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Full text of "Jahrbuch der hamburgischen Wissenschaftlichen Anstalten"

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1. Beiheft 

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Jahrbuch der Hamburgischen Wissenschaftlichen Anstalten. 

XXXV. 1917. 



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Mitteilungen 



ans dem 



Mineralogisch-Greologischen Institut 

in Hamburg. /^^' ^"'^X, 

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Der Bahrenfelder See. 

Beiträge zur Erforschung seines Ursprungs. 



Von 
/♦,'. Korh. 



In Kommission bei 

Otto Meissners Verlag 

Hamburg 1918. 



1. Beiheft 

zum 

Jahrbuch der Hamburgischen Wissenschaftlichen Anstalten. 

XXXV. 1917. 



Mitteilungen 



aus dem 



Mineralogisch-Greologischen Institut 

in Hamburg*. 



Der Bahrenfelder See. 

Beiträge zur Erforschung seines Ursprungs. 

Von 
E. Koch. 



In Kommission bei 

Otto Meissners Verlag 

Hamburg 1918. 



Der Bahrenfelder See. 

Beiträge zur Erforschung seines Ursprungs. 



Vüu 



E. Koch. 



Mit einer Abbildung und fünf Tafeln. 



Der Bahrenf eider See. 

lu der Literatur iiber die geologisclien Verhältnisse Hamburgs und 
seiner Umgebung taucht häufig bei Darstellung des älteren vorquartären 
Untergrundes die Vermutung auf. daß die Entstehung des Bahrenfelder 
Sees und anderer A'ertiefungen in und bei Bahrenfeld auf einen Erdfall 
zurückzuführen sei. Diese Vermutung geht zurück auf zwei Notizen im 
„Altonaischen ]\rcrcurius". Dort heißt es in Nr. IH vom Freitag. 31. .Ta- 
nuar 1834, Seite 330: 

„In der stürmischen Nacht vom 24. auf den 25.. derselben, welche dem 
Stördeich bei Grönhude verderblich wurde, sind bei Bahrenfeld ( % Stunde 
von Altena) vier Krüpi)eleichen, denen später noch eine fünfte nachgefolgt 
ist, mit Gekrach versunken. Zu bemerken ist. daß diese Bäume an dem 
Abhänge einer ehemaligen Sandgrube standen, deren mooriger Grund, etwa 
12 Fuß tief, obgleich mit Gras und Gestrüpp l)ewa('hsen. einen unsicheren 
und schwankenden Boden gewährt. Die durch diesen Erdsturz entstandene 
bedeutende Veitiefung. in welche die etwa 30 Fuß hohen Eichen versunken 
sind, ist mit Wasser angefüllt. Einzelne Risse in dem Boden auf der Höhe 
lassen vermuten, daß noch mehr Erdreich nachsinken werde. Der Schau- 
platz dieses Ereignisses ist Gemeindeland, und dem Erdfall gegenüber 
steht eine Kate, die zu zwei Armenwohnungen eingerichtet ist." 

Hiernach handelte es sich also um einen leicht erklärlichen Vor- 
gang. Fünf Eichen, die am Bande einer Sandgrube in der Baurstraße. 
südwestlich des Bahrenfelder Sees'), standen, sind in einer Stuiinesnacht 

') Diese allgeiueiue Annalime über <Ue Lage jener Sandgrube wird mir freundlichst 
von Herrn Professor Lehmann in Altona bestätigt, der die in dem Zeitungsbericht 
erwähnte Armenkate noch gekannt liat. 



2 E. Koch. 

iinigewoitcii und in die Grube liinabg'estürzt, wobei das Wurzehverk 
Erdreicli mitgerissen hat. Der Grund der Sandgrube war moorig und 
gab beim Aufprall dei- abstiirzenden Massen nach; es entstand eine Ver- 
tiefung, in der die Bäume versanken, und die sich dann mit Wasser 
füllte. Unklar bleibt, ob sich die Tiefenangabe von ] 2 Fuß auf die Tiefe 
der Sandgrube bezieht, gemessen von dem Rande, auf dem die Eichen 
standen, oder auf die ]\lächtigkeit der Moorschicht. Auf keinen Fall 
braucht natürlich angenommen zu Averden, daß etwa die entstandene Ver- 
tiefung 30 Fuß — der Höhe der Eichen entsprechend — gemessen habe, 
da doch aller Wahrscheinlichkeit nach die Bäume nicht senkrecht ver- 
sunken sind. 

Eine Notiz desselben Blattes aus der folgenden Woche zeigt, daß 
sich bereits die Phantasie dieses einfachen Naturereignisses bemächtigt 
hat. AVir lesen in Nr. 22 des „Altonaischen ]\Iercurius" vom Freitag, 
7. Febi'uar 1834, Seite 411: 

,.Der neulich erwähnte Erdfall bei Bahrenfeld hat ein kaum ver- 
dientes Aufsehen erregt und eine Menge Neugieriger herbeigelockt. 
Es wei'den an diese Begebenheit Erzählungen und Sagen geknüpft, 
nach denen man die Gegend für ein Wunderland halten sollte. Die, 
ihrem Umfange nach, nicht unbedeutende Kuhle, an deren Abhang der 
Erdsturz erfolgt ist und die nach dem Bei-icht einiger eine Sandgiiibe 
gewesen, soll nach anderen gleichfalls durch ein Naturereignis entstanden 
sein und es wird daran die Erzählung gekniipft, daß der große Bahren- 
felder Teich, den man als fast unergründlich schildert, bei AEenschen- 
gedenken auf eine ähnliche A\'eise sich gebildet habe; wieder andere 
lassen dort eine Sägemühle gestanden haben; die durch den Erdstui'z 
entstandene Kluft soll mit 40 Faden nicht auszumessen gewesen sein 
usw. Der Grund ist übrigens, wie man jetzt annimmt, nicht Gemeinde- 
boden, sondern gehört zu dem. Kanzleigut des Senators Jenisch in 
Hamburg, dessen zerstieute I'arzellen sich von Klein-Flottbek über 
mehrere benachbarte Feldmarken erstrecken." (Interpunktion nach dem 
Original.) 

Nach den Berichten einiger sollen jene Sandgrube und der jetzt zuerst 
erwähnte Bahrenfelder Teich also gleichfalls durch ein „Naturereignis" ent- 
standen sein, ^^'elcher Art dieses Ereignis gewesen sein soll, wird nicht 
gesagt ! Ein ähnlicher^A^jrgang, wie der aus der Nacht vom 24. auf den 
25.. Januar 1834 geschilderte, würde fiir l)eide Ortlichkeiten immer schon das 
Vorhandensein eines Abhanges voraussetzen; es würde sich daini also auch 
Avieder nur um eine Vergrößerung einer bereits vorhandenen Vertiefung durch 
Abbröckelung am Rande gehandelt haben, wie es dauernd zum Beispiel am 
Eibufer von Wittenbergen zu beobachten ist. Andere wiederum erzählen, 
daß „dort" eine Sägemühle gestanden habe. Bezieht man dieses „dort", 



I icr I!;ilireiilrl(lcr See. 3 

wie o (lofh vielk'iclit j^eiiunut is^t. auf den Balireiiteldcr See, so kounti^ diese 
Angabe auf die Eiilstehimg- des Sees als eines kiinstlielien Stausees hin- 
weisen sollen, worauf später noch zurüekzukonimen sein wird. 

In diesen beiden Zeitungsbei-iehten ist demnach das eiuentliche Kreignis 
in der HauT'stiaße ans der Nacht vom '24. auf den 25.,lanuai' 1S34 vidlig klar 
dargestellt. Es laut sich auf keinen Kall als ein Krdfall im eigentlichen Sinne 
deuten, es handelt sieh, wie der ei'ste P)ericht richtig: angil)t. um einen Erd- 
.sturz. um einen Abiutsch von Erdmassen an einem bestehenden Abhang. In 
bezug auf den l)ahreiifelder See, der uns hiei' in erster Linie angeht, heißt 
es nur, daß er nach Erzählungen einigei' auf ..ähnliche" Weise entstanden 
sei. Damit ist nicht viel anzufangen. Hei den heutigen Böschungsver- 
hältnissen daselbst kann man sich einen Abrutsch von Erdmassen, wie 
er oben g(>scliildeit wui'de. nicht recht voi'sl eilen. Ebensowenig ist das mög- 
lich bei (b'r ..kreisrunden" ^'ertiefullg• an der Baurstiaße. 300m südwestlich 
des Bahrenfelder Sees, die als Schaui>latz des Kreigniss(>s vom .Januar 1834 
gilt. Ks ist dieses heute eine ganz flache Senke, die in trockenen Sommern 
fast wasserleer ist. Die Darstellung des Steilrandes auf dem Meßtisch- 
blatt mit 2,5 m gibt eine ganz falsche Vorstellung von den heutig:en Ver- 
hältnissen dieser pfannenartigen Vertiefung. Sie ist gar nicht zu vei- 
gleichen mit dem etwas weiter südlich eingezeichneten Straßenanschnitt, 
der dieselbe, hier der Wirklichkeit entsprechende Signatur hat. Man 
i.st geneig:t. anzunehnu'u. daß jeiu'r ^'oi'gang sich am Rande des jetzt 
aufgehöhten Torfbeckens östlich der Baurstraße abgesjjielt hat. als dieses 
nniglichei-weise noch etwas weiter nach W reichte, bis zu der Stelle, wo die 
,. kreisrunde" A'ertiefung sich findet. Kartographische Belege für diese An- 
nahme fehlen mir vorläufig noch. Wie dem auch sei, eines sei noch einmal 
ausdrücklich festgestellt ! Für die Annahme eines wirklichen ..Erdfalles" fehlt 
in den oben wiedergegebenen Zeitungsberichten selbst für die Vei-fiefnng in 
der Hanrstraße jede ernsthafte (iiundlage. Es sei denn, daß man (bis Ein- 
sinken dei' Kichen und dei- Krdma.ssen in die Moorschicht als »dfall be- 
zeichnen will. Äimlich hat es Zimmermann') gemacht. Auf S.374 des Aus- 
zuges aus seinem Vortrage, den er im Naturwissenschaftlichen Verein in Ham- 
burg- am 1(5. Dezember 1837 gehalten hat. meint er, daß die Alster in früherer 
Zeit bei Hamburg: noch keinen Ausfluß zur Elbe gewinnen konnte und 
deshalb einen bedeutenden Landstrich in der Gegend der Harksheide und 
der mit derselben zusanunenhängcnden Moore überschwemmte. Dieser 
Alstersee hatte nach seiner i\reinung- seinen ersten Abfluß wahrscheinlich 
bei Wedel ins Meer, welches damals noch die ]\rarsch bedeckte. ..Später 
erst gelang es demselben, über Langenhorn. Stellingen und Bahrenfeld bei 



') Zimmer mann, tJber die geognosti.schcn Verhältnisse Hamburgs und der 
nächsten Umgebung desselben. Neues Jahrbuch für Mineralogie 1838, S. 371--380. 



4 K. Kdcli. 

Flottbek einen Ausfluß ins Elbtal zu «iinvinnen. Auf diesem ganzen 
A\'ege nämlich trifft man teils Torfmoor, teils AViesen, welche meistens 
ebenfalls auf einem tiefen Moorgrunde ruhen, und deren Easendecke 
teilweise so dünn ist. daß. wenn man darüber hinschreitet, unter den 
Schritten ein dumpfer A\'ider]iall vernommen wird, und welche bei feuchtem 
Wetter zuweilen von ^lenschen und Vieh durchbrochen WMU'de. die darin 
unrettbar versunken sind. Auch linden sich in der (4egend von Bahren- 
feld mehrere Erdfälle und ein See von luiergründlicher Tiefe, so dai3 zu 
vermuten ist, dalj sich selbst initer einem Teile der Sandhügel noch Moor 
befindet, welches wahrscheinlich mit dem vorhin bezeichneten zusammen- 
hängt." Es kann hier natürlich nicht auf Zimmermanns Ansicht über 
frühere Alsterläufe eingegangen werden. Uns interessiert nur die von 
ihm hervorgehobene Tatsache, daß in der Bahrenfelder Gegend gelegentlich 
Einbrüche in Moorschichten stattgefunden haben. Das mag den Anlaß 
gegeben haben zu den Erzählungen von häutigeren Erdfällen. Aus Zimmer- 
manns Worten geht nicht hervor, ob er beglaubigte Nachrichten von 
solchen Erdfällen gehabt hat. sich auch nur auf die oben erwähnten 
Gerüchte bezieht oder überhaupt nur geneigt ist, vorhandene Vertiefungen 
als Erdfälle zu deuten. Zur Erklärung jener wirklichen oder vermeint- 
lichen Vorgänge macht er die Annahme, daß das Moor sich auch unter 
den Sandboden jener Gegend erstrecke, und das gibt ihm das R,echt, von 
..Erdfällen" zu sprechen, denn es ist schließlich im Prinzi]) gleichgültig, 
ob der Deckeneinsturz geschieht über einer Höhle im Kalkgebirge oder 
einem Hohlraum in einer ]\[oorschicht. Einige Jahre später äußert sich 
Zimmermann') abermals über die Bahrenfelder Gegend. Jetzt bringt 
er aber die beckenartige Erweiterung des Alstertales unterhalb von 
Fuhlsbüttel durch das Flußtal des Sielbeck (= ? Isebeck) in unmittelbare 
Verbindung mit dem Becken, das sich zwischen Eppendorf, Eimsbüttel, 
den Bahrenfelder Grandhügeln und Stellingen bis nach Flottbek ausdehnt 
und durch ein kleines Tal im Jenischpark (Tal des Flottbek) in die 
Elbe mündet. Wieder weist er (S. 12) darauf hin. daß in der (TCgend 
von Bahrenfeld wie auch bei der Rolandsmühle sich mehrere tiefe, zum 
Teil mit Wasser gefüllte „Erdfälle" finden, und betont im nächsten Satz, 
daß der Boden des Beckens nördlich von Bahrenfeld aus Torf bestehe. 
BeachtensAvert ist, daß Zimmermann auf Tafel IV der Arbeit von 1838, 
einer ..Karte von Hamburg mit den angrenzenden Ländern", den Bahren- 
felder See als den Quellteich des Flottbek einzeichnet. Noch deutlicher 
wird das auf einer der Originalkartenskizzen jener Gegend, die im 



^) Zimmennaiiu, K. (i., Versuch einer (iroiiTaphiscli-geognostisclien Beschreibung' 
der Umgegend von Hamburg. Mitteilg. aus den Verliandlg. der Naturwissenschaft!. 
Gesellschaft in Hamburg A'om Jahre 184."). Hamburg 184(3. 



Dor RiiliifiitVldi'i- See. 5 

.Miiit'ial()uiscli-( i(M)l()o-iscli(Mi Institut zu HaiHhui-;^' xcrwaliit wcnicn und 
von Zininicini ann hcrriilircn dürften, da die llandsclii'ilt aiU' ihnen 
^cnau übeivinstimmt mit der der Zusätze in Zinimerniauns Hand- 
e\'em])lar jenes \'()rtraii'es. das sieh in der P)il)li(ithek desselben Instituts 
befindet. 

Im .fahre isf)!) erwähnt .Meyn'l die l^alncnfelder KrdtaUe in seinem 
Aufsatz ..Die Krdfäüe". Hr unterseheidet im alli>(Mneinen Teil sehaif 
zwischen b'elsenstürzen und Heri:sehlii)feu einerseits und i^insturzeu und 
Krdfällen andcMcrseits. Die I^eding'ungen eig-entlieh(?r Erdfälle sind ihm 
zwei zusannnengeliorig'e ümsfände: ..ein Kalk- und (lipsgebirge als (Jrwnd- 
lage und ein<^ Schuttdecke darüber". Da .Afeyn über das Vorhandensein 
von (rips im Untergründe von Balirenfeld nichts wußte und das Gips- 
vorkommen von Langenfelde noch nicht entdeckt wai-. so schreibt er 
sehr vorsichtig auf S. 332: ..Ein in der Nähe von Altena bei Bahrenfeld 
1834 erfolgter Erdfall, neben "welchem ein älterer tiefei' Erdfallsee sich 
findet, hat zwar noch zu keiner weiteren Entdeckung geführt, doch ist 
auch keine Xachsuchung daselbst geschehen. Bekannt ist nur. daß in 
der Nähe (d. h. in Langenfelde) Schichten der T(>rtiärformation unter 
dem Geschiebeboden vorkommen. Ob auch Beziehungen der Erdfälle zu 
der Tertiärformation stattfinden, läßt sich indessen nicht nachweisen,, 
dürfte auch nicht wahrscheinlich sein, wenngleich im ]\recklenburgischen 
bei Probst -^^"oos und Conow in den Umgebungen der Braunkohlenformation 
nördlich von Dömitz Erdfälle sich zeigen." 

Die bisher erwähnten Arbeiten sind aber weniger bekannt geworden als 
die kurze Notiz unter ..Bahrenfekl" in der Topographie von Schrcider und 
Biernatzki^) S. 185 f.: ..An der nordwestlichen Seite des Dorfes liegt der 

Bahrenfelder See. ein kleiner Landsee von außerordentlicher Tiefe 

Bei einer mit Wasser gefüllten Vertiefung neben der Armenkate fand in der 
Nacht vom 24. auf den 25. Januar 1834 ein nicht unbedeutender Erdfall statt; 
in dieser Gegend soll ehemals eine Sagemühle gestanden haben. — In der 
Niederung zwischen dem Hellgrundsberg und Euruj) werden Salzpflanzen 
gefunden." Diese Notiz bildet die hauptsächliche Grundlage für alle 
späteren Erörterungen des Vorkommens. Hier zeigen sich schon die 
P>)lgen der nicht vrdlig- klaren Ausdrucksweise im ..Altonaischen Mercurius" 
\oni 7. Februar 1834 über die Lage der bewußten Sagemühle. Ohne 
weiteres wird sie hier in die Baurstraßc verlegt, wo man jenen beschriebenen 



') Meyii. L.. ,.I»ie Erdfallc". Zeitsclirift der Deiit^chou C^eoloi^-. Ges. IL Bd.. 18.50, 
S. 311 ff. 

') Schröder, .1., und Biernatzki, H., Tupograpliie dor Jio'zi'ytünier Hulsteiu 
und Lauenliurg, dos Fürstentums Lübeek und des Gebiets der freien und Hanse-Städte 
Haniburji' und Lübeek, 2. Auflage. Oldenburg 18.55. 



(j E. Kuch. 

Erdfall zu suchen sich gewöhnt hat. während doch zugegeben werden 
muß, daß es wahrscheinlicher ist. jene Sägemühle habe am Bahrenfelder 
See gestanden. Das erwähnte Vorkommen von Salzpflanzen — zwischen 
Hellgrundberg und Lurnp — ist schon A-on Wolff^) fide Heering als 
Irrtum hingestellt worden. Schröder und Biernatzki haben Fack^) als 
Quelle gedient, \velcher von einem nicht unbedeutenden Erdfall bei Bahren- 
teld spricht und von einem kleinen Landsee von außerordentliclier Tiefe, der 
ebenfalls auf einen Erdfall hindeutet. Meines Wissens hat bezeichnender- 
Aveise Gott sehe, der doch in Vorträgen gerne die Möglichkeit betonte, daß 
unter Altona Kalisalzlager sich befänden, zur Unterstützung dieser Vermutung 
in den letzten Jahren jenen ..Erdfall" nicht herangezogen. Struck") hat li>n9 
die Angabe von Schröder und Biernatzki nach Fack an zAvei Stellen 
Aviederholt (S. 24 und S. 73, ,. Salzpflanzen und Erdfall"' ) und den Bahrenfelder 
Erdfall aus demselben Grunde Avie die von Stipsdorf und Segeberg für 
möglich gehalten. Aveil ja damals schon das Vorkommen von Gips auch in 
Langenfelde und unter der Ottensener Wachsbleiche bekannt Avar. Sehr 
vorsichtig hat Wolff) 1914 in den Erläuterungen zu Blatt Hamburg zu 
den Bahrenfelder Erdfällen Stellung genommen und darauf hingCAviesen. 
daß keinei-lei sichere Anhaltspunkte dafür vorliegen, daß die in Bahrenfeld 
vorhandenen ..Vertiefungen'' mit dem Auftreten von Gips nahe der Ober- 
fläche zusammenhängen. Dieselbe Stellung nimmt Wolff ') 1915 in seiner 
Arbeit über das DiluAdum der Gegend von Hamburg ein (S. 248 u. S. 282). 
Im Jahre 1914 ist aber noch eine andere Arbeit erschienen, die sich auch 
mit .dem Bahrenfelder See beschäftigt: .,H. Sievers''); Altona. Das hohe 
Eibufer von Altona bis A\edel." Es heißt dort S. 184 f.: „An verschiedenen 
Stellen findet man noch jetzt in den Vororten Bahrenfeld, Othmarschen 
und Flottbek Teiche von geringerer und größerer Tiefe. Eine ganze 
Anzahl ist schon durch Zuschüttungen verschAvunden. Sie Averden meistens 
als Auskolkungen durch die Gletscherwasser der Eiszeit angesehen. Bei 
den flacheren Gewässern erscheint diese Erklärung einleuchtend, nicht 
aber bei dem größten und tiefsten dieser Teiche, dem Bahrenfelder See. 



') Wolff. W., Ei'läuterung-en zur Geolog. Karte von Preußen, Blatt Hamburg. 
1!)14 S. 11 bzw. 10. 

'^) Fack, M. W., Das Vorkommen von Salz in der Provinz Schleswig-Holstein. 
Schriften des Naturwissenschaft!. Vereins für Schleswig-Holstein, Bd. VI, 2. Heft, S. 53. 
Kiel 1885. 

•') Struck. R. ("Übersicht der geologischen Verhältnisse Schleswig-Holsteins. 
Lübeck 1909. 

I) .Jahrbuch der Königl. Preuß. Geolog. Landesanstalt für 1915, XXXVI, Teil II, 
Heft 2. Berlin 1915. 

-') Im „Heimatbuch für unser hamburgisches Wandergebiet", herausgegeben von 
der Pädagogischen Vereinigung von 1905 in Hamburg. Hamburg 1914. 



Der l'.alireiifcldcr See. " 7 

Nach (loni Volksniinid soll er unoniießlich tief soiii. die Mcßliscliblätter 
i^eben eine l'iefe von lU ni an. Vor reichlich ;50 .lalncn war eine 
Droschke in dem See versunken. Sie wurde wiedei- herausgeholt. Rei 
dieser Gelejicnheit soll die Tiefe <>(>iiiessen und auf ho m erniitt(>lt worden 
sein. Wenn dies zutrifft, hätten wir es mit einem brunnenschachtartigen 
Gebilde zu tun, dessen A\'ände unmöglich aus lockeren P^rdniassen bestellen 
könnten; denn dann würde das kleine Gewässer längst durch Einstürzen 
der Ränder verflacht sein. Es ist darum anzunehmen, daß die Wände 
aus festem Gestein, wahrscheinlich aus (^ips. bestehen. Die Entstehung 
des Sees wäre dann so zu (>rklären. daß hi(>r durch Auswaschung (von 
Salz ?) H(")hlungen entstanden wären, die einen Erdfall hervoi-riefen. Diese 
Ansicht wird durch die Tatsache gestützt, daß hier in (h'r Ihngebung 
mehrfach Erdfalle beobachtet worden sind. So fand in der Nähe in der 
Nacht vom "24. auf den '2ö. .Tanuar 1834 ein solcher Erdfall statt, wodurch 
(>ine Sägemühle mit einzelnen Baumgruppen in die Tiefe gcv.ogen wurde. 
Die entstandene Grube füllte sich mit Wasser und bildete einen kleinen 
Teich. Eine ähnliche Senkung hat man beim Kirchhof in Bahrenfeld 
beobachtet, und auch die Eolandskuhle ist auf einen Erdfall zurück- 
zuführen, dessen Ursache allerdings in Unterwaschungen duich das Eib- 
wasser vermutet wurde, nach meiner Ansicht mit Unrecht." 

Demgegenüber ist zunächst festzustellen, daß Meßtischblätter bekannt- 
lich nicht die Tiefen der Seen angeben, daß die Zahl 24, genau 24,2, des Meß- 
tischblattes Hamburg die Lage der Oberfläche des Sees über NN bedeutet'). 
Hält man aber irrtümlicherweise die Zahl für eine Tiefenangabe, so sollte 
man so viel Achtung vor der Preußischen Eandesaufnahme besitzen, daß 
man ihren Angaben nicht unsichere Gerüchte vorzieht. Die (leschichte 
von der versunkenen — und (? aus 80 m Tiefe) wieder herausgeholten 
Droschke ist doch durchaus unwahrscheinlich. (Selbst wenn man die tiefste 
Stelle des Sees mit 80 m in der Mitte annimmt, ergibt sich bei einer 
größten Breite des Sees von 118 m innner noch ein Böschungswinkel 
von 53" 35' 30", da tg« = 80:59.) Eine solche Angabe hätte nicht 
in einem Buche Aufnahme finden dürfen, das den ausgesprochenen Zweck 
hat, Lehrern und Schülern als Führer zu dienen. Ehe der Verfasser 
auf Grund der angenommenen Tiefe von 80 m die Vernuitung aus- 
sprach, daß die Wände des Seebeckens aus (Tips beständen, hätte er 
sich erkundigen sollen, ob denn eine der Bohrungen in der Nähe des 



*) Vielleiolit ist die Quelle li'ir die Darstellung bei Sievers in Krugers Führer 
durch die Eibgegend, bearbeitet von Schiller-Tietz, Blankenese o. J., zu sehen, wo sich 
auch ein solcher Hinweis auf die „Generalstabskarte" und die Erzählung von der ver- 
sunkenen Sägemühle finden, wo aber die Ursache für dieses Ereignis in dem moorigen 
Untergründe Bahrenfelds gesuclit wird. 



g E. Kocli. 

Sees diesen Gips getrolt'en iiat. Überhaupt sollte man Tiet'enanji'aben. 
die auf so unsicheren Zeugnissen beruhen, heutzutage nicht mehr ver- 
öffentlichen, zumal wenn es, Avie im vorliegenden Falle, so leicht nK'iglich 
ist, selber ein paar IjOtungen zur Kontrolle auszutüliren. Kiuen lehrreichen 
Beitrag zur Kunde von der Sagenbildung liefert der Umstand, dali es jetzt 
ohne weiteres heißt, 1834 sei hei dem Erdfall in der Baurstraße eine Säge- 
mtihle in die Tiefe gesunken! A\'ir sahen aber, daß die Quelle dafür gewiß 
keinen Anhalt bietet, daß erstens die Lage der Sägemühle wahrscheinlich 
an anderer Stelle, am Bahrenfelder See und nicht in der Baurstraße, zu 
suchen ist. und daß zweitens in dem eigentlichen Bericht über den ., Erd- 
fall" vonl8o4 überhau])t nicht von einer Sägemühle die Bede ist. geschweige 
denn davon, daß eine solche versunken ist! Es erübrigt sich nach diesem, 
auf die von Sievers gegebene Deutung der Bolandskuhle usf. weiter 
einzugehen. 

Dieser wohl kaum ganz ^"ollständigen Übersicht über die Literatur'), 
die sich mit dem Bahienfelder See und den Bahrenfelder Erdfällen 
beschäftigt, mögen einige Angaben über den See und seine Umgebung 
folgen. Der Bahrenfelder See liegt gut 20() m nordwestlich vom Bahren- 
felder Marktplatz, im AMnkel zwischen A\'agnerstraße-Osdorferweg und 
Theodorstraße, auf dem (Trundstück des Herrn Konsul Th. (Tayen. Im 
Norden des Sees steigt das Gelände sehr bald zu 30 m über NN an und 
erhebt sich dann weiter nördlich in den Kieshöhen von Bahrenfeld-Eidelstedt 
am Hellgrundberge bis auf liber 51 m. A^om See nach Südosten gehend, 
erreichen wir die 30-m-Kurve in reichlich 1 km Entfernung, von wo sie 
nach der \\'estseite von Ottensen hinübergeht, den Süden dieses Stadtteils 
und Altenas umschließt und dem Eibufer parallel nach Othmarschen verläuft, 
um dann wieder nach Nordosten zurückzubiegen. Zwischen diesen beiden 
Aufragungen über 30 m schneidet von Südwesten, von der Elbe her, das 
Tal des Flottbek ein. Von Osten, von der Alster. kommt ihm das Tal 
des Isebek entgegen. Beide Täler treten auf der topographischen Karte 
1 : 25000 deutlich in ihrer Umrandung durch die 20-m-Isohypse hervor, 
noch deutlicher auf der amtlichen Karte von Hamburg und Umgebung 
(vgl. Tafel I) 1 : 50000, wo sie sich an Hand der 24-m-Kurve (über 
Null am Eibflutmesser. = — 3.54 m NN) bis in die Nähe des Sees ver- 
folgen lassen. Die 24-m-Kurven beider Täler kommen sich bis auf 950 m 



'; Erwähnt niüge noch werden, daß J. Breckwoldt (Die hydnigrapliisclien Ver- 
änderungen in Schleswig-Holstein, Schriften des Naturwissenschaftlichen Vereins für 
Schleswig-Holstein, Bd. "XVI, p. 44 ff.) bei der Übersicht über die verschiedenen Ent- 
stehuugsarten der Seen in Schleswig-Holstein betont, daß allein das Becken des kleinen 
Segeberger Sees nicht auf Vergletscherung. sondern Yiehnehi' auf Einsturz zurück- 
zuführen sei. 



Der Jiiilireiit'eltlcr See. 9 

iialif. dir W'asj^ei'sclieidc zwischen ilmcii crhcl)! sich nur um 7 111 hiilicr. 
Ks sind dieses die Taluniicn. die Ziniinennann. Avie oben <iezei<;t w ur(h'. 
184b als alten Alsterlaut «icdeutet hat. Später haben in der Talunji" südlich 
des Bahrenfelder See*, zuletzt bei HersTeUuu^ des Stammsieles für Altona. 
starke Ant'linhnnoen stattgefunden, so daß eine N'erbindunji' des Flottbek 
niit dem See. wie Zimmermann sie kannte, heute nicht mehr vorlianden 
ist. Deutlich erkennbar sind beide Täler auch auf dei' geologischen 
("'itersichtskarte von rreuüen. Ulatt Hambnig. ilier geben sie sich zu 
erkennen als schmale, mit Torf beziehungsweise mit Abschlännnassen 
erfüllte l\iini(Mi. die in di(> geschlossene (leschiel)elehnitläche eingebettet 
sind, welche den Klbtalrand in einer IJreite l)is zu 15 km von oberhalb 
Hamburgs bis nach Blankenese begleitet. 

Als Ich im Sonnner 1917 mit Herrn Dr. Max Sievers, der an dei- 
Entstehung dieser Arl»eit freundlichen Anteil nahm und dem ich auch 
das beigegebene i^ild verdanke, eine Auslotung des Sees plante, wurde 
uns von Herrn Konsul (iayen bereitwilligsf die Erlaubnis dazu erteilt, 
wofür hiei' noch einmal unser Dank ausgesprochen sei. Die Auslotung 
selber ei wies sich als unnötig", da Herr Konsul (iayen darauf aufmerksam 
machte, daß von Altonaer Seite bereits Messungen im See vorgeiU)mmen 
seien. Eine Nachfrage beim Stadt-Bauamt in Altona. Abteilung Tiefbau H. 
lieferte mir dann das Ergebnis von 70 Lotungen, das auf einer Umriß- 
karte^i des Sees im ]\raßstabe 1:1000 eingetragen war. ]\lit gütiger 
Erlaubnis des Altonaer Tiefbauamtes gebe ich hier eine tabellarische 
Übersicht über die , gefundenen \\'erte. Die Zahlen geben nach dem 
Original die absolute Höhenlage (bezogen auf NX) der A\'assersohle 
und der Schlannnsohle und daneben umgerechnet die relative Tiefe des 
Seebeckens bis zur ^^'assersohle und bis zur Schlammsohle sowie die 
^Mächtigkeit der Schlammschicht. Die Höhe des A\'asserspiegels war am 
\\). Januar 1914 zu 4- 23.940 m ermittelt worden. Aus Tafel H und III 
ist die Verteilung der Lotungen iiber den See ersichtlich, eingetragen ist 
auf Tafel il die relative \\'assertiefe. gemessen vom A\'asserspiegel bis 
zni' W'assersohle und auf Tafel 111 die iclative Tiefe der Schlammsohle, 
gemessen ebenfalls vom Wasserspiegel aus. 

Die größte gemessene ^^'assertiefe beträgt also 5.44 m (Nr. 42). Sie 
liegt etwas südlich der Seemitte. Die tiefste Stelle der Schlammsohle 
wurde durch Peilung 33. also ganz in der Nähe der größten Wassertiefe, 
mit 8.54 m ermittelt. Die Querprofile von NA\' — SO auf Tafel IV zeigen, 
daß das Seebecken in dieser Richtung einen recht regelmäßigen Bau hat. 
Da sie nach ihrer wirklichen Lage in den Seeumiiß eingezeichnet sind. 



') Nach dieser Karte wurde der größte Durchmesser des Sees (etwa WNW— 0S<>; 
auf 118 in und der Flächeuiidialt auf rund 8800 m- berechnet. 



10 



E. Koch. 



Tabelle. 





Wassertiefe 


Tiefe der 
Schlammsohle 


Mächtig- 
keit der 
Schlanim- 
schicht 


^3 


Wassertiefe 


Tiefe ( 
Schlamm 


ier 

sohle 

i'e- 
lativ 


Mächtig- 
keit der 


^ c 


absolut 


re- 
lativ 


absolut 1^;% 


absolut 


re- 
lativ 


absohlt 


Schlaiiim- 
schicbt 


1 


1 
+23.74 0.20 





_ 





36 


+20.90 


3.04 


! 





2 


+22.94 1.00 


— 


— 


— 


37 


+22.90 


1.04 


— 


— i 


— 


3 


+22.04 ] 1.90 


— ' — 


— 


38 


+20.90 


3.04 


— 


— 


— 


4 


+22.04 ; 1.90 


— — 


— 


39 


+ 18.90 


5.04 


+16.00 


7.94 


2.90 


5 


+22.04; 1.90 


_ _ 


— 


40 


+ 18.90 


5.04 


+ 16.30 


7.64 


2.60 


6 


+22.34 l.GO 


— 1 — 


— 


41 


+18.70 


5.24 


+16.10 


7.84 


2.60 


7 


+22.94 1.00 


— : — 


— 


42 


+18.50 


5.44 


+ 15.90 


8.04 


2.60 


8 


+23.14 0.80 


1 
i 


— 


43 


+ 18.60 


5.34 


+ 15.80 


8.14 


2.80 


9 


+23.44 0.50 


1 


— 


44 


+ 18.70 


5.24 


+ 15.80 


8.14 


2.90 


10 


+21.94 1 2.00 


— ' — 


— 


45 


+ 18.60 


5.34 


+ 16.50 


7.44 


2-. 10 


11 


+20.44 \ 3.50 


— ' — 


— 


46 


+20.90 


3.04 


— 


— 


— 


12 


+ 19.84 


4.10 


+ 17.00 


(;.94 


2.84 


47 


+23.60 


0.34 


— 


— 


— 


13 


+ 20.20 


3.74 


+ 18.90 


5.04 


1.30 


48 


+23.20 


0.74 


— 


— 


— 


14 


+20.30 3.64 


+ 18.90 


5.04 


1.40 


49 


+20.40 


3.54 


+ 16.40 


7.54 


4.00 


15 


+20.G0 3.34 


+19.90 


4.04 


0.70 


50 


+ 19.20 


4.74 


+ 16.90 


7.04 


2.30 


IG 


+21.90 2.04 


~ — 


— 


51 


+ 18.90 


5.04 


+ 16.80 


7.14 


2.10 


17 


+22.90 ! 1.04 


— 1 — 


— 


52 


+ 18.70 


5.24 


+ 16.40 


7.54 


2.30 


18 


+22.50 


1.44 


— ; — 


— 


53 


+ 1890 


5.04 


+16.90 


7.04 


2.00 


19 


+20.50 


3.44 


' i 


— 


54 


+ 18.70 


5.24 


+ 16.00 


7.94 


2.70 


20 


+ 19.30 


4.64 




— 


— 


55 


+ 18.70 


5.24 


+ 17.20 


6.74 


1.50 


21 


+ 18.60 i 5.34 


+ 17.30 


6.64 


1.30 


56 


+21.30 


2.64 


— 


— 


— 


22 


+ 18.90 5.04 


+1G.70 


7.24 


2.20 


57 


+23.60 


0.34 


— 


— 


— 


23 


+ 18.90 '5.04 


+1G.10 


7.84 


2.80 


58 


+22.40 


1.54 


— 


— 


— 


24 


+ 18.90 : 5.04 


+ 16.90 


7.04 


2.00 


59 


+ 20.80 


3.14 


— 


— 


— 


25 


+20.10 3.84 


+ 17.80 


6.64 


2.80 


60 


+ 19.70 


4.24 


— 


— 


— 


2G 


+21.90 1 2.04 


— : _ 


— 


61 


+18.90 


5.04 


— 


— 


— 


27 


+21.90 : 2.04 


— ] — 


— 


62 


+ 18.90 


5.04 


— 


— 


— 


28 


+19.90 4.04 


— : — 


— 


63 


+18.90 


5.04 


— 


— 


— 


29 


+ 18.90 


5.04 


— i — 


— 


64 


+ 19.90 


4.04 


— 


— 


— 


30 


+ 18.90 


5.04 


+16.30 7.64 


2.60 


65 


+21.80 


2.14 


— 


— 


— 


31 


+18.60 


5.34 


+ 16.40 


7.54 


2.20 


66 


+23.20 


0.74 


— 


— 


— 


32 


+ 18.80 


5.14 


+ 16.40 


7.54 


2.40 


67 


+22.20 


1.74 


— 


— 


— 


33 


+18.90 


5.04 


+ 15.40 


8.54 


3.50 


68 


+21.00 12.94 


— 


~ 


— 


34 


+18.70 5.24 


+ 15.90 


8.04 


2.80 


69 


+22.50 


1.44 


— 




— 


35 


+18.80 5.14 


+17.00 


6.94 


1.80 


70 


+23.20 


0.74 


— 




— 



geben sie auch ein Bild von der diestaltung' des Seebeekens in der Rich- 
tung NO— SW. Das eigentliche heutige Wasserbecken zeigt eine flach 
pfannenförmige Gestalt ohne erhebliche Böschungen. Denkt man sich 
aber die Schlammschicht, die bei Nr. 49 ihre größte Mächtigkeit mit 4.00 m 
erreicht, ^fort und stellt sich so das ursprünglichere Seebecken her. so 
werden die Böschungen etwas steiler, aber nur lokal erreichen sie (bei 



Der ]^)nliiTiitrl(li r See. j j 

Ni-. 48) (Ich Wert V(»ii ;U l'.V. Krwäliiit miilJ wenlcii. d.iü hei Nr. i;; 
iiud .14 die feste Schicht auf + 18.90 m durchstoljeii winde und man his 
xii einer Tiefe yon 8.94 ni unter dem Seespieücl messen konnte. Es ist 
also ni(),irlieli. daß die Selilammseliiclit stellenweise etwas maehtig:er i.st, 
als die Zahlen an.uehen. und d<'r eigentliche Seebodtüi noch etwas tiefer 
liegt. ]>ie Annahme, daß der Rahrenfelder See ..uncrgiiindlich" tief sei. 
dürfte aber nunmehr als erledigt gelten. In Zukunft kcinnen lediglich 
auf di(>se \'ernnitnng hin keine Schlüsse mehr auf die Entstehung des 
Sees gezogen werden. \\'ie weit ist das nun nniglich auf Grund der bis 
heute bekannten geologischen Tatsachen aus dei- Umgc^bung des Sees? 
Schon W'olff hat (a. a. 0.1 darauf hingewiesen, daß keine (h'r näher benach- 
barten Bohrungen ältere Formationen getroffen hat. wedei" die Bohrungen 
für das Altonaer Stannnsiel noch die zahlreichen Bi-unnenl)ohrungen. Am 
Schluß der Arbeit ist eine Übersicht über alle mir bekannten Hohrunjjen 
im Ihnkreise des .Sees gegeben. A'on dem weitaus größten Teil befinden 
sich die Proben im Bohrarchiv des ^[ineralogisch-Geologischen Instituts 
zu Hamburg und sind dort von mir bearbeitet. Für die freundliche Er- 
laubnis zur Veröffentlichung dieses ^Faterials gebührt mein Dank dem 
Direktor dieses Instituts. Herrn Professor Dr. (iürich. Ein f.ageplan 
für die Bohrungeu findet sich auf Tafel V. 

Die meisten Hohi-ungen zeigen nur Diluvium. In (h'r Nähe von 
Bahrenfeld scheinen große mit diluvialen Ablagerungen erfüllte Täler vor- 
iiberzuziehen. wie sie im Osten von Hamburg im einzelnen nachgewiesen 
sind und hier im Westen, wo das Netz der Bohrungen nicht so dicht ist, 
dur<'h einzelne Ergebnisse sich andeuten (vgl. Wolff a. a. 0. und Koch^). 
'\\'enu es möglich ist. die im Osten Hamburgs gewonnenen Erfahrungen 
(Koch a. a. 0. S. 79) auf den ^^'esten zu übertragen, und das scheint 
nach Nr. 4(), 51. 54 und 55 der Fall zu sein, so würde der in den Bohrungen 
Tivoli-Brauerei Eidelstedt (Xi. 28). Bismarckl)ad in Altona (Nr. 46), 
Blunk. Ottensen (Nr. 47). Niederberger. Ottensen (Nr. 48 und 49). Keßler, 
Eimsbüttel (Nr. 51), Holstenbrauerei (Nr. 54), Kühlhaus III, Altona (Nr, 55). 
Holsatia. Ottensen (Nr. 56) und bei der Margarinefabrik von A. L. Mohr 
(einer hier nicht mitgeteilten Bohrung) gefundene Tonmergel darauf schließen 
lassen, daß wir es hiei' mit ähnlichen Tiefenformen zu tun haben, wie 
sie oben erwähnt wurd<Mi. Di(! verhältnismäßig große ^lächtigkeit des 
Diluviums in der Umgebung Bahrenfelds besagt aber nichts füi- die Lage- 
i'ungsverhältnisse der ältei'en Formationen. Es ist wohl sicher, daß die 
Ticfenlage der Grenze zwischen Diluvium luid Teitiär im (Tcbiete um 
Hamburg in allererster Lini(^ ^•on der Stärke der diluvialen Erosion bedingt 



') Per UntergTiiiul der reclitselbischeii Marsch obcrlialb Haniburiis. .Talirl)ucli der 
Hambiirgisohou Wisseiisehaftliclieii Anstalten XXX, 1912. (1. Beilieft. Hamburg lf»l,-J. 

3 



12 



E. Koch. 



wild. Von tektoiiischen Verhältnissen hängt es neben den eben genannten 
dann ab, welche Altersstufe des Tertiärs das Liegende des Diluviums 
bildet. In den unten angeführten Bohrungen Nr. 1, 29, 30, 32, 33, 34, 37, 
42 ist für die unteren Schichten das Alter als unsicher angegeben. Diese, 
kalkfreien Sande sind nur zum klein'sten Teil identisch mit den von 
Wulff (Diluvium von Hamburg S. 282) als altdiluvial bezeichneten, denn 
diese zeigen, soweit mir Proben davon bekannt sind, zumeist typisch 
diluvialen Charakter. Hier handelt es sich um kalkfreie, fast reine Quarz- 
sande, aus dei-en petrographischem Charakter ich keinen Schluß auf ihr 
Alter ziehen möchte, eher auf ihren Ursprung. Es dürfte sich um dilu- 
viale Abschlämmassen von dei- tertiären Aufragung Eidelstedt-Langenfelde 
handeln, die in einer deutlicli ausgesprochenen Rinne sich von Norden 
nach Süden ziehen. Ein tertiäres (untermiozänes) Alter dieser Sande ist 
deshalb unwahrscheinlich, weil derartige Sande weiter nach Westen von 
Geschiebemergel unterlagert werden, auch weisen sie stellenweise einen 
Gehalt an typisch nordischem Material auf, der nicht immer als Nachfall 
(es handelt sich zum größten Teil um Trockenbohrungen) zu erklären sein 
dürfte. Immerhin ist es besser, zunächst die Altersfrage noch unentschieden 
zu lassen. 

Die dem Bahrenfelder See am nächsten gelegene Bohrung, die sicheres 
Tertiär getroffen hat. ist die der Zentrale Othnuirschen (ehemals Cjebr. 
Körting) Nr. 8. Leider ist hier die Sohle des Glimmertons nicht erreicht. 
Aus dem Umstände, daß hier überhaupt obermiozäiu^r Glimmerton erbohrt 
und bei — 70.70 m nicht durchsunken ist, darf man aber wohl schließen, 
daß hier die stratigraphischen Verhältnisse des Tertiärs nicht gänzlich 
verschieden sind von denen im Südosten unseres Gebietes, wo die Sohle 
des Obermiozäns ziemlich gleichmäßig in etwa 100 m untei- NN liegt. 
Außer den unten mitgeteilten Bohrungen Nr. 50 (bei —107.04) Nr. 52 
(bei —94.50). Nr. 53 (bei —109.80), Nr. 54 (bei —96.00 oder —106.30), 
Nr. 55 (bei? —107.10) ließen sich noch zahlreiche weiter nach Osten 
gelegene nennen, welche dieselben Verhältnisse zeigen, so in Hamburg 
die Bohrungen: Kielerstraße, Carolinenstraße, Kampstraße, Taubenstraße, 
Kuhwärder: in Altona: Hohestraße usw. Jenseits von Nr. 8 nach AVesten 
folgen erst wieder Aufschlüsse des Tertiärs durch Bohrungen in Blanke- 
nese, die zeigen, daß die Sohle des Glimmertons sich nach hierhin senkt. 
Nur im Norden und Nordosten zeigen sich Unregelmäßigkeiten in der 
Lagerung des Tertiärs, hier liegt die Sohle des Obermiozäns wesentlich 
höher (Bohrung Nr. 35 bei +11.47, Nr. 40 bei —26.30); teilweise fehlt 
das Obermiozän ganz (Nr. 28, 29, 32), so daß gleich das Untermiozän 
unter dem Diluvium erreicht wurde. Diese Aufragung des Tertiärs unter 
Ottensen, Langenfelde und Eidelstedt hebt sich besonders scharf gegen Nord- 
osten heraus, wo im Gebiet von Lokstedt die Sohle des Glimmertons 



I'rr Iialiit'iifcldcr See. Jg 

aiitfällif>- tief liegt (bei -287.00). Auch iKiidlicli und westlich dieser 
Aufraguug sinkt das Tertiär wieder selir viel tiet'ei-. wovon denniächst 
in einer besonderen Arbeit die Kede sein soll. I^eider läßt sich heute 
noch nicht sa<;-en. ob der Untergrund des Bahrenfelder Sees in diese Zone 
der Störungen hineing(>hort, die vielleicht in ursächlichem Zusammenhang 
stehen mit dem Auftreten des Zeclisteingipses in Ottensen und Langenfelde. 
oder ob unter dem Bahrenfelder See die Sohle des Obermiozäns bei — 100.00 
bis — 120.00 m zu suchen ist Avie im Südosten und Südwesten. 

Zechsteingips ist nur an den bekannten Stellen in Langenfelde und 
Ottensen getroffen worden. Für die Annahme, daß ei- sich unter Bahren- 
feld fortsetzt, fehlt vorläufig jeder wirklich triftige (irund. Die Ottensener 
Wachsbleiche (Nr. 39 und 40) ist immerhin noch über 2 km vom Bahren- 
felder See entfernt. 

ZusanniKMifassend läßt sich sagen: Die geologischen Verhältnisse 
der Umgebung des Bahrenfelder Sees gewähren, soweit sie uns heute 
bekannt sind, keinen sicheren Anhalt dafür, daß die Entstehung des Sees 
auf einen Erdfall infolge Auslaugung unterirdischer Gipsmassen zurück- 
zuführen ist. Die Tiefenverhältnisse kennzeichnen den See als eine ganz 
Hache Pfanne, die sich topographisch als die Fortsetzung einer Talriime 
zu erkennen gibt, in deren unterem Teile der Flottbek Hießt und die nach 
oben, unmittelbar nördlich des Sees, von einem tiaclien Höhenzuge abge- 
schlossen wird. Der Boden des Sees liegt nicht viel tiefer (bis zu 2.00 m) 
als einige isolierte tiefere Stellen innerhalb der Talriiuie des Flottbek, 
etwa 300 m südlich des Sees. Nach den Ergebnissen der von Wolff 
mitgeteilten Bohrungen (siehe unten Nr. 9) liegt die Sohle des Moores in 
der südlichen Talrinne sogar wesentlich tiefer, nämlich auf 1.80 m unter 
NN. Wolff meint a. a. 0., wenn diese Depression kein Erdfall von großen 
Dimensionen wäre, könnte man sie für einen gewöhnlichen glazialen Kolk, 
ein Soll im Geschiebelehm, halten. Diese Erklärung ist imturgemäß auch 
auf den Bahrenfelder See anwendbar. Mir erscheint es aber auch duich- 
aus möglich, daß beide Dein-essionen primär sind. Für die Entstehung 
des Bahrenfelder Sees kommt dann noch ein weiterer Umstand in Frage, 
der schon oben angedeutet wurde. Nach den Karten von Zimmermann ist 
der See, wie wir sahen, der Quellteicli des Flottbek. Bei den vorhandenen 
(iefällsverhältnissen (nach der Karte 1:50000 liegt der See 28 m über 
HN, die Talrinne 200 m südlich nur noch 24 m über HN) ist es durchaus 
möglich, daß hier, im Zuge der heutigen \\'agnerstraße, eine Stauanlage 
zum Heti'iebe jener Sagemühle geschaffen wurde, auf welche der ,, Altonaische 
Mercurius" vom 7. Februar 1834 hinzuweisen scheint. Dieser Stauanlage 
hätte dann der See seine Entstehung zu verdanken. Heute hat der See 
keinen oberirdischen Abfluß mehr, sondern gibt — nach freundlicher Mit- 
t(nlung des Stadtbauamtes in Altona. Abteilung für Sielbau — sein über- 

3* 



]^4 i"- Xocli. 

fällig-es A\'asser an das Siel ab. Handelt es sich dabei heute nur um 
gering'e Mengen, so ist wohl möglich, daß der See früher, als sein Quell- 
gebiet noch weniger bebaut und mehr bewaldet war, mehr überschüssiges 
Wasser hatte. In der Literatur^) findet sich ja wiederholt der Hinweis, 
daß die Wassermenge unseres (Gebietes abgenommen habe und daß alte 
Wassermühlen demzufolge eingegangen seien. In diesem Zusammenhange 
möge darauf hingewiesen werden, daß unter anderen der Teich inWesselhöfts 
Park (im Quellental dem letzten rechten Seitental des Flottbek) und auch 
der Diebsteich nachweislich Mühlenteiche sind^l. Diesem Erklärungs- 
versuch steht eine Sagenbildung gegenüber, die iliren Ausgang nimmt von 
einem Erdrutsch, der sich südlich des Sees am Eande eines Abhanges 
ereignete. Da außerdem in der Umgebung Bahrenfelds viele Moore waren, 
in denen gelegentlich Menschen und Tiere versunken sein sollen, so wurden 
vorhandene Vertiefungen, auch wenn sie nicht nachweislich über Moor- 
boden lagen, mit solchen Einbrüchen in Verbindung gebracht, und lunimehr 
wurde ohne weiteres von Erdfällen gesprochen. Die Entdeckung des 
Zechsteingipses in Langenfelde und Ottensen gab diesen Vermutungen 
neue Nahrung und führte schließlich dazu, daß neuerdings auf Grund der 
falsch verstandenen Zeitungsnotiz von 1834 gar behauptet wurde, bei Ent- 
stehung des Bahrenfelder Sees sei eine Sägemühle versunken. 



') Wichmann, P]. H. . Begleitworte zu der Wandkarte des Hamburger Gebietes 
nebst Umg-ebung, Hamburg ISfiT. S. lü. — Maack, Dr. P. H. K. v., Urgescbichte des 
Scbleswig-Holsteiniscben Landes, Teill. Kiel 1869, S. 100. — Ov erb eck, Th. , Die Um- 
gestaltung unserer Gegend durch Wasser und Wind und die Abnalime des Wassers in 
unserm Gebiet (für das südliche Eibufer). Verhandig. des Vereins für naturw. Unterhaltung 
zu Hamburg, Bd. V, Hamburg 188.3, S. 53ff. — Breckwoldt, J.. a. a. 0. S. 114. 

-) Wichmann, E. H.. a. a. 0. S. ,51. — Ehreiiberg, E., und Stahl, B., Altonas 
topographische Entwicklung, Altena 1894. Das Blatt „Altona gegen Ende des 17. Jahr- 
hunderts" zeigt zwei Wassermühlen an der Isebeck, eine am kleinen Diebsteich, an der 
Grenze zwischen Altona und Ottensen, und eine zweite am großen Diebsteich, am Wege 
von Altona nacli Pinneberg. 



I'cr Uuliiciit'cldt'v See. J5 



Bohrungen^). 

Nr. 1. Altona-Ottensen. llolstentwiete 19/21, llositzky i^ Witt, G.m.l). 11., 
gebohrt von Holz i. .1. liHf) (M. Hamburg- 85). 1Vrr;iin -I- 3.3.50. 

Diluvium. 

10.70 — l.'J.SO (ieschiebeiiiej'ijel, iinttii sehr siindig 
i;5.80 — 14.30 feiner-oTober, selnvachkiesiger Sand, kalkhaltig 

14.30—15.00 feiiier-groler Saud, kalkfrei, mit Stücken von Geschiebeniergel, die teil- 
weise entkalkt sind 
1.").00 — 15.50 feiner-gTober. sclnvachkiesiyer Saud, kalkfrei 

Unsicheren Alters (vgl. S. 12). 
I.')..'i0— "21 .50 kalkfrcie (,>uarzsaude, oben fein, unten grob, mit g-eringen Spuren uordisejien 

Materials, unten mit Spuren von Lignit 
21.50— '21.75 kalkfreie, feine-gvobe Quarzsaude mit Krümeln von Braunkolilenton 

Nr. 2. Altona-Othmarschen. Frieseiiweg-. Friesenbrauerei, 
gebohrt von Deseuiß c^ Jacobi. Nr. Iül3, i. J. 1895 (M. Hamburg 101). 

Terrain +30.50. 

Diluvium. 

0.00— 0.40 Kulturboden-) 

0.40— 4.10 sandig-kiesiger Lehm 

4.10—18.60 kalkfreie Sande, oben grob und kiesig, unten fein 
lS.fiO~19.00 kalkfreier, schwachkiesiger Sand, niittelfein. 

und fetter, schwachsandiger rötlicher Ton 
]!>.00 — iy.30 kalkfreier, kiesiger Sand, fein-grob 
19.30-20.00 sandiger Kies, kalkfrei 

20.00—20.30 schwachsandiger, fetter dunkelgrauer Toii, kalkfrei, mit sehr feinem Kies 
20.30—20.60 feiner-grober. kalkfreier Sand mit wenig feinem Kies 
20.60 — 27.35 feine, kalkfreie Sande 

27.35—30.00 feiner, kalkfreier Sand mit Spuren von Glimmer und etwas Glaukonit 
30.00—31.80 feiner-grober, kalkfreier Sand mit etwas Kies, und magerer, grünlichgrauer, 

sandiger Ton mit ganz geringen Spuren von Glaukonit 
31.80—32.50 mittelkorniger, kalkfreier Sand mit Spuren von Glaukonit 
32.50 — 34.00 feiner-irrobcr. kalkfreier Saud mit geringen Spuren von P.vrit und sehr 

feinem Kies 
34.00—34.30 Geschiebemergel 

') Die in Klammern beigefügte Bezeichnung ist das Aktenzeichen der betreffenden 
B(dirung im Bohrarchiv des Mineralogisch-Geologischen Instituts Hamburg. Diese Namen 
beziehen sich auf die Blätter der Karte von Hamburg 1 : 4000 bzw. (bei vorgesetztem M.) 
auf die Meßtischblätter. Tu ..": Angaben des Bohrjournals. Die Hiihenangaben für das 
Terrain beziehen sich auf NN. 

'^) l'ui die Profile zu vereinfachen, ist die obertläclilich durch Vegetation oder Kultur 
veränderte Schiebt zu fler Altersstufe gerechnet, zu der sie ursprünglich gehörte. 



Iß E. Kocli. 

Nr. 3. Altona-Othmarschen, Friedensallee. A. L. Mohr, 
gebohrt von Holz i. .1. 1914 (M. Hamburg 7). Terrain +2Ö.00. 

Diluvium. 

14.95 — IG.OÜ mittelgrober, kalkarmer Saiul mit feinem Kies 

16.00 — 18.50 mittelgrober, kalkfreier Saiitl mit wenig- Bramikohlenkrümeln und sehr 
wenig' feinem Kies 

18.50—29.20 mittelfeine, kalkfreie 8ande 

29.20 — 30.65 mittelfeine, kalkfreie Sande mit etwas Glimmer, 
mit Braunkohle und Lignit 

30.65— .30.75 Braunkohle und Lignit mit etwas Sand und wenig- kein sicher 
Bernstein / nordisches 

30.75—31.80 niittelfeine, kalkfreie Sande mit etwas (TÜmmer Material 
und Braunkohlenkrünieln 

31.80—32.00 Braunkohle und Lignit mit etwas Sand 

32.00 — .33.95 mittelfeiner, kalkfreier Sand mit Braunkohlenkrümeln und wenig- 
nordischem Material 

33.95—34.30 Gesehiebeton 

Nr. 4. Altona-Othmarschen, Friedensallee. A. L. Mohr, 
gebohrt von Deseniß i'c Jacobi, Nr. 825, i. -T. 1890 (M. Hamburg lOTi. 

Terrain -f 25.00. 

Diluvium. 

0.00 — 3.00 „aufgebrachter Boden'" 

3.00 — 11.00 sandig-kiesiger Lehm 

11.00 — 21.00 Geschiebemerg-el, unten sehr sandig- 

21.00 — 23.00 schwach mergelig-kiesiger Sand 

23.00 — 24.00 mittelkörniger, kalkarmer Sand mit sehr wehig feinem Kies 

24.00—27.00 sandiger, kalkfreier Kies 

27.00— .30.40 feiner, kalkarmer Sand 

30.40—34.00 feine, kalkfreie Sande, unten mit sehr wenig Kies 

.34.00— 34..50 Geschiebeton 

Nr. 5. Altona-Othmarschen, Flottbeker Chaussee, gegenüber Halbmondsweg, 

Altonaer Stammsiel, Bohrung XXV. Terrain + 29.80. 

Vgl. Wolff (Diluvium von Hamburg S. 313). 

0.00-52.50 Diluvium 

Nr. 6. Altona-Othmarschen, Halbmondsweg, Ecke Ziethenstraße, 

Altonaer Stammsiel, Bohrung XXIV. Terrain + 24.90. 

Vgl. A\'olff (a. a. 0. S. 313). 

0.00— 52..50 Diluvium 

Nr. 7. Altona-Othmarschen, am Zickzackweg. 

Altonaer Stammsiel, Bohrung XXII. Terrain -[16.00. 

Vgl. Wolff Ol. a. 0. S. 312). 

0.00-47.00 Diluvium 



Der BalirentL'hicr See. 17 

Nr. 8. Groß-Flottbek, bei der Haltestelle (iiuß-Fhittbek-Othmarschon. 

Zentrale Othmarscheii, friiher Gebr. Körting-, 
gebohrt von Deseniß S: Jaeobi, Nr. 1023, i. J. 189.5 (M. Hamlturfr i<3). 

Terrain +22.50. 

Diluvium. 

().(K>— 0.70 Kulturboden 

Ü.70— 1.20 schwacblehnügor Feinsand. kalktVei 

1.20— 3.5« Geschiebeton 

3.00—23.00 ( ie.soliiebeniergel 
23.00—24.00 feinkiesiger, mittelgrober Sand, kalkhaltig 
24.00—28.00 dunkler Geschiebemergel (? Lauenburger Ton) 
2s.()0— 32.50 fetter, dunkler, kalkarmer Tonraergel mit liellercn. feinsandigt-n. kiilk- 

reicheren Partien ( V Lauenburger Ton 
32.50—33.50 (ieschiebemergel 

;jg.50_67.0O Geschiebemergel mit geringem Kalkgelialt, wechsellagernd mit kiesig- 
mergeligem Sand, der Spuren von Pyrit enthält 

Obermiozän. 

(^;7_00— TO.Of • magerer, feinsandiger Tonmergel mit Glimmer, Schalspuren und nordischem 
Kies 

70.0()_93.'2O magerer, sandiger Tonmergel mit Pyrituadeln, Schalenresten (auch 
Foraminiferen), etwas nordischem Material, oben mit Spuren von 
Braunkohle, nnten Splitter von dunklem Kalkstein 

Nr. 9. Altona-Bahrenfeld, Mozartstraße'), nördlich der Ecke Lortzingstraße, 

Altonaer Stammsiel Nr. 34 bzw. Nr. 127. Terrain +19.30 bzw. ^19.H0. 

Vgl. Wolff (Diluvinm v. Hamburg S. 2H0). 

(j()(^,_18.40 bzw. 21,30 Alluvium oder VV Diluvium 
21.60—26.20 Diluvium (Geschiebemergel) 

Nr. 10. Altona-Bahrenfeld, Baurstraße, 
Altonaer Wasserwerk A 19. gebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hamburg 651. 

Terrain -'-28.02. 

Diluvium. 

0.00— O.TO Kulturb(tden 

0.70— 5.80 sandig-kiesiger Lehm 

5.80—10.70 Geschiebemergel 

10.70-21.00 mittelgrober, kalkfreier Sand (in 14.60—18.10 mit Kies) 

21.00—31.80 mittelfeiner, kalkfreier Sand mit Glimmer und Braunkohlenkriiraelu 

31 gO— 42.40 mittelgrober, kalkfreier Sand mit wenig Braunkohlenkrümeln 

42.40 — 43.40 Geschiebemergel 

Nr. 11. Altona-Bahrenfeld, siidlich vom Osdorferweg, 

Altonaer Wasserwerk A 5, gebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hamburg 52). 

Torrain 1-30.47. 

Diluvium. 
0.00— 0.50 Kulturboden 
0.50— 6.70 sandig-kiesiger Lehm 

') Bei Wolff steht wob! nur irrtümlicherweise Beethovenstraße. 



IH K. Kocli. 

G.70 — 29.70 Gescliiebeineri^el (in 8.4 — 10.3 sehr saiidii^' inul kalkarm, in 19. i' — i'O.T 
sehr .'^andig) 
29.70—31.20 mittelgrober, sch\vachmer<ieliger, kiesiger Sand 
31.20 — 32.00 sehr schwach kiesiger, mittelgroher, kalkhaltiger Sand 
32.00-33.80 Geschiebemergel 
33.80— 3fi.OO feiner-groher, kalkhaltiger Sand mit etwas Kies und Mergel 

Nr. 12. Altona-Bahrenfeld, südöstlich des Rettimgshauses. südlich vom 

Ösdorferweg-, 
Altoiiaer Wass(?r\verk A 20. gebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hani])ur<i- S.S). 

Terrain +33.28. 

Diluvium. 

0.00— O.GO Kulturb(.dcn 

0.60 — 5.80 sandig-kiesiger Leinn 

5.80 — 14.60 Geschiebemergel 

14.60—20.20 mittelfeiner, kalkfreier Sand 

20.20—21.60 sandiger, kalkfreier Kies 

21.60 — 32.20 feiner, kalkfreier Sand, unten mit etwas Glimmer 

32.20 — 35.20 mittelgrober, kalkfreier Sand mit wenig feinem Kies 

35.20-37.20 sehr kalkarmer, toniger Sand, fein-grob, mit etwas Kies 

37.20 — 38.50 Geschiebemergel mit geringem Kalkgehalt 

Nr. 13. Altona-Bahrenfeld, westlich vom Rettungshaus am Osdort'erweg, 
Altonaer AVasserwerk A 2, gebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hamburg 50). 

Terrain +31.2K. 

Diluvium. 

0.00— 0.70 Kulturboden 

0.70 — 6.80 schwachkiesigei-, starksaiuliger Lehm 

6.80—20.00 Geschiebemergel 

20.00—30.40 kiesig-mergeliger Sand 

30.40 — 31.20 Geschiebemergel 

31.20—32.60 kiesig-mergeliger Sand 

32.60 — 33.80 kiesiger Sand, fein-grob, kalkhaltig 

33.80 — 36.00 mittelkörniger Sand, kalkhaltig, mit viel Lignitbrocken 

Nr. 14. Altona-Bahrenfeld, beim Rettungshaus am Ösdorferweg, 
Alt(maer Wasserwerk A 1. gebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hamburg 49). 

Terrain +34.80. 

Diluvium. 

0.00— 0.40 Kulturboden 

0.40— 2.60 feiner, kalkfreier Sand 

2.60 — 21.00 (jreschiebemergel, oben sehr sandig 

21.00—22.40 feiner-grober, kalkhaltiger Sand mit etwas Mergel und sehr wenig Kies 

22.40 — 36.70 feiner, kalkfreier Sand mit etwas Glimmer 

.36.70 — 37.00 feiner-grober, schwachtoniger, kiesiger Sand, kalkfrei 

37.00- 38.00 Geschiebemergel 



Der l^ulirciifeliltT See. 19 

Nr. 15. Altona-Bahrenfeld. .Mollnci Straße. 
Altonaer Wasserwerk A 4. g-ebohrt von Tlnil i. .1. Iin4 (M. Haiiil)iir«i 51 1. 

Terrain +38.57. 

Diluvium. 

0.00— l.t)0 Kulturlxulcn 

1.60 — ö.GO saiuliij-kiesigt'r Lolnii, teils kalklialtiu' 
0.60—10.80 (los(-hieljeinergel 
10.80— 1 -*{.()<) saiKÜji-kiesig-er Leliui 
13.00 — 14.L>0 (ieschiebemci-gel 

14.20—21.30 iiiittelgrober, kiesiger, kalkfreier Sand 
21.30—32.10 Iiiittelgrober, kalkfreier Sand mit etwas Lignit 
.32.10— 33.50 luittelkiirniger, kalkfreier Sand 

.33.50—40.70 niittelfeiner. kalkfreier Sand mit etwas Lignit. uiit<^n mit sehr weiiiii' Kies 
40.70—41.70 „Mergel- 
Nr. 16. Altona-Bahrenfeld, Theodorstraße. Feld-Artillerie Kaserne, 
oebolirt von Deseniß c^ .lacobi, Nr. 1005, i. J. 1894 (M. Hanibiiro- »JiM. 

Terrain +37.50. 

Diluvium. 

0.00— 0..')0 Kulturboden 

0.50—11.80 sandig-kiesiger Lehm 

11.80—30.10 schwachlehmiger, kiet^iger Sand 

30.10—34.30 mergeliger, feinkiesiger Sand 

34.30—36.00 sehr sandiger Geschiobemergel 

36.00—52.00 mergeliger, feinkiesiger Sand, teils mit Spuren von Pyrit 

.=)2.00— 54.00 feiner-grober, kalkhaltiger Saud mit etwas feinem Kies und T>ignit 

54.00—56.30 mittelgrober, kalkhaltige)-, kiesiger Sand 

.')6.30 — 56.80 feiner-grober. mergeliger Sand mit selir feinem Kies 

Nr. 17. Altona-Bahrenfeld, üstlieli des Eidelstedter Weges, westlich der 

Lutherkirche, 
Altonaer Wasserwerk A 18. o'ebohrt von Thöl i. .T. 1914 (M. Hambiiro- 64.). 

Terrain ^ 39.81. 

Diluvium. 

0.00— 0.40 Kulturboden 

0.40 — 13.50 kiesiger, kalkfreier Sand („lehmig") 

13.50 — 16.75 feiner-grober. kalkfreier Sand 

16.75—20.40 feiner-grober, kalkfreier, kiesiger Sand (., lehmiger Kies"') 

20.40—28.20 mittelk(»riiiger, kalkfreier Sand (..lehmig") 

28.20—36.10 mittelgrober, kalkfreier Sand mit sehr wenig feinem Kies 

36.10—39.70 mittelfeiner, kalkfreier Sand mit wenig Glimmer 

30.70—41.00 mittelgrober, kalkfreier Sand mit etwas Kies 

41.00—44.60 mittelkörniger, kalkfreier Sand mit Lignitkrümeln 

44.60 — 54.20 feiner-grober, kiesiger, kalkhaltiger Sand („mit Kohle"') 

r)4.20— 55.10 mittelgrober, kiesiger, kalkhaltiger Sand mit sehr wenig IJiamikoliJcn- 

krümeln („mit Kohle"') 

.55.10 — 56.20 mergeliger, t't'inkiesiüer Sand, fein-grob 



20 K. Kocli. 

Nr. 18. Altona-Bahrenfeld, Biugstraße, 
Altonaer Wasserwerk A HO. s^ebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hamburg 75). 

Terrain +37.76. 

Diluvium. 

0.00— 0.50 Kulturboden 

0.50— 8.30 feiner-grober, kalkfreier Sand mit wenig- feinem Kies 

8.30 — 41.20 mittelfeiner, kalkfreier Sand mit etwas Glimmer (oben „lelimig") 

41.20 — 44.30 mittelkorniger, kalkfreier Saud mit ?)rni]ukolilenkrumen 

44.30 — 45.30 sebr saudiger Geschiebemergel 



Nr. 19. Altona-Ottensen, südlich des Memionitenfriedhufs, 
Altonaer AVasserwerk A 35, gebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hamburg- 80). 

Terrain +27.22. 

Diluvium. 

0.00— 0.60 Kulturboden 

0,60— 1.20 feiner, kalkfreier Sund 

1.20 — 2.10 kiesiger, feiner-grober, kalkfreicr Sand 

2.10—11.70 sehr feiner, kalkfreier, schwachlehmiger Sand mit etwas Glimmer 

11.70—31.60 feiner, kalkfreier Saud (in 16.4—21.8 Spuren von Braunkohle) 

31.60— .')(;.40 feiner-grober. kalkfreier Saud mit sehrwenig feinem Kies (in 32.5— 35.7 

Spuren von Braunkohle) 

36.40 — 37.60 selir sandiger Gescliiebemergel 



Nr. 20. Altona-Bahrenfeld, am p:idelstedterweg-, östlicli der Rennbahn, 
Altonaer Wasserwerk A 17, gebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hamburg 63). 

Terrain +41.43. 

Diluvium. 

0.00— 0.40 Kulturboden 

0.40 — 21.00 feiner-grober, kalkfreier, schwachlehmiger Sand mit etwas Kies 
21.00 — 24.30 starkkiesiger, kalkfreier Sand, fein-grob („lehmig") 
24.30— 40.1(t feiner, kalkfreier Sand mit Glimmer (oben „lehmig") 
40.10 — 55.80 uugleichkörnige Sande, kalkfrei, mit wenig feinem Kies und Brauu- 

kohlenkriiraeln und wenig Glimmer 
55.80— 56. fM) Geschiebemergel 

Nr. 21. Altona-Bahrenfeld. an der Südwestseite des Schießstandes, 
AltonaoT- \\ asserwerk A 28, gebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hamburg 73). 

Terrain + 45.43. 

Diluvium. 

0.00— 0.40 Kulturboden 

0.40—14.20 kiesiger, kalkfreier Sand, fein-grob 

14.20—47.60 mittelkörnige, kalkfreie Saude 

47.60 — 53.70 mittelkörnige, kalkfreie Saude mit etwas Lignit und Braunkohle 

53.70 — 54.75 sehr saudiger Geschiebemergel 



Der Hiiliioiifflder See. 21 

Nr. 22. Altona-Ottensen, ;iii der Kiesgrube (istlich des Schießstandes, 
Altonaer Wasserwerk A 29. gebohrt von Thöl i. .1. 1<IU (>r. Hanihin<r 74). 

Terrain 4 31.86. 

Diluvium. 

0.00 — 3.(j() ft'inkiesiger, feiucr-gTobcr, kalklrcier Saud 

0.60 'jn. 80 feiner, kalkfreier 8aii(l mit etwas (TÜininer 

•J6.80-34.2() luittelfeiner, kalkfreier .Sand 

34.20—38.20 feiner-grober, kalkfreier Sand mit sehr weiiij^- feinem Kies 

.'58.20—40.00 feiner, kalkfreier Sand mit viel Braunkohlen- und Liirnitkriiineln 

40.ßO— 41.80 Gesehiebeniergel 

Nr. 23. Altona-Ottensen, uordöstlicli von Nr. 22, 
Altonaer ^^'asser\verk A 38, gebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hamburg 82). 

Terrain +34.89. 

Diluvium. 

0.00— -J.-JO Kulturhoden 

2.20— 47.r>'» feiner, teils sehr feiner, kalkfreier Sand (in ü.S— 2G.9 Glimmer, in 32.8— .'?5.3 
Spuren von Glaukonit) 
47.00—52.80 feiner-groher, kalkfreier Saud mit sehr wenig feinem Kies und Spuren 

von Braunkohle 
52.80—03.90 Gesehiebemergel 

Nr. 24. Altona-Bahrenfeld, am Hellgruudberg, Eidelstedterweg, 
Altonaer Wasserwerk A 16, gebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hamburg 62j. 

Terrain -j .39.82. 

Diluvium. 
0.00— 0.25 Kulturboden 
0.25—10.20 feiner, kalkfreier Sand mit wcnii;- Glimmer und etwas Kies mit Spuren 

von Windschliff 
10.20— 42.G0 mittelfeiner, kalkfreier Sand mit etwas Glimmer (oben „lehmig") 
42.60—48.60 mittelgrober, kalkfreier Sand 
48.60—50.70 mittelgrober, kalkfreier Sand mit wenigen Braunkohlenkriimeln und selir 

wenig feinem Kies 
50.70 — 51 .70 Geschiebemereel 



Nr. 25. Altona-Bahrenfeld, am Hellgrundberg, nördlich des Schießstandes, 
Altonaer Wasserwerk A 26, gebohrt von Thöl i. .1. 1914 (M. Hamburg 71). 

Terrain +44.48. 

Diluvium. 

0.(M>— 0.;30 Kulturb(.den 

0.30 — 10.60 feiner-grober, kalkfreier Sand mit sehr wenig feinem Kies („lehmig") 

10.60—48.20 ungleichkörnige, kalkfreie Sande, (oben „lehmig'") 

48.20—51.30 mittelfeine, kalkarme Sande mit Braunkohlenkrümtln und etwas Kies 

51..30— 52..30 Geschiebemergel 



99 I'^- Koch. 

Nr. 26. Altona-Ottensen, an der Kiesgrube Hogeiifeldweg-. 
Altonaer Wasserwerk A 27. gebohrt von Tliöl i. .1. 1914 (M. Hambuig 72). 

Terrain -{-'^ii^.lb. 

Diluvium. 

0.00— 2.10 saiulig-kiesig-cr Lehm („aufgefüllt"') 

o.io— 7.40 feiner-g-rober, kalkfreier Sand mit etwa.s Kies 

7.40 — 44.50 feine, kalkfreie Saude, teils mit etwas Glimmer 
44.50—47.10 feiner-grober, kalkfreier Sand mit etwas Glimmer, Spuren von Braun- 
kohle und sehr wenig' feinem Kies 
47.10 — 48.30 Geschiebemerg-el 

Nr. 27. Altona-Ottensen, bei der Abdeckerei, 
Altonaer Wasserwerk A 25. gebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hamburg 70l. 

Terrain +24.46. 

Diluvium. 

0.00— 1.00 Kulturboden 

1.00 — G.60 feine, kalkfreie Sande mit etwas Glinnner 

6.60—30.30 feine-grobe, kalkfreie Sande 
30.30 — 31.20 feiner-grober, kiesiger, kalkfieier Sand 
31.20—36.20 Gesehiebeton 

Nr. 28. Eidelstedt, beim Halinliof. Tivoli-Brauerei ^l. 
gebohrt von Deseniß c*t Jacobi, Nr. 1291. i. .1. 1901 (M. Hamburg S7). 

Terrain -L 20.00. 

Diluvium. 

0.00— 1.20 Kulturboden 

1.20— 2.70 sehr sandiger, kiesiger Lehm 

2.70— 3.80 Geschiebeton, sandig, kiesig 

3.80— 6.50 feiner-grober, kalkfreier Sand, schwachlehmig mit etwas Kies 

6.50 — 19.00 mittelfeine, kalkfreie Sande 
19.00—19.40 mittelfeiner, kalkfreier, kiesiger Sand 
19.40—20.10 Gesehiebeton, sandig, kiesig 
20.10—30.00 Geschiebemergel 

30.00—30.40 sehr schwach mergeliger, feiner-grober Sand 
30.40 — 37.60 Geschiebemergel (in 32.7—36.0 mit glimmerreichen, feinsandigen Partien 

von Tonmergel) 
37.60—39.00 feiner-grober, kalkhaltiger Sand mit feinem Kies und etwas Mergel 
39.00 — 40.00 halbfetter, feinsandiger Tonmergel mit Glimmer 
40.00 — 42.50 Geschiebemergel 

42.50—42.80 Geschiebemergel und feinsandiger Tonmergel mit Glimmer 
42.80—45.10 feiner-grober, sehr schwach mergeliger Sand, kalkhaltig mit Kies 
45.10—47.50 feinsandiger Tonmergel und gröberer, mergeliger Sand mit etwas Kies 

und gei'ollten Tertiarkonchylien 
47.50 — 52.00 Sand und Kies mit nach unten abnehmendem Kalkgehalt, oben mit 
Spuren von Lignit 



') Vgl. Gagel im Handbuch für den deutschen Braunkohlenbergbau. 2. Aufl.. S. 190. 



1 'n r.alirculelilcr See. 23 

Untermiozän. 

;VJ.OO— r)4.7() magerer, kalkfreier, sandiger Ton mit Glimintr. oben mit nonlischem 

Material 
.")4.7(.)— üG.Sü feiiier-grober, kalkfrcier Quarzsaiid. schwaehtonig 
r)(i.SO— 58.80 sandiger, kalkfreier Ton, oben mit ülinimer 
r)S.3(>— 08.50 feiner-grober. sehr sclnvach toniger Quarz.'sand, kalkfrei 
58.50 — 59. .'«0 lialbletter. kiilkfrcicr. s(li\va(li-;aii(liger 'i'on mit (Jlimmer 
:^f.:M) HO. 10 Lignit 

(>0.1() — (i2.50 fetter, sandiger Ton. unten liumos 
t)'2.50— ()5.60 mittelkörnige, kalkfreie, unreine Quarzsande 
<;5.tj0 — 65.90 stark humcser, fetter, sandiger Ton, kalkfrei („Braunkohlen") 
(55.90 — 9G.-20 feine-grobe, kalkfreie Quarzsande, teils mit Spuren von Pyrit 

72.00 — 75.00 sehr sclnvaeli tonig 

118.00 — 73.()() ..mit kleinen Brannkolilenscliichten" 
9G.20 - 96.50 Lignit 

9o.50— 100.50 feine-grobe. kalkfrcie Quarzsande mit Spuren von Pyrit 
1(10.50-111.00 feine-grobe, kalkfreie Qiiarzsande mit sehr feinem Quarzkies und 

Spuren von Pyrit 

Nr. 29. Eidelstedt, beim Balmwäitinhaiis vor Eidelstedt (von Altona aus), 
Altonaer \^'assenverk A 23, g:ebohrt von Tliöl i. J. 1914 (M. Hamburg- 68). 

Terrain +18.90. 

Diluvium. 

O.OO— 0.15 Kulturboden 

0.45— 1.60 selnvachkiesiger. schwachlehmiger Feinsand, kalkfrei 

1.60— 9.25 mittelfeiner Sand, kalkfrei 

9.25 — 9.50 sandiger Lehm mit Glimmer 

9.50—20.40 mittelfeiner Sand, kalkfrei 

20.40 — 24.40 mittelgrober, feinkiesiger Sand, kalkfrei 

Unsicheren Alters. 

24.40— .■>!. 60 feiner, kalkfreier (^uarzsand mit (ilimmer und sehr Avenig Braunkohlen- 

kriimeln 
3L60 — 37.60 feiner, kalkfreier Quarzsand mit Glimmer 
37.60 — 42.00 feiner-grober, kalkfreier Quarzsand mit Glimmer 
42.00—43.80 feiner, kalkfreier Quarzsand mit Glimmer und sehr wenig feinem 

nordischem Kies 
43.80—55.60 sehr feiner, kalkfreier (^iiarzsaml mit (ilimmer und wenig Braunkohlen- 
krümeln 

Untermiozän. 
55.60—55.80 fetter, kalkfreier Ton mit Glimmer und Quarzsand 

Anmerkung: L)ie Sande '24.40—55.60 zeigen weder typisch tertiäres noch typisch 
nordisches Material (abgesehen von dem geringen Gehalt an feinem nordischen Kies in 
42.r>0-43.80). Vgl. oben S. 12. 

Nr. 30. Altona-Ottensen. nüidlicli der Abdeckeioi. 
Altonaer Wasserwerk A 24. gebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hambm-g- 09). 

Terrain +18.18. 

Alluvium. 

0.00— 0.65 Torf 



24 E. Korh. 

Diluvium. 

0.6;j — 21.30 feiner, kalkfreier Sand (fast reiner Qiiarzsaiid) mit sehr wenij^' t4)inuiier 
21.30—22.10 sandiger, kiesiger Geschiebeton 
22.10 — 25.50 feii)kiesigei\ feiner-grober. kalkfreior Sand (^..lehmiü") 

Unsicheren Alters. 

25. äü — 72.30 feine, kalkfreie Sande mit (ilimmer, teils schwach tunig-, mit Braunkohleu- 
krümeln und etwas Glaukonit. Nordisches Material nur in zweifel- 
liaften Spuren (vgl. oben S. 12). 

Nr. 31. Altona-Ottensen. nordöstlich der Abdeckerei, 
Altoiiaer Wasserwerk A 31. gebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hamburg 76). 

Terrain 4-19.19. 

Alluvium. 

0.00— 0.40 feiner-grober, kiesiger, kalkfreier Sand mit etwas Ton und Humus und 

viel Pflauzenresten 
0.40 — 0.75 niittelfeiner, kalkfreier Sand mit Ptlanzenresten und Kies mit Spuren von 
Windsehliff 

Diluvium. 
0.75—11.30 mittelfeiue, kalkfreie Sande mit wonig Glimmer 
11.30—23.85 mittelkörniger, kalkfreier Sand 
23.85—25.40 sandig-kiesiger Lehm 
25.40 — 31.60 Geschiebemeroel. wechsellagernd mit kiesig-mergeligem Sand 

Nr. 32. Aitona-Ottensen, nördlich des Winsberges, 
Altonaer Wasserwerk A 32, gebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hamburg 77). 

Terrain +25.56. 

Diluvium. 

0.00— 0.70 Kulturboden 

0.70 — 20.40 feine, kalkfreie Sande mit wenig (ilimmer 
26.40—30.70 sehr feiner, kalkfreier Sand 
30.70—33.40 sehr schwach lehmiger, kalkfreier, sandiger Kies, fein-mittel 

Unsicheren Alters. 

33.40— (»5.20 feine, kalkfreie Sande mit Glimmer und Spuren von Glaukonit (fast reine 
(^uarzsande, vgl. S. 12) unten schwachlehmig (..mit Ton- und Lehm- 
schichten") 

Untermiozän. 

65.20 — 6S.H0 sehr feiner, kalkfreier (^uarzsand mit Spuren von Braunkohle und 
Glaukonit und Avenigen Stücken mageren, grauen Tons („mit Ton- 
schicliten") 

Nr. 33. Altona-Ottensen, am Nordrand des Spiel- und Sportplatzes, 
Altonaer Wasserwerk A 37, gebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hamburg 84). 

Terrain +32.79. 

Diluvium. 

0.00- 0.60 Kulturboden 

0.60 — 10.80 kiesiger, kalkfreier, sehr schwach lehmiger Sand 
10.80—17.60 „feiner gelber Sand" (Probe fehlt) 



Der BiilirciitVIdcr See. 2r> 

17.(J0— 1!*.40 mittelköniiger, kalkfreier Sand 

19.40—25.70 inittelkiiniiocr. kalkfreier Saud mit etwas feinem Kies 

i>5.70— 31.1(0 niittelfeiner, kalkfreier Sand 

31.90—39.30 feiner, kalkfreier Sand mit etwas (ilimmer (tvpiscli nordisches jMaterial 

erkennbar) 

Unsicheren Alters. 
.'19..30— ()-2.1(> sehr feine, kalkfreie Sande, in denen tyiiisch nnrdisches Material nicht 

erkennbar ist, mit (jlinnner. teilweise mit Brannkohlenstanb (vi;!. 

()l)en S. 12). 

Nr. 34. Altona-Ottensen,Spiel-iin(l Sportplatz, westlich (kMErtViscliimgshalle. 
Altoiiaer Wassei werk A 30, gebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hamburg 81 1. 

Terrain +26.18. 

Diluvium. 

O.OO— 0.:)0 Knlturboden 

0.50— 5.90 sandig-kiesiger Lehm 

5.90 — 20.40 kiesiger, kalkfreier, schwachlehmiger Sand, fein-grob 
20.40—22.30 feiner-grober, kalkfreier Sand 

22.30—34.(50 feiner-grober, kalkfreier Sand mit nach unten zunehmendcui (ichalt an 
Kies lind Lehmkrümeln 

Unsicheren Alters. 
34.t)0 — 55.70 feiner, kalkfreier Sand (fast reiner Quarzsand) mit etwas Glimmer und 
Spuren von Glaukonit (unten ..mit Lelimschichten"), vgl. S. 12. 

Nr. 35. Altona-Ottensen, am Friedhof Diebsteich, 
Altonaer Wasserwerk A 39. gebohrt von Thöl i. J. 1914 (Eimsbfittel A IV 11. 

Terrain -r 25.07. 

Diluvium. 

0.00— 0.50 Kulturboden 

0.50— 5.20 mittelfeinei', kalkfreier Sand mit sehr wenig feinem Kies 

Obermiozän. 
5.20—13.60 halbfetter, sehr schwach sandiger Glimmerton mit Pyritnadeln. Mnllusken- 
nnd Foraminifercnschalen 

Untermiozän. 

13.(50—20.50 sehr feiner, kalkfreier, schwachtoniger (^uarzsand mit (TÜnmier und 

Braunkohlenstaub 
20.50—26.80 halbfetter, feinsandiger Ton mit (ilimmer und Eraunkohlenstaub 
26.80 — 32.10 feiner-grober, kalkfreier, schwachtoniger (^uarzsand mit sehr wenig 

Brauukohlenkriimeln 
32.10—33.20 fetter, sandarraer Ton mit Glimmer und Brauukohlenstaub 
33.20—35.50 sehr feiner, toniger, kalkfreier Quarzsand mit etwas Glimmei-. wenig 

Braunkohlenkrümeln und sehr wenig Pyrit 
.35.50 — 48.(50 feiner, kalkfreier (^uarzsand mit sehr Avenig Braunkohlenstaub 

Nr. 36. Altona-Ottensen, Friedhofstraße, gegenüber der Schützenstraße. 
Altonaer ^^'asser^verk A 40. gebohrt von Thöl i. J. 1 914 (Eimsbüttel A IV 2). 

Terrain -f 22.35. 

Diluvium. 

0.00— 0.30 Kulturboden 

0.30— 0.60 kiesiger, kalkfreier Sand, fein-grob 



26 E. Kacli. 

O.GO— 1.50 sandig'-kiesiger Lehm 
l.öO— 5.00 kiesiger, kalkfreier Saud, feiu-grüb 
5.00 — 5.80 mergeliger, feinkiesiger Sand, fein-grob 

5.80 — 13.60 Geschiebeniergel mit eingeknetetem, oberniiozäneni Glimnierton 
13.60—15.30 grober, kiesiger Sand, kalkhaltig 
15.30—28.20 Geschiebcmergel. wechsellagernd mit kiesigem Sand 

Obermiozän. 
2.S. 20— 31.10 fetter, hellgrauer sandiger Glimniertoninergel mit Pyritnadeln imd 
Sehalenresten (etwas nordischer Sand) 

Nr. 37. Altona-Ottensen, südlich des Winsberges, 
Altoiiaer ^^'^sse^we^k A 3o. oebohrt von Thöl i. J. 1914 (M. Hamburg- 78). 

Terrain +29.15. 
Diluvium. 

O.OO— 0.40 Kulturboden 

0.40 — 31.20 kalkfreie, nngieichkörnige Sande, oben mit sehr wenig feinem Kies 
31.20 — .32.20 feiner-grober, kalkfreier Sand mit sehr wenig feinem nordischen Kies,. 

geringen Spuren von Glaukonit und Braunkohlenkrümeln 
32.20—32.45 feinsandiger und sandig-kiesiger Ton 
32.45—38.20 grober, kalkfreier Sand 

Unsicheren Alters. 

38.20 — 61.30 feiner, kalkfreier Sand (fast reiner Quarzsand) mit Glimmer. Braunkohlen- 

kriimeln und S|»uren von Glaukonit (vgl. oben S. 12). 

Nr. 38. Altona-Ottensen, Kruppstraße 90, Tapetenfabrik Hansa, 
ge])()lirt von Deseniß tV Jac, obi. Nr. 1590, i. J. 1904 (Heiligengeistfeld AI 1). 

Terrain +18.75. 
Diluvium. 

0.00— 0.75 Kulturboden 

0.75 — 1.85 sandig-kiesiger Lehm 

1.85 — 4.50 Kies, kalkhaltig, mit etwas Sand und etwas .Alergel 

4.50—19.35 Geschiebemergel 
19.35 — 23.50 feiner, kalkhaltiger Sand, unrein 
23.50 — 25.60 fetter, grauer, kalkfreier Ton (mit Drucktläclien) mit etwas (^uarzsand, 

Pyritnadeln und einem Sehalfragment (tertiäre Scholle) 
25.60 — 2().70 Geschiebemergel 
'26.70-27.50 feiner-grober Sand, kalkhaltii;- 
27.50 — 3051 feiner-grober, kalkarmer Sand 

Nr. 39. Altona-Ottensen, Seliützenstiaße 180. vormals Altonaer Wachsbleiche, 

gebohrt von Soltmann i. J. 1900 (Heiligengeistfeld A I 3). 

Terrain +17.5. 

Perm (vgl. Gottsche'j. 
82.00 (ups, in Stücken, seidengläuzend, grau, mit scliwacbem Gehalt an Ca CO« 
UO.OO Gips, körnig-pulverig, seidenglänzend, grau, mit schwachem Gehalt an Ca CO3 
Anmerkung: Denselben Gehalt an Ca CO3 zeigt der Gips aus der Bohrung' im 
Langeufelder Gipsblock. 

') Gottsche, C, Der Untergrund Hamburgs. Hamburg 1901. S. 13. 



Der Halnfiifelder See. 



27 



Nr.40'). Altona-0ttensen,S('hützeu.straßel80,vonnalsAltun;i("r\\'aclisl)leirhe. 
frebohrt von Descnil.) i^ .1 acobi, Nr. 1589, i.J. 1004 (Hoiligengoistfeld A T2). 

Terrain 4- 17.5. 



Diluvium. 



Tiefe in 
Metern 


Petro- 

graphisclio 

Be- 

zeiclnuin<>' 


Korngröße 

bzw. Be- 

scliaffenlieit 


Farl)e 


Kalk- 
gehalt 


Besondere Beinit-ngiingin 


Be- 
n)»nkunt;f-ii 


0.00— l.r)0 


Geschiebe- ^,, , 
mergcl ; ~ \ Selb } + 


1.50— 5.50 


'? 


— grau 


+ 


— — 


5.50- 8.00 


Sand 


fein-grob 


5) 


+ 


Kies, Mergel, Stücke von Geschiebe- } 
mergel j 


8.00— 13.«0 


Geschiebe- 
in ergel 


- 


)) 


+ 


— — 


1.3.60—15.00 


Kies 


fein-grob 


— 


+ 


— 


— 



ir..OO— 2ö.5() 



Tdii 



bräun- 
lich- 

duukel- 
srau 



Obermiozän. 

. Im ."^chlilnini- 
, , Viel Glimmer, sehr feiner Quarzsand, rückstand der 
' -f ""^ o-...:-^-^. ^ -:-^- 



Spuren von Pyritnadeln und 
Schalenre.sten 



25.50-26.40 



26.40-43.801 




hellgrau 

dunkel- 

ßTau 



Schalenreste, sehr wenig Sand, 
Spuren von Pjritnadeln und Lignit 

— ' Glimmer, Schalen. Pyritnadeln ■ 
Untermiozän. 



ungereinigten 

Stücke nord. 

Material 

geschichtet 



43.80—44.20 


Quarzsand 


fein-grob 


dunkel- 
grau 


— 


Spuren von Pyrit, etwas Tun — 


44.20-44.50 


Ton j fett 1 schwarz ! - ' <>lin'*er Humus, Quarzsand 
; ' 1 fnuttel-grob) 


44.50-44.70 


Quarzsand : feiu-grob 


dunkel- 
grau 


— : sehr feiner Quarzkies, Ton — 


44.70-44.90 


Ton 
Quarzsand 


fett 


„ 


, Glimmer, Humus, Quarzsand und 
i feiner Quarzkies 


44.90-45.20 


fein-inittel 


j) 


— ; Spuren von Pyrit, etwas Ton — 


45.20-45.40 


Ton* 


mager-fett 


!I 


— 


Glimmer, Humus, Quarzsand *niitG!imn^er- 
(fein-grob) J«einsan(i- 
^ = ^ scliichten 


45.40—45.70 


Quarzsand 


fein-niittel 


•, 


— 


sehr wenig Glimmer, etwas Ton ' — 


45.70-46.00 


bräunlich 
Ton fett duiikel- 
1 gi'iiu 


— 


Humus. .Uinnner. etwas .^.arxsand tJimm:;;;^^ 

1 


46.00—46.60 


Quarzsand 


fein-grob 


grau 


— 


sehr wenig Glimmer | — 



') Dieses ist die von VVolff. „Diluvium von Hambuii,'-", S. 242, angeführte Bidirung. 
wahrscheinlich wird es auch dieselbe sein wie die in den Erläuterungen zu Blatt „Hamburg". 
S. 10, angeführte, wenngleich die dort gemachte Tiefenangabe für den Gips mit 88.5 nicht 
mit den oben gegebenen Zahlen übereinstimmt. 



28 



E. K(.di 



Tiefe in 
Metern 



Petro- 

, . ,1 Korng-röue i ,. ,, 

eraphische , ^r, i^ i ; Ivaik- 

^ Ky bzw. Be- rarbe i 

.f^' ! schaffenheit' ! g'^^^alt 

Zeichnung- 



Besondere Beimenyunü'en 



Be- 
merkunoen 



4G.<i(i— 47.O0 


Ton 


fett 


bi'iuinlicli 
dunkel- 
grau 


— 


Ilunuis, etwas Quarzsand 


Scbicliten von 
Glimmersand 


47.00— 47.G0 


Quarzsand j fein-grob 


grau 


— 


— 




47.t;0-48.20 Ton fett 

i 


dunkel- 
grau 


— 


Glinnner. Humus, etwas Quarzsand 


— 


48.20-48.50 


Quarzsand j fein-grob grau 


— 


Spuren von Pyrit 


— 


48.50-49.10 


Ton fett ^^^»^^^- 
grau 


— 


Pyrit, Humus, Quarzsand 


Schichten von 
Glimmersand 


49.10—49.30 


Quarzsand feiu-giob grau 


— 


— 


— 


49.30—49.70 


To„ fett "-kel- 


— 


Glimmer, Humus, Quarzsand 


— 


49.70—50.70 


Quarzsand mittel-grob grau 


— 


— 


— 


50.70—51.10 


m ! fett- schwarz- 
bröckelig ! braun 


— 


Humus, Glimmer, Quarzsand 


Schichten von 
Glimmersand 


51.10—51.30 


Quarzsand fein-grob grau 


— 


etwas Ton 


— 


51.30-51.60 


Ton bröckelig- 
^"" fett 


schwarz- 
braun 


— 


Humus, Glimmer, Quarzsand 


Schichten von 
Glimmersand 


51.60 — 52.50 Quarzsand fein 


grau 


— 


Spuren von Glimmer, Pyrit, Lignit, Ton 


— 


52.50-52.75 Ton ! fett 


r 


— 


Glimmer, Quarzsand 


— 


52.75-53.20 


Quarzsand 


fein 


)) 


— 


Glimmer, Tonkrümel 


— 


53.20-53.80; Ton 


fett 


braun- 
schwarz 


— 


Humus, Glimmer. Quarzsand 


Schichten von 
Glimmersand 


53.80—54.20 


Quarzsand 


fein-mittel 


dunkel- 
grau 


— 


etwas Glimmer, Spuren von Pyrit 
und Ton 




54.20—54.40 


Ton 


fett 


schwarz- 
braun 


— 


Hu„,„s. Glimme, Quarzsand i?;;;!':,^ 


54.40—60.00 Quarzsand 


fein 


liellgrau 


— 


sehr wenig Glimmer, Krümel von 
humosem Ton 


60.00—70.00 


sehr fein 


grau 


— 


sehr wenig Glimmer — 


70.00—75.00 


• 
fein 


dunkel- 
grau 


sehr 
schwach 

+ 


Spuren von Pyrit 


— 


75.00—87.00 


Ton 


mager 


" 


schwach 
+ 


Humus. Glimmer. Quarzsand 


— 



87.00-88.131 Gips 



seiden- 



Stücke glänzend '^ 



grau 



Perm. 

schw ach i 



+ 



Ton 



88.13—89.14! 



schwach j etwas nord. Kies*, Stück schwarzen 



+ 



humosen fetten Tons 



* Nachfall 



Anmerkung: Wolff erwähnt (Diluvium von Hamburg S. 242, Fußnote) eine 
Bohrung von Deseniß & Jacobi aus dem Jalire 1878 auf einem andern Teil des 
Geländes der Altonaer Wachsbleiche (beim Diebsteich), .,die bei 136.85 m noch im Miozän- 



{).()( )- 


- 0.40 


().40~ 


- 0.70 


0.70- 


- 1.10 


1.10- 


- -i.bO 


2.80- 


-u.no 


li.90- 


-17.80 


17.80- 


-18.70 


1S.70- 


-2(5.15 


'JG.l;')- 


-32.20 



l'i'i- Balii'i'iifclder See. 29 

Saud staiid". Von diestT Uulii'nug- besitzt das hiesige Mineralogisoli-tieoldg-isilif Institut keim- 
Prolieu. Xacli dem liier autl)cwalirteu iKindseliriftlielu'u l^ohningsverzeichuis von De.seiiil.) 
»S: .laeelii l<ann es sieh nur um die Bcdiruuy Nr.2(;(; für A. Langloh jr., Isebekstralje. am 
Diebsteieh. handchi. Diese ist von (iottsche liandsehriftlieh in die Karte 1 : 20000 ein- 
getragen und liegt danaeh etwa 700 m nacli OSO von den obcuijcnanuten P.nlirungen (Nr. 'V.» 
nnd Ni-. -10) entfernt. 

Nr. 41. Altona-Ottensen. Kreuzweo-, 
.uvltolirt von Desciiil.) A .hicobi. Nr. 1771. i. J. 1907 CVf. H;ni)bm<:- li:5). 

Tcirain - 21 .25. 

Diluvium. 

Kulturboden 
sandiger Lehm 

toniger, kalktreiei'. feiner-grol)er Sanil mit feinem Kies 
sandig-kiesiger Lehm 
(leschiebeinergel 
mergeliger Sand, fein-groli 
unreiner, feiner-grober Sand, kalkhaltig- 
kiesiger Sand und saudiger Kies, kalkhaltig' 

Cieschiebemergel mit einer Bank von mergelig kiesigem Sand in 27.4 — 28.4, 
in 28.40—30.45 sehr sandig 

Nr. 42. Altona-Ottensen. KnippstpiLie (Altoiiaer Straßeiireinio-uiig'j, 
,a'el)r)hi'l von Kisiii<i- i. ,1. 1914 (M. Hamburg- 86). Terrain 4 20.00. 

Diluvium. 

0.00— 0.80 saudig-kiesiger Lehm 

0.80—21.00 Geschiebemerg-el 
21.00—24.70 sandiger Kies, kalkhaltig, mit etwas Mergel 
24.70—27.40 Geschiebemergel 

27.40 — 28.30 mittelfeiner Sand, kalkhaltig, mit Stücken von Geschiebeniergel 
28.30—31.40 sandiger Kies, kalkhaltig 

31.40-33.30 sehr feiner, kalkhaltiger (^uarzsand mit etwas Glimmer 
33.30—33.70 magerer, dunkelgi-auer Tonmergel mit Glimmer 
33.70 — 34.00 sehr feiner, unreiner, kalkhaltiger (^uarzsand mit Glimmer und sehr 

wenig nordischem Kies 
')4.<M) — ;;{;.()() nordischer, mittelfeiuer. kalkhaltiger Kies mit diiukclgraucm l^uarzsand 

Unsicheren Alters (vgl. S. 12). 
3<j.OO— 3t;,5() magerer, dunkelgrauer Tonmergel mit (^uarzsand, Glimmer, Liguit- 

krümeln und Spuren von nordischem Material 
3(>.50— 38.50 feiner, kalkhaltiger, unreiner (^uarzsaiid mit etwas Glimmer und etwas 

nordischem Material 
38.50 — 39.00 magerer, feinsandiger Tonmerg(d mit (flimmcr 
39.00—44.80 feine, kalkhaltige Quavzsande mit (iliuimer, teils mit etwas Tonmergel. 

oben mit geringen Spuren v(ui nordischem Material 
44.80— 4f>. 25 halbfetter Tonmergel mit (ilininicr und Quarzsand 

Anmerkung: Von 3G.00 ab ist das diluviale Alter zweifelhaft, das tertiäre aber 
unwahrscheinlich, da typisch tertiäres Material fehlt (im Vergleich zu Bolirung 43 und 
40 wäre Obermiozän zu erwarten). Für diluviales Alter sprechen der Kalkgehalt, die 
S[iuren typisch nordischen ^laterials und vielleicht der Umstand, daß der Tonmergel 



30 E. Koch. 

3(5.0—30.5 und 38.5—39.0 dem Tonmergel 33.3—33.7 über dem typisch nordisclieii Kies 
gleich ist! (Es handelt sich nm eine Trockenbohnnis!) Sonst müßte man den Tonmergel 
33.3 — 33.7 für eine umg^agerte tertiäre Scholle ansehen, was seinem ganzen Habitus 
nach nicht recht angeht. Es liandelt sich also Avahrscheinlich um diluvial aufgearbeitetes 
Tertiärmaterial, das durch Schmelzwasser von der tertiären Aufragung La))genfelde- 
Eidelstedt abgespült ist. 

Nr. 43. Altona-Oüensen, Kreuzweg, 
gebohrt von Deseniß tt.Tacobi, Nr. 1748, i. J. 1907 (M. Hainl)iirg 114). 

Terrain +20.00. 

Diluvium. 

0.00— 0.30 Kulturboden 
0.30 — 1.40 sandig-kiesiger Lehm 
1.40 — 19.60 Geschiebemergel, nuten sehr sandig 
19. GO— 27.10 mergeliger Sand, fein-grob, nuten kiesig 

Obermiozän. 

27.10 — 40.70 juagerer Glimmerton mit (^uarzsand, Pyritnadeln, Spuren von Sclialen- 
resten (auch Foraminiforen) und Spuren von nordischem Mat(^nal 



Nr. 44. Altona-Ottensen, ( Jasstraße, Gaswerke der Stadt Altona. 
gebohrt von Deseniß c^' Jacobi, Nr. 1901, i. J. 1910 (M. Hamburg 100). 

Terrain +24.50. 

Diluvium. 

G.OO — 14.G0 Geschiebemergel 
14. GO— 17.00 feiner-grober, schwachmergeliger Sand, kalkhaltig, mit ganz geringen 

Spuren von Lignit 
17.00 — 20.40 mittelgrober, kiesiger, kalkhaltiger Sand mit Brocken von Gescliiebemergel 
20.40—21.00 siindiger, kalkarmer Kies 
21.00 — 22.50 kiesiger, kalkarmer Sand 
22.50—29.30 feiner-grober, kalkhaltiger Sand 
29.30— 30.80 Geschiebemergel 

Nr. 45. Altona-Ottensen, Lagerstraße 124, Fehleisen cC- Eickel. 
gebohrt von Eising (Heiligengeistfeld A 11 1). Terrain +22.50. 

Diluvium. 

Kulturboden 

lehmiger Saud, fein-grob 
sandiger, feinkiesiger Lehm 
Geschiebemergel 

mergeliger Sand, fein-grob, mit feinem Kies 
feiner-grober, kalkhaltiger Sand 
feiner-grober, kalkarmer Sand 
kalkfreier, feiner-grober Sand mit feinem Kies 

kalkfreier, feiner-grober, kiesiger Sand mit geringen Spuren von P_yrit 
schwachtoniger, kalkfreier, feiner-grober. kiesiger Sand mit geringen 
Spuren von Pyrit 



0.00- 


- 2.00 


2.00- 


- 3.20 


3.20- 


- 6.00 


G.OO- 


-14.80 


14.80- 


-15.90 


15.90- 


-16.50 


16.50- 


-17.80 


17.80- 


- 19.10 


19.10- 


-20.00 


20.00- 


-21.60 



1 )er Ralirciife.liler See. 31 

Nr. 46. Altona-Ottensen, Bismarckstraße. Uismairkbad. 
.üvholirt von Tlnil i. .1. IDIT, ( Hciligengeistfold A lA' 2). Teirain 4 26.50. 

Diluvium. 

0.00 - (».50 KiiItiniMxIcii 

0.50— ö.5r> saiuliy-kiosiiier l.eliiii 

5.55—10.40 kulkiiniicr Sand, tViii-yrub. mit sehr weiiiü' ftiiupin Kies 
10.40 — 12.'{0 kalkfreier Sand, fein-yTob, mit sehr wenig- feinem Kies 
l--*.;!0 — IT.)-';"" feiner, kalkhaltiger Sand mit sehr wenig Glimmer, unten mit Braun- 

kohlenstaul) 
17.sr> -JlXAt friner-gTober Sand, kalklialtig. mit sehr wenig Mergel, etwa.s (xlimmer 

und Spuren von fjgnit 
2l.t!0 -■24.it0 halbfetter Tonniergel mit etwas Glimmer, oben Sjjuren von Schiehtunu. 

unten teils sandig 
24.1tO— -JO-^O sehr schwach mergeliger, feiner Sand, kalklialtiii' mit J.rauukohlcnstauli 

und etwas Glimmer 
29.50 — .'{O.tiO magerer Tonmergel 
oO.(30~'].S..^)0 feiner-grober, sehwachsandiger Kies, kalkhaltig, mit Spuren von Tertiar- 

konchylien 
3.'{.50— Gl."20 Geschiebemergel mit Einlagerungen von kiesig-mergeligem Sand 
»U.20 — (Jli.öO feiner-grober, mergeliger Sand mit feinem Kies 
»;(;.;J0— «i9.(J0 grober, kiesiger Sand, kalkhaltig 
()H.fiO— SO.OO feiiier-grolier. mergeliger Saud mit Bi'auukohlenkiiimeln 

Nr. 47. Altona-Ottensen, Donner.straße 20, Bluiik Naclif., Pappentabrik, 
g-ebohit \oii Deseiiiü i»c Jacobi. Xr. 974, i. J. 1893 (M. Hamburg 115). 

Terrain +32.45. 

Diluvium. 

I».00 — 2.'i.(;o Geschiebemergel 
•25.60 — 40.01) halbfetter, feinsandiger grauer 'J'onmergel mit Glimmer 
40.00 — 42.00 magerer dunkelgrauer Tonmergel mit viel Feinsand 
42.00—44.60 magerer, sehr sandiger schwarzgrauer Tonmergel mit sehr feinem Kies 
44.60—45.80 fetter, kalkarmer bräunlichschwarzer Ton mit sehr wenig Sand (Lauen- 
burger Ton) 
45.80 — 50.90 sehr schwach mergeliger, feiner-grober Sand, kalkhaltig, mit etwas 

feinem Kies 
50.90 — 51..")0 Geschiebemergel 

Nr. 48. Altona-Ottensen, früher Marktplatz 42, 

ehemals Niederberger & Co., Farbholzextraktfabrik, 

gebohrt von Deseiiiß & Jacobi, Nr. 362, i. .T. 1881 (Steimvärder A TD. 

Terrain +31.38. 
Diluvium. 

0.75-.tl.50 Proben fülilen. Nach li o tische'' : 

0.75 — 18.75 Oberer Geschicbemergel 



') Profilkarte der bemerkenswertesten Bohrbrunnen in und bei Altona von 
Dr. C. Gottsche 1888. Tafel zum Verwaltungsbericht nebst handschriftlichen Notizen. 



32 K- Kdcli. 

i;}.?;") — 22. GO eisenschüssiger Spatsaiul. nicht Koralleiisand 
22.60—23.20 LT)iterer Gcschiebeniergel (nicht typisch) 

23.20—31.50 Spatsand, mit sehr wenig nordischem Material, wahrsclieinlich nmge- 
arbeitetes Tertiär 

ai..50— 47.30 nach den Proben im Miiieral()S.-Geolog. [ustitut Hamburg-: 

31.50—33.20 feiner, kalkfreier Sand mit sehr wenig Glimmer 

33.25—35.80 feiner, kalkfreier Sand mit etwas Glimmer nnd Braiinkohlenkrümeln 

35.80 — 44.70 feiner, kalkfreier Sand mit etwas Glimmer 

44.70—47.30 feiner, kalkhaltiger Sand mit sehr wenig Glimmer nnd Bröckchen vun 

festem Tonmergel (es handelt sich also wdid in Wirklichkeit nm 

eine Tonmergelschicht ) 
In 31.50—47.30 ist kein typisch ndrdisehes Material bpobacbter wurden 

Nr. 49. Altoiia-Ottensen, tiiiliei ^raiktplatz 42. 

ehemals Nie der berger c^- Co., Farbholzextraktfabrik, 

gebohrt von Deseniß i^- Jacobi, Nr. 3G5. i. J. 1881 (Steinwärder A T 2). 

Terrain +31. 15 8. 
Diluvium. 

0.00—31.52 Proben felilen, nach BohrJDUrnal und nach Gott sehe (a. a. 0. hs. Notiz) wielieiXr. 4S 

31.52—33.82 schwachtoniger, mittelfeiner, kalkfreier Sand 
33.82 — 35.54 feiner, kalkfreier Sand mit sehr wenig Glimmer 
35.54 — 38.69 seh.r feiner, kalkfreier Sand mit Glimmer 

38.69 — 46.43 feiner, kalkhaltiger Sand mit etwas Glimmer und etwas Lignit 
46.43—67.63 feiner, kalkfreier, schwachtoniger Sand 

67.63 — 73.36 feiner, schwachmergeliger Sand, wahrscheiidich in Wirklichkeit Ton- 
mergel, da eine Probe, die am Meißel sal.'), halbfetten Tonmergel mit 
Glimmer nnd Feinsand darstellt 
Anmerkung: Die.ser Tonniergel ist identisch mit dem im Südosten von Hamburg 
in den '? diluvialen Tälern (vgl. Koch) beobachteten; deshalb sind alle Schichten zum 
Diluvium gestellt, obgleicli von 31.52—73.36 kein typisch nordisches Material beobachtet 
Avurde. Ermähnt muß werden, daß Gottsche in dem angeführten Verwaltung.sbericht 
von 46.43 ab die Schichten als V diluvialen Ton bezeichnet, später aber handschriftlich 
notiert hat, obgleich er nach einer weiteren Notiz keine Versteinerungen gesehen hat. 
daß „wohl sicher" bei 31.52 die Grenze zwischen Diluvium und Tertiär zu suchen sei. 
Das diluviale Alter der Schichten bis 73.36 ist mir aber unzweifelhaft. 

Nr. 50. Hamburg-Eimsbüttel, Eidelstedterweg 38/42, Beiersdort c^ Co.. 
gebohrt von Deseniß iV: Jacobi, Nr. 1572, i. J. 1904 (Eimsbüttel CTIl). 

Terrain -M3.4H. 
Diluvium. 

0.00— 4.00 sandiger Lehm 

4.00— 20.80 Geschiebemergel mit selnvacheiiEinlagerungen von kiesig-inergcligemSand 

Obermiozän. 

20.80— 49.00 halbfetter, seiir schwach sandiger, kalkarmer (TÜmmerton mit I'yritnadeln 

und Schalspuren 
49.00 — 79.00 feiner, toniger Quarzsand mit Glimmer und Spuren von Schalen 
79.00— 81.10 fetter, schwachsandiger, kalkarmer Glimmerton mit vielen Pyritnadebi, 

mit Schalenresten und Stücken von Kalkstein 
81.10—120.50 fetter, sandiger, kalkarmer Glimmerton mit vielen Pyritnadeln und 

Stücken von Kalkstein 



Der Baliroiifoldor See. 33 

Mittelmiozän. 

1 L>( ».:)() — i;U.()0 selir feiuov. mergeliger (^iirtr/saiid mit etwa:* (ilimmer. Furamiiiit'en'ii. 

wenigen MoUuskeusclmleu und Braunkolilenstiiub 
I.'U.ÜO— ir)l.(;() t'eiiier-grober. toniger Quarzsand mit Glimmer. Schalensti'icken. Braun- 

kdlilcnsti'iikclien und eisenseluissigen Tonkriimeln ^.mit Steinschiehten'') 

Untermiozän. 

i:>1.60— 15,-3..SO Braunkuhle 

löS.HO— 155.70 grober, kalkt'reier Quarzsand .mit Hraunkohlenstiickehen und -staub 
155.70—164.00 kalkt'reie Quarzsande, oben grob, unten fein, mit Braunkohlenstückchen 
und -staub 

Nr. 51. Hambiirg-Eimsbüttel, Bellealliancestiaße. Keßler, 
gebohlt von Eisiiiii" i. .1. liM4 (Heiligene-eistfeld CTSl. TeiT;iiii -f U.5. 

Alluvium. 

0.00— 1.(50 Kulturboden 

1.60 — 2.00 feiner-grober. kalkfreier Sand 

2.00 — 2.55 schwaehtoniger Sand und Kies! kalkfrei 

2.55 — 3.95 feinsaudige Moorerde, kalkfrei 

.'J.95 — 6.40 schwaehtoniger, kiesiger Sand, fein-grob, kalkfrci 

6.40 — 7.00 schwachsandiger Torf 

7.00 — 8.35 dunkelgrauer, fester Sajiropel mit Schalen, Ttlanzen und Fischschupiien 

H.35 — 9.00 feiner-grober, kiesiger, kalkhaltiger Saud mit etwas Mergel 

9.00— 9.65 mittelgrober, kalkhaltiger Sand mit ll(dzresten 

Diluvium. 

9.65 — 60.75 Geschiebenu'rg(d 
60.75— 67.00 magerei-, sandiger Tonmergel mit Glimmei' und Braunkohleiikrümeln 

Obermiozän. 
67.00— 71.10 fetter (Uimmertou mit Pyrit in Nadeln und Stücken, mit Sand und 

feinem nordischen Kies (diluvial aufgearbeitet oder verunreinigt) 
71.10 — 71. ()0 toniger Kalkstein 

71.60 — 110..50 fetter, unten humoser Ton mit Tyritnadeln, oben noch etwas nordischer 
Kies, unten Sehalenreste (auch Foraminiferen) 
110.50— IKi.OO schwachsandiger, magerer Tonmergel mit zahlreichen Pyritnadeln, 
wenigen Mollusken- und Foraminiferenschalen 

?? Mittelmiozän. 

116.(10 — 122.00 magerer, sehr sandiger Tonmergel mit Glimmer, Foraminiferen. geringen 
Molluskenresten, etwas Glaukonit und Braunkohlenkrümdn 

122.00—125.00 magerer, sehr sandiger Glimmerton. kalkarm 

125.00—133.00 feiner Quarzsand mit Glimmer, etwas Glaukonit. M(dliiskenresteii. 
Foraminiferen und Tonkrümeln 

133.00—134.70 grober, schwaehtoniger Quarzsand mit zahlreichen Schalen, etwas 
nordischem Material und Brocken vo)i Sandstein und Kalkstein 

134.70 — 135. .'50 sehr feiner Quarzsand mit sehr wenig Ton. grobem Sand, (xlimmer, 
Foraminiferen- und Molluskensehalen 

135.30—138.00 feiner und grober, toniger Quarzsand mit Glimmer, Schalenresten, 
Lignitkrümeln und Stücken eines kalkigen Sandsteins mit Schalen 

138.00—1.39.00 feiner und grober, schwaehtoniger (^uarzsand mit (Tlimnier. Schalen- 
spuren uml wenigen Braunkohlenkrümeln 



34 E. Kodi. 

Untermiozän. 

139.0Ü— 139.25 Briuinkohle 

139.25 — 139.50 feiner und grober, scliwachtoniger yuarzsaiul mit Glimmer, Schaleii- 

resten (? nooli mittelmiozäii. oder V NachtalD und Avenig-en Braunkohlen- 

kriimeln 
139.50—140.30 Braunkohle 

140.30—141.30 raittelgrober, kalkfreier (^uarzsand mit Braunkdlilenkriimeln 
141.30—141.50 Lignit 
141.50 — 153.00 oben mittelfeine, unten mittelgrobe, kalkfreie Qarzsande, oben mit Braun- 

koblenkrümeln. unten mit etwas Glaukonit 

Nr. 52. Altona, r.aiigciit'elderstraße. gegenüber der Paiiliiienallee, 
oebohrt von Deseniß c^- Jacobi. Nr. 1218, i. J. 1900/1901. Terrain +12.00. 
Nach Wolff (Erlänteninüon zu Blatt Hamburg; S. 51 ff.). 
0.00— 42.00 Diluvium 
42.00—106.50 Obermiozän 
106.50—1 32.60 Mittelmiozän 
132.60—376.50 Untermiozän 

Nr. 53. Aitona, Kleine (lärtnerstraße, Garnisonlazarett, 

gebohlt von Deseniß c»;- -lacobi. Nr. 411. i. J. 1884 (Tieferbohnmg 1887) 

(Heiligengeistfeld B n 3). Terrain +18.30. 

Unsicheren Alters'). 

57.30 — 70.80 feine Quarzsande, oben mergelig mit etwas Glimmer 

Obermiozän. 

70.80 — 100.85 fetter dunkler Ton mit Quarzsand, Spuren von Pyrit (teils Nadeln) und 

geringen Spuren von Glaukonit 
10(». 85— 118.90 magerer Tonmergel mit Quarzsand. Pyritnadeln, verschwindenden Spuren 

von Schalen (nur Foraminiferen sind häutiger) und vielen winzigen 

Splittern von hellem Kalkstein 
11H.90— 123..50 magerer Ton mit wenig Sand, l'yrit, vei'schwindenden Spuren von 

Schalen (nur Foraminiferen sind häufiger) Braunkohlenkrümeln und 

etwas Glaukonit 
123.,50— 126.10 sehr magerer Tonmergel mit sehr feinem Quarzsand und vielen Foramini- 
feren, Spuren von Glaukonit, sehr feinen Braunkohlenkrümeln und 

hellem Kalkstein 
126.10 — 128.10 magerer, humoser Glimmerton mit feinem Quarzsand und geringen Sparen 

von Glaukonit 

Mittelmiozän. 
128.10—131.25 sehr schwach toniger, feiner, kalkfreier Quarzsand mit Glimmer 
131.25—141.30 sehr feiner Quarzsaud mit Glimmer und Schalen, unten mit Pyrit und 

Braunkohlenkrümeln 

Untermiozän. 

141.30—142.70 Braunkohle 

142.70—151.30 kalkfreie, feine Quarzsande mit Braunkohleidvrümeln, Pyrit und teilweise 
mit Spuren von Schalen (? Nachfall) 

*) Nach Gottsche (Verwaltungsbericht) noch diluvial. Gottsche nahm die Grenze 
zwischen Diluvium und Tertiär erst bei 126.10 an! 



Der Balirenfelder See. 35 

151.30—151.90 grober Quarzsaml mit Schalenresten (V Nachfall) 

151.90—152.75 niittelgrober Quarzsand mit Brörkchen tonigen Kalksteins und Schalen- 
spuren (V Nachfall) 
152.75 — IGl.Gü kalkfreie Quarzsande vcrschiedeucr Kurngrüüen 

Nr. 54. Altona, Holstcnstraßc 224, Holsteiibrauerei, 
gebührt voiiDeseuiß i^ .lacobi. Nr.1051, i. J. 1897 (Heiligeiigeistfeld B II 8.1. 

Terrain +20.00. 

Diluvium. 

l.OO— 20.t)U (ieschiebemergel, unten Einlagerung von Keinsiuid 

20.60— 20.80 halbfetter Tonniergel mit etwas feinein Quarzsaiul, Spuren von Braunkohle 
und vereinzelten Glaukonitkörnern 

20.S0— 34.50 feine, kalkhaltige Sande, oben mit geringen Spuren von (ilimmer und 
Glaukonit, unten mit etwas Braunkohle und Lignit 

34.50 — 70.00 gi'auer, magerer Tönniergel mit Glimmer, feinem Quarzsand, etwas Lignit 
und Spuren von Kreidebryozoen 

70.00 — 85.00 sehr feiner Quarzsand mit etwas Tonniergel. sehr wenig Glimmer. 
Lignit- und Braunkolilenstüikchen und geringen Spuren von Kreide- 
bryozoen („mit Tonlagen") 

Übergangsschichten (vielleicht nur verunreinigtes Oberniiozän). 
85.00 — JIO.OO sehr magerer dunkelgrauer Tonniergel mit ganz geringen Spuren von 

Quarzsand, Lignit und Kreidebryozoen 
00.00 — 95.00 magerer, dunkelgrauer, sclnvachsandiger Ton mit Pyritnadeln, geringen 

Spuren von Ivreidebryozoen und tertiären Fossilien 

Obermiozän. 

95.0(J — 100.00 fetter grauer und dunkelgrauer Tonniergel mit etwas Quarzsaml, einigen 

Pyritnadeln, Schalenresten ( auch Foraminiferen ) und geringen Spuren 

von Kreidebryozoen 
100.00 — 11 G. 00 magerer-fetter, sandiger dunkelgrauer Glimmerton mit ganz geringen 

Spuren von Pyritnadeln, von tertiären Mollusken und Foraminiferen 

und von nordischem Material 

?? Ober- oder ?? Mittelmiozän. 

IIG.OO — 118.00 sehr feiner Quarzsand, kalkhaltig, mit sehr wenig Glimmer 
118.00 — 121.45 sehr magerer Glimmerton. kalkhaltig, mit sehr feinem Quarzsand 
121.45 — 120.30 feiner, toniger Quarzsand mit etwas Glimmer, nur UBteii kalkhaltig; 
Schlämmrückstand aus 116.00 — 126.30: ganz geringe Schalenspuren, 
winzige Spuren von Kreidebryozoen, Lignitkrüniel (sehr spärlich), 
Krümel von Braunkohlenletteu 

Mittelmiozän. 

126.30 — 134.00 sehr feiner, kalkhaltiger Quarzsand mit Glimmer und Pyrit f..touig") 
134.00-135.80 kalkfreier Quarzsand mit Pyrit („tonig") 

Schlämmrückstand 126.30 — 135.80: sehr viele Molluskenschalen. 

Foraminiferen, Bryozoen, Lignitreste, Toneisensteinknollen mit Fossilien 

Untermiozän. 

135.80 — 137.60 feiner-grober, kalkfreier Quarzsand mit viel Braunkohle. Spuren von 
Bernstein, Schalenresten und sehr wenig Ton („Braunkohlen") 



36 E. Koch. 

137.60 — 157.40 kalkfreier, nach unten gröber werdender Quarzsand, oben mit selir wenig 
Pyrit 

1.57.40—161.00 kalkfreier, feiuer-grober Quarzsand mit ganz geringen Spuren von 
Pyrit und Glimmer 

161.00—162.55 sehr schwach toniger, kalkfreier Quarzsand, fein-grob, mit Glimmer und 
ganz geringen Spuren von Pyrit, unten mit Braunkohle (bildet wahr- 
scheinlich eine Schicht) 

162.55—166.50 feine, kalkfreie Quarzsande mit viel Lignit, Pyrit und unten mit Glimmer 

166.50 — 180.85 sehr feine, kalkfreie Quarzsande mit Glimmer und wechselndem, aber 
immer geringem Tongehalt. Ganz geringe Spuren von Pyrit und 
oben auch von Lignit, ab 175.00 Brocken von braunem Saudstein mit 
Glimmer („Sandsteinschicht") 

180.85 — 182.85 sehr feiner, kalkfreier Quarzsand mit Glimmer, sehr wenig Ton. Sand- 
steinbrocken und Stücken von dunklem Schieferton 

182.85—186.45 sehr feiner, kalkfreier Quarzsand mit Glimmer und etwas Ton, Stückchen 
von Lignit, Sandsteinbrocken, Spuren von Pyrit und Pyritsandstein 

186.45—187.40 feiner-grober, kalkfreier Quarzsand mit Glimmer und etwas Ton 

187.40—193.70 feiner, kalkfreier Quarzsand mit etwas Glimmer, Spuren von Pyrit, unten 
mit Braunkohlenkrümeln. In 190.60 — 191.65 ganz geringe Spuren 
von Schalenresten 

193.70—201.50 halbfetter, sandiger Glimmertun (Glimmer meist lagenweise) wechselnd 
mit kalkfreiem, schwachtonigem Quarzsand (mit (ilimmer uiul Spuren 
von Pyrit bzw. Pyritsandstein). 

Nr. 55. Altona-Ottensen, Rainweg- 117. Kühlhaus III, 
gebohrt von Deseniß & Jacobi, Nr. 1992, i.J. 1913 (Heiligengeistfeld All 2). 

Terrain +20.50. 

Diluvium. 

0.00— 16.60 Geschiebemergel 
16.60— 18.70 feiner Mergelsand 

18.70 — 42.00 unreine, sehr feine Sande mit Braunkohlenkrümeln und feinem Glimmer, 

kalkhaltig 
42.00 — 43.00 unreiner, feiner Sand, kalkhaltig, mit sehr wenig feinem Kies und einem 

Stück sandigen Tonmergels 
43.00 — 43.71 unreiner, kalkfreier, sehr feiner Sand mit etwas feinem Glimmer 

43.71— 45.30 feiner-grober Sand, kalkhaltig, mit etwas Mergel 
45.30— 60.30 feine, kalkhaltige Sande 

60.30— 71.50 sandiger Tonmergel 

71.50 — 75.40 feiner, unreiner Sand, kalkhaltig 

75.40 — 78.00 fetter Tonmergel mit sehr wenig Sand 

Obermiozän. 

78.00 — 127.60 halbfetter, humoser Glimmerton mit sehr wenig Quarzsand, Pyritnadeln, 
geringen Spuren von Pyrit und von typisch nordischem Material 

? ? Mittelmiozän. 

127.60 — 132.50 feinkiesiger, feiner-grober Sand mit Schalenfragmenten und nordischem 

Material 

Untermiozän. 
132.50—164.00 sehr sandiger, kalkarmer Ton mit Braunkohlenkrümeln und sehr wenig 

Glimmer 



Der fiahrenfelder See. 37 

164.00—165.00 mittelkörniger, kalkfreier Quarzsaml mit ßraunkolilenkrümeln 
165.00—192.00 schwachtoniger, kalkfreier, feiner-grober Quarzsand mit Glimmer und 

Saudsteiubrocken verschiedener Dichte mit Glimmer und teils mit 

Pyrit als Bindemittel („Steinscliicht") 
192.00 — 200.Ü0 feiner, kalkfreier, .schwachtoniger (^uarzsand mit etwas Glimnier und 

dünnen Schichten fetten Tons mit Glimmer 
200.00 — 201.60 sehr schwach toniger, kalkfreier Quarzsand, fein-grob, mit (jlimmer. 
201.60 — 207.50 feiner, kalkfreier Quarzsand mit Glimmer 
207.50—210.00 niittelfeiner, schwachtoniger, kalkfreier Quarzsand mit etwas (ilimmer 

und Brocken von fettem Ton mit Glimmer 
210.00 — 219.50 feiner, kalkfreier Quarzsand mit Glimnier 
219.50—251.00 fetter hellgrauer Ton mit sehr fein verteiltem Glimmer, wenig Quarzsand 

und Krockchen von Pyritsandstein 

Nr. 56. Altona-Ottensen, Arnoldstraße -iO. ^Eöbelfabiik Hol.satia, 
gebohrt von l^i.siug i. J. 1917 ( Heiligeiigeistfekl A IV 3). Teirain 4-28.50. 

Diluvium. 

Kulturboden 

saudig-kiesiger Lehm 

Geschiebemergel, unten sehr sandig 

feinsandiger, magerer-fetter Tonmergel mit Glimmer 

halbfetter Ton mit Sand und Lignitkriimeln (;Lauenburger Ton mit 

Druckflächeu) 
feiner-grober, toniger Sand, kalkhaltig 

Geschiebemergel mit nur sehr wenig feinem Kies und Spuren von Lignit 
kalkfreier, schwachtoniger und schwachkiesiger Sand, fein-grob 
kalkfreier, feiner-grober, unreiner, kiesiger Sand 
kalkfreier, sehr schwach toniger Sand, fein-grob, mit Lignitkrümeln 
unreiner, kalkarmer, sfhwachkiesiger Sand, fein-gi'ob 
fetter Tonmergel mit Glimmer und etwas Sand. 



Die Bohrungen Xr. 42, 45, 51 und 56 verdankt das Mineralogisch-Geologische 
Institut Herrn A. F. Eising, hier; Nr. 1 und 3 Herrn W. Holz, hier; Xr. 10—15, 17—27, 
29—37 und 46 der Firma H. & L. Mannes, hier, sowie Herrn H. Thöl, hier. 



0.00- 


1.30 


1..30- 


3.40 


3.40- 


24.70 


24.70— 


32.60 


32.60- 


33.50 


33.50- 


34.30 


34.30— 


37.50 


37.50- 


38.40 


38.40- 


42.50 


42.50— 


45.80 


45.80- 


51.70 


51.70— 


52.00 



Emgegangen am :U. Dezember liili 
Uedruckt lui l.iitfkf ^'i- Wulff, !•:. H. Senats RiK'lidnickrni. 




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MmMtenkdrfe der lJ/n0i//iff des Mrenfe^^^ 



7 ÖOOOO 




Die Höhenkurven in Metern bezief)en 5 ich duf tiuil dm f/öfiuimesser, 
welchem bei Hamburg 3,3 m unier mittlerem l^iedrigwässerder [Ibe. 
f/jtdcb der Karte des ildm burgischen Vermessungsburedus 1880 '7) 

lillr.An^i von .1 Ivihlft. H.iiiiliiirä.Ziillpnbriukf n 



T^rei n 



Tierenkarte des Bahrenrelder See5 >'■ t: /OOO ■/ 

Wissertiere vom Spiegel bis zur Wa^sersolilf 



Nach der nufnähnit' dei 
Altomier Tieföauamfes 



1 2.3 U.S.W. N° der Pei/punhte 
0.20 J.OO Tiefen in Me/-ern 




Tafel M 



Tiefenkörte des BahrenTelder 5ee5 /•■ t: fOOO ■/ 

Tiere vom Spiegel bis zur Sch/^mmso/>/e 



Nach der Aufnahme des 
Altomer Tiefbauamtes 




Täfe! JF 



Profile durC'^ rjen bahren Fe Jder See 

Maßstab Für Ldfli/e i. HöVtt: 1. JOOO 
^- Wessersohle ■ Sc/i/ämmioft/c 

Die Ljgs derPPilpcnMte 
ergr'c'bi iich aus Tafel TIu ÜT 



Ndcn der nufMhrrie de^ 
A'ton-for Tiefbauumles 










\^. 



Lageskizze der Bohrungen 



1: 25000 



Tafel V 




» 



I 



SNirTHSONIAN INSTnUTION LIBRARIES 



3 9088 01540 1797 




(iedruckt bei Lütcke & Wulff, E. H. Senats Buchdruckern.