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Full text of "Jahrbücher des Nassauischen Vereins für Naturkunde"

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JAHRBÜCHER 



DES 



NASSAUISCHEN VEREINS 



FÜR 



NATURKUNDE. 



HERAUSGEGEBEN 

VON 

DK ARNOLD PAGENSTECHER, 

«ÖNIOL. GEH. SANITÄTSRAT, DIREKTOR DES NASSAUTSCHEN VEREINS FÜR NATURKUNDE, 



JAHRGANG 64. 



MIT 4 TAFELN. 
XINEE GEOLOGISCHEN KARTE UND 7 TEXTABBILDUNGEN. 



WIESBADEN. 

VERLAG VON J. F. BERGMANN, 
1911. 



Druck von Carl Ritter, G.m.b.H., Wiesbaden, 



L 



Inhalt 






Seite 



I. Yereins-Nachricliteii. 

Protokoll der Geueralversaminluiig des Nassaiiischeii Vereins für Natnr- 

kunde vom 26. März 1911 VI 

Jaliresbericht. erstattet in der (Generalversammlung des Nassauischen 
Vereins für Naturkunde am 26. März liJll. von dem Vereins- 
direktor, Geheimen Sanitätsrat Dr. Arnold Pagenstecher . . VII 

Verzeichnis der Neuerwerbungen des Naturhistorischen Museums im 
Rechnungsjahr 1910 (1. April 1910 bis ult. März 1911). Zusammen- 
gestellt von Museums-Kustos Ed. Lampe XV 

Verzeichnis der Mitglieder des Nassauischen Vereins für Naturkunde im 

Dezember 1911 XXIV 

II. Abliandliingen. 

Herrmann, F., Marburg. Über das Paläozoicum am Ostrande des 
rheinischen Schiefergebirges. Mit Tafel 1 u. 11, einer geologischen 
Karte (Tafel III) und einer Textfigur 2 

J o o s . C a r 1 H.. Stuttgart. Die Molluskenfauna der Hydrobien schichten 

des Hessler bei Mosbach-Biebrich. Mit 5 Textfiguren 50 

Wenz. Wilhelm Dr., Frankfurt a. M. Gonostoma (Klikia) osculum 
Thom. und ihre Verwandten im mitteleuropäischen Tertiär. Eine 
phylogenetische Studie. Mit Tafel IV und einer Textfigur ... 75 

Neuenhaus. H., Biebrich a. Rh. Die Aufschlüsse in den Mosbacher 
Diluvialsanden der Umgebung von Biebrich-Wiesbaden und ihre 
Konchilienfauna. Mit Tafel V 102 

Strand, Embrik, (Berlin. Kgl. Zoolog. Museum). Ein bisher unbe- 
kanntes Dorylidenweibchen aus Kamerun 118 

Strand, Embrik, (Berlin, Kgl. Zoolog. Museum). Drei neue afrikanische 

Notodontiden der Gattung Graphidura Strand 121 



*) Die Herren Verfasser übernehmen die Verantwortung für ihre Arbeiten. 



._ IV __ 

Seite 
Strand, Embrik, (Berlin, Kgl. Zoolog. Museum). Neue afrikanische 

Bienen der (lattimg Nomia 124 

Lampe, Ed.. Museumskustos. Erster Nachtrag zum Katalog der 
Reptilien- und Amphibien-Sammlung des Naturhistorischen Museums 
der Stadt Wiesbaden 137 

Speiser, P., Dr.. Labes. Zur Kenntnis aussereuropäischer Dipteren . 237 

Pagen Stecher, Arnold, Dr., (Wiesbaden). Über die (Teschichte, 
das Vorkommen und die Erscheinungsweise von Parnassius 
mnemosyne L 262 

Nachtrag zu Neuen haus. Die Aufschlüsse in den Mosbacher Diluvial- 

sanden usw 311 



III. \aclirichteii iuis der Meteorologij^chen Station zu IViesbadeii, 

Lampe. E d u a r d , Kustos des Naturhistorischeu Museums, Vorsteher 
der meteorologischen Station Wiesbaden. Ergebnisse der meteoro- 
logischen Beobachtungen der Station IL Ordnung Wiesbaden im 
Jahre 1910 1 



Yereins-NaclirichteiL 



Protokoll 

der G-eneral -Versammlung des Nassaiiischen Vereins für Naturkunde 
am 26. März 1911. 



1. Der A'ereinsdirektor, Herr Geh. Sanitätsrat Di-. A. Pagen- 
stecher, begrüsst die anwesenden Vertreter der Behörden, der be- 
freundeten Vereine, auswärtige und einheimische Gäste, sowie die Mit- 
glieder und erstattete den Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr. 

2. Für die satzungsgemäfs ausscheidenden Vorstandsmitglieder, 
Prof. Dr. W. Fresenius, Prof. Dr. K a d e s c h und Dr. L. G r ü n h u t 
wurden die Herren Prof. Dr. W. Fresenius und Dr. L. Grünhut 
wiedergewählt : an Stelle des eine Wiederwahl ablehnenden Herrn Prof. 
Dr. Kadesch, Herr Beigeordneter Körner neu gewählt. 

3. Anträge und Wünsche aus der Mitte der Versammlung lagen 
nicht vor. 

4. Hierauf hielt Herr Prof. Dr. Otto zur Strassen aus Frank- 
furt a. M. einen mit lebhaftestem Beifall aufgenommenen Vortrag über 
»Die Tiere der Tiefsee«. 

gez. Dr. A. Pagenstecher. gez. Dr. H. Fresenius, 

gez. Dr. L. Grünliut, 



Jahresbericht 

erstattet in der 

Generalversammlung des Nassauischen Vereins für Naturkunde 
am 26. März 1911 

von dem 

Yereinsdirektor, Geheimen Sanitätsrat Dr. Arnold Pagenstecher. 



Meine Herren I Der Bericht über das Vereinsleben und das Natur- 
historische Museum zu Wiesbaden im Etatsjahre 1910/11 wird Ihre 
gütige Aufmerksamkeit nicht allzulange in Anspruch nehmen. Immerhin 
muss ich um Ihre Nachsicht bitten, wenn ich auf Einzelheiten einzugehen 
genötigt bin. die nicht immer allgemeines Interesse in Anspruch zu 
nehmen geeignet sind. Sowohl innerhalb unseres Nassauischen Vereins 
für Naturkunde, als im Naturhistorischen Museum zu Wiesbaden haben 
sich unsere Verhältnisse in befriedigender Weise fortentwickelt. Der 
Verein hat sich die gleiche Zahl seiner Mitglieder wie in den Vorjahren 
erhalten, indem der unvermeidliche Abgang, den wir durch Tod oder 
Austritt aus verschiedenen Gründen erlitten haben, sich durch den Ein- 
tritt neuer Mitglieder ausgeglichen hat. 

Ausgetreten aus dem Verein sind die Herren Chemiker Paul 
Raaschou, Dr. med. Schmelz, Direktor Halbertsma, Sanitätsrat 
Dr. Latjuer dahier, sowie die Herren Direktor Klau in Limburg 
a. d. Lahn, jetzt Schulrat in Breslau, Bürgermeister Dr. Opp ermann 
in Wehen. 

Durch den Tod verloren wir von unseren ordentlichen Mitgliedern 
die Herren Premierleutnant Frey tag, Apotheker Leich dahier. 
Major a. D. Schwank in Nassau, sowie Herrn Adolf Keller in 
Bockenheim. Der letztere hat sein stetes lebhaftes Interesse, das er 
unserm Verein entgegenbrachte, dadurch ganz besonders bewiesen, dass 



__ VIII _ 

er durch letztwillige Verfügung unserm Verein ein Kapital von zehn- 
tausend Mark hinterlassen hat. (xleichhohe Vermächtnisse hat derselbe 
dem Nassauischen Verein für Altertumskunde und Geschichtsforschung^ 
sowie dem Nassauischen Kunstverein dahier vermacht und sich dadurch 
ein dauerndes Denkmal in seiner Vaterstadt gesetzt. Wir haben die 
landesherrliche Genehmigung zur Annahme des Legats bereits seit längerer 
Zeit beantragt und dürfen auf das Eintreft'en derselben in der Kürze 
hoffen. 

Des weiteren verloren wir von unseren korrespondierenden Mit- 
gliedern durch den Tod den Herrn Professor Dr. Böttcher in Frank- 
furt a. Main, den bekannten, besonders im Gebiete der Herpetologie 
und Malakozoologie verdienten Zoologen, dem auch unser Verein für 
sein stetes lebhaftes Interesse besonderen Dank schuldet, wie den bestens 
bekannten deutsclien Generalkonsul in Colombo (Ceylon) Herrn Freuden- 
b e r g. 

Wir betrauern aufrichtig den allzufrühen Hingang dieser verdienten 
Männer. Ich bitte Sie sich zum Zeichen eines ehrenden Andenkens 
von Ihren Sitzen erheben zu wollen I 

Als neue Vereinsmitglieder begrüssen wir die Herren Lehrer Carl 
Helwig, Gerichtskassenkontrolleur Ludwig Gärtner, Stadtverordneter 
Rentner Dr. phil. C. Dyck erhoff, Stadtverordneter Alfred Escli. 
Chemiker Dr. phil. N e u m a n n , Kaufmann ,1 a k o b V o w i n c k e 1 . Ober- 
lehrer Dr. Scharff, Sprachlehrerin Frl. Olga Röscher dahier, Dr. phil. 
Mordziol in Aachen. Forstassistent Ludwig Schuster in Mohoro 
in Deutsch Ost-Afrika. Wiedereingetreten sind Oberforstmeister Prof. 
Dr. Borggreve und Sanitätsrat Dr. PI essner dahier. 

Herr Oberlehrer Professor Dr. K ade seh dahier hat sich leider 
infolge andauernder Kränklichkeit veranlasst gefühlt, seine Stellung im 
Vorstand des Vereins niederzulegen, aus dem er statutengemäfs am 
Jahresschlüsse ausgeschieden wäre. Sie werden berufen sein, in der 
heutigen Generalversammlung für ihn. wie für die beiden gleichzeitig 
ausscheidenden Herren Professor Dr. Wilhelm Fresenius dahier und 
Dozent Dr. Leo Grünhut Ph'satzwahlen vorzunehmen. 

Mit unseren Nachbarvereinen, insbesondere der Senckenbergi sehen 
Naturforschenden Gesellschaft und den Verein für natur- 
wissenschaftliche Unterhaltung in Frankfurt a. Main, der 
Rheinischen N a t u r f o r s c h e n d e n Gesellschaft in Mainz, dem 



— IX ~ 

Verein für Xaturkuiule in Offenbach und der Wet t erauischen 
Natur forsch. Gesellscliaft in Hanau liaben wir die Langjährig 
bestehenden freundnaclibarlichen Verbindungen aufrecht zu erhalten 
bestrebt. 

Im engeren \'ereinsle1)en haben im vergangenen Sommer die unter 
der Leitung von Apotheker Vi gen er stehenden botanischen 
E X k u r s i n e n ihre seit langen Jahren bewährte Anziehungskraft 
bewahrt. Es sind dieselben zahlreich in die nähere und fernere Um- 
gebung unter reger Teilnahme von Mitgliedern und Freunden des Vereins 
ausgeführt worden. Ihnen schlössen sich einige unter der Führung von 
Herrn Dr. med. Vi gener ausgeführte zoologische Exkursionen an. 
Beide, die Vereinsinteressen so wirksam fördernden ^'eranstaltung■en 
,werden auch im kommenden Sommer vorgenommen werden. Wissen- 
schaftliche Unterhaltungsabende fanden el)enwohl in diesem 
Wintersemester im Civilkasino an den Donnerstagabenden unter reger 
Teilnahme statt. 

Das Jahrbuch für 1910 befindet sich bereits seit längerer Zeit 
in Ihren Händen sowie bei unseren Tauschverbindungen. Es gibt den 
Beweis einer regen wissenschaftlichen Tätigkeit von selten unserer Mit- 
glieder und Freunde, wie es auch der Einführung wertvoller Museums- 
schätze in die Wissenschaft gedient hat. Zugleich sind wir durch den 
Tausch der Jahrl)üclier mit den Publikationen andrer gelehrton Gesell- 
schaften und Institute wiederum in den Besitz wertvoller Werke ge- 
kommen. Wir konnten zirka 500 Nummern unserer Vereinsbibliothek 
zufügen. Diese, welche unter der besonderen Aufsicht unseres Kustos, 
Herrn Lampe, steht, ist zum grossen Teil neu geordnet und katalogisiert 
und steht sie jederzeit der Benutzung seitens unserer Mitglieder zur 
Verfügung. Leider macht sich bei ihr der empfindliche Raummangel, 
an dem wir leiden, in stiirender Weise geltend, so dass sie in ver- 
schiedenen Räumen verteilt werden musste. Unter andern waren wir 
genötigt, über tausend Bände derselben in einem uns von der städtischen 
Behörde bereitwilligst zur Verfügung gestellten Zimmer in dem frühei- 
der Hessischen Ludwigsbahn dienenden Gebäude unterzubringen. Für 
eine vielfach gebrauchte Handbibliotliek zoologischen und botanischen 
Inhalts, welche sich in den Arbeitszimmern vorfindet, wurde ein besonderer 
Zettelkatalog in zirka 30 Abteilungen von Herrn Lampe angefertigt. 
An der Herstellung des botanischen Katalogs wurde er von Herrn stud, 
Burk durch tVeiwillige Hilfsarbeit unterstützt. 



— X - 

Wie Sie wissen, \\ur(l(,' das Museunisgriindstücl^ zum Preise von 
2 Millionen von der Stadtgemeinde verkauft. Nachdem der Baui)lan 
für die Landesbibliothek von der städtischen Behörde, wie vom 
Königl. Ministerium genehmigt worden ist, wird wohl in kurzem mit der 
Erbauung derselben auf dem Terrain der früheren Artilleriekaserne be- 
gonnen werden können. Damit sind auch die Aussichten für eine baldige 
Herstellung der für unser Xatnrliistorisches Museum, das Altertumsmuseum 
und die (Tcmäldegalerie erfordei-lichen Neubauten auf dem Terrain des 
tVühern Hahnhofs der Hessischen Ludwigsbahn näher gerückt. Die 
betreffenden \ori)läne sind aufgestellt und müssen wir in llinsiclit auf 
die immer drückender werdenden \'erhältnisse der genannten Anstalten 
auf die Notwendigkeit der Hesclileunigung der Angelegenheit dringend 
aufmerksam machen. 

Mittlerweile haben wir im N at urhisto ri sehen Museum fort- 
gefahren, unsere Sammlungen für den demnächstigen Umzug vorzubereiten 
und die Scheidung in eine Schausammlung und eine wissenschaftliche 
durchzufilhren. Da ein naturhistorisches Museum ein stetes Sorgenkind 
der mit seiner \erwaltung betrauten Organe ist, so stellen die fort- 
dauerndem Mafsnahmen für die Erhaltung der vorhandenen neben der 
Aufstellung neuer Objekte, sowie die sonstigen Arbeiten nicht geringe 
Anforderungen an die Ai-beitskiaft unseres Kustos, Herrn La m pe. Sie 
wollen mir einige Andeutungen in dieser Richtung gestatten. In der 
Säugetier Sammlung wurde ein grosser Teil der Objekte mit neuen 
Postamenten versehen. Es war nicht möglich, die zahlreichen Stücke, 
welche unserer speziell deutschen Kolonialsammlung durch die Zu- 
wendungen namentlich der Herren Weiler und Eeldmann in Kamerun 
zuführen, in den vorhandenen Schränken unterzubringen. 

Auch die 'i'iere der engeren Heimat erhielten einen erfreulichen 
Zuwachs. Durch günstige Oelegenheit konnte die Sammlung der \ögel 
der Lechkiesbänke bei Augsburg, welche in absehbarer Zeit voraus- 
sichtlich durch die geplante Stromregulierung ihre Existenzbedingungen 
einbüssen werden, so weit vervollständigt worden, dass wir nahezu alle dort 
brüteiulen Vögel in biologischer Aufstellung vereinigen konnten. 

An der weiteren Aufstellung der Hauptvogelsammlung konnte in 
diesem Jahre wegen den anderweitig sich häufenden Arbeiten nicht 
allzuviel gefördert werden. Doch wurden die vor einigen Jahren von 
den verstorbenen Herren Albert dahier und Hauptmann G i e b e l e r in 
Montabaur dem jMuseum zum (ieschenk gemachten sehr wertvollen Eier- 



— XI — 

Sammlungen einer Revision unterzogen. Sie wurden gemeinsam uuf- 
gestellt. Es sind l»is jetzt 22 Scliubladen liergerichtet, welche die Kier von 
Raubvögeln, Taul»en, Hühnervögeln, Reihern, Störchen, Iltissen, Trappen. 
Kranichen, Rallen, Regenpfeifern, Schnepfen, Knten, Pelikanen, Tölpeln, 
Scharben, Möven, Lappen- und Seetauchern, sowie Alken umfassen. Die 
Kier der kleineren Singvögel usw. werden d;inn si»ätei' hergerichtet. Die 
bis jetzt geordneten Objekte nehmen sich in ihrer Lagerung auf schwarz 
gefäibtem Sägemehl recht schön aus und ruhen sicher, wie Sie sich selbst 
überzeugen kcinnen. 

Der als wissenschaftliche Sammlung al)getrennte Teil der Rei>tilien- 
und Amphibien-Samndung fand eine vorläufige, allerdings höchst be- 
scheidene Lnterkunft in einem durch die Ihnen bereits mitgeteilte Ver- 
bringung eines Teils der Libliothek freigewordenen Nebenräume. 

Laufende Arbeiten verursachten namentlich die Insekten und die 
Spiritussammlungen. Sie bedürfen ja einer besonderen Überwachung. 
Zu ihnen gesellten sich die Katologisierung neuer Sammlungseingänge, 
wie die vorläufige I'nterbringung derselben, die V'ei'sendung wissenschaft- 
lichen Materials zu spezialistischer Rearbeitung und der Verkehr mit 
Interessenten und Freunden des Museums, so dass die Arbeitszeit des 
Kustos reichlich ausgefällt war. Doch konnte sich derselbe noch dem 
Naturhistorischen Museum zu Otfenbach durch Restimmung ihn anver- 
trauter Objekte hilfreich erweisen. Durch den Resuch der Museen in 
Frankfurt a. Main. Ronn, Cöln, Düsseldorf und Mainz konnte Herr 
Kustos L a m p e sich in Verl)indung halten . und Kenntnisse nützlicher 
Neuerungen im Museumsitetrieb erwerben. 

Der Museumsdiener Herr i\ui)))inger fertigte neben seinen laufenden 
Arbeiten zwei neue Glasschränke für die vorläufige Aufsteilung der 
wissenschaftlichen Reptilien- und Amphibien-Sammlung, sowie mehrere 
Ruchregale und Tritte, 120 Postamente und 40 Insektenkasten mit Kork- 
plattenauslagen. 

Von dem entomologischen Hilfsarbeiter Herr W. Rtoth wurde unsere 
alte V. Gerningsche Insektensammlung hinsichtlich der in ihr ent- 
haltenen Typen der in den Werken von Esper und Ernst (t Engramelle 
abgebildeten Tyi>en von Lepidopteren genau geprüft, sowie ein weiterer 
Teil der Tagfalter neu eti(|uettiert. Weiter wurden 1960 Lepidopteren 
und .550 Coleoptereii, sowie eine Anzahl von Insekten anderer Ordnungen 
präi)ariert, soweit tunlich bestimmt und mit genauen Fundort- und 
Namonetiquetten versehen. 



- XII — 

Mit Bearbeitung der Dipterensammlung insbesondere aus der vormals 
Ki rsch bäum sehen Sammlung beschäftigte sich neuerdings in dankens- 
werter Weise Herr Dr. med. Böttcher, 

In der Buchbinderei wurde eine Anzahl von Büchern und Sonder- 
abdrücken eingebunden. 

Sammlungsteile zwecks der Determination übernahmen die Herren 
Dr. A b s 1 n in Brunn : Thysanuren ; Dr. A n d e r s s o n in Stockholm : 
Reptilien; Dr. Dampf in Königsberg: Aphanipteren: Edw. Ellingsen 
in Kragerö : Pseudoskorpione und Myriopoden ; W. A. Lindholm in 
Moskau: Konchylien : Geh. -Rat Prof. Dr. Ludwig in Bonn: Holothurien: 
Dr. E m b r i k S t r a n d in Berlin : A rachniden ; Kustos S i e b e n r o c k 
in Wien : Chelonier. 

Sammlungsteile wurden auf Wunsch ausgeliehen an die Herren 
Dr. Kowarzik, Geol. List. d. deutsch. Univ. Prag: Schädel von Ovibos 
moschatus: W. A. Lindholm. Moskau: Konchylien vom Kaukasus: 
Dr. Schmidtgen, Mainz: Zähne von Mus und Arvicola Spezies, sowie 
Schädel von Spermophilus aus den Mosbacher Gruben ; Kustos Sieben- 
r c k , Wien : Chelonier ; Dr. W. W e d e k i n d , Geologisches Listitut 
Göttingen: Goniatiden. Ausserdem wurde Museumsmaterial mehrfach 
an Ort und Stelle untersucht und einzelne Gegenstände zwecks des 
Abzeichnens oder Photographierens ausgeliehen. 

Von Arbeiten über Museumsmaterial sind nachfolgende aufzuführen : 

Loman, J. C. C. in Amsterdam: Opilioniden des Naturhistorischen 
Museums zu Wiesbaden. Jahrb. d. Xass. Ver. f. Naturk. 1910, pag. 2. 

Strand, Embrik: Über einige amerikanische Hymenopteren. 
Jahrbuch 1910, pag. 8. 

Derselbe: Apidologisches aus dem Naturhistorischen Museum zu 
Wiesbaden. Jahrbuch 1910, pag. 35. 

Derselbe: Drei neue Craboniden nebst Bemerkungen zur Ver- 
breitung einiger anderen Hymenopteren. Jahrbuch 1910, pag. 45. 

Dampf. Alfons: Zur Kenntnis der Aphanipterenfauna Deutsch- 
lands. Jahrbuch 1910, pag. 52. 

Ellingsen. Edn. in Kragerö: Pseudoskorpione und Myriopoden 
des Naturhistorischen Museums zu Wiesbaden. Jahrbuch 1910, pag. 62. 

Strand, Embrik: Einige Arachniden aus der Krim. Jahrbuch 
1910. pag. 116. 



— XIII — 

Pagenstecher, Arnold: Die (ierningsche Insektensammlung 
des Naturhistorisclien Museums zu Wiesbaden. Jahrbuch 1910, pag. 119. 

Lampe, Ed., Zur Wirbeltierfauna des Keg.-Bez. Wiesbaden. Jahr- 
buch 1910, pag. 197. 

An der SSO n: A new species of Hemidactylus from Harrar Abyssinia. 
Jahrbuch 1910. pag. 200. 

Ferner wurde Museumsmaterial in nadifolgenden Arbeiten benutzt : 

Haas. Fritz: Die Najadenfauna des Oberrheins vom Diluvium bis 
zur Jetztzeit. Abliandlg. Senckenberg. Naturf. Ges., Bd. 32, pag. 544. 

L i n d h 1 m , W. A. : Beiträge zur Kenntnis der Xass. Molluskenfauna. 
Jahrb. d. Nass. Ver. f. Xaturk., Bd. 63, S. 66 If. 

Sieben rock, F.: Schildkröten aus Süd- und Südwestafrika. 
Abh. Wien. Ak. Wissensch., Bd. 119, Abt. I, 1910, pag. 693. 

Steuer, A. : Die Gliederung der oberen Schichten des Mainzer 
Beckens und über ihre Fauna. Notizblatt d. Ver. f. Erdkunde und der 
Grossherz. Hess. geol. Landesanstalt zu Darmstadt, Heft 30, 1909. 

Das naturhistorische Museum war, wie üblich, für den Besuch des 
Publikums geöffnet und wurde im Sommersemester von 12 099, im 
Winter von 2835 = 14 934 Personen besucht. 

Grössere Ankäufe für das Museum konnten schon wegen Raum- 
mangel nicht gemacht werden. Durch eine nicht unbedeutende Anzahl 
von Geschenken wurden unsere Sammlungen vermehrt. Hervorzuheben 
ist hier das Geschenk des Herrn Rentners A. Hof mann dahier, welcher 
dem Museum 1080 Lepidopteren aus Japan und Formosa nebst dem 
entsprechenden Bestimmungskupferw^erk von Leech überwies. Die be- 
treffenden Falter wurden, soweit sie in Düten konserviert waren, von 
Herrn Pvoth hergerichtet und finden Sie dieselben nebst den bereits in 
gespannten Zustand uns übergebenen im Nebenzimmer aufgestellt. Die 
Herren J. Weiler und C. Feld mann in Kamerun versahen uns 
wiederum mit interessanten Objekten von dort, besonders in Säugetieren, 
Vögeln, Reptilien, Amphibien und Insekten. Auch diese und alle anderen 
Geschenke, von denen nur ein Teil nebst sonstigen Erwerbungen zu 
Ihrer Besichtigung aufgestellt werden konnten, werden im nächstjährigen 
Jahrbuch ausführlich aufgeführt werden. Wir sagen allen gütigen Gebern 
unsern aufrichtigen Dank. 

Die unter Leitung unseres Kustos, Herrn Lampe, stehende 
Meteorologische Station wurde in gleicher Weise wie bisher weiter- 



— XIV — 

geführt An Stelle des mit Tod abgegangenen Herrn Professor Kremser 
revidierte im Jahre 1910 der Direktor des Berliner Meteorologischen 
Instituts Herr Professor Dr. Hell mann die Station. — Auskünfte 
wurden von derselben in 39 Fällen erteilt. 

Meine Herren ! Wenn Sie sich aus meinen Mitteilungen davon 
haben überzeugen können, dass der Verein seinen alten Traditionen treu, 
sich mit Eifer der Ptiege der Naturwissenschaften im allgemeinen, wie 
der speziellen Vereins- und Museumsinteressen angenommen hat, so 
dürfen wir auch hotfen, dass Ihr schätzbares Interesse für unsere Be- 
strebungen uns wird erhalten bleiben. Wir werden dasselbe um so 
mehr für die Folge bedürfen, wenn unsere dringenden Wünsche auf 
Verbesserung unserer bedrängten Museumsverhältnisse sich endlich er- 
füllen werden und mit der Morgenröte einer aussichtsreichen Zukunft 
neue Aufgaben dem Verein gestellt werden. 



Verzeichnis 

-lei- 

Neuerwerbuiigen des Xaturhistorischeii MiißeumB 

im Rechnungsjahr 1910 (1. April 1010— ult. März 1911 j. 

Zusammengestellt von 

Mu^. -Kustos Ed. Lampe. 



I. Zoologische Sammlung. 

1. Säugetiere. 

Geschenke: C. Berger, Berseba, I). S.-W.-Afr. : 2 Mäuse von dort. 

K. Burk, z. Zt. Marburg: 1 Crocidura (Crociduraj russulus Herrn, 
aus der Umgebung von Marburg. 

H. Diehl. Mainz: 1 Wanderratte, Mus (Epirnys) norwegicus Erxi.. 
Teicli am warmen Damm, Wiesbaden. 

W. Diehl^ Bogadjim. I). Neuguinea: 1 Fledermaus von dort. 

W. Edling, Kloppenheim: 2 Eichhörnchen, Sciurus (Sciurusj- 
vulgaris L. juv. und eine Haselmaus, Muscardinus avellanarius L. juv. von 
Kloppenheim. 

C. Feldmann. West-Afrika: 2 kahlköpfige Schimpansen, Anthro- 
popithecus calvus Duch., mehrere Meerkatzen. 1 Rotarm- F^ichhörnchen. 
Heliosciurus rufobrachiatus Wtrh. und 2 Antilopen-Embryone von Isongo. 
sowie ein fliegender Hund, Epomophorus ( H ypsignathus) monstrosus Allen 
von Isobi, D. West-Afr. 

Aug. Hahn: 1 Waldmaus, Mus (Mus) sylvaticus L., 1 Wald- 
wühlmaus, Evotomys hercynicus Mehlis und 1 Siebenschläfer. Myoxis 
glis L. von der Leichtweishöhle, sowie Mus fEpimysj norwegicus ErxL 
von Wiesbaden. 



— XVi -^ 

W e n d 1 i n Hu m in c 1 . H o c li li e i m : 1 teihveiser Albino vom Feld- 
hasen, Lepus (Lepus) europaeus Pall. von Hochheim. 

Aug. Kretzer und Otto Sclimidt: 1 verwilderte Hauskatze, 
gefangen im Walddistrikt Hähnchenskopf bei Bleidenstadt. 

Ed. Lampe: 1 Schädel von Oryctolagus cuniculus domesticus. 

Robert Lossen: 1 Wildkatze. Felis (Felis) catus L. von Neuwied. 

K. Oi)itz: 3 junge Steinmarder Mustela (Mustela) foina Erxl. von 
Langenschwalbach. 

Ludw. Petry: 1 Mauswiesel, Putorius (Arctogale) nivalis L. von 
Dotzheim. 

Frl. B. Pf äff: 2 Talpa euroi)aea L. von Sonnenberg. 

J. Presber: 1 junges Kaninchen, Oryctolagus cuniculus L., 
Wellritztal bei W^iesbaden. 

Otto Rau, West-Afrika: 1 Eichhörnchen. Funisciurus poensis 
A. Sm., 1 Hyomoschus a(iuaticus Ogilby juv.. 2 Cephalophus melanorrheus 
Gray cf ad et juv., sowie 1 Schädel v. Elephas africanus Blumenb. juv., 
sämtlich von Dehane, Südkamerun. 

Rittmstr. F. Seyd, St. Avoid: 2 Eichhörnchen, Sciurus (Sciurus) 
vulgaris L. dunkle Yar. von Dagsburg. Vogesen und ein Wildschwein 
Sus (Sus) scrofa L. (Frischling), St. Avold. 

M. Traut wein: 1 Feldspitzmaus Crocidura (Crocidura) russulus- 
leucodon Herm. und 1 Hamster. Cricetus (Cricetus) cricetus L. von 
Sonnenberg. 

Dr. W. Zais: 1 Schädel vom Zügelkänguruh, Onychogale frenata, 
Gould., Australien. 

C. Zumann: 1 Feldspitzmaus, Crocidura (Ciocidura) russulus- 
leucodon Herm. und 1 Waldwühlmaus, Evotomys hercynicus Mehlis von 
Dotzheim. 

Tausch: Städtische Mittelschule, Stiftstrasse: 1 Eich- 
hörnchen, Sciurus (Sciurus) vulgaris L., dunkle Varietät von Wiesbaden. 

Kauf: Von einem Arbeiter: 2 Igel, Erinaceus europaeus L. cf et 9 
Fritz Kailestrasse, Wiesbaden. 

W. Edling: 1 Haselmaus, Muscardinus avellanarius F. von 
Kloppenheim. 

B. JachaiK Frieden au: 1 Kantchill, Tragulus kanchil. Rafrl. 
aus Sumatra. 



— XVII - 

W. U u s s e r t , L a u f e n s e 1 d e n : 3 Seidenaffen, Colobus (Guerzea) 
abyssinicus, Oken ^f ? 9 ^^ J^^ • ^o" Harrar, Abyssinien : eine Wild- 
katze, Felis (Felis) eatus L. 9 von Holzhausen über Aar, Untertaunus, 
und ein Eichhörnchen, Sciurus (Sciurus) vulgaris L., teilweiser Albinis- 
mus, von Dehrn b. Limburg. 

Zoologische Gesellschaft, Frankfurt a. M, : Ein Känguruh, 
Macropus fHalmaturus) ruficollis-bennetti Waterh. (^j" von Tasmanien. 

2. Vögel. 

Geschenke: Frau A. Borg: 1 Nachtigall, Erithacus luscinia L. (^ 
(einer Katze in der Rheinstrasse abgetrieben) . 1 Hausrotschwanz , 
Ruticilla titys L. juv. Bismarckturm, Bierstadt: Nest v. Ruticilla titys L. 
Wiesbaden, sowie 11 Eier von Perdix perdix (L.) Bismarckturm, Bierstadt. 

Dr. M. Bresgen: 1 Wendehals, Jynx torquilla L. cf und 1 jung. 
Baumläufer, Certhia familiaris L. von Wiesbaden. 

H. Fehler, Laufenseiden: 1 Eiderente, Somateria mollissima 
(L.) 9 I^a^iii ^Jßi Steeden. (Siehe diese Jahrbücher 63. Jahrg., p. 198.) 

C. Feldmann, W' est- Afrika : 3 Bälge von Ceratogymna 
elata Temm. 9i 1 Corythaeola cristata (Vieill.j und 1 Lampribis rara 
Rothsch. Hart Kleinschm. von Isobi, Deutsch West-Afrika. 

Dr. C. Hellwig: 1 junge Blaumeise, Parus coeruleus L. und 
Spielnest vom Zaunkönig, beides von Dotzheim. 

Ed. Lampe: 4 Eier von Passer domestieus (L.) Wiesbaden. 

H e r t h a L a m p e : 1 Rotkehlchen, Erithacus rubeculus L. Museum - 
hof. Wiesbaden. 

Dr. E. Liesegang: 1 ausgestopften Trauerbussard, Buteo melano- 
leuca (Vieill.) O von Süd-Amerika. 

W\ Müller. Steeden: 1 Polar-Seetaucher, Gavia arctica L. 9i 
erlegt am 24. Januar 1911 auf der Lahn bei Steeden. 

A. Nocker: 1 Grünspecht, Picus viridis L. 9 von Bleidenstadt. 

Frl. B. Pfaff, Sonnenberg: 1 Nest im Blumentopf mit Gelege 
vom Rotkehlchen, Erithacus rubeculus L. und Nest von Schwarzdrossel. 
Turdus merula L Sonnenberg. 

Otto Rau, West-Afrika: 3 Bälge von Phasidus niger Cars. 9? 
Himantornis haematopus Harth und Plotus rufus (Lacep, Daud.) von 
Dehane, Südkamerun. 

.Titlul.. (1. iiass. V.T. f. ^ü\. Cy\, 1911. n 



— XVIII — 

W. Russert, L au f e n s el d en : 1 Nest der Schwanzmeise, 
Aegithalus caudatus (L.), 2 zahme junge Gänse, Anser ferus domesticus 
nnd 1 junge Waldohreule, Asio otus L. von Laufenseiden. 

August S c h ö n d r f , S o n n e n b e r g : 1 Rebhuhn Perdix 
perdix (L.) ?. 

Otto Seelig: 1 Grünspecht, Picus viridis L. von Schimsheim. 

Frau Alw. Seyd: 1 ausgestopften Albatros Phoebetria fuliginosa Gm. 
Indischer Ozean. 

A. Zilch, Offenbach: 1 fahle thüringer Flügeltaube und 4 
Eier von Syrnium aluco L., Isenburg bei Offenbach a. M. 

Tausch: Dr. Besaucele, Castanet, Frankreich: Astur badius 
(Gm.) Q, Macedonien : C^anopolius cooki Bp. cf et Q, Spanien; Garrulus 
cervicalis Bp. (f, Turnix sylvaticus Desf. ^f et 9, Tunis: Cacabis saxatilis 
(W. u. M.) 9, Marktplatz Genf: Squatarola helvetica (L.) cf et Q, 
Baie de la Somme (Amiens). 

Dr. M a h 1 i n g e r : 1 Kolibri, Psalidoprymna victoriae Bourc.-Muls., 
i 'olumbia. 

Kauf: W. Edling: Nest der Schwanzmeise, Aegithalus caudatus (L.) 
und 1 ad et juv. und 1 Hühnerhabicht, Astur palumbarius (L.) juv. 
von Kloppenheim. 

A. Fischer, Augsburg: 1 Anzahl Brutvögel der Lechkiesbänke 
mit Nestern und Gelegen. 

Osk, Fritsche, Taucha: 1 afr.Strauss, Struthio camelusL.9, juv. 

B. Jachan, Friedenau: 1 Nest v. Schneidervogel. 

K. Mater nus, Maxsayn: 1 Rakelhahn, Tetrao medius (Meyer) cf , 
Wölferdinger Kopf, Unterwesterwald. (Siehe diese Jahrbücher, Jahrg. 63, 
p. 198.) 

J. Ninebuck, Hamburg: 1 Paradiesvogel, Paradisea maria 
Rchnw. cf von Deutsch-Neuguinea. 



3. Reptilien und Amphibien. 

Geschenke: C. Berger, D. S.-W.-Afr.: 2 Glauconia scutifrons (Ptrs) 
von Berseba. 

W. Die hl, Deutsch- Neuguinea: 1 Dermochelys coriacea (L.) 
juv., 2 Gecko vittatus (Houtt.), 1 Gonyocephalus papuensis Macleay, 



— XIX — 

je 1 Varaiius indicus (Daud.) Y. prasinus MüU.-Schleg., 1 Lygosomu 
tigrinum Lidth., 3 Choiidropython viridis Schleg., 1 Dipsadomorphus 
irregularis (Merr.), 2 Hydrus platurus (L.) und 1 Platurus colubrinus (Sehn.) 
von Bogadjim, Deutsch-Neuguinea. 

C. Feld mann, D. West- Afrika: 2 ad. 1 med. et 1 juv. Cinixys 
homeana Bell. 

A. Hahn: 1 glatte Natter, Coronella austriaca Laur., Leicht weis- 
höhle bei Wiesbaden. 

Dr. Hellwig, Dotzheim: 1 Würfelnatter, Tropidonotus (Nerodia) 
tessellatus (Laur.) Rhein b. Caub. 2 Sept. 1886. 

Peter Hermani: 1 Laubfrosch. Hyla arborea (L.) Aukamm, 
Wiesbaden. 

Robert Lossen. D. S.-W.-Afr. : 1 Varanus albigularis (Daud.) 
v. Kalahari, Süd-Afrika. 

Dr. May, Karlsruhe: 3 Tarentola delalandei (D. B.), 3 Lacerta 
galloti D. B., 3 Chalcides viridanus Grav. und 3 Hyla arborea (L.) var, 
meridionalis Bttg. von der Insel Gomera, Canaren. 

Frl. E. M e s s i n g e r , B r i t. s t - A f r i k a : 1 Lygosoma kilimensis 
Stejneger und 1 Chamaeleon bitaeniatus Fisch, var. höhneli Stnd. von 
Kijabe. 

Dr. F. Range: Je 1 Pachydactylus bibroni Sm., P. rugosus Sm., 
Philothamnus semievariegatus (Sm.), Psammophis notostictus Ptrs. und 
Bitis caudalis Sm. von Kuibis, D. S.-W.- Afrika. 

Otto Rau, Deutsch West -Afrika: 1 Cinixys homeana Bell, 
1 Chamaeleon dilepis Leach var. quilensis Boc. cf, 2 Cham, cristatus 
Stutchb., 2 Cham, camerunensis L.Müll., je 1 Typhlops punctatus (Leach). 
Tropidonotus (Trop.) fuliginoides (Gthr.) Gonionotophis vossi Bttg., Boodon 
olivaceus (A.Dum.), Gastropyxis smaragdinus Schleg., Thrasops flavigularis 
Hallow.. Dipsadomorphus pulverulentus J. G. Fisch.. 3 Dipsadoboa 
unicolor (Gthr.), 1 Bufo latifrons Blgr. und 20 B. regularis Reuss sämtlich 
von Dehane. Südkamerun. 

Kauf: B. Jachaji, Friedenau: 2 Ptychozoon homalocephalum 
Crev., 1 Tachydromus sexlineatus Daud.. 1 Mabuia multifasciata Kühl 
juv. und 1 Rhacophorus reinwardti Wagl. juv. von Buitenzorg, Java. 



- XX — 

4. Fische. 
Geschenke: H. Evelbauer: 3 Cottus gobio L. von Erdhausen 
bei Gladenbach. 

Dr. May, Karlsruhe: 5 Fische in 2 Arten von Gomera, Canaren. 

5. Tunikaten. 

Geschenk: K. Burk: 1 Pyrosoma giganteum Les. v. Mittelmeer, 
Ville f rauche sur Mer. 

6. Mollusken. 

Geschenke: Frau ßurgschneider, Pforzheim: 1 Cassis 
rufa L., Indischer Ozean. 

K. Burk: 1 Haliotis tuberculata L., 1 Carinaria mediterranea Lam., 
1 Pterotrachea coronata Forsk. v. Mittelmeer, Ville franche sur Mer. 

Dr. L. Dreyer: 1 Argonauta argo L., Mittelmeei-. 

H. Evelbauer: 6 Heliciden in 3 Arten von Lugano u. St. Gallen. 

C. Feld mann, Deutsch West- Afrika: 15 Mollusken von 
verschiedenen Fundorten in West-Afr. 

Ed. Lampe: 19 Arten Landkonchylien aus der Umgebung von 
Kehrsiten am Vierwaldstädter See, gesammelt Juli 1909. (det. von 
W. A. Lindholm, Moskau). 

Frau Alw. Seyd: 1 grosse Anzahl Mollusken aus einem, 1813 
bei Venezuela, gestrandeten Dampfer. 

7. Insekten. 
Geschenke: C. Berger, D. S.-W.-A frika : 143 Coleopteren, 
18 Hymenopteren, 5 Dipteren, 2 Hemipteren, 8 Neuropteren und 
4 Orthopteren. 

Dr. B u r g e f f , G e i s e n h e i m a. Rh. : 275 Stück Lepidopteren von 
dort, sowie 50 Stück von verschiedenen Fundorten. 

W. Die hl. Deutsch Neuguinea: 67 Lepidopteren, 23 Cole- 
opteren, 3 Orthopteren und 3 Hemipteren von Bogadjim. 

H. Evelbauer: Mehrere Insekten von Lugano etc. 

C. Feld mann, Deutsch West- A frika : 56 Lepidopteren, 
30 Coleopteren, 2 Hymenopteren, 4 Hemipteren und 3 Blattiden von 
Isobi: 17 Lepidopteren und 34 Coleopteren von Isongo und 4 Cetoniden 
von Bakundu. 



— XXI — 

Leo Franz: 2 Callimorplia domiiiula L. var. persona Hb. 

Dr. F. Fuchs: 9 Akis spinosa von Larabesso, Algier und 9 weit. 
Coleopteren von Herrnchiemsee. 

H. Hofmann: 1080 Lepidopteren, grösstenteils von Japan und 
eine kleine Anzahl von Formosa, sowie das Bestimmungswerk von 
J. H. Leech, Butterflies from China, Japan und Corea, 2 Bde. Text 
und 1 Bd. Tafeln. 

Ed. Lampe: Eine Kollektion Aphanipteren, welche von Säugetieren 
in Karlsruhe bezw Wiesbaden gesammelt wurden. (Material zu der 
Arbeit von Alfons Dampf, Assistent am Kgl. Zoologischen Museum, 
Königsberg i. Pr. »Zur Kenntnis der Aphanipterenfauna Deutschlands«. 
Jalirb. d. Xass. Vereins für Naturkunde, Jahrg. 63, 1910. pag. 53 ff.) 

W. A. Lindholm, Moskau: 70 Coleopteren, 15 Dipteren, 
8 Hemipteren und 1 Orthoptere aus der Krim. 

W. Maus: 87 Coleopteren, 15 Hymenopteren , 5 Dipteren, 
o Hemipteren, 1 Orthoptere, 2 Xeuropteren von Atzwang, Südtirol, 
sowie eine Anzahl Lepidopteren von versch. Fundorten. 

Frl. E. Mes singe 1-, Brit. Ost -Afrika: 28 Lepidopteren und 
8 Coleopteren von Kijabe. 

Frl. Molnar, Frankfurt a. M. : 1 Anzahl Coleopteren aus dem 
Riesengebirge und Xeratowitz b. Prag. 

Dr. A . P a g e n s t e c h e r : Eine sehr grosse Anzahl Lepidopteren von 
verschiedenen Fundorten. 

Dr. P. Range: 6 Coleopteren, 5 Orthopteren und 2 Neuropteren 
von Kuibis. D. S.-W.-Afr. 

Otto R a u , Deutsch W e s t - A f r i k a : 14 Lepidopteren, 
2 Orthopteren und 7 Odonaten von Dehane, Süd-Kamerun. 

W. Russert, Laufenseiden: Eine Anzahl Coleopteren von dort. 
A . Z i 1 c h , f f e n b a c h a . M . :^ 2 Charaxes jasius L . 

Tausch : R i n g l e r . T h a 1 e : 1 3 Lepidopteren von verschiedenen 
Fundorten. 

H. Rolle. Berlin: 26 Cetoniden und 1 7 Cerambyciden von ver- 
schiedenen Fundorten. 

H. E. M. Schulz, Hamburg: 9 Cetoniden in 3 Arten von 
Neuguinea: 1 Termitenbau und 1 Wespennest von St. Catharina. 



— XXII — 

Dr. Staudingev u. A. Bang-Haas, Dresden: 16 Cetoniden 
in 12 Arten und 24 Cerambyciden von versch. Fundorten. 

Kauf: A. Fischer, Augsburg: 269 Coleopteren, 9 Lepi- 
dopteren und 1 Odonate von Deutsch Ost-Afrika. 

Ch. Gerin gs, Nizza: 250 Lepidopteren aus der Riviera. 

A. W. Ksienschopolsky, Gitomir, Russland: 27 Parnassier. 

W. Neuburger, Friedenau: 30 Lepidopteren von der Palmen- 
insel, Australien und 54 desgl. von Neuseeland. 

H. Rolle, Berlin: 9 Coleopteren von verschiedenen Fundorten. 

A. Z i 1 c h , f f e n b a c h a. M. : 3 Biologien : Bienenschwarm . 
Ameisenlöwe und Maikäfer. 

8. Arachnoideen und Myriopoden. 

Geschenke: C. Berg er, D. S.-W.-A frika : 3 Spinnen, 3 Soli- 
fugen, und 8 Skorpione von Berseba. 

W. Die hl, D.-Neuguinea : 2 Nephila spec, 1 Scolopender und 
1 Charon gravi (Gerv.) von Bogadjim. 

H. Evelbauer: 1 Euscorpius carpathicus (L.) Lugano. 

C. Feld mann, D. West- Afrika: 6 Nephila cruentata von Isobi, 

Ed. Lampe: 1 kleine Kollektion Pseudoskoipione und Myriopoden. 
(S. diese Jahrbücher, Jahrg. 63, 1910, pag. 62 ff.) 

W. A. Lindholm, Moskau: 1 Kollektion Arachniden, Pseudo- 
skorpione und Myriopoden aus der Krim. (S. diese Jahrbücher, Jahrg. 63, 
1910, p. 62 und 114), sowie desgl. Skorpione, Arachniden, Pseudo- 
skorpione und Myriopoden vom Kaukasus. 

Dr. J. C. C. L m a n , Amsterdam: 3 Pantopoden von ver- 
schiedenen Fundorten. 

Dr. P. Range: 3 Arachniden, 2 Scolopendriden und 12 Skorpione 
von Kuibis, D. S.-W.-Afr. 

9. Crustaceen. 
Geschenke: L. Berg er: 6 Brachyuren aus der Nordsee b. Knocke. 
W. Diehl, Deutsch-Neuguinea: 2 Stomatopoden von Bogadjim. 
H. Krezzer: 1 Anzahl Isopoden von Pouliguen, Bretagne. 
W. A. Lindholm, Moskau: 1 Brachyure vom Meeresufer bei 
Fores, Südküste der Krim und 2 Triops cancriformis (Bosc.) von Moskau. 



- XXIII — 

Fr)- E. Messinger, Brit. Ost-Afrika: 2 Brachyuren von 
Kijabe. 

Otto Hau, D. West-Afrik a: 1 Brachyure von Dehane, Süd- 
kamerun. 

Dr. J. Vigener: 1 Triöps cancriforinis (Bosc), gefunden im 
August 1910 zw. Mombacli und Budenheim, sowie 2 Limnadia lenti- 
«'ularis (L.), gefunden im August 1910 auf der Petersau im Rhein. 

10. Echinodermen und Coelenteraten. 

Geschenke: Louis Berger: 1 Anzahl Seesterne aus der Nord- 
see bei Knocke. 

K. Burk: Mehrere Beroe ovata D. Ch., 1 Pilema pulmo L., 
1 Pelagia noctiluca Per.-Les., 1 Velella spirans Eich., 1 Carmarina 
hastata E. K., aus dem Mittehneer, Ville franche sur Mer. 

II. Botanische Hammlimg-. 

Oeschenk: A. Vigener: Mehrere P'aszikel-Pflanzen. 

III. Geologr.-paläoiitol. und mineralo^. Sammlung. 

Geschenke: Dr. Hell w ig: 1 Stück versteinertes Holz, aus dem 
Hhein gebaggert. 

C. Feld mann: Verschiedene Gesteine aus West- Afrika. 

Dr. Haakh: 1 Stück Litorinellenkalk aus dem Rhein b. Biebrich, 

Dr. Hempel: 1 Cyrtocera spec. aus der Eifel. 

R. Reichenbach, Rüdesheim: 1 Huf von P>iuus, Kiesgrube 
in Westhof en, Rheinhessen. 

Dr. F. Schöndorf. Hannover: 1 Abguss von Rhizostomites 
iidmirandus Haek, (Lithograph. Schiefer von Eichstädt.) 

Senckenb ergische Natur forsch ende Gesellschaft in 
Frankfurt a. M.: Eine Nachbildung ^eines Wirbels von Zeuglodon und 
1 Cerithium giganteum Lam. aus dem Pariser Becken. 



Verzeichnis der Mitglieder 



des 



Nassauischen Vereins für Naturkunde (E. V.) 
im Dezember 1911.*) 



1. Yorstand. 



Geh. Sanitätsrat Dr. Arn. Pagenstecher, 

Direktor. 
Geh. Keg.-Rat Prof. Dr. Heinr. Fresenius, 

Stellvertreter. 
Apotheker A. Vigener. 



Rentner Dr. L. Drejer. 

Prof. Dr. Wilh. Fresenius. 

Dozent Dr. L. Grünhut, Schriftführer 

Sanitätsrat Dr. F. Staffel. 

Magistrats-Beigeordneter Th. Körner. 



II. Ehrenmitglieder 



Graf zu Eulenburg, Ministerpräsid. a. D. 

in Berlin. 
Dr. Haeckel, E., Prof. in Jena. 
Dr. L. V. Heyden, Prof., Kgl. Major a. D.. 

Frankfurt a. M. 



Dr. W. Kübelt, Professor, Schwanheini. 
Dr. A. Pagenstecher, Geh. Sanitätsrat. 

Wiesbad'--n. 
Vigener, A., Apotheker, AVies baden. 
Dr. V. Wentzel, Ober-Präsident, . 

Hannover. 



III. Korrespondierende Mitglieder 



C. Berger, Farmer, D.-S. W.- Afrika. 

Dr. Ludw. Döderlein, Prof. d. Zoologie 
in Strassburg. 

Dr. B. Hagen, Hofrat in Frankfurt a. M. 

Dr. Hueppe, Prof. der Hygiene in Prag. 

Dr. L. Kaiser, Geh. Reg.-Kat, Prov. -Schul- 
rat in Cassel. 

Dr. E. Kayser, Geh. Bergrat, Prof. d. 
Geologie in Marburg. 

Dr. F. Kinkelin, Prof. in Frankfurt a. M. 

Dr. A. Knoblauch. Prof. in Frankfurt a. M. 

Dr. Karl Kraepelin, Prof., Direktor des 
Naturh. Mus. in Hamburg. 

l*rof. W. Kulczynski, k. k. Gymnasial- 
lehrer, Krakau. 



Dr. K. Lampert, Professor, Oberstudien- 
rat in Stuttgart. 

Dr. H. Lenz, Prof., Direkt, des Naturh.. 
Museums in Lübeck. 

Dr. Ludwig, Prof., Geh. Reg.-R. in Bonn. 

Dr. Reichenbach, Prof. in Frankf. a. M. 

V. Schönfeldt, Oberst z. D. in Eisenach.. 

Dr. A. Seitz, Professor in Darmstadt. 

August Siebert, Kgl. Preuss. Gartenbau- 
Direktor, Betriebsdirektor der 
Palmengarten Gesellsch. in Frank- 
furt a. M. 

Dr. Embr. Strand in Berlin. 

Dr. 'i homae. Prof., Schulrat in Hamburg. 

Justus Weiler, Hamburg. 



*) Um Mitteilung vorgekommener Änderungen im Personenstand wird 
freundlichst gebeten. 



XXV — 



IV. Ordentliche Mitglieder 



A. WolinJiaft in Wiesbaden. 



Abesser, B. Dr. med., Oberstabsarzt a. D. 
Ahrens, Phil., Dr. med. 
Altdorter, M., Dr., Saiiitätsrat. 
Arason, A., Dr. med. 
Aroüstein, A., Dr., Sanitätsrat. 

Bartling-, Ed., Kommerzienrat. 

Bender, E., Dr. med. 

Berger, L.. Mac^istrats-Sekietär. 

Bergmann, J. F., Dr. med. h. c, Verlags- 
biichhändler. 

Berle, Bernh., Dr. phil. 

Beyer, W., Oberpostsekretär a. D. 

Boettcher, G., Dr. med. 

Bohne, H., Geb. Rechnungsrat. 

Borggreve, ß., Dr , Prof., Oberforst- 
meister a. D. 

Frau Bredenberg, A., Rentnerin. 

Bresgen, M., Dr., Sanitätsrat. 

Buntebardt, G., Rentner. 

Bnrk, K., stud. rer. nat. 

Cäsar, KL, Geh. Reg. -Rat. 
Clouth. C, Dr., Sanitätsrat. 
Conrad}', M., Dr., Geh. Sanitätsrat. 
Cimtz, Adolf, Rentner. 
Czapski, A.. Dr. pbil.. Chemiker. 

Deliiis. W., Dr. med. 
Drever. L.. Dr. phil., Rentner. 
Dünkelberg, Dr., Prof., Geh. Reg.-Rat. 
Dvckerhoft, K.. Dr. phil , Stadtverordneter. 

Ebel, Adolf, Dr. phil. 
Eichmann. Gg., Kaufmann. 
Elgershausen, L., Rentner. 
Esch. Alfred, Stadtverordneter, 
Evelbauer, Hans, Lehrer. 

Frank, G., Dr. med., Prof. 
Fresenius, H., Dr., Prof., Geh. Reg.-Rat. 
Fresenius, W., Dr., Professor. 
Fresenius, R., Dr. phi)., Chemiker. 
Fuchs, F., Dr. med. 
Fuchs, A., Direktor a. D. 

Gärtner, Ludw., Ger.-Kass.-Kontrolleur. 
Gessert, Th., Rentner. 
Glaser, Fritz. Dr. phil., Chemiker. 
Gleitsmann, E. L.., Dr., Geh. Med.-Rat, 

Kgl. Kreisarzt. 
Grosohwitz, C, Buchbinder. 
Grünhut. L.. Dr. phil., Chemiker. 
Grüntzig. Dr. jur., Oberzollrat. 
Gygas, G. C, Dr., Oberstabsarzt a. D. 



I Hackenbruch. P.. Dr. med.. Sanitätsrat. 

Hagemann, A., Dr. phil. 

V. Hagen, Ad., Rentner. 
j Haldy, C, Reg.-Bur.-Hilfsarbeiter. 

Haushalter, K. Major a. D. 

v. Heimburg, Kgl. Landrat. Kammerherr. 
' Heimerdinger, M., Hof- Juwelier. 

Helwig, K., Lehrer. 
' Hensel, C, Rentner. 
! Hensgen, C, Direktor. 

Herold, Hugo, Dr. phil., Rentner. 

Herrfahrdt, Th., Oberstleutnant z. D. 

Herrmann, Th., Dr. phil. 
' Hertz, H.. Rentner. 
I Hertz, R., Badhausbesitzer. 

Hessenberg, G., Rentner. 

Heyelmann. G., Kaufmann. 

Hintz, E., Dr. phil., Professor. 
I Hiort, A., Buchbinder. 
j Holz, kgl. niederländ. Hauptmann a. D. 
i Honigmann, G., Dr. med. 
j V. Huntein, F. W., Rentner. 

I V. Ibell, C, Dr., Ober-Bürgermeister. 
Istel, Ludw., Kaufmann. 

Jacobs, H., Privatsekretär. 
Jordan, G., Lehrer. 

Kadesch, Ad., Dr., Professor, Oberlehrer. 
Frl. Kalkmann, M-, Rentnerin. 
Kalle, F.. Prof.. Geh. Reg.-Rat. 
Klärner, Karl, Lehrer. 
Koch, Hch.. Kommerzienrat. 
Köhler, Alban, Dr. med. 
Körner, Th., Magistrats-Beigeordneter. 
Frau Krezzer, E., Majors-Gattin. 
Krezzer, H., Major a. D., Kunstmaler. 
Kugel, E., Rentner. 

Lampe, Ed., Museumskustos. 
Lande, S., Dr. med. 
Landow, M.. Dr. med., Prof. 
Frl. Laux. Rentnerin. 
Leo, Ludwig, Rentner. 
Leppla. Dr., Prof., Landesgeologe. 
Levi, Carl, Buchhändler. 
Lossen, F., Dr. phil. 
Lugenbühl, E., Dr. med. 

Mahlinger, L., Dr., Prof., Oberlehrer. 
Marburg, F., Rentner. 
Maus, W., Postsekretär a. D. 



XXYI 



Mayer, J., Dr., Apotheker. 

Mencke, Rud., Landgerichts-Präsident. 

Meyer, G., Dr. med. 

Minner, A., Glasermeister. 

Müller, H., Öchulrat. 

NeuendorflF, August, Rentner. 
Neuen dorflF, W., Badewirt. 
Neumann, M., Dr. phil., Chemiker. 

Oberrealschule, Oranienstrasse. 
Opitz, Bruno, Kaufmann. 

Pagenstecher, H., Dr., Prof., Geh. San.-R. 
Pagenstecher, Ernst, Dr., Sanitätsrat. 
Pollens, A., Chemiker. 
Pfeiffer, Emil, Dr.. Geh. Sanitätsrat. 
Plessner, F., Dr., Sanitätsrat. 
Pröbsting, A., Dr., Sanitätsrat. 

Quadflieg, J., Apotheker. 

Ramdohr, M., Dr. med,, Sanitätsrat. 
Reusch, H., Landesbankrat, 
Ricker, Ecl,, Dr, med. 
Ritter, C, ßuchdruckereibesitzer. 
Roemer, H., Buchhändler. 
Romeiss, Herrn., Dr. jur,. Justizrat. 
Röscher, Frl. Olga, Sprachlehrerin. 
Roth, W., Hühneraugen-Operateur. 
Rudioff, P., Dr. med., Sanitätsrat. 
Rübsamen, Carl, Kaufmann. 

Scharff, H., Dr., Oberlehrer. 
Scheele, C, Dr., Geh. Sanitätsrat. 
Schellenberg, L., Hof-Buchdruckereibes. 
Schellenberg, G., Dr, med. 
Schild, W., Kaufmann. 
Schleines, G., Buchhändler. 
Schmidtborn.Wilh., kgl. Forstmeister a. D 
Schmitz, Joh., Apotheker. 



! Schnabel, H., Rentner. 

Schubert, Max, Dr. med. 
: Schultz, Arthur, Dr. med., Rentner. 

Schweisguth, H,, Rentner, 

Seelig, 0., Hof-Büchsenmacher. 

Seip, E., Gymnasiallehrer. 

Seligsohn, L., Dr. jur., Rechtsanwalt. 
1 Seyberth, Alb., Dr. med. 
I Seyd, Kurt, Landwirt. 
1 Seyfried, Ernst, Dr. rer. nat., Major a. D. 
j Siebert, Gg., Professor. 

Sieger, Friedrich, Rentner, 
i Staffel, F., Dr., Sanitätsrat. 
I Stephan, Alfred, Dr., Inhaber der Hirsch- 
, apotheke. 

1 Stock, Carl, Lehrer. 
j Strecker, H., Dr. med. 

1 Tetzlaff, W., Dr. phil. 

1 Thomae, Ed., Lehrer. 

' Frau Tietz, 0., Dr., Rentnerin. 

i Touton, C, Dr. med., Prof, 

[ Unzer, Ad., Dr. phil., Prof. 

I Vigener, J., Dr. med. 
I Voigt, Ad., Dr., Sanitätsrat. 
Vowinckel, Jakob, Kaufmann. 

; Wächter. L., Rentner. 

I Wagemann, H., Weinhändler. 

I Weh m er, P., Dr., Sanitätsrat. 

! Weiler, Carl, Rentner. 

i Weintraud, W., Dr. med., Prof. 

^ Winter, Ad., kgl. niederl. Oberstltn. a. D. 

* Winter, Ernst, Geh. Baurat. 
Witkowski, M., Dr. med. 

Zais, W., Dr. jur., Hotelbesitzer. 



ß. Ausserhalb Wiesbaden (im Regierungsbezirk). 



Beck, L., Dr., Professor, Rheinhütte 

in Biebrich a. Rh. 
ßeckel, Aug., Dr. phil., Marburg. 
Behlen, H., kgl. Forstmeister in Haiger. 
Bergmann, W., Dr. phil., Sonnenberg. 
Berlig, Franz, Apotheker, Sonnenberg. 
Birkenbihl, H., Lehrer in Biebrich a. Rh. 
Burgeff, H.. Dr. phil., Geisenheim a, Rh. 

Dyckerhoff, R, Dr. ing., Fabrikbesitzer 
in Biebrich a. Rh. 

Esau, J., Prof.. Realschuldirektor in 
Biedenkopf. 

Fischer, Karl, Ingenieur, Frankfurt a. M. 



Freundlich, H., Dr. phil., Biebrich a. Rh. 
Frickhöff'er, Dr. med., Hofrat in Langen- 
schwalbach. 

Gräfl. V. d. Gröbensche Rentei, Nassau. 

Haas, Rudolph, Kommerzienrat, Hütten - 
besitzer, Sind, Dillkreis. 

Hannappel, J,, Dr. med. in Schlangen- 
bad. 

Hellwig, C, Dr. med. in Dotzheim. 

Klas, A., Pfarrer in Burgschwalbach. 

Linkenbach, C, Generaldirektor in Ems. 
Lüstner, Dr. phil. in Geisenheim a. Rh, 



— XXVII 



Milaiii. A., Dr., kgl. Oberförster m 

Eltville a. Eh. 
Müller. G., Prof., Dr., Iiistitutsvorsteher 

in St. Goarshausen. 

Neuenhaus, H., Dr. phil., Chemiker 
in Biebrich a. Eb. 

Pa>:savant, A., Fabrikant in Micbelbach. 

Peters. C, Dr. phil., Prof., Fabrikbesitzer 
in Schierstein a. Eh. 

Petry, Ludw., Lehrer, Dotzheim. 

Pflngmacher, Institutsvorsteher. Ober- 
lahnstein. 

Priemel, K., Dr., für die Direktion des 
Zool. Gartens, Frankfurt a. M. 



Eealschule, in Biebrich a. Rh. 
Realschule, in Geisenheim a. Rh. 

Seibel, Postverwalter in Eunkel. 
Sturm, Ed., Weinhändler in Rüdesheira. 

Voll, Chr., Lehrer in Biebrich a. Rh. 

Wendlandt. kgl. Forstmeister in St. Guars- 

hausen. 
Wenz, Wilh., Dr. phil. in Frankfurt a. M. 
Wortmann, Direktor, Geh. Reg.-Rat, 

Prof.. Dr. in Geisenheim a. Rh. 
Winter, F. W., Fabrikant in Buchschlag 

bei Frankfurt a. M. 



C. Ausserhalb des Regievungshezirks Wiesbaden, 



Andreas, K.. Kgl. Eisenbahn-Sekretär 
in Gonsenheim bei Mainz. 

Bastelberger, Dr.. Sanitätsrat i. Würzburg. 
Bibliothek, Königl.. in Berlin. 

Doms. Leo, Rentner in Darmstadt. 

Frau Baronin v. Erlanger in Nieder- 
Ingelheim. 

Picke, Hugo. Dr. phil. h. c, Leiter des 
städt. Xaturhist. Mus. in Freiburg, 
Baden. 

Fuchs, A., Dr., Geologe in Berlin. 

Fuchs, Ferd., Dr. med. in Strassburg, Eis. 

Geisenheyner, L., Oberlehrer in Kreuz- 
nach. 

Kuntze, Fürstl. Solmsischer Oberförster 
in Hohensolms bei Wetzlar. 



Lindholm, W. A., Kaufmann in Moskau. 
Lipmann, Robert, Fabrikant in Strass- 
burg. 

Mordziol, C; Dr. phil., Cobleuz. 

Natermann, C, Rentner in Hannov. 
Münden. 

Oberbergamt, Kgl., in Bonn. 
Odernheimer. Edgar, Dr., in Marburg. 

Preiss, Paul, Eisenbahnbeamter in Lud- 
wigshafen a. Rh. 

Schneider, Gustav, Naturalienhändler in 

hasel. 
Schöndorf, Fr.. Dr. phil. in Hannover. 
Schuster, Ludwig, Forstassessor inMohoro, 

Deutsch-Ostafrika. 
Schuster, Wilh., Pfarrer in Obergirapern, 

Baden. 
Seyd, F., Kgl. Rittmeister, St. Avold. 



IL 



A b h a nd 1 II 11 g e n. 



Jalivb. (1. nfiss. Vor. f. Xat. 64, 1911. 



über das Paläozoicum am Ostrande des 
rheinischen Schiefergebirges. 

Von 

F. Herrmann, Marburg. 

Mit Tafel I und 11, einer geologischen Karte (Tafel 111) und einer Textfigur, 



Die vorliegende Arbeit hat den Zweck, die Kenntnis vom Unter- 
und Mitteldevon im rheinischen Schiefergebirge um einige wichtige 
Faunen zu erweitern, die auf den Blättern: Gladenbach, Rodheim und 
Niederwalgern (Niederweimar der hess. topogr. Karte) der preussischen 
Landesaufnahme gefunden worden sind. Das paläozoische Crebiet, das, 
zum ehemaligen Kurhessen gehörig, auf diesen Blättern sich ausbreitet, 
war bis vor kurzem nur sehr unvollkommen seinem faunistischen Inhalte 
nach bekannt. 

Erst die Arbeiten von B u r h e n n e ^) und W a 1 1 h e r ^) haben für 
das höhere ünterdevon und für die Schieferfacies des unteren Mittel- 
devon eingehendere Kenntnis gebracht. In den letzten Jahren gelang 
es jedoch, Faunen noch in mehreren anderen paläozoischen Formations- 
gliedern unseres Gebietes nachzuweisen, sowie einige bereits bekannte, 
aber in ihrer Stellung unsichere Fossilvorkommen stratigraphisch fest- 
zulegen. 

Ober- Silur. 

Im Jahre 1908 wurden vom Verfasser unweit der Damm -Mühle 
bei Marburg die ersten unzweifelhaften Graptolithen zusammen mit 
Paläoconchen und Orthoceren aufgefunden^). Damit war auch für diesen 

1) H. B u r h e n n e, Beiträge zur Kenntnis der Tentaculitenschiefer. Abli. 
d. Kgl. preuss. geol. L.-"A. N. F., Heft 29, 1899. 

2) K. Walt her, Unterdevon zwischen Marburg a. L. und Herborn. N. 
J. f. Min., Beil.-Bd. XVII, pag. 1. 

3) Sitzungsber, d. Ges. z. Beförderung d. gesamt. Naturwiss. Marburg 1908, 
Nr. 5, pag. 122. 



— 3 — 

Teil des rheinischen Schiefergebirges der paläontologische Nachweis er- 
bracht, dass wenigstens ein Teil der seit längerer Zeit als silurisch auf- 
gefassten und von E. K a y s e r bei seinen Aufnahmen ^) dementsprechend 
kartierten Gesteine sicher Silur ist. Im Kellerwald war es bekanntlich schon 
1896 A. Denckmann-) gelungen, diese beweisenden Versteinerungen 
zu finden. Die Graptolithen gehören, soweit es sich bei der schlechten 
Erhaltung der bis jetzt vorliegenden Stücke feststellen lässt, zu Mono- 
graptus colonus Barr.^). 

Hercynisclies Unterdevoii^). 

Der Nachweis von hercynischem Unterdevon ist bereits vor längerer 
Zeit von E. Kayser^) geführt worden. Es tritt bei Hermershausen im 
hessischen Hinterland in derselben Ausbildung auf, wie an dem bekannten 
Fundpunkte des Erbsloches ^) im Kellerwald. Von diesem ersten Fund- 
punkte aus ist es in den letzten Jahren in einem ziemlich zusammen- 
hängenden SW-NO streichenden Zuge von 3 km Länge nachgewiesen 
worden. (Fig. 1, pag. 26.) 

Dabei kommt es in verschiedenen petrographischen Ausbildungs- 
formen vor. So ist stellenweise der Kalkgehalt der Grauwacken aus- 
gelaugt, so dass die Fossilien nur als Steinkerne erhalten sind. Sie 
lassen sich zwar dann bedeutend leichter, als aus der zähen unverwitterten 
Grauwacke gewinnen, sind aber bei der ohnehin meist fragmentarischen 
Beschaffenheit der Reste für paläontologische Untersuchungen ungeeigneter 
als die Schalenexemplare. Ähnlich ausgelaugt tritt die Grauwacke bekannt- 
lich auch am Erbsloch auf. Zuweilen geht sie in ein grobes Konglomerat 
über, dessen einzelne Gerolle die Grösse einer Walnuss erreichen. Dies 
im Verein mit der erwähnten Trümmererhaltung der Fossilien macht den 
Schluss nötig, dass die hercynischen Bildungen in grosser Nähe eines 
Strandes abgelagert worden sind. Dieser Strand kann aber nur im Norden 
oder Nordwesten gelegen haben, wie aus dem paläontologischen Befund 



1) Erläuterungen zu Blatt Herborn , Ballersbach und Oberscheid der 
preuss. geol. Landesaufnahme. 

2) Jahrb. d. Kgl. preuss. geol. L,-A. 1896. pag. 152. 

3) Die Bearbeitung der silurischen und hercynischen Funde ist späteren 
Veröffentlichungen vorbehalten. 

^) Zeitschr. d. D. geol. Ges. 1906, Monatsberichte pag. 213. 
^) Vgl. P. Assmann, Fauna der Erbsloch-Grauwacke. Jahrb. d. Kgl, 
preuss. geol. L.-A. 1910, pag. 136. 

3* 



zusammen mit der Lage der bisher bekannten Hercynfundpunkte hervor- 
geht. Etwas küstenferner muss sich ein anderes Gestein gebildet haben, 
das wir nach seiner Lage im unmittelbaren Zusammenhang mit den anderen 
Hercynbildungen, wie auch nach seiner Fauna dem hercynischen Unterdevon 
zurechnen müssen. Es ist dies ein stark unreiner, rötlich gefärbter Kalk, 
der in etwa fussdicken Bänken an der Damm-Mühle bei Marburg auftritt ^). 
Gröbere Gemengteile fehlen, entsprechend der grösseren Entfernung von 
der Brandung, überhaupt und die Versteinerungen sind vollständig erhalten, 
allerdings auch viel seltener, als in den Grauwacken. Von der bis jetzt 
bekannten Fauna dieses Kalkes erwähne ich vorläufig als besonders be- 
zeichnend: Atrypa reticularis, Spirifer Bischofi und Dalmanites tuber- 
culatus A. Rö. (= Odontochile spinifera Barr, aus Etage G^). Auf- 
fällig ist das Fehlen von Spirifer Decheni in unserem hercynischen 
Unterdevon, während am Erbsloch die Reste gerade dieses Brachiopoden 
weitaus am häutigsten sind. 

Die Lagerungsverhältnisse sind bisher noch ungeklärt Eine Be- 
arbeitung der hercynischen Schichtenfolge erscheint demnächst. 

Rheinisches Unterdevon. 

Das rheinische Unterdevon scheint in unserem Gebiete mit den 
Unterkoblenzschichten zu beginnen. Ältere Schichtenglieder sind 
wenigstens bisher nicht nachgewiesen worden. Eigentliches Unterkoblenz 
wurde in der oben angeführten Arbeit von K. Walther von Herborn- 
seelbach bekannt gemacht, einem Fundpunkt, der weit ausserhalb des 
hier behandelten Gebietes fällt. Frageweise als Singhofener Horizont 
wird ein Fossilvorkommen von Rolshausen-Altenvers bezeichnet, das 
Walt her eine Fauna von 42 Arten geliefert hat. Wir sind jetzt auf 
Grund neuer Funde imstande, die Zweifel über das Alter dieser Fauna 
zu beseitigen. Am Stossberg bei Weipoltshausen (Blatt Rodheim) fand 
sich eine Unterkoblenzfauna, die so bemerkenswerte Beziehungen zu der 
Fauna von Singhofen und anderen Unterkoblenzfaunen bietet, dass eine 
Altersgleichheit derselben wahrscheinlich ist. Auf Tafel III gibt das Ver- 
steinerungszeichen südwestlich der Höhenzahl 341 die Lage des Fund- 
punktes an. Da ich schon an anderer Stelle^) das wesentlichste über 



1) Zeitschr. d. D. geol Ges. 19n. Monatsber.8. pag. 462. 

2) Zeitschr. d. D. geol. Ges. 1911. Monatsber. 3, pag. 167. 



— 5 — 

diese Fauna veröffentlicht habe, so brauche ich hier nicht weiter darauf 
einzugehen. Nur möchte ich bemerken, dass nach einer freundlichen 
Mitteilung von Herrn Dr. Drevermann meine Angabe über das Fehlen 
von Grammysia pes anseris bei Oberstadtfeld nicht zutrifft, da das 
Senckenbergische Institut jetzt Exemplare der genannten Art von diesem 
Fundorte besitzt. Damit wird also die faunistische Übereinstimmung 
beider Vorkommen noch grösser. 

Durch die endgültige Feststellung dieser Unterkoblenzschichten 
wird die Mitteilung von Ahlburg^) über Unterkoblenz an den Rändern 
der Lahnmulde in Bezug auf den Nordrand der Mulde ergänzt. 

Das Vorkommen von Koblenzquarzit bei Willershausen und normaler 
Oberkoblenzschichten in unserem Gebiet ist in der W^alth er sehen Arbeit 
eingehend behandelt worden. 

Unteres Mitteldevon. 

Die mitteldevonischen Ablagerungen haben in dem hier behandelten 
Gebiete während der letzten Jahre wichtige Fossilfunde geliefert, deren 
Bearbeitung den Hauptinhalt vorliegender Arbeit bildet. 

Die geologische Literatur über diese Ablagerungen ist gering und 
gehört meist den letzten Jahrzehnten an. Da dieselbe von K. Walther 
in einer neuen Arbeit-) ziemlich vollständig zusammengestellt worden ist, 
beschränke ich mich in dem folgenden historischen Überblick auf 
die wichtigsten Werke, die hier in Betracht kommen. Nachdem 1878 
Kayser, anschliessend an eine schon von Beyrich ausgesprochene 
Vermutung, in seiner Abhandlung über das älteste Devon des Harzes 
nachgewiesen hatte, dass die von Bar ran de unterschiedenen Stufen 
F, G und H des böhmischen Paläozoicunis devonisch seien, war es 
möglich geworden, die böhmischen Faunen in erfolgreicherer Weise, als 
es bis dahin geschehen war, mit den Faunen anderer Gegenden, be- 
sonders auch des rheinischen Schiefergebirges zu vergleichen. Bereits 
hier wird die Übereinstimmung der Wissenbacher Schieferfauna mit der 
böhmischen G-Fauna betont und auch auf die entsprechenden Kalke von 
Greifenstein und Bicken hingewiesen. 



^) A hl bürg. Stratigraph. Verb, etc , Jahrb. d Kgl. preiiss. geol. L.-A 1910, 
pag. 448. 



2) N. J. f. Min.. Beil.-Bd. XXIV. 1907, pag. 226. 



— 6 — 

1881 erschien dann die Studie von F. Maurer^) über den Kalk 
von Greifenstein, durch die allerdings die Altersfrage des Vorkommens 
nicht wesentlich gefördert wurde. 

1887 wies Frech^) in seiner Arbeit über Cabrieres wieder auf die 
grosse Ähnlichkeit von Greifenstein mit den Ablagerungen in Böhmen 
und Südfrankreich hin. 

1889 machte Kayser^) in der Fauna der Zorger Schiefer eine 
arme Wissenbacher Fauna aus dem Harz bekannt, die zu den Mittel- 
devonkalken des hessischen Hinterlandes Beziehungen aufweist. 

1892 beschrieb Barrois'^) die mitteldevonischen Vorkommen 
Cataloniens und wies auf die Ähnlichkeit mit den entsprechenden Schiefern 
Thüringens und Hessens hin, 

1893 fassten Kays er und Holzapfel^) die bisherigen strati- 
graphischen Ergebnisse über die Beziehungen der rheinischen Ablage- 
rungen zu den böhmischen zusammen, besprachen die geologischen Ver- 
hältnisse in Hessen-Nassau und stellten den Greifensteiner Kalk in das 
untere Mitteldevon. 

1896 wurde die vorige Abhandlung durch die Monographie von 
Kayser*^) über den Dalmanitensandstein von Klein-Linden in einigen 
Punkten ergänzt. 

1899 beschrieb Burhenne^) den paläontologischen Inhalt der 
Tentaculitenschiefer, besonders des Fundpunktes von Leun. 

1900 wurde von der Kgl. pr. geol. Landesanstalt versucht, durch 
Schürfe an dem Greifensteiner Vorkommen die Lagerungs Verhältnisse 
klarzustellen. Leider waren diese Untersuchungen, wie aus dem Bericht 
von Lotz'*^) hervorgeht, nicht von dem gewünschten Erfolge begleitet. 

1903 erschien K. Walthers^) Dissertation über das Unterdevon 
des hier behandelten Gebietes. 



1) N. J. f. Min. Beil.-Bd. I, 1881, pag. 1. 
'•i) Zeitschr. d. D. geol. Ges. 1887, pag. 404. 

3) Abh. d. Kgl. pr. geol. L. A. N. F., Heft I. 

4) Ann. Soc. geol. du Nord XX, pag. 61. 

^) Jahrb d. K. K. geol. Reichsanstalt 1894, Bd. 44, Heft 3. 
G) Sehr. d. Ges. z. Bef. d. ges. Natiirw.. Marburg. Bd. 13, 1. 
^) Abh. d. Kgl. pr. geol. L. A. N. F., Heft 29. 

8) Jahrb. d. Kgl. pr. geol. L. A. 1900, pag. 73. 

9) N. J. f. Min., Beil.-Bd. XVII, pag. 1. 



1907 wurden die geologischen Spezialkarten ^) der westlich an- 
schliessenden Gebiete. Blatt Oberscheid usw. veröffentlicht, in deren Er- 
läuterungen E. Kayser seine Ansichten über die Schiefer und Kalke 
des pelagischen Mitteldevon niedergelegt hat. 

Erwähnt seien endlich die zahlreichen wichtigen Veröffentlichungen 
A. Denckmanns über seine eingehende Untersuchung des Keller- 
waldes, die wiederholt auf die Auffassung des geologisch recht ähnlichen 
hessischen Hinterlandes einen entscheidenden Einfluss ausgeübt haben. 

Da in der Umgebung von Weipoltshausen ausser dem Unterkoblenz- 
fundpunkt am Stossberg auch die Fundpunkte des Greifensteiner Kalkes 
und des pag. 46 ff. behandelten Massenkalkes liegen, wurde die Situation 
durch eine beigegebene geologische Kartenskizze veranschaulicht. 
Hierbei sind die bereits weit vorgeschrittenen Kartierungsarbeiten von 
Herrn Geh.-Reg.-Rat Kayser benutzt worden. (Vgl. Tafel IH.) 

Vorherrschend ist in dem dargestellten Ausschnitt der Mitteldevon- 
schiefer. Schon äusserlich prägt sich in der Umgebung von Weipolts- 
hausen das Mitteldevon als eine breite flache Senke aus, die dem 
rheinischen Streichen folgt und fasst durchweg mit Äckern bedeckt ist, 
während die sie beiderseits begleitenden Höhenzüge bewaldet sind. 
Diese Mitteldevonsenke lässt sich etwa von dem Massenkalkgebiet von 
Bieber bei Rodheim aus, über den vorwiegend aus Kieselschiefern von 
gleichfalls mitteldevonischem Alter bestehenden Dünsberg und das Salz- 
bödetal nach Nordosten bis beinahe an das Lahntal heran verfolgen. 
Hier endet die Senke in der Nähe des Ortes Niederwalgern bei der 
Kehnaer Mühle, wo sich noch einmal eine kleine Mitteldevonfauna in 
Kalklinsen dem Schiefer eingelagert findet. Das Alter dieser Fauna 
war lange zweifelhaft, doch lieferte das Vorkommen schliesslich auch 
einige bestimmbare und entscheidende Fossilien. 

Bis jetzt fanden sich am Stauweiher der Kehnaer Mühle : 

Proetus sp. 

Jovellania triangularis Arch. Vern. 

Trochoceras sp. 

Orthoceras sp. 

Cardiola sexcostata A. Rö. 

Cardiola cf. seminula A. Rö. 

Retzia cf. membranifera Barr. 



1) Lief. 101 d. Geol. Karte v. Preussen 1:25000. 



— 8 — 

Stropliomena minor A. Rö. 
Disciiia marginata Sdl)g. 
Tentaculites acuarius Rieht. 
Gastropoda sp. ind. 

Das Auftreten von Jovellania ist von Bedeutung. Bereits vor 
mehreren Jahrzehnten wurde von E. Kays er ein solcher Rest in 
demselben Schieferzuge weiter südwestlich bei Altenvers ^) gefunden. 
Diese Funde weisen darauf hin, dass die hier auftretenden Schiefer 
dem tiefsten unteren Mitteldevon angehören, eine Annahme, der auch 
die geringe, in den eingelagerten Kalklinsen sonst auftretende Fauna in 
dem ganzen Schieferzuge nicht widerspricht. Auch geologisch wird diese 
Annahme durch ein mehrfach zu beobachtendes Protil bestätigt, welches 
den Übergang der Überkoblenzschichten in die Mitteldevonschiefer zeigt. 
Besonders beweisend sind hierfür die Aufschlüsse im oberen Yerstal 
und im Tale der Mittlaut nordwestlich von Weipoltshausen, worauf be- 
reits bei Walther'"^) hingewiesen wird. 

Wie im Nordwesten die Koblenzschichten, so begleiten im Südosten 
den Mitteldevonzug ausgedehnte karbonische Sedimente^), die fast nur 
aus grobkörnigen Grauwacken bestehen und von dem königlichen Forst 
Krofdorf bedeckt werden. Dieses Karbongebiet reicht im Osten bis an 
die Lahn, wo es von den Schichten des Zechstein überdeckt wird. 

Der Mitteldevonzug hat durchschnittlich eine Breite von 2 km, eine 
Ausdehnung, die wohl durch die flache Lagerung zu erklären ist, wie 
sie im Süden der Silurzüge, in der sogenannten Lahnmulde, die Regel 
zu sein scheint. Wirklich beobachtet wurde die Lagerung nicht, da 
die Schichtung in den Schiefern vollständig ausgelöscht ist, indessen 
sind die Schiefer, wo sie aufgeschlossen sind, steil aufgerichtet, so dass 
hieraus schon auf eine flache Lagerung zu schliessen ist. 

An bemerkenswerten Einlagerungen enthalten die Schiefer vor 
allem zahlreiche kleinere und grössere Diabasvorkommen. Meist sind 



1) Im geologischen i^aiHlesmuseuni zu Berlin. Ein zweites, leidlich er- 
haltenes Exemplar von demselben Fnndpunkt befindet sich in der Marl)niger 
Sammlung. 

-') Walther, a. a. 0.. p. 13. 

•') Sie gehören vorwiegend dem obersten Teil unserer karbonisclien 
Schichtenfolge, dem durch die Untersuchungen von Parkin so n festgestellten 
^ Überkulm'' an, einem Äquivalent des flözleeren Sandsteins v. Dechens. Auf 
der Karte. Tafel ill, sind sie noch als Kulm bezeichnet. 



diese stark zersetzt und auch das Gestein des grossen Diabasbruches 
östlich von Altenvers ist nicht mehr völlig frisch. Petrographisch von 
Interesse ist das Diabasgestein der kleinen Mitteldevonscholle, die nord- 
westlich von Frankenbach inmitten ausgedehnter Silurgesteine auf der 
Höhe der Nickenberge auftritt. Hier ist in einem verlassenen Stein- 
bruch ein kleiner Diabasstock aufgeschlossen, der die ihn umgebenden 
Schiefer anscheinend durchsetzt. Das Gestein dieser Gangmasse ist ver- 
hältnismafsig frisch und ungewöhnlich grobkörnig. Manche Feldspat- 
leisten darin erreichen mehrere Centimeter Länge. 

Allenthalben bilden die Diabase infolge ihrer grösseren Wetter- 
festigkeit die höchsten Kuppen im Gebiet des Mitteldevon und ermög- 
lichen bisweilen bei den schlechten Aufschlüssen erst die Abgrenzung 
gegen das Unterdevon. Nur einmal beteiligt sich auch ein anderes 
Gestein an der Bildung der Kuppen. Es ist das der mitteldevonische 
Kieselschiefer, der den höchsten Punkt der Gegend, den 500 m hohen 
Dünsberg bedingt. In dem hier kartiert vorliegenden Gebiet gewinnt der 
mitteldevonische Kieselschiefer grössere Ausdehnung nur auf der flachen 
Höhe zwischen Weipoltshausen und Kirchvers. Hier ist er an der 
höchsten Stelle der Chaussee Altenvers-Kirchvers in mehreren kleinen 
Steinbrüchen gut aufgeschlossen. Mit blossem Auge sichtbare Fossilien 
enthält er nicht. Auch Radiolarien waren auf mehreren Schliffen nicht 
mit Sicherheit nachzuweisen. 

Ausserdem schliesst der Mitteldevonschiefer zahlreiche Kalkknollen 
ein, die nach ihrer geringen Fauna und dem petrographischen Charakter 
dem Ballersbacher Kalk zuzurechnen sind. Hierher gehört das schon 
oben geschilderte Vorkommen an der Kehnaer Mühle, ferner ein eben- 
solches im Verstal am Südwestabhang der Niedernberge, das ausser 
zahlreichen Phacops breviceps besonders einen kleinen Proetus geliefert 
hat, der dem Proetus cf. dormitans von Hermershausen entspricht. 
Andere Kalke, die fast nur aus den Schälchen von Tentaculites acuarius 
bestehen, treten an mehreren Stellen auf (s. pag. 40). 

Nicht in nachweisbarem Zusammenhang mit dem Mitteldevonzuge 
steht das Vorkommen von Greifensteiner Kalk auf der Höhe der Niedern- 
berge, dessen Fauna unten beschrieben ist. 

Über die tek tonischen Verhältnisse sei folgendes bemerkt. Der 
Silurzug lagert mit einer Überschiebung im Nordwesten auf devonischen 
Schichten auf. Das Unterdevon vom Stossberg sowie südwestlich und 
uordöstlich davon liegt transgredierend auf dem Silur. Das Mitteldevon 



-- 10 — 

ist normal dem Unterdevon aufgelagert. Im Osten grenzt das Mittel- 
devon allenthalben mit grossen streichenden Verwerfungen an die kar- 
bonische G-rauwacke. 

Das ganze Gebiet ist stark mit diluvialem Lehm überdeckt. Be- 
sonders im Gebiet der Mitteldevonsenke, aber auch auf den Niedern- 
bergen ist die Beobachtung dadurch erschwert. So konnte die Grenze 
zwischen Karbon und Mitteldevon nur bei dem Dorfe Reimershausen 
sicher beobachtet werden. 

Das interessanteste Fossilvorkommen in dem hier behandelten Ge- 
biete ist zweifellos der Greifensteiner Kalk von den Niedernbergen. Im 
folgenden soll zunächst die Fauna dieses Vorkommens beschrieben werden 
und im Anschluss daran das Vorkommen von Bailersbacher Kalk bei 
Hermershausen, das allerdings weit ausserhalb des kartierten Gebietes 
liegt, aber geeignet ist, gerade für den Ostrand des Schiefergebirges 
eine Lücke in der Kenntnis des pelagischen Mitteldevon auszufüllen. 
Anhangsweise sind noch einige Bemerkungen über eine kleine versprengte 
Massenkalkscholle westlich von Weipoltshausen angefügt. 

Greifen Steiner Kalk von Weipoltshausen. 

Der Greifensteiner Kalk steht südwestlich von Weipoltshausen auf 
der Höhe der Niedernberge an und ist durch einen kleinen, sehr alten 
Steinbruch erschlossen. Umfangreiche Schürfe, die rings um das Vor- 
kommen angelegt wurden, haben ergeben, dass der Kalk nur eine 
geringe Fläche einnimmt, die bei weitem nicht der des berühmten 
Greifensteiner Kalkvorkommens gleichkommt. Im Nordosten schneidet er 
an den Oberkoblenzschichten ab, die den nordöstlichen Teil der Niedern- 
berge zusammensetzen. Im Nordwesten und Süden ist er dagegen von 
silurischen Schiebten umgeben, die bis zu 2^/2 m Tiefe als völlig ver- 
lehmte Massen erschlossen worden sind. 

Ob sich nach Westen die Kalkscholle weiter fortsetzt, liess sich 
nicht feststellen. 

Offenbar handelt es sich hier um eine in ältere Gesteine einge- 
brochene Scholle kleinsten Mafsstabes, ähnlich wie die von Greifenstein. 

Der Kalk wurde in einer Mächtigkeit von etwa 10 m aufgeschürft. 
Er fällt unter 45^ nach Südosten ein und hat rheinisches Streichen. 
Die der Lage nach hängendsten Bänke sind ziemlich mächtig, bis zu 
^/^m, und bestehen aus einem dichten, rötlich bunten, von zahlreichen 



- 11 — 

Kalkspatadern durchzogenen Crinoidenkalk, der sich im Dünnschliff als aus 
Organismenresten, auch Spongiennadeln, bestehend erweist. Diese Bänke 
haben jedoch meist nur Reste von Atrypa reticularis und Strophomena 
interstrialis geliefert. 

Darunter werden die Lagen immer dünnbankiger und körniger. 
Eine dieser Schichten, die nur etwa 10 cm mächtig ist, hat die Mehr- 
zahl der Fossilien, hauptsächlich Brachiopoden. geliefert. Die untersten 
4 bis 5 m w^erden von sehr unreinen, schieferigen Kalklagen gebildet, 
die teilweise nur aus Crinoidenstielen bestehen. Diese Crinoidenkalke 
haben nur wenige brauchbare Versteinerungen ergeben. Petrographisch 
gleiche mürbe gelbbraune Crinoidenkalkschiefer kommen auch bei Greifen- 
stein und am Sonnberg bei Günterod vor. 

Sowohl was Fossilreichtum, als was die Erhaltung anbetrifft, steht 
das Weipoltshausener Vorkommen weit hinter Greifenstein zurück. 

Etwa 200 m südlich des Fundpunktes liegt ein zweiter, an dem 
das anstehende Gestein jedoch nicht gefunden wurde. Möglicherweise 
sind die hier gefundenen Kalkbrocken nur verschleppt, da sich in un- 
mittelbarer ^^ähe eine alte Kalkofenanlage fand. Das Vorkommen ist 
auf der Karte jedoch gleichfalls angegeben. 

1. Proetus bohemicus Barr. 
Barrande. Syst. sil I. p. 452. Tat". 16, Fig. 12. 

Von dieser Art liegt nur der unvollständige Abdruck eines 
Pygidiums vor. 

2. Proetus (Tropidocoryphe) ascanius Barr. 

Barrande. Syst. sil 1. p. 447, Taf. 1'). Fig 41. 
Novak. Pal. Abb. V. p. 9, 10. 

Pr. ascanius ist bisher aus dem rheinischen Schiefergebirge noch 
nicht bekannt geworden. Es liegt mir allerdings nur ein Bruchstück 
der Glabella und der Abdruck eines Pygidiums vor. Jedoch ist die 
Übereinstimmung mit den Abbildungen Barrandes (A. a. 0., Taf. 15, 
Fig. 52 u. 41, Pr. latens und Pr. ascanius) so vollständig, dass ich ohne 
Bedenken die Stücke zu den beiden, von Novak zu einer Art vereinigten 
Proetusarten Barrandes stellen kann. 

Das Pygidium trägt jederseits sechs fadendünne Rippen, die der 
glatten Oberfläche gleichsam aufgesetzt erscheinen. Die Segmentation 



— 12 — 

der Achse ist nicht sehr deutlich, doch lassen sich auch hier etwa sechs, 
nach hinten rasch an Breite abnehmende Achsenringe unterscheiden, die 
sämtlich an ihrem unteren Rande in der Mitte eine knötchenartige Ver- 
dickung zeigen, wie dies auch die erwähnte Abbildung Bar ran des 
angibt. In der Grösse herrscht Übereinstimmung mit den böhmischen 
Stücken. 

Proetus iilicostatus, den Novak von Bicken beschrieben hat, weicht 
nur in ganz unwesentlichen Punkten von Pr. ascanius ab. 

3. Cyphaspis hydrocephala A. Rö. 

Biirhenne, Tentacnlitenschiefer. p. 16. Taf. I, Fig. 11 — 14. 

Von dieser Art haben sich zwei nicht ganz vollständige Kopf- 
schilder gefunden. 

4. Bronteus Dormitzeri Barr. 

Barrande, Syst. sil. I, p. 847. Taf. 48. Fig. 39—48. 
Novak, Pal. Abh. V, p. 39. Taf. V. Fig. 1-3. 

Ein Bruchstück des Kopfschildes von einem grossen Bronteus liegt 
vor, dass sich trotz seiner Unvollständigkeit mit Sicherheit zu Bronteus 
Dormitzeri ziehen lässt. 

Während die Gestalt des Auges, der Verlauf der Gesichtsnaht und 
die rissige Skulptur der Schalenoberfläche keine Unterschiede zu andern 
typischen P^xemplaren dieser Art aufweisen, scheint es doch, als ob das 
vorliegende Exemplar schwächer gewölbt ist, als der Art zukommt. Es 
ist möglich, dass dieser Unterschied auf Verdrückung beruht oder eine 
Alterserscheiuung darstellt, da das Stück alle mir bis jetzt zu Gesicht 
gekommenen Stücke an Grösse übertrifft. Auch die Grübchen, die 
Novak zwischen den Rissen der Schalenoberfläche bemerkte, und die 
für die Art bezeichnend sind, lassen sich erkennen, wenn auch nicht so 
zahlreich, wie auf der Abbildung bei Novak. 

Br. Dormitzeri, die Charakterform des Ballersbacher Kalkes, ist 
eine der wichtigen Versteinerungen, die die Verbindung zwischen Greifen- 
steiner und Ballersbacher Kalk einerseits und Mnenianer und G^-Kalk 
(Hostim) andererseits herstellen. Er scheint nicht über das untere Mittel- 
devon hinauszugehen und sogar schon dem Günteroder Kalk zu fehlen. 
Ebenso fehlt er in Böhmen in Fg noch völlig, wie aus der Tabelle bei 
Seemann hervorgeht. In Gg und Gg ist er gleichfalls nicht vorhanden. 



— 13 — 

5. Phacops fecundus var. major Barr. 
Biirhenne, Tentaculitenschiefer, p. 2Ö. Taf. II. Fig. 11—13. Taf. III. Fig. 1. 

Nur ein grosses Bruchstück des Kopfschildes, dessen schlechte P>- 
haltung gerade noch die Feststellung der spezifischen Merkmale gestattet, 
und einige Pygidien liegen vor. 

Dieser Phacops kennzeichnet sämtliche Greifensteiner Kalke und 
sein Fehlen in der hier beschriebenen Fauna würde eine beträchtliche 
Abweichung bedeutet haben. Es ist auffällig, dass noch Novak sein 
Vorkommen bei Greifenstein bestreitet. Diese Annahme braucht hier 
allerdings nicht melir widerlegt zu werden. 

6. Phacops breviceps Barr. 

Burheniie, Teiitaculitenschiefer, p. 22. Taf. III. Fig. 6, 7. 

Auch von Ph. breviceps liegen nur geringe bestimmbare Reste vor. 
Wie Burhenne bei seinen Stücken von Leun muss auch ich es unter- 
lassen, diese Reste einer bestimmten der von Novak unterschiedenen 
Varietäten zuzuweisen. 

Andere Phacopsarten, als Ph. fecundus und breviceps scheinen in 
diesen ältesten Kalken des pelagischen Mitteldevon nicht vorzukommen, 
wenn man von dem ungewöhnlichen Phacops zorgensis absieht, den 
Kays er von Greifenstein erwähnt. 

7. Rhynchonella Proserpina Barr. 

Scupiii, Devon der Ostalpeii. Z. d. D. g. G. 1906. p. 238. Taf. XIII, Fig. 6. 
Bruchstücke dieser grossen Rhynchonella fanden sich mehrfach. 
Die Art ist, ausser von Greifenstein und Mnenian, aus G^ und dem 
Unterdevon der Ostalpen bekannt geworden. 

8. Rhynclionella Phoenix Barr. 

Barrois, Faune du Calcaire trErbrav, p. 81. Taf. 5, Fig. 6. 

Einige gute Stücke dieser auch bei Greifenstein häufigen Art liegen 
vor. Die von Barrois aus Erbray ^ beschriebenen unterscheiden sich, 
wie Barrois betont, durch ihre grössere Länge. Wenn er sie trotz- 
dem zu Rh. Phoenix stellt, so geschieht dies wohl im Hinblick auf die 
im übrigen sehr grosse Übereinstimmung zwischen der Faunengemein- 
schaft von Erbray und von Böhmen. Unsere Exemplare gleichen den 
böhmischen, während ich Bedenken habe, sie mit denen von Erbray 
zu vereinigen. 



— U — 

9. Rhynchonella 1 lynx Barr. 

Sciipin, Devon der Ostalpeii. Z. d. D. g. G. 1906, p. 231. Taf. XIIL Fig. 1. 

Mehrere kleine, vorzüglich erhaltene Brachiopoden haben sich ge- 
funden, die mit der von S c u p i n aus den karnischen Alpen beschriebenen 
Rh. lynx identisch sind. 

In Böhmen, wo die Spezies aufgestellt wurde, ist sie allerdings nur 
aus Etage E bekannt, während sie in den Ostalpen dem Unterdevon, 
im rheinischen Schiefergebirge dem Mitteldevon angehört. 

Es handelt sich demnach um eine der zahlreichen langlebigen 
Brachiopodenformen, die im Silur und Devon so oft die stratigraphischen 
Schlüsse erschweren. So bildet auch Davidson in seinem Brachiopoden- 
werk einen ganz ähnlichen Typus als Rh. Lummatoniensis ab und im 
Mitteldevon der Eifel sind entsprechende Formen die von Schnur 
aufgestellte Rh. brachyptycta und Rh. bijugata. 

10. Atrypa reticularis Linn. 
B u r h e n n e , Tentaculitenschiefer, p. 35, 

Atrypa reticularis hat sich in vielen Exemplaren gefunden, deren 
Dimensionen denen der grössten Eifler Stücke nichts nachgeben. Auch 
die für alte Individuen bezeichnende schleppenförmige Randausbreitung 
Hess sich wiederholt beobachten. 

11. Atrypa reticularis, var. aspera Schloth. 
Barrande, Syst. sil. V. Taf. 34, Fig. 21: Atr. semiorhis. 

Von dieser, besonders für die jüngeren Devonstufen bezeichnenden 
Varietät sind einige Stücke vorhanden. 

Während Atr. aspera in der Eifel die ständige Begleiterin von 
Atr. reticularis ist, wird sie aus Böhmen von Barrande nicht erwähnt. 
Dagegen bildet Barrande unter dem Namen Terebratula semiorbis in 
seinem älteren Brachiopodenwerk eine grobgerippte Atrypa von der Form 
der Atr. reticularis ab, bei der die konzentrische gegenüber der Radial- 
skulptur überwiegt. Diese Form übernahm er auch in sein grosses 
Brachiopodenwerk und gibt auf Taf. 34 mehrere Abbildungen, deren 
einige tatsächlich nicht von Atr. aspera zu unterscheiden sind. 

S cupin und Tscherny sehe w halten noch an der Trennung von 
Atrypa aspera und Atrypa semiorbis fest, fch kann jedoch bei einem 



— 15 -- 

Vergleich von Atr. semiorbis mit unserer Weipoltshausener oder der 
Eifler Form, abgesehen von kleinen Unterschieden in der Breite, keine 
Abweichungen erkennen, die die Abtrennung einer Varietät oder gar 
einer Art als Atr. semiorbis rechtfertigten. 

12. Atrypa granulifera Barr. 

Barrande, Haid. Abli. I, p. 100. Tal XIX, Fig. 3. 
Barrande, Syst. sil. V. Taf. 19 und 129. 

Früher war diese Art bei Greifenstein selten, hat sich aber später 
dort und in Weipoltshausen reichlich und gut erhalten gefunden. 

Sie zeichnet sich durch eine vom Wirbel beginnende und nach 
dem Stirnrand zu sich verflachende Mittelkante auf der grossen Klappe 
und einen engen, scharf eingeschnittenen Sinus in der kleinen Klappe 
aus, der sich gleichfalls nach dem Stirnrande zu verflacht. Die zier- 
liche Granulation, welche durch die Kreuzung der sich teilenden engen 
Radialstreifen mit den übereinanderliegenden Anwachslamellen entsteht, 
und die der Art ihren Namen eingetragen hat, ist durchweg schön 
ausgeprägt, häufig besser am Abdruck, als an den Stücken selber. Die 
Stücke von W^eipoltshausen sind fast alle flacher, als die böhmischen, 
und gleichen darum mebr den von Greifenstein stammenden Exemplaren. 

13. Atrypa sublepida Murch. V. K. 

Miirchison. Verneuil u. K. Geol. v. Riissland II, p. 96. Taf. 10, Fig. 14. 
T s c h e rn y s c h e w , ünt. Devon, Ostabh. d. Ural, p. 64. Taf. 7, Fig. 16— 21 . 
Scupin, Devon d. Ostalpen. Z. d. D. g. G. 1906, p. 273. Taf. 15. Fig. 15. 18. 
Barrande, Syst sil. V. Taf. 136, 137: Atrypa insolita. 

Diese Art ist aus dem Unterdevon der Ostalpen und des Ural be- 
kannt. Auch bei Greifenstein kommt sie vor, wenn auch nicht häufig. 
Im Kalk von Weipoltshausen ist sie reichlich vorhanden. 

Zu Atrypa sublepida stelle ich die rheinische Form wegen der 
Übereinstimmung mit der Beschreibung und Abbildung bei Scupin, 
sowie mit den Abbildungen in der Geologie von Russland. 

Die Exemplare vom Ural, die Tsch ernysche w abbildet, be- 
sitzen auf der Ventralklappe keinen scharfen Kiel, wie er sonst die Art 
auszeichnet. Dieser scharfe Kiel, sowie ein enger tiefer Mediansinus 
in der Dorsalklappe und die wenigen, aber starken scharfgefalteten 
Rippen kennzeichnen die Art. Von Atrypa comata-arimaspus unter- 



— 16 — 

scheidet sie sich bereits durch ihre geringere Grösse. Keines der 
Weipoltshausener Stücke erreicht einen Centimeter Länge. Atr. comata 
wird etwa doppelt so lang und besitzt eine grosse Zahl von Radial- 
falten. Der zwar auch vorhandene Sattel und Sinus ist nur bei jüngeren 
Exemplaren von Atr. comata so scharf ausgeprägt wie bei Atr. sublejüda. 
Das Vorkommen dieser Form bei Weipoltshausen kann nicht auf- 
fallen, dafür ist es um so bemerkenswerter, dass Bar ran de sie aus 
Böhmen nicht kennt. Tatsächlich kommt jedoch dieselbe Form in E 
und F vor und wird unter dem Namen Atr. insolita auf Taf. 136, I 
und 137, II des Syst. sil. V abgebildet. Obwohl mir keine Original- 
stücke aus Böhmen vorliegen, möchte ich doch bei der völligen Über- 
einstimmung beide Formen als identisch ansehen. 

14. Atrypa? comata Barr. * 

Barrois, Erbray, p. 99. Taf. 4, Fig 16. 

Zahlreiche Bruchstücke und ein ziemlich vollständiges grosses 
Exemplar einer Dorsalschale liegen vor. Die gröbere Rippung, die 
Aufwölbung in der Medianebene und der Mangel einer konzentrischen 
Streifung unterscheiden die Art von Atr. reticularis. 

15. Merista Hecate Barr 

Bar ran de, Syst. sil. V. Taf. 12. Fig. IV. 

Ein Exemplar dieser gerundet fünfseitigen Merista mit fast geradem 
Stirnrande, der nur in der Mitte sich zu einem schwachen Sattel in 
der Dorsalschale aufwölbt. Stirn- und Seitenkanten sind sehr scharf. 

Von M. herculea ist die Art durch ihre grosse Flachheit, das fast 
völlige Fehlen von Sattel und Sinus und die geraden Schlosskanten 
unterschieden. 

16. Merista herculea Barr. 

Bar ran de, Syst. sil. V, p. 93. Taf. 10. 

Die Marburger Sammlung besitzt aus einem kleinen Kalkvorkommen 
im Mitteldevonschiefer südlich von Bailersbach eine Anzahl von Stücken 
dieser Art, die in Grösse und Stärke den bei Weipoltshausen gefundenen 
gleichen. Es ist dies wichtig, da der Fundpunkt bei Bailersbach geo- 
logisch klar liegt und an der Identität der Formen mit der bei Koneprus 
auftretenden M. herculea nicht gezweifelt werden kann. 



— 17 — 

17. Retzia membranifera Barr. 

Barrande, Haid. Abli. L p. 98. Taf. 20. Fig. 13. 
Bar ran de, Syst. sil. V. Taf. 34, Fig. 6. 7. 

Nur ein einziges, aber gut erhaltenes Exemplar dieser unverkenn- 
Itaren Art liegt vor. Es zeigt, ebenso wie die von Greifenstein her- 
rührenden Stücke die scharfen Falten sehr deutlich, während die 
böhmischen Vertreter der Art dieses Merkmal nicht so ausgeprägt besitzen. 

18. Spirifer unguiculus Sow. 

Barrande. Syst. sil. V. Taf. 1, Fig. 9. 10. 

Maurer. N. J. f. Min., Beil.-Bd. 1. 1880, p. 56. Taf. IT. Fig. 4, 5. Sp. Urii. 

Mit dem Namen Sp. unguiculus wurde ein kleiner glatter Spirifer 
bezeichnet, der bei Weipoltshausen ziemlich häufig ist und der auch bei 
Greifenstein vorkommt. Der Sp. Urii Maurers von Greifenstein gehört 
vermutlich zu derselben Art. Wenigstens ist zwischen beiden Formen 
kein Unterschied wahrzunehmen. Das einzige hervortretende Merkmal 
<lieser wenig bezeichnenden Form ist ein gerundeter Sinus in der Yentral- 
klappe. Barrandes Abbildungen von Sp. unguiculus und die Greifen- 
steiner und Weipoltshausener Stücke gleichen sich so vollständig, dass 
dieser Name dem Maurer sehen vorzuziehen ist. 

19. Spirifer orbitatus Barr. 
Barr an de. Syst. sil. V. Taf. 4, Fig. 1—4. 

Ein einziges, sehr gut erhaltenes zweiklappiges Exemplar liegt vor. 
Durch den scharf abgesetzten Sattel und Sinus und die damit zusammen- 
hängende Schlankheit der Form wird es den böhmischen Stücken ähnlicher, 
als den etwas plumperen Greifensteiner Stücken. 

20. Spirifer robustus Barr. 
Taf. I. Fig. 3. a-c. 

Scupin. Devon d. Ostalpen. Z. d. D. g. G. 1906, p. 294. 

Im rheinischen Schiefergebirge ist diese Art sehr selten, falls nicht 
der Eifler Spirifer macrorhynchus Schnur für ident mit Sp. robustus zu 
•erklären ist, wie schon wiederholt vorgeschlagen wurde^). Von AYeipolts- 
hausen sind nur zwei Stücke in der Marburger Sammlung, ein grösseres, 
schlecht erhaltenes und ein kleines, von 17 mm grösster Breite, das 



^) Scupin. Spiriferen Deutschlands. Paläont. Abh. VIII, p. 259. 
Jahrb. d. nass. Ver. f. Nat. 64, 1911. 2 



— 18 — 

jedoch vollständig ist. Sowohl in der Stielklappe, als auch in der Arm- 
klappe lässt sich das Vorhandensein von Septen erkennen. Durch die 
auf der Area in der Nähe des Schlossrandes auftretenden wulstigen 
Zuwachsstreifen und die abgerundeten Kanten, die die ziemlich hohe 
Area nur undeutlich abgrenzen, nähert sich der Spirifer mehr der 
böhmischen, als der Eitler Form. 

Ausser von Weipoltshausen besitzt die Marburger Sammlung noch 
Stücke von Gi'^eifenstein und Bailersbach. Von Erbray und dem Ural 
ist die Art auch bekannt. Nach Seemann ist Sp. robustus in Böhmen 
auf den Konepruser Riffkalk beschränkt. — Auch Frech gibt ihn 
bereits von Greifenstein an ^) und hat ihn auch in der Eifel gefunden -). 
Im übrigen sei wegen der Beziehungen zu Spirifer macrorhynchus auf 
das Spiriferenwerk von S cupin verwiesen. 

21. Spirifer Thetidis Barr. 
Taf. 1. Fig. 4, a— c. 

S Clip in. Devon d. Ostalpen. Z. d. D. g. G. 1906, p. 293. Taf. XVII. Fig. 4. 
Das häufigste Fossil bei Weipoltshausen. Früher von Greifenstein 
nicht bekannt und im rheinischen Schiefergebirge überhaupt nur aus 
dem Greifensteiner Kalk von Günterod in einigen schlechten Stücken 
nachgewiesen, wurde es neuerdings von Lotz auch in Greifenstein selbst 
gelegentlich der erneuten Schürfarbeiten daselbst in den roten Crinoiden- 
kalkbänken in grösserer Zahl gefunden^). Wie S cupin angibt, findet 
Sp. Thetidis sich auch im Ural, es handelt sich jedoch bei den von 
Tschernyschew abgebildeten Stücken um so kleine Jugend- oder 
Kümmerformen, dass mir deren Identität mit Sp. Thetidis, wie er uns 
aus Böhmen, den Alpen und dem rheinischen Schiefergebirge bekannt 
ist, zweifelhaft erscheint. 

22. Spirifer indifferens Sow. 
Barrande, Syst. sil. V. Taf. 3, Fig. 4—7. 

Mehrere vollständige Exemplare und einige Bruchstücke liegen vor^ 
Die Art ist für sämtliche Greifensteiner Kalke bezeichnend. So tritt 
sie im rheinischen Schiefergebirge in allen derartigen Kalken auf, wenn 
auch nirgends sehr häufig. 

1) Frech, Zeitschr. d. D. geol. Ges. 1889, p. 267. 

^) Ebenda, p. 257. 

a) Jahrb. d. Kgl. pr. geol. L.-A. 1900, p. 73. 



— 19 — 

23. Pentamerus cf. galeatus Dalm. 
Schnur, Brachiopodeii d. Eifel Paläontogr. III. p. 196. Taf. 29, Fig. 2. 

Nur zwei Exemplare eines schwach gerippten Pentamerus, der 
jedoch nicht mit Sicherheit mit P. galeatus aus der Eifel vereinigt 
werden kann. 

24. Pentamerus sp. 

Eine Stielklappe eines Pentamerus liegt vor, der bei völlig glatter 
Oberfläche nur einen schmalen Sinus besitzt. Länge und Breite des 
stark aufgeblähten Stückes betragen etwa 2 cm. Mit keiner der be- 
kannten Arten zu vereinigen. 

25. Orthis Gervillei Defr. 

Barrande, Haid. Abh. II, p. 48. Taf. 19, Fig. 10. 

Barrande, S^^st. sil. V. Taf. 58, Fig. 10. 

Kays er, Dalmanitensandstein, p. 27. Taf. III, Fig. 13 — 16. 

B a r r i s , Terr. anc. d. Asturies, p. 237. 

Oehlert, Fossil dev. de I'Ouest d. 1. France. Ann. d. Sei. geol. 1887, p. 244. 

Taf. IV, Fig. 45—55. 
Burhenne, Tentaculitenschiefer. p. 40. Taf. V, Fig. 4, 5. 

Ein Steinkern, an dem aber noch die für diese Art bezeichnenden 
Bündelrippen allenthalben deutlich erkennbar sind. Besonders aus- 
geprägt sind dieselben auf der Dorsalklappe. Form und Umriss ent- 
sprechen den oben angegebenen Abbildungen Bar ran des. 

Der Nachweis gerade dieses Fossils hat einiges Interesse. Bereits 
bei Bar ran de wird das Vorkommen im Devon der Normandie an- 
gegeben. Es ist das einer der verhältnismäfsig wenigen Fälle, in denen 
Barrande das Vorkommen einer bezeichnenden, in Böhmen auf einen 
Horizont (Fg = Koneprus) beschränkten Leitform im ,, Devon" anderer 
Länder zugibt. Auch nach den Angaben Seemanns ist 0. Gervillei 
auf den einen böhmischen Horizont beschränkt. 

Da Orthis Gervillei bei Leun mit Mitteldevonversteinerungen zu- 
sammen vorkommt, so fällt ihr Verhalten in Böhmen, wo sie nur unter- 
devonisch ist, nicht so schwer ins Gericht. Vielmehr bildet sie eine 
Stütze für die Theorie, die die scheinbaren Widersprüche im Verhalten 
der rheinischen und böhmischen Faunen durch Abwandern bestimmter 
langlebiger Formen nach andern Gebieten erklären will. 

Die Art ist in den Arbeiten von Kays er und Oehlert schon 
genau beschrieben worden. Das Stück von Weipoltshausen gestattet 
nicht, es einer der von Oehlert unterschiedenen Varietäten zuzuweisen. 

2* 



-^ 20 — 

26. Strophomena rhomboidalis Wilck. 
Barr an de. Syst. sil. V. Taf. 41 und 55. 

Ein Abdruck mit der Skulptur der Strophomena rhomboidalis 
liegt vor. 

27. Strophomena interstrialis Phill. 

Schnur, Brachiop. d. Eitel, p. 222. Taf. 41. Fig. 2. 
Barrande, Syst. sil. V. Taf. 43 und 53, Stroph. Phillipsi. 

Diese Spezies hat sicli besonders auch in den dichten bunten Kalk- 
bänken gefunden. 

28. Strophomena armata Barr. 

Barrande, Haid. Abh. 11, p. 77. Taf. 2U, Fig. 10. 
Barrande, Syst. sil. Y. Taf. 50. Fig. 1—23. 
Barrois, Erbray. p. 67. Taf. IV, Fig. 10, Stroph. clausa. 
Oehlert, Ann. sei. geol. 1887, p. 60. Taf. IV, Fig. 1—7. 

Strophomena armata ist bisher aus dem rheinischen Schiefergebirge 
nicht bekannt geworden. Zwar sind von den wenigen bei Weipolts- 
hausen gefundenen Stücken nur zwei so gut erhalten, dass sich ein 
Vergleich mit Stücken von Koneprus durchführen lässt, doch sind die 
Merkmale der Form so bezeichnend, dass man die Weipoltshausener 
Stücke unbedenklich zu der Bar randeschen Art rechnen kann. 

Die Gestalt der Stroph. armata ähnelt der der Stroph. Stephani 
Barr. Wie bei dieser ist eine horizontale Partie der Ventralschale von 
einer senkrecht dazu stehenden vertikalen Partie zu unterscheiden. Auch 
der in zwei schlanke Spitzen verlängerte Schlossrand ist bei beiden 
Formen vorhanden. 

Während aber Stroph. Stephani sich durch eine aus zahlreichen 
welligen Querfalten gebildete Skulptur auf dem horizontalen Teil der 
Ventralschale von allen anderen Strophomeniden unterscheidet, besitzt 
Stroph. armata, abgesehen von schwachen, nur stellenweise erkennbaren 
Anwachsstreifen, nur eine feine Radialskulptur, die aus unregelmäfsig 
angeordneten gröberen und dazwischen liegenden feineren Rippen besteht. 

Im Inneren der Schale zeigt allerdings auch Stroph. armata zahl- 
reiche kleine Höhlungen, die einen Anblick zustande bringen, der sehr 
an das eben geschilderte Aussehen der Stroph. Stephani erinnert. 
Hierauf hat schon Barrois bei der Beschreibung seiner Stroph. clausa 
aufmerksam gemacht. 



- 21 -- 

Im übrigen sei auf die Beschreibung bei Barrande (Haid. Abb.) 
verwiesen, die auch auf unsere Stücke durchaus anwendbar ist. 

Die fast stets verdeckte Dorsalschale ist stark konvex und schmiegt 
sich in ihrem Verlauf der Ventralschale so eng an, dass der Wohnraum 
des Tieres nur sehr schmal gewesen sein kann. 

Die von Barrois und Gebiert als Leptaena clausa beschriebene 
französische Form ist wahrscheinlich mit Stroph. armata ident. Barrois 
selbst sagt darüber (1. c, p. 68) : 

„S. armata Barr, de F, est notamment si voisine, que j'ai hesite 
a les reunir, elles ont en effet, les memes ailes, les memes formes, le 
meme test." 

Da Barrois weiterhin keine Unterschiede beider Formen mehr 
anführt, ist es schwer verständlich, warum er sie nicht zusammengefasst 
hat. Auch die Mafse sind die der böhmischen und rheinischen Stücke, 
nämlich etwa 10 mm Länge und 25 mm Breite. 

Stroph. cf. armata wird ausserdem noch aus dem Unterdevon vom 
Wolayer Thörl angegeben. In Böhmen ist sie sowohl von Koneprus, 
wie von Mnenian bekannt. Somit gewinnt diese Form, wenn wir Stroph. 
clausa Vern. auch hierherstellen, eine ziemlich weite Verbreitung in 
etwa gleichaltrigen Ablagerungen. 

29. Chonetes embryo Barr. 
Barrande, Syst. sil. V, p. 90. Taf. 46. Fig. VII. 

Nur in einem gut erhaltenen P^xemplar gefunden. 



Ausser den hier beschriebenen Brachiopoden liegen noch zahlreiche 
Reste andrer Spezies von Strophomena, Merista und Pentamerus vor, 
die wegen ihrer schlechten Erhaltung unbestimmbar sind. 

30. Capulus sp. 

Von Gastropoden haben sich nur zwei kleine unbestimmbare Capu- 
liden gefunden, wie solche bei Greifenstein in grosser Menge vorkommen. 
Auch diese Abweichung von dem sonstigen Faunencharakter der 
Greifensteiner Kalke beruht wohl auf unvollständiger Ausbeutung des 
Weipoltshausener Vorkommens. In den höheren Kalken des pelagischen 
Mitteldevon sind allerdings Schnecken überhaupt selten. So hat sich 
zum Beispiel in dem weiter unten behandelten Hermershausener Kalk 
nicht ein einziger Rest einer Schnecke gefunden. 



— 22 — 

31. Fenestella sp. 

Zahlreiche Reste von Fenestellen kommen allenthalben im Greifen- 
steiner Kalk von Weipoltshausen vor. 

32. Favosites sp. 

Ein grösserer Favositenstock hat sich gefunden, dessen Erhaltung 
aber nicht gestattet, ihn einer der beschriebenen Arten zuzuweisen. 

33. Amplexus sp. 

Auch von Amplexus kommen vereinzelte Exemplare vor. Ein 
Gestein jedoch, das nur aus Amplexusresten besteht, wie es von Greifen- 
stein und Mnenian bekannt ist, hat sich nicht gefunden. 



In nebenstehender Tabelle ist die Fauna des Greifensteiner Kalkes 
von Weipoltshausen noch einmal übersichtlich zusammengestellt. 

Aus der Tabelle geht hervor, dass die Weipoltshausener Kalk- 
fauna der des Greifensteiner Kalkes entspricht. Freilich bleibt sie an 
Formenreichtum weit hinter der Fauna von Greifenstein selbst zurück, 
da ihre Artenzahl höchstens ein Drittel von dieser beträgt. 

Neu sind für das rheinische Schiefergebirge Strophomena armata 
und Proetus ascanius. Bemerkenswert ist auch das Auftreten von 
Merista Hecate und Merista herculea, deren Vorkommen bei Greifen- 
stein erst bei Scupin ^) ausdrücklich angegeben wird. Die Versteinerungs- 
liste bei Maurer 2) führt sie zwar auch an, jedoch wird in der Revision 
von Frech 2) Maurers Merista herculea für eine breite Varietät der 
Merista passer erklärt und Merista Hecate überhaupt nicht erwähnt. 
Auch Kays er und Holzapfel*) lassen in ihrer Versteinerungsliste 
von Greifenstein diese beiden Formen weg. Desgleichen enthält auch 
die sehr vollständige Brachiopodensuite des Marburger Museums nichts 
davon. Bei Weipoltshausen jedoch treten beide Formen zweifellos auf. 

Abgesehen von diesen beiden Fossilien verleiht nur noch das Auf- 
treten der Orthis Gervillei der Fauna ein älteres Gepräge, denn alle 

1) Zeitschr. d. D. geol. Ges. 1907. p. 308. 

2) N. J. f. Min. 1880, Beil.-Bd. I. p. 68. 

3) Zeitschr. d. D. geol. Ges. 1889. p. 266. 

^) Jahrb. d. K. K. geol. Reichsanstalt 1894. Bd. 44. Heft 3. p. 495. 



23 



1 

W e i p 1 1 s li a u s e 11 


Kone- 
prus 


Mnenian 


Greifen - 
stein 


Erbray 


Karn. 
Alpen 


i 
1. Proetus boliemiciis Barr 


■ + 


+ 




_L 




2. Proetus ascaniiis Barr 1 




-f 


X' 






3. C^ypliaspis hydrocephala A. Rö. . 


. 


+ 


-f 






4. Bronteus Dormitzeri Barr. ... 


. 


+ 


_i_ 






5. Pliacops fecundus var. major Barr. 


• 


+ 


+ 


-1- 




6. Pliacops breviceps Barr 


+ 


+ 


_L 






7. Rhynchonella Proserpina Barr.. . 


■ 


+ 


+ 




-f 


8. Rhvnchonella Phoenix Barr. . . 


+ 


_}_ 


_L 


+ 




9. Rhynclionella •? Ivnx Barr. . . . 


9 


o 


O 




+ 


10. Atrypa reticularis Linn 


+ 


+ 


J- 


+ 


+ 


11. Atrvpa reticularis var. aspera 












Schloth 


X 


X 




+ 


4- 


12. Atrypa granulifera Barr 




+ 


4- 






13. Atrypa sublepida Murcli. V. K. . ■ 


. 


X 


j_ 




-r 


14. Atrypa? comata Barr 


-f 


+ 


^ 


J- 


4- 


15. Merista Hecate Barr 


+ 




o 




+ 


16. Merista herculea Barr 


+_ 









+ 


17. Retzia membranifera Barr. . . . 





9 


-r 


. 




18. Spirifer unguiculus Soav 




j_ 


+ 






19. Spirifer orbitatus Barr 


' 


+ 


+ 






20. Spirifer robustus Barr 


+ 




X' 


-r 




21. Spirifer Tlietidis Barr 


_ 


-f • 


-f 




_J_ 


22. Spirifer indifferens Barr 


■ 


+ 


+ 






23. Pentamerus cf. galeatus Dalm. 


+ 


+ 




+ 


+ 


24. Pentamerus sp 












25. Orthis Gervillei Defr | 


+ 










26. Strophomena rliomboidalis Wilck. 


+ 


+ 


-L 


j_ 


-f 


27. Strophomena interstrialis Phill. . i 


+ 


4- 




j_ 


+ 


28. Strophomena armata Barr. . . . 


+ 


+ 




-r 


. 


29. Chonetes embrvo Barr i 


+ 


~r 


+ 




' 4- 


30. Capulus sp , 


X 


X 


X 


X 




31. Fenestella sp 


X 


x: 


X 


X 




32. Favosites sp 


X 

X 


X 


X 


X 
X 




33. Amplexus sp , 




Zahl der spezifisch bestimmten Arten 28 


U 


'JO 


17 


11 


13 



— 24 — 

übrigen Koneprusformen des Weipoltshausener Kalkes treten sicher auch 
noch im Mnenianer Kalk auf. Rein zahlenmäfsig zeigt das Vorkommen 
sogar eine grössere Übereinstimmung mit der böhmischen Fauna von 
Mnenian, als mit der nahegelegenen Greifensteiner. Wenn einige Formen 
in den böhmischen Versteinerungslisten zu fehlen scheinen, so liegt das 
daran, dass sie von Barrande unter anderen Namen beschrieben 
worden sind. So ist Atrypa aspera = A. semiorbis Barr, und Atrypa 
sublepida = A. insolita Barr. 

Eine grössere Übereinstimmung herrscht auch mit Erhray und den 
karnischen Alpen. Die Verwandtschaft mit dem Unterdevon vom Ost- 
abhang des Ural ist fast nur auf die Brachiopoden beschränkt : 

Atrypa reticularis, Linn. 

Atrypa reticularis var. aspera. Schloth. 

Atrypa granulifera. Barr. 

Atrypa sublepida. Murch. V. K. 

Atrypa? comata Barr. 

Retzia (Atrypa bei Tschernysche w) membranifera Barr. 

Spirifer robustus Barr. 

Spirifer Thetidis Barr. 

Spirifer indiiferens Barr. 

Pentamerus cf. galeatus Dalm. 

Strophomena rhomboidalis Wilck. 

Dazu kommt noch vielleicht: 

Strophomena bituberosa Gruen., die wahrscheinlich mit Stro- 
phomena armata Barr, identisch ist. 

Es zeigt sich also immerhin auch mit dem Ural eine gewisse 
Verwandtschaft. 

Die Autoren stellen die Vorkommen von Erbray, den karnischen 
Alpen und dem Ural in das Unterdevon. Für die verwandten rheinischen 
Bildungen ist das trotzdem nicht angängig, wie gelegentlich noch aus- 
zuführen sein wird. Der G r e i f e n s t e i n e r Kalk von W e i p o 1 1 s - 
hausen muss zum unteren Mitteldevon gezogen werden. 

Die Bedeutung des Vorkommens für die Geologie des rheinischen 
Schiefergebirges liegt vor allem in der einfachen Tatsache, dass die 
geringe Zahl der von dort bekannten Vorkommen von Greifensteiner 



Kalk damit vergrössert wird. Bis jetzt kennt man Greifensteiner 
Kalk von: 

Greifenstein, Günterod (am Sonnberg und am Krummberg), Hartenrod 
(am VVeltersberg), Übernthal (am IMühlberg), Ballersbach (im Tal südlich 
B.), Braunau bei Wildungen und Weipoltshausen. 

Alle diese Vorkommen liegen etwa auf einer SW-NO streichenden 
Linie und bilden vielleicht die Reste einer zusammenhängenden küsten- 
nahen Ablagerung. Die meisten dieser Kalke treten in der Nähe des 
grossen Silurzuges, zum Teil sogar in ihm auf. Besonders die Kalke 
von Greifenstein und Weipoltshausen sind tektonisch sehr ähnlich ge- 
lagert. Selbst nämlich eine eingebrochene Scholle inmitten ausgedehnter 
Silurmassen bildend, schneiden beide im NO an einer deutlichen 
Querstörung ab. 

Ballersbach er Kalk von Hermers hausen. 

Westlich von dem Dorfe Hermershausen bei Marburg linden sich 
auf der linken, »Beichte« genannten Seite des AUnatales vereinzelte 
Knollen eines dichten, hellblaugrauen und eines kristallinisch-körnigen 
schwarzen Kalkes. 

Das anstehende Gestein ist wegen der beträchtlichen Verlehmung 
des betreffenden Talgehänges nicht zugänglich. Die Lagerungsverhält- 
nisse lassen sich daher nicht unmittelbar feststellen, doch ist der Kalk, 
wie aus der nachfolgenden paläontologischen Untersuchung ersichtlich 
wird, als eine Einlagerung vom Alter des Ballersbach er 
Kalkes im m i 1 1 e 1 d e v o n i s c h e n Tonschiefer aufzufassen. 
Diese Tonschiefer selbst kommen nur am Ostrande des Tälchens, das 
die Grenze der Gemarkung Hermershausen gegen die Gemarkung Allna 
bildet, zum Vorschein. 

Der Kalk hat sich im Streichen noch an mehreren Punkten im 
NO des ersten Fuudpunktes nachweisen lassen, bis an das Dorf 
Hermershausen heran. Er bildet de^inach eine Zone von mindestens 
einem Kilometer Erstreckung. Nur an zwei Punkten tritt jedoch das 
Gestein in nennenswerter Menge und mit etwas reichlicheren Versteine- 
rungen auf. 

Im Norden begleitet den Kalk jene oben, p. 3, erwähnte Zone 
von hercynischem Unterdevon mit Spirifer Hercyniae, Spirifer togatus, 



26 



Rliynclionella bifida und Leptagonia Bouei, um nur einige der bezeich- 
nendsten Formen zu erwähnen. Im Süden lagern sich silurische Schiefer, 
Kieselschiefer und Grauwacken der Urfer Schichten an. Auch diese 
Gesteinskomplexe sind, wie der Kalk, wegen der alles verhüllenden Lehm- 
decke nur an wenigen Stellen zu beobacliten, (Fig. 1.) 




Fiff. 



M. 



= Silur. H. ^ Heicynisches Unterdevon. 
Mitteldevoii. C.=^ Karhon. a=^ Alluvium. 



War somit aus dem geologischen Befund nicht ohne weiteres auf das 
Alter des Kalkes zu schliessen, so erlaubten auch die wenigen, bereits 
seit längerer Zeit aus ihm bekannten Fossilien nur unsichere Schlüsse. 

Auch die Möglichkeit silurischen Alters wurde erwogen. Hierfür kam 
besonders ein schon früher mehrfach gefundenes, anscheinend ungeripptes 
Pygidium eines Trilobiten in Betracht, das eine gewisse Ähnlichkeit 
mit denjenigen silurischer Asaphiden aufwies, worauf E. Kayser^) 
auf der Jahresversammlung der deutschen geologischen Gesellschaft in 
Coblenz 1906 unter Vorlegung der fraglichen Reste aufmerksam machte. 

Es gelang, die Zweifel an dem Alter der Hermershausener Fauna 
durch einige glückliche Funde zu beseitigen. Es wurden Kopfschilder 
eines Trilobiten gefunden und deren Zusammengehörigkeit mit den er- 
wähnten Pygidien festgestellt. Diese Reste erwiesen sich als zu Phacops 
fugitivus Barr. = Trimerocephalus micromma A. Rö. gehörig. Damit 
war das Alter des Kalkes als mitteldevonisch bestimmt. 

Ein kleines Kalkvorkommen südwestlich von Hermershausen, bei 
Willershausen, hat das gleiche Alter. Die wenigen hier gefundenen 



') Zeitschr. d. D. geol. Ges. 190o. Monatsber. p. 212. 



— 27 — 

Versteinerungen werden im Anschluss an die Fauna von Hermersliausen 
behandelt. 

Auch von Willershausen ist mangels guter Aufschlüsse nichts über 
die Lagerung auszusagen. 

Der paläontologische Inhalt des Hermershausener Kalkes wird im 
Folgenden beschrieben. 

1. Trimerocephalus micromma A. Rö. 

Taf. II, Fig. 1. a— c. 
A. Römer, Beiträge, 1852, p. 81. Taf. XII, Fig. 25. 
Barrande, Syst. sil. I. Suppl., p. 25. Taf. 9, Fig. 2. 
Kayser, Fauna d. alt. Dev. 1878, p. 25. Taf. III, Fig. 1, 2. 
Koch, Jahrb. d. Kgl. pr. geol. L.-A. 1880. Üb. d. Gliederung etc.. p. 241. 
V. De eben, Erläuterungen etc. 1884, p. 130, 131. 
Kayser. Zeitschr. d. D. geol. Ctgs. 1894. Üb. d. Alter etc., p. 825. 
Liebe. Erl. zu Blatt Probstzella, p. 17. 
Barrois, Ann. Sog. geol. du Nord XX, p. 64. 

Burhenne. Tentaculitenschiefer 1899. p. 23. Taf. III, Fig. 8—10. 
Koch, Jahrb. d. Kgl. pr. geol. L.-A. 1899, p. 243 ff 
Frech, Lethaea pal. 1902, p. 187. 
K. Walther, N. J. f. Min., Beil.-Bd. XXIY. 1907. p 303. 317. 

Die Literatur ist etwas ausführlicher gegeben, weil Trimerocephalus 
micromma das bezeichnendste und wichtigste Fossil der Fauna ist. 

Trotz beträchtlicher Grössenunterschiede ist die Form der Köpfe 
in den verschiedenen Altersstadien fast dieselbe. Nur bei ganz jungen 
Exemplaren sind die Augen zuweilen sehr klein. Bei den Pygidien ist 
in der Jugend die Segmentierung deutlicher und die Rhachis im Ver- 
hältnis zu ihrer Länge etwas breiter, als später. Dieser Mangel an 
Segmentierung bei den meisten älteren Pygidien war es besonders, der 
Bedenken gegen die Zugehörigkeit zu Trim. micromma veranlasst hat, 
da die Abbildung bei Barrande eine solche aufweist. 

Es gelang nun, an einigen gut erhaltenen Pygidien den Nachweis 
zu führen, dass zwar die Schalenoberfläche meist ganz glatt ist, dass 
hingegen dort, wo die Schale abgesprungen ist, der Steinkern und die 
Innenseite der Schale eine deutliche, der des Barrande sehen Phacops 
fugitivus entsprechende Segmentierung besitzt. Bei genauer Betrachtung 
der Barr and eschen Abbildung sieht man auch, dass nur ein Teil des 
P3'gidiums mit Schale dargestellt ist, der grössere Teil aber den Stein- 
kern, und diesen allerdings mit deutlicher Segmentierung zeigt. Es ist 



— 28 — 

demnach durchaus nicht nötig, anzunehmen, dass die böhmischen Stücke 
hierin von den rheinischen verschieden sind, zumal Bar ran de (1. c, 
\), 26) von der Spindel ausdrücklich bemerkt: «On distingue a peine la 
ti'ace de ses articulations». Da Trim. micromma sonst fast nur aus den 
Tentaculitenschiefern bekannt ist, sind gute Schalenexemplare selten. Bei 
der Schiefererhaltung ist die Schale aber meist zerstört und die Stein- 
kerne zeigen dann die Segmentation. So konnte die Glätte der Ober- 
iläche bei den Schalenexemplaren, als etwas Ungewohntes, leicht irre- 
führen. 

Die Art ist wiederholt ausführlich behandelt worden. Eine Be- 
schreibung erübrigt sich demnach. 

Im Harz wurde Trim. micromma durch A. Römer in den Wissen- 
bacher und Calceola-Schiefern nachgewiesen, desgleichen durch Kayser 
in den Bailersbacher Kalken des Laddekentales. 

Bar ran des böhmische Originale stammen aus Gj. Nach der An- 
gabe von F'rech ist der Trilobit aber auch noch in den Tentaculiten- 
schiefern Gg vorhanden. 

In Thüringen ist er sehr bezeichnend für die Tentaculitenschiefer 
und wird dort von K. Walt her als das Hauptleitfossil dieser Schichten- 
folge angesehen. 

Aus dem rheinischen Schiefergebirge wird er zuerst von Koch als 
Leitfossil der Orthocerasschiefer angegeben, später auch von v. Dechen 
aus dem Rupbachtale und von Wissenbach. Burhenne machte dann 
seine weite Verbreitung im ganzen rheinischen Tentaculitenschiefer bekannt. 

Aus Catalonien ist er durch Barrois nachgewiesen. 

Wo also im Mitteldevon die Fazies des Tentaculitenschiefers auf- 
tritt, da stellt sich gewöhnlich dieser Trilobit ein. Nach dem Befund 
in Thüringen, Hessen und Böhmen hat es den Anschein, als ob er an 
der Basis des Mitteldevon seltener ist. Die Greifensteiner Kalke führen 
ihn nicht. Ebenso scheint er nicht in das obere Mitteldevon hinauf- 
zugehen, ist also im wesentlichen auf die höheren Schichten des unteren 
Mitteldevon, die Zone des Bailersbacher Kalkes beschränkt. 

Da er durch seine charakteristische Form leicht erkennbar ist und 
bei einer ziemlich grossen Horizontalbeständigkeit eine weite Verbreitung 
in einander entsprechenden Ablagerungen besitzt, so ist Trimerocephalus 
micromma ein sehr brauchbares Leitfossil, zumal wenn die Cephalopoden 
fehlen. 



— 29 — 

2. Phacops Kayseri n. sp. 

Taf. I. Fig. 5. Taf. IL Fig. 2. a-c. 

Cf. K. Walther, Beiträge etc. N. J. f. Min.. Beil.-Bd. XXIV. 1907. p. 318. 

Ein Trilobit, dessen Kopfschilder und Pygidien fast so häutig sind, 
wie die von Trim. micromma, hat sich gefunden. Die ziemlich dicke 
Scliale trägt eine grobe, unregelmäfsige Körnelung, die sich auch noch 
auf den Steinkernen ausprägt. Besonders stark ist diese Körnelung auf 
der Glabella, schwächer auf den Wangen. Das Kopfschild ist stark 
verbreitert, am stärksten bei alten Exemplaren. Bei jungen Kopf- 
schildern verhält sich die Länge zur Breite wie 7:11, bei alten wie 
7 : 14 — 15. Die Glabella ist stark vorgewölbt, ähnlich wie bei Ph. 
Schlotheimi, dem die Form auch durch die Granulierung ähnlich wird. 

Der abweichende Bau des Auges unterscheidet die vorliegende Art 
jedoch von allen übrigen Phacopsarten. Das Auge trägt nur eine ge- 
ringe Anzahl, selten über 12, nicht sehr regelmäfsig in Reihen ange- 
ordnete Fazetten. Es erhebt sich auf einem am Grunde leicht ein- 
geschnürten Sockel. Die Fazetten werden von zwei lidartigen sichel- 
förmigen Anschwellungen eingefasst, so dass etwa das Aussehen eines 
Froschauges zu Stande kommt (s. Taf. II, Fig. 2 c). Ein ähnlich 
gebautes Auge besitzt nur Ph. Höninghausi Barr, aus Gj, der auch 
sonst ziemlich ähnlich wird. 

Ein einziges vollständiges Exemplar der Art hat sich gefunden. 
Es ist zwar sehr jung, eingerollt und zur Hälfte verwittert, ermöglicht 
aber, die Zugehörigkeit einiger bei Hermershausen gefundener Pygidien 
festzustellen. 

Das kurze, gedrungene Schwanzschild trägt auf der Spindel etwa 8, 
rasch nach hinten verkümmernde Segmente. Auf den Seitenteilen sind 
nur 4 — 5 Segmente deutlich zu erkennen, die in der Mitte durch eine 
schwache Furche längsgeteilt sind (s. Fig.). Die Schalenoberfläche ist, bis 
auf einige Körnchen auf den ersten Achsensegmenten des Pygidiums, glatt. 

In den Tentaculitenschiefern Thüringens hat sich eine nahe ver- 
wandte Form gefunden: Trimerocephalus cyclophthalmus K. Walther. 
Dieselbe unterscheidet sich von der vorliegenden durch feinere Granu- 
lation, die kreisförmig angeordneten Fazetten des Auges und das Fehlen 
der Seitenfurchen auf der Glabella. Letztere sind bei der Hermers- 
hausener Art an einigen Exemplaren zu beobachten, allerdings sehr 
wenig deutlich. Es ist also leicht möglich, dass dieses Merkmal bei 
der Schiefererhaltung der Thüringer Form verloren gegangen ist. Mit 



— 30 — 

der Granulation mag es sich ähnlich verhalten. Auf jeden Fall sind 
die Unterschiede beider Formen gering. 

Ich nenne die Hermershausener Art Phacops Kayseri. 

Die Form ist ein typischer Phacops. Nur die Kleinheit der Augen 
hat er mit den Trimerocephalen gemein. Dasselbe gilt von Phacops 
(non Triraerocephalus) cyclophthalmus K. Walt her. 

3. Cheirurus gibbus Beyr. 
Taf. II, Fig. 3. 
Beyrich, Üb. einige böhm. Trilobiten 1845, p. 16. Fig. 5. 
Sandberger, Verst. Schicht. Syöt. Nass. 1850, p. 19. Taf. II, Fig. 2. 
Kays er, Dalmanitensandstein, 1896, p. 21. Taf. II, Fig. 2, 3. 

Es liegt nur ein Bruchteil einer zu Cheirurus (Crotalocephalus) 
gehörigen Glabella vor. Erhalten ist der grösste Teil des Frontallobus, 
der vordere und ein Teil des mittleren Lobus. Von den vier, zu Crotalo- 
cephalus Nov. gehörenden und für einen Vergleich in Betracht kommenden 
Cheirurusarten : Ch. Sternbergi, Cordai, gibbus und pauper zeigt nur 
Ch, gibbus eine und zwar recht genaue Übereinstimmung in den be- 
treffenden Teilen der Glabella mit dem Bruchstück von Hermershausen. 
Bei beiden ist der Frontallobus um etwa 2 mm über die Fläche der 
übrigen Glabella vorgewölbt. Ebenso tritt er auch nach den Wangen 
hin stets etwas über die Seitenloben hinaus. Die erste und zweite 
Seitenfurche sind nur schwach, bei jungen Exemplaren garnicht gebogen. 

Ich stelle das Stück zu Cheirurus gibbus, obwohl es sehr frag- 
mentarisch erhalten ist. Ch. gibbus ist im rheinischen Schiefergebirge 
bisher nur aus dem Dalmanitensandstein von Giessen mit Sicherheit nach- 
gewiesen. Das Vorkommen bei Hermershausen im Mitteldevon hat dem- 
nach einiges Interesse. 

4. Cyphaspis hydrocephala A. Rö. 
Taf. IL Fig. 4. 
A. Römer, Beiträge etc., Paläontogr. V, 1855, p. 7. Taf. 1, Fig. 11. 
Burhenne. Tentaculitenschiefer, 1899, p. 16. Taf. 1, Fig. 11—14. 

Auch von dieser Spezies ist nur ein Bruchstück des Kopfschildes 
vorhanden. An demselben sind jedoch die wichtigsten Merkmale der 
Art festzustellen. 

B u r h e n n e hat sich über die Form sehr ausführlich ausgesprochen. 
Ich beschränke mich deswegen darauf, auf die beigefügte Abbildung 
hinzuweisen. Die Zugehörigkeit des Restes zu Cyphaspis hydrocephala 
steht ausser Zweifel. 



5. Cyphaspides comatus Barr. 

Taf. II, Fig. 5. 

Bairande, Syst. sil. J. Siippl., p. 13. Taf. 15, Fig. 20 --23. 
Novak, Vergl. Studien üb. etc., p. 40, cf. auch Taf. 5, Fig. 5. 

Es hat sich auch von dieser ungewöhnlichen Art nur ein Stück, ein 
Pygidium gefunden. Wie das Novak sehe Originalexemplar von Cyph. 
scuticauda von Greifenstein ist auch dieses Stück nur 4 mm lang und 
9 mm breit. 

Es schliesst sich in seinen Merkmalen dem Cyph. (Proetus) comatus 
Barr, völlig an, während das Greifensteiner Stück mit Recht als eine 
neue Art der von Novak aufgestellten Untergattung Cyphaspides an- 
gesehen wird. Letztere hat sich nach K a y s e r und Holzapfel^) auch 
im Günteroder Kalk gefunden. 

Cyphaspides comatus ist auf der Oberfläche mit zahlreichen Tuberkeln 
besetzt, während bei Cyph. scuticauda die Oberfläche glatt gewesen zu 
sein scheint. Die das Hinterende der Rippen besetzenden Tuberkel, 
deren Fehlen bei Cyph. scuticauda Novak besonders hervorhebt, sind 
auch bei dem Hermershausener Stück vorhanden. 

Der wesentlichste Unterschied besteht darin, dass die Rippen bei 
Cyph. scuticauda durch eine Längsfurche zweigeteilt sind, dagegen bei 
Cyph. comatus ungeteilt verlaufen. Diese Rippen sind bei Cyph. comatus 
fast fadenförmig dünn, auf ihrem ganzen Verlauf mit Knötchen (Tuberkeln) 
besetzt und der Schalenebene aufgesetzt. 

Wie die böhmischen Exemplare besitzt unser Stück jederseits sechs 
Rippen, die von vorn nach hinten rasch kürzer werden, sodass die letzte 
Rippe nur noch undeutlich erkennbar ist. 

Auf der Achse ist zwar eine Segmentierung zu bemerken, doch ist 
sie nicht gut genug erhalten, um die Anzahl der Segmente festzustellen. 

Gemeinsam ist der Greifensteiner und unserer Form die dreieckige 
Gestalt des Pygidiums, die rechtwinklige Umbiegung der Rippen nach 
rückwärts und die konische, hinten atigerundete Achse. 

Barr an des Originale entstammen der Etage G^ und es ist für die 
Beziehungen zwischen dem Hermershausener Kalk und den böhmischen 
Äquivalenten bemerkenswert, dass sich diese Form gefunden hat, die durch 
ihre Seltenheit schon einen besonderen stratigraphischen Wert erlangt. 

1) A. a. 0., p. 497. \.-^^ ( 



6. Proetus afF. dormitans Rieht. 
Taf. IL Fig. 0. 
Ricliter, Zeitschr. d. D. §eol Ges XV, 1868, p. 6 2. Taf. 18. Fig. 5-8. 
K. Walther. Beiträge etc. 1907. p. 80-^. 

Wiederholt haben sich Giabellen, Wangen und Pygidieii einer 
kleinen Proetusart gefunden, die sicli weder auf eine der Barrandeschen 
noch der bei Novak, Maurer und Oehlert beschriebenen Arten 
zurückführen lässt. 

Nur der von Richter aus dem thüringischen Tentaculitenschiefer 
bekannt gemachte augenlose Proetus dormitans, den auch Walther in 
seiner Neubeschreibung dieser Fauna wieder anführt, ist möglicher- 
weise identisch. 

Allerdings lagen mir Originalexemplare des Pr. dormitans aus der 
Sammlung des Berliner geologischen Instituts vor, deren Bestimmung 
vermutlich von Richter selbst herrührt, und die eine wesentliche Ab- 
weichung von unsern Stücken, freilich auch von der Abbildung 1. c. des 
Pr. dormitans zeigen. 

Die Richter sehe Abbildung und meine Stücke weisen einen gut 
entwickelten Randwulst auf. Bei den Berliner Stücken ist davon nichts 
zu sehen. Ich muss es dahin gestellt sein lassen, ob diese Abweichung 
auf die Schiefererhaltung und die Folgen starker Verdrückung zu schieben 
ist, oder ob dies das normale Verhalten ist und Richters Abbildung 
diese Verhältnisse falsch dargestellt hat. 

In allen anderen Beziehungen stimmt unsere Art mit Pr. dormitans 
recht gut überein. Die Glabella ist flach gewölbt, im Verhältnis zu 
ihrer Länge ziemlich breit, von der Mitte ab nach vorn zu auf ^/s ihrer 
sonstigen Breite verschmälert. Sie bleibt etwa um die Breite des Rand- 
wulstes von diesem entfernt, doch schwankt dies Verhältnis etwas. Augen 
sind offenbar nicht vorhanden, da Spuren davon oder von Augenhöckern 
weder an der Glabella, noch an den freien Wangen zu beobachten sind. 
Die Länge der Glabella beträgt etwa 3 — 4 mm, die Breite ebensoviel. 
Die Wangen sind in Stachel ausgezogen, die etwa die Länge der 
Wangen haben. 

Bei sehr guter Erhaltung der Sehale zeigen unsere Stücke eine 
feine unregelmäisige, öfters anastomosierende Streifung. Zwischen diese 
Streifen ist eine feine Körnelung eingestreut. 

Die vermutlich zu dieser Art gehörenden Pygidien zeichnen sich 
durch die starke Verkürzung der Achse und ziemlich grobe Körnelung 



— 33 — 

aus. Im Verstal bei Weipoltshausen fand sich in Kalkeinlagerungen im 
mitteldevonisehen Schiefer (Wissenbacher Schiefer mit Gon. lateseptatus 
Beyr.) eine Proetusglabella, die derselben Art angehört in Gemeinschaft 
mit zahlreichen Exemplaren von Phacops breviceps. Aus dem Bailers- 
bacher Kalk der Marburger Sammlung stammt ferner eine nur 2 mm 
lange Glabella, die wahrscheinlich hierhergehört. Dasselbe gilt von 
mehreren Wangen und Pygidien, sowie einer Glabella, die aus dem 
Kalkvorkommen von Willershausen herrühren. 

Da es nach dem hier vorliegenden Material nicht möglich ist, diese 
rheinische Proetusart mit der thüringischen zu vereinigen, gleichzeitig 
aber die paläontologischen Merkmale ihre nahe Verwandschaft beweisen, 
so belege ich die Form nicht mit einem neuen Namen, sondern be- 
zeichne sie vorläufig als Proetus äff. dormitans Rieht. 



7. Proetus sp. 

Taf. II, Fig 7. 

Cf. Barrande, Syst. sil. 1, p. 441. Taf. 15. Fig. 5. 
Derselbe, Ebenda. SuppL. p. 16. Taf. 16. Fig. 4. 5. 

Noch ein anderer Proetus liegt in einigen Stücken vor. 

Bei diesem tritt die Glabella fast bis an den gerieften Randwulst 
heran. Die Gesichtsnaht verläuft ganz nahe an der Glabella und entfernt 
sich nur dicht vor dem Randwulst etw^as von derselben. Die Form der 
Glabella erinnert an die des vorher beschriebenen Proetus, ist aber 
schlanker. 

Die Schalenoberfläche ist von einer sehr feinen Körnelung bedeckt, 
die indessen nur am Hinterrand deutlicher wird. 

Der Nackenring trägt in der Mitte ein Knötchen. 

Einige Proetuspygidien gehören vielleicht zu diesen Köpfen. Sie 
zeigen jederseits 3 — 4 gefurchte Rippen. Der hintere Abschnitt des 
Pygidiums ist ganz glatt. Auf der Achse lassen sich 4 — 5 Segmente 
unterscheiden. 

Diese Art lässt sich nicht an eine der bekannten Arten anschliessen. 
Am nächsten scheint mir Pr. superstes Barr, aus Gg von Wawrowitz 
und aus H von Hlubocep zu stehen, doch besitzt dieser Augen und eine 
glatte Schalenoberfläche. 

Jahrb. d. nass. Ver. f. Nat. 64, 1911. 3 



— 34 — 

8. lEntomis sp. 
Von sonstigen Crustaceen haben sich noch mehrere Stücke eines 
etwa 1 mm grossen Schalenkrebses gefunden, deren Oberfläche aber 
völlig glatt erscheint, so dass nicht einmal die obige generische Be- 
stimmung sicher ist. 

9. Pentamerus linguifer Sow. 
Taf. II. Fig. '^a, b. 
Davidson, Brit. sil. Brach., p. 149. Taf. 17, Fig. 11-14. 
Barrande, Haid. Abh. I, p. 116. Taf. 22, Fig. 2. (Pentamerus bubo). 
Ders!, Syst. sil. V. Taf. 22, 21 und 119. 
Maurer, Waldgirmes. p. 218. Taf. 9. Fig. 9, 10. 
Frech. Zeitschr. d. D. geol. Ges. 1889, p. 252 ff. 

Wir besitzen eine Anzahl guter Brachiopoden in einzelnen Schalen, 
die zur Gattung Pentamerus gehören. , 

Der Schnabel der grossen Klappe ist stark gekrümmt, die Schnabel- 
kanten sind garnicht ausgebildet, vielmehr vollkommen abgerundet. 
Die Breite nimmt nach dem Stirnrand hin zu, um an diesem mit 
etwa 15 mm ihren grössten Wert zu erreichen. Der Rücken trägt zwei 
schwache Längsfurchen, die einen flachen Sattel einschliessen. Auf 
diesem Sattel wölben sich die bei manchen Stücken recht deutlichen An- 
wachsstreifen zum Stirnrand hin zungenförmig vor. An einigen Exem- 
plaren der Ventralschalen ist ein kurzes Medianseptum in der Wirbel- 
gegend zu erkennen. Die Dorsalschale ist flacher und kürzer und 
scheint glatt zu sein. 

Wie die vorstehende Beschreibung und die Abbildung zeigen, gleicht 
die Art dem Pentamerus linguifer Barrandes aus dem böhmischen 
Obersilur bis Mitteldevon. Die zahlreichen Abbildungen bei den oben 
angeführten Autoren zeigen die mannigfaltigen Abänderungen dieser 
langlebigen Art. 

Das Museum der geologischen Landesanstalt zu Berlin besitzt aus 
dem Greifensteiner Kalkvorkommen von der Feldmarksgrenze zwischen 
Braunau und Wildungen mehrere völlig den unsrigen gleichende Exemplare. 
Ebenso enthält die Marburger Sammlung aus den Greifensteiner Kalken 
von Günterod, dem Slatikun und vom Pleschiwetz mehrere Stücke. 
Ferner bemerkt Frech (1. c. p. 253), dass von Günterod (oder Bicken) 
ihm Pentameren vorliegen, die eine Mittelstellung zwischen den Fig. 8 
und 10 des Pent. sublinguifer Maurer 1. c. einnehmen. Dieses Ver- 



— 35 — 

halten zeigt auch die hier vorliegende Art. Vermutlich ist also der 
von Frech erwähnte P. sublinguifer von Dicken mit dem Hermers- 
hausener Pentamerus identisch. 

10. Strophomena emarginata Barr. 
Taf. II, Fig. y. 
Bar ran de, Syst. sil. V. Taf. 45, Fig. 1—10. 
Kays er und Holzapfel, Stratigr. Beziehungen, p. 495, 505. 

Biese Art hat sich häutig gefunden. Besonders charakteristisch 
ist die Form der Anwachsstreifen, deren Krümmung etwas mehr als 
einen Halbkreis beschreibt. Die Granulierung, wie sie Barrandes 
Fig. 6 zeigt, ist nur bei einem Stück erkennbar. Von der Herab- 
biegung des Stirnrandes in Form zweier spitzer Zipfel ist bei der 
schlechten Erhaltung der Stücke nichts zu bemerken. 

Stroph. emarginata ist eine der wichtigen Formen, die dem Kone- 
pruser Riffkalk fehlen, dagegen im Mnenianer und G^-Kalk auftreten. 

11. Strophomena minor A. Rö. 
Taf. II, Fig. 10. 
Leptaena minor, A. Ro einer 1850, Beiträge etc., p. 12. Taf. 3, Fig. 1. 
Leptaena corrugata, R. Richter, Zeitschr. d. D. geol. Ges. 1866, XVIII, p. 419. 

Taf. 6, Fig. 24—28. 
Strophomena comitans, Barrande. Syst. sil. V. Taf. 56, Taf. 127, Fig. II, 2. 
Leptaena interstrialis, Kays er, Zorger Schiefer 1889, p. 130. Taf. 13, Fig. 27, 28. 
Strophomena minor, K. Walther. Beiträge etc. 1907, p. 283. Taf. 13, 
Fig 14, a— f. 

Es liegt eine Anzahl ziemlich gut erhaltener Ventralschalen vor, 
an denen die Schalenstruktur teilweise noch deutlich zu erkennen ist. 
Die Art ist durch interstriale Skulptur ausgezeichnet. Die Hauptrippen, 
die bei jüngeren Exemplaren, d. h. solchen mit einem Schlossrand von 
8 — 4 mm Länge, sich noch sehr scharf gegen die feineren Schaltrippen 
abheben, werden bei älteren Exemplaren an Stärke von den Schalt- 
rippen eingeholt, so dass die interstriale durch eine fast gleichmäfsige 
radiale Skulptur ersetzt erscheint. Nur am Rande sind auch bei älteren 
Stücken beide Arten von Rippen meist noch zu unterscheiden. 

W a 1 1 h e r zieht zu dieser Form einen grossen Teil der von 
Bar ran de als Strophomena comitans aus Etage D bis G beschriebenen 
Formen und zwar diejenigen, die «eine mehr oder weniger erhebliche 
mediane Einsenkung der Ventralschale» zeigen. Dieses Merkmal zeichnet 

3* 



— So- 
nach Walt her die geologisch jüngeren, devonischen Formen aus. 
Unsere grösseren Exemplare lassen das Merkmal gleichfalls erkennen, so 
dass die Walther sehe Beobachtung durch die Hermershausener Stücke 
bestätigt wird. Desgleichen lässt sich auch bei ihnen eine stärker ge- 
wölbte Wirbelgegend von einem sie umgebenden flacheren Randsaum 
unterscheiden. Eine konzentrische Anwachsstreifung fehlt jedoch. 

Strophomena minor ist nach Walther in Verbindung mit Trimero- 
cephalus micromma das Hauptleitfossil der Thüringer Tentaculitenschiefer. 
Es ist für die Beurteilung des Hermershausener Kalkes und seine Ver- 
gleichung mit Thüringen und Gj Böhmens von besonderer Bedeutung, 
dass auch in ihm beide Fossilien zusammen vorkommen. 

12. Strophomena rariuscula Barr. 

Barrande, Syst. sil. V. Taf. 48. 

Ein vollständiges Exemplar dieser Art, die aus G^ von mehreren 
böhmischen Fundorten bekannt ist. 

13. Strophomena tenuissima Barr. 

Taf. II, Fig. 11. 
Barrande, Syst. sil. V. Taf. 69, Fig. VE. 

Nur zwei Stücke haben sich gefunden, die aber völlig mit den aus 
dem Greifensteiner Kalk bekannten übereinstimmen. F r e c h i) nennt 
Stroph. tenuissima eine der wichtigsten Leitformen des Greifensteiner 
Kalkes, doch ist sie, wie das Vorkommen im Bailersbacher Kalk von 
Hermershausen beweist, nicht allein auf die Greifensteiner Kalke (Rhein. 
Schiefergebirge, Böhmen, Cabrieres) beschränkt. Auch an einem andern 
Fundpunkte im Bailersbacher Kalk, Mudersbach, hat Kayser sie gefunden. 

14. Atrypa philomela Barr. 
Taf. II, Fig. 12. 
Barrande, Haid. Abb. I. p. 31. Taf. 15, Fig. 7. 
Barrande. Syst. sil. V. Taf. 84 und 134. 

Fünf Exemplare eines glatten Brachiopoden von der Form und 
Grösse der Atrypa philomela liegen vor. Ein doppelklappiges, etwas 
verdrücktes Exemplar zeigt das Hauptmerkmal der Art, die im Ver- 
hältnis zur Ventralschale viel flachere Wölbung der Dorsalschale. 

In Hessen in allen Kalken des unteren Mitteldevon, gehört sie in 
Böhmen nur dem Mnenianer Kalk an. 



1) Zeitschr. d D. geol. Ges. 1889, p. 276. 



15. Retzia novemplicata Sdbg. 
Taf. II, Fig. 13. 
San«! berger. Verst. Schicht. Syst. Nassau, p. 332. Taf. 33, Fig. 4. 
Kayser. .Jahrb. d Kgl. pr. geol. L.-A. 1883, p. 56. 
Kayser, Zorger Schiefer, 1889. p. 130. Taf. 13. Fig. 29, 30. 
Frech, Zeitschr. d. D. g. Ges. 1889. p. 252. 
Barrande, Syst. sil. V. Taf. 87, Retzia minuscula. 

Einige dieser Art zuzurechnende Brachiopoden liegen vor. Sie sind, 
wie die Günteroder Stücke nach Frech es zeigen, von der Wissen- 
bacher Art durch grössere Breite verschieden. Dabei erreichen sie nicht 
die Grösse der S an db erger sehen Originale. Die Dorsalschale scheint 
ausserdem flacher zu sein, wie bei diesen. Das Verhältnis von Länge 
zu Breite beträgt bei der Wissenbacher Art 5 — 6 zu 8 und bei der 
von Hermershausen etwa 7 zu 8. Man könnte demnach die beiden 
Formen als lange und kurze Form von R. novemplicata unterscheiden. 

Abgesehen von den angegebenen Unterschieden herrscht in Zahl 
und Gestalt der Rippen, die sich auf der Ventralschale fast schon vom 
Wirbel an ausprägen, Übereinstimmung. 

Etwas schärfer gerippt, sonst aber sehr ähnlich ist R. minuscula 
Barr, aus G^. Die von Kay s er beobachtete punktierte Schalenstruktur 
ist an den vorliegenden Exemplaren, ebenso wie an den Sa ndb erger sehen 
nicht zu erkennen. 

16, Orthis perplexa Barr. 
Bar ran de, Syst. sil. V. Taf. 71, Fig. X. 

Ein kaum 5 mm breites Brachiopod gleicht der Orthis perplexa 
Barr, aus G^ von Branik. Es ist jedoch auf diese, ebenso wie auf 
viele andere von Barrande aufgestellte, wenig charakteristische Arten 
für stratigraphische Folgerungen kein Gewicht zu legen. 

17. ? Terebratula rhenana n. sp. 
Taf. I, Fig. 1, a-— e, 2 a— c. 
In einem schlechten Stück liegt ein Brachiopod vor, dessen er- 
kennbare Merkmale hinreichen, um entsprechende Stücke von Gtinterod 
und Greifenstein damit zu vergleichen. 

Der Gattungsname Terebratula wurde als vorläulige Bezeichnung 
für diese ganz abweichende Form gewählt, da in der äusseren Form eine 
ausserordentlich grosse Ähnlichkeit mit echten Terebratuliden besteht 



— 38 — 

und zwar besonders mit Terebratula nimbata Oppel aus dem unteren 
Lias vom Hierlatzberg, wie ein Vergleich der hier gegebenen Abbildungen 
mit denen Oppels (Zeitschr. d. D. geol. G. 1861, p. 540, Taf. XI, Fig. 4) 
zeigt. Da die Greifensteiner Kalke auch petrographisch den Hierlatz- 
kalken sehr ähnlich werden, so sind die Stücke zum Verwechseln ähnlich. 
Wie weit die Konvergenzerscheinung sich auch auf die inneren Merk- 
male erstreckt, \var nicht mit genügender Sicherheit zu ermitteln. 

Von Greifenstein ist bisher nur ein sicher hierher gehöriges Exemplar 
bekannt, von Günterod eine ganze Anzahl. Der Beschreibung ist das 
Greifensteiner Exemplar zu Grunde gelegt, da es am besten erhalten ist. 

Breite 20 mm, Länge 14 mm. Ventralklappe flach gewölbt, mit 
dem Schnabel" eng auf der Dorsalklappe aufliegend, sodass die Stiel- 
Öffnung verdeckt ist. Von der Mitte ab bildet sich auf der Ventral- 
schale ein Sattel aus, der in der Mitte eine feine Längslinie, wie eine 
Naht trägt. Dieser Sattel ist bei dem Greifensteiner Stück wenig aus- 
geprägt, deutlich bei denen von Günterod. Die Oberfläche trägt als 
einzige Skulptur schwache konzentrische Anwachsstreifen. 

Die Dorsalklappe trägt einen Sinus, der sich von der Schnabel- 
region an zum Stirnrand hin gleichmäfsig verbreitert. Am Stirnrand 
ist die Dorsalklappe innerhalb dieses Sinus stark abwärts gebogen. 
Skulptur wie in der Ventralschale. Auch hier in der Mittellinie des Sinus 
eine feine Naht. 

Schlossrand gebogen. Area fehlt. Schloss-, Stirn- und Seiten- 
kanten bei dem Greifensteiner Stück scharf, bei den übrigen stumpf und 
etwa 2 mm breit, da die dicke Schale sich an den Rändern nicht 
verdünnt. Schale faserig. 

Von inneren Merkmalen konnten zwei kurze Crura in der Dorsal- 
schale und zwei gut entwickelte Schlosszähne in der Ventralschale fest- 
gestellt werden. Ein Armgerüst war nicht zu beobachten. Da die 
inneren Merkmale nicht ein wandsfrei festgestellt werden konnten, so ist 
vorläufig die Stellung der Form noch unsicher. Gewisse Analogieen zu 
andern abweichenden Formen sind zwar vorhanden, wie zur Gattung 
Mimulus Barr, aus dem Silur oder zu der Rhynchonella contraria A. Rom. 
aus dem Karbon, ohne dass von einer Verwandtschaft die Rede sein könnte. 

Wegen des geringen, bis jetzt bekannten Materials wurde von der 
Aufstellung einer neuen Gattung abgesehen. Nur sei auf die Tatsache 
hingewiesen, dass eine so abweichende Form den Kalken von Greifenstein, 
Günterod und Hermershausen gemeinsam ist. 



— 39 — 

18. Cardiola ?p. 

Kavser. Alt. Devon, p. 124. Taf. 19, Fig. 11. 12. 
Kayser. Zorger Schiefer, p. 132. Taf. 13, Fig. 22, 23. 

Eine kaum 2 mm Grösse erreichende Cardiola mit feiner Berippung 
und stark gewölbter Schale liegt vor. Sie ähnelt der Cardiola cf. 
seminula A. Rö. aus dem Harz, wie sie Kayser wieder abbildet. 

Ausser dieser kleinen Art liegt noch ein grosses Bruchstück eines 
grobgerippten Paläoconchen und andere Stücke vor, von deren Be- 
stimmung gleichfalls abgesehen werden musste. 

19. Tentaculites acuarius Rieht. 

R. Richter. Zeitschr. d. D. geol. Ues. 1851. p. 285. Taf. 111. Fig. 3—9. 

Barrande, Syst. sil. Pteropodes. p. 133. Taf. 14. Fig. 30. 

Kayser. Alt. Devon, p. 111. Taf. 31. Fig. 1—3. 

Maurer. N. J. f. Min.. Beil.-Bd. 1. 1880. p. 35. 

Novak. Üb. Tentaculiten etc.. p. 53. 

Katzer. (leol. v. Böhmen. I. Aufl.. p 1020. 

Karpinsky. Foss. Pteropoden. 18*4. p. 1—6. 

Kayser und Holzapfel. Stratigr. Bezieh., p. 495 ff. u. 504. 

B u r h e n n e , Tentaculitenschiefer. p. 33. 

K. Walther. Beiträge etc. N. J. f. Min.. Beil., Bd. XXIV. p. 30». 

F. Seemann, 1907, Mittelbölmi. Devongebiet, p. 106. 

Dieser Tentaculit hat sich sowohl in Hermershausen, als auch in 
dem kleinen Kalkvorkommen von Willershausen in vielen guten Exemplaren, 
gefunden. 

Sämtliche Kalke des unteren Mitteldevon in Hessen führen Tent. 
acuarius. Den mitteldevonischen Schiefern hat er den Namen gegeben. 
Trotzdem sind die in den Schiefern vorkommenden von Burhenne 
wegen der schlechten Erhaltung nicht bestimmt worden. Doch ver- 
mutete er auch in ihnen den T. acuarius. An der Pauschenberger Mühle 
bei Eisemroth kommt, wie ich feststellen konnte, T. acuarius in den 
Schiefern vorzüglich erhalten vor. 

Die thüringischen Tentaculitenschiefer, aus denen Richter ihn 
zuerst beschrieb, sind längst als mitteldevonisch erkannt. Dasselbe gilt 
für den Kalk vom Scheerenstieg im Harz, in dem er auch vorkommt. 

Von ausserdeutschen Vorkommen sind zu nennen die vielfach er- 
wähnten Tentaculitenschiefer Cataloniens mit Phacops fugitivus und die 
sogenannten unterdevonischen Schichten am Ostabhang des Ural m.it 
Anarcestes lateseptatus. 



— 40 — 

In Böhmen tritt T. acuarius allerdings schon früher auf. Er hat 
in F2 sogar bereits seine grösste Verbreitung und geht bis in die 
Hg -Schiefer hinauf. Aus F^ ist er nach Novak noch nicht bekannt, 
was dieser Autor ausdrücklich hervorhebt. Dem steht entgegen, dass er 
nach K atz er schon in F^ als Seltenheit vorkommt. Die Richtigkeit 
dieser Angabe kann ich nicht beurteilen. Nach den Angaben bei Novak, 
Karpinsky, Kay s er und Barrande ist sie nicht wahrscheinlich. 

Zuweilen häufen sich die Schalen von T. acuarius derartig an, dass 
ein Tentaculitenkalk entsteht, wie Richter es beschrieben hat. In 
unverwittertem Zustande sind diese Kalke ungewöhnlich zäh, vermutlich, 
weil die durcheinanderliegenden Tcntaculiten dem Gestein ein faseriges 
Gewebe verleihen. Ist das Gestein dagegen verwittert, so entsteht ein 
mürbes gelbbraunes Gestein, in dem die zahllosen Tentaculiten als 
Hohlröhren liegen. Solche leicht zerreiblichen Tentaculitenbänkchen 
sind sehr schön an dem kleinen Diabasvoi-Uommen südöstlich von Alten- 
vers, östlich vom Höhenpunkt 235,1 aufgeschlossen. Durch Diabas- 
kontakt verändert stehen sie auf der Höhe 286,7 südlich Weipoltshausen 
an, hier mit Phacops breviceps. 

Das Vorkommen zusammen mit Jovellania triangularis am Stau- 
weiher der Kehnaer Mühle wurde schon erwähnt. 

Aus den Kalken des oberen Mitteldevon ist der Tentaculit von 
Holzapfel als selten beschrieben. Auch in Böhmen geht er, wie 
erwähnt, bis in die Hg -Schiefer hinauf. Für das rheinische Schiefer- 
gebirge ist er dennoch vorwiegend eine Form des unteren Mitteldevon. 

Erwähnt sei noch, dass zwar Barrandes Abbildungen dem Tent. 
acuarius des Harzes und Hessens entsprechen, dass aber ein grosser Teil 
der Novakschen stark vergrösserten Abbildungen eine flachere und 
viel weniger enge Querringelung aufweist als der typische Tent. acuarius. 

20. Styliolina laevis Rieht. 
R. Richter. Zoitschr. d. D. gool. ({es. 1854. p. 284. Taf. IIJ. Fig. L 2. 

Ähnlich wie Tentaculites acuarius tritt Styliolina laevis zuw-eilen 
in grosser Menge auf. Infolge Verdrückung zeigen fast alle Stücke den 
bekannten Längsknick der Schale. Die grössten Exemplare werden 
etwa 1 cm lang und 1 mm breit. 

In den Kalken des pelagischen Mitteldevon des hessischen Hinter- 
landes scheint St. laevis sonst nicht beobachtet worden zu sein, wenigstens 



— 41 — 

enthalten die Versteinerungslisten nichts darüber. In den Schiefern 
tritt sie dagegen überall auf. 

Im oberen Mitteldevon scheint sie häutiger zu werden. Holzapfel 
gibt sie von Bicken und Wildungen aus dem Odershäuser Kalk und 
vom Martenberg aus dem Eisenstein an. 

21. Anarcestes lateseptatus Beyr. 
Kays er, Alt. Devon^ p. 50. Taf. 6. Hier d. alt. Lit. 

Ausser zahlreichen Spuren von Goniatiten, die vermutlich auch 
hierher gehören, liegen besonders drei Bruchstücke vor, die als Anarcestes 
lateseptatus bestimmt werden konnten. Da alle Cephalopodenreste von 
Hermershausen trotz relativer Häufigkeit sehr schlecht erhalten sind, 
ist es ein besonders günstiger Zufall, dass gerade diese Hauptleitform 
des unteren Mitteldevon bestimmbar war. Im Verein mit Trimerocephalus 
micromma und Strophomena minor ist es Anarcestes lateseptatus vor- 
nehmlich, der den Kalk von Hermershausen stratigraphisch festzulegen 
ermöglicht. 

22. Aphyllites sp. 

Mehrere Bruchstücke unzweifelhafter Aphylliten, die in der äusseren 
Form dem Aph. fidelis entsprechen, liegen vor. An keinem Stück war 
jedoch die Lobenlinie zu beobachten, sodass eine sichere Bestimmung 
und damit eine noch genauere stratigraphische Horizontierung des 
Hermershausener Kalkes vorläufig nicht möglich ist. 

23. Orthoceras sp. sp. 

Reste von Orthoceren sind recht häufig. Besonders zu erwähnen 
ist ein kleines rundes Orthoceras von 5 mm Durchmesser, das in der 
Weite der Kammerung und der ganz schwachen Breitenzunahme einer 
im Günteroder Kalk auftretenden Form entspricht. 

Ebenso wird eine ziemlich weit gekammerte Form von ovalem 
Querschnitt einem Orthoceras von Greifenstein recht ähnlich. 



In umstehender Tabelle ist die Fauna des Bailersbacher Kalkes 
von Hermershausen noch einmal zusammengestellt. 



42 



Sonstige 
H1-H3 Vor- 
kommen 


•— 
1 
3 


.5 5^ 

s 3 




Braiinaii 
Ural 


Catalonien 




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X 




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Mncnian- 
Kalk 


t • • 


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Thür. 
Tonta- 
ciiliteh- 
Schiefer 


+ X 


• • • X 




• • • + X • 


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■ x 




4- 


+ • + • ■ 




Mitt 

Groifen- 
stoin 




• + : • 




•++• •+ + +•+•+'• -xx 




Rhein. 
Tenta- 
culiten- 
Schiefer 


+ • 












' 




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• -h • " • -h -r -r • X 




Konc- 
prus- 
Kalk 


• • 


+ • • • 


• 




+ . . . . 




Q 

m 
Vi 
es 

Cß 

c 

a 


■ . 












Trimerocephalus micromma A .Ro 
Phacops Kayseri n. sp. . . 


Cheirnrns gibbns Beyr. , . 
Cyphaspis hydrocepluila A. Rö 
Cyphaspidos coniatns Barr, . 
Prootns äff. dormitans Rieht. 


m 


c 


?Entomis sp 

Pentamerns lingnifor Sow. . 
Strophomona omarginata Barr. 
Strophomona minor A. Rö. . 
Strophomena rariuscula Barr. 
Strophomena tennissima Barr. 


Atrypa ]>hilomela Barr. . . 
Retzia novemplicata Sdbg. . 
Orthis perplexa Barr. . . . 
? Terebratula rhenana n. sp. 

Cardiola sp 

Tentaculites acuarius Rieht. 
Styliolina laevis Rieht. . . 
Anarcostes latesoptatns Beyr. 

Apliyllites sp 

Orthoceras sp. sp 




1-1 oa 


CO 'vfH iC <:c 


c— 


CO a: ^ c^ 0-? 


-^ iC CC t- CC. O^ — CM Ot 





— 43 — 

Zusammenfassung und Folgerungen. 

Aus der vorstehenden Beschreibung der Fauna ergibt sich das 
mitteldevonische Alter des Hermershausener Kalkes. Besonders be- 
weisend sind dafür: 

Trimerocephalus micromma, 
Anarcestes lateseptatus, 
Strophomena minor. 

Ferner ergibt sich aus der Tabelle die grosse Übereinstimmung 
mit den Kalken von Greifenstein und Mnenian. aber auch mit den 
Braniker Schichten (GJ. Auffällig ist die geringe Zahl der mit dem 
typischen Ballersbacher Kalk gemeinsamen Fossilien. Gleichwohl muss 
das Vorkommen zu den Ballersbacher Kalken gestellt werden, da es 
ein ausgesprochener Cephalopodenkalk vom petrographischen Charakter 
des Ballersbacher Kalkes ist und gleich ihm Anarcestes lateseptatus 
führt. Trimerocephalus micromma ist zwar anderweitig im rheinischen 
Schiefergebirge in den Ballersbacher Kalken noch nicht gefunden 
worden, tritt aber häutig in den die Kalke einschliessenden Tentaculiten- 
schiefern auf. Ausserdem ist dieser Trilobit aus den Kalken des I.ad- 
dekentales bei Zorge von Kays er beschrieben worden, die zu den 
Ballersbacher Kalken gerechnet werden müssen. Auch sonst macht man 
im hessischen Hinterlande die Erfahrung, dass die Fauna der Ballers- 
bacher Kalke an den wenigen ergiebigeren Fundorten recht verschieden- 
ist und jeder derselben zu der Gesamtfauna nur einen kleinen Bruchteil 
liefert. Diese Armut der einzelnen Fundstellen ist auch der Grund 
gewiesen, dass bisher eine Ballersbacher Fauna noch nicht zusammen- 
fassend beschrieben wurde. Die Hermershausener Fauna kann als eine 
derartige, zwar kleine, aber bezeichnende Faunengemeinschaft gelten. 

Kays er und Holzapfel haben 1893 die bis dahin bekannt 
gewordene Ballersbacher Fauna zur Klärung der stratigraphischen Be- 
ziehungen des rheinischen pelagischen Mitteldevon zu den böhmischen 
Äquivalenten benutzt. Inzwischen sind- zu den damals etwa 30 Formen 
durch die Hermershausener Fauna und andere Funde eine Anzahl von 
Fossilien hinzugekommen, so dass die Fauna auf das Doppelte an- 
gewachsen ist. Es wird daher im Folgenden ein Verzeichnis der mit 
Sicherheit aus dem Ballersbacher Kalke bekannten Formen gegeben, 
das sich hauptsächlich auf das im Marburger Museum befindliche 
Material stützt. 



— 44 



B a 1 1 e r s b a c h e r Kalk 
Hessen -Nassaus 




Rheinische 
Tenta- 
culiten- 
Schiefer 



Rf 



1. Harpes reticulatus Corda . . 

2. Bronteus Dormitzeri Barr. . 

3. Bronteus speciosus Corda 

4. Phacops fecundus major Barr. 

5. Phacops breviceps Barr. . . 

6. Phacops Kayseri n. sp. . . 

7. Trimerocephahis micromma A. 

8. Cheirurus gibbus Beyr 

9. Cyphaspis hydrocephala A. Rö. , 

10. Cyphaspides comatus Barr. . . . 

11. Proetus planicauda Barr. . . . 

12. Proetus orbitatus Barr 

13. Proetus cf. eremita Barr. . . . 

14. Proetus unguloides Barr. . . . 

15. Proetus myops Barr 

16. Proetus äff. dorinitans Rieht. . . 

17. Anarcestes lateseptatus Beyr. . . 

18. Anarcestes convolutus Sdbg. . . 

19. Anarcestes cf. subnautilinus Schkith. 

20. Aphyllites sp 

21. Hercoceras subtuberculatum Sdbg. 

22. Pinacites Jugleri A. Rö 

23. Jovellania triangularis Arch. Vern. 

24. Orthoceras patronum Barr. . . . 

25. Orthoceras vertebratum Sdbg. . . 

26. Orthoceras Dannenbergi Arch.Vern. 

27. Orthoceras commutatum Giebel . 

28. Orthoceras crassum A. Rö. . . . 

29. Tentaculites acuarius Rieht . . 

30. Styliolina laevis Rieht 

31. Hyolithes pauper Barr 

32. Orthotheca cf. pyramidala Nov. . 

33. Theca cf. nobilis Barr 

34. Buchiola digitata A. Rö 

35. Buchiola sexcostata A. Rö. . . . 

36. Avicula sp 

37. Puella sp 

38. Merista securis Barr 

39. Atrypa reticularis Linn 



+ 



X 

+ 



+ 



4- 



-f 



+ 



+ 



X 

+ 
+ 



X 
X 



+ 



— 4o 



Bailersbacher Kalk 

H e s s e n - N a s s a 11 s 


Kone- 
prus 


Mnenian 


Gl 


Rheinische 
Tenta- 
culiten- 
Schiefer 


40. Atrypa reticularis var. aspera Schi 

41. Atrypa philomela Barr. . . . 

42. Athyris macrorhyncha Schnur. 

43. Rhvnchonella Kavseri Barr. 




+ 


+ 






44. Rhynchonella nympha var. pseudo 
livonica Barr 




9 


• 






45. Rhynchonella parallelepipeda Barr 

46. Rhynchonella äff. Orbignyana Vern 

47. Rhynchonella princeps Barr. . 

48. Cvrtina heteroclita Defr. . . . 




! 

9 


• 
9 


_i_ 


X 


49. Spirifer Thetidis Barr. . . . 






+ 






50. Strophomena Sowerbyi Barr. . 

51. Strophomena tenuissima Barr. . 




+ 


+ 

+ 






52. Strophomena emarginata Barr. 

53. Strophomena minor A. Rö. . . 

54. Strophomena rariuscula Barr. . 

55. Chonetes tardus Barr. . . . 






4- 


+ 
+ 

+ 




56. Orthis perplexa Barr 

57. Retzia novemplicata Sdbg. . . 

58. Retzia membranifera Barr. . . 




9 


• 
9 


+ 




59. Pentamerus linguifer Sow. . . 

60. Pentamerus sp 

61. ■? Terebratula rhenana n. sp. 






+ 


-4- 




62. Discina marginata Sdbg. . . . 

63. Petraja Barrandei Maur. . , . 

64. Platyceras Halfari, var. rostrata 

Barr 




. 




• 


X 


65. Capulus (Acroculia) priscus Gf. 


• 



Diese Zusammenstellung zeigt, dass das Gesamtbild der Bailers- 
bacher Fauna mehr zu den Mnenianer Kalken hinneigt, während die 
Hermershausener Fauna für sich allein betrachtet der G^-Fauna (Braniker 
Schichten) näher steht. 

Ein Vergleich der vorstehenden Fossilliste mit der Übersicht über 
die Fauna der Wissenbacher Schiefer des Harzes, die Beushausen ^) gibt, 



1) Beushausen, Abh. d. Kgl. preuss. geol. L.-A. N. F., Heft 30, p. 126. 



— 46 — 

zeigt eine so weitgehende Übereinstimmung, dass wenigstens eine ungefähre 
Gleichaltrigkeit der Wissenbacher Schiefer des Harzes und der Bailers- 
bacher Kalke des Rheinlandes daraus hervorgeht. 

Da die Schiefer im Harz noch von gleichfalls mitteldevonischen 
Calceolaschiefern unterlagert werden, ergibt sich für sie und damit auch 
für die Bailersbacher Kalke eine etwas höhere Stellung im Mitteldevon, 
als unmittelbar an der Basis. 

Bei der grossen Zahl von Arten, die dem Mnenianer und Bailers- 
bacher Kalk gemeinsam sind, muss obige Erwägung bei der Altersfrage 
des Mnenianer Kalkes in Betracht gezogen werden. Weit schwieriger 
ist die Frage nach dem Alter von G^. Zum Teil machen diese Kalke 
den Eindruck, als ob sie sogar älter seien, als der Mnenianer Kalk. 

Es soll jedoch in diesem Zusammenhange nicht auf die Frage 
der Stellung von G^ eingegangen werden, da die Untersuchung der 
hercynischen Schichten der Marburger Gegend noch nicht abgeschlossen 
ist und dieselbe über diese Frage vielleicht einiges Neue bringen wird. 
Soviel zeigt jedenfalls schon die Tabelle bei Seemann, dass eine 
Anzahl von Formen dem Mnenianer Kalk fehlen, aber im Konepruser 
Kalk und G^ vorkommen. Es handelt sich also darum, festzustellen, 
ob die betreffenden G^ -Formen nicht durchweg einer tiefen Lage der 
Gl -Schichten entstammen, die aus petrographischen Gründen mit den 
höheren Schichten zusammen gefasst wurde, aber dem ünterdevon zuge- 
rechnet werden muss. 

Obige Zusammenstellung zeigt weiter die Beziehungen zu den 
Tentaculitenschiefern gleichen Alters. Deutlich tritt das Vorherrschen 
der pelagischen Formen in den Schiefern hervor, sodass man vergleich- 
bare Versteinerungen nur unter diesen erwarten darf. 

Die Brachiopoden bieten gar keine Anhaltspunkte und die Trilobiten 
eigentlich auch nur in Trimerocephalus micromma. Es bleiben also die 
Cephalopoden übrig und auf diese, insbesondere auf Anarcestes latesep- 
tatus ist das Schwergewicht bei der Beurteilung der Altersgleichheit zu 
legen. 

Kalk des oberen Mitteldevoii. 

Im Tale westlich von Weipoltshausen liegt eine Scholle von Massen- 
kalk zwischen Unterdevon und Silur eingesenkt. Da dieses kleine Vor- 
kommen das einzige bekannte von Massenkalk nördlich des Dünsberges 
und östlich von dem Hauptsilurzuge ist und ausserdem einen Phacopiden 



— 47 — 

geliefert hat, den ich als eine neue Abänderung von Phacops breviceps 
auffasse, so möchte ich es hier im Anhang erwähnen. Die ganze Scholle 
kann an der Oberlläche nur wenige Quadratmeter einnehmen und ist 
jetzt zum grössten Teil als Strassenbaumaterial weggebrochen worden. 
Es fanden sich darin: 

Phacops breviceps Barr. 

Phacops breviceps, var. hassiaca, var. n. 

Cheirurus Sternbergi, mut. myops A. Rö. 

Harpes socialis Holzapfel. 

Cyphaspis convexa Corda. 

Stringocephalus Burtini Defr. 

Pentamerus globus Schnur. 

Cladochonus alternans A. Rö. 

Cupressocrinus sp. 
Das Vorkommen von Stringocephalus in mehreren recht gut er- 
haltenen Stücken stellt das Alter des Kalkes sicher. In zahlreichen 
Exemplaren fand sich 

Phacops breviceps, var. hassiaca var. n. 
Taf. I, Fig. 6, 7. 

Die so abgetrennten Formen sind durch den abweichenden Bau 
ihrer Augen gekennzeichnet. Dieselben sind bis dicht an die Glabella 
herangerückt und entfernen sich dabei von der Wangenfurche so weit, 
dass der Abstand des Hinterendes der Augen von der Waugenfurche der 
ganzen Augenlänge gleichkommt. Da gerade die Form der Augen und 
ihre Stellung bei der Unterscheidung der Phacopsarten eine Hauptrolle 
spielt, so würde dieses Merkmal sogar die Aufstellung einer neuen Art 
rechtfertigen können. Indessen gleicht der Trilobit im übrigen voll- 
ständig dem Phacops breviceps Barr. Ausserdem kommt er zusammen 
mit dem Typus selbst und solchen Formen vor, die zwischen ihm und 
dem Typus vermitteln. Ich betrachte Mhn daher nur als Varietät, die 
irgend einem örtlichen Einfluss, etwa einer veränderten Meerestiefe, ihre 
Entstehung verdankt. Die auffällige Breite der auf Tafel I, Fig. 6 dar- 
gestellten Glabella beruht auf einer leichten Verdrückung. 

Im Vergleich zu dem typischen Phacops breviceps befindet sich 
das Auge im Anfange der Rückbildung. Der Palpebralhügel ist fast 
verschwunden und die Augen erheben sich nur noch wenig aus der 



— 48 — 

Wangenebene. Während nach Bar ran des Angabe die Augen von 
Ph. breviceps sich bis zum Niveau der Giabella erheben, erreichen sie 
hier kaum die halbe Höhe derselben. 

Entsprechend diesem Versinken des Auges ist auch seine Länge 
verringert und die Zahl der Linsenreihen zurückgegangen. Das Auge 
von Phacops breviceps besitzt nach Barrande 18 — 22 Reihen mit 
5 — 8 Linsen in jeder Reihe, die Varietät hat nur 14—15 Reihen mit 
4 — 5 Linsen in der Reihe. 

Die Granulierung der Giabella ist sehr fein und gleichmäfsig. Die 
Steinkerne sind dagegen glatt. 

Ein Teil der gefundenen Pygidien, die auffallend schwach seg- 
mentiert sind, gehört vielleicht zu dieser Varietät. 

Die von Holzapfel^) beschriebenen und abgebildeten Phacops hyla 
und Phacops latissimus sind sehr nahe verwandt. Der Dorsalfurchen- 
winkel ist jedoch bei beiden spitzer als bei unserer Varietät. Die 
Augen sind bei beiden zwar auch in die Wangenebene zurückgesunken, 
jedoch nicht ganz so weit, wie in unserem Falle. Ausserdem nähern 
sich die Augen viel mehr der hinteren Wangenfurche. Phacops hyla 
scheint glatt zu sein, während Ph. latissimus granuliert ist. Überhaupt 
steht Phacops latissimus unserer Varietät am nächsten, wird aber nur 
halb so gross. 



1) Holzapfel, Ob. Mitteldevon, p. 21 und Tafel Hl, Fig. 12 und 14. 



49 



Erklärti7ig zu Tafel I. 

Figur 1 a— e. V Terebiatula rhenana u. sp. Greifensteiiier Kalk von (xreifen- 

steiii. Nat. Grösse. S. 37. 
Figur 2 a — c. Desgl. (Ittnteröder Kalk von Günterod. Nat. Grösse. . 
Figur 3 a— c. Spirifer robustus Barr. Greifensteiner Kalk von Weipoltsliausen. 

Nat. Grösse, S. 17. 
Figur -ta — c. Spirifer Thetidis Barr. Greifensteiner Kalk von Weipoltsliausen. 

Nat. Grösse. S. 18. 
Figur 5. Phacops Kayseri n. sp. Pygidiuni. Bailersbacher Kalk von Hermers- 

hausen. Vergr. 2/1. S. 29. 
Figur 0. Phacops breviceps, var. hassiaca, var. n. Stringocephalenkalk von 

Weipoltshausen. Nat. Grösse. S. 47. 
Figur 7. Desgl. Ebendaher. Vergr. 5 2. 

Die Originale zu sämtlichen Figuren dieser Tafel befinden sich in der 
Sammlung des geologischen Instituts zu Marburg. 

Erklä7'U7ig zti Tafel IL 

b. Trimerocephalus micromma A. Rö. Glabella. Nat. Grösse. S. 27. 
Desgl. Pygidium. Nat. Grösse. 

b. Phacops Kayseri n. sp. Glabella. Nat. Grösse. S. 29. 
Desgl. Auge, vergrössert 
Cheirurus gibbus Beyr. Bruchstück der Glabella. Nat. Grösse, S. 30. 
Cyphaspis hydrocephala A. Rö. Glabella. Nat. Grösse. S. 30. 
Cyphaspides comatus Barr. Pygidium. Vergr. 2/1. S. 31. 
Proetus äff. dormitans Rieht. Glabella. Vergr. 2/1. S. 32. 
Proetus sp. Glabella. Nat. Grösse. S. 33. 
b. Pentamerus linguifer Sow. Nat. Grösse. S. 34. 
Strophomena emarginata Barr. Nat. Grösse. S. 35. 
Strophomena minor A. Rö. Vergr. 2/1. S. 35. 
Strophomena tenuissima Barr. Nat. Grösse. S. 36. 
Atrypa philomela Barr. Nat. Grösse. S. 36. 
Figur 13. Retzia novemplicata Sdbg. Vergr. 2/1. S. 37. 

Die Originale zu sämtlichen Figuren dieser Tafel stammen aus dem 
Ballersbacher Kalk von Hermershausen imd befinden sich in der Sammlung- 
des geologischen Instituts zu iVIarburg. 



Figur 


la, 


Figur 


Ic. 


Figur 


2 a, 


Figur 


2 c. 


Figur 


3. 


Figur 


4. 


Figur 


5. 


Figur 


6. 


Figur 


( . 


Figur 


8 a, 


Figur 


9. 


Figur 


10. 


Figur 


11. 


Figur 


12. 




Jahrb. d. nass. Ver. f. Nat. G4, 1911. 



Die Molluskenfauna der Hydrobienschichten des 
Hessler bei Mosbach-Biebrich. 



Von 

Carlo H. Jooss, Stuttgart. 

Mit 5 Textfiguren. 



Literatur : 

Braun, Alexander: Ve r § 1 e i c li e n d e Z u s a m m e n s t e 1 1 u n g d e r 1 e b e n - 
den und diluvialen Molluskenfauna des Rlieintals mit 
der tertiären des Mainzer Beckens in: Amtlicher Bericht 
über die 20. Versammlung der Gesellschaft deutscher Naturforscher 
und Ärzte zu Mainz im September 1842. Mainz 1843, S. 142 — 150. 

Böttger, Oskar: Clausilienstudie n in: Palaeontographica N. F. 
Suppl. III, 1877, mit Tafel 1—4. 

Derselbe: Abbildungen seltener oder wenig bekannter Limneen 
des Mainzer Beckens in: 17. und 18. Bericht über die Tätigkeit 
des Oftenbacher Vereins für Naturkunde, 1878, S. 13—17. mit Tafel 2. 

Derselbe: Neue Paludinen aus dem Mainzer Becken in: Notiz- 
blatt des Vereins für Erdkunde zu Darmstadt, IV. Folge, 7. Heft, 
1886, S. 7—9. 

Derselbe: Die Entwicklung der P u p a - A r t e n des M i 1 1 e 1 r h e i n - 
g e b i e t e s in Zeit und Raum in : Jahrbücher des Nassauischen 
Vereins für Naturkunde, Jahrg. XLII, 1889, S. 225—327, mit 
Tafel 6 und 7. 

Derselbe: Neue Helix -Formen aus dem Mainzer Tertiär in: 
Nachrichtsblatt der deutschen Malakozoologischen Gesellschaft!), 
Jahrg. XXIX, 1897, 8. 1(5-21. 

Derselbe: Über die tertiären L a n d s c h n e c k e n aus der Gattung 
Vallonia im Mainzer Becken in: Nachrichtsblatt der deutschen 

Jahr.H-. XXXV, 1903, S. 72—74. 



Im Nachfolgenden gebrauche ich folgende Abkürzungen : 
1) „Nachrichtsblatt" für Nachrichtsblatt der deutschen Malakozoologischen 
Gesellschaft. 



— 51 — 

Böttger: Die fossilen Mollusken der Hy drob ien kalke von 
Buden heim bei Mainz in: Nachrichtsblatt der deutschen 
Malakozoologischen Gesellschaft, Jahrg. XL. 1908, S. 145 — 157 und 
XLl. 1909, S. 19-25. 

Koch, Carl: Erläuterungen zur geologischen Karte Preussens 
und die Thüringischen Staaten. Sektion Wiesbaden. 
Berlin 1880. 

N e u e n h a u s . H e i n r i c h : Über eine n e u e H e 1 i c i d e — A r c h a e o x e s t a 
pelecystoma — sowie einige Funde aus den Diluvial- 
sand en von Biebrich in: Jahrbücher des Nassauischen Vereins 
für Naturkunde, Jahrg. LXII, 1909, S. 64—67, mit 5 Textfiguren. 

S an db erger, Fridolin: Die Konchylien des Mainzer Tertiär- 
beckens2), Wiesbaden 1863, mit 35 Tafeln. 

Derselbe: Die Lan d- und Süssw asser -Konchylien der Vor weit ^), 
Wiesbaden 1870—75, mit 36 Tafeln. 

Thomae, Carl: Fossile Konchylien aus den Tertiärschichten bei 
Hochheim und Wiesbaden in: Jahrbücher des Nassauischen 
Vereins für Naturkunde. Heft II, 1845, S. 125-166, mit Tafel 1—4. 

Wal ebner, August: Handbuch der Geognosie, II. Aufl. 1846—51. 
Enthält das Verzeichnis der von Ale xan der Braun bei Hochheim 
und Wiesbaden gesammelten Mollusken. 



Die fossilen Mollusken der H ydrobienschichten des H e s s 1 e r unweit 
Mosbach-Biebrich haben seit Fridolin San db er g er s Untersuchungen 
1863 und 1874 keine eingehendere Besprechung mehr erfahren, sodass 
es sich lohnen dürfte, dieselben einmal wieder von neuem durchzuprüfen 
und vom heutigen Standpunkt der Konchyliologen aus zu betrachten. 
Hierzu veranlassten mich einerseits das Beispiel Oskar Böttger s, 
welcher im Nachrichtsblatt der deutschen Malako- 
zoologischen Gesellschaft 1908, Heft IV, und 1909, Heft I, 
»die fossilen Mollusken der Hydrobienkalke von Budenheim bei Mainz« 
in oben erwähnter Weise behandelt hat, sodann aber besonders noch 
folgender Umstand: Zu Beginn dieses Jahres hatte ich nämlich 
Gelegenheit, die reichen Aufsammlungen an Konchylien durchzuarbeiten, 
welche das Senckenbergische Museum in Frankfurt am Main vom Hessler 
besitzt, wobei ich neben einigen neuen Arten auch sonst noch manches 



-) .,Konch. Mainzer Tert.' für Die Konchylien des Mainzer Tertiär- 
beckens, und 

3) „ Vorwelt " für Die Land- und Süsswasserkonchvlien der Vorwelt von 
F. San db erger. 

4* 



— 52 — 

Interessante beobachten konnte. Einen weiteren Anlass bildeten endlich 
auch meine eigenen am Hessler gemachten Funde. 

Die Erlaubnis zur Durchsicht der oben erwähnten Sammlungen wurde 
mir von Herrn Professor Dr. Friedrich Kinkelin am Senckenbergischen 
Museum in Frankfurt bereitwilligst erteilt, auch hat mich der genannte 
Herr durch Mitteilung von Vergleichsmaterial bei meinen Untersuchungen 
aufs freundlichste unterstützt. Durch Herstellung der Abbildungen war 
mir Herr Oberförster Franz Gottschick in Steinheim am Aalbuch 
(Württemberg) in liebenswürdigster Weise behilflich. Beiden Herren 
möchte ich daher an dieser Stelle nochmals herzlichst danken. 

A u f z ä b 1 u n g u n cl Besprechung der einzelne n 

Arten: 

Familie Glandinidae. 

Genus Glandiiia Schumacher. 

1. Glandina inflata Reuss. 

1874. Glandina inflata, Sand berger, Vorwelt, S. 4961). 

Von dieser am Hessler sehr seltenen Art befindet sich ein Exemplar 
im Senckenbergischen Museum, welches mit den typischen Stücken aus 
dem oberen Untermiocän — Süsswasserkalk — von Tuchofic in Böhmen 
vollkommen übereinstimmt. Nicht ganz so selten scheint mir am 
Hessler die 

var. cancellata Sandberger 
1909. Glandina cancellata, Böttger, Nachrichtsblatt, Jahrg. XLI, S. 23, Nr. 4. 

zu sein, von welcher das Senckenbergische Museum drei Exemplare 
besitzt. — Höhe 44 — 46 mm, grösste Breite 20 — 21 mm. — Diese 
Form unterscheidet sich vom Typus durch ihr verlängertes, schlankeres 
Gehäuse, ist aber mit demselben durch Zwischenformen verbunden. 
Böttger hielt diese Varietät für eine selbständige Art (Nachrichtsblatt, 
1909, S. 24); aus dem oben erwähnten Grunde und bei der grossen 
Variabilität, welche den lebenden Glandina-Arten eigen ist, vermag ich 
ihm nicht beizustimmen. 



1) Bei den einzelnen Arten wurden, der Raumersparnis wegen, nur die 
notwendigsten Literaturangaben gemacht. 



Familie Vitrinidae. 

Genus Yitrina Draparnaud. 
2. Vitrina afF. splendida C. Koch. 
Leider lässt sich vorerst nicht mit Sicherheit entscheiden, ob das 
vorliegende, von mir gefundene Bruchstück zu dieser Art gehört 
oder nicht. 

V. splendida ist eine den oberen Hydrobienschichten eigentümliche 
Art und offenbar nahe verwandt mit der oberoligocänen Y. puncticulata 
(Sdbgr.) von Hochheim. 

Familie Naninidae. 

Genus Archaeoxesta Neuenhaus. 

3. Archaeoxesta pelecystoma Neuenhaus. 

1909. Archaeoxesta pelecystoma, Neuen haus, diese Jahrbücher, Jahrg. LXII, 
S. 65, Fig. 1—2. 

Diese höchst seltene Art wurde von mir am Hessler nicht beob- 
achtet. 

Familie Zonitidae. 

Genus Zonites Montfort. 

4. Zonites (Archaeozonitesi)) increscens Thomae. 

1874. Archaeozoiiites subverticillus, var. increscens, Sand berger, Vorwelt, 

S. 404 u. S. 497 
1908. Arcliaeozonites increscens, Böttger, Nachriclitsblatt, Jahrg. XL, 

S. 146, Nr. 1. . 

Vom Hessler befinden sich mehrere Exemplare im Senckenbergischen 
Museum. — Höhe 16 — 18 mm, grösserer Durchmesser 26 — 28 mm, 
kleinerer 23 — 24,5 mm bei 5 — 5 \ 2 Umgängen. 

A. increscens unterscheidet sich von dem oberoligocänen A. sub- 
verticillus (Sdbgr.) durch das höhere, mehr spitz-kegelförmige Gehäuse, 

1) Herr Dr. J. F. Babor. Prag, hält die Gattung Archae o zonites 
Sandberger für überflüssig, weil 2 ausgestorbene, pleistocäne Formen : Zonites 
verticillus (Ferussac) var. praecursor (Weiss) und var. acieformis (Klein) direkt 
zu den tertiären Arten führen (Archiv f. naturw. Landesdurchforscli. v. Böhmen, 
1903. Bd. XI, Nr. 5, S. 23, Fussnote). Ich schlage vor, die tertiären Arten 
in einer Gruppe mit dem Typus A. subverticillus (Sdbgr.) zu vereinigen und 
für dieselbe den Namen Archaeozonites beizubehalten. 



— 54 — 

die rascher an Breite zunehmenden, weniger stark gewölbten Umgänge, 
welche durch weniger tiefe Nähte getrennt und mit nicht so stark 
gekrümmten Anwachsstreifen bedeckt sind, ferner durch die schwache, 
aber deutliche Kielanlage des letzten Umgangs und den engeren Nabel, 
ist also hinlänglich verschieden, um als selbständige Art gelten zu 
können. 

Genus Hyaliiiia Ferussac. 

5. Hyalinia (Polita) deplanata Thomae. 

1863. Helix deplanata, S an db erger, Konch. Mainzer Tert, S. 18. Tal. II, 

Fig. 3-3 b. 
1877. Hyalinia deplanata. Böttger. Palaeontographica. Bd. XXIV, S. 196. 

Sehr selten am Hessler. — Höhe 2,7 — 3 mm, grösserer Durch- 
messer 6,5 — 7 mm, kleinerer 5,6 — 5,9 mm bei 4 — 4^/2 Umgängen. — 
H. deplanata, welche Sand berger in seiner Vorwelt merkwürdiger- 
weise mit keinem Wort erwähnt, ist sonst noch bekannt aus dem 
unteren Untermiocän — unteren Hydrobienschichten — vom Affenstein 
in Frankfurt am Main und St. Johann in Rheinhessen. 

Genus Omphalosagda Sandberger. 
6. Omphalosagda hydrobiarum n. sp. 

Figur 1 und 2. 
Gehäuse flach kegelförmig, mit stumpfer Spitze und leicht gewölbter, 
ziemlich weit, durchgehend und offen genabelter Unterseite, aus 5 — 5 V4 





Fig. 1 und 2. 

Umgängen bestehend, welche durch mäfsig tiefe Nähte von einander 
getrennt und vom zweiten ab mit bogenförmigen, öfters zu platten 
Bändern vereinigten Rippchen bedeckt sind, welche auf der Unterseite 



— öo — 

viel schwächer werden, sodass die letztere bei blossem Auge fast glatt 
erscheint. Der letzte Umgang beansprucht ca. -^/^ der Gesamthöhe und 
zeigt eine sehr schwache Kielandeutung. Die Mündung ist mondförmig, 
ihre Ränder sind einfach und scharf, nur der Spindelrand ist sehr 
schwach umgeschlagen und ausgebreitet, sodass ein ganz kleiner Teil 
des Nabels verdeckt erscheint. 

Höhe 9,5 — 10 mm, grösserer Durchmesser 15 — 16 mm, kleinerer 
9 — 10 mm: Mündungshöhe 7 — 7,2 mm, Mündungsbreite 8 — 8,3 mm. 

Von dieser am Hessler nicht häufigen Art befinden sich mehrere 
Exemplare im Senckenbergischen Museum, eines (Original) in meiner 
Sammlung. 

Die oberoligocäne 0. goldfussi (Thomae) von Hochheim ist viel 
höher, enger gewunden und enger genabelt, sie besitzt einen Umgang 
mehr, ihre Umgänge sind gewölbter, mit gröberen Anwachsstreifen 
bedeckt und durch viel tiefere Nähte von einander getrennt. 0. sub- 
rugulosa (Sdbgr.) aus dem oberoligpcänen Süsswasserkalk von Thalfingen 
und Eggingen bei Ulm ist ebenfalls viel höher und steht der 0. gold- 
fussi näher. 

Familie Patulidae. 

Genus Patiila Held. 

7. Patula (Discus) multicostata Thomae. 

1874. Patula multicostata, Sandberger, Vorwelt, S. 497. Taf. XXII, 

Fig. 13— 13 a. 
1908. Patula multicostata, Böttger, Nacbriclitsblatt. Jahrg. XL, S. 146, Nr. 2. 

Sehr selten am Hessler, in wenigen Stücken im Senckenbergischen 
Museum vertreten. — Höhe 2,7 mm, grösserer Durchmesser 5,8 mm, 
kleinerer 5,2 mm bei 5 Umgängen. 

8. Patula (Discus) lunula Thomae. 

1874. Patula lunula, Sandberger. Vorwelt, S. 497. 

Diese Art ist etwas häufiger als die vorhergehende, aber immer 
noch selten. Sie unterscheidet sich von P. multicostata leicht durch 
ihre viel feiner gerippte Oberseite. Höhe 2,5 — 2,7 mm. grösserer Durch- 
messer 5 — 5,2 mm, kleinerer 4,4 — 4,6 mm bei 5 Umgängen. 



— 56 — 

Familie Helicidae. 
Subfamilie Helicodontinae. 
Genus Klikia Pilsbry. 
9. Klikia osculum Thomae. 
Die typische Kl. osculum, welche im oberoligocänen Cerithienkalk 
von Hochheim häutig vorkommt, tindet sich auch am Hessler, hier 
allerdings als grosse Seltenheit. Die Exemplare von dort sind von den 
Hochheimer Stücken nicht zu unterscheiden und zeigen besonders auch 
die für jene so charakteristische Form der Mündung und der Mund- 
ränder. Diese Normalform wird übrigens schon von Sandberg er in 
seiner Vorwelt, S. 500, vom Hessler erwähnt, sie wird dort begleitet 
von der viel häufigeren 

var. depressa Sandberger. 
1874. Helix (Gonostoma) osculum, var. depressa, Sandberger, Vorwelt, 
S. 500. Taf. XXV, Fig. 20-20 a. 

Diese Form unterscheidet sich vom Typus durch flacheres Gehäuse 
und weniger stark verdickte Mundränder. Sie variiert wie der Typus 
in der Grösse und relativen Schalenhöhe. Der Nabel ist bei var. depressa 
mäfsig weit und offen, doch finden sich nicht selten Stücke, bei welchen 
der Nabel enger und durch das erbreiterte Peristom des mehr gerad- 
linig verlaufenden unteren Mundrandes mehr oder weniger verdeckt ist. 
Solche Stücke bilden Übergänge zur 

var. jungi Böttger. 
1897. Helix (Gonostoma) jungi, Böttger, Nachriclitsblatt, Jahrg. XXIX, S. 19. 
1908. Helix (Gonostoma) jungi, Böttger, Nachriditsblatt, Jahrg. XL, S. 148, Nr. 6. 

Bei dieser Varietät ist der Nabel vollständig verdeckt und der 
untere Mundrand verläuft fast geradlinig, sie stimmt mit var. depressa 
sonst vollständig überein, variiert wie diese in der Grösse und relativen 
Höhe der Schale, findet sich aber seltener als var. depressa am Hessler. 

Böttger unterschied diese Form bekanntlich als selbständige Art, 
weil ihm Übergänge nicht bekannt waren. 

Das Genus Klikia beginnt im unteren Oligocän und erlischt im 
Obermiocän. Seine ersten Vertreter finden wir im unteroligocänen Süss- 
wasserkalk — Strophostomakalk — von Arnegg bei Ulm, im Oberoligocän 
und Untermiocän scheint es dann seine grösste Verbreitung erreicht zu 
haben, von da ab erlischt es langsam. Im Obermiocän Württembergs 



o/ — 

rinden sich noch zwei Nachzügler, von denen der eine, Kl. osculum 
var. giengensis (Kraussj, ein direkter Nachkomme der var. depressa, der 
andere, Kl. osculina (Sdbgr.i, zweitellos ein solcher der var. jungi ist. 

Genus Helicodoiita Kisso. 
10. Helicodonta (Helicodonta s. str.) involuta Thomae 
var. deplanata n. var. 
1874. Helix (Gonostoma) involuta, Sandberger, Vorwelt, S. 501. 
1908. Helix (Gonostoma) involuta, Böttger, Nachrichtsblatt, Jalirg XL, 
S. 148. Nr. 7. 
Diese für die oberen Hydrobienscbichten charakteristische Form zeigt 
dem Typus von Hochheim gegenüber folgende Unterscheidungsmerkmale: 
Das Gehäuse ist oberseits kaum eingesenkt, fast eben, auf der 
Unterseite enger und weniger perspektivisch genabelt. Die Aufwindung 
der Umgänge erfolgt langsamer, gleichmäfsiger, ihre Streifung tritt 
weniger deutlich hervor. Die Mündung ist nicht so schief gestellt, 
ihre Ränder sind gleicbmäfsiger ausgebreitet und weniger breit um- 
geschlagen. — Höhe 2,8 — 3,2 mm, giösserer Durchmesser 5,3 — 6,5 mm, 
kleinerer 5,1 — 6,1mm bei 4^/^ — 5 \ 4 Umgängen. 

11. Helicodonta (Caracolina) phacodes Thomae forma maior. 
1874. Helix (Gonostoma) phacodes, Sandberger. VorAvelt, S. 501. 
1908. Helix (Gonostoma) phacodes, Böttger, Nachrichtsblatt, Jalirg. XL, 
S. 149. Nr. 8. 
Die vom Hessler vorliegenden Stücke sind grösser und höher 
gewunden als diejenigen aus dem oberoligocänen Cerithienkalk von 
Hochheim, auch ist der letzte Umgang vor der Mündung weniger stark 
abwärts geneigt, sodass die letztere weniger schief gestellt erscheint als 
bei der typischen Form von Hochheim. — Höhe 4,9 — -5,1 mm, grösserer 
Durchmesser 10,8 — 12,1mm, kleinerer 10 — 11,3 mm bei 5^/^ — 6 Um- 
gängen. 

Subfamilie Hygromiinae. 
Genus Hygromia Risso. 
12. Hygromia (Monacha) punctigera Thomae. 
1874. Helix (Fruticicola) punctigera, Sandberger, Yorwelt, S. 499. Taf. XXV, 
Fig. 19— 19 b. 
Diese Art ist bis jetzt nur, als sehr selten, vom Hessler bekannt. — 
Höhe 8,5 — 9 mm, grösserer Durchmesser 14,8 — 15 mm, kleinerer 
13 — 13,6 mm bei 4 \/.^ — 5 Umgängen. 



— 58 — 

Der Beschreibung dieser Art in Sand bergers Vorwelt ist nach- 
zutragen, dass sich auf dem letzten Umgang, wenig über dem stumpfen 
Kiel, manchmal noch ein gelbliches Band befindet. 

Die nächste fossile Verwandte der M. punctigera ist zweifellos 
M. zippei (Rss.) aus dem oberen üntermiocän — Süsswasserkalk — von 
Tuchoric in Böhmen, welche sich von ihr nur durch den weiteren, 
kaum bedeckten Nabel und feinere Papillen unterscheidet. 

13. Hygromia (Trichiopsis) crebripunctata Sandberger. 

1874. Helix (Fruticicola) crebripunctata, Sandberger, Vorwelt, S. 500. 
1908. Helix (Trichia) crebripunctata, Böttger, Nachrichtsblatt, Jahrg. XL, 
S. 149. Nr. 9. 

Selten am Hessler. Neben dem Typus von 7 mm Höhe, 10 — 11 mm 
grösserem und 9 — 10 mm kleinerem Durchmesser bei 5 ^/^ — 6 Umgängen 
sind daselbst noch zu beobachten : 
f. maior m. : Höhe 8,3 — 8,5 mm, grösserer Durchmesser 12,5 — 13 mm, 

kleinerer 11,2 — 11,4 mm bei 6 Umgängen, 
f. minor (Bttg) : ^) Höhe 6 — 6,5 mm, grösserer Durchmesser 8 — 9 mm, 

kleinerer 7 — 8mm bei 5^2 — ^^U t^mgängen. 

Subfamilie Campylaeinae. 

Genus (ralactochiliis Sandberger. 

14. Galactochilus mattiacum Steiniger. 

1874. Helix (Galactochilus) mattiaca. Sandberger. Vorwelt. S. 498. Taf. XXV, 
Fig. 17— 17a. 

1908. Helix (Galactochilus) mattiaca. Böttger. Naclirichtsblatt, Jahrg. XL, 

S. 149, Nr. 11. 

1909. Helix (Galactochilus) mattiaca, Böttger, Nachrichtsblatt, Jahrg. XLl. 

S. 21, Nr. 11. 

Diese Art ist am Hessler nicht gerade selten. Sie ist in der Form, 
Grösse und relativen Höhe des Gehäuses ziemlich veränderlich. Die 
Normalform zeigt bei 4^/2 Umgängen 17 — 18 )nm Höhe, 26 — 27 mm 
grösseren und 23 — 24 mm kleineren Durchmesser. Daneben finden sich: 
f. maior m.: Höhe 19 — 20 mm, grösserer Durchmesser 28 — 30 mm, 
kleinerer 26 — 28 mm bei 4^^ Umgängen. 

1) Diese Form wurde von Böttger als var. maior unterschieden, doch 
ist der Begriff „Varietät" meines Erachtens hier falsch angeAvandt. 



— 59 — 

f. minor m.: Höhe 15 — 16mm, grösserer Durchmesser 23 — 25 mm, 

kleinerer 21 — 22 mm bei 4^2 Umgängen, 
f. conoidea m.: Höhe 20,5 mm, grösserer Durchmesser 26 mm, 
kleinerer 24 mm bei 4^/2 Umgängen. 
Von dieser kegelförmigen, hohen Form fand ich ein tadelloses Stück 
am Hessler. 

Seltener trifft man Exemplare, bei welchen noch ein blassgelbes 
Band — das Hauptband der Campylaeinen — erhalten ist. 

Subfamilie Fentataeuiiuae. 

Genus Tachea Leach. 
15, Tachea (Tachea s. str.) moguntina Deshayes. 
1874. Helix{Pentataenia) mogimtina, San db erger, VoFAvelt, S. 499. Taf. XXV. 
Fig. 18b (Typus). 

1908. Helix (Tachea) mogimtina, Böttger. Nachrichtsblatt. Jahrg. XL, S. 149, 

Nr. 13. 

1909. Helix (Tachea) mogimtina, Böttger, Nachrichtsblatt. Jahrg. XLI. S. 22, 

Nr. 13. 
1909. Helix (Tachea) mogimtina, C. Böttger, Nachrichtsblatt, Jahrg. XLI, S.53. 

An den überaus zahlreichen Exemplaren von T, moguntia, welche 
das Senckenbergische Museum vom Hessler l)esitzt, lässt sich ersehen, 
wie gross die Neigung zum Variieren bei dieser Art war. Dem Typus 
von 10 — 12 mm Höhe. 15 — 18 mm grösserem und 13 — 16,5 mm 
kleinerem Durchmesser bei 4^2 — 5 Umgängen, stehen folgende Formen 
gegenüber : 

f. maior (Sdbgr.): Vorwelt. Taf. XXV. Fig. 18— 18a, Gehäuse 
gross, bauchig-kegelförmig, aus 5 — 5^/4 Umgängen bestehend. Höhe 12,5 
bis 15 mm, grösserer Durchmesser 19,5 — 23,5 mm, kleinerer 16 — 19,5 mm, 
— Von dieser Form ist auch ein linksgewundenes Stück von der Hammer- 
mühle, unweit dem Hessler. bekannt, welches daselbst von Herrn 
C. Riemenschneider gefunden wurde (Nachrichtsblatt, Jahrg. XXXIT, 
1900, S. 116) und das ich glaube hier erwähnen zu müssen. 

f, minor m.: Höhe 9,5 — 10 mm, grösserer Durchmesser 14 bis 
15 mm, kleinerer 12 — 13 mm bei 4^2 — 4^/4 Umgängen. — Die var. 
minor wurde ursprünglich von Sandberg er aufgestellt (Konch. Mainzer 
Tert. Taf. IV. Fig. 4 — 4d), danach aber mit Helix girondica vereinigt 
(Vorwelt, S, 499, Bemerkung). Letztere Art kommt am Hessler nicht 
vor, die abgebildeten Stücke stellen meines Erachtens eine kleinere 
Form der Helix subsoluta dar. 



— 60 — 

f. coiioidea m.: Hohes, kegelförmiges Gewinde, aus 5 — 5^/4 Um- 
gängen bestehend, Höhe 12,5 — 15 mm, grösserer Durchmesser 16 bis 
18 mm, kleinerer 13,5 — 16 mm. Nicht häufig am Hessler. 

f. glol)Osa (C. Bttg.): Gehäuse kugelig, aus 572 stark gewölbten 
Windungen bestehend, Höhe 15 — 16 mm, grösserer Durchmesser 20 bis 
21 mm, kleinerer 19 — 20 mm. Auch diese merkwürdige, fast an eine 
H. ramondi von Hochheim erinnernde Form, von welcher sich zwei 
Exemplare im Senckenbergischen Museum befinden, möchte ich hier 
erwähnen. Dieselbe wurde auch in Budenheim und nach C. Böttger 
in Frankfurt (Kantstrasse) gefunden. 

f. spien di diform is (Sdl)gr.), Konch. Mainzer Tert. Taf. IV, 
Fig. 6 — 6 c, ist eine stark gelippte Form, welche am Hessler nicht 
gerade häufig ist. — Höhe 10 — 12 mm, grösserer Durchmesser 15 bis 
17 mm, kleinerer 14 — 16 mm l)ei 4^/2 — 5 Umgängen. 

var. subcarinata AI. Braun. 
1863. Helix subcarinata. S an db erger, Konch. Mainzer Tert., S. 87, Taf. HI, 
Fig. 5— 5b. 

1908. Helix (Tachea) subcarinata. Böttger. Nachrichtsblatt, Jahrg. XL, S. 149, 

Nr. 12. 

1909. Helix (Tachea) moguntina, var. subcarinata, C. Böttger, Nachrichts- 

blatt, Jahrg. XLI, S. 53. 

Diese gekielte, flache Form wurde seither von verschiedenen Autoren 
als selbständige Art behandelt, sie ist aber mit T. moguntina durch 
Übergänge verbunden und stimmt auch in der Farbenzeichnung voll- 
ständig mit jener tiberein. — Höhe — 11 mm, grösserer Durchmesser 
i6 — 19 mm, kleinerer 14,5 — 17 mm bei 4^2 — 5 Umgängen. 

16. Tachea (Tachea s. str.) subsoluta Sandberger. 

1863. Helix subsoluta, Sandberger, Konch. Mainzer Tert., S. 25, Taf. IL 
Fig. 11— 11c. 

1908. Helix subsoluta, Böttger, Nachrichtsblatt, .Jahrg. XL, S. 149, Nr. 10. 

1909. Tachea (Tachea) girondica, var. subsoluta, C. Böttger, Nachrichtsblatt, 

Jahrg. XLI, S. 52. 

Diese Art liegt vom Hessler in zahlreichen Stücken vor. — Höhe 
8 — 9 mm, grösserer Durchmesser 13 — 14 mm. kleinerer 11 — 12,5 mm 
bei 4^2 — 5 Umgängen. 

T. subsoluta wird gewöhnlich als Varietät zu Helix girondica gestellt; 
ich halte dies nicht für richtig, denn die typische H. girondica ist doch 



— 61 — 

sehr verschieden. Ebensogut könnte man T. subsoluta als Varietät zu 
T. moguntina stellen, da sie viel Ähnlichkeit mit manchen Stücken 
dieser Art besitzt, was schon 0. Böttger bestätigt. Ich halte T. sub- 
soluta für eine gute Art, welche zur Untermiocänzeit neben T. moguntina 
gelebt hat. 

Familie Strobilidae. 

Genus Strobiliis Morse. 

17. Strobilus uniplicatus AI. Braun. 

1874, Strobilus imiplicatiis. Sand berger, Vorwelt, S. 497. 

1908. Strobilus uniplicatus, Böttger, Nachrichtsblatt. Jahrg. XL, S. 150. Nr. 14. 

Die typische Form mit einer kräftigen Lamelle, liegt vom Hessler 
in mehreren Stücken vor. — Höhe 1,2 — 1,4 mm, grösserer Durchmesser 
2,1 — 2,3 mm, kleinerer 1,9 — 2 mm bei 4 — 4^2 Umgängen. Selten ist die 

var. sesquiplicata Böttger. 
1884. Strobilus uniplicatus, var. sesquiplicata, Böttger. Ber. d. Senckenberg. 
Naturf.-Ges. zu Frankfurt a. M., S. 259. 

Die vom Hessler vorliegenden Exemplare zeigen wie diejenigen von 
der Schleusenkammer bei Niederrad deutlich eine sehr feine zweite, dem 
Nabel näher gelegene Lamelle, welche den Hauptunterschied vom Typus 
bildet. Die Grössenverhältnisse sind bei var. sesquiplicata dieselben wie 
beim Typus. 

Familie Valloniinae. 

Genus Vallonia Kisso. 

18. Vallonia lepida Beuss. 

1903. Vallonia lepida, Böttger, Nachriclitsblatt, Jahrg. XXXV, S. 72 u. 73. 
1908. Vallonia lepida, Böttger, Nachrichtsblatt, Jahrg. XL, S. 146, Nr. 3. 

Die vom Hessler stammenden Exemplare sind etwas enger genabelt als 
die typischen Stücke aus dem oberen Untermiocän — Süsswasserkalk — 
von Tuchoric in Böhmen, lassen sonst aber keine wesentlichen Unter- 
scheidungsmerkmale erkennen. — Höhe 1,8 — 1,4 mm, grösserer Durch- 
messer 2,2 — 2,5 mm, kleinerer 1,9 — 2,1mm bei 3^2 — S^/^ Umgängen. 

Wie in Budenheim so finden sich auch am Hessler Übergänge zur: 

var. subcostata Böttger, 
1908. Vallonia lepida. var. subcostata. Böttger, Nachrichtsblatt, Jahrg. XL, 

S. 147. 
welche sich von der typischen Form dadurch unterscheidet, dass zwischen 
je 2 — 3 der feinen, öfters gespaltenen Anwachsstreifen, ein mehr oder 



— 62 — 

weniger scharf ausgeprägtes Anwachsrippchen eingeschaltet ist. Höhe 
1,5 — 1,6 mm, grösserer Durchmesser 2,3 — 2,5 mm, kleinerer 1,9 — 2 mm 
bei 3\'2 — 3^/4 Umgängen. 

19. Vallonia sandbergeri Deshaves. 

1874. Helix (Vallonia) lepida, Sandberger. Vorwelt. S. 375. Taf. XXII, 

Fig. 16 -16 c. 
19(3. Vallonia sandbergeri. Böttger, Naclirichtsblatt. Jahrg. XXXV, S. 73 

und 74. 

1908. Vallonia sandbergeri, Böttger, Nachrichtsblatt. Jahrg. XL. S. 147. Nr. 4. 

Die Exemplare vom Hessler sind ein wenig höher gewunden als 
der Typus von Hochheim, wodurch die Anfangswindungen derselben 
etwas mehr hervortreten, auch zeigt der Nabel stets einen etwas ge- 
ringeren Durchmesser als beim Typus. — Höhe 1,2 — 1,3 mm, grösserer 
Durchmesser 2,2 — 2,5 mm, kleinerer 2 — 2,1 mm bei 3V2 — ^^ii Um- 
gängen. 

Familie Perussacidae. 

Genus Coclilicopa Risse. 
20. Cochlicopa (Zua) lubricella AI. Braun mut. gracilis m. 

1874. Cionella lubricella, Sandberge r, Vorwelt, S. 501. 

1909. Cochlicopa (Cionella) lubricella, Böttger. Naclirichtsblatt. Jahrg. XLI, 

S. 25. Nr. 46. 

Diese Form ist etwas grösser und schlanker als der Typus von 
Hochheim, sodass ich dieselbe als mut. gracilis unterscheide. — Höhe 
5,9 — 6,1 mm, Durchmesser 2,1 — 2,3 mm bei 6^4—6^2 Umgängen. 
Selten am Hessler. 

Familie Pnpidae. 

Genus Coryna Westerlund. 

21. Coryna retusa AI. Braun. 

1874. Pupa (Isthmia) retusa, San db erger, Vorwelt, S. 505. Taf. XXV, 

Fig. 28-28 b. 
1889. Pupa (Coryna) retusa, Böttger, diese Jahrbücher, Jahrg. XLII. S. 242. 

Sehr selten am Hessler, nur in wenigen aber typischen Stücken 
vorliegend. Höhe 2,4 — 2,5 mm, Durchmesser 1,35 — 1,5 mm bei 5^4 
bis 5^/2 Umgängen. 



— 63 — 

Genus Pupilla Leach. 
22. Pupilla quadrigranata AI. Braun mut. suprema Böttger. 
1874. Pupa (Pupilla) quadrigTaiiata, Sandberger, Vorwelt. S. 502. 
1889. Pupa (Pupilla) quadrigranata, mut. suprema. Böttger, diese Jahrbücher, 

Jahrg. XLII. S. 252, Taf. VI. Fig. 4. 
1908. Pupa (Pupilla) quadrigranata. mut. suprema, Böttger, Nachrichtsblatt, 
Jahrg. XL. S. 150, Nr. 16. 
Nicht häufig am Hessler. — Höhe 3 — 3,6 mm, Durchmesser 1,6 
bis 1,8 mm bei 6^2 — 7 Umgängen. 

23. Pupilla rahti AI. Braun. 
1874. Pupa (Pupilla) rahtii, Sandberger. Vorwelt, S. 504. Taf. XXV, Fig. 26 

bis 26 b. 
1889. Pupa (Pupilla) rahti, Böttger. diese Jahrbücher, Jahrg. XLII, S. 254. 

Von dieser hervorragend seltenen, bis jetzt nur am Hessler beob- 
achteten Art, befinden sich wenige, zum Teil nicht vollständig erhaltene 
Exemplare im Senckenbergischen Museum. — Höhe 3 — 3,5 mm, Durch- 
messer 1,6 — 1,75 mm bei 6^ 2 — ^ L'mgängen. 

Ich bin fast geneigt diese Art als eine links gewundene Form der 
P. quadrigranata aufzufassen, da ihre Ähnlichkeit mit der letzteren 
sehr gross ist. Sicher wird dies allerdings erst zu entscheiden sein, 
wenn zahlreichere Exemplare zum Vergleich vorliegen. 

24. Pupilla impressa Sandberger. 
1889. Pupa (Pupilla) impressa, Böttger, diese Jahrbücher, Jahrg. 42, S. 257. 
Nicht häufig am Hessler; in Budenheim bis jetzt nicht beobachtet. 

25. Pupilla cupella Böttger mut. lauberi Böttger. 
1889. Pupa (Pupilla) cupella mut. lauberi. Böttger. diese Jahrbücher, 

Jahrg. XLII, S. 260. Taf. VI. Fig. 6. 
1908. Pupa (Pupilla) cupella mut. lauberi. Böttger, Nachrichtsblatt, 
Jahrg. XL. S. 150, Nr. 15. 
Liegt in mehreren typischen Stücken vom Hessler vor. — Höhe 2,4 
bis 2,5 mm, Durchmesser 1.4 — 1,5 mm bei 5 — 5^2 ^"^gängen. Selten. 

Genus Negulus Böttger. 

26. Negulus lineolatus AI. Braun. 

1889. Pupa (Negulus) lineolata, Böttger. diese Jahrbücher, Jahrg. XLII, S. 270. 

1908. Pupa (Negulus) lineolata, Böttger. Nachrichtsbl., Jahrg. XL, S. 151,Nr. 19. 

Selten am Hessler. — Höhe 1,8 — 1,9 mm, Durchmesser 0,8 — 0,9 mm 

bei 4^2 Umgängen. Die Form aus den oberen Hydrobienschichten ist 



. — 64 — 

etwas grösser und mehr zylindrisch als der Hochheim er Typus, stimmt 
sonst aber mit demselben vollständig überein. 

Negulus lineolatus ist eine konstante Form, die vom Oberoligocän 
bis ins Obermiocän reicht. 

Genus Isthmia Gray. 
27. Isthmia splendidula Sandberger. 
Diese Art ist für die oberen Hydrobienschichten neu. Sie war 
seither nur bekannt aus dem oberoligocänen Cerithienkalk von Hochheim 
und dem älteren Untermiocän — Schichten mit Hydrobia inflata — am 
Untermainkai bei Frankfurt. Die Exemplare vom Hessler zeigen ein 
etwas schlankeres Gehäuse als der Typus von Hochheim, stimmen sonst 
aber vollständig mit dem letzteren überein. — Höhe 1,4 — 1.6 mm, Durch- 
messer 0,6 — 0,75 mm bei 5^2 Umgängen. Selten. 

28. Isthmia cryptodus AI. Braun. 

1889. Pupa (Isthmia) cryptodus. Böttger, diese Jalirbüclier, Jahrg. XLII, 

S. 274. 
1908. Pupa (Isthmia) cryptodus, Böttger, Nacliriclitsblatt, Jahrg. XL, S. 151, 

Nr. 18. 
I. cryptodus ist am Hessler etwas häufiger als die vorhergehende 
Art. Die Exemplare von dort sind etwas schlanker und feiner gestreift, 
als die typischen Stücke von Hochheim, lassen sonst aber keine wesent- 
lichen Unterschiede erkennen. Höhe 1,5 — 1,7 mm, Durchmesser 0,7 bis 
0,8 mm bei 6 Umgängen. 

Genus Leucochilus Böttger. 
29. Leucochilus quadriplicatum AI. Braun. 

1874. Pupa (Vertigo) quadriplicata, Sandberger,. Vorwelt, S. 502. Taf. XXV, 

Fig. 24 -24 b. 
1889. Pupa (Leucocliihisj quadriplicata, Böttger. diese Jahrbücher, Jahrg. XLII, 

S. 277. 
1908. Pupa (Leucochilus) quadriplicata, Böttger. Nachrichtsblatt, Jahrg. XL, 

S. 151. Nr. 20. 
Die typische Form liegt in guten Stücken vom Hessler vor. — Höhe 
2,5 — 2,75 mm, Durchmesser 1,6 — 1,7 mm bei 5 Umgängen. — Die 
var. .lamellidens (Sdbgr.) wurde von mir in 2 Exemplaren gefunden, 
welche deutlich den grossen, tiefliegenden, quergestellten Spindelzahn — 
den Hauptcharakter der Varietät — erkennen lassen und dadurch voll- 



— 65 — 

ständig mit der var. lamellidens aus dem oberoligocänen Cerythienkalk 
von Hochheim und dem oberen Unter miocän von Tuchoric in Böhmen 
übereinstimmen. — Höhe 2,5 — 2,8 mm. Durchmesser 1,6^ — 1.75 mm 
bei 5 — 5^4 Umgängen. 

30. Leucochilus obstructum AI. Braun. 

1874. Pupa (Vertigo) obstmcta. Sandberger. Yorwelt. S. 503. Taf. XX Y, 
Fig. 27— 27 b. 

Ich habe diese Art am Hessler nicht gefunden, auch Böttger 
kannte sie von dort nicht. Sandberger nennt als Fundort das Erben- 
heimer Tälchen bei Wiesbaden. AI. Braun und C. Koch führen sie 
von Wiesbaden an, ich glaube also diese Art hier erwähnen zu müssen. 

31. Leucochilus fissidens Sandberger. 

1889. Pupa (Leucochilus) fissidens. Böttger. diese Jahrbücher. Jahrg. XLII, 

S. 285. 
1908. Pupa (Leucochilus) fissidens. Böttger, Nachriclitsblatt , Jahrg. XL. 

S. 151. Nr 21. 

Selten am Hessler. — Die vorliegenden Exemplare zeigen keine 
wesentlichen Unterscheidungsmerkmale vom Hochheimer Typus. — Höhe 
1,75 — 1,9 mm, Durchmesser 0,8 — 0,9 mm bei 4^'^ — 5 Umgängen. 

Genus Vertigo Müller. 
32. Vertigo (Ptychalaea) flexidens Reuss. 
Diese Art ist bis jetzt in den oberen Hydrobienschichten noch nicht 
gefunden worden. Die Exemplare vom Hessler weichen nur insofern 
von der typischen Form aus dem oberen Untermiocän von Tuchoric in 
Böhmen ab, als ihr Gehäuse etwas höher gewunden ist und nach oben 
mehr zugespitzt erscheint. — Höhe 1,7 — ^1,8 mm, Durchmesser 1,3 bis 
1,4 mm bei 4^/2 — 5 Umgängen. Sehr selten. 

33. Vertigo (Alaea) callosa Reuss. 

1874. Pupa (Vertigo) alloeodus. Sandberger. Vorwelt, S. 503. Taf. XXV, 

Fig. 25— 25 b. 
1889. Vertigo (Alaea) callosa. var. alloeodus. Böttger, diese Jahrbücher, 

Jahrg. XLII. S. 298. 
1908. Vertigo (Alaea) callosa. var. alloeodus. Böttger. Nachriclitsblatt. 

Jahrg. XL, S. 151, Nr. 22. 

Diese Art tritt am Hessler nicht selten in der charakteristischen, 
6 zähnigen m u t. alloeodus (Sdbgr.) auf, sowie in einer zweiten, aller- 

Jahrb. d. nass. Ver. f. Nat. 64, 1911. 5 



- 6Q — 

dings selteneren Form, die ich als mut. quinquedentata m. unter- 
scheide, weil bei ihr der untere Spindelzahn konstant fehlt und die 
Mündung daher nur 5 Zähne aufweist. Im übrigen stimmt diese Form 
mit m. alloeodus vollständig überein. — Höhe 1,8 — 1,9 mm, Durch- 
messer 1,2 — 1,4 mm bei 4^/^ — 5 Umgängen. 

mut. quinquedentata habe ich auch in Budenheim gefunden. 

34. Vertigo (Alaea) ovatula Sandberger. 

1S89, Vertigo (Alaea) ovatula var. hydrobiarimi, Böttger, diese Jahrbücher^ 

Jahrg. XLIL S. 302. Taf. VIL Fig. 7. 
1889, Vertigo (Alaea) ovatula var. mosbachensis, Böttger, diese Jahrbücher,. 

Jahrg. XLII, S 303. Taf. VIT, Fig. 8. 
1908. Vertigo (Alaea) ovatula var. hydrobiarum, Böttger, Nachrichtsblatt^ 
.Jahrg. XL, S. 151, Nr. 23. 
Am Hessler sind die beiden folgenden Formen zu beobachten : 
mut. hydrobiarum (Bttg.) : Häufig, Höhe 1,5 — 1,6mm, Durch- 
messer 0,8 — 0,9 mm bei 5 Umgängen. 

mut. mosbachensis (Bttg.): Mit nur einem Parietalzahn ; sehr 
selten. Ich halte m. mosbachensis für eine Abnormität. 

Genus Acanthiimla Beck. 

35. Acanthinula hesslerana n. sp. 

Figur 3. 

Gehäuse klein, schlank-kegeltörmig, mit plattem oberem Ende und 

gewölbter, mäfsig weit genabelter Basis. Es besteht aus 4^/4 — 5 stark 

gewölbten, durch tiefe Nähte getrennten Umgängen, von welchen — bei 

SSfacher Vergrösserung — der erste und zweite sehr fein längsgestreift^ 



die folgenden mit schiefgestellten, sehr schwach S-förmig gebogenen Ripp- 
chen bedeckt sind, in deren breiten Zwischenräumen sich stets 8 — 10 
äusserst feine Rippchen von der gleichen Form befinden. Der letzte 
Umgang beansprucht nicht ganz ^3 der Gesamthöhe. Die Mündung ist 
fast rund, von den Mundrändern ist der rechte einfach und scharf, der 
untere leicht und der Spindelrand etwas breiter nach aussen umge- 
schlagen. Durch den Umschlag an der Spindel wird ein Teil des. 
Nabels verdeckt. 



- 67 — 

Höhe 2,6 —2,75 mm, Durchmesser 1,7 — 1,8 mm. 

Von dieser hübschen, neuen Art fand ich drei Exemplare im Innern 
einer Helix moguntina. 

Die nächstverwandte, fossile Art ist zweifellos A. tuchoricensis 
(Klika) aus dem oberen Untermiocän von Tuchoric in Böhmen; dieselbe 
ist aber kleiner, spitz-kegelförmiger und besitzt nur 4, viel stärker ge- 
wölbte Umgänge, welche eine feine Spiralstreifung erkennen lassen, die 
ich bei keinem meiner Stücke von A. hesslerana w^ahrgenommen habe. 
Auch sind bei A. tuchoricensis zwischen den groben, unregelmäfsigen 
Querrippchen nur 5 — 7 feinere Rippchen eingeschaltet, so dass die 
Zwischenräume viel schmäler erscheinen, als bei A. hesslerana. A. 
paludinaeformis (AI. Br) aus dem oberoligocänen Cerithienkalk von 
Hochheim ist viel grösser, breiter und schon durch ihr mehr kugeliges 
Gehäuse von A. hesslerana deutlich verschieden. 

Familie Clausiliidae. 

Genus Eualopia Böttger. 
36. Eualopia bulimoides AI. Braun. 

1874. Clausilia (Medora) bulimoides, S a n d b e r g e r , Vorwelt, S. 501. Taf. XXV, 

Fig. 22— 22a. 
1877. Clausilia (Eualopia) bulimoides, Böttger, Palaeontographica N. F. 

Suppl. III, S. 27. Taf. II, Fig. 19. 
1908. Clausilia (Eualopia) bulimoides, Böttger, Nachrichtsblatt, Jahrg. XLI, 

S. 23. Nr. 24. 

Von dieser Art besitzt das Senckenbergische Museum gegen 300 
vollständige Exemplare und fast ebensoviele Bruchstücke. Bei der 
Durchsicht dieses reichen Materials fand ich am zahlreichsten eine Form 
von 30 — 34 mm Höhe und 10 — 11mm Durchmesser bei 9 — 9^/2 Um- 
gängen, die ich als Typus betrachte. Daneben beobachtete ich folgende 
Formen : 

f. m a i r m. : Gehäuse gross, spindelförmig, bauchiger als beim 
Typus, aus 10 — IOV4 Umgängen bestellend. Höhe 37 — 40 mm, Durch- 
messer 11,5 — 12 mm. 

f. minor m. : Ausgewachsene Exemplare erreichen 28 — 29 mm 
Höhe und 9,5 — 10 mm Durchmesser bei 8^2 — 8^/4 Umgängen. 

Nicht beobachtet habe ich am Hessler die var. triptyx (Bttg.), 
w^elche sich durch das Auftreten einer zweiten, kleineren Gaumenfalte 
vom Typus unterscheidet. Nach Böttger s Angaben (Palaeontographica 

5* 



— 68 — 

N. F. Suppl. III, S. 28) soll dieselbe bei Wiesbaden vorkommen. Da- 
gegen fand ich am Hessler die 

var. eggingensis (Sandberger), 
1874. Clausilia eckingensis. Sandberger, Vorwelt, S. 462. 
1877. Clausilia (Eiialopia) eckiiigensis . Böttger, Palaeoiitographica N. F. 

Suppl. III, S. 29. Taf. II. Fig. 21a -d. 
1909. Clausilia (Eualopia) bulimoides, var. eckingensis, Böttger. Nachriclits- 

blatt, Jahrg. XLI. S. 23, Nr. 24. 

welche sich vom Tjpus durch ihre melir kreisförmige Mündung, die 
breit umgeschlagenen Mundränder und das Auftreten einer, mit der 
Oberlamelle verbundenen Spirallamelle — dem Hauptcharakter der 
Varietät — unterscheidet. Die Exemplare, welche nur die oben er- 
wähnte, charakteristische Mündungsform, dagegen keine Spirallamelle 
besitzen, stellen Übergangsformen vom Typus zur var. eggingensis dar. 
Die typische var. eggingensis aus dem Oberoligocän von 
Eggingen bei Ulm, zeigt stets eine mit der Oberlamelle 
verbundene S p i r a 1 1 a m e 1 1 e , wie ich an mehreren Stücken 
meiner Sammlung feststellen konnte. 

Das Clausilium ist trotz eifrigen Suchens bis jetzt weder bei dieser, 
noch bei den anderen Eualopia-Arten gefunden worden, so dass ein 
gänzliches Fehlen desselben angenommen werden muss. Infolge des 
Mangels dieses Hauptmerkmals der echten Clausilien bei den Eualopien 
sehe ich mich genötigt, die seitherige Clausiliensektion Eualopia von 
Clausilia als Gattung zu trennen. 

Familie Carycliiidae. 

Genus Carycliiiim Müller. 

37. Carychium nanum Sandberger var. laevis Böttger. 

1908. Carychium uanum, var. laevis, Böttger. Naclirichtsblatt, Jahrg. XL, 

S. 153, Nr. 26. 

Diese Art liegt vom Hessler in zahlreichen typischen Stücken vor. — 
Höhe 1 — 1,1 mm, Durchmesser 0,5 — 0,6 mm bei 4 — 4^/2 Umgängen. 

38. Carychium antiquum AI. Braun. 
1874. Carychium antiquum, Sandberger, Vorwelt, S. 496. Taf. XX Y, Fig. 

*16-16b. 
190^. Carychium antiquum, Böttger, Nachrichtsblatt. Jahrg. XL, S. 152, Nr. 25. 

Nicht selten am Hessler. — Höhe 1,2 — 1,4 mm, Durchmesser 0,6 
bis 0,75 mm bei 4 Umgängen. 



— 69 — 

Familie Limnaeidae. 

Genus Lim uns Montfort. 

39. Limnus pachygaster Thomae. 

1874 Limnaeus pachygaster, 8a ndberger, Vorwelt. S. 494. Taf. XXV, 

Fig. 13— 13a. 
1908. Limnaea pachygaster. Böttger, Nachrichtsblatt, Jahrg. XL. S. 153, Nr. 27. 

Von dieser schönen und seltenen Art besitzt das Senckenbergische 
Museum eine Anzahl prachtvoll erhaltener Exemplare. — Höhe 84 bis 
39,2 mm, Durchmesser 18 — 22,1 mm bei 5^2 — 6 Umgängen. 

40. Limnus urceolatus AI. Braun. 

1863. Limnaeus urceolatus, S a n d b e r g e r . Konch. Mainzer Tert., S. 68. Taf. XX, 

Fig. 16-16a. 
1908. Limnaea nrceolata. Böttger. Nachrichtsblatt. Jahrg. XL. S. 153, Nr. 29. 

Von dieser, am Hessler überaus seltenen Form, befinden sich einige 
prächtige Stücke im Senckenbergischen Museum, darunter ein sehr grosses 
Exemplar, wie Sandberg er in seinen Konch. Mainzer Tert. ein solches 
teilweise abbildet (Taf. XX, Fig. 16). und das ich als forma maior 
unterscheiden möchte. Die Grössen Verhältnisse schwanken zwischen 34 
und 46,6 mm Höhe und 16 und 22,7 mm Durchmesser bei 6 — 6^2 
Umgängen. 

Genus Limnophysa Fitzinger. 

41. Limnophysa subpalustris Thomae. 

1874. Limnaeus siibpalnstris. San aber ger. Vorwelt, S. 495. Taf. XXV, 

Fig. 14 -14a. 
1908. Limnaea subpalustris, Böttger, Nachrichtsblatt. Jahrg. XL. S. 153. Nr. 28. 

Auch diese, am Hessler nicht häufige Art, ist in guten Stücken 
von dort im Senckenbergischen Museum vertreten. — Höhe 32 — 38 mm, 
Durchmesser 15 — 20 mm bei 5^2 — ^ Umgängen. 

42. Limnophysa girondica Noulet var. moguntina n. vni-. 

1874. Limnaeus girondicus. Saudi» er ger. Vorwelt. S. 478, Taf. XXV, 
Fig 15— 15a. 
Diese schlanke Art, ist bis jetzt im Mainzer Becken noch nicht 
beobachtet worden. Sie wurde am Hessler in einem tadellosen Exemplar 
gesammelt, welches sich im Besitz des Senckenbergischen Museums be- 
findet. Dasselbe stimmt mit meinen zahlreichen, typischen Stücken von 
L. girondicus (Xoul.) aus dem Untermiocän von Saucats unweit Bordeaux 



— 70 — 

nahezu vollständig überein, nur der um ein Weniges mehr gewölbte, 
letzte Umgang, sowie die etwas niedrigere und breitere Mündung bei 
der Form vom Hessler bestimmen mich, dieselbe als Varietät zu unter- 
scheiden. — Höhe 24 mm, Durchmesser 10 mm bei 5 Umgängen. 



43. Limnophysa kinkelini n. sp. 
Figur 4 und 5. 

Gehäuse dünnschalig, nach oben spitz auslaufend, an der Basis 
schlitzförmig genabelt. Es besteht aus ca. 6 flachen, durch mäfsig tiefe 
Nähte getrennten Umgängen, die mit feinen, zu schmalen Bändern ver- 
einigten Anwachsstreifen bedeckt sind, welche an manchen Stellen von 





schwach ausgeprägten Spiralstreifen durchkreuzt werden. Der letzte 
Umgang erreicht etwa ^j-^ der Gesamthöhe. Mündung lang, spitzeiförmig, 
Mundränder scharf, nur der Spindelrand ist sehr schwach umgeschlagen. 
— Höhe des abgebildeten Bruchstückes 26,5 mm, Durchmesser des- 
selben 13,5 mm. 

Sehr selten am Hessler; zwei leider nicht vollständig erhaltene 
Exemplare im Senckenbergischen Museum. 

L. kinkelini steht zwischen L. girondicus (Noul.) und L. subpalustris 
(Thomae). Sie ist bauchiger als die erste und schlanker als die zweite 
Art. L. subovatus (Hartm.) aus dem schwäbischen Oberoligocän ist 
grösser und im Aufbau des Gehäuses gedrungener. 

Ich erlaube mir, diese neue Art Herrn Professor Dr. Kinkel in 
in Frankfurt am Main zu widmen. 



— 71 — 

44. Limnophysa turrita Klein mut. elongata in. 

190S. Limnaea cf. turrita, Böttger, Nacliriclitsblatt, Jahrg. XL, S. 153, Nr. 31. 
Die Exemplare vom Hessler unterscheiden sich von den typischen 
Stücken aus unserem obermiocänen Sylvanakalk durch etwas schlankeres 
und höheres Gewinde und etwas schmälere Mündung. — Höhe 6 — 7 mm, 
Durchmesser 3 — 3,2 mm bei 4^/^ — 5 Umgängen. Selten. 

45. Limnea (Limnophysa) minor Thomae. 
1874. Limnaeus minor, San db erger, Vorwelt. S. 496. 
1878. Limnaeus minor. Böttger. 17. u. 18. Ber. d. Offenb. Yer. f. Naturk., 

S. 16 Taf. IL Fig. 6-6b. 
1908. Limnaea minor, Böttger, Nacliriclitsblatt, Jahrg. XL, S. 153, Nr. 30. 

Diese, wie es scheint, sehr seltene Art, wurde von mir am Hcssler 
nicht beobachtet. 

Familie Planorbidae. 
Genus Coretus Adanson. 

46. Coretus solidus Thomae. 
1874. Planorbis cornu, var. solidus. Sand berger, Vorwelt. S. 491. 
1908. Planorbis solidus, Böttger, Nacliriclitsblatt, Jahrg. XL. S. 154, Nr. 32. 

Von dieser Art befinden sich zahlreiche, schöne Stücke im Sencken- 
bergischen Museum. — Höhe 6 — 6,5 mm, grösserer Durchmesser 19 bis 
22,5 mm, kleinerer 17 — 19 mm bei 4^/2 — 5 Umgängen. 

Genus Gyrorbis Agassiz. 

47. Gyrorbis declivis AI. Braun. 

1874. Planorbis (Gyrorbis) declivis. Sandberger. Vorwelt. S. 491. Taf. XXV, 

Fig. 9 -9c. 
1908. Planorbis declivis. Böttger. Naclirichtsblatt. Jahrg. XL, S. 154. Nr. 33. 

Ausgewachsene Stücke vom Hessler erreichen 1,2 — 1,25 mm Höhe 
und 4,3 — 4,5 mm Durchmesser bei 4^/^^ — 5 Umgängen. Selten. 

Genus Oyraulus Agassiz. 

48. Gyraulus dealbatüs AI. Braun. 

1874. Planorbis (Gyraulus) dealbatüs. Sand b erger. Vorwelt. S. 492. Taf. XXV, 

Fig. 10 -10c. 
1908. Planorbis dealbatüs, Böttger, Nacliriclitsblatt, Jahrg. XL, S. 154, Nr. 34. 

Diese Art ist am Hessler häufiger als die vorhergehende. Aus- 
gewachsene Exemplare zeigen 1,4 — 1,5 mm Höhe, 4 — 4,5 mm grösseren 
und 8 — 3,5 mm kleineren Durchmesser bei 4 — 4^/2 Umgängen. 



49. Planorbis crassilabris Sandberger. 
1874. Planorbis crassilabris, Sandberger, Vorwelt, S. 493. Taf. XXV, 

Fig. 12 -12c. 
1908. Planorbis crassilabris. B ö 1 1 g e r . Nacbrichtsblatt, Jahrg. XL, S. 154. Nr. 35. 

Wurde von mir am Hessler nicht beobachtet. 

Familie Melanopsidae. 

Genus Melanopsis Femssac. 
50. Melanopsis callosa AI. Braun var. elongata n. var. 
1874. Melanopsis callosa, Sandberger, Vorwelt, S, 489. 
1908. Melanopsis callosa, Böttger, Nachrichtsblatt, Jahrg. XL, S. 155, Nr. 36. 

Die vom Hessler vorliegenden Exemplare unterscheiden sich von 
den typischen Stücken aus dem unteren üntermiocän — Schichten mit 
Hydrobia inflata — durch ihr bedeutend schlankeres und spitzeres Ge- 
häuse, sowie durch die scharf ausgeprägten, zu schmalen Bändern zu- 
sammenfliessenden , wellenförmigen Anwachsstreifen der Umgänge. 
Sandberger nennt in seiner Vorwelt die Umgänge beim Typus nahezu 
glatt und die Form des Gehäuses ei - kegelförmig ; beides trifft für die 
Form aus den oberen Hydrobienschichten nicht zu, weshalb ich dieselbe 
als Varietät unterscheide. — Höhe 22 — 26 mm, Durchmesser 9 — 11 mm 
bei 8 — 8^2 Umgängen. 

Familie HydroMinae. 

Genus Hydrobia Hartmann. 

51. Hydrobia ventrosa Montagii. 

1 874 . Hydrobia ventrosa, S a n d b e r g e r , Vor weit, S. 489. Taf. XXV, Fig. 6- 6b. 

1908. Hydrobia ventrosa. Böttger, Nachrichtsblatt, Jahrg. XL. S. 155. Nr. 37. 

Feh habe am Hessler nur diese eine, daselbst in ungeheuren Massen 
auftretende Art beobachtet. Die Form des Gehäuses ist bald eine kurze, 
bauchige, bald eine verlängerte, schlanke. Es finden sich Exemplare 
in allen Entwicklungsstadien und Formen. 

Familie Paludinidae. 

Genus Tivipara Lamarck. 

52. Vivipara pachystoma Sandberger. 

1874. Pahulina pachystoma. Sandberger. Vorwelt. S. 487. Taf. XXV, 

Fig. 8— 8a und S. 491. 
190^. Paludina pachystoma, Böttger. Nachrichtsblatt, .Tahrg. XL, S. 156. Nr. 40. 



— 73 — 

Von dieser Art besitzt das Senckenbergische Museum zahlreiche, 
ausgezeichnet erhaltene Exemplare vom Hessler. — Höhe 25 — ^28 mm, 
grösste Breite 20 — 22 mm bei 4^/2 — 5 Umgängen. 

Vivipara pachystoma ist schlanker als die neben ihr vorkommende 

var. gerhardti Böttger, 

188G. Paludina gerhardti. Böttger. Notizltlatt d. Ver. f. Erdkunde zu Darm- 
stadt. IV. Folge. 7. Heft, S. 7. 
190S. Paludina gerhardti, Böttger, Nachrichtsblatt, Jahrg. XL. S. 156. Nr. 39. 

welche ihrer gedrungeneren, bauchigeren Gestalt wegen von Böttger 
als selbständige Art ausgeschieden wurde, die aber mit V. pachystoma 
durch Übergänge verbunden ist, was ich an dem reichen Material des 
Senckenbergischen Museums feststellen konnte. — Höhe 23,5 — 28 mm, 
grösste Breite 24 — 26 mm bei 4^/3 — ^ Umgängen. 

Familie Neritidae. 

Genus Neritiiia Lamarck. 

53. Neritina marmorea AI. Braun. 

1871. Neritina fiuviatilis. Sand berger. Vorwelt. S. 489. 

190-'. Neritina fiuviatilis. Böttger. Nachrichtsblatt, Jahrg. XL. S. 15 3, Nr. 42. 

In zahlreichen, gut erhaltenen Stücken vom Hessler vorliegend. 

Familie Dreissensiinae. 

Genus Congeria Partsch. 

54. Congeria brardi Faujas. 

1874. Dreissensia brardi, S an db erger. Vorwelt. S. 489. 

1908. Congeria brardi, Böttger, Nachrichtsblatt, Jahrg. XL, S. 157. Nr. 48. 

In einzelnen Schalen häufiger am Hessler, selten in doppelschaligen 
Stücken. 

Familie Mytilinae. 

Genus Mytihis Linne. 

55. Mytilus faujasi Brongniart. 

1908. Mytilus faujasi. Böttger, Nachrichtsblatt, Jahrg. XL, S. 157, Nr. 44. 

Selten am Hessler. — Länge 50 — 55 mm. Breite 26 — 28 mm. 



___. 74 — 

Sandberger gibt in seiner Vorwelt bei der Erwähnung der 
Binnenmollusken der Hydrobienkalke, S. 489—507, 83 Arten von 
Wiesbaden ^) an. Bis heute kennen wir vom Hessler 55 Arten, eine 
darunter unsicher, nämlich Leucochilus obstructum (AI. Br.). Diese 
Molluskenfauna stimmt im allgemeinen mit derjenigen von Budenheim 
bei Mainz überein und dürfte daher wie diese dem oberen Horizont des 
Untermiocäns, also den oberen Hydrobienschichten, angehören. 

1) Dieselben stammen meist von der Spelzmühle unweit dem Hessler, 
also wohl aus den gleichen Schichten. 






Gonostoma (Klikia) osculum Thom. und ihre 

Verwandten im mitteleuropäischen Tertiär. 

Eine phylogenetische Studie. 

Von 

Dr. Wilhelm Wenz -Frankfurt a. M. 

Mit Tafel IV und einer Textfigur. 

Eine der interessantesten Aufgaben des Paläontologen ist es, die 
Entstehung und Entwicklung einer Art während grösserer oder kleinerer 
Abschnitte in der Entwicklungsgeschichte unserer Erde zu verfolgen und 
die mannigfachen Wandelungen festzustellen, die diese Art im Laufe ihrer 
Entwicklung erfahren hat, und die es ihr ermöglichten, sich den je- 
weiligen äusseren Bedingungen anzupassen. Freilich ist der Grad der 
Anpassungsfähigkeit bei den verschiedenen Gruppen von Tieren ein recht 
verschiedener, und so sehen wir viele Formen, die sich nicht oder nicht 
rasch genug diesen äusseren Bedingungen anzupassen vermochten, all- 
mählich oder oft auch fast plötzlich aussterben. Andere Formen dagegen, 
die unter günstigeren Bedingungen lebten und nicht so sehr den Änderungen 
der äusseren Umgebung ausgesetzt waren, es sind dies vor allem Tief- 
seeformen, haben sich während langer Zeiträume fast unverändert er- 
halten. Eine dritte Gruppe endlich, die einen hohen Grad der Anpassungs- 
fähigkeit besass, ist dadurch zum Ausgangspunkt langer Entwicklungs- 
reihen geworden, deren Endglieder oft erheblich von den Stammformen 
abweichen. Beispiele für jene drei Gruppen haben wir in der Paläontologie 
in grosser Zahl. 

So interessant aber die hier besprochene Aufgabe ist, so schwierig 
ist andererseits ihre Durchführung; und daran sind hauptsächlich zwei 
Umstände schuld. Einmal ist es die lückenhafte Kenntnis der fossilen 
Formen, die nur in den allerseltensten Fällen ununterbrochene Ent- 
wicklungsfolgen bietet und dann die Tatsache, dass uns nicht mehr der 



— 7G — 

gesamte Organismus des Tieres zugänglich ist, sondern nur einzelne 
erhaltungsfähige Teile desselben, die für die Beurteilung der Entwicklung 
von grösserer oder geringerer Wichtigkeit sind. Am günstigsten liegen 
in dieser Hinsicht die Verhältnisse bei den Wirbeltieren, denn bei ihnen 
haben wir im Knochenskelett einen für die gesamte Organisation des Tieres 
wichtigen und bestimmenden Faktor, der es uns erlaubt, die weit- 
gehendsten Schlüsse zu ziehen ; und so sind denn auch bei dieser Gruppe 
von Tieren bisher auf jenem Oebiete die schönsten Erfolge erzielt worden. 
Viel schwieriger liegen die Verhältnisse bei den Wirbellosen, denn bei 
ihnen ist es in den meisten Fällen nur die äussere Schale, die uns erhalten 
ist ; und diese ist für die Organisation des Tieres lange nicht von der 
Bedeutung wie das Skelett bei den Wirbeltieren. Daher ist es hier auch 
nur in besonders günstigen Fällen möglich, entwicklungsgeschichtliche 
Untersuchungen auszuführen. 

Dies ist alles schon lange wohlbekannt, und ich hätte es mir er- 
sparen können, darauf einzugehen, wenn ich nicht hier von vornherein 
darauf hinweisen wollte, wie vorsichtig wir bei allen diesen Fragen sein 
müssen, wenn wir uns nicht fortgesetzt Täuschungen aussetzen wollen, 
und wie leicht es bei der notwendig lückenhaften Kenntnis der fossilen 
Formen möglich ist, dass neue Funde unsere früheren Ansichten korrigieren. 

So muss denn auch der vorliegende Versuch einer phylogenetischen 
Untersuchung einer Landschneckenform lediglich als ein Versuch auf- 
gefasst werden, etw^as Klarheit in dieses noch recht dunkle und wenig 
erforschte Gebiet zu bringen, denn eine restlose Lösung der vorliegenden 
Frage ist selbstverständlich nicht möglich. 

Klassische Untersuchungen über die Wandelung von Landschnecken- 
formen vom Tertiär bis zur Jetztzeit hat der vor kurzem verstorbene 
Concliyliologe Prof. Dr. 0. B ö 1 1 g e r durchgeführt ^) ^). Sowohl in 
seinen «Clausilienstudien» als auch in seiner «Entwicklung der Pupa- 
Arten» weist der Verfasser auf die vielen Schwierigkeiten hin, die jenen 
Untersuchungen entgegenstehen. Ich muss in dieser Hinsicht auf die 
Einleitung zu jenen beiden Werken verweisen und will hier nur das 
wesentliche hervorheben, das ja auch für unsere Untersuchung genau in 
demselben Mafse gilt. Es ist auch hier die «Zerstreuung des Materials 
in den verschiedensten Ablagerungen und Ländern und das Fehlen von 



1) Clausilienstiulieii : Palaeontograpliica N. F. Suppl. III. Kassel 1877. 

2) Die Entwicklung der Piipa-Arten des Mittelrheingebiets in Zeit und 
Raum; Jahrb. d. Nass. Ver, für Naturk. Jahrg. 42, 1880, p. 224. 



— V V — 

Formen in ununterbrochen aufeinander folgenden Schichten, besonders 
an ein und derselben Örtlichkeit» vom älteren Tertiär bis ins Pliocän 
und Pleistocän. Dabei lagen die Dinge bei den von Böttger unter- 
suchten beiden Gruppen Clausilia und Pupa noch wesentlich einfacher, 
da diese Formen weit mehr äussere Anhaltspunkte boten als die von 
uns untersuchten. Alles dies wird man bei einer Beurteilung der vor- 
liegenden Untersuchungen berücksichtigen müssen. 

Ehe ich nun auf die Einzelheiten meiner Untersuchungen eingehe, 
muss ich noch auseinandersetzen, warum ich als Objekt dieser Studie 
gerade die vorliegende Gruppe wählte, als deren Typ. ich Gonostoma 
(Klikia) osculum Thom. betrachte. Vor allem ist es die weite Ver- 
breitung gewesen, die diese Form im europäischen Tertiär hat, die mich 
dazu bestimmte : dann die Fülle des Materials, die mir vorlag, denn die 
Gruppe ist nicht nur weit verbreitet, sondern die einzelnen Arten und 
Varietäten sind an den meisten Fundstellen auch relativ häufig; und 
endlich der Umstand, dass jene Gruppe durch ihre Form und die Skulptur 
ihrer Oberfläche sehr gut charakterisiert ist, und dadurch den Unter- 
suchungen mehr Anhaltspunkte bietet als die meisten Arten unserer 
mittleren und grösseren Landschnecken. 

Ausser dem Material, das mir aus meinen eigenen Aufsammlungen 
im Tertiär des Mainzer Beckens und im schwäbischen Tertiär (Rugu- 
losa- und Sylvanaschichten) vorlag, sowie dem was ich aus dem franzö- 
sischen, böhmischen etc. Tertiär besitze, stand mir weiteres wertvolles 
Material aus den grossen Sammlungen tertiärer Landschnecken der Herren 
Lig. K . Fischer- Frankfurt a. M., 0. Emmerich- Frankfurt a. M. 
und J. Zinndorf- Offenbach zur Verfügung, wofür ich den Betreffenden 
auch an dieser Stelle meinen verbindlichsten Dank aussprechen möchte. 
Ihr liebenswürdiges Entgegenkommen hat es mir ermöglicht, viele Hunderte 
der betreffenden Formen zu untersuchen. Wie wertvoll es aber gerade 
bei den mittleren und grösseren Landschneckenformen ist, nicht nur 
wenige Formen zum Vergleich zu habend das haben mir die vorliegenden 
Untersuchungen deutlich gezeigt. Liegen nur wenige Stücke vor, so 
besteht die Gefahr, dass diese, besonders bei sehr veränderlichen Arten, 
zu denen auch die unsere gehört, nach irgend einer Richtung von dem 
Durchschnitt abweichen, sei es in der Form oder in der Grösse der 
Stücke, und so dem Autor den Vergleich mit anderen verwandten Arten 
erschweren ; während eine grössere Zahl die möglicherweise vorhandenen 
Übergänge erkennen Hesse. 



— 78 — 

Bei der Herstellung der pliotographischen Unterlage zu der bei- 
gefügten Tafel hat mich Herr Ing. K. Fischer in liebenswürdiger 
Weise unterstützt, wofür ich ihm herzlichen Dank schulde. 

Ausser auf die genaue Yergleichung der Formen, zu der natürlich 
auch ein geschultes Auge gehört, habe ich auch auf die Ausmessung der 
Gehäuse besonderen Wert gelegt. Diese, bei dem grossen Material sehr 
zeitraubende Arbeit, hat mir zwar nicht in allen Fällen die Aufsclilüsse 
gewährt, die ich davon erwartete, aber dennoch haben sie sich als sehr 
nützlich erwiesen, sodass ich w^eitesten G-ebrauch von ihr machen konnte. 
Da wir diese Mafse oft benötigen werden, will ich hier einige Abkürzungen 
einführen. Es bezeichne: 

H = Höhe der Schale. 
D = Durchmesser der Schale, 
h = Höhe der Mündung, 
b = Breite der Mündung. 
A = Windungszahl. 

V = Verhältnis des Durchmessers zur Höhe = — . 

H 

V = Verhältnis der Höhe der Schale zur Höhe der Mündung 

_ H 
"" h* 

Besondere Beihülfe zur Untersuchung hat mir in vielen Fällen auch 
die graphische Darstellung geleistet, wobei als Abszisse irgend eine der 
vorstehenden Grössen, als Ordinate die jeweilige Anzahl der dieses Mafs 
aufw^eisenden Stücke angenommen wurde. Im allgemeinen muss sich die 
so erhaltene (und eventuell ausgeglichene Kurve) der sog. Wahr- 
scheinlichkeitskurve der Mathematiker nähern, doch kommen auch in 
manchen Fällen Abweichungen vor, die sich dann meist in ganz be- 
stimmter Weise deuten lassen. Natürlich ist dieses Verfahren nur dann 
anwendbar, wenn die Zahl der vorliegenden Stücke eine sehr beträchtliche 
ist, lässt sich also nicht immer durchführen. 

Ich will mich nunmehr den Untersuchungen selbst zuwenden und 
auf die einzelnen Formen und Varietäten näher eingehen. Dabei gebe 
ich eine kurze Zusammenstellung der Formen, die auch an sich nicht 
unwillkommen sein dürfte. Die zugehörige Literatur, soweit sie für 
unsere speziellen Untersuchungen von besonderer Bedeutung ist, füge ich 
ebenfalls bei. Ueber die beigegebene Tafel möchte ich erst am Schlüsse 
noch einige Worte sagen, da diese dann durch das Vorausgegangene ver- 
ständlicher werden. 



— 79 — 
Goiiostoma (Klikia) osciüiim Thom. Typ. 

Taf. IV, Fig. 1—5. 
1845 Tliomae, Jahrb. d. Nass. Ver. für Naturk., p. 137. Taf. III, Fig. 4. 
1852 Reuss, Palaeontographica II, p. 127. Taf. III, Fig. 2. 
1861 Reuss, Sitz.-Ber. der K. Akad. d. W. Wien. Bd. XLII, p. 64. 
1863 Sandberger, Conchylien des Mainzer Tertiärbeckens, p. 19. Taf. III, 

Fig. 13, IV, Fig. 1. 
1870 Böttger, Jahrb. der k. k. geolog. Reichsanst. Wien. Bd. XX, p. 289. 
1874 Sandberger, Die Land- ii. Süssw.-Conch. der Vorwelt, p. 377. Taf. XXII, 

Fig. 18. 
1880 Koch, Erl. zur geolog. Spezialk. von Preussen. Blatt Hochlieim, p. 21. 
1891 Klika, Arch. d. naturw. Landesdurchf. von Böhmen, Bd. VII, Nr. 4, p. 47. 
1891 Maillard, Mem de la soc. palaeont. suisse. Bd. XVIII, p. 69. Taf. V, 

Fig. 11, 12. 
1902 Andreae, Mitt. a. d. Römer-Museum, Hildesheim, Nr. 18, p. 11. 
1907 Kinkelin, Schriften des Ver. f. Gesch. d, Bodensees. Heft 36, p. 11. 
1910 Ro liier, Beitr. zur geolog. Karte der Schweiz. Serie II, Bd. XXV, p. 131, 

Taf. II, Fig. 64-67. 

Die erste, kurze Beschreibung der vorliegenden Art hat Thomae 
gegeben und Sandberger dann weitere Ergänzungen zugefügt. Der 
Typus ist die Form aus den Landschneckenkalken von Hochheim-Flörsheim. 

Hervorzuheben ist die kugelige oder flachkugelige Form der festen 
Schale, sodass «die Oberfläche des Gewindes eine ebenmäfsige Kuppel 
bildet.» (Thomae). Nie tritt die Spitze «zitzenförmig» vor. Die 
Nabelung ist mäfsig weit und durchgehend. Die letzte Windung ist bei 
ausgewachsenen Stücken nicht gekielt. Die Windungen sind «mit zarten 
dicht aufeinanderfolgenden Anwachsrippchen und sehr zahlreichen, in 
schrägen Kreuzlinien geordneten feinen Wärzchen verziert; eine Skulptur, 
wie wir sie ganz in derselben Weise bei allen verwandten Formen wieder- 
linden werden. Der letzte Umgang ist kaum abwärts geneigt und stark 
eingeschnürt. Die Mündung wird als mondförmig oder dreieckig mond- 
förmig bezeichnet. Sie ist gegen den Umgang geneigt und besitzt einen 
mehr oder minder stark verdickten, nach aussen umgeschlagenen Rand, 
dessen beide Enden durch eine mäfsig dicke Schwiele miteinander ver- 
bunden sind. Der Spindelrand verdeckt einen Teil des Nabels. Wir 
müssen uns den Mundrand noch etwas genauer ansehen und legen ihn 
zu diesem Zwecke so, dass er in die Horizontalebene zu liegen kommt ; 
dann finden wir, dass er aus mehreren Stücken gebildet wird, die in 
Knicken aneinander stossen. Vom Nabel aus geht er ein kurzes Stück 
gerade nach unten und aussen, steigt dann in einem ebenfalls geraden 



— 80 — 

Stück wieder nacli oben und innen, wobei bald nacli dem Knick eine 
kleine Erhöhung bemerkbar ist, die sich häufig auch am äusseren Teil 
des Randes durch eine leiclite Knickung kund gibt. An dieses zweite 
Stück setzt sich in leichter Biegung das letzte an, das am Ende schmäler 
werdend, sich an die Schale anschliesst. Dabei ist an der Stelle, an der 
der Rand schmäler wird, eine dritte schwache Knickung bemerkbar, von 
der ab der Rand wieder etwas aufsteigt. Auch diese Form des Mund- 
randes ist für unsere Gruppe überaus charakteristisch. Der umgeschlagene 
Mundrand ist wie schon oben bemerkt, zwar innen verdickt, aber nach 
aussen scharf. Die Zahl der Windungen gibt Thomae zu 6, Sand- 
b erger zu 5 an. In Wirklichkeit liegt sie etwa in der Mitte. Ich 
fand im Mittel aus sämtlichen Hochheimer Exemplaren A = 5^^; volle 
6 Windungen konnte ich nur bei einem Exemplar feststellen. 

Auffallend ist bei unserer Form das Schwanken in der Grösse, auf 
das schon Koch^) aufmerksam macht. Im Mittel fand ich D = 9,2 mm, 
das grösste Exemplar mafs D = 11,6 mm, das kleinste 1) =: 6,6 mm. 

Das Verhältnis von Durchmesser und Höhe ^ schwankt ebenfalls recht 

H 

beträchtlich. Es kommen Werte zwischen Y ^= — = 1,18 und V = 1,80 

H 

vor. Das Mittel ist V := 1,53. Seltsam ist, dass die zehn grössten 

Exemplare alle nicht sehr von diesem Mittel abweichen (1,54). Es 

könnte den Anschein erwecken, als ob sich die Tiere mit diesem «normalen» 

Schalenverhältnis am kräftigsten entwickelten, während die sehr flachen 

und die sehr hohen an Grösse hinter jenen zurückblieben. Anfangs war 

ich geneigt, eine flachere von einer kugeligeren Form abzutrennen. 

Doch ergab die eingehende Untersuchung eines grösseren Materials, 

dass alle Übergänge vorhanden sind, und die graphische Darstellung des 

Verhältnisses V zeigt zwar kleine Unregelmäfsigkeiten, lässt aber scharfe 

Einschnitte nicht erkennen. Immerhin konnte ich feststellen, dass sich 

die flacheren Formen häufiger in höheren Schichten der Ablagerung 

finden. Dies drängt uns zu der Vermutung, dass die Form eine Tendenz 

zur Verflachung der Schale hat (grösseres V). Auf jeden Fall sehen 

wir aber, dass wir es mit einer sehr stark veränderlichen Form zu tun 

haben. Auch das Verhältnis der Höhe der ganzen Schale zu der 

des letzten Umganges wechselt. Sandberger gibt das Verhältnis 

1) Koch, 1. c, p. 21. 



— 81 — 

TT O 

v=— = - an. Ich finde im Mittel v = 1,36, also etwas weniger. 

11 £i 

Die extremsten Werte sind v := 1,10 und v = 1,59. 

Wie schon bemerkt wird der Nabel mehr oder weniger durch den 
erweiterten Spindelrand verdeckt. Ich habe diese Bedeckung so aus- 
zudrücken versucht, dass ich volle Bedeckung des Xabels mit N=1,0, 
unbedeckten Nabel mit N = 0,0 bezeichne und die Zwischenstufen in 
Form eines echten Dezimalbruchs schrieb, sodass also 0,5 halbbedeckten 
Nabel bedeutet usf. Die folgende Tabelle enthält in der ersten Spalte 
die vorkommenden Werte für die Bedeckung des Nabels (N), in der 
zweiten die in ^/^ ausgedrückte Anzahl der Formen, die die betreffende 
Nabelung aufweisen, und in der dritten das Mittel aus dem Verhältnis 

T = — für diese Formen : 

rl 



N 


^^^ der Formen 


Y 


0,0 


0,6 


1,79 


0,1 


0,6 


1,62 


0,2 


21,3 


1,58 


0.3 


45,1 


1,53 


0,4 


23,8 


1,52 


0,5 


8,0 


1,45 


0,6 


0,6 


1,18 



Daraus geht deutlich hervor, dass die offengenabelten Formen im all- 
gemeinen flach sind, die bedeckten relativ hoch und umgekehrt. Wie 
oben schon bemerkt wurde, gehören die flachen, offen genabelten Formen, 
die häufig auch leicht gekielt sind, den oberen Horizonten an und wir 
können erwarten, in höheren Schichten eine Weiterbildung dieser Varietät 
zu finden. (Vgl. Taf. IV, Fig. 4, 5). 

Die Frage nach etwaigen lebenden Verwandten beantwortet S a n d - 
berger dahin, dass sie sich besonders in ihren flacheren Formen 
Helix corcyrensis Fer. nähere. Böttger^) weist darauf hin, dass sie 
Mesodon devius Gould var. mullani Bland vielleicht ebenso nahe stehe. 
Die Verwandtschaft zu beiden Formen ist aber keine sehr enge, was 
auch durchaus verständlich ist, wenn wir sehen, dass wir es mit einem 
Mischtypus zu tun haben, der zu mehreren lebenden Gattungen Beziehungen 
hat, die dann aber natürlich keine sehr nahen sein können. An anderer 



') Böttger, Nachrichtsblatt d. deutsch. Malakozool. Gesellsch. 1897, p. 19, 
Jahrb. d. nass. Ver. f. Xat. 64, U.Ul. 6 



— 82 - 

Stelle bemerkt Sandb erger, dass sie zu einem Genus zwischen 
Gonostoma und Mesodon gehört. K 1 i k a ^) schlägt dann ebenfalls vor, 
für sie eine selbständige Gruppe zu bilden, woraufhin dann Pilsbry^) 
das neue Genus Klikia schuf, dem wir natürlich sämtliche verwandten 
Formen zuweisen müssen. Er gibt ihm folgende Diagnose : 

Klikia Pilsbry : Shell dcpressed globose, narrowly umbilicated,, 
with convex, obtuse spire and round periphery. Surface costulate- 
striate and minutely papillose in regulär diamond pattern. Last whorl 
constricted behind the lip, which is well retlected and thickened. 
Typ. K. osculum Thom. 

Als Fundort füi- Klikia osculum typ. in den Cerithienkalken des 
Mainzer Beckens kenne ich nur die schon erwähnten I^andschnecken- 
kalke von Hochheim — Flörsheim. Hier gehört die Schnecke mit zu 
den häufigsten Arten. Auch in den Corbicula-Schichten kommt der 
Typ. neben einer leichten Var. noch vor, ist aber hier immer recht 
selten. Ich besitze solclie Stücke vom Röderberg (Frankfurt a. M.) 
und von Bieber bei Offenbach a. M. aus diesen S'chichten. 

Auch aus den böhmischen Landschneckenkalken ist der Typ. bekannt, 
aber sehr selten. Klika^) kennt nur ein Exemplar von Tuchoric von 
D^ 11,3 mm, A = 7,7, das mit Hochheimer Stücken fast vollkommen 
übereinstimmt. Alles übrige, was früher von Tuchoric und Lipen als 
Kl. osculum beschrieben wurde, gehört, wie Klikas sorgfältige Unter- 
suchungen zeigten, schon aufsteigenden Mutationen an. Er macht es 
wahrscheinlich, dass zur Zeit der Ablagerung des Tuchoricer Kalkes in 
Böhmen die Hochheimer Urform dem Aussterben nahe war. Ihre Stelle 
nahmen hier var. tenuis Klika und mut. labiata Klika ein, die uns 
noch weiter beschäftigen werden. 

Nicht ganz so einfach liegen die Verhältnisse bei den schwäbischen 
und schweizer Formen aus den Rugulosa-Schichten. Der genauere 
Vergleich der Exemplare von verschiedenen Fundpunkten hat mir gezeigt, 
dass man hier trennen muss zwischen den Formen aus den tieferen und 
denen aus höheren Horizonten, die nicht einmal mehr derselben Art 
angehören. Ob unsere Form überhaupt in den tieferen Horizonten der 
unteren Süsswasserkalke, den eigentlichen Rugulosa-Schichten (mit Coryda 
rugulosa v. Mart.) vorkommt, erscheint mir noch ungewiss. Dagegen 



1) Arch. d. iiaturw. Landosdiirchf. Br»]inions. Bd. VII, Nr. 4, p. 50. 

2) 1. c, p. 48. 

•^) Pilsbry, Manual of concliology. 2 ser. vol. IX, p. 289. 



— 83 — 

liegt sie mir aus den geflammten Mergeln der mittleren Horizonte von 
Ehingen a. D. vor. Alle hier gefundenen Exemplare sind sehr gross. 
Ihr Durchmesser schwankt zwischen D = 14,1 mm und ü = 12,5 mm, 
übertrifft also selbst die grössten Exemplare von Hochheim noch um 
ein beträchtliches. Im übrigen sind sie in der Form sehr überein- 
stimmend gebaut, etwas stärker gewölbt als der Typ. V= =: 1,43 
und der letzte Umgang im Vergleich zur Höhe der Schale etwas 
niedriger als der Durchschnitt der Hochheimer Form (v ^= =z l^-l^j. 

Ich glaube, dass diese Unterschiede, vor allem die bedeutendere Grösse, 
genügen, sie wenigstens als Varietät von der typischen Hochheimer Form 
abzutrennen als: 



Klikia osculuin Thom. var. crassa ii. var. 

Vielleicht ist sie ein wenig älter als der Typ., der sich in einem 
höheren Horizont, den Crepidostomaschichten, findet. Hier ist er von 
Thalfingen, Eggingen, Erstetten-Pappelau (Hochsträss) bekannt. Die 
Thalhnger Form schliesst sich eng an den Hochheimer Typ. an ; keines- 
wegs steht sie zur var. crassa m. in Beziehung, sowohl was ihre Grösse, 
als auch ihre Form betrifft. Der Nabel ist etwa zur Hälfte bedeckt 
(N = 0,5). 

Endlich kenne ich noch eine weitere P'orm aus dem Crepidostoma- 
Horizont und zwar aus den kreidigen Kalken von Beiningen (Hochsträss), 
die ich jedoch nicht mehr zu Klikia osculum Thom. rechnen kann. Ich 
komme darauf später zurück. 

Maillard^) fügt als weiteren Fundpunkt für den Typ. Büneralb 
bei Laufen hinzu und bemerkt, dass der Typ, dem Aquitanien (Ober- 
oligocän) angehört. Diese Bemerkung ist durchaus gerechtfertigt, denn 
in höheren Schichten, im Miocän, finden wir Klikia osculum Thom. typ. 
nirgends mehr, sie ist durchaus leitend für das Oberoligocän. 

Nach dieser eingehenden Betrachtung der Grundform können wir 
uns bei den anderen etwas kürzer fassen. Wir wenden uns zunächst 
den höheren Formen und Varietäten von Kl. osculum zu, ihre einzelnen 
Entwicklungsreihen so weit als möglich verfolgend, um dann noch kurz 
auf die Frage nach ev. Vorfahren des Typ. einzugehen. 

1) Maillard I. c. 



■Jl i. 



— 84 — 
Klikia osculum Thom. var. depressa Sdbg. 

1863. Sand borg er, Conch. des Mainzer Tertiärbeckens, p. 19. 

187^. Sandberger, Land- und Süssw. -Conch. der Yorwelt, p. 

1876. Böttger, Palaeontographica. Bd. XXIV, p. 208. 

1882. Standfest, N erh. d. k. k. geol. Reichsanst. Wien. p. 176. 

1891 Klika, Arcb. d. natnrw. Landesdurchf. von Böhmen. Bd. VII, Nr. 4, p. 49. 

An den Typ. der Hochheimer Form schliesst sich im Mainzer 
Becken in den Corbiculaschichten (^ Ob. Cerithienschichten) mit geringen 
Abänderungen eine Mutation an. Neben solchen Stücken, die, wie oben 
erwähnt, ganz den Hochheimer gleichen, lindet sich hier eine Form, 
die Sand berger als var, depressa und gelegentlich auch als var. 
intermedia bezeichnet. Als Fundpunkte gibt er an : Hochstadt b. Hanau, 
Kastell, Wiesbaden. Böttger (1. c.) erwähnt noch Gross -Winternheim 
(Rheinhessen) und ich kann noch die Corbiculakalke von Ober-Ingelheim 
(Rheinhessen) hinzufügen. Die Exemplare aus den Corbiculaschichten 
sind leider überaus selten, sodass hier kein grosses Material vorliegt, 
var. depressa Sandb. unterscheidet sich vom Typ. dadurch, dass sie 

etwas flacher ist, das schöne Ingelheimer Exemplar hat V= - = 1,72, 

H 

einen weniger verdickten Mundsaum besitzt und der Nabel ziemlich 
weit offen ist (N^0,1). Sie gleicht darin den flachen Hochheimer 
Formen aus den oberen Horizonten der Landschneckenkalke, über die 
wir oben eingehend berichtet haben (vergl. Taf. lY, Fig. 4, 5), und 
wir müssen sie daher als eine Weiterbildung jener betrachten. Übrigens 
ist sie, wie schon Sandberger bemerkte, mit dem Typ. durch Über- 
gänge verbunden. 

Hierher gehört wohl auch var. tenuis Küka, die in Tuchorjc und 
Lipen nicht selten ist. Auch sie unterscheidet sicli vom Typ. durch 
flacheres Gewinde, schwächere, kürzer ausgebreitete Mundränder und 
offenere Nabelung. Dabei ist sie etwas kleiner als der Typ. D = 8— 9 mm 
(Klika 1. c). Sie ersetzt in Tuchoric zusammen mit der mut. labiata 
Klika den Typus, was darauf hindeutet, dass Tuchoric ein wenig jünger 
ist als Hochheim, etwa vom Alter der Corbiculakalke. 

Vielleicht gehört hierher auch noch die seltene var. ornata Klika 
von Warzen, die noch etwas flacher ist als die vorige. Sie hat ausser- 
dem noch etwas gröbere Papillen und weiteren Nabel. Vielleicht ist 
es nur eine lokale Varietät. 



— 85 — 

Standfest (1. c.) rechnet auch die Form von Rein in Steiermark 
hierher, die von anderen zu Klikia giengensis gestellt worden ist. 

Klikia osculum var. depressa vermittelt den Übergang zu der 
folgenden Form : 

Klikia giengensis Krauss. ^-^ 

Taf. IV. Fig. 6—10. 
l^KJ. V. Klein. Jahresh d. Ver. f. vaterl. Natiirk. in Württemb. II, p. 69. 
Taf. I. Fig. 9. 

1853. Klein, Jahresh. d. Ver. f. vaterl. Naturk. in Württemb. IX. p. 209. 
18"i4. Noulet, Memoire sur les coquilles fossiles des terrains d'eau douce 

du Sud-Ouest de la France, 3, p. 72. 

1854. Gobanz, Sitz.-Ber. der k. k. Akad. d.Wiss. math. nat. Cl.. Bd. XIII. p. 193. 
1874. Sand berger, Die Land- und Süssw.-Conch. d. Vorwelt, p. 377. 
1885. Clessin. Malakozool. Blätter. N. F., Bd. VII. p. 71. 

1891. Maillard, Mem. de la soc. palaeont. suisse, vol. XVIII. p. 69 
1891. Penecke, Ztschr. d. d. geolog. Ges.. Bd. XLIIl. p. 359. 
1894. Clessin. Ber. d. nat. Ver. Regensb , IV. Heft. 

1910. Joos, Nachrichtsblatt d. deutsch. Malakozool. Ges., Bd. XLII, p. 21. 
1910. Rollier, Beitr. zur geolog. Karte der Schweiz, Ser. II, Bd. XXV, 
p. 96, 133. Taf. III. Fig 46. 48-50. 

Von Klein zuerst als selbständige Art Helix giengensis Krauss 
aus den Sylvanakalken von Giengen a. d. Brenz beschrieben, wurde sie 
später von Sand berger als var. unserer Kl. osculum Thom. zugewiesen. 
Ich bin mit Rollier (1. c, p. 96) der Ansicht, dass man an ihrem 
artlichen Charakter ruhig festhalten sollte, da sie gut vom Typ. unter- 
schieden werden kann und niemals mit ihm zusammen vorkommt, sondern 
bedeutend jünger ist. 

Von Kl. osculum typ. ist sie so deutlich unterschieden, dass eine 
Verwechslung vollkommen ausgeschlossen ist. Trotzdem bildet sie eine 
aufsteigende Mutation des Typ. Die Merkmale, die var. depressa Sdbg. 
vom Typ. unterscheiden, haben sich noch verstärkt. Sie ist geAvöhnlich 
noch flacher, das Gewinde nicht mehr kugelförmig, sondern flach. Der 
Mundsaum ist noch feiner und zarter geworden, die Schale dünner und 
im Durchschnitt kleiner. Der Nabel ist jetzt fast ganz offen. Im 
übrigen aber hat sie in der Mundform und in der Skulptur der Ober- 
fläche alle Charaktere von Kl. osculum bewahrt. Das Originalexemplar 
von Giengen a. d. Brenz hatte etwa D = 9 mm, V=l,72. Später 
lernte man die Form auch aus den Sylvanakalken von Mörsingen 
kennen, wo sie nicht selten ist. Die auf unserer Tafel abgebildeten 



— Be- 
stücke Fig. 6, 7, 8 sind ebenfalls von dort. An Mörsinger Stücken 
macht von Klein (Jh. IX 1. c.) die Wahrnehmung: »Je grösser die 
Exemplare sind, desto weniger sind sie kugelig oder kuppeiförmig, desto 
mehr zusammengedrückt mit nur leicht konvexer Mitte.« In diesem 
Zusammenhang stimmt die Bemerkung nicht ganz, wie der Vergleich 
des Materials von verschiedenen Lokalitäten mich lehrte; die Grösse 
ist nicht ganz von der Bedeutung, wie v. Klein meint; aber etwas 
richtiges ist doch daran. Es gibt zwei Formen, eine flachere und eine 
gewölbtere, die nur selten durch Übergänge verbunden sind. Zur 
flacheren Form gehört das Originalexemplar, der kleinere Teil der 
Mörsinger Exemplare, sowie Frankfurter Exemplare. Ich finde für 
diese im Mittel: D = 8,l, V = 1,74, v=l,37. Für die gewölbtere 
Form, der die meisten Mörsinger Exemplare angehören, sowie solche von 
Bechingen, ergibt sich im Mittel: D = 7,9, V = 1,59, v--l,46. Auch 
hier sehen wir also, was ja für die ganze Gruppe so charakteristisch 
ist, die starke Variabilität und die Neigung zur Bildung lokaler Ab- 
arten. Auch in der Grösse schwankt die Form ebenso wie ihre Stamm- 
form. Meine extremsten Werte sind D==9,9mm und D ^ 6,4 mm. 
Die Anzahl der Windungen hat weiter abgenommen. Sie beträgt im 
Mittel A = 4^/4 und überschreitet A = 5 kaum. 

Die Verbreitung der Schnecke ist eine sehr grosse. Aus den 
schwäbischen Sylvanaschichten kennt man sie von : Giengen, Thalfingen 
und Eggingen b. Ulm, Deutschhof b. Pflummern, Hausen b. Ehingen, 
Osterberg b. Riedlingen, Mörsingen, Emeringen, Bechingen, Hohen- 
memmingen; aus den gleichaltrigen Schweizer Schichten von Baarburg 
(Kt. Zug), Winnekon (Kt. Luzern), Schwammendingen und Raht bei 
Kaiserstuhl (Kt. Zürich), Rued und Siggenthal (Argau), Annwyl (Argau), 
Mammern (Thur) ; ferner von Günzburg und Undorf bei Regensburg ; 
also aus Schichten, die man im allgemeinen ins Mittel- und Obermiocän 
stellt. Kl. giengensis ist für sie ebenso leitend wie Kl. osculum typ. 
für das Oberoligocän. Niemals findet sie sich in oberoligocänen Schichten 
(Aquitanien). 

Da war es denn ausserordentlich interessant, dass es Herrn Ing. 
K. F i s c h e r - Frankfurt a. M. gelang, sie auch im Mainzer Becken 
nachzuweisen, und zwar in den Schichten, wie sie Böttger^)^) und 

1) Fauna der Corbiciilaschicliteii. Palaeontographica. Bd, XXIV. p. 18S ff 

-) Foss. Binnenschnecken aus den untermiocänen Corbiculatonen von 

Niederrad bei Frankfurt (Main). Jahresber. d. Senckenb. Naturf.-Ges. 1884, p.258. 



— 87 — 

Kinkelin ^) vom Affenstein und von der Niederrader Schleusenkammer 
beschrieben haben. Damit dürfte die Wahrscheinlichkeit gestiegen sein, 
dass diese Schichten, die im Frankfurter Teil des Mainzer Beckens die 
Hydrobienschichten z. T. vertreten, höher stehen, als man bisher anzu- 
nehmen geneigt war. Es ist wohl anzunehmen, dass sie den übrigen 
Schichten mit Kl. giengensis im Alter gleichstehen, die man gewöhnlich 
ins Obermiocän stellt. Ist diese Stellung richtig'^), so dürften auch 
die oben erwähnten Frankfurter Schichten ins Ober- oder zum mindesten 
ins Mittelmiocän gehören, eine Ansicht, die bereits früher schon 
von Koenen für die obersten Schichten des Mainzer Beckens vertreten 
hat, und für die gerade bei der erwähnten Schicht auch noch andere 
Gründe paläontologischer Natur sprechen, auf die ich hier nicht näher 
eingehen will, umsomehr, als Herr Ing. K. Fischer Gelegenheit nehmen 
will, in einer grösseren Arbeit auch auf diese Schichten und ihre eigen- 
artige Fauna einzugehen, die durch seine langjährigen Untersuchungen 
manche Erweiterung erfahren hat. 

Die 10 wohlerhaltenen Frankfurter Stücke (coli. Fischer und 
Wenz) schwanken ebenfalls sehr in der Grösse (D = 6,4 — 9,9 mm) 
und gehören der flachen Form an (V = l,67 — 1,83). Zwei Exemplare 
sind auf Taf. IV. Fig. 9, 10, abgebildet. 

Zu Kl. giengensis gehört nach Sandberger auch Helix laurillardiana 
Noulet (Noulet 1. c. p. 72). Sandberger bemerkt noch, dass sie 
sich nur durch ihre geringe Grösse von Kl. giengensis unterscheide. 
Noulet gibt an: D = 9 mm, H = 5 mm. Somit würde sie sogar zu 

D 

den grösseren Stücken zählen. Auch das Verhältnis V = :_^=l,80 

H 



1) Die Schleusenkammer von Frankfurt - Niederrad und ihre Fauna 
Jahresber. d. Senckenberg. Naturf.-Ges. 1884. p. 219. 

-j L.R ollier. Sur l'age des calcaires ä Helix (Tachea) sylvana v. Klein. 
Bull de la soc. geol. de France. 4, ser. II, p. 216. 1902. — S. a. R ollier. 
Üb. d. Alter d. Sjlvanakalkes. Zentralbl. f. Min. u. Geol. 1900, p. 89 ff. sowie 
die Repliken von Koken. Miller u. a. 

Ro liier stellt die Sylvanaschicliten m gleiche Höhe mit den Hydrobien- 
schichten des Mainzer Beckens und beide ins Oberoligocän. Es scheint mir 
dies doch etwas zu weit zu gehen, wenn auch die schwäbischen Sylvanakalke 
vielleicht etwas tiefer gestellt werden könnten und eventuell mit Undorf, 
Sausan etc. ins Mittelmiocän gehörten. Ein definitives Urteil in dieser Frage 
setzt übrigens einen noch genaueren Vergleich der Arten der verschiedenen 
Lokalitäten voraus, als er bisher durchgeführt wurde. Wir konnten aber 
diese Fragen nicht ganz umgehen, da sie anch für uns einiges Interesse haben. 



— 88 — 

passt noch gut in unsere Reihe. Leider fehlt eine Abbildung ; auch 
der Erhaltungszustand »a l'etat de moule« ist nicht günstig. Ich bin 
noch nicht ganz sicher, ob sie hierher gehört. Die Bemerkung »vix 
rimata« Hesse auch etwa an Kl. devexa Reuss, Kl. jungi Bttg. oder 
Kl. coarctata v. Klein denken. Als Fundorte sind angegeben : Sansan, 
Seissan und Ornezan. 

Fragen wir weiter, was in späteren Epochen aus dieser Form 
geworden ist, die wir bis hierher verfolgt haben, so sind wir nur auf 
Vermutungen angewiesen, da hier die so überaus störende Lücke in 
den tertiären Landschneckenschichten unserer näheren und weiteren 
Umgebung in die Erscheinung tritt. Aus jüngeren Tertiärschichten ist 
mir keine verwandte Form bekannt. Sie fehlt sowohl in dem oberen 
Horizont der Sylvanaschichten, den Malleolatakalken, als auch im Ober- 
miocän von Steinheim bezw. ist dort durch verwandte Arten ersetzt. 
So scheint es, dass sie am Ende der Miocänzeit ausgestorben ist. 
Wenn wir sehen, wie die Form stets kleiner und zarter wird und die 
Windungszahl abnimmt, so scheint es fast, als ob dies Zeichen beginnender 
Degeneration seien, doch steht dem allerdings die Häufigkeit und weite 
Verbreitung unserer Form wiederum entgegen. 

Auch die Frage, wodurch gerade diese Richtung der Variation 
bedingt wurde, lässt sicli heute noch nicht sicher beantworten. Wir 
wissen, dass Wärme die Dickschaligkeit des Gehäuses begünstigt. 
Vielleicht war abnehmende Wärme die Ursache der Verminderung der 
Schalendicke. Das Flacherwerden der Schale Hesse sich vielleicht als 
Schutzbedürfnis (gegen Trockenperioden'?) verstehen, es ermöglicht 
leichteres Zurückziehen in Spalten und Steingetrümmer. Was die 
Öifnung oder Schliessung des Nabels zu bedeuten hat, vermag ich nicht 
zu sagen. Hierüber könnten nur genaue biologische Untersuchungen 
unserer lebenden Formen einigen Aufschluss geben. 



Wir verlassen nun die vorliegende P^ntwicklungsreihe und kehren 
wieder zum Typus zurück, um neue Abzweigungen festzustellen. Während 
die eben betrachtete Reihe die Tendenz zur weiten Öffnung des Nabels 
zeigte, neigen die folgenden im Gegenteil dazu, den Nabel zu ver- 
schliessen. 



— 89 — 

Doch zunächst noch eine Bemerkung allgemeinerer Natur. Der- 
jenige, der zum erstenmal an die Frage herantritt, ob und wie weit 
die im folgenden herangezogenen Formen verwandt sind und die Lite- 
ratur über sie durchgeht, wird zu seiner Verwunderung linden, dass 
man sie nicht einem und demselben Genus, sondern verschieden (Gono- 
stoma, Monacha, Zenobia, Trichia) zugewiesen hat. Um ein Beispiel 
herauszugreifen, wird er Klikia coarctata v. Klein bei Gonostoma, 
Zenobia und Monaclia finden. Allein dies darf uns nicht irre machen. 
Wir haben schon gesehen, dass wir es mit einer Mischform zu tun 
haben, die Charaktere mehrerer heute lebenden Formen in sich ver- 
einigt und deren Stellung zu den heute lebenden Gattungen noch nicht 
ganz sicher steht. Es hing also die Wahl der Gattung von den An- 
sichten der Autoren ab, von denen der eine dieses, der andere jenes 
Merkmal bevorzugte. 

Klikia juugi Bttg. 

Taf. IV, Fig. 11-15. 
1897. Böttger, Nachr.-Blatt d. d. malakozool. Ges.. Bd. IX., p. 19. 
1908. Böttger, Nachr.-Blatt d. d. malakozool. Ges., Bd. XX. p. 148. 
1910. Kollier, Beitr. zur geolog. Karte der Schweiz. Serie II, Bd. XXV, 
p. 132, Taf. II, Fig. 153-155. 

Schon in seiner »Fauna der Corbiculaschichten« ^) erwähnt Böttger 
eine Form aus den Hydrobienschichten von Budenheim bei Mainz, welche 
zwischen Kl. osculum und Kl. osculina stände und die er dort als var. 
micromphalus bezeichnet und zu Kl. osculum stellt. Die Beschreibung 
gibt er aber erst viel später (s, o.). Er fasst sich dabei sehr kurz, 
indem er die Unterscheidungsmerkmale von Kl. osculum hervorhebt: 

»Diifert ab H. osculum Thom. umbilico semper omnino clauso, lamina 
collumellari peristomalis obtecto.« 

Als Fundort gibt er die Hydrobienschichten von Budenheim und 
Wiesbaden an. Am letzteren Ort soll sie neben Kl. osculum aber ohne 
Übergänge vorkommen. 

Der Beschreibung ist einiges hinzuzufügen. Zunächst ist zu bemerken, 
dass der Verschluss des Nabels nicht bei allen Stücken ganz durchgeführt 
ist. Das bemerkt auch Böttger in der zweiten Arbeit, trotzdem er 
auch damals nur 4 Stücke besass. Das reiche Material, das mir trotz 

') Palaeoiitographica, Bd. XXIV, p. 208. 



— 90 — 

der Seltenheit der Schnecke vodag (coli. 0. Emmerich, K. Fischer, 
W. Wenz), im ganzen 70 Exemplare, zeigte mir, dass nur bei etwa 
40 der Nabel vollkommen durch eine Nabelschwiele bedeckt war; bei 
den übrigen 30 Stücken war er noch mehr oder weniger offen, bei 
einem sogar zur Hälfte. 

In der zweiten Arbeit weist Böttger weiter darauf hin, dass 
sie in ihrer Mikroskulptur vollkommen mit Kl. osculum übereinstimme 
und ebenso wie diese in Grösse und relativer Schalenhöhe variiere. Er 
hält an ihrer artlichen Verschiedenheit fest, bemerkt aber, dass sie als 
direkter Nachkomme von Kl. osculum aufzufassen ist. Dies muss in der 
Tat geschehen, zumal zahlreiche Übergangsformen die allmähliche Aus- 
bildung des wesentlichsten Unterscheidungsmerkmales, der den Nabel 
bedeckenden Schwiele, zeigen. 

Wenn Rollier (1. c, p. 132) sagt: ». . . eile me parait fort peu 
differente de sa contemporaine H. giengensis de Hohenmemmingen«, 
so denkt er wohl in erster Linie an die bei beiden etwas flachere 
Form und die weniger gewölbte Schale, nicht aber an die Bedeckung 
des Nabels, die beide scharf von einander trennt: auch das Wort 
»contemporaine« darf nur in weitestem Sinne verstanden werden; denn 
weder in Budenheim noch in Wiesbaden noch an der gleich zu 
erwähnenden dritten Fundstelle kommt sie mit Kl. giengensis zusammen 
vor. Sie ist sicher ein w^enig älter als Kl. giengensis. 

Bemerken wir zunächst noch, dass sich ausser den schon oben 
erwähnten Unterschieden, sowie dem ein wenig zarteren Bau der Schale 
und besonders des Mundrandes und der im Durchschnitt etwas flacheren 
Form keine durchgehenden Unterschiede von Kl. osculum finden. Das 
Gewinde ist im allgemeinen zwar ebenmäfsig gewölbt, aber es finden 
sich auch schon Stücke, bei denen die ersten Windungen etwas zitzen- 
förmig hervortreten. Häufig ist auch die letzte Windung schwach stumpf 
gekielt. Wichtig ist, dass die Durchbohrung zwar stets vorhanden, aber 
schon wesentlich enger gew^orden ist als bei Kl. osculum. Recht eigen- 
artig ist die Verbreiterung des Mundsaumes, die zur Ausbildung der 
Nabelschwiele führt. Mit der Bedeckung des Nabels hängt es zusammen, 
dass der Mundrand in der Mitte ansetzt, nicht wie bei Kl. osculum 
exzentrisch, und infolgedessen wieder tritt der erste Knick des Mund- 
randes etwas zurück, der Rand wird gestreckter, Fig. 13 unserer Tafel 
zeigt dies sehr deutlich; aber nicht bei allen Stücken tritt es gleich 
scharf hervor. Der Durchmesser der Stücke schwankt zwischen 7,8 mm 



— 91 — 

und 11,5 mm. Im Mittel finde ich D = 9,2 mm, also dieselbe Zahl wie 
für Kl. osculum typ. Das Verhältnis des Durchmessers zur Höhe 
schwankt zwischen V= 1,40 und V= 1,78 und ist im Mittel Y= 1,61. 
Sie ist also etwas flacher als Kl. osculum typ. Das Verhältnis der 
Höhe der Schale zu der des letzten Umganges schwankt ebenfalls stark, 

TT 

zwischen v= ^^^1,19 und v = l,76; im Mittel ist v = 1,45, also 

etwas mehr als bei Kl. osculum typ. Die Windungszahl schwankt in den 
engen Grenzen zwischen A=474 und A = 5V4, i^^ Mittel ist sie eher ein 
wenig kleiner als 5, d. h. kleiner als bei Kl. osculum typ. trotz gleicher 
Durchschnittsgrösse. 

Ausser von den beiden schon von Böttger genannten Fundstellen 
kenne ich sie noch von Griedel bei Münzenberg in der Wetterau in 
einem Stück (coli. K. Fischer). Im Mainzer Becken ist die Form 
auf die Hydrobienschichten beschränkt. 

War die Form bisher nur aus dem Mainzer Becken bekannt, so ist 
es mir vor kurzem gelungen, sie auch in den schwäbischen oberen Rugu- 
losa-Schichten. dem Crepidostoma-Horizont, nachzuweisen. Als ich im 
Sommer 1910 mit den Herren Dr. S chad-Ehingen und Ingenieur 
K. Fischer die kreidigen Kalke durchsuchte, die in der Nähe von 
Beiningen (Hochsträss) bei der Anlage einer Wasserleitung angeschnitten 
wurden, fand sich die Schnecke in relativ schöner Erhaltung. Die fünf 
mir vorliegenden Stücke (coli. K. Fischer und W. Wenz), von denen- 
zwei auf Taf. IV, Fig. 14, 15 dargestellt sind, sind ziemlich gleichartig 
gebaut. Der Durchmesser schwankt zwischen D = 8,7 und D = 9,7 mm 
und ist im Mittel D = 9,l. Weiter ist A = 5, V = 1,40 v=l,38. 
Bei vier Exemplaren ist der Nabel vollkommen durch das Spindelblech 
bedeckt, bei einem noch etwas offen (N = 0,9). Sie schliesst sich eng 
an Kl. jungi Bttgr. typ. an und unterscheidet sich von ihr nur durch 
das bedeutend höhere Gewinde (V = 1,40 gegen V ^ 1,61 bei Kl. jungi 
typ.). Dieser Umstand veranlasst mich, sie als Varietät von Kl. jungi 
Bttg. abzutrennen als: 

Klikia jungi Bttg. var. suerica n. var. 

Sie verhält sich in dieser Beziehung zu Kl. osculum var. crassa m. 
etwa wie Kl. jungi typ. zu Kl. osculum typ. Das Vorkommen in den 
oberen Rugulosa-Schichten, dem Crepidostoma-Horizont, mag andeuten, 
dass diese etwa gleichaltrig sind mit den (tieferen?) Hydrobienschichten 
des Mainzer Beckens, in denen Kl. jungi lebte. 



— 92 — 

Als weitere aufsteigende Mutation von Kl. jungi haben wir zu be- 
trachten : 

Klikia coarctata v. Klein. 

Taf. IV, Fig. 16-20. 29, 30. 

1853. Klein. Jahresh. d. Ver. f. vaterl. Natiirk. in Württemb. Bd. IX, p. 206. 

Taf. V, Fig. 3. 
1874. San db erger. Die Land- und Süsswasser-Conch. der Vorwelt, p. 585. 

Taf. XXIX, Fig. 5. 
1891. Maillard, Mem. de la 80c. palaeont. suisse. Vol. XVIII. p. 71, Taf. V, 

Fig. 14. 
1900. Miller. Jahresh. d. Ver. f. vaterl. Natiuk. in Württemb., p. 385. Taf. VII, 

Fig. 5. 
1910. E Olli er, Beitr. zur geolog. Karte der Schweiz. Serie II, Bd. XXV, 

p. 133. Taf. 3, Fig. 47 (non 46). 

Schon V. Klein, der sie zuerst von Mörsingen beschrieb, erkannte 
ihre nahe Verwandtschaft mit unserer Gruppe. Er vergleicht sie mit 
Kl. giengensis, von der sie aber doch viele Unterschiede trennen. Hätte 
man damals schon Kl. jungi gekannt, so hätte er sie sicher zu dieser 
in Beziehung gesetzt. Wie weit die Ähnlichkeit zwischen beiden geht, 
beweist der Umstand, dass man Kl. jungi von Budenheim, ehe sie 
Böttger als neue Art beschrieb, zu Kl. coarctata stellte^). Alle 
Merkmale, die Kl. jungi von Kl. osculum typ. unterscheiden, sind hier 
noch weitergebildet. Das Auffallendste ist wohl die noch weitergehende 
Verengung und Zusammenziehung des Nabels, der nur noch stichförmig 
erscheint, aber dennoch nicht ganz fehlt, wie von Klein, mangels 
genügenden Materials, annahm ^'). Die Folge davon ist eine Verkleine- 
rung des den Nabel bedeckenden Spindelbleches. Bei manchen Exem- 
plaren sind noch Spuren davon vorhanden, bei manchen fehlt es ganz, 
sodass der Mundrand dann auf die Spindel aufsetzt. Dies zieht ebenso 
wie bei Kl. jungi eine Streckung des Spindelrandes der Mundöffnung 
nach sich, doch ist ein Knick trotzdem noch vorhanden, wie das Stück 
auf Taf. IV, Fig. 30 deutlich zeigt. Klein gibt an, dass die Mündungs- 
wand glatt und ohne Callus sei; auch das trifft nicht zu, was schon 
San db erger an besser erhaltenem Material feststellte. Der Callus 
ist hier ebenso wie bei allen anderen Formen unserer Gruppe vorhanden, 



^) LepsiiTS, Das Mainzer Becken. Darmstadt 1883, p. 144. 
^') Abgebrochene Stücke von Mörsingen zeigen noch deutlich die feine 
Durchltohrung. Auch das kleine Stück unserer Tafel Fig. 30 lässt sie erkennen. 



— 93 — 

springt aber leicht ab. Im übrigen stimmen die relativen Malse der 
Mörsinger Form überraschend genau mit denen von Kl. jungi typ. von 
Budenheim überein. Das Verhältnis von Durchmesser und Höhe schwankt 
zwischen V = 1,48 und V ^ 1,71 und ist im Mittel Y = 1,62 (bei 

TT 

Kl. jungi typ. 1,61). Ferner ist v = = 1,46 (bei Kl. jungi typ. 

1,45). Die leichte Kielung, die schon bei Kl. jungi anting, sich bemerk- 
bar zu machen, ist hier noch etwas mehr ausgeprägt. Ebenso tritt der 
zitzenförmige Bau des Embryonalendes, den wir schon bei manchen 
Exemplaren von Kl. jungi angedeutet fanden, hier noch etwas mehr 
hervor, findet sich aber auch nicht bei allen. Unter den kleineren, 
gewölbteren Stücken findet man solche, die nur bei ganz genauem Zusehen 
von Kl. jungi typ. zu unterscheiden sind. Die Bildung des Mundsaumes 
und die Skulptur der Schale ist bei beiden übereinstimmend, denn der 
Mundsaum ist nicht nur verdickt, Avie San db erger (1. c.) schreibt, 
sondern nach aussen scharf wie bei Kl. osculum und allen hierher 
gehörigen Formen. Der Durchmesser der Stücke schwankt auch hier 
ungemein stark: D=:8 — 12 mm. Im Mittel finde ich D^ 10,1. Sie 
ist also im Mittel grösser als ihre Budenheimer Verwandte. 

Recht selten scheint sie in Steinheim zu sein. Soweit mir bekannt 
ist sie nur in 2 guten Exemplaren gefunden worden. Das eine befindet 
sich im^aturalienkabinett in Stuttgart (Miller, 1. c, p. 395). Es misst 
D == 11,3 H = 6, also V = 1,88, v = 1,50, ist also sehr flach; das 
zweite (coli, K. Fischer) ist sehr klein und noch flacher: D = 7,9, 
V= 1,93, v=l,41. Ich habe es auf Taf. IV, Fig. 29 abgebildet. Es 
mag im Vergleich mit Fig. 16 — 20 und 30, die Stücke von Mörsingen 
darstellen, die Variabilität dieser Form dartun. 

Sie ist auf das (Mittel-) und Obermiocän beschränkt und findet 
sich bei Mörsingen, Steinheim, Deutschhof bei Pflummern, Hausen bei 
Ellingen, Georgsgemünd (Mittelfr.), Hader und Kutzenhausen bei Dinkel- 
scherben, Bois de Raube (Maillard). Ich besitze sie ausserdem noch 
von Hauterive (Drome) in einem grossen, leider etwas gedrückten 
Exemplar aus dem Miocene lacustre mit Melanopsis kleini. Gelegentlich 
kommt sie, wie in Mörsingen neben Kl. giengensis Krauss vor, was sehr 
interessant ist. 

Was aus ihr später geworden ist, vermögen wir ebensowenig zu 
sagen wie bei Kl. giengensis. Die Ausbildung einer extrem flachen 
Form mag vielleicht denselben Zweck haben wie bei Kl. giengensis. 



— 94 — 

In die Nähe dieser Reihe Kl. osculum-jungi-coarctata gehört wohl 
auch die böhmische 

Klikia devexa Kss. 

Taf. IV. Fig. 26—28. 

1861. Reuss, Sitz.-Ber. d. k. k. Akad. d. Wissensch. Wien. Bd. XLII, p. 65. 

Taf. I, Fig. 4. 
1870. Böttger, Jahrb. d. k. k. geolog. Reichsanst. Wien. Bd. XX, p. 289. 
1874. Sand berger, Die Land- und Süsswasser-Conch. d. Vorwelt, p. 429. 

Taf. XXIV, Fig. 5. 
1882. Standfest, Verb. d. k. k. geolog. Reichsanst. Wien. Bd. XXXIL p. 176. 

1890. Peneke, Zeitschr. d. d. geolog. Ges., Bd. 43, p. 359. 

1891. Klika, Arch. f. d. naturw. Landesdurchf. von Böhmen. Bd. VII, Nr. 4, 

p. 50, Fig. 45. 

Leider lagen mir nur vier, allerdings wohl erhaltene Stücke dieser 
seltenen Form vor (coli. K. Fischer und W. Wenz). Eine Zeitlang 
war ich zweifelhaft, ob man sie überhaupt hierher stellen dürfe, da 
Böttger sie anfangs zu Trichia zu stellen geneigt war (s. Peneke, 
1. c). Diese Annahme wird aber dadurch wieder abgeschwächt, dass er 
sie später selbst zum Vergleich mit Kl. jungi heranzieht. Sandberger 
sagt, sie habe die Form der Gruppe Carthusiana und sei namentlich 
C. gregaria Ziegl sehr ähnlich, ihre Skulptur aber sei die einer Monacha. 
Auch diese Bemerkung hat für uns nichts auffallendes; wir können aus 
ihr nur wiederum ersehen, dass wir es mit einem Mischtypus zu tun 
haben, wie bei allen hierher gehörigen Formen. Zudem konnte ich 
feststellen, dass die ersten Beschreibungen, auch die Sandbergers, 
nicht ganz genau sind, woran wohl das mangelhafte und spärliche 
Material schuld war. So sprechen ihr Reuss und Sandberger eine 
die Mundränder verbindende Schwiele ab, während ich eine solche bei 
meinen Stücken feststellen konnte und auch Klika darauf hinweist. 

Der genaue Vergleich der Schalenform und Skulptur mit der unserer 
Klikia-Arten aber hat mir gezeigt, dass wir auch sie wohl ohne Bedenken 
hierher stellen dürfen. In der Form der Schale, der Ausbildung des 
Mundsaumes und der die Ränder verbindenden Schwiele, sowie in der 
Oberllächenskulptur stimmt sie mit unserer Gruppe gut überein und 
nimmt in mancher Beziehung eine Zwischenstellung zwischen Kl. jungi 
Bttg. und Kl. coarctata v. Klein ein. Sie ist ausserordentlich zart, was 
uns aber nicht so sehr wundern kann, wenn wir sehen, dass sie neben 
der ebenfalls zarteren Kl. osculum Thom. var. tenuis Klika vorkommt. 



— 95 — 

Der Nabel ist stärker verengt als bei Kl. juiigi, aber doch ein wenig 
schwächer als bei Kl. coarctata; er ist zum Teil durch den Mundsaum 
bedeckt, der sich hier ebenfalls zu einer Nabelschwiele verbreitert, die 
aber schwächer ausgebildet ist als bei Kl. jungi, aber stärker als bei 
Kl. coarctata. Auch sie schwankt in der Grösse D = 9 — 12 mm 
.(Mittel D = 10,1 ebenso wie bei Kl. coarctata) A ^ 5, N ^ 0,7. Sie 
ist sehr tiach; ich finde im Mittel V = l,86; doch schwankt sie darin 

TT 

sehr. Für v = — finde ich v = 1,30, Sandberger 1,50. Der normale 

Wert dürfte wohl in der Mitte liegen und käme dann dem für Kl. jungi- 
coarctata recht nahe. Ebenso wie bei Kl. jungi und Kl. coarctata zeigt 
auch bei ihr der letzte Umgang einen stumpfen Kiel und ist vor der 
Mündung eingeschnürt. Auch bei ihr ist der Mundsaum (schwach) ver- 
dickt, aber nach aussen scharf. Einigen Formen von Kl. coarctata ist 
sie bis auf die Perforation ausserordentlich ähnlich. Sie scheint im 
Osten (Böhmen und Steiermark) Kl. jungi (und vielleicht auch Kl. coarctata?) 
zu vertreten, die beide dort nicht vorkommen. Ausser von Lipen und 
Tuchoric wird sie auch noch von Rein (Steiermark) angegeben. 

Klikia osculiua Sdbg. 

Taf. IV. Fig. 21—25. 

1874. Sandberger. Die Land- und Süsswasser-Conchylien der Vorwelt, 
p. 585, ohne Abb. 

An Kl. jungi und besonders an ihre var. suevica m. schliesst sich 
noch eine zweite Form an : Kl. osculina Sdbg. Diese eigenartige 
Schnecke ist bis jetzt nur aus den oberen Sylvanakalken, den Malleolata- 
schichten von Altheim bei Ehingen bekannt, wo sie ziemlich häufig ist. 
Während die eben besprochene Reihe osculum -jungi typ. - coarctata neben 
dem Hauptmerkmal, der immer mehr fortschreitenden Verengung und 
Schliessung des Nabels zugleich noch als zw^eites zunehmende Verflachung 
der Schale zeigt, ist hier zwar auch^ der Verschluss des Nabels voll- 
kommen durchgeführt, aber es hat keine Verflachung der Schale statt- 
gefunden, sondern vielmehr eine Erhöhung und Ausziehung des Gewindes, 
sodass dieses zitzenförmig erscheint und eine Verkleinerung der Dimen- 
sionen. Noch ist die Nabelung nicht gänzlich geschwunden, aber der 
Nabel wird durch den Spindelrand der Mündung verdeckt, wie bei 
Kl. jungi usf. Die Zahl der Windungen ist weiter zurückgegangen 



— 96 — 

A = 4^2 — 5i i"^ Mittel A = 4^/4. Der Durchmesser meiner Stücke 
schwankt zwischen D = 8,2 und D = 6,4 ; Mittel D = 7,5, sodass 
die grössten Exemplare nicht einmal den Mittelwert des Durchmessers 
der Kl. jungi erreichen. Auch das Verhältnis des Durchmessers zur 
Höhe der Schale schwankt beträchtlich, zwischen V= 1,50 und V= 1,26 
und ist im Mittel V =^ 1,36. In dieser Hinsicht steht sie Kl. jungi 
Bttgr. var. suevica m. mit V = 1,40 im Mittel sehr nahe und unter- 
scheidet sich von ihr nur durch geringere Grösse und weniger gewölbtes, 
mehr zitzenförmiges Gewinde ; doch zeigen auch darin die Stücke recht 
grosse Unterschiede, indem neben solchen mit fast kegelförmigem Ge- 
winde auch solche mit gewölbterem vorkommen. Im übrigen aber 
schliesst sie sich, wie schon bemerkt, eng an unsere Gruppe an, mit 
der sie alle charakteristischen Züge in der Ausbildung, als Mundsaumes, 
der die Mundränder verbindenden Schwiele und der Schalenskulplur teilt. 

Sand berger hat seiner Beschreibung keine Abbildung beigefügt. 
Ich habe dies nachzuholen versucht und auf Tafel IV, Fig. 21 — 25, 
eine grössere Anzahl Exemplare abgebildet. 

Vielleicht liegen dieser Mutation dieselben Ursachen zur Ver- 
änderung zu Grunde wie den flachen Formen der osculum-jungi-coarctata- 
und der osculum - depressa - giengensis - Gruppe. Die Verkleinerung 
des Gehäuses ermöglicht ebenfalls leichteres Zurückziehen und besseren 
Schutz; oder aber sollte die Verkleinerung eine Degenerationserscheinung 
sein, die schliesslich zum Aussterben der Form führte? Auf jeden Fall 
muss es uns überraschen, ausgewachsene Exemplare mit D = 6,4 und 
H = 4,4 (s. Taf. IV, Fig. 25) zu finden, deren Durchmesser nicht ein- 
mal mehr die Hälfte desjenigen grösserer Exemplare von Kl. osculum 
erreicht. 

Klikia ]abiata Klika. 

Taf. TV, Fig. 31-33, (34. 35). 

1891. Klika, Arch. d. natiirw, Landesdurchf. von Böhmen, Bd. VII, Nr. 4, 
p. 48. Fig. 42. 

Diese in Tuchoric häufige Form unterscheidet sich von Kl. osculum 
typ. durch den vollkommen umgeschlagenen und daher doppelten Mund- 
rand. Ich glaube, dass dieses Merkmal genügt, um ihr artliche Selbst- 
ständigkeit zu verleihen. Die Schale ist sehr ebenmäfsig gewölbt, die 
Grundfläche bildet manchmal um den Nabel eine deutliche Kante, wie 



— 97 — 

man sie auch bei manchen Hochheimer Stücken von Kl. osculum typ. 
ündet. Die die Mundränder verbindende Schwiele ist kräftig entwickelt. 

Klika, der die Form als mut. labiata zu Kl. osculum stellt, ver- 
mutet, dass sie sich von der var. tenuis Klika ableiten lässt. Icii 
mochte sie jedoch eher an den Typ. selbst anschliessen, zumal ich die 
Beobachtung machte, dass sich sowohl in Tuchoric Übergänge von ihr 
zu Kl. osculum typ. (Taf. IV, Fig. 34), als auch in Hochheim solche 
vom Typ. zu ihr hin finden (Taf. IV, Fig. 35). Solche allerdings in 
Hochheim recht seltenen Stücke zeigen alle ihre Merkmale, nur ist der 
Mundsaum noch nicht ganz umgeschlagen und an die Mündungswand 
angelegt, sondern zeigt in der Mitte einen mehr oder weniger scharfen 
Knick rings auf dem Rand, der die Stelle andeutet, an der die Um- 
legung erfolgt. 

Für die böhmische Form finde ich D = 8,4, A = 5 — 5^4, 
N = 0,4 — 0,5, V = l,53, V = 1,32. Die Stücke sind ziemlich über- 
einstimmend gebaut und schliessen sich in den MaFsen am engsten an 
Kl. osculum typ. an. Die Form ist nur von Tuchoric und Lipen be- 
kannt und scheint nur ein kurzes Dasein gehabt zu haben : wenigstens 
ist mir keine ähnliche Form mehr bekannt, deren Zugehörigkeit zu 
unserer Form bei der auffallenden Lippenbildung doch wohl kaum zu 
übersehen wäre. 



Nachdem wir bisher die vom Typus ausstrahlenden Formen ins 
Auge gefasst und soweit als möglich in höhere Schichten verfolgt haben, 
müssen wir jetzt noch einmal zum Typus zurückkehren und von hier 
aus den Blick rückwärts lenken, um nach älteren Formen zu suchen. 
Sicher hierher gehörige Formen aus älteren Schichten als die Hoch- 
heimer Landschneckenkalke kennen wir im Mainzer Becken aus der 
Cyrenenmergelgruppe : 

Elikia osculum Thom. var. 

1875. Böttger, Ber. d. Senckenb. naturf. Ges. 1873/74. S. A., p. 16. 
1901. Zinndorf, Ber. d. Offenbaclier Ver. f. Nat . 42, p. 110. 

In den Elsheimer Schleichsanden hat schon Böttger Bruchstücke 
einer hierher gehörenden Form gefunden. Später wies sie Zinndorf 
auch aus dem Süsswasser-Horizont der Chenopus- Schichten aus dem 
Cyrenenmergel des Offenbacher Hafens nach. Die beiden Stücke (coli. 

Jahrb. d. nass. Ver. f. Nat. 64, 1911. 7 



— 98 — 

Ziiindorf) sind stark defekt, lassen aber erkennen, dass sie sich eng 
an den Hochheimer Typ. anschliessen. Viel mehr lässt sich darüber 
nicht sagen. 

In noch älteren Schichten des Mainzer Beckens hat sich bis jetzt 
keine weitere Form gefunden, was auch bei der Armut der betreffenden 
Schichten an Landschnecken nicht zu erwarten ist. Dagegen fand sich 
in Schwaben in der Gegend von Ulm im Mittel- oder Unteroligocän, 
das Spaltenausfüllungen im Jura bildet, eine solche, die wohl hierher 
gehören könnte: 

Klikia praeosculina Miller. 

1907. Miller, Jahresh. d, Ver. f. vaterl. Natiirk. in Württemberg, p. 444. 
Taf. VIII, Fig. 17. 

Miller beschreibt aus den oben erwähnten Spaltenausfüllungen 
von Arnegg im Blautal drei Arten, die hierher gehören könnten. 
Gonostoma praeosculina Miller, Gonostoma leubii Miller und Gonostoma 
blaviana Miller. Beschreibung und Abbildung der drei Formen (leider 
ist letzere nicht sehr gut) weichen nicht sehr von einander ab, wesent- 
lich darin, dass die beiden letzten Formen etwas grösser sind als die 
erste, die auch in Arnegg häutig war, während die grösseren seltener 
sind. V\^enn man berücksichtigt, dass alle hierher gehörigen Formen 
beträchtlich in Grösse und Form schwanken, so dass dieses Schwanken 
geradezu für unsere Gruppe charakteristisch erscheint, so bin ich bei 
der sonstigen bedeutenden Übereinstimmung und soweit die Beschreibung 
und Abbildung hier überhaupt ein Urteil zulässt, geneigt, sie alle in 
Gonostoma (Klikia) praeosculina zu vereinen. Zusammengefasst würde 
die Beschreibung etwa folgendermafsen lauten: 

Schale dick, kugelig bis flachkugelig, mäfsig weit genabelt, 5 bis 
6 Windungen, fein gestreift, fast glatt. Mündung schief, umgeschlagen. 
(Bei Kl. praeosculina Miller ist der Mundsaum nicht erhalten!) D = 10 
bis 12 -14 mm, H = 6— 8— 9 mm, V = 1,65 cm. 

Bei der relativ schlechten Erhaltung aller Stücke aus diesem 
Horizont ist wohl nicht viel mehr darüber zu erfahren. Dennoch dürfen 
wir wohl annehmen, dass es sich um eine absteigende Mutation von 
Kl. osculum handelt, was ja wohl auch der Autor durch die Bezeichnung 
praeosculina andeuten zu wollen scheint. Sie würde sich wohl am besten 
an die grosse schwäbische Form von Kl. osculum Thom., an var. crassa m. 
anschliessen. Noch ältere Formen kenne ich nicht. 



99 



Wollen wir zum Schluss noch einen kurzen Überblick über die 
hier gewonnenen Resultate geben, so können wir sagen, dass sich die 
Formenreihe recht gut durch das Oligocän und Miocän hindurch ver- 
folgen lässt, dabei spaltet sie sich in mehrere Zweige, die dann ge- 
sondert ihre eigene Entwicklung verfolgen. Wir haben es also mit 
einer polyphyletischen Entwicklung zu tun. Was aus den einzelnen 
Zweigen in späterer Zeit geworden ist, können wir nicht mit Sicherheit 
sagen. Vielleicht sind alle, oder wenigstens ein Teil davon ausgestorben; 
oder aber sie haben die Wandlungen in der langen Zwischenzeit fort- 
gesetzt und sich in Formen erhalten, deren Zugehörigkeit wir heute 
nicht mehr feststellen können. Jedenfalls ist auch diese Möglichkeit 
nicht ganz von der Hand zu weisen, zumal die Formen Anklänge an 
verschiedene der heute lebenden Gattungen und Arten zeigen. 

Um die Zusammenhänge der Formen in übersichtlicher Weise noch 
einmal zu veranschaulichen, wollen wir sie in Form eines Stammbaumes 
darstellen, der zugleich Aufschluss über die Zeitenfolge, bezw. Gleich- 
zeitigkeit der einzelnen Reihen gibt: 



Q I\J. osculwa Q A7. coarctala 



vnr.j^<crica I Kl jimgi 



Q Kl qieyigcusi> 



QKldertwa 



r) va/r.. depressa 



i 



KL osc/idnm 
rar. crassa 



(j Kl. pracosouliria 



Aber nicht in paläontologisch-entwicklungsgeschichtlicher Beziehung 
allein hat die vorliegende Untersuchung einiges Interesse, sondern auch 
in stratigraphischer, insofern wir gesehen haben, dass die einzelnen 
Mutationen leitend sind und uns daher Aufschluss über das Alter der 
Schichten geben können, in denen sie vorkommen. Wir wollen nun 



100 



einmal sehen, welches Bild wir erhalten, wenn wir die erwähnten 
tertiären Landschneckenschichten nach dem Vorkommen unserer Formen 
zu einander in Beziehung setzen. Die folgende Tabelle soll dies zeigen 
und zugleich noch einmal die Verbreitung der wichtigsten Formen und 
Gruppen darstellen. Doch möchte ich gleich von vornherein hier ein 
Missverständnis ausschliessen. Es ist mir nicht um eine Gliederung der 
betreffenden Schichten zu tun, die nicht auf dem Vorkommen einer 
Formenreihe allein basieren darf, sondern ich möchte nur zeigen, zu 
welchen Schlüssen gerade unsere Reihe führen kann. Ich sage aus- 
drücklich führen kann, denn ich bin mir sehr wohl bewusst, dass jede 
Erweiterung unserer Kenntnis der betreffenden Formen auch hier 
eventuell kleine Abänderungen herbeiführen kann und ich möchte diese 
Untersuchungen mit dem Wunsche schliessen, dass diese Erweiterung 
bald stattfinden möge und uns in den Stand setze, die noch vorhandenen 
Lücken, besonders nach oben hin, auszufüllen. 



w 



w 



M 



W 



W 



Mainzer 
Becken 



Seh w a b e n 



B ö li m e 11 



Schichten der 

Niederr. Schleuse 

und Hydrobien- 

schichten 



Corbicula- 
Schichten 



Cerithien-Scliiclit. 

Landschneckeii- 

kalk V. Hochheim 



Cyrenenmergel 
pars 



Ob. Sylvana-Sch. 



Unt. Sylvana-Sch 



Ob. Rugulosa- 
Schichten 



Unt. Rugulosa- 
Schichten 



Tuchoric, Lipen 
etc. 



Zu der beigefügten Tafel habe ich nur wenig zu bemerken. Sie 
soll zur Unterstützung der im Text gemachten Angaben und Beschrei- 
bungen dienen. Freilich ist zu beachten, dass bei der Reproduktion 



— 101 — 

viel an Feinheit verloren geht. In dieser Hinsicht kann keine noch 
so gute Abbildung die Originale ersetzen. Auch bei relativ grossem 
Material ist die Abbildung manchmal mit Schwierigkeiten verknüpft, 
denn die Stücke müssen sehr sorgfältig ausgewählt werden, da solche 
mit nur geringen, oft dem Auge kaum sichtbaren (Eisen-)Flecken, sich 
sehr schlecht photographieren lassen, wie Fig. 31 und 35 zeigen. 
Weiter habe ich mich auch nicht bemüht, Stücke abzubilden, deren 
Mafse den Mittelwerten entsprechen. Es ist überhaupt fraglich, ob 
solche »normale« Stücke immer zu finden sind, denn wenn ein Stück 
in einem seiner Mafse gerade den Mittelwert aufweist, so brauchen 
seine anderen Mafse noch lange nicht dem Mittelwert zu entsprechen. 
Noch auf eines muss ich hinweisen, das leicht zu Irrtümern Anlass 
geben könnte, und das besonders die Figuren in der ersten Vertikal- 
reihe betrifft. Das photographische Objektiv stand über der Mitte der 
Tafel. So kommt es, dass die Stücke der oberen Hälfte der Tafel so 
erscheinen, als ob man sie etwas von unten, die der unteren Hälfte, 
als ob man sie etwas von oben betrachtet. Dadurch erscheint der letzte 
Umgang kurz vor der Mündung bei Fig. 1, 6, 11 etwas schmäler, bei 
Fig. 21, 26, 31 etwas breiter als bei Betrachtung genau von oben, 
was besonders bei Fig. 26 und 31 etwas stört. 

Alle Stücke sind in natürlicher Grösse abgebildet, (coli. K. Fischer 
und W. Wenz.) 

Frankfurt a. M. im Juli 1911. 



Die Aufschlüsse in den Mosbacher Diluvialsanden 

der Umgebung von Biebrich-Wiesbaden 

und ihre Konchylienfauna. 

VOQ 

H. Neuenhaus, Biebricli a. Rh. 
Mit Tafel V. 



Seitdem die Mosbacher Sandgruben aufgelassen wurden und diesem 
berühmten Aufschluss in den Mosbacher Sanden infolge ausgedehnter 
Anpflanzungen und Bebauungen ein Ende bereitet worden ist wohl 
zum Leidweisen aller, die sich mit der an dieser Lokalität vertreten 
gewesenen interessanten und reichen, diluvialen Wirbeltier- und Mollusken- 
fauna beschäftigten, hat sich naturgemäfs das Interesse jetzt mehr den 
andern Aufschlüssen zugewandt. Diese sind in einigen Sandkauten in 
der näheren Umgebung von Biebrich und Wiesbaden vertreten, können 
aber in der Reichhaltigkeit der Funde, wenigstens was die Wirbeltier- 
reste betrifft, mit den früheren Mosbacher Gruben nicht wetteifern. 

Diese Aufschlüsse und deren Konchylienfauna sind zwar grössten- 
teils in der Literatur schon erwähnt ^), aber noch nicht zusammenfassend 

1) A. Braun, Ber. d. Vers, deutscher Naturforscher u. Ärzte zu Mainz 
1842. p. 143. 

Chr. Brömme, Die Conchylien-Fauna des Mosbacher Diluvialsandes. 
Jahrb. d. Nass. Ver. f. Naturkunde. Wiesbaden, Jahrg. 38. 1885, p. 72. 

Fr. Sandb erger, Die Land- und Süsswasserconchylien der Vorwelt. 
Wiesbaden 1870—75. 

Kinkel in und Böttger, Exkursion nach dem Hessler und den Mos- 
bacher Sandgruben. Zeitschr. d. deutsch, geol. Ges. 52, 1900, Prot., p. 81. 

Kinkel in. Über den Schichtenbau, die Pliocänflora und die Diluvial- 
gebilde des Untermaintals. Zeitschr. d. deutsch, geol. Ges. 38, 1886, p. 687. 

Kinkel in, Senckenbergische naturforschende Gesellschaft 1889. 



— 103 - 

beschrieben. Es dürfte daher eine Zusammenstellung und kurze Be- 
schreibung derselben, welche ich in folgendem geben möchte, nicht ohne 
Interesse sowohl für den Fachmann wie für den Sammler sein. Ich 
bemerke jedoch hierzu, dass ich keinen Anspruch darauf erhebe, etwa 
geologisch neue Gesichtspunkte damit aufgestellt zu haben, wozu ich 
mich als Laie auch nicht berufen fühle. 

Der grösste und fossilreichste Aufschluss befindet sich auf der 
Elisabethenhöhe über den Dyckerhoff 'sehen Steinbrüchen am Hessler bei 
Biebrich am Ende der am Salzbachtal entlang führenden Landstrasse 
Wiesbaden-Biebrich. Es haben dort mächtige Abtragungen stattgefunden, 
so dass jetzt das Profil auf eine Gesamtlänge von schätzungsweise 500 m 
stellenweise entblösst ist. Während die Sande in dem nördlichen Teil 
der Grube nur bis zu einer Höhe von ca. 8 m ansteigen, erreichen sie in 
dem andern, durch einen Fahrweg von diesem getrennten, südlichen Teil, 
welcher auch der fossilreichste ist, die stattliche Höhe von etwa 15 m^). 

Die Sande keilen nach Norden aus und sind in jenem interessanten, 
an der Nordwand des darunter liegenden Steinbruchs aufgeschlossenen 
Grabenbruch 2), durch den sie etwa 10 m tief in die Hydrobienschichten 
eingesunken sind, deutlich zu verfolgen. 

Die Mosbacher Sande liegen in diesem Aufschluss direkt dem 
Hydrobienkalk auf, auf dessen Oberfläche man sehr gut die erodierende 
Wirkung des früheren Flusslaufes beobachten kann. Es fehlen also hier 

Kiiikelin, Die Tertiär- und Diluvial-Bildungen des Untermaintals, der 
Wetterau und des Südabhanges des Taunus. Abh. zur geol. Spezialkarte von 
Preussen und den Thür. Staaten. Bd. IX. 1892. 

Andreas, Der Diluvialsand von Hangenbieten im Unter-Elsass. AbhdI. 
zur geol. Spezialkarte von Elsass-Lothringen. Bd. IV. Heft II, 1884. 

Koch, Erl. zur geol. Spezialkarte von Preussen und den Thür. Staaten. 
Blatt Wiesbaden, 18-0, p. 39. 

Lepsius, Das Mainzer Becken. Darmstadt 1883, p. 156. 

Böttger, Die Klausilien des Mosbaclier Sandes. Notizblatt des Ter. f. 
Erdkunde. Darmstadt 1878, p. 321. 

Steuer, Geologische Beobachtungen im Gebiet der alten Mündungen 
von Main und Neckar in den Rhein. Notizblatt des Ver. für Erdkunde. Darm- 
stadt 1903. p. 35. 

') Genaue Zahlenangaben zu machen, war mir leider nicht möglich, da 
ich die betreffenden Ausmaße über Länge und Höhe trotz meiner Bemühungen 
nicht erhalten konnte. 

-) Eine treffliche Aufnahme dieses Grabenbruches findet sich im Notiz- 
blatt des Vereins für Erdkunde, Darmstadt 1903, bei Steuers Arbeit 1. c. 



— 104 - 

die »unteren fossilleeren Schotter und Sande*, die sog. » Taunusschotter *^), 
welche in Mosbach in 4 — 5 m Mächtigkeit das Liegende der Mosbacher 
Sande bilden. 

Ein allgemeines, genaues Profil lässt sich für den Aufschluss an 
der Elisabethenhöhe infolge der grossen, durch die Entstehung dieser 
Ablagerung bedingten und schon auf kurze Entfernungen hin auftretenden 
Schwankungen in den einzelnen Schichten nicht geben ^). Die Aufstellung 
eines detaillierten Schichtprofils bietet dort ausserdem insofern beträcht- 
liche Schwierigkeiten, als meist nur an einer wenige Meter breiten Stelle 
abgebaut wird, während die andern Teile des Aufschlusses durch die 
abrutschenden, sich in steilem Aufschüttungswinkel anhäufenden Sande 
mehr oder weniger verschüttet sind. Taf. V, Fig. 2 zeigt eine Gesamt- 
aufnahme der südlichen Grube mit den darunter liegenden Hydrobien- 
schichten (Steinbrüche von Dyckerhoff & Söhne, Amöneburg). In dem 
z. Z. aufgeschlossenen, in Tafel V, Fig. 1 abgebildeten Profil lassen sich 
die einzelnen Schichten sehr gut studieren. Es liegt dort zu unterst 
eine grobkörnige, ca. 2 m mächtige, durch Eisen und Mangan schicht- 
weise braun und schwarz gefärbte, aus körnigen Mainsanden bestehende 
Schicht, die sich besonders dadurch auszeichnet, dass häufig Najaden- 
schalen von Unio batavus Lm., Unio kinkelini Haas, seltener von 
Unio pictorum L. und Unio tumidus Retz. ^) meist in ge- 
schlossenen , zweiklappigen Exemplaren darin vorkommen , und hat 
bereits Brömme*) den Aufschluss an der Kurve (= Elisabethenhöhe) 
als denjenigen bezeichnet, in dem sich besonders die Najadenschalen 



1 C. Koch, Erl. zur geol. Spezialkarte von Preusseii und den Thür. 
Staaten, Blatt Wiesbaden, 1880, p. 39. 

Lepsius, Das Mainzer Becken. Darmstadt 1883, p. 157. 

2) So hatte sich z. B. während der Drucklegung dieser Arbeit bei dem 
weiteren Abbau das Profil schon auf vrenige Meter hin derart geändert, dass 
die unterste, weiter unten beschriebene Najaden- und Heliceenführende, grob- 
körnige Schicht zeitweise nicht mehr vorhanden war und feinen grauen, fast 
fossilleeren, im gleichen Niveau befindlichen Sauden Platz gemacht hatte. 

•^) Die in Haas' Dissertation „Die Najadenfauna des Oberrheins vom 
Diluvium bis zur Jetztzeit". Frankfurt 1910, aus meiner Sammlung angeführten 
und abgebildeten Exemplare von Unio kinkelini, U. pictorum und 
U. t u m i d u s stammen nicht, wie dort angegeben, von Mosbach, sondern von 
der Lokalität Elisabethenhölle. 

^) Brömme, Die Conchylien-Fauna des Mosbacher Diluvialsandes. Diese 
Jahrbücher, Jahrg. 38, 1885, p. 78. 



— 105 — 

vorfinden. Die Aufsammlung dieser meist als Doppelschaler vorkommenden 
Unionen bietet allerdings ziemliche Schwierigkeiten, da sie infolge ihrer 
äusserst mürben Beschaifenheit beim Herausholen aus dem Sand fast 
immer zerfallen. Ganze Exemplare lassen sich daher nur selten und 
zwar entweder durch Härtung an Ort und Stelle oder durch vorsichtigen 
Transport im Sand selbst und spätere Präparation gewinnen. 

Diese untersten Schichten führen ausserdem in Menge die H. (Arionta) 
arbustorum L., welche z. T. in geradezu riesigen, meist zerdrückten 
Exemplaren vorkommt, sodass man beinahe versucht ist, wenn nicht eine 
neue Art, so doch eine Varietät davon aufzustellen. Neben dieser 
Schnecke findet sich hier H. (T a c h e a) n e m o r a 1 i s L., sowie die seltene 
H. (C h i 1 1 r e m a) 1 a p i c i d a L. und P 1 a n o r b i s c o r n e u s L., letzterer 
ebenfalls in grossen Exemplaren. Die kleineren Konchylien treten hier 
nur selten auf. 

In gleichmäfsig geschichteten, z. T. durch diskordante Parallel- 
struktur ausgezeichneten Ablagerungen folgen dann, hin und wieder 
durch gröbere, schmale Geröllschichten unterbrochen, die bekannten 
feinen grauen Mosbacher Sande, in denen vereinzelt die durch Eis trans- 
portierten schweren Gesteinsblöcke, bestehend aus den dem Maingebiet 
entstammenden Gesteinsarten, vorkommen. 

In diesen Schichten tritt nun, bank- oder nesterweise verteilt, eine 
reiche Konchylienfauna von Land- und Süsswasserschnecken auf, die 
man bei trockenem Wetter entweder abgerollt am Boden auflesen oder 
aus den anstehenden Schichten selbst durch Aussieben gewinnen kann. 

Eine systematische Einteilung in bestimmte Horizonte lässt sich auf 
Grund der vorkommenden Fossilien nicht ableiten. Allerdings stellte 
Haas^j fest, dass sich in den Sandablagerungen am Hessler die Rhein- 
sande rein paläontologisch dadurch von den Mainsanden unterscheiden, 
dass sie eine dem Rheine heute noch eigene Molluskenfauna führen, was 
wohl speziell für die obersten Schichten gilt, in der sich Paludina 
fasciata Müll, und Pseudanodon4;a elongata Hol. vorfinden. 

Im allgemeinen kommen aber die verschiedenen Konchylien, z. B. 
die Planorben, Limnaeen, Valvaten, Heliceen usw. in allen Lagen regel- 
los, oft nesterweise angehäuft vor, wie es gerade die mehr oder weniger 

1) Gerth. Über die Gliederung des Lösses auf den Terassen vom Tannus- 
rand zwischen Höchst und Wiesbaden. Ber. d. Niederrhein, geol. Ver. 1909, 
p. 45. Anm. 3. 



- 106 — 

starke Flussanschwemmung, als welche sich diese Sande zu erkennen 
geben, mit sich brachte. 

Sehr anschaulich schildert Geyer diesen Vorgang in seiner Ab- 
handlung über die Mauerer Sande bei Heidelberg^). Ähnlich liegen 
die Verhältnisse auch für die Lokalität an der Elisabethenhöhe und den 
andern Aufschlüssen in den Mosbacher San den. 

Eine gewisse Anreicherung bestimmter Arten ist nur in einzelnen 
Lagen zu beachten ; so enthält die unterste, grobkörnige Schicht des 
vorliegenden Profils hauptsächlich Najaden und grosse Heliceen. In den 
darauffolgenden Schichten treten diese zurück, ohne aber ganz zu ver- 
schwinden, und machen einer kleineren Molluskenfauna Platz, von der 
besonders das Vorkommen von Succinea putris L. und Limnaea 
palustris Müll, erwähnt sei, die sich in sehr schönen, grossen Exem- 
plaren und in verschiedenen Varietäten in einer in halber Höhe befind- 
lichen Schicht vorfinden. 

Sehr fossilreich sind wieder die obersten Schichten der südlichsten 
Wand. Diese besitzen eine Mächtigkeit von 1 bis 2 m und bestehen aus 
grobem Geröll und verschlickten, etwas tonigen Sandlagen. Hier finden 
sich die Najadenschalen, aber abgerollt und zerbrochen wieder; Ano- 
dontides piscinalis Nilss.. (= Anodonta cellensis, Gm.) tritt 
recht häufig neben Pseudanodonta elongata Hol. auf. Diese 
obersten Schichten zeichnen sich noch durch das ziemlich häufige Vor- 
kommen der schönen grossen Paludina fasciata, Müll.^), welche nur 
in diesen Lagen und auf eine Stelle der südlichsten Wand beschränkt 
vorkommt, sowie durch das geradezu massenhafte Auftreten des grössten 
unter den Sphaeriden, Sphaerium rivicola Leach, aus, das sich 
in den untersten Schichten nur ganz vereinzelt vorfindet. In dünnen 
Lagen angehäuft kommen ausserdem sehr häufig Sphaerium s o 1 i d u m 
Normand und Valvata naticina Mke. und piscinalis Müll, vor, 
auch H. (Arionta) arbustorum L. ist hier ziemlich häufig vertreten; 
Planorbis corneus L. tritt in diesen Schichten seltener, aber in sehr 
grossen Exemplaren ^) auf. 



1) Geyer, Zur Molhiskenfauna der Sande von Mauer. Ber. d. Oberrh. 
geol. Vereins 1910, II. Teil, p. 94. 

2) Neuenhaus, Über eine neue Helicide — Archaeoxesta pele- 
cy Stoma — , sowie einige Funde aus den Diluvialsanden von Biebrich. Diese 
Jahrbücher, .Jahrg. 62, 1909. p. 66. 

•^) Derselbe. 1. c. 



— 107 — 

Die andern, den Mosbacber Sanden angehörenden Arten, z. B. die 
Limnaeen, Succineen, Heliceen (ausgenommen Arionta arbustorum und 
Tachea nemoralis), sind hier seltener anzutreffen. Auf den Sanden liegt 
dann zu oberst eine ca. 1 — 2 m mächtige Decke von unreinem Lehm. 

In dem soeben beschriebenen Aufschluss an der Elisabethenhöhe fand 
ich bisher die nachstehend angeführten Arten, deren Aufsammlung sich 
auf einen Zeitraum von drei Jahren erstreckte, sodass die Ausbeutung 
und somit das Verzeiclinis der dort vorkommenden Arten wohl als ziemlich 
vollständig betrachtet werden können i). 

Unio batavus Lm., häufig, hauptsächlich in den untersten und obersten 
Schichten. 
« k i n k e 1 i n i Haas ^), häufig in den untersten Schichten. 
« pi Ctorum L., selten « « « « 

« tumidus Retz., « « « « « 

Anodonta cellensis Gm.^), häufig in den obersten Schichten. 
Pseudanodonta elongata Hol., ziemlich häufig in den obersten 

Schichten. 
Sphaerium (Cyclas) rivicola Leach, besonders massenhaft in den 
obersten Schichten der südlichsten Wand. 
« « solidum Normand, sehr häufig. 

Pisidium amnicum Müll., häufig. 

«: rivulare Cless., nicht selten*). 

« astartoides Sdbg., sehr selten^). 

Bythinia tentaculata L., nicht selten. 
« in f lata Hansen, selten. 



1) Ich spreche Herrn Oberlehrer D. G e y e r - Stuttgart, der mich bei der 
Bestimmung einiger Arten in liebenswürdigster Weise unterstützte, auch an 
dieser Stelle meinen verbindlichsten Dank aus. 

-) Haas. Ein neuer fossiler Unio, Nachr. Blatt d. deutsch, malakozool. 
Ges. 1908, Heft 4. p. 177. 

3) Nach Haas „Die Najadenfauna -des Oberrheins vom Diluvium bis 
zur Jetztzeit. Inaugural-Dissertation. Frankfurt 1910, p. 33. als Ano- 
dontites piscinalis Nilss., anzusprechen. 

^) Pisidium rivulare Cless. ist nach einer Mitteilung von Geyer 
eine supinum ähnliche Form ohne Wirbellamellen, die der Fig. 400 bei 
Clessin, Deutsche Exk. Moll. -Fauna. Nürnberg, 2. Aufl. 1884, p. 595 ent- 
spricht. 

•'') W ü s t, Das Vorkommen von Pisidium astartoides Sdbg. im deutschen 
Diluvium. Nachr. Blatt d. deutsch, malakozool. Ges. 1909, Heft 4. p. 183. 



— lOS — 

Paludina (Vivipara) fasciata Müll. ^), nur an einer Stelle in den 

obersten Schichten der südlichsten Wand, dort 
aber ziemlich häufig und in verschiedenen 
Varietäten. 
« « vivipara Drap., selten. 

Valvata naticina Mke., häufig, besonders in den obersten 
Schichten der südlichsten Wand. 
« piscinalis Müll., sehr häufig, desgl. 

■ « antiqua Sow. (=contorta Mke.), häufig, desgl. 

« depressaCless. (=pulchellaStud., macrostoma Steenb.), 

ziemlich selten. 
Planorbis corneus L., häufig, z. T. in sehr grossen Exemplaren, diese 
aber seltener und nur in den untersten und obersten 
Schichten'^), 
«c umbilicatus Müll. (= marginatus Drap.), sehr häufig, 

besonders in den mittleren Schichten. 
« rotundatus Poiret (= leucostoma Mill.), ziemlich häufig. 

« contortus L., selten. 

nitidus Müll., sehr selten, 
albus Müll., nicht selten, 
rossmaessleri Auersw., ziemlich selten. 
Limnaea palustris Müll., in verschiedenen Varietäten sehr häufig 
in den mittleren Schichten und zwar als typ., var. fusca C. Pf., 
var. t u r r i c u 1 a Held., var. c o r v u s Gm., cf. f 1 a v i d a Cless. 
« ovata, Drap., sehr selten. 

« truncatula Müll., ziemlich selten. 

peregra Müll,, selten. 
« stagnalis L., selten. 

Succinea putris L., in verschiedenen Varietäten und z. T. sehr grossen 
Exemplaren sehr häufig, besonders in den mittleren Schichten. 
« ob longa Drap., häufig. 



1) Neuen haus, 1, c. p. C6, Fig. 3 und 4. 

2j Sandberger, Die Land- und Süsswasserkoncliylien der Vorwelt. 
Wiesbaden 1870—75, gibt p. 783 an, dass PI. corneus in den Mosbacher Sauden 
bis jetzt nur in der Grösse der Fig. 24 und 24 a, Taf. XXXIII, entsprechend 
einem Durchmesser von 15 mm, beobachtet worden sei. Die von mir auf der 
Elisabethenhöhe gefundenen Exemplare erreichten Grössen bis zu einem Durch- 
messer von 35 mm. Abbildung hiervon siehe Neuen haus 1. c. p. 67, Fig. 5. 



— 109 — 

Succinea pfeif feri Rssm., nicht häufig. 

Pupa (Pupilla) muscorum L., nicht häufig. 

Clausilia pumila Ziegl., nicht selten, aber selten ganz erhalten. 

« bidentata Ström., sehr selten. 

Cionella lubrica Müll., vereinzelt. 
B u 1 i m i n u s t r i d e n s Müll., sehr selten. 

« montanus Drap, selten. 

Helix (Arionta) arbustorum L., häufig in allen Schichten, be- 
sonders zahlreich aber in den untersten und obersten Schichten 
und in einer ausserordentlich grossen Form in den untersten 
Schichten. 
« (Tachea) nemoralis L., nicht selten in den untersten und 

obersten Schichten. 
« « hortensis Müll., selten. 

« « silvatica Drap., nicht selten. 

« (Hygromia) hispida L., ziemlich häufig, hauptsächlich in 

den mittleren Schichten. 
« « r ufescens Cless. (=striolata C. Pf.), nicht 

selten. 
« « « « var.subcarinata Cless., selten. 

« « suberecta Cless., ziemlich häufig. 

« « terrena Cless., ziemlich selten. 

« « sericea Drap., nicht selten. 

« (Petasia) bidens Chemn., ziemlich selten. 
« (Chilotrema) lapicida L., sehr selten und nur in den 
untersten Schichten. 

(Vallonia) pulchella Müll., ziemlich häufig. 
« « tenuilabris A. Brn., sehr selten. 

« (Trigonostoma) obvoluta Müll., sehr selten. 
« (Eulota) frut icum Müll., selten in den untersten Schichten. 
« (Monachia) incarnata Müll., äusserst selten. 
« (Xerophila) striata Müll., sehr selten. 
Patula ruderata Stud., nicht häufig. 
Hyalinia nitens Mich., selten. 

« draparnaldi Beck., sehr selten. 

« hammonis Ström. (=radiatula Aid.), selten. 

Vitrea crystallina Müll., nicht selten. 



— HO — 

Zoiiitoides nitida Müll., selten. 
Conulus fulvus Müll., sehr selten. 
Ancylus fluviatilis Müll., vereinzelt. 

Archaeoxesta pelecystoma auct., bis jetzt nur in einem Exemplar 
gefunden i). 

Aus dem Tertiär eingeschwemmte Arten ^) : 
Pectunculus obovatus Lm. 
Perna Sandbergeri Desh. 
Pleurotoma belgica Goldf. 
Cytherea incrassata Sow. 
Leda Deshayesiana Duch. 
Cyrena semistriata Desh. 
Cerithium margaritaceum Grat. 

« submargaritaceum A. Braun. 

« plicatum Brong. 

« Brong. var. papillatum Sdbg. 

Hydrobia ventrosa Montf. 

Einige hundert Meter südlich befinden sich an der von Biebrich nach 
Erbenheim führenden Strasse hinter den Militär-Schiessständen und ober- 
halb der Taunusbrauerei weitere Sandkauten. Diese, denselben Schichten 
angehörenden Aufschlüsse bieten im wesentlichen dasselbe Bild, wie der 
soeben beschriebene, nur sind sie viel ärmer an Konchylien und führen in 
den untersten Schichten sehr grobe Gerolle in beträchtlichem Mafse, wie 
sie in dem vorigen Aufschluss nicht vorkommen. 

Von diesen Gruben weist die, gleich oberhalb der Brauerei befindliche 
(Besitzer Kimmel, Biebrich), das beste Profil auf, welches sich besonders 
durch mehrere deutlich sichtbare Verwerfungen von ca. 1 m Sprung- 
höhe und durch eine etwa ^/g m mächtige Bank auszeichnet, die aus 
einer Unmasse abgerollter, zerbrechlicher Unionenschalen neben grobem 
Geröll besteht und sich in zweidrittel Höhe durch das ganze Profil 
hinzieht. In den tiefsten, von grösseren Flussgeschieben erfüllten Lagen 
finden sich ziemlich oft eingeschwemmte tertiäre Fossilien, Cerithien, 
Pectunculus etc. 



5) Neuenhaus, 1. c. p. 65, Fig. 1 und 2. 

2) Diese finden sich am häufigsten in den untersten Gerölllagen der 
Sandgruben an den Schiessständen. 



— 111 - 

Weiter nach Erbenheim zu befindet sich noch ein kleiner Aufschluss 
vor Erbenheim rechts der Strasse (Besitzer H. Christian Koch, 
Erbenheim), der aber nur spärliche Einschlüsse, u. a. hauptsächlich 
Sphaerium solidum Normand, Pisidium amnicum Müll., 
Valvata piscinalis Müll., Succinea oblonga Drap, führt, dessen 
Profil aber die diskordante Parallelstruktur in besonders schöner Form 
zeigt und in halber Höhe eine 15 cm starke, zart, aber deutlich ge- 
bänderte, lettige Schicht von geringer Ausdehnung aufweist, die wohl 
aus ruhigem Wasser abgesetzt wurde, und deren ich, weil ich sie in 
dieser auffallenden Form in noch keinem der anderen Aufschlüsse vor- 
fand, Erwähnung tue. 

Ein grosser, aber völlig fossilleerer Aufschluss befindet sich endlich 
in der Nähe des Forts Petersberg oberhalb Hambusch, welcher haupt- 
sächlich gröbere Geröllbänke führt. 

Nördlich von Biebrich, zwischen Biebrich und Wiesbaden sind auf 
der Adolfshöhe die Mosbacher Sande in einer Reihe von Gruben, welche 
an der Waldstrasse liegen, sehr gut aufgeschlossen. Dieselben sind sehr 
fossilarm und führen nur einige wenige Konchylien, von denen Sphaerium 
solidum Normand das vorherrschendste ist, sind aber in der Ver- 
schiedenartigkeit ihrer Profile, die entweder nur die feinen grauen Sande 
in regelmäfsiger Ablagerung oder aber gröbere Geröllschichten, wechsel- 
lagernd mit feinen Sauden, aufweisen, recht interessant ^). 

Der grösste Aufschluss befindet sich in der der Ziegelei »Adolfshöhe«^ 
(Jakob Beckel Wwe.) gehörenden Sandkaute, wo die Mosbacher 
Sande in 9 m Höhe angeschnitten sind und die dort aus den grauen 
Sauden bestehen, welche von einer 1 m mächtigen, gröberen Geröllschicht 
überlagert werden, auf welcher selbst wieder Löss liegt. 

Der fossilreichste dieser Aufschlüsse — soweit man hier überhaupt bei 
der beschränkten Arten- und Individuenzahl von Fossilreichtum sprechen 
kann — ist die erste der Sandkauten, welche in der Nähe der Station 
»Biebrich- Waldstrasse« gleich hinter der Eisenbahnüberführung rechter 
Hand des von Biebrich zur Station Waldstrasse führenden Weges liegt. 
Dort lagern zu unterst etwa 1 m starke graue, konchylienführende 
Sande, auf diese folgen eine 2 m mächtige Schicht aus grobem, braun 

1) Die grosse Grube der Ziegelei Müller, welche sehr viele Konchylien 
in den Sanden geführt haben soll, ist jetzt zugeschüttet. Ich habe diesen 
Aufschluss leider nicht ausbeuten können. 



— 112 — 

und schwarz gefärbtem Flussgesclnebe, dann 1 m feine Sande, diese wie 
die Gerölischicht ohne Einschlüsse, darüber dann Löss von 1 m Mäch- 
tigkeit. 

In diesem Aufschluss finden sich in der untersten Schicht am häufigsten 
Sphaerium rivicola Leach., Sphaerium solidum Normand, 
Valvata piscinalis Müll.; ausserdem sammelte ich dort Helix 
(Arionta) arbustorum L., H. (Hygromia) hispida L., Succinea 
putris L., Succinea oblonga Drap., Succinea pfeifferi Rssm., 
Limnea palustris Müll., Planorbis corneus L., Planorbis um- 
bilicatus Müll., (=marginatus Drap.), Unio batavusLm., 
Paludina fasciata Müll., Buliminus montanus Drap. 

Von den in der Literatur häufig erwähnten und als ergiebig be- 
zeichneten Fundstellen bei Schierstein, unter denen sich besonders der 
Aufschluss auf dem Graselberg (in Kochs Erl. zu Blatt Wiesbaden als 
Schiersteiner Höhe bezeichnet) durch eine reiche Konchylienfauna aus- 
zeichnete, sind die meisten aufgelassen. In der grossen, jetzt verlassenen 
Sandgrube auf dem Graselberg, die sich gerade auf der Höhe an der 
Strasse von Wiesbaden nach Schierstein befindet, sind in den grösstenteils 
verwachsenen Hängen unter dem Löss nur hin und wieder kleinere, aber 
sehr fossilreiche Stellen in den Mosbacher Sauden entblösst, die sich zum 
Aufsammeln eignen. 

Die Konchylienfauna auf dem Graselberg und in der Schiersteiner 
Schlucht, in welcher sich ebenfalls ein kleiner, ergiebiger Aufschluss 
befindet, besteht hauptsächlich aus den Schalen der kleineren und kleinsten 
Schnecken, während diejenigen der grösseren Konchylien nur sehr selten 
vorkommen und die Najadenschalen gänzlich fehlen. An diesen Plätzen 
kommen besonders häufig Helix hispida L. und suberecta Cless., 
Succinea oblonga Drap., Pupilla muscorum L., Vallonia 
pulchella Müll., Valvata piscinalis Müll., ferner Cionella 
lubrica Müll, vor; auch die Clausilien, besonders Clausilia 
pumila Ziegl., findet man hier manchmal in schönen Exemplaren. 

Ich sammelte in dem Aufschluss am Graselberg folgende Arten ^) : 
Sphaerium rivicola Leach., ziemlich selten. 

« solidum Normand, sehr häufig. 

Pisidium amnicum Müll., häufig. 

1) Auffallend ist hier das Fehlen der in dem Aufschluss an der Elisa- 
bethenhöhe so häufigen Valvata n a t i c i n a Mke. 



— 113 - 

Pisidium rivulare Cless., ziemlich häufig. 

supinum A. Schmidt, ziemlich häufig, 
a s t a r 1 i d e s Sdbg , sehr selten, 
pul ch eil um Jen., sehr selten. 
IJythinia tentaculata Ti., ziemlich selten. 

inflata Hansen, selten. 
A'alvnta piscinalis Müll., sehr häufig. 

« antiqua Sow. (-^ contorta Mke.), häufig. 

depressa Cless., (= pulchella Stud., macro Stoma 
Steenb.), nicht häufig. 
Planer bis corneus L., nicht häufig. 

umbilicatus Müll. ( marginatus Drap.), häufig. 
« rossmaessleri Auersw., selten. 

rotundatus Poiret ( leucostoma Mill.). ziemlich häufig. 
«K contortus L., selten. 

« septemg yratus Rssm., äusserst selten. 

Limnaca palustris Müll., nicht selten, in verschiedenen Varietäten. 
« truncatula Müll., nicht selten. 

peregra Müll., sehr selten, 
stagnalis L., sehr selten. 
S u c c i n e a p u t r i s L., häufig. 

pfeifferi Rssm., häufig, 
oblonga Drap., sehr häufig. 
Pupa (Pupilla) muscorum L., sehr häufig. 

(Sphyradium) gredleri Cless. (=columella G-. Marts.), selten. 
Clausilia pumila Ziegl., häufig, aber selten ganz erhalten. 

bidentata Ström., sehr selten, 
Cionella lubrica Müll., ziemlich häufig. 
Hei ix (Arionta) arbustorum L., ziemlich selten. 
« (Petasia) bidens Chemn., ziemlich selten. 

(Hygromia) hispida L., sehr häufig. 
« « rufescens Cless"". (=striolata C.Pf.), selten. 

« suberecta Cless,, sehr häufig. 

« « terrena Cless., nicht selten. 

« « sericea Drap., selten. 

(Vallonia) pulchella Müll., sehr häufig. 
« tenuilabris A. Brn., selten. 

Patula ruderata Stud., selten. 

Jahrb. d. nass. Ver. f. Nat. 64, 1911. 8 



- 114 — 

Hyalinia hammonis Strüm. (= radiatula Aid.), selten. 
Yitrea crystallina Müll., ziemlich selten. 
Zonitoides nitida Müll., sehr selten. 
Conulus fulvus Müll., sehr selten. 

Zwischen Schierstein und Nieder -Walluf liegen an der Strasse 
noch einige Sandgruben, in welchen die Mosbacher Sande in grösseren, 
groben Geröllschichten und grauen Sauden auftreten, unter denen 
stellenweise die Schleichsande aufgeschlossen sind ; Konchylien fand ich 
in diesen Aufschlüssen nicht. 

Ein in manchem interessanter Aufschluss befindet sich in der 
Ziegelei von Dr. Peters in Schierstein, der, wenn er auch nicht den 
Mosbacher Sauden angehört, dennoch hier angeführt sei. Die Ziegelei 
liegt einige Schritte hinter der Haltestelle »Tivoli« der Elektrischen 
Bahn Biebrich — Schierstein. Hier liegen an der Sohle scharfkantige 
Sande, die aus zerriebenem Taunusmaterial bestehen, und in denen hin 
und wieder einige diluviale Konchylien, am meisten Succinea putris L., 
dann Planorbis rotundatus Poiret, Arionta arbustorum L., 
vorkommen. Darüber lagern feste Lössschichten von verschwemmtem 
Löss, die z. T. deutliche Schichtung zeigen und in ihren tiefsten Lagen 
an verschiedenen Stellen von einer Geröllschicht durchsetzt sind, welche 
wohl von einem früheren Bachbett tauniden Ursprungs herrührt. Es 
finden sich ausser den üblichen Lössschnecken, Helix hispida L., 
Succinea oblonga Drap, und Pupilla muscorum L., folgende, 
wohl aus dem älteren Diluvium eingeschwemmte Arten: 
Pisidium supinum A. Schm., sehr selten. 

Planorbis umbilicatus Müll. (= m argin atus Drap.), selten. 

« rotundatus Poiret (= leucostoma Mill.), sehr häufig. 

Limnaea palustris Müll., sehr häufig, in verschiedenen Varietäten. 

» peregra Müll., nicht selten. 

Succinea putris L., häufig. 

» oblonga Drap., häufig. 

Pupa (Pupilla) muscorum L., sehr häufig. 
Clausilia parvula Stud., ziemlich häufig. 
Helix (Hygromia) hispida L., häufig. 

« « rufescens Cless. (^=striolata C. Pf.), 

« « suberecta Cless., diese beiden nicht so häufig 

wie die vorige Art. 
Helix (Vallonia) pulchella Müll., selten. 



— 115 — 

Im südlichsten Teil der Grube zieht sich in 1 ^j^ m Höhe über 
der Sohle ein schmaler, aus körnigem Sand bestehender Streifen durch die 
Lösswand, welcher massenhaft aus dem Tertiär eingeschwemmte Hydrobien 
(Hydrobia ventrosa Mtg.) und viele kleine Schnecken, worunter 
Helix hispida L., Succinea oblonga Drap., Pupilla muscorum L., 
Valloniä pulchella Müll., enthält. 

Man hat es also hier nicht mit reinem, sondern verschwemmtem 
Löss zu tun. Vielleicht entsprechen die Schichten dieses Aufschlusses 
den von C. K o c h ^) als Sandlöss bezeichneten Ablagerungen, die er 
zwischen Schierstein und Nieder -Walluf vorfand, und die ebenfalls 
neben typischen Lösskonchylien zahlreiche Schnecken führten, welche 
dem eigentlichen Löss fehlen, namentlich einige Formen von Limnaea 
und Planorbis. 

In der Dr. Peters sehen Ziegelei fällt ferner ein dünner Streifen 
besonders auf, der sich als horizontal verlaufender, schwärzlich gefärbter 
Strich in etwa 1 m Höhe über der Sohle fast aus allen angeschnittenen 
Wänden der Grube deutlich hervorhebt. Worauf die Entstehung dieses 
Streifens zurückzuführen ist, muss erst eine eingehende Untersuchung 
desselben ergeben. Die Vermutung, dass man es mit dem Niederschlag 
weit hergetragener feinster Aschenteile einer vulkanischen Eruption, 
vielleicht aus der Eifel, zu tun hat, drängt sich einem unwillkürlich auf -). 

An einer Stelle im nördlichsten Teil dieser Grube ist typischer 
Mosbacher Sand mit einigen seiner Konchylien, hauptsächlich V a 1 v a t a 
piscinalis Müll., neben Sphaerium soll dum Normand und 
Planorbis umbilicatus Müll., aufgeschlossen. 

Ich möchte die Besprechung dieses Aufschlusses nicht beschliessen, 
ohne der interessanten prähistorischen Funde aus der neolithischen 
Periode Erwähnung zu tun, die der Besitzer der Grube, Herr Dr. Peters, 
dort gemacht hat, von welchem etwa 40 Wohn -Vorrats- und Abfall- 

1) C. K c h . Ell. zur geol, Spezialkarte von Preiissen und den Thür. 
Staaten. Blatt Eltville. 1880, p. 41. 

2) Nach einer Mitteilung Herrn Dr. Peters ist eine mikroskopische 
Untersuchung dieses ^schwarzen Strichs", in der man besonders nach Kristallen 
vulkanischen Ursprungs fahndete, vorgenommen worden, die aber ohne genaue 
Resultate verlief. Die Verbreitung dieses Striches muss eine ziemlich grosse 
sein, da Genannter denselben auch in anderen Ziegeleigruben der Wiesbadener 
Gegend angetroffen hat. 



— 116 — 

gruben des Michelberger, z. T. auch des Rössener Typs aufgedeckt 
wurden ^). 

Endlich möchte ich noch einen Aufschluss anführen, der zwar 
nicht zur näheren Umgebung von Biebrich gehört, dessen Besprechung 
aber in den Rahmen der vorliegenden Arbeit eingefügt werden kann, 
da er als ein Teil der Stufe der Mosbacher Sande anzusprechen ist. 
In Weisenau bei Mainz lagern über den Cerithienkalken bezw. Corbicula- 
schichten des grossen Steinbruches der Portlandzementwerke Mannheim - 
Heidelberg in einer Höhe von etwa 45 m über dem Rheinspiegel eine 
Flussterrasse aus groben Gerollen und darüber in einer Mächtigkeit von 
nur 1 m die Mosbacher Sande, welche eine reiche Konchylienfauna 
beherbergen-). Diese werden wieder von Löss überlagert. Durch Ab- 
tragungen ist jedoch diese Fundstelle erst vor kurzem eingegangen und 
sie dürfte wohl bald der Vergangenheit angehören, da die an sich schon 
schwachen Schichten sich immer mehr auskeilen und die noch zu Tage 
tretenden Lagen sehr arm an Konchylien sind. 

Ich sammelte an diesem Platze folgende Arten ^): 
Sphaerium rivicola Leach., sehr selten. 
Pisidium amnicum Müll., ziemlich selten. 
rivulare Cless., sehr selten. 
« supinum A. Schmidt, sehr selten. 

Bythinia tentaculata L., nicht selten. 

« in f lata Hansen, ziemlich selten. 

Valvata piscinalis Müll., häufig. 

depressa Cless. (=pulchella Stud., macrostoma Steenb.), 
ziemlich häufig, 
cristata Müll., selten. 
Planorbis corneus L., nicht selten. 

« umbilicatus Müll. ( marginatus Drap.), häufig. 

« rossmaessleri Auersw., ziemlich häufig. 

rotundatus Poiret (^^ leucostoma Mill.), häufig. 
« contortus L., selten. 

1) Ich verdanke diese Angaben über die neolithisclien Funde der Liebens- 
würdigkeit des Herrn Dr. Peters. 

-) Steuer, Über Tertiär und Diluvium usav. Ber. d. Niederrhein. geol. 
Ver. 1909, p. 36, dazu Abbildung, Taf. IV. 

3) Auch hier fand sich, wie bei Schierstein. unter den häufigen Valvaten 



- 117 - 

Planorb is nitidus Müll., sehr selten. 

L i m n a e a palustris Müll., ziemlich häutig, in verschiedenen Varietäten. 

truncatula Müll., nicht selten. 

auricularia L., sehr selten^). 
« ovata Drap., sehr selten. 

* peregra Müll., selten. 

* stagnalis L., sehr selten. 
Succinea putris L., häufig. 

oblonga Drap., häufig. 
« pfeifferi Rssm., ziemlich häufig. 

Pupa (Pupilla) muscorum L., häufig. 

(Sphyradium) gredleri Cless. ( columella (1. Marts.), 
sehr selten. 

(Vertigo) pusill-a Müll., sehr selten. 
Cionella lubrica Müll., nicht selten. 

Clausilia pumila Ziegl., ziemlich häufig, aber selten ganz erhalten. 
Buli minus montanus Drap., sehr selten. 

Hei ix (Arionta) arbustorum L., nicht selten, aber meist zerbrochen. 
« (Tächea) nemoralis L., selten. 
(Hygromia) hispida L., häufig. 
* « sericea Drap., ziemlich selten. 

« * suberecta Cless., nicht häufig. 

(Petasia) bidens Chemn., ziemlich häufig. 
(Vallonia) pulchella Müll., sehr häufig! 
(Trigonostoma) obvoluta Müll., selten. 
Patula rüde rata Stud., ziemlich häufig. 

Hyalin ia hammonis Ström. (= radiatula Aid.), ziemlich häufig. 
Vitrea crystallina Müll., häufig. 
Zonitoides nitida Müll., ziemlich häufig. 
Conulus fulvus Müll,, sehr selten. 
Ancylus fluviatilis Müll., nicht seRen. 

1) In einem fraglichen Exemplar, das event. auch als L. ovata Drap, 
angesprochen werden kann. 



Ein bisher unbekanntes Dorylidenweibchen 
aus Kamerun. 

Von 

Embrik Strand (Berlin, K. Zoolog. Museum). 



Dorylus nigritarsis Strand n. ad. int. 

(Exemplar in Alkohol). Körperlänge bis zum Ende des Hypopygiums 
41 mm. 

Kopf 4 mm lang, 4,5 mm hoch (ohne Mandibeln), 5,5 mm breit. 
Hinterkopf nur schwach ausgebuchtet. Ocellargruben ganz schwach an- 
gedeutet, sodass schon dadurch diese Form sich von z. B. D. ocellata 
Stitz leicht unterscheiden lässt ; eine mittlere Ocellargrube ist in Flüssigkeit 
überhaupt kaum von der Medianfurche zu unterscheiden, wenn trocken, 
lässt sie sich als eine seichte, undeutliche, schmale Längseinsenkung er- 
kennen, die vor den beiden rundlichen Seitengruben gelegen ist und mit 
diesen ein mit der Spitze nach vorn gerichtetes, reichlich so hohes wie 
(hinten) breites Dreieck bildet. — Stirnleisten abgerundet, wulstförmig, 
nach hinten wenig konvergierend und unter sich weit entfernt bleibend, 
hinten abgekürzt und sich plötzlich verlierend, vorn an den Einlenkungs- 
stellen der Fühler plötzlich nach aussen gebogen : in Flüssigkeit scheinen 
die Stirnleisten von den Fühlern nach hinten und innen durch zwei 
dunkle, zusammenstossende Linien fortgesetzt zu werden. Von den Stirn- 
leisten von 1). ocellata Stitz (Type verglichen!) unterscheiden sich die der 
vorliegenden Art nur dadurch, dass sie nicht so hoch und scharf sind. 
— Die langen, stark gekrümmten Mandibeln erscheinen etwa pfriemen- 
förmig, mit kurzer, aber scharfer, etwas schräger und leicht nach hinten 
gerichteter Spitze, jedoch an der proximalen Seite etwas abgeflacht, an 
der distalen Seite nahe der Basis mit einer seichten undeutlichen Ein- 
senkung. — Fühler 11-gliedrig, das Endglied doppelt so lang wie 
das vorhergehende. 



— 119 — 

Thorax ist in der Mitte an den Seiten und oben unverkennbar ein- 
geschnürt, daher von oben gesehen weniger zylindrisch als bei D. ocellata 
Stitz, hinten 3,5, vorn 3,1 mm breit, während die mittleren Abdominal- 
segmente 9 — 10 mm breit sind. Tergite des ersten und dritten Thorakal- 
segments kaum die des zweiten Segments überragend, ohne mittlere 
Furche oder Rinne, nur Metanotum am Hinterrande in der Mitte schwach 
eingesenkt und mit scharfen hinteren Seitenecken. Die Naht zwischen 
Mesonotum und Pronotum sehr deutlich und tief eingedrückt er- 
scheinend, dagegen ist diejenige zwischen Meso- und Metanotum ganz 
undeutlich. — Von letzterer Naht zieht eine feine Längsritze, die in 
Flüssigkeit als eine dunkle Linie erscheint, bis zu einer vor der Mitte 
des Metanotum gelegenen seichten Quereinsenkung. 

Sämtliche A b d o m i n a 1 s e g m e n t e breiter als lang, jedoch ist das 6 . 
fast so lang wie vorn und reichlich so lang wie hinten breit. Abdorainal- 
segment 1 (Petiolus) quer-halbmondförmig, indem die Seiten und die 
Vorderseite eine gleichmäfsige, nach vorn konvexe Krümmung bilden, 
während die Hinterseite eine entsprechende, aber schwächere Krümmung 
bildet, die in der Mitte sogar als eine gerade Linie erscheint ; die 
Breite des Petiolus ist 6,5, die Länge bloss 2,5 mm; die Hinterecken 
des Segments erscheinen von oben gesehen stumpf zahnförmig. Das 
2. Segment ist 4 mm lang und am Hinterrande 8,2 mm breit; das 3. ist 
bezw. 5,5 und 9,5: das 4. ist bezw. 4,5 und 9; das 5. bezw. 6,5 
und 8 ; das 6. bezw. 6 und 7 mm (die Länge ist dabei als die Entfernung 
der Basis von der Mitte des Ausschnitts des Hinterrandes [also ohne 
die Fortsätze desselben] zu verstehen). Dieser Ausschnitt ist ganz wie 
bei Dor. nigricans (cf. z. B. die Abbildung in: Wytsman, Genera 
Insectorum, Dorylinae par C. Emery, Taf. [IJ, Fig. Ib), jedoch sind 
die beiden Zähne noch ein wenig schärfer. 

Das Hypopygium ragt 6 mm hervor und ist sehr ähnlich dem von 
D. nigricans (cf. Fig. cit.), jedoch erscheint von oben gesehen die 
Mittelläogsspalte noch tiefer und überall linienschmal und die beiden 
Flügel erscheinen am Ende weniger schräg und schärfer zugespitzt ab- 
geschnitten und ihre Seitenränder sind in ihrer basalen Hälfte ein wenig 
dorsalwärts umgebogen und mit je 3 — 4 stumpfen Zahnhöckerchen ver- 
sehen, von denen der basale der Ausenseite länger und etwa zungen- 
förmig ist. 

Alle Schienen mit einem kräftigen gekrümmten Sporn und mit 
einem Kranz feiner Dornen, die am ersten Paare weniger zahlreich sind. 



— 120 — 

Sonst erscheinen die Schienen unter der Lupe ganz kahl und unbewehrt. 
Tarsenglieder nur bis zu dreien erhalten, blos das eine Bein I hat deren 4\ 

Kopf, Thorax und Extremitäten dunkelrot ; schwarz sind : eine Binde 
um die Einlenkungsstelle der Mandibeln, ein Wisch in der Einsenkung 
des Hinterkopfs, die Spitze der Metatarsen und die ganzen folgenden 
Tarsenglieder. Petiolus oben mitten geschwärzt, sonst rot. Abdomen 
schwarz, der Hinterrand der Rückensegmente ganz schmal heller, Hypopy- 
gium unten rot. 

Wahrscheinlich ist die Art schon als (^ oder als 9 beschrieben 
worden, sodass also obiger Name, wenn die Zusammengehörigkeit der 
Geschlechter einmal erkannt wird, in Wegfall kommt. 

Tjpe im Naturhistorischen Museum der Stadt Wiesbaden. Fundort 
Mowange bei Bibundi, gesammelt und geschenkt von Herrn Carl 
Feldmann, 

I 



Drei neue afrikanische Notodontiden der Gattung 
Graphidura Strand. 

Von 

Embrik Strand 

(Berlin, Kgl. Zoolog-. Museum), 

(jraphidura Strand n. n. 
(= Scalmicauda Auriv. 1892 und 1904, nee Holl. 1893: Type: 

Scalmieauda ar gen teomacu lata Auriv. 1892.) 
Graphidura Hösemanni Strand n. sp. 

Ein cT von Kamerun, Ngoko-Station (Hose mann). 

Vor der f lüge l graubräunlicli, aber längs dem Vorderrande eine 
1,5 — 2 mm breite, hellgelbliche, nach vorn zu bräunlich bestäubte 
Binde, der Vorderrand selbst rötlichbraun: die übrige Flügelfläche zeigt 
ganz schmale, dunkelbraune, schräge Querbinden, von denen in der 
Basalhälfte 3 vorhanden sind, die gerade und (die beiden distalen) paar- 
weise angeordnet sind, während in der Endhälfte 4 ebensolche sich finden, 
die schwach saumwärts konvex gebogen sind und paarweise angeordnet 
lind zwar so, dass jedes Paar eine Binde einschliesst, die heller als die 
Grundfärbung ist; die distale dieser Binden ist in der hinteren Hälfte 
zickzackförmig gebrochen und fliesst am Hinterende mit der vorher- 
gehenden zusammen: die vordere Hälfte des Saumfeldes zeigt noch eine 
dunkle Sublimbalbinde, Fransen rötlichbraun. — H in terflügel dunkel- 
braun mit ebensolchen Fransen. — Unterseite beider Flügel ockergelblich 
mit schwachem bräunlichem Anfluge, am Vorderrande der Vorderflügel 
reiner ockergelb. 

Oberseite des Körpers wie die entsprechenden Flügel, Unterseite 
mit Extremitäten hellrotbräunlich und so ist auch das Gesicht gefärbt. 
— Thorax mit pinselartig langer Behaarung in der Mitte. 

Flügelspannung 32 mm, Flügellänge 15 mm, Körperlänge (mit dem 
Analpinsel) 20 mm. 



— 122 — 

Graphidura molesta Strand n. sp. 

Ein cf von W. Usambara (J. Weise vendit). 

Voiderf lügel braun mit violettlichem Ton, das Innenrandsfeld 
rötlichbraun, das Saumfeld gelblichbraun. Letzteres wird innen begrenzt 
von einer schwarzen, geraden Doppellinie, die am Yorderrande um 14, am 
Innenrande um 6 mm von der Wurzel entfernt ist; am Tnnenrande liegt 
das Ende dieser Doppellinie in einem dunkelbraunen Fleck. Im Saum- 
felde lassen sich zwei Reihen schwärzer, etwa halbmondförmig gekrümmter, 
unter sich entfernter, feiner Schrägstriche erkennen. Im dunkleren, 
proximalen Felde der Vorderflügel lassen sich 3 feine, schwarze, runde 
Ringe und hinter dem mittleren dieser ein vierter ebensolcher undeut- 
lich erkennen. — Hinterflügel oben und unten schmutzig hellgrau- 
gelblich, am Vorder- und Hinterrande schwach bräunlich angeflogen. 
VorderÜügel unten hell bräunlichgrau, an der Basis gelblich, in der 
Mitte mit braunem Wisch. 

Körper oben dunkelbraun, Abdomen vielleicht am hellsten, der 
Analpinsel jedoch dunkelbraun, die ganze Unterseite heller braun, Gesicht 
rotbraun. 

Flügelspannung 33 mm, Flügellänge 17 mm, Körperlänge (mit Anal- 
pinsel) 20 mm. 

Graphidura Tessmanni Strand n. sp. 

Ein (^ von Spanisch-Guinea, Alen Benitogebiet 1. — 15. Nov. 1906, 
(G. T e s s m a n n). 

Vor d er f lügel hellbraun mit rötlichem und graulichem Schimmer 
und feinen, schwarzen, undeutlichen Linien, die auf der Flügelmitte drei 
oder vier mehr oder weniger unvollständige ringförmige Figuren bilden, 
das Costalfeld freilassend, jedoch trägt dasselbe nahe der Basis zwei 
feine, parallele Querlinien: die Rippen erscheinen stellenweise dunkler. 
Von der Mitte des Innenrandes bis zum Vorderrande, daselbst von der 
Flügelspitze um 2 mm entfernt, verläuft eine schwarze, schwach saum- 
wärts konvex gebogene, zwischen den Rippen 2 und 4 gerade Doppel- 
linie; zwischen den beiden Hälften dieser Linie, sowie längs der Aussen- 
seite derselben ist die Grundfarbe hell rötlichgraulich, jedoch nicht bis 
ganz zum Vorderrande. Zwischen dieser Linie und der Zelle findet sich 
ein dunkel rauchschwarzer, sub triangulärer Wisch und ein Schrägstreifen 
von ebensolcher Färbung findet sich an der Innenseite des hinteren 
Endes der Doppellinie. Durch das ganze Saumfeld, von Flügelspitze 



— 123 - 

bis zum Anahvinkel zieht eine unbestimmt begrenzte, rauch braune Binde 
parallel zum Saume, hinter der Rippe 2 jedoch schmal unterbrochen 
und zwischen dieser Binde und dem Saume finden sich zwei Reihen 
schwarzer Querstriche, die weder Vorder- noch Hinterrand erreichen. 
Fransen braun, an der Basis heller. — Hinterflügel oben und unten 
hellgraubräunlich mit gelblichem Schimmer, insbesondere gegen die Basis, 
oben ist der Vorderrand und der Saum, unten der Vorderrand und 
ein Discocellularquer wisch am stärksten gebräunt. — Vorderflügel unten 
nur unbedeutend dunkler als die Hintertiügel, aber die Fransen und ein 
Wisch am Ende der Zelle dunkelbraun. — Thorax, Scheitel, Rücken 
des Abdomen und der Analpinsel dunkelbraun, Bauchseite und Gesicht rot. 
Der etwa 4 mm lange, senkrechte Pinsel des Thoraxrückens ist schwarz- 
braun und undeutlich heller gescheckt: am Analwinkel der Vorder- 
flügel ist ein dreieckiger, schwarzer, an der Basis hellerer Schuppen- 
zahn. — Flügelspannung 81 mm, Flügellänge 16 mm. Körperlänge (mit 
Analpiusel) 24 mm. 

Wahrscheinlich eine nahestehende Art dürfte »Scalrnicauda« 
ectoleuca Hamps. 1910 (in Ann. Mag. Nat. Hist. [8] 5, p. 494) sein. 

Scalmicauda Hell. 1893. 
(= P e r a 1 d n t a Auriv. 1 904.) 
Scalmicauda longa Hol!. (= Peratodont a brunnea Auriv.) 

Das 9 ist erheblich grösser als das ^\ Flügelspannung 45 mm, 
Flügellänge 22,5 mm, Körperlänge 20,5 mm. Färbung und Zeichnung 
wie beim cT oder erstere kann heller und mehr bräunlich sein und alle 
Flügel oben mehr einfarbig erscheinen: insbesondere unten ist bei helleren 
Exemplaren fast kein Unterschied zwischen Vorder- und Hinterflügel 
vorhanden. 



Die Typen obiger Arten gehören dem Berliner Museum. 



Neue afrikanische Bienen der Gattung Nomia. 

Von 

Embrik Strand 

(Berlin, Kgl. Zoolog. Museum). 



1. Nomia stylopicata Strand n. sp, 

Em stylopisiertes cf vom Taiiganyika-See (P. Reich ard). 

Ist mit N. kigoiiserana (Fr. in litt.) Strand verwandt, kann 
aber nicht damit spezilisch identisch sein, u. a. weil die Femoren III 
unbewehrt sind. 

Färbung und Behaarung wie bei kigonserana ^f, jedoch 
sind die Beine dunkler und zwar braun (an den Tarsen wenig heller), 
die Tegulae sind in der Mitte dunkel, die Flügel mehr graulich und 
weniger gelbschimmernd, das sicher nicht mehr natürlich gefärbte Abdomen 
zeigt an den Segmenten I — III eine breite rötlichgelbe Basalbinde, eine 
kaum so breite schwarzbraune Mittelbinde und grauweissliche Hinter- 
randbinde, am IV. Segment sind dieselben 3 Binden vorhanden, aber 
die schwarzl»raune ist breiter, das V. Segment ist schwarz mit schmaler 
grauweisslicher Hinterrandbinde. Der Bauch ist bräunlichgelb, das 
V. Segment ist braun. Thoraxrücken mit bräunlicher al)stehender und 
hellgraulicher Grundbehaarung (bei kigonserana einfarbig bräunlich- 
gelb); die Beine mit graulichweisser, bei kigonserana schwach messing- 
gelblich schimmernder Behaarung. Die Hinterränder der Abdominal- 
segmente ganz unbehaart, was auf die Stylopisierung zurückzuführen sein 
wird. Sonst ist die Behaarung wie bei kigonserana. 

Hinterbeine ganz normal, weder verdickt noch bewehrt, wenn 
man von den ziemlich langen und zwar gleichlangen, dicht nebeneinander 
stehenden, unmittelbar von der nur ganz wenig ausgezogenen PJcke des 
Gliedes entspringenden Tibialspornen absieht ; die Tibia III ist länger als 
Metatarsus III (bezw. 2,5 und 1,7 mm), letzterer ist so lang wie die 



— 125 — 

4 folgenden Tarsenglieder zusammen. — Bauchsegmente II und IV 
flach, glatt, glänzend, fein, spärlich und gleichmäfsig behaart, das 
IV. Segment hinten quergeschnitten und mit Andeutung eines Mittellängs- 
kiels, der sich auf dem V. Segment zu einer in der Mitte ziemlicli hohen, 
brückenförmigen Mittellängsleiste fortsetzt; das V. Segment ist sonst glatt, 
stark glänzend und hinten beiderseits der erwähnten Leiste ganz schwach 
ausgerandet : die Längsleiste setzt sich auch, aber erheblich niedriger, 
auf dem VI. Segment fort, das beiderseits derselben eine querovale, scharf 
markierte Einsenkung zeigt, die mit kurzen stachelähnlichen Borsten 
ziemlich dicht besetzt ist. 

Körperlänge 11mm, Flügellänge 8 mm. 

2. Nomia kig^onserana Strand n. sp. 

Ein Pärchen von N. Nyassa, Langenburg, Ende 1898 (cf) und 
19.— 30. in. 1898 (9). Diese Exemplare stecken in der Museums- 
sammlung seit 1904 mit der Bezeichnung »Nomia kigonserana 
Friese. Typus«, eine Beschreibung dieser Art ist aber nie veröffentlicht 
worden. — Den einmal gegebenen Namen kann die Art aber behalten. 

cf. Färl)ung. Schwarz, rötlich ist die Unterseite der Fühler- 
geissel, undeutlich rötlich auch die Unterseite des Schaftes. Mandibeln 
mit schwärzlicher Spitze, sonst gerötet. Beine gelb, Coxen, Trochanteren 
und Basis der Femoren schwarz, am III. Paar sind die Femoren nur 
unten in der Endhälfte gelblich, sonst schwarz. Tegulae, Flügelbasis 
und Geäder gelb oder braungelb, nur Subcosta schwarz, die Flügel 
gelblich schimmernd, nur im Saumfelde angedunkelt. Augen schwarz. 
— Behaarung auf dem Thoraxrücken braungelb, sonst heller, messing- 
gelb, im Gesicht schwach metallisch schimmernd. Abdomen mit 5 schmalen, 
gieichbreiten, hellgelben Haarbinden, sonst schwarz mit spärlicher hellerer 
Behaarung an der Basis. 

Beine. Femoren III verdickt, oben der Länge nach stark gewölbt, 
unten zwischen Basis und Zahn im Proül gesehen gerade, der Zahn 
kräftig, nach unten und hinten gerichtet, kurz ausserhalb der Mitte des 
Gliedes sitzend, schwach nach vorn konvex gekrümmt, zwischen diesem 
Zahn und der Spitze des Gliedes finden sich drei kleine rundliche Höcker, 
die vielleicht bisweilen eine mehr zahnähnliche Form annehmen : die 
grösste Höhe des Femur III (ohne den Zahn !) ist etwa gleich der halben 
Länge des Gliedes. Tibia III ist gegen die Spitze verdickt, im Profil 
etwa dreieckig erscheinend, unten leicht wellig gekrümmt mit zwei kleinen 



— 126 — 

senkrechten Zähnen in der Basalhälfte, von denen der proximale der 
kräftigste ist ; die untere Apicalecke bildet einen kurzen, breit gerundeten 
Fortsatz von der charakteristischen Xomia-Forni, der aber nur etwa 
halb so hing wie die grösste Breite (Höhe) des Gliedes (der Fortsatz 
mitgerechnet !) ist. Metatarsus III ist ein wenig kürzer als die folgenden 
Tarsenglieder zusammen und erheblich kürzer als Tibia. — Antennen. 
Das zweite Geisseiglied ist ein wenig länger als das dritte, das mindestens 
so lang wie das vierte ist; das Endglied ohne besondere Merkmale und 
nur unbedeutend länger als das vorhergehende. — Bauchsegmente 
stark glänzend, mit Hinterrandhaarbinde, das dritte hinten mit seichter 
Mittellängseinsenkung und beiderseits dieser am Hinterrande ein kleiner 
Höcker, das vierte mit Andeutung einer Mittellängseinsenkung und seicht 
ausgerandetem Hinterrand, das fünfte mit tiefer Mittellängsfurche und 
tief dreieckig ausgeschnittenem Hinterrand. 

Körperlänge 10,5 mm, Flügellänge 7,5 mm. 

9 ist wie das cf gefärbt und behaart, jedoch ist die Fühlergeissel 
nur am Ende unten deutlich gerötet und die Beine sind braunschwarz, 
nur die Tarsen deutlich gerötet, die Tibien und Metatarsen III teilweise 
schwach gerötet. Am III. Paar sind die Tibien und Metatarsen im Profil 
ziemlich breit erscheinend, aber ohne besondere .Merkmale. — Länge des 
Körpers und der Flügel wie beim cf ? aber ersterer breiter (Abdomen 
bezw. 4 und 3 mm breit). 

3. Nomia whiteana Cam. var. peteria Strand n. var. 

Ein 2 von Kapland. 

Ist mit Nomia whiteana Cam. jedenfalls nahe verwandt, weicht 
aber, nach der Beschreibung zu urteilen, folgenderweise ab: Abdomen 
soll bei whiteana 4 weisse Binden haben, während hier nur 3 sichtbar 
sind und diese sind auch nicht weiss, sondern hellgelblich, wenn das Tier 
flüchtig angesehen wird, könnte man aber zur Not eine vierte Binde in 
der gelben Behaarung der Spitze des Abdomen erblicken (so ist es vielleicht 
Camer on ergangen!); die Behaarung von Kopf und Thorax soll bei 
whiteana »fulvous when fresh, grey when old« sein, hier ist sie hell- 
graulich, kaum gelblich schimmernd und wird kaum je «.fulvous« gewesen 
sein, ferner sind die Flügel nicht ganz hyalin, sondern etwas getrübt, 
das Flügelgeäder ist gelbbraun und die Körperlänge ist nur 7,5 mm. — 
Diese angeblichen Unterschiede schliessen aber nicht die spezifische 
Identität mit N. whiteana aus. 



— 127 - 

Das erste Geisselglied ist länger als das zweite und dies ist jedenfalls 
nicht kürzer als das dritte. Der sehr stark punktierte, gerunzelte und 
matte Clypeus zeigt eine ziemlich breite, aber nicht tiefe Mittelgrube. 
Das erste Abdominalsegment ist, abgesehen vom Hinterrande, matt und 
kräftig punktiert, das zweite zeigt einen ganz schwachen Schimmer und 
ist in der Mitte vorn ein wenig eingesenkt; die gelbgefärbten Hinter- 
ränder sind ganz matt. — Die erste rücklaufende Ader ist mit der 
zweiten Cubitalquerader interstitial oder subinterstitial, die dritte Cubital- 
zelle am Ende mit ziemlich langer Anhangsader; die erste Cubital- 
querader ist vorn vom Stigma nur halb so weit wie von der zweiten 
Cubitalquerader entfernt. 

4. Nomia reichardia Strand n. sp. 

Ein cT von Tanganyika (P. Reichard). 

Scheint N. dalyana Cam. nahe zu stehen, ist aber u. a. durch 
die helleren Beine zu unterscheiden. 

Charakteristisch u. a. durch die Bewehrung und Beborstung des 
Analsegments. Es endet in 3 unter sich weit entfernte, kurze, parallel 
nach hinten gerichtete Zähne, von denen die seitlichen von oben ab- 
gerundet dreieckig, der mittlere aber als eine scharfe Spitze erscheint; 
unter letzterer kommt eine zweite ebensolche zum Vorschein. Das Ganze 
ist mit langen, schwarzen, abstehenden, borstigen Haaren bekleidet. Das 
Y. Bauchsegment ist am Hinterrande ganz seicht dreieckig eingeschnitten. 

Eärbung im Grunde schwarz, die ganzen Beine sind aber ein- 
farbig bräunlichgelb, die Antennen sind am Schaft und Basis der Geissei 
rötlich, sonst braunschwarz, unten nur höchst unbedeutend heller, Mandibeln 
und Labrum rotbraun, die Zunge gelb. Tegulae und Flügelbasis hell 
bräunlichgelb, Schulterbeulen scheinen auch bräunlich zu sein. Geäder 
hellbraun, Costa, Subcosta und Mal dunkelbraun. Flügel subhyalin, 
schwach gelblich glänzend mit dunkler, innen scharf und fast gerade 
begrenzter Apicalbinde, welche die Spitze der Radialzelle erreicht. Hinter- 
ränder der Rückensegmente blass. — Behaarung des Mesonotum und 
des Gesichts ist hellgraulich braungelb, des übrigen Thorax einschliesslich 
des Pronotum weisslichgrau und so ist auch die Unter- und Hinterseite 
des Kopfes behaart. Abdomen hellgraulich behaart, die Rückensegmente 
mit breiten hellgelblichen Hinterrandbinden, die bis zur Hälfte des 
Segments bedecken ; letzteres erscheint sonst schwarz, weil das Tegument 



— 128 — 

durch die (ausgenommen am Hinterrande) dünne Behaarung durchscheint. 
Behaarung der Beine weiss, an der Innenseite der Metatarsen blass- 
goldgelblich. 

Körperlänge 9 — 10 mm. Flügellänge 8,5 mm. 

5. Nomia colona Strand n. sp. 

Von Kapland (1) rege) liegen zwei 99 eii^^i' ^orm vor, von denen 
das eine von Friese als »Nomia? patellifera Westw.« etikettiert 
worden ist. Das 9 letzterer Art ist noch nicht beschrieben und ich 
halte es für wenig wahrscheinlich, dass vorliegende 9 9 ^^^^ ^^'^ ^^^ 
patellifera beschriebenen männlichen Form identisch sind (cf. Trans. 
Entom. Soc. London 1875, p. 216, Taf. 4, Fig. 6), sodass also das »V«, 
das Friese seiner Bestimmung hinzugefügt hat, ganz berechtigt ist. — 
Vorläufig möge daher diese Art am besten einen neuen Namen bekommen. 

Färbung. Schwarz, Tegulae braungelb mit schwarzem Fleck in 
(und vor) der Mitte, Flügelgeäder bräunlichgelb mit dunklerer Subcosta, 
die ganzen Flügel gleichmäfsig, aber nicht stark angeraucht mit gelb- 
lichem Schimmer und zwar die Hintertlügel kaum heller, die Hinter- 
ränder der Rückensegmente des Abdomen blass, Beine schwarzbraun, die 
Metatarsen I und III am Ende aussen schwarz, sonst sind alle Metatarsen 
und Tarsen rötlich und gerötet sind auch die Knie I und II und die 
Tibien III mit Ausnahme der Basis. — Behaarung grauweisslich, auf 
dem Scheitel und dem Thoraxrücken braungelblich, die Hinterränder der 
Rückensegmente I — IV mit rein weissen, schmalen, auf 1 — 2 mitten 
(vielleicht künstlich!) unterbrochenen Haarbinden, während die beiden 
folgenden Segmente hinten gelbliche Behaarung haben. Jederseits des 
Scutellum ein weisser Haarfleck, das ganze Postscutellum grauweisslich 
befilzt und so ist auch das Pronotum. Hinterränder der Bauchsegmente 
mit goldgelber Behaarung und solche findet sich auch auf den Mandibeln 
und am Vorderrande des Clypeus. Behaarung der Tibien silbrig, die 
Innenseite derselben messingglänzend , die Innenseite der Metatarsen 
goldgelblich. 

Kopf breiter als lang und jedenfalls nicht schmäler als Thorax, 
grob punktiert, matt, auf dem Clypeus und dem Stirnschild schwach 
glänzend, letzteres vorn mit einer glatten Partie, Clypeus mitten mit 
einer Einsenkung. Aussenseite der Mandibeln mit hohen Randleisten. 
Die beiden ersten Geisselglieder sind gleich lang, das dritte ein klein 



— 129 - 

wenig kürzer. Mesonotum matt, grob punktiert, die Gruben unter sich 
um ihren Radius entfernt. — Basalarea des Metanotum scharf 
umrandet und mit ziemlich scharfen, parallelen Längsrippen. Stutz flach, 
matt, mitten mit feiner Längserhöhung, ohne Randleiste. — Abdomen 
matt oder fast matt (abgesehen von den Hinterrändern). 

Die erste rücklaufende Ader mündet bei ^/g in die 2. Cubitalzelie 
ein; die erste und zweite Cubitalquerader sind gerade und parallel, die 
zweite ein klein wenig länger als die erste. 

Körperlänge 10 mm, Flügellänge 8 mm. Breite des Abdomen 3,7 mm. 

Bei ganz frischen Exemplaren ist die Färbung der Behaarung 
wahrscheinlich mehr gelblich bezw. braungelb. 

6. Nomia gorytoides Strand n. sp. 

3 99 ^'0^^ Madagaskar, Antananarivo (Sikora). 

Färbung. Schwarz; Fühlergeissel unten mit Ausnahme des Basal- 
gliedes gerötet, Tegulae am Rande blass, Geäder und Mal braun, Flügel 
gleichmäfsig schwach angeraucht mit gelblichem Schimmer, Mandibeln 
in der Endhälfte rot, Tarsen leicht gerötet. Der Hinterrand des 
Abdominalsegments I wie die Grundfarbe des Segments, derjenige der 
Segmente II — V dagegen mit einer hellgelben, scharf markierten, an 
beiden Enden zugespitzten Tegumentbinde, die in der Mitte ^g bis ^/g 
so breit wie das Segment erscheint, die Binde des Y. Segments ist 
jedoch viel schmäler und auch durch messinggelblicbe Behaarung 
verdeckt, während solche an den übrigen Binden so spärlich ist, dass 
dieselben ungehindert zum Vorschein kommen. Überhaupt ist die 
Behaarung des Abdominalrückens so spärlich, dass derselbe flüchtig 
angesehen kahl erscheint (nicht abgerieben!), was in Verbindung mit 
der auffallenden Bindenzeichnung an Grabwespen der Gattung G o r y t e s 
erinnert. Das letzte Segment oben mit einem kahlen dreieckigen Längs- 
feld, sonst ringum messinggelblich behaart. Hinterränder der Bauch- 
segmente mit dünnen silbergraulichen Haarbinden. Thoraxrücken mit 
braungelber, Gesicht mit hell messinggelßlicher Behaarung, Seiten und 
Unterseite grauweisslich behaart. Die Basalhälfte der Beine III unten 
ziemlich lang, fein, grauweisslich, abstehend behaart, die mäfsig dichte 
aber lange Bürste der Tibia III ist silbergraulich mit gelblichem 
Schimmer, die der Innenseite der Metatarsen goldgelb. 

Kopf breiter als lang und mindestens so breit wie Thorax, Unter- 
gesicht ganz schwach glänzend, sonst matt und mit grober Punktierung ; 

Jahrb. d. nass. Ver. f. Nat. 64. U»ll. 9 



- 130 — 

die Punktgrübchen haben auf dem Clypeus eine ausgesprochen längliche 
Form und Hiessen der Länge nach mehr oder weniger zusammen, am 
Vorderrande des (.'lypeus eine Reihe tiefere, runde Gruben mit glatten 
Zwischenräumen, letztere mit seichter Einsenkung in der Mitte vorn 
wie bei der vorigen Art. Das erste Geisselglied ein wenig länger 
als das zweite und dies wiederum reichlich so lang wie das dritte 
Glied, das so lang wie das vierte, aber kürzer als das fünfte Glied ist. 
Von der vorderen Ocelle bis zwischen den Antennen eine breite, aber 
seichte, vorn zugespitzte Längsfurche, die einen feinen, insbesondere 
vorn deutlichen Mittellängskiel einsohliesst. Stirnschildchen schwach 
gewölbt. — Basalarea des Metanotum matt, in der Mitte gerunzelt- 
retikuliert, an den Seitenpartien mit niedrigen, parallelen Längsrippchen, 
die alle bis zur feinen Randleiste verlaufen. — Abdomen matt, auch 
die Hinterränder nicht oder nur ganz schwach glänzend. — Geäder. 
Die erste rücklaufende Ader ist mit der zweiten Cubitalquerader sub- 
interstitial. Die zweite Cubitalzelle höher als lang. Die zweite Cubital- 
querader ist vorn ein wenig weiter von der dritten Cubitalquerader als 
von dem Flügelmal entfernt. 

Ivörperlänge 8 mm, Flügellänge 6 mm, Breite des Abdomen 3,1 mm. 

7. Nomia zuala Strand n. sp. 

Ein 9 vom Tanganyika-See (P. Reichard). 
Färbung. Schwarz; die Fühlergeissel mit Ausnahme der beiden 
basalen Glieder unten hell bräunlichgelb, oben braun; Mandibeln rot, 
an beiden Enden schwarz; Tegulae und Flügelbasis hell bräunlichgelb, 
und so ist auch das Geäder, bloss die Subcosta etwas dunkler; Knie 
bräunlichgelb, Tarsen rötlich. Flügel gleichmälsig und zwar ganz schwach 
angebräunt. Abdomen im Grunde nur an der Spitze ein wenig heller, 
wohl aber mit scharf markierten braungelben Haarbinden, die fast 
gleichbreit und in der Mitte nicht verschmälert sind, die des I. Segments 
jedoch ein wenig schmäler als die zweite und diese wiederum als die 
dritte, die ebenso wie die vierte etwa die Hälfte ihres Segments ein- 
nimmt. Die Behaarung zwischen den Binden ist auch braungelblich, 
aber so spärlich, dass sie nur in Seitenansicht zum Vorschein kommt, 
während in Draufsicht nur die schwarze Tegumentfarbe erkennbar ist. 
Das fast kahle Abdomen hat hellere Hinterränder, die schwache Haar- 
binden tragen. Behaarung des Gesichts ist matt silbergrau, Scheitel 
und Thoraxrücken schmutzig braungelb, Seiten und Unterseite des. 



— 131 — 

Thorax grauweisslicli behaart und so ist aucli die Behaarung der Beine, 
die an den liinteren Femoren recht fein und lang, aber nicht dicht ist. 

Geäder. Die erste rekurrente Ader in die Mitte der zweiten 
Cubitalzelle einmündend. Die dritte Cubitalzelle etwa so hing wie die 
zweite und erste zusammen; die zweite fast doppelt so hoch wie lang. 
Die erste Cubitalquerader ist vom Mal und von der zweiten Cubital- 
querader gleich weit entfernt. Basalader in der unteren Hälfte stark 
gekrümmt. 

Kopf breiter als Thorax, sowie erheblich breiter als lang. Die 
Augen innen ziemlich stark ausgerandet und nach unten konvergierend. 
Die hinteren Ocellen vom Hinterrande des Scheitels um kaum ihren 
Radius entfernt. — Das erste Geisselglied ist kugelförmig, ein 
klein wenig kürzer als das zweite. — Die Skulptur des Teguments ist 
zum grossen Teil in der Behaarung verdeckt. Postcutellum dicht 
betilzt; in der Mitte desselben eine auch die Mitte der Basalarea 
des ^letanotum verdeckende aufrechtstehende Bürste braungelber Haare, 
die ganz charakteristisch ist. Genannte Basalarea ist sehr schräg und 
geht somit allmählich in den Stutz über ; sie ist matt und dicht 
gerunzelt, nur seitwärts mit obendrein wenig deutlichen Längsrippen. 

Körperlänge 6 — 7 mm, Flügellänge 4,5 mm. Breite des Abdomen 
2,8 mm. 

8. Nomia elephas Strand n. sp. 

Ein 9 von N. Nyassa, Langenburg, Ende IV, 1886 (Fülleborn). 

Die Type ist 1904 mit dem Namen »Nomia albocaerulea Fr.« 
und »Typus« von Friese bezeichnet worden, dieser Name ist aber ein 
nomen in litteris geblieben. 

Wird wohl mit Nomia senticosa Vach. verwandt sein, aber 
die Behaarung scheint abzuweichen, Clypeus ist ohne erhöhte Mittel- 
längslinie, das Flügelmal ist dunkelbraun, die distalen Tarsenglieder 
kaum heller als die übrigen, die Tegulae grösstenteils schwarz, etc. ; 
dass senticosa von Sierra Leone stammt, spricht auch nicht für die 
Zusammengehörigkeit. 

Färbung. Schwarz ; Tegulae blass umrandet, Fühlergeissel mit 
Ausnahme der beiden basalen Glieder unten gerötet, Flügelgeäder und 
Mal braun, Subcosta schwarz, Flügel subhyalin und stark schimmernd, 
im Saumfelde deutlich gebräunt, der Höcker an der Basis der Mandibeln 

9* 



— 132 — 

gerötet, Beine braunschwarz oder rötlichbraun, die Sporen sind alle rot. 
Hinterrand der Segmente I — IV elfenbeinweiss und ganz kahl; diese 
Binden nehmen von I — IV an Breite ein wenig zu, sind parallelseitig 
und auch am IV. Segment nicht halb so breit wie das Segment. Die 
Spitze des Abdomen tiefschwarz. — Behaarung des Gesichts matt 
silbergraulich, mit schwachem, gelblichem Schimmer, am Vorderrande 
des Clypeus lange, hell goldgelbliche, nach unten gerichtete Borsten- 
haare, auf dem Scheitel bräunliche Haare, auf dem Mesonotum dunkel- 
braune abstehende Haare und hellbräunlichgelbe Grundbehaarung, 
Scutellum mit längerer, bräunlicher, abstehender Behaarung, Metathorax 
mit langer, dichter, abstehender, feiner messinggelber Behaarung, an 
den Seiten und Unterseite des Thorax ebensolche, aber kürzere Behaarung. 
An der Unterseite der Beine tindet sich goldgelbe Behaarung an der 
Basis der Femoren, am Ende der Tibien und an den ganzen Metatarsen 
und Tarsen ; die Behaarung der Aussenseite der Tibien und Metatarsen 
ist teilweise schwarz, sonst ist die Behaarung der Beine grauweisslich, 
schwach silbrig schimmernd. — Rückensegmente des Abdomen kurz 
und so spärlich mit feiner messinggelblicher Behaarung bewachsen, dass 
die schwarze Tegumentfärbung in Draufsicht überall zum Vorschein 
kommt; die beiden hinteren Segmente grösstenteils schwarz behaart und 
schwarze Behaarung findet sich auch vor dem Hinterrande der vorher- 
gehenden Segmente. Der Bauch am Ende schwarz, sonst silbergraulich 
behaart. 

Kopf schmäler als Thorax und nicht viel breiter als lang; die 
Augen in der oberen Hälfte innen ziemlich tief ausgerandet : die hinteren 
Ocellen unter sich und von den Augen gleich weit entfernt, von der 
vorderen, grösseren Ocelle um weniger als den Durchmesser der letzteren 
entfernt. Die Geisselglieder nehmen von I bis IV^ ein wenig an Länge 
zu, jedoch sind I bis III fast gleichlang, wTnn man die« Geissei von 
oben (vorn) ansieht. Clypeus vorn abgeflacht, aber nicht ausgehöhlt, mit 
einer schmalen, den Vorderrand fast erreichenden, durch einen feinen 
Kiel geteilten Mittellängsfurche; die Punktgruben ziemlich gross und 
tief und wenig regelmäfsig, mit schwach glänzenden Zwischenräumen. 
Mesonotum fast matt, mit unter sich gleichgrossen, linienschmal 
getrennten, im Grunde glatten Punktgru])en. — Die Basalarea des 
Metanotum ist schmal, wenig deutlich und senkrecht, also direkt in den 
Stutz übergehend. Abdominalsegmente, auch an den Hinterrandbinden, 
ganz matt glänzend. — Geäder. Die erste rücklaufende Ader mündet 



— 133 — 

am Anfang des letzten Drittels in die zweite Cubitalzelle ein ; diese Zelle 
ist wenig höher als lang ; die erste Cubitalquerader ist von dem Mal 
weniger weit als von der zweiten Cubitalquerader entfernt; die dritte 
Cubitalzelle ist vorn erheblich länger als die zweite. Xervulus ganz 
wenig antefurcal. 

Körperlänge 11 mm, Flügellänge 9 mm. Breite des Abdomen 4,5 mm. 



9. Nomia latifacies Strand n. sp. 

Ein cf '^'O"^ Tanganyika-See (P. Reichard). 

Mit der madagassischen Xomia l^etsilei Sauss. nalie verwandt, 
aber durch das Flügelgeäder abweichend, indem die zweite Cubitalzelle 
höher und kürzer ist, die dritte Cubitalquerader ist gleichmäfsig gekrümmt 
(bei betsilei winkelförmig gebrochen), die zweite rekurrente Ader mündet 
näher der Spitze der dritten Cubitalzelle als bei betsilei ein; ferner ist 
der Kopf breiter und die Augen nach unten stärker konvergierend als 
bei betsilei. — Von Nomia testacea Fr. durch u. a. die ein- 
farbig roten Antennen leicht zu unterscheiden. 

Kopf und Fühlerschaft schwarz, Geissel rot, Spitze der Mandibeln 
gerötet. Thorax schwarz, Tegulae und Flügelgeäder hell bräunlichgelb, 
auch Schulterbeulen hellgefärbt, Flügel subhyalin mit starkem, gelb- 
lichem Schimmer. Abdomen und Extremitäten rot, letztere apicalwärts 
am hellsten, an der Mitte der Tibien am dunkelsten gefärbt. Die nicht 
gut erhaltene Behaarung scheint grösstenteils messinggelb zu sein, an 
der Hinterseite des Kopfes jedoch weisslich. 

Das erste Geisselglied kürzer als das zweite und dritte, die unter 
sich gleich lang sind. Die hinteren Ocellen sind unter sich weniger 
als von den Augen, vom Hinterrande des Scheitels um ihren Durch- 
messer entfernt : hinter den Ocellen eine Querfurche. Basalarea des 
Metanotums wenig schräg, ziemlich breit, scharf begrenzt, matt, gerunzelt, 
seitwärts mit Längsrippen, die aber wenig regelmäfsig und unter sich 
durch Schräg- und Querrippen vielfach verbunden sind. Stutz senkrecht, 
matt, flach, mit tiefer Mittellängsfurche und dichter, kräftiger, aber 
wenig regelmäfsiger Punktierung, in der unteren Hälfte mit kräftiger 
Randleiste. 

Körperlänge (Kopf -j- Thorax 3,5 mm, Abdomen 3,2 mm) ca. 6,7 mm. 
Länge der Flügel 4 mm. 



-- 134 — 

10. Nomia macrotegula Stnind n. ^i». 

Ein cf vom TaiitjfaiiyiUa-See (I*. K e i c li a r d '. 

Charakteristisch u. n. durcli (h\s NOrliandenseiii eines Zahnes auf 
jedem Seitenrand des Stutzes sowie durch die Färbung. 

Färbung. Kopf schwarz mit einfarbig roten Antennen und roten, 
an der Basis geschwärzten Mandibeln. Wenigstens der Vorderand des 
Clypeus rot (sonst ist letzterer durch die Behaarung verdeckt). Thorax 
schwarz, die hintere, grössere Hälfte des Scutellum rot und so ist aucli der 
Stutz sowie die Mitte der Basalarea gefärbt. Tegulae braungelb, in der 
Mitte dunkler, am Rande blass. Beine rötlich braungelb, an Femoren 
und Tibien z. T. geschwärzt. Abdomen rot, mit schwarzer, an beiden 
Enden zugespitzter Querbinde an der hinteren Hälfte des I. Segments, 
die hinteren Bückensegmente sowie der Bauch etwas dunkler. Flügel- 
geäder und Mal braunschwarz, die Flügel schwach, im Saumfelde deut- 
licher, angeraucht. — Behaarung des Untergesichts messinggelb und 
so dicht, dass vom Tegument nichts zu erkennen ist. die des Scheitels 
ist graulich und ganz spärlich, die des Thoraxrückens ist leider zum 
grossen Teil abgerieben, scheint aber rötlich braungelb, auf dem Pro- 
notum und Postscutellum heller und tilzartig, Seiten und Unterseite 
des Thorax hellgraulich, Metathorax grösstenteils kahl (ob abgerieben V). 
Abdomen oben mit messinggelblicher, tilzartiger, s}>ärlicher Behaarung, 
die aber offenbai- nicht gut erhalten ist : die Hinterränder der Segmente 
sind breit niedergedrückt, sehr glatt und stark glänzend und etwa die 
Basalhälfte dieser Kinsenkungen wird von einer Binde ebensolcher Be- 
haarung eingenommen, welche Binde gegenüber der übrigen Behaarung 
des Segments wenig autfällt und die bei besser erhaltenen Exemi)laren 
vielleicht die ganze Breite der Hinterrandeinsenkung einnehmen würde. 
Die Vorderhälfte des Kückens des ersten Segments filzartig behaart, die 
hintere kahl. Bauch fast kahl, die hintere Hälfte der Segmente lang, 
aber spärlich abstehend behaart. Beine silbergraulicli und hellgelblich 
behaart. 

Die drei letzten Bauchsegmente flach oder sogar eine seichte 
Konkavität bildend; die llinderränder derselben ganz gerade: die Be- 
wehrung besteht aus einer subvertikalen Platte, die mitten breit und 
tief rundlich ausgeschnitten ist, während die beiden dadurch gebildeten 
abgerundeten plattenf()rmigen Seitenfortsätze, die reichlich so breit wie 
der Ausschnitt sind, am Aussenrande einen nach unten gerichteten und 



— 135 — 

nach aussen konvex gekrümmten vogelschnabelälinliclien Zahn tragen. — 
Tegulae auffallend gross (1,5 mm lang), Kopf und Thorax 3,8 mm, 
Abdomen 3,3 mm, Flügel 5 mm lang. 

11. Nomia garua Stiand var. interstitialis Strand n. var. 
Ein cf von Guinea (v. Homeyerj. 

Weicht von meiner aus Spanisch-Guinea beschriebenen ^j Nomia 
garua durch folgendes ab: Die erste rekurrente Ader ist mit der 
zweiten Cubitalquerader interstitial oder fast postfurkal, die dritte 
Cubital/elle ist vorn Vj^miü so lang wie die zweite Cubitalzelle, die 
Punktierung des Abdomen, zumal auf dem ersten und zweiten Segment 
ist etwas feiner, die Antennengeissel erscheint ein wenig dicker, der 
Hinterrand wenigstens der drei oder vier hinteren Piückensegmente ist 
blass gefärbt, die Metatarsen und Tarsen sind dunkelbräunlichgelb, 
Geäder und Flügelmal braun. — Ich nenne diese Form var. inter- 
stitialis m. — Die Flügel letzterer erscheinen dunkler als bei der 
Hauptform, was aber vielleicht ein «künstliches-^- Merkmal ist. 

12. Nomia panganina Strand n. ^). 

Ein (f von Deutsch-Ost-Afrika, Bondei-Pjingani. 30.1V.— 7. V. 1900 
(G 1 a u n i n g). 

Scheint mit Nomia ligata Vach. nahe verwandt zu sein, aber die 
Mandibeln sind nur an der Sititze rot, die Fühlergeissel ist nur unten 
rötlich, die Tegulae sind schwarz und nur am Rande braungelblich etc. 

Schwarz gefärbt; die Fühlergeissel. mit Ausnahme des basalen 
Gliedes, unten gebräunt, Augen schwarz mit graulichen Partien, Tegulae 
am Rande heller. Metatarsen und Tarsen gebräunt. Flügel in der Basal- 
hälfte subhyalin, in der Endhälfte angeraucht und stark iridisierend, 
Geäder und Mal braunschwarz. — Gesicht messinggelb, goldig glänzend, 
anliegend behaart: sonst ist die Behaarung des Körpers grauweisslich, die 
der Unterseite der Metatarsen und Tarsen schwach gelblich schimmernd. 
Der Hinterrand der Abdominalsegmente, der breit niedergedrückt, glatt 
und stark glänzend ist, wird von einer weisslichen Haarbinde bedeckt, 
die aber in der Mitte an den vorderen Segmenten unterbrochen ist 
(abgerieben Vj. Bauch spärlich behaart, das vierte Segment jedoch grössten- 
teils von einem fast halbkreisförmigen, dicht gelblich tilzartig behaarten 

ij Die Beschreibung ist noch nicht erschienen fAnm. b. d, Korr.). 



— 136 — 

Feld bedeckt, das fünfte Bauchsegment ist wiederum glatt sowie etwas 
ausgehöhlt, dahinter ündet sich wieder dichte Behaarung, aber gar keine 
Tortsätze sind sichtbar. — Körper schlank, Abdomen nach beiden Enden 
hin gleichmäfsig verjüngt und oben inäfsig glänzend. Auch Mesonotum 
schwach glänzend, indem die Zwischenräume der grösstenteils um nur 
ihren Radius oder kaum so weit unter sich entfernten, ziemlich grossen 
und tiefen Punktgruben glatt und glänzend sind. Tegulae auch für 
eine Nomia gross. — Die erste rücklaufende Ader in die Mitte der 
zweiten Cubitalzelle einmündend. Die erste Cubitalquerader ist von der 
zweiten ein wenig weiter als vom Flügelmal entfernt. Basalader nicht 
stark gekrümmt. — Basalarea des Metanotum schwach glänzend und 
auch in der Mitte mit kräftigen parallelen Längsrippchen versehen. 
Stutz flach, glatt, glänzend, mit seichter Mitteleinsenkung und spärlicher 
Punktierung, nur unten mit Andeutung einer Seitenrandleiste. 
Körperlänge 7,3 mm, Flügellänge 6 mm. 



Sämtliche Typen gehören dem Berliner Museum. 



— 137 — 



Erster Nachtrag zum Katalog der Reptilien - 

und Amphibien -Sammlung des Xaturhistorischen 

Museums der Stadt Wiesbaden. 



Von 

Ed. Lampe, 

Musenmskustos. 



In den Jahrgängen 54 (1901) und 55 (1902) dieser Jahrbücher 
veröffentliclite icli die Kataloge der Reptilien- und Amphibien-Sammlung- 
des Naturhistorischen Museums der Stadt Wiesbaden, welche mit Be- 
merkungen des Herrn W. A. Lind ho Im versehen waren. 

Seit dieser Zeit hat die lierpetologische Sammlung bedeutende 
Zuwendungen erhalten, so dass es von Interesse sein dürfte, diese 
systematisch, nach Art der veröffentlichten Kataloge aufzuzählen, zumal 
hierunter viele Familien, Gattungen und Arten sind, welche s. Zt. nicht 
vorhanden waren. 

Leider habe ich inzwischen meinen treuen Mitarbeiter, Herrn 
W. A. Lindholm, welcher sein Domizil im Februar 1907 nach Moskau 
verlegen musste, verloren. Bis zu dieser Zeit bearbeitete Herr Lind- 
holm sämtliches eingegangenes Material dieser Sammlung und spreche 
ich demselben auch an dieser Stelle meinen herzlichsten Dank aus. 

Die im vorliegenden Nachtrag aufgeführten Objekte sind zum 
grössten Teil als Geschenke, sodann im Tausch erworben und ein ganz 
kleiner Teil durch Kauf. 

Von den zahlreichen Schenkern sind- wir in erster Linie Herrn Justus 
Weiler zu Dank verpflichtet, welcher einen grossen Teil des Kameruner 
Materials lierbeischaffte und auf dessen Veranlassung in dankenswerter 
Weise auch die Herren Carl Feldmann und Otto Rau, beide von hier, 
wertvolle Schätze einsandten. Weiter haben wir von den Herren C. Berger 
in D. S.-W.-Afrika, W. Diehl in D.-Neuguinea, den Damen Geschwister 
H. u. A. Eberhard in Melbourne, Frl. Em. Messing er in Brit. 



138 



Ost-Afrika, Herren Ur. Nikolsky in St. Petersburg durch W. A. Lind- 
liolm, Dr. P. Range in D. S.-W. -Afrika, Kurt Seyd in Wiesbaden 
und Dr. C. Siebert in Breslau umfangreiche Sendungen erhalten, wofür 
wir diesen und den vielen übrigen gütigen Gebern, deren Namen bei 
den betreffenden Objekten genannt sind, den besten Dank aussprechen. 
Der Zugang unserer herpetologischen Sammlung ist folgender ^) : 



Familien 
Sphargklae . 

Chelydridae . 

Cinosternidae 

Tesfudinidae . 

Chelonidae 

Pelomedusidae 

Chelydidae 

Trioni/chidae 



A. Keptilia. 

I. Schildkröten. 

Arten 



1 



1 



13 

5 
3 
1 



Nummern 
1 



2 

43 

2 

8 
4 
1 



Stücke 
1 

I 

i 2 

79 

I 2 

13 

6 

1 



Total 



u 8 
23 



34 23 

57 



71 61 
132 



fi 104 
175 



CrocodiUdae 



II. Krokodile. 



14 11 



14 



11 



Total 



14 11 
25 



14 11 

25 









III. Eidechsen. 














Geckonidae . 


7 


12 . 


.12 35 . . . 21 


57 


. . 21 


115 


Eiüjlex)harklae . 




1 


— . 


. 1 — 






3 


— 


. . 3 


— 


Pygopodidae . 




— 


3 . 


. - 4 






- 


5 


. . - 


8 


Agamidae 




14 


6 . 


. 23 21 






49 


36 


. . 49 


83 


Igucmidae . . 




10 


3 . 


. 13 12 






19 


16 


. . 19 


25 


Anguidae . 




2 


2 . 


. 2 3 






5 


10 


. . 5 


12 


Varanidae 




1 


— . 


. 6 5 






15 


20 


. . 15 


38 


Tejidae . . . 




3 


1 . 


. (^ 2 






9 


2 


. . 9 


2 


Übertrag 7 1 


38 

Zahlen 


27 . 
hnks § 


. 63 82 






121 


146 
m Ju 


. . 121 

li im 


283 


1) Die kleinen 


eben den ßes 


tand 


bezw. 



3 



— 139 — 



Familien 
Übertrag 7 1 

A)npliisbaeni(lae 
Lacerüdae 
Gerrhosauridae 
Scinddae . 
Anelijtropidae 



38 



Gattuugeii 
27 
2 1 
4 4 
1 
8 4 
1 — 



Arten 
63 82 

y 3 

8 19 

1 

15 33 

1 — 



Nnmmern 
121 146 



3 

61 

1 

48 



Stücke 

121 283 

5 3 

21 118 

1 

36 87 

1 — 



Total 



13 



53 37 
90 



90 138 

228 



184 259 
443 



184 492 
676 



Chamaeleontidae 



IV. Chamaeleons. 

1 2 ... 4 23 



49 



4 145 



Total 



1 2 
3 



4 23 
27 



4 49 
53 



4 145 
149 







V. S< 


3hlang 


en. 










Tf/pldopidae . 


1 


— . 


5 


3 . 


7 


7 . 


. 7 


10 


Glauconüdae 


- 


1 . 


. - 


2 . 


. - 


4 . 


. - 


8 


Boidae : 


















a) Python biae 


1 


3 . 


. 4 


3 . 


. 11 


6 . 


. 11 


16 


hj Boinae . 


5 


— . 


. 5 


1 . 


7 




. 7 


6 


Ilf/südae 


2 


— . 


. 3 


— . 


5 


2 


. 5 


2 


Uropeltidae -. 


1 


1 . 


. 1 


1 . 


. 1 


l . 


1 


1 


Xenopeltidae . 


1 


— ■ . 


. 1 


— . 


. 1 


— . 


. 1 


— 


Cohibridae : 


















a) AcrocJwrdinae 


1 


— . 


. 1 


— . 


. 1 


— . 


. 1 


— 


h) Colubrinae 


39 


14 . 


. 89 


34 . 


. 198 


131 . 


.234 


240 


c) Bhachiodontinae 


- 


1 . 


. - 


1 . 


. - 


4 . 


. - 


5 


d) Homcdopsinae 


4 


— . 


. 5 


— . 


. 12 


l . 


. 18 


3 


e) Dlpsodomorpthmcii 


3 12 


8 . 


. 28 


21 . 


. 56 


44 . 


. 60 


108 


f) HijdropM'mae . 


4 


— . 


. 5 


— . 


. 11 


3 . 


. 21 


9 


(/) Elapinae . 


9 


2 


. . 13 - 


9 . 


. 20 


26 . 


. 20 


48 


Amhlyceplialidae 


3 


— . 


. . 4 


1 . 


. 5 


2 


.5 


2 


Viperidae : 


















a) Viperinae . 


3 


1 . 


. . 8 


3 . 


. . 17 


20 . 


. 18 


42 


h) Crotalmae . 


4 


— . 


. . ^ 


2 . 


. 13 


5 . 


. 13 


5 


s 1 


90 


31 . 


. . 180 


81 . 


. 365 


259 . 


. 422 


505 


Total . . 9 


121 


2 


61 . 


. . 624 . 


. 927 



140 — 



B. Amphibia. 

I. Froschlurche. 



Familien 


Gattungen 


Alten 






Nummern 






Stücke 


Banidae .... 


2 10 . 


.15 37 .. .29 113 ... 57 398 


Dendrohatidae . 


1 . 


. - 1 




. - 1 






1 


Engystomaüdae . . 


2 1 . 


. 2 1 






2 1 






2 1 


Cgstignathidae . 


4 5 . 


. 5 7 






5 8 






6 21 


Bufomdae 


1 1 . 


. y 12 






24 40 






34 124 


Hylidae .... 


1 — . 


. 11 1 






13 7 






17 9 


Pelohaüdae . . . 


2 1 . 


. 2 1 






6 3 






17 18 


Discoglossidae 


2 . 


. s 






8 9 






32 28 


DacHjlethrldae . . 


1 . 


. - 1 






2 






11 


Pipidae .... 


1 — . 


. 1 — 






2 — 






2 — 


8 2 


15 20 . 


. 48 ()1 






89 184 






167 H 1 1 


Total . . 10 


35 . 


. 109 






273 






778 





II. Schwanzlurche. 








Salamandridae . 


.5 1 ... 10 7 . 


. 35 


25 . . 


. 56 76 


Ämpliiumidae 


.1 — ... 1 — . 


. 1 


1 . . 


. 1 1 


Proteidae . . . . 


. 2 ... 2 — - . 


. 2 


— . . 


2 


Sirenidae . . . . 


. 1 ... 1 -- . 


. 1 


— . . 


. 1 


4 


9 1 ... 14 7 . 


. 39 


2(5 . . 


. 60 77 


Total . . 4 


10 ... 21 


(^ 


5 .. . 


. 137 



III. Schleichenlurche. 



Caeciliidac 




. . 1 2 . . 


.1 2 . . 


.1 4 . . 


. 1 


4 


I 
Total . . 


1 


1 2 . . 
3 . . 


.1 2 . . 
3 . . 


.1 4 . . 
5 . . 


I 
5 


4 



Nach vorstehender Aufstellung setzt sich der 



wie folgt zusammen 



jegenwtärtige Bestand 





A. 


Kepti lia. 








Familien (; 


attungen 


Arten 


Nummern 


Stücke 


Schildkröten . . 


8 


23 . 


. 57 . 


. 132 . 


. 175 


Krokodile . 


1 . . 


5 . 


. 9 . 


. 25 . 


25 


Eidechsen . . . 


13 . . 


90 . 


. 228 . 


. 443 . 


. 676 


Chamaeleons . 


1 . . 


3 . 


. 27 . 


. 53 . 


. 149 


Schlangen . 


9 . . 


121 . 


. 2(51 . 


. 624 . 


. 927 


Total . 


. 32 . . 


242 . 


. 582 . 


. 1277 . 


. 1952 



141 





B. 


A mi)hil)ia. 








Familioii 


(lattunnon Arten 


Nuinniern 


Stücke 


FroscJtlurche . 


. 10 . . 


. H5 ... 109 . 


. . 273 . . 


. 778 


Schwanzlurche 


4 . . 


10 . . . 21 . 


H5 . . 


. 137 


SchJeichevlurchr . 


1 . . 


?> . . . y> . 


:. . . 


5 



Total . . 15 . . . 4S . . . 133 . . . 343 . . . 920 

Hiernach ^va^ der Zugang in den letzten zehn Jahren ein ganz 
erfreulicher, nämlich : 

Faiiiilicii (Gattungen Arten Nummern Stücke 

licptiUa . . .27 5 . . 164 78 . . 314 268 . . o38 639 . . 695 1257 

Amphibia . . i:j 2 . . 25 23 . . 6:3 70 . . 129 214 . . 228 692 

Zusammen . 4n 7 . . iS9 101 . . 377 338 . . 7.>7 853 . . 923 1949 

Bei der Yeröftentlichung des Reptilien- und Amphibien-Katalogs 
waren zwei Typen vorhanden und zwar: 

^)Lygosoma (Liolepisma) pagens t ecli eri Bindh., Süd- 
Australien. Diese Jahrbücher, Jahrg. 54 (1901). pag. 214. Taf. III. 
Fig. 3, 4 und 5. 

Prosymna (Pseudoi)rosy mna) bergeri Lindh., Rietmond, 
Bezirk Gibeon D. S.-W.-Afrika. Diese Jahrbücher Jahrg. 55 (1902), 
pag. 57. 

Seit dieser Zeit sind folgende C)riginalexemplare hinzugekommen : 

1. Testudo bergeri (Lindh.), Gibeon, D. S.-W.-Afrika. Diese Jahr- 

bücher, Jahrg. 59 (1906), pag. 348. 

2. Palmatogecko rang ei L. G. Andersson, Lüd-eritzbucht, D. S.-W.- 

Afrika Diese Jahrbücher, Jahrg. 61 (1908). pag. 299. Taf. III, 
Fig. la — c. 

3. Diplodacty lus weileri L.Müller. Bibundi. D. West-Afr. Diese 

Jahrbücher, Jahrg. 62 (1909), pag. 113. 

4. Ilemidactylus laticaudatus L. G. Andersson, Harrar, Aysinien. 

Diese Jahrbücher, Jahrg. 63 (1910). pag. 200. Taf. I. 

5. Stenocercus seydi L. G. Andersson, La Merced, Peru, 1000 m, 

Diese Jahrbücher, Jahrg. 61 (1908)> pag. 301. Taf. III, Fig. 2a, b. 

6. Stegono t US diehli Lindh., Bogadjim , I). -Neuguinea. Diese 

Jahrbücher, Jahrg. 58 (1908), pag. 226. 

7. Megalixalus lindholmi L. G. Andersson. Bibundi, D. West- 

Afrika. Diese Jahrbücher, Jahrg. 60 (1907), pag. 239, Fig. 4—6. 

1) Dieses Originaloxemplar ist bedauerliclierwei.se auf dem Transport ver- 
loren gegangen. 



6 — 142 — 

Die Anordnung der Sammlung und des vorliegenden Nachtrags 
geschah wie früher nach dem Boul enger sehen Systeme^), wozu ich 
bei der Familie Chamaeleontidae noch die vor einigen Monaten er- 
schienene Monographie von Prof. Dr. F. Werner^) benutzte und unsere 
Vorräte nach dieser bestimmte und aufstellte. 

In dankenswerter Weise haben mich die Herren Dr. L. G. Andersson 
in Stockholm, Kustos Dr. J. Roux in Basel, Kustos F. Siebenrock 
in Wien, sowie in letzter Zeit auch Herr Lorenz Müll er -Mainz in 
München und Herr Prof. Dr. F. Werner in Wien beim Bestimmen von 
Objekten aufs Liebenswürdigste unterstützt und spreche ich diesen Herren 
auch an dieser Stelle meinen verbindlichsten Dank aus. 

Möchte die nachstehende Aufzählung dazu beitragen, uns neue 
Gönner nnd Freunde zuzuführen. Ausser einem Dankschreiben sofort 
nach Empfang jeder Sendung, werden die Schenkungen in den Jahr- 
büchern des Nassauischen Vereins für Naturkunde aufgezählt und ausser- 
dem wird jedes Objekt mit dem Namen des Schenkers versehen. 

Wiesbaden, den .30. November 1911. 

1) Diese Jahrbücher, Jahrg. 54 (1901), pag. 182 u. 55 (1902), pag. 7. 

2) Siehe pag. 178 dieses Nachtrages. 



- 143 



REPTILIA. 

Ordnung ( HELONIA. 

Familie Sphargidae. 

fi) Genus Deriuochelys Blainv. 

•■•'^)1. Dermo c he lys coriacea (L.). 
Boulenger, Cat. Chelon., Rbyncb. and Crocod. British Museum 
(N. H.) 1889, pag. 10. 
723.^) Jung. Astrolabe-Bai bei Stephansort, D. Neuguinea. S. G.: 1911 
W. Dielil, Bogadjim. 

Familie Cinosternidae. 

Genus Cinosternuui 8pix. 

1. Cinosternum pensylvanicum (Gm.). 
Boulenger, Cat. pag. 39. 
74. Erw. \ord-Amerlka. G. : 1901 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 
707. Jung. Ebeodaher. G. : 1906 W. A. Lindholni, Wiesbaden. 

Familie Testudinidae. 

Genus C'hryseuiys Gray. 

1. Chrysemys hierogly phica (Holbr.). 
Boulenger, Cat. pag. 76. 
701. Halbw. \ord- Amerika. G. : 1904 Mus. -Kustos Ed. Lampe^ 
Wiesbaden. 



1) t \ Neue Gattungen bezw. Arten unserer Sammlung seit Erscheinen 

2) * ) des Katalogs (diese Jahrb. 54 u. 55 [1901/02]). 

3) Nummer des Reptilien-Katalogs des Naturliistorischen Museums zu 
Wiesbaden. 

Abkürzungen : G. : Geber, S. : Sammler, T. : Tausch, V. : Verkäufer. 



8 _ 144 — 

'^'2. Chrysemys concinna (Lee). 
Boulenger, Cat. pag. 83. 

727. Jung. Florida. T. : 1911 Museum München. 

Genus Malacocleiniuys Agass. 

1. Malacoclemm ys terrapen (Schoepff). 
Boulenger, Cat. pag. 89. 
73. Erw. 9. ^^ord-Amerika. G. : 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. xM. 
724. Erw., Panzer. Ebendaher. T. : 1911. 

Genus Danionia Gray. 

1. Dam 011 in reevesii (Gray). 
Boulenger, Cat. pag. 95. 
83. 2 halbw. China. G. : 1902/05 W. A. Lindholm. Wiesbaden. 

Genus Cleuiuiys Wagl. 

1. Clemmys caspica (Gm.). 
Boulenger, Cat. pag. 104. 

89. Jung. Dalniatien. G. : 1903 W. A. Lindliolm, Wiesbaden. 
96. Jung. Ebendaher. Y. : 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

''■'2. Giern mys leprosa (Schweigg.). 
Boulenger, Cat. pag. 105. 
100. 2 erw. Kord-Afrika. G. : 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

*3. G'lemmys insculpta (Lee). 
Boulenger, Cat. pag. 107. 

728. Halbw. Kord-Amerika. T. : 1911 Museum München. 

Genus £niys Dum. 

1. Emys orbicularis (L.). 
Boulenger, Cat. pag. 112. 

90. Erw. Mittl. Kargalka - Fluss, Nebenflnss d. Ssakniara. Orenbnrg, 

Russland. G. : 1903 W. A. Lindliolm, Wiesbaden. 
95. Halbw. Süd-Europa. G. : 1904 Karl Stelter, Wiesbaden. 
705. Zalilr. jung. Ebendaher. G. : 1905 Gg. Eichmann, Wiesbaden. 



9 - 145 — 

Genus Cistuclo Boiiap. 

1. Gistudo Carolina (L.). 
Boul enger, Cat. pag. 115. 
97. Erw. Ä'ord-Ämerika. G. : 1904 X. Zool. Ges, Frankfurt a. M. 

Oeiius Xieoria Gray. 

* 1 . N i c o r i a t r i ] u g a (Schweigg.). 
Boul eng er, Cat. pag. 121. 

var. therm all s Less. 
Boulenger, 1. c, pag. 122. 

88. Jung. Ceylon. T. : 1903 Dr. F. Werner, Wien. 

■•'2. Nicoria annulata (Gray). 
Boulenger, Cat. pag. 12(). 
99. Erw. Süd-Amerika. V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

Genus Cycleuiys Bell. 

* 1 . C' y c 1 e m y s d h o r (Gray). 
Boulenger, Cat. pag. 131. 
729. Halbw. Landak, Boriieo. T. : 1911 Museum München. 

2. Cyclemys amboinensis (Daud.). 
Boulenger, Cat. pag. 133. 
72. Halbw. Amboiiia. Y. : 1901 X. Zool. Ges.. Frankfurt a. M. 

t Genus Cinixys Bell. 

* 1 . G i n i X y s e r o s a (Scli weigg.). 
Boulenger, Cat. pag. 141. 

716. Jung. I Jaunde, D. West-Afr. T. : 1908/11 k. k. naturliist. Hof- 
725. Erw. ( museum, Wien. 

*2. Ginixys hoiueana Bell. 
Boulenger, Cat. pag. 143. 
703. 1 erw., 1 halbw. u. 5 junge Ex. Bibundi. D. West-Afr. S. G. : 

J. Weiler und 0. Rau. 
714. 1 erw. und 2 junge Ex. Isongo, D. West-Afr. S. G. : 1910 C. Feld- 
mann, daselbst. . 
722. Halbw. Dehane, D. West-Afr. S. G.: 1910 0. Rau, daselbstl 

Jahrb. d. nass. Yev. f. Xat. G4, 1911. 10 



10 — 146 — 

Ixen IIS Testiido li. * 

* 1. Testudo bergeri (Lindholm). 
1906. Homopus bergeri, L i n dli o 1 m in Jahrb. Nass. Verein 

Naturk. 59, pag. 348. 
1909. Homopus boulengeri. Sieben rock in Synopsis der rezenten 

Schildkröten, Zool. Jahrb., Suppl. X, Heft 3, p. 515. 

1909. Testudo bergeri, Sieben rock, Homopus bergeri Ldh.^ 
eine Testudo- Art aus der (ieometrica- Gruppe. Zool. Anz., 
Bd. 34, p. 623. 

1910. Testudo bergeri, Werner, Denkschriften d. med.-naturw. 
Ges. Jena, Vol. 16, 1910, p. 304, Taf. IX, Fig. 14a— c. 

1910. Testudo bergeri. Sieben rock, Sitz.-Ber. d. k. Akad. d. 
Wiss. in Wien. Mathem.-naturw. Kl., Bd. 119, Abt. I, p. 713, 
Tafel II und IV. 
711. Halbw. c^, Panzer. Gibeon, D. S.-W.-Alr. S. G. : 1906 Carl Berger, 
Wiesbaden. 

2. Testudo pardalis Bell. 
Bou lenger. Cat. pag. 160. 

78. 2 erw., Rückenpanzer. 

^^ „ , ' RietmoDd, D. S.-W.-Afr. S. G. : 1903 

85. Halbw., 

.-, T> G. Berger, daselbst. 

94. 3 Panzer. ^ 

704. Halbw., Panzer. Windhuk, D. S..W..Afr. G. : 1905 Otto Bau, 

Wiesbaden. 
710. 2 Panzer. Gibeou, D. S.-W.-Afr. G. : 1906 C. Berger, Wiesbaden. 
726. Erw., Panzer. Nairobi. Brit. Ost-Afr. S. G. : 1911 Ad. v. Hagen, 

Wiesbaden. 

3. Testudü geoiuetrica L. 
Boul enger, (Jat. pag. 162. 

702. Halbw., Panzer. Süd-Afrika. G. : Mus.-Kustos Ed. Lampe, Wiesbad. 

•M. Testudo verrauxii Smith. 
Boul eng er, Cat. pag. 163. 

718. Erw. 9. I Aus, D. S.-W.-Afr. S. G. : 1909 Dr. P. Range, 

719. Erw. 9, Panzer. ) daselbst. 



11 _ 147 — 

'^'5. Testudo smithii Blgr. 
Beul enger, Cat. pag. 165, Tafel IV. 
720. Erw. o^, Panzer. Aus, D. S.-W.-Afrika. S. G. : 1909 Dr. P. Range, 
daselbst. 

6. Testudo oculifera Kühl. 
Boulenger, Cat. pag. 165; Siebenrock, Sitz.-Ber. d. kais. 
Akad. der Wissenscb. Wien, Mathem.-naturw. KL, Bd. 119, 
Abt. I., 1910, pag. 705. 

76. 2 erw. 9i Panzer. 

77. 1 halbw. y, Panzer. 



[ 4 Q 
84. 9 erw. u. halbw., Panzer t, 



Rietmond, D. S.-W.-Afrika. 

S. G. : 1902/06 Carl Berger, da- 
selbst. 



91. 2 erw. 9, Panzer. 

92. 1 halbw. (f , Panzer. 
709. 3 halbw. u. 1 jung. J, Panzer. Gibeon, D. S.-W.-Afr. S. G. : 1902/06 

Carl Berger, daselbst. 



Boulenger, Cat. pag. 166. 
7 1 7. Erw., Skelett. Madagaskar. V. : 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

8. Testudo ibera Fall. 
Boulenger, Cat. pag. 176. 
706. Jung. \ord-Afrika. G. : 1906 Frau Dr. E. Goetz, Wiesbaden. 

'•'9. Testudo horsfieldi Clray. 
Boulenger, Cat. pag. 178. 
713. Erw. ö^, Panzer. Bacharden, Transkaspien. G. : 1907 W. A. Lind- 
holm, Wiesbaden. 
730. Halbw. Transkaspien. T. : 1911 Museum München. 

Familie Chelonidae. 

Genus Chelone Strauch. 

1. CTielone mydas (L.). 
Boulenger, Cat. pag. 180. 
86. Erw., Schädel. Tropische Meere. Aus dem Nachlass von Prof. Dr. 
A. Schulgin, 1902 durch Dr. L. Dreyer, Wiesbaden, erhalten. 

10* 



12 — 148 — 

Geiius Thalassoclielys Fitz. 

1. Thalassocliely s caretta (L.). 
Boul enger, Cat. pag. 184. 
82. Halb\Y. Atlanlischer Ozean. V. : 1901 N. Zool. Ges. Fr;inkfurt a. M. 



Familie Pelomedusidae. 

fCienus i*>teriiotliaeriis Bell. 

*1. Sternothaerus niger D. B. 
I] u 1 e n g e r , Cat. i)ag. 194. 
81. Erw. West-Afrika. V. : 1901 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M.- 

'^'2. Stern Ol ha er 11 8 sinuatus Smith. 
Beule nger, Cat. pag. 194. 
80. Halbw. Seychellen. G. : 1902 G. S.-R. Dr. E. Pfeiffer, Wiesbaden. 

■■^'3. Sternothaeriis derbianus Gray. 
Beule nger, Cat. pag. 195. 
731. Halbw. Liberia, W.-Afr. T.: 1911 Museum München. 

fOeoiis Pelouiediisa Wagl. 

'•• 1 . 1* e 1 o 111 e d u s a g a 1 e a t a Schoepff . 
Bou lenger, Cat. pag. 197. 



75. 3 halbw., Panzer u. 2 Schädel. 
87. Jung., Panzer. 
93. 2 halbw., Panzer. 



Rietmond, D. S.-W.-Afr. 

S. G.: 1902/03 Carl Berger, 
daselbst. 



721. Jung., Panzer. Aus, D. S.-W.-Afr. S. G.: 1909 Dr. P. Range, daselbst. 

Genus Podocueuiis Wagl. 

■■••1. Fo d o eil e Ulis uiiifilis Trosch. 
Boul enger, Cat. pag. 203. 
732. Halbw. Lago Chamaeleosac, Marajo, Bras. T.: 1911 Museum 
München. 



13 — 149 — 

Familie Chelydidae. 

t Genus dielo<liiia Fitz. 

'''1. Chelodina longi colli s (Shaw). 
Boulenger, Cat. pag. 215. 

98. I ,^ ,, .... ( ^^ • 1904 X. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

708. I ^'^''"- ^"^''''"'"- I G.: 1906 W. A. Lindholm, Wiesbaden. 

t Genus Mydraspis Bell. 

'■■■ 1 . H y tl r a s p i s g e o f i' r o y a ii a (Seh weigg.). 
Boulenger, Cat. pag. 223 : Siebenrock, Zool. Anz., Bd. 29, 
1905, pag. 424. 
79. Jung, cf und erw. Q. (Brasilien.) V.: 1901/04 N. Zool. Ges. 
Frankfurt a. M. 

t Genus £ni.^clura Bonap. 

'•'1. Emydura no vae-guineae (A. B. Meyer). 
Boulenger, Cat. pag. 233. 
712. Halbw. und jung. 9- Stephausort, D.-Xeugulnea. S. : Wahnes. 
V.: 1906 F. Förster, Bretten. 

Familie TrionycMdae. 

t Genus Eniycla Gray. 

'■- 1 . E m y d a v i 1 1 a t a Ptrs. 
Boulenger, (Jat. pag. 269. 
715. JuniT. Ostindien. T. : 1908 Museum München. 



14 — 150 — 



Ordnung ElYDOSAFRIA 



s. CROCODILIA. 



Familie Crocodilidae. 

Oeiiiis Gavialis Opp. 

1. Gavialis gaii geticus (Gm.). 
Boulen^er, Cat. Clielon., Rliynch. and Crocod, Brit. Mus. 1889. 

pag. 275. 
116. Jung, gestopft. Aliahabad. Indien. V.: 1905 Geschw. H, und 
A. Eiberhard. Wiesbaden. 

Genus C'rooofliliis Laiir. 

*1. Crocodilus ca taphractiis Guv. 
Bou lenger, Cat. pag. 279. 

123. Jung, \jong liei Deiiane, D. West-Afr. S. G. : 1909 0. Rau, daselbst. 

2. Crocodilus iiil oticus Laur. 
Bou lenger, Cat. pag. 288. 

120. Erw., gestopft. Kossibe, Mada^asiiar. G.: 1907 \V. Gecks, Wiesbaden. 
119. Erw., Haut m. Schädel. Bibundi, O.West-Ur. S.G.: 0. Rau, daselbst. 
122. Jung. Tanga, D. Ost-Afr. S. G. : 1911 Alfred Hoffmann. z. Zt. 

Wiesbaden. 

Genus Alligator Vnv. 

1. Alligator iiiissi ssippieu sis (Daud.). 
l)Oul enger, Cat. pag. 290. 
115. Jung. INord-Amerika. V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 
118. Jung, Skelett. Fiorida. 

121. Jung. Nord-Anierilia. G.: 1909 Mus.-Kustos Ed. Lampe, Wiesbaden. 

Genus €ainiau Spix. 

*1. Caiman niger 8j>ix. 
Boul enger. Cat. pag. 292. 

124. Jung. Fazenda ..Jenipapu" iMarajo. Blas. T. : 1911 Museum Mimchen. 



15 — 151 — 

* 2. ( ' a i m a ii 1 a t i r o s t r i s (Daiul.) 
ßoul enger. Cat. pag 293. 
125. Jung. Rio de Janeiro. T. : 1911 IMuseum Offenbacli a. M. 

3. Cainian sclerops (Scliiieid.). 
Bou lenger, Cat. pag. 294. 
117. Halbw., Schädel. Süd-Amerika. Aus dem Nachlass von Prof. Dr. 
A. Schulgin, 1902 durch Di-. I.. Drever Wiesbaden, erhalten. 



Ordnung LACERTILIA, 



Familie Geckonidae. 

tOeuus Pteiiopiis Gray. 

* 1 . P t e 1 1 o p u s g a r r u 1 ii s (Smith), 
ßoulenger. Cat. l.izards ßrit. Mus.. Vol. I, 1885, pag. 15, 
Taf. n, Fig. 2. 
457. Erw. cT- 9 und jung. Lüderitzbucht. ü. S.-W.-Afr. S. G. : 1908 
Dr. P. Range, daselbst. 

fCieiiiis C'rossobauiou Bttgr. 

'•' 1 . C r o s s o b a in o n e v e r s m a n iii (A\'iegin . ) . 
Boettger, Zool. Jahrb., Bd. 3, 1888, pag. 880. 
355. Erw. Askliabad. Transkaspien. G. : 1903 Dr. A. M. Nikolsky, 
St. Petersburg, durch W. A. Lindholm, Wiesbaden. 

fCireiiiis Steiioclactyliis Fitz. 

'•'1. Steil o d act vi u^ petrii J xAndersou. 
J. Anderson, Herpet. Arab. 1896. pag. 96. 
430. Erw. Tripolis. G. : 1907 Dr. W. Wolterstorff, Magdeburg. 



16 — 152 - 

tCremis Paliiiatogeoko T^. G. AndersHou. 

'•■1, Palmatogecko rang ei L. (I. Andersson. 

Anderssoll, Jahrb. Nass. Verein Naturk., Jahrg. 61, 1908, 
pag. 290, Tafel III, Fig. la— c. 
460. Erw. cf . Lüderitzbucht, D. S.-VV.-Afr. S. G. : 1908 Dr. P. Range, 
daselbst. 

GeniiH G.ymnoclaotylns Spix. 

''"1. Gymiiodactylus caspius Eichw. 

Bou lenger, Cat. I, pag. 26. 

354. 3 Ste. Ak-Rala. 15 Werft von Astrabad. Peisien. G. : 1903 Dr. 
A. M. Nikolsky, St. Petersburg, durch W. A. Lindholm, Wiesbad. 

•"=• 2. (t y 111 n o d a c t y 1 u s in i 1 i u s s i i Bory . 
Boulenger, Cat. I, pag. 48. 
561. Halbw. Mallee? Yicloria. Aiisir. G. : 1909 Geschwist. H. und 
A. Eberhard, Melbourne. 

■^•'o. Gy mnodactylus russowi Strauch. 
Strauch, Mem. Acad. St.-Petersburg, (7), Vol. 35, Nr. 2, pag. 49. 
353. Erw. Balyklschi, Turkestan. G. : 1903 Dr. A. M. Nikolsky, 
St. Petersburg, durch W. A. Lindholm, W^iesbaden. 

t Genus l>iplodaef.yliis Gray. 

'■1. Diplgdactylus weileri L. Müller. 

L. Müller, Jahrb. Nass. Verein Naturk., Jahrg. 62 (1909), 
pag. 113; Abhdlg. d. K. Bayr. Akad. d. Wissensch., IL Kl., 
24. Bd., pag. 552, Tafel, Fig. 2 (Typ.-Ex. Mus. Wiesbaden). 

491. Erw. 9. Bibundl. ü. West-Afr. G. : 1908 Justus Weiler, daselbst. 

545. Erw. Ebendaher. S. G. : 1!)09 Gtto Bau, daselbst. 

fGeiiiiH Ptyodactylus Cuv. 

'•■ 1. Ptyodactylus lobatus (Geoffr.). 
Boulenger, Cat. 1, pag. 110. 
439. Erw. Ägypten. T. : 1907 Naturhistorisches Museum Basel. 



17 — 153 — 

Genus Heiuidaotylu.« Cuv. 

'■■' 1 . H e m i d a c t y 1 u s i s o 1 e p i s Blgr. 
Bouleiiger, Proc. Zool. Soc. 1895, pag. 531, Tat'. 29, Fig. 1: 
Andersson, L. G., .Jahrb. Nass. Verein Naturk. 63, 1910, pag. 202. 
582. cf\ Harrai'. Abyssinien. V.: 1909 W. Russert, Laufenseiden. 

*2. Hemidactylus laticaudatus L. G. Andersson. 
L. G. Andersson, Jahrb. Xass. Verein Naturk. 63 (1910), 
pag. 200, Tafel 1. 
581. 2 erw. rfcf. Harrar. Abyssinien. V.: 1909 W. Russert, Laufenseiden. 

3. Hemidactylus 
Boulenger, Cat. I, pag. 120. 
480. Jung. Batavia. Java. S. G. : 1908 Dr. i'. Siebert, Breslau. 

■••4. Hemidactylus mabouia (Mor. de Jon.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 122. 

397. Jung. Blbundi, D. West-Alr. S. G. : 1905 J. Weiler, daselbst. 
615. 4 erw., 2 jung. Tanga. D. Ost-Afr. S. G.: 1911 Alfred Hofmann, 
z. Zt. Wiesbaden. 

''''o. Hemidactylus muriceus Ptrs. 
Boulenger, Cat. 1. pag. 123. 

462. 9 Ste. Blbundi, D. West-Afr. S. G. : 1907 Otto Rau, daselbst. 
490. 3 Ste. Isongo, D. West-Afr. S. G.: 1908 Carl Feldmann, daselbst. 

'■' 6. Hemidactylus e c h i n u s 0' Shaughn. 
Boulenger, Cat. I, pag. 123. 

463. 8 Ste. Blbundi. I). West-Afr. S. G. : 1907 Otto Rau, daselbst. 
489. 3 Ste. Isongo. ü. West-Afr. S. G. : 1908 Carl Feldmann, daselbst. 
546. Erw. Blbundi. D. West-Afr. S. G.: 1909 Otto Rau, daselbst. 

■■'7. Hemidactylus fasciatus Gray. 
Boulenger, Cat. I, pag. 124. 
382. 8 Ste. Blbundi. D. West-Afr. S. G. : 1907/08 J. Weiler und 

0. Rau, daselbst. 
597. Erw. Mowange bei Isongo. D. West-Afr. S. G. : 1911 Carl Feld- 
mann, daselbst. 



18 — 154 — 

•■^'8. Hemidactylus turcicns (L.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 126. 
343. Erw. Insel Lagosta, Dalmatieii. T.: 1903 i)r. F. ^^e^ner, W ieii. 
394. 2 erw. Zara, Dalniatien. (r. : 1905 Prof. Dr. E. Schreiber, Görz 
und 1907 W. A. Lindliolm, Wiesbaden. 

"^9. Hemidactylus brooki Gray. 
Boulenger, Cat. I, f»ag. 128. 
614. Erw. Tanga, 0. Ost-Afr. S. G. : 1911 Alfred Hoffmann, z. Zt. 
Wiesbaden. 

■■" 1 0. li e m i d a c t y 1 u s c o c t a e i D. B. 
Boulenger, Cat. I, pag. 137. 
535. Halbw. Aden. T. : 1909 Museum Ottenbach a. M. 

"Ml. Hemidactylus bowringi Blgr. 
Boulenger, Cat. I, pag. 139. 
436. Erw. Malang, Java. G. : 1907 C. Graafland, daselbst. 

'■*'• 12. H e lu i d a c t y 1 u s r i c h a v d s o ii i i Gray. 
Boulenger, Cat. I, pag. 143, Taf. 12, Fig. 3. 
492. Erw. Isongo. D. West-Afr. S. G.: 1908 Carl Feldmann, daselbst. 

•IS. He m i d a c t y 1 u s p 1 a t y u r u s (Schneid .) . 
Boulenger, Cat. I, pag. 143. 
504. Erw. Celebes. T. : 1909 Museum München. 

fGeuiis Gehyra Gray. 

'•'1. Gehyra mutilata (Wiegm.). 
Boulenger, Cat. I. pag. 148. 
435. 2 jung. Malang, Java. G. : 1907 C. Graafland. daselbst. 
481. Erw. Batavia, Java. S. G. : 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 

■■•'2. Gehyra australis Gray. 
Boulenger, Cat. I, pag. 152. 
562. 3 Ste. Mallee? Victoria. Aiistr. G. : 1909 Geschw. H. u. A. Eber- 
hard, Melbourne. 



19 — 155 — 

t Genus l..yg'odacty]us Gray. 

'■'1. Lygodactylus fisch eri Blgr. 
Boulenger, Proc. Zool. Soc. 1890, paf,^ 80. Tat". YIII, Fig. 1; 
Matschie, Ges. naturf. Freunde, Berlin, Jahrg. 1892, pag. 189 
(L. conradti). 
494. Erw. BIbundi, D. West-Äfr. S. G. 1908 Otto Rau, daselbst. 

"^2. Lvo:odactvliis coiiraui Tom. 
Tornier, Zool. Jahrb. Syst. XV, pag. 670, 1902. 
493. 2 Ste. Isongo. D. West-Afr. S G. : 1908 Garl Feldmann, daselbst. 

t Genus :^auUinus Gray. 

•■•M. Naiiltinus elegans Gray. 
Boulenger. Cat. I, pag. 168, Taf. XIV, Fig. 3. 

404. Erw. cT (var. C. gravi Beil.). Greal Barrier Island. Bfeu-Seeland. 

V.: 1906 H. Suter, Aukland. 

fGenns Hoplodaetylns Filz. 

* 1 . H o p 1 o d a c t y 1 11 s m a c u 1 a t u s Blgr. 
B u ] e n g e r , Cat. I, pag. 171, Taf. XIV, Fig. 1 . 

405. Erw. 9. Canterbury. Neu-Seeland. V.: 1906 H. Suter, Aukland. 

■2. Hoplodactylus pacificus (Gray). 
Boulenger, Cat. I, pag. 173. 

406. Erw. 9. Great Barrier Island. ^eu-Seeland. V. : 1906 H. Suter, 

Aukland. 

Genus Gecko liaur. 

1. Gecko verti eil latus Laur. 
Boulenger, Cat. I, pag. 183. ^ 
482. 3 jung. Batavia. .lava. S. G.: 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 
527. Erw. .lava. G. : 1909 Mus.-Kustos Ed. Lampe, Wiesbaden. 

2. Gecko vittatiis Houtt. 
Boulenger, Cat. I, pag. 185. 
587. 2 erw. Bogadjini, D. Neuguinea. S. G.: 1911 W. Diehl, daselbst. 



20 — 156 — 

■■'=3. Gecko japonicus (D. B.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 188. 
505. Erw. Riangsl, China. T. : 1909 Museum München. 

Geuiis Ptycliozoon Kiilil. 

1 . P t y c h o z o o 11 h o ni a 1 o c e ] ) h a 1 u m (( Jre v . ) . 
Boulenger, Cat. I, pag 190. 
528. 2 erw. Java. T. : 1909 Museum Offenbacli a. M. 
571. 2 erw. Buitenzor^. W.-Java 9. Y. 1909. V.: 1910 B. Jachan, 

Friedenau. 

GeuuB Tarentola Gray. 

1. Tarentola mauritanica (L.). 
Boulenger, Cat. I, i)ag. 196. 
326. 



^^^ , 2 erw. (Spanien.) G. : 1901/04 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 
368. 

393. Erw. Zara, Dalmatlen. G.: 1905 Prof. Dr. Schreiber, Görz, durch 

W. A. Lindholm, Wiesbaden. 

411. 2 erw. (Xord- Afrika.) G. : 1905 Gg. Eichmann, Wiesbaden. 

■■^•2. Tarentola annularis (Geoffr.). 

Boulenger, Cat. I, pag. 197; A n d e r s s o n , Jahrb. Nass. Verein 
Naturk. 63 (1910), pag. 202. 
532. Erw. Harrar. Abyssinien. V.: 1909 W. Ptussert, Laufenseiden. 

*3. Tarentola ephippiata O'Shaughn. 
Boulenger, Cat. 1, pag. 198. 
541. Erw. Dakar. Senegal. T. : 1909 Museum München. 

*4. Tarentola delalandei (D. B.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 199. 
570. Jung. Orotava, Insel Tenerife. Canaren. G. : 1909 Dr. F. Fuchs, 

Wiesbaden. 
573. 3 erw. Insel Gomera. Canaren. S. G. : 1910 Prof. Dr. May, 
Karlsruhe. 



21 - 157 — 

fOeuiis Pacbydactylus M iegiii. 

'•• 1 . P a c h y d a c t y 1 u s l) i b r o n i (Smith ) . 
B Olli enger, Cat. I, pag. 201. 
340. Jung. I Rietmond, D. S.-W.-AIr. S. G. : 1902/03 C. Berger, 

363. 10 Ste. j daselbst. 

583. Erw. Ruibis, D. S.-W.-Afr. S. G. : 1910 Dr. P. Range, daselbst, 

^^2. Pachydactylu s rugosus Smith. 
Boul enger, Cat. I, pag. 204. 

364. Erw. Rietinond. D. S.-W.-AIV. S. G. : 1903 C. Berger, daselbst. 

584. Erw. Ruibis. D. S.-W.-Afr. S. G. : 1910 Dr. P. Range, daselbst. 

tGeiins Phelsiinia Gray. 

■•■ 1 . P h e 1 s u m a m a d a g a s c a r i e n s e Gray. 
Boul enger, Cat. 1, pag. 214. 
536. Erw. Mojanga. West-Madagaskar. T.: 1909 Museum Offenbach a.M. 

Familie Pygopodidae. 

fGeuiis Deliua Gray. 

■•' 1 . Del m a f r a s e r i Gray. 
Boulenger, Cat. I, pag. 243. 

563. 2 erw. Mallee? Victoria, Austr. G. : 1909 Geschw. H. u. A. Eber- 
hard, Melbourne. 

t Genus Aprasia Gray. 

■'' 1 . A p r a s i a p n 1 c h e 11 a Gray. 
Boulenger, Cat. I, pag. 246. 
533. Erw. Victoria. Australien. G.: 1909 Geschw. H. u. A. Eber- 
hard, Melbourne. 

t Genus Lialis Gray. 

'•'1. Lialis burtoiiii Gray. 
Boulenger, Cat. I, pag. 247 ; Lindholm, Jahrb. Xass. Verein 
Naturk. 58 (1905), pag. 234. 
328. (var. B.) Halbw. Australien. 



22 — 158 - 

'^'2. L i a 1 i 8 j i c a r i Blgr. 
Boul enger, Ann. and Mag. of Nat. Hist., 7. S., Vol. XII, 1903, 

pag. 430. 
Alopecosaurus cuneirostris Lindholm, Jahrb. Nass. Ver. Naturk. 
Jahrg. 58 (1905), pag. 231—234 u. 240. 

400. 3 Ste. Umgebung von Bogadjim bei Stephansort, D. Neuguinea. 8. G. : 

1905 W. Diehl, daselbst. 

var. inornata Ldh. 
L i n d h 1 m , 1. (\, pag. 233. 

401. Erw. Ebendaher. S. G. : 1905 W. Diehl, daselbst. 

Familie Agamidae. 

Genus Draco 1«. 

1. Draco vol ans L. 
Bon lenger, Cat. I, pag. 256. 
437. 7 erw. Malang, Java. G. : 1907 C. Graafland, daselbst. 
531. Erw. Java. G. : 1909 Mus. -Kustos Ed. Lampe, Wiesbaden. 

2. Draco f im br latus Kühl. 
Boul enger, Cat. I, pag. 265. 

483. Erw. Batavia, Java. S. G.: 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 

fOeuus CophoUs PIrs. 

*1. Copliotis ceylanica Ptrs. 
Boulenger, Cat. J, pag. 275. 
440. Erw. Ceylon. T. : 1907 Naturhist. Museum Basel. 

t Genus Ceratophora Gray. 

*1. Ceratophora stoddarti Gray. 
Boulenger, Cat. I, pag. 277. 
367. Erw. cT u. 9. Ceylon. G. : 1903 Naturhist. Museum Basel. 

Genas Gonyocepbalns Kaup. 

* 1 . G o n y o c e p h a I u s k u h I i (Schleg.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 286. 

484. 3 Ste. Batavia, Java. S. G.: 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 



23 — 159 — 

* 2. ( T o 11 y o c e p h a 1 11 s p a j > u e ii s i s Macleay . 
Boul enger, Cat. I, pag. 297. 

594. Erw. Bogadjim bei Stephansort, D. Neuguinea. S. G.: 1911 W. Diehl, 
daselbst. 

Genus Calotes Ciiv. 

1. Calotes er is tat eil US (Kühl). 
Boul enger, Cat. I, pag. 316. 
324. Jung. Java. T. : 1910 Realschule Biebrich a. Rh. 

2. Calotes jubatus (D. B.). 
Bouienger, Cat. 1, pag. 318. . 
438. 7 erw. u. halbw. Malang, Java. G. : 1907 C. Graafland, daselbst. 
530. Erw. Java. T. : 1909 Museum Oit'enbach a. M. 

*3. Calotes tynipanistriga (Gray). 
Bouienger, Cat. I, pag. 320. 
485. Erw. Batavia, Java. S. G. : 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 

Genus Agania I>aud. 

*1. Agama sanguinolenta (PalL). 
Bouienger, Cat. I, pag. 343. 
356. Erw. Ltsch-Adshi. Transkaspien. G. : 1903 Dr. A. M. Nikolsky, 
St. Petersburg, durch W. A. Lindholm, Wiesbaden. 

*2. Agama iiierDiis Reuss. 
Bouienger, Cat. I, pag. 344. 
371. 2 Ste. Algier. V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

* 3. A g a m a b r a c h y u r a Blgr. 
Bouienger, Cat. I, pag. 350. 
524. Erw. Kuibis, D. S.-W.-Afr. S. G.: 1909 Dr. P. Range, daselbst. 

*4. Agama arm ata Ptrs. 
Bouienger, Cat. I, pag. 352. 
458. Erw. Luderitzbucht, D. S..VV..Afr. S.G.: 1908 Dr. P.Range, daselbst. 



24 — 160 

g 
1j 11 1 e n g e r , Cat. I, pag. 352. 

459. Erw. cf. Wüste bei Garub. 0. S..>V.-\lr. S.G. : 1908 Dr. P. Range, 
daselbst. 

6. A g a m a c o 1 o n o r u m Daud. 
Boulenger, Cat. I, pag. 350. 
339. 2 erw. Didodorf bei Duala. 1). West.-Afr. S.V.: 1902 H. Schötz, 

Wiesbaden. 
383. 5 erw., 3 jung. Bibundi. I). AVest.-Afr. S.G.: J. Weiler und 0. Rau, 

daselbst. 
464. 2 Ste. Isongo. I). West.-Afr. \ S. G. : C. Feldmann, 

598. 2 jung. Mowange bei Isongo, I). >Vest.-Afr. | daselbst. 

*7. Agama bibroni A. Dum. 
Boulenger, Cat. I, pag. 357. 
506. Erw. Misserghin. Oran, Algerien. T. : 1909 Museum München. 

'•'8. Agama lioiiotus Blgr. 
Boulenger, Proc. Zool. Soc. 1896, pag. 214, Tai. YIII. 

•625. 3 erw. Rawii'ondo, Brit. Ost-Afr. SG.: 1911 Frl. Em. Messinger, 
Wiesbaden. 

*9. Agama atricollis Smith. 
Boulinger, Cat. I, pag. 358. 
624. 12 erw., halbw. u. jung. Kawirondo. Brit. Ost-Afr. S. G. : 1911 
Frl. Em. Messinger, Wiesbaden. 

10. Agama stellio (L.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 368. 
370. 3 Ste. Rlein-Asien. V.: N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

tCiienns Plir.yuoceplialiis Kaup. 

* 1 . r h r y n o c e p b a 1 11 s h e 1 i o sc opus (Fall.). 
Boulenger, Cat. I. pag. 371. - 
357. 2 Ste. Transkaspien. G. : 1903 Dr. A. M. Nikolsky, St. Peters- 
burg, durch W. A. Lindholm, Wiesbaden. 



25 — 161 - 

*2. Phrviiocephalus caudi volvulus (Pall.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 375. 

358. 2 Ste. Steppe am Fluss Lepsa, Gouv. Semlietschensk. G. : 1903 

Dr. A. M. Nikolsky. St. Petersburg, durch W. A. Lindholm, 
Wiesbaden. 

* 3. P li r V n o c e p h a 1 u s i n t e r s e a p u 1 a r i s Lcht. 
Boulenger, Cat. I, pag. 378. 
344. Erw. Transkaspien. T. : 1903 Dr. F. Werner, Wien. 

359. 3 Ste. Ebendaher. G. : 1909 Dr. A. M. Xikolsky, St. Peters- 

burg, durch W. A. Lindholm. Wiesbaden. 

Genus Ainphibolorus Wagl. 

"^ 1 . A m p h i b o 1 u r u s p i c t u s Ptrs. 
Boulenger, Cat. I, pag. 385. 

564. 4 Ste. Mallee? Victoria. Auslr. G. : 1909 Geschw. H. u. A. Eberhard, 

Melbourne. 

*2. Amphibolurus muricatus (White). 
Boulenger, Cat. I, pag. 390. 
441. Jung. Sydney. T. : 1907 Naturhist. Museum Basel. 

Genus Tynipanocr.yptis Ptrs. 

1. Tympanocryptis lineata Ptrs. 
Boulenger, Cat. I, pag. 392. 

565. Erw. Mallee? Victoria, Austr. G. : 1909 Geschw. H. u. A. Eberhard, 

Melbourne. 

t Genus Physignatbus Cnv. 

* 1 . P h y s i g 11 a t h u s 1 e s u e u r i Gray. 
Boulenger, Cat. I, pag. 39ö. . 
323. Erw. Australien. V.: 1901 X. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

t Genus liiolepis €uv. 

*1. Liolepis belli (CTray). 
Boulenger, Cat. I, pag. 403. 
537. Erw. Salanga. T. : 1909. 

Jahrb. d. nass. Yer. f. Nat. 64, 1911. U 



26 — 102 — 

Genus ITromastix Merr. 

1. Uromastix acanthiiiurus Bell. 
B u 1 e 11 g e r , Cat. 1 , pag. 40H. 

319. Halbw. K^y,.,,.Y|Yika. V.: 1901/04 N, Zool. Ges. Frankfurt a. M. 
378. 2 erw. ) 

t Geuii8 Moloch Gray. 

*1. Moloch horridus Gray. 
B u 1 e n g e r , Cat. I. pag. 411. 
607. Erw. Port Augusta, Süd-Austr. V.: 1911 (j. Schneider, Basel. 

Familie Iguanidae. 

Genus Anolis Daud. 

*1. Anolis cristatellus D. B. 
Boul enger, Cat. Lizards Brit. Mus., Vol. II, 1885, pag. 26. 
345. Erw. N(. Thomas. West-Indien. T.: 1903 Dr. F. Werner, Wien. 

t Genus Opliryoessa Fitz. 

*1. Ophryoessa superciliosa (L.). 
Boul enger, Cat. II, pag. 111. 
602. Halbw. Ipitinga. Rio Acara, Brasilien. T. : 1911 Museum München. 

t Genus Slenoeercus J>. B. 

*\. Stenocercus seydi L. G. Aiidersson. 

Andersson, Jahrb. Nass. Verein Xaturk. 61 (1908), pag. 301, 
Tafel III, Fig. 2 a u. b. 
473. Erw. La >lereed. Peru, 1000 m. S. G. : 1907 K. Seyd, Wiesbaden. 

t Genus L.iolaeuins Wiegni 

*1. Liolaemus cyanogaster (D. B.). 
Boul eng er, Cat. II, pag. 145; Andersson, 1. c, pag. 303. 
453. 4 Ste. Guaqui. Peru. S. G. : 1907 K. Seyd, Wiesbaden. 



27 — 163 — 

*2. Liolaemus lativittatus Wem. 
Werner, Ergebnisse der Hamburger Magelhaensischen Sammel- 
reise 1892/93, Heft 7, 1904, pag. 8; Andersson. I.e., pag. 303. 

454. Erw. Yauli, Peru, 4000 m. ( S. G. : 1907 K. Seyd, 

455. 1 erw. und 1 jung. Arapa, Peru. 4500 ni. J Wiesbaden. 

"^3. Liolaemus pictus (D. B.). 
Boulenger, Cat. II, pag. 151. 
348. Erw. Chile. T. : 1903 Dr. F. Werner, Wien. 

"^4. Liolaemus signifer (D. ß.). 
Boulenger, Cat. 11, pag. 154; Andersson, Jahrb. Xass. Ver- 
ein Xaturk. 61 (1908), pag. 302. 
452. 3 cf(f, 1 9. Guaqui. Peru. S. G. : 1907 K. Seyd, Wiesbaden. 

Genus Tropifliirus Wied. 

*L Tropidurus hispidus (Spix). 
Boulenger, Cat. II, pag. 177. 
603. Erw. Umgebung von Para. f.: 1911 Museum München. 

Oenus Iguana L.aiir. 

1. Iguana tuberculata Laur. 
Boulenger, Cat. II, pag. 189. 
322. I ( G.: 1901 X. ZooL Ges. Frankfurt a. M. 

529. J ^^^* ^"•™^^''^- I G.: 1909Mus.-KustosEd. Lampe, Wiesbd. 

Geuns Sceloporns Wiegm. 

*1. Sceloporus microlepidotus Wiegm. 
Boulenger, Cat. II, pag. 232. 
420. Erw. Sierra Madre. Mexiko. S. G. : 1906 Ad. v. Hagen, Wiesbaden. 

Genus Phryuosoma Wiegm. 

*1. Phrynosoma ditmarsi Stejn. 
Stejneger, Proc. U. S. Nat. Mus., Vol. 29, pag. 565. 
427. Erw. und jung. Sierra Madre. Mexiko. S. G. : 1906 Ad. v. Hagen, 
Wiesbaden. 

11* 



28 — 164 — 

2. Phrynosoma douglassi (Bell). 
Boulenger. Cat. II, pag. 240. 
426. Erw. Q. Sierra Madre. >Iexlkü. S. G. : 1906 Ad. v. Hagen. Wiesbaden. 

*3. Phrynosoma orbiculare (L.). 
Boulenger, Cat. II, pag. 241. 
451. 2 hall)\v. Teotiliuacan. Mexiko. S. G. : 1907 K. Seyd, Wiesbaden. 

"^4. Phrynosoma cornutum (Harl.j. 
Boulenger, Cat. II, pag. 245. 
538. Erw. Mexiko. G. : 1909 Ad. Zilch, Offenbacli a. M. 

ramilie Anguidae. 

fCSeniis Gerrbouotus Wiegui. 

* 1 . G e r r h o n o t u s c a e r u 1 e u s AViegm. 
Boulenger, Cat. II, pag. 273. ^ 

450. Erw. Yosemitetal, Californien, 27. VII. 1907. S. G.: 1907 K. Seyd, 
Wiesbaden. 

Genus Ophisaiirns Dand. 

1. Ophisaurus apus (PalL). 
Boulenger, Cat. U, pag. 280. 
374. Erw. Süd-Europa. V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

*2. Ophisaurus yentralis (L.). 
Boulenger, Cat. II, pag. 281. 
377. Halbw. Nord- Amerika. Y. : 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M, 

t Genus Ophioiles Wagl. 

*1. Ophiodes striatus (8pix). 
Boulenger, Cat. II, pag. 296. 
534. Halbw. Bueiios-Aires. G.: 1909 Ad. Zilch, Offenbach a. M. 



29 — 165 — 

Genus Aiigtiis L.. 

1. Anguis fragilis L. 
Boul enger, Cat. II, pag. 297. 
385. Erw. Vdaiiistal. Wiesbaden. 18. IX. 1904. 



386. Jung. Schlangenbad, 8. VI. 1904. 



S.G.: 1904 Dr. 
J. Vigener, Wiesbaden. 



391. Erw. Wiesbaden. 
398. Erw. Marienbmg bei Vit' a. d. Mosel. S.G.: 1905 Ed. Lampe. 
448. Erw. Sonnenberg. G. : 1908 Major a.D. Herrn. Krezzer, Wiesbaden. 
500. .Tel cf, 9 und jung. Stiliachtal. Allgäu, IX. 1907. G. S.: 1907 
Dr. J, Vigener. 

Familie Varanidae. 

Genus Yaranus Merr. 

*1. Varanus griseus (Daud.). 
Boul enger, Cat. II, pag. 306. 

!!!* ^, ^'f^^'^' Xord-Afrika. V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 
559. Skelett. ) 

*2. Varanus albigularis (Daud.). 
Boul enger, Cat. II, pag. 307. 
606. Erw. Kalahari. Süd-Afrika. S.G.: 19] Robert Lossen, D.S.-W.-Afr. 
Totallänge 1380 mm ; Seliwanzlänge 790 mm. 

3. Varanus ocel latus Rüpp. 
Boul eng er, Cat. II, pag. 308. 
443. Jung. Monibasa. Brit. Ost-Afr. G. : 1907 Rittmstr. F. Seyd, 
Paderl)orn. 

*4, Varanus exanthematicus (Bosc). 
Boul enger, Cat. II, pag. 308. 
380. Erw. West-Afrika. V.: 1904 N. Zoo]. Ges. Frankfurt a. M. 

5. Varanus salvator (Laur.). 

Boulenger, Cat. 11, pag. 314. 

431. I ^ f Malan?. Java. G. : 1907 C. Graafland, daselbst. 
Juncr 

472. J "* \ Batavia. Java. S. (i. : 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. . 



30 



166 



395. 



6. \^aranu8 indicus (Daud.). 

Boulenger, Cat. II, pag. 31(5: (*Lindhülm, Jahrl). Nass. 
Verein Naturk. 58 (1905), pag. 229. 

(* 1 jung. I Bü^adjim bei Stephansorl, I). \eiigiiiiiea. S. G. : 1905 11 
3 jung. I W. Diehl, daselbst. 



338. 

384. 
392. 
416. 
429. 

444. 

447. 

469. 
501. 
550. 



Erw., Haut mit Schädel. 

-^ desgl. 



Bibundi, I). West-Vfr 



7. Varanus iiil oticus (L.). 
Boulenger, Cat. II, pag. 317. 

Jung. IMdodorf bei Buala. I). West-Afr. S. V.: 1902 H. Schutz, 

Wiesbaden. 
Zahlr. Ste. Bibundi, 1). AVest-Vfr. S. G.: J. Weiler u. 0. Rau, daselbst. 

S. G.: 1905 

J. Weiler, Hamburg. 

S. G. : 190ß 

0. Rau, daselbst. 

Jung. Ebendaher. G. : 1907 F. v. Goetz u. Schwanenfiiess, 

Lübben, N.-L. 
2 jung. Mombasa. Brit. Ost-Afr. G.: 1907 Rittmstr. F. Seyd, 

Paderborn. 
Jung. Mundame am MungoflnsN. I). West-Afr. S. G. : F. Naglo, 
Wiesbaden. 

2 Schädel, erw. | Jsongo. B. West.-Afr. S. G. : 1908/09 C. Feld- 

2 jung. J mann, daselbst. 

Jung. Dehane am Njong. \). West-Afr. S. G.: 1909 0. Rau, daselbst. 



320. 



"^8. Varanus gouldi (Gray). 
Boulenger, Gat. II, pag. 320. 
Halbw. Australien. V.: 1901 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 



396. 



*9. Varanus prasinus (Müll.) Schleg. 

Boulenger, Cat. II, pag. 321; *) L i n d h o l m , Jahrb. Nass. A'erein 
Naturk. 58 (1905), pag. 230. 

I jung.* I Bogadjim bei Stephansorl, B. Neuguinea. S. G. : W. Diehl, 
( 2 jung. ) daselbst. 



31 — 167 — 

ramilie Tejidae, 

Oeims Tnpinambl«} Tland. 

*1. Tupinaiiibis tegiiixiii (L.). 
Boul enger. Cat. II. pag. 335, 
591. Jung. iSantos. Brasilien. G. : 1902 Dr. M. Schubert. Wiesbaden. 

fOentis Tejus Merr. 

*1. Tejiis teyou (Daud.). 
Bon lenger. Cat. II, pag. 879. 
539. Halbw. Buenos-Aires. T. : 1909 Museum Offenbach a. M. 



Familie Amphisbaenidae. 
Oemis Blaiins Wagl. 

*1. Blanus stranchi (Bedg.). 
Boul eng er, Cat. II, pag. 434. 
346. Halbw. Ephesus. T. : 1903 Dr. F. Werner. Wien. 

Genus AiiipliiAbaeiia T/. 

"^ 1 . A 11 1 p h i s b a e n a cj u a d r if r o n s Ptrs . 
626. Erw. Wlndhuk. 1). S.-W.-Afr. T.: 1911 Museum Oftenbach a. M. 

fGeim«» liepidosternon Waj»i. 

"^ 1 . L e p i d o s t e r 11 o 11 in i c r o c e p h a 1 u m \\'agl. 
Boul enger, Cat. II, pag. 462. 
608. Erw. Sta. Catharina. Brasilien. V.: 1911 G. Schneider. Basel. 



Familie Lacertidae. 

Genus Tacbydronins ]>an<f. 

1. Tachydronius sexliiieatus Daud. 

Boulenger, Cat. Liz. Brit. Mus.. Vol. III. 1887, pag. 4. 

572. Halbw. Buitenzorg. W.-Java. V.: 1910 B. Jachan. Friedenau. 



32 — 168 — 

*2. Tachydromus septentrionalis Gthr. 
Günther, Rept. Brit.-Ind., pag. 69, Tafel VII, Fig. E.; 
Boul enger, Cat. III, pag. 5, part u. Proc. Zool. Soc. 1899, 
pag. 161. 
507. Erw. Tamsui. Formosa. T.: 1909 Museum München. 

Oeiiiis l<acerta li. 

* 1 . L a c e r t a e c h i n a t a Cope. 
Boul enger, Cat. III, pag. 11. 
335. Erw. Bibundi, D.-West.-Afr. S. G. : 1902 J.Weiler, Hamburg. 
446. 2 erw. Ebendaher. S. G. : 1907/09 0. Rau, daselbst. 
470. Erw. Isongo. D.-West-Afr. S. G.: 1908 C. Feldmann, daselbst. 

*2. Lacertajacksoui Blgr. 
Boulenger, Proc. Zool. Soc, London 1899, pag. 596, Tat". X. 
502.« Erw. Riboscho, l>.-Ost-Vfr. T. : 1909 Museum Basel. 

3. Lacerta o cell ata Daiid. 
Boulenger, Cat. III, pag. 12. 

369. 2 erw. Spanien. V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

4. Lacerta viridis (Laur.). 
Boulenger, Cat. III, pag. 14. 

333. 2 erw. Atzwang bei Bozen. G. : 1902 W. Maus, Wiesbaden. 
362. Erw. o^. Loreley-Felsen bei Sl. (ioarsbausen, 1. VI. 1903. S. G. : 

1903 P. Wendlandt, St. Goarshausen. 
403. Jung. (Dalmatien.) G. : 1905 G. Eichmann, Wiesbaden. 
428. 5 erw. (Italien.) G. : 1907 Major a. D. Herrn. Krezzer, Wiesbaden. 
474. Erw. Canale 8an Bovo, Südtirol, 3.V. 1908. S. G. : K. Zumann, 

Wiesbaden. 

5. Lacerta agilis L, 
Boulenger, Cat. III, pag. 19. 
330. Erw. cf 9- Biebricb a. Rb. S. G. : 1902 W. A. Lindholm, 
Wiesbaden. 

387. Erw. cf 9- \Vanibarhei' Cbaussee, Schlangenbad. ) S. G. : 1902 

388. Erw. Ems. üi'. J. Vigener. 



33 — 169 — 

390. Jung. Partnacliklamm, Oberbayeni. VIII. 1904. S.G. : 1904 L. Berger, 

Wiesbaden. 
414. Erw. 9- Bahuliolz bei Wiesbaden. S. G. : 1905 Geiger, Wiesbaden. 
417. Erw. 5 mit Gabelschwanz. Kloppenheim bei Wiesbaden. V.: 1906 

W. Edling. 

547. Erw. cf. Chausseeliaus bei Wiesbaden. S. G. : 1903 Ed. Lampe. 

619. Erw. cf. Leberber^. Wiesbaden, X. 1911. S. G. : Frau A.Borg, 

Wiesbaden. 

var. exigua Eichw. 
Boulenger, Cat. III, pag. 21. 
604. Erw. Turkestan. T. : 1911 Museum München. 

6. Lacertavivipara Jacq. 
Boulenger, Cat. III, pag. 23. 
342. 2 cTcf. Zwischen Cliausseehaus und Grauen Stein, 23. III. 1903. 

S. G. : Dr. J. Vigener. 
423. Erw. Kloppenheim. S. G. : 1906 W. Edling, daselbst. 
595. Zahl. erw. halbw. u. junge. Trettaeh- u. Stillachtal. Allgäu. S. G. : 
1907 Dr. J. Vigener. 

620. Erw. Schwarze Berge. Rhöngebirge. S. G. : 1911 Kurt Seyd, 

Wiesbaden. 

*7. Lacerta praticola Eversm. 
Boulenger, Cat. III, pag. 25. 

508. Erw. Herkulesbad. Cseruatal, l'ngarn. T.: 1909 Museum München. 

"^8. Lacerta taurica Fall. 
Boulenger, Cat. III, pag. 26. 

509. Erw. Fehertemplon, Ingarn. T. : 1909 Museum München. 

*9. Lacerta peloponnesiaca Bibr. 
Boulenger, Cat. III, p. 27. 

510. Erw. cf u. 9- Megali tuastasowa. Taygetos-Gebirge. Griechenland. 

T.: 1909 Museum München. 



34 — 170 — 

10. Liicerta inuralis (Laur,). 
Boul enger. Cat. III, p, 28. 

329. Erw. Lorcli a. Rh. S. G. : 1902 W. A. Lindholm u. Ed. Lampe, 

Wiesbaden, 
331. 2 erw. u. 2 liall)w. St. Goarshausen a. Rh. S. G. : 1902 Ed. Lampe, 

Wiesbaden. 
399. 6 erw. u. jung. VIT a. Mosel. S. G. : 1905 Ed. Lampe. Wiesbaden. 

496. Erw. Burg Nassau a. d. Laho. 31. III. 1907. 1 ^ 

S G ■ T)r J \io"ener 

498. 4 halbw. Tremezzo. Italien. 11. X. 1908. ) " ^^- ^'- ^ i«^^^"- 

var. fusca Bedg. 

341. 3 erw. u. 2 halbw. Atzwang hei Bozen. S. : 1902 W. Maus, 

Wiesbaden. 
350. 1 erw. Travnik. Bosnien. T. : 1903 Dr. F.Werner, Wien. 
475. 2 erw. Canale San Bovo. Südtirol 14.VI. 1908. S. G. : K. Zumann, 

Wiesbaden. 

497. 2 erw. u, 2 jung. Sorongo bei Lugano, Schweiz, 23. X. 1908. 

S. G. : Dr. J. Vigener. 

499. 9 erw. u. jung. Tremezzo u. Chiavenna. Italien, 9./11. X. 1908. 

S. G. : Dr. J. Vigener. 



var. tiliguerta Gm. 
Boul enger, Cat. IH, pag. 30. 
332. 2 erw. Nord-Italien. G. : 1902 W. A. Lindholm. Wiesbaden. 
402. Erw. Ebendaher. G. : 1905 G. P^ichmann. Wiesbaden. 

var. bedriagae Cam. 
Boul enger, Cat. III, pag. 34. 
511. Erw. Col de Yizzavona, Corsika. T. : 1909 Museum 'München. 

* 1 1 . L a c e r t a f i u ni a n a ^^^erll . 

Werner, Vhdlg. k. k. zool.-bot. Ges. Wien, Jahrg. 1891, 
41. Bd., pag. 753. 

477. 3 Ste. Volosca a. d. Rüste der Adria, etwa ^9 ^^^- südlich von 

Abbazia, Istrien. G. : 1907 W. A. Lindholm, Wiesbaden. 

var. imitans Wem. 

478. 2 Ste. Ebendaher. G.: 1907 W. A. Lindholm Wiesbaden. 



35 — 171 — 

=*=12. Lacerta oxycepliala D. B. 
Boulenger, Cat. III. pag. 3(). 
349. Erw. Insel Lagosta. Üalmaden. T. : 1903 Di. F. Werner, Wien. 

var. tomasini Schreib. 

512. Erw. Crkvia bei Cattaro. Süd-Dalmatien. T. : 1909 Museum 

München. 

* 13. Lacerta daiifordi (Gthr.). 
Boulenger, Cat. III. pag. 37. 

513. Erw. (2f , Megali tuastasowa. Taygetos-Gebirge, Griecbealand. T. :1909 

Museum Münclien. 

*14. Lacerta galloti D. B. 
Boulenger, Cat. IK, pag. 41. 

514. 2 erw. La Orotava, Tenerife, Canaren. T. : 1909 Museum Münclien. 
574. 1 erw., 2 jung. Ins. (lomera. Canaren. G. : 1910 Prof. Dr. May, 

Karlsruhe. 

*15. Lacerta perspiciUata I). B. 
Boulenger, Cat. III, pag. 43. 

515. Erw. Oran, Algier. T. : 1909 Museum München. 

t Cweiius Algiroicle» Bilir. 

*1. Algiroides nigropiiiictatus (D. B.). 
Boulenger, Cat. III, pag. 44. 
476. 2 erw. Volosca a. d. Küste der Adria. etwa ^ o Std. sädlich 
von Abbazia, Istrien. G. : 1907 W. A. Lindholm, Wiesbaden. 

^^2. Algiroides fitzingeri (AViegm.). 
Boulenger. Cat. IIl, pag. 45. 
51fi. Erw. Lanusei, Sardinien. T. : 1909 Museum, München. 

Cireiiiis Aeantliodaetyliis Wiegiu. 

1. Acanthodactylus boskianus (Daud.). 
Boulenger, Cat. III, pag. 59. 
422. Erw. Ägypten. G. : 1905 L. Gcisenljeyner, Kreuznach. 



36 — 172 — 

t Genus Opliiops Meu^tr. 

*1. Ophiops elegans Menetr. 
Boul enger, Cat. III, pag. 75. 
347. 2 Ste. Sniyrna. T. : 1903 Dr. F. Werner, Wien. 

var. schlueteri Bttg. 
Boul enger, Cat. III, pag. 77. 
517. Erw. Cypei'ii. T. : 1909 Museum Münclien. 

Oenns Sremias Wiegiii. 

*1. Eremias spekii Gthr. 

B u 1 e n g e r , Cat. III, pag. 84. 

var. sextaeniata Stejn, 

Stejneger, Proc. U. St. Nat. Mus., Vol. 16., 1893 (1894;, 
pag. 718; Andersson, Jahrb. Nass. Verein Naturk. 
Jahrg. 63 (1910), pag. 202. 

576. Erw. Harrar, Abyssinien. V.: 1909 W. Russert, Laufenseiden. 

*2. Eremias guttnlata (Licht.). 
Boul eng er, Cat. III, pag 87. 
421. Erw. Xord-Vfrika. V.: 1905 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

*3. Eremias velox (Pall.). 

Bou lenger, Cat. III, pag. 97. 

360 Erw. Tschinas, Turkeslaii. G. : 1903 Dr. A, M. Nikolsky, 
St. Petersburg, durch W. A. Lindholm, Wiesbaden. 

tCwemis Scapteira Wiegiii. 

*1. Scapteira cuneirostris Strauch. 

Bou lenger, Cat. III, pag. 116. 

456. Erw. LüderüzbuclU. I). S.-AV.-AIV. S. G.: 1908 Dr. P. Range, 
daselbst. 



37 



173 



tOeniis Holaspis Gray. 

* 1 . H o 1 a s p i s g u e n t h e r i (Smith) Gray. 
Bou lenger, Cat. III, pag. 118. 



424. Erw. BIbiindi. 
465. Erw. Isongo. 
590. 2 erw. Canipo 



J). nest-Afr. S. G. 



36; 



1907 0. Rau. daselbst. 

1908 C. Feldmann, daselbst. 
1911 0. Rau, daselbst. y<^\CA 

Familie Gerrhosauridae. 1$; 

tCiJenu!^ Corclylosaiirus Gray. 

*1. Cordvlosaurus trivittatus (Ptrs.). 
Boulenger, Cat- III, pag. 126. 
Erw. RIelniond. I). S.-W.-AIV. S. G. : 1903 C. Berger, daselbst. 



Familie Scincidae. 

Oeniis Tiliqiia Gray. 

"^1. Tiliqiia scincoides (White). 
Boulenger, Cat. III, pag. 145. 
337. 2 jung. Australien. G. : 1902 Dr. M. Schubert, Wiesbaden. 
381. 2 erw. Ebendaher. Y. : 1904/11 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

*2. Tili qua nigro lutea Gray. 
Boulenger. Cat. III, pag. 146. 
566. Erw. Tasmania. G.: 1909 Geschw. H. u. A. Eberhard, Melbourne. 

t Genus Macroscincns Boc. 

*1. Macroscincus coctaei (D. B.). 
Boulenger, Cat. III, pag. 149. 
596. Erw. Insel Branco. Kapverdische Inseln. Y. : 1911 X. Zool. Ges. 
Frankfurt a. M. 

Genus Mabuia Fitz. 

*1. Mabuia comorensis (Ptrs.). 
Boulenger, Cat. III, pag. 163; Andersson. Jahrb. Nass. 
Yerein Naturk. 61 (1908). pag. 304. 
449. Erw. Mombasa. Brit. Ost-Afr. G. : 1907 Rittmstr. F. Seyd, 
Paderborn. 



3« — 174 — 

*2. Mabuia raddoni (Gray). 
B u 1 e n g e r , Cat. III, piig. 165. 
425. 8 Ste. ßibundi. I). West- Vfr. S. G. : J. Weiler u. 0. Rau, daselbst. 
526. Erw. Isongo, I). West-Afr. S. G. : C. Feldmann, daselbst. 

*3. Mabuia polytropis Blgr. 

Boulenger, Ann. u. Mag. Nat. Hist. 7. S. XII, 1903, pag. 433; 

Andersson, Jahrb. Nass. Verein Naturk. 61 (1908), pag. 304, 

(Mabuia raddoni Gray.) Müller, Abhdlg. d. Kgl. Bay. Akad. 

d. Wissensch. II. Kl., 24. Bd., pag. 576. 

544. Erw. 9. Blbuiidl, 1). West-AtV. S. G. : 1907 J. Weiler u. 0. Rau. 

*4. Mabuia Septem taeniata (Reuss). 
Boulenger, Cat. III, pag. 177. 
540. Erw. Abyssinien. T. : 1909. 

*5. Mabuia rugifera (StoL). 
Boulenger, Cat. III, pag. 184. 
433. Erw. Malang. Java. G. : 1907 C. Graafland, daselbst. 

(). Mabuia raultifasciata (Kühl). 
Boulenger, Cat. III, pag. 186. 
432. 13 erw., halbw. u. jung. Malang, Java. G. : 1907 C. Graafland. 

daselbst. 
486. Erw. ßatavla, Java. S. G. : 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 
586. Jung, ßuitenzoi'g, W.-Java. V.: 1910 B. Jachan, Friedenau. 

* 7. Mabuia trivittata (Cuv.). 
Boulenger Cat. III, pag. 195. 
479. Erw. VVindhuk. D. S.-W.-Afr. G. : 1908 F. Koppen, Wiesbaden. 

*8. Mabuia occidentalis (Ptrs.). 
Boulenger, Cat. III, pag. 196. 
525. Erw. Rulbis, D. S.-W.-Afr. S. G. : 1909 Dr. P.Range, daselbst. 

*9. Mabuia striata (Ptrs.). 
Boulenger, Cat. III, pag. 204. 

616. 1 erw., 2 jung. Rijabe, | Brlt. Ost-Afr. S. G. : 1911 Frl. 

617. 3 erw., 2 halbw. Kawirondo. 1 Em. Messinger. 



39 — 175 — 

Geuus L<yg080iua Oray. 

*1. Lygosonici (Keiieuxia) olivaceum (Gray). 
Boulenger, Cut. III, pag. 251. 
487. Erw. ßatavia, Java. S. G. : 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 

*2. Lygosoma (Liolepism a) moco D. B. 
Boulenger, Cat. III, pag. 272. 
407. Erw. Cantei'bury. .\eu-SeeIand. V.: 1906 II. Suter, Aukland. 

*3. Lygosoma (Liolepisma) aeneum (Gir.). 
Boulenger, Cat. IIF, pag. 275. 
40^. Erw. Hokiaiiga. Xeu-Seelaiid. V.: 1906 H. Suter, Aukland. 

*4. Lygosoma (Liolepisma) guichenoti D. B. 
Boulenger, Cat. III, pag. 281. 

567. f:rw. Phillip. Ins., Victoria, Austr. ] G. : 1909 Geschw. H. u. A. 

568. Halbw. (lippsland, < <^ I Eberhard, Melbourne. 

*o. Lygosoma (Riopa) fernandi (Burton). 
Boulenger, Cat. III, pag. 304. 

389. Zahlr. Ste. ßibuiidi, D. West-Al'r. S. G. : J. Weiler u. 0. Rau, 
daselbst. 

*6. Lygosoma (Riopa) sundevalli (Smith), 
Boulenger, Cat. III, pag. 307. 
592. Erw. Rietmond, D. S.-W.-Al'r. S. G. : 1902 C. Berger, daselbst. 
605. Erw. Kituri. Distrikt Ratanga. Congostaat. T. : 1911 Museum 
München, 

*7. Lygosoma (Homolepida ) ornatiim (Gray). 
Boulenger, Cat. III, pag. 317. 
409. Erw. Hokiaoga, Neu-Seeland. V.: 1906 H. Suter, Aukland. 

*8. Lygosoma (Homolepida) fallax Ptrs. 
Boulenger, Cat. III, pag. 320. 
351. Erw. 9. Ceylon. T. : 1903 Dr. F. Werner, Wien, 



40 _ 176 - 

"^9. Lygosoma (Homolepida) temmincki D. ß. 
Boul enger, Cat. III, pag. 321. 
434. Halbw. Malang, Java. G. : 1907 V. Graafland. daselbst. 
488. Erw. ßatavia. Java. S. G. : 1908 Dr. C. Siehert. Breslau. 

*10. Lygosoma (Siaphos) kilimensis Stejn. 

Stej liege r. Proc. LT. St. Nat. Mus. Vol. 14., 1901 (1902), 
pag. 405. 
585. Erw. Kijabe, ßril. Ost-Afr. S. G. : 1910 Frl. Emilie Messinger, 
daselbst. 

"^11. L3^gosoma (Rhodona) bougainvillii (Gray). 
Boulenger. Cat. III, pag. 333. 
569. Erw. Jeparit, Victoria, Austr. G. : 1909 Geschw. H. u. A. Eber- 
hard, Melbourne. 

*12. Lygosoma (Lygosoma) chalcides (L.). 
Boulenger, Cat. III, pag. 340. 
321. Erw. Java. T. : 1901 Realschule Biebrich a. Rh. 

*13. Lygosoma (Hinulia?) tigriuum Lidth. 

V. Lidth de Jeude, xVotes Leyden Mus. XVIII, pag. 250, Taf. 6, 
Fig. 1. 
593. Erw. Bogadjim, I).- Neuguinea. S. G.: 1911 W. Diehl. daselbst. 

Cireiiasi Ablephariis Fitz. 

*1. Ablepharus deserti Strauch. 
Boulenger, Cat. III, pag. 353. 
361. 2 erw. Balyktsclii. Turkestan. G. : 1903 Dr. A. M. Nikolsky, 
durch \V. A. Lindholm, Wiesbaden. 

*2. Ablepharus pannonicus Fitz. 
Boulenger, Cat. III, pag. 354. 
518. Erw. Budapest. T. : 1909 Museum München. 



41 — 177 — 

Genus £uuiece8 IViogiii. 

*1. Eumeces schiieideri (Daud.). 
Bou lenger, Cat. III, pag. 383. 

375. Erw. Nord- Afrika. Y. : 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

519. Erw. Beirut, Syrien. T. : 1909 Museum, München. 

tCweiius Sciiieiis Liaiir. 

'^l. Scincus offieinalis (L.). 
Bou lenger, Cat. III. pag. 391. 

376. 2 Ste. ^ord- Afrika. V.: 1904 X. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

Oeiiiis Chalcides liaiir. 

1. Chalcides ocellatus (Forsk.). 

Boulenger, Cat. III. pag. 400. 

410. 1 , , ^ „ . .. |G.: 1905 G. Eichmann, Wiesl)aden. 

618. I (™'- ^-^ ^^"^■- ^'"''•"^- |G.: 1911 X, Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

*2. ('h aleid es viridanus (Cirav.). 
Boulenger, Cat. III, pag. 402. 
352. Erw. Canaren. T. : 1903 Dr. F. Werner, Wien. 

520. 2 Ste. La Orotava, Tenerife, Caoaren. T. : 1909 Museum München. 
575. 3 Ste. Insel Gomera, Canaren. S. G. : 1910 Prof. Dr. May, Karls- 
ruhe. 

'^3. Chaleides tridactylus Laiir. 
Boulenger, Cat. III, pag. 403. 
334. Erw. (Italien). G. : 1902 W. A.^ Lindholm. Wiesbaden. 
372. (var. B.) 2 Ste. (Italien). V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

*4. Chaleides sepoides (And.). 

Boulenger, Cat. III, pag. 407; Andersson, Jahrb. Nass. 
Verein Naturk. 61 (1908), pag. 305. 
461. Erw. Ägypten. G. : 1907 L. Geisenheyner, Kreuznach. 

Jahrb. d. nass. Ver. f. Xat. <34, 1911 12 



42 — 178 — 

tCiieuus Melaiioseps BIgr. 

*1. Melanoseps occidentalis (Ptrs.). 

Peters, Monatsber. der kgl. Akad. d. Wiss. 1877, pag. 416; 
Tornier. Zool. Anz. XXIV 1901, pag. 61. 
495. Erw. ßibundi, D. West-Afr. S. G. : 1908 0. Ran, daselbst. 

t Cireinis Aeoiitias €iiv. 

*1. Acontias moiioclactylus (Gray). 
Boul enger, Cat. III, pag. 425. 
442. Erw. Peradeiiia, Ceylon. T.: 1907 Museum Basel. 



Ordnung RHIPTOÖLOSSA. 



Familie Chamaeleontidae. 

Creuus Chatuaeleou liRiir. 

I. Chamaeleon chamaeleon chamaeleon (L.). 

Das Tierreich. Im Auftrage der König). Preuss. Akademie der 
Wissenschaften zu Berlin herausgegeben von F. E. Schulze. 
27. Lieferg. Chamaeleontidae bearbeitet von Prof. Dr. F. Werner 
in 'Wien. Berlin 1911, pag. 10; Boulenger, Cat. III, 
pag. 443, Taf. 39, Fig. 1 (vulgaris). 

373. Erw. Nord-Afrika, V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

611. Erw. Spanien. T.: 1911 Museum Offenbach a. M. 

*2. Chamaeleon basiiiscus Cope. 

Werner, Tierreich 27, pag. 11 u. Fig. 2, pag. 12; Boulenger, 
Cat. III, pag. 446, Taf. 39, Fig. 3. 
521. (J^. Ägypiischer Sudan. T. : 1909 Museum München. 



43 _ 179 — 

*3. Chamaeleon gracilis Hallow. 
Werner, Tierreich 27, pag. 12; Boul enger, Cat. III, pag. 448, 
Taf. 39, Hg. 4. 

612. Erw. cT. Banana. Unterer Congo. T. : 1911 Museum Offen- 

bacli a. M. 

"^4. (,'hamaeleon dilepis Leach. 
Werner, Tierreich 27, pag. 13. 

Unterart a) Cli. dilepis quileiisis Boc. 
Werner, l. c. ; Boulenger, Cat. III, pag. 449, Taf. 39, 
Fig. 5 (parvilobus Blgr.). 
327. Erw. ^. Rietmond, I). S.-W.-Afr. S.G. : 1901 C. Berger, daselbst. 
336. Erw. cf. (iötterberg, Ramerun-Geb. 0. West-Vfr. S.V.: 1902 

H. Schötz, Wiesbaden. 
366. Erw. 9. Rietmond, D. S.-AV.-Afr. S. G. : 1903 C. Berger, daselbst. 
445. Erw. 9. Vol. Brit. Ost-Afr. G. : 1907 Rittmstr. F. Seyd, Paderborn. 

577. Erw. ^. l)eba»e, | „. „e„..UP. S.G.: 1910/11 0. Rau. daselbst. 
610. Erw. cf. Canipo, | 

613. Halbw. cf. Raribib, D. S.-W.-Afr. T.: 1911 Museum Offenbacha. M. 

Unterart b) Ch. dilepis dilepis Leach. 
Werner, 1. c. ; Boulenger, Cat. III, pag. 450, Taf. 39, Fig. 6. 
325. Erw. 9. West - Afrika. T. : 1901 Realschule, Biebrich a. Rh. 
609. Erw. cTu 9. Campo, J). West-Afr. S. G.: 1911 0. Rau, daselbst. 

*5. Cham aele 011 bitaeniatus J. G. Fisch. 
Werner, Tierreich 27, pag. 14; Boulenger, Cat. III, pag. 452. 

Unterart Ch. bitaeniatus höhn eil Stnd. 
Wernei', 1. c, pag. 15. 
580. 3 erw. u. 2 halbw. cf, 1 erw. 9,U jung. Rljabe, Brit. Ost-Afr. 
S. G. : 1911 Frl. Em. Messinger, Wiesbaden. 

*6. Chamaeleon lateralis Gray. 
Werner, Tierreich 27, pag. 16; Boulenger, Cat. III, pag. 453, 

553. Halbw. (f. Central-Madagaskar. T.: 1910 Prof. Dr. F. Werner, 

Wien. 

12* 



44 — 180 — 

*7. Cbamaeleon campani Graiidid. 
Werner, Tierreich 27, pag. 17; FJoul enger, Cat. III, pag. 465. 
555. Erw. J. Central -Madas^askar. T : 1910 Prof. Dr. F. Werner, 
Wien. 

*8. Chamaeleoii laevigatus Gra}'. 

Werner, Tierreich 27, pag. 18: Boulenger. Cat. III. pag. 447, 
Ch. senegalensis (part). 

621. Haibvv. Gondokoro, Uganda, N.Ost-Afr., III. 1905. S.T.: 1911 

Prof. Dr. F. Werner, Wien. 

*9. (Uiamaeleon pardalis Cuv. 
Werner, Tierreich 27, pag. 19; fJoulenger, Cat. III, pag. 454. 
554. Halbw. cT- Central-Madagaskar. T.: 1910 Prof. Dr. F. Werner, 
W^ien. 

* 1 . C h a ni a e 1 e o 11 g u e ii t h e r i Blgr . 
W^erner, Tierreich 27, pag. 20, 

622. Central-Madagaskar. T.: 1911 Prof. Dr. F. Werner, Wien. 

*11. Chamaeleon ventralis (CTray). 

Werner, Tierreich 27, pag. 23 u. Fig. 5; Boulenger, Cat. III, 
pag. 495, Taf. 40, Fig. 2. 
522 1). Erw. Süd-Afrika. G. : 1883 Dr. L. Dreyer, Wiesbaden. 

*12. CUiamaeleon Jackson i Blgr. 
Werner, Tierreich 27, pag. 26. 

Unterart Ch. jacksoni vauerescecae Tom. 
Werner, 1. c. 
601. 3 cT, 2 Q. Kijabe, Brit. Ost-Afr. S.G. : 1911 Frl. E. Messinger. 



1) Nr. 522 wurde im Katalog (diese Jahrbücher, Jahrg. 54 [1901], pag. 218) 
als Ch. pumilus Daud. aufgeführt, doch hat die Nachprüfung ergeben, dass 
dieses Stück Ch. ventralis (Gray) ist. Ein im Jahre 1909 vom Museum 
München eingetauschtes Exemplar (pumilus) hat nun die für Ch. pumilus 
vergebene Nr. 313 erhalten und wird hier nicht aufgenommen. 



45 



181 



628. 



*lo. Cham aele 011 gastrotaeiiia Blgr. 
Werner, Tierreich 27, pag. 26 ii. Fig. 7, pag. 27. 
:T. Central-Mada^askar. T.: 1911 Prof. Dr. F.Werner, Wien. 



542. 



"^14. Chamaeleon fisch er i Rchw. 
Werner, Tierreich 27, pag. 28. 
Erw. cf u. J. Ainaiii, \). Ost-Afr. T.: 1909 Museum München. 



503. 



* 1 5. Chamaeleon t a v e t e ii s i s Stnd. 
Werner, Tierreich, 27, pag. 29 u. Fig. 9, pag. 30. 
Erw. cf u. 9- Kiboscho, J). Ost-Air. T. : 1909 Museum Basel. 



556. 



*16. Chamaeleon brevicornis Gthr. 
Werner, Tierreich 2 7, pag. 31 u. Fig. 9 ; B o u 1 e n g e r , Cat. III, 

pag. 467. 
Jung. cT. Central-)ladagaskar. T.: 1910 Prof. Dr. F. Werner, Wien. 



413. 
467. 
552. 

578. 
588. 
600. 



*17. Chamaeleon cri statu s Stutchb. 

Werner, Tierreich 27, pag. 33 u. Fig. 10: Bon lenger, Cat. III, 

pag. 471. 
Zahlr. Ste. ßlbundi. D. \Ves(-Afr. S. G. : 0. Kau. 
Zahlr. Ste. 
Erw., gestopft.] 

2 Ste. Dehane. - - IS.G.: 1910/11 0. Rau, 

ö « Canipo. « ^< j daselbst. 

2 erw. Mowangp, < <^ S. G.: 1911 C. Feldmann, daselbst. 



ison^o. 



S.G.: C. Feldmann. 



*18. Chamaeleon owenii Gray. 

Werner, Tierreich 27, pag. 34 u. Fig. 11 : Boulenger, Cat. III, 
pag. 470. 

412. Zahlr. Ste. Bibundl, I). West-AlV. S. G : J. Weiler u. 0. Rau. 
466. 4 cf u. 4 9. 

Isongo, 



551. cf u- 9. gestopft. 

560. cT, Skelett. 

599. cf. halbw. Mowange, 



S.G.: C. Feldmann. 



46 — 182 — 

*J9. Chamaeleon montium Buchli. 
Werner, Tierreich 27, pag. 35 u. Fig. 12: Boulenger, Cat. III, 
pag. 470. 

558. Erw. cTu. y. Ramenin, I). West-\fr. T. : 1910 Prof. Dr. F. Werner, 
Wien. 

*20. Chamaeleon camerunen sis L. Müll. 
Werner, Tierreich 27, pag. 36. 
418. 5 erw. ßibundi, ü. West-AlV. S. G. : J. Weiler u. 0. Kau. 
543.. Jung. Ison^o, « « S. CI. : C. Feldmann. 

548. 2env. ßibundi, « « [ ^ ^^ ^ ,,o9 0. U.U. 
579. 1 erw. u. 1 jung. Dehane. I). »est-Atr. | 

*21. Chamaeleon fallax Mocq. 
Werner, Tierreich 27, pag. 40. 
557. Erw. 9. Central-\ladagaskar. T. : 1910 Prof. Dr. F. Werner, Wien. 

*22. Chamaeleon namaquensis Smith. 
Werner, Tierreich 27, pag. 40 u. Fig. 14; Boulenger. Cat. III, 
pag. 462. 
523. Erw. Obib, nördlich von llaberosdrifl a. Orange. S. G. : 1909 
Dr. P. Range, (iasell)St. 

tOeniiN Brooke.sia Gray. 

•n. Brookesia stumpffi Bttg, 
Werner, Tierreich 27, pag. 42 u. Fig. 15/16. 
627. Erw. Nossibe. >Iada£;askar. T. : 1911 Prof. Dr. F. Wiener, Wien. 

tCjieiiiis Rhampholeon Gtbr. 

* 1 . Rhampholeon s p e c t r u m Buchh. 
Werner, Tierreich 27, pag. 45/46, F'ig. 17— 20. 
415. Zahlr. Ste. Bibundi. I). West-Afr. 

468. Zahlr. Ste. Ison^o. « « J. Weiler, 0. Kau und 

471. Zahlr. Ste. I ., ^. C. Fehlmann. 

549. 8 cT u. 9. I 

589. 2 erw. Campo, « « S. G. : 1911 0. Rau, daselbst. 



47 — 183 



Ordnung- OPHIDIA. 

Familie Typhlopidae. 

Greiuis Typhlops SScbiieul. 

* 1 . T y p h 1 p s l3 1 a n f o r cl ii Blgr. 

Boul enger. Cat. Snakes Brit. Mus. (N. H.), Vol. I, 1893, 
pag. 39. Tafel 2, Fig. 5; Andersson. Jahrb. Nass. Verein 
Naturk., Jahrg. 63 (1910), pag. 203. 
1370. 2 erw. Harrar. Vbyssinlen. V.: 1909 W. Russert, Laufenseiden. 

"^2. Typhlops punctatus (Leach). 
Boul enger, Cat. I. pag. 42. 
1229. 2 Ste. (Bb.) Bibundi. \). Wesl-Alr. S. G. : 1905 07 J.Weiler u. 

0. Bau, daselbst. 
1261. Halbw. Muiidame am Mhiij^oIIuss, I>. West-M'r. S. G. : 1908 

F. Naglo, Wiesbaden. 
1301. Halbw. (Be.j Isoiiso. I). West- \ IV. S. G. : 1908 C. Feldmann, 

daselbst. 
1372. Halbw. (Bc.) Deliane. « « j s. G. : 1910/11 0. Bau, 
1387. 2 halbw. (Bc.) Canipo, « « ) daselbst. 

■■•^J. Typhlops curvirostris Ptrs. 
Boulenger, Cat. I, pag. 48. 
1282. Erw. Auslrallen. 

Familie Glauconiidae. 

tGeiiiis Glaiicoiiia Gray. 

'•' 1 . eil a u c o n i a n i g r i c a n s ( Schleg.). 
Boulenger, Cat. I, ])ag. 67. 
1171. 2 Ste. Port Elizabeth, Süd-Air. T. : 1903 Museum Hamburg. 



48 — 184 - 

* 2. G 1 a u e o n i a s c u t i f r o ii s (Ptrs.). 
Boulenger, Cat. I, pag. HS. 

1183.*) Jung. Rie,„,«„.l. | „,.„.„.,. s. G.: 1903/11 0. Berge,-, daselbst. 
1419. 3 jung, Berseha, J ' 

1421. 2 Ste. Wiiidlink. \). S.-\V..VfV. T. : 1911 Museum Offen- 
bach a. M. 

*) 1183. Totallänge 175 mm. Schwanzläiige 9.5 mm. Körperdiirclimesser 
2,5 mm. Erstes (vord.) Supralabiale ist klein, von der Gestalt eines gleich- 
seitigen, auf seiner Basis stehenden Dreiecks. 



Familie Boidae. 

Subfamilie Pythoninae. 
t€reiiiis Xardoa Gray. 

"^ 1 . N a r d o a b o a ( Schleg.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 76. 
1402. Jung. Herbertshöhe. Bismarck-Ai'chipel. T.: 1911 Museum München. 

Cweiiiis Python Daud. 

1. Python sebae (Gm.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 86. 

1246. Halbw. Bibimdi. D. West-AIV. S. G. : 1905, Justus Weiler, 
Hamburg. 

1259. 2 Köpfe, 2 jung. u. 2 Eier. Ebendaher. S. G. : J.Weiler, 
0. Bau und C. Fehlmann. 

tOeniis Clioudropytboii A. B. Meyer. 

*1. Chondropy thon viridis (Schleg.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 90. 
1263. 2 erw., 2 jung. Bogadjim, 1).-Xeuguiiiea. S. G. : 1908/11 
W. Diehl, daselbst. 

fCireim!^ Calabaria Gray. 

*1. Calabaria reinhardti (Schleg.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 92. 

1247. 5 Ste. Bibundl, D. West- V fr. S. G. : 1906/08 J. Weiler und 

G. Bau, daselbst. 
1276. 2 Ste. Isongo, D. West-Afr. S. G. : 1908/10 C. Feldmann, 
daselbst. 



49 — 185 — 

Subfaniilie Boinae. 
Cirenns Eiiygras IVagl. 

1. £]iiygrus carinatus (Schneid.). 

B 11 1 e 11 g e r , (Jat. I, pag. 107 ; L i ii «1 h o 1 m , Jahrb. Xass. Verein 
Naturk., Jahrg. 58 (1905), pag. 235. 
1239. 3 + 1 erw. (var. B.). Bogadjim, O.-Veuguiuea. S. G. : 1905/08 
W. Dielil, daselbst. 

Cireiiiis Boa Ii. 

1. Boa coiistrictor L. 
Boul enger. Cat. I, pag. 117. 
1237. Erw. Süd-Amerika. V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

*2. Boa madagascariensis (I). B.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 120. 
1403. Jung. Mossibe, Madagaskar. T. : 1911 Museum München. 



Familie Ilysiidae. 

Cireiiiis C'jliiidropbis Wagl. 

1. (\v lind Tophis rnfiis (Laur. ). 
Boulenger. (Axt. I, pag. 135. 
1235. Erw. Sumatra, (t. : 1905 L. Geisenheyner, Kreuznach. 
1283. Jung. Batavia, Java. S. G. : 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 

Familie Uropeltidae. 

tCi^eiiiisi Rhiiiophls Heiiipr. 

*1. Rhinophis planiceps Ptrs. 
Boulenger, Gat. I, pag. 141. 
1258. Halbw. Peradenia, Ceylon. T. : 1907 Museum Basel. 



hO — 186 — 

Familie Colubridae. 
A. Aglyplia. 

Subfamilie Colubrinae. 
Cireiiiis Tropidonotiis Kiihl. 

1. Tropidoiiotus (Tropidonotus) ordiiiatus (L.). 
Boiilenger, Cat. I, \)[\g. 205 

var. m a c r o s t e m m a Kennicott. 
Boiilenger, I. c. pag. 212. 
1272. Erw. Canal de la rida, Wexiko. S. G. : 1907 K. Seycl, Wiesbaden. 

'^ 2. T r o p i d o n o t u s (T r o p i d o n o t u s ) f u 1 i g i n o i d e s (Gthr.). 

Boul enger. Cat. I, pag. 217. 
1221. Zahlr. Ste. Bibundi, J). West-Afr. S. Cl. : 0. Bau, daselbst. 
1277. Erw. Isoiigo. I). West- A fr. S. G. : 1908 C. Feldmann, daselbst. 
1377. Erw. Hehane. ü. West- A fr. S. G. : 1910 0. Bau, daselbst. 

3. Tropidonotus ( Troi)ido]i otus) iiatrix (L.). 
Boul enger, Cat. I, pag. 219. 

1195. Erw. Durlacher Wald hei Karlsruhe. S. G. 1904 Ed. Lainie. 
1219. 2 Ste. Weiher am Adelhaidbad tu Schlangenbad. 4. VI. 1904. 

S. G. : Dr. J. Yigener. 
1251. Eier. Wiesbaden. S. G. : H. Evelbauer, Wiesbaden. 
1257. Erw. Am Friedhof a. d. Platterstrasse. Wiesbaden. S. G. : 1907 

Max Biber, Wiesbaden. 
1417. Erw. Ebendaher. S. G. : 1911 H. Evelbauer, AViesbaden. 

var. ater Eiciiw. 
Boul eng er, Cat. I, pag. 221. 

1196. Halbw. Süd-Europa. V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

4. Tropidonotus (Tropidonotus) trianguligerus Boie. 

Boulenger, Cat. I, pag. 224. 
1284. Erw. Balavia, .lava. S. G. : 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 
1333. Jung. Java. T. : 1909. 



51 — 187 — 

*o. Tropidonotus (Neroelia) olivaceus (Ptrs.). 
Boul enger, Cat. I, pag. 227. 
1411. Erw. lsonj?o, I). ^Vest-Afr. S. G. : 1911 C. Feldmanii. 

6. Tropidonotus (Nerodia) piscator (Schneid.). 
Boul enger, Cat. I, pag. 230. 

var. melanozostus Boie. 
Boulenger, 1. c, pag. 232. 

1285. Erw. Batavia. Java. S.O.: 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 

7. Tropidonotus (Nerodia) tessellatus (Laur.). 
Boulenger, Cat. 1, pag. 233. 

1197. 3 erw. 

1198. 5 jung. Kreiiznacli. S. G. : 1904/05 L. Geisenheyner, daselbst. 
1233. Erw. 

1374. Erw. Rhein hei Caiih, 2. IX. 1886. S. G. : 1910 Dr. C. Hellwig, 
Dotzheim. 

•8. Tropidonotus (Nerodia) ferox Gthr. 
Boulenger, Cat. I, pag. 241. 
1310. Erw. u. halbw. (var. A.). ßiimndl, ü. West-Air. S. G. : 1908 
0. Rau, daselbst. 

9. Tropidonotus (Nerodia) t'asciatus (L.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 242. 

1199. Erw. 9 (f. typ.). IVord- Amerika. V.: 1904 N. Zool. Ges. 
Frankfurt a. IM. 

var. erythrogaster Holbr. 
Boulenger, 1. c, pag. 244. 

1200. Erw. 9. i\or(l- Amerika. V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

10. Tropidonotus (Amphies^ma) subniiniatus Schleg. 
Boulenger. Cat. J, pag. 256. 

1286. 3 jung. Batavia, Java. S. G. : 1908 Dr. C, Siebert, Breslau. 

■ni. Tropidonotus (Amphiesma) chrysargus Schleg. 

Boulenger, Cat. I, pag. 258. 
1361. Erw. Insel Nias, Sumalra. S. G.: 1909 Missionar Hippenstiebl. 



52 — 188 — 

Geuiis Helicops W^agl. 

1. Helicops cariiiicauda (Wied). 
Boulenger, Cat. I, pag. 276. 
1397. Erw. (A). Brasilien. G.: 1911 Ed. Lampe, Wiesbaden. 

fGeuns Chersodronins Rhdt. 

'^'1. eher sodromns liebmaniii Rhdt. 
Boulenger, Cat. I, pag. 295. 
1336. Erw. Mexiko. G. : 1909 A. Zilcli, Offenbacli a. M. 

fCiJeiins ANpicliira Wagl. 

■•' 1 . A s p i d u r a t r a c h y ] ) r o c t a Cope. 
Boulenger, Cat. I, pag. 313. 
1222. Erw. cT Ceylon. T. : 1904 Museum Basel. 
1262. Halbw. Nuwara Elya, Ceylon. S. G.: 1908 K. Seyd, Wiesbaden. 

t Genus Goiiionotopbis Blgr. 

''•1. Goiiioiiotophis vossi Bttg. 

Boulenger, Cat. I, pag, 323. 

1955 *\ Erw 1 

'l. ' ^ .' Bibundi. 1). West-Al'r. S. G. : 1907 0. Bau, daselbst. 
12.56. 10 St. j 

1378. Erw. Deliane, 1 . „ .,. , ^ 

D. West-Air. S. G. : 1910/11 derselbe. 

1388. 4 Ste. Campo, J ' 

*) Lind ho Im hatte dies Exemplar als G. brussaiixi Mocq bestimmt, 
doch hält Dr. Roux-Basel es auch für G. vossi Bttg., obwohl die Philodos. 
mit G. brnssauxi übereinstimmt. 

fCiieiiiis Botlirophtlialnius Ptrs. 

''- 1 . 1> 1 1 1 r o p h t h a 1 ni u s 1 i n e a t u s Ptrs. 
Boulenger, Cat. I, pag. 324. 
1314. Halbw. (var. A.) Bibundi, I). West-Afr. 8. G. : 1908 J. W^eiler. 
1350. Halbw. (var. A.) Ebendaher. S. G. : 1909 0. Bau. 

1389. Jung. (var. A.) Campo, 1). West- Vir. S. G. : 1911 derselbe. 
1399. 1 erw. u. halbw. (var. A.) Mowang^e, 1). West- Air. S. G.: 1911 

C. Feldmann. 



— 189 



Oeiius Boodoii D. B. 

■='1. Boodon virgatus (Hallow.). 
Büulenger, Cat. I, pag. 331. 
1390. 2 Ste. Canipo, D. West-Afr. S. G. : 1911 0. Rau, daselbst. 

2. Boodon liiieatus D. B. 
Bouleiiger. Cat. I, pag. 332. 
1175. Erw. RietDiüiid, 1). S.-W.-Afr. S. G. : 1903 C. Berger, daselbst. 
1368. Jung. Harrar, Abyssinien. V.: 1909 W. Russert. Laufenseiden. 

1409. Jung. Tan^a, D. Ost-Afr. S. G. : 1911 Alfred Hoffmann, z. Zt. 

Wiesbaden. 

1410. Erw. Rijabe, Brit. Ost-Afr. S. G. : 1911 Frl. Em. Messinger. 
1422. Jung. Windhuk, 1). S.-AV.-Afr. T.: 1911 Museum Öffenbacli a.M. 

•■•'3. Boodon olivaceus (A. Dum.). 
Boulenger. Cat. I, i)ag. 335. 



1207. 6 Ste. Bibuiidl, 

1302. 4 Ste. Ison^o, 

1379. Erw. Dehane, 

1391. 2 Ste. Campo, 

1400. Erw. Mowan^e, 



D. West-Afr 



S. G. : 1904 J. Weiler, Hamburg. 
S. G. : C. Feldmann, daselbst. 

JS.G.: 1910/11 0. Rau, daselbst. 

S. Ct.: 1911C. Feldmann, Isongo. 



t Genus Lycophidiiini D. B. 

''' 1 . L y c o j > h i d i u ni laterale Hallow. 
Boulenger, Cat. I, i)ag. 338. 
1225. 5 Ste. Bibundi, D. West-Afr. S. G. : J. Weiler, daselbst. 
1401. 3 Ste. Mowange, D. West-Afr. S. G. : 1911 C. Feldmann. Isongo. 

'■'2. Lycopliidium capense A. Sm. 
Boulenger, Cat I, pag. 339 . 
1424. Erw. Wiiidhiik, D. S.-W.-Afr. G.: 1903 Carl Berger. daselbst. 

•■^•3. Lycophidium fasciatum (Gthr.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 342, Taf. 22, Fig. 2. 

1249. 9 Ste. Bibundi, D. West-Afr. S. G. : J. Weiler, Hamburg. 
1303. ist. IsüDffo, D. West-Afr. S. G. : 1908 C. Feldmann, daselbst. 



54 — 190 — 

t Genus Uorniouotus Hallow. 

"■'•1. Hormonotus modestus (D. B.). 

Boulenger, Cat. I, pag. 343. 

1313. Erw. cf, B''>u»dl, D.West-Afr.l ^ ^ ... , „ 

,^., . o. ^u . . S. G.: 1908 0. Hau, daselbst. 

13ol. 4 Ste. Ebenda her. j 

Genns Siiuocephaliis Otbr. 

1. Simocephalus guirali (Mocq.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 346. 
1260. Kopf u. 1 jung. Bibundl, J). VVest-Afr. S. G. : 1907 0. Rau, 
daselbst. 

'^2. Simocephalus poeiisis (Smith). 
Boulenger, Cat. 1, pag. 346. 
1227. 1 erw., 2 halbw. Bibundi, D. West-Afr. S. G.: J. Weiler. 
1392. Erw. Camp», I). West-Afr. S. G. : 1911 0. Rau, daselbst. 
1396. Erw. Ison^o, I). West-Afr. S. G. : 1911 C. Feldmann, daselbst. 

■■•• 3. Simocephalus s t e u o p h t h a I m u s Mocq. 
Boulenger, Cat. I, pag. 347. 
1304. Halbw. Isongo, D. West-Afr. S. G.: 1908 0. Feldmann, daselbst. 
1315. Erw. Bibundi, D. West-Afr. S. G.: 1908 0. Rau daselbst. 

Genus iLycocloii Boie. 

1 . L y c o d 011 s u b c i 11 c t u s Boie. 
Boulenger, Cat. I, pag. 359. 
1287. Jung. Batavia, Java. S. G. : 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 

Genus Stegonotus I>. B. 

1. Stegonotus modestus (Schleg.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 366. 
1299. Jung. Bo??ad.jim, D.-Ä^eu?^uinea. S. G. : 1908 W. Diehl, daselbst. 

•■^'2. Stegonotus diehli Ldh. 
Lindholm, Jahrb. Nass. Verein Naturk. 58 (1905), pag. 236. 
1244. Jung. Bogadjim, D.-Xeug^uinea. S. G.: 1905 W. Diehl, daselbst. 



55 - 191 — 

Cwenus PHcuclaspis Cope. 

1. Pseudaspiscana (L.). 
Boul enger, Cat. I, pag. 373. 

1170. 2 jung. (A.) JRieiniond. I). S.-W.-Afr. S. G.: 1903 C. Berger, 
1176. 7 jung. (A.) ) daselbst. 

1271. Kopf, (ß.) Kakatskupp, I). S..\V,-AIr. S. G. : 1908 Dr. P. Range, 
daselbst. 

Genus Zanieiiis Wagl. 

1. Zamenis korros (Schleg.). 
Boul enger, Cat. I, pag. 384. 
1288. 2 erw. Batavia, Java. S. G. : 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 

2. Zamenis mucosus (L.). 
Beulen ger, Cat. I, pag. 385. 
1190. Erw. (Indien). V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

3. Zamenis gemonensis (Laur.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 395. 

1193. 3 erw. Süd-Europa. V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 
1334. Jung. Tremezzo, Kalien. S. G. : 1908 Dr. J. Vigener, Wiesbaden. 

var. carbonaria Bonap. 
Boulenger, 1. c, pag. 396. 

1194. 5 Ste. Süd-Europa. V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 
1236. Erw. Opchina bei Triest. G. : 1905 Prof. Dr. Schreiber, Görz, 

durch W. A. Lindholm, Wiesbaden. 

4. Zamenis dahli (Fitz.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 397. 
1188. 3 Ste. Dalmatien. V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

5. Zamenis diadema (Schleg.). 
Boulenger, Cat. I, pag. 411. 
1212. 2 erw. Ägypten. G. : 1904 Ed. Lampe, Wiesbaden. 



56 



192 



Oenus C'oluber L,, 

1. ('Oluher corais Boie. 
Boul enger, Cat. Snakes Brit. Mus. (N. H.) Vol. II, 1894, 
pag. 31. 
1332. Erw. (A.) Süd-Aiiierlka. T. : 1909 Museum Offenbacli a. M. 

2. Colu.ber guttat us L. 
Boul enger, Cat. II, pag. 39. 

1186. Erw. (var. A.) (Xord-Amerika.) V.: 1904 N. Zool. Ges. Frank- 

furt a. M. 

3. Colu].)er leopardinus Boiiap. 
Boul enger, Cat. II, pag. 41. 

1187. 3 erw. (Halniatlen.) V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

4. Coluber loiigissimus (Laur.). 
Boulenger, Cat. II, pag. 52. 

1192. 2 erw. (Tirol.) V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

1206. 

1216. Erw. 

1253. 



Kuranla^en I. Schlan^enbad. V.: 1904 Arbeiter. 
Musik-Pavillon, i. Schlangenbad. S. G. : 1904 Dr. J. Yigener, 
Schlana^enbad. S. G. : 1906 Realschüler Reifner. 



5. C'Oluber melanurus Schleg. 
Boulenger, Cat. II, pag. 60. 
1289. Jung. Batavia, Java. S. G. : 1908 I)r. C. Siebert, Breslau. 



Genus Deudrophis Boie. 

1. Dend Tophis pictus (Gm.). 
Boulenger, Cat. II, pag. 78. 
1290. Jung. Batavia. Java. S. G. : 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 

'■■'■2. Dendrophis calligaster Gthr. 

Boulenger, Cat. II, pag. 80 ; Lindholm, Jahrb. Nass. Verein 

Naturk. 58 (1905), pag. 237. 

1240. Erw. (A.). I „ ,.. ., .. . f S.G.: 1905/08 W. Diehl, 
.«^^ X ). i i Bogadiim, D. Neuguinea. . „ / 

1300. Jung (A.). ) » J ' ö [ daselbst. 



57 — 193 — 

tiiieiiiis C'liloroplii Hallow. 

'■■'■ 1 . ('hl o r o j) li i r< 11 e g 1 e c t u s ( J/tr.-). 
B u 1 e n g e r , Cat. II, i»ag. 94. 

1420. Erw. kauiroiHlo. Bri(. OsI-MV. S. (;.: 11) 11 Frl. Em. Messinger, 
Wiesbaden. 

'•'2. Chio Tophis cariiiatus And. 
Andersson, Uiliaiiu' tili K. Svenska Vet.-Akad. Handlingar, 
Bd. 27. Afd. IV. Xr. 5. i)ag. 9 (1901). 
1305. P:r\v. Ison,2;o. I S.O.: 1908 C. Feldmann, daselbst. 



1316. 5 Ste. Kihuiidi, |) >Vesl-\rr 1 

141.3. .lung. Can.,)u. | ' " | S. (;.: li>08, 11 0. Rau. daselbst. 

tCiieiiiiN Pliilotliamiiiiiü Siiiitb. 

■•'l. Philotliariiiius semi variegatus (Smith). 
B u 1 e n g e r , Fat. II, pag. 99. 

1321. 2 Ste. (D.). KiiibLs. h. S.-\V...\rr. S. G.: 1909/10 Dr. P. Range, 

daselbst. 
1415. Halbw. (B.). Mowange. I). Ues(-.\fr. S.O.: 191 1 F. Feldmann, 

daselbst. 

'■'2. Philothamnus nitidus ((xtlir.). 
Boul enger. Fat. IL pag. 100. Taf. Y, Fig. 4. 
1254. Erw. ßihniidi. I). \Vest-.\fr. S. G.: 1907 O. Rau. daselbst. 

1. Gastropyxis sniaragdina (Schleg.). 
Boul enger, Fat. IL pag. 103. 



1208. 7 Ste. Bibiiiidl. 

130(F 5 ., Isoiigü. 1 I). Wesl-Alr. 

1380. 1 St. Oehaiie 



S. F. : J. Weiler, Hamburg. 

S. (F: 1908 F. Feldmann, daselbst. 

S. G.: 1910 0. Rau. daselbst. 



tOeiiiis Ilapsiclophr.ys J. C>. Fis^cli. 

■■^1, Hapsidophrvs lineata J. G. Fisch. 
Boulenger, Fat. IL pag. 104. 
1346. Jung. Üibonsio bei Edea. 0. »est-ACr. T.: 1909 Museum München. 
1354. Halbw. Bibundi, 0. >Vesl-AI'r. S. G.: 1909 0. Rau, daselbst. 

.Jahrb. d. na.s.s. Vit. f. Xat. 64, 1011. 13 



58 — 194 — 

fCiIeiniN Tlirnsops Hallow. 

'•'1. Thrasops aethiops (Gthr.). 

Boulenger, Cat. 111, pag. 632 (Rhamnophis aethiops Gthr.); 
Sternfeld, Mitteil. Zool. Mus. Berlin, Bd. 111, Heft 4 (1908), 
pag. 409. 

1311. Halbw. Bihuiidi. I 

0. West-Afr. S G. : 1908/09 0. Rau und 

C. Feldniann, daselbst. 
1357. Jung. Deliane. J 

'''2. Thrasops flavigularis { Hallo w.). 
Boulenger, Cat. 11, pag. 105. 
1234. Jung. Bibuudl. I). West- Air. S. G.: 1905 J. Weiler. 
1307. Erw.*) u. jung. Ison^^o. I). Wesf - AIV. S. G.: 1908 C. Feld- 
mann, daselbst. 
1381. Halbw. Deliaiie, I). West-Al'r. S. G.: 1910 0. Rau, daselbst. 

*) Totallänge 2000 mm, SchAvaiiz 5(i0 mm, 

CReiiiis liiopliis Wagl. 

■■'"l. Liophis poecilogyrus (Wied). 
Boulenger, (Jat. II, i)ag. 131. 
1337. Erw., jung. Brasilien. G. : 1909 Ad. Zilch, Offenbach a. M. 

Genus Kbadiiiaea Cope. 

1. Rharlinaea anomala (Gthr.). 
Boulenger, Cat. II, pag. 165. 
1232. 2 halbw. Biienos-Aires. G.: 1905 Eugen Mutschelknauss, daselbst. 
1273. Erw. 9- Pampa ar^entina i)el ßahia Bianca. G. : 1907 Kurt 

Seyd, Wiesbaden. 

'■'2. Rhadinaea sagittifera (Jan). 
Boulenger, Cat. II, pag. 165. 
1376. Erw. Argentinien. T.: 1909. 



59 — 195 - 

3. Rhadinaea merrenii (Wied). 

Boul enger, ("at. II, pag. 168. 
1252. Erw. 



. Brasilien. G.: 1906/11 Ed. Lampe, Wiesbaden. 
1398. 3 erw. 

Pholidose des Stückes Nr. 1252: Sq. 17: V. 156: A. ^/^ ; 
^'- ''''^Iö2 +1- 1 P^'*^6- "• - Postoc. : Temp. 1+2; 9 Supra- 
labialen, von welclien links das 4., 5. und 6., rechts das 5. und 6. 
das Auge berühren: Schuppen ohne Ai)icalgrube; 5 Infralabialen 
mit den vorderen Kinnschildern in Berührung. Totallänge 
705 mm. Schwanz 135 mm. 

t Genus Urotlieea Bibr. 

■■•' 1 . l^ r o t h e c a e 1 a p o i d e s (Cope). 
Boulenger. Cat. II. pag. 182. 
1384. Jung. Mexiko. T.: 1909. 

Genus C'oronella L<anr. 

1. Coronella austriaca Laur. 
Boulenger, Cat. II, pag. 191. 

1166. Jung. (lOldsteinlai. 

1167. Erw. leufelsgraben I). (i. Leiclitweishölile. S. G.: 1903 Ed. Lampe. 

1201. j ( Fischzuchtanstalt. Uleshaclen, 12. V. 1904. S. G.: 

1202. Halbw. Adamslal, ., 10. VII. 1904. K. Zuraann, 
1217.) (Chausseehaus, „ J Wiesbaden. 
1223. i:rw. Steinbruch i. (ioidsteintal. V.: 1904 Arbeiter. 

1243. Erw. cTQ, 2 jung. Xenderoth bei Löhuber^, IX. 1905. S. G.r 

F. Schöndorf. Sonnenberg. 
1245. Erw. Dotzheim. S. G. : 1905 Gymnasiast. 
1250. Erw. Schaumburg bei Balduinstein a. L., VIII. 1906. S. G.: 

Ed. Lampe. 

1280. Halbw. RIoppenheini. S. G.: W. Edling, daselbst. 

1281. P:rw. \enderoth bei Löhnberg^. S. G. : 1908 Frl. ß. Pfaff, 

Sonnenberg. 
1373. Erw., jung. Leichtwelshöhle. S. G.: 1910 Aug. Hahn, Wies- 
baden. 

13* 



60 — 196 — 

2. Coronelhi getula (L.). 
Boul enger, Cat. 11, pag. 197. 
1191. Erw. (var. B.) iXord-Amerika. G.: 1904 N. Zool. Ges. Frank- 
furt a. M. 

•■•■3. Coronella punctata (L.). 
Boulenger, Cat. II, pag. 206. 

1338. Erw. (var. A.) Baltimore, Xord-Viuerika. T.: 1909. 

tCjJemis Ceniopbora C'ope. 

'■■'■ 1 . ( ■ e m o p h o r a c o c c i 11 e a (Blbch.). 
Boulenger, Cat. II, pag. 214. 

1339. Jung. Südl. Yereinigl. Staaten. G.: 1909 Ad. Zilch, Offen- 

bach a. M. 

Geiiii>4 Oligiodoii Hoio. 

1. Oligodon bitorcjuatus Boie. 
Boulenger, Cat. II, pag. 237. 
1291. Erw. Batavia, .lava. S. G.: 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 

CireiMii^ Coiilia B. G. 

'•■"l. Contia vernalis (HarL). 
Boulenger, Cat. II, pag. 258. 

1340. Erw. Baltimore. T.: 1909 Museum Oft'enbach a. M. 

t Genus Orayia Cirtiir. 

■■•• 1 . G r a y i a s ni y t h i (Leach ) . 
Boulenger, Cat. II, pag. 286. Taf. XIII, Fig. 3. 
1230. Erw. ßilmmll, | (S. G.: 1905 J. Weiler. 

1329. Jung. Isoii^o. J * ^^^" *" | S. G. : 1909 C. Feldmann, daselbst. 

t Genus Geopliis %lag-l. 

■"^■1. Geophis semidoliatus (D. ß.). 
Boulenger, Cat. II, i)ag. 316. 

1341. Erw., halbw. Mexiko. T.: 1909 A. Zilcb, Offenbacli a. M. 



61 - 197 — 

<Heiiiis <*alaiiiaria Boie. 

*1. Calamaria vermiformis D. B. 
Boul enger, Cat. II, \)a^. ooo. 

1292. f:r\v. (var. E.) Batavia, Java. S. G. : 1908 Dr. ('. Siebert, Breslau. 

2. Calamaria liunaei Boie. 
Boul enger, Cat. II, pag. 345. 

var. retieulata Boie. 
B u 1 e n g e r , 1 . <*.. pag. :->46. 

1293. Erw. u. halbw. Batavia. Java. S. G. : 1908 Dr. i\ Siebert, Breslau. 

SubfaiTiilie Rhachiodonlinae. 
fCiieiiiis I>a^.vpcltis Hagl. 

* 1 . D a s y p e 1 1 i s s c a b r a (L.). 
Boul enger. Cat. 11, pag. 354. 
1172. Erw. (A.l Port Elizahelh, Siid-Afr. T. : 1903 Museum Hamburg. 
1177. 2 Ste. (ß.) Rietnumd. M. S.-W.-VIV. S.O.: C. Berger, daselbst, 
1335. Jung. Harrar. Abyssinieii. V.: 1!)09 W. Russert, Laufenseiden. 
1358. Jung. Dehane, U. West-XlV. S (i. : 1909.0. Rau, daselbst. 



15. Opisth()y:l.vplia. 

Subfamilie Hoi-na'opsinae. 
Oeuiis llyp«irliiiia M agl. 

1. Hypsirhiiia eiihy-dris (Schneid.). 
Boul en gel . Cat. Snakes Brit. Mus, (X. H.), Vol. III, 1896, p;ig. H. 

var. ])ilineata (Iray. 
Boul enger, 1. c, pag. 7. 
1294. 3 erw. Batavia. Java. S. (4. : 1908 I)r, C. Siebert, Breslau. 



62 - 198 - 

Subfaniilie Dipsadomorphinae. 

*1. Geodipsas depressiceps (Wern.). 

1897. Tropidonotus depressiceps, Werner, Yhdlg. zool. bot. (xes. 

Wien, Bd. 47, pag. 402. 
1901. Geodipsas mapanjensis, Andersson. Bihang tili K. Sv. 

Vet. Akad. Handlingar, Bd. 27, Afd. IV. Xr. 5, pag. 19. 

Taf. II, Fig. 15. 
1908. Geodipsas depressiceps (Wern.). Sternfeld. Mitteil. Zool. 

Mus. Berlin. Bd. III. Heft 4. pag. 410. 

1352. Erw. ßihundi. ü. >Ves<-.\fr. S. G.: 1909 Otto Bau, daselbst. 

CHemiH Tarbopliis Flei^ebiu. 

'■•' 1 . T a r 1) o p li i s f a 11 a x Fleischm . 
B u 1 e n g e r , Cat. III. pag. 48. 
1189. 7 Ste. (üalmalien.) V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 
1279. 2 Ste. Zara. Dalmatien. G. : 1907 W. A. Lindholm. Wiesbaden. 

*2. Tarbophis semiannulatn s (A. Sm.). 
Boul enger, Cat. III, pag. 51. 
1423. Erw. Wiiidlnik. H. S.-U.-AIV. T.: 1911 Museum Offenbach a. M. 

CReiiii« I>ip$acl<>iiiorpbiiH Fitz. 

*1. Dipsadomorphus pulverulen tiis (J. G. Fisch.). 
B u 1 e n g e r , Cat. III, pag. 68. 
1347. Halbw. \)\\m\s:() bei Edea. I). West-Afr. T. : 1909 Museum München. 

1353. 2 erw. Bil>undi. 1 „^,^^^.,,. g. G. : 1909 10 Otto Bau. daselbst. 
1382. Halbw. Hehaiie. | 

*2. Dipsadomorphus nigriceps (Gthr.). 
Boulenger, Cat. HI. pag. 72. Taf. III, Fig. 3. 
1362. Halbw. Insel Ma$, Westküste von Sumatra. S. G. : 1909 Missionar 
Hippenstield. 



63 



— 199 - 



1241 



3. Dipsadomorphus irregularis (Merr.). 

Boulenger. Cat. 111. pag. 75; Lindliolni, Jalirb. Xass. Ver- 
ein Naturk. 58 (1905). pag. 2H8. 

!1 erw., 1 halbw., 2 jung. | (var. B.). Boi^adjim. D.-Xeu^iiiiiea. 
2 erw., 2 jung. | S. G. : W. Diehl, daselbst. 



* 4. D i p s a d o iii o r p h u s b 1 a n d i n g i i (Hallow.) . 
Boulenger. Cat. III, pag. 77. 
1312. Jung. BIbundi. I». >Vesl-Afr. S. G. : 1908 O. Rau. daselbst. 



t iiienii!« Dipsadoboa <iittii*. 

* 1 . Di [) s a d o b o a n ii i c o 1 o r Gthr. 

Boulenger, Cat. III, pag. 81; Lindliolni, Jahrb. Xass. Ver- 
ein Xaturk. 58 (1905). i)ag. 185 (Dipsadopliidium weileri). 



I). >Vest-Vfi'. S. G.: 1904/11 J.Weiler, 
0. Rau und C. Feldniann. 



1220. 


2 Ste. 




Bihundi. 


1238. 


1 St. 




« 


1308. 


5 Ste. 




Isoiigo. 


1317 


2 Ste. 




Bihiindi. 


1318. 


Zahlr. 


Ste. 


« 


1383. 


3 Ste. 




Dehane. 


1412. 


6 Ste. 




Campo. 



1414. 2 halbw. Mowange. 



CiioiiiiN I^eptodira Cirtlir. 

*1. Leptodira duebesiiii Blgr. 

Boulenger, Ann. Mus. Congo, ser. I, tome II, fasc. 1, ]). 10, 
pl. IV, fig. 1. 
1348. Jung. Dihongo bei Edea. D. AVesl-Alr. T. : 1909 Museum München. 

*2. Leptodira hotamboeia (Laur.j. 

Boulenger, Cat. III, pag. 89; Andersson. Jahrb. Xass. Ver- 
ein Xaturk. 63 (1910), pag. 203. 

1369. Jung. Harrar. Abyssioien. V : 1909 W. Russert, Laufenseiden. 
1375. 2 Ste. Kapland. T. : 1909 Museum Oltenbaeh a. M. 



64 — 2<)() — 

* 3. L e p t o d i r a a 1 b o t* u s c a (Lac. ), 
Boulens,' er, ("at. III, pa^-. 95. 
1228. Hiilbw. cf. (Süd-Vmei'lka.) G. : 1905 H. Albert, Wiesbaden. 

Geiiii» Oxyrliopus W«gl. 

;M. Oxyrliopus rhombifer D. B. 
Boulenger. Cat. IIL pag. 103. 

1342. ,£r\v. Brasilien. T. : 1909. 

-|-Cjroims Tacliyuieiiis M ie^^iu. 

=M. Tachymenis peruviana Wiegm. 
Boulenger, ('at. IH, pag. 118. 
1274. Erw. J. La Paz, Bolivia. S. (;.: 1907 K. Seyd, Wiesbaden. 

<Heiiiis^ Trimerorliiiiiis; Siuitli. 

1. Trim erorhiiius rhombeatus (L.). 
Boulenger, ('at. III, pag. 138. 

1343. Halbw. Rapland. T. : 1909 Museum Offenbach a. M. 

tCiieiiiis Kbaiiipliioplii^ Ftrs. 

^''l. ßlia niphiophis m ulti inaculatus (Sni.). 
Boulenyer, Cat. III, pag. 148. 

1322. Erw. Knihis. I). S.-U.-Vrr. S. G. : 1909 Dr. P. Range, daselbst. 

fOeiiiis Tapliroiiic^topoii Brandt. 

* 1 . T a p h r o m e t o p o n 1 i n e < ) 1 a t u in (Brandt). 
Boulenger, ('at. III, pag. 151. 
1173. Halbw. Weriioje, Transkasplen. (r. : 1903 Dr. A. M. Nikolsky, 
St. Petersburg, durcli W. A. Lindliolm, Wiesbaden. 

<iieiiii»!» Psitaiiiuiophi*« Boie. 

*]. Psamrnophis notostictus Ptrs. 
Boulenger, Cat. III, pau. 1 5(i. 
1178. 5 Ste. Rietni»nd. I [ S. G. : 1903 (\ Berger, daselbst. 

1323. 2 Ste. Kiiii)is. •'■'-■ '* s. G.: 1909 Dr. P. Range, daselbst. 



65 - 2i)\ — 

=^=2. Psanimophis schokari (Forsk.). 
Boul enger, ("at. III, \yA^. 157. 

1404. Erw. Ai'ii Sefra, Aljjerieii. T.: 1911 Museum München. 

* 3. P s a 111 m o p h i s t i g r a in in u s Gtlir. 
Boulenger, Cat. III. pag. 159. 

1324. Erw. Ruibls, I». S.-W.-Afi'. S. G. : 1909 Dr. P. Range, daselbst. 

4. Psammophis sibilaiis (L.). 
Boulenger, Cat. III, pag. KU. 
1270. 3 Ste. Lüdpi'itzbucht, h. S.-\>.-Arr. S. G. : 1908 Dr. P. Range, 
daselbst 

5. Psammophis furcatus (Ptrs.). 
Boulenger, Cat. lil, pag. 1H4: Annais South Afr. Mus. Vol.V, 
Part 9, 1910. pag. 513 (P>. leightoni Blgr.). 

1169. Jung. Kietmond. H. S.->V.-\fV. S. G. : 1903 C. Berger, daselbst. 

1184. 5 Ste. J 

1360. Erw. Wüsie Xamieh, l>. S.-U.-AIV. (Psammoi)his leightoni, Blgr.) 

1418. Erw. Berseha. I). S.-\>.-AI'r. S. G. : 1911 Carl Berger, daselbst. 

* 6. P s a m m o ] ) h i s b r e v i r o s t r i s Ptrs. 
B < ) u 1 e n g e ]• , Cat III, pag. 166. 

1359. Jung. Wüste Xaniieb. h.S.-W.-AI'r. T.: 1910 Museum Offenbach a.M. 

<■ eil IIS l>r.voi>lii»s Da Im. 

1. Dryophis prasinus Boie. 
Boulenger, Cat. III. pag. 180. 
1295. Jung. Balavia. Java. S. G. : 1908 Di-. C. Siebert, Breslau. 

2. Dryo})lns mycterizaiis (L.). 
Boulenger, Cat. III, pag. 182. 
1214. Erw. Ceylon. G. : 1904 L. Geisenheyner, Kreuznach. 

t<«einis Theloloriiis Siiiitli. 

* 1 . T h e 1 o t o r n i s k i r 1 1 a n d i (I lallo w.) 
Boulenger. Cat. III, pag. 185. 

1405. Erw. (var. A.) (ioldküste, West-Afr. T. : 1911 Museum München. 



66 — 202 — 

f Ciieiiiis ElapoiiiorpliiiA 1>. K. 

*1. Elapomorphus lemniscatus D. B. 
Boulenger, Cat. III, pag. 242. 
1344. Jung. Brasilien. G. : 1909 Ad. Zilcli, Offenbach a. M. 

f Cileiiiis iMiodoii A. 1>iiiii. 

^= 1 . Mio d o 11 c o 1 1 a r i s Ptrs. 
Boulenger, Cat. III, pag. 251. 
1319. 7 Ste. Bilmndi. 0. West-. \ fr. S. G. : 1908 0. Rau, daselbst. 

*2. Miodon gabonensis (A. Dum.). 
Boulenger, Tat. III, pag. 252. 
1248. 8 Ste. Bibundi. I). West-Afr. S. G. : 1906 J.Weiler, daselbst. 
1309. 2 Ste. FsoiiJ?o, \). West-Afr. S. G. : 1908 C. Feldmann, daselbst. 

C. Proteroglyplia. 

Subfamilie Hydrophiinae. 
Ciieiiii«« Hyilrns Scliiieid. 

1. Hydriis platurus (L.). 
Boulenger, Cat. III, pag. 267. 
1226. Erw. (var. G.) Indien. G. : 1905 Ed. Lampe. 
1264 6 Ste. Bosadjim, I).-Xeu£fninea. S. G. : 1908/10 W. Diehl, daselbst. 

Genus PlHtiiriis I>aiicl. 

1. Platurus colubrinus (Schneid.). 
Boulenger, Tat. III, i)ag. 308. 
1265. 2 Ste. Bosadjini, D.-iNeuiäfuinea. S. G. : 1908 W. Diehl. daselbst. 

Subfamilie Elapinae. 
Geiiiis Deiiisoiiist Hroltlt. 

1. Denisonia superba ((Itbr.). 
Boulenger, Cat. III, pag. 335. 

1365. Erw. (iippsland, Australien. ,, ,^^^^ , „ a t. i i ^ 
,„^^ _ ,, ,;. . G.: 1909 Gescliw. H. U.A. P.berhard, 

1366. Halbw. Victoria. 

, oo TT ,, ™, Melbourne. 

136/. Ilalbw. lasmania. 



67 — 203 — 

fCiveniis Aeaiitlio|>bi<i Daiid. 

*1. Acanthophis antarcticus (Shaw). 

B u l e n g e r , Cat. IIL i)ug. 355 : L i ii d h o 1 in . .lalirb. Nass. Verein 
Naturk. 58 (1905), pag. 239. 
1242. 4 Ste. ßo^adjiin, 0.-\eus:ninea. S.U.: 1905 W. Diehl, daselbst. 

Genus Biiiigariis Daiid. 

1, B Ungar US candidus (L.). 
Bou lenger. C'at. III. pag. 368. 
129(3. 2 halbw. (f. typ.) Batavia. Java. S. G : 1908 Dr. i\ Siebert, 
Breslau. 

var. multicincta Blyth. 
B u 1 e n g e r , Cat. 1. c, pag. 369. 
1185. Erw. Pakhoi. Pr»v. kMans^si, (Ihina. S. G. : 1904 Ad. v. Hagen, 
Wiesbaden. 

Geiiii!« Xa|a L<aiii*. 

*1. Naja flava (Merr.). 
Boul enger, Cat. III, pag. 376. 

1179. 2 erw. Rietmond. I). S.-W.-MV. S. G.: 1903 ('. Berger, daselbst. 

1267. Kopf. Aus. I). S.->V.-AI'r. 1 ,, ^ ^.^ , . t ^. .. . ,, 

_ ^ .. S.G.: 190809 Dr. P. Range, daselbst. 

1325. Erw. Kuil)is. ., „ ) 

* 2. N a j a ni e 1 a n o l e a c a Hallow . 
Bou lenger, Cat. III, pag. 376. 

1224. 6 Ste. Biluiiuli. ü. West-Air. S. G. : 1905 .1. Weiler. 
1231. 9 Ste. (var. A.) Ebendaher. S.G.; 1906/09, J. Weiler und 0. Rau. 
133(1. Erw. (var. A.) Isongo. h.-AVest-AlV. S. G.: 1909 C. Feldmann, 
daselbst. 

*3. Naja uigricoilis Reinh. 
Boul enger, Cat. III, pag. 378. 

1266. Halbw. (f. typ.) | Kuibis. 0. S.-W.-AIV. S. G. : 1908/09 

1326. Erw. u. halbw. (f. typ.) ) Di". P. Range, daselbst. 



68 — 204 - 

4. Naja tripudiaiis Merr. 
ßoulenger, Cat. III, pag. 380. 

var. leucodira Blgr. 
ßoulenger, 1. c., pag. 384. 
1205. Erw. Sumatra. (>. : 1904 L. Geisenheyiier, Kreuznach. 

t CiJeinis Aspidelaps Suiitb. 

'^' 1 . A s p i d e 1 a p s 1 u b r i c u s ( Laur. ). 
ßoulenger, Cat. III, pag. 390. 
1180. Erw. (ß. mit 50 Ringen). Rietmond, 1). S.-VV.-Air. S. G.: 1903 
Carl ßerger, daselbst. 

*2. Aspidelaps scutatus Smith, 
ßoulenger, Cat. ill, pag. 391. 
1168. Erw. Rietmond. D. S.-W.-AIV. S. G.: 1903 Carl ßerger, daselbst. 

C)ieiiiis Doliopbis <itirad. 

*1. Doliophis bivirgatus (Boie). 
ßoulenger, Cat. III, pag. 400. 

1406. Erw. (var. tiaviceps, Cant). Sultanat Dell, Sumatra. T.: 1911 

Museum München. 

2. Doliophis intestinalis (Laur.). 
ßoulenger, Cat. Ill, pay. 401. 

1297. P]rw. (f. typ.). Batavia, Java. S.G.: 1908 Dr. C. Siebert, 
ßreslau. 

var. lineata CTray. 
ßoulenger, 1. c, pag. 403. 
1363. Erw. Insel i\ias, Sumatra. S. G.: 1909 Missionar IlippenstiehJ. 

Cireiiii»< £la|>s 8<'li]iei(l. 

1 . E 1 a p s c o r a 1 1 i n u s Wied. 
ßoulenger, Cat. III, pag. 420. 
lo85. Jung (t. typ.). Süd-Amerika, (t.: 1910 Ad. Zilch, Offenbach a. M. 

1407. Erw. (t. typ.). Sta. Catliarina, Brasilien. V.: 1911 G. Schneider, 

Basel. 



69 — 205 — 

••=2. Elaps frontalis D. B. 
Boulenger, Cat. III, i)as. -t27. 
1345. Halbw. (C.) Süd-Amerika. G.: 1909 Ad. Zilcli. Offenbach a. M. 

•■•'o. Elaps marcgravii Wied. 
Boulenger, Cat. III. jiag. 428. 
138(1. Jung. Süd-Ainerlka. T.: 1909. 

Oeiiiis I>eiidras|>i!s Selileg'. 

1. Dendraspis jamesoni (TrailL). 
Boulenger. Cat. III, pag. 436. 
1209. 1 erw., 1 lialbw., 3 jung. Bibumli. I). Uesl-Afr. S. G. : 1904 

J. Weiler. 
1395. Jung. Canipo. H. West- A fr. S. G.: 1911 0. Bau. daselbst. 

Familie Amblycephalidae. 

OeiiuH Auiblyoeplialus Kiilil. 

1. Amblycephalus laevis Boie. 
Boulenger, Cat. III, pag. 441. 
1298. Jung. Batavia, Java. S. G.: 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 

Geiiii»« I..ei>to^'iiatliii«!i I>. B 

■^"1. Leptognatbus catesb^'i (Seiitz.). 
Boulenger, Cat. III, pag. 449. 
1408. Erw. Venezuela. V.: 1911 G. Schneider, Basel. 

Familie Viperidae. 

Subfamilie Viperinae. 
Ciieiiiis Yipera liaiii*. 

1. Vipera berus (L.). 
Boulenger, Cat. III, pag. 476. 
1204. Erw. Schlesien. G.: 1904 Prof. Gut h, Wiesbaden. 
1215. Erw. 9 Sorau, Xiederiausitz. G.: 1904 Hugo Tschering, Wiesbd. 
1218. Erw. Tirol. V.: 1904 N. Zool. Ges. Frankfurt a. M. 
1278. Erw. Bivio, 1800 m, (iraiibünden. S. G.: 1908 Paul Preiss, 
liUdwigshafen a. Rh. 



70 — 206 — 

2. Vipera aspis (L.). 
ß Olli enger, Cat. III, pag. 485. 
1203. 2 erw. Süd-Europa. V.: 1904 Neue Zool. Ges. Frankfurt a. M. 

Ciieiiiis Bitis diray. 

1. Bitis arietans (Merr.). 
Boul enger, Cat. III, pag. 493. 

1181. Erw. Rietniond, 0. S.-W.-Afr. S. G.: 1903 C. Berger, daselbst. 

2. Bitis cornuta (Daud.). 
Boulenger, Cat. III, pag. 497. 

1268. Erw. Lüderitzimcht, D. S.-VV.-Afr. S. G.: 1908 Dr. P.Range, 

daselbst. i 

•■==3. Bitis caiidalis (Smith). 
Boul enger, Cat. III, pag. 498. 

1182. 2 Ste. Kietmoiid, I). S.-U.-Al'r. S. G.: 1903 C. Berger, daselbst. 

1269. Erw. Lüderitzimcht. 1 1), S.-W.-Al'r. S. G.: 1908/09 Dr. P. Range, 
1327. 3 Ste. Ruihis, | daselbst. 

1416. 1 erw., 1 balbw. Berseba, I). S.-W.-Afr. S. G.: 1911 C. Berger, 
daselbst. 

•■'=4. Bitis gabonica (D. B.). 
Boul enger, Cat. III, pag. 499. 

1210. 2 erw. u. 2 jung. Bibundl, D. West-Al'r. S. G.: 1904 J. Weiler. 

1355. Halbw. Ebendaher. S. G.: 1909 0. Rau, daselbst. 

5. Bitis nasi com is (Shaw). 
Boul enger, Cat. III, pag. 500. 

1211. 7 Ste. Bibundi, I). >Vesl-Afr. S. G.: 1904 J Weiler. 

1331. Kopf. Isons», „ „ ., S. G.: 1909 Carl Feldmann, daselbst. 

1356. 3 halbw. u. jung. Bibundl, | D. West-Afr. S.G.: 1909/11 0. Rau, 
1393. 7 jung. Campo, J daselbst. 



71 — 207 — 

t (iieiiii!< Allieriss Cope. 

■■'• 1 . A t h e r i s s q u a m i g e r (Hallow.). 

Boulenger, Cat. IIL i»a^. 509. 

1349. Halbw. Diboiiffo hei Edea , D. Wesl-VlV. T.: 1909 Museum 

München. 

1371. Jung. Bihundi, 1 . ^ 

,,^, ,, „ ^, 1). Uest-Alr. S.G.: 1909/11 (). Kau, daselbst. 

1394. 2 lialbw. Cainpo, j ' 

Subfaniilie Crolalinae. 
(lieiiiiN Aiicistro<loii PaliK. 

'''1. Ancistrocloii interni eclins (Strauch). 
Boulenger, Cat. 111, pag. 525. 
1174. Jung. Fhiss Rung:es, Thian-Sehaii. G.: Dr. A. M. Xikolsky, 
St. Petersburg, durcli W. A. Lindholm, Wiesbaden. 

2. Ancistrodon rhodo Stoma (Boiej. 
Boulenger, Cat. III, pag. 527. 
1320. Erw. Batavia, Java. S. G : 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 

Ciieiiiis I^acliesiis ]>aii(l. 

'^'1. Lachesis sumatraiius (Raffl.). 
Boulenger, Cat. III, pag. 557. 
1364. Erw. Insel Xias. Sumatra. S. G. : 1909 Missionar Hippenstiehl. 

Ciieiiits C'rotaliis Jj, 

1. Crotalus terrificus (Laur.). 
Boulenger, Cat. III, pag. 573. 
1213. Erw. Süd-Amerika. G.: 1904 Ed. Lampe. 
1275. Erw. Yungas, Bolivia. S. G. : 1907 K. Seyd, Wiesbaden. 



?08 



AMPHIBIA. 



Ordiiuiiii- BATRACHIA SALIENTIA 

s. ECAUDATA. 
Unterordnung I. PHANEROGLOSSA. 

Reihe A. Firiiii>»teriiia. 

Familie Ranidae. 

t Ciieiiiis Ox.yglossns Tseli. 

'=1. Oxyglossus laevis Gthr. 
Boulenger. Cat. Batr. Sal. Brit. Mus., 1882, pag. 6. 
lüöJ) Erw. Celebes. T.: 1909 Museum Basel. 

Ciieuiis Baiia L«. 

1. Raiia tigrina Daucl. 
Boulenger, Cat. pag. 26. 

401. Erw. Tamsui. Formosa. T.: 1909 Museum München. 

*2. Elana occipitalis Gthr. 
Boulenger, Cat. pag. 27. 
404. Erw. Senes^al. T. : 1909 Museum München. 

*3. Rana limiiocharis Wiegm. 
Boulenger, Cat. pag. 28 (gracilis) und Fauna Brit. Ind. Kept. 
u. Batr. (1890), pag. 450. 

402. Erw. Tamsui. Formosa. T.: 1909 Museum München. 



1) Nummer des Amphibien-Katalogs des Natiirhistorischeii Museums zu 
Wiesbaden. 



73 — 2oy — 

"'-'4. Rana delalandei (Bibr.) Tsch, 
Roulenger. ('at. \ydg. 31: Andersson, Jahrb. Nass. Verein 
Naturk. 68 (1910), pag. 205. 
430. 2 Ste. Harrar. Abyssinlen. V.: 1909 W. Russert, Laufenselden. 

*o. Rana nutti Blgr. 
Boulenger, Ann. Mag. Nat.-Hist.. 6. S. XVIH. 1896, pag. 467. 
199. Erw. Kiboscho, I). Ost-Al'r. T.: 1909 Museum Basel. 

6. Rana esculenta L. 

Boulenger, Cat. pag. 38. 

104. 4 Ste. Brinkenweiher bei Steiueu. Interwesterwald. 20. VI. 1904. 

S. G.: Dr. J. Vigener, Wiesbaden. 

109. Erw. Alf a. (1. Mosel. i ^ ., -^ , . 

S. Ct.: Ed. Lampe, 
459. Jung. Hasslocb, Hessen. ,„. , , 

^ ' ANiesbaden. 



460. Erw. (f Fischzuchtanstalt bei Wiesbaden. 

465. Erw. Bad Brüfkenau, Bayern. S. G.: 1911 Kurt Seyd. Wiesbaden. 

7. Rana temporaria L. 
Boulenger, Cat. pag. 44. 
90. 2 cT, 2 9. Fischzuchtanstalt bei Wiesbaden. 22.111. 1903. S. G. : 
Ed. Lampe, Wiesbaden. 

107. Zahlr. Larven. WelschneudcMf bei Montabaur. S. G.: 1904 

Dr. J. Vigener, Wiesbaden. 

108. 5 erw., 3 jung, (iross. u. kl. Ferniunttal. VIII. 1904 S. G. : 

L. Berger, W, Erkel und Ed. Lampe. 
163. 2 erw. Alf a. d. Mosel. 29. VII. 1908. S.G. : Ed. Lampe, Wiesbaden. 

193. Erw. Innschlucht bei St. Moritz, (iraubünden. 7. X. 1908. S. G. : 

Dr. J. Vigener. 

194. 1 halbw , 3 jung. Oberstdorf. Allgäu. IX. 07. S. G. : Derselbe. 

461. Jung. Schonach. Schwarzwald. S. G.j 1911 Ed. Lampe, Wiesbaden. 

8. Rana arvalis Nilss. 
Boulenger, Cat. pag. 45. 
96. 5 Ste. I Moorwiesen bei Hassloch. Hessen. 3. VI. 1903. S.G. : 

99. Zahlr. Ste. j Ed. Lampe und Dr. J. Vigener. 

462. Erw. Trebur. Hessen. S. G. : 1911 H. Evelbauer. Wiesbaden. 

Jahrb. d. nass. Ter. f. Xat. ()4. 1911. 14 



74 — 210 - 

'"9. Rana agilis Thom. 
Bon lenger, Cat. i>ag. 46. 
92. Erw. l'm^ehunp^ von Wien. T. : 1903 Dr. F. Werner, Wien. 
403. Erw. Wesslin^ l>ei Slarnher^. Münclien. T. : 1909 Museum München. 

*10. Kana oxyrhynchus (Sund.). Sniitli. 
R u 1 e n g e r , Ca t . pag . 5 1 . 
198. Halbw. Tinvafliiss. 1». Osl-AfV. T.: 1909 Museum Basel. 
451. Erw. Mowan^e bei Ison^o. I). Wesl-VlV. S. G. :1911 C. Feldmann, 

'lasolhst. 

* 1 1 . R a 11 a I o n g i r o s t r i s Ptrs. 

ßoulenger, Cat. pag. 52; Andersson, Jahrb. Nass. Verein 
Naturk ÜO (1907), pag. 229 (ae(iuiplicata Wern.); Nieden, 
Mitt. Zoo). Mus. Berlin, Pxl. III, pag. 495. 

11(1. Erw. Irwaicl bei Bibundi, IK West- Air. S. G. : 1906 0. Rau, 

durci) J. Weiler. 
441. 2 Ste. hun^o, l).-\Vest-AIV. S. (i. : 1911 Carl Feldmann. 

* 12. Rana mascareiiiensis D. B. 

Bou lenger, Cat. pag. 52; Andersson, Jahrb. Nass. Verein 
Naturk. 60 (1907), pag. 229. 

117. Erw. Ui'wald bei Bibundi, ». Wesl-Afr. S. G. : 1906 0. Rau, 

durch J. Weiler, daselbst. 

118. 5 Ste. Fluss l)ei Bibundi. I). West-AiV. S. G. : 1906 C. Feldmann, 

durch J. Weiler, daselbst. 
14Ö. 8 Ste. Urwald l)ei Bibundi, i). West-Afr. S. G. : 1907 0. Rau, 

durch J. Weiler, daselbst. 
151. 2 Ste. >lombasa. Brit. Ost-AIV. S. G. : Ad. v. Hagen, Wiesbaden. 
184. 5 Ste. IsooRo, I). AVest-AlV. S. G.: 1908 (^arl Feldmann. 
420. Erw. Xossibe. >lada?^asliar. T. : 1909 Museum Offenbach a. M. 

467. Erw. Mowan^e. I). Wesl-AlV. S. G. : 1911 Carl Feldmann. 

468. 3 erw. Rawirondo, Brit. Ost-AIV. 8. G.: 1911 Frl. Em. Messinger, 

Wiesbaden. 



75 — 211 — 

^•=13. R a 11 a a l b o 1 a b r i s Hallow. 
Boul enger, Cat. pag. 59, Tat', o, Fig. 2; Anderssoii 1. c, 
pag. 229. 

119. 5 cf, 2 9, H jung. Irwald bei Blbuiidi 

120. 3 9. Fliiss bei Kibiindi 
148. S Ste. Bibiindi 
41ti. 5 Ste. IsoDgo 



D.Wesf-Afr. S. G. : 1906/09 
(). Rau und C. Feldmann, 
durch J. Weiler. 



=^14. Rana gracilis Grav. 
Boul eng er, Cat. pag. 60 [macularia (Blytli.)]; Fauna Brit. Ind. 
Rept. u. Anipb. 1890, pag. 456. 

149. 2 erw., 1 lialbw , 1 jung. Xiiwara Elya, Ceylon. S. G. : 1908 

K. Seyd, Wiesbaden. 

*15. Raiia chalconota (Schleg.). 
Boul enger, Cat. pag. Q6. 

168. Halbw. Balavia. Java, S. G. : 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 

*16. Rana ulcerosa (Bttg.). 
Boul eng er, Cat. pag. 462. 
421. Erw. X'üssibe, Madnj^askar. T. : 1909 Museum Oifenbach i\. M. 

OeniiN Rhaeophorus Kiihl 

*1. Rhaeophorus microtympaiium (Gtlir ). 
Boul enger, Cat. pat. 79. 

150. Erw. Xiiwara Elya, Ceylon. S. G. : 1908 Kurt Seyd, Wiesbaden. 

2. Rhaeophorus leucomystax (Grav.). 
Boul eng er, Cat. pag. 84 (Rh. maculatus, part.); Fauna Brit. 
Ind. Rept. u. Aniph. (1890), pag. 474. 

169. Erw.. jung. Batavia. Java. S. G. : 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 

3. Rhaeophorus rein ward ti (Wagl.). 
Boulenger, Cat. pag. 88. 

170. Erw. Baiavia, Java. S. G.: 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 
429, Jung. Builenzoi'^, \V,-Java. V.: 1910 B. Jachan, Friedenau. 

14* 



76 — 212 — 

t CiJeinis CJiiroiiiaiitis Ptrs. 

*1. Chiroma litis rufescens (Gthr.). 
Boulenger, Cat. pag. 92, Taf. 10. Fig. 2. 

172. 2 erw. Bibundi. D. West-Afr. S. G. : 1908 O. Rau. 

173. Erw. Isonsfo. I). Uest-Afr. S. G. : 1908 ) 

452. Halbw. Mowan^e. I). West-Afr. S. G.:1911.) ' ^'"^^^'" 

t Oenus IxaliiH D. K. 

^= 1 . I X a 1 u s 1 e u c o r h i n u s Mart. 
Boulenger, Cat. pag. 98. 
196. Halbw. Ceylon. 



^^ ^ „ . , , T. : 1909 Museum Basel. 

197. Erw. Malabar. 



t Oeuus Phr.vnobatraeliiis Otlir. 

* 1 . P h r y n o b a t r a c h u s p li c a t u s Gthr. 
Boulenger, Cat. pag. 112. 

174. 2 erw. Bibundi, J). West-Afr. S. G. : 1908 Otto Bau. 

175. 3 « Isonffo, « « I 

l o J ^- ^^■'' 1^08/11 C. Feldmami. 

442. 8 * Mowan^e, « « ) ' 

t Oemis Petropedetes Roliw. 

^' 1 . P e t r o p e d e t e s c a m e r o n e n s i s Rchw. 
Reichenow, Arch. f. Naturg. 40. Jahrg., 1. Bd., 1874, pag. 290, 
Taf. 9, Fig. 2a u. b; Boulenger, Cat. pag. 137 (Hylambates 
cameronensis). 
454. 3 erw. Mowange, 0. West-Afr. S.G. : 1911 C. Feldmann. 

*2. Petropedetes johustoni (Blgr.). 

Boulenger, Proc. Zool. Soc, London 1887, pag. 564; Andersson, 
Jahrb. Nass. Verein Naturk. 60 (1907), pag. 232. 

121. 1 cT, 2 9, 4 jung, Urwald bei Bibundi | 1). Wesl-Afr. S. G. : 1906/08 

185. Zahlr. Ste. Bibundi | 0. Bau, durch J. Weiler. 

186. Zahlr. Ste. Ison^o | 1). \Ves(-Afr. S. G. : 1908 C. Feldmann, 
453. 7 Ste. i\lowan?e 1 durch J. Weiler. , 



77 — 213 — 

t<jleinis Astylosteruiis M erii. 

*1. Asty losternus robustus (Blgr.). 
Boiilenger, Proc. Zool. Soc, London 1900, p. 443, Taf. 30 

(Trichobatrachus robustus Blgr.). 
Andersson, Jahrb. Nass. Verein Xaturk, 60 (1907). pag. 242, 

Texttig. 7 — 9 (Tricliobatrachus robustus Blgr.). 
Nieden, Sitz.-Ber. Ges. naturf. Freunde, Berlin. Jahrg. 1907, 

pag. 229 (Asty losternus). 
Derselbe, Zool. Anzeiger, 32. Bd., 1908, pag. 659. 
Derselbe, Mitteilungen Zool. Mus. Berlin, 111. Bd. (1905/08), 

pag. 498. 
Derselbe, Fauna d. deutsch. Kolonien. Reihe I: Kamerun, 

Heft 2 (1910), pag. 42. 

138. p:r\v. 9, jung. cT. | Unvald bei Bilmndi, I). West-Afr. S. G. : 1906 
144. Erw. I 0. Rau, durch J. Weiler. 

159. 2 erw. Hochzeitskleid. Irwald bei Ison^o. I). West-Vfr. S. G. : 

1908 Carl Feldmann. 

160. Erw. Hochzeitskleid. Invald bei ßibuiidi. h. West-Afr. S. G. : 

1908 Otto Rau. 

fii^oiiiis Artliroleptis Suiitli. 

-'M. Arthrolepti s poeciloiiotus Ptrs. 
B u 1 e n g e r , Cat. pag. 117. 
455. Zahlr. Ste. .>lo\vau|2^e, J). West-Al'r. S. G.: 1911 C. Feldmann. 

'^2. Arthroleptis variabilis Mtsch. 
M a t s c h i e , Sitz.-Ber. Ges. naturf. Freunde, Berlin 1893, pag. 173 : 
Andersson, Jahrb. Nass. Verein Naturk. 60 (1907), pag. 234. 

122. Zahlr. Ste. Fhiss bei Bibiiiidi 

123. « (var. tuberosa And.) i , 

. , , Irwald bei Bibundi 

124. 5 « (var. pica And.) J 

125. Zahlr. « ] Zwischenform von f Fluss bei Bibundi I I). West-Afr 

126. 3 « j typ. tuberosa And. j l'rvVald « « js.G. : 1906/11 

187. Zahlr. « Bibundi . ) 0. Rau und 

188. 9 « Isonjfo / C. Feldmann, 
200. 3 « (var. tuberosa And.) fsong« | durch J.Weiler 
433. Halbw. Ison|?o 
456 7. Ste. Mowanjie 
472. Zahlr. Ste. Ison^« 



78 — 214 - 

*3. Arthroleptis macrodactylus Blgr. 
Boulenger, Cat. itag. 117: Andersson 1. c. iiag. 236, 

127. Erw. Dnvald hei Bihundl. I>. AVest-AI'r. S. (i. : 1906 0. Kau, 

durch J. Weiler. 

''4. Arthroleptis calcara tu s (Ptrs.). 
Boulenger. Cat. i)ag. 118. 
176. Erw. Bibnndl. n. West-Al'r. S. G.: 1908 0. Rau. durch J. Weiler. 

t Oeuiis Rappia Gtlir. 

■ l. R a p p i a o c e 11 a t a Gthr. 
Boulenger. Cat. pag. 123. 

409. 2 erw. ßibuiuli \ i). West- Vir. S.G.: 1907,08 0. Kau u. C. Feld- 

410. Erw. Isons^o I marin, durch J. Weiler. 

•■•■2. Rappia concolor Hallo w. 
Boulenger. Cat. pag. 124: Andersson. Jalirb. Nass. Verein 
Naturk. 60 (1907), pag. 237. 

128. Erw. Urwald hei Bil)undi. ». West- MV S. G. : 1906 0. Rau, 

durch J. Weiler. 
473. 2 erw. Isoni^^o. l). West- \ IV. S. (i.: Carl Feldmani]. 

^^'o. Rappia fuscigiila (Boc). 
B u 1 e n g e r . Cat. pag. 124. 
470. Erw. >lo\\aiis;e. I). W'est-AIV. 8.0.: 1911 Carl Feldniann. 

'•'4. Rappia steiiidachiieri (Boc). 
Boulenger, (^at. III. pag. 125. 

177. Erw. ßihiindi. | 0. West-AIV. S. G. : 1908 0. Kau u. C. Feld- 

178. Erw. Isons^o. I mann, durch J. Weiler. 

■■■=5. Rappia acutirostris (Buehh. Ptrs.). 
Peters, Monatsber. d. Kgl. Fr. Aknd. <i. Wissenscli.. 1875, pag. 
207, Taf. 2, Fig. 4. 

413. Ilalbw. ßihundi. [ I). West-Afr. S. G. : 1908 0. Kau u. C. Feld- 

414. Halbw. Isongo, I mann, durch J. Weiler. 



215 



fCiieuiis MegalixaliiN (»thr. 

'■■1. Megalixalus fornasinii Biaiic. 
Boul enger. Cat. i)ag. 130: Andersson. Jahrb. Xass. Verein 
Natiirk. 60 (1907). pag. 238. Texttig. 1—3. 

2 erw.. 1 halbw. Urwald bei Blbundi. 
9 Ste. Bibundi. 

3 Ste. lsoii2,(>. 

4 erw. ßibundi. 
Erw. Mowaiis;«'. I 

■2. Megalixalas j<|»inosiis (Buchh. Ptrs.). 
B u l e n g e r . Cat. pag. 130. 
Halbw. ßibiindi. I). West-Afr. S. (;.: 1908 O. Kaii, durch J. Weiler. 



0. >Vest-Afr. S. (r. : 190H,11 

f). Kau u. C. Feldmanri, 

durch J. Weiler. 



'^'3. Megaiixaliis inimaeu latus Blgr. 
Boul enger. Moni. Soc. Ksp. Hist. Nat. T. I. pag. 63. Taf. V, 
Fig. 3. 
412. cf. 29. jung. Bibuiidl. H. >Vest-\l'r. S. G. : 1908 0. Kau. durch 
J. Weiler. 

■■ -L. Megalixalus lindholmi L. G. Andersson. 
Andersson, Jahrb. Nass. Verein Naturk. 60 (1907). pag. 239. 
Fig. 4 — 6: Nie den. Fauna d. deutsch. Kolonien. Reihe I: 
Kamerun, Heft 2 (1910). pag. 58. 
130. Erw. ßibundi. I). West-Afr. S. G. : 1906 0. Kau. durch J. Weiler. 



t Cireiiiis HylaiiibateN A. Diiiu. 

Andersson, Über einige der Hylanibates- Formen Kameruns. 
Jahrb. Nass. Verein Naturk. 62 (1909). pag. 103/10. 
'■'l. Hylambates aubrvi A. Dum. 
Boulenger, Cat. pag. 135: Andersson. 1. c. 60 (1907), pag-. 

242 u. 62. (1909). pag. 106, Fig. 4 u. pag. 107. 
4 Ste. Uruald bei ßibundi. 
3 ^ Fluss 
Jung. Isonsro. 
Zahlr. Ste. )lo\vanse. 
« « Isongo, 



I). West-Afr. S G.: 1906/110. Kau 
u. C. Feldmann, durch J. Weiler. 



80 — 216 — 

■"•■ H 3^ a m b a t e s r u f u s ( Rchw. ). 
Boul enger, Cat. pag, 136; Andersson, 1 c, (30 (1907), 
pag. 240. 

191. Zahlr. Ste. ßibuiidl. j ü. Wesl-VIV. S. G. : 1908 0. Rau u. 

192. 1 erw., 2 halbw. Isong^o. j C. Feldinann, durch J. Weiler. 

var. boulengeri Wern. 

Werner, Yhdlg. d. k. k. zool. bot. Ges. Wien, Jahrg. 1898, 

48. Bd., pag. 197, Taf. II, Fig. 4; Andersson, 1. c, 60 

(1907), pag. 240. 

131. Erw., jung. Urwald bei ßihundi. 1 I). West-Afr. S. G. : 1906/08 

132." Erw., 2 jung. Fluss « '^< <). Rau u. C. FeWniann, durch 



162. Zahlr. Ste. Bibundl, | J.Weiler, 

var. brevirostris Wem. 
Werner, 1. c, pag. 199, Taf. II, Fig. 5 u. 6 ; Andersson, 1. c, 
60 (1907), pag. 241; Nieden, Fauna d. deutsch. Kolonien. 
Reihe I: Kamerun, Heft 2 (1907), pag. 56. 
133. 3 Ste. Irwald bei ßibiiudi. 



I). Wesl-AtV. S. G.: 1906/11 0. Rau 
u. C. Feldmann, durch J. Weiler. 



134. 2 Ste. Fliiss 

189. 6 Ste. Isoiif-o. 

190. 9 Ste. Bibiindi. 
458. Halbw. Mowaii^e. 

var. aubryioides Andersson. 
Andersson, 1. c, 60 (1907); pag. 241. 

135. 3 Ste. Urwald bei Bibundi, I). West-Afr. S. G.: 1906 0. Rau, 

durch J. Weiler. 

'■■2. Hvlambates palniatus Ptrs. 
Boul enger, Cat. pag. 136: Andersson, 1. c, 62 (1909), 
pag. 104 u. 106, Fig. 1 u. 2. 

179. 1 erw. Bibimdi. IK-West-AI'r. S. (x. : 1908 0. Rau, durch J. Weiler. 

*.•>. Hylambates leonardi Blgr. 
Boul enger, Ann. del Mus. ('iv. di Stör. Nat. Ser. 3. Vol. II (42), 
pag. 167. 

180. 3 Ste. IsiMigo. 1 I). Wesl-Al'r. S. G. : 1908/11 C. Feldmann, 
444. 3 Ste. Mowan^e, ) durch J. Weiler. 



81 - 217 - 

Familie Dendrobatidae. 

tCjJeiiiis C'arclioglossa Kl^^. 

===1. Carclioglossa gracilis Blgr. 

Boulenger, Proc. Zool. Soc, London 19()0, pag. 446. Fig. 2; 
Andersso n, ]. c, HO (1907), pag. 244. 

139. Hall)\v. Irwald bei Bllmndi. \). West-AlV. S. G. : 1906 O. Rau, 
durcli .1. Weiler. 

Familie Engystomatidae. 

fiiieinis C'alliila Gray 

'■■■ 1 . (' a 11 11 1 a p u 1 c h r a Gray. 
Boulenger, Cat. pag. 170. 
405. Erw. Sin^apore. T. : Museum München. 



Reihe B. Areife i*a. 

Familie Cystignathidae. 

t Ciieiiu$< Pseiiilis I^aiar. 

'=•1. Pseudis lim eil um (Cope). 
Boulenger, Cat. pag. 187. 
446. Erw. Cachoeiro, >Iara.j<K Brasilien. T. : 1911 Museum München. 

t ijfeinis C aI,vi>tocei>li»Uis I>. B. 

■l. C'alyptocephalus gayi D. B. 
Boulenger, Cat. pag. 189. 
448. Erw. Puerto Moiill. Chile. T.: 1911 Museum München. 

tCjJenns Telniatobius Miegiii. 

*1. Telmatobius peruvianus Wiegm. 
Boulenger, Cat. pag. 191: Andersson, 1. c, 61 (1908), pag. 305 
158. 3 erw. Tilicacasee. S. G.: 1907 Kurt Seyd, Wiesbaden. 



82 



21S — 



fOeiius Hylode« Fitz. 

'••"l. H vi ödes martiniceiisis Tsch. 
Boul enger, Cat. pag. 214. 
93. Erw. Jamaica. T.: 1903 Dr. F. Werner, Wien. 

t Cireiiiis Cei*ato|>lir>>» Wied. 

'■■■ 1 . C e r a t o p h r }- s o r n a t a (Bell ) . 
LJou lenger, Cat. pag. 225. 
428. Erw. Buenos Aires. G.: 1910 Ad. Zilcli, Oifenbach a. M. 

Oeiiiis Paliidieola Wag;!. 

■"•'1. Paludicola marmorata (D. B.). 
Boulenger, Cat. i)ag. 235. 
152. Jung. Yaiili. Peru. S.O.: 1907 Kurt Seyd, Wiesbaden. 

'■'2. Paludicola borellii Per. 
Peracca, Boll. Mus. Torin. X. 1895, Nr. 195, pag. 26 
Andersson, 1. c, 61 (1908), pag. 306. 

166. 1 erw., 2 halbw. La Faz, Bollvla. [ S. G. : 1907 Kurt Seyd, 

167. Zahlr. Ste. (iiiaqiii. Peru. | Wiesbaden. 



Familie Bufonidae. 

t CiJeims Xectophryiie Buolib. Ptr». 

■l. Nectophryne afra Buchh. Ptrs. 

Boulenger, Cat. pag. 279: Andersson, 1. c, 60(1907), pag. 244. 



140. Erw., halbw.. jung. Urwald bei Bibundi, 

181. Zahlr. Ste. Ison^o, 

424. Erw. Bibuudi, 

443, 4 Ste. Mowanse, 



D. West 
Afr. 



S. G: 1906/11 
(). Bau u. C. Feld- 
mann, durch 
J. Weiler. 



Cireiiiis Biifo fiaiir. 

''■- 1 . B u f o b o r b o ii i c u s (Boie) . 
Boulenger, ("at. pag. 286. 
171. Erw. Balavia. Java. S. G.: 1908 Dr. C. Siebert, Breslau. 



83 - 219 — 

2. B u f o c a 1 a m i t a Laur. 
lioulenger, Cat. pag. 29H. 

100. 2 halbw. I , ^ , ,..,,. ., , , 

101. Zahlr.Ste. | 

lOo. 2 erw. (ioldsleiiital. Soimeiiberj;. 



S. G.: 1903/04 
Ed. Lampe. 



y>. Biifo viridis Laur. 
Boul enger, Cat. i)ag. 297. 
94. 2 erw. (foldsleinlal. Sonnenberit. | S. G. : 1903 04 

102. 2 erw. Sandgrube a. d. Waldsliasse. ^losbacb | Ed. Larnpe. 

■^'4. Bufo superciliaris Blgr. 
Boulenger, Proc. Zool. Soe,, London 1887, pag. 565. 
427. Erw. Unvaldbel Dehane. I). West-Afr. | S. G. : 1909.11 0. Kau, 
438. Erw. Campo. I). West-AlV. j daselbst. 

*5. Bufo regularis Reuss. 
Boulenger, Cut. pag. 298: Andersson. 1. c. 68 (1910), 
l>ag. 205. 
406. Erw. Monrovia. Liberia. T.: 1909 Museum München. 
418. 4 Ste. Harrar. Abvssinlen. V.: 1909 W. Hussert, Laufenseiden. 
436. Zahlr. Ste. »ebane. h. Wesl-AlV. S. G. : 1910 0. Rau. daselbst. 
449. Erw. (/, 5. Tani-a. ». Wesl-AIV. S. G.: 1911 Alfred Hoifmann, 
Wiesbaden. 

■■"6. Bufo latifrons Blgr. 
Boulenger. Proc-. Zool. Soe., London 1900. pag. 435. Tat". 27. 
Eig. 1: Andersson. 1. c.. 60 (1907). pag. 244 (regularis 
Reuss . 
141. 9 Ste. Fluss bei Bibmidi. I f S. G.: 190607 



142. Erw. I I). West-AlV. ' 0. Rau u. ('. Feldmann, 

Urwald 



145. 4 erw. j " " J . | «Iwi'^li '1. Weiler. 

435. Erw. Dehane. | „. .,. [ S. G.: 1910 O. Rau. daselbst. 
440. Erw. Isonsfo. | * *| S. G.: 1911 C. Eeldmann, daselbst. 

"^ 7 . Bufo c a r e 11 s Smith. 
Boulenger, Cat. pag. 301. 
422. Erw. Anianl. I). Osl-Afr. T.: 1909 Museum München. 



84 



— 220 — 



425. 



*S. Biifo compactilis Wiegm. 
Bouleiiger, Cat. pag, 302. 
Erw. Mexiko. G.: 1910 Ad. Zilch, Offenbacli a. M. 



154. 
156. 
155. 
157. 



15.- 



S. G.: 1907 Kurt Seycl 
Wiesbaden. 



106. 

110. 
161. 
463. 



417. 
439. 



466. 



40: 



*9. Bufo spinolosus Wiegm. 
Boul enger, Cat. i)ag. 302; Aiulersson, 1. c, 61 (1908), 
pag. 306. 

1 halbw., 4 jung. Yura. Peru. 

2 jung. Guaqui. Peru. 

3 erw., 1 med. La Paz. Bolivia 
Halbw. Titicacasee 

var. arapeusis And. 
Andersson, 1. c, pag. 306. 

1 halbw., 3 jung. Arapa, Peru. S. G.: 1907 Kurt Seyd, Wies- 
baden. 

10. Bufo vulgaris Laur. 
Boul enger, Cat. pag. 303. 
Zahlr. Larven, »elsclineudorf, Montabaur, T. Westerwald, 16. VI. 04. 

S. G. : Dr. J. Vigener. 
Jung. Amphitlieater, Trier. 
Erw. Alf a. d. Mosel. 29. 7. 1908. 



.-v'O 



S. G.: 1905/11 
Ed. Lampe, Wiesb. 



^ in ( opulii. Fischzuclitanstalt bei AViesbaden. 

'•'11. Bufo t u b e r o s a CIthr. 
Boul eng er, Cat. pag. 304. 

2 erw. Bomana bei Bibuudi, I IS. G. : 1909 C. Feldmann, 

Erw. Cainpo, | "" ^^^" ^'(^.G. : 1911 0. Rau. 

*12. Bufo taitanus Ptrs. 
Boul enger. Cat. pag. 305. 
5 Ste. Ri.jabe, Bril. Ost-Al'r. S. G.: Frl. Em. Messinger, Wiesbd. 

13. Bufo nielanostictus Schneid. 
Boul enger, Cat. pag 306. 
Erw. lamsui, Formosa, 'i\ : 1909 Museum, München. 



85 - 221 — 

'■- 14. B u f o a ]• e ii a r u m Hensel . 
Bou lenger, Cat. pag. 314. 
426. Erw. Buenos Aires. G. : 1910 Ad. ZiU-h. Offenbach a. M. 

15. Bufo marin US (L.). 
Bou lenger, Cat. pag. 315. 

146. Erw. Püsadas, Ar^eiilinieii | S. G. : 1907 

147. Zahlr.jung. Am Ufer des AKo-Panara Posadas Ar^. | Kurt Seyd, AViesb. 

■■■ 16. B u f o t y p h o n i u s (L.). 
Boulenger, Cat. pag. 317. 
447. Erw. Peix bor. Staat Para. Brasilien. T. : 1911 Museum, München. 

Familie Hylidae, 

Cireiiiis Hyla I^aiir. 

1. Hyla arborea (L.). 
Boulenger, Cat. pag. 379. 
97. Metamorphose. Dnilaclier Wald, Karlsruhe. S. G. : 1903 E. Leist, 

Karlsruhe. 
437. Erw. Aukamin, Wiesbaden. S.G. : 1911 P. Herinani. Wiesbaden. 

var. m e r i d i o 11 a 1 i s Bttg.- 
Boulenger. 1. c. pag. 380. 
408. Erw. La Oratava, Tenerife, Canaren. T.: 1909 Museum München. 
434. 3 erw. Goinera, Canaren. S. G. : 1910 Prof. Dr. May, Karlsruhe. 

var. immaculata Bttg. 
Boettger, Ber. Senckenberg. naturf. Ges. 1888, pag. 189. 
450. Erw. Paklioi, Prov. Kwans^si. China. S. G.: 1904 Ad. v. Hagen, 
Wiesbaden. 

''2, Hyla ewingii D. B. 
Boulenger, Cat. pag. 406. 

431. Erw. Phillip Insel. | Viktoria, Australien. G. : 1909 Geschw 

432. Halbw. Gippsland. J H. u. A. Eberhard. Melbourne. 



86 — -222 — 

Familie Pelobatidae. 

Ciremis PeIol>ates Wagl. 

1. Pelobates fuscus (Laur.). 
Boul enger, Cnt. i)ag. 437. 
105. Zalilr. Larven. IXersau h. Kichricii. S. G. : 1904 Dr. J. Vigener. 

164. 2 halbw. Iloriieim hei Höchsl. IX. 08. S. G. : M. Trautwein, 

Sonnenberg. 

t CiieiiiiH Megalopbrys Ktibl. 

'•• 1 . M e g a 1 o p li r y s in o ii t a n a Wagl. 
Boul enger, Cat, pag. 442. 

165. 3 erw., 2 halbw., 1 jung. ßaUvia, Java. S.G.: 1908 Dr. C. Siebert, 

Breslau. 

ramilie Discoglossidae. 

Oeiiiiifi Bombinator Merr. 

1. Bombinator igneus (Laur.). 
Boulenger. Proe. Zool. Soc, London 1886, Taf. 50, Fig. 2. 
115. Erw. Bei Berlin. S. G.: 1906 Kurt Seyrl. Wiesbaden. 

2. Bombinator p a c h y p u s Bonap. 
Boulenger, I.e., pag. 499, Taf. 50, Fig. 1 (bonibinus). 
91. 6 erw. (loldsteliitlial b Wiesbaden. 

113. 1 erw.. 2 jung. Grimnibad l)ei ßiaunsbach, Würüenberg^. S. G. : 

1906 K. Kui)])inger. 

Oemis Al.yte?* Wagl. 

1. Alytes obste tri cans (Lam\). 
[boulenger, Cat. pag. 448. 

J cf mit Eiersclinur. | Bei Wiesbaden, | S. G. : Ed. Lampe. 
^^' I9 erw. } 2. VI 1903 j S. G. : Dr. J. Vigener. 

98. Metamorphose. Freil)iir?t-. Baden. S. G. : 1903 E. Leist, Karlsruhe. 

111. 8 Larven. Eisweiber b. Wiesbaden. 14. IX. 1905. S. G.: W. A. Lind- 

holm u. Ed. Lampe. 

112. Metamorphose. V.: 1905 Student in Bonn. 

114. Erw. 9. Bei Wiesbaden, 2. VI. 03. S. G.: 1907 W. A. Lindholm. 
464. 2 erw., 1 halbw., 2 jung. Bei Wiesbaden. S. G. : 1911 

Kurt Sevd, Wiesbaden. 



87 — 223 — 

Unterordnung AGLOSSA. 
Familie Dactylethridae. 

tCiJemis Xonopiis Wagl. 

'^'1, Xenopiis tropicalis (Gray). 

Boul enger, Cat. pag. 45<S (X, calcaratus Buclih. Ptrs.); Gray, 
Ann. u. Mag. N. H., 3. S., XIV, 1864, pag. 315; Müller, 
Ablidlg. d. K. Bayer. Akad. der Wiss. II. Kl., 24. Bd., 
pag. 625, (1910). 

415. Erw. Isongo. 1 

I). West-Xfr. S. (t.: 1908/1 1. C, Feldmann. 
445. Zahlr. Ste. >lo\van?e. ' 



Ordnung' BATRAi HIA (iRADIENTIA 

s. ( AÜDATA. 

Familie Salamandridae. 

Unlerfamilie Salamandrinae. 
Oenus Salaniaiidra T^aur. 

1. Salamandra maculosa Laur. 
Boulenger, Cat. Batr. Grad. Brft. Mus., 1882, pag. 3. 

243 7 Ste. (ioldsleiiital bei Wiesbaden. 

249. 4 Larven. Ebendaher. 4. VII. 1904. S. G.: Dr. J. Vigener 

Wiesbaden. 
258. Erw. Am Fusse des Rollepasses, Süd-Tirol, 17. VI. 1908, S. G. 

K. Zumann, Wiesbaden. 



88 — 224 — 

2. Siilamandra atra Laur. 
Boul enger, Cat. pag. 4. 

250. Erw. Oberstdorf. Bayern. S. G.: 1905 W. Maus, Wiesbaden. 

253. 5 erw. Uen^en. Kant. Bern, Schweiz. S. G. : 1904 Willi. Klein- 
schmidt, Wiesbaden. 

255. 9 Ste. Rigi, Schweiz. S.O.: 1907 Geh. San.-Rat Dr. A. Pagen- 
stecher, Wiesbaden. 

261. 3 erw., 1 halbw. Stuibenlail, Oytal, All^äu. S. G.: 1907 

Dr. J. Vigener, Wiesbaden. 

Ciieiitis Molge Herr. 

1. Mo Ige cristata (Laur.). 
Boulenger, Cat. pag. 8. . 

269. Erw. 9- Fischzuchtanstalt bei Wiesbaden. S. G. : Ed. Lampe. 

270. Erw. cT. Bindert bei Wiesbaden. S. G. : 1911 Kurt Seyd. 

■■•=2. Mo Ige blasii (de l'Isle). 
Boulenger, Gat. pag, 10. 
263. Erw. Argenton sur Creuse, Frankreich. T.: 1909 Museum München. 

3. Mo Ige alpestris (Laur.). 
Boulenger, Cat. pag. 12. 

241. 3 cf , 3 9. Fischzuchlanstalt bei Wiesbaden. 25. III. 1903. S. G.: 

Ed. Lampe. 

247. Zahlr. Ste. Weiher am Adelhaidbad, Schlangenbad, 6. VI. 1904. 

S. G. : Dr. J. Vigener. 
259. 3 9. Am Fasse des Rollepasses, Süd-Tirol. 17. VI. 1908. S. G. : 
K. Zumann, Wiesbaden. 

262. 2 cf, 29. Birgsau, Allgäu. S. G.: 1907 Dr. J. Vigener, 

Wiesbaden, 

4. Molge vulgaris (L.). 
Boulenger, Cat. pag. 14. 

242. 3 cT, 3 9. Goldsteintal bei Wiesbaden, 27. IIL 1903. S. G.: 

Ed. Lampe. 

248. 2 cT, 1 9. Welschneudorf bei Montabaur, 16. VI. 1904. S. G. : 

Dr. J. Vigener. 



89 — 225 — 

•■^5. Molge italica Per. 
Peracca, BoU. Mus. Zool. Anat. Comp. Nr. 317, 1898, Vol. XIII, 
Proc. Zool. Soc. London 1898, pag. 482, PI. XL. 
2ß7. Erw. ßenovento, Süd-ltaiien. T.: 1909 Museum München. 

'■'6. Molge b OS cae (Lat.j. 
Boulenger, Cat. pag. 18. 

264. Erw. ^f. Porto. Portugal. T.: 1909 Museum München. 

"^ 7 . M o 1 g e m o n t a n a { Savi) . 
Boulenger. Cat. pag. 23. 

245. Erw. Coi'sika. T.: 1903 Dr. E. Werner. Wien. 

265. P>w. Col de Yizzavona, Corsika. T.: 1909 Museum München. 

'^'8. Molge aspera (Dug.). 
Boulenger. Cat. pag. 24. 

266. Erw. Port de Venasque, Pyrenäen. T.: 1909 Museum München. 

^^=9. Molge waltli (Michal). 
Boulenger, Cat. pag. 27. 

246. Erw. Süd-Spanien. T.: 1903 Dr. F. Werner, Wien. 

Unterfaniilie Amblystomatinae. 
Oemis Aiublystoiua T^eb. 

1. Amblvstoma tigrinum (Green). 
Boulenger, Cat. pag. 43. 
251. Erw. Larve. .Mexiko. G.: 1905 G. Eichmann, Wiesbaden. 
254. 2 erw. Larven. Mexiko. G. : Werner Luge, Wiesbaden. 

Unterfamilie Plethodontinae. 
t CreiiHs Spelerpes Rafiu. 

'•'1. Spelerpes fuscus (ßonap.). 
Boulenger. Cat. i)ag. 64. 
268. Erw. Lauusei, Sardinien. T.; 1909 Museum München. 

Jahrb. d. nass. Yer. f. Xat. 64, 1911. 15 



90 — 226 — 

Familie Amphiumidae. 

Cireiiiis C'ryptobraiichiis Leiiek. 

1. Cryptobranclius alleghaniensis (DaucL). 
Bou lenger, Cat. pag. 81. 
260. Jung. Pennsylvanieii. 



Ordnung BATRAC HIA APODA. 

Familie Caeciliidae. 

Ciieiiiis l raeotyphliis Ptrs. 

1. Uraeotyphlus seraphiiii A. Dum. 
Boulenger, Cat. pag. 92, Taf. 5, Fig. 1 (ü. africanus) , Proc. 
Zool. Soc, London, 1895, pag. 408. 
252. Halbw. BIbiindi. I). Wesl-Afr. S. G.: 1906 J. Weiler. 

t Cweiiiis Herperle Ptrs. 

*1. Herperle squalostoma (Stutchb.). 
Boulenger, Cat. pag. 101, Taf. 9, Fig. 1; Andersson, 1. c, 
ßO (1907), pag. 245. 

256. Erw. Am Flusse | [ S.d.: 1906 C. Feldmann und 

257. Halbw. Urwald J *^*'*"""*- | o. Rau durch J. Weiler. 

t Genus Siphoiiops Wagi. 

'■=1. Siphonops an nu latus (Mik). 
Boulenger, Cat, pag. 102. 
244. Erw. (lebirge zwischen Espiritu Saiilo und Minas üeraes, Brasilien. 

T.: 1903 Museum Hamburg. 



91 



- 227 



Register. 



Seite 

Ableplianis 40 

acanthinuriis (üromastix) .... 26 

Acanthodactyliis 35 

Acanthophis 67 

Acontias 42 

acutirostris (Rappia) 78 

aeneum (Lygosoma) 39 

aequiplicata (Rana) 74 

aethiops (Rhamiiophis) 58 

aethiops (Thrasops) 58 

afra (Nectophryne) ...... 82 

at'ricaiius (Uraeotyphlus) .... 90 

Agama 23 

Agamidae 22 

agilis (Lacerta) ........ 32 

agilis (Ranal 74 

Aglossa 87 

Aglypha 50 

albigularis (Varaiius) 29 

albofusca (Leptodira) 64 

albolabris (Rana) 75 

Algiroides 35 

alleghaniensis (Cryptobranchus) . . 90 

Alligator 14 

Alopecosauriis 22 

alpestris (Molge) 88 

Alytes 86 

Amblycephalidae 69 

Amblyceplialus 69 

Amblystoma 89 

Amblystomatinae 89 

amboinensis (Cyclemys) .... 9 

Amphibia 72 

Amphiboluius 25 

Amphiesma 51 

Ampliisbaena 31 

Amphisbaeiiidae 31 

Ampliiiimidae 90 



Seite 

Ancistrodon 71 

Anguidae 28 

Aiigiiis 29 

annularis (Tarentola) 20 

anniilata (Nicoria) 9 

annulatns (Siplionops) 90 

Anolis 26 

anomala (Rhadinaea) 58 

antarcticiis ( Acantliophis) .... 67 

Apoda (Batrachia) 90 

Aprasia 21 

apus (Ophisaurus) 28 

arapensis (Bufoj 84 

arborea (Hyla) 85 

Arcifera 81 

arenarum (Biifo) 85 

arietans (Bitis) .... ... 70 

armata (Agamaj 23 

Arthroleptis 77 

arvalis (Rana) 73 

asper a (Molge). 89 

Aspidelaps 68 

Aspidura 52 

aspis (Vipera) 70 

Astylosternus 77 

ater (Tropidonotus) 50 

Athens 71 

atra (Agamaj 24 

atra (Salamandraj 88 

atricollis (Agama) 24 

aubryi (Hylambatesj 79 

aubryioides (Hylambatesj .... 80 

australis (Gehyra) 18 

austriaca (Coronella 59 

basiliscus (Cliamaeleon) .... 42 

Batrachia Apoda 90 

Caudata 87 

15* 



92 



228 



Seite 

Batracliia Ecaudata 72 

„ Gradieiitia 87 

„ Salientia 72 

hedriagae (Lacerta) 34 

belli (Liolepis) 25 

bergeri (Homopus) 10 

bergeri (Testiidoj .10 

berus (Vipera) 69 

bibroni (Agama) 24 

bibroiii (Paclivdactylus) 21 

bilineata (Hypsirhina) 61 

bitaeniatus (Cbamaeleon) .... 43 

Bitis 70 

bitorquatus (Oligodon) ..... 60 

bivirgatiis (Doliopliis) 68 

blandingii (Dipsadomorphus) ... 63 

blanfordii (Typhlops) 47 

Blaniis 31 

blasii (Molge) 88 

Boa 49 

boa (Nardoa) 48 

Boidae 48 

Boinae 49 

Bombinator 86 

boiiibinus (Bombinator) 86 

Boodon 53 

borbonicus (Bufo) 82 

borellii (Palndicola) 82 

boscae (Molge) .... ... 89 

boskianiis (Acanthodactylus) ... 35 

Bothrophthalmus 52 

boiigainvillii (Lygosoma) .... 40 

bonlengeri (Homopus) 10 

bonlengeri (Hylambates) .... 80 

bowringi (Hemidactyliis) . . . . 18 

brachyura (Agama) 23 

brevicornis (Cbamaeleon) .... 45 

brevirostris (Hylambates) .... 80 

brevirostris (Psammopliis) ... 65 

Brookesia 46 

brooki (Hemidactylus) 18 

brussauxi (Gonionotophis) .... 52 

Bufo 82 

Bufonidae 82 



Seite 

Bungarus 67 

burtonii (Lialisj 21 

Caeciliidae 90 

caeruleus (Gerrliouotus) . . . . 28 

Caiman 14 

Calabaria 48 

Calamaria 61 

calamita (Bufo) 88 

calcaratus (Arthroleptis) .... 78 

calcaratus (Xenopus) 87 

caligaster (Dendrophis) 56 

Callula 81 

Calotes 23 

Calyptocepbalus 81 

cameronensis (Hylambates) ... 76 

cameronensis (Petropedetes) ... 76 

camerunensis (Chamaeleon) ... 46 

campani (Cbamaeleon) 44 

cana (Pseudaspis) 55 

candidus (Bungarus) 67 

capense (Lycopliidium) 53 

carbonaria (Zamenis) 55 

Cardioglossa 81 

carens (Bufo) 83 

caretta (Thalassochelys) . . . . 12 

carinatus (Chlorophis) 57 

carinatus (Enygrus) 49 

carinicauda (Helicops) 52 

Carolina (Cistudo) 9 

caspica (Clemmys) 8 

caspius (Gymnodactylus) .... 16 

cataphractus (Crocodilus) .... 14 

catesbyi (Leptognathus) 69 

caudalis (Bitis) 70 

Caudata (Batrachia) 87 

caudivolvulus (Phrynocephalus) . .25 

Cemophora 60 

Ceratopliora 22 

Gerat ophrys 82 

ceylanica (Copliotis) 22 

Chalcides. 41 

clialcides (Lygosoma) 40 

clialconata (Rana) 75 

Chamaeleon 42 



93 



t?29 — 



Seite 

chamaeleon (Chamaeleon) .... 42 

Chamaeleontidae 42 

Chelodina 13 

Chelone . ; 11 

Chelonia 7 

Chelonidae 11 

Chelydidae 13 

Chersodromiis 52 

Chiromantis 76 

Chlorophis ......... 57 

Choudropytlion . 48 

chrysargiis \Ti'opidonotas). ... 51 

Chrysemys 7 

Cinixys 9 

Cinosternidae . 7 

Cinosterniim 7 

Cistudo 9 

Clemmys . 8 

coccinea (Cemophora) ... .60 

coctaei (^Hemidactyliis) 18 

coctaei (Macrosciiicus) 37 

collaris (Miodon) 66 

colononim lAgama) 24 

Coluber 56 

Coliibridae 50 

Colubrinae 50 

coliibriiius (Platiirns) 66 

comorensis iMabuia) 37 

compactili.s (Bufo) 84 

concinna (^Chrysemys) 8 

concolor (Rappia) 78 

conradti i^Lygodactylus) . . . . 19 

conraiii (Lygodactyliis) 19 

constrictor (Boa) 49 

Contia 60 

Cophotis 22 

corais (Coluber) 56 

corallinus (^Elapsi 68 

Cordylosaurus 37 

coriacea i Dermoclielys) ..... 7 

corniita (Bitis) 70 

cornutum iPhrynosoma) .... 28 

Coronella 59 

cristata (Molge) 88 

cristatellus (Aiiolis) 26 



Seite 

cristatellus (Calotes) 23 

cristatus (Chamaeleon) 45 

Crocodilia 14 

Crocodilidae 14 

Crocodiliis 14 

Crossobamon 15 

Crotalinae 71 

Crotalus 71 

Cryptobranchus 90 

cnneirostris (Alopecosaurus) ... 22 

cuneirostris (Scapteira) 36 

curvirostris (Typhlops) 47 

cyanogaster (Liolaemus) .... 26 

Cyclemys 9 

Cylindrophis 49 

Cystignatliidae 81 

Dactylethridae 87 

dahli (Zameni.s) 55 

Damonia 8 

danfordi (Lacerta) 35 

Dasypeltis 16 

delalandei (Rana) 73 

delalandei iTarentola) 20 

Delma 21 

Dendraspis . 69 

Dendrobatidae 81 

Dendropliis 56 

Denisonia . ' '66 

depressiceps (^Geodipsas) .... 62 

depressiceps (^Tropidonotus) ... 62 

derbianus iSternothaerus) . . . . 12 

Dermoclielj^s . • , . . . . 7 

deserti lAblepharus) 40 

dhor iCyclemys) 9 

diadema (Zamenis) 55 

diehli (Stegonotus) 54 

dilepis (Chamaeleon'i 43 

Diplodactylus 16 

Dipsadoboa 63 

Dipsadoniorjjliinae 62 

Dipsadomorplius 62 

Dipsadophidium 63 

Discogiossidae 86 

ditmarsi (Phryno.soma) 27 



94 



230 



Seite 

Doliophis 68 

douglassi (Phiynosoma) .... 28 

Dmco 22 

Dryopliis 65 

diichesnii (Leptodira) 63 

Ecaiulata (Batracliia) 72 

ecliinata (Lacerta) 32 

echiniis (Hemidactyliis') 17 

Elapiiiae 66 

elapoides (ürotliecai . . ... 59 

Elapomorphus 66 

Elaps 68 

elegans (Naultinus) 19 

elegaiis (Ophiopsi 36 

Eniyda 13 

Emydosauria 14 

Emydura 13 

Emys 8 

Eiigystomatidae 81 

enliydri.s (Hypsiihiiu^ 61 

Enygrus 49 

ephippiata (Tarentola) 20 

Eremias ... 36 

erosa 'Cinixysi 9 

erythrogaster (Tropidoiiotusi ... 51 

esciilenta (Ranai 73 

Eumeces 41 

eversmaniii iCrossobamoii) ... 15 

ewingii (Hylai 85 

exanthematicus (Varaniis) .... 29 

exigua (Lacertai 33 

fallax (^Chamaeleoii) 46 

fallax (Lygosoma) . 39 

fallax (Tarbophis) 62 

fasciatum (Lycophidium) . . . 53 

fasciatus (Hemidactylus) . . . . 17 

fasciatus (Tropidonotiis) . . . . 51 

feriiandi (Lygosoma) 39 

ferox (Tropidonotus) 51 

fimbriatus ( Dracoi 22 

Firmisternia 72 

fischeri (Chamaeleon) 45 

fischeri (Lygodactylus) 19 



äeite 

litzingeri (Algiroides) 35 

liumaua (Laceita) 34 

flava (Naja) 67 

flaviceps (Dolioj)his) 68 

flavigularis (Thrasops) 58 

fornasinii (Megalixalus) .... 79 

fragilis (Anguis) 29 

fraseri (Delma) 21 

frenatus (Hemidactylus) . . . . 17 

frontalis (^Elaps) 69 

fuligiiioides (Tropidonotus) ... 50 

furcatus (Psammophis) 65 

fusca (Lacerta) 34 

fuscigula (Rappia) 78 

fuscus (Pelobates) 86 

fuscus (Spelerpes) 89 

gabonensis (Miodon) 66 

gabonica (Bitis) 70 

galeata (Pelomedusa) 12 

galloti (Lacerta) 35 

gangeticus (Gavialis) 14 

garrulus (Ptenopus) 15 

Gastropyxis 57 

gastrotaenia (Chamaeleon) .... 45 

(lavialis 14 

gayi (C'alyptocephalus) 81 

Gecko 19 

Geckonidae 15 

Gehyra 18 

gemonensis (Zamenis) 55 

Geodipsas 62 

geotfroyana (Hydras])is) . . . . 13 

geometrica (Testudo) 10 

Geophis 60 

Gerrlionotus 28 

Gerrliosauridae 37 

getula (Coronella) 60 

Glauconia 47 

Glauconiidae 47 

Gonionotophis 52 

Gonyocephalus . 22 

gouldi (Varanus) 30 

gracilis (Cardioglossa) 81 

gracilis (Chamaeleon) 43 



95 



— 231 



.Seite 

gracilis 'Raiiai 12, Ib 

Gradientia (Batrachia) 87 

gravi (Naultinus) 19 

Gravia ........ ßf) 

griseus i Varanus) 29 

giientberi (Chamaeleom 44 

guentlieri (Holaspis) 37 

guichenoti iLvgosomai 39 

guirali (Simocephaliis) . ... 54 

guttatus iColubeD 56 

giittiüata (Eremiasi ..... 36 

Gymiiodactylus 16 

Hapsidophrvs 57 

Helicops 52 

helioscopus (Phrvnoce])halusi . . 24 

Hemidactylus 17 

Herperle 90 

hieroglypliica (Clirysemys) . ... 7 

hispidiis iTropidurusi 27 

liöhneli Chamaeleon 43 

Holaspis 37 

liomalocephaliim (Ptychozooni . . 20 

Homalopsinae 61 

liomeana «Cinixysi 9 

Homolepida 39 

Hoplodactylus ]9 

Hormonotus 54 

liorridus (Moloch) 26 

horsfieldi (Testudo) 11 

liotamboeia iLeptodira) 63 

Hydraspis 13 

Hydrophiinae 66 

Hydriis 66 

Hyla 85 

Hylambates . 76, 79 

Hylidae 85 

Hylodes 82 

Hypsirhiiia 61 

ibera { Testudo) 11 

igneus (Bombinator) 86 

Iguana 27 

Iguanidae 26 

Hysiidae 49 



Seite 

imitans (Lacerta) 34 

immaculata (Hyla') 85 

immaculatus 'Megalixalus) ... 79 

iudicus (Varanus ! 30 

inermis (Agamai 23 

inornata (Alopecosaurusi .... 22 

insculpta iClemmysi 8 

intermedius i Ancistrodon) .... 71 

interscapularis (Pbrynocephalus) . 25 

intestinalis (Doliophis) 68 

irregularis (Dipsadomorplius) . . 63 

isolepis (Hemidactylus) 17 

italica (Molge) 89 

]xalus .76 

jacksoni (Chamaeleon) 44 

jacksoni (Lacerta) 32 

jamesoni (Dendraspis) 69 

japonicus ( Gecko) .20 

jicari (^Lialisi 22 

johnstoni iPetropedetes) .... 76 

jubatus (C'alotesi 23 

Keneuxia 39 

kilimensis (Lygosoma) 40 

kirtlandi (Thelotornisi ... ,65 

korros «Zamenisi 55 

kuhli (Gonyocephalus) 22 

Lacerta 32 

Lacertidae 31 

Lacertilia 15 

Lachesis 71 

laevigatus (Chamaeleon) .... 44 

laevis ( Amblycephalusi 69 

laevis (Oxyglossus) 72 

laterale (Lycophidium) 53 

lateralis i Chamaeleon) 43 

laticaudatus (Hemidactylus) . . .17 

latifrons 'Bufoi 83 

latirostris (Caiman) 15 

lativittatus (Liolaemus) 27 

leightoni (Psamraophis) 65 

lemniscatus (Elapomor])hus) ... 66 

leonardi (Hvlambates) 80 



96 



Seite 

leopardiniis (Ooliiber) 56 

Lepidosternon 31 

leprosa (Clemmys) 8 

Leptodira 63 

Leptognathus 69 

lesueuri (Physignatliiis) .... 25 

leucodira (Naja) 68 

leucomystax (Rhacophorus) ... 75 

leucorhinus (Ixalus) 76 

Lialis 21 

liebmanni (Cliersodromus* .... 52 

limellum (Pseudis) 81 

limnocharis (Raiia) 72 

lindholmi (Megalixalus) 79 

lineata (Doliophis) 68 

lineata (Hapsidophiys) .... 57 

lineata (Tympaiiocryptis) .... 25 

lineatus (Boodon) 53 

lineatus (Bothrophthalmiisj . . . 52 

liiieolatum (Taphroinetopon) . . . 64 

linnaei (Calamaria) 61 

Liolaemus 26 

Liolepis 25 

Liolepisma 3) 

lionotus (Agama) 24 

Liophis 58 

lobatiis (Ptyodactylus) 16 

longicollis (Chelodina) 13 

longirostris (Rana) 74 

longissimus (Coluber) 56 

liibricus (Aspidelaps) 68 

Lycodoii . . 54 

Lycopliidium 53 

Lygodactylus 19 

Lygosoma 39 

mabouia (Hemidactylus) .... 17 

Mabuia 37 

macrodactylus (Artliroleptis) ... 78 

Macroscincus 37 

macrostemma (Tropidonotus) . 50 

maciilaria (Rana) 75 

maculatus (Hoplodactylus) ... 19 

maciilatus (Rhacophorus) .... 75 

maculosa (Salamandra) 87 



Seite 

madagascariense (Phelsuma) . . . 21 

madagascariensis (Boa) . . . . 49 

Malacoclemmys 8 

mapaujensis (Geodipsas) .... 62 

marcgravii (Elaps) 69 

marinus (Bufo) 85 

marmorata (Paludicola) 82 

martinicensis (Hylodes) 82 

inascareniensis (Rana) 74 

mauritanica (Tarentola) 20 

Megalixalus 79 

Megaloplirys 86 

melanoleuca (Naja) 67 

Melanoseps 42 

melanostictus (Bufo) 84 

melanozostus (Tropidonotus) ... 51 

melanurus (Coluber) 56 

meridionalis (Hyla) 85 

merremi (Rhadinaea) 59 

microcephaluin (Lepidosternon) . . 31 

microlepidotus (Sceloporus) ... 27 

microtympanum (Rhacophorus) . . 75 

miliussii (Gymnodactylus) ... 16 

Miodon 66 

mississippiensis (Alligator) ... 14 

moco (Lygosoma) 39 

modestus (Hormonotus) 54 

modestus (Stegonotus) 54 

Molge 88 

Moloch 26 

monodactylus (Acontias) .... 42 

montana (Megalophrys) 86 

montana (Molge! 89 

montium (Chamaeleon) 46 

mucosus (Zamenis) 55- 

multicincta iBungarus) 67 

multifasciata (Mabuia) 38 

multimaculatus (Rhamphiophis) . . 64 

muralis (Lacerta) 34 

muricatus ( Ampliil>olurusi .... 25 

muriceus (Hemidactylus) .... 17 

mutilata (Gehyra) 18 

mycterizans (Dryophis) 65 

mydas (Chelone) 11 



97 



— 233 



Naja 

namaquensis (Chamaeleon) 

Nardoa 

nasicornis (Bitis) . . . 
natrix (Tropidonotus) . 

Naultinus 

Nectopliiyne .... 
neglectus (Clilorophis) . 

Nerodia 

Nicoria 

niger (Caimaii) .... 
niger (Sternothaerus) 
nigricans (Glauconia) 
nigriceps (Dipsadomorpliiis 
nigricollis (Naja) . . . 
nigrolutea (Tiliqua) . . 
nigropunctatus ( Algiroides 
niloticus iCrocodilus) 
niloticus iVaraiuis) . . 
nitidus iPhilothamnus) . 
notostictus ( Psammopliis ) 
novae-guineae (Emydiira) 
nutti (Rana) 



obstetricans i Alytes) . 
occideutalis iMalniia) 
occidentalis (^Melanosepsi 
occipital 8 iRana) . . . 
ocellata iLacertai . . . 
ocellata (Rappia) . . . 
ocellatus (C'lialcides) . . 
ocellatus iVaraniis) . . 
oculifera (Testudo) . . 
officinalis (Scincus) 

Oligodon 

olivaceum (Lygosoma) . 
olivaceus (Boodou) . . 
olivaceus (Tropidonotus) 

Ophidia 

Ophiodes . . . . . 

Opliiops 

Ophisaurus 

Opliryoessa 

Opistlioglyplia .... 
orbiculare ( Plirvnosoma) 



Öeite 

67 
46 
48 
70 
50 
19 



Seite 



82 
57 
51 
9 
14 
12 
47 
62 
67 
37 
35 
14 
30 
57 
64 
13 
73 



86 
38 
42 
72 
32 
78 
41 
29 
11 
41 
»50 
39 
53 
51 
47 
28 
36 
28 
26 
61 
28 



orbicularis «^Emys) . . 
ordinatus (Tropidonotus) 
ornata (Ceratoplirys) . . 
ornatum (Lygosoma) . . 
owenii (Chamaeleon) . . 
oxycephala (Lacerta) . . 



Oxyrhopus . . . 
oxvrhvnchus (Rana) 



Pachydactylus .... 
pacliypus (Bombinator) . 
pacificus (Hoplodactylus) 
Palmatogecko .... 
palmatus (Hylambates) . 
Paludicola ..... 
pannonicus (Ablepharus) 
papnensis i(Tonyocephalus) 
pardalis (Chamaeleon) . 
pardalis (Testudoi. . . 
parvilobns ( Chamaeleon ) 
Pelobates ...... 

Pelobatidae 

Pelomedusa 

Pelomedusidae . . . 
peloponnesiaca (Lacerta) 
peusylvanicum (Cinosterni 
perspicillata (Lacerta) . 
peruviana (Tachymenis) 
peruvianns (Telmatobius) 
petrii (Stenodactylus) 
Petropedetes .... 
Phaneroglossa ..... 

Phelsuma 

Philothamnus .... 
Phrynobatrachus . . 
Phrynocephalus 
Phrynosoma .... 
Physignathus .... 
pica (Arthroleptis) . . 
pictus (Amphibolurus) . 
pictus (Dendrophis) . . 
pictus (Liolaemns) 
piscator (Tropidonotus) . 
planiceps (Rhinophis) 



98 



234 



Seite 

Platurus 66 

platiirus iHydrus) 66 

platyiirus (Hemidactylus) .... 18 

Plethodontiiuio 89 

plicatns (Phrviioltatrachns) ... 76 

Podociiemis 12 

poecilogyrus (Liophis) 58 

poecilonotus i Arthroleptis) ... 77 

poensis (Simocephalus) 54 

polytropis (Mabula") 38 

prasiiiiis (Drvophis) 65 

prasiiins (Varaniis) 30 

l»raticola (Lacorta) 33 

Protei'oglypha 66 

Psaiiimophis 64 

Pseudaspis 55 

Pseudis 81 

Pteiiopiis 15 

Ptycliozoon 20 

Ptvodactyhis 16 

piilchella (Aprasia) 21 

pulclira (Callula) 81 

pulverulentus (Dipsadomorphus) . 6.2 

pnmilus (Charaaeleon^ 44 

punctata (Coronella) 60 

piinctatus (Tvphlnps) 47 

Pygopodidae 21 

Python 48 

Pvtlioninae 48 



<|uadrifion8 (Ampliisbaena) 
qiiilensis (Chaniaoleon) . . 



31 
43 



vaddoni (Mabuia) 38 

radiata (Testudo) 11 

Rana 72 

rangei (Palmatogecko) 16 

Kanidae 72 

l"ia]»pia 78 

reevesii (Dämon ia) 8 

regularis (Bufo) 83 

reinhardti (Calabaria^ 48 

reinwardti (Rhaco])hoius) .... 75 

Reptilia 7 

ivticiHata (C'alaniaria) 61 



Seite 

Rhacliiodontinae 61 

Rliacophorus 75 

Rhadinaea 58 

Rhamnophis . 58 

Rham]diio])his 64 

Rhampholeon 46 

Rhinophis . . , 49 

Rhiptoglossa 42 

Rhodona 40 

rhodostoma (Ancistrodon) . . . . 71 

rhombeatus (Trimerorhinus) ... 64 

rhombifer (Oxyrhopus) 64 

i'ichardsonii (Hemidactylus) ... 18 

Riopa 39 

robustus (Astylosternus) .... 77 

robustus (Trichobatrachus) ... 77 

rufescens (Chiromantis) .... 76 
rufus (Cylindrophis) .... .49 

ruf US (Hylambates) 80 

rugifera (Mabuiaj 38 

rugosus (Pachydactylus) .... 21 

russowi ((lyninodaetylus) .... 16 

sagittifera (Rhadinaea) 58 

Salamaudra 87 

Salamandridae 87 

Salaniandrinae 87 

Salientia (Batrachia) 72 

salvator (Varanus) 29 

sanguinolenta (Agama) 23 

scabra (Dasypeltis) 61 

Scapteira 36 

Sceloporus 27 

schlueteri (0])hiops) 36 

schneiden (Eumeces) 41 

schokari (Psanimophis) 65 

Scincidae 37 

scincoides (Tiliqua) 37 

Scincus 41 

sclerops (Caiman) 15 

scutatus (Aspidelaps) 68 

scutifrons (Glauconia) 48 

sebae (Python) 48 

seniiannulatus (Tarbophis) ... 62 

seniidoliatus (Geophis) 60 



90 



semivariegatus (Pliilothainims 
senegalensis (Chamaeleoii) . 
sepoides iChalcidest . . . 
septemtaeniata (Maimia) . 
septentrionalis (Tachvdromus) 
serapbini (Uraeotyphlns) . 
sexlineatus (Tachydromiis) 
sextaeniata (Eremiasi . . 
seydi (Steuocercusj . . . 
Siaphos ... ... 

sibilans (Psammo]>liis) . 
signifer (Liolaoiiuisi . . 
Simocepliahis .... 

sinuatus (Steruothaerus) 
Siphniiops .... 

smaragdhia ((Ta.stroitvxi.s) 
smithii iTestudoi . . 
smytlii iGrayiai . . . 
spectrum (Rhampholeoii) 
spekii (Eremias) . . . 
Spelerpes 



Sphai'gidae 

spinolosiis (^Bufo) .... 
spinosus (Megalixalusi . . 
squalostoma i Herperle i . . 
squamiger i Atlieris') . . . 

Stegonotus 

steindaclineri iRa])]>iai . . 

stellio ( Agama i 

Stenocerciis 

Steiiodactyhis 

stenophthalmus (Simocephalus 
Sternothaeriis 

stoddarti (Ceratophorai . . 
strauchi (Blaiiiis) .... 

striata (Mabuia) ... 

striatus (Ophiodeb) . . 

stiimpffi (Brookesia) . . 

.subcinctus (Lycodom 

subminiatus (Tro]>idoiiotus 

sumatranus (Lacbe.sisi . 

simdevalli (Lygosomai . 

superba (Denisoiiiai . . 

siiperciliaris iBufo) . . 

superciliosa (0])bryoessaj 



65 

97 



;ite 

57 Tac-bydruiiiu.-^ .... 

44 Tachymeni.s .... 

41 taitanus Bufo .... 

38 Taphronieto]>oii . . . 

32 Tarbopliis 

90 Tareiitola 

31 taurica iLacertai . . . 

3H tavetensis (Cbamaeleon) 

26 teguixin (Tiipinambis) . 

40 Tejidae 

Tejiis 

Telmatobius .... 

54 temmincki (Lygo.soma) . 

12 temporaria (Raiia). . 

90 terrapen (Malacoclemmys'i 

57 terrificus (Crotalnsi . . 

11 tessellatus (Tropidonotusi 
60 Testudinidae ... 

46 Testudo 

36 teyoii (Tejiis) .... 

89 Thalasochelys .... 
7 Thelotornis 

84 thermalis (Nicoria) . . 
79 Tbrasops 

90 tigrammus (Psammopbis) 
71 tigrina (Ranai .... 
54 tigriiuim (Ambly.stomai . 
78 tigrinum (Lygosoma). . 
24 tiliguerta (Lacerta) . . 

26 Tiliqiia 

15 tomasini (Lacertai. . . 
54 tracbyprocta (Aspidura) 

12 trianguligeriis iTropidonot 
22 Tricbobatracbus . . . 
31 tridactylus (Chalcides) . 

38 trijiiga (Nicoriai . . . 
28 Trimerorbinus .... 
46 Ti:ionycbydae .... 
54 tripiidians (Najai . . . 
51 i trivittata (Mabuiai . . 
71 I trivittatus (Cordylosaiirus 

39 tropicalis (Xenopns) . . 
66 Tropidonotus .... 

83 Tropidiu'us 

26 tuberculata Uguana) . . 



100 



— 236 



Seite 

tuberosa ( Aitlirolei»ti8) 77 

tuberosa (Bufo) 84 

Tupinambis 31 

tiircicus (Henii(bictyliis) .... 18 

Tympanociyptis 25 

tympanostriga (('alotes) 23 

Typhlopidae . . 47 

Typhlops . 47 

^.vplionins 85 

ulcerosa (Raiia) 75 

unicolor (Dipsatloboa) 63 

iinifilis (Podociiemis) 12 

Uraeotypliliis 90 

Uromastix 26 

Uropeltidae 49 

Urotheca 59 



Varanidae 

Vaiaiius 

variabilis (Artliroleptis) . 
vaiierescecae ^Chamaeleoii] 
velox (Eremias) . . . 
ventralis (Chamae]eon) . 
ventralis (Ophisaiirusj . 
vermiformis (Calamariaj 



29 

29 

77 
44 
36 
44 
2S 
61 



Seite 

veriialis (Contia) (ji) 

verrauxii (Testudo) 10 

verticillatus (Gecko) 19 

Vipera ^9 

Viperidae (^9 

Viperinae (59 

virgatus (ßoodon) .53 

viridanus (Chalcides) 41 

viridis (Bufo) s3 

viridis (Cliondropytlioii) .... 48 

viridis (Lacerta) 82 

vittata (Emyda) 13 

vittatus (Gecko) 19 

vivipara (Lacerta) ;^3 

volans (Draco) 22 

vossi (Gonionotophis) .52 

vulgaris (Bufo) 84 

vulgaris (Chamaeleon) 42 

vulgaris (Molge) ^8 

waltli (Molge) s;9 

weileri (Diplodactylus) 16 

Aveileri (Dipsadophidium) .... 63 

Xenopus s" 

Zamenis 55 



Zur Kenntnis aussereuropäischer Dipteren. 



Von 



Dr. P. Speiser in Labe? 



Unter den Dipterenmaterialien, die mir in letzter Zeit zu Händen 
gekommen sind, haben sich eine ganze Reihe von Arten gefunden, die 
jetzt von Fundstellen herkamen, wo ihr Vorkommen noch nicht bekannt 
war. und ferner auch Neuigkeiten genug. Die betreffenden Materialien 
verdanke ich verschiedensten Museen und Privatsammlungen, und ich 
verweise, hier voraus im allgemeinen meinen verbindlichsten Dank ab- 
stattend, auf die Angaben bei den einzelnen Arten, wo jede Verwaltung 
und jeder Sammler den Dank in der möglichst gewissenhaften Ver- 
wertung des von ihm Gebotenen finden mag. 

FimgiYoridae, 

Zelmira flavioralis n. sp. 

1 9 ^"s Takao auf Formosa, in der ersten Junihälfte 1908 ge- 
sammelt, im Besitze des Museums zu Bremen. 

Das Stück schliesst sich in allen wesentlichen Merkmalen ganz enge 
an Z. venusta Wlk. aus Vorderindien an, und weicht nur in gering- 
fügigen Einzelheiten ab. Dennoch halte ich es stets, wo wirkliche Ab- 
weichungen bestehen, die sich genau angeben lassen, für richtiger, ein 
solches Tier als eigene x\rt zu betrachten," als wenn man mit der Hinzu- 
rechnung zu einer nicht ganz genau stimmenden Art eine Behauptung 
hinsichtlich einer Yerbreiterungstatsache ausspräche. 

Länge des Körpers etwas über 6 mm, eines Flügels 5^/^ mm, Grund- 
farbe schwarz, der Mundrand samt den Tastern hell ledergelb, die 
Dorsopleuralnaht hinter den Schulterecken breiter, gegen die Flügel- 
wurzel hin schmäler rotgelb, und der Hinterrand des zweiten und vierten 



- 238 — 

Abdominalsegmeiites beinweiss mit etwas gelblichem Ton. Während dies 
alles ebenfalls auch bei Z. venusta Wlk. zutrifft, zeigen bei der neuen 
Art die Abdominalsegmente am Bauch keine helleren Endränder, wohl aber 
ist fast die ganze Bauchseite mit Ausnahme des siebenten und achten 
Segmentes einheitlich rotbraun gefärbt, und nur der weisse Ring des 
vierten Segmentes tritt etwas ventrahvärts hinüber. Endlich sind die 
Beine graulich ledergelb, aber ganz besonders hell die Hüften, während 
es bei Z. venusta Wlk. ausdrücklich heisst, »coxae and tibiae darker«. 
Walker mag vielleicht ein Irrtum untergelaufen sein und er hat mit 
dem Wort coxae diesmal die Trochanteren gemeint, dann würde seine 
Beschreibung allerdings besser zutreffen. Die Fühler sind ebenso wie 
<ier Höcker des Untergesichtes pechbraun, an der Wurzel mehr rotbraun, 
die einzelnen Tasterglieder sind unter sich gleich. Der Hinterkopf ist 
schwarz behaart. Der Thoraxrücken und die Pleuren sind schön silber- 
grau bestäubt, auf dem Rücken lässt sich eine breitere Mittelstrieme 
und jederseits davon eine vorn abgekürzte Seitenstrieme erkennen, die 
alle 3 nicht bis zu dem mattschwarzen Scutellum reichen. Dass die 
Schulterschwielen und die Dorsopleuralnaht rot gelb sind, wurde bereits 
erwähnt. Die Hüften sind ledergelb , die beiden hinteren Paare mit 
einem rötlichen Ton, die Vorderhüften ebenso wie alle Schienen durch 
reichliche schwarze Behaarung düsterer. Die Flügel sind fast glashell, 
nur gegen die Spitze hin kaum merklich rauch grau dunkler. Die 
Schwinger sind ledergelb. Der Hinterleib wurde bereits beschrieben, 
sein letztes Segment ist oben wie unten rotbraun, düster. An den 
Vordertibien ist noch ein eigentümliches Dreieck zu beschreiben, welches 
auf dem Ende der Vorderfläche liegt. Es ist grubig vertieft, die Borsten 
fehlen daselbst, dagegen steht vor seinem Vorderrande ein Stück ober- 
halb des Tibienendes eine mittellange schwarze Borste. 

Fungivora mesorphina n. sp. 

1 5 aus Peru, von Herrn K. Seyd im Mai 1907 in 1000 m Meeres- 
höhe gefangen bei Santa Rosa, im Besitze des Museums zu Wiesbaden. 

Länge des Körpers 5 mm, der Flügel 6 mm. Braun mit dunkel- 
braunen Zeichnungen, dunkelbraunen, hell geringelten Fühlern und hell 
ledergelben Beinen. Die Flügel gelbgraulich, mit einem einzelnen dunkel- 
braunen Punkte auf der > Kleinen Querader«; diese Zeichnung mit nur 
einem Punkte ist für Südamerika etwas neues innerhalb der Gattung. 



— 239 — 

Die Stirn, der Hinterkopf und der Untergesichtshöcker sind braun, 
ebenso behaart, die Schnauze und die Taster hell ledergelb, das letzte 
Tasterglied so lang als die beiden vorhergehenden zusammen. Die 
Fühler haben die gewöhnliche Länge, d. h. sie würden, über den Thorax 
zurückgeschlagen, gerade die Hinterleibsbasis erreichen; sie sind braun, 
und jedes Glied an seiner Wurzel mit einem hellgelben Ringe versehen, 
welcher an den Grundgliedern am breitesten ist, allmählig an Breite 
abnimmt, und an den letzten dreien nur noch als kaum bemerklicher 
Strich vorhanden ist. Die beiden Grundglieder sind ganz ledergelb und 
nur an ihrer Spitze spärlich schwarz beborstet. Der Thorax ist hoch- 
gewölbt, seine feinere Behaarung goldgelb, die gröberen Borsten an den 
Seitenrändern und dem Hinterrand schwarz. Seine Farbe ist ein helles 
Braun, in dem sich folgende dunkelbraune Zeichnungen klar abheben : 
Zwei schmale Binden verlaufen vom Vorderrande, wo sie etwas nach 
innen von den Schulterschwielen entspringen, schräg nach innen rückwärts 
und vereinigen sich etwas hinter der Thoraxmitte zu einem schmalen, 
bis fast zum Schildchen reichenden Mittelbande. Die Schulterschwielen 
selbst sind ebenfalls dunkelbraun und von ihnen zieht ein ebensolcher 
Strich auf ''^/g der Thoraxlänge nach hinten, endlich stehen jederseits 
neben den beschriebenen schrägen Strichen einige Flecken, vorne zwei 
hintereinander, die teilweise zusammentliessen, und ein Stück dahinter 
ein länglicher dritter, die zusammen als die Reste einei- aufgelössten 
seitlichen Binde aufgefasst werden können. Das Schildchen ist oben- 
auf seiner Spitzenhälfte dunkelbj-aun und hat vier lange Endborsten, 
das Mesophragma ist hellbraun. Die Hüften und die ganzen Beine sind 
ebenfalls hellbraun, nur dass die Tibien und Tarsen durch die reihen- 
weise stehende kurze Beborstung dunkler erscheinen, doch sind ins- 
besondere an den Vorderbeinen die Tarsenendglieder hell, und die 
Mittelbeine im ganzen nicht so dunkel als die übrigen. Die Beborstung 
der Beine weicht von dem gewöhnlichen Typus nicht ab, die Krallen 
liaben sämtlich einen basalen langen und spitzen azessorischen Zahn. 
Die Flügel sind von dem gewöhnlichen breiten Umriss dieser Gattung, 
gelblich an den vorderen inneren, mehr graugelblich an den äusseren 
und hinteren Teilen. Die sogenannte kleine Querader (in facto das 
Wurzelstück des Radialramus) ist von einem dunkelbraunen Flecken be- 
deckt, der nach der Wurzel zu l)reiter, nach der Spitze zu schmäler sie 
säumt. Die wirkliche kleine Querader ist doppelt so lang, als das 
dahinterliegende Wurzelstück der Gabel der Media, und diese Gabelungs- 



— 240 — 

«teile liegt ein Stückclien spitzenwärts von der Gabelungsstelle des 
€ubitus: im übrigen sind alle Adern vollständig ausgebildet, nur die 
Analader mündet frei in der Flügelfläche, wo sie um die Hälfte ihrer 
eigenen Länge vom Flügelrande fern bleibt. Die Schwinger sind hell- 
braungelb. Am Abdomen ist das ganze erste Segment auffallend dunkel- 
braunschwarz, das übrige braun, mit einer dunkleren Rückenlinie und 
Seitenkanten der Tergite, die Hinterränder der Segmente etwas heller. 
Das Genitalsegment weicht nur durch etwas gedrungenere Gestalt von 
<lem bei F. lineola Meig. ab. die gegliederten Anhänge weisen ein 
Endglied auf, welches etwas mehr als halb so lang als das vorletzte ist, 
und selber an seinem Ende etwas beilförmig verbreitert und gerundet 
abgestumpft ist. 

Syrplüdae. 

Paragus serratus F. 

In der Sammlung von Herrn Prof. F. Hermann in Erlangen ein Q aus 
Erythraea. Damit ist ein bisher westlichster Fundort dieser weitverbreiteten 
Art festgestellt, die ursprünglich aus Tranquebar in Ostindien beschrieben 
wurde, in Ostindien auch weit verbreitet ist (Brunetti), aber weiter- 
hin auch auf Ceylon, Sumatra, Java, sowie auf verschiedenen Stellen 
is'euguineas bis in dessen Osten hin gefunden wurde (de Meijere). 
Auch aus Aden war die Art schon bekannt, ist aber nunmehr zum ersten 
JVIale auf dem eigentlich afrikanischen Festlande nachgewiesen. 

Baccha sapphirina Wied. 
3 9 gleicher Herkunft in derselben Sammlung. Ungefähr gilt von 
dieser Art dasselbe wie von der vorigen, indem auch sie aus Ostindien 
zuerst beschrieben und später bei Aden wieder gefunden wurde. Aller- 
dings ist ihr Verbreiterungsgebiet anscheinend nicht so weit nach Osten 
ausgedehnt. 

Eristalis (Stenaspis) gypseisquama m. var. sulfurata nov. var. 
Bereits in der Originalbeschreibung meiner Eristalis (Stenaspis) 
gypseisquama in den »Ergebnissen Sjöstedts Kilimandjaro-Meru- 
Expedition«, Teil 10, p, 123, erwähnte ich Exemplare aus Kamerun, die 
von denjenigen aus Deutsch Ost-Afrika und aus Uganda dadurch ab- 
wichen, dass ihre Schüppchen hell zitronengelb statt gipsweiss waren. 



— 241 — 

Nachdem ich nunmehr noch ein cf aus dem Museum Luxemburg vor 
mir habe, das bei Koudue im belgischen Kongostaat gefangen wurde, 
und eben dieses auffallend abweichende Färbungsmerkmal zeigt, scheint 
<es mir angebracht, diese sichtlich wesentlich westafrikanische Form als 
besondere Varietät mit einem Namen zu belegen. 

Milesia fissipennis n. spec. 

1 o^ aus Chip Chip auf Formosa, im Juni 1908 gefangen, in der 
Sammlung des Museums zu Bremen. 

Die schöne und kräftige Art schliesst sich unter den mit einem 
■Schenkeldorn bewalfneten Arten denjenigen an, die einen zweifellos 
<leutlich gelben Hinterrand am Scutellum aufweisen, indem bei ihr sogar 
das Scutellum zum grösseren Teile honiggelb ist . wie auch bei 
M. variegata Brun. Andere Zeichnung der Beine lassen sie leicht 
unterscheiden, auch bietet sie sonst genügende Merkmale, um als gute 
Art zu bestehen.. 

Das Exemplar ist 27,5 mm lang, mit mehr braungelben Teilen 
tind Zeichnungen als schwarzer Grundfarbe, welche letztere stellenw^eise 
•einen metallischblauen Glanz aufweist, und hat in der leicht rauchgrauen 
Flügelfläche einen völlig wasserhellen Streifen, der von der Vena spuria 
wnd der Media begrenzt, den Flügel gewissermafsen in zwei Teile spaltet. 

Der Kopf ist grössenteils honiggelb, das Scheiteldreieck, die oberen 
• ,; des Hinterkopfes und jederseits etwas vor dem tiefsten Augenpole 
■eine dreieckige Strieme zwischen Augenrand und Mundrand schwarz. 
Zwischen dem vordersten Ocellus aber und der Vereinigungsstelle der 
Augen ist die Stirn deutlich gelbbraun. Die Seiten des Untergesichtes 
•sind durch tomentartig kurze gelbglänzende Behaarung etw^as matt. Die 
Fühler und Mundteile sind gelbbraun, die drei Glieder untereinander 
gleich lang, das dritte auf der Aussenseite und der Spitze verdunkelt. 
I>ie lange Borste ist schlank und nackt. Der Thorax könnte als honig- 
gelb und schwarz quergestreift beschrieben werden. Seine Schulterecken 
und der gesamte Prothoraxanteil sind honiggelb, oben in dem mittleren 
Drittel tritt die schwarze Grundfarbe bis an den Vorderrand, sie nimmt 
<lann den grössten Teil der Rtickenfläche ein, ebenso die Pleuren, das 
Sternum und Mesophragma. sowie die metathoracalen Anteile. Vor der 
<^uernaht liegt auf den Mesopleuren und der oberen Hälfte der Sterno- 
l^leuren eine honiggelbe breite Binde, die meist zitronengelb schimmert, 

Jahrb. d. uas.s. Ver. f. Xat. (il, 1911. 16 



— 242 — 

auf dem Rücken ist die Quernaht seitlich honiggelb eingefasst, und zwar 
ist diese P^infassung gegen hinten fleckartig breit, vorne nur garz 
schmal. Düster honiggelb ist ferner ein quer halbmondförmiger Fleck 
ein Stückchen vor dem Hinterrande des Thorax, die seitlichen Hinter- 
ecken desselben, und von da schräg vorwärts abwärts laufend eine mäfsig 
breite Strieme über die hinteren Pleuren, endlich der grösste Teil des 
Scutellum, das nur einen schmalen schwarzen Vorderrand aufweist. Die 
feine Behaarung des Thorax ist grösstenteils goldgelb, auf der Mitte 
mehr gelbgrau, und bei Betrachtung von hinten her treten ein Paar 
über die vorderen 2/3 des Thorax laufende Striemen von grauer Toment- 
farbe sehr deutlich hervor, die an der inneren Ecke der gelben Schulter- 
ecken entspringen. Ebenso grau tomentiert erscheint auch die Quernaht 
an ihrem hinteren Rande. Die beiden vorderen Hüftenpaare sind honig- 
gelb, an der Spitze schwarz, die Hinterhüften und alle Trochanteren 
schwarz, zum Teil glänzend. Alle sind schwarz behaart. Die beiden 
vorderen Schenkelpaare sind gelbbraun, nach der Spitze zu heller, die 
Vorderschenkel auf der Unterseite ihres Wurzeidt ittels mit deutlichem 
schwarzem Strich, die Tibien und Tarsen beider Paare sind einfarbig 
hell honiggelb ; die Behaarung der Schenkel obenauf schwarz , auf der 
Unterseite ebenso wie auf den Tibien und Tarsen goldgelb, auf der 
Aussenseite der Mitteltibien etw^as lang. Die Hinterschenkel sind an 
der Wurzel schmal gelbbraun, dahinter bis zu dem gelbbraunen Dorn 
schwarz mit metallischblauem Schimmer, am Ende gelbbraun, alles 
schwarz behaart, nur oben aussen an der Spitze sind die Härchen gold- 
gelb. Die Tibien und Tarsen auch hier honiggelb, aber auf den Tibien 
ist genau das mittlere Drittel von einem schwarzbraunen und schwarz 
behaarten Halbring eingenommen, der die Oberkante der Tibie frei lässt. 
Die kräftigen Krallen aller Beine sind gelb mit schwarzer Spitze. Die 
Flügel sind rauchbraun mit einem grauschwarzen Wisch auf der Spitzen- 
hälfte des Vorderrandes, der bis zum Ende der Unterrandzelle hin immer 
dunkler wird, und hier, genau mit ihr abschneidend, aufhört. Die Adern 
sind braun, nur der Radius, und der Stamm des Cubitus gelbbraun, die 
Vena spuria besonders dunkelbraun ; zwischen ihr und der dahinter- 
liegenden Media ist die Flügelfläche auffallend wasserhell, Schüppchen 
wachsweiss mit gelben Fransen, die Schwinger honiggelb. Die Grund- 
farbe des Hinterleibes ist schwarz, und dieses Schwarz hat auf dem 
ersten Segment, sowie undeutlich auch noch auf der vorderen Iiälfte 
des zweiten einen metallischblauen Schimmer. Am zweiten Segment 



— 243 — 

ist der Hinterrand in der Ausdehnung von ^/^ der Segmentlänge honig- 
gelb, jedoch -undeutlich begrenzt, und auf der vorderen schwarzen Fläche 
stehen zwei schief dreieckige düstergelbe Flecken, welche durch graue 
Behaarung auffallen. Auf dem fast ganz honiggelben dritten Segment 
wird eine hellere vordere von einer dunkleren hinteren Hälfte abgegrenzt 
durch eine undeutliche schwärzliche Mittelbinde, die jedoch in ihrer 
Mitte bis zum Vorderrande vorgebuchtet ist. Ungefähr ähnlich ist die 
Zeichnung auf dem vierten Segment, avo man auch sagen könnte, dass 
am Vorderrande zwei seitliche, in der Mitte breit zusammenstossende 
bräunlicligelbe auffallende Flecken liegen, die durch ein undeutliches, 
schmales, schwärzliches Band von dem honiggelben Rest des Segmentes 
abgegrenzt sind. An dem schwarzen Bauche sind die Hinterränder der 
Segmente honiggelb. Die kolbigen Genitalien sind hell honiggelb. 

Laryaeyoridae. 

Stomatorhina eupoda Lw. 
Das Museum Wiesbaden besitzt von dieser aus Mosambique be- 
schriebenen Art, für die auch bisher keine weiteren Fundorte veröffent- 
licht zu sein scheinen, ein 9^ ^^^ Herr J. Weiler 1907 bei Bibundi 
in Kamerun fing. Das Exemplar ist zwar mit 10,5 mm viel grösser wie 
die Angabe der Originalbeschreibung, weicht jedoch sonst nicht ab und 
muss zu dieser Art gezogen werden. 

Hermyia diabolus Wied. . 

In der Sammlung Hermann-Erlangen steckt ein cf dieser schönen 
Fliege aus Erythraea, während nach den bisherigen Literaturangaben 
ihr Verbreiterungsgebiet auf Südafrika beschränkt war. 

Conopidae. 

Conops (Physocephala) acroschistus n. sp. 
1 cf iiiit der Bezettelung Kondue, Kassai, Kongo im Museum zu 
Luxemburg. 

Die Art oder besser gesagt, das hier als Art beschriebene Exemplar, 
steht meinem C. (P.) digitatus vom Kilimandjaro nahe, w^eicht aber 
von ihm und auch von der schon dort verglichenen Ph. biguttata 
Roeder durch andere Flügelzeichnung, sowie sonst ab. 

16* 



— 244 — 

Länge 10,1/3 mm, Länge des Flügels 7^1^ in^m. Schwarz, mit 
einigen braunroten Teilen am Hinterleibe und an den Beinen, sowie gelbem 
Gesichte. An dem sonst bräunlichgelb gefärbten Kopfe ist die Scheitel- 
hälfte der Stirn schwarz, ebenso ein von dort bis zur Ftihlerwurzel 
reichendes Dreieck, das die Fühlerwurzel mit seiner Spitze umgibt, ferner 
der ganze Hinterkopf samt der untersten Kante der Backen , endlich 
ein dreieckiger Fleck über dem Mundrande, der zur Hälfte der Ent- 
fernung bis zu den Fühlern hinaufreicht. Die Fühler selbst sind ganz 
dunkel schwarzbraun, das zweite Glied fast doppelt so lang als das erste, 
das dritte zwiebeiförmig, etwa halb so lang als das zweite. Sein Griffel 
ist etwas heller braun und trägt am ersten Gliede einen stumpfen 
ventralen Fortsatz, der so lang ist, wie der ganze übrige Griffel, sodass 
die Fühler am Ende zwei gleichlange Spitzen zu tragen scheinen. Der 
Rüssel ist schwarz, am verdickten Grunde obenauf gelblich, unten braun. 
Der ganze Thorax ist einfarbig schwarz, ebenso die Hüften. Die 
Schenkel sind weniger als bei anderen Arten an der Wurzel verdickt, 
die Beine im ganzen dunkel schwarzbraun, nur am äussersten Ende der 
Schenkel und in der Wurzelhälfte der Tibien braunrot. Die drei 
mittelsten Tarsenglieder sind verhältnismäfsig breit und das dritte am 
Endrande etwas, das vierte sehr deutlich winklig eingeschnitten, sodass 
es zwei Endzipfel aufweist. Die Flügel bieten regelrechtes Geäder, ihre 
Zeichnung ist russschwarz am Vorderrande und entlang dem Cubitus. 
Die schwarze Färbung des Vorderrandes reicht genau bis zur Media, 
reicht nur an der Flügelspitze über dieselbe etwas hinaus, und lässt in 
der ersten Hinterrandzelle einen kleinen Fleck am Hinterrande hell. 
Der Cubitus wird in seinem ganzen Laufe von einer vorderen schwarzen 
Säumung begleitet, die jedoch im Gegensatze zu C. (P.) digitatus m. 
von der schwarzen Vorderrandszeichnung gänzlich getrennt bleibt. End- 
lich ist die hintere Querader zart russgrau gesäumt. Die Schwinger 
sind strohgelb, ihr Knopf oben in der Mitte russgrau. Der Hinterleib 
ist an der Basis besonders schlank und dünn, auf dieser dünnen Stelle 
um die Grenze des zweiten und dritten Segmentes etwas heller, braun, 
sonst ganz schwarz und auf den drei letzten Segmenten mit bläulich- 
weissem Schimmer. Daselbst einige schwarze Borsten. 

Conops (Physocephala) larvatus n. sp. 
1 (^T aus Erythraea in der Sammlung des Herrn Professor Dr. 
F. Hermann in Erlangen. 



Länge des Körpers 10 mm, der Flügel 6,5 mm. Schwarz mit vielen 
zimtbraunen Teilen, ebenso gefärbten Beinen und teilweise graugelbem 
Kopf. Der Kopf ist gelb mit seidengrauem Schimmer, das Scheitel- 
dreieck wie der Hinterkopf braun, der Ocellenfleck schwarz. An dieses 
Scbeiteldreieck vorn an schliesst sich ein dreieckiger schwarzer Fleck, 
der mit seiner Spitze bis auf den Fühlerhöcker reicht, sich dann gabelt, 
und über die Mitte der Wangen abwärts läuft. Dieser schwarze Streifen 
jederseits erreicht auf der halben Höhe des üntergesichts den Augen- 
rand, dem er dann eng anliegt, bis er in dem dunkelbraunen Hinterkopf 
verschwindet. Das spitzwinklige Dreieck über dem Mundrand bis zum 
Fühlerhöcker ist ebenfalls schwarz, es wird aber samt dem ganzen 
Mundrande selber durch ein graugelb bleibendes Band eingerahmt. 
Der Rüssel ist zimtrot, mit schwarzen Labellen, ebenso die Fühler, 
deren ganz kurzer Griffel durch Verbreiterung seines Grundgliedes als 
verdoppelt erscheint ; beide Spitzen sind aber so kurz, dass der Griffel 
und sein Fortsatz nur als ein Paar kleiner Knöpfchen erscheinen, im 
Gegensatz zu der vorigen Art (es will scheinen, als wenn die Gestalt 
des Fühlergriffels in dieser schwierigen Gattung gute Anhaltspunkte für 
die Artunterscheidung geben könnte). Das erste Fühlerglied ist nicht 
ganz halb so lang als das zweite, beide schwarz beborstet. Der Thorax 
ist schwarz, die Pleuren, Schulterecken und ein Fleck dahinter ganz 
zimtrot, ebenso die Hüften und Beine, an welch letzteren die Tibien 
an der Basis gelb, übrigens aber wie auch die Hinterhüften von lebhaft 
silberweissem Glänze überj<ossen sind. Die Flügel sind glashell mit 
deutlichem und scharf begrenztem schwarzen Vorderrandsaum. Dieser 
ist bis zur kleinen Querader genau durch R4_|_5 begrenzt, von da ab 
säumt er diese Ader auch nach dem Hinterrande zu zart ein, und füllt 
fieckartig die erste Hinterrandzelle in ihrer Wurzelhälfte aus, wobei er 
allerdings von ihrem Hinterrande entfernt bleibt. Die Schwinger sind 
schwefelgelb. Der Hinterleib ist noch etwas schlanker als bei der 
vorigen Art, schwarz, auf den letzten Segmenten obenauf mit bläulich- 
weissem Schimmer, das zweite und dritte Segment auf ihrer Basalhälfte 
und die Genitalien zimtbraun. 

Scioniyzidae. 

Sepedon violaceus Hendel var. flebilis nov. var. 
4 9 aus Takao auf Formosa, am 3. und 13. August 1907 gefangen, 
in der Sammlung des Museums zu Bremen. 



— 246 — 

Die Exemplare können nicht ohne weiteres zu Hendels Art 
gerechnet werden, die allerdings ausser bei Hongkong und Calcutta auch 
bereits auf Formosa gefangen ist. Wenn Hendel aber ausdrücklich 
hervorhebt, da'^s im Gegensatz zu den beiden nächststehenden Arten, 
S. aenescens Wied. und S. sauteri Hendel die »Backen dunkel 
erzfarbig, nicht hell rot^elb, nicht einmal mit rötlichem Schimmer« sind, 
dann muss ich die vorliegenden Exemplare durch einen besonderen Namen 
als abweichend hervorheben. Bei ihnen allen nämlich, die sonst durch- 
aus zu Hendels Ori^inalbeschreibung sowohl als zu der Ergänzung 
derselben gut passen, ist nämlich unterhalb des i\.uges mindestens ein 
dreieckiger Fleck, bei einzelnen aber auch eine ganze Strieme rot, wenn 
auch mit weisslichem Tomente überdeckt. Es mag sich vielleicht um 
eine lokale Varietät handeln. 

Ortalidae. 

Richardia numerifera nov. spec. 
1 9 ^^s Blumenau in Brasilien, von Lothar Hetschko ge- 
sammelt, in meiner Sammlung als Geschenk von Herrn Professor 
A. Hetschko in Teschen. 

Die Art steht sichtlich der R. annulata Macq. recht nahe, weicht 
jedoch sicher ab und ist in der Tabelle der Gattung, die Hendel in 
der Deutschen entomolog. Zeitschrift, 1911 p. 208 — 210 gibt, nicht 
enthalten. 

Sie ist 7 mm lang, hat braunroten Kopf, schildplattbraunen, teils 
schwarzbraunen Thorax und einen rotviolett und blau schimmernden 
Hinterleib. In der Breite des Kopfes, die ebenfalls fast das Doppelte 
der Höhe erreicht und in der Breite der Stirn stimmt die Art mit 
R. annulata Macq. überein. Der Winkel, welchen der Inncnrand des 
Auges neben den Fühlern bildet, ist indessen mindestens 135^ also 
stumpfer als bei der genannten Art. Der ganze Kopf ist einfarbig 
bräunlich ziegelrot, das Exemplar nicht ganz gut genug erhalten, um 
eine silberweisse Zeichnung der Augenränder sicher erkennen zu lassen. 
Die Orbitalborste steht ein wenig vor dem vordersten Ocellus, die 
Ocellarborsten sind sehr stark. Die Fühler reichen bis über den Mund- 
rand abwärts, ihr drittes Glied ist fast 5 mal so lang als die beiden 
Basalglieder zusammen, sepiabraun, während die Basalglieder braunrot 
sind. Die Fiederung der Borste ist mittellang, übrigens nur undeutlich 



— 247 — 

zu erkennen. Der Thorax lässt auf seiner gleichmäfsig rostbraun be- 
stäubten Oberseite weder Quer- noch Längsstrienien erkennen, er ist 
ziemlich struppig rostgelb behaart, wovon nur das rotbraune Schildchen 
und die ebenso gefärbten Pleuren frei bleiben. An diesen letzteren 
sind die Nähte schwarzbraun eingesäumt, die Tomentierung an der 
Notopleuralnaht entlang ist nur eben angedeutet. Das Mesophragma ist 
schwarzbraun. Die Vorderbeine samt den Hüften sind braungelb, nur 
die letzten 3 Tarsenglieder dunkler, die Schenkel unten nur behoart. 
Die Mittel- und Hinterhüften sind dunkelbraun, die Mittelschenkel braun, 
und zwar auf der Basalhälfte dunkel, auf der Spitzenhälfte heller, die 
Tibien und Tarsen braungelb. Die Mittelschenkel sind von der Mitte 
an zweizeilig bedornt, wodurch die Art sich wiederum von der nur viel 
spärlicher bedornten R. annulata Macq. unterscheidet. Die Hinter- 
schenkel von gewöhnlicher P'orm, in den basalen -L dunkelbraun, die 
Spitze, sowie die Tibien braun, die Tarsen braungelb mit etwas ver- 
dunkelter Spitze. Die stark gekrümmten Tibien sind nur ^/^ so lang 
als die Schenkel, letztere mit der gewöhnlichen Bedornung. Die Flügel 
sind hyalin, mit der gewöhnlichen feinen Behaarung der Fläche, wobei 
aber zu beobachten ist (was übrigens bei R. podagrica F. auch der 
Fall ist), dass diese feine Behaarung auf den dunkeln Zeichnungselementen 
dichter aber kürzer wird. Das Geäder stimmt fast ganz genau mit dem- 
jenigen von R. podagrica F. überein, doch ist bei der neuen Art 
die Analzelle mindestens 1 V2 ^^^ so breit als die hintere Basalzelle, 
während bei jener beide gleich breit sind. Auch ist die schliessende 
Anabiuerader bei der neuen Art viel stärker nach aussen ausgebuchtet. 
Die Zeichnung der Flügel bietet einen etwas eigentümlichen Zug darin, 
dass die Mittelbinde vorne schmäler als hinten ist und hinten einen 
hellen Fleck umschliesst, wodurch der Eindruck einer 6 auf jedem 
Flügel zustandekommt. Sie beginnt nicht an der Costa, sondern ein 
Stückchen darunter, geht schräge über die kleine Querader hinweg bis 
über den Cubitus (nach Comstock-Xeedh am scher Nomenklatur) 
hinunter, wo sie als Saum desselben spitzenwärts umbiegt, bis an den 
Hinterrand auslaufend, bis sie die hintere Querader erreicht. Diese 
säumt sie so, das an der Vereinigungsstelle von Querader und Media 
kein Braun mehr spitzenwärts dieses Aderwinkels steht, und wendet sich 
«lann dem Vorderende der kleinen Querader wieder zu. Im Ende der 
Discoidalzelle bleibt somit ein ziemlich grosser glasheller Fleck. Der 
Spitzenfleck ist deutlich vorhanden, w-enn auch sein ümriss wurzelwärts 



— 248 — 

etwas verwischt ist; er reicht auf R 4^5 am weitesten wurzelwärts, säumt 
dann den Vorderrand noch bis etwas über die Mündung von R2-fs 
hinaus, wo er noch etwas als kleiner rundlicher Fleck sich zusammen- 
ballt. Als Andeutungen von Querbinden erscheinen noch Bräunungen um 
die beiden Gabelungen des Radius, die jedoch bei Zusehen mit der Lupe 
auch durch längsverlaufende Bräunungen miteinander verbunden sind. 
Die Schwinger sind rotgelb. Die beiden ersten Hinterleibssegmente sind 
gelbrot, kaum metallisch schimmernd, der Hinterrand des zweiten und 
die übrigen metallisch blau mit rötlichem Schimmer, die Legeröhre 
ganz stahlblau. 

Platystoma luxuriosa nov. spec. 

1 9 i" meiner Sammlung, von Herrn Dr. Chr. Schröder am 
28. Xn. 1905 bei Derema in Deutsch-Ostafrika erbeutet. 

Gehört in die Gruppe mit nackter Fühlerborste und ungedornten 
Vorderschenkeln, und zeichnet sich durch sehr satte Farben, zierlich 
gezeichnete Flügel und hübsche weisse Bereifung aus. 

6 mm lang. Der Kopf scherbengelb, der Ocellentleck schwarz, die 
kurzen Orbitalleistenreste braun, mit jederseits zwei kurzen Borsten, 
zwei Paar Vertikalen. Die matte Stirnstrieme mit ziemlich reichlicher 
dünner Behaarung. Am inneren Augenrande stehen jederseits drei w^eiss- 
lich silberglänzende Flecken, zwei grössere, deren oberer etwas oberhalb 
der Fühlerwurzel, der zweite etwas unterhalb derselben liegt, während 
der dritte kleinere in gleichem Abstand weiter abwärts folgt. Der 
Clypeus ist glänzend sclierbengelb, zwischen den Fühlerwurzeln wie knopf- 
artig erhaben, weiter abwärts in der Mitte matt grau, sonst glänzend. 
Die beiden ersten Fühlerglieder sind glänzend scherbengelb, das dritte 
etwas länger als das zweite, länglichrund und matt, seine völlig nackte 
Borste ziemlich lang. Der Hinterkopf ist oben ziemlich ausgehöhlt und 
ausser in der Mitte silbergrau bestäubt. Der Thorax ist glänzend rot- 
braun mit glänzend schwarzen Schulterschwielen und einem gelbbraunen, 
etwas geschwollenen Scutellum, welches 4 Borsten trägt. Sonst die ge- 
wöhnliche Beborstung, wobei die allgemeine Borstenbekleidung etwas- 
kräftiger als bei anderen Arten ist. Jederseits etwas nach innen von 
der Schulterschwiele beginnt am Vorderrande eine Strieme silbergrauer 
Bereifung, die nicht ganz scharf begrenzt ist, und von deren hinteren^ 
Ende vor dem Schildchen ein Haken einwärts läuft; diese beide Haken 
vereinigen sich dann zu der Andeutung einer mittleren Strieme auf der 



— 249 — 

hinteren Thoraxhälfte. Ebensolche Bereifung trägt die obere Hälfte der 
Sternopleuren, von wo eine Strieme in gleicher Breite bis auf das Meso- 
phragma nach hinten läuft. Die Vorderhüften und Vorderbeine sind 
schwarzbraun mit schwarzen verbreiterten Tarsen, die Schenkel un- 
bewehrt, die Beine im übrigen von der gewöhnlichen Form. Die Mittel- 
und Hinterhüften, sowie diese Trochanteren sind rötlichgelb, die Schenkel 
und Schienen schwarz, mit etwas bräunlichem Ton, die beiden ersten 
Tarsenglieder weiss, die drei letzten schwarz, alles schwarz behaart. 
Die Flügel sind schlank, schwarz, und reichlich mit runden weissen 
Punkten gezeichnet. In einem Bezirk, der von der Wurzel bis etwas 
über die Mündung der Subcosta (früher Mediastinaiis) und nach hinten 
bis zur Media reicht, steht wenig mehr als eine Doppelreihe weisser 
Punkte in der Wurzelzelle. Um das Ende der Subcosta erscheint die 
schwarze Grundfarbe tleckartig heraustretend, ebenso an der Mündung 
von R, und von R2 4. 3, doch ist an dieser letzteren Stelle der schwarze 
Fleck durch einen weissen RandÜeck unterbrochen. Die Flügelspitze 
ist ungefleckt, und gerade das Ende der ersten Hinterrandzelle be- 
sonders dunkel. Endlich ist noch zu beschreiben, dass am Hinterrand 
entlang bis zur Analader ein Streifen nicht die gewöhnlichen kleinen 
kreisrunden Flecke hat, sondern dass hier 10 bis 11 Flecke in gleich- 
mäfsigen Abständen wie weisse Einker])ungen des Randes stehen. Die 
Schüppchen sind schneeweiss, die Schwinger tief schwarz, das Meso- 
phragma glänzend rotgelb. Dei* Hinterleib ist glänzend schwarz, kegel- 
förmig zugespitzt, die Rückenflüche des dritten und vierten, weniger 
deutlich auch des zweiten Ringes trägt auf der vorderen Hälfte oder 
etwas mehr silbergraue Bereifung. Der weichhäutige Bauch ist rahm- 
gelb, die kurze schwarze Legeröhre so lang als das letzte Segment, aus 
ihr tritt ein rahmgelbes weicheres Gebilde hervor. 

Platystoma acarigera nov. spec. 

1 cf in meiner Sammlung, im |^ovember 1905 bei Mkulumusi in 
Deutsch-Ost-Afrika von Herrn Dr. Chr. Schröder gefangen. 

Die Art erinnert an unsere allbekannte P. semiuationis L., 
fällt aber sofort auf durch einen leuchtend gelbroten, etwas erhabenen 
und glatten Fleck auf dem Scutellum, um den sich eine Anzahl grösserer 
schwarzer Fleckchen derart gruppieren, dass das Ganze frappant einer 
dort sitzenden Milbe gleicht. Dieser Eindruck ist derartig täuschend, 



— 250 — 

dass meine Frau beim Betrachten des Tieres günzlicli unbeeintlusst sich 
<lahin äusserte, dass dort ja eine Milbe süsse. 

Die Körperlänge beträgt 6,5 mm. Die Grundfarbe ist überall 
durch ein helles weissliches Aschgrau überdeckt, in welcher spärlich 
auf dem Hinterkopf, in der gewöhnlichen Reichhaltigkeit auf dem 
ganzen Tiiorax samt Pleuren die schwarzen runden Punktflecke stehen, 
wie bei unseren europäischen Arten. Am Abdomen sind diese Punkt- 
Hecken zu unregelmäfsig adrigen Zeichnungen zusammengeflossen, das 
Scutellum bleibt frei davon, hier nimmt fast das mittlere Drittel ein 
orangegelber Fleck ein, der bis fast zum Vorderrande reicht, nach 
liinten zu einen mittleren Zipfel zum Hinterrande sendet, und der 
beiderseits schwarz gerandet ist. Um ihn gruppieren sich nun in regel- 
mäfsigen Abständen auf dem Schildchen noch jederseits 3, auf dem 
Hinterrande des Thorax ein Paar schwarzer rundlicher Flecken, die zu- 
sammen eben wie die 8 Beine einer sitzenden Milbe aussehen. Die 
mittlere Hälfte der breiten Stirn ist graubraun, während die Seiten 
mehr aschgrau sind und quer über die sonst nur spärlich punktierte 
Stirn läuft ein Band dichter stehender schwarzer Punkte. Jederseits 
der Fühlerwurzel steht am Augenrande ein runder samtschwarzer Fleck, 
der untere Augenrand ist silbergrau eingefasst. Auf dem in der Mitte 
graugelben, seitwärts mehr orangegelben Clypeus liegt jederseits unter- 
halb der vorderen Augenkante ein tiefschwarzer Bandfleck, der den 
Augenrand mit dem Mundrande verbindet, und ganz am Seitenrande 
noch je ein runder schwarzer Fleck. Auch das braungelbe Praelabrum 
ist in den beiden seitlichen Dritteln schwarz. Die beiden ersten Fühler- 
glieder sind graubraun, das dritte, welches doppelt so lang als das 
zweite ist, fast ganz grau, die Borste mittellang gefiedert. Die Schulter- 
ecken und der ganze Prothorax sind rötlichgrau, der Thorax sonst wie 
beschrieben, die Beborstung wie gewöhnlich, alle Borsten nur kurz. 
Die Hüften, Schenkel und Schienen grau bestäubt, die letzteren an 
allen Beinen mit schwarzen fleckartigen Zeichnungen, wie der Hinter- 
leib. Die Vorderschenkel tragen auf ihrer P]ndhälfte oben eine samt- 
schwarze Strieme, auf der Unterseite jenseits der Mitte einige kurze 
Dörnchen. Die Vordertarsen sind mäfsig verbreitert, schwarz und 
ebenso behaart, während die Behaarung des übrigen Beines weiss ist, 
die Mitteltarsen ebenfalls schwarz, die der Hinterbeine ebenso wie diese, 
im Ganzen mehr graubraun. Die Flügel weisen in einer schwarzen 
Grundfarbe eine reiche Menge runder weisser Punkte auf, die nur in 



251 



der Gegend des Stigma an zwei Stellen des Vorderrandes zusammen- 
fliessen, und das vordere Ende der hinteren Querader, sowie vier 
Punkte in der zweiten Hinterrandzelle fleckartig schwarz lassen. Ferner 
läuft schräge aus dem Ende der Randzelle nach der Mitte des Hinter- 
randes der zweiten Hinterrandzelle ein fast fleckenfreies schwarzes Band 
und ein Stück wurzelwärts davon sind die weissen Flecke in einem ge- 
bogenen, annähernd bandförmigen Bezirke auch weniger gross, sodass 
hier ein zweites helleres Band undeutlich zustande kommt. Um die 
Spitze herum stehen weisse Punkte, am Rande nur 5 grössere, 2 in der 
Unterrandzelle, in der ersten Hinterrandzelle einer, der besonders weit 
vom Rande ab steht, und zwei in der zweiten Hinterrandzelle. Die 
Schwinger sind blass rahmgelb, der Hinterleib wie beschrieben, weiss 
behaart. 

Paryphodes nov. gen. 

Im Habitus an N a u p o d a , Z y g a e n u 1 a oder L u 1 e erinnernd, 
also von gedrungener, etwas flacher Gestalt, mit kurzem Hinterleibe und 
ziemlich kurzen Beinen, die Flügel schlanker und kleiner, als bei den 
genannten Gattungen. 

Der Kopf ist breiter als der Thorax vorne, liegt demselben enge 
an, indem das Occiput schalenförmig ausgehöhlt ist und nirgends eine 
Aufwulstung zeigt. Die Fühler sind unterhalb der Augenmitte und der 
Kopfhöhenmitte eingelenkt, stehen nahe zusammen, nicht durch einen- 
Kiel oder dergleichen getrennt, der Clypeus ist flach, am Mundrandc 
wenig aufgeworfen, und hat kaum ganz schwache Andeutungen von 
Fühlermulden. Die Backen sind schmal. Der Rüssel dick, die Taster 
stabförmig. 1 Orbitalis, 2 Vertikalen, die ganze Stirnstrieme mit kurzen 
Härchen annähernd gleichmäfsig besetzt. Die Fühler kurz mit nackter 
Borste. Der Thorax flach gewölbt, fein chagriniert mit kurzer Be- 
haarung und der gewöhnlichen Beborstung: 1 Humeralis, eine Post- 
humeralis, 1 Praesuturalis, 2 kräftigen Supraalaren, deren hintere länger 
als die vordere ist (über Praescutellaren ist nichts anzugeben, da dort 
die Nadel sitzt). Das Scutellum hat sechs Borsten, die Sternopleuren 
an ihrem Hinterrande eine dichte Reihe längerer Haare, deren oberstes 
borstenartig ist. Die Beine ohne Besonderheiten. Die Flügel schlanker 
als bei den Verwandten. R^ der ganzen Länge nach, R4 + 5 nur am 
Grunde mit einigen wenigen Borsten besetzt. R2 + 3 verläuft völlig 
geradlinig, R4 _}_ 5 mündet etwas vor, die Media etwas hinter der Flügel- 



— 252 — 

spitze, ihre beiden Endstücke sind ganz parallel. Die kleine Queradei- 
steht auf der Mitte der Discoidalzelle. welche ein nur wenig ver- 
schobenes Rechteck bildet und bis fast an den Hinterrand reicht. Die 
Analzelle ist um ein Viertel kürzer als die hintere Basalzelle, recht- 
winklig abgeschlossen. Aus der Mitte der Analzelle entspringt nach 
hinten eine dunkel pigmentierte, nicht ganz gerade und nicht bis zum 
Rande verlaufende Axillarfalte. Der Anallappen ist recht gross. Die 
Zeichnung der Flügel ist querbindenartig. Der Hinterleib ist kurz, 
vierringlig. 

Typische Art: 

Paryphodes omega nov. spec. 

1 9 aus Kamerun in der Sammlung des Deutschen Entomologi- 
schen Nationalmuseums zu Berlin-Dahlem, von Conradt gesammelt. 

4 mm lang, doch ist der Hinterleib stark zusammengetrocknet. 
Kopf scherbengelb mit schwarzer Zeichnung und schwarzer Behaarung, 
auch der ganze Hinterkopf ausser seiner Umrandung schwarzbraun. Die 
Stirn trägt ein Stück über der Fühlerwurzel ein glattes schmales 
schwarzes Querband, ein weiteres Stück darüber eine omegaförmige 
Zeichnung, in deren Scheitel das Ocellendreieek liegt, und jederseits 
von diesem am Augenrande einen rundlichen schwarzen Fleck. Quer 
über den Clypeus läuft ein schwarzer Strich von einem unteren Augen- 
rand zum andern. Der Rüssel ist graubraun, die Taster gelbbraun und 
schwarz beliaart. Die Fühler sind gelbbraun mit schwarzer Borste, das 
dritte Glied gegen das Ende etwas verschmälert, fast dreimal so lang 
als das glänzende, knopfförmige zweite. Der schwarze Thorax ist leicht 
zimtbraun bestäubt und hat folgende rahmgelbe Zeichnung : Jederseits 
an der inneren Verstreichungsstelle der Quernaht beginnt eine solche 
Linie, welche nach hinten läuft, hier das Scutellum erreicht und dieses 
mit einem rahmgelben Rande umgibt. Ein zweiter gerader Strich gelit 
von der Schulterschwiele zur Flügelwurzel, ein dritter weiter abwärts 
genau wagerecht, also parallel zu diesem von der unteren Kante der 
Schulterschwiele ebenfalls zum unteren Ende des Flügelgelenkes. Die 
Hüften und Beine sind schwarzbraun, nur die Enden der Tibien und 
sämtliche Tarsen sind rahmgelb. Die Zeichnung der Flügel besteht in 
einer Schrägbinde, welche am Vorderrande den Zwischenraum zwischen 
der Mündung der Subcostalis und Radius 1 ausfüllt, wurzelwärts noch 
etwas über die Subcostalis hinübergreift, und dann schräg nach hinten 



— 253 — 

aussen zieht, wo die spitzenwärtige Begrenzung die oberste Aussenecke 
der Discoidalzelle eben streift, dann über die hintere Querader ein 
wenig hinausgeht: doch erreicht die Binde den Hinterrand nicht ganz, 
sondern endet zipfel- oder fleckenartig unterhalb der hinteren Querader. 
Von dort bis zur kleinen Querader hinauf reicht ein glashelles Stück 
der Grundfarbe hinauf, grenzt einen länglichen Fleck, der hier über 
den Cubitus streift, von der beschriebenen Querbinde ab und macht 
auch ihr inneres Ende zipfelförmig. Dieser Zipfel endet in der Disr 
coidalzelle genau auf dem Cubitus. Dunklere, rauchgraue Flecken 
stehen dann noch in der Vorderrandzelle dicht hinter der Wurzel- 
<iuerader. sowie zwischen diesem Fleck und der Schrägbinde, ferner an 
der Gabelungsstelle des Radialramus. in der vorderen Basalzelle und 
zwei kleinere in der dritten Hinterrandzelle. Durch leichter rauchgraue 
Säumung des Anfangsstückes der Media, der Querader zwischen hinterer 
Basal- und Discoidalzelle, und des Anfangsstückes des Cubitus hängen 
diese weiteren Flecke etwas mit einander zusammen, auch ist das 
Wurzelfeld vorne im Ganzen etwas grau. Die Schüppchen sind rahm- 
gelb, die Schwinger gelbgrau, der Hinterleib pechschwarzbrauu, etwas 
glänzend. 

Scholastes verberiger nov. spec. 

3 cf und 3 9 i^ meiner Sammlung, 1905/06 von Herrn Dr. 
Chr. Schroeder in Deutsch-Ostafrika gefangen. Die Fundorte sind: 
Tanga, Mkulumusi, Niussi und Amani. 

Etwas weichen diese 6 Tiere in der komplizierten Flügelzeichnung 
von einander ab. jedoch sind sie sicherlich alle zusammengehörig. Die 
Art kennzeichnet sich den beiden anderen bekannten der Gattung 
gegenüber sehr einfach durch den völlig zeichnungslosen Thorax, sie 
kann auch nicht die Art sein, die L o e vv als S. nepticula beschreiben 
wollte, da diese eine nackte Fühlerborste hatte. Bei der vorliegenden 
Art ist vielmehr die Fühlerborste ganz genau so beschaffen, wie 
v. d. Wulp sie für S. cinctus Guer. abbildet, und eben auch die 
kleine plattenförmige Verbreiterung am Ende bei dem (^ sehr hübsch 
ausgebildet. 

8 — 8,5 mm lang. Gelbbraun mit schwarzen Tarsenendgliedern, 
schwarzer Spitze der Taster und etwas metallisch schwarz gefärbten 
Hinterleibssegmenten. Der Rücken des Hinterleibes ist vom Hinter- 
rande des zweiten Segmentes an so gefärbt. Die Stirn ist bei beiden 



— 254 — 

Geschlechtern gleich breit, das Ocellendreieck von 2 feinen vertieften 
Linien eingefasst, davor ein Paar rundliche flache, weiter vorne über 
den Fülllern eine breitere quere Vertiefung, namentlich der vordere 
Teil der Stirn mit pockennarbiger Punktierung. 2 Paar kräftige 
Vertikalen, ein Paar ganz feine und kurze Postvertikalen, parallel, nur 
ein Paar nahe dem Sclieitel stehende mittelkräftige Orbitalen. Fühler 
an ihrer Basis und die Fühlergruben durch einen nasenartigen, fein 
quergerippten Kiel breit getrennt. Taster allmählich ziemlich erheblich 
verbreitert. Zweites und drittes Fühlerglied gleich lang, das zweite 
fast spindelförmig, glänzend, das dritte platt und matt, etwas länger 
als breit. Auf dem einfarbigen Thorax, der ganz dicht punktiert und 
mit feiner schwärzlicher kurzer Behaarung bedeckt ist: Eine schwache 
Humeralis, eine kräftige Posthumeralis, 1 Praesuturalis, 1 schwache 
Supraalaris senkrecht oberhalb der Fliigelwurzel, 2 doppelt so starke 
hintere Supraalares, 1 Praescutellaris, auf dem Scutellum im Ganzen 
6 Borsten. Postscutellum wenig, Mesophragma fast garnicht geschwollen, 
letzteres fast senkrecht. Beine einfarbig gelbbraun, an den Vorder- 
beinen und Mittelbeinen die letzten 3, an den Hinterbeinen die letzten 
beiden Tarsenglieder schwarzbraun. Auf der Unterseite der Vorder- 
schenkel im Spitzendrittel 2—5 kurze Dornen, vor dem Ende der 
Vorder- und der Hinterschenkel je einige längere Borsten auf der Ober- 
seite. Die Pulvillen sind beim (J' etwas grösser als beim Q. Die 
Flügel sind mäfsig breit, die Costa, R^ und R4 _(_ 5 sind in ihrer ganzen 
Ausdehnung gleichmälsig kurz beborstet, auf dem Anfangsstück von 
R44.5 stehen noch 3 — 4 etwas längere Borsten zwischen den übrigen. 
Die im Grunde glashellen Flügel tragen ein reiches dunkel rauchbraunes 
Zeichnungsgitter, welches nur spitzenwärts von der Mündung der Sub- 
costalis eine undurchbrochene Halbbinde bildet und um die ersten Langs- 
ädergabelungen an der Flügelwurzel fleckartig ist, während sonst meist 
viereckige weisse Flecke unterbrechen. Die Schüppchen sind nur klein, 
von ganz der gleichen Farbe wie der Thorax, also bald heller, bald dunkler 
gelbbraun, die Schwinger gelblichweiss. Das Abdomen ist fein chagriniert. 

Engistoneura octodecim nov. spec. 

1 cT aus Kamerun in der Sammlung des Entomologischen National- 
museums zu Berlin-Dahlem, von Conrad t gesammelt. 

Länge 8,5 mm. Kopf mitsamt den Fühlern und Tastern einheitlich 
rot, nur am Hinterkopf etwas mehr gelblich. Die Fühlerborste fehlt. 



- 255 — 

Thorax und Hinterleib blau , etwas glänzend . am Thorax mehr mit 
braunem Ton, mit schwarzer feiner Beborstung. Beine samt den Hüften 
schwarz, nur an den Mittel- und Hinterl)einen die beiden ersten Tarsen- 
glieder weisslichgelb. Plügel dunkelbraun, die Wurzelzelle etwas mehr 
gelbbraun, das Analfeld heller, rauchbraun. In dem ersten Viertel der 
Discoidalzelle steht ein rundlicher, undeutlich begrenzter, wasserlieller 
Fleck, ein gleicher darüber in der vorderen Basalzelle, und einer ein 
Stück darunter inmitten der Breite der dritten Hinterrandzelle. Vor 
allen Dingen laufen im Spitzendrittel zwei wasserhelle Binden quer über 
den Flügel ; die innere beginnt an dem letzten Abschnitte von Rj und 
läuft anfangs schräger, später, in der Discoidalzelle, mehr steil dem 
Hinterrande sich zuwendend, ein Stück wurzelwärts von der hinteren 
Querader vorbei in den Hinterrand. Die äussere beginnt am Vorder- 
rande ein Stück spitzen wärts von der Mündung von R 2-1-3 und läuft 
senkrecht über die Längsader und parallel zur hinteren Querader in 
den Hinterrand. Ihr Umriss ist nicht sehr geradlinig, namentlich ent- 
sendet sie vor der Media einen kleinen Zahn spitzenwärts, welcher sich 
auf eine an der Flügelspitze stehende halbbindenartige helle Zeichnung 
zuwendet, die gewissermassen seine Fortsetzung in der zweiten Hinter- 
randzelle nach deren Aussenrand hin bildet. Endlich ist noch eine 
Halbbinde zu beschreiben, welche zwischen den beiden durchgehenden 
Binden liegt, und welche um ihre eigene Breite wurzelwärts von der 
Mündung von R 2-1-3 entspringend bis in die Mitte der ersten Hinterrand- 
zelle spitz hineinragt. L)iese beiden Halbbinden mit der äusseren vollen 
bilden zusammen eine Zeichnung wie ein X oder eine 8, die nur nicht 
überall voll ausgezogen ist. und man kann so auf dem rechten Flügel 
eine »18« lesen, auf dem linken »81«. Die Schwinger sind gelb mit 
grösstenteils schwarzem Kopfe. Die Bauchseite des Abdomens ist hell. 
Die Flügelzeichnung und der ganze Habitus erinnern äusserst lebhaft 
an Engistoneura bicolor Bezzi, die jedoch durch ganz andere 
Allgemeinfärbung schon ohne genaueres Zusehen als abweichend zu er- 
mitteln ist, sonst aber zunächst stehen dürfte. 

Engistoneura surniipennis nov. spec. 
1 9 in meiner Sammlung, am 11. XII. 1905 von Herrn Dr. 
Schröder bei Bomole in Deutsch Ost-Afrika gefangen; ferner ein 
recht schlecht erhaltenes zweites Exemplar in meinem Besitz, das der- 
selbe am 13. XI. 1905 bei Muhesa erbeutete. 



— 256 — 

Länge 1 1 mm. Die Art steht der > M e g a g 1 o s s a nervosa« 
Tli. Becker aus Britisch Ost-Afrika äusserst nahe, und unterscheidet sich 
wesentlich nur dadurch, dass die Spitze der Taster nicht schwarz ist, 
sondern die ganzen Taster nicht die geringste Verdunkelung der Spitze 
aufweisen. Kopf mitsamt den Fühlern und Tastern rötlich l)raungelb, 
nur unter den Augen etwas dunkler. Das zweite und diitte Fühlerglied 
sind gleich lang, die Borste mittellang gefiedert. Thorax schwach 
glänzend blauschwarz, dicht punktiert und dicht mit kurzen schwarzen 
Härchen besetzt. Borsten wie gewöhnlich, das Scutellum mit 6 Borsten, 
die auf nur ganz niedrigen warzigen Erhabenheiten stehen. Hüften und 
Beine schwarz, an den Vorderbeinen der Metarsus hell braungelb, an 
•den Hinterbeinen die beiden ersten Tarsenglieder bräunlich rahmgelb, 
-alle übrigen Tarsenglieder schwarz. Die Flügel sind schwarzbraun, mit 
zahlreichen kurz querstrichartigen weissen Sprenkeln, die sich namentlich 
um den Cubitus, sowie um die Endstücke der Media und der beiden 
Radiusäste gruppieren , eine Zone von der Mündung von R^ bis zur 
Mündung des Cubitus aber ganz bindenartig frei lassen, andererseits sich 
sowohl wurzelwärts als spitzenwärts von dieser Binde einigermassen so 
gruppieren, dass eine unregelmäfsige weisse Querlinie ensteht. Schüppchen 
mäfsig gross, weiss, Schwinger graugelb, Hinterleib obenauf schwarzblau 
mit feiner Punktierung und schwarzen Härchen, vielfach metallisch und 
stellenweise auch golden schimmernd. Der Bauch ist grau. 

Engistoneura cohaesa nov. spec. 

1 9 iii meiner Sammlung, ebenfalls von Herrji Dr. Chr. Schröder 
'bei Muhesa in Deutsch Ost- Afrika gefangen, am 3. XH. 1905. 

10 mm lang. Die Art steht der soeben beschriebenen sehr nahe 
und weicht fast nur durch die Flügelzeichnung ab. 

Der Kopf hat einen mehr lackroten Ton, wobei allerdings wieder 
die Stirn und die Gegend unter den Augen mehr braun ist. Der Thorax 
ist ausgesprochener schwarz, der Hinterleib obenauf mehr dunkelgrün, 
und dieser weist auf den Seiten der zweiten Segmentes jederseits die 
grauen Bestäubungen auf, die Th. Becker bei seiner Art beschreibt. 
Die Zeichnung der Flügel ist spärlicher, so dass sie im Ganzen dunkler 
aussehen; insbesondere ist das ganze vordere Wurzelgebiet bis zur Media 
und der Mündung von R^ heran fast schwarz, und hat in der Wurzel- 
zelle einige gelbe Punkte. Etwas wurzelwärts von der Mündung von 



— 257 — 

I12-J..3 entsi)ringt am Vorderraiule eine ganz schmale, aber vollkommen 
durchlaufende weisse Querbinde, die ungefähr parallel zur hinteren Quer- 
ader etwas spitzenwärts von der Mündung des Cubitus in den Hinter- 
rand ausläuft. Spitzenwärts von dieser Querbinde stehen nur noch drei 
Fleckenpaare, eines zu beiden Seiten von R^^.^. zwei um die Media, 
wovon das eine fast an der Flügelspitze und ausserdem ein einzelner 
Fleck am Hinterrande etwas spitzenwärts von dem hinteren Ende der 
Querbinde. 

Naupoda punctifascia nov. spec. 

2 cf in meiner Sammlung, von Herrn Dr. Schröder in Deutsch 
Ost- Afrika gefangen, das eine bei Amani am 2. XH., das andere am 
folgenden Tage bei Kwasangivo. Die Art ist ferner in Kamerun ver- 
treten, von wo das Deutsche Entomologische Nationalmuseum zwei von 
Conrad t gefangene Stücke besitzt. 

Man kennt von der Gattung bisher erst zwei Arten, deren eine 
auf den Philippinen vorkommt, während die andere am Kilimandjaro 
gefangen wurde. 

3,7 mm. Kopf schwarzbraun, die obere Kante des Scheitels, eine 
in der Mitte unterbrochene Querbinde über die Stirnmitte, sehr fein 
auch der innere Augenrand von da abwärts, ein Querstreifen über den 
Fühlern und der untere Rand des Untergesichtes rotgelb. Die Stirn 
mit feinen gelblichen Härchen besetzt. Der Rüssel dunkelbraun, die 
Taster rotgelb, am Ende etwas verdickt. Die kurzen Fühler gelbbraun, 
das dritte Glied doppelt so lang als das zweite, matt, mit langer röt- 
licher, pubescenter Borste. Thorax samt Scutellum und Abdomen schwarz, 
mit ganz wenig bläulichem Schimmer und feinen grauschwarzen Börst- 
€hen. Die Hüften schwarzbraun, am Ende gelbbräunlich. Die Schenkel 
sind schwarz, ebenso die Tibien der Vorder- und Mittelbeine, letztere 
sind aber an der Basis ziemlich w'eit rotgelb. Die der Hinterbeine sind 
ganz rotgelb und haben nur auf der Unterseite des Enddrittels eine 
schwarzbraune Verdunkelung. Alle Tarsen sind ledergelb und weiss 
behaart. Die Flügel sind an der Wurzel nahezu gleichmäfsig dunkel- 
braun und diese Färbung reicht nach hinten bis in das erste Drittel 
der Analzelle, säumt die die hintere Basalzelle begrenzenden Adern 
nach aussen, füllt die innere untere Ecke auch der Discoidalzelle aus; 
die saumwärtige Begrenzung der dunklen Färbung verläuft dann von 
der inneren oberen Ecke der Discoidalzelle dem vorwärts gebogenen 

Jahrb. d. nass. Yer. f. Xat. 64, 1911. 17 



— 2ü8 — 

Knie der Media entsprechend nach dem Yorderrand. In der Vorder- 
randzelle liegt hinter dieser braunen Wurzelpartie ein weisslich-gelber 
Fleck, der jedoch die Spitze dieser Zelle nicht ganz ausfüllt. Vielmehr 
ist diese Spitze der genannten Zelle randmalartig tief schwarz, und von 
ihr verläuft schräge und etwas gebogen durch den Flügel nach der 
Mündung von Mg und Cu^, also über die kleine Querader und die hintere 
Querader hinweg, ein braunes Band, welches die dunkler rauchgraue 
Basalpartie mit schwarzbraunen Adern in dem Flügel gegen den glas- 
hellen Spitzenteil mit gelben Adern absondert. In diesem hellen Spitzen- 
teil steht dann noch eine kurze bindenartige Zacke, welche von der 
Mündung von R^ ausgehend, gerade noch bis in die Unterrandzelle 
reicht, und ferner eine nur durch Punkte angedeutete Binde, deren 
drei Punkte in der Spitze der Randzelle, sowie spitzenwärts schräg 
darunter auf R4+5 und auf der Media liegen. Die Schwinger sind gelb- 
grau, ebenso die Unterseite des Hinterleibes und die Genitalien. 

Clitodoca fenestralis Maqu. 

Diese ursprünglich aus Ostindien beschriebene Art, die bereits aus 
Assinia und von anderen Orten der Goldküste und Guineas bekannt ist^ 
besitzt das 3Iuseum zu Luxemburg mit der Bezeichnung: Kondue, 
Kassai, Congo. 

Phytalmodes africana Bezzi. 

Diese nach nur einem O aus Kinchasse beschriebene Art besitzt 
dasselbe Museum in zwei Stücken von derselben Stelle, wie die eben 
genannte Art. 

Myiodella metallica Wulp. 

Aus Südafrika beschrieben. Herr Dr. Chr. Schroeder ting ein 
Pärchen bei Gonja in Deutsch-Ostafrika am 11. I. 1906 und ein 9 
dasselbst bei Pande am 28 XI. 1905. Herr Professor F. Hendel 
in Wien ermächtigt mich, hier die sehr wesentliche Feststellung mit- 
zuteilen, dass nach Ausweis der betreifenden Exemplare im Hofmuseum 
zu Wien zu dieser Art auch diejenigen Stücke aus Aden gehören, die 
Th. Becker 1910 in den «Dipteren von Südarabien und von der 
Insel Sokotra (Denkschr. Akad. Wien, v. 71, p. 157) als Stenopterina 
unimaculata Kert.. eine in Neu-Guinea vorkommende Art, bestimmt hat. 



— 259 - 

Tephritidae. 
Dacus annulatus Tli. Becker. 
In der Sammlung H ermann -Erlangen aus Erythraea. Ursprünglich 
aus Ägypten beschrieben. 

Ceratitis nigra Graham. 
Mit dieser 1910 in dem Bull, entom. Research, v. 1, p. 162, 
Tat'. 12, Fig. 1 beschriebenen Art aus Lagos ist identisch C. obscura 
Enderlein 1911 in: Zool. Jahrb., Abt. f. Syst., v. 31, p. 411 aus 
Barombi in Kamerun. Dieselbe liegt mir ausser in einem weiteren 
Exemplar aus Kamerun (Conrad t leg., im Deutschen entomol. National- 
Museum zu Berlin- Dahlem) noch aus Kondue im Belgischen Kongostaat 
(Ed. Luja leg.) aus dem Museum Luxemburg vor. 

Acanthoneura fallacivena Enderlein. 
Ebenfalls erst kürzlich beschrieben, aus Fernando Poo. Das Museum 
Luxemburg hat ein 9"Exemplar, das von Ed. Luja bei Kondue im 
Kongostaat gefangen wurde. Es weicht nur in einer geringfügigen 
Einzelheit von der Originalbeschreibung ab: Der helle Fleck am Hinter- 
rande in der dritten Hinterrandzelle ist nur bis eben an die Cubitalis 
heran hell und weiss; was über diese hinaus nach vorne reicht, ist in- 
folge braungelber Tönung in der Umgebung- fast verwischt. 

Rioxa lanceolata Wlk. 

2 (^f dieser aus Singapore beschriebenen und auf Borneo (Walker) 
sowie Sumatra (Enderlein) wiedergefundenen Art brachte Herr 
Dr. C. Siebert aus Batavia auf Java mit, wo er sie 1908 gefangen (im 
Museum Wiesbaden). Die Exemplare entsprechen genau der als variabel 
bekannten Art, nur dass die Hinterschenkel sowohl aussen als innen 
fast der ganzen Länge nach dunkelbraune Striemen aufweisen und von 
dem hellen Hinterrande des Flügels ein dreieckig zahnartiger Fleck in 
die dritte Hinterrandzelle hineinragt. " 

Micropezidae. 

Micropeza albicalcanea nov. spec. 
1 9 aus Kamerun, von Herrn C. Feldmann 1907 bei Bibundi 
gesammelt, in der Sammlung des Museums zu Wiesbaden. 

17* 



— 260 — 

Die Art steht ausserordeiitlicli nahe der M. cephalotes Wlk. 
aus Sierra Leone, die ihr Autor in die Gattung Car d i acephala Macq. 
bringen möchte, was mir nicht gerechtfertigt erscheint, da weder die 
hinten ausgehöhlte Form des Kopfes, noch eine Fiederung der Fühler- 
borste vorhanden ist. P]s genügt, wenn ich die Unterschiede meiner 
Art von der Walk er sehen angebe. 

Länge bis zur Einkrümmung des Hinterleibes 8,5 mm. An dem 
fast glänzend schwarzbraunen Kopf ist das Untergesicht matt gelbbraun. 
Das dritte Fühlerglied ist nicht konisch, sondern länglichrund, am Ende 
wenig niedriger gerundet als an der Basis. Die Beine sind nicht rost- 
rot mit gelbroten Hüften und Hinterschenkeln, sondern alle Hüften sind 
rostrot wie der Thorax, alle Schenkel mehr scherbengelb, die vordersten 
dabei etwas dunkler, alle Tibien und Tarsen dunkelsch warzbraun, mit 
Ausnahme der beiden ersten Glieder der Hintertarsen, welche schnee- 
weiss sind. Das zweite Glied der Hintertarsen ist dabei an der äussersten 
Wurzel noch ganz fein schwarzbraun, sodass die weisse Wurzel der Füsse 
hier etwas unterbrochen ist. Das Stück der Media zwischen kleiner 
und hinterer Querader ist nicht um ein Viertel kürzer als das zwischen 
hinterer Querader und Aussenrand, sondern beide Abschnitte sind fast 
gleich. Die Schwinger sind dunkel schwarzbraun, mit heller Mitte des 
Stieles. Der Hinterleib ist dunkler rostbraun als der hellrostrote Thorax, 
und seine Segmente tragen vom zweiten bis zum sechsten noch weiter 
verdunkelte Hinterrandbinden, die mit einer gleichartigen Verdunkelung 
des Seitenrandes zusammenhängen. Vom siebenten Segmente an ist der 
Hinterleib einfarbig dunkelbraun. 

Chloropidae. 

Dactylothyrea hyalipennis Meijere 1910. 
Diese Art, welche von verschiedenen Fundarten aus Java beschrieben 
wurde, habe ich durch freundliche Vermittelung des Herrn Professor 
Roland Th axter in Cambridge Mass. auch aus Sarawak auf Borneo 
erhalten. Das einzige mir vorliegende Exemplar ist in Alkohol auf- 
bewahrt und bietet deshalb einige Möglichkeit, genauere Angaben zu 
machen. Die Grundfarbe des ganzen Thorax einschliesslich des Schild- 
chens ist ein schönes dunkles Stahlblau, seine feine Behaarung aber 
ganz schwarz. Am Hinterleib ist nur das erste Dorsalsegment gelb, 
und auch auf dieses greift an den Seiten von hinten her ein wenig von 



— 261 — 

der schwarzbraunen Färbung des Hinterleibsrückens, welche ebenfalls 
etwas stahlblau schimmert, herüber. Die Bauchseite des Hinterleibs ist 
uanz gelb, und nur die schmalen Sternitplatten sind braun. An den 
^litteltarsen umfasst die Spitzenbräunung das Endglied und fast das 
ganze vorletzte Glied, die Hinterschenkel sind an der Basis weiter gelb, 
als es nach der Beschreibung scheint ; diese Färbung erstreckt sich 
ebensoweit, wie die Länge der verlängerten Trochanteren beträgt. Füge 
ich noch hinzu, dass nicht das zweite, sondern das dritte Fühlerglied 
das heller, braungelb, gegen die dunkelbraunen Grundglieder abgesetzte 
ist, so scheinen Abweichungen genug von der Originalbeschreibung zu 
bestehen, um die Auffassung als eigene Art zu rechtfertigen. Doch 
halte ich die Differenzen sämtlich für solche, welche durch andere 
Präparation entstanden sind, und hinsichtlich des Fühlergliedes für einen 
Druckfehler in der Originalbeschreibung. 

Oscinosoma inaequalis Th. Becker. 
Aus Formosa beschrieben. In meiner Sammlung 3 Exemplare aus 
Sarawak auf Borneo. die ich ebenfalls der Freundlichkeit des Herrn 
Professor Pi. Thaxter in Cambridge Mass. verdanke. 



über die Geschichte, das Vorkommen und die 
Erscheinungsweise von Parnassius mnemosyne L. 

Von 

Dr. Arnold Pagenstecher (Wiesbaden). 



Die dem Gebiete der paläarktischen Fauna augehörende Gattung 
Parnassius Latr. ist in den letzten Jahrzehnten ein bevorzugtes Objekt 
nicht minder für die Sammlungen der Liebhaber von Schmetterlingen 
geworden, wie für die wissenschaftliche Forschung der Lepidopterologen. 

Hierzu hat auf der einen Seite die vielfach überraschende Schönheit 
der einzelnen Arten beigetragen, wiewohl diese sich nur in einfachem 
Wechsel der weisslichen Grundfärbung mit schwärzlichen Binden und 
Flecken schmücken, zu denen etwas Gelb tritt, und bei den hervor- 
ragenden Arten Rot und Blau in eigentümlichen Ocellen. Auf der 
anderen Seite hat die grosse Variabilität der Farbe und Zeichnung der 
Einzelindividuen, wie der mehr oder weniger gleichmäßige Wechsel der 
Tracht der in einer bestimmten Gegend vorkommenden Arten lebhafte 
Studien angeregt. So sind je nach der individuellen Veranlagung der 
Autoren für die einzelnen Arten der Gattung zahlreiche Aberrationen 
und Varietäten (Subspezies, Rassen, Formten) aufgestellt und vielfach mit 
besonderen Namen belegt worden. Dies ist namentlich der Fall gewesen 
bei dem bekanntesten und verbreitetsten Parnassier, dem beliebten Apollo L., 
wie auch bei seinem asiatischen Vetter, Parn. delphius, von dem namentlich 
in neuerer Zeit überraschende Formen aus den fernen Hochgebirgen zu 
uns gebracht worden sind. (Vergl. hierüber Stichel, Beil. z. Intern. Ent. 
Zeitschr., Guben, 4. Jahrg. (1911), S. 277.) Bei dem Studium dieser, 
wie der übrigen Vertreter der Gattung tritt uns die Wahrheit der 
schönen Worte vor Augen, welche unser Altmeister Goethe in seiner 
»Metamorphose der Pflanzen« niedergelegt hat: 



— 26ü — 

»Alle Gestalten sind ähnlich, doch keine gleichet der andern. Und 
so deutet der Chor auf ein geheimes Gesetz, auf ein heiliges Rätsel. •< 

In einer früheren Arbeit: Über die Yerbreitungsbezirke und die 
J.okalformen von Parnassius Apollo L. (in den Jahrbüchern des 
Nassauischen Vereins für Naturkunde, Bd. 62 (1909), S. 115 bis 216 
mit Tafeln VII und VIII) habe ich mich bemüht, die hauptsächlichsten 
mir damals bekannt gewordenen Erscheinungsformen von P. Apollo 
nach den verschiedenen Lokalitäten, in denen er auftritt, dem ento- 
mologischen Publikum vorzuführen. Unsere Kenntnisse haben seitdem 
eine weitere Bereicherung und Vertiefung erfahren. Vielleicht ist es 
mir später vergönnt, dieselbe in einer künftigen Arbeit zu berücksichtigen 
und dabei des Näheren auf die Berechtigung der einzelnen, von den 
Autoren aufgestellten Formen einzugehen. Hier sei es mir gestattet, 
die in der letzten Zeit eben ayoIiI vielfach ventilierte Frage von der 
Verbreitung und Erscheinungsweise des in einem bescheidenen Gewände 
auftretenden sogenannten »schwarzen Apollo.« Parnassius mnemosyne L., 
zu behandeln. Es erscheint mir zweckdienlich, eine Darstellung des Ent- 
stehens und Wachsens unserer Kenntnisse über diesen mit Apollo manche 
Verwandtschaft zeigenden Falter vorauszuschicken, soweit es mir 
möglich war, die betreffenden Daten aus der Literatur zusammenzustellen. 

Nach der für die wissenschaftliche Zoologie jetzt allgemein 
adoptierten Nomenklatur begründe und beginne ich meine Erörterung 
mit Linnes Arbeiten. Als das fundamentale Werk ist 

1. zunächst die von der Deutschen Zoologischen Gesellschaft 1894 
zum erneuten Abdruck gegebene Schrift anzusehen: Carol. Linne, 
Syst. Nat. Regn. animal. Editio decima 1758 cura Soc. Zol. Germaniae 
iterum edita Lipsiae 1874. Es heisst dortselbst S. 465 bei Papilio 
Heliconius: «Mnemosyne 42, P. H. alis oblongis integerrimis albis 
nigro-nervosis, primoribus maculis duabus nigris marginalibus. Uddman 
diss. 55. Habitat in Finlandia praecedenti (apollo) similis. licet specie 
distinetissimus.« 

Die aufgeführte Dissertation ist die von Isaac Uddman. Nov. 
Ins. Spec. Diss. Inaug. Aboe 1753 verfasste, von Panzer 1770 zu Nürn- 
berg neu herausgegebene Arbeit (S. Hagen, Bibl. entom. p. 232). 

2. Es folgt die Arbeit von Po da, Insecta Musei Graecensis, quae 
in ordines, genera et species juxta systema naturae Caroli Linnaei 
digessit. (Nicol. Poda) Graecii 1761. Dortselbst heisst es von Mnemo- 

ß : P. Crataegi varietas. 



— 264 - 

3. In der von Linne 1761 herausgegebenen Fauna suecica ed II, 
1033 wird bei Papilio mnemosyne (S. Wernel)urg, Beiträge zur Schmetter- 
lingskunde: Vergl. Übersicht der in den Werken von Linne, Clerk, 
Scopoli und Hoefnagel aufgeführten europäischen Schmetterlinge I, p. 200) 
bei P. mnemosyne L. auf die Hinterleibstasche des 9 ^i^ den Worten 
aufmerksam gemacht: »anus organo majore cartilagineo singularis 
structurae in femina«. Diese Hinterleibstasche der Parnassier hatte 
bereits J. Chr. Schäffer: »Neuentdeckte Teile bei Raupen und Zwie- 
faltern« 1754 p. 187 erwähnt. 

4. Scopoli: Entom. Carniolica, exhibens Insecta Carniolae indigena 
et distributa in ordines, genera, species, varietates methodo Linneano. 
Vindobonae 1763 erwähnt p. 170 n. 449, Tat". 4, F. 2 Pap. mnemosyne 
und gibt die wohl erste Abbildung des Falters ((f). 

5. J. J. Schäffer, Icon. Ins. cirea Ratisbonam indigenorum 
coloribus naturam referentibus expressae ; Ratisbonae T. I — III, 1766 
bis 1779, bildet Pap. mnemosyne L. auf Taf. 34, F. 6, 7: «Papilio 
hexapus alis integris prim.« ebenfalls ab. 

6. Pallas, Reisen durch verschiedene Provinzen des russischen 
Reiches in den Jahren 1768—1774, St. Petersburg, T. I (1771), p. 167, 
führt bereits Pap. mnemosyne auf. 

7. von Müller, Fauna Lepid. silesiaca, schlesische Schmetter- 
linge, 1. Heft, Abt. III, p. 547 (1773) erwähnt Pap. mnemosyne als 
»Der Finländer«. 

8. Lepechin, Tagebuch der Reise durch verschiedene Provinzen 
des russischen Reiches in den Jahren 1768 — 1770, aus dem Russischen 
übersetzt von M. Chr. H. Haase, Altenburg 1774, verzeichnet P. mnemo- 
syne L. »Auf Hügeln zwischen Simbirsk und Sisran«. 

9. In der von Müller 1774 herausgegebenen Ausgabe von Linne, 
Syst. naturae, ed. Xli, Teil V, Bd. 2, S. 582 n. 51 heisst es ad 1 
Pap, Hei. mnemosyne L. Finländer : »In Finland und Ungarn befindet 
sich eine Art mit länglichen weissen und schwarz geränderten Flügeln, 
wovon die vordersten zwei schwarze Flecken haben. Man ündet ihn 
auch in Deutschland und zuweilen ist das Weisse etwas gelblich.« 

10. Fabricius erwähnt in seinem Systema Entomologiae, Flens- 
burgi et Lipsiae, 1775 n. 100, p. 465 ebenfalls P. mnemosyne. 

11. Ebenso Müller, Zoologiae Danicae Prodromus, seu Anima- 
lium Daniae et Norvegiae indigenarum. Hafniae 1776, p. 113 n. 1311. 



— 265 — 

12. Schiffermüller u, Denis. Syst. Verz. der Wiener Gegend 
1776, S. 161, bezeichnen P. mneniosyne als »Weissen, am Aussenrand 
schwarzgetieckten Falter«. 

13. Esper: Die Schmetterlinge in Abbildungen nach der Natur I 
(1777), Taf. 2, F. 2 : Taf. 58, Cont. 8, F. 5, beschreibt die Hinter- 
leibstasche des und bildet das O von oben mit derselben ab. 

14. Auch bei J. A. B. Bergsträsser (Nomenklatur und Be- 
schreibung der Insekten der Grafschaft Hanau IL Jahrgang 1779) wird 
P. mnemosyne L. auf Taf. 99, Fig. 1, 2, 8 d" 9 abgebildet. Das 
Exemplar stellt ein grosses 9 ^^^i^ breitem dunklen Rand und grossen 
Flecken dar. Der Vorderrand der Yorderflügel ist gelblich, ebenso der 
Halskragen und Hinterleib. Die grossen Flecken der Hinterflügel sind 
verwaschen. Das cf zeigt kleinere Flecken. 

15. Ernst et Engram eile, Papillons d'Europe, Paris 1779. 
führen p. 201 Le Semi Apollon auf und bilden ihn Taf. 48, Fig. 100 abc 
9 nach einem aus Deutschland stammenden Exemplar ab: »Le papillon 
ressemble beaucoup au precedant (apollo), mais il est plus petit, et il 
a moins de taches, c'est parceiiue nous l'avons nomme le Semi Apollon. 
Quoique il soit tres comnmn dans le Nord, sa chenille et sa choysalide 
n"y sont point connue. On ne le trouve point en France. Ceux representes 
sur cette planche viennent du cabinet de M. Gigot d"Orsy. 11s lui ont 
ete envoyes d'Allemagne. 100 a le dessus du male. Les nervures qui 
traversent ses alles sont plus minces, mais plus noires que Celles d' Apollon.' 
II n'a que deux taches noires aux alles superieures et une seule aux 
ailes inferieures et cette derniere ne se recontre pas dans tous les 
Individues. Les taches ne sont jamais melees d'aucune couleur. La 
naissance de ses alles et la moitie du bord d'en bas des ailes inferieures. 
sont comme ä l'ApoUon pointillees de noir. Le dessous F. 106 b est 
parfaitement semblable au dessus. La Fig. 100 c est le dessous de ia 
femelle. qui ne se distingue du cf que par le petit sac (lu'elle ä rextremitt" 
du ventre, comme celle du precedent (apollo). 

16. Fuessly: Neues Magazin für Liebhaber der Entomologie I. 
S. 184: Pap. mn. Einheimisch in den Bergen des Veltlin. 

17. Schneider. Syst. Bearb. Eur. Schmett. Halle 1787, I, S. 60 
u. 7 erwähnt P. mn. 

18. Borkhausen, Naturgeschichte Eur. Schmetterlinge 1788, L 
S. 116 u. 252 u. 3. P. mn. »Gestalt und Grundfarbe wie bei Apollo. 



— 266 — 

Adern färben sich schwarz und auf beiden Flügeln sind schwarze Flecken, 
welche wie die Ränder der Vorderflügel von Staub entblösst sind. Die 
ganze untere Seite ist von Staub entblösst, sonst ist die Zeichnung wie 
oben. Der Hinterleib hat zu beiden Seiten gelbe Flecken und die 
Hinterflügel haben ihnen gegenüber einen Saum von beträchtlich ver- 
längerten schwarzen Haaren. Sonst hielt man diesen Falter für einen 
Bewohner der nördlichen Länder, man hat ihn aber zuletzt auch hin 
und wieder in Deutschland und Frankreich entdeckt.« 

19. de Villers, Carol. Linnaei Entom. Faun. Suec. descript. 
aucta. Lugduni 1789, Tom II, p. 6, Taf. IV, F. 2. P. mn. L. 

Linne : alis oblongis integerrimis. albis nigro-nervosis, primoribus 
maculis duabus nigris marginalibus. Habitat in Finlandia. Hungaria. 
In alterioribus Gebennis lectus. 

Descr. Praecedenti similis, licet specie distinctissimus. Minor et 
absque ocellis. Alae albae venis nigris. Primores margine postico 
nudae s. membranaceae, in medio ad costam duae maculae uigrae. 
Posticae etiam maculis duabus nigris, priore ad marginem interiorem 
minore, posteriore in medio disci majore. Anus organo majore cartilagineo 
singularis structurae in femina. Obs. Alarum posticarum margo anterior 
nigro albedine adspersus V, 

Auf der Abbildung zeigt sich in dem dunklen glasigen Aussenrand 
eine bindenförmige Reihe weisser Flecken dargestellt ; das Exemplar ist 
gross mit schwarzem mittlerem Costalfleck der Vorderflügel und zwei 
Zellfiecken. Ebenso zeigt sich ein Diskusfleck und ein Analfleck der 
Hinterflügel, ein schwarzer Innenrand. Es dürfte ein südliches fran- 
zösisches Exemplar sein (Cevennen). 

20. Lang, Verzeichnis für Schmetterlinge, II. Auflage, Augs- 
burg 1789 (I. Auflage 1782). S. 7, Nr. 26, 27 erwähnt P. mn. 

21. Ebenso Fabricius, Ent. Syst. (1773)111 (1), p. 182, 562. 

22. Desgl. Herbst (& Jablonsky) Natursystem aller etc. Insekten, 
Schmetterlinge. Berlin, Bd. I (1783), Bd. H (1784). Bd. III (1788— X. 
1804) von Herbst. Vol. 5, p. 47, Taf. 84, f. 5, 6, Pap. mnemosyne. 

23. Hübner, Sammlung europäischer Schmetterlinge. Augsburg 
I— V. 1793 — 1821. S. 61, Taf. 79, f. 398 cT, Abbildung des Falters. 

24. Panzer, Fauna Insectorum Germaniae Initia (oder Deutsch- 
lands Insektenfauna). Heft 1 — 108, Nürnberg 1793 — 1813. Im Jahr- 
gang HI, IV, 34, 21, wird P. mnemosyne dargestellt. »Der Finländer. 



- 267 — 

Weisser, am äusseren Rande sclnvarz gefleckter Falter. Le Semi 
ApoUon. Alis integris integerrimis albis nigro-nervosis anticis maculis 
cliibus nigris marginalibus.« 

Früher hielt man diesen Falter für einen Bewohner nördlicher 
Gegenden, man hat ihn aber gegenwärtig hier und da in Deutschland 
entdeckt. 

25. de P r u n n e r , Leonardo , Lepid. Pedemontana. Augusta 
Trevirorum 1798 führt ebenfalls P. mn. an (S. Werneburg, IL S. 300). 

26. 111 ig er 's Magazin für Insektenkunde. Braunschweig 1 — 39, 
1788—1807. Bd. IIL S. 199, 1804. v. Hoft'mannsegg, Alph. Verz. 
zu Hübners Abbildungen (L 79, f. 298) führt Dor. mn. an. 

27. Ochsen heimer u. Treitschke, Schmett. Europas (1808) 
I, 2, p. 139, IV, 30. Papiiio mn. »Die länglich runden, schwach be- 
stäubten Flügel sind weiss, mit schwarzen Adern am Aussenrande. Die 
vorderen durchsichtig mit zwei schwarzen Flecken am Vorderrand. Die 
Hinterflügel sind längs dem Innenrand schwarz bestäubt, mit einem matt- 
schw^arzen Flecken in der Mitte. Der Falter findet sich in Schweden. 
Schlesien, Russland, auf dem Harz, im südlichen Deutschland, und in 
Ungarn. Von seiner Verwandlungsgeschichte ist noch nichts bekannt.« 
l)ie Verfasser machen auch auf die Hinterleibstasche aufmerksam. 

28. Hühner, Verzeichnis bekannter Schmetterlinge. Augsburg 1816. 
Pap. mn., p. 90. 

29. Godart (Latreille) Encycl. meth. IX, p. 86 (1819). Paris. 
Parnassius mnemosyne L. 

Latreille erwähnt IV, p. 202 die Hinterleibstasche des Weibchens. 

30. J h. W i 1 h. M e i g e n , System. Beschreibung der Europäischen 
Schmetterlinge, Bd. I. (1829). S. 11, Taf. IV, f. 3, Q. Doritis mnemo- 
syne L. 

»Die Flügel weiss, schwarzgeadert ; die vordem mit zwei schwarzen 
Flecken ; der Aussenrand breit durchscheinend : der hintere Innenrand 
schwarz bestäubt. Auf der Unterseite ist die Zeichnung wie oben. 
Der Leib ist schw^arz ; der Rückenschild vorne gelb. Das Weib hat 
unter dem Hinterleibe eine nachenförmige Membran, die sich fast bis 
zur W^urzel hinauf verlängert. Heimat : Schweden, Finnland, Russland, 
der Harz, das südliche Deutschland. Ungarn, die Alpen und Cevennen. 
Raupe und Futterpflanze unbekannt. 

31. Freyer, teuere Beiträge zur Schmetterlingskunde. x\ugs- 
burg 1831 — 1858. I— V. Dor. mnemosyne. S. 37, Fig. 217 wird 



— 268 — 

Schmetterling. Raupe und Puppe nebst Futterpflanze (Coryclalis solida = 
Halleri) abgebildet, -worauf sie Kindermann in Ofen fand. 

32. Herr, Anleitung, Schmetterlinge und Raupen zu bestimmen, 
Frankfurt 1833 erwähnt S. 105 Pap. helic. mn. durchsichtiger Falter. 
Schlesien, Harz, Süddeutschland. Raupe wird nicht beschrieben. 

33. Boisduval, Genera et Ind. meth. Parisii 1840, S. 3 macht 
auf die Hinterleibstasche des Q aufmerksam. 

33a. Grube, Preussische Provinzblätter 1842. T. 25 S. 284: 
Über das Vorkommen von Doritis mnemos3ne in der Provinz Preussen. 
(Nach Hagen, Bibl. Eut. p. 306, 455.) 

33b. Xickert, Stett. Eni. Ztg. 1845, S. 92 erwähnt Doritis mn. 
vom Mölltal und Salzburg. 

34. Standfuss, Stett. Ent. Ztg. 1846, vol. 7, p. 383: Doritis mn. 
in Horuschlossberg bei Charlottenbrunn in Schlesien. 

35. von Siebold in Zeitschrift für wiss. Zoologie von v. Siebold 
und Kölliker, Bd. IH, Heft 5 (1850) abgedruckt in Stett. Ent. Ztg. 
1850 S. 179 ff. behandelt die bereits von Schäfer 1754 abgebildete 
Hinterleibstasche von Parnassius muemosyne L. Er konnte dieselbe 
leicht ablösen und bemerkt, dass sie bei der Begattung als Abguss des 
männlichen Hinterleibs entstünde. Dieselbe besteht nicht aus Chitin, 
sondern aus einer leicht löslichen Substanz ; sie fehlt unbefruchteten 
Weibchen und ist bei der Entleerung der Eier ohne Wert (im Gegen- 
satz zu Höger, Bericht des schles. Tauschvereins 1844, p. 3). Nach 
den Beobachtungen von Rossi und Kollar gibt von Siebold Corydalis- 
Arten als Futterpflanze der Raupe an. Die von Frey er, Beiträge III, 
247 gegebene Abbildung der Raupe wurde von Neustadt und 
Kornatzki (Fünfter Bericht schles. Tauschfreunde 1844, Taf. 42) 
nachgedruckt. 

35a. von Nordniann, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou, Bd. 24(1851), 
S. 2 erwähnt Mnemosyne. 

36. Meyer Dürr, Verzeichnis der Schmetterlinge der Schweiz. 
I. Tagfalter, S. 20. Denkschriften der Allgem. Schweiz. Gesellschaft 1852 
erwähnt P. mn. von Bünden auf Bergwiesen, vom Veltlin auf Alpen, 
vom Surenental hinter Engelberg, Gentelboden bei der Engstlenalp, 
ziemlich hoch. Sonst in der Schweiz in feuchten Bergtälern, 
Chamouny, ürbachtal bei Meyringen 1800' im Juli. Sonst in Preussen, 
Schlesien, Böhmen, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten. Italien, Süd- 



- 269 — 

frankreicb. Raupe 1837 von Kindermann an Corydalis Halleri entdeckt. 
Puppe beingelb, stumpf. 

37. Lederer, Verb. zool. bot. Gesellscbaft Wien 1855. S. 205 
erwäbnt Doritis mn. L. bei Amasia (Kleinasien) auf bocbgelegenen 
Tälern fliegend. 

38. Speyer, Deutsche Scbmetterlingskunde für Anfänger (1856) 
S. 74. Doritis mn. in Gebirgsgegenden Stiddeutschlands. Provinz Preussen. 
Raupe auf Corydalis solida. 

39. Speyer (Dr. Adolf und August): Die geographische Verbrei- 
tung der Schmetterlinge Deutschlands und der Schweiz, Leipzig (1858). 
S. 282 melden über Doritis mnemosyne L. : «Zerstreut in den Berg- 
gegenden des Gebiets, nördlich bis zum Harz und Riesengebirge, im 
Tiefland nirgends als in Preussen. Südlich von 52 ^ N. B. ist der 
Falter ein entschiedener Gebirgsbewohner, am häutigsten in der montanen 
Region, auch bis in die colline hinab und bis in die subalpine ver- 
breitet. Die Alpen besitzen den Falter zwar in ihrer ganzen Ausdehnung, 
doch kommt er auch hier, wie überall, nur stellenweise vor; im west- 
lichen Alpenflügel weit spärlicher, als im östlichen. 

Er findet sich in einem grossen Teile von Europa und im an- 
grenzenden Asien, nördlich bis Finnland, südwestlich bis zu den Pyrenäen, 
südöstlich bis zum Kaspisee und Kleinasien. Dem deutschen und 
europäischen Nordwesten scheint er zu mangeln. Wir kennen keinen 
Fundort jenseits einer von der Insel Seeland zum Vogelsberge und von 
hier weiter zur Auvergne gezogenen Linie. Auffallend ist es, dass 
Mnemosyne nicht allein in Nordeuropa, sondern auch im Südosten des 
Weltteils, im südlichen Russland, in der Ebene wohnt, während sie 
doch im westlichen Europa (wie in Deutschland) in entsprechender 
Breite ausschliesslich Bergfalter ist.» 

Preussen (Memel, Labiau, Elbing, Danzig), Harz, Schlesien, Hoch- 
ebenen des Vogelsberges (Taufstein), Rauhe Alp (Hohenurach, Sig- 
maringen, Tübingen), Böhmen, Mähren, Wien, Oberösterreich (Schober- 
stein 2000'), Salzburg, Kärnten, Krain, Tirol, Schweiz, nicht im Jura : 
Skandinavien (selten), südliches Schonen, bei Lund, Hirschholm auf 
Seeland, Finnland, Petersburg, LivlandV, Wolgagebiet Provinz Kasan, 
um Odessa, Bessarabien, Kuban, Siebenbürgen, Cevennen, Dourbes 1000 m, 
Gavarnie (Hochpyren.), auf Wiesen am spanischen Abhang 2200 m, 
Veltlin, Savoyen, Piemont, Ligurien. Neapolitanische Gebirge (von 
<jran Sasso bis Aspromonte). Amasiia. 



— 270 — 

40. V 11 H e i 11 e m a n n , Schmetterlinge Deutschlands und der 
Schweiz. 1859, I. Grossschmetterlinge S. 99. 

Doritis mnemosyne, auf Waldwiesen der süddeutschen Gebirge, des 
Riesengebirges und des Harzes. Auf letzterem mehr im östlichen und 
südlichen Teil, in Ostpreussen in der Ebene. Raupe auf Corydalis 
Halleri. 

41. Wilde, Pflanzen und Raupen 1861 I, S. 89 und II, S. 59 
(1861). 

»Raupe auf Corydalis solida, nach beiden Seiten spindelförmig 
verdickt, sammtschwarz, an den Einschnitten dunkler, mit feinen Härchen 
besetzt. An jeder Seite des Rückens eine Reihe gelber oder orange- 
farbener Flecken, und zwar auf dem ersten Ringe jederseits 1, auf 
dem zweiten und dritten Ringe je 4, auf den übrigen Ringen jederseits 
zwei Flecken, von denen die vorderen grösser sind. Hinter dem Kopfe 
steht noch in der Mitte ein gelber Flecken ; Kopf schwarz, Puppe 
stumpf, dick, lehmgelb. Im April, Mai an Corydalis, am Tage auf 
der Erde im Laub verborgen, Avoselbst sie sich Mitte Mai in einem 
ziemlich dichten Gespinnst verwandelt. Falter im Mai und Juni auf 
Bergwiesen.« 

42. Keller und Hoff mann führen im Stuttg. Jahrb. f. Vaterland. 
Kultur 1861, Bd. 17, S. 265 Parn. mn. von der Alb auf. 

43. Trapp, Mitt. Schweiz. Ent. Gesellsch. 1862 erwähnt P. mn. 
vom Wallis. 

44. Glaser, Neuer Borkhausen oder Hess. Rhein. Falterfauna 1863 
berichtet, dass P. mn. am Taufstein im Vogelsberg, von Pfarrer Scriba 
gefangen worden sei, auch von Pfarrer Stein und Graf Solms auf 
Hochebenen des Vogelsbergs. 

45. Lederer Wien. Ent. Mon.-Schr. (1863), p. 17 teilt P. mn. 
von Bulgarien mit. 

46. Werneburg, Beitr. zur Schmetterlingskunde I, S. 381 tf. 
(1864) macht bei seiner Übersicht der bei Fabricius in verschiedenen 
Schriften und im Wiener Verzeichnisse aufgeführten Europ. Schmett. unter 
n. 100 auf P. mn. aufmerksam. 

47. Mann, Aufzählung der in der Dobrudscha gesammelten 
Schmetterlinge; Verh. zool. bot. Ges. Wien 16 (1866j, S. 325 erwähnt 
P. mn. im Mai auf Bergen um Tultscha, im Juni bei Tulitze und 
Ciucornowa nicht selten. 



— 271 — 

48. Sicvers, Schmett. der Umgebung von St. Petersburg. Horae, 
Soc. Ent. Ross. 1866 IV, S. 50 teilt P. mn. von dort mit. 

49. Tengström, Xotiser on Selsk. pro Fauna et Flora Fenn. 
Förhandlingen, Heft 10, p. 291 (1869) führt in seinen Catal. Lep. 
Parn. mn. von Aland, Xyland, Abo, Karelia, Karelia rossica auf. 

50. Erschoff, Über Lepidopterenfauna von St. Petersburg und 
Berlin. Hör. Soc. Ent. Voss. 1869, S. 17/18 erwähnt Parn. mn. von 
St. Petersburg. 

51. A. G. Butler, Cat. Diurn. Lep. Fabr. p. 232 (1869). Parn. mn. 
vom nördl. Europa. Frequens flowery hills on mountain slopes, when 
tiying it is quitse impossible to distinguis it from Pieris Crataegi. 
Germany 1841 obtained by Becker. Von den Fabricius sehen Werken 
führt er folgende Stellen auf: Fabr. Syst. Ent. p. 466 n. 100 (1775). 
Fabr. Spec. Ins. p. 35 n. 145 (1780), Fabr. Mant. Ins. p. 17 n. 170 
(1789), Fabr. Ent. Syst. HI, p. 182 n. 562 (1790). 

52. T äschler, Ber. Nat. Ges. St. Gallen 86 (1870) führt P. 
mn. von Pfäffers und den Alpen bei Wallenstedt auf. 

53. Staudinger, Beiträge zur Lepidopterenfauna Griechenlands. 
Horae. Soc. Ent. Boss. 1870 VII, p. 33 erwähnt P. mn. vom Veluchi 
und Parnass. Anfang Mai. Die o^cf haben unterschiedlich von sonstigen 
europäischen Stücken fast alle auf den Hinterflügeln die sonst bei den 99 
beobachteten sclnvarzen Flecken. 

54. Dr. L. V. Hey den. XX. Bericht des Oifenbacher Xaturw. 
Vereins 1870, S. 48 hat P. mn. im Juni 1867 auf dem Geiselstein im 
Vogelsberg aufgefunden, woselbst die Raupe auf der Basaltboden liebenden 
Corydalis cava (Lerchensporn) lebt. In dem Jahre 1820 hatte bereits 
Dr. Bauer den Falter auf dem Taufstein dortselbst gesammelt. 

54a. Lederer, Hör. Soc. Ent. Ross. VIH, p. 6: Dor. mn. bei 
Astrabad. 

55. Staudinger und Wocke, Cat. Lep. Eur. Faunengebiets S. 2 
(1871) erwähnen P. mn. unter n. 25 v.on Scandinavia m., Eur. c. or. et 
m. or. Font, et Arm. alp., Kirgh. oc. 

56. von Kalchberg, Stett. Ent. Ztg., Bd. 33 (1872), S. 312, 
Beitrag zur Lepidopterenfauna Siziliens sammelte Parn. mnemosyne zu- 
gleich mit P. apollo auf dem Madonie-Gebirge. 

57. Christoph Hör. Soc. Ent. Ross. X. (1873) p. 19 schildert 
in seinem Verzeichnis der in Persien gefundenen Schmetterlinge Parn. 



979 



mnemosyne var. nubilosus Chr. von Hedschyabad und Tusch. Die 
Exemplare unterscheiden sich durch geringe Grösse von deutschen und 
durch dunkle Adern. Zwischen beiden Flecken der Yorderflügel steht 
nahe dem äusseren ein tiefschwarzer kleiner Fleck auf der oberen, die 
Discoidalzelle einschliessende Rippe. Der breite, bei gewöhnlichen 
Exemplaren von Schuppen entblösste Aussenteil der Vorderflügel hat bei 
den persischen Stücken in der Mitte ohne Ausnahme eine weisse Flecken- 
binde. Auch ist der Vorderrand sehr dunkel schwarz bestäubt und 
zeigen sich beim 9 f^i^ 3 grossen Flecken der Hinterflügel und in der 
Mitte der Vorderflügel nahe dem Innenrande sehr dunkel. Wenn auch 
P. mn. in Europa ab und zu so gezeichnet vorkommt, so nimmt Chr. 
doch eine Lokalvarietät an, für die er den Namen var. nubilosus vor- 
schlägt. 

58. Erschoff, Lep. von Turkestan (von Fedschenko gesammelt) 
s. Stett. Ent. Ztg., Bd. 35 1874, S. 368, erwähnt P. mn., der süd- 
russischen gleich, nicht so dunkel als die vom Altai. 

59. Richter. System. Verz. der Schmett. Salzburgs, führt S. 16 
Parn. mnem. auf, als an verschiedenen Stellen dort vorkommend an, in 
den Höhen meist durch mehr Schwarz dunkler. 

60. Sintenis, Neues Verz. der in Estland, Curland, Livland und 
durch aufgefundenen Schmetterlinge erwähnt von dort P. m. auch 
von Finnland. 

61. Killias, Jahresb. Nat. Ges. Graubünden N. F. Bd. XXIII (1876) 
XXVI 1878/80, Anhang. Beitr. zu einer Lep. Fauna Graubündens, bemerkt 
S. 12 n. 3 Parn. mn. als auf niederen Bergwiesen, weiter oben fehlend 
und auch sonst nicht überall, von Valzaina und auf Wiesen bei Pfäffers. 

62. Staudinger, Lepidopterenfauna von Kleinasien, Hör. Soc. Ent. 
Ross. XXV. (1878) S. 218, Parn. mn. von der Jenikoi-Hochebene als 
kaum verschieden von mitteleuropäischen Stücken. Haber haue r fand 
den Falter auf dem Taurus. 

63. Sand, Cat. raissone des Lepid. du Berry et de l'Auvergne. 
(France centr.) (1879) teilt unter Nr. 25 P. mn. vom Mont Dore, 
Auvergne mit. 

64. Frey, Die Lepidopteren der Schweiz, Leipzig 1880, S. 3 
bemerkt über P. Mnemosyne R. auf Corydalis (Kindermann) „der 
Falter fliegt auf feuchsten Grasstellen im Juni und Juli, aber nur 
lokal und bis zu sehr mäfsiger (wohl 3000' betragender) Erhebung in 



unseren Alpen, dem Jura und der Ebene fehlt er. Im Wallis häufig: 
Lenker P>ad. Baltschieder Tal, Simplonstrasse oberhalb Brieg, sowie noch 
oberhalb Berisal (1708'), Yal d'Arolla Col de Trient, ürbachtal hinter 
Meyringen. Gudmantal 4500', Surenertal, Engstlenalp, Gentelkoden, Wasen, 
Oanton Uri. Weggital, Einsiedeln 2803'. Alptal am Fasse der Mythen, 
auf Wiesen bei Pfäffers und Bergen um Wallenstadt, Yalzaina, Grau- 
bünden, Yeltlin und Chamouny (3232'). Im Bezirk des Veltlin scheint 
er zu fehlen." 

64a. Heller, Mit. Xat. Ver. Innsbruck 18S0, S. 65 erwähnt 
Farn. mn. von der Kaiseralpe. 

65. Spangberg. Ent. Tidskrift 1882 p. (152) 10. führt Parn. 
mn. auf vom 62^ 15' N. B bei Sundwall, Hernösand. Der Falter ist 
im Norden ausgesprochener Küstenbewohner. 

Q6. K Oman off in Lepid. Transcaucasiens. Mem. Lep. I. p. 43 
U884) teilt Parn. mn. als in Tiflis, Borjom, Lagodokhi, Istidara im April, 
Mai bis Juli angetroffen mit. Ein (f von Tiflis und ein 9 von Lisckh zeigten 
Übergang zu nubilosus Chr., welche Varietät sich (p. 48) in Ordoubad 
und Ourmous im Anfang Mai zeigt. 

67. Oberthur, Etud. d'Entomol. VIII, 1884, Lep. de Pyrenees 
p. 13 fand P. mn. auf Prairies de Cambesque et de la Balliere bei 
Cauterets. 

68. Honrath (Berl. Ent. Zeitschr. Bd. 29, S. 273 stellte 1855 
seine 9 ^^- inelaina von Kötschbach am Fleckenpass in Kärnten auf, 
deren Grundfärbung in grosser Ausdehnung schwarz bestäubt ist. 

69. Sven Lampa erwähnt in Cat. Macrol. Scand. und Finnland 
in Ent. Tidskrift 1885. p. 9 Parn. mn. von S ver ige, Skand. Gotl. 
üpsala, Finl. Daum. 

70. Staudinger. Stett. Ent. Ztg. Bd. 47. S. 197 (1886) führt 
die var. gigantea von Kuldscha auf. cf sehr gross. Im glasigen 
breiten Aussenrand eine submarginale weisse Fleckenbinde. Zellflecke stark 
entwickelt auf Vorder- und Ilinterflügeln. Überall in Russisch-Turkestan. 
Er rechnet Stücke von Griechenland uiid von Taurus zu nubilosus Chr. 

71. Elwes, Trans. Ent. Soc. Lond. 1885, führt in seiner Arbeit 
über Parnassier p. 44, T. III, f. 8, 12 cT 9 Parn. mnemosyne ausführlich 
an und bildet auch den Geschlechtsapparat und das Ei ab. Er erwähnt 
die verschiedenen Fundorte : Pyrenäen, französische Schweiz, steirische 
und italienische Alpen (2000 — 5000') XO.-Preussen, Bayern, Harz, 

Jahrb. d. nass. Ver. f. Nat. 64, 1911. 18 



— 274 — 

Österreich, im Süden Russlands und im Norden von Europa in Steppen 
und Wäldern, sowie in Skandinavien, Dänemark, Finnland, lokal bis 
Archangel, Kleinasien, Kaukasus bis 5000' Persien (nubilosus) und 
Turkestan östlich bis Alai. Er beobachtete auch die Begattung. Von 
der Aufstellung von Varietäten hält er nichts. 

72. Calberla, Corresp.-Bl. Isis 1887, S. 119 tl". Lep. der 
Römischen Campagna, hat P. mn. am Gran Sasso 1800 m und den 
Appen. pist. aufgefunden (S. 122). 

73. Elwes. Bull, of the french Pyrenees Trans. Ent. Soc. Lond. 
1887, p. 389 fand P. mn. bei 1800—5(300' im Juli am Col de Cheval 
Morte. Corydalis konnte er dort nicht auffinden. 

74. Standfuss, Berl. Ent. Zeitschr., Bd. 32, S. 234, T. II, F. 1,2, 
stellt als P. mn. var. Hartmanni eine stark geschwärzte Lokalrasse 
auf von den Bayrischen Alpen bei Berchtesgaden und Reichcnhall. 

75. Christoph, Mem. Lep. Komanoff, III, Lep. Achal Tekke 
1887, S. 51, fand P. ran. in den Gebirgen bei Noukhour in Iran. 

76. V. Röder, Ent. Nachr. 14, S. 316, 1888, berichtet über das 
Vorkommen von P. mn. im Harz (Lauterbach). 

77. Austaut, Les Parnassiens de la faune paläarct. 1889, S. 175, 
führt P. mn. an; auf Taf. 177 bildet er die Antennen vergrössert ab, T. 29. 
F. 1,2 cT und 9- Er erwähnt zahlreiche Lokalitäten des Vorkommens. 
Des Weiteren führt er an: P. mnemosyne var. nubilosus Chr., S. 157. 
Taf. 23, F. 3, Taf. 24, Fig. 1, ferner Parn. mnem. var. gigantea Stand. 
S. 459, T. 24, F. 2, 3 und P. m. ab. melaina, S. 197, T. 8, F. 3 9. 

78. Grum Grshimailo, Mem. Lep. Romanoff, 1890, Vol. IV, 
S. 211, erwähnt in seinen Lep. vom Pamir auch P. mn. gigantea St. und 
verbreitet sich in interessanter Weise über das Verhältnis der verschiedenen 
Formen von Mnemosyne, S. 52, 56, 127, 115, 159, 160, 167, 169 
daselbst. Nach Grum Grshimailo fliegt in Persien, Kaukasus und 
der östl. Partie von Vorderasien eine Art, welche sich nicht von der 
im Pamir fliegenden gigantea unterscheidet, als durch die Grösse, und 
zu nubilosus Chr. gerechnet wird. In Tyrol und den Schweizer Alpen 
kommen auch ähnliche vor. Grum Grshimailo flng Exemplare von 
gigantea im Alai nahe bei Kuldscha und Chakkimarden. Exemplare 
von Sarepta waren ihnen an Grösse gleich, wie auch die Standfuss sehen 
Abbildungen var. Hartmanni gleiche Grösse haben. Zuweilen finden 
sich bei gigantea auf den Hinterflügeln eine marginale gezahnte Linie, 



— 275 — 

die aber nicht immer sehr markant ist. Man findet solche auch bei 
Exemplaren von Tyrol. 

78a. von Kolb, Naturf. Ver. f. Schwaben und Neuburg, Augs- 
burg 1890, S. 237 ervvälint Farn, mnemosyne von verschiedenen Plätzen 
des AUgäus (Stuibenfall). 

79. Austant, Le naturaliste vol. 13, 1891, S. 180, stellt P.m. 
var. ochracea von Zentralasien auf. 

80. Rebel und Rogenhofer, III. Jahresb. (1891) Wiener Ent. 
Ver S. ()7, 71. Zur Kenntnis der Gattung Parnassius in Österreich-Ungarn 
berichten über Parn. mnemosyne L. In Europa ähnlich verbreitet wie 
Apollo, und in Westasien, tritt in Zentralasien als var. gigantea auf 
und wird am Amur von Stubendorffi abgelöst, in Japan von Glacialis. 
P. m. fehlt in keinem Kronland, findet sich bei Wien in geringer Höhe, 
in Niederösterreich bis 1500 m, in Oberösterreich alpin, in Salzburg, 
Tirol, Voralberg, Steiermark (Reichenstein), in Kärnten (v. minor), Krain, 
Istrien, Dalmatieii, Böhmen, Mähren, Schlesien, Galizien (Tatra), Bukowina 
(Czernowitz 180 m), Oberungarn, Siebenbürgen (Hermannstadt), West- 
ungarn (Ödenburg), Kroatisches Grenzgebiet 1200 m, Bosnien. Raupe 
auf Corydalis solida. Selten variierend in Grösse, Färbung, Flecken, 
9 dunkler (melaina, Hartmanni, nubilosus). 

81. Aurivillius, Nordens Fjarilar Macrolepidoptera, S. 3, Taf. III, 
F. 3 führt Parn. mn. von Skandinavien, Finnland, Dänemark auf. 

82. Hormuzaki, Ent. Nachr. 1892, erwähnt P. m. von Czernowitz 
(Bukowina) von 180 m an auf, auch im Gebirge. 

83. Czekelius Mitt. Hermannstadt, 1892, führt ebenfalls P. m. 
von Siebenbürgen an. 

84. Caradja, Deutsche Ent. Ztg. Isis V (1893), S. 169, erwähnt 
P. m. von Luchon (Pyrenäen) verschiedentlich bis 1700 m, auf spanischer 
Seite bis 2^00 m. 

85. Karlinger, Wien. Ent. Ver. Jahresb. 1893 IV, S. 34: P. m. 
im Oetscher Gebiet. 

86. Kusnezow, Beiträge zur Kenntnis der Grossschmetterlinge 
des Gouvernements Moskau (Horae. Soc. Ent. Ross., Bd. 37, 1894, S. 31) 
führt P. m. L. an. 

86a. Grum Grshimailo (Hör. Soc. Ent. Ross., T. XXVIH [1894], 
S. 88, Verz. der im Sarafschan Tale und in der Wüste Kisilkum aufgef. 
Lepidopteren) führt Parn. m. v. gigantea Ltg. von Margursarkal und 
Kulikulm an. 

18* 



— 276 — 

87. Caradja, Grossschmetterliuge Rumäniens, Iris VIII, S. 5 ft". 
und Parn. mn. von Bukowina, Rotenturmpass, Bukarest und Nachbar- 
gebieten. 2 rein weiss mit breitem dunklen Aussenrand, kleinen 
schwarzen Plecken in der Mittelzelle. 

88. Standfuss, Handbuch der Paläarktischen Grossschmetter- 
linge, Jena 1896 sagt S. 150: »Die experimentell nachgewiesene Ver- 
grösserung einiger Arten durch erhöhte Temperatur bei einer der nor- 
malen gleichen Zeit entspricht den biologischen Unterschieden zwischen 
den nördlichen und zwischen den südlichen oder andererseits zwischen 
den alpinen und zwischen der Ebene und den niederen Bergen an- 
gehörenden verwandten Formen, handle es sich nur um Lokalrassen 
der gleichen Spezies oder um bereits selbständig gewordene Arten. 
Natürlich trifft dies aber nur in den Fällen zu, dass mit diesem Vor- 
kommen in getrennten Örtlichkeiten keine weitgehenden Differenzen 
bezüglich der Dauer des Rauenlebens verbunden sind. So wird u. A. 
Parn. mnemosyne L. zur var. gigantea st. von Samarkand, Margelan etc. 

89. von Lindenau, VII. Jahresb. d. Wiener Entom. Vereins 1896. 
P. mn. 1000 m hoch im Oetscher Gebiet. 

90. Neustetter, IX. Jahresb. d. Wiener Entom. Vereins 1896, 
S. 32. P. mn. in Kärnten (Bleibergtal). 

91. Enzio Reuter, Über die Palpen der Rhopalocren, Arch. 
Soc. Fenn. XXII. Nr. 1, S. 6 (1896) erwähnt die Palpen von P. mn. 

92. Bei Kirby, Plandb. Vol. 2. p. 338, 1896 P. mn. 

93. Metzger, VII. Jahresb. d. Wiener Entom. Vereins 1897, 
p. 33. P. mn. in Oberkärnten. 

94. Roeber, Entomol. Nachrichten, Vol. 23, S. 262 (1897). 
P. mnemosyne im Juni in Julek im cilischen Taurus. 

95. Lazare witsch, Entom. Serbiens p. 20, Nr. 7 erwähnt 
P. mn. 

96. Neustetter, X. Jahresb. d. Wiener Ent. Ver. 1897, 
S. 32. P. mn. in Kärnten typisch und melaina. 

97. Reutti, Übersicht der Lepidopterenfauna des Grossherz. 
Baden, 2. Auflage, von Meess und Spul er, Berlin 1898, S. 17 gibt 
über P. mn. an : Im Donautal bei Sigmaringen, fliegt an feuchtem 
Grasstellen im Juni : auch bei Gengenbacli im Kinzigtal und bei Lahr 
aufgefunden, hat also wohl im Schwarzwald Flugstellen. Raupe am Tag 
verborgen, an Corydalis. Schweiz, Württemberg. 



— 277 — 

98. Teich, Verzeichnis der Schmetterlinge der baltischen Pro- 
vinzen. Korresp. Naturf. Verein Riga XLI (1898), S. 12, Nr. 4. P. mn. 
in Meerekull Urmeitensee. 

99. Fleck, Macrolep. Rumänien. Bull. Soc. Sc. Bukarest IX 
(1900), p. 11. P. mn. 

100. V. Aigner Abafi, Raportani Lapok VIII. Varietäten von 
P. mn. (S. Ent. Record 1900, p. 2.) 

101. Cholodkowsky, 111. Zeitschr. f. Ent. V, p. 71 (1900) 
mit Abbildung. Über den Geschlechtsapparat von P. mn. 

102. Gross im XI. Jahresb. d. Wiener. Ent. Ver. S. 27 (1891) 
erwähnt P. mn. von Oberösterreich und S. 28 vom Schoberstein P. mn. 
melaina. Raupe auf Corydalis cava. Er fand auch gelblich gefärbte 
Exemplare, wie solche II off mann von Kärnten angibt. 

103. Stau dinge r und Rebel, Cat. Lep. Paläarct. Faunengebiets 
3. Aufl., Berlin 1901, p. 8 u. 36. P. mn. L. Europa (exe. reg. pol. 
Brit. et Ib.); Pont. Kirgh. oc. 

a. melaina Honr. (Alp. Bavar. (pro parte.) etc. q obscurior, 
9 fere eigra. 

b. var. nubilosus Chr. (Graec, Taur., Hyre. Ferg. m., Hyrc 
(alis. antic. limb. ext. hyalino, albomac.) 

c. V. gigantesa St. (Ferg. m.) Zentralasien (maxima, alis anticis 
mac. permagnis nigris). 

104. Neufock gibt XII. Jahresb. d. Wiener Ent. Vereins 1901 
P. mn. ab. melaina von Bergen Niederösterreichs an. 

105. v. Aigner Abafi in Bucarest, Soc. Sc. IX, Nr. 5, p. 9 er- 
wähnt P. mn. V. melaina von Ungarn. 

106. Bachmetjew, Schmett. Bulgariens in Horae. Soc. Ent. 
Boss. XXXV 1891, S. 379 führt P. mn. von Bulgarien auf. 

107. Spuler. Grossschm. Europas 3, S. 4, T. 2, Fig. 15: P. mn., 
ab. melaina Honr. daselbst 3, S. 12 (1902) und P. mn. var. Hartmanni 
S. 12. P. melaina u. umbratilis 3, S. 4.^ 

108. Slevogt in Soc. Ent. XVII, S. 19. P. mn. in Bathen (Kur- 
land) gefangen. 

108a. Bartel, Lepidopteren dos südlichen Ural. Iris XX, (1902) 
S. 186, traf Parn. mn. nur einmal inmitten von Aporia Cratagi an. 
Das Exemplar zeichnet sich durch kürzeren und schmäleren, nicht so 
intensiv schwarzen Basal- und Hinterrandteil der Hinterflügel aus. 



— 278 — 

109. Wheeler Butt. Switzerland 1903 II, p. 57. P. mn. ab. 
melaina u. ab. nubilosa. 

HO. Hebel, Ann. Wiener Hofmuseum XVIII 1903, S. 158: P. mn. 
in Westbulgarien (Sofia, Ostrumelien, Serbien, Rumänien, Bosnien, 
Kleinasien). 

110a. Höfner, Sihmett. Kärntens. (Jahrb. Nat. Landesmuseum 
XIl, Heft 28, S. 185 führt Parn. mn. vom Lavanttal Friesach, 1400 bis 
1500 m auf, auch var. melaina vom Bleibergtal. Raupe auf Coryd. solida. 

111. Spuler, Raupen der Schmett. Europas, 2. Aufl. 1904, 
P. mn. Raupe auf Corydalis cava und Halleri Ende Mai. T. I, Fig. 5. 

112. Neufock und Predoti (XV. Jahrgang, Wiener Ent.-Ver., 
S. 26) 1904 Raupen und Futterpflanze von P. m. = Corydalis Halleri und 
cava; auch sehr selten, an Allium noricum. 

113. Schaposchnikoff. Ann. Mus. Zool. St. Petersburg v. 29 
1904, p. 191: P. mn. nubilosus. 

114. Muschamp, Entom. Record, vol. 16, 1904, p. 52: Parn. 
mnem. halteres : Simplon. 

115. V. Hoyningen Huene, Lepidopteren von Krasnoufinsck im 
Ural, Berl. Ent. Ztg., Bd. 49: Parn. mn. 

116. Stichel in Seitz, Grossschm. Erde I, 1, S. 20, führt 
auf: Parn. mn. Taf. 10 e, P. m. halteres Musch, P, m. ab melaina 
Taf. 10 f, P. mn. minor St., P. m. hartmanni Taf. 10 e, P. m. athene 
St., P.m. nubilosus Chr., Taf. 10 f, P. m. giganteus St., Taf. 10 f, P. 
mn. ochracea Aust. 

116 a. Spröngerts, Iris XIX (1906), S. 24 führt P. mn. vom 
Narentatal bei Jablanica in 200 m Seehöhe an, auch vom Trebevic 
(Bosnien). 

117. Stichel bei Wytsman, Parn., S. lOff., 1907 gibt an: Parn.' 
mnemosyue L. 

a) Parn. mnem. mnem. L. von Skandinavien. Russische Ostsee- 
provinzen, Südost-Russland (Orenburg), Mitteldeutschland (Harz), Vogels- 
berg, Süd-Frankreich, Pyrenäen, Schweiz, Öst.-Üngarn, Bukowina, Bos- 
nien, Herzegowina, Süd-Italien (Apenninen), Sicilien. 

«) Forma halteres Musch: Schweiz, Simplon. 
ß) Forma melaina Honr. : Kärnten, Siebenbürgen, Wien, 
Ost. Schles., Wallis. 



— 279 — 

b) P. mu. parvus Stichel nom. iiov. f. minor Kbl. von Friesach 
in Kärnten. 

c) P. mn. Hartmanni Stfss. : Bayr. Alpen, Salzkammergut. 

d) P. mn. athene Stichel von Griechenland, Chelmos, Olenos. 
Kleinasien (pro part.), Südfrankreich (Digne). 

e) P. m. nubilosus Chr. Taf. 2. f. 1 C, von Nordpersien, Kau- 
kasus. 

f) P. mn. g ig ante US Stgr. 

a) F. ochracea Aust. : Centralasien : Fergena, Alu-Gebirge. 

118. Gillmer, Ent. Zeitschr. Stuttgart 1907, S. 139, Texttigur. 
berichtet über das Ei von Parn. mnemos3'ne L. 

119. Turati. Nuove forme di lep. in Natur. Sic. Ann. XX, 
1907, Nr. 1. 23, p. 15, Taf. UI. f. 3, 4 cf, 5 O, stellt Parn. mnem. ab. 
nebrodensis Trt. von Madonie. Mont Nebrodi, Sicilien auf, ver- 
wandt mit athene und nubilosus. Er erwähnt P. mn. ab pyrenaica 
Trt. Nat. Sic. 1907 (p. 16. Taf. II, Fig. 3—6 cf, 9). Ausserdem 
bildet er ab: Parn. mnemosyne L. 1 9? Taf. II, F. 1, 2, sowie Parn. 
mn. ab Hartmanni Stfn. cT 9 (Taf. II, Fig. 7, 8) und Parn. mn. ab 
melaina Honr. cT 9 (Taf. II, Fig. 9, 10). sowie Parn. mnemosyne L. 
ab nubilosus Chr. cf 9 (Taf. III, Fig, 1, 2), von Gedre, Pyrenäen. 

120. Schawerda, Jahrb. Wiener Ent. Ter. XVIII 1907,8.46. 
erwähnt P. mn. vom Pistigtal, Dürsteiu. 

121. L. Schuster, Zool. Beob. S. 118, 1908, Lepid. Notizen. 
P. mn. im Vogelsberg bei 600^ — 770 m Höhe, Anfangs Juni. 

122. L. von Hey den, Zool. Beob, 1908. S. 348 (Vorkommen von 
P. mn. im Vogelsberg), verweist auf G. Koch, 1858, S. 36. Er selbst 
fand im Jahre 1867 Parn. mn. am Geiselstein. Verweist auf seine 
Mitt. im Offenb. Ver. f. Nat. XH, S. 11, 1870. (S. n. 54.) 

123. Fruhstorfer in Gubener Intern. Ent. Zeitschr. (18. IV. 
1908) führt auf: S. 17: Parn. mn. dinianus Frt. = athene St. an 
verschiedenen Orten (Vergl. Roger Verity Rh. Pal. Taf. 100, Fig. 1, 
2 (f 9, Digne. ferner P. mn. Turatii für P. mn. pyrenaicus Trt. 
(Ilautes Pyrenees, schwärzer als vernetanus); Parn. mn. vernetanus 
Frühst, für pyrenaicus Ver. 1907, p. 97, Taf. 28. Fig. 5, 6): Pyren. 
Orient, p. 17. P. mn. Hartmanni forma umbratilis, schwärzliches 9 
von Oberaudorf bei Kufstein, P. mn. silesiacus F. (Schlesien, Waiden- 
burg). P. m. f. melaina glaubt Fruhstorfer als geographische Rasse 



— 280 — ' 

der Tatra etc. anuehmeD zu können. P. m. mesoleuca Frühst, für 
ausseralpiue Exemplare von Nieder- und Oberöstreich, Tatra, Kärnten. 
(Nach Rebel unberechtigt.) 

124. Fruhstorfer, Stuttg. Ent. Ztg. 1908, Nr. 3, S. 12. Neue 
Parnassiusformen, stellt auf: 

P. mn. cuneifer Frühst., verwandt mit athene. Vom Ortler. Nach 
Frühst, mit Sicherheit abzutrennen, nach Rebel unberechtigt. 

P. m. parmenides Frühst, der diniana nahe von den Alpes 
maritimes. Nach Rebel unberechtigt aufgestellt. 

P. m. demacu latus Frühst, von Stuhl weissburg. Mähren. 

P. mn. mesoleuca Frühst. Rasse der Tatra u. s. w. (Nach 
Stichel unberechtigt.) 

P. m. parvus Stichel = minor Rbl. (Kärnten). 

P. m. tubulus Frühst, vom Schoberstein und Lenz am See. 
zwischen mesoleuca, Hartmanni und melaina. Nach Rebel unberechtigt 
aufgestellt. 

125. Fruhstorfer. Ent. Zeitschr. Stuttgart, XXII, 1908, S. 192. 
führt auf: 

Parn. mn. craspedontis Frühst., südrussische Rasse aus Saratow. 
mit rein weisser Grundfarbe und anderem Glassaum als ungarische Stücke, 

126. Ziegler, Sitzungsb. Berl. Ent. Ver. 54 (1909) p. 2 zeigt 
P. mn. vom Bodetal bei Altenbeck im Harz vor, von süddeutschen 
Faltern durch kleine, schwarze Flecke und schmale schwarze Streifen 
am Hinterrand der Hinterflügel verschieden. 

127. Huwe im Sitzungsb. Ent. Ver. Berl. 1908, S. 38 (Berl. 
Ent. Zeitschr. 1909, Bd. 54) verbreitet sich über Parn. mn. von ver- 
schiedenen Fundorten (giganteus, Hartmanni, melaina, nubilosus). 

128. Stichel ebendaselbst besprach P. mn. von versch. Fundorten 
in versch. Formen. Hartmanni, melaina, athene, .silesiacus, vernetanus 
(= turatii = pyrenaicus) taeniata (daselbst T. 1, F. 4) arenaria 
(T. 1, F. 6) ferner über nebrodensis Trt., demaculatus Frühst, intacta Krul. 

Er sagt: Die Art bildet sich in Lokalitäten mit gleichen Lebens- 
bedingungen, klimatischen Verhältnissen nach übereinstimmenden Ent- 
wicklungsrichtungen , ohne dass man von verschiedenen Unterarten 
sprechen kann. 

129. Kruliko wsky: Einige neue Varietäten des östlichen Russ- 
land: Gouv. Wiatka und Kiew in Soc. Ent. XXIII, 1908 stellt P. mn. 
intacta auf (S. Verity Rhop. p. 47 und 23. F. 1.) 



— 281 — 

130. Galvagui Verh. zool. bot. Ges. Wien, ßd. LVIII, S. 25 
(1908) Lepidopteren Tatra erwähnt P. mn. p stark verdunkelt, zu Hart- 
manni zu stellen. 

131. Hoffmann Ent. Jahrb. 18, 1908, p. 180, Biol. Mitt. über 
Parn. mnemosyne sagt, dass die Raupe nicht verborgen lebe, und dass- 
die Puppe keinen weissen Reif trage. Die Puppenhülle zart. Eier 
weissgelb. Gegen Parasiten geschützt. 

132. S u s c h k i n und Tcheivarikow, Contr. ä la faune des 
Lep. de district du Minusinsk de l'oural, des Monts Sajan et de la 
partie occid, des Steppes d'ürjensckei Hör. Sos. Ent. Ross. T. 38 
(1908), p. 3 führt unter Nr. 5 Parn. mn. an. 

133. Hafner, Terz, der bisher in Krain beob. Grossschmett. in 
»Carinthia« 1909, Heft III und lY, S. 86, 1909 führt P. mn. von 
verschiedenen Plätzen Ende Mai auf, sowie ab. melaina Honr. von Ccerna 
Prst. u, s. w. im Juni. 

134. Turati, Nat. Sic. XXI (1909), p. 34, 36, T. 1. F. 1, 2 
-stellt P. mn. ab. Fruhstorferi auf und bespricht parmenides 
Frühst. Nat. Sic. XXI (1909), p. 36, T. 1, F. 3, 4, 9 sowie die mit 
einer Reihe von weissen Flecken im Aussenrande versehenen Formen : 
athene St., gigantea St., nebrodensis Frt., cuneifer Frühst, und weiter 
pyrenaica Trt., vernetanus Frühst. 

135. Siepi. Ann. Mus. Mars. 1909: P. mn. cassiensis subsp. 
135a Siegel, Fangergebnisse im hohen Vogelsberg, Gubener 

Int. Ent. Zeitschr. 19 (Jahrg. III) 1909, S. 115 erwähnt P. mn. ab. 
melaina vom Hochwaldskamm im Vogelsberg. 

135b. Fruhstorfer daselbst spricht sich gegen die Bezeichnung 
melaina für die Vogelsberger Form aus. Dieselbe sei identisch mit 
silesiacus, ebenso wie die Form im Harz. 

135c. Stichel, Int. Ent. Ztg. (Guben) 1909, Nr. 37, S. 105 
findet keinen Unterschied zwischen Parn. mnem. Fruhstorferi Turati 
und athene Stich. 

136. Pieszczsek, Jahrb. Wien. Ent. Ver. XX, 1909, S. 76. 
P. mn. in Steiermark. 9 = melaina. 

137. Bohatsch, W'. Ent. V. Jahrb. XX. 1909, S. 115, T. HL 
F. 4: P. mn. ab. habichi von Hochschwab. In jeder Zelle des Aussen- 
randes der Hintertiügel stehen weisse Flecke, so dass Halbmondbinde vor- 
handen. Ähnlich Hartmanni. 



— 282 — 

138. .Hirschke, Jahrb. Wien. Ent. Ver. XX, 1909, S. 133, 
T. III, F. 1. P. mn. ab. arcuata ausgezeichnet durch markante 
Bogenreihe der Hinterflügel. Vorderrandsfleck fehlt. 

139. Hirschke, Jahrb. W. Ent. Ver. 1909, p. 20, p. 113, T. III. 
F. 2. P. mn. ab taeniata, Oberseite des Hinterflügels mit vollkommen 
geschlossener Mittelbinde vom Vorderrand zum Hinterrand. Saumfeld 
ohne Zeichnung. 

139a. Galvagni, Jahresb. Wien. Ent. Ver. (1909) XX. S. 152, 
P. mn. var. Hartmanni Stdfss. in den Karawanken. 

140. W. von Rothschild, List, of the coli, of Parn. Tring. Mus. 
Nov. Zool. 1909 V. XVI, p. 7, führt bei Parn. mnemosyne auf: Parn. 
mnemosyne und ab. melaina, P. m. halteres, P. m. parvus, P. Hartmanni, 
turatii (Gedre, Montes Pyr.) (pyrenaica Frt), Parn. parvimacula 
v. R. (Digne). (= dinianus Frühst.), P. m. nebrodensis Frühst., P. m. 
hungaricus v. R.. P. m. nebulosus Chr. (Syrien, Persien), P. m. 
giganteus Stg. von Afghanistan, Kopar Dagh, Alexander Mountains, 
Transcaspia, Naryn, Smarkand, Kuldja. Hier ist zu bemerken, dass 
parvimacula = dinianus Frühst. Die Rothschildsche Diagnose, dass 
hungaricus sich von anderen europäischen Stücken durch die reduzierten 
Flecke bei bedeutender Grösse unterscheiden, genügt wohl kaum, um eine 
besondere Rasse zu bezeichnen. Der Name dient daher mehr der Her- 
kunft. Parvimacula soll sich durch geringe Grösse, schmalen Aussenrand 
der Vorderflügel unterscheiden, in welchem ein Querband weisser Flecke, 
was auch nicht stichhaltig ist. Der Fruhstorfersche Name dinianus 
bezeichnet die Herkunft. 

141. Slevogt. Soc. Ent. 1909/10 S. 173 (Jahrg. 24) fing am 
1.5. Juni 1905 im Bathener Pastorat in Kurland ein 9 ^^^^ Parn. 
mnemosyne, das mit parmenides Frühst. (Turati Nat. Sic. 1908 T. Ii 
«ich deckt. Er bespricht die Schwierigkeit der Feststellung der Stamm- 
iirt bei der starken Variationsfähigkeit von Parn. mnemosyne L. 

142. Rebel in Berges Schmetterlingsbuch 9. Aufl., Stuttg. 1910. 
S. 6, bildet Hinterleib von Parn. mnemosyne ab und T 8 n. 7 Taf. 2 F. 3 
Schmetterlinge und Raupe auf Corydalis. Er erwähnt als benannte 
Aberrationen : ab. intacta Krul. ohne schwarze Bestäubung am Schlüsse 
der Mittelzelle, ab. halteres Musch : helle Flecke der Vorderfl. durch 
«inen schwarzen Steg verbunden : ab. athene St. mit 4 bis 5 weissen 
P'lecken im glasigen Saum der Vorderflügel, bildet Übergang zu nubilosus 



— 283 — 

Chr. von Böhmen, Bosnien und anderwärts; ab. uielaina Honr. stark- 
schwärzlich verdunkelt, wobei Vorderflügel durchaus glasig erscheinen; 
ab. (var.) rj 9 Hartmanni Stfss. (auch im cT schwärzlich gefärbt mit 
grauer Costalfärbung, 9 ^i^ Übergang zu meiaina zuweilen völlig schwarz 
(f. umbratilis Frühst.) von Oberaudorf: var. silesiacus Frühst, bildet 
ebenfalls Übergang zu meiaina. Einzuziehen sind nach Fiebel : v. parvus 
St. von Friesach, cuneifer vom Ortlergebiet, demaculatus und mesoleucus 
Frühst. Das Ei ist hochgCAvölbt, körnig, weisslich. Raupe auf Corydalis, 
am Tage verborgen. Puppe lehmgelb, stumpf und dick, -weisslich bereift. 

143. J. Hafner, Beitrag zur Kenntnis der Fauna des öster- 
reichischen Küstenlandes. Maerolepidopteren von Görz und Umgebung. 
Ent. Zeitsclir. (Stuttgart) XXIV (1910), S. 20 f. erwähnt P. mn. von 
Tschaum 1200 m. 

144. Drenowsky, Zeitschr. f. wiss. Tnsektenk. VI, Heft 1, S. 11. 
1910 erwähnt von Rylo-Gebirge Parn. mnem. mnem. und var, 
Hartmanni Stf. 

145. Rebel. Verh. zool. bot. Ges. Wien 1910, S. 218, bespricht 
P. mnem. arcuata H. und taeniata St. Der Hirschkesche Name (S. n. 
138) muss in fasciata geändert werden. 

145a. Rebel in Jahresb. Wien. Ent. Ver. XXI (1910), S. 99: 
P. mn. zahlreich in Istrien (Monte Meggiore). 

I45b. Rebel. Jahresb. Wien. Ent. Ver. XXI 1910, S. 116: 
P. mn, in Krain. 

146. Galvagni (Verh. z. b. Ges. Wien 1910, S. 219), fand r^ 
von arcuata H. in Raccalonatal in Italien. 99 ^^^ ^' Habichii nahe. 

146a. F, Wagner. Intern. Ent. Zeitschr. 1910 n. 38, S. 208 
mit zwei Figuren, stellt eine neue Varietät von Parn. mnemosyne aus 
den Venezianer Alpen als P. mn. venetus auf. mit sehr dichter schw^arzer 
Bestäubung am Innenrand, namentlich am Abschluss der Mittelzeile 
der Hinterflügel, die sich in förmlichem Bogen bis zum Innenrande 
fortsetzt und beim (^(J nur 2 kleine weisse Stellen frei lässt. Das 9 
ist von bräunlich weisser Färbung. Glassaum breiter als beim rf. 
Sprengfärbung der Hinterflügel viel kräftiger als beim rJ \ deutlicher 
Costalfleck, Bosco del Causiglio. circa 1000 m. Anfang Juni. 

146b. Stichel, Beilage z. S. 17 (1910) Int. Ent. Zeitschr. 
S. 92 spricht sich gegen die Berechtigung der Fruhstorfer Bezeich- 
nung mesoleucus aus. ebenso gegen cuneifer Frühst, und tubulus Frühst. 



— 284 — 

Die Jlirsclikesche taeiiiata ist ebenfalls nicht berechtigt, arcuata = arenaria 
St. und habichi Boh. Kombination beider Formen. Er hat Exemplare 
vom Judenburg, die sehr weiss sind und nicht zur dunklen alpinen 
Rasse passen. 

147. (roldmann (Int. Ent. Zeitschr. 1910, Nr. 30) emptiehlt 
Schutzmaßregeln für die auf dem Hornschloss bezw. Langen Berge in 
Schlesien fliegende Parn. mnemosyne, deren Ausrottung bevorstände. 

148. von Buren von Salis (Bull. Soc. Lep. Gencve II [2 Aout 
1911] S. 97) bespricht die in der Schweiz vorkommenden Formen von 
Parnassius. P. mu. neigt zu Melanismus. Sie ist gefunden in Berisal, 
Wallis, selten in Alpes centr. 1000 — 1500 m: ab. melaina Honrath und 
nubeculosus (sie !) = nubilosus Chr., halteres Musch. Er spricht gegen 
die allzugrosse Ausdehnung der Greirung neuer Rassen ohne stärker 
vortretende Charaktere. 

149. Höfner, Mitt. Bat. Landesmuseum Kärnten 1911 Carinthia 
1 u. 2, S. 19 erwähnt P. m. ab. melaina Honr. als mehrfach in der 
zweiten Julihälfte in den Karawanken angetroffen sowie in Maria Elend, 
ein frisches cT noch im August. 

150. Victor Cahnb ach, Ent. Rundschau 28. Jahrgang, Nr. 23, 
S. 103 erwähnt P. m. von Urach (6. VL 1911). 

151. Dr. Schmidt, Ent. Ztschr. (Frankfurt) 1910, XXV, Nr. 2. 
Beiträge zur Fauna der Vogesen, erwähnt das Vorkommen von Parn. 
mnemosyne (mit Parn. apoUo) im Sewenertal in den Südvogesen. (Der 
Falter findet sich in den Verzeichnissen von Peyerimhoff und Wacker 
nicht aufgeführt.) 

151a. Fruhstorfer, Entom. Zeitschr. (Stuttgart) 1911, Nr. 35, 
S. 192 stellt eine der var. Hartmanni nahe Form von mnemosyne als 
Parn. mn. tergestus von Erstfeld im Canton Uri auf. 

151b. von Büren von Salis, Soc. Lep. Geneve 1911. S. 98: 
P. mn. Alp. centr. Wallis 1000—1500 m. 

152. F. Bryk, Soc. p:nt. 26 1911, Nr. 11, S. 17 ff. bespricht den in 
Finnland, Karelia, vorkommenden Repräsentanten von Parn. mnemosyne 
var. karjala Bryk in anziehender Form. Er erläutert zugleich durch 
beigegebene Figuren den wesentlichen Charakter, sowie das Auffinden 
des Falters wie der Raupe (auf Corydalis solida). 



- 285 — 

153. F. Bi yk in Soc. Ent. XXVI (1911), Nr. 16 u. 17, S. 60ff., 
F. 1, 2, o stellt als eine neue Varietät von P. mneniosyne die var. 
Adolphi von Süd-Pevsien (Luristan) (hyrcana in lit. aufj. Dieselbe 
zeigt eine durch helle Grundsubstanz geteilte Glasbinde der Vorderflügel 
und schwärzliche Kappenbinde der Hinterflügel. Sie steht nubilosus ('hr. 
und gigantea Stdgr. nahe. 

II. 

Aus den im Vorhergehenden mitgeteilten Ergebnissen der Literatur 
erhellen bereits die verschiedenartigen Beziehungen hinsichtlich des Vor- 
kommens und der Verbreitung von Parn. mnemosyne, welche ich nun- 
mehr im Zusammenhang betrachten möchte. 

Die genannten Momente entsprechen der bekannten Verbreitung 
der Parnassier im gemäfsigten Gebiete der nördlichen Erdhälfte, die 
sich etwa bis zum 62 *^ N. Br. erstreckt. Im allgemeinen schliesst sich 
Parn. mnemosyne an P. apollo an. Beide Arten kommen vielfach in 
einem und demselben Fluggebiet und selbst gleichzeitig vor, docli 
erscheinen sie auch getrennt voneinander, und vielfach fehlt die eine 
Art, wo die andere zahlreich verbreitet ist. In der individuellen 
Variabilität nicht minder, wie in der nach verschiedeneren Lokalitäten 
ähnelt P. mnemosyne gleichfalls derjenigen von P. apollo, wenn auch 
vielleicht in etwas geringerer und weniger auffallender Weise, Es 
gehen die Ansichten der Autoren auch hier, wie dies von P. apollo 
bekannt ist, auseinander. 

Parnassius mnemosyne bewohnt einen grossen Teil von Europa 
und des angrenzenden Asiens. Eine Westgrenze können w'ir, wie 
bereits oben (unter Nr. 39) bei Erörterung der Spey ersehen An- 
gaben mitgeteilt, in Europa durch eine Linie ziehen, welche von 
Skandinavien aus über Dänemark nach dem Harz, dem Vogelsberg 
über die Cevennen und Auvergne nach den Pyrenäen verlaufen. 
Über diese, an deren Südabhang sich noch P. mnemosyne findet, 
geht die Art nicht hinaus, welche in Spanien und Portugal, sowie in 
Korsika und Sardinien, wie in Nordafrika, avo überhaupt Parnassier 
fehlen, nicht auftritt. Die Südgrenze des Falters geht von den 
Pyrenäen zu den Apeninnen und folgt diesen bis nach Sizilien, geht 
dann nach Griechenland und weiter nach Kleinasien über und von 
Persien, Afghanistan und Turkestan nach Zentralasien, wo die Art mit 



- 286 — 

der Varietät gigantea abschliesst, um von P. stubbendorffi am Amur 
und von P. glacialis in Japan abgelöst zu werden. Im Westen der 
oben genannten Linie bleibt das norddeutsche Tiefland, ebenso die 
Niederlande und Belgien und Nordfrankreich unbesiedelt von mnemosyne, 
welche auch nach Osten hin keine gleichmäfsige Verbreitung findet. 
Auch hier bleibt ein grösserer Teil von Mitteldeutschland frei, während 
einzelne vorgeschobene Posten sich im Harz, dem Vogelsberg und der 
Rhön (wie ich hier vorausschicke), sowie weiterhin in Schwaben (Schwarz- 
wald und Rauhe Alb, oberes Donaugebiet) sich finden. Der Schweizer 
Jura und die Ebene der Schweiz sind ebenfalls nicht von mnemosyne 
bewohnt, welche aber längs der Alpen sich wie nach Süden, so auch 
weit nach Osten hin verbreitet, bis zu den benachbarten Gebieten 
Schlesiens und Mährens, wie Österreich-Ungarns, der Karpathen und des 
Balkans bis zum Schwarzen Meere hin. Im Innern des südöstlichen 
Russlands tritt der Falter in die Ebene (schon bei Czernowitz bei 
180 m) und kommt an der Wolga in Wäldern und Steppen der Provinz 
Kasan usw. häufiger vor. Er findet sich in der Dobrudscha, in der Krimm, 
dem Kaukasus, Transkaukasien und weiterhin, wie angegeben, in Persien, 
Afghanistan, Turkestan, Pamir bis nach Zentralasien hinein in mehr 
oder weniger veränderter Gestalt, je nach den verschiedenen Lokali- 
täten (vergleiche auch Speyer, Nr. 39). 

Beginnen wir mit dem Vorkommen von Parn. mn. im Norden, so 
ist er in Skandinavien nach Speyer (39) ein seltener Falter, »den 
man hie und da auf hochgelegenen Wiesen in bergigen und hügeligen 
Waldgegenden des südlichen Schwedens (in Schonen, bei Lund usw., in 
Biekingen stellenweise ziemlich zahlreich antrifft«. Aurivillius 
(Nr. 81) gibt keine näheren Daten an: »Sven Lampa (69) Sverige, 
Gotland, Upsala. Spangberg (64) teilt mit, dass P. mn. 1881 auf der 
Insel Aino (62 » 15' L. N.) bei Sundvall (Redwall, Redelped, Hono. 
Hernösand) gefunden wurde, während er bisher nur bis Upland (60 ^, 
30 '* L. N.) bekannt war. 

Über das Vorkommen von Mnemosyne in Norwegen habe ich keine 
Mitteilungen in der Literatur gefunden. Die mir durch die Güte des Herrn 
Aurivillius vorliegenden schwedischen Exemplare von P. mnemosyne 
(leider nur Männchen), sind bis 65 mm Ausmale haltende Tiere, von 
weisslicher, leicht getrübter Grundfärbung mit breitem, stark geschweiftem, 
glasigem Aussenrand, der in der Mitte des Vorderflügels sich zum Aussen- 
rand hin einkerbt, den Hinterwinkel nicht erreichend. Die beiden 



— -287 — 

Zellfleckeii sind verhältnismäßig klein, elliptisch. Der Innenrand der 
Hinterflügel ist schmal schwarz gefärbt, im Diskus bei einem Exemplar 
Andeutung eines schwarzen Fleckens, der bei den anderen Exemplaren 
völlig fehlt. Unterseite wie oben. 

In Dänemark kommt P. mnemosyne an mehreren Stellen vor. 
Der Falter wird von dort erwähnt bei Müller (14), Speyer (38) 
von Hirschholm auf Seeland, von Sven Lampa (69). Durch die 
Grüte des Herrn A. Bang Haas in Dresden-Blasewitz erhielt ich die 
Übersetzung eines Auszuges aus seiner Arbeit '<über die in Dänemark 
lebenden Lopidopteren« in der Xaturhist. Tidskrift Copenhagen, Bd. 9 
(1875), p. 391, die ich hier mitteile: 

Doritis mnemosyne L. Bis jetzt nur bekannt von den Inseln, 
besonders von Seeland, w'o sie ziemlich häufig fliegt von Ende Mai bis 
Anfang Juli in offenen Wäldern und auf Waldwiesen, oft sehr gesellig. 

Seeland : Fortunen in Jägersborg, Tierpark, Frederiksdal, Nymölla, 
Breda, Tolehave Skov, alle in der Nähe von Copenhagen , Roeskilde 
(Boserup), Nestoed, Vordingborg, Fan(), Haralsted, Sorö, Nyhjöbing. 

Lolland: Freistar, Roden. 

Falster: Hannenskoo, Skjörringe, Lindeskoo. 

Langeland: Steengade skoo. 

Fünen: Marienlund nahe Odense. 

Aus Finnland stammten die von Linne (Nr. 1), sowie von ver- 
schiedenen anderen ihm folgenden Autoren angegebenen Mnemosyne 
[von Müller (7), Müller (9), de Yillers (15), Panzer (24), 
Meigen (21), Speyer (39), Tengström (45, in Aland, Nyland, 
Abo, Karelia, Karelia rossica), Sintenis (60), Stichel, Aurivillius (81). 
Bryk (151)]. 

Bryk (Nr. 152): Über die karelische Mnemosyne (Parn. muem. 
var. karjala Bryk. Soc. Ent. Jahrg. 26, Nr. 11) hat eine eingehende 
Beschreibung der flnnischen Mn. var. karjala nebst Abbildungen des cf 
und 9 gegeben, sowie eines Exemplars von Alandia (Südfinnland), wobei 
leider Verwechslungen der Bezeichnungen eingetreten sind. Ein mir 
von Bryk freundlichst mitgeteiltes 9 ^^n var. karjala entspricht 
völlig der Abbildung desselben bei Bryk. Dasselbe hat 60 mm 
Ausmaß. Grundfarbe weiss, leicht getrübt. Glasiger Aussenrand der 
Vorderflügel breit, bis über Mitte desselben gehend, leicht gewellt nach 
innen. Die untern Adern, welche aus demselben frei bleiben, am Rande 



— 288 — 

stärker geschwärzt. Auf den glasigen Aussenrand folgt an der Costa 
eine ziemlich breite (5 mm) Grundfärbung, dann ein an der Costa 
() mm breite, nach innen nach der Zellspitze hin zugespitzt verlaufende 
schwarze Halbbinde, von der sich der geschwärzte Vorderrand fortsetzt. 
Am Ende der Zelle ein fast quadratischer, grösserer, dunkelschwarzer 
Fleck, ein gleicher in der Zellmitte. In der Mitte des Hinterrandes 
ein rundlicher, mattschwarzer Fleck. Ein gleicher in der Mitte des 
Vorderrandes des Hinterflügels. Der breite schwarze Innenrand des- 
selben setzt sich um die Mittelzelle bis zu einem grossen schwarzen 
Fleck an der Spitze der Mittelzelle im Diskus fort. Getrennt von 
dieser schwarzen Umrahmung der Zelle steht am Hinterrande ein 
bindenartiger schwarzer Fleck, welcher zugespitzt beinahe den Diskal- 
fleck erreicht. Adern am Hinterrand leicht geschwärzt. Unterseite 
wie oben, die Flecke matter. Hinterleib mit gelben Flecken. 

cT 52 mm Ausmalt'., unterscheidet sich von dem O durch das fast völlige 
Fehlen der zwischen oberem Zellfleck und der dunkelglasigen Rand- 
binde stehenden kleinen Costalbinde. des Fleckes am Hinterrande der 
Vorderflügel wie des Costalflecks der Hinterflügel, des schwarzen Diskal- 
flecks. und des Analflecks. Die Unterseite wie oben. 

In den an Finnland angrenzenden Gebieten von St. Petersburg ündot 
sich P. mneraosyne nach den Angaben von Speyer (39), Erschoff (50), 
Sievers (48) und Anderer. Exemplare von dort stehen mir nicht zu 
Gebote. 

In den russischen Ostseeprovinzen ist P. mn. gleich w^ohl heimisch. 
Speyer gibt Livland (?) an, Teich (98) MeereküU, Urmeitensee, 
Slevogt(108) Bathen in Kurland, auch Sintenis(60) erwähnt ihn. 
Slevogt (141) beschreibt ein verdunkeltes Weibchen, das er mit der 
Form parmenides Frühst, vergleicht. 

In Ostpreussen findet sich P. mn. nach Speyer (39) bei Memel, 
Labiau, Elbing, Danzig. Der Falter wird bereits von Grube (33a) 
•erwähnt. 

Im nördlichen Deutschland kommt P. mnemosyne im Harz vor. 

Diese Form , die man bei ihrem isolierten Vorkommen als 
hercyniana Pagenst. bezeichnen kann, wird u. A. von Speyer (39) 
erwähnt: unweit Stolberg, Hasselberg, Blankenburg, Ballenstedt, Falken- 
stein im Selbetal, Alexisbad, Walkenried und Langenhalse bei der Ross- 
tvappe. V. Roeder (Nr. 76) erwähnt den Falter von Lauterbach. 



— 289 — 

Die mir zahlreich vorliegenden Exemplare von Gernrode (H. S c h o o f) 
haben 55 mm (^) und 48 mm (9) Ausmaß. Die cf sind von auffallend 
weisser Grundfärbung. Sie kommen im allgemeinen den schwedischen 
nahe, haben einen breiten glasigen Aussenrand der Vorderflügel, der 
aber nur bis zur Fitigelmitte geht und bei fast allen Exemplaren 
ausgesprochen bindenförmig angeordnete weisse Fleckchen (5) trägt. 
(Annäherung an var. athene Stichel.) Innenrand der Glasbinde leicht 
gewellt. Der obere schwarze Zellfleck tiefdunkelschwarz, unregelmäßig, 
der in Mitte der Zelle stehende mehr rundlich, zuweilen ganz rund 
und kleiner. Die Hinterflügel haben einen verbreiterten schwarzen 
Innenrand und tragen zuweilen einen kleinen schwarzen Diskalfleck 
und Spuren eines Analfleckes. Beide fehlen bei anderen Exemplaren 
völlig. 

Bei den kleineren Weibchen reicht der glasige Aussenrand der 
Vorderflügel bis nahe zum Hinterwinkel, die submarginale Binde bis 
zur Zellspitze, die schwarzen Zellflecke sind kleiner, als beim rf. Am 
Hinterrand in der Mitte ein mattschw^arzer Fleck. Auf den Hinter- 
flügeln wird der um die Zelle herumgehende schwarze Innenrand durch 
eine schwärzliche, ebenfalls um die Zelle gehende schmale Fleckenbinde 
begleitet, die von ober der Zellspitze zum Hinterwinkel geht und durch 
schmale helle Grundsubstanz von der Innenrandsfärbung getrennt ist. 
Hinterleibstasche stark entwickelt. 

Die mir aus dem Vogelsberg (Taufstein, Geiselstein) zahlreich 
vorliegenden Männchen und Weibchen von Parn. mnemosyne (s. G. K o c h 
und Glaser (44), von Hey den (54, 122), Schuster (121), Siegel (135aj, 
Fruhstorfer (135b) sind im allgemeinen von etwas mattweisser leicht 
getrübter Grundfärbung. Sie ähneln den vom Harz und von Schlesien 
vorliegenden Stücken, machen aber doch einen verschiedenen Eindruck. 
Ich möchte dieselben daher auch wegen ihres isolierten Vorkommens 
als var. hassicus m. bezeichnen. (^fcT 56 — 58 mm Ausmafs, 99 
55 — 60 mm. Die Männchen haben einen oben breiten, nach der 
Flügelmitte hin verschmälert spitz zulaiifenden verdunkelten Glasrand. 
Der obere Zellfleck der Vorderflügel in der Zellspitze ist tiefschwarz 
nahezu dreieckig mit der Spitze nach unten, der untere in der Zell- 
mitte länglich. Die schwarze Innenrandsfärbung geht in den Grund 
der Zelle etwas hinein und reicht, die Zelle im untern Rande um- 
greifend, bis nahe zum Afterwinkel. Die Adern vom Rande her etwas 
schwärzlich bestäubt. Sonstige Flecke nicht vorhanden. 

Jahrb. d. nass. Ver. f. Xat. 64, 1911. 19 



— 290 ~ 

Die Weibchen sind dunkler bestäubt. Der breite, bis zum Hinter- 
winkel reichende Glasrand der Vorderflügel trägt in seinem unteren 
Teil drei sich nach unten vergrössernde weisse Flecke. Eine submargi- 
uale graue Binde reicht bis zur Spitze der Mittelzelle, in welcher zwei 
tiefschwarze längliche Flecke. Die Hinterflügel haben einen schwarzen 
breiten Innenrand und vor der Spitze der Mittelzelle einen schwärz- 
lichen Diskalfleckj der sich bei einigen Exemplaren in einer unter- 
brochenen dunklen Binde bis zum Hinterwinkel weiter erstreckt. Bei 
einigen Exemplaren ein verwaschener schwarzer Costalfleck in der Mitte. 
Einige der meist mit Hinterleibstasche versehenen Weibchen sind (unter 
Hinneigung zu var. Hartmanni) über nahe den ganzen Vorderflügel 
stark verdunkelt. Die Hinterflügel sind in dem Innenteil der Zelle 
und längs des Hinterraudes sowie längs der Mittelzelle bis zum Hinter- 
winkel sowie im Aussenrande stark verdunkelt. Die Unterseite ist wie 
oben. Halskragen gelblich. — Parn. mnemosyne kommt übrigens auch 
in der benachbarten Rhön vor. Ein weibliches Exemplar, welches am 
.5. Juli 1911 am Kreuzberg in der südlichen Rhön von Frau Forstrat 
Wittig gefangen wurde, schenkte Herr Rentner Kurt Seyd von hier 
dem Naturhistorischen Museum. Hoffentlich bewirkt die Mitteilung 
dieses neuen Fundortes nicht eine eifrige Verfolgung, wie dies leider an 
verschiedenen Plätzen in der letzten Zeit geschehen und beklagt worden 
ist, sowohl bei mnemosyne (Schlesien) als bei P. apoUo (Mosel, Franken, 
Reichenhall) und verschiedentlich selbst die Behörden zum Einschreiten 
geführt hat. Das Exemplar ist wohl erhalten, hat 55 mm Ausmafs und 
keine Hinterleibstasche. Die Vorderflügel sind dunkel-schwärzlich be- 
schattet, nur im Diskus scheint die weisslich-gelbe Grundfärbung durch. 
Glasrand fast gleichmäfsig sehr breit bis an den Hinterwinkel gehend. 
Costa dunkel beschattet. Beide Zellflecke schwarz, oval. Hinterflügel 
etwas heller, an der Costa in der Mitte ein kleiner dunkler Wisch. 
Der dunkelschwarze Hinterrand geht in die Zelle herein und am 
Hinterwinkel bis zur Spitze, sich nahe derselben mit einem schwarzen 
Querstrich verbindend. Schwarzer Diskalfleck gross. Adern schwarz 
bestäubt, besonders an dem Rande. Unterseite wie oben. Kommt var. 
Hartmanni sehr nahe und stimmt auch mit einem aus Kroatien 
(Sljeme) stammenden 9 i^ahezu überein, das ebenfalls den Charakter 
der var. Hartmanni zeigt. 

In den benachbarten Mittelgebirgen kommt P. mnemosyne nicht vor. 
Sie findet sich erst wieder im Schwarzwald und obern Donautal, worüber 



— 291 — 

Reiitti (97), sowie auf der Rauhen Alb (Nr. 149, Nr. 42), worüber 
Keller und Hoff ra a n n und C a h n b a c li berichten. Der Falter findet 
sich im Donautal, bei Sigmaringen, bei Gengenbach im Kinzigtal und 
bei Lahr, auch bei Tübingen (Speyer). Durch die Güte des Herrn 
A. Bang Haas liegen mir mehrere Männchen der Varietät (?) ario- 
vistus Frühst, von Sigmaringen vor (Schwab. Alb). 55 mm Aus- 
mafs, von hellweisslicher Grundfärbung. Glasrand der Yorderflügel nur 
bis zur Hälfte des Aussenrandes der Vorderßügel reichend. Schwarze 
Zelltlecke klein, rundlich. Hinterflügel mit schmalem schwarzem Innen- 
rand, Diskalfleck fehlt. Bei einem cT sind die schwarzen Zellflecke 
der Yorderflügel verschwindend klein; der Innenrand der Hinterflügel 
schmal schwarz. An der oberen Costa vor dem oberen Zellfleck der 
Yorderflügel ein kleiner grauer AYisch. 

Der von Schmidt (Nr. 150) angegebene Fundort im Sewenertal 
im Oberelsass scheint mir zweifelhaft, da weder Peyerimhoff, noch 
Wacker in ihrer Fauna des Elsasses den Falter erwähnen. In der 
benachbarten Schweiz fehlt der Falter in der Ebene, sowie im ganzen 
Jura. Zerstreut kommt er indess sowohl in der ganzen Alpenkette, 
in der ^Yestschweiz, wie in den Centralalpen, viel häufiger aber nach 
Osten hin vor, wo er feuchte Alpentäler liebt. Speyer (39) berichtet ihn 
von Chamouny, vom Urbachtal bei Meiringen 2800 m hoch, von Bünden 
auf niedern Bergwiesen, vom Surental hinter Engelberg, vom Gantel- 
boden nahe der Engstlenalp. Nach Frey (64) steigt er bis zu 3000 m. 
und ist noch weiter in Wallis (Lenker Bad), beim Simplon (Berisal). 
bei Wesen, in Weggital, im Alptal am Fusse der Mythen, im Canton 
üri, bei Pfätfers und Wallenstädt (Täschler Nr. 52), sowie im Yalzeina- 
tal (Killias 61), im Yeltlin, von Trapp (43), in Wallis gefunden 
worden. Meyer Dürr erwähnte ihn ebenfalls von gleichen Orten. 
In meiner Sammlung befinden sich Exemplare von Macugnaga 
(Monte Rosa 1250 mj, vom Simplon, sowie vom Gadmental (3500'). 
Die ersteren (von Macugnaga) sind relativ klein, cf ^ö? 9 55 mm 
xiussmafs. cT Grundfärbung mattweiss getrübt, die Adern stark schwarz 
gefärbt. Glasrand des Yorderflügels breit, in der Flügelmittel stark 
einspringend und unter der Mitte des Aussenrandes endigend. Zellflecke 
schwarz, der in der Zellmitte stärker, rundlich, der in der Zellspitze 
oval. Hinterflügel mit starkem schwarzen Innenrand bis zum Anal- 
winkel, rundlichem grossem schwarzen Diskalfleck und ganz schwarzem 
Costalfleck, Das Q ist lebhaft dunkel gefleckt. Es gleicht einem 

19* 



— 292 — 

von Bryk als v. karjala abgebildeten Stück von Finnland. Glasraud 
breit bis zum Hinterwinkel. Submarginalbinde schmal bis zur Zell- 
spitze. Die beiden Zellflecke sehr gross , verwaschen , am Hinter- 
rande in der Mitte ein verwaschener grauer Fleck. Ein gleicher am 
Costalrand der Hinterflügel, mit dem breiten, verwaschenen Diskal- 
fleck durch einen zarten Steg verbunden (v. halteres Muchamp 114). 
Der Innenrand breit schwarz, am Hinterwinkel ein länglicher breiter, 
zum Diskalfleck hin ausgezogener schwarzer Fleck. Die Unterseite wie 
oben, Flecke und Zeichnungen unbestimmter. Der Gesamthabitus ist 
eigentümlich durch die grossen Diskalflecke und Hinterrandsflecke, die 
sich in ähnlicher Weise bei einem 9 vom Ortler finden (cuneifer 
Frühst.), wie überhaupt nach Rebel bei mn. aus grösserer Höhe. 
Ein cT vom Simplon (55 mm Ausmafs) ist von mehr weisslicher 
Grundfärbung. Der breite Glasrand der Vorderflügel geht nur bis zur 
Flügelmitte. Zwischen ihm und dem etwas verwaschenen oberen Mittel- 
zellenfleck (in der Zellspitze) findet sich an der Costa ein verwaschener 
runder, grauer Fleck. Der in der Mitte der Zelle gelegene Fleck ist 
relativ gross, rundlich, dunkelschwarz. Hinterflügel mit schwärzlichem 
Innenrand, nach dem Hinterwinkel sich zuspitzend. Kleiner schwärzlicher 
Diskalfleck nach aussen von der Spitze der Mittelzelle. Von der von 
Fruhstorfer aufgestellten var. symphorus aus dem Wallis (Berisal) 
liegen mir einige Männchen vor. Sie zeigen einen nur bis zur Mitte 
reichenden Glasrand, in welchem weisse Flecke stehen, kleine rundliche 
schwarze Zellflecke der Vorderflügel, kleinen Diskalfleck der Hinter- 
flügel und schmalen schwarzen Innenrand. 

Einige Männchen vom Gadmental (55 mm Ausmafs) haben eine 
hellere Grundfärbung. Der glasige Aussenrand der Unterflügel ist 
breit, geht etwas über die Mitte und zeigt (bis 6) kleine weisse Flecke 
der Grundsubstanz. Die Flecke in der Mittelzelle sind gross und 
lebhaft schwarz, der innere häufig unregelmäfsig. Die Hinterflügel 
haben stark schwarzen Innenrand, bei einigen Exemplaren ein ver- 
schieden grosser Diskalfleck, der andern fehlt. Die Adern stark schwarz. 
Unterseite wie oben. — Von der von Fruhstorfer (Int. Ent. Ztg. 
[Stuttgart] 1911, S. 192) beschriebenen var. tergestus von Erstfeld. 
Kanton Uri, Schweiz, liegen mir durch die Güte von Herrn A. Bang 
Haas einige Männchen und Weibchen vor. Die ersteren zeigen eineni 
nach innen stark gewellten Glasrand der Vorderflügel, der bis über diel 



— 293 — 

Mitte desselben hinabreicht und in Avelchem weisse Fleckchen stehen. 
Die schwarzen Zellflecke sind mäfsig kräftig. Auf den Hinterflügeln 
zeigt sich bei einem cf ein kleiner dunkler Costalfleck, der bei andern 
fehlt. Diskalfleck vorhanden. Der schwarze Innenrand setzt sich, 
etwas um die Mittelzelle herumgehend, zum Hinterwinkel fort. Ober- 
halb des ersten Zellfleckes steht beim cT ein kleiner grauer Fleck, der 
sich beim Q zu einer kurzen Binde bis zur Zellspitze verlängert. Die 
Weibchen sind bedeutend dunkler in der Grundfärbung. Der Glasrand 
der Yorderflügel geht bis zum Hinterwinkel. Der schwarze lunenrand 
der Hinterflügel setzt sich um die Zelle und zum Hinterwinkel fort und 
vereinigt sich bindenförmig mit dem grossen, schwarzen Diskalfleck, 
eine kleine helle Partie der Grundfärbung in sich schliessend. Ein 
zweites Weibchen ist auf den Vorderflügeln lebhaft verdunkelt, die 
Hinterflügel ebenfalls dunkler mit gelblichem Diskus (v. subochracea). 
Ein drittes Weibchen hat fast schwarze Yorderflügel (melaina). Es 
zeigen sich also hier ähnliche Verdunklungen der Flügel wie bei 
schlesischen Exemplaren und solchen aus Oberbayern und Salzburg, 
(Hartmanni). — P. mnemosyne wird aus Frankreich, von Savoyen und 
weiterhin von Piemont und Ligurien, Basses Alpes (Digne) gemeldet 
(Speyer), von wo die Subspecies dinianus F. parmenides Fruh- 
storfer und p a r v i m a c u 1 a Rothschild (130) aufgestellt worden 
sind. Von letzteren liegen mir durch die Güte von Dr. Jordan 
5 cTc^ ^'01* ^'on Dourbes bei Digne (25. Juni 1908). Sie haben 50 bis 
60 mm Ausmafs und sind von weisslicher Grundfärbung mit breitem zum 
Flugdeckel namentlich von der Flügelmitte aus, sich zuspitzendem 
dunklem Glasrand der Vorderflügel, der in der Mitte von 5 bis 6 weissen 
Flecken bindenförmig durchsetzt wird. In der Mitte der oberen Costa 
bei einigen ein kleiner dunkler Wisch an dem äusseren Fleck der 
Mittelzelle. Die dunklen Zellflecke mäfsig entwickelt. Auf den Hinter- 
flügeln ein mehr oder weniger starker schwarzer Diskalfleck , bei einem 
Exemplar auch an der Costa in der Mitte ein schmaler schwarzer 
senkrechter Strich. Innenrand mehr oder weniger stark schwarz. — - 
Auch Speyer meldet nach Bellier das Auftreten von Mn. in Dourbes 
1000 M. — Die von Siepi (var. 138) vom Pic St. Cassien (Baume) 
aufgestellte var. cassiensis, die ich ebenfalls Herrn A. Bang Haas 
verdanke, zeigt beim cf eine helle weisse Grundfärbung, breiten, nicht 
ganz bis zur Mitte des Vorderflügels reichenden Glasrand, in welchem 



— 294 — 

weisse Fleckchen. Die schwarzen Zellflecke sind klein und schmal. 
Die Hinterflügel haben einen schmalen schwarzen Innenrand. Ein 
Diskalfleck ist nicht vorhanden. 

Von den Cevennen stammt w^ohl das bereits von de Yillers (19) 
abgebildete Exemplar, das auf einem Berggipfel gesammelt wairde. Die 
Auvergne gibt Sand (ß3) als Lokalität an, ebenso Speyer nach 
Beliier. 

Die Pyrenäen werden von zahlreichen Autoren [Oberthür, 
Elwes, von Rothschild, Stichel, Caradja (84), Turati (119), 
Verity, Fruhstorfer (123)] als die Heimat von Parn. mnemosyne 
angegeben, sowohl die Ostpyrenäen, als die Hautes Pyrenees. Speyer 1. c, 
erwähnt Mn. von Gavarnie (Hochpyrenäen) auf Wiesen am spanischen 
Abhänge in etwa 2200 m Höhe zu Tausenden vorkommend. Verity, 
Turati (119) und Fruhstorfer (123) haben geglaubt, besondere 
Varietäten von dort feststellen zu können und diese, deren Rechte aber 
kaum gesichert erscheinen, sind als P. mnemosyne Turatii Rothsch., 
vernetanus Frühst., pyrenaiea Trti., pyrenaiea Ver. bekannt gemacht 
worden. 

Der Verbreitungsbezirk von Mnemosyne setzt sich im Süden Europas 
von Frankreich nach Italien fort, von wo der Falter von verschiedenen 
Stellen, nicht nur von den Südabhängen der Alpen, in Piemont (Prunner25), 
sondern auch Aveiterhin von den Apeninnen gemeldet wird. Calberla 
(72) hat den Falter vom Gran Sasso (1800 m) und den pistojaschen 
Apenninen gemeldet und v on Kai chb erg (56) von Sicilien (Madonia- 
Gebirge). Turati (119) stellte als eigene Varietät P. mn. Fruhstorferi 
von Zentralitalien (Sabiner Bergen) auf. Ein Exemplar in meiner Samm- 
lung (cT) zeigt breiten, nur bis zur Flügelmitte gehenden dunklen 
Glassaum, der mit den zwei kleinen schwarzen Zellflecken von der w^eiss- 
lichen Grundfarbe sich lebhaft abhebt. Die Hinterflüge] haben schmalen 
schwarzen Hinterrand, der den unteren Teil der Mittelzelle umgreift 
und etwas zum Hinterwinkel geht. Fast gleiche Exemplare habe ich 
von Kiew. 

Die Varietät nebrodensis Trti. tritt, als mit athene und nubilosus 
verwandt, auf den Madonia- Bergen, Mens Nebrodo in Sicilien auf. (S. 
Nr. 119.) 

Von der Ostschweiz aus verbreitet sich P. mnemosyne nach den 
benachbarten Alpenländern. Von Vorarlberg wird er von Rebel (80) 
gemeldet, sowie von Tirol, von wo ihn Speyer aus dem Pustertal, 



— 295 — 

Sariital, Seisser Alp 2000' bis 5000' anführt. Ein Pärchen vom Ort 1er 
in meiner Sammlung ist bemerkenswert. Das (f (60 mm Ausmafs) zeigt 
auf den Yorclerßügeln den bis zur Flügclmitte reichenden glasigen Saum, 
von der Costa an in der Mitte durchsetzt von einer Reihe kleiner 
weisser Flecken, wodurch der als Submarginale auftretende innere Teil 
(bis zur Mitte) fast abgetrennt erscheint. In der Mitte der Costa ein- 
kleiner mattschwarzer Wisch. Die beiden Zelltiecke tiefschwarz, der 
obere dreieckig, der untere rundlicher. Die mit breitem schwarzenr 
Innenrand versehenen Hintertlügel haben einen kräftigen schwarzen Diskal- 
tieck. — Bei den 58 mm Ausmafs erreichenden 9 treten die weissen 
Flecke im breiten Glasrand der Yorderflügel in der unteren Hälfte 
des Flügels auf, sind aber viel schwächer entwickelt. Der Wisch am 
Costalrande ist schwächer, die Zelltiecke weniger kräftig. In der Mitte 
des Hinterrandes steht ein verwaschener grauer Fleck. Ein gleicher 
in der Mitte des Vorderrandes der Hinterflügel. Im Diskus ein sehr 
grosser, etwas verwaschener, schwarzer, rundlicher Fleck, ein zweiter 
ebenfalls rundlicher und grosser oberhalb des Hinterwinkels, von dem 
schmalen schwärzlichen Innenrand getrennt. Unterseite wie oben. — 
Zwei Männchen von der Brenta (Südtirol), 58 mm und 55 mm Ausmafs, 
zeigen kleine weisse Flecke im oberen Teil des breit bis zur Mitte des 
Vorderflügels reichenden dunklen Glassaums. Ein kleiner undeutlicher 
Wisch in der Mitte der Costa steht über dem schwarzen ersten Zell- 
fleck, der zweite ist unregelmäfsig. Die Hinterflügel zeigen einen 
schwarzen, die Zelle am unteren Rand umfassenden Innenrand, der sich 
bis nahe zum Hinterwinkel und bis zu einem kleinen schwarzen Diskal- 
fleck nahezu hinzieht. Vergl. auch Frühst orf er (124) über die von 
ihm aufgestellte Varietät cuneifer vom Ortler. die er auch von der 
Adaurelio-Gruppe erhielt. (Soc. ent. Bd. 25, S. 51.) 

Wagner (146a) stellt als eine neue Varietät P, mnemosyne 
venetus von den Venezianer Alpen auf, aus ca. 1000m von Bosco 
del Causiglio, ausgezeichnet durch dichte schwarze Bestäubung am Innen- 
rand der Hinterflügel bis zum Abschluss der Mittelzelle. Offenbar den 
oben beschriebenen Exemplaren nahestehend. 

Aus den bayrischen Bergen, denen sich Salzburg anschliesst 
(S. Richter 59), hat uns Standfuss (74) mit einer interessanten 
Varietät von Mnemosyne als v. Hartmanni bekannt gemacht, die indes 
in nahestehenden Formen auch anderwärts beobachtet wurde. Sie wird 
in ihrer reinen Form bei Reichenhall und Berchtesgaden. wie im Salz- 



— 296 — 

kammergut aufgefunden als eine stark geschwärzte Lokalrasse. Sie ist 
kaum zu trennen von den als melaina Honrath (68) von Kärnten, 
aber auch weiterhin von anderen Orten, wie Österreichisch -Schlesien, 
Wallis, Siebenbürgen und bei Wien bekannt gemachten Stücken. Es 
werden auch von verschiedenen Autoren beide Varietäten mit einander 
vereinigt. Ich besitze in meiner Sammlung Stücke von Berchtes- 
gaden, Lofer bei Salzburg, von Oberaudorf bei Kufstein, von der hohen 
Gaischt, von Schoberstein in Oberösterreich, von Mähren, Schlesien, 
Kroatien und selbst aus dem Kaukasus, welche alle möglichen Über- 
gänge von den meist hellen Männchen zu den tiefdunkel bis ganz ge- 
schwärzten Weibchen zeigen, wie sie namentlich in den bayrischen Bergen 
und bei Salzburg häutiger sind. Die Tiere haben allerdings ein höchst 
bemerkenswertes schönes Aussehen, trotz der Einfachheit der Färbungen. 
Bei der ausserordentlichen Verschiedenheit der Exemplare enthalte ich 
mich einer besonderen Beschreibung der einzelnen und verweise auf die 
betreffenden Mitteilungen in der Literatur, wie auf die gegebenen Ab- 
bildungen, besonders von Honrath, Standfuss, Austaut, Stichel, 
Fruhstorfer [umbratilis (123), tubulus (123)]. 

Sehr verbreitet ist Parnassius mnemosyne in Ober- und Nieder- 
österreich, von wo der Falter besonders in den verschiedenen Jahres- 
berichten des Wiener Entomologischen Vereins gemeldet wird. Rebel 
und Rogenhof er (80) gaben zuerst eine umfassendere Darstellung 
in ihrer Arbeit über Parnassius in Österreich-Ungarn. Ihnen schlössen 
sich V. Lindenau (89), Gross (102), Neufock (106), Neufock 
und Pedroti (112), Schawerda (120) an. Die von Schoberstein 
mir zahlreich vorliegenden Stücke haben , wie bereits bemerkt , die 
grösste Ähnlichkeit mit den von Oberaudorf stammenden Stücken, die 
als V. Hartmanni und teilweise als umbratilis Frühst, figurieren. Es 
dürfte schwer sein, ernstliche Unterschiede zu finden. Von Lang- 
Enzersdorf in Niederösterreich liegen mir eine grosse Reihe von 
Exemplaren vor, meist sehr grosse und schöne Stücke. Männchen von 
60 mm Ausmals zeigen eine sehr helle weisse Grundfärbung. Der 
breite, stark ausgebuchtete Glasrand geht fast gleichmäfsig breit bis 
zur Mitte des Vorderflügels und springt dann rasch zurück, um oberhalb 
des Hinterwiukels spitz zu enden. Bei einigen Exemplaren finden sich 
5 weisse Flecke in demselben. Die beiden schwarzen Zellflecke deut- 
lich, oblong. Die Hinterflügel haben breiten schwarzen Innenrand und 
tragen entweder keinen, oder einen schwach angedeuteten, aber auch 



— 297 — 

einen grösseren Diskalfleck, zuweilen auch Andeutung einer binden- 
förmigen Verlängerung des Hinterrands parallel mit dem Hinterrand 
der Zelle. Die 65 mm grossen Weibchen sind dunkler, der Glas- 
rand der Vorderflügel breiter, zuweilen mit Andeutung weisser 
Flecke. Eine submarginale dunkle Färbung, vom Glasrand getrennt, 
geht von der Costa bis zur Spitze der Mittelzelle. Die Zellflecke grösser 
als beim cf . Auf den Hinterflügeln zeigt sich ein deutlicher Costalfleck 
und ein grosser schwarzer Diskalfleck, der mit der vom Hinterwinkel 
kommenden schwarzen Einfassung des Innenrandes sich durch eine 
schmale schwarze Binde vereinigt. Exemplare von Jüdenburg in 
Oberösterreich sind sehr ähnlich. Die von Fruhstorfer für diese 
und aus nahe liegenden Bezirken stammenden Mnemosyne aufgestellte 
Form mesoleucus ist bereits von Pt eb el zurückgewiesen. Speyer (38) 
gibt als Fundplätze an: Wien, auf dem Hermannsberge. Schneeberge. 
Krummbachhütte. Sandgraben, Mödling und Baden, im Tale und bis 
5000', Oberüsterreich auf Schoberstein 4000' in grosser Menge, bei 
Pernstein, auf der Gradenalp und um Steier. Bemerkenswert sind die 
Aberrationen arcuata Hirschke, taeniata Hirschke und habichi Bohasch. 

In Steiermark ist P. mnemosyne gleichfalls verbreitet und von 
Eebel aufgeführt (80 j. sowie von Pieszczck (136) in der Form 
melaina. In meiner Sammlung befinden sich Exemplare von Peichen- 
-stein : J mit breitem, am Hinterwinkel der Vorderflügel spitz zulaufendem 
Glasrand, wenig ausgedrückter grauer Wisch an der Costa. Zellflecke 
nicht kräftig hervortretend. Auf den Hinterflügeln vereinigt sich der 
vom Hinterwinkel heraufziehende dunkle Innenrand beinahe mit dem 
schwarzen länglichen Diskalfleck. Die Adern besonders an dem Bande 
kräftiger. cf i^it lebl^after und grösser hervortretenden Zellflecken 
der Vorderflügel. Diskalfleck der Hinterflügel nur angedeutet, kräftig 
schwarzer Innenrand. 

Ein anderes rf (52 mm) entspricht der von Kärnten bekannten 
var. minor Rbl. = parvus Stichel. Die schwarzen Zellflecke der Vorder- 
flügel sind gross und kräftig, der Glasrand breit, nach dem Hinter- 
winkel zugespitzt, der Innenrand der Hinterflügel kräftig schwarz 
entwickelt, geht um die Zelle zum rundlichen schwarzen Diskalfleck und 
tritt vor dem Afterwinkel in den Flügel ein. Adern an den Rippen- 
enden schwärzer als sonst. 

Zahlreiche Exemplare von St. Michael in meiner Sammlung sind 
in der Erscheinungsweise etwas wechselnd, die Männchen (55 mm Aus- 



— 298 — 

iiiafs) zeigen weissliclie Grundfärbimg. Glasiger Aussenrancl der Yorder- 
liügel breit beginnend, zugespitzt über der Mitte endigend. Ober den 
ovalen schwärzlichen Zellflecken zwischen dem obern und dem Glasrand 
ein grauer Wisch, der sich bei einigen Exemplaren bis über den ersten 
Zellfleck hinaus als Ansatz einer Submarginalbinde fortsetzt. Hinter- 
flügel mit starkem schwarzem Innenrand, welcher sich bei einigen cTo^ 
bis zu einem grössern oder kleinern, auch völlig fehlenden schwarzen 
Diskalfleck fortsetzt. Am Hinterwinkel bei einigen Stücken ein parallel 
mit dem Zellrande nach innen sich erstreckender schwarzer Fleck, der 
den Diskalfleck nicht erreicht. Bei den Weibchen sind alle Flecke und 
Zeichnungen stärker: die Glasbinde breiter und bis zum Hinterwinkel 
reichend. 

Die Fruhstorf ersehe als anbulus bezeichnete Varietät von 
Schoberstein liegt mir durch Herrn 0. Bang Haas in männlichen 
und weiblichen Exemplaren von Zellweg, Graz, Garsten. Steyr vor. Die 
<2fcr zeigen eine w^eissliche Grundfärbung mit geschwärzten Adern. 
Der Glasrand der Yorderflügel geht bis nahe zum Hinterwinkel, sich 
hier zuspitzend. Die schwarzen Zellflecke sind klein, rundlich. Der 
schwarze Innenrand der Hinterflügel geht etwas in die Mittelzelle 
hinein, erreicht aber den kleinen oder auch fehlenden Diskalfleck nicht. 
Bei einigen Exemplaren findet sich oberhalb des ersten Zellflecks ein 
graues Costalfleckchen. Bei den dunkler gefärbten 99 verlängert sich 
dieser Costalfleck zu einer kurzen, etwas über die Mittelzelle reichenden 
Submarginalbinde. Der Glasrand reicht bei ihnen bis zum Hinterwinkel 
der Vorderflügel, die schw^arzen Flecke in der Zelle sind grösser. Der 
Diskus ist verdüstert; am Hinterrand steht ein mehr oder weniger 
deutlicher Fleck. Die Hinterflügel haben einen deutlichen Costalfleck, 
der Diskalfleck ist gross, der schwarze Innenrand geht zu ilim und 
zum Hinterwinkel heran und von letzterem zum Diskalfleck, zwei helle 
Flecke zwischen sich lassend. Ein § ist etwas gelblich. 

Auch in Kärnten tritt Mnemosyne häufig auf. Neben der kleinen 
Form parvus St. (minor Rbl.) kommen dort auch lebhaft gezeichnete, 
grosse Exemplare vor, Rebel(89), Neuste tter (90), Metzger (93), 
Xeustetter (96) Stichel (117), Höfner (149). In meiner 
Sammlung befinden sich rfcf ^^^^ 99 ^^n Wolfsberg. Die ersten 
gross, rein weiss mit breitem Glasrand haben meist kleine schwarze 
Zellflecke der Vorderflügel, zuw^eilen kräftigere. Auf den Hinterflügeln 
fehlt der Diskalfleck oder ist mehr oder weniger kräftig. Die 99 sind 



— 299 — 

verdunkelt. Im selir breiten Glasrand der Vordertitigel am obern Teil 
weisse Flecke der Grundsubstanz hervortretend. Zellfiecke wechselnd 
kräftig. Die Hinterflügel mit starkem schwarzem Innenrand und 
kräftigem Diskalfleck , durch bogige Schwarzfärbung vereinigt, helle 
Grundfärbung zwischen sich lassend. 

In Krain ist P. m. ebensowohl vorhanden. Bereits Rebel (80) 
meldet den Falter, dem sich Mitteilungen von Höfner (143) über 
das Vorkommen von P. m. im Küstenlande anschliessen , sowie von 
Galvagni (146). Die in meiner Sammlung vorhandenen Exemplare 
(von Laibach) stellen Männchen von heller Grundfärbnng dar mit 
breitem, dunklem, über die Flügelmitte herabgehendem Glasrande. An der 
Costa steht über dem obern Mittelzellenfleck ein schwarzer Wisch. Die 
beiden Zellflecke selbst sind lebhaft schwarz. Der schwarze Innenrand 
der Hinterflügel ist mehr oder weniger kräftig entwickelt, ebenso der 
schwarze Diskalfleck. 

In Kroatien wird der Falter auch angetroffen, [Mann. Rebel (80)]. 
Männchen von Podsured (von Herrn Grund in Agram erhalten und als 
hungaricus v. R. bezeichnet), 9. V. 1909 gefangen, haben ein Ausmals 
von 60 mm. Sie sind hellweiss mit dunklem, bis über die Mitte des 
Vorderflügels herabgehendem, breitem Glasrand. Über dem obern Zell- 
fleck steht ebenfalls ein Costalfleck. wie bei den Krainer Exemplaren. 
Die schwarzen Zellflecke selbst sind schmal, die Hinterflügel zeigen stark 
schwarz gefärbte Adern, schmalen schwarzen Innenrand. Ein dreieckiger 
Diskalfleck lässt zwischen ihnen -und der Zellspitze den weissen Grund 
hervortreten. — Weibchen von Sljeme, 27. VI. 1911, mit Hinterleibs- 
tasche sind an Grösse gleich. Glasiger Aussenrand breit bis zur Mitte 
der Vorderflügel. Schwarze Zellflecken gross, Hinterflügel leicht gelblich 
mit kleinem Costalfleck und grossem Diskalfleck, der um die Mittelzelle 
herum mit dem schwarzen Innenrand sich vereinigt. Im Hinterwinkel 
schwärze Färbung. Adern schwarz. Spuren einer gezackten Submarginal- 
binde sind deutlich. Der Mann ist etwas kleiner und heller gefärbt. 
Die ovalen Zellflecke kleiner als beim 9? t^er Glasrand schmäler, bis 
zur Flügelmitte reichend, Hinterflügel mit weniger kräftig schwarz ge- 
färbtem Innenrand und verwaschenem Diskalfleck. — Auch in den 
Formen int acta Krul., Podsured, 26. IV. 1909, ohne Diskalfleck, 
sowie athene St. (Podsured, V. 1909) kommt Mnemosyne in Kroatien 
vor nach Exemplaren, welche Herr Grund in Agram hierher sandte. 



__ 300 — 

Von Dalmatien und Istrien erwähnt Rebel (80) den Falter, ebenso 
von Bosnien und Herzegowina (110). Exemplare von dort stehen mir nicht 
zu Gebote, ebenso wenig wie von Serbien, von wo Lazare witsch (75) 
und Rebel (116) den Falter erwähnte. In den Balkanstaaten findet er 
sich ebenfalls, so in Rumänien nach Caradja (87), Fleck (55), 
V. Aigner (105), Rebel (110). Stichel (117), in Rumelien und 
Bulgarien nach Lederer (45), Rebel (80, 110), Bachmetjew (106), 
Drenowsky (144). Auch in Griechenland wird er nach Staudinger (53) 
(Veluchi und Parnass) und Rebel (Taygetos) angetroffen. Von der 
Dobrudscha meldet ihn Mann (47). 

An das oben angegebene Vorkommen von P. mnemosyne in Nieder- 
österreich schliesst sich nach Norden ein solches in Böhmen, Mähren, 
Schlesien, Ungarn, Galizien und Bukowina mit verschiedenen Beziehungen 
an. Rebel (80) führt Mähren auf. Bei den von dort in meiner 
Sammlung vorhandenen Exemplaren aus der Gegend von Olmütz zeigen 
die ö^cf (52 mm Ausmafs) eine hellweisse Grundfärbung mit wenig 
Schwarz im Ganzen. Glasrand der Vordertlügel bis zur Mitte, Zellflecke 
klein, auf den Hinterflügeln geht die schwarze Hinterrandsfärbung etwas 
in die Mittelzelle und dann zum Hinterwinkel. Diskalfleck fehlt. Die 
Weibchen (mit Legetasche) (50 bis 52 mm) sind etwas dunkler oder stark 
verdunkelt; bei ersteren der glasige Aussenrand der Vorderflügel stärker 
vorspringend, die Zellflecke grösser und schwärzer, ein blasser Costalfleck 
vorhanden ; bei letzteren geht die Verdunklung über die gesamten Vorder- 
flügel, nur den Diskus mit den grossen, schwarzen beiden Zellflecken 
freilassend. Die Hinterflügel mit starker submarginaler Wellenbinde, 
der dunkle Innenrand weit vorspringend, verbindet sich um die Zelle 
herum und vom Hinterwinkel aus bindenartig, zwei weisse Stellen der 
Grundsubstauz freilassend, mit dem starken schwarzen Diskalfleck. Ein 
schwarzer schmaler Costalfleck vorhanden. Hinneigung zu var. Hartmanni. 
Bei Exemplaren aus Lun denburg haben die Männchen bei 60mm Ausmafs 
einen breiten Glasrand der Vorderflügel, in w'elchem mehr oder weniger 
deutliche (bis 5) Glasflecke stehen (athene Stichel), einen grauen Costal- 
fleck und kleinen schwarzen Zellfleck. Auf den Hinterflügeln eine mehr 
oder weniger starke schwarze Innenrandsfärbung, sowie ein kaum 
oder stärker vorhandener schwarzer Diskal- und Hinterwinkelfleck, 
letzterer mit dem Innenrand zusammenfliessend. Die Weibchen (62 mm) 
sind mehr oder weniger dunkel. Einige haben weisse Flecken im 
breiten glasigen Aussenrand, welche auch fehlen können, mehr oder 



— 301 — 

weniger starke Entwicklung des Costalfieckes zur Submarginalbinde, grosse 
schwarze Zellflecke. Die Hinterflügel zeigen ebenfalls einen mehr oder 
weniger stark entwickelten Diskalfleck und Hinterwinkelflecke. Auch 
ein Costalfleck ist bei einigen Exemplaren vorhanden. Speyer (39) 
meldet den Falter von Brunn, auf von Bergen umgebenen Waldwiesen. 

Von Böhmen wird mnemosyne von Speyer (39) von böschigen 
Hügeln bei Königsaal (bei Prag) erwähnt, auch von Hebel (80). Ein 9 
in meiner Sammlung aus Prag schliesst sich an ungarische Stücke an. 

Von Schlesien wird Parn. mnemosyne von Speyer (39) auf- 
geführt: im Gebirgsland, besonders im Eulengebirge, im Zaisgrunde 
und auf dem Sattelwalde, der Nordgrenze, Glatz (selten), auf der Sonnen- 
koppe, bei Silberberg, auf der Bischofskoppe und anderen Punkten des 
Gesenkes. Ochsen heim er (27), erwähnt ihn bereits von Schlesien, 
ebenso Herr (32) und Standfuss (24) von Hornschlossberg bei 
Charlottenbrünn, Rebel (80), Frühst orf er (123) von ^Yaldenburg 
(f. silesiacus Frühst.), welch letzterer sie als mit der Vogelsberger 
Form übereinstimmend hält. Von den mir vorliegenden Stücken 
(Waidenburg) sind die Männchen hell gefärbt mit breitem bis zur 
Flügelmitte reichendem Glasrand, kleinen, schwarzen Zellflecken der 
Yorderflügel. Die Hinterflügel zeigen bei schmalem schwarzem Innen- 
rande keinen oder nur die Andeutung eines schwarzen Diskalfleckes, 
die AVeibchen sind in Grösse verschieden, viel stärker verdunkelt, mit 
mehr oder weniger starker Hinneigung zu var. Honrathi Stdf. bis zur 
völliger Verdunkelung fast des gesamten Vorderflügels mit schwachem 
Weiss im Diskus, sowie des Hinterflügels, auf welchem sich neben einem 
geringen oder stärkeren Costalfleck ein starker vielfach bindenartig bis 
zum Hinterwinkel ausgezogener Diskalfleck, sowie eine submarginale 
Zackenbinde findet. 

Von der Bukowina wird P. mnemosyne von Rebel (80) Stichel (1 17). 
Hormuzaki (82) aufgeführt, von Czernowitz bei 180m, auch in Galizien 
(Pvebel (80) kommt er vor. (Lember^, Tatra). Exemplare von dort haben 
mir nicht vorgelegen. In Ungarn kommt Mnemosyne (var. hungaricus 
von R.) an verschiedenen Stelleu vor. Ochsen heimer (27) und 
Meigen (30) verzeichnen ihn bereits. Nach Rebel (80) in Oberungarn 
und Siebenbürgen, Czekelius (83) in Westungarn (Oedenburg). von 
Aigner Abafi (105) erwähnt ihn ebenfalls, sowie Rothschild (140) 
in der Form des hungaricus. 



— 302 — 

Es liegen mir zahlreiche Stücke vom Ofen er Gebirge bei Budapest 
vor. Die bis 68 mm Aiismafs haltenden cf cf haben weisse Grund- 
färbung. Im sehr breiten bis zur Flügelmitte spitz zulaufenden Glasrand 
der Yorderflügel linden sich bei den meisten Exemplaren 5 weisse 
Fleckchen in Bindenreihe. Die Zellflecke sind klein. Diskalfleck der 
Hintertlügel meist nicht vorhanden oder schwach angedeutet. Schwarzer 
Innenrand schmal. Ein 57 mm messendes 9 ist etwas dunkler; im Glas- 
rand der Vorderflügel ebenfalls weisse Flecke, kleine graue Submarginale 
bis zur Zellspitze, Zellflecke etwas grösser als beim 9- I^ie Hinterflügel 
haben nur eine Spur eines Diskalfleckes, zu welchem der schmale schwarze 
Innenrand hinzieht. Parallel mit dem Innenrand der Zelle eine ganz 
schwach angedeutete Binde vom Hinter winkel ausgehend zum Diskalfleck, 
weisse Grundfärbung zwischen sich und der Zelle lassend. 

Ein cT vom Schnakenberg bei Budapest hat 62 mm Ausmafs, helle 
Grundfärbung der Vorderflügel, breiten bis zur Mitte gehenden, 5 weisse 
Fleckchen zwischen den Adern tragenden Glasrand, kleinen Costalfleck 
und kleine schwarze Zellflecken. Hinterflügel mit schmalem schwarzem 
Innenrand und deutlichem schwarzem Diskalfleck. Ein 9 (^8 ^'^''^^ -'^^s- 
mafs), mit Legetasche zeigt einen breiten, etwas weiter als beim q^ 
herabgehenden Glassaum der Vorderflügel, ebenfalls 5 weisse Fleckchen, 
eine deutliche bis zur Zellspitze gehenden Submarginale, zwei stärkere 
Zellflecken ; auf den Hinterflügeln kleinen Costalfleck, grossen Diskalfleck, 
schmalen mit ihm spitz verbindenden schw^arzen Innenrand und am 
Hinterwinkel einen breiten, nicht mit Diskalfleck verbundenen schwarzen 
Fleck. Ein 9 i^it Legetasche bricht mit dem breiten Glasrand wage- 
recht über der Flügelmitte ab, hat keinen weissen Glasfleck der Vorder- 
flügel, kleine Zellflecken. Auf den Hinterflügeln fehlt der Costalfleck, 
der Innenrand ist schmal schwarz, der Fleck am Hinterwinkel nur 
angedeutet. 

Ein von Eperies vorhandenes Männchen zeigt ähnliche Verhältnisse, 
ist aber, wie ein 9 etwas dunkler. Ein 9 entspricht ebenfalls den 
Ofener Stücken, hat aber einen dunklen Fleck in der Mitte des 
Hinterrandes der Vorderflügel, einige weisse Fleckchen im breiten weit 
herabgehenden Glasrand. Auf den Hinterflügeln ist der schwarze Innen- 
rand breiter mit einer zum grossen Diskalfleck ziehenden, vom Hinter- 
winkel ausgehenden schmalen schwarzen Binde, welche eine ovale weisse 
Grundfärbung freilässt. 



— ;]03 — 

Vom Scovarer-Gebirge bei Eperies stammende Stücke verhalteD 
sich ähulich. Solche vom Bakonyer Wald sind ebenfalls ähnlich in 
Grösse und Grundfärbung wie in der Anordnung der Flecken und 
Binde. Im Glasrand der Vorderflügel stehen stets die bekannten weissen 
Flecken der cf und 9- ^^^ Zellflecken sind klein. Diskalfleck der 
Hinterflügel klein oder fehlend. Innenrandsfärbung schmal schwarz. 
Kleine Flecken am Hinterwinkel bei dem nur schwach verdunkelten 9. 
Costalfleck bei einem 9 vorhanden. 

Zwei Männchen von Siebenbürgen [Czekelius (83)] sind ebenfalls 
ähnlich. Im Glasrand der Vorderflügel keine weissen Flecken. Diskal- 
fleck der Hinterflügel und Hinterrandsfleck vorhanden. 

Aus Bessarabien, vom Prutufer, östlich von Ungarn, liegen mir 
2 Männchen und ein 9 ^'O^'- ^^^ Männchen (54 mm) sind sehr hell 
weiss, wodurch der breite, nach innen gewellte Glasrand der Vorder- 
flügel sehr stark hervortritt, in welchem an dem unteren Ende unter 
der Flügelmitte ein heller Fleck steht. Kleiner Costalfleck oberhalb 
des ersten ovalen Zellflecks. Der innere Zellfleck mehr rundlich. 
Beide lebhaft schwarz. Sehr schmaler schwarzer Innenrand. Bei dem 
einen (f ein rundlicher Diskalfleck und vor dem Hinterwinkel ein 
schAvacher dunkler Wisch. Das 9 ist ebenfalls von sehr heller Grund- 
färbung. Glasrand der Vorderflügel wie beim (f. Costalfleck stärker^ 
die schwarzen Zellflecken etwas kräftiger, ebenso Diskalfleck und Hinter- 
winkelfleck der Hinterflügel. 

Vom südlichen Russland berichtet Speyer (39) Parn. mnemosyne 
vom Wolgagebiet in Wäldern und Steppen der Provinz Kasan, Or. 
Simb. Sar. bis zur unteren Wolga. In den Steppengegenden um Odessa, 
Ekaterinoslaw und in Bessarabien. Krulikowsky (129) verzeichnet 
den Falter vom Gouvernement Wiatka und Kiew^ als v. int acta Krul. 
Suchkin und Tchaivarikow (132) geben ihn von Minusinsk (Ural> 
von den Sajanbergen und von den Steppen von Uricarbin an. Speyer (39) 
verzeichnet ihn auch im Kaukasus sowie in Kuban und Selentschuk häufig 
in 4000—6000' Höhe. v. Hoyuingen (115) traf den Falter in 
Krasnoufinsk am Ural. Von Kiew besitze ich drei cfcf ^^^^ ein C. 
Die Männer sind gross, sehr hell w^eiss, mit starkem breitem Glasrand 
der Vorderflügel, der sich vor dem Hinterwinkel zuspitzt, ganz kleinem 
Costalfleck und ganz kleinen Zellflecken, sowie schmalem Innenrand und 
kleinem oder ganz fehlendem Diskalfleck der Hinterflügel. Ein rf hat 
Andeutung von weissen Flecken im Glasrand der Vorderflügel. Das 



— 304 - 

60 mm messende 9 ist etwas dunkler beschattet ; Grlasrand der Vorder- 
flügel bis zum Hinterwinkel. Submarginale bis Zellspitze. Zellfleck 
grösser, lebhaft schwarz. Am Hinterrand in der Mitte ein grauer Fleck, 
iiuf dem Hinterflügel grauschwarzer Costalfleck, grosser Diskalfleck, meist 
verbunden mit schmalem schwarzem Innenrand und kleiner schwarzer 
Hinterwinkelbinde. Die Fr uhstorf ersehe var. craspedontis, von 
der cTc/ und 99 ^o" Saratow, Sarepta, Pensa mir durch die Güte 
von Herrn A. Bang Haas vorliegen, zeigt grosse hellweiss gefärbte 
Tiere mit starkem, beim (^ bis zur Mitte des Vorderflügels, beim 9 
bis zum Hinterwinkel reichenden Glasrand, länglichem, schwarzen 
Zellflecken und schmalem, schwarzen Innenrand der Hinterflügel ohne 
Diskalfleck. Vom Kaukasus liegen mir verschiedene Exemplare 
vor, 3 cj^cf und 1 9 "^'om Adshara. Sie messen 55 mm und sind von 
weniger heller Grundfärbung. Die cf cT haben breiten, sich schmal zum 
Hinterwinkel hinziehenden Glasrand der Vorderflügel. Bei einem im 
untern Teil ein kleiner weisser Fleck. Submarginale bis zur Zellspitze. 
Zellflecke klein, aber grösser als bei Kiewer Stücken. Hinterflügel mit 
Diskalfleck, von dem aus sich die schwarze Färbung längs des Hinter- 
randes herabzieht. Bei einem Exemplar sind sämtliche Zeichnungen etwas 
dunkler und denen des 9 f^st gleich, welches breiten Aussenrand der 
Vorderflügel, Costalfleck des Hinterflügels, breiteren Diskalfleck, der mit 
Innenrand und Binde des Hinterwinkels verbunden ist, zeigt. 

Ein Männchen von Elbrus ist sehr viel dunkler gefärbt, in Grösse 
gleich den vorigen. Der Glasrand der Vorderflügel ist breiter bis zum 
Hinterwinkel verlaufend, Submarginale bis Zellspitze. Die Zellflecke sehr 
gross, den grösseren Teil der Zelle einnehmend. Adern sehr dunkel, die 
Hinterflügel mit grossem verlängertem Diskalfleck, der zum breiten 
schwarzen Innenrand und abwärts zum Hinterwinkel zieht. 

Das Weibchen (55 mm, mit Legetasche) hat noch breiteren bis zum 
Hinterwinkel sich erstreckenden Glasrand der Vorderflügel, lebhaft schwarze 
aber kleinere Zellflecke, grauen Heck in der Mitte des Hinterrandes. 
Ein kleinerer in der Mitte der Costa des Hinterflügels. Die Zelle ist 
breit umrahmt vom schwarzen Innenrand, der vom Hinterwinkel aus eine 
mit dem Diskus sich nicht vereinigende Binde vorschickt. Deutliche 
Spuren einer schwachgrauen Submarginale. Adern sehr stark schw^arz. 

Über das Auftreten von P. mnemosyne in Transkaukasien sind 
wir durch Romanoff (66) unterrichtet worden, Avelcher dieselbe an 
verschiedenen Orten angetroffen hat, auch in der v. melaina. 



— 305 — 

In Kleinasien kommt P. mnemosyne ebenwohl vor. Leder er (37) 
traf den Falter bei Amasia, Staudinger (62) auf der Jenikoihöhe. 
ebenso wie Hab erbau er im Taurus, wo ihn aucb Roeber (94) 
bei Gulok angibt. Rebel (110) verzeichnet den Falter von Kleinasien. 

Von Persien wurde P. mnemosyne in der var. nubilosus Chr. auf- 
geführt und zwar von Hadschyabad und Turck mit weisser Flecken- 
binde im glasigen Aussenrand. Aus taut (77) bildet ihn ab. In den 
neuesten Staudingerschen Preislisten figuriert Parn. mn. var. bucharana 
Bryk von Buchara, die mir durch die Güte von Herrn A. ßang Haas 
in grossen, schönen Exemplaren vorliegt. Die Männchen haben einen 
breiten, bis zur Flügelmitte gehenden Glasrand der Vorderflügel, in 
welchen eine bindenartige Reihe von w^eissen Flecken steht. Zwischen 
dem Glasrand und dem obern, gleich dem in der Mitte der Zelle liegenden, 
lebhaft schwarzer grosser Zellfleck, ein grauer Wisch an der Costa. Ein 
gleicher findet sich in der Mitte der Costa der Hinterflügel. Beim Weibchen 
tritt auf den Hinterflügeln ebenfalls ein Costalfleck, sowie ein schwarzer 
starker Diskalfleck, der bei einem Exemplar sich mit dem schwarzen 
Innenrand am Hinterwinkel vereinigt. Bei einem anderen 9 stehen am 
Hinterwinkel nur zwei schwärzliche Flecke. Steht nubilosus Chr. und 
giganteä Stand, sehr nahe. — Die var. falsa Bryk (Aulia, Ala, Zentral- 
asien) zeigt grosse Falter mit heller weisslicher Grundfärbung. Glasrand 
beim cT breit, über die Mitte des Vorderflügels herabgehend, mit einer 
weisslichen Fleckenbinde, verwischt verlängertem Costalfleck und sehr 
grossen, schwarzen Zellflecken der Vorderflügel. Die Hinterflügel haben 
einen breiten, schwarzen in die Zelle hineingehenden schwarzen Innen- 
rand, der um die Zelle herumgeht und sich am Hinterwinkel bindenartig 
mit dem Diskalfleck nahezu vereinigt. Ein kräftiger, grauer Costalfleck ist 
vorhanden. Bei einem zweiten Männchen finden sich in der Mittel- 
zelle zwischen dem sehr grossen schw^arzen inneren und dem oberen 
Zellfleck noch einige kleine schwarze Punkte. Steht giganteä Stgr. 
ebenfalls sehr nahe. — Aus dem Gebiet der Achaltekke, Gebirge von 
Nouhkour in Iran teilt Christoph -(75) nubilosus mit und Grum 
Grshimailo (86) aus dem Sarafschan Tal und der Wüste Kisilkum. 
Über var. Adolphi Bryk siehe unter Nr. 153. 

Erschoff (59) teilte mnemosyne unter den Fangergebnissen von 
Fedschenko aus Turkestan mit. Staudinger (70) stellte die var. 
giganteä Stdgr. von Kuldscha auf, gross mit breitem Aussenrande und 
einer submarginalen weissen Fleckenbinde, ebenso wie Austaut (77) 

Jahrb. d. nass. Ver. f. Nat. 64, 1911 20 



— 306 — 

die var. ochracea von Zentralasieii. G r u m G r s h i ra a i 1 o (78) machte 
in seiner Abhandlung über die Lepidopteren des Pamir in Romanoffs 
Mem. Lep. IV darauf aufmerksam, dass der Staudingersche Name schlecht 
gewählt sei, da unter den dort vorkommenden Stücken viele von bedeutend 
geringerer Grösse vorkämen. 

In meiner Sammlung befinden sich Stücke von P. mnemosyne gigantea 
vom Alatau, von Naryn und IssykulL Das Alatau-Exemplar ist ein (/ von 
65 mm. Vorderflügel mit breitem, sich auf den Hinterwinkel hin ver- 
jüngendem Glasrande, in welchem wenig ausgeprägte weisse Flecken. 
Die beiden Zellflecken wie die Zelle gross und tiefschwarz. Inmitten 
der Costa des Hinterflügels ein ganz schwacher dunkler Punkt. Innen- 
rand kräftig schwarz mit dem im Hinterwinkel stehenden schwarzen 
Fleck verbunden, nicht aber mit dem schwarzen Diskalfleck. 

Vom Naryn liegen Exemplare in sehr verschiedener Grösse und 
Färbung vor. Ein $ (50 mm) zeigt breiten glasigen Aussenrand der 
Vorderflügel und deutlich graue, vom Aussenrand gehende kleine Sub- 
marginale bis zum Zellende. Die beiden Zellflecken sind gross und tief- 
schwarz. Der Innenrand der Hinterflügel ist breit schwarz, über den 
Hinterrand der Zelle bis zum grossen schwarzen Diskalfleck sich er- 
streckend und vom Hinter winkel aus breit in den Flügel, den Diskal- 
fleck beinahe erreichend. Ihm entsprechen zwei Männchen von 
Semiretschensk (50 mm), sie sind etwas heller, im glasigen Saum weisse 
Fleckenbinde, kleine graue submarginale Binde, starke Zellflecke. Auf 
den Hinterflügeln kleiner schwarzer Costalfleck, Innenrandsband schmal am 
Hinterwinkel bindenartig vorspringend, den Diskalfleck nicht erreichend. 

Die übrigen Naryn - Exemplare sind alle viel grösser, (^f^f bis 
=65 mm. Glassaum der Vorderflügel breit mit einer Bindenreihe weisser 
Flecke. Kleiner Ansatz zu einer grauen submarginalen Binde, Zellflecke 
gross, intensiv schwarz. Hinterflügel: kleiner schwarzer Costalfleck, 
grosser Diskalfleck, bei einigen schwach entwickelt, durch den hintern 
Rand der Zelle nach innen mit dem schwarzen Innenrand und nach unten 
mit einer Hinterwinkelbinde nahezu vereinigt. Die 99 sind ähnlich 
58 und 60 mm. Der breite glasige Aussenrand der Vorderflügel durch 
eine weisse zusammenfliessende Fleckenbinde geteilt, graue submarginale 
Binde bis über die Zelle hinaus. Sehr grosse schwarze Zellflecke, grosse 
graue Hinterrandsflecke. Auf den Hinterflügeln grosser Costalfleck und 
grosser schwarzer Diskalfleck mit einer vom Hinterwinkel ausgehenden 



— 307 — 

breiten schwarzen Binde vereinigt und durch die Zellader mit dem 
breiten schwarzen Innenrand, ein grosses dreieckiges Feld der hellen 
G-rundsubstanz einschliessend. Während die ersten kleineren Formen 
zu nubilosus hinneigen, sind die letzteren als gigantea in Anspruch zu 
nehmen, zu welcher Varität auch ein 9 von Kuldscha und mehrere 
Pärchen von Issykul gehören, welche fast völlig mit den grossen 99 
von Naryn übereinstimmen. 

Mit der Verbreitung der var. gigantea Stgr. in Zentralasien endet 
auch die von Parn. mnemosyne im Osten überhaupt. An ihre Stelle 
tritt die nahe verwandte Art, die unter dem Namen Stubbendorffi 
früher als eine Varietät von mnemosyne betrachtet wurde, jetzt aber 
überall als eine selbständige Art aufgefasst wird. 

Eine Zusammenstellung der bis jetzt aufgestellten Aberrationen und 
Varietäten von Parn. mnemosyne ergibt in alphabetischer Reihenfolge 
die folgende Liste : 

Parn. mnemosyne Adolphi Bryk [1911] (Persien) 

> » anbalus Frühst. (Schoberstein) 

ab. arenaria Stichel [1908] (Bayr. Alpen) 
» ab. arcuata Stichel [1908] (Bayr. Alpen) 

ab. arcuata Hirschke [1909] = arenaria St. 

(Österreich) 
ariovistus Frühst. (Sigmaringen) 

> » athene Stichel [1906] (Griechenland usw.) 
» » bucharana Bryk [1911] (Buchara) 

» cassiensis Siepi [1909] (Pic St. Cassien) 

craspedontis Frühst. [1908] (Südrussland) 
cuneifer Frühst. 1908 (Ortler) 

» » demaculatus Frühst. 1908 (Mähren) 

» » dinianus Frühst. 1908: (Digne) 

falsa Bryk [1911V] (Aulia, Ala) 
ab. fasciata Rebel (1910) für arcuata Hirschke 
fruhstorferi Trti. 1909 (Italien) 
gigantea Stgr. 1886 (Zentralasien) 
gigantea ochracea Aust. 1891 (Fergana) 

» - ab. habichi Bohatsch 1909 (Hochschwab) 

» ■■'- ab. halteres Musch 1904 (Simplon) 

Hartmanni Stfss. 1887 (Salzburg) 

20* 



— 308 — 

l'aiii. mnemosyne Hartmanni f. umbratilis Frühst. 1909 (Oberaudorf) 
hassica Pagenst. 1911 (Vogelsberg) 
hercynianus Pagenst. 1911 (Harz) 
hungaricus Rothsch. 1909 (Ungarn) 
» >^ intacta Krulik. 1908 (Russland) 

karjala Bryk. 1911 (Finnland) 
melaina Honr. 1885 (Berchtesgaden) 
» » mesoleucus Frühst. 1908 (Tatra u. s. w.) 

minor Rbl. 1892 (Kärnten) 
>- mnemosyne L. 1758 (Finnland) 

nebrodensis Trti. 1907 (Sicilien) 
» nubilosus Chr. 1873 (Persien) 

parmenides Frühst. 1908 (Piemont) 
parviraacula Rotsch. 19 >9 (Digne) = dinianus Frühst. 
» parvus Stichel 1907 (Kärnten) 

>- pyrenaica Ver. = vernetanus Frühst. (Pyrenäen) 

» pyrenaica Trti. [1909] (Pyrenäen) 

» silesiacus Frühst. [1908] (Schlesien) 

» » symphorus Frühst. (Wallis) 

» ab. taeniata Stich. 1908 (Österreich) 

ab. taeniata Hirschke 1908 fasciata Rbl. 

(Österreich) 
» » tergestus Frühst. 1911 (Schweiz) 

V tubulus Frühst. 1908 (Schoberstein) 

s> » Turatii R. = pyrenaicus Trti. (Pyrenäen) [1909] 

» » venetanus Wagn. (Ven. Alp.) 1910 

» >' vernetanus Frühst. [= pyrenaica Ver.] (Pyrenäen). 

Die aufgeführten Namen haben eine recht verschiedene Bedeutung 

und steht es mit denselben ähnlich, wie mit den vielen Bezeichnungen, 

die man den vom Typus abweichenden Formen von Parn. apollo und 

delphius gegeben hat. Einige sind Bezeichnungen für die in einem 

bestimmten isolierten Verbreitungsbezirk vorkommenden Vertreter von 

mn., wie die vom Harz, welche den finnischen sehr nahestehen. Die in 

dem Bezirk des Vogelsberges auftretenden Falter von mnemosyne hassica 

sind insofern anders, als bei ihnen ausser einer allgemeinen auftretenden, 

oben geschilderten Form noch mehr oder weniger verdunkelte Exemplare 

auftreten, die der in Bayern vorkommenden var. Hartmanni nahestehen. 

Beide Formen sind ausserdem dem in Schlesien verbreiteten P. mnemosyne 



— 309 — 

silesiacus nahestehend, worauf bereits Fruhstorfer aufmerksam machte. 
Auch die von Bryk neuerdings aufgestellte var. karjala bedeutet mehr 
eine Bezeichnung für die auf einem bestimmten Bezirk auftretenden 
Vertreter von mnemosj^ne. Das Gleiche ist der Fall mit parmenides 
dinianus = parvimacula, hungaricus, venetanus und 
vernetanus = pyrenaica, deren Berechtigung zu einer eignen 
Bezeichung kaum feststeht. Findet sich doch ein lür dinianus als 
wesentlich zu bezeichnende Eigentümlichkeit, nämlich das Auftreten von 
bindenartig angeordneten weissen Flecken im glasigen Aussenrande bei 
einer ganzen Reihe von Vertretern von P. mn. in weit von einander 
gelegenen Wohnorten, so in Deutschland, Schweiz, Österreich-Ungarn 
und in Griechenland, wo für den dortigen Vertreter, athene Stichel, 
dieses Auftreten einer Reihe weisser Flecken als charakteristisch von 
Stichel angegeben wurde, sowie in Asien, wo diese Erscheinung 
bei den Varietäten nubilosus Chr. und gigantea Stand, höchst prägnant 
ist. Andere Bezeichnungen waren ursprünglich nur für lokale Vertreter 
bestimmt, wurden aber bald verallgemeinert, nachdem es sich herausstellte, 
dass das für sie für charakteristisch gehaltene Phänomen, wie die bereits 
angegebene mehr oder weniger stark auftretende Verdunkelung der Flügel 
auch bei solchen von anderen weit entfernten Orten auftreten kann. 
Es sind dies die Bezeichnungen melaina Honrath und hartmanni Stfss. — 
Und wieder andere Formen sind überhaupt so unbestimmt angegeben 
und von der subjektiven Anschauung ihres Urhebers bedingt, dass sie 
keine Geltung haben. Es mischen sich die nach dem Orte des Auftretens 
als Lokalvarietäten bezeichneten Formen in bunteni Gemisch mit solchen, 
welche einen bestimmten Habitus ihres Trägers angeben sollen. In dankens- 
werter Weise haben sich besonders R e b e 1 und Stichel bemüht, hier 
Ordnung zu schaffen. Sie haben eine Reihe von Bezeichnungen, für 
welche sich namentlich Fruhstorfer bemüht zeigte, auszumerzen gesucht, 
wie cuneifer, demaculatus, mesoleucus, tubulus. Andere werden ihnen 
wohl als ebenfalls tiberflüssig folgen, wie craspedontis Frühst., intacta 
Krulik, minor Rbl. = parvus Stich. Es scheint mir, als ob es leicht 
verständlich wäre, dass dieselben Abweichungen von dem als herkömmlich 
angesehenen Typus an den verschiedensten Orten auftreten können. 
Denn die sie hervorrufenden Bedingungen, seien es nun innere in den 
Organismen selbst liegende, oder seien es äussere, wie Wärme und Kälte, 
welche uns Standfuss gemäfs seiner zahlreichen Untersuchungen als 
wesentliche für die mehr oder weniger auftretende hellere oder dunklere 



— 310 — 

Färbung kennen lehrte, oder sei es Feuchtigkeit, welche ebenwohl 
wirksam sein mag, können ja überall in wechselnder Weise auftreten 
und die Entwicklung auf eine oder die andere Richtung hin auslösen, 
deren zeitliches Eintreten wohl in eine gewisse Periode der Puppen- 
ruhe gelegt werden muss. Selten aber werden diese an einem Orte 
in so gleichartiger Weise auftreten, dass alle Individuen der Art eine 
gleichmäfsige Tracht annehmen, wenn auch bestimmte Momente sich 
nach einer Richtung hin vereinigen können. In dieser Weise werden 
neben den Erscheinungen in Farbe und Zeichnung, die wir als individuelle 
bezeichnen müssen, auch solche auftreten, welche uns Aberrationen oder 
Varietäten annehmen lassen. 

Stichel (Sitzungsb. Berl. Ent. Ver. f. 1908) in Berl. Ent. Zeit- 
schrift Bd. 54 (1909), S. (39) hatte für die im südl. europ. Kontinent 
auftretenden P. mnemosyne L. zwei Varietäten-Richtungen bezeichnet, 
als deren melanotischen Vertreter er P. mnemosyne Hartmanni Stfss. und 
als albinotischen P. mnemosyne athene Stich, glaubte feststellen zu können. 
Zu den melanotischen rechnet er die Individuen aus Schlesien (silesiacus 
Frühst.), Harz, verschiedenen Alpengebieten, Pyrenäen (P. m. vernetanus 
Frühst.) [= pyrenaica Ver.] 4- Turatii Frühst. [= pyrenaica Trti.]. 
An die albinotische Richtung schliessen sich nach Stichel die 
Individuen der südlichsten Gegenden an (Südfrankreich, Italien, auch 
solche aus Steiermark). Als Extreme dieser Richtung gelten nebrodensis 
Trti. aus Sicilien mit bindenartigen weissen Makeln im glasigen Aussen- 
rande und nubilosus Chr. Als akzeptable Zustandsformen bezeichnete 
Stichel die Formen demaculatus Frühst, aus Ungarn und Mähreu und 
intacta Krul., während die nur auf die Landkarte begründete Form 
mesoleucus Frühst, wegzufallen habe. Demselben Schicksal werden wohl, 
wie wir gesehen haben, noch weitere Bezeichnungen verfallen können, 
ohne besondere Gefahr für die Wissenschaft. Es sind dies die wenig 
charakteristischen: ariovistus Frühst., seguphorus Frühst., anbalus 
Frühst., cassiensis Siepi. Prägnanter sind die im östlichen palä- 
arktischen Gebiete auftretenden Formen, welche sich im allgemeinen 
durch hellere Grundfärbung neben kräftig ausgesprochener Submarginal- 
binde, wie der schwarzen Flecken auszeichnen, so nubilosus Chr., 
bucharana Bryk, false Bryk, gigantea Stgr. und die eigentümliche 
Adolphi Bryk (hyrcana in lit.). 



Nachtrag 



Neuenhaiis, Die Aufschlüsse in den Mosbacher 
Diluvialsanden usw. 



Seite 102: Aiim. 1 Literaturangaben. 

<'. Mordziol. Geologischer Führer durch das Mainzer Tertiärbecken. Berlin 

1911. (Während der Drucklegung erschienen.) 
E, Wittich. Beiträge zur Kenntnis des unt. Diluviums und seiner Fauna 

in Rheinhessen. Notizblatt des Ver. f. Erdkunde, Darmstadt, IV. F., 

21. Heft. pag. 30. 1900. 



m. 

Nachrichten aus der Meteorologischen Station 
zu Wiesbaden. 



Krgebnisse 

der 

meteorologischen Beobachtungen 

in Wiesbaden 

(Station II. Ordnung des kgl. pr. Beobaclitungsnetzes) 
im Jahre lOlO. 



Von 



Eduard Lampe, 

Kustos des Naturhistorischeii Museums, Vorsteher der meteorologischen 
Station Wiesbaden. 



Jahres-Übersicht 1910. 



Luftdruck: Mittel 750,4 mm 

Maximum am 7. Januar 768,0 „ 

Minimum „ 25. Januar 721,7 „ 

Lufttenqjcratur: Mittel 9,90C. 

Maximum am 5. Juni 28, 8^ „ 

Minimum „ 29. Dezember — 9,9'^ „ 

Grösstes Tagesmittel „ 20. Mai 23.70 „ 

Kleinstes „ „ 29. Dezember — 4,6^ „ 

Zahl der Eistage 1 

„ Frosttage 40 

„ „ Sommertage 25 

Feuchtigkeit: mittlere absolute 7.6 mm 

relative 78,2 o/q 

Bewölkung: mittlere 6.8 

Zalil der heiteren Tage 30 

„ „ trüben „ 161 

Niederschläge: Jahressumme 742,2 mm 

Grösste Höhe eines Tages am 18. Juni 34,8 „ 

Zahl der Tage mit Niederschi, mindestens 0,1 mm . 193 

„ „ „ „ „ mehr als 0,2 mm . 174 

„ „ „ „ „ mindestens 1,0 mm . 128 

„ „ „ „ Schnee mindestens 0,1 mm . 25 

„ „ „ n Schneedecke 17 

., „ ., „ Hagel - 

„ „ „ „ Graupeln 4 

„Tau 69 

. . „ ., Reif 27 

« . . . Nebel 7 

, „ „ „ Gewitter 20 

Winde: Zahl der beobachteten Winde 

N NE E SE S . SW W NW Windstille 

83 199 72 83 27 277 127 165 62 

Mittlere Windstärke 2,1 

Zahl der Sturmtage . 3 



Monats- 

Oestliche Länge vun Greenwich — 8*^ 14'. Nördliche Breite ^=^ 50'^ 5'. 





Luftdruck 

auf 00 C und Normalschwcro 
reduziert 








Lufttemperatur: 


CO 


Monat 


Mittel 


Maxi- 
mum 


Datum 


Mini- 
mum 


Datum 


7a 


2P 


9p 


Mittel »"'• 
Max. 


Mit«. Absol. 
Min. I Max. 


Datum 


Januar . . 


50.6 


68.0 


7. 


21.7 


25. 


1.5 


4.2 


2.6 


2.7 


5.1 


0.3 


10.2 


11. 


Februar. . 


48.3 


61.2 


10. 


34.4 


26. 


2.3 


5.7 


3.9 


3.9 


6.4 


1.5 


12.8 


19. 


März . . . 


55.7 


62.5 


29. 


40.1 


18. 


2.9 


8.9 


4.9 


5.4 


9.6 


1.9 


14.1 


10. 


April . . . 


48.9 


58.5 


1. 


34.3 


14. 


6.7 


13.3 


9.1 


9.6 


14.2 


5.0 


20.9 


14. 


Mai .... 


48.1 


57.1 


1. 


42.7 


11. 


11.9 


17.8 


12.9 


13.9 


18.8 


9.2 


28.0 


20. 


Jnui . . . 


49.3 


59.0 


20. 


38.1 


26. 


15.9 


21.3 


17.1 


17.8 


22.5 


13.2 ! 28.8 


5. 


Juli. . . . 


49.4 


55.1 


27. 


41.3 


6- 


15.4 


20.1 


16.1 


16.9 


21.3 


13.3 1 27.7 


22. 


August . . 


51.7 


58.3 


31. 


44.3 


4. 


15.0 


21.4 


16.2 


17.2 


22.8 


12.9 28.7 


21. 


Scptenikr. 


55.1 


62.5 


17. 


47.4 


4. 


10.9 


16.5 


12.5 


13.1 


17.1 


9.6 I 21.6 


15. 


Oktober. . 


54.0 


65.0 


14. 


42.9 


31. 


8.9 


13.9 


10.6 


11.0 


14.4 


7.9 ' 21.0 


2. 


November 


44.8 


58.4 


24. 


28.6 


1. 


3.0 


5.4 


3.6 


3.9 


6.2 


2.0 11.9 


14. 


Dezember . 


49.0 


62.9 


31. 


32.6 


27. 


2.9 


5.0 


3.9 


3.9 


5.9 


1.9 1 10.5 


17. 


Jahres-Hittel . 


50.4 










8.1 


12.8 


9.4 


9.9' 13.7 


6.6 










68.0 


7/1 


21.7 


25/1 














28.8 


5/VI 













Zahl d 


er T 


a g- c 


mit 






Monat 


Nie 

min- 
destens 


d e r s c 1 

mehr 
als 


ilag 

min- 
destens 


Schnee 

min- 
destons 
0,1 mm 


Schnee- 
decke 


Hagel 


Grau- 
peln 


Reif 


Tau 


Glatt- 
eis 


Nebel 




0.1 mm 


0.2 mm 


1.0 mm 


-)f 


13 


▲ 


A 


^ 


. n 


«\5 


= 


Januar . . 


19 


17 


10 


8 


6 


_ 


1 


5 








2 


Februar. . 


19 


16 


14 


7 


2 


— 


1 


5 


— 


— 


— 


März . . . 


6 


5 


2 


1 


__ 


— 


1 


8 


1 


1 


1 


April . . . 


14 


11 


9 


— 


— 


— 


— 


._ 


— 


- 


— 


Mai. . . . 


15 


14 


11 


— 


— 


— 





— 


— 


— 


— 


Juni . . . 


16 


16 


11 


— 


-- 


— 


— • 


— 


7 


— 


— 


Juli. . . . 


20 


19 


15 


— 


— 


— 


— 


— 


8 


— 


— 


August . . 


17 


16 


10 


— 




— 


— 


— 


17 


— 


— 


September. 


12 


11 


9 


— 




— 


— 


— 


19 


— 


— 


Oktober. . 


8 


7 


4 


— 


— 


— 


— 




17 


— 


2 


November . 


25 


24 


20 


6 


4 


— 


1 


6 


— 


— 


— 


Dezember . 


22 


18 


13 


3 


5 


— 


— 


3 


■— 


— 


2 


Jahres-Summe . 


193 


174 


128 1 


25 


17 


— 


4 


27 


69 


1 


7 



Uebersicht von 1910. 

Stunden in Ortszeit = M,-E.-Z. — 27 Minuten. 





Al>soIutc 
Feiiclitig-keit 

mm 


Relative 
Feuchtigkeit 

o/o 


IJcwölkuug- 

0-10 


Niederschlag 

mm 


)S0l. 

[in. 


Datum 


7 a 


2^^ 9P ^:^; 


7 a 


■^^ «^ rr 


7a 2p 


«" ^ 


Max. 
Summe in 

24 Std. 


Datum 


-7.4 


27. 


4.7 


4.8 


4.8 


4.8 


89.4 78.0 


84.7 84.0 


9.1 


8.1 


8.1 


8.4 


47.7 


11.3 


19. 


-4.5 


1. 


4.9 


5.2 


5.2 


5.1 


88.6! 74.1 


84.2 82.3 


9.3 


7.8 


7.8 


8.3 


76.4 


10.2 


16. 


-2.1 


20. 


4.6 


5.1 5.0 


4.9 


81.5,59.8 


76.8 72.7 


5.5 5.2 


3.4 


4.7 


9.9 


4.6 


19. 


-0.6 


11. 


5.7, 5.4 5.9 


5.6 


75.8 46.4 


67.4 63.2 


6.9 5.7 


6.1 


6.2 


20.0 


7.4 


17. 


0.8 


1. 


8.2' 8.6 8.8! 8.5 


77.1 55.3 


77.7 70.0 


5.5 


5.7 


5.1 


5.4 


68.2 


32.1 


12. 


8.5 


1. 


11.2 12.2 11.5 11.6 


83 2 64 9 


79.2 75 8 


6.5 


6.8 


6.6 6.6 


120.3 


34.8 


18. 


10.3 


26. 


11.0 11.8 11.8 11.5 


84.3 67.6 


85.6 79.3 


7.0 


7.5 


6.8 1 7.1 


118.3 


17.1 


7. 


8.8 


28. 


10.6 10.6 11.4 10.9 


83.8156.4 82.9 74.4 


5.7 


6.3 


4.8 ! 5.6 


60.7 


15.2 


27. 


6.2 


23. 


8 6 9.5 9.4 9.2 


88.9 168.5 '87.0 81.4 


6.8 


6.9 


4.8 1 6.2 


29.5 


6.8 


14. 


3.3 


25. 


7.8 


8.6 8.4 


8.3 


90.4 72.3 87.1 83.2 


7.4 6.2 


5.7 6.4 


17.2 


8.5 


1. 


-3.0 


25. 


5.1 


5.4 5.2 


5.2 


87.9 78.9 87.2 84.7 


9.2 8.6 


7.9 8.6 


111.1 


18.0 


2. 


-9.9 


29. 


5.3 


5.5 5.2 


5.4 


89.8 '83.9 '88.4 87.4 


9.2 8.4 


7.7 8.4 


62.9 12.5 


28.- 






7.3 7.7 7.7 7.6 


85.1 67.2 82.4 78.2 


7.3 


6.9 


6.2 


6.8 


742.2 




-9.9 


29/XlI 
























Jahres- 
summe 


34.8 


18/VI 







/ 


: a h 1 


der 






Windverteilun 

Zahl der Beobachtungen 


mit 






e- 

tter 


Wetter- 
leuch- 
ten 

< 


hei- 
teren 


trüben 


Sturm- 


Eis- Frost- 

i 


Sommer- 


N 


NE 


E- 


SE 


1 
s sw 


w 


NW 


Wind- 
Sülle 


Wind- 
Stärke 


^ 






T a 


gr e 
























1 


22 




- 12 




3 


4 4 


2 


3 


48[ 18 


10 


1 


2.1 


_ 


— 


— 


18 


— 


- 10 


— 


3 


51 4 


15 


3 


40' 2 


12 


— 


2.2 


_ 


— 


8 


6 


1 


- 6 


— 


13 


17 


14 


22 


2 5 3 


17 


1 — 


2.2 


_ 


— 


3 


14 


— 


- 1 


— 


12 


17 


4 


7 


2 ; 20 14 


14 


— 


2.7 


5 





6 


7 


1 


— — 


3 


10 


25' 8 


5 


1 19 6 


18 


1 


2.6 


7 





2 


13 


1 





9 


7 


12 5 


2 


6 24; 7 


16 


11 


1.9 


4 


1 


1 


12 


— 


— — 


5 ^ 


4 


7 8 


7 


1 27 20 


13 


6 


2.0 


3 





2 


6 





— 


8 


5 


7 3 


4 


2 22 26 


16 


8 


1.8 


1 





4 


8 





— 





9 


22 3 


— 


— 6 4 


28 


■ 18 


1.5 


_ 


. 


2 


10 





— 








5 


31 


9 


10 


1 15: 6 


4 


12 


1.7 


— 


— 


— 


21 


— 


— 


8 


— 


5 


18 


5 


4 


1 32 18 


6 


1 


2.3 


- 


— 


1 


24 


— 


1 


3 


— 


7 


34 


5 


5 


5 19 3 


11 


1 4 


1.9 





1 


30 


161 


! 3 


1 40 


25 


8;^ 


;i99 72 


83 27 277|l27 


165 


62 


2.1 

Jahres- 




















1 










1 






mittel 



6 


Station Wieabaden 
1. 


• 




2. 




Monat 

3. 






Luftdruck 




Teuiperatur-Extreme | 




Luft- 




(Barometerstand auf und 


Nornial- 


(abgelesen 


9P) 




Tag 


schwere reduziert) 700 mm _j- | 




OC 






' 


7a 


2p 


9p 


Tages- 


Maxi- 


Mini- 


Diffe- 


7a 


2p 










mittel 


mum 


mum 


renz 






1 


58.5 


60.1 


62.6 


60.4 


5.4 


0.9 


4.5 


1.3 


5.0 


2 


64.0 


63.8 


61.1 


61.0 


2.5 


— 1.1 


1 3.6 


-0.6 


2.0 


3 


63.6 


64.0 


63.8 


63.8 


2.2 


0.3 


1 1.9 


1.0 


1.8 


4 


62.1 


63.0 


63.8 


63.0 


7.4 


1.9 


1 5.5 


3.1 


7.2 


5 


64.1 


63.5 


62.9 


63.5 


6.9 


-1.1 


8.0 


-1.1 


1.5 


6 


64.8 


65.6 


67.1 


65.8 


6.9 


2.5 


4.4 


3.3 


6.7 


7 


68.0 


67.6 


67.0 


67.5 


7.0 


1.9 


5.1 


5.2 


6.7 


8 


63.8 


62.2 


60.1 


62.0 


1.9 


-1.6 


3.5 


—0.8 


-0.3 


9 


59.8 


60.2 


60.5 


60.2 


5.3 


-0.5 


5.8 


0.4 


4.5 


10 


59.6 


59.7 


60.1 


59.8 


8.8 


5.2 


: 3.6 


6.7 


8.2 


11 


57.1 


53.7 


52.5 


54.4 


10.2 


6.7 


i 3.5 


7.3 


9.5 


12 


43.1 


44.1 


42.6 


43.3 


7.2 


1.3 


5.9 


4.9 


5.2 


13 


50.3 


55.0 


59.5 


54.9 


4.6 


1.2 


3.4 


2.1 


4.1 


U 


GO.O 


59.0 


58.0 


59.0 


43 


0.6 


3.7 


1.7 


4.1 


15 


56.0 


57.9 


59.9 


57.9 


9.5 


3.3 


i 6.2 


4.3 


8.9 


16 


56.3 


55.3 


54.0 


55.2 


10.1 


3.8 


i 6.3 


4.7 


9.8 


17 


50.5 


51.3 


47.5 


49.8 


7.8 


4.8 


I 3.0 


6.0 


6.2 


18 


44.5 


39.9 


36.3 


40.2 


6.9 


3.6 


3.3 


4.4 


6.5 


19 


36.4 


39.0 


39.7 


3^.4 


5.4 


1.4 


4.0 


5.3 


4.3 


20 


40.6 


41.4 


41.4 


41.1 


5.7 


0.4 


5.3 


3.7 


5.6 


21 


42.6 


43.1 


43.7 


43.1 


4.5 


0.2 


1 4.3 


0.4 


3.3 


22 


43.5 


45.3 


47.8 


45.5 


2.9 


-1.7 


4.6 


—1.0 


2.0 


23 


49.8 


50.0 


48.5 


49.4 


1.6 


—3.5 


5.1 


-2.2 


0.7 


24 


36.5 


29.0 


23.2 


29.6 


2.8 


-2.7 


5.5 


-0.8 


1.9 


25 


21.7 


22.1 


25.5 


23.1 


3.0 


0.6 


2.-<( 


1.2 


2.7 


26 


30.5 


30.6 


31.5 


30.9 


1.8 


-1.7 


, 3.5 


-0.9 


0.1 


27 


33.4 


37.4 


43.4 


3^.1 


0.5 


- 7.4 


1; 7.9 


—7.3 


-0.1 


28 


44.5 


39.4 


35.8 


1 39.9 


3.0 


—7.1 


10.1 


—4.6 


0.8 


29 


37.8 


40.5 


43.8 


1 40.7 


5.8 


1.4 


4.4 


3.7 


4.8 


30 


48.0 


49.4 


52.4 


49.9 


3.2 


-0.7 


{ 3.9 


-0.5 


2.9 


31 


54.8 


54.8 


55.6 


1 55.1 


2.6 


-3.8 


6.4 


-3.6 


2.4 


Monats- 


50.5 


50.6 


50.8 


50.6 


5.1 


0.3 


' 4.8 


1.5 


4.2 


Mittei 























P E N T A D E N - U B E R S I C H T 








Luftdruck 


Lufttemperatur 


Bewölkung 


Niederschi 




Summe Mittel 


Summe Mittel 


Summe 


Mittel 


Summe 


1.— 5. Jan. 


314.7 


62.9 


12.5 2.5 


46.3 


9.3 


2.2 


6.-10. „ 


315.3 ! 63.1 


20.3 4.1 


48.7 


9.7 


— 


11.-15. , 


269.5 53.9 


22.9 


4.6 


43.3 


8.7 


12.9 


16.-20. , 


224.7 44.9 


24.3 


4.9 


44.6 


8.9 


16.3 


21.-25. . 


190.7 38.1 


4.1 


0.8 


35.0 


7.0 


13.3 


26.-30. „ 


199.5 39.9 


1.3 0.3 


40.0 


8.0 


3.0 



Januar 1910. 



Beobachter Lampe. 
5 



temperatiir 


Absolnte Feuchtigkeit 


Relative Feuclitigkeit 










mm 






o/o 




Tag 


9P i 


Tages- 
mittel 


7a 


2P 


9P 


Tages- 
mittel 


7a 


2p 9p 


Tages- 
mittel 




1 5 


2.8 


4.8 


5.6 


4.8 


5.1 


96 


86 


94 ; 


92.0 


1 


1.7 i 


1.2 


4.2 


4.8 


4.7 


4.6 


96 


91 


91 


92.7 


2 


^0 ; 


1.7 


4.7 


5.0 


5.2 


5.0 


94 


95 


96 


95.0 


3 


fi9 1 


6.0 


5.4 


6.1 


6.3 


5.9 


95 


80 


84 


86.3 


4 


2.4 


1.3 


4.0 


4.8 


5.2 


4.7 


94 


94 


94 


94.0 


5 


5 7 


5.4 


5.6 


5.4 


5.7 


5.6 


97 


74 


83 


84.7 


6 


1 9 


3.9 


5.6 


5.6 


4.8 


5.3 


84 


77 


91 i 


84.0 


7 


-0.5 


-0.5 


4.2 


4.1 


4.3 


4.2 


98 


92 


96 


95.3 


8 


5^ 


3.8 


4.2 


5.5 


5.9 


5.2 


89 


87 


89 


88.3 


9 


8.0 


7.7 


6.5 


7.0 


7.2 


6.9 


88 


87 90 


88.3 


10 


19, 


7.8 


7.2 


6.3 


4.8 


6.1 


94 


71 


64 


76.3 


11 


1 8 


3.2 


5.9 


4.1 


4.8 


4.9 


92 


61 


96 


83.0 


12 


^9 


3.0 


4.3 


4.6 


4.6 


4.5 


80 


76 


80 


78.7 


13 


48 


i 3.6 


4.3 


5.0 


5.5 


4.9 


84 


82 


89 


85.0 


14 


4.0 


5.3 


6.1 


5.0 


5.1 


5.4 


98 


59 


84 


80.3 


15 


78 


i 7.5 


6.2 


7.0 


7.0 


6.7 


97 


78 


89 


88.0 


16 


48 


1 5,4 


6.0 


5.4 


5.5 


5.6 


87 


76 


86 1 


83.0 


17 


40 


4.7 


5.1 


5.5 


5.6 


5.4 


82 


77 


92 


83.7 


18 


1 4 


3.1 


4.9 


4.7 


4.4 


4.7 


74 


76 


87 ' 


79.0 


19 


2.6 


1 3.6 


4.6 


4.4 


4.7 


4.6 


77 


65 


84 


75.3 


20 


^9 


2.4 


4.6 


4.4 


3.8 


4.3 


98 


76 


68 


80.7 


21 


-0 5 


0.0 


3.2 


8.3 


3.3 


3.3 


74 


62 


75 


70.3 


22 


-91 


' —1.7 


3.5 


3.8 


3.3 


3.5 


89 


78 


87 


84.7 


23 


28 


1 1.7 


4.0 


4.8 


4.7 


4.5 


92 


91 


82 


88.3 


24 


1.5 


1.7 


4.6 


4.8 


4.1 


4.5 


92 


85 


80 


85.7 


25 


-1 7 


-1.0 


3.6 


4.0 


3.1 


3.6 


84 


87 


78 


83.0 


26 


-1 9 


—2.8 


2.5 


3.4 


3.3 


3.1 


95 


76 


84 1 


85.0 


27 


80 


0.5 


2.9 


3.6 


3.7 


3.4 


90 


73 


66 


76.3 


28 


1-8 


i 3.0 


5.2 


4.8 


4.2 


4.7 


87 


74 


80 i 


80.3 


29 


21 


1.6 


4.0 


4.2 


4.3 


4.2 


90 


74 


80 


81.8 


30 


-2.2 


—1.4 


2.9 


3.2 


3.4 


3.2 


85 


57 


87 


76.8 


31 


2.6 


2.7 


4.7 


4.8 


4.8 


4.8 


89.4 


78.0 


84.7 


84.0 





Luftdruck .... 
Lufttemperatur . . 
A.bsülute Feuchtigkeit 
Relative Feuchtigkeit 



Maximum 



768.0 
10.2 

7.2 
98 



Grösste tägliche Niederschlagshöhe 



Zahl der 



7. 

11. 

10. 11.^ 

8. 15. 21. 



Minimum 



heiteren Tage (unter 2,0 im Mittel) . . 
trüben Tage (über 8,0 im Mittel) . . 
Sturmtage (Stärke 8 oder mehr) . . . 
Eistage (Maximum unter 00) . . . . 
Frosttage (Minimum unter 0^) ... 
Sommertage (Maximum 25,00 oder mehr) 



721.7 

—7.4 

2.5 

57 



25. 

27. 
27. 
31. 



Differenz 



46.3 
17.6 
4.7 
41 



11.3 am 19. 



1 
22 



12 



Station Wiesbaden. 



7. 



Tai 



Be 

ganz wolkenfrei 



ölkn n g 

: ganz bewölkt =10 



7a 



2P 



9p 



Tages- 
mittel 



Wind 

Richtung und Stärke 
Windstille = Orkan = 12 



7a 



2p 



1 
2 
3 
4 

5 

6 
7 
8 
9 
10 

11 
12 
13 
14 
15 

16 
17 

18 
19 
20 

21 

22 
23 
24 
25 

26 
27 
28 
29 
30 
31 



8 

10 
10 
10 
10 

10 
10 
10 
10 
10 

10 
10 
10 
10 
10 

10 
10 
10 
10 
9 

9 

4 

2 

10 

10 

9 
9 

8 



9.1 



5 


8 


10 


10 


10 


10 


10 


s 


10 


10 


10 


10 


10 


6 


10 


10 


10 


10 


10 


10 


9 


6 


4 


10 


7 


10 


10 


10 


4 


10 


10 


10 


8 


10 


10 


10 


9 





10 


8 


8 


10 








3 


9 


10 


10 


10 


10 


10 


9 


6 


2 


10 


10 


9 


4 


8 


10 


2 





8.1 


8.1 



7.0 
10.0 
10.0 

9.3 
10.0 

10.0 
8.7 
10.0 
10.0 
10.0 

8.3 

8.0 

9.0 

10.0 

8.0 

10.0 
9.3 

10.0 
6.3 
9.0 

9.0 

1.3 

4.7 

10.0 

10.0 

9.3 
5.7 
9.3 
7.0 
8.7 
3.3 

8.4 



W 

sw 

s\v 
sw 

sw 

E 

NE 

SW 
SW 

sw 
sw 
sw 
sw 
w 

w 

NW 

w 

NW 
W 

W 

NW 

W 

SE 

SW 

SW 

sw 

NE 
SW 

sw 
w 



. 
2 
2 

3 
2 

2 
2 
3 

1 
4 
2 
4 
3 

2 
3 

2 
2 
1 

3 
2 
2 
2 
1 
2 

1.9 



S 

sw 
sw 
sw 
sw 

N 

NE 

E 

SW 

SW 

SW 

sw 

w 

sw 



sw 
sw 
sw 

NW 

w 
w 

NW 
NW 

s 
sw 

sw 
sw 

E 

SW 

SW 

sw 



NW 5 



2.4 
Mittel 2.1 



Zahl der Tage mit: 

Niederschlag mindestens 1,0 »iJ» . . (# ^ A A) 
Niederschlag mehr als 0,2 i^^ni . , . „ „ „ „ 
Niederschlag mindestens 0,1 ^^^ . . „ „ „ „ 

Schnee mindestens 0,1 ^''^ (-)(-) 

Hagel (A) 

Graupeln (A) 

Tau i-c^) 

Reif (— ) 

Glatteis (cp^) 

Nebel ( = ) 

Gewitter (nah f^, fern T) 

Wetterleuchten ( < ) 



10 
17 

19 

8 



Januar 1910. 



ßeobacliter Lampe. 



Niederschlag 



Form und Zeit 



! Höhe 

I tl««" 
Schnee' 
l| decke 
ii in cm 

I 7' 



1.4^'#^n + I-8i/4a 

0.1^ f. #a + pztw. 

0.2 #n, #0a -f p 

5.5 # n, f . # tr, ztw. a + p 

0.0 — 




— #Oztw. p 



I n, #Oztw. a 

'11, #0 1— S3/4a, #-)fi8p-III, #^Ozlw. später 

i^v. 3pztw.— III 

itr. ztw. a, #Ozt\v. p 

I n, #0 ztw. a 

I D, #tr. zw. 8-9 p 

in, #0 1-91/4 a, #0Si/2p- 

i0 8i/4a— 12Vipztvv. ao-iv 



^#A"lo«— 1^/4P, ■)fO 10-11 p 

.145 p 



-III + später 
3 p— III mit wen. ünterbr. 



_ n, -X-^ZX"!""— i^/4P, -^"iu- lip [+ später 

^140. 

-X-On 

-X-n, -)fOztw. a-1 p, -)f fl. einz. abds. 

^n, ^11— IIa, ^#iztw.— JI, #^0 2:^4-111 ztw. 

#^11, #^Oa-lpoft, # -)fOp ztw. ^010-101/4 P 

^fl. zw. 3-4p 
■)(-fl. ztw. a— Ip 
^fl. einz. zw. 2— 3 p 

•X-fleinz. p 
Monatssumme. 



:2 8 a— 123/4P 
Eil23;4-abds, 
=0 abds— n 

^, -0 f,._p, 
eO abds— n 



1 
2 
3 
4 
5 

6 

7 

8 

9 

10 

11 
12 
13 
14 
15 

16 
17 

18 
19 
20 

21 
22 
23 
24 
25 

26 

27 
28 
29 
30 
31 



Wind- 


Verteilung 


. 




7a 


2P 


9P 


Summe 


N 


_ 


1 \ 


2 


3 


NE 


2 


1 


1 


4 


E 


1 


2 


l 


4 


SK 


1 


— 




2 


s 


— 


2 




3 


sw 


15 


18 


15 


48 


w 


8 


3 




18 


NW 


3 


4 




10 


Still 


1 


1 


1 

! 



Jahrb. d. nass. Ver. f. Nat. 64. Meteorol. Beobacht. 



10 



Station Wiesbaden. 



Monat 

3. 



Tasr 



1 
2 
8 
4 
5 

6 

7 

8 

9 

10 

11 
12 
13 
14 
15 

16 
17 

18 
19 

20 

21 

22 
23 
24 
25 

26 
27 

28 

Monats- 
Mittel 



Luftdruck 

(Barometerstand auf 0^ und Normal- 
schwere reduziert) 700 mm _f- 



Tages- 
mittel 



7a 



2p 



9p 



Temperatur-Extreme 

(abgelesen 9 p) 



Maxi- 
mum 



Mini- 
mum 



Diffe- 
renz 



54.8 
45.9 
41.2 
38.9 
54.3 

53.2 
47.0 
40.0 
48.9 
61.2 

58.5 
51.2 
58.5 
53.3 
44.3 

37.7 
51.0 
49.4 
47.2 
43.1 

46.1 
54.2 
52.2 

53.3 

47.5 

42.8 
39.4 
51.1 

48.8 



51.6 
44.6 
39.0 
41.9 

57.8 

50.9 
43.6 

38.7 
53.8 
60.5 

55.9 
52.1 

57.9 
50.4 
36.6 

43.1 
49.9 

47.2 
43.6 
44.4 

47.5 
53.0 
51.5 
50.8 
42.0 

37.4 
42.2 
52.9 

47.9 



48.9 
43.9 

37.8 
47.7 
59.0 

49.7 
40.3 
40.7 

58.8 
G0.7 

54.0 
55.1 
57.2 

49.8 
35.2 

49.7 
51.1 
47.9 
42.3 
45.1 

49.1 
51.4 
52.0 
48.6 
41.4 

34.4 

46.8 
53.2 

48.3 



! 51.8 


4.0 


-4.5 


44.8 


3.1 


-0.6 


39.3 


2.6 


-8.0 


42.8 


3.7 


-0.6 


57.0 


3.7 


1.3 


51.3 


3.0 


0.9 


43.6 


5.9 


2.1 


39.8 


8.3 


4.5 


53.8 


4.8 


0.7 


60.8 


4.6 


— 1.9 


56.1 


2.9 


-0.1 


52.8 


6.1 


0.6 


57.9 


4.4 


-0.6 


51.2 


1.9 


—1.9 


38.7 


3.0 


-3.4 


43.5 


5.5 


0.6 


50.7 


6.2 


-0.3 


i 48.2 


11.7 


3.6 


! 44.4 


12.8 


6.2 


44.2 


9.7 


4.7 


' 47.6 


8.6 


3.7 


1 52.9 


11.4 


5.2 


51.9 . 


10.0 


7.4 


50.9 


9.2 


4.4 


43.6 


10.1 


3.7 


38.2 


8.6 


4.5 


42.8 


7.7 


2.7 


! 52.4 


6.5 


1.2 


48.3 


6.4 


1.5 



8.5 

3.7 
5.6 
4.3 
2.4 

2.1 

3.8 
3.8 
4.1 
6.5 

3.0 
5.5 
5.0 

3.8 
6.4 

4.9 
6.5 
8.1 
6.6 
5.0 

4.9 
6.2 
2.6 

4.8 
6.4 

4.1 

5.0 
5.3 

5.0 



7a 



-3.8 
0.1 
-1.5 
-0.3 
2.1 

1.2 
2.4 
5.6 
2.0 
1.1 

0.3 
1.4 

0.4 
-1.0 

-2.7 

0.6 
1.4 

3.8 
6.5 
5.3 

7.5 
5.5 

8.6 
46 
4.2 

5.0 
4.0 
2.1 

2.3 





PENTADEN-ÜBER SICHT 






Pentade 


Luftdruck 


Lufttemperatur 


Bewölkung 


Niedersch] 


Summe 


Mittel 


Summe 


Mittel 


Summe 


Mittel 


Summe 


31.Jan.— 4.Febr. 


229.3 


45.9 


6.7 


1.3 


33.9 


6.8 


0.1 


.^-?- " 


245.5 


49.1 


16.2 


8.2 


41.6 


8.3 


18.1 


10.— 14. „ 


278.S 


55.8 


6.4 


1.3 


32.0 


6.4 


4.4 


15.— 19. „ 


225.5 


45.1 


24.2 


4.8 


46.3 


9.3 


11.5 


20.— 24. „ 


247.5 


49.5 


38.5 i 7.7 


45.3 


9.1 


22.5 


25.Febr. l.Milr/ 


231.9 


46.4 


24.4 1 4.9 


45.6 


9.1 


19.8 



















Februar I9fl0. 


4. 






Beobachter 

5 


L a m p 


0. 




11 


temperatur 


Absolute Feuchtigkeit 


Relative Feuchtigkeit 






mm 


Tages- 
mittel 


o/o 


Tag 


üp ■ Tages- 
^^ il mittel 


7a 2p ] 


9P 


7a 


2p 


9p 


Tages- 
mittel 1 


1 l! 0.5 


3.1 


3.8 


4.1 


3.7 


91 64 


83 


79.3 


1 


-0.6 0.0 


4.1 


4.1 


3.6 


3.9 


S9 


80 


81 


83 3 


2 


20 \\ l.l 


3.5 


3.5 


4.0 3.7 


86 


65 


75 


75.3 


3 


3.3 2.4 


3.9 


4.1 


4.4 4.1 


87 1 


71 


76 


78.0 


4 


1.8 i 


2.3 


4.2 


4.2 


4.0 4.1 


78 1 


71 


77 


75.3 


5 


2 5 


2.3 


4.7 


5.2 


5.4 5.1 


94 1 


93 


98 


95.0 


6 


5.1 


4.5 


5.4 


6.4 


6.4 


6.1 


98 


95 


97 


96.7 


7 


4 5 


5.4 


6.0 


6.3 


5.2 


5.8 


88 ' 


84 


82 


81.7 


8 


0.7 


1.7 


3.5 


3.5 


3.8 3.6 1 


66 


60 


78 


68.0 


9 


0.7 


1.1 


3.8 


3.3 


3.9 


3.7 


90 


55 


88 


77.7 


10 


2 1 ' 1.6 


4.2 


4.9 


4.8 


4.6 


89 


93 


89 


90.3 


11 


2.4 


2.4 


4.9 


4.9 


4.3 


4.7 


96 


85 


79 


86.7 


12 


3 


1.3 


4.1 


4.3 


4.2 


4.2 


87 


70 


90 


82.3 


13 


-0.4 


0.0 


3.8 


4.0 


3.7 


3.8 


88 


77 


83 


82.7 


14 


o.y 1 


0.5 


3.4 


3.8 


4.7 


4.0 


92 


67 


90 


85.0 


15 


2 5 


2.6 


4.7 


4.1 


4.4 


4.4 


98 


63 


79 1 


80.0 


16 


4.8 


4.2 


4.4 


5.3 


5.6 


I 5.1 


87 


76 


87 


83.3 


17 


79 


7.6 


5.7 


6.0 


6.6 


1 6.1 


95 


61 


83 


79.7 


18 


9.1 


9.3 


6.5 


6.6 


6.0 


I 6.4 


90 


61 


70 


73.7 


19 


7.0 


7.1 


5.3 


5.7 


6.0 


: 5.7 


80 


66 


79 


1 75.0 


20 


8 l 


7.8 


5.9 


7.2 


7.2 


6.8 


77 


93 


89 


86.3 


21 


9.1 


8.8 


6.3 


7.7 


• 7.9 


7.3 


94 


77 


92 


87.7 


22 


7.4 


8.2 


8.0 


8.0 


6.6 


7.5 


96 


89 


86 


90.3 


23 


6.8 


6.6 


5.6 


4.7 


5.7 


1 5.3 


89 


57 


77 


74.3 


24 


6.1 


6.4 


5.9 


7.1 


6.2 


1 6.4 


96 


81 


88 


8S.3 


25 


7.7 


7.2 


5.7 


6.1 


5.9 


5.9 


87 


74 


75 


78.7 


26 


3,6 
2.0 


4.4 


5.0 


5.3 


5.5 


5.3 


82 


74 


93 


83.0 


27 


3.0 


4.9 


5.0 


4.6 


4.8 


91 


73 


87 


83.7 

1 


28 


3.9 


3.9 


4.9 


5.2 


5.2 


5.1 


8^.6 


74.1 


84.2 


82.3 

1 






Maximum am 


Minimum 


am 


Differenz 


Luftdruck 

Lufttemperatur . . . 


761.2 
12.8 


10. 
19. 


734.4 
-4.5 


26. 

1. 

1. 
10. 


26.8 
17.3 
4.9 
43 


Absolute Feuchtigkeit . 


8.0 


23. 


3.1 


Relative Feuchtigkeit . 


98 6. 7. 1( 


3 55 


Grösste tägliche Niederschlagshöhe 


10.2 am 16. 


Zahl der heiteren Tage funter 2,0 im Mittel) i 


18 


„ trüben Tage (über 8,0 im Mittel) 


„ Sturmtage (Stärke 8 oder mehr) 










— 


„ „ Frosttage (Minimum unter 00) 


10 


Sommertage (Maximum 25,00 oder mehr) ... 11 


— 



12 


Station Wiesbaden. 
6. 








Monat 

7. 




Bewölkung? 






Wind 

Richtung und Stärke 


Tag 


ganz wolkenfrei — 


ganz bew 


3lkt = 10 


Windstille = Orkan = 12 


7a 


2p 


9P ' 


Tages- 
mittel 


7a 


2P 


9P 


1 


8 





8 


5.3 


W 


2 


NE 3 


NE \ 


2 


10 


10 


2 


7.3 


sw 


2 


SW 2 


SE 


8 


10 


10 


8 


9.3 


E 


1 


E 1 


NE \ 


4 


10 


6 . 


10 


8.7 


K 


1 


SE 3 


N \ 


5 


9 


9 


10 


9.3 


NW 


2 


SW 3 


SW \ 


6 


10 


10 


10 


10.0 


S 


3 


SW 2 


SW i 


7 


10 


10 


10 


10.0 


SW 


2 


SW 2 


SW 


8 


10 


8 


10 


9.3 


sw 


1 


SW 2 


SW : 





7 


2 





3.0 


NW 


3 


N 3 


N 


10 


4 


2 


4 


3.3 


NW 


3 


NW 3 


NW \ 


n 


10 


10 


10 


10.0 


NW 


2 


SW 3 


SW : 


12 


10 


10 


6 


8.7 


SW 


3 


NW 3 


NW : 


13 


6 


6 


2 


4.7 


NW 


2 


SE 3 


NE ! 


u 


10 


e; 





5.3 


NW 


4 


NW 3 


SW : 


15 


10 


10 


10 


10.0 


SE 


2 


SE 3 


SE 


Ift 


10 


4 


10 


8.0 


SE 


1 


W 3 


SW ' 


17 


10 


10 


10 


100 


SW 


2 


SW 2 


SE ' 


IS 


10 


10 


10 


10.0 


SE 


1 


SW 2 


SW : 


19 


10 


6 


9 


8.3 


SE 


2 


SE 1 


SE 


20 


10 


8 


4 


7.3 


E 


2 


SW 2 


SW ; 


21 


10 


10 


10 


10.0 


SW 


2 


SW 1 


s 


22 


10 


10 


10 


10.0 


SW 


1 


SW 2 


SE 


28 


10 


10 


10 


10.0 


SW 


2 


SW 3 


SW ; 


24 


8 


6 


10 


8.0 


SW 


2 


SW 4 


SW ' 


25 


10 


10 


10 


10.0 


SW 


3 


SW 3 


SW 


26 


10 


10 


10 


10.0 


SW 


3 


S 4 


SW ' 


27 


10 


8 


10 


9.3 


SW 


2 


NE 3 


NW 


28 


9 


8 


4 


7.0 


SW 


1 


SE 2 


SE 




9.3 


7.8 


7.8 


8.3 




2.0 


2.5 
Mittel 2.2 


2 



Zahl der Tage mit: 

Niederschlag mindestens 1,0 ^nm . . (# ■)f A A) 
Niederschlag mehr als 0,2 mm . . ^ „ , „ 
Niederschlag mindestens 0,1 ™"^ ..„„„„ 

Schnee mindestens 0,1 ™"» (-)(-) 

Hagel (A) 

Graupeln (A) 

Tau i-c^) 

Keif ^ (--) 

Glatteis (ff\5) 

Nebel ( = ) 

Gewitter (nah K, fern T) 

Wetterleuchten ( < ) 



14 
16 
19 

7 



Februar 1910. 



Ijeobaolitcr La in j) c. 



13 



Niederschlag? 



[öheT» 
mm 



Form und Zeit 



Höhe 

der 

Schnee 

decke 



Bemor- 
kiin<>cn 



0.1^ 



3.8^ 
7.3 
4.8 
2.2 

0.2^ 

3.7^ 
0.5^ 



10.2^ 

1.1^ 

0.2 

0.3 
9.5 
6.5 
6.2 
2.5 

4.5 
5.3 

7.5 

76.4 



^ A« ztw. a 

[s|)äter 
#^ 11, #^I ^- ztw. a— ir, #'^initwen.Unterljr.— III + 
#11, #f^ofta-II, #0v. II— lUniitkurz. TTiiterbr. f 
%Y\. #0 2tw.a + 1> + später [später 

#ii; -)^oi:^/^_2p-^ 21/2-3 p 

-)f ztw. a— II + # ^0 oft-71/2 V 
^", #^ztw. a + p 



i-)f V. 2»/,! p-lll fast ohne llntcrbr. 
i-X-11, #^o-ii_iiazlw. 

iO 4^ 4— 6 p ztw. 
in 



n, #o-iofta + P 

n, #0 ztw. a + p 

n, #o-iv.loft-ll, #0ztw.-7V2P 

11, #0 1- 8a, #Oztw. p — UI i- sjtater 

n, #0 2tw a, #0 oft p 

n, #oioft-II +ztw.-III + spätci- 
Oztw. a, #0-1 oft -7 p 



Monatssumme. 



1 
2 
3 
4 
5 

6 
7 
8 
9 
10 

11 
12 
13 
14 
15 

16 
17 

18 
19 
20 

21 
22 
23 
24 
25 

26 

27 
28 





Wind 


-Verte 


i 1 u n g 






7a 


2p ^ 


9P 


Summe 


N 


__ 


1 


2 


e3 


NE 


— 


2 


3 


5 


E 


3 


1 


- 


4 


SE 


4 


5 


6 


15 


S 


1 


1 


1 


3 


SW 


13 


14 


13 


40 


w 


1 


1 


— 


2 


NW 


6 


8 


3 


12 


Still 


— 


~ 


— 


— 



Ji4 Stcitioii Wiesbaden. 







Luftdruck 




Temperatur-Extreme 








(Barometerstand auf und 


Normal- 


(abgelesen 


9 p) 




Luft- 


Tag 


schwere reduziert) 700 mm -j. 


OC 









7a 


2p 


9p 


Tages- 


Maxi- 1 Mini' 


1 Diffe- 


7a 


2p 










1 mittel 


mum i mum 


renz 






1 


52.1 


54.8 


57.9 


54.9 


4.6 


1.6 


3.0 


2.0 


3.6 


2 


60.2 


60.4 


61.2 


60.6 


7.8 


1.6 


6.2 


3.8 


7.3 


3 


59.9 


58.6 


57.9 


58.8 


10.2 


2.0 


8.2 


3.7 


10.2 


4 


57.1 


55.6 


54.8 


55.8 


9.0 


3.4 


5.6 


5.0 


8.9 


5 


55.2 


55.5 


56.5 


55.7 


8.3 


1.4 


6.9 


1.6 


7.8 


6 


58.7 


58.4 


58.6 


58.6 


8.9 


—1.9 


10.8 


—1.8 


7.8 


7 


59.4 


58.9 


59.6 


59.3 


10.6 


-0.2 


10.8 


0.3 


9.5 


8 


59.8 


58.5 


58.6 


59.0 


11.5 


0.3 


11.2 


0.6 


11.0 


9 


58.6 


56.6 


54.9 


56.7 


12.1 


1.4 


10.7 


1.7 


11.0 


10 


53.1 


50.7 


50.0 


51.3 


14.1 


1.9 


I 12.2 


2.2 


13.7 


11 


50.3 


49.1 


48.6 


49.3 


12.8 


5.1 


' 7.7 


6.0 


12.4 


12 


51.2 


51.2 


50.5 


51.0 


13.3 


5.8 


7.5 


6.4 


13.0 


13 


48.8 


51.4 


53.2 


51.1 


8.6 


5.1 


3.5 


5.5 


8.2 


U 


56.0 


56.1 


55.8 


56.0 


8.0 


0.9 


7.1 


1.0 


7.8 


15 


52.7 


51.6 


52.6 


52.3 


10.5 


1.5 


9.0 


2.2 


10.2 


16 


54.5 


54.7 


55.4 


54.9 


11.1 


3.1 


8.0 


3.9 


10.6 


17 


52.8 


49.1 


49.2 


50.4 


10.4 


-0.8 


11.2 


0.3 


8.7 


18 


45.2 


40.1 


42.5 


42.6 


7.2 


3.1 


4.1 


3.6 


5.9 


19 


45.1 


48.4 


52.1 


48.4 


5.4 


0.7 


4.7 


2.7 


4.7 


20 


54.5 


55.4 


57.0 


55.6 


7.2 


—2.1 


9.3 


0.1 


6.6 


21 


56.7 


54.3 


54.4 


55.1 


10.5 


1.2 


9.3 


3.4 


10.0 


22 


56.3 


57.8 


59.6 


57.9 


10.0 


0.6 


9.4 


1.7 


8.4 


23 


61.0 


59.8 


59.5 


60.1 


7.5 


1.4 


6.1 


2.3 


6.2 


24 


60.7 


60.5 


59.7 


60.3 


7.5 


5.1 


2.4 


5.4 


7.0 


25 


59.3 


57.9 


58.1 


58.4 


10.5 


6.2 


4.3 


6.5 


10.0 


26 


58.0 


58.1 


58.4 


58.2 


11.6 


5.3 


6.3 


6.6 


11.6 


27 


58.5 


57.2 


56.9 


57.5 


12.1 


0.9 


11.2 


2.6 


11.7 


28 


57.5 


57.4 


58.8 


57.9 


13.6 


0.9 


12.7 


2.1 


13.3 


29 


61.1 


61.9 


62.5 


61.8 


10.4 


4.1 


! 6.3 


4.9 


9.5 


30 


58.0 


56.7 


59.7 


5S.I 


6.8 


-0.5 


i 7.3 


4.1 


4.3 


31 


59.7 


59.5 


59.7 


59.6 


4.1 


-1.2 


1 5.3 


-0.3 


3.5 


Monats- 


55.9 


55.4 


55.9 


55.7 


9.6 


1.9 


7.7 


2.9 


8.9 


Mittel 





















P E N T A D E N - U B E R S I C H T 





Luftd 


ruck 


Lufttemj 


eratur 


Bewölkung 


Niederschla 




Summe ; 


Mittel 


Summe 


Mittel 


Summe 


Mittel 


Summe 


2.— 6. März 


289.5 


57.9 


22.5 ! 


4.5 


13.3 


2.7 


3.2 


7.-11. . 


275.6 ! 


55.1 


34.0 


6.8 


23.0 


4.6 


— 


12.— 16. „ 


265.3 1 


53.1 


31.0 


6.2 


22.7 


4.5 


0.8 


17.— 21. , 


252.1 


50.4 


20.6 


4.1 


19.6 


39 


4.9 


22.-26. - 


294.9 1 


59.0 


32.2 


6.4 


37.3 


7.7 


0.1 


27.— 31. „ 


294.9 i 


59.0 


22.7 


4.5 


20.3 


4.1 


0.9 



März 1910. 


4 








Beobach 
5 


tcr Lampe. 


15 


tempcratur 


Absolute Feuchtigkeit 


Relative Feuchtigkeit 










mm 












Tag 


9P 


Tages- 
mittel 


7a 


2P 


9 p 


Tages- 
mittel 


Ta~ 


2p 


qt) I Tages- 
^^ !! mittel 


4.1 


3.4 


4.5 


5.2 


5.7 ' 


5.1 


85 


88 


93 


88.7 


1 


2.7 


4.1 


4.9 


5.3 


4.8 


5.0 


82 


69 


85 


78.7 


2 


6.7 


6.8 


4.9 


5.6 


5.4 


5.3 


82 


60 


74 i 


72.0 


3 


3.4 


5.2 


4.7 


4.9 


5.0 


4.9 


72 


58 


85 ! 


71.7 


4 


2.3 


3.5 


4.2 


5.0 


4.9 


4.7 


82 


62 


89 


77.7 


5 


2.8 


2.9 


3.6 


5.4 


4.7 


4.6 


90 


68 


84 , 


80.7 


6 


4.6. 


4.8 


4.1 


5.9 


5.2 


1 5.1 


87 


66 


82 


78.3 


7 


6.7 


6.2 


4.3 


5.5 


5.8 


5.2 


90 


56 


80 


75.3 


8 


5.6 


6.0 


4.6 


6.0 


5.5 


5.4 


90 


61 


82 


77.7 


9 


8.4 


8.2 


4.4 


5.9 


6.1 


5.5 


82 


50 


74 


68.7 


10 


8.5 


8.8 


5.7 


6.6 


5.9 


6.1 


82 


62 


71 


71.7 


11 


7.2 


, 8.4 


6.0 


6.0 


6.0 


6.0 ■ 


84 


54 


79 


72.3 


12 


5.1 


' 6.0 


5.6 


5.6 


5.1 


5.4 


83 


69 


78 ! 


76.7 


13 


3.4 


1 3.9 


4.4 


4.1 


3.4 


4.0 


89 


53 


58 ■ 


66.7 


14 


6.4 


6.3 


4.3 


5.6 


5.5 


5.1 


80 


60 


76 


72.0 


15 


5.6 


I 6.4 


4.4 


4.8 


4.5 


4.6 


72 


50 


67 ! 


63.0 


16 


* 5.5 


! 5.0 


4.2 


5.0 


5.4 


4.9 


90 


59 


80 1 


76.3 


17 


4.2 


! 4.5 


5.3 


5.8 


5.1 


5.4 


90 


84 


82 


85.3 


18 


0.7 


i 2.2 


4.8 


4.0 


4.1 


4.3 


85 


62 


85 


77.3 


19 


2.9 


3.1 


3.5 


3.5 


4.2 


3.7 


76 


49 


74 


66.3 


20 


5.0 


j 5.8 


3.6 


4.0 


4.3 


4.0 


62 


43 


66 


57.0 


21 


6.1 


1 5.6 


4.1 


5.1 


4.5 


4.6 


80 


62 


65 


69.0 


22 


6.1 


i 5.2 


4.3 


5.5 


5.4 


5.1 


79 


78 


76 


.77.7 


23 


7.1 


6.6 


5.0 


5.6 


5.8 


5.5 


75 


75 


77 


75.7 


24 


6.6 


; "^-^ 


5.7 


6.2 


5.3 


5.7 


80 


68 


73 


73.7 


25 


5.8 


7.4 


5.5 


4.7 


5.2 


5.1 


76 


46 


76 


66.0 


26 • 


5.4 


6.3 


4.8 


4.7 


5.0 


4.8 


85 


45 


75 


68.3 


27 


6.4 


1 7.0 


4.8 


4.7 


5.6 


5.0 


89 


41 


78 


69.3 


28 


. 4.4 


1 5.8 


4.8 


4.3 


4.6 


4.6 


73 


48 


74 


65.0 


29 


-0.5 


1.8 


4.5 


4.1 


4.1 


4.2 


74 


66 


92 


77.3 


30 


1.9 


1.8 


3.6 


2.5 


2.7 


2.9 


79 


42 


50 


57.0 


31 


4.9 


5.4 


4.6 


5.1 


5.0 


4.9 


81.5 


59.8 


76.8 


72.7 







Maximum am 


Minimum 


am 


Differenz 


Liiftdruck 

Lufttemperatur . . . 
Absolute Feuchtigkeit . 
Relative Feuchtigkeit . 


762.5 ! 29. 
14.1 ' 10. 
6.6 11.^ 
93 : 1. 


740.1 
-2.1 
2.5 
41 


18. 
20. 
31. 

28. 


22.4 
16.2 
4.1 - 
52 


Grösste tägliche Niederschlagshöhe ! 4.6 am 19. | 


Zahl der heiteren Tage (unter 2,0 im Mittel) 

„ trüben Tage (über 8,0 im Mittel) 

„ „ Sturmtage (Stärke 8 oder mehr) 

„ „ Eistage (Maximum unter 00) 

„ Frosttage (Minimum unter 0^) 

„ Sommertage (Maximum 25,00 oder mehr) . . . 


8 
6 
1 

6 



16 



Station Wiesbaden. 



ffanz 



7a 



Bewölkung 

wolkenfrei = ^anz bewölkt = 10 



2p 



9p 



Tages- 
mittel 



Wind 

Richtung und Stärke 
Windstille = Orkan = 12 



7a 



2p 



9p 



1 


8 


2 


9 


3 


2 


4 


8 


5 





6 


4 


7 


4 


8 


2 


9 


4 


10 


4 


11 


10 


12 


8 


la 


10 


14 


6 


15 


8 


IG 


2 


17 


4 


18 


10 


19 


8 


20 





21 





22 


2 


23 


8 


24 


10 


25 


8 


26 


8 


27 





28 





29 


4 


30 


10 


31 


8 



10 

7 
2 
2 



2 

4 
10 

9 

2 

10 

2 

2 


10 
10 

9 

4 



4 
10 
10 
10 

8 

2 
8 
9 
6 

5.2 



10 


9.3 





5.3 


4 


2.7 


2 


4.0 





0.0 





1.3 


2 


2.7 


2 


1.3 


4 


4.0 


2 


5.3 


10 


9.7 


10 


6.7 


8 


9.3 





2.7 





3.3 





0.7 


2 


5.3 


2 


7.3 





5.7 





1.3 





0.0 


4 


3.3 


6 


8.0 


10 


10.0 


10 


9.3 


4 


6.7 





0.0 


2 


13 


6 


6.0 





8.3 





4.7 


8.4 


4.7 



sw 

NW 

NE 

K 

E 

SE 
SE 
SE 
SE 
E 

SE 

SE 

N 

SE 

NE 

NE 
NW 
SW 

NW 
N 

N 

NE 

NW 

NW 

W 

NE 

E 

SE 

NW 

NW 

NE 



2 
1 

2 
3 
3 

2 
2 
1 
1 

2 

1 
1 
1 

2 

2 

2 
2 

2 
2 
2 

3 
2 
2 
2 
2 

2 
3 
2 
3 
3 
4 

2.1 



SE 

E 

E 

E 

SE 

SE 
SE 

SE 
SE 
SE 

SE 
S 
N 
E 

NE 

NE 
SW 

w 

NW 
N 

NE 

N 

NW 

NW 

NW 

NE 

E 

NW 

N 

NE 

NE 



2.6 
Mittel 2.2 



Z a li 1 der Tage mit: 

Niedersclilag mindestens 1,0 ^^^ . . (# ^ A A) 
Niederschlag mehr als 0,2 mm . . ^^ „ „ . 
Niederschlag mindestens 0,1 "id^. . „ „ ,. „ 

Schnee mindestens 0,1 ^^ (■)<-) 

Hagel (A) 

Graupeln (A) 

Tau (-^) 

Reif (--) 

Glatteis (cns) 

Nebel ( = ) 

Gewitter (nah K, fern T) 

Wetterleuchten ( < ) 



März 1910. 



Beobachter Lampe. 



f^ 



Niederschlag 



Höhe 7» ! 
mm 



Form und Zeit 



11 Höhe 

I der 
■Schnee- 
ij decke 
1 in cm 

h 7» 




3.2 



0.8 



0.3 
4.6 



p ztw. 



»Oztw. a -f p 



l^ztw. a -f p 

)<Jztw. a, #0 121/2-n + #Oztw. p 

)T1 



— #öztw. p 
0.1 #tr. ztw. a 

0.0 — 



— #Ai 12-'''-^-liOp, -)fOzw.2 + 3, -f40-^ 4i-''' + oft^o-ip-8p 
0.9^ -^» ztw. zw. 8 -10 a 



9.9 



Monatssumme. 



.2 =0 8 -101 4 a 
aO 



Windst.6ofta4-p 



W i n d - 


Verteilung 






7a 


2p ^ 9p 


Summe 


N 


3 


4 1 fj 


13 


NE 


6 


6 


5 


17 


E 


4 


5 


5 


14 


SE 


8 


8 


6 


22 


S 





1 


I 


2 


sw 


2 


1 


2 


5 


w 


1 


1 


1 


3 


NW 


7 


5 


5 


17 


Still 


— 


— i — 


— 



Jahrb. d. nass. Vev. f. Nat. 64. Meteorol. Beobaclit. 



18 



Station Wiesbaden. 
1. 



Monat 



2. 



Taor 



Luftdruck 

(Barometerstand auf und Normal- 
schwere reduziert) 700 "i™ + 



7a 



2P 



Tages- 
mittel 



Temperatur-Extreme 

(abgelesen 9P) 



Maxi- 
mum 



Mini- 
mum 



Diffe- 
renz 



7a 



Luft- 



2p 



1 
2 
3 
4 
5 

6 

7 

8 

9 

10 

11 
12 
13 
14 
15 

16 
17 

18 
19 
20 

21 

22 
23 
24 

25 

26 
27 
28 
29 
30 

Monais- 
Mittel 



58.5 

55.9 
47.5 
43.9 

48.8 

45.7 
47.3 
51.5 
49.1 
52.4 

55.1 
46.7 
41.2 
39.2 

39.6 

43.2 

45.8 
57.1 

57.4 

54.7 

52.5 
51.1 
51.7 
44.4 
41.6 

45.5 
53.7 
55.1 

48.6 
54.6 

49.3 



57.1 

52.4 
44.1 
43.8 

48.2 

43.3 

48.7 
50.9 
49.4 
53.1 

52.5 
43.5 
40.0 
37.3 
39.1 

41.7 
48.6 
57.0 
55.4 
56.4 

51.7 
49.4 
51.2 
41.2 
42.5 

45.1 
54.2 
52.1 
49.6 
55.4 

48.5 



58.0 


57.9 


9.8 1 


51.1 


53.1 


12.8 


41.1 


44.2 


14.3 1 


45.7 


44.5 


14.5 1 


47.2 


48.1 


15.0 I 


44.8 


44.6 


17.5 1 


50.8 


48.9 


11.9 


50.6 


51.0 


11.4 


50.5 


49.7 


10.6 


54.7 


53.4 


9.5 


50.3 


52.6 


11.3 


42.3 


44.2 


16.9 ! 


39.0 


40.1 


18.4 1 


34.3 


36.9 


20.9 i 


40.4 


39.7 


18.1 i 

1 


43.0 


42.6 


16.6 


52.9 


49.1 


13.7 


57.9 


1 57.3 


15.5 


54.1 


55.6 


17.8 


56.9 


: 56.0 


15.2 


53.3 


52.5 


16.7 


49.0 


1 49.8 


13.6 


49.0 


50.6 


9.4 


39.9 


41.8 


14.4 


43.8 


42.6 


14.3 


49.3 


46.6 


13.6 


55.5 


1 54.5 


13.4 


49.5 


! 52.2 


14.6 


52.3 


; 50.2 


14.1 


56.9 


55.6 


11.5 


48.8 


48.9 


14.2 



0.5 
1.8 
2.5 
5.7 

1.8 

9.6 
4.2 

6.0 
6.1 

2.8 

-0.6 

0.4 

9.7 

9.9 

10.6 

6.8 
8.5 
8.0 
4.7 
9.1 

7.7 
8.6 
2.5 
4.6 
6.6 

2.5 
2.4 
1.4 
4.2 
2.1 

5.0 



9.3 
11.0 
11.8 

8.8 
13.2 

7.9 
7.7 
5.4 
4.5 
6.7 

11.9 
16.5 

8.7 
11.0 

7.5 

9.8 
5.2 
7.5 
13.1 
6.1 

9.0 
5.0 
6.9 

9.8 

7.7 

11.1 

11.0 

13.2 

9.9 

9.4 

9.2 



1.6 
3.0 
3.4 
6.6 

3.8 

10.5 
5.9 
6.3 
7.0 

3.8 

1.2 

3.5 

10.3 

11.7 

11.9 

7.7 
8.9 
8.8 
7.2 
10.3 

10.1 

10.5 

3.9 

7.0 

7.6 

8.3 
5.1 
4.5 
7.1 
3.5 

6.7 



9.3 
12.0 
13.0 
13.7 
13.8 





PENTADEN-UBERSICHT 






P o 11 ^ n fl A 


Luftdruck 


Lufttemperatur 


Be wo 


1 k u n g 


Niederschla 




Summe 


Mittel 


Summe Mittel 


Summe 


Mittel 


Summe 


l.~ 5. April 


247.8 


49.6 


41.3 


8.3 


14.5 


2.9 


0.1 


6.--10. „ 


247.6 


49.5 


41.7 


8.3 


35.0 


7.0 


1.3 


11.-15. „ 


213.5 


42.7 


58.4 


11.7 


27.8 


5.6 


0.1 


16.— .20 „ 


260.6 


52.1 


56.3 


11.3 


35.4 


7.1 


8.9 


21.-25. „ 


237.3 


47.5 


49.9 10.0 


45.4 


1 9.1 


5.1 


26.-30. „ 


259.1 


51.8 


39.3 1 7.9 


28.9 


5.8 


4.5 



April 1910. 



Beobachter Lampe. ly 

5. 



temperatur 


Absolute Feuchtigkeit 


Relative Feuchtigkeit 










mm 






o/o 




'lag 


9P 


Tages- 
mittel 


7a 


2p 


9p 


' Tages- 
mittel 


7a 


2p 


9P 


1 Tages- 
mittel 


5.0 


5.2 


3.1 


2.9 


3.7 


3.2 


59 


33 


57 


49.7 


1 


8.2 


7.8 


3.3 


3.2 


4.0 


3.5 


57 


31 


50 


46.0 


2 


8.7 


8.4 


3.7 


5.0 


5.5 


4.7 


63 


45 


65 


57.7 


3 


9.6 


9.9 


5.5 


4.5 


4.8 


4.9 


76 


38 


54 


i 66.0 


4 


11.3 


10.0 


5.0 


4.5 


4.9 


4.8 


83 


39 


49 


57.0 


5 


11.9 


12.9 


5.5 


4.8 


4.7 


5.0 


58 


33 


45 


45.3 


6 


6.9 


7.2 


5.5 


5.3 


5.8 


5.5 


79 


61 


79 


[ 73.0 


7 


7.5 , 


8.2 


5.8 


5.5 


5.9 


5.7 


81 


55 


76 


70.7 


8 


6.7 


7.2 


5.8 


4.5 


5.0 


5.1 


77 


54 


69 


66.7 


9 


5.8 


6.2 


4.3 


3.3 


4.0 


3.9 


72 


38 


58 


1 56.0 


10 


6.7 


6.2 


3.9 


3.8 


4.2 


4.0 


77 


41 


57 


58.3 


11 


11.1 


10.1 


3.4 


5.7 


7.2 


5.4 


5S 


46 


73 


! 59.0 


12 


12.3 


13.0 


8.0 


8.1 


8.0 


8.0 


86 


56 


75 


i 72.3 


13 


16.8 


16.2 


7.4 


7.4 


7.3 


7.4 


73 


42 


54 


i 56.3 


14 


10.9 


12.9 


8.1 


7.1 


7 1 


7.4 


79 


47 


72 


66.0 


15 


11.9 


11.9 


6.1 


7.1 


7.4 


6.9 


77 


53 


72 


67.3 


16 


9.9 


10.4 


7.1 


5.3 


5.6 


6.0 


84 


48 


62 


64.7 


17 


8.9 


10.2 


5.8 


5.7 


5.7 


5.7 


68 


47 


66 


60.3 


18 


14.3 


13.0 


5.9 


8.6 


8.8 


7.8 


77 


63 


73 \ 


71.0 


19 


9.1 


10.8 


7.5 


5.7 


6.5 


6.6 


79 


47 


75 


67.0 


20 


11.6 


12.2 


8.3 


9.1 


8.8 


8.7 


89 


70 


87 


82.0 


21 


9.0 


10.3 


7.6 


5.7 


6.6 


6.6 


80 


51 


77 


69.3 


22 


7.0 


6.5 


4.1 


3.7 


5.2 


4.3 


67 


47 


70 i 


61.3 


23 


12.2 


i 1'.3 


6.0 


6.6 


6.1 


6.2 


79 


57 


57 


64.3 


24 


8.4 


9.6 


64 


4.1 


5.8 ' 


5.4 


82 


34 


70 \ 


62.0 


25 


5.0 


7.x 


6.2 


4.4 


5.6 


5.4 


75 


40 


86 


67.0 


26 


7.0 1 


7.8 


5.4 


4.8 


5.3 1 


5.2 


83 


46 


71 


66.7 


27 


7.9 


S.6 


5.4 


4.5 


5.3 


5.1 


86 


37 


67 i 


63.3 


28 


6.4 


8.3 


6.4 


5.0 


5.9 


5.8 


86 


44 


83 


71.0 


29 


6.3 


6.8 


4.9 


5.0 


5.2 


5.0 


83 


50 


74 ! 


69.0 


30 


9.1 


9.6 


5.7 


5.4 


5.9 


5.6 


75.8 


46.4 


67.4 1 

1 


63.2 







Maximum \ am 


Minimum \ am 


Differenz 


Luftdruck 

Lufttemperatur 
A.bsolute Feuchtigkeit . 
Relative Feuchtigkeit 


758.5 1. 
20.9 14. ^ 

9.1 21. 
89 21. 


734.3 ' 14. 

-0.6 11. 

2.9 1. 

31 2. 


24.2 

21.5 

6.2 

58 


Grösste tägliche Niederschlagshöhe 7.4 am 17. 


Zahl der heiteren Tage (unter 2,0 im Mittel) 

„ trüben Tage (über 8,0 im Mittel) 

„ „ Sturmtage (Stärke 8 oder mehr) . .... 
„ „ Eistage (Maxiraum unter 0^) . 

„ Frosttage (Minimum unter 00) 

„ Sommertage (Maximum 25, 0^ oder mehr) . 


14 

1 



20 


Station Wiesb. 

6. 


iden. 








Monat 

7. 


Tag 


Bewöl 

ganz wolkenfrei = 


kung 

ganz bewölkt = 10 


Wind 

Richtung und Stärke 
Windstille = Orkan = 12 


7a 


2p 


9P 


Tages- 
mittel 


7a 


1 


2p 


9P 


1 
2 
3 
4 
5 


2 

2 

10 
2 




2 
2 
1 

2 




10 
6 
4 


0.7 

0.7 
4.7 
5.7 
2.7 


NE 
NE 
NE 

SE 
W 


4 
3 
3 

2 
2 


NE 5 
NE 4 
NE 2 
SW 4 
SE 8 


NE 5 
NE 4 
NE 2 
W 2 

NE 3 


6 
7 
8 
9 
10 


2 

10 

10 

9 

6 


8 
10 
7 
6 
6 


2 
10 

9 
10 




4.0 
10.0 

8.7 
8.3 
4.0 


NE 
N 

NW 
NW 
. N 


3 

2 
2 
2 
3 


E 4 
NW 2 
NW 2 
W 5 

N 4 


NE 2 
NW 2 
NW 3 
W 2 

N 2 


11 
12 
13 
14 
15 


2 


10 
9 

10 




6 
8 
6 




s 

4 
10 
10 


0.7 

2.7 
6.7 
9.0 

8.7 


N 
NE 
W 
W 

SW 


3 
3 

2 
2 
3 


SE 2 
SW 3 
SW 4 

NE 1 
SE 3 


NE 2 
SW 2 
SW 1 
NE 1 
NW 3 


16 
17 

18 
19 
20 


7 
10 

4 
10 

8 


8 
8 
4 
7 
4 


10 
9 


9 

8 


8.3 
9.0 
2.7 
8.7 
6.7 


E 
W 
W 

SW 

NW 


2 

2 
3 
3 
3 


E 2 
NW 3 
SW 3 
SW 3 
W 3 


SW 2 

NW 2 
SW 2 
W 3 

N 2 


21 

22 
28 
24 

25 


10 
10 

,s 
10 
10 


8 

10 

6 


9 
9 
9 

10 
10 


9.7 

8.7 

8.3 

10.0 

8.7 


SW 

N 

NE 

S 

SW 


3 

2 

l 

3 


W 3 

NW 3 
N 3 
SW 3 
W 4 


NW 2 
NW 2 
S 1 
SW 3 
SW 5 


26 
27 
28 
29 
30 


9 

6 

2 

10 

8 


10 
6 
4 

8 
8 



6 

10 



6.3 
60 
2.0 
9.3 
5.3 


SW 

SW 
SE 
W 

N 


4 

2 
1 
1 

2 


SW 4 
E 3 

SE 3 
SW 3 

NW 4 


W 2 

N 2 
SE 2 

N 2 
N 2 




6.9 


5.7 


6.1 


6.2 




2.5 


3.2 
Mittel 2.7 


2. 



Zahl der Tage mit: 

Niederschlag mindestens 1,0 mm ^ . (# -)f A A) 
Niederschlag nielir als 0,2 m™ . . „ „ , „ 
Niederschlag mindestens 0,1 ™"i ..„„„„ 

Schnee mindestens 0,1 ^^^ (■)(-) 

Hagel (A) 

Graupeln (A) 

Tau {-c^) 

Reif (--) 

Glatteis (gnä) 

Nebel . ( = ) 

Gewitter (nah K, fern T) 

Wetterleuchten ( < ) 



April 1910. 



Beobachter L a in j) e. 



21 



Niederschlag 



Form und Zeit 




tr. ztw.a, #il2''i5— 12-=>0p 



tr. 71/^-7:^4 P 
tr. 11, #tr. ztw.a 



i<>zw. 6 + 71/2 P ztw. 
>tr. 8 p— III + später 



) tr. ztw. p 
in 

m, #0 V. 21/4 ztw.— 71/2 p 
»Oztw.p 



tr. ztw. a 



tr. abds 



p n . ^ " i 

|n, #0-1 oft p 

|0n— I, #Oztw. p 

Monatssumme. 



1 
2 
3 
4 
5 

6 
7 
8 
9 
10 

11 
12 
13 
14 
15 

16 
17 

18 
19 
20 

21 

22 
23 
24 
25 

26 

27 
28 
29 
30 





Wind 


Verteilung 






7a 


2p > 9p 


Summe 


N 


5 


2 5 


12 


NE 


6 


4 


7 


17 


E 


1 


8 


— 


4 


SE 


2 


4 


1 


r 


8 


1 


— 


1 


2 


SW 


6 


8 


6 


20 


w 


6 


4 


4 


14 


NW 


3 


5 


6 


14 


Still 


— 


— 


— 


— 



22 Station Wiesbaden. 
1. 







Luftdruck 




Teuiperatur-Extreme 








(Barometerstand auf 0^ und 


Normal- 


(abgelesen 


9P) 




Luft- 


Tag 


schwere reduziert) 700 ™°i -f 




OC 








7a 


2P 


9P 


1 Tages- 


Maxi- 


Mini> 


Diffe- 


7a 


2p 










mittel 


mum 


mum 


renz 






1 


57.1 


54.7 


52.7 


54.8 


12.2 


0.8 


11.4 


4.6 


11.5 


2 


48.9 


48.8 


51.0 


49.6 


10.9 


3.8 


7.1 


5.6 


10.3 


a 


51.4 


49.9 


49.3 


50.2 


14.8 


3.7 


1 11-1 


6.4 


14.0 


4 


48.9 


46.8 


47.9 


47.9 


12.5 


3.7 


! 8.8 


6.2 


11.7 


5 


48.6 


47.1 


46.8 


47.5 


11.7 


4.4 


7.3 


5.9 


10.8 


6 


45.3 


44.5 


44.2 


44.7 


11.0 


6.8 


4.2 


8.9 


10.2 


7 


44.0 


45.9 


47.1 


45.7 


12.9 


5.7 


7.2 


8.1 


12.1 


8 


45.6 


44.0 


44.0 


44.5 


10.8 


3.4 


7.4 


5.8 


10.2 


9 


44.1 


44.1 


46.6 


44.9 


11.5 


1.6 


9.9 


3.1 


10.9 


10 


48.8 


49.8 


51.0 


49.9 


10.5 


2.1 


8.4 


5.1 


10.2 


11 


48.1 


43.1 


42.7 


44.6 


18.1 


6.7 


11.4 


8.1 


16.5 


12 


46.2 


45.2 


46.0 


45.8 


18.8 


5.1 


13.7 


8.5 


17.5 


13 


51.8 


52.9 


52.4 


52.4 


18.1 


5.6 


12.5 


9.6 


17.2 


14 


50.3 


47.2 


46.5 


48.0 


21.9 


9.7 


12.2 


14.9 


21.8 


15 


45.9 


45.7 


46.0 


45.9 


20.6 


11l4 


9.2 


14.0 


15.0 


16 


46.8 


45.8 


45.9 


46.2 


23.1 


8.9 


; 14.2 


12.1 


22.6 


17 


45.8 


45.5 


45.4 


45.6 


24.5 


11.4 


13.1 


15.8 


24.0 


18 


46.6 


47.6 


46.4 


46.9 


22.9 


13.2 


9.7 


16.8 


22.4 


19 


45.6 


44.3 


44.3 


44.7 


27.3 


15.3 


12.0 


19.1 


26.9 


20 


45.2 


44.7 


45.4 


45.1 


28.0 


19.3 


8.7 


21.0 


27.7 


21 


47.4 


47.2 


48.9 


47.8 


27.9 


18.1 


9.8 


20.3 


26.5 


22 


50.4 


50.4 


51.3 


50.7 


24.6 


14.6 


10.0 


18.7 


24.2 


23 


53.1 


51.7 


51.9 


52.2 


21.9 


11.4 


7.5 


16.0 


21.5 


24 


51.3 


50.4 


50.4 


50.7 


23.2 


13.4 


9.8 


17.5 


23.0 


25 


51.9 


51.5 


52.1 


51.8 


21.5 


11.8 


9.7 


13.2 


21.2 


26 


53.5 


52.3 


53.3 


53.0 


24.6 


13.8 


10.8 


17.5 


23.5 


27 


51.3 


49.0 


49.5 


49.9 


22.7 


13.7 


9.0 


16.4 


22.2 


28 


51.5 


50.8 


50.2 


50.8 


18.9 


11.0 


7.9 


11.5 


18.0 


29 


48.9 


48.1 


47.6 


48.2 


17.5 


10.2 


7.3 


13.4 


16.5 


30 


45.6 


44.4 


46.1 


45.4 


18.1 


13.0 


5.1 


13.7 


15.4 


31 


47.5 


46.8 


46.9 


47.1 


18.3 


8.5 


9.8 


10.8 


17.7 


Monats- 
Kittel 


48.6 


47.8 


48.1 


48.1 


18.8 


9.2 


9.6 


11.9 


17.8 



P E N T A 1) E N - U B E K S 1 C H T 



Pen tado 


Luftdruck 


Lufttemperatur 


B e w ö 1 k u n g 


Nicdersclila 


Summe 


Mittel 


Summe Mittel 


Summe 


Mittel 


Summe 


1.— 5. Mai 


250.0 


50.0 


41.7 


8.3 


40.0 


8.0 


2.7 


6.-10. „ 


229.7 


45.9 


36.7 


7.8 


37.4 


7.5 


14.8 


11.-15. , 


236.7 


47.3 


64.6 


12.9 


27.3 


5.5 


41.0 


16.-20. , 


228.5 


45.7 


99.3 


19.9 


15.4 


3.1 


2.1 


21.— 25. „ 


253.2 


50.6 


95.3 


19.1 


10.3 


2.1 


0.2 


26.-30. „ 


247.3 


49.5 


79.3 


15.9 


32.4 


6.5 


3.3 



ai I9IÖ. 



Beobachter Lampe. 23 

5 



teiiiperatur 


Absolute Feuchtigkeit 


Relative Fenclitigkeit 










mm 






« 







Tag 


9p 


Tages- 
mittel 


7a 


2P 


9P 


Tages- 
mittel 


7a 


2p 


9P 1 


Tages- 
mittel 


8.5 


8.3 


5.4 


4.8 


6.0 1 


5.4 


86 


47 


73 


68.7 


1 


5.8 


6.9 


5.3 


6.1 


6.3 ! 


5.9 


79 


65 


91 


78.3 


2 


9.7 


10.0 


5.8 


4.8 


5.8 ; 


5.5 


81 


40 


64 


61.7 


3 


8.2 


8.6 


6.0 


6.0 


6.3 ! 


6.1 


85 


58 


78 


73.7 


4 


7.5 


7.9 


5.8 


4.4 


5.3 


5.2 


84 


46 


69 


66.3 


5 


8.9 


9.2 


6.8 


7.4 


7.1 


7.1 


SO 


79 


84 


81.0 


6 


5.7 


7.9 


6.7 


4.2 


5.8 


5.6 


83 


40 


85 


69.3 


7 


4.6 : 


6.3 


5.8 


5.5 


5.2 


5.5 


85 


59 


82 


75.3 


8 


5.2 


6.1 


5.4 


5.5 


6.0 


5.6 


95 


56 


90 


80.3 


9 


6.8 


7.2 


5.6 


6.2 


6.5 


6.1 


86 


67 


88 


80.3 


10 


8.1 


10.2 


7.2 


9.7 


7.6 


8.2 


89 


69 


94 


84.0 


11 


0.9 


12.0 


5.9 


7.0 


7.2 


6.7 


71 


47 


74 


64.0 


12 


[1.6 


12.5 


6.0 


6.3 


7.6 


6.6 


67 


43 


75 


61.7 


13 


L4.8 


16.6 


7.2 


11.9 


11.3 


10.1 


57 


62 


93 


70.7 


14 


12.6 


13.3 


11.0 


9.7 


9.3 


i 10.0 


93 


76 


87 


' 85.3 


15 


5.1 


16.2 


9.0 


9.9 


10.3 


i 9.7 


87 


49 


81 


72.3 


16 


[7.5 


18.7 


10.4 


10.3 


11.2 


! 10.6 


78 


47 


75 


66.7 


17 


[7.2 


18.4 


11.5 


11.0 


11.5 


! 11.3 


80 


54 


79 


71.0 


18 


n.6 


22.3 


12.4 


13.3 


12.7 


12.8 


75 


51 


66 


64.0 


19 


>3.0 


23.7 


12.9 


14.5 


14.9 


14.1 


70 


53 


71 


64.7 


20 


19.0 


21.2 


13.5 


14.1 


13.5 


13.7 


76 


55 


83 


71.3 


21 


[9.0 


20.2 


11.2 


10.2 


8.3 


• 9.9 


70 


46 


51 


55.7 


22 


17.7 


18.2 


7.7 


8.0 


7.0 


7.6 


56 


42 


47 


1 48.3 


23 


L7.8 


19.0 


7.5 


8.3 


7.6 


7.8 


51 


39 


50 


1 46.7 


24 


16.2 


16.7 


8.8 


10.5 


10.7 


10.0 


78 


56 


78 


70.7 


25 


17.2 : 


18.8 


9.9 


10.6 


11.9 


10.8 


67 


50 


82 


66.3 


26 


15.8 i 


17.6 


9.5 


8.2 


10.0 


9.2 


69 


41 


75 


61.7 


27 


12.9 i 


13.8 


6.7 


8.9 


9.0 


8.2 


66 


58 


82 


\ 68.7 


28 


14.7 i 


14.8 


9.1 


10.2 


10.7 


10.0 


80 


76 


86 


, 80.7 


29 


14.0 


14.3 


10.6 


11.9 


10.4 


11.0 


92 


91 


88 


90.3 


30 


12.1 ! 


13.2 


7.3 


7.6 


9.1 


8.0 


75 


51 


88 


71.3 


31 


12.9 


13.9 


8.2 


8.6 


8.8 


8.5 


77.1 


55.3 


77.7 


70.0 







Maximum j am 


Minimum j am 


Differenz 


Luftdruck 

Lufttemperatur . . . 
\bsolute Feuchtigkeit . 
Relative Feuchtigkeit . 


757.1 : 1. . 
28.0 20. 
14.9 20. 
95 1 9. 


742.7 11. 

0.8 1. 

4.2 7. 

39 24. 


14.4 
27.2 
10.7 

56 


3lrösste tägliche Niederschlagshöhe 32.1 am 12. | 


5ahl der heiteren Tage (unter 2,0 im Mittel) 

„ trüben Tage (über 8,0 im Mittel) 

„ „ Sturmtage (Stärke 8 oder mehr) 

„ „ Eistage (Maximum unter 00) 

„ „ Frosttage (Minimum unter 0^) 

„ Somniertage (Maximum 25,00 oder mehr) . . . 


6 
7 
1 

3 



24 


Station Wiest 

6 


)a(len. 








7. 


Mdnat 




Bewölkung 




Wind 

Richtung und Stärke 


Tag 


ganz wolkenfrei = ganz bewölkt = 10 


Windstille = Orkan = 12 


7a 


2P 1 9P j 


Tages- 
mittel 


7a 


2p 9p 


1 


6 


6 


10 


7.8 


NW 


2 


NW 3 


NW 2 


2 


10 


10 


4 


8.0 


NW 


3 


NE 5 


NW 2 


W 


10 


8 


2 


6.7 


NR 


3 


NW 3 


N 8 


4 


10 


10 


10 


10.0 


NW 


2 


SW 3 


W 4 


5 


7 


7 


10 


8.0 


8W 


3 


SW 4 


SW 2 


6 


10 


10 


10 


10.0 


SW 


4 


SW 5 


SW 2 


7 


10 


10 


2 


7.3 


SW 


8 


SW 4 


SW 2 


8 


10 


4 





4.7 


SW 


3 


S 2 


NE 2 


9 


10 


8 


2 


6.7 


SW 


3 


SW 4 


N 2 


10 


9 


10 


7 


8.7 


NE 


2 


NE 2 


NE 1 


11 


10 


9 


10 


9.7 


NE 


3 


N 4 


SE 4 


12 





4 


2 


2.0 


SE 


3 


SE 4 


SE 2 


18 





2 


2 


1.3 


SE 


3 


E 3 


. . . 


14 


10 


7 


10 


9.0 


E 


3 


E 2 


W 1 


15 


6 


10 





5.3 


VV 


1 


N 3 


NW 2 


16 


2 


3 





1.7 


NW 


2 


E 8 


NE 1 


17 


3 


2 


4 


3.0 


NE 


2 


NE 3 


NE 2 


18 


5 


7 


8 


6.7 


NE 


2 


NW 8 


W 1 


19 


2 


2 


4 


2.7 


NE 


2 


NE 3 


NE 2 


20 





2 


2 


1.3 


NE 


8 


NE 4 


NE 4 


21 


2 


2 


4 


2.7 


E 


2 


E 3 


NE 1 


22 


4 


4 


4 


4.0 


NE 


3 


NE 3 


NE 4 


23 





1 


2 


1.0 


NE 


8 


NE 4 


NE 8 


24 








4 


1.3 


E 


2 


N 4 


N 2 


25 


1 


1 


2 


1.3 


NW 


3 


NW 3 


NW 2 


26 


2 


6 


8 


5.3 


NW 


9 


N 8 


E 2 


27 


8 





8 


3.7 


N 


3 


N 3 


W 4 


28 


4 


4 


6 


4.7 


N 


3 


NW 3 


NW 1 


29 


10 


10 


10 


10.0 


NW 


1 


W 2 


SW 8 


30 


10 


10 


6 


8.7 


SW 


4 


SW 2 


NW 1 


81 


4 


7 


4 


5.0 


SW 


8 


SW 3 


SW 1 




5.5 


5.7 


5.1 


5.4 




2.6 


3.2 
Mittel 2.6 


2.1 



Zahl der Tage mit: 

Niederschlag mindestens 1,0 "loi. . (#■)(■ A A) 
Niederschlag mehr als 0,2 «^^ , . ^ n „ „ 
Niederschlag mindestens 0,1 m™ . . „ « » « 

Schnee mindestens 0,1 mm , i^^) 

Hagel (A) 

Graupeln (A) 

Tau (-Q-) 

Reif (--) 

Glatteis (s\5) 

Nebel ( = ) 

Gewitter (nah r^, fern T) 

Wetterleuchten (<) 



11 
14 
15 



Mai 1910. 



Beobachter Lampe. 25 

9. 



Niederschlag 



Form und Zeit 




0.6 
1.8 



i tr. p -f nach III 

in, #Oztw. a -r oftp 

itr. einz. a, #Oztw. p 
itr. p 

itr. oft a, #0-1 oftp 

m. #0 ztw.— 9a. #tr. einz. p. ^^Hp— n 

in. #0-1 oft— 12 a -f zw. II— 7 p 

I n, ^0 ztw. p 

Itr. a, #0 11— 3 p 

n. #oi_8a, #2 604_803|3 



)144S_503^ #2 503_.5ftS_ ^0,508_523p 

>o-iofta-ll 



>0 458—503 p 



1 ztw a -f- p 

I n. # 1— n mit wen. Unter br., % o — 31/2 p ztw. 

Monatssumme. 



[^2551 8i/4pSK NW 
__ii!j ztw. zw. 51 -j 8 p 



K1411 512 p NE W 
T 1038 a-1 1/2 p ztw, 



[7 448_7i2pE-SW 



Kl 31/4-73/4 p 

[SE-NAV 



1 
2 
3 
4 
5 

6 

7 

8 

9 

10 

11 
12 
13 
14 
15 

16 
17 

18 
19 
20 

21 
22 
23 
24 
25 

26 

27 
28 
29 
30 
31 





^Vind- 


Verteilung 






7a 


2p 9p 


Summe 


N 


2 


5^ 


3 


10 


NE 


9 


7 


9 


25 


E 


3 


4 


1 


8 


SE 


2 


1 


2 . 


5 


S 


— 


1 


— 


1 


sw 


7 


7 


5 


19 


w 


1 


1 


4 


6 


NW 


7 


5 


6 


18 


Still 


~~ 


— 


1 i 


1 



Jahrb. d. nass. Ver. f. ^^at. 64. Meteorol. Beobacht. 



26 


Station W 

1 


iesbaden. 




2. 




Monat 

3. 




Luftdruck 




Temperatur-Ex 


trenie 1 








(Barometerstand auf 0<^ und 


Normal- 


(abgelesen 9P) 1 




Luft- 


Tag 


schwere reduziert) 700»» 


Tages- 


OC 






c 


7a 


2 p 


9p 


Maxi- 


Mini- 


Diffe- 


7a 


2 p 










mittel 


mum 


mum 


renz 






1 


48.9 


48.4 


48.5 


48.6 


21.1 


8.5 


12.6 


12.6 


21.0 


2 


48.7 


50.3 


49.6 


49.5 


25.2 


12.2 


13.0 


16.7 


24.2 


3 


50.5 


48.0 


47.3 


48.6 


25.3 


12.0 


13.3 


15.7 


25.1 


4 


45.7 


48.4 


42.1 


43.7 


26.3 


12.7 


13.6 


16.9 


28.9 


5 


41.7 


40.8 


41.2 


41.1 


28.8 


15.1 


13.7 


18.9 


27.8 


6 


44.1 


44.7 


47.6 


45.5 


28.2 


18.5 


9.7 


20.8 


27.4 


7 


51.1 


51.8 


52.8 


51.9 


27.3 


15.0 


: 12.3 


20.8 


20.3 


8 


53.7 


51.8 


52.1 


52.5 


26.9 


15.5 


11.4 


18.4 


26.5 


9 


51.0 


48.6 


46.8 


48.8 


26.9 


14.4 


12.5 


18.3 


26.8 


10 


46.4 


44.6 


45.2 


45.4 


28.1 


16.3 


i 11.8 


19.5 


28.2 


11 


45.6 


45.2 


45.8 


45.5 


22.7 


16.7 


6.0 


17.2 


22.6 


12 


47.1 


47.5 


46.8 


47.1 


21.5 


15.7 


' 5.8 


16.3 


20.7 


13 


46.6 


46.1 


47.0 


46.6 


22.0 


15.7 


6.3 


17.0 


20.1 


14 


49.1 


50.7 


53.1 


51.0 


21.3 


17.2 


1 *1 


18.0 


20.8 


15 


54.8 


56.3 


57.2 


56.1 


18.4 


13.0 


\ 5.4 


13.6 


15.9 


16 


58.0 


57.6 


57.4 


57.7 


18.6 


12.2 


6.4 


13.1 


17.1 


17 


56.9 


56.0 


56.7 


: 56.5 


28.4 


11.2 


12.2 


14.6 


22.3 


18 


57.6 


57.7 


58.4 


57.9 


23.9 


14.9 


9.0 


16.0 


22.7 


19 


58.9 


57.4 


58.2 


58.2 


23.3 


10.5 


12.8 


15.6 


22.6 


20 


59.0 


57.7 


56.6 


57.8 


21.0 


12.7 


; 8.3 


15.6 


21.0 


21 


54.8 


51.7 


50.8 


52.4 


22.9 


10.6 


1 12.3 


13.5 


22.5 


22 


50.4 


48.1 


49.5 


49.3 


22.6 


14.2 


' 8.4 


15.2 


19.8 


23 


51.5 


51.1 


51.1 


51.2 


19.3 


i 12.3 


7.0 


14.2 


18.7 


24 


49.5 


46.8 


44.6 


47.0 


17.6 


i 12.9 


! 4.7 


14.8 


15.9 


25 


43.6 


41.5 


41.0 


1 42.0 


19.4 


12.8 


1 6.6 


18.7 


17.4 


26 


38.6 


38.1 


40.6 


39.1 


19.0 


1 12.1 


6.9 


13.9 


17.6 


27 


45.7 


46.3 


49.1 


47.0 


18.0 


i 9.8 


8.2 


12.5 


17.8 


28 


49.3 


49.0 


48.2 


48.8 


17.9 


10.9 


7.0 


13.4 


16.5 


29 


47.2 


47.8 


47.5 


47.5 


21.0 


1 10.8 


10.2 


14.9 


20.9 


80 


44.2 


42.2 


45.9 


44.1 


17.0 


10.9 


6.1 


15.1 


16.8 


Monats- 


49.7 


48.9 


49.8 


49.3 


22.5 


13.2 


9.3 


15.9 


21.3 


Mittel 





















PENTADEN -ÜBER SICHT 





Luftdruck 


Lufttem 


peratur 


B e w ö 


1 k u n g 


NiederschlE 


P e n t a d e 


















Summe 


Mittel 


Summe 


Mittel 


Summe 


Mittel 


Summe 


31.Mai— 4. Juni 


287.5 


47.5 


87.7 


17.5 


24.0 


4.8 


4.8 


5.- 9. „ 


239.8 


48.0 


106.6 


21.3 


23.7 


i 4.7 


15.3 


10.— 14. „ 


235.6 


47.1 


97.0 


19.4 


40.4 


8.1 


10.0 


15.— 19. „ 


286.4 


57.3 


84.1 


16.8 


32.6 


: 6.5 


35.7 


20.-24. „ 


257.7 


51.5 


82.8 


16.5 


31.0 


6.2 


15.6 


25.-29. „ 


224.4 


44.9 


76.6 


15.3 


44.6 


8.9 


39.0 



Juni 1910. 



4. 



Beobachter Lampe. 

5. 



21 



temperatur 



9p 



Tages- 
mittel 



Absolute Feuchtigkeit 

mm 

■a 2p 9p 



Tages- 
mittel 



Relative Feuchtigkeit 

o/o 



7a 



2p 



9 p , Tages- 
mittel 



Tas: 



U.8 
16.7 

19.5 
20.2 
21.1 

20.1 

20.0 

18..^ 
2Ö.6 
20.6 

18.3 
17.7 
19.4 
17.9 
14.3 

15.1 
16.7 
17.7 
17.6 
15.1 

17.5 
16.2 
15.3 
15.4 
14.2 

13.5 
15.1 
15.5 

15.8 
12.6 

17.1 



15.6 
18.6 
20.0 
20.3 
22.2 

22.1 
20.8 
20.6 
21.4 
22.2 

19.1 
18.1 

19.0 
18.6 
14.5 

15.1 
17.6 
18.5 
18.4 
16.7 

17.8 
16.7 
15.9 
15.2 
14.9 

14.6 
15.1 
15.2 
16.8 
14.3 

17.8 



8.3 
11.1 
10.9 
12.0 
12.1 

12.2 
12.6 
13.6 
13.2 
14.0 

13.5 
13.2 
13.0 
12.9 

9.9 

8.5 
10.3 
11.1 
10.2 

10.5 

7.5 

11.5 
11.8 
10.2 
10.9 

10.5 

7.8 

9.7 

11.6 

11.7 



10.2 
11.7 
14.8 
12.9 
14.5 

12.5 
15.5 
14.1 
13.2 
12.7 

14.3 
12.9 
14.9 
12.9 
10.3 

8.8 
12.7 
12.3 
10.4 

9.6 

9.6 
15.7 

10.6 
11.4 
12.4 

10.3 
9.7 
10.7 
11.1 
11.9 



11.2 12.2 



10.0 
11.4 
12.0 
12.6 
12.7 

13.0 
14.8 
12.3 
13.9 
13.3 

14.1 
12.5 
14.2 
12.5 

9.6 

10.0 

18.4 

9.1 

10.1 

9.0 

9.9 
11.8 

9.8 
12.2 
10.3 

9.2 

8.7 
12.3 
11.6 

9.7 

11.5 



9.5 
11.4 
12.6 
12.5 
13.1 

12.6 
14.3 

13.8 
18.4 
13.3 

14.0 
12.9 
14.0 
12.8 
9.9 

9.1 
12.1 

10.8 

10.2 

9.7 

9.0 
18.0 
10.7 
11.8 
11.2 

10.0 
8.7 

10.9 
11.4 
11.1 

11.6 



77 
78 
82 
84 
75 

67 
69 

86 
84 
83 

98 
96 
90 

84 
86 

76 

84 
82 

77 
80 

65 



85 
94 

90 
72 
86 
92 
91 



55 
52 
50 

59 
53 



55 
53 
44 

70 

72 
85 
71 

77 

61 
64 
60 
51 
52 

48 
94 
66 

85 

84 

68 
64 
76 
61 

88 



83.2 64. 



83 


71.7 


80 


70.0 


71 


67.7 


72 


71.7 


68 


65.3 


74 


62.0 


85 


80.7 


76 


72.8 


77 


71.3 


74 


67.0 


90 


84.3 


83 


83.7 


85 


86.7 


82 


79.0 


79 


80.7 


: 78 


71.7 


; 95 


81.0 


i 61 


67.7 


1 68 


i 65.3 


i 70 


67.3 


67 


60.0 


, 86 


89.7 


i 76 


1 80.0 


93 


j 87.7 


86 


: 88.0 


80 


1 79.3 


68 


i 68.0 


93 


1 85.0 


1 87 


80.0 


! 90 


8?.0 


79.2 


75.8 



1 

2 

3 
4 
5 

6 

7 

8 

9 

10 

11 
12 
13 
14 
15 

16 
17 

18 
19 
20 

21 
22 
23 
24 

25 

26 

27 
28 
29 
30 



Maximum 



I Mh 



am 



Differenz 



Luftdruck .... 
Lufttemperatur . . 
Absolute Feuchtigkeit 
Relative Feuchtigkeit 



759.0 
28.8 
15.7 

98 



20. 

5. 

22 

23. 



738.1 
8.5 
7.5 
44 



26. 
1. 

21. 
10. 



20.9 
20.3 

8.2 
54 



Grösste tägliche Niederschlagshöhe 



Zahl der heiteren Tage (unter 2,0 im Mittel) . . 

„ trüben Tage (über 8.0 im Mittel) . . 
„ „ Sturmtage (Stärke 8 oder mehr) . 
„ „ Eistage (Maximum unter 0^) . . . . 
„ „ Frosttage (Minimum unter 0^) . . . . 

„ Sommertage (Maximum 25.00 oder mehr) 



2 

13 
1 



34.8 am 18. 



28 



Station Wiesbaden. 



Monat 







6 










7. 


Tag 


B e w ö ] 

ganz wolkenfrei ~ 


l k u n ^ 

ganz bewölkt = 10 


W i 11 d 

Richtung und Stärke 
Windstille = Orkan = 12 


7a 


2p 


9P 


Tages- 
mittel 


7a 


2p 9p 


1 
2 

3 
4 
5 


2 

8 
2 

4 
2 


6 

6 

4 

10 

2 


2 
4 
5 

4 

8 


3.3 

6.0 
3.7 
60 

1 4.0 


SW 
E 

S 

NE ' 


2 
2 

1 

2 


SW 2 E 1 

SW 2 1 ... 

SE 1 N 1 
SE 2 : ... 
NE 4 j N 2 


6 
7 
8 
9 
10 


9 

2 

10 






4 
10 
6 
2 
3 


6 

8 
7 
2 
8 


4.0 
6.7 
7.7 
1.3 

1 - 3.7 


NE 

NE 
NE 
NE 
SW 


3 

2 
2 
1 
2 


NE 3 1 NE 2 
E 1 ... 
W 1 NE 1 
NE 2 NE 2 
SW 2 NE 1 


11 
12 
13 
14 
15 


10 
10 
10 
10 
10 


6 

10 
10 

l 
10 


10 
8 
9 

10 
10 


! 8.7 
! 9.3 
! 9.7 
9.0 
1 10.0 


SW 

s' ' * 

NW 
NW 


1 


1 

2 
4 


W 4 E 2 
SW 2 SW 1 
S IN 3 

N 4 SW 3 
NW 3 : N 3 


16 
17 

18 
19 
20 


10 

8 

2 

1 
9 


7 
10 

6 
2 

2 


6 

10 
2 

4 
2 


7.7 
9.3 
3.3 
2.3 
4.3 


NAV 
NW 
NW 
NW 
NW 


3 

2 

2 

2 
2 


NW 4 : N 2 
W 1 : ... 
NW 2 1 NW 2 

W 3 N 3 

NW 3 NW 3 


21 
22 
23 
24 
25 



9 

10 
6 

10 


1^ 

8 
10 
10 



10 

8 
9 
6 


1 0.0 
9.7 

1? 


NW 

SW ' 

S 

SW 


3 

1 
2 
1 


S 3 : ... 
E 1 ' NW^ 2 
SW 2 W 1 
SW 2 ... 
SW 1 ... 


26 
27 
28 
29 
80 


10 
10 
10 
10 

8 


9 
7 

10 
10 

8 


9 

7 
8 
8 
7 


, 9.3 

8.0 
9.3 
9.3 

7.7 


SW 
SW 
SW 
SW 

s 


2 
3 

2 

1 

2 


W 4 W 2 
SW 4 NW 2 

SW 4 i SW 2 
SW 6 ! ... 
SW 2 ! SW 1 




6.5 


6.8 


6.6 


I 6.6 




1.8 


2.5 ; 1.4 
Mittel 1.9 ' 



Zahl der Tage mit: 

Niederschlag mindestens 1,0 »im (#-)(- AA) 

Niederschlag mehr als 0,2qiiii . . ^ „ „ „ 
Niederschlag mindestens 0,1 ™n^ . . ^ „ „ ^ 

Schnee mindestens 0,1 ^^ (-)(-) 

Hagel (A) 

Graupeln (A) 

Tau (-^) 

Reif (^) 

Glatteis («r^s) 

Nebel (=) 

Gewitter (nah K, fern "f) 

Wetterleuchten ( < ) 



Juni 1910. 



Beobachter Lampe. 



29 



Niedersclilag- 

Form unil Zeit 



Höhe 

I der 
Schnee 
decke 
in cm 

7a 




0.7 



0.5 
12.1 

3.0 

8.9 



1 seh. 61-^-62-' 1- 

1 • 2 43(1_5'13 -f ^ 2 653—728 p 



— 


^2 128 — 148^ ^0 149__92ö p 




4.6 


^0 302_308p 




0.0 


— 




5.2 


#11. #on-oft-12a, #0 9iOp- 


— n 


4.4 


#11 






#0 2-23/4 p 




0.4 


#tr. ztw. p 




0.0 


#Oofta 





|2 22B-329, #0 31/2-33,4 P + 41/2-43/4 p 



n, #2i2ö5_i08, S<J-iiO'.._i43p^ #o-isch.oftp 
11, #0 geh. ztw. a, #"•! 12-^7_i2o8 -f ^0 ztw. p 
^ oft a, # 2 seh. 1211—1230, % ztw. p 
n, # ^ 8— 111/2 a fast uiiunterbr. u. später— II ztw. + p 

[ztw. 



|0 seh. ztw. a + #tr. einz. p 

l^sch. p 

1 0-1 seh. oft zw. 5-f 81/2P 

|n, #11— 91/2 a 

|2 1015—1043 a + 423—44:^ p 

Monatssumme. 



K408-7i/vpE-W. 
[_jui 43^^_,5i;qp 
I p.iii9_2i/2p 
l NE-SW 
Tllö«a-4pztw. 



K2 240_33/4p 

[NE-SW 



-^ [SW-NE 

[s 1254-13/4 p 

T2 1138a-123/4p 

[SW-NE 



2 T 416 + 424 p 
[SW-NE 



i 

8 

9 

10 

11 
12 
13 
14 
15 

16 
17 
18 
19 

20 

21 
22 
23 
24 

25 

26 
27 

28 
29 
30 





Wind 


-Verteilung 






7a 


2p 9p 


Summe 


N 


_ 


1 6 


7 


NE 


5 


3 i 4 


12 


E 


1 


2 ; 2 


1 5 


SE 


— 


2 


— 


2 


S 


4 


2 


— 


6 


sw 


9 


11 


4 


24 


w 


— 


5 2 


7 


NW 


s 


4 4 


16 


Still 


3 


- 8 


1 11 



so Station Wiesbaden. 
1. 







Luftdruck 




Teuiperatur-Extreme 








(Barometerstand auf 00 und 


Nonnal- 


(abgelesen 9p) 




Lult- 


Tag 


schwere reduziert) 700 mm _|_ 




OC 






( 


7» 


2p 


9P 


Tages- 


Maxi- 


Mini- 


Diffe- 


7a 


2p 










mittel 


mum 


mum 


renz 






1 


47.0 


47.1 


48.1 ; 


47.4 


18.8 


10.9 


7.9 


12.9 


18.4 


2 


47.6 


46.2 


45.8 ' 


46.5 


19.4 


10.7 


8.7 


13.4 


18.7 


3 


46.1 


46.0 


47.4 


46.5 


18.7 


12.0 


6.7 


13.4 


18.0 


4 


49.2 


49.0 


50.8 


49.7 


17.2 


11.1 


6.1 


12.7 


15.9 


5 


52.8 


51.8 


52.5 1 


52.4 


18.7 


12.3 


6.4 


13.3 


17.5 


6 


48.7 


43.2 


41.3 


44.4 


15.2 


12.3 


2.9 


13.3 


13.5 


7 


45.4 


46.8 


48.1 


46.8 


19.0 


11.3 


7.7 


13.6 


16.7 


8 


49.2 


50.2 


49.5 


49.6 


17.0 


12.8 


4.2 


13.9 


16.7 


9 


49.1 


49.8 


50.1 


49.7 


17.1 


12.8 


4.3 


13.3 


16.9 


10 


49.8 


49.7 


49.5 i 


49.7 


17.1 


13.7 


3.4 


14.6 


16.5 


11 


49.6 


49.6 


50.9 


50.0 


22.5 


14.8 


8.2 


16.7 


20.7 


12 


52.0 


52.2 


52.8 


52.3 


23.1 


11.6 


11.5 


14.8 


22.4 


13 


53.7 


53.6 


54.9 i 


54.1 


25.1 


12.3 


12.8 


15.8 


23.7 


14 


54.6 


53.2 


52.7 ! 


53.5 


22.4 


15.1 


7.3 


17.3 


19.4 


15 


50.8 


48.5 


47.5 


48.9 


24.8 


12.9 


11.9 


15.5 


23.4 


16 


47.6 


47.6 


47.4 


47.5 


26.3 


13.5 


12.8 


16.8 


26.2 


17 


47.7 


47.4 


47.6 


47.6 


26.3 


16.1 


10.2 


20.1 


25.1 


18 


48.1 


49.0 


49.0 


48.7 


23.7 


15.7 


8.0 


18.0 


19.3 


19 


49.2 


48.8 


51.3 


49.8 


22.1 


16.1 


6.0 


17.7 


20.6 


20 


52.0 


51.2 


51.2 1 


51.5 


21.6 


14.8 


6.8 


15.8 


21.1 


21 


50.0 


48.4 


48.8 ! 


49.1 


20.9 


15.3 


5.6 


16.7 


20.7 


22 


48.3 


46.7 


41.4 1 


45.5 


27.7 


17.4 


10.3 


19.4 


27.6 


23 


48.6 


48.5 


50.0 [ 


49.0 


22.6 


14.4 


8.2 


15.9 


18.0 


24 


51.1 


52.1 


52.2 


51.8 


20.6 


12.8 


7.8 


15.9 


20.6 


25 


49.2 


46.5 


46.0 


47.2 


19.3 


11.6 


7.7 


12.8 


19.0 


26 


47.5 


48.2 


51.5 


49.1 


18.8 


10.3 


8.5 


13.1 


18.2 


27 


54.8 


55.1 


54.6 


54.8 


19.6 


12.3 


7.3 


13.1 


18.5 


28 


47.9 


50.3 


48.6 1 


48.9 


23.4 


10.8 


12.6 


14.5 


23.2 


29 


49.0 


48.8 


50.2 


49.3 


23.9 


13.0 


10.9 


15.9 


22.3 


30 


51.0 


49.5 


48.3 


49.6 


^5.0 


16.1 


8.9 


17.5 


23.9 


31 


47.2 


47.6 


47.7 


47.5 


23.0 


17.2 


5.8 


18.8 


19.5 


Monats- 
Mittel 


49.6 


49.2 


49.3 


49.4 


21.3 


13.3 


8.0 


15.4 


20.1 



PENTADEN-UBERSICHT 



P e n t a d e 


Luftdruck 


Lufttemperatur 


Bewölkung 


NiederschlE 




Summe 


Mittel 


Summe Mittel 


Summe 


Mittel 


Summe 


30. Juni— 4. Juli 


234.2 


46.8 


72.2 14.0 


36.8 


7.4 


36.4 


5.- 9. „ 


242.9 


48.6 


72.4 14.1 


45.7 


9.1 


28.4 


10.— 14. , 


259.6 


51.9 


85.6 17.1 


32.7 


6.5 


11.8 


15.— 19. , 


242.5 


48.5 


96.6 19.3 


22.3 


4.5 


9.3 


20.-24. .. 


246.9 


49.4 


92.1 18.4 


39.7 


7.9 


21.4 


25.-2'.». „ 


249.3 


49.9 


81.3 ; 16.3 


36.7 


7.3 


13.1 



Juli 1910. 



Beobachter Lampe. 
5 



31 



temperatur 


Absolute Feuchtigkeit 


Relative Feuchtigkeit 










mm 












Tag 


9p 


Tages- 


7a 


2p 9p ' ''^^.?f^- 


7 a 


2 p 


9 p 


Tages- 




mittel 




rnittel 








mittel 




13.9 


14.8 


8.3 


8.7 


9.7 8.9 


75 


55 


82 


70.7 


1 


14.6 


15.3 


9.7 


9.3 


11.1 10.0 


86 


58 


90 


78.0 


2 


12.0 


13.8 


8.3 


8.9 


9.4 8.9 


73 


58 


91 


74.0 


3 


13.8 


14.0 


9.5 


9.7 


9.5 9.6 


88 


72 


81 


80.3 


4 


14.7 


15.0 


9.0 


10.2 


10.3 9.8 


80 


68 


83 


77.0 


5 


12.3 


12.8 


9.4 


10.1 


10.0 9.8 


83 


88 


95 


88.7 


6 


13.9 


14.5 


10.0 


9.3 


9.6 9.6 


87 


66 


81 


78.0 


7 


14.3 


14.8 


10.0 


9.2 


10.1 j 9.8 


85 


65 


84 


78.0 


8 


15.5 


15.3 


9.5 


11.1 


11.1 i 10.6 


85 


78 


85 


82.7 


9 


15.1 


15.3 


9.7 


10.4 


11.0 10.4 


78 


74 


86 


79.3 


10 


15.5 1 


17.1 


11.5 


12.8 


11.8 


12.0 


81 


71 


90 


80.7 


11 


16.4 


17.5 


11.1 


12.2 


12.0 


11.8 


89 


61 


86 


78.7 


12 


16.8 


18.3 


11.9 


13.6 


13.5 


13.0 


89 


63 


95 


82.3 


13 


16.5 


17.4 


13.3 


14.5 


13.1 


13.6 


91 


87 


94 


90.7 


14 


17.7 


18.6 


12.3 


14.5 


12.9 \ 13.2 


93 


68 


86 


82.3 


15 


19.1 


20.3 


12.5 


13.7 


12.8 13.0 


88 


55 


78 


73.7 


16 


19.7 


21.2 


12.4 


16.1 


14.8 14.4 


71 


69 


87 


75.7 


17 


17.7 


18*2 


13.4 


14.0 


14.3 13.9 


87 


84 


95 


88.7 


18 


17.5 


18^3 


12.4 


14.2 


11.2 \ 12.6 


82 


79 


75 


78.7 


19 


17.5 


18.0 


10.5 


10.4 


10.6 


10.5 


79 


56 


71 


68.7 


20 


19.3 


19.0 


12.7 


12.9 


14.0 


13.2 


90 


72 


84 


82.0 


21 


20.9 


22.2 


14.2 


15.1 


16.0 


15.1 


85 


55 


87 


75.7 


22 


14.8 


15.9 


10.5 


12.1 


11.1 


11.2 


78 


79 


89 


82.0 


23 


15.7 


17.0 


10.2 


9.7 


• 10.2 


10.0 


76 


54 


77 


69.0 


24 


14.7 


15.3 


10.5 


11.7 


11.6 


11.3 


96 


72 


93 


87.0 


25 


14.4 


15.0 


9.1 


8.4 


8.7 8.7 


82 


54 


72 


69.3 


26- 


13.3 


14.6 


9.4 


10.1 


10.1 i 9.9 


85 


63 


89 


79.0 


27 


16.7 


17.8 


9.9 


10.9 


12.1 11.0 


81 


52 


85 


72.7 


28 


18.0 


18.6 


12.0 


13.0 


14.7 13.2 


89 


65 


96 


83.3 


29 


18.5 


19.6 


13.7 


13.0 


13.7 1 13.5 


92 


60 


86 


79.3 


30 


18.7 


18.9 


14.4 


15.9 


14.6 


15.0 


89 


94 


91 


91.3 


31 


16.1 


16.9 


11.0 


11.8 


11.8 


11.5 


84.3 


67.6 


85.6 


79.3 







Maximum am 


Minimum am 


Differenz 


Luftdruck 

Lufttemperatur . . . 
Absolute Feuchtigkeit . 
Relative Feuchtigkeit . 


755.1 27. 
27.7 i 22. 
16.1 ( 17.- 
96 25. 29. 


741.3 i 6. 
10.3 26. 
8.3 1. 3. 

52 28. 


13.8 
17.4 

7.8 
44 


Grösste tägliche Niedersc 


hl ao-cVinliP 


17.1 am 7. 






Zahl der heiteren Tage (i 

„ „ trüben Tage (ül 

„ „ Sturmtage (Star 

,, „ Eistage (Maximi 

„ Fiosttage 'Mini 

,. Sommertage (M 


unter 2,0 im Mittel) 

)er 8,0 im Mittel) 

kp S ndpr iTiplir) .... 


1 
12 


im unter 00) . 


^ximum 25,0'> oder mehr) . . . 


5 


1 



.-79 



Station W i e s b a dt 





Bewölkung 






W i 11 (1 

Richtung und Stärke 


Tag 


ganz wolkenfrei = ganz bewölkt = 10 


Windstille = Orkan = 12 


7a 2P 


9P 


Tages- 
mittel 


7a 


2p 9 p 


1 


10 


6 


4 


6.7 


SW 


2 


SW 3 


SW 1 


2 


10 


7 


9 


8.7 


SW 


3 


W 3 


NW 1 


3 


4 


4 


7 


5.0 


SW 


4 


W 4 


SW 1 


4 


10 


8 


8 


8.7 


SW 


2 


NW 1 


NW 1 


5 


10 


8 


8 


8.7 


W 


2 


NW 3 


NW 2 


6 


10 


10 


10 


10.0 


W 


2 SW 1 


E 2 


7 


6 


7 


8 


7.0 


NW 


3 


NW 4 


NW 3 


8 


10 


10 


10 


10.0 


N 


2 


W 2 


SW 3 


9 


10 


10 


10 


10.0 


W 


3 


W 2 


W 2 


10 


9 


10 


10 


9.7 


NW 


1 


NW 2 


NW 1 


11 


9 


7 


4 


6.7 


NW 


2 


N 1 


... 


12 


2 


8 





8.3 


N 


1 


SE 1 


NE 2 


13 


1 


10 


10 


7.0 


NE 


2 


... 


... 


14 


9 


9 





6.0 


NE 


2 NE 1 


N 1 


15 


1 


6 


2 


3.0 


NE 


1 E 2 


E 2 


16 


1 


1 





0.7 


E 


2 : NE 2 


NE 1 


17 


2 


6 


8 


5.3 


. 


; SE 2 


SW 4 


18 


2 


8 


8 


6.0 




' NW 3 


SW 1 


19 


7 


7 


S 


7.3 


SW 


2 W 3 


... 


20 


10 


8 


9 


9.0 


w 


2 


W 3 


W 2 


21 


10 


10 


10 


10.0 


w 


3 


SW 3 


SW 3 


^^2 


4 


8 


10 


7.3 


SW 


3 SW 3 


SW 2 


23 


4 


10 


6 


6.7 


SW 


4 SW 1 


SW^ 2 


24 


7 


5 


8 


6.7 


SW 


3 


W 3 


W 3 


25 


10 


10 


10 


10.0 


w 


2 


SW 3 


SW 3 


26 


4 


5 


8 


5.7 


SW 


3 


W 4 


W 3 


27 


10 


6 


4 


6.7 


SW 


2 


W 2 


W 2 


28 


5 


4 


4 


4.3 


E 


1 


S 2 


E 2 


29 


10 


10 


10 


10.0 


E 


1 


SW 2 


E 1 


30 


10 


4 


3 


5.7 


SE 


1 


SE 1 


SE 1 


31 


10 


10 


6 


8.7 


SE 


1 


SE 1 


SW 1 




7.0 


7.5 


6.8 


7.1 




2.0 


2.2 
Mittel 2.0 


1.7 



Zahl der Tage mit: | 


Niederschlag mindestens 1,0 mm . . (# ^ A A) 


15 


Niederschlag mehr als 0,2 ^im 






19 


Niederschlag mindestens 0.1 mm. 






20 


Schnee mindestens 0,1 mm . , 




• . . m 


— 


Hagel 






• . • (A) 


— 


Graupeln .... 










• . . (A) 


— 


Tau 










. . . (-^) 


8 


Reif 










...(--) 





Glatteis .... 










. . . ((Tvf)) 





Nebel .... 










...( = ) 


— 


Gewitter .... 






(nah K, fern T) 


4 


Wetterleuchten 






(<) 


1 



Juli 1910. 



Beobachter Lampe. 



33 



edersclilag 



Form und Zeit 



Höhe 

[ der 
Schnee- 
I decke 
I in cm 

i 7» 




1.7 
17.1 

0.1 
5.5 



0.3 
1.7 
3.3 
2.6 



0.0 
1.9 



^Osch.330— 3-Wp 

^Oztw. zw. S— 9 a, #2sch. 11''*' a— 1210 p, # seh. ztw. p 

)n, #0 geh. ztw. a -f- p 

l'^'isch. ztw. a 

) 2 seh. 210—224 p 

)n, #oimitger.Unterbr.— II, #o- 1 desgl.- III-IO1/2P 
jOztw. a 
)0Y..Si,4oft— 7V2P 



)0 1020—1030 a, i 

)n, #0 123_128. 



1 205—230^ ^ 2 303— 33/ j p 
^2 149_155, ^0 156_159p 



^ [NE-SW 

uf^ll49_415p 
107-31/2 p 

^ [NE— SW 



|0 zw. 93/4 + 101/4 p 

,2 124_136 p -^ ^Osch. ztw.— 6 p 

ii-2sch.ofta— II 



< 2 i. N. + E. 93/4—11 p, um 11 p fortdauernd 
144-1/2 6 p 

[SW— NE 



in. #0 oft a + nach 8—9 p 

• n, #Oztw. p. #i-2sch. 945— 101/4 p 

in, #Oztw.— II— III 

[#1-91/2 p, #0 9i/2_ioi/2p 
i einz. zw. 6 — 61, 2 p, # 1 ' 2 seh. v. 73/4 — III oft + später 

|i seh. 220—227 4- 333—338 p 



|Ofrüh, #0-1 313—340 _^ 

|n 

|0 + ztw. #iv. 71/2— 10a, 

Monatssumme. 



iOeinz. v. 7 p — III 

1 010— 1135 a, #o_|_ztw. #1 
[fast ununterbr. 138_340 p 



1 Blitz u. Donner 

[903 aSE 



1 

2 
3 
4 
5 

6 

7 

8 

9 

10 

11 
12 
13 
14 
15 

16 
17 

18 
19 
20 

21 
22 
23 
24 
25 

26 

27 
28 
29 
30 
31 





^Vind- 


\' e r t e i 1 u n g 


. 




7a 


2p 9p 


Summe 


N 


2 


1 1 


4 


NE 


3 


2 


2 


7 


E 


3 


1 


4 1 


8 


SR 


2 


4 


1 


7 


S 


— 


1 


— 


1 


SW 


10 


7 


10 


27 


w 


6 


9 15! 


20 


NW 


3 


■ 5 1 5 1 


13 


Still 


2 


1 ! 3 1 


6 



Jahrb. d. nass. Ver. f. Nat. 64. Meteorol. Beobacht. 



34 


Station W 

1 


es baden. 




o 




Monat 

3. 






Luftdruck 




Temperatur-Extreme | 




Luft- 




(Barometerstand auf 0" und 


Normal- 


(ab, 


3-elesen 9P) 




Tag 


schwere reduziert) 700 mm -\- | 




oc 






o< 


7a 


2 p 


9p 


Tages- 


Maxi- 


Mini- II 


Diffe- 


7a 


2 p 










mittel 1 


mum 


mum i 1 


renz 






1 


50.1 


49.9 


50.4 


50.1 


24.b 


16.1 


S.7 


17.7 


23.8 


2 


49.5 


47.8 1 


48.1 


48.5 


26.4 


12.9 


13.5 


15.1 


24.1 


3 


49.6 


48.4 1 


48.5 


48.8 


24.4 1 


14.9 


9.5 


16.2 


22.1 


4 


46.2 i 


44.7 


44.3 


45.1 


25.0 


13.4 


11.6 


15.3 


21.7 


5 


45.8 


47.1 


48.2 


47.0 


20.4 


14.4 


6.0 


15.7 


18.7 


6 


49.4 


50.9 i 


52.0 1 


50.8 


19.2 


11.7 


.7.5 


13.8 


16.8 


7 


52.3 


51.8 


51.2 


51.8 


20.7 


11.7 


9.0 


14.8 


19.2 


8 


50.5 


49.1 


48.8 


49.5 


22.1 


9.5 


12.6 


12.4 


20.7 


9 


47.9 


46.7 


47.0 


47.2 


24.9 


11.1 


13.8 


13.7 


22.2 


10 


48.1 


48.6 


49.9 


48.9 


23.9 


13.9 ! 


10.0 


17.3 


22.6 


11 


51.8 


52.3 


54.3 


52.8 


23.8 


12.9 


10.9 


16.4 


21.7 


12 


56.4 


55.6 


55.3 


55.8 


25.2 


12.2 


13.0 


14.5 


23.0 


13 


53.3 


54.5 


55.3 


54.4 


22.1 


14.8 


7.3 


18.6 


20.6 


14 


55.7 


54.9 


58.9 


54.8 


21.1 


14.1 


7.0 


14.9 


19.8 


15 


51.9 


50.1 


51.8 


51.3 


25.4 


12.8 


13.1 


15.1 


24.2 


16 


54.9 


55.3 


56.4 


55.5 


25.0 


13.2 


11.8 


15.7 


22.9 


17 


56.7 


55.3 


54.8 


55.6 


24.4 


11.8 


12.6 


14.0 


23.2 


18 


54.1 


52.9 


53.1 


53.4 


26.2 


12.7 


13.5 


15.1 


25.1 


19 


51.6 


50.0 


51.9 


51.2 


23.1 


14.4 


8.7 


16.7 


22.3 


20 


54.5 


54.1 


54.9 


54.5 


25.1 


13.2 


11.9 


16.0 


24.3 


21 


53.7 


51.6 


50.7 


52.0 


28.7 


15.6 


' 13.1 


17.9 


27.7 


22 


49.6 


50.0 


51.5 


50.4 


21.7 


14.6 


7.1 


15.1 


19.3 


23 


53.4 


52.4 


52.5 


52.8 


19.3 


12.7 


6.6 


14.1 


18.9 


24 


52.7 


1 52.0 


52.0 


52.2 


19.4 


11.0 


8.4 


12.9 


18.9 


25 


53.1 


54.0 


54.6 


53.9 


20.0 


14.0 


6.0 


14.7 


19.4 


26 


53.1 


49.6 


48.5 


50.4 


23.3 


11.3 


: 12.0 


18.0 


23.1 


27 


50.8 


52.5 


53.7 


52.3 


19.8 


12.1 


7.7 


14.9 


19.3 


28 


52.7 


50.0 


48.7 


50.5 


20.8 


88 


1 11.5 


10.9 


19.9 


29 


49.0 


49.3 


50.9 


■ 49.7 


20.5 


12.0 


8.5 


14.0 


19.5 


30 


53.1 


53.4 


55.3 


53.9 


21.5 


18.8 


: 7.7 


15.0 


20.9 


31 


57.1 


57.6 


58.3 


57.7 


19.1 


11.8 


7.3 


13.1 


16.7 


Monats- 
Mittel 


51.9 


51.3 


51.8 


51.7 


22.8 


12.9 


9.9 


15.0 


21.4 



P E N T A D E N - U B E R S I C H T 





Luftdruck 


Lufttemperatur 


B e w ö 


1 k u n g- 


Niedersclilas 


P e n t a d e 


















Summe 


Mittel 


Summe 


Mittel 


Summe 


1 Mittel 


Summe 


SO.Juli— 3.Aug. 


244.5 


48.9 


94.4 


18.9 


33.1 


6.6 


16.2 


4.- 8. „ 


244.2 


48.8 


79.9 


16.0 


30.7 


6.1 


7.1 


9.— 18. „ 


259.1 


51.8 


90.7 


18.1 


19.6 


; 3.9 


0.7 


14.— 18. . 


270.6 


54.1 


89.0 


17.8 


18.3 


3.7 


5.2 


19.-23. „ 


260.9 


52.2 


92.0 


18.4 


31.3 


6.3 


5.7 


24.-28. , 


259.3 


51.9 


78.3 


i 15.7 


31.4 


6.3 


23.5 


29.- 2. Sept. 


275.4 


55.1 


75.0 


' 15.0 


37.7 


7.5 


7.2 



August 1910. 



Beobachter Lampe. 
5. 



35 



temperatiir 



9p 



Tages- 
mittel 




Relative Feuchtigkeit 

o/o 



2p 



9P 



Tages- 
mittel 



Tasr 



16.4 
19.3 
16.6 
15.5 
15.1 

14.9 
14.1 
15.5 
17.0 
17.2 

16.7 
19.9 
15.0 
15.1 
19 2 

16.1 
15.5 
17.3 

18.3 
17.8 

21.7 
16.9 
14.0 
14.0 
14.4 

17.6 
12.1 
14.9 
15.7 
15.7 
14.2 

16.2 



18.6 
19.4 
17.9 
17.0 
16.2 

15.1 
15.6 
16.0 
17.5 

18.6 

17.9 
19.4 
17.3 
16.2 
19.4 

17.7 
17.0 

18.7 
18.9 

18.7 

22.2 

17.0 
15.2 
15.0 
15.7 

17.8 
14.6 
15.2 
16.2 
16.8 
U.6 

17.2 



11.5 
11.5 
11.4 
11.6 
11.8 

10.0 
9.9 
9.2 

10.3 

9.8 

9.5 
10.6 
11.8 
10.1 

9.8 

11.3 
10.2 
10.8 
12.4 
10.8 

13.4 

10.8 
9.6 
9.8 

10.1 

10.2 

9.0 

8.5 

11.2 

11.3 

10.4 

10.6 



11.4 

18.4 

9.5 

9.9 

9.3 

11.9 

10.6 

9.2 

11.4 

9.6 

10.8 
11.7 
9.3 
10.3 
18.2 

10.1 
10.5 
11.6 
11.8 

9.2 

14.5 
10.8 

9.5 
8.3 
8.9 



13.2 


7.6 


9.9 


18.8 


9.7 


10.0 


10.6 



11.7 
14.1 
11.6 
10.9 
10.0 

10.4 
10.2 
10.6 
11.5 

9.8 

11.4 
11.5 

10.8 
10.3 
13.4 

11.0 
11.1 
12.8 
13.8 
12.6 

15.5 

10.4 
10.2 
11.2 

10.8 

14.4 

8.8 

9.7 

12.7 

11.0 

10.2 

11.4 



11.5 
18.0 
10.8 

10.8 
10.2 

10.8 

10.2 

9.7 

11.1 

9.7 

10.6 
11.8 
10.6 
10.2 
12.1 

10.8 
10.6 
11.6 
12.5 
10.9 

14.5 

10.7 

9.8 
9.8 
9.9 

12.6 
8.5 

9.4 
12.4 
10.7 
10.2 

10.9 



76 
90 

88 
89 

85 

86 
80 
87 
89 
67 



8/ 
74 
81 
76 

85 
86 
85 
88 
80 

88 
85 
80 
89 

82 

93 
71 

89 
95 
89 
94 



52 
60 
48 
51 
58 

83 
68 
51 
57 

48 

57 
56 
51 
60 
59 

49 
49 
50 
56 
41 

53 

64 
58 
52 
53 

63 



84 
85 
82 
83 
78 

83 
86 
81 
80 
67 

80 
66 
85 
81 
81 

81 
85 
84 
88 
86 

80 
73 
86 
95 
90 

96 



70.7 
78.8 
71.0 
74.8 
73.7 

84.0 
76.3 
78.0 
75.8 
60.7 

68.7 
69.7 
70.0 
74.0 
72.0 

71.7 
78.3 
73.0 
77.3 
69.0 



88.8 



46 


84 


57 


77 


80 


96 


52 


88 


70 


85 


56.4 


82.9 



73.7 


21 


74.0 


22 


74.7 


23 


78.7 


24 


75.0 


25 


84.0 


26 


67.0 


27 


74.3 


28 


90.3 


29 


74.7 


80 


88.0 


31 



74.4 



1 

2 
3 
4 
5 

6 

7 

8 

9 

10 

11 
12 
13 
14 
15 

16 
17 

18 
19 

20 





Maximum am 


Minimum am 


Differenz 


Luftdruck 

Lufttemperatur 
Absolute Feuchtigkeit . 
Relative Feuchtigkeit 


ib^:^ 81. 
28.7 2r. 
15.5 21. 
96 26. 29. 


744.8 4. 

8.8 28. 

7.6 i 27. 

41 20. 


14.0 
19.9 
7.9 
55 


Grösste tägliche Niedersc 


Vil>i csllÖllP 


15.2 ara 27. 






Zahl der heitereu Tage (unter 2,0 im Mittel) 

„ trüben Tage (über 8,0 im Mittel) i 

„ Sturmtage (Stärke 8 oder mehr) . .... 

„ Eistage (Maximum unter 0^) 

„ Frosttage (Minimum unter 00) 

„ Sommertage (Maximum 25.00 oder mehr) . . . 


2 
6 

_ 



36 



Station Wiesbaden. 



Monat 



Tag 


Bewölkung 

ganz wolkenfrei = ganz bewölkt = 10 


Wind 

Eichtung und Stärke 
Windstille = Orkan = 12 


7a 2p 9p 


Tages- 
mittel 


7a 


2p I 9p 


1 
2 
8 
4 
5 


6 

3 

4 

10 

10 


7 
8 
6 

7 
8 


2 
10 
10 


4 


5.0 
7.0 

6.7 

5.7 
7.3 


SW 
NW 
SW 
NW 
W 


1 

2 
1 
1 
3 


SW 1 NW 1 

E 1 ... 
NW 2 NW 1 
NW 8 NW 2 

W 2 j NW 1 


6 

7 

8 

9 

10 


6 

8 





10 

10 

6 

4 

1 


10 
2 
1 



ö 


8.7 
6.7 
2.3 
1.8 
0.8 


SW 
SW 
NW 

N 
NE 


1 

1 
1 
1 
1 


W 1 1 W 1 
NW 3 NW 2 

N 1 ... 
NE 8 NE 2 
NE 2 NE 2 


11 
12 
18 
14 
15 


4 

8 
5 



7 
9 
6 
6 





10 

10 



6 


8.7 
6.8 

1 8.0 
3.7 

i 2.0 


N 

NW 

W 

NW 

NE 


1 
1 
3 

2 

3 


S 2 N 3 ' 
W 2 SW 1 
W 4 NW 2 
N 3 : NE 2 
SE 3 : NW 4 


16 
17 

18 
19 
20 


4 

4 

10 

10 

6 


4 

4 

4 

10 




4 
2 
2 

8 



4.0 
3.3 
5.3 
9.3 
2.0 


W 
W 

SW 

w 
w 


1 
1 
2 
1 
3 


SW 2 1 ... 
SW 2 ! SW 1 
W 2 i W 1 
SW 4 W 2 
W 4 ... 


21 
22 
23 
24 
25 


2 
10 

8 
8 
8 


2 

6 

8 
9 

8 


6 
10 

8 
10 

2 


: 3.3 

8.7 

8.0 

9.0 

' 6.0 


w 

w' ' 

SW 

SW 


2 

2 
2 
2 


W 4 ... 
SW 2 SW 1 
W 3 W 2 
SW 2 SW 1 
W 2 W 2 


26 

27 
28 
29 
30 
81 


2 
6 
9 

10 

10 

6 


8 
4 
8 
9 
6 
10 


10 

2 


10 


10 


, 6.7 
4.0 

5.7 

9.7 

1 5.3 

! 8.7 


SW 
SE 
E 
SW 

w 



3 
2 
1 
2 
2 


W 2 S 1 
W 8 W 2 
SE 3 E 2 
SW 1 SW 1 
SW 4 ... 
NW 3 SE 1 




5.7 


6.8 


4.8 


i 5.6 




1.6 


2.5 1-8 
1 Mittel 1.8 



Zahl der Tage mit: 

Niederschlag mindestens 1,0 mm . . (# ^ A A) 
Niederschlag mehr als 0,2™iii ......,,. 

Niederschlag mindestens 0,1 ^^^ . . ^ „ . ^ 

Schnee mindestens 0.1 ™"^ (-)(-) 

Hagel (A) 

Graupeln (A) 

Tau i-c^) 

Reif (^) 

Glatteis (s^) 

Nebel ( = ) 

Gewitter (nah K. fern T) 

Wetterleuchten ( < ) 



10 
16 
17 



August 1910. 



Beobachter Lampe. 



Niederschlag 



Form und Zeit 




n 

tr. einz. 533 p— III, #o in—i^ 

11, #o-i823p-III + später 

n 

n 



i^-fztw. #Uli5a-II, #0 11-21/2 + #0 einz. 53/4-71/2 p 
lOeinz. zw. 103/4+ lli/.a 



1 ztw. 933 p + später— n 

in. #tr. einz. p, f. ^051*— III ztw. -f später— 11 p 



,0 5^2_623. ^2 63;3_64äp 



iO .520—61/2 p, 0tr. einz. zw. 8*0 p -f III 

iOzw. 530-f 630 p 

in, #oi_iOa, #0-1 ztw. p 

|Ozw. 6 + 7p 

)0-ioftzw.4i/2 + 8i/2P 

)n 

»Oztw.p, #1-^ 855—931,, 



|n, #tr. ztw. zw. 11 a — II, 

|n 

|n, #oii4-ztw.— Ill 

Monatssumme. 



i^oftp 



f^ 1.515— 7 p 
[SW-NE 



-c^ T 5-^1 p 



K2 843-91,2P 



1 

2 

3 
4 
5 

6 
7 
8 
9 
10 

11 
12 
13 
14 
15 

16 
17 
18 
19 
20 

21 
22 
23 

24 
25 

26 
27 

28 
29 
30 





Wind 


■Verte 


i 1 u n g 


. 




7a 


2P "^ 


9P 


Summe 


N 


2 


2 


1 


5 


NE 





2 


3 


7 


E 


1 


1 


1 


3 


SE 


1 


2 


1 


1 4 


S 


— 


1 


1 


2 


sw 


9 


8 


5 


22 


w 


9 


11 


6 


26 


NW 


5 


4 


7 


16 


Still 


2 


— 


^ 


^ 



S8 Station Wiesbaden. 
1. 







Luft d ruck 




Temyeratur-Extreuie | 








(Barometerstand auf 00 und 


Normal- 


(abgelesen £ 


P) 




Lnft- 


Tag 


schwere reduziert) 700 mm _|- | 


_ oc 






( 


7a ' 


2p ' 


9p 


Tages- 


Maxi- 


Mini- ' 


Diffe- 


7a 1 


2 p 










mittel 


mum 


mum 


renz 






1 


58.1 


57.1 


57.0 \ 


57.4 


17.0 12.4 


4.6 


13.2 


16.1 


2 


56.8 


56.5 


56.7 


56.7 


17.6 11.7 


5.9 


12.3 


17.5 


3 


55.3 


52.1 


52.1 1 


53.2 


17.4 8.2 


9.2 


10.2 


15.3 


4 


50.1 


47.4 


48.5 


48.7 


15.0 10.2 


4.8 


10.9 


13.9 


5 


48.8 


49.4 


50.6 j 


49.6 


18.3 11.1 


7.2 


11.9 


17.0 


6 


51.7 


52.3 


53.0 1 


52.3 


17.8 12.7 


5.1 


13.4 


17.1 


7 


53.8 


53.3 


53.4 i 


53.5 


17.0 12.6 


4.4 


13.9 


16.7 


8 


53.9 


53.8 


53.9 1 


53.9 


19.1 12.9 


6.2 


13.3 


18.7 


9 


53.4 


53.4 


54.1 t 


53.6 


16.9 10.6 


6.3 


11.7 


15.6 


10 


54.3 


53.8 


54.2 1 


54.1 


U'.4 12.5 


6.9 


13.9 


19.2 


11 


53.7 


53.2 


53.2 ! 


53.4 


19.3 8.8 


10.5 


10.0 


19.0 


12 


53.0 


51.7 


51.7 1 


52.1 


19.6 9.3 


10.3 


10.5 


19.4 


13 


50.3 


50.6 


52.1 


51.0 


15.5 11.5 


4.0 


14.0 


13.4 


14 


51.7 


52.8 


52.9 


52.5 


16.2 9.4 


6.8 


10.8 


15.4 


15 


53.0 


53.3 


55.1 ; 


53.8 


21.6 10.9 


10.7 


11.6 


21.1 


16 


57.1 


57.6 


59.0 


57.9 


201 10.1 


10.0 


10.9 


19.7 


17 


61.0 


61.6 


62.5 


61.7 


16.4 8.3 


8.1 


9.5 


16.1 


18 


61.7 


59.8 


57.7 


59.7 


18.3 


6.7 


11.6 


7.3 


17.9 


19 


55.4 


52.7 


51.9 


1 53.3 


17.4 


8.7 


8.7 


10.7 


17.3 


20 


50.5 


51.9 


53.1 


51.8 


13.8 


9.0 


4.8 


12.8 


11.4 


21 


55.4 


56.2 


58.4 


! 56.7 


12.5 


6.6 


5.9 


7.6 


11.6 


22 


59.1 


59.5 


60.1 


: 59.6 


12.0 


6.8 


5.2 


8.1 


11.9 


23 


60.3 


59.6 


59.4 


i 59.8 


14.5 


6.2 


8.3 


8.0 


14.4 


24 


58.8 


57.7 


57.9 


58.1 


15.7 


6.9 


8.8 


8.2 


15.5 


25 


58.7 


58.5 


58.7 


; 58.6 


16.4 


10.7 


5.7 


12.0 


15.9 


26 


58.5 


57.1 


57.4 


57.7 


17.7 


8.3 


9.4 


9.5 


17.6 


27 


57.7 


57.7 


57.7 


57.7 


16.6 


7.8 


8.8 


9.1 


16.1 


28 


58.0 


56.7 


56.1 


56.9 


18.4 


8.3 


10.1 


8.6 


18.3 


29 


54.8 


53.3 


, 52.3 


53.5 


18.3 


8.8 


9.5 


10.2 


17.9 


30 


52.5 


53.7 


56.4 


54.2 


17.1 


10.9 


6.2 


12 4 


16.9 


Monats- 
Kittel 


5.5.2 


54.8 

1 


55.2 


55.1 


17.1 


9.6 


7.5 


10.9 


16.5 



PENTA DEN- ÜBERSICHT 





Luftdruck 


Lufttemperatur 


B e w ö 1 k u n 2^ 


Niedersclil 


















Summe 


Mittel 


Summe Mittel 


Summe 


Mittel 


Summe 


3.— 7. Sept. 


257.3 


51.5 


69.0 13.8 


39.7 


7.9 


8.3 


^.-12. ; 


267.1 


53.4 


72.0 14.4 


27.3 


5.5 


0.4 


13.— 17. „ 


276.9 


55.4 


68.4 13.7 


25.0 


5.0 


10.3 


18.— 22. , 


281.1 


56.2 


56.4 11.3 


36.0 


7.2 


7.5 


23.-27. - 


291.9 


58.4 


59.6 11.9 


28.6 


5.7 


0.0 


28.— 2. Okt. 


27'«.2 


55.6 


67.6 13.5 


24.1 


4.8 


8.5 



September 1910. 



Beobachter Lampe. 39 

5 



temperatur 


Absolute Feuchtigkeit 


Relative Feuclitigkeit 






mm 


0, 





ages- 
littel 


Tag 


9P l'Si- 


^^ 2V 9V j'^es- 


7a 


2p 


9P !t 

n 


13.6 14.1 


9.1 


9.9 


9.5 ' 


9.5 


81 


73 


82 


78.7 


1 


11.7 13.3 


9.1 


8.0 


9.2 ; 


8.8 


87 


54 


91 


77.3 


2 


13.0 12.9 


8.4 : 


11.4 


9.2 ; 


9.7 


91 


88 


83 


37.3 


3 


12.0 12.2 


8.5 ' 


9.3 


8.9 


8.9 


89 


79 


86 


B4.7 


4 


14.5 14.5 


9.4 


9.4 


10.1 i 


9.6 


91 


65 


83 


79.7 


5 


14.4 1 U.S 


9.5 1 


10.3 


10.8 


10.2 


83 


71 


90 


81.3 


6 


13.8 14.6 


9.1 


9.9 


9.9 


9.6 


77 


69 


85 


77.0 


7 


13.3 ! 14.6 


9.2 i 


8.8 


9.9 1 


9.3 


81 


55 


88 


74.7 


8 


13.7 13.7 


8.6 


10.0 


10.3 1 


9.6 


85 


76 


89 


83.3 


9 


13.6 ] 15.1 


10.6 : 


9.6 


10.1 


10.1 


91 


58 


88 


79.0 


10 


12.8 1 13.6 


8.6 ^ 


9.3 


9.3 ' 


9.1 


94 


57 


86 


79.0 


11 


15.0 15.0 


9.0 


9.0 


10.4 


9.5 


95 


54 


82 


77.0 


12 


11.5 ' 12.6 


9.5 


9.9 


8.5 


9.3 


80 


87 


85 


84.0 


13 


14.0 13.6 


8.7 


9.4 


11.4 


9.8 


90 


72 


96 


86.0 


14 


16.9 16.6 


9.8 


11.3 


11.7 


10.9 


97 


62 


82 


80.3 


15 


13.4 i 14.4 


8.7 


8.3 


8.5 


8.5 


90 


49 


75 


71.3 


16 


9.7 11.2 


8.1 


8.5 


8.0 


8.2 


92 


62 


89 


81.0 


17 


12.7 , 12.6 


7.2 


9.3 


9.4 


8.6 


94 


61 


87 


80.7 


18 


13.7 13.8 


8.6 


11.4 


11.0 


10.3 


91 


78 


95 


88.0 


19 


10.2 11.2 


9.1 


8.4 


7.2 


8.2 


83 


84 


78 


81.7 


20 


7.1 8.4 


6.6 


6.4 


6.4 


6.5 


85 


63 


86 


78.0 


21 


10.8 ' 10.4 


6.5 


7.4 7.4 


7.1 


81 


72 


76 


76.3 


22 


11.6 ; 11.4 


7.2 


7.5 


9.2 


8.0 


90 


61 


91 


80.7 


23 


11.3 11.6 


7.7 


8.3 


7.9 


8.0 


94 


63 


79 


78.7 


24 


10.7 1 12.3 


9.1 


9.2 


7.9 


8.7 


88 


67 


" 83 


79.3 


25 


10.6 


12.1 


7.2 


9.0 


8.7 


8.3 


82 


61 


! 92 


78.3 


26 


11.8 


12.2 


8.3 


10.9 


9.7 


9.6 


96 


80 


95 


90.3 


27 


11.9 12.7 


8.1 


10.1 


9.5 


9.2 


98 


64 


93 


85.0 


28 


13.2 13.6 


8.6 


11.8 


10.9 


10.4 


93 


77 


97 


89.0 


29 


12.0 


13.3 


10.3 


13.1 


I 10.2 


11.2 


97 


92 


98 


95.7 


30 


12.5 ' 13.1 


8.6 


9.5 


9.4 


9.2 


88.9 


68.5 


87.0 


81.4 






Maxhmim am 


Minimum 


am 


Diife 


renz 


Luftdi-uck 


762.5 17. 


747.4 ' 


4. 


15 


.1 


Lufttemperatur . . . 


21.6 15. . 


6.2 


23. 


15 


.4 


Absolute Feuchtigkeit . 


13.1 30. 


6.4 


21. 


6 


. t 


Relative Feuchtigkeit . 


98 28. 30. 


49 ; 


16. 


49 




Grösste tägliche Niederschlagshöhe 


6.8 am 


14. 




Zahl der heiteren Tage (unter 2,0 im Mittel) 


4 






„ trüben Tage (über 8,0 im Mittel) 


8 






„ „ Sturmtage (Stärke 8 oder mehr) 


— 






,. „ Eistage (Maximum unter O^j . \ 


— 






,, „ Frosttage (Minimum unter 0^) i 


— 






,. Sommertage (Maximum 25,00 oder mehr) ... 


— 







40 



Station Wiesbaden. 







6 








7. 




Tag- 


Bewö 

ganz wolkenfrei = 


l k u )i g 

ganz bewölkt = 10 


Wind 

Richtung und Stärke 
Windstille = Orkan = 12 


7a 


2P 


9p 


Tages- 
mittel 


7a 


2p 9p 


1 
2 

3 
4 

5 


8 
10 
10 

7 
8 


6 

8 

8 

10 

7 


10 

8 
6 
6 


8.0 
6.0 

8.7 
7.7 
7.0 


NW 1 
NW 2 
SW 1 
SW 3 
E 1 


NW 1 
NW 2 
SW 2 
W 4 
NE 1 


NW 3 
NW 1 
NW 2 

NW 2 
NW 2 


6 

7 

9 
10 


9 

7 

10 

9 

8 


10 
9 
9 

10 

9 


6 
8 
4 
6 
2 


8.3 
8.0 
7.7 
8.3 
6.3 


E 2 
NW 3 
NE 2 
NW 3 
NE 1 


NW 2 
NW 2 
NW 2 
NW 4 
NW 3 


NW 1 
NW 1 

NW 1 

NW 2 

. . . 


11 
12 
13 
14 
15 




2 

10 
9 
2 


5 
2 

10 
9 
2 




6 

6 

10 

6 


1.7 
3.3 

8.7 
9.3 
3.3 


SW 2 
N 1 

W 2 
NW 1 

... 


NE 3 
NE 3 
NW 1 
NW 1 
E 3 


NE 1 

. . . 

NW 2 
. . . 

NE 2 


16 
17 

18 
19 
20 




2 



10 

10 



9 

2 
10 

8 




2 

10 
5 


0.0 
3.7 
1.3 

10.0 

7.7 


... 
N 2 

... 
NE 2 
W 2 


NE 3 
N 2 
N 2 
... 
NW 1 


NE 2 
N 1 
NE 1 

SW 1 

N 1 


21 
22 
23 
24 
25 


8 
10 
10 

4 
10 


7 
10 

10 

8 
9 


6 
10 
10 

7 



7.0 

10.0 

10.0 

6.3 

6.3 


NW 2 

NE 1 

... 

... 

... 


NE 3 
N 2 
W 1 
NW 3 
NE 1 


NE 2 

N 1 

. . . 

NW 2 

N 2 


26 
27 
28 
29 
30 



10 

2 

10 
10 



6 
2 
2 
10 



2 
2 
2 
4 


0.0 
6.0 
2.0 
4.7 

8.0 


NE 3 

... 

NE 1 

NE 1 
... 


NE 3 
... 

NE 2 
... 

SW 1 


NE 2 
. . . 

NE 2 
. . . 
. . . 




6.8 


6.9 


4.8 


6.2 


1.3 


1.9 
Mittel 1.5 


1.2 



Zahl der Tage mit: 

Niederschlag mindestens 1,0 mm , . (# ^ A A) 
Niederschlag mehr als 0,2 "i™ ..„„„„ 
Niederschlag mindestens 0,1 ^^ . . „ „ » « 

Schnee mindestens 0.1 nim (^) 

Hagel (A) 

Graupeln (A) 

Tau (-Q-) 

Reif (--) 

Glatteis (sns) 

Nebel ( = ) 

Gewitter (nah I^, fern T) 

Wetterleuchten ( < ) 



9 
11 
12 



19 



September 1910. 



Beobachter Lampe. 



41 



Niederschlag 



Form und Zeit 



j Höhe 
I der 
'Schnee- 
I decke 
I in cm 
7a 




i^ztw. a + p 

)n, #0 8— 9 a, #o-iz^v. 21/4 + 3V4 p 

)Oztw. a — 11/2 p, #Oabds. ztw. 

i n, # ztw.— ir + oft - 81/2 P 

)n 



jOztw. a 



tr. ztw. zw. 11/2-11 + #0 ztw.— 71/2 P 



iO 81/2 a fast ununterbr. — II— 43/4 p 
i 1-2 seh. 8-14-901 p -f 0O9O2_ioi/2p 



101/28P— III ztw. + später 
111, #Oofta— II/2P 

lOztw. a 

itr. Ip + ztw. p 



— #1 121/4-1 P + #0 später— II + ztw p 
29.5 IVIonatssumme. 



.T905— lOp 



1 

2 
3 
4 
5 

6 

7 

8 

9 

10 

11 
12 
13 
14 
15 

16 
17 

18 
19 
20 

21 

22 
23 
24 
25 

26 

27 
28 
29 
30 



Wind- 


Verteilung 






7a 


2p 9p 


Summe 


N 


2 


3 


4 


9 


NE 


7 


8 


7 


22 


E 

SE 


2 


1 


— 


3 


S 

sw 


3 


— 
2 


1 


6 


w 


2 


2 


— 


4 


NW 


6 


11 


11 


28 


Still 


8 


3 


7 


18 



Jahrb. d, nass. Ver. f. Nat. 64. Meteorol. Beobaclit. 



42 



Station Wiesbaden. 
1. 



Monat 

3. 







Luftdruck 




Temperatur-Extreme 








(Barometerstand auf 0"^ und 


Normal- 


(ab 


gelesen 9 p) 




Luft- 


Tag 


schwere reduziert) 700 mm -f 




' oc 









7a 


2P 


9P 


Tages- 


Maxi- 


Mini- 


i Diffe- 


7a 


2p 










mittel 


mum 


mum 


renz 






1 


59.0 


58.5 


58.0 


' 58.5 


17.1 


8.7 


! 8.4 


10.1 


16.7 


2 


56.7 


54.6 


53.9 


55.1 


21.0 


10.0 


11.0 


10.9 


20.2 


3 


56.8 


58.1 


60.8 


58.4 


18.5 


12.6 


5.9 


13.7 


18.2 


4 


64.1 


63.6 


68.2 


1 63.6 


16.6 


7.2 


i 9.4 


8.8 


15.9 


5 


61.0 


60.1 


62.0 


[ 61.0 


16.7 


12.5 


1 4.2 


18.8 


16.3 


6 


61.7 


60.8 


60.7 


! 61.1 


16.5 


6.5 


10.0 


7.7 


16.0 


7 


59.6 


56.7 


54.8 


! 57.0 


17.4 


8.9 


! 8.5 


12.1 


17.1 


8 


51.4 


50.4 


50.7 


1 50.8 


14.3 


8.7 


] 5.6 


9.2 


13.3 


9 


53.0 


53.6 


54.4 


53.7 


15.6 


10.6 


1 5.0 


11.5 


15.0 


10 


54.5 


54.3 


54.8 


! 54.4 


16.0 


8.6 


7.4 


8.7 


15.5 


11 


54.0 


51.8 


50.8 


52.0 


17.0 


9.6 


7.4 


9.8 


16.7 


12 


48.6 


48.2 


50.0 


48.9 


17.2 


12.2 


5.0 


12.4 


15.4 


13 


51.8 


52.3 


56.2 


1 53.4 


19.6 


10.1 


9.5 


10.8 


19.4 


14 


61.9 


63.4 


65.0 


68.4 


15.6 


8.1 


7.5 


9.7 


13.8 


15 


63.4 


62.3 


62.0 


62.6 


13.4 


5.0 


8.4 


5.4 


18.1 


16 


60.9 


58.3 


57.9 


59.0 


14.9 


5.6 


9.3 


7.6 


14.7 


17 


57.5 


56.8 


56.8 


57.0 


11.2 


4.4 


6.8 


4.6 


10.3 


18 


56.4 


55.6 


55.0 


55.7 


13.5 


8.0 


5.5 


8.2 


13.3 


19 


52.5 


48.8 


46.9 


49.4 


14.1 


9.4 


4.7 


9.6 


13.7 


20 


45.3 


44.7 


45.0 


45.0 


12.9 


8.6 


4.3 


8.9 


11.9 


21 


45.0 


46.5 


48.1 


46.5 


10.9 


6.2 


4.7 


7.2 


10.5 


22 


49.6 


49.9 


51.3 


50.3 


14.1 


6.7 


7.4 


9.4 


14.1 


23 


51.7 


50.7 


51.0 


51.1 


11.8 


7.5 


4.3 


8.0 


11.4 


24 


50.8 


49.9 


51.4 


50.7 


11.9 


6.2 


5.7 


7.6 


11.4 


25 


54.0 


54.9 


56.1 


55.0 


11.2 


3.3 


7.9 


3.7 


11.0 


26 


57.4 


56.6 


57.0 


57.0 


11.8 


6.7 


4.6 


7.5 


11.1 


27 


54.8 


52.3 


51.1 


52.7 


9.2 


4.6 


4.6 


6.0 


9.0 


28 


51.2 


51.3 


51.8 


51.4 


11.2 


5.6 


5.6 


7.3 


10.9 


29 


51.4 


49.6 


48.8 


49.9 


18.3 


5.4 


7.9 


6.4 


12.3 


80 


47.2 


46.8 


46.6 


46.9 


11.3 


7.9 


3.4 


8.6 


10.9 


81 


45.2 


43.9 


42.9 


44.0 


12.6 


10.2 


2.4 


10.6 


12.2 


Monats- 
Mittel 


54.4 


53.7 


54.0 


54.0 


14.4 


7.9 


6.5 


8.9 


13.9 





PENTADEN-UBER SICHT 






P e n t a d e 


Lu ftdr uck 


Lufttemperatur 


Bewö] 


k u n g 


Niederschla; 


Summe 


Mittel 


Summe 


Mittel 


Summe 


Mittel 


Summe 


3.— 7. Okt. 


301.1 


60.2 


67.7 


18.5 


31.3 


6.3 


0.2 


8.-12. „ 


259.8 


52.0 


62.4 


12.5 


42.3 


8.5 


1.0 


13.— 17. „ 


295.4 


59.1 


52.0 


10.4 


16.3 


3.8 


0.5 


18.— 22. „ 


246.9 


49.4 


51.6 


10.3 


37.9 


7.6 


2.6 


23.-27. „ 


266.5 


58.3 


40.7 


8.1 


30.0 


6.0 


0.0 


28.- 1. Nov. 


224.0 


44.5 


46.9 9.4 


42.0 


8.4 


4.4 



















Oktober 1910. 



Beobachter Lampe. 
5. 



43 



temperatur 


Absolute Feuchtigkeit 


Relative Feuchtigkeit 










mm 






o/o 




Tag 


9P 


Tages- 
1 mittel 


7a 


' 2p 


9P 1 


Tages- 
mittel 


7a 


2p 


9P 


Tages- 
mittel 


12.1 


12.8 


9.1 


11.7 


10.1 


10.3 


99 


82 


97 


92.7 


1 


14.9 


15.2 


9.5 


13.9 


12.3 ! 


11.9 


98 


79 


98 


91.7 


2 


14.2 


15.1 


11.0 


8.0 


8.4 


9.1 


95 


52 


69 


72.0 


3 


13.9 


13.1 


6.6 


8.3 


9.4 


8.1 


78 


61 


80 


73.0 


4 


12.8 


i 13.9 


9.6 


10.9 


9.2 


9.9 


82 


79 


85 


82.0 


5 


11.8 


i 11.8 


7.3 


8.2 


8.6 ! 


8.0 


93 


.60 


84 


: 79.0 


6 


12.9 


18.8 


9.4 


9.3 


8.8 


9.2 


90 


64 


80 


78.0 


7 


12.0 


11.6 


8.1 


8.8 


9.6 


8.8 


98 


77 


93 


87.7 


8 


12.5 


12.9 


9.4 


10.5 


9.9 


9.9 


93 


83 


98 


89.7 


9 


11.6 


1 11.8 


8.2 


9.5 


9.7 


9.1 


98 


72 


96 


88.7 


10 


12.6 


12.9 


8.7 


10.3 


10.1 


9.7 


96 


72 


93 


87.0 


11 


12.5 


13.2 


10.1 


10.8 


10.5 


10.5 


95 


83 


98 


92.0 


12 


15.8 


15.1 


9.0 


10.4 


10.6 


10.0 


96 


62 


82 


80.0 


13 


8.1 


! 9.9 


7.0 


5.7 


5.3 


6.0 


78 


49 


66 


64.3 


14 


8.7 


9.0 


5.0 


5.8 


5.9 


5.6 


75 


51 


70 


65.3 


15 


8.0 


9.6 


5.8 


7.1 


7.1 


6.7 


74 


56 


89 


73.0 


16 


9.4 


8.4 


6.0 


7.3 


8.0 


7.1 


96 


78 


91 


! 88.3 


17 


10.7 


10.7 


7.8 


9.2 


8.5 i 


8.5 


96 


81 


90 


89.0 


18 


10.6 


11.1 


8.0 


7.8 


8.8 1 


8.2 


89 


67 


93 


83.0 


19 


9.2 


9.8 


8.2 


8.9 


7.5 


8.2 


96 


86 


88 


90.0 


20 


10.2 


9.5 


7.8 


7.7 


7.7 


7.6 


96 


81 


88 


86.7 


21 


9.2 , 


10.5 


7.3 


7.9 


6.7 


7.3 


84 


66 


78 


76.0 


22 


9.2 i 


9.4 


6.2 


6.6 


6.8 i 


6.4 


78 


65 


72 


71.7 


23 


7.6 i 


8.6 


6.5 


6.9 


6.6 1 


6.7 


88 


69 


85 


79.0 


24 


8.9 


8.1 


5.7 


7.0 


7.7 


6.8 


95 


71 


91 


85.7 


25 . 


6.7 


8.0 


6.6 


6.8 


6.3 


6.6 


86 


69 


86 


80.3 


26 


5.6 


6.6 


6.1 


6.3 


6.2 


6.2 


88 


73 


91 


84.0 


27 


6.9 


8.0 


7.1 


7.8 


7.0 ; 


7.8 


93 


81 


94 


89.3 


28 


8.9 


9.1 


6.8 


9.0 


8.0 : 


7.9 


94 


86 


95 


91.7 


29 


11.1 


10.4 


8.0 


9.3 


9.5 


8.9 


96 


97 


96 


96.3 


30 


11.2 


11.3 


9.3 


9.3 


9.2 


9.3 


98 


89 


93 


93.3 


31 


10.6 


11.0 


7.8 


8.6 


8.4 


8.3 


90.4 


72.3 


87.1 1 


83.2 







Maximum \ am. 


Minimum 


am 


Differenz 


Luftdruck 


765.0 


14. 


742.9 


31. 


22.1 


Lufttemperatur . . . 


21.0 


2. -^ 


3.8 


25. 


17.7 


Absolute Feuchtigkeit . 


l:-?.9 ! 2. 


5.0 


15. 


8.9 


Relative Feuchtigkeit . 


99 1. 


49. 


14. 


50 


Grösste tägliche Niedersc 


hlac'shöhe 






8.5 am 


1. 






Zahl der heiteren Tage (unter 2,0 im Mittel) . . 




2 




„ trüben Tage (über 8,0 im Mittel) . . 


. . . 




10 




„ „ Sturratage (Stärke 8 oder mehr) . 


• 1 




— 




„ Eistage (Maximum unter 0^) . . . . 


. 




— 




„ Frosttage (Minimum unter 00) . . . . 






— 




,. „ Sommertage (Maximum 25,00 oder mehr 


) . . . ! 


— 





Station Wiesbaden. 

6. 



onat 



Tag 



Bewölkung 

ganz wolkenfrei = ganz bewölkt = 10 



7a 



2p 



Tages- 
mittel 



Wind 

Richtung und Stärke 
Windstille = Orkan = 12 



7a 



2p 



1 

2 
3 
4 
5 

6 

7 

8 

9 

10 

11 
12 
13 
14 
15 

16 
17 

18 
19 
20 

21 

22 
23 
24 
25 

26 

27 
28 
29 
30 
31 



8 


2 


4 


4.7 


2 


2 


10 


4.7 


10 


4 


10 


8.0 


8 


9 


10 


9.0 


10 


9 





6.3 


6 


6 





4.0 


10 


2 





4.0 





10 


10 


6.7 


10 


10 


10 


10.0 


10 


7 


10 


9.0 


10 


2 


10 


7.3 


8 


10 


10 


9.3 


7 . 


8 


2 


5.7 


10 








3.3 











00 











0.0 


2 


10 


10 


7.3 


10 


7 


8 


8.3 


10 


10 


10 


10.0 


10 


10 


2 


7.3 


8 


10 


10 


9.3 


4 


5 





3.0 


10 


6 


10 


8.7 


8 


4 





4.0 


4 


4 


10 


6.0 


6 


8 


2 


5.3 


10 


4 


4 


6.0 


10 


10 


2 


7.3 


9 


3 


2 


4.7 


10 


10 


10 


10.0 


10 


10 


10 


10.0 


7.4 


6.2 


5.V 


6.4 



NE 



W 
W 

N 
N 
NE 
SW 

SW 

SW 
E 

SE 

NE 

N 

NE 
NE 
SW 
SE 
E 

NE 
NE 
NE 
NE 
SE 

NE 
E 

NE 
NE 



W 

SE 
W 

w 

NW 

NE 
E 

SW 
SW 

SW 

Nw' 

NE 

E 

NE 
SW 

SW 
E 

NE 
NE 
NE 
SE 
SE 

N 
E 
E 

NE 
NE 



Zahl der Tage mit: 

Niederschlag mindestens 1,0 »im . . (# ^ A A) 
Niederschlag mehr als 0,2i3idi . . „ „ ^ „ 
Niederschlag mindestens 0,1 ™öi ..„„„„ 

Schnee mindestens 0,1 ^^ (-)f) 

Hagel (A) 

Graupeln (A) 

Tau {-^) 

Reif ^ (--) 

Glatteis (5x5) 

Nebel ( = ) 

Gewitter (nah r^, fern f) 

Wetterleuchten ( < ) 



1.9 
Mittel 1.7 



17 

2 



Oktober 1910. 



Beobachter L a m p e. 



45 



Niederschlag 



Form und Zeit 



I Höhe 

I der 

jSchnee- 

decke 

in cm 

7a 



Bemer- 
kungen 



8.5 

0.2 



1.0 #n 



0.5 



0.0 
0.7 



3.7 
17.2 



iOzw.5 + 6p 



— #0v. 41/4 p_ni + später 
2.3 #n, #Oztw.a 

0.3 #n 



|tr. einz. zw. 8— 8V2 a 

|n 

l^oft a + ztw. p 

Monatssumme. 



= oi_83/4a 



>- cxD f r + p 
:in+fr— 9 a 



10 

11 
12 
13 
14 
15 

16 
17 

18 
19 
20 

21 
22 
23 
24 
25 

26 
27 
28 
29 
30 
31 





Wind 


-Verteilung 






7a 


2p^ 9p 


Summe 


N 


2 


1 2 


5 


NE 


13 


8 


10 


31 


E 


3 


5 


1 


1) 


SE 


3 


3 


4 


10 


S 


— - 


— 


1 


1 


sw 


4 


5 


6 


15 


w 


2 


3 


1 


6 


NW 





2 


2 


4 


Still 


4 


4 


4 


12 



46 


Station Wiesba 


den. 
1. 






2. 




1 


Monal 

3. 






Luftdruck 




Tempe 


ratur-Extreine 








(Barometerstand auf 00 und 


Normal- 


(abgelesen 


9 p) 




Luft- 


Tag 


schwere reduziert) 700 mm -|- 




OC 






o( 


7a 


2p 


9P 


Tages- 


Maxi- 


Mini> 


Diffe- 


7a 


2p 










mittel 


mum 


mum 


renz 






1 


36.8 


28.6 


•29.9 


31.8 


11.2 


6.6 


4.6 


8.7 


9.1 


2 


31.3 


32.7 


35.2 


33.1 


8.3 


4.6 


3.7 


5.3 


6.7 


3 


37.1 


37.3 


31.7 


35.4 


7.6 


3.2 


4.4 


3.3 


7.4 


4 


29.6 


37.3 


39.4 


35.4 


8.3 


4.2 


4.1 


8.0 


8.2 


5 


39.4 


38.8 


37.8 


38.7 


9.6 


4.7 


4.9 


6.0 


9.4 


6 


40.0 


40.2 


40.9 


40.4 


5.5 


1.1 


4.4 


1.4 


4.3 


7 


3Ö.3 


32.5 


36.2 


35.0 


10.7 


3.0 


7.7 


5.4 


10.5 


8 


41.8 


44.0 


45.0 


43.6 


10.6 


6.7 


8.9 


7.2 


10.0 


9 


47.5 


48.1 


49.5 


48.4 


7.2 


4.8 


2.4 


6.4 


5.8 


10 


51.4 


53.7 


56.1 


53.7 


6.7 


2.2 


4.5 


2.9 


5.6 


11 


46.6 


37.4 


38.7 


40.9 


6.2 


-0.3 


i 6.5 


1.7 


3.6 


12 


48.8 


52.8 


55.4 


52.3 


7.3 


1.1 


! 6.2 


4.5 


7.1 


13 


52.8 


48.3 


43.5 


48.2 


5.9 


—0.4 


6.3 


0.0 


5.6 


14 


39.4 


38.5 


38.0 


38.6 


11.9 


2.7 


9.2 


4.0 


11.4 


15 


36.2 


35.2 


34.9 


35.4 


8.7 


4.8 


3.9 


5.0 


8.3 


16 


36.4 


38.9 


46.4 


40.6 


6.8 


3.5 


^ 3.3 


4.3 


6.6 


17 


48.4 


45.5 


38.6 i 


44.2 


4.2 


0.6 


3.6 


1.3 


3.5 


18 


39.5 


42.8 


44.9 


42.4 


4.0 


0.8 


3.2 


2.2 


3.8 


19 


47.1 


49.4 


51.8 


49.4 


4.1 


0.7 


; 3.4 


1.9 


3.5 


20 


52.8 


51.1 


49.3 


51.1 


4.3 


0.7 


3.6 


1.4 


3.4 


21 


50.4 


49.6 


48.6 


49.5 


3.7 


-0.3 


' 4.0 


0.6 


3.4 


22 


49.6 


50.5 


52.1 


50.7 


5.0 


2.3 


2.7 


2.8 


3.0 


23 


53.0 


52.8 


54.2 


53.3 


5.8 


2.7 


3.1 


2.9 


5.1 


24 


58.1 


58.4 


57.8 


58.1 


2.7 


-1.7 


4.4 


—1.3 


1.3 


25 


52.2 


47.7 


44.9 


48.3 


0.2 


-3.0 


3.2 


-2.5 


-0.3 


26 


46.8 


51.5 


54.9 


51.1 


0.3 


-1.6 


1.9 


—0.8 


—0.2 


27 


54.2 


52.2 


49.5 


52.0 


0.8 


—2.2 


3.0 


—1.9 


0.6 


28 


45.0 


1 44.6 


46.3 


45.3 


4.5 


—0.2 


4.7 


0.9 


3.0 


29 


49.9 


1 49.2 


i 48.2 


49.1 


7.4 


3.6 


3.8 


3.9 


6.9 


30 


48.3 


' 48.7 


49.0 


48.7 


7.6 


3.9 


3.7 


5.0 


6.1 


Monats- 


44.9 


44.6 


45.0 


44.8 


6.2 


2.0 


4.3 


3.0 


5.4 


Mittel 




1 


i 








i 







P E N T A D E N - U B E R S I C H T 



P e n t a d e 


Luftd 


ruck 


Lufttemperatur 


Bewölkung 


Niederschlag 




Summe i 


Mittel 


Summe : Mittel 


Summe 


Mittel 


Summe 


2.— 6. Nov. 


183.0 


36.6 


26.6 


5.3 


41.3 


8.3 


48.4 


7.— 11. „ 


221.6 


44.3 


28.6 


5.7 


39.4 


7.9 


20.1 


12.— 16. , 


215.1 


43.0 


25.4 


5.1 


40.4 


8.1 


7.8 


17.-21. , 


236.6 


47.3 


11.8 


2.4 


45.4 


9.1 


11.8 


22.-26. . 


261.5 


52.3 


3.2 0.6 


43.4 


8.7 


11.3 


27.— I.Dez. 


244.4 


48.9 


16.9 3.4 


45.3 


9.1 


11.7 



Novem be r 1910. 



Beobachter Lampe. 

5 



temperatnr 


Absolnte Feuchtigkeit 


Relative Feuchtigkeit 










mm 




o/o 


Tag 


9P 


Tages- 
mittel 


7a 


2p 


9P 


Tages- 
mittel 


7a 


2p j 9P 

i 


Tages- 
mittel 


7.3 


8.1 


5.9 


7.6 


5.9 


6.5 


70 


89 


78 79.0 


1 


5.1 


5.6 


5.9 


5.6 


5.5 


5.7 


89 


77 


85 83.7 


2 


4.8 


5.1 


5.0 


4.7 


6.1 


5.3 


87 


61 


96 81.3 


3 


5.0 


6.6 


6.2 


5.7 


6.1 


6.0 


78 


70 


94 80.7 


4 


4.7 


6.2 


6.5 


6.3 


6.0 


6.3 


93 


71 


94 86.0 


5 


3.3 


1 3.1 


4.8 


5.7 


5.5 


5.3 


91 


92 


95 93.7 


6 


7.7 


7.8 


6.3 


7.6 


6.3 


6.7 


94 


80 


80 84.7 


7 


6.7 


' 7.6 


6.1 


5.6 


7.0 


6.2 


80 


61 


96 79.0 


8 


4.8 


5.4 


6.6 


6.2 


5.9 


6.2 


91 


90 


92 91.0 


9 


3.1 


3.7 


4.8 


4.5 


4.6 


4.6 


85 


67 


81 77.7 


10 


5.6 


4.1 


4.6 


5.3 


4.4 


1 4.8 


90 


90 


65 , 81.7 


11 


1.2 


1 3.5 


4.8 


4.6 


4.6 


4.7 


76 


61 


92 i 76.3 


12 


4.0 


3.4 


4.3 


4.6 


4.9 


4.6 


94 


68 


80 i 80.7 


13 


7.7 


7.7 


5.7 


6.9 


6.2 


6.3 


93 


69 


79 


80.3 


14 


5.4 


6.0 


6.0 


6.4 


6.2 


6.2 


92 


78 


92 


87.3 


15 


4.2 


4.8 


5.8 


6.2 


4.7 


5.6 


93 


85 


76 


84.7 


16 


3.0 


2.7 


4.4 


5.0 


4.3 


4.6 


87 


85 


76 i! 82.7 


17 


2.3 


2.6 


4.8 


5.0 


4.9 


4.9 


89 


83 


89 il 87.0 


18 


2.7 


2.7 


4.1 


4.5 


4.7 


! 4.4 


78 


77 


84 1 79.7 


19 


0.9 


1.6 


4.8 


5.0 


4.6 


4.8 


94 


85 


94 91.0 


20 


2.4 


2.2 


4.0 


4.2 


5.0 


! 4.4 


88 


71 


91 i 81.7 


21 


2.8 


2.8 


5.2 


5.2 


5.3 


! 5.2 


93 


91 


94 92.7 


22 


2.7 


3.4 


4.7 


5.0 


5.1 


i 4.9 


82 


77 


91 83.3 


23 


-1.2 


-0.6 


3.5 


3.7 


3.5 


1 3.6 


84 


72 


84 80.0 


24 


—1.5 


-1.4 


3.2 


3.6 


3.7 


3.5 


83 


81 


90 84.7 


25 


—1.6 


-1.0 


3.7 


3.7 


3.4 


3.6 


85 


81 


84 ;t 83.3 


26 


—0.2 


-0.4 


3.6 


4.1 


3.8 


3.8 


90 


85 


83 86.0 


27 


4.0 


3.0 


4.8 


5.3 


6.0 


5.4 


98 


93 


98 


96.3 


28 


7.1 


6.2 


6.1 


6.7 


7.0 


6.6 


100 


90 


93 


94.3 


29 


4.0 


4.8 


6.0 


6.0 


5.5 


5.8 


92 


86 


90 


89.3 


30 


3.6 


3.9 


5.1 


5.4 


5.2 


5.2 


87.9 


78.9 


87.2 


84.7 







Maximum am 


Minimum am 


Differenz 


Luftdruck 

Lufttemperatur . . . 
Absolute Feuchtigkeit . 
Relative Feuchtigkeit . 


758.4 24. 
11.9 14.. 

7.6 ' 1. 7. 
100 29. 


728.6 1 1. 
-3.0 ! 25. 
3.2 25. 
61 3. 8. 12. 


29.8 
14.9 
4.4 
39 


Grösste tägliche Niederschlagshöhe \ 18.0 am 2. 


Zahl der heiteren Tage (unter 2,0 im Mittel) 

„ trüben Tage (über 8,0 im Mittel) 

„ „ Sturmtage (Stärke 8 oder mehr) 

„ Eistage (Maximum unter 00) 

„ „ Frosttage (Minimum unter 0^) 

„ Sommertage (Maximum 25,00 oder mehr) . . . 


21 

8 



48 



Station Wiesbaden. 



Monat 







6 








7. 






Bewölkung 


Wind 

Richtung und Stärke 


Tag 


ganz wolkenfrei = ganz bewölkt = 10 


Windstille = Orkan = 12 


7a 2p 9p 


Tages- 
mittel 


7a 


2P i 


9P 


1 


10 


10 


10 


10.0 


SW 4 


NE 4 


N 4 


2 


9 


9 


9 


9.0 


W 2 


W 4 


W 4 


3 


6 


8 


10 


8.0 


S 2 


SW 4 


N 4 


4 


10 


10 


10 


10.0 


SW 4 


W 3 


N 1 


5 


10 


8 





6.0 


SW 2 


SW 2 


W 1 


6 


7 


8 


10 


8.3 


N 2 


E 2 


E 2 


7 


10 


10 





6.7 


SE 1 


SW 5 


W 5 


8 


10 





10 


8.7 


SW 3 


SW 4 


SW 2 


9 


10 


10 


6 


8.7 


W 2 


SW 3 


SW 2 


10 


10 


8 


6 


8.0 


SW 2 


W 4 


W 2 


11 


10 


10 


2 


7.3 


SW 2 


W 4 


W 6 


12 


6 


7 


4 


5.7 


W 2 


NW 2 


W 2 


la 


10 


7 


9 


8.7 


W 2 


SE 8 


E 1 


14 


10 


8 


10 


9.3 


SW 2 


SW 3 


SW 1 


15 


7 


7 


10 


8.0 


SW 2 


SW 2 


E 2 


16 


7 


9 


10 


8.7 


SW 1 


SW 2 


SW 3 


17 


10 


10 


10 


10.0 


SE 2 


SE 2 


NE 3 


18 


10 


9 


10 


9.7 


SW 2 


SW 3 


SW 2 


19 


10 


10 


4 


8.0 


NW 3 


NW 3 


W 3 


20 


6 


10 


10 


8.7 


SW 2 


W 2 


W 1 


21 


10 


7 


10 


9.0 


SW 2 


SW 3 


SW 2 


22 


10 


10 


9 


9.7 


SW 2 


SW 2 


SW 2 


23 


10 


9 


10 


9.7 


SW 2 


W 2 


NE 3 


24 


10 


2 


2 


4.7 


NE 2 


NE 3 


NE 2 


25 


8 


10 


10 


9.3 


NE 2 


NE 3 


NE 2 


26 


10 


10 


10 


10.0 


NW 1 


NW 2 


NW 2 


27 


10 


7 


10 


9.0 


NE 2 


NE 2 


E 1 


28 


10 


10 


10 


10.0 


NE 2 


NE 1 


NE 1 


29 


10 


10 


8 


9.3 


NE 1 


NE 1 


N 1 


30 


10 


8 


8 


8.7 


NE 1 


NE 1 


... 




9.2 


8.6 


7.9 


8.6 


2.0 


2.7 
Mittel 2.3 


2.2 



Zahl der Tage mit: 

Niederschlag mindestens 1,0 mm, _ (# -^f A A) 
Niederschlag mehr als 0,2 mm ..„„„„ 
Niederschlag mindestens 0,1mm. . „ „ „ „ 

Schnee mindestens 0,1 mm (^) 

Hagel (A) 

Graupeln (A) 

Tau (-Q_) 

Reif (--) 

Glatteis (sns) 

Nebel ( = ) 

Gewitter (nah K, fern T) 

Wetterleuchten ( < ) 



20 

24 

25 

6 



November 1910. 



Beobachter Lampe. 



49 



Niederschlag 



Form und Zeit 



I Höhe 

I der 
Schnee. 
{ decke 
i in cm 

1 7» 




(0-1 V. 8 a— ir ununterbr., #o ztw. p + v. 71/2— IH + 
in, #o-iztw. p [später 

m, #0*1 ztw. p — III + später 

in, #0 2tw. a— II— III + später | 

m. #Oeinz. a i 



)n, #o-iofta-n, #Oztw. p 
In, #0 oft p — III + später 
)n, #0-1 oft a— II 
»Oztw. a 



■X-n, #0*1 oft a— II, #Oztw.p 



^ 



^ 



^n 
^Oztw. a 

Ml, #Oztw. a + p 
o#Oztw. a 
-)f n + ztw. a 
ztw. p 
^0 ztw. a + p, 

n, ■)fO^Oztvv.p 
^ n, # oft a + p 
^Oztw. p— III 

- 1 8 p — III + später 
n 

^n, #Oztw. a + oft p 
^n, #Oztw. a -f oft p 
^n, #tr. einz. p 



-)fO-i V. 7V4P-III 
- später 



[10— IO1/2P 
später , A'^ 



Monatssumme. 



--fr. 



15 



00 abds. 



10 

11 
12 
13 
14 
15 

Iß 
17 

18 
19 
20 

21 
22 
23 

24 
25 

26 

27 
28 
29 
30 



Wind- 


Verteilung 






7a 


2p ^ 9p 


Summe 


N 


1 


_ 


4 


5 


NE 


6 


7 


5 


18 


E 





1 


4 


5 


SE 


2 


2 


— 


4 


S 


1 


— 


— 


1 


sw 


14 


11 


7 


32 


w 


4 


6 


8 


18 


NW 


2 


3 


1 


6 


Still 


— 


— 


1 


' 



Jahrb. d. nass. Ver. f. Nat. 64. Meteorol. Beobacht. 



60 



Station Wiesbaden. 
1. 



iVIonat 

3. 



Tag 



Luftdruck 

(Barometerstand auf und Normal- 
schwere reduziert) 700 J^^ + 



7a 



2P 



9P 



Tages- 
! mittel 



Temperatur-Extreme 

(abgelesen 9 p) 
OC 



Maxi- I Mini- ! Diffe- 
mum , mum j renz 



7a 



1 

2 
3 
4 
5 

6 

7 

8 

9 

10 

11 
12 
13 
14 
15 

16 
17 

18 
19 
20 

21 

22 
23 
24 
25 

26 

27 
28 
29 
30 
31 

Monats- 
Mittel 



48.6 
52.1 

52.7 
48.8 
46.3 

43.0 
47.6 
44.7 
39.4 
39.6 

38.7 
46.1 
48.8 
47.5 
43.5 

48.0 
43.0 
45.2 
56.9 

58.4 

59.9 
59.6 
60.7 
51.8 
43.0 

41.7 
32.6 

52.9 
59.4 
54.7 
60.4 

48.9 



48.7 
52.4 
52.0 
47.6 
45.4 

40.7 
47.7 
41.5 
41.4 
38.6 

39.4 
46.2 
46.9 
49.1 
42.1 

44.6 
42.8 
47.0 
58.5 
61.2 

59.3 
59.9 
59.8 
48.3 
42.4 

38.6 
34.7 
56.8 
58.2 
54.3 
61.8 

48.6 



50.6 


49.3 


5.8 


53.5 


52.7 


4.5 


51.3 i 


52.0 


4.8 


47.3 


47.9 


4.7 


44.4 


45.4 


4.0 


43.4 


42.4 


7.8 


46.8 


47.4 


7.1 


38.6 


41.6 


6.7 


41.8 


40.9 


6.4 


38.0 


38.7 


6.7 


42.7 


40.3 


7.1 


46.8 


46.4 


9.1 


46.1 


47.3 


9.2 


48.9 i 


48.5 


6.2 


43.7 ! 


43.1 


9.1 


44.2 


45.6 


10.3 


44.6 


43.5 


10.5 


51.5 


47.9 


7.8 


58.1 


57.8 


6.8 


61.6 


60.4 


8.0 


59.3 


59.5 


7.0 


61.1 


60.2 


3.7 


59.6 


60.0 


2.5 


45.6 


48.6 


4.9 


43.4 


42.9 


6.8 


38.0 


39.4 


5.9 


42.2 


36.5 


2.9 


59.5 


56.4 


1.6 


57.7 


58.4 


—1.9 


56.5 


55.2 


3.8 


62.9 


61.7 


4.4 


49.3 


49.0 


5.9 



1.2 
2.4 
3.6 

2.8 
1.1 

0.2 
3.6 
2.4 
4.0 
1.2 

2.6 
5.4 
3.6 
1.5 
2.6 

6.3 
6.1 
5.1 
4.2 
3.5 

3.4 
0.1 
0.2 
1.6 

4.2 

2.9 

0.5 

-6.0 

-9.9 

-2.1 

2.0 

1.9 



4.6 
2.1 
1.2 

1.9 

2.9 

7.6 
3.5 
4.3 
2.4 
5.5 

4.5 

3.7 
5.6 
4.7 
6.5 

4.0 
4.4 

2.7 
2.6 
4.5 

3.6 
3.6 
2.3 
8.3 
2.6 

3.0 
2.4 
7.6 
8.0 

5.9 
2.4 

4.0 



1.5 
2.5 
3.7 
3.5 
1,4 

0.5 
3.7 
4.5 
4.1 
1.4 

2.7 
5.9 
5.0 
2.4 
3.1 

7.6 
7.3 

6.7 

4.7 
7.5 

4.8 
1.2 
0.4 
2.6 
4.9 

3.9 
0.5 
-1.9 
-9.9 
1.4 
2.8 



PENTADEN-UBER SICHT 



Pentade 


Luftdruck 


Lufttemperatur 


Bewö] 


[ k u n g 


Niedersch 


Summe 


Mittel 


Summe | Mittel 


Summe 


Mittel 


Summe 


2.— 6. Dez. 


240.4 


48.1 


18.5 3.7 


43.3 


8.7 


3.3 


7.-11. „ 


208.9 


41.8 


25.0 


5.0 


44.7 


8.9 


1.2 


12.— 16. „ 


230.9 


46.2 


33.1 


6.6 


38.3 


7.7 


6.2 


17.— 21. „ 


269.1 


53.8 


28.7 


5.7 


42.7 


8.5 


11.4 


22.-26. „ 


251.1 


50.2 


14.9 


3.0 


48.3 


9.7 


11.9 


27.-31. , 


268.2 


53.6 


-1.7 \ -0.3 


35.3 


7.1 


28.9 , 



Dezember 1910. 



Beobachter Lampe. 
5. 



51 



temperatur 


Absolute Feuchtigkeit 


Relative Feuchtigkeit 










mm 






o/o 




Tag 


9p 


Tages- 
mittel 


7a 


! 2p 


9P 


\ Tages- 
' mittel 


7a 


' 2P 


1 9P 


Tages- 
mittel 


3.2 


3.3 


4.7 


5.8 


5.4 


5.3 


93 


86 


93 


90.7 


1 


4.1 


3.6 


5.1 


4.9 


5.2 


5.1 


93 


83 


85 


87.0 


2 


4.1 


i 4.1 


5.1 


5.3 


4.9 


5.1 


85 


84 


80 


83.0 


3 


2.8 


3.4 


5.5 


5.6 


4.8 


5.3 


93 


90 


86 


89.7 


4 


3.7 


3.1 


4.7 


4.9 


4.9 


4.8 


93 


82 


82 


85.7 


5 


4.8 


4.3 


4.6 


5.5 


5.8 


5.3 


96 


73 


90 


86.3 


6 


5.3 


i 5.2 


5.5 


6.5 


6.3 


6.1 


92 


88 


96 


92.0 


7 


51 


5.2 


6.0 


5.8 


5.3 


5.7 


96 


82 


82 


86.7 


8 


5.5 


5.3 


5.7 


6.2 


6.3 


6.1 


93 


88 


94 


91.7 


9 


4.3 


4.1 


5.0 


6.2 


5.9 


5.7 


98 


87 


96 


93.7 


10 


5.6 


5.2 


5.3 


6.1 


6.5 


6.0 


94 


82 


96 


! 90.7 


11 


7.2 


7.2 


6.6 


7.6 


6.7 


7.0 


96 


92 


89 


92.3 


12 


5.6 


6.2 


6.0 


6.5 


5.5 


6.0 


92 


79 


82 


84.3 


13 


5.5 ■ 


4.7 


5.1 


6.0 


6.3 ' 


5.8 


93 


89 


94 


92.0 


14 


7.5 


6.2 


5.4 


6.6 


7.3 


6.4 


95 


91 


94 


! 93.3 


15 


10.0 


8.8 


5.4 


7.2 


7.7 


6.8 


68 


93 


84 


! 81.7 


16 


6.7 


7.2 


6.7 


6.6 


6.5 


6.6 


88 


82 


88 


: 86.0 


17 


6.0 


6.4 


6.1 


6.0 


5.5 


5.9 


83 


80 


79 


! • 80.7 


18 


4.8 


5.2 


5.1 


5.2 


5.8 


5.4 


79 


72 


90 


! 80.3 


19 


3.5 , 


5.4 


5.2 


4.8 


5.2 


5.1 


68 


65 


88 


73.7 


20 


3.4 


4.5 


6.2 


6.4 


5.1 1 


5.9 


97 


88 


87 


90.7 


21 


0.3 


0.8 


4.6 


4.6 


4.4 ! 


4.5 


92 


91 


94 


92.3 


22 


1.7 i 


1.5 


4.5 


4.8 


4.6 ! 


4.6 


94 


89 


90 


91.0 


23 


4.4 1 


3.9 


5.1 


5.2 


5.7 ' 


5.3 


93 


85 


92 


90.0 


24 


4.2 


4.9 


5.4 


5.4 


5.4 


5.4 


82 


76 


87 ; 


81.7 


25 


2.9 


3.8 


5.4 


5.3 


5.0 


5.2 


88 


77 


88 


84.3 


26 


1.6 


1.3 


4.7 


4.6 


4.2 


4.5 


98 


89 


82 ! 


89.7 


27 


-6.0 


-3.6 


3.4 


3.5 


2.6 


3.2 


86 


79 


90 


85.0 


28 


-1.9 


—4.6 


1.9 


2.9 


3.6 


2.8 


90 


93 


90 


91.0 


29 


2.6 


2.6 


4.5 


4.6 


4.6 


4.6 


89 


77 


82 : 


S2.7 


oO 


2.0 


2.6 


4.9 


5.4 


4.8 ^ 


5.0 


88 


90 


91 ; 


89.7 


31 


3.9 


3.9 


5.3 


5.5 


5.2 


5.4 


89.8 


83.9 


88.4 1 


87.4 







Maximum am 


Mhünium am 


Differenz 


Aift druck 

jufttemperatnr 
Lbsolute Feuchtigkeit . 
lelative Feuchtigkeit 


762.9 ' 31. 
10.5 17. "" 

7.7 16. 

98 10. 27. 


732.6 
—9.9 
1.9 
65 


27. 
29. 

29. 
20. 


30.3 
20.4 
5.8 
33 


xrösste tägliche Niedersc 


tilaijshöhe 


12.5 am 28. 






5ahl der heiteren Tage (unter 2,0 im Mittel) 

„ trüben Tage (über 8,0 im Mittel) 

„ „ Sturmtage (Stärke 8 oder mehr) ..... 

„ „ Eistage (Maximum unter 0^) 

„ „ Frosttage (Minimum unter 00) 

„ Sommertage (Maximum 25,00 oder mehr) . . . 


1 
24 

1 
3 



52 


Station Wiesb 

6 


aden. 








7. 


Monat 




Bewö 


Ikung 




Wind 

Richtung und Stärke 


Tag 


ganz wolkenfrei ^^ 


ganz bewölkt = 10 


Windstille = 


Orkan = 12 


7a i 2p 

1 


9P 


Tages- 
mittel 


7a 


2p 


9P 


1 


9 


6 


10 


8.3 


NE 


1 


NE 


2 


E 2 


9, 


10 


10 


10 


10.0 


NE 


1 


NE 


2 


NE 2 


8 


10 


10 


10 


10.0 


NE 


1 


NE 


1 


NE 8 


4 


10 


10 


2 


7.3 


NE 


3 


NE 


3 


NE 3 


5 


4 


8 


10 


7.3 


NE 


3 


NE 


3 


SW 3 


6 


8 


8 


10 


8.7 


NE 


1 


NE 


1 


. . . C 


7 


10 


10 


6 


8.7 


E 


1 


. 





NE 2 


8 


10 


6 


10 


8.7 


NE 


1 


E 


2 


E • 2 


9 


10 


10 


7 


9.0 


NE 


2 


N 


1 


N 2 


10 


10 


8 


7 


8.3 


NE 


. 2 


NE 


2 


NE 2 


11 


10 


10 


10 


10.0 


NE 


2 


NE 


2 


SW 2 


12 


10 


8 


8 


8.7 


S 


1 


NE 


1 


NE 1 


18 


10 


2 





4.0 


sw 


1 


E 


1 


NE 1 


14 


8 


10 


7 


8.3 


NE 


1 







NE 2 


15 


10 


10 


8 


9.3 


SE 


2 


SE 


1 


SE $ 


16 


8 


10 


6 


8.0 


SE 


1 


SE 


3 


SW 2 


17 


10 


10 


10 


10 


S 


2 


S 


1 


SW 1 


18 


10 


10 


7 


9.0 


w 


2 


NW 


1 


NW 2 


19 


8 


8 


10 


8.7 


sw 


2 


SW 


2 1 SW 4 


20 


10 


8 


10 


9.3 


w 


2 


NW 


3 


. . . 


21 


10 


5 


2 


5.7 


NW 


2 


NW 


2 


NE 2 


22 


10 


10 


10 


10.0 


NE 


1 


SW 


2 


NW 2 


28 


10 


8 


10 


9.3 


SW 


2 


sw 


2 


SW 3 


24 


10 


10 


10 


10.0 


s 


3 


s 


4 


SW 4 


25 


10 


10 


10 


10.0 


sw 


3 


sw 


3 


W 2 


26 


10 


10 


7 


9.0 


sw 


3 


sw 


2 


SW 2 


27 


10 


10 


10 


10.0 


NE 


2 


N 


2 


N 2 


28 











0.0 


N 


2 


N 


2 


N 2 


29 


10 


10 


10 


10.0 


NE 


2 


NE 


2 


NE 1 


30 


10 


4 


2 


5.3 


SW 


2 


NW 


3 


NW 8 


31 


10 


10 


10 


10.0 


NW 


2 


NW 


1 


NW 1 




9.2 


8.4 


7.7 


8.4 




1.8 


Mittel 


1.8 
1.9 


2. 



Zahl der Tage mit: 

Niederschlag mindestens 1,0 mm , . (^ -X- A A) 
Niederschlag mehr als 0,2 mm . . „ „ ^ ^ 
Niederschlag mindestens 0,1 mm . . „ „ „ ^ 

Schnee mindestens 0,1 mm (^j 

Hagel (A) 

Graupeln (A) 

Tau {-aJ) 

Reif (^) 

(ilatteis (Vvf)) 

Nebel • ( = ) 

Gewitter (nah R, fern T) 

Wetterleuchten ( < ) 



13 

18 

22 
3 



Dezember 1910. 



Beobachter Lampe. 



53 



Höhe? 
mm 



Niederschlag 



Form und Zeit 



Höhe 
der 
Schnee, 
decke 
in cm 
7» 




0.0 
0.2 
0.1 
1.1 
1.9 

0.2 

0.5 
0.0 

0.5 
1.5 

0.5 

2.7 

1.5 
7.5 
0.2 
0.5 
3.2 



in, #0 2t\v. a 
m, #Oztw. a— II 

i«zw.5i/2 + 6i/2P 



in, #tr. einz. a 
|0 ztw. p 

)n, Str. ztw. a, #^ztw. p— III + später 

ID, #0 j,tw. a 

)n 

in, #Ooft a -{' ztw. p 

)n, #0-1 oft a— II, #Oztw. p 
>Oeinz. zw. 10 — 12 a 
Ml, #Oztw, a 4- p 
)Oztw. a + oft p 

) n 



0.3 #n, #0-1 1— II + #« ztw.— III + später 

9.3 #n, #tr. eiiiz. a, #tr. -f #o oft p— III -f später 

2.3 #n, #Oztw. a + p 

10.9^ -X-n, ^0-1 i_n ohne Unterbr., ^'^ oft p-III + später 
12.5^1- 

— -)f oft a-II— 41/2 P 

3.2^ ^„, #Oztw.a-II— III 

2.3 - 
62.9 I Monatssumme. 



6 
8 

7 
6 
5 
32 
6 



ifr, 



= 2fr._7H/4 



:0 4i/4-Hp 



1 

2 
3 
4 
5 

6 
7 
8 
9 
10 

11 
12 
13 
14 
15 

16 
17 
18 
19 
20 

21 
22 

23 
24 
25 

26 
27 
28 
29 
30 
31 





Wind 


Verteilung 






7a 


2p^ I 9p 


Summe 


N 


1 


3 ! 3 


7 


NE 


14 


10 


10 


34 


E 


1 


2 


2 


5 


SE 


2 


2 


1 


5 


S 


3 


2 


— 


5 


sw 


6 


5 


8 


19 


w 


2 


— 


1 


3 


NW 


2 


5 


4 


11 


Still 





2 


2 


4 



x'f^^Tc:?> 



54 



Instrumentarium. 



Barometer 



Thermometer 



Regenmesser 





Verfertiger 


No. 


Höhe der Aufstellung in Metern 


Gattung Gcfäi 


iS Fuess 


922 


Über dem Meeres-Niveau 113,5 


trockenes 


F u e s s 


163 a 




2,5 


befeuchtetes 


Fuess 


242 b 




2,5 


Maximum 


Fuess 


6181 


über dem Erdboden 


2,5 


Minimum 


Fuess 


1248 




2,5 


System Hell 


ni a n n 


603 




1,5 



TaFßl I. 




Jahrb. des AJass. l/ereins für A/af Urkunde 6^. 7977. 



TaFel II 




Jahrb. des A/ass. l/erelns für A/ati/rAiyrde 6^. 7977. 



TaFel III. 



Geolo g ische Skizze der Um geg end von Weipolt5hausen In Oberhessen 

von FR. HERRMAhN -mARBURG 

/Y\aßi)-db 1-25 000. 




[T:[ür]Qii][iia[33[xi[i3[Z] 



X 



Silur Obere Schn'ferdes Halk 

Poblen Schimeii MiHeldevon m tmt 



i^uim Diabas Diluvium Alluvium Veriteinerm^m ötörunßen 

mitächoHerV 



Jahrb. des Nass. Vereins f. Naturkunde. Jahrg. ßh-, 19V. 



Jahrb. des Nass. Vereins f. Natnrk. 64. 1911. 



Tafel IV. 




Fig. 1—5. Klikia osculnni Thom. aus dem Landsckneckenkalk von Hochheiin. Fig. 1—3 holie 

Fonn ; Fig. 4—5 flache Form, Übergang zur var. depressa Sdbg. 
Fig. 6—10. Klikia giengensis Krauss. Fig. 6—8 aus dem Sylvanakalk von Mörsingen ; Fig. 9 

u. 10 von Frankfurt a. M. 
Fig. 11 — 13. Klikia jungi Bttg. aus den Hydrohienschichten von Budenheim b. Mainz, 
Fig. 14 — 15. Klikia jungi Bttg. var. suevica m. aus dem Crepidostoma-Horizont von Beiningen 

(Hochsträss). 
Fig. 16—20, 29, 30. Klikia coarctata v. Klein. Fig. 16—20 u. 30 aus den Sylvanakalken von 

Mörsingen. Fig. 29. Sehr flache Form von Steinheira b. Heidenheim, 
Fig. 21—25. Klikia osculina Sdbg. aus dem Malleolata-Horizont der Sylvanakalke von Altheim 

b. Ehingen. 
Fig. 26—28. Klikia devexa Kss. aus dem Landschneckenkalk von Tuchoric. 
Fig. 31— ?3. Klikia labiata Klika aus dem Land.«chneckenkalk von Tuchoric. 
Fig. 34—35. Übergänge von Klikia osculum Tliom. zu Klikia labiata Klika, und zwar Fig. 34 

ans dem Landschneckenkalk von Tuchoric und Fig. 35 aus dem Landschneckenkalk 

von Hochheim. 



Jahrb. des Nass. Vereins f. Naturkunde. 61. 1911. 
Fig. 1. 



Tafel ^ 




^X^'iljL, 




Fig. 1. Partie ans den 

Mosbacher Sanden von 

der Elisabethenhöhe am 

Hessler bei Biebrich. 



Fig. 2. 



Fig. 2. Hydrobienkalke 

und Mosbacher Sande von 

der Elisabethenböhe am 

Hessler bei Biebrich. 



p=rr 




JAHRBÜCHER 



DEH 



NASSAUISCHEN VEREINS 



fCb 



NATURKUNDE. 



HERAUSGEGEBEN 



VON 



DK ARNOLD PAGENSTECHER, 

KÖNIGL. GEH. SANITÄTSRAT, DIREKTOR DES NASSAUISCHEN VEREINS FÜR NATURKUNDE. 



JAHRGANG 64. 



MIT 4 TAFELN, 
EINER GEOLOGISCHEN KARTE UND 7 TEXTABBILDUNGEN. 



WIESBADEN. 

VERLAG VON J. F. BERGMANN. 

1911. 



Alle Druckschriften sind an den 

„Nassau! sehen Terein für Naturkunde 

(N a t u r h i s t o r i s c h e s Museum) 

Wiesbaden 

Friedriclistrasse Nr. 5, part." 
zu richten. 

Manuskripte für diese Jahrbücher bitten wir im druek- 
fertigeii Zustande jeweils bis spätestens zum 1. August an 

den Herausgeber einzusenden. 



Das 

Naturhistorisehe Museum der Stadt Wiesbaden 

(Wilhelmstrasse Nr. 24 im ersten Stock) 
ist vom 1. April bis 31. Oktober 

Sonntags*) vormittags von 10 bis 1 Uhr, 

Montags und Dienstags vormittags von 11 bis 1 Uhr, 

,«-... 1 ( vormittags von 11 bis 1 Uhr. 
Mittwochs , . 

I nachmittags von 3 bis 5 Uhr, 

Donnerstags und Freitags vormittags von 11 bis 1 Uhr, 

und vom 1. November bis 31. März 

Sonntags und Mittwochs vormittags von 11 bis 1 Uhr 

unentgeltlich dem Publikum geöffnet. 

*) Im Sommer auch jeden ersten Sonntag im Monat von 3 bis 5 Uhr 
nachmittags. 

Bureau und Bibliothek: Friedrichstrasse Nr. 5 part. 



CARL RITTER 6. m. b. H. 

Buchdruckerei : : Wiesbaden 



MBL WHOI LIBRARY 

WH lATK 3