistergesang 156 — 160 ) die Ergebnisse zusammen- 
gestellt und das Verb&ltniss der R. zu den dentscben Meister- 
sängen! darzutbun gesucbt. Recberebes bistoriques sur les cbam- 
bres de Rb^toriques des Pays-Bas par G. J. Gerard liegen band- 
scbriftlicb in der kön. Bibliotbek im Haag. In neuerer Zeit ist 



ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. j^] % 

dann notb Mancherlei über die Kammern einzelner Städte er- 
schienen, 2. B. über Antwerpen: Geschiedhundi^e aenteeke- 
ning aengaende de S. Lucas Gilde en de Rederijkkamers , gezegt 
van den Olyf-tak, de Vioüeren en de Goudbloem, door Joseph 
van £ertborn. Antw. (1806) 8. kenne ich nur aus Mone*8 Ueber- 
sieht 13. — P. Visschers, een woord over de Rhetorykkamers in 
Willems, Belg. Museum I, 137 — 146 und des letzteren chrono- 
logische lyst van oorkonden, de kamers van Rhetorica te Antwer- 
pen betreffende das. I, 147-171; über Dixmude: Ch. Robaeys 
in den Nederduitsche Letteroefeningen (Gent 1834) bl. 116—123; 
über Löwen von Serrure daselbst bL 240—263; über Middel- 
buyg: N. C. Lambrechtsen van Ritthem gin den Verhandelingen 
van de maatsch. der nederl. Letterk. te Leiden IIL deel 1. st. 
W. 117-175, 

Der Gegenstand ist zwar immer noch nicht erschöpft; ich 
glaube jedoch nicht, dass sich neue Zeugnisse auffinden werden, 
wodurch das was wir bis jetzt über Ursprung, Einrichtung und 
Bestrebungen der Kammern der R. wissen, wesentliche Aende- 
rung erleidet. 

In Frankreich oder vielmehr in Paris, denn das ist in der 
Regel Frankreich, gab es zu Ende des 14. Jahrb. Gesellschaften, 
welche sich und das Volk durch dramatische Darstellungen zu 
ergötzen strebten. Wie diese Gesellschaften: les clercs de la 
Basoche, la confrairie de la passion, les enfans saus souci, be- 
schaffen waren, lernen wir aus ihren Verfassungen, die noch 
unter Karl VI. bestätigt wurden , und ans ihren mancherlei Be- 
strebungen, und wir lernen zugleich, dass eine so grosse Ueber- 
einstimmung zwischen ihnen und den Kammern der R. stattfin- 
det, dass uns diese nur als eine Nachahmung jener Gesellschaf- 
ten erscheinen können. Wann aber eine solche Nachahmung 
stattfand, ward bis jetzt noch nicht ermittelt. Ganz aus der 
Luft gegriffen ist das Bestehen einer Rederijkkammer zn Diest 
im J. 1302; ja ich glaube sogar, es fehlt durchaus an urkund-' 
liehen Beweisen, dass Kammern im späteren Sinne des Worts 
bereits 1304 zu Dixmuden, 1400 zu Antwerpen (die Violieren) 

14* 



919 ANBIERKCNGEN ZUM BEGHINSEL. 

uad 1427 zu Rortrijk bestanden haben. Um*« Jahr 1430 lassen 
sieb aber wol sebon Rammem sieber nacb weisen. 

Die poetiseben Bestrebungen der Kammern der R. bescbränb- 
ten sieb in der frühesten Zeit und das ganze 15. Jabrb. hindurch 
lediglich auf das Auflfuhren von Schauspielen ernsten und heitern 
Inhalts. Jene biessen moralisatien, speien van sinne 
(Mone*s Uebers. 354 ff. \ sinnespelen, die anderen esbat- 
tementen, batt erneuten, clnchten, auch wol cluiten, 
sötte clniten. Jede Kammer hatte ihren besonderen Namen 
und ihr besonderes b 1 a s o e n , Wappen nebst Sinnspruch. Die 
Mitglieder selbst nannten sich anfangs retrosyn, rhetoryher 
und im 16. und 17. Jahrb. reder ijker. Sie schieden sich in 
camerb roeders und hoofden, die letzteren waren die eigent- 
lichen Beamten und biessen nach ihren Wurden und Dienstlei- 
stungen heiser, prins, factor, deken, vinder; später 
gab es auch einen fiscael und einen vaen drager. Sie hiel- 
ten ihre bestimmten Zusammenkünfte. Ihre poetischen Wettkämpfe 
(intreden) und sonstigen Aufzüge wurden mit vieler Förmlich- 
keit und grossem Oepränge begangen, besonders die sogenannten 
landjuweelen, die man in den Städten hielt, minder glän- 
zend waren die auf dem Lande angestellten, die haechspelen 
und dorp speien. Silberne Schalen und Kannen pflegten früher 
der Siegespreis zu sein. An die Stelle der Schauspiele traten 
später die ref er einen (Mone's Uebers. 26. 253 — 257) und an- 
dere Dichtarten, meist didactischen Inhalts. 

Noch jetzt bestehen in Belgien mehrere Kammern der R., 
welche poetische Preisfragen aufgeben und Wettstreite halten, 
auch wol Schauspiele auffuhren. Ich selbst sah eines Tages zu 
Gent die dortigen Fonteinisten zu einem poetischen Wett- 
kampfe ziehen, in festlichem Gepränge, voran eine grosse Mu- 
sikbande, dann Fahnenträger, bunte Trommelschläger, und hin- 
terdrein die Rederijker. Es war Nachmittag und der Wettstreit 
dauerte bis um Mitternacht zwei Uhr — ein merkwürdiger 
Eifer! der aber weiter nichts bedeutet. Dieselben Leute, die 
hier zur Ehre und Beförderung ihrer Muttersprache kämpfen. 



ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 213 

scliämen sicli einige Stunden später, in anständiger Gesellscliafl 
vlaemscli zu sprechen. ' 



Trinken. 

30: selc gheet drinken in tavernen 
al den dach metten ghesellen. 

Die Trinklust haben die Niederländer mit allen deutschen 
Yölkem gemein. Es gab alle Jahrhunderte hindurch, zumal in 
Flandern und Brabant im Volke manchen man die gherne 
dranc, wie er in einem alten Gedichte der Hulth. Hs. (s. Mone*s 
Uebers. 137) geschildert wird : 

Dits van den man die harde gherne 
tilic was in de taverne, 
ende langhe duurde ende hoghe dranc 
alse hem die tijt waert te lanc, 

der gewiss ernstlich meinte was ihm der Dichter am Schlüsse in 

den Mund legt : 

ic hadde liever te schedene yan minen wive 
dan drinkhuus tonberene te minen liye. 

Wer die heutigen Belgier gesehen hat, wie sie in und vor den 
Bierhänsern festsitzen, glaubt sich in die Zeiten unserer sott er- 
nien versetzt: alles wie sonst, dasselbe ßier, dieselbe Lust dazu, 
nur die Häuser und das Geld haben ihren Namen (estaminets, 
francs , Centimes ) und die Menschen meist ihre Sprache verän-^ 
dert. Auch noch heute gehen wie damals die Weiber mitunter 
zu Biere, und die alte Brüsseler Ordonn. vom J. 1342 (in Wil- 
lems, Belg. Museum I, 251), wenn man sie je heutiges Tages 
erneuen könnte, würde gewiss manchmal übertreten werden; sie 
verbietet bei 20 Schilling Strafe und bei Verlust des Oberkleides 
dat en gheen wijf in taverne niet drinken en sal gaen. Viele 
Sitten und Gebräuche hat man von den Franzosen angenommen, 
im Trinken ist man deutsch geblieben; diesen Zug uralter 
Stammesverwandtschaft bezeugen alle Jahrhunderte hindurch 



{§14 ANMERKUNGEN ZUM BEOHINSEL. 

fremde und einheimische Schrifitteller — ich besehrAnhe mich 
nur anf das 16. Jahrh. Meyeri flandricamm reram (1531) 
T. JX : Cervisiam nbique largiter potant » partim domesticam , 
partim ex Hollandia, Germania, Anglia advectam. Ebrietatem 
(proh dolor) lere ducnnt Titinm. Gladiis praesertim a^estes 
hastis^ne instmcti, ad cauponas commeant, rixantur nonnunquam 
inter pocnla ac caedes inyicem facinnt. L. Gnicciardini, 
Descrittione di tntti i paesi bassi (ed. 1581) p. 43: Hanno poi 
per la maggior* parle quel* vitio del her* troppo, di che essi 
prendono estremo dilelto , et pero sovente di di et di nette beono 
tanto, che oltre ad altri gra^i disordini, che ne nascono, fa loro 
in molti modi gravissimo danno al corpo cet. et loro medesimi 
il conoscono, lo confessano, et se ne riprendono, non ostante 
eio per la cattiva consnetndine non se ne sanno o non se ne 
possono astenere. 

Zum Trinken gab es viele Anlässe nnd Gelegenheiten auch 
ausser den gewöhnlichen Festtagen und Kirmessen. Zur Unterhal- 
tung, besonders aber zum Trinken waren z.B. auch die sogenannten 
labbaien, quanselbicr, spinningen, splijtingen, swin- 
gelingcn (vgl. die deutschen Spinnstuben und Swengelköste) be- 
stimmt, Zusammenkünfte junger Gesellen nnd Mädchen in den 
Wirthshäusern , welche oftmals und noch 1697 und 1700 durch 
die geistlichen Behörden verboten wurden , s. Willems , Belg. 
Museum I, 316 — 318» Vielleicht hatten auch die Gilden ihre 
eigenen Trinkgelage , doch finde ich kein Wort was auf etwas den 
deutschen Trinkstuben Aehnliches (Wilda, Das Gildenwesen 
im Mittelalter 209, vgl. Schmeller, baier. Wb. I, 495) führte. 

Dieser wichtige Gegenstand der Sittengeschichte verdiente 
wol einmal umfassend und gründlich dargestellt zn werden. EId 
auch in Deutschland bekanntes Buch : Nederlands displegtighe« 
den door K. van Alkemade en P. van der Schelling 1 — 3. deel. 
Rotterd. 1732—35. 8., ist ein nüchternes moralisches Geschwätz, 
worin manches über Trinken und Trunkenheit bei allen Völ- 
kern der Welt zusammengeraflft ist , auf die Niederlande aber am 
wenigsten Bezug genommen wird. 



ANMERKUNGEN ZUM BEGHINSEL. 9tS 

d>%, somtijtt drinken ti op die belle, 

nacli Willems : znweilen trinken sie dass sie für statkint, pro 
prodigo erklärt -werden müssen ; Ril. iemanden bellen .i. 
statkint maken, prodigentiae condemnare. Dies gesckiekt 
nämlick, ich glaube noch, durch einen Gerichtsdiener, der in 
den Strassen mit einer Glocke läutet und dann das gericht- 
liche Erkenntniss über den Prodigus kundthut. An die drab- 
c 1 o c k e oder achterste clocke ist hier wol nicht zu den- 
ken ? Wenn diese läutete , durften die Gastmrthe kein Getränk 
mehr verabreichen ( Brüss. Ordonn. von 134!^. 1348 ) : so war es 
auch in den deutschen und ital. Städten im Mittelalter, s. HüU- 
mann, Städtewesen IV, 16. 17. Diese Glocke hiess deshalb ge- 
wöhnlich die . Trinkglocke , auch wol in südlichen Ländern die 
Wein-, in nördlichen die Bierglocke. 



ST a r r e n, 

15. selc houden sötte daer si met folen, 
einige halten Narren, mit denen sie Narrenspossen treiben. 

Auch die Niederlande liefern gewiss Beiträge in Menge zu 
einer Geschichte der Narren und des Narrenwesens. Diese merk- 
würdige Seite des Mittelalters ist bis jetzt immer noch zu wenig 
beachtet; was wir darüber haben, beschränkt sich so ziemlich 
auf die beiden Werke Flögers t Geachichte der Hofnarren. Lieg- 
nitz 1789. 8. und Geschichte des Groteskekomischen, das. 1788. 8. 
In beiden sind die Niederlande beinahe ganz leer ausgegangen, 
und doeh hat Flögel für seine Zeit und nach seinen geringen 
Hülfsmitteln viel geleistet. — Auch hier hatten die Fürsten und 
reichen Edelleute ihre Narren, s. Beispiele aus dem 14. und 
15. Jahrb. in van Hasselt 's Geld, maalt. !213. ^15. ^18, ja sogar 
die Städte, wenigstens zu Anfange des 16. Jahrb., unterhielten 
Narren, denen sie ein Jahrgehalt und Kleidung gaben, s. Mat- 
thaens de nobil. 1134 und v. Hasselt, Geld, maalt. 9*28. Die 
niederländischen Narren kommen unter verschiedenen Benennung 



{^10 ANMERKUNGEN ZI) I. 

gen vor: gliec, sot, narre, polle, dwaef, door, sof- 
tebol, guich, dwaep, dweep und heissen in Besag auf 
das Possenreissen auch wol boelser, boetsenraaker, beu- 
seler, gnite, beiteler, buiteler, faterer, schar- 
Inin, Bcherlnin, schobbe, schniver, schruiye, 
schudde, manche dieser letzten Benennungen gehören swar 
nach Kiliaen nur einseinen Gegenden an. 



zu ESM ORBIT. 

Esmoreit ist das einzige Stück dieser Sammlung, das bisher 
bekannt war: Serrure gab davon eine französische Uebersetzung 
im Messager des sciences et des arts de la Belgique ou nouvelles 
archives cet. T. III. (1835) p. 6—40, die nachher auch einzeln 
erschien unter dem besonderen Titel: Le jeu d*£smoree, fils du 
roi de Sicile, drame clu XIII« si^clc, Traduit du flamand par 
C. P. Serrure. Gand 8. — Serrure hält das Ganze für eine Er- 
findung des Dichters ; in der sicilianischen Geschichte finde man 
weder die Namen der Fürsten noch überhaupt ein Ereigniss , wel- 
ches zu dem Inhalte des Stücks Stoff hätte darbieten können. 
Das Individualisieren des Ganzen mag allerdings wie die drama- 
tische Form lediglich Werk des Dichters sein, die Grundidee 
holte er wahrscheinlich aus jener reichen Fundgrube für alle 
Dichter des Mittelalters, aus den sieben weisen Meistern. H. A. 
Keller hat in der Einleitung zu dem französischen Gedichte s 
Li romans des sept sages (Tübingen 1836) alle einzelnen Ge- 
schiehten, die sich in den verschiedenen Bearbeitungen der 
sieben weisen Meister vorfinden, zusammengestellt, und theiit 
S. clviij den kurzen Inhalt einer Geschichte mit, welche offenbar 
ganz zu unserem Schauspiele stimmt: ^Der Findling. Ein 
König nimmt einen Findling an Kindesstatt an, der ihm dann 
seine Tochter entführt, und ihn selbst umbringt.* Nur der 
Schluss in unserm Schauspiele ist menschlicher uiid eben des- 
halb auch poetischer. 



ANMERKUNGEN ZU I. II. 1HL7 

1, 184 und 1^14: Balderijs übersetzt Seimre Bagdad; es ist 
aber wol eber Baisera ( Balsora , Bassora ) , unterhalb des Zu- 
sammenflusses des Tigris und £upbrat, südöstlicb Ton Bagdad. 

1,!25!2: Tervogan, Terrogant. Bei romaniscben Völkern 
wurde aus dem Hermes ter maximus, wie er bei Ausonius 
beisst, dem tQiSiiiyiatoS ein Termagan, Tervagan Benen- 
nung für die oberste Gottbeit. Süd- und nordfranzösiscbe 
Dichter wenden sie auf den sarrazenischen Abgott an und brin- 
gen ihn mit Jnpin (Jupiter) und Apoll on zusammen, s. 
Grimm *s Mythol. (XIII). Aus romanischen Quellen haben un- 
sere mhd. Dichter Teryigant und altenglische Termagant, 
vgl. Percy, Reliq. I, 6!2. 67. An appendix to Shaksp. dram. 
works (Leips. 18)26. 8.) p. 178. 

1, ^59: Mahoen, Mahometh, rom. Mahom, Mahon, Mahons, 
Mahum. Roquef. Gloss. II, 111. Der Dichter aber dachte sich 
darunter wol noch einen besonderen sarrazenischen Abgott: 
so steht 595 und 749, und 3, 338 und 977 Mahoen neben 
Mamet. 

1, 656: dies sijt vroeder (: moeder), und 3, 1127: dies 
ben ic vroeder, etwa: das wisse besser, das weiss ich 
besser. An einen gen. plur. , wie sonst nach lernen und nie- 
men (Hör. belg. III, 161), ist nicht zu denken, noch weni- 
ger an einen nom. masc, da ein solcher auf — er vollends 
unmöglich scheint, s. Grimm Gr. lY, 739. 



zu LIPPIJN. 

9, 56: ende maect van mi enen pol her Jan, und 
macht aus mir einen Hurenwirth, Herrn Jan, der also ande- 
ren sein Weib preisgiebt — vielleicht eine sprichwörtliche Re- 
densart, pol in dieser Bedeutung noch jetzt in Holland, Wei- 
land Wb. IV, 95, vgl. Kil. voce polle, pol. Jan ist ein so 



918 ANBIERKUHGEN ZD II. 

gewdhnliclier Name, dats er in Tielen Redensarten angebracht 
wird: fo lagt man in Norddentsehland Jan an alle Man Inr 
jedermann, und nennt den Zaunkönig körte Jan im Tikn. 

SSIfen und SSIfinnen« 

!2, 98: alfsghedrockte, Maerl. Spiegkel bist, elfsghe- 
drock und Bestiaris elfsgkedrockte (Hör. belg. III, 5!^); 
Reinaert 5365 alfsgkedrock (: nock), Bieg. 51 alfsgke- 
drock (Hs. alfsgkedrockte) und 775 alfsgkedrockte 
(: mockte). 

Nack dem allgemeinen Volksglauben in den Niederlanden wa- 
ren die Elfen und Elfinnen (alven ende elv innen) nur böse 
Wesen , welcbe dem Menseken im Scklafen und Wacken zu scka- 
den trackteten, indem sie ikn durek allerlei Trugbilder quälten 
und betrögen. Darum sagt der Dickter der natuurkunde 
auck von iknen : 

coubouten, alven, nickers, maren — 

minne ! ket sijn d u v e 1 e alle 

die ons gkeme brockten ten valle. 

Auck Maerlant kalt sie für gefallene Engel, für Teufel, weil er 
diesen das elfsgkedrock bcimisst, Spiegkel kist. I, 6: 

dit sijn die belagken mede 
talre tijt die mensckelickede 
bede wakende ende in drome. 
elfsgkedrock ende fantome, 
toverie comen van desen. 

Bei vielen beängstigenden Ereignissen glaubte man die Elfen, das 
alfsgkedrock mit im Spiele. Als König Karl im Scklafe eine 
Stimme körte die ikn aufforderte steklen zu geken, sprack er zu 
sick , Eleg. 51 : 

eist alfsgkedrock dat mi quelt? 

und Elegast als er sick dem König nake glaubte , Eleg. 774 : 

ic ben bedrogken na mijn gkedockte, 
oft mi verleit nu alfsgkedrockte. 



ANMEXKÜNGES ZU IL III. 919 

Und als Eggheric vom Klange der Schellen def Sattels, den ilm 
eben Elegast stahl, aufbrachte und nach dem Schwerte griff, 
beruhigte ihn seine Frau (874) : 

die hem seide ende Traghede, 

wat wäre dat hi jaghede, 

oft hem alven wilden verleiden. 

Noch bestimmter tritt in unserem Gedichte das alfsghedrochte 
auf. Die Frau Gevatterin benutzt es, um den betrogenen Ehe- 
mann Lippijn von dem was er mit eigenen Augen gesehen hat, 
ganz abzubringen. 'Hörtest du nie von Elfentrug reden der die 
Leute zu betrügen pflegt?* (98) — 'Was Teufel I meint Lippijn, 
hat Gott die Welt mit Elfen und Elfinnen geplagt?' (104) -- 
«Ja, meint die Gevatterin, der Elfentrug ist so gross dass er 
manchen so blind macht, dass er sich selbst nicht kennt, wie 
sollte er denn einen anderen kennen?* (114) — *Es ist eine 
Elfin die dich plagt: sie hat dein Gesicht verwirrt, deine Augen 
stehen ganz verdreht.' (i!29) — Lippijn will das alles nicht 
glauben, sie aber betheuert von neuem: 'es war eine Elfin die 
da lag,' ferner (142) 'eine Elfin hat ihr Netz ausgebreitet, dich 
zu fangen.' Er aber will immer noch nicht glauben: 'Was! 
bin ich vom ßiere trunken oder fliegen die Elfen auf den Stras- 
sen umher?' — bis er denn endlich überzeugt wird durch die 
Anwesenheit seiner Frau im Hause, dass die Gevatterin Recht hat» 

lieber das Elfenwesen vgl. Irische Elfenmärchen, übersetzt 
von den Brüdern Grimm LXUI — CXXVI und Jac. Grimm, Mythol. 
248-265. 



ZU GLORIANT. 

Weder ein Herzog Gloriant noch das was ihm hier begegnet, 
lässt sich in der braunschweigischen Geschichte nachweisen. Das 
Ganze erscheint auch gleich so fabelhalt, dass man nicht erst 
danach zn suchen braucht. Ob nun aber wirklich dem Dichter 



%%0 ANMERKUNGEN ZU III. 

eine Sage der Art vorlag, steht schwer su ermitteln. Einzelne 
Züge kehren auch in andern Geschichten wieder. Auf ähnliehe 
Weise z. B. wie hier durch Lander getrennt und sieh gänzlich 
unbekannt zwei Herzen Liebe zu einander fassen, geschieht es 
auch in einer Entfuhrungsgeschichte in den sieben weisen Mei- 
stern, Pariser Hs. 7595, Keller*s Einleitung Seite ccxxyiii : *Ein 
Ritter sieht im Traume das Bild einer Frau, in die er sich heftig 
yerliebt. Er zieht aus^ sie zu suchen, und findet sie in Ungarn 
in einem festen Schloss am Meer. Auch sie hat ihn im Traume 
gesehen und Liebe für ihn gefasst, und giebt ihm nun aus dem 
Fenster ein Zeichen, dass sie ihn kenne.* 

3, WZ und 380: staet op. 

Die Boten knieten vor demjenigen nieder dem die Botschalt 
galt und blieben so lange vor ihm auf den Knien, bis sie ihre 
Botschaft verrichtet hatten oder jener sie aufstehen hiess. Diese 
allgemeine Hofsitte des Mittelalters erhielt sich lange Zeit; wir 
finden sie noch am burgundischen Hofe. Wonderlijcke oorloghen 
bl. 9 (von Maximilians Ankunft) : 'Aldus was Gheerken die bode 
van Leuven inne ghelaten ende gheleit bi vrou Marie — als hi 
bi vrou Marie quam , groete hise seer — ende hi cnielde ter 
e erden. Vrou Marie deden opstaen ende sprac: bode, wat is 
die bilde niemare die ghi ons brenct?' S. Münch, Die Fürstinnen 
des Hauses Burgnnd-Oesterreich I. Abth. S. 183; vgl. S. 86. 

Printen und Printers. 

3, ^90: dit anschijn na thare pheprent, geconterfeit, 
entworfen, so auch 454. 

Freuten, printen hiess früher allgemein in den Meder- 
landen (wenigstens bis in die Mitte des 16. Jahrb.), ja selbst 
in Norddeutschland so viel als buchdrucken wie noch jetzt 
das engl, to print. Das Wort ist heutiges Tages nicht mehr in 
dieser Bedeutung gebräuchlich, wol aber hat man noch prent,- 
print, prentje für gedruckte Zeichnung, Bild (Weiland Wb. 
IV, 114. 115), und das stimmt noch ganz zu gheprent in 



ANMERKUNGEN ZU III. %1tt. 

unserer Stelle. Dies gheprent der alten Zeit ist nach mei- 
ner Ansicht weiter nichts als im Umriss entworfen und mit Far- 
ben ausgemalt. Darum wird denn auch impremia in einem 
alten Glossarium (schade dass kein Jahrh. dabei bemerkt ist!) 
in Martinii Lexicon bloss durch aMOyQCi(pLa glossiert. Als gegen 
Ende des 14. Jahrh. sich das Kartenspiel sehr verbreitet und der 
Bedarf der Spielkarten sehr gesteigert hatte, erfand man eine 
Kunst, die theueren Kartenblätter schneller und billiger zu lie- 
fern : man schnitt die Umrisse der Kartenbilder in Holz und 
druckte sie ab und illuminierte sie dann. Auf diese Weise machte 
man nun auch andere ßilder : das älteste dieser Art ist der hei- 
lige Christophorus , im J. 14^3 in Holz geschnitten und karten- 
artig illuminiert, s. Jos. Heller, Geschichte der Holzschneide- 
kunst (1823) S. 40. Alle Künstler, die sich mit Holz- oder 
Formschneiden und mit dem Illuminieren der Holzschnitte be- 
schäftigten, nannten sich in den Niederlanden printers, yer- 
lichters, prentes ni ders , houtcprintsniders , fi- 
guursniders op honte, figuurdruckers. Sie schlös- 
sen sich bald den Torhandenen Malergilden an, und so sehen 
wir bereits Terlichters ende printers in der St. Lucas- 
Gilde zu Antwerpen 22. Juli 1442. In dem ältesten Antw. Am- 
bochtsboec heisst es bl. XXXV: „hoc dat de goede mannen ende 
tgheselscap gemeynelick van den Scilders, houten Beeldsniders, 
Metselrisnyders, Gelasmakers, Yerlichters, Printers ende alle die 
der Guide van S^« Lucas aencleven, ons te kennen hebben gege- 
ven" — Willems, Mengelingen (Antw. 1828) bl. 76. Nur über- 
mässiger Patriotismus Hess in diesen printers den Des Koches 
ßuchdrucker finden und bedrohte die ohnedies schon genug 
verworrene Buchdruckergeschichte mit neuer Verwirrung. In 
Deutschland aber waren damals die kunstgeschichtlichen For- 
schungen so weit gediehen, dass man die Antwerpener prin- 
ters vom J. 1442 für das nahm was sie wirklich waren; man 
wusste recht gut, dass auch bei uns schon lange vor Erfindung 
der Buchdruckerkunst printers vorkommen, nur heissen sie 
anders, nämlich Kartenmacher, Kartenmaler, Briefmaler (Heller, 



999 ANBlERKUNGEIf ZU III. IV. 

Gesck. der HoUscIin. 308); dies letzte Wort erhielt sieh bis 
ins 17. Jahrh. in seiner alten Bedeutung: das Promptuarinm tou 
1618 erklärt es * qui versicolores in chartis pigmentis colorat ima- 
gines.* — Willems hat in seinen Mengelingen Nr. %, 18^ die 
Antwerpener printers von lüZ wieder zur Sprache gebracht 
und möchte gar gern darthun , dass es wirklich Buchdrucker 
waren; er beweist aber nur: i) dass in dem alten Privilegium 
der St. Lucas -Gilde wirklich das Wort steht, 2) dass bis zum 
tf. 1557 alle Buchdrucker zu dieser Gilde gehörten und 3) dass 
diese Buchdrucker printers hiessen (die angeführten sind nur 
aus dem 16. Jahrh., Peeter Coeck yan Aelst 15!27 der erste); 
daraus folgt aber noch gar nicht, dass die printers vor 1500 
Buchdrucker waren. Meine Ansicht yon printen und printer 
wird auch durch das Rom. bestätigt, Roquef. Gloss. I, 441: 
„Emprainture. Tableau, peinture, emprcinte, representa- 
tion. " Schade dass Roquef. keine Belege hinzufugt; doch ygl. 
auch emprcinte und empreindre in dem alten Dict. de 
l'Acad. frauf. 

3, 1056: het comt al touwe. 

— ouwe oder — owe für — oe lässt sich aus den ältesten 
niederl. Schriften nachweisen ; so heisst es in einer Urkunde vom 
J. 1!^75 in Jan yan Helu von Willems bl. 571: Ic dowe (doe) 
u dat cont — howe [ hoc ) et daer mede staen soude — ende 
nammere towe (toe) doude ende domsaten. Es lebt ylelleicht 
noch heute in irgend einer Mundart fort. 



ZUM BUSKENBLASER. 

4, 38: sac yan consten — so im Reinaert 5788: 
een sac yol raets ic ons wel gheye. 

4, 59. 146: miten ; 4, 67: pont, schillinc; 6, 331: 
oude grote. 



ANMERKUNGEN ZU IV. 998 

lieber die Münzen nnd ihren jeweiligen Werth siehe die Mfins- 
cdiete der holl. Grafen : Herz. Albrechts y. J. 1393 in Mieris Ghar- 
terb. Ill, 593; WUlems r. J. Uli das. lY, 165, y. J. 14U das. 
lY, %n u. 305 und v. J. 1415 das. IV, 349 ; femer das Mnnzediet 
der Herzogin Johanna yon Brabant y. J. 1393 in Willems, Mengel. 
bl. 339 — 354. Die Preisschrift über die niederl. Münzen des 14. 
und 15. Jahrh. yon A. Heylen, im J. 1787 yon der Brüsseler Akad. 
gekrönt, kenne ich nicht näher. Ueber die Geldsorten in den 
Jahren 1419 u. 1420 s. Meerman in den Verband, yan de maatsch. 
der nederl. Letterk. te Leiden I, 496. 497. 

4, 106: joochtborre. 

Es ist der aus der deutschen Sagenwelt bekannte Jungbrnnne. 
Wer darin badet, wird jung an Leib und Seele, und so auch 
wer daraus nur trinket : 

Zu meines Buhlen Füssen 

Da steht ein Brünnlein kalt. 

Und wer das Brünnlein trinken thut. 

Der jungt und ynrd nicht alt — 
Görres , Meisterl. 92» Deutsche und niederländische Maler haben 
oft den Jungbrunnen darzustellen ycrsucht, besonders im 16. 
Jahrb., und dieselbe Idee lebt noch heute fort, wird aber anders 
yeranschaulicht : der Jungbrunne ist auf den Nürnberger Bilder- 
bogen eine Mühle; alte hässliche Weiber werden wie Säcke her* 
beigebracht und auf der einen Seite aufgeschüttet und kommen 
auf der andern Seite als junge hübsche Mädchen zum Vorschein. 

4, 178: blare coe, so auch 5, 41, eine schwarze Ruh mit 
einer Blässe, einem Blessen , Kil. blare (holl. blaar), yacca 
nigra, sed fronte alba. 

In Flandern pflegt in jedem Kuhstalle noch heutiges Tages 
eine blare zu sein. Wahrscheinlich ist hoppel (yon hoppe, 
Wiedehopf) ebenso ein Rufname für eine bunte Kuh; ich kenne 
das Wort nur ans Kiliaen. Bei den Schweizern giebt es solcher 
stehenden Ruhnamen weit mehrere; S. Texte zu der Sammlung 
yon Schweizer -Rühreihen 4. Ausg. yon J. R. Wyss, z. B. S. 1 — 7. 
20, ygl. Wyss, Reise in das Bemer - Oberland S. 563. 



9S4 AKBIERKÜNGEN Zu IV. V. 

4 , 180 t tabbaert, ein mantelarüges Oberkleid. 

Bs war Ton beliebiger Länge, hatte weite geschlitzte Ermel 
znm Durchstecken der Arme und wurde in der Mitte gegurtet — 
8. die Miniaturen in mehreren Hss. des Froissard und die Bilder 
bei den ehem. Karmeliten zu Haarlem in yan Alkemade 's Aus- 
gabe des Melis Stoke (vgl* van "Wijn, Avondst. II, 143). Diese 
tabbaerde, die zu Ende des 14. Jahrh. aufkamen, erhielten 
sich das ganze 15. Jafarh. hindurch, und waren eine durch ganz 
Europa Terbreitete Männer- und Frauentracht. Der Name findet 
sich denn auch aus dieser Zeit in den meisten europäischen Spra- 
chen, z. B. mlat. tabardus, rom. tabar, tabard, tabart, ital. 
tabaro, tabarro, span. tavardo. Die Limburger Chronik gicbt 
genau das Jahr an, wann diese Tracht Mode wurde, was mir 
zugleich für die Zeitbestimmung unserer Schauspiele wichtig 
scheint (beim J. 1370 j: * darnach zuhaut giengen die tappert an, 
die trugen man und vrouwen.' (beim J. 1389:) 'in der selbigen 
zeit giengen vronwen und juncfrouwen edel und unedel mit tap- 
perten, und hatten die mitten gegürtet, die gürtel hiesse man 
dupfeng, und die männer trugen sie lang und kurz wie sie wol- 
ten, und machten daran grosse weite tuch eines teils auf die 
erden. Du junger man der noch sol geborn werden über hun- 
dert jar, du solt wissen dass die kleidung diser gegenwertigen 
weit nicht an sich genomen hat Ton der grobheit oder von der 
herlichkeit, dan sie dise kleidung und sit von grosser hoffart er- 
Yunden und gemacht haben, wiewol man vindet, dass dieselbe 
kleidung vor vierhundert jaren auch etlicher massen gewesen 
seind , als man wol sibt in den alten stiften und kirchen , da 
man vindt solche stein und bild gekleidet.* 



ZUR HEXE. 

5, ^4: mine coe es haer melc ontgaen u. s. w. 

Es ist allgemeiner Aberglaube noch jetzt, wenigstens in 
Deutsehland, dass Zauberinnen, Hexen es den Kühen angethan 



ANMERKUNGEN ZU V. 996 

liabeiiy wenn diese statt Milch nur Wasser geben. Dorcli Ein- 
yerst&ndniss mit dem Teufel wissen sie anch die Butter zu steh- 
len. Lutgart sah so eine alte Hexe auf einer Wegscheide sitzen 
mit Butter vor sich; *ich glaube, sagt sie (34), sie beschwor 
den Teufel und der schaffte die Butter herbei.' *.Ta, erwiedert 
Machtelt, die hat sie mir gestohlen.' Daher heisst denn über- 
haupt in Deutschland eine Hexe : Milchdiebin, Milchzanberin, 
Molfcenstehlerin , Molkentdversche (Brem. Wb. V, 93), s. Grimm, 
Mythol. 005. 

5,!26: die heische cater. 

Die Vorstellung des Teufels in Thiergestalt ist alt und weit- 
Tcrbreitet. Im deutschen Hexenwesen und heutigen Aberglauben 
erscheint er meist als Bock, s. Grimm, Mythol. 557. Dagegen 
war der Teufel in Kalergestalt bei den Niederländern wol die 
gewöhnlichere Vorstellung, und es ist nicht unwahrscheinlich, 
dass sich das duiTckater! (vgl. übrigens Kil. h. t. ) ein Aus- 
druck der Verwunderung , den ich in Leiden oftmals hörte , eben 
darauf bezieht. •• 

5, 31: op ene vierwechstede, auf einer Wegscheide , 
da ist nämlich der Teufel zu errufen, s. Grimm, Mythol. 607. 
Anm. 1. 

5, 48: ende heeft haer ene ore Tcrloren van qua- 
der diefteu. 

Ohrenabschneiden als Strafe des Diebstahls war noch im 
16. Jahrb. üblich, s. die Urkunden in Hasselt *s Arnh. oudheden 
n, 60. In derselben Zeit ward diese Strafe zu Gent auch noch 
ausgeführt an allen rabauwen, loddeghen, truwanten, cocquinen 
und botters, wenn sie sich Verbannung zugezogen hatten, s. 
Cannaert bijdr. 35. Sehr naiv hiess es dann gewöhnlich in den 
Erkenntnissen : „ op een merckelyck stick van uw oore. ** 

5, 59: in enen put onder die galghe 

vaste ghedolven metten balghc. 
Dazu gehört noch 1, 156 und 380 in enen piit versmo- 
ren, in einer Grube umkommen, und hier kurz vorher 51 ghc- 

llor. bei?. VI. 15 



990 ANMERKUNGEN ZU V. 

bannen op den pit» oder wie es in allen Keuren heisst : o p 
den .pil levende te delvene. 

Diese sclireckliclie Strafe, das lebendig begraben werden, 
war in den Niederlanden uralt und allgemein; sie wnrde nnr an 
Frauen vollzogen und awar meist fär Verbrechen, um derentwil- 
len die Männer gebäugt oder verbrannt wurden. Noch im J. 1539 
erneute sie Karl Y. durch eine Verordnung vom 4. October. 
Frauen aus allen Standen, geringe sowol als die angesehensten, 
jung und alt ohne Unterschied, wurden auf diese Weise in den 
vornehmsten niederl. Städten ums Leben gebracht. Gross ist die 
Zahl der Schlachtopfer, welche in den Jahren 1540 — 97 für ihre 
Ketzereien (voor heure dwalingen) auf Befehl des Kaisers und in 
Folge richterlichen Erhenntnisses zu Gent , Doornik , Douais , 
Mons , Hcrzogenbuscli , Brüssel u. s. w. lebendig begraben 
wurden. S. Cannaert bijdr. 16. Grauen und Entsetzen ergreift 
einen , wenn man liest wie Anneken van den Hove , nachdem sie 
zu Brüssel zum Tode verurtheilt war, am 19. Juli 1597 hinge- 
richtet wurde: — >»Sy werdl alvolghens uytgelcyt tusschen twee 
jesujten , gevolgd door eenige minderbroeders ,* tot op eene plaetse 
genaemt Vaeren ^ he jvelt, liggende tusschen Brüssel en Leuven, 
daer een Isuyl in de aerde gemaeckt was, daer in de beul haer 
geleyt heeft, ende naer dat hy haer met aerde bedeckte, het selve 
. beginnende van hare voeten af , soo hebben haer de jesuyten altyd 
gevraeght of Sy nog niet en wilde afstaen ; eyndelick tot den mont 
komende, hebben sy haer wederom gevraeght. Daer na heelt 
de beul den mont met aerde bedeckt ende oock het hooft, alsoo 
dat haer geheel lichaem in den kuyl vast met aerde besloten 
wert. Dit gedaen synde, spronck de beul seer geweldigh op 
haer toegedeckte lichaem, waer op sy seer erbermelicke onder 
de aerde riep, haeren geest opgevende. *^ Cannaert bijdr. 31?. 
313. (Ich citiere überall die neueste Ausgabe: Gent 1835, welche 
mir der Vf. zum Andenken verehrte.) 

5, 61 und 73: oosters hier. 

In einer Genter Keure vom J. 1371 (Lenz in den Nouvelles 
Archives bist., philos. et litter. T. I. p. 105): „Dat men geen 



ANMERKUNGEN ZU V. 997 

«»«ttersch bier diere en vercoepe dan 2 groten den gtoop up 
tien pont etc. '* — wahrsclieinlicli das welches von Ostern bis 
Fastnacht gebraut wird nnd bei nns Märzenbier heisst. 

B, 69: sente Bride. 

Es kann hier nur die heilige Jungfrau Brigida aus Sehottland 
gemeint sein. Ihr Fest fällt auf den 1. Februar nnd wird in 
mehreren Ländern bei den Landleuten noch heutiges Tages sehr 
feierlich begangen. Von Irland und Schottland verpflanzte sich 
ihre Verehrung schon frühzeitig in die Niederlande. Die BoUan- 
disten bemerken zu ihrer Lebensbeschreibung, Acta Sanct. Febr. 
T. I. p. 100 : *inde sanctae illius virginis propagata huc veneratio 
est, ad populos tunc, ut plurimnm, pascuariae et agrariae rei 
deditos, nec[ue tarnen diu nnquam ab usu tractationetjue armo- 
rum otiosos, sed eiusmodi tarnen, nt eorum simplicitas illius 
cmereri opem et niteretur et posset4 quippe quae plurima olim 
«irca rusticanam annonam, lac, butyrum, lardum , mel circaque 
ipsa armenta, aut alioquin in agrestiura hominum levamentum, 
mi^acula patraverit#et professa sit, nti vitae 1. cap. nr. 60. refer- 
tur, proniorem se esse ad beneficiendum plebciis ac tenuibus, 
<[uia plebeii cuncti serviunt Deo, omnesque Pa- 
trem poscunt, cum potentes exceptis paucis electis 
« Deo, serp«nte8 sint et filii sanguinum filiiqne 
mortis; neqne ideo tamen iusta bella aversata sit aut rogata 
-destituerit ope. £o aucta in illam pietas novis identidem in va- 
rios beneficiis, nt pleraeque Belgi«ae ecclesiae illius^ festum ofiPicio 
ecclesiastico celcbrare consueverint , uti cei*nere est in veteribus 
canonicarum precum breviariis, Antverpiensi an. 1496 excnso, 
Bruxell. 1516, Andomarensi 1518, Leodiensi ac Brugensi 15>^0, 
Morinensi 154^, Ultrajectensi aliisque. *' 

Gäbe es nur Eine heilige Brigitta, und zwar die spätere 
schwedische, so wäre das für unsere Schauspiele höchst wichtig; 
die aber war damals gewiss noch nicht einmal canonisiert. 

5, 80t set ons bi den viere; vgl. 6, 23. 204. 

Der Kamin ist noch heutiges Tages in den meisten Häusern 
•der Sammelplati der Familie und der Gäste, wie wir es vielfach 

15* 



991^ A^IBEIBronEÜ ZO V. VI. 



ajff^csIclU ia^cB maff aicdciliii^itclMB BQ^os 4cs 16. u4 17. 
JdbrInBdUffte. la fribcrar Zeit ivar, ^wie es sckoBt, 4er »iclirtc 
«■4 Wste Sitz m KaMim eis SkreapUtz (wie aaeli im Ba^ui4), 
wclekea der Wirik ^esjesifem seiaer Giste aabat, 4ea er am 
Bcistea ckrea wallte. Daram reckaet aaek 4er Nackkar, wie er 
xa Jaa ^kt, aaf 4ieie Ekre, 6, 779-. aiea sal aas settea 
Ibi 4ea Tiere, aadi Jaa ladet aaek i^leiek seiae eiatrcteadca 
Gäftte aaf diesea Ekreaplats eia, 6, ^8: sit da er eadc aw 
weerdiaae kier; er aker telkst will ück kesekeidea daae- 
kca fletxea: eade ic sal sittea aeTea tfier. 

5, 98: die kaat vaa eaea dief. 

Naek des deatsckea AkergUakea kedjurf*s aickt ent der 
gaaxca Haad eiaes Diekes, waräker aoek daaa aeaa Mestca ge- 
kaltea siad, sckoa eia Fini^r geaügt» x. B. Ckemaitxer Rockea- 
pkilosopkie: «Dieksdaamea kei sick getragea, oder kei die Waarc 
gelegt, nackt, dass aic gat akgekt*, s. Grimai, Mytk. LXXV. 
Nr. 201. 



ZU DRIE DACHE HERR 

6, VI i wat davel! kekdi kier gkemaect? 

gki kebt gkemaect een oaderkaspe. 

Des Nackbars Weik tritt auf die Bfikae and fragt ikren Mann : 
* was Teufel ! käst da kier gemacht ? Da hast gemackt einen 
Unterkaspel* d. k. wahrsckeinlick so riel als : dn Last das Garn 
in Verwirrung gebracht. Bei unyorsich tigern schnellen Haspeln 
nftmlieh kann leicht ein Faden von der "Winde abgleiten, der sich 
dann zunächst um die Kurbe des Haspels mit kerumdreht, so 
dass man also unter dem Haspel gleicksam noch einen Has- 
pel hat. Diese wörtliche Erklärung passt ganz gut. Dass Män- 
ner weibliche Arbeiten verrichten , wissen wir schon yon Lippijn : 
seiner Frau genügt es nicht, dass er Wasser holen und den Topf 



ANMERKDNOEN ZU VI. SS9 

scbcuern will (^> 25), er soll auch nocli die Schüsseln waschen 
und die. Hansflar hehren (2, 28. 29); und in nnserm Stüche 
schimpft Jan üher seine Nachbaren, die heim Feuer sitzen und 
haspeln und spinnen (205). Auch ist ja die Bühne hier beinahe 
fortwährend (1—214 und dann wieder 280 bis zu Ende) eine 
Bauernstube mit allerlei ländlichem Hausgeräth. — Ganz unklar 
ist mir was darauf der Ghebuur spricht. Wozu nun auf ein« 
mal die Aufforderung an jemanden, jedem (?) ein Kissen unter 
die Füsse zu bringen (46. 47) und dann die Mutter Gottes (48.49)t 
Doch warum sollte man nicht auch einmal in einer boerde» 
und noch dazu in einer sötte boerde dummes Zeug schwatzen» 
wie es ja im wirklichen Leben genug geschwatzt wird? 

6, 199: hübe, Heuhe, eine Art Mantel» im 14. Jahrh. sowol 
Männer- als Frauentracht. 

Die Limburger Chronik beim J. 1351: *man trug lange hoi- 
ken, die waren geknüpft vomen nider bis auf die YÜsse.* Vgl. 
Frisch Wb. I, 448 und Brem. Wb. II, 643. 644. Heutiges Tages 
ist die huik nur noch Frauentracht und zwar ein Regenmantel» 
8. Weiland Wb. II, 325. 

6, 214: hiers gheen bäte. 

Mit diesen Worten verlässt Jan die Stube, welche auf der 
einen Seite der Bühne dargestellt ist, und geht in oder vielmehr 
vor ein Bierhaus auf der andern Seite der Bühne. « Dort trifft er 
seinen Nachbar und beide trinken nun mit einander. 

6, 354. Ich weiss nicht was Jan meint, wenn er dem Nachbar 
sagt: so moeti boren. 

Boren oder b euren ist kein undeutliches Wort, es heissti 
heben, erheben, tragen; doch das passt alles hier nicht, da ein 
Objekt fehlt. Am Ende ist yoren zu lesen, V und h unter- 
•eheiden sich in Hss. des 15. Jahrh. ofl; nur wenig von einander» 
und so wäre denn gleich alles deutlich : 'so musst du Nachbar 
voran, xment (trinken) und dann Bette sollst du trinken.' 



JtSO ANMERKUNGEN ZU VI. 

%, 357: et tantos je buTerai, und 

6, 359^: hat Bclkijnt ghi sijt een verrot Wale. 

Ala Jan lustig wird und anfängt französisch zu reden, da 
sagt der Nachbar : * du bist sehr lustig , es scheint du bist ein 
stinkender Wale.' Rotte Wael, stinkende Wael ist noch 
bis auf diesen Augenblick in Flandern und Brabant, besondert 
nach der nvallonischen Grenze zu, eine sehr übliche Schimpf- 
benennung der Wallonen, stinkend nämlich vom häufigen Ge- 
nüsse des Knoblauchs und der Zwiebeln. Und wie sich durch 
den Volkshass jenes Schimpfwort erhalten hat, so ist auch dieser 
selbst noch keinesweges verschwunden. 'Transportez - vous» 
schreibt Willems an Herrn Van de Weyer, sur la frontiere de 
leur - pays , vous verrez des Wallons chercher leur pain k deux 
ou trois lieues de distance, afin de ne pas l*acheterd*un 
Fl am and, vous verrez les Wallons et les Flamands sc battre 
ä toutes Icff kermesses.* Willems , De la langue belgique p. %%, 

6, 380: ghi keert wel stappans uwen schilt, du wen* 
dest sogleieh deinen Schild. 

Heisst das : du wirfst den Schild auf den Rücken und greifst 
zum Schwerte? wie im Walewein : 

hi begreep tswaert met bedcn banden 
ende warp den schilt achterwacrt. 

6, 390: ic hinghen — in ene mande. 

Dies ist wel eine Anspielung auf das hanghen in der 
man de, Cannaert bijdr. 166. 5*20. 

6, 396: of wi seien om tlaneste trecken, oder wir 
wollen um das Längste ziehen, d. h. sehen wer den Kürzen» 
zieht, oder wer das Längste behält und Sieger bleibt. 

Es ist hier offenbar das Hälmlein ziehen gemeint , mit Uäln^ 
chcn oder Hölzchen von verschiedener Länge das Loos ziehen» 



ARMERKUNCEN ZU VII. 19S1 



ZU DEN TRUWANTEN. 

7, %9 i wanneer ic sinen tsau bekinde. 

b e 1e i n d e muss wol praes. seiu für b e b i n ii e , und tsau 
ist vielleicbt das nocb in Holland gebräncblicbe sjouw CWei- 
laod Wb. IV, 442) : Pacb, Pabet, im gemeinen Leben eine Last 
die scbwer zu tragen fallt. Also etwa und zwar ironiscb : *wann 
leb seine scbwere Arbeit kennen lerne — ' 

7 9 64: Bruder Everaert fällt bier ans der Rolle; kurz yorber 
erscbeint er nocb mit snster Luten als gabebciscbender Pil- 
grim, und nun stellt er auf einmal Betracbtungen an über sieb 
und die scbeinbeiligen Müssiggänger in Klausen und Zellen, 
und endigt ganz bussfertig« 

B e s I n e n« 

7, 74 X swesters, bagbinen, lollaerde. 

Bereits im .1. 1065 bestand ein Beginenyerein zu Vilvordcn in 
Brabant, s. Miraei opp. dipl.-bist. T. II. c. 26. fan IS'. Jabrb. 
Termebrten sieb die Beginen (beguinae, begnttae) und es entstan- 
den nun aucb Männergesellscbaflen dieser Art: Begarden, Be- 
guini ; das älteste bekannte Begardenbaus ist das Löwener vomi 
J. 1220, s. Gramaye Antiq. Brab. p. 175. Diese freieren reli- 
giösen Vereine , deren Mitglieder nur zu wecbselseitiger Uebung 
in der Gottseligkeit und zu \yerken der Barmberzigkeit zusam- 
mengetreten waren, wicben bie und da scbon frübzcitig Ton ibren 
ursprünglicben Zwecken ab ; obne Klostergelübde und Kloster- 
zwang, ja sogar oft obne Aufsiebt und strenge Znebt konnten sie 
leicbt der Vereinigungspunkt rieler Scbwärmer, Ketzer, Müssig- 
gänger und Taugenicbtse werden; und wenn aucb einzelne Häu- 
ser sieb durcb Frömmigkeit auszeicbneten, so mocbten docb die 
Beginen im Allgemeinen, den scblecbten Ruf*) veranlasst baben,, 



*) Geiler von Keisersb^rg (Ober!. Gloss. 946): 'als «twan gefichieht daz der 



989 AMHERKUNCOEN ZU VII. 

worin sie später meist beim Volke standen, sowie denn auch wol 
die Anfeindungen und Verfolgungen von Seiten der kircklichen 
Behörden gewiss mitunter nicht ganz ungerecht waren. In der 
einen der beiden Constitutionen, welche auf dem GoncUium von 
Vienne 1311 publiciert wurden, heisst es schon ausdruchlich : 
*statnm earundem (fieguinarnm) perpetuo duximus prohibendom 
et a Dei ecclesia abolendnm.* — Ein ähnlicher Verein war die 
Gesellschaft der Alexiani oder Fratres Gellitaej sie hat- 
ten sich bald nach 1300 zu Werken der Barmherzigkeit yereinigt. 
Das Volk nannte sie 1 ollaerts *'^), lollaertjes, tolle- 
breeders, und mochte wol guten Grund dazu haben , wenn es 
häufig darunter nur liederliche *) und scheinheilige Mussiggäoger 
verstand. Der Lütticher Canonicus Hocsemius (um 1348) berich- 
tet beim J. 1309: 'eodem anno quidam hypocritae gyrovagi, qui 
Lollardi siye Deum laudantes rocabantur, per Hannoniam et 
Brabantiam quasdam mulieres nobilcs deceperunt.' (Man sollte 
glauben, das konnte auf unsere Schauspiele bezogen werdea, 
4, 179. 196.) — Aehnlicher Art waren die s westers, Zwe- 
striones, Schwestern des freien Geistes. Joannis Episeopi 
Argent. epistola circularis a. 1317: 'quos Yulgps Begehardos 
et Schwestrones, Brod durch Gott nominant , ipsi Tcro 
et ipsae sc de secta liberi Spiritus, et voluntariae 
paupertatis paryos fratres vel sorores Tocant.' — 
Alle diese Vereine, bei allen ihren guten und löblichen. Zwecken, 
müssen schon sehr entartet gewesen sein, als man von ihnea 
sagen konnte (7, 75. 76): 



eman der toten Troaiven unkfischeit volbringt mit der beginea, die 4er 
vrouwen gewartet hat, oder die efroa mit dem lolharteo.' 

**) In Deutschland auch nolhart, was Frisch Wb. II, 20 von noi, Kfl* 
cucullus lugnbris, ableitet n und 1 wechsdn oft im Anlaut, rgL Hör. 
belg. V, 40.41, und so könnte denn auch lollaert besser wol noch 
von noI als I ollen (s. KU. und Frisch Wb. I, GM) abgeleitet werden. 
Uebrigens verdient noch Beachtung das isl. lolarl, homo ignams, engL 
a lollard. 



ANIIIERKUIIGEN ZU VII. VIll. 9SS 

81 sijn also l«i Tan aerde 
datoe qoalijc pinen rnoghen. 

Diese Stimme aus dem Volke scheint mir melir xu bedeuten als 
liie vielen pipstliclien Verfulgnogsbefelile , welche fortwährend 
g<eg«n sie erneuert wurden. Die Päpste sahen Ton jeher darin nur 
Retierei. So Bonifacins IX. 1395 : * 'in partibns illis (Alemann.) 
sint nonnnllae seetae ntrinsque sexns hominum, Tnlg;o Beghardi, 
sen Lnllardi et Zwestriones, a se ipsis rero panperes Fratrieelli, 
sea panperes pnemli nominati, qnl — nomm religionis sen eoh- 
fonaem haBitnm assumere, con£;regatione8 et conyenticnla facere, 
in communi habitare, superiores» quos Procnratores vel serros 
fratrnm aut Marthas sororam nuncnpant, sub ipsis eligere et pu- 
Mice gregatim mendicare praesnmnnt, sub quorum etiam habita 
et ritn yiyendi — semper haereses et haeretici latitarunt.' 
Allerdings mochte die Ketzerei häufig in diesen Vereinen einen 
Zufluchtsort und Halt finden; gefährlicher für die gesellschaft- 
liche Ordnung war es jedoch, dass eben tou jeher sich Müssig- 
gang und liiederlichkeit bei ihnen einnistete, wodurch sie denn 
seihst so in Entartung geriethen, dass xu ihrer Unterdruchung 
endlich auch die weltliche Macht sich gezwungen fühlte; in 
Dentsehland geschah die^ besonders YOn Karl IV. und Sigismund. 
Vgl. Gieseler, Kirchengesehichte II. Bandes %, Abth. (3. Aufl.) 

5. 370. 629-633. 3. Abth. S. 20^ -U%. und dann Torzüglich 
J. L. a Mosheim de Beghardis et Beguinabus commentarius , ed. 

6. H. Martini. Lips. 1790. 8. 

7,92: dies seien si noch Toren singhen und 9,245: 
so seldi tierst Toren singhen, eine Redensart, die 
ich nicht gehörig zu erklären weiss. 



zu WINTER ENDE SOMER. 

„Sommer und "Wiater stehn im Kampf gegeneinander 
gerade wie Tag und Nacht; Sommer und Tag erfirenen, Nacht 



JB84 AIf]IEIIKUNG£N ZD VIII. 

mnd Winter betrüben die Welt. Die Ankunft des Sommers, des 
Mais, oder "wie wir jetst sagen des FrüUings, wnrde nun vor 
Alters festlicb begangen. — Das Eintreffen des Sommers erfolgte 
aber nicht anf einen bestimmten Tag des Jahrs, sondern wnrde 
nacb xnlUligen Zeichen wahrgenommen: anfblühenden Blumen 
oder anlangenden Vögeln. Wer 'den Ersten tIoI' schaute, zeigte 
es an; das ganze Dorf lief hinzu, die Bauern steckten die Blume 
anf eine Stange und tanzten darum. — Ebenso wird die erste 
Sehwalbe, der erste Storch als Frühlingsbote begrüsst 
und empfangen.*' 

„Diese SommerTcrkundigung durch Gesftnge der Ja- 
gend findet noch jetzt oder fand wenigstens in den letzten Jahr- 
hunderten in deutschen und slavischcn Ländern statt. Die Ge- 
bräuche und Lieder sind mannigfaltig. Oft wird bloss ein Kranz, 
eine Puppe, ein Thier im Korb herumgetragen und von Haus zu 
Haus die Gabe eingefordert. — Oft aber bildet die Einsammlung^ 
der Gaben nur den Schluss einer sinnvolleren Handlung, woran 
auch Junglinge und Jungfrauen Theil nehmen. Ein vermummter 
Sommer und Winter, jener in Epheu oder Singrün, 
dieser in Stroh oder Moos gekleidet, treten auf und kämpfen 
solange mit einander , bis der Sommer siegt. Dann wird dem 
zu Boden geworfenen Winter seine HuUe abgerissen , zerstreut , 
und ein sommerlicher Kranz oder Zweig umhergetragen. Hier 
ist also wieder die uralte Idee eines Kriegs oder Streits zwischen 
beiden Jahrsgewalten, aus dem der Sommer siegreich hervor- 
geht, in dem der Winter unterliegt: das Volk giebt gleichsam, 
den zuschauenden Chorus ab, und bricht in den Preis des Ueber- 
winders ans.*' 

„Die eben geschilderte Sitte lebt hauptsächlich in Gegenden 
des mittleren Rheins, jenseits in der Pfalz, diesseits zwischen 
Neckar und Main, im Odenwald. Ans den gesungenen Liedern 
theile ich bloss die beziehungsvollen Stellen mit : 

Trarira, der Sommer der ist da. 
Wir wollen hinaus in Garten 
Und wollen des Sommers warten. 



ANMERKUNGEN ZO VIII. SStt 

Wir wollen hinter die Hecken 
Und wollen den Sommer wecken. 
Der Winter liats verloren» 
Der Winter liegt gefangen. 
Und wer nicht dam kommt 
Den schlagen wir mit Stangen. — 

An einigen Orten ziehen die Kinder mit weissen, geschfilten 
St&hen, hölzernen Gaheln nnd Degen ans, entweder in der Ab- 
sicht dem Sommer zn helfen und mit auf den Feind loszuschla- 
gen, oder es können auch die Stahträger des Winters Gefolge 
darstellen sollen , weil nach altem Gehrauch Besiegte und Gefan- 
gene mit weissen Stäben entlassen werden (Rechtsalterth. 134). 
Einer aus dem Haufen der Knaben, ein Erwachsener an ihrer 
Spitze in Stroh gehüllt stellt den Winter, ein andrer mit 
Epheu verziert den Sommer vor. Erst kämpfen beide mit ihren 
Holzstangen, bald werden sie handgemein nnd ringen so lange , 
bis der Winter niederliegt und ihm das Strohkleid abgezogen 
wird. Unter dem Kampf singen die übrigen : 

Stab aus, Stab aus. 

Stecht dem Winter die Augen aus ! '* 

Grimm's deutsche Mythol. 438—441. 

Diese Frühlingsfcier , welche in allen deutschen Ländern bis 
in den Norden hinauf (vgl. Olaus Magnus bei Grimm 448) ver- 
breitet erscheint, mag auch in uralter Zeit in den Niederlanden 
heimisch gewesen sein und sich vielleicht auch jetzt noch in 
einzelnen Spuren erhalten haben. Dennoch möchte ich bezwei- 
feln, trotzdem dass in ihr schon das Dramatische selbst liegt 
(vgl. Grimm 453), dass sie unserem Dichter zu seinem Kampfe 
des Winters und Sommers Anlass und Stoff gegeben habe. Bei 
ihm ist die Grundidee : Sieg des Sommers und Niederlage 
des Winters, durch eine modernere, aus der Naturnothwendigkeit 
abgeleitete , ganz verdrängt : Winter und Sommer müssen ein- 
mal sein, so hat es der liebe Gott eingerichtet. Auch hat der 
Dichter ein Element hineingebracht, welches dem deutschen 
Kampfe der Jahrszeiten ganz fremd ist, er lässt beide Kämpfer 



98tt AlfMBRKinfGEN ZU VIII. 

besonders wegen der Liebe streiten ; jeder behauptet, dass 
unter seiner Herrschaft am meisten Liebe gepflegt werde. Zuletxt 
tritt nun noch die Liebe selbst als Frau Venus auf, und diese 
Wendung berechtigt uns su der Annahme , dass der Dichter nicht 
aus dem Leben, sondern aus einer anderen Quelle schöpfte. 
Diese Quelle finde ich in dem alten lat. Gedichte, dem Wettstreite 
des Frühlings und Winters Tom Ruchuh. Der Cuculus , der Früh- 
lingSTerkünder ist der Frühling selbst. Das Gedicht wird ge« 
wohnlich dem Beda oder Alcuin angeschrieben, auf jeden 
Fall gehört es dem 9. Jahrb. an. Ich theile es hier mit nach 
den mir zugänglichen Hülfsmitteln und fuge die bedeutendsten 
Lesarten hinzu: C. cod. Golbertinus, F. ed. Francofurtana ,. 
L. cod. Lngdnnensis, R. cod. Ratisbonensis. 

COlVFIiICTUIS TERII9 ET HIE1IEII9. 

Conyeninnt subito cuncti de montibus altis 

Pastores pecudum yemali luce snb umbra 

Arborea, pariter laetas celebrare Gamenas. 

Adfuit et iuvenis Daphnis seniorque Palaemon^), 
5 Omnes hi Cuculo laudes cantare parabant. 

Ver quoque florigero succinctus stemmate venit,. 

Frigida yenit Uiems rigidis hirsuta capillis. 

His certamen erat Cuculi de carmine grande. 

Ver prior adlusit ternos modulamine versus : 
V. 10 Opto mens veniat Cuculus carissimus ales, 

Omnibus iste solet fieri gratissimus hospes 

In tectis'), modulans rutilo bona carmina rostro. 
H. Tum glacialis Hiems respondit Toce 3) seyera : 

Non yeniat Cuculus, nigris sed dormiat antris. 
15 Iste famem secum semper portare suescit. 
V. Opto meus veniat Cuculus cum germine laeto, 

Frigora depellat, Phoebo comes almus in aevum. 

Phoebus amat Cuculum crescenti luce serena. 



1) R. Menalca 3) C. intiet is 3) R. fronte 



ARHERKONGEN ZO VIII. SSV 

U. Non Teniat Gucalns , generat qnia forte labores : 

90 Praelia congemiaat, reqniem disiungit ^) amatam, 
Omnia distnrbat, pclagi terraeqae labonmt. 

V. Qmid ta, tarda Hiems, Guculo conricia cantas? 

Qbi torpore grari tenebrosis tectus in antris, 
Post epulas VeneriSy post stulti pocula Baccbi. 

H. %^ Snnt mihi diritiae, sunt et convivia laeta. 

Est requies dulcis, calidas est ignis in aede. 
Uaec Cncnlus ncftcit, sed perfidns ille laborat. 

V. Ore feret flores Gnculns et mella ministrat, 

Aedificatque domns, placidas et nayigat nndas, 
30 Et generat soboles , laetos ^) et Testiet agros. 

H. Haec inimica mihi snnt qnae tibi laeta Tidentnr. 

Sed placet optatas gazas numerare per arcas,^) 
Et gandere cibis, simul et reqniescere semper. 

V. Qnis tibi, tarda Hiems, semper dormire parata, 7) 

35 Diyitias ciimulat, gazas Tel congregat ullas, 
Si Ter aut ^) aestas ante tibi nnlla laborat? 

H. Vera refers: illi, quoniam mihi multa laborant. 

Sunt etiam servi nostra ditione subacti, 
lam mihi serTantes domino qnaecumqne laborant. 

V. 40 Non Ulis dominus sed pauper inopsque superbis , 9) 
Nee te iam poteris per te tu pascere tantum, 
Ni tibi qui Teniet Guculus alimonia praestet. 

Pal. Tum respondit OTans snblimi e sede Palaemon^o) 
Et Daphnis pariter, pastorum et tnrba pierum. 
45 Desine plura Hiems, rerum tu prodigus, atrox. 
Et Teniat Guculus pastorum dulcis amicus. 
Gollibus in nostris erumpant germina laeta, 
Pascua sint pecori, requies et dulcis in arvis. 
Et Tirides rami praestent umbracula fessis, 
50 Uberibus plenis Teniantque ad mulctra capellae. 



4) R. L. disnimpit 5) R. laetas 6) C. paratas 7) R. parains 
8) R. F. yel 9) R. F. C. saperbas 10) R. Menalca 



98S AlfMERKüNGEN Zu VIII. 

Et TOlaci^es varia Phoehnm snl> voce salatent. 
Quapropter citias Caculns nunc ecce veiiito. 
Tu iam daicis amor, canctts gratissimus hospes : 
Omnia te exspectant, pelagns tellasqae polasque. 
55 Salye dulce decus, Cuculas per secvla saWe. 

Es warde zuerst gedruckt als B. Bedae Venerabilis Guculns in 
Oridii Nasonis Erotica et amatoria opuscnla (Fref. 1610. 8.) p* 
190 — 19:^. Dann aus einer Hs. der Golbertschen Bibl. mit der 
Ueberschrift : MILONIS SANGTI AMANDI ELNONENSIS MO- 
NAGHI GONFLIGTVS VERIS ET HIEMIS in Gas. Oudinus de 
scriptt. eccl. T. II. p. 326. Ferner in P. Burmanni Anthologia 
Teterum latinorum poematum T. II. p. 356 — 358 mit Benutzung 
eines God. Voss, und Leidensis. Endlich in Wernsdorf, Poetac 
latini minores T. II. p. 239-!^44 nach dem Texte der Frkf. Aus- 
gabe mit den Varianten aus dem Burm. Apparate. Ausserdem 
steht es noc]| unter den Gedichten Alcuins in Alcuini opp. ed. 
Frobenii T. II. p. 613 aus einer Regensburger Hs.^ welche auf 
Befehl des Salzburgcr Erzbischofs Liuphraiilk (836—859) geschrie- 
ben wurde. 

Weniger hieher gebort ein anderes ähnliches und gleichzei- 
tiges Gedicht, ein Klagewettgesang de morte cuculi, der 
ebenfalls bald dem Beda, bald dem Alcuin zugeschrieben wird, 
gedruckt in der Frkf. Ausgabe der Ovid. Erotica p. 192. 193, in 
Mabillonii Analecta I, 369 und in den Opp. Alcuini ed. Frobenii 
T. II. p. 237. 238. Unter G u c u 1 u s ist doch wol nur der Früh- 
ling zu verstehen, s. Grimm *8 Myth. 389. Anm. 2* Frobenins 
hingegen hat eine andere Ansicht : * De cuculo nihil aliud snc- 
currit, nisi quod existimo cum esse filium prodigum, cuius in- 
temperantiam et casum etiam plangit in Epistolis GLVII. GLYIII. 
et GLIX.' 

Auch in der altdeutschen Litteratur *) ist der Krieg der Jahrs- 
zeiten dargestellt, aber mährchenartig und der ganzen Anlage 



^) 242 Verse, gedmckt in der Mullerschen Sammlung, Fragmente S«Ue 
XXIX. XXX. 



ANMERKUNGEN ZU VlII. 

ud AusfuhniBg nach yiel poetischer. Der Mai hat Unrch die 
Lande Tcrkündigen lassen : 

wer sper vrolte brechen 

durch vronwen nnde durch huhescheit, 

dem waere von im widerseit. 

Seine Rustang und Waffen sind Gras und Klee und lauter Blumen ; 
er Yueret in stnre hende 
ein sper was michel unde lanc, 
das was itel YÖgellinesanc. 

Der Herbst schickt darauf einen seiner Dienstmannen, den Schlem- 
mer (In od er er), dem Mai die Fehde anzusagen. Unterdessen 
rostet er sich. Der Dichter beschreibt nun sehr ausfuhrlich jedes 
einzelne Stück seiner R&stung: er wird mit lauter Würsten, Schin- 
ken, Sulzen, Fladen, gebratenen Gänsen und Hühnern u. dergl. 
bedeckt, geschmückt und bewaffnet; sein Ross ist ein grosses 
Weinfass. So reitet er auf den Mai los : 

er stach den meigen üf die brüst 
daz stn sper in driu zerspranc : 
dd gelac der ydgelline sanc 
unde zuo der selben stunt 
. wart dem herbest wunt 
sin ros zuo dem schöpfe tn, 
dar üz s6 spranc ein mdstelin 
daz was raeze unde blanc, 
dA von der meige gar ertranc, 
und allez sin gesinde 
daz rldch dd gar geswinde. 

Des Frühlings Herold *daz minnerün' steht betrübt mit Blumen 
in der Hand , der Schlemmer aber macht sich über seines Herren 
Hustung und Waffen her: 

*ich waer ungerne dins herren kneht, 
solt ich bi liebten blnomen rdt 
von hunger liden grdze ndt: 
ich izze mins herren iserin hose.' 



S40 ANHEiuromE!! zu vni. 

Das 'miancrlin* giebt seinen Herren «nf und beide Herolde fan- 
gen nun an tüchtig xn sehmansen nnd an secben : 

* waz uns der meige bring« -~ * 

sprach das selbe minnerlln, 

*dis mac wol das paradis stn.* 

CS as unde tranc 

das es einhalp hine sanc 

rehte als ein t6ter man. 

der luoderer eins bmnncn nan 

nnde gos im an die stimc. 

er sprach zno des wirtes dime : 

'helfent mir in gehalten tragen.* 

sin sprach : *wer hAt in crslagen?* 

'das hAt unser möstelin.' 

siu sprach : * ist das ein minnerlln ! 

haet ex den winstein gCTangen» 

es wacre im niht alsA ergangen.' 

8, 46: die yerhen criten achter Straten. 

Schweinefleisch war in den Niederlanden ein sehr beliebtes 
nnd gewöhnliches Essen (vgl* an Floris 1847) nnd es wurden des- 
halb überall auf dem Lande wac in den Städten viele Schweine 
gehalten, jedoch ohne alte Aufsicht und sonderliche Pflege; so- 
gar in den Städten Hess man sie frei herumlaufen und sich ihre 
Nahrung suchen. Darum in der Brüsseler Ordonn. tou 1349 
(Willems, Belg. Museum I, ^3): *Item. Dat niement en ghene 
Terkene opt strate sal laten gaen binnen der stat. Item. Wie 
verkene hout te Brussele binnen sinen huns, hi en salse niet 
laten 'gaen opt strate tuschen beide de docken, dats te rerstane 
tuschen de clocke smerghens te werke te gaen ende de docke 
savonts Tan den werke te gane; waer mense Yonde opt strate, si 
waren yerboort.* 

8, 149: moedernaect. 

Das war wol früher ziemlich allgemein. ■ Nach Patje in sei- 
nem : Wie war Hannover? (1817) gehörte zu den Sitten der Vor- 



ATTMEBKUNGEN ZU VIII. 941 

seit d. K. des 18. Jahrh, (S. 152) : «Geringe Leute schliefen nicht 
selten ganx nackend, um das Leibaeng zu schonen.* In der 
Grafschaft Glaz geschieht das hinundwiedcr auch noch hente. 

8, 304 : tuschen tw e sonneschijn, die Zeit welche zwi- 
schen zweimaligem Sonnenaufgang liegt, oder, wie wir jetzt 
zu sagen pflegen : hinnen %i Stunden ; vgl. Haltaus Gl. 1696. — 
Grimm (Rechtsalterth. 540. Anm. 2) scheint es zu verstehen 
▼on dem Gleichtheilen des Sonnenscheins beim gerichtlichen 
Zweikampfe. 

8, 311: ontfaet den hantscoe. 

Isegrim zu Reina^rt (6761) : siet hier, ic biede u den haut 
scoe. Im ganzen Mittelalter wurde die Herausforderung zum 
Kampfe durch Auswerfen eines Handschuhs, und das Annehmen 
des Kampfes durch Aufheben des Handschuhs angezeigt, s. Grimm 
Rechtsalterth. 154. vgl. 8, 478. 481. Reineke 61:25 : 
de utbut den kamp, dat is dat recht, 
enen hantschen deme anderen to dönde plecht. 

8, 394: na der campen recht so wordic borg he, vgl. 
Reinaert 6784-6794. 

Die in diesem Stucke yorkommenden Kampfgenossen sind auf 
Seiten des Winters Lojaert und Clappaert, auf Seiten des 
Sommers Mojaert, Bollaert und der Gotckijn. Der Dich 
ter hat absichtlich diese Namen gewählt, um zugleich dadurch 
die Personen zu charakterisieren. Clappaert bedeutet einen 
Schwätzer, bollaert ebenfalls; loja«rt ist ein Faulenzer 
(luiaert, ledichacrt, flandrisch legaert) und mojaert 
un elegant , ein Zierling , Schniepler ( Plantin : *moyaert, 
frayaert. Bragard, on bragueur. Bullatns, elegans homo.^), 
kurzum ein feiner Mann , der nachher .sehr passend dazu rerwen- 
det wird , bei Frau Venus die Beilegung des Streits zu erbitten. 
Der Dichter konnte um Namen für dergleichen Charaktere nicht 
▼erlegen sein; so giebt es z. B. zu bollaert und clappaert 
nocb manche Synonyma : babeler, drijver, cakeler, ke- 
ker, cleppcnter, snapper, snaterer, lanctonghe. 



Hör. bei«. VI. 16 



9^% ANMERKUNCEN Z» IX. 



ZU RUBBEN. 

Robben erinnert sehr an die bekannte ungarische Geschichte. 
Ein Ungar kommt zum Pfarrer und klagt ihm» seine Frau sei zu 
früh niedergekommen. 'Wie lange bist du denn vcrheirathet?* — 
4% Monat. — 'Und deine Frau?* — Auch 4% Monat. — 'O du 
dummer Esel , das macht ja neun.* 

9,^19: ende hanghen hem ene blau büke an, 
ende steken hem thooft in enen sac ^ 

Letzteres geschah beim Ertränken, s. Grimm Rechtsalterth. 
696. ff. Was ist aber unter Anziehen einer blauen büke ge- 
meint? — Noch im 16. Jahrb. wurde erkannt auf 'de tonne, die 
men noemt de heike, te draghene* oder *den honten huik 
of tonne om den hals te draghene.* Gannaert bijdr. 167. 518. 



GLOSSARIUM. 



16* 



Die innächst Tor einem Coraraa stehende arabische Zahl dentct 
die Nummer des Sehanspiels an, jede darauf folgende mit einem 
PunJit Tenehene die einielnen Vene des Schauspiels. Die in [] 
eingeschlossenen arabischen Zahlen rerweisen auf die Seitensahl 
der Anmerkungen. Begh. heisst Beghinsel ran allen speien. Viele 
hier absichtlich übergangene Wörter sind bereits in den Torher- 
gehenden Theilen der Horae belgicae erkl&rt. 

Man hat mir hinundwieder und noch neulich in Belgien den 
Vorwurf gemacht : ich hatte gar an viel Wörter in meine Glos- 
sarien aufgenommen, manche wiren noch heutiges Tages in aller 
Munde. Das ist allerdings wahr; man hat aber nicht bedacht, 
dass sich die mnl. Sprache sur jetzigen niederl. ziemlich so ver- 
hält wie die mhd. zur jetzigen hochdeutschen, dass lillerdings 
die Worte in ihrer Form, oft sogar buchst&blich , fortleben, 
weniger aber ihrer Bedeutung nach, wie ich oftmals dargethan 
habe. Uebrigens haben meine Horae belgicae immer noch in 
Deutschland ein grösseres Publicum als in Belgien und Holland, 
und 9chon deshalb bin ieh Deutschland grössere Rucksicht schuldig. 

Die Ton mir benutzten Hulfsmittel sind hinlänglich bekannt — 
bis auf ein einziges. Dies ist der Voc. copiosus, ein grosses 
lat.- niederl. Wb., gedruckt im 15. Jahrb. 41;^ Blätter in fol. Ich 
fand es in der Löwener UniT«-Bibl. , und der Bibliothecar Hr. 
Prof. Arend war so gutig es mir auf mehrere Tage lu leihen. 
Bl. 2* steht« 

Uocabulaxius copiosus et singula 
ris vnus ex diuersis, diligentissime 
theutonicatus feliciter incipit. 



GLOSSARIUM. 



«45 



«helheity Anmuth 3, 300. 

abnns , Betrug 2, 58. vri ab uns, 
hübsche Täuschung f Betrüge- 
rei 4, 32» 

acare, Pauke Begh. 29. [196.J 

aehter. tachter sijn om iets, 
au» sein auf etwas, dahinter- 
her sein 1, 63. 

ader, Natter 3, 1106. 

acrgelient , stoh 3» 202. das frs, 
orgueiUeux. 

af-§etteii, berauben 1, 873. KiL 
'afsetten, royen, straetschen- 
den. Spoliari, grassari, la- 
troeinari,* 

alf, der Elf 2» 105. U7. 173. 
[218.] 

alfsghedroclite , Elfentrug 2, 98. 
lU. [218.] 

ane-tiglien, schuld geben 1, 389. 
anetien 1, 981. anderen man 
anelien, des Verkehrs mit einem 
anderen Manne zeihen 2» 169. 

arc, Adler 3, 178. 418. so Helu 
7073 — kein seltenes Wort: im 
Esopet aber immer die aren, 
ahd. aro, mhd, ar, im jetz, 
HolL arend und adelaar. 

armonie, ein musikal, Instrument 
[196.J 

arentare» Glück 3, 1108. das 
Geschick 5, 16. op aTenture, 
auf den Fall 1, 588. 638. 



mhd, bi dventiuren, üz dven- 
tiure; vgl, [206] und Gloss. 
zum Reineke 186. ridder Tan 
aventuren» aventurier 3, 509^. 

aTenrecht, auf dem Rücken 2, 94. 

aroyl Ausruf der Verwunderung 
4,81. 8,382. 9,1. Auch mhd. 
kommt avoy vor, s. Grihm Gr. 
III , 302 » es ist aber Ursprung' 
lieh romanisch, 9, Roquef. Gl. 
1,116. In einem aus deutschen 
und lat. Versen bestehenden 
Gedichte des 13. Jahrh. (Docen 
Miscell. 11, 207. 208.) laufen 
auch folgende romanische Bro- 
cken mit unter: avoy! avoy! 
alez avant. Der Abschreiber 
scheint es nicht mehr verstan- 
den zu haben, er schreibt es 
jedesmal anders: ja baye, ay 
boey und ay boy. Im Troj, 
oorloch ed, Blommaert 2706. 
ist anoy I anoy I in avoy ! aroy i 
zu ändetni; in der Hs.. steht 
wahrscheinlich anoy. 



bagbinen 7, 74. [231.} 

bäte» Vortheil, Gewinn 6, 214. 

be- 

bedocbt, entschlossen 8, 418. vgl. 
Reinaert 84. 

begaden, zurichten 4, 105. 129. 
6, 210. s. Hör. belg. V, 36. — 
Kiliaen kennt nur begadenr als 



•46 



GLOSSARIOM. 



dee&rare, und lelie begmdeay 
dedeeorare ; nur diese Bedeu- 
tung erhielt aieh und begaeyen, 
begaeden ist sogar ohne lelijk 
so viel als bemilea t t . Sehrani 
op LivinuM de Meyer de gram- 
aehap hl. 181. 

begripeiiy tadeln 3, 589. 

beleet 8» 386. part, pt, von be- 
leiden ben&y sich begeben, «er- 
fügen. 

beloren. 4ie» moet ic mi ran u 

bcloTCiiy dafür muss ich dir 

• dankbar sein t, 541. o^l. KU, 

beraden 1, ^9. 3, 116. vgl. Hör. 
belg. V, 115. 

beraesty iDÜfftend, ergrimmt 9,35. 

bescoawen /ur bescovden; |pe- 
«eJboZten 6, 1117. 

beslabberea, «tcA fteimf^teii und 
Trinken besudeln 6, 353. KU. 
bcslabben. Reinaert erzählt 
von den jungen Meerkatzen 
655!^ t fi waren belabbert ende 
beeact ten oren toe ran baers 
selfs dree; im Reineke 5917. 
heslabbert wente ton oren to 
mit dreh, 

besmity biffleckt^maculatus 5,51. 

bestaden, anwenden, anlegen 4, 
157. 

bestaen, verwandt sein 1, 441. 
944. 3,57. unternehmen 5,64. 

besoren, leiden 3,641. dermin- 
nen pa§ moet ie besnren , für 
die hiebe muss ich leiden 3, 510. 
besnren, mit Mühe und An- 
strengung hervorbringen 8,11!^. 

berellen , schlichten 8, 505. twist 
vollen Hein 1145. 



beter. «m betert wille , damit es 
besser wird 4,171. 6,m. 

bi , I» der Nähe, nahe bei 1, 669. 

blare coe 4,178. 5,41. [2:^3.] 

blijf. fonder blijf , ohne Aufent- 
halt , ohne Säumniss B, ^3S. 
een blijf Uten, unterweges 
lassen 3, 551^. 796. nn es al 
mijn TTonde een blijf, ist da- 
hin idintsl. Seite 163. 

bliren te . . • , Jemanden als 
Schiedsrichter anerkennen und 
sich seinem Ausspruche fügen 
(bei Haltaus 171 : hi einem 
hliben) 8, 536. 355. bilden 
bi . • . , auf Jemandes Seite tre- 
ten^ seine Partei nebmen 8, 90. 
alle die beste bliren n bi Aet* 
naert 7397, so auch Reineke 
6547. -^ op een bliren dage- 
gen Reinaert 5518. ist nieht, 
wie Willems erklärt: ^tot ar- 
hiter kiezen', sondern wie die 
alte Prosa hat: *over ee^ eo- 
men*, eins werden; vgl. Rei- 
neke 4988. 

blonwen, durchbleuen, schlagen 
6, 1%S. Huyd, op St, I, 172. 
Clign, bijdr. 118. 

boevde , Posse, Sehwank Begh. 10. 
2, 190. [205.] boerdement 2,187. 

boffcr, aufgeblasener Kerl, Re- 
nomistf Orossmaul 6, 200. KU. 
* poffer. Iactator,fastuo8us, tu- 
midusfastu, thraso, miles glo- 
riosus, arrogans, ventosus', 
und 'boffen. Inflare buccas: et 
lactare,* Vgl, das mlat, buffa 
und rom. buffoi Roquef, Gl. 
I, 193. 



GLOSSARIUM. 



»4 t 



boken» schlagen, durchprügeln 
6, 94. rom, bucquer Roquef, 
Gl. I, 191. 

Bollaert 8. [UL} 

boren 6, 354. [n^.] 

hone, der Brunne; dann Brun- 
nenwasser %9 ^5. 167. bonre 
ende vier, Wasser und Feuer 
%, 7. 138. ; so hei Maerl. u, a. 
borre ende broot CUgn. hijdr. 
n% 

bnint, krummer Säbel, Schwert 
3, 793. 9;J6. 938. rom. hranc, 
brance, brand, brande, brane, 
brans Roquef, Gl. 1 , 179. Vgl. 
Huyd. op St. II, 347. 348. 58^. 
&83. 

bnten kere «. beer. 

baten scont, unschuldig 1, 717. 
3, 589. 

bnten wegbe, vom Wege ab 5^.31 ; 
anders bei Stoke Yll. Fcr*(l71: 
wil bi bnten wegbe iet, will 
er etwas Unredliches. 

c. 

cboor, musik. Instrument [196.] 
eiere, blide c. (Hs. siere) maken 
6, 7S0. faire bonne chere, 
herrlich bewirthen, oder wie 
man bei uns im 16. und 17. 
Jahrh. hinundwieder sagte : 
gut Gescbirr machen, siehe 
Schmeller baier. Wh. III, 393. 
Vgl. Tcrcieren. 

D. 

daesbollen, taumeln, turkeln 6, 
160. dasselbe was hei Kiliaen 
scbnddeboUen y nach dem wa- 



ckeligen, watseheligen Gange 
heisst das Zwerghühn daesboen 
ben. dsLe» (auch mhd. 1^. Jahrh. 
dds, s, Grimm Myth. 708.) wie 
dasen {Reinaert 7329.) ist die 
ältere Form für dwaes, dwa- 
8cn , darum ist auch die üeber^ 
Schrift eines Gedichtes van vele 
daesbeden (Mone Uebers. 316.) 
nicht in dwaesbeden su ändern. 

degben, Knabe 1^186. 9,!29. 

delyen, begraben, gbedolven jiaft. 

pt. 5, 60. in^.} 

desterier 3, 9%i. ein grosses star- 
kes ^erd, welches die Ritter 
%u reiten pflegten, wenn sie 
zum Turniere, zum Kampfe 
oder in die Schlacht zogen; 
rom. destrier, detrier, dextrier 
Roquef. Gl. I, ^5. mlat. dex^ 
tranus Adel. Gl. Ul ^ 105. — 
Ugutio erklärt es: dextrarius 
dicitur quia per dextram du- 
citur. 

dien für die en 6, 68» 

diere, kostbar, selten, e» raabes 
n niet diere, mach dich nur 
nicht kostbar, thu nur nicht 
so 6, 324. diere sweren, hoch 
und theuer, bei allem was einem 
theuer ist schworen 3, 866. 1017. 
mhd. ebenfalls tiure swem.. bi- 
dieren ede sweren 8, 419. 

diken ende dämmen, deichen und 
dämmen, 4,13. 

dobbelen Begh. 39. 8, 72. fl71.] 

dobbelscole [171-173.] 

doen. na sijn doen , nach seiner 
Eigenschaft S^^iO. yanbogben 
doen , von hoher Macht 3, 277. 



^§49 CLOSSJttlDH. 



»,lt3.1t9.1U.142.piS.] 
ctcB. 4ic mi altoM s^dft aide 



4U. ^9m tpnUm Amb kdut 
i;«Kl<I. SeiU 1*4. 

dMckt. «Mckdcm G«le* 3, Mi. 

dnlea, drutea, 9fdk Jkervaare»- 

4eii 7. 77. KiL SMggredi, Im- «t, ^^e ■"* mUe9at ttki^fi 

temtcr nre dam ire. sm» dni- «^ /*^«^* *«"* 5. 76. 

kB. Broripere te, niMaurere rwaerWit, im waerkcit, vm em- 

M. H/er a6er; t, SS. m^ 73. fa— w ca cw m lx««wcii 9,97. 



val in der Bedeutung, weUke 41, lei, »^ «• ndk t,».74. 
WeOand Wh, I, 395. »oeA qm- fc^K. •»•«*•« üt^ieseatbvtSlei- 



g:Mf : «liusereit. 1^« Whh«! «« 4er Hb. aivwijt 

Jnvt, Geliehtcr ^(,37. MJkiL frilf. wirf svetma awarijc HdU. 

da^lity Fifrcfct. 4ui et uws Ic- 
wemM dvelit, 4ck« Ut dir für 
dein Lehen hange 8» 234. 
ie kcUc siJBS lercas daelit 
Lanffl. «eile 161. 



F. 

liJB 4«cn, £aie uutdien, Lehen 
uekmen 1,174. 



dacktem, fiurekien 1, J99. 309. « • •- ««jh 

3W. 509. 525. 533. 705. 6, 272. "*** ^^*' ^^' ^^J 

pf. dockte. Hujfd. op St. III, fokcrdie,iVarreMp«Me» 4^27.29. 

168. hielt docktea für die rieh- vielleiekt dm» verderhU frma, 

iige Form, und um die» «u foldtrerie. Ich ßnde keim ent' 

heweieen , fuhrt er au» Fer- »preehende» ro». Wort ; da» 

guut ein praet. an, dmcktes, fr%, fauherter hedeutet nur: 

verehren 8, 487. da» Schiff ah»dupahhem. 

dwrem. ter teTcle» d. , ^J»^^^ foHe^^e , Fö»»e, Sehmank 2. 193. 

au»haUen (,ro»«eÄ) 4, 22. ^^^^ ^^^^^^ ^.^ foberdie, 

dwingkelast, Zwingherr, T)fran ^^h »tehen wol heide, wenig- 
st 591. eilte hnperaHveompo»^'- ,j^„, „^ ^ Bedeutung anhe- 
tion , noch im heut. Hoü. , aber trifft, in Beziehung zu dem 
von den Spraehfor»ehem »eit 5^1 KiL aufbewahrten gakber 
KU. faUeh für part. erklärt. ^eie, nugae, ioeu», rom. ga- 
Solehe Compo». »ind z. B. auch j,crie Roquef. Gl. I, 653. 
doeniet , lijtdentijt. Faulen- 

zer, Bplijtmijte, Filz, ^uist- ^•'«"' Narren»po»»en treiben 

goct, ^«istgkelt, Verthuegü- ^*^ff*- ^5. vom rom. foler , fo- 

tel, Ver»chwender, caekinnett, * 

Ne»tküchlein , trecUp, Sehu- foortsier, Kiste, Kästchen, was 

»ter, klimop holl. Epheu. Vgl. »ich ver»chlie»»en lä»st 1, 989. 

von M€U»ehaeh Zur Recen»ion rom. forchier, forsier, foureieff 

der deutschen Gramm. S. 40- 53. mlat. for$ariu». 



GLOSSARIURI. 949 

^, eUghen Tan gbemake, auM 

Üehermuik 6, 61. 
gai» munter^ iuatig, aufgeräumt 
{fidel)6,m.frz.gai. glien.ae. te ^em.aeii eomem. 

huldigen ö, A/tS, 

*"! '^' ^.T" *' !^' *''^." S»»'?"*. »»/Weden 6. 217. gke- 
6, 32; daher auch gaepsp«!. .^ g^ jgy ^,^ ^„ ., 

Schausptel, 

- ^- , , , , ^ ^A«. ghcprcnt, ahconterfeit 3, 290. 

gat /ur ghehat, gehabt 9, 102. " ^^^ r220.1 

^ * " gherecken, macAe» 6, 395. eigent" 

gkebloawen pari, pt. von klon. n^h ausdehnen. ' 

^*"' gkereet, »off/eicÄ 1,720. 4,90. 

ghedaren, ausdauemy auähalten , • « at ^ rr ^l «i i «ok 

8. 111. Ä«Ä« *a6en 1. 171. «'"'"'' ^"''*''' ^'"^*"' *' "'• 

gherieven, LieheMenst erweieenj 

ghedwas , TViigrftiW, «pufc, JSin- |,c6fco#e» 8, 174. 

bildung, hets al gkedwas, das , . . , i. •.. o oüa 

tst aües Einbildung i dummes 

Zeug 6, 184. ~ Maerlant im e^^lop««^ P«»^- P«- «*"» »l^P«»- 

«p. Ai«#.m, 157. wie der Ten- gbcsns, Stillschweigen 6, 190. 

/e2 einen Mönch betrog: ende ghetide. ^uaet — , Unglück 5^70. 

alse hi ynldoen woude ghereet gheveinsen , verstellen, simulare 
sinen wille ende gripen twijf, 9 j[7q, 

rerghine gheent ghebo.e ^jf »^,^„1, gkewwit, ÄleM 1,289. 
•Ue e.. .cde , wüt k.n wm ^^^ ^^^^,^ 
anders niet dan een gnedwas. 

Vgl Meijer op het leven van 5^«^««^*» S^^^'S* ^' ^- l»«»^'- 
/e*tt* 61. 329. 330. Mhd, da% P*' *'*''* ^cg^c»» waghen, mo- 
g:etwrf«,Ä.Ä.Her6or« 842. 3500. ''^^^' , ,,^ 

Lampr. *oÄier Äion (Fundgr. ff^^^erdic, JVarrÄeit 3, 137. 

1 , 319 ».). ghejool, Käfich BeghM. Cadast a^ 

ghemac. hoe gidi te gheniake, »'»»y**« ^^^- ^^^^'^' ^«''^«' 
wje ^eÄ«'* dir? 2, 65. ic sal *«" ^«^" ^'^^ «^^^y*** ^^' '"•y* 
di wel te gh. doen, icÄ werde '^' ^ ^^' gheoole, ghioole. 

dtcA ^« p^eg-en lassen 3, 283. g^g^e» n«*«ifc. Instrum, [197.] 

v^I. da« mi^d. einem ze gema- ghUche. metter ghisclien, so viel 
ehe tuen, guot gemach schaf* man in die Höhlung der bei- 
Jen, und Clign, bijdr, 73. met den zusammengehaltenen Hän- 
gkemake, langsam, nicht so de aufnehmen kann 1, 134. 
heftig 5, 111. hont met ghe- mhd. goufe, goufse Fundgr. 
make, verhaltet euch ruhig I, 374. nd, gopse, gopsche. 
6, 10. Uten mel gkemake, zu- Kiliaen bringt es unter gkitse 
frieden lassen 6, 96. 9, 22. (conieeturo)^ schreibt metter 



950 



GLOSSARIUM. 



gliisfen gkereiiy und erki&rt: 
*dare ui Jon f tri , numeri aut 
menmrae mUla kabita ratione,* 
So »charfainnig da» üt, so ist 
es doch gewiss nicht wahr, wie 
schon das mhd. und nd. beweist, 

ghiterne Begh. 29. [197.] 

gisc, Art und Weise 8,399. Ki- 
iiaen: ^gliijse . j . gkewijse, 
frijsc. Modus, vulgo guisa. 
Galt, guise: Ang. guyse* 

gUTie, Speer 3, 584. gelayie 
Helu 1897. 33!25. eigentlich die 
vom angeschaftete eiserne oder 
eherne Spitze; rom. glave, gla^ 
velot, glaviot von gladius, mML 
glavie, glevü, gievine, glevin, 
gleven, glevenie, glene OberL 
Gl. 555.556. Frisch Wb. I»355. 

goet ter eore » vortrefflich 6, 174. 
goet ter eure Huyd, op St, 
lU, 186. 

gokelaers [193.] 

grote, Groschen von verschiede- 
ner Geltung 6, 331. vgl KU 
voce groote und placke. 



hancdief, Henker Seite 85. Tor- 
tor, kancdief^ een ondadich Voc, 
copiosus, hangheman StokeYl, 
Vers 1049.9 beides Imperativ- 
compos,, wofür später andere 
Worter üblicher wurden t dief- 
liangliery diefLeiüier, beul 
«. s, w, 

hären, kalt wehen 8, All, KU, 
Frigore aut calore nvmio tor- 
rere vel urere: urentem auram 
spirare. 



kedemeer, heute 6, 120. 40. 343. 
kcmcr 6, 2%, Die gewohnlich- 
sten Verbindungen mit meer 
sind CMmcrmcer unil acmraer- 
■lecr i dazu kommt noch sider- 
■leery sintemal Leven van Je- 
zus hl, 211., vgl, Meijer dazu 
hl, 380. 381. Velthem hl. 134. , 
und das eben so seltene unserm 
nunmehr entsprechende ke- 
den-meer, welches sogar zu 
kemcr geworden ist, wie im 
Mhd, aus nie mir: niemer, 
nimer und nimmer ward, Dass 
kedemeer nur die einfache Be^ 
deutung von hedtn 9 heute hat, 
kann ich aus zwei andern Stel- 
len bestätigen: Troj, oorloch 
ed, Blommaert 2710. kerHector 
en comt niet kedemeer, aiaen 
troost kebkea wi yerloren und 
2599. gkine vaert Biet «te , also 
knlpe mi god, keden aeer. 

kerpe Begh, 28. [197.] 

kiftorie [206.] 

koet, Krone, Kranz 8, 328. 550. 
vgl, 296. 

kogke vgl. Hör, belg, III, 140. in 
kogke kÜTen 8, 98. in goeden 
kogken Bijn 1, 864. 3, 60. 

koot für kooft 3,707. 1061. 6, 13. 
304. noch jetzt in Flandem und 
Brabant, So wird au«. kelfl 
kelt, aus seifgevtte selscntte 
und 80 ist zunächst aus koot- 
man. koman , aus kootbant ko- 
kant und aus k<»otmat8 kMwatt 
(almutia} entstanden, een g«et 
koot, ein gut Stück, sehr viel 
6, 23. oder ist nicht viehnehr 
ein Maass gemeint? wie auf 



GLOSSARIUM. 



•5t 



ähnlid^e Wei9e e«p, eaput und 
cupa bedeutet; vgl, doM devt- 
$ehe Kopf Oberl Gloss, 8U. 
SehmeUer baier. Wb. II , 319. 

hört, Sto89 9, 158. 

hon! Atterufi heda! 9» 83. KU, 
hou . t . hof. Celeusma nau- 
ticum, elamor nautarum, hel- 
ciariorum ete, 

hont, nimm ! eieh da! i, 1^00. 
4, 6)2.68. daafrs.tenez! voila! 

hoven Begk.*\i. 1, 54J2. Hör, belg, 
V. 36. 

horesc. hoTeschen mont drag- 
hen, reinen Mund halten 3, 
310. 

httke 6, 199. 9, 219. [n^.] 

hnrtn, miethen 4, 17.21. 

hnnshare , Hausmietbe 3, 929. 

j. I. 

jaToy 4, 81. t. aroy, wie auch 
hier wol zw lesen, 

jeeste [206.] 

jeghen. copen jeghen enen , von 
einem kaufen 1, 932. 960. 987. 
6, 175. mhd, koufen umbe einen, 
«.Grtmm Gr. IV, 841. 

ieweiinc, irgend 9,158. Lantsl, 
Seite 163. 

indach, letzter Tag, Todestag 
1, 965. von inde, ende (Jinis) 
und dach, ahd.endidago, mhd, 
endetae Grimm Gr, II, 447. Es 
kommt auch die Form andach 
vor und zwar in der Bedeu- 
tung: letzter Tag der Woche, 
Helu 4033. des aaestes anda- 



ghef. — indaeh ganz gleich 
mit docraesdach 1, 994. 

joochthonre 4, 106. [223.] 

CK. 

cacc , Kinnbacken 2, 158. 4, 28. 
186. 

caetsen Begh, 39. [177.] 

care, die Geliebte, eara 1, 878. 

keer, ursprünglich die Kehr, die 
Wendung; dann Mittel und 
Wege etwas zu wenden, zu 
verändern 6, 106. Anschlags 
lose keren. Schliche, Kniffe 
9, 227. wie scalke ront. Nobel 
sagt von Reinaert 3646. ai mi 
wat ean hi loser keer I — hn- 
ten kere , atnnlos 1 , 357. 948. 
unsinnig 3, 157. 8, 120. auch 
wol ntenkere, Walewein ! dat 
hi Tiel ter aerden säen verdo- 
▼et van den slaeh so sere dat 
hi was ai nten kere. Vgl. das 
nd. üt der kere Brem, Wb, II, 
761. 

keien Begh. 34. [177.] 

keren I Ausruf der Verwunde^ 
rung: ha! 4, 76.104.118.164. 
173.176.184. 7,19. 9,55.85. 
Ich habe mich vergebens tim* 
gesehen nach einem sonstigen 
Vorkommen dieses Wortes und 
nach seiner Etymologie, 

kerkersteen, Kerker 3, 900. 943. 
dafür gewöhnlich steen : Ge- 
fängnissordnung für Brügge 
V, J. 1299. (bei Warnk. II, 1. 
Urk, S, 117.) quele prison de 
Bruges con appele le pierre. 
Keure van Brügge v. J, 1304. 



•6% 



GLOSSARIUM. 



{da$. S, i%9.) »oort so watpa^r- 
tre iof poorteght in den tteen 
worde gkedoen, 

key! Jutruf: ha! 9, 149. Juttus 
de Harduyn, Vertaeling van 
Herrn, Hugo* 9 goddelyeke loen- 
echen (fHantwerpen leiZ^.) H. 
263. Alderlieftte 'i ü te langh 
hier te woonen in bedwangh; 
ke gaen wy met dit »aysoen 
ons verquicken in het groen, 
j4uch in desselben Dichters 
üitgelezene dichtstukken door 
Schrant bL 134. Ke I comt 
dogh en wilt decken hem ghy 
meyskens van Jerusalem, 

kijf , Streit 8, 453. 

dap, OeeehwäUi 6/21. tidi op 
«wen cUpstoel |»lieseteiit bist 
du mal wieder ins Schwatzen 
hineingekommen? 9, 241. — 
clap in dieser Bedeut, findet 
KiUaen auch in * clapstoc. Ba^ 
eulus annalis, baculus calen-^ 
darius, baculus designator tem~ 
porum: q. d, baculus fabu- 
losus, agrieoUs et iüiieratis 
passim loeo calendariiJ 

clappaert [241.] 

clerke [203.] 

cliptandcii, zähnklappen 8, 43. 
KU, elippertanden , elepper- 
tanden. 

elosten Begh, 34. [177.] 

cloten Begh, 35. [177.] 

cloteren , die Milch gerinnen ma- 
chen, zum Gerinnen bringen 
5 9 42. Plantin : klotteren , 
eaiüer sana pressure, quand 
le laict s'espessit en est4 de la 



ehaieur; KU, klotteren, kloa- 
teren. CoaguUtri, 

elute , Schwanke 7, 39. dasselbe 
was eluckte. 

elatsen, kernen, buttern 5« 42. 
Kit, Quatere, eoTicutere, 

enecht, Kind 1,17. und in tUlen 
übrigen Bedeutungen ganz wie 
das mhd, kneht ^ vgl. Hör. 
helg. y, 39. 

cockaert 6, 212. rom. coquart, ein 
Ehemann der gehSrig unter dem 
Pantoffel steht {in Süddeutsch- 
land Siemann, Simon, Siemandl 
s. Schmeller baier, Wb, 111,182.), 
der auch wol mal zum Hahnrei 
wird. Bei KiUaen fehlt dies 
Wort, vielleicht war zu eeiner 
Zeit dafür üblicher kanne, ken- 
ne (nd, dudendop Chytr, 299.), 
aber in dem bekannten Heferein 
voll allerlei Scheltwörter auf 
— aert steht der cockaert gleich 
mit vomen an , s, Nederd, Let- 
teroefen, bU 301. 

eockijn, armer Teufel, Lump 8, 
330. 371. 384. 387. rom, coquin, 
KiUaen giebt folg, Bedeutun- 
gen: 'cockin. Mendicus, homo 
petax, amator sive sectator cu- 
Unae : et Homo ineptus : et Ne- 
bulo, vappa, tenebrio,* 

eoene , verwegen 6, 328. o?er mi 
moockdi weten eoene, über 
mich habt ihr zu gebieten, ich 
steh zu euren Befehlen 5, 77. 
dasselbe was 83 1 altoos ghe- 
biet te miweert. 

coenlic, frei heratu, ohne Um- 
stände 9, 38. 



coren 3, 988. dasselbe was keu- 
ren. 



GLOSSARIUM. 9ttS 

coesat, satt wie eine Kuh, sehr heischen, daghen i« een ctijt, 

satt 8, 109. sich fordern 8, 479. 443. 

comen. toe-comen, zugehen, ge* critcn, quieken 8, 46» 
schehen, advenire 1« 368. ^, 20. 

8y 455. het comt al touwe 3, v 

1056. [%%2^] hi - comen dasselbe * 

3,447. 8, 459. lac, liederlich 9, m. 

eompost, Brei von Obst, Reis lcc»> zusammengez, aus leghet, 

oder etwas der Art, compote Hgg^ct ^> 50.55. 

6,321.348.351.395. lichtelijc. nu I., etwa: nun 

confnuB 6,290. J^iXconfays «ijn. f''''^' ^»«*^- *' *^- (*^ «'*^'^ 

Oftrui confusione vel pudote, ^' ^'^^ ^«<^* lichtelijc em [,] 

confans maken 8, 348. "»»^ ''«^^ ^•"**^^ [ ^) 

licion, mtMtfc. /n«fr. [197.] 

lijf. te lire honden, am Leben 

„ . , . _ , . ^ erhalten 3, 1114. 

corUaen 6, 154. cm ÄcÄimp/iror«, o i /x i^.#. 

dewen «'^eiit^/cAc Äedeu««»^ btse, Äfroitg- Äe^Ä. 44. JT./taen 

ich nicht weiss, ja ich weiss ^*««' !«*««• *«"«• *"«• 

nicht einmal, ob die Form lodder, der Lump, liederlicher 

richtig ist. Ob vielleicht an Ä^' ^f 166- 188. 8, 375. mhd. 

das flandrische krol, krnl {bei lotter. 

KU, fastuosus, arrogans, au- lodderlijc, locker, liederlich 8,80. 

daculus) zu denken? Lojaert [241.] 

corpc, ÄofcoBouernAund 2, 168. lolUert 4, 179.196. 7, 74. [231.] 

engl, cur. ßorrt dagegen ein lorinen , 6e*ru^e» 7, 66. KiUaen 

schlechter Gaul, eine schlechte j^^^^y^ Impostura, fraus. und 

Stute (wie das mhd. gurre) und j^„^^ ^ betrügen bei Weiland 

das adj, gorre , geizig, ^^ jj ^ ^^y 

cotte 5, 89. oder conste pt. von ^^^^^[ lalben,frondescereUSOQ. 

connen, können. g^j ^^^^ i^^^ ^^^^ j^^^.^^ 

coten Begh. 38. [174.] . pioris 993.) J9ocä ist auch die 

couten, plaudern, sich angenehm ^^'^^ ^^^ ^*- ^«»<^*' aufzuge^ 

unterhalten Begh. 38. *^- «» ^91. ««eÄ* in rronde 

^ ! . ' ..-' ^»«^ luden , Äiniren 8, 136. mhd.ldten. 

gries. gaen in cen cnjt, etnen ° ' 

ZiDcifcamp/ 6c««cAeii 1, 978. 8, 1«*» /««*'> «'•«^<? ''» ''5. 

202. 492. 539. so auch: comen luken. Zäune und Hecken ma- 

in een crijt 8, 301. 365. und chen 4,23; die allgemeine Be- 

▼allen in een crijt 8, 264. — deutung ist: einschliessen , s. 



•ft4 



GLOSSARIUM. 



Huifd. ifpSt, III, 266; vgl. das 
engl, to lock und diu nüid. he- 
Hecken^ 

late Begh. 29. [197.] 



machscbien , vielleicht 6, 112. 
114. 116. 26S. auch masseliieii, 
woraus denn endlieh da» heute 
noch übliche misscliien entstan- 
den, Huyd. op St. II , 380. 

macbt. al mijn maebt 4, 115. al 
uw macht 8, 379. 9, 209. met 
al nwer maclit 4, 69. 

maerte, Dienstmagd Seite 121* 
Kiliaen : ^Jncilla, famula, mi- 
nistraj ministrix. vulgo mar- 
tha : a Martha evangelica, sat- 
agente et soÜicita circa plu- 
rima, ' 

Mahoen [217.] 

mallic anderen X einander, invi- 
cem 1, 630. 8, 162. und öfter. 
mallic anders 8, 445. 

mande, ein geflochtener Korb 6, 
391. [230.] 

manen den duTcI, den Teufel 
beschworen 5, 34. 

mate. te maten, nach rechtem 
Maasse, gehörig, eben recht 
4,27. vgl. Hör. belg. III, 163. 
al met maten dasselbe 6, 178. 

meerch, Mark 8,351. noch jetzt 
flandrisch^ merg holländisch. 

melcteile, irdenes Milchgefäss 4, 
25. 33. nach KU. vas in quo 
lae mulsum asservatur {nd. 
Satte, Sette) und 'teile, tele. 



Testa, gali. fland. teile, http. 
t^aJ 

aeneftrele [193.] 

mere für mare 2,191. fama, fa- 
hkla. 

raere, grosser 6, 397. so wie 
mecst der grosste Hör» belg. 
lU, 144. 

merc legghen, in Betracht ste- 
hen, regarder 4, 20. wie merc 
houden Hör. belg. Y, 35. — 
8,' 220. lässt es sich durch un- 
ser aufs Korn nehmen 
sehr gut wiedergeben. 

metselgier, Bote 3, 250. 260. bei 
KU. auch metsengier, rom. 
messagier, messaigier, nUat. 
messagerius. 

metter spoet, metter Taert s. 
spoet , Taert. 

mite, etwa : Heller 4, 59. Ki- 
liaen: Minutia, minutum^ mi- 
nuta : oboli vilissimi genus- 
vulgo mita. Bei Du Cange: 
monetae aereae flandrensia spe- 
des, quatuor obohrum pretii. 
niet ene mite 4,146. wie das 
heut. hott, niet eene mijt waar- 
dig, het scheelt mij geene mijt ; 
vgl. Grimm Gr. UI, 733. 

moedemaect 8, 149. [240.] 

Mojaert [241.] 

monocorde, musik. Instr, [197.] 

mouwe maken so viel als betrü- 
gen 9, 234. noch jetzt. Maer- 
lant, Wapene Martijn: menich 
segliet nu ende echt : mijn sin 
es aen n ghehecht so ic wane 
hedonwen ; achter maken si die 
monwen. 



GLOSSARIUM. 



955 



mäsehe, SperltTig 6, 37. ursprüng- 
lich niederdeutsch; zwar kommt 
muscha, auch musche in ahd, 
Vocabularien vor, aber doch 
immer in solchen bei denen ein 
sichtlicher Einfluss des Nd, vor- 
waltet, z, B, Gloss, Jun. ^68. 
Vgl, Frisch unter Musch Wb, 
I, 676. und das rom, moison, 
moisson Roquef. Gl, II, !iOO. 

museel, Gesicht 9, ^43. Museis 
Museau, face, visage Roquef, 

GL II , %n. 

mnsket, Sperber Begh,i^. mlat. 
muscutus, 'Capus, een mus- 
schet dicitur falco vel gene^ 
raliter omnis volucris capiena 

' pedibus.' Voe, copiosus, 

mtiiit, Käfieh, Vogelbauer, mlat, 
muta, worin die Vogel maua- 
sen, in de munt ligghen, zu 
Hause bleiben müssen 8, 63. 
^80. 353. wie das holt, in der 
muite bliJTen, xitten Weiland 
Tfb, III, 16:2. tgLelt es in de 
munt d, h, es ist ioohl beioahrt 
4, 96. 

naer-spreken, verläumden 3,165. 
na -spreiten 3, 167. 

negkelentier, eghelentier Lantsi, 
Seite 159. vgl. Hör, belg, V, 
37. 38. 

O. 

on- 

ondier, unwerth, schlecht 4,141. 
159. ^3. 

onglielijc» Unrecht 1» 836. 



longoede maken, verderben !2, 59. 

onder- 

ondergaen, abgewinnen 1, 943. 
Andere verba mit onder- in 
der Bedeut, dis-, inter^ Huyd, 
op St, 1, 9;^. 93. ahd, in Grimm 
Gr, II, 884. 

onderhaspe [2)28.] 

onder -selten 9, setten.- 

ondersprec, Accord, Bedingung 
9, 76. 

ondervinden, erfahren 1, 553. 

onderwinden. onderwinnes nws, 
nehmt eure Sachen wahr 6, 15. 
ki moeste kern onderwinden, 
er musste sich drein mischen 
6, 18. Vgl. Plantin. 

ont- 

ontgkcven, abstreiten, ahdispi^ 
tieren %, 79. 9, 7>U. 

ontleden, zergliedern, zerflei- 
schen 6, 158. 

ontmeten, aufbinden %, 7^. 9, 2?!2. 

ontseggken, abschlagen^ verwei- 
gern 8, 553. 

ontsient. dit spei es mi ontsient, 
mein Spiel steht schlecht 3, 786. 
so dat kaer spei daer mede 
sieiL^e, sichbesserte StokeWVL» 
Vers 354. si kebben kern sei- 
Ten so ontsient dat si nienent 
en gkeleken Lodew, van Velth, 
bl, !264. ende en dadio des niet, 
so moestic onderwilen ackter- 
laten dat niet goet en wäre 
gkelaten ende dat dit werc 
sere ontsienen soude Leven 
van Jezus bl, %• Meüer in 
seinen Anmerk, dazu bh 277. 



»66 



GLOSSAIIIUM. 



erklärt diet ontiienen durch 
mismaken und das bei MaerL 
Sp, hi8t. 1, 406. II, 368. III, %%. 
vorkommende, auch hieher ge^ 
hörige adj, onsiene ebenfalls 
ganz rie *Hig durch mismaakt 
of leelijk; vgl. Huydec, op 
St. I, 104-106. Hieher ge- 
hort auch sienst , optimus : 
welc u dttnct sienst Heinaert 
6855; dat lii coos Toor «Ire- 
sienst Willem van Hildeg, 
{Clign. bijdr. 397.) 5 femer tes 
den ^hemenen 'lieden tsienste 
dat beren selve haer lant be- 
sien dßs, 

ontset, verdreht 2, 131. 

ontsinnen, von Sinnen kommen 
1, 154. 160. 

•ntsitten, entschlüpfen 1, 805. 

ontstelt, beängstigt 1, 93.217. 
^97. in Verwirrung gebracht 
H, 130. 9, 93. 

oor. Erbe, Nachkomme 1, 16. 
flandrisch hoor, rom, hoir, 

oort. ran inde toorde, von Ende 
SU Anfange 1,476. 

op dat, wenn 3, 333. 9)^1. 4, 55. 
8, 499. 

op. 

op-gheyen, übergeben 1, 914. 

op - honden , erziehen 1, %Z%, !271. 
645. 770. 8^. 

op-nemen tgliereclit, den Kampf 
aufheben 8, 431. den camp 
opnemen ( wie Reinaerf 7384. 
7392.) 8, 610. 620. und paer- 
lement opnemen 8, 498. 596. 
dasselbe, so wie auch bloss op- 



nemen 8, 456.493. und opglie- 
nemen 8, 447. 

op-risen, emporkommen 3, 114. 
so wie af-risen, sinken, fallen. 

orbore, Nutzen, doet baren or- 
bore, stiftet ihren Nutzen 6, 
219. orber Reinaert 5712. oor- 
baer das, 7741. 

ordeel, «$fra/e 6, 85. vgl. Wei- 
land Wb. III, 669. 

orgbel Begh. 27. [197.] 

P. 

padde, Kröte 3, 1106. 

paerlement, Händel, Fehde 8, 
409. 498. 531. 597. vgl. Huyd. 
op St» III, 395. und Ackers- 
dijck op Troj. oorl. 277. 278. 

paertare. spei van paerture , dcu 
Gleich und Gleich spielen d.i. 
Heirathen Begh. 46. 

pas, Gang, Weg 3, 411. 510. so 
viel wie ganc s. 3, 575. 

peis, Friede 6, 273. 295. 340« das 
frz. paix. 

perlesijn 5, 27. mlat. perlisia, 
Gicht, paralytis, sonst gewohn- 
lich im Mnl. rledersijn, fler- 
cijn. 

pipers [200.] 

pit, Grube, fossa 5, 51. 59. put 
1, 156. 380. [225.] pit bei KU. 
als flandr. bezeichnet, pit im 
Engl. Grube, Loch unter dem 
Galgen. 

pitse. in quaden pitsen , in 
schl€c\ten Streichen Begh. 43. 
— Plantin: 'van qnade pitsen. 



GLOSSAIUVM. 



Mf 



maUcieus, malignua/ Noch 
jetzt pitserijeii. 

plat, fferade heraus, rundheraus 
6, )234. vgl. Kiliaen. 

plavant (Hs, plauant) 4, ^03. ein 
Schimpfwort welches mir ganz- 
lieh unverständlich ist, 

pleie, musik, Instr, [197.] 

pol 8, 188. KU, 'poUe, poUeken. t. 
ghepolkereert sot, stocknarre. 
StulttUj morio sceptrum cum 
eapitello gestans. pol her Jan 
%, 56. pi7.] 

prengy muthig, tapfer 3, 201. 8, 
;^71. 470. dasselbe was bei Kit. 
prootsch, holt, preutsch. 

printen, printers [220.] 

pute, rom» pule 3, 1003. 

pntesone 1, 972. pntertier 3, 
1067. Hör, belg, V, 116. 

qnaerten [174 — 177.] 

quantsijs, zum Schein 7, 70. KiL 
«inantsays, hoÜ. kwantswijs» 
kwansuis, auch nd. sehr üb' 
lieh Brem, Wb. III, 395. 



raet. nvats die raet? was ist zu 
herathen? 3, 39. 857. raet ghis- 
sen, Anschlag machen 1,122* 
wie raet yinden 1, 101. Rei- 
naert 543. — raet gheTen, 
Meinung beibringen 1 , 674. 
so auch raden 1, 677. 

rapen. raepter op haer slippen, 
hob ihr den Rock auf 2» 95. 

Hör. belg. VI. 



rebebie Begb. 28. [198.] 

rederijkers [210.] 

reepken. Reif, cereeau 6, 362. 

respijt, Frist, Bedenkzeit 3, 1060. 
das rom, respit, frz. r^pit; in 
einer andern Stelle: 6, 267. ist 
es aber wol das frz, respeet. 
Ansehn, 

rijs, Reisig, Gebüsch 3, 958. was 
nachher 973. foreest heisst, 

riTalie aus rivage, wie boscalie 
aus boscage Lantsl. Seite 164. 

riTeel driven, lustig sein 2, 2. 
bliscap und riveel oft beisam- 
men Clign, bijdr, 303, vgl. 
Hör. belg, IV, 64. 

roden, ausreuten {nd, roden^ ra- 
den) 4, 11. aldus soude men 
roden ghecken, also sollte man 
Narren austreiben (*t) 9, 217. 

rote, musik, Instr, [198.] 

saghe. dits ghene sagbe 9, 147. 
[203. 205. 206.] 

säten so wie rersaten und saden, 
sättigen und gesättigt werden ; 
sich besänftigen lassen 6, 136. 

Scale adj, schlau 6, 369. 

scalmei [199.] 

schermen [178.] 

schijtputte, latrina 4, 158. 

schilt keren [230.] 

scole. ter scolen ligghen 8, 624. 
ter scolen gaen 2, 184. te siere 
scolen gaen 7, 31. — scheint 
noch einen Nebenbegriff zu ha- 
ben, obschon KU, ligghen ter 

17 



959 GLOfitAStUlL 

teholen. StuderCf litteris ape* titole, mu9ik, In&tr, [IM.] 

ram dare in eeUkri aeodemial .lechto, ohne ümHände, toui 

tcosseleii, aUerlei Küchenarhfii unimeni 6, 11. 3^. 330. 

verriekien 6» 199. %i%. tlippe , Roeksaum 2, 95. 

tcop, 8poU 6, rJ. KiL «tckap, tlttpeÄ, «cft/iip/en %, 5^. 

•eboppe. fand, vtt, Ludi^ tmal, JIrlem 5, 67. 7» 89. Hör. 

Mttin' «Rii *bet«]iobbeii, be- 6e/g:. IV, 63. 

•ckoppea. >?ahd. i. betpot- ,m«keB, »ehmeicheln 6,81.117. 
teil. Irridere. ' ||^5. 

ftcoren» %errei»»en, vgl, Grimm*» smete, smetes, Schmisse, Sehlage 

Reink. !»70. miJB herte mI 6, 16!^. 330. 1t, 178. 

•COMB 1, ^99. wie rngs licrte gnietteB, 6e«cjktiiip/«n 7, 13. mhd. 

mochte bnken 1, 651. smi%en. 

scouwe, das Gesicht, d^ was smiten» schlagen 4» 174. %0i, 9, 

man »teftf, ifte Erscheinung ^44. mM. smitzen, 

2, 153. All. scboiiwe. Coti-^ goch, Sau 4, 162. Äi7. toch, 

tuitus, US. soecli, sevglie. 

•c«, die Scheuche 6, 50. lf»7. sonder blijf, ungesäumt 3,238. 
•ebcw. Terriculum, terricula- ,^^^^, j^^^ g^ ^^53^ „ .^ ^^,^^. 

™*^*"'"- let 1, 258. 3, 730 ; vgl. 6, 258. 

M^mre, «cÄ«uer, GeiwWer 8, 76. ,^^^^, ^^^, ^^ ^^7^ 

»Atf. der «cAtlr; vgl, Hwed.op , _ __. , - .•« 

Sf. III . 6. 461. •*!*•'•'"•■•' **• ' "f •.*.'"*' 

3, 680. ongnespaerl 1, 111. 
seer, verletzt, verwundet 1, 60. 
mhd, sir, soren, Schmerzen leiden 6, 304. 

seet, zusammengez, aus segbet, «otte [215.] 
seggbet 2, 57. 173. 3, 861. 6, sotternie, Vosse 3, 1142. dafür 
2. 5. 311. 1, 1014. hantsK Seite 166. sot- 

seggben [203.] J*"*. 

seike . urina 4, 152. 155. souterie Begh. 27. [199.] 

fieberen 8,483. dasselbe was se- spellcn, au»etitonderfetzen9,231. 

kerbede doen, trovwe gbeyen KU, metaph, Explanare, deda- 

Hör, belg, V, 117. rare ad minima tuque elementa, 

setten. ondersetten , zu Pfände articulatim euucleare. 

•elsenl, 991. 8,263. daMel6e: »pülen, spinnen 6,205. von 

Toresetlen 1, 342. oTcrsettea 2, gpiUe, der Spinnrocken. Dass 

102, te pande setten 3, 692. le »pillen und spinnen Eins ist, 

borgbe setten 8, 362. 6eipe«* auch gbetpinne (6e» 

sinpbonie, musik. Instr. [199.] KU, proxima cognaia a laiere 



6L0SSMH0H. ft59 

feminino) und tpülemaglie » utien Lateinern Btereu» rotun- 

mhd, spilmäe, kunkelm^e. dum; vgl Adel, GL voce Strunr 

spliten, vor Kälte aufspringen, diua. 

wund werden 8, 45. stronthoere 5, 45. 

•poct. metter spoet» sogleich, strootken, Gurgel 7, 51. nd. 

auf der Stelle 1 , 100. l;^9. 3, strote. 

336. 559. 954. 984. 6. 138. m. .tunr, grimmig, wild 6, 65. 8, 

•prekers pOO.] ^ 56. noch in neueren vlaem- 

sprini^eik, entspriessen , hervor*' sehen Dichtern ^ ». B, Livinus 

wachsen 8» ^%. M9. wie das ^^ Meyer de gramschap bl. 9. 

mhd. Im Engl, spring der sunbees, mtMtit. /n««r. [199.] 

Frühling, iiutsppinghcn 8, 64. gwettei» 7, 74. [^1.] 
stamine , wollenes Gewand, auch 

wel Härenkhid 7, 45. miat, np 

ataminea, rom, estamene, esta-- 

mine, estame. tabbaert 4, 180. [^H.] 

stappans, sogleich 6, ;250. ^57. tambuvf, musik, Instr. [199.] 

^7L 356. 380. auch stapbans tavelspel Begh. 40. [170.] 

geschrieben tlign. bijdf, %}iO. U , die Zehe 9, m. sonst gewöhn^ 

m. Huyd. op St. in, n. lieh teen. 

Kiliaen schreibt stap'hands ^ .„ ir~rt^.,«*ir 

*-^«# *..-.• •* * i_ X- teelken, Knöchel, Gelenke 9,15. 

hangt gewiss mit te baute su- < j *- t i j i • ^, , 

^«..«n««. 4?#.i.. TV 17 fofcß •^rtrculiw, ledeken «c/ tbeel- 

«ammen; ÄtoA:e IV. Vers 1356, t • f 

te bants (mhd, ze hant) , iro- * ^^ 

/ur »n anderen Hss, stapbans. Tervogaa, Tervogaat [^17.] 

Vgl. Grimm Gr, III, 134. teve 5, 32. JT«. Canis fem, vulgo 

steecspelen Begh. 10. [178.] canina. 

stekcn den boren Lanfsl. Seite *^ " **™«* *• comen. 

16;^. KU, Buccinare, canere toraojen Begh. 10. [178.] 

buceina, cornu. to awe /ur toe, «u [;i22.] 

stille seike 4, 155. dasselbe was touwen, gerben, baer Tel tou- 

bei KU. Stele pisse. Vetus lo- weü, lÄr FcW gerben d. i, sie 

tium. *stel. Vetus, vetustus. tüchtig durtkprügeln 2, 61. 

Gal. estale (?): ang, stale. vgl. Hör, helg. III, 158. 

stel vet, q, d, sti]. Reses, trae«, ÜVop/wt 7,50. für Wein, 

quietus, stel bier. Vetus ec- jBicr u. dergL Getränke ; so wie 

revisia et defecata.' im Verkeeräen Martyn Str. U 

stront, Dreck 6, 12. /r». ^*ron, trinken nndenrijnscbentraen. 

früher estronc; na^ Jos. Sea- tripe, Gedärme 6, 181. frz. tripe, 

liger kie*8 strmntus bei den mlat. tripa. trijpsac, Wanst 



GLOMAMOM. 



7, 1!^. bei KU. auch noch trijp- 
bvyck» pasttack — in beiden 
Stellen ein Seheltwort, »erin 
»ugleick der Vorwurf derlJe" 
derlichkeit liegt, vgl. 6, 187. 

trompe, Trompete [199.] 

trumpenen [WO,] 

tmwant, Vagant, Landstürzer, 
Landstreicher, (rotwelsch) Stro- 
mer 7, 65. rom. truand, truant, 
trüwanteik , wie ein trawant le- 
ben 7, A%, 44. 90. ^Trutannu»^ 
trnwant, dicitur qui verbis suis 
trudit ut deeipiat, facit enim 
credi quod verum non est, a 
trudo, Trutannizo , truanten, 
dieitur vitam trutannorum ge^ 
rere' Voe» eopiosus. 

toaii 7, 29. [23!.] 

tympanon, musik, Instr. [199.] 

u. 

avt-craken, heratuplatzen 5, HO. 

vnt-poleiky {hier) auskratzen 5, 
108. KiL poelen, polen fland. 
Exeavare, suff ödere, forare; 
vgl, das nd, pulen und palen, 

V. 

Yaec, Schlaf 1, 424. 3, 705. 

yaert. metter yaert, sogleich 1, 
131. wie ter yaert 1, 662. 6,2d. 
Hör. belg, IV, 66. 

yaren. dal ic aldas kebbe gke- 
yaren , dass es mir also ergan- 
gen ist U 533. 

vedel, musik. Instr, [199.] 



yer- 

yerbarett , an Tag kommen 9, 144. 
baren Floris 1003. 

ycrbeent 7, 25. KU. yerbeenen. 
fland. Vituperare» 

yerbidden, durch Bitten bewir- 
ken, dass man von etwas ab- 
steht 8, 545. 

yerboren , verwirken 3, 987. 

yercieren ane . • . , verprassen 
mit ... 4, 179. Vgl, eiere. 

yerdaekt, erdacht 3, 272. 

yerdingken für yerdedingken, in 
Schutz nehmen, vertheidigen 
1, 383. 

yerdobbelen, verspielen 8, 379. 

yergaen. te ^aade 1^ 366. ten 
quaden 3, 1135. te goede 3, 
536. ten besten 1, 759. 

yerkeren, verändern 1, 487. 4, 74. 
149. sich verwandeln 1, 784. 

yerleit, betrogen 2, 141. p, pt, 
von yerleiden. 

yermeiden. hem y. gaen 1, 423. 
heisst nachher 501. kern yer- 
wandelen gaen , lustwandeln 
gehen, 

yerscoyen, dumm 4, 132. 6,350. 
yerscoyen maken, dumm, ver- 
dreht machen 4, 173. vgl, WiU 
lems Mengelingen 57. — KU, 
erklärt yersckoven ^ Elapsus, 
dilapsus : et Amotus, repulsus: 
et Abiectus, contemptus,' rer- 
scoyen und yerscroyen, was 
freilieh oft dasselbe bedeuten 
kann, wird in den Hss, zu- 
weilen verwechselt; so glaube 



GL0S8A1IIUH. -99% 

ich üt e« auch Reinaeri 9125. TerCreekea, enähien 1, 164. !^7. 

geschehen: o wi, Larnftoit, 498.946. 3,31)2. 9,^.^6. 

YcrtcroTeii dmät, wo vcnco- ^ Recensere, teilen, yertrecken, 

▼en d« , dummer Teufel ! viel Temawen ' Voc oopiosiu, 
beeier passt, wie denn auch 

in der BriUseler H,.: och on- '«'"*«■• •'J'^ doglie» ewer >iet 

bekende oudicl. dwas, TnU I*""*; !"" '^*^ *** *^" 

keeri Lantfreit. *"''* •' *' ^'*«' *«' ** ■'*»*'* 

. . - himI eloqui. 

rewelt, vereint 1, 1002. y,,«^, ««rderJe» 8, 679. 

rerrot. .«.-«tend 6. 359. [m.] ^erw^dde». «enrondeln 3, MI. 

yeninnen^ bedenken ^9 i%^. %,i%» hem t; gaen 1, 501.- «. rer- 

▼ertlaen, beunruhigen, beäug- "'^** en. 

9tigen 9, 133. verwären , a&wöncZcTi 3, 518. 

vergmacliten, umbringen 1, 37Ö. vcrwitcn, Vorwurf e machen, vor^ 

Tcrsmeken, durch Schmeicheln wer/en 4, 60. 89. 6, 182. 9, ?04. 

gewinnen 6, 133. reryreUnpart.pt 1,537. 

▼enmoren, erstieken, erdrosseln, vier, in vieren gheipleten, ge^ 

umbringen 1, 47. 675. 941. in viertheilt 3, 892. 

enen put versmore. 1, 156. 380. ^,^„^,4,,.^ guadrtvium 5. 31. 

.n«ran..umfcomme»M54 Ter- Kreuzweg, JFegecheiie. 
tmoort, öe^auoe 9, 57. dnn«e,9 

jaTerinioort,:^>cMq^fwrid«ott viHaert, Grcw 1,37. dae frz. 

trinken 6, 223. KiL Tersmoort vieillard. 

dronken. Vino eepultus, obru- Tisonwe, Sinn 8,69. KU. Consi- 

tus potu. Tenmoort aen .., deratio, animadveraio , aennis. 

berauscht durch Liebe zU Jem. .* 

. »1^ _ 1 ylerke, vlerken, Fittige Lantsl, 

n bleTen aen Trouwen-al ve»^ « ^ ,i,, ,•.. . . »,.. . ^ 

^^ - Q ti« T i ^A j greife 164. 165. bei Ktl, als ßan» 

smoort 3,141. Lanieloot, ende , . , . . . ^ x- i vi 

* - , - drisch bezeichnet für yleuehel. 

noe versmoort so es uw nerte ^^ ^ 

aneSandrijn! LanI«/. Set te 160. Tlesckelkijn , Fläschlein 4,189. 

versterren, durch den Tod eines *' /'* '''^ Filgrimsfiasehe ,ge- 

tmdtm zufaüen 3, 521. wie '"^*"*- 

da« mftd. anersterben, ansier- Toetsel, Nahrung 3, 1019. 

»en Haltaus Gl. %i. SchmeUer „ ^ jj^„ 7 7, ^„ ^„„j^ 

ftoier. IP6. III, 656. 

voIUc, «cfcn«tt 6, 155. 9,243. 

vertelen kern, ,ieh verantworten ^Ugn. hijdr. 60. ' Actutum, 

LanUl. Seite m. ^„U^^ haeitelec . i . eHo' 

Teitien, .oiMtopren 1, 813. Foe. eopioau». 




YMit fmr ▼M^efiac 1, 914. 47S. •«* »'w •«»•* ««** »5c*Ö^, 

^ ■/■«« üü r** .' . »•»«« 3, 14«. - JD«t «foei^ 

^CB 1, 513. MM. «e r- limfc i« j^^. ^ wai«rfJ»«« ü« 

1.44J.57l.6aa.«9. «.T.Mtt» ~i ZvTli^rtJf 

J.39. ter.^i«!.««.. T *^'t.. *■ .•^«::!!' 

▼ofem tiai^kc» 7, 99. 9,24S. [931.] guns eigen 1 , i!B3. t. Hujil. 

Tri, ftefreÄ «wi. aUe M^m ?ri ^""^* ^» ^^' ^^• 

3, 379. Tri TU i, 613. 3, 1073. TtM^er pi7.] 

M. vrivar Grimm Cr. IV, ^.^„j^«, ,peti •«?*«• 1,976. 

MO. -. .ij.. Tri we.e., i^ j^ jj^ ^,^^ ^o*i.l.eÄ über 

ihm neher gern 1, 105. auia. _^_ . . ,. . - .^^ 

. ,. • . ^1. ^ ^^«» i«femcÄleM, gehörige 

. - , - . ..A« -<fMt«iiii/t fi"«»«» Hör. ftefg". 

Tvel Tn, /roJi, erfreut 1, 598. jy ^ 

vr/ «mie e^re vroudehaft Tri- 

«fan 586. ^ dies mooehdi we- ▼»*» üheraU für ▼»«!, thü, 

MB Tri €«»«.• vereiehert sein haeeUeh 4, 195. «. ofL 

1, 198. wol nicht mehr al$ da» 

folgende dies mood^di ireMB «-^ 

TToet 1, W)7. — Durch den ^^* 

Stand der Freien (Grimm mwltnemenf wohl aufnehmen U 

Reehtsalt. 281.) und die Frei- 482. am nemet Trale überaetwt 

heit überhaupt erhielt das Wort Sermre : ne vons en offensez 

auch die Bedeutung: tapfer, pas. 

kUm, vortrefflich, »o 3. 474. ^^^ „ankdmüthig 1, MO. 
und entspricht iit der Anrede 

gang unserem edel: 3, 739. w«d«srUel, Jntwmrt, Entgeg- 

Lantsloot 309. 772. van herten "«»AT *, 14. 

Tri 1, 576.740. 3, 780. LantsL . ^ .., - . -«a 

oAt /j *- 1. _A TTcetcupc, Waidkupe 4, 130. 
087. {dafür Tan nerten coen 

1, 620.) edel ridder Tri 1,928. weitmolder, Waizenmuüer 4, 2. 

Tri edel wijf 8, 454. vgl. He- ^«ht, ITiad 1, 46, wie cnccht 

nout 589. Helu 764. 1322. 7132. i, 17. 

Jckersdijck op Troj. oorl. 251. . ^ .. _^ 

Wi. - Tri m»«« gar vielerlei ""f *rj,"' -^"^ mjnjaertrwc 

Bedeutungen gehabt haben, die ' 

sich oft nur aus dem Ztusam- Trille. sinen wille doen , ma- 

menhange errathen lassen fg.B, chen was man wiU 6, 194.310. 

dat heelt miere herien al te Tri, sinen Triile behben , »einen 



GLOSSARIUM. 908 

ff^iäen haben, erreichen vm$ tmeh wunder 3, 136. 750. 8, 

man gern hat 6, %. 197 ^*M&. daetelbe waa het glie- 

wilt 3. per«. 9tng. praes, 1, 981. «-,-»_. « w oza oiv 

3, 719. 1011. 4, 17. 6, m. so '^'- •^*"*"* *^''- *^* ^- ^^- 
aucA nocJ^ in hivinuB de Meyer 

de gramachap bL !23. vgl, Huyd. worstelen Begh, 36. [158.] 'Ago» 

proeve I, 80. mamre^fitrideByWortteien* Toc. 

wonder. dat lieelt mi wonder, ^ 

mich hats wunder, das nimmt wrang^lie, bange 1t, Alt, 



Gedrackt bei Grass» Barth und Comp, in Breslau. 



Im Verlage Yon 6. P. Aderhols ia Breslam tind ferner 
enclüeBem oder darch denselben sn besielien : 

Hoffmann Ton Fallersleben : Horte fielgicae. Part I. Mit einem 
Faetimile. 1831. gr. 8. 16 Gr. 

-^ Horae Belgicae. Par« II. Mit einer Musikbeilage. 1833. gr. 8« 
(Ancb n. d. T. HoUändiscbe Volkslieder.) 1 Atblr. 

— Horae Belgicae. Pars HI. 1836. gr. $• ( Auch n. d. T. Floris 
ende filancefloer door Diederic van Assenede. Mit Einl., Anm. 
und Glossar.) 1 Rtklr. 

~ Horae Belgicae. Pars IV. 1836. gr. 8. (Ancb n. d. T. Gaerl 
ende Elegast.) 12 Gr. 

— > Horae Belgicae. Pars V. 1837. gr. 8. (Ancb n. d. Y. Lantsloot 
ende die scone Sandrijn. Renont Tan Montalbaen.) i% Gr. 

— Horae Belgicae. Pars VI. 1838. ct. 8. (Ancb n. d. T. Alt- 
niederländiscbe Scbaubabne. Abele speien ende Sottemien.) 

1 Rtblr. n Gr. 

— Fnndgrnben lor Gescbicbte dentscber Snracbc nnd Litteratnr. 
I. Tbeil. 1830. gr. 8. 2 Rtblr. 

— — II. Tbeil. 1837. gr. 8. (Ancb u. d. T. Iter Austriacnm. 
Altdentscbe Gedicbte, grösstentbeils aus österreicbiscben Bi- 
bliotbeken.) 1 Rtblr. 16 Gr. 

— Die dentscbe Pbilologie. Ein Leitfaden an Vorlesungen« 1836. 
gr. 8. 1 Rtblr. 4 Gr. 

— Gescbicbte des dentscben Kircbenliedes bis auf Lutbers Zeit. 
183;^. gr. 8. , 16 Gr. 

«- Handscbriftenknnde für Dentscbland. Ein Leitfaden zu Vor- 
lesungen. 1831. gr. 8. 6 Gr. 

Altbocbdeutscbe Glossen. Erste Sammlung nebst einer litt, lieber- 
siebt altbocbd. u. altsAcbs. Glossen. 1826. 4. 18 Gr. 

Altbocbdeutscbes aus Wolfenbüttler Handscbriften. 1827. 8. 6 Gr. 

WilHrams Uebersetzung und Auslegung des Hobenliedes in dop- 
pelten Texten aus der Breslauer und Leidener Hs. beransge- 
eeben und mit einem Tollst&ndigen Wörterbucbe Tcrsebea. 
Nebst einem Facsimile der Bresl. Us. 1827. gr. 8. 1 Rtblr. 8 Gr. 



@ebtd!)te Don .(olfmann Don Salleröle^en« ^^eue^ammluitg* 1857. 8« 16 ®r« 

öudS) ber gicie, »on bemfel^cm I8S64 8. 12 ®n 

TOitmannti^^ iitUv, bon bemfcl^en* 8. t>crmc^rtc 2CufI« 18S8. 12* 12 &v. 

$rof« Dr. ^« ^of mann'd S3ilbnt$/ m^i^^tt t>on SSepet; Ut^o^taf}fmt von 
©anter« 12 ®r. auf d^nef« ^ap« 16 &t* 



j 



HORAE BELGICAE. 



STUDIO ATQÜE OPERA 

HOFFMANNI FALLERSLEBENSIS. 



PARS SEPTIMA. 

EDITIO SECüNDA, 



HANNOVERAE 

APÜl) CAROLUM KXJEMPLER. 

MDCCCI/VI. 



GLOSSARIUM BELGICUM. 



Herausgegeben 



von 



Hofitaiann von Faflersleben. 



Hannover. 
Carl Rumple r. 

1856, 



/ 



MEINEN 

MITFORSCHENDEN FREUNDEN 

ARIE DE JAGER 

IN ROTTERDAM 

WILHELM MÜLLER 

IN GGETTINGEN 

MATTHIAS DE VRIES 

IN LEIDEN 

WILHELM WACKERNAGEL 

IN BASEL 

KARL WEIGAND 

IN GIESSEN 

LAMBERT ALL ARD TE WINKEL 

IN LEIDEN 



GEWIDMET 



JLm J, 1845 gab ich den 7. Theil meiner Horae belgicae heraus. 
Er erschien unter dem besonderen Titel: 

jjNiederländische Glossare des XIV, und XV. Jahrhunderts 

nebst einem niederdeutschen." 
Obschon ich keine Vorrede hinzugefügt hatte y so war doch 
meine Absicht leicht zu erkennen: ich wollte nämlich 

i, eine Sammlung von solchen Wörtern geben ^ die dem Nie- 
derländischen nur eigenthfmdich sindy 

2. die in Bezug auf Form und Bedeutung vom Niederdeut- 
schen und Hochdeutschen abweicheUy 

3. für eine Menge Wörter ihr frühes Vorkommen nachwei- 
sen und 

4. diejenigen alten Wörter hercorsuchen y welche das Mittel- 
niederländische mit dem Mittelhochdeutschen gemein hatte und 
welche später im Neuniederländischen verschwanden oder sich hie 
und da nur noch in den Mundarten erhielten oder in Volksliedern 
und Volksbüchern sich vorfinden. 

Diese Absicht habe ich jetzt strenger verfolgt und mich nicht 
bloss auf die Glossarien des 14. Jahrhunderts und die Vocabula- 
rien des 15. beschränkt y sondern auch die Wörterbücher des 16. 
Tsti Rathe gezogen. 

Neben/fei aber habe ich auch auf Sitten- und Culturgeschichte 
Rücksicht genommen und manchem poetischen oder witzigen Worte 
tind Ausdrucke zur Belehrung und Ergötzung einen Platz ein- 
geräumt. 

Damit Jeder nun die kleine Sammlung für seine Zwecke 
pan% nach Belieben und leicht zu erweitem vermöge y ist der nd" 



VIII 



thige Raum gelassen y und ich hoffe j dass diese Einrichtung ah 
zweckmässig erscheine. 

Meine Quellen sind überall nur durch Buchstaben angedeutet 
Ich werde sie nach der Zeitfolge aufführen und mich über einigt 
ausfühvLicher aussprechen, 

GIB: Glossarium Bernense. 

Pergamenthandschrift des 14. Jahrh,, Nr. 641 zu Bern, Am- 
zug in Graffs Diutiska 2, 195 — 239, vgl, meine Fundgruben 
1, 350. Die mir in vieler Beziehung wichtig erschienenen Wörter 
habe ich ausgewählt n, alphabetisch geordnet Hör. belg. 7, 5 — 7. 
Die Sprache ist niederländisch und das Glossarium gehurt 
demnach nicht zu den Quellen des Niederdeutschen , wozu es Ko- 
segarten (Wörterb. der Niederd. Sprache S. IX) rechnet, 

GIT: Glossarium Trevirense. 

Pergamenthandschrift des 14. Jahrh. in der Stadtbibliothek 
zu Trier, von mir im Auszuge mitgetheilt in Westendorp en 
Keuvens, Antiquiteiten 2 deel 2 stuk (Groningen 1823) bl. 
296 — 370. Danach die wichtigeren Wörter Hör. belg. 7, 8-10. 

T: Teuthonista. 

Gerhard van der Schueren von Xanten, Kanzler der 
Herzöge von Kleve und kaiserlicher Notarius, vollendete im J. 
1475 ein Wörterbuch in zwei Theilen, der erste deiitseh^latet^^ 
nischy der zweite lateinisch- deutsch. Die Sprache darin ist dii\ 
damals in Kleve übliche, welche mit der Jülichschen und Gelder-'i 
sehen noch ein Jahrhundert später Camelis Kiel mit dem gemeiiiA 
samen Namen der Sicambrischen bezeichnete. Diese Sprachi 
steht dem Niederländischen so nahe, dass sie füglich f&r etiü 
niederländische Mundart gelten kann, wenigstens ist sie ih 
Hauptbestandtheilen nach mehr niederländisch als niederdeutsc 
oder gar hochdeutsch. Van der Schueren hat sich jedoch nia 
allein darauf beschränkt, sondern auch niederdeutsche und hochf 
deutsche Wörter mit aufgenommen, wie sich solche bei der Sack 
barschaft von Westphalen und den Rheinlanden wie von mM 
einfanden. Einunddieselben Wörter wtirden verschieden o^f^ 



IX 



sprachen nnd aus dieser verschiedenen Sprechweise entsprang eine 
verschiedene Schreibweise, Das S treten ^ die Aussprache , zumal 
eine schwankende^ schriftlich darzustellen y erzeugte auch hei van 
der Schneren jene Schreibung ^ welche in jener Zeit am Nieder^ 
rhein allgemein üblich war^ ein wunderlicher Mischmasch von 
Hoch'y Niederdeutsch und Niederländisch y welches neuerdings 
ebenfalls mit dem Namen des Nieder rheinischen beehrt wor- 
den ist. 

Dadurch entsteht denn auch bei v. d, Schueren eine gewal- 
tige Biichstabenverwirrung y namentlich in den Selbstlauten. Ob- 
schon die Worte meist niederländisch sindy so werden doch die 
Laute dermassen dargestellt y dass man sie oft kaum wiedererken- 
nen kann; einunddenselben Vocal oder Diphthongen schreibt er 
auf die verschiedenartigste Weise. Vergleichen wir seine Schreib- 
weise einmal mit der damals gangbaren niederländischen. Er 
sclireibt ai für ae : spraicke (ydeoma), tomail (omnino) — ay 
für ae: dayr (ibi) — ai für o : beslaiten (clausus), haifman (auli- 
cularis), laick (foramen), baide (nuncius), baich (arcus), knaicke 
(os), knaide (nodus), caicken (coquere) — ai für oo : aift (fruc- 
tus) — ay für o : layf (laus), raych (polygranum), gayte (canale), 
taypen (sperare) — ae für o:baeven (supra), slaete (castra) — 
oe für oo : boem (arbor), soen (filius) — oi für oe : boick (über), 
coick (tarta), boick, hoyck (angulus), snoir (chorda), wederspoit 
(infortunium), gloit (candor) — oy für oe : soyne (pax) — oi für 
oo:voir (ante), roick (fumus), hoift (caput), oisten (oriens) — 
ei für e : Eilve (Albis) — i für y : rick (dives) — y für i : syn 
(sensus), spynne (aranea) — ue für oe : spuele (trama) — uy für 
ueivuyr (ignis) cet. Man sieht y er war mit seiner Schreibung 
dxirchatis nicht im Reinen *)y die Verwirrung geht das ganze 
Buch durch y und es kann daher nicht verwundem y wenn ein" 
^nddieselben Wörter auf die verschiedenartigste Weise ge^ 
schrieben werden: 



*) Möglich y dass in seiner Handschrift mehr Conseguenz herrschte^ 
^nd dass erst die Kölner Setzer die ihnen geläufige Schreibung hie und da 
initeinschwärzten. 

h 



doit, doyt (mortuus), doeden (interficere) — doere (ianua), 
doyrwerder — affgot, affgaide, affgadye — gaidshuyss, gots- 
huyss — hoere, huyr, faoirhuyss, buyrhuyss — slicken, slycken, 
slijken (vorare) — vercopen, coeper, coipman — laick, loick 
(foramen) — boick, heuck (toga) — geboeren, gebaeren, gebai- 
ren (natus) — spreken, sprecken, spreecken (loqui) — gloym 
(turbidus), gloemych, glomicbeit — boil, boel (concubina), boilre 
(procus) — knaide, knade (nodus) — aift, oevet (fructus) — 
sweete (sudor), sweten, sweiten, sweyten (sudare) — aven, ae- 
ven, oeven (clibanus) — plaen, playn (campus) — haifiuan (ar- 
miger), haifstede, bofstede (area) — borst, burst, brüste, börste 
(pectus) — derscben, dorschen, dreschen (titurare). 

Van der Schueren's Wörterbuch wurde im Jahre 1477 bei 
Arnold ther Hörnern in Köln gedruckt: 

Incipit vocabularius qui intitulatur Teuthonista. Tulgariter 
dicendo der duytschlender ea racione quod termini in capite ri- 
garuni a theutbonico sunt incepti. Edicio quoque huiusmodi 
operis completa est de anno domini. M.cccclxxv. de mense Mar- 
cij. *) fol. 

Am Ende des zweiten Theiles: 

Explicit presens vocubulorum materia. a per docto eloquen- 
tissimoque viro. domino Gherardo de schueren Cancellario Ulu- 
strissimi ducis Cliuensis ex diuersorum terministarum volmnini- 
bus cqntexta. proprijsque eiusdem manibus labore ingenti con- 
scripta ac correcta Colonie per me Arnoldum ther hörnen dili- 
gentissime impressa. finita sub annis domini. M.cccclxxyij. die 
vltimo mensis maij. De quo cristo marie fiUo sit laus et gloria 
per seculorum secula Amen.*) 

Es ist eine reiche Fundgrube für den Sprachforscher. Seh. 
hat die sinnverwandten Wörter fleissig zusammengestellt und ihnen 
oft eben so viele lateinische , freilich oft sehr barbarische hinzu- 
gefügt. So liefert er gewisse Hauptartikel, worauf er bei den 
einzelnen Wörtern wieder verweist. Letzteres ist jedoch nicht 
immer befolgt, auch ist auf Wörter verwiesen, die gar nicht vor- 



*J Die vielen Abkürzungen sind aufgelöst. 



ZI 



kommen y so wie denn aiich Wörter ohne alle Erklärung dastehen. 
Da die alphabetische Folge schlecht durchgeführt ist und bei der 
schwankenden Schreibung auch kaum durchzuführen war, so ist 
die Benutzung mühsam und wer gehörigen Nutzen daraus ziehen 
will, muss das ganze Buch förmlich durcharbeiten. 

Die Wichtigkeit dieses Wörterbuchs ist schon früh in Deutsch- 
land erkannt: zuerst meuchle Michael Richey in seinem Idioti- 
con Hamburgense 1755. Sf*431 — 448 darauf aufmerksam. Leider 
aber blieb es dabei, denn das Buch war und ist sehr selten.*') 

Den Holländern gebührt das Verdienst, den r. d. Schueren 
zugänglich gemacht zu haben. Boonzajer, Rector der lateini- 
schen Schule zu Oorinchem, beabsichtigte einen Abdruck, starb 
aber darüber. Die fast vollendete Arbeit sollte im J. 1793 er- 
scheinen; Boonzajer^s Freund, J. W. Bussingh zu Gouda erliess 
eine Ankündigung zur Einzeichmmg, sie hatte jedoch keinen Er- 
folg. Erst zehn Jahre später besorgte C Hg nett einen Abdruck 
nach Boonzajer' s Abschrift — leider nur den deutsch-lateinischen 
Theil und leider nur in 180 Exemplaren. Der Abdruck ist sehr 
correct, es sind darin sogar viele Druck- und sonstige Fehler 
verbessert: 

Teuthonista of Duytschlender van Gherard van der Schneren, 
uitgegeven door wylen Mr. C. Boonzajer, verrijkt met eene 
voorrede van Mr. J. A. Clignett. Te Leyden, by Herdingb 
en du Mortier. MDCCCIV. 

4<>. 323 Seiten Text und XCII Seiten Vorrede. 

V: Vocabularius. 

Uocabularius copiosus et singularis vnus ex dinersis, dili- 
gentissime theutonicatus feliciter incipit. 

fol. 412 Blätter. In der königl. Bibliothek im Haag und der 
Universitätsbibliothek zu Löwen. Druck des Job. de Westfalia 



*) Ich kann jedoch folgende Exemplare nachweisen: in der Üniv.-Bibi. 
asu Bonn, in den städtischen Bibliotheken %u Köln und Düsseldorf, und in 
der kOn. Bibl. zu Berlin (das Meusebachsche): Incunab. 14536.m. Aus letz- 
terem hat mir L. Erk Titel und Schluss genau mitgetheilt. 

h* 



XU 



zu L&wen um 1483. Ute Vwrrede ikeiit Clignett mit im Teutho- 
nista blz. LXXXVII. 

G: Gemmula. Antwerpiae 1490. 

Gemmula vocabulorum cum addito. diligenter reuisa et 
emendata. Am Ende: — in mercuriali oppido Antwerpiefi: loco 
famatissimo impressa per me Matbiam Goes die XXI May XC 
— 4^. Früher in Willem^ Besitz, s. Bibliotheca Willemsiana 
1847. Nr. 3B44. Die Anmerkung van Willems: Cest le premier 
dictionnaire latin flamand apres le Teutonista — hätte man nicM 
mittheilen sollen , denn sie ist durchans unrichtig. 

M: Gabriel Meurier. 

VOCABVLAIRE FRAN<?OIS-FLAMENG TRES VTILE 
POVR TOVS ceux qui veulent auoir la cognoissance du Lan- 
gage Fran^ois et FlameDg. Auquel, outre vn grand nombre de 
Dictions, y sont aussi adjoutös les Genres et Accens de chacun 
mot. Par M. Gabriel Meurier. EN AN VERS, De Flmprime- 
rie de Christofle Plantin, en la Rue de la Chambre, ä la Licomc 
d'or. 1557. 

Klein S'^. 136 bezeichnete Blätter, also 21i Seiten. (jOef- 
fentl. Bibl. zu Stuttgart). 

Einige JaJire später^ 1562, folgte in anderem Verlage, hei 
Jan Waesberghe*): 

Dictionaire flamen -francois novvellement mis en lumiere par 
Gabriel Meurier. S. Serrure im Bibliophile beige 2, 370. 

Eine spätere Ausgabe. Reueu, corrige et augmentö par Ic 
mesme. Spe et amore. A Anuers, Chez lean Waesberge sus 
le Cemitiere nostre Dame. 1567. hl. 8«. 118 Blätter (OeffentL 
BibL zu Stuttgart). 



*) Derselbe verlegte später ebenfalls ein französisch-vlämischts Wör^ 
terbuch von einem anderen Verfasser: 

M. Saab out, Dictionaire Francois - Flamen , tr^s ample et copieuz. Anvers, 
I. Waesberghe, en la rue dicte Camerstrate, 1579. 8o. Catalogns van de 
Bibliotheek der Maatschappij van Nederlandsche Letterkunde te Leiden 
1, 114. 



xin 



Äl8 Plantin damit umging^ ein vlämisches Wörterbuch zu 
verfassen, wurde ihm^ wie er selbst erzählt, auf längere Zeit sein 
Unlemehmen dadurch verleidet y dass Andere ebenfalls so etwas 
aufzuführen gedachten. Zu diesen Anderen gehörte auch Gabriel 
Meurier. Plantin war so wenig eifersüchtig, dass er Meurier's 
Wörterbuch in Verlag nahm und druckte. Dem französisch-vlä- 
mischen Hess Meurier sein vlämisch- französisches Wörterbueh 
folgen und so ward ihm denn die Ehre, das erste flämische 
Wörterbuch verfasst zu hatten. 

P: Plantin. 

Christoph Plant in, geboren zu Mont- Louis bei Tours, be- 
gab sich um die Mitte des 1€. Jahrhunderts nach Antwerpen, um 
dort eine Buchdruckerei um errichten. Im J. 1550 wurde er in 
die Innung der Buchdrucker aufgenommen. Bald entwickelte er 
eine ungemeine TkätigkeU, so dass er noch von seinen Zeitgenos- 
sen als der erste Drucker der Welt gepriesen löurde. In seiner 
Druckerei wurden Werke von grossem Werthe und Umfange, und 
Bücher in neun Sprachen gedruckt. *) Was ihm aber noch zu 
grösserem Ruhme gereicht, war sein wissenschaftlicher Eifer und 
das Streben 9 gute Werke schön und correcl gedruckt erschei- 
nen zu lassen. Er hatte deshalb mehrere namhafte Geirrte als 
Rathgeber, Schriftsteller und Correctoren in seinem Solde. **J 



*) Wie bedeutend die Erzeugnisse der Planttn^schen Officin waren^ 
lehrt das Verzeichniss derselben: Index librorum qvi ex Typographia Plan- 
tiniana prodiervnt. Antverpiae, Ex Officina Plantiniana, Apud Viduam et Fi- 
lios lo. Moreti. M. DC. XV. S^. (92 SS.) Das Büchlein wäre in bibliogra^ 
phischer Beziehung noch wichtiger j u^nn die Jahreszahlen und die ver- 
schiedenen Ausgaben bemerkt worden wären. (Ein Exemplar in der Dres- 
dener Bibliothek'). 

**) Miraens in den Elogia belgica (Antv. 1609) sagt deshalb von ihm 
p. 207: 

Confidenter et boc addam: neminem fidelius atque emendatius omnium lingna- 
nun scriptores typis hactenus edidisse. Quod generosae ipsius solertiae et 
accuratae Correctonim (quos pereruditos semper babuit ac liberaliter 
fovit) indnstriae in primis adscribendum. Euere in bis Victor Giselinus, 
Theodonis Palmannus, Antonius Gesdalius, Franciscus Harduinus, Corne- 
lins Kilianus, scriptis editis omnes cisri. 



XIT 



E9 i$t zu verwundem j da$$ ein Mann v&n $o ausserordent" 
Hcher gesehäftlicher Thaügkeit an wu9emchaflliche Arbeiten aeibsi 
dachte! noch mehr zn verwundem, dass ein Franzose von Geburt 
wie er, der gewiss in seiner Jtigend keine Belegenheit halte vlä- 
misch zu lernen, es bald in dieser fremden Sprache so weit ge- 
bracht hatte, sich wissenschaftlich dorniit zu beschäftigen! Wenige 
Jahre nachdem er in Antwerpen ansässig geworden war, fasste 
er den Plan, ein vlämisches fVörterbuch anzufertigen. Zwan- 
zig Jahre lang war er damit beschäftigt, oft fühlte er sich sei- 
nem Ziele sehr fem, doch begann er immer wieder von neuem 
und hatte endlich das Olück, die Vollendung seines Werkes zu 
erleben. Er starb den 1. Juli 1589. 

Wie es ihm mit seinem Buche erging, hat er am 13. F^n'uar 
1573 in der Zueignung berichtet. Wir wollen es ihn mit seinen 
eigenen Worten erzählen lassen: 

— Tattente daquel aussi, h dire le vray, m^incita pass^ vingt 
ans ou enuiron, d^essayer ä en tirer le8 pr emier s traicts; ne pen- 
8ant rien moins alors, ny quelques annees depuis, qu^ä le diuul- 
guer, ou le mener iamais ä ce poinct, auquel maintenant ie le 
vous präsente. Car le seul desir, qui me priut eu ce temps-lä, d^en- 
tendre la langue vulgaire des Pais de par-depa (oü quelques an- 
nees parauant Tauois esleu ma demeure, et est^ receu au nom- 
bre des Bourgeois de ceste noble et tant bien renommee ville 
d^Auuers) et le peu de loisir que i^auois de m^assubiectir soubs 
quelquVn qui m^eust instruict ä entendre ledict langage, m^es- 
guiUoDua de mettre la main ä ramasser, et mettre comme en 
certains monceaux et ordres des lettres, les mots que premiere-* 
ment Ten rencontrois, ou qui se presentoyent soubs ma plume; 
pour auec loisir par apres m^informer de la signification et pro- 
priete d^iceulx, et ä m'en aider au besoing. 

Et desia en auois faict quelque bon tas, quand ie fii ad- 
uerty, que non seulement quelques personnages plus idoines ä 
cela, et de meilleur loisir que moy, auoyent entreprins ce labeur; 
mais aussi que M. Gabriel Meurier, personnage des plus re- 
nommez pour lors ä enseigner diuers langages vulgaires en ceste 
mesme ville, auoit desia le mesme ouurage, et d^autres encores 
seruants au mesme subiect, tous dressez et prests h, imprimer, 



XT 



ce que T^ect demonstra assez, quand, peu de mois apres, il 
commen^a heureusement ä les donner en lumiere. 

Cela me fist refiroidir la chaleur de mon entrepriose, que 
puis apres ie quictay du tout, m^estant donnä espoir nouueau, 
que certains personnages, lesquels, ä Timitation des autres Na- 
tions, on me disoit trauailler plus oultre, nous donneroyent peu 
apres quelque plus ample Dictionnaire en ceste-dicte langue. 
Mais ayant vainement attendu quelque temps, et voyant que 
(IVii, peut estre, s^attendant k Tautre) nuUuy n^aduan^oit Tou- 
urage; ce premier desir s^excita derechef, et s^augmenta tellement 
en moy; que, me sentant desia fourre si auant ^s affaires de 
nostre laborieuse, soucieuse et coustageuse imprimerie, qu^il ne 
me restoit aucun moyen de luy desrobber quelques heures ä 
poursuiure nostre amas commence: tant s^en faiUoit que i^eusse 
peu auoir loisir (comme apprentif nouueau destitue de maistre) 
d^en aller 9a et lä demander Tinterpretation et vsage; qu^il me 
vint en volonte de cercher quelquVn, k mes despens peust et 
voulust eutreprendre de me recueillir et mettre en ordre vn Dic- 
tionnaire Flameng -Fran^ois aussi ample qu^il luy seroitpossible; 
et y adiousfcast aucunes manieres de parier, pour apprendre quel- 
que vsage des mots. 

Cerchant tel personnage, il m^en print conmie il feroit ä 
quelqu^vn, qui; s^enquestant soingneusement, et voulant choisir 
quelque Architecte ou maistre masson industrieux pour luy dres- 
ser quelque bastiment commode; s'addresseroit ä plusieurs pour 
entendre leur aduis: et les trouuant (comme il aduient souuent) 
differents d^opinion et d^ordonnance, commanderoit k chascun 
des plus experts d^entre eulx, de luy fabricquer vn modeile de 
sa conception; k ce que finablement, sur la Conference des com- 
moditez et incommoditez de chascun d^iceux, il peust plus faci- 
lement et seurement arrester le plan, et la montee de son futur 
edifice. 

Car m^estant addresse k diuers personnages, que Testimois 
suffisants pour satisfaire k mon desseing, et les trouuant de dif- 
ferente opinion touchant la maniere d'y proceder; ie me resolu 
d^accorder separement auec quatre, k mon aduis, des plus capa- 
bles pour ce faire. Et, pour ne les forcer de leur naturel ou 



XVI 



inclination, et les rendre d^autant plas Yolontaires ä la besongne, 
ie permis d chascun d^enx (sans que Fvii sceust rien de Taiitre) 
de prendre et continuer tel ordre que bon luy sembleroit: espe- 
rant que chascun m^ayaut rapporte son ouurage, nous les ferions 
conferer ensemble, et rapporter les commoditez de Fvn a Pautre, 
pour en dresser puis apres quelque forme de bastissage. 

Or Pvn trouua bon de tourner tous les mots et quelques 
pfarases du Dictionnaire Latin - Fran^ois en Flameng, et aussi 
tout d'vn train les escrire a part en certain ordre alphabetique. 

L'autre print les mots du Dictionnaire Fran^ois- Latin, qu'il 
touma en Flameng, les redigeant semblablement en Tordre de 
TA, B, C. 

Le troisiesme recueillit de tous les Dictionnaires Flamengs 
que ie luy peu trouuer, et de l'Aleman (car ie foumissois ä vn 
chascun d'eux tous les liures qu'ils me disoyent leur estre pro- 
pres) les mots qu'il pensoit conuenir ä Tentreprinse, et les redui- 
soit en Tordre des lettres selon le Flameng, y adioustant Tinter- 
pretation Latine apres. 

Le quatriesme en fist aussi comme bon luy sembla. Peu de 
temps apres , IVn (comme pour arres de ses labeurs) me deliura 
les mots Latins tournez en Flameng: desquels ie ne faisois qu'a- 
cheuer Timpression, y ayant entremis les mots Grecs etFran^ois; 
quand certaine autre rencontre aduerse arresta derechef l'entier 
cours de mes efforts. Quelque temps apres toutesfois, ayant re- 
prins courrage, aucuns de ces entrepreneurs m'apporterent leurs 
copies: lesquelles ie leur fis conferer ensemble; et ordonnay d'ad- 
iouster des autres au plus capable exemplaire les mots quHls 
trouueroyent, ou s'aduiseroyent cependant y defaillir, et y estre 
conuenables. Cecy faisant, il s'en trouua tant (car qui ne s^ait 
la pluralitö d'yeulx ioincte ensemble veoir d^auantage qVn seul?) 
que les marges, pour amples qu^elles iussent, ne les sceurent 
comprendre. Parquoy fismes adiouster du papier entre chascun 
feuillet, et puis apres transcrire le tout au net, pour le mettre 
soubs la presse. Cela que nous commen^asmes de faire: ainsi 
qu'en monstrasmes alors certaines feuilles k noz amis, ausquels 
elles plaisoyent mieulx qu^a nous; qui, voyant que chascun iour 
nous y apportoit quelque chose d^aduantage ; non setdement ces- 



XVII 



sasmes d^imprimer: mais, comme bastisseur trop curieux en he- 
ritage nouuellement acquis, condemnasmes les feuilles imprimees 
ä estre miseg parmy les maculatures, et arrestasm^s de faire en* 
cores reueoir, et augmenter les parties de ce modelle par autres 
maistres; pensants rettdre du premier coup ce Dictionnaire au- 
tant accompli qu^il seroit possible. 

Mais quoyl Texperience nous a monstr^, qu'entreprendre 
d^amasser et ordonner premierement vn Dictionnaire absolut en 
quelque langue vulgaire, non encpres reglee et mise en art; est 
autant faisable, comme du premier coup.tirer, ramasser, et 
mettre en ordre tputes les pierres dVne certaine quarriere abon- 
dante en toutes sortes de pierres propres ä dresser et aorner 
toutes manieres et ordres d^edifices, pour sumptueux et amples 
qu^on les peust imaginer. Car chascun iour et personne peut h 
toutes rencontres y apporter quelque chose, et n'y auroit iamais 
fin d'employer papier et ancre. De sorte que toutes choses bien 
examinees et considerees, ie prinj resolution, il y a quelques 
annees, de faire escrire de noz characteres d'imprimerie ce nostre 
exemplaire en tant d'autres, que chascun qui voudroit, en peust 
auoir vne copie; Tvn pour s'en pouuoir seruir ainsi qu'il est, en 
attendant mieulx; Tautre pour veoir ce qu'il y defaut, et Y y 
pouuoir adiouster : afin de le rendre peu ä peu tel, qull se puisse 
au moins esgaler ä ceux des autres nations, qui ainsi de iour ä 
autre ont de longue main amplifi^ ceux de leur langue, et rendu 
tels qu'ils sont. 

Et, suyuant ceste conclusion, auions desia deuant cinq ans*) 
imprime les douze premieres feuilles de ceste impression;* quand 
autres plus grandes charges ä nous imposees nous la firent ces- 
ser derechef, et differer iusques enuiron le commencement du 
mois de luin dernier passe; que, les grandes Bibles Royales**), 
et autres grandes oeuures ä nous commises, par la grace de 
Dieu acbeuees, i^arrestay encores-vne fois, comme en sentence 
definitiue, d'acheuer ladicte impressiön commencee; sans vouloir 



♦) 1567. 
**) S. Geschichte und Entstehung der berühmten Plantin'schen Polyglotten' 
bibel von Dr. Aug. Scbeler im Serapeam 1845. Nr, lö. 17. 

C 



XVIII 



plus permettre (comme parauant ie Tauors tousiours faict) qu'^au- 
cuns de mes correcteurs ny autres adioustassent, ou chaiigeas- 
sent plus rien en la copie tant de fois rescripte. Car autrement 
ie voyois, que iamais n^eussions eu la fin de la premiere impres- 
sion de ce Dictionnaire. Lequel apres tant d^annees, de rencon- 
tres, de dilatiotis, et de fraiz, estaat par la grace de Dieu et 
la faueur de mes amis acheue d^mprimer, ä qui Teussay-ie peu 
mieux addresser et offrir, pour en retirer Ie prouffit et .vtilite 
que i<3 pretens et pourchasse, qu'ä vous, Messieurs — 

Plantin' s Wörterbuch erschien unter dem Titel: 

THESAVßVS THEVTONICiE LINGV-E. Schatder Ne- 
der-duytscber spraken. Inhoudende niet alleene de Nederduyt- 
sehe woorden^ maer oock. verscheydeu redenen en maniereu van 
spreken , vertaelt ende ouergeset int Fransois ende Latijn. Tkre- 
sor du langage Bas-alman, dict vulgairemet Flameng, traduict 
en Fransois & en Latin. 

ANTVEßPIJE, Ex officina Christophori Plantini Prototy- 
pographi Kegij. M.D.LXX1II. 

Am Ende: Gedruckt f Antwerpen ten huyse van Christoffel 
Plantijn des Conincks ^drucker, int iaer M.D. Ixxiij. den xxix*\ 
Januarij. 

A Anuers, de rimprimerie de Christophle Plantin imprimeur 
du Roy, Tan M. D. LXXIIl. Ie XXIX. iour de lanuier. 

Excudebat Äntuerpiae Christophorua Plantinm typographus 
Regim, anno M.D.LXXIU. XXIX. lanuarü^ 

4^. 284 Blätter. In meinem Besitz. 

K: Kilianus. 

Plantin fand bald einen Fortsetzer seiner lexikographischen 
Bestrebungen in seinem Fretmde und Corrector, dem ^gelehrten 
Comelis Kiel von Düffel oder, wie er sich selbst lateinisch nannte^ 
Cornelius Kilianus Dufflaeus. *) Kiel hat gewiss einen grossen 



*) Als Jüngling von zwanzig Jahren aus Löwen na>ch Antwerpen von 
Plantin berufen ^ ward er durch denselben als Corrector y Schriftsteller 



XIX 



Antheil an Ptaniin's Werk, weshmlh dieser denn auch in ihm 
einen zu solcher Arbeit ansfferüäteteren Mann sah und ihn er- 
munterte ^ selbst ein vlämisch- lateinisches Wörterbuch aitszuar- 
betten. Kiel erfüllte den Wunsch seines Freundes: schon im J. 
1574 erschien die erste Ausgabe seines Etymologicum teutonicae 
linguae. Während Plantin sich nur auf das Niederländische 
beschränkt und selten das Etymologische berücksichtiget hatte, so 
zog, nun Kiel auch das Niederdeutsche und Deutsche mit 
hinein, und fkgte seine und anderer Gelehrten Etymologien hinzu 
und, so weit seine Kenntnisse und Hülfsmittel reichten, auch die 
i^rwandten Wörter der romanischen Sprachen und des Engli- 
sehen. Um die Bedeutung eines Wortes zu erschöpfen^ gibt er oft 
umständliche Erklärung oder eine Menge sinnverwandter Wörter. 
Obschon ihm nachgerühmt wurde, dass er nur die rein nieder- 
ländischen Wörter *J aufgenommen habe, so konnte er doch eine 
Menge derselben ganz getrost ebenso passend seinem Appendix pe- 
regrinarum, absurdarum, adulterinarumque dictionum einverleiben, 

• 

Während bei Plantin keine Rttcksicht auf die Mundarten genom- 
men wirfi, hat Kiel immer, zuweilen auch wol zum Ueberflusse, 
bemerkt^ wo das Wort heimisch ist, ob in Flandern, Holland, 
Friesland, Seeland, Geldern u. ». w. **J Er legt nämlich das 
Brabantsche *-'"'9 «^ Grunde. In Betreff seiner Etymologieen 



und Rathgeber hei seinen litterarischen Unternehmungen beschäftigt. Fünf- 
zig Jahre lang stand er in diesem Verhältnisse zur Plantin'schen Officin. 
Er starb am Ostertage (5. April) des J. 1607. 

*) Miraeus, Elogia belgica p. 208. — in quo et Latinum, et Belgtcum ser- 
monem purum nitidumque pul&is Gallicls, quibus potissimum abutimur, vocibus, 
studiosae iuventuti propinavit. Auch mit dem purus sermo latinus verhält es 
sich nicht besser: Kiel begnügt sich nicht mit dem vulgo, sondern gebraucht 
manche selbstgemachte sowie viele furchtbar barbarische Wörter, 

**) Ob Alles das so war? wie Hesse sich das heute noch ermitteln? 
Auffallend ist mir dabei z. B, dass Kiel viele Wörter bei Plantin als frie- 
sisch bezeichnet. 

••*) Viele Wörter, wobei er weiter keine Bemerkung macht und die 
also deshalb für hrabantisch gelten müssen y kommen mir jedoch sehr ver- 
dächtig vor ; es scheint mir z. Bl als ob er einige Wörter, die er im Eng- 
lischen vorfand und für germanischen Ursprungs hielt, geradezu auch als 
niederländische auffuhrt* Es wäre übrigens denkbar^ dass er ne in Ant- 



XX 



ist er nicht eben glücklicher 4il$ viele Gelehrte seiner Zeit, deren 
Ansichten er mittheilt. Dadurch verleitet macht er Schreibtmgen 
und Wertformen ^ die sonst nirgend vorkommen, z. B.: 

kerst-pel (kerspel) q. d. kerst-poel. Föns baptismalis, baptisterinm et Pa- 



roecia, curia. 



saed-soen, saey-soen (saisoen, das franz. saison!) 

und dgl. und versieht sich zu Spielereien als: 

somer quasi: son-heer, id est solis dominus,*) 

wie sie freilich nun auch noch heutiges Tages bei uns trotz 
Grimm von sehr gelehrten Leuten aufgetischt werden. 

Kiel benutzte natürlich die gute Grundlage, welche durch 
Plantin' s Werk gelegt war , aber er fand noch genug zu thun: er 
benutzte viele ältere Vocabularien und gewann daraus noch viele 
Wörter, die er, wenn sie nicht mehr im Munde des Volkes lebten, 
mit vetus bezeichnete; er sonderte das vom Brabantschen Ab- 
weichende und wies ihm seine Heimath an; er brachte die Com,- 
posila, die durch die durchlaufende alphabetische Ordnung bei 
Plantin oft unterbrochen wurden, unter einander und führte 
ziemlich genau eine Schreibung durch, wie sie den damaligen 
Buchdruckern geläufig war. 

Auf diese Weise brachte Kiel ein Werk zu Stande wie es 
zu seiner Zeit nirgend vorhanden war und bei allen sprachlichen 
Forschungen für unentbehrlich galt wie es denn auch noch heute 
unentbehrlich ist. Trotzdem hat aber auch Plantin's Werk noch 
seinen Werth behalten: es ist reich an Redensarten und Wen- 
dungen und hat neben der lateinischen Erklärung jedesmal die 
französische. 

Die erste Ausgabe von KieVs Wörterbuche erschien im J. 1574 
unter dem Titel: 



werpen aus dem Munde des Schiffervolkes öfter gehört hatte-, denn an der 
Scheide war damaliger Zeit ein regsamer Verkehr mit den Seefahrern 
aller Völker und die Antwerpener mochten sich^ um sich verständlich xu 
machen , eine Art Matrosensprache angeeignet haben, 

*) Die seltsame Erklärung von Holland bei PlanUn hat er jedoch 
nicht aufgenommen: 

HoUandt, oft Hoylandt, a foeni copia. 



XXI 



Dictioiiarium teutonico - latinum praeoipuas linguae teutonicae 
dictiones latine interpretatas seduloque cum Germanicis et 
galliqs collatas breviter complectens studio et opera Cor- 
nelii Kiliani. Quid hie praestitum sit praefatio ad lectorem 
docebit. Antverpiae apud Christophorüm Plantinum anno 
1574. 80. 

Auf der Rückseite des Titels folgt eine Summa Privilegü 
(auf 6 Jahre}, datiert Brüssel 14. Januar 1573. Auf dem letz- 
ten Blatte steht: Antverpiae excudebat Gerardus Smits 1574, so 
dßss Plantin also nur der Verleger war. 

Die zweite Ansgal^ erschien 1588 und führt den Titel: 

Dictionarium teutonico - latinum praeoipuas linguae teutonicae 
dictiones latine interpretatas, Studio et opera Cornelii Kili- 
ani Dufflaei. Quid hie .... docebit. Antverpiae ex officina 
Christophori Plantini Architypographi. regii 1588. 8**. 

Beide sehr seltene Ausgaben sind mit der van Hulthemschen 
Bibliothek (s, Bibliotheca Hulthemiana Vol. IV. p, 74) in die 
Burgundische zu Brüssel übergegangen, Herr Dr, August Sehe- 
ler zu Brüssel war so gütig, mir über beide nähere Auskunft zu 
ertheilen. 

Im J. 1599 erschien die dritte Ausgabe unter dem Titel: 

ETYMOLOGICVM TEVTONICJE LINGVJS: SIVE DIC- 
TIONARIVM TEVTONICO-LATINVM, PRJüCIPVAS TEV- 
TONIC^ LINGVO DICTIONES ET PHRASES Latine in- 
terpretatas, & cum aliis nonnullis linguis obiter collatas com- 
plectens: Studio ^ Opera CORNELII KILIANI DVFFLiEL 
Opus Germanis tam superioribus quam inferioribus, Gallis, Ang- 
lis siue Anglosaxonibus, Italis, Hispanis, & aliis lectu perutile* 
Quid hie praestitum sit, Praefalio ad Lectorem ^docebit, Editio 
tertia, prioribus auctior & correctior. ANTVERPIJE EX OF- 
FICINA PLANTINIANA, Apud loannem Moretum. M.D.XCIX. 

8^. 764 pag, SS. und 8 Bl. Vorstück, am Schluss noch zwei BL 

Diese Ausgabe, die ich selbst .besitze, habe ich bei meinen 
Auszügen zu Grunde gelegt. 

Einen neuen Abdruck derselben besorgte Gerhard van Has-- 
seit im J. Uli.: 



XXII 



Etymologicvm tevtcnicae lingrae: sive dictionarivm tevtonico- 
latinvm, praecipvas tevtomcs lingvse dictiones et phrases 
latine mterpretatas et cvm alliis nonnvUis lingvis obiter col- 
latas complectens: stvdio et opera Cörnelii Kiliani Dvfflaßi. 
Opvs Germanis tarn svperioribvs qvam inferioribvs, Gallis, 
Anglis .sive Anglosaxonibvs et aliis lectv pervtile. Cvrante 
Gerardo Hasselto Arnhemiensi. qvi et svas adnotationes ad- 
iecit. Tom. I. II. Traiecti Batavorvm apvd Roelandrm de 
Meyere. MDCCLXXVII. 
40. 11 BL Vorstnck u. 930 ÄÄ 

Jede dieser drei Ausgaben ist mit einer Vorrede versehen. 
Das Verhäitniss dieser drei Vorreden ist folgendes: die dritte 
ist eine Erweiterung der zweiten und die zweite eine Verkür- 
zung der ersten. 

Durch diese Vorrede erhalten wir die beste Auskunft über 
die Entstehung von KieVs Wörterbuch und die verschiedenen 
Zwecke^ die er damii ^u erreichen beabsichtigte. Er spricht sich 
selbst also aus und zwar in der dritten Vorrede, die er unter- 
zeichnet: Antverpiae ex anagnosterio Plantiniano. 1598. 

Cum ab hinc annos aliquot Christophorus Plantinus Dictio- 
narium Teutonico - latinum typis edere decrevisset*), me id tem- 
poris, ut pro mei ingenii modulo aliquid in patriae linguae orna- 
tum ac splendorem meditarer atque tentarem, instigavit. Cogi- 
tanti autem mihi et deliberanti**) qua potissimum ratione viro 
optime de me merito gratificari, de patrio sermone bene meferi 
et multorum studiis consulere ***) possem: operaepretium tandem 
yisum est, Teutonicas sive Teudiscas dictiones, quibus Germa- 
nia inferior praecipue nunc utitur, auf olim usa est, in ordinem 
alphabeticum redigere, Latina interpretatione adiuncta, idque via 



*) Für Plantinus-decreVisset hat Praef. I. diversis diversa Teatoni- 
cae linguae Dictionaria concinnanda committeret. 

**) Praef. I. hat vor deliberanti noch saepe diuqtie. 

•*•) Praef. I. hat zwischen studiis und consulere noch: novo quodam 
modo a nemine hactenus quod sciam observato. 



XXIII 



maxime compeudiosa, satis tarnen ni fallor moderata, ne obscu- 
ritatem breyitas, nauseam prolixitas studiosis möreat.*) 

Voces itaqiie Brabantis in primis usitatas, plurimas insuper 
Flandris, Selandis, HoUandis, Frisüs et Sicambris, (Gheldris 
nempe, Cliviis et luliacis,) Saxonibus quoque et Alamanis sive 
Germanis superioribus usitatissimas , nobis autem nunc minus 
tritas, imo quasdam fere incognitas, ex unaquaque lingua (ut 
non Brabantiae solum, sed et aliis Germaniae, praecipue infe- 
rioris, regionibus, noster hie labor usui esse posset) studiose 
collegi ac digessi, et singulis, cuiuseunque prosapiae, suam in- 
terpretationem Latinam, synonymis large copioseque ex proba- 
tissimorum auctorum messe depromptis, attribui, dictiones autem 
parum Latinas et barbaras, tanquam vulgo usitatas, annotavi, 

Communem Brabanticd sermonis dialectum, et orthographiam 
typQgraphis maxime tritam sedulo observavi neque temere quic- 
quam mutavi. 



*) In Praef. I. folgt hier noch ein längerer Satz, worin sich K, über 
das Deutsche und Französische ausspricht: 

Res itaque incepta eequenti successit progressu. ■ 

Voces yere Germanicas et quae ex superiori Germania a purioris linguae 
candidatis in nostram Belgicam translatae sunt, ant ad veram lingnae Cogniti- 
onen! necessariae existimantur , eas syllaba ger. Aotavinius. Reperiuntur enim 
quam plurima Composita et Derivativa, apud nos maxime usitata quorum Sim- 
plex aut Primitivum nostratibus fere incognitum e Germanico fönte Etymorum 
investigatoribus petendum est, ut: Back. ger. Mala vel Maxiila, hinc Back- 
tandt, Kinne -backen. Balg. ger. Cutis vel Scortum, hinc Blaes-balg. 
Gaerte. ger. Horttis, hinc Boom-gaerdt. Roose-gaerdt. Duldich. ger. 
Patiens et Dulden, ger. Pati, tolerare; Duldigkeit. ger. Patientia, toleran- 
tia, hinc Verduldich, Verduldicheit etc. Ross. ger. Equus, hinc Ros- 
baer, Ros-kam, Ros-tuyscher etc. Mael sive Maal. ger. Convivium, 
hinc ^oen-mael, Avendt-mael, MaeKtydt et id genus plurima alia. 
Multae itjem res, quae apud nos sua nomina longo abusu paene amiserant, a 
Germanicis hie veras dictiones recuperarunt. 

Dictiones, quae ex Gallico idiomate originem sumpsisse aut cum Galileis 
aliquid affinitatis habere videntur (Gallico nomine complector, quasdam Latinas, 
Itallcas, Hispanicas et id g;enus alias, quibus ut nativis Galli utuntur) eae syl- 
laba gal. signantur. Hamm autem aliae longo nsu nobis sunt vernaculae ta- 
metsi cum Germanicis nihil aut parum habeant commune, utAbel, Aven- 
ture, Bagage, Bataille et cetera. 



XXIV 



Dictiones compositas, ut rudioribus et in Teutonica lingiia 
minus exercitaiis cognitu inventuque faciliores esse qoeant, or- 
dine continuo coUocatas, diastole sive distinctione designavi. 
Derivativa quoque suis primitivis apta convenientique serie 
subieci. 

Etymologias sive origines si non omnes veras, saltem veri- 
similes, multis vocabulis obiter addidi. 

Peregrinarum, absurdarum adulterinarumque aliquot vocum 
Appendicem ad calcem libri adiunxi, earum maxime quas primo 
Pragmatici et Rabiüae forenses, deinde Khetores rhythmici, na- 
sutuli, scioli, postremo exterorum militum coUuvies hac belli in-- 
testini, nimis (proh dolor) diuturni tempestate invexerunt, ut sin- 
gulis exacte cognitis, legitimis recte uti, adulterinis autem non 
abuti discant purioris linguae Teutonicae curiosi. 

^raef. I. schliesst mit feigenden Worten, welche in Praef. IL 
und III. fehlen: 

Quod autem breves, paucae et obiter annotatae coUationes 
linguarum studiosis sint profuturae, doctiores per se ipsi, rudio- 
res ex usu et fructn facile iudieabunt. 

Cuivis tarnen liberum esto nostratium dictionum propinquio- 
. rem originem a Graecis, Arabibus, Hebraeis et aliis 'antiquis pe- 
tere, atquc Babylonicum omne chaos discutere, si baec cum Ger- 
manicis et Gallicis affinibus facta collatio, quam tamquam speci- 
men nostri exercitii exhibemus, non satis placeat. Tu interea 
vale, candide Leetor, et bis fruere, donec alia suppeditentur. 

Praef. IL schliesst: 
Vale candide Lector et bis, donec Etymologicum dictionibus 
etymologiisque copiosissimum suppeditctur, utere ac fruere. 
und Praef. IIl. also: 

Vale, candide Lector, et nostro labore utere ac fruere. 

Noch zu Kiel' 9 Lebzeiten besorgte Ludolph Pott er, Rector 
zu Alkmaar einen neuen Abdruck der dritten Plantin'schen Aus- 
gabe, den er nun Quarta Editio nennt. Obschon diese Potter- 
sehe Ausgabe nebst den folgenden gewöhnlich Ti.iVi2iJi\x^ auctus 
genannt wird, so besteht doch die ganze Vermehrung nur darin^ 
dass Potter am Schluss des Kilianus 17 Seiten hinzufügt: L Wur- 
zeln von Manns- und Weibemamen und diese selbst, u. 2. Na- 



XXV 



men der tiierfüssigen Thiete, Vögel und Fische. In der Vorrede ' 
zum Ganzen sagt Potter: 

Quamobrem priznum ommtua in totd hoc opere excudendo, 
in eam curam et soUicitudinem^ quoad fieri potuit, sedulo incu*- 
buimus, ne temere in ipso Etymologico quicquam immutaremus; 
itemque ,a£ßrmare religiosiasime possumus, praestitisse smmnam 
fidem nos ac diligentiam, ut ad Plantini exemplar quartae edi- 
tionis nostrum fidelissime excuderemus, ne eius indnstriae ac la- 
boribns, qiiibus praeclare de literis meritus est, rel minimum 
detraxisse videamur: quod non erit obscurum ei, qui editionem 
utramque conferre volet, 

' Trotz dieser Versidherung kam Potter dennoch insehreeJUech'-^ 
ten Ruff aber mit Unrecht, denn seine Ansgabek sind weder 
schlechter noch incorrecter gedruckt *) ßls die dritte mantin'sche, 
letztere enthält%benfalls Druckfehler, nndiht Bruch istmitunier 
sehr unrein und dadurch undeutlich, da^ man iogar zu Potter 
seine Zu flucht 'nehmen muss. Die Plantin'sehen Druckfshler sind 
bei Potter meist verbessert, dafür hat freilich dieser wieder an- 
dere. Auch in der Idtteratur wk'd wicht immer Gerechtigkeit 
geübt: in der Bibliographie und Litteraturgeschichte haben sich 
Irrthümer aller Art fortgepflanzt, wodurch oft der gute Ruf eines 
Mannes von redlichem Willen und tüchtigem Streben auf Jahr- 
hunderte untergraben wird und Niemand iDcagt,' aus Bei(UemUch- 
keit oder Autorit&lenrespect, solche Irrthttmer änzätasten. Es ist 
immer ein Verdienst, dass Potter ein Buch sfctk terallgi^Meilie^en 
trachtete, dessen Original in seinem Vaterlande damals wahr- 
scheinlich schwer zu erlangen war: die Plantin'sche Druckerei 
Hess nach 1599 keine neue Ausgabe folgen, obschon sie das Buch 
als ein noch fortwährend zu beziehendes in ihrem Index v. J. 
1615. p. 86. aufführt: 



*). Dies pasH wenigstens auf die Ausgaben bis zum J, 1632, von denen 
ich mehrere verglich. Die Ausgabe von 1642, die Kilianus anctns heisst, 
kenne ich nicht, und weiss nicht, ob van Hasselt nur diese oder alle 
Potter^schen Ausgaben meint, wenn er in einer Anmerkung zu KieVs Vor- 
rede sagt: — et vulgo nonnisi Kilianus, nt vocatur, auctus, sed revera, 
prioribus operamm mendis novo erromm ciimulo adauctus, defonnatas et pes- 
sime cormptas iuventntis manibus obtrudatiir. (Cf. Jnnii Dedic. Willeram.) 

d 



XXVI 



Dictionarium in Duytsoh ende Latijn, by een vergadert door 
Comelis Kiel, in 8. 

Von den Potter'schen Ausgaben sind folgende wirMich vor- 
handen: 

1. Alcmariae et Amst 1605. 

2. ib. 1613. ' 

3. ib. 1620. 

4. Middelburgi • 1620. 

5. ültraiecti 1623. 

6. ültrai. et Amst 1632. 

7. Amstelodami 1642. 

1. in der kön. BibL zu Berlin (mein früheres Exemplar); 1. 2. 

3. 7. n€tch Ebert in Dresden; 3. 5. in der kön. BibL im Haag; 

4. 7. in der Maatschappij van Nederl. Letterkunde zit Leiden 
und 6. in meinem Besitz ti. bei van Hulthem. ^ . 

Nr. 7. hat den Titel: 
KiUanus auctus, seu Dictionarium Teutonico-Latino^Gällicum. 
Amst. 1642. 8^. Ein Exemplar mit L. ten 'Kat&s hand- 
schriftlichen Anmerkungen in der Mcmtsch, ceL tiu Leiden. 



M&ge nun meine kleine Sammlung, dies Glossarium belgicum. 
Vielen eine willkommene Weihnachtsgabe sein, xumal meinen mit- 
forschß^i4en Freunden, denen i4^h sie gewidmet habe! 

Weimar am Weihnachtsabend 1855. 

H. V. F. 



A. 



abberdaen. Aseiius saiitus K* 
abeelboom. Abies 6. abeel, abeel- 

bOOm, albboom. Populus alba K. 

abel, nett, smuck, vledich, cass, po- 

lyt. Cariosus, politus T. 
abolaert. Homo bellus, concinnus K. 

achter Straten. Per piateas K. 
achter -Steve. Puppis K. 

ack, eck. Pus, sanies K. 

addee, vaertwael cet. Vaie cet. T. 
adel, snmp) poeL Coenum T* 

adelborst^ MUes generosus, egregius, 
prima.rius K. 

ädere, j. are. Spica K. 
adesse, eeghdesse. Lacerta cet. T* 
aecker. Broc H. 
aecker. hoU. j. eeckeL Gians K* 

aefsch* Aversus, inversus, praeposte- 
ru8, contrarius K. 

aeysseL fland. j. nnster, ansei K. 

ael. Extremus, ultimus K. 

ael-dingh, aeldingher, haelingh, hael- 

dingh* fland. Haeres K» 
ael-eynde* Extremus finis, extremi- 

tas K. 
ael-werich. Impotens anüni cetr K. 

Hör. Belg. P. YII. 



2 



ael-Wlttf, aelWfte. Malier insiplens, 
inscia, ignavs, inepta K. 

aen-bllt incus. t. aenbeld. incns, 

acmon K, 

aen-bergh. ciivus K. 

aen- bückt, fland. locus K* 

aen- karre. Semiapertus K. 

aen-klanwe. fland. hoU. sicamb. j. 

enckel. Taias K. 
aen -rechte, aenrechttafel. Abacus, 

repoflitorium K* 

aerdappel. j. verckensbrood. Cjcia- 

minus, rapum terrae K. 
aerdsoen. Indoles, natura K» 

aerdveyle. Hedera K. 

aerde. fland. gand. Forum, koren- 

aerde. fland. j. korenmerckt Fo- 
rum frumentarium K. 

aerdtlssie. j. hegdisse. Lacerta L 
aere, ere, nere. Area, pavirnentum K. 
aeren, eeren, eren, errien. Arare 

cet K. 

aerene, erene. Arvum, ager arvus K« 

aerpel, erpel. fland. Anas mas K, 

aers-Yoet. Merguius K. 
aerselen, aersellnghen, erseien. Re- 

trogredi cet. K. 

aersselmaend. vet. fland. October K. 

aes. Esca, alimentum K, 

aessac* Aiadarius Y. Escaie Q. aessack, 

swedeler. Saccellus, bursa, pera T. 

aessack 9 knapsack. Pera cet. L 

aet Edulium 61T. 

aet-mael j. etmael K. 
aeterlinck. hoii. j. bastaerd. Ko- 

thus cet. K. 

af- Setter, straetschender. Grassa- 

tor, latro, spoliator £• 

af-setter, verliebter. Depictorcet. K. 
af-tronck, avetronck. vetus fland. 

j- bastaerd. Nothus, spurius K. 
affeJt, naffel. fland. j. navel K. 
äffen, scbimpen, spotten, scbertxen' 

belachen. Deridere cet. T. 



aggher. j. eggher. Terebra K. 

aghe, kaff. Palea cet. T. 
agberam. Scarabeus cornutus K* 
aker. Vas aquarium, vas äquale, ahe- 

mini aquarium K. 
aker. hoU. Glans K. 
ak^tiSSe. fland. j. haegdisse. LacertaK. 

al-bedalle. Prorsus 61T. allebe- 
dalle vei altemale Y. albedille. 
hoii. j. albedrijf K. 

al-lensene. Minutim y. allensken. 

Pedetentim 6. allinsllnghe. Grada- 

tim 61T. allengskens, allangskens, 
allentskens, allensene, allinse- 
linghen, allinskens, aliynskens, 

alleydskeos. Longiuscule, omnino 
lente cet. Yärie a rariis haec dictio 
scribitur, pronuntiatur et explica- 
tur K. 

al-lick, allingbe, allicken. fland. 

holl. j. al gbebeelijck. Prorsus, 
omnino K* 

al-thenen, allenthenen. Ubique K. 

al-tOOS. j. altijd. Semper K. 
alaem, alem. Utensilia, instrumenta 
artificum, instrumenta mechanica K. 

albeel, alboom. Abies y. 

alfpape. Bryonia, vitls alba K* 

almeye, almeyboom. j. bammeye. 

Clathrus, clathrum K. 

als kacks, kackemick. Quasi, quasi 

vero cet. K,- 

alsene. Absinthium V. alssen K. 
aluwer, eynveldicb, simpel, onno- 

Sel. Simplex cet. T. 
alve. j. alf. Incubus, faunus K. 
alven* Larvam agere , induere persd- 

nam lamiae et Ludere , nugari , iocari 

et Insanire K* 

ameide. Repaguium 6lT. ameyde, 
almeyboom, bammeyde. Clathrus K. 

amen , dat sint twe langh smal stucken 
vleysch uyt eyns verckens buyck 
ghesneden. Abdomen T. 



1* 



amtren, asch. FaviUa T. amer K. 

aniorlllghon. Stricturae, scintillae, fa- 
Tillae K* 

amer, amerstad. Acta, -ae K. 
anuno , am* fland. j. ham. Pascuum K. 

ailini6la6€k6Il. Mappa. Yox Braban- 
tis usitissima, pro qua alii tafdl- 

laecken K. 
anmier. j» emmer. Succinum K. 

amper, snyr, scharp, tamper. Ace- 

tosus, acidus, acer T. aiDp6r. Acer- 
bus, immaturus, austerus, asper, 
amarus K. 

ante, ende, antevogbel, entvoghel. 

Aneta, anas T. 

appelhack. vetns. j. appelman. Po- 

marius K. 

appelgrapert. Spadix t. 

aranleappel. Malum aurantium cet. K. 
aranleverwe. Color aurantius, au- 
reus K- 

arant vei speelman. Histrio y. 
arend, arendvoghel. Aquiia K. 
armwachtel. j. slnyer. Mitelia K. 
arn. j. adeler T. 

am, korenboawt. Messis, messlcula, 

tritura T. 
as oft daere, daer men mout op 

droocht P. 

asemen, etiam rancbreken. Haiare y. 
aseminghe, voedinghe. Aiitus y. 

ast, est. Ustrina, concameratus for- 
nax cet. K. 

asterlinck. boii. j. bnysbrood K. 

atfanck Is an des perds sadel T. 
ave, lave. Muller fatua, delira, ig- 
nava K. 

ave-saegbe. vetus. Absurda nar- 
ratio cet. K. 

ave - Spraecke. Absurdus sermo K. 

avegber. j. evegber. Terebra K. 
averonde. Abrotanum y. averrone, 
averkrnyd K. 



aweerd, anweerd, oaweerd* in- 

dignns, vilis K* 

awijs, anwUs, onwUs, awijsigh. 

Absonns 9 dissonus , avius auribus K* 

awisicb. Absonus 6. awysicb^ ver- 
keert, wnnderlick, doli, gbeck* 

Perversus cet. T. 
aweyt« j. laweyt. Lndus matutinns K. 



B. 



babbaerd, babbaerdeken. Fupus, pu- 

pulus, pupa; infans K. 
babben» fland. Garrire, nugari, ca- 
TÜlare K. 

bacbten. fland. j. acbter. Ketro K. 
back, molde. Capistermm T* back, 

trocb. Linter, alveus, mactra K. 
back, beker. Foculum, yas poto- 

rium K. 
back, SCbuyte» Scapha, ponto K. 
backkrayd. fland. Holus, herba es- 

cnlenta K. 
bacy. Levidensa: pannus vilis raro 

et tenni textu. baQykeiL fland. 

Levis yestis, theristrum K. 

baeye? beye. fland. hoU. fris. j. be- 
ste« AcinuB K. 

bael, ondlcbt. Dispactus, rallus, ra- 
rus, insolidus T. 



bael-Tate. Futilia, fictilia T. 
bMlon, spicken, die men in qwaden 
weghen leghet T* 

baer, li€ht, €laer cet. cisthb t. 

baer- water. Secundae, -smm K. 

baerd, aere. Arists l. 

baerde vei gchave. DoUbrum UT. 

baere, waterbaere. Finctas , unda L 

baere* Bepagulnm , Tectis, longarins, 
obez K, 

baere, baerenspel. Gymnas, ludas 

gymnicas cet. K. 
baeren. Ostendere, manifestare K. 
baergf barg. Malalis, porcus castra- 

tns L j. bar€h, bargb, bergh K. 
baerm, barm, berm. Agger K. 
baffen, belen, bl&cken, blaffen. La- 

trare, banlare T« 
bagghe. Bacca, gemma, lapis pretio- 
8U8 et Bulla, monile, vulgo bagga K« 

bagghele« hou. j. yigghe. Porcei- 

ins K. 

baghen, beroemen, vernieten. lac- 

tare cet. T* 

bagheren. j. kagberen. Ostentare T. 

bal-daed. Tetas. Malefactnm , male- 
ficiam K. 

balch of payiter der meniken. CuUa, 

caculla T. 
balle, eggbe, heck. Cataracta K« 
balle. Repagulum, repagulum versa- 

tile, obex versatilis £• 
balle. Conseptum , vallum , septam K. 
balle, j. parck. Arena, locus in quo 

pugnant gladiatores K. 

ballnck. hoii. j. trachter. infundi- 

bulum K. 
bampt. Pratum GIB. 
bandaln.'?Ambandoninm Y. 

banedoeckjbaendoeck. Cerotumsive 

ceratum, malagma viatorium K. 

bannen ende sehenden. Dirae, sini- 

stra ^imprecatio, detestatio,- execra- 
tio K. 



ftannigh. j. verwaeten K. 

banritz of banerbeer. Baro T. ban- 

derotse, banrotse, banrotsheer. 

fland. j. banerbeer K. 
bare. Unda V. 

barlen, berlen, rake. Fanx, faucis T. 
basen, verdotlen, verkinden. Deii- 

rare, repuerare, repuerascere T, 

basen, dwelen. j. bijstren T. 
bassen, baffen, belen. Latrare cet. 

T. bassen, blaffen ofte bellen. La- 
trare, oblatrare p. bassen. Latrare K. 

bast, booste, slnyme. Siiiqua K. 

batscli. Astutus, argutus, cautus, cal- 

lidus, versutus K. 
be-degben. vetus fland. Factus et 

Auctus, re auctus, re vel liberis 

auctus, promotus K. 
be-delf. Fossus, fossa, agger cum 

fossa K. 
be - died. Significatio , interpretatio, 

declaratio, argumentum K. 

be-dodden. j. bedrieghen. imponere 

alicui K. 
be-ducbt. Solicitus, anxius K. 
be-dwelmt. Semianimis, exanimis, de- 

fectus animo K. 
be-gaeden. Decorare, ornare cet, K. 

lelick begaeden. Dedecorare, tur- 

pare K. 
be - gaeyen. Dedecorare spurcitia, 

spurcare P. 

be - ghyien. fland. j. bedrieghen. 

Decipere K. 
be-ght]ne. Bos puUi sive cinerei co- 
loris , quo scilicet beghinae sive vir- 
gines sacrae plerumque vestiuntur K. 

be-gremen, begriemen, begremelen. 

fland. Denigrare, maculis inficere, 

maculare K. 
be-haeren. Gelido vento afflare sive 

adhalare, urente aura aspirare K. 
be-heymen. Sepire, consepire, ob- 

yallare K. 



8 



be-hendsen, behandsen. Comitan et 

Congredi, conserere manas K. 
bO-honden. Mstrimonio nanciflci et 
Coniugio lungere rel inngi K, 

be-kleemen. fland. j. beleemen K. 
be-kotelen, bekeatelen. Squaiore 

sire sordibus maculare K, 

be-krotten. fland. j. beklftdden K. 

bO-lACken. Lactare, illectare, inescare, 
captare, decipere, fallere illecebris K. 

be-lammeren, gi€h. S'embroaiUer, 
s'empestrer. Praepedire se, intri- 
care se P. 

be-leggheii syn woorden. Omare 

Terba; apposite, omate, eleganter 
loqui K. 
bO-loyd. Deductio et Administratio K. 

be-lenden. fland. j. vertynden. £va- 

dere, pervadere K. 
bO-DOron. fland. Maculare luto K. 

be- rocken met vlasch. Lino vestire 

colum K. 

be-royt. j. berooft. Depauperatus K. 

bO - tchoeden. Distlnctus , discretus 
cet. et Modestus cet. K. botchoydon. 
Discret, raisonnable, sage. Discre- 
tus vir, prudens, rationalis et mo- 
destus P. 

be-gcheringbe, beschere. Ordinatio, 

dispositio et Fatum , fatalis necessi- 
tas K. 

be-schobben, bescboppen. fland. j. 

bespotten. Irridere I. 
be-8Choft. Compositus, decens K. 
be - seenwen. Madefieri aqua marina K. 
be- soffen, fland. Comprehendere, per- 

cipere K. 
be-slommeren. Occupare rebus fri- 

Tolis K. 
be-slnmmeren, sich. Induere se re 

aliqua, involvere se negotiis, se in- 

termiscere K. 
be-smockelen. fland. Maculare, in- 
quinare K 



be-smnysteren. Oblinere, pernngere, 
inquinare re pingui K. 

be - soeven. j. besorgben K. 

be- sparet. Impeditus, occnpatus P. 
be-spnyten. Aspergere K. 
be-St&nd. Induciae, pax seqnestra 

cet. K. 
be-stdUon. fland. Curare equam, 

alere, pascere K. 
be- stoppen. Obturare et Fallere K. 
be-sneren de dood. Acerbam pati 

mortem K. 
be-SWelten. fland. Deficere, langaes- 

cere animo, linqui animo K. 
be - taeteren. fland. Foedare, macu- 

lare, inquinare K. 

be-tengben. j. beghlnnen T. 

be-tyen laten. Allquem slnere YO- 
luntatem suam vel acta perficere P. 

be-toogben. fland. j. betoonen K. 

be-Wind. Admlnlstratlo, curatio, pro- 

yincia, officium K. 
be-WOrp, bewerp. Llneamentum, li- 

nearis pictura, monogrammus K. 

bedden in de hoven. Arcae in hör- 

tis, arcae quadratae, areolae P. 
bedder. Cllnicus : ita morbo affectus 

ut surgere e lecto non possit K. 
bedderick. vetus. Maritus, oonsors 

thalami K. 

beemt. Pratum 61T. beemd K. 

beel sljn. Poenitere aliquid emisse, 

vel uxorem duxisse et similia P. 
beer 9 een Instrument daer men borghe 

mede ter neder stoot V, 
beete. fland. j. recke. Sedlle avium, 

pertica gallinaria K. 
beeten. fland. holl. Descendere, si- 

dere, considere, sedere K, 
beffe, Choorboet. Almucium, mal- 

mncium, ambucius T. beffe. j- al- 

niutse. Amiculum pelliceum, yulgo 

beffa K. 
beffe. Mulier garmla, nugatriz K. 

Hör, Belg. P. vn. 



10 



oix fUtm, Gaanire P. 

E/^rf/oare, Bf^d^laii tin- 
tiboat*:.!!» . in Di^iiMrr'^ pc)«are tis- 
tjDoab'ila K. 

teja«rAer oft tey cria TintiniiA. 

t»r f. 
^Ub, kUSCB, kalca. Latrare f. 

Mol j^ kilm T. 

ttnicb wtum, graa wescn, Mt- 

fredM« Ira^ci c«t« T. ^l|^eL 

Ifidigoari cet. t. 
^Ikn 2kU koe ind ossen. Mogire. 

boare T. 
Wll0, Bella dicitar campaoella qoae 

Taecfs, oribns vel Tolocribns »olct 

sppooi f, 
^ll0*BU« Praero feralis, qai fonas 

praeTia nola edieit K. 

beUes ieBaadea. fland. j. gUttiBd 

SJi0Ck0ll. Prodignm declarare K. 
btlMil^fif ^D toren om te bespijen. 

Beffroy M. 
bead, baand. Pratnm, ager ex qoo 

foenam percipitur K. bmd, W6t6, 

W6id6, wyseha, mate, paseb. Pm- 

eiia, foeoifera, nlea T. 
barcktnnaj. Ramns betalacen« et 

Cnlallas betalaceos iive faginus K. 
berd. Asser f. 
bcrdarta MDSicbt. Atticiu aspectas, 

OS impadens cet. K. 
bertn. fland. j. knedeB. Depsere, 

subigere K. 

bergb, bargh. Maiaiu cet K. 

barnnuye. Cicindela, lampyrls K. 

berve» gaedertUren cet Probas 

cet. T, 

betten, neyen. Saere cet T. 

beittyne. Pedale, calceus laneas K, 
betten, fland. j. iteTen, Fovere, fo- 
mentis foris applicatis tepefacere K. 



11 



benselen. Nugari, tricari, nugas 
agere K. 

bi-spel, bediedenisse ter leringbea. 

Apologus est sermo longe sumptus 
ut de brutis animalibas ad informa- 
tionem hominum Y. bispol ▼&! bo- 

ken. Apologus GIT. byspel. Kxemp- 

lum, parabola, simllitudo , prover- 
bium, apologus K. 
blJ-Spraecke. hoU. Parabola, pro- 
verbium K. 

by-sproocke, bywort, spreeckwert, 

gh6lyCklliS86. Proverbium , para- 
bola cet. T. 

bieker. Bube T. 

biebac. Aivear GIB. bieboc, biecaer. 
Apiarium Y. bleboc, Mebayck. ve- 

tus. Apiarium K.' 

biecaer of een biestoc. AWeare 6. 

byenkare. Alveola, alveare, alvea- 

rlum T. 
biesbont. Scarabeus alis strepitans 

cet. K. 
biest. Area, platea spatiosa, forum, 
. vicus rusticns , viculus K. 

bietebanw, b^tebauw. Manducus, 

larva, spectrum K. 
bife. Befa dicitur burda Y. 
bigghe. fris. holl. j. Yigghe. Porcel- 

lus K. 
bilck. fland. Pascuum K. 

bijle. j. nol, tote. Epomis K. 

b^se. Tempestas horrida, furens Im- 
petus aeris K. 

binck, bingbel. Kusticus K. 
bystren, dwelen, erren, basen, do- 
len, YeTwilden, wiltlopen. Errare, 

deviare cet. T. 

byt. bijte. hoii. j. loeme. Aper- 

tura giaciei K. bijte. j. woene T. 
bitter Yan 't kafkoen. fland. j. soet. 

Fuligo K. 
bladeren. Frondere K. 
blaere. Vacca nigra, sed fronte alba K. 



12 



blSlf. Planus, aequQS et amplus cet K. 

blaffen, slabben, sleffen, gwetxen. 

Effutire, fatire T. 
blaffen, keffen. Latrare cet. p. 

blaken. Fiammescere GIB. bUecken. 

Flammare, ilagrare K. 

blanketten. Fucare y. 

bleecke, plaen. j. angber T. bleck 

oft vleck. Une franchise ou vilette. 
PaguB P. 

bleeten, bleeren oft blacken als scha- 

pen. Baiare, balitare P. 

bleren, reren. Mugire T. 

bieten. Baiare filB. 61T. Y. 6. 

blick. Fmstum metalli ^. bleck, 
blick. Bractea tenuis, lamina et 
Plumbi lamina, Charta plumbea K. 
blick. Piropns, quaedam species 
metallica yel quidam lapis 6. 

blicken, schinen. Fuigere y. blicken 

vel gbeloyen vel beiten. Candere 
V. blicken. Coruscare, respleud^re, 
micare, nitere, fnlgere K. 

bilde. Balea dicitur funda vel instni- 
mentum sagittandi vel mittend! la- 
pides a balyn spHngbael ?. 

bliescb. Veiius ?. 

blocken, stocken, j. in kerckener 
sotten T. 

blocken. Assiduum esse in studiis, in 
opere, in ergastalo K. 

bloedraston. Suggiiiare K. 

blooi] Meticulus qui metet Meticu- 

losus, Yol vrese, seer blooi, formi- 

dulosus 6. 

bloomaerd, bloemgaerd. viridarium, 

hortus floribus consitus K. 
bloome. ' Vacca maculosa K. 

bloetwakel. Antraz y. bloedwaeckel. 

j. bloodsweer K. 
blomme. j. bloeme K. 

blosen. Rubescere, irrubere, erube- 
scere genis K. 



13 



blutSOn, bntSBIl. Qnassare, contun- 

dere, illidere K. 
bo. Satur, oppletns, obrntns cibo, 

potn K. 
bo, ronwkapprnyil. Cncnllas Ingubris 

oculos faciemqne obstraens K. 
bobbel, bobbert. lancus levis, ma- 

riscas K. 
bobbyn, ejn heslich onschemel dier 

wat minschen ghesteltnis hebbende 

als Faunus, Pilosiis cet. T. 

bocht] Praesepe, eoB crebbe vel een 
▼erloken bocht ?. 

bOCkoler, schilt, tartZ. Clypeas cet. 

T. bocken leer, bokelor. Peita, 

uicile cet. K. 

bocks-horinck, bocksharinck, bnc- 

kingh, bOCkingh. Halex infumata, 
famo durata q. d. halex hircina, a 
foedo nempe odore K. 

bocrael. Bissns y. bockerael. Teia 

cannabina levigata K. 

boeckstayen, spellen. Literare, coi- 

literare, sillabicare T. 

boecmanghere. BibUator y. 

boenen. fland. Inquinare colore ant 

maciilis K. 
bOOrden. Befare y. 

boerder vei schimper. locator g. 

boertmaker. Balatro. j. clamorosus 
ioculator Q. 

boeseman. j. bieteban, bommeler P. 
boote, toverye, wichelye, spoocke, 

Wickerye. Divinacio , auguriam 

cet. T. 
bofet vel diSCh. Assidella y. 
boffocater. lactator, thraso, proprie 

Catns Spirans indomitas P. 

bogaerd, rectins boomgaerd. Poma- 

rinm K. 

bokelare. Umbo Qlfi. bokelere vei 

schilt. Scutam y. 
boken. Mysterium GIB. 61T. Omen 
y. bokenisso. Omen 61T. 



14 



boken, doppen, slaen, smyteii, ficken, 

hoUWOIl. Percutere, verberare cet. 

T. boken, bOOCken. Tndere, pul- 

sare, batnere K. 
bol of bolt van eyn dier. Armas, sca- 

pula T. 
bol. Tnmidns, turgidns cet. K. 
bolcken oft bmllen als een koe P. 
boldekon, peckeken van sydendoeek. 

Trabea T. 
bollen, klappen. Fabulari, nngari, 

effntire K. 
bolster. Peripsema, limatura, ramen- 

tum et Tomentam et Furfures IL 
bolster, ut^rst Tan der not. Culleola T. 

bolster, sloester. Cuiieoia K. 

bolster, bOOSte. Siliqua, gluma, fol- 
liculns grani K. 

bomme. j. trommel. Tympanum K. 

bommenaer. Tympanator 6. 

bommele. fland. j. hommele. Bom- 

bilius, fncus K. 

bommeler, bommelnecker. NeptnnuB, 

daemon aquaticus; larva, laria, 
spectrum; manducas K. 

booste, boostele. j. pelle. SiUqua, 

foUiculus K. 
booten, fland. Malleo contundere, 
pinsere K. 

boots, schamplioen, form, stale, 
fatzoen, leist, ghelycknisse, daer 

men wat na maect. Forma, exem- 
plar cet. T. 

borbelen, opspringhen, wallen. Sca- 

tere Y. borbolon. Scatiirire, sca- 
tere K. 

borlen, brüllen, brieschen. Fremere 

y. borlen. fland. Clamare, voci- 
ferare K. 

bortelen. Tamnltuari, aestnare et 
Fluctnare, agitari, tnmultnare et Bul- 
lire, ebullire K* 

bOSSen, botsen. Pulsare, tundere, 
quassare K* 



15 



böte vUsseS« CoUigatura Uni T. 

botermelc. Baibnca y. 6. 
botenrlieghe. fland. j. pepel. Pa- 

pilio BL 

botteldoren. Bubus y. 

botten. boU. fland. j. bedriegben. 

Fallere, imponere K. 
botten. fland. j. stOOten. Tmdere K. 
betten, Wtbotten. Gemmare, gem- 

mascere cet. Vernare K. 
bonwen (masc). Cyclas, vestis longa, 

spatiosa K. 

braecken, overgbeven. Vomere cet. K. 

braggaerd. Homo buUatus, elegansK. 

brame, gbinster, brimmen. Genesta, 

tramaricia T. 
brame, bremen. Vepres, veprecnlns 

T. braeme, breme. Rubus, sentis, 

vepres, morns vaticana K. 
brekspel. Intermptor vel interpella- 
tor Insns K. 

bremes, wiedlser, seisine, bonwe. 

Eunco y. 
bremmen. Hinnire, rugire et Mu- 

gire K. 
briescben. Hinnire GIB. Rugire et 

Hinnire 61T. K. 
brljn. fland. j. pekel. Mnria K. 
britte, brntte. holl. sicamb. Cespes, 

frustnm cespitis K. 

britz, scberm, nnderslacb, vnyde. 

Absconsorium, intersticium , umbra- 
culnm T. 
brodden. Resarcire, interpolare, sar- 
cinare res veteres et obsoletas et 
Inepte operari K. 

broeck, venne, oUant, goor. Paius, 

amfractus, labin a, vallus T. 
broem. Spnma, sordes sen strigmenta 

rerum decoctarum K. 
bTOemen. Parasitär! K. 
brood-droncken. Protervus, petulans, 

lasciTns, arrogans, fortnna dnlci 

ebrius, elatus rebus secnndis K. 



16 



brOOSCh, brensch. FraglUs ^t Debi- 
lis, fluxus, caducus et Praeceps, fe- 

rox K. broosch, cranck, sproe. 

Fragilis, iniirmus T. brOOSCh. j. 

gheyl T. 

br00tS6. fland. Bipalium, pastinum K. 

bra vei sUjc. Coenum filT. brudeii. 

Coenare 61T. 

brngglie. j. boterham. P 
brniden. Coire ?. 
bnc. aiyus gib. 

bnckinC. Ruburnus V. Roburnus, 
ruscs T. 

bndde, spoock, mom, schodavel, ho- 

laers (I>r. hallars). Citeria, larva 
cet. T. 
bUgghor. Sodomita T. Paedico, pae- 
derastes P. bnggherye. Peccatum 
contra naturam T. 

bays, gherneytken. hoU. Sagnm, sa- 

gulnm K. 
buys, bayskOB. holl. Amicus, 8oda- 

lis K. 
buyse. Canalls cet. K. 

bnyten, wesselen, panglen, cuyden, 

tuyscll6n. Cambire, permutare cet. 

T. buten oft mangelen. Eschan- 
ger H. 

bnlte, driesling, peddenstoel, pe- 

perlinck, SWam. Fungus, boletus, 
volvus T. 

bnt, beyn, knaeck. j. beyn T. 
butelboom of een spelcorenboom. 

Cornus 6. 
butOOr, putoor. Ardea stellaris K. 
batseoL Palasca V. Uter, vas vina- 

rium K. 



D. 



lUbbOgAt. Charonea scrobs, spiraca- 
Itim Ditis, Orci cnlns, ima eedes 
Erebi, barathrom, antmm Flato- 
oium K* 

dackrave. Canterins K. 

dack8€h00V6. Stramen tecti, calmen K. 

daeck, nevel, mist. Nebnia P. 
daeerde, poterde. Ops, giis T. 
dael(Dr. daii), wercUick, scfaeffer- 
liek, dapper, risch, wacker. Agi- 

lis, vigil, activus, acrimoniosus T. 

daenken, deynken. Dama K. 

daesaerd. fland. Delirns cet. K. 
daes6. Terriculiun , terricnlamentum 
cet. et Insania K. 

dagheraet Aurora GIB. dagheraet, 
morgbenstonde int griekiaglieii 
tan den daghe. DUncuium y. 

dagheraten. Aurorare y. 

daghvenne. vetus. Pensum K. 

dftünck, hnyden, haydenmeer. Ho- 

die cet. T. dalUngk. Hodie P. 

daiip. fland. j. morwe. MoUis K. 
danssen, reyen, swantzen. Chon- 

sare, choream ducere T. 

daate, dantinne, dantelorie. Ambn- 

baia, mnlier ignara K. 
Hör. Belg. P. VII. 



18 



daHnek, darj, darie, darlUrf. fiand. 

zeland. holl. Cespes bitmninosus 
cet. K. 

das oft dejn. Dama P. dasken. 

Damala P. 

dase ofeenpeertsTlieghe. Scrabro 6. 
daveren, beven als ein ollant T« da- 

▼6r6II* Nntare, vacillare cet. et 
Vibrare cet. K. 
d66l. Maritus, uxor, coninx K. 

deessel. Ascia K. 

doyn« Dama. deynken. Damula K. 
dOjn. Eaclio, bomo avarns, sordi- 
dns K. 

doynSCn, deysen. Retrocedere, pedem 
referre, tergiversari cet K. 

deise] Siccinum, een darre of een 

deise 6. 
deisere. Gadus y. 
d«le, pavirnent, estrick, floer. Pa- 

yimentuxn, area T. 

delle, dal. Convaius y. 
delle, slincke T. 
dellinghe. Vaiiis K. 

deluwe, elawe. Decolor, lividus cet. K. 
dome. Über, huber, rumen K. 

demsterlic. Latebrosus 61T. 
derch. hoii. j. drljyende landt K. 
deren, schaden, schedighen, binde- 
ren. Nocere cet. T. deren, deyren. 

Nocere cet. K. 
deren. Miserari, misereri cet K. 

derre. j. ast K. 

desem vei hevel. Fermentnm 9. deys- 

sem, ophaven T. deessem, he- 

vel K. 

dessele. Doiabra y. dessel. j. dles- 
sel K. 

denslgb, dnyslgh. Stupidus, exani- 

mis, perturbatas mente cet. K. 
dlckent. fland. Saepe K. 
dlefegghe. Tacax y. Für fem, K. 
dlelinc, beillnc. Femorale y. 



19 



diortein. Linistema, vestis ex Uno et 
lana contexta, qnod religiös! pro 
camiseis portant 6. 

diessel, diechsel. Dolabra et Ascia; 
Secnris K. 

dille, dilleken. j. klappeye K. 
dinden, swellen. j. dick werden T. 
dinsen, trecken, bansen. Trahere, 

tractare cet. T. 
dobbe. j. tobbe. Labmm K. 

dobbe, pegghe, prop. Caviiia, ob- 

structorium T. 

dobber. Batis scirpea: congeries scir- 
porum in oblongum fascicnlum col- 
ligatorum, cui pro fnlcimento pue- 
ritia, quae natare discit, innititur et 
Cortex subereas lineae piscatoriae K, 

dochten* Trans tra, inga, remigum se- 
dilia K. 

docke, fland. kevie, renne K. 

docken. Dare, cito dare, promere et 
Dare pugnos, ingerere verbera P. 

dodde. Yeraculum , obelus ; caulis, 
fustis ; epistomium ; paxillus quo ali- 
quid continetur aut obstruitur K* 

dodde, lischdodde. Typha, sceptrum 
sive caestus aut clava morionis; 
canlis et spica typhae palustris K. 

dodden, ghecken T. 

doele to schieten. j. cleff T* doel. 

Agger, aggesta terra, in quam sa- 

gittarii iaculantur sagittas K* 
doen doen. Impellere, cogere aliquem 

ut faciat K. 
doesen. Pulsare cum impetu et fra- 

göre K. 
doggher. Funda, sacculus, reticulum K. 

doghen. PatifilB. ghedoogben. Pati, 

permittere, sinere, indulgere K. 

dolc vei nighel. LoUum y. dolck. 

fland. Lolium, gith K* 
dolegbe* Labina dicitur aquosa ^erra 

et labilis Y. 
dolen. Errare GIB. K. 



3 



20 



d^men. Vaporare QIT. 

donniolsil. Bombum edere, bombilare, 

strepere K* 
dOBpsn. Vaporare, fnmare K. 

domphoreii. j. bntoor. Ardea stei- 

laris K* 

donderbnsse. Falarica y« Bombarda 
cet. K. 

donon. Tonare, sonare, resonare et 
Gesticulari et Ludere^ iocari, nngari 
et Tremere, tremiscere, coruBcare, 
vibrare, micare et Strepere et Cre- 
pitare BL 

donen. j. daveren P. 

donse. j. dodde. Typba, clava typhae, 
sceptmm morionis EL 

donst, donse. Lanugo, lanugo plu- 
marum, plumulae subalares, mollio- 
res et Lanugo eive pappus typhae, 
quo plumarum vice infimae sortis 
homines grabata farciunt K. 

doodlaeghe, rectius doodlaeck. Vo- 

rago paludosa, abyssus liniosa, gur- 
ges palustris, gurges limosus ; teilus 
palustris ad pednm pulsum racU- 
lans cet. K. 

doodnepe. Li vor sive macula lurida; 
livor ultro proveniens absque con- 
tusione aut dolore in corporis hu- 
man! aliqua parte, qua mortem con- 
sanguinei coniectat vulgus EL 

doodschrine. Feretrum y. 

dOOlwech. Devium Q. 

doort (I)!'- doirt) is snood säet dat 
onder goet koorn wesset. Siga- 
lum T* 

d00Y6. hoU. j. donse. Typha cet. EL 

doppe. holl. j. bast. Slllqua K. 

doppen. j. basten. SlUquae; vlnacea, 
folliculi expressarum uvarum K. 

dorck, durck. Sentina K. 

dorpen. Limen (rlT. 6. 

dorpel, SUlle* Limes, limen, liminare 

T. dorpel. j. denrpel K. 



21 



dorpor. fland. Rusticns, inurbanus, 
incivilis et Obscoenns, tarpis, impn- 
dicns K. 

dorren. Andere ?. 

dorsticli, menlich. j. coene. Audaz, 

animosns, virilis cet. T. 
dos. Vestis pellicea cet. K. 
doteloro. Delirinm, mentis error, in- 

sania K« 
doten, datten. Delirare, desipere K. 
dOTOn. Bacchari GIB. 

drabbo. Fex K. 

draolon* Cunctari, morsri cet. K. 

draf der Tercken, aet, dranck. Si- 

liquae , conventas T. draf oft SOyO. 
Fnrfdr rel glnma cocta, siliqua hor- 
dei cocti P. draf. Siliqnae excoctae 
cet. K. 
draghon, ettoren. Pas emittere, pa- 
mlentam esse IL 

drammen. j. bolderon T. 

draselen« Oberrare , circumerrare, 

vagari K. 
draTOn. Trotare cet. T. 
drafick. Festuca, festucago, aegilops, 

Titium secalis IL 

droel. fland. }. boel K. 

dreot* Bombns Y, 
droggho. Harpago, lupns, manns et 
Yerricultun, everricnlum K. 

dreiisen, kneesten, st^nen, suchten. 

Gnttarisare, siognltare cet. T. 
drenten. Tamere (rlT* Ttirgere K. 
dreuteleerken. Homnncio globosns; 

myscelus, nanis cruribns K. 
drOTO« Iter tritam et Actus K« 
droVO, rije van boomen. Series longa 

arbonun K. 
drOTOl. Mediastinns et Servns K. 
drOTOlen. Itare, frequenter ire K. 

driosch. Saitus 61T. droesch GIB. 
dries, driescfa, driesland, dres, 

drosland. Ager novalls, novale, 
veroactum; ager pascnns et fland. 



22 



PaBcuum publicum, pratum non con- 
cluBum K. 

driftant Gravier M. drUftand. j. 

drifsand. Glarea K. 

driUe, drilleken, drilnot. fland. 

Mola nucea, mola ex nnce cara 
quam pueruli filo traiecto versaut K. 
drillo. Mulier vaga, levis et Mere- 
trix BL 

drillen. Tornare T. drillen, trillen. 

Tornare, terebrare K* 
drinten. Intumescere (rlB. 61T. ve- 
tus. fland. Turgere, tumere, tu- 
mescere K* 

drUeschen oft dreyghen. Minan p. 
droenseme van den smeute vei ef- 

fene. Amurca V. 
droes« Gigas, homo valens, homo 
membris et mole valens, fortis bel- 
lator K. 

droUen, bebbyn. Satyri, Piiosi, Fau- 

Di , ficarii , fatui , drances , iucubi T* 
drei. TruUus, droUus, vulgo dici- 
tur daexnonum genus quod in omni 
iaborum genere se videtur exercere, 
cum tarnen nihil agat, alio nomine 

kabentermanneken K. 

drenuneler. Strigo: homo corpore 
quadrato compactoque K* 

dreeghgast, draelgast Umbra K. 

dreesen. Dormltare, dormiscere BL 

dnidinghe. Coitns y. 

drnylen. Suggredi, latenter sive ciam 
Ire K. 

drnySSClien. Strepere, impetere, stri- 
dere, fremere, suBurrare K. 

drnwe, strick, Tal, sprinckel, stappe. 

Decipula, laqueus, laqueolus, laque- 
tismus, tendicula, tenticula, rechia- 
culum T. , 

dachten. Vereri et Revereri K. 

ducke, Take. j. dicke T. 
dnffen, slaen. }. boken T. 



23 



dajmelinck. j. winterkonincksken. 

Troglodytes cet. K. 

daist van meel. Adeps 6. dnyst. 

j. doilSt, dust. Pollen K. 

duyst. MiUe K. 

day Yenkater» hoU. lim genus, quod 

strenae loco datur, missile libam, 
libujn quod Datalitüs Christi datur K. 

dnkerken. Merguius GIB. daycker- 

ken K. 
duppen. j. deghel, pot» haven^ grop- 

pen. Lebes, olla cet. T. duppe. 

j. doppe. Olla K. 

daslncki dat is eyn .kostel gülden of 
silveren gordel hooch bespanght. 
Trophium, stromacium T« duysillCk. 
Monile, buUa K. 

dutscolve vei seebiese. Aiga y. 
duYerinc. Coiumbus 6. daverick, 

duyflioni T. dayverick K. 
davoer, dnive. Coiumbus y. 
dnwen. j. drucken T. 

dnwiere- fland. Spelnnca K. 

dwaen. i/ayare 61T. dwaghen, wa- 
schen, reynighen. Lavare cet T. 

dwaen, dwaeden, dwaeghen. hoU. 

sicamb. fland. Tergere, abstergere, 
lavare, madefacere K. 
dwale. Qausape, manutergium GIB. 

61T. dwaele, dwele. fland. Mappa, 

Yulgo tobalia K. 

dwee. MoUis P. 

dweyl. fland. j. schoteldoeck, op- 
neendoeck* Penicuius EL 

dwele. Manutergium cet. T. 

dwelen, erren. j. bystren T. 

dweselechtich. Fantasticus y. 
dwinghland. Domitor, monitor seve- 
rus, castigator K. 



E. 



ebben, krimpen als die see. Redim- 

dare T. 
ecchel, acchel. Hirndo, sangulsugaK. 
echtisse. Lacertas K. 

edericken. Rummare ?. j. erlcken K. 
ederkonwen der diere. Ruminare 

cet. T. 

eempte, aemsche. Formica, formi- 

cula, mirmica T. 

een-kallen q. d. alleenkallen. Sibi 

uni loqni, solus secum loqui et De- 
lirare, deliramenta loqui, aliena lo- 
qui BL 
een-klippigb* fland. brng. Celebs BL 

een-radicheit Conspiratio 61T. 
een-selligh. Soius, soiivagus, sou- 

tarius, monachus cet. K« 
eeren. j. aeren. Arare, colere terram, 
agrum K. 

eerenden. j. beotschappen T. 

eercanwen. Ruminare 6. 

eeronderenbreot Merenda y. 
eester, ester, heester« Fmtez, ta- 

lea, arbuscula K« 

eester, heester. fland. brug. Hor- 

tus, pomarium K. 



25 



Oetmael. j. SChoft. Pastio diurna 
qnataor yicibns K. 

eetmaele, etmaele, atmaele. hoii. 

frifl. flicamb. Dies nataraLis, 24 ho- 
rarnm spatinm — quia astrologi in- 
cipiunt dieni a nieridie, nempe cum 
sol ingreditur eirculom meridianum, 
quo tempore vulgo prandetur K. 

effenghier, evengliyr, evegher, wim- 

mel. Terebrum, perforatorium T. 

egghe, snede, wate. Acies cet. t. 
egghe, eghbalie, eck, heck, schof. 

Cataracta , vectes portarum , cancel- 
latae portarum fores, cratis porta- 
rum, hercius K. 

egghe. j. selfegghe, selfeynde (self- 
cant P.) K. 

eggher. j. evegherr Terebra, tere- 
bellum K. 

eydsel. fland. ünsel. Statera K. 
eighen. Mereor cet. T. 

eyloof. Hedera p. eycUoof, eeck- 
loof K. 

eynthaftich, spoedich. j. bald T. 

eisea. Horrere GIB. K. 
ekeL Stimulus CflB. 

ekel of akel. Gians 6. eeckel, 
eyckel K. 

ekeren. j. ketel. Cacabus T. aker. 

Ahenum aquarium K. 

el, ellers. Alibi K. 

elflime of marinne. incuba 6. 

elfirabbe. -Longurio: homo enormiter 
procerus q. d. undeeim costarum K. 

elft. Alosa, piscis G. Alosa, clupeaK. 

eile. Pellex, rivalis GIB. die bi een 
anders rriendinne leghet V. ' 

ellonthaft , dorstidi. j. coene T. 

elUWe. j. delawe. Llyidus, luridus K. 

emmer, ember, ammer, amber. j. 

bamsteen* Saccinum cet. K. 

endtgroen, endtengroen. Lens pa- 

lostris K. 
Hör. Belg. P. VII. 



26 



endter^n. Tetrinlre, vociferari »ive 
garrire instar anatis ; inepte et odiose 
garrire K. 

enghster , kloekglM. Bomby Uns : 
vascnlnm angusti oris, inter biben- 
duxn bombuxn sonitumque edens K. 

eno. Namqaid fflT. 606 GIB. 

eiltellll6fl. Bellarium dicitur omne 
genus cibi secnndae xnensae sicut 
sunt poma et nuces Y* 

eilten vel potea. Inserere QlB^ in- 

poten 61T. enten, inten, inserere, 

pangere, emplastrare, inocnlare, ad- 
mittere K. 
enter. Quoy quMl en soit. Ecquid 
sit. als Enter ick moet desen oft 
dien wech in P. 

enter, enterdier. hoii. fris. Horna 

bestia, hornotinnm animal K« 
erder* Labonreur a la charne on 
charuer M. 

ereken. Areola ?. 

eren, vloer vei hefstat Area y. 

eren. Area G. 
eren. j. ackeren T. eren. j. aeren K. 
erf. j. erve , nerf K. 

erfghenaeme. Haeres, cleronomus, ga- 

fandus T. erfghenaem, erfbaemer. 

Haeres cohaeres: haereditatem ant 
partem eius accipieus K. 

erien ▼ei ackeren. Arare y. errjen. 

Labourer la terre a la charue M. 
eme. Estremitas attenaata asseris 

sive tigni, quae alteri ininncta ac- 

commodatar firmaturque clayo lig- 

neo K« 
ertveil. Dn Uarre on lierre M. 

erve, erf, nerf, nerve. Superficies 

cutis aut pellis, pilo adempto, prae- 
paratae ; grana in coriis, sqnamae K. 

escli, velt j. acker T. 
eselstenwer. Asnier H. j. eseldrU- 
ver K. 

este, daer men malt op droghet T. 



27 



eSWOL Callum aprugnum: caro apri 
durior, solidior callosiorque K. 

etelen, grayen, knaghen. Murmu- 

rare, rodere T. 

etgro«n, naweyde, acfatermade. Foe- 

num cordttm et serotiDum P. 
eackel. Frontis ruga supra palpe- 
bras EL 

ealsaet. Du pavot n. 

611W6II. Pascere, eibum in ob indere, 
ingerere cibam in os alterius K. 

evegher, eggher. Terebr» K. 

6V6l, ranip. Malum, infortuniom K» 
6V6]llailgll6* Statnarium, candela cum 
qna statua cingitar vel circamdatur 
ecclesia cruz vel altare YA 

eyenmaent September y. 

exter. Pie , agac« H. ezter, aeckster. 

Pica K. 



F. 



fail806]l. Machera dicitur giadius 
longna ex niia parte acutus V. fiui- 
80^11 vel sweert. Framea V. 

fasen. fland. j. vulton. Farcire^ im- 
plere condimentis K> 

fat^m* Xugari, frivola agere K* 

f|€f «yn gbefiwel. j. ad«l T. fUck- j. 



28 



fleken, fiekelen. Ferire, leWter vir- 
gis percutere K. 

f U€ke]l, füycken. Trudere, pulsare T. 

fyckon. boU. Cindalismus, lusus ge- 
nas quo paxillos in terram uligino- 
sam moUemve adigant]paeri et stan- 
tes prosternere Student K. 

fiel, fielt. Vilis bomo, nebulo cet K. 

fimelen, femelen. Motare, mobilitare 
cet. T. 

flabbe, flabbeken, f lebbe, flebbeken. 

Yitta puellaris K. 
flere. Alapa, colapbus et fland. Ig- 

nava et deformis puella K. 
fliggheren. Volitare et Tolntim in- 

cedere K. 
flnysen. fland. Ludere chartulis K. 

flnwUne, flouwijiie, fonwijne. Mu- 

stela foenaria cet. K* 
fOCken , feck^rea« Accommodare, 

adaptare et Decere, convenire IL 
fOOlen. Tetus. fland. Hindere, attrec- 

tare K» 
fradde. Puer, puerulus K. 
fryten, fricken. Frigere, frixare T. 

fryten, rOOSten. Frigere, torrere K. 
f^OCk* vetus. fland. Laena, suprema 

Tcstis K. 



G. 



gabbe, gabbeken. ▼ecus. Oaierüs, 

pileolns rotundus K. 

gabbe. fland. j. schramme, inci- 

sura K. 

gabber, benselaer. Gabenr m; 
gabberdacie. Nugae, Iochs K. 

gibberen/ Nugari, locari K. 

gadde. j. wijtinak P. 

gade. Cura, custodia K. 

gade sive gaey. Quod Ita placet ut 

eo potiri yelimas K. 
gadalen. Garrire more aviiini K« 

gaden, b^agben, bOYallen, ghenoe- 

gheil. Placere cct. T. 
gaelsch. Ingratas, insHavis sapore 

ant odore cet. K. 
gaerghel. Compago, commissura dt 

Ora, margo t. 

gaerwen, gherwan. Praeparare, ador- 
nare, conficere K. 

gaffel, gheselschap T. 

gaffreide. Pluriplarimentnm J, 

gakelen, schatren, inyde lachen. Ca- 

chinno cet. T. 

galgaert. j. loddere f. 
galm, ghelnyt. j. done T. galm. we- 
derlttit. Echo j, K. 






30 



galp6n als Toghel. Crueitare T. gal- 
pon. Gaunire instar vulpis K. 

gUlseiL Sanare CrlT. gintSCheiL j- 
gh6n086It Integrare, sanare K. 

gardenier. Hortuianns 6. 

gardlch, Y inqt üh- Vinnicosas, nevo- 

8U8 T. 

ganiaot. Petit poisson comme escre- 

irisse. Sqoiiia p. ganuerd, gar- 

nar. Gammarus et Squilla gibba K. 

garren.j. eryten T. 

garst j. bitter T. garst, garstigb. 

Rancidus, fracidns K. 

ganchhaer, gandiYedereii« steekel- 

haer. Lanugo F. 
gll6-b06fte. Nebulones, caterva ne- 

bulonum, coUuvies, faex K. 
ghe-dOML Agendo perficere, profi- 

cere K. 

ghe-dost. Vestibus munitus K. 

ghe*droch, boken, dreoa. Fan- 

tasma J, 
ghe-drom. fland. Pressura, pres- 

sus IL 

ghe-dwee, ghedwaey, dwee, gfae- 

dweeghsaem. Mollis, mitis cet. K. 
ghe-dweghe. Lantus 61T. 
ghe-erve. Haeres K. 
gh6-gade. Compar, consors T. 

ghe-gorsselt oft Yerschraept. Sole 

adustiis, tostus, torridus, ambustus F. 

gbe- greifet oft ghegriffet. ineitus F. 
ghe- herstet oft gheherst broedt. 

Panis tostus in prnna P. 
ghe-hertich. Magnanimns fflT. 

ghe-binghe. j. herre. Cardo K. 
ghe-hond. j. hond, held. Fidns, fi- 

delis K. 

gbe -bucht, weenstede, wonlnghe, 
were, boflreidioghe cet. Mansio 

cet. T. gbehnchte. Subnrbium, 
Proastinum J, ghebaeht« Vicus, 
vicus paganns sive msticus K. 



I 



31 



ghe^hnysB. vetus. Coninx, maritns, 

marita K. 
gh6-korV6IL Entoma, insecta cet.K. 
ghe- lande. Qonsors terrae, agri, 

prati; possessor agri aat fandi et 

Confinis, coutenninus K. 
ghe -lande. Portio, pars, proportio 

rata cet. nae ghelande. Pro rata K. 
ghe-leggbe vel schoef. Merges, 

garba f. 
ghe-leghe. Villa, domus rustica, ma- 

galia, domicilinm, habitatio K. 

gbe-Ieyser, kalland. Commercia 

exercens, qui consuevit merces com- 
mutare cum aliqno K. 

ghe-leyser, kalleyser. Concubinus, 

qui consnevlt sive consuetudinem 
habet cum muliere K. 

ghe-lincken. j. ghelkken. Nitere, 

splendere K. 

ghe-lOYerte. Fmtectiim V. 
ghe-lucliten, lachten. Aspicere, in- 

tneri et Aeqni» ocuHs aspicere, 
ferrfe K. 

ghe*maet j. maet. Socius K. 
ghe-maghen. Affins M. 
ghe-medsaem, medsaem. Famiiiaris, 

comis, affabilis K. 
ghe-mick. ColUmatio K. 
ghe-moet. Occnrsus, occnrsatio et 

Resistentia, impngnatio K. 

ghe* mal, ghestabbe. Pulvis Y. gbe- 

mal. Rudus, mdera K. 

ghe «nacht beaden. lus dkoere, fo- 
rum agere K. 

ghe • nachte» ghenachtdagh , ghe- 
nechte, nachte, nechte. ' Consti- 
tutum , dies ad ins experiendum coa- 
dictus et constitutus, dies fastus, 
dies iudicialis cet. K. 

ghe - nanne. Cognomius T. 

ghe-necht. Terminus a iure datus, 
induciae, dilatio T. 

ghe-neden, dorren, j. coen wesen T. 



32 



gh6*lli6tMl. flancL Permittere, con- 
sentire K. 

ghe-raedsel, raedsel. Coniectara, 

aenigma K. 
ghe- recht Sijll. Iu8 habere (. 

ghe-reck, ghereke. Omatus, appa- 

ratus, cultns, -us et Instrumentum, 

armatura, arma K. 
ghO'-redCk. Commodam T. 
ghe-reetsel. Aenigma f. 
ghe-reke, reke. Ordo et Ornatns, 

apparatns K. wel te gherek«. 

Pulchre ornatus, adomatos, bene 
instmctus K. 

ghe-rempt, schra&ck, traly. Gerrae, 
canceiius T. gheraemte» gheremte. 

Compages et Sepimentam K. 
ghs-riof. Commodum , commoditas, 
copia, facultas, officinm, utilitas K. 

ghe-ryelt of gheryert. Horrore agi- 

tatns, frigaritns P. 
ghe-SChieht. lacalum K. 

ghe-schop. fland. j. parrijs, poor- 

Uel IL 
ghe-selliime, gheselnede. fland. ve- 

tu8, Socia thalami, consors, uxor K. 

ghe-smide. Phaiera 61B. ghesmye 

van enen paerde Cr. 
gho-span. lugalis socius, socius la- 
boris, compar K. 

ghe-spekelt, ghespickelt oft ghe- 

spinckelt. MaeuUs distinctus, gut- 
tatufi, crispus, undulatas F. 

ghe-sprake. Disertus f. 

ghe - spays, ghespens. Spectrum 

cet. IL 

ghe -Sterte. Astre ■. 

ghe-8Wadder. Strepitus, turba, col- 
Invies K. 

ghe-8weye, gheswije« Glos et Nu- 

ms K« 

ghe-tenst. Pactum f. gheteus, ghe- 

tonst. Tetus. Pactum K. 



33 



ghe-tOUWe. Fabnli« GIB. Rudeütes, 
funes K. 

ghe-Yeard* Res, negotium, actio, ge- 
stus et Instrumentum, machina, ma- 
chinamentum , moles et Apparatns K. 

ghe-TOrt. Patrefactus K. 

ghe-wat. Vadum f. fland. j. wlate- 
ringhe K. 

ghe - weghen. Convenire GIT. 
ghe-werch. Intemodium f. 
ghe-wricht« Artus quibus iunguntur 

membra, iuncturae et Vertibulum, 

vertebra K. 
gheddeken. holl. fris. slcamb. Pro- 

verbium, dlcterium, nugae prover- 

biales K. 
gheepe. Acus, plscis longissimo ro- 

stro; xiphias, gladius piscis K. 

gheestig^, fraey. Scitus, ekgans, 

beilus, veuustus K. 

gheeve, gheve, gheef, gave. Sanus, 

integer j purus ab omni parte, sin- 
cerus, solidus K. 

gheisiiighe. Curatio y. 

gheissel, swepe, smicke. Fiageiium, 

mastigia, ripistes, verberaculum T. 
gheldeman. vetus fland. Qui solvere 

sive luere debet, debitor K. 
ghelfs. Obliquus K. 

ghelps , reefsch. j. depsch T. 

ghellinck. Agnus hornus K. 

ghelte. Nefrendis filT. gheltken. 

PorceUa V. ghüte. Porca castrata, 

eunucha T. gheltken vei sochelken. 
PorceUa V. ghelte, ghelttbde gen- 

ghe. Sus castrata, porca castrata 

et Porcetra EL. 
ghelte. Cocilla 6. Poculum maius, 

cantharus, yulgo ghelta K. 
ghelYe opt water, j. bulle T. 
ghelYen. Abundare, exabundare, inun- 

dare, stagnare T. 

ghemelic, dal of awisich. Maniacus 
Cr. ghemellck, wonderlick, aeot- 

Hor. Belg. P. VH. 



?A 



Ikk« V W W If ia. Mir«», ainlnlU, 

Ut^h^x^ penible, potire« ■. 
arfM, I^MMrilcfc. Moroiui 
itidioftiu, fiTitabilis, difficilii; 

^Mtt, toML Genest & «IMML 

^bMilre. Fatiii« ot. Scintuu OB. 

l^lfBflfM. Scinttllare 0T. 
I^MOt« AD«er f, vir aacanim €. an- 

fer ma« L 
|«Bt, J«rt. Belloj, •citof, elegans, 

pttlcher, laattis, concionaf, mlgo 

f^entilif I. 

gliere. Birmt 61T. fßmt, ilippe. 

Ora, fimbria, lacinia T. ghaere, 
gllMrMtf. Lacinia, sinns Testis, 
Umbiii et Part qua largior fit ve- 
itif I. 

iherme, ouwe. Ovif femeiia T. 
gheerme. Agna f. gheme. Ov^is 

niatrix et Agna 1. 

gheraeytken , buys. Kxomig, sa- 

gtim 1. 

ghorro. vetm. fland. j. flplete. Ri- 
ma K. 

gharialen. Horrere, horrorem ha- 
bere K. 

gheritnaend. September K. 

gherve. iiaeres 81T. ghe-erve K. 
gherwaoamere. VestibuiumeiT. gaerw- 

kani6r. Saorarlum cet. K. 

ghetten, barniteyn. j. agatensteyn T. 

ghet, aghit. Oagates, gangitis K. 

gheubelen, gobelen. Vomere K. 
gheye. J. beqweme T. ghe?«. j. 

gIi66T6 K. 

ghl6ga6gh6ni. Rudere instar asini K. 

ghUd6. Vir Uberali«, prodigua, pro- 
lizut animat, largitor, acolastus, 
MOtiout sodali« P, Liberalis, pro- 
digut Mrit. d« f httdft spelfBu Fa- 



35 



cere largitiones, largiri et profun- 
dere K. 

ghilpen. hoii. siericken. Pipiiare K, 
ghimme, spnite, kyme. Cespes, pui- 

lala, germen T. 
ghispo. Flagellum, lorum, verber K. 

ghissen. j. danck«n, meynen cet. T. 

ghiS86II. Coniicere cet. K. 
gleye. Terra figulina scintillans K. 
gloyoput. Culullas, urceolus fictilib K. 

gleyster. j. glinster K. 
glierrnuys, relmuys. GHs K. 

gÜBderen als bUncken. Pollir, lisser, 
lustrer fll. 

glinster. ScintiUa K. glinstron. j. 
blencken, schynen T. 

glippe. j. claye. Scissura cet. T. 

gliS, gliSCh. fland. j. lisch. Iris K. 

glisteren als die vonckskens. Estin- 
celer M. 

glOOdtOt 100dt6, Rutabulum: instru- 
mentiim quo ignis proruitnr et For- 
ceps: instrumentum quo prunae et 
alia candentia tenentur K. 

gloepen. j. gluypen. insidiari K. 
glnye, ghelaye (oft walm P,). fland. 

holl. Fascis stramentorum, stramen 
arundioaceum , manipulus arundina- 
ceus, vulgo glema, gelima K. 

glnpon. Insidiari, speculari, moliri 
insidias, observare F. 

gudomail et per syocopen goyman. 
Mendicus, coactor stipis K. 

goedeholden, witte Yroawen, bele- 

Witten. Penates T. 
g06die. Soalprum caelatorium F. 

gnensdagh, woensdagh. Dies Mer- 

curii K. 
glllp6n. Ingurgitare, avide haurire, 

haustim bibere K. 
golTOn. Cerannia: exaltatio aquarnm 

in tempestate fi. golTe. Unda, fluc- 

tus K. 
goor. fland. Limus, lutam, coenom K. 



36 



gtor. j. breeck T. Paius, locus pa. 

IttdosoB K. 
gtre (Dr. goere), B^lwom, molt- 

WOHB. TaJpa, hasfala T. 
gorele. Epyphia (ephippia) dicnntar 

qnaedam omamenta equonun Y. ffOT- 

reeL Helcinni cet. Tulgo gorellns K. 

goipsen. j. rapsen. Roctare K. 

gtrre. holl. Sordidus, valde ava- 
ni8 EL 

gorre] poei of een vuii gote of gorre 

daer die verken in wintelen. Volu- 
tabmm f}. 
gorre. Eqna, caballns, dicitnr ple- 
nunque eqaus annosus et strigosus K« 

gorsselen. Torrere p. gortseleii K. 

gorte. Gruellum T. Alica, zea de- 
glubita cet K. 

gote, COndait. Canalis f. gote (Dr. 

gayte), renne. Canale cet. T. gote 
'oft gnete. Canal, ruisseau lt. 
gOQWe loOYerkens. Petite fueiUe d*or 

ou d'argent H« 

grabbel. j. griel K. 
grabben, grypen, rapen T. 
grebbe, gracht oft cnyl. Fosse ■. 

grebbe, greppe. Fovea, fossa K. 

groyn, greynken. Baiiatus, beiin«, 

elegans; bellulus, bellatulns K, 
greynken. loly mignon. Glaphyrns F. 
gremelen. Maculare, inquinare K* 
grendel. Pessnlus, obex, repagulum, 

repages K. 
grenicken. Renidere, sabridere, irri- 

dere cet. et Ringere K, 
greppe. fland. j. grippe. Fovea K. 

greselen, greyselen. Congerere, cor- 

radere avide K. 

greten, greyten, greyden. Qiiscere, 

cupere, avere; appetere et Placere, 
gratum sive acceptum esse, potiri 
pro animi arbitrio, cordi esse K. 
greten. fland. j. kretea Irritare K. 



S7 



g^revel. j. dass T. grevel, grevinck. 

sax. holl. sicamb. j. dasse. Melis, 
taxiis K. 
grief. fland. Grave, asperam, malnm, 
incommodum, molestia, nocumentum, 
dolor K. 

griel. Raptura. In den griel wor- 

pen K. 
griesele. Arpita f. vei eegde. Ra- 

stmm V. 
griete. Passer asper vel squamosus, 
piscis genus K. 

gryeven. j. caeyen (cade) T. 
grimsel. fland. j. swertsel. Fuiigo K. 

grindel. Obex CflB. Obex, repagu- 
lum cet. T. 

grincken, grinckelen. fland. j. gre- 

ntcken. Edere risns Sardonicos K. 

grinkinghe, grisingh«, ghewinglie. 

Rictus y. 
grint, wardt. Arena, insula, medi- 
amnis, salictum, alluyius T. 

grippe, grnppe. j. groeve. Suicus K. 

grisen. Cachinnare filB. Ringere V. 

grisen, cnorren. Ringere Cf. 
grijtsele vel welle. Erpica y. egghe 
of riec of grietsele of riYe. Ra- 
strum 6. gritsei. Rastellum, pec- 
ten K. 

groen, versch als vleisch, visch. Re- 
cens, friscus T. 

groendraye. vetus. j. onderhave. He- 

dera K. 
groenlinck. Mali genus viride et Ju- 
venis temerarius K. 

groense, groese, grase. Cespes viri- 
dis, cespes gramineus K, 

groesen. Inculta et mollis terra, in- 
facundus ager, fistulosa terra F. 

groever. Caelator, sculptor K. 

groop of gheitendrec Ruder 6. 
grope , grape , pot. j. deghel T. 

grnyt. Fermentum T. Rista fi. 

gruyte. vetus. j. gorte. AUca K. 



38 



grayte. fland. Viridis lenticnla ana- 

tibus gratissima cet. K. 
gjnnsel. Amarellus T. 

gfubbelen, gobelen. Vomere K. 

gaf. fland. Liberalis et Prodigus K. 
guyso. Saona, illusio ore distorto, 

nasus, nasns rhinocerotis , irrisio, 

mycterismas K. 
guUen. Absorbere, ingnrgitare, to- 

rare, intemperanter devorare K. 



H. 



habbedr^bbe. fland. j. hobbelseb- 

bel K. 
habbergnil vei halsberch. Lorica Y. 

hachten. Consclndere, abscindere K. 
hack, vetus. Negociator mercis vi- 

lioris IL 
hackel, snitzel an den kleyderen. 

FractiUus T. backellnghe der klee- 

deren. Laciniae K. 

haeck. j. hoyopper. Meta foeni K. 
haecksteen, emmer. Succinum cet. K. 

haeekweduwe. Muller mariti absen- 
tis adventum avide affectans K. 

haeckwijs. Aqnllin H. 

haegh-elerck. Disclpulu« infrequens 
in scholis, raro scholas frequentans K. 



39 



hiegh - p^pe* Acephalus sacerdos : 

qui 8ub nullius episcopi disciplina 

gnbernatur K. 
haogh - tap. Tabema non publica, 

beminaria) exigua, iofrequens, mo- 

dica , obscura et latens^ K. 
haegh-toytO« Fasser mbl, rubetra K. 

hael of hoghel. Pendula G. hael, 

hanghel. Climacter K* 

haelgans. Fuiica 6. haelgans, hae- 
ghelgans K* 

haen. Homo imperiosus. dOü haoil 
llia6Ck6]|. Omnia pro imperio, agere, 
cristas erigere K. 

haenbalc. Festum fi. Columen cet. K. 

haoro. Urens pruina cet. K* 

haeseler. Auelainler M. 

hafteel. Faicastmm CrlT. haftoel. j. 

hOUWeel. Bipallnm K* 

hagghen. Bizari p. 

haghediSSe. Lacerta 6IT. fi. 
haghodocht. Apogeum dicitnr aedi- 

ficium sub terra quod antrum vel 

spelunca dicitur J, 

haghetisse. Strix GIB. 

halderick. fland. Struma K. 

half vel mare« incubus y. 

halfYOghoL Anaticula, brentns P. 
halflFio. Partiarius, coionus partia- 
rius K. 

halli&c. stips 61T. 

halmgoedinghe doen, den kalm schie- 

t6II. Infestucare, fuste investirej 
confirmare et Stabilire alienationem 
sive venditionem traditione fustis, 
Tirgae, hastae, calami aut stipnlae. 

Fiandri dicunt stroyken worpen K. 
halsbereh. Lorica 61T. halslrereb. 
hoU. fland. j. ringhkraghe K. 

halster. Semodius, mensura varia 
apud varios. Antwerp. duae fertil- 
iae, LoYan. tertia pars fertillae, ut 
Tulgo Tocant K. 

halTenaer. j. balfWin K. 



40 



harn, hammerick oft hoylandt. i'ra- 
tum p. hamme, ham, hammerick. 

fland. Pratum, pasouum K> 

bam van wilghen. Saiictum y. 

haiDOido. Clathms dicitur repaguluni 
quod opponitar ostio y. hanilllOyOi 

hameyde, hammeyboom. Kepagu- 

lum, obex, vectis cet. K« 
hanUDO. Perna, petaso, armus porci K. 

hammerick, ham. Pratum K. 
hamplen, kiblen, twisten, scheiden, 
tantelen, hadelen, snarren, ner- 

ren. Rixarl, obiurgari cet. T. 
hancky hangh. Fumarium, locus ubi 
carnes et pisces fumo durantur et 
suspenduntur K. 

hand gods. j. popelc^e, gheraeckt- 
heyd K. 

hand-dwale. Mauutergiam 61T. Ma- 
nipula 6. 

hand - ghebeer. Exercltatlo , occu- 
patio F. 

hand * lichten, fland. Dimittere vel 
restituere alicui rei possessiooem, 
cedere bonis, q. d. manum levare K. 

hand-sittere, dedersnidere. Sutor y. 

hand-speler. Cbironomus et Cbirur- 

gu8 et Aleator K* 
hand-wijle* fland. Momentum tem- 

poris K. 
handen. Commodum sive aptum esse 

cet. K, 
hanghdief. Camifex, tortor K. 
hangcp* Furcifer P. 
hanne. Curruca, adulterae maritus, 

parum vir et Homo imbellis et Uxo- 

rius K* 

hanne -wnyt. fland. reetaerd K. 

hanneken. fland. Monedula, graculus 

et Pica K. 
hanneken. Collobium muliebre, pallaK. 
hans. Socius, collega K« 

hardmaent. Januarius T. 
harre, herre. Cardo K. 



41 



liant. j, herdSt. Spina porci cet. K« 

hastler, haselnotboom. Coryius K. 
hasenotelere vet hasenot Aveiiana 

y. haesenot. Avelame ■. 
basenwimpel. Canda leporina K« 
hassaert. Asarmm potest dici con- 
gregatio duorum punctorum vel triam 
vel undecim vel duodecim superius 
veHientium in daobus taxillis f. 

hat, nyt, hngghe. Odium cet. T. 

have, dat syn vercken, schaep ind 
derghelyckeu cleyn have. l*ecns T. 

haTen, wersehappen. Convivari, co- 

mesBare T 

havenen, handelen. j. dedinghen. 

Tractare cet. T. hayenen. Instruere 
änpellectile K. 

haTenen, gherehen. j. bonwen T. 
hechtael. Fibula 6lT. hecksei, haeck- 

sel. fland. Fibula et Spinter, ar- 

milla et Monile, bnlla K. 
hecken. Mordöre, proprie est vene- 

natonun animalium et bestiolarum K, 
heergans. AyI» Diomedea, fulica F. 

heffe^ Faex 61T. heffe, heveL Faex; 

sedimentnm et Cremor sive flos cere- 
visiae cet. K. heffel. Fermentum 
61T. Murcofl V. hefkel. Femen- 

tum y. hevesel GIB. 

heffen. Bulbere 61T. 
hey. Bruyere H. 

heydel, beeckweyt. Panicum p. 
heye, hey block. Fistnca K. 
heigher. Ardea 61B. y. 

heylant, wilt vllederen T. 

heyloYer. j. oyeyaer P. 
heimelcamere. Cioaca CflT. 

heise vel ore van eenre crniken. 

Ansa y. 
heytsel. Cremlum, virgultum siccum 

et ad ardendum idonenm et Fasoi- 

culus ericarum, virgultorum, spina- 

rum, dumorum K. 
helcht. Medietas y. 

Hör. Belg. P. VIL 



42 



hellchten vei niddalen. Mediare f. 

hemelte. Lacunar CrlT. 
beBUnon, bnmniBIL Mutire cet. K. 
hon-lltlch. Nonchalant cet. P. 
hemid, llUin6. Uxorlus et Homo im- 

bellis, mnliebri animo JL 
heptisse vel bemol. Lacerta f. 
herckelen. Colere, exercere; tractare 

et Blande excipere, commode curare, 

mulcere, demulcere, permulcere ali- 

qnem K. 

hercken, Terlanghea Exoptare, per- 

cupere cet. P. 

berde, beerde. Fibra Um K. 

berft. Antumne ■. 

bem sUn oft drotvicb sijn P. 
berre. Cardo , gunfus CrlB. berrd 

van der doren. Cardo T. 
berscb. Keslne M. 

besene. Popiex f. 

bespe, bamme. Petaso, pema K. 

bessenaer. Essedarius K. 

betse. brnxeii. j. flambeel. Eax K. 

bende, bode. Celox, navls vectorla K. 

beul, eul, bealsaed. Papaver, se- 

men papayeris K. 

beulen, loten, kavelen. Sortiri K. 
bemoeder. Obstetrix CrlT. 

bevel vel desem. Fermentum 6. 

bevelt, leenbint vei twijn. Licium K. 
beven, bimmel. j. firmament T. 

beYesel. Fermentum 61B. 

bicken Tel sucbten. Singuitire V. 
bicken, bicksen K. 

biCStre* Graculus GIB. 

bieft. Hedera K. 

byken, biken. boU. Panis maior, 
fringillago mascuUia et Avis quae- 
libet ex masculino genere K. 

b^gben. Anhelare, hippacare, ani- 
mam celeriter ducere K* 

billigben, moeyen. j. bedroeven T. 
bimmen. j. b^gben K. 



43 



hinckeplBClMll« Clandicare; unico pede 
saltare K* 

hiiig]i«ne vei maelse i^ wapenea 
vei tra«l8e met naghelen. Hamas 
y. hinghene, hinghe. fland. Ha- 

mus et Cardo K. 

hiiiii«ta8ter of ondercrniper. Pene- 

sticns 6. 

l^jse, spier van vleesch. Toms, 

oarnis portio exossiä, musculis in- 
clusa cet. K. 
hljsel. j- US6L GeUcidium, pluvia 
glaciata yel glacialis K. 

hisschen, hissen. Sibüare K. 
hisschen, hitschen, hassen, hetsen. 

Stigare, instigare cet. K. hissen. j- 

reyteen T. 
hitsighwaghen, hessighwaghen. £&- 

sedam: currus ad itinernm commo- 

ditatem celeritatemque comparatus, 

currus quadrirotns K* 
hohbelrey , ydeliek danss of ydel ghe- 

selschap T* 
hob|>elsebbel, int wüt, ondereen. Pesic 

mesie H. hobbeltobbel , hobbel- 

SObbel. Tumnltuarie cet. K. 
hocht. Frutetum, fruticetum cet. K. 
hoddebec. Onocrocnlus, quaedam avis 

6. h. of rosedrommeL Anacrotu- 

1«8 G. 

hoelen. leod. fland. j. werghen. Tor- 
quere, torquendo claudere K* 

hoep, heepe, hoepel. fris. hou. fland. 

Orbis, circulus, annulus et Circulus 
sive yinculum dolii K. 

hoepe oft qaispel. Fioccus P. 
hoepeelken. j. taylken. fland. Servia, 

sertum, orbiculus florum K. 

hoetelen. Inartificialiter se gerere, 
ignaviter aliquid agere ; friyola agere, 
sordida agere K. 

hoetelen, soetelen. Cauponari, ex 

rebns vilisaimis quaestum captare K. J 



6* 



44 



hofflUUL Hortolanns GIT. hofnutn. 

j< hOTenler. Hortulanns, holitor K. 
hofsghenoten (Dr. hayfs - GeDoten), 

lateil, byeiU Latones, cnriales, pa- 

res curiae T. 

hoghel, hoogkeL j. hanghel. Cii- 

macter K. 

hoy, wack, wedick, wey. Serum T. 
hoey. j. weye K. 

hoyopper. Meta foeni K. 

holblock, klompo. Calopodium cet. K. 

holsch, tryp, stilleganck, plattyn. 

Calopes, caUopedinm, colopodius T. 

holschen, hoolbloken, clnmpon. Sa- 

bots M« 
hompe. V&TB abscissa, extrema pars 

abscissa K. 
hond, hondtO. Scaldis fluminis per 

Flandriam decursus, sie dictus a 

latratu et fremitu K. 

honichrate. Brisca ?. honigbrato, 
bonigbrote, bonigbrateL Favus 

cet. K. 
boofdwiscb. Circulus capitis , Corona 

lanea ad aliquid baiulandum P. 

boofdwiscb. Cesticillus K. 
boofdwTOngbel. CesttciUus : circulus 

qui capiti imponitur, quo commodius 

onera ferantur K. 

boogbe straete. j. beeronstraeto K. 

boopte. Hupupa y. 

boot. Caput y. bood. j. hoofd K. 
bopoker. j. verbagber T. 

boppe. XJpupa, epops K. 
boppe. Obscena, spurca mulier et 
Meretrix K. 

bopte. Upupa y. 

boptop of banpkon. Hupupa G. bop- 

potOp. j. fland. boppo. Upupa K. 
boremaont. November y. boroD- 

maond, rectius boerenmaond. De- 

cember K. 

borenbedor, bornbedor. Scarabeus 

cornutus cet. K. 



46 



horenken oft koppe. Cucurbita, cu- 
carbitnia K. 

borninck, winckel. j* cant T. hornic. 

Angulus y. 

horsele. Aselus y. horsel. Crabro, 
tabanus, asilus, oestrum K. 

borgeler. Oestro percitas, insanus, 
fiiriosas K. 

hört. j. StOOt. Pnlsus, pülsatio, im- 
pulsus; illusns; offensa K. met hor- 
ten. Par fois, sans continuer. Vi- 
cissim, per intervalla P. 

horten. AUidere GIB. hurten. EU- 
dere eiB. horten, j. stooten K. 

horts. fland. EchiDns, erinaceus, he- 
riciu« K. 

hotte ¥an melck. Baidacta t. hotte. 

fris. holl. sicamb. j. matten. Lac 
scyston K. 
hotten. E venire, snccedere. wol hot- 
ten, qnalick hotten K. 

hon seg hon. Hola bela, dicte hey. 

Heus, heus, adesdum P, 
hon. j. hof. Celeusma nauticum, da- 

mor nautamm cet. den hou gho- 

ven, den hof gheven. Celeusma 

clamare K. 
hon-vast. Fibula ferrea, aduncata P. 
houdvast. Fibula ferrea, iibula ad- 
un<;a K. 

houd-vast, tayaerd. Homo tenaz, 
avarus K. 

hoade, hande, pelle. Tunica cet k. 
honten, manken. ciaudicare y. hont- 

ten K. 
houtende, manc. ciaudus y. 
hovel. Coiiis GIB. T. hovel, heu- 

vel. CoUis, monticulus, clivus K. 

habe. j. bnybe. Bubo K. 
hnohtken van sprnten. Frutex y. 

hneckgken, jong tzeghe. Hoedus^ ca- 
preolus T. 

hneveken. j. beyden T. 
hnggbe. j. hat, n^t T. 



46 



hnggher. Observator, explorator, co- 
rycaens K. 

hoydenmeer, hnmmer oft liMier. 

Meshny. Non hodie P. 

hnile. Babo 8* 

hnyst lUk kertii. j. e««ndM«p T. 

hayrereiL Horrere cet. K. 

halse. TaxQB T. hnlM, bntboom* 

Bnxns Y. 
holst* Rascas silvestris, aqailenta, 
aquifolia K. 

hnlster, pale«ntre. Cosmeta, orna- 

trix sponsamm P. 

hnndschap, dorp. j. bnenchap T. 
hnpllng, Torsch. Rana oet. T. 
han. Caput apri aat cervi K. 

hnnel. j. hors«l. Crabro K. 
hassen, stehen. Stigare ?. 

hntsen, hntselen. Qnatere, concn- 
tere, Baccutere, quassare et con- 
qnassare et Labefactare, agitare K.. 

hatspet« Oaro inssulenta, carnes e 
iure, aulicocia K. 



I. 



idricken. Ruminare GIB. 
lecke. Oesypum, oesypus, osca, ovinm 
sordes cet. K. 

iegherinsch, elswaert. Aiicubi y. 
iescben. Singuitus GIB. 
ignoten, itiont, na, j. Jotoe T. 
imeare T. 
in-droeye. P^rtristis K« 

in-groen. Perviridis, valde viridis K. 
in-ghewjtllt. Exentera, intestina in 

piscibus G. inghewand, inghewey- 

de. Tntestina cet. K. 
in-goed. Perbonus, valde bonus K. 

in-groen, ewich of weminde. He- 

dera G. 

in-hays. Telonium, ubi tributum ex 
piscibus et aliis rebus exsolvitur K. 

in-onderen, inongheren. sicamb. iui. 

coIon. Meridiari, somnum meridia- 

num capere K. 
in-wel. Perbene, valde bene K. 
in-wijck. KIvüs, sinus maris K. 

inten. Surcula T. 

isel. Pmina. iselen of r|imen. Prui- 

nare G. ijsel, hUseL Gelicidinm, 
pluvia glaciata, pruina glaeialis K* 

iser. Ferrum T. User K. 



J. 



Jack«, troy«, schabe, Jope, scheke. 

Diplois, jopa, bambosium T* 

Jacke, flan^- i' kletseere. Scutica, 

flagellmn aarigarum K. 
Jaerent, t^aeren. Anno elapso, anno 

superiore K. 
Jancken, keffen. Gannire et Vagtre K. 
Jobbe, fland. Insnlsus, ignafus, ob- 

tnsus homo K. 
Joole j. SOOle. Stnlta, ignava malier K. 
Joopken« hoU. Malum Ciandianum 

pleno satnroqne colore tinctum K> 

Jope. j. Jacke T. 

Juffen. j. creyeren. T. 

Jnyten, Jnycliten. lubiiare et Voci- 

ferare et Ovare K. 

juper vei dwaesvoghel Nycticorax 
Y. Jnyper, Juper. vetus. Hubris, 

species aris nocturnae K. 



K. 



kabbe, kabbeken. Porceiius K. 

kabbelen. Foetare, foetlficare, parere, 
dicitur proprie de porcis, felibus 
etc. K. 

kackemick. j. alskacks. Quasi cet. K. 

Cade, gryeve. Gremium T. 

cae. Moneduia GIB. cauwe GIT. cae, 
cauwe Y. 

kael j. keye^ Siiex, saxnm K. 
kaeckerolle. Larva K. 

kaeye. Acte, -es, acta, -ae, cothon, 
littus, ora K. 

Caenp. Cannabis Y. 

caer. Nassa SIT. car vei alecorf. 

Nassa GIB. 

kaerle, keerle. fland. Tunica, tunica 
longior, vestis suprema K. 

caetsen of stoten. PUare G. kaet- 

sen, ketsen. Sectari püam, ludere 
pila palmaria, exerceri pila K. 

kafkoen. fland. kave, schonde. Ca- 

minus K. 

kagheren. j. bagheren. Osteutare T. 

kallbaerd. Comarchus, vici sive vil- 

lae princeps K. 
kalle, gote. Canale T. 

Hör. Belg. P. VII. 



50 



callen, spreken, reden, Jehen, ce- 
tren, pralen, cosen, preteii. Lo- 

qui, fari cet. T. kalleil. sicamb. 
fris. hoU, fland. Dicere, loqui, ser- 
mocinari, fabnlari K. 

ealUnghe. Muitiioquium 61T. 

temerspeL Ludus scenicus, ludas 
histrionicus , histrionia, histrionica ; 
praestigiae. q. d. ludus camerae 
sive cellae, quod in scenis, tabema- 
culis, celiis alii&que locis privatis, 
nemine nisi mercede numerata intro- 
misso, spectacnlam sui suaeqne artis 
praebeant histriones, mimi, praesti- 
giatores et id genus alii gesticnla- 
tores K. 

kammer. j. bronwer. kammerstraete. 

j. broawentraete K. 
campernoel. Fungus y. kampernee- 

lie, paddenstoeL Fungus, boletus K. 

camnis. Sannio Y. 6. kamns, ka- 

mnys, platnease. Simus cet. K. 
caneel vei schorse van canele. Ci- 

namum Y. kaiieeL Casia, yulgo 
canella, Cinnamum, cinnamomum K. 
kaimeghelttCk. L'heure qu'on a de 
boire le premier traict du pot. Pri- 
mus haustus ampborae P. 

kapelleken. hoii. fris. j. kappel. Fa- 

pilio K. 

cappen. Dissecare Y. kappen, hacken. 

Gonscindere minutim cet. K. 

capreen of een cevel. Oapncium 6. 

caprnyn, cevel T. 
kareel, kareeUteen. Later, later 

coctus K* 
karten , koerien. Gemere instar tur- 

turis sive columbae K. 
carper. Carpo G. Cyprinus, vulgo 

carpio, carpa K. 
karren, kerren. Stridere, gemere, 

strepere, concrepare K. 
kas-boeve. Agyrta, circulator, qui 

lararia circum pagos clrcumTehit; 



51 



mythragyrtes , qui obambulat cum 
simulatis mysteriis ac rudibus impo- 
nit. Dicuntnr huiusmodi impostores 
et nebulones lUi8b06Y6]l a capsis 
sive thecis, quas falsis ossibus et 
reliquiis yafre munitas circumferunt 
ad quaestum, -vulgo qaaestuarii et 
qnaestores eleemosynarnm vocantur; 
horum nomen prorsus toUitur in 
Concilio Tridentino, Sess. 5 et 21. K. 
CftSOnfBlO. Casula, parva casa Y. 
lUtSUyfBl. Casiola, poderis, sacrum 
pallium, vulgo casula, casubala, pla- 
neta K. 

cass, nett, polyt. j. abel T. 
kassen, kissen. Stridere K. 

kassSJe, kassijwegh. Via strata, via- 
rum strata, via silicata, via delapi- 
data, agger viae, pavimentum vi^ 
rTim> vulgo calciata K. 

katerroL fland. orient. j. dop, noime. 

Trochus, tarbo K. 
kaaW6 9 kae. Monedula, gracculus K. 

cavelen. Sortiri Y. kivelen K. 

ke. Ah, interiectio varios affectus 
explicans K. 

kebbe, kebbeken. j. kabbe. Porcei- 

lus K* 
kebbich, ryck. j. Toorhevich T. 
keerle. j. kaerle K. 

keese. j- keete. Casa, casula et Ca- 

vea, aviariupi K. 
k668t* Medulla, cor, matrix a^rbo- 

ris K. 
keest. fland. holl. Nucleus, granum, 

germen K« 
kdOSten. fland. Germinare, pullu- 

lare K. 
keffon. Gannire, baubari, latrare K« 

kefse. Concubina GIB. kevesen. For- 

nicari GIT* 

keye. Petra Y* keye* Siiez K. 

keye. Stuitus cet. K. 

keyken, tnylken. Sertum cet. K. 



52 



kekele. Stiria «IT. kekel of dro- 
pel 6. kekel K. 

keken* Garrire, blaterare, iargare, 
iucrepare K. 

kellen, Tryesen. Frfgere cet. T. 

kenckelboer. Rusticns stupldus, bar- 
dos, insulsns K* 

kene. j. cUve, rete, splete, spalde, 
kerne, schräm. Scissura, mptura, 

fissura cet. T. 
kenen* Regerminare cet. K. 

kennep, hennip oft kemp. Canna- 
bis, cannabum p. kennep, kenp, 
kemp K. 

kep. Pedica GIB. 

keper. Tignum y. G. Tignus, tignum 

cet. et Mntalus K. 
keper. Laqueare K. 
kaperen. Contignare K. Ad normam 

formare K. 
kerf. Bica. i. cautio vel carta vel 

lignum cet. Y. 

kerle, tabbart. Tabbardus T. 
kernmelck. Baibuca T. j. boter- 

melck K. 
kerren, rappen. Strepere T. 
kersp, cmnkel, blont. Orispus ?. 

kersp. fland. j. kerspel K. 
kerstseel. lovan. volaerd K. 

kerte. fland. j. kerf. Crena, inci- 
sara, scissura et Podex et Cnnnus K. 
kertelen vel vesen. Fimbriare Y. 

kestich, verstlckt T. 

ketsen, Jaghen. Agitare Y. ketsen 

ende Jaghen. Aucupari et venari, 
sectari beluas, venando consectari K. 

ketsore. Scutica y. ketsoore, klet- 

SOOre. Scutica, flagellum K. 
kettinne. Cata, i. murllega Y. 
kenrlinghen. Lecti viri, delecti viri, 

lectissimi viri, delecti milites K. 

kicken, heymeiycken spreken oft 

veselen. Parier bas ou suciller M. 
kicken oft morren. Mussare, mus- 



53 



sitare, mutire P. kicken« Hiscere, 
mutire cet. K. 

kyepen, wreyken, wry ecken, gön- 
nen T. j. verhenghen T. 
kiem j. kips, kies. Curiosus ciM K. 
kiete, knyte. fland. fris. hoii. j. 

roghe. Ova piscium K. 

kikele. Stiria v. 

kijcwt. Une petite fenestre ou lieu, 

par ou on guigne et regarde P. 

kfjckwt. Conspicüium vel conspi- 

ciUam, specula K* 
kilden, keldra. Frigere cet. K. 
kille, kiele. Statio, locus in littore 

sinuosus, sinus K*' 

kirne, kimme, kieme. Ora, margo, 

sive extremitas vasis, dolii, cupae K. 

kynen, scheren, ryten, splyten als 

die erde of anders wat. Hyulcare T. 
kint maken. Generare, gignere, creare 

cet. T. 
kip. Pullatio cet. et Pulius gallina- 

ceus recens exclusns K. 
kippen. Pullos edere, excludere vel 

excudere ova, puUulare P. 
kissen. Stridere, tanquam fermm 

candens in aquam missum K. 
kite. fland. kuyte, kiete. Ova pi- 
scium K. 
kitse, een cruyshuys. Quadrata do- 

mus P, 

kitte oft tanckaert. Brochus, obba 

P. kitte. Obba K. 
klabbaerd, ratel. Crepitacuium, cro- 

talum K. 

ciabot Gurguiio GIB. 61T. V. klab- 
bot, klabbotwonn. j. kaiander. 

Curculio K« 

clabot. Capito 61T. Y. klabbot, 

klabbotviSCll. Capito piscis K. 

klacke. j. kletsoore. Scutica K. 
clad, clanck. j. gbebreck T. 
kladsalver. j. quacksalver. Aiip- 

tes K. 



54 



clam, Tncht, sam, nat. Madidas, 

humidus, lentus cet. T. Um, Utmp. 
Tenax etHnmidus et Lentns, visco- 
SU8 et Uvidus K. 

claBCk, lack. j. gbebreck T. 
dant, compaen, ghesell, veiiii. So- 

cius cet. T. 

dappaert Loquax GIB. 

dappen. Ganire GIB. Garrire, bla- 
terare, fabulari K. daPPMI. j* Ottt- 

sen 6. 

klater, ratel. Crotalmn, crepitaculam, 
sistrum K. 

klaterbnsse. Siphuncnlus, sclopas; 
tnbnlus e sambnciDO ligno, quo 
pneri glandes stupeas cnm bombo 
expellunt, et Bombarda minor, tor- 
mentnm aeneum mintis K. 

klaveren. Scandere in subrectnm cet. K. 

debber. Gnmmi GIB. j. Uabber K. 

deff, doel, txyl. CUbanus, procU- 
vum T. 

kley-steker. Scaiptor, piastes K. 
kleye, kleem, leem. Argiiia, terra 

argillacea cet. K. 
deine. Birsa dicltur cloaca V. La- 
trina Y* 

kleynsen, kleynsigben, klensen. hoii. 

fris. sicamb. zeiand. fland. Colare, 
percolare, pnrgare, mundare K. 

klemmerboom. j. kleverboom. He- 

dera K. 

kleppelveersken , klippelveersken. 

Carmen homoeoteleuton : versus si- 
mili sono desinens, versus rbythmi- 
cus, versus leoninus a verbo klep- 
pen sive klippen. i. sonare, reso- 
nare K. 

desse. Lappa GIT. fland. j. kllsse K. 

kleve. holl. Hedera K. 
klever. zeiand. Hedera K. 

dibber. Gummi GIT. klibber. j. klnb- 

ber. Viscus, gummi P. 

dicken, j. baten T. 



55 



clickon. Crepidae, crepidulae K. 
Clier, Craghe. Collirium, ingulum T. 

clier, droes, gheswel. Apostema 

cet. T. 
cliore. Glans 6. nodiis sab cute Y. 
Tonsiila, glans, glandula K. 

klimop. hoii. j. klemmerboom. He- 

dera K. 
clip - spandore. Interfasam dicitur in- 

strumentum leprosornm cum duabns 

vel tribus tabulis cuins sonita exci- 

tantnr bomines ad beneficiendum 

eis y. 
klippe van een melaetschen. Cre- 

pitacnlum leprosi P. 
klyskon est coctum de capone sen 

pullö frustratim insciso T. 
klitse. Une chienne. Canis, canicula, 

catella P. 

klobbersaen , klotermelck, klonter- 

melck. Oxygala cet. K. 

klockhuys, kernhuys. Voiva cet. K. 

klonen, kleunen. Tundere, tuditare K. 

klosbane, rolbane, boghelbane. Sphae- 

ristirinm K. 

dover of donrebnsse. Catapuita G. 

klover. j. koluvre K. 
clncht, berkompst T. klnfte, kluchte. 

Tribus, prosapia, stirps, soboles, 
genus, progenies, sors K. 
klnften. fris. Congregari, convenire, 
coire K. 

kluyte. j. klnchte. Ludicrum K. 

klnyte, schölle van ijs. Massa gla- 

ciata K. 
kluyten, kalluyten. Ludere massis 

sive globis glaciatis , certare discis 

in aequore glaciato K. 

duncken, ontreynen. j. loneken T. 
clawen. Giomus GIB. T, daeken. 

Glomicellus 61T. 

kn6l0. Cynamomam T. 

kniddichto. Poema eztemporale, Car- 
men ex tempore factam K. 



56 



lOiel. vetus. Ebrius cerevisia K. 
kn^spOB* Rodere, arrodere, dentibuB 

crepare K. 
CBfllwen. Rodere 61T. Masticare Y. 
kobbe, koppe. Gallma K. 
kobber, kabb6r. Columbos et Con- 

cabinas et Coryphaeus, antesigna- 

nus K* 
kO€k6lO0r61l. Coccysare, cantare, cu- 

cnrrire, canere instar gallinacei; 

glocidare, glocire K. 
COCkOC. Cucalas Y. K. 
kocknitlaet. fland. Nullias sabiectus 

ditioni K. 

koeknitvoghel. fland. j. koekeek. 

Cnculus K. 
kodde. Facetiae, sales, locus, nngae K. 

eodde , vlecke. j. lancke T, 
kodde. fland. j. kndse. ciava K. 
codken, pegsken, pngghen, Jongh 

TOrckskeiL Porculus cet. T. 
COeckoeck. Coucou ou couca Bl. 

koer, koertorn. Specuia K. 
coeren, spyeiL j. breken. Vomere T. 

koesteren. Fovere, focUlare, nutrire 

delicate K. 
Goetse* Cama dicitur genus lecti bre- 

vis et circa terram Y. Sponda, ful- 

crum, cnbile, lectus K. 

koetse, koetsle. j. k oetowaghen. 

Lectica K. 
k06¥er. Abundans, copiosus et Abnn- 

de, copiose, affatim, satis K. 
COffeltoer. Sandalium dicitur quidam 

pannus quo equi nobilium solent 

cooperiri Y. 

COghe, wrangh. Porrigo, contagium, 
contagio T. COghe, die de coye 
sleet. Contagio Y. koghe. sax. 
sicamb. holl. Contagium vaccarum, 
porcorum, ovium K. 

COkelere. Hariolns, magns filB. 
kokelen. Histrionem agere P. 



57 



kokenlatijn. Barbaries, oratio male 
latina, tabernis et popinis digna, 
vulgo Latioitas cnlinaria dve coqni- 
naria K. 

kollebloeme. j. korenroosen. Ane- 
mone K. 

kola¥r6. Colnbrina, bombarda, sclo- 

pus K. 
kom. Vas, alveus, Concha K. 

Goman. Meroator v. comenschap 
doen. Negociari G. coomeiiscliap- 

pen. Marchander, traficquer ft. 
konckel. fland. Vortex, gurges cet. K. 

Gondicheit, horerde. Arrogantia y. 

conte. VuiTa V. 

Gooehler, varonde man, netteboeve. 

Histrio, iocolator cet T. 

kOOlwachter. fland. Locusta K. 

koordewagll6Il. Sarracnm, vehiculum 
trusatile sive trusile ; vehicnlum bain- 
lorum, quo onera subvectant K. 

kop, koppe. fland. Araneus K. 

cordewanier. Aiutanus 61T. Caiceo- 

larins, butor K. 

korenwachter. fland. j. veldkrekel. 

Gryllus K. 

corne, pride. Cadaver Y. körne. 
vetns j. karonie K. 

korsel. IrritabiUs, iracundus, moro- 
sns, refractarius , contumax, ira«ci 
celer K. 

COnene yel vel. Pellicea CrlB. 

korve. j. ghekorve. insectom K. 

kOS86ni. Pinguedo a mento depen- 

dens cet. K. 
kot. Casa, tugurium cet. K. 

koteren, kenteren. Fodicare K. 
conter. Vomer 61T. konter, ploegh- 

kenter. Vomer, dentale, dens ara- 
tri K. 

Center, velt Praediom y. kenter, 

kanter. fland. Ager, Campus et 
Seges, terra subacta, arata et sata 
cet« et Curricolam, hippodromas. 

Hör. Belg. P. VII. 



8 



58 



De konter te filiend. Campus 

Martins K. 

conwoorde. Cacumer 6. lutawoorde, 

konWOrde. Cucurbita K. 

coYele vei hoet. Caieptra Y. ko?el. 

Cacullus, capitium, capitium cauda- 

tum K. 
krftbber. Radula, mtrum K. 
kr26Gk6. Tumentum coriaginosum K. 
Gr26ID. Umbraculam Y. Cadurcum, ta- 

beruaculum institoris cet. et Merz K. 
kraemerslatyn. Lingua fictitia men- 

dicorum et nebulunum erroDum K. 
kraensomer. Extrema aestas K. 

crakebeise. Yacciuium Y. 

crakelinc. CoiUnda fi. 

crame, kinderbedde. Puerperium T. 

Crame, gardyn. Cortina, cortinula, 
insita, lectica, anabatrum, peripa- 
tasma T. 

Cranghe. Cadaver 61T. 

krantsalinck. zeland. fland. Spira, 
collyra, artolaganus, scriblita: panis 
dulciarius in modnm coroUae sive 
spirae in orbem cireumductus K. 

crap, harst. j brade. Massa, mas- 

sula T. 

crap, ghefrijt of ghebraden. Car- 

bonelia, frixa T. 
crappa van den pijl, daer de pijl in 

de pese gaet. Coche, cren M. 
krappen. Decerpere, abscindere K. 
krattan. Corbia, calathus, Timineus 

qualus P. 
Crede. Symbolum Y. 
crekel. Cicada 6. 

krekelingh. j. britiel, windelingh. 

Circulea, brixa T. 
krenghe oft prije. Une charougne. 
Cadaver P. 

crepel. Ciaudus 6. krepel. fland. 

holl. fris. j. kreapeL Claudns L 

krickemicke. q. d. kerckemicke. 

fland. brug. Panis candidus in 



&9 



Forca cet. T. 
purgamentum 



templo sacerdotibiis dtstribui solitu» 
pridie parasceves K« 

kriecke, krieckelinghe. Aurora ru- 

tilans, primam dilucolum cet. K. 

crieke vei prnme. Prnnam y. kriecke. 

Cerasum K. 
kriemen. Quemlum esse P. 

criensan vei wannen. Exacerare y. 

kriepe. Gallina pomila K. 
krijghel. Pertinax, obstinatusy prae- 
fractus, durae cervicis K* 

crikel. Cicada GIB. eiT. y. 
crikelere. Prmus GIB. 

kril. Lascirus cet. K. 

cryme, soghe, matte. 

krinse. Acus, -eris; 
frumenti K. 

crlselen. Stridere GIB. GIT. criselen 
metten tanden. Frendere y. krfjs- 

selen. Frendere, infretidere denti- 

bus K. 
krochen. Gemere, aegras ore eiere 

voces K. 
krock. Aracns, Vitium frumenti, vulgo 

cracca K. 

crocke. Lens, -tis GIT. crocke vei 
Yitse. vicia y. crocke, wie of 

▼itse. Vicia G. 

croden, ?erstoren. j. bedroeven T. 

Croeseldoren. Kbamnus y. Rh., pa- 
liurus K. 

croke vei rnnse. Knga GIB. kroke, 

krooke. PUcatura, flexura, ruga, 
cnrvatura, flexus K. 
kroke, krooke. fland. Cincinnus, CO- 
ma muliebris K. 

croken, Yonwen. Ragare G. 

kroi, krnl. fland. Fastuosus, arro- 
gans, audaculus K. 

cronkelen. Caiamistrare y. crunko- 
len, crusen of crnllen. Crispare 

G. kronckelen. Crispare cet. K. 
kroos. fland. j. wasdODL Incremen- 
tum, Incrum, foenus K. 



8 



60 



krootse. fland. staf. Litaus, lituus 

pontificins cet. K. 
crot, Wewede cet. Xurba, tristitia 

cet. T. 
krottO. fland. Lutum vestibas hae- 

rens K. 

crndewaghen vei kerre met enen 

perde. Moniga T. Bureta Y. kruj- 

waghen. lovan. j. koordewaghen. 

Yehiculnm tmsatile, trusile K. Craid- 
Waghen. Cirsnm, moniga T. 

Cradon. Practizare QlT^ 

Cradonior. Mirocopns est nnguen- 
tarius qui laborat unguenta facienda 
et yendenda 6. kTUydeilier. Aro- 
matopola, aromatarins K. 

cniiie. Tonsura GlT. krayue, platte. 

Corona rasa cet. L 

crankelen, kerspen, crnselen, crnl- 

lan. Crispare Y. 

kabber oft kuter. Coiumbus p. kab- 
ber, kobber. Coiumbus, et fland. 
Coryphaeus K. 

kabbing. Appendix tugurii P. 

Cadde vel Tee. Armentum GIB. CUd- 
de. Grex 61T. kudde. Grex, ar- 
mentum, pecuarium K* 

Gudren, caydren. j. crancken, sa- 

ycklen, SWacken. Infirman cet. T. 
kadse , kedse. Clava, nodosa], stipes 

nodosus K. cnyse. j. cuyle T. 
cuyden, wegseien, j. bayten T. 

kuyeren. Ludere, nugäri, iocari, con- 
fabulari et boU. Deambulare re- 
creationis causa K. 

kliyschen. Purgare, mundare K. 

kuyt oft klet des harincs. La laic- 
tee cet. p. kuyte, klete. j. rogbe. 

Ova piscium K. 
kayt, dnn bier. Cerevlsia tenuis P, 
' kayte. Cerevisiae genus K. 
kayt-haen. Fötor cerevisiae, philo- 

potes, acer potator K. 



61 



kniijtematen, boefen, tnyschen, 

tmyfleil. Trufari, ribaldizare, le- 
nonizare, scarrari, ioculari T. 

kayfen, kayveren. j. hay?eren. Tre- 

mere, horrere, frigutire K. 

Gulbalch. Mentnia Y. kolbalgh. Scro- 

tum, scortnm, pellis testiculos cod- 
tinens K. 
GUlct. Culcitra Y. kolckt K. 

canden. Condire Y. j* knndselen L 

Gimsel. Condimentum Y- kUldsel, 
kliyndSBl. Condimentum, conditio K. 

canster, werckman. Artifex cet. T. 
eure, warde. Specuia cet. T. 
GQSsen, open, pachen, mantken 

gheYan« Osculan cet. T. 

cutsen of dappen* Micoiari 6. 

kutte, der yrouwen scbamelheyt. L'a- 
marri, la matrice, noc M. katt6» 
j* kerte. Crena et Cunnus L 

kuwaotd. Lepns, Tulgo cuardus K* 
iland. Ignavus , imbellis , timidus K. 



L. 



labberen. J* Innckon T. 

labsoete* Ambubaia, mulier ignava 

et pamm frogi K. 
lachachen. Cachinnari L 

laek. j. ghebreck T. laek, lacke, j. 

laecke. Vitnperium, vitium K. 
lack, fland. Yenereus, luxuriosns, 
lascivns K. 

laecli. Bassns GIB. laeghe. hoU. 

sicfimb. j. leegh. Infra positiiB, hu- 
milis, non altus, depressus K. 

laecke. fland. j. ecchel. Hirudo, 
sanguisuga K. 

laecken. Minnere cet. et Minui K. 

laecke^, lacbteren. Detrahere alicui, 
vituperare, perstringere aliquem K. 

laeye. Flamma, flammae lumen K. 

laen. fris. holl. sicamb. Diverticu- 
lum, yiculus K. 

laer. Locus incultus et vacuus, so- 
lum incultum et Pascuum publi- 
cum K. 

laet. Golonus, Tillicus, conductor 
villae Tel fundi cet. K. 

laet. Iudex pedaneus, pedarius, qui 
minora iudicia ruri decenüt, iudex 
fundiarius, ruralis, vicanns K. 



63 



laet. fland. Incola et Subditus in- 
risdictioni K. 

laeter, ponterboom. Longurius K. 
laghen. insidiari GIB. 61T. laghe, 

W6gh6lagh6. Insidiae , observatio 
T. laeghe. Laqneus et Insidiae K. 

laken, versnoden. j. blameren T. 
laken, vermaken. j. achterclappen 
T. laken. j. beclappen T^ 

lamme sanck, lam liedeken. Nae- 

nia, incoDditum et ineptum carmen, 
inamoena sive inepta cantio. lam- 
men kont. Sermo insnlsus, frigi- 
dus, qui pämm habet vehementiae K. 

lammertynsteen. Succinus 6. la- 
mertJtJnsteen. SucciDum. j. amber, 
ember K. 

lant-winne. Agricoionus y. lantwin- 
ner. Georgiens 6. landwin, landwin- 

ner. Agncola, agricultor, ruricola K. 
lanterfanten. Tempus absumere vel 
terere, tempus inepte consamere F. 

lapper of een saflier. Pictationanus, 

pictatiator. i. repetiator 6. 
larren, tong uytslaen T. 
laserSClippe. Claqnet de ladres M. 

laten, hyen. j. hofsghenoten T. 

laten« lotwerpen. Sortiri cet. T. 

later, dater, vadem. j. clafler T. 

laudaet oft dante* Une commere, ou 
femme esbontee M. laudaet oft 

dante , dantelorie , ongheschickt 

wijf. Ambubala, fabulatrix P. lauw- 
daete. Ambubaia, mulier ignaya K. 

lanwe, lanwmaende, lonwe cet. la- 

nuarias K. 

laveyen. Vagan otiose cet K. 

lavayten. Nugari et Parasitari K. 

leckaert. Baratro, prodigus Y. Am- 
bro V. Catillo, liguritor K. 

lede, harre* Cardo, ferramentom 
cardinis K. 

leembint. Fanale Y. leembent of 
keersg&ren of twUn. Licivm vei 



64 



licinins 6. leembendt, lemblod, 

leenbondt. Lictom et Ellychnium K. 
166816, l66m6r* Bestiola quadrupes < 

in Nordvegia magnitndine soricis, 

pelle varia, per tempestates et im- 

bres decidens omniaque virentia de- 

pascens more locnstae K. 
le6]lipl6Gk6r. Glebator cet. T. Ar- 

giUator, alutarins 6. I6emplack6r. 

Cmstarius, qni iacrustat parietes 

argilla K. 
l66p, Ie6pl008. Callidus, versatus 

cet. K. 
I6ff6. Garrala vel Scortnm, mere- 

trix F. 

l6gaerd. fland. ledigaerd, luyaerd. 

Otiosns, piger K. 

leghe, 8yd6. j. neder T. l66gh. Hu- 

milis, summissus cet, K. l66ghd6. 
Yallis, locus humilis K. 

l6ye, 8Ch6?er8t6iB. Petra, petrella 

T. leye oft schalle oft schever- 

8t66Il. Une ardoise. Ardosia P. 
Ieyd6, leye. hoU. fris. sicamb. j. 
schalle. Lamlna, scandula K. 
lels] Celeuma est canticnm nautarum 
vel messorum, 6611 SChlpperS of 

maUers lels 6. leyssen. Un lay 

ou chanson qu'on chante a Noel. 
Cantio natalitia F. Cantio natalitia, 
sie dicta quod eleison et kyrie- elei- 
son saepius in ea repetatur K. 

lelle, lelleken van d'oore. Lobus 

auris cet. K. j. onderkaHL Palea K, 
lerne, fland. Acus, palea, purgamen- 
tum lini, festuea K. 

lernet. Lignus , funis ardens in can- 

deia 6. lernet of keersgaem. Fu- 
nale 6. lemet« Lumignon M. lem- 

met, lemblndt. EUychnium cet. ][. 
lennemit tot kerssen. Lichmus, fu- 

nale cet. T. 
lesche. Carectnm GIB. 



65 



lencke, loke. Sepimentum: virgulta 
quibus sepes aut parietes conficiun- 
tur K* 

lOnmaeDt. Januarius Y. 

leamere, pleckere. Argiiiator y. 
leverlinck. j. leverworst. Tomacu- 

lum : farcimen ex iecore porcino mi- 
nutim conciso, ovis, pipere, zingi- 
bere etc. K. 

leverssche, liefstickel, loofstneks- 

k6IL Leveche ou levesse. Ligasti- 
cum 4 barbae genus P, 
lavestOCk, eyn cruyt. Libisticum T. 

librie vei wapencamere. Archivum y. 

lichte, balsband. Helcinm: collare 
baiulorum aut vectornm, quo onera 
levius ferunt et sabvectant, vulgo 
levatorinm K. 

lichter, sicamb. hoii. fland. j. bacre, 

doodbaere* Sandapila, capulum, 
feretrum: instrumentam quo mor- 
tuus levatur et effertur K. 

lyckOOp, Wynkoop. Vlnicopium T. 

lijdeni. Contentam esse K. 

lije, lyinghe oft voorbijgaiick. Un 

passage. Transitus, meatus p. 

liefghetal, liefghetael, liefghetaliigh. 

Acceptus, gratus, amabilis eet. K« 
liere. fland. Scamnum prae foribus, 
sedile vestiball K. 

liere. vetus. fiand. j. wanghe. Gena, 
mala, maxilla K. 

lies. Inguen G. ÜeschC. Loca pu- 
dibunda 6. liesche. Inguen et 
Membrana K* 

liese* Membrana sive pellis interior 
tenuis K. 

lijnckse, linckse, UJnckseine. fland. 

lincke* Vibex K. 

lisch, uiva 6. lisch, j. schelp. Ca- 

rex K. 

lischdedde. j. dedde. Typha K. 

lUse, UJs. fland. Scamnum K. 
Hör. Balg. P. VU. 



66 



llsokedde. Lectica 61T. Ulsbeddo. j. 

rOSbaer. Lectica K. 
lobbe, lobbOken. Canis TÜlosas K. 
lobben, eynerley groot stock viach. 

Strumnlus T. 

lochten, lachten, j. ghelnchten. Aspi- 

cere K« 
lochtlnck. fland. j. hof. Hortus K« 
loddeke. Carisia i. e. vetus lena et 

litigosa y. 

loddere, galgaeri Furcifer y. 

loddighe. Lena G. 
lode (Dr. laide), sprnte van een boom. 
Palmes, propago cet. T. 

loedte. j. gloedte. Kutabuium K. 
loeUen. Mugire 61T. Injen MB. lee- 

yen. Magire, boare K. 
loeyer, Inyer. Lorum, loramentam, 

ligaculnm, vincnlnm, lemniacas K. 
loeme. j. b^te. Apertura glaciei K. 

loetse. j. hatte. Casoia K. 

loe?e, loef. Scalmns L 
lOghelstlkel. Lumbisticum y. 
loghen, heyloghen. Entasser le foin. 

Foenum in metam componere cet. P. 
loyfere. Cantenus dicitur eqnus ca- 

stratus y. leyffer. vetus. fland. j. 

rnyn. Equas castratus K. 
loUe-pot. Focultis, oUa vaporaria K. 
lollen* Femora fovere foculo cet. K. 
loUen ghelijck een catte. Matire 

felum more cet. P. 

lomdere. Aestiva y. 

loof. Bractea, lamella metalli instar 

folii teniüs, bracteola K. 
lOOf-StU. Tranqnillas omnino K. 
looperken. Trochilus: avicula mira 

eeleritate yelocissimoque cursu ver- 

micnlos in litore consectans K. 
loor. fland. Melancholicus , tristis, 

subtristis K. 

I008- ernst, lose ernst. Confictum 

negotium , eommentum P, 
lOOTOren. Frondes, folia K. 



67 



lorra. Venalös ferre merces frivolas K. 
loren. Carptim, minutim et ignave 
aliquid carpere K. 

lorre, vackal. Fax, facuia T. 
lot, maycke. Sors cet. T. loten. 

Sortiri, sortem ducere, mittere sof- 
tem K. 

loteren. j. leateren. Morari, differFe 

cet. et Fallere, decipere K. 
lotoren, Labefacere, labefactare, va- 

ciliare K. 
la. Tenca, qaidam piscis Y. Ijwe, 

luwe, slye. Poiipns T. louwe. j. 

lailW6. Tinea piscis K. 
lacken. Obveuire, incidere P. 

Ines, schelp, Ussche oft Usse, riet- 

gers. Carex cet. P, 
lugghen* Ignavuni ac torpidum esse P. 

laggliich. j. lantzem T. 

luy - leckerland. SoUs mensa, locus 

apparatis epulis semper refertus in 
Aethiopia, Pomponio, apud Macro- 
bios, Solino K. 

luyckwaJlta. Chirotheca rustica, ma- 
nica coriacea, qua utuntur rustici 
dumis, senticetis aut sepibus prae- 
tendendis K. 

luymen. Incedere capite terram ver- 
sus prono et Observare, insidiari et 
Retortis sive insidiantibus ociilis in- 
tueri K. 

luymeren. j slnymeren. Dormitare K. 
luken, tnnen. Sepire y. Inycken. 

Claudere, occludere, operire, oper- 

culare et Sepire K. 
Inl. Tonus yel sonoritas carminis vel 

utricularii etc. P. Inl, lel. Katio 

harmonioa, numerus carminis, te- 

nor K. 
Inieh, Inlck, onkruydt int koren. Lo- 

linm, aera P. 

loBcken, smetten, snbben, vlecken, 
soelen, besmodden, becUdden, 

ontreynen. Maculare cet. T. 



68 



Inndoron, nlet veel bedrijven. De- 
fanctorie aliquid agere, tempus te- 
rere rebus ineptis, cuuctari P. 

luninck, sperlinck, mascli. Passer 
cet. T. luninck oft sperlinck P. 

Innsclien, weivelen, streuen, smei- 
ken, oghendienen, flatteren. Adu- 

lari cet. T. 

Inwen, sien, schonwen. Conspicere 

cet. T- 



M. 



machache, machachel. Ambubaia, 

mulier ignava, sordida, deformis K* 

macker. hoU. j. maggher K. 
maechtale. j. art, ghesleclit T. 
maelre. Pictor 6. malinc. Pictura 6. 
maendstonden, maenstonden. Men- 
ses, menstrua muliebria cet. K* 

maene. j. wegghe. Libum luuiatum K. 
maer oft coperen pot. Un coque- 

mard. Ahenum P. 

maerkoet, merkoet. hoii. j. water- 

hoen. Fulix, fulica K. 

maerminne. Syren 61T. 

maerte. AnciUa cet. K. 

maggher* Sodalis, congerro, socius P. 



69 



maggb^r. j- nunghar. Commotator 

mercium K. 

maisaide* Famiiia GIB. 

DUL Lascivus, petulans et Stultus, 
insalsus, insanus K. ÜUllOOte. Am- 
bubaia, inepta et insulsa molier K. 

male. Mantica GIB. GIT. male of 

aessac Cf. maele. Boiga cet. K. 
malts (P. mals), maltsch. MoUis, 

tener cet. K. 

mande. j. corff T. mande. Corbis 

cet. K. 

manghelen oft lin^ften. Permntare, 

comnuitare P. 

marasch oft broecklandt. Un ma- 

rez ou marescage M. maerasch. 

Faius, lacus K. maersche, mer- 
sche, meersche, marse. fland. Pa- 

lus; pratnm hyeme plemmque aquis 
tectum, pratnm palnstre; locus pa- 
lustris et uligtnosus K. 

mare. incubus GIB. mare vei meer- 
miime. incuba y. maere, nacht- 

nerie. incubus , ephialtes , spectrum 
incnbum, suppressio nocturna: morbi 
nocturni genus K. 

marinae of elfinne. incuba G- 
marcolf, roetaert Gracuins G. 
marrentacken. Viscum, viscum quer- 

cinum : herba unde viscus efiicitur K. 

martse. fland. j. marck. Ora, li- 

mes L 

maschel, maSCher. Macula^ labes. 

fland. Batrachium, coloris species 

quo ente inventas personas faciem 

obungebant K* 
medgliespail. lugalis, eodem iugo 

subactns; consors, coUega K. 

medmaet. Socius, sodaiis K. 
medsaem, ghemedsaem. Comis, fa- 

miUarifl, affabilis K. 
mee, meed. Erythrodanum , rubia, 
herba radice rubra K. 



70 



■eeps, meepSCll. KzUi», tenuU, inu- 

cens, imbecillis K. 
■eer ^el W6€ll. Limes filT. Boer, 

■eere. j. p»el. TerminuB, meto, 

limes K. 

meorren. Limitare 61T. moerrai, 

■6rr6B. Constituere limites, ponere 
metos K* 

meermiimt vei nare. Lamia y. 

meers, meersSChip. Une hnne, grosse 
navire de mer. Carchesium vel na- 
vis inhabilis magnitadinis P. 

■eersclie. j. maersche. Paius K. 

meeranan. Circitor, circnitor, qui 
merces distrahendas vicatim circum- 
fert K. 

meete. j. weed. Giastum K. 

meete. j. kerf. Crena K. 

mey] Den mey planten. Ptanter le 

may. Frondem festom figere P. 
meyen. Vemare T. 

meyken. lovan. brux. j. tnylken. 

Sertam K. 

■eyssen. j. meydsen. Pueila et An- 

cilla K. 
meliere van den Tische. Lactis Y. 

melcker, melckerllnck, miite van 

den Tisch. Lactes cet. K. 

melnwe, milwe. Acarus. nelnwen. 

Ab acaris, tineis sive teredine exedi K. 
menghel brab. j. plllte. Hemina. 
holl. et sicamb. Heminae duae K. 

merie. Jument M. merie, nerrie. 

Equa K. 
meter. j. pete* Mater lustrica K. 
mette, metteken. Capra, capella et 

Mulier ignava K. 
mlcke. Furca L 

micke. j. wltbreot T. micke. He- 

miartium, panis triticeus minor, ar- 
tidium , parTus panis K* 

micken. viser M. mieken met de 

eoghen. Collimare cet. L 
mldlente. Ver medium, adnltum K. 



71 



midsOBOr* Solstitium aestirale T* 

Media aestas cet. K. 
midwlllter. Solstitium hyemale T, 

Bnima, media hyems cet. K. 

miere. Formica GIB. 61T. K. 

mieselen. Rorare tenui pluvia P. 

mieselen. fris. hoiL j. nisten. Ne- 

bulam exhalare, rorare tenuem plu- 
viam K. 

migghel. Loiium MB. 

milde. Largiflans 0. 

milker of roghel. Lactes 6- melcker, 

melckerlinck, mihe van de& visch« 
Lactes y lacteum intestinum cet. K. 
minckJlJser ) een dryspitsich ijser, 
dwelck men den vianden voor spreyt 
om dat sy en baer peerden daer in 
tredende baer quetsen souden. Chaus- 
setrape ft. minckJiJser. Murex, tri- 
bulns, asteriscns acnleatns: machi- 
nolae ferreae tetragonae aculeis ex- 
stantibus , quae ut inimici pedes lae- 
dant, sparguntur K« 

mis-greyden, missreyten. fland. Dis- 

plicere K. 

mis-saecken. j. looclienen. NegareK. 

miS - trOOSt. Desperatio K* 

mlspeltere. Escuius y. mispeler, 

mispeltere. Mespiins K. 
missanck, missinck. Aurichaicum, 

electrum T. 

mlst, Bliest. Nebula et Tennis plu- 
via; substillum; nebulae, caligines K. 

mijte. Meta, strnes in altum, in co- 
num subducta K. 

mj^jten oft melawen. Acarus, midas p. 

modden, moddelen. Terram sive In- 
tum movere, fodicare, scrutari, per- 
scrutari K. 

meedersieck. Qui appette la mere, 
qui ne se peult partir de sa mere P. 

meeldie. Hnche, may, ange M. moe- 

lie, meelde, backtrogh. Mactra, 

alveuB pistorliui K« 



72 



moelleYTlJer. ParasUuB , offarnm eec- 

tator K. 
moenlnghen- Donner les dernier» sa- 

cramento cet. F. 

moesei, sackpljpe. Tibia «tricuia- 

ris K. 

moetsen, mntsen. MutUare, trun- 

care K* 

moffe, muffe. Mucor K. 

moghe. Potentia et Appetentia, ap- 

petitas K. 
moy. Comptu8, ornatus, elegans K. 

moyaert. Bragard M. 
moye. Amita. i. floror patrie Y. mee- 
de. j. moeye. Matertera, amita K. 
mel. Talpa 6. K. 

mol-worm, moltworm. j- göre T. 
moldewerp. Taipa GIB. 

molster, molter. Pretium molarium 
cet. et Emolumentum K. 

monken of mommelen. Mutire, mur- 

mnrare ad modum mntorum 6. 

moncken, monckelen. j. mompelen. 

Mussitare, mutire, gusnrrare K. 
moon. Daemon, genias K* 
moenckenpeck. Piceus daemon, ca- 

codaemon niger, Die ater K. 
moorman. Aethiops, vir aethiops K. 
mOSCh of mos, mies. Muscns, bryon P. 
mose. Lavatrina, aquarium, aquario- 

lum; coqiiinae fusorium; locus ubi 

vasa escaria eluuntur K. 
mosejancken. Ad Umen amicae gan- 

nire, misere amare cet. K. 

moslergat. Boeta Y. mosegat La- 

Tatrinae foramen K. 
mOSSChelen. Screare, excreare, eii- 

cere pinguem et densam salivam K. 
mot. Lupanar, prostibulum K. 

moadewerp. Taipa 61T. 

moater. MolUs, nutis, maturue, ma- 

ceratus K» 
madeke. Pomarium, locus ubi poma 

resenrantur Y. mayck, miiydick* 



73 



Locus ubi poma asservantar, poma- 
rium K. 
milJCk. MoUis, lenis, mitis K. 

mujcke. j. lot T. 

]&ajst6r6&. fiand. Perscrutari, in- 
qttirere, indagare K. 

mal, stubbe, stoff. PuMs cet. T. 
mul. fland. j. ghemul. PaWis K. 

miimplen. Rumari T. 

munstor. Monastermm , ecclesia €r« 

musche. Passer 0B. €rlT. €r. milSCli. 

j. liminck T. 
nratsaert. Fagot ■. mutsaert, r^s, 
schansen oft tacken. Fascis ligni, 

fascis Tirgultorum, fascis cocnla- 
rius P. 
mat86. Caecns amor cet. do DUtse 
]l6bb6&. adag. Caeco amore ar- 
dere, nrisere amare cet. K. 

iniitte, soghe. j. crysie T. motte. 

fris. j. SOgh. Sns, scropha K. 
miiwen oft brüllen ghelijck een koeye 
oft OS. Meuler H. 



Hör. Belg. P. VII. 



10 



\'. 



iuehtbrae€ke. Lacuhratio K. 

1UI6-W0686. Pner postbumus, proles 
posthuma K« 

nagghen, tagghen, prekelen, tar- 
ghen, creitxen, reitxen. imtare 

cet. T. 

naeyersse, naeystere. Sanrix, sarci- 

natriz. Flandri fininnt huiusmodi 
▼erbalia foeminina per Iggh6 ut 

naeystrlgghe. j. naeyersse, kem- 
strlgghe. j. kemmersse , splnstrlg- 
ghe. j. spinster, splnnersse K. 
nappen, tagghen, yetochen, nip- 
sehen, nydich speien, Pungere 

cet. T. 

nasch, j. dese T. 

nast. Uttrina ?. 

nastellnc of bant. Liga Cf. 

neeker. Neptunas CflB. Ennosigens 
dicitnr Neptnnas ?. Daemon aqua- 
ticue, Neptunne, ennosigaens K* 

nederhelligh. Prociivis K. 
nederlandsche spraeeke. Lingua Bei- 

gica, Teuto&ica, inferior Germa- 
nica K. 

neere, nere, aere, ere. Area et Pa- 

vlmentam et Tabema, officina, an- 



75 



terior pars domas Lovaniensibus di- 
citur K. 

neernst, neerst. Seduiitas, Studium K. 

n6gg;he. holl. fris. Mannus, equus 

pumiius K. 
neggher. Terebrum Y. 
n6y6II ghelijck een peerdt. Hionire, 

adhinnire P. 

nes, nesch. Madidus K. 

neyelliarre. q> d. Carrus tenebrosus. 

De nevelkarre dr()¥6n, met de ne- 
▼elkarre ende int doncker yer- 
trecken ende ruymen. Cedere 

foro Kt 

netteboeye? lodder. j. boeve T. net- 
boeve, netrabbaud. Nebuio, scurra, 

histrio, personatus, larvatus et Ga- 
neo q. d. nebuio reticulatus sive 
reticulo tectus ne agnoscatur K. 

neutelen. Frivola agere K. 

nib, Snab, snavel. Rostrum, rostel- 
lum T. 

nieteldaghen , nieiiw - tel - daghen. 

Duodecim dies a natali Christi aut 
etiam a calendis lanuarii numerandi, 
8 quibus vulgus hominum constitu- 
tionem sive dispositionem duodecim 
mensinm caelique statum anni inci- 
pientis divinare et praesaglre solet 
q. d. noyi dies numerales. Frisiis 

merekeldaghen dicuntur K. 
nieten, neeten. boii. Uxoribus ac 

nymphis munuscula mittere, ut so- 
lent in Hollandia viri ac proci die 
D. Agneti yirgini sacro K. 

nighel. j. dolc ?. 

ninnen als die kinder drincken. Bi- 
bere, sugere, potare T. 

nistelaer. Musard m« 

nistelen, ghapen, f\At8elen, draelen. 

Muser M. 

nUtschen. j. näppen T. 

nobisse. Daemon nanus, oacodae- 
mon K. 



10* 



76 



MCkfB of sachten. SiuguUire %, 
nol, rtawkapprayil. Hnmerale, cu- 

collus humeralis, eucuUus lugubris 

cet. K. 
llfllII6, ttp. Turbo, turben, tro- 

chas K. 
B00861L fland. Nocere K. 
BOOtStern. Cometa T. 

Boppe of yIo op den deeck. Lanugo 

T. Tamentmn , illud qnod in fllo 
Tel in tela turnet nee subtilitatem 

habet ?. nep Cf. neppe. Viiius, 

floccus, tomentum K« 
Btppen. Tomenta demere, detra- 

here K. 
nepper* Attamlnator fr. 

Herren, twisten, j. hamplen T. 
neteler. j. netbeem. Nux K. 
nnesch, neesch. Obiiquas K. 
nnggher, nnggherigh. AgiUs, acer, 

alacer, impiger K. 
nntseL fland. Yictus, alimentam K. 



0. 



OCSele. Acella (axilla) V. 

odoYare. Ciconia GIB. 61T. oodber, 

OOdyer, StOrck. Ciconia T. 
oeft, oft, OVet. j. frnyt. Poma, ar- 
borei fructus K. 

oestal vei springhael, strael. Cata- 

pnlta y. 
068tal. Angarium ?. vetirs. sicamb. 
j. hoefstal, nOOdstal. Statumen, 
vulgo Angarium K. 

og;he8chede. Ciinm y. 

Oy6, Onwe. Ovis, Ovis matrix, ovis 
femina K. 

oyQYaer, ondevaer, odevaer, ode- 

bamr. Ciconia K. 

oyst. j. a8t,tack T. oest, ast, quast. hou. 

saz. sicamb. Nodusarboris, centrom K. 
OlfiUlt Elephas GIB. 

olle. j. alle. Taums K. 

Olm, als olmich holt Caries T. 
Om-d0f€. Syndon ?. 
Om-leegh. Deorsnm K. 

om-slaen de trommele. Sonitn tym- 

pani promnlgare cet. et Tympano 
ad arma evocare K. 
om-welyen. Camerare, concamerare 
et Invertere, in contrarium vertere K. 



78 



fB*b6SCh6ft. Incompositus , incundi- 
tu6 cet. et Improbtts , ünpudens q. d. 
fllb68€]Ut6ft neque aacia neque du- 
labra politus K. 

tn-bestner, haestich, rap, rtt, bol- 
drende, ryde, balstnerlcli, wnest. 

Importunu« , frontosus , impetuosus 
cet T. onbestierigh. Indomabilis, 
indomitns K, 

on - gaye , schuldlch , mesdanich. 

Sons y. 
on-gheye, ongantS. Morbidus, male 

Sanas; cormptus, insincerus K. 
fD-]l6bb6liGk. Indecens, ineptus, in- 

compositus, immodestus ; absurdus, 

importunas K. 
on-SChalck. IncaUidus, non astutus, 

incautus K. 

on-serfsaem. incuriosus y. 

0D-Y06r6. Gestus indecens K. 

onder-linghe. Ad invicem y. 
onder-polsen vei ondersoeken. Con- 

ctari y. onderpolssen. Contari K. 
Ont-bitan. Prandere y. OütbUteil. 
j. inbyten. lentare K. 

ont-draghen, schelen. Differre, dis- 

» 

crepare, distare T- 
Ont-ghhmon vel teamsan. Attami- 
nare, pollnere, et dicitur etiam pur- 
gare farinam y. ontghiimen. In- 

cidere , praecerpere , praeflorare , 
praelibare K. 

ont-hieken. j. beghlBnen, beten- 

ghen T. 
ont-hoden. Decollare y. 
ont-llken. Transformare UT. 
0nt-liXMl6II. Dissimilare, dissimulare 

y. onUycksemen. Blssimüem fa. 

cere, deformare K. 

ont-loyeren. Defrondarey. ontlooye- 

ren. Frondare, frondes amputare K. 

ont-luiken, ontplniken. Adaperire y. 

ont-ploken. Explicitus, expUcatus, 
. apertns K. 



79 



ont- reinen« PoUuere SIT. 

ont-reken. Destmere K. 

ont - rieven. Incommodare , privare, 
orbare; commoditatem tollere, adi- 
mere, expoliare, demldare K. 

ont- schütten. Subsidlo venire, obsi- 
dione eximere K. 

ont-seg;ghen. Indicere bellum cet. K. 

ont'Springhen. Desopire ?. 

ont-St^en. Exemptum sive immunem 
esse K. 

ent-SWimelen. Dormitare V, 
Ont-todderen. fland. Dissolvere et 
Evadere, effngere K. 

ont-vreden. j. belghen T. 

ont - vrijden , ontvrienden. Ambiendo 

sive procando praeripere amicam K. 

Docken, j. vermeeren T. 

OOgSt, Messis K. 

OOr. Soboles dt Haeres. Flandri hoor 
dicunt K« 

OOrWante. Alapa, colaphus K. 

OOS-Vftt. Suffusorium 6, 

OOSen. Haurire cet. et Effundere cet. K. 

op-rnyden. j. opraden. Xnstituere, 

instigare K. 

open, pachen. j. cnssen T. 

OrlOghen. Bellare GIB. 

orloy. Clepsedra, horologium V. 

OSene. Suggrnnda, spacium inter te- 

ctum et parle tem vel spacium snb 

ipsa grunda Y. 

osene vel osendrnp vei osenloop. 

Stiricidium V. 

osienloop vei osiendrnp. Grunda- 
torium ?. oosdrnp, koosdrnp, 

hnysdrnp. Suggrundae cet. K. 

ossenmaent October T. 

onbollj^h, anbolUgh. Absonus, non 
recte sonans, absurdas, ineptus et 
Absurdus, abBurda loquens, absona 
effatiens, fatuns K. 

OnboUich. Facetieuz. Facetns P« 



80 



OUW. Agna MB. Onwe. Ovis fe- 
mella T. fUWe. j. f je» Ovis K. 

eyerlaadtr. Aiemand m. 



p. 



p^deblood. Deplumis , implumis, de- 
plus, nndus instar bnfonis: glaber, 
inyestis K. 

pftrtinGk. Angnilla decumana, an- 
guilla procerior K. 

paenhaus. Camba CfiT. panhntts. 

Braxatorinm ?. panllliys, paen- 

Imjs. vetus. j. broiiliays. vnigo 

Braxatorinm, camma K. 

paghe , pert. j. hemt T. 

palster. Scipio et Dolon, bacnlus 
intra quem latet pugio K. 

pand, net* Piaga cet. K. 

paild, ploye van den rock. Laci- 
nia K. 

panglen, cnyden. j. bnytten. Cam- 

bire T. 
panner oft korf. Un pannier. Cista, 

panarium, canistrum P. 
panter, palmmaete. Femla K. 
parsevaat. Perfidalis, feclidis, festia- 

li» T. 
passer. Amussts Cf. Clrcinns cet. K. 
pate. Pecten mnslcns K« 



81 



peen, pooten, gheel wortelen« Pa- 

stinaca sativa, staphilinus luteus P. 
P60, pot6. Siser, staphilinns, ra- 
dix edulis K. 
p6er8€]|. Caerulus, caerulens cet. K. 

pegghe. j. beitel T. 
pegghe , prop. j. ddbbe T. 

pegg;hen. Cavillare T. 

pegsken. j. kodken T. 

pejL fland. j. Uecke. Pensum K. 

pele, schappele. j. eranti T. 

pele of rinck op den boofde daer men 
wat op dreghet. Cesticillus T. 

pelle, barekleed. Umbeiia K. 

pellen. Purpura GIB. 
pemelen. Perparce dare K. 

Pensen, tripen. j inghewejde T. 

pensen. Omasa, omasnm concisum 
Tel intestina P. 
pent vel made. Termus y. 

pepel. PapUio K. 

pereler, pereboom. Pirns p. 

perre. fland. j. UelebiUe. Puero- 

rum lusus, quo nates in altnm tol- 
Innt, capiti insistentes K. 

perseme. Foenus y. perssem. Usura K. 
peeser. Amussis y. 

penseien. Espluchotter. Oontrectare, 
contreotnlare P. Contrectare, attre- 
ctare et Perscrutari et Evellere pul- 
pam et Ligurire, suaviora edulia 
carpere et libare et Mobilitare, mo- 
tare, motitare digitos et Fodicare et 
Carpere K. 

picken. Metere, succidere segetem 
cet. K. 

pier, pierwenn« Lumbricus cet. k. 

pyr. Lumbricus, lumbriculus T. 

piffelere. Sodomita eiB. piflere eiT* 
pimptL lovan. j. pepel K. 
pipele. Papiiio y. 

plack oft panter. Paulmee, ferale M. 

placke, plecke, ylecke, darp. Mu- 

nicipium, pagus, vicus K. 

Hör. Belg. P. VII. 



11 



82 



plftderbe«B. PUtsniu p. 

pladeren, calien^ onnntUck slade- 
ren, snacken, clappen, sleffen, 
slaffen, snoteren, snappen. Fa- 

bulari, garmlare cet. T. 
plagghe. Segestre, Stratum, inttra- 

tum, Btragolum K. 
plagghen. Vestes attntae, cincinnus 

T. plagghe, plaggherU«. Panni- 

culi, pannicnlaria, panni tiiti, res 
viles et tritae; lintenm tritum K. 

planten, inten, griffen. Planter, en- 

ter, greffer M. 

plas of een cnil. Lacuna 6. plas, 

plasch« Palus, lacuna; fossa in 
qua stat aqua K. 

plattyn, tryp. j. holsch T. platten. 

Calo, baxea, calceus ligneus, calopo- 

dium K* 
pleyte. Stlata, na vis larga et plana K. 
plencken. Vagari, dlvagari, palari, 

errare K« 

pleng;]ien. j. mengben T. 

plOOSChe. fland. j. pelle. Siliqua K. 
ploten. fland. Membranam sive co- 

rinm exuere, remitiere cutim sua 

sponte, relinquere corticem K. 
plagghe. Res yiiis et nullius valoris 

et Columba 'aut alia avis vilis cet. 

et Homo incompositus , rudis, im- 

politns K. 

plnggbe. Impages, clavus ligneus, 
cuneolus cet. K* 

plujsen* Polire, comere, ornare, 
mundare cet. K. 

plnjsteren. Scmtari, perscrutari K. 
pocklioat* Ebenus cet. K. 
poelen, polen, fland. Exoavare, suf- 
fodere, forare K. 

poesen, küssen. Baslare, osculan p. 
poesele. Puella, pusa K. 
poyen. Potare K* 

poke , knickt. Cuicita K. 



83 



pokerye. j- yerbaghing. lactancia 

cet. T. 
polder, hoendorpolder. Gallinariam, 
pertica gallinaria K. 

pompernoel of paddestoel. Bole- 
tus 6« 

pooghen. fiand. hoU. Niti, teutare, 
aggredi, moliri, contendere, conari, 
adlaborare K. 

pOOte, pot6. Surculus K. 

pooten. j. peen P* 

popslen. Murmur edere, murmurare 
cet. K* 

porren. j. reitxen T. j. bedroeven T. 

porrra* Movere, tendere et Moliri, 
niti, conari, conferre vires et ürgere, 
cogere, compellere K. 

potsehiBel, potdecksel P. 

prachen, pracheren. Paroere sum- 

pttii , parce vivere K. 

pranghen, wranghen, ranghen, wras- 
selen, rasselen, worstlen, ringhen. 

Lnctari cet, T. pranghen. Urgere, 

premere cet. et Retinere, reten- 

tare K. 
praS6Il> Murmurare, murmillare, mu- 

tire K. 
prat. Fastosas, ferooulus, arrogans, 

andaculus K* 
pratttn, praylen. Musitare, drensere 

cet. T. 
pri€* Cirtis, qnidam piscis Cf, 
prIde, COrne. Cadaver y. priye. Ca- 
daver, tetnim cadaver K> 
prieol. Vlridariom V. Amoenium. i. 

locus pnlcber valde Cf. Stibadia m 

toTQS, scena, nmbraculom , frondea 

casa K. 
prlklng of lost. Pompa est laus v«l 

gloria post victoriam Cf. pf^Ckon. 

hoU. j. prODCkOn. Bare se speetan- 

dum K. 
pr«li«n. Fremere. prtllillghe. Fre- 

mor Cf. 



11 



84 



prMdteUaghe, prtnd^Uaghe. Res 

minntae nuUinsqne pretÜ in thesan* 
mm reconditae et Scmte, -omm, 
frivol» K. 

prtp, pagghf. j. d«bbe T. 

prtSStB. Pullolare, ezpiiUiüare K* 
prfSSML Bnllire, ebnliire, builiendo 
bornbnm edere K. 

pr«teleii. j. crt nen T. 

protelen, prtnteleil. Mnrmurare, mus- 
sitare , mnrmillare ; bollire cum mnr- 
mure slve bombo K. 

praylen. j. pratten T. proyleii, mny- 

l61L Mutire, mnssitare K. 
prayscIlflL Singoltire, singultas emit- 
tere K. 

pnggfaen, JfiighTorckskon. j. cod- 

ken T. 
pnye] aflesen ter pttjen. Benuntiare 

sive promulgare publice K. 
pnylon. Tnberare, eztoberare, pro- 

taberare, inflari, targere, puUulare 

et Prominere, eminere K. 
piiylr6, Yerdoryen meyater. Ignavus T. 

pnyster, eappencogheL j. blaes- 
balch T. 

pnjt, YOrsdt Hana P. 
pnppllMk. Ponune cappendu M. 

pntwindel, pnthtni» slnxene. loi- 

linnm T. 



H« 



quackele. Ortlgometra %]B. Cotur- 

Bix, o. eiT. qnackel of pertrtjs 6. 

qnackeL Cotamiz, ortyz, ynlgo 
qualea K. 

qwackelje, vyseTase, etrnntsaghe. 

Floocificinm, frascüegium T. 

qaaeken, qnackelen. Dissipare, pro- 

fandere, prodigere tanquam rem su- 
perflaam et frivolam K« 

qnaede meester. loyan. Febris K. 
qnalster. j. haveresscbe. Fraxinus 

silvestris K. 
quailt. Scitas homo K. 
quec ▼el Yee. Armentam ?. 

quedelen, gadelen, cUppen. Gar- 

rire ?. qwedelen. Modulari T. 

quene. Anas CflB. qwene) eyn alt 

wyf. Vetnla, anns T. que&e. Mu- 
lier vana, garrula, loquax, improba, 
procax et Meretrix K. qaeenken. 
Anicula Y. 

qaepere. Pyrum cydonium P. 

qnerdel. Coriolum Cf. Segmen corii 
et Ligamentum calcei rüde cet. K. 

querne vei mole. Mola GIB. querne. 

Un moulin a bras. Moletrina P. 
queselen. Tractare nugas serio K. 



86 



qilMp^L Tyrsos, generaliter dicitnr 

omnium olernm Tel berbarum medius 

frutez ?. 
qnospel. Aspersorium M. 
quettortn. Garrire, iuepto loqui, stre- 

pere, obstrepere, argutari K. 
quick. Vivns, vWidns et Levis, ala- 

cer K. 

qwick. j. have T. 

qwick, sprinck. Föns cet. T. 

quick, fland. Spiritus et Spectrum K. 

quic- Stert* Motuia Cf. quicksteert 

Motacilla, cauda tremula cet. K. 

quicken, quecken, queecken. Nu- 

trire, alere, educare K. 
quicken. Vibrare, librare, trutinare, 
pondus manibns ezaminare; agitare, 
movere, mobilitare K. 

quälen, quielen. j. secTeren. Spu- 
tare, salivare K. 

quincken. Micare, motitare; dubio et 
tremulo motu ferri K. 

quispel. Aspersorium 61T. ?. Cf. 

quispel vei isepe. Tsopus y* 

quistgheld« Prodigus aeris et Pecu- 
niae profnsae K* 

quistgoed. Prodigus cet. et Res pro- 
fusa cet. K. 



R. 



raechters. Raperium dicitur locus ubi 

rapae crescunt V. 
raffjBD, crochen als die raven. Cro- 

citare T. 

rake] op rake. j. op rame T. 
rakelstock, coolcrabber. Fourgon n. 
raeckelstock. j. gloete* Butabu- 

lam K. 

rallen, onnntlick callen. j. pladeren 

T. rallen. Blaterare, garrire P. 

rame] op rame. j. op rake, op ayen- 

ture, wanschichtlick T. 
ramen. j. drepen T. raemen. Deii- 

berare, perpendere, mente supputare 
et Consilia conferre , statuere , con- 
stitnere, concludere, perficere K. 
rammelen. Tnmaltuan , perstrepere, 
crepitare, murmurare K. 

ranck, magher. j. dorre T. ran, 

ranck, rene. Exills, tenuls, graci- 
lis, gracilentus, innceus, praetenuis 
corpore K. 

rancke, reneke. Plexus, flexio, si- 

nuosus reflexus et Flexus viarum, 
anfractus K. 

randen, randten. fland. Deürare, 

ineptire, nugari, insanire K. 



88 



rap, rt , weett. j. enbestaer T. rap. 

Bapidns, agilis, citos, celer I. 
rapp9. Scabies K. 

rappm, kerren als ein d&re. j. ker- 
nn T. 

rappOl, niJB^ben. Insolere, insole- 
seere, tnrbulentsre T* 

raselen, akallen T. raselen. Som- 

niare ineptias, farias K. 
rat«. Favus f. 
re€. Pertica 61T. recke. Pertica, 

▼allns, longurhis E* 
rede bebben. Febricitare 61T. 

redebreUngbe. Dissoiogia T. 
reeftcb. j. clepscb T. 

re«l, rael. Tennis, exiüs, gracilis et 
Strigosns, ezhaustns K. 

reensteen oft redeiisteen. Lapi« ter- 

minalis P. 
reanWML Cadavera curare; poUincere 
et Curare peste infectos K. 

regbenoot, gbeboer, Conterminns y. 

r6eilgb01IOOt. Vicinns, confinis sive 
afftnis in agris cet. 1. 
reynwt. Tont vnide, n'ayant plns 
rien. Yacnns, divitiis ezhaustns P< 

SInte Reynwt Taren, adag. Aller 

an saffran. Praecipitem abire, ce- 

dere bonis P. 
reysiCb, lanck van lyve. Procerus T. 

reysigb, resig^. sax. sicamb. hoU. 

zel, Procerus, longus 1. 
rekel. Homo avaras, euclio 1. 
rekelinc. Orena, nomen piscis 6. 
reL fland. Strepitus et Garrnlitas K. 

renne, yogbelrenne. fland. Cavea I. 
reppen j. climmen T- 

reren, belken als koe, kalver, ossen. 

Mngire, boare T. reeren. Boare, 

mugire et Clamare instar cervi cer- 

vam appetentis E. 
rescb. Gleba, cespes GIB* resGb, 

clot erde metten garse. Cespes Y. 

Gleba Q. rescb vel torf. Cespes Y. | 



89 



Cespes est terra cum herbis avulsa 

teut. torf of resche 6. resch. j. 
rnsi^h. Gleba K. 
reuseien. Susurrare p. 

reven. Quaxare y. 

rexenen. Screare V. 

richel. j. r^chel, rieghe. Repagu- 

lum K. 

ryde, woest. j. rap T. 
ridelaken. Sambuca 61T. 

rieck. Furca, tridens K. 
ryelen oft ryeren. Horrere, intre- 
mere P. 

rieme. Remus GIB. 
riemen, royen. Remigare V. 
ryeren. j. ruderen. Tremore K. 

ries. Stultus, temerarius 61B. 

riesheit. Stnititia GIB. 

rijf. Largns, copiosus, abundans K. 
rijglieil. Fasciare, fascia aut ligamine 

nectere per ordinem, ordine nectere 

et ligare K. 

ringkelroyen, rinckelroden. Circum- 

carsare et personare concussis nolis, 
crotalis, crembalis aut anulis; dis- 
currere, saltare cum crotalis; dici- 

tur et klinckringhen K. 
rijm. Bruma GIB. V. G. rym vei 

hii^el. Pruina V. rijm. Pruina 
cet. K. 

rimpe, rimpel. j. rompel. Ruga K. 
rincxken oft kekelinck. Chabie n. 

riJBSCh. Subacidus, acidulus K. 
rinsen. Screare, excreare T. 

ringen, j. hemmen P. 
riseh. j. rasch. Cespes K. 

rUsen, afvallen. Cadere, decidere T. 

rUsen, afrUsen. Labi cet. K. 
rtjsen, verrUsen, opstaen. Surgere, 

resurgere T. rijsen, oprUsen. Sur- 
gere cet. K. ~ 

roehlen, roopen. j. cryten T. roche- 

len, ruchelen. Rauca voce tussire 
cet. K. 

Hör. Belg. P. VII. 



12 



90 



rochlen. j. chMreUlt T. 

roeken iet qnaets. MoUri »liquid 

mali cet. K. 

roden. Novare 61T. roden, j. wtro- 

don, rOOdon Eztirpare, eradieare £. 

roock, roookyoghel. Corniz forva, 

frugiTora, frugilega, spermologus K. 

roockon. j. achton T. roookon, roch- 
ton, mchton. Curare, attendere, 
perpendere, considerare, aestimare K. 

roopson. Eructare GIB. 

roordomp. Onocrotalus K. 

rootaert, marckolC Un gay ■. roo- 

taord. Pica glandaria: pica varia, 
picae garrulae genas, graculus qui- 
busdam dicitur K. 

rofflole vei paiteido, vlooschtarto. 

Artocrea Y, roffioolo. Artocreas 1. 

roghol of cnit ^an een barinc. Poli- 
granum Q, 

roke vel vels. Abrupta GIB. 

rollen. Aurigare, corram regere: 
vecturam facere E. 

rollen oft gheckon. Railler, mocqner. 
locari, caTÜlari, ridere, Indifioari P« 

roe-roodo. Freuost de mareschaulx M. 

roodo roedo* Quaesitor, quaestor, 
latrunculator , praetor rerum capi- 
talium, iudex rerum criminalium, 
qui rubram virgam gerere solet et 
sanguineam cruentamque poenam mi* 
natur. Langho roodO. antwerp. 
Stator Primarius: longam virgam ge- 
rens. KortO roOdO. Apparitor pu- 
blicus, viator, Stator, rbabduchos: 
breviorem virgam gerens K. 

roosdronunol. Onocrotnius T. roso- 

dronunol* Anacrocuhis Y. 

roostor of oon hört Gratis 6. roo- 

Stor. Gratis ferrea, craticula K. 

ropsonon. Ructare Y. mpson, gorp- 

SOn, rnpoomon. Ructare, eructare E. 

rosel. Azungia Q. rosol, rOBSOL j. 

rnsSOl, liOSO. Amlna I. 



91 



roselnaeot. October y. 

rouwer oft TOlder. Lainier M. 
rucersen vel Joken. Incluoitari i. e. 

convicium pati Y, 
ruet vel SBlO^r van yerkene. Sepum 

T. ruet. Suif M. Sevum, sebum, 

sepum K« 

rußven. j. himmelen, walven. Testu- 

dinare, arcnare, lacunare T. 

rufele vei honweeL Ligo v. 

ruychte. Tesqua: difficilia et incuita 

loca; locus hlspidtts spinis, herbis 

aut fruticibus K. 
rayn, pert sonder kuUen. j. gelabt 

pett T. rayn« Cantherius, equus 

castratus, spado K. 

rnyscliptjpe, sackpjijpe. Tibia utri- 

cularis K. 
ruytinck. Lamina gladii K. 
raytinc als dick melck. Laict espez 

comme caiiie M. ruytiiick. j. opruy- 
tel, klobberaaen K. 

rayven. Calvescere, calvefieri K- 

runtse, creke vei ploye. Ruga y. 

rapsa. CheniUe, honine M. mpse, 

rupsene, mepsene« Miiiepeda cet. K. 
rnstier. j. ghebner, kerl, dorpnuui T. 

nutier of keerle. Rusticns 8. 
ruterbloeme. Cacomiiie y. 
rnwaert j. voorstender T. rouwäerd, 

roewaerd, rewaerd. vetus fland. 

Dioeceres, gubernator provinciae, 
praefectus, iegatus cet. K. 



12* 



s. 



8A 8&. Cito, age, vox ad celeritatem 
hortantis K. 

saechmeel, af, draf of veechsel, 
qnaet sloesteren of bolster. Quis- 

quiliae 6. saeghmeeL Serrago, 
scobs, laDugo, limatnra K* 
Saechtleven. Vita voluptaria et Kpi- 
cureus K. 

saedmaend, saeymaend. October K. 

säen. Subito 61T. säen. Statim, mox, 
cito, actutum, repente K. 

saghe. Fabuia ?. 8. saeghe, saegh- 

naere. Fabuia, narratlo, acroama, 
apologufl K. 

saghesegghere. Fabuiarius ?. 6. 

salde, wanne T. 

sam, yncbt. j. dam T. 

sane. Crema GIB. sane. j. room. 

Crema 6. saeo, saene. Flos lactis 
cet. K* 
Sassem. Petulant, insulent, ou petil- 

lantM. sassem, sassaem, satsaem. 

Lascivus , petulans , protervus E. 
schab, eyn besubt onreyn wljff T. 
SChabaf. QuisquiUae , purgamenta, 

sordes, ramenta K. 
SChachen. Cachinnari K. 



93 



SChtdde. Cespes, gleba K. 
SChaOCkol. Anulus catena«, ansa vel 
ansula catehae, hamus K* 

schaeckel, schildeken. Cetra I. 

schaecken. Kapere K. 

schaef. Doiabrum 6. schavo. Do- 

labra, dolabella, ascia cet. K> 

SChaorbOSCh, Silva rasilis : siiva quae 
prorsus succiditur atque abraditur K. 

SChadrluyn. Homo incompositas et 
ignavus et Scurra, nebulo, vappa K. 

SChaerpOSt, Stutte. PüB) sustentacu- 
lum cet. T. 

schaers, scherp. Asper K. 
schäkere vei dief. Latro GIT. 

schale. Nequam GIB. T. 

SChanel. Fndens 6. Fadens, pudi- 
cuo, pudibundns, verecundus et Pau- 
per verecandus, inops yereeande et 
demisse se gerens et Miser K, 

schaminckel, eepkat. j. äff T. 

SChampelen. Gespitare , exorbitare, 
labi K. 

schampen, afschampen. Faiiere T. 

schampen, spotten, j. äffen T. scham- 
pen, SChimpen. Ferstriogere, con- 
vitiari cet. K. 

schampen. Abire, evadere, labi, de- 
labi, elabi, fugere, deflectere, vulgo 
scampare et scappare K. 

SChamper. Iniurieas, brocard M. Con- 
tumeliosus, petulans, procax, sctir- 
rilis K. 

schape, splnde. j. cast T. schap. 

Promptuarlnm , armarinm, vaa, the- 
ca K. 

schapraede, sobapreede« Frompta- 

arium, armarinm, repositorinm K. 
SChapreeL Promas. i. cellarium 6. 

schare, oeyer. j. beert hy den wa- 
ter T. 

SCharff. Testa, testula T. 



94 



SChateren. Ruller, se gaudir M. Ca- 
chinnare G. SChottareil. Cachin- 
nari, immoderate ridere K. 

s^hayordijiien, sebayTerdUnen, 

SChricks^hoenen. Calopodia fer- 
rata, quibus Bostrates mira celeri- 
täte atque deztedtate labuntur per 
adstrictas glacie aquas (. 

SChtTayt. Nebolo, tenebrio, furci- 
fer I. 

SChealhtren. Paupieres des yeulz M. 

sdiaene, j. schade. Umbra T. 
Bcheene, kaesscheene. Forma case- 

ftria K. 

sdieenhoet oft sdünheet Chapeau 

contre le soleil. Cansia P. 
SCheereiL vetns. j. SChertatn. Ludere, 
iUudere, nngari K. 

scbeers. Raiinm y. scheers, schaers, 

SCbeemes. Novacula, culter ra»o- 
riu8 I. 

scheeyen* fland. j. saUnpen. CaTii- 

lari K. 

sehefferUck, onderwindelidL j. da«ii- 
iick T. 

SChaysser. Latomns, lapieida cet. K. 

schoke. j. Jacke T. 

sGhekere. Latro y. acheere GIB. 

Schelf, hilde. Foenile oet. I. 
SChelffer. Squama, Aasnla et Frustu- 

lum K. 
schelle« Sqnama ÜB. 
SChelpe« Patamen, testa, concha K. 
SChemertUt. Crepasoulum y. K. 

scherMer of tyseyn. Tisana rei ti- 
saxrnm 6. scherbecr. j. schendL- 
heer T. 

SCherden. Deputare filB. Destinare 

GIB. scheeren, scheren. Parare, 

praeparare, ordinäre, formare, fin- 
gere, agere, gerere K. vetus. Depn- 
tare, existunare K. 

schert Xesta y. scherf , scherTC. 

Testa, frufttum teatnlae cet. 1. 



95 



SChett^rM. Stridore, crepare eet et 
Gacrire, effundere vocem 1. 

SCbetlCke, een Stack hoers. Scortum, 
meretrix P. 

schirr, schierken honts. fland. Pars 

aut particula ligni abscissa K. 

sehler oft morgben. Hodie aut cras, 

nunc ant post K. 
SChiarewiare* fland. Permiste, spar- 
sim K. 

schiMen, yallen, schrankelen. Di- 

labi y. 

schiften, schiffe. Densarl in buty- 
rnm et Densari sive matari in lac 
xyston E. 

schikeren vei schachen. Cachinnari Y. 
schimpen. j. äffen T. 

SChiJnheed. Cansia, petasus, umbella, 
galerus solem et aeris iniuriam ar- 
cens ; umbraculum K. 

schinkere vei naphoedere. Pincerua K. 

SChipstoten. Naufragus QIT. 

schivelen. Labt Y. 

schocke of schonghoL Osciilnm (}. 

schocke, fris. holl. j. SChitte. Cespes 
stercorarias eet. K. 

schodelare, plateel vei schotolo. 

Biscus y. 

schodnvel, holaers. j. hnddo T. 

SChoeve. j* SChoef. Amicalum I. 
SChof. Bepagnlum, obez, claustniin K. 
SChoft, etmael. Pastlo dinrna qna- 

tuor yicibns K. 
schon der boomen. Bryon, canitles 

arborum, moscus eet. K. 
SChommelen. Cullnaria Opera faeere 

eet, K. 

schonshelen. OscUiare 6. schon« 
ghelen, schonokelon. hoU. fns. j. 
tontoren. Motitari K. 

SChoof. Garba 61B. GIT. schoof, 
SOhOOTO. Merges, fascis segetom, 
manipulas spicanim K. 



96 



sdldol oft pael, daer men broot mede 
in den oven schiedt. Fourgon, pa- 
trouille M. 

sehoon of rein. Farns %, sch^^n 
mken, r«7iiigh«n, suT^ren. Pur- 

gare cet. T. 

schoer-sieen. Caminus 6. 

8dll06re. Fnlcimen, fulclmentum cet. K. 
SChoreiL Lacerare GIB. Y. & SCho- 

ren. j. breken, toplncken T. sche- 
ren of Mhroden. Laniare G. 

seborre, schoore, schere. Aiinvies, 

allnvio et Acta, ripa L 
seherre* Gleba, cespes K. 

sehessen, werschappen. Conviyari, 
epniari T. schesseii. schressen. 

fland. j. brassen. Epniari I. 
sehenden. Ezcatnrizare T. 
Sehenwe, SChonW. Specnla, phanis 

et Tnrris E. 
SCheyen oft den asem verbalen. Qnie- 

scere et respirare P. 
SChrabbe. Vibex, cj«atrix, vulnus 

cet. 1. 

schrae. j. dorre T. 

SChraepel. Macer, pertennis K. 

schränk stalbroeder. Birrns T. 
sehrand oft ampre. Subacidos p. 

SChrenck oft Ijseren bont om veynste- 
ren ende doren te shiyten. Cla- 
thrum F. 

schrepel, dun, magher. Macer cet. 

T. SChrepeL Macilentns, strigo- 

ans K. 
sehreye. Linea, norma et Terminns K. 
SChrieken. DissiUre, absillre, eubsi- 

lire, prosilire et Gradi, transgredi, 

praetergredi et Tremere, payere, eza- 

minari et Examinare K. 

schrlcscheen. Fetasus 6. schrick- 

seheenen. fland. j. schaverdijnett L 

schrobben, erenwen, cretsen. Sca- 

bere Y. schrebben. Gratter, frot- 
ter. Fricare, scabere P. schreb- 



97 



b6ll. Scalpere cet. et Corradere, 
aceryare K. 

schrobber. j. reeuwer. VespUio, pol- 

linctor K. 

Schröder, snyder. Sartor T. 
schroden, schroyen. Mutiiare cet. K. 
schroyen oft schroten. Ampatare, 

tnincare, mutiiare, putare, resecare, 
aliquid circumcidere, rescindere P. 

schronen, yerspaken. Arere, are- 

scere cet. T. 
SChrOOm. Horror K. 
SChrossen. ConTi^ari K. 

schahben, schmbbeii. j. koren T. 
schabe, j. Jacke T. 

SChndde. Homo vilis, ignavus, yappa; 
Debulo, scurra et Mendicus et Für- 
cifer, digDus fnrca sive patibulo K. 

SChnddobollen. laetare capnt cet. K. 

schayyeren, schnyderen. j. beven. 
Tremore cet. T. schayyeren, scho- 
deren van kaltheit. Frigutire T. 

schnken. Priapuius y. 

schnmer, lodderbeeve. Histrio. i. 

leccator Q. SChaymer. Parasitns 
cet. Quadmplator , delator, syco- 
phanta K. 

schnnnen. j. hissen T. 

SChnppe. Pala, ügo, rutmm K. 

schnrpen. Ezenterare SIT* schor- 

pen. Secare, prosectare, scindere, 
Andere; stringere K. 

seerste. Maxime, vehentissime K. 

segghe. fland. Gramen palustre ma- 
lus K. 

seghen, Tischers nett. Sagena T. 

segsnan. Arbiter, disceptator K. 

seye. j. draf P. 

seyssen, swade, leen, sende. Faix 

foenaria P. 

seifende, selfegghe, selfkant. Ora 

panni vel telae, eztremitates panni 
aut lintei I. 
selftchot. BaUsta filB. Y. 

Hör. Belg. P. VII. 



13 



98 



selflldllOttrf . BaUsteHus GIB. 

solle, selleBaend, solle, vetus. hoU. 

Febmarius E. 
sende, sejne. fns. holl. Falx mes- 
soria maior K. 

senewel. j. ront T. 

senghelen, slngheleB. j. senghen. 

Ustolare K. 
SMltsehepeiL Senatiis GIB. 
seye Tel traies. Cribram 61T. 
Slehel, Siekel. Falx, secula I. 
sichte mit to meyen. Rnnco T* SlGhte 

oft picke. Secala, falx messoria 

Tel frumentaria P. 

syde, leghe. j. neder T. 
sielbraecken. j. deodbraecken, Agere 

animam, snb agone iacere, vulgo 
agODizare K. 

siere. Verteca 8. siere, sierken. 

Acarufi, teredo cet. K. 

Sieren, brenwen. Fastinare ut aves 
y. Circken als een mussche. Ti- 
tissare, minurire, pipilare K. 

Sif, Sifte, seve. Cribrum, incerni- 
culum K* 

SUL Aquagium fr S^le, SiUe. holt, 
fris. Incile, aquagium, Cataracta K. 

Sille lands« j. loopen, hondert roe- 
den. Quadrans iugeri K. 

singhele. Lllium montauum K. 

singroen. Fotentiiia T. senegreoB. 

Bngula, prunella, Solidago cet. E. 
Sixene. Ciconium dicitur lignnm Ion- 
gum quo aquam quidam hauriunt Y. 

sixene vei pnthaec. Xeio y. gick- 
sene. j. wippe. ToUenon K. 
slabbacken, slappaeken. Labascere, 

languescere, deficere, laxari K. 

slabbart. j. blaffart T. slabbaerd. 

Liguritor, linctor K. 
Slachmaend. November K. 
Sladde. Drapeau H. 
sladde, sledde. Ambubaia, mulier 

ignava K. 



99 



sUder^n , slaffen. j. pladeren T. 

slA^Ck. Laxns, remissus K. 

slaen de trompet. j. trompetton. Ca- 

nere tuba K. 

sliffen. j. pUderen T. 
slapbaert. Lurco v, 

sUT6B, Slavoenen. Officia servilia 
facere, labores maximos snbire in- 
star servi aut mancipii, servire K. 

sleck«. Testudo SIT. T. slecke, 

Slack6. Limax, coehlea, chelis, te- 
stndo K« 
sleOQW. Tennis, exilis, attenuatus K. 

sleffen. j. pladeren T. 

SlBggho^ Nebula, mador, tenuis plu- 

via, glacialis pluyia K. 
sleggheren. Nebulam exhalare 1. 

slehaghe. Agacia y. 
sleypea j- swantien T. 
slenterllnghe. QuisqnUiae 61T. 
slet. j. slets K. 

SietS, Slette, Sletser. Linteum tri- 
tum, pamiiculus, peniculamentum, 
penicnlum K* 

slenneil, Slenen. Frondare, putare 
arborem cet. K. 

sllbberen. Labi, lapsare, prolabi K. 

slicken, slickeren, slinden. Vorare 

cet. T. slicken ,• Slocken. Vorare 
cet. K. slickeren. Sorb^re, absor- 
bere K. 

slinc. Laevns GIB. sllncs, lufs 6. 

slinck, linck. Sinister, laevus K. 
Slinder. Chelydrns, serpentis genus K. 

slinghen, slingheren. Serpere K. 
slinghere. Funda SIT. sllngher, 

SChnlle. Funda, fundula, fundibula, 
amentum, sinda T. 
slingheren. Testulam aut lamellam 
distringere super aquae aeqnor; la- 
xnelia aqua« quatere K* 

slingherslangher. Spira K. 

slodde. Sordida et inculta mulier; 
ambubaia K, 



13 



100 



sImT Sordidatns, homo sordido siv« 

horrido caltn c«t K. 
8lO6p0. Clayns ferreus minor £. 
SltOlter, SBtester. CuUeoU, cortez 

▼iridis putamen nacis ambiens cet. K. 

slo^steren, bthteren, sletnderlinghe. 

Qnisqiiiliae Y« 

Sloero. Sloerken. Sordida ancilla, 
serra vilis, ignava K. 

slOOTen. Velare, tegere, operire, ve- 
lare capnt K. 

Slope. j. Slnyphol. Latibulnm K. 
Slorpen, snypeiL Sorbere, sorbescere, 

sorbillare T. Slorpen, BlOITeil. Sor- 

billare, sorbere, lignrire K. 

slotsche, slotie. j. solen T. slodse. 

hell, sicamb. j. panteffeL Crepida, I 
sandaliuin K. 

slotien maken. Soleare T. 

Sloven, als de boomen sloven. Falce 
allevare arborem, interputare, pn- 
tare P. 

slnyf. Boscas, avis ex anatam ge- 
nere K. 

Slnyraen, Slüfpen. Partim, clancn- 
lum et recte prorepere, labi, elabi, 
dUabi K. 

slnymen, slayraeren. Dormitare cet. 

et Leviter dormire K. 

slaypen, sn^ckeii, sUJcken. j. meke- 
lick gaen T. 

Slons, Slons. Laxus K. 

smacken, smyten, werpen. lectare, 

iacere, proicere T. SBiackeil. Colli- 
dere, illidere, concutere, iactare, 
proiicere, prosternere, qnassare cum 
▼i aut sonitu impingere, quatere K. 
smackmaylen. Basiare, pangere, af- 
figere osculnm K. 

SBiaL Exignas, exilis, tenuis cet. K. 
BlluUsaet. Cicer GIB. Legamen K. 
gmant, vet van der melck. j. roill6 T. 



101 



smeentO. holl. Penelops, &viB anate 

minor, insigne habens puniceo colore 

coUnm K. 
snieer. fland. j. teer. Tenuis, exilis K. 

smetS, smetSCh' Praedulcis, mnlsens; 

insulsus et Nanseam provocans ni- 

mia dulcedine K. 

smetsen, smetschen. Epuiari, comes- 

sari, ligurire; mdnlgere genio K. 

smick, swepe. j. gheyssel T. 
smeel, soel, smnl. .Tepidus K. smeel, 
swoel oft smnl weder. Aestaosum 

tempus, aer aestuosus, aestas P, 

snab, snavel. j. nlb T. 

Snack* Kespiratio, respiratas, anheli- 
tu8 et Singultus et Latratus K. 

snaeken, snateren, snappen. j. pla- 
deren T. 

snackerken. fland. j. basserken, kef- 
ferken. Hyiactor K. 

snappen, cakelea. Garrire, fabulare, 
multa loqui 0* 

Snapper. Garnilus, blatero cet. K. 

sneven, stmycken. Cespitare, ya- 

cillare, nutare, titubare T. sneven. 
Deficere, deesse et frnstari, errare, 
labi et Vacillare, cespitare, nutare 
et Dura sive adversa pati K. 
snicke oft schnyt. Scapha, navigio- 
lum P. 

snippen, snipperen. Resecare, secare, 
incidere K. 

Snoeyen. Scindere, caedere K. 
eneepen. CatiUare, ligurlre et Yorare 

poma K. Catillare, clam cupedias 

edere P. 

snoUen, snorren, snneren. j. eten T. 

anovelen] Nutare. U yaclllare. wan- 

kelen, snoyelen, beyen 6. 

sebben, sebbelen. fland. Cespitare, 
titubare gressu K. 

sockelen. j. BQckelen. Cespitare K. 

SOel. Sandal H. 



102 

806rC0tt. Collobium, paUitim virgt- 
nale luque ad talos düfusum et sine 
manicis Y, 

8O6I0I1. Leni dulcique aura spirare K. 

soet. Fuiigo ÜB. y. 866t, ro6t Tan 

d6 8€]l6ad6. Fnligo K. 
86ll6boU6]|« Praecipitare et Praeci- 

pitari K. 
80ni6rl0d6. Virgultam T. 
86mp6* Claudus, claudicans K. 
861l-dailW6. Solis ros cet. herbae 

genus K. 

80By , tr6ch. j* V6rck6ii8 back T. 
8or6. j. dr60gh6n haerinck, rood6ii 

ha6rinck. Halec famatum cet. K. 
S6rk6t of 6Ild6rr0C. CoUobium, Te- 

stis virginalis sine manicis fi. 80r- 

€0tt6. Falla, pallium muliebre, ve- 

stis muliebris saperior E. 
86tt6r61l. In£fttnare (HB. 

spaci6r6ii, 8p6l6iiga6ii, y6rga6B,T6r- 

wanderen. Vagari, spaciari cet. T. 

8pa6k. j. dorre T. 

spaecke, wlndboom. Vectis I. 

spaeden, spaeyen. Fodere, pastinare 

agnim, agrnm fodere K. 
apalcke. Regula, fascia, lamina et 

Ferula; lignea tabula levis, quae 

fractis ossibus continendis circum- 

ponitar K, 
Spanbedde. Berannla G. 

8parcke. fland. j. ghenstere. Sein- 

tilla K. 
Speeck. Scnrrllis, proeax, contume- 
liosns K. 

spelengaen. j. spaderen T. 

Spelte vei doest. Ador y. spelte. 

Far, zea, ador, vnlgo spelta K. 
spene, spenenvloed. Haemorrhois 
cet. K* 

sperlinck, mnseh. j. iuninek T« 
spertelen Tel taperen. Paipitare GIB. 

Spertlden. Agitare sive motare ma- 
nus pedesque et Paipitare K. 



103 



spybeler. j. vatech bedeler, trnant. 

Alpharus T* 

spie, spUe, spleeker. ciavus, cia- 

VU8 interiectas, assula inspicata, as- 

sula in acumen tenuata Kt 
spleken. Aqua recentl macerare p. 
spler. Pulpa, caro mnscnlosa cet. et 

Pulpamentum ayis, cames latemm 

cet. K. 

spler - sack , wejtsaek , knapsack. 

Besace, gibeciere, bissac M. 

spyer. j. gras T. 

spler, splenroghel, splerswalcke, 

spierswalawe. Apus cypselus: avi- 
cnla ex genere himndinum K. 
splndse. Fascis cocularms, fascicalus 
minuti ligni, fasciculus cremiontm, 
creminm K. 

splnnewlel, splnrat Rhombus P. 

splnte. Corbula, cophinus, vas vimi- 
neum; mensura frumenti aut ave- 
nae K. 

spltten. Federe, agrum pastinare, 

terram perfodere K. 
splJJtmiJte. Homo sordidns, cumini 

sector q. d. sector mitae sive minu- 

tissimi oboli K. 
spllnter. Assula, schidium, aculens 

ligneus K. 

spoelwlel, trllle. Un rouet a devi- 
der, devidoir, devideau. Rhombus 
textorius P. spoelWleL Rhombus: 
machina qua trama glomeratur in 
circulum cet K. 

sporkille, sporkolmaent. Februarius 
y. sporkelle, sporkelmaend. Fe- 

brnarius K. 

sprankel, Tlerspaen. Limatura 6. 
Tlersprankel. Caichita 6. spren- 
ckel, spranckel, sprancke. fland. 

Scintilla, faviUa K. 
spriet. Agolus, bacnlus pastoris 6. 
sprlet. Yenabulum et Pedum, ago- 



104 

Inm, bacalus pastoralis et Bidens et 
Ciuipis K* 
SpriBChane. Locnsta 61T. Attacus, 
Brncus ?. spriüCUiaeil. Locusta K. 

sprinck, qwick. j. born T. sprinek, 
sprlngh, sprlnghende water. Aqaa 

saliens, fons saliens, fons viTas et 
Scaturigo, scatebra K. 

sprinckel. j. coolspnmck, hoysprtng. 

Locusta T- 

sprinckel. j. drnw, sUppe. Deci- 

pala cet. T. 

springhen, qwlcken. j. qwellen T. 

SproCkeL Feburier M. 
sprockel. Hlsta 6. Cremiom K. 
sproke. Dicteriam ?. 
SprnjtgroeTe. Seminanum K. 
Spnye, spUe, slnyse. Septnm, Cata- 
racta, cataractae clanstrum cet. K. 
Staede. Auxiliom K. 

sUel, staelken, monster. Exempinm, 

specimen, exiguum quiddam mercis 
quod a yenditore spectandum pro- 
fertar K. 

stofswert. Sica 61T. stafsweerd. 

Sica, doloD K. 

stallicht, stalkeersse, dwaesllcbt 

Ignis fatuas, ignis erraticus: ignis 
prope terrae in aere proxixne per- 
manens et haerens cet. K- 
Stalpen met den VOet. Pede qnatere, 
ungula ferire K. 

Stande 9 eyn holten vat Biota T. 
stände* Labmm, aWeas statarius, 
orca, cada» K. 

Stapeel. fland. brug. Plnteus, appen- 
diz, tabula in qua sartor operas 
conficit K. 

stappans. Protinns Q. stappens j. 
staphands K. staphands. fland. 

hell. Statim, evestigio, confestim, 
snb manu K. 

stappe. j. drnw T. 



105 



Stoenken-beonktD. Gjemmae mango> 
nizatae, interpolatae et Glemmaram 
mango , gemmatum interpolator ; 
mango margaritarum , margarita- 
rius K. 

steenpoel, steenpnt Latomia K. 

St6igb6r of leUYO. Specnlar, speca- 

lar» y. 
Steigher, steil, stick als die berghe 

sint. Acclivis, abrnptuosus, preci- 

piosus T. 

stek - TOghel, stickyoghel. Accipiter K. 

Steke. Aucupiom, aucnpatio K* 

stekeldoren vei eroselbusch. Rha- 

mnuB GIB. Stekeldeuren. Rhamnas, 
palinrus K* 

steken den hören* Buccinare, ca- 

nere buccina, cornu K. 
Stel. Vetas, vetustus K. 

stelckeren. fiand. j. stellen. Con- 

crescere, coire in densitatem K« 

Stelpen. stagnare GIB. Stelpen, stül- 
pen. Sistere, stipare, obturare, ob- 
struere, occulere, restringere, inhi- 
bere K. 

Stenen. G^qiere cet. K* 

Sterrenscbot^ Bolis, lampas aeris: 
fax ignea quae in aere nascitur, 
Yulgo lancea ignita K. 

stertel vei stertelken. Liguia y. 
stertel, steertel. Liguia, liguia 

adstrictoria K. 

stevlch, styff. j. strack T. 

stick, j. Steigher T. 

stincke, hacht. j. kerckener T. 

stippe. Offdia panis P. 
stippen. Intersepire K« 
Stobbe, Stronck. Troncus, inferior 
pars tranci P. 

stocken, j. blocken T. 

Stoeyen. fris. holL I^asclvlre K. 

stoepe, stoepbancke. bou. sicamb. 

Ezedra, sedile pro foribas, sedile 
Testibuli K. 
Hör. Belg. P. VII. 



14 



106 



Stokvier. Incendarius K. 

Stolpe, hnlle. j. doeckhnlle T. 
stolpen. hoii. j. Stelpen, stoppen K. 

Stonen. Anniti Y. 

Stopper oft bedodder. Adoubeur M. 

Stonwen. fland. Incitare, instigare K. 
Stonwen. Agere, minare, ducere; 

propellere K* 
Straetmore. Eluvies, lutum platea- 

rum K. 

strene garens. Metaxa y. streme 
gaerens. j. strene, stringhe K. 
strene vlass of henneps. Strena, 

strenula T. 
Strijcken. Legere, tendere, proficisci K. 

stringhe gaerens. Spira fiiacea, or- 

bis iilaceiis: filorum congeries K. 
Strobbe. Frutex K. 

stroyken werpen. fland. j. halm 

SChieten. Vendere fundos, patri- 
monia etc. K« 

stront vei mest. Stercas GIB. stront. 

Merda Y. Stercus, ventris onus, 
oletum, merda, homerda K. 
Strop. Laqueus cet. K. 

strubbe, strobbe. Frutex K. 
struyff, stuyr, stugghe cet. Atrox, 

ferox, pervicax cet. T. 
Struyve' Placenta, scribilita, laga- 
num K. 

stnder. Proietarius Y. studor, stuy- 

der. vetus. Proietarius K* 

stugghe , wreet. j. struyff T. 

Stuycken. Quatere, meutere, impin- 
gere, quassare, coneutere K. 

stuycken. Ludere nucibus in scrobem 
coniectis K. 

Stuyten, pochen. lactare, iactitare, 
crepare, ostentare, arrogare K* 

StuytVOS. lactator dolosus, ostenta- 
tor Yulpinus, logodaedalus , dicitur 
proprio de vulnerariis et pharmaco- 
poeis circumforaneis et id genus aliis 
iactatoribus subdolis K. 



107 



subben, smetten. j. lancken T. 

SUCkeleil. Cespitare, vacillare, offen- 
sare, titabare, labascere et Yitam 
trahere et Errare K« 

snf. Delirus K. 

snyckleiii j. crancken T. 

snyne, Tillicht j. by aventure T. 

snyselen. Cespitare, titnbare K. 
sul, axe der timmerluyde.- Ascia, 

asciola T. 
snl - maond. vetus. Febrnarius K* 
S1irk6l. Acetosa, nomen herbae 6. 

snerckel, snerick. Oxaiis cet. K. 

snrckeren als voghels. Garrfre, can- 

tillare avinm more P. 
SI1S86I1. Cessare et Tacere et Sedare, 

tranqnillare K. 
SUVel. Lacticinium 61T. SüVel. j* 

molcken T. sayrel. Lactarinm, 

vulgo lacticinium K. 

swadem, ynchticheit. Vapor cet. T. 

swake. j. boghelick. FiexibiUs cet. 

T. swack, wack, taey. Lentns, 

quod facile flectitur, flezilis K« 
SWalem oft SWalcke. Hlrondo, che- 

lidon P. 
SWalpOD. Flactuare, affinere, iactari 

flnctibus; nndare K.' 

swantzen. j. dantzen T. 

sweem, sweemer, sweemerkeo. Ba- 

sticula minor, gidlinago minor K. 
SWelckenllOllt. Sambncua aqnatica K. 
SWelen h6t hoy. Versare foenum für- 

cillis K. 

swepe, smick. j gheyssel T. 
swereken oft wolcken. Nubes p. 

SWerck6. saz. fris. sie. fland. j. 

WOlcke. Nubes K. 
SVettan. Attingere limites agri P. 
Sweyen. VoUtare T. 
SWieren. Gyrare, in gyrum verti, cir- 

cnmTolvi et Yagari et Vibrare K. 
SWUner, SwUnder. Porculator, snbul- 

cnsy snarina K. 



u 



T. 



taelman. Rbetor GIB. Orator et Ad- 
▼ocatus , caasidicus, patronns K. 

toetolf, tOtolf. Statna sartoria, sti- 
pes yestiarins, cui sartor vestem re- 
cens Butam adaptat K. 

tagghen, terghen. j. naggheii et nap- 

pen T. tagghen. Disceptare, Yiti« 
litigare, altercari K. 

tallart j. baseler T. 

talmasche. Larva CrlB. 61T. K. 

talmen , drammeii. j. bolderen T. 

talp* Culcita TiÜB et Incnnabula, cu- 

nae K« 
tamboere. Timpanista Y. 
tamper. Acer, acrimoDiosus T. 
tamS06reil. Timpanizare Y. 
tangher. Acer, acris, asper et Ala- 

cer, gnaTns K. 

tantelen, twisten, j. hamplen T. 
tarden, smeickeii. j. lunschen T. 
tasten, smeken, taperen, spertelen. 

Palpare Y» 

te-nieweten. AdnichUare ÜB. 

teenii hoyteem. Pertica foenaria t. 

teems of seef. Coiam 6, teempst oft 
slft. Un cribie M. tems, temst. 
j. teems. Cribmm K. temesen. 



109 



Cri^are GlT. teemseii of bndelen. 

Attaminare 6. 

teesen oft teppen. Espincher. £z- 

plicare, carpere vel legere, at wol 

teesen P. 

teghenheyt. Rebellion, rebellesse, 

contrarietä M. 
teyle. Teile M. teyle. Testa, fictüe, 

vas fictile, gabata figlina K. 

telch. Ramus GIB. telghe, r^s ?. 

tene, wede. j. roedeken T« tene, 
wilghe. Salix 6. teen, teene. vi- 
men K. teen. j. bandroede. vi- 

tile, lentum vimen K. 

tennen. irritare 61T. tenen, teenen, 

tanen. fland. irritare K. 

tepken Tan den yede. Praepucium Y. 

terghen. irritare 6. K. 

terwe. Triticam K. teruwe. Bled, 

fronment M. 

teulen, toylen. Colere agram et La- 
borare K. 

teve. Canicula GIB. Canis fem. vulgo 
canina K. 

tewe an den voet* Pedica T. 

teewe. Homo vilis et servilis condi- 
tionis K. 

tyarent. Antan m. t'Jaeren. j. jae- 
rens K. 

tichte. Crimen et Accusatio K. 

tiereteyn, dierteyn. Vestis Uno et 

lana confecta, pannus linolanens 
cet. K. 

timmer van enen heim. Crista y. 
temmerG. timmer oft timber. 

Crista galeae cet. K. 
tlnghel. fland. j. netel. Urtica K. 
tinglietanghen. Tintinnare K. 

tobben, speien, j. boerden T. tob- 

ben. j. toppen. Purere, tnmol- 
tnare etc. K. 

tocken , locken, j. anhalen T. 
todderea. fland. j. tnyeren. Ne- 

ctere K. 



110 

toeUft j. wUnvat. Cup», doUum, 

toyen. Omare, adoniare K. 
tdkon, Stoten. Anetare ?. tokoil. 
Tnidere, arietari K. 

toktn. fland. j. Jocken, speien K. 

teL j. dop. Trochns, troperillus T. 

tel. sicamb. holl. j. top. Tnrbo, 

tnrben, trochos K. 
tonneil. Commatare, permutare, cam- 

bireP. 

toet j. craen, tap. DuciUns, dnzii- 

las , docillna , clepsedra, dactflens T. 
torsch, trOSCk. Uva, racemns, bo- 

trus K. 
torten« Imtare, vezare, ezasperare P. 
tote. j. nol. Epomis, amiculam, cn- 

ciillnB, gestamen huinerale, yulgo 

snperbamerale K. 
totelmaiinekeil. Persona, figura emi- 

neos in aedificiis, quae aquas ore 

vel mentula fundit K. 
totorOB. Buccinare, boccina canere 

cet. K. 

tottelen. j. stamelen T. 

tonteren, scbongheleii, sehoppen. 

Ludere oscillifl ant oscillatis, oscillo 
iactari K. 

tracken, toeyen. j. beyden T. 

treeft, trefl Tripus ferrcus, chy- 
tropus, ollae snstentaoolam K. 

treghen, veriirieteii. Accidiari y. 
trierlingh. j. boeve T. 

tr^p, trJUpe. Heteromallum, hetero- 
maschalum, vestis heteromalla lanea, 
vulgo tripa K. 

tryp. j. holBch T. 

trypen, Pensen, j. Ingbeweyde T. 

trUpen. j. panssen. Omasnm, oma- 
sa, vulgo tripae K. 
trysel. Incemiciiliim, cribnun ezcus- 
sorium, cribrom frumentarium cet. K. 

tr^sse. j. paley, winde. Tensonum 

cet, T. I 



111 



tryssen, overwallen T« 

troeffen. Ludere chartis K* 
troffel. Truelle M. 

troye. j. Jacke T. 

tros, trosse, torsch. Racemus, uva, 
botrus K. 

trosken, worpel. j. halsbant T. 

trostelbier, maeltijt van een wtvaert. 
Convivium funebre, funeraria con- 
vivia P, 

trouwanteil. Otipse vagari et Agere 
parasitum, agere Bcurram, vnlgo 
tmtannizare , scurrari K. 

^ruffe vei favele. Nnga gib. trnffe. 

fland. Mendacium, nugae, frivola, 
stropha, vulgo truffa K. 

truffere vei logbenere. Nagigemius 

GIB. truffer. fland. Nngiyendas, 
frivolarias, impostor, valgo trufa- 
tor K. 

tmgghelen. Aemscare, aera seu pe- 
cunias et cibam undique coUigere 
praestigiis et fallaciis K. 

tragler. j. bedeler, ghylre T. 

tmyfler. j. boeve T. 

tratsman? trneeman. fland. inter> 

pres K. 

tucken, trecken. Trahere T. tncken. 

Arietare K. 

tacken, j. ophoren T. 

taelawen, tealnwen. fland. j. kne- 

den. Depsere, subigere K. 

tayck. j. boeTinne T. 

tayer. Pedica, lomm, loramentum, 
restis qua pecora in pasouis vin- 
ciontur K. 

tayghen, ghelden. j. eopen T. 

tayl. Agricultura, agricolatio, labor, 
Opera, opus K. 

taylken. Sertnm, senria cet. K* 

tnynklocke. j. klocke. Conyoiyuins K. 

toyscherUe. Lndns aleae K. 



112 

toyteleiL Banfrer H. toyteleiL j. 

tnySChODy tennoil. Commatare, 

permntare K. 
taytelrye hondon. Tenir berlan M. 
tnlpe. Tiara, cidaris, tuliban, iDsigne 

capitis orDaxnentnm Turcamm K. 
tnlpeil. j. Slaen. Batnere, yerberare K. 
tlllp€]t fland. Comessari, pergrae- 

cari, baccbari, insanire K. 
tWintelen. Flactaare animo, dnbi- 

tare, in dubio esse, subdubitare K. 
tweefelen. fland. Blandiri, delinire K. 

twyddn, gdnnen. j. Terhoren T. 

twlntlet. Aliqaantum UT. 



ü, 



QChtonstond. boll. Tempus matnti- 
nnm K« 

niten, eynden. Finire K. 

nnghel. Cepum, cebum, axungia T. 

nnster, unser, nnssel, enssel. j. 

knlpwaghe. Statera, trutina oam- 
pana K. 
uperken. Cheopina, hemina, cyathns K. 

nrigh, nnnaellgh. Mutabiiis, incon- 

stans et Horarius, nnins horae K* 

nwen. j. gheeken. loeren, spotten P. 



V. 



▼acbt, Tlies. Vellus et Globus lanae, 

coagmentum lanae K. 
TackOn, wagh6II. Notare, yacillarei 

titillare T. 
Tadde. Ignava mulier; ignava et de- 

formis puella K. 
vadde. Iragannm, libi admodum te- 

nuis et flaccidi genos K* 
▼adde. Fungus, clavus, patella in ar- 

boribus K. 
vaddeil. Deflorere, deflorescere, flac- 

cescere K* 

vaele, veyle. Hedera K* 
vaerende w^f. vetus. j. draeyen- 

den wind. Turbo, vortex K. 

▼aerent, verent, venieD. Anno prae- 

terito, anno superiori K* 
Ta6rgla8. j- seekompas. Amusium^ 
pizidicula nautica K. 

vaerinck, Taerincks. fland. iiiico, 

cito, statim K. 
▼aese. j. vaesehe. Phantasla, deli- 
rium K* 

▼aesken, Taselinghe oft veselinghe. 

Fibrae, capillamentum herbarum vel 
radicum P. 
Taken. Dormitare GIB. Taken. j. 8la- 

Hor. Belg. P. YII. 



15 



114 
peron T. Tikoa, swimolaa. So- 

porare V. 
TalflldliyTe. Palombes, palombuB K. 

▼ilTeken, klapTekan. cianstnim 

prati vel agri, vectis, Cataracta ni- 
tro recidens in seram seque dau- 
dens K. 

vandoose, vandoose. Lamia, incan- 
tatrix, mnlier venefica cet. K. 

▼arende vronwe. Abieva Y. 

vast. Multum, mnltopere cet. et As- 
sidue, continno, semper K. 

vede. Priapns Y. Tede of scbaeht. 

Yeretnim, virga yirilis 6. 

TeemoL Buprestis K. T0moL Stel- 
lio V. 

▼eene. invenca Cr. T6«r86. j. varse. 

Bucnia K. 

▼eersken. Bncnia Y. 

veesche vei maimebaiit. Fascia Y. 

Veetsen. Cncnrbita Y. 

Teghel, eynpeMieli. j. verhardt T. 

vey. fland. Yigens, vegetus K* . 
▼€ygh. Morti propinquus, matunis 
morti cet. K. 

T67I6. Hedera, herba venale rinnm 
indicans K« 

vekon* Vacerra, repagulum, Cata- 
racta, crates lignea, clathms, cla- 
thnim K. 

▼611, Tenne. Palus et Pascuam, pa- 
scuam palastre K. 

venit. j. clant T. 

vennoot, medegheselle. Consors i. 
sodaiis 6. Yennoot. j. Teynodt. So- 
cius K. veynoat, Teynnoot, Yen- 
noot, Yengnoot, Yeyngnoot. bou. 

zeland. fland. Soeius et CoUega, 
socius in magistrata aut publico ma- 
nere K. 

Yer-bagher, hopoker, swotier, be- 

rOMner. lactator cet. T. I 



115 



▼er-bolghen, toomich, gram, grille, 
hevlch, onghevoech. Commotus, 

iratus cet. T. 
ver- boren. Demereri ?. 
Ter-borstelen. Horrere K. 
▼er-bOSSen. Offendere, offendere apad 

aüqaem et Incidere in molctam, in- 

currere mnlctam et Infeliciter agere, 

peccare K. 
▼er-dotelt. Delirus T. 
ver-dtttten. Obtundere et Obtundi K. 
ver-eeDen. Pavescere^ consternari; 

horrore perfimdi ob solitudinem K. 

ver-heetsteren, verheytsteren. Ae- 

staare,' incalesce're, ferrescere la- 
bore, itinere, cursn nimio K. 

ver-hendelen. j. Terber^^en T. 
▼er-Ullkht, Termoeyt. j. verar- 

beydt T. 
ver »klicken, verspien. insidian, spe- 

culari, facere insidias p. 
Ter-kombeenen. Narrare, referre, 

explanare K. 
▼er-konckelen. Distorqnere et Ob- 

strnere K. 
▼er-langh, belangh. Necessitas, res 

necessaria K. 
ver-meyen. Maio mense spatiari, 

sive apricari; vere novo recreari, 

oblectari et Fronde yiridi omare K. 

ver-mincken. Mutiiare cet. K. 
Ter-mompelen, verslomplen, ver- 
wimplen. j. verberghen T. ver- 

mondpelen. Snbticere, reticere, iniis- 
sare, yelare, celare, abscondere K. 
Ter-namen. Renommer on changer 
le nom. Nomen alicuins celebrare, 
famam alicains propalare, divulgare 
claritatem alicnius yel nomen im- 
nrntare P. 

Ter-nentelt, Temntelt. vietas, lan- 

guidns, flacoidus, frivolas ; contractus 
et Puiniliu K. 

Ter-noyeren. Apostare ?. 



15 



r, * 



116 



▼er-pletten, verpletteren. Concui- 

carO) obterere, conterere, opprimere, 
calcando sive premendo laedere K. 
ver-prillen. Hilarescere, obleetari et 
LasciTire K. 

▼er-raetelen, in dayghen Yallen. 

Rimas agere, dissolvi, rimis fati- 
scere laxis compagibus K. 
▼6r-rilCk6Il. Movere vel dimovere 
loco, abstrahere, divellere, avellere 
et Liixare K. 

ver-ruckinghe der sinnen. Ecstasis 

cet. Yulgo raptus K. 
ver-seylen. Errare in mari, errare 
velificando K. 

ver-sledderen, verslentsen. Fiac- 

cescere K. 

ver-slentsen, versledderen, versle- 
teren , verslnyeren oft verwekken. 

Flaccescere, fracere, marcescere, im- 
marcescere P. 

▼er-slonsen (P. verslentsen). Tur- 

piter terere et inquiuare; ignavia et 

negligentia deterere et deturpare K. 
ver-slnysen« Obstipare, oppilare, ob- 

struere cnrs'um aquarum K. 
▼er - SOmeren. Aestivare et Aestivo 

aere corrumpi, corrumpi sive aduri 

nimio aestu K. 

Ver-Stoven. Fatiscere rimis, dissolvi 
et nimia ariditate undique perfluere K. 

Ver-Sttft* Delirus, delirans cet. K. . 

ver - tieren. Permutare y commutare, 
alienare, vendere, divendere, distra- 
here K. 

▼er-tijden met den halm. yuigo £f> 

festncare K. 

ver- Tieren. Terrefacere cet. et Ter- 
refieri cet. K. 

Ter-Telen. Crebreseere et Nimia oo- 
pia onerare cet. K. 

▼er-waendt. Gloriosus, glorlabun- 
dus, arrogans cet. K. 



117 



▼er -waten. .Devovere MB* Terwa- 

ten mensch, fland. Excommunica- 
tus, sbdicatns ab ecclesia K. Ter- 

waten, maledyden. j. blameren T. 

ver-weent. Petulans, oncuisch of 
gheüich 6. 

verghen, ansinnmi. j. anmeeden T, 

▼erghen. fland. holl. sicamb. Pro- 
ponere, offerre, obiicere, exhibere 
etExigere, poscere, petere, quaerere 
et Exequi K. 

Vese. Fimbria; vibex CrlT. 

vese, scheve. Festuca T. vese, ghe- 

stnbbe Y. 
vessemen een naelde. Acum fiio 

traiicere cet. K* 

vetere. Compes v. veter of boye ö. 

Teter, helde. Nervus, pedicae, 
compedes, boiae; cippus K. 

vettre. Sardo CrlB. vetter. j. gaer- 

Wer. Coriarins, ynlgo tannator K. 
vies. Phantasticus et Morosns K. 
Ylgglie. Porcnlus, porcellns, nefrens K* 

vinune. Squama Y. Timme, Tinne, 

TÜmme. Pinna, squamma et Ari- 

sta K. 
vinne, hacht. Pars abscissa K. 
Vinnigh. Acer, asper, crndelis, sae- 

Yus, vebemens K. 
Typen, wetten* Terere, acuere T. 

Tischkranwel. j. elgher. Fuscina K. 

Tise menschen. Homines phantastici, 
phanatici K. 

Tise-Tase. Visnm, Spectram; Phan- 
tasma, phantasia K. 

Visel. Tlntitio 6. Trapetam 6. T^- 
sel. Mortarium, mortariolam K. 

Tiser, steter, stamper. Pistiiius 

cet. G. 
TtJsen, SChreeTen. Cochlea spiratün 
attoUere et yicissim dimittere; ver- 
tere cochleam K. 

Tisse, flsse. Titsche. Putorins, mu- 

stelae genas Talde patidüm K. 



118 



flts tyo. flsnd. Habitam habere all- 
cnios rei, assuetum esse frequenti 
acta L 

flTer. Piscina 0. TUrer, weuwer. 

Vivariom, piscina K. 
TUde. Placenta (HB. Y. 

Tlaeck. j. hordo. Crates p. 

TlAtghO. Nimbus f repentina et prae- 

ceps pluTia et Procella, tempestas L 

tImscIi in een bosch. Saltns ?. 

tUoscIl Tetiis. j. bosch I. 

TlMt ▼an enen huise, een aenhanc. 

Appendix Y. 
TiaBeggho, TlaminghO. Flammtnga Y. 

Tlodlch. j. royn T. 

Tloomseh] Ezedra, «on wtghospan- 

nen vlnstero, een tImbscIio vln- 

storo Y. 

TlOBinck. Flandrinns, Flamingos T. 

Ttous, Tlouskons (K. Tlonghs). Sta- 

tim, moz, eyestigio, confestim P. 

Tlichol-stoorton, Tlidistoorton. Mi- 

care cauda, per intervalla morere 
caodam et Discurrere K. 
TllcholdD. Volitare, subvolare, con- 
entere alas K. 

Tliek of sQdo spocks. j. bako T. 
Tlickon, spalden. j. doeren T. 
Tliodolore vei holentore. Sambucus Y* 

TllOgh, wind. Aello, laelaps, canis 
admodnm veloz K. 

Tlloghwoator. j. pepol. PapUio K. 

TÜOghor. Palla, yestis mnliebris an- 
trorsnm divisa et aiamm instar re- 
plicata K. 

Tliome van 't koren. Arista K. 

TUostoon vei schoTorstoon vei serc- 
steon. Siiez Y* 

Tllndor. hoU. Ms. j. pepoL PapUio K. 
Tlinder, TUndorbOOm. fland. Sam- 
bucus K. 

tIo of DOp op den doeck. Lanugo T. 
TlOOrdnjYeiL Domi latitare K. 



119 



yIoUWO. Tendicola, nebula, nebulo- 
8um rete quod turdis et gallinagi- 
num generi tenditur K. 

Ylngghelan oft Tlichelan. Voiter. Vo- 

litare P. 
Yluggheil. Plumare, plumescere, plu- 
mas emittere et Pubere, pubescere K. 

Yocken, weyen. Fiare T. 

Y0dd6. Panniculus, pannns crassns, 
Yilis, attritus et laceratus K. 

Y06r6. Actus, actio, gestas, mos K» 

V0gh6l]l6y]l. Onocrotalus . q. d. avis 
peregrina sive eztranea, qualem 
Machlinia aluit quinquaginta et am- 
plius annos K. 

YOlard, YOUaard. fland. brag. Genus 
libi oblong! , et lovan. brux. Genus 
libi quod festis natalitiis Christi do- 
natur cet. K* 

YOlcwUch vel stryt. Bellum ?. 

YoUec, haostalec. Actutum y. toI- 

lic« Plene et Confestim K. 
VOOr-baelsa. Antemnrale ?• 

Yoor-ghebarchte of een Teorbaol- 

gie. Antemurale .6. 

voor-ghaspan vel hecsel. Firmacu- 

lum V. 

Toor-heyich wesen, r^ck wesan, 
kebbich wesen, yloeien, ghenoech 

Ii6bb611. Abundare cet. T. 
YOOr-reypel. Antela (antllena) ?. 
YOOr-SChoot. Limas quo utuntur coci 

6. Ydnrschoot. Castula, praecln- 

ctorium cet. K. 

▼oor-span. Moniie 6. Yearspan. 

vetus. Fibula K. 

▼oor-waerda. Conditio 6. 

▼OOr-Windt* Vent a gr6. Ventus 
secundus, secunda anra P. 

▼oorn. j. träte T. Yornken. Truea 

vel trutta, piscis 6. 
YOOS, YOOSCh, YOOghfl. Spongiosus, 
fungosus; rarus et levis instar fnngi 
et Insipidus et Yietns K. 



120 

Yente vei wolfsoL Voita ?. Yoate. 

Fomiz cet K. 

vree ^ei ghioriclt Avams ?. Treck. 

ATaniB, sordidtts, praeparcus K. 
▼redflor. DioBcnriy ignes sive fulgo- 
res marini, qui per tempestates ap- 
parere solent, aat geminae stellae 
nautiB salntareB, et prosperi carsus 
praenuntii. q. d. ignes pacis K. 

Treyschen, TornomoD. j. errtren T. 

yrUborsty adolborst Tyro über et 
nobilis K. 

▼rUdlief. Cohors, hortos conclnsns; 
hortus sive hortulas aedibus conti- 
guus; clansum vel septnm in ante- 
riore domo Tel yilla; et Colonia et 
Atrium et Coemiterium et Asylum K« 

nUten. j. draeyen. Tomare p. 

▼rOSI Tan lodon. Robnstns, robustns 
membris, torosus K. 

vrone. j. hillich T. 

TTUlltO. Ager compascuus, communis 
ad pascenda pecora, pascuum publi- 
cum et Carcer publicus, custodia 
publica, custodia libera K, 

Ynyck, eyn wyt cleit. Fuea, diplois T. 

YnyckO« Excipulus, rete aut septum 
insidiis piscium ezpansnm K, 

Tuyde. j. briti T. 

Tuyrstar. campin. fland. j. schoor- 

steen. Focus K. 
Yuyster. j. yayrstar K. 



w. 



wachelberen, weckelberen. lunipe- 

rum T, 

wachtelboom, geniYerboom. lunipe- 

rus y. vetus. sicamb. K. 
wack. Udus, uvidns, humidns cet. 
Lentus, flexibilis, vletas K* 

wack, wedick. j. hoy T. 

waerderebbe vei heimelicheit vei 
schytcamere. Trktegum y. waerd- 
rabbe, waerdrobbe, waerdrebbe. 

Vestiarium , conclave K. 
waetoralf. Daemon aquaticus, En- 

nosigaeus, Neptunus K. 
wafele. Grapha y. 
wagghe. Tibiale, fascia crurnlis, pe- 

ro; tibiale lazum £• 

waghen, waglen. j. swancken T. 

waghenspel. Comedie n. Ludi, sce- 

nici ludi, spectaculum K« 
waye vei sweetse. Flamicea y. 

wake. Ulcus GIB. wakel y. wakel. 

Tetos. Ulcus, apostema K. 

wallnys. j. wandluys. Cimex JL 

walm. Manipulns y. walm. Brando 
y. walm, glnye. Fasciculus stra- 
minis cet. et Fascis straminis ar- 
dentis K. 

wamsooL Dyopiois y. 

Hör. Belg. P. VII. 



16 



122 

wan-daghes, yoemaels cet. oum 

cet. T. 
wan-lust. Languor, nausea K. 

wao-8chapon, lalick. j. eisllck T. 
waii- schiebt, onsade. j. misstant T. 
wao-schichtlick. j. aTenturlick T. 

Wa]l-86d6. zeland. Malna mos cet. K. 

wao - sedlcheit. j. dorperhait T. 

Wao-Slaeperigh* Semisopltus, semi- 

somnis K« 
wao »sollt. Non probe ant non satis 

salitns K. 

wao-weten, wanwetich. ignams, in- 

scias cet. delirus P. 

wand- lays , wallnys , weog^lnys. 

Cimex K. 

wandelen , yerboteren. Meiiorare, 

emendare T. 
WanSCh. Alacris, lepidus, vennstus, 
scitus K. 

Wanten, j. hanschen T. wante. Chi- 

rotbeca, manica, vulgo ganta K. 

wapeling, wepener. Armiger, sa- 

trapa, satelles T* 
Wapper. Cestus. i corium cum plum- 
bo infuso quo manus snas pugiles 
muniunt et se invicem caedunt Y^ 

wapper, wippe. Toiienon K. 
wardt. j. grint T. 
wannoes. oius gib. 

warvoghel. Imbractator, perturbator 
cet. T. Wervoghel. Perturbator, 
interturbator K« 

wase, wipe. Fax v. wase. vetus. 

Fax K. 

Wasem. Vapor 6. fland. holL sicamb. 
Vapor K. 

wastel. Liba GIB. 61T. wastelle vei 

COeke. Libum ?. 

wate, snede. j. egghe T. wate. 

Acies V. Waet. Acumen fi. waet, 
Waete. Actes, acumen K. 

waterkonckel. Gnrges p. 



123 



wayeraet. Muria v. wayeraert van 
vischen. Garus V. waeyeraet. Li- 

qnamen Garum: muria, decoctum 
piscium vel carnium sale macerata- 
nim, liqnor reram elixarum, vulgo 
salmaria K» 
wedde. Dos filT. Pignas GIB. 

wede-wael, gheelgorae. Gaiguias, 

galbula, chlorion cet. K. 
wede- winde. Hedera V. 

wede-maentp Junius y. wedemaend, 
weedmaend, weydmaend. lunius, 
dicitur et wademiaend K. 

wedam. Dos. wademeiL Dotare GIB. 

wader ende wey gaen. Digredi y. 
weder ende weynd loopen. uitro 

citroque cursitare K. 

weder -sohjjn. Obiectum fi. 

wedick, wack. j. hoy T. 

weeck. j. endt, endtvoghel. Anas, 

anas mas K. 

weeme. La maison du eure. Domus 

pastoris vel curati F. 
weer. Noeud M. Callus, callum et 

Nodus, tuber K> 
weer» fland. Sepimentum, septum, 

palatio, pedatio, vallum K* 

weffel, weyel. flanci. j. streme. vi- 

bex K. 

weffel. Pustula sive tumor exilis ex 

aculeo muscae cet. K. 
weghen, Dlrigere in viam, monstrare 

iter, Yiam docere K. 

wegher, gbeweghenre, nutliker. j. 
bet T. 

weydelick, schoon, staetliek. j. abel, 
herlick T. weydeUck. Magnus, 

▼alidus, fortis, potens, bonus, pro- 
bus; habills, aptus; egregius, excel- 
lens K. 

weyen vel brieschen. Hinnire y. 

weyfelen. Vagari, vacUlare, fluetuare 
cet. K. 



16 



1*24 

wojBMnt. ittin ■. woydB&end. 

lunius mensis, mensis qno pecora 

in pascua ducuntur K. 
WOystorOIL MobiUtare ante ocnlo« K. 
WOkelorbdOm. Inniperus T. 

womon. j. qwetxen T. 

wonckel, wannekel, rocket, j kedoL 

Recidinna, -natis Tel recidinnnm T. 
WOnstre. Sinistra fflB. 

wento, onti, hint. j. Ms T. 
wepelen. j. weyfelon. Vagari K. 

Weps. Vappidns V. 

were, woonstedo. j. ghohaclite T. 

WerringhO, twlst Dissentlo ?. 
WOrselen. Relnctori, reniti, obniti K. 

werte. Braxma V. werte, j. werte. 

Cerevisia mnstea K. 
werwolf Raphus, infirmitas ?. weer- 

wolf. RaphnB 6. weerwolf, waer- 
wolf , weyrwolf, wederwolf. i^y- 

caon, lycanthropos , TerisipeUis ny- 
cterobins cet. K. 

weslnghe. Essentia CHT. 

wesse. Dilutum malti cerevisarii; mn- 
stea cerevisia ; decoctum. j. werte K. 

wete* Scientia et Renuntiatio, relatlo, 
significatio K. 

wetten, j. yypen T. wetten, scher- 

pen« Aeuere cet. K. 
WCYel. Cabro, scarrobeus T. WCYel, 

weyelworm. j. kaiander. Carcu- 

lio K. 

wewede, pyne. J. crot T. wewede 

lyden, pyn hebben T. 
wewite. Caiamitas CfIB. wewlte» 

onsalicheit, ermoede. Caiamitas y. 
wichelen. j. wijclielen. Hinnire et 

Hariolari K« 

wijchelie, waersegghlnghe. Auspi- 

cium 6. wychelaer. Aruspez 6. 

Wicken, toyerMi. j. boeten T. 

Wideham. Vimlnetnm Y. 

wtjden of willighen wart SaiictumT. 



125 



wlee in die wonde. Epithema 6. 
wiecke, wondwiecke. Turunda,ni- 

namentnm cet. K. 

Wieke] Lues , een plaghe of iB^leka« i. 
macula, sordes vel pestilentia Cr. 

Wiel, kolck, wieUngha. Vortex, Ver- 
tex , contorta in se aqua cet. K. 

wier. hou. j. seegras. Aiga, uiva, 

fucus marinus K. 
wieren. Gyrare, circuire K. 
Wiewaawen. Delh-are T. 

wyle der nonnen. Veium T. 
wilghe of tene. Salix 6. wilghe. j. 
wydo T. willighe, wilghe: Salix K. 

wimmel. j. eyeger T. wimpeL vetus. 

Terebeliom K* 

wimpeL Bandum y. 

wUnboeye«. Scurms, scurro cet. T« 

winck. j. oghenblick T. 

Windaes. Troclea, torcular vel parva 
rota super puteum y. wiüdase. 
Carthesia, .carthesia sunt in cacu- 
mine arboris , navis vel alterius tro- 
cleae per quas fanes trahuntur y. 
Wintdaes , dat men met stocken om- 
draeyt. Angin, guindas M. 

windelmaent. December y. windel- 

maeild. vetas. j. Windmaend. De- 
cember K. 

winleke, erieleke. Aratorius y. 
winne vel a^kerman. Accoia y. winne, 
win, landwinner. Agncoia, agri- 

cultor K. 

Wint ^el brec. Leporarlus y. 
Wip. Yibratio, agitatio tremula atqae 
subita K. 

Wip-Steert. Gnaphalus K. 

wipe vel brant. Fax CrlT. wQpken. 

Facula y. w^Jp, W^pe. j. wlp. 
vetus. Fax K. 
Wispelen. Vagari cet. T. 

wispelen. Sibiiare GIB. wispelen vel 

blasen. Sibiiare y. 



126 

wisse. Restie V. Vimen, Restis K. ' 
Wissele. Fissina ?, 

wytelen, hoblen, wentzelen. Voiu- 

tare, volvere T. 

wtjtinc. Gobia 6. wUting ofte gadde. 

Un merian. Apna F. wtjttingh. j. 
WittingiL Apua et Asellus mollis K. 

Wittemoes. Lactatum Y. witmoes. 

Athera; puls ex tritici farina lacti 
permista; leucophagum ; cibus lac- 
tarius K. 

wittighen. j. Yercnndighen T. 
WiyeL Scarabeus 61T. wiYel, we- 

Tel ?. 
woene, waecke, bijte op dem yse. 

Lacua T. 
WOensdagh, melius et frequentius 
goensdagh. Dies Mercurü K, 

woerhinne vei quacli:ele vei lemoense. 

Ortix V. 
WOlfskip. Decipula V. 
WOlkenberst Cataracta Cr. 
WOrs of mont. Braxavium 6. 
WOrstelen. Agonizare, luctari GIB. ?. 

werte oft meddigh bier, ghesoden 

mOUt. Mustea cerevisia et tepida 
cet. K. 
WOSeB. Aqua bulliente decrescente 
aliam infundere K. 

wonwe of cnkendief Mtivus 6. 

wraddel. Palear, palearia cet. K. 

wrangh, wranek van smaeck. Ad- 
stringens , austerus , asper gustu K. 
wranghen, ringhen. j. pranghen T. 

Wransch. fland. Acerbus, austerus, 

amarus K. 
wranten. Mutire, Utigare, iurgari P, 

wrase. j. torsse, torsche, torff T. 
wrase, wraese. sicamb. Cespes K. 
wreyken, wryecken. j. kyepen T. 

wreitsel. Plectrum dlcitur gubema- 

culum navis V. 
wremelen. Motitar^, palpitare K. 
wryen. Admlssanus T. 



127 



writsalen, Yritselen. Motitare, mo- 

bilitari; snbsilire K. 
Writ86lOD. Torqnere, intorquere, in- 

Tolvere K. 
WTOeghen. Incusare 61T. ürgere, 

torqnere, angere et Accusare, de- 

ferre K. 

wroeten, scherren, schraTOlen, ya- 

ghen« Verrere fi. 
wroeten , yrooteil. Suffodere rostro 

humum cet. K. 
wrongheL Spira et Cesticillus et Cin- 

nus K. 

wuelen, Tastiglien. j. binden T. 

wnlpe, Welpa. Catuloe, catellns K. 
WOlps. Temerarins , inconsideratus, 

dissolntus, lascivus instar catuli K, 
wnlps sijn. luvenari, temere et in- 

considerate iuyenum more aliquid 

agere, iaveniliter lascivire, inyeni- 

Uter se gerere, vitulari K. 

wnwe. Miivus CflT. 
wQwen. j. baffen T. 



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HORAE BEL6IGAE. 



STUDIO ATQUE OPERA. 



HOFFMANNI FALLERSLEBENSIS. 



PARS OCTAVA. 



60TTINGAE 

IN LIBRARIA DIITBRIGHIANA. 

MDCGCLII. 



Loverkens. 



AltDiederläDdische Lieder 



TOD 



Moffinann von WaUernlehen. 



Göttingen 

Verlag der Dieterichscben Buchhandlung. 

18 5 2. 



n 

Empfang bald getröstet Schon des anderen Tages sehritt idi 
woblgemuth gen Leiden. Hier hoffte ich den Sitz der hoUftndi- 
sehen Gelehrsamkeit , ein reges vielseitiges wissenschaftliches 
Leben und lilterarische HaUsmitlel aller Art zu finden. Und 
ich hatte mich nicht getinscht Ich machte sogleich einige Be- 
suche und wurde jedesmal auf das Freundlichste aufgenommen. 
Besonders theilnehmend erwies sich der jöngere Tydeman: 
durch seine VQrvtttelivng wurde ich biM niit deq bpdeutendsteft 
MAnnern der Wisseasifbaft uhI den lillisrirtsclif n Abstatten niber 
bekannt Von mehreren Seiten fluAerla ipita den Wunsch : icb 
möchte mich w einein Iftnguren Aufenthaü^ enlschmAWf Un- 
terdessen waren aber meine Mittel darauf gegangen ; di^r Ele- 
phaat (Hotel OMfant), wo ich sehr Toniebm; n^nfi hiMigerig ga- 
stiertei hatte den kleinen Rest, raeioer. Baarscbaft yerscbiongen. 
Ich sprach mich darüber offen - aus«, De sagte ein Arzt, Dr. 
Salomon, tin Deutseher Tim Geburt: Nuny wenn es weiter 
nichts isti Kommen Sie zu: mit,! bleibea Sie so hinge ab es 
Ilmeii gefUlt! — kh war dermaßen ttberrasdit^ daß ich kaun 
etwas darauf zu erwmdeni vragte. Die gelehrten Arewde des 
Dectors redeten mir zu und ieb Mhsa dM iberauz fmandlidie 
Anerbieten an. Den genzeh Sommisr bifSr iu 4em fiSpftherbst 
lebte ich imiir in den angen^bmslea . Verhft)tnisseu. INe Biblio- 
thek der Mzatschappy v^n nederUindschB LetterkundBi die der Uni- 
urersltftt und vieler G^hrlw, 'kurzum^: alle : iitterarisehen Sohfilze 
Leidens standen fl»ir. zw Gebole ,uiid ich f|ae|itci meine Zeit gst 
enzwfAndfn. . Wie. in wissensclMßli^r so • wwde bald auch 
in me|ioh«r anderen Beziehwg nvp: Aufeirthp^.jpebr ^rsprieß* 
lieh. Jm frepndpt^afllj^eu.YierMMrf^ Plit den g^bSdetplen Fa- 
milien Leidens (ernte kh die $p9)Be)i^ die Sitten und Qefariiache 
des Landes kein^en und vieles. Aflidero^ was sieh /un^ht eben 
aus BUcbem lernen lifti« . $ebr :ifl|ere«siiBt war' fün nrich die 
Bekai^ptschfA Sild^d^'i»; ijdiiJipale der gf^feiertstfi^ Diebter Hol- 
laAd^. fir w^ all^ f ft Mden^i galt fftr mfliTMc^' und wunder- 
lich und war wf^e UPg^nghcb« • Ic^ gehOft^ jed^h zu den 
wenigem» :die if^qaer |r^|B^ Zutritt zu ihm. (lettep.: Ic^koonle 
miri waa daeiiflwjGlMjifl it#n» üucb ^tw{ i^^ßMh T^^eil; ich ein 
Deutsf^r w^^j : ülid er/ a4#s > Putsche ^d alle Dept^dien grüod- 
\\qh b^Ate, w Er hattefmich eins» geg^n eioeii. sm^ Verwand- 



teil über oiioh getoßert: t,okisdion er ein Hof ist ^ ao meg 
ich ihn doch wol leiden.^ Und die» bewies er auch bei alieft 
CUdegehheileiiy wo wir »ubs aof de« Felde der aUea g^rmasi- 
sdieii Sprsehen /Qdd UUeratttnui begegneteii. Seine Uebe für 
die ttüniedeil. Poerie hatte jadoeh mehr ihren ßrund in der fdlM 
S^meh«, irtsoweü dadurch das jetsig» Bkiilftiidisch aufgeUlrl 
Bad befeidwfl wird. So belvachlefte er . denn aoch die alte« 
Volkslieder nur als Sprachdenkmale, Anfiloge der Poesie, po^ 
tische Cnriosilttten, nnd nor sein Patriotiswoa für alles Ikllän- 
discha lieft )es. aichl. zm.^ sidi aäf dfese Weise dariber gegea 
mich naassspreehen. i'lA nah« dies bei verscinedenen Gelef 
genheileii nitthr «nd arbnite iraieh deshalb gar .sehr, meine 
Ansichten iberFoeeie :bo «ntwjcfcela mri dadurch mme Vor«** 
Hebe für das Virthttiad za hagründea. Und doeh^ war mein 
aifirigstes Stneben, ttberaH Liehe «ad TheifaMdiiaa Xür jedee 
iwsprtln^idh garmaniache. Uemeirti nnd se auch ia der Poesie 
unserer verwandten Nachhaaea xa erwecken«, DarAe ichiSiier 
bei einem so Tieiseitigaa Manne wie Klderdgk nichls filr diese 
Kleine RiobiBiig erwarten , •. wo> war das noch »lehr der FaU bei. 
jaaea aadteran Mftnaem, die nuAd einmal eia sprachliebes oder 
ttttevarhiatoriaahes Interesse tte den Volkslied haltaa. Icbanchte 
Ue aad da auf das Si^dathaariiehe and VortreOachedier Volks^ 
pa siin . miiaerhseeii zu ;macheB,' »asoaat, nieamad gewapa eiae 
andeae^ eine bessern Ansiohl: die Einen: hielten die octroyier^ 
tea liedcar der^inQafirelchen Gesellschaft Xet auf van't aige* 
meea iltar Völbsliader, die Aarieren verwechseMen necb wie tot 
Volkslieder und gemeiae Gassenhauer, woran freüicb Hoihtnd 
•batr eich, ist, mit einander. Weim ich .ihtiaa. dann deuiaaJie 
V«lksiiäder yorsang.und ich seh aia davon gana anlaflckl, daüa 
ghabtericfi.'.sie bekehrt^ aber es war niohi seu Eines Tagaa 
wardci.ich in einer gioflan Gesellschaft .junger habscber Mad-* 
chaa efsücM^ etariis zu singen^ kfa saag. deutsdie. liadmr nnd 
Aihs warierireul. fio wieiloh «ber^ des schüsie allaiaderiiadi- 
sdie: Lied: Qet *weMn twee- coninghesbinder, anstiaunte, .brach. 
Alles in ein lautes Gellobter ans. , Ich sang nioht weiter, sagte 
aber auf bolllndisch.soi gut kh ebea fcoanle: ich nehme iMin 
den schtaen. Frftubrin keine Rttehsickt Eftr midi ia Aae|lrocb, 
bebe aber geglaubt, daßi aie ihr eigenes Vaterland uod seine 

t» 



w 

Mbdnere pteKicbe VergangulwM meVt ehret wtrdeo. Für 
dte Mal sanf ich nwbl diebr. 

Wiar ib«r ein LiiJbefklir öfl mim OtlMilir nir nobh sohö- 
ner mnl IrelRidier findet, Je inehr ihr WeAh (veii Aad^en an- 
fefocMen «lid eriiedrigl wM/W'eaghlg^tfeainr;: Mil gaifienr 
Uebe beichlMgto teh: mieb'aeihMai M^'Uehi iMert. Volhliede, 
leh durohaiOfeerte BibUMheheli' ml*iBiiäilftdiiii mlbanMhte man-* 
cheai habsehbn* Fuod. 

iah lebte mkb' ee iteeht eia. ie ilie Sprache' Md: dea Geiai 
des alten Veihsliedes, dafl'dtoLdai wiewanieelhai hain/ikih 
Uohe lieder M dichteBii Uiid aeigeaehdh ee:*.taMifai' eaataa Ued 
war ehi ScheMeUed, aiah^^otaie tBedugi aaifiiahieüehe Freoadin, 
die ich naai bald ^arhaeei»: Ond^^lrie gi o da wd haa eoHta^ kk 
brachte das Lied he JBildeelifh^nad tagte ^ihiiy fbbea wol aooh 
deaa 15. Jahrhuiafcnid asfehede: • Hrinleiiit0> wliöute wol 
Mch ftlter eaifil ich giaf gh» bUriedigt hchBi. Bdd danvf 
emataad. ein aWeitea; Die ' VeniiaaBii^g..diBaii. gab mir eioe alt- 
fraaaöaiache RomhiiEe.' Couid 8ehnrea«fe,*-deir iah i» Boas 
heHnen lernte , ' hatte aie aahr ta eiwr . Ahaabiin adtgetheilt Er 
mdUe-agfar ekW IHheMP darüber m sageei) eis <da& er die» 
Abschrift :der«!CNlle ^«der DhaM naidaehP) där^ereie auch wie** 
der aastaMea aiiase. IckgahiiiieiiflHto haife wm awiner Abreiw 
»wttckt ahne oiiri Abschrift ^anoaudea zw hahea; hi weichen 
VerhttltHiaBe «ehi LiediM jeaeaa haBiMiseheft-afeht^ kaaa idi 
nicht- genau angdien; adr>ilo<iiSbli wfeiß i^h^' daßa^kenie Über* 
aelEiiäg ist^. denn alskhefridiehlafey war daaOHgimri liagsl 
aiehtmehria meiaeDlIflodea,' Zehn Jahreepttlery^ als iah meiBe 
Sahnhing: bcUlhuiisidm Volhsiieder 4ierMBge^ tad 

iah Unhar aariaea Papievew aäcb'jene •bdiden;ljieder. Ibhiatim 
sia.ailt ««r^ «nicbl^in dar Ahaicht/^dhBitturÜrisahen.j sehten 
Uhr *au Joeigaa} deA ^inüMrtdiahten «iai. aÜea^Geiste auch aock 
jetat mi^iUhjilils ngiainh iMgle.ioh die BoflhlmgV daß mA 
AMeae'«sir-^daain aachftigen-.'Viriliideay am sd» daieh Wieder« 
bMabtang 'des VolMeda»' dbfe^eeUcsthdRdichefe and sagieick 
beaeare Hiohtiidg'ia'der »otohetlindiadiati Peeaie' aiiaubalaieD. 
Um^ meine Lieder alchl hiit deni?ars{iringltch aüaii M termefl- 
S^ hMä »h Me^dam SbhMaäd! diesed oaüsr Nr.' 12 and 23 
(s/Horae balg. 11/45 5^t|il) aagehhn^^und mir diesen Wer- 



Im bc«feiMt> ^ßmiifliMl dal Mgende lied lindJitHoHwd eiü** 
sk$§d99k . . NllhireA^^itber bdinilte ich^ kniritoU «riegertiidk: iiädi4 
iliiloleii.?i rU JMl!^idi' aber: ihBUflMia^Gtelegenlidil dar. ^Me^ae 
Sltmaihtag'^.'/die il»Sa abiPaitdH iler Iforae Mgimie eracWm, 
fMM.HMht adlcUe XMlMduie,. di^.tnii». neue ^lagis mlM§ 
wunde. :Bei:Htokier. fröflen fi^tferkimg vaii Hollaiid . hftiMeii 
Moh iiiid)Mqb ilwteiB. BezUm^e^ dabid auf wd iob erfobr 
licMi'OiQiiud^ 'Wie imeüa SaaandimgaiifvBiibinlDen war., ick Jiieh 
M 4tMl;«ai!!«iohl: diBlr Milkm t^tAy diof verbeifictae Auskonfk m 
glilidll<;.;Bali>iiiiifllO'.iohf.iian ober tfUbeh, daA meiiietibeideii 
I»MlfjMr.aLte VolksHMl^it.gattM. Im Jobte .18ä8 leaachiM 
vtn teiQ;€>berril>ieiii6i Übesaatoimgiiebai Mdodie^vKilkMahaiii«' 
Uobi iula/.d^ tSkratoriMetMa f^ 149) als . ,^AUt«NieddiIlbMh8b<« 
io.>jtofc.»yP a ii i goh e n Volkslteiani ant ahseti Qriginal^^WaiaeiiiTm 
A. £retsAdkitiorf ^ I. T|i/ (BerBn t«40; i)) Nr M). . Dahn fe%ld 
eiM Mdiare ÜbttTstlamlg iiiiiValvj (di LThaiieadAdblphinelaM« 
VMJakui^i ^viNlebl fiab0iiai^{:.:„yerauoh einer gaschvrhtSctai 
Gbartibttrufik der V«dkdieder>geriiiaiii8obe#l!(aii^Mn^^l4»J840.) 
$< :4ittj;.Mb«l ebwc Übereetaung^ «des fSdbeideli6ilati&<4a2i. nil 
deir^ Beal fiffcm ig:.> ,yWir. gebea Uen^/iebiili^fitüiflkiä} ;dieK8ii [Eni^ 
fA0bnng\\m M^iiMi salbst nalitughari tet« .Wir «ahdieat'ldie^^ 
datt.bflyoBieiäterenLMaiV'aafrfloffmartifs A^^ 
Ich sollte aber noch mehr erleben. J. F. WiUeaiS'iiahlB'' beide 
in seinoy nQude vlaemsche Lieder^n^ Ifipiik \Sii9*l,MUi unter 
Nr. 78 und 97. Bei Jona Gherrit bemerkt Snellaert, der Fortr 
setzer von Willems^'^ S, 197. 39yojg^n/5i.H.,Y,,F. is. i^ ovearjoude 
schöbe li^d . nog.onder W,Y#:m.4e:pa^<^TU|fie'ilo^fmdl>^^ 
und $.. 23li.giehl .er.awiegar ziMi&baidetiade 'ab. OoeHef 
TjiM RealanW 4taedekeiis-^boeck> Atviw. tM^^A Viii^ daratiwar 
ich '46* gewiß nicht flchttWr i.iuhs.k/ .,.. i. u ' 

* '*Dte aHnipderlätidls^cIie ' Poesie fiabe* ich si)m!t uta zWeftiV 

1) Das ersjta Heft erschien bereits 1838. 

2) Beide ÜberseUungen gingen seildem über in O. L. B. Wolff, 
Haasschatz der Volkspoesie (Lpz. 1846.) S. 195 ff. u. S. 14. — Das 
Scbeidelied mit der Unterschrift: H. Runtz» wurde Ton G. Bandk Op. 22. 
componiert 

3) Willems starb 24. Juni 1846, während der zweiten Lieferung. 
Seine Arbeit gedieh nur bis S. 162. 



VI 



derittmer gemMhl, dagegan dia litteratMrgaitliichte «0 eiae 
Eftldedung beraiciiart' Da ich jaisl «m Allea' Mdi- zeüigf ge- 
mg aufgakUrtr^). ao ftlUa kh auah wiadar-gta bembigt. leb 
kaaa Umgasa nkhl laagoa» , daA miah dAea^ ante Vctsach; 
allaiadarliBdiadi m diahlcn, etwaa kilui gaduialit hat, aaUb«, 
daA. iüh abarmaliga YeraMba gewagt haba. Idb wiH'fllr diese 
völlig naae wd unerbOi«» pMÜMh« Tbiligkail kaiae weitere 
ReohlleiligQBg noch AnerlMiBmig; daa aigaae Yorgaflgan dam 
aug ndeh rechüartigen wd gaMgl abr. Wanteaailta übrifeM 
nkshl aaeb ainoMl ein Daataehar atojadaiündbicbe Gedieble 
bmmImb? ea iit daahvial naüriicher, atowaan ar altgriecfaiscil 
odar ahlateiniaob diehtat. Wie gaas andara hitla. akb dia Ni- 
lionalillaratiir dorl za Lande gaalaUely wami .4ia altaiadarllo- 
diiaha voIhalbOailicba Poaaie ato ÜMtar Qod MtandKr^Cniadiate 
baCrachfeat worden wäre, wann aie die poeiachen Oeiatar an- 
gecagt nnd belebl bitte 1 Die heatige Paeale bddigt Mab im- 
met jeaer Geacbmaekaricblnng aoa den Zeiten dar fimnaMechei 
Ludwige I sie bei nach imoier' jenen- finenidartigen Znsabnitt io 
ihren Formen beibeballan, sowie jene prosaisGhe Anaafaaoaags- 
undjene gelehrte Auadniehairaise vnd. Ueibt dadnroh daaiGe- 
mllthe des 'Volkes eben so kteu^ wie die Yargaaganheit der 
GegMwart^ imd all aiiaii soinnaeralMdiiab, wie daa Andawl 
dem Yalarlanda; 

Nanwied 19. October ISftl. H. ▼. F. 



■ 4 1 



1) Freiifcli sind^ außer Willems noeh iwei meiner Propagandlsteo 
gealolbettr O. L. &. WoMT f6.'8etit 1691. za JMa und Andreas Kreti- 
icbmer 5. liirs 1819 in Ankhan. Was wiMe «leb ili«ser aber , wem 
fr ^e WV#. evlelieD kdaaen , . ^aim^era über aaiaiNi «ia«nen FortMiscr, 
den Herrn WiUielm Ton Waldbrähl (ZiiccalraaglH»)^ fer 4* «nrecseliiiBt 
geniig war , ^anze Dutzende Lieder eigener Fabrik • meiet sehr elende 
Machwerke, unter allerlei Abslammungsangaben als echte Volkilieder 
einzuschwfirzen ! 



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YLAENDEREN BOTEN AL! 



1. Vlaenderen, dach en naehl 

denc ic aea u« 

waer ic ooc ben -en evedr, 

ghi sijt mi altijt Mer. • 

Ylaeoderen, dach en nacht 

denc ic aen n. 



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!?. Beemden en veld^n staen 
, oveml groen. 
aohoon te om kint gheheel, 
i»howk «te eea litsIpt-ieeL 
Beemden en velden staen 
overal groen. 



Overal vrolioheit^ 

overal last, 
naechden ran fief ghelaet, 
Cnapen so vrom en dt'aet. 
Overal vrolicheit, 

overal lust. 



Viaenderen, eiders macht 
schöner wel sijn. 

herten so lief, so teer 

vindic wel nerghens weer. 

Viaenderen, eiders macht 
Schoner wel sijn. 



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ii 






5. Viaenderen 9 boven al 
hebbic o lief: 
ghi minen Inat, mijn amert, 
ghi licht mi diep int hert. 
Ylaenderen^ boven al 
hebbic o lief. 
' i * ■ • . • • . € y 



6. Viaenderen, allen I9I 
blijfdi mijn lief, 
neemt ran mi herl en ;hant, 
neemt mine tronw te |Mmt! 
Viaenderen, allen iijl 
blijfdi mijn lief. 



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1, 4. naer, iMiAe. 

2, 1. beemdeo, Wiesen. 

2,4. lustprieel. prieel vom fn: pr^,' pr^au ,' Anger ^ jetti Laube, 
LuslkäMsehen, Hier in der alten B^eykhtng: LmtUtäUe, wie es Gern- 
rnvhs (Ani9erik H90.) ^Mätis- Altmumm \ -Ü «•€> -l^cas palcher 
Tilde, prieel, s. Har. beig. FlJ^.ia«: Cm iW W WOems U327. 
bepnni: . .^ ,,..„ ^ ., 

in eea prieel quam ic ghegaeq« 

aldaer ic bloemklne scone Tant slaen. 

3, 3. maechden ran fier ghelaet, Mädchen ton hübschem, freund- 

lichen Aussehn. 

3, 4. c n a e p , jwufer Bursch. — t r o m . MdUijv ^«K dsUkkf Tram ruter 

wie das demische frommer h^ndsknechif-^t^wi^das mhd. tram.— 
draet, drade, flinh, nen^.j^x^jusu^ drel^m, md. ^f^f^.mhd. dr«te. 
In Hatnburg würde man ft$r Tipm ßi\ dri^i ,^ sagen : en fixen KM 

4, 1. el d e r s , anderswo. — macht für mach det, , kann es, 
4, 3. teer, anmuihig. 



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'1. Te meien, te meien de vaghelkens singhen, 
,^A ;^ , dat alle de blpemek^ns men eo $pringhen. 
/. boe S06t is deB\mei{ 9P wisp^iceo ^ al; . 

gaet^ windekeft^ 8e^[gb«t bei voolrt 40^1 gheschal! 



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. ,1^. /Hei windeten soe^el hei over , de Keiden : 

nu coomt, ghi ghespelen, en will u vörmerden! 
het windeken gaet er voor minnekens door: 
doe open^ doe opetil den mei isser voor. 



3. Mijn liefken en woude so langhe niet beiden^ 
si isser gh^ganghen met mi aen groen beiden, 
mijn minneken draecht enen rosencrans, 
si gaet met mi springhen den avontdans. 

1, 1. Te meien, te meien cel, Anfang eines aUen deutschen Tanz- 
liedes vom Niederrhein , das gewiß auch in den Niederlanden bekannt 
UHtr, s, Erk, Volkslieder 2. Bd, 4. 5. Heft Nr, 77. 

1, 2. reien, tawien^ mhd. reien , reigen. 
1,3. wisperen , /IiiU^em. 

2f 1. soesen, säuseln. — h c i d e , .in der allem Sprache wie das gleich- 
lautende mhd. , ein weites flaches , mit Heidekraut und Gestrüpp be- 
wachsenes Gelände. In einigen nördlichen und ösüichen Gegenden 
Deutschlands bezeichnet man mit Heide einen wilden Wald; in die- 
ser Bedeutung kommt auch das mnl. vor, z. B. Stoke /, 219. 

2, 2. Termeiden y tM besserer Form rermeien, des Maies sich freuen, 

den Frühling genießen, überhaupt lustig sein. Im Mhd. meigen: 
einer spilt, einer reiget, einer wunnet, einer meiget Martina 275. 
und auch wol mcijen gdn MSH. H, 337» b. 
2, 3. door, jelit dcur, Thür, 



2, 4. isser f, u dacr. 

3, 1. beiden, wartm, ä, 8p. biden, wM. beilen und blten. 

3> 3. rosencrans. Der Ro$mikran% war em Sehmmek der Mädeke»^ 
be$onder$ wenn sie iwn Reigen gingen. So aneh bei deuiecheH Dich- 
iem : und stit dtn rosenkrani dir eben Winehekin 5, 4. UM. eud 
dai schapel, überkaupi Bhunemiran*; eo §agi WaUker 59, 9: dqq 
hab ich weder schapel noch gebende noch froawen seinem taue. 

3, 4. «Tonidans, mkd, IbeüUitfx«^ * 9er Äi0n^ltfi^ war früher wd 
gan* attge meia . An ediänen Sonunerabenden nach der Vetper wr- 
eatnmelie sich die erwachsene Jugend anf einem freien Haiie, unter 
einer Linde oder auf einem Wiesenplane und führie dann mit Ge- 
sang allerki Reigeniän%e auf. QftlekHeh, wer dann sein Uebektn 
fand! Wie es in einem Ueds (Mr. i46. bei WOIeaufJ heißt: 
DavB » lb*e wel- mach bem g^i^Sp 
die daer beer lief te tinden welen. 
EHe SiUe erUeli sieh noch bis jetU am Niederrhein , s. die wm mir 
miigeAeiUen Lieder in Erk's Foflbl. 2. Bd, 4. 5. Heft Nr, 76-80, 
tgl. Simrock, deutsche VolksUeder Nr. i(n-iiO, ii2 und 113. 



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3. Jtonghe werelt, nu weisen^ 
wilt u gaen vermeienl 
DU welaen^ mit speien gaen, 
dansen ende reienl 
ocb, waer anderen blide sijn, 
vindic niet dan druc en pijn^ 
die ic wilde groeten, 
sal mi niet ghemoeten. 



3. Waer is nu den soeten tijt, 
daer ic was in hoghen? 
alle vroude, al jolijt 
is nu heen ghevioghen. 
nu is al mijn hopen cranc: 
bi der werelt spei en sanc 
moetic ronwe driven, 
troostloos moetic bliven. 



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fl|:f CRANSELiJN. 

1. Doen IG sach mi|n minnekijn 
onder goner linde, 
toöt si mi een cranselijn 
\ ' . irroen van wedewinde. 

groen is noch mijn cranselijn, 
toch mijn lieve minnekijn 
hebben clapperstonghen 
laetst van mi verdronghen. 

\ . . ..." .•,■<• 



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1, 1. doen, doe, aU, — mijnminnekijn, mein Liebchen, dafür 
auch mijn lief, nnijn liefken» niine care (cara, amica), mijn 
caerken » alderliefste, liefste ghenoot , boelken , poesele , quacker- 
nelleken «. dgL 

1,2. g o n e , alißandrisch f, ghene , jener Grimm €fr. /, 500, Anm. 

1, 4. wedewinde, Epheu, von dem verloren gegangenen wede, HeU 
und winde, loetV tick der Epheu am Baume emponmndei» Von 
wede noch im Miü, die ComposUa wedehoppe , Wiedehopf und we- 
dewael, GMtmsd. ^Iti^ ^M» jri\A,'UoUi wiüibopCa, wituralcbo, 
wituinün6t, Wnyfn^* (Volis^ßf; krauawita (fV^chhoiderJ. Im MU 
witehopfe, witemanger (Hohhändler) und witewaL Der E^ieu 
kommi imMnl, auch noch unier andern Nmnem vfp;. i|iinop, clever, 
Tale, Teile, clenimerboom. ■ i . . . 

1, 7. clapperstonghen, Kk^ff^nungßn ^ Verläumder, Afterredner, 

2, t. w er el t , warelt , WeU, mhd. werlt, weh. — t e r m e i e n $.11,2,2. 
2, 4. ende, und, teechteli mit en im 16. Jahrh, und ver&eri sieh dann 

später gani, wie das inhd, nüde. 
2, 5. blide, fröhlich, ahd. blMi, mM. bilde. : . 

2, 6. druc, Plage. '.'... 

2, 8« gbemoet«n, begegne^ . - ' ! 

3, 2. inhoghensijn oder Terboghel sijn, in Freude, fröhlich sein. 
3, 3. jolijt vom fr», joli, Lust. 

3, 5. c r a n c , schwach, gering , wie das mhd. 

3, 7. ronwedriTeu, trauernd vouire .en^spriaht dßm iilA<f. pawe. 



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1. Schoon lief, en sidi binnen? .. : v-a 

schoon lief, en sidi daer? .\« .i : j u i . •< :, 
toont u nn opter tinnen, 
toont nii nw aenschijn cla)el^1''-^ 

.\ .. . *»: .V.w»A , J i ) I .i .. 

J|.. . De?i WÄcUier Qpi.er \iw0nr -m; : : .; «v- ,i., , . ,. ' i •. . i e 
. .die« hooii'. >wel-<.4ttl ghAnll; v«*« -'> - > -> i n .> ü -^ 
daer en isaer gheto HcfflÄiivWhneft,"'^ ^ ^ "^ 
daer en comtör ooc gheen üäl *' '" ;\ * * ' 

3. Gbi Illooqlll>iWei»vbjenmlfid^ll,.^.^^v;vv . ' -^ ^ 
ghi moocht wel henen gaen, 

ghi moocbt uw bert verbliden 

waer nocb die rooskens stäen. 

4. Den winter sach ic breken 
wel al de bloemkens af : 
stout ridder, gaet u wrekenl 
nw roosken leit int graf. — 

5. EilaesI ic ben eilende, 
van aller vrouden vri! 
ridic de werelt ten ende, 
mijn roosken vindic nie.' 

6. Com doott ic wil mi wrekenl 
com aen ten crite wertl 
moocbt gbi de rooskens breken, 
gbi breect ooc wel een bert. 

2 



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1,1. doen, doe, olr. — nijnininBekijii, mein Lieheken, dafür 
nmek mijn lief, mijo liefkea, mine care (emra, nmnea), mijn 
caerk«! , aMerliefirte, liefste ghenool , boelken , poesele , qaacker- 
nelleken «• dgl, 

1, 2. gone, alißandrieeh f. fh^n^ , Jener Grimm Gr, /, 500. Anm. 

1, 4. wedewinde, EpkeUf van 4em werteren fegmngenen wede, Hth 
und winde, weit eich der Epheu am Bäume emporwindet, Fm 
wede neck im Mnl, die Cemikf^ wedelioppe , Wiedehopf und we- 
dewael, Ool^msd. ./» ^^kd, Yf\\fL,.HoUi wiinkepfa, witoTslcho, 
wiCoinln6t, yfi{lyfü9r(Voiisioßf; kraoawita CWhekkoUer). Im MU 
witehopfe, witemanger (HoUhändler) utül wilewaL Der Epkeu 
kommt imMnl, auch neek mnier iiairi n N mn em ^frf. difliop, clever, 
Tale , Teile , elemnerboom. .... 

1, 7. clapperstODghen, Klafmunß»^^ Verläumderf Afterredner, 

2, 1. werelt, warelt, WeU, mkd, werlt, weit — Termeien s.IL2j2. 
2, 4. ende, undj weekeek mit en im 16. Jakrk. und veruert siek denn 

später gOHM, wie dae inkä. tkÜde. 
2, 5. blide, fröküd^, akd. bIMI, mM blMe. : 
2, 6. drac, Piage, 

2, 8. ghemoeten, begegnen^ l . \ 

3, 2. inhogbensijn oder terhoghei sijn, in Freude^ /roAlicA mm. 
3, 3. j o 1 i j t vom fn. joli , Lust 

3, 5. c r a n c , eekwaeky gering , wie dae mhd. 

3, 7. rouwe driTeu, tramrm^ «oaire .en^rpri/M dtam elA^f. . ciawe. 



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daer en comter obc ghöen \iA^\ '" \ "^ i '': 

3. Gbi mooqblnwei Abienmif iddn, . i\^ \ ;v\^ ^^ -»^ a 
ghi moocbt wel benen gaen, 

gbi moocbt uw bert verbilden 

waer nocb die rooskens stäen. 

4. Den winter sach ic breken 
wel al de bloemkens af : 
stout ridder^ gaet u wrekenl 
nw roosken leit int graf. — 

5. EilaesI ic ben eilende^ 
van aller vrouden vril 
ridic de werelt ten ende, 
mijn roosken vindic nie. 

6. Com doot! ic wil mi wrekenl 
com aen ten crite werti 
moocbt gbi de rooskens breken, 
gbi breect ooc wel een bert. 



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1, 2. Ittet f, u h«t ^ ooat en rooht, haU und fewAt 

if 3. oder« er, Siorehf jeiU Waimdb ooiraer, kolL ooijenar; tkl 

otivaro Fmülgr. /, 386. nd. adebAr* — eraen, Krameh, 

i, A* alreet, heniig. — toeht, Xmg, 

2, t. lorer, M%.9an\öof,S^Lambmn,mkd.d&nl6uber, 9. Hör.btkf,!ntM 

3, 4. hoe, wie. 

4, t. maer, mar» a&«r. — do gh eo, Mdm. 
4, 2. droeyich, fratri^« 

4, 3« deo meien planten» den Mmhaum pßatueH, eine aüe Siite, St 

dbr Tk&re oder dem Fensler ihrer GeUebien einen schon bmim 
Baum »um Zeichen ihrer Liebe «luf TVeiie. In einem aUen lÄeii 
heißi es hei ühiand\ i; ifS^: • . a.' . ^. '•.].. . J 

le wil den meiigaci» li^uwwtn is : |f. n um 

Toor mijns Uefe renslerk^^. ,,|^ ,.. . ,i.w'M . 

ende schenken n^jn Ijef Irouyre. .., . 

die aMerhente mijn, 

en seggfaen : lief, wik comen 

TOOT uw dein yens^rke«^ «jlMcn, j. , y ^ , | , , • ^ . , 

ontfaet den mei. met bloemen, , , . 

hl 18 so schone gh^daei). 
r^/. oticA 4« IM iiV/ f^. i'ifj iMtt^i'^'lfii^ 'illratH^ fHiq vi^ 
in die ^««liicAs DiehMs^'fA^y^m^.'ietgym, UB^^i^- Ph. Waduf 
nagel, Kirchenlied Nr. i09 und 736. 

.«rninj if''., ho.ii Vi ^l.'jii n[ijn .!i;:l .o 
n'»n\f;b I,-, ,!. iil) OH-,! f;'//jji 






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1. Hou daer, höii ifo«r tet Miken/ ^ 
mijn soete mintiekfjii ! ' • ^ • ' '» 
wilt mi uw han«M r^keftf ! - • '-«-^^ 
het moet ghescheid^a s^tH- - f' • ^-^ 

2. De bloemkens 'virni fiel! mlsikfii,'*' -^ «n > 
die sullen gau vergaen. 

de liefde sal nicft äeilken; ' < f""^- ? * 

sal groen int heite j^ii. • • ' '"' i** ■' 

. ' i '." " ..! 'i ■!. ii. f n !-.^. 

3. Laet welken en verbleAK^«' i< i . )< 
die lieven blotaiekijbl ' - < ' .h i , h li i. li 
mijn herte !sal uw nielkM, •' : i >(i 
sal uwen bloemaert sijn. 

1,1. houdaer, nimm hin , «Eta fn* ttmea; Mttl Um 6«^. VI, 25i,— 
melken (dasselbe was tnjalkei^y i ffer < Bhm^^i'^ > ^<>'*s <^« 
tcAtM». Ifeie und Hebeische Me^e., dff ^jsf^^Mffi fffftfl^kten Blumen, 

2, 2. gau, sekneU it.,,. 

3, 4. hloemaert, B ftfffieilaikf:/ei> ^ «t^amifieiMres..<j^«M btoemengaert. 

• '', .\'. o. .'. .\l»V't.V «^'-i . !i " ' . ' •' .1 • /. •' • i 1 " l > c "v / 

•' ' ■»*, t* \' "v •. ' \}\\ > ••■ "t ^ »IV ' . •««• , ••■S , .^ • * ' «\ 1''. 

,•^ «^ ■ "^ \ tr l> I) i; .1 .0.1 
■• '. "»A .'«!)*.'!( ,'x'. 'J, 

..»•"■ ^'«V. , ^■^1\'•\i■.• ..',."0 ^ • -1 »1 «!•' 'I j^ .(, .1' 

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1. Moehtic (rijo ii#n masw^hp/ 
och mijn heel verlangjh09l 
doort beloken : ii[€aa»U)rÜ|^ • 
waer ic dan gl|«|pilngt|99^ ^ 
hadda dan ter goeder nacht 
ene soete frOdt^ghebrMht. .; 

2. Darom sal mijn lied^jn j.; -v ^^ 

door uw venster. ^ghea^: hii n •.,■.* : . 
aal u van der liefde mijn 

« 

goede booiadiaf^ Mighen^ •.'!/• ! 
dal ic u, mijn lief IgfeetUHrt^ ' ' r . . i 
ben ghetrouw toi in dofirdoo). .ii .{ -/ .. 

3. Blijfl belolcen 't venslerJKijn, 
te\ HW\ hMr manr. opi^n^ ■.-.-' • . '^< , -' •> : i 
wil ic «ll6o» Vrelie aijn, ' .>:♦". 
waM ic itiäcfa ja hbpen/ ' ' 



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honen mach ich op den tijt, 
waer ghi gants mijn eignen sijt. 

Vensterliedeken oder lauweit, ein FeiuterUed, So hießen du 
Ständchen f die vor dem Fenster oder der Thüre der Gefte&fen m 
der Morgendämmerung gesungen wurden, 
1, 3« beloken, geschlossen. 

1, 5. htddn, hätte dir. 

2, 3. liefde, Liebe. 

2, 5. ghenoot, Genossin , Oefährün^ mhd. gen6i. 

3, 2. maer, mir. 

3, 3. alt 8, immer, mhd. alzoges Hör, belg, lU, £25. 

3, 6. gaots, unser: gaoz, dem man ein niederL Ansehn »u geben sackkf 
man sehrieh es später ganUch. 



18 



Ym. 

1. Het loof valt van-4le' kbiioii, L i t ii^l i 
de bloemkens a^peil «]/ ' ^ 

en niewers boric 'dkig^ctt. !^ n ,:] ;. : ^ 
der voghelkens gheiNshaL' <; /m l .- 

2. Wat roectniiy of deJiover i . > irl .S* 
of gheel si sijit of groeiL; ' . .. i-.l n > 
wat roect mi,. wbt de bltfeükausi : oi 



en wat de Yoghda döeo! 



')• '] ' 'f ( 



^^ Mijn liefken ji itgjn * ^emei^i ' i n.v ')I j. 
mijn hoop op (|ie ^c; boiiW) !: :. > ' 
eh al de loyerq^räten, ' ' .1 i»./; 

als ic mijn liefken aclieinr« • 



: '', 'I 



4. Ifijn liefken is mljn sbmer, 






mijn wensch en mine'coor/ 
en al de yoghela singhen^ 
als ic ;BMJa ^fken bppr^ 



5. Mijn liefken is mijn somer^ .«.s j w, . .; .; 

mijn liefken is m^n Inst^ 
en al de rosen bleejen 
so dicmael si mi eilst 

1, 3« niewers, fwrgend, 

2, 1. wat roect mi, wm kSmmert nUck. roeken , nd. roken, mhd. 

roochen Hör, biig. UI, 152. 

3, 3. spruten, tprieße», 

4, 2. c o r , ßpäier keur , Wahl^ mkd, kor. 

5, 3. b 1 o e j e n , mhd. bläejen , blühen. 
5|^ 80 dicmtel, $o oft. 



II 



mXMJBOSmt LIMF 1» Miom 

1. Pen mei sal^fauftichi gtoqaa iWr >.< ! . 
voor soete liefs v^taaler)i]|o ; . ; w 

mijn hert sal van. roste Üto^es. / . > 
wel om de liefste/iki^iii! * ^r: .' ' ' . .'!) 

2. Den coelen wijB^miil'ic dri^eil^ ui .sV/ 
en drinken ter ^erTjuivha^h i-: i'^ ':>': >'' 
ic wil mgBiiiiiefiKi^heditihin.ip: ' '<)t iv 
so waer ic ben'endö yästt.if 'jU luv w) 









3. Ic wil in vrou^ieiiispriiighe^ ;: 
Yergheten al (Iraoen pijäy r 
want heden mach.ic aingiienti! iW •: :;> 
mijn soete lief isroi^Ir: ; t f :: si ... 

groenen, Hör. belg. 111, iß?., . ,, , ^|.^ , ^ . . 

2, 3. ghedinken, ^mm häufig tbU ghtdenlk'eh.' '' '^ '''^ 

2, 4. 80 wa«r, tro, tiH»JUii oncA'^ii^n ifiA(i.- ^M'^^ar>^ ^^^^ 

3, 2. drac, Ungemach. 

3, 3. want, ileiwi, mA<l. wafnlBvr^van;^ ) y\ iVi.WAi i ' ''i 

.'".. i \.'{. '• >\ fi'»-'' •' »:; in 

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19 



SLAiHR^Muif ananmiciRf, «büep i 

1. Goeden nadiU. ., .«flOetiMulaubL l . 7/ ul .1 
sli^ep en rust! . i oHllcKi :«u«tiv o^: , i v . >. 
ooc het wi9^§n if«er.>iOn»UI;!i / Mi j..: 
niewaer enich gh^laui')^ ({hifl^llilK)^ im;:> 
Slaep, mijn minneken^ slaep! 

2. DaYontster micket Tan ver; 

so aishi ^''''' vi^iM mv'^ '"•'• -••'• ^'""^ •' 

bringhic, minneken, u^^^flö gi'ott^^*^ "'^'^ 
gheef ü 6dd eheh^^lfltöW Mt^-' '' '' 
Siaep, mijn minneke^^sW^^pf'^ Ij;! .il.jy 

3. Liefken goet^ minneken soet, 

goeden nach«.,;;,i„fl?^.,ns.,5a|?l>ll,; ,,,,.7/ ,1 
met des dagheraets ^syj^Jc^ftjStr^.,! i^ 
sal tt weck^n^xl^i^j|9h|qg^ejt, • ,,1 .,„ .,1,^ 
Slaep, mijn minnekeft^.^lwl,., oi ,i«8 »i 

1, 2. rast, nAe! — süssen, $HÜ letti, ichweigetk, im heuUgen HoU. 

mw: in Schlaf nrnmen, singen. 
J, 4. niewaer, nirgßii^ rr« |('¥ll}aia'tliR4sA9#»hioßiMtkiA OegeOe. 

2, !. dayontster f. den|^Topfi^,..«(fl|,j^i|4#»T^,^, . micken. 



bhnidn, — t a n .Y e r, von fem, . t , 

(, 3. dagheraet, morgenrdthe, .— ^ef cri^eken, 
Schimmer, der den onbreehenM ^g'^ii^ükM'"' "'^'^ 



der rötikUche 



, '-. »«[017 ^ V/ (IviMt .' '"!ß l.".-. 

.10::il id Jid 'J'.I'i/, I";') 



16 



XU 

! KkSHFT AnraarsiT bkhajsiii 

1. Ic weet den fauücll liogaeridjii 
80 ver^ so vor teH' 'liier, 
int midden'Van dal 'inigiierk^ 
daer alael^^Mli ogloiHter/ 



2. Daer sinct die fier^ iu\clMi9^ael : i , . 
den hel^\i^eiwtöl , • . , .' ^^ 
si heeftfl^^ ]f)M ]^ti dmof\im%e]^ ^,^ ^ 
verhoghet ef.yepbljit . . ,..^_ 



"' 



3. Want ic ifi ooc mijn tninnekijh, ' 
wi beideri sÄieb daef. ' ''' - ' ' 
wie soade daft niet "vröiic sijn? ' 
,k Mt, ic satbl ha^r. ' ' ' : 



i\\ «M '.\m-«\ KW - ». » " '} ". . » 



■ 1 ,• •( » 



1 • \ 



' 4.' ' I>e> Bachiag^ siftel' noi^h so tiety ^ 
" "* - ifiaof* Äeihmeritteer voor' fti. ' ^' ' 
. , . draecbt Tosen oöc'den e^fenjfier/ 

een ai^A? i^^ pjuckaf fti*. . m . 



5. Nu moet ic driven rouw an pijn, 
mijn hert is mi jso swaer: 
een ander mach wel vrolic sijn^ 
een ander sit bi haer. 



4? 

1, I. bogaerkiJD, Bamngärüein von bogaert, en M and e n mu boom* 
gaert, am Njiederrhein £uogert 

1, 4. eglentier , ^'elW egelantier, die Hagerose, der wilde JR^sen- 

ttraiueh, alifraiu, aiglantier, «. Hör. hdg, Ulf i33r Der egientier 
steki hier niehi ohne BeUehung: er wurde oft auf die Gräber ge^ 
pßanü. In einem alten Uedf^-j^ükland i, 203. WOeme Nr. 63.) 
heißt es: 

Nu aijo dtfeifttv^e^gl{fiefHiA;<|9>t 

och waer salmense graren? 

a1 onder enen egientier, 

dat graf salrootkent'ch'agli^d-; ' ; 'i*' .1 
in einem andern (Willemy IW. \fBkji • • • ''^':^'u\ i:!i 

opt kerkhof<br:#f^l:fflaikM*R -t^ i 'Mr?. ?//n 

sijo graf sal .r4>03ie» 4F^efi.,; ^, ,,v:[ iImo 
Vs^.auch Willems Nr., 99^,, • ,., ..., .. .. :„ . , 

2, 1. fier, wie' das mhd. vom frz. fier, herrlich Hgr. ^elg, UL i34. Wie 

jede VoSupoeney so hat auch ^die "niedertändischt tnre lAebUngs-Aus- 
drucke und Wendungen. Dahin geÜfren'imk^ Md^rSn auch einige 
Beiworter, die mit-'^MIss^ WäHMÜ {MM< hil4kMä vorkomsnen: 
roder mont, het rode gout, de coele wijn, de arghe wioter. So 
heißt es denn von der Nachtigall immer: de fiere nacbtegael (it. B. 
in dem lAede lSfh,\^:,'b^',mM^)\. VMWcteh ^V/AierS: <i6er ein 
Mißverstand »um Orundei ,,J(f.^^n^f^ ^fffit^ifqj^^^^ Nachtigaü 
immer Frau Naehtifa^e|^n^,:^^ daß sie 

der einMigf Vogel sei, aer auo geehrt 'weriR. Dies Trau, mederl. 
Trouwe , TTon und gekffrit Ver^häi dtelTdeJ^ V^ ^^ ^^^ fier ge- 
führt. So meint aüefi'mkks'^U'^m^ '*'■ ■ -'-' '"'^^ ^i 
2,4. Terb oghet, er^^ml. ' ^♦••'>"' \ U:' i- r wi ,"u ii'jl) 



I 
f 



- .i. '\ . w , ' '. ■ ' . mso A ^ ^ >^»> 7 3 r, i (f -> o .1 , \ 

.'V ,\\{ 'j\\i , Jm 9(1 .8 .S 



18 



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1 

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.'. '. .^ ^ • 


, ... • • ... 

xrt. - 






OGH 


LAGY!' 



. ,. . 



1. De bloemekens neu der MdeD« 
de loverkens in hei woiit> '. 
wed sollen st ntiA Mlbcftdetaf 
odi lacy, den winler Is ctmt. 
^ dat wisten. de voghelkens clene, 
', '. . ' ^i Ylogiien over de.se^e. \ , . , 
. : . ^., , „ep k ^t biejr .»U^ne>v 
«'..'.V.-. dai.4oel niaer berle« sovwee.-vu ■•*. . ^ .^ 

. '.« "• ... . .. 

•■• '\"*^ \wiÄ^i?arnocli-oiiafer'Wl|nWe^^ =' .V 

ic wende , ic oü^hte, yer4roj»eji , 
den arghen winter cout, 
en slapen mel, äl de bomen 
en bloemen in beeml en wout! 



1, 3« wes, worauf. — . ontbeiden, »arien. 

1, 4. och lacj) ach! Hör. hdg, /f, iS3. 

i, 8. de herte tmd het hert, herte, das Her%; iBe ä. Sp^weekd 
mU Fmmimm und Neutrwn. Im jthigen Hott, sehreibt man birt, 
um e$ KU wnterscheidin ton h«rl , Hirsch. 

2, 1. wie, wer. 

2, 6. arch, jWff erg, em gewöhnliches Beiwort des WinUrs, weUer^ 

immer mm Überraschen pßegt. 
2, & beemt, die Wiese. 



•I 



19 



IVtJ-'GÄJBl" Htet AEäV-l5ßW';$C»BIDBW. 






1. Ic ghinc mi eens veniieideo ,u; i.» a ..i ^.: .«^ ..< 
den langhen somertijt. 
wes sal ic nu verbeklen? 
nn gaet hei aen een scheiden, 
\ ben al mijn vruechden qaljt. 



2. 6hi scdt nw hert mi schenken, 
schoon lief, mijn roosken root. 
wilt altoos mijns ghedenken, 
ken sal van n niet swenken, 
ten scheid ons dan die doot. 



3. rad van Äventuren^ 
wat hebbic n ghedaen? 
dat ic das moet besuren, 
das kermen ende tniren, 
en sal nu henen gaenl 

1, 1. eens, einmaL yermeiden» erfreuen» 
1,3. Terbeiden, enearien, 

1, 5. *k ben f. ic ben. — vraechde, tpater ^rengd , iie5efi yroude, 

Freude, — q u i j t , 2m und ledig. 

2, 3. tltoos, immer. 

2, 4. ken f. ic en. — swenken, gewöMicker swanken, lennken. 

2, 5. ten /. het en. 

3, 1. Ayentare isi d!e Fartuna, bei den deuieehen Dichiem de» i3. 

Jakrh. dia snlde , da$ Glück. Die Vorelälung dee OlOcki auf 



nem tich waberndem Rade ward au» dem ^auieeken AUertkume enl- 
iehtU, Sie findet iieh hereiie imi2. Jakrh. Lamprtehi im A lexander sagt : 

Fortuna diu iit u6 geUn, 

ir schtbe llieC si nmbe gin, 

rnnbe loafet ir rat, 

dicke TeUet der di raste Mi. 
8. Grimm'e deaUcke Myikoi. 8. 505. Eine aiie Abbiidang des GiOeks- 
radeSf fiiüm in meinem Bepfk ^BiU. He/mamn FaUersL p. 5i.) 
istjetsi in der hän. BibUoihei »u Berlin. V^, die Abhandhmg Wilk. 

ZeUsckrift VI, /54— /^/. 
3, 3. das, also. — besnren, aussieken , leiden. 
3y 4. kermeD, Carmen, WekMbfgen. 



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'.* .: . • .>'m ff.',/ hu\ i) A. 

.!\ »\ \\» •» v'^ , i; '. l» . ' * . ') ■ 



M 



XIV. 
EN IG liDfiT AETOOer BElfBIV /OtJT. 






1. Hoe stont het Wide 'Wilde wout - 
in loyerkens so gröi^tt* en 'BtoiiU '*\}< =• 
hoe loeghen al de -bloemekifn ' • > >.. i!'! 

so minlic bi het sontleiichijii I ' i^ '^ > "' 

en ene nacht, het is ghedaen^ 

een rijm;-e*'tilfcs'is vergÄ^n;* ' ''''• '•'' •^' 

2. Toch comi de lievi» »eilEMUJt^ i <' *' > 
die alles wederoitii tWblijt • -' 
de YOghelkens met soet gheschal, 

die singhen overfrerei eir^W}' 'i.^ "^ ' •^' 
en al de bloemkeniT waken' bp- ''' '^ ' •' 
en strecken uiftMer ähtf'ta^^^. '^ ^'' 

'•■/•' ^.") . •/••>ai .'•!. 7 !m7/ 

3. Ic was so jonc^ een bloejent rijs, 

nu ben io out, läyh h^doR »' gkf6. ' ^'^ ^ 
gheen lentelust intliettö ^ti, << ''^^^ ^^^'^ 
voor mi salt'ttltoöfe '^ttef :«^i' '^ '«ö»'' 
den mei maect jofnc liieft ^i^ *^d Wuf/ '' 
en ic moet altoos bliven out. 

1, 1. tMMf 3, 5. wout, Wdd. . .., , . . 

, 2. stout, «faUficA. . r .• 

1,3. loeghen, lachlen. 

2; 6. eop, «|MUer <2aA(r fast nur hooft ^, 2.^, Haupt. 



» 



SV. 






1 . Catrijn , gbi mjl liQijli lÜMni 
ghi 8ijt die,)siieto; mij«^ > (/^ .. ' ,''>[ f.: 
ghi minne iiKiM> imfine/ n i. h! 1 ' .1 
wat wildi Iil90r^ CftftRQS'^ li id * ^ i- 

2. Ghi draecht ««i#*rts>W.to?« jlr i ; , 
tot miner minQen schrijn, 

en ooc tot minwct^r^i I '/« t '.,*-, li r i 

wat wHdi meerplfkfi^inilvun-f :: 

S. Ghi sijl ini^fj^w Jiert#iv./o ir..' .«.:. « ;, 
die comng}»iifl^'^%..,,l..: ohi m' !.. {/> 
en ic J||JWh„^iif.,i|; sJgjEHefc;, uj/i.i.- n; 
wat wildi meer, Catrijn? 

4. En ic .3!i{^;|0ipr »ofÄfnipRi Jiio r>i lüd un 
Salt nwen ^jf^V« gÖRihTui J^niolnül uüinlii 
vaer weljfpjnfjftpjp ^ßjftgln,... im -.o../ 
waJInWildi.PfP^j jQHtrjift^ ; . ,.^,„ ,in j, .;, 

1, 2. sielcS, Se«fe. 

I, 3. athi minnh, m der ä. 8p. ^ärOieh^ Anrede . wuer,; Liebcbeq, 

m, 0uek mkd. vgl. Hör. btig. Üt, H6. _^.,^^ ^ ,, ,, , ^ ,. 

1, 4. wi Id i A .-. wilt ghi. .^ ^^^._ ^ ^^ ,, j ,_, , ^, , . 

M\\\\\\ (V.^ «t^ i'^Oü;i -üiu Va.i\ '»vV^Ai n'i\V)^6 »qo:» 



sd 



HJIT H£XKEN. 

1. Lief minneken, lief minnciken, 
gfai doet mi grölen $mefil 
warom, lief quackern^Uekeya, 
bernoocht ghi mi int hert? 
wat sal ic daervan denken? 
hoe sal ic dat verstaen? 
lief minneken, liefminneken^ 
wat hebbic u ghedaen? 



2. Lief minneken, lief minneken, 
bernoocht ghi mi altijt^ 
so moet ic houden over waer, .. 
dät ghi een hexken sijt. 
toch wil ic gherne doghen . 
door uwe minne pijn, 
hebt ghi mi recht van herlen lief^ 
moocht ghi een hexe sijn. 

i»l. miaiieken, Liebchen 9 Huydecoper op Stoke II, 4-73, 

1,3» quaekera^lleken, aliflandr. ein hübsches Mädchen, »draU<i 

wie 9iM Wttdhtd, qaackel. 
1>4. bernogheo, mU feurigen Augen ansehen. 
2, 3. houden OTer waer, für wahr halten, over f. Toor Hör, 

helg. III, 150. 
2, 6. um deiner lAebe willen, wegen deiner Liebe iu mir. S. über daor 

Hör. belg. III, 131. 132. 



24 



XTB. 
Ali LVSf DfOlElt* MI VHRGAEN. 

1. Ic wandelde o^er 4er beiden, 
wel over der beiden so die. 
elo voghellieii sanc tha minneii, 
van minnen sane ooc icL 



2. Hoe is so ^oen die beide, 
de beide van Becloö so groen I 
hoe lustich singben de vogbels, 
het bert si mi breken doen. 



3. Mijn hert dat in vrouden bloeide, . 
bet moet nu in traren staen: 
mijn liefken heefl mi verlaten, 
al lust moet mi vergaen. 

1, 2. 8 die, fo oft, tnkd, dicke. ' 

1, 3. elc neben ieghelijc, jeder. 

2, 2. E e c 1 , der Ort ist den Freunden «oii WäUme wekr bekannt, 

denn hier tebte er viele Jahre fem ton altem geäM^fen und Htterari" 
sehen Verkehre oder, wie er es nannte ^ nin balKii^hap.« 



J 



3S 



xsm. 

lOülIOüT Dfi .BHPfTiEmmjtGHEIV. 

1. Twe venstcrkens $0 hA «n claer 
in ghener mQij^ii; blinken j 
twe brun<ui ooohdbeiifl Sie ie daer,/ . 
tis of si wiUsn ' wiakan. 



2, Maer si en wiiikeft loi niel ftOe, 
si winken ene» «aderett; . 
ic moet met minen eselken 
Stil miner Straten wanderen. 



3. Waer ic mijn lieveti eselken, 
ic sou mi so niet plaghen: 
hi draecht den sao te» tieixbercb op; 
ic moet de. OBsneil! dragbeni 



4. En wie dat liet gbesongbefa heefl) 
was Boit .ghequelt van gbelde; 
hi drinct veel liever rjjfnsöhen.wijn 
dan *t water uter ScbeUe. 

• 

1) 2. moleo, MüMe und mtar die Windmühle, 

Xf 3. oochsken, Äugelein. 

li 4. tis of, es ist tds 06. 

3, 3. aenberch, der Hügel, nd, aoibercii. 

4,2. noit, niemals, ^^ ^IttetivLeli, gequäU. 



3* 



26 



HET MOET GHBSCHfilDEZf BUN. 

1. In ghenen groenm drie 
daer tinghet die iMtiehtegele, 
81 singbet van miniienhiii 

rom rom bominet die trotn. :[: 
soete lief, vaer wel, vaer wel! 

2. Och herteiilieye jonofravwe, 
Biijn overschone kersäMwe, 
dat ic u laten moel!' 

rom rom liommet die trom. 
soete lief, vaer wel, vaer wel! 

3. Och mochtic mel u singhen, 
en met u reien en springhen 
toi aen den dagheraet 1 

rom rom bommet die trom. 
soete lief, vaer wpl, vaer wel! 

4. Ic en sal n niemer ghonoeten, 

ic en sal n niet wenken no groeten 
no langhen n de haot. 
rom rom bommet die trom» 
soete lief, vaer wel, vaer wel! 

5. Nu moetic u minneken laten: 
wi wandelcn 's heran strafen^ 
ons verblijf en is hier niel raeer. 
rom rom bommet die trom. 
soete lief, vaer wel, vaer wel! 



27 

1)4. bommen, dröhnen. — t r o m , die allere Form von trommel, 
nd, trumme. Die bonghen und bommen ti» 14. und i5. Jahrh. 
waren nur Handtrommeln ^ tambourics. Vgl. SneUaert in Willems, 
Oude vlaemsche Liederen hl. XL XII, 

2, 2. OYerschoon, sehr schön. 0?er nur Verstärkung , s. Hör, helg. 

III, 150 : overarm , oyerdrof^te , overgoet , overgroot , overcleio, 
OYerout, overseer, oyerstiUe, overwel ; so auch door- und in-, 
s. B, doorareM, io6#goifetv doorgroefl» dootr^c, doorschoop, door- 
wit, ingroen, inhcet, inclein, inlelic (sehr häßlich) , inlicf, inschoon, 
insoeU — kerssouwe^ MaßUeU,. heUis perennis » et» fa^ das 
ganze Jahr blühendes Blümchen* Keiften leitet e$ ab von dem frz. 
ca8saude , was ich aber nur im Pr&cenz. finde , wo es aber eine 
ganz andere Pflanze bedeutet, s. Coussatida, cassouda in Honnoraf, 
Dict. pr&v. -fran^. T. I. p, 597. 

3, 3. dagheraet, Morgenrölhe Hör. hdg. II, iSi.- 

4, 1. niemer, nimmer, in der ä. Sp. nemmeef» nittt^s. — glie- 

moeten, begegnen. 
4, 2. wenken, dasselbe was winken. 

4, 3. langhcn, reichen. 

5, 2. 'sheren straet oder herenwecb^, des Herren Slrßße, die Heer- 

Straße , früher herbane , der Heerweg , la grande route. 
5, 3. verblijf, Standquartier. 



' 1 



26 



MIN?(EIXGLACHT£. 

1. BilaeS; boe wee bet do^f, 
dat ic u laten moet ! 

ghi waert ter werclt mi die Uekte. 
ic vindu niewers weer, 
ic sie a neuRDenneer. 
il lost 19 iMnen, 
en ic moet wenen. 

2. Op aerden vindic nn 
gheen vroude sonder n, 

en sal ooc ghene weder vindeil. 
een leven so alst mijn, 
boe macbt een leven sijn! 
u, al mijn leven, 
moet ic begheven. 

3. Waer si gheloonl mach sijn, 
is minne ghene pijn; 

een heri in minnenhist mach singhen: 
maer ic en singhe niet, 
een suchten is mijn liet/ 
al lust is henen, 
en ic moet wenen. 

Min nencl achte, lAeheskUtge. 

1, 3. ter werelt, auf der Welt, 

1, 4. vindu f, yinde u. — niewers, nirgend. 

1, 6. henen, hinweg^ dahin. ■ 

2, 1. yindic f, Yinde ic. 
2, 2. sonder u, ohne dich, 
2, 4. aUt /; als het. 

2, 7. begheren, aufgehen , verlassen. 

3, 5. suchten, Seufzen* 



t» 



XXI.. 

nsorsMi NOCH .wonikBiN qoet. 



k\ 



1. Ghi sijt mi ver, ic bdn u natot c 1 
waer ic ooc b^n en gae en afae^* ' 
den cortsten dadt/denifanestaiiiinioht 
hebbic ae» u, mgalief^ güedichl.' . 

2. Ic slaep^ tn als ic wacker Uenj.ii ( ^ 
dan vliecht mijn herle tot uC hea . 

en wil u brengiuBn..eae groet^ •< ■■ 
mijn lieflnü^ sehoon, mgnt'liMktoiigoet. 

3. En als ic drome coml;am''voor,i'M< .im 
als o( ic stae voor uwtir dböv,.; 

dan roepic door uw ;¥eofiterki)iii^ > :i., 
God bottdu>.4BOiele niiMW tnynl.o 



4. Ochy dal ic u nu derrest/poet I 

vaer wel, het sal noch w^dftrt g^M: . 
God is gM«trouw> hi.gjbeefttden iyt,> , 
die noch 09S beider hl^üt irerM^t... * .i 

1, 1. nae, naer, nahe. 

2, 1. wacker, aufgeuxicht. 

3,1. eomi mi yoor , isi es mit, ' 

3, 4. God houdu, Gott erkaÜB diifh, behAte dhh! ^ ' 

4, 1. der Yen, en^kren ^umsw. 



to 



xxu. 

HEDEN BOOT, MOHGHEfi DOOT, 

1. Heden hoodiTerblijt, . 
morghen <iroeveB tyt. . 
heden Yroaden en salickioit,. 
morghea sie ic mer nool en leü 

2. Heden hemelblaiiiir, 
morghen aerdengrauw« 
heden siHineoschijn harentaer, 
morghen donker so. waer ie y$M. 

3. Heden lief en weert, 
morghen niet begbeert. 
heden overtd wiUecom! 

morghen en «iet säe m\ ttiemen om. 

4. Heden rijc en groot, ' . 
morghen dein en bleiot. - < 
heden te paerde met stouten m^et, ^ ^ 
morghen ootmoedich ghewandelt te ybet. 

5. Heden jonc en bout, 
morghen cranc en cout« 
heden lustich ten avoAtdan«> 
morghen leit op het graf den crans. 



81 

1,1. heden , heuie, 

1, 2. droef, irübe, traurig, 
1,4. mer, maer , nur. 

2, 3. harentaer aus haer ende daer, ä. 8p, hier und da^ $o trte haer 

ende gheins , hier und dort, 

2, 4. donker, dunkel, — so waer,^ iro immer nur. 

3, 4. n i e m e n , tpäter niemant. — 

4,4. ootinoedich»,({0iw«/i^^y di<c4 mA<f. 6loiii^€» -, .. . ^ .. 
5, 1.' iottt, dusgekuseHf mhd, oaU. - ~ 
5, 4. 1 e i t , Uegt, 



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XXUI. 
WAT SGHAET ONS, DAT WI TROLIC SIJN? 

1. Wal 8chaet ons, dal wi vrolic sijn? 
wi willen ter tayerne. 

dal aoele nat^ den coelen wijn 
den drinkic ältijl gherne. 

2. En sijn wi onse achellincs qoijt, 
den weert aal ona wel borghen, 
wi willen drinken en sijn verbiijt 
toi aen den lichten morghen.. 

3. En drinci die son den helen dacb^ 
warom sal ic hei laten? 

nu dorste elc wie dorsten mach! 
mijn dorst is boven maten. 

4. Ic wou ic waer die lieve son, 
dan haddic minen willen. 

nu moet ic uter deinen ton 
den dorst den groten stillen. 

5. Wat schaet ons, dat wi vrolic sijn? 
den schaden wil ic dragben, 

en hebbic altoos minen wijn, 
so sal ic node claghen. 

1, 1. schaet ^ schadet. 

2, 1. quijt, ^mti, hs, 

3, 4. boven maten, maßht. 

4, 1. ic wou f. woude , wolUe. 
5,4. node, ungern , sekicerlich. 



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XXIV. 
GOD SEHNE DIE T^TERNEf 



\. Den voghelkens doet bet so wee: 
81 hoppen in rijm en in snee* 
wiy wi silten waerm 
den Winter hier ten sdicme/ 
wi, wi 8]jn verblijt: 
God seine die tavernel 



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2. Die voghelkens sijader so stil^ 
gheen enich er. singhen meer wil. 
\9\^ wi singhen na 

wel van den soeten roeien, 
ons, ons herte sprinct 
als of wi wilden reien. 

3. Waer sal tocb de lieve son stjn 
met baren rootguldenen scbijn? 
wi; wi sien si hier 

uut onse glasen blinken, 
siy si gheefl ons cracht 
en last so die wi drinken. 

4. Het wachterken booch opten toorn, 
bet wachterken steect sinen boom, 
ons, ons waernt hi niet, 

ons en is den tijt niet diere : 
wi, wi drinken noch 
en maken goede eiere. 



84 

1, 2. hoppen, hoppelen , Aä/v/f ». — rijm, Reif. 
1, 4. scherne, Spoü, das Ual. scheroo. 

1, 6. Beine am$ segbene , segne. — tarerne, die Schenke ^ däs 

Wirthshauiy das iat. Uberna. 

2, 2. gheen enich, kein einwig. 

3, 3. sien, sehen, 
3,5. cracht, Kraft 

3, 6. ao die, M €ft 

4, 2. den hören sleken, das Born blasen. Der Wächter auf dem 

Burgihurme bläst den Tag an : uns «^arnt , erinnert er nicht y uns ist 
die Zeit niehi kosHtar d, h. imV haben Zeit genug, bis an den kdlf* 
lichten Morgen wu trimken. 
4, 6. goede eiere maken, das fn. Iiire boane ckdre, ItuHg dar- 
auf los leben , oder tcie «MUi im iß. find ij. /ahrh. Sagte: gut Ge- 
schirr machen, s. SchmeUer, Worierb. fll^ 3PB. 



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XXV. 

1. Hoe sullen wi ons gheneren, 
wi rütersehe cinipen stöüt? 
wi hebben iriet ve'el le verleren: 
den Winter isser so coulf. * 

een pinteken Wer le drinken^ 
en soudet wesen ooc wijn — , . : j 
en wie mi woude Schinken, 
si sonder mijn minneken sljn. 

2«. Wi vareh onse Straten ..- ^ 

aen voeten en banden Woot, • 
tgheluc heeft ons verläten," 
den hongher en dorst is. groöt. 
och dattic een voghelken waref , . 
dan haddic gbehen ghet^reo, , 
dan vondie. i>p's boermB&s Are 
noch iet voer mineii bee. 

3^* Gbi gbiUdon^ wat mUw wi triv^n? . 
hei idurel al stnen tijt:^ 
bet 9al wel noch eena gheboren, 
dat ooc ons hert hem verbli|t. ' 
schier sal ons de Irommel wecken, 
dan isser hel Irureh ghedaen : 
wi moeten ten oorloch trecken 
en onse somer gaet aen. 



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4. Ell die dit liedeken didile, 
dat was eeii rnter iijn, 
sija herte was hem lichle, 
toch lichter sijn borsekijn. 
hi heeft het eerstwerf ghesonghen 
te Denremonl al in den wijn. 
hi wou dat den niderstonghen 
al wijn mochte worden venijn ! 

1, 1. Hoe, wie? • — ghepcf-epy.emoAre». • 

1, 2. ruterscfie cnapen, Ldndsknechle, rüter m/ ntcAl eien ^^ 

Reiter, sondern überhaupi der SotdoL — 8 ( o a t, wie dtu mhd. stolx, 
slaUHchy kerrRch, 

\, 5. pinteken, ein Flüsm^nitmqßf m» den Kiederlimdm einhalbes,» 
Frankreich^ preußisch (fw^,^ io dfin,kenf näwd. hätte ich gerne! 

it 7, wie. wer» — ic hinken neben schenken, einschenken. Dieä.Sf. 
wf retcA an dergleichen* Dqppelfarme^i ^ %. ^. swelghen swilgkeu, 
swellen swillen, swemmen switnmen', spende spinde, dwenghen 
dwinghen, blenken blicken, gfaedenken ghe^ihken, wenkeo win- 
ken, kenne hinne. 

2, 3. tgheluo f, het ghfAp«. .^^ 
2, 5. daMic f. dat ic. 

2, & ghebreo, Mangei. 

2, 7. Tond ic f, Tonde ic , fände tch.-^ a>re,.4ii»ik ere und iiere,«'« 

tat area, die Tenne y bei ^u^i» v^ele^i (ifj^nde^^ me^ die Haos- 

fthre Frisch ly 33. o. und 428^ ß. 

2, 8. iet, ietwat, ichtwat, etwasy mhd. iht, am Niederrhein (Gegend vw 

Bann) jett — b e c , wie im Fr%, , Schnabel 

3, 1. g bilde, GeseUcy eigenüidh der einer ghilde angehört. 
3,3. gheburen , ftcA erei^ii^. 

3, 5. schier, wie das mhS. aditere, in kuru^ fUit^ gUiek, bald, 
3» 7. oorloch, Krieg, tnhd. ,dt^z' iwlinga» -^ ir^^ken, ateAe». 

4, 4. borsekijn, Diminutie von borse , Geldbeutd. 

4, 5. eerstwerf, das erste Mal. Über werf s. Grimm Gr. III, 23L 2S'2- 

4, 6. in den wijn, gewMnkeke- IMensart , d.'h. im Wtinhause. 

4, 7. niderstonghen, sonsi auch wH dappertton^eii , es sind dad 
die Verläumder, Aftem^4^ß^ tffM»4i ^ -^f^i *U hintertreiben nuAt», 
Niemandem eine Freude gönnen» fn den deutschen Gedichten i» 
iS, und iß. Jahrh, die Kläffer. 

4, 8. Yenijn, das lal. Yenenuml Gift, 

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XXVI. 






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DE NACHTWACHT*) 



1. Ghi gbeselleii ' van der ghllde; 
h}^ wat leefdi soet en sacht! 
fliaer ic gae met swaert en Schilde 
houden wacht den langhen nacht. 



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2. Binnen desen hoghen muren 
moetic houden nu de wacht, 
och, hoe langhe sal dit durenl. 
och, hoe denister is die nacht! 

3. Ja, nu wordic des ininne, 
wat ic dicmael heb ghedacht: 
sonder wijn en sonder minne 
is het hele leven nacht. 

4. Baten is het stil en binnen, 
Stil om borchvallei en gracht; 
Stil ooc isset opter tinnen, 
och, hoe is so stil die nacht! 

5. Nacht, ghi sijt mijn scherm en wapen: 
ic ben moede van der wacht, 

'k wil ooc als de anderen slapen, 
en ic seggu : goeden nacht! 



') Beiiaufig lei bemerki, daß dies lAed nach Sprache und Inhali einer 
früheren ZetI aU die übrigen angehören wiil. 



1, 1. ghilde, Kameradmhäft. 

1, 2. hi, he! — toet en sachl lefen, ein huHgu Ldm ßkm, 

in Sau$ und Braui» 
1,4. wacht houden, IVacki haken , umer jetiiges Schildwachl stehen. 

2, 4. demRter, deemster, dunkel, dasselbe was dunster wm/ dooker. 

3, 1. ininne worden^ gew4thr wer den f dakinier komwun, ininne «iif 

IM MnL y es fekU «db«» M KUiaen; tmeh mhd, inione oder imnm, 

das Hebel'sehe eniniie. 
3, 2. dicmael, o/>. 
3,3. sonder i ohntf-mhd. miadeT 

3, 4. h«el, gan*, jeM geheel. 

4, t. butenen binnen, draußen und drinnen. 

4, 2. borchyallei, Burgwall, — gracht, auch graflt, der Wasttr- 

graben , jeiU jeder kunsüiche Vanal tum Behuf der Schiffahrt. 

5, 1. het wapen, dte Waffe. 
5, 3. *k w i I , ic wil. 

5f 4. «eggu /". segghc u. 



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XXVII. 
SINT JANS GHELEIIVE. 



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< .1» Heden «yn ii(i nocb iot lant^ 
morghen aen den noortscecant^ 
en-Sv^'inoct^n vrirtn, varen 
'door de grbeneti baren. 



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2. Onse schip is sterc en vast 
van den kiel tot aen den masf, 
en het sal ons draghen, draghen 
ooc bi storm en vlaghen. 



3. Darom drijft toch ghenen rouw, 
lieven vriende, kint en vrouw! 
laet ons vrolic scheiden, scheiden! 
God sal ons gheleiden. 



4. Drinct ter eer van sinte Jan, 
dat hi goede vaert ons an! 
altoos naer en verre, verre 
si hi onsen sterre! 



40 

U 2. noortieecant, iVonbMlibfe. 

t, 3. Taren (was $ehon Sfler vorkam) • fahren mu Wasvtr und %u Lande, 

dann i^erkaupi reisen. Der Qruß vaer wel ! konnU nur hei äntm 

seefahrenden Volke aufkommen und sieh erk^dien, 

1, 4. bare, waterbare, Woge, Jt§sius lApsius ieilei es ab ton baren, 

brummen wie ein Bär! 

3, 2. toi, bis. 

2, 4. Tlagbe, fiHsüdkes GewiUersckauer mii Sltum und Regen ^ oergl. 

Frisch /, 2fa. a. » — r 

4, 1. Sinle Jan. Es war eine aUe SiUe, dem Seheidenden Si. Johanne* 

Geleit oder 8L Gerhuden Minne zuzutrinken, s. Hör. belg. FI, 46 — 48. 

Buddingky (her oude en häere drMfleg Hgke d s n* Grimm MgiksL 

2. Ausg. 53 --55. 
4, 2. an, g9nne , verleike , oon onifeB Hör. hflg. Uip i2€^ 
4, 4. sierre, starre, ster und slar, (alle Formen sind ObBchJ Stent. 



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xxvm. 

1 . So ghes^hiede dun waü ic nie ghedoobt : 
och , ons. iKVpelken > och , h«t i» veitoi^hl ! 

2. Gae ic naer dm stal;;bebbic ma^ vfrdrkt; 
want mijii hoppelken sie en vindic niet. 

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3. Gae ic door ket velt, ben ic sUt en loor, 

dat id hoppelkftt nieyr^i; äe of boor. 

4. Twas die beste coc y welc ic ie ghesach ! 

om mijn hoppeilcea grboa ic Mcht en daoh. : 

5. Vrolic wQrdic nie^ nie ter. werelf mear^ 
crijghict boppelken, crijgbic hei niet weer ! 

f, 1. gheichiede» geschah. — ghedofihJl, gedßchi, 

1, 2. hoppelken, hoppel, so viel wie bontecoe. Die ßandrischen 

Bayern haben seit den früheren Zeiien imnier noch eine Liebiin^uh 
im Siaüe, getedhnUch' die blare , eine tchwane mit M^eißer Blässe, — 
Yercocbt, verkauft 

2, 2. sie, sehe, 

3, 1. loor, aUßßmdrisch mißmiithiff, 

4, i. twas /*. het was. -r ie, Jemals» 

4, 2. gronen, seufzen, 

5, 2. crijghict /; crighie ic fiet^ htkofnme ich es. 



43 



xxix/ 

1 . Vaer wel , Taer Ivel , 'mtfii soete lief; 
niet lanfber eil cuti * icker beMen ; 

ic gae er so ver, en so verre van hier, 
en alSD ver oTerdfer beiden. 

2. Wel over der beiden, wel over den sant 
met dfoevighef bert ende sHinen. 

wel mach ie ghewfnnert'M^t Taitfriant, 
maer trouwe liefde noit ghewinnen. — 

3. En sietje niet groenen öreral, 

niet groenen en bloejen de bomen? 
000 8al*SveI' noth' mör^hert de nacbtegael 
met andre ele!n ' rogteltjes comen^ - 

4. Sal singhen u övet beide en sanY, 
. ghi suiter het singhen wel hören, 

si singhet u tot in uw vaderlan^. 
wat trouwe liefde ghesworen. — < 

5. Nu boor icker deiner tügheltjes saue, 
en wandele over der beiden; 

nu doet mi ooc al mijn leven lanc 
SO wee en so wee het scheiden! 

In der enUn Abfassung waren noch einige EigenihünUickkeiten der aUen 
Drucke, i, B, den iiachtegael. So lauteie denn auch die Überschrift gam 
tcie sie in diesen alten Drucken und später noch in fliegenden Blättern vor- 
kommt: Een Amoureus Liedcken. Op een aengeoame rojrse. Ala H beghiuL 
Die Assonani (lief: hier) ist absichtlich^ so trte auch im folgenden Hede slol:op, 
ganc : vant, weil dergleichen häufig in den allen Liedern vorkommt, Sietje 
/*. siet ghi und Toghelljes /*. Toghelkcns sind holländische Formen. 



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JONG GHEKRIT E»Dß UQi . A£L.T JE. 

J. Wel op, wel op, mijn cnaepjes goet, 



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eh sä'dett ttii^iiiijn<p06rt! 

naer Crorichbut-ch' vfHIe wf riden; 

d^Ü wöch li wel «aWs* wiiertf '^ ' '^ 

2. Als si wel over der beide quamen^ 
beneven hei gtoöttfe vdl- ' > i 

daer quam heiri' (Jntmoeteti iften ridder,* '' 
heV was ^r' eön^ jbtigfheti left. » ' ' - 



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3. Ocb ridder, och ridder, hoe vaerje loch, 
wat isser de vaefrt vafi }6tf? ' '• " *' 
en gaeje missehieh' opt ]i^tri, ' -^ »' 
en latel Slleefn *W Schoon^ vWtt?^ 

4. Willecora, willecom, mijn vremdelinc! 
mijn vrou'dffe lisefs'o tl^. ' ' ' ' ■ ' ' 
daer staet er i^tf'siöt; daet wooiif ^ijn' vroU; 
gaet, haelf ei- dWlone? ttm'jdu!*— ' • '-^ 



5. 



Jone Gherrit die . ghinc er uut jagben^ 
uutjagben den' Äeieri Aach; *:'' ' '; '^ 
hi keerder bera' wel. weder 'omtae, "' "^' 
den vremdelinc wast idat ttrsacn.' 






6. En kenje ooC'^islDdM goqdtHjriQC' .>< t; 
en den rinotan« rOiieii< gou? .* S :.i i' . 
Jone Gherrit, kenjeiden:||oüden rfote . 
en daer op 4Ktd)ioeni^<do. biou?^^ i , 



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44 

7. Mijn ridder', bilo! dal en is niel waer, 
dal en isser gheen rinc van mijn vrou! 
en ic sweer hei al op mijn ridderwoort, 
daer toe is mijn wijfje te trou! — 

8. Jone Gherrit, kenje fhpi gouden rinc, 
en daer op dai bloemtje so bloa? 

an dier.ep melrode gheaabteten.. . 
den name al van nw scboon vrou? — 



9. Jone Gherrit warp hem den banl&choen voor, 
Jone Gherrit streei er te paeri,; 
bi sloeeb wel den vreemdeo ridderaman, 
dal bi nederseeeb ter aerl. 

10. Jone Gberrit reet opt boghe slol, 
wel vliegbeade op hei sMi 

bi en elopte niet laue met den poortenriifC; 
bi ranner de poorte op. 

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11. Och moeder, seidese, «iQeder^ 

Jone Gherrit cemi er so .fei:. 

hoe brengbiHi/ ^i bem w.^ ie vrede ? 

och moeder, wal raeje mi wel? — 

12. Haer rooeder «am uter wiegbenj, , 
dipl kintje so eleine si ifani^, 

si droech bet so bli ep beer . armen, • 
den vader tegben si quam. 

13. Mevrou, wal salder bat kindekjjn? 
ten isser bi God niet mijn! 
mevrou, bet en i^ niet mijn soonlje. 
bet moet er een bastaert sijn. — 

14. Hi liep van trappe tot'tmppe 

en hi deder wel meoighen gane, : 
tot dal hi op hof her > tiiinen 
moi Aellje $^n buvsvroM Vmal. 



46 

15. Moi Aeltje quam hem groelen, 
gheen woordeken hi haer boot. 
hi troc het swaert uter scheiden^ 
moi Aeiye sal sterven die Üoot. 

IS. Wal Bach hi aen haer banden? 
den yHigherliiic root van gou. 
bilo, dal Walser den selven rine, 
dien hi wilen ontfinc ter trou. 

17. Hi namse wel in sijn armen^ 
hi euste haer roder mont; 
81 dftncien G^i Iran heme], 
«i tfaneten hem dosentstont. 

Den koÜ. Ursprung des Liedes deuten mehrere Sprachformen an, 
%. B, das DiminuHmim je für ken : cnaepje ^ soontje , wijfje, 
bloemtje, Aeltje, femer das abgeschwaehie je für ghi in gaeje, 
kenje , raeje , vaerje , dann auch ran jou für ran n. 
Gherrit, Gheert, Gerhard, 
Aeltje, Adelheid» 

1, 1. cnape, Knappe, 

2, 2* beneTen, auch bineTen , neben, 

2,3. comen ontmoeten, te gbemoete eomen , entgegen hommen, 
begegnen, 

3, 1. hoe raerje /l Taert ghi, unser: wie geht's? 

3, 2. Tan jo u /*. ran u, noch in der gemeinen Amsterdamer Schiffersprache. 
3, 3. gaeje f, gaet ghi. — misschien, tu der ä, Sp, masschieo, 

beides entstafulen aus mach schien , mach gheschien , entspricht 

dem dän, maaskee ffii<l dem fr%. peut-6tre. 

5, 4. wast /l was het, u>ar es — eine echt voUuthümliche Wendung, 

6, 1. kenje /*. kent ghi, tu der ä, Sp. kendi. 

6, 2. Tan gou /*. goude, van Goide, noch jet%t in der Volhsspraehe. 

6, 4. bl oa , jetit blaauw , blau, 

7, 1. bilo! IntetjecUon des Staunens und Schmeriens^ s, Hor,bdg, U,i8i, 
9, 1. warp, hoU, wierp, u>arf, — hantschoen. Im Mittetalter ge^ 

sehah bekanntlich die Herausforderung tum Kampfe durch Auswer- 
fen eines Handschuhs Grimm, Rechtsalterth, iSi, 

9, 4. nedersighen, ohnmachtig niederfallen, 

1J,1. seidese f, seide si, sagte sie, 

11,2. fei, grimmig, aus dem Rom, s, Roquefort Gloss, J, 583, auch 
engl, feil. 



46 

11, 4. raeje /*. radet glii 

12,4. teghen, enlMMii. 

13, I. oieTrott au$ roiJR ▼roowo , ir^e das fn. .ma-dame. 

13, 2. ten f. hct en. — isser f. is er [daerj. 

13, 4. baataert, da« ilal, bastardo, Hdat, fiasUrdtis , Bankari. 

14, 1. trap, Treppenthtf; 

14, 4. m oi , jeiU mooi » mMm« • In dbB$m' Sedtukm^ afl^Mwin m M 
Ifffid tm CMraneik.' 4C«lii0fi A«l ; Mop GiiiiifiiiSytoniatas, elegaos. 
Ifimift diu mterhpßirdige Wmi u^ 4Mmt Machpeubar. ist? Ick hclx 
es im i4. imd 15. Jakrh. micki Pfunden. 

16, 2. Tingberlinc, Tingherlijn (in der ä. Sp,) Ring, mkd. fiogcriiD. 

16, 3. wtisser f. was er (daer). 

16, 4. wilen, vormals, mM, wHeti , W^er weiland. — tiertrou,:« 

Verlobung. • .- . ; s . . 

17, 2. baer roder mont. AmAmM hat ^näerii : hmer roden moDl, 

aber mcki bedachi, daß ^ FM^MfFrifcV «M« Ma^^kfeclierU roder 
mii mont verMiulel imd atfe Ca$%u hindurch beibehälif wie esnH 
dem deutschen Eigennamen Rol^rmiind der FaU is^. Sq sageH if 
Dänen ungersyena und die Schtceden ungcräTei^ S, Hör, bel$. F,42. 
17a 4. dusentatoot, tausendmal. 






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HORAE BELGICAE. 



STUDIO ATQÜE OPERA 



HOFFMANNI FALLERSLEBENSIS. 



PARS NONA. 



HANNOVERAE 

APUD CABOLUM BUEMPLEB. 

AMSTELODAMI ..„„„„, ,„ BRUXELLIS 

MDCCCLIV. 

APCD JO. MUELLEB. APÜD C. KUQUAXDT. 



AltniederläBdische Sprichwörter 

nach der ältesten Sammlung. 



Gesprächbüchlein, 



romanisch und flämisch. 



Herausgegeben 



von 



Hoflmann von Fallersleben. 



Hannover. 

Carl Rumple r. 

1854. 



Hannover. Schrift und Druck von Fr. Culemann. 



HERRN 



PROFESSOR M. DE YRIES 



zu LEIDEN 



GEWIDMET. 



Incipiunt proverbia seriosa in theutonico prima^ 
deinde in latino sibi inyicem consonantia^ iudicio 
colligentis pulcherrima ac in hominum colloquiis 
communia. 

1 jfxchter rugghe leert men best kennen. 
Dicitur absente me quod non me residente. 

2 Achterraets en ghebrac nie man. 

Seit vir consilia centum post facta dolenda. 

3 Als die dranc comt, so is die reden uut. 
Quando venit potus, cessat sermo quasi totus. 

4 Als die peerden vol sijn, so truren si. 

Stat equus et curat, cibus iUum quando saturat. 
6 Als die buüc vol is, so is dat hooft bKde. 
Tunc Caput est letum, dape corpus quando repletum. 

6 Als die buuc opgaet, so briet dat speelken uut. 
Quando turnet venter, produntur facta latenter. 

7 Als de anxt meest is, so is godes hulpe aldemaest. 
Quando timor maior, tunc deus est propior. 
Auxilium Christi venit ad nos tempore tristi. 

8 Als enen wast sijn goet, 
wast hem sinen moet. 

Dum quis ditatur, animosior esse probatur. 

9 Als die reghen comt, so is die snee verderft. 
Imber quando cadit, nix deperit et cito vadit. 

10 Als hoeren scheiden, briet die schände uut. 
Turpia culparum produntur lite putarum. 

11 Als hoeren spinnen, is die neringhe cranc. 
Filat quando puta, questus malus est ita puta. 

12 Als men den keerle bidt, dan weighert hi meer. 
Villicus ingratus elatus fit rogitatus. 

H«r. b«lf. F. DE. 1 ^ 



13 AI verloren dat men den onbekenden doet. 
Ingrato quid agis, hoc semper et undique perdis. 

14 AI liecht die mont, dat hert en Hecht niet. 
Cor non nugatur^ licet os mendacia fator. 

15 Als dat kint verdronken is^ so stopt men den put. 
Sero fiigatur aqua^ submersus erat puer aqua. 

16 Als die olde hont blaft, so sal men uutsien. 
Latrans annosus foris aspice queso molosus. 

17 Alst wael wil, so is men blide. 
Onmes letantur, dum prosperitate beantur. 

18 Als men secht hus, so meint men die hoenre. 
Hus dum clamatur^ gallus^ gallina notatur. 

19 Als ment gode opghevet, so ist wael half verloren. 
Christo quando datur res, spes bona tunc üibulatur. 

20 Als dat spei best is^ so sal ment laten. 
Optimus est quando ludus non ludere mando. 

21 Als die een hant de ander wast, so sijnse beide schoon. 
Palme quando lavant mutuo se mutuo mundant. 
Utraque mundantur, reliqua dum palma lavatur. 

22 Als ghewalt comt^ is dat recht doot. 
Tunc ius calcatur, violentia cum dominatur. 

23 Als die spise mindert^ so meerdert den hongher. 
Dum cibus abscedity fama novella redit 

24 Als die cat jonghen hevet, so muust si wael. 
Catus habens plures iuvenes capit undique mures. 

25 Als dat iser heit is, so sal ment smeden. 
Ferrum quando calet cudere quisque valet. 

26 AI eert gras wast, so is die henxt doot. 

Tunc moriatur mannus, dum gramina protrahit annus. 

27 Alst wael wil, so is hem goet te helpen. 

Dum bene vult, facile quit homo succurrere cuique. 

28 Als die olde coeijen bissen, so clappen hem die clauwen. 
Post sene cursante vacca sonat unguis et ante. 

Dum trotant vacce veteres, sonat ungula queque. 

29 Als de swalven vlieghen, bliven hier die muschen. 
Passere sub tecto remanente residit hirundo. 

30 Alst werc ghedaen is, so is die cnapa onweert. 
Venia fit ingratus, dum mox opus est operatus. 



31 Als deen wolf de anderen et, so is hongber in den wolt. 
Quando lupum lupula vorat, esurit undique silva. 

32 Alst wael wil, so calft die os. 

Dum bene vult, vitulat bos: sie gens undique famat. 

33 Alst hooft sweert, droeven al die leden. 

Cum doleo capite, tunc membra dolent mea queque. 

34 Als men den hont slaen wil, so hevet hi leder gheten. 
Qui eatulum cedit, coreum fert ipse comedit. 

35 Alst alder werlt verdriet, verdrietet god. 

Post tedet Christum, mundum dum penitet istum. 

36 Als te hove gheten is, so sijn daer idel vaten. 
Quodlibet est vacuum vas poßt cenam dominorum, 

37 Also seer schreit hi die nae schreit als vore. 
Tantum post flentes flent ut sunt ante gementes. 

38 Alst liden mach, sei ment. loven. 

Dum quit transire, laus hoc debet redimire. 
Plus sunt laudanda mediocria quam vicianda. 

39 Also goet is een bie als .«eujiant vol vlieghen. ,. 
Musois plena vola deterior est ape sola. 

40 Alst den herde misgaet, misgaet den vee. 
Dum male pastori vadit, vadit male gregi. 

41 Also een sijn bedde maect, mach hi daer op slapen. 
Ut strasti lectum, super hunc sie vade cubatum. 

42 Also langhe gaet die cruuc tot water dan si briet. 
Tot reisas ad aquas facit hydrias quot luit ipsas. 
Ad vada tot vadit urna quot ipsa cadit. 

43 Also langhe trit men den vorsch dan hi pijpt. 
ßanula calcatur tantum quam vociferatur. 

44 Also langhe roept men paschen dat paschen comt. 
Tantum clamatur quam pascha venit quod amatur. 

45 Also goet coop gaet men tot smeets als tot smekens huus. 
Fabrello tantum dabitur fabro scio quantum. 

46 Also menich hooft so menighen sin. 
Quolibet in capite viget ingenium speciale. 

47 Also menich lant so menighe sede. 

Die patrie quot sunt harum mores scio tot sunt. 

48 Alle slaghen en raken niet. 

Non ledunt neque sie rem tangunt verbera queque. 



_6 

40 Alle manne vriest nae sijn clederen. 
Algeo plus vesteSy dum plures snnt scio testes. 

50 Alle deine beken lopen in die grote. 
Undique per montes cummt in flmnina fontes. 

51 Alle rivieren lopen in die see. 

Ad mare declivus omnis ennit cito rivus. 

52 AUe ambochten smetten. 

Quodlibet officium lucri pinguedine crassum. 

53 Eier in die pan, daer en comen gheen cuken uut. 
Ex fnxis Ovis pullus nunquam venit ullus. 

54 Alle baten helpen, al sijn si dein. 

Quamvis simt modica, prosunt tamen omnia lucra. 

55 Alle vergheten sonden quijt. 

A me nescita peccamina sunt ea quita. 

56 Alleman is een dief van sijnre neringhen. 
Quisque suo questu für sicque tuo simul es tu. 

57 Alle dinc leet hem segghen. 

Queyis res seculi de se fert plurima dici. 

58 Alle die leven en vilden niet enen wetsteen. 
Vivens nemo datur, per quem cos excoriatur. 

59 Alleman wat: dat deelt schoon. 

Da partem cuique vel tu partiris inique. 
Dividit inique nolens partem dare cuique. 

60 Aliensken läppen leert die hont dat leer eten. 
Particulis discit coreum canis esse quod id seit. 

6i Alleinsken hären wort die man cael. 

Nunc mit hie post hie pilus et calvus sit homo sie. 

62 Alleinsken ene, vanct mense alle. 
Singula captentur^ sie omnia fine tenentur. 

63 Alles dinghes een wile. 

Stant mo^ca puncta mundana negocia cuneta. 

64 Also goet ghesechtals ghesonghen. 
Applaudo dictis cantandis sepe relictis. 

65 Alder lüde rrient is alder lüde sot. 
Stultus cunctorum fit quivis amicus eorum. 

66 AI te vele en is niet ghenoech. 

Non Batis est nimium, nam venit in vidum. 



7 AI visevase sonder ghelt. 

Laudatur nummus quasi rex super omnia summus. 
»8 Aen meinen en bint nieman peerde vast. 

Firmiter ad dubium seit nemo ligare caballum, 
»9 Anxt ende vrese doet den olden lopen. 

Si timor in mente, currit vetus ipse repente. 
^0 Armoede maket onschemel lüde. 

Ex veteri more pauper caret ipse pudore. 
n Armoede soeet nauwe list. 

Paupertas cautas querit ubique vias. 
i2 Arme lüde driven arme wise. 

Pauper pauperiem per totum sustinet orbem. 

73 Arme lüde en suUen niet lecker sijn. 

Os rüde pecorum sit egeno, non dominorum. 

74 Arm man lecker en heeft sinen wil niet. 
Esurit atque sitit pauper qui lauta requirit. 

75 Arme lüde coken dünnen bri. 

Pauperis est gentis tenuis puls farre carentis. 

76 Arbeit wint dat vuur uten steen. 
Ignis de lapide surgit mediante labore. 

77 Also vele calver comen huden ter merct als ölder coeijen. 
Pelles quot pecorum venduntur tot vitulorum. 

78 Alle swerken en reghenen niet. 

Non stillant omnes quas cemis in aere nubes. 

79 Also langhe et men witbroot dat ment brune begheret. 
Fit quod contemptis peto nigrum panibus albis. 

80 Alst water over die corven gaety sal ment schip osen. 
Fundo stans imda iacitur de mare profunda. 

81 Als die muscbe nestelen wil, soect si vele holen. 
Nidificans caveas vult passer visere multas. 

82 Als men den sac ontbint, so siet men watter in is. 
Contentum scitur, Saccus dum post aperitur. 

83 Als de sac comt, worpt men den budel achter die kist. 
Bursula calcatur, dum grandis bursa paratur. 

84 Als die meister comt, hevet meisterken ghedaen. 
Eücitur magno parvus veniente magistro. 

83 Also vele te quader dat de bruut schorft is ende luttel hevet. 
Pauper et absque pilis tanto plus sponsula vilis. 



8 

86 Also wee wort den naghel als den gate. 
Penam consimilem tolerant clavis atque foramen. 

87 Als die waghen in den sloot is^ so sijn daer vele woordeL 
Dum currus stat aqua, resonant tunc plorim« verba. 

88 Also qualic varen si diet tappen als diet drinken. 
Hie trahity ille bibit simul ac uterque peribit. 

89 Also en quam die cat aen dat spec niet. 

Non comedit lardum sie catus ut estimat ipsum. 

90 Als de hont dat been heeft, so heefthi den staert in denmoii: 
Dat dorsom canis, os eins quando venit in oüs. 

91 AI niet sonder ghelt. 

Est nihil et nihilnni sine prompta peeunia totum. 

92 Als die pere rijp is^ so valt si van den boom. 
Dum sunt matura^ pira sunt breviter ruitura. 

93 Alle vrucht smaect nae hären boom. 
Arbor naturam dat fructibus atque figuram. 

94 AI is die kerc groot, die pape singbet dat hi oan. 
Non canit in templo nisi quod seit presbiter amplo. 

95 Als men dat verken biet^ sal die sac reet sijn. 
Saccus erit promptus, dum prebetur tibi porcus. 
Dum sus prebetur^ tunc Saccus promptificetur. 

96 Als die sac vol is^ so rieht hem die tap. 
Angulus erigitur in sacco quando refertur. 

97 Also goet mit beiden benen 
in den stoc als mit enen. 

Nil refert bino fore cippo vel pede solo. 

98 Als ic doot bin, is alle die werlt doot. 

Dum morior, moritur mundus simul et sepelltur. 

99 Also wael ist gheluc achter als vore. 
Vulgo narraate bona sors est post velut ante. 

100 Als een man rijct, so hont hi. 

Dum quis ditatur, cupidos yultres imitatur. 

101 Als die abt terlinghe draecht, moghen moniken dobbeleo. 
Tessero tunc licite decios abbate ferente. 

102 Als die wolf olt wort, so riden hem die creien. 
Comix sepe lupum non effugit inveteratum. 

103 Alle druwers en vechten niet. 

Non omnis pugnat minans qui fortia clamat. 



104 Als men den booch te wijt spant, barst hi gheme. 
Extensus arcus rumpitur hie nimium. 

105 Also goet is een boeve Bittende als staende. 
Stans scurro ve sedens est velut equivalens. 

106 Als men den kerle bidt^ cremt hi sinen hals. 
Collum curvatur, yillanus quando rogatur. 

107 Arm man is al om versteken. 
Pauper vitatur, miser et vilis rfeputatur. 

108 Also wel brant een crom holt als een recht. 
Eque pars ligni curvi recti valet igni. 

109 Als die timmerman speien gaet, en vallen daer gheen spane. 
Hastula nulla cadit, dum sector ad ocia yadit. 

110 Als dat verken droomt, so ist van draf. 
Somnia pro siliquis sus cemit quando quiescit. 

111 Jjeide is goet, god ende sijn moeder. 
Ambo boni deus et sua mater quos homo landet. 

112 Bedwonghen ede 

en sijn van ghener weerde. 
Sunt quasi non facta domino iurata coacta. 

113 Bedwonghen liefte ende ghemaecte verwe gaen al af. 
Decrescit factus color et amor ipse coactus. 

114 Becommert man doet seiden bäte. 
Profectum faciunt rarum quos debita stringunt. 

115 Beter doot dan vriendeloos. 

Tunc mors optetur, cum nuUus amicus habetur. 

116 Beter scheel dan blint. 

Luscus prefertur ceco: sie undique fertur. 

117 Beter half broot dan gheen. 

Non panis nidlus sed dimidius valet uUus. 

118 Beter wat dan niet. 

Plus valet il quam nil, sit procul ergo nihil. 

119 Beter . i . dan tfy. 

Tfy res peiores notat i qui sunt meliores. 

120 Beter een olt sot dan gheen. 

Est melius multum veterem quam non fore stultum. 

121 Beiden en is niet quijt ghescholden. 
Expectans longo non vult dimittere queque. 



10 

122 Blijft der jongher iet, 
der older en blijft niet. 

Forte manet iuyenum quis, sed nullus seniorum. 

123 Gheboden dienst is onweert. 

Dicitur oblatum fore serviciom male gratnm. 

124 Botter maect soeten sin. 

Mitem nee mimm dat sensum dulce butirum. 

125 Blitit man arm man, 

al bad hi bonte cleider an. 
Cecus inops ductus quamvis varius sit amictus. 

126 Bi nachte sijn alle catten grau. 

Quod niger est nocte quivis catos licet hoc te. 

127 Bi sinen gheselle kent men den man. 
Cognitus in parte sit per socimn vir aperte. 

128 Beter enen dojer dan enen idelen dop. 
Sicut ego novi, plus testa pars valet ovi. 

129 Beter ist, dat een kint schreit dan een olt man. 
Quod fleat est melius puer imus quam vir adultus. 

130 Beter deinen toom dan groten schade. 
Ira brevis melior magnis damnis ut opinor. 

131 Beter spirinc ghevanghen dan stil gheseten. 
Pisciculos capere plus approbo quam residere. 

132 Borghen pleghen node te ghelden. 
Solvit pro reliquo iam nemo libenter amicus. 

133 Begonnens wercs wort immer einde. 
Vidimus incepta fore finem laudis adepta. 

134 Beter is schände beseten dan belopen. 
Sessio laudatur pre cursu si yiciatur. 
Peius currendo vicium fit quam residendo. 

136 Beter enen voghel in dat net dan tien in die lacht. 
Est avis in rete melior grege quoque volante. 
Pauca licet certa sunt incertis meliora. 

136 Besoeken ist nauste. 

Est vulgi fama: docet experientia cuncta. 

137 Behalven dat hert ende de lever sterct den ingheweide 

dat ander. 
Preter cor et epar confortat quodque suum par. 



11 

138 Beterende dinghen sijn altoos goet. 
Tenders in melius semper ametur opus. 

139 Beter olde schult dan olde vede. 
Laudantur vetera plus debita quam vetus ira. 

140 Beter onbegonnen dan ongheeindt. 

Non valet inceptum, fuerit nisi finis adeptus. 

141 Beter camp dan hals ontwee. 

Est melius bellum pro collo sive duellum. 

142 Bescheten coe bescheten calf. 

Ex vili vacca vitulus vilis generatur. 

143 l^attenkinder musen gheem. 
Catorum nati sunt mures prendere nati, 

144 Clein ghepac 

is groot ghemac. 
Si tibi parvula res est tibi magna quies. 

145 Clein ghewin holt den groten hooftstoel te samen. 
Conservat magna parum lucrum cumulata. 

' 148 Clein man coen is niet dan voetghetrap. 
Parvus et elatus vir semper erit pede stratus. 

147 Clein ketelkens hebben oren. 

Quamvis parva lebes fuerit, tamen hec habet aures. 

148 Clein voghelkens hebben clein nestkens. 
Nidificat nidum sibi quevis avicula parvum. 

149 Coken is cost, al en schinet niet. 
Expensas coquere varias solet accumulare. 

150 Cost moet die voor die bäte gaen. 
Qui plus exponit, plus lucri sepe reponit. 

151 Corte woorde gheven einde. 
Expediimt brevia finem donantia verba. 

152 Colon en wart nie ghemaect op enen dach. 
Facta die nulla fuit ipsa Colonia facta. 

Non fiiit in sola bona luce Colonia facta. 

153 Coperen ghelt coperen sielmisse. 

Si modicum valet es, misse sunt pauca valentes. 
Pro cupreo cupreas nummo lege clerice missas. 

154 Clein peert clein dachvaert. 

Si tibi parvus equus, tunc parvus erit labor eius. 



12 

155 JJaer water gheweest is^ mach water comen. 
Forsan curret aqua quo quöndam currere visa. 

156 Daer goede hoede is, daer is goet vrede. 
Fax ibi Bervatur^ custodia quo dominatur. 

157 Daer en gaet niet voor waeldoen. 
Nil melius facere singula facta bene. 

158 Daer die tuun leechste is, climt men ierst over. 
Sepes calcatur ubi pronior esse videtur. 

Sepem vir calcat ibi plus ubi passier extat. 

159 Daer gheen dwauc en is, daer en is gheen eer. 
Debet adesse timor vel perit omnis honor. 

160 Daer dat begrijp nauwe is, daer is die vrientschap dein. 
Est ibi parvus amor ubi tarn leviter reprehendor. 

161 Daer de duvel niet comen en can, sent hi sinen bode. 
Preco venit Sathane quo nil valet ipse venire. 

162 Daert nauwe is, moet ment nauwe nemen. 
Quo stat non late capiatur taliter a te. 

163 Daer een schape voor gaet, volghen die anderen nae. 
Hie primam relique comitantur oves et ubique. 

164 Dachvorst wort die wael jaervorst. 
Quando dies unus differtur sepe fit annus. 

165 Dat dat oghe niet en siet, 
dat en begheret herte niet. 

Non affectatur oculus quod non speculatur. 

166 Die Uten oghen is, is uten herten. 

Qui procul est oculis, procul est a lumine cordis. 

167 Dat die pape niet en wil, nemet die coster gheern. 
Hoc custos recipit quod flamen sumere spemit. 

168 Dat een sweert dwinghet die dat ander. 
Cum gladio gladius interdum cogitur unus. 

169 Dat men god onttrect, grijpt die die duvel. 
Demon lucratur a quo deus expoliatur. 

170 Den vulen valt dat vule. 

Accidit ex merito rerum pars pessima pravo. 

171 Den slapenden wolf en loopt gheen schape in den mont 
Si dormit lupula, non currit in os ovis ulla. 

172 Den naecten is quaet te beroven. 
JJudxun privare grave fit re vel spoliare. 



13 

173 Den vlienden sal men volghen. 

Qui fiigit hie vel ibi, solet hoste sequente fugari. 

174 Dat men vere haelt is soete. 

Quod proctd affertnr, hoe dulcius esse refertur. 
176 Daer men timmert, vallen spane. 

Quo carpentatur, ibi fragmina quis speeulatur. 

176 Daer niet en is, en rijst niet. 

Est ubi res nuHa, scio quod ibi res cadit ulla. 

177 Daer een man is, daer en is mer half tale. 
Sermo solius est quasi dimidius. 

1T8 Den enen kinde ghevet men broot, dat ander let men gaen. 
Huie puero panis datur, alter transit inanis. 

179 Den lieven kinde gheeft men menighen name. 
Sepe datur nato yarium nomen bene grato. 

180 Dat rechte hevet diewijl hulpe noot. 
Quod confortetur ius sepe necesse videtur, 

181 Den olden sal men raets vraghen. 

Uti consilio, vir amice, senum tibi mando. 

182 Den olden sal men eren. 

Ante senex iuvenem merito captabit honorem. 

183 Den quaetste wercman gheeft men die quaetste bile. 
Peior peiori datur ascia nunc operanti. 

184 Der vrienden moeten twee wesen. 
Audivi dici duo semper erunt quod amici. 

185 Der exter is een ei ghestolen. 

Res miranda nova: pice für abstulit ova. 

186 Die beste swemmers verdrenken meest. 

187 Ende die meeste climmers breken meest den hals. 
Sepe natatores submerguntur meliores. 

Sic et scansores collum frangunt meliores. 

188 Die costelike schepe staen naest der haven. 
Naves peiores nant, stant portu meliores. 

189 Der bede gaet vele in den sac. 

Tu petis et rogito, Saccus tamen est quasi virgo. 
Fert ut plebis fatur Saccus quod quisque precatur. 

190 Der saligher bruut valt den reghen in den schoot. 
Felicis sponse gremium perfunditur imbre. 



14 

191 Die bruut wolde vemoemt sijn ende seiete in de kert 
Sponsa volens nosei defedavit sacra templi. • 

192 Die kerse die vore gaet die licht schoon. 
Previa lux scire dat eunti quo valet ire. 

193 Die vele luusteren pleghen gheem te lieghen. 
Sepe susurrantes mendaeia sunt cumulantes. 

194 Die verre loopt 
ende luttel coopt, 
is die wech lane, 

so rouwet hem den ganc. 
Qui procul excurrit et nil mereatur ibidem, 
si via sit longa, rediens tristatur hie idem. 
196 Die veel clappen^ lieghen veel. 

Sepe loquens multa loquitur mendaeia multa. 

196 Die lieghen wil, mach wonder segghen. 
Qui yult nugari, miranda potest nova fari. 

197 Den holt vint die mese wael. 

Sepe licet parva sit avis, perit illa sagitta. 

198 Die weecste hevet dat quaetste van den repe. 
Inops peiorem restis tenet undique partem. 

199 Die hase wil altoos weder daer hi gheworpen is. 
Vult lepus esse loco semper generatus erat quo. 

200 Den boom en valt niet ten iersten slaghe. 
Est arbor dura decies ferenda casura. 
Arbor per primum quevis non corruit ictum. 

201 Die schorfte is haest ghebloetreist. 

Vir quem tormentat Scabies cito valde cruentat. 

202 De woorde sijn goet, vervolghen hem die werken. 
Verbum laudatur, dum factum tale sequatur. 

203 Die vrecke vrouwe gaet dicwijl ter kisten. 
Ad cistam domina yadit sepissime parca. 

204 Die spirinc doet den sahn afslaen. 
Salmo vilescit nummo, dum gobio crescit. 

203 Die tijt is seer cort. 

Quam brevis est hora, que labat absque mora. 
206 Die hongherighe vloo bijt seer. 

Lendes et pulices plus mordent esurientes. 



15 

207 Die spirinc vanct, vanct ooc visch. 

Gobio dum capitur, tunc piscis captus habetur. 

208 Die tijt verslijt. 

Transit ut aqua fluens tempus et hora ruens. 

209 Die quade schuwet dat licht als die duvel dat cruce. 
Demon ipse crucem fiigit ut malus undique lucem. 

210 Die mit wolven omgaet, moeter mede hulen. 
Si lupus ipse lare secum debes ululare. 

211 Die een wolf en bijt den anderen niet. 

Quod lupus est lupulum numquam prius est mihi visum. 

212 Die den duvel gheschepet hevet, moeten overvoeren. 
Servans nave sua Sathanam^ Sathanam vehit ultra. 

213 Die van enen quade wijf scheit, doet een goede dachvaert. 
Linque malam gretam^ facis altam sicque dietam. 

214 Die op quade weghe is, pijn hem daer uut te comen. 
Si quis ealle malo fuerit, festinet ab illo. 

215 Die te halve keert, en dwaelt niet al. 
Non errat totum faciens in calle regressum. 

216 Die vorder wil dan sijn peert, sit af ende gae te voet. 
Vir pede vadit, equus cuius nimis accidiosus. 

217 Die enen ghec uutsent, hem comt een dwaes weder. 
Stultus iens mille leucas stultus redit ille. 

218 Die alle lüde den mont stoppen sal, behoevet vele meels. 
Cunetorum multis eget implens ora farinis. 

Farris habet multum qui eunetis obstruit ora. 

219 Die hem selven niet en dooch, en dooch niemant anders. 
Non valet alteri qui malus ipse sui. 

220 Die vele eier heeft, maket vele doppen. 
Testas ovorum faeiet bene tentor eorum. 

221 Die hem selven prijst, heeft quade gheburen. 
Sese vicinos iaetans habet undique pravos. 

222 Die hem stelens troost, troost hem der galghen. 
Audax furando pendi timet haud aliquando. 

223 Die hem selven ketelen can, lacht als hi wil. 
Dum me titillo, rideo quando volo. 

224 Die den anderen wat gheeft, behoeft sijns. 

Qui quicquam mihi dat, de me cum munere curat. 



16 

225 Die mi lief doet, bereet mi een sorghe. 
Pondus curarum gravat hunc cui fecero carum. 

226 Die kinder wint, moet kinder holden. 

£st puer alendus a patre simulque tenendus. 

227 Die vele wonschen, weren gheem rijc. 
Credo quod optantes sunt divicias adamantes. 

228 Die qualic ghereden is^ sal yoor sadelen. 
Primo selletur equns, qui tardus habetur. 

229 Die quaet spriet^ verliest een goet swighen. 
Perdo silere bonum, dum loquor ipse malum. 

230 Die mitten goeden omgaet, wordes gheme ghebetert. 
Qui conversatur cum sanctisy sanctificatur. 

231 Die vordel hebben wil, moet vordel doen. 
Vis ut honoreris semper probos venereris. 

232 Die bi den weghe timmert^ heeft vele berichters. 
Mille doeent hominem prope callem qui struit idem. 

233 Die niet en viel, en dorf niet opstaen. 

Qui nunquam ceeidit, hunc nuUus surgere vidit. 

234 Die wat helt, die heeft wat. 

Si serves quod habes, hoc commendant sapientes. 

235 Die der ghemeinten dient, dient enen quaden beer. 
Pravo servit hero, qui vulgo servit iniquo. 

236 De van druwen sterft, den sal men mit dreten overluden. 
Dum minis quis obit, pulsans campana culus sit. 

Qui moritur minis^ compulsabitur sibi bombis. 

237 Die mit catten jaghet, vanct gheem muse. 
Cum catis plures venans capit undique mures. 

238 Die niet en hevet, en ontvalt niet. 
Abs re qui vadit, res sibi nulla ca.dit. 

239 Die niet en hevet, wat can hi Verliesen? 
Perdere quid valeo, dum nihil obtineo? 

240 Die ierst ter molen comt, sal ierst malen. 
Ante molam primo veniens molet hie prius imo. 

241 De altoos te vroech meinet te comen, comt die te laet. 
Quem tenet accidia, castigat ianua clausa. 

242 De pepers goeden tijt hevet, pepert sinen pap. 
Copia cui piperis, hoc vescitur ipse polentis. 



17 

243 De cropel ende die blinden comen al achter. 
Cecos cum claudis in fine venire videbis. 

244 De dat deine nemet, is des groten te bat waerdich. 
Dignus erit magno, qui parva capit iubilando. 

245 De wael doet, sal wael vinden. 

Quod nunc quisque bene facit, hoc debet reperire. 

246 Die wael doet, en derf ghenen wisch uuthanghen. 
Non pandet signa, qui laude facit bene digna. 

247 De wael doet, en derf niet omsien. 

Die bene facque bene, sie noli retro videre. 

248 Die wael betaelt, mach weder borghen. 

Huic creditor prostat creditum qui solvere curat. 

249 Die nu wael roeijet, sal morghen mede varen. 

Si bene nunc remigas, tunc pergis cum reliquis cras. 

250 Die borghen wil, en sal niet langhe dinghen. 
Promittit large, prompto qui iam caret ere. 

251 Die de coe is, neemse bi den steert. 

Per caudam propriam tu debes tollere vaccam. 

252 Die verveert is, loop in die kerc. 

Currat ad ecclesiam, metuit qui perdere vitam. 

253 Die langhe mocht beiden, 
die werft wort sijn eighen. 

Exspectans longo dominus fit solus in orbe. 

254 Die bi den pec wandert, wort daer af besmet. 
Pix dum palpatur, palpans manus hie maculatur. 

255 Die des middachs opstaet, en slaept niet al den dach. 
Surgens mendie non dormit vespere mane. 

256 Die men ghesegghen can, den mach men raden. 
Vis informari, valeo tunc consiliari. 

257 Die men raden mach, den mach men helpen. 
Utere consiliis et ^ multis ipse iuveris. 

258 Die sinen vader niet hören en wil, hoort die sinen stiefvader. 
Vitricus auditur, pater a quo verus abitur. 

Audiat hie vitricum spemens audire parentem. 

259 Die achter den anderen timmert, moeter wael achter wonen. 
Post teneat sedem, qui post me construit edem. 

260 Die verwinnen wil, leer verdraghen. 
Disce pati, si vis tu victorum fore civis. 

Hör. bclff. P. EC. 2 



18 

261 Die vuurs te doen heeft, Boect het in der a«cheii. 
Queritat in cinere vir pir cui tale necesse. 
Queritat in cinere scintillas, qui caret igne. 

262 Die sijn spise stört, en eanse niet al op gherapen. 
Effundens escas raro bene colligit illas. 

263 Die vremde heeft ierst misdaen. 
Delinquit citius ignotus non bene visus. 

264 Die alle telghen ontsiet, 

en vare tot walde jaghen niet. 
Ramm quemque timens malus est venator et amens. 
Non venit ad silvam, qui cuncta rubeta veretnr. 
266 Die men ontsiet, gheeft ment sine. 

Quod suum genti datur undique magni potenti. 
Qui potens et nequam partem conferimus equam. 

266 Die god lief heeft, mint sinen bode. 
Carus legatus Christi si Christus amatus. 

267 Die god verleeft, wort seiden coesalich. 
Tentor vaccarum senior Christo modicarum. 

268 Die onghebeden tot hove comt, sit achter die dore. 
Retro sedit ianuam non invitatus ad aulam. 
Assideat ianue non invitatus honeste. 

269 Die den anderen jaghet, is seiden wael ghemst. 
Currens lassatur quo precurrens agitatur. 

270 Diet al wil hebben, en sal niet hebben. 
Nil habeat iure qui vult bona solus habere. 

271 Diet wael gaet, is altoos blide. 

Cui sors arridet bona, gaudet cordeque ridet. 

272 Diet wael gaet, heeft menighen vrient. 

Cui bene succedit, huic multus amicus obedit. 
Tempore felici multi numerantur amici. 

273 Die een heeft gheluc, die ander siet daer op. 
Non est equalis sors omnibus et generalis. ^ 

274 Die dein hanct men, die grote laet men gaen. 
Parvus pendetur für, magnus abire videtur. 

275 Die coop drijft die coe uter huren. 
Libera fit vacca, dum venditur ipsa locata. 

276 Daer die cat slapet, speien die muse. 
Dum vult dormire catus, vult mus resilire. 



19 

277 Duur ghelooft, 

en is niet vercoft. 
Care taxata non est res yendita grata. 

278 Dünne gheslaghen is haest gheslepen. 
Si ferrum tenue fderit, cos parcitur inde. 

279 Drier wive gherucht maket een jaermerct. 
Est quasi grande forum vox alta trium mtdierum. 

280 Dwase hebben vordel in allen landen. 

Blas est exemptus et a legibus undique demptus. 

281 Die dansen wil, sie wie hi bi der hant neme. 
Palmas previsas habeas tu quando chorisas. 

282 Die al waer wil segghen^ en can nerghens herbei^hen, 
Ostia clausa sera mihi sunt, quia profero rera. 

283 Dwase hebben veel onghelucs. 
Dicitur a multis^ sors est contraria stultis. 

284 Die de mane maecte, weet wael hoe olt si is. 
Quam yetus est luna, seit cuncta creans deus nna. 

285 Dat men yan armoede misdoet, sal men licht yergheyen. 
Hoc ignoscendum ius fore dicit ei. 

286 Die slotelen en hanghen niet al aen eens wijfs eers. 
Portantes domine clayes sxmt undique multe. 

287 Die mer een oghe en heeft, wischet nau. 
Solus tergendus oculus sit et aspiciendus. 

288 Die beste clerken en sijn die wijste lüde niet. 
Clericus edoctus semper non est ssle coctus. 

289 Die slikighe voet wint immer wat. 

Pes bona lutosus, sed nulla dat accidiosus. 

290 Die quaetste gangher sal yoor gaen. 
Preyius in caUe fiat bene qui nequit ire. 

291 Die beste climmer briet dicste den hals. 
Sepius ima petunt, melius qui scandere norunt. 

292 Die qualic siet, sal te bet tasten. 

Si tibi lumen abest, manibus res tangere prodest. 

293 Die broot heeft, gheeft men broot. 

Cui sunt multa bona, huie dantur phirima doma. 

294 Die niet telden en can, moet wael drayen. 
Debet trotare qui nescit molliter ire.' 
Aptetur reliquo qui non est aptus in uno. 

2* 



20 

295 Diet qtudic gaet^ stoot hem aen een stroo. 
f^t cito commotus cui sors contraria totos. 

296 Droom is also waer, 

als hi was over hondert jaer. 
Delttdunt homines nunc somfia qnod vetus est mos. 

297 Die swijcht die volcht. 

Non contradicens dicitur esse sequens. 

298 Die wijn smaect gheme sijns stocs. 
Natoram vitis sequitur vinum bene scitis. 

299 Den appel 'smaect sijns booms. 

Dum gusto poma, tunc pomus fit mihi nota. 

300 Daer is mit alle grote armoede. 

Est ibi producta paupertas totaque longa. 

301 Daer en is gheen lief moederen aen. 

Non die care pater quia non parcit neque mater. 

302 Der werender haut wort immer raet. 
Palma laborosa valet il^ nil accidiosa. 

303 Die der pedden dat hooft afbijt, troost hem sfenijns. 
Vires bufonis non curat qui caput optat. 

304 Die niet en can of niet en weet, 
wat seit hi, als hi vrien gheet? 

Qui nil seit ve sapit, quid dicet, quando procus fit? 
303 Die niet nemen en wil, en derf niet gheven. 
Nolens accipere nil solet ille dare. 

306 Die tijt sal comen, dat die coe hären staert mocht behoeveii' 
Vacca quod egebit cauda quis forte videbit. 

307 Den scharrende voghel braet snel ende den swemmende 

lancsem. 
Nans avis est lente, verrens torrenda repente. 

308 Die wael doet, die baet is sijn. 

Res bene quisquis agens, lucra sit inde ferens. 

309 Dat den been goet is, dat is der leersen quaet. 
Quo crus salyus erit, ocrea sepe perit. 

310 Die lusich is, wort wael schorft. 
Pediculosus homo scabiem patietur-^in imo. 

311 Die eerlic orloocht, sal goede soen ontfaen^ 
Hie premietur ere, qui guerras ducit honeste. 



21 

312 Die misdadighe hevet scheiden op strate verloren. 
Clauditur os huius^ sunt palam crimina cuius. 

313 Die hont is stolt voor sijn eighen hoL 

Est audax amen proprium canis ante foramen. 

314 Die cat is gheem daer mense clauwet. 
Vult ubi fricatur fore catus ubique feratur, 

315 Die nae enen gülden waghen staet, erighet gheem enen 

naghel af. 
Ex auro currum cupis, hinc tibi confero clayum. 

316 Die wolf it wael ghetelde schapen. 

Quod lupus est gratas narratur oves numeratas. 

317 Die gheringhe looft, is haest bedroghen. 
Qui leviter credit, deceptus cito recedit. 

318 Die wolf hevet dat oghe opt schape. 

Dat lupus intuitum reliquis spretis super agnum. 

319 Die ierste doen dat die achterste niet en moghen. 
Ultimus exclusus ob primos fitque retrusus. 

320 Jjien convent een spise. 

Yalde decet monachos cibus unus quod cibat illos« 

321 Een goet wech omme, 
en is gheen cromme. 

Circuiens valida non dicetur via curva* 

322 Een verdorven coopman is een goet makeler. 
Pauper mercator bonus hie fertur mediator. 
Est pro faetore bonus institor absque moneta. 

323 Een ghedreicht man leeft wael xxx jaer. 
Vivere ter denos vir quem minor hie valet annos. 

324 Een dwaes maket vele dwasen. 

Unus blas multos facit per secula stultos. 

325 Een man gheen man. 

Solus quando datur quasi nullus homo reputatul*. 

326 Een man en can ghenen dans maken. 

Solus homo validam nunquam facit ille choream, 

327 Enen penninc clinct niet. 

Nusquam denarius auditur clangere solus, 

328 Een luttel vordels doet den mau uten clederen gaen. 
Exuet vir tunicam quis pro lucro peramatam. 



22 

329 Een vaul ei verderft een heel supen. 
Sorbile prevalidum fetidum mox inficit ovum. 

330 Een Bwaer steen is quaet te werpen* 
Nusquam iactares grandes procul ipse molares. 

331 Een schandich broc is gheringhe gheten. 
Fertur inhonestas bolus est cito labe comestiu. 

3» Een hont snapt nae een vlieghe. 
Yclter hiat modicam eupiens comprendere muscam. 

333 Ere gaet voor goet. 

Semper ametur honor, sit denarÜB quoque maior. 

334 Eer een man leert hanghen, so is hi half verworcbt 
Addiscens alte sospendi strangulor ante. 

335 Eet ic mede, ic swighe. 

Si comprandesco^ de eunetis ipse tacesco. 

336 Eighen beert 
is golts weert. 

Est quasi qui proprius aureus ipse focus. 

337 Een ieghelic weet best, waer hem sinen schoe wiinci 
Clarius hoc egomet scio, quo me calcius urget. 

338 Een arm man is seiden een greve. 
Pauper homo raro*comes est de nomine claro. 

339 Een mach wael te late tot sijns selfs huus comen. 
Sepe domum propriam vir invenit imdique claüsam. 

340 £en ieghelic behaghet sijn lief, al ist besnot 
Quamvis fedatur polipo, placet id quod amator. 

341 Een luttel schände wärmt wael ende maket schoon vei^^ 
Scaadala me vere calidum rubiumque iecere. 

342 Eighen sporen ende ghehuurde peert maken corte m^ 
Si calcar proprium sit equus tuus ambulo multom. 

343 Een blint man schoot een quattel. 
Visa cotumix ceci periisse sagitta. 

344 Een luttel maechschap holt wael vrientschap. 
Qui consanguineus mihi firmier extat amicus. 

345 Een man en can niet meer mit enen mont eten. 
Unus vir more veteri solo cibat ore. 

346 Een cort liet is haest ghesonghen. 
Est cito cantatUB eantus brevis apocopatus. 



23 

347 Enen dach verlenet, dat een heel jaer weighert. 
Sepe dat una dies quod totus denegat annus. 

348 Enen claren dach verdrijft vele yuulder daghen. 
Una serena dies multarom nubula pellit 

349 Een hont en is niet lanc ghebonden aen een worst. 
Non canis ad hillam ligatur, mordet ad illam. 

350 Een ieghelic bid, dat hem god helpen moet, 
Quisquis roget Christum vivens ut adiuvet ipsum. 

351 Een quaet schale wort die verschalet. 
Astutus nequam per causam fallitur equam. 

352 vTod is boven al. 

Est super omne deus, rex dominusque meus. 

353 God gaf god nam. 

Dat deus et recipit sepe quod ipse dedit. 

354 God wolts is alder bede moeder. 

Qui prius implorat Christum, feliciter erat 

355 God is alles dincs mecbtich. 

Cuncta potest facere deus omnipotens, scio vere. 

356 God en sloech nie slach, hi en salfden mede. 
Ungere vult hominem quem percussit deus omnem. 

357 God visentiert sijn vrienden. 

Visitat hos homines Christus quos diligit omnes. 

358 God wrict, al ist lanc. 

Pungit longa nimis tarde pravum deus opus. 

359 Ghenoechs gaet vele in den sac. 

O concordemus et erit satis id quod habemus. 

360 Ghelt is goede wäre. 

Extat mercatum nunc prompta pecunia gratum. 

361 Ghewonnen goet is goet te holden, 
Prudentum more teneas quesita labore. 

362 Ghemeins goets blijft meest verloren. 

Que sunt commimes perduntur sepius he res. 

363 Ghemein ongheval rust wael. 
Mitior est pena quanto communior ipsa. 

364 Gheleent ghelt sal men al lachende betalen. 
Mutuo quod debes, ridendo solvere debes. 



24 

365 Ghelijc mint sijns gheKjc, 

Sic fuit est et erit: similis similem sibi querit. 

Se querunt et amant similes, simul imdique clamant. 

366 öheven ende wedergheven helt die vrientsehap te samen. 
Altemando boni nos mtinere sumus amici. 

367 Ghegheten broot sal men ghedenken. 

Sit cordis festum, panem cogitare comestum. 

368 Goede groete maect goe antwoort. 

Qui gratum dat ave, responsum datque suave. 

369 Goede timmerlude maken luttel spane. 

Qui bene carpentat, hie frägmina pauca minutat. 

370 Goet speels mach wel te vele sijn. 
Ludus sepe bonus esse potest nimius. 

371 Goet vuur maect een snel coc. 

Est citus ipse coquus, dum calet igne focus. 

372 Groot haest is dicwijl onspoet. 

Qui nimis accelerant, obstacula talibus obstant. 

373 Ghenade is beter dan recht. 
Dura iusticia gratior est venia. 

374 Ghelijc bi ghelijc maket vele vreden. 
Dum similis simili sociatur, pax datur illi. 

375 Goet dienst en blijft niet verloren. 

Fac bene servitium, quia non perit undique gratuin. 

376 Goede jaghers sporen nau. 
Cautus seit vere venans vestigia fere. 

377 Goede wil en is gheen erve. 

Non est velle bonum mihi vel tibi perpetuatum. 

378 Ghedeilt vuur duurt onlanc. 

Vertitur in nihilum ignis, dum spergimus ipsum. 

379 Ghestolen dranc is soet. 
Furtivus potus pienus dulcedine totus. 

380 JlJLac comt immer in sijn ghemac. 
Semper adest similis simili licet undique vilis. 

381 Haddic was een arm man. 

Semper inops habui^ sed habens dives volo dici. 

382 Hant sal haut waren. 

Palme quando datur quid, palme restituatur. 



25 

383 Half huus half helle. 

Res est penalis casa semis et exicialis. 

384 Hanteoop lacht. 

Quod datur in manifous, hoc arridet mihi munus. 

385 Haestelic man en was nie verrader. 

Qui fiirit ex capite vir non est traditor ille. 
Non est festinas vir traditor immo divinus. 

386 Haestich man en sal ghenen esel riden. 
Festinans nimiiim vir non ascendat asellum. 

387 Herenoghen maken schone peerde. 

Lux domini pnlchrum facit omatumque caballum. 
Ex visu domini fit pulchritudo caballi. 

388 Herenhulde en is gheen erve. 

Gratia multorum non constans est dominorum. 
Nescit durare favor herilis scio clare. 

389 Hongher maect ro bonen soet. 

Ore dulcescit faba Mgida, quando famescit. 
Mellificare fabas facit esuries tibi crudas. 

390 Hongher is een scharp sweert. 
Penalis gladius est magna fames et acutus. 

391 Hongher drijft den wolf uten bos. 

Quod lupus est fugiens nemus, hoc facit esuriens dens. 

392 Herodes ende Pilatus sijn versoent. 

Sunt duo concordes bene nunc Pilatus, Herodes. 

393 Hoe quam Pilatus in den credo? 
Intrat quo modo Pilatus nescio credo. 

394 Hi schijnt seer simpel, al is sijn mantel dobbel. 
Simplex apparet, simplicitate caret. 

Gute sub anguina latet mens sepe lupina, 

395 Hi hindert wael, die niet ghehelpen en can. 
nie nocet facile qui nescit valde prodesse. 

396 Hongherighe vlieghe biten sere. 
Multum mordentes musce sunt esurientes. 

397 Honts bede en quam nie tot hemel. 
Celos non penetrat oratio quam canis orat. 

396 Horensegghen is half gheloghen. 

Est medium nuge quod ab auditu loquor ipse. 



26^_ 

399 Hoeren ende hase sijn quaet te temmen. 
Trixque lepus fantar quod raro recte domantur. 

400 Holt u broot, u comen eier. 

Observa panem, tibi protenus ova dabuntur. 
Ova dabuntur eo panis servabitur imo. 

401 Hi is edel, die edel werken doet. 
Nobilis est ille, quem nobilitat sua virtus. 
Nobiliter vivens et agens hec nobilis est gens. 

402 Hi moet lanc gapen, die den oven overgapen sal. 
Qui fumum superet hiando, diu puer hiscet. 
Ossitat ille diu qui fumum vincit hiando. 

403 Hi moet anxtelic gheberen, 
die den duvel sal ververen, 

Se det terribilem, qui yult inferre timorem. 
Horrida voce sonet, si quis. demonia terret 

404 Hi en is niet al vri, die des duvels eighen is. 
Non liber natus qui demonibus propriatus. 

405 Hi is lanc doot, diet jaer starf. 

Mortuus ille diu defdnctus quisque per annum. 

406 Hi comt al vroech ghenoech, die quade bootschap brinct 
Prava revelare si vis, noK properare. 

407 Hi vanct ooe visehe, die een grünt yanct. 
Gobio dum capitur, tune piscis captus habetur. 

408 Holt den man, die eoe wil bissen. 
Vacca pugnante vir post teneatur et ante. 

409 Hi wast als die ripe garst. 

Hie homo decrescit velut hoc quod crescere nescit. 

410 Heeft hi vele eier^ hi maect vele doppen. 
Stultus habens plura vorat hec vivens sine cura« 

411 Hi betert als quaet scherbier. 

Ut potus tenuis malus emendatur homo quis. 
|12 Hier om ende daer om gaen die hoener barvoets. 
Igitur et ergo vadunt pulli pede nudo. 

413 Hi is seer bedwonghen, die niet vijsten en der op ixuneD 

velde. 
Valde coactus homo qui bombum servat in agro. 

414 Hi danset al op enen voet. 

Qui scripsit scribit pede quo transivit et ibit. 



27 

415 Hi blijft bi den man als die hase bi den honden. 
Sic astat socio sicut lepus ipse moloso. 

416 Hern slaet die pese aen beiden armen. 
Perdens cuncta bona movet huius brachia zona. 

417 Hi spreit sijn net voor enen olden craen. 
Expertique senes capiuntur raro volucres. 

418 Hoener scharren al achterwaert. 

Si queris quorsum, vertit galiina retrorsum. 

419 Hi slaoht den pape : hi seghent hem selven ierst. 
Te primo benedic, nam presbiter ipse facit sie. 

420 Hi slacht den backer , die dat broot in den oven stict 

ende blijft selven daer buten. 
Non intrat fummn pistor, fugit hie simul illum. 

421 Hoe die vader is so is die sone, hoe moeder so dochter. 
Filius ut patri similatur filia matri. 

422 Hoe schoonre wijf hoe vuulre suvel. 
Esca fit insipida quam coxit femina pulchra, 

423 Hoe hi langher leeft, hoe hi sotter wort. 
Quamdiu is yivit, tanto plus stultior hie fit. 
Quod plus auperstat fatuus eo stultior extat. 

424 Hi castijt hem sacht, die hem bi enen anderen castijt. 
Felix quem faciunt aliena pericula cautum. 

Alterius penis fit castigatio lenis. 

425 Het is licht ghenoech ghepepen die gheem danst. 
Quis leve musat here si prona sit ipsa choree. 

426 Heeren ende boeven 
comen wael sonder roepen, 

Scurro vel scortum veniunt bene non vocitata^ 

427 tP ae ende neen is een langhe strijt. 

Est longum bellum non non, est estque duellum. ^ 

428 Jamerlic ghesien is ghenoech ghebeden. 

Dum videat quasi flens facies, petit hie erubescens. 

429 In armoede leert men vriende kei:men. 
In paupertate quis amicus noscitur a te. 

430 In der noot besoect men vrienden. 

Dum tribulor gravius, tunc nosco quis sit amicus. 



28 

431 In mllen landen vint men ghebroken potten. 
OUe confiracte sunt nndique verbere tacte. 
Olle contrite satb myeninntar nbique. 

432 In speie ende in spotte secht men die waer. 
Ludo sive ioeo vir verum fert aliquando. 
Ludicra per verba res sepe notatur acerba. 

433 In die diepe voren moet die cnape vooi^gaeii. 
Per vada profunda servns precedit in nnda. 

434 In eens arm mans hooft blijft vele wijsheit versmoort 
Pauperis in capite perennt bona dogmata sepe. 

435 Jonghe voghelen hebben weke becken. 
MoUia sunt iuvennm cnnctomm rostra volucrom. 
Beckes exiles retinent volacres iaveniles. 

436 Is dat einde goet^ so ist al goet. 
Totum laudatur, finis si lande beatnr. 

Si finis bonns est, totum landabile tone est. 

437 In sulken riviere vanct men solke visch. 
In tali tales capiuntur flumine pisces. 

438 Ic had liever den hont te vriende dan te viande. 
Plus canis appeterem plausnm quam ferre fororem. 

439 In den oest sijn die hoenre doof. 

Si tibi multa seges, surdas pulli facis aures. 
Aut Uno puUus surdescit nee venit uUus. 

440 lAinders hant is haest ghevolt. 

Parva manus pueri modico solet illa repleri. 

441 Kinders liant bevet gheme. 

Sepe manus pueri solet ipsa tremore moveri. 

442 Einders wille en is niet weert. 

Volle valet pueri nil et sie debet haben. 

443 Kinder dat sijn kinder. 

Sunt pueri pueri, vivunt pueriliter illi. 

444 Const is goet te draghen. 

A quo portatur ars, portans non oneratur. 

445 Corte woorde hebben einde. 
Expediunt brevia finem donancia verba. 

446 Corte saghe goede saghe. 

Est sermo tanto melior, brevior scio quanto. 



29 

,. ^47 Cort raet goet raet. 

y Si breve consilium dicitur esse bonum. 

> t48 Cnape eet kese, die botter is duur, 

; Caseus est carum comedendus namque butirum. 

.: i49 Calfsrleisch half vleisch. 

.., Pro cibo dimidio cames vituli reputato. 

^450 Juanghe arm langhe onsalich. 

nie diu miser est, qui longe pauper inops est. 
,451 Langhe riden rieht den cronunen voet. 

Quando fatigatur equitis pes rectificatur. 
.452 Lants sede is lants ere. 

Quod terre mos est, hoc terre semper bonos est. 
453 Leent dinen vrient, maent dinen yiant. 

Qui rem concedit socio caro, monet bestem. 
. 454 Lichte borden swaren op vere weghen. 

Quod leve valde grave fit onus, dum porto remote. 
455 Liet die dief sijn stelen, die hont liet sijn baffen. 

Si fiir cessaret furari, nemo latraret. 
^ 45G Luttel sprekens verciert die vrouwe. 

Ex hoc laudatur mulier, si pauca loquatur. 

Dulcibus et modicis omatur femina verbis. 

457 Luttel te late is vele te late. 

Est tarde modicum tarde sepissime mujtum. 

458 Luttel onderwindes brenghet vele vrienden in. 
Pauca gubemare pacem seiet hoc generare. 
Pauca multiplicem facit intermissio pacem. 

459 Loser ghetughen en ghebrac nieman. 
Inveniet falsos testes qui queritat illos. 

4C0 Loofte maket schult. 

lus est implere promissa decentia yere. 

461 Lose lüde weten vele rechts. 

Cui dolus est gratus est rabbi fraude vocatus. 

462 Lantsman schantsman. 

Fit mea culpa nota narrante meo patriota. 
Scandala non nota manifesta meo patriota. 
Est patriota meus mea scandala dicere promptus. 



30 

463 Lichtelic lacht, lichtelic schreit. 
StultuB ridere solet et pro Stramine flere. 

464 Lupende soch it des duvels draf* 
Furfuris est dicta demon sos murmore fieta. 

466 Liet die wolf sijn lopen, 
dat volc liet sijn roepen. 
Dum manet in nemore lupus, est plebs absque clamore. 

466 Lichtelic ghewonnen, lichtelic verloren. 
Quod cito lucratur, cito perditur et nihilatur. 

467 Lieve vrienden scheiden 
ende yersoenen bi hem selyen. 

Cari rixantur, quoque per se pacificantur. 

468 jyLaect men wel, so smaect wel. 
Gustus laudatur esce, bene quando paratur. 

469 Mate is goet tot allen dinghen. 

Fertur in omne quod est mensuram ponere prodest. 

470 Mallic wat^ deilt schoon. 

Da quicquam cui: sie fit divisio pulchre. 

471 Men vint menighen dwaes, die nie tAken en qn&m. 
Non ftdt omnis Aquis stultus quem continet orbis. 

472 Men vint vele dwasen, al sijn si niet gheschoren. 
Estimo quod multi sint irrasi quasi stulti. 
Irrasos multos nos credimus undique stultos. 

473 Mit quaden dwasen en sal men niet ghecken. 
Cum fatuis cari pueri nolite iocari. 

474 Men vint ghenen dwaes die sorghen can. 
Insipiens curam male gestat corde futuram. 

475 Men derf ghenen dwasen bellen aenhanghen. 
Non appendatur nola stulto more notatur. 

476 Mit starken dwasen is quaet worstelen. 
Cum forti fatuo certatim ludere nolo. 

477 Men vint menighen esel mit twee benen. 
Sunt asini multi solum bino pede fulti. 

478 Men vint menighen esel, die nie sac en droech. 
Multi sunt asini nunquam saccis oneratL 

479 Men roept den esel niet tot hove dan als hi wat iw^^ 

moet. 



31 

Pondera bruneilos portanda vocant et asellos. 
Propter portanda vocatur asellus in aula. 

480 Men en sal den ghegheven peert niet nau in den mont sien. 
Si tibi do maniios, numeres ne dentibus annos. 

481 Men cans niet al in waghen weghen dat beghinen vijsten. 
Non librat libra quod sibulat ipsa begutta. 

482 Men voer een cat in Enghelant, si sal mauwen. 
Trans mare si vehitur eatus, mau vociferatur. 

483 Men drift enen ver tot Mompelier, 
comt hi weder, hi blift een stier. 

Duo prope vel longo taurum, täurus redit ipse. 

484 Men set den vors op enen stoel, 
hi sprinet weder in sinen poel. 

Resilit ad prata ranuncula sede locata. 

485 Men bint menighen sac toe, die niet vol en is. 
Inveni saecum non plenum sepe ligatmn. 

486 Men nighet den boom, daer men die bäte af hevet. 
Arbor honoretur cuius nos umbra tuetur. 

487 Men moet van den sac nemen, daer hi mede ghelappet wort. 
Sacco truneatur de quo Saccus reparatur. 

488 Men moet duur loven 

dat men duur wil vercopen. 
Taxetur care quod vendetur preciose. 

489 Men en sal gheen boeven olien. 

Nullus inungatur nebulo: plebs undique fatur. 

490 Men mach bonten wael verweghen. 

Quamvis equus varius, non pro nimio sit emendus. 

491 Men sal ten jonxten daghe wael sien, wie den breetsten 

eers hevet. 
Judicium refert cui clunis latior heret. 
491» Men sal ten jonxten daghe wael sien, wie goet pelgherim is. 
Tempus iudicii vitam pandet peregrini. 

492 Men sait goet laut te halven. 

Pro semilucro triticum seminamus in agro. 

493 Men moet den duvel een keerse ontsteken. 
Quod lucem Sathane tribuas est sepe necesse. 

494 Men en sal alle gheesten niet gheloven. 
Omni spiritui tu semper credere noli. 



32 

495 Men en sal ghenen doven twee missen singhen. 
Surdo non binas tu missas nee cane Irinas. 
Surdo nemo duas presumit psallere missas. 

496 Men sal gheen spec speeken. 
Pemas lardare nullum deeet, hoc scio clare. 

497 Men mach den buuc niet lieghen. | 
Mentiri ventri nullus valet esurienti. 

498 Men sal den baue mit staden yullen. 
Cui carus venter cibat hunc tractimque decenter. 

499 Men en heit gheen coe blare, si hevet wat ^ts. 
Vacce quando datur caput album, blara vocatur. 

öOO Men heit gheen coe col, 

si en hevet wat wits voor hären bol. 

Dicitur hie colla^ quia splendet vaccula bolla. 
öOl Men vememet ver, dat die winter colt is. 

Longe clarescit quod hiems algore rigescit 

502 Menichten briet borghen ende slote. 
Ingenti turba franguntur fortia castra. 

&03 Men laet den hont in, hi gaet op die quem« 
Scandere vult quemam canis intromissus ad aulam. 

504 Menich maket een roede tot sijns selfs eers. 
Sepe suum proprium facit puer ipse flagellom. 

503 Meest grabt meest heeft. 
Qui plus seit rapere, solet is nam plus retinere. 

506 Men sal niet herinc roepen, men en hebben in der 

manden. 
Allee clametur, in sporta quando tenetur. 

507 Men sal die huike nae den wint hanghen. 
Partis erit talis toga, ventus si borealis. 

503 Men can gheen verken mit semelen mesten. 
Sus male pinguescit cum fiirfure, sed bene crescit. 

509 Men siet wael aen die hose, waert been ontwee is. 
Cemitur in caliga, cruris quo fractio facta. 

510 Men sal die willighe peerde nief seer vermoeden. 
Sit supportatus mannus portare paratus. 

511 Mit onwillighen honden is quaet jaghen. 
Impromptis canibus nü venator capit ullus. 



33 

612 Mit ideler haut is quaet havicken locken. 

Si manus est vacua, non accipitrem vocat iUa. 

Cum manibus yacuis nequit austor illaqueari. 
513 Mit quaden gulen briet men ijs. 

Peior equus glaciem frangit pedibus male moUem. 
&14 Mit enen eranken repe sal men liselic trecken. 

Panlatim trahere non forti consulo reste. 

515 Mit lieven vrienden sal men waren spot holden, 
Vera tibi dico quod amicus debet amico. 

516 Moort en blijft niet verloren. 

Non manet occultum quod latro facit nee inultum. 

517 Maust wael; mer maut niet. 

Prendite ferventer mures abs voce ktenter. 

518 Misrekent en is niet mistaelt. 

Dum male computo sicque reeedo dum bene solvo. 

519 Men en can gheen broot backen sonder meel. 
Panem Catharina non conficit absque farina. 

520 Men vint meer werclude dan goede meisters. 
Hie duo, hie bis ter factores^ nemo magister. 

521 Men can mit ghenen hellinc vet moes coken. 
Non obulus solus pingue parabit olus. 

522 Mijn roc is mi nae, mer dat hemde nai*e. 
Est prope sed propior mea lanea linea vestis. 

523 Men tooch mi wael mit enen haer, 
daer ic gheeme waer. ' 

Quando libens graditur^ crine vir attrahitur. 

524 Men sal den gast eren. 

Hospes honoretur et honor semper sibi detur. 

525 Men mach den olden ontlopen, mer qualic ontraden. 
Prudens consilio vetus est vir tardus eundo. 

526 Mitten cattiven licht men dat schip. 
Declinans navis levatur in equore pravis. 

527 Mit enen verdronken kint is goet speien. 
Ludo quod absterso damno puero scio merso. 

528 Men moet ^^n pijl die schieten nae den holt. 
Post pilum pila mittantur non sine causa. 

529 Men schiet tsommens mit loghen pesen. 

Cum laxa zona iacitur quandoque sagitta, * 

Hör. bely. P. IX. 3 



34 

Ö30 Men moet mit voUene somwilen voeren. 
Ficto non yero trahitur quandoque caballo. 

531 Mit yele yolcs sal men vechten ende mit luttel te rade gaen. 
Auxilio multi, sint consilio tibi pauci. 

532 Men seit, droom en bediet niet 
Interdum veram pretendunt somnia causam. 

533 Men solde enen hase eer mit ener docken vanghen. 
niud Bi fieret, ad timpana mox lepus iret. 

534 Men en sal niet gheven om wedergheven. 
Dans ut reddatur sibi iuste decipiatiir. 

535 Men haelt mit. ener hant wael dat aen^ dat al dat lijf 

niet en can verdriven. 
Seit manus attrahere quod homo nescit removere« 

536 Men absolveert wael des men gheen orlof en hevet. 
Est indulgendum quod non lieite faciendum. 

537 Men en sal gheen biecht melden. 
Semper celanda confessio nee reseranda. 

538 j^ae grote droocht comt die groot reghen. 
Inundans pluvia sequitur post tempora sicca. 

539 Nae dien dat die weert is^ verleent hem god gasten. 
Si bonos est hospes ve malus, simul is yenit hospes. 

540 Naerouwe is der wiven rouwe. 
Femineus yere dolor. est post facta dolore. 

541 Kachtwerc schämet hem ghem. 

Nocte laboratum non est opus undique gratum. 

542 Natuur gaet boven leer. 

Artem natura superat, dant hec sua iura. 

543 Natuur trect meer dan seyen ossen. 
Plus yi nature Septem bobus trahe iure. 

544 Niet so quaet als quaet toeyerlaet. 

Res mala, res stulta: dare nil, promittere multa. 

545 Nieman en is sonder dat. 

lam yix sunt yisi qui caruere nisi. 

546 Niemant en sal sijn quade kint yerdrii^en. 
Non mergas puerum nunc paryum post yalitumm. 

547 Niemant si een hont om een luttel. 
Pro modico cari nolite cani similari. 



35 

548 Niemant so dwaes als willens dwaes. 
Stoltior est fictus fatuus quam non ita dietua. 

549 Niewe bessemen veghei^ schoon. 

Scobat seoba hme aoya singula eunctaque plane. 

550 Niet so quaet, ten is erghens toe goet. 

Nil est tarn pravom quin ad quemque yalet usum. 

551 Nae vastelavont comt altoos die yasten. 
Hec sunt consueta comitari tristia leta. 
Parte gaudebis ^ nam post tua gaudia flebis. 

552 Nae der yasten comt paschen. 

Sit leyis hec pena, sequitur ieiunia cena. 

553 Nae den goeden holder comt een goet yerterer. 
Prodigus est natus qui de paroo patre natus« 

554 Nauwe teerghelt doet wael sparen. 
Expensas fugere seiet omnis qui caret ere. 

555 Nu is der catten den kese beyolen. 
Nunc est muricipi commissus qaseus ipsi. 

556 Nae der bonghen sal men pipen. 

Hie mos laudatur quod timpana musa sequatur. 

557 Nae der pipen sal men dansen. 

Ad sonitum muse ducuntur sepe choree. 

558 Nae dat men den aoker bouwt, draecht hi sijn yrucht. 
Sicut ager colitur, sie fructibus hie redimitur. 

539 Nu sal die duvel den duvel sehenden! 
Neptuno Sathanas nunc yult imponere culpa». 

560 v/m die minne yan den sme^r 
lect die cat den candeleer. 

Pinguis amore lucri lambunt oandelabra oati. 

561 Om wonschen noch om yijsten en derf niemant yan 

den bedde g0.en, * 

Lectum bombisans surgQndo nee fugit optans^. 

562 Onmate en stont niet lanc* 

Quilibet e;$:cessus mutat continuo gr^ssus. 

563 Onder dat seil i» goet roeljen, 

Remigo sub yelo bepe dant^ läothum mihi celo, 

564 Onraet nemt sac ende s|tet. 

Prodiga res totum tollit cum semine saccum. 

3* 



86 

616 Onghewoon riden maket den eers seer. 
Leditor in clune vir raro solens equitare. 

666 Onghelike schottelen maken schele oghen. 
LuBcos disBimiles oculos faciunt mihi lances. 

667 Onghehavende wijf sijn goede huusherden. 
Femina fertnr ita eustos bona non redimita. 

668 Onghelede eier sijn onseker cuken. 
Ex Ovis ptdios non natis sero fit ullos. 

669 Onghesien mach gheschien. 

Si datur a sorte, fient rarissime forte. 

670 Onconde maeet onminne. 

Ut notos clare non notos quis seit amare? 

671 Onenndighe calyer onderleken hem ooc. 
Dum se non nosennt vitnH, se lambere poscunt 

672 Onrecht ende claghe 
meerdert alle daghe. 

Semper querele crescunt iniusticieqne. 

673 Onder den riken is goet rapen. 

Plurima coUigere quid homo sab principe dite. 

674 Olde vaten leken gheem. 

Ex veteri more vas est vetos absque liqnore. 
676 Olde leerse behoeven vele smeers. 
Indiget amina sepe senex ocrea. 
Si vetus est ocrea, multum de sumine sumit. 

676 Olde hont sijn quaet bandich te maken. 
Non vult annosas fore tentus reste molosus. 

677 Olde budelen sluten qnalic. 

Bursa vetus more veteri patet ac hiat ore. 

678 Om des kints wil cust men die voetster. 
Oscula nutrici pueri dant eius amici. 

679 Onder den heim dachvaert men doorloghe. 
Impositis galeis tractantur federa pacis. 

680 Olde swijn hebben harde mulen. 

Os veteris durum porci, sed non bene purum. 

681 Olde vrede wort lichtelic vemiewt. 
Lites preterite facili fiunt renovate. 

682 Olde senden maken niewe schänden. 
Scandala sepe nova peccata movent veterata. 



37 

Ö83 Olde teken lieghen nie. 

Signa prius vera non sunt mendacia mera. 

584 Onghevallighe lade maken rike heilighen. 
Per miseros quique saneti ditantur ubiqüe. 

585 Op een quade reise mach men wael yerslaen. 
Si tibi reisa dura licet hinctibi scribere plura. 
Ascribe plura, si reisa fuit tibi dura. 

686 Op een goet woort mach men vele doen. 
Qui sancte fame nunquam reprehenditur a me. 

687 Onghebouwt acker draecht seiden goet coom. 
Rus nolens colere fructu solet ille carere. 
Fructus non multus, ager est ubi non bene cultus. 

688 Onwillich bode is een goet propheet. 
Sepe prophetisat servus quicmnque pigrisat. 

689 Openbaer netten schuwen alle voghelen. 
Apparens rete fugiunt volucres et anete. 

690 Om cleen sake 

bijt die wolf dat schape. 
Sepe lupi modica fit ovis eibus undique causa. 

691 Onnutte sorghen doen vroech olden. 
Mane fit antiquus qui eure yilis amicus. 

692 Och och, ic woon onder die dorne! 

Versor in tribulis spinis multisque coactor. ^ 

593 x apenwijf ende soppen is ghemein spise. 
OfFa sacerdotum mulier eommunia totum. 

694 Pluumstrikers sijn al gheveinst. 
Plumas tergentes monstrant ficticia gentes. 

695 Penninghe doen den man sorghen. 
ßeddit sollicitum te copia denariorum. 

696 Pooct god niet te nae, hi cau wael wenken. 
Seit connivere deus, ergo deum reverere. 

697 Plompe sinnen ontholden vast. 
Firmiter obtusum tenet ingenium sibi fusum. 

698 vaiualic ghewonnen qualic verloren. 

Quod male lucratur, male perditm* et nihilatur* 



38 

599 Quaet gheluc maect quade ghelove. 
Quod pravo simile fach hoc confidere vile. 

600 Quafet cruut verderft node. 

Non cito decrescit mala planta, sed immo virescit. 

601 Quaet ei quaet cuken. 

Ex pravo puUus bontis ovo bon venit ullus. 

602 Quade tongheü fenidön ineer dan sweerde. 
Scindit mendosa gladio plus lingua dolosa. 

603 Quade wijf sijn sonder gheliken. 
Fervens neqnicia muliex* nulli dmilis fit. 

604 Jbvecht heeft dicwijl hulpe noot. 

Quod ^[^onfortetur ius , sepe necesse videtur. 
603 ßeet ghelt is goede waer. 
Extat mercatum nunc prompta pecunia gratum. 

606 Rike lüde hebben meest gheldes. 

Divitias plures scio nunc quod habent loeupletes, 

607 ßaet wie stoot den leweric so? 

Die mihi sub cauda quis te percudsit, alaudaV 

608 Ruurt die berghe, si suUen roken. 

Sic psalmista canit : mens tangitur et Aimigabit. 

^09 J^chamelheit draecht die croon. 

Iure coronetur quicunque pudore repletur- 

610 Schoon woorde maken sotten blide. 
Letatur stultus, dum sermo datur sibi cultus. 

611 Schoon voort ghedaen is half vercoft. 
Vendita pro parte res est monstrata venuste. 

612 Spot ende schade 
mach qualic te gader. 

Sepe simul iuncta male stant pariter ioca damna. 

613 Smeets soon 

is der vonken wael ghewoon. 
Natis scintilla fabrorum non nocet illa. 

614 Stede ende stonde doet den dief stelen. 
Hora locus faciunt quod fures non sua toUunt 

615 Starke luden hebben starc ovel. 

Semper habet fortis morbos quasi iurgia mortis. 



39 

616 Stelet eens ende blijft ewelie een die£ 
Qoi seiiiel est fiirans iuris nomen sibi durans. 

617 Sterker mannen speel is cranker mannen doot. 
Dum fortis ludit, me mortis cuspide trudit. 
Dum ludit fortis^ me trudit cuspide mortis. 

618 Siet wael toe, schuum en is gheen hier« 
Respiee queso bene, non sunt cerevisia spume. 

619 Siet menty so speel ic; 
siet ment niet^ so steel ic. 

Si yideat ludo, si non tunc furta recludo. 

620 Xbert en liecht niet, al liecht die mont. 
Cor non nugatur^ licet es mendacia fatur. 

621 Tbloet cruupt daert niet gaen en can. 

Ire bonus sanguis quo nescit repit ut anguis. 

622 Tis niet al ghewonnen, dat men ghewonnen acht 
Non est lucratum totum lucrum reputatum. 

623 Ten is niet al golt dat daer blinct. 
Auri natura non sunt splendentia pura. 

624 Tis niet al eens wies moeder dat was. 
Differt in hilla cuius nmter fuit illa. 

625 Ten sijn niet al papen 
die crunen dragben. 

Omnes cronati non presbiteri vocitati. 

626 Tis gheen cappel so dein^ si en hevet een kermisae des jaers. 
Servant sacrate semel anno festa capelle. 

627 Ten baet gheen wambuus voor die galghe. 
Nulla prodest diplois contra suspendia iuris. 

628 Ten sijn gheen stonden 
aen staken ghebonden. 

Stipite momenta nullo sunt fun^ retenta. 

629 Ten gaet gheen monic allene. 

Non decet ut monachus vadat sine compare solus. 

630 Ten stont nie gule op lichte been. 

Non equus invalidus levibus stat cruribus uUus. 

631 Tis gheen exter^ si en hevet wat bonts. 
Nomen abest pico nisi quid varii teuet in se. 



40 

633 Ten ylooch nie voghel so hooch, hi en socht sijn aes a<r: 

die eerde. 
Alta potens yolucris post escam petit in imis. 

633 Ten wart nie meister gheboren. 

Quis puer aoditas aut visns in arte peritus. 
Nemo statim natos est rabbi iure vocatas. 

634 Ten hinete nie man yan eens anders seer. 
Leditur Urbanus^ non Claudicat inde Romanns. 

636 Tis gheen prophete yerheyen in sijns selfs laut. 
Nemo propheta sua cognitus in patria. 
Spemitur athleta patria licet ipse propheta. 

636 Ten yerderf nie al dat in yresen stont. 
Vidi salvatos prius anxietate grayatos. 

637 Tis gheen sac so quaet^ hi en is ener bede waert. 
Nullus tarn prayus Saccus , quin est prece dignus. 

638 Tis gheen water so diep, men en yinter gront in. 
Non tarn profunda quin fundimi continet unda. 

639 Dat helpt al dat men te schepe doet 

Omne iuyat remigans quod agit seu mane laborans. 

640 Teinden jaers sal men ierst hilic loyen. 
Laudetur thorus primo dum transnt annus. 

641 Teinde moet den last draghen. 
Finis portabit onus et factum reserabit. 

642 Ter armer bruloft drinct die schenker yoor. 
Dum pauper dotat, primo pincemula potat. 

643 Ter pipen hoort een bonghe. 

Muse quando sooant^ sonitum bene timpana donant 

644 Ter eren hoort raet. 

Consilii flore poUens hie yiyit honore. 

645 Ten quaden honden hoort enen cluppeL 
Non desit baculus ubi yult mordere catellus. 

646 Tis gheen recht spel^ dat men mit crommen colven slaet 
Cambucus curyum curyus facit undique ludum. 

647 Ten dooch gheen eers sonder bedwanc. 
Nil castigetur, culus ipse rebellis habetur. 
Verberibus tactus yalet ille culusque coactus. 

648 Ten dooch gheen schole sonder meister. 
Est sine doctore schola sterilis absque yalore. 






41 

649 Ten sijn niet al jaghers die hörnen blasen. 
Non est venator omnis comu modo flator. 

650 Ten duurde nie mei seven maende. 

Non stat per menses maius Septem redolentes. 

651 Ten sal niemant sinen viant te clein kennen. 
Quamvis sit modicus^ timet hune sapiens inimicus. 

652 Dat een stael dwinghet dat ander. 

Sepe calibs calibem domitat pugnare volentem. 

653 Dat een jaer en leret ander niet. 

Raro docet reliquum reor annus in omnibus annnm. 

654 Ten is gheen coopman^ hi en biet die helft. 
Non est mercator, precii nisi sit mediator. 

655 Dat een sweert dwinghet die dat ander. 
Cogimus interdum cum gladio gladium. 

656 Tis quaet, vos mit vossen vanghen. 

Hoc est difficile vnlpem comprendere vnlpe. 

657 Tis quaet hoven sonder broot. 
Convivare male constat pane deficiente. 
Quando deest panis^ cibus est tunc omnis inanis. 

658 Tis quaet dansen sonder voet. 

Nemo chorisare valet abs pedibus scio clare. 

659 Tis quaet veer springhen mit enen corten staf. 
Si brevis est baculus^erit hinc brevior tibi saltus. 

660 Tis quaet blasen mit vollen monde. 

Os plenum male flat: si non vis credere, proeft dat. 

661 Tis quaet slipen sonder water. 

Ut vulgus fatur: male cos sitiens operatur. 

662 Tis quaet swenunen teghen stroom. 
Est durum clare contra fluxum natitare. 

663 Tis quaet stelen, daer die weert een dief is. 
Für male furatur, ubi für domui dominatur. 

664 Tis quaet water, sprac die reigher ende conde niet swemme. 
Ardea culpat aquas, cum nescit ipsa natare. 

666 Tis een quade broc, daer men aen worcht. 

Qua suffocatur quisquam, mala mica probatur. 
666 Tis een quaet lant, daer niemant vordel en hevet. 

Detur terra malis, ubi nullus honor specialis. 



42 

667 Tis een quaet put^ 

daer ment water indraghen moeL 
Nullius precii fons est, aqua si dator illL 

668 Tis quaet spei, daer deen lacht ende dander scbreit 
Est ludus dum flet malus Otto Platoque ridet. 

669 Tis mit heran quaet kersen eten. 
Ceresa prandere debes dominante timere. 

670 Tis een quaet pant^ dat sinen here beswijct 
Laus sordet vadii domino que non licet nti. 

671 Tis teghen den bieten quaet haer plncken. 
Nolo pilos trahere cum toto crine carente. 

672 Tis quade comenschap^ daer niemant aen en wini 
Non bene mercatur, dum nullus merce lucratur. 

673 Tis den enen hont leet, 

dat dander in die coken gheet. 
Uni quando cani cocus il dat^ displicet altri. 

674 Tis een arm peert^ dat sijn coom niet en yerdient 
Omnis equus quod edat hoc ius est quando laborat 

675 Tis een magher barst ^ daer niet af en druupi 
Non stillans massa non est pinguis neque crassa. 

676 Tis goet sien aen den nest, wat yoghel daer in 
Nidus testatur, ibi qualis avis dominatur. 

677 Tis een vuul vogfael^ die sijn nest ontreint 
Yilis et ingrata volucris fedans sua strata. 

678 Tis al eens waer hi sit diet wael can. 
Quo sedet aut ubi sit nil refert omnia qui seit 

679 Tis al eens^ slae mi aen den nee of den hab. 
Occiput et Collum capiunt equaliter ictum. 

680 Tis een jonc wolf, die nie gherufk en hoorda. 
Est iuvenis lupula, quam vox non terruit ulla. 

681 Tis goet mit heier huut slapen gaen. 
Dormiet illesus melius quam verberiosus. 

682 Tis een goet hallinc^ diet pont inbrenct. 
Hie as laudatur quo libere libra lucratur« 

683 Tis daer uut te winnen 
als honich Uten bremmen. 

i:>ic dat dona sua siout dat mella genista. 



43 

684 Tis een tijt van swighen ende een tijt van spreken. 
Nunc est silendum, nunc est ratione loquendum. 

685 Tis goet here wesen nae den boeken van rechten. 
Cuncti testantur, felioes qui dominantur. 

686 Tis quaet wriven teghen den post. 
Leditor a stimulo quicunque fricatur ab illo. 

687 Tis quaet water, dat ghenen dorst en verslaet. 
Qui sitis ardorem non pellit, reprobo fontem. 

688 Tis beter bi den nie te sitten dan bi den valc te wippen. 
Est pax villana melior quam pugna romana. 

Vulgaris gentis melior pax Ute potentis. 

689 Tonluc hoort nau. 

Aures non claudit mala sors, velociter audit. 

690 Tot godg hulpe hoort arbeit. 

Es laborator et erit deus auxiliator. 

691 Thooft af is een dode wonde. 
Vulnus letale caput abscisum voco tale. 

692 Thoeft wael, dat een arm man Conraet heit. 
Stat bene, laudatur quod inops Conraet vocitatur. 

693 Tot sulker merct sulken toi. 

Tale forum querens dabit acra pedagia merens. 
Quäle forum foerit, vectigal tale requirit. 

694 Tcost al been dat men te stoc rijt. 

Si baculus fit equus, tunc sentit undique ve erus. 

695 Dat comt al uut, dat men onder den snee bercht. 
Sub nive quod tegitur, dum nix perit, omne videtur. 
Quicquid nix celat, soUs calor ipse revelat. 

696 Dat calf volcht der coe. 

Quod vaccam vitulus comitetur, nos iubet et ins. 

697 Tkint seit, dat ment slaet, mer niet waer om. 
Quod puer est cesus fert, sed non cur ita lesus. 

698 Tmoet vroech crommen dat haken sal. 
Curvetur truncus cito quo tibi post erit uncus. 

Hoc cito fit curvum, quod crescere debet ad imcum. 

699 Tseint menich sinen hont, daer hi seif niet comen en wil. 
Mittimus interdtun quo volumus ire catellum. 

700 Tspec is altoos vetste in ander lüde pot. 

Est tua plus massa mea quam pinguedine crassa. 



44 

701 Tfaert al qualic dat god haet 
Destruit et rodit sors iuste quod deus odit. 

702 Dat yaert al qualic ; dat men des sondachs spint 
Quod festifl netur, nihilari sepe yidetur. 

703 Twee mannen sijn altoos eens mans beer. 
Omni fine 8oli dominantur ibi duo solL 

701 Tswaerste moet meest weghen. 

Sicut quod gravius preponderat undique pondus. 

705 Tsijn vele woorde die gheen antwoort en hebben. 
Sepe carent multa responsis verbula stulta. 

706 Tsijn al cattiven, 

die om een luttel kiven. 
Quisquis rixatur modico, vilis reputatur. 

707 Tsijn quade hennen, die vele buten legghen. 
Est gallina mala, que vicinis parit ova. 

708 Tsijn quade kinder, die vele clappen. 
Est puer ingratus mala qui famare paratus. 

709 Ten wil gheen swagher weten, dat sijn swagher gheweest is. 
Non Tult scire soerus quod fuit ipse nurus. « 

710 Dat clouwt hem menieh, daert hem niet en joket. 
Scalpitur interdum caput ex prurigine nullo. 

711 Dat laet hem overgapen, daer men aen verworcht 
Intrat in os sepe mors et districtio gule. 

712 Tis noch al om den steen ghedobbelt 

Quod sequitur magnum vix est nunc principiatum. 

713 Thoen schert, al ist clauwenloos. 

Ex vi nature bene verret qui caret ungue. 

714 Dat lijf heit valc. 

Vulgus ubique fatur, quod corpus falco vocatur. 

715 Dat vergrämt den olden, dat men hem trect mitten baeit 
Quando senex trahitur cum barba, iure movetur. 

716 Dat een jaer en leert dat ander niet. 

Unus non alium, vetus annus non docet annum. 

717 Ten is gheen cuken, al it hi gheme gort. 

Non voco te pullum, licet es super omne gruellum. 

718 Ten was nie so quaden moeder, si en had gheme eei 

goede dochter. 
Quod bona sit nata sua vult mater violata. 



45_ 

•719 Tgheruft doot den man. 

Sic dicunt gentes: ptinit mala fama nocentes. 

720 Dat was goet hier, mer tis uut. 

lam est potata, sed erat cerevisia grata. 

721 Ten sijn niet al vrienden, die ons toelachen. 
Non est veridicus arridens quisquis amicus. 

722 Dat sijn al vighen nae paschen. 

Ut ficus pascha transacto sunt tua facta. 

723 Tis te laet kis gheseit^ als die kese gheten is. 
Catus de caseo tarde depellitur eso. 

724 Dat sijn wise kinder, die hären vader kennen. 
Nati prudentes sunt qui novere parentes. 

725 Ten sijn niet al hoeren, die enen man te wille sijn. 
Non trix vocatur, que soli consociatur. 

726 Tis een wonderlic strijt, 

daer deen esel den anderen verwijt. 
Est mirum bellum, quod asellus culpat asellum. 

727 Tis quaet, mit god spotten, want hi can wael wenken. 
Seit connivere deus, hec ioca speme tuere. 

728 Tis den leghen wiven een goet beschut, dat si een dein 

kint hevet. 
Est pigre parvus Lise defensio servus. 

729 Tis quaet ter merct gaen sonder ghelt. 
Impedit ire forum defectus denariorum. 

730 V an horensegghen Hecht men vele. 
Quod male mentitur audita loquens reperitur. 

731 Van ener vonken brant een huus. 

Sola scintilla perit hec domus aut domus illa. 

732 Van deine dinghen comt die groot hinder. 
De rebus minimis fit sepe molestia grandis. 

733 Van niet en comt niet. 

Ex nihilo nihil, summus philosophus inquit. 

734 Vele vraghens onweert sere. 

Sepe fit ingratus qui quesitare paratus. 

735 Vele vraghens wijst nochtans. 

Non facit hoc stultum, prudenter querere multum. 



46 

736 Van lieven vrienden is quaet scheiden. 
Rebus ab amatis dolor est abcedere gratis. 

737 Valt den hemel, so en blijft nerghens pot heel. 
011a eadente polo vetus omnis frangitur illo. 

738 Valt den hemel, daer en blijft nerghens stoel staen. 
Si celum caderet, stans sedes nuUa maneret. 

739 Valt die hemel, so stervet al. 

Dum celum cadit, hos homines perimit simul et no3. 

740 Valt die hemel, so ist al verloren. 

Celum quando cadit, totum brodium male yadit, 

741 Wat gaet voor waeldoen? 

Nil melius facere singula facta bene. 

742 Wat batet ghecleeft, daert niet vesten en wil? 
Non affigatur ibi res quo stare negatur. 

743 Wat Salt ghedinct, als men niet copen wil? 
Institor instare sine vel quicquam preciare. 

744 Wat sal eon man, hi en sprict als een man? 
Hunc virum reputa qui profert graudia verba, 

745 Wat solde een pelser, hi en wäre critich? 
Non sunt pellifices qui cretoveste carentes. 

746 Wat schadet des honts hassen, die niet en bijt? 
Si non morderis, oane quid latrantQ vereris? 

747 Wat batet schoon ghesacht? 
aen die daet licht al die macht. 

Verbis non iacta te, sed facias bona facta. 

748 Wat schaet hem schoon tale? 
als hi wil, hi laetse wale* 

Fictio quid fictum nocet ullum dicere dicti^m? 

749 Wat gaen si kommen, die gheen haer en hebben? 
Quid pectunt Uli quibus absunt fronte capilU? 

750 Wat quader visch is pedde I 

Si bufo piscis, quam detestabilis id scis» 

751 Waer die paus is, daer is Bornen, 
Sunt indivisa simul una papaque Koma. 

752 Waer spot quaet spot 

Dum locus est verus, malus est ioous atque ^everuB. 

753 Vele cokens is groot cost. 

Quisque coquens multum, solet hie consumere multum. 



^7 

754 Werender hant wort immer raet. 
Qualibet ia villa manus il faciens valet illa. 

755 Wael ghedaen is vele ghedaen. 

Est multum factum bene cum sit quodque peractum. 

756 Weldaet leeft nae die doot. 

Vivunt vita bona post mortem si bona facta. 

757 Wat u overgaet, holdet mit u nabuurs. 
Si bene sit vel male^ cum vicinis teneas te. 

758 Vele aensichten dinghen schoon. 

Si fuerit multus bene tractat singula vultus. 

759 Vele gherichten doen vele eten. 

Hoc plures esce faciunt bene quod Übet esse. 

760 Vele deine maken een groot. 

Multa simul modica magnum faciunt cumulata. 

761 Wee hem, die in een quaet gherucht comt. 
Infamis vere debet ve semper habere. 

762 Wee dien lande^ daer die here een kint is. 
Ve pueri terre, nam sepe fiunt ibi guerre. 

763 Wijn drinct, wijn ghelt. 

Solve libens vina vel non die: vina propina. 

764 Wijst mi den weert, ic wise u den gast. 
Sepius est hospes talis qualis suus hospes. 

765 Wijfs voer arm voer. 

Est dictum verum: pauper factiun mulierum. 

766 Viants mont sprict seiden goet. 

Os bostis raro loquitur bona non sibi caro. 

767 Voor verraet en can hem niemant ghehoeden. 
Traditor illudit verbis, dum verbera cudit. 

768 Voorwaerden breken alle strijt. 
Precedens pactum bellandi perimit actum. 

769 Voort mael sal ment eten reiden. 

Quam prius edatur, semper cibus ipse coquatur. 

770 Voor olde schult neemt men haver. 
Debita si vetera hinc capiatur avena. 

771 Wat licht aen nau rekeninghe, daer men qualic betalen wil ? 
Computo cur stricte, cum tu vis solvere ficte? 

772 Veinoten winnen gheme. 

Qid prior in iucro movet hie post sepius illo. 



48 

n3 Vrouwen hebben lanc cleder ende coiten moet. 
Sub longis tunicis breyis est animus mulieris. 

774 Vrouwencleder decken wael. 

Vestes feminee bene nocte tegnnt quia longe. 

775 Vriende sijn goet bi den weghe. 

Usus amieorom bonos hie et nbique loconun. 

776 Uut yremder haut snijt men brede rimen. 
Scindo comgias ex pelle toa mihi latas. 

777 Versengde catten leven lanc. 
Longius invalidi vivunt sepissime cati. 

778 Wie was die edelman, 

doe Adam groef ende Eva span? 
Adam fodente quis nobilior £ya nente? 

779 Wapen, vrouwen ende tboec 
behoeven daghelics tversoec. 

Sunt exercenda tria: femina, über et arma. 

780 Wie bidt om borghe^ als men reet ghelt ghevet? 
Non promittentes ab eis peto qui mihi dant es. 

781 Voelen doet gheloven. 

Propter sentire creduntur res scio mire. 

782 Wat schaet dat niet en schaet? 

Quod nihil et nuUi nocet utique non nocet ulli. 

783 Vele woorden vuUen den sac niet. 
Bursa manet vacua^ vox licet ampla tua. 

784 Verlane rijc^ dat is staende have. 
Quod quis lucratur paulatim, fine beatur. 

785 /jelden kempt seer kempt. 

Qui pectit raro^ cum pectine pectit avaro. 

786 Seiden is gheleghen 
groot wint sonder reghen. 

Raro cadit ventus nisi cum pluvia violentus. 

787 Seif doen seif hebben. 

Quod fecit sibimet quisquis, hoc tollere debet. 

788 Selfs goet en bevele den traghen niet. 
Quod tua sunt ceme pigris committere speme. 

789 Schuum en is gheen hier. 

Respice queso bene^ non sunt cervisia spume. 



i 



49 

790 Si en slapen niet al die snuven. 

Nare resonantes interdum sunt vigilantes. 

791 Si en sijn niet al siec die stonen. 
Non infirmatur omnis qui ve mihi fatur, 

792 Si sijn niet ßl heilich, die gheem te kerken gaen. 
Non omnes sancti qui calcant limina templi, 

793 Sien gaet voor horensegghen. 

Visus eertifieat plus quam quod Cicero narrat. 

794 Sieken ende ghe^onde 

en hebben niet een stondc. 

Eger et athleta sunt dispare sepe dieta. 
793 So raeer honden so wee den been. 

Ve sibi quaiido canes veniunt os rodere plures. 
79G So meer vianden so meer eren. 

Plus qui honoratur, hostis dum multiplicatur. 

797 So hogher berch so dieper dal. 

Si mons sublimis profundior est tibi vallis. 

798 So nai'e den paus, so quader kristen. ^ 
Vita peiores sunt qui pape propiores. 

799 So men den drec meer ruurt, so hi meer stinct, 
Res satis est nota, fetent plus stercora mota. 

800 Swighen best. 

Nil melius vere quam cum ratione tacere. 

801 So nare den been, so soeter vleisch, 
Dulcior est caro que magis ossibus heret ubique. 

802 So nare den vum' so heter. 
Fervidior locus est cui propior focus est. 

803 So hogher graet so sware val. 

Si gradus est altus, nocet ergo magis tibi saltus. 



Finiuntur proverbia communia. 



ilor. belg. P. IX. 



50 



Die hier vollständig mitgetheilte Sammlung niederlän- 
discher Sprichwörter ist von allen bisher bekannten die 
älteste tmd zugleich eine der reichhaltigsten. 

Der Sammler, der gegen Ende des XV. Jahrhunderts 
sein Werk drucken ließ, hat augenscheinlich mit Lust und 
Liebe gesanunelt: er hat die Sprichwörter aus dem Munde 
des Volks, wie er sie seiner Zeit vorfand, aufgezeichnet und 
nach den Anfangsworten geordnet. Dass er sie für die 
schönsten hielt, wollen wir der Vorliebe für seinen Stoff und 
den damaligen Ansichten von Schönheit zu Gute halten, und 
so sind denn die Worte in der Überschrift: ^nach dem Ur- 
theil des Sanmilers die allerschönsten und im Gespräche des 
Volkes gäng und geben" gerechtfertigt. 

Die lateinischen sogen, leoninischen Hexameter sind eine 
Zugabe des Sammlers. So barbarisch sie oft sind, so geben 
sie oft nähere Aufklärung über die Bedeutung des Sprich- 
worts, oder zeigen wenigstens, was der Sammler darunter 
verstand. 

Das von mir benutzte Exemplar der Bibliothek des 
kath. Gymnasiums in Köln hat folgenden Titel: 

Jncipiunt puerbia seriosa in theutonico 
^ma . deinde in latino sibi inuice consonatia 
. ludicio colligentis pulcherrima ac in homi 
nii colloquijs cömunia 
Am Ende : 

Finiuntor |)uerbia comania 

4? 26 unbez. Blätter o. J. u. O. 

Ein anderer, wahrscheinlich Kölner, Druck mit vemieder- 
rheinischter Sprache (24 unbez. Bl. 4?) im Besitze des 
Herrn Professors Simrock zu Bonn und mir freundlichst zur 
Vergleichung mitgetheilt, hat folgenden Titel: 

Jncipiiit puerbia seriosa in theutonico pria 
deinde in latino sibi inuice cösonantia . iudicio colli^ 
getis pulcherrima . ac in holm colloquijs comunia 



LESARTEN 

hm 

NIEDERLÄNDISCHEN DRUCKES. 



9. Hymber — 12. As (als) — 27. 4Uid (quit) — 81. et (it) — 
37. soer (seer) — 38. Die drei Zeilen beginnen : Du liden — Plm quit — 
alstos sunt; sie wa/ren nach dem Satze in'Unordnung geratken — 42. kruyc 
to w. — 60. dat lere (leer) — 66. besser alre — 80. mane (mare) — 
106. velud (velut) — 133. vmmer (iitoffier) — 160. dz begiyt (begrijp) — 
176. fehlt ibi — 178. leet men (Jiet fflen) — 180. die wel (dicwijl) — 
ydentnr (videtnr) — 181. 182. IHese 4 Zeilen sind so verstellt: den olden 
salinen raets vr. — Ante — Vti eoAsilio — den olden salmen eren und 
im Kölner Drucke wieder anders -^ 190. gperminm (gremiam) — hymbre 
(hnbre) — 191. wld v'noomt (wolde veimoemt) — 192. lueht (licht) — 
195. voel — voel (veel) — 213. s^tis (faeis) — satis auch im Kölner Dr, 
— 226. chran:^ (carom) — 236. 'üix, 'eiafanen mx, (den salmen mit) — 
241. meinen (meinet) — 264. to walde (tot w.) — 268. to houe (tot h.) 
-— 287. heef (heeft) — 289. vmmer (immer) — 304. gaet (gheet) — 
335. ipsa (ipse) — 336. ghoits (golts) — 343. perisse (periisse) — 366. sumas 
(sumus) — 372. die wael (dicwijl) — 397. Hons (honts) — 405. defunc- 
tis (defanctus) — 424. leuis (lenis) -^- 436. eyde (einde) — 462. lans 
Bian schansman — 466. nihiUatnur (nihilalar) — 468. smaket (smaect) — 
475. nora (nola) — 478. menige (meniglien) — 481. wenen (weghen) — 
486. honorator (honoretur) — 492. seyt (sait) — 607. hoycke (hiiike) — 
524. den gasten (gast) — 628. sine causa (sine c.) — 631. to ra gaen 
(te rade gaen) — multo (mnlti) "^^ 641. hö ghem (hem ghem) — 579. Im- 
patis (impositis) — 583. nu (nie) — 585. si reise (reisa) fuit — 692. coartor 
(coactor, so auch der Kölner Druck) — 624. alleens, so auch 678. 679. 
(al eens) — 661. können (kennen, so auch Kölner Druck.) — 666. male 
(mala) — 690. Est (es) — 697. dament (dat raent) — 717. lii, wol besser 
het — 746. hons (honts) r- 750. vis (visch) — 764. vmmer (immer) — 
798. nare, besser nader wegen quader — 626. rieht. 



4* 



LESARTEN 

DES 

NIEDERRHEINISCHEN DRUCKES. 



8. — 00 wast ym der moet 

12. — dan w. hi meest 

13. — den onbekentUchen doet 

17. vrolich (für blide) 

18. husch (husch) Huteh dum ekmuUur — 

20. As dat spyl an dem besten is so salinen äff laissen^ - 

28. clapperen (clappen) 

31. As ein wolf den anderen beist (et) 

36. As it al de werelt verdmjst so verdmyst it god 

38. As it sich liden mach so salmen id louen. Plus quid tratuire 

40. — so misgaet it dem vee 

45. Also goden kouf geit men bi den smeit als bi dat smeitg'cn 

48. rächen (raken) 

49. Alle man fmjst — 

50» Alle dein wasser (beken) 

56. — für iicut tuo 

57. Alle dinck laissen sich saghen 

58. Alle de leuen en künden neit eynen schleyfsteyn (wetsteen) geniDei 

59. Alle man get (wat) dat deylt schoen 

60. Aen eyletzigen (Allensken) läppen leert der hont dat leder essen 

61. AUentzelen (Alleinsken) — ßt (ait) 

62. AUentzelen (Alleinsken) enen also yanctmen si al 
65. geck (sot) 

68. sin perd (peerde) 

77. huden fehlt. 

78. wölken (swerken) 

81. vil locher (yele holen) 

82. vp bynt (ontbint) 

85. placketich (schorft) — wenich (luttel) — sponscdia (aponsula) 

86. loch (gatc) 



53 

87. poel (sloot) 

88. Also ouel (qualic) varen sl de diep tzappen as de diep dnnck«u 
90. dat beyn knach (dat been heeft) 

98. Als ich doit bin so is al de werelt mit mir doet. 

99. hynder (achter) 

100. Als eyn man rieht so hond he 

101. steyu (teriinghe) 

106. — so krompt em der halß 

107. Arm man is al onnerstendich (al om verstehen) 

108. recht holtz (recht) 
110. — so ist it draferen 

118. Besser yet (wat) dan neit — nü fit ^n»^ sU) 

119. Besser eyn goed dan tzwey quaden 

120. geck (sot) 
126. v'ariie {varius) 
128. dojer (doder) 

135. Beter enen vogel in dem netz dan x in der locht 

137. dat inge weide 

138. alleweg (altoos) 

140. ongheent (ongheeindt) 

141. dan den hals 

146. De vrauwen ind de visch sint nyergens besser dan an dem stertz 

PUces et muUeres^ in cauda stmt meliores, 

147. — h. ouch oren 

151. Corte werde hauen ende 

1 52. Collen en wart neit getzymmert vp einen dach — ipsa Colonia sancia 
154. dachreyO (dachyaert) 

158. nederste (leechste) — hassior (passior) 

160. Da dat begryf (begrijp) nau is — 

164. Dachvorst macht dicwijl iaervorst 

165. — dat en besweert dat hertz neit 

172. Der naeckde — sit re (fit re) 

173. Dem vluchtigen — 
175. speen (spanc) 

177. Eyns mans rede eyn halff rede 

178. Dem enen kind gefft men broit dem anderen. neyt 
183. Dem quaetsten werckman gheefftmen dat beste beyel 
189^ Der beden gaen — 

191. De brat wold veruoempt syii — 

192. — de lucht schoen 

194. Der vem luefft vnd wenich gylt, dem is de wech lanck, so rout 
in dan der weder ganck 



54 

199. alle weghe (altoos) 

201. Der plecketighe dbßliorfte) i« haeit ghebloitrowt 

202. volghen (veirolghen) 

203. karighe (vrecke) 

213. dachreiß (dachyaert) 

214. Der vp qaaden weg ia dat 10 pyn weder dar -viQ teo komen 

217. narr (dwaes) 

218. aliman (alle lüde) — obatrtiet (obttruit) 

219. Der em selaer neit.en donoh der en doach nenums anders 
221. naberen (gheburen) 

223. Der sich selffis kyttelt der lacht as he wili 

228. eirst (voor) — saMetür 0^^^*^J 

233. velt (viel) 

234. Der get helt der hefit get. 

241. alwege (altoos) 

242. Der peffers genoch heaet der peffert S3men brej 

243. Der kroppell ind der blint bliaen al weghe achter 
246. — quilibet (quUque) 

249. roet (roeijet) 

251. Des de koe is der neem si myt dem sterta 

263. Der so lang mögt — aolua fit in orbe 

266» De sich laiss^n saghen den mach men raden 

268. — der moiß sinen steiffrader hören 

259. hinder (achter) 

261. Der des Yuers hoefit (Die vunrs te doen heeft) -*— 

264. hecken (telghen) 

267. Dem god verleefit der wirt seiden koesalich 

268. hinder (achter) 

271. alweg vrolich (altoos blide) ^ 

278. bald (haest) 

279. gerast leg. gemft (gheracht) 
281. der bese wen (sie wie) 

285. deyt (misdoet) — lichtelich (licht) 

286. neit an (niet al aen) 

287. Der neit dan ein ong en heuet der wischt nau 
289. Der dreckige (slikighe) yoes — 

291. Der boeste . dymmer biych aller balst (dicste) den hals 

292. Die ouel (qualic) sieht der sal de besser taaten 
295. Der oenel (Diet qnalic) geyt — 

800. Da is grossz armoet 

304. — »ck vel (moU ve) — 

306. — stertz behouet (mocht behoeven) 



L. 



55 

08. — de baet is sin eigen — fit (sit) — 

09. Dem dat bein goet is dem synt de leeraea quaet 

10. placketich (schorft) 

11. Der eyrlich kreycht (orloocht) der aal goden loen ontfanghen 
14. — kraut (clauwet) 

il6. — — na/rrwUur (narraturj — 

117. Der gering geloefit der is bald (haest) bedroglien 

118. feJUt wolf 

»19. De voerste (ierste) doint — 

123. Een gedreut man — 

124. Ejn geck (dwaes) magt vil gecken (dwasen) 
128. Een wenig (Een Inttel) — 

(29. — een gantze soyjQT (een heel snpen) 

(30. — quait vem tzo werpen 

(31. Een schand brock is bald (gheringhe) gessen 

(34. Eer men leyrt hanghen so is men halff yerwurgt 

(37. Eyclicher weist best wa in sin scho drinckt (wrinct) 

(39. — tzo spaed (te late) — 

(41. — wenig (luttel) — r 

J43. — vogel (quattel) 

J44. — wenig (luttel) — 

S46. — bald (haest) — « 

J48. — vuyler (vuulder) 

J56. — weder (mede) 

357. God versuckt (visentiert) sin vrund 

}59. Genoich des geyt vele in en sack 

360. Gelych suygt sin gelych 

368. — eyn goide (goe) a. 

369. — wenig speyn (luttel spane) 

370. Goldes spyls (Goet speels) — 

371. Goit Yuyr magt enen snellen koch 
1372. — dicweil tzo spaed (die wijl onspoet) 
1374. — vele vredes (vele vreden) 

378. — neit lang (onlanc) 

381. Heddich is eyn arm man^ 

385. — üle 0"mmo) diuintbt ^ 

386. — vp geinem esel riden 
402. He sal lang g. — 

405. — der tzo iair (diet jaer) staiif 

406. al fehU, 

407. — grondelin (grünt) 

408. — tenetur (tefieaturj — 



56 



411. He bessert as quaid schemmer (scherbier) 

416. Hein slaet de pese an beyden armen der dat sin verluyst 

418. — achterwarts (achterwaert) 

421. feliU hoe moeder so dochter 

422. We (hoe) so auch 421. 

423. We he langer leeflft we he gecker (sotter) \vyrt 

424. — sich wael (hem sacht) — 
426. — ve (vel) — 

430. In der noit beswyrt de vnind 

432. In spyll inde spot sprijcht meu duck de wairheit 

433. In dieffen tzo voren — 
435. — sneuell (hecken) 

439. In dem Aem (oest) — facU Cf^cin) — 

440. Kindes (kinders) hant — so auch 441. 
442. Kyns "\vyl — 

454. Lichte bürden werden vem swaer 

458. Lnttel onderwindes magt vele vrodens 

460. Qeloeffde magt schoult 

468. Macht men it wall so macht men it waii 

469. — an (tot) allen d. 

470. Malckt (mallic) — pulchra (pulcJire) — 

472. — narren (dwaaen) 

473. — gecken (dwasen) — spotten (ghecken) 

474. — geck (dwaes) — 

475. — gecken schellen (dwasen bellen) - — 

476. — gecken (dwasen) — ringhen (worstelen) 

479. — dan wan (dan als) — 

480. fehlt nau 

487. — da men mit lapt 

490. Men mach bonte pert wal verweghen 

491. —■ weisten (breetsten) — 
493. — vpsetzen (ontsteken) 

495. Men sal geinen doven tzwa missen singhen 

Men sal onch geynen doden dreysszen dragcn 

499. — get (wat) — 

500. — gein ko kol — get (wat) — 

502. Mennichualdicheyt bricht borg end slussz 

507. — heuck (hiüke) — 

508. — mit draferen (mit semelen) — 

509. — an der hosen da dat beyn entzwei is 

510. — tzo seyr (seer) — 

512. Myt ledigher hant is it quaid hauiken vanghen. 
JSi manus est vaciia non appetit rem vocat illa 



57 



514. — seyl (repe) — 

516. Mort en bleifft neit verholen 

517. — vnd (mer) — 
522. — narer (nare) 
525. — oeuel (qualic) — 

528. — scheissen (schieten) — 

529. Meu schayst sommels mit loglieu seueu 
531. — vnd mit wenig raden 

533. Men sal (solde) — 

538. fehlt die 

541. Naclitswerck schampt sich gern 

547. — wenich (luttel) 

548. — geek (dwaes) zweimal — fatuus nunquam, ita dictum 

549. Neu bessern keren (veghen) schoen 

551. Na vastauent so kompt alwege (altoos) de vast 

555. — der kyes (den kese) — 

559. Nu sal der duuel den anderen scheiden (sehenden) 

560.. — den luchter (den candeleer) 

565. — kranck (seer) 

567. Onghehauen (Onghehavende) — 

568. — fit ullus (slt UÜU8 nl. Dr.^ 

569. Ongeschiet mach noch geschien 

570. Onkunde magt onvransch&ff 
574. — rinnen (leken) 

576. — vijl vetz (vele smeers) 

576. — fore canis (fore tentus) — 

577. — oeuell (qualic) 

578. — de am (die voetster) 

579. — dat orloch (doorloghe) — Impotis (ijnpos^Uis) — 
585. fehlt hinc 

600. Quait kruit en verderfft neyt 

602. — scherper (meer) — 

603. Quade wijff sin gheiner geliehen 

606. Rijche luyd hauen dat meiste ghelt 

607. — also (so) 

610. Schoen wort macheu de gecken vrolich 

612. — oeuell tzo samen (qualic to gader) 

615. — starcke krenckden (starc ovel) 

621. — en mach (en can) 

623. — plura (pura) 

625. — coronati Ccronati) — 

626. — si heft des iairs eyns kermiß 



58 

627. — wammes (wambans) — 

628. — an einen steckel (aen staken) — 
681. — elster (erter) — get (wat) — 

684. — van enen anderen maus sweer (seer) 

636. — dat in groiasen anxt was 

637. — he en bj (hi en is) — 
640. Laudaiur (Laudeiur) -* 

642. — der schenck (die schenker) — 

647. rebeUiu (rebeUii) — 

659. It ia qnait vem spiinghen sonder staiff 

662. — entgen (teghen) — 

667. — pntz (put) — in mois dragen 

668. It is qnait spijl dat der ein schreit en der ander lacht 

669. Ckruta (Ceresa) — 

671. It is entghen den kalen — 

672. — konfibianschaff (comenschap) — 
679. — nack of an den halß 

681. — mit gantzer (heier) — 

685. — sin (wesen) — 

686. — entghen (teghen) — 

688. It is besser dorpsch vreed dan roemsch strijt 

693. Tzo alsnlchem mart sulchen taoU 

695. — verbyrgt (bercht) 

697. Dat kynd sprycht (Tkint seit) — 

700. — alweg (altoos) — 

701. — oeuel (qnalic) — 
703. — alweg (altoos) — 

706. — en wenig (een luttel) — 

709. — der sin swager (dat sijn sw.) 

710. Dat krant (clouwt) — 

711. Dat lais in onergapen dar men an worgt 

716. Dat vertznmt (vergrämt) — zucht (trect) — 

717. — al ist it ghem gort 

720. Dat waid goit hier der taap is vlG — aeruisia (cerevina) — 

721. Ten sint neyt al vns vrund de vns an lachen 
723. — kyes (kis) — kyes (kese) — 

725. — tzo willen (te wiUe) — 

727. fehU want — wenken 

728. It is den leuwen wyuen eyn goed beschut dat si eyn kynt hauen 

729. — tzo mart (ter merct) — 

731. Van einem voncken brunt ein gantz huys 

734. Vele vraghens weijst seyr 



59 



r37. — duppeu gantz (pot heel) 

r39. — so ßtyrfft it all 

r43. — gelden en wijlt (copen wil) 

r45. — knitich (critich) 

r46. — byllen (bassen) — 

?-17. Wat bait it gesacht — 

748. — spraicb (tale) 

749. Waer vm kemmen sich de de gein haer en hauen 

750. — sind pedden (is pedde) 

751. — roem (Romen) 

753. — goet kost (groot cost) 

756. — dem doit (die doot) 

757. Wat dich onergeyt haldet mit dinen näheren 
765. Weyffis reden arm reden 

770. Yoer aide schoult neympt wail haner 

771. — oeuel (qualic) — 

772. Veynote wynnen ghem 

776. Yissz es anderen mans hnden ist goet remen snyden 

778. Wer was der edelste man — 

779. Hamiß (wapen) — 

780. — ghereit ghelt heuet — 
784. Verlanck rick is goede haue 
789. — seruisia (cervisia) — 

791. Si en sint neit al kranck (siec) de karmen (stonen) 

792. Si sint neit al hillich de hillich schynnen 

794. Sieken vnd gesonden en hauen neit einerley stonden 

795. So mee hond so yijl de weer dem bein 

799. — we he (so hi) — 

800. Tzwighen is dat best 
803. fe?Ut ergo 



GESPR^CHBÜGBO^EIN. 



ROMANISCH UND FLAMISCH. 



A 



.vcune gens 
trouet on 
qui sont affottez 
sour lez commencemenz 
des liures 
ou Kurets 
seit en flamenc 
ou en romans 
et demandent 
ou dient 
sire ou preudom 
aueez vous 
aucune benoite 
et quident 
que li autre liurez 
qui autrement comeneent 
yailient mains 
Kquel par auenture 
vaiKent mieus 
que lez deus 
char saehies 
se on voloit 
on lez fra trez tous 
commenchier ale uolente 
des gens 

si que au commencement 
ne tient mie 
li boente dou liure 
mais ilh tient 
en boine matere 
entremellee 



JCiynigh 



e lüde 

vint men 

dir versot sint 

opten beghinne 
6 van dem boucken 

ofte boekelkinen 

weist in dutfehe 

oft in walfche 

vnde vraghen 
10 ofte segghen 

here oeht goet man 

haendir 

einighe benote 

vnde wanen 
15 das der ander boucke 

der ander fens beghinnen 

min waerdich fint 

der welke bi auenturen 

meer waert ßnt 
20 dan der tfwee 

want weift 

wolde men 

men foldfe alle doen 

beghennen tfen wille 
25 van den luden 

so dat in dem beghenne 

ne holt nicht 

der dÄeeht van dem boucke 

maer her holt 
30 in goeder manieren 

onder menghet 



CA 



et diuerscs paroloz 

de demandes 

et de responses 

et que ly liurez 

soit diteis 

et four toute chofez 

escript de cellui 

qui perfaitement 

saice lire 

espellir et efcrire 

romans et almans 

ou autrement 

le liure feroit teil 

que toudis 

ilh ayra adire 

mais ie ne di mie 

si aueuns Ie Script 

ensi que ilh treuue 

de mot a mot 

en böine exemplaire 

que ilh ne puifse 

bien adrechier 

se ilh y met 

tout son pooir 

mez ehest 

fort a faire 

si que ie conseille 

si aueuns achate 

cest liure 

ou autre 

que ilh laifse gaedfe 

et'porte le liure 

pour monftrer 

aucune persone 

saichant et entendant 

lez dues lengaedzes 

Mais bien sachies 

tout premireinent 



met menichfuldicher sprakc 

van vraghen 

vnde van andworden 
35 vnde das der bouc 

is ghedicht 

vnde bouen alle dinghen 

ghescreuen uanden goncn 

wie vulcomentlije 
40 connen lesen 

spellen vnde fcriuen 

walsch vnde dutfehs 

ofte ander fens 

der bouc wort fulc 
43 dat altoos der tfou 

sal fijn te fegghene 

mer in fecghe nicht 

oft yement fcrijft 

also hijt vint 
50 van worde te woorde 

in goeden exemplarife 

dat hir en mach 

wael gheraken 

doet hi der tfoe 
55 alsine macht 

mer het is 

sterc te doene 

soe dat ich rade 

ofte yement coopt 
60 desen boek (Hs. boef; 

oft andre 

dat hi late pant 

vnde draghe den boec 

om toghen 
65 einighen persoon 

cunnende ende verstaende 

der twee talen 

Maer wel weit 

ten ierften 



65 



que li aucauin 

porroient dire 

maistre eheste raison 

ou chist mots 

nest mie mis 

en almans 

droit en si 

comme il est en romans 

ou en romans 

comme en alemans 

sachies pour uoir 

qui ensi escriroit 

ilh naprendroit ia 

ne luun ne lautre 

a fen droit 

car ilh conuient 

estre escript 

on romans , 

a lusage 

de lor parole 

Dt che meifmes 

en tele manire 

comme li alemans 

ont acoftumet 

si comme par exemple 

v^ous monstray 

au latin premiers 

on dist en latin 

q[uant on falue 

aucuuin au mattin 

bona dies sit uobis 

cest en romans 

boin iour vous foit 

vous fachiez bien 

5[ue en romans on dist 

iiex vous dornst 

boin iour 

3t qui selonc 

Hör. belcr* P* IX. 



70 dat die einighe 

mochten fegghen 

meister dese reidene 

oft dit woort 

en is nicht ghestelt 
75 in dutfche 

recht alfoe 

alfet is in walfche 

ofte in walfche 

alfet is in dem dutsche 
80 weit vor waer 

diet alfoe fcreue 

her enfoldenemmermee leren 

nocht eyn noch tander 

te sinen rechte 
85 want het moet 

sijn ghescreuen 

in dem walfche 

ter pleghe 

van hare tale 
90 vnde dat felue 

in fulker maniere 

alsoe der dutfche 

haen gheploen 

alfo als bi exemplen 
95 ich V fal toghen 

in dem latine eerft 

me feicht in dem latine 

als men gruetet 

yment smorghens 
100 bona dies sit vobis 

dat is in walsche 

goeden dach (i v 

ghir weit wael 

dat men in dem walfche feit 
105 god gheue v 

goeden dach 

vnde diet naer 



66 



le romans 

le diroit 

on latin 

on diroit 

deu8 det vobis 

bonam diem 

sique ce seroit 

hors le vfage 

on dist en romans 

comment vous est 

qui le diroit 

selone lez almans 

Uh eonuenroit dire 

comment est ilh 

aueuc vous 

si quil conuient tenir 

le vfage et costume 

de dues parolez 

ehest afseis dit 

au boin entendant 

mais iouene enfans 

ne pueent mie 

le entencions 

dele doetrine deuant dit 

sauoir ne entendre 

deuant chou 

que ilh aront 

plus dez fens 

mais pour chou 

ne demeure mie 

que che ne seit 

boin romans 

et boin almans 

Chi commence premier 

Des falutacions 

El nom du pere 

et du fil 

et de faint esprit 



dem walfche 

folde fegghen 
HO in dem latine 

men folde fegghen 

god gheue v 

goeden dach 

so dat het wäre 
116 vter vfagen 

men seit in dem walsche 

hoe eest met v 

diet feide 

na dem dutfche 
120 me foude moeten fegghen 

hoe ftaet 

met V 

so dat men moet holden 

de vfage vnde coftume 
125 van den tween fpraken 

het is ghenoueh gefeit 

den goeden verftanders 

maer ionghen kindren 

en moghen nicht 
130 die meninghe 

van defer leringhen vorseid 

connen noch uerstaen 

voor dien 

dat foe pullen hebben 
135 meer iins 

maer daer omme 

en blijftet nicht 

het en fi 

goed walfch 
140 vnde goet duths 

Hier beg&nt ierft 

van dem gr&eieneffen 

In den name fuaders 

vnde tfoons 
145 vnde des heileghen gheists 



67 



voel ie cpmmenchier 

ehest liure 

ens on quel 

li aueune 

si dieux piaist 

porront 

aprendre romans 

ou almans 

de tant 

comme ilh tera 

car on ne porroit 

tant diter 

ne tant escrire 

que on poroit 

venir a le fin 

et commenche premiers 

dez falutations 

et des refponses 

iii Celles 

Ä.U mattin tempre 

:juant vous eftes liues 

ie voftre lit 

t^ous poies dire 

3ere ou mere 

*uer ou frere 

lies ou niece 

»ousin ou coufine 

joufin germain 

30ufine germaine 

)ncles ante 

aions 

>u taie 

roisins 

►u voisine 

ompains 

.u compaigne 

ire ou dame 

naißtre 



willich beghinnen 

defen bouc 

in dem welken 

die einighe 
160 oft god wilt 

füllen moghen 

leeren walfch 

of dutfchs 

van also veile 
156 als her in holden a;al 

want men mochte 

foe veil dichten 

noch fo veil fcriuen 

dat men mochte 
160 comen ten ende 

vnde beghent eerft 

van dem groetenefsen 

vnde van dem andwerden 

te dien feinen 
166 Smorghens tijtlic 

als gher ßjt op gheftanden 

van uwer bedde 

ghi moget fegghen 

vader ofte moeder 
170 fufter oft broeder 

neue oft nichte 

neue ofte nichte 

recht fweer 

recht jweerinne 
175 oom moye 

fcoon here 

oft fcoen vrouwe 

ghebuer 

ocht ghebuerinne 
180 ghefelle 

ocht ghefellinne 

here ocht vrouwe 

meifter 

5* 



68 



DU maistrefse 

damoisiaufi 

ou damoiselle 

amis ou amie 

diex Yous doinst 

boin iour 

li refponse 

boin iour 

vous doinst diex 

et boin auenture 

et est 

aprez nonne 

on dira 

diex yous doinft 

boin uefpre 

et on dira 

a YOUS 

boin vespre 

vous doinst diex 

et apres leure 

que uefpres 

feront cantees 

ou aprez fouper 

quant ilh aproice 

a le nuit 

dift on 

diex vous doinft 

boine nuit 

et quant on va 

dormir auffy 

li refpondans 

refpondera 

boin nuit 

vous doinft diex 

et boin repos 

Et fe aucune perfone 

vient four vous 

a voftre mayson 



ocht meisterfe 
185 jonchere 

ocht ioncfrouwe 

vruent oft vriendinne 

god gbeue v 

goeden dach , 
190 die andwerde 

goeden dach 

gheue dich god 

vnde goede auenture 

vnde eift 
195 nader noenen 

foe fahnen feggen 

god gheue v 

goeden auent 

vnde me fal fegghen 
200 tote V 

goeden auent 

gheue V god 

vnde nader tfijt 

dat uefpren 
205 füllen fijn ghefonghen 

ocht nader auent maeltijt 

alfet naket 

der nacht 

feit men 
210 god gheue v 

goeden nacht 

vnde als men gaet 

flafen ooc 

die andworder 
215 fal andworden 

goeden nacht 

gheue V god 

vnde goede rufte 

Unde oft einighe perfonen 
220 comt ouer v 

te uwen hufe 



I 



69 



ilh dii'a 

diex ifoit 

fi refpondes 

bien veigniez 

ou bien 

foijes vous venus 

et fe on vient 

four aueunnui difner 

ou defienner 

ou four aucune 

affamblee 

du compaingie 

mengant ou beuant 

on die 

figneurs ou dames 

diex le vous benie 

par auenture 

on dira 

a vous 

bien foiftu venus 

ou bien foijes venus 

veneis fier 

veneis mengier 

ou veneis boire 

fe vous voleis 

vous dires 

non feray 

fauf voftre grace 

ou prendes le hanap 

et mettez a voftre bouce 

puis rendes 

le henap 

a cellui 

qui le vous donna 

et dites 

grant merehis 

puis dites 

vouftre raeffage 



hi fal fegghen 

god fi hier 

fo andword 
226 welle come 

ofte wel 

moet ghi fijn comen 

vnde oft men comt 

op yemens maeltijt 
230 ocht ontbijt 

ocht op einighe 

verfaminghe 

van ghefelfcepe 

eitende ocht drenckende 
235 men fegghe 

heren ocht vrouwen 

god feint v 

bi auenturen 

men fal fegghen 
240 te V 

wel moetftu fijn comen 

ocht wel moeti comen fijn 

compt fitten 

comt eiten 
245 ocht comt drinken 

of ghi wilt 

gher feit fegghen 

in does nicht 

beholden vren peis 
250 ocht nemt den nap 

vnde doet tuwen monde 

dan gheiften weder 

den nap 

den guenen 
255 diene v gaf 

vnde feght 

groten danc 

dan feght 

vwe boetfcepo 



70 



et prendez congiet 

disant adieu 

ou adieu 

vous commans 

on refpont 

aleis a dieu 

ou dieu Yous conduie 

et se uous enccmtres 

aucunnui 

ou que fe feit 

et ilh dice 

diex YOUS gaerde 

refpondes 

bien Yignies 

ou diex benie 

fe on dift 

dont veneis vous 

ou dont 

amenie vous diex 

je Yieng 

de maison 

de leglize 

dou mouftier 

du marchiet 

ou de hors le ville 

coment vous est 

ou que faites vous 

bien que bien aijes 

ou bien ait 

qui le demande 

estes vous 

fains et haities 

dieux merchis oui 

et vous comment 

ie feroie bien 

fe iauoie mult dargent 

que dites vous 

toudis 



260 vnde nem orlof 

fegghende te gode 

ocht te gode 

beuelie v 

men andwert 
265 gaet te gode 

ocht god ghelede v 

vnde ocht ghi ghemoet 

yemene 

fo waer dat fi 
270 vnde hi feghet 

god houde v 

andwordt 

wille come 

ocht god feint 
275 ocht men feit 

wan comdi 

ocht wanen 

brinct V god 

ich come 
280 van huys 

van der korke 

van dem munftre 

van der maerct 

ocht van vter poort 
285 hoe ftaet met v 

ocht wat doet gher 

wel dat gher weluaert 

ocht weluaert 

diet vraghet 

290 fijt ghi 

gans vnde ghefont 
god danc ia ich 
vnde ghi hoe 
ich folde wael doen 
295 haddic veil ghelts 
wat fegghedi 
alle weghen 



71 



areis afseis 

fi vous aueis fiance 

en dieus 

au de partir 

puet on dire 

voleis vous 

aucune .chofe 

que ie puiffe faire 

ie fui 

a vo commant 

auffi sui ie 

a voftre commant 

de quant 

que ie porroie 

falues moy 

voftre femme 

et touz voftre enfans 

ie Ie frai volentiers 

Cest dele moniere 

des laines 

Les engles 

amainent 

boines laines 

dengletere 

et lez vent on 

par facs 

par efcarpelliers 

par pokes 

par poises 

par claus 

et par liures 

et lez pait on 

et bargaigne 

par mars 

et auffy 

amainent les efcots 

laine defcote 

qui ne funt mie 



feldi ghenoech hebben 

hebdir betrouwen 
300 in gode 

ten fcedene 

mach men fecghen 

wüt gher 

einich dinc 
305 die ic doen mach 

ic bin ^ 

tuwen ghebode 

alfoe ben ich 

te uwen gebode 
310 van al 

dat ich vermach 

groet mich 

V wijf 

vnde al uwe kinder 
315 ich faelt gheme doen 

DU is de manire 

des uandem vullen 

Die inghelfche 

brenghen 
320 goede wollen 

van inghelant 

vnde die vercoopt men 

bi facken 

bi fcarpelieren 
325 bi poken 

bi waghen 

bi naglen 

vnde bi ponden 

vnde me betaeltfe 
330 vnde dinghetfe 

bi marken 

vnde ooc 

bringhen de fcotten 

wuUe van fcotland 
335 die en fijn nicht 



72 



fi boins 

que les englesfes 
Mareandife de dras 
Qui aucuuns dras 
veult acateir 
ilh puet aler 
en lez balles 
de bmges 
la troQueres vous 
dras de gant 
dras de bruges 
dras de yprez 
dras de courtray 
et aK fore de bruges 
vienent auffy 
mult deftranges dras 
dras de louuain 
dras de marlinies 
dras de brucelies 
dras danwers 
dras de tenremonde 
dras de graumont 
dras daudenaerde 
dras de dickemue 
dras de berghes 
dras de fernes 
dras bailloel 
dras de nuefport 
dras de faint omer 
dras de betune 
dras de lille 
dras de toumay 
dras de valenchines 
dras de mauboege 
dras de duway 
Les Couleurs 
Uermelles et bleu» 
gaunes et verds 



foe goet 

alfo de enghelfche 

Comenfcap van laken 

Die einigbe lakene 
340 wilt copen 

hir mach gangen 

in der hallen 

van brugghe 

daer fülder vinden 
345 ghentfche lakene 

brucffche lakene 

yperfche lakene 

cortrijcfche lakene 

vnde ter brugghe maert 
360 comen ooc 

veile vremder lakene 

l&euenfehe lakene 

mechlijnfche lakene 

brAefelfche lakene 
355 andwftrpfche lakene 

lakene van dendermonde 

lakene van gheroudsberge 

lakene van oudenaerde 

lakene van dixmude 
360 lakene van berghen 

lakene van veume 

lakene van belle 

lakene van der nuwer poort 

lakene van fente omaers 
365 lakene van betune 

lakene van rifele 

lakene van domeke 

lakene van valenchine 

lakene van maboedge 
370 lakene van douway 

De varuwen 

Root vnde blauwe 

gheluwe vnde gruene 



73 



perB afures 

vergaudes 

et entre pers 

mellees 

roijets 

camelins 

et efkeleis 

Les manerez de hargai- 

gnier les dras 
Quant vous eftes 
en le hale 
fi regardes 
de ftal en ftal 
f e ilh ya 
teles dras 
ou teil drap 
que vous queres 
et puet eftre 
que K uendeur 
ou venderefse 
vous aprimiers demant 
et dira a vous 
fire preudoms 
venes auant 
et aehates a moy 
ear iai 

de tant de manires 
que ie fai bien 
voftre befoenge 
et ie vous fray 
grand rayson 
cest afauoir dame 
ore laiffies veir 
que couftera 
laune (Hs. anne^ 
de eheft mefleye 
fire quantes aunes (Hs.ajmeB) 
vous en faut ilh 



brune vnde azure 
375 liecht gr&ene 

vnde zad blaeuwe 

ghemenghede 

ftrijpte 

feiere 
380 vnde ghefcakelde 

De manire van lakene 
te dinghene. 

Als gher fijt 

in der hallen 
385 fo beCet 

van ftalle te ftalle 

ocht daer fint 

felke lakine 

ocht fulc laken 
390 als gher f&eket 

vnde machet fin 

dat der vercopere 

ocht vercopeghe 

V eersten roepet 
395 vnde feget te v 

here goet man 
comt voort 
vnde copet te mi 
want. ich haen 
400 van veil maniren 
der bi wehic wael 

V dinghen 

vnde ich fal v doen 

grote reiden 
405 het is te weiten vrouwe 

nu laet mer fien 

wat fal coften 

deUe 

van defem ghemingheden 
410 here wi veil eilen 

ghebrekes v 



74 



jel voll auoir 

trefsi a douf e (Hs.don&e) aiines 

ore diteB 

quo li aiine couftera 415 

fe ie di 

vn boin mot 

le prendres vous 

dame ie ne fay mie 

je (Ha, }c) vous donray 420 

eafcime aune 

pour dues fols 

de gros toumoys 

dame ehest trop 

ear cheft 425 

gros dras 

fauf voftre graee 

cheft boin drap 

et bien ouureit 

et de boine largetfe 430 

et fi eft tous retrais 

et tondus 

mos fakies 

vn denir dieux 

et offi-es moy 435 

courtoifement 

dame veies le chi 

et vous areis 

vinte gros 

fire cheft 440 

maifement offret 

ie ne donray point 

car ie perderoie 

dame voftre perde 

ne veul ie mie 445 

regardes 

fi vous porez faire 

neunic fire 

fe ie ne auoye 



ich wils haen 

tot twalef eilen 

nv fegghet 

was der eile coften fael 

ocht ich faen 

eyn guetlijc woort 

feldert nemen 

vrouwe in weis nicht 

ich fael dich gheuen 

elke eile 

om twei fcillinge 

grote tomoyfe 

vrouwe het is te veil 

want het is 

groof laken 

beholden vren peise 

het is goet lakin 

vnde wael ghewarcht 

vnde van goeder breide 

vnde het is al ghecrompen 

vnde ghefcoren 

mer reket 

einen gods penninc 

vnde biedt mer 

hueflchelijc 

vrouwe fiet ten hier 

vnde gher fult haen 

twinfich grote 

here dat is 

qualich gheboden 

ich en faelt nicht gheuen 

want ich folde verliefen 

vrouwe v verlies 

en willich nicht 

befiet 

ocht ghijt muecht doen 

neulich here 

al en hadde ich 



75 



pain ne argent 

ore dame 

puis che enfi eft 

ie vous en donray 

vint et dues gros 

a tant a vn mot 

que a cent 

mes vint et trois 

dame vous faefaiez tout 

fire ie vexil bien 

que vous laijes 

fi vous Ie trouues boin 

fi retoumes 

vn autre fois a moy 

dame volentiers 

mefures moy bien 

fire fi uous dormiffies 

ie CHa. bo) vous liueroie 

tout Ie voftre 

dame fe fai ie bien 

ie ne di mie 

pour aueuun mal 

ie queray largent 

car ilh me famble 

que iai raison 

regardes combien 

ilh monte 

che que ie vous doi 

fire fes doufe aimes 

a vint gros laune 

che feroit 

doufe liures . xij . ff 

parafis 

et ilh ya outre 

en aucune aune 

dues fols 

che fönt 

vint et quatre fols 



450 broot noch ghelt 

nv vrouwe 

naer dat alfoe is 

ich fal dich gheuen 

twei vnde tfwintich grote 
455 alfoe wael teinen werde 

als ten honderden 

mer drie vnde tfwinfich 

vrouwe gher weitet al 

here ich wilt wael 
460 dat ghijt hebt 

ocht ghijt goed vint 

foe keret weider 

ten andren mael tfe mir 

vrouwe gheme 
465 meet mer wael 

here al flape der 

ic folde V leuren 

al dat uwe 

vrouwe das weitic wael 
470 in fegt nicht 

om ernich quaet 

ich fael fouken tghelt 

want het dinct mir 

das ich haen reden 
475 befich hoe veil 

het loopt 

dat ich dir fcoudich bin 

here die twalef eilen 

te tfwenfich groten de eile 
480 dat wäre 

twelef pont . xij . ffi 

parafife 

vnde dar is euer 

in elke eile 
485 twei fcilling 

das fint 

vier vnde tfwensich fcillinge 



76 



cest en fomme 

trefe liures 

et quatre fols 

tenes dame 

le le croi bien 

que ie lai 

bien compteit 

fire iai le mien 

je me loich 

de vous grandement 

adieu dame 

lire diex 

vous gart de mal 

ou que vous alleis 

Et faehies 

que eeft dras 

vent on 

par bales 

par pieches 

par aunes 

pär demi aunes 

et par quartiers 

fi que des dras 

nos auons affes. 

Les efpeiffiers 

et lez apotiearis 

vendont lez efpeifez 

et lez electuaris 

et lez herbes 

et rachines 

apartenans 

a le medicine 

et a furgie 

premirement 

gingembre 



das in der fommen 

dritfien pont 
490 vnde vier fcilling 

nemt vrouwe 

ich waen wael 

dat ich haen 

wael ghetelt 
495 bere ic haen tmine 

ic beloue mer 

van V grotelich 

adieu vrouwe 

here god 
500 befcerme v van quade 

fo waer ghir gaet 

ünde weit 

dat deife lakene 

vercoopt men 
505 bi balen 

bi fticken 

bi eilen 

bi haiuen eilen 

vnde bi vier ende eleu 
510 fo dat van den lakenen 

wi haen ghenoech 

De crudenaers 

vnde de pottecarife 

vercoupen die fpecien 
515 vnde die electuarife 

vnde die cruden 

vnde wertelen 

toe behorende 

der medicinen 
520 vnde ter furgien^ 

eerft weruen 

ghingeber 



Das hier folgende Blatt ist aus der Hs. ausgeschnitten. Es seJieint die Fortsetzung 
von den Medikamenten und den Anfang des Abschnittes über die Edelsteine enthalten su 
haben, dessen Schluss nun folgt. — 



77 



et couuertoirs 
et mult de manires 
dautre ioiaus 
Des chara 
Des choufes 
que on mengiet 
au commeneement 
des chars 
et de paroles 
entre melles 
Margriet ou eftu 
dame que vous plaift 
vien cha toft 
volentiers dame 
prent de largent 
et va au maifiel 
ou as maiiiaus 
pour del char 
quelle char 
volleis vous 
que ie aehate 
tu achatras 
de toutez manirez 
car nos auons 
moult de oftes 
char de porc 
char de bakon 
. char de buef 
char de vake 
char de uedel 
char de mouton 
char daignel 
lune char pour boulir 
lautre pour roftir 
lune as zaus 
lautre ale verde faufe 
le falee ale moftarde 
vn lieure 



vnde deckledren 

vnde veil maniren 
625 van anderen iuwelen 

Van dem vleiffche 

üan den dinghen 

die men eit 

int beghinfel 
530 van dem vleefche 

vnde van fpraken 

onder menghet 

Margriete war biftu 

vrouwe wat wildi 
535 com haer liftelijc 

gheeme vrouwe 

neimt ghelt 

vnde ganc int vleefchhuys 

jofte ten vleefchhufe 
540 oname vleifch 

wat vleifche 

wilt gher 

das ich cope 

du fulft copen 
545 van allen manieren 

want wer haen 

veil geften 

jwinen vleisch 

bakin vleifch 
550 offin vleifch 

cÄeyen vleifch 

calurin vleisch 

wedrin vleifch 

lammerin vleisch 
555 teen vleifch om te fieden 

dander om braden 

teen motten loke 

dander metter gruender fausen 

tgefolten metten moftarde 
560 einen haje 



78 



au noir poiure 

vn oifel de riuiere 

dues glinez 

pour pafdcier 

vn connin 

pour lardeir 

trois pouchins 

pour farfir 

aporte collons 

et piuions 

dame ie croi 

que cheft affeis 

vous me commandes tant 

ie ne saroie 

au quel bout 

commencliir 

pieret ira 

aueuc vous 

et fi te aidera 

dame nos fommes 

ia reuenus 

dez dues maifiaus 

et dele marchiet 

vous efteis 

vous dues 

vous aues auanchiet 

luun del autre 

Du piffon 

Ore vous conuient aleir 

contre Ie uefpre 

au piffon au marchiet 

mais vous naueis mie 

affeis dargent 

prendes vinte gros 

et les emploiez bien 

en piffon du meer 

et de douee eauwe 

cabliau et efclefins 



motten fwerten pepre 

einen aent voghel 

twee hennen 

om te pafteiden 
565 ein cuenin 

om te lardeme 

drie kiekene 

om te vaerfene 

brenct duuen 
570 vnde duuf ionghe 

vrouwe ie wane 

dat ghenoueh is 

ghi gebiet mer fo veil 

ich en wifte 
576 an wat enden 

beghennen 

peter fal gangen 

met V 

vnde hi faldich helpen 
680 vrauwe wer (int 

nv weder comen 

vandem tween vleifchufen 

vnde vander maerct 

gher waert 
685 V tween 

gher haent gheuordert 

deen dem andren 

Van den viffchen 

Nv moet gher gangen 
590 ieghen dem auent 

ter vifchmaerct 

mer du vn haens nicht 

ghenoueh ghelts 

nemt tfwinfich grote 
595 vnde beftemfe wael 

in jee viffehe 

vnde vandem fueten waffere 

cabbeliau vnde fcelvifch 



79 



plaiJB et langez 

congre et rogets 

mules et alofes 

faumon et erapois 

moliers . merlens 

et balaine 

efturgions 

moffcles et baimons (Hs, hau- 

nous^ 
raijes et bous 
carpres et roettes 
lus et bekiets 
creuitfes et eues 
tenkes et anguilez 
ien ai plus noumet 
que ien nay 
ehest de frtät 
Ore va pour frut 
pour quel fruit 
pour pumes 
poirez et prumes 
mefples et cherifes 
amandeles et caftaignes 
fighes et roifins 
nois gauges 
nois de caurre 
et pekres et crekes 
eheft fruit 
poies achater 
par couplez 
par milliers 
par Cents 
par mandes 
par mefurez 
par comptez 
par liures 
et par fardiaus 



pladijs vnde tfonghen 
600 je e ael vnde robaerde 

Härders vnde elften 

falm vnde merfwin 

molnaers vnde bolloc 

vnde vetten vifch 
605 ftuer 

muffchelen vnde hanecox 

rochen vnde but 

earpers vnde blieke 

heicten vnde fnoeke 
610 creefte vnde kox 

tinken vnde paling 

ich haen meer genuemt 

dan ich haen 

Dits van dem fr&yte 
615 Nv ganc om fruyt 

om wat fruyte 

om appelen 

peren vnde prumen 

mefplen vnde keerfen 
620 amandlen vnd kerftaengen 

fighen vnde rofsinen 

oker noten 

hafe noten 

vnde perreken vnde krieken 
625 dit fruut 

muechder coupen 

bi copplen 

bi dufentich 

bi honderten 
630 bi manden 

bi maten 

bi ghetale 

bi ponden 

vnde bi fardeelen 



80 



ehest du biet 

Des bles 

voel le deuifer 

les noms 

fe ilh vous faut 

frement 

ou foile 

feues ou pois 

orge ou efpiautre 

auaine ou vetfes 

fi alez 

au marchiet 

ou on le vent 

et bargaigniez 

dou mellieur 

ou du pieur 

dame que vaut 

le muy 

de ehefte bleit 

ou combien 

vendez vous 

le heut 

ou demi huet 

de ehefte 

ou que donreez vous 

le raifiere 

ou demi raifiere 

le hauet 

et demi hauet 

le quartir 

ou demi quartir 

ore aueez oit 

lez noms 

et les meffurez 

par les quelles 

on doit demander 

que on le fait 

ou que on le vent 



635 Dit is vandem coeme 

Uan dem coome 

willich beduden 

de namen 

ocht V ghebrect 
640 taruwe 

ocht rogghe 

bonen ocht erweten 

gherfte ocht fpelte 

euene ocht vitfen 
645 fo ganc 

ter merct 

dar ment vercoüpt 

vnde dinghet 

van dem heften 
650 ocht van dem archften 

vrouwe was gheldt 

de mudde 

van defem come 

ocht hoe veil 
666 vercoopt ghert 

thoet 

ocht thaluer hoet 

van defem 

och was wilder geuen 
660 de raifiere 

ocht thalue raifier 

thauot 

vnde thalf hauet 

de vierendeel 
666 oft thalf vierendeel 

nv haender gehoort 

der namen 

vnde de mafen 

bi den welken 
670 mes fcoudich te vragen 

hoe ment looft 

oft hoe ment vercoopt 



81 



De le monnoie 

Je ne fui mie 

fi faeges 

des monnoies 

que ie les faiche 

perfaitement nonuner 

car on fait 

de iour en iour 

nouelle monnoye 

et lez nometon 

en vn paijs 

ou en vne ville 

autrement 

que en lautre 

et auffi en ai ie 

fi pau 

que teile monnoie 

ne me connoift point 

ne ie ne fui paes 

cogneus de li 

tant ya deuantage 

que ma bourfe 

ne poife nient 

et li pendeur 

ne gaigna onques 

aucuunnui a pendre 

qui coupaft 

ma bourfe 

ne ma taiffee 

loeis en foit diex 

aufsi bien 

venrai ie 

a ma fin 

que fe ieufse 

tous eferins 

plains dor 

et dargent 

qui plus en da 

Hör. belg. P. IX. 



Van der munte 

Ich vn bin nicht 
675 fo vroet 

vander munten 

dat icfe en can 

vulcomentlijc nfiemen 

want me maect 
680 van daghe te daghe 

nuwe munten 

vnde me noemtfe 

in ein lant 

oft in ein poort 
68d ander fens 

dan in dandre 

vnde ooc haen icker 

fo weinich 

dat fulke munte 
690 ne bekent mi niet 

noch ich vn bin nicht 

bekent met huere 

fo veil effer vordels 

dat minen budel 
695 ne wighet nicht 

vnde die hangher 

en wan noit 

an yment te hanghen 

die fneet 
700 minen budel 

noch mine taffche 

ghelooft fijs god 

alfoe wael 

falich comen 
705 te minen ende 

als ocht ich had 

alle fcrinen 

vul golds 

vnde filuers 
710 wies meer haet 

6 



82 



que le naie 

diex li en doinft 

fon proufit afaire 

a lonour de li 

et au falut 

de son ame (H$. arme^ 

Dez grans figneurs 

Li pape de rome 

est nos faint perez 

li empereur 

eft li plus granz 

des auter figniours 

li roy de france 

folloit eftre 

li plus riches 

et li plus nobles 

des crefdens 

et encore 

deuroit eftre 

par droit 

mais pour lautrage 

et grand force 

que li rois dengleterre 

a fait 

moult dans 

durant 

et fait encore 

alant et venant 

par le boin paijs 

et roiaume 

de france 

dont diex 

ait pitie 

(i le tienent 

li plufuer 

pour li plus grant 

et plus redoute 

de tout le monde 



dan ich haen 

god gheuer hem mit 

fine bäte te doene 

ter eren van hem 
716 vnde ter ^elicheit 

van fier feien 

Van dem groten hetzen 

De paefs van romen 

is ons helech vader 
720 de keyfer 

is der meifte 

van andren heren 

der coninc van vrancrike 

plach te iine 
725 die alre rijcfte 

vvnde de nobelfte 

van kerftinhede 

vnde noch 

waer fculdich tefine 
730 met rechte 

maer bi der ouerdaet 

vnde grote craft 

die coninc van ingelant 

heeft ghedaen 
735 veil iaren 

gheduerende 

vnde doet noch 

gaende vnde comende 

dor tgoede laut 
740 vnde tconincrike 

van vranckerike 

des god 

haen ontfarmeniffe 

foe houdene 
745 die menighe 

euer den meeften 

vnde meeft gheducht 

van alder werelt 



83 



soit ensi kil puet 

apres le pape 

fönt li cardenael 

archeuefques 

euefques 

preuos et doijens 

et offieiaus 

canones 

eures et vicairez 

preftrez et clerz 

et couftres 

capelans 

et amparliers 

eneore dirai ie 

vn pau 

dautres figniours 

ii duxs 

de bartainge 

li duxz 

de brebant 

mais iel croi 

que vn eonte eft 

qui eft auffy poiffans 

que tels 

qui eft rois 

duex ou princez 

cheft H contez 

de flandres 

de neuers 

de rethieft 

fires de marlinez 

et danuers 

atendans 

dele duchie 

de brebant 

et dele contei 

dartois 

autres figniours 



fi alfoot mach 
760 na dem paefs 

fijn de kerdenale 

erdfee buffcoppe 

buffcoppe 

proofte vnde dekene 
755 vnde officialen 

canuenken 

prochi pafen vnde viearife 

pafen vnde fcuelers 

vnde cfifteren 
760 cappelanen 

vnde taelmans 

noch falich segghen 

eyn wenich 

van andren heren 
765 der herthoge 

van bertaengen 

der hertoge 

van brabant 

mer ich wane 
770 das ein graue is 

die is alfo mechtich 

als ;ulc 

der is coninc 

hertoge ocht prince 
775 dat is der griue 

van vlaendren 

van naueers 

van reteeft 

here van mechelen 
780 vnde van andwerpen 

verbeidere 

van dem hertogedomme 

van brabant 

vnde van dem graeftcepe 
785 van artois 

ander heren 



84 



trouet on 

fi comme cheualiers 

efcuiers 

bailieus 

bourmaiftres 

efcheuius & confans 

et boi^rgois 

Lez noms des dorne» 

Empereffe 

royne 

duceffe 

conteffe 

cheuaekeffe 

caftelaine 

baillieweffe 

bourgoife 

vous nen ores 

ne plus 

ne mains 

de moy 

Lez noms de gern 

et des mefUers 

Adans li tiffurans 

Abrahans li tilliers 

Andree li foulons 

Anthon li tonderes 

a le grande force 

Bauduuins li machons 

Bertremieus li bolengirs 

Bertrans li breffeur 

Bemars li lormiers 

Benois li felliers 

Clemens li cerpentiers 

Denis li eordewanier 

Daniels li permentiers 

Euerars li cangiers 

Elis li chauetiers 

Elois li couretiers 



vint men 

als ridders 

feiltcnafen 
790 baeliuwen 

borchmeifters 

feefenen vnde rade 

vnde pfierters 

Der namen van vrouwen 
795 Keiserinne 

coneghinne 

hertoghinne 

grauinne 

ridderffe 
800 cafteleine 

baeliuwinne 

purterffe 

du folt nicht hören 

nicht meer 
805 noch min 

van mich 

De namen van Heden 

vnde van ambachten 

Adam de weuer 
810 Abram de linen weuer 

Andries de volder 

Anthonis de fcerre 

mitter groter fcare 

Baldewin der maetfere 
815 Bertehneeus de broetbackere 

Bertram de brouwere 

Bemart de fponnaker 

Benendictus de fadehnaker 

Clement de temmerman 
820 Denijs de fcoemaker 

Daneel de cledermaker 

Eueraert der wiffelare 

Eliaes dolde fcoemaker 

Loy de makelare 



85 



Ferrifl li liugetiers 
FeKppes li vferiers 
Gheraerd li bouchiers 
Gillis li jougleres 
Hilaris li armoieres 
Henris li formiffieres 
Lienaerd li candelliers 
Legier li soieres days 
Lambers li vinetiers 
Jehans li barbiers 
Mahieus li efcriuains 
Michael li tainturiers 
Martin li paintre 
Niclaus li feure 
Nieaiis li orfeures 
Obers li earliers 
Ogiers li gourliers 
Pieres li deitiers 
Pols li tanneures 
Quintins li bourriaus 
Bobers li efcutiers 
Bogiers li peltiers 
Heiners li capeliers 
Rolans li tromperes 
Symons li viewariers 
Soiers li coutilliers 
Tieris li coroiers 
Tomas li cuueliers 
Willames li merchiers 
Wautiers li tuneliers 
Cristian li archiers 
Ywain li arbaleftfiers 
Zacaries li broutiers 

Cheft li prologe 

del nombre 
Qvi conques voelt 
efcrire debtes 



825 Vredric der fcrinemaker 
Felips' de woekerare 
Gheraerd de vleifchouwer 
Gillis der fpeilman 
Hylaris der wapemaker 

830 Heinric der ^wertvagher 
Ledenaerd de kerfghieter 
Ligier de bertfagher 
Lembrecht der wijncoper 
?ehan der baerdmaker 

835 Mattheeus der feriuer 
Michiel der varwer 
Martin der beildefcriuer 
Claes der fmet 
Nichasus der goldfmet 

840 Obrecht de waghenmaker 
Ogier der gfirdelmaker 
Peter de dobbelfteinmaker 
Pauwels de touwer 
Quintin de hangheman 

845 ßobrecht de fcilder 
Regier de pelsmaker 
Beinier de hoedemaker 
Roelant de trompre 
Symoen doude cleidermaker 

850 Zegher de meffemaker 
Dieric der riemmaker 
Thomaes der cuper 
Willem der merfinan 
Wouter der cufer 

855 Kerftiaen der bogemaker 
Ywein der feilfcotmaker 
Zacharias de cordewagen- 

cruder 
Bit is de vorfprake 

860 van dem ghetale 
See wie die wilt 
scriuen fculden 



86 



et meltre en fornmes 




vude legghen in fonunen 


toutes lez debtes 






alle de fcouden 


de parcel 






van partfeelen 


a parcel 




865 


te partfeelen 


ilh conuient fauoir 




hi moet weten 


efcrire lez noms 




t 


te fcriuen der namen 


et lez four noms 






vnde der toenamen 


et a le fois 






vnde bi wilen 


lez meftiers 




870 


der ambachten 


dont ilh fe mellent 




des fi hen onderwenden 


et auffy lez ruwe« 


i 




vnde oec de ftrafen 


ou ilh demurent 






daer fi woenen 


pour eaus 






OTT! hen luden 


mieus trouuer 




87$ 


bat te vinden 


quant ilh conuien 


aller 




als mer moet gangen 


pour lez rentes 






om de renten 


et conuient auffy 






vude oec moet men 


fauoir de quoy 






weiten waer af 


on le doit 




880 


men fcoudich is 


et puis fauor conter 




vnde dan c&nnen teilen 


fi comme cheft nombre 




alfoe dit ghetael 


Cheft li compte 






Dit U der rekeninghe 


Un 






Eyn 


dues 


• • 


885 


twei 


troiß 


• • • 




drie 


quatre 


• • • • 

"y 




vier 


chiunc 


V 




viue 


fijs 


vj 




feffe 


fept 




890 


feuen 


Wljt 


• • • 

VUJ 




acht 


nuef 


ix 




neghen 


dijs 


X 




tien • 


onfe 


xi 




elue 


doufe 


• • 

xy 


895 


twelef 


trefe 


• • • 
XUJ 




dertien 


quatuorfe 


• • • • 

xmj 




viertien 


quinfe 


XV 




vijftien 


fefe 


xvj 




feftien 



87 



dife fept 
dife wijt 
dife nuef 
vint 

vint et vn 
vint et dues 
vint et trois 
vint & quatre 
vint & chiunc 
vint & fijs 
vint & fept 
vint & wijt 
vint & nuef 
trente 

trente et vn 
trente & dues 
trente & trois 
trente & quatre 
trente & chiunc 
trente & fijs 
trente & fept 
trente & wijt 
trente & nuef 
quarante 
quarante & vn 
quarante & dues 
quarante & trois 
quarante & quatre 
quarante & chiunc 
quarante & fijs 
quarante & fept 
quarante & wijt 
quarante & neuf 
chiuncante 
chiuncante 
chiuncante 
chiuncante 
chiuncante 



& vn 
& dues 
& trois 
& quatre 



xvij 

xviij 

xix 

XX 

xxi 

xxii 

xxüi 

xxiiii 

XXV 

xxvi 
xxvii 
xxviii 

xxix 

XXX 

xxxi 

xxxij 

xxxiii 

xxxiiii 

XXXV 

xxxvi 

xxxvii 

xxxviii 

xxxix 

xl 

xH 

xlij 

xlüj 

xiuu 

xlv 

xlvi 

xlvii 

xlviii 

xlix 

* 

1 

u 
lii 

lüi 

1 ■ • • • 

hm 



900 feuentien 
achtien 
neghentien 
twintich 
ein vnde twintich 

905 twei vnde twintich 
drie vnde twintich 
vier vnde twintich 
viue vnde twintich 
fefse vnde twintich 

910 feuen vnde twintich 
acht vnde twinsich 
neghen vnde twintich 
dirtich 
ein vnde dirtich 

915 twe vnde dirtich 
drie vnde dirtich 
vier vnde dirtich 
viue vnde dirtich 
fes vnde dirtich 

920 feuen vnde dirtich 
acht vnde dirtich 
neghen vnde dirtich 
Viertich 
ein vnde viertich 

925 twe vnde viertich 
drie vnde viertich 
vier vnde viertich 
viue vnde viertich 
feffe vnde viertich 

930 feuen vnde viertich 
achte vnde viertich 
neghen vnde viertich 
viftech 
ein vnde vijftich 

935 twee vnde vijftich 
drie vnde vijftich 
vier vnde vijftich 



88 



chiuncante & chiunc Iv 

chiuncante & fijs Ivi 

chiuncante & fept Ivii 

chiuncante & wijt Iviü 

chiuncante & nuef lix 

(iffante Ix 

ßffante & vn Ixi 

fiffante & dues Ixii 

fiffante & trois Ixiii 

fiffante & quatre Ixiiii 

fiffante & chiunc Ixv 

fiffante & fijs Ixvi 

fiffante & fept Ixvii 

fiffante & wijt Ixviii 

fiffante & nuef Ixix 

feptante Ixx 

feptante & vn Ixxi 

feptante & dues Ixxii 

feptante & trois Ixxiii 

feptante & quatre Ixxiiii 

feptante & chiunc Ixxv 

feptante & fijs Ixxvi 

feptante & fept Ixxvii 

feptante & wijt Ixxviii 

feptante & nuef Ixxix 

witante Ixxx 

witante &. vn Ixxxi 

witante & dues Ixxxii 

witante & trois ixxxiii 

witante & quatre Ixxxüii 

witante & chiunc Ixxxv 

witante & fis Ixxxvi 

witante & fept Ixxxvii 

witante & wijt Ixxxviii 

witante & nuef Ixxxix 

nonante xc 

nonante & vn. xci 

nonante & dues xcii 



viue (Hs. seB) vnde vijftich 

fes vnde vijftich 
940 feuen vnde vijftich 

acht vnde vijftich 

neghen vnde vijftich 

feftech 

ein vnde feftech 
945 twee vnde feftech 

drie vnde feftech 

vier vnde feftech 

viue vnde feftech 

fes vnde feftech 
950 feuen vnde feftech 

acht vnde feftech 

nun vnde feftich 

feuentech 

ein vnde feuentech 
956 twei vnde feuentich 

drie vnde feuentich 

vier vnde feuentich 

vijf vnde tfeuentich 

fes vnde tfeuentich 
960 feuen vnde tfeuentich 

achte vnde feuentech 

neghen vnde feuentich 

tachtentich 

ein vnde tachtentich 
966 twei vnde tachtich 

drie vnde tachtich 

vier vnde tachtich 

viue vnde tachtich 

fes vnde tachtich 
970 feuen vnde tachtich 

acht vnde tachtich 

nvn vnde tachtich 

neghentich 

ein vnde neghentich 
975 twee vnde neghentich 



89 



nonante & trois xciii 

nonante & quatre xciiii 

nonante & chiunc xcv 

nonante & (ijs xcyi 

nonante & fept xcvii 

nonante & wijt xcviii 

nonante & nuef xeix 

Cent c 

dues Cent cc 

trois cens ccc 

quatre cens cccc 

chiunc cens d 

ßs chens de 

feept cens dcc 

wijt cens dccc 

nuef cens dcccc 

mille m 

dues mille ij" 

trois mille iij™ 

quatre mille ilij*" 

chiunc mille v® 

fijs mille vj™ 

fept mille vij"» 

wijt mille viij"* 

nuef mille ix*» 

dijs mille x™ 

vint mille xx"* 
et enfi poies vous comteir 
treffi a cent mille 
et on acate ale fois 
par vins 

et commenche volentiers 
puis que on paffe 
le conte de fiffante 
fi que on dift 

quatre vins iiij 
chiunc vins 
et puis aprez 



XX 

V 



drie vnde neghentich 

vier vnde neghentich 

viue vnde neghentich 

fes vnde neghentich 
980 feuen vnde neghentich 

acht vnde neghentich 

neghen vnde neghentich 

hondert 

twee hondert 
985 drie hondert 

vier hondert 

vijf hondert 

fes hondert 

feuen hondert 
990 acht hondert 

neghen hondert 

duuft 

twei duuft 

drie duuft 
995 vier duuft 

vijf duuft 

fes duuft 

seuen duuft 

acht duuft 
1000 neghen duuft 

tfeen duuft 

twentech duuft 

vnde alfo muechdir teilen 

tote hondert dufent 
1005 vnde mer coopt fomtijt 

bi twenteghen 

vnde beghent gheeme 

naer dat men lijt 

tgetael van feftech 
1010 foe dat men feecht 

vier werf twentech 

vijf werf twentech 

vnde dan daer na 



90 



fis vins 

fept viiiB 

wijt vinß 

nuef vina 

dis vins 

cent dues cens 

et cheft affes 

mars 

dem! mars 

liure 

demi liure 

fols 

demi fols 

deniers 

demi denir 

maelge 

demi maille 

De$ cofes en la maison 

Toutes manires 

anal maison 

Janette efcoute cha 

que efeouterai ie 

nai ie autre choze 

que faire 

et quelle chose 

as tu tant a faire 

la fuus (i longement 

je fai lez lits 

et ie mets a point 

les coufins 

four les lefons 

four lez caieres 

et four les bans 

four les bufets 

et four les feilles 

et les orliers 

four les cauechoels 

et ie ramoine 



▼I 

#• 

VIJ 

TX 
■ •• 

VUJ 

XX 

IX 

X 

X 



mc 
Qmc 

d' 

Qd' 



Q0 



fes werf twentech 
1015 seuen werf twenteeh 

acht werf twentieb 

neghe werf twentieb 

tien werf twentieb 

dat is twee bondert 
1020 vnde het is genoecb 

marc 

balf mere 

pont 

balf pont 
1026 feilliag 

balf fcilling 

penninc 

balf penninc 

bellinc 
1030 balf bellinc 

van dinghen irU huy$ 

Alle maniren 

acbter thuys 

Jaenken beert ber 
1035 wat falicb boren 

banicb anders nicbt 

te doen 

vnde wat dingbe 

biaenfter fo veil te doen 
1040 der bouen foe langbe 

icb maec der bedden 

vnde icb fet te p&ente 

der cuffne 

vp der fidelen 
1045 op de fetels 

vnde op de banke 

op de buffette 

vnde op de ftäele 

vnde die oercuffine 
1050 op der pueluwe 

vnde icb vagbe 



91 



le follier 

le cambre 

le maifon 

et le quifine. Tu es 

vne boine baiffelette 

je me loich de ti 

dame che fait 

voftre bonte 

nient ma defeirte 

di iehan 

que ilh taiude 

ou eft ilh dame 

que faige 

je croi den cofte ti 

pour quoy dame 

dites vous chou 

pour chou queilh 

te chieut volentiers 

entour lez lits 

qant tu es fuel 

feinte marie dame 

que dites vous 

par men ferement 

il ne heit 

ntdle chofe 

plus que moy 

et pour quoy 

de par dieu 

pour chou que voUoit 

fa bouce mettre 

ale mine 

et fes meins mettre 

a mes mameles 

et ilh voloit ouurir 

mes gambes ^ 

ie ne fai 

que ilh querroit 

car ie nauoie 



den ffilder. 

der caember 

thuys 
1065 vnde der k&eken. gher fijt 

eyn göet meifkin 
- ich beloue mich van dir 

vrouwe dat doet 

uwe goede däecht 
1060 nicht mine verdiente 

feght ianne 

dat her dich helpe 

waer is her vrouwe 

in weits nicht 
1065 ic gheluef bi dich 

waer om vrouwe 

fecht gher das 

om dat hir 

di volcht gheerne 
1070 alom de bedden 

alftu bift alleyn 

finte marie vrouwe 

wat faendir 

bi mer trouwe 
1075 hir en haet 

gheyn dinck 

meer dan mir 

vnde waer om 

in gods namen 
1060 om dat hir wilde 

finen mont doen 

aen den minen 

vnde im hende doen 

te minen borften ' 
1085 vnde hir wilde doen open 

mine beyne 

in weys nicht 

wat hir föchte 

want ich vn haen 



92 



rins du (in 1090 

et ie li di 

moult fellement 

fil auoit 

aucuun iuei perdue 

que flh querift aliieurs 1095 

car ie neftoie 

point larueffe 

comment ilh foit leirs 

car ilh fe vanta 

que ilh auoit 1100 

eyu Ie pucelage 

dune beghine 

et ie tenoie toudi» 

mes gambes clous 

que ilh ne puet ouurier iioö 

mais onques des puis 

ilh ne parla 

a moy de boin airement 

fi que ie Ie manderay 

deuant efqueuins illo 

pour fauoir 

que ilh me demande 

aiuwe diex ianette 

eftu aufli innoeente 

que tu monftres lUö 

viens bas 

et aporte des torues 

et del lenge 

et des carbons 

et prent Ie fofflet 1120 

fouffle de fii 

prent lez tamelle 

et amendez 

que ilh arde 

fait boulier 1125 

lea pots 

poille du fas 



nicht van dem ^en 

vnde ich feidem 

harde ftuerlijc 

had hir 

einich iuweel verloren 

dat hirt eider föchte 

want ich vn waes 

gheine diefinne 

hoe hir fi dief 

want hir hem berfiemde 

dat hir hadde 

ghehebt dat migedfim 

van einre baghinen 

vnde ich helt altoos 

mine beine gheloken 

dat hif e nicht mocht ondoen 

maer noyt feder 

vn fprac hir 

g&etlijc te mir 

fo das icken wil ontbieden 

voer fcepenen 

om te weiten 

wat her mir tijt 

helft god ianekin 

beftu alfoe onnofel 

als du toecht 

comt neder 

vnde brenct turuen 

vnde holt 

vnde kolen 

vnde neimt den blafer 

blas tfier 

nem der tfanghe 

vnde beteret . 

dat hit brende 

doet (Hs. duch^ (ieden 

den pot 

feilt louc 



93 



met la table 

& aporte le longe nape 

met del auwe 1130 

au lauoir 

et le bächin de fous 

dame ou eft 

le caudire 

le caudron 1135 

et nos paiellez 

eftu aueule 

ne voies tu mie 

que tout eft 

den cofte larmare 1140 

dame vous ditez voir 

enchore as tu 

a laueir et a fcureir 

les bottailles de ftein 

lez lots 1146 

et le demi lotz 

les pintes 

les platiaus 

les efcuelles 

et les faufferons 1150 

et met cel ouurage de fer 

cafcun en fon lieu 

le roftir le grauwet 

le trepiet 

les couuerques du pots 1155 

et les efpois 

et puis va pour vin 

ou irai ge 

va ou tu Veras plus de gens 

je vous di pour quel vin 1160 

Des vins 

Uin de gamace 

vin de grece 

vin de riuiere 



maect der tafel 

vnde brenc dlange ammelakin 

doet (Hs. doeh^ waffer 

in dem lauere 

vnde der beckene der onder 

vrouwe waer is 

den ketel 

den aker 

vnde onfe pannen 

biftu bleut 

vn ßeftu nicht 

dat ol is 

bi der fcapraden 

vrouwe ghir fegt waer 

noch haenftu 

te waffcen vnde te fcfiren 

die tennin fleffchen 

de ftopen 

vnde de half ftopen 

de pinten 

de platteelen 

de fcotelen 

vnde de faufieren 

vnde fet das yfer werc 

elc in line ftede 

den roofter den cräuwel 

tpotyfer 

de potdexele 

vnde de fpete 

vnde ganc om wijn 

waer falich gangen 

ganc der du fiesveile lieden 

ich fegdi om wat wine 

Van dem winen 

Wijn van garnaten 

wijn van grieken 

wijn van riuieren 



94 



et de rutfelle 


1166 


vnde van roetfeele 


vin de byane 




wijn van byanen 


vin de rijn 




renfehen wijn 


vin de fain iehan 




wijn van finte iohans 


vin de gafeoengne 




wijn van gaffcoengen 


vin de bourgoigne 


1170 


wijn van bergoengen 


vin de poitau 


^ 


wijn van poitau 


vin de fpaigne 


^ 


wijn van fpaengen 


vin danfai 




wijn van elfacen 


vin de france 




wijn van vrancrijche 


ces beurages 


1176 


defem dranc 


fönt pour ceaus 




fijn om der gfiene 


qui ont 




der haen 


les grans fignoiies 




de grote heerfeepien 


et les officies 




vnde der offieien 


des prences 


1180 


van dem prenfen 


ou des boines villes 




ocht van goeden fteden 


mais tant en aie 




mer alfo veil hanic 


qnant ie pafTe 




als ich lide 


par le ruwe 




doer der gaffen 


Jen ai le oudour 


1186 


ich haen den roke 


tout pour nient 




alom nicht 


et fpeciaument 




vnde fonderlinghe 


four les d im enges 




vp de fonnedaghe 


en ai ie le faueur . 




hanic den fmake 


et les menues gens 


1190 


vnde der fmale lüde 


boiuent mies 




drenken mede 


goudale et ceruoife 




ael vnde bier 


et ale fois fontaine 




vnde fomtijt fonteyne 


ou boulie 




ocht dünne bier 


Les moys 


1196 


Der maende 


Jenvier feurier 




Loumaent spfirkel 


mars auril 




merte april 


may joing 




mey wedemaent 


Julie aouft 




hoymaent oeftmaent 


feptembre oetember 


1200 


pietmaent arselmaent 


nouember december 




smermaent hoermaent 



95 



Les iours 


Der daghe 


Dimenge lundi 


S&ndach maendach 


mardi merkerdi 


dinxdach goenfdach 


joedi venredi 


1205 donderfdach vriendach 


et famedei 


vnde laterdaeh 


chi prent fin 


hier nemet inde 



Nota. 



96 



Das Pergamentheft, aus welchem ich diese Sprachübung 
mittheile, ist nach Schrift- und Redeform wenigstens in die 
Mitte des XIV. Jahrh. zu setzen. Auch der Text scheint 
daftir zu sprechen. Denn wenn in dem Abschnitt dez grans 
figneurs von den Gewaltthätigkeiten und der Übermacht die 
Rede ist, welche der englische König eben in Frankreich 
ausübte, so kann sich dies wol nur auf die Siege beziehen, 
welche Eduard HE. in der Mitte des XIV. Jahrh. errang. 

Die Hs. besteht aus 21 Blättern in kl. 4 f Sie enthielt 
2 Lagen von je 8 und eine von 6 Blättern. Aus der zwei- 
ten Lage ist jedoch das zweite Blatt ausgeschnitten; daher 
die Lücke von 58 Doppelzeilen. 

Die Initialen A und E sind schön verziert, jeder erste 
Buchstabe der Zeile roth angezeichnet, die größeren Anfangs- 
buchstaben und die Überschriften ebenfalls roth. Jede Zeile 
beginnt mit einem großen Buchstaben, der rothdurchstrichen 
ist der Länge nach. Jede Seite enthält zwei Columnen von 
29 gegenüberstehenden Zeilen und so zeigt, sich die von 
Meidinger und Andern wieder aufgenommene Lehrmethode 
hier schon in einem alten Beispiele. — Die Schlussseite hat 
18, demnach das Ganze 1207 Doppelzeilen. Schon in dem 
ersten Abschnitte ist es gesagt, dass dieses Schema zur Er- 
läuterung des Gebrauchs und der Eigenthümlichkeiten beider 
Sprachen zusammengestellt, keineswegs aber zum Unterrichte 
junger Kinder bestimmt sei. Letzteres wird man bei dem 
Lesen des Abschnittes des coses en la maison gerne zugeben. 

Von einer Interpunctation ist in der Hs, mit einigen 
wenigen Ausnahmen, nicht die Rede und ich habe es fui- 
unnöthig erachtet sie zuzusetzen, indem das Verständniss 
dadurch nicht sonderlich erleichtert, der Charakter des Gan- 
zen aber etwas verwischt worden wäre. Lautzeichen srud 
nur selten, und zwar kleine o über dem u, hier und da auch 
über a, e und i, dann einige e über den Vocalen, jedoch 
in dem Flämischen mehr als in dem Wälscben, angebracht. 



97 

Im wälsclien Texte heißt das Wälsche, Wallonische, 
stets le romans, als eine der vielen Mundarten der romani- 
schen Sprache; das Flämische aber le flamenc oder almans; 
im flämischen Texte wird romans durch waUch; flamenc und 
almam aber durch dutsch gegeben. 

Es will mir zwar scheinen, als stehe dies Wallonische 
dem Französischen der damaligen Zeit noch näher, als beide 
Sprachen sich gegenwärtig stehen ; allein selbst ein flüchtiger 
Vergleich des vorliegenden wälschen Textes mit französischen 
Schriften des XIII. und XIV. Jahrhunderts z. B. mit dem 
Roman de la Rose, giebt den Beweis, dass wir es hier mit 
einer der wallonischen näherstehenden Mundart zu thun 
haben. Worte wie 

bargaigne henoite boin cheft cUft chou diex 

glinez gourlier lenge lengaedz loich neunin pau 

scureir stal tair taions teil fera viewarier uoir, 

u. s. w. würden wol in reinfranzösischen Sprachmustem jener 

Zeit nicht vorkonmaen. 

Dr, E. V, Groote. 



Zu den Bemerkungen meines geehrten Freundes, des 
Herrn Dr. von Groote zu Köln, der mir seine Abschrift zum 
Abdruck imd das Original zur Vergleichung gütigst gewährte, 
erlaube ich mir noch Einiges hinzuzufügen. 

Die Zeit, wann das Büchlein verfasst wurde, lässt sich 
ziemlich genau zwischen 1360 — 1377 festsetzen. In dem 
Abschnitte von den großen Herren beklagt der Verfasser 
das Loos des Königs von Frankreich : ^der früher der mäch- 
tigste und edelste König der Christenheit war und es auch 
noch zu sein verdiente, den mag jetzt dafür halten wer will, 
seitdem die Gewaltthätigkeit und Übermacht des Königs von 
England seit vielen Jahren und noch das gute Land Frank- 
reich niederdrücket." Hier kann nur Eduard HI. gemeint 
sein, der mit der Schlacht von Creci 1346 seine Eroberungen 
in Frankreich begann, 1360 im Frieden von Bretigny ver- 
schiedene französische Provinzen mit der Oberherrschaft 
gewann und sich seitdem König von Frankreich nannte. 

Hör. belg. P. IX. 7 



98 

Da nun Eduard 1377 starb, so kann unser Verfasser nur die 
Zeiten von 1360 bis zu Eduards Tode meinen, er hat also 
sein Büchlein erst in der zweiten Hälfte des XIV. Jahrhun- 
derts geschrieben. 

Die Hs. ist gewiss die Abschrift eines Mannes, der kein 
Fläming von Geburt war, sondern ein Deutscher, der viel- 
leicht lange Zeit schon in den Niederlanden lebte, aber seine 
Muttersprache nicht vergessen konnte : deutsch ist durchweg 
die Conjunction unde (für ende), im Gebrauch der Fürwörter 
wählt er meist die deutsche Form: ich (ic), nach (mi), dich (u); 
für ghi hat er eine eigene Form sich geschaflfen, die weder 
ghi noch ir ist : gher, ghir, so wie für wi : wer, für At : hir und 
her; für dat und wat schreibt er öfter das und was, für den 
Artikel de, ^ die den hochd. der. Zuweilen hat er einen gan- 
zen hochd. Satz: in weis nicht 419. Bei einzelnen Wörtern 
kann er sich gar nicht zurecht finden: so schreibt er für 
twinHch: twinsich, tsmnHch, tswinsich, tswensich.*) 

Diese Ungleichheiten in der Schreibung hätten sich leicht 
beseitigen lassen. Es war mir aber darum zu thim, einen 
urkundlichen Text zu geben. Wir lernen daraus, wie 
willkürlich die Abschreiber auch da verfuhren, wo es auf 
genaue sprachliche Belehrung ankam. Der Verfasser schrieb 
gewiss nur reinvlaemisch, imd der Abschreiber, der etwa 
50 — 60 Jahre später diese Hs. verfertigte, mischte beliebig 
sein Hochdeutsches hinein. Dies Verwirren aller Formen 
zeigt sich nicht widerwärtiger als in den sogenannten ^nieder- 
rheinischen" Gedichten des XIV. imd XV. Jahrhunderts, es 
kam dort zu dem hochdeutschen und niederländischen noch 
ein drittes Element, das jetzt noch vorhandene Niederrhei- 
nisch. Es wird schwer halten, aus dem Mischmasch dieser 
Vemiederrheinischungen mehr herauszubringen als die Sprache 
bequemer Abschreiber, die sich und anderen ein ursprünglich 
hochdeutsches oder niederländisches Werk mundgerecht 
machen wollten. 



*) Ihm eigenthtimlich ist der dat. plur. dem und die Yonremeinung 
un für en. 



99 

Unser Verfasser ist ein Flanderer. Dies beweist zunächst 
seine Sprache. Die Femininbildung -igghe ist durchaus flan- 
drisch : vercopeghe 393. Soliaen unter naeyersse, naeystere 
bemerkt: ;,Flandri finiunt huius modi verbalia feminina per 
-igghe, ut naeystrigghe . i . naeyersse, kemstrigghe . i . kem- 
mersse, spinstrigghe .i. spinster, spinnersse." Echt flandrisch 
ist auch arselmaent 1200, bei Kil. als flandrisch besonders 
bezeichnet. Hieher gehört bei näherer Untersuchung wol 
noch manches andere. Die eigenen Worte des Verfassers 
sprechen noch mehr für seine flandrische Abkunft. 769 ff. 
sagt er: ^aber ich glaube, ein Graf ist eben so mächtig als 
einer solcher Könige, Herzoge oder Prinzen, das ist der 
Graf von Flandern." Vielleicht lebte er gar an dessen Hof- 
haltung als Clerk. Er ist wenigstens über seine Lage nicht 
unzufrieden. Wie er von den Münzen spricht, meint er 
687 ff. er habe deren so wenig, dass er nicht recht damit 
bekannt sei; sein Beutel sei leer, niemanden würde gelüsten, 
ihm denselben abzuschneiden: ^doch Gott sei gelobt, ich 
werde eben so wol an mein Ziel gelangen, als wenn ich 
alle Schreine voll Goldes und Silbers hätte." Er konnte 
auch sein Glas Wein trinken, während sich andere mit Meth, 
Ale imd Bier oder gar mit Bom und Covent begnügen 
mussten. Von den aufgezählten Weinen, sagt er 1182, habe 
ich so viel: ^wenn ich durch die Gassen gehe, so habe ich 
den Geruch umsonst, und besonders an den Sonntagen habe 
ich den Geschmack." 

Meine sprachlichen Bemerkungen, wozu hier so reicher 
und lohnender Stoff geboten wird, spare ich zu einer späte- 
ren größeren lexikographischen Arbeit auf. Möge dann 
dies merkwürdige Sprachbüchlein auch ohne jene Zuthaten 
den Forschem alter Sprache imd Sitte willkommen sein! 

Neuwied 16. November 1853. 

H. V. F. 




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