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Full text of "Jahresbericht über die Erscheinungen auf dem Gebiete der germanischen Philologie"

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über dieses Buch 

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/ 



Der Jahresbericht über die erscheinungen auf dem ge- 
biete der germanischen Philologie tritt in das 21. jähr seines 
bestehens. Die mitarbeiter des laufenden Jahrganges sind: 

R. Bethge, Berlin: Allgemeine Sprachwissenschaft, Gotisch, 
Deutsche grammatik in ihrer gesamtentwicklung. 

0. Bleich, Berlin: Mundarten. 

R Böhm, Schmargendorf bei Berlin: Altertumskunde, Recht 

J. Bolte, Berlin: Neuhochdeutsche litteratur, Volksdichtung. 

G. Bötticher, Berlin: Allgemeine und Deutsche litteratur- 
geschichte. 

A. Brandl, Berlin: Mittelenglisch. 

0. Bremer, Halle: Friesisch. 

F. Dieter, Charlottenburg: Englische spräche und litteratur- 
geschichte. 

H. Dreengel, Berlin: Neuenglisch. 

A. Gebhardt, Erlangen: Skandinavisch. 

J. Luther, Berlin: Luther, Geschichte der germanischen 
Philologie. 

P. Mann, Berlin: Kulturgeschichte. 

F. Mentz, Strassburg, Niederländisch. 

F. Saran, Halle: Allgemeine und Deutsche metrik, Mittel- 
hochdeutsch. 

S. Schayer, Paris: Neuhochdeutsche spräche. 

"W. Scheel, Steglitz: Geschichte der germ. philologie, Latein. 

A. Schullerus, Hermannstadt: Mytiiologie, Volkskunde. 

"W. Seelmann, Berlin: Niederdeutsch. 

E. Steinmeyer. Erlangen: Althochdeutsch. 

R. "Wülker, Leipzig: Altenglisch. 

Der preis des Jahrganges beträgt 9 mark. Die Jahrgänge 
4 — 15 sind im wege des bucbhandels zu dem ermässigten preise 
von 5 m. 50 pf. für den einzelnen Jahrgang, von 60 mark 
für sämtliche Jahrgänge vom Verleger ,C. Reissner zu beziehen. 
Jahrgang 1 — 3 erschienen im verlage von S. Calvary & co., Berlin. 

Zusendungen zur besprechung werden erbeten an den Ver- 
leger oder an den redakteur dr. Scheel. Li dem kurzen Zeitraum 
von wenigen monaten, der zwischen dem erscheinen der werke 
und dem drucke des berichtes liegt, ist es der redaktion nicht 
möglich, die litteraturerscheinungen zu beschaffen, wenn sie nicht 
von den Verfassern und Verlegern unaufgefordert zu- 
gesandt werden. Im besonderen ist dies der fall bei auslän- 
dischen erscheinungen, gelegenheitsschriften, dissertationen, 
Programmen und aufsätzen in Zeitschriften, die nicht regel- 
mässig abhandlungen aus unserer Wissenschaft bringen. 

Berlin, juni 1900. 

Redaktion des Jahresberichtes: 
Dr. W. Scheel^ Dr. J. Luther, 

Steglitz, Florastrasse 3. Berlin NW^ Ottoetr. 9. 



JAHRESBERICHT 

Obebdib 
EBÜCHElM&ENADFDElßEBIETE 

DEB 

&EBJLAMSCHM PHILOLOGIE 

HEBAUSGEQEBEN 

VON DBB 

GESELLSCHAFT FÜE DEUTSCHE FHILOLO&IE 

IN BERLIN 

EINUNDZWANZIGSTER JAHRGANG 
1899. 




DBESDEV UND LBIFZIO 

YEBLAa VON CARL REISSNEK 
1900. 



Der Jahresbericht Qber die erscheinungen auf dem ge- 
biete der germanischen Philologie tritt mit dem diesjährigen 
bände in das 21. jähr seines bestenens. er ist in seinen ersten 

1'ahrgängen ein forderlicher Sammler der germanistischen fach- 
itteratur gewesen und hat sich in den bänden, die seit der 
2. aufläge von Goedekes Grundriss I. II erschienen sind, zu einem 
unentbehrUchen hilfsmittel für die germanistische forschung er- 
weitert 

Der Jahresbericht behält die neuordnung des vorigen bandes 
bei. er bringt die 22 Abteilungen, die den früheren bestand im 
allgemeinen wahren, unter drei hauptgruppen: 1. Allgemeines; 
2. Sprache und litteratur; 3. Hilfswissenscnaften, imd bezweckt 
damit eine strengere teilung zwischen den rein germanistischen 
fächern und den grenzgebieten. auch in den einzelnen abteilungen 
ist eine übersichtliche anordnung, sowie thunlichst eine alphabetische 
folge der denkmäler gegeben worden, um das aufeuchen einzelner 
abhandlungen ohne namensnennung zu erleichtem, infolgedessen 
ist andererseits das Sachregister fortgefallen. 

Der preis des Jahrganges beträgt 9 mark, mitglieder unserer 
gesellschaft haben gegen Zahlung des satzungsmässigen geseU- 
schaftsbeitrages von jährlich 6 mark anspruch auf den Jahres- 
bericht des laufenden jahres. — Die Jahrgänge 4—15 sind im 
wege des buchhandels zu dem ermässigten preise von 5 m. 50 p£ 
für den einzelnen Jahrgang, von 60 mark für sämtliche Jahrgänge 
vom Verleger C. Reissner zu beziehen. Jahrgang 1-3 erschienen 
im Verlage von S. Calvary & co., Berlin. 

Zusendungen zur besprechung werden erbeten an den 
Verleger oder an den redakteur dr. Scheel. In dem kurzen 
Zeitraum von wenigen monaten, der zwischen dem erscheinen 
der werke und dem drucke des berichtes liegt, ist es der 
redaktion nicht möglich, die litteraturerscheinungen zu be- 
schaffen, wenn sie nicht von den Verfassern und Verlegern 
unaufgefordert zugesandt werden. Im besonderen ist dies der 
fall bei ausländischen erscheinungen, gelegenheitsschriften, 
dissertationen , Programmen und aufsätzen in zeitschrifteni 
die nicht regelmässig abhandlungen aus unserer Wissenschaft 
bringen. 

Berlin, im september 1900. 

Redaktion des Jabresberichtes: 

Dr. Willy Scheel, Dr. Joh. Luther, 

Steglitz, MorastnusBO 8. Berlin NW., Ottostrasse 9. 






Der Jahresbericht Qber die erscheinungen auf dem ge- 
biete der germanischen philoloffie tritt mit dem diesjährigen 
bände in das 21. jähr seines bestenens. er ist in seinen ersten 

1'ahrgängen ein förderlicher Sammler der ffermanistischen fach- 
itteratur gewesen und hat sich in den bänden, die seit der 
2. aufläge von Goedekes Grundriss I. II erschienen sind, zu einem 
unentbenrlichen hilfsmittel fUr die germanistische Forschung er- 
weitert 

Der Jahresbericht behält die neuordnung des vorigen bandes 
bei. er bringt die 22 ahteilungen, die den früheren bestand im 
allgemeinen wahren, unter drei hauptgruppen : 1. Allgemeines; 
2. Sprache und litteratur; 3. Hilfswissenscnaften, und bezweckt 
damit eine strengere teilung zwischen den rein germanistischen 
fächern und den grenzgebieten. auch in den einzehen abteilungen 
ist eine übersichtliche anordnung, sowie thunlichst eine alphatetische 
folge der denkmäler gegeben worden, um das aufsuchen einzelner 
abaandlungen ohne namensuennung zu erleichtem, infolgedessen 
ist andererseits das Sachregister fortgefallen. 

Der preis des Jahrganges beträgt 9 mark, mitglieder unserer 
gesellschah haben gegen Zahlung des satzungsmässigen gesell- 
Bchaftsbeitrages von jährlich G mark anspruch auf den Jahres- 
bericht des laufenden jahres. — Die Jahrgänge 4—15 sind im 
wege des buchhandels zu dem crmässigten preise von 5 m. 50 pfl 
für den einzelnen Jahrgang, von GO mark für sämtliche Jahrgänge 
Tom Verleger C. Reissner zu beziehen. Jahrgang 1 3 erschienen 
im Verlage von 8. Calvary & co., Berlin. 

Zusendungen zur besprechung werden erbeten an den 
▼erieger oder an den redakteur dr. Scheel. In dem kurzen 
settraum von wenigen monaten, der zwischen dem erscheinen 
der werke und dem drucke des berichtes liegt, ist es der 
redaktion nicht möglich, die litteraturerscheinungen zu be- 
schallen, wenn sie nicht von den Verfassern und Verlegern 
unaufgefordert zugesandt werden. Im besonderen ist dies der 
fidl bei ausländischen erscheinungen , gelegenheitsschriften, 
dissertationen , Programmen und aufsfltzen in Zeitschriften, 
die nicht regelmässig abhandlungen aus unserer Wissenschaft 
bringen. 

Berlin, im September 1900. 

Redaktioii des Jabresberiohtes: 
Dr. Willy Scheel, Dr. Joh. Lnther. 

SttgUtz, FtorsituMe 8. Berlin KW., OttottisMe 9. 



; > 



AbkOrzungen 

der häufiger angeführten Zeitschriften : 

AdB. '- Allgem. deutsche biographie. 

AfdA. — Anzeiger für deutsches altertum. 

Alem. ^ Alemannia. 

Allff. Ztg. -^ Allgemeine zeitung (MQnchen). 

Archiv Archiv für da« Studium der neuoron nprachen. 

Arkiv — Arkiv for nordisk filologi. 

Beri. ph. wschr. — Berlmer philolog. Wochenschrift. 

BbQw. -« Blätter für *\a8 oayer. gymnasialnchulwirnen 

Beitr. — Beitrage zur gesch. d. deutschon spräche. 

BflilU. - Bl&tter für htterar. Unterhaltung. 

Cbl. — Lltterarimhes centralblatt. 

Dansk h. t. ^ I)ansk historisk tidsskrift. 

DdVl. -- Das deutsche VolksUed. 

DLz- » Deutsche littoraturzeitung. 

EflTS -- KJirlv Knglmh t»>xt so'^iety 

Kuph — Kuphorion. 

«fjfA "^ UöttingiHThe ^elohrtr« hu7j*\^*'U . 

Hlst jb '- HistoriHchen Jahrbuch 

Hist Z8. — Hisiori.'^'he Zeitschrift. 

Idg. anz. — Anzeiger f id/. Bprdchkundt'. 

Idg. beitr — BeitrÄgo z kund»« dr*r idg. «prach»-n 



Jsl 



forsch 



Indogerman forschungon. 
Jahresbericht über die orscheinungj-n auf d»«in g»'bieto d«*r 
germanischen philolojrii*. 
Kbl. — Korrespondenzblatt. 

Lftbl. — LitteraturbLitt f. ^*'nu un«l roman philolo^nf« 

Mittd.BOhm. — MittAilung<.*n d voruins f. gench d D«iitH**hon in H^hmon. 
Mtbl - Monat#«blAUer. 

Nd. Jb. '— Jahrburh <i. Vereins für niederdeut^'h« hprachforschung. 
Nd. abl. — KorrfHi»ond«*nzbl. d vt-reins f. nie<1enl. sprach forsch ung. 
NA. — Neuos arch f alt. d geschichtskunde. 

NJb. — Neue Jahrbücher für da« klas-sischo altertum etc. 

Norsk h. t — Norsk historisk ti'Lssknft. 
NTfFil. - Nordisk tid--i«krift for ftlologi. 
ÖsL litbl — Osturn^ichische« litleralurblatt. 
Siebenb. kbl. — K<»rrc«pondenzbl4tt de« 

landoskund»«. 
Srwisk h. t- — 8ven»k hwtorisk trdskrift. 
Tbeol. Iz. — Theolog ülteratiinM-iiung. 
Tijdachr. — Tij«lschnfl voor ne^lerlandscho ia.il 
Voss. Ztg. — VossisrhA zeitung 

Westd tH. — Wf^std^utsche zoif«- hr f g«»Hihirht4* und kunst 
Wschr. ■- Wochenf*rhrift für kla.«<^K. philologie 
ZfdA. -* Zeitschrift für deutsches altertum 
ZMPh. — Zeitm^hrifl für deutsche philologie. 
ZWO. — Zeitschrift für d«'n deutschen Unterricht 
ZfOeschw ^ Deutsche z»»it«chr f treschirhtswifi***«ns4haft 
ZfOw. — Z^its»*hr für das g>'mnaHialweHen 
Zfkultg — Z*?it«chrift für kiilt-irK^^'hichte. 
ZfÖG. — Z««it/«<!hrift für d:»« «öMterreichischen gyintKisH n 

ZIbVk. — Zeitschrift für »'•sterreichisch«« volkskundo. 
ZfRealschulw ^ Zeitschrift für realschulweeen. 
ZtrglLg. — Zoit>«hrif^ für v«'rgi<*i« h<*nde litt«Taturg»^Hr|u< ht<«. 
ZfväSpr. — Zeitschrift für vtrgleichende sjraiiif^rschung. 
Zfvk. — Zeitschrift des Vereins für Volkskunde. 
ZSprY. -* 2MtBchrift des allgvm. deutschen sprachTereins. 



vop'in« liii sioUMiburgiHche 



»Ml Iftiorkundo. 



Inhalt. 



A. Allgemeines. 

I. Oencluchte der ^erm anirtchon pliiloln;;!*» 
(Willy Scheel, J. Luther». 

A. Biographie. — B. Encyrlopidic nnd bibliof^rapliir ... 1 
II. All gern eine HprachwiBsenHchuft und vergleichende. 
litteraturgeHchichte iH. Hethge und (t. Boetticher. 

A. Allgemeine sprach wiRf»eiJiM'h«ft: 1. phonotik nn<l hibliographie. 
2. Tergleifhenfip grammatik. IV ufgerroaniarh und gemein- 
germanisi'h, 4. ninen. - B. Vergloirhendc litlrralurgoarluchU«: 
1. allgeinoine« (auhwahn. 2. Rtoff^reachiolite 7 

B. Sprache und litteratur. 

III. Gotisch (H. Oethge). 

Denkmäler, grammatik, litteratargeMiichtr 26 

IV. Skandinavisch (A. Gerhardt). 

A. AIlgemeiDe«: 1. hibliographie, 2. Zeitschriften uud sammel- 
irerke. B. Sprarbliehe« : 1. werter bücher, 2. nnmcnVun!-, 
;< wortforti'hung. 4. spra« bp Rcbicbte, S. nnindarten, 6. laut- 
gebung und betonung, 7. grammatik. K rocbtachreibung, 
*». I.tnt<rbnft, 10. metrik, 11. runtn. ('. Litteraturj:»*«rbirht«« 
und deokroäler: 1. handachriften . 2. inl:indi«oh-norw»-gipc!io 
litteraturgetrhirhte, 3. FMdalieder und sjigur, 4. RrliwiMÜwbe 
litteraturgeachirhte 2R 

V. Deutsch in seiner gesamteut Wicklung (H. Rethge, 
F. Saran, U. Boetticher i. 

A. Grammatik. — B. Metrik. ('. Littcraturiresrbirbt«' . . M 
VL Althochdeutsch iE. Steinnieyer>. 

A. Allp'roeineii. - B. I>enkroiil«*r in .ilphAb« tiK-brr anordnung 61 
VII. Mittelhochdeutsch 'F. Saran, G. Boetticher). 

A. AllgfmciDea: 1 KrAmmatti4-he«, 2 denkmaler. B. K]*ik. - 

(' Ljrik. - D. Schauapial. - E. Prowi 69 



VI lahili 

VIII. Neuhochdeutsche spräche (8. Schayer). ^^^ 

A. Grmminatik : 1. all|;eroeinoe, 2. Altere grammetiker, 8. einteloe 
Kebiete der grmmmetik. — B. Wortknode: 1. wOrterbficber, 
2. all|;eiiieinee, 8. einielheiten, 4. fremd Wörter. — C. Namen- 
kunde: 1. peraoneDDamen, 2. ortanamen, 8. aonitige namen. — 
D. Gfacbichte d<>r trhriftaprarhe und dee atilee. — £. Aua- 
apracbe, achrift, rechtacbreioung, leiebenaetning. — F. Unter- 
ncbt — G. Metrik und poeük 90 

IX. Neuhochdeutsche litteratur (J. Holte und J.Luther). 

A. Lilteratnrgeacbichte. — B. Denkmäler fon 1450 bia 1620 126 

X. Deutsche mundartenforschung (0. Bleich). 

A. AUg^meinea: 1. luaammenfaaaende daratellnngen, 2. einielne 
grammatiarbo ^raobeinangen, 8. fermiachtea. - B. Einzelne 
ob^r- und roitteldeutaebe mundartra: 1. Beb weil, 2. El^aaa- 
liOtbringen, 8. 8rbwaben. WQKtemberg, 4. Baden, 5. Bajrm. 
öiterreicb, 6. Unicam. 7. Rheinland, 8. Heeaeo. TliOringen, 
9. Sacbaen, 10. 8cblc«ien« 11. Ostpreuaaeo 155 

XI. Niederdeutsch (W. SeelmannX 

A. Allgpmetnea. -- B. Altniedvrdontarhe aprarhe und deak- 
miler. C. Mittel- und nfuniederdeutarhe apracbe: 1. aprarb- 
lehrr, 2. wortkunde. '*» litteraturvfaf'lucbte. - D. Mittel- und 
nenniedenieutarbe denkm&ler: f. mittelniederdcutarbe dicb- 
tungeo, 2. mittein iederdeotacbe proaa, 8. apätere leit . . . 167 

XII. NiederläDdisch « Ferd. Mentz). 

A. AUgemeiDca n»l biographien. ~ B. Sprarblicbea : 1. gramma- 
tik,2. mundartrn. 8. wortkunde. — C. Litteratur: 1. allgemeinea, 
2. mittelniederlandit^be di«*litung. 8. «itielaiederUndiaebe 
proaa, 4. «kukmiler a]iät«>rer seit 177 

XIII. Friesisch (O. Bremer). 

A All(rero<'inee: zettarbriften. B. 8prarbg<>arhirbt«. ^ 

C. Iitt4>raturg«wbirhte. I». Sprarbdeukmairr 187 

XIV. Englische spräche (F. Dieter). 

A. Allgemeinea. — B. lieiikitgrapbie: 1. wArt^rburb^r, 2. wort^ 
forarbnng. 8. namen furv«-)iung. — C. NeuragliM'lH* mundarten ; 
alang. ^ U. S|irai'bge«chirhte und grammatik. — C Phonetik 
und auaapracbe. — K. Htilifttk und mc>trik 190 

XV. Englisrhe litteratur i F. Dieter. R. Wülker, A.Braodl, 

H. Dreengel.) 

A. Litteraturgeacbicbt(^ rbrMtoqiatbien. - B. Altcacliaehe 
denkmiUr: 1. allgem^inee. 2 («leaie, 3. proaa. — C Mittel- 
engliarbe denkmftlfr: l iltire weltlirbe litteratur. 2. ültere 
religv^ litteratur. 3. Chaui^r. 4. (*baurera arbnle. 5. andere 
dirbtnngen aua der lett barb Cbaucrr. 6. proaa aaa der leit 
aacli CbaMer. 7. arhauamel. - D. Newagltiebe dnloBller 
bia 1600 mit aMScUnis BhakMpewas 216 



Inhalt Vn 

XVI Volksdichtung (J. Bolte). "^ 

A. Vdktlied: 1. deataeb: ftllgemeinet, baÜAden und liebe»- 
üeder, ttandet- und fettlieder. kinderlieder. hiitorifche, folk»- 
tflmlich« Ueder; 2. niederlänoisch: 3. englMch; 4. tkuidinft- 
Tiach. — B. VolksichauipieL — C. Sprach und tprichwort ~ 
D. B&ImI and TolkswiU 260 

C. Hilfswissensohtften. 

XVn. Altertumskaiide (H. Böhm). 

A. GatchichUlitteratur. — B. Arier und Germanen. ~ C. Vor- 
und •frflhgetchichtlichea. — I). Stimme. — £. Deutache ge- 
aobichte, allgemeinea. — F. Einzelne leitalter. — G. Einzeme 
iMdaehnfteo. — H. SUdte. — J. BAmer (Auawahl) .... 280 

XVm. Kulturgeschichte (P. Mann). 

A. Allgemeinea. — B. Wirtacbaft: 1. Und und atadt 2. hnndel 
und Terkebr, 8. f^werbe und bandwerk. — C Kirche und 
aohala, chrooolQgie, buch- und achriftweaea. — D. Konat: 

1. allgemeinea, 2. bauknnat, 8. maierei und bildbanarai, 
4. muaik. -- £. Sodalea: 1. allgemeineA, 2. familien. — 

F. Krie g awfe n und aiegel 820 

XTX. Mythologie und sagenkunde (A. Bchullerus). 

A. Mythologie. — B. Ba^nkunde: 1. boldenaagt, 2. eimelne 
Prionen, 8. legenden, 4. ortaaagen, 5. m&rcben und achwinka 885 

XX. Volkskunde (A. Schullerus). 

A. Allgemeinea. — B. Brauch und aitte. — C Hana und 
traebt — D. Aberglanbe. - £. Tolkamediiin. - F. Hezen- 
^anbe 952 

XXL Recht (H. Böhm). 

A. Dentach: 1. reditageaebiehte und allgemeine rachtafragen, 

2. urknndenaaaunlungen, 8. g ea et i e , 4. rechtafragen auf grnnd 
einielnar geaetie und rechte, «S. einaelne gjerichtanöfe. 9. feine. 

7. atrafreditliebea, 8. recbtaprecbung in einielnen lindern und 
atAdten, 9. recht aua gruodbeaiti, bergrecht, lollrecbt, 
10. aatwicklang der atädt ferfaaanngen, 11. atadtbdcber und 
atadtreehte, 12. ataata?erfaaanug und -ferwaltung — B. Niedar- 
liodiaeh. — C. Skandinariack 879 

XXIL Latein (WiUy Scheel). 

A. Allgeinatnea. — B. Mittelalter: 1. dicbtung, 2. proaa, 

8. denkmlier (alnh.). C. Uumaniaten und reformationaaait: 

1. aUgwneinaa, 2. eintelne auioren (alpb.) 895 

Autorenregister 401 

Nachträge und Berichtigungen 487 



Ucrxcicbiiis der Mitarbeiter 4e$ lanfeMdeM iabrsiMgeit 

Dr. R. Ht^thge. Kerlin: Allgemeine sprachwissenschaftt 
(Totisch, Deutsche gniininatik in ihrer gesamteutwicklung. 

Dr. n. Klcicrb, Berlin: Mundarten. 

Prof Dr. U. Böhm. Schmargendorf bei Berlin: Altertums- 
kunde, Keeht. 

Prof Dr. .1. Bolte, Brriin: Neuhochdeutsche litteratur, Volks- 
dichtung. 

Prof. Dr. (i. Buettirher, BerHn: Allgemeine und Deutsche 
litteraturgesi'hirhte. 

Pn»f. Dr. A. Brandl, Bt-riin: Mittelenglisch. 

Prof. Dr. O. Brennr. Halle: Friesisch. 

Dr. F. Diet»-r, diarlottenhurg: Englische spräche und 
litteraturgt-M-hichtr. 

H. Dreen^'fl. Berlin: Neuengli^ch. 

Dr. A. <irl>hardt. Krlaim«n: Skiuidinavi^h. 

Dr. ,1. liUthir. Berlin: I-uthtr, (iescliichte der germanischen 
philoIogic. 

Dr. P. Mann, Bi-rlin: KulturgeM-hii htr. 

Dr. F. Mt-nt/.. Strahl. ur;:, Nirderliindisch. 

Dr. F. Saraii, Hall«.-: All;;ejnfine und Deutsche nietrikf 

Mittrlhorlidfiit-^i h. 

Dr. S. Srliavt-r, l'ari«*: Nt'nhu<hdeutsche spräche. 

Dr. W. Schrtl. Stfglit/: iTexhichtr der genn. philologie, 
Latein. 

I*ri»f. Dr. A. Srhuli»Tu*». H»nnannstadt : Myth«»loKi<*. Viilks- 
kundi*. 

Prof. I)r. \V. Siflniiiiii., B.-ilin: Ni«*di-nlfUts«li. 

Pinf. Dr. K. Stiiiiiii»} I r Kilan;:»ii. Althorhileutxh. 

Prof. Dr. K. Wülkt-r. I^tip/i^: Altengli^ch. 



L Oesohiohte der germanisohen Philologie. 

(A* Biof^pbie. — B. Encyklopädie und bibliographie.) 

A. Biographie. 

Alkfrt. 1. Schullerus, Mich. Albert — Jsb. 1893, 1, 1. 
— rec. Euph. G {2l 

f. Ann. 2. Bottermann, Ach. v. Arnim. — Jsb. 1896, 
6, 10. 15, 174. — rec. Steig, Euph. G (2). 

HrbtoM. 2a. Jakob Bächtold, Kleine Schriften, mit einem 
lebensbilde von W. von Arx. hrsg. von Theod. Vetter, mit 
portrftt und bibliographie. Fraueufeld. J. Huber 1899. 330 s. 
geb. 7 frc8. 

auf die tief empfundene, alle seiten des menschen und forschers 
würdigende Ieben8l>e8chreibung B&chtolds von Walther von Ars, 
seinem langjährigen freunde folgen in zwei abteilungen die kleinen 
abhandlungen. 1. Vorrede zur inaugural-dissertAtion : Der lanzelet 
des Ulrich von Zatzikhoven 57 — 00. 2. Die Verdienste der Züricher 
um die deutsche philologie und litteraturgeschichte Gl —78. 3. Josna 
Maler iPictorius) 79— -102. 4. Litterarische bilder aus Zürichs 
Vergangenheit 103—223. 5. Toast an der Ooethe-feier in St&fa 
224—227. 0. Eduani Mörike 228^254. zweite abteilung: 7. Skizzen 
aas Elsoss und Lothringen 2.'>5— 2so. 8. Aus dem Wallis 281—305. 
9. Von der Vogelweide 306—310. Bibliographie 317—330. 

die Zusammenstellung der lesenswerten aufs&tze wird allen 
germanisten willkommen sein, das einzelne siehe an den betr. 
stellen. 

Th. Kklilller l ''04 — 1504, s. ß&chtold l, 2a Seite 59. 

J. J. Bttaer, ». B&chtold l, 2a Seite GO. 

Ireitilgrr, 0. BAchtold 1, 2 a seit« GG. 
Jakr^lwrklii för tmm»MUchm pkUolOffic. XXI. (t«t.» 1 



2 L Geschichte der gennaiiieehen philologie. 

Kkert. 3. R. Wülker, Briefwechsel zwischen Adolf Ehert 
und Ferd. Wolf. Abdr. aus den )>erichten der phiL-hiat kluse 
der kgl. sächs. akad. der wiss. zu Leipzig. 1899, 77 — 139. 

M. Fries, 8. Bächtold 1, 2 a seite 6G. 

FiniTlU. 3a. F. J. Furnivall, Mod. qtiarterly of lang, and 
lit 1, 1 f 

kurze Würdigung des gelehrten, mit bildnis. 

lelfblM- UMlst, 8. Bächtold 1, 2a seite 59 f. 

CriBB. -^^ ^' Franke, Die brüder Grimm, ihr lel>en und 
wirken in gemeinfasslicher weiM dargestellt. Dresden und 
Leipzig, C. Reissner. 1H99. 170 s. 

F. bietet in recht ansprechender weise einen überblick ül>er 
das reiche leben der brüder Grimm und lässt besonders die 
Wichtigkeit der l>eiden gelehrten für das deutsche volk hervor- 
treten, die leb<'nsl>eschreibung klingt in eine warm empfundene 
Würdigung der brüder aus: die m&uner, die uns unsere grosse Ver- 
gangenheit, wie sie sich in sage, geschichte, dichtung abspiegelt, 
näher gerückt ha)>en, ha)>en mitgeholfen, das deutsche volk an 
seine grosse woltgeschichtliche mission heranzuführen. — eine aus- 
führliche Übersicht u)>er die litterarischen arl>eiten der brüder 
macht den beschluss. — nachtrage würden die in der einleitung 
tum neudruck des 4. bandes der deutschen grammatik von G. Roethe 
gegel>enen nachrichten über den litterarischen nachlass im Grimm- 
schranke der Berliner bibliothek bieten. 

5. L. Grimm, Ül>er die )>e<ieutung der gebrüder Grimm in 
der geschichte der pädagogik. ZfdU. 13, 5S5 GU5, 041— G71. 

0. F. Leviticus, De gebroeders Grimm en Hoffmann 
von Fallersleben. Noord en zuid 22 (4). 

7. A. Reiffemcheid, Briefe Jakob Grimms an J. G. Kose- 
garten. Nd. jb. 23, 12:»— 135. — Jsb. 1898, 1. 18 a. 

die briefe zeigen Grimms re^e«< interesse an Kosegartens 
Wörterbuch der ndd. spräche, brief 4 und .*> <über hd. und plattd.» 
lassen Schlüsse aut die abfaiisungszeit des seudschreil>ens an 
Fr. Pfeitfer über hd., mhd., md. ikl. sehr. 7, 441 tf.) zu. 

8. (t. Koethe. Jakob Grimms vorletiungt*n ü)»er deutache 
litteraturgeschichte. Nachr. tier kgl. gesellitchaft »ler Wissenschaften 
zu G"ttingen, phiL-hii»t. klasse 1899, 4, 5ms— :,4s. 

R. giel t nach «lern Kollegheft Karl Goedekt*tt aus dem jähre 
1834 und Ad. v. Wariistedts l'^3r> eine übersieht üWr die vor- 
leeong Grimms, von der sich kein manuskript bis jetzt geAindea 



I, A. Biogn^thie, 3 

hmt R. geht beide hef^e dnrch und charakterisiert aus ihnen den 
inhalt, den kern bildet eine ungeheure ansammlung von namen^ 
zahlen und daten, die es allein schon verwunderlich machen, wie 
Grimm in einem Sommerhalbjahr 48ttUidlich die ganze entwicklung 
von den ältesten seiten bis auf Heine behandelt hat an dieses 
ausseriiche schliessen sich meist kurse Charakteristiken der einielnen 
epochen, durch gute geschichtliche überblicke eingeleitet. Inter- 
essant ist die auswahl dessen, was Grimm bietet, l>e8onder8 
auch in der neueren litteratur. bietet auch die Vorlesung nicht 
\iel neues und l&sst sich auf den aufHülligen daten, die hie und da 
erscheinen, nichts kritisch aufbauen für die entwicklung mancher 
ansichten des meistere, so vervolbt&ndigt doch die Vorlesung durch 
die kunen, charakterisierenden urteile, die meist in adjeküven ge- 
geben sind, wie durch den grossen und liebevollen zug, der durch 
das ganze geht, das bild, das wir uns von Jac. Grimm als dozenten zn 
machen hal)en. 

ümnb iifcoi leiffc, geb. 4. 10. 6G, gest 16. 8. 99. 

9. M. D. Learned, Professor George Allison Hench. In 
Memoriam. Americana Germanica 3, 219 - 225. 

10. Calvin Thomas, George Allison Hench. In Memoriam. 
Joum. of germ. phil. 2 (4) 550 — 554. 

nachruf für den plötzlich verstorbenen talentvollen gelehrten, 
zuletzt Professor an der university of Michigan, den herausgeber 
der Mouseer fragmente. — vgl. Jsb. 1893, 13, 11. 12. 

Ildftmi f. FlIknMM. F* Leviticus, De gebroeders Grimm 
en Hoffmann v. FaÜeraleben. s. 1, 6. 

likl^r. 10a. Friedr. Brach mann, Johann Hübner, Johannei 
(Hambiirgensis) rector 1711 — 1731. ein beitrag zur geschieh te der 
deutschen litteratur. Hamburg, progr. der gelehrtenscbule des 
Johanneums (Lütcke und Wolff) 1899. 32 s. 4. 

nachrichten aus den Journalen und akten der teutschübenden 
gesellschaft zu Hamburg, 1715 gegründet der u. a. Brockes, Richey 
und Joh. U. Koni>< angehörten. 

Il«fitofk^ 8. Bachtold 1, 2 a seite 103 ff. 

mfcilf! 11. Eugen Kölbing f. Beil. zur Münch. allg. ztg. 
1899 no. 185. 

R. Wülker, Eugen Kölbing. Auglia beibl. 10, 225-228. 

Mvig. 12. K. Reuschel, Zur Otto Ludwig - philologie. 
ZfdU. 13, 369-376. 

12 a. JmU liier (lulerK »- Bachtold 1, 2a Seite 66 f. 79 ff. 

r 



4 I. Geschichte der geniuiiitch«ii phüologie. 

liSMIII. 13. Fritz Scholl, Aua neuerworbenen korreepon- 
denzen der Heidelberger uniTereit&tebibliothek. Neue Heidelberger 
jbb. 9 (1) 17—72. 

darin abschn. 12, sieben briefe M.'e ans 1827/28 erwähnt, 
betreffend die bearbeitung und herausgäbe des Schwäbischen 
idiotikons von prälat v. Schmitt (s. 72). 

■•rfey. 14. H. Shaen Solly, The life of Henry Morley. 
London, Arnold. 12 sL G d. 

vgl ül)er diese lebensbeechreibung des bekannten litterar- 
historikers, des Verfassers der English writers: an attempt towards 
a histor>' of English literature usw. Academy 1898 (26. nov.) 326 f. 

■eiirkh liller (lyHer) von Zürich, s. Bächtold l, 2a Seite 60, 76 ff. 

PnU Pfeiffer, ». Bachtold l, 2a Seite 60. 

Ollf lygh t 10. 8. 1899. 

15. Joh. Steenstrup, Nvt fra historisk videnskab. Dansk 
h. t 7, 2, 240 f. 

SrbotMilS. 16. F. E. Koldewey, Justus Georg Schottelius 
und seine Verdienste um die deutsche spräche. ZfdU. 13, 81 — 106. 

PniZ JMeM StiMer, ». Bächtold l, 2a seite 60. 

SteiltkaL 17. Th. Achelis. Heymann Steinthal. (Sammlung 
gemein verst. wiss. vortrage, h. 296.1 Hamburg, Verlagsanstalt. 1898. 
28 s. 0,7'! m. 

rec. K. B., DLr. 1S99, 1607. der die mangelhafte l>erück- 
sichtigung der speziell sprachwissenschaftlichen leistungen be- 
m&ngelt. 

Sita IS. 10.1728-7.11. 1798. 

18. Chr. Bruun, Peter Frederik Suhm. Kjfibenhavn, Gad. 
1898. XL 504, 84 s. 12 kr. — anz. Cbl. 1K99, 474 s. 

Tietor 19. W. Tilley, Wilhelm Vietor. Modern «|uarterly 
of lang, and lit. 2, 1 f. 

kurzer bericht über die l>edeutung dieses gelehrten, mit bildnis. 

Wtif. R. Wülker, Briefwechsel zwischen A. El>ert und 
Perd. Wolf. s. 1, 3. 

Zeile. 20. L. Frank el. Joh. August Zeune. Adß. 45, 
121—128. 

J^m. 21. Edw. Schröder, Joh. Kaspar Zeuss. Adß. 45, 
132—136. 



193—195. 



I, B. EnqrUopidM nnd bt^bliographi«. 5 

22. Edw. Schröder, Adolf Ziemann. AdE 45, 



Hagtfh. 23. O. Zingerle, Ign&x Vinzenz Zingerle. AdB. 45, 
316—319. 

B. Encyklopädie und bihliographie. 

24. Minerva, Jahrbuch der gelehrten weit, hrsg. v. K. Trübner 
und F. Mentz. 9 (1899—1900). Strasaburg, Trübner. XXXn, 
UGG 8. 

25. H. Paul, Grundriss der germanischen philologie. 2. aulL 
1. bi 5. lief. (l)og. 63—77 — s. 993—1232.] Strasaburg, Trüb- 
ner. 4 m. 

2G. C. Boettcher, Verzeichnia der seit 1837 veröffentlichten 
programm-abhandlungen. Progr. d. königl. realgymnasiuma auf der 
bur^. Königsberg L P., Härtung. 

27. E. Grosse, Verzeichnis der in den früheren programmen 
seit 1875 enthaltenen abhandlungen. Jsb. d. kgl. Wilhelms-gym- 
nasiums. Königsberg i. P., Härtung. 

28. Jahres- Verzeichnis der an den deutschen Universitäten er- 
schienenen Schriften. 14 (august 1898 bis august 1899). Berlin, 
Asher. IV, 337 s. 

29. Jahres-verzeichnis der an den deutschen schulanstalten 
erschienenen abhandlungen. 11. 1899. Berlin, Asher. 

29a. Bibliotheca germanica. Verzeichnis von 7556 werken 
und Abhandlungen aus dem gebiete der germanischen philologie, 
litte raturgeschichte und Volkskunde. Leipzig, G. Fock 1900. 
244 s. a 

30. Bibliographie der deutschen zeitschriften-litteratur. hrsg. 
V. F. Dietrich. M. 3. Leipzig, F. Dietrich. XVI, 313 s. 16 m. 

vgl. jsl). 1H98, 1, 97. — bd. 3 enthalt die zeitschriftenlitteratur 
des Jahres 1S98, nach schlagworten geordnet nebst einem autoren- 
reginter. 

das«, bd. 4. 325 s. 15 m. 

)k1. 4 enthält die litteratur des 1. halbjahres 1899 aus Zeit- 
schriften, Sammelwerken und Zeitungen, auch die medizinische 
litteratur wird von jetzt ab aufgenommen, der inhalt ist wie 
fnlher nach schlagworten geordnet und ein autorenregister hinzu- 
gefügt 

31. Jahresbericht ül>er die erscheinungen auf dem gebiete 
der germanischen philologie, hrsg. v. d. gesellschaft f. deutsche 



6 n* Allgemfiioe •pmchwinenecbift a. lecfieicfaaod« Utteratargetchicbte. 

philolo^e in Berlin. 20. jahrg. 1808. Dresden und Leipzig, 
C. Reissnor. 9 m. 

bd. 17—19 rec. M. H. Jellinek, 7SoG. 1899, TilO— 520, der in 
anerkennenswerter weine die vC von dissertationen und Pro- 
grammen darauf hinweist, ihre ver(>tfentlichun^en an uns einzusenden. 
J. gieht einige \^enige, filr drei bände verschwindend zu nennende 
nachtrüge, von denen die meisten noch dazu nur an der grenze 
unseres Jsb. stehen. 

Scheel. Luther. 



EL Allgemeine sprachwisseiiBchaft und vergleichende 
litteraturgeschichte. 

A. AllK»*"i«i"" >|»nuhwi«*N«*n.M*hAt\: 1. phun(*tik und biblio^cniphifs 2. ver- 
^loirhi'in!»« jcraniiimtik. 3. ur>fennHni«%*n un«l f«*meingunnaiiiM*h, 4. runen. 
— B. Vcrghi« iRii.lf liiterfttur^*?»rhirhto : 1. aUgt-mcineH (auswahl), 2. Mtoff- 

^feschirhte. 

A. Allgemeine sprach winsenschaft. 

l) Pkoiftik Vd MIkcraHUf. l. Bibliographie des Jahres 
1897. Idg. auz, in, »iT— J91I. 

2. O. .lespersen, Fonetik. .'idje hette: Den s}»ecielle dels 
slatnin^. Kopenhagen, Schub<^»th. |s. 329 — (i34). 

vgl, J^b. 1>9*^, 2. 3. — das zweite heft angezeigt von W. V. 
In Cbl, 1*^99, US. — mit diesem «irittfu hett ist dieso ausge- 
leichnete, eigenartige un«i umfassendste moderne darstellung d(*r 
phonetik abgeschlossen. 

3. (l Bremer, Zur l:MiTs<hntt. — vgl. Jsl». \sU\ 2, 3a, — 
angez. O. Heilig, DLz. l^UX 1^31 f., von E. S. im Cbl. IsO'j, 
15S2 f.. W. Xwigl. D3Ma, 1. 249 f. 

4. Kousselot. La phonetique ex|H*nmentale: son objet; 
appareils et pertVctiMunements nouveaux. in ^", 11 p. avec tig. 
Clermout tOiÄ«»-, impr. Duix fp-res. Kxtrait d«* la revue inter- 
national»' df rhinnlugie, ot..l(.^ie. Iar}iigol«»;;ie et ph<»n»*ti.jue ex}>eri- 
mentale . 

5. Roussel^'t, rnncip«-.s de phon»'tijue exjH'rimfntalt». pr«- 
mit-re partie. in ^ . p. I ä 32*', ave«- tig. Paris, Welter. — JsK. 
1S9S, 2, 2. 

5a. H. Klinghardt, Artikulation»- un i hörülungen. — Jsb. 
189^, 2, 4. 

anges. von £. Nader, Engl stui. 24, 4:>S— 4G1. 



n, A. Allg«D«ine fpnuAwiiiwchiit : 1. phooetik und bibliogimphie. 7 

6. W. Vietor, Elemente der phonetik. 4. aufl., 1898. — 
vgl Jsb. 1898, 2, 5. 

diese 4. aufl. ist im wesentlichen ein revidierter abdnick der 
dritten (1894) mit ergiUizung des litteraturverzeichnisses s. 309 £f. 
das werk verdankt seine beliebtheit neben dem Sievers^schen werke 
vor allem dem umstände, dass es den praktischen bedürfnissen der 
in den neueren sprachen unterrichtenden lehrer ausgiebig rechnung 
trigt. es sei auch an dieser stelle den fachgenossen warm em- 
pfohlen. 

7. W. Vietor, Deutsches lesebuch in lautschrift (zugleich 
in der preuasischen schulschreibung). als hilfabuch zur erwerbnng 
einer mustergültigen ausspräche, hrsg. von W. V. L teil: fibel 
and erstes lesebuch Leipzig, Teubner. Xil, 159 s. 

Zugrunde gelegt ist die U deutsche bühnenaussprache usw. hrsg. 
von Th. Siebs' (Jsb. 1S98, 6, 15G); die lautschrift ist die der 
Association PhomHiiiue Internationale, zuerst wird eine übersieht 
über die lautschrift gegel>en (s. 3 — 13); dann folgen die lesestücke 
(überwiegend gedichte), links in der preussischen schulorthographie, 
rechts in lautschrift (s. 16 — 147); den beschluss bilden erläuterungen 
(s. 148-159). 

7a. E. A. Meyer, Die silbe. Die neueren spr. 6, 479—493. 
7b. H. W. Atkinson, Methods of mouth-mapping, mit bild- 
licher darstellung. Die neueren spr. G, 494 — 503. 

8. A. Zünd-Burguet, Le phon^tique exp^rimentale appli- 
4U^ k Tenseignement des langues Vivantes. Mäcon, Protat fr^ree. 
36 s. In-180. 

9. H. Schmidt-Wartenberg, Phonetische Untersuchungen 
zum lettischen accent mit 34 abbildungen. Idg. forsch. 10, 
117—144. 

bei der Wichtigkeit, die die baltische accentuation heutzutage 
für die idg. Sprachforschung gewonnen hat, sind diese experimen- 
tellen forschungen, die zum teil zu andern ergebnissen führen als 
Hirt im 'idg. accent' gewonnen hatte, besonders beachtenswert. 

9a. J. Endzelin, Über den lettischen silbenaccent Idg. 
beitr. 2:*, 259—274. 

10. Schmidt-Wartenberg, Phonetical notes. — Jsb. 1897, 
3, 9. — angez. Koschwitz, Zs. f. frz. spr. u. litt. 20, 2, 73—76. 

S) ADigNWim* ll. H. Paul, Principien der Sprachwissen- 
schaft, 3. aufl., 98. — s. Jsb. 1898, 2, 8. 

•ehr eingehend angez, von O. Dittrich, Z«. f rom. phil. 23, 
538 — 523, der l>esonder8 zeigt, wie die auf der Herbart sehen vor- 
stellongsmechAnik ()eruhenden psychologischen gnindanschauungen 



8 IL Allgerndna sprich wiiMotdiaft il Tergleieheode littentoigetdiicbte. 

PanlB einer revision auf grund der Wundtschen ezperimental- 
psychologie bedürfen« 

12. C. Svedelius, L'analyse da langage appliqu^ k la 
Ungne fran^aUe. Upsala, AlmqvUt og Wikaell 1897. 178 s. 8^. 

anerkennend angez. v. W. Meyer-Lübke, Litbl. 1899, 49—62 
('die ifchrifl bezeichnet einen grossen schritt zur befreiung der 
grammatik aus den fesseln der Iogik*j. 

13. G. Hempl, Language-Rivalry and Speech-Differentiation 
in the case of race-mixture. Transactious of the Americ. Philol. 
Assoc. XXIX, 31 — 47 (auch S. — A. Ik^ston, Gien k Co.). 

vC geht von der thatsache aus, dass Sprachmischung ebenso 
selten wie rassenmischung gewöhnlich ist. — in I erörtert er die 
verschiedenen möglichkeiten für die spräche l>ei rassenmischung; er 
unterscheidet drei hauptfalle: l) eine erobernde minorität nimmt 
die Sprache der unterworfenen an, in die sie jedoch eine gnippe 
von ausdrücken, die sich auf heerwesen, regierung und dergleichen 
beziehen, verpflanzt; 2) ein eroberer%olk zwingt den unteni'orfenen 
seine spräche auf, in die aus der unterliegenden ausdrücke aus den 
niederen berufen und l>ezeichnungeu Undeiteinheimischer erzeugnisse 
aufnähme finden (da)>ei werden noch zwei Untergruppen unter- 
schieden); 3) kolunien von scharwerkern, arbeitem suchen unter 
einem fremdsprachigen volke ihren lebensuuterhalt; ihre spräche 
erlischt in einigen generationen, indem sie allenfalls den Wortschatz 
der unteren bevölkerung etwas (»eeinflusst. au<*h abgesehen von 
den lexikalischen einwirkungen wird besonders im fall 2 die unter- 
liegende Sprache nicht l>edeutungslos für die spnu^he der gesamt- 
bevölkerung bleiben, indem die unterworfenen der aufgezwungenen 
Sprache ihre eigenen Sprechgewohnheiten unterschieben ilautsubsti- 
tation, spre<'htempo, accent\ die dann auf die sprechwoise der über- 
winder abfärben kf»nnen. — in II wini Hirts lehre (J. F. 4, 30 ff,) 
kritisiert, der die differenzierung der idg. sprachen dadurch er- 
kllLren wollte, dass fremdsprachige Volker von kleinen idg. s<*haren 
unteru'orfen und zur annähme der idg. spräche genötigt wurden, 
der sie dann aber durch ihre eigene Sprechweise einen fremden 
Charakter aufdrückten, diese erklärung wird als unzulänglich er- 
wiesen iz. b. sehr hübsch an der germanisf^hen laut Verschiebung). 
- in III wird die Hirtsche annirht moditiciert: es halte sich viel- 
mehr um grosse idg. volksm!iHü€*u l»ei der Unterwerfung fremder 
Völker gehandelt: ausserdem komme noch verändertes klima tu dergl. 
in betracht. — der abschnitt III ist rvcht abgerissen und entl>ehrt 
der veranschaulichung durch greif^iare »prachliche thataachen. in 
dem übrigens ausgezeichneten abschnitt I sind die* in l>etracht 
kommenden möglichkeiten d< <*h wohl nicht erschöpft, sollte es — 



n, A. AllgMüiM fptaflhwiiMniflhift; 1. plioo«Cik nad Ublkunphi«. 9 

von einigen minder wichtigen dingen gans abgesehen — nicht 
auch ein allmähliches vorrücken der grenzen einer kompakteUi 
m&chUgen sprachgenossenschaf^ gegenüber einer sprachlich nnein- 
heitlichen, politisch ohnmächtigen, kulturell unbedeutenden om- 
gebunff auch ohne eigentliche Unterwerfung und masseneinwandemng 
geben?) 

14. P. Regnand, La question de Torigine da langage et la 
lingnistiqae ^volutionniste. Revue de linguistique et de philologie 
compar^. 32 (3). 

15. H. Steinschneider, Über sprachkenntnis und sprach- 
kunde. [Virchows Sammlung gemein verst. wissensch. vortrage, 
heft 322]. Hamburg, A.-G. (vormals J. F. Richter]. 0,76 m. 

vf. will in diesen vortrikgen (gehalten im verein junger kauf- 
leute in Berlin) einem laienpublikum den unterschied und Zu- 
sammenhang zwischen praktischer 'sprachkenntnis* und wissen- 
schaftlicher *sprachkunde* klar machen, der unruhige, irrlichte- 
rierende, von eigener tieferer Sprachkunde nicht viel verratende 
Vortrag kann dies ziel schwerlich erreichen. 

16. H. Hirt, Sprachwissenschaft und geschichte. N. jahrb. 
f. klass. altert, gesch. u. deutsche lit u. f. p&dagogik. I n. n, 6 7. 
I, 12. 8. u. 9. heft. 

IGa. H[ugo], Merguet, prof. dr., Bemerkungen über die ent- 
wickelung der spräche. Insterburg, A. Bittner 1899. (10 s.) 49, 
InsteH>urg, k. O u. RO, progr. 1899 (6 [vielm. 5]). 

17. £. Pearson, A study in philology. polyglot comparative 
vocabularies of words from all the families of languages. London, 
K. Paul, Trench, Trübner A co. geb. 3 sh. 6 d. 

18. H. Reckendorf, Zur allgemeinen syntax. Idg. forsch. 
10, 167-189. 

R. giebt aus seiner arabischen syntax (Leiden 95^98) eine 
reihe von mitteilungen, die ftlr den Indogermanisten von interesse 
sein könnten, von besonderem interesse dürften die mitteilungen 
über die 'tempora' (zeitstufe und aktionsart) s. 172 ff. sein. 

19. A. Kock, Om sprakets for&ndring, 96. — vgl. Jsb. 1897, 
3, 12. — anges. von Karsten, Joum. of germ. phil« 2, 273. 

20. Orammont, Dissimilation, 95. — Jsb. 1896, 3, 75. — 
angez. (anerkennend) von O. Gröber, Zs. £. rom. phil. 22, 428 f. 

21. 0. Dittrich, WortznsammenseUung, 98. — vgl. Jsb. 
1898, 2, 11. — sehr anerkennend angez. Cbl. 1899, 386. 

zweiter teil, Zb. t rom. phil 22, 441—464; 23, 288—312. 



10 n. AUgcoMtne tpraehwiiWDtchaft n. Tergleicfaaode littentarsetehichte. 

21a. £. Oehmlich, Der gefUhlsgehalt der spräche. (Päda- 
gogiBchee magasin hrag. von F. Mann, heft 120.) Langen8ala^ 
H. Beyer u. söhne. 84 a. Im. 

21 b. Studier i modern sprukvetenskap utgifna af Nyfilologiska 
Bällakapet i Stockholm L Uppsala, Almqvist och Wiksella boktr^xkeri- 
aktiebolog. 235 8. 8. 5 kr. 

enthält fiir unaem Jsb. u. a.: A. Malmstedt, Strödda an- 
m&rkningar tili den engeUka grammatiken s. 76 — 100, A. Nord- 
feit, ()m ändelsen -is i nysvengkan s. 133 — 140, P. A. Lange, 
Zar frage nach der ent8tehung von konatniktionen in art von *Ich 
habe schreiben können* usw. s. 171 — 182. 

2M>l1(ifitkei4f XraUitik. 22. F. Stoli, über die entwickelung 
d. idg. Sprachwissenschaft Vortrag. 8^ 24 s. Innsbruck, Wagner. 
0,80 m. 

23. H. Merin ger, Indogermanische Sprachwissenschaft (samm- 
lang Göschen. 511 1, 2. durchgesehene auH. Leipzig, G. J. Göschen. 
12«. 130 s. mit 3 fig. 0,so m. 

vgl. Jsb. 1.S97, 3, 25. — die erste aufl. im gegensatz zu den 
Jeb, 189S, 2, 15 angefiihrten anerkennenden rec. sehr scharf ver- 
urteilt von \V. Foy, Idg. anc 10, 1 - 4. 

24. L. \Vil«er, Herkunft und Urgeschichte der Arier. Heidel- 
berg, Höming. 

25. H. Hirt. Die indogermanische Sektion auf der Bremer 
Philologen Versammlung. 20. — 30. septem)>er 1^99. Idg. anz. 10, 
364—308. 

20. H. J. Wheeler, The origin of grammatical gender. 
Joum. of genn. phil. 2, 528—545. 

im auschluHs an die K»rscbungen Brugmanns (Jsb. 189*^, 2. 19} 
und Jacobis (Jhb. 1*^97, 3. 24» untersucht Wh. den Ursprung und 
die entwicklung des grammatischen geschlechts im idg. der orste 
anaatx dazu wird mit Jacobi im geschlechtigen pronomen [${$¥» b" fVI 
/u'WJ erkannt, wahrend al^r Jacobi zuerst eine ^femininische* 
grup|»e (d-st4mme) sich aussondern läast, legt Wh. das haupt- 
gewicht auf die aiu»bilduog einer neutmlon Stummklasse (nom. und 
acc. sg. ohne kasusendung ., an die sich dann mit gewissen (Be- 
sonderheiten eine zweite neutmle klasse (o-stamme; nom. arr. Mg. 
-iMn) angeschloM»en habe, intereanant sin<l die auf die Verhältnisse 
im heutigen englisch lM»zuglicben erörterungen. zum schluss giebt 
Wh. eine Zusammenstellung der ei ns<.h lagigen litteratur. 

27. H. Hirt, Accentstudien. Idg. forsch. 1«», 20—59. 

11. die stamme auf -H <s. 30 das germanische material). — 



n, A. AUgeoMine •pnehwiAMotebafl: 2. ?ergleieh«iide gnmnuitik. H 

12. Zur betonung des preiissischen. — 13. Zur liUuiAch-slavlBchen 
betoDung. — 14. Der indogermaiUBche ablaat e-o (dieser ablant 
hat mehrere noch unbekannte Ursachen ; zum teil ist o aus e in der 
komposition entstanden, indem das im selbständigen worte haupt- 
tonige e im zweiten — mit tiefton gesprochenen — gliede einen 
gegenton annahm, rtaiifii a-naiioQ <^ *a-n€nioQ^ vgl. lat. veUm 
ae. wilU: nölim <I ^ne-voUm ae. nelle <C *ni't€äUe\ 

28. H. Hirt, Der indogermanische ablaut, vornehmlich in 
seinem Verhältnis zur beton ung. Strassburg, Trübner, 1900. 5,50 m. 

29. H. Ost hoff, Vom suppletivwesen der indogermanischen 
sprachen, en^-eiterte akademische rede. Heidelberg, A. Wolff, 1900. 
4'>. 95 s. 4 m. 

30. Audouin, De la d6clinaison dans les langues Indo- 
Europ(*ennes. et particuli^rement en Sanscrit, Grec, Latin et Vieox 
Slave (These). Paris, Klincksieck, 1898. 8^. XII, 469 s. 

angez. Revue critique 33 (no. 27). 

31. H. Jacobi, Compositum und nebensatz, 97. — vgl. Jsb. 
1897, 3, 24. — angez. von L. Sütterlin, LitbL 1899, 52—56, 
(Der Gedankengang des buches wird gut dargelegt und daran eine 
reihe von einwänden geknüpft.) 

32. H. Delbrück, Vergleichende syntax der indogermanischen 
sprachen, 93—97. — vgl Jsb. 1893, 3,^48. 1897, 3, 23a. 1898, 
2, 51.— anerkennend angez. Bartholomae, Litbl. 1899,329—330, 
mit eingehen auf einzelfragen, z. b. über den Zusammenhang von 
grammatischem geschlecht und bedeutung: fägus (pijyoi; sei durch 
den einfluss femininischer baumnamen feminin geworden [1], im 
germ. buohha usw. auch formell in die ^-deklination über^treten 
[wie mag sich nun wohl B. rvog nurus gegenüber ac snasa aslav. 
smiicha ae. stiuru erklären?]; der got nom. sg. fem. der adjek- 
tivischen M-stämme {/niürsus) \^'ird frageweise auf idg. -üs (ai. -üh) 
zurückgeführt idann doch auch got. als -f7^ aufzufassen, *paurvü3; 
so auch -galmiis'^]. für eine zweite aufläge spricht B. die hoffnung 
AxiA, dass in ihr auch das keltische, armenische und iranische werde 
herangezogen werden können und dass Delbrück seine Zurück- 
haltung in der erklärung der aufführten thatsachen und seine ab- 
neigting. die aus ihnen zu ziehenden Schlüsse mitzuteilen, werde 
ül)«rwunden haben. — besprochen von O. Hoffmann, Idg. beitr. 
25, 103 — Hr>, mit eingehen auf einzelfragen, z. b. über die ur- 
sprüngliche bedeutung des genetivs, der reduplicierten präsentia 
wie didi'}fAi^ des mediums u. a. 

33. Uhlenbock, Manual of sanskrit phonetics. — vgl. Jsb. 
189!^ 2, 29. — angez. Athena^um 1699 \}) 432. 



12 n. AllgMDciiie •|>nebwiMeiiichaft o. vergleietoide liUeratorsetchiehte. 

34. C. C. Uhlenbeck, Et>in. würterb. d. altind. spr. I. 98. — 
vgl Jsb. 1898, 2, 30. — angez. Hnizinga, MuMum VII (r. 

3r>. C. C. Uhlenbeck, Kursgefasstes etymologisches Wörter- 
buch der altindiBchen spräche. 3. bd. (s. IGl — 367). Amsterdam, 
J. Maller. r> m. (komplett 9 m.) — Js)>. 1898, 2, 3o. — be- 
sprechung des ganten Werkes von M. Niedermann, Idg. beitr. 2r>, 
292—290. 

für diesen zweiten teil sei die empfehlende ani., die der erste 
im Jsb. gefunden hat, wiederholt, wir besitzen an Us. buch ein 
dem heutigen wissen entsprechendes, billigen fordeniuKen genügen- 
des hilfsliuch. den berechtigten ausstellungen von indolog. seite 
wird eine 2. auH. rechnung tragen. 

:iC. K. Hrugmann, Griechische grammatik. (mit einem an- 
hang über griech. loxikographie von L. CVthn.) 3. aufi. München, 
Beck, 1900. 2 m. 

besonders die syntax ist erheblich erweitert worden. 

37. F. Stolz und J. H. Schmalz, Lateinische grammatik. 
(mit einem anhang über lut. lexiko^n^phio von F. Heerdegen.) 
3. aufl. München. Beck, 19<.h>. H m. Handliuch der klassischen 
altertumswisseuschaft hrsg. vou .1. v. Miiller. 2. bd., 2. abt.j 

38. M. Bloomfield, Indo-Europoan notes Transact. a. 
proceedings of the Americ. Philol. Asm»c. *2^, ."».', -.'19. 

es werden unter anderem die indf »germanische participia auf 
-mtnas. -montßS^ -mnis besprochen. 

39. N. Flensburg, Studien über indogermanische wurzel- 
bildung. 97. — vgl. Jsb. Is97, .*'», .'#»;. — angez. von E. Zupitza, 
DLz. 1S99, 778 f. 

40. E. Berneker, Von der Vertretung des indogermanischen 
eu im baltisch-slavi^chen sprachzweig. Idg. for^h. lu, 11'* — 107. 

kommt teilweise zu etwas anderen anschauungen als bisher galten. 
4<»a. H. Heichalt, Das instrumentalsuftix im singular. Idg. 
beitr. 25, 232 - 234. 

40b. H. Keichelt. Die jfr'-stämme. Idg. beitr. 2'.. 2:U- 23S. 
4Hc. H. Heichelt, Die abgel(«it«Ten 1- und u-stikmnie. Mg. 
beitr. 2%, 238— 2r»2. 

41. G. Kissling, lautmalende wurzeln der indogermanischen 
spräche. Bremen, G. Winter. 0'» s. n,«*o m. S -ii. aus: Fest- 
schrift zur 4.'». Versammlung deutscher philologon und schulmäi.ner, 
dargel'Oten von den höheren lehmnstalten Hremens, s. 291».'»r*7.| 

vf. sucht zunächst allen oft geAuh^rrten entgegenstehenden 
bedenken gegenüber den versuch zu rechtfertigten, *bis znm nr- 



n, A. AllfeoMiiM fpnichwinaoachift: 2. fargleichand« gnnmiAtik. 13 

Sprunge der wört«r dadurch vordringen zu wollen, daas man ihre 
form und bedeutung zu einander in beziehong setzt*, er geht dann 
von einer betrachtung der deutschen Wörter: 1) €Umenj 2) blasen^ 
pusten^ \\) hauchen^ keuchen aus, bei denen der vokalische, labiale 
und gutturale anlaut in auffallender weise jedesmal dem damit be- 
zeichneten begriffe entspreche, was schwerlich auf zufall berohen 
könne, ausführlich wird dann blasen mit seiner ganzen n&heren 
und ferneren Verwandtschaft behandelt und im anschluss daran so 
ziemlich alle mit idg. bh anlautenden wurzeln und st4mme; ein ur- 
element *bh(e)f das dann die mannigfaltigsten erweiterungen er- 
fahren habe, sei als die natürliche mimische wiedergäbe des blasens 
zur bezeichnung dieses begriffes ver^^^andt werden, in knappen 
andeutungen werden dann noch eine reihe ilhnlicher urbildungen 
der spräche erschlossen, z. b. *m- *den mund (auch die äugen) ge- 
schlossen haben i/ii-eit'), stumm sein (mfUusY; '^n- ist der unwill- 
kürlich sich einstellende laut dessen, der sich unwillig einer Zu- 
mutung entzieht . . ., daher von der spräche zum ausdruck der 
negatiou verwandt', usw. — [Die von Heiss and kenntnis zeugenden 
ausftihnmgen bringen neben vielem schrullenhaften manches wirk- 
lich beachtenswerte, namentlich für den bedeutungswandel der 
Wörter, merkwürdigen^^eise scheint der vf. die notwendigkeit 
einer kontrollierung seiner ergebnisse durch die nichündogermani- 
schen Sprachfamilien gar nicht empfunden zu haben. Ist *frAe- der 
natilrliche ausdruck des blasens, *n- der negation usw., so müssten 
diei»e ursrhöpfungen der spräche doch auch in Malayen- und 
Indianersprachen usw. in gleicher bedeutung auftreten, ist das 
der fall?] 

42. G. Hempl, Skosl^a^ karl, kerlj kegeh Joum. of germ. 
phil. 2:U— 238. 

nachtrikge zu dem aufsatz desselben vis. in derselben zschr. 
K 'U7 ff. (vgl. Jsb. 1897, 3, 70), in denen er auch auf das referat 
im Jsb. eingeht, [ich erlaube mir dem vf zu bemerken, dass 
mir die Missimilation' weder ein unbekannter noch an sich un- 
sympathischer faktor in der etymologischen forschung war und 
ist: aber seine ausführungen erscheinen mir auch heute noch unan- 
nehmbar.) 

43. K. (t. Andresen, Über deutsche Volksetymologie. 6. aufl., 
besorgt von H. Andresen. 8^. VIII, 402 s. Leipzig, 0. R. Reis- 
land. G,40 m. 

44. Meringer, Etymologie zum geflochtenen hans, 98. — 
vgl Jsb. 1898, 2, 49. — angez. von P. Kretschmer, AfdA. 25, 
385 £, H. Hirt, ZfdPh. 31, 504 ff. 



14 IL AllgMüiM 0pnehwiMeDiefaiLfl «. Tergleielieode litteratorgMeliichte. 

44 a. M. Freuden berger, Der elefant ein indogermaniBches 
tiar? Idg. beitr. 25, 277 f. 

die frage wird bejaht [iJü-ifarT» der *fA< « V sager' !]. 

45. C. C. Uhlenbeck, Zur germaDiachen etymologie. Ark. 
ir> (2). 

an. gaukr, reyrr\ schwed. gärs^ oe. gied^ humbot 

46. C. C. Uhlenheck, 'eber\ Beitr. 24, 239—244. 
Bemekert) herloitung von ahd. ebur an. j'jf'orr usw. (Jsh. 1898, 

2, 46) wird bestritten; das wort sei immer noch mit lat. aper und 
wohl auch mit slav. vepri zusammenzuKtellen. — |Hemekers ety- 
mologie scheitert f^chon lautlich an der Unmöglichkeit^ germ. e an. 
ji^ in dieser Stellung aus idg. i herzuleiten'. 

47. F. A. Wood, Germanic etvmologies. Mod. lang, notes 
13 (l.S9H\ 81-88. 

1) got. aha usw. : idg. ^oq-: 2) airus : Vi-, aher an. erende a*. 
arundi zu wz. ^er- '^hen« eilen* tan. orr, as. aru); 3) brunjö : ^hker- 
wie sunja: ^es- {\\\ 4» dul|^s zu dwelan o<ler eher zu dulgs (grund- 
bedeutung *töten, f>pt'ern*>: '») fastan auH wz. */>a- ~ ^sifi-y lat. 
JMU/U5 'tee<iin^ place': i\) dauhts und tjoilauka^ dauns {v;i, ^dheu{g)' 
*etisen* i? ; 7» n**X. ;a«A>, ahd. /oh, ahd, jehan letzteres aus jViA ge- 
bildet!); S) kuna-wida luiw. *knee-band': 1»' got. ga-nifman: ae. 
ge^Pt ge-nifHin von id«. *iii7/- in x^^yi^i- got. ^a-nipnan «. A. 
wird eher s«'hreibtVhler für -hnipfum sein, vgl. an. Anipna,; 10) got. 
gortamian : ahd, /nrifioii; 11) gujt aus ^^Am-^ urspr. *opfer\ dann 
'goit*; 12) ^'i»t hlaiic, kUi/tra, ae. hli^i : *klei', en»*eiterung aus 
•W- helan: 13 i7>- in ibdalja. ihuks «=^ i/- in iftuma : *rri; 14) got. 
hopan : afhapjan, af-hapnan: ir>i an. hvelpr. usw. zu wz. •(ä-i^/- 
(gr. crxi'/.a£, lit. .shalikas ; Iüj surarts zu '(ij- wrr- Vover*: 17) 6i- 
Sttul/an aus iJ- t- Schwundstufe' von ••ff/- ! diphthongisches du 
steht fest dunh n<Tw. ^aii/a! : 1"^» goi. sjcaraw : *Mrr- in tcaürd eU\; 
19) ^kleu' *huren' : ^kel- in ^.i'Ut^Oi etc.: h». auch Aauj»*,an : ai. kauii 
gr. AiurAiij et«, und ir-xoi'J-io,?) 

4S. F. A. Wnoii. £tvm<>logies. Juiun. of germ. phil. 2, 
213-23:;. 

got. ans, ufta, höl'tn, amikruskan, mam9Hö^ Julhn, sau/»a* sifan^ 
«/. US, urisan. urnldfin, luftus^ lingan, stubjnii. /ncahfm, r"/iAfi.s 
gawargjan^ gatcrisqan, skalks: ahl. truorag, wisa, kraft, m^Uirm^ 
wisunt, iraU, hriot, tiuru r^ohhan, scalmo. (nko: mhd. icAnt, engl. 
weld, wuUL 

49. F. A. Wood, Etvmologic^al n«»tes. MoJ. lang, notes 13 
(IS0>), 2S7-2'j2. 



n, A. AUgMDiiM •ptachwiMwiMhaft; 2. Tvrgliieband* grammalik 15 

1) ahd. lakan etc.: Ut laeery gr. XcnUg wz. ^leh-; 2) mal 
en' lu wi. *me-] 3) mhd. ra£{e); lat r«(e ws. V«-; 4) ahd. 
f^ eto aas ^ripmö- : i^eiftto; 5) mhd. un^UU : ^ddt45, ws. *pte- 
: pto-; 6) mhd. rösch, rresehe : rrl^eft etc.; 7) got aariaa : ^soraho- 
Ut. serrArv etc.; 8) ffeschledU, ahd. sIoAto usw. zu ahd. slahcm; 
9) <ie(#e, stolr : lat. stolidm; 10) ahd. ^toAal a. a.; 11) nhd. schme- 
gdn lehn wort aas an. snßggr etc.; 12) an. sker o. a.; 13) sperUng 
nnd gprehe] 14) ahd. fasal etc. : ai. pdsas, gr. niog^ lat jpeiM; 
15) an. tiurga ahd. jrorya etc. : AeQut; IG) mhd. AWUc : lat celer, gr. 
x/lA<ii aL kalaytUi; 17) mhd. h<c nhd. tüeke : duckmäuser o. a. 

50. F. A. Wood, Etymologisches. Beitr. 24, 529—533. 

1. nhd. gauL 2. mhd. kütM(e). 3. mhd. gehiure. 4. engl. 
eower *kaoem\ 5. hnasqua. 6. got n€k{a). 7. mhd. ^im^ 8. mhd. 
tmare *nachtalp\ 9. got sils. 10) schraube. 11. ae. stridan 
'schreitend ahd. 5/rf ton 'streiten'. 12. engl ^Aro« 'schmerz'. IS, strafe. 
14. jseidlcr, 

51. £. Damköhler, Beiträge zur etymologie unserer pflanzen- 
namen. ZfdU. 13 (1899), 56-61. 

1. keükenbaum. 2. nelke. 3. tausendgiUdenkrauL 4. tcermut 

51a. Wh. Stokes, Fiflj Irish etymologies. Idg. beitr. 25, 
252—258. 

darin mehreres germanische: got aiwiski (1), hah€m (4), nhd. 
merken (6), p^ (9), herde (:ir. crod, 15), erde (:ir. erf, 25), cficA/ 
(: Ucht < *tenktoSj 47), din^ (: ir. (enc, 48), ae. ihrOwian (: ir. ^ru 49). 

52. J. J. Mikkola, Baltische etymologien II. Idg. beitr. 
25, 73-88. 

darin an. dalkr : lit dalgis 'sense' (s. 74), lit laigo Hanzt' 
\aiffimai 't&nse* : got laikan (s. 75). 

53. E. Znpitza, Etymologien. Idg. beitr. 25, 89—105. 
darin an. l;6sta : ir. lass '8chwanz\ an. halt 'schwänz : ir. caü 

'speer* (s. 90), got stnds etc. : ^vloy (s. 93), ahd. sinnan vielleicht 
aus *ksemuö : |«V/o$ eig. Vanderer*, an. hlif 'schild' : ir. cliab 'korb*, 
ir. kymr. "man/ 'kinnbacken* : lat menium, got mw^s (s. 94). auf 
s. 95 wird die anlautgruppe kan^ besprochen« darin me. sneseniMt, 
stmaukti^ an. snat^r etc. : aL ksnauti 'wetzt', ae. hwistlian : tii, 
kivfiiati "saust', ae. hwilpe : aaXniy^ lit. sncUpiü. s. 97 ae. sllc 
'glatt* :ir. sligim iocke\ ^schmiere' (dazu auch schlicht lir, slicuJUad); 
8. 99 an. meilSa [ nicht direkt -i- got. maidj<m) >« aböhm. mititi 
'verletzen' lett maitat 'vernichten', nhd. stürsen, ne. siart : kymr. 
tarddu 'entspringen*; «. 100 rwerg : gr. atQcfo; Snsekt' ir. dergnat 
'floh', drohen ae. brean : bret gour^drauz 'drohung' (dazu auch lit 
droMdim 'drohe'), s. 103 interessante Zusammenstellungen über 



16 U« AUgMMiM •praefawiiMotcbait xl fw^diende litteraturgetebichte. 

bedeutuDgswandel in tiernamen, wie ochse : ir. 088 'hirsch', schwalbe 
: ahivi'ßy o. dgl s. 104 mhd. iurk 'tatunel* nhd. torkeln : kymr. 
dera *Bchwinder {^dherg-X ahd. seraw^ 'hinwelken, absterben' : ir. 
serg 'krankheit verfall' {^serf^he-); a. 105 lat conquimsco conqitexi 
: an. hmka 'sich ducken\ ae. u*reon ahd. rihan 'verhüllen* : lat 
rica <C *vreika; ae. sine *kleinod' : ir. sÜ wie ahd. ginko : an. tindr, 

54. O. Hoff mann, Etymologien. Id^. beitr. 25, 106—109. 
got p%cairhs etc. : aaaAaZtj; akaog < ^aXxio<: : got alhs etc.; 
got raus etc. (^roghes):tlQOffog; germ. ansa- 'tragbalken* : lat onus^ 
aL dnas: got. gramjan etc. : x^Q^^ 'kampfesluat*. 

W. Prell witz, nhd. obst Idg. beitr. 25, 158. 

ahd. ohai etc. < idg. ^up-odo-in *zuko8t* (wa. ^ed (*ea»en*). 

5.5. K. F. Johansson, Über aisl. fUr ags. itlcd 'fener' uaw. 
ZfdPh. 31, 285-302. 

die Wurzelsilbe ist urg. ^ai7-, die aach im keltischen vorkommt 
germ.-kelt. ^ail- »ei contaminatiou von idg. ^aidh- und ^al- 'brennen* 
[*ttii' neben *al' Hesse sich nach Hugges unter no. 70 besprochener 
theorie aus ^aU- deuten], der vokal der zweiten silbe sei urspr. 
^:e (-e-to- : e-te-i in interessante Verbindung zu diesem idg. 
'ito- wird das a der an. participia wie saga^r : sag^r, lifai, fiagat 
(gleichsam ^tacftusi.fiagt (tacitus) usw. gebracht; die a-<|ualit4t 
werde dem auf dem urnpr. ü ruhenden nel>enton verdankt der nach 
Kockscher theorie als residuum des |— angel>lichen! — | idg. wort- 
accents gefasst wird, [die herleitung des an. a aus nebentonigem ^ 
ist sehr ansprechend: der nebenton al>er ist vollkommen ausreichend 
aus der von Johansson Oberaehenen thatsache zu erkllüren, dass fast 
all diese participia kurze wunelsiU>e haben — ich tMhle, einschliess- 
lich truai und hugat^ 20 solcher formen gegen 3 mit langer Wurzel- 
silbe, die verlm pura wie g<i und «/i ungerechnet. — an. eld- wird 
als verallgemeinerte synkopierung von *«7WV- Wtrachtet, al>er das 
schon in den altettten hdss. feste d statt 6(^1 un)>eachtet gelassen, 
ich glaube, neben urg. •o^iirÄof <^idg. •<!(•) Wo« lag V/ftor <;^iZ- 
t*»s; auf letzterer form beruht aisl. rldr as. eldy vgl meine l)e- 
merkung in Dieters altgerm. dial. p. GnT.j 

50. F. Holthausen, engl, ctfirfr -i- russ. ^In&r *tau)>e*. Idg. 
forsch. 10, 112. 

beides gehört zu nuis. golub*fj apreuss. golimbau *blau*; vgl. 
noch lat galbus 'grüngelb* : galbulus ^goldamsel*. 

57. A. Thumb, Etymologien. ZfvglSpr. 36 <2). 
got dröbjam, o/As, hthtfiö, hOpan, qaimciif pakrh. 



H, A. AUgiOL •piaohwimBiohift : 8. orgwnnaaiieh iL fMoeüigennaniicfa. 17 

3) FnenuM ori geMbgeraaiM. 58. L. Lnbovius, Fint 

introduction to German philology. London, W. BUckwoocL 96 8. 
1 sh. 6 d. 

59. J. Grimm, DeuUche grammatik. neudmck, bea. v. Edw. 
Schroeder u. G. Roethe. IV, 2. hälft«. — vgl Jab. 1898, 2, 60. 
— angea. von J. Seemüller, DLa. 1899, 428-431. — von W. Str. 
im CbL 1899, 1329 f. — von 0. Behaghel, LitbL 1899, 225. 

60. Laut- und formen lehre d. altgerm. dialekte, hrag. von 
F. Dieter. 1. halbband. 98. — vgl. Jab. 1898, 2, 54. — im 
ganten anerkennend anges. von J. Seemüller, DLz. 1899, 
1025—1028; ähnlich von O. Behaghel, Litbl. 1899, 266-268 
(doch werden am ahd. teil erhebliche auaatellungen gemacht). 

Gl. R. Loewe, Die ethnische und aprachliche gliederung der 
Germanen. 8*^. (featachrift der geaellachaft für deutsche philologie 
zu Berlin 16). 60 a. Halle, M. Niemeyer. 1,60 m. 

der erste abschnitt Knoten, Nordgermanen und Weat- 
germanen* (s. 3 — 24) stellt durch sorgfUüge prüfung der sprach- 
lichen Übereinstimmungen zwischen je zwei dieser gruppen fest, dass 
nur die zwischen Gotisch und Skandinavisch auf engere Zusammen- 
gehörigkeit der Goten mit den Nordgermanen hinweisen; vf. fasst 
mit Kossinna die Goten ab ein früh abgezweigtes glied der Nord- 
germanen auf. der zweite abschnitt behandelt die *Ostgermanen' 
< s. 25 — 45 ), in dem u. a die Stellung des Burgundischen im kreise 
der germ. mundarten eingehend erörtert wird, der dritte abschnitt 
behandelt die 'Westgermanen* (a. 46—59); in ihm wird u. a. ge- 
nauer über herkunft und Stellung der Sachsen gehandelt — rec. 
von Uhlenbeck im Museum 7, 111 f. (*vf. hat anderen forschem 
den weg gewiesen, um durch verständige kombination der ergeb- 
nisse der sprach wiasenschaft, Völkerkunde und altertumskunde die 
ausbreitungsgeschichte eines Volkes zu rekonstruieren'). — H. Jantzen, 
Arch. f. neuere spr. 103, 161 (inhaltreiche und gründliche arbeit*). 

02. F. Kluge, Nominale stammbildungslehre der altger- 
manischen dialekte. 2. aufi. Halle, Niemeyer. X, 119 s. 3 m. 
I Sammlung kurzer grammatiken germanischer dialekte, hrag. von 
W. Braune. B. erginzungsreihe.] 

über die 1. aufl. (1887) s. Jsb. 1887, 3, 48. — das treflF- 
liche buch ist in anläge und paragraphen folge unverändert ge- 
blieben, im einzelnen aber auf grund eigener und fremder forschung 
vielfach bereichert und verl^essert. (auf s. 12 ist got gadtdiggs 
in gadiliggs zu indem; im as. und ahd. steht allerdings «). 

63. A. Noreen, Urgermanische lautlehre, 94. — vgl Jsb. 
1894, 3, 78. 

JAkiwtolilit Ar fwmaataelM pkflol^ti«. XXL (imj 2 



18 n. AUfemfline tprachwiMaaBehaft il ▼erglaicheod« litUrmtnrgMdiiohU. 

aoBftihrliche anzeige von Möller, AfdA. 25, 113—123; darin 
werden mehrere fragen der germ. grammatik besprochen, s. b. 
wnrzelablaut in der nominalflexion (westnord. Ingibjqrg : oatnord. 
Ingeborg ^ *bergO nom. : hurgoi gen,); germ. e., das für 'offen' 
(d. h. nicht geschlossenes (narrow) (e, sondern *wide' e) erklärt 
und aas dehnung von ^ hergeleitet wird ; germ. sp^ sk, st, ht^ ft^ deren 
zweiter bestandteil nicht als 'bewahrte* idg. tenuis, sondern mit guten 
gründen als jüngere entwicklung aus älterer spirans (/*, x» h) ciufge- 
fasst wird, [die herleitung von afriee. logia *(ver)heiraten* aus lat. 
locare (s. 117) glaube ich ebensowenig wie die Noreensche von 
idg. ^legh-; es wird doch zu got liugan (J. Grimm, vorrede zu 
Schubes got. glossar s. XIII) gehören (ablaut Cu : öu); l&sst sich 
übrigens an. loga ^weggeben, verschleudern* u. dgl., von dem friesi- 
schen Worte trennen?] 

64. P. J. Cosijn, Die substantivierten participia pris. des 
urgermanischen. Idg. forsch. 10, 112. 

Dentallose formen solcher participia werden im ae. auch 
ausserhalb des kentischen nachgewiesen; dreimal auch im Cottonianus 
des He\jand. sie sind lautgesetzlich im vokativ oder im ^-losen 
nom. entstanden; für letztere annähme wird ahd. lan geltend 
gemacht. 

65. E. C. Hinsdale, 1) The Verbnm Perfectivum as a 
Substitute for the Puture Tense; 2) tcerdan and Kesan, Mod. lang, 
note« 13 (1898», 265—271. 

vf. zeigt, dass Streit bergs ausführungen ((>erfective und 
im|>erfective aktionsart, Beitr. 15 j ü(>er das got. auf das ahd. nicht 
anwendbar sind. 

66. A. Ludwig, a) Das Verhältnis der nt-formen der ger- 
manischen deklination zu denen des lettischen und slavischen. — 
b) Die erste plur. auf -mees im ahd. (aus: '^itzung8ber. der kgl. 
böhm« gesellsch. d. wiss.* 8". 8 s Prag, F. liivna«*. (i,2u m. 

1« Die g^rm. dative pl auf -m (um. -mH^ germ. -lat. -ms* sind 
samt den entsprechenden lettischen und slavinchen formen aus den 
idg. M- formen (ai. -hkin usw.) herzuleiten: in der Sonderentwicklung 
der genannten bprachzweige ist das *miasliebige. ungewöhnlich er- 
scheinende* bh 'willkürlich* (!) durch dus »onst in den kasus- 
endungen vorkommende m lacc. (fing., gen. pl.i ersetzt worden; 
s. r» wird noch eine merkwürdige erkläruog der got. adverbial- 
endung -ba vorgetra^n ivon wz. bu, aus bhavam bham^ bhiu; 
karduba eig. im zustande des harten'). — 2 ) .\hd. -rnfs <^ ^mais 
ist eine uralte pronominalform mel^uform zu got, tctis usw. >, die 
urspr. an die fertige verbalform angetreten hei. — vgl. unten 6, 9. 



II« A. AllcMD. •ptachwiMaoichaft: 8. orgernuiiiieh u. gwnaiiigMmaiiitdi. 19 

67. R. Lo6W6, Relative Chronologie der germanischen tennie-' 
▼erschiebongen« Idg. forsch. 10, 77 — 84. 

vf. statuiert aaf gmnd der ahd. lautverh&ltnisse, dass auch im 
urgerm. die verschiedenen tenues nicht gleichseitig verschoben sein 
werden, es werden betrachtet : ahd. finko usw. : it. pincione, frz. 
pinsam; (ahd. karpfo nsw.) an. karfi : lit hirpa etc., ae. pieA, ahd« 
pfad : gr. ftdrog^ abaktr. pafi^ aL pa(n)th. ergebnis ist: im germ. 
ist k früher als p, dies vielleicht früher als t verschoben. — Ions 
scheint das material su dürftig und undurchsichtig sn solchem 
schloss; auch Usst sich im einzelnen mancherlei gegen Ls. ans- 
f^hrungen einwenden, der die möglichkeit der lautsubstitution gar 
nicht mit in erwigung zieht.) 

68. E. Zupitza, Gutturale, 06. — vgl. Jsb. 1896, 3, 106. 

angez. F. N. Finck, AfdA. 2r>, 123—127 (wendet sich ziem- 
lich scharf gegen Zupitzas lehre von der altemation labialer und 
gutturaler wurzeldeterminative). 

60. K. Brugmann, Der Ursprung der germanischen kom- 
parationssufKxe -(^j^m-, -östo-. Idg. forsch. 10, 84 — 90. 

die früheren erkl&rungsversuche werden abgelehnt zu einigen 
auf -i ausgehenden adverbien haben (adjektische) komparative und 
Superlative auf -i#(afiK -isia- bestanden, n&mlich zu furi : furiro 
an. f^rre^ fwrisio ftfrsirj zu tUr « ♦a/in) airua etc., zu ahd. frw> 
(«■ 7i(^i) ahd. frw>$to\ es habe vermutlich noch einige derartige 
fille gegeben, in diesen flülen habe das Sprachgefühl eine Ver- 
bindung zwischen dem i der Steigerungssuffixe und dem aus- 
laufenden I der adverbia hergestellt und dann danach su den ad- 
verbien der a-st&mme auf -ö [-o!) Steigerungssuffixe mit statt des 
ursprünglichen % geschaflfen. — [wohl ganz unannehmbar! die paar 
isolierten adverbia auf -j konnten unmöglich Hlr die zahlreichen 
adjektiv-adverbia auf -o in der behaupteten nchtung massgebend 
werden, zudem sind doch die komparative und Superlative zunächst 
auf die adjektiva im positiv und nicht auf die dazu gebildeten ad- 
verbia l>ezogen worden, auch im einzelnen bietet jede einzelne der 
Positionen Brugmanns eine angriffsfläche; fruo samt fruosto wird 
aus dem beweismaterial auszuscheiden sein, weil mehrdeutig, und 
fnri'^ daneben stand doch ug. ^fura, ahd. fora; warum soll *furii{an) 
^furista- in höherem grade zu *furi als zu *fura als positiv l>e- 
zogen sein? und ist es so ganz sicher, dass ahd. furiro an. fyrri 
auf •ir(an) zurückgeht und nicht vielmehr auf das idg. komparativ- 
sufHx -tro-f das ja gerade auch im germ. neben solchen prae- 
positionalen adverbien wie ♦/iiri ^fura erscheint, v^l. ufar ubir : uf 
oboj afar as. aharo : of usw.? gegen Streitl>erg8 herleitung des 
-^Ofi)- -ÖMtO' aus der urspr. ablautsform -iOs neben |0-stÄmmen 

2* 



20 II* Allgemeine Sprachwissenschaft u. vergleichende litteratorgeschichte. 

macht B. geltend, dass gerade zu «o-stämmen in der ältesten zeit, 
d. h. im gotischen — das doch nicht einfach den urg. bestand 
darzustellen braucht! — nicht 'jöz{an)- -jösta- auftritt, zu ja- 
Stämmen sind überhaupt nur alpiza und spBdiza spBdists belegt 
(meinethalben rechne man auch sütizö und hardizö von u-stämmen 
hierher); genügen die zum beweise, dass es keine bildungen wie 
*niujöza *tmlpjöea gegeben hat? und wenn schon, um so schlimmer 
für Br's. lehre! es giebt ja genug adverbia auf -jö von /abstammen 
(einschliesslich die sog. i-stämme); andaugjö (: -ifta), allandjöj 
gehähjöf piuijö u. a.; die müssten ja nach Br.'s lehre ihr ö ebenso 
gut wie die adverbia auf einfaches 'ö (-0) in den komparativ und 
Superlativ geworfen haben, kurz, mit der herleitung der sufßxe 
-öi(an)-, -östa- aus dem adverbialausgang -0 ist es nichts; die — 
unleugbar vorhandene — beziehung zwischen den beiden bildungen, 
wie alt auch immer, ist erst sekundär entstanden, nachdem jene 
Steigerungssuffixe von einem anderen ausgangspunkte her gebildet 
waren, es wird nichts anderes als Streitbergs wohlüberlegte er- 
klärung übrig bleiben. — übrigens ist Br. einiges entgangen, was er 
bei der dürftigkeit seines materials noch für sich hätte anfahren 
können. 1) der ursprüngliche i-auslaut von air wird durch das 
nicht erwähnte ae. oer bewiesen; 2) zu den vorausgesetzten adver- 
bien auf -i mit Steigerungsgraden auf 'ie(an)-^ -ista- durfte statt 
des höchst problematischen nshis : n&h (zu dem sich n&ha keines- 
wegs so verhält wie fora : furi) vielmehr das formell sichere bei- 
spiel and (— gr. am ai. dnti) : andie-uh an. endr genannt werden, 
gegen die beweiskraft dieses beispiels wüsste ich freilich noch 
mehr als gegen fruo und furi geltend zu machen. B. B.] 

70. S, Bugge, Beiträge zur vorgermanischen lautgeschichte. 
I. Zur erläuterung des germanischen ai, Beitr. 24, 425 — 463. 

vf. untersucht das germ. ai in fällen wie ahd. feüi : fäli an. 
falr^ got. hraiwa- : ai. kravis- usw. er lehnt den von J. Schmidt 
eingehend begründeten gedanken, dass es sich um epenthese eines 
ursprünglichen (idg.) i bezw. / (») der folgenden silbe handle, ab, 
da diese epenthese sonst nicht eingetreten sei [was nichts beweist; 
es handelt sich eben um auffindung der bedingungen des eintretens 
und unterbleibens] ; ebenso wenig billigt er das Brugmannsche 
operieren mit idg. langdiphthongen B{i) : 9i : e : 9. er lässt dies 
germ. ai aus idg. oder a oder 9 und einem der folgenden silbe 
angehörigen reduzierten vokal (9) mit i-timbre hervorgehen, also 
z. b. hraiuh aus *kroyiX- <C *kro^9', dabei habe bisweilen [unter 
welchen bedingungen, bleibt unklar], namentlich neben r, Umsetzung 
stattgefunden, z. b. got. fraisan aus *por^S' <C*por9S'. mit dieser 
hypothese werden eine ganze reihe dunkler germanischer Wörter 



n, A. Allgrai. Sprachwissenschaft: 3. urgennanisch u. gemeiBgermanisch. 21 

ebenso verwegen wie geistreich xmd^ gelehrt gedeutet, am inter* 
essantesten wohl got. aih aigun : aL anaga änagür (s. 449). dieser 
neuentdeckte lautwandel sei sehr alt, unzweifelhaft älter als die 
germ. lautverschiebung. — ein später folgender artikel soll sich 
mit germ. f, ein dritter mit germ. ati, eu, ü beschäftigen. 

71. R. M. Meyer, Kopulative eigennamen. ZfdA. 43, 158 — 169. 
vf. wendet sich gegen die auf grund von namen wie Frede- 

gunde, Sigefrid, Wolfram, Eüdegund, Haduwig, Ulfketill u. dgl. 
häufig vorgetragene annähme von der Sinnlosigkeit' ganzer gruppen 
altgermanischer eigennamen: 'man muss sie nicht als unterordnende, 
sondern als beiordnende composita auffassen, wie ein frommer 
katholik etwa seinen söhn nach den beiden apostelfürsten Teter- 
Paul' nennt, so konnte ein Verehrer Wodans dem seinen nach den 
beiden heiligen tieren den namen 'Wolf-Rabe' geben', also: Sigu- 
firid eig. 'Sieg -f- Frieden', d. h. 'der den sieg und den frieden besitzt 
(besitzen soll)' usw. es wird vielerlei interessantes gestreift, z. b. 
die nordische nafnfestr (mit sehr treffender erklärung der be- 
kannten episode in Helgakvi5a HJQrvarÖssonar: kann var pqgtdl, 
ekki nafn festig tnö hann usw.), die neigung der altgerm. poesie fiir 
zerspaltung der begriffe u. a. es wird auch noch auf die namens- 
kürzung wie Wulf für Hunülfus oder auch für Wulfric einge- 
gangen, 'ein Vertreter der firma für beide', schliesslich werden 
zwei hauptklassen dieser kopulativen eigennamen unterschieden: 
1) die wappennamen, wie Ulfketill 'der den wolf und den kessel 
im Wappen (besitzmarke, hausmarke) fuhrt', 2. die segensnamen^ 
wie Sigufrid. 

72. H. Möller, Chatti und Hessen. ZfdA. 43, 172—180. 
wendet sich gegen Braunes versuch (Idg. forsch. 4, 341 £f., vgl. 

Jsb. 1894, 3, 96), die früher allgemein angenommene Identität der 
namen Chatti und Hessen {Hctösi, Hessii, Hessiones) als unmöglich 
zu erweisen, das lat. tt sei die wiedergäbe von germ. pp (aus idg. 
t -{- t)j das erst in jüngerer zeit, wenn auch gemeingermanisch, zu 
SS geworden sei. — [wir halten die M.sche beweisfiihrung für 
missglückt, die gleichartige entwicklung von idg. ^ -|- ^ zu ss in 
der westeuropäischen Sprachgruppe (im italischen, keltischen, ger- 
manischen) kann unmöglich zufällig übereinstimmender sonder- 
entwicklung dieser sprachzweige zugeschrieben werden; auch kann 
dies SS nicht von dem st des baltisch-slavischen, griechischen, ira- 
nischen getrennt werden, unzweifelhaft hatte sich schon im idg. 
beim zusammentreffen von t im stamm- oder wurzelauslaut mit t 
im Suffixanlaut der gleitelaut s eingestellt {tH aus t -f- 1), gegen 
diese sprachliche thatsache kann die mindestens problematische 
gleichsetzung der namen Chatti und Hassi nichts beweisen, wohl 



22 n. AllgMiieaiie ipracfawUtMiichaft a. Tergleiehend« littaratnrgMchichU. 

aber macht es H. sehr wahrscheinlich, dass die Hassi das gau- 
Volk gewesen sind, aus dem der Chattenstamm hervorgegangen ist; 
daraus folgt a))er nicht die identit&t der namen, vgl. Semnones : SüChi. 
es ist und bleibt sprachlich sicher, wie es auch der germanischen 
Stammestradition entspricht, dass die Chatti und die Chattuarii 
xusam mengehöre u, und für den letzteren namen steht tt als ver- 
schlusslaut durch ae. Heiicare fest] 

73. A. Hittershaus, Die ausdnlcke für gesichtsempfindungen 
in den alti^ermanischen dialekten. ein beitrag zur I>edeutungsge8ch. 
1. teil. [Abhandlungen hrs^. von der gesellsch. f. deutsche spräche 
in Zürich. III.; so. XIV, 81 s. Zürich, E. Seidel. 2 m. 

die verfa88erin hat sich die aufgal»e gestellt, die von Bechtel in 
seiner Schrift *Über die* l>ezeichnun^n der sinnlichen Wahrnehmungen 
in den idg. sprachen* 1879 vorgetragenen aufstellungen speziell an 
den altgermauiHchen aiisdrilcken ftir gesichtsempfindungen zu prüfen, 
sie geht zu diesem zwecke die einschligigen ausdriicke der ein- 
seinen dialekte (got., altisl. uhw.) durch und sucht deren grund- 
bedeutung und l>edeutungsentwicklung festzustellen, bei den ausser- 
gotischen inundarten legt sie sich starke — man sieht nicht recht, 
wodurch sachlich l>egriindete — bcscb ran klingen in der ausnutzung 
des quellenmateriald auf, z. b. fürs an. beschrankt sie sich auf den 
Wortschatz dor Edda (nach Gerings glossar). eine kräftigere ein- 
d&mmung des etwas übersprudelnden wortreichtums in den — 
übrigens verständigten — eigenen darlegungen würde räum ge- 
schaffen halH*n den wortreichtum des germanischen mehr zur 
geltung kommen zu lassen, übrigens )>ildet dieser aufsatz nur den 
ersten teil der ganzen arbeit, dem noch mehrere folgen sollen. 

74. \V. Hruckner, Charakteristik der germanischen elemente 
im italienischen, prcigramm des g^'mn. zu Basel. Basel, Fr. Rein- 
hardt. 3:5 j*. A\ 

der durch seine arbeit über die spräche der Langobarden 
(Jsb. ISO.'», 3, 79) wohl bekannte vf bietet hier einen Vorläufer 
einer umfangreicheren arlH*it, in welcher die ganze fülle germanischer 
Wörter im ital. zu sichten und nach ihrer herkunft und der zeit ihrer 
entlehnung zu bestimmen sein wird, es sollen hier diejenigen 
charakteristischen merkmale her\<Tgeho)»en und an der hand ety- 
mologisch sicherer l^eispiele veransc^baulicht wenlen, die eine solche 
bestimmung der herkunft und der entlehnungszeit ermöglichen. — 
lobend angez. von A. Poiratscher, DLt 1>99, 1512 f. — in der 
Re%'ae criti«iue 33 nu. 32. 

75. H. Berger, Die lehnwürter in der franz. spräche ältester 
seit S''. III, 347 s. Leipzig, O. R. Reidland. 8 uu 



IL B. Vtr^iklMttd« IttttratiirgtM^Qlit»: 1. allgMMiiiM. 23 

die fleisAige and sorgfUtige arbeit untersucht und sammelt die 
lehn Wörter in den texten bis in den anfang des 12. jahrhs. den 
hauptanteil nehmen die lateinischen ein (s. 40 — 308). sehr karg 
ist die liste der germanischen lehnwörter (s. 309 — 319X da 
der \^. die meisten germanischen bestand teile seiner quellen als erb- 
wörter, d. h. als bereits im ältesten gallischen vulg&rlatein vor- 
handen ansieht drittens werden noch die orientalischen lehn- 
wörter besprochen (s. 320 — 326). den beschluss macht ein sehr 
sorgfältiges verxeichnis sämtlicher besprochener Wörter und wort- 
formen (328 — 347). — von allgemeinerem interesse ist besonders die 
einleitung, in der der vf. die begriffe *erbwort', *lehnwort\ *fremd- 
wort\ 'scheidewort^ näher [aber, wie mir scheint, doch nicht scharf 
und eindringend genug | bespricht, besonders den verschiedenen 
Strömungen, durch die immer wieder neue lateinische Wörter ins 
franz. eindrangen, nachgeht und sich mit seinen vorg&ngem aus- 
einandersetzt (auf s. 35 f. mit Mackels buch, 1887 1. im ganzen ist 
die Schrift auch dem germanisten zum Studium zu empfehlen, wenn 
gleich der unmittelbare ertrag fiir die germanische Sprachforschung 
— wie in allen ähnlichen arbeiten der romanisten — gering ist 

4) lllfl. 76. t W. Luft, Studien zu den ältesten germ. 
alphabeten, 98. — vgl. Jsb. 1S98, 2, 66. — angez. A. Heusler 
AfdA. 25, 249 — 251 ablehnend; vf. hat sich ohne ausreichende 
vorl>ereitung an grosse fragen herangewagt Veder in der alter- 
tumskunde, noch in der litterat Urgeschichte, noch in der sprach- 
physiologie beherrscht er die faktoren, die er hier zu beweisen und 
gegenbeweisen aufruft, jede zweite seite giebt davon Zeugnis'). — 
weniger ablehnend urteilt H. Hirt, ZfdPh. 31, 419 — 422. 

77. 6. Hempl, The origin of the runes. Joum. of germanic 
phil. 2, 370^428 [auch 8.-a. Boston, Gian St co.]. — abt 4, 114. 

IS, F. L. Day, Alte und neue alphabete. Leipzig, K. W. Hirse- 
mann« geb. 4 m. 

B. Vergleichende litteraturgeschichte. 

1) AUgNMiltt. 79. £. Elster, Prinzipien der litteraturwiasen- 
Schaft L 1897. 

s. Jsb. 1898, 2, 67. inhaltreiche eingehende, jedoch ablehnende 
l>e8prechung, LitbL 1899, 153 — 160 von W. Wetz, anerkennend, 
doch einseitigkeiten der psychologischen grundanschauungen dar- 
legend und ausfilhrlich begründend A. Biese, in der ZfdPh. 31, 
237—243. 

80. H. Bernays, Zur methode der litteraturgeschichte in 
'Schriften cor kritik und litteraturgeschichte*. IV. 



24 U. AllfmeüM •prachwinaaichift n. ▼ergleidModa litl0ntiifg«tehichte. 

81. L. P. Bets, La litt^rmtore compar^. Strassborg, Trübner. 
3,50 m. 

82. A. B^nezet, Quelques moU aur T^tode compar^ des 
litt^ratures. Revue de ÜDguistiqne. auch bes. Paris, Maison- 
nenve. 20 s. 

83. E. Nase her, Geschichte der weltlitteratur. 5. — 9. lief. 
Berlin, Fischer u, Franke, je U,50 m. — s. Jsb. 1898, 2, 70. 

84. J. Scherr, Illustrierte geschichte der weltlitteratur. 
JQbiUumsausgal)e. (in 21 lief, je 0,8U m.) 1.— 2. lief. — 1, 1—30. 
Stuttgart, Franckh. 

85. W. Uhl, Die deutsche priamel. s. Jsb. 1897, G, 14. 
anges. DLc 1899 (8) von Euling. 

8G. K. Bücher, Arbeit und rhythmus. 2. aufl. Leipzig, 
Teubner. X, 412 s. 6 m. — rec. M. Haberlandt, ZftVk, 5, 
239 f. — 8. a. abt 5. 18. 

87. E. Wolff, Poetik, die gesetze der poesie in ihrer ge- 
schichtlichen entwicklung. ein grundriss. Oldenburg o. Leipzig, 
Schulze. VII, 286 s. 4 m., geb. r, m. 

das buch empfiehlt »ich durch eine einfache und klare dispo- 
sition und durch leicht üasslicbe darstellung. nach einer darlegung 
des begriffe und der methoden der p>oetik l>ehandelt v£ die ver- 
schiedenen deünitionen der poesie, erörtert l)eschreil)end das wesen 
der poesie aus ihren verschiedenen merkmalen und verfolgt dann 
die drei allgemeinen dichtun^^sarten, epos, lyrik und drama in ihren 
geschichtlichen erscheinungen bei den kultar%'ölkem. er h&lt sich 
grunds4txlich fem von der sogenannten naturphilosophischen Speku- 
lation und sucht lediglich aus der vergleichung der thats&chlichen 
erscheinungen die gesetze der poesie zu erkennen, als solche lye- 
tont der vf. haupt^chlich die entwicklung der arten im sinne der 
differenzierung immer grösserer Variation — eine parallele zu Dar- 
wins lehre von der entwicklung der natürlichen arten, — femer 
die entwicklung von sinnflklliger anschauung zu immer geiütigerer 
erfassung — eine parallele zu J. Grimms auffassung der Sprach- 
geschichte, — endlich eine entwicklung in den drei stufen des er- 
habenen, des schönen und des charakteristischen, der art der durch- 
fi&hrung dieser gedanken wäre nun freilich mehr Vertiefung zu 
wünschen; von den wirklich vorhandenen problemen bekommt man 
kaum eine Vorstellung: es wird alles leicht abgethan, als ob eigent- 
lich gar keine Schwierigkeiten vorhanden wären, aber als hilfübuch 
fllr studierende und überhaupt zur einfilhrung in die Wissenschaft 
der poetik kann das buch mit nutxen gebraucht werden. — völlig 



U, B. VerflaidMod« liU«atafg«Mliieht»: 2. ftofl^w^idite. 25 

ablehnend als leichte wäre' angei. DLz. 1899, 380—382 von 
R. IL Heyer. Revue crit 1899 no. 41. 

2) SUÜPifhiflte.^) 88. A. Kopp, Internationale Ubakpoeaie. 
ZfvglLg. 13, 51—74. 

89. H. Ullrich, Robinson. — (s. Jsb. 1898, 2, 77.) — reo, 
H. F. Mann, Anglia beibl. 9, 333 f. L. Fr&nkel, Litt, echo 2 (1). 
F. J. de Boer, Museum 6 (12). Hippe, Engl. stud. 26, 405—411. 
L. Roustan, Rev. crit 1899 no. 38. 

90. Splettstösser, Der heimkehrende gatte. — (s. Jsb. 
1898, 2, 83.) — reo. M. Landau, ZfvglLg. 13, 235— 23a 
R. Petsch, DLz. 1899. 

B. V. d. Lage, Studien xur Genesiuslegende. s. abt 19 (vgL 
Jsb. 189S, 19, 90). 

Rauber, Don Juansage. s. abt 19 (vgl Jsb. 1898, 19, 78b). 

Campbell, Seven sages. s. abt 15 (vgl Jsb. 1898, 15, 76). 

91. H. Landau, Das m&rchen vom blendwerk und von des 
kaisers neuen kleidem auf seiner Wanderung durch die weltlitterator. 
Bohne und weit 1, 969—975. 

92. N. Lebermann, Belisar in der litterator der roma- 
nischen und germanischen nationen 2. progr. Nürnberg. 64 s. 

93. M. Oeftering, Die geschichte von der schGnen Irene in 
der firansösischen und deutschen litteratur. ZvglLg. 13, 27 — 45. 
146—165. — vgl. M. Hippe, Engl. stud. 26, 403 f. 

94. J. Verdam, Hnl. bewerkingen der stof von Schillers 
Gang nach dem eisen hammer. Handelingen en mededeeL van de 
maatsch. der nederL letterkunde te Leiden over 1898 — 1899, 2, 
3—25. 

95. R. Waldmäller, Der aschenkrug und die treulose witwei, 
Orensboten 58, 3, 135—142. 

96. G. Lignana, Esopo ovvero della rappresentasione alle- 
gorica della favola, publ. da G. Ferraro. Archivio 18, 305^310. 

über die indische herkunft verschiedener fabelstoffe. 

R. Bethge (1—78), G. Boetticher (79—96). 
*) Tgl. aoeh abt 19, Ssgeokonde. 



26 IQ- Gotisdi. 



UL OoÜsclL 

( Denkmäler. Krammmtik, litterttur^ctcbichte.) 

1. Stamms Ultilas. f«. aufl^ 9G. — vgl. Ji*h. 1S9G, 11, 3. 

2. Strcitherg, Gotisches elemeutarbach, 07. — vgl. Jsb. 
189Ü, 11. r>. 

beide )>üchor sehr eingehend und scharf beurteilt von F. Kauff- 
uiann, ZtdPh. 'M, 90 — (»s; besonders streng (al)er nicht gnns mit 
unrecht) wird Wredes neubearl»eitung der gramniatik in Stamms 
Ultihis beurteilt, die sehr lesenswerte recension stellt eine tulle 
neuer und anregender gedanken auf und greift den darsteilem der 
got. gr. ins gewissen. 

3. H. Jantzen, Gotinche Sprachdenkmäler, 0**. — vgl. Jsb. 
189S, 3. 2. — angez. W. Hörn. Litbl. 1<99. 11. 'i i 'Studenten zur 
einführung zu empfehlen*). Jellinek, DLz l'^UU, l.'iTJ. J. Sal- 
verda ile Grave, 3Iuseum 1^9t» »s . F. Khull, Zf^iG. 'tii, *J;<2. 

4. A. Heiderich, Kinfiihning in das Studium der gotischen 
spräche. zehn praktische U-kt Ionen mit eim-Li etymolugisrhen 
Wortverzeichnis und einem anhange zur *gphchichte iler deutschen 
spräche*. München, Th. Ackermann 191*0. s". ;,(; ü, 1,30 ^ 

das buch wendet sich an junge Studenten, für die Hraunes 
und Streitl»ergs bucher Murchaus ungeeignet* seien, und femer an 
*alle diejenigen, die aus benif und neiguug der deutschen spräche 

und ihrer entwicklung interesse entgegenbringen die sich fitr 

die klang\*oilen, vokalreichen laute der alten Ursprache (!) inter- 
essieren usw.* 

beide khisson v^n lo>om seien vor diesem wertlosen marhwerk 
dreister ignoranz nacb-irucklichst gewarnt, in den Y^^^^'**'^^^ 
lektionen erh&lt der lon:enda auch deut»«'he nutze zum ül>enietzen 
ins gotische wie *Ich kannte mich nicht freuen, weil der tod 
meines bruders mir noch im köpf** lag iwar* s. iM». vollkommen 
verfehlt ist ))esonder8 der an hang, in d<*m z. b. in dem idg. laut- 
System (I, 0, ü 'lang und kurz'. /' und ch aufgezahlt werden. 

.'>. W. Hraun, Die M.iiUn ier bUtter der Skeireins. ZfdPh. 

:n, 429-i:>i, 

Braun teilt die -zum teil sehr wichtigf-m ergebnisse seiu«"! 
jahrelangen besrhäftigung mit den Sk<*imins-blattem der Ambro- 
siana mit. er hat «iie Überzeugung gewonnen, dass die sich hautii^ 
findenden verbes>eningen zum teil von einer zweiten hand her- 
rühren, wofür er (ieachtenswerte gründe geltend macht, von einiel* 



III. Gotiteh. 27 

heilen bemerke ich, daAs Braun statt des bisherigen gahatjamdin 
(a L, Ic) deutlich gaJvotjandin lieat, so das« ein got verbom 
'Iratjan — an. hve^ja usw. sweifelhaft wird. 

(>. Auxenti Dorostorensis epistula de fide, vita et obitu 
Wultilae, im zusammenhange der Dissertatio Maximini contra Am- 
hrosium hrsg. von Frdr. Ka uff mann. [Texte und Untersuchungen 
sur altgerm. religionsgeschichte. L] Strassburg, Trübner. LXV u. 
135 s. IG m. 

7. F. Kauf f mann, Zur deutschen altertumskunde, aus anlass 
des sogenannten Opus imperfectum. 1. Das königtum. ZfdPh. 31, 
451—463. 

tur stütze seiner früher ausgesprochenen ansieht über die her- 
kunft des Opus imperfectum (vgl. Jsb. 1897, 11, 13. 1898, 3, 7) 
sucht KaufTmann zu zeigen, das» der vf. ein mit germanischen ein- 
nchtungcn wohl vertrauter mann gewesen sein müsse, ^der es unter- 
nimmt, den in halt seiner predigt mit den nationalen erfahrungen 
der Zuhörer wirksam auszustatten*. 

H. F. Kau ff mann, Beitrl^e zur quellenkritik der gotischen 
bilelulxersetzung. 3. Das gotische Matthäusevangelium und die 
Itala. 4. Die griechische vorläge des gotischen Johannesevangeliums. 
ZfdPlL 31, 178—194. 

forts. von ZfdPh. 29, 306 ff. (vgl. Jsb. 1896, 11, 7) und 30, 
145 ff. (vgl. Jsb. 1S97, 11, 6). — no. 3 zeigt, dass die spärlichen 
Übereinstimmungen des got textes mit der Itala gegenüber den 
zahlreichen auffallenden abweichungen erst den italischen Schreibern 
zufallen. — no. 4 zeigt, dass für den gotischen text des Johannes- 
evangeliums die Verhältnisse ebenso liegen wie im Matthäus. 

9. t W. Luft, Wulfila oder Ulfila? ZfvglSpr. 36 (2). 

10. F. Ka uff mann. Ein gotischer göttemame? ZfdPh. 
31, 13S. 

zu MüUenhoff ZfdA. 23, 43 ff. das höre bei Mai Scriptorum 
Veterum Nova collect io 3, 198, worin MüUenhoff einen gotischen 
gutternamen zu finden für möglich hielt, steht (Ur höre, d. i. honore. 

11. M. H. Jellinek, Zu Wulfila Luc. 1, 10. ZfdPh. 31, 138 f. 
}peidandan8 übersetzt, wie schon Zahn sah, das gr. /r^o^- 

dext^iyo^ mehrerer handschriAen. (gegen Wamatsch, ZfdPh. 30, 
247. — vgl. Jsb. 1^97, 11, 16.) 

12. G. Ehrismann, got. hiri. ZfdPh. 31, 384. 
ergänzung zu Luft, ZfdPh. 30, 427 (vgl. Jsb. 1898, 3, 6), 

dessen deutung von Air^ im wesentlichen acceptiert wird | als ob es 
gar kein ahd. hera gäl>e! ; das auslautende -i sei die idg. demon- 



28 I^* SkandinaYiBch. 

strativpartikel *l. [dann bleibt die entstehung von hirjats, hirjip 
unbegreiflich, das richtige glaube ich in meiner got. gramm.^ in 
Dieters handbuch der altgerm. dial. § 204, § 203 a, gelehrt zu 
haben.] 

13. H. Pipping, Über den gotischen dat. plur. nahtam. 
Beitr. 24, 534—536. 

nahtam und nahta- als erstes kompositionsglied beweisen 
nichts für das bestehen eines anderen Stammes als naht- <C *nokt'. 
nahtam ist überhaupt nur in Verbindung mit dagam, also in adver- 
bialem gebrauch, überliefert; es sei danach nicht einmal sicher, 
dass der substantivische dat. pl. wirklich nahtam geheissen habe; 
vgl. das adverbiale ahd. nahtes (nach tages) neben dem gen. näht. 
[auf die Verbindung mit dagam habe auch ich in meiner got. gr., 
in Dieters Altgerm. dial. s. 582 hingewiesen.] 

14. T. L. Merchant Douse, Luke XIV, 31 in the Codex 
argenteus. Modem quarterly of lang, and lit. 1, 5 — 9. 

14a. T. L. Merchant Douse, A contested reading in the 
Codex argenteus. 1) a new suggested emendation, betrifiPt: du 
urigan ana. 2) its grammatical relationships in English and 
elsewhere. Mod. lang, quarterly 1, 55 — 58. 128 f. 

15. H. Möller, Zum gotischen epigramm. AfdA. 25, 103 f. 
bekämpft mit recht Lufts ausführungen, AfdA. 23, 392 (vgl. 

Jsb. 1897, 11, 15). 

16. R. Loewe, Die reste der Germanen am schwarzen meer, 
96. — vgl Jsb. 1896, 11, 16. 1897, 11, 22. 1898, 3, 12. — 
durchweg zustimmend angez. von J. B. B. English Histor. Review 
14, 812. R. Bethge. 

IV. Skandinavisch. 

A. Allgemeines: 1) bibliographie, 2) Zeitschriften and Sammelwerke. — B. Sprach- 
liches: 1) wörterbficher, 2) Sprachpsychologie, 8) wortforschang, 4) Sprach- 
geschichte, 5) mandarten, 6) lautgebang und betonung, 7) grammatik, 8) recht- 
Bchreibune, 9) lautschrift, 10) metrik, 11) runen. — C. litteratargeschichte: 
1) handsdiriften, 2) Isländisch-norwegische litteratorgeschichte, 3) Eddalieder 
und sogar, 4) schwedische litteratorgeschichte. 

A. Allgemeines. 

1) BibIi0graplU6. l* Kvartalskatalog over norsk litteratnr. 
6. n. 7. aarg. 

2. D. Andersen, Nordgermanisch. Idg. anz. 10, 218 — 226. 
bibliographie 1896 und 1897. 



IV, A. AUfwnwniw: i. laittehriltMi. 29 

3. 0. S. Jensen, Bibliografi for 1897. Arkiv 15, 278—319. 

4. H. Hacke prang, Fortegnelne over hiatorisk litteratnr 
fira aret 1898, vednvrende Danmarka historie. Danak h. t. 7, 2, 
1—41. 

5. Kriatian Setterwall, Svensk hiatoriak bibliografi 1898. 
Till&gg tili 1896: a. 299, till&gg tili 1897: a. 300—301, 1898: 

a. 302—322. beilage su Svenak h. t 19 (1). 

2) Zcttirlriftei nrf anieiwerfc«. 6. Kongl. \4tterhet8 hiatorie 

och antiqaiteta akademiena munadablad. 24. Arg. med 104 figurer. 
1895. Stockholm, pa akademiena förlag 1898. I, IV, 144 a. IIa. 
anhang. 3 kr. 

7. Nordiak tidakrift för vetenakap, konst och induatri 1899. 

8. Arkiv for nordiak filologi. utg. ander medv&rkan af Sophua 
Bagge, Cruataf Cederachiöld, Finnur Jonaaon, Kriatian Kalund, Nila 
Linder, Adolf Noreon, Ouatav Storm, Ludv. F. A. Wimmer 
genom Axel Kock. 

femtonde bandet (n. f. 11) heft 3 und 4, a, I— IV, 219—402. 
aextonde Undel (n. f. 12) heft 1 und 2, a. 1—208. Lund, C. W. K. 
Gleerup (Leipzig, Harraaaowita). 6 kr. oder 8 m. 

9. Aarlwger for nordiak oldkyndighed og hiatorie, ndgivne af 
Det kon^elige nordiake oldakrift - aelakab 2. rsekke, 13. bind 
2.-4. hefte, a. I— IV, 127—357, jahreabericht 1-10. 14. bind 
1.— :i. hefte, a. 1—145. Kjabenhavn 1898. 1899. preia dea 
bandea 4 kr. 

li>. Memoire» de la aoci^te ro}'ale dea antiquairea du nord. 
nouvelle at'rie —1898. Copenhage, en comm. GyldendaL 228 a. 

matierea: Chr. Blinkenberg, Outila emmanch^a de T&ge de 
pierre traduit par £ug. Beauvoia. — Georg F. L. Sarauw, Lea 
bniyerea prt'hiatoriquea des paya baltiquea, d'aprea lea obaervationa 
faltea dana lea tumulua de lepoque paienne, traduit par Eug. 
Beauvoia. 

11. Ty>'ende ar8l>eretning fra Samiund til udgivelae af gammel 
nordiak litteratur. K^benhavu 1899. 20 a. (nicht im handeL) 

enth&lt: rechenachaftaboricht , verzeichnia der mitglieder, der 
vom Samfund hragg. bQcher, sowie der von weiland Det nordiake 
literatur-samfund hragg. achriften, mit preiaangabe. — im jähre 
19<>0 soll herauagegeben werden: Heimakringla 8. heft, Knytlinga 
aaga ved C. af Peteraena 1, heft, Fa^mske folkeaagn 3. (achluaa-) 
heft lur herauagal>e werden femer vorbereitet AuatfirSinga aögur 
▼ed J. Jakobaen. 



30 IV. Skandinavisch. 

12. EimreiÖin. Ritetjöri: dr. Valtyr Guömundsson. eigendur: 
Äokkrir fslendingar. V. är. 

Efhi: M. Cl. Gertz, Sk61inn og fornm&lin. J)ytt af J6ni Pork- 
eksyni og ritstj.) — Valt. Guöm. Stj6rnarskr4rmä.li8. — Ami 
Pdlsson, Gladstone og Bismarck. — J6n torldksson, Eramfaiir 
nittümvlsindanna k siÖustu drum. — Valt. GuÖm., Hvaö Eim- 
reiÖin vill. — Arni Pilsson, St6rveldi framtiöarinnar. — Jonas 
Lie, I Ldnasyslu og Skuldahreppi (pytt af GuÖm. Finnbogas). - 
Steingrimur Thorsteinsson, KvseÖi. — Valt. Guöm., Stefan 
Stefdnsson og Guöm. Friöj., fslenzk hringsjä.. — Sveinbjöm 
Sveinbjörnsson, Landnämssöngar tslands (sönglag), — Guö- 
mundur Friöjönsson, Vor (brot ür skdldsögu). — Carl Ewald, 
Lausaleiksbarniö (saga I)ydd af V. G.). — Guöm. FriÖj., Ekkjan 
viö dna (kvaeÖi). — R. B. Anderson, Tniarofsi, J)ytt af V. G. — 
Guöm. Friöj, Veikindastunur (kvseöi). — Gunnsteinn Eyjölfs- 
son, Pingkosninginn (kafli ür sögu). — Valt. Guöm., Islenzkt 
t6nskÄld, meö mynd. — J6n Porläksson, Saga ritsimans, meö 
7 myndum. — Porsteinn Erlingsson, t HallormsstaÖarskogi 
(kvsBÖi). — J. S. Abbets, tiö sj&ist aldrei framar (saga). — 
Steingr. Thorsteinsson, Hugarburöir (kvseöi). — LeiÖr^tting. — 
reo. fsafold 1899, 73. — tj6861fur 1899, 55. 

13. Timarit hins islenska b6kmentafjelags, tuttugasti ärgangur. 
Reykjavik 1899. III, 236 s. 

enthält u. a. J6n (cand.) J6nsson, Viöskipti Odds lög- 
manns Sigurössonar viö Johann Gottriip syslumann. — Bogi 
Th. MelsteÖ, Utanstefnur og erendisrekar ütlendra I)joöhöfbingja 4 
fyrri hluta Sturlungaaldar. 1200—1239. 

14. Brynjiilfur J6nsson, Athugasemd viö Arb6k foml. 
Ul 1898. Ärb. isL foml. ftl. 1899, 38 f. 

ergänzungen, teils sachlicher art, teils den druck betreffend. 
Jsb. 1898, 4, 22. 

15. Ärb6k hins Islenzka fomleifaf^lags 1899. Reykjavik 1899. 
III, 44 s. u. 2 taf. ladenpreis für drbök mit fylgirit 4 kr., fEbr 
mitglieder gegen den Jahresbeitrag von 2 kr. 

inhalt: Brynjiilfur J6nsson, Rannsokn sögustaöa i Grafii- 
ingi. — Sami, Ranns6knir i Baröastrandasyslu. — Björn Magn- 
ussen Olsen, Smdvegis II. Riinsteinar. — Yfirlit yfir muni selda 
og gefna forngripasafni Islands. — J6n Jakobsson, Um myndir 
af gripum i forngripasafninn. — Brynjülfur J6nsson, Athug- 
asemd um drbök fornleifaf^iagsins 1898. — Skjfrsla. — daru 
fylgirit: Daniel Bruun, Arkaeologiske unders0gelser paa Island 
1898. 74 s. — rec. tj6Ö61fur 1899 s. 229. 



IV. A. AUgMMioM: 2. üittchriftM. 31 

16. Andvariy Timarit hins islenzka ))j6SviDaf^lags. 24. ^g. 
rec- Ifafold 1899, 257. 

17. Foreningen til norake fortidsmiDdesmsBrkers bevaring. aars- 
i)eretmng fer 1897. Kriatiania 1898. IV, 1.35, XVIII s. jahree- 
Uitrag 2 kr. 

inhalt: 0. Nioolaissen, Undersegelser i Nordlands aint i 
1897. — B. E. Bendixen, Fomlevninger i Sendhordland. — 
N. Nicolayaen, Udgravninger i 1897. — 0. Rygh, Oldaager ind- 
komne 1897 til univemiteteta samling. — Oldsager indkomne 1897 
til Trondhjems saml. — 0. i. 1897 til Stavanger moseum efter 
katalogen. — 0, Nicolainsen, 0. i. 1897 til Tromsa muaeum. — 
O. Gnstafson, 0. i. 1897 til Borgens musennu — N. Nico- 
laysen, AntikN-ariske nötiger. — Aarsberetning for 1897 fra den 
betrgen^ke, fra den Trondl^jemske filialafdeling. — Indberetning fira 
Th. Petersen om udgravning i 1897. — Centralforeningens 
aamlieretning for 1897. — Fortegnelse over foreningens (kste 
eiendomrae samt over fredninger og regjeringsforanstaltninger. — 
Fortegnelse over foreningens pablikationer. — Feot love. — Fent 
medlemmer. 

17 a. Kunst og haand verk fra Norges fortid udg. af foreningen 
til norske ftmms. bev. ved N. Nicolaytsen. 2. r. 3. h« text 
s. 7—809 pL XXU— XXX gross fol. Ena 189a Gran kirke, 
Hadeland. 

18. Skrifter udgivne af Bergens historiske forening no. 5. 
Bergen. 

1 9. Historisk tidsskrift udgivet af Den norske historiske fore- 
ning. 3. rwkke, 5. binds, 2. hefte. Kristiania s. 217—472, I— III 
und XXIV s. Jsb. nur an mitglieder. Jahresbeitrag 4 kr. 

inhalt: Ludvig Daae, Om Stavanger stift i middelalderen. — 
H. J. Huitfeldt-Kaas, Generalmajor Georg Reich wein. — L. Daae, 
Mandal og Landskrone. — Samme, Nogle l)emspkninger om norske 
forhold fra det isde aarh. — G. Storm, De kongelige byanl»g 
i Norge i middelalderen. — Samme, Om de saakaldte formtend i 
det gamlo Berten. — Samme, Haakon Haakonssens borg i Oslo. 
— A. KjflPr, Register til H. T. 3. r. V. b. — trjkfeil og rettelser. 

2*\ Dania. Tidsskrift for dansk sprog og litteratur samt 
folkeminder udgivet for universitet^jubilaeets danske samfund af 
Vemer Dahlenip, Otto Jenpersen og Kristoffer Xyrop. Sjette bind. 
Kjil)enhavn, Schubothe. IV, 246 s. 4 kr. 

inhalt: H. F. Feilberg, Den fattige mands snaps (sluttet). — 
H. Brix. Om sUvelserimet i dansk IL — (K Jespersen, Er 
dansk virktlig »aa grimt? — .\. Olrik, Xordisk folkeviselitteratur 



32 IV. SkaodiMTiMh. 

i de sidste ir. — 0. Jespersen, Pnrve paa en dansk skolelydskrifl. 

— A. Pedersen, *Heden\ — *Börn gar af skole'. — Th, A. Müller, 
£. Lehmann, Religion og kultur i Avesta. Helte og guder. — 
J. Falbe-Hansen, A. Olrik, Danske ridderviser. — Kr. Nyrop, 
ZfVk. — R. Samme, R. Renier, Contrasto fra la madre e la figlinoü. 

— Samme, A. Johannsen, Bidrag til studiet af rakit — N. An- 
dersen, Det danske sprogs indflydelse pu höjtysk i Nordslesvig. — 
F. L. Grundtvig, Fr>'gt for at'twlle. — H. F. Feilberg, Pater 
Wolle Pseirsens munkeprxtdiken. — Edv. Lehmann, £n antikritik. 

-— Kr. Nyrop, Eufemisme. — Vilh. Andersen, Aladdin-litteratnr. 

— Kr. Nyrop, Kantusse. — J. M. Jensen, Lidt mere om deko- 
rerende foniavne. — H. Schuchardt. Dansk indflydelse pa tysk. 

— 0. Jespersen, Ax. Smrensen, Dansk rimordbog. — Kr. Nyrop, 
£. Rolland, Flore populaire. — Samme, C. Wahlund, Sagan om 
roeen. — Th. A. Müller, Srar til hr. dr. Lehmann. 

2L Aarbog for dansk kalturhistorie udgiven af Poul Bjerge. 
Kübenhavn, Lehmann & Stage. III, 192 s. 2 kr. 

Inhalt: Ludvig Schrflder, Askov hnjskoles fifrste dage. — 
H. F. Feilberg, Ilden — amen — hjemnet — F. Lauridsen, Den 
gamle danske land;sby. — Povl Hansen, Gamle tider. 

22. Historibk TidsskriA, S3rvende m^kke, udgivct af den 
danske historiske forening, ved dens b€8t\Telse, redigeret af 
J. A, Fridericta, 2. bindL 1. — 4. hefte. Kjifl>enhavn, Schubothe. 
416 8. (jahresl>eitrag 4 kr.) 

inhalt: N. P. Jensen, (,'hristian V. i slaget ved Lund. — 
Edvard Holm, Dronning Juliane Marie ... — Thiset, Betyd- 
ningen af tilgang og afgang for den danske adel i det 10 — 17 
aarh. — M, Rubin, P. E. Fahlbeck, Sverige« adel. — Nyt fra 
historisk >ndenskab. — Emil Madsen, C)m artilleriet i de danske 
h»re i det lüde aarh. — Jffrgen Olrik, Harald H/'Us love. — 
Louis Bebe, Kong Christian VII. 's egenha«ndige forvisniiigsordre 
for dronning ( aroline Mathilde. — J. A. Fridericia, Er Konge- 
loven fra 1GG5 eller IGGs? — Jffrgen Olrik, Sagnknraiken i 
Lundeurbügeme. — Johannes Steenstrup, Svend Estridsaras 
dtfdsaar. — Kr. Ersler. Euro|>«Hi8k feudalisme og dansk lens- 
va*sen. — A. Thiset, Begrebet dansk adel. — Kr. Erslev, Ro«- 
tjeneste, Rustning. — Gustav Bang, Forfald eller ikke-forfald. — 
Sofus Larsen lu74? — Iu7G? M. Mackeprang. Fortegnebe over 
historisk litteratur fra ISliS, vedmrende Danmarks historie. 

23. Nyare bidrog tili kännedomen om de svenska landsmüen« 
ock svenskt folkliv. tidskriA utgifven }mi uppdrag af landsmal»- 
f^reningama i Uppstala, Helsingfors ock Lund genum J. A. Lun* 
delL heft G5-G7 (VIII, H. XV, 1. 2. H. XVII, 2. ladenpi^ 



IV, A. AUfHiMiiM: i. BtitKhiiftaQ. 33 

des Jahrgangs 4^0 kr.). Stockholm, Samson & Wallin, 128, 205, 
28, 30, 85 s. 

24. Antiqvarisk tidskrift för Sverige, utgifven af kongL vitter- 
hets historie och antiq\-iteU akademien genom Hans Hildebrand. 
Stockholm, Wahlström & Widstrand. 14, 1. Otto Sylvan, Kyrko- 
milningar frän medeltidens slnt 203 s. gr. S^. 2,50 kr. 

Ebenda. 16, 4 Vilhelm Gödel, Fornnorsk-isl&ndsk litteratnr i 
Sverige. 312 s., dazu V s. titel und Inhalt sum gansen 16. bd. 
3,50 kr. 

25. Svenska fomminnes föreningens tidskrift. 10. bd. 2. h«: 
J. Nordlander, om ortnamnens bildning enligt Landnima. 

25a. KongL Bibliotekets (Stockholm) handlingar. 21. Ärs- 
bertttelse för ar 1898. — V. Gödel, Katalog öfver KongL biblio- 
tekets fomislandska och fomnorska handskriher 3. 

26. Upplands fomminnes förenings tidskrift. h«20: P. Pehrs- 
son, Vr österby bruks och valionemas krönika. 

27. Vestergötbands fomminnes fbrenings tidskrift. 10. höftet 
Utgifvare: T. ödberg, VI, 116, 16 s. Stockholm, med bilaga: 
Skara Stifts k^Tkliga jordebok af är 1540. I. 

rec £. Hildebrand, Svensk hist tidskr. 19, öfv. 54 f. 

28. Bidrag tili Södermanlands &ldre kultnrhistoria. Utg. af 
Södermanlands fomminnes fOrening 10. foikmusik frän Norra Söder- 
manland. upptecknade af K. F. Leffler. 

29. Finska fomminnes föreningens tidskrift 18. Helsingiss& 
1898. in, 257 s, 1 kr. 4 (finnische) mark. 

30. Historisk tidskrift udgifven af svenska historiska före- 
ningen geuom £. Hildebrand. 18. arg. 1898, h. 4 (s. I— IV, 
295-304, Afversikter och granskningar s. 61—68). Stockholm, 
C. E. Fritie. — 19. Arg. 1899, h. 1—4 (s. I IV, 1—334, 1—82, 
bibliografi 1898 s. 299—322) und ein paar beilagen, persönliche 
Polemiken enthaltend, ladenpreis 2 kr. fflr das heft. 

aus dem Inhalte kommt för den Jsb. in betracht: S. Ambro- 
siani, Om konungavalet under den äldre medeltiden. — E. Wad- 
stein, Tvenne frägor ur den fomsvenska statsrfttten. — A. Aker- 
blom, Heimskringlas framsUdlning af f^rhallandet mellan Olof 
Skötkonung och Olaf den heiige. 

:U. Tidsskrift for knnstindustri. udg. af industriforeningen i 
Kjsbenhavn. 2. r. 5. bd. h. 1—6. VII, 210 s. 4<». 

JAkfwtartikt fSr swMBiMat fkiMofU. XXI. (itit). g 



34 IV. SkindiMfitoli. 

32. Safn til sögn Islands og islenskra b6kmenta aö fornu og 
nyju. gefiö üt af hinu islenzka b6kmentaft''lagi. III, 4. s. 511 — 700. 
Kaopmannahöfn 1S99. 

fortsetziing zu Jsb. 1897, 4, IG. inhalt: Eggert O. Brim. 
Athnganir >nft forniPttir nokkrar, er koma fyrir i Sturlunga-sögu. 
— J6n (prestur) Jönsson, Um islenzk mannanöfn. 

:i.'i. Diplomatarium ulandicum. Islenzkt fornbn'fasafn . . . gefiS 
ut af hinu islenxka b(Skinentaf«*lagi. V. bd. 1. h. (s. 1 — 432). Kaup- 
mannahöfn. 2. h. (s 433—816). Reykjavik 1899. 

fortnetzung von Jsb. 1S97, 12, 102. abdruck von Urkunden 
bis 1470. 

34. Gustav Storm, Regesta Nonegica. kronologisk fort6g- 
nelse over dokumenter vedkommende Norge. Nordmiond og den 
norske kirkeprovins. h. 1 nr. 1 — 03o (die jähre 9(11 — 1203 um- 
fassend). Chriötia 1898. Thronsen iV co. IV', 107 s. 19. 

rec. Sv. hi«t tidskr., s. s l f. 

35. Blandiuger til opiysning om danbk sprog i a'ldre og 
nyere tid udgivue af universitels-jubilifetH diinbke «amfund ved sam- 
fandet« Hekreta-r (D. Anderiien). audet bindj* andet hefte. Kj«l>en- 
havu. 8. 47-100. 1897. 1 kr. 

inhalt: J. M. Jensen. f)m navnegivning i nutiden i Ikirglam 
herred, Hjtfrring amt. — Marius Krintensen, Freinin<-de ]>er8on- 
navne i dansk indtil omtr. 105m. — Sigurd Nygard. Torganiske 
lyddannelser i steduavne. 

30. KonraÄ Gislasou, Eflerladte Skrifter. udgivet ai' kom- 
missionen for det amamagnsi'anske legst, andet bind. forel*4*8ninger 
og videnfikal>elige afhandlinger. Kiil>enhavn, Gyldendal 1^'J7. XX V, 
332 s. 5 kr. 

vgl. Jsb. 1^9S, 4, 37. — femer angez. von B. Kahle, Litbl. 
1898 ap. 233 -237. — Finn. J/»nsson, ZfdPh. 31, 407 — 41i». — 
Rev. crit. 1^1*9 13i. 

37. Ivar Aasen, Skrifter i udvalg, folkeudgave. 1. vit*er og 
rim med melodier ved .1. N. Kobberstai. 04, Iti s. II. Drama- 
tiske smaa^tykker s. (^5— 149. — IIL Eventyr. forti**llinger og sagu 
s. 145—219 l— Pannanns familieli«-itnin^ n«». t;9— 71). Krihtiuuia, 
Det norske aklieforlag, je 5o ure. 

3S. Sproglig-historiske studier tilegnede professor C R. U n ger. 
Kristiania 1*^90. — vgl. Jsb. l^'.N, 4. 34. — tVmer angez. von 
0. Brenner, Litbl. 1s9n, sp. 2.;i- 2.;3. - M<igk. .\rkiv 10, 202 — 2ok. 

39. Fran tUologiaka t^reningen i Luod. Lund 1H97. — vgl. 



IV, B. Spradüicbet: 1. wdrtorbfleber. 2. Djunenkiind«. ^ 

J«b. 1897, 12, 26. — ferner angez. von Kahle, LitbL 1899, 194 f. 

— Heusler, AfdA. 25, 199. 

40. A. Noreen, Spridda atudier. Stockholm 1897. — vgl. 
Jab. 1897, 12, 28. — ferner angez. von Heusler, AfdA. 25, 201. 

41. J. B. Hftlvorsen, Norak forfatterlexikon 1814—1880. 
h. 47 — 5U. Kriatiania, Norak forla^aforcning. — forte, von Jab 
1898, 4, 39. 

B. Sprachliches. 

Wirtfliifher. 42. J. Brynildaen, Tysk-norak (danak) 
ordbog 17. — 24. h. a. 7C9— lir»2. gr. S. Kristiania, Cammermeyer, 
je 35 ure. — forta. von Jsb. 1897, 12, 35. 

43. Otto Kaikar, Ordbog til det teldre danske sprog. 
1 1300—1700). tr}*kt paa Carlsl>ergfondens bekostning ifnlgo foran- 
lednin^ af univertiiteta-jubihrevS daiiske aamfund. 28. — 29. htpfle. 
(^ :(. Lind, 8. ril3-ClO}. probere— räd. K»benhavn 1899. 2 kr. 

— forta. von Jsb. 1898, 4, 11. 

44. E. Jeasen, Tilf»iielaer og berigtigelser til dansk ety- 
mologiak ordbog. XTfFil. 3. r., 8, 30-41. 

4'. H. P. Feilberg, Bidrag til en ordbog over jyake 
almucsmal. ndgivet af nnivcrsiteta-iubila^eta danHke samfund. 17 h. 
«2. bd., 8. 401- 4G4) h'ttrocmle — lurendreier, Kj«l>enhavn 1899. 
2 kr. — forta. von Jsb. 1898, 4, 42. 

4G. Ordbok öfver avenaka apruket utgifven af avenaka aka- 
deuiien, h. 12: anmana — ansikte. h. 13: baldrian — barh ifvud^ h. 14: 
ansiktifi — ante, Lund, Gleerup (Leipzig, Spirgatis). je 1,50 kr. — 
fort8. von Jab. 1898. 4, 44. 

47. F. Tanim, Etymologisk svensk ordl)ok. 4. h. — vgl. 
Jab. 1^1#0, 12, 43. — rec. Holthaiisen, AfdA. 25, 92. 

i) \imnkmdn penWIfMUMi. 4S. Jon prcstr J<^naaon, Um 
islenzk inaDnauöfn. Safn til aöga Islands 3, 509 — 700. 

etymologiach-hiatoriache betrachtang von 1G3 altial&ndiachen 
namen und namenbestandteilen mit dem praktischen zwecke den 
laländom wieder gefallen an ihren altül)erkommenen namen beizu- 
bringen gegenül>er dem überhandnehmen fremder modenamen. 

49. Fredrik Nielsen. Axel Olrik, Johannes C. U. R. Steen- 
•trup, Dansk navneakik. I>et2rnkning afgiven af den ai* juatita- 
miAiat4*net den 4. mai. 189S nedaatte kommiasion. Kiibenhavn, 
G. E. C. Gad. IV, 169 a. 



36 ^^* SkandinaTisch. 

50. Marius ^Kristensen, Eremmede personnavne i dansk 
indtil omtr. 1650. Blandinger (vgl. no. 35) 2, 65—83. 

die ältesten fremden namen in Dänemark sind die der heiligen, 
besonders erhalten in Ortsnamen auf -thorp, -trup. später dringen 
dann auch deutsche, bisweilen englische namen ein. 

50a. J. M. Jensen, Lidt mere cm dekorerede fomavne o. 
dsl. Dania 6, 230—233. 

sammelt ausdrücke wie Fulde Bertel *Sauf-Barther, Klister- 
Mads, *Klecks-Matthes' usw. 

0rtSDaiD6D* 51. Sigurd Nyg&rd, Uorganiske lyddannelser i 
stednavne. Blandinger (vgl. no. 35) 84 — 106. 

die umwandelung von Ortsnamen kann beruhen 1) auf analogie, 
so der Wechsel von -hjarg, -borg und -6y, -tvedj -sted und trup. 
2) auf Volksetymologie, die besonders verloren gegangene manns- 
namen durch verständliche Wörter ersetzt und z. b. aus JursImtB 
ein Jordl08e macht, auch die romantik hat hier eingewirkt und 
z. b. aus dem Ertedal ein Herthadal gemacht. 

52. J. Nordlander, Om ortnamnens bildning enligt Land- 
nima boken. Sv. fomm.-för. t. 10. bd., 2. h. (1898). 

53. 0. Rygh, Norske gärdnavne. Vorwort und L band. — 
vgl. Jsb. 1898, 4, 48. — sehr wohlwollend angez. Mogk, Cbl. 1899 
sp. 275 f. 

54. Norske gaardnavne. oplysninger samlede til brug ved 
matrikelens revision, efter offentlig foranstaltning udgivne med 
til&iede forklaringer. II. bind. Akershus amt. Kristiania, Fabri- 
tius & S0nner 1898. XII, 479 s. 

forts. von voriger no. — rec. 0. Montelius, Nord, tidskr. f. 
vet. k. och ind. 1899 (1). 

55. J. Nordlander, Jämtländska ortnamn, in Nyare bidrag. 
heft 66 (XV, 2). 28 s. 

N. fährt die Ortsnamen in Jämtland auf und bespricht sie nach 
folgenden gruppen: namn med diftong, nägra flöders namn, skämt- 
samma namn, namn med omedvetet vidhäftad preposition, namn 
erinrande om den katolska tron. 

56. Kr. Nyrop, Eufemisme. Dania 6, 195—224. 

man gebraucht im dänischen zum euphemistischen ausdruck die 
gleichen hil&mittel wie in anderen sprachen: an Wendung von firemden 
Wörtern, litotes, antiphrase, aposiopese, man substituiert etwas anderes, 
man verstümmelt die Wörter, z. b. sta (Guds ded) helledu (den 
heilige Qod)y den onde, oder schwedisch Helsike usw. =» hdvete. 



IT, B. SprichlidiM: 8. wortforachunf. 87 

starben heiast soce hen^ vandre kenj gä bortj krank LeiMt utüpoBj 
^ipasseUg uaw^ alle« ebenso wie im deatschen. 

57. Nstansel Beck man, Sprakpsykologie och modersmUs- 
nndervisning. Akademisk afhandling. Lund. 152 s. 

3) W«rtf«nrhng. 5a K. F. Johansson, Über aisl eldr^ 
ags. trled 'fener' nsw. s. 2, 55. 

59. Anglist Gebhardt, vcrringjar. Beitr. 24, 411 f. 
sncht dieses wort als 'fHU^jahrswanderer* zn erkl&ren. 

CO. Sophns Bn gge, Det oldislandske elliptiske ndtryk sdlsetrOj 
sohetrum. Arkiv 16, 200—202. 

B. vergleicht diesen plnral mit den dnalen aind. Mitra Ifitra 
nnd Varana\ uidsä borgen und abend\ lat Castores '£astor nnd 
Pollux\ miüi solieira^ me6 sölsetrum usw. bedeuten also ^zwischen 
den beiden Sonnenuntergängen', d. i. 'zwischen Sonnenuntergang 
und •aufgang\ zu dem nom. acc. solarsetr verhalten sich die gen. 
dat solutra und söUetrum wie Borgfir^ngtf bargfirbskr zu 
iteryor/J^rftr. 

61. Axel Eock, Etymologisch-mythologische Untersuchungen. 
Idg. forsch. 10, 90—111. 

Loki und seine verwandte: Loki bedeutet Yeuer', Loptr 'blitz*, 
leiptr in By-leiptr ebenfalls 'blitz', Ls. vater Färhauti 'der gefähr- 
liche schiiger* ist wiederum 'der blitz*, seine mutter N61 oder 
Lamfey ist 'das holz* ('nadel- und laubbaum*), Sigyn gehört zu 
norw. siga 'sickern*, also die 'gewitterschwangere regenwolke*, Nari 
^ 'kühler gebirgswind*, VdH gehört zu norw. schw. ralen, d&n. 
VQolen 'steif vor k&lte*. — Famiotr und seine nachkommen: 
F. < ^Fom-piStr 'der alte heuler', UUr < ^HlewaR 'der laute*, 
Norr <I iVoH>r 'nordwind*, Gorr ein milderer wind als der nord- 
wind. — Gleipnir 'spassmacher* weil scheinbar im scherz ver- 
wendet — S&n und nofin. Bopn 'einladung zum gastmahl, 8An 
<C ^SopH 'kochen oder brauen*. — Miollnir 'der gUnzende sc. blitz'. 
— Vingpörr: 'der (den MioUnir) schwingende Parr^. 

62. Eirikr Magnussen, Vämggum ar vilmggum. Arkiv 16, 
319 f. 

vt verteidigt seine erkl&rung von H^vam^l 133, 10 — 12 gegen 
die angriffe, die Finnur J6nsson Arkiv 14, 197 dagegen gerichtet 
hatte. ribiM^ ist nach M. 'labmagen\ vil lab* sei noch heute in 
gewissen gegenden Islands gebräuchlich. 

63. E. Zupitza, Aisl. ntfiBa. Bezz. beitr. 25, 98 f. 

meiia 'verstammeln* gehört nicht zu lat mütuus gr. fioltogf 
sondern zu aböhm miiiti 'verletzen*, lett. maität 'vernichten*. 



38 IV. SkiadiMTiich. 

64. Erik Brate, Gubbe ock ffumma. Arkiv 16, 162—172. 

Ivezö^Iich der detituo^ des werten gubbe Bchliesflt sich B. an 
XoreliuB Arkiv I, 22o an, der ea von </•>/>«" bönde, god 6aiMif her- 
leitet. o)>r>ni>o sei gossi\n) aus gOl^er son entstanden, und gurnttut 

♦;:». Krik Brate, Medelpai. Arkiv IG. 172—177. 
•iie KruudfMrm des namens sieht H. in der hezeichnung msplial 
ok U]) «it fl in . 

«)♦',. The^Minr Hjehn^viht, (Jos s:isoin furklennnde |>er80D- 
hetecknin^ i svennkun. Arkiv 1«», 177 — UM. 

das Wort ijns in dum m/im rw gös, tn dummvr gö8 war bisher 
ala von tli-ni ^;in«ior "lurinj^erca entlehnt erklärt w<irdon. dieser 
schlanke liüeh macht aImt diirrhaus nicht den eindruck der dumm* 
heit oder |'lumi«heit wie etwa der dnrsch o«lvr die tlundor. des- 
halb meint H.. gös ^ei her;;«'n«»Himfn nun der htittensprache, wo 
gös -r;^ wallon. gu/usr -.:;^ dfiit4*ch guss bedeutet *ein ^oht*es unver- 
aH>eiteteH stück jjus.nfiften'. 

l»7. Axfl Kork. N.«>;ra svcnska etyninl..^ivr. Nyare bidrag. 
XV, s ehih. im ♦.»;. Ii. . ;;«• h. 

blahula^ hliiLulhi: tr»Tfn' l'orm iM richtig, 'blaues loch^ die be- 
deutun^. — evmwrluj i>t eT\m. i-ientiuch mit \»\. tefinligr. — faddra 
beiieutet ';;evat!fn:». pAliii*. — g'^Süfhj'jga *dirne hat nichts mit fUcka 
EU thun. — guhhf i-t «•nt.Hf;indru «lurch « inwirkunt; von gubfnig 
^meibter, alter manii* und guhhis 'alter mann* auf f/Mmi, gumme. 
kmrragömmi be^ieiiitt kurn i fjnma Vieh im «in.Hj vei steck 
ducken*. — limua, rrmua ^ind beeinliu»*^t vo« verb. h ra und subst. 
Tita, denn son.^t mus^teu hie Un%na und rimna lauten. — maske- 
seek i>x eine ubersft/'injc von «i«-u»srh nutdrnsack. — aschw. ni 
'nein* ist dunh den reim mif »d. i. tu : hui bele^. — rt'ihampme 
ist entsti'llt au> rrMo ok*nHpnr oder miho'trmjmf' — rist: jo^ni- 
stein — skorsten, jmsk^^kfir ^eh^rt nicht m airn. t^corian *hen'or- 
springen. n«»ch in sckorr*n *hfrv»mii;en* I>Wb. . sondern ru ge.m. 
"^skuras 'leuer\ erhaben in «iiMit^. h scheuen. — »li^ke-pott: der 
2. l»e.««tandteil h«ii*.Ht ni«ht 't..|.t" h-n«ieni *rrw.i.s um damit lu 
stechen, br.hren'. — nfm kontmt aschw. als n-tmi. vor in undir^ 
rifia *nieden»'aM' tin«i nllifi'ijta 'wald von o» ?.!».*inmen'. — tr*/-iri/- 
dr<rt ij»t abEuteilei. %ra wiltirrt 'ziehen ein»*« Heile«'. ömgätt 

'kopfki.'wen' bedeutet ei>;»*ntlich *e:n!.»>.«»ung «b-i* c hre?.*. 

0*^. Ad, Noreen, Sven>ka etvmob.gier. rp^a'.a 1**07. — vrL 
Jib. 181»N 4, 62— ferner auKei. v^n Detter, DLi. 1^:»*J. \M2 L 
— Kahle, Litbl. is^ti, Vj:, (, 



IV, B. SpraebUdMt: 4. •pnehgetchidit«. 39 

09. Fredr. Tamm, Anmärkningar tili 'Valda ttycken af 
tvenska författare 1526^1732\ utgifna af A(L Norean ooh 
E. Meyer, üppsala 1893. Arkiv 16, 146—162. 

anmerknngen und berichtigiingen lu dem Jab. 1893, 12, 191 

angeführten buche. 

70. Elia Wadstein, Tvenne frägor ur den fornvenska stata- 
ritten. Svensk h. t. 19, 109—124. 

I. Vftatgötalngena konang ir(rl'^ (RB. 1) bedeutet Men könig 
abzudanken*. — II. Eriksgatan. der sweck dieser reise des neu- 
gewfthlten königs war nach W. in den einzelnen landschaften den 
eid auf deren besetze zu leisten, die et^'mologie des Wortes ist 
ffi-wpeks-gata 'eides-Ieiatun^-weg' -wreJc- zu wra*ka isl. reka 'agere'. 

71. Kr. Erslev, Hos^jenesU — rusining. Dansk h. t 7. r,, 
2, 393—399. 

das wort rostjentste i»t dem deuti»chen 'rossdienst' entlehnt 
und bedeutet dasselbe was in D&nemark fraher r%uining geheissen 
hatte, nämlich den inl>egriif der gesamten kriegsdienstpflicht des 
adels. 

72. Axel Kook, Om prepositionen iblandi. Arkiv 15, 321 f. 
K. meint iblandi sei entstanden ans t Mamd at 

73. Kr. Nyrop, Kantusse. Dania 6, 228—230. 

das wort polnisch kantus:: (der polnische überrock) war in der 
form kantusse ins dftn. übergegangen, bedeutete dann 'eine art 
lange jacke mit falten im rücken^ wie frauenaimmer sie tragen* 
(1799^ dann bezeichnet kttntussebal einen ball der Studentengesang- 
vereine, wo es ziemlich einfach und formlos zuging, danach wurde 
das hausexamen der sti|)endiaten kaniusseexamen genannt und jetst 
heisst das examen überhaupt kurzweg kantusse. 

74. Anders Pedersen. Heden, Dania 6, 114. 

eine umfrage nach Ursprung und bedeutung des Wortes heden 
in den ausrufen ih dog heden! .— kam dog hedenl — hiUe den 
heden! (Asna^ l)ei Kallundborg, Arby sogn). 

75. H. Villumsen, 'Heden\ Dania 6, 187 £ 

V. erklärt den ausdruck als beruhend auf einer verkflnung 
von 'Herre Gud« som er godheden*. 

4) Sfrartairkirhte. 76. Elof Hellquist, Om fomnordiska 
aammanslttningar med kortstafvigt verb tili första sammans&tt- 
nlngaled. Arkiv 15, 230—239. 

sucht, entgegen der früheren ansieht, nachzuweisen, dass so- 
wohl im isL wie im aschw. zusammensetaungen vorkommen, deren 



40 r?- SkABdiMfitcb. 

erstes glied ein kurssilbiger verbalsUmm ist, z. b. bcardagi^ bar^ 
dtta usw. den schloss der abh. (s. 236—239) bildet ein exknrs 
Om appkomsten af nligra svenska ord med betydelsen 'stryk* o. d. 

77. Axel Kock, Studier över fomnordisk vokalisation. Arkiv 
15, 323—360. 

1. betontes un'^ ö wenn unbetontes oder schwach betontes 
a folgt, sonst ^ ö. unl)etontes oder schwach betontes un ^ ö. 

2. ffi ^ ^ in betonter silbe wenn a folgt, sonst ]>> l, in unbetonter 
Silbe ]^ ;. exknrs: mf^f mit ersatzdehnang vor konsonant, 
sonst bleibt es zan&chst und wird sp&ter y> mm. 3. iR y> eR nur 
in infortissilbe, ebenso uR^ oIL iZumlaut n^örkt nicht auf a, 
wenn a in nächster 8iU>e folgt. 

78. Jakob Jakobsen, Det nonvne sprog pu Shetland. £bh. 
1897. — vgl Jsb. 1898, 4, 71. — femer anges. von Jiricsek, 
ZfdPh 31, 402—406. 

79. Jakob Jakobsen, The dialect and place names of Shet- 
land. Lerwick 1897. — vgl Jsb. 1898, 4, 72. — femer anges. 
von Jiriciek, ZfdPh. 31, 406 £ 

80. Marius Hsegstad, Gamalt tnfndermaal. upplysningar 
um maalet i Trundelag fvTr 1350 og ei utgreiding um vokal verket 
(Videnskabsselskabets skrifter. II. historisk-filosofiske klasse. 1899 
no. 3). Kristiania, Jakob Dybwad. R', 98 s. gr. 8». 

81. Torp og Falk, Dansk-norskens lydhistorie. Kristiania 
189a — vgl. Jsb. 1898, 4, 79. - reo. Holger Pedersen, NTfPü. 

3, 7, 144- 148. 

82. Hjalmar Falk og Alf Torp, Dansk norskens syntaz i 
historisk fremstilling. 1. — 3. hefte. 144 s. Kria, Aschehoug k co. 
je 75 mre. 

83. Nikolaj Andersen, Det danske sprogs indflydelse pi h5j- 
tysk i Nordsles^-ig. Dania 6, 129—183. 

wenn auch infolge der politischen entwickelung in Nord- 
schleswig das d&nische zu guniiten des deutschen mehr und mehr 
surückweicht, so merkt man doch dem si*hleswig»chen hochdeutsch 
sofort an, dass es ursprünglich als fremde spräche gelemt ist, und 
swar ' auch im munde von leuten, die, und <ieren vorfahren seit 
generationen deutsch für ihre muttersprache halten und hielten. 
i.b. *das lief rand für ihm* (es wurde ihm wirl>elig, dün. det Iflb rundt 
for ham), Srir sind zu alters ^ewesien* «wir haben das abendmaU 
empfangen, d4n. vi har v»ret til alters) usw. 

84. Gustav Cederschivld, Om Svenskan som skriftsprik. 



IT. B. ^pndklieb«: 5. mimdarte. 6. Uatf»buif. 7. (nunmatÜL 41 

Oötaborg 1897. — vgl Jsb. 1897, 12, 50. — reo. Marina Eristenseiii 
Arkiv 15, 274—277. 

85. Axel Akerl>lom, Till öfvergangen fnv. d ^ yngre nsv. 
d, Arkiv 15, 246—255. 

vor sapradenUlem r^ l^ % vor den frikativen dh^ gk, v nnd 
vor $ hat ascbw. ö auch in der reichssprache noch lange seine alte 
ausspräche als ö bewahrt, wo heute meist & steht. 

i) loriartei. 86. Amund B. Larsen, RepUk. Arkiv 15, 321. 

entgegnung auf einige stellen in Marius Hsegstads besprechung 

von Ls. Oversigt over de norske bygdemal (vgl Jsb. 1898, 4, 73). 

87. Valdemar Bennike og Marius Kristensen, Kort over 
de danske folkemül. 1. h. — vgl. Jsb. 1898, 4, 74. — femer 
angea. von A. L., Cbl 1899 sp. 274 £ — Holger Pedersen, 
NTfFil. 3, 7, 148 f. — Amund R Larsen, Arkiv 16, 100—102. 

88. J. M. Jensen, Et VendelbomUs 1yd- og formlsBre. udg. 
af universitets-jubilflBets danske samfund. 1. — 2. hsefte. (s. 1—128). 
Enbenhavu 1897. 1899. je 2 kr. 

darsteUung der mundart des kirchspiels B0rglum, Barglom 
herred, Hjffrring amt 

89. R. Berg, Areta valsprak, ett slags svensk slang. Nord, 
tidskr. f. vet. k. och ind. 1899 (8). 

I) LiltSVkilg mi Mimmg. 90. Otto Jespersen, Er dansk 
virkelig saa grimt? Dania 6, 77 — 91. 

im gegensatze tu den von Nyrop Dania 4. — vgl. Jsb. 1897, 
12, 60. — abgedruckten abfUligen urteilen führt J. auch gfinstige 
an, die von D&nen, Norwegern« Fransosen, Deutschen, Holländern, 
Engl&ndem abgegeben worden sind, und stellt eine erllutemde ein- 
leitung davor. 

7) firamtik: ftmtmHkA. 91. R. C. Boer, De studio von 
het oudnoorsch. Groningen 1894. — vgl. Jsb. 1894, 12, 74. — 
rec. Holthausen, AfdA. 25, 92. 

92. B. Kahle, Altisl&ndisches elemenUrbuch. Heidelberg 
1896. — vgl. Jsb. 1896, 12, 75. — femer angea. von P. Wrede, 
AfdA. 25, 143-147. 

93. Reinhard £raut. Der ursprQngliche modusgebranch in 
temporals&tsen, welche mit nbr (en) und fyrr en eingeleitet wurden. 
Arkiv 14, 271— 27S. 

sucht nachzuweisen, das« auch im altnordischen der grundsats 
gilt, dass in vergleichenden nebensätzen, die sich auf einen kom- 



42 IV. Skandinavisch. 

parativen hauptsatz beziehen', der nebensatz des afErmativen haapt- 
Satzes im konjunktiv, der des negativen im indikativ steht. 

94. L. Bernstein, The order of words in old Norse prose 
New York 1897. — vgl Jsb. 1898, 4, 90. — fernei: angez. von 
Gebhardt, Arkiv 16,96—100. — E.Mackel, Arch. 102, 386—387. 

95. Ivar Aasen, Norsk grammatik. 2det oplag af Omarbeidet 
Udgave af *Det norske folkesprogs grammatik'. Kristiania, Cammer- 
meyer. XVIH, 392 s. 4,50 kr. 

eine Zusammenstellung der grundsätze nach denen in den ein- 
zelnen norwegischen ma. die alten nordischen sprachformen heute auf- 
treten mit aufstellung eines musterparadigmas wie die formen am 
besten zu behandeln wären, wenn- man in norwegischer Volks- 
sprache schreiben wilL ganz besonders lehrreich ist der abschnitt 
über Syntax aus dem zu sehen ist, wie zähe das noi wegische volk 
an manchen uralten gemeingermanischen satzbildungen festgehalten 
hat, die von den übrigen germanischen sprachen — mit ausnähme 
nur noch der isländischen — längst aufgegeben sind, z. b. bcei tvau 
'alle beiden' im neutrum, wenn von mann und frau die rede ist. 
zunächst bestimmt für lehrer, geistliche beamte die durch ihre 
Stellung dazu berufen sind, für erhaltung und reinheit oder reini^pong 
der norw. Volkssprache zu wirken, bietet das buch auch für den 
sprachiorscher eine reiche Sammlung des wertvollsten materials. 

96. Ivar Aasen, Pr0ver of landsmaalet i Norge. anden 
udg. med et tillseg af dr. Amund B. Larsen. 2 bL 136, 35 s. 
Kria, Cammermeyer. 2 kr. 

97. K. Fosse, Landsmaal til middelskoleexamen. 30 s. 
Kria, Cammermeyer. 30 0re. 

98. Kr. M. HsBgstad, Norsk maallsera eller grammatik i 
landsmaalet tredje utgaava. 48 s. Bergen, Fr. Nygaard. 50 are. 

99. Chr. Larssen, Sproglaere (norsk grammatik). 56 s. 
Kria, Aschehoug & co. 50 0re. 

100. J. Inell T0nnesen, LsBrebog i norsk stil med 0vel8er, 
manstre og opgaver nsermest for middelskolen. I. trin. 3. XI, 
104 s. Kria, Cammermeyer. 1,10 kr. 

101. Jonas Yellesen, Norsk abc eider lesebok aat smaabom. 
3dje auka utgaava av *Den fyrste bok aat bamet'. 128 s. m. 
billeder i teksten. Bergen, F. Beyer. 50 0re. 

102. Jonas Vellesen, Norsk maallsBre med 8krive0vingar 
aat folke- og framhaldsskular. 2dre, auka utgaava av Norsk 
grammatik. 32 s. Bergen, F. Beyer. 25 0re. 



IV, B. Spraishlielii«: 8. reehttdirtibang. 9. Uatoehrift 43 

Nntk. 103. Verner Dahlerap og Otto Jespersen, Kort- 
fattet dandk lydlsi^re. 2. udg. Khh., Nordisk forlag. 

ScklfÜttll. 104. Adolf Noreen, Inlodning tili modersm&letfl 
ftrinlän. ^ruudlinier tili fürelisUDiDgar. Uppsala, AlmqvUt dt Wik- 
seil. 15 a. 

105. F. Tarn Ulf Om avledningHändelser hos svenska sab- 
«•Untiv. Upsala 1S07. — vgl. Jsh. 189?^, 4, 102. — ferner anget. 
von Detter, DLi. 1H90, 1593. — Heusler AfdA. 25, 100 f. — 
Kahlo. Lithl. 1S99, 197. 

10<i. Fredr. Tamm« Om avlednings&ndelser hos svenska ad« 
jektiv, deras historia ock nutida t^^rekomst. (mm Skrifter utgifna 
af K. Huiuanistibka veteuskaps-samfundet i Upsala. VI, 8.) Upsala, 
Akad. l)ukh. (Leipzig, Harrassowitz). G9 s. 

t*h werden Miuitliche im schwedischen zur ableitung von adjek- 
tiven vorkommeu<len enduugen untersucht. 1. nach et^^mologie und 
geitchiohte ihrer an Wendung. 2. nach heutiger anwcndung mit den 
unterabteüungen . an welche Wortklassen, an welchen auslaut sie 
angehüngt werden und wie die mit ihnen gebildeten adjektiva 
)>etont werden, leider ent bohrt die sorgfältige und fleissige arbeit 
sowohl des n^gistcrs als auch jeglichen inhaltsverzeichnisses. 

107. Fredr. Tamm, Om ändelser hos adverb ock arkaiskt 
biMade prepositionsuttr^ck i sveo.skan. (•» Skrifter utgifna af 
k. humanisüska veteohkapssamfundet i Upsala. VI, 9.) Upsala, 
Akad. bokh. (Leipzig, Harrasso witz ). 41 s. 

alle endungen von adverbien im schwedischen werden darnach 
untersucht, woher sie etymologisch stammen und wie sie heute an- 
gewendet werden. l>esonderes Interesse verdient, dass die sonst im 
schwedischen aufgegel>enen deklinationsformen in einer ganzen av- 
lahl von adverbien und prapositionalausdrücken noch fortleben, wie 
z. b. stuttdom, smäningfßm. n sido^ tili godo, i forsionne usw. 

S) IffkUrkraklBg. los. UmrseAur um islenzka stafsetning & 
fuudi hins islenzka studentaf**lagsins 27. jan. 1899. gefiö üt aS 
tilhlutun studentaftlagsius. 31 s. 

i) Lutxrkrirt. lOO. Otto Jespersen, Pmve (>aa en dansk 
skolelydj.krift. Dania 0, 111 — 114. 

uai^h einer kurzen einleitung, in der die notwendigkeit dar- 
gehan wird, neb<*n der verwickelten 'Danias lydskrift' noch eine 
einfachere fär lehrer und schüler leicht erlernbare lautschrift anf- 
gtuitellen folgt ein stQck aus Chr. Winthers 'Hjortens Hudt* in einer 
sietaÜch einfachen lautschrift. 



44 I^- SkandiDATiich. 

10) letrik. 110. Hans Briz, Gm stavelserimet in dansk II. 
Dania 6, 30—70. — fortn. zu Jsb. 1898, 4, 112. 

einselbeitcn des reimes, damit er ins ohr fallen, schön klingen, 
aherhaupt alü kunstmittel der poesie wirken soll nach B. wirkt 
der sog. stumf»te reim deutlich, klar, lo^risch, leicht, anheimelnd, der 
klingende voll und a>>ge8chlo88en, langsam, würdevoll und feierlich, 
ebenso ist von l>edeutung der vukal des reimes, die konsonanten 
und ihre etwaige häulung, abwechselung der reime« pause, länge der 
reimzeilen, reimschema. ein kurzer anhang handelt 1. vom binnen- 
reim. 2. vom reim in der prosa. 

111. F. Wulff. (>m värsbildning, r\'tmiska undersökningar. 
Lund IsliG. — vgl. Jsl.. IS'JO. 12, DS. — 'rec. E. Gigas, XTfPiL 
.'i. r., 7. b. o7 f. 

112. Nils Hure, Hytmiska studier «'fver knittelversen i medel* 
tidens svenskii rimverk. Lund, ls!#s -- vgl. Jsb. ISOs, 4, 114.— 
rec. N. Beckmunn, Arkiv l,^, 4U0— 4o2. 

113. Nat. Beckmann. Grunddragon af den svenska versläran 
tili univpntitetsstudifrnas tjänst. Lund, Hj. Möller. U*> s. 1,75 kr. 
— vi^l Jsb. l^iK, 4, li:{. — rer. Erik Kosengren, NTtTil. 3. r., 
7. b. s. 1 GS— 173. 

lU lllfl- ll-^- George Heuipl, The oriirin of the ranet. 
Journ. of gorrn. jhil. IL 370 — 42^. auch «tp.-abdr. vgl. abt. 2, 77. 

Im gOijeiiH.'irze zu Wininitrs bi.^hrr meist aiirrkiinnter lehre 
von dem Ursprünge der rui:«*n aus dem lateinischen alphabete, 
sucht H. mit hilfe von vr-rtauschung einzelner runen. die einander 
dem werte nach iz. b. ll und r- «»der dem aussehen nach 'z. b. die 
n- und h-runei ähnlich waren, den narhwei;« zu erbrinjiren« daM 
das g<^m.genu. runonäIphat>e^ entli-hnt .«^ei aus einem westgriechischen 
alphaliete der zeit um ti<<n v. (*hr.. brsiunders ahnlich sei es dem 
von Fonuello. daraus zi**ht fr dann seine Schlüsse für die datierong 
der ersten lautvenichiebuin:. einen n:u*hweis ül»er die art der ge* 
schichtlichen berührung der (itTmanen mit den italischen Griechen 
jener zeit l -ringt er al«#»r nicht. 

lir». Si<phu.<< Bug^«'. NtTtzes inii>krlfter med de .»'Mre runer. 
4. h. s. L'«;.'»— 33*>. l\ ^LriJ*tiuI.i.^ HrHßc«'r. 

lir, Friix Ilurg. Ulli Vilin. .\rkiv l#i, 13:,— MU. 

erkUrt die Worte tii/iMi.n/Ki/ «Üe /weim.ii auf dem Rfkstein 
vorkommen, als *vexierhohrm i>* d.i*** i«— isl. viUiUtur tr Pail 
m'/tn, d. i. got. •iri//*^iw,% 1. zu "in//» »im, ultn rillt •irrefuhren', 
also 'irn*fuhrung. vexi«r;n>:. 



IV, C. liUcntiiiiMQbiehte: 1. huMbehriftML 45 

117. Otto von Friesen, Till tolkningen af Tnne-ttenen. 
Arkiv 16, 191—200. 

mtwhhalaiban erklärt F. aU ^husbonde'. mtada- steht ftr 
witanda*, dm« von einem urg. verb. ^witiH' gebildet ist wie der 
erste bestandteil der composiu kengian{d)kiapta^ Veüan{d)katla. 
dss verbum bedeutet Hiuf{>s8sen, acht geben, sorgen ftir, versehen 
mit*, vgl. got. wUa$%^ ahd. giwiMM€n^ awestn. viiaJ^. 

118. Ludv. F. A. Wimmer, Om undersagelsen og tolkningen 
af vore runemindesmaerker. Kjbhn. 1895. — vgl. Jsb. 1897, 12, 
94. — femer angex. von Kahle, Idg. ans. 10, 59—62. 

119. Björn Uagnüsson <Msen, 8m4vegis II; Rünasteinar. kth. 
isL foml. m. 1899, 18—28. 

erg&nzungen su Kdlnnds auÜNttse über isländische mnensteine 
in Aarb. 1882, 57—124. 

C. Litteraturgeschichte und denkmftler. 

1) laiMriR^I. 120. HaQksb6k, udg. af det kgL nonL old- 
skriftselskab. 2. n. 3. h. Ejpbenhavn 1894—1896. — vgl Jsb. 
1894, 12, 122. 1896, 12, 111. — rea Jiricsek, AfdA. 25, 92—94. 

121. V. 65 de 1, Katalog öfver kgl. bibliotekets fomisländska 
och fomnorska handskrifler 1. 2. KgL bibliotekets handlingar 
19 (1S97), 20 (1898). 

122. V. 06del, Fomnorsk-islindsk litteratur i Sverige. Ant 
tidskr. för Sv. 16 (4). 311 s. (nachtrftgüch geliefert) — vgL Jsb. 
1898, 4, 127. — reo. G. Storm, Svensk. h. t 18, ö. o. gr. 67—69. 

die l)edentang der norwegisch •isländischen skalden, die sich 
auch in Schwede^ aufgehalten haben, war die, dass sie filr ihie 
seit das waren, was uns die presse ist. aber auch die Eufemia- 
visur, die uorwegtsche geschichte, der Königsspiegel fanden bald 
eingang in Schweden, noch mehr die altnorw.-isl. litt, des 15. jhs. 
ihr wert lag darin, dass es en jeder schwedischen historischen auf- 
teichnung fehlte, in der renaissanceseit der norw. und isl. litt., 
d. h. im 16. und 17. jh. war gleichfalls die bekanntschaft Schwe- 
dens damit lebendig, besonders durch die anwesenheit vieler Is- 
länder in Schweden, sie bildete die grundlage der Studien auf dem 
gebiete der nordischen spräche und litteratur, kultur- und volks« 
ge^h'chte. sodann wird der erwerb isländischer hss. in den schwe- 
diftci*en bibliotheken beschrielien und ein al>erblick Qber die alten 
scliweditcben dmcke von \%erken aus diesem sweige gegeben, das 
buch bildet eine ebenso willkommene wie notwendige ergänsung sn 
jeder nordischen besonders schwedischen litteraturgeschichte. 



46 I^** Skandioarifcb. 

123. Natte Flygare, An en ganc det iiyfunua fragmcntet av 
Södt-rman Dalagen. Arkiv IT), 300 — 4ou. 

neuer alKlruck des schon von Maurer, München 1S94. — vgl. 
Jib. 1S1»4. 12, 1112. — veröffentlichten textf-s des Göttinger bmch- 
BtQcks mit einigen pala'ographischen und kritischen henierkungen. 

2) bliiftsrbHMnifosrlif fittf ntorcfsf hifht^ 121. Finnur Jönsson, 

Den oldnnrsk«* og dldishindskt* litteratur« historie. II, 2 und 3. — 
vgl Jsb. IMiT, 12, l»l». l^liS 4, 120. — augez. Valt. Guftm., 
Eimreiftin :>. 'j:\n t\ — l'JMÖ/.liur IS'Jl», 10. I und II, 1. — vgl. 
Jsb. I^IM). 12, ll.">. — angez. (anon.) Chi. IhllO, sp. 72S. 

125. Henrik .lipger, IlluHtreret norsk literaturhistorie, ny 
Subskription 1.- — 1. h. 12S h. liigliTH furlag. je «iO J»re, 

12«». J«'»n l'orkelsson, Svartur i\ Hot:;tööiinj. Arkiv 15, 
240-2 ir,. 

Jnn I*. .sucht nachzuweisen, dass d:\n gedieht Skaut'halalnilkr oder 
Ri'föbälkr nirht wio bisher nach h] -rn auf Skar(^ti!i'i ang^'nonimen 
wurdf, V« n Einar Fö>*n Vfrla--»: ist, s'.nl rn da^s <Ur dichter, 
den die hs. Uu>k >7. *^ '. 'Svartur ä H"t>tMi>uin' nennt, nach aub- 
weis anderer u)»4rli«*f»rung »in g«?uih.s»r Svartur !*• rc^arKon ge- 
wesen sein muss, tit-r um ia^ iahr 1177 als betag*« r n:ann zu Ba» 
im Kr"'ks!jt»rcN unw«i: K» ykh'lar wohnte, iit'<?r ligt-niumer einen 
g^un<if»tlicke^ Hul^ta^^ir i:n r«'r.skalj"r«^ war. 

3» CMaliHfr. l-7. (»ering, (flMSjJiir zu den Üed^^rn der Edda. 
2. autl l'aderlH.rn 1^:«»;. — vgl. Jbb. ]^W, IJ, 121. 1^07, 12, 
lo<j. - iVrmr angt-z. F. Xie-int-r, AtdA. 'J\ IM f 

12^. I>»^n J^ldre Edda, nomine oMkva»! fra vikingetiden. 
9 — 11 aarh. e. Thr. oversatte at" (i. A. (fjeHMing. 4 M. 270 s. 
Kr**. Ascheh'iug. :;.5«» kr. 

120. Ferdinan 1 Dett»*r, I>ie V«lusj-a. h»TauHgegeben ui;«i er- 
klärt. I =a» Sitzungsb«-richN- i-r kaij*. aka i«ini** der ^^ih.-t-LM'hatten in 
Wien, phil.-hihtor. klaM*e. Id. ('XL, V.- Ti*) s. Wien, (terolds söhn. 
1,30 m. 

i;;«». Augu>! Gebhardt. \\.lu-i..i .'.. 1—4. Heitr. ;i 2 t*. 

erklärt dit-M? ha ^stp•phe, in teiluei.Hem ans^hlu^s an WaiUtein 
— vgl. J»b. l**!«*^, i, 144. -- ho: zu un-^ervr r»»chten band, wenn 
wir's von Auden aus bctracht^-n. kam um dt-n himmeUrand heraut 
die Honne. welch»* «iie nAndiche bahn be^ch^•l^.t ui«* d« r m<»nd. 

i:U. Victor NiU«*i»n. Loddl.ilni.Hmal. an *'*hiir «rmiy. «thebis.) 
Minnea|>**ii}S Tho uLi\«T»ity pres» i-l' Minnesota. IV, 47 s. 
angrz. Fmnur Jön>!«.. NTtFiL .;, 7. i;;7 — lüO. — Valt. GuAxn, 
Eimreiöin 5. 231. — vgl Jsh. l^l^s, 4, 130. 



lY, C. LittermtiirgMehidit«: 8. EddalMder. 47 

132. H. K. FriSriksBon, Vglandarkvifia 8, 1—2. 

das wort vtgrtygr^ Vkv. 8, 2 der ha. ist verachrieben fllp 
vepre^ßgr und dieses bedeutet ^desseu au^en man ansieht, dasa aie 
dem sonnen brande stark ausgesetzt waren'. 

133. Sopfaus Bugge, Helge-digtene i den leldre Edda. — 
vgl Jsb. 1898, 4, 137. •— femer anges. von Kahle, Lttbl 1899, 
sp. 58—63. — L. Pineau, Rev. Cr. 1899, 125—127. — F. York- 
Powell, Folk-lore 10, 450—456. 

134. Sophus Bugge, The home of the eddic poems with 
especial refereuce to the Helgi-Lays. revised edition with a new 
introduction conceming old norse mythology by the author. trans- 
hiteii frem the norwegian by Willian\ Henr}* Schoiield (^ Orimm 
librar\- no. 11). London, 'David Nutt 1899. LXXIX, 108 s, 
12 sh. — rec. O. Jiriciek, ZfVk. 9, 452—455. 

137». Friedrich v. d. Leyen, Das m&rchen in den göttersagen 
der Edda. Berlin, Reimer. SO s. 2 m. 

L. führt zu allen märchenmotiven die in den göttersagen der 
SE, der Eddalieder und bei t>axo vorkommen, die parallelen ans 
der märchenlitteratur anderer Völker an. seine ergebnisse sind im 
ganzen ein mm liquet, nur so viel glaubt er feststellen zu können, 
dass die m&rcheumotive oft von auswärts in die nordische mytho- 
logie eingeftihrt worden aind, jedoch zu einer zeit wo eben die ge- 
stalt der göttersagen noch nicht fest war, und so in sie hinein- 
verwoben wunlen. wie das märchen nach dem norden gekommen 
ist, stellt vf nicht fest, — rec. (Mo»gk, CbL 1899, 1714—1716. — 
Kretschmer, DLz. 1899, 1278—1280. 

13*5. Richard M. Meyer, Über den l>egriflf des Wunders in 
der Edda. ZfdPh. 31, 315—327. 

der monnch kann in den Eddaliedern wunder vollbringen: 
mittels 1 ) runenbesitz. 2) Zauberei, riesen können es durch ihre 
ungf-hc'un» kraA, zwerge durch list, die götter sind auch an gewisse 
mittol gebunden: z. b. die ganze weit übersehen können sie nur von 
Hli^kjo^f aus, ül>ematürliche kräfte hal)en sie nur mittels eines 
eigenen willensaktcs, sie anwenden zu wollen, sonst werden ihnen 
nur einzelne wunder zugeschrie)>en. das wunder selbst besteht im 
wesentlichen *in einem ül>ergleiten aus einer kategorie der dinge 
in die andere*, sie vollziehen sich am leichtesten in solchen selten, 
die ir^ondwie dem ursprünglichen zustand, dem chaos, nahe kommen, 
und jedes wunder ist eine art rück fall in das chaos. 

StiMflirttWg. 137. A. Äkerblom. Xordiska fomkvftden 
cfversatta. I. De femton forsu sangema af Wist-ns Carmina nor- 
r«fna. Lund, Möller. 56 s. 4^. 1.50 kr. 



48 IV. SkiodiMTiMh. 

138. R. C. Boer, Kritische and exegeUsche bemerkungen zu 
tk^ldenstrophen. ZfdPh. 31, 141 — 150. — L Zar OrettU sagm. 
bebaudelt sind (ausg. 1853) str. 15. 17. 20. I (s. 179). 66. — 
n. Zu. Föstbwftra saga. (ausg. KGisL) str. 1. 10. 22. 29. 42. 53. 
66. 56—57. 73. 74—75. 76. 90. 91. 110. — II. Zur Ounnlangs 
saga OrmstuDgu. str. 7. 11. 17. 22. 

130. Jon Thorkelsson (rektor), Bemserkninger til adskillige 
oldtidsdigto. Arkiv 15, 219—230. 

als ergänzunf^en )>ezw. verbessenmgen früherer kommen tare 
giebt vf. eine zahl anmerkungen zu I. Snorri Sturloson, HÄttatal, 
IL Rekstefja, III. Vellekla, IV. HrafnsmÄl, V. Hjarkam41 en forno, 
VL Eiriksdripa, VII. J6msvikingadr»pa, VIII. Geisli. 

140. Finnur J6ns8on, Bjarkemuls alder. Arkiv 15, 267 f. 
J. verteidigt seine angäbe (Litt. hist. 1, 471) Bjarkam41 en 

foroQ seien im 10. jh. entstanden, gegen Detter (Arkiv 13, 366). 

141. Jan US Jonsson, A vi& og dreif. Smiathugasemdir 
vi6 foman kveÄskap. Arkiv 15, 376—390. 

anmerkungen und erkÜLrungen zu J6msvikingadr&pa Bjama 
biskopSy 6 isla saga Surssonar, Kormiks saga. 

ShTTI EMi. 142. Finnur JAnsson, Edda Snorra Sturlu- 
sonar, dens oprindelige form og sammenstf*tuing. Aarb. 2. r. 13, 
283—357. 

L Der name £dda)>edeutet ^poetik\ ihr Verfasser ist Snorri Stur- 
losou, die abfa^wungszeit unsicher, ftir die 2 ersten teile vor 1218. 
— IL Die haupthss. sind codex regius 2367 4^ gl kgl. slg, und c 
Wormianus 242 fol. A.M. und c. Upsaliensis 11 4^ Dela Gardie. 
dasa noch bruchütücke: 1 e.:^ in A.M. 74"^ 4^ und 756 4", und 
enmich A.M. 74S 4^ und 757 4^ — IIL Das gegenseitige Ver- 
hältnis der hss. ist in den einzelnen abschn. verschieden. — IV. Der 
text ist in U. eine Verkürzung des ursprünglichen IIL und IV. 
sind in der hauptsache Streitschrift gegen Müllenhoä* und Mogk. 



14'{. Islendinga sogur 25. (hsla saga Surs- 
sonar L og IL biiiA hetir til prentunar Valdimar Asmundarson. 
Reykjavik, SiguHNur Kristjiussou VIII. 211 s. 12^ KO aar. 
26. Fostb'iedni saga. IV, 167 s. 60 aur. 27. Vigastyrs saga og 
Heiftar\iga. VH. 117 s. 59 aur. 25— 27. rec. fsafold' 1S99, 297. 

144. A. Heusler, Zwei IsUnderge«ichirhten. Berlin 1897. 
▼gl. Jsl> 189»^. 4, 154. — femer angez. vou Ranisch. DLz. 1899, 
1064 — 1066. Brenner, Am. joum. germ. phil. 2, 547. 



IT, C UttmtargMehidito: 8. EddalMcr. 49 

145. IslendiiiKik bok. — Le livre des Islandais da prdtre 
Ari le savant, traduit de TancieD Islandais, pr^c^^ d*ane ^tade 
sar la vie et les a>uvres d*An et accompagne d'un commentaire par 
Frlix Wagner. Bruxelles 1898. 108 s. und 1 karte. 

14G. Brynjülfur J6nsson, Ranns4Skn sögosta&a ( Orafningi 
i maiminuAi 1898. Arb. (sL fom.-f<^l. 1899, s. 1—5. 

1. GrimkelsstaSir, der wohnsitz Grimkels des goden. — vgL 
HarAarsaga kap. 2. — ist in drei ruinen noch vorhanden und heisst 
bei den umwohnem Orimkelstöftir. der heutige hof Kr6knr scheint 
aus den viehst4llen von GrimkelsstaAir erwachsen zu sein. Qn. 
tempel hat da gestanden, wo heute ein stall des hofes Olvusvatu, 
hof hüs genannt, steht innerhalb eines alten walles daselbst, Grim- 
kelsgerAi, soll ein hügel sein grab enthalten. — 2. Steinrau6ar8ta8ir. 
dieser Landn. V, 13 als wohnsitz SteinrQ&s genannte hof muss auf 
dem grund und boden des heutigen Nesjar gelegen haben, es sind 
dort an drei ntellen ruinen, auf dem abhang Vatnsbrekka, den 
hageln Setbergsbalar oder in dem thale Kleyfardalur. 

117. Gunnlaugs saga ormstungu. — La saga de Ounlaug 
langue de serpent, traduite de Tancien Islandais par Felix Wagner. 
Gand et Paris, E. Leroux 100 s. 

14H. (rull-I*oris saga eller Porskfirfiinga saga udgiven for. 
Samtund til udgivelse af gammel nordisk litteratur ved Kr. K dl und. 
Kf9henha\-n 181H. — vgl. Jsb. 189S, 4, 152. — rec. E. Maurer, 
ZfdPh. 31, 5o:> 509. 

149. Rider Haggard, Eirik Bjartanga. forteljing fraa det 
gamle Island, umseet fraa engelsk for ^Den 17 de mai\ trykt i 
Oslo prenteverk (1897). Den 17 de mai. 1,50 kr. 

i:.0. H. Gering, E>Tbyggjasaga. Halle, 1897. — vgl 1898, 
4, 149. — femer anges.\'on Det t er, DLi. 1899, 1220 f. (mit 
weiteren deu tu ng« versuchen von skaldenstrophen.) 

l.'il. Erik den mdes saga eller sagaen om Vinland, oversat 
af dr. (ttuitav Storm. illustreret af Hjalmar Johnsen og Chr. Krogh 
og t^reynet med historiske karter. 36 s. gr. 8. KrM% J. H. 8te- 
nersen A co. 1 kr. 

152. Kr. Kalund, LaxdüE^la saga. Halle, 1896. — vgl. Jsb. 
1>)97. 12. 113. — femer angez. von Brenner. Am. joum. germ. phil. 
2, 547 f. 

1.52a. Laxd<i*ltt »aga. Translated from the Icelandic by 

Muriel A. C. Press. Temple classuii. map. 16**. VIII, 276 ». 
Lfondon, Dent, 

i*kif»b«tehl tar g«r«aalwW phOologto. ZXI. ^ISH.) 4 



50 I^* SkaodiDaTiich. 

153. Björn Magnüsson Olsen, Um Sturlungn. Eaupmanna- 
höfn 1897. — vgl Jsb. 1897, 12, 121. — rec. Matthias Jach um«8on, 
Pj6Wlfur 1899, 33 f. 

154. Eggert 6. Brim, Athnganir vift forn»»ttir nokkrar, er 
koma f\Tir i Sturlunga-sögu. Safn til sögii Islands 3, 511 — 568. 

die Stammbäume in der Oxforder ausgäbe der Sturlunga-saga 
sind bloss was die haupt-a»ttir betrifft zuverlässig, nun hat Brim 
auch <iie der übrigen geschlechtor genau zusammengestellt, den 
anfsatz hat Finnur Jönsson nach dem manuskripte des verstorbenen 
Verfassers herausgegel^n. 

155. Brynjülfur JtSnsson, Rannsokn i Ikrdarstrandarsyslu 
sumari» 189^i.' Arb. isl. fem. f»'l. 1^99, 0— IS. 

histonKch-tn|K)graphische Untersuchungen zur Landnama, GuU- 
PiSrissaga, Grettla, Fostbrn-Örasaga (s. C — 13). dann folgen (s. 1 3 — 18) 
unter dem titel *Viftaukar 189V. — vgl. Jsb. l,S9s, 12, 129a. l)e- 
schreibungen noch einiger et^hibyli, von denen für uns in betracht 
kommen: 2. Ingh<'ill, 3. Grettislxi'li. 

150. W. G. CoUingwood and J«*in Stefan sson, A pilgri- 
mage to the saga-8tea<is of Iceland, Ulverston (is99i. X« 188 s. 
21 sh. (HarraÄSowitz. 40 m. netto bar'i — rec. (safold 1899, 
1. 157. 

Frrf)jiia-8a|9. l'>". F. York Powell, The tale of Thrond 
of Gate, Lon.iun ISOG. — vgl. Jsb. 1897, 12, 127. 1S9^, 4. 156. 
— rec. Jiriczek, AfdA. 25. 91 f. 



StCir. 158. Heimskringla. Noregs konunga sogur af 
Snorri Sturluson udgivne for samfund til udgivebe af gammel 
nordisk litteratur ved Finnur Jon sson. 7. hufte. 3, ^52—57»]. 
Kubenhavn. «» kr. 

forts. zu .Isb. ISO**. 4. 157. — enthält: Tpphaf Inga konungs 
kap. 3 — 32. rpphaf Häkonar her^ibreiAs. I'pphaf Magnus konungs 
Erlingssonar. Tillj*g: kapitler. der kun tindes i Jofraskinna r>g 
ikke tillige i Krin^la, die**e in di|>l<»matischem alKlruck. |»erHon- 
register. Steduavn«; bis Sof^rryfar. 

159. Axel .Vkerblom, Heimükriujrlaj* framstallning af fur- 
hallandet mellan <»lof Sk«>tkouung och Olaf den heiige. Svensk 
h. t, 10, 229-230. 

Hi*ini.<«kringla ist hier wenitrer glaubw uniig ab die altereu 
überlieferungf u I Fagrsk.. legend nUfiisa,^ . l)es<aidorH ist nicht an- 
zunehmen, dass auf den k«.>uig ein druck uu»gf-ibt worden sei. die 
verbintiung bviner tochter Ingegärd mit dvm K. vol Norw. zu ge- 



IV, C. UUmtorgwehiebtt: 8. EddAliadar. 51 

statten, die gesi^anntheit xwischen beiden mass ältere, uns anbe- 
kannte gründe gehabt hal)en, vielleicht religiöser natnr? 

100. Snorre SturlasHun, Norges kongesagaer (til aar 1177) 
oversat af dr. Ooatav Storm. illnatreret af Chr. Krogh, Gerh. 
Munthe, Eilif Petersen og Erik Werenskiold. Kristiania, J. M. Ste- 
nerven Sl co. 682 s. og titel 4^. a) pragtndgave 24 kr. b) folke- 
adgave 13,50 kr. 

161. Finnur J6ns8on, Sagnet om Harald hirfagre som 
*Dovrefostre\ Arkiv 15, 262-267. 

<iie erzählung vom aafenthalte Haralds beim riesen Dofri findet 
sich in keiner quelle aas der zeit vor etwa 1300. 

162. Sophus Bugge, Mythlske sagn om Halvdan Svarte og 
Harald Haarfagre. Arkiv 16, 1-37. 

in der erzählung von dem riesen D6firi, nach anderer fassung 
einem angenannten Finnen, der von Halfdan Svarti gefangen ge- 
setzt, dann von dem jungen Harald, dem späteren H. H&rfagri be- 
freit wird und diesen bei sich endeht, sieht Bugge eine Umbildung 
der sage von Agnar und GeirrffS. der Finne oder der riese D6fri 
bt ihm <'^Ainn, der siegkönig, der Harald in seinen besonderen 
schütz nimmt. 

163. Haakon Magnussivns saga, oversat efter n>^ndne brud- 
stykker. sämiges til indtiegt for Akershus slots gjenreisning. 22 s. 
Kria, Grendahl A wn i komm. 1 kr. netto. 

164. Gustav Storm, Haakon Haakonss0ns borg i Oslo. Norsk 
h. t. 3. r., T). b. s. 439 f. 

im letzten kapitel der H4konarsaga Häkonarsonar ist mit 
FlateyjarlH)k und cod. Holm, zu lesen, hann l^t gi^ra borg a Valka- 
biorgum ok l<*t sicSan faera til Nikol^kirkiu i 6sl6, d. h. er begann 
eine bürg auf Valkabjorg anzulegen, später alier benutzte er das 
dazu )>estimmte material zu einem burgbau bei der Nikolauskirche. 

165. J. Sephton, The saga of king Olaf Tr^'ggwason, Lon- 
don lSfi:>. — vgl. Jsb. 1895, 12, 127. — rec Jiriczek, AfdA. 
25, 94 f. 

166. Saga of King Sverri of Norway (Sverrissaga) translated 
by J. Sephton (with eight maps). London, D. Nutt XXX, 289 s. 
h\ 15 th. (— i Northern library vol. VI.) 

iMaitivhe ttSir. 107. (vens saga, hrsg. v. E. Kölbing, 
Halle 1S98. — vgl. JsK 1S9S 4, 161. — femer angez. von Kahle, 
DLz. 1S99 (22). — Golther, ZfvglLg. 1899 (3> 

4* 



52 IV. SkaadiiiAfiicb. 

IGS. E. Kdlbiug, Flores sngA ok Blankifldr. Halle, 189& — 
vgl. J«b. IS^T, 12, 128. — ferner angez. von Brenner, Am. joum. 
germ. ph. 2, 54S. 

IGO. £. Kölbing, Ein schluiwwort zu Cederschiölds ausgäbe 
der Bevis saga. Beitr. 24, 414— 42U. 

ITo. ü. Ce<ior8chiüld, Erwiderung, ebenda 420 — 424. 
weiten$piunuug der friiheron poleinik. — vgL Jsb. 1A98, 4, 1G2. 

171. Iitnifl (rollancz, Hamlet in Iceland, )>eing the Icelandic 
romantic Anit>aleHMi^. edited and translated. London, 1898. — 
vgl Jeb. 18l*s, 4, Iti.'*. — angez. Finnur Jonsson, NTfFil. 3, 7, 
132—137. Valt. (TU<\n. Eimrei<Mn V, s. 233 f. — W. Jantien, 
Engl. «tud. 27. 127—131. — Acad. no. 1373, 8. 187 f. — L. Duval, 
Moyen age ISHIK s. i;M»_ni2. 

172. AxpI nlrik, AmlMsagnet pa Island. Arkivl5, 3«>0— 370. 
ergänzend«' bemerk un^en zu dem artikel von Jiriczek. — vgl. 

Jsb. IsOO, 12, 171* — und d^^m buche von (rollancz — vgl. ül>er 
diesen gegenständ di<^ v<^>rgeheude nummer. 

fifiltlicbe fifbtiBX- 1"3. B. Kahle, lüländihche geistliche dich- 
tungeu. — vgl. Jbb. IM*^, 4, 1«;7. — femer angez. (Mo)gk, CbL 
1899, wp. i:i3 f. 

174. .\. Aker)l<m. Lilja. eii religioH dikt fran Islands 
medeltid tolkad. Nird. tid^kr. f. vet. k. «-ch iud. 1^99 lO). 

4) Srfcifiisflie lituratwxfwlürfctf. I7r,. G. Cedors( hi dd, Om 

Erikskrönikan. ett hi£»t<>ri.«k epu^ fn.u Folkungatiden. (fMt«l>org, 
Wettergrt'ii iV K»t' «r. 23."» k 2,7'» kr. 

17fi. H. Pleijel. <>iu nya testamentet (a fornsvenskii. Stock- 
holm, Hit-^gstn in II. 2.; s. 

177. H. Pleijel. Ell biM af sveuitka bibelhpnikets utveck- 
ling. samling ;if uiimer.t tjf.a.irade eller uLiiarH egend<>mliga ord 
och uttrirk i de kauda deLima af nya testamentet p.i fonivenska 
jamte angifvando af p.iralii'l-hTjftllfna i «le nysvenska normaluppla- 
goma 'N-h at den h'ifviii<r iin mMt.**varan<ie grundtexten, ^^t4•ck• 
holm, H.l•gA?^t^•>m II. ^m >. 

17^. Wilhelm B*»r*{, Aritickningar «»ch Gnteborgs 4ldrf* 
teatrar. 2. bandet. VIII. 4»»1 ». «•. .; pl. (iuirborg. Wetter- 
gren A Kffbor ♦; kr. — i.ris zu .I»b. 1*'97. 12, l.'»«i. 

A. <iebhanit. 



V, A. Ommuitik. 53 

V. Deutsch in leiner gesamtentwidkltmg. 

(A. Grunnuitik. — B. lletrik. » C. littcnturgMcbichto.) 

A. Grammatik. 

1. W. Wilmanns, Deutsche grammatik. xii^-eite abteilnng: 
Wortbildung. 2. aufläge. Strassburg, K. J. Trübner. XVI u. 671 s. 

aber die 1. aufl. a. Jab. 1896, 3, 86. 1897, 3, 80. — 'die 
Bweite aufläge hat einige Verbesserungen und nachtrige, aber nicht 
wesentliche Änderungen erfahren*, heisst es in der vorrede s. VL 

2. H. Schuller, Zu W. Wilmanns* deutscher grammatik. 
1. abteilung: lautlehre. ZfdU. 13, 575 f. 

()emerkungen zur ausspräche einiger nhd. Wörter. 

3. J. M«rlon, £tude compar^e des langues Vivantes d'origine 
germanitpie. Premiere partie: Lois des modifications de consonnes 
«|U*^prouvent les mots envisag^s du N^rlandais k rAllemand et k 
TAnglais. Namnr, Wesmael-Charlier. XL u. 183 s. 8. 

vf. will den belgischen und niederlAndischen lehrem der 
neueren sprachen ein hilfsmittel liefern, ihre Sprachkenntnisse 
historisch xu vertiefen und die vergleichung der drei neueren 
germanischen sprachen filr den Unterricht su verwerten, er bedient 
sich dabei der rücklAnfigen methode, vom heutigen sprachcustanda 
bis zum urgermanischen vorzudringen, der bis jetzt erschienene 
teil enthält einen teil des consonantismus, dem noch zwei lieferungen 
gewidmet werden sollen. — sehr freundlich angezeigt W. B. im 
Cbl. 1899, 827. 

4. F. Kluge, Etymologisches Wörterbuch; 6. aufl. vgl. Jsb. 
1>)08, 5, 5. — angezeigt von Schrader, Wochenschr. f. klass. 
phil. 16 (1), 17 f. (warm empfehlend). 0. Lyon, ZfdU. 13, 
003 22#). 

5. Fuchs, Deutsches Wörterbuch auf etymologischer grand- 
läge usw^ 9S. -- vgl. Jsb. 1898, 8, 30. — angez. von O. Behaghel, 
Litbl. 1S99, 56 £ (im ganzen zu empfehlen« doch merkt man auf 
schritt und tritt, dass vf. kein fachmann ist). 

6. Erdmann-Mensing, Deutsche svntax. 2. abteilung. — 
vgl. Jsb. 1S08, 5, 7. — angez. W. Wilmanns, DL*. 1890, 16—18; 
von O. Behaghel, Lit>tl. 1N99, 4—9 (wohlwollend, mit vielen aus- 
Stellungen im einzelneu; nacbtrag zur recension s. 150). 

7. J. Kehrein, Deutsches lesebuch filr g>innasien, seminarien, 
realschulen. III. (obere lehrstufe). erster teil altdeutsches lese- 



54 ^'- DeuUch in seiner geaamtentwicklunf?. 

buch nebät inittelhochdeuti^cher jicraiuniatik und Wörterbuch, auf- 
gearbeitet von dr. Valentin Kebrein. Leipzig, Wigand. XII, 58G. 8. 
daä leHobuch bietet ausser zwei von fehlem und seltisamkeiten 
wimmelndon gotischen »prachproben eine ziemlich reiche auswahl 
ahd. textt* und sehr zahl- und umfangreiche lesestücke aus dem 
mhd.; löblich ist ch, diiss die prosa und die ül>ergangHzeit tum 
nhd. reichtT bedacht iHt uU sonst in derartigen werken üblich, in 
der ungfhängtfu uihd. grammatik int die laut- und formenlehre 
unzulänglich, uiibraurhbar und auf ganz antii|uiertem Standpunkt 
(ich taxiert-, i^a. l^.'toi Hteheud; die syntax bietet nützliche Zusammen- 
stellungen. :il>or «'ingcschnürt in den dürren Schematismus der land- 
läutigen nhd. schulgnimmutiken. der bearbeiter steht offenbar 
ausser allem b-beniiigfu Zusammenhang mit der wisMenschafu wenn 
das buch auch durch ilie reiche Sammlung vom mhd. lesestoff einigen 
nutzen stiften kann. mu>4M es doch im ganzen als verfehlt und für 
seine zwecke ungefignet bezeichnet werden. 

'^. Frz. Nik. Finck, Der deutsche Sprachbau als ausdruck 
deutscher ueltanschauung. v< vr.rträge. R". VII, 123 s Marburg, 
N. G. Elwert. 2 m. S.ii. aus Neuere spr. r>, 2:i2 tf. 2U7 Ü\ .iOC rt*. 

«, 2:rj tf. :;7n tf. 4»;:» tf. 

der gilehrt«* niarburger sprachff»rrt<*her, bekannt «lurch arbeiten 
auf w«*ir ausvin:iifi*rlit>g*'iiden gobi<*ten des idg. sprachstammes, 
wandelt hi»'r auf wr^jen. di»» seit W. von Humboldts tagen wenig 
Von den forHch»rii bijjanijt'n .«iin'!. in finer r^ihe durchweg frisch 
und anr**g»'nd vorgetruirener. von beneidi-nswt-rt vielseitigem wissen, 
glfcnzend*'m Scharfsinn uuil tietVindringendem sprachverst&ndnis zeu- 
genden betrachtuni:»-n iiiust«'rt «-r die lantgebung, den formenbau 
und die ausdrucksmittel uns'Ter muttersprachef um ihnen abzusehen, 
was sie v<»n dem innt-reu l*^«*n und wesen der deutlichen vulks- 
seelt» vernit#*n: ub*>nili dfii blick gerichtet auf den Zusammenhang 
alhT äus^*•^ungen (^ei.-ti^fii l*«).«nM. zum schlu.ss werden die einzel- 
erge})nis>e zu eini-r jM-harl i hanikt«'ri>ierenden Zeichnung der haupt- 
zuge deuts<'hen t^eistrs zusauimenget;iHst. dosH dieser kühne ver- 
such, das ideal ^ler Huniboldr'M*h*'n sprachb^trachtung — erscrhliessung 
des v.ilkscharakters ausdtT sprach- - zu verwirklichen, im einz*dn«*n 
wi«' im ganzen mancherlt-i bfl».nk«*n und Widerspruch auch btd dem 
nicht grundsätzlich abK-hnen<ien hervorruft^n kann und mu.»^, ist 
nelbstverstandlich. ohne gvuinn wird nieuiand di«'S4*n eigenartigen 
ge«iank*-nrfihen t'lgeu. j«-deni tachg-n<>!«sen. der ul>er den alltags- 
l»etrit*K der sprach'«tudi*'n hinaui»<ienkt, S4'i dies gtdialtndche buchlvin 
zu nachdenklichem li*s*»n empfohlen. 

U, Hempl. (ÜTman or?h«'graphy. — vgl. Jsb. 1^(«7, o, **^. 
IS9S :,, i, r.'c. W. Hurn, Litll. \^\h, 2tj5; E.A.Meyer. AfdA. 



y, A. Gnmmatilu 55 

25. 127—134 (rügt zu grosse abh&ngigkeit von Sievers' phonetik); 
M. F. Blau, Mod. Lang. Not 13, (1S9S) 3G3— 370 (iosserst an- 
erkennend; auf einzelne hem&ngelungen antwortet Hempl p. 455 f.). 
— M. R Jellinek, ZfdPh. 31, 231—234. 

10. W. Eurrelmeyer, Oerman lexicography. Note on icoM- 
oh/*, urohlan. Modem language notes 13, 28G f. 

11. W. Eurrelmeyer, The hlstorical development of the 
types of the first person plural imperative in Oerman. 80 s. 
Strassburg, K. F. Trübner 1900. 2 m. vgl. abt 8, 30. 

es kommt dem vf. vor allem darauf an, für die verschiedenen 
aiisdruckstypen (geti, gen wir usw., lasst uns gehn usw.) ihre lokale 
und zeitliche Verbreitung festzustellen. al)schnitt I (s. 9 — 57) 
mustert die in den verschiedenen mundarten sich findenden typen; 
abschnitt II (58 — C9) verfolgt die zeitliche entwicklung, der kurze 
abschnitt III den Ursprung, das sprachliche material hat vf. 
hauptsichlich aus unedierten biblischen handschriften geschöpft, die 
er auf den bibliotheken Deutschlands, Österreichs und der Schweiz 
studiert hat 

12. Frz. Schmidt, Zur geschichte des wertes ^auf. ein 
l>eitrag zur wortgeschichte der sittlichen begriffe im deutschen. 
Diss. 8". VIII, 46 %. Berlin, C. Skopnik« 1,20 m. 

13. A. Goetze, Zur geschichte der adjektiva auf '^sck. 
(I. die entwicklung des bösen sinnes). Beitr. 24, 464 — 522. 

14. Hörn, Beiträge zur deutscheu lautlehre. vgl. Jsb. 1898, 
5, 9. angezeigt von H. Hirt, Joum. of germ. phiL 2, 387 f.; 
M. H. Jellinek, AfdA. 25, 197 f. 

15. W. Hörn« Zur lautlehre der französischen lehn- und« 
fremdwurter im deutschen. Zs. f. franz. spr. u. litt 21 (1899), 
69—83. 

der aufsatz will wesentlich eine erg&nzung sein zu Kassewitz 
4ie franz. Wörter im mhd.* (1890, vgl. Jsb. 1891, 14, 6). es wird 
l>ehandelt: I. ö, e ftlr a in franz, Wörtern im deutschen; IL scsJk 
und $ in franz. Wörtern im deutschen, und zwar: 1. scsJk an stelle 
von $\ 2. s für franz. i; 3. lehn- und fremdwörter mit flezivischem 
frz. $. 

16. W. Hörn, Neuere schriflen über französische lehn- und 
fremdwörter im älteren deutschen. Zs. f. fn. spr. u. litt 21 
(1S99), s. 39—49. 

behandelt besonders die schrift von Wiener Trench words in 
Wolfram von Eschenbach*. Amer. joum. of phiL 16 (1895X 326—361 
(vgl Jsb. 1896, 14, 133J. 



56 ^* DMUch in seiner geeemtentwicklang. 

17. R. Mentx, Franxösiachee im mecklenburgiBcheD platt, 98. 
vgl Jeb. 189S, 11, 15. — besprochen von W. Hörn, Zs. f. frans, 
spr. u. litt 21 (1899X 49—51. 

B. Metrik. 

18. K. Blich er, Arbeit und rhx'thmaa. s. abt. 2, 80. — reo. 
L aufl. von S. Schmoller, Jb. t\ geHetiK«b. 1807, 3. II. aufl. von 
R. Loui8, AUg. zeitg. 278, s. 1 — 5; ref. mon.-hfte f. muBikgeach. 
31, ISO. 

19. W. Reichol, Entwurf einer deutschen betonungslehre f. 
sohulen m. \*es. rücknicht auf gedieht«. Leipzig, Wunderlich. 
IV, 78 s. 1.»>M m. g^b. 2 m. 

vf. versucht, die deutsche betonung auf einige hauptr«geln 
in bringen, dabei werden lahln'iche aiui der )>eobachtung ge- 
wonnene l>eispiele mitgeteilt, trotz der aufgewandten müho f&rdert 
die arbeit unsere erkenntnis des deutscheu acoents nicht sonderlich, 
entschieden nicht richtig ist z. b., dass sich die schwere der wort« 
nach ihrer hautigkeit richte, al^o dari oberste gesntz der betonung 
die l>etonung des s«*lt«usten sei is. 23 1. methodisch t^edenklich ist 
meiner m«'inung noch auch. dat»s R. von der taglichen Verkehrs- 
sprache aiuffceht, die besetze d«^8 acoents zu >>egniuden. dt*im die 
Inftonuug ein«*d wortes wird von so vii4 psychischem bediugt (ge- 
dankenzusammenhang, attVkt. Stimmung u. a.), duss man zur grund- 
lage einer unroniuchunf; des sprachaccents nur beiMpieb^ wählen 
darf. t>ei deuen man sich uU*r den zugehörigen pdychischon hinter- 
grund völlig klar ist oder werden kann, nach meiner Erfahrung 
am boflten mfmoriiTtr o«ier >i:ut vorgelesene prosa, jedenfalls aAmr 
kunstspra(*ho. vf. tiiut lias buch von Benedix, D. mundl. Vortrag 
bd. 2 sehr kurz ab. aber trotz i««*iuer zahlreichen irrtumer ist 
Benefiix tiefer in das woi«en d«^s acn^ents ein^^edningen als U. be- 
sonden4 d^m schulniann m-chte ich jen»*s werk mehr empfehlt-n aU 
das vorIieAr«*ndo v-^n Reichr!. 

2m. <>. Fleisrher, NtMimcnstudien II, 1*^97. — vgl. Jbb. l**9h, 
5, K»a. — n»c. i'bl. 15**:. 

21. E. Bornoulli, D. ch.raliiotenschrift, -- vgl. Jbb, 181H, 
5. 11. — n-c. n Fl.M«chifr. PLz. l»;i f. TM. nyjA. 

22. K. Kaotfmaun. I>. metrik. — v^'l. Ji*b. 1 *•!♦«;. 4. '»T. — 
reo, <>sL litll. l^'JS .•*, Tl*». 

2.'i. Edw. Schröder. St« i^f-r^ii.g und ha^itung d. Hllitt«*ritir.u 
in der Wftftgrrm. dichtuni;. /id.V. I.i. .'t»il — :i**r». 

allittorirrende nominale« iLp«isita z. b. htU-heori^ ^iomor-^jffi 



V, B. MMiik. 57 

sind in den wg. ipTmchen nicht beliebt «och in der allitteratioBS- 
poenie sind sie darum nicht gerade hiufig. sie werden, wenn sie 
vorkommen, nsch ganx bestimmten regeln (s. 363) gesetst: 1. allitt. 
nominslcomp. finden nur im 1. hslbverse der Ungieile Verwendung, 
mit alleiniger ausnähme der sdjectiva mit im- und Ue; 2. ihnen 
tritt in diesem falle bei guten dichtem nur vereinxelt eine dritte haupt- 
hebung (mit oder ohne Stabreim) sur seite; 3. vorwiegend sind 
diese composita die alleinigen trftger des Stabreims, s. 377 ff. handelt 
über den gebrauch der composita mit im«, e/sfi-, 'Uc 

24. A. Brandeis, Die allitteration in Aelfrics metr. homilien. 
S.-a. d. progr. d. k. k« staatsrealsch. VII in Wien. Wien 1897. 
32 s. ~ reo. O. Binz, Anglia beibl. 9, 1 GS— 171 (h&lt im gegen - 
satx sur ansieht d. vf. die homilien för rh. prosa). 

25. B. Kuhnke, D. allitt langieile i. d. me. romanxe Sir 
Gawayn and the Green Enight Dies. Eönigsb. 46 s. [volbt in: 
Stud. X. german. allitt vers. hrsg. v. H. Kaiusa, Berlin, Felber. 
hft. 4|. 

der erste halbvers hat Wer, der xweite drei hebungen. die 
xeilo ist ein des reimes entkleideter und dafilr mit dem schmucke 
der allitteratioD ausgestatteter septenarischer vers, der im bau un- 
gefUir dem septenar des Poema morale, Ormulum usw. entspricht 

26. F. Saran, Über Hartmann von Aue. Beltr. 23, 1—108 
(cap. I— VU 24, 1—71 (cap. VII— EX), vgl. Jsb. 1898, 7, 42. — 

I. über anzahl und xusammenhang der Strophen in mhd. Uedem, 
im bes. der Hartmannischen. IIL xur rhythmik von MF. enthaltend 
einen systematischen abriss der metrik der minnelieder 
in MF.; im anschluss daran praktische regeln, die minneliedertexte 
XU rhythmisieren. IV. d. rhythmik der lieder Hartmanns, eine 
analyse der lieder des dichtere nach den im cap. III mitgeteilten 
grunds&tsen. V. die dactylen im deutschen minnesang, nebst 
einem versuch ül)er die grundlage der romanischen rhythmik. vgL 
Jsb. 1898, 7, 42. VI. Chronologie der lieder Hartmanns, darin 
der nachweis, dass bei Hartmann der 'auftakt* allmählich immer 
regelm4ssiieer gesetst und einsilbig gehalten wird. — IX. die eoht* 
heitsfrage (des IL büchL) und die Chronologie (der rnmpaar- 
dichtungen*. darin s. 37 ff. xur geschichte der mhd. reimpaare. 
es wird gexeigt, wie der mhd. erxählervers unter dem einfluss des 
firarixr»si0chen achtsilblers seinen freien chsrakter mehr und mehr 
verliert und alternierenden gang anxunehmen strebt die übliche 
skandierende weise der metrischen anal\*8e wird als unrichtig ab- 
gelehnt und pine neue, der ort des poetischen rhythmus adäquate, 
empfohlen, dio umwand luug d^n erxählerverses bei Hartmann wird 



58 ^* DeuUch in seiner geMmtentwicklang. 

duH'h eine Statistik der 'einsilbigen veretakte* veranschaulicht. 
8. 52 tf. hundein ti)>er die rhythmische hedeutung der reimbrechang 
und die methodo. letztere statistisch aufzunehmen. 

27. F. Saran. Z. romanischon und deutschen rhvthmik. Ikitr. 
24, 72— S4. 

ffgänzung dessen, was Beitr. 23, 7'» tf. ül>er den romanischen 
zehnsilblor vorgetragen ist. analyse mehrerer älterer und modemer 
frz. strojihen. am srhluss werden rhythmisch analysiert: Ratperis 
lohgesang, PetnisUed, Walth^rs 'under der linden, Konrad r. W M>jr- 
hurg no. fi (Im'i Hartsoh), yuhart 14. 14. 

zu Heinrichs von HesliT un»i Joroschins metrischen regeln. 
vgl. unten 7, tJl. 

C. Litteraturgeschichte. 

2X. K. Küjrel, (ieschirht»^ der deutschen litteratur L l'^97. 
8. Jrtb. 1S9S 5, M. angez. Lithl. \^U\k 1—4 von O, Brenner 
und O. Hehaghel. «-ine anzahi uiisich^-riT und verfehlter beweis- 
fuhrungen Kugr^Is werden anget'iihrt, im übrigen aber die Wichtig- 
keit und der wert des buchfs lur ahd. Studien durchaus anerkannt, 
sofern man es eleu nicht ;tl?» •litteratiirj;»»schichtf* betrachtet, et» 
sind, wie fast in allen beNjirerliungen bemerkt ist. <*twa 'philnlogisi'he 
Untersuchungen zu den ahl. lienkmalern*. vgl. W. Ctolther in ilen 
Bilfw. li',. X 

20. Kuno Franc ke. Social t««ri'es in (renuan literalure A 
study in the histi»rv of civili>atinn. New York, Henrj* Hc»lt an«! er». 
1*^11»;. XIV, r,77 K 

nach der anzei^re Litbl. isfiii, 1h:,_i««ii von Fr. Muncker ist 
diese bereits !**!♦♦• erychi»*nene, uns al>er nicht bekannt gewoniene 
deutsche litt«-raturgesi hi»hte eine M*hr anerkennenswert»» iei.ntung. 
sie ist von kulturKes4'hichtlirhen gesirht>punkten auM geschrif^^en 
und zeigt den werd^-gan;; ii!is»*rer litteratur nach Heiner sittlichen, 
nationalen und h^cialprilinticht'n (»edeutung. eine auzahl schiefer 
urteile uhii verfehlter darlep'ii.j^ni. mei>t infi^lgr den einnitif^ 
dem« > k rat IX* he n htandjuiiktt-s des \t^ wenlen beleuchtet, aber 
der gefiamtein druck t:eKd)t. 

.'^•. J. \V. Nai:l ui.'i J. Zeid:»r. ^>eutsch•^■^^terrei^hi-che 
litteraturge>chichte I. l^l«7 1«-. 

Ä. Jsb. !*•!•**, ,'., \U. — tier .. halM nhd brin^rt »ehr vi«l n«Mu-.s, 
bi.*ih*r unU>kanntes maTi-ria!. a^«-r die \erurbeit\ing zu einem ein- 
heitlichen gaiiz«'n ist L<M-h \'u'\ wei.ik'*'r g^-luLgen als im I. t«-ile. 
littemturgeM-hichtlich ;:anz ul* rdeii*e!..i.- en«cheii. untren nehmen 
unverhältnismassig viel mum eii*. tachuissen»rL;it'tIiches und all- 



V, C Littenttorgttehidite. 59 

gemein uationales interetwe sind nicht ^geneinander abgewogen, 
die Wirkungen der gegonreformation mit ihrem unheilvollen einfluM 
auf das geistige leben Tlsterreichs sind nicht erkannt, und damit 
fehlt ein wettentlicher punkt zum verstkndnia des surückbleibens 
Österreichs gerade im 18. Jahrhundert, dagegen wird das Jesuiten- 
drama und die ganze harockieit sehr ül>er8ch&tit das werk als 
ganzes bleibt so doch hinter den er^'artungen zurück, mit denen 
es l)egrasst wurde, der 2. halbband angez. Neue jahrb. 1898, 382—383 
von G. Boetticher. LitbL 1899, 297—300 von W. Goltber, der 
den wert des buches hauptsächlich in der materialiensammlung für 
die reformation und gogenreformation, itir barock- und renaissance- 
litteratur und für die theatergoschichte sieht Zfrealschw. 24, 536 
V. A. Warneck. 

31. J. Zeidler, In Sachen der 'deutsch-österreichischen litte- 
raturgeschiehte\ herausg. von Xagl u. Zeidler. eine Charakteristik. 
Wien, Fromme. 19 s, 

eingehende Verteidigung gegen Fr. Sandvoss' besprechung des 
w«Tk#*M in den Preuss. Jahrbüchern, l>e8onders gegen den Vorwurf 
des reginnalismus und ultramontaner einseitigkeit. 

32. M. Evers, Deutsehe sprach- und litteraturgeschichte im 
abriss. allgemein verständlich dargestellt 1. teil: deutsche sprach- 
und Htilgesohichte im abriss. Berlin, Keuther und Reichard. XX, 
2^4 s. 3.ti0 m. 

nach der anzeige von J. Seemüller Jm AfdA. 25, 322 — 323 
*voui wissenschaftlichen Standpunkt wertlos, vom praktischen, als 
erzeugnis des halbwissens, schädlich*, dieses urteil wird l)egründet. 
günstiger, doch el^enfalls mit vielen ausstellungen CbL 1899, 
9011^901. 

33. Fr. Vogt und M. Koch, Oesch. d. deutschen litt s. Jsb. 
1S9'^, 5, 12. rec. Karl Landmann, Joum. of germ. phil. 2, 119. 

34. G. Bütticher und K. Kinzel, Geschichte der deutschen 
litteratur mit einem abriss der geschichte der deutschen spräche 
und metrik. 4. ver>)esserte aufl. 189S. (XII u. 178 s.) 1,80 m. 

3.'i. J. Fath. Wegweiser zur deutschen litteraturgeschichte. 
bibliographischer grundriss für Vorlesungen und zum Selbststudium. 
1. teil: die älteste zeit bis zum 11. jh. Würzburg, Suhel. VIII, 
90 8. 1,00 m. 

beurteilung des buches s. abt 6, 1. vorangestellt sind die ge- 
samtdarstellungen der deutschen litteraturgeschichte, worauf die 
bibliographie zu dem im titel bezeichneten Zeiträume folgt cmd 
zmar gesamtdarstellungen, «{uellenwerke (z. b. MüUenhoff-Scherer, 
Denkmäler; Wackemagel, Lesebuch) und das Verzeichnis der germa- 



GO ^- Deataeh in Müier fMaBtentwieklong. 

nistSschen leitschiiften als einleitnng, sodann snent die poetisehen, 
dann die proeadenkm&ler, jedes einieln mit der dazng^hörigOD 
litteratur und mit angäbe der bes. aufgefilhrt; lam schloM ein 
Temichnis der hee. nach den bibliotheken geordnet hervorstechend 
viele dmckfchler; manche sind auch in dem Verzeichnis am schlnss 
nicht bemerkt x. b. Symrock statt Simrock s. 40. das verfiüiren 
ist höchst un^leichmissig; bei manchen denkm&lem werden die 
vorhandenen Übersetzungen vollständig, ()ei manchen nn vollständig, 
bei manchen gar nicht aufgefilhrt. — angez. DLz. 1899. 744 von 
£. Martin f der eine ganze reihe von nngenauigkeiten, besonders 
in der Schreibung der namen auffilhrt. 

3G. J. G. Vogt. Illustrierte geschichte der deutschen litte- 
ratur. Leipzig, Wiest, heft 1 — lo, je 1 bogen, vollständig in 
140 heften k 10 pf. — 14 m. 

das einzige, womit der vf. das 'längst gefühlte bedürfnis* 
begründet, i8t der angeblich zu hohe preis anderer litteratur- 
geschieh ten. a))er König, Leixner, Vogt- Koch sind ganz ebenso 
billig und sind an innerem und äusserem w(*rt mit diesem mach- 
werk gar nicht zu vergleichen, der längst überwundene Stand- 
punkt der phantasieillujttnition ist hier wieder autgenommen, das 
fiapier ist miserabel, und für den inhalt dürfte die thatsache ge- 
nügen, dass gleich im 1. het>e das Hildebrandslied des 15. jhs. als 
das lilte *nur in bnichstücken geschriebene' hingestellt und voll- 
ständig abgednickt winL vf. legt lu a. wert darauf, dass möglichst 
umfangreiche pro}»en der ge<iirhte in den text gesetzt werden, aber 
er verwendet duzu die vorhan^ienen ü) Ersetzungen ganz kritiklos, 
B. b. für den Pnrzival un-i Titurel noch Simrock. Herz scheint 
ihm unl>ekannt zu sein, von tieferer darlegung der litterartschen 
entwicklung ist natürlich keine rede. )>ezeirhnend ist, dass der 
Verleger von dem«*elU«n vf. »'twa • , dutzend umfangreicher natur- 
wissenschaftlicher werke, eine illustrierte Weltgeschichte und eine 
illostrierte weit der erfindungen auf dem umschlage anzeigt. 

37. H. Krau SS. Schwäbische litteraturgeschichte I. s. Jsb. 
1H9S r*. 2U. — angez. DLz. l^'JX .'»»-m - :,<^ von K. Bohnenberger, 
der den vorret'irmatorischen teil als tluchtig und ohne die nötige 
Sachkenntnis gearl>eitet bezeichnet. 

3*^. W. rhl, DasdetiTsche li«- 1. *^ vortrage. Leipzig Avenarius. 
VIII. 314 s, 3 m. 

(•esohäfti^t sich nur mit dem liede seit der mitte des 1^ jhs. 

39. \V. Uhl, Der kaiser im liede. K«'nigs))erg i Pr., (träfe 
o. Unzer. 27 s. 1 m. 

festrede zum geburtstage des kaisers IsfiO. enthält einige 



VI. AlthodKtoatoch, A. AUgamainat. 61 

allgemeine aueftlhmngen über da« lied überhaupt, über die beiden« 
aage and über die kaiseridee. 

40. Forechungen xur neueren lltteraturgeachichte. featgabe 
für Richard Heinxel. Weimar, Felber 1898. III, 567 8. 14 m. 

darin über ein drama Dorothea von Kilian Reut her aua 
Melrichatadty einem koUegen Luthers in Wittenberg von Spengler 
und über einen aua Bozen stammenden pasaionaspielteil von 
WackernelL angez. CbL 1899, 172—173. 

4L K. Borinski, Deutsche poetik. Leipsig, Göschen. 2. aufl. 
150 s. 0,80 m. (Sammlung Göschen 40.) 

klarheit der aufTassung und darstellung, geschickte, knappe 
faasung und lel>endige fühlung mit dem wesen des gegenständes 
sind anzuerkennen. al>er merkwürdig berührt das verharren auf den 
alten metrischen anschauungen, wonach die Opitzische metrik als 
dio ^höhere stute* der entwicklung gegenü)>er der mhd. kunstübung 
gilt (s. G6) und die neuereu erkenntnisse als ein zurückgehen in 
die urwfclder missbiliigend bezeichnet werden. Heine kommt ent- 
sprechend schlecht weg, aber die angezogenen beispiele beweisen 
nur, dass sich vf. nicht in Heines formgeHkhi zu versetzen vermag, 
die antike metrik ist ihm ausschliessliches ideaL was vf. über 
die dichtungsarten beibringt, bleibt zu sehr in den allgemeinsten 
umrissen, besonders im drama; den roman streicht er eigentlich 
ganz aus dem gebiete der dichtung; nur den 'komischen roman' 
(Don Quijote) lässt er noch gelten. 

42. Litteraturgeschichtliche Schulbücher: O. Stiller, Leit- 
faden zur Wiederholung der deutschen litteraturgeschichte för höhere 
If'hranstalteu und zum Selbstunterricht 2. aufl. Berlin, Oehmigke 
(Appeliusi. 4 teile k 0,60—0,80 m. (1. von d. anf. bis z. ausg. 
des ma.) 2. Luther bis Lessing. 3. Herder, Schiller, Goethe. 
4. die litt. d. 19. jhs.). A. Brunner u. H. Stocket, Deutsche 
litteraturgeschichte für höhere lehranstalten. Bamberg, Buchner. 
VIIL 17S s. 2 m. angez. Cbl. 1899, 1074 5. 

R. Bethge (1 — 17), F. Saran (IH— 27), G. Boetticher (28—42). 

VL Althochdeutsoh. 

vA. Allgemeinet. — B. DenkmAler in alpbabetitcl er tnordouag.) 

A. Allgemeines. 

1. J. Fath, Wegweiser zur deutschen litteraturgeschichte. 
s. al)t 5. 35. 

vor dieser schlecht disponierten, durchaus lückenhaften und 



02 VI. Althochdeottch. 

von den lächerlichsten druckfehlern strotzenden kompilation kann 
nur gewarnt werden. — angez., ausser von Martin, von £. Arena, 
Gymn. 17, 624 f. (der sonderbarer weise dem vf. 'selbständige ar- 
l)eit* nachrühmt). 

2. Th. Schauffler, Ahd. littenitur mit grammatik, ül>er- 
setzting und erläuterungen. 2. auH. 2. al »druck. sammlang 
Göschen 2S. Stuttgart, Goschen. 152 s. 12*. o,S0 m. — vgl. 
Jsb 1893, 13, 3. 1S94, 13, 1. 

3. J. Seemüller, Studie zu den Ursprüngen der altdeut^ichen 
historiugraphie. — vgl. Jsb. 1S9Ä, 0, 1. — kurz notiert Hist, zs. 
82, M3 und von E. Dümmler. NA. 21, 779 f. 

4. M. Enneccerus, Die ältesten deutschon Sprachdenkmäler. 
— vgl. Jsb. ls!H, 0, 2. — angez. von C. Kraus, ZfdPh. 31, ."155. 

r». P. Piper, Nachtrage zur Alteren deutschen litteratur. 
vgl. Jsb. 1S9S, 0, 3. — kurz notiert von A. r'huijutjt, Revue 
criti4ue 47, A^J. 

♦>. G. B«»tt icher und K. Kinzel, Denkmäler der älteren 
deutschen litteratur für den littoraturges^-hichtlichen Unterricht an 
höheren lehranstalt^n. I. Dio doutÄche heldonsa^e 1. lunl'te verl>. 
aurt. Halle, wai.se nhau.«*. VIII und »j7 s. 0,»»'» m. 

gegenüber der vifrteu, Jsb. 1^9«;, 13, 7 verzeichneten uuH. 
wunie den prUuteruugen zum Waltharius eine nicht unerhebliche 
l)erei«'herung zu teil, tur Hildebrandsli**d und Mu^pilli Braune« 
Lesebuch verglichen. — an^ez. v-n P. Wetzel, ZlCfw. .'>.'{, 709. 

7. H. Palandcr, Die ahd. tiernamen. I. Die nanien der 
Säugetiere. diss. von IlelsingtVirs. Darmstadt, druck von <^tto. 
Berlin. Mayer A Muller in komm. XIV und 171 s. i ni. 

in einzelheiten toniemde sor^altigv Statistik sämtlicher in den 
ahd. quellen eiuschliessli« h der gesetzt v<»rkomm<'iidfU saugotier- 
nameu, ihrer kt»mpo»iti<*uen und ableittitjgen, ge'*rdLet nach zoolo- 
gischen grundsatzen, aber unter ^-eif iguni: eines alpha)K*tischen re- 
gister.s jedem nameu vr-ran steh^ dio l>ehandlun;r seiner ety- 
mologie. <iie schril't bildet eine willk- mmene Vorarbeit des künf- 
tigen ahd. Wörterbuchs. 

**. J. Schatz. Die ^p^ach•» der namen de» a.te>Vn Salz- 
burger ver^nideninAn*buchos. Zl'dA. 13, 1- 4"». vgl. die ».^rith- 
tignngen At'd.V. 2^. '•'•*). 

die grundli«'h*\ 'i'ich «-tuas hrhwert!<i.«i nitre ^«•hai.dluiig einiger 
vokalisch«-n und k<'Lh..iiantischeu eigenheiten in 'i«*n namen des 
1s9m v.»ii Herz^'erg-KrmLkel vortrert lieh edi»Tt»*n >al/l'Urg»-r v»*r- 
bniderungnbuchem »••i.lcriich in den v<>n lii-m ernten nchreil-er aus 



YL B. Diokmilffr. 63 

dem jähre 784 herrührenden^ fördert nicht nur unsere kenntnis der 
altdeutschen personennamen erheblich, obwohl hin und wieder 
gegen die deutuugen des vfg. bedenken erhoben werden können 
und zum teil von Edward Schröder in fussnoten geltend gemacht 
wurden, eondem trigt auch fruchte für die litteraturgeschichte. ein 
doppelter unterschied zwischen der ältesten BaUbarger und der 
ältesten Freisinger lautgebung wird aufgewiesen ; während Salsborg 
im allgemeinen altes ö beibehält, verwendet Freising daneben mit 
Vorliebe oa; und während in Salzburg intervokalisches g allein 
herrscht, gebrauchen die Freisinger Urkunden auch Jt, c in beiden 
lallen steht das glossar Pa. auf Seiten des Freisinger usus, daraus 
folgt mit Sicherheit wenigstens so viel, dass Pa. nicht in Salzburg 
entstand. 

9. A. Ludwig, a) Das Verhältnis der m-formen der ger- 
manischen deklination zu denen des lettischen und slavischen. 
b) Di« erste plur. auf mees im ahd. Sitzungsberichte der kgl. 
lM>hmischen gesellschaf\ der wissenschaflen. klasse ftlr philosophie, 
geschichte und philologie. 7 s. vgL oben 2, 6G. 

in das gebiet der speziell ahd. grammatik schlägt nur der 
schluss der abhandlung ein, welcher die verbalen ersten personen 
plur. auf -meSy zunächst im präsens, aus der anschleifung eines en- 
klitischen pronomens mees oder t^ees (für mais oder vais) -« Vir* 
an die flektierte verbalform erklären wiU: findames wäre somit ent- 
standen aus fituUun mees oder findam vees. zu guter letzt wird 
der nom. sg. m. des starken adjektivs -ir auf etr für erir nach 
altpreuss. ais^ litt asis zurückgeführt. 

10. £. Zupitza, Ahd. serawen. Idg. beitr. 25, 104 f. Zu- 
sammenstellung mit ir. sergainu 

H. Denkmäler. 

leieAftiimtgel. ll. L. Traube, Textgeschichte der Regula 
S. Iien<>dicti. — vgl Jsb. 189S, 6, 4. — angez. lobend von 
H. Hahn, Mitt, bist litt. 27, 51— 54, E. Steinmeyer, AfdA. 
LTi, SS— IH» und P. v. Winterfeld, GgA. 888—899, tadelnd von 
£. Schmidt, Studien und mitteilungen aus dem benedictiner- und 
cistercienserorden 20, 137 — 145. 

filiOn. 12. E. Steinmeyer und E. Sievers, Die ahd. 
gloMen 4. — vgl. Jsb. 1S98, 6, 6. — angez. von A. Chuquet, 
Kevue critique 4S, 391. 

es sei mir gestattet, zu s. G2^ f. des bandes hier die wichtige 
thatsache nachzutragen, dass der Wiener codex der Hrabanischen 
gll. (no. 102) ehenuds in der bibliothek des grafen Wilhelm von 



64 VL Altboehdeatadi. 

Zimmern auf schloss Antian-Zimmem sich befiftncL graf WilitdUn 
schenkte nämlich, nicht ganz freiwillig, 1576 dem erzheno^ Ferdi- 
nand IL von Tirol 68 seiner hss.. juristischen, theologischen, histo- 
rischen nnd germanistischen inhalta welche davon in den be- 
ständen der Wiener hof bibliothek nnd der kaiserlichen sammlnngen 
noch heute nachweisbar sind, erörtern, anf gnmd des in dem 
Wiener codex 12595 erhaltenen, bisher nnr flüchtig benntsten ver* 
zeichnisses, wetteifernd mit einander, aber aoffiEdlender weise sich 
gegenseitig ignorierend H. Modern, Jahrb. der kunsthistoiischeii 
Sammlungen des allerhöchsten kaiserhanses 20, 1, 113 — 180 nnd 
Th. Gottlieb, ZfdPh. 31, 303—314 (vgl anch dessen Ambraser 
hss. I, Leipzig 1900). ans ahd. gebiet gehören ausser no. 162 
(41 des Verzeichnisses) hierher der Wiener Notker 2681 (68) nnd 
Williram 2686 (18), gewiss aber weder der anfang des Hrabani- 
schen glossars im codex 482 (64; 6. identificiert diese no. wahr- 
scheinlicher mit Ampecks chronik 9234) noch die glL zu fisch- 
namen in no. 2237 (66; fehlt G.); aus mhd. die hss. 2694 (48; 
Passional). 2727 (58; prosaischer psalter). 2793 (16; Guter Ger- 
hard). 2794a3;Mörin). 2795 (25; Gute frau). 2796 (23; Laberer). 
2838 (11; Monte\dUa). 2861 (42; Eneide). 2888 (26; Fueterers 
Merlin). 2890 (37; Minneburg). 2906 (46; Hartliebs Geschichte 
Alexanders). 2914 (21; Parzival). 2915 (57; prosaischer Trojaner- 
krieg). 2946 (56; Sachsenheims Goldner tempel und Mörin). 3049 
(5; Ammenhausen. Ingold). 3053 (10; Hartliebs Übersetzung des 
Andreas capellanus). 3082 (35; Vocabularius latino - germanious). 
andere nummem des Verzeichnisses deuten beide gelehrte ver- 
schieden. 55 identificiert M. mit codex 2675 (Jüngerer Titnrel 
und Wartburgkrieg), G. vermutungsweise mit 2698 (Ulrichs Lan- 
zelet), 12 M. mit 2692 (Sachs, weltchronik), G. mit 2823 (pro- 
saische weltchronik), während 2692 von G. für die durch M. nicht 
bestimmte no. 14 und 2823 von M. für 22, welche letztere no. 
G. den codd. 2769. 2770 (deutsche bibel) gleichsetzt, in anspruch 
genommen wird, wahrscheinlich im unrecht G. gegenüber ist M., 
wenn er die von G. unbestimmt gelassenen no. 17 und 19 des 
Verzeichnisses auf codex 2710 (Schwabenspiegel) und 2980 (Liutwin) 
bezieht; im recht aber, wenn er no. 47 (fehlt G.) mit codex 2884 
(Barlaam, Stricker, Pantaleon), no. 24 mit 2904 (Schwabenspiegel), 
no. 54 (fehlt G.) mit 8072 (ebenfalls Schwabenspiegel) und no. 63 
(fehlt G.) mit 3035 (Willehalm Türlins, Eschenbachs, Türheims) 
ifür identisch erklärt: denn in den ersten drei fällen spricht für ihn 
die der hs. aufgeklebte Zimmernsche no., im letzten der name des 
Schreibers des codex, unter den genannten hss. sind nämlich 
2793. 2704. 2796. 2823. 3035. 3049 für die grafen von Zimmern 
1463 — 1483 durch Gabriel Sattler oder Gabriel Lindenast von 



VI, & Deolmiikr. 65 

Pfnllendorf hergestellt, deneelhen Schreiber, der auch den Donau* 
eschinger Meleranicodex (facsimile bei M. s, 133) 1480 kopierte. — 
vgl. noch das referat von R. Beer, Zs. f. bücherfreunde 3, 401—404. 

13. F. Kluge, Altdeutsche geographische glL 011. III, 610. 
ZfdPh. 31, 499. 

deutung von C%arih(micum uualholant %. 4, Ispania bencmm- 
tcnolant s. 13, Domnoniam prett(molamt s. 10 und Bruieri prcM- 
rtiM s. 11. 

14. F. Kluge, Ahd. Meildm und Paveia, ZfdPh 31, 499 £ 
ileilan ist über Mei(aMno aus ifedidätmm entstanden; Povia 

(GU III, Uli, 29) ist älteste form des Stadtnamens, Notkers I^weia 
wahrscheinlich anlehnung an Ageleia (Aquileja) und ebensowenig 
als ahbateia^ salheia^ sclareia diphthongierung. 

KMekniiM. ir>. £. Joseph, Der dUlog des alten HUde- 
brandsliedes. ZfdA. 43, 59— 89. 

es worden v. 15. 16. 22—27 des liedes fiir interpoliert, d. h. 
für zusats eines ungeschickten jüngeren s&ngers erkl&rt, v. 46 — 48 
nach K. Uofmanns verschlag hinter v. 54 eingereiht und dem- 
gemftss der ganse passus 49-63 als eine rede Hildebrands ge&sst, 
die iQcken 10b. Ha. 29a. 31b (weil mit sus sippan man erste 
halt>e des folgenden verses sein soll) und 38b erg&nct, v. 60 in 
xwei seilen serlegt, endlich der Wortlaut von v. 17 in ih heitiu 
Haduhrant: Hiliihrant mm fater umgestaltet ausserdem ändert 
^, arbeo lansa v. 22 lu arbeo laoBOj irrt resp. tirri v. 25 lu firri 
und weicht in der deutung nicht weniger stellen von allen Vor- 
gängern erheblich ab. so kommt ein phantasiestück lu stände, das 
zwar von neuem seugnis fiir den Scharfsinn und das kombinations- 
talent des vfs. ablegt, aber nicht nur jeder überzeugenden kraft 
entl)ehrt, sondern sogar mehrfach den Zusammenhang verschlechtert 
wenn lieispielsweise J. die lüclce v. 10. 11 nach eddo ansetzt und 
die worto hwelihhes enuosUs du sU nicht einer frage, sondern einer 
ausMkge Hildebrands zuteilt, so schweben inan und ödre des 
nächsten verses in der luft v. 28 chnd was her ehonnem matmum 
kann nur ein zusammenfassend abschliessender preis der helden- 
eigenschaf\en Hildebrands sein: sollte weiter nichts damit ausge- 
drückt sein als was J. unter einschub von Sr nach her vermutet: 
^früher kamen manche, die von ihm wussten\ so begriffe man das 
epitheton chomnrm nicht die verse 15. 16 werden verworfen auf 
grond der erwigung s. 63 : 'welcher mensch — wenn es sich nicht 
gerade um ein tindelkind handelt — wird für seine kenntnis des 
väterlichen namens das zeugnis andrer leute anrufen!* liegt die 
Sache wesentlich anders, wenn in der üias ^ Achilles den Astero- 
JAkmtaMifirfinMBlMiM»attolofto. XXt (IM.) 5 



66 "^I* Althochdeutsch. 

paios nach seiner abstammung fragt und dieser v. 157 ff. erwidert: 
avTag efxoi yeveri i^ 'u^^iov evQVQdovzog, og t€X€ Ibjleyova hüLvtop 
eyxü' %6v ä'ifxi q>aOLv yelvaad^at? übrigens kann ich nicht den 
mindesten anstoss daran nehmen, dass ein kind. welches seinen 
vater nicht gekannt hat, in einer zeit, die noch kein Standes- 
register besass, sich auf das zeugnis kundiger und unbeteiligter 
männer beruft: mutter und an verwandte könnten ja leicht ein inter- 
esse daran haben, ihm falsches vorzuspiegeln, auch wissen wir 
nicht, ob die sagenauffassung unseres dichters mit der des mhd. 
epos sich gedeckt hat, ob also Hadubrands mutter zur zeit seines 
Zusammentreffens mit dem vater ihm noch als lebend galt, ob er 
sie nicht für früh gestorben ansah, dea erhina wärun v. 16 nimmt 
J. als diejenigen, welche früher von diesem lande fort waren, und 
identificiert sie, meines erachtens unberechtigt, mit den Seefahrern, 
von denen v. 42 f. die rede geht, keinesfalls aber darf man f&r 
hina wesan im sinne von 'verreisen' mit Lachmann Otfrid 1, 21, 3 
eitleren: thär Joseph uuas in lante hina in elilente, denn dort ist 
hina in elilente nur Variation zu in lante Vo Joseph im lande, 
fem in der fremde weilte', der einschub von v. 46 — 48 nach 54 gc* 
staltet, trotz den ausfiihrungen s. 79 — 83, Hildebrands antwort xa 
einem diffusen hin- und hergerede. 

thesen über das Hildebrandslied s. unten 6, 22. 

U6(l De Heinrieo. 16. E. Joseph, De Heinrico und H. Meyer^ 

De Heinrico. — vgl. Jsb. 1898, 6, 14. 15. — vgl. die notizen von 
E. Dümmler, NA. 24, 780. 25, 254. 

17. E. Mayer, Das bairische herzogtum im leich De Henrico. 
Hist. vierteljahrsschr. 2, 517 f. 

allem anschein nach unbekannt mit der litteratur des letzten 
decenniums über das lied plaidiert der vf. gegen 941 und für 948 
als entstehungszeit, erklärt praeter quod regale v. 21 mit ^ansser 
der befugnis zur bischofsemennung' und sieht wie Dümmler, Otto 
der grosse s. IGO n. 2 in amho vos aequivoci eine hindeutung auf 
Heinrich, den söhn Bertholds. — vgl. auch die notiz NA. 25, 882. 

Notker. 18. J. Kelle, Die rhetorischen kunstausdrücke in 
Notkers werken, fortsetzung der abhandlung: Die philosophischen 
kunstausdrücke in Notkers werken [s. Jsb. 1887, 13, 19]. aus den 
Abhandlungen der k. bayerischen akademie. München, Frans in 
komm. 10 s. 4». 0,40 m. 

da bisher nur dieser Separatabdruck ausgegeben wurde, das 
heft der Abhandlungen aber, das den aufsatz enthält, noch nicht 
erschien, so muss die besprechung dem nächsten Jahrgang vorbe-- 
halten bleiben. 



M 



VI« B. Denkmiler. 97 

19. M. H. Jellinek, Ahd. miscellen. AfdA. 25, 328. 
handelt Ql)er die stellen des Boethios, an denen das verb 

eruuekken erscheint, verweist das von Graff nach Boethius 'MO, 
ir>. 10 Piper angesetzte wort ra$cin (vigor) aus dem ahd. spraeh- 
•chnti und ergänit im Marcianiis Capella 688, 9 Piper eine iQcka. 

20. C. W. Eastman, Die syntax des dativs bei Notkar. 
Leipziger diss. Leipzig, druck von M. Hoffmann, 1898. 68 s. 

die lektüre dieser unbedeutenden arbeit, welche nach einer 
kurzen einleitung in vier abschnitten (eigentlicher dativ; dativ- 
ablativ; dativ-instrumentalis; dativ-lokativ) und einem rekapitulieren- 
den Paragraphen (dativ bei praepositionen) belege fär den gebrauch 
des dativs vornehmlich ami Boethius verzeichnet, machen die geradem 
zahllosen druckfehler zur wahren (|ual. 

OtfrM« 21. P. Piper, Otfrid und die übrigen Weissenburger 
schrf*iber des 9. jhs. mit dreissig facsimiletai'eln in lichtdruck und 
zwölf facsimileautotypien. Frankfurt a. M., Enneccerus. 24 s. und 
:JU tatein. 2". 21 m. 

schön und wertvoll sind die dreissig facsimilia der Schreiber 
A-G des Weissenburger codex traditionum sowie der hss. V, P 
und D des Evangelienbuches; aber der nach weis, den sowohl sie 
wie der text erbringen sollen, dass n&mlich Otfrid mit beiden 
schreil>em nicht nur des Vindobonensis, sondern auch des Palatinns 
und weiter mit den schreil>em BCD des traditionsbuches identisch 
sei, muss als sophistisch erklügelt und völlig mislungen bezeichnet 
werden, s. meine recension im AfdA. 25, 147 — 152. ausserdem 
kurze nntizen von E. Dümmler, NA. 24, 779 und von W. Wie- 
gand, ZsGeschOrh. n. f. 14, 493. 

22. A. L. Plumhoff, Beiträge zu den quellen Otfrids. Kieler 
diss. Bitterfeld 1898. 48 s. 

iler eine teil dieser arbeit wendet sich gegen Schönbachs be* 
hauptun« Otfritlstudien I (ZfdA. 38, 209 ff.), die wähl der erzählen- 
den abschnitte des Evanf^elienbuches sei durch das kirchliche peri* 
kofK^DKystem bestimmt gewesen und Otfrid habe sich eines lectio- 
nars l>edient. sollte die zweite dieser thesen für erwiesen gelten, 
so müaste freilich, wie P. betont, auch die folge der perikopen mit 
der der kapitel des Evangelienbuches übereinkommen. Ps. Wider- 
spruch gegenüber der ersten indes ist ein bloss scheinbarer, denn 
auch er erkennt den einfluss der perikopen auf die begränzung der 
Otfridschen kapitel an« nur glaubt er, dass ihr umfang in dem dem 
dichter vorgelegeiiou bil>elexemplar äusserlich markiert gewesen sei. 
das evangeliar, dcst^en Otfrid sich bediente, sucht er dann im andern 
teil als zur gruppe der von Alcuin revidierten turonischen bibeln 



68 VI AlthoefadeaUch. 

gehörig zu bestimmen, er BchlieBst das aus der genaueren überein- 
htimmung von Otfrids marginalien mit turonitfchen texten als mit 
dem Ainiatiuud und irisoht-n bs8. zwar lässt sich eine gewisse 
Wahrscheinlichkeit seiner annähme nicht absprechen, aber der strikte 
beweis ist nicht erbracht: denn oft weicht Otfnds Wortlaut von 
allen alten Vul^atahss. ab und befindet sich nur mit Italacodd, 
im einklang, anderwärts stellen einzelne turonische texte sich tum 
Amiatinus. ändert* hingegen auf Ott'rids seite. von Ps. angeiilgten 
thesen lautet dit^ •iritte: *die fehlende hültte von v. 32 des Hilde- 
brandsliedfs ist ein Vergleichssatz', 

\1X A. L. PluMihntf, ii«*itrage zu den quellen Ott'rids. ZfdPh. 

der uiifsatz, i1i*ss(mi srhluss noch aussteht, polemisiert wider 
Schoubaohs DtlridsMi.iien II (ZtdA. .iS, XW, t\\ AU, 57 ff.). P. uill 
nel»en mehreren k<^mnieiitaren IWilas, Tiuisiodors, Hrabans und 
den H'^milien (Tret^nrs nur die Glussa ordinaria des Walahfrid 
Strabus als ijuelle für < Ufri>i ixeltcii Iilsm^u: er meint, und darin 
muss ich ihm re>'ht geben, es besti'hc grossere Wahrscheinlichkeit, 
dass <^tfri>i sein wisst*n aus finem bo.|uomen ki>ni|>ondium geholt, 
als dass «r eire grosse litieratur dur«hgfarl>eit«'t habe, leider ist 
es aber mit litMu text dieser («l«>Sha b«ist' l»est«-llt, wie P. seUmt 
9. AM t, aus*ii:aii«ifrs».'tzt: wir hind bri keinem satz sicher, ob er 
schon zu ztiTrii <»tt"rid> in •Uiu werk i-nthallen war, oder ob er 
eine zuthat j:iiig*>reii •i.ituiii>. vielleicht gar erst 'icr herausgeljer von 
I^JIT. •larste!:' lil'rigel.^ kaiint»* Sch^nbach «li«* (ilossa sehr wohl; 
aber teils we;;«ii «Irr uii7Jiverlii.-.-<igkeit ihres W4irtlauts, teils weil 
er übt-rall die l'pihis'en gewahrMi. anner jeder einzelnen ansieht auf- 
zuspüren trachtf*. hat er nur selten von ihr gel^rauch gemacht, 
somit lasst sich -iii' benntzung lii-r (vloN.*«a durch Otfrid bloss als 
eine m- »glich k»it bt-/eii iinen. richtig ibt — und dii-ser billig«» 
nachwei^ gvlai.g P. — . 'i;iss Schnnl.ich in der anhaufung v^n 
«quellen U'.f gen ies guten mvI zu \iel gethan hat. abi-r auch P. 
fulgt ihui auf •ii•'^em Ui-ge. Ufun er des •ftem kt>mmentarsti*llen 
eitert, lir uii* d»-n \eri:li«"heiiti. < »tfri l'.i-rst-n so gut uie nichts ge- 
mein h.i* f n «••irr d>>h fii.f ^-«niitz ing -iii-Mfr kommentare n»'bfn 
der \ i' v\ durch « »tfrii «iarz ith-in ni« ht Vfnu"gtn. was ergiebt Insi- 
spiel>wi';»e Vn < »Tiri i 1. 1'.*. J f: JosejJt nt thf6 sinths er hwitta 
thes ktmUs: u*is thinnu^tm/in tju*ii«r. hiswtrgeta nuh tJna muatrr 
P>. t i'at a-i- der (t! '.*.?*.k: mm <// >/x/ri.<'|^llll ram iu^to Mr/m/irrj/irj/, 
con%iuj*m HtiHCupiitt, stJ f^ust p^trium matcr tantum Jesu oMen- 
iii/Mr, M^ tjHrmadmt»'ium tust'i J't>rj,h lU i'Utaretur Mar vir in nrgi- 
Hktate r nnojiuw. tt'i *en'raitdk» tiu» »'^tendattur m Jesu matns 
firgimta^^f fier i^r oxirii 1. '2J, t.i f : Kr uu<is th'ir, er giang sar 



Vn. MittolhodidtiitfelL A« AllgeiMiiiif: 1. fnmmatudMt. 69 

In mit dem hredigdrin^ sik fuagt er io gi note #i tkemo hirdte 
(nach Lac«8 2, 46 sedentem in medio doctorum) Schönbachs und 
Ps. hinweis auf Bedas kommantar, wo gesagt ist: (Iaicos) eimdem 
(domimaiO dnodenmm in templo doctorum dioris inserit^ 

sicherlich sind die fragen, mit denen P. in beiden arbeiten 
sich beschäftigt, genauester Untersuchung ebenso würdig wie be« 
dürftig; a))er sie benötigen gründlicherer induktion und allseitigersr 
erw&gung, als ihnen der vf. angedeihen lassen konnte. 

SegM. 24. O. Roethe, Ein lat segen gegen halsgeschwulst 
AfdA. 25, 220 f. 

alnlruck eines kurzen segens saec. XIII, dessen spärliche 
deutsche werte bereits im Catalogus codd. lat bibliothecae Mona- 
censis 2, 4, 67 ausgehoben waren, aus clm. 23390 (unbekannter 
herkunft). 

Tltiai. 25. W. Ruhfus, Die Stellung des verbums im ahd. 
Tatian. — vgl. Jsb. 1898, 6, 25. — anges. mit mehrfachen aus- 
Mtellungen von J. Ries, AfdA. 25, 16—21. 

EaiberiKifke. 26. F. Niedner, Der mythus des zweiten 
Merseburger Spruches. ZfdA. 43, 101—112. 

deutung auf den verlauf eines nordischen hochsommertages: 
Baldr, der gott des Zwielichts, kann erst am abend, «nachdem die 
sonne geschwunden, seinen ritt fortsetzen ; Wodan ist an die stelle 
des alten himmelsgottes getreten, mir will nicht einleuchten, wie 
sich mit einander verträgt, dass dieseU>e sonne, welche die Ver- 
renkung von Baldrs ross, d« h. die hemmung der fahrt des gottes 
am himmelsge wölbe, herbeifilhrt, an diesem gleichzeitig in ihren 
verschiedenen Stadien heilversuche, wenngleich vergebliche, vor- 
nimmt. £. Steimneyer. 



vn. MittelhochdeutsolL 

(A. AHipemeinet: 1. graninatitcbM, 2. deokmäler. — B. Epik. — C. Lyrik. — 

D ScbaDipiel) 

A. Allgemeines. 

I) CrunutiMlMI. Schriftsprache, dichtersprache. vgl 
unten 8. 168. Arndt, Spr. d. Breslauer kanzlei. 

9 7. 73 Euling, Jakol)sbrüder s. 35. 

, 7. 65 Kraus, Veldeke. 

n 7, 62 Schröder, Heinr. v. Hesler. 



70 y^' MittolhochdauUeh. 

1. Roathe, Reimvorreden des sachsenspiegeU. Abh. d. Oött. 
gM. d. wis8. D. f. 2, 8 (11<> 8.). Berlin, Weidmann. 8 m. 

diainhaltreicha ahhandlung, die alü ganzes in der ndd. abt.: 11,21) 
besprochen wird, erw&hnt \m der ü}>er8icht über die dichtemprache 
Nieiderdeutschlands im 12. — IH. jhs. auch md. oder bd. und md. 
dichtende |»6r8önlichkeiten wie Werner von Elmendorf, Brun von 
Schonebeck, BertoM von Holle. Eberhard von Gandersheim, den 
pfaffen Konemaun: unter den lyrikero: den grafen von Anhalt« 
Otto IV. von Hraudenburg. Keinhold von der Lippe, Kaumsland 
von Sachsen. Hermann den Dämon, Wizlaw v. Rügen. 

2. V. Michels, Mhd. elementarbuch. Heidelberg, Winter. 
XI, 272. ."> ni. gpb. (> ni. in: Samml. v. elementarb d. altgerm. 
dialekte. hrsg. v<»n W. Streitbertr. no. 7.. 

ein sehr nützliches und willkonimenen hilfsmittel für das Stu- 
dium des mhd. im gegeusatz zu Pauls vorzüglicher mhd. grammatik 
berücksichtigt M. überall die vornihd. sprachstui'en und erleichtert 
dem lernenden durch eine auhführliche lautlehre, den anschlnss 
an das ahd und ur^erm. zu finden, dadurch wird es nun auch dem 
anfknger be<tuemer, das mhd. t^prachgeschichtlich zu verstehen, 
wie die Streitbergschen elomentarbucher alle. giel>t auch dieses 
ausgewählte litteratiir. hingewiesen sei ferner auf die Zusammen- 
stellung der mhd. srhriftsteller nach dem Hprarhßebiet (s. 12 — 23) 
und auf ilie kap. In -11: hie behandeln die Wandlungen, die dar 
mhd. vnkalisnniH und kr.nsonanti.sniu.H wahrend der mhd. |>eri^e 
durchgemacht haben, der vf. ist be!*trebt. überall die ergebnisse 
der neusten f^ntchung, inAb(-:.nn<2ere <ler dialektologischen zu ver- 
werten. 

2a. V. Kehrein, Mhd. i^ramniatik un^l Schulwörterbuch. 
Leipzig, D. Wig^iud. 4 m. (au» J. Krhrein. dt^ch. leseb. 3.) s. abt. 
f), 7. 

A. Ritzert. Dehnuiig «ier mhd. kurzen litammsilbenvokale. 
— vgl. Job. 1^!*N, ii», s. rec. W. H'rn. Lilbl. \[v2 f. 

4. G. Ehrismann. lU'i*r. z:;iii mLi. w(»rtschatz. lieitr. 24, 
392 102. 

aus »lern w*.rt>chatz der •mii.ne^urg* werden zahlreiche nach- 
trage zu Leser mit^ficilt: v^l. ,T^''-. 1**'»**. 7. 7". 

T). W. H«»rn, Zur Ke^cLi^ ht#- v-.ii »»der. B#-itr. 24. 4'».i — 4'»r». 

aliUn alirr wiri mit aiii. enin ziJ»;iUinifntrei»t»llt. andere er- 
klirungen Wfri»-n abgewiei*en — -.ibriK^'n!» nndet uich aliU schon 
ahd. bei Notker. alüo nicht erst mit dem l.i. ;h 

0. F. Ti (uet, Dt vu^abulis. ^uae a (tallis (termani assump- 



VII, JL AUgvoMiMt: 8. d«ikmilir. 71 

Mrint U8w^ 1898. — vgl Jsb. 1898, 7, 5. — rec. W. Hörn, Zt. 
f frat. spr. u. litt. 21, 2, 42 - 47. 

7. T. Sisum, Dia fremdwörter im mhd. Prakt soholmann 
4S. heft 5. 

8. Th. Mazeiner, Remarqua aar la compta renda du 'Beitr. 
s. geach. d. frs. wörtar im mhd.' (vgl. Jab. 1897, 14, 4). fioai. 
28, i:iO— 133. F. Pique t, lUponaa k rarücla pr^cMant Rom. 28, 
133—138. 

9. F. Waiia&cker, Ana der übergangaxeit vom mhd. lum 
nhd. ZfdU. 13 (4 . 

i) IfikBiler. 10. E. Schiffmann, Nachtrag au den Schliar* 
hacher funden (ZfdA. 42, 220 ff.). AfdA. 25, 106. — Jab. 

i^n 7, 7. 

11. K. Bchiffmann, Dar aaala MinDagartan und dia Pari- 
kopeo. AfdA. 25, 104—106. 

12. M. H. Jellinek, Zu 'von ChriaÜ gabnrt* bai Kraua, 
Dautache gadlchta daa 12. jb. no. I. ZfdA. 43, 392. 

au V. 90 wird wiftit vorgeachlagen. 

A. Schönbaoh, Miacallan aua Oraaar haa. II. untan abt 
7, 123. 

13. A. Schönbach, Studien lur ara&hlungalittaratur daa 
mittelaltera. II. teil. Die Vorauar novelle. 8. B. d. Wien. Acad. 
140, 4. 94 8. 

))eachraibung einer miacallanha. daa chorharranaüfta Voran in 
Steiermark (cod. 412). ihr inhalt aind meiat lat predigten dea 
12.-14. jha. unter dieaen aind hervorsuheben a. 14 f. 5 predigten 
<mit einem mangelhaft erhaltenen Vorwort), die Seh. fllr ein 
jugendwerk Bertholda v. Regenaburg h&lt. ferner bietet die 
ha. ein mhd. gedieht dea 13. jha. 'Die Vorauer Novelle* (abgedr. 
und hrsg. a. 42—68). ea iat eine baarbaitung dar I. Renner rela- 
tion (Vgl Jab. 1898, 22, 23\ nach dea hrag. meinung ana dar 
ernten h&lfte dea XIII. jha. (alem.). der dichter war vielleicht 
geiatlicher. in afumche und etil lehnt aich daa werk an Oottfiriad 
an; ea acheint andereraeita fllr Hugo v. Langenateina Martina Vor- 
bild geweaen au aein. — rec K. Halm, LitbL 367—369. 

14. Fr. Pf äff, Von dam laben, von dem tode und von der 
weit. Alem. 27, 86—92. 

gedieht in reimpaaren aoa einer papierha. Reichanau 26 (in 
Karbruhe). der dialekt iat alem. der hrag. aetat daa gedieht ina 
14. jh. 



72 VII. MiU«lhocbd6QUch. 

15. K. Eichhorn, Md. fabeln 1896. 1897. 1898. — vgl. Jsb. 
1«97, 14, Mj, — Ttc. F. Bech, AfdA. 25, 01-67. 8. 7, 45a. 

16. P. Wessel, Mhd. lesebuch. — vgl. JhK 189.S 7, 14.— 
rec. R. Jonas, ZfTiw. :>3, :i87-~3ft0. F. Khull, ZföG. ÖO, 231. 

17. A. Bachmann, Mhd. le»e»)uch. — vgl. Jsb. 1898, 7, 12. 
— rec. Edw. Schröder, Afd.\. 25, 209—210. F. Khull, ZtöQ. 
50, 907 f.. Jage mann, Mod. lang, notes 14 (3). 

18. J. Kehrein, Altdeuttiches le^tebuch. — 8. abt. 5, 7. 

19. Jos. Wright, A middle high german Primer. Oxford, 
Clarendon press. 2. od. 3 sh. 6 d. 

20. J. Zupitza, Eiutuhning ins mhd. 5 aufl. — vgl. Jsb. 
1897, 14, 7. — rec. F. Khull, ZföG. 50, 232. 

21. Ct. Hött icher und K Kinzel, Denkmäler der älteren 
litteratur für den litteraturgeschichtl. Unterricht an höheren lehr- 
anstalten im sinne der amtlichen iK^stimmungen. Halle, Waisenhau«. 

II: Die hutische dichtun^ des ma. 2: Der *anne Heinrich* 
nebst dem inhalt des 'Erec* und *Iwein* von Uartmann v. Aue und 
*Meier Helmbrecht' von Weniher dem (lärtner. ül>erHetit und er- 
läutert von ii, Mititioher. 2. auti. VII, 12«> s. 1,05 m. — rec. 
P. Wetzel, Ztt;w. 53, :nU i, 

22. A. Srh«inb;ich, D:is rhristontum 1S97. - vgl. Jsb. 1S97, 
M, 12. 1S9^. 7, 23. — n-c Jiriczek. Zt^G. 5n, 435 — 130. 

23. E. LeKser, Diis Verhältnis diT frauenmonnlo^^o in den 
lyrischen und frischen deutschen dichtungfn des 12. und ungehen- 
»ien 13. jh. Beitr. 24, 3»;i— 3^3. 

von einem gedanken Burduchs (Kein mar der alte s. 69. 74. 
120) ausgehend, sucht vf. nachzuweisen, dass die grossen Selbst- 
gespräche der IsaMe in LilhartM Tristrant und der Lavinia in 
Veldckes Kneide für die minnesiugfr Hausen, Kein mar, Hart- 
mann, \V;ilthfr vorbiMer gewost-n seien. 

24. K. Gusin de. Neidhart mit dem Veilchen. Brenlau, 
Marcus. VI, 24 s. 9 m. in: (T<»rmanist. abh. hrsg. v. Fr. Vogt, 
no. XVII . 

vf. bespricht die ub»-rliei»'rt«-n fashungm des stortVs: die er- 
zahlfuden gedichte. das St. TaultT spiel, das grosse N ei t hart- 
spiel, das Storzinger Scenar, «ix*« kleine Neithartspiel. Hans 
^^arhsens Neithartspiel. die bezii-hungen der fa^sungeIl zu ein- 
ander Werden dargelegt, am schluai« wird ilas älteste gedieht von 
Neiiihart mit dem Veilchen ^'•wie Han^ Sachsens meistergesang 
Ulier denselben stotf neu heniusgege^^en. 

25. K. Wegeli und R. Dürr er. Zwei !*chweiieri»che bilder- 



Vn, A. Ulgmomnm: 2. dMkmikr. 73 

eyclan an« dam anfang des XIV. jh. s. mitt d. antiqoar. gea. in 
ZQnch LXIII. 

das veilcheoabentauer Neitharta lat n Dieaaenhofan in dar 
Bchweia in dar herrentrinkatube dea hauaaa aar Zinna gemalt 

26 A. Ritter, Altacbw&biache liebeebriefe 1897. — vgl. 
JhI). 1897, U, a 1898, 7, 18. — rec. E. Meyer, AfdA. 25, 
270—279. 

27. E. Meyer, Die gereimten liebeabriefe. — vgl Jab. 1898| 
7, 28a. — rec. Cbl. 1409. 

28. A. Jantien, Daa atreitgedicht 1896. ~ vgl. Jab. 1896, 
6, 6 und 14, 4. 1897, 6, 16. 1898, 7, 17. — rec V. Michels, 
AfdA. 25, If)")— 160. 

29. Edw. Schröder, Daa lied dea Möringers. ZfdA. 43, 
184—192. 

daa lied ist nach Seh. achon anfang dea 14. jha. bekannt ge- 
weaen. 

30. Agnes Geering, Die figor dea kindea in der mhd. litte- 
rator. Zürich, E. Speidel. 120 s. 2,40 m. [in: Abh. d. ges. f. 
deutsche spr. in Zürich, no. IV]. 

die vf. seigt, wie es daa ma. liebte, achon im kinde die eigen- 
achaften la erkennen, die sp&ter der erwachsene offenbart im 
gegenaati tum altertnm achickt daa ma. dämm der eigentlichen er^ 
a^luDg gern lange kindheitsgeschichten voraus und geht in der 
dichtung mehr auf das wesen des kindes ein. In welcher weise, 
seut vü auaeinauder, indem aie ana einer groasen sahl mhd« ge- 
dichte zuaammeDtr^tY ^^ darin lu ihrem thema gehört freilich 
kommt die ganse arbeit nicht über eine aammlung dea ein- 
schUgigen Stoffes hinaua. doch iat achon eine solche verdienstlich 
und nütalich. 

31. R. Fischer, Kuostformen des mittelalterlichen epos 1899. 

— vgl. Jsb. 1898, 7, 19. — rec. Allg. itg. 97, 6—7. Cbl. 998 t 
Athen»»um 3730. R. M. Meyer, Arch. 103, 162—165. 

32. J. Dieffenbacher, Deutsches leben im 12. jh. kultur- 
historische erl&uterungen sum Nilielungenliede und sum Eudrun. 
Leipsig, Göschen. 177 s. 0,80 m. [in: Sammlung Göschen. 93]. 

— rec. Cbl. 1000 (unwissenschaftliche und wertlose kompilation), 
E. Martin, DLs. 1668 f. (für den anfinger empfehlenawert). 

33. K. Richter, Einige süge altgermaniachen und mittel- 
alterlichen lebens, dar^eatellt nach der Küdrundichtung. progr. 
Prag-Altsudt. s. 15—4^. 



74 ▼n. MUtelhocbdeutKb. 

P. Steiiihuu8erf Künstler, darstellang des kampfes in der 
Kudnin. s. abt. 7^ 72. 

34. Karl Müller, Charakteristik des höfischen lel>ens zur leit 
seiner hlüte, mit Nfsondertfr berücksichtigung der einschlägigen 
stellen aus GotttVied v. Stra^tburg. progr. gymn. Weilburg. (1899 
no. 4L>4.) Weilburg. s. 3— L*2. 4". 

:{4a. Adolf HnhUnann, dr.. Zwei kaiserH-geburtstagsreden. 
I. (Trundzü^«* «les deutschen rharakters in alter und neuer teit 
l'^'^l). II. Die mmorzüire und ihr eintluss auf die entwicklung der 
deutschen gesohichte. Lii'^itz. (>. Heiuze 1^09. (12 s.) 4". Lieg- 
nitz, k. K.-ak. progr. 'Ji'.'». 

ii.'i. P. Hii4;<Mi nwd T. Lenschau, hi»f. epiker 1. — zu .IbH. 
iSOs. 7. ir>: uberMetzun^sproben aus dem A. H.. prosainh. von 
Erec und lu.: aus Tristan MornltK kämpf und 'minnetrank\ latstere 
in glatter Übersetzung; (*uptehleu8wert. — vgl. 7, OS. 

'M\ K. Marold. Hart wann, Wolfram, G(»ttfried. eine auB- 
wahl. — vgl. J.^l.. ISIC, 14. 2:,. — rer. U. Wagenführ, Zftiw. 
r>3, 91» li*4. 

H. Kpik. 

Ukrffht VOR lewntefl. -{7. I. L unzer. Zu Virginal AfdA. 
25, 3««5. 

die ableitnng 'ies namt-ns Ork'Se aufi ital. Orco stammt von 
Jirirzck. Deut:*«:he heidi-nsage J.'i f. 

.'{s. J. Luuzer. Cltvr Dietrichs erste ausfahrt. ZfdA. 43, 
193—257. 

.Ukmkt IM Sfharlmbfrc. '^••. C. DorcbUng, Der jüngere 
Titurel 1>»M7. - vgl.Jsi., l^li»^. 7, 21». - - rec. Mod.lang. notea 14 <3l 

Jüngere Titiinl. - liandschritt s. abt. 0. 12. 

Ilpktrt. 40. K. Kettber. Die einheit des Alphartlledee. 
ZfdPh. :n. 21— :in. 

U. E Kfttn^T. Das verhaltüis des Alpharthliedes lu den 
^.'edichteii vol Wr.lf.lit-tri.h. Zl'iPh. M, :i27— :*'>. 

.(ifCfK^ 42. V. Tf ii^«T. l'i tT die v<>m 'lichter des Anegenge 
l>enutzt«'n i'i»ll-n. llei»r. 24. 247— :;•;*». 

au.tfihruiit: «iner aüb-utuiij; Kelle.'« Gesch. d. deutsch, lit. 
12, 141 tf. . d:u«s -las Aut'iiviiiit* nath inhult uii'i t-imi von Hngoe ron 
St. Victor 'Summa fiei;tciiTiarum' uni 'D*- Kkcram*'ijtis' abhänge. 

brth^M IM Mie. vgl. uuteu 7. »;."> Kraus. Heinr. v. Veldeke 



VU. B. Epik. 76 

s. 171 Qud Leitimann, ReoenBion dieaat buchet, oben 7, 1 
Roethe, Reimvorr. a. 45 ff. 

BMfr. 43. Chr. Waas, Quellen Sonera 1897. — vgl Jab. 
1897, 14, 30. — rec F. Khull, ZftG. 50, 907. 

Kni IM SrhüfkcL vgl Roethe, Reimvorr. a. 27. oben 7, 1. 

K. (%rilt#fk. 44. K. Richter, Der deutache S. Chriatoph 1896. 
— vgl. Jab. 189G, 14, 96. 1897, 14, 32. — rec. A. Hanffen, 
Euph. 6, 582-584. 

Ekenui 45. M. H. Jellinek, Zu Ebemanda Heinrich und 
Kunigunde. ZfdA. 43, 301 f. 

eine reiho von textbeaaerungen und erkl&rungen. vgL auch 
unten 7, 65 Kraua, Veldeke a. 174. 

FiMl« 45 a. Karl Eichhorn, Unterauchungen über die von 
Fr. Pfoiffer im 7. band von Haupta leitachrift herauagegebenen fabeln. 
Meiningen, Keyaaner 1899. (26 a.) 4^ Meiningen, O. Bemhar- 
dinum. Einlad ungaachr. tum Henfiingged&chtniatag 1898. — vgL 
Jab. 1897, 14, 36. a. oben 7, 15. 

PrtMaik« 46. H. Paul, Über die ureprOngliohe anordnung 
von Freidanka beacheidenheit. S.-b. d. bayr. a^. 1899, heft 2, 
167—294. 

vf. wiederholt aeine achon frQher auageaprochene anaicht, 
daaa die anordnung der 'beacheidenheit* ureprftnglich ohne prinsip 
geweaen und daaa dieae uraprangliche anordnung am beaten in der 
ha. a erhalten aei auf grund dieaer erkenntnia wird der text her> 
geatellt, ao weit ea überhaupt möglich iat (bia etwaa über die mitte 
dea ganxen). daa verh&ltnia der verechiedenen anordnungen lu 
einander wird dann genauer untersucht. 

47. J. Goldfriedrich, Die religiöaen und ethiachen grund- 
anachauungen in Freidanka l>eacheidenheit. ZfdU. 13, (5). 

4>^. Frana Riedinger, Auswahl aua 'Freidanka beacheiden- 
heit*. (erate hälfte des IH. Jahrhunderts.) aua dem mhd. überaetst. 
der leitgeiat (l)eibl. tum berliner tageblatt) no. 21 vom 22. V. 99. 

(MtffM m StraiAnK. (». 7, 35). 49. Fr. Vogt, Sepümimt, 
in: Enling, Die jacobabrüder a. 126 f. (vgl. unten abt 7, 73). 
*Setmunt* im Triat 12220 ist der 8eptimer. 

las TM KM. vgl. Euling, Jacobabrüder a. 25 ff. unten abt 
7, 73. 

Haaa v. Bühel ahmt den Kunx Kiatener nach. 

I üi Ak« (Arm. Ueinr.f Erec und Iwein. v^ 7, 21. 35). 



76 ^ni. Mittelhochdeatsch. 

50. r. Piquet, iltude sur H. d'Aue. 1898. — vgL Jßb. 1898, 
7, 39. — reo. A. Schönbach, AfdA. 25, 28—38. G. Ehrismann, 
LitbL 364—367. H. Lichtenberger, Rev. crit. N. s. 47, 151—155. 
F. Panzer, ZfdPh. 31, 520—549 (darin ausführliche erörtemngen 
über das I. büchlein. die reise Hartmanns nach Nordfirankreicli wird 
mit recht angezweifelt Schönbachs meinung, das büchL sei in 
form einer gerichtsklage abgefasst, wird widerlegt, einen nacliklang 
des Inhalts findet P. im liederb. d. Hätzlerin abt. 2, no. 47). 

51. K. Zwierzina, Zum reimgebrauch Hartmanns und 
Wolframs. — vgl. Jsb. 1898, 7, 102. — rec. Cbl. 352. 

über häufigkeit der fremdwörter bei H. vgl. Schröder, bei 
Kraus, Veldeke s. 186 f. unten 7, 65. 

52. Starr Williard Cutting, Der conjunctiv bei Hartmaxin 
V. Aue. 1894. — vgl. Jsb. 1896, 14, 50. — rec. H. Wunderlich, 
ZfdPh. 31, 410—412. 

53. Q. Ehrismann, Textkritische bemerkungen. 1. zum Erec. 
2. zum Iwein. 3. zum Armen Heinrich. Beitr. 24, 384 — 391. 

54. Alb. Gruhn, Erec und Lanzelet. ZfdA. 43, 265 — 302. 
vf. kritisiert die früheren arbeiten über das Verhältnis beider 

romane. dabei bleiben neben minder beweisenden in der that einige 
stellen übrig, die als solche für eine unmittelbare beziehung zwischen 
Lanzelet und Erec zeugen, aus dem ergebnis der vergleichnng 
zieht vf. den schluss, dass Hartmann den Lanzelet und nicht, 
wie man meist annimmt, Ulrich den Erec benutzt habe. — dies 
ergebnis hätte, wenn es sicher wäre, für die Chronologie der werke 
Hartmanns grosse bedeutung; denn der Lanzelet muss spätestens 
1195 abgeschlossen sein, aber trotz des zuversichtlichen vortrage 
überzeugt die arbeit nicht, die priorität des Erec scheint mir nicht 
widerlegt. 

über die Iweinhs. a vgl. unten abt. 7, 81. 

55. F. Saran, Über Hartmann von Aue (fortsetzung). das 
sog. n. büchlein. Beitr. 24, 1—71. — vgl. Jsb. 1898, 7, 42. — 
s. a. abt. 5, 26. 

cap. VII Inhalt und komposition des ü. büchleins. mit- 
teilung der disposition desselben in form eines Schemas. VIII znr 
kritik und erklärung. IX die echtheitsfrage und die Chronologie» 
es wird nochmals darauf hingewiesen, dass die entlehnungen im 
n. büchl. von dem vf. nach einem bestimmten prinzip vorgenommen 
und die entlehnten stellen häufig im sinne dieses prinzips stili- 
siert sind, daraus folgt allein schon, dass das werk erst nach 
allen dichtungen Hartmanns, daher nicht von ihm selbst ge* 
schrieben sein kann, mit stilistischen, inhaltlichen und metrischen 



Vn. R Epik. 77 

gründen wird dann die Chronologie verteidigt: 1. L bQcblein Erec, 
Iwein (vor dem kreuzzugsjahr 1189): gleichzeitig diesen dichtungen 
die gesamte h-rik. 2. Gregor, Armer Heinrich (nach 1189 und 
vor 1203). s. 04 f. ein nachtrag, der sich mit den chronologischen 
ansitzen von Kraus und Zwierzina auseinandersetzt — ref. F. Pique t| 
Rev. Grit, N. s, 48, 75 f. 

:»G. C. Kraus, D. sog. ü. bücblein 1898. — vgl Jsb. 1898, 
7, 49. — reo. Cbl. 351. 

Anw lirtmi. 57. F. v. d. Leyen, Des Armen Hartmann 
rede vom glouven. 1807. — vgl. Jsb. 1897, 14, 52. 1898, 7, 50. — 
rec-, K. Reuschel, LitbL 100—104. 

r>^. A. Leitzmann, Zu Hartmanns rede vom glauben. Beitr. 
24, 2u0— 220. 

l>ehandlung der von v. d. Leyen angenommenen interpolationen ; 
bemcrkung<^n zu einzelnen stellen des textes. 

r)9. F. V. d. Leyen, Zu Hartmanns rede vom glauben. Beitr. 
24, 522— :.2S. 

Verteidigung gegen Leitzmanns aufsatz. 

Mvkl TM BeiilgM. 60. F. H o l z n e r , Das schachbuch Heinrichs 
von Beringen. 1897. — vgl. Jsb. 1897, 14, 53. — rec. F. Eh u 11, 
ZtM. 50, 907. 

Mirirh im leder« 6 1 . K.Helm, Untersuchungen über Heinrich 
Heslers Evangelium Nicodemi. Beitr. 24, 85 — 187. (zugleich Oiessener 
habilitationsschrif\.) 

«larstellun^ der Überlieferung (1. die einzelnen handschriilen. 
2. da8 handschriften Verhältnis), der quellen (1. die kanonischen 
evangelien und das evang. Nicodemi; 2. die legenden von Tiberius, 
Vesposian und Voronica; 3. quellen zweiter Ordnung), der spräche 
und heimat des gedichtes (Onienslaud Preussen). zeit der dich- 
tung: um 13oo. an hang: zu Heslers und Jeroschins metrischen 
regfln. 

02. Edw. Schröder, Heinrich von Hesler. ZfdA. 43, 
180—183. 

hinweis auf ein Casseler bruchstück des evang. Nicod. der 
dichter heisst Heinrich von Hesler und stammt aus nd. Sprach- 
gebiet« wenn er auch md. (als rein litterarische spräche) schreibt 
er hat im Ordennlande eine zweite heimat gefunden. 

Muirl lubmgtf. 63. K. Eulin g. Das glückliche ehepaar. 
Euph. 0, 402—405. 



78 'Vn. Mittelhochdeatsch. 

64. H. Schmidt-Warteuberg, Inedita des Heinrich Kauf- 
ringer. 1897. — vgl Jsb. 1897, 14, 54. 1898, 7, 52. — rec. 
Gerber, Mod. lang. not. 13 (11). 

Heiorieh von Linonwe« vgl. F. Vogt, bei Euling, Jacobsbrüder 
8. 125. vgl. unten 7, 73. 

Heinrieh von Teldeke« 65. C. Kraus, Heinrich von Veldeke 
und die mhd. dichtersprache. mit einem exkurs vonEdw. Schröder. 
Halle, Niemeyer. XVI, 192. 5,40 m. 

eine methodisch ausgezeichnete Untersuchung, deren ergebnis 
für das problem der dichtersprache im gegensatz zur reinen nrnnd- 
art und für das Verständnis der mhd. litteratur von bedeutong ist 
K. sucht unter Vorlegung des gesamten materials nachzuweisen, 
dass Veldeke nicht schlechthin seinen dialekt geschrieben habe, 
wie man bisher meist annahm, er habe vielmehr in weltgehendem 
masse auf das thür., ja darüber hinaus auf das obd. (s. 162) rück- 
sicht genommen, in der weise, dass er möglichst nur solche reim- 
Wörter verwendete, die sich ins hd. übertragen lassen, ohne anrein 
zu werden, dies streben mache sich im Servatlus, noch mehr in 
der Eneide bemerklich, dagegen nehmen die lieder eine andere 
Stellung ein: hier schreibe Veldeke seinen dialekt unbekümmert 
um andere dialekte. darum enthielten die lieder viele reime, die 
spezifisch ndd. seien und die man nicht ins hd. übertragen kdnne^ 
ohne sie zu zerstören, wie Veldeke seien auch Hartmann nnd 
Wolfram verfahren, man dürfe darum nicht von einer mhd. Schrift- 
sprache in dem sinne, wie man von einer nhd. spricht, reden, eine 
mhd. Schriftsprache mit positiven bestimm ungen habe es nicht 
gegeben, was vorhanden gewesen, habe man als die vorbedin gangen 
für das Zustandekommen einer solchen zu bezeichnen, in einem 
exkurs zeigt E. Schröder, dass Veldeke die fremdwörter In seinen 
erzählenden dichtungen offenbar deshalb meidet, weil er in ihnen 
ein Clement erblickt, das für seine heimatliche spräche charakte- 
ristisch sei und der hd., auf die er rücksicht genommen, wider- 
strebe. — Kr. geht in manchen punkten entschieden zu weit» 
Veldeke 'verschliesst sich seinem dialekt nicht hartnäckig' (s. 173 
fussn.), sondern schreibt auch nach des vfs. ansieht wirklich limb^ 
nur mit neutralen reimen, könnte femer die wunderbare rücksicht 
auf thür. und obd. zugleich nicht besser als rücksicht aaf eine 
lltteratursprache gedeutet werden, die auf thür. basis (centrnm der 
thür. hof) erwachsen, dann wie jede kunstsprache bestandteile ver- 
schiedener art (also auch obd.) in sich aufgenommen hat? doch ist 
mir die annähme des vfs, Veldeke habe seine spräche auf einen 
ganz bestimmten andern dialekt eingestellt, überhaupt nicht wahr^ 
scheinlich, die erklärung für die von Kr. aufgedeckten thatsachen 



VII, B. Bpik. 79 

«cbeiDt mir noch nicht gefunden; vielleicht liegt tie gar nicht auf 
dem gebiete, wo sie Kr. sucht im übrigen dürfte bei erörterungen 
ül>er kunsteprache lu bedenken sein, dajss in teilen, in denen et 
n«>ch keine allgemein anerkannte nchrifUprache giebt, jede poetische 
Gattung die spräche als die ihr gleichsam angebome zu behalten 
litrebt, in der sie sich gebildet, mindestens in der sie durch be- 
deutende Persönlichkeiten zu allgemeiner anerkennung gekommen 
i8t. für die epische poesie der griechen war auch in der alexan- 
drinischen zeit Homers spräche und technik Vorbild, der attische 
tragiker firbte seine chorlieder nach kriften dorisch, weil die chor- 
l'oesie von dem dorischen stamme zur höhe der kunst geführt 
worden war usw. so scheint mir Hartmann für spräche und technik 
der hofischen erz&hlung eine ühnliche fundamentale bedeutung zu 
haben. — rec. Cbl. 1297 f. 

Eneide. — handschrif^ s. abt. G, 12. 

(>r>. Felix Leviticus, Laut- und flexionslehre der spräche 
der St. Ser\'atiualegende Heinrichs v. Veldeke. Leipz. diss. 134 s. 

Ilgt IH LiIgMfteflL Zur Martina, vgl. oben 7, 13. Schönbach 
s. 91. 

PTlIfi liinri. G7. Br. Baumgarten, Stilistische nntennichungen 
zum deutschen Rolandsliede. Halle, Niemejer. V, 102 s. 2,80 m« 
— vgl. Jsb. 1«98, 7, 57, 

die Stilmittel des R. L. werden systematisch in rubriken ge- 
ordnet dargelegt — rec. CbL 1233 f. 

M, V. Dufauret, Les variantes allemandes de la legende de 
Roland. Rev. polit et litt 11. 

iMni IH Winkirg. C9. R. Henczynski, Alezius. — vgl 
Jsb. 1898, 7, «0. — rec. G. Rosenhagen, ZfdPh. 31, 560— 502. 
Edw. Schröder, AfdA. 25, 302—370. F. Khull, Z(6Q, 50, 905 f. 

7o. Edw. Schröder, Zu Konrad von Würzburg. ZfdA. 43, 112. 
(dT snufkelicK was es im guten mhd. nicht giebt, muss bei 
K. V. W. sekemelich gesetzt werden, 
vgl ol>en abt 5, 27. 

Kl4ril« 71. Edw. Schröder, Wülpenwert und wülpensand. 
ZfdA. 43, 3U3 f. 

die Worte hingen nicht mit itm//^ Sirölfin* zusammen, sondern 
mit ndd. {rtgtn-) wölfj -wcrp^ -im//^, name eines Strandvogels, der 
an der deutschen und holl&nd. küste vorkommt, das wort erscheint 
im agt«. 'Seefahrer* 21 als swm. kuilpa. 

72. P. Steinhäuser, Die künstlerische darstellung des kämpfe« 



80 ^n* MittalhoehdeaUch. 

in den echten und unechten teilen der'Eudrun*. progr. (1899 no. 61.) 
Berlin, Gärtner. 27 8, 4«. 1 m. 

vjjl. Dieffenl>acher ol»en 7. 32; Richter 7, 33. 

lliZ listflfr. 73. K. Eulin^;« Die JacobH^rüder von Kons 
Kistener. hn*^. in: Genuanitst. abh. hrsg. v. F. Vogt no. XVL] 
Breslau« Marcui«. X, 130. 5 m. 

I. Htand der frage. (Kitftoner hat kein älteres werk des 
Heinr. v. Liiiuuwe Ul>erarbeitet. er lieferte eine 8elbständi|{0 
dichtung.) II. heimat und entstehungszeit des gedichtaa. 
(Str.ui.*iburg, mitte ded 14. jhn. i III. Überlieferung und her- 
stellunte. IV. <it*r Htoff unii seine behandluug. (quelle wohl 
lateinisch. I V. Charakteristik. — t«*xt s. Ol — 124. — naebtrag 
von F. Vogt: 1, zum Walla-re. 2. r^eptimunt. 

Pfiff IjBprrrht. 74. Uottmann, Ale.\anderlied. H9S. — vgL 
Jsb. H!»s. 7. 05. — reo, J. Seilor, ZfiPh. 31, r>00. Ad. Ausfeld, 
Liibl. 3G9 :{71. 

Lairil. 7.'». G. H..lz. Laurin. lftf»7. — vgl. Jsb. 1897, 14, 6S. 
IMS, 7. «7. - rec. H. Lambel. AfdA. 2',. 20»)— 291. F. Vogt, 
DLx. 140— 14^. Athenäum :C21. 

lorait Ui (illif. vgl. f.l.vn abt. 7. «).'). Kraus, Veldeke 
H. XIV fussni'te. 

Moritz fOB Traofl. 7«;. Elw. Schr«'d*?r, Zu Müritz von Crmon. 
ZfdA. 43. 2:m— 2»;4. 

(*;i.*<siiniira :iU >ti<'ktTiii wirl im romaii d'Kii*'-as (i»d. Salverda 
de (frave- au.*« -l«-n l»s;irt»-n zu 74'»*^ riarhßfwit'son. im M. v. Cr. 
liejrt alsi' kfr-iiio rfmini>c»»nz an den Tristan vor. gegen G. Paris 
wird an eini-r frz. '^ueüe des gedieht« fe>t gehalten, um so mehr, 
als ein littiran.<«rher zusammciihanh: mit dem fubleau *Ije revenani* 
}»esteht. 

VlMumirH. 77. K. Kettner. Die 'Str. Nibclungendichtung. 
1^1*7. — v^'l. J.^b. IsliT. M. 74, 1^!»N 7. 72. — rec. G. Rosen- 
hajren. ZtilMi. 31. 243— JM. F. I'anzer. Litbl. 11.^»— 122. 

7**. <T. MaTth.ii. Kiid»-;:or von Ht-rhlan-n unil die Jlarlungen- 
sage. Zf.iA. 41. .;«•:» -.i.ij. 

7f». K li. hi;.Lbrr*rtr. Kriemhilt. IMtr. 21.221-231. in- 
sammeii^!*'Iluii^ -ii-r vfr>oKirdiiien z*'U^iii.*iAe ubrr liie fnrm des 
nanif-nn 'mit e. i>. i. ei ur.-i (r. k\ rh un-i erkhirunj: ihror laut- 
verhält Li.v-^e. i;.- i rn* mit -|V- wird drm SW. Deutschlands, die 
mit -ei- dem *^* » /-ic«?" hri^-K n. 'i;i.- fri^iij.il des Nibelungenliedes 
hatte '\€''. M-ii.»' h»';i:.a* k:ti.ii li-tniiii liirljT u..hl * »rvrreich gewesen 
•M»in. sie iai iwfhr w»".-»tlich Havt-n;. Tirol i m suchen. 



Vn, B, Epik. 81 

80. W. Cramer, Kriemhild. eine sagengeschichtliche Unter- 
suchung II: mythus und geschichte in den sagen des Nibelungen- 
kreises, 1. hälfte. progr. (1899 no. 538) Colmar. 42 s. 40. — 
vgl. Jsb. 1897, 10, 38. 

81. H. Römheld, Über die Nib.hs. h und die Iw.hs, a. diss. 
Greifs wald. 91 s. 

82. 0. Henke, Das Nibelungenlied (Übersetzung nach der hs. 
A). 1899. — vgl. Jsb. 1898, 7, 80. — rec. F. Khull, ZfoG. 
50, 905. 

83. K. Holdermann, Das Nibelungenlied. 5. aufl. vonRehorn. 

1897. — rec. R. Wagenführ, ZfGw. 53, 379—81. 

Nikolans ?. Jerosehio s. 7, 6i. 

Ortoit. 84. J. Lunzer, Alte lesezeichen in einer Ortnithand- 
schrift. Beitr. 24, 545—547. 

Passional. — Handschrift s. abt. 6, 12. 

Reinbot von Dorne. 85 F. Vetter, Der heilige Georg des 
Röinbot V. D. 189G. — vgl. Jsb. 1896, 14, 103. 1897, 14, 86. 

1898, 7, 82. — rec. C. Kraus, AfdA. 25, 38—61 (scharf ver- 
urteilend). 

Graf Rudolf, vgl. Roethe, Reimvorr. s. 37 fussn. 4. oben 7, 1. 

Rfldolf TOD Ems. 8G. Rh. Köhler, Die dankbaren toten und 
der gute Gerhard (Germania 3). neu abgedruckt in d. kleinen 
Schriften I, 5—20. hrsg. v. J. Bolte. Weimar, Felber. 1898. 

87. Rh. Köhler, Zum guten Gerhard (Germ. 12). ebd. 
s. 32—39. 

88. Edw. Schröder, Lückenbüsser. Zum guten Gerhard, 
erklärung und besserung zu v. 345. 418. 433. 470. 

Handschrift s. abt. 6, 12. 

Stricker. 88a. J. Ammann, Strickers Karl. Jsb. 1897, 14, 
92a. rec. F. Khull, ZföG. 50, 469. 

ThOfflasin YOn Zerclaere. 88 b. Wn., Thomasin AdB. 45, 944. 

ülricil YOD LiehteOStein. 89. Marianne Nigg, Zum ged&chtnis an 
den minnesänger und dichter Ritter Ulrich von Lichtenstein zu 
seinem 700. geburtstage. Korneuburg, verlag *frauenwerke'. 27 s. 
1 m. 

das schriftchen macht keinen anspruch auf Wissenschaft in 
ziemlich mangelhaftem deutsch und ohne kenntnis der mittelalter- 
lichen Verhältnisse wird Ulrichs leben kurz erzählt, aufinif zu 
einem denkmal für den dichter. 

Ulrich YOn ZatzikhOTeO. 90. J. Bächtold, Vorrede zur in- 
Jahresboricht für germanisohe Philologie. XXI. (1899.) 6 



82 VII. Mittelhochdeatsch. 

augoraldissertation ^der Lanzelet Ulrich von Zatzikhoven' nea gedr. 
in: J. Bächtolds kleine Schriften, s. 57 — 60; vgl. abt. 1, 2a. 
Gruhn, Erec und Lanzelet. vgL oben 7, 54. 

Wendier YOn Ehnendorf. vgl. oben Roethe, Reimvorr. 8. 29 ft 

Wendier der Oartena^re. 91. Keinz, Meier Helmbreht und 
seine heimat. In: M. Bernays, Schriften znr kritik und litte- 
raturgesch. 4. hrsg. von G. Witkowski. Berlin, Behr. oben 2, 80. 

Virnt. 92. Ernst Freiherr von und zu Aufsess, Die alten 
freien geschlechter im gebiet des bistums Bamberg. IH. fort- 
setzung. Ber. d. histor. ver. zu Bamberg 59 (1898), 64 s. 

s. 17 £f. nachrichten über das geschlecht der Gräfenberger. — 
vf. kennt Sarans abhandlung (Jsb. 1896, 14, 129) nicht, die seine 
polemischen bemerkungen bereits übei^üssig gemacht hat. un- 
klar ist, auf welchen grundlagen die meinung des vf. ruht^ die 
Gräfenberger seien nicht irei gewesen, sie beerben nach seinen 
darlegungen ende des 13. jh.s ein aussterbendes, freies geschlecht 
Konrad v. Würzburg nennt Wimt edel unde t>ri, 

Wolfram, (vgl. zu dem Jüngeren Titurel oben 7, 3a.) 

93. Fr. Panzer, Bibliographie zu Wolfram von EschenbacL 
München, Ackermann 1897. 

[zusätze zu Jsb. 1898, 7, 101] angez. AfdA. 24, 316—318 von 
Edw. Schröder, dieser wendet sich gegen die bisherige annähme 
von Wildenberg- Wehlenberg bei Altenmuhr und weist auf den 
alten Stammsitz des geschlechts von Durne (Dürn) am ostrande des 
Odenwaldes hin, wo Wolfram als dienstmann geweilt und gedichtet 
haben könne. 

Parzival. — Handschrift s. abt. G, 12. 

94. W. Braune, Zu Wolframs Parzival. Beitr. 24, 188 — 205. 
folgende stellen werden besprochen: 122, 2. 13; 128, 17; 

136, 25; 137, 29; 139, 15 £F.; 141, 8; 143, 4; 145, 28; 146, 21 flF.; 
149,30; 154,21; 155,18; 164,14; 167,8; 170,30; 171, 13 fit; 
174, 2. — wo die erklärer auseinandergehen (Commentare von Bartscli 
und Piper, übersetzimgen von Boetticher und Hertz) trifft vf. eine 
meist wohlbegrüudete entscheidung oder stellt auch eine neue er- 
klärung auf gegen alle, nicht beMedigend ist die erklärung von 
170, 30 (der kumherhafle werde man wol mit schäme singen k€m ■— 
*der verschämte arme') und 146, 21 iF. (die umkehrung des stroh* 
wisches nur ein grotesker einfall Wolframs), beachtenswert ist 
besonders die ausführliche behandlung von Gurnemanzens rat 
170, 15 ff. 

95. A. Gebhardt, Zu Wolfram. Beitr. 24, 406—409. 

1. die reime sun : tuonj siüende : künde u. ä. sind nicht ans 



Vn, B. ^k. 83 

thflringischem einflusM eq erklären, nondem echt bayrisch-fränkiscb ; 
es iat sun : tun iisw. eu schreiben. 2. Pars. 702, 18 ist statt uze 
Ü£en zu leaen. 3. Wildenherc sei eine scherxhafte al>er8et2ung 
von Munsalviesche [?). 

Oü. S. Singer, Bemerkungen eu Wolframs Parzival. h. Jsb. 
IHIIS, 7, 105, — anges. AfdA. 25, 360— 302 von E. Martin, im 
ganson lustimmend: *nur weniges fordert lur kritik heraus*, su 
Pars. 140, 3 ff. giebt Martin die in der bisherigen ausgäbe des 
Chrestien nicht vorhandene stelle der quelle aus einer Edinburgher 
hs. l Berichtigungen eu Parz. 1, 30 und 459, 23. 24. — Cbl. 1899, 
:S5 1—352. 

90a. Fr. Saran, Hartmann von Aue. Beitr. 24. s. a. abt 
5, 20 u. 7, 65. 

darin Pars. 115, 25 ff. (ine kan decKeinen buochsiap usw.): 
Wnlfrnm wolle an dieser stelle nur »igen, sein werk habe keinen 
^lehrten (lateinischen) Ursprung {urkap) und solle nicht mit ge- 
lehntamkeit l>ehandelt werden, damit wolle er sich dagegen ver- 
wahren, dass man ihn mit demselben masse messe wie den be- 
rühmten gelehrten Hartmann, der seine gelehrsamkeit in den 
oinleitungen su Iwein und A. H. ausdriicklich l>etont. vf. hält es 
nicht (dr undenkbar, dass sich Wolfram auf Iwein l>eziehe und 
daMM dann Hartmann im A. H. darauf geantwortet habe, er stellt 
dif» Chronologie auf: Erec, Iwein, Part. 1—6. A. H^ Pars. 7 ff., 
Tristan, Wigalois. bei dieser auslegung von Pars. 115, 25 ff. be- 
gn*ift man al>er nicht, warum W^olfr. überhaupt diesen gegensats 
auftftellt^ wenn er damit nur meinte, dass viele (gnuoge) aventiuren 
in dvr gelehrten litteratur ihren Stoff suchten, die seine aber nicht; 
denn Hartmanns hauptwerke Erec und Iwein, die Wolfr. auch 
allein kannte, hal)en ganz die gleiche stoffquelle. 

!»7. Parsival, neu bearb. von W. Herts 1897. 

H. Jsb. 1S9S, 7, 107. SU den dort verzeichneten recensionen 
rtei ii<»ch l»emerkt, dass O. Behaghel an der nichtexist^ns Kyots 
Hertz gegenül>er festhält, und dass auch A. Schön b ach die 
«Tidimurotgeschichto fiir freie ertindung Wolframs und Ewar ftkr 
sputen* zuthat hält. 

'(^. P. Hagen und T. Lenschau, Auswahl aus den höfischen 
epik<*rn des deuUchen mittelalters, für den schulgebrauch. 2. bänd- 
i-hrrt. Wolfram von Eschenbach. Leipzig, Freytag. 7S s. geb. 
< 1.0*1 m. 

•iie knapfie einleitung is. 3 — 15 1 streit\ wohl die wichtigsten 
punkte, die für das Verständnis des Parzival — d^nn nur um 
dieites gedieht handelt es sich — wichtig sind, al>er für die zwecke 

6* 



84 VII. Mittelhochdeatsch. 

der oberklassen des gymnasiums reicht sie nicht aus. es folgt eine 
ebenfalls ganz knappe inhaltsübersicht s. 16 — 19 und endlioh text- 
proben in flüssigen reimpaaren aus L. 117 — 129; 170 — 175; 223; 
229—242; 281—283; 311—332; 446—452; 468—473; 488; 7»5. 
verbindender text zwischen diesen abschnitten ist nicht vorhanden, 
und die voran geschickte inhaltsangabe der einzelnen bücher reicht 
nicht aus, die ausgewählten abschnitte verständlich zu machen, die 
anmerkungen geben die nötigsten sachlichen erklärungen. 

99. E. Wechssler, Die sage vom Gral 1898. 

s. Jsb. 1898, 7, 106. angez. Litbl. 1899, 16—18 von W. Oolther. 
Einerkennend und besonders die eingehende und begeisterte wtLrdignng 
des Parsifal R. Wagners lobend ; lücken und mängel der bibliographie 
werden gerügt, von besonderer bedeutung ist die kritik von 
D. Blöte, AfdA. 25, 348— 3C0, der Wechsslers ansieht über du 
Verhältnis zwischen Chrestien, Kiot und Wolfram, also über die 
ganze quellenfrage (Kiot Wolframs alleinige quelle) ganz eingehend 
behandelt und als völlig haltlos zurückweist: *die partien, die von 
Kiot und Wolfram handeln, sind durchaus unzuverlässig', in den 
meisten punkten wird man Blöte zustimmen, doch hat er Wolframs 
freies schalten mit seinem sto£Pe nicht genug berücksichtigt. 

100. L. Grimm, Wolfram von Eschen bach und die leit- 
genossen. 

s. Jsb. 1897, 14, 115. völlig ablehnend angez. AfdA. 26, 
292 — 305 von A. Nolte, der mit der besprechung des bnches 
eigne selbständige Untersuchungen verknüpft, die Grimms behanptong 
von der späteren entstehung der beiden ersten bücher des Panivil 
widerlegen, auch die reihenfolge der werke wird berührt; N. hilt 
den Titurel für das letzte werk, die älteren Untersuchungen über 
die Verwendung der volksepischen ausdrücke zur beleuchtnng der 
Stilentwickelung W.'s heranzuziehen war allerdings nicht glücklich; 
sie können, wie ref. an anderem orte gezeigt hat, nichts beweisen. 
aber was N. sonst in seiner besprechung ausfuhrt, hat durchaus 
selbständigen wert. 

C. Lyrik. 

101. Fr. Pf äff, Die grosse Heidelberger liederhandschrifL in 
getreuem textabdruck. 2. abt. (sp. 321—640) 1899, 3, abt (ep. 
641—960) 1900. Heidelberg, Winter, gr. 8. i 5 m. — vgl Jah. 
1898, 7, 111. 

in schöner ausstattung liegen von der längst erwarteten pabli* 
kation Pfaffs nun 3 lieferungen vor. sie geben den text von C 
bis zur 1. .Str. des ^Schulmeisters von Esslingen' einschlieasliek 
hoffentlich folgen die beiden noch ausstehenden lieferungen den 



^ 



Vn, C. Lyrik. 85 

bisherigen ebenso schnell. — rec. F. Piquet, Rev. crit. N. s. 47, 
328 f. G. Roethe, AfdA. 25, 152—155. 

102. K. Brunn er, Über den Ursprung der grossen Heidel- 
berger liederhandschrift. Allg. zeitg. beil. 73, 1 — 4. 

zustimmende besprechung der h3rpothese dos Grrafen Eberhard 
Zeppelin (vgl. Jsb. 1898, 7, 112), dass die hs. C in Constanz ge- 
schrieben sei. 

Wegeli u. Durrer, 2 Schweiz, bildercyclen. vgl. oben abt 7, 25. 

103. A. V. öchelhäuser. Die miniaturen der universitätsbibL 
zu Heidelberg. 2. teil. 1895. — vgl. Jsb. 1896, 14, 150. — rec. 
Riegel, Mitt. d. instit. f. östr. gesch.-forsch. 20, 353 — 355. 

104. F. Tr. Schulz, Typisches der grossen Heidelberger 
liederhs. und verwandter handschriften nach wort und bild. eine 
germanistisch-antiquarische Untersuchung, diss. Göttingen, Vanden- 
hoek und Rupprecht. 116 s. 3,20 m. 

105. E. Stilgebauer, Über die Jenaer handschrift. Allg. zeitg. 
beil. 10, 7 f. 

106. F. Mone, Kritik der wappen der minnesinger aus 
Schwaben, ein bei trag zur geschichte der christl. mystik no. 30. 31. 
Diöcesanarchiv von Schwaben 17, 41 — 44. 18, 40 — 43. 

107. Mayer-Rietsch, Mondsee- Wiener hs. 1896. — vgl. Jsb. 
1896, 14, 172. 1897, 14, 121. 1898, 7, 110. — rec. F. Vogt, 
GgA. 161, 79—86. 

Edw. Schröder, Lied des Möringers 7, 29 und 7, 131. 
über die minnesingerstrophen in der Berner hs. 260 (Lm.-Haupt p.). 

108. K. A. Geuther, Komposition und entstehung des lieder- 
buches der Klara Hätzlerin. Halle, Niemeyer. VII, 166. 3,60 m. 
[teil I (29 s.) auch diss. Halle.] 

Klara Hätzlerin war bürgerlichen Standes und bücherabschreiberin 
von beruf, ihr liederbuch (H.) ist blosse abschrift eines ihr von 
Jörg Roggenburg zum kopieren gegebenen älteren liederbuches. 
die Bechsteinsche (B.) und Ebenreuttersche (E.) hs. sind keine ab- 
schriften von H., sondern vollständige, für die kritik des textes 
und Zerlegung der gedichtmassen von H. wichtige Seitenüber- 
lieferungen, mit ihrer hilfe zerlegt vf. nun H. in seine bestandteile 
und versucht schliesslich, die Verfasser der einzelnen spruchgedichte 
zu ermitteln, besonders Hermann von Sachsenheim werden viele 
zugeschrieben, dessen persönlichkeit tritt in der Sammlung über- 
haupt sehr in den Vordergrund. 

Panzer, Rea Piquets s. 536. vgl. oben abt. 7, 50. 



86 ^n. Mittelhochdeatsch. 

109. A. Schönbach, Anfänge des minnesangs. 1898. — 
vgl. Jsb. 1898, 7, 117. — rec. Cbl. 418. ref. Giom. storico deDi 
letter. ital. 34, (1. 2). reo. ¥. Piquet, Rev. crit. N. s. 48, 163 — 65; 
dazu vgl. s. 260. E. Martin, DLz. 1555 f. W. Golther, ZÖPL 
31, 510—512. H. Jantzen, Allg. zeitg. beil. 73, 7. 

110. F. Grimme, Geschichte der minnesinger I. 1897. — 
vgl Jsb. 1897, 14, 134. — rec. K. Brunner, Hist vierte^'.-sehr. 
1, 264—266. 

111. E. Stilgebauer, Geschichte des minnesangs. 1898. — 
vgl. Jsb. 1898, 7, 120. — rec. Cbl. 452. F. Piquet, Bev. crit 
N. s. 48, 165 f. W. Golther, ZfdPh. 31, 512. Allg. zeitg. bei 
128, 7. F. Khull, Z£öG. 50, 906 f. F. Panzer, LitbL 361—364 

nach dem urteil aller recensenten eine unwissenschaftliche 
und wertlose arbeit, die nicht einmal die einschlägige fachlitteratnr 
ausgenutzt hat. 

112. A. E. Schönbach, Beiträge zur erklärung altd« dicht- 
werke. I. stück: die älteren minnesinger. Sitz. ber. d. Wien. acad. 
Wien, Gerold. 141, 154 s. 3,60 m. 

Seh. erklärt zahlreiche stellen aus den Namenlosen Liedern, 
Kürenberg, Meinloh, Burggraf v. Regensburg, B. v. Rieten- 
burg, Spervogel, Dietmar, Hausen, Veldeke, Gutenburg, 
Fenis, Johannsdorf, Rugge, Horheim, B>üte, Bligger, 
Kolmas, Morungen. besonderer wert wird auf die beziehungen 
zur kirchlichen litteratur gelegt, sehr beachtenswert ist der 
hin weis auf die benutzung Ovids durch die minnesinger (s. 151). 

Graf von Anhalt, vgl. Roethe, Reimvorr. 59. oben 7, 1. 

Heinrich Yon Meissen. vgl. unten 7, 116. 

Heinrieh ?0n Homngen. 113. E. Lemcke, Textkrit. unterB. 
1897. — vgl. Jsb. 1897, 14, 141. 1898,7, 122. rec. W. Golther, 
ZfdPh. 31, 513. W. Wilmanns, AfdA. 25, 340—46. F. Khull, 
ZföG. 50, 231 f. 

114. 0. Rössner, Untersuchungen zu H. v. M. 1898. — 
vgl Jsb. 1898, 7, 123. — rec. W. Wilmanns, AfdA. 25, 346— 34^ 
H. Jantzen, DLz. 984 f. Cbl. 729. W. Golther, ZfdPh. 31, 
513 f. 

Hadlaub. s. unten 7, 131. 

Heinzelin ?on Konstanz, s. unten 7, i3i. 
Hermann Damen, vgl. oben 7, i Roethe s. 60. 
Hermann ?on Saehsenheim. vgl. oben 7, 108. 



Tn, D. Behaotpial. 87 

MM TH Se? efilfSNI- l^^* £. Joseph, Das liederbach Meinlohs 
von Sevelingen und schemaU anderer liederbücher f. d. gennanist 
section d. 45. vers. deutscher philologen und schulm&nner. Strass- 
bürg L £., Neuste nachrichten. 

MtenomiK. 110. R. Biedermann, Die einwirkungd.Kolmarer 
meisterliederhs. (t) auf d. textgestaltung d ged. Heins, v. Meissen. 
1S97. — vgl. Jsb. 1S97, 14, 139. 1898, 7, 127. — rec. E. Mackel, 
Arch. 102, 393. 

Xitkart. vgl abt. 5, 27. (Rhythm. analyse von Haupt 14, 14.) 
vgl Kraus, Veldeke s. 188 (fremdwörter l>ei Nithart) abt. 7, 
<]5 und G US in de abt 7, 24. femer unten no. 131. 

117. Fr. Berdolet, Die modi der verschiedenen Satzarten 
liei Neidhart von Reuenthal. diss. Tübingen. Bonn, C. Oeorgi. 
97 s. 

•tt# n*. IH Inurieikirs. vgl. Roethe, Reimvorr. s. 59. v^l. 
ol>en 7, 1. 

WlHber IH fcr T^IVlWfMe. vgl. abt 5, 27 (rhythmische analyse 
von Tnder der der linden) und 1, 2a B&chtold s. 306 ff. 

Willaw* vgl. Roethe, Reimvorr. s. €0 ff, oben 7, 1. 

D. Schauspiel 

118. R. Heinzel, Beschreibung d. geistl Schauspiels 1898. — 
vgl. Jsb. 1S97. 14, 165. 1898, 7, 145. — rec. R. v. Kralik, Allg. 
litbl(8). K. Reuschel, Allg. seitg. beil 29, 6— 7. 0. Bötticher, 
NJb. abt. 1, 77 f. R. M. Werner, ZftG. 50, 127—131. Mimpel, 
N. phil rdschau 1899 (Ij. 

119. B. Venzmer, Die chöre im geistlichen drama des 
deutlichen mittelalters. Ludwigslust 1S97. diss. Rostock 1897. 70 s. 

120. R. Heinzel, Abh. z. altd. drama. Sitz.-ber. d. Wiener 
akad. bd. 34, no. 10. 1S96. — rec K. Drescher, Litbl 226 £ 

121. P. V. Teuber, Die entwicklung der weihnachtaspiele seit 
d. Alt. Zeiten b. i. 16. jh. (fortsetzung.) progr. Komotan. 32 s. 
1. teil Jsb. 189S, 7. 148. rec. H. Widmann, Zfrealschw. 24. 639. 

122. M. Will motte, I^s passions Allemandes du Rhin. 
1M9S. _ vgl Jsb. 1H98, 7, 147. — rec. Cbl 49. P. Piquet, Rev. 
crit. N. s. 47, 310 f. E. Martin, AfdA. 25, 208 f. 

122a. Bernhard Grosse, Zwei AmstAdter 'heilige- christ- 
kom<Kiieu* hnig. von E. Frotscher. Arnstadt 1S99. AmsUdt, fiirstl 
gymn.-progr. ino. 764.) s. 3— 19. 4^ 



88 ^n. Mittelhochdeatsch. 



E. Prosa. 

Predigten des 13. jhs. vgl. A. Schönbaoh, Voraner novalle 
8. 9. oben no. 13. 

123. A. Schönbach, Miscellen aus Orazer handsohriften. 
II. reihe. S.-a. a. d. mitt. d. hist. ver. f. Steiermark 47. 64 a. 
Graz, Selbstverlag. 

A. beschreibung eines deutschen gereimten psalteriums im 
cod. 1593. es ist gereimte prosa. vf. ist ein sonst nnbekannter 
geistlicher Petrus aus Mitteldeutschland, der im 14. jh. lebte, bei 
der Übersetzung hat er benutzt die psalterglosse des Nicolaat 
V. Lyra (f 23. okt. 1340). Schönb. druckt den 67. psalm der 
Übersetzung ab. im anschluss daran werden interessante ivorte der 
Übersetzung zusammengestellt, die in den mhd. wbb. entweder 
fehlen oder doch nur selten belegt sind. 

B. in cod. 194 eine alte, neben der Renner relation ernsthaft 
in betracht kommende Überlieferung der psalmenübersetzung Heinriolis 
von Mügeln. (verf. etwa 1345 — 70.) der anfang der Orazer ha. 
wird abgedruckt. 

C. eine deutsche Übersetzung der psalmen, cantica, symbolum 
Athanasianum und grossen litanei in cod. 1631. die hs. 1407 iBt 
hergestellt durch einen oberbayr. geistlichen namens Konrad ftr 
die nonnen von Altomünster. vgl. Beitr. 24, 232 £f. (über die 
spräche). — femer noch andere psalmenübersetzungen und prosaische 
deutsche Übersetzungen des schachbuches von dem dominikaner 
Jacobus de Cessolis. — rec. Eb. Nestle, DLz. 1870 f. 

124. H. Zeller-Werdmüller, Die Züricher stadtbücher dei 
14. und 15. jhs. auf veranlassung der antiquar. gesellsch. zn Zürich 
hrsg. von — . bd. 1. Leipzig, Hirzel. XI, 404 s. gr. 8. 12 nt 
rec. Cbl. 1501 f. 

125. W. Bruchmüller, Zur Wirtschaftsgeschichte eines 
rheinischen klosters im 15. jh., nach einem rechnungsbach des 
klosters Walberburg aus dem jähre 1415. Westd. zs. 18, 266 — 308. 

der text des rechnungsbuches wird s. 289 — 308 mitgeteilt. 

12G. Franz Jelinek, Die spräche der Wenzelsbibel in ihrem 
Verhältnis zu der spräche der wichtigsten deutschen litteratur- und 
rechtsdenkmäler aus Böhmen und Mähren im 14. jh, und der kaiserL 
kanzlei der Luxemburger. S.-a. aus d. 38. u. 39. jsb. d. k. k. ober- 
realschule in Görz. Görz, Selbstverlag d. vf. 110 s. vgl 8, 170. 

127. A. Köberlin, Ein Bamberger echtbuch (Über proscrip- 
torum) von 1414 — 1444. Ber. d. histor. ver. z. Bamberg 59. 

147 s. 



VII, E ProM. 89 

Afkemil an Hhafl. 128. O. Karpeles, Der ackermann aas 
Böhmen. Za f. hücberfr. 3, 387—394. 

lertbeM IH IfgevkirK. vgl. Schönbach, Vorauer Dovelle a. 15. 
ol)en abu 7, 13. 

Bke IM Iffkm. vgl Roethe, Reimvorr. oben 7, 1. 

Murkh 101 ligril. vgl. Schonbach, Mise U. oben abt 
7. 123. 

Muifh TH .\oNbffl. 129. Ph. Strauch, Heinrich v. Nord- 
lingen. Realencycl. f. prot. theol u. k.* 7, 607 — 610. 

lenUUUI IM PritzUr. 130. A. Hegler, Hermann von Fritslar. 
HerxogH protest realencycl.^ 7, 70S f. 

littkias 101 KeiflkirK. 131. Edward Schr<»der, Die Bemer 
handiichrift des Matthias von Neuenburg. Nachr. d. k. geaellach. 
der wiiMjenach. tu üüttingen phil-hist kl 1?^99 (1) 49 — 71. 

weist durch xusammen halten vieler einseinen kriterien (zu denen 
ein kalender der Straaaburger diöcese prächtig stimmt), nach, das« die 
handschrit't 1350 — 13ri2 in Straaaburg, bei lebzeiten des Matthias 
von Neuenburg und unter seinen äugen entstanden ist von be- 
i«onderer Wichtigkeit sind die deutschen stücke in der handschrift, 
die auf Albrecht V. von Hohenl)erg und Haigerloch, den rivalen 
dt*s Matthias bei dem streit um die au torschaft der chronik, weisen: 
xwei erl>auliche prosai^eschichten, Heimele ins von Konstans gedieht 
von don zwei johansen ( — der dichter heisst küchenmeister Albrechts 
von Hohenberg — ), Sammlung von minnestrophen, unter denen *der 
ros4«nknins herm Neidharts* und ein gedieht Hadlaubs. die hs. 
war also oine sammelhs. alles wissenswerten, deren erster teil aus 
hiindschriften aus dem besitze Albrechts V. von Hohenberg ge- 
flossen ist während den zweiten teil Matthias von Neuenburg mit 
seiner chronik füllte. S. 

JohailM Tailer. 132. v. Loe, Johannes Tauler. Wetser- 
Weltes kirchenlexikon» 11, 1276— IJSt». 

Ilrifh 101 Ikhfitil. 133. K. Beyerle, Ulnch von RichentaL 
Zs. f. d. gesch. d. Oberrheins 53, 13—27. 

SfffMI. 134. O. Heilig, Altd. segen aus Heidelberger hand- 
schnAon V; Alem. 27, 1 — 31. segen für feifei, würmer, tritt, d. 
vernageln d. pfcrde, ellen>K>genleist ( pferdekrankheit), pfeil-, wund- 
un«! hufsegen, nach Cod. pal. germ. 255 (XVI. jh.). — am schluss 
nachtrage zu II. III (Alom. 25, 265—208. 26, 70 f.). — vgl. Jsb. 
189H, 7. 160. 

F. Saran. 93—100 G. Boetticher. 



90 ^ni. Neuhochdeutsche spräche. 



vm. Neuhochdeutsche spräche. 

(A. Grammatik: 1. allgemeines, 2. ältere grammatiker, 3. einselae fpsbietn der 
grammatik. — B. Wortkunde: 1. wörterhücher, 2. allgemeines, 8. «imelheitoii, 

1. fremdwörter. — C. Namenkunde: 1. personennamen, 2. ortsnameot 8. aonstigB 
namen. — D. Greschichte der Schriftsprache und des stiles. — £. Ausspnidie» 
sdirift, rechtschreihung, Zeichensetzung. — F. Unterricht. — 6. Metru und 

poetik.) 

A. Grammatik. 

1) Allgemeines, l. Veit, Aus dem leben der spräche. Der 

prakt Schulmann 48, heft 2. 

2. W. Toischer, Die spräche der kinder [Sammlung gemein- 
nütziger vortrage, nr. 248]. Prag, F. Haerpfer i. k. 15 s. 0,30 m. 

schildert ansprechend die erlemung der spräche im frühen 
kindesalter, die den kindem eigentümlichen sprachformen, die durch 
die Unfähigkeit, schwierige laute oder lautgruppen hervorzubringen, 
und durch falsche analogie erzeugt werden, und die primitive art 
des kindlichen satzbaues. 

3. G. Lindner, Aus dem naturgarten der kindersprache. 
e. beitr. zur kindlichen sprach- und geistesentwickelung in d. ersten 
vier lebensjahren. Leipzig, Grieben 1898. VII, 123 s. 2 m. 

nach der lobenden anzeige Cbl. 1899, 716 f., unterscheidet der 
vf. in den ersten vier lebensjahren drei stufen der sprachentwick- 
lung: 1) die physiologische (zweckunbewusste lauterzeugang — bis 
zur 25. Woche), 2) die logische (beginnendes sprachverst&ndnis — 
bis zur 58. woche), 3) die philologische (eigentliche spracher- 
lern ung). 

4. E. Wasserzieher, Aus dem leben der deutschen sprachei 

2. aufl. (=a Wissenschaftl. volksbibl. nr. 14). Leipzig, S. Schnur- 
pfeil. 64 s. 0,20 m. 

Dass. 3. aufl. — vgl. Jsb. 1892, 3, 84. 

5. 0. Sutermeister, Humor in der deutschen grammatik. 
Vortrag. Bern, K. J. Wyss. 36 s. 0,70 m. 

bespricht in launiger weise die etymologischen Spielereien 
älterer grammatiker, lächerliche zerdeutsch ungen grammatischer 
termini, lustige missverständnisse von homonymen, seltsame be- 
griffswandlungen von Wörtern, euphemismen in ausrufen und Ver- 
wünschungen, spasshafte hyperbolische oder auf das bestimmnngs- 
wort eines compositums bezogene adjektivattribute, prunkhafte tital, 
tautolo£rische Zusammensetzungen, ungeheuerliche composita, aben- 



Tni, A. GrammAlik: 1. aUgmmiMt. 91 

teuerliche neublldungon, merk Würdigkeiten im gebrauch der flezionB- 
formen« flehenhafte hetonuDgtuinderungeny proviDiialiatische aus- 
spräche , syntaktisches, zum schluss werden Mark Twains köst- 
liche einige schwächen unsrer spräche geisselnde bemerkungen an- 
geführt. 

r». V. G. Scarpa, La lingua tedesca e i suoi dialetti. Turin, 
Clausen. 16". 1,:*0 m. 

7. F. Blatz, Nhd. grammatik. 3. aufl., 2. subscr.-[-tit6l-]ausg. 
(in ir> liefen.) 1. und 2. lief;;. Karlsruhe, J. Lang. s. 1—272. 
1,60 m. — vgl. Jsb. 1S9S, S, 1. 

8. F. N. Finck, Der deutsche Sprachbau, s. abt 5, 8. 

9. W. Wedekind, Sprachfehler oder Sprachentwicklung? 
verHuch einer historischen grammatik der deutschen spräche Air 
gebildete laien mit l>esonderer rücksicht auf schwankenden Sprach- 
gebrauch nebst ausblicken in die sukunft. 1. bdchn.: das haupt- 
wort in der einsahl. I^rlin, W. Wedekind. 06 s. 0,50 m. 

1(». Th. Matthias, Sprachleben und sprachschiden. 2. anfL 
— vgl. Jsb. 1898, 8, 3. — rec. H. Wunderlich, ZfdPh. 31, 
rilG--r>20. erkennt die Vorzüge des buches mit hohem lobe an, 
meint jedoch einmal, dass die darstellung an einheitlichkeit und 
anrogung gewonnen ' h&tte, ^wenn der Standpunkt der wissenschaft- 
lichen forschung den ausgangspunkt und nicht bloss den hinter- 
grund dargelxoten h&tte*, was er an dem beispiel von Ms. behand- 
lung des artikels erweist, und sodann, dass eine gUederung der 
eimelHkUe nach den treibenden motiven den überblick erleichtert 
halben würde. — lobend bespr. von Gärtner, ZSprV. 14, 197 — 199, 
der jedoch im einseinen zahlreiche einwendungen macht 

11. Th. Matthias, Kleiner Wegweiser durch d. Schwankungen 
u. sohm-ierigkeiten d. deutschen Sprachgebrauchs. 2. verb. aufl. 
Leipzig, F. Hrandstetter. VIII, 154 s. 1,40 m. — vgl. Jsb. 1898, 
s. 4. — das treffliche buch, das in der 2. auiL versehen der 1. be- 
richtigt und die in dieser angewandte dreifache druckabstufung auf- 
gegeben hat, wird nicht nur lehrer und scbüler, sondern auch die 
im le)>en stehenden in flUlen des zweifeis sicher führen und ihnen 
reiche grammatische und sprachgeschichtliche belehrung spenden. 

12. K. Reuschel, Kritisches zu einer kritik. ZfdU. 13, 
573 — 575. 

erhebt einwendungen gegen einige aufstellungen O. Scbulzes 
in einer kritik von G. Wustmanns 'Allerhand Sprachdummheiten* in 
den Neuen jahrb. I, 2. abt, s. 360—369. 



92 Vin. Neuboc^deatsche spräche. 

13. A. Heintze, Deutscher sprachhort, ein Stil Wörterbuch. 
8. unten 8, 40a. 

14. J. Schmidt, Das gesetz der deutschen prosa. niahnong 
für schriftsteiler und Journalisten. Wien, F. Beck. 16 8. 0,50 m. 

der kundige und feinhörige vf. mahnt mit recht, anch in der 
prosarede die endungs-^e' durch apokope oder synkope zu be- 
seitigeu, wo der rhythmus es erfordert oder ein hiatus vermieden 
werden muss (^ch hab' an bord des schiffs gestanden*). 

15. Prospekt-Sprachdummheiten. Berl. Börsen-ztg. 1899, 
nr. 193. 

16. 0. Rosenbach, Das recht auf sprachliche freiheit und 
die presse. Die Nation 16, nr. 51. 

17. K. 0. Erdmann, Die vielseitige Verwendung (supposition) 
der Wörter. ZSprV. 14, 54—58. 

erörtert die Vieldeutigkeit jedes sprachlichen ausdrucke und 
die 'supposition en', die vollzogen werden müssen, um ihn richtig 
aufzufassen (z. b. *der hund bellt' = 'dieser bestimmte hand bellt 
jetzt* und = 'die hunde haben die fähigkeit zu bellen*). 

2) Ältere Clrammatiker. 18. F. E. Koldewey, Justus Georg 

Schottelius. s. abt. 1, 16. 

19. H. Borkowski, Zur geschieh te der ^Fruchtbringenden 
Gesellschaft. Euph. 5, heft 4. 

20. F. Zöllner, Einrichtung und Verfassung der Frucht- 
bringenden Gesellschaft vornehmlich unter dem forsten Ludwig 
zu Anhalt-Cöthen. Berlin, Verl. d. allgem. deutsch, sprachver. 
(F. Berggold). IV, 124 s.' 1,80 m. 

erwachsen aus einem 1898 gehaltenen vortrage, ein ausschnitt 
aus Studien des vfs. über die Sprachgesellschaften des 17. jhs. Ober- 
haupt, zeichnet die schrift nach den zeitgenössischen quellen, die 
reichlich zu werte kommen, ein auch kulturhistorisch anziehendes 
bild von der gründung und von dem äussern und innem leben 
der Fruchtbringenden Gesellschaft in ihrer blütezeit. 

3) Einzelne gebiete der grammatik. 21. 0. Cato, Sprich richtig! 

kleine deutsche formenlehre (= Miniatur-bibliothek. nr. 179). 
Leipzig, Verl. f. kunst u. wissensch. 04 s. 0,10 m. 

22. Adolf Stamm, Graphische darstellung der deutschen sati- 
lehre und interpunktionslehre. Leipzig, Baediker. 32 s. 1 m. 

origineller versuch, durch graphische darstellung die deutsche 
Satzlehre dem Verständnisse besonders jüngerer schüler näher sn 
bringen, der vf. stellt damit versuche bei Goethe, Grimm, Kleist^ 



yni, A| Grammatik: 3. Einzelne gebiete der grammatik. 93 

Schiller, G. Keller an und wünscht, durch die vergleichung seiner 
bilder eine art physiologie des Stiles zu schaffen, er nennt sie den 
weg zu einer vergleichenden geschichte des Stiles. 

23. K. Steininger, Die deklination der deutschen substan- 
tiva vom Standpunkte der einheitlichen grammatik, Wien, K. Stei- 
ninger 1898. 34 s. 

zieht man die sonderbare und anspruchsvolle rede weise des 
vfs. ab, so bleibt ein nicht unnützliches Verzeichnis der deutschen 
substantiva übrig, das durch Verweisung auf zwei tafeln alles nötige 
über die deklination jedes wertes schnell finden lässt. 

24. K. Müller, Die Verstärkung des sprachlichen ausdrucks. 
ZSprV. 14, 6—13. 

Verstärkung durch Wiederholung, der negation, durch Ver- 
bindung verwandter begriffe, Steigerung der adjektivbegriffe durch 
vorsetzung von adverbien und praefixen, der adjektiv- und substantiv- 
begriffe durch Zusammensetzung. 

25. 0. Hauschild, Die verstärkende Zusammensetzung bei 
eigenschaftswörtem im deutschen, progr. Wilhelm-gymn. Ham- 
burg (Herold). 29 s. 1,50 m. 

behandelt anziehend die zusammengesetzten adjeküva vom typus 
'splitternackt', 'kreuzelend' usw. die Verstärkung ist entweder eine 
begriffliche oder eine lautliche, die hergehörenden adjektiva aus der 
Schriftsprache werden zum grossen teil aufgezählt und zu deuten 
versucht, wobei die älteren sprachstufen herangezogen werden, die 
auf Zählung geschieht einmal nach dem bestimmungswort, sodann 
(in auswahl) nach dem grundwort. 

26. J. Hellwig, Die Stellung des attributiven adjektivs im 
deutschen, e. beitr. z. hist. syntax. diss. Giessen. 176 s. 

27. A. Meyer, Formenlehre und syntax des französischen 
und deutschen thätigkeitswortes. Hannover, F, Cruse 1896. 343 s. 

rec. 0. Mensing, ZfdPh. 31, 234—235: das buch behandelt 
das deutsche nur nebensächlich; der rec. giebt einige berichtigungen. 

28. P. A. Lange, Zur frage nach der entstehung von kon- 
struktionen in art von 'ich habe schreiben können' usw. (Studier 
i modern sprakvetenskap utgifna af Nyfilologiska Sällskapet i 
Stockholm I. Upsala, Almqvist & Wiksells 1898. XII, 235 s. 
8. 171—182). 

verteidigt mit einleuchtenden gründen die von Merkes, Bei- 
träge zur lehre vom gebrauch des infinitivs im neuhochdeutschen I, 
Leipzig 1896, angegriffene auffassung, dass die Verbindungen der 
infinitive statt der partic. praeter, von hilfsverben und andern verben 



94 ^ni. Neohochdeatsche Bpracbe. 

mit andern infinitiven (4cli habe arbeiten wollen^ nach dem 
muster von Verbindungen augmentloser participien starker vexben 
mit infinitiven (Hch habe ihn arbeiten lassen, heissen, sehen'} ge» 
bildet seien. 

29. A. Jeitteles, Über mit der partikel ^miss' zusammen- 
gesetzte Zeitwörter. ZfdU. 13, 205—207. 

in diesen verben als in echten Zusammensetzungen (aus emem 
nomen als erstem und einem verbum als zweitem teil) ist das nomen 
mit dem verbum in allen konjugationsformen untrennbar vei^ 
wachsen, auch im infin. und pari praeter., sodass es richtig heisst 
z. b. 'zu missdeuten', 'missbraucht'; die falschen bildnni^en, wie 
'misszudeuten', 'gemissbraucht', 'missgebraucht', tauchen erst nhcL ao^ 
sind aber auch bei den klassikern des 18. jhs. vorherrschend. 

30. W. Kurrelmeyer, The historical development of tlie 
types of the first person plural imperative in German. Stsrassbnrg, 
Trübner. 2 m. s. abt. 5, 11. 

31. Th. Jakob, Über das genus des participium praeteriti 
ZfdPh. 31, 359—371. 

das als ursprüngliches verbaladjektiv von haus aus geilen das 
genus verbi indifferente part. praet. ist, wie sprachgeschichtlich 
nachgewiesen wird, bei den transitiven verben in der umschreibong 
des passivs durch 'sein' oder 'werden' und des pf. und plnsqpf. act 
durch 'haben', hier auch bei absolutem gebrauch des verbnmB, 
passiv, bei den intransitiven verben, sowohl den mit 'sein' als den 
mit 'haben' zusammengesetzten, aktiv (im letzten falle ist 'haben' 
intransitiv zu fassen = 'sich verhalten'; , bei transitiven reflexiven 
passiv (nur ausserhalb der konjugation und meist von personen 
ausgesagt auch aktiv), bei intransitiven reflexiven aktiv; ent- 
sprechend bei den uneigentlichen impersonalibus; aktiv bei den 
eigentlichen impersonalibus. 

32. 0. Behaghel, Der gebrauch der Zeitformen im konjunk* 
ti vischen nebensatz des deutseben, mit bemerkungen zur latei- 
nischen Zeitfolge und zur griechischen modus Verschiebung. Pader- 
born, ¥. Schöningh. IX, 217 s. 4,40 m. 

das buch stellt eine völlige umarbeitimg von des vfs. schrift 
'Die Zeitfolge der abhängigen rede im deutschen', Paderborn 1878 
[vgl. Jsb. 1879, 71] dar. — die ergebnisse, zu denen er auf gnind 
seiner mit ebensoviel Scharfsinn wie gelehrsamkeit geführten Unter- 
suchung gelangt, sind folgende: für die ältere zeit, bis etwa zmn 
15. Jh., besteht für das deutsche wie für alle germanischen sprachen 
eine mechanische regelung der zeitform des abhängigen konjunk- 
tivischen Satzes nach der des übergeordneten, genau entsprechend 



Vm, B. Wortkiinde: 1. wtetebOehar. 95 

der consecotio temporum des lateioiecheo , so dass praesentisches 
tempus des regierenden satxes im abli&ngigen sats den konj. praes^ 
praeteritales den konj. praeter, nach sich lieht, für die oeoere 
seit gilt diese regel nicht mehr, die mundarteo, in deren ilteren 
denkmälem sie noch von gewissem einfiuss ist^ haben sich ihr jetst 
ganx entsogen, sumal jedes gebiet überhaupt nur entweder den 
koig. praes. oder den konj. praeter, kennt ebenso hat die nhd. 
Schriftsprache jene regelung aufgegeben, für die gew&hlte rede 
gilt jetst das geseta, dass nach verbis declarandi oder sentiendl 
und in finalen nebens&txen der konj. praes. steht, sobald sich die 
betreffende form von der des india praes. unterscheidet die ältere, 
jedoch nicht ursprüngliche , mechanische regelung wird (auch für 
das lat. und griech.) aus der einwirkung der den obliquen s&taen 
gleichwertigen direkten fügungen erklärt, die sp&tere auflösung des 
gedetaes aus der vermehrten anwendung sweier formen mit tempo- 
raler dop{>eliitelluug: des praes. histor. und der perfektumschreibung 
mit praeteritalem sinne, die Vorherrschaft des konj. praes. in der 
nhd. Hchriftsprache stammt aus dem alemannischen; die teilung 
swischen konj. praes. und konj. praeter, entspringt gründen der 
sweckm&ssigkeit 

B. Wortkunde, 

1) Wirt^rhifber. 33. Deutsches Wörterbuch von Jacob Orimm 
und Wilhelm Orimm, fortges. von dr. Moria Heyne, dr. Rud. 
Hildebrand, dr. Matth. Lexer, dr. Karl Weigand, dr. Ernst Wülcker 
und dr. Hermann Wunderlich. 4. bd., 1. abt IIL teil. 2. lie£ 
Oevatter — Gewähren sp. 4G45 — 4836. bearb. von dr. Wunder- 
lich. I^ipxig, Hirzel 1899. 

lo. bd., 1. lief, beeleben — Seide sp. 1—176. bearb. von 
und unter leitung von dr. M. He\'ne. Leipzig, Hinel 1899. 

10. bd., 2. lief. SeideheflügtÜ — Sein sp. 177—352. Leipaig, 
Hirxel ismi. 

:i4. H. Paul, Deutsches Wörterbuch. — vgl. Jsb. 1898, 8, 34. 

angea. Kluge, Litbl. 1S99, 113 — 115: ^leistung eines meisten, 
der die thatsachen der Sprachgeschichte mit philosophischer sch&rfe 
uipI klarheit durchdringt*, lexikalische erg&naung su den Trin- 
zi(iiii;\ an die man ü)>erall erinnert ^^ird*. — minder anerkennend 
H. Meii»sner, AfdA. 25, 255—266, der zwar anerkennt, dass P. 
den *von ihm auügew&hlten stofT in origineller weise und mit meist 
glücklicher pn^oianz zu gestalten gewusst, sodass eine grosse reihe 
vi'ii artikeln genuiezu mimtergiltig genannt werden dürfen*, im 
übrigen a)>tT erhebliche aiii»tellungen macht wegen inkonse<|uenz in 
der aufnähme des wortmaterials, der etymologien, der älteren und 



96 ^ni. Neuhochdeutsche spräche. 

mundartlichen formen usw. [Bethge.] — reo. V. Michels, ZfilPL 
Bl, 280 — 283: nennt das werk 'eine ganz hervorragende wiaaen- 
schaftliche leistung' und erhebt einwände nur gegen einseUieiton. 
— reo. H. Wunderlich, Euph. V, heft 4. 

35. F. Kluge, Etymologisches Wörterbuch der dentschen 
spräche. 6. aufl. Strassburg, Trübner. — vgl. Jsb. 1898| 5, 5. — 
rec. Schade, Wschr. 16, heft 1. — 0. Brenner, Allg. ztg. beil 
1899, 297, 13. — J. P., Neuphilol. mitteil. (Helsingfors) 1899. 
15. märz. — Landgraf, BbGw. 35, heft 5/6. — Otto Lyon. 
ZfdU. 13, 223 — 226: lobt die erweiterungen und Verbesserungen 
der neuen aufläge und giebt die geschichte von 'kannengiesser 
(wofür ^anngiesser' oder 'kannegiesser' zu setzen ist) und 'kanapee'. 

36. E. Wilke, Deutsche wortkunde. ein hilfsbuch f&r lelirar 
und freunde der muttersprache. 2. aufl. Leipzig, Brandstetter. 

XV, 368 s. 4 m. — vgl. Jsb. 1894, 1, 2. 

37. J. A. Eberhard, Synonymisches handwörterbnch der 
deutschen spräche. 15. aufl. durchgängig umgearb., verm. und 
verb. V. 0. Lyon. — vgl. Jsb 1896, 1, 7. 4, 47. — na 
A. R. Hohlfeld, Americ germ. II, nr. 4, 88—90. 

38. F.' W. Kaeding, Häufigkeitswörterbuch der dentsdieii 
spräche. — vgl. Jsb. 1898, 8, 37. — Amsel stellt ZSprV. H 
137 — 139 in einer anerkennenden anzeige des Werkes einige for 
die laut- und formenlehre und die wortkunde daraus zu gewinnen- 
den ergebnisse zusammen. 

39. B. Liebich, Die Wortfamilien der lebenden hochdeut- 
schen spräche. 1. teil, 3. [1898], 4., 5., 6. liefg. [schluss des 1. teUs^ 
Breslau, Preuss & Jünger, s. 161 — 521. 1. teil vollst 10 m. — 
vgl. Jsb. 1898, 8, 38. — anhangsweise stellt der v£ die von üi« 
verzeichneten Wortfamilien nach folgenden kategorien zusammeo: 
I. idg. familien: a) im weitesten sinne, b^ westidg.; II. germ. fiuni- 
lien: a) im weitesten sinne, b) westgerm. familien, c) deutsche fami- 
lien, d) entlehnungen aus andern germ. sprachen; lEI. hd. familien: 
a) schon fürs ahd. oder mhd. belegte, b) erst nhd. litterariadi be- 
zeugte; IV. entlehnungen aus dem lat.-roman.; V. entlehnungen a. 
d. griech.; VI. entlehnungen aus andern idg. sprachen: a) a. d. 
kelt, b) a. d. balt, c) a. d. slav., d) a. d. illyr.-alb., e) a. d. thrak.- 
phryg., f) a. d. armen., g) a. d. pers., h) a. d. ind.; VIL entlehnungen 
aus nicht-idg. sprachen : a) a. d. semit., b) a. d. ural-alt., c) a. d. iber.- 
bask., d) a. d. etrusk., e) a. d. ägypt., f ) a. d. sprachgut der vorariaclieB 
mediterranen bevölkerung, g) a. d. sprachgut der Vorderasiat. Ur- 
bevölkerung, h) a. d. sumer., i) a. d. sprachgut der skythischen 
Völker, k) a. d. chin., 1) a. d. malaiisch., m) a. d. sprachen der 



YUl, B. Wortkond«: 2. aUgsmaiiMt. 97 

amerik. Urbevölkerung. — bei jeder gruppe wird die anxahl der &mi- 
lieo und der zu ihnen gehörenden Wörter vermerkt, zu einigen Wör- 
tern etymologiflche bemerkungen und zum schluss eine statintische 
übeniicht gegeben. — 1. lief, angez. von [Brejnn[er|, Cbl. 1899, 
561 — r»<>2, der die bearl>eitung ungleichmässig findet, ein ab- 
BchlieMiendea urteil erst nach dem erscheinen des 2. teils fiUen 
will. 

40. Ph. Lenz, Vergleichendes Wörterbuch der neuhoch- 
deuti^chen spräche und des Handschuhsheimer dialekts. — vgl Jsb. 
1S98, 8, 39a. — rec. 0. Heilig, Alem. 27, heft 1 2. — aner- 
kennend angez. [Bre;nn|er|. Cbl. 1899, 9u0. 

40 a. Albert Ueintze, Deutscher sprachhort. ein stilwörter- 
boch. lief. 1 — 1> kompl. Leipzig, Uengersche buchhandlung, Geb- 
hardt und Wilisch, 1899. G94 s. gr. 8. schlusstitel 1900. 

vf. bietet hier im anschlum» an seine bekannte schrift K}ot 
deutuch* in form eines Wörterbuches zu den dortigen Vorschriften 
die l>elege aus besten quellen, in einer kurzen einleitong deckt er 
die quellen der entartnng und Verwilderung der deutschen spräche 
im schriftlichen gebrauche auf: die tagespresse, die tagesromane, 
der kanzleistil im boreau und kontor, ja auch wissenschaftliche 
Schriften hält er tlQr die anregung zu unreiner oder nndeutacher 
Schreibart, (in dem ausfall gegen das humanistische gymnasium 
scheint freilich der vf. zu weit zu gehen.) vf. stellt dazu im gegen- 
satz die erfordernisse eines ^ten st ils zusammen: reinheit des aos- 
drucks, Vermeidung von fremd Wörtern, undeutschen Wendungen und 
uralten ausdrücken, freilich alte ausdrücke als Verjüngung der 
Sprache doch wohl nicht zu verachten.) als muster werden ge- 
nannt: Ranke, Treitschke, Brehm, Curtius, Kögel. Leixner, Heyse, 
H. HofTmann, K. F. Meyer, Schack, Geibel, Oottachall, Dahn (warum 
nicht G. Freytag!?), dazu die klassischen dichter und ihre nach- 
folger: U bland. Schwab, Platen, Grill{>aner, Annette v. Droste u. a. 
im hintergrunde steht Luther, das folgende wb. bietet beispiele, 
al»er auch al»schreckende blüteniesen, s. b. unter kanzleideutsch, 
kaufmannsdeutsch. stilarten u. a. vgl. 8. 13. 8. 

i) AUlVMiwt. 41. J. Stöcklein, Untersuchungen snr be- 
deutungslehre. Dillingen (München, J. Lindauer). 59 s. 0,80 m. 

42. K. Strobel, Die Vermehrung des deutschen Wortschatzes, 
l>esondeni durch den bedeutungswandel der sinnfikUigen Wörter und 
durch bildliche redensarten. Rhein, bl&tt. f. erzhg. u. unterr. 73, 
heft 4 Q. 

43. G. Blumschein, Streiiköge durch unsere muttersprache. 
iAknüMrtebl flr «MMaHeb« »mritgte XXL itttf j ^ 



98 vili. Keahochdeatsoh« tprache. 

— vgl. Jsb. 1898, 8, 47. 82. — rec. Nagele, ZfRealsohtQw. 34, 
heft 1. 

44. P. Wigand, Der menschliche körper im munde das deat- 
Bchen Volkes, eine Sammlung und Betrachtung der dem meiiBch- 
lichen körper entlehnten sprichwörtlichen ausdrücke und redens- 
arten. Prankfurt a/M., J. Alt III, 119 s. 1,50 m. 

45. A. Heintze, Zur ableitung sprichwörtlicher redensarten. 
ZSprV. 14, 97—100. 

wendet sich gegen die ableitung von sprichwörtÜehen redens- 
arten (und eigennamen) aus nachträglich ersonnenen geschichteiu 

46. G. George, Volkstümliche redensarten dunklen urspnugs. 
Daheim 35, nr. 18. 

47. F. Polle, Wie denkt das volk über die spräche? — vgl 
Jsb, 1898, 8, 49. — rec. Wschr. 16, heft 17. — E. Holzner, 
Allg. Ztg. beil. 1899, nr. 168. 

48. K. G. Andresen, Über deutsche Volksetymologie. 6^ verb. 
u. verm. aufl. besorgt v. H. Andresen. Leipzig, 0. R. Reisland. 
VIII, 492 s. 6,40 m. — vgl. Jsb. 1888, 4, 21. s. abt 2, 43. 

das an belehrungen schier unerschöpfliche buch, au deaeen 
lob etwas zu sagen nicht mehr nötig ist, hat durch den söhn des 
1891 verstorbenen vfs. aus dessen eignen nachtragen und, för die 
deutsche Volksetymologie, aus den seit 1891 erschienenen arbeiten 
weitere bereicherung erfahren. 

49. A. Förstemann, Über populäre metonymien. IL progr. 
Magdeburg, Realg. 36 s. 4*^. — vgl. Jsb. 1898, 8, 50. 

die frisch geschriebene abhandlung behandelt die versohiedenen 
formen der metonymie und führt für jede eine reiche anzahl von 
belegen aus deutscher und fremder litteratur und aus der alltags- 
sprache an. 

50. F. Wilhelm, Die euphemismen und bildlichen ausdrücke 
unserer spräche über sterben und totsein und die ihnen eu g^runde 
liegenden Vorstellungen. Alem. 27, heft 1/2. 

3) Einzelheiten, o l . Albert G o m b e r t , Bemerkungen zum deut- 
schen wörterljuche. Breslau, 0. Gutsmann 1899. (s. 3 — 26.) 49. 
(forts. d. P.-beil. Gross-Strehlitz 1876—79. 82. 89. 93. 97.) Bres- 
lau, k. könig-Wilhelms-g. progr. 188. 

52. S. Hetzel, Wie der Deutsche spricht. Leipzig, 1896. — 
vgl. Jsb. 1897, 4, 39. — rec. C.Müller, ZfdU. 13, 13—38: 'Ein 
Wörterbuch der volkstümlichen spräche', rec. bemängelt vielfach 
die auswahl, anordnung, deutung und erklärung der von H« anfg^ 



VIII, B. WortlnuHfe: 8. «PMlhiitwi. 99 

filhrten redeosarteo uod giebt eine lange reihe voo herichüganges 
nnd erg&DsuDgen mit xahlreichen l>elegeD. 

53. E. Hoffmann-Krayer, Ein wOrterveraeichnis der gauner- 
sprache von 1735. Schweiz, arch. f. volksk. 3, nr. 3. 8. 10, 21. 

54. M. Pellwitz, Technisches Wörterverzeichnis der gra- 
phischen brauchen in deutscher, englischer und französischer 
Sprache. Wien, Hartlel>en. 2 m. 

55. M. Höfler, Deutsches krankheitsnamenbuchs. unten 8, 162a. 
rec. O. Brenner, Allg. ztg. \ml 1899, 120. — R. Andree, 

Globus 76, nr. 5. — rühmend bespr. Cbl. 1899, 863—864. 

56. Die deutschen verwaudtschaflsnamen. Wiss. beiL zur 
Leipz. Ztg. 1S99, nr. 18. 

r>7. J Meyer. Cl>er die betonung des verstärkenden zu. 
Alem. 26, nr. 3. 

58. W. Hörn, Zur geschieh te von oder. s. abt. 7, 5. 

r>9. Über Mas\ Reform hrsg. v. Spieser. 23, nr. 4. 

60. £. Schmidt, Zur geschieh te des wertes 'gut', s. abt, 5, 12. 

61. C. C. Uhlenbeck, £))er. s. abt 2, 46. 

62. F. Eauffmann. Hexe. ZfdPh. 31, 497—499. 
verteidigt gegenüber der von S. Riezler (Qesehichte der 

hexenprosesse in Bayern, Stuttgart 1896) gege!)enen deutung von 
*haga' in ahd. 'hagazussa* als himhegte flur* seine auffassung *haga* 
■• *wald\ im hinblick auf *hagustalt* und den titel 64 der 'Lex 
Salica. 

63. G. Hempl, Linger and lungern, long and verlangen 
Mmi. lang, notes 14, heft 1. 

64. J. Miedel. Mittwoch — Wodanstag. Alem. 27, heft 1'2. 

65. F. Kluge und K. Sud hoff, Noch einmal 'die l>öse 
sii*»'*-n*. Allg. Ztg. beil 1899, nr. 98. 

•16. J. Meier, Noch einmal 'die böse sieben*. Allg. ztg. beiL 
1S99. nr. 131. 

07. V. Einenkel. Woher kommt ridelsfthrer? Mitt. d. ver. 
f. sachn. volkük. 1899, heft 9 10. 

•;^. W. Hallada giebt ZfdU. 13. 839 an. dass in Deutsch- 
«^»tn-ioh. zumal in Wien, Miberhaupt' für i)esonderB\ in Wien auch 
die durch slav. einÜusH veranlasste falsche anwendung des retiexiv- 



100 VnL Neuhochdeutsche spräche. 

pronomens der 3. pers. (z. b. 'wir haben sich gut unterhalten*) 
üblich sei. 

69. Spalter teilt ZfdU. 13, 268 mit, dass 'bereits' für ^ast* 
in Altbayem, besonders in München, sehr häufig gebraucht wird. 

70. Holzgraefe, Bereits = fast. ZfdU. 13, 428. 

auch in Westfalen wird oft 'bereits' im sinne von 'fast' ge- 
braucht. 

71. P. Weizsäcker, 'Bereits' == 'fast'. ZfdU. 13, 513. 

in Schwaben ist die Verwendung von 'bereits' für 'fast' im 
munde ungebildeter allgemein üblich, meist in 'bereits noch'. 

72. F. Pf äff. Bereits == fast. ZfdU. 13, 637. 

auf alem. gebiet (Rheinebene und Schwarzwald) gilt 'bereits' 
meist B» 'fast'. 

73. W. Fischer, Bereits für fast, zu jahrg. 1898, s. 747 
und 1899, s. 268 dieser Zeitschrift [ZfdU.]. ZfdU. 13, 640. 

'bereits' im sinne von 'fast' ist üblich im obem Vogtland (um 
Brambach bis in die gegend von Elster), um Asch in Böhmen, in 
Eger und im Egerland, in der nördlichsten Oberpfalz (am Fichtel- 
gebirgej. 

74. P. Weizsäcker, Bezüglich => beziehungsweise. ZfdU. 
13, 511—512, 

der gebrauch des eine genitivische ergänzung heischenden 'be- 
züglich' statt des konjunktionalen 'beziehungsweise' ist zu ver- 
werfen und meist durch Verwendung von 'oder' zu umgehen. 

75. J. E. Wülfing, Ungezählt. ZfdU. 13, 277—278. 

rügt die missbräuchliche Verwendung von 'ungezählt' für 'un- 
zählig', 'zahllos', 'unzählbar', oft auch für 'zahlreich'. 

76. J. E. Wülfing, Es erübrigt sich = es ist überflüssig. 
ZfdU. 13, 139-140. 

giebt belege für diesen ausdruck, der sorgfaltig zu scheiden 
sei von 'es erübrigt'. 

77. J. K Wülfing, Neue Wörter. ZfdU. 13, 64—66. 

1. 'letztzeit', 2. 'grossmächtlich', 3. 'ofFensichtlich', 4. 'blöd- 
witzig', 5. 'durch wuchten', 6. 'veralberung*. 1. wird als hässlichdi 
3. als überflüssige neubildung gerügt. 

78. A. Bauer, Der morgende tag. ZfdU. 13, 835—836. 
aus 'morgen des tags' ward durch volksetymologische ablösung 

des artikels 'morgendes tags', woran sich andere casus schlössen. 

79. L. Fränkel, Kleine nachtrage zu erörteruugen über 



Vm, B. Wortlmnd«: 2. «UgaoMioet. 101 

mnndarten im Hiprechsimmer [der Zf<iU. hd. XII und XIII] 
ZfdU. 13, G9:i— 696. 

1. 'hanni^' war mitte und ende der SO er jähre, aus Ost- 
thürin^en verpflanit, in Leipziger studentischen kreisen in steigern- 
dem Hinne üblich, gleichbedeutend mit ^kolossal*, ^pyramidal*, furcht- 
bar'. *scheasslich\ 'schrecklich*. 2. zu 'ungegessen* ist zu vgl. lat. 
*(>otusV pransus*, impransus' (hierzu 'ungefrühstückt'). *aus (=» ausver- 
kauft) sein, werden*. 'gegenüber vou\ *beim (statt 'zum*) fenster hinaus' 
sind ustreich. 'tellertuch' ^>edeutet 'abwischlappen für teller*, 'Unter- 
satz* 'tablett*. A. die redeweise vom tN'pus *dem vater sein haos* 
ist ül)or ganz Deutschland verbreitet, der gebrauch des genitivs 
als patronymikonn, z. b. *Meiers ihr haus*, ist allgemein üblich 
nicht überall beim fr&nkischen stamm, sondern nur im fr&nkisch- 
chattischen l>ezirk. im westlichen Unterfranken und Hessen wird 
gar der nom. oder der cas. mit praepos. weggelassen: '*s Blossen* 
(Hcil. tamilie*). ins Hocke* (:=» *zum metzger Hock*;, in Franken 
wird wie in Altltayern der Vorname dem familiennamen nach- 
gestellt. 4. 'bennts' a* 'fast* gilt im fränk. Nordbayem, in Hessen, 
in <ler Rheinpfalz. 5. es wird je ein beleg gegeben filr 'es er- 
übrigt* a* *es ist überflüssig* und •• 'es ist noch nötig*. 

SO. A. Gebhardt. Bransch. Beitr. 24, 400-411. 

'brausches h^lz* heiast in und um Nüml>erg zu rasch ge- 
wachsenes, dos sich überzwerch spaltet und zu brettem geschnitten 
leicht bricht, *brauscher hopfen* im hd. gebiet zu rasch gedörrter, 
dessen doldenblätter sich btr&uben. das adj. gehört zum st f. 
*brausche* iiieule*^ .von dessen ahd. entsprechung '^'brüsc' frz. 'brus- 
c|ue* stammen könnte. 

^\. G. Krause, Jemandem etwas zum schüre thun. ZfdU. 
13, 63—64. 

giebt atis Ranies bei Schönebeck a E. belege zu den von 
Damköhler, ZfdU. 12. 65S— 661 jvgl. Jsb. 1B98, 8, 6:»] aufge- 
führten und einigen andern (»edeutungen. 

s'J. K u m m r u w , Nochmals : jemandem etwas zum schüre thun. 
Zt'dr. 13. 67-68. 

schliesst aus der bedeutung des pouimerschen 'schaurte)*, daas 
nd. *schur' — hd. *schaden* und von *schür* «■ hd. 'schauer' zu 
trennen ist. 

S3. E. Damköhler. Schur, schuir, schür, schür, schoun-B 
schaiir ■— schade. Zfdr. 13, 552. 

lehnt die obige gleichung ab und teilt mit. dass in Halle a 8. 
l>eim kegelifohieben *schur* in 'schür machen*, 'schür schieben*, 'das 
wini schür' usw. ■• 'kränz*, *acht um den kunig* ist. 



102 Vin. Neahochdeatsohe tprache. 

84. E. Sprenger, Zu J. Mosers Patriotischen phantauen. 
ZfdU. 13, 5C7— 569. 

^bücken' (Auswahl aus Mosers Patriotischen phantasien hrsg. v. 
F. Dieter, Leipzig 1897, s. 24 z. 15 l) ist das nhd. 'büken' — 
'(linnenzeug, wasche) laugen' ; 'brautwagen' (ebd. 25, 25) «» 'aus- 
steuer'; 'gut thun' (ebd. 32, 17) = nd. *g6d dön' «— 'vergüten': 
'scheren' (ebd. 35, 16) = 'schieren', 'plagen'; 'dabei stehen' (ebd 
62, 5) =» 'darin angestellt sein' (so noch jetzt in Hannover); 'lenne* 
Winkel' (ebd. 72, 15) (für frz. 'boudoir') ist veranlasst durch nd. 
'lünschewinkel'. 

85. 0. Matzdorff, Ein remischen. ZfdU. 13, 66. 

das in Kreuznach sehr übliche wort wird von 'dexni-aetier 
C= 'halbes mass', sc. 'wein') abgeleitet. 

86. L. Fränkel, Nochmals 'gigerl' [zu ZfdU. 7, 692; 8,539; 
541; 10, 156]. ZfdU. 13. 

weist hin auf die Volkstümlichkeit des ausdrucks auf bajn- 
varischem boden und scheidet 'der gigerl' (schon mhd. 'giegeF »■ 
'narr') in bezug auf das genus von 'das gigerl' (=» 'stolsierendea 
hähnchen'). 

87. E. Sprenger, 'Schotter' und 'geld verschettem'. ZfdU. 
13, 64. 

'verschettem' gehört zu mhd. 'schiter' =■ *dünn', wovon verb. 
'schiteren', und ist von 'schotter' = 'kies' zu trennen. 

88. 0. Weise, Windeweh. ZfdU. 13, 140—141. 

dieses adj., auch als 'wind und weh' auftretend, bedeutet 'schief 
('krumm') und weh', ('wind' wie in 'windschief) und ist schon nütd. 
zu belegen, nhd. 'sense' ^ ahd. 'segansa' hat das gleiche snfBz 
wie ahd. 'alansa' ('ahle'). 

89. Th. Distel, Zur bezeichnung 'fiasco machen'. ZfdU 13, 
755—756. 

der ausdruck 'fiasco machen' wird darauf zurückgeführt, dnM 
den an den pranger gestellten steinerne schandflaschen (it. 'fiasco' ^m 
'flasche') umgehängt wurden. 

90. B. Buch rucker. In die binsen, in die wicken ffehen. 
ZfdU. 13, 281. 

beide ausdrücke entstammen der Jägersprache: geht eine ente 
in die binsen, ein huhn oder ein hase in die wicken, so sind sie 
für den Jäger verloren. 

91. M. Schneidewin, Über einen fleck in Sudermanns 'Jo- 
hannes'. ZfdU. 13, 53-55. 

Seh. rügt den in Ss. 'J.' II, 5 gebrauchten ausdruck: *waa ist 




Vm, B. WortkMdU: 4. ftwndvörtor. 103 

der. der den epeichel frisst aoB dem munde der henvchenden? ein 
knecht?* und erörtert die bedeutung des Wortes 'Speichelleckerei*, 
das nicht sinnlich su verstehen sei. 

92. M. Schneidewin. Eine pidinodie. ZfdU. 13, 210—212. 
jvgl. o»>en 8, 91.] 

Seh« gieht su, dass *speichellecken', 'speichelfressen* morgen« 
Undischem brauche entsprechen mag« was Sudermanns redeweise 
im 'Johannes' II, 5 rechtfertigen könne; in andeim snsammenhang 
aber sei der ausdruck ^Speichelleckerei* su meiden. 

4) Fmulwortfr. 93. J. C. A. Heyses Allgemeines ver- 
deutlichendes und erklirrendes fremdwörterbuch. Berliner ausgäbe. 
17. aufl. von £. Loewenthal. Berlin, S. Cronbach. VIII, 840 a. 
6 m. — vgl. Jsb. 1887, 4, 11. 

94. F. W. Looff, Allgemeines fremd wört<»rbuch, enthaltend 
die venleutschung und erklürung der in der deutschen schrift- und 
Umgangssprache, sowie in den einielnen künsten und wissen- 
tK:hat*t<*n vorkommenden fremden oder nicht allgemein bekannten 
deutschen Wörter und ausdrücke mit beseichnung der abstammung, 
ausspräche und betonung. 4., vielfach verm. aufl. bes. von F. Bai lau fC 
1. — 3. lief *A — dimanche'. Langensalza, H. Beyer Sc söhne, je 80 s. 
SU u.,'»o m. (vollst, in 12 liefn.). — vgl Jsb. 1889, 4, 7 b. 

dieses äusserst reichhaltige fremdwörterbuch reneichnet nicht 
nur slüntliche in der allgemeinen spräche und in den fachsprachen 
der verschiedenen gebiete gebrauchten eigentlichen fremdwörter, 
sondern auch die in ihrer unge&nderten fremdsprachlichen form 
auftretenden Wörter und Wendungen, sodass ein grosser teil des 
lat.. frz. usw. Wortschatzes darin wiedererscheint, die erkl&rungen 
sind knapp und klar, ausspräche und )>etonung mit einfachen mittein 
annähernd genau angegeben; die etymologie )>eschr&nkt sich auf die 
angalte der uniprungsprache. versehen fehlen nicht ganz. 

9r>. G. A. Saalfeld« Fremd- und verdeutschungs- Wörterbuch. 
Berlin. O. Seehagen. 478 s. 6 m. — vgl Jsb. 1898, S. 68. — 
warm empfohlen von H. Dunger« ZSpr.V. 14, 44. 

96. H. Bartels. Vortrag zur eröffnung des sweigvereins 
London des Allgemeinen deutschen Sprachvereins. ZSprV. 14, 
49—54. 

ülMsrblick ül)er die geschichte der fremdwörter im deatschen 
und der liewegung gegen sie; darlegung der l)estrebangen des Allg. 
d, sprachver. 

97. Ein frauenwort zur sprachreinigung. Xordd. allg. ztg. 
1S99. nr 3i). 



104 ^nOI. Neohochdeatsche spräche. 

98. F. Kern, Kleine Schriften 11. Berlin 1898. — vgl. Jsb. 
1898, 8, 73. 74. 141. 178. — rec. H. Morsch, N. jahrb. 2, III. u. 
IV. bds. 1. heft. — 0. Streicher, ZSprV. 14, 201. 

99. E. Brose, Zu dem kämpfe fiir die deutsche spräche. 
Reichsbote 1899, nr. 1, 7, 13, 19. 

100. Das fremdwort. Wien, fremdenbl. 1899, nr. 88. 

101. M. May, Was ist ein fremdwort? vertrag, gehalten im 
deutschen Sprachverein zu Frankfurt a M., am 7. december 1897. 
Frankfurt a/M. (gebr. Fey). 15 s. 

der bekannte er£nder der ^Keltgermanen' sucht darzuthun, 
dass die meisten der sogenannten ^fremd- und lehnwörter' ur- 
sprünglich germanisch bezw. keltgermanisch seien, was er vor- 
bringt und wie er in seinen ^beweisen' vorgeht, grenzt an groben 
unfug. 

102. A. Heintze, Verdeutschung und eindeutschung. ZSprV. 
14, 81—83. 

gegen äusserliche eindeutschung von fremd Wörtern (z. b. *niwo' 
für *niveau'). 

103. 0. Hosenbach, Das recht der annexion auf sprach- 
lichem gebiete und seine konsequenzen. Nation 16, nr. 44. 

104. 0. S[arrazin], Neuere lehnwörter. ZSprV. 14, 133—137. 
verteidigt die eindeutschung dazu fähiger lehnwörter auch in 

der Schreibung (z. b. ^Scheck', *sosse'). 

105. J. E. Wülfing, Check oder tscheck oder scheck? ZfdU. 
13, 696-699. 

tritt für die eingedeutschte form ^scheck' ein (und würde der 
eindeutschung *sose' vor ^sosse' den vorzug geben). 

106. W. Hörn, Zur lautlehre der französischen lehn- und 
fremdwörter im deutschen. ZffrzSpr. 21, heft 3. 

107. 0. Rosenbach, Das geschlecht der fremdwörter im 
deutschen. Nation 16, nr. 44, 48. 

108. H. Dunger, Wider die Engländerei in der deutschen 
spräche, ein vertrag, gehalten auf der 11. hauptversammlung des 
Allgemeinen deutschen Sprachvereins. ZSprV. 14, 241 — 251. 

stellt fest, dass gegenwärtig mehr und mehr englische Wörter 
das deutsche überfluten, führt die üblichsten nach den verschiednen 
lebensgebieten auf und mahnt zur abwehr gegen die eindringlinge. 

109. Dass. Berlin, verlag des Allgemeinen deutschen Sprach- 
vereins. 20 s. 0,30 m. 



VIII. WortkoiKU: 4. framdwörter. 105 

110. Fremdwörter in der heerestfprmche (scblasa). Allg. milit« 
«tg. 74. nr. 34. 35. 

111. P. Gert mann, Sprachreinigung und rechte wiflseniichafi. 
Dtoch. juriütenztg. 4, nr. 19. 

1 1 2. Die spräche und ausdrucke weine der technik. Ceotr-ans. 
f. d. industrie (Hochum). 1899. nr. 3. 

113. Das deutsch der ikrzte. Voss. ztg. 1899, nr. 133, 
142, 147. 

114. £. Geucke, Verdeut^hung der im kaufmännischen ver- 
kehr vielfach noch vorkommenden fremd Wörter, als Unterstützung 
d(*r bestre))ungen den Allg. deutschen sprachver. den mitgliedem 
der Deutüchen möbeltransport-ges. gewidmet. Lauenstein i/S., selbst- 
V(*rlag des vfs. VI, 23 s. 

bringt im sinn«* des Sprachvereins ansprechende Verdeutschungen 
der grossen zahl von fremdwörtern, die im handel und verkehr 
gang und gäbe sind, einzelne versehen sind zu berichtigen. 

11.*!. A. Denecke, Tonkunst, bOhnenwesen und tanz. Ver- 
deutschung der haupUiich liebsten in der tonkunst, der Schauspiel- 
kunst, dem bahnen Itetrieb und der tanzkunst vorkommenden ent- 
behrlichen fremdwörter. im auftr. d. [Allg. deutschen sprach-]ver. 
zusammeugest, ( Verdeutschungsbücher des AUg. deutschen sprachver. 
IX.' IWlin, Verl. d. Allg. deutschen sprachver. CO s. 0,60 m. 

die in diesem hefte verein igten verdeutsohuugs vorschlage 
stammen von vielen zweig vereinen des Allg. deutschen sprachver. 
und zahlreichen einzelnen, darunter einer reihe von fachm&nnem; 
vom ^Dresdner sprachreinigungsausschuss* durchl>eraten, sind sie 
vom hrsg. ^möglichst gereclit abgewogen und endgiltig zusammen- 
gestellt' worden, die einleitung, welche zugleich die entwicklung 
der verdeutiK:hungsl>estrebungen auf den hergehörigen gebieten 
ül>erblickt, besagt, dass die gegebenen Verdeutschungen die fremden 
ausdnicke nicht übersetzen, sondern ersetzen sollen; deshalb sind 
ihrer vielfach mehrere aufgeführt, um für die verschiednen 
falle der anwendung des fremdworts den jeweilen sachgemässen 
deutschen ausdruck \yertit zu stellen, das hier erstrebte ist zu 
einem guten teil erreicht worden; oft genug freilich wird man 
den vorschlagen die billigung versagen müssen, wie denn die er- 
setzung mancher fremden ausdrücke l>ekundet, dass deren fachliche 
lieiieutung nicht ganz scharf ertasst ist. im anhang werden gut 
gewählte deutsche merkrufe für die reigentänze (kontre und quadrille) 
gege^>en. 

116. C Schumann, Ül>er den gebrauch einiger firemdworter 



106 ym. Neuhochdeattche ipracha. 

(per, &, kolossal, famos, genieren, amüsieren). ZSprV. 14, 
190—191. 

rügt den missbrauch, der mit diesen Wörtern getriebon wird. 

C. Namenkunde. 

1) Personennamen. 117. L. Kölscher, Unsere taufiiamen. eine 
erkläruDg über deren sinn und bedeutung. Minden i/W., J. C. C. 
Bruns. 44 s. 12*^. 0,50 m. 

verzeichnet die namen deutscher und fremder herkunfb nebst 
angäbe der ursprungssprache, der bedeutung und der koseformen. 
die Schrift, bestimmt, bei der namengebung als ratgeber zu dimien, 
mahnt zur wähl deutscher namen. 

118. Maydorn, Deutsches leben im Spiegel deutscher namen. 
— vgl. Jsb. 1898, 8, 83. — rec. E. Bassenge, ZfdU. 13, 360—304 
(lobend trotz einiger einwendungen). 

119. F. Branky, L. Wiener, Übernamen. Urquell, n. £ 2, 
heft 11/12. 

120. E. A. Stückelberg, Entstehung von familiennamen. 
Schweizer, arch. f. volksk. 3, heft 2. 

121. M. Amster, Zur namengebung bei den Juden. Urqu«!!, 
n. f. 2, heft 11/12. 

122. E. G opfert, Annaberger familiennamen. Mitt. d. ver. 
f. geschv. Annaberg u. umgegend. 6. jahrb. fElr 1896 — 1898. 
2. bd. 1. heft. 

123. E. V. Borries, Über die älteren Strassburger £BinilieD* 
namen. Jahrb. f. gesch., spräche u. liter. Elsass-Lothringeos lö. 

124. K. Ondrusch, Die familiennamen in Neustadt 0.-8. 
2. teil, nebst allg. erörterungen. progr. Kathol. gymn. Sagan 
nr. 214. 22 s. 4^. — vgl. Jsb. 1894, 2, IIa. 

nachdem der 1895 erschienene 1. teil die von altdeutschen 
Personennamen abzuleitenden Neustädter familiennamen behandelt 
hat, wird die besprechung der übrigen späteren programmabhand- 
lungen vorbehalten, dafär giebt dieser teil lesenswerte, in das ge- 
biet der familiennamenforschung gut einfiihrende allgemeine er> 
örterungen, die durch beispiele, nicht nur aus Neustadt O.-S., be- 
lebt werden; sie handeln von dem wert dieser forschung für litte- 
ratur-, siedelungs-, sprach-, religions- und kirchengeschichte, ge- 
denken Th. D. Wiardas, der schon 1800 in seinem buch *Über 
deutsche vornamen und geschlechtsnamen' die grundlinien der 
namenforschung richtig gezogen hat, berichtigen und erg&nien 



Till, C Nunnkiind«: 1. pOTOBwmumw 2. ortmiMo. 107 



firflhare arbelUo über fainilieDnam«n and steUen einige thataachen 
aus dem aufkommen and der Verbreitung der üuniliennamen fest so- 
dann werden als sweite gruppe — ohne besondre berücksichtigong 
der Noiist&dter verh&ltnisse — die aus heiligennamen entstandenen 
familiennamen nach ihrer form und naeb den grOnden ihrer 
wähl ))e8prochen. 

125. Victor Burckas, Die Ohrdrufer familiennamen naeb 
herkunft und bedeutung. teil IV J8chlu88|. progr. Ohrdruf. s. 3 — 16. 
4^ — vgl. Jsb. 1898, 8, 89. 

dieser teil der lehrreichen abhandlung stellt die Ohrdrufer 
familiennamen, welche gebildet 8ind aus benennungen der gelinde- 
besch äffen heit. des wassern, von wald und heide und wildwachsen- 
den pHansen, feld und wiese, weg und steg, hof^ gut und geb&uden, 
von amt und gewerl>ey und die spitanamen zusammen, viel&oh 
sind t*tymo logische )>emerkungen gegeben, auch die hausnamen be* 
rücksichtigt. 

i) trtllUTI 126. Weiss, Forschungen betreffend orts- und 
flumamon in Deutschland. CorrespondensbL d. gesamtver. d« deutsch, 
gesch.* u. altertumKvereine. 47, nr. 2. 

127. t J. J. Egli, Geographische namenkunde. Oeogr. jahrb. 
[hmg. V. H. Wagner) 21. 

12S. £. Hoffmann-Krayer, Ortsnamen und siedelunga- 
geschichte. Schweiser. arch. f. volksk. 3, heft 2. 

129. L. Uertel, Die rennsteige und rennwege des deutschen 
Sprachgebietes, progr. Hildburghausen. 41 s. 4^ s. abt 18. 

l.'io. M. May, Sind die fremdartigen Ortsnamen in der pro- 
vins Brandenburg und in Ostdeutschland slavisch oder germanisch? 
— vgl. J»b. 1S98, 8, 112. — rec E. Mackel, Archiv 102, 
heft :), 4. 

131. P. Kühnel. Die sla vischen orts- und flumamen der 

Ol>^rlau)titz. gesammelt und erklärt |aus: N. Lausitser magna. J. 

r> Hrhluss- heft, Leipzig, O. Harrassowitx L k. 55 s. 1,50 m. — 
vgl. Jhb. H94, 2, 2X 

VA 2. P. Kühnel, Register su den sla vischen orts- und flur- 
namen der Oberlausita. N. Lausitzer magaz. 74, heft 2. 

l.i.K Be ssler, Zur erklarung der württembergischen Orts- 
namen forts.). N. korrespondensbl. f. d. gelehrten- u. realschulen 
Württ#*ml>ergB. 6, heft 3, 4. 

134. U. Witte, Neuere l>ei trage des reichslandes zur orts- 



108 VlU. Neohochdeatsche spräche. 

namenforschung. Correspondenzbl. d. gesamtver. d. deutsch. gescL- 
u. altertumsvereine. 47, nr. 9, 10 (Strassburger festnamxner). 

135. F. Cr am er, Niederrheinische Ortsnamen (Beiträge zur 
geschichte des Niederrheins, Jahrb. des Düsseldorfer geschichts- 
Vereins. 10, 126—185). Düsseldorf, 1895. 

rec. R. Much, AfdA. 25, 84 — 86 (sieht den wert der arbeit 
nur in der verwendbaren materialsammlung). 

136. 0. Heilig, Die Ortsnamen des Kaiserstuhls. S.-a. ans 
der festschrifb zur feier der eröfihung des real- und volksschnl- 
gebäudes in Kenzingen. 13 s. 

die sorgsame studio untersucht die etymologie der 24 Orts- 
namen des Kaiserstuhls auf grund älterer Schreibungen, der lautver- 
hältnisse und der bisher gegebenen ableitungen. zu jedem namen 
werden umlaufende namensagen oder übliche Spottnamen oder -verae 
angeführt — bespr. v. G. Ehrismann, Zfd. gesch. des Ober- 
rheins 1899. 

137. Cöln? Reform [hrsg. v. Spieser] 23, nr. 4. 

138. B. Schädel, Über den namen und das rad der stadt 
Mainz. Mainz, L. Wilckens. 39 s. m. 1 ta£ 0,80 m. 

139. J. Leithäuser, Ortsnamen im Wuppergebiete. Za. d. 
berg. geschichtsvereins [hrsg. v. W. Harless]. n. f. 24 (1898 '1899). 

140. G. Dütschke, Sprachliches zur heimatkunde des kreises 
Schwelm sowie zur einführung in art und ergebnisse der orts- 
namenforschung. Schwelm, M. Scherz. 35 s. 0,75 m. [Progr. 
des progymn. zu Schwelm nr. 383j. 

der vf. teilt die Ortsnamen des Schwelmer kreises nach ihrer 
bildung in 1. fluss- (und davon abgeleitete siedelungs-)namen der 
altgermanischen vorzeit, 2. die übrigen frühgeschichtlichen siedelung»- 
namen, 3. die siedelungsnamen aus der zweiten waldrodungs- 
periode. es wird mit geschick versucht, die etymologische und die 
geographisch-historische betrachtungsweise zu vereinen. 

141. F. A. Siebert, Rügen, Wittow, Arkona, Sudar und 
Feerd. ein beitrag zur etymologie und deutung dieser namen. 
Baltische Studien, n. f. 2. 

142. Kusserow, Pommersche flumamen. Blatt, f. pomm. 
volksk. [hrsg. v. 0. Knoop u. A. Haas). 7, nr. 9. 

143. Th. Seelig, Aufzeichnung der walddistriktsbenennungen 
in der Dresdner beide vom jähre 1734. Mitt. d. ver. f. sächs. 
volksk. 11. 



VIII, C Namenkuodd: 4. Mottig« naaMo. 109 

144. G. Eötting, Etymologische Studien ül>er deutsche floss- 
nsnien. I. progr. gyino. [nr. 477 1. Kreusnach. 24 s. 4^ 

14r>. E. H. F. Walt her. Vom Ködingsmarkt und seinem 
nam«*n nehitt einem anbang vom Schnellen Markt (in: Festschrift 
für die Versammlung dt*s Hansischen geschichtsvereins und des 
Vereins für niederdeutsche Sprachforschung am 23. und 24. mal 
1^1)9 in Hamburg, hrnig. vom ortsausschuss. Hamburg (Lütcke I: 
Wnltr. SS s,). 

lobend augez. von E. von Halle, DLz. 1899, 1685. 

3) SMStiKr Ufl. 14G. J. Wilbrand, Über die namen Teu- 
tonen* und Teutoburg. 12. Jsb. d. Hist. ver. f. d. gra&chaft 
Ravensl)erg. lHi)S. 

147. H. Wie c hei, Sammlung von dorfwirtshausnamen aus 
*Wm Erzgebirge und dess(*n Umgebung. Mitt. d. ver. f. sftchs. 
volk>k. 1H99, nr. 9, 10. 

148. F. Kluge, Zur namenkunde (deutsche hundenamen). 
ZtdPh. :u. r>ui. 

erinnert wegen der hundenamen 'Wasser*, 'Strom', 'Rhein*, 
'Donau*, Birs* an W, Wackemigels aufsats über 'Die deutschen 
appellativnamen', Germ. 3, 140. 

119. ,1. Satter, Volkstümliche tiemamen aus Gottschee. 
Gottschee (Klagenfurth, A. Raunecker). 22 s. OfiO m. 

ir»<». F. Wilhelm, Tiernamen in volkstümlichen zusammen- 
^etzungt*u und redensarten des Saazer landes. — vgL Jsb. 1898, 
s, 117. ~ anerkennend angez. von R. Jahnke, ZSprV. 14, 
2«.^— 2r,i;. 

ir>1. Nomenclatur und pflanz4»nkunde. Gärtner. Cbl. 1, heft 1. 

152. W. Meigen, Die deutschen pflanzennamen. — vgl. Jsb. 
ISIH, s, 120 - gunstig l)eurteilt Cbl. 1899. 80—81. 

ir».T E. V. Freyhold, Die bekämpfung der lateinischen 
pflanzennamen und Meigens preisgekrönte schrift 'Die deutschen 
ptlanzennameu*. Z». f. math. u. naturw. unterr. 30, heft 3, 5. 

ir»4. H. Hensemann, Zur deutschen pflansenbenennung. Zs. 
t. math. u. naturw. unterr. 29, heft 8. 

\7)7}, F. Sühns, Unsere pflansen. ihre namenserkUUnng und 
ihre Stellung in der mvthologie und im volksaberglauben. 2. aufl. 
Leipzig. Teubner. IV/l3l s. 2,40 m. — vgl. Jsb. 1898, 8, 119. 

int «las buch auch in erster reihe für den lehrer der botanik be- 
stimmt« so wird es doch jeder freund der pflanseD und der volks- 



110 Vin. Neahochdentsche spräche. 

ktmde mit genuss lesen, in warmer, fesselnder darstellung erklärt der 
vf. die namen, vornehmlich die deutschen, der verbreitetsten pflanzen, 
ersählt von dem aberglauben und den mythologischen Vorstellungen, 
die in diesen namen leben und die sonst an ihnen haften, von der 
ihnen zugeschriebnen und der ihnen wirklich eignenden heilkraft 
und gedenkt der rolle, die sie in geschichte und dichtung spielen, 
die ableitung der namen ist oft glücklich, obwohl nicht immer 
zweifellos. 

156. Fassbender, Einige anmerkimgen zu Sohns 'Namens- 
erkl&rung unserer pflanzen*, Z[fdü]. 11. jahrg. s. 97 ff. ZfdU. 13, 
269—270. 

das Wupperthaler *rbünn-)erper ist = *(schalen-)erd&pfer. im 
bergischen heisst 'reseda oft 'gipsche rüsschen' = 'ägyptische rös- 
chen'; ^usendschönchen' 'dusendschonchen', auch 'matsüeschen'; 
*porzellanblümchen' (Jungfern titchen'; *knabenkraut' *düvel8kl6h on 
herjotsh&ngkchen' («== *teufelsklau und herrgottshändchen'). 

157. W. Hörn, Die deutschen pflanzennamen. Umschau 3, 
nr. 28. 

158. E. Damköhler, Beiträge zur etymologie unserer pflanzen- 
namen. ZfdU. 13, 56-61. 

behandelt 1. *keilkenbaum'. 2. *nelke'. 3. *tausendgüldenkraut'. 
4. *wermut'. 

159. L. Schmidt, Volksnamen der pflanzen im herzogtum 
Gotha. Aus der heimat. Blatt, d. vereinig, f. gothaisch, gesch. u. 
altertumsk. 2, heft 2, 3. 

160. A. Schott, Über pflanzen-volksnamen im Böhmerwalde. 
Deutsch, bot. monatsschr. [hrsg. v. G. Leimbach]. 17, heft 2, 
3, 4, 5. 

161. K. W. V. Dalla Torre, Die volkstümlichen pflanzen- 
namen in Tirol imd Vorarlberg. Innsbruck 1895. — vgl. Jsb. 
1895, 5, 29. 10, 300. — rec. Ch. Schneller, Litbl. 1899, 30—32. 

162. Die namen der elemente. Chemik.-ztg. 23, nr. 20. 
162a, M. Höfler, dr. med. k. hofrat in Tölz, Deutsches 

krankheitanamen-buch. München, Piloty und Loehle, 1899. XI, 
922 s. 

ein arzt giebt hier auf grund umfassender forschungen und 
materialsammlungen eine Zusammenstellung nicht allein der deut- 
schen krankheitsnamen, sondern auch der namen der einzelnen Or- 
gane und ihrer funktionen und zwar nicht allein auf menschen, 
sondern auch auf tiere bezüglich, der vf. macht selbst in der vor- 
rede auf die Schwierigkeit aufinerksam, medizinische und germa- 



Vm, D. QtMbohte d« «iirifliprMlie lod dM ftik^ 111 

nistiiche kaontnisse sa vereinigen, dass er die besten qnellen be- 
naUt, iMt dorohaas ansaerkennen. freilich ist en bei der art der 
arbeit veraUndliob, dass sich leicht nachtrige vom germanistiechen 
gebiet gel>en laeeen: so fehlt im quellenausweis merkwürdigerweise 
Schades ahd. wörterbach; Weinholds arbeiten sind dort nnr spär- 
lich citiert; swischen den alten germanischen denkm&lem and 
werken des 17. und 18. jhs., die beitr&ge sum thema enthalten, 
fehlen gans die sp&tmhd. und mndd. werke, über die schon Pauli 
Grundriss ansknnft bietet. Stein meyer und Sievers' Glossen sind 
citiert; warum aber Kero nach Goldast 1661? W. Jordans Edda 
ist genannt; sonst keine. — &asserltoh schliesst sich H. an die 
Qbliche form der citiemng an; warum aber od. i-« oberdeutsch? — 
die germanistischen forschongen sind sonst getreulich verwertet; fiwt 
übertrieben scheint die nahezu durchgängige ansetsung einer voiigerm. 
o<ier idg. form, meist nach Kluge, das verlangen wir kaum beim 
farhmann, beäODders ))ei den noch 80 wechselnden ansichten grade 
auf diesem gebiete. — die Zusammenstellung der alten medizinischen 
werke ist »ehr verdienstlich, ich h&tte sie von den übrigen bunten 
<{nellenanga))en gesondert gewünscht, das alles kann aber den wert 
des buches nicht l>eein trächtigen, die einzelnen artikel, wie s. b. 
tanz, sucht, geben ein gut stück kultur* und Sittengeschichte; auch 
die m\thologie kann vieles aus diesen namen schöpfen, da die er* 
regung der krankheiten oftmals dämonen zugewiesen wurde, die 
etymologien erscheinen etwas gewagt an einigen stellen: pfififikus 
m(k;hte man doch lieber als Studentenwort zu pfiffig, pfeife stellen, 
als zu pituita nach physiktis. trotzdem ist die leistung als solche 
durchaus anzuerkennen und die Sammlung des philologischen 
materiales als sehr schätzenswert zu loben, auch für mediziner 
bietet OS vom praktischen Standpunkte viel. S. 

D. Geschichte der Schriftsprache und des Stiles. 

H;:1 P. Pietsch und G. A. Saalfeld, Deutscher spräche 
ehrankranz. was die dichter unserer muttersprache zu liebe und 
zu leide singen und ttagen. Üerlin, Verlag des allg. deutschen 
sprachver. X, 339 s. 2,4U m. 

dtLA buch giebt alle den heraosgebem bekannt gewordenen 
dicht«*nik:hen äussorungen in gebundner rede ül^r die deutsche 
hprache in zeitlicher folge nach dem jähr des entstehen» wieder, 
zu riiKT l>tf»t»ndem abt«ilung sind die »cherzhaflen gedichte ver- 
einigt, die hauptarbeit der etwa 250 nummem umfassenden und 
vun Otfrid bin in unnre tage reichenden »ammluug hat S. ge- 
iietVrt, die Ordnung und l>ear)>eitung ist Ph. werk, (lieber hat 
auch hinter dem abdruck der texte sachliche und sprachliche er* 



112 Vm. Neohochdeutsche spräche. 

läntenmgen , angaben über dichter und dichtung, textvarianten, 
Übersetzungen ahd., mhd. und fremdsprachlichet* stücke usw. hinzu- 
gefügt, dem fleiss und der findigkeit der Herausgeber gebührt 
anerkennung. — warm empfohlen von F. Kluge, AUg. ztg. beil. 
1899, nr. 44. — lobend bespr. von K. Helm, Litbl. 1899, 227—229, 
der einige nachtrage liefert. — rühmend angez. v. H. Dunger, 
ZSprV. 14, 42 — 43. — sehr günstig beurteilt von 0. Lyon, 
ZfdU. 13, 218 — 222. für eine neue aufläge wünscht rec, dass die 
sonderung der gedichte in ernsthafte und scherzhafte [was P. 
s. VIII selbst in aussieht stellt] und Vereins- kneip- und tafel- 
lieder neuester zeit wegfallen, dafür die wirkliche moderne dich- 
tung mehr herangezogen werde. — femer rec. Euphorien 6, hefb 2 
bibl. — Tr a pet. Das neue Jahrhundert [hrsg. v.F.Wert] 1, nr. 41, 43, 45. 

164. Zur äusseren geschichte unserer spräche. Grenzboten 57, 
nr. 51, 52. 

165. M. Evers, Deutsche sprach- und litteraturgeschichte im 
abriss. s. abt. 5, 32. — mit starken einschränkungen empfohlen 
V. Th. Matthias, ZSprV. 14, 145 — 147. — meist ablehnend angez. 
V. —1, Cbl. 1899, 900—901. 

166. L. Tobler, Kleine Schriften. Prauenfeld 1897. — vgl. 
Jsb. 1897, 4, 66. 5, IIa. — angez. A. Socin, AfdA. 25, 81—82. 
— K. Beuschel, ZfdU. 13, 141—142. 

167. R. Meyer, Einführung in das ältere neuhochdeutsche. 
Leipzig 1894. — vgl. Jsb. 1894, 4, 12. — rec. R. Meissner, 
AfdA. 25, 87 — 88: hält den grundgedanken, vom älteren nhd. aus 
in die historische deutsche grammatik einzuführen, zumal für aus- 
länder, für verfehlt 

168. B. Arndt, Der Übergang vom mhd. zum nhd. in der 
spräche der Breslauer kanzlei. — vgl. Jsb. 1898, 8, 126. — rec 
W. Scheel, ZfdPh. 31, 514 — 516: rügt die anwendung des 
grammatischen Schemas des mhd., die ungenügende auswahl und 
mangelnde Scheidung der Urkunden. — rec. Rev. crit. 1899, 
33, 45. 

169. P. Weizsäcker, Aus der Übergangszeit vom mittelhoch- 
deutschen zum neuhochdeutschen, s. abt 7, 9. 

170. F. Jelinek, Die spräche der Wenzelsbibel, s. abt. 
7, 126. rec. s. im nachtrag. 

170a. Fritz Dauner, Die oberdeutschen bibelglossare des 
16. jhs. diss. Freiburg i. Br. Darmstadt, G. Otto. 1898. 146 s. 

nach einer allgemein orientierenden Übersicht über die obd. 
bibelglossare zu Luthers Übersetzung erhalten wir auf seite 9 die 



Vlll, D. G-eschichte der Schriftsprache und des stiles. 113 

bildliche darstellung des abhängigkeitsverhältnisses : von Petri I 
h&ngen drei gruppen ab, Otmar, Th. Wolf und seine descendenten, 
Knoblauch und seine nachfolgen s. 12 £ folgt eine ausführliche 
bibliographie, die bei den einzelnen drucken sehr dankenswert auch 
auf die sprachliche, dialektische gestaltung rücksicht nimmt und 
jedesmal eine kleine Übersicht über laut- und formenlehre voraus- 
schickt, die glossarien selbst werden synoptisch gegenübergestellt 
und abgedruckt (s. 43 — 113). es folgt ein ausführlicher Stellen- 
nachweis und Verzeichnis der Varianten im text und ein allgemeines 
Wortregister, die arbeit ist durch Kluges forschungen angeregt. S. 

171. L. Kemmer, Versuch einer darstellung des lautstandes 
der Aschaffenburger kanzleisprache in der ersten hälfte des 16. jhs. 
1. teil: die vokale. 2. teil: die konsonanten. progr. gymn. Dillingen 
für 1897/98 und 1898/99. Dil]ingen, J. Kellersche buchh. — 1. teil 
vgl. Jsb. 1898, 8, 131. 62 + 12 s.; 2. teil s. 63—142. 

es ist anzuerkennen, dass die Untersuchung über die Aschaffen- 
burger spräche nur auf handschriftlichem material beruht; die 
einzelnen Urkunden der urkundenbücher werden genau bezeichnet 
und auch möglichst die Schreiber festgestellt, die darstellung 
schliesst sich an das Schema der mhd. grammatik recht zum nach- 
teil fiir derartige Untersuchungen an, da auch die am Schlüsse 
gegebene übersieht das zerstreuen der resultate nicht gut machen 
kann, die teilung des materiales der Urkunden ihrer herkunft nach 
ist gut durchgeführt, missglückt ist die gegenüberstellung der 
Mainzer kanzlei, die auf nur wenigen hs. Urkunden und auch auf 
wenigen gedruckten Urkunden beruht: hier ist noch eine grössere, 
auf hs. material beruhende darstellung von nöten. als material- 
sammlung für die geschichte der Schriftsprache brauchbar. S. 

172. P. Hörn, Aus der litterarischen thätigkeit eines Augs- 
burger büchsenmeisters des 16. jhs. s. abt. 9, 218. 

173. 0. Rosenbach, Sprachliche fossilien, formein und moden. 
Nation 16, nr. 49. 

174. L. Günther, Recht und spräche. — vgl. Jsb. 1898, 
8, 146. — rühmend, nur mit unerheblichen einwendungen bespr. 
Cbl. 1899, 934—935. — lobend 0. Behaghel, Litbl. 1899, 336. 

— sehr günstig beurteilt v. A. Trapet, ZSprV. 14, 103—104. — 
reo. AUg. ztg. beil. 1899, nr. 126. 

175. Noether, Die spräche des bürgerlichen gesetabuches. 
Arch. f. post u. telegr. 1899, dezember. 

176. K. Bruns, Gutes amtsdeutsch. — vgl. Jsb. 1898, 8, 147. 

— anerkennend angez. v. Th. Matthias, ZSprV. 14, 71. 
JahTMberioht flir gennanische Philologie. XXI. (1899.) g 



114 YHL. Nenhochdeatsche spräche. 

177. Sprachgeschichtliche bemerkungen über das kriegswesen 
am auBgang des mittelalters. AUg. milit-ztg. 74, nr. 46. 

178. Vom militärischen stil. Mil.-wochenbl. 84, nr. 11, 12, 13. 

179. W. V. U., Vom militärischen stil. Berlin, Mittler & söhn. 
53 s. 

180. P. Hörn, Die deutsche Soldatensprache. — vgl. Jsb. 

1898, 8, 150a. — rec. W. Golther, Litbl. 1899, 401—402: lobt 
die Schrift als ersten versuch, regt zur Untersuchung einiger neben- 
fragen an und giebt einzelne nachtrage. — anerkennend rec. Cbl. 

1899, 450 — 452. vermisst Scheidung zwischen älterm imd noch 
heute lebendem sprachgut, zwischen landsknecht- und Soldaten- 
spräche und schäriere mundartliche abgrenzung; giebt eine reihe 
von ergänzungen. — lobend, mit einigen nachtragen, 0. Behaghel, 
ZSprV. 14, 122—123. 

181. F. M. Fritzsche, Soldatensprache. Gegenwart 54, nr. G. 

182. P. Hörn, Vergleichende Soldatensprache. Allg. ztg. beil. 
1899, nr. 111. 

183. E. Hagfors, Syntaktische freiheiten bei Hans Sachs. 
II. 108 s. gr. 4^. Acta societatis scientiarum Fennicae. Hei- 
singfors. s. 9, 175. 

184. H. Püschel, Der syntaktische gebrauch der konjimktionen 
in den adverbialsätzen bei Hans Sachs, s. abt. 9, 174. 

185. C. R. Miller, The preposition in Hans Sachs (concluded). 
Americ. germ. 2 (4), 1 — 40. 

fortsetzung aus Jsb. 1898, 9 B 158. giebt ausfuhrliche material- 
und beispielsammlung f^r die stilistischen eigenheiten von Sachs 
för die praepositionen. 

186. J. Luther, Die reformationsbibliographie u. d. gesch. 
d. deutschen spräche, s. abt 9, 145. 

187. B. Lindmeyr, Der wertschätz in Luthers, Emsers und 
Ecks Übersetzung des 'Neuen testamentes'. s. abt. 9, 147. 

188. M. Crome, Form und wert der spräche des kleinen 
katechismus D. Martin Luthers, s. abt. 9, 146 a. 

189. G. Baesecke, Die spräche der Opitzischen gedieht- 
Sammlungen von 1624 und 1625. laute, flexionen, betonung. diss. 
Leipzig, G. Fock. IV, 108 s. 2 m. 

190. A. Urbach, Über die spräche in den deutschen briefen 
der herzogin Elisabeth Charlotte von Orleans, diss. Greifswald. 
86 s. 



Tm, D. 6Mdiidit0 <br tchriftipndM lud dM itflit. 115 

191. C. HlaDckenburg, Studien Aber die spräche AbrahamB 
a. S. Clara. HaUe 1897. — vgl Jsb. 1898, 8, 135. — rec F. Schol«, 
DLz. 1899, 1443 — 1445: giebt die ergebnisM zmitimmend wieder; 
venniast angäbe der h&atigkeit der belege. 

192. F. Do sei, Goethes spräche, ein gedenk wort su seinem 
150. geburtstage. ZSprV. 14, 161—168. 

leichnet aas voller anschauung von Goethes pers((nlichkeit in 
schöner darstellung die wandlangen, die des dichters sprachstil 
durchgemacht hat. 

193. P. Rnauth, Goethes spräche und stil im alter. — vgL 
Jsb. 1898, 8, 139. — rec. E. Bruhn, ZfdPh. 31, 413—415: 
charakterisiert die schrift als dürftige eru'eiterung von K.S 1894 
unter gleichem titel erschienener dissertation. — angez. von 
(>. Streicher, ZSprV. 14, 200. 

194. W. E brard, Allitterierende Wortverbindungen bei Goethe, 
t. 1. NOml^erg, U. E. Sebald 1899. 42 s. 2,40 m. 

Nürnberg, k. altes g>'mn. progr. 1899. 

195. J. F. M&hliss, Zur Charakteristik der spräche Schillers. 
Pädagog. arch. 41, nr. 6. 

196. H. Stickelberger, Parallelstellen bei Schiller. Barg- 
dorf 1893. rec E. Elster, AfdA. 25, 74—78: rühmt die fleissige 
Sammlung des reichen materials, aus dem der rec. das ergebnis 
gewinnt, dass Ar ScIls spräche kennseichnend ist erstens sein 
Wohlgefallen am bedeutsamen aasdruck, sweitens die starke be- 
teiligung der associationen an seinem denken, gerügt wird die 
verfehlte anordnung nach grammatischen statt nach sachlichen 
gesichtspunkten. 

197. G. Minde-Pouet, H. v. Kleist seine spräche und sein 
Stil. — vgl. Jsb. 1898. 8, 143. — rec. G. Witkowski, ZfdPh. 
31. 416 — 417: der verdienstlichen, sorgsamen arbeit gebricht es an 
finer vergleichung mit vorg&ngem und seitgenossen. — S. Singer, 
Archiv 101, heft 3, 4. — H. Bischoff, ZfvglLg. 12, heft 3, 4. 

19S. H. Bischoff, Der saubau bei Heinrich von Kleist 
Zfdf. 13, 713—720. 

ab eigenheiten des K.schen satsbaus treten hervor: die bildung 
ungeheurer perioden. die besonders mit — manchmal überflüssigen 
— attributiven relativsitxen ü(>erladen sind oder eine immer weiter 
abgeHtufte Unterordnung durch eine zu lauge reihe von gliedern 
zeigen, m'obei nt\ mehrere nel>ensatxe derseU)en art, durch das 
nämliche adverliium eingeleitet, in einem satse erscheinen; die ein- 

8* 



116 VIII. Neohochdeatsche spräche. 

leitung von adverbialsätzen der art und weise verschiedenster art 
durch gewisse lieblingskonjunktionen; die häufige einschaltung aus- 
gedehnter Sätze, zumal in den poetischen werken; die verliebe für 
die indirekte rede, die gern durch ^dass' eingeführt wird; die Ver- 
wendung von gerundivsätzen mit dem part. praes. zum bericht von 
thatsachen und von attributiven participien an stelle von neben- 
sätzen; der weite abstand des Subjekts vom verbum; der gebrauch 
von haupt- und nebensätzen ohne rücksicht auf das erfordemis des 
auszudrückenden gedankens. 

199. H. Schröer, Jahn und die deutsche spräche. Monats- 
schr. f. d. tumw. 18, heft 2. 

200. Beiträge zur erklärung und geschichte der werke Jeremias 
Gotthelfs. ergänzungsband zur Volksausgabe von Jeremias Gott- 
helfs werken im urtext. liefg. 1—7 [1—5 1898] (von F. Vetter). 
332 s. 

die werke des Schweizer volksschriftstellers, die durch die 
mischung von mundart und Schriftdeutsch sprachlich wichtig sind, 
finden hier einen kundigen erklärer. die sprachlichen erläuterungen 
bereichern nicht nur das schweizerische, sondern auch das gemein- 
deutsche Wörterbuch. 

201. H. Wunderlich, Die kunst der rede in ihren haupt- 
zügen an den reden Bismarcks dargestellt. Leipzig, S. Hirzel. 1898. 
VI, 158 s. 3 m. 

wenngleich die darstellung an der Zwiespältigkeit leidet, dass 
einerseits die grundzüge der redekunst überhaupt, andrerseits die 
rednerische persönlichkeit Bismarcks gezeichnet werden soll, und 
wenn dabei die erste aufgäbe mehr gestreift als gelöst wird, so 
trägt sie doch eine fülle von feinen beobachtungen beredt vor und 
giebt statt des allüberlieferten Schemas rhetorischer anweisungen 
selbständig gefundene und eigenartig gruppierte gedankenreihen, 
die fähig sind, die forschung auf diesem gebiete zu befruchten, in 
diesen bericht gehören hauptsächlich die abschnitte über Bismarcks 
spräche: die abstufungen der betonung (s. 38 — 41), syntaktische 
beobachtungen am gesprochenen worte (s. 48 — 58), der bilder- 
schmuck unserer spräche (s. 140 — 143), die auslese des sprach- 
stoffes (s. 144 — 146), der gebrauch der wortformen und Wortklassen 
(s. 146 — 154). — aDgez., mit gewichtigen ein Wendungen gegen 
anläge und durchführung, von G. Eoethe, DLz, 1899, 625 — 629. — 
anerkennend, mit ausstellungen an einzelheit^n der anordnung und 
der ausführung, bespr. von H. Blüm n er, ZSprV. 14, 263 — 264. — 
günstig beurteilt Cbl. 1899, 729. 



Till, E. AQtspndie, 16111111, rechtadirribiuig, letchenteiiniig. 117 



£. Aussprache, schrift, rechtschreihung, leichensetiung. 

202. \V. Victor, Die auHsprache des Bchrif^deutschen. 4. aufl. 
— vgl. J«h. 1898, 8, ir»9. — rec. Subak, ZfRealschulw. 24, 
heft G. 

203. £. Daonheisser, Die richtige ausspräche des muster- 
deutschen, gemeinverständlich dargestellt für gebildete aller berufs- 
arten. Heidelbergs J. Groos. 32 s. o,.'>0 m. 

204. £. Dannheisser, Zur ausspräche des musterdeutschen. 
AUg. itg. beil. 1S99. nr. 17, 18. 

2or». Th. Siebs, Deutsche bühuenaussprache. — vgl. Jsb. 
1898, S l'»6. — rec O. Lvon, Zfdf. 13, 233-242. (vgl. unten 
8, 230.; — rec. M. H. Jellinok, AfdA. 2r>. 33:»— .340: der abdruck 
dor Protokolle wäre erwünscht gewesen, da er die begründungen 
t'ttr die gotrotfenen festsetzungen geben würde, die regeln sind 
nicht klar und erschöpfend, die tUlle des Schwankens nicht genügend 
berticksichtigt. — rec, Rev. crit. 33, nr. 13. 

200. Gutachten und berichte über die schrift 'Deutsche bühnen- 
ausspräche* (1898) {vgl. ol>en H, 205) und die Stellung des A. d. 
Sprachvereins %\i dieser und zu den auf gewinnung einer einheit- 
lichen ausspräche des schriftdeutschen gerichteten l>estn^bungen. 
gutachten von O. Brenner. K. Erbe, F. Kluge, H. Paul, J. See- 
müller, (»erichte von O. Behaghel, £. Lohmoyer. Berlin, 
Verliig des allgemeinen deutschen Sprachvereins (F. Berggold). 
S= Wiss. l>eihefte zur ZSprV. heft IG.I s. 177—212. 

Brenner (s. 178 — ls2) lobt das buch *als erstlichen versuch, 
tVir dio bühnensprache das geltende festzulegen', empfindet aber 'die 
Umgehung süddeutscher Sprechweise als mangeP und glaubt nicht 
^n grosse liedeutung dessell>en für schule und haus*; er führt eine 
rf»ih#* von Vorschriften an, dio süddeutschem munde widerstrel)en. — 
Erbe s. Is2 — 1*^7 1 erkennt in den Ergebnissen «ier lieratung 'eine 
braurhlian* grundlage für die l>earl»eitung dieses wichtigen gegen- 
utandrs. in<*hrere dieser beschlüsse verdienen unl)edingte, allgemeine 
annähme; b«i anderen aber ist den bestrebungen des Sprachvereins, 
d«*n gesetzc'U cier deutschen Sprachlehre und den forderungen des 
Wohllauts, df r Einfachheit, Vollständigkeit und folgerichtigkeit nicht 
genügend rechnung getragen worden*: er l)egründet dieses urteil, 
indem er die punkte aufzählt, denen er zustimmt und gegen die 
t-r btnlenken erhebt. — Kluge «s. 1S7 — l><9i heisst die l>ewegung 
für die einigung der deutschen bühuenaussprache gut, weist aber 
eine «*iniining dor allgemeinen ausspräche als aussichtslos zurück. — 
Paul (s. 189 — 191» verwirft die in dem buche gegebenen regeln 



118 VIII. NenhcM'hdeutache spräche. 

als dor i'rivatmoiiiung eint'S cinzt^lufn «Th. Sieb»* ciiUiprungeu. an 
Htch hält er vi« für ein eratreheiiswprtes ziel, die hühneuaasspracfae 
zu eini^fii, will alicr in «ler ge)>iliftfn unigang>M|>ra'*he die Mtamme«- 
eigenheiten ue.-f'h«»nt wisäen. — Seemiiller (s». IUI — 195) verticht 
dos Htn')>en nai-h linheitliriier ausspräche und hotlV das8 die bühneo 
die liiinh «las t>u<-h gHi;e)»fii** ausspräche zu einer sprachlichen 
thats^iche rThcl>fn, wolche auf dit* allueineino ausspräche einigend 
wirken wiipie. Bf'hai^htl s. ÜMi- Jul •. «ier eint- oinheitlichkeit 

«1er aussprarli«' s«»w»ir K-rit-rt als si»« *\**r Verständlichkeit der rede 
zwis heil aii;:»*h' -rillen di-r verschiedn<*n landschaft4*n dif-nt, kommt 
zu f<>lk:o!i>!iMii »•r::il>ni>: M. es f*'hlt zur zeit U'ich au den kenntuiasen. 
die tiir •ii** t>'.^T>trlliiLi; i-iner i>iiiht'itIi«*hoii aussprach** unerlüAsliche 
vnraM.ss«-T/.un;;tMi >in«i. '2. «üo aiisspnche di-r verschiedenen gegeuden 
Deutschlanils ^eli* heute n<H>h >•> ueit au^einandfr, dass eino am- 
fa«s»»nt|e a'isjjli'irhunt: «ler versthiedenheitfn ziir z^ir unilurchführt^ar 
erscheint. .J. lii-r er?»atz di-r anufUip-iien >prerhu«'ise durch die 
von der *?:ihL»n^i'r;n h»'' i;etor«i'rttf ist in UMi.chen falli;n schwicriKi 
ja unuiMgÜch*. L<>hnie\ er \>. J^i lMl'} «*rklart liie ffsUitcllung 

der uiuster^ulti;;en au.^.-^prat-he •!*-> deuT:«! h* ii. auch in den zur z«fit 
lioi-h streitigen punkteii*. i ir ein ieiurfnis und ein t*rrtdch))arpa 
ziel, für d.is. ii:i .ii.si-lil 1» uh •lii* l-'diiitn>prachi' des r-rnstt^n schau- 
^p:e!<*'. na>'h kraftiMi i':i:z>irre*«-n >ti. Siehs hmh ki>nne dazu gute 
dieu>t*' l«'i?-N-ii. uenn ;iiK*h i.ii'ht alle liarin iregelipuon vorH<*hrift**n 
un/.MiiehiM-i: M-it-n. 





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Tm, E. AoMpradM, tdirift, rtdittehnibuif, lejohtimtnag. 119 

•minin6Dge«6tit«D orU-, Aar-, wald- und bergDamen an, die den ton 
auf dem grandwort tragen (a. b. KJotteas^U', *Hasenb^rg\ 'Rothen- 
bdrf(*) und sieht den grund dieser betonungs weine darin, daas die 
meinten ortsnamen ursprünglich dative und die bestandteile getrennt 
g«weiM»n sind (s. b. *wir gehen nach gottes x^U*) (ebenso bei einigen 
ap|>6llativen, wie der 'stadtmai^er* in Ulm); bei echten susammen- 
»etzungen ist das bestimmungswort betont (a. b. 'Hirschau*). 

214. £. Beckmann fiihrt ZfdU. 13, 429—431 die tonver- 
Schiebung in Ortsnamen (wie Triedrichsn&h'), in adjektiven oder 
adverbien (wie *ungeheüer*\ in formelhaften Verbindungen aus adj. 
und subst (wie *ein junger mÄnnM zurück auf die abstumpfung 
des Sprachgefühls ftir die unterscheidende kraft der bestimmung. 

215. E. Ahnert, HofgÄrten. ZfdU. 13, 431—433. 

giebt an^ dass in Nord Westdeutschland, zumal in Oldenburg, 
die betonung von zusammengesetzten Wörtern, nicht nur von Orts- 
namen, auf dem grundwort ganz gewöhnlich sei (z. b *ostwind*, 
*eichenhAlz\ ^unglücklich*, 'anhören^ |auch in der trennung: *er 
guckte mich an*|), desgleichen betonung von infinitiven am satzende 
(z. b. *das kann man ihm gar nicht klar machen'), ja, dass auch 
einfache Wörter zuweilen auf der letzten silbe betont werden (wie 
'adl^r\ 'höchstens'). 

21«. R. Jahnke, Zu ZfdU. 12, 796. ZfdU. 13, 271—274. 

stellt fest, dass viele zusammengesetzte Ortsnamen in den ver- 
Hchiedensten gegenden Deutschlands von den einheimischen auf 
dem grundwort i>etont werden, wie *Elberfeld', 'Cuzh&ven*, 'Katem- 
lK*rg\ und erkennt den grund darin« dass für die bewohner oder 
narhbarn d<*M ortes von allen mit gleichem grundwort gebildeten 
Ortsnamen nur jener eine in betracht kommt, also für sie die not- 
wendigkeit fortfiillt. ihn durch l>etonung des bestimmungswortes 
von den andern zu unterscheiden. Verschiedenheiten werden bedingt 
durch rhythmus, Sprechweise der gegend, alter und Ursprung der 
Zusammensetzungen. 

217. F. Sohns, Zur niederdeutschen namenforsch ung. ZfdU. 
13. 835. 

die von Haak, ZfdU. 9. heft 8 behauptete nd. neignng, den 
ton nach hinten zu legen, hat zum mindesten bei Ortsnamen nicht 
überall gewaltet, wie braunschweigische namen zeigen (z. b. *Orz- 
hausen* aus ^Olderikshausen*). 

21S. G. Raut er. Zur ausspräche und rechtschreibung rheinisch- 
westfälischer Ortsnamen. ZSprV. 14. S3— 85. 

lehrt die richtige ausspräche einer reihe von rheinisch- 



120 YIIL Neuhochdeutflche spradie. 

westfälischen Ortsnamen kennen, deren z. t. nd. Schreibung oft 
missdeutet wird, und rät, in ihnen hd. Schreibung einzufuhren. 

219. 0. Cato, Deutsche rechtschreibung (Miniaturbibl. nr. 
169. 170). Leipzig, Verlag für kunst und Wissenschaft. A. 0. PauL 
96 s. 16 ^ 0,20 m. 

das handliche büchlein bietet ein reichhaltiges orthographisches 
Wörterverzeichnis, das auch über gross- und kleinschreibung in 
Wortverbindungen gute auskunft giebt. auch die üblichsten fremd- 
wörter sind aufgenommen, den Substantiven ist der artikel bei- 
gefügt. 

220. Heilkunde und rechtschreibung. Reform [hrsg. von 
Spieser] 23, nr. 4. 

221. J. Spieser, Heilkunde und rechtschreibung. Die deutsche 
Schulreform [hrsg. von A. Schulz] 2, nr. 15. 

222. R. Jordan stellt ZfdU. 13, 838 fest, dass die älteste 
Vorschrift, alle deutschen subst. mit grossem anfangsbuchstaben zu 
schreiben, sich in Girberts Thilologicorum Pleias I', Mühlhausen 
1649, findet. 

223. Kädings schreibflüchtigkeitsberechnungen. Reform [hrsg. 
von Spieser] 23, nr. 2. 

F. Unterricht. 

224. H. Berlin, Grammatik, rechtschreibung, Zeichensetzung, 
ein gang durch die deutsche spräche auf grammatischer grundlage. 
Breslau, M. Woywod. 54 s. 0,40 m. 

giebt einen lehrgang für die Volksschule an, der die schüler 
nicht sowohl zum wissen als zum können in der muttersprache, 
zum richtigen sprechen, führen soll, indem er ihr Sprachgefühl weckt, 
der plan ist wohl durchdacht. 

225. 0. Lyon, Handbuch der deutschen spräche für höhere 
schulen, mit Übungsaufgaben. 1. teil: sexta bis tertia. 7., verm. 
u. verb. doppelaufl. Leipzig, B. G. Teubner. VIII, 286 s. 3 m. — 
vgl. Jsb. 1890, 4, 38. 

die reichhaltigkeit des grammatischen stoffs und der Übungen 
nebst der berücksichtigung der ergebnisse der Sprachforschung haben 
diese grammatik von anfang an ausgezeichnet, in der neuen aufläge 
hat sie durch eine gründliche Umarbeitung der lautlehre und andre 
Verbesserungen noch gewonnen. 

226. L. Hoff und W. Kaiser, Leitfaden für den Unterricht 



VIII. P. üntarrieht 121 

in der deutschen ^crammatik für höhere lehranstalten. 5. aufl^ liearb. 
von Huning. (Handbuch für den deutachen Unterricht 1. teil.) 
Emien, G. D. Baedeker. VIII, 89 s, 0,60 m. — vgl. Jah. 1886, 

2or>H. 

die knappe faaaung der regeln und das l>e8trehen, aich mit der 
apmchwiaaenachaf^ in einklang lu aetzen, empfehlen das lehrbuch 
auch in der neul)earl>eitung. 

227. J. Buschmann, Leitfaden fiir den Unterricht in der 
deutschen Sprachlehre fOr die unteren und mittleren klassen höherer 
lehranstalten. 14 aufl. Trier, J. Linti. VI, 119 s. Im. — vgl. 
JhI». 1886, 2051. 

das inhaltreiche, klare, auf die Sprachgeschichte rücksicht 
nehmende buch ist sehr brauchbar. 

228. W. Vietor« Deutsches lesebuch in lautschrift (zugleich 
in dor preussischen Hchulschreibung.) als hülfsbuch zur erwerbung 
einer mustergültigen ausspräche herausgegel)en. 1. teil, übel und 
erstvs lesebuch. s. abt 2, 7. 

selbMtanz. Die neueren sprachen 7, heft 2. 

229. (t. K e w i t s c h , Bühnendeutsch und schuldeutsch. P&dagog. 
arch. 41. nr. 1, 2. 

230. O. Lyon, Bühnenaussprache und schule, zugleich eine 
l>espnH*hung der von Th. Siebs herausgegebenen schrifl: ^Deutsche 
bühnenaussprache\ (vgl. oben 8, 205.] ZfdU. 13, 233 — 242. 

begrüsat die arl>eit als sachkundig und l)esonnen hergestellte 
gnindlage für die einigung der deutschen ausspräche, auf der weiter- 
zul tauen sei, weist aber die forderung ab, dass die schule eine f^r 
die buhne festgestellte ausspräche ohne weiteres annehmen müsse; 
vielm<*hr habe die schule das recht, bei der entscheidung mit- 
zuwirken, und insbesondre die pflicht, die Schüler von unnatür- 
licher, bühnenhafter ausspräche fem zu halten. 

231. K. Brinkwerth. Kleines Wörterbuch ftir schüler ga- 
sammengestellt. 2. aufl. Essen. G. D. Baedeker. II, 87 s. 
0.40 m. 

das büchlein erfQllt seinen iweck. in schwierigen Allen der 
rechtschreibung ein zuverlässiger ratgeber zu sein*, es verzeichnet 
die deutschen Wörter in der den amtlichen preussischen regeln 
gemessen nchreibung. dankenswert ist die reichliche aufnähme von 
Wendungen, in denen j«ne Vorschriften zweifei ül>er gross- oder 
kleinschreibung l>estehen lassen, auch die gebräuchlichen fremd- 
worter sind aufgenommen und. ebenso wie seltnere deutsche Wörter, 
kurz erklärt. 



122 ^ni. Neuhochdeutsche spräche. 

232. W. Langert, Sprachstoff für den Unterricht im sprechen 
und in der rechtschreibung sowie für den grammatischen anschauungs- 
Unterricht auf phonetischer grundlage. Frankfurt a. M., M. Diester- 
weg. 

233. W. R e i c h e 1 , Entwurf einer deutschen betonungslehre für 
schulen mit besonderer rücksicht auf gedichte. Leipzig, E. Wunder- 
lich. IV, 78 s. 1,60 m. s. 5, 19. 

234. G. Fink, Lehrbuch der deutschen Stilistik, zum gebrauch 
an mittel- und höheren schulen bearbeitet. Gotha, E. F. Thienemann. 
VI, 98 s. 1,40 m. 

235. H. Vockeradt, Das Studium des deutschen stils an 
stilistischen musterstücken, ein praktisches hilfsbuch in regeln 
und beispielen für die oberen klassen der höheren lehranstalten. 
Paderborn, F. Schöningh. IV, 215 s. 1,80 m. 

nach einer reihe allgemeiner regeln über das Studium des stils 
enthält das nicht nur fiir schüler nützliche buch eine anzahl muster- 
giltiger texte aus verschied nen Stoffgebieten und im anschluss an 
jeden eine Charakterisierung nach Inhalt und art, eine gliederung 
der gedanken und eine analyse der sprachlichen und stilistischen 
darstellungsmittel. femer wird jedesmal angegeben, was für die 
Stilbildung aus dem behandelten abschnitt zu lernen sei, und je 
eine anzahl verwandter themata zur bearbeitung vorgeschlagen. 

236. K. Strobel, Eeformbestrebungen auf dem gebiete des 
deutschen Sprachunterrichts in der Volksschule. Rhein, blätt. f. 
erziehg. u. unterr. 72, heft 3. 

237. E. Linde, Die Hildebrandschen ideen vom deutschen 
Sprachunterricht und die Schwierigkeiten ihrer Verwirklichung. Der 
prakt. schulm. [hrsg. von Sachse] 48, heft 4. 

238. E. Lüttge, Beiträge zur theorie und praxis des deutschen 
Sprachunterrichts, eine Sammlung von aufsätzen über alle zweige 
dieses lehrgegenstandes. Leipzig, E. Wunderlich. VII, 156 s. 
1,60 m. 

enthält folgende, meist schon früher veröffentlichte, aufsätze: 
1. sprach Verständnis und Sprachfertigkeit. 2. die pflege der münd- 
lichen rede. 3. anschauliches denken. 4. die lektüre im dienste 
der gedanken- und ausdrucksbildung. 5. kursorisches lesen. 6. die 
Stellung des lesebuchs zum Unterricht in den realien. 7. über ziel, 
umfang und form des aufsatzunterrichts. 8. der brief als aufsats- 
form im stil unterrichte der Volksschule. 9. die grammatischen fach- 
ausdrücke in der Volksschule. 10. zum Unterricht in der recht- 
schreibung. — obwohl für die Volksschule bestimmt, enthalten die 



VIII, F. (iDtflfrklit 123 

gedankenreichen auBfÜhrungen des erfahrenen vü. anregungen genug 
lar Vertiefung und Verbesserung des deutschunterrichts überhaupt. 

239. Ritter, Der deutsche lehq)lan der höheren m&dchen* 
schule. ZfdU. 13, 813— 82G. 

das deutsche hat auf der höheren miUichenschule den mittel- 
punkt des Unterrichts lu bilden, seinen mittelpunkt wiederum 
der lesestoff; fikr diesen ist ein kanon festiusetzen, ebenso für 
den litteraturkundlichen, ästhetischen, grammatischen und ortho- 
^craphischen Stoff, filr die poetik, Ar die nach ihrem gehalt dar- 
Eule^nden deutschen worte und Wendungen, fiir den au&atsbetrieb, 
endlich (dr die dauernd festzuhaltenden kenntnisse. 

240. G. Schulze, Was wir fiir den Unterricht in der mutter- 
sprache von den Franzosen zu lernen haben. ZfOw. 1899, juni. 

241. H. Eule, Die muttersprache in Deutschland und Frank- 
reich. Pidagog. arch. 41, nr. 4. 

242. Dörwald, Zum deutschen unterrichte in den oberen 
klassen. Gymn. 17, nr. 8, 9. 

243. R. Windel, Ül>er die beiiehungen swischen dem 
deutschen und dem religionsunterricht. Z. f. d. evang. relig.-unterr. 
11, heft 1. 

244. Wie man hindern die lautlehre beibringt Reform [hrsg. 
von Spieser] 23, nr. 4. 

24.'». J. Spieser, Wie man die kinder Ober die laute unter- 
richtet. Die deutsche Schulreform 2, nr. 16. 

240. M. Lobsien, Über die grundlagen des rechtsohreib- 
unterrichtes. Pidagog. stud. 21, heft 1. 

247. H. Kurzwernhart, Der grammatische Unterricht in 
der Volksschule, progr. St. Polten, L. Schubert in komm. 15 s. 
lex. S". 0.4U m. 

24 s. H. Seh rohe, Über die Verbindung des deutschen und 
lateinischen grammatischen Unterrichts auf der unter- und mittel- 
stufe des gA'mnasiums. I. teil, progr. gymn. Bensheim 1899. 36 8. 
II. teil. proRr. eM. [1898]. 26 s. 4^ 

regt an, den lat grammatischen Unterricht dadurch für die 
UDterwfisung in deutscher grammatik fruchtbar su machen, dass 
nach l «endigung jedes kapitels der lat grammatik die darin be- 
rührten Züge der deutschen zusammengefasst werden, der vf. 
fuhrt diese Zusammenfassungen für alle teile der Sprachlehre, auf 
klassenpensen verteilt, geschickt aus. 



124 ^ni. Neuhochdeutsche spräche. 

249. Hissbach, Zur behandlung der Sprachgeschichte im 
deutschen Unterricht. 11. teiL Jahresbericht d. grossh. lehrerseminars 
in Weimar, ostern 1897 — 99. s. 3 — 54. schluss der progr.-beil. 
von 1897. 

die arbeit mahnt, den grammatischen Unterricht auf den lehrer- 
seminaren durch sprachgeschichtliche behandlung der erscheinungen 
zu beleben und zu vertiefen, der vf. zeigt, ausgehend von W. Wil- 
manns' ^Deutscher schulgrammatik', wie in der lektüre auftretende 
Schwankungen des Sprachgebrauchs, altertümliches und mundart- 
liches für die Sprachgeschichte nutzbar zu machen ist. die kundigen 
ausführungen werden auch den lehrern höherer schulen will- 
kommen sein. 

250. R. Köhler, Zur methodik der deutschen poetischen 
lektüre. Rhein, blätt. f. erziehg. u. unterr. 73, heft 6. 

251. F. Vi ölet. Die neuere deutsche litteratur auf der Ober- 
stufe der höheren mädchenschule. progr. Berlin, Dorotheenschule. 
R. Gärtner, 32 s. 4. 

252. H. Grosse, Zum deutschen Unterricht progr. Greifen- 
berg i. P. s. 3—12. 40. 

der vf. legt dar, wie das durch die lehrpläne von 1891 ge- 
währte mass mhd. Unterrichts auszunutzen sei, und tritt dafür ein, 
dass die dort gezogenen schranken erweitert werden, er fordert, 
dass das Schrifttum des reformationszeitalters durch lektüre einer 
auswahl aus Luthers, Hans Sachs', Fischarts werken und dem 
Volkslied dem schüler vertraut werde, zuletzt verlangt er, dass 
das Verhältnis der in der schule gelesenen dichtwerke zu ihren 
stoffquellen nur mit vorsieht, nach der lektüre und nebensächlich, 
behandelt werde. 

253. G. Neudecker, Der deutsche aufsatzunterricht auf der 
Oberstufe der gymnasien. grundzüge einer methodik. München, 
R. Oldenbourg. VII, 67 s. 1 m. 

das buch versucht zum erstenmal eine methodik des aufsatz- 
unterrichts auf der oberstufe zu geben : das lehrziel ist gewandtheit 
in der denktechnik; durch einen planmässigen lehrgang muss und 
kann der schüler zu der fähigkeit selbständiger gedankenentwicklung 
erzogen werden, wie dies zu geschehen hat, wie vor allem die 
kunst des disponierens mit sicherm erfolge zu lehren sei, weist der 
vf., auf reiche erfahrung gestützt, in zwingenden theoretischen aus- 
führungen und an praktischen beispielen nach, den Inhalt der 
Schrift sich zu eigen zu machen ist pflicht jedes deutschen lehrers. — 
rühmend angez. Cbl. 1899, 632—633. — rec. BbGw. 35 heft 5, 6. 

254. W. Heinzelmann, Nach welchen gesichtspunkten sind 
die themata für die deutschen aufsätze auf der oberstufe höherer 



VIIL G. Metrik and pottik. 125 

lehranstalten xu wlüilen und vorzubereiten? Lehrproben und lehr- 
gftDge, 59. heft. 

*J5r>. E. Falch, Ü)>er die l>ewertuDg des deutschen aufsatcee. 
Bayer. Zt'aReaUchulw. 7, heft 1. 

25(3. E. Grünwald, Über die pflege des mündlichen ausdrucks 
auf <len höheren schulen. ZfdU. 13, 672—685. 

•iringt auf die pflege des lautrichtigen, Verständnis- und aus- 
dnicks vollen lesens. 

257. K. Eichenberg, Da» fremd wort in der schule, ein 
l>ericht. Godeslx^rg a. Rh., G. Schlosser. 18 s. 0,25 m. 

worül>er die in gedanken und stil ein wenig harmlose ein- 
leitung 4>erichtet\ ist nicht ersichtlich; sie giebt die gnmds&tse 
til)er das rechte mass der fremd Wörter Verdeutschung wieder, über 
riio heut im allgemeinen eine einigung erzielt ist. den hauptteil 
bildet eine mit l)e8ondrer rücksicht auf die bedürfnisse den schule 
gemachte Zusammenstellung der gebräuchlichsten fremdwörter und 
ihrer verdeut^rhungen. 

'27i^, H. Pallenke, Die fremdwortfrage auf dem gebiete der 
deutschen «chule. ZSprV. 14, 113 — 119. 

fordert die einführung eines amtlichen verdeutschungsbuchas 
mit verbindlicher kraft für die schule. 



G. Metrik und poetik. 

'jr>9. H. V. Gumppenberg, Das euphonische gesets der un- 
reinen reime. Allg. seitg. l)eil. 74, 1 — 5. 

auch unhere l>esten dichter brauchen unreine reime, viele da- 
von wirken auf unser ohr beleidigend, andere nicht, der grund 
liegt in ^wissen harmonischen l>eziehungen der vokale, die musi- 
kalische harmonielehre kennt fälle, in denen ein einzelner ton 
einem akkorde, dem er der regel nach nötig ist, mangelt, aber un- 
l>es4*hadet des Wohlklangs dadurch ersetzt wird, dass der komponist 
ihn unmittelbar vor dieHem akkorde bringt, der vorweggenommene 
ton «ummt dann im ohr des horers noch nach, wenn der zugehörige 
akkord erklingt, sodass kein mangel empfunden wird, ebenso wenig 
ist zwei tönen im inter\'all einer terz oder sezte die Wirkung das 
harmonischen Zusammenhangs ganz abzusprechen, wenn sie statt 
gleichzeitig, sehr rasch hintereinander erklingen, diese musikalischen 
thatüachen gel>en die erklärung zu den ästhetischen Wirkungen ge- 
wisser unreiner reime, denn diese verursachen kein missbehagen 
1. wenn die b<;touten siH>en eines anderen wertes, das häufiger dem 
II., seltener dem L reim wort vorausgeht, oder auch eine dem IL 



126 ^* Nenhochdeatsche litteratnr. 

oder I. reimwort unmittelbar vorhergehende unbetonte silbe den 
wünschenswerten reinen vokal, umlaut oder diphthong enthält; oder 
wenn 2. der wünschenswerte umlaut in die klanglich ihn zusammen- 
setzenden zwei laute zerlegt wird und diese seine komponenten auf 
das betreffende reimwort und noch ein ihm vorhergehendes anderes 
wort verteilt sind, wobei der dem umlaut klanglich nähere kom- 
ponent dem reimwort zukommt. 3. zuweilen erscheint die harmoni- 
sierende Wirkung des ersteren ausgleichsmittels noch dadurch ge- 
steigert, dass sowohl dem U. reimwort der reine vokal, umlaut 
bezw. diphthong des ersten, als auch dem ersten reimwort der 
reine vokal, umlaut bezw. diphthong des zweiten in einer betonten 
Silbe vorhergeht. — z. b. zu 1. ach ich bin des treibens müde | 
süsser friede, sie trübt mir ja den blick | in meinem äuge zurück. 
2. mein busen fühlt sich jugendlich erschüttert | von zauberhauch, 
der euren zug umwittert. 3. das gräflein es blicket hinüber | es 
dünkt ihn, als lag er im fieber. Saran. 

260. K. V. Levetzow, Der neue rhythmus. die zeit 18, 
no. 226. — replik von Holz no. 231. antwort von Levetzow 
no. 233. 

S. Schayer. 



IX. Neuhochdeutsche litteratur. 

(A. Litteratorgeschichte. — B. Denkmäler von 1450—1620.) 

A. Litteraturgeschichte. 

1. F. Priebatsch, Geistiges leben in der mark Brandenburg 
am ende des mittelalters. Forsch, z. brandenburg. gesch. 12, 
325-409. 

geht sorgsam dem anteile nach, den die mark an den univer- 
sitätsstudien nahm, und betrachtet die Juristen, mediziner, theo- 
logen, historiker des armen, aber strebsamen landes, die humanisti- 
schen bestrebungen, das Schulwesen und die bildende kunst. 

2. Rod. Eeuss, L'Alsace au XVII. sifecle, 2. bd. (Paris, 
Bouillon 1898) s. 217 — 251: La litt^rature alsacienne. 

3. B. Eeuss, De scriptoribus rerum alsaticarum historicis. 
Argentorati, Bull. 1898. XH, 250 s. — vgl. Jsb. 1898, 9, 13a. — 
rec. Th. Ludwig, Hist zs. 84, 118—120. 

4. J. Widemann, Die Passauer geschichtsschreibung bis 
zum anfang des 18. jahrh. Histor. jb. 20, 346—366. 640—664. 



IX, B. Dwkallir. 127 

5. A. Schneider, SpanienB anteil an der dentoehen litte- 
rmtor. SirMsharg, 1898. — vgl Jsb. 1895, 9, 6. — rec J. Holte, 
Archiv 103, 165—168. 

G. O. C. Knod, DeuUche Studenten in Bologna (1289—1562). 
bioKmphischer index fu den Acta nationlB Oermanicae nniv. Bono- 
nienaiB. Berlin, R. v. Decker. XXV, 765 8. 30 m. 

rec. Cbl. 1899, 956 f. 

7. G. C. Knod, Rheinlindiacbe Studenten im 16. and 17. 
Jahrhundert auf der universit&t Padua. Ann. f. d. Niederrhein 68, 
133—189. 

8. Akten und Urkunden der univerait&t Frankfurt a. 0. hrsg. 
von O. Kawerau und O. Bauch 2. Breslau, Marcus 1898. — 
vgl. .Ish. 1S98, 9, 7. — rec. O. Knod, DLa. 1899, 1277 f. K., 
Mint. EH. 82, 540. 

9. P. Reh, Statuta facultAtis philosophicae in academia Franoo* 
furtana. progr. (1899 no. 217). Oross-Htrehlits. 20 s. l^. 

10. A. N igele, Ulmer auf den nniversit&ten Erfurt und 
Freiburg. WOrttemb. vjsh. t landesgesch. n. t 7, 357—360. 

11. J. Knepper, Nationaler gedanke bei den elsissisohen 
humanisten. Freiburg, Herder 1898. — vgl Jsb. 1898, 9, 11. — 
rec A. Hollaender, DLs. 1899, 1291. Kbl. d. gesamtv. d. d. 
geschichtsv. 47. 161. 

12. F. Falk, Die Mainier bibeldrucke (lateinisch, deutsch, 
griechisch). Katholik 79, 1, 334—343. 

13. P. Heits, Formschneiderarbeiten des 16. und 17. jh. 
n. f. Strassbtirg. HeiU 1894. — vgl Jsb. 1894, 8, 169. — rec 
O. Zaretxky, Zs f. bücherfreunde 3. 353 f. 

13a. Chr. Meyer, Aus einem tagebuche des 16. jK Harn* 
bur^, Verlagsanstalt 49 s. 0,80 m. (Samml. gemeinverst wiss. 
vortrage 305.) 

B. Denkmäler. 

.llbfT. 14. Bessert, Beiträge su Albers biographie. Reut* 
linger geschichtsbl 9. 

Alk^m. 14a O. frhr. Schenk sn Schweinsberg, Die her- 
kunft Erasmus An>ers ZfdA. 43, 3S6-391. 

E. Alberus m-ar ein später legitimiertes kind des pfarrers 
Dietrich Alber (ir»2R xu Brachenbrücken l>ei Friedl>erg, 1534 «u 
Engelrod), vielleicht su Staden geboren; sein grossvater war Kuno 



128 I^ Nenhochdeutsehe litteratar. 

Aleber von ßeiffenberg, gesessen zur Rusen zu Friedberg, viermal 
zwischen 1461 und 1483 bürgermeister zu Friedberg) sein bruder 
Andreas ward 1524 Schulmeister zu Friedberg. 

Alfeld. 15. A. Lemmens, Pater Augustin von Alfeld (f um 
1532. Freiburg, Herder. 108 s. (Erläut. u. ergänz, zu Janssens 
geschichte des deutschen Volkes 1, 4). 

rec. P. K., Histor. zs. 84, 176 f. 

ADShelm. 16. G. Tobler, Valerius Anshelm in Krakau 
(1493—1495). Anz. f. Schweiz, gesch. 30, 199. 

ArigO. 17. K. Drescher, Arigos blumen der tugend. ZdPh. 
31, 336 ff. 

Ayrer. 18. E. Kroker, Die Ayrerische Silhouettensammlung, 
eine festgabe zu Goethes 150. geburtstag. Leipzig, Dietrich. 48 s. 
50 taf. 4<>. 15 m. 

behandelt u. a. die familiengeschichte der Ayrer und stellt als 
Sterbetag Jakob Ayrers den 24. märz 1605 fest; geboren war der 
dichter wahrscheinHch 1540. — vgl. M. K., Cbl. 1899, 825—827. 

Blanror. 19. J. Smend, Ambrosius Blaurers predigten über 
das apostolicum. Zs. f. prakt. theol. 1899, 193 — 215. 

Bock. 20. Roth, Hieronymus Bock. Mitt d. hist. v. der 
Pfalz 23, 25—75. — vgl. Zs. f. gesch. d. Oberrheins 53, 687. 

Boltz. 21. G. Bessert, Zur biographie des dichters Valentin 
Boltz von Ruffach. Zs. f. d. gesch. d. Oberrheins 53, 194—206. 

Brant unten 9, 169: Sahr. 

BnnDWSlld. 22. A. Bernoulli, Zu Bunnwalds beschreibung 
des Schwabenkrieges. Anz. £ Schweiz, gesch. 30, 235—242. 
über die ebd. 6, 282 veröffentlichte Augsburger hs. 

Brenz. 23. G. Bayer, Johannes Brenz, der reformator 
Württembergs, sein leben und wirken dem ev. volke erzählt. 
Stuttgart, Kohlhammer. 95 s. 0,40 m. 

24. G. Bessert, Zum gedächtnis von Joh. Brenz. Allg. ev. 
luth. kirchenztg. 1899, 780—784. 804-810. 826—833. 

25. G. Bessert, Zur Charakteristik von Joh. Brenz. Bl. f. 
württemb. kirchengesch. 3, 127 f. 

26. R. Günther, Zum Jubiläum von Joh. Brenz. Allg. ztg. 
1899, beil. 143. — Bl. f. württemb. kirchengesch. 3, 65 f. 

27. A. Hegler, Johannes Brenz und die reformation im 
herzogtum Württemberg, rede. Freiburg, Mohr. II, 49 s. 1 m. 



n, B. Dntaikr. IM 

28. C. W. V. Eügelgen, Dia rechtfertigiingtlahr« das Joh. 
Brens. Laipxig, Daichart 40 s. 0,60 m. 

rac G. Bossart, TkaoL litbL 1899, 153—158. 169—171. 
W. Kühlar, TkaoL li. 1899, 460—462. 

29. O. Traub, Dia baziahangan tod Brani in Luthar and 
Malanckthon. DUoh. av. hl. 1899, 759—768. 

30. Baan, Dia haxiahungan von Branz f&r dia schnla. N. bL 
aus SüddaatsohL £ en. 1899, 153—164. 

30a. P. Wolff, JoIl Brans. Naua Ckristotarpa Ar 1900, 
201—247. 

Imffb. 31. L. Kallar, Otto Bninfels, ain gottasgalakrtari 
ant und oaturforschar das 16. jh. Mtsh. d. Comaniusgas. 8, 
267—279. 

Imr. 32. C. Varran trapp, Zur charaktaristik Harmanns 
T. Wiad, Bucars und Oroppars (briafa). Zs. £ kirckangasok. 20, 
37— 5S. 

rtehUbi. 33. M. Spakn, Jokannas Cockllus. Barlin, Damas 
1898. — vgl. Jsb. 1898, 9, 25. — rac W. Köklar, TkaoL li. 1899, 
542—546. 

34. P. J. H. PoUan, Jokannas Cockläus an könig Hain- 
rieb Vril. von England und Tkomas Monis. Rom. quartalsckr. 
Irt99. 43—59. 

:i:». J. Scklackt, Vier Cockliusbriafa (1517). Hist jb. 20, 
768—772. 

(mheri. 36. Hartmut von Cronbarg, Sckriftan krsg. von 
£. Klick. Halla, Niemayar. LEt, 160 s. 2,40 m. (Nandr. d. 
litt werke <ies 16. und 17. jks. 154—157). 

sorgfilU^r naudruck der 16 sandbriefa, mit denen der an« 
gelehrte, aber tiefreligiösa ritter (1488 — 1549) in den jakran 
1521 — 1525 für die reformatoriscken ideen Lutkars und Sickingens 
eintrat. ul)ar dia vorkandanan drucke und kss. giebt dia ainleitung 
raicklicke auskunft; el>anso erörtert E die entstekungsieit, die 
Hpracke CronbergM, die verlorenen sckriften und giebt unter dem 
t«xt noben Varianten auck ainialne erliutarungen. — reo. K. Ame- 
lung, Tkeol. litM. 1899, 125 f. DL». 1899, 1476. Cf. Ellinger, 
Vosaii»cke ztg. 1^90, sonntagsbail 20. 

.17. Arwad Kickter. TWr eini^ neltenere reformations-flug- 
srkrit'ten aus don jakren 1523— ITiLT». progr. (1899 uo. 7SGi. 
Hamburg. (Hamburg, Herold). 44 s. 1.50 m. 

jAar«8b«rkki f%r 8«r«AaiMa« HUoloffi«. XXI. ilrti.) 9 



130 ^ NeahochdeatBche litteratar. 

bespricht 1. Cronbergs Persönliches vorbringen vor dem reichs- 
regiment (ohne Kücks neudruck zu kennen), 2. vier Schriften des 
Hieronymns von Endorf (Holstein, Zs. f. kkchengesch. 10, 453 be- 
richtigend), 3. Jacob Schorres Ratschlag über den Lutherischen 
handel. — rec. W. Köhler, DLz. 1899, 1922. 

Dernschwam. 38. H. Zimmerer, Eine reise nach Amasia 
i. j. 1555. eine deutsche gesandtschaft in Kleinasien an dem hof- 
lager des sultans Soliman des prächtigen, nach den briefen des ge- 
sandten Busbeck und dem tagebuch seines begleiters Hans Dem- 
schwam aus der Augsburger originalhs. des forstlich Fuggerschen 
archivs im auszuge mitgeteilt, progr. Ludwigshafen am Ehein. 
41 s. 

Demschwam (geb. 1494 zu Brux) begleitete als Fuggerscher 
beamter 1553 — 1555 den kaiserlichen gesandten Busbeck und 
notierte in seinem tagebuche, von dem Kiepert (Globus 1887) nur 
zwei Wolfenbütteler und eine Prager abschrift kannte, neben 
griechischen und lateinischen Inschriften (Monumentum Ancyranum) 
viele kulturhistorische und geographische bemerkungen, aus denen 
Z. nach der Augsburger hs. proben mitteilt. 

DSrer. 39. Ant. Weber, Zur Streitfrage über Dürers reli- 
giöses bekenntnis. Katholik 79, 1, 322—333. 410—427. 

gegen Zucker, Mummenhoff, K. Lange und Kalkoff, die seine 
1894 veröffentlichte schrift 'Albrecht Dürer' bekämpft hatten. 

Elisabeth. 40. P. Tschackert, Herzogin Elisabeth von Mün- 
den, gest. 1558, geb. markgräfin von Brandenburg, die erste Schrift- 
stellerin aus dem hause Brandenburg und aus dem braunschwei- 
gischen hause, ihr lebensgang und ihre werke. Berlin u. Leipzig, 
Giesecke u. Devrient. 55 s. 4^. 2,25 m. 

Kndorf. s. oben 9, 37: Bichter. 

Fftbri. 41. K. Furrer, Ein Jerusalem- und Sinaipilger aus 
Zürich im 15. jh., der predigermönch Felix Schmid. Neujahrsblatt 
62. Zürich, Fasi u. Beer. 61 s. 3 m. 

Fanstbneh. 42. J. Bolte, Zeugnisse zur Faustsage. Euph. 6, 
679—682. 

1. ein meisterlied von Friedrich Beer (1588); 2. Victor Perillus, 
Der Hörseelbergk 1592 (hsL epos); 3. Andreas Ketterlins reise- 
bericht 1613. 

Fischart 43. A. Hauffen, Fischart-studien V: der Anti- 
MachiavelL Euph. 6, 663—679. — vgl Jsb. 1897, 15, 37. 

bespricht die 'Discours . . . contre N. Machiavel' des hugenotten 
Gentillet (1576) und die auf deren lateinische Übersetzung (1577) 



n, & Dtnkmiler. 131 

lorückgehende verdeutschaog des Nin^niii 'Begentanknnst oder 
tilnteospiegei* (1580), xu der Fiaohart drei kleine gedichte, eine 
vorrede und u-ahrBcheinlich auch die Übertragung von Oentilleta 
franiöBiechem Vorwort beisteuerte. 

Sahr s. unten 9, 169. 

Hiprhliftei«^) 44. 0. Giemen, Miscellen sur reformations- 
geschickte L TheoL stud. u. krit 72, 268—271. 

108 verse über den lauf dieser weit, bayrisch, hsl. auf der 
Zwickauer bibliothek, werden abgedruckt 

45. O. Giemen, Eine Wormser flugschrift vom 14. mal 1521. 
Zfkirchgesch. 20, 445—452. 

über den von Joh. Rom gegen Aleander gerichteten ^Hochthuren 
Babel i. e. confusio pape.' 

46. Hans Schuls, Die sogenannte reformation kaiser Sig- 
munds, eine sociale reformschrift des 15. jh. Mtsh. d. Gomeniusges. 
S, 240—246. 

diese suerst 1476 gedruckte schrift verfiuste 1438 ein pfarrer 
Friedrich; vgl. Koehne, N. arch. f. geschichtsk. 23 und Zs. f. 
sozial- u. wirtschaftsgesch. 6. 

47. P. Heits, Nei^jahrswünsche des 16. jh. 2. billige ausg. 
mit 44 abbildungen. Strassburg, Heits. 29 s. 4<^. 6 m. (Drucke 
und holischnitte des 15. und 16. jh. in getreuer nachbildung 3). 

vgl. Jsb. 1898, 9, 45. 

48. Th. Hampe, Gedichte vom hausrat aus dem 15. und 
16. jh. Strassburg, Heits. 50u.60 s. 4^ 6 m. (Drucke und 
holsschnitte 2). 

49. F. Ahn, 'Newe seytungen* aus Johann Manneis drucker- 
presse. Mitt d. öst V. f. bibliotheksw. 2, 1—9. 29—32. 66—72 
089S». 

iiechs 1578 bis 1593 in Laihach, Schütsing und Eberau ge- 
druckte seitungen werden genau beschrieben und nr. 6, ein lied 
von A. M. auf einen 1593 su Konstantinopel gesehenen kometen 
(Hört SU ir lieben Christen leuth, 31 str.) abgedruckt 

50. O. Hell mann, Wetterprognosen und Wetterberichte des 
15. und 16. jh. facsimiledruck mit einer einL Berlin, Asher. 
i3 s., 2V I lK)g. A^; 1 bog. 16<» mit taf. 20 m. (Neudrucke von 
»chriften ul>er meteorologie und erdmsgnetismus 12). 

Friark. 51. N. Paulus, Gaspar Franck ein oonvertlt des 

*) fgL 9, S7 (Croabtrg), 66 (Hattsa), 172 (Ssdu), 194 (Siekiiigwi). 

9* 



132 IX- Neuhochdeutsche litteratur. 

16. jh. (1543—1584). Hist. poHt bl. 124, 545—557. 617—627. — 
vgl. f. bayer. kirchengesch. 6, 95 f. 

52 A. Kegler, Sebastian Franck. Herzogs protest. realencycl. 
3. aufl. 6, 142—150. 

53. H. Oncken, Sebastian Franck als historiker. Hist zs. 
82, 385—435. — vgl. Mtsh. d. Comeniusg. 8, 189 f. 

Frey. 54. J. Freys Gartengesellschaft hrsg. von J. Bolte. 
Tübingen 1896. — vgl. Jsb. 1897, 15, 45. — rec. A. L. Stiefel, 
Litbl. 1899, 301—306. 

Jt06, s. unten 9, 161: Vermeylen. 

Goikr. 55. G. Kawerau, Geiler von Kaisersberg. Herzogs 
protest. realencycl. 3. aufl. 6, 427 — 432. 

GreiffeDbergen s. unten 9, 172: Keller. 

Onalther. 56. E. Egli, Rudolf Gualther. ebd. 7, 222—224. 

HabenuailD. 57. H. Beck, Johann Habermann, ebd. 7, 281 f. 

Hedio. 58. A. Erichson, Kaspar Hedio. ebd. 7, 515—517. 

HeiDrieh Julius. 59. H. Schwab, Der dialog in den Schau- 
spielen des herzogs Heinrich Julius von Braunschweig, progr. der 
staats-oberrealschule. Troppau. 30 s. 

handelt in einer einleitung über die litterarische thätigkeit, 
besonders die dramatischen werke des fürstlichen dichters und 
seine beziehungen zur schauspielertruppe des Engländers Sackville, 
der als clown auftrat und in dieser rolle eine grosse berühmtheit 
erlangte. Seh. charakterisiert sodann die einzelnen meist typischen 
persönlichkeiten (kap. 1), besonders den narren (kap. 2), rühmt 
die prosasprache der dramen (kap. 3), auf die der dichter durch das 
beispiel der Engländer vorzüglich gewiesen war, und behandelt das 
bühnentechnische (scenenwechsel, auftreten der personen kap. 4. 5), 
monolog, dialog und personenzahl (6. 7. 8). wegen des ortes der 
Publikation als schulprogramm konnte Seh. der derbheit des Stoffes 
nicht näher nachgehen. [S.] 

Hermann. 60. G. Loesche, Nikolaus Hermann. Herzogs 
protest. realencycl 3. aufl. 7, 705—708. 

HertzOg. s. unten 9, 158: Bolte. 

Hess. 61. J. Köstlin, Johannes Hess. Herzogs protest. 
realencycl. 7, 787—793. 

Hock. 62. Theobald Hock, Schoenes blumenfeld. abdruck 
der ausgäbe von 1601. hrsg. von Max Koch. Halle, Niemeyer. 



II, B. Deokmiltr. 133 

LXII, 144 8. 1^0 m. (Neudrucke deatscher litt, werke des 16. Qsd 
17. jh. 157—159). 

die 184r> von Hotfmanu v. F. entdeckte gedichtMunmlang ver- 
diente Un^fit einen neudruck wegen ihre« poetischen wertes und ihrer 
reineren form, sls ein kenner der französischen und italienischen 
litterattir strebt H., der im dienste Christians von Anhalt, kaiser 
Uudolf II. und Peter Wocks von Rosenberg thätige PAlier (geb. 
1573 k vor Weckerlin und Opitx dem ideale einer deutschen kunst- 
lyrik zu, doch steht dieser galante, satirisch-gerichtete renaissanoe- 
dichter dem volksmässigeu Hede noch viel näher als jene, die ein- 
leitung giebt über seine protestantische Streitschrift von 1605, seine 
politische thätigkeit im dienste des letzten Rosenbergs (1601 — 1611), 
die ihm schwere anfeindungt>n durch den böhmischen adel zoxog, 
seine 1619 erschienene Verteidigungsschrift und seine ernennung 
zum obersten eines böhmischen regiments aufschluss und betrachtet 
die in seineu gedichten zu tage tretenden einflüsse und deren 
Strophenformen. — rec. R. Wölk an, Mitt. d. Böhmen 38, lit, beiL 
s. 66 f. 

libMK. 6:i. B. Duhr, Paulus Hotfaeus, ein Charakterbild 
aus der geschichte der deutschen Jesuiten, nach ungedruckten 
briefen. Zs. f. kath. theol. 23, 60:>— 631. 

der einflusaraiche jasuit^ geb. um 153'» zu Münster bei Bingen, 
f 1608 in Ingolstadt, übersetzte 1560 in Prag Brachte lateinische 
komödie 'Euripus* filr eine schüleraufTührung ins deutsche. 



fr. 64. M. R üben söhn, Griechische epigramme. Weimar 
1S97. -- vgl. Jsb. 1897, 15, 2; 1898, 9, 57a. — rec. H. Fischer, 
AfdA. 2r», 171—176. L. Pariser, Euph, 6, 342—345. 

6r>. M. Rubensohn, W. Hunger, ein antiklerikaler Frei- 
hinger kanzler aus der reformationszeit. Allg. ztg. 1S9S, nr. 243. 

MtML 66. W. Köhler, Zur <iatierung und autorschafl des 
tlialogs Neu-Karsthans IL ZfdPh. 30, 487—508. 

vgl. Jsb. 1898, 9, 58. — der dialog trägt die von Szamatölski 
gekennzeichneten stilistischen eigentümlichkeiten in sich und passt 
auch zu Huttens Situation. 

Bahr unten 9, 169. J. Freund a. nach trag. 

liltitW. 67. Thomas Kantzow, Chronik von Pommern 
hrsg. V. G. OaebeL Stettin, Niekammer 1897—1898. — vgl. Jsb. 
189*<, 9, 59. — rec M. B4r, Histor. zs. 83, 327-329. K. Loh- 
mever, DZiGeschw. n. f. 2, mtebl. 361 f. — W. Scheel, AfdA. 
25/212-214. 

IltarhiOMl. 68. F. Hubert, Strassburger katechismen aus 



134 IX. Neohochdeatsche litteratar. 

den tagen der refonnation (Capito 1527, Butzer 1534, ZeU 1535; 
die laienbibel 1540). Zs. f. kirchengesch. 20, 395—413. 

69. Haller, Der einfiuss Strassburgs auf die ülmer kate- 
chismnslitteratur. Zs. f. prakt. theol. 1899, 132 — 136. 

70. K. Knoke, Eine auslegong des Vaterunsers a. d. j. 
1522. Zs. f. kirchengesch. 1899, 19—36. 

abdruck der in fünf ausgaben vorhandenen flugschrift, als 
deren vf. der Ulmer Diepold Peringer, der um 1523 zu Nürn- 
berg predigte, erwiesen wird. 

71. F. Cohrs, Eine für die schule bearbeitete ausgäbe des 
Heidelberger katechismus 1609. Mitt. d. ges. f. dtsch. erziehungs- 
gesch. 9 (3). 

Kettenbaeh. s. unten 9, 172: Keller. 

KireheDÜed.*) 72. Hedwig Wagner, Übersicht über die litte- 
rarische und musikalische entwicklung des deutschen kirchenliedes. 
Ev. Volksschule 12 (10—18). 

73. G. Bessert, Die hofkantorei unter herzog Christoph. 
Württemb. vjsh. f. landesgesch. n. f. 7, 124—167. — vgl Mtsh. f. 
musikgesch. 31. 

s. 131 über Sigm. Hemels psalter (Tübingen 1569); 155 Joh. 
Walther; 157 Orlando di Lasso. 

74. W. Bremme, Der hymnus 'Jesu dulcis memoria' in seinen 
lateinischen hss. und nachahmungen, sowie deutschen Übersetzungen. 
Mainz, Kirchheim. XVI, 432 s. 5 m. 

rec. M. Seiffert, Zs. d. internat. musikges. 1, 104. 

75. J. Wegener, Das erste Wittenberger gemeindegesang- 
buch. Mtschr. f. gottesd. 4, 7 — 11. 

76. Diehl, Ein bisher unbekanntes gesangbuch aus der 
druckerei von Weigand Han in Frankfurt a. M. Mtschr. f. 
gottesd. 4. 

77. L. D. Wilberforce, 'Christe qui lux es et dies' and its 
german, dutch und english translations II. American, joum. of 
phiL 19 (2). 

78. F. Zelle, Die singweisen der ältesten evangelischen 
lieder I. progr. (1899 no. 127). Berlin. 23 s. 4«. 

handelt über die melodien des Erfurter Enchiridion 1524 und 
teilt 20 lieder und deren melodien mit den späteren Varianten 
mit. — rec. B. Eitner. Mtsh. f. musikgesch. 31, 94. 



*) Tgl. unten 9, 92 (Luther), 179 (Sabninger), 197 (Sperätas), 222 (Zinck- 
eisen). 



XI, & Dwkm&l«. 135 

79. A. Flari, JohanoM Wannenmmoker (Vannina). Sammlung 
Berniacher biographien 3, 541 — 553. — vgl. R. Eitner, Mtah. £ 
moaikgeach« 31, 77 f. 

Itik. 80. L. Eisaenlöffel, Frans Kolb, ein reformator 
Wertheima, Nttrnberga and Berna. Zell l W., H. Specht a j. III, 
131 8. 2 m. 

rec F. Lexiua, TheoL litbL 1899, 29 f. 

IdH^nikV. 81. M. Cantor, Niclaua Koppemikna. Nene 
Heidelb. jb. 9, 90—106. 

behudelt die bedeutong des koppernikaniachen ayatema, deren 
aittlicher kern die entthronang dea menschengeachledita war, und 
aeinen lel>enagang, indem er polniachen hiatorikem gegenüber aein 
Deutachtum l>etont. 

lililL 82. K. H&bler, Daa wallfahrtabach dea Hermannua 
Eünig von Vach and die pilgerreiaen der Deatacken nach Santiago 
de Compostella. Straaaborg, Heits. 88 n. 24 a. 4 m. 

facaimile dea 1495 gereimten pilgeHinckea nack der &lteaten 
undatierten aoagabe. die einleitong bietet aaaaer einer erUutemden 
inhaltaangal>e wertvolle nachrichten über Pilgerfahrten aoa Deutach* 
land nach Santiago vom 11. bia 16. jh. — rec. F. Lanchert, 
DLx. 1899, 1600 f. 

LliMid. unten 9, 194: Kück. 

Lliiskni. 83. N. Paulua, Hat Stephan von Landakron den 
ablaaa ala einen erlaaa der köllenatrafe betrachtet? Katholik 79| 1, 
233—288. 

verteidigt den Wiener propat Stephan (f 1465) gegen Briegera 
l>ehauptung, er habe die ablaaalohre miaaveratanden, indem er ana 
dem cgm. 788 nachweiat, daaa in der 1484 gedruckten 'Himmel- 
atraaae* "pein der hölle* verdruckt iat für ^pen der weicaen* (d. h. 
dea fegfeuera). 

LMeMT. unten 9, 158: Bolte. 

Uckr. unten 9, 172: Keller. 

Utkr« HMiigritBl. 84. BibUographie der kirohMigeachichtUchen 
litteratur vom 1. Januar 1897 bia 1. juli 1898. Za. £ kirchangeaeh. 
IS, anh., 19, 126—130 n 198—200; die iwei letaten teile von 
G. Bücker. 

85. K. Hei land, Luthardmcke dar Erlangar univerait&ta- 
bibliothek. — vgL Jab. 1898, 9, 74. — ala dankenawerta arbeit 
becpr. V. J. Luther, DLa. 1899, 816—819. 

Werke« 86. M. Luthera werke, kritiacha geaammtauagabe. 
IkI. 15. Weimar, B6hUua naohf. VIII, 822, II a. 23,50 m. 



136 IX- Neuhochdeaucbe Uttentur. 

der bd. enthält die Schriften und predigen Luthers aus dem 
jähre 1524, entere von 0. Albrecht, letstere von G. Buchwald 
bearbeitet in die zahl der mitarbeiter neu eingetreten ist proC 
Haussleiter in Greife waM. 

87. Dasa. bd 16. ebda. XXVIII, 054, II s. 19,60 m. 

der bii. 'bringt dio predigten, welche Luther über das sweite 
buch Motfe von ende iri24 bis antang ir>27 mit oft längeren Unter- 
brechungen gohalteu hut\ in der hauptsache die arbeit üuch- 
waldn. 

HS. Diiöu. bd. 7 ilSf»:). — vgl. Jsb. IrtO?, l'i, 66. — aas- 
fährlich bebpr. von Th. Koldo, (igA. lfil»9, 328—338. — bd. 7 
und bd. 2n (lsl»s). _ vgl, Jsb. \HUSy 9, 7«. — rec. W. Köhler, 
Theol. »tu.i. u. krir. 7*J. ^i3'*^i\'t\, 

89. Luthers werke, hrsg. von Buchwald u. a. volksaoffg. 
in 8 bdn. 2. (stereot.-) auf!. I. tblge: refoimatnrische Hchriften. IL 
Berlin. Schwetschke A hohn. 1S9^. IV, 'ill s. 2,50 m. 

90. DaMH. 2. fcl^e: rt-formatriritjche und p(>b*mische Schriften. L 
mit Ls bildn. als Junker Jürg. <.'bd:L \^W, IV, 149 s. 

91. Dasn. v(illstäniii:.'('s iiauicn- und Muchregister, liearb. von 
R. Seil, ob.la. IV. 92 s. 

92. M. Lutlitr. Tli>m:is Murner un>l 'his kirchenllod dee 
16. jhs. aus^cw. u. lu. vinl. u. iinm. vers. v. (i. lU^rlit. [sammlong 
(rüschen. 7.; Leipzig, (t. J. (T'Schi'U. I90<i. IC s. O.SO m. 

93. M. Luthf-r. Pa'iag-'giMhe schritten für Seminaristen 
ausgew. u. zusuai mengest, v. A. MdMehn. 2. durchges. anfl. 
Brt'slau, Hirt, .'itj s. h.(;i» m. 

91. li. V. Lupke. rber die wic<lergt*wiunuDg der schriAen 
Luthffrs tur un&rn« zvit. IM»- c hrii*Tl. weit IJ. n»Ot»— 1062. 

um 'Luth«*ni machtif^v iicrr-Mulichkcit wiPiiiT unmittelbar snm 
Volke redi'n* zu l;u«>*'n. sind v«ilksausf^ai'<'n n<'tig. die im gegensats 
zu dfU wisAi-nscLattlichi'n ;iusK«^b«*ii >ir:b nicht an das einzelne wort 
klammeru, auch nicht I i<>s aus i-intT vtrkiirzung j(*ner tiestehen, 
soudvni die selbst unter aufl^iiunA: <ler g:ftnz«*n form der schrift- 
stoIltTfi ''IfU LtithtT :iu.H dem Lu'her hrmuriHrhalen müssen, nicht 
in furm eintr ii.h^ilt<&ang;t^»' i-dt-r gr'i^kiiKi'nwiedi-rga^e, sondern 
immer s«*. d;i.'i.*4 L-i'hi-r s«>ll•^t re*i«-t un'i m-gliihs? nichts v«jn drr 
ursprünglich krit v^Tl-n-n geht.' i-in b«i.-piel lii-lVrt der vf. selbst 
in Luthen* l-efiCpro ii^jt' — s. u. *\ l«'.'i . irr aufsatz ist neb^t 
dem praktischen bvi^pirl d<-r bt-rgpredi^ aus dem Weimarer 
kirchen- and schuIMait wit-lt-rhult. 



IX, B. DMkBikr. 137 

95. Latkardenkmal. vollutümliohe Schriften ans der gp* 
eohichte dee evang. Deutschlands, in Verbindung (m. and.) hrsg. 
T. G. Buchwald und F. Jonas. 1. jahrg. 1. heft M. Luthers 
deutsche briefe, ausgew. u. erliut v. G. Buchwald. Leipng, 
B. Richter. XI, 223 s. m. 13 abb. 1,50 m. der jahrg. Ton 
2 heften 2 m. 

96. M. Luther, Briefwechsel bearb. v. E. L. Endera. 
bd. 7 (1897), 8 (1898). 

vgl Jsb. 1897, 15, 107 u. 1898, 9, 81. — rec G. Kaweran, 
TheoL stud. u. krit 72, ir>5 — 159. K. bespricht diese bände, ob- 
wohl er nach den ersten bänden geu'issermassen selbst mitarbeiter 
geworden ist, indem er das seine beisteuert und jeden bogen in 
der korrektur sieht, weil er erfahrt, 'dass diese verdienstliche, mOhe- 
vollo und jedem fachgenossßn sich unentbehrlich machende arbeit 
über der geringen Unterstützung, die sie findet, gefahr läuft, un- 
vollendet xu bleiben, das muss auf alle fälle verhütet werden/ 
— rec. J. Ficker, Die christL weit 13, 689. 

97. Drews, Ein Originalbrief Luthers und xwei Originalbriefe 
Melanchthons. Theol stud u. krit 72, 618—625. 

98. W. Köhler, Ein neuer Lutherbrief aus d. j. 1521? TheoL 
stud. u. krit 72, 135—139. 

99. G. Buchwald, Zu Luthers briefwechsel. Theol. stud. 
u. krit 72, 1 OS— 118. 

100. G. Wustmann, Luthers erster bibeldmcker. (Wust- 
mann, Aus Leipzigs Vergangenheit n. £ Leipsig, F. W. Gronow 
1898. s. 116— 14S.) 

vermehrter abdruck eines früheren aufsatxes in den grenzboteni 
in m'elchem W. die Verdienste Melchior Lotthers des jüngeren, 
Luthers ersten bibeldruckers, in das gebührende licht stellt und 
die geschicke der familie Lotther ausftihrlich und eingehend be- 
handelt; der ältere Melchior Lotther war der drucker von Luthers 
thesen, vgl Jsb. 1898, 9, 96. — rec. Joh« Luther, Zs. f. bücher- 
freunde 3, 354 C 

101. Das neue testament nach der deutschen übersetaong 
dr. M. Luthers, mit 97 bildem u. karten. Berlin, Grund. 3 m. 

hrsg. von Nikokos Müller und Immanuel Bensinger, Scur 
erinnemng an die einweihung der deutschen evang. erlöserkirche 
SU Jerusalem*. — rec. Teichmann, Zs. f. prakt theoL 21, 
183—185. 

102. M. Luther, Das erste buch Mose in predigten, hrsg. 



138 ^* Neohochdeutsche litterator. 

vom Calwer verlagsverein. Calw u. Stuttgart, Vereinsbuclih. 1900. 
286 8. 1,50 m. 

bringt die predigten Ls über das 1. buch Mose aus dem jalire 
1527 im auszug, bearb. v. pfarrer H. ScholL — anerkennend 
bespr. V. W. L., Theol. litbL 20, 619. 

108. M. Luthers Fünfundzwanzig psalmen, dem Veit Diet- 
rich ausgelegt 1530 auf der feste Koburg. mit anm. vers., rev. u. 
hrsg. V. E. BöhL Gütersloh, Bertelsmann. IV, 196 s. 2,40 m. 

104. W. Köhler, Eine notiz aus Spalatins briefen vom jähre 
1519. TheoL stud. u. krit. 72, 140—147. 

hebt die Wichtigkeit einer stelle aus einem briefe Spalatins 
für das erscheinen von Ls psalmenauslegung hervor. 

105. H. V. L[üpke], Luthers bergpredigt. Die christL weit 
13, 1009—1011, 1033—1037, 1057—1060, 1081—1086. 

der praktische versuch einer Volksausgabe von Ls auslegung 
des 5. — 7. kapitels des evangeliums Matthäi (Erl. ausg. bd. 43) im 
sinne der gedanken, die der vf. in seinem au&atze 'Über die 
Wiedergewinnung der Schriften Ls für unsere zeit' — s. oben 
9, 94 — ausgeführt hat. 

106. M. Luther, Haus-postille. predigten an den Sonntagen 
und wichtigsten festen durch das ganze jähr zur religiösen er« 
bauung aller stände. Dresden, H. G. Münchmeyer. (in 24 heften.) 
1. und 2. heft. X, 96 s. je 0,50 m. 

107. G. Buchwald, Luthers exhortationes post concionem. 
ein noch unbeachtetes stück seiner kanzelthätigkeit. Theo], stud. 
u. krit. 72, 118-135. 

108. A. Chr. Bang, Dokumenter og studier vedr0rende 
den lutherske katekismus' historie i Nordens kirker. 2 bde. 
Christiania, W. C. Fabritius & Sr. 1893—1899. (universitets- 
progr.) X, 283 u. IV, 319 s. 

ausserordentlich umfangreiche und eingehende quellenstudien 
über Ls. katechismus, seine Übersetzungen und seine Verbreitung in 
den nordischen ländem. 

109. F. n. Kahle, Der kleine katechismus Luthers anschau- 
lich, kurz und einfach erklärt. 14. aufl. [hilfsbuch beim evang. 
religions-unterr. 2, 1.] Breslau, Dülfer. XXIV, 239 s. 2,60 m. 

110. F. Fricke, Luthers kleiner katechismus in seiner ein- 
wirkung auf die katechet. litt., d. reformationsjahrhunderts. — vgL 
Jsb. 1898, 9, 87. — rec. F. Cohrs, Theol. Iz. 24, 87—90 als eine 
trotz einer reihe von mangeln 'höchst dankenswerte Stoffsammlung, 



IX, a Daokmil«. 139 

die hoffentlich vielen xur anregung wird^ den hier dargebotenen 
Stoff lu verarl)eiten\ — J. Smend, DLi. 1899, 373 f. erkennt trete 
einielner ausstelluDgen *den hohen wert des aosgeseichneten buchet' 
an, in welchem wir 'auf recht bündige und fil)er8ichtliche art so 
ziemlich mit dem gansen einschlägigen Schrifttum der in betracht 
kommenden leit bekannt gemacht' werden. — günstig bespr. ▼• 
Plath-Lüneburg, TheoL litber. 22, 20. 

111. Luthers katechismus in estnischer spräche. Dentaches 
protestantenblatt 32, 10 f. 

112. E. W. Bowen, Two german hymns; a study in germaa 
bymnody of the reformation. Bibliotheca sacra 1899, 673 ff. 

über Luther, Eine feste bürg, und Gerhardt, Befiehl da 
deine wege. 

li:{. O. AU) recht. Eine antwort Luthers vom 29. augnst 
i:>40 und ihre veranlassung. Theol. stud. u. krit 72, 99—108. 

114. O. Giemen, Zwei Lntherworte, mitgeteilt aus der 
Zwickauer ratsschulbibliothek. TheoL stud. o. krit 72, 266—267. 

IIG. F. G. Ward, Darstellung und Würdigung der ansichten 
Luthers vom Staat und seinen wirtschaftlichen au^ben. [Sammig. 
nationalökon. u. sUtist Abh. 21.] Jena, G. Fischer 1898. 101 s. 
2.40 m. 

ausföhrlich bespr. v. Hartwig-Boma, TheoL litbL 20, 109—114. 
die Schrift 'gehört lu dem gründlichsten, was uns bisher über den 
politischen und sozialen Luther bekannt geworden ist*. — reo. 
Greniboten 58, 2, 723 f. 

117. N. Paulus, Luther über das schlimme ende seiner 
gegner. Der katholik 79, 2, 490—505. 

P. verteidigt sich und seine ansieht, nach der Luther die an* 
Sitte, die gegner eines schrecklichen todes sterben su lassen, nicht 
wenig gefördert habe, gegen Cohrs, der diese darstellung (in der 
besprechung von Paulus schrift über Luthers lebensende in der 
TheoL Is.) tendenziös genannt hatte. vgL unten 9, 129. 

HiCnihiKbai. hb. A. E. Berger, U. Luther in koitnr- 
geschichtlicher darstellung. 2. bd., 1. hUfie. — vgL Jsb. 1898, 9, 
1«K). — rec. F. Cohrs, TheoL Is. 24, 83—85. 

119. F. Fauth, U. Luthers leben. — vgL Jsb. 1898, 9, 103. 
— rec Georg MüUer-Zittau, TheoL litbL 20, 84 f. 

120. J. Mathesius, Ausgew&hlta werke. 3. bd. Luthers 
el>en in predigten, hrsg., erL u. eingeL v. G. Loesche. [bibliothek 
deutscher schriAsteller aus Böhmen. 9. bd.] Prag, Calve 1898. 
2 bL, XXIV, 563 a. m. 2 büdn. 4 m. 



140 I^* Neuhochdeutsche litteratur. 

vgl. Jsb. 1898, 9, 132. — neuausgabe der predigten des 
MathesiuB über Luthers leben nach dem ersten druck v. j. 1566, 
mit ausserordentlich reichhaltigen sprachlichen, sachlichen und ge- 
schichtlichen anmerkungen (s. 441 — 550) sowie einem register. in 
der einleitung charakterisiert L. des Mathesius werk neben den 
vorausgegangenen lebensbeschreibungen aus der feder des Melanch- 
thon, Cochläus, Sleidan, Ratzeberger und dem gleichzeitigen, aber 
im druck nachfolgenden Spangenberg. 'Mathesius ist der erste der 
bezeichnung würdige biograph Luthers', von den beigegebenen 
bildnissen des Mathesius und Luthers ist das sehr charakteristische 
letztere, nach einem Münchener original aus d. j. 1545, von dem 
französ. Verleger — vgl. Jsb. 1897, 15, 142 — zur Verfügung ge- 
stellt. — lobend bespr. v. P. Drews, Die christl. weit 13, 1221. 
— ebenfalls günstig bespr. v. A. Baur, DLz. 1899, 1780—1782. 
vgl, unten 9, 153. 

121. Gt, Oergel, Vom jungen Luther, beitrage zur luther- 
forschung. Erfurt, J. Qt, Cramers buchdr. VI, 136 s. 1,50 m. 

enthält fiinf aufsätze: das geburtsjahr Luthers, als welches der 
vf. das jähr 1482 nachzuweisen sucht; Luthers Jugendfreund Alexius, 
in welchem der vf. eine geschichtlich-urkundliche auf klärung dieser 
sage giebt; das Augustiner- eremitenkloster zu Erfurt im anfang 
des 16. jhs.; der klosterbruder Martin; Luthers theologischer stu- 
diengang. — anerkennend bespr. v. Braune (Rudolstadt), Theol. 
Utbl. 20, 523. 

122. C. A. H. Burkhard, Altes und neues über Luthers 
reisen, quellenmässig mitgeteilt, (nach rechnungen des S. Emesti- 
nischen gesammtarchivs in Weimar.) Zs.£ kirchengesch. 19, 99—105. 

123. Th. Elze, Luthers reise nach Rom. Berlin, Duncker. 
XI, 98 s., 1 bl. 2,50 m. 

auf grund eines mehr als dreissigjährigen aufenthaltes in 
Italien, eines eingehenden Studiums der quellen und der damals 
üblichen reiserouten sucht E. 'die von Luthers reise künde geben- 
den, zerstreuten nachrichten und äusserungen am faden des zurück- 
gelegten Weges aneinander zu reihen und so die reise selbst zu 
vergegenwärtigen*, als reisejahr nimmt E. auf grund der s. 82 ff. 
zusammengestellten quellen das jähr 1510 an [gegen Kolde, der die 
reise in das jähr 1511 setzt], wegen der ergebnisse seiner 
forschungen polemisiert er s. VIII £f. gegen Hausrath und dessen 
Schrift über Luthers romfahrt. — reo. Th. Kolde, DLz. 1899, 
1447 f., der zwar anerkennt, dass E. ohne zweifei in der läge ge- 
wesen ist, manche lokal unbestimmte erinnerungen Luthers rich- 
tiger als bisher zu deuten, ihm aber vorwirft, selbst nicht 
selten in den an Hausrath gerügten fehler gefallen zu sein, ^dinge, 



II, iu Deakmlltr. lü 

die lediglich auf kombination und vermutong beruhen, als pomtive 
gewiaaheit hinxustellen, und aua diesen so gewonnenen, venneini- 
Uchen thatsachen mit gleicher Sicherheit auf andere lu schÜessea*. 
— W. K[öhlejr, Cbl. 1899, 1698 f. hilt es ftir 'r&tlich, auf genaue 
Wegbestimmung überhaupt zu venichten und nur einselne Ort- 
schaften, über welche Luthers iusserungen vorliegen, heraus- 
zustellen*. 

124« A. Haus rat h, Luthers thesenstreit. Neue Heidelb. 
Jahrb. 8, 181—247. 

eine ausführliche und gründliche darstellung. 

125. N. Paulus, Luthers Stellung zum papstthum in den 
ersten monaten des Jahres 1519. Der katholik 79, 1, 476 — 480. 

P. behandelt den anscheinenden widersprach in Ls ansichten 
ül>er den papst in seinem (nicht abgesandten) schreiben an den- 
8iU>en vom 5/6. Januar (nach Brieger) 1519 und seinem schreiben 
an Spalatin vom 13. mirz desselben Jahres. 

126. A. Hausrath, Aleander und Luther auf dem reichstage 
zu Worms. — vgl Jsh. 1898, 9, 108. — günstig bespr. von 
J. Sahr, ZfdU. 13, 842—848; wünscht aber sUrkere Zuziehung 
von Volkslied, volksschriflen, flugblättern. 

127. H. Becker, Luthers beziehungen zu Zerbst Theol. 
stud, u. krit 72, 582—609. 

12». G. Kawerau, Die flugschrift Sepultura Lutheri 1538. 
ein l>eitrag z. gesch« d. antinomist Streites. Theol. stud« o. krit 
72, 281—293. 

129. N. Paulus, Luthers lebensende. — vgl. Jsb. 1898, 
9, 112. 

rec. F. Cohrs. Theol. Iz. 24, 85 — 87, im ganzen dem ergeb» 
iiisse o)>enriii zustimmend wie andere l>e8prochungen ; Luthers tisch- 
n «ien dürften aber nicht als vollwertige «|uelle fi'ir seine ansichten 
l>etnichtet werden; die stellen aus 2 druckschriften Ls legt C. 
anders aus als P. C. rügt die darstelluüg, dass L. die venin- 
glimpfungen des todes der gegner gefi>rdert habe, oder dass diese 
iu hervorragender weise gerade Ls werk gewesen seien, gegen 
letztereti verteidigt sich P. im Katholik s. oben 9, 117. — O. Kawe- 
rau, DLz. 1899, 706 f erkennt el>enfalls das ergebnis an, dass die 
t-rz4hlung des angeblichen kamwerdieners ü)>er Ls Selbstmord in 
dos reich der fabel gehurt 

130. P. Majuuke. Luthen» leliensende nach N. Paulus, jaus: 
Vi omnes unum.j 2. auti. Erfurt, Brodman 1S9S. 35 s. 0,60 m« 



142 ^^- Neobochdeutsche littentor. 

131. J. Deckert, Luthers selhstmord. eine hiHtorisch 6r- 
wiesene thatsache. vademecum für katholiken, die luthrisch werden 
wollen. Wien, H. Kirach i. k. 30 s. 0,25 m. 

132. Dus8. m. e. anh.: das neue jüd« hochgericht u. e. Pro- 
testant. Anti-Deckert. hrsg. v. Ant. Jos. Ph. (nach der konfis- 
kmtion). 2. auti. etida. G4 s. 0,40 in. 

133. K. Seil, Luthers einäuss auf die politische geechichte 
Deutschlands, vortrug. Leipzig, C. Braun. 22 s. 0,50 m. 

134. Cr. Weit brecht, Luther und Dismarck. Vortrag. Statt- 
gart, Steinkopf 22 s. 0.20 in. 

rec. Wottler, Theol. litt^er. 22, 431. 

135. K. Don in, LuthtT, Leasing, Bismarck im Werdegang des 
deutschen Volkes. Leipzig, \V. Friedrich. 91 s. 

130. P. Frotächer, Luther un^i die l>aueni. [schriften d. 
Sachs, volkssehrit'ten- Verlags. S. Jahrg.. 3. heft.i 145 h. Im. 

137. Titius, Luthers gnindanschauung vom Hittlichen, ver* 
glichen mit der kautischen. vortrage d. theol. conferenx lu Kiel. 
1. heft.) Kiel, Marjuarisen. 5G s. 1 m. 

138. O. Pt'l ei derer, Reformation und revulution. — vgL 
Jeb. ISIH, U, 122. — rec. Fr. Lezius. Thenl. litl.l. 2«), 582. 

139. \V. Köhler. Luther und d'w kirchengeschichte nach 
seinen m^hriften. zunächst bi.s 1521. I. (untersuchenden teil. 1. al>- 
teilung: ilie aMat^Hint^truktion, die liullen, syinhole. concilien und 
die mystiker. Beiträge zu den anfangen protestantischer kirchen* 
geschichtschreibung. Krlangen, F. Junge 190(». VI, 370, II a. 
4/>0 m. 

selbst angezvigt, Di«» christl. weit 13. 1029 — l<»3u. 

140. II. V. Stephan, Luther als imutiker. Studie. Bielefeld, 
Siedhotf. 43 s. in. 1 abh. 0.411 m. 

rec. Ni'lU». TheoL littVrr. 22, 22". das schriftchen stellt 
mancherlei mit tiei.ns gesaiiiini'lti^s msiffriul ztuuimmen; zwei briefe 
eines vlamisclivn musikcrs wenit-u für ««cht gi^halten. aut die nicht 
einmal di»» ulrraiiinntanf-n he rt-ingt- fallen sind. — K. Straube, Dii» 
christl. weit i;j. 170. 

111. P. Tüchacker^. I):is *>>raculum pontitirium' ül»er Luther 
und Lnyr.!;i Zu. t. kirchrnge>* h. 19, M'»— :»1»;. 

142. II. Zillii;u*'r. I>ie kuhurgt*Hchichtlirhf be<lfutung Luthera. 
Tortrag. Dresden, F. Sturm k m. l*j s. *K'2'» m. 



IX, B. Denkmiler. 143 

143. Ph. Horbach, Die nachkommen Luthers. — vgL Jsb. 
1897, 15, 149. ~ reo. Fr. Leiius, TheoL litbL 20, 583. 

144. W. Köhler, Luthers Käthe. Die christL weit 13 
107—109. 

SprachBrks. U5. J. Luther, Die reformationsbibliographie 
u. d. gesch. d. deutschen spräche. — vgL Jsb. 1898, 9, 128. — 
rec. Haussleiter, Theol. littber. 22, 51 — 52. — W. Scheel, DLs. 
1899, 660—662. 

146. P. Böhmer, Luthers bibelübersetsung u. d. heutige 
deutsch. — VgL Jsb. 1898, 9, 126. — rec Beest, TheoL littber. 
22, 44, 

146a. IL Crome, Form und wert der spräche des kleinen 
katechismus d. U. Luthers. Katechet zs. 2, heft 5. 

147. B. Lindmeyr, Der wortschats in Luthers, Emsers und 
Ecks äl>ersetzung des neuen testamentes. ein beitrag sur geschichte 
der neuhochdeutschen Schriftsprache, dlss. München 1898. Strass- 
bürg, Trübner. 1900. III, 106 s., 1 bL 2,50 m. 

rec. Edward Schröder, OgA. 1900 (4) 274—292 ablehnend 
mit wichtigen besserungen. 

148. F. Dauner, Die oberdeutschen bibelglossare des 16. jhs. 
s. al)t 8, 170a. 

EUer. 149. Th. V. Liebenau, Der prediger Johann If&der 
von Baden. Kath. schweiserbL 16. 

liier 150. J. Bichtold, Joeua Haler (Pictorius) in seinen 
Kleinen Schriften, s. abt. 1, 2a, s. 79—102. 

laneL 151. O. F. Rettlg, Die krankheit der messe von 
Nikiaus ManueL ein Mtrag sur reformationsgeschichte der Schwelm. 
wiederal)dnick des 2. teiles der 1862 erschienenen broschüre. Schaff- 
hausen, C. Schock 27 s. 

152. F. Vetter, Nikiaus Manuels "Traum*. Bund 1899, 
sonntagsbL s. 157—164. 172. 
s. unten 9, 181: Kaiser. 

latMB. 153. J. Uathesius, Ansgew&hlte werke hrsg. 
von Cl. Loesche 3. s. o. 9, 120. — rec H. Haupt, LitbL 1899, 
33Sf. CbL 1899, 650 £ A. Baur, DLi. 1899, 254 f. 1780 (bd. 
2—3). a. Uüller, N. archiv f. sichs. gesch. 20, 192 (bd. 1—3). 
K., Hist. IS. 82, 551 £ 

leirtfiM« 154. Nürnberger meistersinger-protokolle hrsg. von 
K. Drescher. Tübingen 1897. — vgL Jsb. 1898, 9, 134. — rec. 



144 I^ NeuhochdeuUcba litteratur. 

Th. Hampe, £uph. G. 114—127 mit wertvollen biographischen er- 
gänzungen und atuizügen aus den rata verlassen. 

Holte ohen fi. 42 und unten 9, 158. Sahr 9, 169. 

IflisSIS. l-^>5. l\ Schede (Melissas), PsalmenübeiBetsaii^ 
hrsg. von Jeilinok. Halle 1^1«;. — vgl. Jnb. ls97, 15, 200. — 
rec. G. Eilinger. DLz. ls!<0, 1314 f. W. Walther, ThaoL UtbL 
1899. 5 f. 

l'iG. W. Proo«ip, Die psalmen des Paulus Melissus in ihrem 
verhähniri zur friiiiZM^tidchen psulmen-ül Ersetzung des Marot-Beae 
und zur Vul^ita. oint* Hprachliche Untersuchung, progr. Roee a - 
heim. \1\ k 

knapp«-. triM-kfUi^ materialsamiulung nach den kategorien: hinsn- 
fügiin^eii. audla.*<äungt.*n und U-xtandorungen. Jollineks au8ga1>e iet 
nicht benutzt. 

lofk. 1^^- <* rein er. Der ^rirtwerhsel Konrad Mocks, dee 
gesandten d**r r«*i<-h£tst;idt Rottwt'il aiii* d(*m reichutag zu Augsburg 
ITiBo, aus di-iii ^tuiita^chiv in I^>ttwt'il niitgot*«iIt. Württemb. yjsh. 
f. laniles^f.sc'h. 7. .'»n — >«s. 

10 brift'e Mi>ck.*i unil soinor fran, interessant für die kenntaie 
dos privatlottcn."* linrr Mi-l'itMitttohtMi reichsstuflt: sechs briefe von 
bekannten. !<> 'Ifs biir^t'nnt'isttrrri und Muckn. sprachliche be- 

merk un^i-n liiMi-rt IliTiii. Fisrht-r ol-i. 7. -Ml f. 

loiltanis. l'»"^. M.irtin .M..ntanus. S«hu.inkbiicher (1.*j57 — 
15f'i*;| hn^iz. v.>n .1. Hi>ho. Tuf in^en. XL, {\^*i h. (Bibl. dee 
litt, virri-iiij» in .^t'ittjrurt LM7). 

iliT iivMir.i'k «ntlialr «itrn We^k'jrztT. vier novellon nach 
Hn«oin'<i«i, «it'n L*. tfil -ii-r (J.irt«-nK«*.-»l'-' h.ift und ein kultor- 
hiüt'TiMt'h iiit»Tt'.-^>:inTf.» ^rt-di-h» "*. -»n untmit-n uirtcn' nebst biblio- 
^:kphi«\ .s*|'T) •iTiTieirhf'iitleii anui^-rkunf^rn und Uurt- und sach- 
n*instt>r. >. X I wird M"ntani;H t'<ir «-infu pr>>!fstanten erklikrt, 
uMhniid iitn ^. iM-nr als* kaii.- iik« i: r.t!r.i.hT»-te. s. XXVIIl ülwr 
>'ii.i- dn-i •ir.ii!i«n. .i'is ii-n \ «ii; i' *-n df.s t .ir.d«'S sei hervori^ehoben 
.-. 4 ."»7 i-in«' i!i-rkw.r iit;.- Ij.-i. A --i .rk'»*r .-ihni.ihHrhrilt widtT den 
\Vi-x:k:r/tr ui. i \i. :r»-'.tz" I "■'»'• v...^ b«-iiitrkuni:»*n über liie mHrik, 
\irMliit iti.»' II.' :-•• r!:«- ii-r ■. i. 1 ' ii.l»^« kli. I»i:-ii.t:»'r. (rIi*ckr*nthon, 
H:itfiT, Hiljr.ii.v Mi-*/;:i»r. V-i:i! W.»*». Wi-iintr u. .i . h .'»07 eine 
l.i*»-ir,i-.i-hi' ^ ;:.- iif it-. ! 'i. li. v- rj iirr h^ }iua( i><i hi-n liAM^njagd, 
-. 'A** ^. K ir- ' Kh l:i%-:!.i-'lit- i. v«rl!i* \ -in n. »litn- iiii tf.irtt'n, h. »iSfi 
i;i'.« - 11' t-r ^!:• l..i»I 1.!. i'-iii-r an: 7. ir..ir/. 1 *.»•_* ue;;en tntsrhlaga 
/■i Kr:»-i' »rj l.ii.ir'ri" !••• • : /w*i ' "! li-rr-';:»i. . .«* »ili analyiK* von 
Hi'nih.irl \[*r'i ^^ l]j*>'t t*r.*>< lii'-n«-i<t' r Hohuank»ammlung Sihilt- 



II, b. ÜMkmiler. 145 

listir. 159. V. Hantisch, Sebtttüm MOnstar. lebeOi 
werk, wiBseDBchaftliche l>edeutuiig. Leipiig, Teubner 1808. 177 8. 
6 m. (Abb. d s&chs. ges. d. wiss. phil.-hiBt kL 18, 3). 

giebt eine gründliche, auB den quellen geschöpfte dantellung 
von Münstera lel>en8gang (1489 — 1552), der 1505 lu Heidelberg in 
den minoritenorden trat und 1529 zu Worms mm reformierten 
bekenntniü überging, um sodann M. ala kosmographen, kartho« 
graphen, mathematiker, aetronomen und hebraisten eingehend su 
würdigen, die reichhaltigen anmerkungen enthalti»n auch eine gute 
bibliographie von Mb. Schriften; s. 153 s. b. werden 46 drucke der 
Seb. Francks weltbuch weit überlegenen Cosmographia verzeichnet 
8. 71 — 125 werden die 142 karten Ms. besprochen, überall be- 
müht sich der vf^ die Vorzüge und schw&chen seiner werke durch 
vergleichung mit seinen quellen und Zeitgenossen ins rechte licht 
zu setzi^n. — rec K. Miller. DLz. 1899, 795 f. B— r, CbL 1899, 
792 t. Varren trapp, Hist ss. 84, 101—103. A. Hauffen, 
Enph. ü, 584 f. 

Iin^. 160. Thomas Murner, An den grossmichtigsten und 
durchlauchtigsten adel deutscher nation 1520, hrsg. von £. Voss. 
Halle, Niemeyer. IV, 57 s. 0,60 m. (Jsb. 1898, 9, 145). 

die interessante prosaschrift ist antwort auf Lutiiers kurz zu- 
vor erschienenen traktat An den christlichen adel. im neudrucke 
int eiu verkleinertes facsimile des titeb und der ersten textseite 
*H?ig^«**ben, — rec. K. Amelung, TheoL litbL 1899, 125. 

Berlit ol>en 9. 92. 

ÜMt. 161. Aug. Vermeylen, Leven en werken van jonker 
Jan van der Noot Antwerpen, De nederl. boekhandel. 171 s. 

der lange nahezu vergessene erste ndL renaissancedichter, dem 
die vortreffliche monographie Vs. gilt ist eine beachtenswerte er- 
scheinung. vielseitig (>egabt dichtete dieser braban tische edelmann 
(um K')4U — 1595) sowohl in niederlindischer wie französischer 
^(>^ache und sorgte, als er, wegen seines reformierten bekenntnisses 
aus Antwerpen geflohen, sich von 1567 bis 1579 in England, 
Deutschland und Frankreich aufhielt, selbst fUr englische und 
dt^utsche Übertragungen seiner dichtungen. 1572 erschien sein 
*l*b<*atre waer in de ongelucken ende elenden vertoont worden* su 
i*<»ln in einer Verdeutschung von Balthasar Froe, 1576 ebenda 
sein *Buch Eztasis' in zehnsilbigen reimpaaren mit einem Vorworte 
von Hermann Grenerus. durch seine nachahmung Petrarcas, 
Konsards, du Bellays und durch die einführung der sonst te und 
andrer metrischer formen ward van der X. der vorUufer Hoofts. 

.Wmh. 162. Ü. Frommhold, Zur iebensbeschreibong des 



X46 ^* Neobochdeutsche litteratar. 

Matth&us Normann (vf. des Rügischen landrechts). Beitr. z. gesch. 
Pommerns, festschrift £ H. Lemcke (Stettin 1898) s. 67—73. 

0ni6k6D. 163. E. Enodt, Gerdt Omeken. eine reformations- 
geschiohtliche Skizze. Gütersloh, Bertelsmann 1898. VII, 236 s. 3 m. 
rec F. Cohrs. Theol. Iz. 1899, 54—56. 

Perillos. oben 9, 42: Bolte. 

Periliger oben 9, 70; Knoke. 

Poliander. unten 9, 197: Kolde. 

Pfitcrich. 164. A. Goette, Der ehrenbrief des Jakob Püte- 
rich von Reichertshausen an die erzherzogin Mechthild. Strass- 
burg i. E., Schlesier und Schweikhardt. 112 s. 2 m« (Strass- 
bnrger diss.) 

der zuletzt von Karajan (ZfdA. 6) edierte ehrenbrief, den Pute- 
rieh (1400 — 1469) 1462 der litteraturfreundlichen furstin widmete, 
wird hier nochmals nach der einzigen hs. abgedruckt (s. 45 — 76). 
die einleitung handelt ausführlich über die familie und das leben 
des bayerischen ritters, den Inhalt des gedichtes, seine verskunst 
(Labers siebenzeilige strophe) und spräche (mhd. längen und kürzen 
vereinigt, bayrische diphÜiongierung, der konsonantismus vom ab- 
schreiber willkürlich behandelt); die anmerkungen geben teils 
sprachliche erläuterungen, teils genealogische und litterarhistorische 
nachweise. — rec. R. Petsch, Zs. f. bücherfr. 3, 2, 464 f. 

BeoehliD. 165. Reuchlins Verdeutschung der ersten olyn- 
thischen rede des Demosthenes (1495). hrsg. von F. Poland. 
Berlin, Felber. LVI, 45 s. 2 m. (BibL älterer deutscher Über- 
setzungen 6). 

Rieter. 166. R. Röhricht, Die Jerusalemfahrt Joachim 
Rieters aus Nürnberg 1608—1610. ZfdPh. 31, 160—165. 

RlDgWald. 167. F. Sielek, Bartholomäus Ringwaldt. sein 
leben und seine werke. Frankfurt a. 0., H. Andres u. co. 48 s. 
0,60 m. 

erzählt quellenmässig den lebensgang Rs., dem 1898 in 
Langenfeld ein denkstein gesetzt worden ist, und bespricht seine 
dichtungeui aus denen er eine reihe von proben mitteilt 

ItSsch. 168. Georg Rösch von Geroldshausen, Tiroler land- 
reim und Wunschspruch von allerlei welthändeln, werkleuten, ge- 
werben usw. hrsg. von Conr. Fischnaler. Lansbruck, Wagner 
1898. — vgl. Jsb. 1898, 9, 156. 

Georg Rösch (1501—1565), sekretär könig Ferdinand I., ver- 
öffentlichte 1557 zu Innsbruck eine gereimte beschreibang Tirols, 



IX, B. Drakroiler. 147 

die er 1 558 auf daa dreifache verl&Q^ert nochmaU erscheinen liese. 
und 15r)i) unter dem psendonym Georg Rentter von Oayssspits eine 
fortaetiung über die veruchiedenen handwerker, welche den wein- 
krug als das siel menschlicher wünsche hinstellt beide gedichte, 
die in der form unbeholfen, manches kulturhistorisch interessante 
enthalten, hat F. in sauberem neudrucke sugänglich gemacht und 
eine auf archivalischem materiale fussende biographie Rs. so^ne 
ein Wortregister beigegeben. — rec S. M. Prem, Euph. 6, 417 f. 

Sirhi. 169. H. Sachs und J. Fischart nebst einem anhang: 
Hrant und Hütten, ausgewählt und erläutert von J. Sahr. Leipzig, 
Göschen. 169 s. 0,80 m. (— Sammlung Göschen 24.) 

die filr die schule bestimmte auswaiil von 8 meisterliedeni, 
einem dialog, einem fastnachtspiele und 13 spruchgedichten ver- 
dient alles lob, ebenso die erläuterungen und die kurze einleitung. 
einzelnes ist gekürzt; die proben aus Fischart, Brant und Hütten 
•lind freilich nur kosthäppchen. — rec. O. Lyon, ZfdU. 13, 
291-294. 

170. H. Sachs, Ausgewählte poetische werke, sprachlich 
erneuert von K. Pan nie r. 2. bd.: .\u8gewählte schwanke. Leipzig, 
Reclam. 214 s. 0,40 m. (Universalbibl. 4004—5). 

171. H. Sachs, Aus|i^ wählte dramatische werke, sprachlich 
erneuert von K. Pannicr. 2. IkL: Ausgewählte fastnachtspiele. 
I^ipzig, Reclam. 223 s. 0,40 m. (UniversalbibL 3959— CO). 

172. L. Keller, Aus den anfieaigsjahren der reformation. 
nachrichten üljer Hans Greifenl>erger, Hans Sachs, Hans Locher 
und Heinrich von Kettenbach. Mtsh. der Comenius-ges. 1899, 
176-185. 

ül»er H. Sachsens Gespräch eines ev. Christen mit einem luthe- 
rischen (1524) und die beiden gleichzeitigen traktate von Greifen- 
lierser. 

173. A. Bauch, HaHmra Harscherin. Nüml>erg, Raw 1896. 
— vgl. Jsb. 1897, 15, 181. — rec. Drescher, Euphor. 6, 111—114. 

174. H. Püschel, Der syntaktische gebrauch der konjunk- 
tionen in den adverbialsätsen bei Hans Sachs, diss. Leipzig, 
E. Fr«t«-r. 120 s. 2 m. 

um für die behandlung der Satzlehre bei H. Sachs, der mehr 
als Luthor die spräche des Volkes redete einen festen boden zu 
gewinnen, werden hier die temporal-, kausal-, final-, konsekutiv-, 
konditional-, koncessiv- und vergleichenden konjunktionen, die teUi- 
|»ora und modi im nel>en- und hauptsaU, sowie die fortsetzungen 
des neliensatzes (gehandelt, die anordnung ist ül)er8ichtlich, bei« 



148 ^^* Neuhochdeutsche litteratur. 

spiele werden genug abgedruckt und vielfach durch verweise auf 
den mhd. gebrauch erklärt. 

175. E. Hagfors, Syntaktische freiheiten bei Hans Sachs II. 
8. abt. 8, 183. 

C. R. Miller, preposition in Hans Sachs abt. 8, 185. 

176. S. Prato, Vergleichende mitteilungen zu Hans Sachs 
fastnachtspiel Der teufel mit dem alten weib. ZfVk. 9, 189 — 194. 
au— 321. 

vier volkssch wanke aus Italien; dazu viele andre parallelen. 

177. W. Abele, Die antiken des Hans Sachs IL progr. 
(1899 no. 632). Cannstadt. s. 61—136. 4». 

der schluss der Jsb. 1897, 10, 180 besprochenen nützlichen 
arbeit behandelt diejenigen dichtungen des H. Sachs, deren stoff 
aus Verdeutschungen weiterer antiker autoren (21 an der zahl: 
ApoUonius von Tyrus bis Xenophon) und aus späteren Vermittlern 
(Agricola, Boccaccios durchl. frauen, Brant, Chelidonius, Eyle, Gesta 
Romanorum, Bruno, Pauli, Petrarcas glücksbuch und gedenkbuch, 
Polydorus Virgilius, Vives, Wyle) entlehnt ist; sodann die ge- 
dickte, in denen antike beispiele und citate eingestreut sind. 
s. 125 die antiken götternamen bei H. Sachs; 127 über gedichte 
nach unbekannten quellen; 131 quellen- und Sachregister. 

178. A. L. Stiefel, Hans Sachs und Terenz. Bl. f. d. bayr. 
gymn.-schulw. 35, 420—437. 

H. Sachs folgt in seiner comedi von der bulerin Thais Nyt- 
harts Übersetzung von Terenz' Eunuchus (1486), oft gewaltsam 
kürzend und abändernd. 

Bischoff. unten 9, 185. 

SalmiOger. 179. M. Radlkofer, Jakob Dachser und Sigmund 
Halminger. ßeitr. z. bayer. kirchengesch. 6, 1 — 30. 

Schatzgeyer. 180. N. Paulus, Kaspar Schatzgeyer. Freiburg, 
Herder 1898. — vgl. Jsb. 1898, 9, 164. 

auf grund umfassender Studien schildert F. das leben und den 
schriftstellerischen Charakter dieses interessanten Vorkämpfers der 
katholischen kirche, der mit Luthers anhängem und diesem selbst 
mehrmals in heftigen streit geriet, er griff Eberlin von Günzburg, 
Butzer, Oslander an und richtete zwei Schriften wider Johann von 
Bchwursenberg, zu denen der austritt von dessen tochter aus dem 
klostar und seine freundschaft mit Schwarzenbergs katholisch ge- 
bllehenem söhne Christoph anlass gaben (vgl. Jsb. 1893, 15, 197). 
den beschluHH macht eine Zusammenstellung von Schatzgeyers 
Hohriften, bei der die absichtliche kürzung der titel befremdet 



IX. B. Deokmilnr. 149 

(Sch«-i»l\ — rec. Hossert, Theol. Iz. 1899, 18—21. Klein- 
Hchinidt. Pastor bontis 11 (7). 

Srkaiüpifl.*) IBl. Adolf Kaiser, Die fastnachUspiele von der 
actio de »pontfu. ein beitrag zur ^Mchichte des deutschen faat- 
iiachtitpieles. Göttingen, Vandenboeck und Ruprecht. 139 s. 3 m. 

aus einer umsichtigen vergleichung der vier l)ei Keller und 
0. Zingerle gedruckten fassungen des spiels von Rumpolt und 
Mareth rekonstruiert K. ein urspiel von 32R versen, in das sich 
t*nit ri}>ater lateinische prozensformeln, deutsche Wortwitze und eine 
aus einem andern spiele geschöpfte rede eingedrängt haben: der 
gewandte dichter war ein mit dem kanonischen rechte vertrauter 
i)a}Tischer geistlicher oder Jurist, das von Orüneisen und Bächtold 
dem Niclaus Manuel zugeschriebene spiel von Elsli Tragdenknaben 
(Basel 1530). das im ersten teile denselben schwankstoff be- 
handelt, während der zweite offenbar von einer andern hand hinzu- 
geftigt ist, spricht K. aus sachlichen und metrischen gründen dem 
Schweizer dichter ab und setzt seine entstehung zufolge einer in der 
Zimmerschen chronik erzählten geschichte von Elsbeth von Löwen- 
stein nach Schwaben um 1515. aus der Schweiz kam das stück 
nach Norddeutschland, wo 1598 eine nd. bearbeitung erschien. — 
rec. K. Euling, DLz. 1899, 1918. 

182. A. Wick, Tobias in der dramatischen litteratur Deutsch- 
lands, diss. Heidelberg. 158 s. 

behandelt die dramen des Hans Sachs 1533, Ackermann 1539, 
Jörg Wickram 1551 und seine nachwirkungen und bearbeitungeu, 
Thomas Bninner 1509, femer u. a. Cornelius Schonaeus 15C9, 
Sigismund Sollinger 1574, G. Rollenhagen 157G, Thomas Schmid 
von Heidell>erg 1578, Balthasar Crusius 1585, Joh. Ment 1586, 
AUS dem M». jhs., die hierin l>etracht kommen, vf. fUhrt die unter- 
huchung bis in die neueste zeit den schluss macht ein Verzeichnis 
der aufführungen, sowie eine bildliche ül>er8icht der abhängigkeita- 
Verhältnisse zwischen den einzelnen dramen, aus der besonders Wiek- 
rams weitgreifender einfluss klar zu ersehen ist. S. 

Is3. M. Koch, Ein geistliches gutachten gegen komödien 
.on 1582. ZfvglLg. 13, 202—205. 

die Hreslauer pfarrer verwerfen komödien des dortigen lein- 
wandreissers Hans Kurtx. 

1S4. A. Dflrrwächter, Das Jesuitendrama und die littermr- 



*) Tgl. oben 9. Id (Ajren. 59 iHsiiihch Julias . 68 (Uoifäat). 151 
IfaoiMl). 158 (Moqtaaot' 167 iRiogwald). 169 (Sacht*. 205 (Tbarinf). 
216 (Ziegler). 



150 I^* Neuhochdeutsche litteratur. 

historische forschung am ende des jh. Hi8t.-polit. bl. 1899, 4, 
276—293. 

185. Ferd. Bisch off, 'Niemand und Jemand' in Graz i. j. 
1608. Graz. G8 s. (ans Mitt. d. histor. ver. f. Steiermark 47). 

ein sehr willkommener abdruck der 1608 von dem englischen 
komödianten John Green dem erzherzog Maximilian in Graz über- 
reichten hsl. tragikomödie, die sich im cisterzienserstifte zu Rein ge- 
funden hat. von der zuletzt von Bolte (Jsb. 1894, 15, 162) besprochenen 
gedruckten fassung von 1620 weicht diese gestalt vielfach ab, ob- 
schon auch hier grössere roheit waltet als im englischen originale 
*Nobody and Somebody' von 1606. voraufgeht eine widmung 
Greens in lateinischen distichen und eine farbige abbildung des 
Nemo in ungeheuren kniehosen. s. 4 wird eine etwa gleichzeitige 
Reiner hs. von H. Sachsens komödie *01ivier und Artus' erwähnt 

186. Th. Schön, Geschichte des theaters in Ulm. 1. Das 
komödienhaus und die komödianten in Ulm. 2. Die schulkomödie. 
Diöcesanarchiv V.Schwaben 17, 17— 22. 61—63. 70—74. 101—104. 
133—135. — vgl. Euph. 6, 618. 

teilt aus einer hs. von A. F. Holtzheu (f 1821) neue daten 
mit: 1572 das himmelreich (von puppenspielem) aufgeführt, 1651 
juli von englischen komödianten Jemand und Niemand, vom un- 
barmherzigen vater, 1551 — 1562 schulkomödien von Lamprecht 
Baumgartner, 1563 G. Spenlin, 1564 D. Spenlin und J. Hold, 
1567 D. Selzlin, 1579 S. Mayer, 1559 Balticus, 1610 Merk. 

187. A. Worm stall. Das Schauspiel zu Münster im 16. und 
17. jahrh. Zs. f vaterländ. gesch. u. altertumsk. Westfalens 56, 
1, 75-85 (1898). 

aktenauszüge von 1537 — 1713 als wertvolle erg&nzung zu 
Sauer, Zs. f. dtsch. kulturgesch. 2, 553 (1873), namentlich über die 
englischen komödianten. 

188. J. Sax, Musik und theater in der fürstbischöflichen 
residenzstadt Eichstätt bis zum jähre 1802. 46. jsb. d. hist. ver. 
f. Mittelfranken (1898) s. 6—28. 

einige notizen über die hof kapeile im 16. jh. und die Schau- 
spiele der Jesuiten seit 1614. 

189. Max Schlesinger, Geschichte des Breslauer theaters 1: 
1522—1841. Berlin, S. Fischer 1898. IV, 230 s. 

erwähnt 1522 eine komödie, 1576 Adam und Eva, 1583 Pusch- 
manns Joseph, 1572 eine schulkomödie Kain und Abel, man ver- 
misst im einzelnen quellenangaben. — rec. H. Michel, Drama- 
turg. bL 1 (45). 

Schede, oben 9, 155: Melissus. 



IX. B. DMkmAler. 151 

ScbeU. 190. R. Petsch ond If. Förster, Zu Dedekind- 
Scheidfl Orohianus. Archiv 103, 148 f. 

die 1G05 erschienene englische Qbersetsung des Orobisnns 
rührt nicht von R. J. Sent her, sondern von R. 8., Gent[leman]. 

SckoM. s. oben 9, 41: Fabri« 

ÜchMTe. a. oben 9, 37: Richter. 

Sflwak. 191. R. Schlösser, Ronsard und Schwabe v. d. 
Heyde. Euph. 6, 271—276. 

192. M. Rubensohn, Der junge Opitx II. Euph. G, 237—261. 
— dasu V. Manheimer und Rubensohn ebd. 6, 827 f. 

SrIweM. 1 93. F. U h l h o r n , Ist Johannes Schwebel su Pforz- 
heim der Verfasser des Liber vagatorum. Zfkirchgesch. 20, 
456—466. 

tritt für G. Uhlhorns (ChrUa liebesthätigkeit 1884 s. 515) 
Vermutung ein, dass der spitalbruder Schwebel lu Pfonheim, der 
in seiner 'Ermanung su den questionieren* sich vielfach mit dem 
(schon 1516 in Augsburg nachgedruckten) Liber vag. berührt, auch 
diese schrift verfasst habe, indem er das datum 1522 der Ermanung 
iUr einen druckfehler erklArt 

SMJWM. 194. Ed. Kück, Schriftstellemde adlige der refor- 
mationsseit I. Sickingen und Landschad. progr. (1899 no. 696). 
Rostock. 30 s. 4^ 

bespricht Sickingens flugschriften 1515 — 1522 nach veran- 
lassung, Inhalt und Überlieferung; s. 11 abdruck des Sendbriefs an 
Handscbuchsheim, mit anmerkungen; s. 19bibliographie. — Sickingens 
nachl>ar und litterarischer bundesgenosse Hans Landschad(t 1531) 
veröffentlichte 1522 su Augsburg ein 'Missive von wegen der gött- 
lichen lehre zu k)eschirmen' und 1524 su Strassburg 'Vrsach warumb 
etlich harttnickichen dem evangelio so suowider sindt', deren inhalt 
K. ebenialb l>espricht. 

195. Weber, Franz v. Sickingen. Wetier- Weites kirch«a- 
lezikon 3. aufL 11, 262-— 265. 

Snlltti. 196. Drews, Spalatiniana, schluss. ZfKirohgesek. 
20, 467-499. 

briefe no. 67—105; vgl. Jsb. 1898, 22, 89. 

Sperita. 197. Th. Kolde, P. Speratus und J. Poliander als 
domprediger in Wflrzburg. Beitr. z. bayer. kirchengesch. 6, 49 — 65. 

S. kam 1520 von DinkelsbOhl nach Wflnborg, musste aber 
schon 1521 die Stadt verlassen; sein nachfolger war 1522 — 1525 
Gramann. 



152 IX. NeuhochdeutBche litteratur. 

198. J. Kolberg, Paul Speratus. Wetzer- Weites kirchen- 
lexikon 2. aufl. 11, 587—589. 

Stänpitz. 199. N. Paulus, Johann von Staupitz. Wetzer- 
Weites kirchenlexikon 2. aufl, 11, 746—748. 

SÖfel. 200. Zeck, Michael Stifel. ebd. 11, 788—790. 

StoUer. 201. r. Vetter, Gläwi Stoller. Sammlung Ber- 
nischer biogr. 3, 555 f. (1898). 

StotzlDgCr. 202. A. Kap per, Andreas Stötzinger und seine 
Schriften, zur geschichte der gegenreformation in Steiermark. Jahrb. 
d. gesch. d. protest. in Österr. 1899, 14 — 27. 

Totzol. 203. N. Paulus, Johann Tetzel, der ablassprediger. 
Mainz, Kirchheim 1898- VIII, 187 s. 

gelobt von P. K., Hist. zs. 83, 369. F. X. Funk, Cbl. 1899, 
1090 £ A. Franz, Katholik 79, 1, 365—369. 

204. N. Paulus, Johann Tetzel. Wetzer- Weites kirchen- 
lexikon 2. aufl. 11, 1435—1439. — Tetzel und Oldecop (gegen Ma- 
junke). KathoHk 79, 1, 484—510. 

Tharaens. 205. H. Gilow, Das Wappen des m&rkischen dich- 
ters Andreas Tharaeus (glasmalerei von 1608). Mitt. d. ver. f. d. 
gesch. Berlins 1899, 31. 33. 

Tr6g6r. 206. N. Paulus, Conrad Treger, ein augustiner des 
16. jh. (um 1480—1542). KathoUk 79, 1, 439-447. 511—534. 

Tschodi. 207. A. Cartellieri, Zu Gilg Tschudis leben. 
Anz. f. Schweiz, gesch. 30, 173 — 175 (drei Karlsruher aktenstücke 
von 1549, 1565, 1606). — W. Oechsli, Zu Tschudis romreise, 
ebd. 30, 199 £; vgl. 152. 

WartZfflailD* 208. P. Oehrke, Der geschichtschreiber Bartholo- 
mäus Wartzmann im kreise seiner abschreiber. Zs. d. weetpreuss. 
geschver. 41, 1—1381 

W^lDSbcrg. 209. Das buch Weinsberg. Kölner denkwürdig- 
keiten aus dem 16. jh. 4. bd. bearb. v. Fr. Lau. mit dem 
Kölner Stadtplan v. j. 1571. Bonn, Hanstein 1898. XXII, 
323 8. 9 m. 

über bd. 3 vgl. Jsb. 1898, 9, 181. — rec. Cbl. 1899, 1541 £ 
G. V. Below, Hist. zs. 82, 562. 84, 177 £ 

Weltliches lied. 210. Alfr. Baphael, Über einige quodlibete 
mit dem cantus firmus '0 rosa bella' und über dieses lied selbst. 
Mtsh. f. musikgesch. 31, 161 — 179 und 15 s. musikbeilage. 



IX, a Dmkmiler. 153 

le!^ das« in den bei Eitner. Das deutache lied 1, 1 swei- 
stimmig gegebenen quodlibets ak Oberstimme die weise 'O rosa 
bella* hiniuEufiigen ist, und liefert nachweise zu den darin sonst 
benutsten liedem. 

211. Reinh. Starke, Hieronymus Gregorius Langius HsysI- 
bergensis. ebd. 31, 101—110. 113—123. 

212. K. Geuther, Studien xum liederbuch der Klara H&ts- 
lerin. Halle, Niemeyer. 4 bl., 16G s. 3 m. 

eine sorgfikltige Untersuchung des 1470 — 1471 von der Augs« 
burger absclu^ibenn Klara Hitxlerin (lebte etwa 1430 — 1476, nidit 
nonne) fiir Jörg Roggenburg hergestellten liederbucbes seigt, dass 
der kern der Sammlung schon um 1450 vorhanden war und dass 
die Hitxlerin eine iltere vorläge, die uns auch durch selbständige 
jüngere al)schriften von 1512 und 1530 bekannt ist, kopierte, 
innerhalb der beiden hauptgruppen (spruchgedichte und lieder) 
stehen die einzelnen stücke ohne nlcksicht auf Inhalt und Verfasser 
durch einander, die dichter der spruchgedichte sind teilweise schon 
Ton Haltaus nachgewiesen als Freidank, Uönch von Salzburg, 
Teichner, Suchen wirt. Kalten pach, Hermann v. Sachsenheim, Rosen- 
blüt; Geuther geht nun der anderweitigen Überlieferung der ein- 
zelnen spruchgedichte genauer nach, um daraus den Charakter der 
teztül)erlieferung und den Ursprung su ermitteln; er schreibt einen 
grossen teil der namenlosen stücke aus inneren gründen Hermann 
von Sachsen heim und seinem kreise zu. leider fehlt ein register, 
vielleicht mit rücksicht auf eine beabsichtigte fortsetsung dieser 
Studien. 

21 3. R. Wolkan, Eine unl>ekannte Sammlung von Volks- 
liedern des 16. jh. Euph. 6, 649—662. 

l>eschreibt einen ihm gehörigen druck o. o. und j. 'Neun vnd 
neuntaig schöne auserlesene lieder (zwischen 1558 und 1582), 
welcher llu lieder enthält. 94 nummem kehren im Frankfurter 
liederbüchlein von 15S2 wieder, die übrigen weist W. in andern 
drucken nach und druckt sie teilweise ab. [über andre ausgaben 
vgl Holte, ZfdA. 34, 167 und Wolfrum, Siona 21, 46.] 

ZdL 214. A. Erichson, Hatthius Zell AdB. 45, 17 f. 

Ztmtr. 215. R. Eitner, Martin Zeuner. AdB. 45, 131 £ 

Ut^r. 216. J. Holte, Hieronymus Ziegler. AdB. 45, 
173—175. 

ZM. 217. F. Vetter, Wilhelm Zieli Sammlung Bemiscker 
biogr. 3. 557—560 (1898). 



154 I^' NouhochdeutAohe litteratur. 

Zinilfnianii. I-MS. l\ Hnm, Au» der litterariHchen th&tig- 
keit eiDC'8 Augsliurffer hiichäonmeist«rs dea 10. jh. ZfdA. 43, 
S9— lol. 

auä <l4'm hhl. in Guth.-i und DeMan erhultonen werke 'Beiaw' 
(■« ^eKeit^itt, iK>r>i.sc*li) des Augsburgers Samuel Zimmenuann (um 
iriOl) dnickt H. riti dir teclinihchcii uusdrtickc der geschütx* luid 
feuerworkskunst erkuirnidos '<>!)« •nia8tiri*n* ali. 

Ziunfro. v^l. a^t. t;, \'2. LMO. H. Modern. Die Zimmpru- 
tscheii li;iiid.schritt('ii dor k. k. Iftliililinthck. ein Beitrag cur ge- 
schifhte drr AinhraM^r >amiiilun^ und ilor k. k. hofl)ibliothek (Jb. 
der kuii8thist. haiuiul. livd kuiri»*rhuu>«^H 22). Wien. II. 71 s. 4'. 

*J20. K. Heer. Die ZimuoriiBche biblinthck. Za. f. bücherfr. 
3, 401— .lo4 

22\, (». TumhUlt, Wilhflm \Vernor von Ziniuieru. AdB. 
45. 4U2— :iMO. 

ZlHfLfiNfn. 2JJ. i\ Hcrthoau. <*vriarus Ziurkeinen. AdB. 
45. :n5. 

ZiBl. l-'L'*-*. K. Frrii> l.rff. H-irkari Zink. AdB. 45. 325— 329. 

Zittardus. --i- Fr. L;i.u*hcrf. K<*i:ral Zittardus. AdB. 45. 

:jos I*. 

Zuilidi. -^*'>- Zwiii^liana hn«^. vim K. Egli :(•— 4. ZOrich 
\HUs — v^l. .JhI'. l^U"-. !♦. 2\*K — rfi-. (i. DoKsort. Theol. U. 
is;i:». iL*j. Hi.st, yji, ^ :. .;:ii. Kuph. ij. ^j:i. — Dan Zwingli- 
uu^ifum. Prtitvhtaiit J. *i7. 

Jl?»i. K. Kcli. Ati:ilfoTa ret<'rmaT<>na 1. dokumente iL abh. 
zur Ketüchichte Zwiii^'li.'* und tiriner z^it. Zürich, Zürcher und 
Fum-r. VII. lfI4. 5.«iM m. 

227. K. Stttheliii, Hulin-ich Zwin^'li 2. Ikisel 1SH7, — 
vgl. .Tbb. l^'J^. •.♦. JIJ. riM. IJi.hi. Hii4t. jb. J'». 70 '^l. 

JJ*^. K. l'hrisreii. Zwji.jjÜ :i\;iiit la n-tVirm^' de Zürich. 
hiHti-irv *iv b<>u d>'vel*'}ifiiifi:? ii.Tfll-tiu'l et rf'liifieux. Grnvve. 
115 >. 

J21*. T. Di'linntto. Ecrl.".Ni«.li.gie i»» Zwin*:li. Cühr^m. (*oaea- 
lant. »;m {.. 

J. K.'.te xif.. 1 — ^3. 1 r«— JJ'.* 'IL i ,T. L-üht-r i.... s|. \iH^, 



X. DeutacLe mundartcafonebiuif. A. AUgcmeisM: 1. dArtteUiiDgio. 165 



X. Deutsohe mundartenfonohung. 

(A. Ail|c«iietiiM: 1. mmmmenfai— od» <Unt«IlaD|^0n, 2. euualiM gnminatiieb« 
enebeiouoK«!, 8. fenuitchtat. — B. Einxeloe ober- and mittoldeuticbe Biuid- 
urteD: 1. 8<*hweii, 2. Eliatt-LothriDseii, 8. Schwaben, Württemberg. 4. Baden, 
5 Bavem, Otterreich, 6 üagam 7. luieinlaDd, 8. Heaaeo, Thflringeo, 9. S^i^^ffB^ 
10. ächleaieo, U. Oatpreaaaeii.) 

A. Allgemeinea. 

l) lwummtfddm§lk ÜrstdlllKMI. l. Dentache mundartan. 
MiUchrift 1x1. 1, hett 3 («— s. 163—268). Wien, Fromme. 
3/40 m. 

darin auiwer dem namentlich angeftlhrten J. W. Nagl, Rimd- 
iKrhau. ». 237— 2GS. 

2. F. Mentx, Bibliographie der deutschen mundartenforschnng 
ftlr die jähre 1S96 und 1897, nebst nachtr&gen aus früherer seit^ 
DMda 1, 184—209. 

bringt auch (s. 203 — 209) ein register zu den in h. 2 und 3 
enthaltenen hihliographien der deutschen mundartenforschung. 

3. A. Landau, Register xu der in heft 2 enthaltenen biblio- 
graphie des jüdisch-deutschen. el)d. 1, 208 f. 

4. Zeitschrift ftlr hochdeutsche mundarten. hrsg. v. O. Heilig 
lind Ph. Lens. jahrg. I, h. 1 und 2. Heidelberg, Winter 1900. 

das vom^'ort der herausgel>er weist der seitsohrift ihre stellang 
und ihre aufga)>en zu: die rege thätigkeit auf dem gebiete der deut- 
schen mundartenforschung, wie sie vor allem in sahireichen um- 
tassenden mundartlichen Wörterbüchern, in Bremers sammlang 
kurzer gramniatiken deutscher mundarten und in dem gross ange- 
legten unternehmen des Wenkerschen Sprachatlas zu tage tritt, die 
anerkennung, welche die gennaniKtische Wissenschaft den ergeb- 
nissen dieser thitigkeit zu teil werden lisst, das entgegenkommen 
endlich f welches verschiedene deutsche regierungen diesen b^ 
mühungen gegenül)er bewiesen hal)en, Hessen den gedanken einer 
besonderen, den hochdeutschen mundarten dienenden seitsohrift ge- 
rechtfertigt erscheinen und gewähren eine bessere aussieht glück- 
lichen fortgangs, als er früheren untemehmungen ähnlicher art be- 
schieden war. die dialekte des ober- und mitteldeutschen Sprach- 
gebietes sollen den stoff für die in die neue leitschrift aufzu- 
nehmenden Untersuchungen hergeben; doch werden in ihrer Zuge- 
hörigkeit zweifelhafte mundarten an der niederdeutschen sprach« 
grenze nicht aiuigeschlossen sein, aufbätse, welche die vergleichende 



156 X. Deatfiche moDdartenforschaDg. 

betrachtung hoch- und niederdeutscher mundarten zum gegenstände 
nehmen oder alle deutschen mundarten berücksichtigen, fallen 
gleicherweise in den rahmen der Zeitschrift, welche neben ety- 
mologischen, grammatischen, lexikalischen und litterarischen bei- 
tragen auch texte (alte und moderne) bringen soll, die flexions-, 
wortbildungs- und Satzlehre der mundarten harrt noch fast überall 
der bearbeitung; die herausgeber wollen hierzu ganz besonderR an- 
regen, ebenso wie auf dem gebiete der lautlehre zur systematischen 
und kartographischen darstellung ganzer mundartengebiete. weitere 
bausteine für ein umfassendes Wörterbuch der deutschen mundarten 
herbeizubringen, wird gleichfalls unter die aufgaben der Zeitschrift 
gehören, anschliessend stellt Lenz die lautschrift fest, welche der 
einheitlichkeit und einfachheit halber für die neue Zeitschrift am 
besten anzuwenden wäre. 

h. 1 und 2 enthalten ausser dem namentlich angeführten 
folgende aufsätze: W. Hörn, Einige falle von dissimilation ; 
0. Weise, Die zahlen im thüringer volksmunde; 0. Weise, Thee- 
kessel-tölpel und verwandtes; A. Holder, Die berechtigung der 
stammeslitteraturgeschichte, besonders auch der volksmundartlichen; 
K. nieder. Mystischer traktat aus dem kloster Unterlinden zu 
Colmar i. E.; W. Unseld, Schwäbische Sprichwörter und redens- 
arten; Bücherbesprechungen; Sprechsaal; Zur besprechung einge- 
sandte werke. 

5. 0. Heilig, Über den wert der erforschung unserer mund- 
arten. Monatsbl. d. bad. Schwarzwald Vereins. 2, sp. 175 — 180. 

was die erforschung unserer mundarten dem etymologen, dem 
kultur- und litteraturhistoriker, dem grammatiker und phonetiker 
für den auf bau der germanistischen Wissenschaft bietet, wird in 
fasslicher kürze erörtert und womöglich durch beispiele erläutert 
der schluss feiert die mundarten als Jungbrunnen der Schriftsprache. 

6. C. Haag, Die direkte methode der mundartenkartographie, 
ihre sprachwissenschaftliche bedeutung und praktische notwendig- 
keit. AUg. Ztg. beil. no. 230. 

7. V. G. Scarpa, La lingua tedesca e i suoi dialetti. 
8. abt 8, 6. 

8. 0. Bremer, Zur lautschrift. s. abt. 2, 3. angez. E. S., 
Cbl. 1899, 1582 f. W. N(agl), DMda. 1, 249 f. 

i) Euzelne granmatisehe erseheinDngeo. o. J. w. Nagi, J. Schatz, 

'Die mundart von Imst' und der angebliche umlaut von ahd. mhd. 
^u. DMda. 1, 218—222. 

10. J. W. Nagl, Zu den zwei stufen des Umlautes von ahd. 



X, A. AllgemeioM: 8. ▼ermiachte«. 157 

mhd. o. ebd. 1, 21(1—217. (separat bei C. Fromme 'Vokaliamaa 
der bair-<>8terr. Ma., historisch beleuchtet L das hohe A.* s. 54 f.) 

11. A. Ritsert, Dehnung der mhd. kursen stammsilben- 
vokale. 1898. - vgl. Jsb. 1898, 10, 8. — s. abt 7, 3. 

Sprachltilft. 12. F. Wrede, Berichte über G. Wenkers Sprach- 
atlas des deutschen reichs. XVIL AfdA. 25, 390—395. 

giebt ein alpha))etisches und systematisches verseichnis su be- 
richt 1 -IG, um die Übersichtlichkeit su fördern. 

3) Vfrahrhtf!U 13. J. V. Harbin, Mda., Sprachunterricht 
und rifchtschreibuug. Aarau 1895. — vgl. Jsb. 1896, 4, 51. - 
anges. W. Xiagl;, DMda. 1, 249. 

14. H. Menges. Mundart in der Volksschule, in: Rein, 
Encyklo|mdi8ches handbuch der pädagogik. Langensalza, H. Beyer 
u. söhne, bd. 4 (1897), 837— S72. 

anges. W. Horu, Zs. f. hd. Mda. 1, 106 f. 

ITk E. HioffmannVKrayer), Die mundart in der Volksschule. 
Arch. f. Schweiz, vk. 3, h. 2. 

Vi. R. V. Gottschall, Der dialekt im drama. Deutsche 
Revuo *J3 (189S), M. 4, s. 97—106. 

borechtigt in der lokalposse, für ein beschränktes stück erde, 
wo ein stammeiigenosse dichtet« wo stammesgenossen darsteller 
und Zuhörer sind; al>er seit neuestem in Verfolgung eines konse- 
«iuentfu naturalismus durch weitgehende dramatische aosbeutung 
überwuchernd, und doch ist die durch ihn erreichte lebenswahrheit 
nur Hchwach: der im dichtwerk verwendete dialekt ist meist ein 
künstliches produkt aus vielen dialektschattierungen, 'nichts or- 
wücht«iges, sondern nur künstlich zurechtgemachtes'; man sieht es 
fiirs schlesittche an Holtei und an Hauptmann die Volkstümlich- 
keit, welche die dichtung durch anwendung eines dialektes anf 
d«r einen seite gewinne, gehe ihr auf der andern in der be- 
schrankten einwirkung verloren 

17. A. Holder, W. Hörn, V. Hintner, Etymologisches. 
DMda 1, 223-236. 

antworten auf fragen, die G. Volk DMda. 1, 163 dem fach- 
publikum vorgelegt hat 1 ) Versuch der deutung von mundartl. 
ausdrücken, eingesandt von A. Holder, s. 223. 2) Zum wert- 
schätz der odenwalder mda. eingesandt von W. Hom. s. 224 f. 
3) Worterkliningen. eingesandt von V. Hintner s. 225—236. 



158 X. Deutsche mundartenforschiing. 

B. Einzelne ober- und mitteldeutsche mundarten 

1) SchW6iz. 18. Born, Die sprachlichen Verhältnisse in der 
Schweiz. Globus 75, h. 17. 

19. J. Zimmerli, Die deutsch-französische Sprachgrenze in 
der Schweiz. 3. teil: Die Sprachgrenze im Wallis, nebst 17 lauttab. 
und 3 karten. Basel, Georg. V, 154 s. 4,80 m. — teil 2; vgl 
Jsb. 1896, 5, 14. 

Inhalt: urkundliche quellen; die Sprachverhältnisse in den ein- 
zelnen gemeinden des grenzgebietes und allgemeines; Zusammen- 
fassung der historischen ergebnisse des 1., 2. und 3. teiles; die 
Sprachmischung in der französischen Schweiz; deutsche mundarten; 
romanische patois. — die Scheidelinie deutscher und französischer 
art und spräche hat im laufe der Jahrhunderte wenig geschwankt, 
die zum teil nur vorübergehenden Verschiebungen des sprachlichen 
besitzstandes sind bisher stets zu gunsten des deutschtums einge- 
treten; erst in neuester zeit wird in Biel und Freiburg ein über- 
handnehmen der französischen elemente festgestellt. 

20. Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizer- 
deutschen spräche, gesammelt auf Veranstaltung der antiquarischen 
gesellschaft in Zürich unter beihilfe aus allen kreisen des Schweizer- 
volkes, hrsg. mit Unterstützung des bundes und der kantone. 
begonnen von Friedrich Staub und Ludwig Tobler. h. 35 
(bd. 4, sp. 626— 784 = bogen 40—49) bearb. v. A. Bachmann, 
R. Schoch, H. Bruppacher, E. Hoffmann. h. 36 (bd. 4, 
sp. 785 — 944 = bogen 50 -59) bearb. v. A. Bachmann, E. Schoch, 
H. Bruppacher, E.Hoffmann-Krayer. h.37(bd. 4,sp. 945 — 1104 
= bogen 60— 69) bearb. v. A. Bachmann, R. Schoch, H. Brup- 
pacher, E. Hoffmann-Krayer. h. 38 (bd. 4, sp. 1105— 1264 — 
bogen 70 — 79)bearb.v.A. Bachmann, R. Schoch, H.Bruppacher 
und E. Hoffmann-Krayer. h. 39 (bd. 4, sp. 1265—1424 — bog. 
80 — 89) bearb. v. A. Bachmann, R. Schoch, H. Bruppacher, 
E. Hoffmann-Krayer und E. Schwyzer. h. 40 (bd. 4, sp. 
1425— 1584 = bogen 90— 99) bearb. V. A. Bachmann R. Schoch, 
H.Bruppacher und E. Schwyzer. 4®. jedes heft 2 m. Frauenfeld, 
J. Huber 1897—1899; vgl Jsb. 1898, 10, 17. 

regelmässige fortsetzungen des rühmlichst bekannten funda- 
mentalwerkes über die schweizerischen dialekte. bietet in diesen 
wie in allen bisherigen lief, die zuverlässige Verarbeitung eines 
angeheuer reichen, überallher gesammelten Stoffes und erschliesst 
dem sprach- nicht weniger als dem geschichtforscher überaus 
ergiebige fundgruben. der dialektforscher erfreut sich im an- 
schauen des vielgestaltigen mundartlichen eigenlebens, welches 



h, X. Ober* tL mittrld. mondirten: 1. Sehweti. 159 

sich neben der allgemeinen schrift- und nmgangMprache be- 
hauptet und 80 manches überbleihiiel aus altem sprachbestande 
in urHpninglicher frische aufbehalten oder triebkrftftig weiter ent- 
wickelt hat der kulturhistoriker und folklorist dagegen wird in 
den vielen beispielen und belegstellen mannigfache belehrung 
finden, das» über diesen wissenschaftlichen nutzen hinaus die 
lektüre des werkes auch dem interessierten laien grosse anregung 
und f^rderung bringen könne, dass sie allen Schweiiem daheim 
und in der ft^mde das gefdhl ihres Volkstums und ihrer heimat- 
lichen bezieh ungen st&rken und wach erhalten müsse, hat Adolf 
Tobler in richtiger erkenntnis betont, wie er denn auch die be- 
deutung dieses grossen Unternehmens nach dem bisher geleisteten 
mit den Worten kennzeichnet: es sei 'ein Wörterbuch, dessen- 
gleichen keine deutsche, noch weniger irgend eine andere mundart 
aufzuweisen habe*. — von besonders wichtigen und eingehend be- 
handelten werten he()en wir heraus: (h. 35) metzgor, nach, noch, 
nacht, nagel, nehmen, narr; (h. 36) nase, neiss-, genoss, nest, natur, 
not, nutz, bi, bueb; (k 37) bach, buech, bad, bodem, bogen, bühel; 
h. 3S) l»ecken, bick, bock, ballen, boU, baichen, bild, bulfer, l>aum; 
(h. 31>) bann, bein. band, bengel, bank; (h. 40) par, bar, ber, bir, 
bor, bur, l)erg, bürg. 

2oa. M. Tschumpert, Versuch eines bündnerischen idio- 
tikons. lief. 1; vgl Jsb. IbSl, 192. lief. 2—4 erschienen 1882. 
1S8.S. 1S92. Chur, Hitz. — vgl. Jsb. 1898. 10, 18. [nachtrag.] 

die Sammlung der Wörter wurde 1865 l>egonnen und umfasste 
\^^{) nicht weniger als 15 000, welche fast einzig der lebenden 
volküMprache (iraubündens und einigen wenigen Alteren Schriften 
entutammen. strenge abgrenzungen gegen das, was den sohweiie- 
rischen dialekteu gemeinsam iift, sowie gegen das mhd. wurden bei 
der )»ehandlung und darstellung des reichen Stoffes naturgem&ss 
nicht vorgenommen, da diese abschntlrung, abgesehen von allen 
Schwierigkeiten ihrer dnrchfühning, eine räumliche und zeitliche 
Vereinzelung mit sich geführt bitte, wie sie allem geschichtlich 
bedingten und in reger Wechselwirkung sich vollziehenden sprach- 
lel>en zuiiinder ist. dennoch sind es gerade die vielen besonder- 
heiten der bündnerischen mda., welche den v£ veranlassten, sein 
werk auch neben dem schweizerischen idiotikon ausgehen zu 
lassen; denn dieses grossere auf alles schweizerisch-mundartliche 
gerichtete werk konnte und kann den sprachlichen eigenheiten des 
einzelnen kantons nicht die l>erücksichtigung schenken, welche sie, 
in wie hohem grade auch immer, verdienen, die berech tigung des 
erscheinens seines werkes auch nach Valentin Bühlers 'Daves in 
seinem Walserdialekt* erweist der vf. dadurch, dass er dieses buch 
als hastige Stoffsammlung kennzeichnet — die anordnung der 



1(;0 X. DeuUche mundartanfortcbung. 

wörtor ist alpbahetisch und etyinologittch. die Schreibart der 
hauptformen und all*^d dfätien. was den lebendon mda. angehört« 
iüt nach dfu im luhd. üblichen gruudäätzen gestaltet, vergleic hangen 
des K^Kiimmolten stotlen mit entsprechendem und ähnlichem in 
fremden sprachen und <i«Mitschen nida. sind nicht umgangen und 
ohne scheu vor der «dt damit voH mndenen mühe durchgefilhrt 
worden. Inkalnanien enttielfn im allgemeinen dem rahmen dee 
unteniehmens: dagf^^en ist dem volkskundlichen ein lieecheidener 
räum gewahrt w<>nifn. mau ilarf wuhl hervorheben, daiis die 

ganze eutsa^uii^svn].«' arbeit, weicht* hier vorliegt, von einem ein- 
zelnen geleistet w< irden i>t. 

'J\. K. Hoffmann-Krayer. Ein Wörterverzeichnis dergauner- 
sprache von IT.'f». Anh. f, s«hwei/.. volksk. 3. h. X «, abt. S, M. 

22. .1. (iiitthclf (.\lbert Bitzius). Volksausgal>e seiner werke 
im Urtext, bd. 4-0. liem, Srhniid A Knmrke l^jjs f\\t, je 1,G0 m. 

- 1 A erschien 1^!«: 1»^. 1. :>. an>:ez. A. B., (M,l. 1*<09, 1044. 

23. iW'itrai^i* zur erklärun^ untl gesi-hichte lier werke Jeremias 
IrottheltK erxränzun^sband zur volk.HausiralK* vnn Jeremiaa Gott- 
helfs werken im urtt-xt. liet. ". - !» i=*h. Is!»— 42*<). Bern, 
Sehmiii A: Kran«rke. jr o.sip m. leine atisxr. 1 m. — vgl. Jab. 
Istis, in, II*. — anirez. A IJ.. Tbl. Is'jO, Intl. 

narh den beiiien vorliegenden lief. ^ uipi U zu urteilen, int 
der erläuterung ein bf.-.*imniTes .*>rhenia zu grun'le gelegt. I. Bach- 
erklarun^en: urkun-itn zur entstehuni^ und aufnähme des betreffen- 
den Werkes ••iui'llenan;;:iben« briefe von und an (Tutthelf. kritiken) 
nebst eintrehen-Ien w<>rtrklarun^en. II. zur ^e^rhichte iies textee: 
genaue ver^leiihuiii; it-r lesartiii in dm ein/i-lnen h am Uchrif^ liehen 
entwürfen un«! ge>lru<'ktt'n au^^aben. 

i) Ll^aSK'liOthriliCfli. 21. K. Martin un<l H. Lienhart, 

WiTtt-rbueli lier el.*ia>si.'irhen m-ii: larten. im auttrage der lande«- 
verualtung V'.n Kl.'».iss-L«»tlirini:in. Stnis.-burjf. Trubner. lief, ."•. 
Js. »i'-ri — 7'.»*^. ni-bsT bandtitt-l iU'i nat-hwort.« 4 m. •!. band 
kompji't 20 ni . ^e) . 'J^.'iH !!.. I'iTt«'! r i> lutze!; stamme mit m 
und n. :ait:'*z. II. Mtfi^rf*.. /til*. ]'A, h *•. li*f. 1. 2 ungea. 
E. Si'hnieltz. Ii.ti-rn. arrb. t. e!hii*..i:r. 11. ls!»s, 1 »^o f, 

einii^e urft'ile m-üen die b«-iiutuii^ diese- Werkes kennzeichnen, 
dessen 1. \ i. n"ii*m»'hr a!'i:»"''<-hl'»sMfn vnrlietjt : Krimann nennt ee 
eine wissen.-i-hat*li<-hi' .••!-* -.ni: b-dien ran^fz«. eine wirkliche fund- 
grubt' alt-manr.iM her t-i^i-narr -in 1 stellt liunh vergleichung mit 
Schniiiits Wxrtfrbiit'h «ier Stra.-.-burtfer mundart (1^'.«^) seine über- 
wältigende Tille t'.-!<!. MeDtre.'« Tuhuit art uud reii'htum der bei- 
^piele — alles ^••i atu« den: vollen leiten ge^ifen — , er findet di« 



X, B. Ober- a. mitt^. mandArteo: 8. EbaM-LotbhiifM. ISl 

sprmchliche Beite UDgemein ansiebend und lehrreich, die wort- 
erkl&rungsversuche ansprechend, er giebt proben von der reich- 
baltigkeit des Wörterbuchs, indem er die pflanzen namen der 2. lie£ 
durchgeht, die reste altdeutschen sprachgutes aus der 4. heraus- 
bebt; Heusler findet das Schwergewicht in dem litterarischen, kultur- 
geschichtlichen und völkerps^'chologischen Inhalte, doch biete es 
auch eine schätzbare erglUizung zu den bisherigen eLrikssischen 
dialektmonographien, besonderes interesse erweckten die uns&hligen 
lebn Wörter aus dem französischen. E. v. Borries betont das er- 
freuliche zusammenwirken eingewanderter und einheimischer kräfta 
(Martin und Lienhart) und die Wichtigkeit der mundartlichen Ver- 
schiedenheiten für die innere abgrenzung des Elsasses. 

25. £. Martin, Sprach verhiltnisse und mundarten im deut- 
schen Sprachgebiet von Elsass- Lot bringen, in: Das reichsland 
£lsass-Loth ringen, landes- und Ortsbeschreibung hrsg. vom statisti- 
schen bureau des ministeriums für Elsass-Lotbringen. lief. 1. 
Strassburg, HeiU (1898). s. 91—97. 

starke beeinflussung des els&ssischen durch das französische 
und hebräische; die Sprachinseln — darunter Strassburg die wich- 
tigste — erklären sich durch spätere einwanderungen ins Elsass. 
für das eigentliche elsässische ist der anlaut pf kennzeichnend; das 
lothringiHche zeigt dafür p: dadurch ergiebt sich eine Scheidelinie, 
das elsässische weist eine reiche litteratur auf, seit dem 17. jh. 
auch eine eigentlich dialektische; Lothringen hat eine recht dürftige 
litterarische entwicklung. das elsässische, ein zweig des aleman- 
nischen, zeigt Übergänge zum mitteldeutschen, zum fränkischen; es 
wird in seinen grundzügen dargestellt und in seinen baupter- 
scbeinungen durch beispiele erläutert: vokalismus, konsonantismus, 
wortheugung, Wortwahl, genus der suhstantiva (in letzterem wird 
ein enger Zusammenhang mit dem mhd. sichtbar), untermda. sind 
ol>er- und unterelsässisch. schwieriger ist die einheitliche sprach- 
darstellung für das lothringische, denn der Übergang vom ober- 
zum mittel-, ja in manchen punkten bis zum niederdeutschen hin 
int ein sehr allmählicher; man darf den dialekt des Saar- und den 
des Moselgebietes unterscheiden. 

20. Tbis, Sprach Verhältnisse und mundarten im firanzöslscben 
f^prach gebiet von Elsass-Lotbringen. ebd. s. 98 — 104. 

legt den verlauf der deutsch- französischen Sprachgrenze für die 
mitte des 9. jhs. fest, bis zum ausgang des 15. jhs. ist sie nicht 
irgendwie erheblich verschol>en worden, im 17 jh. ist die deutsche 
spräche aus dem südöstlichen teile Lothringens verdrängt worden: 
erst entvölkerung im gefolge des 30jährigen krieges, dann be- 
siedln ng durch französische kolonisten. seit dieser zeit ist eins 
JAär«*b«ricäi flr ««rwMUMä« ^äilelot««. XXL (Itsf.) n 



162 X. Daatoebe mondaiinforaehaiig. 

weseDtlicbe verachiehuDg nicht mehr eingetreten, in Lothringen 
ausgedehntere mischgebiete als im Elsass. 

27. Kassel, Die deminution in der hananischen mondart. 
Eis. jh. 15, 205—222. 

die verkleinerunpwillje iist -le mit den Varianten -(e)l und -ele; 
doch ist nicht jedes 1 in der mda. alH Verkleinerungsform aofini- 
fassen. am häufigsten tritt die Verkleinerungsform beim substan- 
tiyum auf, mit ganz verschiedenen ein Wirkungen auf die bedeutoag: 
sie erweckt nicht bloss die anschauung des kleinen, sondern auch 
die des kurzdauernden^ der Zuneigung, geringschätzung usw. ihre 
Verbreitung wird an wichtigen wortgrup|>en dargethan und der be- 
deutungswandel, den sie hervorgerufen, auf ihren fortgesetzten ge- 
brauch zuhickgefiihrt. sie kommt bei Zeitwörtern gleichfalls hiafig 
vor, fehlt nicht l>eim eigenschafts- und Umstandswort, ist sehr Ter- 
breitet in der kinder- und kosesprache. eigenartig ist ihre toi^ 
Wendung in der heilknnde. xum schluss wird als einzig dastehend 
die ^vergrösseningsform' erwähnt : aus michel wirl nach den umlau^ 
geeetzen ein neues wort muche gebildet, als ob hier el Ver- 
kleinerungsform wäre, die neuen wnrter — es sind ihrer 4 — 
halten derb-scherzhaften l>eigPs<Thmack. 

3) Xrhwabn. WirttMbfrc '-^^^ Dreher, .Si-hwab mda. — vgl. 
Jsb. ISIK, lo, :m. — die ubhandlung iät auch im laufenden be- 
richtsjtthr nicht erschienen. fibj^Ioich sie im Teubnerschen ver* 
leichniri der programme für 1^9'.< unttr no. tjjo angezeigt ist. 

4) iajfl. 29. Ph. Lenz. Die riexiou des verbums im Hand- 
schuhshcimer dialekt. Zs. f h*i. M<la. 1, 17-20. 

bringt 1. liie konjugatiun eint\s regt* 1 massigen schwachen ver- 
bums, 2. eine Zusammenstellung der alt«'n starken und der be- 
merkenswerten schwai'hen verba. allen verlien riieser mundart fehlt 
der ind. impf: er wird durch den inii. porf ersetzt vgl. 8, 40. 

3h. A. H:i:iH8, Spracbprrilien aus dem Mark»;ratierland. Zs. 
f hd. Mda. 1, Ol f 

die vier nummem stammen aus W«>llba<Th. Kleinkems und 
I.*«t*'in, baiiii«i-li«'ii iirt<-n. deren rii'iniiartlirh^ abwrichungen von- 
einander im hinblick auf liie pr«jbeii kurz erörtert wenien. 

31. <^ Heiliff. Texte in alt-riiannisi h**r munfl;u-t, mitgeteilt. 
Zh. f. h.i. M.bi 1. 1«;<— ?»s. 

die Iti pri'U*n HT«-hon hinnii-htlii-h «ier 'lUAliur lier vokale und 
knnsonanten iiii gr>S(4eii und c^tuzen auf 'int; }>Men der von 
K. Heimburger •Itritr. Ti. 211 tf) dari;i'Ht«'llti*ii < ttt«*nheimer moiid- 
art: si** stanimeL auH lieu mun<iarten v<h Kirzell. IIerl>olzheim, 
Weisweil. KiegeU lUhliugen und Saiibarh. 



X, B. Ober- la. mitUld« mondArtMi: 5. Bajen. Ottomicb. 163 

32. 0. Heilig, Mda. dee Taobergrundes. Lelpdg 1898. — 
vgl Jsb. 1898, 10, 36. — angei. P. Pfaff, Alem. 27, 188—190. 
CbL 1899, 630 f. Leni. Sadwestdeataohe acholbl. 1899, h. 3. 
W. Hörn, Lithl. 1899, 399—401. W. N(agl), DMda. 1, 255 f. 

S) Bajeri. isterrafh. 33. A. E. Schönbaoh, Ueber den conj. 
praet im bayrisch-öaterreichiBcheQ. Beitr. 24, 232 — 238. 

34. F. G. G. Schmidt, Die Rieser mda. MOnchen 1898. — 
vgl. Jsb. 1898, 10, 38. — angei, W. Hörn, Litbl 1900, 7 f., 
welcher darin einen nützlichen beitrag cur dialektkunde sieht die 
behandelte mda. sei interessant, au mal wegen der vielen doppel- 
formen, welche Seh. durch die gemischte bevölkerung von katho- 
liken uod Protestanten erklirren möchte — eine durch genaue, auf 
einen kleinen räum beschränkte Untersuchungen noch immer nicht 
klar und bestimmt beantwortete frage. Hörn tadelt den verzieht 
auf phonetische l>eschreibung der laute und das fehlen eines alpha- 
betischen Verzeichnisses der behandelten Wörter. 

35. Autenrieth, Pfälzisches Idiotikon, ein versuch. Zwei- 
brficken, F. Lehmann. 197 s. 4,50 m. 

in alphabetischer anordnun^ wird alles mundartliche an aus- 
drücken und redensarten dargeboten, was der eigene Sammeleifer 
des vf. und die rege anteilnah me anderer aus allen ganen der 
Pfalz zusammengebracht hat von der genaueren bezeichnung der 
auHsprache durch ein phonetisches aiphabet ist abstand genommen ; 
auch das verbroitungsgebiet der einzelnen wortformen und Wendungen 
iHt nicht fentgelegt. ebenso wird die etymologische begründang 
mt-hr gelegentlich gegeben, weil sie auch den laien interessiert, 
während im allgemeinen nur eine S'erdeutlichung* des pflütischen 
Wortes für das verst&ndnis des Nichtpfklzers angestrebt wurde, 
droi anhänge bieten eine litteratunlbersicht, eine Zusammenstellung 
der mitthätigen Sammler und viele dialektproben, auch eine poe- 
tische, angez. G. Ehrismann, Zs. f. d. gesch. des Oberrheins 54 
(— n. f \r^\ 195 f 

.36. G. Maurer, Mhd. e, iu und ö der Stammsilben in der 
mda. an der IIa. 1898. — vgl. Jsb. 1898, 10, 44. — (dasselbe als 
Würzburger diss. 1898.) 

es wird von der mundart der unteren Ilzleiten, und zwar von 
der dorfsprache ausgegangen, die sich nördlich bis zum Böhmer- 
wald, östlich bis Waldkirchen, südlich bis nach Passau hinein er- 
streckt, so dass Passaner Urkunden verwertet werden konnten, die 
.3 dem Ursprünge nach verschiedenen mhd. e-laute: der alte euro- 
päische« mit r» bezeichnet der im ahd. aus germ. ai. hervorgegangene, 
t\ der früheste nmlaut des a, e sind vertreten durch geschlossenes 

ir 



I(j4 X. Dentsche mundartenforachuiig. 

e, t\ durch den offenen e-laut, e, durch (\ noch mehr geöffnet als e. 
der uinlaut des ü im mhd.« iu, ist in allen f&Uen durch AI vertreten; 
der alte diphthon^ iu 1. durch ni, 2. durch äi. mhd. Ct endlich ist 
vertraten 1. durch ou, 2. durch o. 

:J7. .1. Schatz, Mda. V(»ii Inint. Stranübur^ 1807. — vgL 
Jsb. 1897, 5, :il». — ungez. O. Br*»mer, Archiv 103, lü9— 174. 

3*<. H. Mareta, l*n»lien eines wörterbucheti der Osterreichi- 
schen Volkssprache. Alt-Wien «i tlS97l. 7 (ls98l. 

30. A. Ha Ilsen h las, Hrüxer mda, I. 189S. — vgl. Jsli. 
ISOs, in, 40. 

'den ui und arten kn:iuel auf iler strecke (iraslitz-Grottau mit er- 
folg zu entwirren*, sind einzoluntcrsuchungen von festen dialekl- 
centren aus in an^ritV zu nehmten, so htellt hich der Briixer dislekt 
als ein niii|i'h<Iialekt auf ohersachsischer ^nindhi^e dar. das her\'or- 
stechendste an ihm ist die einfacliheit: sie winl in hezug auf die 
lautverhaltnissp fast zur dürt'ti;;keit, und ma^ sie schon zweck* 
massig stMn und in fineui iluri'hsichti;:fn hau ihre gute seit« halien 
— der Schönheit kommt sie nicht zu statten: wenig vokale ohne 
tonahstufun^. verstiimnielunA; iler end.^illien. sehr langsames tempo 
der rede, nach virhemerkuuircn nlx-r LiuTlieh«* ci^fntnmlirhkeiten 
IS. 11 — !.'{' wir-i MMun« »:r:»i klang der vukale is. 14—17) l>e- 
handelt. es t'«'l^:t is. 17 — 11) tue veruleichun^ der vokale mit den 
fUtsprechendt-n mhd. luuTt-u. vurläuti^e spntchprolK*n (s. 41 f.) 
^ind dtiu s|iricliwürter.-*i-lj;it7*' i i.tnumnien. an^ez. \V. X(agl), 
DMda. 1, jr,!; t. 

Vk Htitra^«- zur kmiitnis lieutsch-lM.hmischer muudarten. 
im aiit>raACe *\fn Vereins tur Kr•^chichte der DfUtschcn in Böhmen 
herausuf^c^iMi von Hans Lanilrl. 1: .1. Schiepek, I>er satxbaa 
der e^orliimler munihirr. teil 1. l'ra^. J. Ct. Tulve in komm. 
XXVI, J'h; h. ♦; m. 

die lieidfU ant'^^atz** im J'J ^nd 'J.;. pr>^r. des k. k. stmats- 
t:vmi:it>iums in Saüz l**t»"i und 1**1m.i v^l. Jsl». l*^0.'i. fj, *2H. 

l'^0«i. .'». 4J ---.-ii.'i in ;:r ■.-•^»•■IlteiIf. umirrarl fiterer und erweiterter 
k;*'sta * iiut'^t'ii..mii.iti u<r*it!i. itii :r.:!*;:an^>)wiikt KiMet die mund- 
arr IMhi..«*. eine i»r if.Nru.-.iiiiariii dii^ iii>rdjr.*'ii.'*chen dialektes in 
Ilxhii.tn. dit' (flf^e .-.iii'i teils :«;«> •!• r nicheii •iialektlitteratur des 
Kß**rliiij ^e^. u-\\:i .i!;?. -it-m ij.tiL Üirlifi. Verkehr d#-r Planer mundart 
fc:e**rh'pf. iif ;»rn*«r :iii .tlNfii, si hrit>lirh«-n •{••nknialeni machte 
eine hi.>**«.>rische d:ir>**M!iiii^ 'ier .-\nrax uiim*clirh. hfi dem mangel 
an syn7akti?«chen darstellMrii:ti. aii It-rer mundarten war ^chwierig 
und nicii? ul t-r.ill ti-.-Vi>v-llen. in weli h«-m masst- die l>ehandeltrn 
ersoheiiiiiL^en eiüenrumlichkeiten des untersuchten «Üalektes oder 



X, B. Ober- la. mittald. mutidarteii: 6. üogaro. 165 

Ihm mit anderen gemeinsam sind, die anordnung des Stoffes ist 
Uir die hauptabschnitte nach Miklosich-Dehaghels system getroffen; 
die hauptsächlichste ahweichung liegt in der hinsuttigung eines be- 
Honderen abschnittes über die formen des mundartlichen satzes. 
ttil 1 behandelt: L tempo der rede; IL betonung, musikalische 
und dynamische; III. satzformen (h. 17}— 11); IV. Wortklassen, 
angez. A. Hauffen, ZfoVk. 5, 281— 2s4. W. N(agl), DMda. 1, 
258—260. 

41. H. Oradl f (£. Pistl), Zur bestimmung des alters der 
egerlinder mundart. schluss. DMda. 1, 163 — 193. — vgl Jsb. 
1S97, 5, 41. 

die auszüge unter no. II werden fortgesetzt no. III bringt 
solche aus Urkunden und kontraktenbüchem, no. IV aus den ausgabe- 
büchem, no. V aus inventaren. 

C) lipri. 42. A. Scheiner, Ül)er die spräche des sächsi- 
schen Volkes, in: Bilder aus der vaterländischen geschichte, hrsg. 
von P. Teutsch. 2, s. 403—423. 

Zusammenhang zwischen spräche und kultur, entstehung der 
neuhochdeutschen Schriftsprache und reformation wird in eindring- 
licher klarheit erörtert» Luthers verdienst gewürdigt, Lessings, 
Goethes, Schillers nachfolge in sprachschöpferischer arbeit kurz er- 
wähnt die deutsche Schriftsprache verbindet die deutschen Sieben- 
bürgens mit dieser alldeutschen kulturgemeinschaft; beliebte ver- 
stöss<* gegen sie werden beispielsweise vorgeführt und die gründe 
schlechter ausspniche dargelegt. — eine einheitliche sächsische 
Volkssprache giebt es weder für den mündlichen noch fQr den 
schriftlichen verkehr: hier tritt das nhd. ergänzend ein, dort giebt 
eti eine unzahl von dialekten. und doch fehlt auch die einheitlich- 
k<*it nicht; denn alle diese Verschiedenheiten sind in einem ein- 
zt*lnen stamm organisch em^'achsen. die wasser-uxiter, wos^ukU 
und is-eis «-■ linien lassen keinen zweifei, dass die heutigen be- 
wohner Siel>enbürgens nachkommen mosel fränkischer kolonisten 
sind, ihre Volkssprache scheidet sich in zwei unterm undarten, ja 
nach der erweichung des harten endlauts und der verschiedenen 
(>4*handlung des endungs -n. der schluss giebt allgemeines Aber 
den sächsischen sprachschatx und weist kurz auf das sächsische 
w*rterbuch hin. 

43. A. Heheiner, Unsere Volkssprache, (mit karte.) Kalen- 
der des Siebenl). volksfreundes n. £ 4. 

teilweis hinübergenommen in no. 43. 

44. R. v. Sowa, Wörterbuch des dialekts der deutschen 
Zigeuner. Leipzig, Brockhaus 1898. XIV, 128 s. 4.50 m. auch 



166 X. DeuUch« mQndarteQfonehuog. 

u. d. titel: AlihandliiDgen f. d. künde des morgeDlandes, redig. v. 
E. Windiach, hd. 11, no. 1, 

anges. K. I'., Chi. lyiO. i:»i:? — ir)ir>. N. Finck. AfdA. 25, 
331—335. 

7) Rbfinlind. l'*. «T. Weber. Die luxcmburg. spräche. Ons 
Honieoht 4 ilJsW-^i, 34-37. ♦Jon — t;ii4. .'». 25— 3u. 112—116. 

S) HfSKfD. Tbiruefli. 4»;. \\\ CroceÜus, OlH^rhessiBchM 

wi'rt<.'rliii(*h. auf* gruiid der vorarbeiten Weigandn. DiefcDhachs und 
Hainebiirhs snwie eigener luatrrialien bearbeitet im auftrage de^ 
hiHturirii-hen vert'iuH t'ur das gros»« herzogt um Hessen, lief. 3 u 4. 
.1— Z. i— bd. J. III uh'l ti. 473 iCil ) Darm^tadt, A. Bergi»tris8er 
iu koHiiii. \n in. 

vgl. Jsb. l*-'.!?. "i, .'/;;. 

17. E. WiigntT und W. Hörn. Verball'onnon der uundart 
vcn (iroHHon- Buseck b«M (lieäMen. Zs. f. hd. Mda. 1, 9 17. 

iLlphabeti.Hohe /u>;imnienstellung der wichtigsten vorhalformen 
dieser oberlic^i.M'hen mda.; als niuhtor ^eilarht tur khnlirhe liatan 
von hessischfU und {it'iil/i.srh"n verbnl türmen, welche don BtofT 
liefern .-Milien t'ür die vnn Hirn «rt-pliinte •iarhtplliing der heatigen 
Verbal tlexioii «l«>s rheintiankiächen irrbietts. die behandelte mda. 
weicht nur wenii; vnu iler durch Leiilnlf «iarges teilten Xaun- 
heimer ab. 

•i^, .1. Frank. FRinkenhau.'*»r ni.lii. ISIis. — vgl. Jsb. lSf»S. 
1". «i'J. 

.-ii* uinl heutf nur iioi h v.-n leuten di*s Hrbeiter^tande8 rein 
ge.spri'chi'n. und /.war von ulteren fremden eintbiHHon i^t hie wani^ 
au.*4gesetzt. ka)>. 1: phniiftik: kap. J: lautlehre: kap. 3: formen* 
Ifhre. der anhaug gi»b* i-ii.r M-hritt- und hpnn-hprnlH«. «prich- 
wi'rter »m-i pprichuiirtlit hf reiieii>arten. .-•wi»« ein idiotikon der 
behandelten mda. 

4't. K. Trt'b.N. Ik'itn&ge zur vaTerlaniiis<*hen mnndart. progr. 
• ]^f»I» ni'. 7'i «i. irviun. z'i Funit^-nwaldt». -J l h. 4^. 

HJ. Ter 'It-n •■j»!t-r*..ii:'iiM'l;»ij ii,.i;i . wt^Irh** tlen ubergang vom 
Miiriiifc::>il;. II /.■ i:. ..bi r^al'h.-i^^■l.•■n bili»ii. wird hi»'r die von Ol»cr- 

.-'hu liTz. eiiit IM in .l»r lui^t»' zwi^hfu Zeit/. \VeiiiH«*nfelii und 

. <i.ir:;*-.'«rt)iT. ':t.<l /u.ir nach ihrem voka- 

h* 'lif V"kalf 'itT htAmmsilben nach 

, i:.lii. lauNi.. H. 1^ — Jl hiindelt vom 

S| XarksrO. ■'". A. Mti-h.-, Miii-kt it-r kirrh'ahrt Sebnitz. L 
1-:*^. - \^:. J.-* \^\i^. 1". hl. — üiiire/.. \V H.rn. Litbl. isim, 
T»li. J Sihat/. AtiA. j:.. i:*-'. \V. N agl», DMda 1, 257 t 



Naumi " 


:rfc: ü-b 


■iZfV.* 


'li .i'Ti"t 


li!<mu.i. 


r<. \i ~ 


1 ^ 


'ii.rrr>" 


ihrem 


'..•rii.ilM; 


ii--.e 


ru .b- 


Verb um. 









XL NlwItrdMtMlu A. AUgoDdiiM. 167 

51. E. O opfert, Au« dem wortschati eines engebirgiaeheii 
Chronisten, beitrage cor kenntnis der enigebirgiechen volkaq>r»clie. 
Za. £ hd. Mda. 1, 37—68. 

alphabetieclie zusammenstellang aller mundartlichen Wörter, 
velche sich in Lehmanna werk 'Hiatoriacher achanplati derer 
natürlichen merk Würdigkeiten in dem meiaaniachen ober-engebirge' 
aoa dem jähre 1699 vorfinden, ein nach trag gewiaaermaaaen m 
Oa achrift über die mda. dea a&chaiachen ersgebirgea (Leipiig 1878). 

!•) Sfhkfiei. 52. H. Hoff mann, Die achleaiache mondart L IL 
Die neueren aprachen 7, 281—297, 477—487. 

kap. 1 (die lante der schleaiachen mda.) giebt, nach einer 
allgemeinen einleitong über die entatehong der mda. überhaupt, 
eine phonetiache beachreibung der einxellaute, und iwar der mnnd- 
engeachluaalaute und der mundöffner. kap. 2 behandelt die aandhi- 
eracheinungen: 1. angleichungaeracheinungen von lauten, 2. quan- 
titAta- und qnaliUtawechael der laute, durch den wechaelnden 
accent hervorgerufen, kap. 3 die flexion in der achleaiachen mda. 
(mit benützung von Weinhold, die laut- und Wortbildung und die 
formen der achleaiachen mda. Wien 1853) behandelt ding-, eigen- 
achafta-, für-, zahl- und leitwort. 

II) Ost^ranei. 53. J. Stuhrmann, Mitteldeutach in Oatpr. 
— vgl. Jab. 1898, 10, 74. — angea. P. Wrede, AfdA. 25, 38«. 

0. Bleich« 



XL Niederdeutsoh. 

(A. Allie«iDetiMa — B. AltniederdeQtMÜie snraebe ood denkmiler. — C. Mittal- 

und Deuotederdeotaebe tpracbe: 1. tpracnlebre, 2. wortkuade, 8. litteratar- 

gcechkfate. ~ D. Mittel- uad Deuoiederdeattebe denkmiler: 1. mnd. diebtoageo. 

2. mnd. proea, 8. spatere lait) 

A. Allgemeinea. 

1. Korreapondensblatt dea vereina fiir niederdeutaohe apraoh- 
forscbung. hrag. im auflrage dea voratandea (von C. Walther), 
hefl 20. a. 33—64. Norden, D. SolUu. der Jahrg. 2 m. 

darin a. 60 ff. R. Andree u. a. aur Hillebille; a. 37 J. Bern- 
hardt über dö$igj Tkkan, SMkmiei o. a.; a. 34 0. Bremer, Zur 
gruppierung der deutachen mundarten (in bibliographieen); a. 40 
J. Oillhoff, Sprachlichea aua Reutera Stromtid (breiw upnehmen; 

{ȟtt 'pft^tae*); a. 42 K. Eoppmann Aonacodrrr; a. 45 J. Petera 
isiekede Nd« jb. 16, 91; a. 39 C. Schumann boU, sd^weflagge^ 



ir)8 XI. NiederdeuUrb. 

ärlei, K. Sprenger 8. 41 ansinn we9en laud ^andinnende* ent- 
standen); 8. 42 XU Bürgen! Der kaiser and der abt (^der mannt 
der daM wenn* U8w. int Hprichwörtlick): 8. G3 cum mnd. w6rter- 
huüho (betr. snetwi* stamharichy rerm): s. 30 plünn 'lumpen*: s. 43 
lu MöMcra Patriot i.Hchen phantasion ibetr. *8piclgelder*); s. 43 xa 
Reuten« Stri>miid tbotr. 'wer seinen kindern giebt das brod* usw.; 
C. Walt her 8. 4«) lacht => lecht. h. 44 Dicals und dwals im 
Vitulu.s; 8. 41 Th. Wotidigen ankohern: H. Wernsing. UM 
busch halb rock. — vgl. auch unton no. 28 und :t3. 

2. I>ie nationalitat.sverhältnirise in Srhle8wig. Globas 7r>, 53 f. 

wie«lorhulun^ der CtIoIiuh Ol. \\11 abgedruckten karte der 
8prachg('biett' SchleMwig iiat.h Atller iZs«. t'. Schlesw.-Holet. gosclu 
1S91) nebst einigoii dtatiritiHchen und littcraturangaben. 

H. Altnied«'rdoutrich(* Hprache und denkmtiler. 

\\. F. Holt hausen. AltjtHchsiii(-h*'s elementarbuch i=s Samm- 
lung Von elementarbüohern «ior altgerin. liialekti*. V.) Üeidelberg, 
C. Winter. XIX. '1<\ h. "> in. 

die erst*» vi»llstan«li^i'. luit aus^firichnett^r bchernichung dar 
gramniatis<'hi*ii di»ktrin vt-rtas.-t«* ^r.niiuiatik ii(*r a.*i. nprachdenk* 
mäler. mit kiiapphrit liiT d.irst**lbnig vfrbiii<lt:t sich klare dar- 
legun^. da.s niaTfrial ist M*lb.^t;iii.ii^ d-iri'hi:>MrlieitPt. die eintel- 
heiten und ausn.ihiiicn -irr rf&:»-Iii wt^rif^ nicht Vfniai'hlassigt. die 
anordnuiii; ili*> sT<<tt*fS i;!fii-ht iImf in dcu i^ri^t«ii bauirn ^ler 8amm- 
lung «ler »-lrni»-nt,irl'ijrlirr ■ litt«-raNir.Ui^aJ»-ii. stt-Kuufc: «ii»r as.. deok- 
malervfr7.firhni.s si-hrilt. ;ius?*j'r.iiht'. fniuii-kl'ni;: '1er We**tgerm. 
lauti* im a>.: f*Tint-iilohrf . s. iT't -Ji»l fin uhrisri «ier nyntajL. 
8. 212 tl. ••itiii;»' ufnii;»? N'so^T'itk*«. 'ItMi^^u »'ine v<ir bemerk ung über 
den bau diT a-« l.iiikC/.*'i1'*n un 1 l;»* T\|M«ti .l-r haIK/.''ib*n. ^'iwie an- 
m'*rkuiii;cn !p«•ii:l•;rl•^t-n >\\\\, d.i.'- ^'(••^•*ir s. 1\\ dient zugleich als 
wrirtn^gisttT für lii«* j^r.nMin.ifik. m:* .' •.•«t«'s' .iiinahnifn betr. die 
heiniJtt di-r «ii-nkmalfr is^t H. ijii-li? •■irjVfrstand»-!», "hnr jed^^K'h «u- 
aarh.*<t .^-fint* :i^>1i*hnuKi: zi bf^r iiidt-n. tur ilif tfxt«* kannte tum 
teil biTrits Wai.«»T«iiiis a-i«*fc;;il-«' bi-uiT/? \ifrl#'ii. - aiu. W. Si-hlüter. 
NM. jl'. 2:.. V^l P.n; n. li.-h.i*:!:.-:. LirM. 21. -: V. Henry, 
R»*vue «rit, 4-. .lj*i l' 

4. \\ Pi|..r. A^. •r.il...!.iirl.v.i.fcj. I. l-fi:, _ vgl. Ji*b. 1S9S, 
11. l!i. -- re. .1 Fr.»n. k. A: iA 2'.. 21—2^. 

.'1. H**li.tn>). \ m.i Ki\«iiii<"iiti ^c.vili niini. ou po*'ni^ de la 

vie de Ji sus. •"!ii}i»s»- p.ir urln* ■i«- iiMiipen-ur L"uiH le Dt'bonnaire 
Houi« le?. ;r;?.pi. .■-. le S.iin! l.uitgt-r. •vt'jie dr Munnter en Tannee 
"^14. •*ud<* cri(i|ui« et !ra'l(U'ti>>n litt*-rale. Vf*ra par vera. d'apn*« 



XI, a AHniwUrdaQtMh« sprafibe uad dinkaaUar. 169 

le manaBcrit saxon d^coavert en 1794 k la biblioth^ue de U 
cathMrale de Bamberg par le chanoine G^rard Gley, de G^rardmer, 
par V. Hohler. Paria, Maisonneuve 1898. 182 8. il facsimüe. 

6. F. Wrede, Die Heimat der alta&chs. biheldichtung ZfdA. 
4H, 333—360. 

W. stimmt Jellinghaus und Jostes sa, daas der Heliand nicht 
von einem Westfalen verfasst sein könne, bestreitet aber seine 
nordalbingische entstehung, weil gegen diese cum teil dieselben 
gründe sprechen, die Jostes gegen Westfalen geltend gemacht hat 
(g mit j stabreimend; die namen mit -bürg), die heimat des 
Heliand sei der mit dem Friesenfeld verbundene ehemals nd., jetst 
hochd. Hassogau (gegend von Merseburg), auf dieses durch ingw&o- 
nische stamme besiedelte gebiet weisen auch die sogenannten 
frisonismen, die im Heliand nachgewiesen seien, die form drucno 
(nd. sonst droge) und andere im Heliand begegnende, dem nieder- 
deutschen sonst fremde Wörter, da Eike von Repgowe gleichfalls 
in diesem gebiete heimisch war, erkläre es sich, dass der Sachsen- 
spiegel einige solcher Wörter gleichfalls biete, die spräche des 
Heliand sei nicht als älteste stufe des nieders&chsischen aufzufassen, 
sondern als eine l>esondere davon vielfach abweichende mundart 
die hs. C. stehe dem original am nächsten, sei aber durch eine 
von einem Niederfranken geschriel>ene vorläge übermittelt und von 
einem angelsächsischen schreil)er mitunter entstellt; M. könne nicht 
iu Hildesheim geschrieben sein, sondern sei vielleicht aus Paderborn. 

7. O. Priese, Der Wortschatz des Holland, ein deutsch-alt- 
niederdeutsches Wörterbuch. Leipzig, R. Voigtländers verlag. 
IV. 44 H. 1.80 m. (auch als beilage zum progr. des g>'mn. zu 
Saarbrücken [no. 489 1 erschienen). 

als prolie der anfang: Abbild biliAe st. n.; abend, äband, st m.; 
al)er neba, nebo, nebu. 

8. P. Pachaly, Die Variation im Heliand und in der as. 
genesis. (■• Schrillen zur germ. philologie hrsg von M. Roediger, 
hea 9.) Berlin. Weidmann. VIII, 118 s. 4 m. 

angeregt durch Rödigers Vorgang AfdA. 5, 267 ff. hat P. die 
Variationen ( wiederholang eines begriffea durch Synonyma^ der as. 
bibeldichtung vollständig zusammengestellt, zuerst die veroa, dann 
adjektiva nel>st adverbien, dann abstrakta, konkreta und lebende 
Wesen l)ezeichnende substantiva. schliesslich wird in einer statisti- 
schen übersieht die zahl der belege im Heliand mit der in der 
Genesis verglichen und gefunden, dass daraus auf verschiedene Ver- 
fasser nicht geschlossen werden könne, einzelne unterschiede in 
der anwendung der Variation würden sich vielleicht freilich durch 



170 XI. NiaderdeatMb. 

die annähme zweier Verfasser leichter erklären. — rec. V. Henry, 
Rev. crit. no. 44; M. H. Jellinek, DLz. 21, 549 f.; ChL 1900 no. 9. 

9. Kleinere altsächsischo Hpmchdenkmäler mit anmerkongen 
und glossar hreg. von E. Wadstein. (>» Niederdeutsche denk- 
nialer. hrsg. vom verein f. nd. Sprachforschung. l>d. VI) Norden 
und Leipzig, I). Soltau. 1 bl. XV, 2riO s. 7,20 m. (vereinepreie 
'•,40 m.) 

sainmlun^ Hämtlicher altsachH. deiikmäler und glossen mit aue- 
schluss di-r ItihcMichtung. df*r diplomatisch genaue alidruck, Ar 
weichen die hss. neu verglichen sind, ist mit grüsster Sorgfalt her- 
gestellt, unter d«Mn texte ist in umfangreichen noten ausfiUirlich 
und liis ins kleinste genau der zustand der hsl. ülierliefemng in 
)>ezug auf hicherheit oiier Unsicherheit der lesung oder eigentün- 
lichkeit der schrift angegel^en. s. 11!* — l.'i.'i anmerkungen, welche 
aus.ser iiebi*hroii>ung der hss. und litteraturangahen berichte über 
die bisherige forschung betr. heimat, alter, «luello usw. der einielnen 
denkmäler .Miwie im ai)druck mancherlei für d\o denkmäler wich- 
tige auszüge au.s Iiit. schritten des mittelalters darbioten. s. 157 iL 
glossare der eigennamen und der werter, deren bedeutung vielfach 
genauer bestimmt ist als vordem. l»ei jedem werte sind die vor- 
kommenden wurtfonnen mit stellenangai»e verzeichnet. 



<*. Mittfl- uii<i neuniederdeutscho spräche. 

\) Sprarbifhrf. l". II. Tümpel. NifderdeutM-he Studien 1S9H. 
— \gl. .I>b. 1M*N 11. :». — ror. F. Holthausen. AfdA. 26, 
-»0- ;i.\ 

11. Maurniunn, (irammatik der mundart vdu Mülheim 
lSl*v. _ vgl. .^b. IvjH. 11, •;. rec. \V. Hf.rn. Liibl Ji\, \UX 

12. <t. Kraust*, nie muiidarten im ni'rdwestlirhen teile des 
kreiH«f« JiTi«h<»w I. i I'rov. Sachsen.) Nd. jb. 2*». .'i4 — .'»2. 

»iiio \^ ••rt.-imundarten umfas^en'lp darstt'llung des vtikalismae 
und kr*nr*<>iMTiti.>im>is. webhe drr im N<i. jb. 22 betr. den südlichen 
tri! piir.i^ruph fur pani^niph en!>pn« h^ und wie diese auf eigene 
an iTt unti st«*lle ^fw^nnene auskuntttf beniht. 

l:t. IM'a ff. Vokalo <ies niitt^-ipommerschen dialekts I>9S. — 
vgl. .I.^b. \^U^, 11. \i. — rec. Leitzmann, Litbl. 2m. 'M)S. 

14. G. Dutsi'hkf. Spnit'hli**hes zur heimat kundo des kreieee 
Schwelm. ob.«u »•. 1 ;*>. 

i) Hertkll4f. l'*- ^*^1 Dirksen. Verzeichuii« der im ten 



XI, C. Mittel- nod iimiiii«d«rdMitMh« spneh«: Z. IHtentorgetdueht». 171 

Doomkaat KoolniAn'scheD Wörterbuch fehlenden oetfiieaischen 
Wörter. Nd. jb. 25, 97—107. 

ten Doomkaat sind verh&ltnism&ssig wenig Wörter entgangen, 
dieser nachtrag verzeichnet etwa ein viertel tausend. 

16. H. Beck, Idiotikon von Nordsteimke bei Vorsfelde. 
Ni jb. 24, 113-128. 

die buchstaben P — Z umfassender schluss der fleissigen samm- 
Inngy deren erster teil Jsb. 1898, 11, 14 verseichnet ist 

17. H. Bitters, £t>nnologische streifiEüge auf dem gebiete 
des niederdeutschen unter besonderer berüoksichtigung der Dith- 
mmrscher mundart progr. d. realsch. vor dem LQbeckerthore su 
Hamburg, [no. 782.] 24 s. 4. (Hamburg, Herold. 1,50 m.). 

c. 74 dithmarsche mit den buchstaben a^f beginnende Wörter 
werden sun&chst, soweit es möglich, auf eine verwandte mnd. fries. 
und mhd. form surückgeführt und dann die übrigen german. und 
idg. sprachen angesogen. 

18. 0. Oloede, Zum mecklenburgischen wertschätz. ZfdU. 
13, 280. 

26 nd. Wörter, die meisten ans Wismar und Dobbertin. 

19. £. Björkman, (Utväe im Sachsenspiegel ZfdA. 43, 
146--150. 

in form und bedeutung ist ähnlich mlat. alpküus, alphüus 
läufer im Schachspiele*, afrz. au/in auch ^narr'. 

3) litteratirptthkkte. 20. C. Borchling, Mittelniederdeutsche 
handschriften in Norddeutschland und den Niederlanden, erster 
reisebericht, aus den Nachrichten der kgl. gesellschafl der wissen- 
•chaften zu GötUngen 1898. h. 2, s. 80—316. 

berichtet wird sowohl über unbekannte als auch bereits be- 
kannte handschriften. eine grössere anzahl fand sich in Hannover, 
Hamburg, Lüneburg, Münster, Osnabrück und Oldenburg, nicht 
viele in Aurich, Emden, Jever, Bremen, Verden, Altena, Ebetorf^ 
Loocum, BalzwedeU Celle, die holländischen und belgischen biblio- 
theken Zwolle, Amsterdam, Leiden, Haag, Brüssel ergaben ver- 
hältnismässig wenig ausbeute, zum abdruck ist s. 186 — 189 ein 
•ehr lückenhaftes fragment einer dichtung der Artussage aus 
Loccum (14. jh.) gebracht, sonst nur anfange, schreiberverse u. dsgL 
im allgemeinen sind reichliche litterarische verweise auf vorhandene 
al>drücke. ältere berichte über die hss. und andere fassungen ge- 
geben, unbekannte handschriften von ganz besonderer Wichtig- 
keit wurden nicht entdeckt, immerhin aber eine gute anzahl, die 
des litteraturhistorischen Interesses nicht entbehren, auch wurde 



172 XI. NieilenleuUcb. 

manche bisher ungenügend hedchriebene hn. inhaltlich genauer be- 
«timuit 

21. G. Koethe, Die reimvurredtMi dos SachäenspiegeU (— Ai>- 
handhin^eii d. k;;l. ^es. d. wiss. /u (ititti^en. |ihiloL-hi8t. kUsMf. 
neue toi;:»». Ini. -J no. S). Berlin, Weidmann. 11«» 8. 4, 8 m. 
H. a. abt, 7. 1. 

eine ar))eit. die sich auf die gesamte norddeutsche littermtur 
des 18. jh. erstreckt und wichtig*' thutsachen ihrer Htellung cur 
mumlart /.uerst ausspricht, diu rrinivurre<len iiilden nur den aus- 
^ngripunkt lier Untersuchungen, zunächst \vird ihr gedanken- 
inhiilt, sprach** umi nietnim sehr eingehend erurtort. das ergebnia 
ist eine best;iTi^un^der i)eroits geltenden an.sicht. dass die Btrophiache 
vorrtnle zuthat t-iurs spärcrcn verftisaers >*•{, im«! Eikc in uittel- 
deutsi'htT. wenn auch niederdeutsche li«>standteile aufweisenden 
sppM'he sein vorw<>rt gedichtet habe. nachgewiesen wird. daM 
Eike Wernher v<.n Klmeii'i^rf ;;ekannt und benutzt hat, — 8. 20 — G7 
fol^t eine Untersuchung der dirhters]irache Nie lerrieutschlanda im 
12. und \:\. Jh.. es winl darin beMMiders ausführlich über die 
spniche der braun.sch weibischen relniihri'tiik. Bf'rtholds von Holle, 
Ei'erhanis von (iandi-rshoini, des noch un^etlnu-kten Wiirzgarten 
des pfatVen Kmmi man. \Viz]:iws vi>n Kii:;en usw. gohandirlt und 
au>A;**f>dirr . das> .-»amtliche n"pideuts.-lie liir'hter des lii. jh. sich 
der mittel ieut.-^.-lien niun>l:irt f'*'<!ii'n? ha': ru d.i >las v«>rhandenaein 
eint-r njiue] le:r^.li»Mi vorp'le lr> S-ich-^'^nspiegels in einigem 
widersprucite / i .i«T wrjt v>Tlir*-:Ti-t«:i annähme steht, daaa daa 
rechtsbuch sell-st iir.spr.in^Ii' ii i;i«* lerdeutsch geschrieben sei, eo 
prüft l{. die l)ew*'l.<«f Ib im* Vers tur die nieiicrdeutsche abfaasangy 
u iiierlegt sie un<l fuiirt seitier.-ejts au.-^, *Uia> allerhan*i spuren dea 
ur^prüii^üchfii lauTstan<ies in lii-n hanil.-chriftt-n. vir alli-ni aU*r die 
wiTtwahl .*4i*h!iess< n lassen, d;iss die urspr>in<:lirhe spräche dea 
Sachsen spi«-^-!.'« tmiperierr hi>t'lideii*j*cK' \\;kr. «loch läge die annähme 
nahe. da.H.H Kikf ^•'l!■.•<t .**patt-r t-ine i.ii-ilerdi-ut.«« he i^earbeituug heinea 
urrkes v><rgeni>mnifii habt*. 

22. Kn.-the, Meli:ind und S;i. hsrii-pie^rel. AfdA. 2".. l*"-:— 390. 
gegt-n \Vre<b-> annahnifu i\^!. fben ti*: <i . dass gi^Mi.-se im 

miii. ATunz «b-r \\i>r verMhuunlene Heliaiidu- rter i/. b. >>ani, 
linirtter, ir l.Mit. n.ikii. luttil ;i a. nicht gi'nieiiiHach>isch sind, 
(»•nden. i:"riTh'iringi.**eh uaren. und da.^s vt r.**« hii-b-nc Vfn R. (vgL 
ol'i-n L'I.< fi;r ei.tli-hnun;:fn au^ dt m hd. t rklarte u<>rter Eikea 
gleichf.il Is als n<>r<i*hurii: irisch anzusehen .**'ien. 

22.t. Fr. I)<>rr. die i;eT;pI:ittdeutM he litteratur. Da« D«ua 
lahrhundert. Wv.i hemklirift. 1. f;;M— »;:;.'». »;'>*j tf. »iTT fi'. liW ff. 



X, D. Itittal- nod otnniackrdmtMh« dankmiler: 1. mad. diehtuogai. 173 

erinnerungen an Reuter, ferner bemerkimgeii über Oroth, 
Foocke, Müller u. a. 

D. Mittel- und neuniederdeutsche denkmftler. 

I) M. tirktOKMi: Iran. 23. G. Eühl, Die Bordeaholmer 
Marienklage^ herausgegeben und eingeleitet Nd. jb. 24, 1 — 75. 148. 
MnsikbeiUge, s. I— XIV. 

ül>er die einleitung s. 1—40 vgl. Jsb. 1898, 11, 26. der ab- 
druck des texten giebt diplomatisch genau die hsL lesung. die von 
Müllenhoff falsch wiedergegebenen stellen werden besonders ange- 
merkt und berichtigt, die anmerkungen zum texte auf a. 67 ff. 
veraeichnen besonders die parallelstellen, welche mittelalterliche 
dramen und andere werke bieten, in der musikbeilage werden die 
melodieen der Bordesholmer hs. mitgeteilt, anmerkungen dazu sind 
a. 74 f. angegeben. 

brietSfiexel. 24. £dw. Schröder legt AfdA. 25, 169 in der 
rec des neudruckes des Antwerpener textes (vgl Jsb. 1898, 12,49) 
das yerwandtschaflsverhältnis der lUtesten drucke dar. 

Plkfll. *^^»' Gerhard von Minden, hrsg. von Leitzmann 
IS98. — vgl. Jsb. 1898, 11, 28. — rec- Behaghel, LitbL 20, 
299; A. E. Schön bach, Allg. litbL 9, 18—20. 

2*]. K. Sprenger, Zur kritik und erkl&rung des Wolfen- 
bütteler Äsops. Nd. jb. 24, 129—139. 

bessern ngsversuche zu zahlreichen stellen der ausgäbe Leita- 
manns. einige derselben wurden durch nachträgliche vergleichung 
der hs. als richtig bestätigt 

LM. 27. A. Freybe, Das älteste mecklenburger karfreita^s- 
lied zugleich der erste liederdruck Mecklenburgs, nebst ver- 
wandten dichtuugen. ein beitrag zur litteratur des nieders&chsischen 
crux fidelis 2. aufl. Berlin. W. Siu^rott. 32 s. 

alxinick des in einem Rostocker drucke von 1493 (Wiechmann- 
Kadow :i, s. 183) enthaltenen gesanges *De werlde woUust du vor- 
late* (l>ei Wackemagel kircheul. 2 no. 1015) nebst gereimter Über- 
setzung, als zeit der entstehung des liedes wird das 15. jh. ver- 
mutet und ab lat. quelle Wackemagel 1, no. 77 nachgewiesen, 
in der einleitung werden einige lat. und deutsche hymnen. die auf 
das kreuz l>ezug hal)en, aus dem Ebstorfer liederbuche (im Nd. 
jb. 15) u. a. quellen zu neuem alxirucke gebracht in den an- 
merkungen winl auf |>arallelen im Redentiner spiel hingewiesen. 

IrOKlmlm. 28. C. Borchlin^s Die geftlschte Ooslarer 
reimchronik. Nd. kbL 20, 35 f. 



174 ^- Niederd«atwh. 

Seelmanna nachweU der fälachung wird durch den hinweis 
auf don daktylischen rhythmus ergänzt, die früheren nachriohten 
über die chronik ^Goedeke I' 400) werden zusammengestellt 

2\K Reimer Hansen. Bruder Kigels danische reimchronik 
niederdeutsch. NM. jh. 25, 132 — 151. 

die mnd. ülKTsetzuii^ der dänischen reimchronik über die ge- 
Bchichto der dänischen künip) von Dan bis Christian I. tat nach 
deren ersten bis II TS reichenden bearl^itung bald nach dieMm 
jähre an k'e fertigt, eine hs. fiel in der Schlacht bei Uemmingstedt 
IfiOO in die hände der Diotmarscher, von der l'iVJ RusM eiiM 
jetzt in KopenhuK^n botindliche abschrift nahm, die (mit einer 
li'icke) ri043 ver.se iimfasst, auf diese abschrift gehen zwei minder- 
wertige hss. in Hannover und Lüneburg zurück, zum abdmck 
sind die ersten 9l.'i venie gebracht. 

Kfiokf Yos. -io. T. Di eck hoff, Der zusammengesetzte sats 
im Keinke de Vos. inau^.-diris. «it-r univers. Leipzig. Leipzig- 
Reudnitz. 9.*i s. 

aiioplnung: L relative Katzvt-rbindun^n (lokal-, temporal-, 
komparativ-, relativsätze i. IL hypothetische Satze (kauaal-, kon- 
zessiv-, knnditionuUatzei. IIL .Mubstantiv.Hatzi*. IV. indirekte rede. 
V. krin.'<ekuMvs;itze. VI. tlnalsatze. — die belege sind voUiyiU^ 
verzeifhiH-t 

bsrhf. 31. H. Aiiz. HnMiiT Kusch«-. Nd. jb. 24. 70-112. 

die dicht uug wird nach d^m im beiiirze des herausgelven be- 
findlichen alten druck«*, welcher d^u älte.>*ten und besten tezt gebe, 
abgi*«inu*kt. unter dem texte werden 'lie lehrten sämtlicher 
üiiri^en f:uisuiiicen mitgeteilt, 'iie umfangreiche einlcitun^ a. 76 — 94 
erörtert «ii^ fur.strhuii^ un<l entwicklung der sa>(e sitwiu das ver- 
Wiindtjich;it'tsv«'rh.iltniri der erhaltenen textt*. die frühere arbeit des 
vfs. (v^l. .I.hI.. 1*»'«7, 17. 32.1 ergänzend un-l berichtigend. 

Srra«. .'12. K. Euling. .Tac-b Scra.z. .NM.jl». 2.".. 110—131. 

uiitt«rilun;:*»n ilt^r t:nd a'i!» h->. 7tM lirr Heverinnchen bibliotliek 
in HÜ-b-ln-im. «iif in dit-s^r Kta ir i. j. l.'j.'fO r»! von Scraca ge- 
M'hri»*leii ui. i zun r.-il »uch Vfrtk<*st ist. urkundlich laast ersieh 
Sonst nicht i.:ichwei.-4«n. 1 inhalt dt-r hs. 2t rtUlniik von histn- 
rischen iit-brn ibib^'i «-in*' i.i. t.i.'«>un^ di-s lifli-rt bf'i Liliencron 
■t. n<>. r«.)? wvA ^|•^-u-h;;l•dichtrn. in wrlchen unkUnge an Botee 
Hadb-uch nirhrfiirh b<'^fi:ii«>n. A ki<ll:iti<'n d»*s Ha«i buche«. Scrmes 
bit^tet in ^f*it.•■^ hs. »-litt' fas-^i.i; df'A Ha<lb;ii*he!<. welche von den 
drucki-n Ktark abufirht untl zusatz** aut'wi*i.-t .• welche wie die 
meisten ab weichungen einer teil weisen umürbeitung des Radbachee 



U, D. MitUl- xad oMuiiMltrdtatadie denkBiler. 2. nmd. piota. 175 

durch Scrmci ihre entatehung verdanken, trotsdem ftr die kritik 
dee nraprünglichen teztes nicht wertlos sind, da dieser hsL dem 
bearbeiter vorgelegen hat — s. 122 wird eine nachkollaüon des 
von 8ello herausgegebenen Ealandteztes beigefügt 

SfridM. 33. Doberaner grabschriften. swei vorgebliche grab- 
Schriften. Nd. kbl. 20, 61. 

nachweis, dass die inschrift ^Wieck, Düfel' nachahmnng eines 
iltem Spruches und die Kerkering - inschrift eine jüngere er- 
findung ist 

34. Aug. Andrae, Hausinschriften ans Ostfnesland. Olobus 
76, 384—389. 

mehrere niederltodische, sonst meist nd. Inschriften, eine an- 
sah! aus dem 16. Jh., die älteste von 1543. 

lettter Stffhll. 35. r. Graf funder, Meister Stephans mnd. 
Cato. Nd. jb. 25, 1—33. 

nachdem G. bereits einen teil des Cato (vgl. Jsb. 1898, 
11, 30) veröffentlicht hatte, erhielt er kenntnis von einer bisher 
unbekannten Dansiger hs., die nicht allein einen reineren tezt 
sondern auch su schluiw vier veroe bietet, welche als Verfasser des 
Cato jenen meister Stephan erweisen, dessen mnd. Schach- 
buch von W. Schlüter herausgegeben war. eine vergieichung des 
Cato mit dem Schachbuche erweist dieser als das jüngere werk 
des dichtere, zu dem l)ereits gedruckten stücke des Cato werden 
die wichtigeren lesarten aus der Danziger hs. zusammengestellt, 
der schluss v. 1G58— 2345 wird unter benutsung aller hss. doch 
vornehmlich nach der neuen hs. gedruckt 

3<>. W. Schlüter, Ein zweites werk des Schachbuch-dichters 
Stephan. Verh. d. gel. estnischen ges. zu Dorpat 1899, s. 63 — 68. 

vf kann nach sorgfältiger prüfung beider werke Graffnnders 
schlusHfolgerun^en, dass beide von demselben dichter und der Cato 
früher vertasst sei, nur l>est&tigen. 

i) M. pTWL 37. Henning Brandes' Diarium, hrsg. von 
H&nselmann 1896. — vgl Jsb. 1898, 8, 16. — rec Heydenreich, 
Mitt a. d. hist litt. 26, 323—326. 

38. G. Hart. De medelidinge der hilgen junckfruwen Marien, 
niederdeutscher tezt nach einer handschrift v. j. 1480. progr. des 
gymn. Aschaffenburg. XI. 51 s. 

prosa, von einem Westfalen verfasst einige merkwürdige 
sprachformen (dat plur. des artikeb: dem), die einleitung des 
herausgebers berichtet ül)er einige andere mnd. werke, die den 
gleichen titel, aber vollständig verschiedene tezte bieten. 



17«> XI. Niederil«uUcb. 

il) Spitfrr ml 39. J. Bolte, Märkit»chea hochi«itBgedicht 
V. j. ni37. Nd. jh. 24, 143—147. 

2'U veree (aus dein dnicke: Een gespreeke twiflchen Dem 
Schulten. Niilieni Kr^rn. vn der jungen Srhrneedischen usw.) in 
einer munfliirt auH der narhbantohaft von Berlin. 

40. H. Wfinier. Latireiuhergs Scherzgedichte, die art und 
die zeit ihrer entstchtin^;. Nd. jli. 2ri, Tili — 94. 

untf^rsuchnn^f^nf welchen auHsvr dem gedruckten texte von 
ir>riL' iD) die durch Hdltes ver>tVenTlirhung im Nd. jl>. I.'i bekannt 
gewordene urz<|>ninglii*hcre hnl. f;u).sung iH) zu gründe gelegt ist 
un«l welche zu tulgcnden «*rgf)iniHs«'n führen: H int autograph dee 
dii'htern uutl t'nihe^tiT.h \*',VJ ent.^tanden, doch i.st aus den in H 
enthaltfueii widon^prurhcn zu schliesHen, daeis H nicht der uilezt 
ist. •iir.*^fr war in freien vorsfn abfrf.fn^st. erst die erweitemngea 
und v«'^l•(^^^4•^UIJ^t•n .»^ind in ;ilcxiindriiifii.. den gnindtitock der 
Harircu Iiaf>»'n w:ihrsi'h«'inlii'h 'in-i massii; hm^«' Pi.'M — Ki.SIS ent- 
Htaiiden*' ::fili«htr x:»'^'ild>'t. int ir.in^;«* -ier unterHUchung wird ein- 
gehend lii'iT d;u% iiietruni di-r M-hi-rz^füth*** und snine ein Wirkung 
auf manche HprachlMmien, nher ilit' tmudwiTTer. den kampt' gegen 
d:is tninzoz<»*ntum und ilrn t rächten wi-chtiel gehandelt. 

41. H. Pei't-r.s. Xii'di'ri« iifx'he ^^i-lt-iriiiheits-geilichte auf die 

• •.NTtVieHiMchc tiirstiMit'amilii' au.»« dein 17. uul I -^. jh. Jsb. d. gynn. 
zn .Xurirh ii". .'>1»» . 4*^ s. 

•ii«' A:tiiit ht»* ti'ivA niediTUii'ÜHch. 

41ii. H. Of itt-r. Fri♦•^i>chl• ^^edichte des 17. jahrh. mit ü>ier^ 
.s.'*zuiig. -I.dir»'. 'i. L'''i*. t. 'ild. kunsT zu Emd-n i:>, L*l?3— 233. 

l'unt' m-.lii hte in t'ri«"*.-iid. niundart. vnn denen vier in(*ad. Müllers 
Vemoriale .•«Trht-n und dim tunt'te •i:is l<i'k:ii;iite Huh^ke «ii Hemmer 

i^^ die M^eP-^-T/unk' i.-^ V'-n I)eiter m-UsT VertiWi*!. 

{'2. A'l. U.trtfl.N. Klaus (fp'th. tu >«'iiieni achtzigsten ge- 
l":rt.-*ai:'-. Lti]/.iA;. K. Avi«n.iriu.-< l**!»'.«. 14.'> s. u. biliini«. I.7.* m. 

'ier *.!. >ii ht <Tr»Mi als iirhtor zu wirdi^t-n und Heine eigenart 
I • -»•■n-ler-* .1 it' >eii;r Li-rkMit? aus Pi'iiiar.-« hen zunnkzut'uhren. von 

* :• i:r:i|hi-i liii. lia^ri. i^? nir liu* n«''iurt'MA;ste ^eigegeJ-t-n. 

4 it. H. Sitr< k>. Kla-iN (iroth. ^ein Itd^fU un^l ru>ine werke. 
f'iii dnitM h»-. '. '.k^' ■:< h. ii.T t:n«-n* k'i|.ter Ir^ii-k. Ki«l. Li|itiiufl A 
Ti-cher .\II. r.J > 4 i:.. 

•iie a';.-!l.rli«he i.»r.'«*» üm-^' ie.- I«"' «•!.> des dii-hti-m. aeiner 
H'f'-rari.Ncht'n u irk-^anikt-i*. .-•■Iiht ? ••zieh'kLC'n zu zt-ir^pDitaa««n und 
der ai;erk«-M.;i.*:»'n. die t-r ,:• !' .i. :•■!. hat in «lern uiTke iat mit 
gr-s-^i-ni :!••:*"<•• alN-s z*i.-anin.eLi;i-»rai:fi.. w:i.h «ir-th über nich aelliet 
geaui«5»er' hat und waa in trdii-n-n urrken über ihn zu finden war. 



Xn. NM«rl«a4itib. ä. AllgeiiMiDat. 177 

auMerdem hat der vf. manche erianerung au« eigenem verkehr 
mit Gipth verwerten können« 

44. Kl. Oroth, Wie mein Qoickbom entstand. Deutsche 
Revne 1899 s. 187—199, 318—329. 

45. R. Sprenger, Zu Fritx Renters Kein HOsung. Zn 
Renters Stromtid. Nd. jb. 25, 108 f. 

Reuters werke (volksansg.) 2, 345 ist, wie ebd. 6, 29 seigi, 
sn lesen: de Lewark (statt 'dat water') singt, die verse ebd. 6, 
237 geben entstellt, sonst fast wörtlich verse eines kirchengesaagea 
von Neumeister *Jesus nimmt die sflnder an* wieder. 

Seelmann. 



XIL Niederl&ndisotL 

(A. AllgfliDeiDM und bio^rrsphieo. — B. BpracblichM: 1. grammatik, 2. muDd- 

arten, 3. wortknnde. ~ C. Litterstur: 1. sUgemeines, 2. mittalnifderlindieche 

diehtang, 8. mitteloMerliiiditcbe proes, 4. denkmiler fpiterer seit) 

A. Allgemeines. 

1. Noonl en zuid. tijdschrift ton diensto van onderwyiers 
hij do Studie der nederlandsche taal- en lett«rkunde onder redaktie 
van Taco H. de Beer. 22. jaarg. Culemborg, Blom St Olivierse. 
XVI, :>7C s. 

darin ausser den besonders verseicbneten aufs&tsen: P. H. van 
Moerkerken, Les quinie joves de manage en Cats' Huwel^'cxs 
fuyck fvergleicbung beider gedickte; ob Cats das französische ge- 
kannt bat, bleibt unentuchi^n). — O. A. Nauta, Het thema van 
Costers Teeuwis de Boer. — v. d. Mate, Synoniemen (vervolg). 

— A. M. Molenaar, Bloemlesing uit het woordenboek der nederL 
taal II, 8 und 9, 10, 11; lU, 7, 8; V, 11, 12, 13. — C. J. Vier- 
hout, Stylistische overwegingen XXXVI — XL. — M. K. de Jong, 
Kantteekeningen bij de nederlandsche spraakkunst door T. Terwey. 

— U. A. Nauta, De torteldnif als zinnebeeld der reinheid en der 
echtelijke trouw. — A. Opprel, Het adverbium in superhuivo (in 
ausdrQcken, wie hfj loopt het rlugst^ ist ket nicht, wie van Reiten 
meint, aus at entstanden, sondern das neutrum des artikels). — 
F. Levitieus, De gebroederi Grimm en Hoftnann von Pallers- 
leben ra abt 1, Ol. — Mr. C. B., £en lidwoordkwe«tie (betr. durch 
den Sprachgebrauch noch nicht geregelte setzung oder weglassung 
des artikels). — J. PrinsenJ. Lt., Renaissance en Humanisme. — 
Tmo B. d» B«er, Peter Jacob Co«^a. 1840—1899. ~ aasseedem 

Jt kt m h m kAi tUg s wn ii rk i »MkiPtto. XXL UiM.) 1) 



178 ^II< Kiederl&odisch. 

didaktische erörterungen, aufsätze zur neundL litteratur und er- 
giebige litteratur Übersichten über ndl. Zeitschriften. ^ 

2. Taal en letteren onder redaktie van F. Buitenrnst 
Öettema usw. jaarg. 9. 's-Oravenhage, Haagsche boekhandel 
en uitgevers-maatschappij. 6,50 fl. 

darin ausser den besonders verzeichneten aufsätzen: B[niten- 
rust] H[ettema], Kleinigheden uit de spraakleer. — C. C. Ühlen- 
b e ck, Aanteekeningen bij Vercoullies woordenboek. — J. W. Muller, 
Eischen en bezwaren der wetenschappelijke lexicographie (Vortrag 
auf der philologen-versammlung in Amsterdam 1899). — F. Berens 
und J. A. Fischer, Vergelijkingen in de gesproken taal. — P. H. 
van Moerkerken, Woordverklaring (gegen Stoetts Ausstellungen 
zur Wortliste in M.'s Het ndl. kluchtspel). — [P. Leendertz], 
B.ijm. — femer viele beitrage zur didaktik, neundl. litteratur u. a. 

3. Tijdschrift voor nederlandsche taal- en letterkunde, uitg. 
vanwege de maatschappij der nederl. letterkunde te Leiden. 18. 
N. R. 10. Leiden, E. J. Brül 1899. 8<>. IV, 320 s. 

darin ausser den besonders verzeichneten aufsätzen: F. van 
Veerdeghem, Een *toematje' tot de Griseldis-novelle in het 
nederlandsch (s. 46 — 47, mit bezug auf Verdams aufsatz in Tijdschr. 
17, 1 ff.). — J. Verdam, Van negen poenten van goeder oefeningen 
(s. 64, zu Tijdschr. 17, 281). — W. van Helten, De westfriesche 
eigennamen Jouke en Sjouke (s. 192, aus *Gihuko [= ahd Gibicho] 
und *Sihuko [= ahd. Sibicho]). — J. W. Muller, Nog iets over 
Sint-Brandaris (s. 193—199, mit bezug auf Tijdschr. 16, 274-282, 
giebt weitere belege für die Verehrung dieses heiligen, dessen 
existenz sich nicht nachweisen lässt). — M. M. Kleerkooper, 
Samuel Coster als pamfletschrijver (s. 296 — 304, nachweis seiner 
Verfasserschaft für das pamphlet hallefs-val [1628] in Mullers Cata- 
logus van Pamfletten, no. 2232). — f P. L. Bender, Naar aan- 
leiding van 'Jan, u arme eiere' in den Lekenspieghel (deel m, 
bl. 278) (s. 313 — 314, bezweifelt, dass der Lekenspieghel und die 
Teesteye, wie de Vries annimmt, ein und demselben Verfasser zu- 
zuschreiben sind). 

Biographien (zusatz zu abt. 1 A.). 

CoSÜn. 3a. Taco H. de Beer, P. J. Cosijn 1840—1899. 
Noord en zuid 22 s. 12, 1. 

Grootc. 3b. L. Schulze, Geert Groote. Herzogs protest. 
realenc. 3. 7, 185—191. 

B. Sprachliches. 
1) GrSfflinatik. 4* J.Leopold Hzn., Niederländische Sprachlehre 



XII, B. SpfMhlkhit: 1. gnuBaatik. 3. mm^aitia. 17t 

filr deutsobe. 1898. — vgl. Jsb. 1898, 12, 6. — rac J. B. Soheperiy 
TmJ 9, 184—187. 

5. H. Kern, Ontwikkeling van ar uit er in 't Nederlandsoh. 
Tydichr. 18, 119—120. 

es liat sieb in den Worten entwickelt, deren er vor konsonant 
steht und auf betontes r zurückgebt. 

6. H. Kern, Nederlandsch aar uit ouder ar en ^. Tijdschr. 
18, 126—132. 

aus ar und er vor dy 8, t oder s entstand ndl., xum teil schon 
mhdl., aar. die fälle, in denen ar geblieben bt (a. b. hardy gwart\ 
erklären sich durch ursprüngliche Vordoppelung des d und U da« 
tu aar gedehnte er erklärt vf. fiir entstanden aus idg. akxentuiertem 
^; vor anderen konsonanten entstand aus diesem er ndl. ofi 
während aus nicht betontem er sich aor entwickelte. 

7. J. H. Kern Ha., De /"in leefde. Tijdschr. 18, 182-192. 
der regel nach sollte man ^leevde erwarten, wie auch neundL 

gesprochen wird und wahrscheinlich auch mndL gesprochen wurde, 
die Schreibung mit f erklärt vf. (gegen Franck) als dadurch ent- 
standen, doHs den mndl. schreiben! ein wortbild leef als stamm 
vorschwebte, weil man mndl. am ende des wertes f statt v aa 
schreiben pflegte. 

8. W. van Helten, Ben en ander over en naar aanleiding van 
het 8ul>st sim, snoer. Tijdschr. 18, 290—292. 

der beweis für die von jeher angenommene entlehnung das 
Wortes sim aus dem friesischen ist nicht, wie bisher geschehen, 
zu suchen in dem anlautenden s, da dieses sich auch sonst im 
ndl. vor kurzem vokal -f- ibt, pp oder mm findet er liegt vielmehr 
in der aus der Verkürzung des wurzelvokals zu erschliessenden ver- 
di>|}pclung dos m, die im friesischen vor dumpfem endvokal 
(o oder II) ohne rücksicht auf die art des vorausgehenden wursel- 
vokals eintrat, während sie sich im ndl. nur bei dumpfem endvokal 
und dumpfem wurzelvokal findet. 

9. J. Heinsius, Klankleer des staatenbijbels. 1897. — vgL 
J«b 1897, 19. 7. — rec. J. Vercoullie, Litbl. 1899, 270 £ 
L. Sicharpt»!, Leuv. bijdr. 3, 164 — 16G. 

i) Ill4art^. 10. Leuvensche bijdragen op het gebied van de 
germaAnMche philologie en in *t bijzonder van de nederlandsche 
dmlectkundo ouder het l>estuur van Ph. Colin et usw. 2. jaarg. 
3. afi. 3. jaarg. 1. afl. Antwerpen, de nederl. boekhandel, Leipzig^ 
O. Harras!»owitz. s. 219 -:U0 und 1 — IGG. der jaarg. 5,50 fl. 

darin auscM^r den l>esonder8 verzeichneten abhandlungen: 
L. Goemans, Het dialect van Leuven, eene phonetisch-historische 

12» 



180 Xn. NiidiriittHwoiL 

Studie (vervolg^. (enthält: 4. hoofdstuk: de partikels; dann takst 
[hei apark: normaltext, sandhi-text und ndl. ül)er8etzungj; danof 
aanhangsel: I. romaanscho elementen in het Lv. dialect II— VI 
allerlei phonetische einzelheiten: dann woordenliJMt ; endlich emtm 
et addenda. — Ph. Colinet, Mijn antwoord aan dr. Franck. over 
doel en methode oiizer dialectstudieen (gegen eine recenidon Franck« 
im Idg. ans. U, (>:(i. 

11. J. te Winkel. D^ noordnederlandscho tnngvallen. atlaa 
van tAJilkurten niet tekst. aH. 1. Leiden, Brill. UM -{-.'{2 8. und 
eine karte. 

lL\ .T. te Winkel. Hijdrageii tot de kennis der noordneder^ 
landnrhp toiigvallen. Tijrbchr. IS, 1—32. ICl ISI. 

I. De oud>(pruiaan8che lange AE. 1. oudere en jongere um* 
laut der geriu. ae oi duaruit ontiitaane klanken. 2. de d gevolgt 
door u tu' . il. de ä van het praeterituiu pluralia l)ij aterke werk* 
woonieiL 4. de <i van maandag, 'k de ä van zatertiag en jMUcAm. 
(i. de d van tragen, Ai; vraagt, rraagtlr. ijctraagd. T. de a van 
jfatem. s. de a van hard. — II. De tongval van Delfland btj 
Hnygens. 1. de lanfre klinkers. 2. de körte kliukers. '.i. de twee- 
klanken. 4. d«» toonloip klinkeni. \ de niedekiinkera. 6. de Ter- 
voeginff. 7. de verklfiningHuitgangen. s. eeni^e vTeemde woorden. 
— dsizu *Knkeli' ikaiitifkeniii^en* viin W. van Helten ebd. 13M — 
14r>, Howitt ein«* *0|iiiierking' von Leo Goomans elrd. IGO. 

12:i. <l. ('urneliaHf-n en .1. B. Vervliet. Idiuticun van hat 
Antwer|«c'h dialer t (ntad Antwerpen en antwerpache kempen). 
alL 1. Gent. A. Siffer. l,;:* tl. 

\:\. (r. J. Bf»f kcnon^i-n. De Zsannche volkstaaL 1897. — 
vgl. .U\k I^'j:. VX 11. - T^r. J. Vercoullie. LitM. 1K09, 2:iO: 'daa 
lieste der niedrrUndinrhen idintica': Franrk, At'dA. 2'!, 251 — 255. 

n. Ph. Tolinet. Het dialect van Aalat ISÜG. — vgl Jab. 
189G, 19, 11. r«c J. Franck, Idg. auz. II. O^—GG. erwidaning 
v. Ollinet Le»JVfii»«che bijdra^^fn 2. .'{2.'i — :;.i7. :Vgl. ui>. lüj. 

l.'i. D. ('. Hemieling. Het alrikaaunch. bijdrage tot de ge- 
iichie«i«ijiit der nederiaiidbchr taal in /ui^lAtrika. luitgeg. van- 
wegt* «li* uiaatht hapi'ij drr nederl. lettrrk. te Leiden.} Leiden, 
E. .1. Bri:i. XII, i:.»i M. 1,:.U ri., ge».. l.sn ri. — rec. H. Kern, 
Miueum l^^Ol», 2:^0 f. 

1*1. W. de Vreese, (jallicinmen uit het inidnederlaadack. 
proeve vuo taaisnivering. tiuur •!« k. viaau«iehe akademia met gond 
bekr<*oi*d. Civut, .V. Sitfer. »i ?i 

rec. U. H^ettema., Taal 9, ^7:^— ..TG; Dieuche Waimnda 
n. r. 12, V»ti\ Prayon van Zuylf n, VeraL en Meded. dar koa« 



Xn, & SpftdiUdiet: a worünuda. 181 

akad. 1809, aug., sept; C. Lacoutere, Bull, da Hna^ beige 
1899, 9; £. P. van den Berghe, Beiford 14, no. 11. 

3) Wirtkaiie. 17. Middelnederlandsche woordenboek. vanw^jlen 
E.VerwiJ8en J. Verdam. deel IV. afl. 18— 20. (koL2209— 2580 ) 
VOravenhage, Hart Nijhoff, per afl. 1 fl. kompL in 7 teilen. 

18. J. Verdam, Dietsche Terscheidenheden. T^'dechr. 18, 
49-63. 

125. twaer (belege ft&r dies wort in der bedeutung 'dnnkel*). 
— 126. wrevtl (belege für die form verevd aus dem mnd.). — 
127. ren'leten (rest des alten seitworts vervliteHj mitunter mit 
vervlieten verwechselt). ^ 128 [flüschlich als 138 beaeichnet]. 
worme (mnl. belege für dies wort in der bedentnng 'steunbalk van 
den dakstoer. — 129. anstuimig (erster beleg 1480; mnl. daftr 
(mgestemmieh. angesture). — 130. mwmlstoter (beleg ihr die be- 
deatung ^banembetrüger' aus dem Ulenspiegel v. 1512). 

10. Woordenboek der nederlandsohe taal. deel II, afl. 13. 
(kol. 1897-2050). deel V, afl. 13. deel XI, afl. 4. (kol. 481—640), 
V-GraTenhage. Hart Nyhoff. Leiden, A. W. Sijthoff. roy. 8®. 
per afl. 0,87 fl. 

20. J. C. Alberdingk Thijm, Nalezing op de nieuwe uit- 
gave van Tan Dale*s wooi^enboek. (R. K. Terminologie.) Noord 
22. 16—24. 

betr. buchstabe E — J. 

21. Woordenscbat, verklaring van woorden en uitdrukkingen^ 
onder redaktie van Taco H. de Beer ea K Laurillard. afl. 15—20. 
*s-OraTenhage, Haagsche boekkandel k 0,80 fl. kompL (1277 s.) 
für nicht-sabskr. 22,50 fl. — vgl. Jsb. 1898, 12, 16. — ree. 
Nederland 1899 (aprU). 

22. J. VercouUief Beknopt etTmologisch woordenboek der 
nederlandtfche taal. 2. uitg. 1898. — vgl Jsb. 1898, 12, 17. — 
reo. Uhlenbeck, Museum 1899, 47—49. Oaliee, Ned. specUtor 
1899 (m&rs). 

23. Beknopt woordenboek der nederlandsohe taal. 3e omge- 
werkte, veel verbeterde en vermeerderde druk van Hanhave*s Zik" 
woordenboekje. Met een l\jst der nederlandscke en belgisohe 
plaatsnamen. 's-Oravenhage, Mart N^lioff, Leiden, A. W. Sijthoff. 
kl, 8«. III. 576 s. geb. 0,90 fl. 

24. Van Dale*s Taalkundig handboekje of alphabetische Igst 
van alle nederlandsohe woorden, die wegens spelling of tealkundig 
gebmik aan eenige bedenking onderiievig syn. Herden en met 
de spelliag vaa het woordenboek der nederlandsdM taal en over- 
ee os temming gebracht door J. Manhave. 6. veel vermeerderde 



182 XIL NiedtrUodiMh. 

druk, door A. W. Stellwagen. Schoonhoven, S. & W. N. vwi 
Nooten. IV, 223 8. 1 «., geb. 1.2'» fl. 

2*1. M. J. KoeneOf Woordverklaring. Aanteekeningen en 
l>e8chouwingrn, verklarin^en on toelichtingen, in twaalf hoofdatukken. 
een boek vi>or studeerende onderwijzeni. 3e. herzieno, en ve«l ver- 
meerdenle dnik. Tiel, D. Mij«. 277 8. \,M Ü. 

20. J. A. Schutt«'. Sftreekwijzen aun het dagolijksch leven 
ontleond: verkhuird ««n tr^e^ilicht. Zutten, Tliiemo u. co. 82 n. o. 
reg. o,7o fl. 

abHprechen.l rec. P. H. M., Taiil 0, i:^:» -139. 

27. P. Leendertz. Denamender inaanden. Noord 22,321 — 337. 

nach geschichtlichen er«»rterungen über die vorexintonz der 
einheinÜHchen und die allmähliche aiutbreitung der fremden monaU- 
namen giebt vf. eine aufzählung aller ihm in den Niederiaoden 
aufgestossenf'n cinh^Mniirtchen monnti>namon. darauf zunächst fiir jeden 
der heutigen 12 'fremden» iiamen alle einhfimiHchen bozeichnungen, 
dann ein nach ihrer betleutung namen. die von der Jahreszeit, dem 
Wetter usw. hergen^^immen hind- gHordnetcM vcrzi'ichnis der letzteren, 
HchlieMHlit'h, so weit möglich, eiiio erklaning jcdvs einzelnen ein- 
heiniirirhen namens. 

js. .1. S. Speyer. Etn paar wo«»rdatleiilingen. Tijdschr. 18, 

1. ntHlrTlaii« Ische en au'iere verwanten van lat. um ^rix. 2, slah 
— skr. srahh. 

2r*. .1. W. Müller. Holland — Olland, Ti.jdschr. IS, 304—312. 

nach besprei'huug der bisher versuchten abieitungen des 
namens Holland kommt vf. zu dem ergebnis. dass für Oombaulu 
erklärung Holland =^ Holtlawi . viel spricht, um so mehr, ab sich 
das von Fruin mit Holland zusammengf-brarht«^ olland (■« brnek- 
land des Teuth''nista als tmland erklaren lasst. 

:*n. P. H. van Moerkerkeu, Settehoef. Tijd.^ihr. IS, 33— 4. "i 
und I.V.». 

cief't im ansrhlu.<%s an eine ftesprochuui; dieses in seinen 
erst«'n T<rile niM-h ui< ht genugciiii erkKirtrii Wortes einige L>eitrüge 
zur ndl. lexik«>graphie aus Antir. van nostvrbeek's Sommige ajt- 
gelesene C>lli-|uia ofte Tsamen • sprr*eckinghen Desiderii Erssmi 
Hoterfdami. «Liie Luciaiii Samf.<8uteii.**is. l'trecht 101. 'S. 

:tl. J. \V Muller. Toontel en hauwttl Tijdschr. 1^ 
2H»--24h. 

toitnetl ist entlehnt. :» afrz. tineV. die ursprungliche form iimeh 
tenel, auch ianneeL wandelte »ich durch volksetym« »logische an- 
lehnung an totten lu t*»<meei koutctel ist afrs. koei kueL kawd nsw. 



Xn, a SpradüldMs: 8 wortkund«. 183 

(nfn. ioyoii), das selbst germ. urspruDges ist^ ▼olkastymologisehe 
anlebDiing an houKen nimmt vf. merkwürdigerweise nidbt nur nicht 
an, sondern weist sie geradexn ab. 

32. F. Berens, Slang-uitdrukkingen met ^gUten\ Taal 9, 
27—33. daiu C. Oroustra ebd. 126—127. 

33. Einseines: ai>pel (idg., nicht entlehnt, vgl. sk. imra, 
amra). Tydschr. 18, 316—320 (H. Kern). 

beüel (^ kleines kriegsschiff, beleg aus dem 16. jh.). T^'dschr. 
18, 87—88 (Prinsen Ilx). 

blindhokken (zu ♦hokka, mütse). Tydschr. 18, 146 (W. v. 
Helten). 

boontje kamt om jn,'n laonije (mitteilung eines gedichtes von 
1681, strootje en kooltje vuur betr.). Tijdschr. 18, 293—295 
(F. A. Stoett). 

hrim (aiu« ♦mrino-). Tijdschr. 18, 70—81 (J. W. Maller). 

BrU (ru Bredero II, 40). Tijdschr. 18, 146—152 (J. W. Muller). 

bram (l>ei De Bie u. Ogier ^ Trinkgelage; diese bedeutnng 
noch erhalten in der redensart: hij heeft een brom in?) Taal 9, 310 
(K. Poll). 

bruiloft houdtn Monder speelman, Noord 22, 437 (Mr. C. B.). 

eenen mctten cattenseel leiden (catto im mittelalter ein der 
galeere ähnliches schiff;. Noord 22, Till (G. A. Nauta). 

doodeter, Tijdschr. IS, 315 (M. Leopold). 

eierbraml, Taal 9, 420 (H. v. H.). 

het adjectief gul (zwei venichiedene worte, l>eide aus ^gnslü-, 
zu Wurzel gUM 'fliessen* und gus ^blasen'). Tijdschr. 18, 283—289 
IW. V. Helten). 

keeft'i (betr. gebrauch des fürworts i im ndL, er im friesischen 
|»>eide — urg. iz) in der Inversion). Noord 22, 83 (N.). 

kaars (aus ceratal. Tijdschr. 18, 132 — 135 (H. Kern). 

katieklei ("schlechte [falsche) erde', von der falschheit der katse). 
Tijdschr. 18, 4S (W. Draaijor). 

klesoor (klisoar) (— fra. closoir). Tijdschr. 18, 159 (A. Beets). 

als kloksjn^ (— als kokspijs). Tijdschr. 18, 165—168 (P. H. y. 
Moerkerken. dagegen B. H|ettema| in einer nachsohrift: kloksp^s 
hingt mit klokken 'met de tong klappen* sosammen). 

kokereUen (— fastnacht feiern, aus Adrianus Metins, Eenwigbe 
Handt-calendier). Tgdschr. 18, 154 (M. M. Kleerkooper). 

labberloitii; (sa labberen -» labben, babbelen). Noord 22, IIL 

lood am aud i/ser (der aosdruck stammt aus einer seit, in der 
biet und eisen ongefUir gleichwertig waren ; dies lisst sich fbr das 
14. jh. nachweisen). Tijdschr. 18, 82—86 (J. V er dam). 

flMOfrftoy (früher beseichnung für 'tepeP). Taal 9, 442 (K. PolH. 

fMf (unklaren Ursprungs). Noord 22, 90 (N.) 



184 XH. NiadtfUbiliMh. 

muuenestem {hdego. dafür). Xoord 22, 307 (Mr. C. B.\ 

ondermet, ohdermetten (worterklärunf;). Tljditchr. 18, 155 — 158 
(P. H. V. Moorkerkini. 

opgehofidenheiJ {)*o\o^ fiir das wort in eigentlicher bedautUDf^ 
au8 dpiii 17. jh.K N.»ord 22. :i«in iP.). 

nolijk (altiTo iM-ileutiin^ '"nhe()l»elijk' noch im afrikaniachan 
ndl. If) »endig». Xoord ."i2, l.'»7 (P.). 

zifH päd rckkvn (Vr.H'lel. lt*eiiwenilalem, reg. 350). Xoord 22, 
"472 (Mr. i\ hX vgl N. A. Cranior, Taal 9, 441 f. 

IN iCfnafuU S'haduw nUt kunnen statin (2 ven$ch. erkUrungen) 
Taal U, rj'i. 22i» \h uitenni.-t H.titriiiu, u. J. (\ G.; 

schnnf ^ hektrschritef, htker. Noord 22, 11 [ii. A. Nauta). 

anhochten {vwX^ irkvlun^ dtr hedeiitunj;). Nonrd 22, 287—2S8 (P.|. 

s/tijkrrs op laag uater zocken. Tijdachr. 18, 130 — 137 
( A. lIi-ndrikK'. 

i ratsch (^etr. dif arhreilun^ dva uorteH). Xoor«! 22, 470—471 
(G. EngfU. 

nrrekken (z ir iMdiuuun;; . Ta;il I», 4si> ^p. H. M.). 

rlnt^en kl>cl*>;:i' tur die }>t li'Utiiii^ von 'schlagi^n'). Taal 1), 527 L 

(K. Pnil;. 

tfiardig ran. Nn«irl JJ, '*'i'2 |<f. K.\ 
trrbhen '^-» Ifiiit-isnUirki. N..iirii 22. .'{ol (Mr. C. B.). 
hi/ zockt nnnr zijn paard rn hij zit er op. Tijdachr. IS, SS 
(.1. Prinson .Hz.). 

r. Lirtoratiir. 

I) tllsfüfiafK. ':i. .1. Api-Moorn t-n W. F. van Vliet jr^ 
Kort« ge»ohi<*ileniri drr nederlandM-hi* Ictterkunde, hnotdiakelijk ten 
dieu.Ht«« viin het fiid«*rwi]ri aaii hno^ore l>iirKeri»ch<'lon en gymnaaia. 
*8-(fnivunhagt\ .1. Vkoina. i:M e. l.fii» tl. 

W'k .r. Ht***rin^a Ciz.. Nt-dfThindhrhc Htijl. III. (rroningen, 
J. H. Wulirru. IV. .;ii^ H. 1,2"* li. 

^fl'f oiii»* itfM-r>iclit \\\ vT tue riituickfdung dnr |ioeai#, mit 
l>of»iMi«)(*rer nirknicht .mf «iii* Nio-ifrl.in'lf di*« r-iiizflnen aluu'hnitte 

■ind H fi;i-niiHiii»(('he ] nir. e]iif>t-ho p.. <*i>i.M-h-lvriM-hi' p., lyhiiche |>., 

dnint.i!iM:hf p . diii:ik*iH- lie p. flaraul uA\i*-\\ anmerkungen und ein 
regiiiter. 

.i»». A. S. K"k. Vi*n di«}»t»'ni t-n Hrhri)vi»r» ^tlldi«*n en 
»ch•■^^••l. v:iii ii»-itTl.iii'i^. he l«»!tirk'.jiidf. 1.. J. .li*«-l. r*uleml»org, 
Blom «'li niiviiT>«» ••» 2.2"» li . 7'i>.-imincn 4 x\. 

F.-. T.i-.^ H dr'lJ.-.r. No rd 22. :,•;!— .'•;-.: Pr.ll, Muaeun 

isi»r». i«.». 

.'{?. K. Mt'iitit-. I>t*r i-lnr! i»i» i«r de .:». htu litteratur auf die 



Xn, a Littentur: L. AUffeaMittM. 2. aitteliiiedvliiid. diditiug. 185 

niaderUndwche. 1898. — vgl Jab. 1898, 12, 22a. — reo. H. Meyer, 
DLb. 1899, 1556— 155S. 

38. J. Franck, Mittelniederländiecbea aua Köln. Tijdaelur. 
18, 268—283. 

Btflcke auB dem hietoriacben archiv der stadt Köln. L aua 
llaerlauta Spiegbel Hiatoriael. IL aua dem Partbonopena. Itl. aua 
dem Roman van Limborcb. IV. Varianten su dem bei N. de Pauw, 
Mndl gedicbten en Fragmenten a. 1 ff. gedruckten gedieht. V. be- 
bemerkenawertea aua einem lat-limburgiacben gloaaar vom ende 
dca 15. oder vom 16. jh. 

i) KOMtkriMsiht dirhtiia;. 

LMer. 39. C. Lecoutere, Middelnederlandacbe geeatelijke 
liederen. Leuv. bijdr. 3, 23—130. 

aua einer ndl. bandachrifl der Pariaer bihliotbeque nationale 
(G. Huet, Cat. dea ma. n^erl. de la bibl. nat. no. 39). dem ab- 
druck vorauageachickt wird eine beacbreibung der ha. und eine 
aummariache angäbe dea Inhalt« der lieder a) auf Chriatua be- 
siigliche, b) lieder an heilige, c) Niederen der minnende liel*. — rec. 
A. T., Dietüche Warande, n. r. 12, 458 f. 

Bukelare a. no. 43. 

fifraert m Vekmu 40. R. C. Boer, Het lied van Oeraert van 
Velaen. Gida, 1H99, Mel. 

l/VM m Silte ILltKirt« ^^^- Tweede an derde boek. Naar 
een kopenhaagach bandachrift, vanwege de Maatachappy der 
Nederlandsche letterkunde te Leiden, uitg. door Frana van Veer- 
deghom. Leiden, £. J. Drill. LXIX, 209 a., 1 face. 4,50 fl. 

lafriaiL 4I. Jacob van Maerlanta atrophiache gedicbten 1898. 
— vgl. J»h. 1898. 12, 31. — rec Noord 22, 12L Gallee, Ned. 
apectator 1899 (min). S— r, Chi. 1899, 522. 

42 J. Koopmana, Maerlant-atudieön. IV. A. Uaerlanta Kruia« 
riddertt. B. Utenbroke'a Konatantijn. Taal 9, 317—328 u. 385—390. 

A. Proben aua den Kruiariddera mit bemerkungen über IL'a 
Itehandlung dea ge^^natandea und litteratur* und kultui^achiebt- 
lichen lietrachtungen darüber. B. proben aua U.*a Leben Konatantioa 
dea groMien mit hinweiaen auf daa verh&ltnia sur quelle und die be- 
handlung dea gegenatanda (Konatantin tritt gegen den wunder 
thuendea Hylveater anrück; vorwiegen dea wundere, mftrtjrcr). 

43. P. Leenderta jr., Kaar aanleiding van Maarlant*a atro- 
phiache gedickten. Tljdachr. 18, 89—118. 

L Bttkelare. (aeine 'Verullng* lat früheatena mitte dea 15. jh. 
geachrieben.) II. de verwantachap der bandaekriftea. A. de hand* 
achriftea der Martijoa. B. de haa. van Vaa oiia Herren wenden. 



18G XII. NMerlindiBch. 

III. de rijmen. A. onzuivere rijinen. H. bet riine riebe of lett«r- 
jj^eprijin. IV. de luaker der stropbischp gedicbten. V. Ifaer- 
lant'rt enjamhenieuten. VI. <le date^ring der gedichten. VII. op- 
merkin^eu nver inhoud en KaiiK-uHtellinK. 

EoSf. 44. I*. Leendertzjr., Robe 8^32. Tijdschr. 18, 153— ir»4. 

hure und clutc (letzU-res hat bd^chr. Ci (»edeuten nicht scblig«i| 
wie Verdam mciut. sondern .nind Hr hei tw orte. 

Vrldfkf. 4.'». L. Schjirj»»', De lisd. van Vtldekc's Servatiaa. 
Leuv. liijdr. !{. '> — 22. 

^i«*bt zunächst die ahweirhuii&rcn der Hf>rmansMcben ausgab« 
von drr da/u benutzten hd.srhr. die Ü. nicbt keuntlirb gemarht 
hat. fragmente einer anderen, hin in die 1. haltte des 13. jh. 
zuruck^elif-nden h«ii>chr. hal-i-n ^i<-h in Müni-hen (hnfg. v. W. Meyer) 
uQtl Leipzig teilueiHe hrt«};. v. B. Schulze» K^funden. vf. giebt 
|ibot(»graphiK(*he verkleinerte t'acKimilert der frairmente und druckt, 
um eine verKleichung tiieser hds<-hr. mit der Rachen zu er- 
uö^Iirhen, den text der Hschrn hdHchr. und der Muncbener 
und Leipziger tragnieMe ii**beni-inan-ier ab. 

fll VroedfD \Mn biaUfD Rone. >*>. P. I>. IMomp. De middelneder- 

lund>ohe bewerking van h* t ^i-di« hl van den VII vrneden van binnen 
Kouie. rtrt-chr, J. L. Ui-Imth. :; bl . *»7 um! '»U s., 1 bl. l,5u tL 
STullaerts ausgrabe d»r VII vr«'e«b'n usw. i>t teztkritiach un- 
genügend, r. .«ui liT. um t-ii.r ^tnaiif-it; tixtkritik zu eruii »glichen, 
v<ir iiWfiu iiii* traii7.<>iM:bi- \<t^c«' •ie^ n. ndl. gt dichtes fititziistellen. 
eine verglricLung ibr \"ni \i. ^t-i.iiri bfxchriebenen Thorpe-hand- 
schriir de^^elb«•lJ. «Üe *ii( h als t-lM* abschritt det» ndl. original« er- 
wei>t. mit -ien tranzutfi.^iihen han«i{i<*bntti-n des Koman des sept 
sagi'f« ergiebt nun. d;u»H liie t'rz. hdiM-hr r il'aris, Hibl. nat. n«>. ^7» 
truher «M*it< «ier ndl. hdschr. am narh&ten hN-hr. nrnglicherweise 
hat dii'Si* alsif «it-ni ii<il. iliihter \> r^^rlfgen. vf. erörtert dann das 
verhairnis iles dirh?«*rs zu dinner vurlu^*« und treht «larauf zu einer 
genaYien*n bet räch tung '\*^^ mr.dl. cf^'lichtes selbMt über, tonnen 
wie ijedechtr, öelm. hfdde u. a *Twei.«en »len dichter als einen 
bral aLTer: ;iuch die zahlreichen tr:inz<->iM'hen M^orter. *\'u^ nicht aus 
dem '<rigiual ^tan.m« n. Lk-^nt-n •lim \ ermuten, di«- reim«- hin«l durch- 
aus i.i^'ht rt'in: vi. ^iebt einr* u^ <*r**ii hr «ii^r unreinen reime und I be- 
rührt dann m« h eit.itro anden* »■ik'»-ntuni^irhke^ten der dars«tellnng. 
der k'* -»amt*'in>init'k liiT ndl. •iii-hv:inA; int Tr>'tz d*T Unreinheit der 
reimt- ein gun>?ii;*'r: niun kann il^m >ii(-hter ^'f^undeit urteil und 
grM:hn:ack nii ht a^oprech>-n. — 7<;m sihluM^e K;t:bt vt. einen buch- 
stat'ei. getreuen aUJruck d^r i'rz. hduchr. r. — rec. K. T. Kuiper, 
Muticum \^W. JJ»? -JJ«'. A. .1. Ü.'ti-rmanH. Taal \K 4»:— 501. 
tu VQV Ullfl lU iMfl. 47. A J. lUtermac». Die histori« 



XIIL Friatitcb. A. AUgfüMiiiat: leitschrifleD. 187 

Tan die seven wijse mannen van romen. 1898. — vgl. Jsb. 1898, 
12, 46. — rec. C. S— r, Cbl. 1899, 759. 

3) KttdliHeriiBferlM pma. 48. A. de Cook, De Alexandersage 
in bet middelnederlandsch. Volkskunde, tljdacbr. v . nederl. folkL 1 1. 

49. P. N. van Doorninck, De tocbt van Jan van Bloit 
met hertog Aelbrecbt naar Oelre, nov. 1362. naar bet oorapronkelijk 
bandscbrift aitgegeven. Haarlem, gebr. van Brederode. 6 fl. 

4) Spitm denknüfr. KHfHoitsfho leDcoi. 50. J. te Winkel, 

Den nederduyt«chen Helicon van 1610. Tijdschr. 18, 241-267. 

die periode der ndl. litteratur von 1568 — 1609 iat viel zu 
wenig bekannt und aucb in den grösseren ndL litteraturgescbicbten, 
I. b. Jonckbloet, viel zu wenig behandelt vf. giebt eine analyse 
des N. H., um daran zu zeigen, wie viel für die kenntnis der da- 
maligen litteratur noch zu thun ist 

51. Ulenspiegel 1898. — vgl. Jsb. 1898, 12, 49. — rec. p., 
Cbl. 1899, 1107. 

52. Veelderhand geneuchlijke dichten, tafelspelen ende refe- 
reynen, opnieuw uitgegeven vanwege de maatschappij der neder- 
landsche letterkunde te Leiden. Lieiden, £. J. Brill XXVIII, 
218 H. — vgl. dazu J. W. Muller in Tijdschr. 18, 200—218, wo 
lltere und neuere ausgaben einzelner stücke der Sammlung und 
anderer bearbeitungen derselben Stoffe angegeben werden. 

53. P. H. van Moerkerken, Het nederl kluchtspel in de 
17* eeuw. Sneek, J. F. van Druten. — vgl. Jsb. 1898, 12, 52. — 
rec Noord 22, 124. 

54. A. S. Kok, Het oudste sonnet in het nederlandsch« 
Noord 22, 12—15. 

mit l)ezug auf Noord 20, 289. betrifft ein nach 1583 ge- 
schriebenes Sonett über ein gemilde von Lucas v. Leiden, viel- 
leicht von Jan van Hout verfasst, das jedenfalls zu den Ältesten 
ndl. (Beispielen dieser dichtungsart gehört im anschluss daran 
werden zwei andere, gleichfalls sehr alte sonette von Mamix ge- 
gel>en und besprochen. p Mentx. 

XTTT. FriesiBolL 

(A. Allgemeioet: ieit«chrift«iL — B. öpracbgetchichte. — C. Litteratarge- 
•chiehte. — D. Sprachdenkmäler.) ^ 

A. Allgemeines. 

Zdtlfhriflct. 1. Eenenseventigste verslag der handelingen van 
het Friesch Genootachap van geschied-, oudheid- en taalkunde te 
Leeowarden, over het jaar 1898—1899. 88 s. 



188 XUI. FtMth. 

8. 1 ff. (>encht über die vergaderinf[en en werktaunheden dar 
gectellschaft und über die vortrtf^e. — e. 19 — 39 alpiubetiaehe 
n«ainlijdt der niitglieder. — 8. 40 — 50 P. C. J. A. Boelat Jr^ 
Het Kw.'iardje van Ariim >init abbtiduni;; des Schwertes, auf dem 
iu ags. runeDinMchrift: "Kd» Hoda* oder *£d»tK>da*). — s. 51— '63 
aanwiuriten van het museum. s. (>4 vau het prentenkabinet, s 65—72 
der bibliotheek. — s. 73—82 vorslag van het munt- en penning- 
kabinct. 

2. Frifsche volk^almanak voor hot jaar 1899. Leenwarden, 
Meijer & SihaAfriina. o. j. S bl^ 2on 8. 

auiwer nwffB. ^dichten im. 42 — A'* und IH\) und einer er- 
zihlun^ (8. Iti3 — ITO) enthält der Volknalmaiuich folgendes: Mr. Pk. 
van Hlom, Pute^taten Frietfland i von Karl d. gr. bis 1493), s. 1 -41; 
J. Keitsma, Vslirand lialck. een predikautenleven in de tweede 
helft der zeetiende eeuw, ». 40 — 07; J. viin Loon, *Di'r is ek nia 
kaei t>n\ »ci Sikke. 8. 0"^ — 73; A. J. Andre»*, Het *wonderlijk 
jaor 15 7 2*. 8. 74 — 102; J. liepkeuiu. De handachriften van 
Gysbert'ri gedichton te Hxford, 8. 171 - ISu; E. Zwart, Jet« orer 
de beMchilderde glaz4*n in de kork te Wiirtena, 8. 182 — 188; 
D. Bartatra, Op eenige vragen au tw norden gezockt, (icts omtreat 
het Hettema-Hoerema-Ieeni, a. ]*•[♦ — 2u<'. 

.'{. Swanneblommen. jierboekje t'or it jier ls99. ütjowu fiui 
it SeLskip tor Kr>*8ke tael- en .»«kriftenkeu niese. Ljouvert (Leen- 
warden. W. A. Hitfma (.'»., u. j. XII, ^4 8. 

enthalt i-rraihlungen und p'iüoht« in lun'lt'ricaischer spracht. 

4. Forjit my net! tydskrift ütK'wn tVu *t Seiski |> fnr Fiyske 
tael- i-u Hkriftenkfnnii»8e. 2'.<nte boek. printe by \V. A. Eisma Gl 
to Ljouwert Leeuuanien . 2 M.. '.*6 8. 

enthalt Erzählungen un«! ilit-htungen in landfriesischer spräche 
und 8. 19— 'c' ubor die ^«»uenilveraauinlung der gesellschaft 1899, 
s. 63 — Ol über die landfries. »chrit'tMprache. 

B. Sprach;:t'^chii■hte. 

r». Tl)ei-l(»r Siebri, (leachii'hte der frieHischtn Hprache. Pauls 
(TruiiJr. d. geriii. phil.- 1. 11.".2 12:tJ. 

bi<4her rrM'liint'n: einl^itur.g und von <ier lantlohre des voka- 
Hsmud dtT htaininnilbt^n. »*in«' wuriigung «lieiifr ncuboarlieitung 
bleibt liem naoh.-t*'U Jahrgang vori^rhidteu. wenn dm ganze vorliegt. 

6. Walinir Dijkstra, Friesch wr»nrdenb«H-k. — vgl. Jsb. 1893, 
m, 2«): 1 *%••.;. 1«. 44: 1''97, \^. !!•: 1^9^^, \'A. U. — von des 
«•r*»>rbuch ist in diesem jähre nur lieterung 11 erschienen, 



Xm, B. 8pnobg«Mh. CL LUtgcMb. D. 8pnehd«ikBiltr. 189 

— fmf. — Hettema Ut als mitarbeiter auagetreten (ygL Mnaaum 7, 
M. 12, febr. 1900). 

7. J. Winkler, Friesche naamlijst, 1898. — vgl Jtb. 1898, 
13, 10. — anges. B. H[6ttema], De Nederlandache Spectator 1899 
(no.39| 30. sept) 8. 313—315; verbesseruDg daza ebd. (no. 40, 7. okt.) 
s. 325; femer angez. B. BroDs, Jb. d. ges. f. bild. kunst zu Emden 
13, heft 1 und 2, s. 247—255. 

8. W. van Helten, De Westfrieeche eigennamen Jc/uht m 
^iJbMle. Tijdacbr. v. Ndl. taal- en letterk. 18, 3. 



C. Litteratargeschicbte. 

9. H. Deiter, Die Biscbofasübne von 1276 in einem nieder- 
dentacben texte. Jl). d. gea. f. bild. kunst zu Emden 13, beft 1 
imd 2, s. 213—216. — abdruck. 

10. J. Hepkema, Dr. Eeltje Halbertsma als dichter, een 
gadenkschrift op zijn bonderdjarigen geboortedag. Heerenveen 

189a 40 

D. Spraobdenkm&ler. 
Ostfriesisch. 

11. H. Deiter, Friesische gedichte des 17. Jahrhunderts mit 
oebersetzuttg. Jb. d. ges. f. bild. kunst zu Emden 13, heft 1 und 2, 
a. 22:J— 233. 

genauer abdruck (mit Varianten) und Übersetzung Ton Imel 
Agenas Breydloffls Gedicht 1632 und von 4 gedichten bei Cadovius 
Maller. 

Landfriesisch. 

12. J. Hepkema, De handschriften van Oysbert*s gedichten 
te OzfonL FHesche volksalmanak 1809, 171—180. 

hsL voD Jualns, abdruck von 4 gedichten. 

13. Friesische Qbersetzung des Lucas-evangeliums wird Jb. 
d. ges. £ bild. kunst zu Emden 12, heft 1 und 2 (1897), s. 191 
afi%efUkrt unter den der gesellsc h a ft geschenkten bOchem und 
handschriften. 

14 J. H. R., In jounpraetke oer 'bakterien'. Foarlfaen op *e 
foarkomsU fen it *Selakip* de 8e fen foarmoanne 1897. 



190 UV. Sogliach« tprioha. 

IT). Fn'sk lieteboek. In gcarjeft«, de Friezen oanbean fbn 
J. van Loou Jz. eu M. de Boer. Op *e nij biwirke en neigien 
fen T. £. Halbertsiua cu W. Faber. Leenwarden, van dar Velde. 

Otto Bremer. 



XIV. Englische spräche. 

(A. Alltremeinen. B liexikfimpbü*: 1. worterbQdier . 2. wortfonchau, 

3. naiiteufurirhuni;. C Nvueu^Mitt'he mun(Urten: iUnfr- !> ^pracK- 

^»«•rliirhte uo<l ^'ramiuatik. — K. Ph<>nftik uii>i auMprx'he. — F. Stilistik ««4 

mctrik. 

A. AI Ige mein es. 

1. Feh tx'h ritt /.um '^. allgemfin«*n duiiUi-heu neuphilologen- 
ta^. — vgl. Jhb. Is'Jn 1. ^^I». — rec. H. Ackermann. Anglia 
beibl. IM, li;i — Mt;. 

J. Fi'^tM'hrift «liT IT), vcrtiamnr.uii^ lieiitücher pliilologen und 
Bchulniauiifr, •larict'*b"tcn vun dm utiiMitliihen höhfreu lehranrttalten 
BremfMis. 15rem»*ii. <t. Winter. 'lOl >. — \tfl. unten 14. 'M. 

.). The uiinuiil ^»•iioml m«*i*tin^ i't* th«* Mod'-rn lungnage 
a.««s«ii.itiMii Ciiu*l'ri \i:*% dvr, '2'2n*i ;in 1 2.3rd OSi. Modem «juar- 
terly nl" hm^. :in-i lit. 1. :inl :jl*^. 

4. <\ (r. ('hil-i. Till' tit*tr<?iith anntwil iiifcTing of t he Modem 
hmguiip* ;is.s«K*iati«in ut" Amfricii. M'"i. lan*;. nott-H \:\. IM — 151. 

n*t'enit ul»er tlie v««rtr»i:e, il.irunt^^r F. K. Seht* Hing. Ben 
Jonson and th*» ('l;ls^i•.lI Hch<M.l. K. M. Tappan. The poetr>' of 
Nicolai Itrt't-'U. J. H. II chuiMii.iii. N*'tetf on wtiu*' £lizulK*tiiaii 
poem>. \V. K. MuiL<i. (V.l..r in i iM £ni:liah poetrv i über die anuut 
un :iu.» Ir-i« kfii in •Kr at*. pov^it- t'ur i.irl-n uul «iie Unbestimmtheit 
ihn-r bezci* hi.uhk'''i«. auä >ieiitii ^rM-hl« .hm-ii wird, dasii der Volor- 
bfii>i'' Kfi •it'it ;ie. p<itTi-n \> rhAltniMi..iA.'<iA; ^ch\v;ii■h entwickelt 
uar». W. H. H :l!iii« . Tht- n !;iM, x, ■ ithi- «»M KuK'ti^h vcrdion of the 
«i-^l-.l «r Ni, ■ i. ii.j.> !.. »hr La'iii «.ri^iii;!'.. K. Füllen. On trana- 
laTii.^ Ai.^:!- -Sux u p'-rv. i'.ii. «*hili. .St\fiit« n.th «••ütur}' con- 

rhrir i..it:;rr .ii.i <.ri;:in. 

:ilil.:i:&i C'L\i-l.M"n mI th«' C«n* 
' .!•>> > iiLti-ii • ! America. Mod. 

r ,1. >. f:.irk. Meth-i« of 
hluiyiL^ Ki;*;:.>h i;..L.-:ci|ivcr>. K. V-b». TL«'iiia.i Muroer'« pr 



Ci-ii.v F. N. >.•■ tt. 


Wri.il ?a* ■■.■*. '. 


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. ;T.i*:i-. .i.ir-.:.*. 



XIV, A. AUgemaÜMt. 191 

writiagB of the year 1520, A. E. Jack, The aatobiographical 
•lomenU in William Langland's Piers the Plowman, F. A.Wood, 
The development of rootn and their meaninga, O. 0. Carme, The 
inflectional types of the qualifying adjective in Oerman, D. E.Dodge, 
The gender of English loan-worda in Daniah, A. E. Egge, The 
Soandinavian element in Engliah, C. F. McClumpha, Comparison 
of Oreene*8 Aleida with Lyly*8 Love'a metamorphoais, O. Bothne, 
The language of modern Norway, O. Hempl, The relation of the 
Enightea Tale to Palamon and Arcite. 

6. W. Vietor, EinfQhrung in das stndium der engl, philologie, 
1897. — vgl. Jsb. 1898, 14, 3. — E. K öl hing, Engl stud. 26, 
445 £ würde ^sich ematlich bedenken, das buch einem angehenden 
Studenten als vademecam für seine Studien in die hand zu geben, 
denn von dem umfang und den aufgaben der engl, philologie würde 
er ans demselben keine klare und richtige Vorstellung gewinnen'. 

7. W. Vietor, Wissenschaft und praxis in der neueren 
philologie. academische kaisergeburtstagsrede. Marburg, N. G. £1- 
wert 20 s. 0,40 m. separatalKlruck aus den Neueren sprachen 8. 

V. knüpt\ an den von St. Wktzoldt auf dem Berliner neu- 
philologeutage (1892) gehaltenen vertrag an und will wie dieser 
den Schwerpunkt des neuphilologischen universit&tsunterrichtes so 
viel wie möglich in die wissenschaftliche behandlang der neueren 
seit lind spräche verlegen, nach E. Kölbing, Engl. stud. 26, 
446—448, waren die von W&tzoldt an die akad. lehrer gerichteten 
vorschlage zur reform bereits damals schon zum grossen teile 
erfüllt. 

H. W. Victor, Zur frage der neu philologischen Vorbildung. 
Die neueren sprachen 4, 65—78. 129—137. 19:j -199. 

im anschluss an die vorhergehende no. ist hier nachträglich 
dieser und der folgende aufsatz angeHihrt. der 1. I>emerkungen giebt 
*zur geschirhte der liewegung', darauf 2. den heutigen stand der 
frage, H. die vorbildungsfrage in ausserdeutschen l&ndem behandelt 

9. W. Münch. Welche ausrüstung filr das neusprachliche 
lehramt ist vom Standpunkt der schule aus wünschenswert Die 
neueren hprachen 4. !(21 — 315. 

10. The orpuiisation uf the study of modern languages in the 
universitv of ( ambridgv. Modern ^uarterlv of lang, and lit. 1, 
322-326. 

Cambridge local examinatioiis, dec. IsUO, ebenda 1, 333 £ 

11 Engliäche Studien, organ für englische philologie. ge- 



192 ^(V. En^wehe tpracbe. 

gründet von Kolbing, [von bd. 27, heft 1 ai)| hrng. von J. Hoop«. 
Leipxig, Rei^land. 

\'J, Anglia. zeitHchrift für englisi^he philologie, hrsg. Ton 
E. Eiiienk«!. neb.st beiMatt hn>^. vi*n M. F. Mann. 
u. f. bd. 9. rer. Revue crit. 1S99 (2». 502. 

i:i. Die neueren sprachen. Zeitschrift für den neiiaprmeh- 
liehen Unterricht. Ku^^leirh fortstetzunf: der Phonotischen atadien. 
in vfrbinduni: mit F. Diirr und A. Kambeau hmg. von W. Vietor. 
Marburg, N. <f. Elwert. bd. t; l^Os UU.; dazu: General regia ter su 
den Ntuerfn .»^prarhen bd. 1—0 von \V. Schober. 

14. Studie» and noten in philolo^y and literatuns vol. 5: 
Child meniorial vuluine. — vgl. Jsb. l^OM. 14, S. — rec. ü. P|arU), 
Romauia 27. :rj(i -:{2:i. 

l.V Jahrbuch der deutschen Shak^s|»eare-^oHelliichaft. 35. jahrg. 
mit eiuem bilde LeoH. IWliii. I^uugenscheidr 

na«'h dem abieben Lo<>s hüben dir redaktion A. Brand 1 und 
W. Keller übernommen. 

l»i. Literature. edited bv H. D. Traill. publiahed by tha 
TimeH. Lomlnn priitted and pnblished by (f. E. Wright. 

aeit Oktober l'^!i7 erschfinendf kritische z«-itHchrift. %*ol. 4 
ijan.— july l*»'.»!*», vil. 5 (july -iec. 1 *•?»!» . 

17. H'iifitT b#«iTra;:e zur un^rlisiik. hrs^r. von M. Traut - 
mann. Bui.u. V. llAHbtciii. -- v^l. uiitf-n II, 4"^. heft 2 ^Hanimel- 
hefti. — rec. Athen.tum I^!»0 \\ 1*»l. 

1^. Studien zur engli.*icht-n phil<>Iogie. hri^g. von L. Mors* 
bach. Halle. Niemeyer. — vgl. unten. 

1!*. Palae^tra. TutenturhunKen un*! texte uuri der deutschen 
und encHi^t-hfit philol'i^ie. hriig. vcq A. Hran'il und £. Schmidt» 
tWrIin. Mayer ;m«i M'iUer. — x^l. untt-n abt. I.'». 1-1. 

Ji«. £. Ki'lbing. F'-'rbchungfn zur en^rliachen Sprache md 
litter^t^ir. — v^I. unten att. 15, .;.M. 

L'l. Vale Mudiea in Eu^livh ed. A. S. (^ook. — vgl. antm 
abt. 1.".. ;i27. 

JJ. Nfu.*<ii räch liehe abhaiidlui.gen. hmg. v* n <\ Klopp er. 
Drei'itn und Leipzig. < '. A. K-oh. - vgl. .Üb. l->*'.iM, U. ^. heft 3: 
Lei tritz. .XlTfii^riiind.M iint«rr:< htü- uu«! «chulweson. — rec. K. Beckerp 
Anglia beibl. «4, JMi. 

J.{. L'. Kl'.p^er. Ki.jk;li«»ches reulb'sikon. Leipzig, Kauger 
1S9«;-'J<. — vgl. Jdb. IS:«*^. 14. !•>. — IL Kliiighardt, EngL stud. 



XIV, A. Al!g«meiDcs. 193 

2C, 295 — 301 hat an dem buche nicht viel auszustellen, empfiehlt 
es allen fachgenossen nachdrücklich und spricht von den 'bahn- 
brechenden Verdiensten des lexikons um die englischen realstndien 
in Deutschland*. ganz anders lautet die eingehend begründete 
kritik M. Försters, ebd. 202 — 310, die nach dem verschwende- 
rischen aufwand von lobhudelei, welcher diesem werke zu teil 
wurde, recht geeignet ist, die ansichten über seinen wert auf das 
rechte mass zurückzuführen, ^eine anzahl besser gearbeiteter ar- 
tikel ausgenommen, handelt es sich um eine ganz oberflächliche, 
völlig unzuverlasdige und ohne irgend welche Sachkenntnis unter- 
nommene buchmacherei, die tief unter dem niveau der gewöhn- 
lichen engl, konversationslexika steht die anläge des ganzen sowie 
die auswahl der artikel ist gänzlich verfohlt, die mehrzahl der ar- 
tikel inhaltlich höchst dürftig und völlig dilettantisch und von 
falschen oder schiefen oder veralteten angaben geradezu wimmelnd 
asw.' er zeigt, dass <lie mehrzahl der artikel aus Brewers Dictio- 
nar}' of phrase and fable und andern englischen werken — schlecht 
und fehlerhaft — Obersetzt ist. — A. Schröer, Anglia beibl. 10, 
193 — 195: *eine sachunkundige, planlos und urteilslos zusammen- 
gestüm{>erte kompilation*. 

21. Dictionarv of national biography. edited by S. Lee. — 
vgl. Jbb. 1S9>^, 14," 11. — bd. 57 Tom — Tytler, bd. 58 Ubal- 
dini — Wake fiel d (O. Vigfüsson by York Powell), bd. 59 
Wakeman — Watkins (H. Wanley by P. Courtney; Thomas 
Warton by S. Lee), bd. GO Watson — W he well (G. R. Weck- 
herlin bv K. (tarnett). 

rt-c. Literature 4 (no. C5) 32—3:5, (78j 381 f., 5 (92) 59 f. 
bd. 4(i— 4s reo. Athenunim 1S99 (1) 457 f. (vgl. ebd. 530j. 

J.'i. Verzeichnis wertvoller werke zur englischen litteratur 
und t'»rtchirhte aus der Bremer hta<ltbibliothek. Bremen. 3G s. 

1. Shakespeare-iitteralur, 2. texte. Ältere und neuere. 3. gramma- 
tiki«n und Wörterbücher, litterat Urgeschichte, 4. geschieht«, 
vom btadtbibliothekar H. Bulthaupt aus anla^ts des Bremer philo- 
logiiitoges hemusgi- geben, enthaltend u. a. den bücherschatz von 
N. Delius. 

2<». F. Ma<lan (sub-librarian). A summary catalogue of 
wettern manuscriptM in the Bodleian librar}- at Oxford, vol. 4. 
Oxlt>rd, Clarendon press. 

reo, Athenipum 1^99 il) 391 — 393. vgl die hieran sich 
kiiapf«*nde polemik zwischen E. W. B. Nicholson und dem recen- 
»enti-n. elid. s. 499 und 531. 

27. R. Froctor, Index to early printed bockj in the Britihh 
JftJuvttarttkl fir fwaaaiMk« jikilok»«««. XXL iltm.) 13 



194 XIV. Fjigliarha tprsche. 

Museum from thc invention of printlDg to the year MD, with 
notes of thoae in the Bodlcian lihrary. London, PauL 60 th. 

H. Lexikographie. 

I) WortfrbGrhfr. l'^. A New KngÜHh dictir>nan' on hitftorical 
}irinci|ilch t'<>uii<ii*<i luainly on thr* inateriiiU collected liy the Philo- 
in^iral Snrii-ty. vol. 1 iio. 1. re-issiie: a -(MCrinuS. july 1399. 
88 s. \\ hh.'»i d. -- vgl. J«».. IsQs, M. IT*. — vol. 4'und f*. 
rec. AtheiiüMHti IN'.M» (1 1 iliif). grrmano - tjlasscAU liod—horuimial 
rcc. IJteratiire 1 (s7) (ii.>3. ul.er das werk im allgemeinen vgl 
auch: Academy ')*\, .'(*il f. The great Oxford dictionary, a national 
undertukingi. Literat urv L '>'*. 1 •'»(!. 

•JH. W. W. Skeat. Dr. Murray and the New EngliHh dictio- 
nary; J. S. (*. Ili'nry lira'ilcy. Joint rditor of the *N. E. d.\ tormer 
jirefJidont of th«* London philolnuii-al sorii-ty. M^ dorn <|uarterly of 
lang, and lit. L i*.*»: •.>."•!♦. 

ein kurzer litTirht über 'lic beiden herausgeher des N. E. D. 
mit ihren portrats. 

:Jo. H. Swfft. The ^tu•lent'8 dictionar\* <tf Anglo-.'^axon. 
\^U'. - \gl. J>1>. 1^'J*^. IL •-*•>. — rec A. I*..gathcher. AfdA. 
h.'». I \*t. ein l<illig»-.<«. knappt^.«, umsichtig und veriitandig ge* 
urlM'iteTi-.-.. unnaherifi \"Il.<*Tan>liC''>'* wb. liect ae. sprachhrhatz«N worin 
nicht Mo.os i'.inncn und !•• it^iiT'in^fn mit w^ium heniiwerter genauig- 
keit vt-r/i-i'-hnet ^ih■i. hnudrrn a:«« it andt-rt* hüten uie hinweiite auf 
etymologische zii^.iUinienhAn;^!-, ^lirgtaltige aui^ibo *der rektinn der 
verba, phra.MeuIo;:is«-hfr« u .c t;rl.>.t«>n uerd*-n'. im einzelnen l>o- 
inaii::flT I*. dii* i.i- ht p i. i^fii-it« ^rriirkr»i«.hMguL>: »Irr ubergaug»* 
zt*it zum niitr* l'ii;:!. ;ind \i«*lrr laiider- un*] V"lki*mamr*n, daa 
l'fhh-ii drr '|ur!!r ln-l viel'»:i It'hnuirtfrn. die S. auf s. X anzu- 
^.-Imii \«-r.-i rat h. liii.j mai.ilo- uii;:l«'i ■hh'-iti-n in di-r anseTzung der 
<iii.in*i*.i'i'i; und i'<rn.*'n: enilich giet>t er eine ^tattliche reihe von 
Iiai;h*ra;;>-ii. 

;i. T. N-iM: ■..••• T-.llrr. Ai. .\riir!o «^iiv-in di-tioi.ary. part 4. 
hocM-fi J. — \;;1 .l.-b. l"*'.*-^. 11. Jl«. — n-« . F. Holt hausen. 

Aij;:li.i ' -i* !. ■•. ■-••■■-• t. 

.J. .1 hl. li. ^'!.i'^ H.ili. A r L-JM- .\t.;:!.. S;»\..n «ÜrTionary. 
rh'ip e.i:'i Tl. L«':.d r. *^vi.in Sunii lixli. in ai. i r.i. XVL ^iCl* S. 
7 ^h. •. i. -- \-\. .Üb. iVi.V 1«;. In. 

:; ; r-ir. Fr lirie' .■« Füg. ■ i. :• i*.-il;. - ui.-i •iiuv-* h-i-ng» 

.^chrorr. .•^ilultgart, Ncff. — 



XIV, B. Leiikofraphk: 1. wMmh^Am. 195 

vgl Jsb. 1898, 14, 18. mit lief. 29 seist der deutsch-englische 
teil ein, den lief. 31 bis ein fleckten führt — lie£ 1—16 gerühmt 
von H. P. Junker, Die neueren sprachen 4, 380—390, lief. 1 -30 
von K W(ülker), Chi. 1899, 1297, lief. 13—31 von J. Ellinger, 
Angli«beibl. 9, 300-304; 10, 231—233, lief. 17—28 von M. Krum- 
macher, Engl stud. 26, 112—116; M. 1 und 2, Uef. 29—30 
gelobt Zfrealschw. 24, 92 und 673 von J. Resck 

34. E. Muret, Encyklopidisches Wörterbuch der englischen 
und deutschen spräche. — vgl J«b. 1898, 14, 16. — über teil 2, 
lief. 1 3 referiert eingehend W. Heymann, Engl. stud. 26, 
118 — 124. er weist auf die reichhaltigkeit des Werkes hin und 
macht einige erg&nzungen und besserungsvorschläge. in bexug auf 
die angäbe der etymologie der deutschen Wörter vermisst er feste 
grunds&tse. lief IG führt das wb. bis Pacht, der deutsch- 
englische teil, welcher nach dem tode D. Sanders von I. Schmidt 
fortgeführt wurde (vom buchstaben f ab), wird durch das be- 
klagenswerte hinscheiden dieses gelehrten in seinem erscheinen keine 
Unterbrechung erleiden. 

.35. F. Hummel, Ergänzungen sum englischen hand- und 
schulwörterbuche von Flügel•Schmid^ Tanger. Die neueren sprachen 
4, 23—25. 

36. Thieme und Preusser, Wörterbuch der englischen und 
d<»uti»chen spräche. Jubiläumsausgabe, bearb. von dr. E. Wessely. 
kleine ausgal>e mit einleitung. 2 teile in 1 l)de. Hamburg, Haendcke 
und Lehmkuhl. XII, 455 und 422 s. geb. 7,20 m. 

37. W. Sattler, Proben eines deutsch-englischen Wörter- 
buchs. FestiM:hrift der 45. vers. d. phil. und schulm. (Bremen, 
Winter), JX* -2'MK 

*giebt nicht die einzelnen Wörter in alphabetischer folge, sondern 
fasst unter l>estimmten Stichwörtern nicht nur die synonymen, son- 
dern auch die abgeleiteten und xusam mengesetzten Wörter (so bei 
den veH>en die komposita) und alle einschlagenden ausdrücke so- 
Hammen*. der vf. meint, dass das wb., welches auch die realien ein- 
gebend l>erücksichtigt, sugleich in den meisten fällen eine grammatik 
mird ersetzen können« ein alphabetisches Verzeichnis am schluss 
soll beigege)>en werden. 

38. James C. Fernald and Francis A. March, Student*s 
eiiition of *A Standard dictionary of the English language*. abridged 
from the Funk and Wagnalls Standard dictionar}* of the English 
language. New York and London, Funk and Wagnalls Company 
1^97. VIII, 915 s. 10 sL 

13* 



1 96 XIV. EDgliaefat titrBebe. 

rec. M. Krummacber. Eogl. 8tud. 2G, HC — 118. danach ein 
trefiflicheSf knapp gefavst«« illastriertaa wb^ das treffende definitionen 
der Worte und deren aiutspracbe enthält, bis zu einem n^ewiaaen 
grade zugleich realencyklopadiev auch in bezug auf eigennamen, iat 
und an geeigneten stellen zahlreiche synonomiaohe untemcheidungen 
bringt. 

30. J. Ogilvie. The im(M*riaI dictionan- of the Engllsh 
language: a coinplete encycIopHniic lexicon. literary, scientific and 
technologicul. new edition. carefuUy revif»ed and greatly augniented. 
edited by Ch. Annandale. with above 3iHHj illustrationa, printed 
in the text, and a Mrien of engraved and coloured platen. 4 vols. 
London, Blackie. SO »h. 

40. The Hrititfb empire dictionan* of the English langtu^;e, 
to which aro a^ide«! selected lists of proper namea, with phonetic 
pronunciation, an«! abbreviatiouH in common use, m-ith their mea* 
nings. edited by K^\. E. !>. Price. London. Xewnes. VL 82<i i«. 
3 sh. ü d. 

nrc. Academy M, «isj: a simple, useful dictionary, with an 
unnecesHarily imponing title. 

41. Stormonthrt Handy school dictionary. pronouncing and ex- 
planatnry. new fdition, thoroughly revised and enlarge<i by 
W. Buyne. LotpIou, W. Hlackwood. 2f)7 h. 1 sh. 

42. F. A. March, Ihr» enlar^i'ment «»f th** Kufrlish dictionary. 
TrantiactiouH and procetding» ot' the Ameriran philuL aMKKX 2S, 
SS— !M. 

allgemeine wünscht*, z. b. di»* hinzufugung der ilteren ortho* 
graphio. wie sie die originalautfgal)en der alteren auton*n bieten, 
ausspniche der Wörter in den &ht*r^n |>erioden u. ä. 

4'X N. W. Thnmati, Thr* naval woni-book. ein systematisches 
wGrterbu- h mitrin(^•t<fchni^cbe^ aus<irücke in englischer und dfut- 
scher spruA-he. Kid. Lip^ius un«! TiM-htT. XIII, 14G s. 3 m. 

44. J. Walker, The rhymiiig iiictinnan»* nf th<* English 
language. new e^i ti«>n, n>\i*itHi and «^ulargrd by J. Lougmuir. 
London. Ho'itledge. >0«» s. 3 bh. »j d. 

i) Wtrtfoivkllf. 4'». F. Kluge und F. Lutz, Eugliüh ety- 
üiolngy l*^li^. - vgl. Jjib. iN'.«*^. 14. 31. — rec. H. Lf*geman, 
DLz. l^;**». Mit^ f. \V. V.ietor. Cbl. isjili, 173 f. gelobt, doch 
mit mauchvn einwanden von <r. Binz. Litbl 18119, lOG — lOS. Tka 
Nation. 11. aug. IsUh. 

46. A. Uoetze, Zur gri»chicht« der adjektiva auf -ttcA. — 
a. al)t 5. :.;. die engl. a^j. auf -ish erürtert § 25 <a. 511 £)• 



XIV, & hnikogiwfhm: 2. wortforMlmDg. 197 

47. H S. Mac QilliTray, Der einflubS des chriMeutums aaf 
den Wortschatz den AlteDglischvu. crtiter teil, cr«tG hälft«, disser- 
tation. Göttiogen 1898. 50 8. 

daa emtt^ drittel einer arlteit, die vollatändig in Morsbachs 
*Studten zur englischen philolofcie* erscheinen soll. G. handelt in 
der einleitung A. Über anläge und umfang der arbeit, methode 
und quellen (mit autieinandersetzung seines Verhältnisses zu den 
Verfassern ähnlicher arbeiten, zu Weiuhold, Raumer und H. Kahle). 
B. Geschichtliches, behandelt 1) die bekehrung Englands, 2) die 
l>ekehrung des testlandes und Skandinaviens, der erste abschnitt 
den hauptteils ist lietitelt: die kircbe. kap. 1, gliederung der mensch- 
heit, stellt ditf ae. aiusdrücke für die Juden und die rechte der 
Juden mit den l)elegstellen zusammen, sodann die für die heiden 
und die Christen, endlich dieiürden begriiT *kirche* (Kahles herleitung 
des aitnord. kirl^u <^ ^^- Office wird abgelehnt und das an. wort 
aus altsächs. kirika hergeleitet). 

4"^. F. M. Padelford. Old English musical terms. — Bonner 
beitrsf^ zur anglistik, hrsg. von M. Traut mann, heft 4. Bonn, 
P. HaiiKtein. XII, 112 s. 3.20 m. 

nach einer Einleitung aber die musik der Angelsachsen (Music 
before the nii^ration, new forces in musio aftco* the migration, 
seoular miuiic in England, ecclesiastical music in England, 0. E, 
musical iustniments) giebt P. ein, wie es scheint, vollstAndigee 
alphal>etisches Verzeichnis aller auf die musik bezüglichen ae. Wörter 
mit U*legstellen, wol>ei Wörter, deren Musikalischer charakter' zweifei- 
halt is(t, als solche l>ezeichnet sind. 

41^ A. E. H. Swaen, Contributions to Anglo-Sazon lexico- 
graphy. Engl. stud. 20, 125—133. 

t>emerkuugeu zur bedeutung oder konstruktion von ae. ae giff 
'uulesM, oxcept*. nacidmian, afrenutan, gcOgnod, andiysno. hefOn on^ 
htgan {gan\ on bork, behatan, bactardian, bewopen. beon of. daeu 
'strife', cux-nefugol, derian. dracu, geearnian. efmes, fitsten fifstam, 
flmten, f'on foreffger, forgüen, forhealdan. fullgeorne^ -beorktf 
[ullwearm. kahban for^ kenmgemimg, hertoeacan, hidertocjfme, 
kokmöd, hwcliaH^hgrwnes. lädcnlar, lirian frvm. iistwrenc, UpiigHanj 
h'tcahteä löcakwylc. manian. gemedian^mumtdgse, oferfgll, amgeän 
(Vi/, onAftenroff. onslupan, gtt'pcman. pfneacal^, gertrdam, gereeUe, 
rihispeU. sacian. gescgen, stngretfe, $öfte. 8t<rökliepliet, ne standan 
tö akU, tmge, tftm in, tof'löwan. tösckkfan, unriki •roA, impe- 
MtrlUee. Upbrfilan, u/sffgean. upsefnian, kision, mrlslhtend, geu^eor- 
pan, wier^e, teifiteon. uroruldspfd — J. E. Wülfing, EngL 
stud. .'i<i, 449— 4r)5 fügt zu den durch den druck hervorgehobenen 



198 ^IV. EogUaeb« tpracbc 

Wörtern ergiUixende bemerkangen hinsn and giebt im anschlnit 
hieran berichtigungen und iu8&tze zu Sweet s 8tudent*t dictionmry. 

50. £. Sievers, Age. hnesce. Beitr. 24, 383. 

in hnesce ist e nicht t-umUut von a (got hnasqus). das wort 
ist als mitfchform von hnesc und hnisce xu einem mit got AnoJjM 
im ablau t stehenden ^hnesqu- aufzufassen. 

51. F. Holt hausen, Zu Sweets Oldest English tezta. Anglia 
21, 231—244. 

U. liest herm Schlutter die leviten, dessen beitrige zur ae. 
glossenforschung (vgl. Jsb. 1896, IG, 182; 1897,16,30.233; 1898, 
14, 36) eingehend beleuchtet werden. 

52. £. Sievers, Zum SchlutterscandaL Beitr. 14, 551 f. 

zu Mod. lang, notes 14, 317 ff. mit unrecht ftihre Seh. an, 
dass S. freundliches Interesse für seine arbeiten gezeigt habe, die 
4n l)ezug auf Unkenntnis und methodelosigkeit bisher unerreicht 
seien', 

53. M. A. Harris. A glossar>' of the West-Sazon gospels, 
Latin- West Sazun and West Sazon-Latin. — s. unten 15, 85. 

54. F. A. Wood, Etymologisches. — s. abt. 2, 50. — se. A^, 
ae. hifran — ne. to kire^ ne. to eower, ae. c^me. neak, gi$l, mara^ 
swebban. sitlig, suL siflam, stredan, ae. öröwian, ne. throe^ ae. 
örafian örafung. 

55. Francis A. Wood, Germanic etjmologiea. — a. abt. 
2, 47. Etymological notes 2, 49. E. Berneker, Etymologisches: 
ae. wal, mgn, magUy fugoh ftfsty flacor, flieorian. — vgl. Jsb. 1898, 
2, 47. C. C. Uhlenbeck, Zur germ. etymologie. - s. abt 2, 45. 
(ae. ffied, humbol:, K. F. Johansson, Über aga. itUä osw. — 
a. alit 2, 55. 

56. A. S. Xapier, Zum altenglischen Boetiua. Beitr. 24, 
245 f. 

kap. 20 des Boetius (Foz, s. 72. 4) zeigen die beiden hss. Air 
windes pws vielmehr wimde$ «^y/*, das aus dem in der urhsL stehen- 
den Windes py/' enutellt seL 

57. A. S. Napier. AltengL geUtl getel "zahl*. Beitr. 24, 
246— 24>^. 

neben m*eeUächs. oeial pL nom. acc. geialu hat es spitwest- 
■&chs. eine form geiel mit durchgehendem e gegel)en, gen. sf. 
feieUs, pl. n. acc g^ri ohne enduag, weswegen N. in nom. aec s§» 



XIV, B. Lexikofr^hi«: 2. wortfonehaif» 199 

getil aDMtst (wie ir^I <C fcfl), aus welchen casus der lange vokal 
auch in die caa. obl. eindrang und sich der plur. getil erkl&rt 

r>8. H. Jellinghaus, Angelsächaiscb-neaeDglische Wörter, dia 
nicht niederdeutsch sind. AngLia 20, 4G3 — 4G6. 

EusammeDstellung ae. Wörter, die weder im mnd. noch in den 
jetzigen rein sächsischen mundarten vorkommen, ('dass der Heiiand 
und einzelne von den anderen 'as.* denkm&lem nicht in das karo* 
lingische Sachsen gehören, wird immer deutlicher*;. 

59. £. Björkman, Zur dialektischen proveniens der nordischen 
lehnwörter im englischen. Sprukvctenskapliga sälskapets förhandL 
1^98—1901 i. Upsala universitets arsskrift 28 s. 

GO. H. F. Sykes, French elements in Middle English. chap- 
ters illustrative of the origin and growth of Romance influence 
on the phrasal power of Standard English in its formative period. 
Oxford, H. Hart. 64 s. 

Gl. F. Kluge, Orrms awwermod. Archiv 102, 351. — vgl. 
Jsl). 1S98, 14, 35. K. legt dem wort ein altnord. ^aurmölhr su 
gründe. 

G2. E. Hjörkman, Zur englischen wortkunde. Archiv 103, 
347— 350. 

me. raimeHy reimen, a-reimen abgeleitet von afin. raetnbref 
raimhre. reeimbre; me. skate, ne. skate (iischname); ergftnsungen 
lu dem Jsli. 1S98, 14, 35 angea. aufsats. 

G3. H. Loge man, 'Horte caval' in the English Faustbook. 
Mod. lang, notes 13, 20G— 209. 

G4. F. Holthausen, Engl cnlver — russ. golM Hanbe\ 
s abt 2. 5G. 

G5. G. llempl, Flepper, piekle and hipper. Publications of 
the Modem lang, assoc, America 14, 449—458. 

die Wörter, deren mannigfaltige bedeutungen festgestellt werden, 
Hind verschiedene gestalten desselben Wortes, das — ebenso wie 
nd. peper, hd. pfeffar, nd. ptckel, pekeUrhering) usw. — aus laC 
piper hervorgegangen bt 

GG. P. G. Scott, The devil and his imps. Transactions of 
the American philol. assoc 26, 79—146. 

67. J. H. Ott, Fangs meaning tolms. Mod. lang, notes IH. 
192. — vgl. auch A. MacMechan. el)d. 319 (Uleg för das wert» 
dessen ezistenz Mnrray. N. E. D. besweifelte). 



200 XLV. Englische spräche. 

68. W. Mackintosh, 'Hazing'. Academy 1898 (19. nov.) 
B. 303. 

69. J. W. Bright, Hobby-horsical. Mod. lang, notes 13, 241 f. 

70. A. MacMechan, *Take in'. Mod. lang, notes 13, 62 f. 
to take in in der bedeutung to subscribe schon von Addison 

gebraucht. 

71. W. W. Skeat, A note on the word *annuity'. Athe- 
nsBum 1899 (1) 595. 

bem. zu dem word im New Engl. Dict es ist aus dem anglo- 
franz. herzuleiten, wo annuelte u. &. oft begegnen, ebenso wie das 
anglo-lat. etymon annuitas, im kontinentalen frz. und lat. fehle das 
wort ursprünglich. 

72. J. Koch, Bemerkungen zu Ph. Aronsteins aufsatz 'Ge- 
brauch von eigennamen als gattungsnamen im englischen\ Engl, 
stud. 26, 152 f. 

vgl. Jsb. 1898, 14, 44. einige berichtigungen zu der ge- 
nannten Studie. 

73. Ch. Scott, The Malayan words in English. Joum. Am. 
Oriental Soc. 17, 93—144; 18, 49—117. — vgl. Idg. anz. 8, 287. 

74. H Tardel, Das englische fremdwort in der modernen 
.französischen spräche. Festschrift der 45. vers. d. philol. und 

schulm. (Bremen, Winter), s. 359 — 420. 

erörtert nach allgemeiner einleitung über das anglicistische ele- 
ment im französ. die lehnwörter aus dem engl, nach kategorien: 
1. speisen und getränke, 2. kleidung, 3. wohnung und familie, 
4. gesellschaftsleben , 5. sport, 6. Verkehrsmittel, 7. Schiffahrt, 
8. politik und presse, 9. litteratursprache, 10. handel, technik, 
Wissenschaft; dazu index der lehnwörter. 

75. G. Crabb, Engl. Synonyms, new edition. London, Rout- 
ledge. 633 s. 2 sh. 6 d. 

76. K. Meurer, Englische Synonymik für schulen, mit bei- 
spielen, etymologischen angaben und berücksichtigung des fran- 
zösischen, dritte sehr verbesserte aufl. Leipzig, H. Bredt 120 s. 
1,50 m. 

rec. J. Klapp er ich, Anglia beibl. 10, 186 f. 

77. G. Krüger, Schwierigkeiten des englischen. 1. teil: 
Synonymik und wortgebrauch. 1897. — vgl. Jsb. 1897, 16, 69. — 
gelobt von G. Wendt, Engl. stud. 26, 431-434. 

78. J. G. N. Nissen, Beiträge zur englischen Synonymik. 1898. 



XIV, C Ntaaogliiebe moncLirtM, tkag 201 

— vgl Jiib. 1S98, 14. 46. — rec, CbL 1899, 824 'ich&tiet »werte 
probe sellwUndiger »ynonymik*. 

3) XurnfMUChllX (vgl. ftuch l'i, 43). 79. W. O. Searle, 
Oiioiuabticou Auglo-Saxonicum. -- vgL Jtfb. 1898| 14, 47. — rec 
Cff. Bim, Anglia lM;ibl. 9, 257 — 201. *ein im ganten verfehlte« 
buch, dan aber vorderhand, bis der iudex xu Birchs Cartalarium er* 
bcbienen int, einem vorsichtigen benütxer hie und da einen dienat 
leitfti;u kann*, nach F. Liebermanu, Archiv 102, 222—224: 'all 
enitcr veniuch eine enitaunliche leintung*. H. Jellingbaaa, ZfdPb. 
SU '>'}!] — 558: *macht den eindruck grosser solidlt&t und suver* 
lAsaigkeit*. 

H). Wm. Hand Hrowne, ^Schalme of Assay*. Mod. lang, 
notes 13, 224. 

dvr im mitteUchott. gedieht the Uowlat begegnende ausdruck 
l>edeute wohl *The Alsatian |>ipe\ Ässaye •» afx. Aussai (Abace). 

Hl. O. Herifeld. Number-Nip. Engl. stud. 26, 473. 
ü)>er die herkunft der engl, bexeichnung für ^Rübeiahr. 

H2. K. O. Williams, America und American. Mod. lang, 
notes 13, 191-205. 

ü. Neuenglische mundarten, slang. 

S3. J. Wright, The English dialect dictionar}*. — vgl. Jsb. 
isOS, 14, 55. — i»art 5. chuck — cyut (s. 001—855), dazu als 
iinli'ituDg xum ernten band, der mit dem buchstal>en c abschiiesst, 
s. I — XXIV (preface, list of voluntary readere, list of unprinted 
collections of dialect words «luoted in the Dictionary by the ini- 
tials (»f the com{)ilers. liüt of correspondents, select bibliographical 
liitt, pronunciation: a piain and ximple phonetic aiphabet to repre- 
liont tho npprozimate proDunciation. list of abbreviations, list of 
countiori «^tc, lint of words for the present kept Imck from the 
nant of further inlormation). part 6. da — CMob (bd. II, 1-272). 

— vgl. Literature 4. 25. 

^\. IL J. Lloyd, Northern English: phonetics, grammar, texts. 

— Skizzen lebender sprachen hrsg. von W. Vietor, 1. — Leipzig, 
11. G. Teubner. VI, 127. 

mit diesem bän<lchen eri»ffnet Vietor eine reihe von *Skiisen 
lebender sprachen', denen im wesentlichen Sweets Elementarbuch 
des gesprochenen Knglisi'h als muster dienen soll, and in denen die 
Porter und sitze in der lautschrift der Association phon^tique inter- 
nationale gegeben werden. L. stellt in dieser weise seine eigene 



202 XIV. Eo^itebe tpnebe. 

mundart, d. h. die spräche der gebildeten EDgl&nder dar, die im 
nördlichen England zwischen den breiten von Birmingham und 
Durham geboren und erzogen sind, im gegeniiats lu Sweet, der die 
Londoner ausspräche vertritt. s. I — Hl bringt in kOne eine 
phonetik mit hervorhebung der engl, laute im allgemeinen nnd des 
allgemeinen Charakters des nordenglischen, s. 33 — 64 grammatik, 
8. 05 — 124 texte mit phonetischer Umschrift meist in sorgiUtiger 
nördl. ausspräche, doch mit beispielen von feierlich gehobener rede 
und Hüchtigerer ausspräche. — augez. Kevue critique 1899 (2)279: 
LV'tude de M. L. ne rend pas tous les services qu'on serait en 
droit de lui demander. faute de nettet«'* dans la conception du livre 
et de clarte dans l'ext'cution. 

H.'!. E. E. Morris, Austral English: a dictionar}* of Austral- 
maian words. 1S97. — vgl. Jsb. 18*IM, 14, 59. — A. E. H. Swaen, 
Engl. stud. 20. 111 f. lobt das buch, das nach dem plane des 
New English dicüonar}* von Murray angelegt sei. 

80. Ernst Henrici, Westafrikanisches Negercnglisch. Anglia 
20, 397—403. 

ergänzungen zu (traile's aufsatz, Jsb. 1S92, H>, 245. 

87. H Hofer, Die nunierne lundoner vulgärsprache, ins* 
besondere nach dem Punch. Die neueren sprachen 4, h9 — 104. 
150-108. 290— 304. 303-3GV 131-442. 4M0-49S. 

die hier niuhtraglirh anzuführende iibhaii«llung bringt die 
lantlehre. formenlehro und syntax des nuHienien cockney-dialektSy 
wob<*i vf. auf die herkunft uiiii erklurung der grammatischen er- 
scheinungen und auf das verh&ltnis zur gebildeten spräche eingeht. 

st<. Herrmann, Über wort Verstümmelung im englischen slaog 
und in der englischen uIIlgangs^prache. Archiv P>2, 3>2 f. 



^9. J. Jakobsen. Det normue sprog |»a Shetland. — J. Jakob- 
aen. The dialect and place names of Shetlaud. s. abt. 4, 7n. 79. 



D. Sprachgeschichte und grammatik. 

9U. H. Sweet. A new Englihh grammar. |>art 2. syntsiL 
189^. — vgl. Jrib. 1S90. 14. Ol. gerühmt von J. Klapperick^ 
Anglia beibl. 9. *J09 — 272. auf einig«* fragt*» der wortatellung, des 
geschlechts der Substantive, auf den gebraurh von ehUr eldest neben 
older uldest und ke 9cho, he tkat gt-ht rei. nlh^r ein. ergänseode 
and berichtigende bemerk ungen bringt auch J. EUinger, Ed^L 



XIV, D. Sprarhsttduofato ottil gmnmitik. 203 

8ta<L 2G, 436 — 438: 'mancher deuUche aDglicUt, der von einem manne 
wie Sweet viel nenee su erfahren hoffte, wird das buch nicht ohne 
ein gefühl der enttAuschnng au« der hand legen', gelobt Athenasam 
1899 (1) 207. Pabst, Neue philol. runds<h. 1899 (10). £du- 
caUonal Times 1898 (dea), 507. School world 1899 (febr.), 73. 

91. F. Kluge, Geschichte der englischen spräche, mit bei* 
trägen von D. Behrens und £. EinenkeL Grundriss der gennan. 
philol., hrsg. von H. Paul, 2. aufl.; bd, 1, 926-1151. 

die dar8t4*lluiig der laut- und formenlehre stimmt im wesent- 
lichen mit der eruten aufläge überein ond hat nur in manchen 
einzelheiten kleine Veränderungen und erweiterungen erfahren. — 
Einenkels syntax ist hingegen von 23 selten (§ 128 — 156) auf 
110 Seiten (§ 128 — 190) angewachsen, beim verbum sind ausser 
der sehr erweiterten behandlung des participiums und infinitivs 
nun auch die tempore dargestellt; die kasuslehre, die lehre von den 
prä[K)sitionen und pronomin ibus usw. sind bedeutend erweitert, und 
ein abschnitt über die Wortstellung ist hinsugekommen. 

92. E. Penner, Entwickelung der altenglischen ton vokale, 
erster teil — vgl. Jsb. 1898, 14, 71. — rec. von K. D. Bülbring, 
Anglia beibl 9, 205 f. — sweiter teil. Berlin 1899. s. 31 — 54 
[progr.-no. 121] behandelt eo, fO, 7, I, ie, If, d, o, m, 14, y, jf. 

93. K. Laick, Über die entwicklung von ae. Ö-, IT* und die 
dehnung in offener silbe Oberhaupt I: Archiv 102, 43 — 84. 
II: 103, 55 90. 

I. L. wendet sich gegen die von Morsbach vertretene ansieht, 
nach der ae. m-, Y- auch im norden im wesentlichen bewahrt blieb 
(Jsb. 1898, 14, 67X M. sei 1. seiner argumentation in ihrem su- 
sammenhange nicht gerecht geworden, aber auch seine kritik im 
einzelnen sei nicht stichhaltig, so der einwand gegen das von L. 
vorgelegte material aus den ne. mundarten (2\ gegen L.s beor- 
teilung der me. reime Ji-:0-, !•:&- im norden (3). L. erörtert darauf 
die daneben bestehenden reime ü- : ii-, I- : f-, d. h. die ausnahmen 
der dehnung (4) und das unterbleiben der dehnung in offener silbe 
Oberhaupt (5). aus dem auftreten gewisser doppelkonsonanten im 
altnordh. schliesst L., dass die me. quantit&tsverijiderangen der 
diesen doppelkonsonanten vorhergehenden vokale sich schon in ae. 
seit vorbereitete und sieht dies und andere ae. erscheinangen snr 
erkl&rung der ausnahmen von der dehnung des i und i« heran 
(6. 7); darauf wendet sich L. gegen M.s behauptnng, dass der in 
rede stehende lautwandel in der Schreibung nicht sum ausdmok 
k&me (8), und dass die altschottischen Urkunden gegen die dehnang 
sprtchen; TgL auch Archiv lOli, 89 f. (9). endlich giebt er eine 



201 XIV. Englisch« tpndie. 

rcichhalrige liste il(*r wi^rtor in denen ae. u-. a- zu ö-. #> ^worden 86t. 
II. erörtert die ubriji^on einwände M.s: 1) die ent Wickelung von 
nie. ;;^Kchlckssonem *», 2' alter der ü ö-laute für me. ö im norden 
und im Süllen. :i' *\i\n Midischotritit'he »;; «pLintitut von ae. duce 
(nicht ilnrti\ su-lsclmtt. dOr für ae. duru, 4- die »puren der nord« 
humbr dehnun^ in der M'lirit'tif|)rucbe: ge>cliichte den ne. door, .'») die 
ent Wicklung vnu ue. va co -}- a« A und c) -•- ^. h. zum »chluM 
findet .-tieh L. Uiit <-iui;;en eiiizelheitt-n in seinen rnterHUchuDgen 
a(>. die M. nirhr richtig autg»'fahst hal'e - MI. int K^gen Sarrazin 
gerielitet. nach dem die debnun^ von ae. i't, t zu me. ö. r auf dem 
geriamTni >|.ra«hi:tl'iet eiu^^etreieii ist (vgl. JsK IS!»'^, 14. GR). 
L. Gehandelt 1) ae. i-. h- im ne . iM an. ;., /'|. in d*^n ȟdengl. 
dialekten, .'{■ ae. h, ü- in den me reimen. nnrdhund»riM'he ein- 
fichla^e im me u:id ne.. 4 die vukaldehnung in offener iiilbe über- 
haupt. — IV. Nachtrag. 

94. K. Luick. Tber die diphthon^erung vun me. fi. i und 
verwaniite deutsche en»cheinungt:n. Arciiiv iM.'l, 207- *J70. 

I. Sarrazins detitung liese.^ v<irKangs. den di*'!»er mit dem 
allfall de* end-r In virl-iifinng bringt, indem der morenverluPt 
der fol;i;ebilb<* « irrumt!ekti*-nmg der vnrautfgthenden linge und 
darauf •iiphth>>ngiening bewirkt habe, wird als unrichtig bezeichnet, 
gegen ^ie sprechen 1 ) die diphthonf^ierung in isoliiTten einmlhigen 
wdrtfrn wie /. th'»H. 2: die tüphthnngierung in zweiailbigen 
wnrtern. deren narhtoniftre silben norh heute erhalten »ind (iV^fe, 
kousel, ginnt. hnunty\ ^• das i*hr«>n««lngihche Verhältnis zwiiichen 
diphtht>n^ierun^ und abfali di-s enil-^. 4) die )>ewuhrung den me. ü 
auf ni'rihuuilT. bixlen. 1^. z>*ii:t, «i«isrt mt; n nur dort liiphthougiert wird, 
wu me. o zu ne. |ii v<imickt und folgert, dai<.H me. n diphthongiert 
wird, ueii luv. u zu n vurriickt. ind**m er auf J| MX ff. »einer 
*rnt<.r>uch';L»;ei.' \t'rwti»t. II. trinkt line crganzentlt* bemerkuDg 
zum aut^atz 14. \^A. 

Xk (r. Sarrazin un>i K. Luii k. Der Ursprung der neu- 
en gl i.-»r]ieu tii- und au iliphthonK" Kuirl. stud, 2»;. L*i'.« — 23*^. 27. 

S'J — lim 

S. rtu- ht ZU erweifivn. da*»H dif iiphthnntfi^-runif vnn me. I. m 
zu«-r>T im wr^*!l^hfn uiitN-llandr «'in^rTn-ten sei und vun dort an« 
in dl»* •.ibrii:"n di-ilektf. widche d:»« -Üphth^^inKi^rung zeigen, gr- 
dninu»"n ^-i. »t i:»'!Rr;t:t zu «iit— »'m «-rsebnis -iiirrh pnifung der 
neu- «:t.i niittr!»r.;:!. iiaU'k*»*. it. i« n. rv \\\ -It-m ir»hirhTspunkte 
ausgehr. da«s in -iiali-ktm. wo die «nphth •nKienuu' erst bia ei, <m 
vorgedrung»*n i*T. Me j a ger M-i. u!> 1». «•• seh »n »ti. an oder, 
daraus weiter entwi- kelt. »i ein::»»tret.Mi !•»♦. — I, hingegen meint, 
dass 'in 6.» darstelluug de» -iial-^kTis^chen thatU^Ataude« »ich ein 



XIV, D. Sprirbgttcbii bte nni gratsmatilL 205 

Irrtum an den andern reiht und daher seine theorie anf falschen 
voraunset Zungen ruht*, aber auch der aufTassung Ss, wie sich die 
diphthonge von ihrem ursprungsort verbreitet haben , tritt er ent- 
gegen, wenn ein sprach Vorgang in einem teil des ftprachgebietes 
früher eingetreten sei« als in anderen, so folge daraas noch nicht, 
dosH diese ihn aus jenem durch Sprachmischung Ql)ernommen hal)en. 
der8en>e lautliche Vorgang könne in verschiedenen landstrichen hier 
früher, dort später selbständig durch die 'gleichen psychischen 
oder sonstigen Ursachen* hervorgerufen sein. L. liexweifelt, dass auf 
di*m von S. ins äuge gefassten wege überhaupt zum ziele zu ge- 
langen sei. 

90. E. W. Bowen, The development of long u in acoented 
syllables in Modem English. Anglia 22, 4G5-4SS. 

ül>erdi'n lautwort von me. ü <^ anglofranz. u icüre natüre usw.); 
'an intemiediate sound to the A. S. Fi and the modern Fr. ü\ B. 
l>ehaudelt die entwickeluiig dieses lautes zum ne. unter angäbe dessen, 
was die frühne. phonetiker und grammatiker über den laut sagen. 

1>7. E. W. Bowen. The o-vowel in English. an historical 
»tudv of the o-vowel in accented syllables in English. Boston, 
D. C. Heath and co. HO s. | 1,25. 

0>^. J. Platt, jun. The pronoun ^she*. Atheneom 1899 (1) 
7:)l. Academy fiG, '»66. 

leitet mit Ellis me. sho <C &e. kio ab und beruft sich auf Shet^ 
land . cl »n. HialtUtnd^ Shapinsha <C äd. Hialpandisey (dieses bei- 
spiel nach G. Sarrazin}. 

{'0, G. Caro, Das englische perfectum und praeteritom in 
ihrem Verhältnis zu einander hi:»torisch untersucht Anglia 21, 
56 ^^. 

der vf, welrher bereits eingehend über das ae. perfectum ge- 
handelt hat ^vgL Jsb. 1806, 16, 91), untersucht hier in einer lehr- 
reichen abhandlung die Mnuereu beziehungen der beiden tempora 
vom Standpunkt des modernen gebrauchs*, wobei er sich filr das 
me. b««onderH auf Greifs Untersuchung über das perf bei Chaucer, 
für das spat-me. und früh-ne. auf Skeats Specimens und Flügels 
Xe. lesebuch stuut *wihrend ae. das perfectum in prmeterital- 
bedeutung noch so gut wie gar nicht gebräuchlich ist, ist diefta 
(»edeutung me. schon ziemlich gewöhnlich; femer erhilt das perfec- 
tum eine reihe sfiezieller funktionen zugewiesen, aus denen das 
praet. im laufe der seit verdrängt, oder in denen es doch sehr be- 
schrankt wird*, von früh-ne. zeit ab tritt aber eine reaktion gegen 
den gebrauch des perfects als tempus der Vergangenheit ein und 
in der modernen spräche hinktioniert das perfectam nur noch in 



206 U^- Ihgliicht spraehe. 

dam seltenen fall alu tempus der Vergangenheit, wenn die Ver- 
gangenheit nicht bestimmt abgegrcnxt i»t. 

100. £. Einenkel. Das in<lefinitum. Anglia 21, 1—20. 
289—299. 509-520, 22. 489 498. 

eine zusammenfassende darstelliing mit eingehender berQck- 
sichtiKung dessen, was seit Koch und M&txner von E. selbst und 
andern über den gebrauch des indetiu. pronomens ermittelt worden 
ist. E. findet nich lun&chst mit Stonn und Jespersen ab, nach 
deren kritik er allzuviel aus dem alt frans, herleite und das ae. und 
an. zu weiii^ berückhichtige, und erörtert dann die geschichtliche ent- 
wickeluug der imlftiniteu üpi, »an, «'xVr. sum, certain, ttnig (n(rnig) 
in ihrem nyiitukticichen gebrauch mit l)elegen aus den verschiedenen 
sprachst 11 fen. 

Inl. Cr. Hempl, dtaf, sp\ke. tujtfnny^ thr?penny. Mod. lang, 
notes l.t. 2:15 f 

Luicks geH«'tz, nach dem in dreisilbigen wurtem der kune. 
Itptonti* vokal in «»tfener sin>e nicht gedehnt wurde, erkUre c/ra/" in 
Zusammenstellungen wie tienf and dumh, (doch ist die ausspräche 
rff^a/' nbc^rhaupt nur dial**ktisch, s|M»zielI amerikaniMoh). 1 in sjHck and 
Hpan und die kurze in lien s<>nbt gt^naunten wnrtern. 

In2. K. Luick, Uichard Mulcaster. Mod. lang, notes 13, 
31U. — btfm. zu dfm J.*«b. 1>1*T, Iti. I'Jm angeführten aufsatx. 

103. K. Luirk. lioil. join^ and hde, jine. Mod. Ung. notes 

13, 3!«2. 

L. wcittt darauf hin, da^s er bcrvit^ vor E. W. Bowen (Jsb. 
Is9(j. H». lul> lue herkunft der ausspräche bile, jine u. k. Anglia 

14, 2«;»i— 302 behandelt habe. 

li)4. E. SirvtTS, A ngelharhtfiif che gram matik. 3. aufl. 1S9S. 
— vgl. Jhb. 1M#N 14, 74. - A. Srhr-er, Ar.glia bt-ibl. 10, 196 f. 
rühmt dit* '^T'^hallxull»* Ii«'uau^^ab<•' und hpricht einige 'wünsche* 
hinsichtlich drr 4uantitat^)rezrichnung, drr Untersuchung ülier die 
bt*>lt«iitun^ dtT han«l.*i«'LriftIicLin a<vtnte ut.d d«s lautwortes des 
dipLMi« '!«;:!» in gtung. ginnt u. a .n;.-». 

!<•'». K. .^ii*vers, A^rins d*T anf:eUa4'hsi<t(*hen grammatik. 
2. aiiti. Hall»', Ni.'m«-\»-r. III. r.ii h. l.:,ii m. 

1«»»;. A. .1. Wvatt, An trlemi-i.'ary OM Kn;:!i>h gntmmar. 
1^97. — v*:l. J.sl'. l^'*-^, 11. 75. re. K. I». HiM>ring, Anglia 
l>eibl. \K 2tj7 2»;*«; E. Nadtr, Enk'!- ^^•»•i. 2«;. »iJ f. 

1m7. H. Svvert, Kir«»t hteps ii* .\ii^lo.S;i\ .n. 1^1«7. — vgL 
.Üb. l-^'.«:, 1«;, 1«;. — reo. H. Jantzen, En^l. »lud. 2«J, 60 62: 



XIV, D. SpracfacMchiebto nsd gunaiAtilL 207 

'kann in den günstigsten und gewiss nur seltenen f&llen höchstens 
eine oherfl&chliche kenntnis der spräche vermitteln*. F. Klaeber, 
Mod. lang, notes 13, 185—188. 

108. M. Raluia, Historische grammatik der englischen 
spräche, erster teil: Geschichte der englischen spräche, grandsäge 
der phonetik« laut- und fonnenlehre des Altenglischen. Berlin, 
Fellwr |1900|. XVI, 300 s. G m. — beeprechung im nächsten 
Jahrgang. 

109. J. E. Wülfing, Die syntax in den werken Alfreds des 
Grossen. 2. teil, 1. h&If^. 1897. — vgl. Jsb. 1898, 14, 82. — auch 
angex. von L. Kellner, Engl. stud. 26, 262 f. mit einigen be* 
merk un gen sur ae. syntax. 

110. H. M. Chadwick, Studies in Old English. (Trans- 
ar tions of the Cambridge philological society. vol. 4, pari. 2, 
s. 85 — 2^5). Cambridge, Univeniity press. London, Clay and sons. 
6 sh. — rec. Revue critique 1899 (2) 502. 

111. G. Hempl, Old English d, (^ Ac Anglia 22,375—383. 
im Epinaler gl ossär bexeicbne gg in mygg, segg usw. palatale 

affricata (g)\ wie aus den Schreibungen des lautes nach n hervor* 
gehe (mengio, gim(rmgiunga>\ der Übergang von palatalem e, ^ su 
den palatalen aifricaten M', gj muss im 6. jh., wenn nicht früher, 
begonnen haben. die dentalisation entwickelte sich vor dem 
jähre 70O, da die ende des 7. jh. einsetzende Schreibung eg^ egg^ 
gc. e dir den aus palatalem g entwickelten laut sich nur erkl&re, 
wenn palatale c und g bereits su den dentalen affricaten U und di 
vorgeschritten waren. 

112. K. D. Bülbring, Was l&sst sich aus dem gebrauch 
der buchstal)en k und c im Matth&us-evangelium des Rushworth- 
manuskripts folgern? Anglis \mh\, 9. 289—300. 

B. tiuoht die lautliche bedcutung der vom Schreiber von R*, 
Farroan, gebrauchten buchstaben k und e xu ermitteln, d. h. fest- 
lUMtellen, in wulcben fallen sie palatales k (c), velares k {€) oder 
assibiüertes d bezeichnen, er zeigt, dass im allgemeinen der J;-laQt 
vor 1. e, (t durch den buchstal>eu k ausgedrückt ist, vor a^ o^ % y 
durch c wo c vor t. e. if steht wie in ectstre. sei c als (f aufsu- 
fassen, welches Farman 'ganz oder ungefähr wie ne. fi* aussprach, 
im in- und auslaut hat er eine derartige Scheidung nicht durch- 
geführt, doch versucht H. den genauen lautwert der hier über- 
wiegend auftretenden c zu l>estimmen. 

li:{. K. D. Hülbring, Altenglischer palatalumlaut vor At, 
hs und hfi. Anglia Uibl. V), 1 — 12. 



208 ^^^* Englische spräche. 

palatalumlaut von kurzem eo vor ht, Jis und hp sei nicht nur 
im altwestsächs. eingetreten {cnüht\ sondern auch im kent. (frühkent. 
reohtj riöhtj später WAO» i°i nordhumbr. (woher formen wie reht 
neben cnoeht) und im merc, wo Übergang von e in i und selbst 
von ^ in { in diesem falle erscheint (riht, gerihtes neben reht, 
sihpe, UM neben leht, nihste neben nehste), ein lautwandel, der 
me. weiter durchgeführt ist ws. kent. eo, io bleibe in ae. zeit in 
gleichem falle unumgelautet, Ba erfahre dagegen spätwestsächs. 
palatalumlaut (spätws. öhi^rel), im südengl. sei auch palatalumlaut 
von ea zu konstatieren (wex neben wcex), weniger deutlich im ws. 
und kent., wo später allgemein vor A ea zu e wurde, bedingung 
für den palatalumlaut sei überall, dass der Verbindung ht usw. 
nicht unmittelbar ein velarer vokal folge (cneohtas), und dass kein 
velarvokal (m, o, a) unmittelbar vorhergehe {Lühte usw.). 

114. K. D. Bül bring, Zur alt- und mittelenglischen grammatik. 
Engl. stud. 27, 73—89. 

1. zur entstehung von ae. fecöan und me. focöhe (entstehung 
von cc in feccan <C urengl. *fetjan; me. foöche <1 altnordhumbr. 
*foti{g)a, eine neubildung nach der ö-klasse, deren o im stamm durch 
/*-einfluss aus älterem eo entstanden sei, ; 2. die ausspräche von 66 
und cg, und verwandtes; 3. über einige dorso-alveolar praepalatale 
artikulationen ursprünglicher dentale im alt- und mittelenglischen. 
Übergang von e zu i in me. hüter <1 better, ridden < redeten er- 
kläre sich durch den palatalen Charakter des dem vokal folgenden 
dentals, ebenso sei palatales r im ae. durch formen wie gescriun- 
can Lindf gosp., äfirran u. a., palatale nasale durch bencemap, 
scendan <1 *binafnjan, *sandjan, palatales l durch angl. fdlan < 
frühurengl. *fmlljan erwiesen, dorsale und mehr oder weniger 
palatale artikulation von dentalen zeige sich im späteren ae. in 
cniehtj siex, Bhbyrel u. a. m.; 4. palatales (mouilliertes) s im ae. der 
mehrfach belegte Übergang von se- > st-, ws. seh > *siel' > 
syl' (z. b. syllend 'geber') weise auf palatale 5, ebenso die im angl. 
begegnenden solf ^selbst', sulfer *silber' (o <^ *eo, u < *eti). 

115. L. Pound, A list of streng verbs and preterite pre- 
sent verbs in Anglo-Saxon. Chicago, The university of Chicago 
press. 19 s. 

116. P. J. Cosijn, Die substantivierten partizipia präsentia 
des urgermanischen, s. abt. 2, 64. 

117. J. E. Wülfing, Zu Engl. Studien 24, 463. Engl. stud. 
26, 455. — ergänzung zu der Jtb. 1898, 14, 84 angeführten be- 
merkung {suim mit genetiv). 



XIV, D. SpnehfBMiuchto umI gnmiiifttik. 209 

118. W. W. Skcat, Anglo-French tpelling in 'Old Engliah 
homilies'. Modern qnarterly of lang, and lit. 1, 299. 

8. Hndet in den von Morris herauBgegebenen O. £. h., first series 
(E. E. T. S. 18G8) eine reihe graphischer eigentümlichkeiten , die 
er auf den anglo-frana. 8chrei)>er der ha. larückAhrt. 

119. G. H. McKnight, IniUal A- in Middle Engliah. AagUa 
21, 300—311. 

ülier aiiasprache und schwund des anlautenden k im me. 

120. O. 0. McK night, Orm*8 double consonants again. 
Engl. stud. 2G, 455 £ s. abt 15, 94 

121. P. Wcyel, Der syntaktische gebrauch des infinitivs im 
Ormulum. — s. me. denkmäler. 

122. A. Ackermann, Die spräche der ältesten schottischen 
Urkunden, (a. d. 1385—1440). diss. Oottingen. 61 s. s. Jsb. 
1898, 15, 130. 

123. W. Di bei ins, John Capgrave und die englische Schrift- 
sprache. — s. unten 15, 139. 

124. V. Dalheimer. Die spräche Alexander Barclay *s in 
the Mhyp of fol)'s of the worlde (1509). Zürich, diss. Jena^ 
Pohle. VIII, 71 s. 1,40 m. s. abt. 15, 143. 280. 

125. W. Franz, Shakespeare-gram matik. 1. hilfte. Halle, 
Xiemeyer 189S. XII, 272 s, 5,40 m. 

(gehandelt die formenlehre, sowie die syntax des ()estimmten 
und unbestimmten artikels, der pronomina, adverbia und prae- 
p4 »Hitionen, gerühmt von O. Sarrazin, Litxtg. 1899, 629 f. 'selgt 
durchweg »elbstlndige forschung*. in der formenlehre h&tten nach 
S. manche fragen — auf einige geht ref. näher ein — eine ein- 
gehendere behandlung verdient, die syntax enthalte viele treff« 
liehe einxelbeobachtungen, der historische Zusammenhang der kon- 
Ktruktionen und Wendungen werde überall aufgedeckt und das Ter» 
altete von dem noch jetzt üblichen geschieden, eingehend über 
den Inhalt mit einzelnen ergänzenden bemerkungen referiert J. E. Wül- 
fing, Anglia beibl. 10, 49—57. — K. Luick, Shakespeare jahrb. 
35, 310 — 320 lieseichnet das werk als eine bemerkenswerte 
leintung, vermisst aber eine lautlehre, die praktisch durchftlhrbar 
s«*i und auch der formenlehre und syntax f5rderung bringen und 
manche erschelnungen in neuem lichte würde erscheinen lassen. — 
auf die inzwischen (1900; erschienene zweite h&lfte, welche die 
konjunktionen, das Zeitwort, kongruens swischen Subjekt und pridikat 
und die Wortstellung enth&lt, wird noch surücksukommen sein. 
JOnitartikl ftr g«aaatock« »hUotoffit. XXL (lüt.> 14 



210 'XIY. Englische spräche. 

126. K. Bauermeister, Zur spräche Spensers. — vgL Jsb. 
1897, 16, 113 und unten. 

127. J. Dierberger, John Drydens reime, ein beitrag zur 
geschichte der engL ton vokale. 1895. — vgl. Jsb. 1897, 16, 118. — 
Luick in seiner besprechung. Engl. stud. 26, 272—276 hält die 
Untersuchung der reime neuenglischer dichter für wertvoll fär die 
lautgeschichte. ^doch seien sie nur eine sekundäre erkenntnisquelle, 
die die direkten Zeugnisse zwar ergänzen, abändern, ja berichtigen 
können, aber im wesentlichen doch nur zu deuten sind, wenn be- 
reits auf anderem wege, eben an der hand dieser Zeugnisse, die 
grundzüge der lautentwickelung festgestellt sind'. L. rügt bei D. 
den mangel einer sorgfältigen kritik, welche die traditionellen 
reime, aus denen lautlich für die spräche des behandelten autors 
nichts zu schliessen sei, von den übrigen trennt 



128. J. C. Nesfield, Manual of English grammar and com- 
position. in five parts. London, Macmillan. 352 s. 2 sh. 6 d. 

vgl Jsb. 1898, 14, 62 und 63. — gerühmt Literature 1899, 
(18. märz), 282 und Educational Times 1899 (apr.), 145. 

129. A. S. West, The Clements of English grammar. new 
and enlarged edition. Cambridge university press 1898. X, 304 b. 
2 sh. 6 d. 

gelobt Educational Times 1898 (dec), 507. 

130. J. H. A. Günther, A manual of English pronunciation 
and grammar for the use of Dutch students. Groningen, J. B. Wol- 
ters. 344 s. 2,50 f. 

rec. J. Klapperich, Anglia beibl. 10, 199 f. *in gutem 
englisch geschrieben und in wissenschaftlicher hinsieht vollkommen 
auf der höhe'. Academy 56, 396. 

131. G. Krüger, Schwierigkeiten des englischen. 2. teiL 
1898. gelobt von K. Fahrenberg, Anglia 102, 436—439. 

132. H. Th. Peck, What is good English? Bookman, 
april 1898. 

133. J. M., A matter of spelling. Academy 1898 (17. dec.) 
492. vgl. J. Platt und J. G. ebd. (24. dec.) 528 J. L. D. 
'umble\ ebd. (31. dec.) 560. 

über den gebrauch von an in an hottsehold word, an 
Union u. ä. 

^•1 134. G. Caro, Zur syntax des bestimmten artikels im eng- 
lischen. Die neueren sprachen 4, 1—14. 



XIV, D. Sprachgeschichte und grammatik. 211 

nachtrag. die in den deutschen grammatiken gegebenen regeln 
über die Verwendung (und auslassung) des artikels im ne. werden 
berichtigt, ergänzt oder strenger gefasst, vor allem eine psycho- 
logische erklärung seines gebrauchs angestrebt. 

135. C. Stoffel, The intensive and depreciative functions of 
any. Engl. stud. 26, 144—150. 

vgl. Jsb. 1897, 16, 47. 1) any -f- Substantive in the sense of 
*a large -{- Substantive' {we have any quantity of them = a con- 
siderable quantity), St. versucht die entstehung dieser ausdrucks- 
weise zu erklären und 2) konstruktionen wie the danger is . . that 
any reform should be adopted hecame some reform is needed, in 
denen any depreciative function hat. 

136. K. Luick, Zur englischen syntax. Zfrealschw, 24, 
129 — 133. tritt Swobodas rein phonetischer erklärung der Um- 
schreibung mit do im negativen satz (Zfrealschw. 23, 266) ent- 
gegen und erklärt die erscheinung auf historischem wege aus 
den alten emphatischen do - konstruktionen. — W. Swoboda, 
Zur englischen syntax. (entgegnung auf Luicks ausführungen, 
Zfrealschw. 24, 133 ~ 136) sieht in der Schwächung der partikel 
not den grund der erhaltung der heutigen negativen form. 
K. Luick weist in einer erwiderung ebd. s. 136 — 137 Swobodas 
ausführungen zurück (K). 

137. J. Ellinger, Beiträge zur syntax des Victorian Eng- 
lish. in. Zfrealschw. 24, 334-339. 

behandelt im anschluss an G. Krügers Ergänzungsgrammatik: 
1. das relat. who auf sachnamen bezogen, 2. all manner of 3. angels. 
genetiv. 4. substantivierte adjektiva. 5. romanische Steigerung 
einsübiger adjekt. 6. gebrauch des reflexivpron. bei to submit 
7. any in affirmat. Sätzen. 8. whose auf Sachen bezogen. 9. transit. 
gebrauch von to wait. 10. Umschreibung des konjunktivs nach 
lest (K). 

138. J. Ellinger, Beiträge zur englischen grammatik. Engl, 
stud. 26, 245—254. 

vgl. Jsb. 1897, 16, 126. Inhalt: 15. Wegfall des bestimmten ar- 
tikels bei einem mit einer präposition verbundenen Substantiv, 
dem ein attributiver genetiv folgt. E. giebt für diese erscheinung 
(bspl. under cover of the night) zahlreiche belege aus modernen 
autoren; 16. gebrauch des appositiven Substantivs statt eines quali- 
tativen genetivs (a town the size of Liverpool^ von der grosse 
von L.); 17. die adjektivische apposition; 18. auslassung des akku- 
sativs it vor dem dativ eines Personalpronomens (JT canH allow 
you u. ä.); 19. gebrauch des Präteritums statt des präsens im. 

14* 



212 2IV. EDgliBChe spräche. 

konjunktivischen sinne {It is tvell I had arranged ü so, I wish this 
unnatural struggU toas over); 20. das mit dem bestimmten artikel 
versehene gerundium in Verbindung mit einem akkusativobjekt 
(zahkeiche belege aus modernen schriftsteilem). 

139. A. Malmstedt, Strödda anmärkningar tili den engelska 
grammatiken. — Studier i modern spräkvetenskap utgifda af Ny- 
filologiska Sällskapet i Stockholm I. Uppsala, Almquist & Wicksell. 
1898, s. 73—100 (vgl auch s. XII). 

behandelt mit belegen aus modernen autoren: 1. fartheTj 
fUrther] farthest, furthest] 2. tvhoever? whatever? wherever? hatv- 
ever? why ever? 6. imperfektformerna dared, durstj dare^ needj 
ose] gebrauch und auslassung 4. des bestimmten, 5. des unbe- 
stimmten artikels; 6. shall und toill. 

140. Gebert, Bemerkungen zum gebrauch der imperfekt- 
fotmen could, might, must, woüld, should, ought, need- Fest- 
schrift der 45. vers. d. philol. und schulm. (Bremen, Winter), 
483—504. 

bedeutung und gebrauch der modalen hilfsverben im ne. mit 
belegmaterial aus neueren autoren. 

141. H. Bradley, lliust' as a past tense. Engl. stud. 26, 
151 f. 

^must cannot be used as a past tense in a sentence which is 
strictly independent in thought as well as in verbal form'. 

142. F. A. March, Orthography of English preterits. — 
vgl. unten 14, 159. 

143. The split Infinitive. Academy 56, 475. 
humoristischer dialog zur Verteidigung dieser konstmktion 

(adv. zwischen to und Infinitiv). 

144. A. Ingraham, The English passive 'to be given 
anything'. Evening Standard (New Bedford, Mass.) 4. märz 1897. 

145. W. Sattler, Noch einmal (to) dare. Engl stud. 26, 
41—59. 

vgl Jsb. 1894, 16, 119. an der hand eines reichen beleg- 
materials will S. die frage entscheiden, aus welchem gründe nach 
dare der reine Inf. oder der inf. mit to gebraucht wird und wann 
und warum to entweder ausgelassen oder gesetzt wird. 

146. C. Stoffel, 'One of the best novels that ever was 
wHtten'. Engl. stud. 26, 473 f. 

belegt den gebrauch des verbums im sing, in solchen ans- 
dHicken. 



XIV, E. PboMttk iiid »oiqmdMi ortlMgrtpbk. 213 



E. Phonetik und amiprache; Orthographie. 

147. Interim report of tba sab - committee on phonetiot. 
Modem qaarterly of Ung. and lit 1, 318—321. 

sor fiMtstellang eines phonetischen alphabeta beim unterrioht 
in den modernen sprachen in engl schulen. 

148. R. J. Lloyd, Oood English. Modem <iaarterly of lang, 
and lit 2, 42—48. 

docnment which the phonetic sub - comittee of the Mod. 
lang, assoc proposes to issue broadcast shortly. 

149. H. Th. Peck, The progress of fonetik re&nrm. Book- 
man, nov. 1897. 

IfiO. L. Soames, Introduction to English, French and 0er- 
man phonetics, with reading lessons and ezercises. new edition, 
revised and edited by W. Victor. London, Bonnenschein. XXvII, 

178 + 89 s. 

151. Ph. Wagner, Die sprachlante des Englischen; nebst 
anhang: Englische eigennamen mit anssprachebeseichnong. ein 
hilfsboch ftlr den schal- und Privatunterricht^ 2. aufl. Stuttgart, 
P. Neff. XI, 156 s. 2,50 m. 

das brauchbare, allerdings nur die hauptsachen enthaltend! buch 
bringt teil 1 : grundlegendes über die einseinen englischen laute, im 
wesentlichen im anschluss an das Sweet-Bellsche System, teil 2: 
l>esondere regeln Ober die ausspräche der einseinen englischen lant- 
seichen. anhang 1 : A. über die ausspräche von wOrtem, die h&ufig 
in unbetonter Stellung vorkommen, B. leseproben, 2: eigennamen. 
die lauu sind nach der Assoc. phon^tique iatemationale (P. Passy) 
dargestellt hie und da sind einer aaohUssigen Londoner ausspräche 
SU viel konsessionen gemacht, 

152. A. Western, Kurie darstellung der englischen aus- 
spräche. 1897. — vgl Jsb. 1898, 14, 104. — rec PL Wagner, 
An^ beibL 9, 281 SfortreffUohes bOeUein*. 

153. W. Victor, The teacher*s mannaL p^ 9- 1897. — 
vgl Jsb. 1898, 14, 109. - sages. ZOO. 50, 992 v. J. ElUnger. 

154. W. Swoboda, Lsutuog und so)&reibuag Im mgUschen. 
Zfrsalsobw. 24, 461—464. 

8. teilt mit, inwieweit er bisher beim eng), unterriehte in d#r 
von Luick (Über Verwertung der lautgeschichte im engl Unterricht, 
separatabdrack ans der fesisekrift nm VUX aUgem. neuphüologen- 
tage) tfswQaaDklen weise vorgefsageo ist 



214 XIV. Engliache tpracbe. 

15ri. O. Jertpersen. Erßänzuiif^heft zu Spoken Engliah. 
Leipzig;. (K R. R«'islan<l. III, Gl tf. 1 m. 

onthält eine (ieutsohe üf>erärtziing lies liüchleins (4. aofl. vgl. 
Jh^. 1^07. 1<>. 14f) mit an m erkunden, i<li>tinat. aiud nicke, Syno- 
nyma un<l r'iit;!. ^eKmurhe Ktfsprechenii, und eine kurzer «laretellung 
der en^l. laute mit «-incr ^ut«Mi ahbiMun^ <ier Hprachorgane. 

1*»»;. U. ,T. Lli»y.l, XorthtTu Eu^Iitih. — v^l. ohen 14, S4. 

ITiT. <\ H. (t raii'i^enr, Warmpfh. l*uMicatiou of the Mod. 
lan«. -AS^r^r. i'i" Am«Ti»M 11. 1, 

ITiS. F. A. March. ^h\ spcllin*; rofi>rm. Proceedingii of the 
Ameriraii. phil«*]. a>s<>c. 'J*<, XLI. 

uLtT die i'"rt>chrittf iu der Vfrl>ri*itun^ «ier von der American 
phil. ariM. eretref>teu ri-t>>rm. 

l'i'j. F. A. Marrh. < »rthojcniphy ot Entflish preteritn. Traon- 
aciiiairi u! xho. Amt^rii-aii j»liii««l. ahsi^o. 2l*, 1*7 — l'M. 

für dif >rhri*:r iii^j -/ im pnn-t. ul«1 part. Jijtt lur ilipped^ 
puft tur j'Uff'tJ in dt-ii üilen. u>. die enduu^ i^** audgci»p rochen 
wird. 

F. Stilistik und metrik. 

\) Stil. l^>*>. -T. M. IK Mfiklt^jnhh. Art (t writin^ Eogliah: 
manual tnr .stu icr.r.«.. \iith rh.iptcrs «n pariphra^in^, eiisay- 
writin^, ppVi.s-uritin^. punctuati<n. A«. London, Holden. 342 fl. 

2 oll. *; d. 

Ker:ihmt E>iucati«<i.a! Tim« s \^\i'j lapr. . UM. 

Itil. E. W., The .Ntrf'W of the un». Acailt-my '»(], .i^r». 
über d*fn ^t^Krauih deM pn^:ixfK un-. 

1»»'J. JaKt;ar<l und < '. T. Jac««l'i, *< >ut of print\ Atheoo^um 
l^l»'» U\ ll.'J. ll*'. 

\*V.\. y. .1. r:irpenter. Mrtaph< r and Himile in the minor 
Eliz:d'cthan •Ifam.i. di>-. <'hirai;>. riii-.t-r&irv nf ('hicaK" pres«. 
isiri. XVI. J17 8. vkI. ir,. 17*^. 

rec. A. Bran-i:. Archiv ]•»;. .3»-l - :j»^:{. 

2) iHrik. l'>4. A. Hran'iei.H, Die allitterati'*n in .Elfrice 
metrihchen homi!i»'n. l^-iC — v^l. Jbh. l»^i#»^. 14» IJl; l'i, 03. — 
reo. M. F..r»t.T. AfdA. J', 3l*5 - ;27. -- s al.t. r». 24. 

l»j.V ü. J. Tamü.'ii, Word-Btrei« in EnsH'^lj- \*^0^. — %'gL 
JHb. ls!iH. n. 11s. K. Hohhausen. (*il. \^d% iVi f. sieht dee 



XIV, F. StUiflük ood meirik. 215 

haoptvenlienst der arbeit in dem abachnitt, der die romao. lehn« 
wurter behandelt und lobt fleiaHy l)ele8enheity Scharfsinn und me- 
thodische Schulung des vfs. anders urteilt K. Luick, Anglia 
beibl. 9, 321—332: *in keinem punkte bringt die sehnig ein ge« 
üichertes neues ergebnis*. die blosse betrachtong der allitteration 
genüge nichts sie müsse verbunden sein mit sorgfältiger erwigong 
des rhythmischen bauea der verse. Svas T. bietet, ist nur 
eine sammlang von teilweise bemerkenswerten allitterationen, die 
er voreilig fftr buchstiblich wahr, d. Yl eine wirkliche betonung 
widerspiegelnd hilt In der zusammenfassenden besprechung der 
von ihm angenommenen l>etonungen entwickelt er allerdings einige 
I wach tens werte gesichts punkte und bringt auch sehr wertvolles 
material aus Alteren ne. wörter))üchem bei. aber da seine gmnd- 
lagen falsch sind, haben auch seine ergcbnisse keinen wert*. — 
vgl. dasu Tarosons l>emerkungen Anglia beibl. 10, 73 — 78 und 
Luicks antwort 10, 70—82. 

IGG. Ch. M. Lewis, The foreign sources of modern English 
versification. 1898. — vgl. Jsb. 1898, 14, 119. — rec W. V(ie. 
tor), Cbl. 1899, 88 f. 'zeugt von gründlichen atadien, scharfem 
blick und guter methode\ L. macht wahrscheinlich, dass der 
spiÄtlatein. vers nicht siH>ens&hlend, sondern accentuiert gebaut 
war. in dem aaf das engl, bezüglichen abschnitt wendet sich L. 
gegen die Undl&uiige meinung, dass der engl, achtsilber, die sog. 
kurzseile, eine nachbildung des französ. sei, wobei besonders 'daa 
fehlen der caesur nach franzOs. weise* geltend gemacht werde. V. weist 
darauf hin, dass der Italien, endecasülabo gleichfalla die caeaar 
frei liehandelt nach J. Schoembs, Archiv 1U3, 370—372 *weit- 
schweitig und nar bekanntes und manches mindestens angenaue 
bringend, wo er auf sein thema n&her eingeht, stellt er keinen 
fortachritt Schipper gegenül>er dar und ist nel>en ihm fast wertlos*, 
im ganzen anerkennend bespr. von £. Legouis, Revue critique 
189S 2) 22—24. 

IG 7. W. J. Stone, On the use of classical metrea in Eng* 
lish. Oxford, Clarendon press. 59 s. 1 sh. — rec Acadamy 
5G, 288 f. 

F. Dieter. 



216 XY. EngliMlM littantor. 



XV. Englische litteratnr. 

(A. littnratnnretchichta; chrMtoouthieo. — B. Alteni^trhe denkmäUr: 1. ftllc»- 
BMioee, 2. poMie, 8. proM. — C. MittetoiurlitelM daekoiiler: 1. Ufer» w«ltliä* 
lülOTatur. % Altere religiöee litterstnr, 8. C'haucer, 4. Chaiicen ichiilab 5. udtn 
dicbtanueo aoe der lett naeh Chauotr, 6. proea aoe der teU nach Cbaafl«, 
7. erhauspiel. — D. Neueoglierbc denkmllcr bis 1600 mit aueeeUoat Sbakiptna.) 

Am. Litteraturgeischichte. 

1. li, ten Brink, Geachichte der engliiiclien litteratur. 1. b(L: 
bis zu Wicliffl auftreten. 2. verbesMrte und vermehrte aufläge, 
hng. von A. B ran dl. Strmasburg, Trübuer. XX, 520 a. 4,50 m. 

mit möglichster Schonung des ursprunglichen teztes ten Brinks 
hat der herausgeber sich l>emüht, das treffliche^ aber in manchen 
einielheitan bereitn veraltete werk dem stände der heutigen for- 
BchoDg entsprechend umzugestalten, ftlr die romanische litteratar 
ist ihm dabei Qröber zur hand gegangen. l)eigeftlgt sind dem 
werke in der neuen ausgab >e die anmerkungen ten Hrinks in der 
englischen Übersetzung der 1. aufläge des Werkes (deutsch von 
Trübner)« einige recensionen und das die ae. litteratur betrefleade 
brochstück aus Pauls Grundriss, dazu ein reicher bibliographischer 
Anhang und namon- und sa4?h regia ter. — rühmend anges. Ton 
G. Schleich. Litztg. 1899. 15."»^ f. einzelne ergftnsungen zur me. 
litteratur liefert £. Kölbing. Engl. stud. 27, 117—121. 

2. H. Taine, Histoire de la litu*rature anglaise. lOe editioOf 
reviie et augmenti*e d*un indcz bihliographit|ue. tome premier. 
Paris, Uachette et co. XLIX, 438 s. 3,50 fr. 

3. G. Saintsbury, A short histor%' of English llterature. 
1898, — vgl. Jsb. 1898, 15. 7. gelobt von B. Schnabel, Angli* 
beibl. 10, 09 f., von C. H. Herford, Bookmsn nov. 1898, s. 45. 
Literature ls98. s. 3S9. 

4. Stdpford A. Brooke. English literature from the beginning 
of the Norman Con<|uest. — vgl Jsb. 1S9S 15, G. G. liinz, 
Anglia l>eibl. 9. 35^ — 30<) weist auf manche mängel, lobt aber das 
Sius eigner poeti.Hcher empflndung summende feine geftlhl und ver- 
st&ndnis für die eigenart und bettondere Schönheit der ae. litteratur*. 
gelobt Literature 4 (70) lor», von C. H. Herford, Bookman 1899 
(febr.), 141. — CbL 1899. 793-795. 

5. T. B. Shaw, A histor>- of English literature. edited. 



XY, A. LittiratorfMchicbta. 217 

with noU« and illustrmtioD« by Sir W. Smith. tweoty-Becond 
edition. LondoD, J. Mumy 1897. <>24 8. 7 sh. 6 d. 
rec. J. KUpperich, Anglia UihL 10, 172 11 

0. O. Körting, OruDdriss der geschieht« der engliechen 
littermtur von ihren anfangen lus zur gegenwart 3. aufl. Hün- 
ater, Soh6nlngh. XV, 409 a. 4 m. 

7. C. Weiser, Englische litteraturgesohichte. 189R. — t^ 
Jsb. 1808, 16, 2. — rec £. Kölbing, EngL stud. 26, 99—101. 
'das praktisch angelegte buch bedarf einer eindringlichen revision, 
ehe es als ein durchaus sicherer fiihrer durch die engl lit. be- 
leichnet werden kann', völlig ungenügend sei die zeit von 1200 
bis Chaucer bearbeitet 

8. E. Gosse, A short history of modern English literature. 
1S97. — vgl. Jsb. 1898, 15, 5. gerühmt von Br. Schnabel, EngL 
stud. 26, 106 f. 

9. H. Grey, A bird's eye view of English literature, from 
the seventh centur}' to the present time. new ed. London, 
Sonnenschein. 94 s. 1 sh. 

10. J. A. Donner, Chart and bird*s eye view of English 
literature, 1100—1800. London, Gibbings. 3 sh 6 d. 

11. F. J. Bierbaum, History of the English langoage and 
literature from the earlieet times until the present day, Inolodtng 
American literature. 4th (school) ed. with 24 portraits. Leipdg, 
Ros8l>erg. III, 189 s. 2,40 m. 

12. E. Ddhler, An historical aketch of English literature. 
kurzer überblick über die geschieh te der esflisohen litteratur. 
4. aufl. Dessau, P. liaamann. 32 s. 0,60 m. 

13. IL Toeppe, Outlines of English literature. for the use 
of schools. 3rd ed. by M. Benecke. Potsdam, A. Stein. IV, 85 s. 
0,90 m. 

14. Brianlich, Hilfiibachlein fb das stndiom der eng- 
lischen UttMratorRescUehte. Leipaig, Freund 1896. kl.8S 38 s. -— 
abgewiesen ZtbQ. 50, 88 v. J. EUinger. 

15. C. \'an Dalen, Grundriss der geschieh te der englischen 
Sprache und litteratur. achte aufläge. Berlin, Langenscheidt 1893. 
IV, 32 s. 0,75 m. — rec L. Fr&nkel, Engl. stud. 26, 97—99. 

16. A. B. Levi, Storia della letteratura inglese dalle origini 
al tem[K> presente. volome primo dal periodo celtico alla morte 



218 XV. EDglifcbe Uttermtar. 

di ElisabetU (55 av. C. — ICO.'J). Palermo, A. Rel>er 1898. XV, 
583 8. 7 lire. 

rec. H. Jantzen, £ngl. atod. 26, 102— IOC: 'als wiasenachafl- 
liche leiHtun^ können wir es nicht )>etrachten*. die frühzeit sei 
ganz ungenü^nd l>ehandelt und die dazu gehörige litteratur durch- 
aus nicht ausreichend l>enutzt, dagegen steige der wert der 
darstellung nach dem ende hin. J. weist im texte wörtliche Über- 
tragungen aus Thierr\' nach. *eine ungeschickt disponierte, nicht 
(»esonders anziehend geschriel>ene, höchst unvollständige und überdies 
von holdem unsinn eigner fechsung (?) starrende kompilation': 
R. Brotanek, Anglia l>eibl. lo, 44—49. 

17. F. J. Carpenter, An outline guido to the study of 
English l\Tic poetry. Is97. — vgl. Jsb. 1898, 15, 12. — reo. 
Ph. A ronstein, Engl. stud. 20, 107. 

18. A. W. Ward. A history of English dramatic literature 
to the death of Queen Anne, new and revised edition. .'{ vols. 
London, Macmillan and co. XIII, 57G; XII, 7G7; XIV, 599 s. 
— 3G sh. 

das zuerst 1875 erschienene )>edeutsame werk ist in der vor- 
liegenden zweiten auHage auf drei Mtarke bände angewachsen, ob- 
schon W. auch in dieser mit dem Mater Stuart-drama* al^schliesst 
und die theoretische einleituuK* welche die erste uutiage eröffnete, 
fortgefallen ist. fiir die erste uutl.verweisen wir uuf die eingehende 
Würdigung W. Wagners, Angli» 1, 1»; 1-177; 355 -370. in 
der neuen auHage ist die seitdem erschienene litteratur ausgiebig 
benutzt und die eingehende berücksichtigung der deuts<*hen for- 
schung zu rühmen, nach Academy 56, 428 sind die liesten ab- 
schnitte des Werkes die Ql>er Ben Jonson. l^umont und Fletcher, 
über das 17. jh. bis Shirley. ferner Hexern zu nihmen die drmmatik 
der Restauration bis zur knnigiu Anna und die kapitel über die 
Vorgänger Shaksperes. schwach dagegen sei das mittelalter Im- 
handelt. *W. is a patient and conscientious scholar; his facta are 
accurate and clearly stated: his analyses are laborious and com- 
plete. his theories and chticisms nnt fantastic. He gives you an 
excellent common-senite history, an iuvaluable wurk of reference; 
but it is uo great bo<:>k, it lacks the saving grace of style '. ge- 
rühmt von C H. Herford, H^^okman l'«99 imay% 40. 



19. P. J. Cosijn. Over angelsaksische poezie. Leiden, 
E. J. brill. 1 rektoratsredej 

2(J. T. Schauffler, Zeugnisse zur Germania des Tacitus aoa 



XV, A. LitUrmtoifMehiebta. 219 

der altnordischen und angelB&chsUchen dichtnng. L progr. Ulm. 
23 8. 4«. 

21. F. Roeder, Die familie bei den Angelsachsen, eine 
kultur- und litterarhiHtorische Studie auf grand gleichseitiger quellen, 
erster hauptteil: Mann und frau, mit einer abbildung. Halle, 
Xiemeyer. IX, 183 s. 

mit eindringlicher, kritischer benutzung des quellenmaterials 
stellt der vf. dar, was sich über das Verhältnis von mann und 
trau bei den Angelsachsen ermitteln lässt: 1. Verlobung und heim- 
führung, 2. eheliches leben, 3. sittliche Verhältnisse im allgemeinen, 
4. historische entwicklung der Stellung der frau. ein zweiter teil 
über die kinder soll folgen, die quellen, die R. dem anscheine 
nach vollständig ausnutzt, sind nach ihm rein sprachliche denk- 
mäler (glossen, interlinearversionen usw.), historische quellen aller 
art, litterarische quellen, unter denen die poesie reicheres material 
liefert als die wesentlich in Übersetzungen bestehende prosa, end- 
lich illustrationen aus angelsächsischen hss. 

22. W. P. Ker, Epic and romance: essays on medi«eval lite« 
rature. 1897. — roc. R. Fischer, Anglia beibl. 10, 133—135. er 
nihmt den 'gewaltigen stofif- und gedankenreich tum des buches\ 

23. R. Fischer, Zu den kunstformen des mittelalterL epos, 
— Jsb. 1898. 7, 19. — rec. Athen»um 1899 (1) 494 f. *based on 
an essentially unsound principle\ 

24. S. Evans, In quest of th© Holy QraaL — vgl. Jsb. 
1898, 15, 19. — rec. Athenreum 1899 (1) 238 *without a sound 
critical method*. 

25. F. J. Snell, The fourteenth Century. — Periods of Euro- 
pean literature. — London, Blackwood and sons. XI, 428 s. 5 sh. 

nach Literature 4 (72) 219 f. eine in vieler hinsieht mangel- 
hafte Zusammenfassung der gesamten europäischen littermtur des 
14. jhs. — rec. Athena^um 1899 (1) 775 f. (it is irksome to have 
to say so much in dispraise of a book by no m^JiB badly planned, 
and almost always pleasantly wTitten). 

26. W. W. Q^ Pre-Malorean romaooes. Modem quarterly of 
lang, and lit 2, 10—13. 

27. O. M. Trevelyan, England in the age of Wycliffe. 
London, Longmans. XIV, 380 s. 15 sh. 

gelobt Literature 4 (77) 354: Vound Chaucer, Langland and 
Wycliffe the main interest of Mr. T.*s painstaking investigatioo 
hangs. Chaucer and Langland give him vivid illustrations of the 
picture of social life, Wycliffe is the centre of his work\ 



220 XT. KngliidM Uttontnr. 



28. J. O. Underhill, Spanish litentnre in the EngUnd of the 
Tudora; a 8tndy of the growth of the peniosnUr inflaeooa north 
of the Channel — Columbia university stodie« in litexmture. — 
New York, The Macmillan comp. VII, 438 ». 

29. Duncan C. Tovey, Reviews and essays in English Ute- 
ratare. London, Bell and sons 1897. 187 a. 

enthält a. a. the teaching of English litarature, Morels Utopia, 
Fuller's sermons, Elixabethan poetrv*. — rec. J. Hoops, EngL 
stud. 26, 404 f. 

30. E. Meyer, Macchiavelli and the Eliiabethan drama. — 
Litterarhistorische forschongen, hrsg. von So h ick und v. Wald- 
barg, heft 1. Weimar. Felber 1897. XII, 180 s. 4 m. 

31. W. L. Gross, The development of the Engliah noveL 
London, Macmillan. 348 s. G sh. 

32. J. E. Spingarn, A histor}' of literar}* criticism in the 
Renaissance, s. unten no. 22.5. 

33. J. W. Knipe. The development of literary criticism in 
England. Transactions of the Roval soc. of lit. 2d series 19, 
223—254. 

34. Thornton, The drama of the IGth and 17th centurie« 
compared m*ith the tiction of the 19th. Transactions of the Royal 
soc. of lit. 2d series 18, 215—233. 

35. Henderson, Scottish vemacalar literature. — vgl. Jsb. 
1898, 15, 26. — rec Athenn^um 1S99 (1) 207 f. 'an ahle and 
asefal handbook*; vgl. ebd. 276. Academy 56, 426 f. Lileratnre 
4 (65) 33. *a book of great merit and interest, and uaique in 
iU field*. 

36. D. Hyde. A Hterary histor>' of Ireland: from the aar- 
lie«t times to the present dav. — Librarv of Hterary history. «^ 
London, T. Pisher rnwia. XVIIL ^>54 s*. 16 sh. 

günstig l>espr. 1S99 (22. apr.t, 410. Acaderay '»6, 625 f. 
Zor MMMact liltermtvgtschidit« vicl aiic4 ahC 15 D (1. AUgemsian). 

(hratMlthin. 37. E. FlUgel. Neuenglisches lesebuch aw 
ainfühning in (lau stufiium der denkmülsr selbst nach den hss. und 
Alteren drucken. isiiG. — vgl. Jsb. 1.S97, 16. 180. A, Brandl, 
Archiv 102, 417 f. lobt die nütalichkeit des buches für den, dar 
sieb in die (hih-Tudorseit hineinart>eitan will und aiamt den 
himisgeber gegen dia angriJfe Liddels in schuta. 

"t*^. Wm. Hand Browne, Selections from the early 8oaltfa|i 



XV. a AltfBfliMhe dtatailcr: L ailgwuüm, 2. poid«. 321 

po«tA. 1896. — TgL Jsb. 1898, 15, 30. TgL sur tezterkllniiig 
W. H. Browne, üerUin 1001116181118. Mod. Ung. notM 13, 36 — 38. 

B. AltengÜBche dookmiler. 

1) AUgNMiM. 39. W. M. Baskervill and J. A. Harrison, 
Anglo-Sazon pros« reader. 1898. — vgl Jsb. 1898, 15, 36« 
F. Klaeber, Anglia beibl. 9, 2G3— 265 bemingelt vielerlei, glanbt 
a^)er, dass nach einer gründlichen rerision *from ooTer to cover* 
das buch nützlich sein werde, da der lesestoff gut gew&hlt sei. 

40. Bibliothek der angelsächsischen poesie, begründet von 
C. W. M. Grein, vermehrt und nach neuen lesungen der hss. 
hrsg. von R. P. Wülker. — vgl. Jsb. 1898, 15, 32. 3. bd., 
1. h&lfte. 1897. (vgl. Jsb. 1897, IG, 174). rec. F. Holthausen, 
Anglia \mhl 9, 353-358. — vgl Wülker ebd. 10, 19. Holt- 
hausen 10, 57. 

41. Bibliothek der angelsächsischen prosa, begründet von 
C W. M. Qrein. fortgesetzt unter mitwirkung von fachgenossen 
von R, Wülker. 4 bd., 1. abt. 

%'gi. Jsb. 189S, 15, 33. besprochen von E. D. Bülbring in 
Anglia mitt 10, s. 33 ff., von F. Bini, IV, 1. april 1899. — 
Bibliothek der angels. prosa. 4. bd«, 2. abt (schluss). 12 m. 
— vgl Jsb. 1898, 15, 33. — angei. von F. EUber im Joum« 
of gt^rm. phil. II, 3. 

12. H. Steinecky Altenglische dichtungen in wortgetreuer 
Übersetzung (Beowulf, Elene, Ctedmons hymnus, Bedas sterbe* 
gesang, Widsith, Waldere). 

vgl Jsb. 1898, 15, 37. ebenfalls ungünstig angez. von F. Holt- 
hansen, Archiv CIII, s. 37G ff., rec. auch von £. Kader, Zfrealschw. 
24, 548. 

43. James W. Bright, Proper names in Old English versea 
(Christ, Genesis, Judith). PubL of the Mod. lang, assoc 14, 
8. 347—368. 

behandelt die betonnng der eigennamen im vers. 

2) PMfk: JMltil. 44. Robert Kilbum Root, The legend of 
Andreas, translated from the Old English. (Yale studies in 
English, ed. by Alb. Cook), no. VII. New York, H. Holt d co. 

der übersetser wählte als metrum den AlniTÜssigen jambos. 
die ül)er8et8ung liest sich gut in der *Introduction* ist das über 
manoskript und Verfasser gesagte unsuUnglich, das über quelle 
und anläge des gedichtes vorgebrachte gut 



222 ^y* EagÜMh« littffatnr. 

BNWilf. 45. Beowulfy hrsg. von Alfred Holder IIa: be- 
richtigter tezt mit knappem apiutrat und Wörterbuch. 2. aofl. 
(Germ, bücherschatz. hrag. von Holder 12a. 2,50 m. 

sowohl im tezt sind manche besserungen nach neuen 
forschungen angebracht, als l>esonders manche lücken im Wörter- 
buch der 1. auH. ausgefüllt — angez. von Holthausen, Litbl. 
1900, 2; von M. Trautmann, Anglia mitt 10, s. 257—262. 

46. Beowuif, hrsg. von Moritz Heyne. 6. aufl. l>es. von 
Ad. Socin. 

vgl. Jsh. 1S9S. 15, 39. — angez. von M. Trautmann, Anglia 
mitt. 10, s. 257—272; von H. Jantzen, Archiv 10:J, 175 f., beide 
günstig. 

47. Beowulf, hrsg. von A. .1. Wyatt 2nd ed. 

Tgl. Jsb. ISOS, 15, 40. — angez. von M. Trautmann, Anglia 
mitt. 10, 8. 257. 

48. Beowulf, Angelsächsisrhes heldengedicht ül>ertragen %*on 
M. Heyne. 2. aufl. 

vgl Jsb. 1S98, 15, 43. von F. Holthausen, Archiv lOS, 
373-- 370 angez. nicht ungünstig, doch wird im einzelnen viel 
ausgesetzt. 

49. The Tale of Beowulf sometime king of the folk of 
the Weder (.»eats. transl. by William Morris and A. J. Wyatt, 
London, Lun^^mans. Crrecn ^ co. ls9S. 

es ist (lies ein abdruck der nicht verbreiteten Keimscott 
press-auHgal)« von ls!»5 (vgl. Ath«nsff*um ls95, 10. augustk be- 
sprochen von Hulme (Mod. lan^. notes 1.5. 1), *The nigged %igour, 
the healthy imafni^i^^ion. and the general epic tone of the original 
are all found in Morris* translati<>n*. Morris l>edient sich der 
allitterierenden lani:z<ile. nicht zu lolx^n sind die vielen veralteten 
oder schwerverhtandlichen Wörter. 

5m. Zenai'ie \, Uat^ozin. Tales f'( the heroic ages: Sieg- 
fritl, the h«»ro ot* the North, au'i He*.\viilf. the h*'ru of the Anglo* 
Sax^ns. illustrat*Ml by (n-orge T. ToMn. New York, G. P. Put- 
nams hons. 1*^!»*^. 

u:\r\i ;irt eine« iuan*hens wir! hier die ße?«rhi»hte der alieo- 
teuer Heovmlt^ tir «lie heranwachsen-ie Jugend in pmi^a lebhaft 
un«i iiiirf^'-nl orzah'.t. die vier b«i;:f^'l»<»nen bilder: landung Beo- 
wulfs: k«»nijj:in Wealhtheuw un«i lJ«M.wult'; IJenwulf und Gn^ndela 
muttor; der toi H-.,uulfs •titeU-ili) ^ind lebhaft darge«»tpllt, aber 
durchaus ni>*dfru :tut\;et':isst. -- an>;ez. von Wn«. H. Hulme in 
Mod. lang, notes 15, 1. 



XV, a Altenffltaebe deokail«: 2. poide. 223 

r>\. Clyde Fur8t, Beowalf in A Oroup Old Authors. Phila* 
dolphia, George W. Jaco))8 ft co. 

auch dieser aufsaU soll nur im allgemeinen in das Beowufllied 
einführon, indem der inhalt det$ iiedes gegeben und im allgemeinen 
ü)>6r die art des gedieh tes, die darin erwähnte Grtlichkeit, seine 
geschichtlichten l>eziehungen usw. gehandelt wird. — kun anget. 
von Clarence O. Child in den Mod. lang, notes 15, 1. 

'}2. T. Arnold, Notos on Beowulf. London, Longmans 
and CO. — vgl. Jsh. 1S98, 15, 41. dies werk bringt wenig neues. 
H. Hulme, Mod. lang, notes ir>, 1 erklärt es für 'a val nable help 
to English and American students of the epic of Beowulf, doch 
stimmt er diuxhaus nicht Arnold in allem bei. 

53. M. Trautmann, Berichtigungen, Vermutungen und er- 
kläniiiK^'n zum Beowulf. 1. hälfte. (Bonner l>eiträge zur angUstik 
no. 2). 

vgl. Jsb. 1898, 15, 42. — angez. von F. Holthausen. nach 
ein paar einleitenden Worten giebt er eine anzahl eigner Ver- 
mutungen. Litbl. 1900, 2. 

54. R. Kisten mach er, Die wörtlichen Wiederholungen im 
Beowulf. 

vgl. Jsb. 1S98, 15, 47. — angez. von Mead, Joum. of germ. 
phil. 2, 54G f.; von Kaluza, Engl stud. 27, 121 f. 

r».'». AH>ert S. Cook, An Irish parallel to the Beowulf story 
(in Tatrick Kennedy *s Legendär}* iictions of the Irish Celts) 
Archiv 1U3, 154 ff. 

die anklänge an den Beowulf sind recht gering: eine hexe, wird 
von oiiiem helden an der hand festgehalten, als sie in eine wohnung 
eindringt und drei kinder stehlen will, allein sie betäubt durch 
Zauberei den heldrn ((*luas Guillin) und verschwindet, ohne dass 
ihr der arm ausgerissen wird, mit den kindem. der held fährt dann 
mit zwei gefährton in einem boot in einen sumpf und an den 
türm, in dem die hexe wohnt, und versetzt diese in einen zaul^er- 
schlaf. die drei kampier faliren mit den kindem weg, werden aber 
von der wiedererwachton hexe verfolgt, doch einer der gefUurtan 
d«*.H Chia-s ersrhiesst sie mit einem pfeil und alle gelangen glück* 
lieh in die heimat. 

ktsrkaft its fifMkhu 50. Fritz Boeder, Die familie bei den 
Angelsachsen -- s. oben 15. 21. in diesem werkchen wird manches 
zur erklärung des obigen gedichtes beigetragen und öfters darauf 
Ix^zug gf*nommou. c-benso dient es auch zur aufhellung einiger 
vcHH) in der *Klago der frau*. 



224 XV. EngliMb« litUnUur. 

(|MWllf. r»7. M. Traut mann, C3niewalf. lU>nn 1897. 

vgl. J»h. 1897, 10, 190 und 189S, 15, 51. — aogex. von 
R. W. im Lit. chl. G: von G. Binz, Engl «tud. 26, 388; Athe- 
nieum 3730; von Woltinger, AfdA. 2r>, 201—204; Theol. lithl. 
20, 42. mit T.8 aufHtellung ülier das leben des dichters, womit 
er wieder zu den alten ansichten surückkehrt, ist kein kritiker 
einverstanden. 

5S. Richarl Simons, Cynewulfs Wortschatz oder vollständiges 
würterimch zu den Schriften (.*ynewulfs. (Bonner l>eitrftge zur 
angliiitik hrsg. von Trautmann, heft 3). Ikjnn, Hanstein. 

nachdem d<»r vf. 1^9^ als Bonner diss.: * Worte und Wortver- 
bindungen der echten Kchriiten Cynewults* eine vorarlieit zu dem 
vorliegenden buche hatte en4<'heinen lassen, liegt nun das Wörterbuch 
vor. (vgl. Jsb. l!^ilH« l.'i, 7iH\, es ist der Wortschatz von Juliane« 
Elene, Christ (nur v. 410— Sü7). sohii ksale der apostel (als Andreas 
1723 — 1817) und Vi>n unechten gedichten n«M*h der Wortschatz des 
Andreas, sicherlich iüt es eine sehr dankenswerte arl>eit, die nach 
Stichproben auch zuverlässig zu sein scheint, daher uird das buch 
jedem freunde ags. dirhtung uncntliehrlich werden, wünschens- 
wert wäre gewesen, diiss der vf. den wrirtsohatz des ganzen (*hriitt 
aufgenommen hätt«*. um die fmge über die zusiimmengehürigkeit 
oder nichtzusammeng«.>h<irigkeit der drei teile, eine frage, die schon 
von verHchiedener seite an^^eregt wurd<\ womöglich entscheiden zu 
können. 

M. M. Traut mann, Zu Cynewulfs ninenstelien. i lk>nner 
l)eiträge zur anglistik no. 2). 

erwähnt von F. liolthausen, Litbl. 1900, 2. T. I>eschäftigt 
sich mit der u-nine der runenstelle, die sich an die Schicksale 
der apostel anschlienst, die w-rune im <'rist und v. 1262 ff. in der 
Elene. 

Oo. James M. (varnett, The Latin and the Anglo-Sazon 
Juliana, in deu Publications **X the Mod. laug, as^oc. of America 
14. .3. 

Gumett vergleicht Cynewulfs Juliana mit dem ersten lelien 
der heiligen in den Acta Sanctorum. das der Angelsachsen quelle 
war, wenn sie auch frei l»enutzt wunie. eine kurze l>etrachtaog 
des griechis« hen lebeiis «Kt Juliana des Simon Metaphrastes iu 
seinen Acta Sanctorum srhlieüst si«-h an. dass Cynewulf Gamett 
immer noch Xurdhumbrier ist, wofür sich gar keine bestimmten 
gründe vorbringen lassen (nur die. dass mau el>en Nordhumbriacll 
and Mercisch lusammenwirA^ darüber lüsst nich nicht strettaa, so 
lange wir die beiden norienglischen mundarten nicht sicher schaidao 
können. 



XT, B. Alteoffliaeb« dankmlltr: 2. poe«». 225 

61. The Christ of Cynewulf. £<L with introdactioo, notes 
and gloasary hy All>ert Cook. Boston, U. 8. A. Ginn k co. the 
AthenH*um press 1900. 

der tezt beniht auf den zwei nenen aasgaben von Oollancs 
(E. £. T. Soc) and von Assman (BihL der ags. poesie III, 2). 
ut>er die eventuelle einheit des gedieh tes wird in der vorrede ge- 
handelt, Ql>er die heimat des vfs. verbessert C. das versehen Traut- 
manns, als ob Sievers Cynewulf speziell für einen Nordhumbrier 
hielte; er erklärt ihn als zum 'anglischen* dialektgebiet gehörig. 
Al>er anglische mundart, soweit wir jetzt ein urteil darüber hal>eny 
vgl. einleitung XL VI — LI. — trotz der einzelausgabe von Oollancs 
(1892) sehr willkommene ausg., da auch erklärende anm. geboten 
werden. 

G2. Cynewulfs Elene. Mit einem glossar hrsg. von 
J. Zupitza. 4. auä. Berlin, Weidmann. (l)esorgt von Albert 
Herrmann). 

es ist dies nur ein neudnick der 3. aufläge, unter beseitigung 
alter d ruckfehler. — angez. von M. Trautmann, Anglia beibl. 10, 
202; von D. Bülbring, Museum 7, 12; von O. Binz, LitbL 1900, 3; 
Revue critique 1899 (2) 404. — l>ei dieser ansgal)e zeigt sich, 
trotz redlicher l>emQhung eine richtige mitte zu finden, wieder die 
Schwierigkeit, die sich ))ei neuherausgal)e älterer werke ergiebt 
entweder man h&lt sich möglichst getreu an das vorhandene, and dann 
findet man bei den kritikem selten Zustimmung, oder man schreibt 
Hellwt ein neues werk und zerstört damit das alte! 

G3. Cynewulfs Elene. Zu v. 725. von Oliver Farrar 
Emerson. Mod. lang, notes 14, G. 

das aufsätzchen handelt über die quelle der stelle von 'Jose- 
phes \}kn\ als die der vf. zunichst die lateinische Elenelegende 
erkennt, doch ihre al)stammung aus dem Talmud ableitet 

E\e4B. G4. O. Mürkens, Untersuchungen über das alt- 
englische Exoduslied (Bonner beitrage hrsg. von Trautmann no. 2). 
Bonn, Hanstein. 

vgl. Jsb. IsQS, 15, 5G. — angez. von F. Holthaosen, LitbL 
1900, 2. 

(ififliK. 65. H. Jory, Untersuchungen zur altenglischen 
CteneKisdichtung. Bonner diss. Leipzig, Fock. 32 s. 



GG. F. Brinker, Oermanische altertümer im 
giNÜcht Judith. 

vgl Jsb. 1899, 15. 5"^. — im ganzen günstig angez. von 
O. Glüde, Engl stud. 27, 13G f. 

J^k t mkmitkl IJr uff^si w fc t »moiefi». XXt Htm.) 15 



226 2V. EngliBche litteratar. 

Klage der frao. vgl. 15, 21. 56. 

Phoenix. 67. J. M. Hart, Zu Phoenix v. 56 in dem aufsatze 
^Allotria', Mod. lang, notes 14, 5. 

68. Alb. Cook, Zu Phoenix v. 56. Mod. lang, notes 14, 7. 
Cook stimmt Hart in der erklärung dieser stelle nicht bei. 



69. Ed. Sokoll, Zum ags. physiologus. (27. Jsb. 
der k. k. staats-oberrealschule in Marburg i/Steiermark). 1897. 

der vf. stellt die, nach Eberts ausfuhrungen, sehr wenig glaub- 
liche ansieht auf, dass der ags. dichter den ganzen Physiologus 
aus dem latein übersetzt hätte, uns aber der grösste teil davon 
verloren gegangen sei. — G. Sarrazin bespricht das programm, 
Engl. stud. 27, 135 f. (allerdings bereits Kiel, okt. 1897 unter- 
zeichnet), und hebt mit recht hervor, dass Sokoll viel von der 
neuem Kynewulf-litteratur nicht gekannt habe, stimmt ihm aber 
hinsichtlich seiner hauptbeweisführung beL 

Psalter« 70. Helen Bartlett, The metrical division of the 
Paris Psalter. 

vgl. Jsb. 1897, 16, 212. — angez. von K. D. Bülbring in 
Anglia beibl. 10, 97 f. 

Waldere. 71. H. Althoff, über einige stellen im Waltharius 
und die angelsächsischen Waldere fragmente. Weimar 1899. — 
progr. d. realgymn. no. 722 s. 3 — 11. 

72. E. Holthausen, Die altenglischen Waldere-bruchstücke. 
neu herausgegeben, mit 4 autotypien [Göteborgs hogskolas ärs- 
skrift 1899 no. V]. Göteborg. 17 s. und 4 s. facsimile. 

nach einer einleitung über die hs. folgt ein diplomatischer 
text mit anmerkungen, der einige versehen der früheren lesungen 
berichtigt, dann der 'hergestellte text* und das gut ausgeführte 
facsimile. 

3) Prosa. Alfred. Übersetzung von Bedas kirchengeschichte. 
vgl. no. 15, 42. 

73. J. E. Wülfing, Die syntax in den werken iElfreds des 
grossen. — oben 14, 109. 

74. J. Schipper, Die geschichte und der gegenwärtige stand 
der forschung über könig iElfreds Übersetzung von Bedas kirchen- 
geschichte. Wien 1898. (s.-a. aus den Sitzungsberichten der kais. 
akad. der wissensch. in Wien. bd. 138). angez. von G. Binz, 
Engl. stud. 27, 122 flf. 



XV, E AltcogliMht daftkmilOT: a. ^nu. 227 

75. King Alfred • Old EnglUh yersioo of Boethioa de Conto- 
Utione philosophiae. ed. by W. J. Sedgefield. Oxford, Clareodoo 
prees. — rec. Athenfeum 1899 (1) 494. 

.filfrif. A. Brandeis, Die alliteration in iElfrica metriscben 
homilion. — s. ol)en 14, IG, 4. 

AHMb. 76. AU>ert H. Smyth, Shakespeares Pericles and 
Ai>olloniii8 of Tyro. A study in comparative liteimture. Phila* 
delphta, Mac Calla & co. 189S. 

vgl. Jsb. 1898, 2, 74. — s. 47—00 enthilt: TThe story in 
En^rlish*. über die altenglische bearbeitung handelt allerdings nur 
8. 48. — anges. Rev. crit. von *F no. 23. 

77. £. Klehs, Die erxählung von ApoUonins von Tym^t. 
iine geschichtliche Untersuchung über ihre latein. urform und ihre 
hpätcru In^arbeitungen. Berlin, Ci. Reimer. XII, 332 s. 10 m. 

augos. von G. Landgraf im Chi. 1900, 4. von S. Singer, 
der <ltMu \t\ libHchreibon aus seinem eignen buch (Jsb. 1895, 10, 70) 
von^irft, Angl. boibL K», 233—239. 

7^. K. Märkisch, Die altenglische bearbeitung der ersählung 
von A{K»U(>nius von Tynis. teil L diss. Berlin, Mavcr and 
Müller. 

onthält: 1. laut- und formonlehre. 2. syntax des denkmals. 
— vollständig erschienen als l>d. VI der Paliestra. 1,G0 m. 

tfl(4iktiierrffri. 70. F. Llobermann, Von der ags. Bene- 

diktinerre^el. Archiv 104, 125. 

L. macht auf eine von Schröer seinerzeit nicht gekannte hai. 
der l^nediktinerregel in der dombibliothek von Dorham (l>d. IV, 
21 f Osli) aufmerksam, sie weicht in der anordnung von den von 
Schrucr benutzten hss. ab. 

NkklilC boMÜfl. ho. M. Förster, Zur vierten Bückling 
homily. Archiv lt>3, 149. — lat, .jueUe. 

rhroiik. "^1* C. Plummer and J. Earle, Two of the Saxon 
C'hmnicles Tandlel. A Revised Text. With Introduction, Notes etc. 
vol. 11: Introduction, Notes and Index. Oxford, Clarendon Press. 
IJh a. 

vgl. vi»l I Jsb. 1S02, in, 3Ö4. vol. II l>e8pr. von F. Lieber- 
lüunii. Archiv \**A, l^S — 199. sehr au»fuhrlioh, sehr anerkennend, 
•inh schlif»t der ref. viel belehrendes aus seinem eigenen 
m'isMen an. 

^2. J. M. Hart, Zu chronik 7r>r). im aufsatz * Allotria', Mod. 
1 iii^:. ii'iteH 14. .'». er )»ehan<ielt «lie fr.ip*. ob dort cyl»dou oder c>i «le 
> • HM-r Wart'. 

15" 



228 XV. EngliMb« Utt«ratar. 

83. F. Liebermann, Verlorene ags. annalen. Areh. 104, 124. 

ee besieht sich die notis auf die im katalog, wohl um 1160 
gefertigt, der Durhamer dombibliothek erwAimten CroDica dno 
Anglica. 

MllOKe GrfX^rs. 84. Hans Hecht, Die spräche der alt* 
englischen dialoge Gregors des grossen, diss. Berlin, Mayer und 
Molle. 1900. 

in der dissertation wird uns nur ein kleines bmchstück einer 
grammatischen arbeit geboten (die vokale der Stammsilben in den 
has. C und O). die ganse arbeit soll erscheinen nach Veröffent- 
lichung des textes in Grein*Wiilker, Bibliothek der ags. prosa. 
bd. 5. 

EvUfffiMI- ^^>' M. A. Harris, A Glossary of the West Sazon 
Oospels: Latin- West Saxon; West Sazon-Latin (Yale Studier in 
Engiish, ed. by A. Cook no. 6). ßostnn, New York and London, 
Samson, Wolffe k co. — rec. Fr. Klaeber im Joum. of Germ. Phil. 
4, 2, 4; Brand 1, Archiv 102, 400. 

nebMiwhwiniK. ho. f. Lieb ermann, Eine angela. fieber- 
beechwurung. 

Archiv ln4, \2'A sucht L. auf eine formel der fieberbe- 
schw5rung, die Schenkl 1S9S veröffentlichte und die in Cockayne*s 
Leechdoms fehlt. 

fiftftZf. 87. F. Liebermanu, Die gesetze der Angelsachsen. 
1. bd, 

vgl Jsb. 1897, 9, 18. besprochen von A. Bchröer, AngUa 
beibL 10, s. G6 f. 



88. Schlutter, Anglo-Saxon glosses. Mod. lang, 
notes 14, 5. 

richtet sich gegen J. M. Hart's artikel: Mod. lang, notes 
14, 1. (s. 22 -:(!): 'Schlutters Cid EnglUh Etymologies*. Hart 
hatte ihm besonders vorgeworfen, dass er schon von deutschen g^ 
lehrten in der Anglia, ZfdA. und andern seituchriAen vorgebrachtes 
als eigene entdeckung ausge^el>en habe. Schlutter sucht, den Vor- 
wurf durch die erklarung surückzuweiüen. er hal>e weder die An^lia 
bd. 13 noch die ZfdA. je in h&nden gehabt! ül>er Schlutter 's auf- 
•itse vgl Jsb. 1896, IG, 31 und 182; 1H97, IC, 36 und 233. — 
8. oben 14, 52. 

Mülr iil t CJM . 89. G. Herzfeld, An Cid English marty- 
rology reedit4^d from manuscripts in the liltraries of the British 
Museum and of Corpus Christi College, Cambridge, with intro- 



XV, C. M itteko^iMlM dMkmilir: h Htm ralififlM littmtur. 339 

doetion and notaa. Eearly EngÜBh Text Society. Londoiii Kagan 
Paul, Trench, Trübner and co. XLIII, 243 a. 

die einleitung enthalt 1. hiatoriache bemerknugen, 2. die vier 
haa. und ihr verh&ltnia, 3. ort und leit der entatehong dea alt- 
nierciachen denkmala mit einer grammatiachen anterauclniagi 
4. (|aellen. darauf folgt der text im weaentlichen nach der ha. 
B (Brit Mua. Cod Cotton. Juliua AX) mit Variantenapparat nnd 
überaetaung, endlich Addenda and corrigenda and Liat of Sainta. 

lUiak NietaMine. OO. F. Liebermann, Über daa Ritoak 
Duneimenae. Archiv 104, 122 £ 

ea bandet aich hier nur um einen eintrag über einen biaoiMif 
iElfaige (968 — 990), der nichta mit dem Ritual lu thun hat 

tllClitcilC. 91. W. Victor, Die northumbriachen ninen« 
steine. — vgl Jab. 1898, 15, 70. — rec. H. M. Chadwick, Idg. 
9, 60—03. 



WllMttl pn^KtM- ^^' ^^- Priebsch, The Chief Sourcea 
of 8ome Anglo-Saxon Homiliea, in den K>tia Meraeiana*. voL L 
Liverpool und London, Wohlleben, a. 129—147. 

drei Wulfatan sugeachriebene homilien (XLV, LVII, XLIII) 
werden auf eine lateinische quelle, eine Epiatola Salvatoria Domini 
noatri, einer abhandlung über aonntagaheiligung surückgefUirk 
— angei. von A. Brandl, Archiv 104, 204. 

93. F. Liebermann, Wulfatan und Cnut Archiv 103» 
47—54. 

Homilien, die Wulfatan lugeachrieben werden, die geaetie ana 
Aethelreda und Cnuta, aowie einige abhandlungen über Urche und 
Ktaat in Thorpe*a Ancient Lawa werden auf gegenaeitige abhinglg- 
keit von einander hier verglichen. 

C. Mittelenglische denkmiler. 

t) Altere rOgim Ittentir: «m. 94. o. o. McKnight, Orm% 

double conaonanta again. EngL stud. 26, 455 t 

Air die anaicht, that Onn*a double conaonanta, when intervocalio, 
mean long conaonant, and not ahort voweL 

F. Weyel, Gebrauch dea in£ a. 14, 121. 

VilieMI. 95. £. J. Becker, A contribution to the oompa- 
rative atudy of the mediaeval viaiona of heaven and hell, with 
nperial reference to the M. E. verriona. Johna Hopkina un.-diaa. 
Baltimore, Murphy. 

96. 0. Backhana, Über die qualla dar me. legende von 



230 XV. EngliMhe Httentar. 

der hL Joliane and ihr ▼•rh&ltniB la CynewaUs JalUne. diät. Halle 
1899. 57 a. 



I. Elite. 97. F. Holthausen, Zn ae. und me. dioh- 
tengen, XI. Angl. 22, Ul. 

filMmtor kwiür. 98. The Ufe of 8t. Caecilia from ma. 
Aahmole 43 and ma. Cotton Tih. £ VII with introduction, Variante 
and gloaaar}' by B. El. Lovewell. (Yale atudies in EngUah, III). 
Boeton, Lawson 1898. 

8. Jsb. 1898, 15, 87. — beapr. von E. Kölbing, Engl. atod. 
XXVI, 394—399; von A. Brandl, Arch. 103, 177 f. 

fires I. lertlM. 99. O. Schmidt, Ül>er die aprache und 
heimat der *Vicea and vertuea'. ein beitrag sur me. dialektkunde. 
diaa. Leipzig. G9 aa. 

(iast af (if. 100. The gaat of Gy, hraK. von O. Schleich 
(Palaeatra, 1). Berlin, Mayer u. Müller 189S. — s. Jsb. 1898, 
15, 88. — I)e8pr. von K. Luick, DLs. 987—989; im CbL 
824—825; von K. Bülbring, Angl. beibl. 10 (3) 65 f. 

S^llU (if. 101. Speculum Oy de Warewyke, an EngUah 
poem, with introduetion, notea and gloaaar}* here for the firat time 
printed and tirst edited from the mas. bv G. L. Morril). Londo««, 
EETS., extra »erieii LXXV, 1898. CXCVI, IIG a. — vgL Jeb. 
1898, 15, 88a. 

Laigiill« 1*^-- Langhind*a Viaion of Piera the plowman. 
done into modern proee, with an introduction, by Kate Warren. 
2*^ rev. ed. London. Fiaher Unwin, 1899. 184 a. 

103. £. M. Hopkins, Who wrote Piera Plowman? reprintad 
from. the Kanaaa univemity quarterly, april 1898. 

Wklir. 1*^4. G. M. Trevelyan, England in the age of 
WiclitTe. London. Longmana A co. 

lieapr. AtheLiioum I (no. 37'J7) 3^0 — 300: "among the moat 
elaborate m^nographa un hia perio«]'. a. IT», 27. 



2) .iltorf weltlirke bttoretir: Cij «f Wanrirt 105. M. Way- 

raoch, Die me. faaeungen der aage von Guy of Warwick und ihra 
altfranx. vorläge. Breülau, diaa. 1899. 42 a. < '«eparatabdruck aoa 
Kölbingri funichungen zur engl, aprache und litteratur, heft 3*). 
die diaa. beginnt mit einer aufa&hlong der engL faaanngan und 



XV, a MittolMgliiebe dMÜnallir: 8. Htm iraltUdie Uttettor. 231 

veneichnet dann mit hllfe der frani. hss. ein« reihe von tezt- 
verderbniBsen in den von ZupiUa gedruckten has. 

SfffI UKCS. 106. E. Campbell, A study of the romance of 
the Seven Sagea with special reference to the M. E. versiona. 
Publ. of the Mod. lang, aiwoc. XIV, 1, 1—107. — a. Jab. 1898, 
15, 76. 

C. vergleicht 7 von den 8 me. hss., die erhalten sind, alao 
um 2 mehr als Petraa 1885. er glaubt nicht mit Petraa, dass sie 
auf mehrere me. fassungen surückgehen, sondern dass sie aus einem 
verlorenen original stammen, mit dem die Auchinleck&ssung am 
nächsten verwandt ist. er besweifelt die ansieht Kölbings, dass 
dies original von demseU>en dichter herrühre wie 'Arthur and 
Merlin*, die direkte frans, vorläge ist nicht l)estimmbar. im an- 
hang dnickt C. die geHchichte des medicus nach hs. Arundel ab 
und vergleicht sio mit 5 anderen hss. ihr vollständiger abdruck 
wiire ein dringendes l>edürfnis. — bespr. von Q. Bins, Angl. beibL 
10 (2) :i>^— 44; von 0. P(aris), Romauia 28, 166: die verschiedenen 
engl. foHSungen haben wirklich eine einzige quelle (franz. O). 

107. A. Xapier, A hitherto unnoticod M. £. ms. of the 
Seven SagoH. das. 459—464. 

N. verweint auf das bisher nicht beachtete ms. RawL poet 175 
in der Bodleiana, aus dem XIV. jh., nördlich, am nächsten mit C 
verwandt, und teilt prolien daraus mit 

Sr CaWlil. 108. Sir Oawain and the green knight. a M. E. 
.Arthurian romance retold in modern prose, with Introduction and 
fiotos. by J. L. Westen, with designs by W. M. Crawford. 
«Arthurian romances unrepresented in Malory*s 'Horte d*Arthur'. 
no. 1., London, Nutt 1H98. XII, 96 s. 

s. Jsb. 189S, 15, 80. — bespr. von O. Hinz, AngL beibl. 10 (1) 
13 f.; von E. Kölbing, Engl. stud. 26, 399—403. 

109. B. Kuhnke, Die allit. langzeile in der me. romanae 
Sir Gawayn and the green knight L diss. Königsberg 1899. 
46 s. — auch Weimar, Felber. 2 dl 

Iwe IWraM. 110. A. Knobbe, Le bone Florence of Borne, 
hrsg. von W. Vietor. 2. abt: Untersuchung des denkmals. Mar» 
burg, El wert 1899. 59 s. 

l>ei der vergleichung mit den verwandten faMungen findet K. 
die Stellung des gedichtes etwas selbständiger als Wensel (1890). 
er untersucht stil, spräche und versmass. aus grammatischen Über- 
einstimmungen unmittellmr mit heutigen dialekten eine genaue 
lokalisierung des denkmals zu w*agen — bei Windhill — ist wohl nicht 



232 X^- Eoglitriie littentar. 

ohne bedenken. — bespr. von F. Holthauson, Angl. beibL 
10 (8) 129 f. 

3) rhaarer UJ Cower. m. The workH of Chaucer, ed. b7 
A. W. Pollard, H. F. Hoaih. M. H. Liddell, W. S. McCormick 
(Olobe ed.). London. Maomilhin 1807. — b. Jsb. 1808, 15, 92. — 
l>espr. von W. WetE. An^l. beibl. 0, 10, 301—307; von 
J. Koch, Arch. In2, 41(»— HC; von F. Grai, DLi 4G4— 466; 
von R. W( ulken, Cbl. 620-630; Athenacum I (no. 3723) 268—260. 

112. B. ten Brink, ('haucer'»< B|»niche und verskunst 2. aufl. 
hrag. von F. Kluge. Leipiiß, Ch. H. Tauchnitx ISO«. XV, 223». 

113. W. \V. Skeat, E. G. Atkinson, W. Uye, A. Hall, 
W. H. Stevenson, H. Harritton, R. K. Sharpe, P. Toynbee, 
The origin ot' the Hurnaniv *rhaucer\ Athenaeum I (no. 3719, 
3721—3723, 3725, 372s— 3720), 145 f., 2lU, 242, 274, 338. 
435, 468. 

g<*gpn Cliauror <^ chaucier *■ liotfier spricht the rarity of the 
Word, dioae ist ubor begreiflich bei Chauier -<]] chaut'eciro ■» cale- 
Factor cerae, cerarei praetectuH 'Duraiigo, und in der that aind 
dieee )>ei(len formen als nauio einer und derselben engl, familie 
SU anfang dea 1-1. jhn. b^^zeugt. mehn*re leutc dieses namens werden 
nachgewiesen und zugleich sprarhlirhe zweifei gegen die neue ety- 
uiologie erh«>ben, du auch die f«Tm <*haucerv l>elegt wheint, cire aber 
fem. ist. von aud4*rer seite wird auf analugiefi innen wie livrea, 
perea als nom. sgl. im anglouorm. jener zi-it verwiesen. 

114. W. W. Skeat, A further note conceniing Eliae de 
Chaucer. Athenaeum I (ni>. 3726) 372. 

115. G. L. Kittredge, (*haucer and Froissart (with a <iis- 
cuasinn of the date nf the M*'lia<Ior). Engl. stud. 26, 321 — 336. 

d«T anfiuig des H. nf the duch. ist aus Fmissart gel>orgt (nicht 
umgekehrt), und Froissart seilest hatte G. de Machant nachgeahmt. 

IW). W. S. McCormick, *Kvcn\ *nevere' etc. in Chaucer. Athe- 
naeum I ino. 372'.-- 3726' 3:i0, 372. 

M. verteidigt ^t•in 'evre* ne)>en *rver' in derCflobv ed.i: diaaevere 
C*. T. I untl zieht uU |*;trallelen an hevtne. aevcne, lettre, l^ettre, 
chaml'n*, uptwc* u. ilgi. 

117. W. W. Skeat. (ilc^tiarial index to the worka of 
(^haucer. Oxf^ni, (Märenden prt-ss. 156 us. 

118. £. Flugel. Chaucers kleinere gedichte. L liste der 
has. Angl. 22, 51u— 528. 



XV, C Mitte l eo gii icb» dtokmü«: S. Cbaucer imd Gowtr. 233 

119. H. C. Ford, Obsenrations on the Uognage of Chaacert 
Hou0o of Farne, dii». Univenitj of Virginia. 1899. 

nicht erhalten. 

120. H. J. Whiton, The coordinate and sobordinate oon« 
junctions in Chancers Troilua and CriBeyde, with a compariton of 
the liomaunt of the roae. Columbia univ. dias. New York, The 
Knickerbocker preas. 

nicht gesehen. 

121. The l)ook of the tales of Canterbory, prolog, hrsg. von 
J. Zupitsa. 2. aufl. 189G. 

a. Jab. 1896, IG, 228. — bespr. von M. Förster, Arch. 
103, 178 £ 

122. (^haucer, The prologue to the Canterbury tales. ed. 
by A. Wyatt, with a glossar}* by J. Malins, introduction, tezt, 
notes, glos8ar>', and appendix. University tutorial series. 180 s. 
London, Clive. 1 sh. 

123. W. Bang, Zu den Canterbury Ules (A. 3768 ff.). Engl 
stud. 26, 319 f. 

124. Chaucer*8 Canterbury tales: the squire's tale. ed. with 
introduction and notes by A. W. Pollard. XXII, 54 ss. London, 
Macmillan. 1 sh. 

nicht gesehen. 

125. K. O. Petersen, On the sources of the nonneprestes 
tale. (The Athenaeum pressj. Boston, Oinn 1898. 

8. Jsb. 1898, 15, 94a. eingehend und im wesentlichen in- 
stimmend bespr. von L. Foulet, Romania 28, 296—303. 

126. A. 8chade, Ül>er das verh&ltnis von Pope*s 'Jannary 
and May' und The wife of Bath^ her prologue' su den entsprechen- 
den abnchnitten von Chaucer's 'Canterbury tales*. IL EngL stud. 
26, 161— 22«. — vgl. Jsb. 1898, 15, 109. 

127. M. Förster, Shirley-hss. Arch. 103, 149—151. 
die hss. Harley 2251 und 7333 sind nicht von Shirley. 

128. The complete works of John Oower ed. from the mss. 
with introductions, notes and glossaries by O. C. Macaulay. I: 
the French works. Oxford, Clarendon press 1899. LXXXVIL 
564 s. 16 sh. 

texte: 'Mirour de Tomme* (das verloren geglaubte Speculum 

meditantis), H^inkante Ulades' und ^raitl^ pour eesampler les 

amants marietx*. die einleitung handelt eingehend über vers und 

Sprache, Inhalt, quellen und biographische angaben, die an- 



234 ^V. EDgliiche litteatar. 

merkungen fiillen 80 Miten. glossary, index of proper name6 and 
index to the noteB schliessen den wertvollen band. 

129. H. Spies, Der gegenwärtige stand der Oower-forschang 
und eine kritische neuaimgabe der Confesaio amantis. Vortrag 
gek bei der A\ vera. dtscb. philol. u. schulm.; auszug in den ver« 
handluDgen a. 137 143. 



4) (laicers Sffclle: LHxit^ l-^O. E. Krausser, Lydgate'8 
Complaint of the black knigbt. text mit einleitung and an- 
merkuDgen. Halle 1>^9G. 

8. Jsb. 1S97, 1«;. 2SO.— Iienpr. Litbl. 373— 37ri von M.Ealusa, 
der von Scbick's Lydgate - typen i Temple of glas, s. XVIIj swei, 
nimlicb C und £« t>ezweifelt. 

131. The pilgrimage of the life of man, Englisht liy John 
Lydgate, a. d. 1 12<^ from tho French of Guillaume de Degui- 
leville, a. d. 1335. editod from :; tifteenth-ceut. mss. in the 
British Museum, Cotton Vitellius C XIII. <*otton Tit*erius A VII, 
Stowe 952, by F. J. Furnivall, part I. Li.ndon, EETS. extra aer. 
LXXVII, 1899. XII, 210 .s. 

132. E. P. Hammond, Lvdgates mumming at HertfonL 
Angl. 22, 304 371. 

'supplirariMun putte tu tho kyn^ hoMing bis noble feeat of 
Cristmasse in a •ii:«giiysing of th^ rudo upplundi.si4he people com* 
pleyiiing un bis wyvcs«, with the l>oystoiui auuswero of bis wyvei^ 
devised by Lydegiiio". 

133. Lydgate s Horse, goose and sheep. hrsg. von M. De- 
gen hart. Leipzig, Dogenhart 1>>99. 

Mok I. 131. \V. W. Skeat, The king*8 ^uair' and The 
romauut of the rose*. Athenaeum II (uo. 3741, 3743) GG f. and 
139 f. 

S. tindet, daiis nicht b!'>s.H Lydgate im *HIark knight*, sondern 
auch Jak«*b I. im 'Kin^'s «luair* bei einem oitat aus dem .osenroman 
dem ti-xte von fragm. .\ folgte 'mit hiTul^riiahmo des kenU reims 
*knct: .set' , und duhs dies ein l«;weiM mehr für < *haucerischen Ur- 
sprung von fragm. A ist. als vf. von fragm. H ' v. 17u5 tf.) con- 
jiciort er Jakob I. ^elbI*t, s. 15, 213. 

135. (f. Neilsoü und A. H. Miller, The acril» of the 
'Kingis «juair*. Athenaeum II (nn. 37C4 und 'MWt '«35 f. und 898» 

N. fand, dass die hu. vom 'Kinid' «juair' fol. 192 — 20S tob 
Master James Gray geschneiten wurde, von dem ein notlabach oad 



XV, C MitteliOfUielM dtokmikr: 4. Ouneert tciiak: Ljdgtto. 335 

eine 'Oenealog}** erhalten sind« M. beeUtigt dies, erweist das 
Wappen der ha. ala daa des Lord Sinclair, Orajs patron, and bringt 
die t>eatellQng der abschrift mit der verwandtachafl in verbindungi 
die iwiifchen dem schottischen königshaus and Lord Sinclair 
besUnd. s. 15, 241. 

(laiffWe* 136. Das me. gedieht The boke of Capide, Clan- 
vowe lageschrielien, hrsg. von £. Vollmer. Berlin 1898. 

s. Jsb. 1898, 15, 116. l^espr. von W. Dibelins, Arch. lOS, 
179 f. 



137. M. Förster, Zu 'Passe forthe, thoa pilgryme*. 
Arch, 102, 213 f. 

dies Arch. 101, 50 f. gedruckte gedieht ist bereits in zwei hss. 
des 15. jhs. vorhanden; in einer (von Shirley) wird es Oower su- 
geschriel)en. 

Erhra IMireiX. 138. £. Sieper, Les ^hecs amoureuz. eine 
altfrana. nachahmung des rosenromans and ihre englische über- 
Hetzung. (Litterarhist forschungen, 19). Weimar, Felber 1898« 

s. Jsb. 1898, 15, 113. — bespr. von (Schu)lts-O(ora), CbL 
1899, 1072. 

fpKTiff. 139. W. Di bell US, John Capgrave and die eng* 
lische Schriftsprache, diss. Berlin, Mayer a. Müller. 33 s. 

flilin d*9rklM. UO. P. Sauerstein, Charles d^Orl^ans and 
die engl, übersetsung seiner dichtungen. progr. Reichenbach i. V. 
68 s. 

Askbj. Ul. O. Ashby*s poems. edited from two 15^ cen- 
tan* mss., at Cambridge, by M. Bateson. London, EETS. extra 
series LXXVI, 1899. VIII, 105 & 

inhalt: 1. A prisoner's reflections, a. d. 1463 (vgl M. Förster, 
Anglia 20, 139 ff.); 2. Active policy ofaprince, c 1470; 3. DicU 
and opinions diversoram philosophorum; 4. list of words. 

Hrtir. 142. H. B. Baildon. On the rimes in the aathenUc 
poems of W. Danbar. diss. Freiburg. 37 s. 

Iirrli;« 143. V. Dalheimer, Die spräche A. Barclay's in 
The shyp of fol>'s of the worlde 1509. s. abt 14, 124. 15, 280. 

C«Vt «r VctM. 144. Ch. C. Stopes, The rhythmical psalms 
and The court of Venus*. Athenaeam I (no. 3739) 784—786; and 
The authorship of The newe coarte of Venus', Athenaeam II 
(no. 3740) 38. 

handelt u. a. über fortsetxungen der C. T. aas dem 16. jh. 
s. 15, 244. 



236 ^V. ED^ifcbe Utteator. 

5) üakrt Ikktwnn !■ ^r irit urh fkair^r: Sege «f Tnr. 

145. The siege of Troye, edited from ms. Hu-ley 525. with 
introductioD , notes and glossories bv C. U. Wager. London, 
Macmillan. CXV, 126 a. 5 ah. 

G^lflT^ 146. F. Holthausen, Beitrüge lur textkritik der 
me. Qenerydes-romanze (ed. Wright). auH 'Göteborgs högskolas 
festskrift tillägnad konsul O. Ekinan'. Gothenburg, Wettergren 
1899. 7 8. 

WjfltoWI. 147. H. H. HudDall, A presentation of the gramma- 
tical iutiexions in Antlrew of Wyntown's Orgyyuale cronykil of 
Scotland'. Leipzigor disa. 189^. 96 a. 

flTKitfr's tooh. US. M. Müller, Der atreit der zimmer- 
mannawerkzeuge. ein me. gedieht Erlanger diaa. .33 a. 

Polit. WfBSaOlüfl- 149. A. Brandl, Thouiaa Becketa weis* 
sagiing ü)>er Eduard III. und Heinrich V. Arch. 102, 352—356. 

S^fllUi hUUlie SalvatlHB. 150. O. Briz, Die me. über- 
setaung dea Speculum humauae aalvatiouia. Berliner diaa. 1899. 32 s. 

VfStl. I)rik. l-''!. F. Holthauaen, Zu ae. und me. dieb- 
tongen, 59: mora, «luam aiuara eat memoria tua. AngL 22, 
141- 144. 

litttl. 152. Hana Uofmann, Zwei englische ratseL AngL 
beibl. V) il2) :\<2. 

mitgeteilt aua einer ha. des IT), jha. auf der Advocates' library, 
Edinburg. 



S) Prm urh fhaicer: Secitti Mcrft^m. 153. Three proM 

verainDri of the ^ecreta aecretomm. e<iited with introduction and 
notea by K. Steel«\ and a gloasar\- by T. Henderaon. voL L 
text and gloaaarv. (EETS. extra aer. 74). London, K. Paul etc. 
189>. 293 a. 

enthalt drei Übersetzungen der S. S., aus hss. des 15. jhs., 
davon eine aus Irland. 

Ifriil. l'>4. Merlin or the early history of king Arthur: 
a prnae r«»mauoe (ab. l-i'iO — 1 |(j<» a. d. . e<iited from the unique 
ms. in the univcraity library, (*ambri<ige, by H. B. Wheatley. 
with au iutroductiun centaiLiu^ nutlines of the hiator}* of the 
legend of Merlin. }>y W. E. Mead. als<i an eaaay on Merlin tlM 
enchanter aud Merlin the bard. by D. W. Nuah: and Arthuriaa 
localitien, by J. S. (Uennie, part'lV. (EETS. orig. series 1121. 
Loadon, K.'Paul etc. Ib99. CVLXVI, 703—776 s. 



Xy, a MitUleofliMb« tohnilif: 6. piMa luich duuicer. 237 

CiXtM. 155. Düdogues in French and Engliah adapted firom 
a fourteenth-century book of dialognes in French and Flemisli. 
etiited from Caxtons printed taxt (al>out 1483), with introdaction, 
notes, and word-lista, by H. Bradley. London, EETS. extra 
seriös, LXXIX, 1900. XH, 79 s. 

156. P. ßntler, Legenda anrea — Legende doree — Oolden legend, 
a study of Caxton's Oolden legend with special reference to It« 
relations to the earlier English prose translation. Johns Hopkins 
univ. disii. Baltimore, Murphy 1899. VI, 154 s. 

während kap. I dem lat original und kap. II den firans. he- 
arbeitungen gelten, ist der hauptteil dieser eingehenden Unter- 
suchung den «luellen der Caxtonschen Übersetzung (ihre ans- 
>jrabe in der Keimscott press erweist sich als verlisslich) ge- 
widmet Caxton folgte im wesentlichen der frans« Übersetzung des 
Vignay und zwar in der gedruckten fassung; doch benützte er auch 
dos lat. original und eine etwas ältere engl, bearbeituug des 
15. jhs., von der uns erst durch B. einige proben veröffentlicht 
werden; uud 14 geschichten nahm er aus der bibel, zwar mit 
Mtarker legendärer beimischung, doch immerhin so weit treu, dass 
er in der reihe der engl. bil)elül)ersetzer erw&hnung verdient B. könnte 
seine umsichtigen forschungen nicht l^esser abrunden als durch 
eine vollständige ausgäbe jener vor-Caxtonschen Übersetzung. — 
bespr. von P. Mfeyer], Romania 29 (1900), 292—294, der aof 
dem romanischen gebiete die quellenkenn tnis des autors bemängelt^ 
während anderseits gewiss mit dank anzuerkennen ist, dass die 
engl prosatexte hier die erste vergleichende Studie erhalten haben. 

Wjlkjl 4e W«Ne. 157. E. Scott, Cazton and his forman. 
Athenaeum I (no. 3726) 371. 

Wynkyn van Werde kam mit Cazton nach Westminster herüber, 
nahm aJsbald eine englische frau und war 1507 wohlhabend. 



7) SchliVMe: larmri« «f heU. 158. H. Varnhagen, Edi- 
tionis criticae vetustissimi quod sermone anglico conscriptnm est 
dramatis pars prior. Erlanger rectorsprogramm. Erlangen, F. Junge 
1898. 34 s. 4^ dazu anhang: die drei handschriftlichen texte 
in lichtdruck, 5 tmfeln. 

V. unterzieht Mails ausg. 1871 — bekanntlich die erste 
* kritische' auf me. gebiet — einer genauen re\'ision. er druckt die 
<irei hss. neben einander ab, nicht mehr mit der eklektischen 
Schreibung eines ^Originals* ül>er dem strich und mit unvoll- 
ständigen Varianten unter dem strich; und er gelangt durch eine 



238 ^^'' Ed^UcIm litt«rmUir. 

Dftohprüfung der h38.-vergleichaDg tu einer etwas genauem fiusnng 
der hss.-genealogie. fortan iat nach V/s aoagabe lu eitleren. 

York fiäjl. 1<'>9. K. Luick, Zur teztkritik der spiele von 
York. AngL 22, ;iS4— 391. 

BrOBf-baik. ICO. H. Vamhagen, De fabula acenica immo- 
lationeiii Isaac tractante quae sermone medio-auglico conscripta in 
codice BromenMi assorvata est. Erlanger rectorsprogramm. Er* 
langen, F. Jwu^e 1S99. 2u a. 4". 

V. erklärt die uugleiclien »trophen formen des erhaltenen textet 
80, dasti der dirht<;r abah durchgeführt hatte, ein bearlteiter aber 
abaab liiiHtrel^t« und <>in zweiter bcarbeiter abba. — die abhandlung 
iat nicht in dem gezwungenen latein des titela aondem in gutem 
deutsch geschrieben. 

NUil-haak. ICl. K. Hrotanek, Abraham und Isaak. ein 

me. misterium aus einer Dubliner hs. Anglia 21, 27 — 55. 

)>eflchn-i1inng der hs.; Inkalisiening in Xorthampton; abhängig- 
keit vom Mistire du viel testament, auch von den York* und 
TowneI«»y-8piph»n; metrik: text : anmerkungen. 

.\oiks arrkf. 1C2. K. Hrotan(*k, Noab« arche. ein miatarinm 

aus Newciuitle upou Tyne. Angl. L'l, 1»»5 — Jita. 

viTSuch, das doukmal in iler alten schn*ibun(; herzustellen, 
mit hill'c der '\V;ir!* ot Alexander' i EETS. XLVII), deren eine ha, 
sich durch («ini^t* eingifz«*ichn(*te namen als aus der gegend von 
Newcastle stanniu'nd verrat, und der *V>Tk plays*. die «luellen- 
unterhuchung cr^iebt cintluäM der Y<irk-M|'iele. 

I*i3. Specinu'ns of rhe pre-Shakec<i>earean drama. by J. M. 
Manly. I. — v^;l. l."i. 205. 

l(>i. (juelliti dos wcitlichf'n drainas in England vor Shake- 
s|>eare. hr.-ii:. \-ii .V. ISran'il. (i^. u. F. **<»■. Stnui^burg, Tnkbner 
lsl»S. 

s. Job. 1 '*:♦'*. 15. l'ij— ir, 1. — s. unten no. 17G. 



XV, D. NMcagliMU dtokmUer: 1. allgwieiiiM. 239 

D. Neuengliache denkmiler. 
bU 16M) mit tuMchluM Shiktpent. 

I) AUgMKim. 165. £. R. McC. Dix, CaUlogue of early 
Dulilin printed hooks, IGOl to 1700. pari 1, 1601 to 1G25. with 
an biDt. introd. and hihliograpb. noteB by C. Winston Dugan. 
Dublin, T. O. O'Donogbue. London, B. Dobell 1898. 26 8. i^. 
2 ab. G d. 

1G6. Sixtoentb Century books. Literature 1899, 5, 107—109. 
— bibliograpbiücbe skiue. 

107. The EUxabetban drama. Alben. 1899, 3745. 

1G8. Old songg. with drawings by E. Abbey and A. Par- 
■ ons. London, Horper. 21 sb. 

1G!K L. M. Alden, The rise of formal Satire in England 
undor classical intiuence. PubL of the univ. of Pennsylv. 8er. in 
pbil., lit. and archooL 7, 2. iioston. Ginn. VII, 2G4 8. 

170. Hrititfh antbologies ed« Edw. Arber. London, H. Frowde 
1899. 10 voIm. h 2 8h. G d. 

enchienen sind bisher l>and III (Spenser), IV (Bbakeepeara), 

V iJonnon), VI (Milton), VII (Drjden) und VIII (Pope), die 
b&nde I (Dunbar), II (Surrey, Wyatt), IX (Ooldamitb) und X (Cow- 
|icr) stehen noch aus. sie enthalten auf je 300 seilen lyrische ge- 
dichte von den verschiedensten Verfassern aus den durch die namen 
der hauptdichter bezeichneten perioden und swar umfassl band I 
die zeit von UOl— 1508, II bis 154S, III bis 1591, IV bis 1G16, 

V bis 1037, VI bis 1G74, VII bis 1700, VIII bis 1744, IX bis 1774 
und X bis IHOO. die Ordnung der einzelnen gedichte isl eine 
8treng chronob»gische, Wül>ei allerdings oft gedichte desselben 
autors auseinandergerissen wenlen. — lobende rec. K. Wülker, 
Angl. beibl. lo, 23n. — günstig Educ. Times 1899 juni p. 265. 
IhI. IV rec. L. P rose h old t; Cbl. ls9t«, no. 30. IV— VI, Lite- 
rature 1^99, IV, 594. Acad. 5G p. 532. 

171. English elegies ed. by J. E. Bailey. (Ikniley head 
antholo^es). I^ndon, J. Lano. 1899. 250 s. 5 sh. — rec. 
AoiMi. 1444. 

17l\ (t. Hinz, Londoner theater und Schauspiele im jähre 
LV.*l». An>:l. 22. 45«;-.4G5. 

daiikenswertcT abdruck einiger noch unedierter stücke aus der 
n'ihoU'sohrcibuuK des Thomas Platter aus Ikisel (1574 — 1 628) über 
englische Iheatcrverhaltnibso. die von ihm am 21. sept. 1599 ge- 



240 ^^- Eogiiieh« UttenUr. 

sehene* Tragedy vom ersten Eeyser Julio Caesare' ist vielleicht mit 
Shakespeares Julius Caesar identisch, eine komödie, in der die 
verschiedenen nationen um eine frau kämpfen und am schluss der 
Englander durch list iilxT don Deutschen den sieg davoutrigt, ist 
B. nicht gelungen zu identitizieren. 

173. J. Wolter, Zum bild einer engl, theatervonitellung ans 
dem jähre 1G32. Shaksp. jb. 35, 2s0. ein hi(>Iiographi8cher nach- 
trag zu Shaknp. jf». 31, 321. 

174. Elizal>ethan London. l>y tho Bishop uf London. Comhill 
magaz. 190o, jan. s. 1 — lO. 

175. A. H ran dl, ShakeHpeare*s Vorgänger, fcstvortrag. 5>haksp. 
jb. 3:>, IX— XXIV. 

giubt in geistv<dlor weise einen ulierblick über das verh&ltnis 
Shakespeares zu seinen englischen und l>esonders zu seinen antiken 
Vorgängern. 

170. A. Brand 1, Quellen des weltlichen dramas in England 
vor Shakespeare. l^U*<. — vgl. Jsl». l*^9s, 15, IGIJ. — günstig rec. 
R. Wülker, Angl l»eil.l. In, 35 -3^: W. Keller, Shaksp. jb. 35, 
339—311; John M. Manly, Jouni. of g«*nn. |ihil. 2, n'». 3; 
P. J. Carpenter» Mud. hing. nnt. 14, 5, 2»;s -2^M; M. Kalma, 
DLi, 20, 1711— 171G: C. H. Herford, li«,ükmann 1H9II (mai) 
8. 4ü; ('(reizenaihi, Chi 2m5— 2«»«. 

177. Knglanil's Helicon: A roUection of lyriral and pastorml 
poems publishfMl in IGu«». ed. by A. H. Bullen. London, I^ii^TeDC« 
and Bullen. 1891«. 300 s. 5'sh. 

17^. F. J. (.-ur[)enter, Metaphor and simile in the minor 
Elizaliethan drama. diss. 1^115. XVI, 217 s. — vgl. Jsb. lü^OS, 
15, 159. — vgl. ol>en 14, PüS. untersucht genau zum teil Ziffern- 
massig die gleichnisse bei Gorboduc. Lilly, Peele, Marlowe, Kyd, 
Tourueur, Web.ster, Chapman unti Jonson. im schluss wirft er 
einen ausblick aut Shakespeare. 

179. The kin^s UTics: lyrical poems of the reigns of king 
James I. anii king (/hurles L. tog(-ther with the l>allad of Agincourt, 
written by Mi«h. Drayton. Sei. and arrang. by Filz Roy Car ring- 
ton. Xlil, 12S s. Loinlnn, Duckworih. 2 sh. ü d. 

Dunbar. vgl. ol)en 15, 17<». 171. 

l"^*». English pa-Mturals. eti. by Edm. K. Chambers. (War- 
wick librnry. > Loud^^n. Blackie an«! son. 3 »h. d. 

1^1. (f. B. <*hurchin. Kicharl III. up to Shakespeare. 
(Palae>tni. untersurh. u. texte aun der dtsch. u. engl. phil. ed. 
A. Hrandl u. E. Schmidt. X.. XIII, 54^ s. Berlin. 10 m. 



XT, D. N«uiBglMcbt dnboiller: 1. allKniieiiMt. 241 

1S2. Englitth madrigalfl in the time of Shakespeare ed. with 
an introd. hy F. A. Cox. London, Dent. 292 ii. 2 ah. d. 

Is3. Lyrical verae from Elizabeth t(» Victoria aelect. and ad« 
)>y O. ('rawfurd. With notea and index, new eil. London, Chap- 
nian and Hall. 462 a. 2 sh. 

154. W. L. Croaa, The devt-Iopment of the Engliah noveL 
8. ITi, 31. 

1H5. E. Dowden, The Engliah masque. Nineteenth cent. 
4G, 102— in. 

l'^G. Engl, maiiquea ed. H. A. Evana. — vgl. Jab. 1898, Ifi, 
IG!. - rec. \W. Schnal»«!, Eii«l. «tiid. 27, 131. 

Is7. John Denn IM, Kn/a^l. lyrica from 8|>ent»or to Milton. — 
vgl. Jhh. 18?JS, in, IHl. — n»c. Äcad. ISUS, 17. dec. 

155. Fi. W. Fischor, Eine orsto vorstellnng in Shakeapoarea 
zeit. Atl. Monthly 81, no. 4h<.'>. 

ls9. Neuengl. Icaehuch ed. Ew. Flügel. L bd. 1896. — 

H. ir», 37. 

190. Francia A. Gaaquet, The eve of the reformation, 
htudi«>H in tho rel. life and thought of the engl, people in the 
pffi^d |»n.H.*oedinK tho rojection of the roman Jurisdiction by Henry 
VIII. Londun, J. C. Nimiuo. 4G2 a. 12 ah. G d. 

191. G. P. (fooch, Tho history of Engliah democratio 
ideaH in the 17*^ centur}'. (Cambridge hiat. eaaaya.) Cambridge, 
univ. j.reaj«. 189S. VIII,' 3G3 a. 

behandelt nach einer eingehenden )>eaondera daa verh&ltaia der 
deniokr. ideen zur reformation l»etonenden einleitung hauptaJU*hlich 
di« zeit von lü25 — IGGO. — gün.stig rec W. Spatz, DLz. 20, 
1H3G~1839. 

192. Edro. (foaae, Tho Jacubean poeta. \univ. extenaioD 
manuela ed. prof. K night). lA>ndou, Murruy 1894. 226 a. 

der vf. behandelt in kurzer, aber anregender dorch viele citata 
bolcltter tiarxtellung die zeit von 1G03— iGJf». inhalt: 1. The laat 
Eltzal>ethan8. 2. llen Jor.8on-(*hapman. 3. Donne. 4. Beaomont- 
Klot« her r>. Cmmpion, Drayton, Drummond, John Beaumont 
G. HeywcKKl Middleton, Rowley. 7. G. and Ph. Fletcher, Browne. 
H. Toiirnt-ur, Welwter, Day, Dabome. 9. Withor, Quarlea, liord 
Hrooke. 10. Maiwin^r. -- günatij^ rec. K. Fiacher, AngL beibl. 
lo, 132 — 133. 

Jakr««awieai Ar gvnMatarh« pkttolocte. ZU. (t«t.) 16 



242 XV. Englische litteratur. 

193. Plots of some of the old Engl, plays. With index of 
principal characters. by Henry Grey. London, Sonnenschein 1900. 
3 sh. 6 d. 

194. Literary finds in Trinity College, Dublin, and else- 
where. by A. B. Grosart. Engl. stud. 26, 1 — 19 enthalt noch 
ungedruckte gedichte von Massinger, Beaumont, Bandolph, einem 
anonymus J. B. und Cyril Tourneur; ausserdem die titel noch 
ungedruckter gedichte von Will. Strode und Aurelian Townshend. 

195. Paul Hamelius, Die kritik in der engl. litt, des 17. u. 
18. jhs. Leipzig, Th. Grieben 1897. 

behandelt die kritischen theorieen der Renaissance (Bacon, 
Puttenham, Sidney), des neoklassicismus (Ben Jonson, — Dryden, 
Sam. Johnson), des rationalismus (Hobbes — Pope, Shaftesbury), des 
christlichen moralismus (Milton, Phillips, — Steele, Addison) und 
der romantik (Dryden — Coleridge, Wordsworth). — rec. B». Fischer, 
Angl. beibl. 10, 121—123. Br. Schnabel, Engl. stud. 27, 132. 
Phil. Aronstein, Euphorien 6, 1. 

196. T. F. Henderson, Scottish vernacular literature. s. 
oben 15, 35. 

197. B. W. Garret Horder, The hymn lover, an account 
of rise and growth of Engl, hymnology; Brownlie, hymns and 
hymn writers of the Church.-Hymnarii. London, Curwen and sons. 
— rec. Acad. 1899 (1412). 576—578. 

198. J. Brownlie, Hymns and hymn writers of the Church- 
hymnary. London, Frowde. — rec. Acad. 56, s. 576 — 578. 

199. English meditative lyrics. by Theod. W. Hunt, illustr. 
New York, Eaton and Maits 1899. 

rec. C. E. Hart, Mod. lang. not. 1899, s. 288—290. behandelt 
nach einem allgemeinen kapitel über die zeit der Elisabeth ein- 
gehender Spenser, Shakespeare, Milton und neuere dichter. 

200. J. J. Jusserand, The Engl, novel in the time of 
Shakesp. translated from the French by Eliz. Lee. Rev. and en- 
larged by the author. New impress. London, T. Fisher Unwin. 
434 s. 7 sh. 6 d. 

201. E. Koeppel, Don Quixote, Sancho Panza u. Dulcinea 
in der engl. litt, bis zur restauration (1660). Arch. 101, 87 — 98. 
erwähnt ausser Shelton's Übersetzung (1612), bearbeitungen des 
stoflFes und citate von Beaumont, Fletcher, Massinger, Davenant, 
George Wilkins, Middleton, Bob. Anton, Thom. May, Henry Glap- 
thorne, Bob. Burton, J. Shirley und Thom. Gayton (1654). 



XV, D. NeoMgliid)« dtokmitor: 1. aUfiOMiiMa. 243 

202. English essay«. Ed. by J. H. Lobban (Warwiok 
librmr}*)- London, Blackie and son. 3 sh. 6 d. 

203. K. Luick, Zur gesch. des engl, dramas im IG. jh. — 
vgl. Jsb. 1890, 15, IGS. — rec. Keller, Shakesp. jb. 35, 297—299. 

204. D. H. M ad den, The diary of Master William Silenoa. 
A study of Shakespeare and of Elisabethan sport. London, Long- 
maus, Green and co. 1S97. 

giebt in dem rahmen einer dem l)ei Shakesp. 2 Henr. IV 
2—3 vorkommenden William Silence in den mund gelegten er- 
Zählung eine eingehende, lebhafte Schilderung von dem Jagdwesen 
sur seit £lisal>eths. in den noten wird nachgewiesen, dass sich 
überall bei Shakesp. anspielungen auf Tield Sports' finden, eine 
genauere kenntnis des angelns dagegen nicht zu beweisen sei. — 
günstig rec. U. Wülker, AngL beibi. 9, 38—39. E. M. Tappan, 
Mod. lang, uotes 13, 370. 

20r>. J. M. Manly, Specimens of the pre-Shakesp. drama. — 
v«l. Jsb. IMH, 15, 1G7' - nc. Ferd. Holthausen, DL«. 20, 30, 
K. Fischer, Angl. beibl. 10, 101. — gelobt Revue crit 1898, 
20 u. 2G. — rec. Uran dl, Arch. 102. 409. 

2<M>. Ed. Meyer, Macchiavelli and the Elia, drama. — vgl. 
Jhb. 1S9S, 15, 1G2. — ol»en no. 30. rec. Proescholdt, Litbl. 20, 
14 — IG. 

207. Ad. Hauffen, Zu Machiavelli in England. Shakesp. jb. 
'^'>, JTI— 27G. Wrichtigt ^leyers buch über denselben gegenständ 
dtin h die mitteilung, dass die von Shakesp. seitgenossen I)enutst6 
Hciirift (tentillets erst im jähre 1G02 erschienen, für die leit von 
ir»77 un aU-r wnhrKcheinlich nicht das original, sondern eine lat. 
übtir»et«ung (fvntillet« die kenntnis Machiavells vermittelte. 

2<»^. (tude and Godlie Ballatis, reprint, from the ed. of 1567. 
ed. by A. F. Mitchell. London. Hlackwood 1S98. 4G0 s. 
10 hh. r» d. 

209. Charles Fred. Nirdlinger, Masques and mummen, 
«sitavf» on the theatre then and now. London, Ainslie and ea 
X. :{70 s. tJ sh. 

210. Mich. SU'phan (iftering. Die geschieht« der 'schönen 
In«iif' in dt-n mod«Tnen litteraturen. diss. W*ünburg 1897. 50 s. 
au.h Ziv^'lLg. N. F. l'X hffi 1—3. — rec. M. Hippe, Engl. stud. 
Jti. 4o.'i— 4o4; d4>r Atotf wurde in England l>ehandelt von Painter, 
INole, Kuoiles iltioiK Bark^ted (IGU) und spateren. 

211. T. Fairman Ordish, Early London theatres. with 

16* 



2iA XV. £acliMh# littantnr. 

illuBtr. and map. London, E. Stock. XVI, 298 a. 3 ah. G d. — 
angex. Liteniture \xUd, IV, 03«». 

212. T. F. OrdiMli, Shakei«p(*are*8 London. London. — reo. 
Tappan, Mo<l. lan«;. notea l'^Hs, april. 

213. Hr»nr>' S. Pancoaat. Staudari Engliith jiooina: S|)en8er 
to Tennyaou. ho!, und ed. New York, H. Holt and co. 749 a. 

214. J. H. Pennimun, Th<* war of xho thcatreH. !Hf>7. — 
vgl. JhI). l^iw, i:,. 17«». — ivc. \V. Dibi-lius, Shakesp. jb. 3"», 
311 — 313: K. Wi'ndbridg«*, Journ. K«-riii. phil. 2. no. 2. 

2ir*. M;iry i^urtn ol' Scutu \7A'2 -ir»s7. Kxtracts trom the 
Engl., Spanish und Vi-ni-tian State papors, Hiu-haiian. Knox, Lealey, 
Melvillo. the 'Diiirnal <•!* Orcurrtrnttt , Nun uaw. Scottiah hi&t. from. 
cunt«iupor:iry writ<»rrt. arran^ed and ed. hy Hob. S. Kait. portrait 
illuatr. Luütluii. I). Nutt. '2W m. 2 hh. eiithalt uuascr auHiügvn 
aua dvn (»bon K<'i^*^iin^*'ti Hthrit't^tflltrrn aurh einige briefu der 
Maria. - rtfc Lit.»ratur.- l»^!»'.«. 'i. P». 

2 IG. Kecri \V«»rk.«4. Ui»tuh sra»'«*arii rv^um Scotoruin. The 
Excheipit-r mlls ••! Sr. .ilar;!. ed. iiy (irorj'e Powell M'Neill. 

vol. 1^. .\. D. i:.r; i:>:.t;. vol. ii». A. D. i."»r>7— i:i«;7. London, 

lH9s 1*1» der I -i. IM .-h. 

217. U«'«-..r'i j'iiMii'a? ioiis. Letters .in l p:iper.s, foreign and 
douu*^ti -, ut' the rei^u *»i llfiir. \'1II. .irr;iu^**i .md cata^^t^tied by 
J. üttirdiMT .iml K. H. Hr-li«. \*'\, 1»;. i^'.*'^. 10 *»h. 

21"^. A 1 k iitKlizabf-than lyrica. e i. by prot. F. E.Schelling. 

London. Cfinn and c*». ls<i7. 327 t^. 

'JWK N««tes '-n lyrii-al p'M«try by F. K. Si-hflling. Mod. 
lang, n-.tou 1 l, 22»» 22*». 

bf handelt iKiiipti^arhlirh L'*'<iichte verKchieiiener vertiiaaer aua 
der xeit -ier Fli^abrth, •ii«* dfu an^ritl* 'ifii Ijebrnden auf die 
featiniAcder K**Ii*'- **'(i *'i l ahnÜi-ii'- .i iei: 'rieen zum i:o<^«*n.'«tand haben. 

22'». Kdw. Ii. K»'e«l. N'ti:* iiu lyri. p- itry. M«»d. hing, notea 
14. 51^. - ein z'iH.itz zu >chei.iugii abhiUiiluiii; ui*er deniielben 
gegen>tani. v;:!. l'i. Jl'.i. 

221. A bf.ok «il MVeni«enth ceutun- lyric* ed. by F. E. 
Schell in^. L«>n<l'-u. <rinn. 314 h. 

gitbt nui'h «wiiT entgehenden knti»chen und Iitt*Tariachen eiA- 
Uitvng eine auitv^iAhl a'u den engli^chen 'iichtA-rn üvit d<«r Ütfon- 
lieateig'ing Tarla I. — nv. Athen. 1U«hi, 24. tVbr. 

222. M. A. .Scott. Kii»b«thaB tnuuIatioM from che lUlUa. 



XV, D. NMtttflMM italnilir: 1. allg«iieiB«t. 246 

L IL — vgl. J»K 1S98, 15, lÄS. — rcc. Koppel, ZfvglLg. K. F. 
13, 2 3. IV. lliscellaDea. Publ mod. lang. %ssoe. of Am. 14, 4. 

22:{. J. Schoemhs, Orlando Furioso in der engl, litt des 
leiultera der £lisal)eth. KngL Btud. 20, 45G nachtrag tu Jsb. 
1898, 15, 155. — beides ree. A. B ran dl, Shakesp. jb. 35, 348. 

224. Engl. Satire«; with an introd. by Oliphaiit Smeaton. 
(Warwick libr.J London, Blackie and son. VII, 29S s. 3 sh, 6 d. 
~ rec. Acad. 1434, 8. 479— 4so. Literature 1899, V, 384. 

225. Joel Elias Spingarn, A histor}' of literary criticism in 
the renaiiuianc«. with npecial nri'crence to thc influence of Staly In 
the formation and devulopment of modern elsssioism. London, 
llacmillan 1899. s. 

iler dritte teil bobandflt in knapper darstellung die gcschicbta 
des littorarischen criticiHmu.s in England, s. 253—310. der v£ 
uut4»r8ucht in 4 kapitoln: 1. Die ent Wickelung des crit von Ascham 
bis Milton. 2. Die nllg. poetische theorie der seit der Elisabeth. 
3. Dil* theorie der dminatii»ohei) und heroischen poesie. 4. Die 
klassischen demente der damaligen poetik und ihr verh&ltnis lur 
romantik. — rec Üh. Bastide, Revue crit 1899 (42) 305—307. 

226. C, t\ Stopes, The metrical psalms and Hhe Court of 
Venus*. Athen. 1899, 24. junL weist eine stilistische Verwandt- 
schaft zwischen beiden nach. 

227. A. Tetilaff, Die k indergestalten bei den engL drama- 
tikern vor Shakespeare und bei Shakesp. sellist diss. Halle. 72 s. 

22S. A. H. Thorndyke, The pastoral element in the 
English drama l>efore 1005. Mod. lang, notes 14, 228 — 246. 

schon V(ir 1600 waren das keuschheitsmotiv, das auftreten von 
Bchtfem und Jägern, der sangeswett kämpf, ebenso einige der haupt- 
charaktero in der engl, litt bekannt ans|)ielungen darauf finden 
sich in den verschiedensten schriftsteilem seit dem jähre 1573» 
am schloss giebt der vf. eine liste von 23 vor 1605 erschienenen 
Schriften, in denen das 'pastoral element* hervortritt. 

229. A. H. Thorndyke, The influence of the Court masques 
on the drama 1608 — 1615. Publ. mod. lang, assoc. of Amer. 14,4. 

230. Duncan C. Tovey, Reviews and essays in Engt litt 
n97. — vgl. Jnb. 1898, 15, 14. — rec J. Hoops, Engl. stud. 
26, 4<»i. 

231. 8pankh litervtore in tha England of ther Tudors. — 
s. olien 15, 2S. 

232. Leo WieBOT, Sp«iah sttdies itt EtglflAd in «m 16^. 



246 X^* EngUtebe littontur. 

and 17^ centuries. Mod. quart. of lang. 1899, 3 — 10. giebt eine 
bibiiographie der damals in England enchienenen and gebrauchten 
apanischen ^^minatiken und Wörterbücher. 

233. KnKlish literary criticism. ed. by C. £. Vaughan. 
(Warwick lilir.i Londun, Blackie and son. 3 sh. d. 

234. AdolphuM Will. Ward, A hit»t. of En^l. dramatic lit to 
the death of (Juten Anne. New and rev. ed. 3 vols. — 8. oben 
15, \H, 



i) AMnif schrifla: .(re^HW uA Plfia4e. 235. Jefferson B. 

Fletcher, Areopogus and Pleiado. Joum. of germ. phiL 2 no. 4. 

COBMlflt tf Swtlll4f. 230. W. A. Craigie. The Complaynt 

of Srotlande. Mod. quart. uf lan«. 1*^'«I», 207 — 2«j9. 

der un)>ek:innt4.* vf. Htaiid wühren<i HfiueM aufenthalta in Krank* 
reich in den dicnsteii M.iria Stuart 'g und benutzte dort mit groHfifr 
wahmcheinlichkeit eine Ovidau^K.nbe von St. üehuH, aus der er daa 
wort 'gazophile* entlehnte. 

237. Complaint of Sootland\ Literature l^Hl», V, 51C. 

238. W. A. NeiUon, The original of 'The Complaym of 
Scotlande'. Jouni. germ. phil. l, 411 — 43<». 

weibt ut>erzeugend nach, dai^ der vf. nicht nur den haupt- 
gedauken, iir>n<lt>ni auch einzelh*Mten seinen gt'dichta aus Alain 
Chartiera *Le (juiidrilo^u«» invectit" entlehnt und auf ITi aeiten der 
auniokbo von l.''>49 nein franz. Vorbild wi»rtlich tilieraetzt hat 

•f Ortirraitii. vgl. oWn. i:>, 2i.v 



PlBt. 239. Faust das ältere engl. Schauspiel in nachbildung. 
Nenphil. cbl. 13, 7 s. \\, 

ElK Ml. 240. F. S. Boas, The truublesome Raign of 
kin^ John. Literature l'^^iO, :>, 2J — 23. vgl. dazu The 'Magna 
Charta* TaMeati at Her Majestv*ü Theatr**. Literature 1899, 5, 
375-370. 

Kilos Qnir. 211. Neilnon, The scribe of the kingia Qiiair. 
Ath^n. |sti!i. :j704. 

212. Miliar. The scriU of the kingis Quair. Athen. 3766. 

243. Skeat, The kinga (juair* and *the Romaunt of the 
Rone'. Athen. l^«jy. N u. 22. juli. no. 3741, 374:5. 

üieve (Htit «r TCHL 244. Cbarl. Carmichael Stopea, Tb« 



XV, D. NeoengUielM dtokmikr: 2. tnoBjae •chhllML 247 

authorHhip of *the Newe (*ourte of Venus*. Athen. 1899| 1. jnlu 
vt*. int vielleicht Nicholas Brigham, zeit zwischen 1540 und 1557. 

Pin<)se of *»fjltj IflbeK*. 24:>. The Paradyse of Deynty 
DeuiueH*. Athen. 1S99, 19. aug. — vgl. Jah. 1898, 15, 244. 

PkiMn. 246. R. ßrotanek, Philottis. 1898. — vgl. Jth. 
IM98, 15, 190. — rec. R Ackermann, Angl heibl. lU, 145. 
\V. Keller, Shakesp. jb. 35, 3U2. 

rrarer UA. 247. The Prayer Book of Queen Elisabeth, 1559. 
to which are appended some occasional forms of prayer iMiued in 
her reign. the whole printed from orig. in tho Brit. mus., and 
other publ. libr. with an hist. introd. (ancient and mod. libr. of 
theol. lit.) London, üritTith, Furran. Browne and co. 1898. 
292 8. 1 sh. 

24 S. The tirst Prayer Book of king Edward VI., 1549. 
reprinted frum a copy in the Brit. mus. (The anc. and mod. libr. 
ot' theol. lit) new ed. London, Cfriffith, Farran and co. 1898. 
304 s. 1 sh. 

249. L. Pull an. The histor}* of the book of common prayer. 
London, Longinans. r> sh. 

IkklH II. 2r>0. Richard IL, erster teil; ein drama aus 
Shakesp/s seit. ed. \V. Keller. Shakesp. jb. 3.% 3—21 giebt nach 
einer eingehenden kritischen und littemrischen einleitung, die auch 
diiM Verhältnis des Stückes zu Marlowe*s Eduanl IL, Shakesp. Hein- 
rich VI. 2. teil und l>esondeni Shakesp. Richard IL ins atige fatst, 
einen Morgf&lti^en abdruck des bisher erst einmal von Halliwell 
l^li) abgedruckten textes. 

TucN »4 (iiaill4a« 251. A. B ran dl, 'Tancred und Gis- 
munda*, Sitxungen der Berliner gesellschaA für das Studium der 
neueren sprachen. Arch. Hl2, 37.'». l>ehandelt die geschichta der 
fal>el. 

Tm Im. 252. A. Brand 1, Zu ende gut, altes gut: Tom 
Dnim. Shakehp. jb. 35, 265 — 270. bietet einen abdmck des inarst 
159S in The gentle craft* (London 1598 part II, chap. 8) ge- 
druckten schwanks *Tom Drunrs vants*, auf dessen beiden Sbaikesp. 
zweimal anspielt. 

Tratae tf Ulte. 253. A. BrandL Berichtigung xa *a trea- 
tice of London'. Arch. 101, 143 ff. — Arch. 102, 471. — vgl. 
Jsb. 1V598, i:., 197. 



248 XV. KagliM^ UtUmtiir. 

3) UtM-Pi: .Uexaidfr v^L i\ 322. 

.MrfWfN. 2r>4. Mary Woorl, Th« Ktor>- of n MiDtlv iiisboptf 
life: I^ncclot An«lrowc8 lii«ho|> nf WiQchctftor. iri.>5 — 1G20. London, 
LongniauH IsDs. 1 hh. «i. 

i)tOII. 2rir>. \V. E. Aytunn, Lays ff the Sccittitfh cavaliorH 
and ctther pooms. .Tho (lauiitlet libr.) Loii'lun, Sand« and co. 
240 s 1 8h. <; d. 

2.'»(i, \V. K. Aytinin. Lays of the So«ttish cavalii-rs and 
other }ioem8. niivt* l.uikH.) Lon«li>n, Kr.utU-d^'o 272 b. 32 lu. 

2r»7. Hl »saline Marson. Pf link an«! Aytonn. Edinl»iirf;h, 
0])|ihaiit ISOl». I r»h. t; li. fin«' cinKohendv wtirdi^iing der werke 
Aytonn'rt. — rvr. I.iteratun» l^I^t», >»7. 

Raroo« 2'«^. Kw. Flit^t'l, Daoond Historia literaria. Anglia 

I. 'hiritnria litoraria' iM-handelt Kei Bacon nicht litt4>ratur- 
IceaK'hirht«* im hcnti^fn sinne, ^ond4•m >:anz aUgeinein i^schichte 
der \iisst*nM(*h:tM**n mit aM<«M*h!iihs iltr {K^eHie und |>bili>M>|ihie. 
II— IV. Hacon'.-i ^toll^lni: zur pliil«^lM;:io. nictrik. textkritik und 
achaus»]>ielkiiubt. V. 'LiM*nitiiri'* un<l vcrwanilte hf^ritfo im l<i. jh«i. 

2'f!). (*h. liuit, Lf IMatoi.i^Mii* «lanii K*m tvnipa lurNieme«. 
Hactin. Annalo> dv \\ii\i*n, chr^ t l**l*!i, ntarz. 

2»i'». Fr. Ilaion, Thi' ^s^ayr*: ^..l^.^lr^ ui' ^ood and rvil, 
Adva!.> •nuMit nf liMrnin^. t-d. A. \V. Pnjlaril. London. Mac- 
niiUiiti L.'.o d , 

«'il. liar-n'H Ni'W Atlantis. c»i. h\ A. T. Fhix. London, 
MacniÜlan. XVI. 03 s. 1 >h. 

20-*. I>i»* Shaki'hpiMn'-Hai-on-fni^i* von dr. AKeck. J'n-ifr. d, 
kuln. nMl.s.htilf h. t;:j— inl. IJnnn l*^!»'». — rrr. F. Michel. 
Neu«»n' sjir. 7. :\2 -'.\ l. 

2f>.'i. Die Shakespeare- iJ.iiNfn-t'rap* iti ihrer hi.'<toriiurhtu ent* 
uickflun^ Ki.*i z^im ii«*-.iti^fn ^tan-i«'. |»pu'.^r-wi;*Henschaftlich dar- 
p^sti'llt v.-n A. 'IVv.i.itl hrs^j. v. m htu-irnt. Shakeffp.' verein xii 
Ha!!.-. F. Stank.-. \^W, »•» h. 1 m. n-r. F. Michel. Nt-uere 

Hpr. 7. :i2-:m. 

2«iL Der Bai < r.i azülüs \"n J. Srhipper. Wien H^Hi. 

2»'*». Ba«*"ii ,.r ^hak.-!<|'earf ' An hihti»ri'*al ciii|inry l*y 
E. M.irri"*i >t».i'k. Lni-n 1**!'**. 5»» ^. «1 «i. rer. Knukman 

isfK, ii:,. 

J*if. (Ji!.l f*. W.i- Ha. n ;» | t. Aral. X^'JU i.'»0| r»3»i. \'g}. 

tf. 471. .*.»^'., .'i-^:». ;:iftt J ^elnhu- H.V, «ü«* a».«.r vun andern 
Th. (*am|*ion i'ig« ?i«hn«'^en wepitn. 



XV. D. NeucDKlMche drnkxu«!*^: 3. autoren. 240 

L>»;7. White, Carlyle and Bacon. Athen. 1899, 3732. 

L'OH. lUcon, Literatur« 1891», W r>15. 

2«>9. Shake8|)oare and Bacon. Quart rev. 1898, 375. 

L'7o. Shaketipeare-Iiacon, An essav. London, Sonnenschein 

isiii». ir>o 8. :\ ah. n d. 

auri Shakespeares klassiMrher bildung einerseits und Dacons 
dichti'ridcher thätigkeit andrerseitü wird durch xeitgenftsaisehe leug- 
uistio fine nahe geintes Verwandtschaft und daraus die identltÄt 
l>eid«^r konstniioit. 

271. Bacon -Shakespeare theorv. Litr>rature 1S99, V, 40l. 
27'J. }l. Jantzen, Zur kritik der Shakesp.-Bacou-hypothete. 
Beil. all«, itg. IS99, 217 4S. 

273. F. Michel, ShakeKpouro und Bacon. darlegunf^ und 
würdiirung der so|Tenannton Dacnntheorie. Progr. der realschule 
di*r isr. i;omcinde zu Frankfurt a. M., ostem 1896. 

frit*bt eine allgemeinverst&nd liehe ablehnende l»eurteilung der 
Bacnntheonc. — rec Abeck« Die neueren spr. 7, 32. 

271. Hnb. Bnyle, Shakespeare, der Verfasser seiner dramen. 
Zittau, Pahl 181m;. 1 ni. — rcc. Abeck, Die neueren spr. 7, 
31—32. eine scharfe Itekämpfung der Haconiaoer. 

275. H. Häfker, Was sagt Shakespeare? Die selbatbckennt- 
liJKw* dfs dichters in seinen sonn<tten. ein l>eitrag lur Shakespeare- 
Bacon-frage. Borlin, Schuster u. I^'kfTler 1890. 2 m.: geb. 3 in, — 
PC. Abook, Die neueren spr. 7, 29 — 31. Arch. 99, i4G fg. sucht 
die vt*rfusi4en«rhaft IUicon*s zu )>e weisen durch angebliche l>e- 
zieh(in::on und ühiilichkoit4.*n zwischen Shakespeare's soaetten und 
Ba4:iMr> *e«say un Love*. 

270. Bacon -Shakesiieares Venus und Adooie. ein buchstäblich 
^•-nauor wiedenibdruck der ältesten orig.-ausg. von 1593. verbunden 
mit lier ersten wort- und sinngetreuen Übersetzung und erläutening. 
ni'b<.t mehr alti 1<»0 bildertafeln mit 14 |»orträts, 18 ansichten, 
5 plaM-n. IS kulturgeschirhtlichen darrttellungen, 5 schriftfacsimiles, 
In iiruckjieitenfac«iuiUes. 30 tiguren reichen paralielbildem (!) und 
K*'gen 2«H) wap|>en<lAnilenungen. ed. Edw. Bor mann. Leipng, 
H. H.Tiuann. XIII, 279 s. 20 m. — besprochen: v. Zobeltiti« Zs. 
f. bucherfr. 3, 7. 

'J77. Cterirg <*antor. Die Rawleysche Sammlung von 22 trauer- 
gf iichT«*n auf Francis Bacon. Halle 1897. 

•i«*r versurh des vfs. mit hitfe dieser lat. gedichte des 
S. (\illins einrn l*eweis für die sogenannte Bacon-Shakespeare- 
theohe lu erbringen, ist als niisalungen tu (»etrmchteii. die er- 
« Ahnung der Musen und Apollos begeht sich auf Mine litte» 



250 XV. Eoglische UUentur. 

rariHche tätigkeit ab philosopbiHchcr, ästhetischer und juriHtkcher 
Schriftsteller, ebensowenig kann aus dem vorkommen der Wörter 
*ar8* (auch gleich 'Wissenschaft'^. *canere\ *Philomela\ Tieridea*, 
*Camoi*Lao* Ui<w. mit Sicherheit auf eine Vsutorische' Wirksamkeit 
B.*8 als dramatischer dichter geschlossen werden. — ablehnend rec. 
E. Leitsmann, Angl. beiM. !*, IT,*! — ITt^ 

BiMwil. 27S. \V. F. Trench, William lialdwin. Mod. quart. 
of lang. 1891), Jfjll — 2H7 giebt «-ine kritische 'latiening und be- 
sprechung von H. s schritu-n. 

Blle. JTO. Haies Index, ed. by R. I.. Poole and M. Bate- 
so n, Clarendon press. 1^0f^ 

Birthf, -*^<». Vict. Dal heimer, Die .spracho Alex. Karclay's 
in *the shyp of fulys of the worldo\ (i:*oi>.) s. 11, 121. 15. 143. 

BflUdlMIPtehfr« vgl. ob«^n IDL 2^1. iSennn Leonhardt, 
Die textvarianten von Bf^aum^nt un^i Fletoher*H *PhiIaster* usw. 
4. Tho Maid's Tragedv. Anglia SA, 11- W, — vgl. Jsb. ISIH, 
15, 20«. 

2^2. *The k night of th«» Hurnint; IVstlr* bv Beaumont and 
Fletcher. ed. by F. \V. Mr.orman. Isfis. — vgl. Jsb. 1^9^ 15, 
209. — rec. W.' Keller, Sh;ik»>p. jb. :i\ .M«:. 

2^3. IWaumi'Lt and Fbtchcr. Jidiu IMiil:iÄt-r nr Love Lies a 
Bleeiling. ed. by 1*. N. Tulltrr. Mxfe.rl. riiireiidim presn. 1S9S. 
4". Ibsh. ♦; d. ' 

BrichUi. vgl oben 1.', 241. 

Brooks '-^L Coi'lica by Fulke Cfrf\ille Lord Brooke. iKliia- 
l>ethaa sonnet cycles.) ed. M. Fnote (*row. Li>iidou, K«*gBn Paul. 
5 sh. — rec. Literature 1*^9!«, 1. »;i. 

BroWIf. 2"^.'! Sir. Th«an. Br<^*wne, Heligi'i medici. London, 
G. Bell IM^S. 2«M» s. !♦,'. Pi ^ll. •; d. 

Bichuai. vgl. i.ben 1'», 215. 2'«0. (fenrge Burharan. by 
K. Wallace. (F.im«ias Scut.s Srriesi. Loii<i«>n. <>!iphaiit. 140 s. 
1 sh. «; d. 

l'aapioi. vgl. i.j.en i.'^i. 2*;0. 

(arfW. 2*^7. The |>oenis ot Th'.ma«« T'arew •■■1. by A. Vincent 
■ Musi's' lil-r. . Locduu. L.iwrecti* an^l Bullen. .\L. 204 s. 12 oio. 
5 »h. — rec, Litfraturt- I *•'.»*.*, IV. .i»jl. 

rhiHUI. '-"^*^- K. Kueppel. guellenbtudifn lu den dranen 
Iteorge Chapmau's, Phil. Mansinger's und John FordV 1(^97. — 



XY, D. NcuengUacbe dtokm&ler: 8. «itomL 251 

vgl JhK 1B98, ir>, 222. — gelobt ProeBcholdt, Litbl. 1900, 
133 34. 

'JSO. A. L. Stiefel, George Chapinan und das italienische 
drama I. Shakesp. jh 35, 180-213. 

weiut den einHuss des italienischen dramas auf Chapman's lust- 
8piele durch die sorgf&ltig durchgoHihrte vergleichung eines der- 
M'lben, des luntspiels *May-Day\ mit seinem urbild, Alessandro 
PiccoIomini*8 ^Alettsandro^ nach (vgl. auch Shakesp. jb. 35, 302). 

UIBb. vgl. ol>en 15, 277. 

Tox. 290. Leonard Cox and the first Engl rhotoric. — vgl. 
Jsb. 1898, 15, 229. — Mod. lang, notes 14, 155. 

291. F. Jvcs Carpenter, Leonard Cox, The Arte or Crafte 
of Hhetor}'ke. A reprint, ed. with an introd. notcs and gloss. 
index. Chicago. 117 s. — rec. Brandl, Arch. 102, s. 418. gründ- 
liihe. kritische Untersuchung der quellen. 

Ülborif. 292. R. Boyle. Dal>ome*s share in the Beaumont 
ttud Fletcher plays. Engl. 'stud. 2«, 352— 3G9. 

hucht in den von Swaen neu edierten stücken Dabome*s 
*A Christian tunied Turk* und *A Poor Man*8 Comfort* (vgl Anglia 
20, 153 ff. und 21, 373 ff.) den einiluss von Wilkins nachsuweisen 
und <K*u anteil D.*s an den von Fletcher, Massinger und zum teil 
Field gemeinsam geschriel>enen 'Thierry and Theodoret* und The 
Bloody Brother* festzustellen. 

'2m, A. E. H. Swaen, Rob. Dabome's plays. IL The poor- 
man's comfort. Anglia 21, 373 — 140. — vgl. Jsb. 1898, 15, 232. 

fuM- 294. J. Guggenheim, Quellenstudien zu Daniers 
Delia. — vgl. Jsb. 1S9S, 15, 234. — ziemlich ungünstig rec. 
J. Schoembs, Arch. 103, 180— 1S3. 

295. Wilh. Ewig, Shakesp. and Daniers 'Complaint of Rosa- 
mund. Anglia 22, 43C— 448. 

sucht in Shakespeare*s Lucrece eine abh&ngigkeit von Daniel 
nachzuweisen. 

296. Selections from the poetry of Sam. Daniel and Drayton. 
uith an introd. and notes by H. C. Beeching. London, Dent. 
220 s. 3 sh. Od. — rec. Acad. 1424; Athen. 1899, 9. sept; Lite- 
rat ure 18911, V, 35 weist auf ihnlichkeitan in beiden dichtem bin. 

Hlfmt. 297. Karl Stein weg, Zum Macbeth Shakespeares, 
Srhilleni uiiti Davenants. Neue Jahrbücher f. d. klass. altert, 
gesch. u. dtsch. Ut n. f. |*4dag. 2 (3/4) 10. 



252 ^V. EagliArbe Uttermtur. 

20S. M. Schmerhach, Dos Verhältnis von Dmvenant't 'The 
man*8 the inat>t«r' zu äcarron*« ^Jodelet*, ou *le xuaitrc valot*. dim, 
Halle. r)3 s. 

21)U. Killid ('amphell. The hourcoH of Da venauta *The Siege 
of RLodea*. Mod. laug, not 13, (i. 

Bfkker. vgl. ir,, 345. 

DoiPe« «^^'O- £din. Güi<8C. TLe life uiid lettera of John 
Donne« dean ot ^ft. l'aulV with fortraitH. I.ondoii, Heinemann. 
J vols. 1*4 hh. 

hc-t nicht <ft im Ke^'«"t>aU zu .1eKäO]i{«'if l.s97 crHchienener tikizse, 
*which dealt with Doime as une of the grcut leadfin of relipon in 
hin tinii'\ Donnc'd liedeutung als dichter. liettoiiderH dankenswert 
ist der :il)druck der l'rit'to und der auf ihn sich beziehenden doku* 
n]ent\ von denen niehnre zum frstennKile gedruckt w«Ti!en. - vgl. 
Liteniture isiiO. V, 3S2— 3>4; günstig rec. Athen. lsf*9, 11. nov^ 
2. dec. 1». dec: ungünstig: Nation r>M», h. 111 — ll.H, 133 -Li.'» : 
geloht: Acad. 07, s. r>0*>. 

.'JHl. Arthur Svmon.<i. John Donne. Fort night !v rec. 1899. 
8. 731— 74.V 

hf't'int im antfchluss an (vr>s.4e*s hiographie liesonders die 
scharfe heolKichtungjrbui'e Donne's und s«-ine hervnrr:igtndeD intellek- 
tuellen fahigkeit»*n. 

3«C». *A gruup i-f old au^h'-rs l'V riyde Fürst. Philadelphia. 
George \V. .lu' »d»s and im. 

enthält .' vortrage: 1) u>ier J«'hn Ponne. 2) über die ge- 
schichte von der geduldigen (rriHeldis. :\) iil>er die reise des 
St. Hrau'iau. 4 das Irheu Aldhelms und 5) üder Beowulf. — rec. 
(?larenr»' i\ <'hil«l. Mol. lang, n «t«*?« l."i. «>l ■ «;3. 

.'it'.i. Will. Lvi.n l'helps*. lK'i.ri»'S Anyan'. Mo.l. lang, nutee 
14. r»i:. HI. 

das in der 4. A'anze von D^nnfV Hynin ti> <ff>d. my Gc*d in my 
sioknPSH* v-rkoiumende wurt 'Ai^yan' «-dfr 'Anisin' war der name 
einer 'htM-rrtt^ich als viThauden ant;fi. iz.mfhen noploHti. durrhtahrt 
vcm arlanM.-'ht-n in dvn .»«tillen • k<aii. wie sich aus einer veitkarte 
von < »r^diu^ aus dem jähre ir»^7 ergiel-t. 

Prajtei. vt^l. r.hen ir». J'.<«t. 3i>4. The scnL^-u of Mich. 
Draytou. Lit«ratun- V. 1^1 — l^.i: D. copied frtim Shakesp. aufi 
nut Shakfsp. from I). 

Dubar, vgl. ci-on i.'i. iTo. 

hCCei. -i*'.''. Gossip from a Htiaiment-Room. being 



XV, D. NMtBgitfdM dtoksAler: 2. aatorra. 253 

in the Hvm o( Anne and Mary Fitton 1574 — 1G18. tranaerihed 
and eJ. by Ladv Newdigate-Newdegate. London, David Nntt 
1S9S. XVI r, IST «. 7iih. Od. 

tamilien^oDchichte zweier Schwestern, Anno F. geboren 1574, 
am 30. April ITtST mit Sir John Newdiju:nte verm&hlt, nach dessen 
tod MülO) Witwe, go«torl>en WAH und ihrer leichtsinnigen Schwester 
Mary Fitton (ir>9r> — 1G47), die nach einer liebschaft mit dem ver- 
heiriiU'ten, fünfzi^ährigon Sir William Knollys^ die nicht ohne 
folgen blieb, emt die trau einest gewisnen Polewhele und dann 
einen gewissen Loughor wurde und so den rest ihres lebens ehr* 
liar und nihig verlebte, nach Thom. Tyler ist sie identisch mit 
ShjikvH]»eare*H *I)ark Lailv'. <?> — reo. M. F. Mann, Anglia beibl. 
\K ViJ, A. Srhröer, Engl, stu.l. JT, 12:». 

(iiles Fletfhfr« 3(m;. (lilet« Fletcher, 'ChriMtM victory and 
triuiuph in Ileaven iintl Kurth over and after death*, and othor 
poeuiä of the IT*'' Century, ed. with intro«l. memoini and notes. 
New ed. liondon. GritHth. Farran. Browne and co. 200 s. 1 sh. 

Johl Fletfhfr. 307. Tho Fnithful She|>erdeas' by John Fiel- 
oh»-r. ed. by F. W. Moor man. 18i>S. — vgl. Jsb. 1898, 15,211. 
— rec. W. Keller. Shiikesp. jb. ,35. 34r>. 

30S. A. L. StieTel. f'lier die quellen von J. Fletcher's 'Is- 
land Trincess'. Arch. 103, 277—309. 

die <}Utlle ist nicht De Bellau s novelle, Hondern ein spanisches 
htiirk 'ios L*^onanli> de Argennola 'Couqviüta de las Malucas'. 

Fort. vgl. oben 15, 2^*^. 

4ir(f|f. 3i>ii. H. Gilbert, Kob.Greene's Selimus. eine litterar- 
hiiit Untersuchung, diits. Kii'l. 74 s. 

:no. K, K>ti>]>el. R*>b. Greene*s 'Mad preest of the sonne*. 
102. :i:i7— :h;i. 

*I>er wahnsinnige Sonnenpriester* ist Heliogabalus, allerdings 
iHt biri jetzt der vf. einer solchen tragodie, der dann von Oreene 
gimt-int wäre, unl»ekannt, vielleicht Marlowe (?). 

311. Greene's plays and poems. ed. by J. CoUins. Clarendon 
press. 1899. 

312. W. Creizenach, Greene über Shakespeare. 1898. — 
vkI. Jsb. isDs. ir>, 253. — rei\ A. Ackermann, AngUa beibl. 
1<». 115. W. Keller. Shakeüp. jb. 35, 301. 

VrnuM. 313. J. M. Uart, NicL Grimald's Christos Redl- 
vivus*. publ. Mod. lang assoc. of Americ. 14, 3. 

Ie«i TgL 1 i, 331. 



254 XV. Englische litteratur. 

Herbert. 314. George Herbert, Country Parson. ed. by 
H. C. Beeching. London, T. Fisher Unwin 1898. 22G s. 3 sh. 6 d. 
— rec. Litterature 1899, 64. Acad. 56, s. 92. 

Herriek. 315. Thom. Balley Aldrich, Rob. Herrick. Cent, 
magaz. 1900, märz. 

316. Herrick sources and illustrations by A. W. Pollard, 
Mod. quarterly of lang. 1898, 175—184. 

giebt die quellen von 112 sich in seinen gedichten findenden 
citaten oder entlehnten gedanken. 

317. Herrick^s women, love, and flowers (The bibelots.) 
London, Gay and Bird. X, 135 s. 32 m. 2 sh. 6 d. 

318. Herricks poems with drawings by Edwin A. Abbey. 
London, Harper. 42 sh. 

319. Rob. Herrick, Hesperides or the works both humane 
and divine of Herrick. (Temple classics.) 2 vols. London, Dent. 
16 mo kl sh. 6 d. — rec. Literature 1899, 147. 



320. Hoby's 'The Courtyer' (Tudor Translations). ed. 
by W. Raleigh. London, Nutt. 

Hooker. 32 1. Rieh. Hook er, Works with an account of his 
life and death by Isaac Wal ton. arranged by the rev. John 
Keble. 7^ ed. rev. by R. W. Church and F. Paget vol. 2. 
Oxford, Clarendon press. 632 s. 12 sh. 

HoiDO. 322. R. Menzies Fergusson, Alex. Hume, an early 
poet-Pastor of Logie and his intimates. (Alex. Hume, 1560 — 1609, 
Sir Will. Alexander, 1567—1640, John Shearer 1565—1647). 
London, A. Gardner. 316 s. 5 sh. 

JODSOD (Ben), vgl. oben 15, 170. 323. H. Reinsch, Ben 
Jonson's poetik und seine beziehungen zu Horaz. diss. München. 
Leipzig, Deichert nachf. 130 s. 3 m. 

im ersten teil wird Jonson's poetik, soweit sie sich aus den 
zahlreichen anspielungen in seinen Schriften rekonstruieren lässt, 
entwickelt, von gleichzeitigen dichtem verehrt er besonders Shake- 
speare und Drayton, von den dichtungsarten schätzt er besonders 
das epigramm. im zweiten teil behandelt der vf. dann J.s beziehungen 
zu Horaz mit besonderer rücksicht auf seine Übersetzung desselben. 
— rec. 0. Glöde, Litbl. 21, 12—14. 

324. R. A. Small, The stage-quarrel between Ben Jonson 
and the so called poetasters. Breslau, Marcus. IX, 204 s. 6 m. 
(forsch, zur engl. spr. u. litt. hrsg. E. Kölbing, heft 1.) 



XV, D. NMaogliadie dtakmilar: B. Mtoreo. 256 

durch eine eingehende, gründliche Untersuchung der quellen, 
im hcAonderen a)>er durch eine kritiache auAljae der werke der 
betr. dichter sucht der vf. die Ursachen, den verlauf und die dauer 
dos stroites im einxelnen festsustellen. als teilnehmer an dem 
kampfo weist er ausser Jonson, Marston und Dekker noch Shake- 
sf>eare und Monday nach, die übrigen dichter jener seit nehmen 
dagegen an dem streite keinen anteil. besonders dankenswert sind 
noch die kritischen Untersuchungen über die abfassungsseit und 
die gegenseitigen bexiehungen der analysierten stücke. — rec. 
J. Lecoq, Revue crit. 33 no. r>0, s. 476; Logemaui Museum 
7, 1; Athen. 1S99, 3749. 

32fi IL Gross mann, Hon Jonson als kritiker. diss. Jena. 338. 

326. E. Brennecke, Kulturhistorisches aus Ben Jonson*s 
dramen. diAK. Halle, f»! s, 

.'iJ7. Elix. Woodbridge, Studios in Jonson*s comedy. (Yale 
Studie« in English ed. A. 8. Cook 5.) Boston, Samson, Wolffe 
and CO. 

328. Ben Jonson s Timl>er; or Discoveries. ed. by Felix E. 
Schell ing. Boston, Ginn and co. 1897. 166 s. 80 cents. 

329. F. E. Schelling, Ben Jonson and the classical sohooL 
lvi99. — vgl. Jsb. 1898, 15, 259. — rec. F. 8. Carpenter, 
Shakesp. jb. 35. 34i. 

Ejfd. 330. Jos. Schick, Kyds 'Spanish Tragedy\ Berlin, 
Ftjlbrr. S m. 

331. The works of Thom. Kyd. ed. by F. J. Boas. Claren- 
don press. 

332. The Spanish Tragedy*, a play written by Th. Kyd. 
e.l. bv J. Schick. v^l. Jsb. 1898, 15,' 267. — rec. A. Brandl, 
Shakeiip. jb. 35, 341. \V. Keller, Arch. 103, 38:>— 387. 

333. J. Schick. Thom. Kyd*8 todosjahr. Shakesp. jb. 35f 
277_i>so. 

aus einigen in Somorret Honso aufgefundenen dokumenten geht 
hervor, «biss Kyd gegen en<io des Jahres 1594 gestorben ist 

latiner. 33l. R. M. and A. J. Carlyle, Hugh Latimer. 
I I/eaitTH of reliKion.) London, Methuen. 184 s. 3 sh. 6 d. 

Iai4. 33.V A. i\ Bcnson, Will. Laud, sometime archbishop 
of ('antrrburv-, Lond(»n, Paul Trubner and co. 1898. 6 sh. 

l^U). vgl. oben 15, 215. 



•J5«j XV, Enjrliirhc litteritur. 

3:)0. Hall. John Lcslio. Kimlish idyls. Hoston, Ginn. 115 0. 

LuJilP. oi!7. LittledaU-, Did Thutu. Ldl^e writa a poem 
ul>out Aiuintah? Athvu. 1^:»1», :;717. 

L. .s|iielt in heint'm *PhilIin' nicht iiut* seine vrirgäDKcr Wattfon 
lind Al»r;iham Fruunro an, hundeni aul' ein eigenes verlorene« ge- 
dieht 'Amintas*. 

:t:>. Sei.er.i on HrMtl's t^an^llltf•d !y Th'.in. Lodge. (Templo 

<Maft^ii■s. ■ Lfnd'ii, Dfnt. :;i^ s. 1 >h. ♦; d. 

I.}!). ■'■>•*. «l'din I'Vly. Hndyniifh thc man in the nioon, 
|ih'yr.i hi-iMr« th«* Viii-t-n'.s Mil,l■^•y at «ini-nwich -.n (*andlemn«day, 
at ni>;h'. l-y thr ••lüi'lren ••! Sr. Taij/s. id. uith nnteri. Mldio^r. 
and a Mi'^r. intro l. \\ (ifor^ri* I'. l/.ikpr. - t:iin>ii>{ rec. A. Hrandl. 
Arch. P»J. H. ir.»--!!?'». 

:jP». Lyly'.H \Six cur' oonieii»ii'. Lit«-ratiiro. Is'iH, 7**. 

NarloKf. '511. Wilh. Kwi^, >h iki.-|'« MH-rt •Lu'TPoe' nii^l Mar- 
lowi-'rt Mfvp. an'l I.t.iiii.-r'. Ai.KÜJi --. S i-» -- l'i'i. 

<> liijiifii !*i'h l'oi M. aUAlaii^v au ^h.*H *Vei.'.is' und üfiiu'll»», 
da^t'^t'!! irir .tus • iiii^ji ii .kiiiialliLr*-;: I ar:i!'.'-i.s?i 11* n «ine aldnüi^rigkcit 
Sh.*** in .sfii.rr 'I/icr' « •■* v- :. M.iil-w«? zti tr> iiÜr.-M-n. 

AtJ. II. Li*;;i man, ra;i-»tnN.\..T..s, l-^V«^. — virl. Ji*^. 
1***.«*'. '. *•. L'7 -. »:.'ii>'i- r- '•. A.ir. \V;im,i-r, AnKÜa li«-ild. 1«», 

ll-r». H. Fi^rhcr. r^ii-ik.-;.. •'-, .\\ MJ. S'A:*.n, Mu>eum «i. IJ. 

VarNtiHI. -i^'- LiMloii!«'. T'A * n'>*<s i-n Mar^tton'tt >atire9i. 
Athfii. 1 •*:•:», 1. aj.ril .;7J7. 

1. Mit linii in *\vt «T.stt n s*atirt* nach *Pi{;niali«'n'!i Iniaire' rr- 
wahnN II •l»r"'.\r.»- Kummi?** i:*iii.r M. ni'ht Ji.r.>'tn. h«nd«Tn Sir 
John P.ivii-h. J. I>r-inii!i<<n>l "t Il;i\i th« rii'i*-n'i» auMMTun^: *I)cn 
Jiinitfit tixik Mar>T"!i'M {>isti'l ifni him' itft ni* ht w-rtlich. fKintirm 
nur ' !. üich r-.i v«T>t#.-h»'n ui.'i J-t-irutfT s«i v;rl wi-- *Ai!en«*i"l bim*. 

Miwjic^r« v::l. >j\>vii l.'i. INI. -j-^s. 

:;it A L <*a««'<'*rlf\ . A i.«.*- ■ i: M.lS^in^»-r. Wttitminhtt-r 
Rev. 1-'«1*. •k'^l.tT. 

ij'». W.li'iraiii; v-n Wirz* *oh, rKilij- Ma^-ir-ic^^r I. Shake»«|'. 

• i.'ha'.t: 1 s-in l«d.«*:i, J) ein»« liüt»« f»'r..*'r wt-rke. ;i) eine 
rharaA:*-ripTi!i. i ■»••ii. v^rli ilrr.i«* n >h.ifi« .*]■ . *• • ii.»? U->|»rt»i*biing 
tl#»r v.:i ihm ui; i Th. D'kiitr j;eii*-:i»"'.i::* ■,• ri.i' ."••.•■» tm^i^iie 'The 
Virc:i.'-M-krtyr'. 



XT, D. Ntoügittcfat dtakmiltr; a. MtorM. 267 

34G. Rob. Fischer, Tbom. Middleton. 189a — 
vgl jMb. 189S, ir>, 279. - rec R. Ackermann, Anglia beibL 10, 
144—145. — geloht: W. Keller, Shakeep. jb. 35, 300—301. 

347. Mies P. E. Wiggins, An iuquiry into the anthorthip of 
the Middleton — Rowley plays. — Tgl. Jsb. 1898, 15, 280. — reo. 
K. Doyle, Engl, iitud. 26, C3— C4. 

MiltffacrT 348. P. Brotanek, Untersucbnngen über Alex. 
Montgomerie. 1896. — vgl Jsb. 1897, 16, 300; 1808, 15, 281. — 
eingehend rec. J. Schoenibs, Arch. 103, 378 — 381. 



349. Pollen, Johann Cocbläua an kOnIg Heinrich VIII« 
von England und Thom. Morus. s. abt. 9, 33. 

Xuh. 350. W. K oll mann, Xaah'a 'Unfortunate Traveller xl 
Head*8 ^Engliah Rogu«*, die beiden hauptvertreter des engl achelmen* 
romans. diaa. Leipzig. CO a. Anglia 22, 81 — 141. 

die lieiden romane Bind seUwtAndige nachahmungen des apani- 
Hchen echelmenromana, dessen entwicklung und tendenzon der vf. 
in der einleitnng behandelt, er giebt dann eine eingehende Inhalts* 
angalie der engl romane, woliei er die litterarischen bedehungen 
sowie die allgemeinen kulturverhältnisse und die art ihrer dar- 
stellung an geeigneten stellen hervorhebt 

351. Thom. Nash, The Choice of Valentine« er the merie 
ballad of Nash his Dildo. ed. by John S. Farmer. London, 
Smith, Kay and co. 4^ 10 sh. d. 

üill. vgl oben 15, 215. 

ültllh. 352. Plutarch^s Lives englished by Sir Thom. North. 
10 voU. (Temple Plutarch.) London, Dent. 16 mo. k 1 ah. 6 d* 



353. Bern. Och in o, The Tragedy. reprinted from 
Bishop Fönet *M translation out of Ochino's Latin M. S. in 1549. 
e<i. with introd. and notes by O. E. Plumptre. London, O. Richards. 
27S ü. 5 sh. — rec. Lit, 1899, V, 407. 

tmhnkt. vgl unten 15, 359. 

3r>4. The Countess of Pembroke's Antonie, ed. by Alioe 
Luce. - vgl Jsb. 1898, 15, 292. — rec. L. Proescholdt, LitbL 
20, 124, R. Fischer, Shaksep. jb. 35, 343. 

tmt vgl oben 15, 353. 

laMldL 355. W. Stebbing, Sir Walter Ralegh. new od. 
London, U. Frowde 1899. 

JskftsUriiai ar ssniisiinfci ffcikiiafti, XXL (1SM.> n 



258 ^V. EngÜBche liiteratar. 

Randolpb. vgl. oben 15, 194. 

Rowley. vgl. oben 15, 347. 

86ld6n« 356. John Seiden, Table Talk, being the discourses 
of John Seiden. (Temple classics.) London, Dent 1898. X, 167 s. 
1 sh. 6 d. 

Shearer. vgl. oben 15, 322. 

Sidoey. 357. Sir Philip Sidney, *The defense of poesy\ other- 
wise known as 'An apology for poetry'. ed. with introd. and notes 
by A. S. Cook. 

günstig rec. Brandl, Archiv 103, 383—385. 

358. The Sidneys, Athen. 1899. 5. august. 

359. Memoirs of the Sidney family. by PhiL Sidney. 
London, Unwin. 232 s. 10 sh. 6 d. 

enthält auch eine skizze Phil. Sidney*s und der gräfin Pem* 
broke. — rec. Literature 1899, V, 97. 

360. P. Sidney, A defence of poesie. New York, Cassels. 
10 Cents. 

SilVfr. 361. George Silver, Works comprising Taradoxes of 
Defence'. printed in 1599 and now reprinted, and *Bref Listruc- 
tions vpö my Paradoxes of Defence'. printed for the first time 
from the M. S. in the Brit. Mus. ed. with an introd. by Cyril 
G. R. Matthey. with 8 coUotype reproduct. from the M. S. 
London, G. Bell. 162 s. 4 to. 21 sh. 

Spenser. vgl. oben 15, 171. 199. 213. 

362. F. E. Rowe, Spenser*s short similes. Mod. lang, notes 
14, 1, s. 32—47. 

behandelt die beiden ersten gesänge der Taerie Queene* unter 
dem angegebenen gesichtspunkt. 

363. Edmund Spenser. Literature 1899, 5, 102. 
sein Verhältnis zur Merchant Taylor's Company. 

364. Edmund Spenser, The Faerie Queen ed. by Kate 
M. Warren. 1898. — vgl. Jsb. 1898, 15, 303. — günstig reo. 
Educ. Times 1899, mai s. 233; Athen, 1899, 25. febr. 

305. M. Walt her, Malory's einfluss auf Spenser's Faerie 
Queene. diss. Heidelberg. 79 s. 

366. Spenser*s Tercentenary. Acad. 1899, 14. jan. 

367. E. Koeppel, Über die echtheit des Edm. Spenser zu- 
geschriebenen * Visions of Pelrarch' und * Visions of Bellay'. EngL 



XV, D. NeiMBgliteh« dmkwüui S. tatono. 269 

8tud. 27. 100—111. ein« »?egenkritik Jefferoon B. Fldtcher't der 
(Mod. lADg. noteM 13, 205 ff.) für die echtheit eingetreten war. 

.'ir>S. A. £. Saw teile, The »ourcee of S|>enc6r'8 ciacuiical 
mvthnlogv. ls«»G. — vgl. Jiih. IS'JS, ITi, 315. — lobend rec 
U! FiHcher, Anglia heihl. 10, 130 — 132. 

3()9. Otto KütE, Faerie Queeno und Pilgrim'H Progress. 
ein Beitrag lur i|Utrlleufrage Üunyau*tf. Anglia 22, 33—81. 

B. hat die Faerie ijueeue gekannt und benutit. eit ünden sich 
beliebungen iwiitchen beiden werken: 1. in dor ganzen anläge und 
swar a» in der zweifachen allegorie, b) in den gruudgedanken und 
im inhalt, c) im romantitfcheii l>eiwerk, d) im Charakter don beiden, 
2. in der eiuleitung. 3. in der erxählnng, a) in der echildernng 
den drachens Ap^llyon, b) dos einziign Christiane, c) dea Palace 
Beautiful. «1) «les Douliting C'adtle und Oiant Despair. 

370. W. A. Read, Kent« and Spenser. 1S97. — vgl. Jeb. 
ls*JN i:>, 3ln. - rec. Br. iSohnabel. Engl. stud. 2C, 90. 

Streif. v>rl. oben 15, 17o. 

SintJ. v^l. üben l.\ 191. 

Toineir. vgl. ol»en 15, 194. 

T0WVkfl4. vgl. ol>en 15. 194. 

Irqibart. "71. Sir T. Tniuhart of Cromartie 1011-1660. 
\^^• J. Willonrk. London, Oüphant. G sh. — rec. Literature 1899, 
V. IKl. 

it72. rp|uhart and Mottoux*8 Ilabelais. (Tudor Translatione.) 
ed. \'\ r. Whibley. Luudoii, Xutt. 18 sh, 

Hlltei. vkI (.b«n 321. 

37. t. Izaak \Vultnn*n Lives od. with an intn>d. by H. Dick. 
»Scott iibr. Lniidnn, Walter Scott. 12 m*\ 33«j 8. 1 sh. d. 

17 1 Izaak Waltnn, The Compleat An^lor. <Trmple claiwics.) 
I"»rtr. Li'nd<»ri. D^nt. '2i^ ». IG mo. — rer. Literature 1S99, 413. 

HatMI. 37.K Fred Jves Carpenter, Thum. Wateon't 'Ita- 
liau Muiriiciiis Knf;li«hed\ l'iOO. Juum. iterm. phil. 2, 3. 

ITfbstfr. 'f7G. •!. LauRohke, John Welniter'e tragOdie 

.VpI'iiiH t:rj i Vir;!inia\ eine quelloUbtu iie. disd. Leipzig. G3 8. 

Mitllfr. 377. (leor^e Wither. Poem«, ed. vrith an introd. 
by Htury Morley. new od. London. Houtledge. 189«. 192 s. 1 eh. 

Wtb^. -^7S. (ieorge (\iveudieh, The life and death of 

17' 



260 XVI. Volksdichtung. 

Thomas Wolsey. (Temple classics.) London, Dent. 283 s. 16 mo. 
1 sk 6 d. — reo. Literature 1899, 5, 147, 509. 

• Wyatt. vgl. oben 15, 171. 

F. Dieter (nr. 1—40), R. Wülker (41—93), A. Brandl (94—164), 
H. Dreengel (165—378). 



XVL Volksdichtiing. 

(A. Yolkslied: 1. deutsch: allgemeines, balladen und liebeslieder, Standes- 
und festlieder, kinderlieder, nistorische, volkstümliche lieder; 2. nieder- 
ländisch ; 3. englisch ; 4. skandinavisch. — B. Volksschauspiel. — C. Spruch 
und Sprichwort. — D. B.ätsel und volkswitz.) 

A. Volkslied. 

1) Deotsehe Volkslieder: allgememes. i. J. W. Bruinier, Das 

deutsche Volkslied, über werden und wesen des deutschen volks- 
gesanges. Leipzig, Teubner. IV, 156 s. 0,90 m. 

rec. K. Reuschel, Zdü. 13, 848—850. 0. Fleischer, Zs. 
der Internat, musikges. 1, 34. DdVl. 1, 57 — 60. 

2. 0. Brenner, Arbeit und gesang (nach Bücher). Mitt. z. 
bayr. volksk. 1899, 3, 2 f. abgedr. DdVl. 1, 100—102. 

3. F. Bachmann, Volkslied und volksgesang. Allg. ztg. 
1898, no. 207. 

4. K. V. öerstenberg, Das deutsche Volkslied, wander- 
vertrag. Glarus, Schweizer verlagsanstalt. 34 s. 0,45 m. 

5. M. Friedländer, Über deutsche Volkslieder. Branden- 
burgia 7 (2). 

6. Der deutsche volksgesang. laienbetrachtungen eines arztes 
Grenzboten 58, 4, 35—42. 

7. R. Batka, Vom volksliede. Kunstwart 12 (12). — 
G. Schläger und A. Bartels, Li Sachen kunstlied und Volkslied, 
ebd. 12 (23). 

8. 0. Weddigen, Geschichte der deutschen Volksdichtung. 
V^iesbaden 1895. — vgl. Jsb. 1896, 10, 230. — rec. Petzet, 
Bbayr.Gymn. 35 (3. 4). 

9. £. Marriage, Poetische beziehungen des menschen 
zur pflanzen- und tierweit Heidelberg 1898. — vgL Jsb. 1898, 
15, 1. — getadelt von Ph. S. Allen, Mod. lang, notes 14, 311—313. 



Xn iL ToÜEditd: 1. dMiMh: htJÜadm ud folkiUeder. 261 

10. H. Schreiber, Die pflanxen im liede der Böhmerwildler. 
Der BOhmerwald 1. 



11. O. Fleiecher, Ein kapitel vergleichander mosikf 
Schaft. Sammelb&nde der iDtemat. muaikgea. 1, 1 — 53. 

F. will analog der methode der vergleichenden aprachwineo« 
achaft unter den volksmelodien den nationalen eigenbeidts und dae 
lehngut scheiden: er seigt an aüdalaviachen und niederl&ndiachen 
weisen, die mit deutschen übereinstimmen, die Wanderung solcher 
melodien und erklärt die gleichheit des Halewyn-, des Eeuaenliedes 
und des bretonischen gesanges von den heiligen sahlen mit weisen 
der mittelalterlichen kirche aus der becutzung uralter Volksweisen 
durch die geistlichkeit. 

IJ. Daji deutsche Volkslied, leitschrift ftir seine kenntnis und 
pflege, unter leitung von J. Pommer und H. Fraungruber, hrsg. 
von dem deutschen volksgesang^ vereine in Wien. 1. jahrg. Wien, 
A. H5lder. 10 nr. 112 s. 4 m. 

aus dem inhalte dieser neuen ss. sind ausser den unten besonders 
angefahrten artikeln tu nennen: s. 11 f. J. Pommer, Das gefilhlals 
richter in Sachen des echten Volksliedes. — 14. 51 Unechtes. — 
27. 70 Kennieichen des echten. — 41 — 44 Vom Volkslieds, ein 
wort der aufkUrung und erwiderung (gegen Batka). — 47 £ 
H. Fraungruber, Zur ehrenrettung Kobells (gegen John Meier). 
— 8G Beispiele von volkstQmlichen liedenu — 4—6. 95 t Wie der 
Steirer tanst. — 94 f. Augusta Bender, Aus der jugendaeit — 
femer verschiedene Jodler und jucheser auf s. 10. 18. 29. 68 f. 84* 
97. 99. 108. — vgL W. Hein, ZfVk. 9, 340 f. 

13. Zink, Der volksliederschats der gegend am Donnersberg 
(Rheinpfali). Mitt. i. bayr. volksk. 1899, 2, 3 (26 nr.). 

MMfl md GfknMfr. 14. J. N. Fuchs, Die höchste frend 
(Erk-U6hme 2, 287 vierstimmig gesetst). DdVl. 1, 6 £ 

If). J. Peter, Volksgesang im Böhmerwald. S&ngerhalle 1899 
(28—30). 

16. A. John, Egerl&nder Volkslieder 1. Eger 1898. — vgl 
Jsb. 1898, 16, 24. — reo. A. Schullerus, Biebenh. kbL 22, 54. 

17. W. V. Wuribach, Alte wiener Volkslieder nr. 44—71. 
Alt- Wien 7. 

18. 500 Schnadahüpfln, Oberlander liadln, Österreicher gpangln 
und waiser, nebst gesftngen aus den Alpensoenen 's letste fenst4rln I. 
gesammelt von touristen. Regensburg, E. Stahl 128 s. 0,50 m^ 

19. H. Neckheim, 222 echte Kimtnerileder gesammelt und 



262 XVI. Volksdichtung. 

für 4 männerstimmen gesetzt, 2. abt. 2. au£L Wien, Dtsch. volks- 
gesang verein, geb. 1 fl. 25 kr. 

reo. J. Pommer, DdVl. 1, 73 f. - ebd. 1, 83; *0 dirndle tief 
drunt im thal'. 

20. F. F. Kohl, Echte Tiroler lieder unter mit Wirkung 
mehrerer freunde hrsg. Wien, Selbstverlag (XVIII, Canongasse 
19). XLH, 302 s. 2 fl. 45 kr. 

rec. Kohl, DdVl. 1, 25—27; Pommer, ebd. 1, 68. 106 f. 
P. Passler, ZföVk. 5, 92 f. Unser Egerland 3, 46. A. Naaf, 
Lyra 1899 (13—14). 

21. J. Pommer, Florian und Lene. Volkslied aus Tirol. 
DdVl. 1, 7—10; dazu E. Stark, ebd. 1, 30 f. — Schnadahüpflweise 
aus Oberösterreich, ebd. 1, 10. 30. — M. Vancsa, Ein ober- 
österreichisches Schnadahüpfl und seine Schicksale, ebd. 1, 60 f. — 
Pommer, Auf erden nur allein (aus Tirol, zu Erk-Böhme 1, 114). 
ebd. 1, 81. — Verfluchte falschheit (*Was nützt mich all mein 
lieben'; aus Oberschefflenz in Baden), ebd. 1, 98. 

22. Marie Marx, Lieben und hassen des jungen bauemvolkes 
im Mürzthale. ZföVk. 5, 57 — 60 (enthält einige Vierzeiler). 

23. John Meier, Die Verbreitung der schnaderhüpfel und 
des Jodlers in der Schweiz, eine umfrage. Schweiz, archiv £ 
volksk. 3, 149 — 151. — E. Hoffmann-Krayer, Zum schnader- 
hüpfel (notizen von 1820). ebd. 3, 250 f 

24. A. Wonner, Tanzlieder aus Zied. Siebenb. kbl. 1899 (1). 

25. J. Schmidkontz, Tanzlieder. Unser Egerland 3, 27 f. — 
Bin hack und K. Kunz, Egerländer Vierzeiler, ebd. 3, 45 f. 

26. A. Glück, War ich ein knab geboren, altes Volkslied 
in sechs lesarten. Schweiz, musikztg. 1899 (26). — K. Nef, 
Appenzellischer volksgesang. ebd. 1899 (29). 

27. K. Prahl, Drei lilien, drei lilien (zu Erk-Böhme 1, 52). 
ZfdU. 13, 62 f — Th. Schauffler, ebd. 13, 569—571. 

28. P. Drechsler, lass mich doch hinein schätz! ver- 
gleichung eines schottischen und eines schlesischen Volksliedes. 
ZfVk. 9, 41—45. 

vergleicht Hoffmann -Richter nr. 56-58, Hruschka-Toischer 
s. 180 und Bums, Oh lassie, art thou sleeping yet? 

29. Tschumpaliedla aus dem Erzgebirge. Heimgarten 23 (6). 

30. J. Lewalter, Über das lied 'Es sal sich okert ke-iner 



m A. VolktlM: 1. dtaüMb: itndct- vad teÜMtr. 293 

met dr Hwe opgiwen*. Casseler allg. itg. 1899, 25. mai (la Erk- 
Böhme 2, 191 1. 

31. Helmolt, Volkstamlichefl aus Breitenau liel Lauenatein 
(MI>inDRtu)>enlieder). Mitt. f. aächa, vk. iir. 8. 

32. A. Bronk, Plattdeutache volkalieder aua Pommern. Bei« 
triice K. geach. Pommerns, festachrift für U. Lemcke (Stettin 1898) 
H. 24«— 275. — vgl. ZfVk. 9, 103. 

1. Daa verwondernngalied (Erk-Böhme 1, 520). 2. De grow- 
Hchmed ( Friaclihier 1H77, s '>3^. 3. De heaäuk. 4. Nich den ))6ngel 
(FrUchbitr 17. Erk-Böhme 2, 401). 5. Hans un Circte (Friach- 
hier 141. 0. De Junker un dat mäken (Frischbier 9). 7. De jüd nn 
dat mäken (Erk-Buhmo 2, 4G7.>. 8. Wenn dat rognt, da is dat 
uatt (Bolte, Siugüpiele der engl komod. 1803 h. 45. 188). 9. De 
l»ichr verhöre (Erk-Ikjhme 1, 48G). 10. Klein mann un grost fru 
(Erk-Hühmo .'$ , r>4U-. 11. Wat nehm ick mi vö enen mann (tu 
Erk-l^-hme 2, (;43i. 12. Do schinner is de best (Frischbier 25) 
mit melodien. 

33. A. Brunk, Volkslieder ans Pommern. Bl. f. pomm« 
volksk. 7. 

Staa^ nd ffStlMer. 34. J. Pommer, Handwerksbnrschen- 
wanderiied fDitfurtb, Frank, vi. 2, 232 vierstimmig). DdVL 1, 44 C 

3r» Marie v. Whm., Spruch des nachtwichters lu Hindelang 
(AlgHUi. ZfVk. 9, 212. 

M, F. P. Piger. Lied jder limmerleutel l>eim pilotenachlagen. 

ZtoVk. Ti, 231 f. 

37. L. (tauchat. Ktude sur le ranx des vaches frilK>urgeoi8, 
proj^. ZQrich. Fiihi u Beer. 47 s. 4". 1,30 m. 

3S. E. II offmann-K rayer, Zu dem liedschloss Soldat bist 
du gewest*. ZIdr. 13, 275. 

Holdatenlied: *Der gn>s.Hhi*rzo^ von Bmlen*, 7 Strophen, ans 
der Srhweis. 

39. H. Maller, Ein schönes liedt, aus einem aenatsprotokoU 
dert Repser Stuhles v. j. 1G39. Stel>enb. kbl. 22, 69 f. 

*Ein mutter hatt ein tilium\ 27 str. vgl Bolte in der Featgabe 
für Weinhnld 1896 s. 108. 

4M. K. Prahl, In Leipaig var en mand« ZfdU. 13, 212 f. 
nach M Friedl&ndeni Kommersbuch. 

41. Tnmcrliederbuch. eine Sammlung dar schönsten tnrner-, 
studentan-, Tolks- und vaterlandslieder. Lahr, Schauenburg. 24 1 s. 1 m. 



264 XVI. Volksdichtung. 

42. 0. Brenner, Bauernklage (I ko mäs meinsachel nit denka, 
6 Str.). Mitt z. bayer. volksk. 1899, 4, 3. 

43. F. Wirth, Aus der grafschaft Glatz (1. der bauem- 
himmel; 2. spottverse). ZfVk. 9, 446 f. 

44. E. Keller, Ein liedbruchstück (aus Vorarlberg; bettier- 
iiochzeit). DdVl. 1, 82. — K. Liebleitner, Im branntweinrausch 
(steirisch). ebd. 1, 84. — Vierzeilige aus Tirol, ebd. 1, 103. — 
K. Kronfuss, Die siedenden knödel (aus Weissenbach; vgl 'Seht 
einmal den ranzenmann* . ebd. 1, 105. 

45. E. H f f m ann-Krayer, Ein altes gassenlied (der blowstorck 
1509 in Basel verboten). Schweiz, archiv f. volksk. 3, 255. — J. M., 
Die arme Gred. Volkslied aus dem kanten Luzern (13 str. klagen 
einer alten Jungfer, geschrieben 1827). ebd. 3, 123—127. 

46. Tscharnigg, Gasseispruch aus Kärnten. DdVl. 1, 16. 
34 f. 72. 

47. J. Blau, Flachsbau und flachsverwertung in der Rothen- 
baumer gegend. ZföVk. 5, 250 — 253 (lieder und spiele im rocken). 

48. 0. Heilig, Scheibenschlagen im nördlichen Breisgau. 
ZfVk. 9, 350. 

49. Kühl wein, Der wasservogel (am pfingstabend). Mitt. 
z. bayer. volksk. 1899, 1, 2 f. 

50. Aug. Hertzog, Dreikönigsspiel, weihnachts- und neu- 
Jahrslieder des dorfes Geberschweier. Jb. f. gesch. Elsass-Lothr. 15. 

51. M. Urban, Volkshirtenlieder aus dem vorigen Jahrhundert. 
ZföVk. 5, 226-234. 

12 lieder aus Westböhmen, zum teil in der mundart; eins an 
den h. Florian, die andern weihnachtslieder. 

52. A. Fetak, Alte deutsche weihnachtslieder aus dem Lungau. 
ZfVk. 9, 420-436. 

15 lieder mit melodien aus einer für den kirchengesang ange- 
legten Kärntner hs. 

53. M. Eysn, Das frautragen im Salzburgischen. ZfVk. 9, 
154—157. s. a. abt 20, 151. 

54. J. E. Wackerneil, Ältere Volkslieder und volkstümliche 
lieder aus Tirol. Archiv 102, 1—28. 

als beschluss zu Jsb. 1898, 16, 18 teilt W. noch 23 weih- 
nachtslieder mit, die er als herberg-, hirten- und krippenlieder bezeich- 
net, und bespricht advent-, Stephani-, neujahrs- und dreikönigslieder. 



XVI, JL VoUnlied: 1. dtatorli: kMerlMtkr. 266 

55. Jac. Pachanar, Deutschet Hed aof den beiL Chriattag 
(Hört ihr, hirteD, laast euch aagn. 1824 komponiert). DdVL 1, 
61—67. 

r»G. Fannie Oröger, Hirten* und weihnachtslieder aua dem 
österreichiachen gehirge. L#eipfig, Dieter. 1898. 3 m. 

57. O. Sfltterlin, Gebrauche im Biraeck. Schweis. archiv 
f. volkttk. 3, 226 f. (weihnachtslieder). 230 £ (mitt&stenlieder). 
334 f. • württleinaingen). 336 f. (limmerspruch). 

58. K. Nef, Alte weihnachtalieder. Schweif, muaikstg. 1899 
(33. 34). 

50 O. Schell, Dreiköuigalieder vom Niederrhein. ZfTk. 9, 
90 f. — Einige faatnachtslieder vom Niederrhein, ebd. 9, 91 £ 

60. F. Sundermann, Das atemdreierlied. Niedersachaen 
(Bremen) 5 (7). 

61. R. Reichhardt, Weihnachtabrioche im Han. Das land 
7. lOS f. — Der Johannistag. elxL 7, 315 f. - Der Martinstag. 
ebd. 8. 84 f. — H. Theen, Weihnachten in Schleswig-Holstein, 
ebd. 8, 128(1 

62. A. Döst, WeihnachUlieder aus dem Engebirge. Olflok- 
auf (Schneel)erg) 1898, 182 f. 

63. A. John, Egerl&nder tischgebete. Unser Egerland 3, 27. 

EildflMer. 64. F. M Böhme, Deutsches kinderlied. Leipiig, 
ISreitkopf 1897. — vgl. Jsb. 1808, 16, 43. •— reo. B. Petsoh, 
Archiv 102. 300—404. B. Schnabel, LitbL 1899, 63 £ A. O., 
Das land 7, 414. 

65. O. Fromm el, Kinderreime, lieder nnd apiele. gesammelt. 
1-2. Berlin, Selbstverlag (Leipzig, Avenarius). 52 -f~ ^^ *• 
0,60+ 1.20 m. vgl abt 20, 120. 

rec. Wein hold, ZfVk. 9. 105. R. Petach, Archiv 103, 
366—368. CbL 1899, 866 £ 1757. 

66. F. Drosihn, Deutsche kinderlieder. Leipsig, Tenbnar 
1H97. -^ vgl. Jsb. 1898, 16, 24. — rec. R. Petsch, Archiv 102, 
405 £ 

67. G. Eskuche, Siegerl&ndische kinderliedchen. Biegen 1897. 

— vgl. Jsb. 1897, 10, 366. — rec R. Petsch, Archiv 102, 404 £ 

«iH. 0. D&hnhardt, VolkstOmlicbee aoa dem königreich 
Sachsen 1—2. Leipsig 1808. — vgl. Jab. 1898, 16, 46. 20, 21. 

— vgl. abt. 20, 31. — rec. R Petsch, Archiv 102, 406 £ nnd 
DI^ 1809, 1215 £ Archivio 18. 0>L 1899, 187. 



2CG XVI. VolktdichUiDi;. 

ü9. A. Landenl>erger. Ein Mumeiistrauds aus der kinder- 
poetfie. Deutbch-ov. )ilätter 'Jl {'»\ 

7h. <). Str«Mch«*r. l>ent^('ho kindvrlieder und kindenipiele. 

OrenziMiten :»s. :i :rj'j— :<i.'f). :ii;:>— :t72. 

Tl. Ct. Sedelmiivr. Wie die kindcr in Lothringen Hpielen. 
Das land 7, 119 — 122. — A. Ahrciis, Uatspielo der mecklon- 
tiur^is^hen Jugend. f>»d. 7. Ml. 

72. \i. WfishonhutVr. Jugend- und vdlkHhpiele in Nieder- 
..Hterrri.li. ZioVk. 2. 1^» — :.«;. Ii:i IM». 

7iS. J. KnhltT, Kin<icrlifdor :iu.s ili-in Egorlundc (mit mel.). 
rni*«r Egerlaitd :'.. ri7 t'. :i»«gi'iruckt I»dVl. I, ^7. 

71. Spriclj\vi»rtfr un«! iilli" vulks- uini kindorlioder in kOlni- 
schtT inuntlurt. K-dn. StiuitV. IV. *>'» s. h.:,u m. 
rtr, K. l't't.s.li. AlL'. Ztg. \^*Mk !-t'i!. 12:;. 

7.'i. L. Fraiikfl. V";k>Tiiiiilii Lc« au.s .1. \V. Wolfs Kölner 
jugondorinneruDgen. Zt'Vk. !*. '.'tTi't — ;;r»7 igoKt-te. rat«*-!;. 

7i'r. * ». S.hutti*. V..ik*»rii ::.••. rätMrl. kiL'Ifrlicder. Braun« 
ächw. xii;ig:i7.in 1. 

77. M. (ii rli;irlT iii.l i:. p.^-rh, ri'k<Ti:iärkisrho kindrr- 
n-inn*. /tVk. '•. J7.i 2^4. :>'^ ::!»".. 

7** ii'iiUi:..«ri. Hiit g^it-ii litri r.i*iiri..n'li\v« i.-!-!.. 

7>. A. Ilruiik. V•.ik^iii■ i* r ;iii<i kiii itrrniü.if au.s I'ouimern. 
BL I. («li.ai. \k. 7. 

7'.». M. KiiO'»j». AII»Th:inl rt-iiu« aus I*"iiin.«'rn. el-i. 7. .'*< --02. 

^*». M,thn. I{»^in*i» '.Ji;d -j r .• K«- in '»* orlausitn-r mundurt. 
Mitt. l. VIT. t'. >ai h.-i. vk. Usj. II. 

^1. L. Fr;iiik»»l. >r!,!iiH.i\%.rT z-i 'Aus Sacliht-n. wo die 
•«ch li^'fi i!i.id«-ljfn i:rit'di-i. laiiii.i-ni u:irhr*»'n\ ZtH*. I.'i. l."*n— i:j9, 

^2. F. S>>h:.s. Huni'ir im k.i. itritt •ir HrauLM hwcigt-r Martinü- 
'/ivd . Ztdl*. 1.;. .;'i.: t". 

-:t. ]{. * '. I). S'.iii in^f.r. Kri •»••■«* »ü. i ):• i^t-n-s ann Merklfn- 
»'ur^'. It..«.!. .k. SMllf-r l-'»7. \". 1 ".«» s. 2 u. 

! rii.*:? ö. 127 \\"iv 'Iü*» \"!k ^Jr:'li!' vtr«>« li.*-i**L«- kindt-rreiine 
ULd v..g.l.Hjrarli»-: \^]. • ». «ü./i-. Zidl*. i.t. 7"7 TP'. 

^r Klifta^'f?): L«Ti.kp. V< !iksti;mli'dits in < Nt|>p'u.<«iicn. X teil 
( AIl»-r.*<tfir:. H:ir:>-hi •*. l'.\ **7: kir.-i*-rrf*in.fv >}-ifii*. r^tNcl; lietlrr 
für vrwacL>env (79 Wilhi'liu k> :!«n. an mfii.t* Mrite; ^l Wir altava 



XVI, A. Tolluli«!: 1. deotseh: biitoriMb« folktlM« 267 

»o fröhlich; b2 Ist alle« dunkel; 83 Deutsch EyUu; 84 Bei Sedan 
auf der hi>he), tansreime. — 8. abt. 20, 47. 

s.'i. H. M enges. Zu Rückrrtu 8chwaU)enlied *Autf der Jugend» 
irit'. ZfdU. l.X 82G— S2U. 

verweist auf Simrocks Kinderl)uch^ a. 184, Böhmes Kinderlled, 
StuU*rs Abiatia isr/j, lo.*) und Alemania 1888, 71. 

SO. C. Huchwald, Inse bruder Malcher (Erk-Böhme nr. 1754). 
Sohleüiens vorzeit 7 (3). 

n7. A. i.u^lert. Zu dem kinderlied *Zürnt und brummt der 
kleine iwerg*. Zl*«»Vk. 5, 17.'» f. 

Bi'hme, Kinderlied s. (»3 stammt vermutlich aus Abr. a. s. 
LUaTiis Bcscheide^iscll 1717 s. 3:»0. 

'^'^. E. Hoffmann-K rayer. Zu 'rata miou* \^iin gerreim). 
Schweiz, archiv f. volknk. 3, ir>7. 

^0. S. Kurt, Kinderreime aus Mosony. Ethnol. mitt. aus 
l'ugarn G, 32. 

W. \, Landau. Holekreisch. ZfVk. 9. 72 — 77. 

tien bei der h&uslichcu nammerteilung der Juden üblichen ruf: 
'Holekreisch. wie soll das klndche heisse?* bringt L. mit iüinlichen 
Versen in kinderliedem und mit der frau Holle susammen. 

91. Mitt f. jüd. Volkskunde 4, 123—130: sabbatlieder, nacht- 
gebf-N*. aus der kiuderstube. üpottlied, fuhrmanns leid. 

üftttTfirbe lelLsüHfr 02. K. Stelff, Geschichtliche lieder und 
.Hpruche \Vürttem)>ergs. im auftrage der württembergischen kom« 
mission für landesgetn^hichte gesammelt und hrsg. 1. lief. Stutt- 
gart, Kohlhanimer. lOO s. 1 m. 

die auf r> lieferungen l>erechnete und )>is auf die neuere seit 
fortzuführende Sammlung *l>eschränkt sich auf dichtungen volks- 
tümlichen Charakters* und hat sich in der Äusseren anläge, der 
s/ircnnmen textl»ehandlung, den reichen historischen einleitungen und 
erklärenden anmerkungen offenbar K. v. Liliencrons werk lum vor» 
hiMe erwähle das vorliegende heft bringt 49 nummem aus den 
jähren 14 IG — 1519, darunter verschiedene bisher ungedniekte 
• ur. 3— i abfrfall von Ulmer kaufleuten l)ei Süssen 1440/1; 
nr. U — 10. 22; JTt teurung von 1511; 33 wegnähme Reutlingens 
ir>iO< oder in teitschriften verstreute, mdge das treffliche werk 
rasch fortschreiten! — rec. Stockmayer, Zs. d. Internat mosikges. 
1. 17s 

'.*3. K. Steiff, Lobspruch auf Sabine, gemahlin herzog Ulrichs 
vun WurttemUrg Württemb. vjsh. 8, 413^21. 



268 ^^ 'Volksdichtung. 

aus Yal. HoUs abschrifb. 246 v. zur hochzeit der herzogin 
1511, unbekannten Verfassers. 

94. K. Steiff; Sind die trommelreime von Herzog Ulrichs 
hochzeit echt? ebd. 8, 421 f. 

vermutet, dass die reime ^Bruder, sieh dich umb' eine er- 
findung J. Frischlins sind, der 1611 die 100 jähre zuvor erfolgte 
hochzeit herzog Ulrichs in lat. spräche beschrieb. 

95. Ivo Striedinger, Ein historisches Volkslied vom Schmal- 
kaldischen kriege. Altbayer, mtschr. 1, 167. 

64 verse ^Die reichstett hetten das guet*, aus einer Münchener 
hs., im mai oder juni 1547 von einem bayrischen katholiken ge- 
dichtet. 

96. R. Wölk an, Deutsche Volkslieder auf den winterkönig. 
Prag, Calve 1898. — vgl. Jsb. 1898, 16, 70. — rec. Cbl. 1899, 698. 

97. D. £. Shumway, A low german ballad, commemorating 
the siege of Göttingen in the thirty years' war. Americana germ. 3. 

98. M. Urban, Alte deutsche Volkslieder, aus einem lieder- 
buche des 18. jhs. ZföVk. 5, 269—276. 

aus einem 1733 vom pfarrer A. J. W. Schmidt (1678 — 1752) 
zu Plan angelegten sammelbande teilt U. mit: 1. Des Torstensons 
Vaterunser (vgl. Vjs. f. littgesch. 5, 34), 2. Soldatensegen (vgl. Frey, 
Gartengesellschaft 1896 s. 184), 3. Das sächsische vaterunser (*Wo 
der Schwede kehret ein'), 4. berglied (*Das bergwerk ist doch 
lobenswert'), 5. *Lasst uns sanct Anna das heilige weib'. 

99. A. Hauffen, Prinz Eugen im volksliede. DdVL 1, 21—25 
(vgl. Zf Vk. 4, 23). 

100. H. Müller, Sächsisches bauern-vaterunser wider die 
Teutschen. anfang des 18. jh. (Sobald der soldat kommt herein). 
Siebenb. kbl. 22, 25 f. — R. F. Arnold, ebd. 22, 52 verweist auf 
R. M. Werner, Vjschr. f. Httg. 5, 17. 

101. A. Hartmann, Historische gedichte aus der zeit der 
bayerischen landeserhebung 1705 und der rückkehr Max Emanuels 
nach Bayern. Altbayer, mtschr. 1, 33 — 61. 

102. A. Kopp, Der gassenhauer auf Marlborough. Euph. 6, 
276—289. 598. 

103. A. L. Jellinek, Drei politische gedichte aus der zeit 
des polnischen erbfolgekrieges. nachtrag. Zs. d. westpreuss. 
geschver. 41. 

104. J. Fischer, Lieder vom alten Fritz. Mitt des nord- 
böhm. exkurs.-klubs. 21. 



XTI. A. VolkalM: 1. deulMb: ToUstOmlidM ]Mm. 269 

105. Th. Distel, Unbekannte gedichta aus den achlesiachen 
kriegen (1741). Euph , 4. ergftnsungah. s. 132-140. 

lOG. A. Sauer, Ein gedieht auf Friedrich den groeaen (1785 
von J. M. Tekuüchj. ebd« a. 142 f. 

107. J. Widmer, Josephue, der rOmiache kaiaer. DdVL 
1, 28. 2, 11. 

lod. T. Kugerl, Do Oar Real, ein typua aua den Alpen. 
Dtach. Btg. 18119, 3. apriL » K. teilt u. a. ein iied auf Napoleon I. 
(üotu tanaend, was hahn ma ftlr seitn dalebt) mit; abgedruckt 
DdVl. 1, 15 f. — AuguBta Bender, Gelt Bonaparte! volkalied aua 
01>eracheffleni (Baden), ebd. 1, 80 f. 

109. Ein hiatoriachea Volkslied (auf Radetaky. SaUburg 1849). 
Deutsche dichtung 2ti (5). 

1 lo. A. Voigt, Das deutsche Iied in der deutschen geschlchte 
(Schleswig-Holstein. Sie sollen ihn nicht haben. Die wacht am 
Rhein). Sängprhalle 1899 (4. 5). 

111. O. Weddinger, Die entatehong des Kutschkeliedes im 
jähre 1870 AUg. dtach. universit itg. 13 (1). — Hoffmann- 
Kutachke (geb. 1844; bildnis). Illuatr. stg. 1899, 13. 9ipnl 
nr. 2911 a. 487. 

Itibtunche Mfr. 112. W. Uhl, Daa deutache Iied. a. abt 
5, 3S. 

roc Cbl. 1899, 1756 f. 

113. E. Paaquo und E. v. Bamberg, Auf den apnren dee 
franxösischen Volksliedes, dichtung und Wahrheit. Frankfurt a. M., 
Kutten und Loening. VI, 237 a. 

drrisehn halb novellistisch, halb hiatorisch gehaltene aufaitie 
al>er beliebte frantOaiache lieder dee 18. — 19. jh, die auch nach 
Deutachland gedrungen sind, so s. 1 über Travanet, Tauvre Jac- 
ques': 43 aber Fabre d*Eglantine, *I1 pleut, il pleut, bergtoe'; 
74 'Marlbrough a*en va-t-en guerre*; lOG Casotte, *Tout au beaa 
milicu des Ardennes*; 1^4 Kouget de Lisle, Maneillaiae; 216 Dela- 
\igne, Pariaienne; 228 Der troubadour im Iied und in der oper. — 
rec l\ Marelle, Archiv 102, 460 t 

114. A. Kopp, DeutKhea vdka- und atodentanlied in vor- 
klasamcher seit, im anachluas an die biaher ungedmckte ▼• Craila» 
heimsche liederhandschrift der kgl. bibliotliek su Berlin qndlen« 
massig dargestellt Berlin, Besser. 286 s. 6 m. 

die 1747 — 1749 von dem fränkischen freiherm A. E.F. t. Crails- 
heim (1728—1795; wohl su Altdorf geachriebene aanunlosg von 321 



270 XVI. Volksdichtung. 

liedern (Berliner mgq. 722) ist für die geschieh te des gesellschafts- 
liedes in der ersten hälfte des 18. jh. ungemein wertvolL wir 
£nden hier galante lyrik von Greflinger, Zigler, Hoffmannswaldau, 
Neumeister, Neukirch, Menantes, Weise, Günther, Stoppe, Sperontes, 
Gorvinus, Picander u. a. teilweise in volksmässiger Umbildung; die 
jüngsten stücke rühren von Geliert, Uz und Lessing her. El. hat 
mit grossem eifer und glück den Verfassern und der weitver- 
zweigten Überlieferung, für die die flugblättersammlung der Ber- 
liner bibliothek manches bot, nachgespürt; vgl. s. 74 über die 
Strophe von Hauffs ^Morgenrot', 197 Gaudeamus, 229 Landesvater, 
257 Kanapeelied, 157 Umwandlung von männerliedern zu frauen- 
liedern. nachdem er in der einleitung die anderweitigen quellen 
des volkstümlichen liedes jener zeit gekennzeichnet hat, druckt er 
die wichtigeren texte in der besprechung der einzelnen nummem 
der hs. (s. 35 — 259) ab. es folgt ein liederregister und s. 271 eine 
Übersicht über F. Reyhers 1743 angelegtes liederbuch (vgl. unten 
16, 116) und eine Berliner liederhs. eines ungenannten Schlesiers 
(vgl. unten 16, 115). — rec. Cbl. 1899, 1619. 

115. A. Kopp, Eine hsl. liedersammlung der kgl. bibliothek 
zu Berlin. Mtsh. f. musikgesch. 31, 69—76. 81 — 91. 97—101 -j- 16 8. 
musikbeilage. 

bespricht 48 lieder, die einem drucke von Sperontes' Singen- 
der muse 1736 angehängt sind, weist deren dichter (Menantes, 
Günther, Gottsched, Gräfe, Geliert, Kästner, v. Böhlau, Lessing, 
Ossenfelder u. a.) nach und druckt mehrere texte ab. 

116 W. Fabricius, Alte Studentenlieder. Academ. mtsh. 
1899, nr. 181 ff. 

über eine 1743 — 1748 von Friedrich Reyher zu Kiel und Jena 
zusammengestellte liederhandschrift. unter den 131 nummem be- 
finden sich 23 stücke, die auch in der Crailsheimschen hs. (oben 
16, 114) stehen, darunter das ^Gaudeamus'. 

117. E. Joseph, Das heidenröslein. Berlin 1897. — vgL 
Jsb. 1898, 16, 86. — rec. K. L am bei, AfdA. 23, 176—185. 
J. Ries, ZfdU. 14, 70—72. 

118. Phil. S. Allen, Wilhelm Müller and the german Volks- 
lied I— IL Journ. of germ. philol. 2, 283—322. 3, 35—91. 

mit ausgebreiteter litteraturkenntnis geht A. dem einflusse des 
Volksliedes auf Müller nach und betrachtet namentlich sein natur- 
gefühl (natureingang, Personifikation der natur, blumen, bäume, 
Vögel, wassor, gestirne, Jahreszeiten) und die reminiscenzen von 
formein und motiven aus Des knaben wunderhorn, wobei jedoch 
die Übersetzungen österreichischer Schnadahüpfel und italienischer 



XVI. A. VoUulied: 2. NiederL TollBliMfer. 2. Engl. TolktUed0r. 271 

und gricchUchor volkspoeMio aiuigcnondert werden, die einleitun^ 
l»ohan4l«*lt die i^enchichte des volkitliederatudiomB in Deutschland 
und rharakteriHiert don dichter im allgemeinen, ein dritter teil 
'Diction of the Volkslied and of Hüller' soll folgen. 

119. M. Schneidewin, Ein neues nationallied itir 'Deutsch- 
land, Deutschland ül>er alles*, die m&ngel des alten, der t^-pus 
dos neuen. Hameln, Fuondeling 1S08. 0,50 m. 

120. Alh. Schreil>cr, Dio entstehung des sog. Thüringer 
Volksliedes 'Ach wie w&rs möglich dann*. Aus der heimat (Ootha) 
2, nr. 2-3. 

121. Zollikofer, Spinnlieder in der Lüneburger heide. Das 
land 7. 317. 

122. K. Löschhorn, Die sogenannte natioualhymne von 
Tompclhof. ZfdU. 13, 271. 

Was halm wir denn forn schuster\ modernes coupleU 

i\ \Wfriil*Sfllf lolkjJWfr. 123. Fl. van Duyse, 4 oude 
ntMlorlttmische liederen, dcrde reeks, voor vierstemmig koor met 
harmoiiiiimhcgeleidiug bewerkt Gent, Vuylsteke, 33 s. 4^ 

1. 'WilholmuR VAU Naüsouwe; 2. O kerstnacht; 3. ^k kwam laest- 
mael ovor l>orK(^ii: 4. Bellotje. die ersten beiden hefte mit je 
ü Liedern erbchieuen IhÜl und 1897. 

l'Jl. Vun den Zorkant, Sa^^cn, volk gebniiken, kinderrijmen. 
Odh volUlevtii 11. vgl. alit. 11», 101. 20, 128. - 8int-Marten, 
VMlks^f*bruiki*n on liedercn. ebd. 11. - Van den Broeck en 
A. d'llMM^he, Kinder.-^iK^k'u uit het land vun Deudermondc. el>d. 11. 
h a. abt. 20, 127. 

12.">. A. df ('(»rk, Kctebiiusir^k. Volkskunde 12. - - Rund- 
tanzlii'd. ebd. 12. — Volknlifderen i1. Van den koekoek. 2. Mie 
ge iiHM»t nanr hiiis toe gaen). pl>d, 12. - P. de Munt, Over 
«N»ni^«* li<^lfn*u (1. Van den uil. 2. Klomi»endans. 3. Driekoningen* 
liodj«»). ebd. 12. 

i) EldKrbf lelNMer. l:.«. f. Gorbing, Die elfen in den 
engli:«rhen und Hchotti:<chcn l>alludon. diss. Halle. 26 s. 

127. K. Kord. Vagabond songs of Scotland. Paisley 1898. 
— vgl. Jüb. is'jN. n;. iioa. - rec. Academy 50, 42(i f. 

12*^. The. N«wbigging. The Hcottish Jacobites and their 
H-^ngtf au'i muhic. with a Huccinct liiütory of their battles. London, 
(fa> ä: Hird. VII. i;7 », :; G. 



::/; 



XVI. VoUudicbtnoff. 



12J). P. B. Green, A hi^tory of nureery rhymes. London, 
Greening. XVI, 190 s. 3 bh. Od/ 

\'M). Alic«! B. Oorome. The InMÜtional gamed of England» 
Scotluiid, aud Irelaiid, with tuiies. Hinging- rhymoR, and methods of 
playing acconling t«; the variants f^xtant and recorded in difTerent 
part8 of the kingdoiu, collected and aunotate«!. vol. 2. London« 
Nutt ls9S. XV, r/M s. <^A dictionary of l»riti«h folklore ed. 
hy G. L. Gonune 1, 2). 

dor 1. band orsrhien \SUi iXX, 4Xi h.): dor 2. enthält den 
re8t der alpI)iJ>ftii»ih angenrdn(>teu H|>iole: *Oat.s and heans* bis 
*Would you kuow huw doth the (»oaüant*. ferner s. 40ii nachtrftge 
und 8. 45S Menifiir on thn study ot' childrcn*H game». hier wird 
der reiche HtotT dein inhalt nach grii|ipiert (a. dramatische, \k Wett- 
spiele, )>ei denen es aut gewinn und verluMt ankommt i und mit 
einigen n<>tizen uns alterer z*'it und fremden Völkern verglichen, 
auf die deutsche litteratur üKer kindernpielo wird nirgends hinge- 
wiesen. — rec. K. Weinhold, ZtVk. 1#, iM.'J— Im."». Archivio delle 
tradix. |»op. iS. 

\'M. K. Weinh«^»ld, Das englische kinderspiel Sally water. 
ZfVk. 'J, Sil f. — s. aht. 20, 120. 



41 SkuAllMsrbe volkslif^r. \^2. L. I'ineau, I.es vieux chantn 

populaires scandinaves I. Paris 1^!»*^. — v^l. .ThI». H9*^. IG, ll.'». — 
femer rec. A. Heusler, DLi. \^\i\K 4GI f. G. Paris, Journal des 
■av. l^IH. juli. A. Olrik, Dania •;. lOO--lnl. Moigk, Chi. 
1S9S, 14:i7 f. 

i:$3. 0. K lock hoff, Folkvisan om konuug Didrik och hans 
kimpar. .\rkiv li;. 37 — 9:.. ln;j— 135. 

nachdem K. die grundtonu des liedes hergestellt hat, unter- 
sucht er seir'^n Ursprung, es stammt aus dem Ul>ergange vom 
mittelalter zur re forma tionszeit und l>eruht a«f der s(*hwf*d lachen 
Übersetzung der iM^rekssaga kap. 1**9~ 2'»."*). den inhalt liiMet 
der zug Dietriche nach Bertangalan 1 (iehhardt]. 

134. K. Steften. Knstrotitr nordiük f..lklyrik. rfwala 189^. 
— vgl. JsJ». 1^!»**. 1*;, 11»;. — rec. L. Pineau, Revue cht. 1M99 
(43l (»Irik, Dania «i. 9:i-<1<mi. 

135. R. Stel'fen, Norska stev. Nvare bidrag 60 (l><i. 15, \}. 
205 8. 

enthält 1193 stev-strophen. meint aus Stf*ter»dalen, manche in 
mehreren fassungen; dazu drei melodien. 



XVI, A. VoUnOied: 4. 8laaÜBAfMdM folkdkdfr. 278 

136. A. Olrik, Danske folk^viaer i iidvmlgi onder medvirknlng 
af Ida Falbe-Hanaen, odgivna for dansklererforesiDgen. Kaben- 
havn, Oyldendal. 91 + 175 a. 

eine gute auawahl von 51 alten volkaliedern (k»mpe- og trylle- 
viaer, hiatoriake viaer, ridderviaer, aksHmteviaer) mit worterklirungen. 
die einleitung beantwortet in knapper und klarer weiae alle weaent- 
lichen fragen, die aich an jene knüpfen: über die verbindong 
iwiacken lied und tana, vortragaweiae, kehneile, metrum, auadruck; 
dann über den achauplatx der lieder, den ritterhof und die übrigen 
atAnde, die atoffe der ritterlieder, die beaungenen hiatoriacben be- 
gelienheiten dea 13. und 14. jh.; endlich über die voratellungen 
von elfen, uixeu, tauber und ül^er die heldenaage. 

137. A. Olriky Danake ridderviaer efter forarbejder af St. 
Orundtvig udgivne. 2. bind (*« Danmarka gamle folkeviaer 7), 
1. hefte. Kübenhavn, Wroblewaki. 128 a. 2 kr. — vgl. Jab. 
1S9S, 10, 120. — der 1. band iat rec von L Falbe-Hanaen, 
Dania G, 119—125. 

138. A. Olrik, Nordiak folkeviaeliteratur i de sidate ar. 
Dania 6, 92—110. 

beapricht die art>eiten von Schuck, Paludan, ÖL DaviAaaon, 
Bugge und Moe, Pineau u. a. 

139. H. Bipky Polkeviaemea forhold til naturen. Danak 
tidaakrifty udg. af J. Appel og L. Molteaen 1899. 

iiO. Lidt om fnrvake folkeaange. Nord og ayd 1899, jannar. 

141. ialenikar g4tur, ftulur og akemtanir, gefnar At af Uno 
ialenika b<'»kmenta<jelagi. VI, 2: lalenakar ^ulur og t>j6Skv»8u 
Ölafur Davi6aaon hefir aafnaS a. 129—224. Kanpmannahöfn. 
fortaetzung von Jab. 1898, IG, 118. — Inhalt: OryluHi^ 
eptir a^ra Brynj61f HalldÄraaon (niöurla^), Orylnkvttöi eptir aAra 
Jon Gu6mundaaon 4 Skeggjaatö&um, OrylukvnOi nafnlanat^ Orylu« 
pulur, I^ppalü6akv»6i, Skroggakv»Ai, DüSadurtakv»öi, Konga- 
loarkva^i, Ukindarkvvfii, Viaa um jolaaveina, Dillir off Dumma 
(von verachiedenen, teile unbekannten verfiaaem). Pnlnr og 
Peaakonar und awar: Pomaldaii>ula, 'Sat eg ondir fiakiUaSa', 
*Lambi6 beit i fingur minn*, *Poki f6r til Hnanaa*, 'HeyrAi eg ( 
hamarinn*, *Oekk eg upp 4 holinn*, Draumur, *Heatur minn atendr 
4 Haugi*, 'Rm eg 4 r6Aur t>inn', 'Bokki aat i bmnni*, Eitt litiS 
o^ünt^Ti, <Karl f6r yür um 4*, «Karl tok Ul orAa\ *Karl og kerl- 
iDg*. 'Karl bju i huai*, *Drengurinn DoUnn', Täta, T4U*, Tafina 
gif vpti tuttugu Kafra*, *Tlkin hennar Leifu', 'Oagga göP Vonan 
min i kofanum\ Selur ipurAi ael', *Ria, tia, hA, hö^^Düggui aigldi 
4 hatinn*, *HvaA heitir hundur kalla', Skilm41ar viO {Min, aem rifnr 
JakwtfcwWII m a«»iitoilii »Jiniiifto XXL {imj 18 



274 X^I. Tolkadiehlaoff. 

fyrir mann {»orekhötuA. 'Mi'inudaginn, |>ri(Njudaf:inn\ *Kalt var m^r 
4 minni hendi\ *A tfuinardaginn f\Tiita\ *Burter dain mio^ Töatu- 
daginn fynita\ (in anführuiigszeichen sind hier die eingangsworte 
der titelio^en I*ulur getteUt) Gobhardt.] 



B. Volksschauäpicl. 

11-. .1. .1. A III m it n II . V^jlksschauHpielo auh dem Bühmer- 
Walde J. TniK. «'alv*. l^!»f>. vkI- .1«^. HO^. 1«;. 122. — rec. 
R. \V«»lkan. DLz. l^fM*. \\^:\ t' CM. l^iiO, 13«;. M. Häher- 
land. ZluVk. 5, !i:.. K. Wfinhnld, ZfVk. f». 220. ^rönertl, 
AIIk- txu. l^i»^«. h«'il. '».'». Mitt. d. Böhmen 3*^. lit. I.oil. 05 f. 

113. r. Morgan, Der •leutsrh«; B«~jhmcrwald und Heine \)%* 
wohner. Wien, Xeuoij Wiener und Budape^ter salonMatt. 1898. 

enthilt u. a.: Pr^pät Landüteiner und neine textbuchl»eartieitang 
für ilits paHäionsispirl in ilörit/. 

11-1. Ant. ZinK«*rlr. Tip>lon.sia. Iritrage zur volk»- und 
lande.skundo Tir*»U. Innhl»rack. Wajjner l^UH. 11*2 *>. 
enthalt ». 4f> i*. V«*lksrirhauäpiele in Mcran \^'Xi. 

11. 'i. P. lioäo^icer. Mcrau<-r V(ilk.H.s4-hauiipiele. Die xukunft 

7 •!). 

1 W>. <\ Ui'iterer. Vun •U-n Munhaler vr>Ikhkom<>dien (1898 
verbraten I. Zt^A'k. :». 23 f. 

147. K. A.^^tln keUer^c. llu-r die krippe n Verehrung. Schweii. 
Archiv f. volkuk. 3, i:>3 f. b. abt. 2'». IJO. 

1-1^. K. Frank. r)N?r ^eintliche ijfhauifpiele al;» quellen 
kiri'hlicher kun>t. rhri.<«tl. kun.stt»!. 11. nn. s. 

14N. V. Touf-fr, Die ontui'.-kclun^ der weihnachtuKpiele Mit 
den ältesten zeir<'n Ms zum !*i. jh. 1. pn^gr. K<*iiK*?au 1^9S. .30 a. 
— 2. eM. 1^1«!». 

l.'iM. Jnhaiin Hu) ii«r. <'hri.'<*<'"iii<i«'iiia, «-in weihnachtimpiel 
hn*>:. \. n Fr. Hr.t« hi:iani.. lU-rliii. lU-hr. XXVII, 3!« i». t.».t,i.i m. 
(Deut.si'li»» lirr.-r.iturleiikmale dei» 1*^ un-i 11». jh. nr. **2». 

Huf»ner l»i»i**- I7.{li uar iL Zittau W»-i.-*i-.s .•*« hul«T und ver- 
fa£«te z\^ !.-*> heu 1*>*<1 Ulli 1711 a!.-« r«kt>Tz-i Mer.f**l ur^ ein pp<i»ai.schea 
weihnacht>!«pit?! in v:«r akt«-K ihvrt ••r*:huoliuiiK, viTkundiüung, an- 
betuuK di-r hir*t-n. iiath^pit-l d«H rupe!.-* iCupertuD und ii4*iner drei 
«ohne- in irischem. \'>[kst'imli< h»Mii T"nr. B. dru< k! eH auH einer 
Uamburicer hs., a::f «Üf ?*• h«.n Ui- ii-l l-^«^.'! hiLw:»*!». ab und ver- 
gleicht in der vurrvde v<.*lkAachaii2»piele glei« hen inhaltn. 



XTt B. TolkMiHMipW. 975 

151. F. Brachmann, Johann H&bner, Johannal raotor 
1711-1731. 8. 1, 10a. 

handelt a. 20 aber einen gereimten 'oberaichriechen Chrisi- 
aotoa' Habners and a. 22 — 25 aber die oben anter nr. 150 ange- 
führte Chriatcomödia. 

152. Oroaae, Zwei Amatidter heilige chriat-komödien hng, 
progr. (1899 nr. 764) Amatadt 19 a. 4^ 

daa erste h. chriatapiei aaa einer ha. ron 1705 enthUt ein kinder« 
examen dorch Moaea and Johannea, die von engein and banen- 
rapeln (Pfriemen oder Rapreohten) begleitet werden, die ver- 
kandigang auf dem felde, die anbetong der hirten und der weiaen; 
daa sweite aus einer Sondershauaer ha. iat etwaa ap&ter abge&aat, 
geht aber auf ein Alterea vorbild surack und Ist ^eichädla in 
verschiedenen versmaasen und sum teil in thOringischer mandart 
ahgefaast; an stelle von Moses und Johannea treten Kicolaaa and 
Petrua au(^ die weiaen fehlen. O. beleuchtet auch verwandte stttoke 
des 17. jh. 

153. Ileinr. Ans, Ein thttringisches weihnachtsspieL Za. d. 
ver. f. thOring. geach. 10, 3C7— 374. 

akten von Eckartabwga im betirk Meraeburg von 1782 aber 
die absohaffiing der biaher in Braunsroda gespielten weihnachta- 
komOdie. — vgl C^aar, Daa achiokaal einea Tharinger weihnaohta- 
apielea. Daa land 8. 96 f. 

154. M. Urban« Über einatiges weihnachtsspiel im En- 
gebirge. Engebirgsieitung 19 (12). 

155. H. Timaeua, Ein weihnachtskrippenverein im En- 
gebirge. Daa land 7, 100—102. 

156. F. Vogt, Eine auffilhrung schlesischer weihnachtaspiele. 
Mitt. d. schiee. ges. f. volksk. 6(2). — vgl abt 20, 154. — Schlesische 
weihnachtMipiele in alter und neuer seit. Bahne und weit 2 (7). 

157. M. J&ger, Die comedy vom jüngsten gericht, ein 
altes volkaachauspiel von Altenmarkt bei RadaUdt nach der ein- 
sigen ha. mit inhaltaaberaioht and anmerkungen hrsg. Salsboig, 
M. Mittermaller 1900. 236 a. 

das 6GH5 verse s&hlende und auf 103 peraonen berechnete 
spiel ist 1755. 1764 und 1781 su Altenmariit von dem aaa Tirol 
summenden weber Frans Platner aufgefOhrt worden, ea knapft 
%'ielfach an tltere dichtungen an; ap&tere einachiebael aind leiobt 
am metrum (aberschlagende reime atatt der reimpaare, alexandriner) 
kenntlich, das verspiel enthUt auaser den reden des prieaters, 
des Enoch und Elisa den tod einea jOngUaga and den atreit am 

18* 



276 XVL YoUndiebtuig. 

seine seele, die Verlockung der menschen xn den sieben todsünden, 
die klage der einzelneu stände über dss nshende ende, aus dem 
gerichte Helbst seien hervorgehet >en der streit von seele und leib, 
die Vdrführung der marterwerkzeuge Christi, die anklage durch 
die vier elemente, Moses und die toufeU die gegenülienitellung der 
todsünden mit einzelnen bekehrten heiligen, wiederholte fürbitten 
der heiligen und Lucifers rede über 24 stände, die anmerknngen 
des herausgeben« erklären einzelne werte. 

ir>H. J. W. Bru inier, rntersuchungen zur entwickelungs- 
geschicht«« des volksschauspiebi vom dr. Faust VI - X. ZfdPh. 31, 
öo— sj». 194- -231. 

vgl. Jsb. 1SUS. 10, 130. B. fährt fort, aus der vergleichung 
s&mtlicher tassungen «ies vulkssc'hauspieles, auch Marlowes und 
Mounttords, den urchetypus zu rekonstruieren, den er noch vor die 
entstehung des Fünstbuchcs setzt, ursprünglich spielten nach B. 
die h<>fs4'enen in Innsbnick, wo Faust (wir* Tritheim nach älterer 
sage) vor Muximiliiin I. den schatten seiner ersten gemahlin Maria 
von Burgund beschwor, und zwar )>ei gelegenheit seiner zweiten 
heirat mit Bian<*a Sfurza il41U); diese erscheinung ward später zur 
muttergottes. <lann zti Luoretia oder zur gattin Alexanders umge- 
biMet: der sohauplatz hoisst spätt-r Kegensliurg und wanl endlich 
um der rpm«iir willon nach Parma oder Portugal verlegt. Fausts 
ende soll ursprünglich so dargostellt gewes<*n sein, dass er dem 
Mephistopheles <lrei fragen vorlegt, zuletzt, ••)> er noch selig werden 
könne: dieser <*ntilieht, um nicht ja sagen zu müssen; eine ver- 
führerische schöne (furiet lockt den verzweifelnden beiden zur 
sinnenlust und enthüllt sich ihm dann als teufel. einen überall 
zwingenden eindruck machen diese scharfsinnigen und geistreichen 
darlegungen dem ref. nicht. 

iri9. J. Holte. Die altweibermuhle. ein Tiroler volksschau- 
spiel, Archiv PrJ. 241— 2«»I. 

•iem alMlrucke des IS] 4 im Stubaithale aufgezeichneten 
alexandrinfTstuckes in Tiroler mundart geht eine aufzählung 
andrer üb*Tlieferun^en von «MUer runzelmühle vorauf, ein um 103h 
entstandf'uer kupferstich mit ven«en wirl reproduciert, nachrichten von 
anfkuhrungeit seit tlfin is. jh. gesammelt und die ort4iangabe Trips - 
trill als lan<i der thoren geleutet. 

lt;ti. ( ». .<ch itte. Fline braunschweigische fastnachtfeier vor 
fOnfzig jähren Zt'Vk. !♦. :i3'^— 340. vgl. abu 2n, !♦>»;. 

161. A. John. F^astnachtügeb rauche im Egerlande. Fast- 
nachtserlasse (1.0*^.' -1041 . Fastnachtstanz 'rechnungen 1444 
1445). Das falinenschwingen. Der fastnachtsl>ar und das fast- 



XYI, a 8|raab- «ad tpridiwort 277 

naohtsbegraben. Uomt EgwUnd 3, 1 — 9. — Verbot« voUcBtam- 
liolMr briUiche. ebd. 3, 46. 

1G2. K. Reiser, Segen, gebr&nche und Sprichwörter dee 
Allg&ut (Kempten, J. Köeel) 2, 396: alte pentomimisohe volkeepiele 
in Hindelang (tans von hirten and lanbsdinitterinnen); 401 Wild« 
männleatans in Oberstdorf (abbildungen, tezt, melodie); 419 ehe- 
maliger reiftans der kflfer in Memmingen; 420 der *drei lidre 
strumpf tans (tezt nnd melodie); 425 reigentana. vgl abt 19, 80l 

163. A. Betblen, Schweritans der Siebenbfkrger Bachsen, 
EthnoL mitt ans Ungarn 6, 33 (abbildung nnd beschreibnng). 



C. Spruch und Sprichwort. 

164. A. Burokhardt, Die Stammbücher des historischen 
museums in Basel. Jsb. f. das bist mus. baslerischer alter- 
tOmer 1897. 

165. W. Franke, Deutsche Stammbücher des 16. bis 18. jhs. 
Zs. f. bficherfireunde 3, 329—338. 

proben von gereimten eintragungen und bildem. 

166. H. Schnls, Stammbücher eines schleaischen f&ntSA 
und eines Breslauer bürgere (17. jh.). Zs. f. gesch. Schlesiens 3S. 

167. F. Wilhelm, Haussprüche aus dem Stubaithal in TiroL 
ZfVk. 9, 284—287. 

168. K. Reitereri Mundartliche volkssprüche. Heimgarten 
23 (6). 

169. H. Wiechel, Haussprüche und inschriften im En- 
gebirge. vgl. abt 20, 201. 

170. H. Reinhold, Danaigs inschriften. progr. (1899 nr. 2) 
Bartenstein. 58 s. 

171. J. H., Hafnerinschriften aus der Rhön. Mitt s. bayr. 
voiksk. 1899, 2, 3. 

172. Marie Eysn, Gestickte liebestüchlein. vgl abt 20, 83. 

173. H.Schukowits, Altsteirische hausger&tinschriften. ZA Vk 
5, 177—187. 

174. F. Brankyi Olockeninschriften ans Kmman. ZföVk. 
5, 88—90. 

175. A. Petak, Grabinschriften ans Leonding in Oberüster- 
reich. ZftVk. 5. 119—130. 



278 X^- VolktdiditiiiiK. 

176. J. Schwarzbach und A. Petak, TotendichtaDg. «bd. 

6, 162—172. 260—269. 

177. R. Sieger, Xichtdeutschemarterln. Zf Vk. 9, 236— 245. 

178. W. Hein, Mährinche marterin und rumänische er- 
innerungskreuxe. ZfVk. 9, 399—401. 

179. H. W ei gand, Dorfkirchhofspoesie. Das land 7,410— 412. 

180. L. V. Hörmann, Graliinschriften und marterlen 1 — 3. 
Leipxig 1896. — vgl. Jsb. 1896, 10, 356. — r^. M. Raich, 
Katholik 79. 2, 475— 47S. 

ISl. R. Mielke, Der neidkopf. vgl. abt. IS, 7S. 

182. H. Beck, Niederdeutsche Sprüche und redensarten ans 
Nordsteimke in Hraunschweig. ZfVk. 9, 81 83. 

183. O. Weltzien, Sprichwörter aus Mecklenburg. Das land 

7, 254. 2G9. 287. 

184. H. Escheuburg. Sprichwörter und volkstümliche aus- 
drücke und redon.Harten, volksreim«». alter Volksglaube (übers essen). 
Die heimat (Kiel) 8, 2u:i— 2u7. l'21— 224. 240— 2i:5. 

IS.*!. A. Haart. Edseu und trinken im pomm. Sprichwort. 
Das land 7. 13. 

186. 0. Knoop. Allerhand reime aus Pommern. Bauem- 
reime. Bl. f. pomm. volksk. 7. 

187. R, Wortsidlo. Mecklenburgische volkrtul^rlieferungen, 
2. bd.: Die tiere im munde des volke.s 1. teil. vgl. IG, 19S und 
20, 9:>. 

ISS. D. Sanders. Citateulexikon. Sammlung von citaten, 
Sprichwörtern, sprich WMrtlicheu redeutfarten und Sentenzen. Ix'ipzig, 
Weber. 6 m. 

ISO. Alb. Wittrttuck. Reimspruchbuch der deutschen %*olks- 
weisheiL I^ipzig. O. Wiifand. VII, 111s. l.^U m. 

r.Hj. G. M. Kutt'ner. Die Deutschen im »prichm-ort. ein 
beitrag zur kulturKesihichte. di»s Heidell »erg. Winter. IV, 93 s. 
1,20 m. 

rec. E. Hoft maun-K ray er. Sihm*eiz. archiv f. volk.nk. .**, 
251 f. H. F. Miller. Gegtruwart '»'k 2W 3tj»». R. Petuch. 
ZfVk. 9, 220 - 222. 

191. P. Wigand. Der men»chli(-he k<jq*er im munde des 
deutschen vulkes «. abt '^. 44. 

rec. R. M. Mever. ZfVk. l«. 40m t. 



XTI, D. JUUmI ju4 follnwiu. 279 

192. Droop, PlattdeoUohe Sprichwörter ans Otnabrüok. IDtt 
f. geach. ▼. Osnabrflck 23. 

193. 8. Beilin, S. Kohn, Eschelbacher, A.ü.E.FUisekary 
M. Tarlaa, Sprichwörter und redenaartan nr. 81 — 265 (aua Rum- 
laod, Böhmen, HadeD, M&hreD, Poaen). Mitt f. jüd. volkak« 4, 
132-143. 

194. Ana fremden kreisen (jüdische Sprichwörter und redena- 
arten im deatschen). ebd. 4, 143 — 146. 

195. A. John, Baaemregeln. Unser Egerland 3, 12—14. 



D. R&tsel und volksknnde. 

196. Roh. Petsch, Studien al)er das volksr&tsel. Berlin, 
Maver u. Müller 1899. — vgl Jsb. 1898, 10, 166. — rec. 
E. H. Meyer, DL«. 1S99, 1249 f. Chi. 1899, 971 f. V. Henry, 
R<»vue crit. Ih99 (17). H. Gaidoz, M/lusine 9, 240. K. Wein- 
hold, ZfVk. II. 222 f. 

197. R. Eckart, Allgemeine sammlang nd. ritsel. 2. anfl. 
Göttingen, F. Wunder. 149 s. 1,50 m. 

vgL Jslx 1894, 10, 380. 

198. R. Wossidlo, Mecklenburgische volksüberliefemngen 1. 
Wismar, Hinstorff 1897. — vgl. Jsb. 1898, 16, 168. — rec 
R. Fetsch, Zh. f. kulturgesch. 6, 228 f. W. Uhl, AdA. 25, 
204—206. vgl. no. 187. 

199. H. Eschenbarg, Was sich das volk ertikhlt Die 
heimat (Kiel) 8, 192 f. — H. Winkel mann. Die Inschriften an der 
burg8tul>enthür. eUl. 8, 27 f. 

2W, E. Hoffmann-K rayer. Zum r&tsel vom vogel federlos 
(Tschampert, Bündn. idiotikon s. 409). Schweia. archiv f. volkak. 
:i, 162. 

201. R. Petsch, Volkstümliche bilderschriften (rechnnng, 
kalonder, hoUlbank -spiel ). Mitt, z, >)a3rr. volksk. 5, 4, 1. — Um- 
deutung von buchstabenreihen oder ziffem. ebd. 5, 4, 3 f. 

202. R. Petsch, Schottische volksr&tsel. N. phil. rondschaa 

1S99 (bl 

203. R. Petsch, Zum englischen volksr&tael. Archiv 103^ 
350 352. 

\-erwoist auf mc'hrere zweideutige rfttsel, die Farnivall 1874 
in der Ballad K^'Ciety aus einer hsl. eintragung veröffentlichte. 



280 XVII. AlUrtooMlniode. 

204. A. Haas, Schnurren, schwanke und erzählungen von 
der inHel Rügen, vgl. 10, 129. 

205. H. F. Feill>erg, Pater Wolle PtPirbenn munkepni'diken. 
Dania G, 188. 233—235. 

parallelen zu dem u. a. von Frey (Gartengeaellschaft c. 43) 
erz&hltcn schwanke. 

200. J. Schuller, ScherzKehet. Siebenh. khl. 22, 53. 

20T. O. Srhütt«*. Welchen t«*xt legt daa volk den glocken- 
tonen unter? Zt Vk. *♦, Mo f. 

208. Srherz und »chwank (nchorzf ragen, in librin, EulentipicgeU 
streichei. Milt. «1. jüd. volk^k. 3, 130 f. 

J. Bolte, mit beitragen von A. Gebhardt. 



XVIL ▲Itertumskunde. 

(A. (if«chirl)tftlitteratur. — B. Arier nod Uermaneo — C. Vor- und früh- 

rchirhtiithot. — I). Stimme. — E. heuttrhe f^ascbirhte. aibremeinaa. — 
Einzelne zeitalUT. - G Einiolof iBodidiaften. - U. ötidte. ^ J. Rta«.) 

\. (ft'schichtblitteratur. 

Kbli9fTWhif. ]• Jahresberichte der geiichichtüwisMnachaft. im 
auAr. iler hirit. ges. zu Berlin hrng. von E. Bern er. 20. Jahrg. 
(1897.> XVII. loT, .i«;i. 4 IS. :uo h. Berlin, K. G&rtner. 
30 m. 

ilsLA l»ewahrte und venli(*ntft volle unternehmen wQnle an wert 
und praktischer l>rauchb:irkcit noch etwa« gewinnen, wenn ent- 
weder das verzcichni.H dt^r abkuraun^t-n vollständiger wäre oder l»ei 
selten zur «TuahnuD^; kummendfü z**iT>«*hrit't«>ii die abkurzung den 
titel do^ Werkes w*v\i orkfiiii«*n lieKü«'. in überaus zalilreichen 
fallen ist es unmöglich zu erkennen. wai> die abkurzung l»e<ieuten 
BolL wer soll z. b. aus. KKc Anthr. den tite! K«'vue mensuelle 
de TKctd«' d'anthrr.p'lotfie a I'aris erkennen? Hulcher beispiele 
lassen si«*h zu dutz«*nd«'n aufzahl«-n. zuar winl auf das 'Handbuch 
au litteruturbfriihten' hiugewi«*M-n, da^ ein voliataniliges Verzeichnis 
der abkurzungen entnalu^: aber aurh di«<»«H M-rzeichnis ist keines- 
wegs vollständig; un^l ubenÜej« den wenii:»trn zug.ftnKli<*h. eti kommt 
noch dasu, dass das siglen Verzeichnis am s«. hluss jedes bandes ohne 



XVU» A. QtMhichtditiHtliur. 281 

gitind in iwei teile (A. siglen f&r eimelne leitschriftan; B. ab« 
kürmuDgen inr besaichnung der flbrigen leitechriften) geteUt und 
so ofl ein doppeltes naohschlagen nötig int s. b. JNS. (Jahrb. 
f. nationalök. u. statiat ) steht im ersten teile« JAS. (Joom. of the 
arch. soc.) im sweiten. welcher unterschied — der sprachliche 
ist es nicht« wie die andern beispiele seigen — wird hier swischen 
JNS. and JAS. gemacht? die sosammenxiehung der beiden ver- 
seichnisse sn einem und die Vermehrung des bandes um 5 oder 
6 Seiten sum sweck der vollständigeren titelangabe (eine Ver- 
mehrung, die bei 1500 selten ftlr den einseinen band gar nicht in 
betracht k&me) würde dem benutxer viele arbeit und vielen ver» 
druss ersparen. — rec. K« Löschhorn, Mitt. a. d. hist litt 27, 
385—388; Cbl. 1899, 1023; Berl. phil. wschr. 18, 567. 

CetrHfktlBttenitir. 2. F. Moewes, Bibliographische aber- 
sieht über deutsche altertumskunde. 1897. Nachrichten Ob. d. 
altertumsf. 9, 49—74. — vgl Jsb 1897, 7, 21. — H. Oncken, 
LandesgeschichtL litteraturschau 1893—1898. Jahrb. f. gesch. Oldenb. 
7, 124 tf. — A. Winkelmann, Badische geschichtslitteratur des 
Jahres 1898. Zs. f. gesch. defi OberrL 14, 299—324. — 0. Dobe- 
necker, Litteratur sur thüringischen geschieh te und altertums- 
künde. Zb, d. ver. f. thOr. g^ch. 19, 279—294. — A. War- 
schauer, Übersicht der erscheinungen auf dem gebiet der Posener 
provindalgeschichte. 1897. Zs. d. bist ges. £ Posen 13, 369—381. 
— Walt Meyer, Altpreusslsche bibliographie Ar die jähre 1896 
und 1R97. Altpr. monatsschr. 35, 615—649. sep. Königsberg, 
Beyer. Im. — O. Rautenberg, Ost- und Westpreuasen. ein 
Wegweiser durch die seitachriftenlitteratur. Lieipsig, Duncker jl 
Uumblot 1S97. VIII, 161 s. 4,80 m. bibliographie sur landes- 
kundo der (»eiden provinsen. — H. Er misch, Übersicht aber 
neuerdings erschienene Schriften und aufs&tse sur sftchsischen ge- 
schichte und altertumskunde. N. arch. f. s&chs. gesch. 19, 
231—240: 378— 3S5; 20, 196-208. ~ l\ Bahlmann, Bibliotheca 
\Vestfalica. repertorium aller druckschriften , karten und pline 
cur geschlchte und landeskunde der provins Westfalen nebst einem 
vollst&ndigen veneichnis aller einschlägigen abhandlungen west* 
fälischer Vereinsorgane. Jahrg. 1896— 1898. Mfinster, MitsdCrffer. IV, 
33, 10 s. 1 m. - vgl. auch no. 27. 32. — andere Utteraturberichte : 
Arch. f. landesk. d. prov. Sachsen 8, 193—221; Jsb. d. altm. ge- 
schichtsw. 25, 182 ff., Niederlaus. mag. 74, 293—306. 

ZcititlllftCI. 3. Historische vierteljahrsschrift hrsg. von 
G. Seeliger. n. f. der Deutachen Zeitscluift flkr geschiohtswissen- 
Schaft. 2. Jahrg. Leipsig, Teubner. 20 m« 



282 XVn. Altertomtkuiide. 

vgl Jsb. 1897, 7y 2. — mit regelm&ssiger und reichbaltiger 
bihliogrmphie. 

4. Deutsche geschichtsblätter. monataschrift nur ftrderong 
der landesgeschichtlichen Forschung, hrsg. von Armin Tille« 
Ootha, Perthes, jährl. G m. 

das erste heft erschien im oktol^r 1899. 'die Deutschen ge* 
Schichtsblätter wollen eine engere Verbindung swischen der all^e- 
meinen und der örtlich begrenzten geschichtsforschung vermitteln, 
indem sie den lokalforscher Qlier die probleme der allgemeinen ge- 
schichte unterrichten und den forscher auf allgemeinen gebieten 
davon in kenntnis setzen, was im einzelnen falle aus den ver- 
schiedenen gogenden Deutschlands an gleichartigem material vor- 
liegt' die erston he(\e enthalten u. a. K. Breysig, Territorial- 
geschichte; G. Liebe, Das kriegswesen mittelalterlicher stikdte; 
V. Hantzsch, Die landeskun^iliche litteratur Deutschlands im re- 
formationszeitalter; K. Lamprecht, Zur Organisation der gmnd- 
kartenforschung; A. Tille, Stadtrechnungen, im 2. hefl wird kon 
l)erichtet über die auf drr 45. Versammlung deutscher philologen 
und Schulmänner gehaltenen vortrage: H. Hirt, Die herkunt\ der 
indogermanischen völkernamen. alle namen sind zweist4muiig, die 
völkemamen putronymisch. Ermunduri hin«! «lan geschlecht, die 
Sippe den Erniundunis. (^hatti die nachkninmen des (*asHiu8. zu den 
vollniimen werden koseformen gebildet: Teutones bedeutet daher 
die sipfK) eines Tcuto iTeutobodus?», Irminunos die sippe de« Ir- 
mino (kosof«»rin zu Ermundurus oder einem andern mit Ermao 
zusammenKesctzten wnrte). — C. Sohuchhardt, Die germanisch- 
römische forschung im nordwestlichen Deutschland. Germanisch 
sind nach Seh. «lie moorbnicken. die teils dem 3. u. 2. jh v. Chr., 
teils der karf>lini;isc*hen zeit un^h«>ren, die grenzwalle und die bisher 
als rnmisch betrachteten kastelle an Lip|»e und Ems. — Rohde, 
Die nrtsnamenft'fschung alx hilf^mittel der geschichtitforschung. 

.'). Die •ienkmalsptiego. hri«^. vi»n <ler hrhriftleitung des Cbl« 
«ier bau Verwaltung. Schriftleiter: (). Sarr.izin und O. HosKfeld. 
iJerliii. jährl. 1«; b«.g#»n. S m. 

«1;l-i blatt iüt der erhaltung und Hachgi'Uiassen Ifehandluni; und 
wiede^he^^tt•Ilul)g <iiT denkmaler gewidmet und will *dor allgemein- 
heit auch ••ut'l*M:kuni:t-n und erfahrunjcen technischer und kunst- 
wissenMcLaAli« hiT art vermitteln, die durch die einzelnen gematht 
werden', heft J en»li.»lT einen autsatz von A. B.»tticher: Die 
denkmaler der v.rgt -«chichtlichen zeit in Oiktpreussen, in welchem die 
stelle sonderbar anmutet: 'vmu ien l>ewohnern Preussemt, die uns 
diese gegenstände hin* •rliesjM-n. haben wir l is zum ende des 4. jh. 
nur sehr unvr>llkummene vorstelluiicen. der a^ge nach waren es 



ZVn, B. ijiir. Q w TMa w. 188 

fermanische Völker, die am SkandlnaTien etnfeweikderteii Gtoten. 
— Tgl. aüch no. 24—27. 

E Arier, Oermenen. 

G. Zaborowski, Lee AryeiiB. lUeherchee eur lee originee. 
£tat de la qaeetion de langae et de raoe; Rev. mensaelle de 
i*^le d'Anthr. k Paris 1898, 37—63. — reo. Feer, Anthro- 
pologie 9, 461; M. Hovorka, CbL f. anthr. 3, 214 £ 

7. Zaborowski, Lee Aryeiui. Rev. encydop. Mars 1898. 
Paris. 

wahrend des grössten teiles der neolithischen seit drangen 
st&mme mit agglutinierender spräche immer mehr in das tetliche, 
nördliche und mittlere Europa ein. gleichseitig mit diesem lang- 
samen vordringen überflutete die blonde rasse Europas den westea 
und die mitte des erdteils und auch Vorderasien, mit ihrer ans- 
breitung flLllt, beeinflnsst durch ihre enge Vereinigung mit den 
turanischen st&mmen, die entstehung der sprachen susammen, ans 
denen die arischen sprachen hervorgegangen sind. — rec M. Ho- 
vorka, Cbl. f. anthrop. 3, 214; L*Anthropologie 1898, 46L 

8. Zaborowski, La souche blonde en Enrope. BnlL de la 
soc. d* Anthr. de Pkris 9, 477 ff. 

rec O. Bnschan, Cbl. f. anthrop. 4, 334. 

9. J. Deniker, Lee raoes en Europe. Anthropologie 9, 113 — 138. 
I Paris 1898.) 

ül>er den Inhalt vgl Jsb. 1898, 17, 3. 

10. J. Deniker, Lee races et les peuples de l^urope. Con- 
ff'rence Hroca, donnte a la soc. d*anthr. le 10. mars 1898. Paris. 

ül»er die ansichten Denikers vgL Emil Schmidt, Denikers 
neues System der körpertypen Europas. Olobns 1898 bd. 72 s. 214« 

1 1. J. Deniker, Les raoes europ^ennes. — vgL Jsb. 1898, 17, 3. 
'■■' rec. Hev. mensuelle de T^cole d'Anthr. k Paris 8, 196—200; 
L. Laloy, CbL f. anthr. 4, 25 ff. 

12. Bonghton, The Aryan question. Americ Antiqnarjr 80 

no. 2. 

13. R. Vlrchow, Über die Ältesten einwohner von Nord- 
europa, insliesondere von Livland. Aroh. £ anthr. 25, 88 f. 

14. O. Sergi, Umbri, lulici, ArU e loro relasionL Atti • 
Memorie della Deputasione di Storia Patria per le Provinde di 
Homagna. Bologna 1897. 



284 XYIL AltcrtumakiiBde. 

S. unterscheidet auf italischem boden das alteinheimische ele* 
ment^ welches die toten bestattete, und ein fremdes, welches leiehen- 
verbrennung übte; dies überxog den norden und kam bis sum Tiber* 
es sind die Arier, von ihnen sind suerst Protokelten, dann Proto- 
slaven (Ill\Tiker, nelleicht auch Umbrier) nach Italien gekommen. 

15. O. Sergi, Arii de Italici. Attomo all' Italia preistorica» 
Torino, Bocca 1898. 228 s. 

16. A. Lefevre, La throne indoeuropeenne. Rev. de Vic 
d'anthr. de Paris 9, 84 ff. 

17. H. Hirt, Die vorgeschichtliche kultur Europas and die 
Indogermanen. Geogr. seitschr. 189S, 369—388. 

rec J. Zubaty, Vestnfk slov. 2, 104 £ 

18. H. Hirt, Die wirtschaftlichen sast4nde der Indogermanen« 
Jahrb. f. nationalök. 70. 456—463. 

19. L. Wilser, Menschenrassen und Weltgeschichte. Nator- 
wiss. wochenschr. 13 no. 1. 

rec O. Buschan, CbL f. anthrop. 4, 21 ff. 

20. L. Wilser, Herkunft und Urgeschichte der Arier. 
Vortrag, s. abt. 2, 24. 

W. t »«handelt seinen lieblingsstoff diesmal in form eines vor- 
trage», für die skandinavische Urheimat der Indogermanen reicht 
nach ihm allein schon (er nennt es den naturwissenschaftlichen 
beweis) das Vorhandensein der blonden, blauäugigen und hell* 
h&utigen ras^e im norden Euro|>aM aus; diese konnte aus keiner 
andern sich bilden und in keinem andern erdteil entstehen, ftlr 
lange ungestörte kulturentwickelung dieser rasM leogt ihre 
geistige höhe; in l)ezug auf tugeud 'ittanden die Germanen schon 
vor zwei Jahrtausenden auf einer hohe, die kein anderes volk der 
erde erreicht hat*, ihre auf Delos eintreffenden weihgeschenke 
'legten leuf^is davon ab, dass die Verehrung des Sonnengottes aus 
dem norden stammt*, zum naturwissenschaftlichen kommt der 
historiMche beweis: die sagen der Gemianen und Ortsnamen (die 
W. an ao'lem stellen allerdings nicht als beweiskräftig ansieht) 
leigen auf .Skandinavien als germanische heimat hin; so berichten 
25 Schriftsteller deren glaubwüniigkeit» lusammenhAnge unter ein- 
ander und gemeinsame quellen \V. indessen nicht untersucht i die» 
allein filr die Langobarden, den dritten l>em'eis bieten die runen; 
W. hat 18 aus ihnen ausgesondert^ die ihren Ursprung aus der 
hilderschrift deutlich erkennen und aus denen sich alle altearo- 
p&ischen und kleinasiatischen alphal»ete entwickeln lassen, die 
strahlenförmige ausbreitung der Arier erfolgte in drei strömen, dem 



Xm, C Vor- «Bd frfllifiteUQbttkb«. 285 

kelütohen wettitrom, von dem aoch die lUler telainisoher imige 
ausgegangen sind, dem germanischen mittalstrom (sogleich dem 
jQngsten) und dem oststrom, der sich in drei hanptarme spaltete: 
den liUoisch-thrakisch-heUenischen, den wendisch-slavisoh-indischen 
and den sarmatisoh-skythisch-persischen. wthrend nach W. anoh 
im kämpfe der menschenrassen die stärkere, besser ansgerOstete 
und veranlagte (es ist die langkGpfige blonde) siegen and die Welt- 
herrschaft erringen muss, sind merkwürdigerweise in den be- 
völkerungen der sQdlichen halbinseln Europas überall die lang- 
sch&del weggestorl>en und sind einst hochberühmte und macht- 
volle Völker dadurch entartet — doch genug; die schw&chen der 
\V.schen beweisfdhrung springen jedem, ausgenommen den y£, so- 
fort in die äugen. — rec. Staatsani. f. Württemb., belL vom 
17. febr. 1899. 

21. L. Wilser, Stammlmum der arischen Völker aof gmnd 
des verbreitungscentmms der nordeurop&ischen menschenrasse 
(homo europaeus dolichocephalus flavns). Naturwiss. wochenschr. 
13 no. 31. Berlin 1898. 

22. L. Wilser, Urheimat, Vorgeschichte, stammbaom und 
ausbreitung der Oermanen. Oermania (deutsch-vl&m. wochenschr.), 
juni 1899. 

enthält 'eine gedrängte susammenfassung meiner anschanongen 
ülier die bedeutung der germanischen Völker in der Weltgeschichte 
und eine nutsanwendung auf die lehren, die wir daraus fbr nnser 
politisches verhalten liehen können'. 

23. A. Hedinger, über die nrheimat der Oermanen. Tor- 
trag. referat Staatsans. f. Württemb. 16, 115 — über denselben 
gegenständ handelt Korrbl. d. d. ges. f. anthrop. 30 na & 

vgl auch no. 31. 

C. Vor* und frühgeschichtliches. 

24. Archiv fär anthropologie. 26. band« hrsg. o. red. Ton 
J. Ranke, litteratnrverseichnis s. 1 — 82; Korrespondensblatt 1898 
8. 83—142. Braunschweig, Vieweg. 26 m. — vgl Jsb. 1898| 
17, 15. 

2r>. Prähistorische blätter, hrsg. von J. Naue. 11. Jahrg. 
6 nummem. München, lit-artist. anst 3 m. — vgL Jsb. 1898» 17, 16. 

20. Zeitschrift Ar ethnologie. 31. Berlin, Asher. damit 
verbunden: Nachr. über deutsche altartnmskande (Beriin, Voss) and 
Veriiandlungen der Berliner gesellsehaft filr anthropologie und Ur- 
geschichte. — vgl Jsb. 1898, 17, 17. 



286 XVIL AltMtiUMbuid« 

27. Fundberichta aus Schwaben, umfassend die vorgeschichi- 
lichen, römischen and merowingischen altertümer. 6. Jahrg. 1898. 

— vgl Jsb. 1898, 17, 18 — das heh enthält a. a. M. Bach, 
Fandchronik vom jähre 1898. £. Wagner und K. Ben mann, 
Funde in Baden. K. Schuhmacher, Zur prähistorischen arch&o- 
logie Südwestdeutschlands. 

rec. Schwih. krön. 1898, 787; A. d. Schwarxw. 6, 147. 

28. 0. Alm^ren, Studien ül>er nordeuropäische fiMformen. 

— v^L Jsh. 180S. 17, 24. - rec. E. Walthor. CM. f. anthrop. 
4, 82-87. 

29. Soph. Müller, Nordische altertumskunde. — vgl. Jsb. 
1898. 17, 4G. 

am schluss knüpft M. an die darstellung der einseinen seit- 
alter noch eine (>etnichtun^ ül)er mittel, liel und methode der alter- 
tumsforsch ung, welche, wie dos ganze l>uch, sich hauptsächlich an 
die laien wendet, a)>er auch den forncher auf manche leicht su 
begehenden fohlor hinweist. - rec. Fnir. Kau ff mann, Zf JPh. 
31, 386—401; A. Gotxe, ülulms 7:», l.'il; ders., CM. f. anthrop. 
4, 280 f. 

30. O. Montelius, Die Chronologie der kltesten bronzeseit 
in NorddtMitDchland und Skandinavien, forts. Arch. f. anthrop. 
26, 1—4«» und 4:.l*-r>3M. 

vgl. Jsb. Is'JS 17, 23. — im weiteren verlaufe seiner Unter- 
suchungen kommt M. u. a. zu folgenden ergebnissen: die metalle 
wurd«*n, zum teil gegen >>emtftein, eingeführt und im lande selbst 
verarl>eitet. die kupfeneit und die erste periode der bronzeaeit 
werden durch funde aus Norddeutschland und Büdskandinavien er- 
wiesen, die eniten metalle kamen nach dem norden teils auf 
einem westlichen wege an der nordküste Afrikas entlang nach 
Spanien, von da ü^ier Frankreich nach <ien britiM:hen inseln und 
den deutsch-skandinavischen XordseeküHten, teils auf einem süd- 
lichen wege ü(>er die Balkanhalbinsel oder am Adriatischen meer 
entlaube zu den österreichisch -un>;anM'hi*n DonauUndem, von da 
die tiüsse, namontlich die Moldau und EW^e entlang zur Kord- und 
<>stse«>. der verkehr auf dem weKtlichen weg ist alter als derauf 
dem sudlichen: auf ihm hind der dolmen und das gmnggrab nach 
dem n<'rdfn gek<*mm*'n. mit Westeuropa war auch auf dem land- 
'wetz nbi»r Westdeutschland veH'indung vorhanden, auch der ver- 
kehr vom örtlichen Mittelmeer einschl. (Vpeni her war ein früher, 
ebenso ist ein solcher V(»n Italien aus nachzuweisen, die ersten 
metalle wurden im norden nicht durch die einwanderung eines 
andern vidkes, sondern auf den handelswegen^ als welche nameat* 



XVn, C. Vor- aad frahgMebiehUicbat. 287 

lieh die flüsso dienten, bekannt, die arbeiten aus reinem kupfer 
sind gleichzeitig mit der vierten, vielleicht mit der dritten periode 
der Hteinseit. der Zeitunterschied zwischen den exemplaren iden- 
tischer oder analoger formen in Italien und im Norden ist sehr 
gering, die Schönheit der arbeiten des nordischen Steinalters ist 
nicht durch erheblich Ungere dauer der reinen Steinzeit, sondern 
durch einflüsse aus dem Orient zu erkllLren. 

31. H. C. Folmer, Die ersten bewohn er der Nordseeküste 
in anthropologischer hinsieht, verglichen mit den gleichseitig leben- 
den Oermanen in Mitteldeutschland. Arch. f. anthr. 26, 747 — 763. 

F. bekämpft die ansieht Virchows, dass die bewohner der 
Nordseeküste meso- und brachycephal gewesen seien und dass sie 
niedrigere schädel gehabt hätten als die Germanen, er sucht zu er- 
weisen , da^ Virchow seine Schlüsse aus Schädeln neueren ur- 
S])runp< gezogen habe und dass die unzweifelhaft alten schädel mit 
dem Müddeuttfchen reihengräbertypus genau übereinstimmen (74,8 
prozent dolictocyphal), 

32. M. Bach, Bericht ül)er vorrömische, römische und mero- 
wingischo fundo 1897. (Fundber. a. Schwaben V.) 

33. Verzeichnis der vorgeschichtlichen und geschichtlichen 
Sammlungen der altertumsgesellschaft Insterburg. Insterburg, 
Quandel 1898. — rec. H. Kemke, Cbl. f. anthrop. 4, 96 f. 

31. £. Walter, Die steinzeitlichen gefässe des Stettiner 
museiims. Beitr. z. gesch. Pommerns (festschrift. Stettin, Herreke 
u. LeUling 1898) s. 1 — 20. 

rec A. Götze, CbL f. anthrop. 4, G5 f. 

35. H. Schumann. Charakter und herkunft der pommer- 
schen La Tenefonnen. Cbl. f. anthrop. 1898, 97—101. 

H. Schumann, Die wafien und Schmucksachen Pommerns 
zur zeit des La Teneeinflusses; ihr charakter und ihre herkunft. 
ebd. 25—50, mit 2 tafeln. 

3G. Bezzenberg, Ül>er die vorgeschichtliche archäologie von 
Ostpreussen. (russ.) Arb. des 9. arch. kongr. 2, 87. Moskma 1897. 

37. Vorgeschichtliche Wandtafeln für Westpreussen. 

vgl. Jsb. 1898, 17, 37. — rec. G. Buschan, Cbl. f. anthrop. 
4, 97 f., Simson, Nation 1898, 138 f, O. Bohn, Mitt. a. d. hist. 
Ütt. 27, 355 f. 

3S. £. Walter, Über altertümer und ansgrabungen in 
Pommern im jähre 1897. Balt. Studien n. f. 2, 140. 

39. Mecklenburgische get»chichte in einzeldarstellungen, hrsg. 



288 X^^ AlUrtniDtkiiBde. 

von R. Beltx, C. Beyer, W. P. Graff u. a. hcft 1: R. Belti and 
R. Wagner, Die vorgeBchichte von Mecklenburg. Berlin, Sünerott. 
183 8. mit 284 ahh. V, m, 

wertvolles werk, die Chronologie schliesst sich der von Mon- 
telius an. 'die erHte periode konnten wir nur als beginn der 
hronzezeit anerkennon, die zweite, unsere ältere hronxeseit, xeigt die 
nordische bronzezeit am eigen artigsten und schikrfsten entwickelt, 
nicht nur in den geraten. sr>udern auch in den grft>>em (kegel- 
gräl>eni mit überwiegender bestattung un verbrannter leichen); die 
dritte, unsere jüngere bronzezeit, zeigt einen starken import und 
l>edeutende stilistische entwickhing aus südöstlichen bronzegebieten, 
die formensprache wird breit und reich, die grabformen verlieren 
ihre würde, der leichenbrand herrscht: die vierte periode l>e- 
leichnet das endo der brnnzezeit, das eindringen des eisens; die 
nordische eigi-nart verschwindet*. — rec. Birkner, Arch. f. anthrop. 
26, 8!>5 f. — heft 2: R. Wagner, Die Wendenzeit VIII, 125 s. 
3,2r> m. 

40. K. Freund, Die vorgeschichtlichen altertümer im Lül)ecker 
gebiete, — vgl. Jsb. ISlis, 17, 45. - rec A. Götie, Cbl. f. 
anthrop. 4, ^M. 

41. C. Schuchhardt, Vor- und frühgeschichtliche befesti- 
gungen in Xiedersachnen. Hann. geschichtsbl. ls'J8 no. 31 — 3G. — 
vgl. Jsb. 180S 17, 27. 

42. A. Götze, Skulpturen an Steinkisten in Mitteid eatsch- 
land. Globus 7r>, 37 ff. 

43. J. H. Kloos, Die braunschweigischen jadeiUieile. Beitr. 
1. anthrop. Braunschw. (festschr. Brannschweig, Vieweg.) s. 59 — 68. 
mit 13 abb. 

44. Th. Voges, Beiträge zur Vorgeschichte des landes 
Braunschweig, forts.: Vorgeschichtliche l^efestigungen. Braunschw. 
magaz. ls9S, 121 — 125; 133 f. — vgl. Jsb. 189«, 17, 32. 

45. Th. Voges, Bronzen aas dem nordlichen teile des landes 
Braunschweig und den angrenzenden gebieten, mit e. taf. l)ei- 
trAge z. anthrop. Braunschweigs. s. 69 — 89 mit 5 taf. 

46. O. Üerkhan, Alte braunschweigische schädel. Beitr&ge 
war anthropologie Braunschweigs. festschr. z. 29. versamml. d. d. 
anthrop. ges. zu Braunschw. 189s. s. 107 — 121. 

rec G. Buschan, CM. f. anthrop. 4, 27 f. 

47. R. Andree, Vor- und fruhgeschichtliche sowie anthro- 
pologische skisie der kreise Brannschweig, Helmstedt n. Wolfenbattel. 



XVII, a y«r. tt4 frÜmttrfiWittohat. t89 

fcstaolirift 1. venmramL d. natuiforsch. in Braontcbw. t. 41«— 61. 
Brmooschweig 1897. 

rec. der festaclirift Brauntchw. magai. i, 135. 

48. Tewes, Die steiDgr&ber der provini Hannover, eiiia 
einfUiming in ihre künde und in die haaptB&chlichtten arten nnd 
formen, mit 24 abb., 21 grundriesen und 1 kartenaldsse. Hannover, 
Selbstverlag. VIII, 64 s., fol. 20 m. 

49. J. Bohls, Über vorgeschichtliche forschungen im Uode 
Hadeln. Kann, geschichtsbl. 1898 no. 51. 

rec £. Walter, Cbl. f. anthrop. 4, 289. 

50. K. Brunner, Die steinzeitliche keramik in der mark 
Brandenburg. — vgl. Jsb. 1898, 17, 35. — rec. M. Hoernes, 
Mitt. d. anthrop. f^es. Wien 1898, 254; J. Deichmüller, CbL f. 
anthrop. 3, :U7: K. Buchtela, Wstnik slov. 2, 86 f., Pr&hist 
bl 10, 75. 

51. Ph. Wegener, Beiträge zur kenntnis der Steinzeit im 
gebiet der Ohre. Beibl. z. Magdeb. ztg. 1896, 38—43. 

52. Pfau, Ül>er vorgeschichtliche landesfonichung in Sachsen. 
Leipz. Ztg. 1S98, wiss. l>eil. 109 ff. 

53. H. Seger, Schlesische fundchronik. Schles. von. 7, 
531 ff. — vgl. Jsb. 1898, 17, 44. 

54. W. Schnarrenberger, Die vor- und frühgeschichtliohe 
h«niio<lclung des Kraichganes. — vgl. Jsb. 1898, 17, 43. — rec 
K. Schumacher, <'bl. f. anthrop. 4, 291 f. 

't7t. }{. Schuermans, Docouvertes d'antiquit^* en Belgiqne. 
in. «'«po^ue l"ran<iue. Westd. za. 17, 405 f. 

.'>(i. F. Pulszky, Magyarorszäg archaeologiuja. (Ungarns 
altertuinskunde.j 2 bände. Budu^^est 1897. 

die er^i'baitfi)« der letzten zehn jähre sind nicht berücksichtigt. 
— rec. F. Milleker, Cbl. f anthrop. 4, lO.'J f. 

EiDZfllf fli^, Utk hl4srliaflei l^foHwt. 57. Lakowlti, Die 
hü|c^l<xriklK»r von Stendsitz. kr. Carthaus. Korrbl. d. d. ges. f. 
anthffp. 2S '»i f. — MathsH un<i Schmidt, Vorgeschichtliches 
gTAU-rtVld b<'i (tnibno, kr. Culm i. Westpr. Nachr. über d, 
alt^TTuniHf. 1^!H. H3 — 37. — Kumm, Über prähistorische ans- 
^rnibuTi^.n im kreihe Thorn. Korrbl. d. d. ges. f. anthrop. 1898 
no. ;;n. 1. — A. Treichfl, Kino moorbrücke bei Hoch-Ta- 
lf»j*«hki'n, kr. Hrrent. Nachr. üb. d. alt^^rtumsf. 1898 no. 6. — 
I.aki'witx. DtiH n-ih»»n(^r;iborf««ld v«^n Kaldiis im kreii»o Culm a. W. 
Korrbl. (i. d. gfj*. t. anthrop. l^f*s no. S. — Conwentz, Neue 
JAhrwbcrklit f*r gvnaMuaclie philoloffi^. XXI. «I«t9). 19 



390 XVIL Allvtamftlnmd«. 

beobachtungen und fände aus dem gebiete der Vorgeschichte in 
Weetpreuflsen. Korrbl. d. d. gea. f. anthrop. 30 no. 7. — A. Götae, 
Die Schwedenschanze bei Trzek, prov. Posen. Nachr. üb. d. alter- 
tomsf. 1898 no. 3. — Lehmann-Kitsche, Ein burgwall und ein 
yorslavischer umenfriedhof von Königsbrunn, Cujawien. Verii. d. 
Berl. geH. f. anthrop. 1898, 171 — 17ri. — Ders., Ein kupfeH>eil von 
Angnstenhof, prov. Posen, ebd. 2!$9 ff. — H. Schumann, 81a- 
▼ische und germanische burgu-alle. Monatsbl. f. pomm. gesch. 
1899, 25—29. — R. Berg, Mitteilungen Ql>er altert umsfunde in 
der gegend von Schmobin. e\*d. 189S. 177— IwO. — H. Schu- 
mann, Näptchensteine aus der umgegend von Lebehn. Monatsbl. 
d. ges. i\ pomm. gesch. 1898 no. s. — Ders., (fräl)er aus dem 
ende der Steinzeit in Pommern. — skelettgrab der Volker Wanderung»- 
■eit aus Friedafeld. Nachr. üb. d. altertumsf. no. 6. — Ders., 
Baumsarggrub mit zwergtikelett von Bodenhagen l>ei Kolberg. ebd. 
10 no. 1. — H. Schumann, Bronie-depotfuud von Hanshagen, 
kr. KoU>erg. Nachr. üb. d. altertumsf. 1^9s, 17— 2U. nachtr. 
Verh. d. Berl. anthrop. ges. IS'JS, 2M — A. Stubenrauch, 
Untersuchungen auf den inseln Usedom und Wullin. Balt, Studien 
n. f. 2, <>r>. — A. Olshauden, Das gräl>erfeM auf dem Ualgen- 
berge bei Wollin. Verh. d BerL anthrop. ges. M^ 217. — 
V. IMaten- Ventz. Bronze fund von Lancken auf Wittow, Ktigen. 
Korrbl. d. d. ge«. f. anthrop. ;^o no. 4. — U. Hai er. Eine st«in- 
■eitliche wohn^tätte auf Kugen. cIkI. Im ff. — v. Platen-Venz, 
Eine fundstello für steinaltertumer in Fahrbof auf Rügen. Korrbl. 
f. anthrop. 27. 9—12. — R. Bai er. Eine steinzeitliche wohnstAtte 
aof Rilgen. Nachr. üb. d. altertumsf. 9. 10 f. - R. Belti, Stein- 
seitliche funde in Mecklenburg. Jahrb. d. ver. f. meckl. gesch. 63, 
1 — 88. — A. Stubenrauch, Die 8teinkegelgr&l)er von Onewin, 
kr. Lauenburg. el>d. 21 — 24. — J. Mestorf, Steinaltergral^er. 
Mitt d. anthrop. ver. in SchL-Uolst, 1899 no. 12. — Jelllinghaoa, 
Vorgeschichtliche grabstatten und geschichtliche dörfer om Sege- 
berg. Mitt. d. anthrop. ver. in Schlesw. - Holst. 1899 no. 12. — 
H. Prejawa, Die frühgeschichtlichen denkmaler in der omgebong 
von Lohne im amte Vechta. BL d. Oldenb. Undesver. 10, 1 — 28. 
— U. Prejawa, Die l>ohlwege (pontes longi) im Lohne -Aachener 
moor. Niedersachsen 3. 78 f., 92 ff. » J. Bohls, Cber einige 
steinkammergraber des kreises Lehe. Jsb. d. m&nn. vom morgen- 
stem 1, 9f>— 109 mit 3 uf. — H. Lühmann, Die vorgeachicht* 
liehen wllle am Reitling «ElmL Korrl)l. d. d. gea. t anthrop. 
1898 no. 11. — Th. Voges, Die vorgeschichtlichen befectigunfen 
am Reitling in Elm. ebd. no. 11. — F.Orabowsky, Nene neo- 
lithische stellen im hersogtum Braonschweig. KorrbL d. d. gm, f. 
anthrop. 1898, a. 106 n. 109; CbL f. anthrop. a, 369. — B. Vir- 



XVII, C. Vor- aod frfihgMchichUiebM. 291 

chow, Bearbeitete rbinocerosknochen aus dorn Braunschweiger 
«iiluvium. Korrhl. d. d. goa. f. anthrop. no, 12. — L. Knoop, 
Vorgeschichtliche urncn- und knochenreste aus der Börssumer 
gegend. Braunschw. magaz. 1808, 87 f. — F. Kofi er, Öffnung 
von hügelgrähem im Kranichsteincr parke im herbst 189G. Qaar- 
talbl. d. bist, vor. f. d. grossh. Hessen 1898 no. 9. 7 8, u. 2 taf. 
- J. Höh lau und F. von Gilsa zu Gilsa, Neolithische denkm&ler 
aus Hessen. Cassel, Doli 1898. 21 s. 4". mit 7 taf. und 31 text- 
ttbb. '} m. — vgl. JhK 1898, 17, 4r». — beschrieben und durch 
gute abbildungen erlärutcrt werden dio Steinkisten zu Zusehen und 
Fritzlar, die hügelgräber von der Maderheidc und Vöhl u. a. 
bau und ausstattung der gräbor und der Charakter der beigaben 
stimmen mit den Thüringer fun<ion Überein. dio Fritzlarer funde 
Kcheinen dem ende der ueolithischen periode anzugehören, die 
hügelgraber noch jünger zu sein. — rec, M. Bartels, Zs. f. cthnol. 
.'{0. 18«] f. — P. Hi>fer, Steinkistengräber und hausumen von 
Hoym. Zs. d. Harzver. 31, 244—280 mit 4 taf. — Ders., Umen- 
gnib von Belleben, ebd. 2S1 Ü\ mit e. taf. — W. Blasius, Spuren 
palaolithischer menschen in den diluviabablagerungen der Hübe- 
lander höhlen. Beitr. z. anthrop. Braunschweigs. 8. 1 — 37. 3 taf. 

— F. Gral)Owsky, Dio Lu!)lM»nsteine bei Helmstedt, ebd. 32 — 58. 

— V. Lommer, Grab mit leichenbrand aus der bronzezeit. Wartb.- 
herold 3, 190 f — H. Grössler, Vorgeschichtliche funde aus der 
grafschaft Mansfeld. mit 2 taf abb. Mansf bl. 12, 200—208.— 
Brecht u Virchow, Ausgrabung auf der moorschanze bei Qued- 
linburg. Verh. d. Berl. ges. f anthrop. 1897, 140 — 154. — reo. 
Keichel. Arch. f landesk. d. prov. Sachsen 8, 204. — K.Meyer, 
Hie vorgeschichtliche wallburg auf dem Kohnstein bei Nordhausen. 
Bl. f. band., gew. u. soz. leben 1897 no. 27. — reo. Maenss, 
Arch. f landesk. d. prov. Sachsen 8, 203 f. — A. Götze, Sp&t- 
neolithische grikber \m Rottlel>en am K^'ffhäuser. Nachr. üb. d. 
altertumsf 9 (1898). 20 ff. — A. Götze, Spitneolithisches grab l)ei 
Nordhausen. Nachr. üb. d. altertumsf. 10 no. 2. — H. Grössler, 
Vorgeschichtliche funde aus der grafschaf\ Mansfeld. Mansfeld. 
bUtt. 12, 200—208 mit 2 taf. — J. Deichmüller, Neue umen- 
felder aus Sachsen. I. Abh. d. naturwiss. ges. Iris 1, 23. — 
A. Götie, Neolithische hQgeIgr4ber im Berlach bei Gotha. Nachr. 
üb. d. altertumsf. 10 no. 1. — A. Götze, Umengriber mit stein- 
Hetzungen Ijei £ichst4dt, kr. Stendal Nachr. üb. d. altertumsf. 
lvMi8, 23 ff. — K. Brunner, Steinseitliche und moderne fände der 
provinz Brandenburg. Nachr. üb. d. altertumsf. 10 no. 3. — 
Buch holz, Verschiedene neuere bronsefunde der mark Brandenburg. 
Verh. d. Berl. anthrop. ges. 30, 472 ff. — H. Busse, Vorgeechicht- 
liche funde im kr. Nieder-Damim. Nachr. flb. d. altertumsf. 10 



292 XVIL. Altartnmslninde. 

no. 2. — Ders., Vorgeschichtliche fände aus der Mark. ebd. 
10 no. 2. — Ders., Hügelgräber bei der Hellmühle, kr, Ober- 
Barnim. Nachr. üb. d, altertumsf. 1898, 12—16. — Ders., Das 
umenfeld am Eotpfuhlberg bei Tempelfelde, kr. Ober-Barnim, ebd. 
22 f. — R. Mielke, Bericht über die ausgrabungen in der Brach- 
heide bei Templin. Brandenburgia 1898, 6, 10. — R. Dorr, Die 
gräberfelder auf dem Silberberge bei Lenzen. — vgl. Jsb. 1898, 
17, 45. — rec. H. Kemke, Cbl. f. anthrop. 4, 93-96. — A. Oötse, 
Bronzeschwert von Felchow, kr. Angermünde. Nachr. üb. d. 
altertumsf. 1897, 95 f. — F. Senckel, Gräberfeld bei Wellniti, 
kr. Guben. Niederlaus. mitt. 6, 36 ff. — R. Beltz, Bronsefbnd 
von Schlepzig. Niederlaus. mitt. 5, 373 f. — 0. Mertins, Kupfer- 
und bronzefande in Schlesien. Schlesiens vorz. . 7, 341 — 365. — 
rec. H. Seger, CbL f. anthrop. 3, 321 f. — Ders., Das gr&berfeld 
von Ottwitz. ebd. 366 — 412. — P. Reinecke, Der goldring von 
Vogelgesang, ebd. 335—340. — 0. Mertins, Nachträge zu den 
kupfer- und bronzefunden in Schlesien. Zwei gräberfelder der bronae- 
zeit. Schles. vorz. 7, 514 u. 517. — R. Mielke, Thongefilsse ans 
Rasohewitz, kr. Trebnitz. Verh, d. Berl. anthrop. ges. 31, 197. — 
W. Klose, Die schanze zu Zlönitz, kr. Oppeln. Schles. vorz. 7, 
528 ff. — A. Hedinger, Alte erzschmelzstätte auf der schwä- 
bischen Alb. Arch. f. anthrop. 26, 41 — 44. auf dem Natterbuch, 
nach H. hängt dieser mit einem noch erkennbaren grossen be- 
festigten lager aus dem 5.-6. jh. zusammen, das ganzen germa- 
nischen Völkerschaften räum gewährte. — Ders., Alte erzschmelx- 
Stätte auf dem Natterbuch. Fundber. a. Schwab. 6, 61 £ — 
E. K(apffj, Neue altertumsfande von Canstatt (aus d. alamanniscli- 
fränkischen zeit, flachgräber, münzfunde, 50 brand- und 15 skelett- 
^ber). Schwab, krön. 1898, 1617. — Drei Germanengräber im 
Stadtwald am Schweinsberg bei Heilbronn, ebd. 796. — Öffnung 
altgermanischer hügelgräber. ebd. 821. — Ein grabhügelfund bei 
"Wolfenhausen, ebd. 163. — Ausgrabungen altgermanischer grab- 
hügel bei Heilbronn, ebd. 851 f. — Die ausgrabungen am Hohen- 
staufen. ebd. 1258. — Ausgrabungen am Hohenneuffen. Staatsans. 
f. Württ. 1898, lit. beil. 1049. — E. Wagner, Fränkisch-ale- 
mannische friedhöfe von Eichtersheim und Bodman. Veröff. d. 
Karlsr. samml. 1899. mit 2 taf. — Ph. Hörn, Das fränkische 
gräberfeld unfern Frankenthal. Monatsschr. d. Frankenth. alter- 
tumsver. 1899 no. 3 ff. — C. Mehlis, Merowingischer grabfund» 
Pfalz, mus. 1899, 53 f. — Klein, Zülpich. fränkische funde. 
Jahrb. d. v. v. altertumsf. im Rheinl. 102, 193 f. — C. Rade- 
mach er, Ausgrabungen auf der Iddelsf eider Hardt. Nachr. üb. d. 
altertumf. 1898; 1 — 7. — Koehl, Neue prähistorische gräberfelder 
bei Wachenheim und bei Rheindürkheim. Nachr. üb. d. altertumsf. 



XVII, C. Vor- und frühgMekiditliehat. 293 

1898, 45 ff. — C. Rademacher, Oermaniflche begr&bniMt&tten 
am Niederrbein. (MonaUschr. d. ))erg. geach.-ver. 3, 224—227* 
und Nachr. üb. d. alti^rtumsf. 10 no. 2. — K, Koeneo, Karo- 
lingisch-fränkische töpfereien bei Pingsdorf. Jahrb. d. v. v. alter- 
Tunisf. im Rheinl. 103, 115—123. — Ders., Altertumsfunde 
zu Dortmund. Rhein, geschichtsbl. 4, 2G f. — J. Wilbrand, 
Neuere omenfunde \m Bielefeld« Rhein. geschichUbl 4, 82 ff. — 
A. Gütse, Or&berfeld an der Porta Weetfalica. Nachr. üb. d. 
ultertumaf. 9 no. 6. — D^ouvertes de 8<^pultureB frankes k Steen- 
Ockerxeel (Brabant). Annuaire de la soc. de Brux. 9, 12 f. — 
.\. de Loe, Cimeti^re frank k ^caussines-dTnghien (Hainaut) 
ebd. 12, 419 f. — Tombe franke trouv^e k Barben^on (Hainaut), 
Doc, et rapp. de la soc. arch. de Charleroi, 21, 272. — J. Claer- 
hout, Le cimeti^re paien de Pitthem. Ann. de la soc. arch. de 
Hrux. 12, ISO — 101. — V. Jacques, Le cimeti^re franc de Pitt- 
hem. Bull, de la soc anthr. de Brux. 15, 203- 20C. — Ch. GilUs 
de P('*lichy, Cimeti^re & inhumation et k incin^ration d'^melghem. 
Ann. de la tV.<ler. arch. de Belgique 12, 367—372. — J. B. Sibe- 
naler, Le cimctit*re frank i\ I^auregard. Ann. de Tinst. arch. de 
Luxemb. 33, 255 f. — A. de Loe, Fouille d'un cimeti^re frank k 
Flamierge. Ann. de la soc. arch. de Brux. 12, 427 — 431. — 
Dera. Cimetiore frank 4 Roumont ebd. 437. — Ders., Fouille 
d'un cimeti^re frank k Sprimont ebd. 435 f. — A. Bequet, 
Fouilles, Rapp. de la soc arch. de Namur 1898, 644 ff. — 
(\ Barri^re• Flavy, Mobilier funeraire d'une tombe franque de 
Courbes. Bull, de la soc arch, du Midi 1897, 115 ff. — Ders., 
Mobilier fun«'raire de tombe« de femmes franques de Courbes. 
elxl. 125 ff. — P. Collinet et J. Bourgignon, La 8<^pultnre 
rat'rovingienne de Choox. Rev. d'Ardenn. 3, 189 ff, — L. Du- 
ra uys, Le cimeti^re franc de Briarrcs-sur-Essonne. Messag. dea 
Hciences historiques 27, 89 — 128. — P. Martelliere, D^ouvertes 
dans Tarrondissement de Pithiviers en 1896 et 1897. Ann de la 
fioc, bist, de Giltinais 15, 150. — Ch. Urse au, Fouilles archt'ologi- 
ques de Meron. Angers 1897. — rec. R(einach), Rev. arch. 3, 32, 
314. — G. Save. Le cimetiere franc de Homecourt. Lorraine- 
.\rti8te, 9. jan. 1898. — L. Vuilhorgne, Le cimeti^re m^rovin- 
gien de Martincourt (Oiae). Mem. de la soc acad. de TOise 16, 
17 — 27. — R. Verneau et D. Ripoche, Le« sepultures gallo- 
romaines et m-rovingiennes de Mareuil -gur-Ourcq (Oiae). Anthro- 
pologie 9, 497—530. — rec L. Laloy, Cbl. f. anthrop. 4, 234 ff. 
— (Collet), Trouvaille d*objets m^rovingiens. Cimeti^re m^ro- 
vingien ^ Cormettes. BulL de la aoc ant de Morinie 10, 190, 
229 f., 236 f. — R. Vferneau), Cimeti^re merovingien k Zudausquep, 
Paa-<ie-Calais. Anthropologie 9, 359. — C. Barri*re-FIavy, Un 



J94 ^Vn. AltertamikaDd«. 

cimetiore de T^poque barbare decouvert en 187G a UaaMcourt dans 
le Jura bemoia (Suiüse). Bull, de la aoc. arch. du Midi 1898, 68. 

— J. P. Kirsoli, Le cimetiore bürgende de F6tign3% canton de 
Fribourg. Arch. de la aoc. hi«t. du capt. de Frib. 6, 479—638 
mit 4 Uf. 

SkudiUfiSfll. 58. Georg F. L. Sarauw, Lea bruy^res pr^ 
hiatoriquea des pays baltiquea, d'apK*a lea obaervationa faitea dana 
lea tumulua de IVpoque paicnue, traduit par £ug. Beauvoia. in 
Memoirea de la soci*'*!«'* dca antiquairea du nord. nouvolle aerie 1898. 
(abt, 4, no. lU). überaetzung von Jab. 1898, 17, 128. 

:»9. K. Ekhoff, Tvanne fornborgar vid Tullinge, Botkyrka 
aocken, Södennanland. Svenaka FornminDeaforeningena TidakrifV 
1899, 297 ff. mit 4 fif^. 

enthält auch eine all|;emeine charakteriatik der in verachiedenen 
teilen Schwedens vorkommenden vor^achichtlichon befeatigungen. 

— reo. 0. A Imgren, Cbl. f. anthrop. 4, 2H2 f. 

GO. O. Monteliutf, Nar kommo Svenakarna tili Finland? 
Finak. tidskr. ISlls. 81 — 10'». 

nach M. laaaen «ich apuren einer achwediiichen l>evölkeroDg in 
Finland bis zur »teinzeit lurück verfolgen. 

(il. O. Monteliua, Ett märkligt fynd fran Sodermanland« 
Svenaka Foniminneatoreningeua Tiditkr. 10. 189 ff. 

ea handelt sich um ateine mit figuren. eine mittelbare ver- 
l)indung dea nordens mit Weat- und Mitteleuropa und dem Orient 
wird hieraua erachloaaen. 

62. S. Maller, Nouveauz typea d*objeta de Tage de pierre. 

— vgl Jab, 1S9S. 17, 53. — rec. E. Cartailhac, Anthropologie 
9, 560 ff. 

die originalachnft : Nye Stenaldera Former (Aarli^ger 1896, 
303—419). rec, G. F. L. Sarauw, Cbl. f. anthrop. 4. 87 f: 
J. Meutorf, Arch, f. anthrop. 26, 226 f. 

63. C. Wibling, Bidrag tili kannedomen om äkerlmiketa 
ilder i vart land. Ymer 1897, 17 — 20. 

rec. J. Meötorf. Arch. f. anthrop. 26, 239 f 

64. J. Mestorf. Ana der nordiachen litteratur. Arch. f. 
anthrop. 26. 224-245. — vgl. Jab. 1896, 7, 70. 

referat ül>er werke aua der diniachen litteratur: A. Fabri- 
cioa. Die Normannenfahrten nach der apaniachen balbinael (vfL 



ITU, C Vor. and MligMefaiehtliehM. 295 

Jsb. 1897, 12, 170). — Sopk Müller, Die auBgrabungen des 
NaUoDalmuseums in den jähren 1893—1896 (vgl Jsb. 1897, 12, 
166). Nordiske Fortidsminder, 3. hefl — Sopb. Müller, Nene 
genktformen aus dem steinalter (Jsb. no. G2). — 0. Nicolaisen, 
Bautasteine im hohen norden. — J. Steenstrup, Zum Ver- 
ständnis des goldbrakteatenphiknomens im norden und dessen be- 
deutung für die kult Urgeschichte Nordeuropas (vgl. Jsb. 1897, 12, 
174). — £. Vedel, Nachtrag lu Bomholms Oldtidsminder og Old- 
sager (vgl. Jsb. 1897, 7, 36). — C. Wibling, Ein rÄtselhaftes steia- 
denkmal bei Hallahult in Blekinge. — aus der norwegischen lltterator: 
Jsb. der Forening til Norske Fortidsminderm&rkers Bevaring für 189d. 
Kristiania 1897. — Arbo, Zur anthropologie der Norweger. IV. 
(vgl Jsb. 1898, 17, 47a). — G. Gustafson, Der hacksilberfiind 
von Horr. — K. Rygh, Aus der festschrift der 900 jährigen Jubi- 
läumsfeier des Stiftes Trondhjem. 1897. — O. Almgren, Studien 
ül)er nordeuropaische fibelformen (oben no. 28). — A. Hasel ins, 
Samfundet f. Nordiska Museets främjande (vgl. Jsb. 1898, 17, 44). 
K. Hj. Kempff, Söderby-Runsten vid Gefle. — O. Montelius, 
Den nordiske jemilderens kronologi (vgl. Jsb. 1898, 17, 50). — 
Der 8., Ein beachtenswerter fund in Södermanland (oben no. 61). 

— B. Salin, Ü)>er einige germanische altsachen früher form in 
England. — Ders., Die funde vom Finjasee in Schonen. — C. Wib- 
ling, Das alter des ackerbaues in Schweden (vgl oben no. 63). 

— Ders., Die funde von Ulfb. Ymer 1897, heft 3. — Hj. Appel- 
gren, Die runden tierspangen in Finland. — Ders., Die ein- 
wanderung der Schweden in Finland (vgl. Jsb. 1898, 17, 73). — 
A. Hackman, Die bronzezeit in Finland (vgl. Jsb. 1898, 17, 511 

— Ders., Über leichenverbrennung im boot (vgl. Jsb. 1898, 17, 52). 

— Hj. Appelgren, Ein brandgrab auf dem kirchhof su Yliskyla. 

— leider ist die vf. ihrer gewohnheit^ die nötigen bibliographischen 
vermerke ül>er die von ihr besprochenen abhandlungen nur in 
seltenen fallen zu gel>en, auch diesmal treu geblieben. 

65. Chr. Blinkenberg, Skspftede stenalders redskaber. 
(sluttet). Aarb. 2. r. 13, 137-156. 

(fortsetxung von Jsb. 1898, 17, 54). — beschreibt ein beim 
torfstich im mose von Stenild (herred Oislum, amt Aalborg) ge- 
fundene sichel, l>e8tehend aus feuersteinschneide und einem schaft 
von laubholz, scheinbar birkenhoU. die Wichtigkeit dieees fondee 
liegt darin, dass durch ihn der komban in der jüngeren steinseit 
für Jütland nachgewiesen ist im anschluss daran wird noch auf 
schon im nordischen musenm vorhandene flache steinmesser hinge- 
wiesen, die offenbar als sichelblätter gedient haben. 

60. Chr. Blinkenberg, Outils emmanch^ de Tage de pierre. 



296 xvn. 

tndnit pw Eng. B«aavoit, in Memoire« d« U MociM xmw. — 
▼gL abt. 4, nr. 10. 

(n. aberaeUung von Jtb. 1898, 17, 54. 1899, 16, 65. 

67. SophuB Müller, De jydske enkeltgimve fira ttanalderen, 
efter n3re8t6 undersflgeleer. Aarb. 2, 13, 157 — 282. mit lahlr. abb. 

M. untersacht die grabfande Jütlanda nach 5 gmppen : 1. nnd«r- 
grave, d. s. griber die anter der ursprünglichen erdoberfl&che ans- 
gehoben wurden^ 2. bandgrave, solche die auf oder in der nr* 
sprünglichen erdflache liegen, 3. overgrave, die auf den vorigen an- 
gelegt waren, 4. nverste grave, hügelgr&ber, 5. kvinde grave, die 
innerhalb der ersten vier gruppen vorkommen und sich dadurch 
von den Qbrigen unterscheiden, dass den leichen als ausstener nur 
bemsteinperlen beigegeben sind, es fehlt hier der ranm, genauer 
auf Ms. Untersuchungen einzugehen und von den mannigfachen 
Schlüssen su l)erichten, die er aus den gr&berfunden filr die be- 
v5lkerungsverschiebung, den kultunft'echsel usw. zieht 

68. £. Brate, Skansens ninstenar. Meddelanden fran Nor* 
diska Museet 1897, 3. 

rec L. Wilser, CbL f. anthrop. 4, 283 f. 
vgl auch no. 200. 

D. Stämme. 

69. R. Loewe, Die ethnische und sprachliche gUed«ning der 
Germanen, s. abt. 2, 61. 

rec V. H.. Rev. crit 1898, 362 f. 

70. O. Bremer, Ethnographie der germanischen stimme, in: 
H. Paul, Orundriss der germanischen philologie. 3, 734 ff. 
(3. bd. XVII, 995 s. mit 6 karten. Strassburg, Trübner. 16 m.). 

71. J. Wilbrand, Ül>er die namen Teutonen and Teoto- 
barg. s. abt 8, 146. 

72. Aspelin, Die spuren des einflusses der Gothen aaf die 
knltnr Nordrusalands. Arb. der S. arch. kongresses 3, .'»5. Mos- 
kau 1897. 

73. Th. J. Uspensky, Die (tothenfrage (niss.1 Arb. des 
9. arch. kongr. 2, 96. Moskau 1H97. 

74. Th. P Ose he. Die Langobarden nach den neaesten for- 
schnngen. Globus 73, 9i) f.; abgedr. Uann. geschichUbL 1898, 51. 

75. Schmidt. Die Langobarden nnd die neaesten forschang«L 
Globus 75 no. 8. 



XVn. D. BCtaM. 297 

76. S. Marki, A. Longobardok haiinkbui. (Die Longobftrden 
in uDBenn Vaterland.) aap.-abdr. aoa dem ErdAlyi Moteam 1899. 
KolosBvir, 45 a. 

nach der ani. von A. Sohnllernai Korrbl. d. ver. £ aiebenb. 
landeak. 23, 12 f. versteht M. aus den quellen daa pannoniache 
seitalter der Langobarden Oberaichtlich in aeichnen, bringt aber 
keine neuen auischlQaae. die verwandtachafV awiachen der aage 
von der geburt und abkauft dea Langobardenköniga Lamiaaio und 
der ungariaohen Michinaage wird erörtert 

77. W. Brückner, Die quelle der Origo gentia Langobar* 
dorum. ZfdA. 43, 47^58. 

B. nimmt filr den ersten teil (kap. 1 bis in kap. 4 hinein) ein 
lied als quelle an, teils wegen der kunen sitae und scharf mar- 
kierten satsglieder, die ungefähr der länge einea halbverses ent* 
sprechen, teils deswegen, weil eine deutsche rekonstruktion in Stab- 
reim form möglich ist. eine solche wird von B. versucht. 

Td. L.Schneider, Suevisch-slavische anaiedelungen in Böhmen. 
Podbaba bei Prag, Nymburg, Lochenic, Vlkov. Verh. d, BerL 
anthrop. gea. 1898, 201—214. 

abgelehnt von K. Buchtela, Vistnik alov. 2, 94 £ — rae, 
A. Götie, Cbl. f. anthrop. 4, 99. 

79. J. L. Pii\ Praehiatorie a kraniologie. Pam. archaeoL 18, 
141 -148. Prag 1898. 

markomannische flberreate findet P. in dem bargwall von 
Stradonice, in dem er das geschichtliche Maroboduum so erkennen 
glaubt. — rec. L. Nlederle, Wstnik slov. 2, 32 f. 

80. R. Mach, Zur stammeskunde der Altaachaen. Hann. 
geachichtsbl 1, 313 f. — bericht über den Vortrag CbL £ anthrop. 
3, 3üU U Korrbl. d. d. ges. £ anthrop. 29, 10. 

81. O. J arge na. Die ältesten Stammessagen Niederaachsana. 
Hann. geachichtsbl., I. jahrg. 

82. H. Möller, ChatU und Heaaen. a. abt 2, 72. 

83. J. Gramer, Die geachichte der Alamannen als gan- 
geschichte. (Unters, a. d. Staats- u. rechtageachichtei hrag. von 
O. Qierke, 57.) Breslau, Marcus. XVII, 579 a. mit 1 karte. 

ir> m. 

M. F. L. Bau mann. Die bevölkerong dea bayriachen 
Schwabena in ihrer geschichtlichen reihenfolge. Beitr. a. anthrop. 
Ikyems 12, 10r> ff. 1S9S. 

l>ehandelt die Soeben, Alamannen und Markomannen. 



298 XVn. Altertomtgwchifhte. 

85. Fr. Stein, Die Urgeschichte der Franken. — vgl Jsb. 
1897, 7, 59. 

St. hat schon in seiner Geschichte Frankens die am Nieder- 
rhein sesshaften kleinen Völker der Chamaver, Chattuarier, Amsi- 
varier, Brukterer, Sigambrer als die urväter der Franken darge- 
stellt; aus den Untersuchungen über die Verschiedenheit dieses Rheini- 
schen Stammes der Westgermanen* von andern stimmen ist dann 
das buch 'Die volksstämme der Germanen* (vgl. Jsb. 1898, 17, 57) er- 
wachsen, die 'Urgeschichte* bildet zu diesen beiden Schriften nur die 
ergtnzung. es ist ein ernstes, wissenschaftlich angelegtes werk, das 
iwar, wie zum teil im ausdruck (vgl. z. b. den ersten satx auf 
s. 138) so auch in vielen einzelheiten des Inhaltes stark zum 
Widerspruch herausfordert, aber für fleiss und kenntnisse des tu 
nicht minder als fiir sein reifes, besonnenes urteil ein günstiges 
leugnis ablegt. l>esonder8 hebt er den einfluss der Sigambem auf 
die bildung des Frankenstammos hervor, die nach ihrer ler- 
sprengung zu einem kleinen teile noch an der Ruhr, sonst aber 
teils -rechts der Rheinmündung zwischen dem meer und der bata- 
▼ischen insel, teils im äussorsten nordwestwinkel Belgiens wohnen, 
aas den beiden teilen der Sigambem am Unterrhein gehen sp&ter 
die Seefranken hervor, die si>errung des Niederrheines durch die 
Römer zwingt die nach land begehrenden mitglieder der alten 
marsischen kultgemeinschalt, welche noch durch das band der spräche 
aneinander geknüpft werden, sich enger zusammenzuschliessen. so 
entsteht der stamm der Franken. \m den l>elgischen Sigambem 
ist ihr alter volksname verpönt; ihr offizieller name mag Tezuandrier 
und der name eines einzelnen nach Tezuandrien entführten volks- 
tailes Salier gewesen sein, die Untersuchung wird bis zum toda 
Chlodwigs geftihrt; in der behandlung dieses königs ist die dar- 
stellnng noch am ehesten gefällig und anziehend. 

8G. A. de Behau It de Dornon, Donn^ archt'*ologiques 
^tablissant les lieuz habitAs par les Francs Saliens et Ripuaires eo 
Belgique, dans le dt'partement du Nord fran^ais, le Limboorg hollan- 
dais et le grand-duch^ de LQzeml>ourg. Ann. de Tac. d*arch. de 
Belg. 5 Str., 1, 315-30U. 

87. W. J. F. Nuygens, Geschiedenis des Nederlandscheo 
Volks, van de \Toegste tijden tot op onze dagen. Met platen en 
kaarten. Vemieuwde uitgave. 24 dln. Amsterdam, van Langen- 
huysen 1890 — ISUS. 24 f. 

88. A. Wagner, Die unteritalischen Normannen in ihrem 
Verhältnisse zum deutschen kaisertum des 11. jh. progr. Breslau. 
Breslau, Nischkowsky. 10 s. 4^ 

TgL auch abt. 21, 30-36. 



XVn, E. DtaticlM gMebkhto, aJlgeiiMiBat. 299 

fa gBitffc HO. J. Munro, The Stor>' of the BritiBh race. 
New-York, Appleton ISOa 

90. How the english people are conntituted and of what racas 
they are compotied. ScieDce of man 1, 111. — The peoples from 
whom the inhabitants of Oreat Britain have spning. ebd. 1, 139. 
— The racea from whlch the British people have deacended and 
their peculiar characteristica. ebd. 1, 222. 

vgl. auch no. 60. 97. 10')— 109. 135. 136. 141. 142. 149. 



E. Deutsche geschichte, allgemeines. 

91. K. Lamprecht, Deutsche geschieh te. — vgl Jsb. 
1S9S, 17, 77. 

un Streitschriften, die sich auf dieses buch beliehen, sind noch 
SU erwähnen: G. v. Below, Die neue historische methode. München 
und Leipaig, Oldcnbourg 1S98. 1,60 m. (— Hist. is. 81, 193—273). 

— K. Lamprecht, Die historische methode des herm von Below. 
Berlin, Gaertner. 50 s.; auch als beilage lur Hist is. 82, hefV 2. 

— K. Wust mann, Below gegen Lamprecht Gegen w. 1898 
no. 39. — vgl. £d. Zarncke, Cbl. 1898, 719 f. (notii über Onckens 
Schrift I. — £. Lamprecht, Die kempunkte der geschichtswissan- 
schaftlichen erörterungen der gegenwart. Zs. f. soiialwiss. 2, 
11 — 18. erwiderung von Belows Hist ss. 82, 567 f. 

92. G. Richter, Annalen der deutschen geschichte im mittel- 
alter III, 2. 

vgl. Jsb. 1S9S, 17, 105. — rec, Hist jb. 19, 945; Cbl. 1899, 
19S f. 

93. H. Gerdes, Geschichte der salischen kaiser und ihrer 
seit — vgl. Jsb. 1898, 17, 76. - rec. H. Hahn, Mitt a. d. hist 
litt 27. :>:» -.">S: N. Jahrb. f. klass. phiL 1H98, I, 368. — vgl abt. 18, 3. 

94. J. Jastrow und G. Winter, Deutsche geschichte im 
seitalter der Hohenstaufen. bd. 1. 

vgl. Jsb. 1898, 17, 75. — rec. O. Caro, Hist vjsohr. 2, 
532-riH5, Cbl. 1S9S, 1607; Hampe, DLa. 1899, 193—195; Hist 
Jahrb. 20, 147; A. Zimmermann, Lit handw. 1898, 570; 
£. Schaus, Hist ss. 83, 462—465. 

95. £. Michael, Geschichte des deutschen Volkes vom 
13. Jahrhundert bis xum ausgang des mittelalters. 2. bd. Religiös- 
sittliche snstAnde, erziehung und Unterricht wahrend des 13. jähr* 
hundcrts (nebentitel: Kultursust4nde des deutschen Volkes w&hrend 



300 ^VU. Altefftoatkud«. 

des 13. Jahrhunderts). 2. buch; 1.-3. aufl. Freiburg i. Br., 
XXXn, 450 s. G m. 

vgl. Job. 1898, 17, 107. die Jsb. 1897, 7, 80 an dem werke 
hervorgehol)eDen vorsüge: lesenswerter inhalt, kenntnis und ver- 
sündiges urteil lassen sich auch dem 2. Imnde nachrühmen, in 
den kapiteln (der weltklerus; die orden; die predigt; glauben 
nnd liel)en; ausserkirch liehe Infstrebungen; erziehnng und anter- 
rieht) wird in k]:in*r und g^talÜKer «iarstellung eine fülle wert- 
vollen kulturgeschichtlichen stotfes geboten, dem ersten bände ist 
der zweite darin ülierlegen, daüs er auch dio Hchattenseiten an den 
snstanden der gedchilderten zeitepuche mit genügonder deutlichkeit 
hervortreteu läHst, namentlich auch an den kirchlichen verhiüt- 
nissen. der ultramontane Standpunkt M.s tritt natürlich überall 
deutlich hervor, zwar fehlt es nicht ganz an einer leisen kritik 
gegen anordnungen der päpste, und über Gregor IX bt sogar 
Ewischen den Zeilen zu lesen, dass er in bezug auf Konrad von 
Marburg schwere Irrtümer begangen habe; al>er dafür werden auch 
wunderberichte gl&ul)ig als wahr hingenommen, teufebbeseiisenheit 
gilt als wirklich vorkommend, und das leben der hl. Elisabeth 
wird rühmend geschildert, ohne von dem vf. den krankhaften er- 
scheinungen zugezahlt zu werden, unter die er z. b. die ^««issler 
(weil sie sich dem einHuss «i«>r kircho entzogen» einreiht, diese 
kleinen mtngel werden dem werte des bucheü genült* bei Protestanten, 
welche sie leicht erkennen, am wenigütt^n abbnich thnn. — auf 
dieses werk bezieht sich: E. Michael, Kritik und antikritik in 
Sachen meiner Geschichte des dtrutschin Volkes. 1. heft. Der Wiener 
geschiebt:! Professor Redlich. Freiburg i. Br., Herder. 34 s. U,GO uu 
^ gegen Kedlichs rcc. Mitt. d. inst. f. österr. geschichtsf. 20, 
313-335. 

90. J. Janssen, Geschichte des deutj^rhen volke^ seit dem 
ansgang des mittelalters. .'i. b«I. 17. n. Is. vielfach verm. und 
verb. aud., In^sorgt von I^. Pastor. Freiburg L Br, Herder. XLVIIft 
831 s. »^ m. 

vgl. Jtfb. l'^OH, 17, 1J3. l'astor hat sich auch in diesem 
bandi* darauf ftrschrankt, die r.ill«* n«'uen materials h*>ranzuziehen 
und zu zuüützvn zu verv^frren, wt-lclj»* U^^onders kenntlich gemacht 
worden sind, v^n «J. abweichende eigene m«-inungen, welche sich 
sonst Wohl ;iugi>de\it»'t Kaiden. ^itt<l «iienmal nicht vorhanden : der 
herausf^«*) irr v^rwri.««! vielmehr auf den 4. und '>. teil seiner Ge- 
schichte der papste, in di-m .-ich zu einer Behandlung di«*Her ge- 
schieh tsal>schxJtte Keleger;h*':t nn<ien wiri. die fal>el von Luthers 
Selbstmord wird auch v<>n i'ast^T nachdrucklich zurückgewiesen. — 
liand 1 >' >" rec. J. Wieiss». HiHt. jahrb. 11«, .>44 f. 



XVn, F. EinsalM itiUltir. 301 



F. Einielne xeitalter. 

97. K. M üllen hoff, Deutsche altertuoiBkunde. 4. ban<L 1. hilft«, 
3HA 8. 2. hälft«, XXIV u. 8. 385—751. Berlin, Weidmann 1898 
und 1900. 4 10 m. 

der 3. band von Ms Altertumskande, welche nun xum ab- 
Bchlu88 kommt, 8ollte den titel führen: die ausbreitang and Ver- 
zweigung der Germanen um den anfang unserer Völkerwanderung, 
aber der herausgeber, Max Roediger, h&tte diesen stoff nur mit 
seinen Worten und nicht ohne eigene suthaten zu gestalten ver- 
mocht, während nach den Vorschriften für die herausgäbe des nach- 
lasses nur M.s annichten wiedergegeben werden sollten und das 
werk nur unter seinem namen erscheinen durfte, so tritt der band 
nur in der form eines kommentars zur Germania in die öffentlich- 
keit, den gruudstock bildet M.s mit zahlreichen Zusätzen und ab- 
änderuu^en versehenes, mit zetteln überklebtes und mehrfach über- 
schrieheneM kollegienheft; einzelne kleinere Untersuchungen sind 
hineingearbeitet worden; so bemerkungen über den hausbau und die 
Wanderungen der Germanen sowie über die ihnen bekannten ge- 
treidearteu und sonstigen essbaren fruchte (1872) und eine abhand- 
lung *Zur Germania und den Locis praecipuis aliorum veterum 
auctorum de Germania' (1873 — 1874). die feststellung dessen, was 
M. zuletzt gelehrt hat, und die ausnutzung der früheren bände der 
Altertumskunde gehören zu dem anteil, den Otto Pniower an der 
arbeit genommen hat. so ist denn ein werk entstanden, das frei- 
lich nur einen l>escheidenen charakter trägt, al>er vom höchsten 
wert i«t und vermutlich in dieser torm mehr benutzt werden und 
nutz<*n stiften wird, als die zusammenhängende darstellung es ge- 
thaii habüu wunle. ül»erdies enthalt es wohl so ziemlich jede 
einzelheit, die zu der letzteren gehört hätte, nicht bloss der 
Tacitu^fnrscher, sondern wer immer einen gegenständ aus der 
ältesten geschieht» unserem Volkes Ixhandeln will, wird hier su 
schöpfen hal>en. die kun.Htliche entstehung des buches zeigt sich 
nur an wenigt^n stellen. s. 33 siigt M.. düss Cäsar ^mit aus- 
nähme der stelle über die Kuebische kriegs Verfassung sats Ar tatl 
und heinaho wort für wort das. was er hier von den Sueben be- 
richtet hat^ im (i. buch auf alle Germanen anwendet*, dagegen 
s. .'iTl, uu lioediger nach miner ei^jt-nen angäbe die erklämng der 
Stolle (Germ. L*»» ul»er den uckerbau <ler Germanen) formuliert hat, 
lesen wir: 'auch die behiii;ptun^ ( 'asar hal>e die ver&ssung der 
Suel»en des Anovi>t faUcLlich auf alle iibrigen Germanen über- 
tni^'eu, zerfallt in nicht*«', .s«»!* he u i«ierh|«rüche finden sich üonst nicht, 
und auch im ausdruck idt btrtu^ d^miuf gesehen worden, dass M. 



302 X^U. AltertiiiiMkiiiida. 

die ihm eigene spräche spricht, dies stets festzuhalten ist eine 
unendlich mühsanie aufga!>e gewesen, und so ist es nicht lu yer- 
wundem, dass Roediger von seiner aufopferungsvollen aufgal>e nicht 
ohne eine gewisse bitterkeit spricht, der band *hat mehr seit und 
arbeit verschlungen, als sich mit den pflichten gegen mich selbst 
verträgt, .... um so bitterer und qualvoller ist mir der zwang 
gewonlen, so lange zeit die gedanken eines andern denken und 
möglichst in svineii werten reden, die eigene mcinung al>er unter- 
drücken zu müssen*, aber um s«» wünnerer dank gebührt seiner 
hingelfcndcn. überaus venlieustlicheu thiktigkcit. — als anhänge 
sind in den band aufgenommen worden die aufsätze M.s, die in 
der ZfdA. und an andern orten über alle inhaltlich hierher ge- 
hörenden gegenhtände entchienen sind, eine aus dem jahru 1875 
stammende, unvollendete abhandlung: zeit und himmelsointeilung 
der Germanen (h. TiliO — (j^*j., die kollation der Nümbergc-r Ger- 
maniadrucke von Roediger und vier register vun R. Pet«ch. — 
rec. U. Zernial. Wschr. f kla.H8. phil. 10, 340-3:^3; Ed. Wolff, 
Bcrl. ph. wschr. is. 051-05*^. 

9^^. Fr. Kauffmann. (iermani. ZfdPL :n, 1—1. als die 
Germanen in das land zwi^^chen Weser und IChein einrückten, unter- 
warfen sie die dort wohnenden Kelten, dieso biMeten nun eine natin 
der (von Ciallien aus gerechnet Transrhenanonim. d. h. eine poli- 
tisch von ihnen abhängige ubteilung, nich' aber eine gens Trann- 
rhenanonim, d. h. sie waren mit den Tr. nicht ethnisch veru'andt. 
die Gallier nannten zuuacluit ilie eindhnglinge nach dem führenden 
stamme derselben Germani, dann 'etwa um IfiO) übertrugen sie 
diesen namen auf die Transrhenanen, vun denen die eindringUnge 
früher eine natio aber niemals eine gens> gebildet hatten. 

90. A. Meitzen. Siedelung und agrarwesen. 1895. — vgl. 
Jsb. ISOS, 17, sl. — im Zusammenhang mit diesem werke stehen: 
J. Peisker, Meitzens grundideen in seiner darstellung der germa- 
niachen und slavischen agrarverhältnisse. i abdr. aus < eaky uasopis 
hiBt.) Prag, selbstverl. 3:> s. — H. W. C. iiübbe, Hanaus, 
hnfe. Mitt d. ver. t. haiub. cesch. IS, 415 ff. R. Henning, 
AfdA. 25, 225—243 giebt nel>en der khtik de« Meitzenschen 
werke« auch ponitive aufstellungen, u. a.: eine planvolle flnranlage 
b tt tan d ursprünglich nur an einzelnen besonders ausgenutaten 
•teilen der mark, die (alte und ursprüngliche; gemenglage hat 
«inao wechselnden Charakter und ist verschieden entstanden ; neben 
d«r streifenförmigen gruppierung gab es auch freiere und will- 
kürlichere formen, die annähme arsprünglich planvoller gewann- 
anlagen, die herkömmlicheo ansichtsn tod der entstehunf der ge- 



XVn, E. Einiabe itiUlUr. 303 

wanne und dem fortschreitenden Ausbau der flur sind nicht auf- 
recht zu erhalten. 

KmJ. Kiegor, Die ältesten siedeluugen der Germanen. Veröff. 
d. hiöt ver. f. d. grossh. Hessen für 1897. 

IUI. Ludw. Schmidt, Zur geschieh te des Markomannen- 
krieges unter Mark Aurel. Hermes 34, 155—159. 

102. P. Reinecke, Zwei alte bronzeBguren germanischer 
barbaron. Verh. d. Berl. anthrop. ges, 30, 289. 

103. Th. Leh('>czky, Die denkmale der Germanen bei Mun- 
k4cs (Ungarn). Arch. Kr'tesitö IbUl, band 17, 333— .'538. mit abb. 

nach F. Mille ker, Cbl. f. anthrop. 4, 107 werden die hier 
besprochenen fundo von L. den Quaden zugeschrieben und in das 
1. — 4. jh. n. Chr. verlogt. 

104. Germanen auf Kreta. Verh. d. Berl. ges. f. anthrop. 
1S98, 235 f. 

über einen auf Kreta gefundenen runenstein. 

105. W. Luft, Die arianischen quellen über Wulfila. ZfdA. 
42, 291-308. 

105a, F. Vogt, Zu Wulfilas bekenntnis. ZfdA. 42, 309—321. 

106. Fr. K auf f mann. Zur deutschen altert ums künde aus an- 
lass des Opus imperfectum. ZfdPh. 31, 451—463. 

K. sucht aus dem O. i. das bild einer mit Germanen durch- 
setzten gemeinde auf römischem boden zu rekonstruieren, an deren 
spitze ein mit germanischen einrichtungen wohl vertrauter bischof 
steht er hält daher an seiner ansieht fest, dass das 0. i. von 
einem Goten herrühre und vermutlich Wulfila selbst lum Ver- 
fasser habe. 

107. Ludw. Schmidt, Bonifatius und der Übergang der 
Wandalen nach Afrika, Hist vjschr. 2, 449—462. 

die frage, ob der Statthalter Bonifatius die Wandalen nach 
Afrika gerufen habe, wird (gegen 0. Seeck) mit Ranke u. a. verneint. 

103. W. Levison, Zur geschieh te des Frankenkönigs Chlodo- 
wech. Jahrb. d. v. v. altertumsfr. im RheinL 103, 42—86. — 
rec Ann. BoUand. 17, 476 f., B. Kitusch), N. arch. 24, 371; 
G. Kurth, Rev. de Tinstr. pubL en Belg. 41, 376; Hist. is. 82, 164. 

109. Pfeiischifter, Ostgotenkönig Theoderich d. gr. und 
die katholische kirche. 3. band. Münster, Schöningh 1896. 271 s. 
6,40 m. 

rf^ Oietl, Arch. f. kathoL kirchenr. 77, 423--429; Fr. Vogel, 
Hist t«. 80, 487 f.; Duchesne, Ball. crit. 1897, 599. 



304 2:vn. Altertomskniide. 

110. G. Monod, Etades ciitiqnes snr les soorces de Vidstobee 
Carolingienne. I. Introduction. Les Annales Carolingiennes. livr. 1» 
Des origines k 829. Paris, Bouillon 1898. 175 s. 6 fr. 

111. F. Kurze, Einhard. (progr. Berlin. 1899.) Berlin, 
R. Gärtner 1899. 91 s. 2 m. 

es ist staunenswert, dass K., dem freilich seine ausgaben der 
Annales Fuldenses und der Annales regni Erancorum den weg dazu ge- 
bahnt haben, auf grund der wenigen und unsicheren nachrichten 
durch kluge kombinationen eine so eingehende biographie Ein- 
hards zu stände gebracht hat. darin liegt freilich eine gewisse 
schwäche der arbeit angedeutet: manches in ihr, was als Ver- 
mutung höchst ansprechend ist, lässt sich doch als gesichertes 
resultat der Wissenschaft nicht erweisen, sieht man hiervon ab, 
so ist die arbeit nach ihrem reichen und zu grossem teü wohlbegrün- 
deten Inhalt hoch zu bewerten, von anderen darstellungen unter- 
scheidet sie sich namentlich dadurch, dass sie das Verhältnis Ein- 
hards zu den reichsannalen nicht nur so nebenher behandelt; Ein- 
hard wird gegen Sybel auch hier als der fortsetzer dieser annalen 
angesehen, als deren früheren herausgeber K. den erzbischof Riknlf 
von Mainz vermutet, auch die Schicksale Einhards nach dem tdde 
Karls d. gr. erfahren eine eingehende behandlung. — rec. H. Hahn, 
Mitt. a. d. hist. litt. 27, 405—408. 

112. E. Thommen, Basler annalen. auszüge aus den ge- 
schichtsquellen des ma. bis 1500. I: von den ältesten zelten bis 
zum ende des 12. jh. Beitr. z. vaterl. gesch., hrsg. von d. hist. 
ges. zu Basel 5, 121—286. 

113. H. Vildhaut, Handbuch der quellenkunde zur deut- 
schen geschichte bis zum ausgange der Staufer. Arnsberg, Stein 
1898. VI, 368 s. geb. 3,60 m. 

114. Fr. Schuster, Ungarns beziehungen zu Deutschland von 
1056—1108. progr. Hermannstadt 35 s. — rec. R. Schuller, 
Korrbl. d. ver. f. siebenb. landesk. 22, 129 ff. 

115. K. Hampe, Kaiser Friedrich IL Hist. zs. 83, 1—49. 

116. E. Henze, Die besiedelung der gegend um Torgao. 
Veröffentl. d. altertumsver. zu Torgau 8, 17 — 30. 

117. E. R. Daenell, Geschichte der deutschen hanse. — 
vgl. Jsb. 1898, 17, 113. — rec. K. A. Fryxell, Svensk Histor. 
Tidskr. 1, Off., K. Lohmeyer, Königsb. Hart, ztg., sonntagsbeil., 
21. nov. 1897; Hist. jahrb. 19, 645; Monatsbl. f. pomm. gesch. 
1898, 93. 



XYU, F. EiBialM Mitdte. 305 

118. EL KoppmanD, Die labische SUdeechronik und ihre 
ableituDgen. Hans, geschieh tobl 1897. 149 — 202. 

im snschlass an: J. Schwelm, Die Chronica novella des Her* 
mann Romer. Oöttingen, Vandenhoeck u. Ruprecht 1895. XXX VI, 
650 8. 4^ — rec. K. Roppmann, Hans, geschichtsbl. 1897, 
283-297; K. Höhlbaam, Hist «j. 80, 293—298. 

119. K. Maller, König Sigmunds geleit für Hus. — vgl. 
J»b. 1898, 21, 40. - rec. Hist ts. 81, 363. 

120. £. Heyck, Kaiser Maximilian I. mit 4 kun<itbeil. nnd 
142 authentischen abb. (Mono^^mphieen Eur Weltgeschichte V.) 
Bielefeld, Velhagen u. KloMing. 128 s. mit 4 kunstbeiL und 
142 abb. 3 m. 

121. Gust. Wolf, DeutHche geschichte im Zeitalter der gegen- 
reformation. 1. band, 3. abteilung. Berlin, Ohw. Seehagen. XVI 
u. s. 500—789. kompl. 24 m. 

vgl. Jsb. Ift98, 17, 124. — rec. H. Bärge, Mitt, a. d. hist litt. 
27, 471 — 174: .1. Trefftz, N. arch. f. sächs. gesch. 19, 366-369; 
20, 160 ff.; Lezius, Theol litbl. 1898 no. 11; Rev. crit 1898 
u<». 10. 

122. J. Loserth, Reformation und gegenreformation in den 
iuneröHterreichischen landen. 

vgl. Jah. 189«, 17, 125. — rec. F. Kaindl, Mitt a. d. hist 
litt, 2«l, 447; F. M. Maver, Zn.O. 49, 1010—1013; Gust Wolf, 
Hisi. vj«rhr. 2, 121—124; Hiüt. zs. 83, 175. 

123. I). Sc hikfor. Der kämpf um die Ostsee im 16. und 
17. jh. Hist. ZH. 83, 423—446. 

vkI. auch abt 21, 12—14. 28, 96-104. 

124. Sven L«>nborg, Adam af Bremen och hans skildring 
af Norfieumpas länder och folk. Tphala 1S97. 

vgl. Jhb. ls?l7, 12, 1n9. — angez. A. L. Cbl. 1899, 718. 
- S. Uuge, IVt Mitt 45 no. 343. — D. Schafer, Hist ss. 
>.{, 335. 

125. Saxo QrammaticuH, Danmarks krraike. oversat af 
dr. Fr. Winkol Hörn, med illuMtratiuuer af Louis Moe. del 1 n. 2. 
Knbonhavn u. Chriatiania, Christiansen 189S. XVI, 427. 332. 8. 
H. H. 4". 16,*^«) kr. 

angez. <*bl. 1S90, 6S6 f. 

126. JiihanneH Steenstrup, Svend Estridssfins dudsaar. 
Dannk h. t. 7. r. 2. 229- 239. 

Svi*od E. ist nach auMwcis guter auHwiirtiger quellen im jähre 
Jakraibtndit lar icnMüick« pkiMotl«. ZU. (iSit.) 20 



306 ^^t* Altertamskonde. 

1076 gestorben, während die angäbe der dänischen quellen, 1074| 
unwahrscheinlich ist. 

127. Sofds Larsen, 1074?— 1076? Svar til pro£ dr. jur. 
Joh. Steenstrup. 

verteidigt im gegensatze zur vorhergehenden no. das jähr 1074 
als todesjahr Svend Estridssans. 

128. Sofus Larsen, Naar d0de Svend Estridssen? Äarb. 2. r. 
14 s. 130—145. 

L. tritt auch hier für die angaben der dänischen Chronisten 
ein, die als todestag des königs angeben: 28. 4. 1074. 

129. J0rgen Olrik, Sagnkraniken i Lundeärb/dgeme. Dansk 
h. t. 7. r. 2, 222—229. 

die Jahrbücher von Lund enthalten in ihrer jüngeren gestalt 
— 13. jh. — hinter dem jähre 762 einen einschub sagenhaften In- 
halts über die älteste dänische geschichte. dieser ist offenbar um 
die ältere Waldemarische zeit in Eoskilde verfasst. von Äbsalon? 

130. J0rgen Olrik, Eadulfus Nigers danske efberretninger* 
Dansk h. t. 7. r. 2, 200—212. 

was dieser englische chronist zur dänischen geschichte be- 
richtet, hat allem anscheine nach zum gewährsmann Waldemar 
Knudss0n, bischof von Schleswig. 

131. Kr. Erslev, Valdemarernes storhedstid. Kabenhavn, 
J. Erslev 1898. VIII, 312 s. 

rec. E. Hildebrand, Sv. h. t. 18, ö. o. gr. 81 f. 

132. Paul Girgensohn, Die skandinavische politik der 
Hansa 1375—1395. (diss.) Upsala 1898. XI, 200 s. 

133. K. P. Arnoldson, Nordens enhet och Kristian II. med 
företal af Adolf Hedin. XXIII, 124 s. Stockholm, Samuelson. 2 kr. 

vgl. auch no. 39. 93—96. 104. 



G. Einzelne landschaften. 

134. K. Well er. Die besiedelung des Alamannenlandes. 
(abdr. aus Württemb. vjschr. 7, 301—350.) Stuttgart, Kohl- 
hammer. I, 52 s. 0,80 m. 

die hauptsächlichsten abweichungen der ansichten W.s von 
den bisher herrschenden sind folgende: die späteren schwäbischen 
gaugrafschaften sind nicht vor dem 8. jh. entstanden und haben 
mit den ältesten gauen keinen Zusammenhang, die hundertschaften 
wurden von den Alemannen schon in die neue heimat mitgebracht; 



Xni, Q. EiaiilM laadMbaAaA. 807 

naeh Üid6d erfolgte die besiedelang. während die merkgenoeeen- 
•chmft lu Üänan leit von einer Uoaendecliefk gebildet wurde, ging 
diene wirtechaftliche beetimmung später an die honderttoheft Ober; 
luleUt en die aus den niederlassungen der sippen henrorgegangeneii 
dorfbewohnerschafien, die aus verwandtschaftlichen su örtlioheit 
gnippen wurden und nun selbst blondere dorfmarkgenosse n - 
schaften bildeten, das genossenschaftlich nach hufen organisierli' 
dorf hat sich erst aus dem geschlechtsdorf heraus entwickelt di«. 
namenendungen ( — ingCD, — weiler, — heim) beieugen nicht eineL 
liestimmten Stammesursprung, sondern geschichtliche vorginge. — 
Wendungen wie: es bt nahe gestanden, es legt sich nahe, es ftllt 
ausser den l)ereich, bitte der vf. vermeiden sollen. — rec A« Wer- 
minghoff, Zs. f. gesch. d. Oberrh. 14, 154. 

135. F. L. Bau mann, Forschungen sur schwibischen ge- 
bchichte. Kempten, Kösel. G26 s. 8 ul 

darin u. a. a. 1 — 101: Die Kemptener Chroniken des ans- 
gehenden 15. jh. — s. 152 — 182: Über die städtische chronik voi. 
Kempten. — s. 343 — 3G4: Abgegangene und unbekannte orte det 
badischen Bar und der herrschaft Hewen. — s. 365 — 429: Dit- 
Ortsnamen der badischen Bar und der herrschaft Hewen. — 
s. 429—460: Oau und grafschaft in Schwaben. — s. 473—499: 
Die alamannischen niederlassungen in Raetia secunda. — s. 500^ 
585: Schwaben und Alemannen, ihre hcrkunft und identiül 
&chwal>en und Alemannen sind nach B. identisch und die nach- 
knnimen der Semnonen. — rec A. Werminghoff, Hist. yjsohr. 
2, 3SG— 389; Staatsans. f. WOrtt 1898 s. 1887; Schwab, kn».. 
1S98, 2463. 

136. 0. v. Ehren berg, Die Ortsnamen auf — ingen in 
Scbwal>en und insbesondere in HohensoUem. Mitt. d. ver. £ gesci. 
in HoheoK. 31, 65—105. 

roc Hist. SS. S3, 165. 

1 HT. K. Welle r. Die besiedelung des Schwabenlandes. Schwäli. 
krön. 1S9S. ÖHy<. 

13S. 8. Riexler, Geschichte Baiems. IV. (1508—1597.) •• 
Gesch. der europäischen Staaten, liefl 52, 2. abt Gotha, Pertlies. 
XXI. 6S1 s. 1.^1 m. 

vgl. JHb. 1^9S, 17, 138. — in der fortsetsung des Riesler^ 
srhcn w«*rketf linden sich die von den früheren Untersuchungen her 
lN*ifits l>«kaunt«n vorsQge wieder: klare, fesselnde darstellung und 
daM ernste l»eiitrel>eu, der Wahrheit so nahe su kommen, als es 
la- »glich iüt. dtA strenge Unparteilichkeit des vf. tritt in die 
\ dudc, der die reformationsgeschichte behandelt und dessen 

W 



308 XVn. Altertnmakond«. 

stand zur Parteinahme geradezu herausfordert , besonders wohl« 
thuend hervor, auch den herrschern Baiems gegenüber weiss iL 
die unbefiiDgenheit und strenge Sachlichkeit seines Urteils zu wahreiu 
da der Zeitraum von der reformation bis zum ende des dreissi^- 
jährigen krieges ein einheitliches gepräge trägt, so ist er zusammen- 
hängend behandelt worden; die falle des Stoffes hat aber die Ver- 
einigung in einem bände unmöglich gemacht, und so wird denn 
der 5. band ausser der politischen geschichte unter Maximilian L die 
kulturgeschichte der ganzen im 4. und 5. bände dargestellten 
Periode enthalten. 

139. K. :&h. y. Dupret, Die alten territorien des bezirks 
Lothringen. I. Strassburg, Bull 1898. XIII, 309 s. — rea 
Geigel, CbL f. rechtswiss. 18, 170 ff. 

140. Die alten territorien des bezirkes Lothringen (mit ein- 
schluss der zum oberrheinischen kreise gehörigen gebiete im be- 
zirke Unter-Elsass) nach dem stände vom 1. Januar 1648. 1. teiL 
a. a. u. d. t. Statistische mitteilungen über Elsass-Lothringen. 
hrsg. von dem statist. bureau des kais. ministeriums für Elsass- 
Lothringen. 28. heft. Strassburg, Du Mont-Schauberg. XTTI, 309 a. 
7 m. 1898. 

diese schrift ist die fortsetzung von dem in gleichem vorläge 
erschienenen werke: Die alten territorien des Elsass nach dem stände 
vom 1. Jan. 1648. mit Ortsverzeichnis und zwei kartenbeilagen. 8 nu 
(Statist, mitteilungen. 27. heft). die durch eine karte erläuterte 
schrift behandelt einen schwierigen gegenständ, nämlich die äusserst 
verwickelten territorialverhältnisse der landschaft Lothringen in 
ihrer geschichtlichen entwickelung und ihren rechtlichen beziehungen. 
das Vorwort weist selbst darauf hin, dass die darstellung nur den 
wert eines ersten entwurfs beanspruchen kann, die ausdehnung 
der alten gaue ist fast völlig unbekannt; unsicher sind die bildung 
der späteren grafschaften und deren Zusammenhang mit den gauen, 
der Übergang der gi*afschaftsrechte auf das bistum Metz, der haus- 
besitz der verschiedenen herzogsgeschlechter, die kenntnis von der 
entwickelung des lehenrechtes, den landgräflichen rechten der her- 
zöge von Lothringen, ihren staatsrechtlichen beziehungen zum adel 
des landes, der bildung der vogteien u. a. die schrift bildet so- 
mit eine erste grundlage, auf der weiter gebaut werden kann und 
muss. — rec. Geigel, Cbl. f. rechtswiss. 18, 170 ff. 

141. M. Pirenne, Geschichte Beizens, band I. bis zum * 
anfang des 14. jh. deutsche übers, von F. Arnheim. (= Geschichte 
der europäischen Staaten, lief 59, abt. 1.) Gotha, Perthes. XXIV, 
496 s. 10 m. 



Xyn, O. EiaatiM lAndiehafieo. 309 



das werk, welches der Heeren-Ukert-Lamprechtscben 
long von geschichtswerken angehört, hat sich eine besonders schwet« 
aufgäbe gestellt, da es sich hier weder um die geschichte einer 
abgeschlossenen nation noch um ein einielnes Staatswesen handelt, 
soudern die arbeit in eine reihe zusammenhangsloser monographieeo 
SU zerfallen droht P. ist dieser gefahr entgangen, indem er den 
Schwerpunkt in die kultur- und Wirtschaftsgeschichte verlegte, die 
für die territorien am ufer der Maas und Scheide schou am an&ng 
des mittelalters bestehende, aus einer mischuug von germanischen 
und romanischen bestandteilen hervorgegangene kultur in ihrer 
weiteren eutwickelung darzustellen, iHt daher seine hauptsichlichste 
aufgHbe, wA^hrend er sonst aus der dichten masse von einzelheiten 
*nur die treibenden hauptkr&fte herauszuschälen versucht, welche 
die trenuuug Flanderns und Lothringens von Frankreich und 
Deutschland sowie ihre allmähliche anuäherung bewirkten und auf 
solche weise ihre Vereinigung unter den herzögen von Burguod 
vorbereiteten', während der erste teil, die Stammesgeschichte, 
kurz, behandelt ist und nichts neues bietet, sind die inhaltreichstao 
abnchnitte diejenigen, welche von dem Wirtschaftsleben, dem 
geiMt^slebeu, der entstehung der Städte und den verändeningen im 
politischen und sozialen leben unter dem einfluss des handeis und 
der Feldwirtschaft l>erichten. die Übersetzung von Fritz Amheim, 
deren treue der vf. anerkennt und sorgfliltig kontrolliert hat, ist 
tiiei»send und stört nur selten durch eine stilistische Wendung (wie 
daM hautige 'einverleiben mit . . . ,') oder durch eine falsche b«- 
Zeichnung wie Hartmaun von der Aue. 

142. Kervyn de Lettenhove, Histoire de Flandre. Ouvr. 
couronn.-. f». edf Bruges, IWyaert. 4 vol. XVI, 2G0, 343, 251, 
271 s, 12 frcs. 

143. E. Dresbach. Chronik und urkundenbuch der kirchen- 
gemeinde Halvt»r. Elberfeld, Hädecker. XIX, 4^0 s. 5 m. 

144. H. Diemar, Hessen und die reichsstadt Köln im 
ir>. jh. regelten zur hessischen und deutschen geschichte. (sep.- 
a)>dr. aus: Mitt. d. oberhess. geschichtsv. n. f. VIIL) s. abt 
is, 91. 

145. F. Dalwigk. Waldeckische Wüstungen. Mitt. d. rer. 
f. hess. gesch. 1S1I7, 141 f, 

14(i. J. B. Nord hoff. Alt Westfalen, volk, land, grenaen. 
Munster i. \V., llegensberg 1898. 74 s. 1,20 m. 

rec. Cbl. 1^99, 550; H. H(artmann), Niedersachsen 4, 128. 

147. O. Jürgens, Die inneren zustände Kiedersachsens tot 



310 ZVn. AltMrtwDtbud«. 

f)er Mit Karls d. gr. Hann. geschichtabL 1898 no. 2 and 3. — 
Dera^ Die hiatoriachen soatAnde Niedaraachaena nur aeit Karls 
L gr. ebd. no. 29. — Dera., Die einfiihmng dea chriatentoma in 
.üederaachaen. ebd. a. 195 — 198. — Ders, Beitr. aur landeakonda 
Niederaachaena. ebd. no. 48 und 1899 no. 1 und 2. 

148. R. Hansen, Zur topographie und geschichte Dith- 
loarachena. Za. d. gea. f. Schleaw.-Holat.-Lauenl). geackichte 27, 
191—316. 

rec. F. Holtse, Mitt. a. d. bist. litt. 27, 498. 

149. A. Sach, Daa hersogtum Schleawig in aeiner ethno* 
g^phiachen und nationalen entwickelung. abt. IL Halle, bachh» 
d. wainenh. 33(3 s. 5,20 m. 

vgl. Jsb. 189><, IT, 149. 

150. A. Hertram, Oeachichte des bistums Hildesheim, 
band I: von gründung des bi^tumo bis zum jähre 1503. Hildes- 
haim, Lax. XV I^ 522 s. mit 5 tat*. S m. 

l.M. L. Hertel, Die rennsteige und rennwege des deutschen 
Sprachgebietes. achriften des rennsteigvereins no. 2. ^progr., 
sonderabdr.) 41 s. 4^ HiMburgbausen, Gadow. s. abt .s, 1:>9. 

das int^fresse, welches dem reunst4*ig des Thüringer waldes 
seit lauger zeit zu teil geworden ist, hat die aufmerksamkeit auf 
wege gleicher oder ähnlicher benennung gelenkt seitdem )>ekannt 
ist, dass solche wege sehr sahireich vorhanden aind, hat die gania 
frage höhere l>edeutung ihr die kenntuis der mittelalterlichen 
atrassen und für deren geschichte gewonnen, auf grund einer um- 
frage macht H. nähere angaben ül>er 142 rennwege oder renn- 
•trassen aus dem thüringisch-ol>ers&chsisch-schlesischen, westiUiach- 
nieders4chsiHc*hen, hessischen, vogtlandiachen, main- und rheinfrlu* 
kiachen gebiet, aus Lothringen, Rheinland, Bairiach -Schwaben, 
Württemberg, liaden, Elsass, der Schweiz, ßaiem, l>eiden Oster- 
reich. Tirol und Kärnten, fast immer findet sich die form renn-, 
ranne- oder rinne (rynne, rind, r\'nd. rint>; fast nie die form rain; 
die altleitung v(»n rain. grenze ist in vielen flkllen aus sprachlichen 
gründen ausgeschlossen, es handolt sich \ieluiehr um rennerwega. 
neben den n^nnbahnen (für pferderenufn und ritterliche spiele) 
werden die kurierpfade als rennwege l>eseichnet, Verbindungsweg« 
zwischen militärisch-wichtigen punkten, auf d^nen kleinere a^>- 
teilungen, l>eritten oder zu fuss, unbemerkt und rasch vom einen 
ende zum andern gelangen konnten und die dann auch Ar eil- 
botan XL a dienten. — verwandte stofTe liehandeln: L. Hertel, 
Dar Belnathar rannsteig. Thür. monaubl 6, 88 f. ~ F. Koch, 



XVn, 0. EiDMloe UDdMhaflaiL 31 1 

Der rennweg bei NeubruDn. ebd. 101. — Wiechel, Rennatege 
und rainwege in Sachsen. Leipi. ztg. 1898, wiiw. beil. 329 C 

152. K. Sturm hoe fei, Illustrierte geschichte der sAchsischen 
lande und ihrer herrscher. ZitUu, Pahl. heft 24—29. k 0,50 m. 

vgl. Jsb. 1898, 17, 154. 

153. Mecklenburgisches urkundenbuch. hrsg. vom ver. ü 
meckl. gesch. u. altertumsk. 17. u« 18. band. Schwerin, Bären- 
sprung. 1897. V, 664 8. und 646, 173 s. 4«. 

rec E. R. Daenell, Hist zs. 83, 497—500. 

154. R. Hanncke, Pommerecho geschichtsbilder. 2. anfl. 
StetUn, Saunier 1899. VIII, 223 s. 4,50 m. 

die Sammlung vereinigt 'Pommersche skizzen^ (1881), 'Nene 
pommersche skizzen' (1887), und Tommersche kulturbilder' (1895), 
wozu einige bisher noch nicht veröffentlichte ahhandlungen kommen. 
PS sind aufs&tzo nach der art Th. Fontanes, dessen Vorbild deut- 
lich zu erkennen ist. 

155. Des Thomas Kantzow Chronik von Pommern in hoch- 
deutscher mnndart. hrsg. von G. Gaebel. s. abt. 9, 67. 

vgl. Jsb. 1898, 9, 59 und 17, 121. — rec. K. Lohmeyer, 
Hist. vjschr. 2, 115 ff.; M. Wehr mann. Forsch, z, brand.-pr. 
gesch. 11, 240 ff.; R Timm. Mitt. a, d. hist. litt 27, 213—216; 
Monatsbl. f. pomm. gesch. 11, 75 f. 

156. K. Mass, Pommersche geschichte. Stettin, Saunier. 
X, JS.'i s. mit 1 stammt. 5 m. 

die arl>eit verfolgt keine wissenschafllichen, sondern populäre 
zwecke; sie 'soll nichts neues bringen, sondern nur unter be- 
nutzung aller wichtigeren erscheinungen auf diesem gebiete das 
durch wissenschat\liche forschung festgestellte ohne benutzung von 
quellen in übersichtlicher weise dem leser mitteilen, sie ist von 
einem laien \\\r laien geschrieben*, wenngleich der vf. keinen 
grossen kreis von werken l>enutzt hat und die kenntnis einzelner 
gebiete, wie (zum schaden des buches) des urgeschichtlichen, ihm 
abgeht, so hat er die aufgal)e, diA er sich selbst gestellt, doch fast 
durchweg trefflich gelöst, das werk zeigt gewandtheit in Inhalt 
und form und wird seinen zweck erfüllen, durch ein general- 
register und eine historische karte hätte es freilich an wert noch 
gewonnen. — rec R. Hanncke, Hist. zs. 82, 563 f.; M. Wehr- 
mann, Monatsbl. f. pomm. gesch. 1899, 60 ff.; CbL 1899 no. 21. 

156a. C. P. Wölky und H. Mendthal, Nene« preussisches 
urkundenbuclu — vgl. Jsb. 1898, 17, 152. — rec K. Loh- 
meyer, Fomch. z, brand.-pr. gesch. 11, 570 f.; M. Perlbach, 
.\ltpr. monatMchr. 1898, 129-132. 



312 ZVn. AltortamAkoBd«. 

157. J. Harbin, Handbuch der Schweixergeschichte. SUas, 
V. Matt 1898. lief. 1 u. 2. ». 1—128. 

rec J. Dierauer, St. Oaller hUtu 1898 no. 29; Zs. t ge«oli. 
d. Oberrh. 14, 153; Büchi, Hchweis. litt, rundsch. 3, 138 o. 152; 
Basier nachr. 1898 no. 190; G. Tobler, SonntagsbL f. d. bund 
1899 no. 14. 

SkufiUTttrk. l'>8. Danmarks Riges Historie af J. Steen- 
strup, K. Erslev, A. Heise, V. Mollerup, J. A. Fridericia, 
E. Holm, A. D. Jürgensen. Kubenhavn, Det nordiske Forlag 
(E. Bojeuen) 1S9S. 

erscheint in einielnen heften. — reo. D. Schäfer, Hist flk 
83, 329—335. 

159. Johan Ottosen, Ls^rebog i Nordens historie. 2. nd- 
gave. IV, 31f] s., 8 karten. Kubenhavn, Nordisk forlag. 4,25 kr. 
rec. A. L. CbL isi)9. 1790 f. 
vgl auch. no. 39. 87. 

H. Städte. 

lüO. F. Stein und L. Müller, Die geschichte Erlangens in 
wort und bild. Erlangen, Junge. VII, 314, 80 s. mit 3 portr., 
34 taf., 1 tab. 5,So ni. 

IGl. J. (\ Schmitt, Wie ult ist WürrburgV Historische, 
geographische und linguistische Untersuchung. Arch. d. hist. Ter. 
f. Untorfrank. 10, 190—227. 

nach Seh. l>estand W. schon zur alamannischen seit als Stadt 
unter dem namen Wurciburg (Ubunurii: ja in der keltisohen lait 
war es l>ereiU4 unter dem namen Moguntiacum auf dem linken 
Mainufer vorhanden. 

162. 0. Veesenmeyer und H. Basin^c. Ulmisches ur- 
kundenbuch. II 1. die rrirhsMtadt, (1315—1356.) Ulm, Kerler 
XIL 432 s. 4''. — abgelehnt von K. Höhlbaum, Hist ». 82, 
562 f. und von G. Schuster. Jhb. d. ge^chichtsw. 21, II, 4^ f. 

I»i3. M. Bach, Die ManhthalorjHche chronik von Ulm. 
Diöi-esiaiarch. v. Schwaben 1*^9S. 1 — 4. 

161. F. (Uto, ^Vie^baden eine königliche utadt im Jahre 
1241. Ann. d. ver. !. naj^s. altertumsk. 29, 222 tf. 

165. F. V. Weech, (teschirhte der Stadt Karlsrahe. lief, 
la— 15. (band 2, 401 — 463 und 3, 1— 16<»j. ä 1 m. 

vgl. Jsb. lb*JS 17. 121. — rtH. Zs. f. gesch. d. OUrrh. 13, 
533 (^ Karlsruher seit, 1>*J*> no. 103. 



XVn, H. 8IUI*. 818 

166. & Soh&del, Über dn omdm und dM nd d«r Stadt 
MaiiuL 8. mbt 8, 138. 

Seh. leitet den Damen Mogontaacum wie Zenas tob dam kel- 
tischen fcotte Mogo her. in ansprechender weise wird dann nnter 
beibringung vieles mythologischen nnd geschichtlichen stoiiiM daa 
rad im Wappen Ton Mains als das aonnenrad gedeutet dies 
achreibt Seh. als attribut dem am Rheine verehrten Hercoles 
Magusanns sn, dessen sosammenhang mit Mogo angenommen wird. 

166a. H. Witte und 6. Wolframi Urkundenbuch der Stadt 
Stnwsburg. V. 

vgl Jab. 1897, 7, 115. — rec. H. Boos, Hist vjschr. 2, 111 £ 

167. J. Levy, Geschichte der Stadt Saarunion seit ihrer ent- 
stehuugbis sur gegenwart Vorbruck-Schirmecky Hochstetter. 490 s. 

rec. Ztf. f. getfcb. d. 0(>errh. 14, 345. 

168. K. Albrecht, Rappoltsteinisches urkundenbucli. ColmsTi 
Barth 1898. VIII. 720 s. 32 m. 

V. (echlunsliand, die jähre 1315-1500 umfassend). — vgL 
Jtfb. 1895, S, 73. — rec. von bend IV H. Witte, Hist ss. 88, 
331--335; von Imnd V A. Schulte, Zs. £ gesch. d. Oberrh. 14, 
339; Oeigel, Cbl. f. rechtowiss. 18, 76 £ 

169. F. Stein, Geschichte der Stadt Lohr a. Main von den 
alteaten selten bin tum Qbergang an die kröne Baiems. Lohr, 
Gentil. VIII. 174 s 2,50 m. 

170. F. Darpe, Coesfelder urkundenbuch. progr. Goes£Bld. 
teil I. forte, s. 49—96. 

vgl Jab. 1896, 7, 132. 

171. F. W. Strauas, Beitrage sur geachichte der atadt M.- 
(fUdbach und do8 Jalicher landet», neue folge. M.-Gladbach, 
StrauMi. 120 a. 1,50 ul 

172. Dortmunder Urkunden, hrvg. von EL RQbeL III 1: 
nachtrage su \mnd 1 und II: undatierte Urkunden; 1401 — 1410. 
Dortmund, Koppen. X, 426 a. 10 m. 

die in diesem halbband enthaltenen Urkunden sind um so 
michtiger, als sie hauptaSchlich die finandelle krisis der Stadt D. 
am aiiian>( dea ir>. jh. in ihrem entstehen und weiteren verlauf er> 
läut«ni und dadurch ein wichtiges stOck der politischen nnd dar 
wirtAchaftsgeachichte darbieten, häufiger als aonst hat der heraos- 
ge^HTf atatt der regesteuform die angäbe dea gansan inhaltea der 
briefe, unter hinsufQgung dea gansen oder des verkürsten textes 
oder ohne denselben, gewählt. 



314 XVn. AHartnoMlraiide. 

173. L. Ohl, Die geschieht« der Stadt Münster and ihrer 
abtei im OregorienthsL Vorbrack-Schirmeck , Hostetter 1897. 
XVI, 552 s. 

rec. Waldner, Zs. f. gesch. des Ol)errh. 15, 534. 

174. R. Doebner, Urkunden-regesten von Stadthagen (1280 — 
1802). Zs. d. bist. ver. f. Niedersachs. 1898, 148-254. 

175. Urkundenbuch der Stadt Hildesbeim, hrsg. v. R. Doeb- 
ner. 7. teil: 1451 — 1480; mit auszOgen aus den kimmerei« 
rechnungen und 18 siegeltaf. 848 s., 18 taf. 24 m. 

vgl. J«b. 1898, 17, 187. — rec W. Stieda, Hist ss. 82, 
130—139. 

176. W. V. Bippen, Geschichte der stadt Bremen. 1898. 
lief. 6. band II, 241—414. 1,80 m. 

vgl. Jab. 1890, 7, 158. 

177. U. Eckardt. Alt-Kiel in bild und wort. Kiel, Eckardt. 
VII, 504 s. 25 m. 

vgl Jsb. 1898, 17, 196. — rec, Kunstchron. n. f. 10, 20 f.; 
Globus, 70, 18 f. 

178. Urkundenbuch der stadt Lül>eck. X, 5—10: 1404—1405, 
mit orts- und perHonenregister. s. 4H1 — 745. 4 1m. 

vgl. Jsb. 1S98, 17, 198. 

179. F. Krakowiier, Geschichte der Stadt Gmnnden. I. bd. 
Gmunden, M&nhardt 189S. XXXII, 485 s., 1 1 Uf^ 1 karte. 7 m. 
n. band, 1899. 507 s. 12 uf. 

der äusseren aiisstattung nach Usst sich diese Stadtgeschichte 
fast als ein prachtwerk l)eseichnen; doch ist sie auch Uuem in- 
halte nach wertvoll, der vf. ist arst, und es ist hier und da, 
namentlich in den einleitenden teilen, sn erkennen, dass er nicht * 
als fachmann schreibt; manches veraltete und unwisseaschaAliche 
wird hier gläubig nachgesprochen, vielleicht hängt es hiermit su- 
sammen, dass es K. nicht gelungen ist, ül)er die stadtwerdong 
Gmundens genaue einielheiten su erforschen; in ermangelung deren 
kann man sich jedoch an von K. gebrachten resultaten, welche 
auf l>esonnenem urteil beruhen, wohl genügen lassen, jeden&lls 
sind die hier zu machenden auüstellungen nur uuerheblich; das 
werk ist sehr tieissig gearbeitet, in allem eigentlich lokalgeschicht- 
lichen von wert und giebt den einwohnem Gmundens Alier ihre 
▼aterstadt alle aufklarung, die sieh in diesem falle geben lies«, 
der einleitende teil enthält beitrage sur heimatskunde des poli* 
tischen besirkes Gmunden, so über den Traunsee und seine um* 
gebang und über die ritterlichen geschlechter der omgegend. aas 



Xm, J. BtaMT. 816 

dem 2. teil 'die eUdt GmoDden' siDd die abechnitte: entetehnngi 
rangifteUung, politieche einteilung and Vorrechte, besiehiiDgeii m 
den Undesregenten, name und wappen, topographie, aoaale Terhllt- 
nimie, in wehr und waffen, das Verwaltungsgebiet, die etadtbehörde^ 
kommunaler haushält, armenwesen, gesundheitspflege hervonuheben. 
ül>er den 2. band, der die abschnitte: Unterricht und eniehnngi 
religionsgenossenschaf^n und handel und wandel enth&lt, mag nur 
bemerkt werden, dass die darstellung der reformation und gegen- 
reformation objektiv gehalten ist. 

vgl. auch no. 118. 143 und abt 20, 48. 60. 64—94. 



J. Römer (aus wähl). 

180. T. Rice Holmes, Caesar's Conqueet of OauL Londoii| 
Macmillan and co. XLII, 847 s. 

das mit einem bilde Cisars und einer ansahl karten aus- 
gestattete umfangreiche werk erxählt kurs und fliessend die er- 
ob«rung8kri«*ge Casars; der wissenschafUiche apparat ist in die 
den gröHsten räum einnehmenden anmerkungen verlegt, dem sweeke 
des Werkes entspricht es, dass die mitteilungen Casars Qber dia 
Germanen nur nebenher erwähnt und nicht auf ihre glaubwürdig* 
keit geprüft werden; trotzdem ist in dem buche noch genug stoff 
sur deutschen altertumskunde vorhanden, so werden die Cimbem 
und Teutonen siemlich ausftihrlich behandelt; anderes auf die 
ethnologiKchen Verhältnisse bexügliches iindet sich in den ab- 
schnitten über die Gallier und gans besonders über die Belgae und 
über die Ehurones, Caeroesi, Paemani, Segni und Condrusi; 16 (sehr 
klein liedruckte ) selten sind dem kämpfe mit Ariovist, ebenso viele 
lien Usipetern und Tencterem, 13 der ersten Rhcdnbrüoke ge- 
widmet alter dem umfang der anmerkungen entsprechen ihre er- 
gebuisse nur wenig. Holmes liebt es, siemlich ausftlhrlich alle 
ül>er einen gegenständ vorgebrachten ansichten su erwähnen and 
SU beleuchten; aber er selbst bringt wenig neues und gelangt hat 
immer su einem non liquet dabei ist seine kenntnis der deut- 
schen litteratur unvollständig; nicht nur dass ihm kleinere abhand- 
lungen wie s. b. von Stolle über die Usipeter und Tencterer) ent- 
gangen sind, sondern auch so eingehende und beachtenswerte 
Schriften uie die von Winkler über das Schlachtfeld des Ariovist 
(Jsh. 1898, 17, 202) sind ihm unbekannt geblieben, die Wissen- 
schaft ist in den hier angesogenen abschnitten von H. nicht ge- 
fordert worden. 



181. J. V. Schlumberger, Die seUacht swischen Caaear nad 
Ariovist. Zs. f. gesch. d. Oberrh. 14, 169—179. 



316 ^Vn. Altertomskande. 

182. Gloeckler, A propos de la campitgne de Cäsar contre 
Arioviste. Rev. cath. d'Als. 17, 904 £F. 

183. JuL Wulff, Julias Cäsars Eheinbr&cken. Bhein. ge- 
schichtsbl. 4, 260—270. 

184. K. Koenen, Zur stelle der beiden Rheinübergänge 
J. Caesars, ebd. 271. 

185. Th. y. Stamford, Die feldzüge des Drusus in den 
jähren 10 — 9 v. Chr. gegen die Sigambrer, Chatten und Cherusker. 
Korrbl. d. gesamtver. 1898 no. 9, abgedr. Hann. geschichtsbL 
1898 no. 39 und 41, Mitt. d. ver. f. hess. gesch. 1897, 45—50. 

186. A. Wilms, Die Schlacht im Teutoburger walde. Leipzig, 
Freund und Wittig. 64 s. mit 2 karten. 1,20 m. 

187. M. Bach, Kritische Studien zur lösung der frage über 
die öi-tlichkeit der Varusschlacht Staatsanz. f. Württ. 1898, beiL 
80—90; 111—118. 

rec. M. Bär, Mitt. d. ver. f. gesch. v. Osnabr. 23, 257. 

188. F. Knoke, Das Cäcinalager bei Mehrholz. Berlin, 
Gaertner. 28 s., 1 karte, 2 taf 1,20 m. 

K. sucht seine in den ^Kriegszügen des Germanicus' (Jsb. 

1898, 17, 206) ausgesprochene meinung, dass die langen brücken, 
über die Caecina sich zurückgezogen habe, in den moorwegen 
zwischen Mehrholz und Brägel wiederzuerkennen seien, durch eine 
neue ausgrabung zu stützen, er hat östlich von diesen yer- 
schanzungen an der stelle, wo er das lager früher suchte, spuren 
von befestigungen gefunden und sieht das so rekonstruierte lager 
trotz seiner unregelmässigen form, die er zu erklären versucht, als 
römisch an. er sucht die tadelnden kritiken von 0. Bohn, A. Riese 
und G. Wolff zu widerlegen und unterschiede zwischen den von Con- 
wentz festgestellten westpreussischen moorbrücken und den von 
ihm den Römern zugeschriebenen westdeutschen festzustellen; die 
limesanlagen will er nicht als norm für die beurteilung des römi- 
schen Charakters anderer verschanzungen gelten lassen. — rec. 
M. Bär, Mitt. d. ver. f. gesch. v. Osnabr. 23, 257 ff., G. Wolff, 
Berl. ph. wschr. 19, 881—884. 

189. V. Steinwehr, Idistaviso. Mil. wochbl. 1899 no. 29 S. 

190. Tacitus, Germania, erklärt von U. Zernial. 2. aufl., 
mit einer karte von H. Kiepert. Berlin, Weidmann 1897. VI, 
115 s. 1,40 m. 

rec. Ph. F., Rev. de phil. 23, 102 £; H. Ludwig, Württ korr. 

1899, 226 f. 



XYU, J. BaoMr. S17 

191. CorDelli TaciU da oriffiney sita et moribus G^rmaoonuiL 
ex cod. Stuttg. ed. J, Hol ab. Freudenthal, Erommer. (Prei- 
waldau, Bla/ek.) III, 35 s. 0,50 m. — abgelehnt von U. Zernial, 
Wschr. f. klaas. phil. 16, 923 ff.: Ed. Wolff, N. phiL rundach. 13, 
294 f.; Arch. f. lat, lex. 11, 447 f. 

192. Die Germania des Tacitus, hrsg. von Joh. Müller, ftr 
den «chulgobrauch l>earb. von A. Th. Christ mit einer karte von 
Altgermanien. Leipzig, Frevtag 1897. XII, 42 «. 0,40 m. — 
rw;. Ed. Wolff, Wschr. f. klass. phiL 16, 434 f.; F. Zöchbauer, 
ZfüG. 49, 993 f.; Württ korr. 1899, 30. 

193. Tacitiifl, Germania, hrsg. von J. Franke u. E. Arena. 
— vgl. Jsb. 1S98, 17, 208. 

rec. Fr. Müller, Berl. phil. wschr. 18, 1532; J. Weisweiler, 
Gymnasium 21, 740 f. 

191. S. Holul), Cornelius Tacitus. Der Germanen ursprang, 
religiöse gehrikuche und sitten. progr. Weidenau. 

19.'). A, Gudemann, Zur Germania des Tacitus. Philologns 
:>s, 2r>— 44 

19G. F. Hertlein, Zu Tacitus' Germania. III. ebd. 57, 656. 

197. Limesblatt. 7. Jahrg. Trier, Linti 1898 — 1899. no. 30, 
H09— 824. 3 m. no. 31, 825 ff. 

vjjl. Jsb. 1S97. 7, 145. — aus den verschiedenen nummem 
ist h*»rvnrznhehon : 29, 798—808 W. Kohl, Strasse und limes 
in Mitt«-ltranken. — 25, G98— 702 und 2«, 738 ff. Anthes, 
Die hessische Oienwakllinie. — 30, 823 f. G. Sixt, Der 
obergerinanisohe linies in Warttemberg: forschungen des Jahres 
l^Os — Metiler. K:ustell Benningen. ebd. 31, 855 f. — K. Schu- 
ma«her, Die baJische limesstreoke; Untersuchungen des jahrea 
1S9S. eUl. s:,l -SM. Anthes, D;is Gross-Gerauer kastell. 

ebd. Sl8— S51. — femer 29, 79:{ — 79S; 30, 813 ff. G. Wolff, Erd- 
kastell, erdlager un<i niederlassung Heldenbergen. — 30, 809 — 813. 
E. Ritterling, Erdka.stell Hridekringen. ebd. 31, 834—840. 
H. Lehner, Holzhaiiseu a. d. lluide bis Aarthal. 

llis. Auf den limes beziehen sich auch: H. Arnold, Vom 
rät Ischen limes. Allg. rtg. IslM», \m\. G. — H. Pallat, Limes- 
fr»rM'hung in Na.ssau 1897. Mitt. d. ver. f. nass. altertumsk. 
189^ — ls!»9, r. 7. 

199. A. Gnirs, Das östliche Germanien und seine Verkehrs- 
wege in der darBtellung des PtoleniÄus. mit karte. (Prager Studien 
aus «lern gebiet der K^*'<<'hicht»> Wissenschaft, hrsg. von A. Bach- 
mann, hett 4.j Prag, Kohliiek u. söhn 1898. 43 s. 50 kr. 



318 ^▼IL AlttrtuMlnuide. 

*vor allem mÜB86D die orta- und stidtenamen verworfen wer- 
den, die Ptolemaeus in vier klimaten oder breitestrichen mit ge> 
naaer ang&l>e ihrer läge nach breiten- und lingegraden aoüdüilt. 
man hat daraus haudelsetrassen u. dgl konstruiert, doch dOrfte 
man das nur wagen, wenn man die möglichkeit hitte, die ver- 
schiedenen angaben und nachrichten, die Marions hier kombiniert 
hat, aufzulösen und wiederherzustellen, das ist al>er unmöglich, 
und man weiss, doss auf ptolem&ische gradbestimmongen, die nach 
tagereisen oder märschen gemacht sind, nichts oder wenig lu 
geben ist*, so schreibt Mällenhoff. Altertomsk IV 53, und dies 
ist die herrschende ansieht. G. versucht nuu aber doch, für die 
feHtstellung der handelswege des örtlichen Germanieos die ptole- 
m&ischen angaben nutzbar zu machen, er sucht die fehlen}u«llen 
(namentlich die unrichtige gradmessung und die »getrennte und 
nach verschiedenen gesichtspunkten erfolgte bearbeitung von Ost- 
und Westgermanen uod die rein äusserÜche Verbindung beider 
bearbeitungen ) uud daraus die wichtigsten fehler zu erkennen 
und nuu mit hilfe des vorliegenden toiM>graphischeu materiaU 
und unzweideutig erkennbarer •»rtlichkeiten von der Ostseeküste 
aus die Ostgi^rmanit'U durchziehenden Strassen in ihrem verlanfe 
festzustellen, das rehultat wird in einer dem werk hinzugetllgten 
karte vor au^n (geführt, da der vf doih auf sehr unsicherm 
boden .steht, so kann, so richtig sein«^ allf?emein«»n bemerkungen 
über germanische handt^lsgebift«*, han(i«*Uartikel uud handelsstrassen 
sind, doch jede seiner s|>eziellen antraben, auch da, wo sie sich 
auf prihistorische funde zu stützen scheint, nur den wert einer 
hy]tothese Wanspruchen. auf alle falle ist das büchlein nur ein 
erster versuch; immerhin erkennen vielleicht t>erufenere, dass sich 
auf dem hier eingeschlagenen wege weiter wandern lasst. — rec. 
Hist. z.-«. s:i, iü5. 

vgl. auch no. 57 (PrejawaV 97. 9^. 101. 

2<»0. Folgende l>esprechungen mögen kun erwähnt werden: 
K. Siecke, Die urreligion der Indo^ermanen. — vgl Jsb. 1H9K, 
17. ^. — rec. ZfdPh. itl, 137 f. — G. Sergi, Über den sog. 
reiLcii^rabertypus. — v^l. J»b. 1S9S. 17, r#. — rec. M. Laloy, 
L*Antbroj»*«lrtgie 9, 20C f. — G. F. L. Sarauw, Lyngheden i Old- 
tiden. — vgl. J>b. 1^9», 17, IJO. selbstUricht Tbl. f. anthrop. 
4, b9 f. — ^K M^»ntelius. Sveriges förbindeliM» med andra l&nder. 

— vgl. ,lsl). 1^9n 17. 4S. — rer. O. Almgren, (M.L f. anthrop. 
3. 3«»^ f. — H. Magnus. Studier over den norske l*ebyggelse. — 
vgl. .Uh lh9S, 17. 47. — angez. von A. L. ibl. 1898, 018 f. 

— E. V«del, Efterskrift til Bornholms Gldtidsminder. — vgl 
Jsb. 1^97, 7, 30. — rec. G. F. L. Sarauw, Cbl. f. anthrop. i. 



XVU, J, BAiMr. 819 

90 t — F. Bangert, Die vier Sohleswigar mnenttaina. — vgL 
Jib. 1898, 17, 127. — reo. O. Schröter, Jeb. d. geechichtow. 
20, II 33. — Fr. Stein, Die volkMtAmme der Germanen. — 
vgl Jeh. 1898, 17, 57. — re<x R. Much, AfdA. 24, 199. — 
Honnmenta Oermaniaa iiiatorica. Epiatolarum tomi V pars prior« 
Epiatolarum KaroUni aevi III 1. Berlin, Weidmann. 360 a. 4^ 12 ul 

— vgl Jab. 1898. 17, 92. — rec. H. Hahn, Mitt. a. d hiat Utt 27, 
401 — 405. — J. R. Dieterich, Die geachichtaqaellen dee kloatara 
Keichenao« — vgl JaK 1897, 7, 74. — rec. E. Bernheim. Hiat 
la. 83, 296—303. — Ed. Winkel mann, Kaiaer Friedrich IL — 
vgl Jeh. 1898, 17, 108. — rec H. Bloch, Hiat la. 82, 496—500. 

— J. Langer, Die altm&rkiachon ortanamen auf -ingen and -leben. 

— vgl Jab. 1898, 17, 153. — rec A. Kirchhoff, Arch. t 
landeak. d. prov. Sachs. 8, 218 f. — L. Schmiti, Oeachichte der 
kermchaft Rheydt. — vgL Jab. 1898, 17, 132 (wo fUachlioh 
Schmitt ge<iruckt iat). — rec Hiat la. 81, 379. — K. Kanae, 
HauBiachea urkundenhuch. IV. — vgl Jsb. 1896, 7, 132. — rec 
Hiat. la. 82. 141 ff. ^ E. Seraphim, Oeachichte Liv-, Eath- und 
Kurlanda. II 1 und II 2. — rec Hiat la. 83, 140 £ — 
F. Zimmermann, C. Werner und O. Müller, Urkundenhuch 
aur ge«ichichte der Deutacheu in Sieben borgen. »- vgl Jab. 1898, 
18, 16. — rec J. Loaerth, Hiat la. 83, 546 f. — Die Chroniken 
der achwäbiachen aUdte vom 14. bia ina 16. Jahrhundert 23. bd. 
Die Chroniken der achwäbischen aUdte. Angaburg V. — vgl Jab. 
1H96, 7. 14:{. — rec Hollaender, Hiat za. 81, 328 ff. — 
H. Zimmermann, Oeachichte der atadt Wien. I. — vgl Jab. 1897| 
7, 12i>a. — rec J. v. Schloaaer, Allg. itg., bell no. 91 u. 92. — 
K. Reiche, Baunteine zur geachichte der atadt Königaberg L Nm. 
>- vgl. Jsb. 1898, 17, 199. — rec. Monatabi d. gea. f. pomm. 
geach. 1S(J8, lOO. — P. van Kieaaen, Oeachichte der atadt Dram« 
bürg. - vgl Jnb. 1898, 17, 192. — rec Hiat la. 8.S, 500 f. — 
C. HettiK, Oeachichte der etadt Riga. — vgl Jsb. 1898, 17, 200. 

— rec Hiat la. 83, 13H ff. ~ F. Knoke, Daa Varualager im 
HabichuwaMe. — vgl Jab. 1898, 17, 204. — abgelehnt von 
Tb. Zeinke, Niederaachaen 3, 188 ff; 212 f.; 230 f. — F. Knoke, 
Die KriegaiQge dea Oermanicua. — vgl Jab. 1898, 17, 206. — 
rec A, Hauer, ZfhQ. 50, 372 f. 

H. Böhm; mit beitrigen von A. Oebhardt 



320 XVin. Knltorgeschicbte. 



XVm. Kulturgeschicbte. 

(A. Allgemeines. — B. Wirtschaft: 1. land und Stadt; 2. handel und Ter- 
kehr; 3. ^werbe und handwerk. — C. Kirche und schule, Chronologie, 
buch- und schrifbwesen. — D. Kunst: 1. allgemeines; 2. bauwesen; 
3. maierei und bildhauerei; 4. musik. — E. Soziales: 1. allgemeinea; 
2. familien. — F. Kriegswesen und siegeL 

A. Allgemeines. 

1. Anzeiger des germanischen nationalmuseums. 1899. 1 — 6. 
Chronik (Jahresbeiträge, Sammlungen usw.). 

2. Mitteilungen aus dem germanischen nationalmusemn, hrsg. 
vom direktorium. Nürnberg, german. museum. 1899, no. 1 — 6. 

von den jb. interessierenden aufsätzen sind zu nennen: über 
eine anzähl mittelalterlicher, zu Konstanz gefundener bodenfliesen 
von Stegmann (no. 2) mit erläuternden abb. — eine Zusammen- 
stellung der im germ. mus. befindlichen goldschmiedearbeiten mit 
abb. einer schönen ostgotischen adlerfibula aus dem 5.-6. jh. von 
Hampe findet sich in no. 3, desgl. eine Zusammenstellung von 
kachelöfen und Ofenkacheln des 16., 17., 18. jh., im germ. mus.. 
auf der bürg und in der stadt Nürnberg, ebenfalls mit abb. von 
Wingenroth; jagdscenen aus der 2. hälfte des 15. jh. erörtert 
Bosch. — eine fortsetzung von kachelöfen und Ofenkacheln in 
no. 4 und 5. — sehr interessante beitrage zur geschichte des kauf- 
manns enthält no. 6, sowie einen aufsatz über Nürnberger maier 
(1596-1659). 

3. H. Ger des, Geschichte des deutschen Volkes und seiner 
kultur im mittelalter. bd. II. — vgl. oben abt. 17, 93. 

4. J. Dieffenbacher, Deutsches leben im 12. jh. 
s. abt. 7, 32. 

5. E. Michael, Kulturzustände des deutschen volkes während 
des 13. jh. 2. buch. s. abt. 17, 95. 

6. E. Mayer, Deutsche und französische Verfassungsge- 
schichte vom 9. bis zum 14. jh. 2 bde. Leipzig, Deichert. XXII, 
654 s.; XIII, 438 s. 24 m. 

nach rec. im Cbl. 1899, 75 eine 'bedeutend einschneidende ar- 
beit, welche auf langjährigem Studium des qu eilen materials beruht', 
der Schwerpunkt der Untersuchung wird nioht in die Urkunden, 
sondern in die rechtsquellen verlegt, die darstellung, welche den 
Stoff von unten nach oben aufbaut, — das königtum bildet den 
schluss, — ist klar und fliessend. — vgl. abt. 21, 95. 



XVm, A. AllgvoMtaM. & WirtMhaft: L lAod and stAdt 321 

7. D. Braun, Nordboernes koltorliv. — vgl. Jsb. 1897, 12, 
17& 1898, 18, 7. — rec. Th. ThoroddMo Pet Mitt. 43 no. 721. 
45 no. 289. — Gebhardt, Globoü 75, 214. 

S. G. D. Teutsch, Geschichte der Siebenbürger Sach«en 
f^r das gichsiflche volk. 1. bd« 3. aufl. HermannsUdt, Kraut 
3,20 fl. 

B. WirtBchaft 

1) Lud UA Stidt 9. G. von Below, Das ältere deutsche 
8t4dteweflen und bOrgertum. mit G kunstbeilagen und 140 ab- 
bildungen. Bielefeld und Leipng, Velhagen und Klasing 1898. 
3 m. (monographien zur Weltgeschichte, hrsg. von Ed. Heyck V). 

anges. von Frank, Gymnasium 17, 12; Koedderits, mitt. 
hist lit. 27, 4; Strobel, ZtRealschulw. 24, 10. lobend Cbl. 
1899, 436. in schöner ausstAttung mit prächtigen Abbildungen giebt 
das buch eine gedrungene Übersicht dessen, was den heutigen 
Standpunkt der forschung kennzeichnet: für das weitere publikum 
zur Orientierung, für den fachmann eine handliche Übersicht — 
K. Uhlirz, Hist zs. 83, 172 f. vgl abt 21, 65. 

10. F. Frensdorff, Die Chroniken der deutschen st&dte vom 
14. bis ins 16. jh. GgA. 1899 (12). 

11. K. Hegel, Die entstehung des deutschen st&dtewesens. 
Leipzig, Hirzel 1898. IV, 192 s. 4 m. 

die Schrift ist weniger konstruktiv; ihr Vorzug liegt in den 
hübschen einzelbeobachtungen, welche sie bringt rec v. Below, 
Cbl. 1899, 76. vgl. abt 21, 66. 

12. M. Heyne, Das deutsche Wohnungswesen von den 
ältesten geschichtlichen zeiten bis zum 16. jh. mit 104 abb. 
Leipzig, Hirzel. 12 m. — s. abt 20, 189 und nachtrag. 

13. B. Ebhardt, DeuUche bürgen« Berlin, Wasmath. 
VUI, 48 s. lief: 1. 12,50 m. — rec. CbL 1899, 1515. 

14. A. Kraaz, Bauerngut und frondlenste in Anhalt vom 
16. bis zum 19. jh. nach archivallschen quellen des henoglioh- 
anhaltischen haus- und Staatsarchivs zu Zerbst, sowie dar familien- 
archive derer von Trotha zu Hecklingen und von Krosigk wa 
Hohenencleben. Jena, Fischer 1898. XIX, 273 s. 7,50 m. 

nach einer Übersicht der territorialen entwicklong (altes rechta- 

gebiet, alter sorbischer anbau, kolonisationagebiet) wird die ent- 

wicklung der frondienste bis zxim 16. jh. geschildert v£ geht 

von der ansieht aus, die er durch den gmog seiner ontarsachimg 

Jafcintwialii flr SMiiaiMfct ym>lof«#. XXL (UMJ 31 



322 XVm. KoltorgeschiGhte. 

als richtig erw^eist, dass die allgemeine läge der bauem vor ihrer 
be&eiung eine gute gewesen ist seine polemik gegen die mtktr 
gegengesetzten ansichten Knapps (landarbeiten in knechtscdiaft 
und freiheit, 1891), wird als zu scharf und teilweise auch unbe- 
rechtigt getadelt vom rec. Cbl. 1899, 1192. 

15. "F. Schultz, Das Deutsch-Elroner land im 14. jh^ Za. d. 
westpr. gesch.-ver. heft 39. 

16. F. Lau, Das buch Weinsberg, 
s. abt. 9, 209. 

17. 0. Eicht er, Abriss der geschichtlichen ortskonde von 
Dresden. Dresden, Stengel u. Markert 1898. 57 s. beihefb sn: 
Atlas zur geschichte Dresdens, plane und ansichten der Stadt aus 
den Jahren 1521 — 1898 auf 40 Uchtdrucktafeln. mit einem abriaa 
der geschichtlichen ortskunde von Dresden, hrsg. von Otto Bio hier, 
veröffentlicht vom verein für die geschichte Dresdens. Dreeden, 
Stengel u. Markert 1898. IV s. folio. 

Sdel mühevolle arbeit imd Sachkenntnis' wird dem y£ mge- 
sprechen Cbl. 1899, 957. 

18. E. Eeicke, Geschichte der reichsstadt Nürnberg von 
dem ersten urkundlichen nachweis ihres bestehens bis zu ihrem 
Übergang an das königreich Bayern (1806). — anges. von Stein - 
hausen Zfkultg. 6 (3). 

19. E. Mummenhoff, Der reichsstadt Nürnberg geach&ft- 
licher entwicklungsgang. — vgl. Jsb. 1898, 18, 21. — günstig 
angez. Cbl. 1899, 853. 

20. K. Beyerle, Die Konstanzer ratslisten des ma. — vgL 
Jsb. 1898, 18, 20. — vgl. abt. 21, 73. 

21. H. Zeller-Werdmüller, Die Züricher stadtbücher des 
XIV. und XV. jh. 

s. abt. 7, 124. 

22. K. Th. Eheberg, Verfassungs-, verwaltungs- und Wirt- 
schaftsgeschichte der Stadt Strassburg bis 1681, hrsg. mit Unter- 
stützung der Stadtverwaltung. 1. b.: Urkunden und s^ten. Strasa- 
burg, Heitz. XVI, 772 s. 15 m. 

im ganzen 400 nummem, wenige aus dem 14, viele aus dem 
15. und den folgenden Jahrhunderten. — rec. CbL 1899, 1023 
rühmt die arbeit, vermisst aber ein Sachregister. vgL abt 21, 76. 

23. H. Er misch, Die Zwickauer stadtbücher und eine 
Zwickauer Schulordnung des 15. Jahrhunderts. Neues arch. £ 
s&ohs. gesch. u. altertumsk. 20, heft 1 und 2. — s. abt 21, 87. 



XVIII, B. WtrUefaait: 2. haadtl a. Ttrinhr, S. gtwtrU a. haadwark. 323 

23a. G. Wustmann, Das leipsiger atadtwappan. — v^ 
Jab. 1898, 18, 22. — no. J. Lather, Zu. £ büoherfiraande S, 
355 f. 

2) laiM Urf leitekr. 24. A. Köberlln, Der Obennain als 
handelaatraaae im apiteren ma. Erlimgen, Deiohert 1,80 m. 

25. A. Bugge, Studier over de norake byers aelvatjre og 
handel for Hanaeatemea tid. KriatuaÜA, OnemdaliL 222 a. 

26. L. Daae, Mandal og Landakrone. Norak b. t. 3, 5, 
427—429. 

die von köDig Erich den Nommem angelegte atadt Landa- 
krona, von CUudiaa CUvua daher auch Erikatad genannt, hatte 
lange aeit hindurch das handelamonopol an den mündongen des 
Mandalaelva, sp&ter trieben auch Ghriatianaander dort handel und 
mit der abtretung Schönens an Schweden 1G58 hörte das Ver- 
hältnis von Landskrona lu Mandal ganx auf. 

27. R. Knipping, Die Kölner Stadtrechnungen des ma. mit 
einer darstellung der finanxverwaltung. 2. bd. die ausgaben. 
Bonn, Behrendt 1898. n, 482 s. 4. 22 m. (PnbL d. gea. £ 
rhein. gesch. XV, 2). 

das reiche material ist schön sachlich geordnet und in form 
von budgets nach abteilungen der verschiedenen gmppen der 
Stadtverwaltung geordnet: das werk umfasst die seit von 1370 — 1380. 

— vgl. CbL 1899, 1462. 

28. H. Kaiser, Die kostenrechnung einer bischöflich-atraa»- 
burgischen geaandtschaft an die kurie (1478—1479) ZfgOberrh. 
n. £ bd. 14, heft 2. 

29. H. Schurts, Grundriss einer entstehungsgeschiohta des 
geldes. — vgl Jsb. 1898, 18, 43. — ein buch, das nicht nur den 
kulturfaistoriker, sondern auch den nationalökonomen und ethnologen 
interessiert — rec. in Cbl. 1899, 686. 

3) Gewerbe Ud kai^wert. 30. 0. Krause, Die Uteaten naft- 
roUen der atadt Greifswald (1397—1541). GreifnnJd, Abel 18da 

— vgl. Jsb. 1898, 18, 42. 

bietet im ganaen 45 stQck (rollen und nachtrage) ans dem 
sechsten memorml)ilienbuch der Stadt Orei&wald, die meist dem 
15. jh. angehören. — anerkennend reo. im CbL 1899, 47. 

31. C. Nyrop, Danmarks gilde -« og lavskroaer fra middel- 
alderen. t II. h. 1. Kbh., God. — forte, von Jsb. 1896, 12, 
235. — rec H. Olrik, Nord. Udskr. £ vet. k. och ind« 1899 (4). 

32. Th. V. Inama-Sternegg, Deutsche Wirtschaftsgeschichte 



324 XVm. KohugMekiflliU. 

in den leisten jmhrhonderten des mittelAlters. Leipsig, Dnneker u. 
Homblot XXI, 455 s. 12 m. (Deutsche wirtscbaftsgeeohichta 
in, 1). 

der erste bsnd erschien 1879, der zweite 1891 and ging bis 
etwa sum ende des 12. jh. der vorliegende band behandelt die 
rein agrarischen, die ständischen und bevölkemngsverii&ltnisse bis 
lom ende des ma. der zweite teil des dritten bandes soll den ge- 
Werbebetrieb, handel and verkehr erörtern, des vts, sachkandige 
feder hat hier ein werk geschaffen, welches eine grosse iQoke aas- 
füllt — vgl Cbl. 1899, 300. dem reo. sind die litteratarangaben 
SU willkürlich und regellos. 



C. Kirche and schale. 

33. J. Jangnits, Beitrige sur mittelalt Statistik des bis- 
tams Breslau (Zs. d. ver. f. gesch« u. altert. Schlesiens, XXXIII). 

34. W. Bücking, Geschichte und beschreibung der luthe- 
rischen pfiurkirche, 'Unserer lieben Frauen St Marien' in Mar- 
burg, sur erinnerung an deren GOOjihrige Jubelfeier am 2. flud 
1897. mit 1 abb. Marburg, Elwert 0,75 m. 

35. M. Herrmann, Die reception des humanismas in Nfim- 
berg. — vgl Jsb. 1898, 22, 52. — rec CbL 1899, 1264. 

36. M. Mackeprang, Viborg domkapitels sekolarisaring. 
Samlinger til jydsk topografi og historie. 3. r. 1. b. 

37. F. Hall. Bidrag tili k&nnedomen om Cistercienserordeo 
i Sverige L Munkklostren akademisk afhandling (teoL fak« ups.) 
Gefle 1899. Vn, 86 s. 4^ 

38. S. Larsen^ Det landske erkessede og biskop Herman 
Aarb. 2. r. 14, 81 — 130. 

geschichte der kompetenistreitigkeiten des 1103 gestifteten 
ersbistums Lund unter seinem ersten inhaber Ascer f 5. 5. 1137 
mit Bremen, und seinem nachfolger Eskil. dieser bediente sich 
als kanxlers des kanonikers Herman, der sp&ter sum bischof von 
Schleswig geweiht, aber im anfange des jahres 1139 von seinen 
gegnem vertriel)en wurde. 

39. Kr. Nyrop, St EUgius. Aarb. 2. r. 14, 155—166. 
mit 1 fig. 

die moderne dänische fsssung beruht auf einer missdeutong 
unverstandener bildL darstellungen, ist ein beispiel der sog. ikono- 
graphisclien m jthologie. die arsprOsgliehe fiMSong der Elifinstogsnd» 



XVni, C. Kiroh« and tehnlt, ^noologie. 325 

Ut die franiösische. dabei wird der fresko von Stubbel^^bing neu 
erklärt — vgl. abt 19, 54. 

40. B. Th. MelsteS, UtaDstefnur og crendiarekar ätlendra 
tjödhöföingja i i>Tn hluta Sturlungaaldar. 1200—1239. Timarit 
20. 102—155. — vgl. oben abt 4, 13. 

die alte ialindiache kirche war eine volkskirche im wahren 
sinne geweeen: einheimischer priesterstand, wähl der priester, auch 
der bischöfe durch das volk, Verwaltung des kirchengutes durch 
seine Stifter, die wirren der Sturlungenxeit macht sich der ers- 
bischöfliche stuhl lu Ni&arös su nutze, um den Isl&ndem eines 
dieser rechte um das andere zu entwinden. 

41. £. Rausch) Geschichte der p&dagogik und des gelehrten 
Unterrichts, im abrisse dargestellt Leipzig, A. Deichert nach£ 
VIII, 169 s. 2,40 m. 

42. F. Schmidt, Geschichte der erziehung der pr^lsischen 
Witteisbacher. Urkunden nebst geschichtlichem überblick und re- 
gister. CCIX, 575 s. (monumenta Germaniae paedagogica, hrsg. 
von K. Kehrbach, bd. 19.) Berlin, Ä. Ho&nann u. co. 22,50 m. 

43. L. Schmidt, Beiträge zur geschichte der wissenschaft- 
lichen Studien in s&chsischen klöstem. Neues archiv für s&chs. 
gesch. 20 (1 und 2). 

44. R. V. Moll, Sitten und betragen der Tübinger studieren- 
den während des 16. jh. 3. aufl. mit Illustrationen von G. Ad. Closs. 
Freiburg i. B., Mohr 1898. II, 56. 2 m. 

ursprünglich ein Tübinger universitAtsprogramm enthält die 
schriA eine einleitung, dann aktanregesten (1518 — 1600) discipli- 
narischen inhaltes. daraus wird das kulturbild der studentischen 
rohheit damaliger zeit entwickelt vgl. CbL 1899, 159. 

45. DeuUche Studenten in Bologna (1289—1562). bio- 
graphischer index zu den Acta nationis germanicae universitatis 
Bononiensis. im auftrage der kgl. preuss. akademie der Wissen- 
schaften bearb. von G. C. Knod-Berlln, Deckers verlag. XXV, 
765 s. 4*. 30 m. 

rec. CbL 1899, 956 macht einige ausstellungen, lobt abor die 
arbeit 

(IrtüMe. 46. H. Grotefend, Taschenbuch der Zeitrech- 
nung des deutschen mittelalters und der nenieit ftlr den prak- 
tischen gebrauch und zu lehniwecken entworfen. Hannover, Hahn 
1898. in, 166 s. 3,50 m. 

dieser 'kleine Grotefend* ist ein Äusserst praktisches büchlein, 
ein auszug aus des v(b. früheren arbeiten, dass das glossar eines 



der«iü|cen Werkes noch mancherlei nicht anfahrt (rea CbL 1899, 
580 fthrt einiges fehlende auf), ist wohl selbstverständlich imd 
thnt dem werte des buches keinen abbmch. dem glossar folgen 
▼eneichnisse der regiemngiy'ahre der deutschen kaiser, sowis der 
pftpste und eine anleitung für datenberechnung mit 16 tafeln, 
vgl mitt d. hist litt XXVII, 3. eine rec in DLi. 1899, 483 
hat an dem sonst ausgeseichneten bQchlein aussusetaen, dass es 
nicht praktisch sei, ein taschenbuch (Ür praktische und lehr- 
awecke su entwerfen: für den ersteren hatten die nachschlag*- 
tabellen be<iuemer eingerichtet werden können, ftir den letsteren 
wäre der syHtematiische teil etwss ausführlicher su gestalten ge- 
wesen. 

47. B. H. Lorsch, Einleitung in die Chronologie. 2. umge- 
arbeitete, stark vermehrte aufl. 1. teil: seitrechnung und kalendar* 
Wesen der Oriechen, Römer, Juden, Muhammedaner und anderer 
Völker, &ra der Christen. 2. teil: der christliche kalender, seine 
einrichtung, geschichte und chronologische Verwertung. Frei- 
burg L B., Herder. V, 248; V, 189 s. 9.60 m. 

rec. CbL 1899, 1460 rügt viele ungenauigkeiten und un* 
klarheiten. 

48. G. Bilfinger, Untersuchungen Ul>er die seitrechnung der 
alten Germanen. I. Das altnordische jähr. IV, 100 s. gr. 4*. 
Stuttgart. W. Kohlhammer. 2.50 m. 

B. behandelt in 8 abschnitten 1. den isl&ndischen kslender, 
2. den norwegischen kalender, 3. das altnordische jähr, 4. nor- 
wegische mondmonate, 5. das wochenjahr. 6. die osterschaltung, 
7. ostem und sommerbeginn, 8. ergebnisse. diese sind folgende: 
1. das isl. jähr war ein mittleres osterjahr, dessen eigentümlich- 
keiten sich aus der christl osteH)erechnung erkl&ren, 2 gutmanmal 
fUlt mit dem mittleren osterdonnerstag susammen, 3. der sonntag 
t fwrdi^gum ist der mittlere semiktag, 4. das landwirtschaftlich poli- 
tische jähr ist der mittlere durchschnitt des kirchlichen Jahres, 
5. die 12 nachte werden nach dem julianischen kalender gesihlt, 
weil hier die kirchlichen feste an ein l>estimmtes datum geknüpft 
sind, 6. die alten nordischen monatsnamen besiehen sich aufs vor- 
christliche nattirjahr, 7. sumarmnl im norwegischen kalender ist 
der mittlere dienstag nach quasimodogeniti. ^. ob die Skandinavier 
schon in der heidninchen seit sich der wölke zum swecke der seit- 
rechnung l>edienten ist noch unentschieden, die isL tradition ist 
unxuverlissi^. wirft die verschiedenen kalender untereinander, um 
die richti^keit der ergebnisse lu beurteilen fehlt dem liericht- 
erstatter die komputistische kenntnis, doch machen sie den ein- 
druck der mverlassigkeit und überhaupt das ganse beft den eintr 



XVm, a ZiJth$ vad tdinlt, Vo^ ud tduriftwiMo. 327 

angemein fleiadgen arbeit, und besonders die ersten kspitel werden 
för Jeden, der über die oft recht seltsamen seitbestunmnngen der 
alten nordieoken Utterator nicht hinweg liest , unentbehrlich sein. 

[Gebhardt]. 

Iick- Il4 lehliftwCMi. 49. G. Steinhausen, Deutsche privat- 
briefe des mittelalters. (denkm&ler der deutschen kulturgeschichte. 
1. abt: briefe. 1. band). — vgl Jsb. 1898, 18, 95. 

zum grossen teile *eine willkommene Vervollständigung unserer 
kenntnisse und anschauungen, aber doch keineswegs absolut neoes'. 
vgl. CbL 1899, 229; Härtens mitt d. hist lit 27, 4. DLs. 
1899, 182 von Anton £. SchOnbach. namentlich die frauenbriefe 
bieten psychologisch so viel schönes, dass sie allein schon eine be- 
reicherung unseres bisherigen Wissens bedeuten, das wichtigste 
aber ist, dass durch Steinhausens Publikationen [filr die auch 
andere fachm&nner, wie Liebe (geschieh te des Soldaten) arbeiten], 
ein wissenschaftlich bearbeitetes material cur kulturhistorischen 
l>earbeitung gesammelt und so methode in die forschung auf 
diesem gebiete gebracht wird, — den sprachlichen anforderungen 
hinsichtlich der sp&tmittelalterlichen dialekte dürfte vf. nicht immer 
gewachsen sein; es würde den wert seiner Veröffentlichungen ohne 
iweifel erhöhen, wenn er sich lur bearbeitung derselben mit einem 
germanisten susammenth&te. 

50. 0. Weise, Schrift- und buchwesen in alter und neuer 
zeit Leipzig, Teubner 1898. II, 152 s. 1,15 m. (aus natur und 
f^eisteswelt Sammlung wissenschaftlich-gemeinverst&ndlicher dar* 
hteUungen aus allen gebieten des Wissens. 4). 

günstig angez. Cbl. 1899, 936; von Härder, Wschr. 16, 
28: Weinberger, ZföG. L, 10. behandelt den 4 Jahrtausende 
umfassenden stoff in 7 abschnitten: 1) die schrift und die schreib - 
Werkzeuge. 2) das buchdruckereiwesen. 3) das briefwesen. 4) sei- 
tung und Zeitschrift. 5) die Inschriften. 6) buchhandel. 7) das 
lahliothek Wesen. — in kurser, leicht fasslicher und vorzüglich 
orientierender weise ist der stoff behandelt; treffliche Illustrationen 
veranschaulichen den text. 

51. A. Börckel, Gutenberg. 1897. —vgl Jsb. 1897, 8,30. 
— nach £. Voulli^me DLz. 1899, 217, will das werkchen den 
augenblicklichen stand der forschung weiteren kreisen sug4nglich 
machen; in 3 abteilungen (Guten(>ergs leben, werk, rühm) be- 
handelt er den stoff und giebt dazu gute druckproben, portrftts, 
ansichten historischer häuser und druckpressen« 

52. Chr. Meyer, Aus einem tagebuche des 16. jh. 
s. abt 9, 13a. 



328 XVHL KnltnfjMdiiflhti, 

53. R. Ebeling, Dar baohfQlirer M. Philipp BohaltM, ein 
beitng lur geschichte des Stralsundar bochhandeli im beginn des 
17. jbs. progr. d. gymn. so StrmlBand, no. 158. 1900. 25 s. 

ein nütslicher beitng snr gesehichte des deutschen booh- 
handels. M. PhlL Schultse war der erste buchf&hrer Stralsonds. 
v£ bespricht ein von 1621 — 1628 reichendes register, welches die 
von Seh. verkauften und gebundenen bQcher umfasst. 

54. B. J6n8son, Über Oiöfftaletur'. a. d. isl übersetat (so- 
wie mit einL und anm.) von Margarete Lehmann-Filh^s. ZfVk« IX 
p899) 8. 181—189. 

beschreibt eine eigenartige schrift die auf Island vielfiich aof 
bein, hom usw. geschnitxt wurde, jetxt aber am aussterben ist 
sie geht auf die mönchsschrift surück. 

55. £. Meyer y Die gereimten liebesbriefe des deutschen ma. 
mit einem anhang: ungedruckte liebesbriefe aus der Dresdener 
hsr. M 68. Marburg, Elwert. 110 s. 2 m. — vgl oben abt 7, 27. 

rec Cbl. 1899, 1409 vermisst bei der sonst fleissigen, im all- 
gemeinen lu richtigen resultaten gelangenden arbeit eine Unter- 
suchung des susammenhanges des liobesbriefes und der rdn Ijri- 
sehen minnedichtung. 

56. F. Priebatsch, Politische korrespondens des kurfiirsten 
Albrecht Achilles. III. I>d.: 1481 — 1486. (pubL aus den preussi- 
sehen Staatsarchiven. 71. bd.) Leipsig, S. Hirsel 1898. XII, 
6S8 s. 20 m. — vgl Jsb. 1896, 8. 110; 1897, 8, 98. DLa. 
1899, 789. 

D. Kunst 

1) iÜMNiMt. *'>?. A. Springer, Handbuch der kunstgeschichte. 
5. aufl. der grundsflge. bd IL — vgl Jsb. 1898, 18, 98. — 
angea. von Waltsing, bulletin du mus^ beige III, 5; rec. CbL 
1899, 33 wünscht endlich eine Umarbeitung des werkes durch des 
vis. Schüler, damit das seiner seit einsig dastehende werk nicht 
hinter neueren arl>eiten auf demseU)en gebiete surückbleibt 

58. Ä. Springer, Handbuch der kunstgeschichte. 5. aufl« 
der grundsüge der kunstgeschichte. ill. ausg. Lespsig, Seemann. 
4*. bd. 7 m. bd. III: Die renaissance in Italien, mit 307 abb., 
3 farbendrucken, 1 lichtdruck. 30S s. bd. IT: Die renaissance 
im norden und die kunst des 17. und 18. jhs. mit 410 abb. und 
3 farbendrucken. 404 s. 

behandelt den rokokostil, die frant5sische kunst^ die italienische 
kunst, die deutsche kunst und die englische maierei, aoeh dieser 



XVm, D. Kunst: 1. aligwatiim 2. UawvMo. 329 

band hat in vornehmer ausstattung, wenn auch nicht eine Um- 
arbeitung, 80 doch manche erweitening erfahren, die abbildungen 
Bind schön gew&hlt und autgefthrt, namentlich eind die abschnitte 
über die nordische kunst als gut gelungen su beseichnen. 

59. W. Lflbke, Grundriss der kunstgeschichte. 12. aufl«, 
bearb. von Max Sern au. I. mit 2 färb. uf. und 408 abb. Stutt- 
gart, Neff. X, 371 s. 

60. H. Ehrenberg, Die kunst am hofe der hersGge von 
Preussen. mit 2 heliogravüren, 10 taf. und 51 ill. im text. Berlin 
und Leipsig, Oiesecke und Devrient. VIII, 287 s. 4*. 27 m. 

lobend angea. Cbl. 1899, 1299. 

61. B. Riehl, Die kunst an der Brennerstrasse. Leipiig, 
Breitkopf u. H&rtel. XIV, 244 s. 5 m. 

warm empfehlend rec. im Cbl 1899, 28. — von Haendcke, 
empfehlend besprochen in DLx. 1899, 235. 

i) Biiwmi. 62. A. Boetticher, Die bau- und kunstdenk- 
m&ler der provinz Ostpreussen. im auftrage des ostpreussischen 
provinuallandtages bearbeitet heft 8. Königsberg, Teichert 1898. 
II, 81 s. (a. u. d. t.: Aus der kulturgeschichte Ostpreussens. nach- 
trage, mit zahlreichen abb.). 

dass der gesichtspunkt der örtlichkeit der denkm&ler und die 
sich daraus fUr die kultur der einielnen landschaflen ergebenden 
Schlüsse weniger hervorgehoben worden sind, dagegen breite dar- 
stellungen allgemeinen inhaltes gegeben werden, setzt der ref. im 
Cbl. 1899, 175 aus. 

63. R. Mielke, Die bauemhiuser in der Mark. s. abt 20. 192. 
giebt ein anschauliches büd vom Ursprung und der forten- 

entwicklung des bauernhauses. er geht aus vom wirtschaflshof im 
allgemeinen und erläutert im anschluss hieran die einzelnen ab- 
arten: das fränkische, s&chsische und ostdeutsche haus, ein be- 
sonderer abschnitt 'baustoff und kunstformen' behandelt das am 
häufigsten angewendete material und verschiedene einzelformen, 
unter anderem auch eine reihe charakteristischer giebelseichen, 
nach l>esprechung der gebriuchlichen hansinsehriften findet sich 
am Schlüsse eine Zusammenstellung der das bauemhaus erwähnen- 
den litteratur. zahlreiche abb. tragen dazu bei, das charakteristische 
des bauernhauses hervorzuheben, so dass jedermann freude an dem 
kleinen werke haben kann. 

64. Stiehl, Die einföhrung des backe teinbaues in die nor- 
dische baukunst des ma. Korrbl d. gewer. d. d. gesch.- und altver. 
47. Jahrg., 7 und 8. 



330 X^UI* KvltofMckiehU. 

65. 0. Stiehl, Der heokuteinban romaniecher leit, beeondeni 
in Oberitalien ond NorddeoteohlandL eine teehnieelHkritiselM unter* 
enohnng. mit 27 ta£ nach originalmfaehmen nnd 113 textfignren. 
Leipiig, Baomgirtner 189& 94 s. 4^ in mappe 36 m. 

weist dem deutschen backsteinban endgültig nnd sweifelsfrel 
(rec. CbL 1899, 59) die Lombardei als heimat an, wo im 12. jh. 
der backsteinban vorbildlich aufblüht 

66. P. J. Meier, Zur bangeschichte firOhmittelalterlicber 
krypten. 1. Die Hildesheimer domgrufi Zfohristk. 12 (4). 

67. A. Bertram, Zur kritik der ältesten nachriehten über 
den dombau zu Hildesheim, (mit abb.) 1. Der tansendjihrige 
rosenstock. Zfchristk. 12 (4). 

68. P. Platen, Zur frage nach dem nrspmng der Roland- 
säulen, progr^ Dresden (1899 no. 565). 4^ 44 s. s. abt. 21, 20. 

69. R. Mejborg, Nordiske bsndergaarde i det XVI, XVII 
og XVm de aarhundrede. L Slesvig. — vgl Jsb. 1891, 12, 78. 
1892, 12, 240. 332a. 

69a. R. Hejborg, Das bauemhaus im henogtnm Schleswig 
und das leben des schleswi^^^chen l>auemstandes im 16., 17. nnd 
18. jh. deutsche ausgäbe besorgt von Richard Haupt 205 nnd 
56 SS. gr. 4^ Schleswig, Berges 1896. 18 m. 

rec. Henning, AfdA. 25, 243—248. 

70. P. Lauridsen, Den gamle danske landsbj. Aarb. fer 
dansk kultiirbist 1899, 76—185. — vgl oUn abt 4, 21. 

die geschichte <ier dänischen dorfanlage und die namen der 
meisten dürfer, von einem personennamen abgeleitet, weist daraof 
hin, dass die älteste ländliche ansiedelung nach dem gmndsatse 
der einselhufe vor sich gegangen ist 

71. G. Storm, De kongelige byanls^g i Norge. Norsk. hist 
tidsskr. 3. r. 5. b. s. 433—436. — vgl abt 4, 19. 

vf. tritt A. Bugges anschauung entgegen, als seien die von 
den königen angelegten Städte nichts als erweitemngen alter markt* 
platze und vertritt die ansieht dass die von den königen an gänstig 
gelegenen punkten nach freier wähl angelegt worden seien, so sei 
insbesondere Nidaros an einer stelle gebaut worden, an der vorher 
erwiesenermassen nur ein einzelhof gestanden habe. 

7J. (*nrnelia Horsford, Dwellings o{ the saga-time in Ice- 
land. Greenland and Vineland (reprinted from the national geo* 
graphic ma^^azine voL IX no. 3. March. 1 998, s. 73—841 Washington, 
D. C. Judd A Detweiler. 



XYin, D. EmmI: l laimim. 881 

doroh v0rgl«iohiiiig mit daa buton der MMeit tof lalaad 
und OrönUnd sucht friulein EL la beweSaen, dMS die oft ge- 
nannten rninen in MaeichaeeU wirklich too nordkaten her* 
rahren. ab gelangen kann der beweis nicht angesehen werden« ** 
rec Oebhardt, Olobns 74, 102 £ 

72a. Ruins of the sage time being an aocoont of travels and 
explorations in Iceland in the sammer of 1895 bj Thorsteinn 
Erlingsson, on behalf of Miss Cornelia Horsford, Cambridge, 
U. S. A^ with an introdaotion by F. T. Norrie and J6n 8te- 
finsson, Pb. D. and a r^sam6 in French by E. D. Orand, 
London^ D. Nntt. 

sadit dasselbe sa beweisen, wie die vorhergehende no. — 
reo. Lehmann-Filhte Olobas 77 (6). 

73. 8. Ambrosiani, Rester af stafbyggnad i Olsetomet, 
Vordingborg. Aarb. 2. r. 14, 14e--l&4. mit 4 figg. 

das letste erhaltene stUok vom schlösse la Vordingborg, der 
sogenannte 'gftnsetarm' enth&lt ein paar einbanten aas eichenholi 
mit sparen der schnitserei, die glanbhaft machen, dass das hols aas 
einem baawerk entnommen ist, entstanden gleichseitig mit der 
ilteeten nordischen backsteinarchitektar« 

74. O. Btorm, Om de saakaldte 'formmid' i det gamle 
Bergen. Norsk bist tidsskr. 3. r. 5. b. s. 436—438. — v^ oben 
abt. 4, 19. 

das wort ^ormenn^ in Magnus lagaboBtis stadtrecht I § 4 be- 
seichnet keine städtischen beamten, sondern nichts weiter als 
'schatxmeister, sysselmanner des kOnigs and bischofibeamte' von 
denen der Pingfarabolkr kap. 2 spricht. 

75. V. Koch, Tmkonstraktioner i danske kirker fra middel- 
alderen. Aarb. 2. r. 14, 188—205 mit 9 figg. 

die romanischen kirchen Danemarka haben wenigstens teil* 
weise arsprünglich geschlossene balkenbCden and einfache dach* 
koDstruktion ohne bögen gehabt, die bogenftrmigen dachkonstrok* 
tionen in JOtland kOnnen nicht romanisch sein, sondern erst aas 
dem spateren mittelalter stammen. 

7G. V. Koch, Kridtstens formationens stenarter i danske 
kirker fra middelalderen. Aarb. 2. r. 14, 170, — 18a 

eine nntersnchang über die verwendang des flir Dinemark 
eigenartigen materials, der verschiedenen formen der kreide- 
formetion, sam baae der ältesten kirchen, über die art ihrer 
aierung, ihre haltbarkeit asw. 



332 XVIIL KnlteigiMbidite. 

77. £. Ekhoff, Om kyrkoroM foma egentkmp af fo ravan verk. 
Amrb. 2. r. 14, 19—80. 

befestigte kirchen wmren im ma. hiafig ans Sehweden^ ge- 
hören hierher 8t Peter and St. Olof sa Sigtnnsy die bischofskiroke 
in GamU Upsala, die kirche sn Hüsaby in VeBt«rgOtlf die kstke» 
dnde sn UpsaU, ans Dinemark besonders die kirche sn Kallnnd* 
borg, sn Aa nnd 8t Ibb auf Bomholm sn Kjoge. 

78. R. Mielke, Der neidkopf. Brandenbnrgia 7 (8. 9). 
vgLabt IG, 181. 

hebt hervor, dass der neidkopf eine al)wehr de« bösen neides 
und der Verwünschungen bedeute und giebt eine kleine Sammlung 
darauf besügUcher inschriften. 

3) Iderfi Il4 UMhaiml 79. H. v. d. Oabelents, Zur ge- 
schichte der ol>erdeutschen miniaturmalerei im 16. jahriinndert 
mit 12 lichtdmcktafeln. Straasburg, Heitx. 75 s. 4 m. (8tad. s. 
deutschen kunstgeschichte, 15. hefl). — anges. CbL 1899, 1077; 
FriedUnder, DLs. 1899, 556 sagt, dass vor allem das thema 
sich SU einer erstlingsarbeit schlecht eigne; es steht nach allen 
Seiten offen und ist auch dadurch wenig ergiebig, dass es mit der 
miniaturmalerei im 16. jh. su ende geht die behandlung des 
Stoffes ist gewandt 

80. B. Haendcke, Die Chronologie der landschaften Albreeht 
DOrers. Strassburg L £^ Heits. 

81. J. Neuwirth, Das Wandgemälde im kreuagange des 
Emausklosters in Prsg (Forsch, a. knnstg. Böhmens in). Prag, 
Calve. 75 m. 

82. H. Schweitzer, Die mittelalterlichen grabdenkmiler 
mit figürlichen darstellungen in den Neckargegenden von Heidel- 
berg bis Heilbronn, aufgenommen und beschrieben, mit 21 aato- 
typien und lichtdrucktafeln. Strassburg, Heita. 72 s. 4 m. 
(Stud. a. deutschen kunstgeschichte, 14. hefl). 

anges. Cbl. 1899, 1077. 

83. £. Waldner, Urkundliches über Colmarer maier des 
15. Jahrhunderts. Zf^^OUrrh. n. f. 14, heft 1. 

84. O. Sylwan, Kyrkomalningar i Uppland frin medeltidens 
slut Antiqv. tidskr. f. Sver. 14 no. 1 203 s. mit 66 al)b. — vgl. 
oben aht 4, 24. 

Gonses ausspruch 'le moyen ige a ^t^ easentiellement colorisie* 
trifft auch auf den norden su. und auch hier lebt die mittelalter» 
liehe fsH>enfreude kun vor der reformation noch einmal besonders 
frisch auC wenn nun die kirchengemalde Upplands sich an 



Xym. D. KiMl: 4. mmSL K. Soriidtt: 1. «OgmiDts. 388 



küiuitlerisobem wvrta mit draen des otiIjwUi iileht maifai ktancDi 
so lind sie doeh filr die •obwedkche forsolmiig b«0oad«n wiehtlg 
wegen der groeeen ansahl, in der sie erhalten find, die aroltad. 
kirohengemUde sind entotenden unter enbieoiiof Jakob ulfiuon 
1469 — 1514 nnd ihre eobole erstreckt sich snch noch aufteile von 
Södermanland, Vistmanland nnd dem noniindischen kOstenlaad. 
der reihe nach nntersucht rt die in frage kommenden gemilde 
nach ihrer anordnnng nnd omamentik, ihren fignren, denen als qnelle 
Biblia panpemm gedient hat| nach dem gegenstände der einselnim 
darstellnngen nnd seiner behandlnng im allgemeinen, bespricht 
dann die bilder im einseinen nnd ikast endlich seine ergebnisse 
dahin snsammen, dass in der blAte der kirohenmalerei in der 
Milsriandschaft, ende des 15. jhs. 2 schalen in scheiden sind, von 
denen die eine hanptsichlich in Bro and Kniftta Tertreten, der gleich- 
aeitigen dentschen schale gleicht, und anter sich wiedernm doppelt 
ist: a) aach die der omamentik (HiUe EnAnger, Ytter-L&nnis), 
b) aafnahme von bildem mit ganien soenen statt einaelner Agaren 
(TolfU, Tegelsmora, Tilm). die andere schale, diejenige Alberto — 
arkandlich besangt 1473, 1501 — 1508 — aeichnet sich ans daroh 
geschmackvollere omamentik, darch die grOsssre roUsi die die 
figaren in ihr spielen« nnd dass sie nach dem Vorgang der BibUa 
paoperam anch gegenstände des alten testamento behandelt doch 
berühren sich beide schalen. 



4) ML 85. H. Riemann, Oesehichte der mosiktheorie im 
9.— 19. jh. Leipiig, Hesse 1898. XX, 529 s. 10 m. 

das erste compendiam, welches den gewaltigen stoff be- 
handelt; besonders ansfilhrlich ist gerade das 9. — 15. jh. behandelt 
— reo. CbL 1899, 387 nennt daa werk eine sehr fleissige, 
gediegene arbeit 

E. Sosiales. 

1) IHImiriiM 86. L. Senfelder, Das teterreichische saait&ts- 
wesen anddiepest im 16. ond 17. jh. Bl. d. ver. t landesknnde 
V. Niederösterr. 33 (1). 

87. H. Frey tag, 2 Daniiger armenordnangen des 18. jL 
Zs. d. westpr. geech.-ver. heft 39. 

88. Schafstaedt, Das armenwessn sn MOlhelm am Bheia 
vom 15. bis snm beginn des 19. jhs. Zs. d. bsff. gesck-ver«, 
n. £ 24. bd.. 

89. A. Eohnt, Oesehichte der deotschen jaden, illostr. von 
Th. Katschmann, Beriin, dentsder verisg. in lisC 4 2 m. 



334 XVnL KtthmiMiyflkte. 

00. A. Feilohenfeld, Die älteste gMohiohta d«r dMitohea 
jaden in Hamburg. (Monataaolir. £ geeoh. n« wleeenich, d« joden- 
tarne n. f. VII, heft 6). 

91. H. Diemar, Heeeen and die reicheetadt Kftln im 
15. jh. regeeten sar heoeiecihen and deatechen geechichte. Oieeeio 
1899, von MOnchowsche hof- and aniTei«it4te£iiekefei (8ep.-abdr* 
aae mitt dee oberiieee. geeohrer^ n. f^ bd« Vm). 168 e. 

die haaptfonde der regeeten bot dae reiche Kölner etadtarelmr, 
daneben das Marbarger etaatearohiy and die Cieeeler landee- 
bibliothek« territoriale and recktlidie bedehangen werden ein* 
gellend erörtert and swar sind die sn Niedwrh essen schwaek, 
wohingegen aas persönlichen and sachlichen gründen die be- 
siehungen Kölns SU Oberhessen reger waren, die nJd der regesteo 
betrigt 489. eine beilege, die wohl auch anderswo in einer ssit- 
sehrift ein platschen gefenden hätte, behandelt die Srerloste and 
aasgaben hessischer reissiger and fassknechte in Neuss 1474/1475'. 
s. abt 17, 144. 

92. K. Kaiser, Politische und sosiale bewegungen im deut« 
echen bfirgertume su beginn dee 16. jh., mit beeonderer rficksicht 
auf d en Speyerer aufitand im jähre 1512. Stuttgart, Kohlhammer, 
vm, 271 s. 5 m. 

vf. yerficht einen Standpunkt, der als iwischen Leus (hand- 
weriLertum) und Lamprecht (städtisches Proletariat) Termittelnd 
angeeehen werden kann, nach ihm ist weder das erstere^ noch das 
letxtere träger der bewegung; vielmehr ist es der in seinen 
forderungen beecheiden auftretende mittelstand. — lobend ree. Cbl 
1899, 1352; Z%eechOberrh. 14 (4). 

93. O. Liebe, Der soldat in der deutsehen Vergangenheit 
mit 183 abb. und bell nach den orig. a. d. 15. bis 18. jk (monogr. 
1. deutsch, kultug. hr^^. v. O. Steinhausen«) 157 s. Leipzig, 
Diederichs. 4. 4 m. 

93a. H. Peters, Der arst s. nachtrag. 

93h. O. Steinhaueen, Der kanfinann, s. naehtrag* 

94. F. Justi, Hessischee trachtenbuch. 1. 8 &rK blltter. 
(VeröflTentlichungen d. hist. komm, ftr Hessen und WaMeck L 
1. lie%. folio). Marburg, Elwert 1900. Vm, 14 s. 6 m. — s.20, 218. 

S) twaäk§. 95. K. Haebler, Die Stellung der Fugger sum 
kirchenstreit des 16. jh. (Hist. vjschr. III, 4). 

96. 0. Voigt, Die Wettiner im Teplitaer bade Us sum ewle 
dee 17. jhs. (N. arch. f. sichs. geech. o. altert-kunde, 20. bd., 
heft 1 und 2). 

97. F. von Friesen, OesohiehU der reiohsfireihecriachen 



Xflll, F. KfkfmM m. äifd. XIX. Hjtkokgli «. tMMkndt. 885 



frmÜM V. Frtefen. 2 bde. mit wmpptn, 12 ttammUl und karte. 
DrasdAü, Htüuioh. 4. 20 m. 

F. Kriegswtt«!! oiid siegeL 

98. B. Kotitohkt, Zur gMohickta d«r haereafteneni ia 
karolingitcliir nit Hiat yjachr. 2 (2). 

99. M. Jihm, Entwicklongageachichte dar altan tratawaffuL 
mit ainam anhang über die feuerwafTeii. Berliiii E. B« Mlttlar 
IL aohiL XIII, 401 a^ 40 ateindraoktafl 12,60 m. 

100. C Madaen, Om artilleriet i de daaake hmra i dal 
18. aarhuttdrede. Danak. h. t 7. r. 2. b. a. 18S— 176. 

101. J. Mankell, Ofveraikt af Svenaka krigena 00h krigats- 
rittningena Uatorie. L Hednatiden: XV, 578 a., 1 karte, 8 plina. 
U, Nyare tiden, 1: VUI, 257 a. mit 4 und Vm and 190 a. und 
3 plAnen. 2: III, 381 a. 4 pline. Stoekkolm, Militiriittaialiir- 
Oraningena ftriag 1890—1897. 

rea D. Sch&lar, Hiat aa. 83, 338—342. 

102. R J. Hoitfeldt-Kaaa, Norake aigiUer fra middel- 
alderan odgiTue efter offentUg fmnataltning. 1.— 2. beAe. 
Kriaüania 1899. 

103. Siegel der badiachen atidte in ohronologiaelier reihen* 
fidge^ iurag. von der badiachen hiator. komm, die eriintemdan 
texte Yon Fr. Weech, die lelchnnngen von F. Held. 1. heft» 
mit 51 tat Heidelberg^ Winter. 16 m. 

104. A. Thiaet, Begrebet danak adel aariig med henqm 
tu kong Chriatian V.'a adele* og vaabenbrave. Danak Uat tidaakr. 
7. r. 2, 305—392. •- TgL abt 4, 22. 

geht fom teile in aeilen anrQck, die anoh in den beieioh 
nnewea Jab^ fidlen nnd weiat die tlteaten diniaohen adelabciefc 
▼en 1398 an nach. 

P. Mann; mit beitrigen Ton A. Oebhardt 



Mytholosto und tageiikiiiide. 



(A. Mjrthologie. — B. flagenknnde: 1. halikMige. % 

8. legenden. 4. ortaaagen. & marchen und eohwanke.) 



A. Mythologie. 

1. A.Hillebrandt, Vediaohe mjrthologia. 2. bd. Uaaa AgnL 
Rodrm. IV, 254 a. Braalan; M. & H. Marone. 12 ai. 



336 XIX. MjtholofM «Bd 

2. F. M. Müller, Beitri^ in einer wiaeeneohaftUdien bijUmk 
logie. aoB dem engl, abereetst yon dr. H. Ludere, entorieierte 
▼om vf. durchgeeehene aneg. 2. bd. Leipsig, W. Engelmean. 
IV, 435 8. 11 m.; geb. 13,50 m. 

der erste band ygL Jsb. 1898, 19, 1. — femer reo. Ton 
Ornppe, Arch. f. Religionew. 2 (3). — Revne critiqne 32 (53). 

3. Troels-Lnnd, Himmelebild nnd weltanechannag im waadel 
der leiten, aatorisierte vom v£ durchgeeehene flbenetsnng Ton 
Leo Bloch. Leipiig, B. O. Teobner. VI und 286 s. 5 nu 

rec. von £. Hoffmann-Krayer, Schweix. aroh. f. yolkak. i, 
58 £ 'ee liegt ein grosser, genialer wurf in dem gansen*. — 
Weissenfeis, Wschr. 16 (46). 

4. K. Wein hold, Die verehmng der quellen In Dentecfaland. 
1898. — vgl Jsb. 1898, 19, 15. 

'der knltns der bronnen and quellen geht als uralter gottes- 
dienst durch die geschichte der yölker, mit inderung der empfiUiger 
der yerehrung, aber mit den gleichen grundxttgen yon unbe- 
rechenbaren anflLngen bis in die gegenwart*. die gehaltyoUe ab- 
handlung W^ deren vorsug auch dieeecmal in der sorflckfthrung 
eines reichen materials auf bestimmte, einfache tjpen liegt» stellt 
Ursprung und entwicklung dieser queUenverehrung auf deutschem 
gebiete dar. den Ursprung des quell wassere findet der yolks- 
glaube im blitsstrahl. wie der bllts die wölken spaltet und den 
gewitterregen erseugt, so spaltet er die erde und es entspringt die 
quelle, yertreter des blitsee in der mythensprache sind qpeer, 
Stab, sodann hand, fuss. quellenaufBndung durch tiere (ross, kuh, 
Schwein) symbolisiert die wölke, doch spielen anch reale yer- 
h&ltnisse, wo wirklich tiere dem menschen die wahre spur seigen, 
mit hinein, der sweite abschnitt handelt aber das göttliche ge- 
heimnis der quellen, die badenden, waschenden, kindersegen ge- 
wihrenden brunnenfranen [frau Holle), der dritte über den quellen- 
kult an stelle der aber dem Wasserspiegel vermutlich erbauten 
holsbauten sind sp4ter christliche kirchen getreten, die yerehrung 
der quelle ist diabei yerchristlicht worden, lahlreiche solcher 
kirchennamen werden aufges&hlt (wallfahrt, heilquellen). es folgt 
ein vierter abschnitt über die den quellen und Aussen darge- 
brachten opfer. sum schluss ein anmutiges bild des Torganges bei 
der yerehrung der quellen [entblteeen des hauplee, stillschweigen, 
wähl der seit], rec Knoop, BlfpommVk. 7, 79. 

5. J6n profastur J6nsson, Liserus — B4ow. Arkiy 15, 
255—261. 

1. Liserus — Lytir >i- Lytlr. Liserus, Saio I, 40 ist nach 
J. J. der i^che name wie Lytlr, und damit ist Hetmdallr fii- 



nx. ▲. HjÜMlogii. 887 

mtiBt Lytir Fma. X, 198 ft tet eUnfidls dantlU. 3. Bmw— 
fi^ow — BJMr— Bjarid. ESjur ift ia SS dto selmlbiuig flr m^ 
B66w. Bjwki ist die IcoMfom sn Bjtfr. imd aaoh in Mgesf»» 
acUohtUoher beiiekiiiig Immh sich bdde woU miteiBaader tiidgra. 

6. F. Niedntri Dtr mjrtliiis dss sweitM Meneburgor 
•pincliM. — TgL abt 6, 28. 

findet im anschluM an firükare imteniichaiig6& über den Beider» 
mytliiie (vgL Jeb. 1898. 19, 62; 1897, 10, 22) im 2. meneb. ifar^r. 
den dioekem-tegeemytlioe. 'ein in der grandetimmnng heitree', 
wenn eneh 'mit dOstem ehnongen darebeetitee Torepiel' sn den 
mythen Ton Beiden tod. 'der gott dee iwieliohts [Beider] and nein 
vater, der tagesgott [im tbrq;>r. durch den neu ao^kommnen 
Wodan Terdrtngt), reiten anf lichten r oeee n am morgenhimmel 
empor*. 'Beider kann nicht weiter, eeine fidirt am himmd wixd 
gehemmt* (Sinthgnnt, die ale hypoetaee der sonne sn faeaan let, 
überstrahlt ihn mit ihrem glanae; Sinthgont-Sonna, Voll»-Firiija ■« 
morgenrdte, anfiiteigende aonne. sinkende sonne, abeadrOte]. 'nach 
dem echwinden der wider willen ihrem Uebling TerhftngnisToIlen 
sonnengdttin setat der tegeegott mit Beider anfii neae nnd noch 
lange seine fiüirt fort| bis sor anknnft der spftt einbrachenden nacht 
[TgL die langen abenddAmmerongen in nördlichen gegenden]. — 
der einwand liegt nahe, dass demnach Sinthgnnth nsw. ja nicht 
die heilang der verrenknng vergeblich versncht, sondern sie geradesn 
▼erorsecht, reep. [ftij^ 'abendrOte*] völlig gclieilt haben, flr das 
entscheidende eintreten des tegeegottes snr heilung firidt die aatnr> 
anschairang dort Tollstindig. aneh dürfte die hier den angelpnnkt 
bildende annähme der verdringvag des tsgeegotlss dnroh Wodaa 
im voiüegenden mythns anf lebhaften widersprach 



7. H. IL Chadwick, The colt of Othin. an essay in the 
andent religion of the north. London, Cambridge nniversity 
press. 82 s. 

rec. Finnar J6nsson, NTiTIL 3. r. 8. b. s. 87 f. 

8. B. Mach, Der germanische himmebgott 1888. — vgl 
Jsb. 1898, 19, 27. — rsc Beer, Mimeam 7 (67). 

9. J. Mledel, Mittwoch ^ Wodaastag. — s. abt 8, 64 

10. A. Cook, Etymologische aad mythologische aatensaohaagen. 
Idg. forsch. 10, 90—111. 

11. Fr. T. d. Leyea, Das mirchea ia dea göttesM^ea der 
Edda. — a. abt 4, 135. 

dass ia dea Eddaüedera aiAreheamotlfe aaUlagea, ist sckea 
voa veischledeaeB fcrschera aebeabei b e ai e ihi wordea. v£ will 

m. (IM.) tt 



338 ^I^* Mjtholofia iia4 tafHÜnind«. 

diese märchenhaften lüge in der ESdda meammenstellen und die 
sich daraoB ergebenden probleme erörtern« reC gedenkt an andenn 
orte im einiebien die aa&tellangen des ▼£ nachsnprftfen; hier 
nur die allgemeine bemerkang, daae die Schwierigkeit dieses ver- 
suchs nicht in der unerschöpflichen fiüle des mr vergleichong vor- 
handenen märchenmaterials liegt, sondern in der unumgftngUehen 
pflicht, die ethnologischen, litterarischen, geographischen beitehnngen 
naohsnweisen, durch die die aufgestellten paridlelen erkllriich werden, 
die s. 61—66 erörterten fragen bilden den angelpunkt des problems. 

12. H. Use n er, Religionsgeschichtliche nntersnchnngen. 3. teil: 
die sintflutsagen. X, 279 s. mit 1 tafel. Bonn, F. Cohen. 8 m. 

rec. Fr. Pradel, BeiL s. allg. ztg. no. 242. 

13. F. Wilhelm, Der waldkönig und die Windsbraut MItteU. 
d. nordUhm. exkur8.-clnb. 22, 113—118. waldkönig — wilder jiger. 
hu&chlag als (iuellfindung. siobeer (daphne meaereom L) von Zio 
abgeleitet 

14. O. Jänner, Die mythen des hörselberges and seiner am- 
gebung. Gotha, C. Gläser (Hermann Rang). 50 s. 

der wert dieser dankenswerten susammenstellung liegt in dem 
reichen cum grössten teil ans mündlicher flberllefening sodann ans 
akten und früheren veröfTentlichungen geschöpften matsrial, wobei 
hexen und zaubermythen ebenso su ihrem rechte kommen wie die 
nachklänge des frau Holle- und Wuotanglanbens. leider lehlt eine 
methodisch klare anordnung des Stoffes, statt der doch anfecht- 
baren sachlichen Scheidung hätte eine gleichsam regesisnartig in 
geschichtlicher aufeinandeHblge dieses lokal begrenste sagengnt 
beschreibende darstellung der sagenforschung bessere dknste gethan. 
— rec. A. i heimat 2, 190 £ 

15. £. Damköhler, Reste heidnischen seelenglanbens ans 
Cattenstedt und umgegend. MitteiL d. ver. f. erdkunde in HaUe^ 
1899, 97—108. 

beispiele su der darstellung Mogks, Paul gmndriss.* 3. l>d. 
bemerkenswert s. UK): geldmünie wird der leiche unter die snnge 
(in die hand) gegeben .mit den werten: hir haste dine t«^rich 
(lehruuKK nu lät mek mine nWch (nahrnng).* ebd. flnmame 
Välehelle; n. 102. et änt sek, wenn ein trauriges ereignis sich 
ankündigt. 

16. W. Seh war tz, Heidnische Überreste in den volksülier- 
lieferuuKen der norddeutschen tiefel»ene. ZfVk. 9, 1—19; 123—13%; 
305—310. 

*frau Harke*. Regen Knoops destruktionen. entscheidend dabei 
der l>ehcht S. Walth^rs von 1732, der schon die gleichsetsnng 
von "frau Holla* und frau Harke* bringt, "die oUe Flicks, Frick, 



ITX, B. Sisiakittd«: 1. MiImmc«. 3S9 

Falk', der aa£Mti enthält reiche mitteilangen aber 6mb nechleben 
von *fr»a Hmrke' und Trieke' aof grund neoer nmohfregen ans dem 
volkflgUaben. 

17. A. Richter, Götter und helden. griechische und deat- 
Bche sagen, als Vorstufe des geschichtsunterrichts bearbeitet. 
1. und 3. bdchen. 4. anfl. Leipaig, F. Brandstetter. 1. 148 s. 
1,20 m. 3. 191 s. 1,40 m. 

1& O. W. A. Kahlbanm, Mythus und natnrwissenschaft, 
unter besonderer berücksichtigung der Kalewala. vertrag. Leipsig, 
Ambr. Barth 1898. 48 s. 

ansehend geschriebene plaudere! cum erweise des satses; 'dass 
sich in jedem Sagenkreise der kulturstandpunkt des besonderen 
dichtenden Volkes nachweisen Usst\ im mittelpunkt steht die 
Kalewalarune von der eraeugung des eisens — h&rtungsversuche, 
honig als h&rtungssusats — die sich nicht als leere phantasie, son* 
dem als darstellung der thats&chlichen entwicklung der eisen* 
bereitungstechnik darstellt vf giebt nach der seite der wort- 
getreuen riohtigkeit der altem Übersetzung von Schiefner (1852) 
vor der H. Pauls (1885) den vorsug. — reo. Steuding, Berl. ph. 
wschr. no. 51; Geffken, Litstg. no. 35. 

19. R. Kleinpaul, Die lebendigen und die toten in Volks- 
glauben, religion und sage. 1898. — vgl Jsb. 1898, 19, 17. — 
rec Jantsen, Zs. £ Cultgesch. 6 (3). 

20. P. Herr mann, Deutsche mythologie in gemeinverttänd- 
lieber darstellung. 1898. — vgl Jsb. 1898, 19, 8. — rea von 
— nn— . CbL 453 f. — Bonus, Christi weit 1899, 1219—1221. 

— Golther, Arch. t religwiss. 2 (3); LitbL 20, 269 l — 
R. M. Meyer, ZfVk. 9, 99 f. — Strobel, ZfRealscholw. 24 (9). 

— Chantepie de la Saussaye, Museum 7 (12). — L. Pineau, 
Revue critique 21. 

21. M. Beck, Schwan und Schwanritter in der deutschen 
mythologie. BeiL a. Leips. stg. no. 55. 

22. P. Herr mann, Der Weltuntergang in der dentschen 
mythologie. Gegenwart no. 11. 

B. Sagenkunde. 

1) Mtattgr. 23. £. Schröder, WOlpenwert und Wülpen- 
sand. ZfdA. 43, 303 f. vgl abt 7, 71. 

bisher als 'Strand der Wölfinnen' erklärt Seh. verweist auf 
die schon von J. te Winkel gegebene richtige ableitung vom namen 



840 XUL Mjtkftki» n 

swtier «trandTöfd ^6 orooto wnlp', 'mniiiiiiis MqnatM* mid *6% 
kleine wnlp* [regenwnlp], 'numiiiiiis {AMoput*. dadnroh «ridirt 
sich auch eine bisher dninkle stelle im sgs. Lied Tom sesfehrer, 

24. K. Bohnenberger, KriemhOt — s. sbt 7, 79. 

25. W. Crameri Kriemhild. — s. sbt 7, 80. 

26. F. Stein, Die stammsage der Germanen und die tltesie 
geeehiolite der deutschen stimme, gr. 8*. 81 s. Erlangen, 
F. Junge. 

27. W. Oolther, Ein mingrelisdies SiegfriedsmArchen. 
ZfvglLg, 13, 46—50. 

28. W. Oolther, Über die sage von Siegfried und den 
Nibelungen IL ebd. 12(5 6). 

29. G. Matthaei, Radiger von Bechelaren und die Har^ 
lungensage. ZfdA, 43, 305—332. 

in der ältesten £usung der Thiftrekssaga heisst der bald 
BoÖolf^ die analyse der Erka-Berthaepisode, in der der name BoSoUi 
nicht wie sonst von den sp&teren bearbeiteni in RoUngeirr um- 
gesetst wurde, ergiebt, dass wir in RoAolf-RoAingeirr einen Diet- 
rich gleichgestellten, Attila gegenüber selbständigen könighelden su 
suchen haben, vf. findet ihn im HemlerkAnig Rodulf^ dem aeit- 
genossen Theodorichs, der 512 im kämpfe gegui die Langobarden 
seinen tod fand« die identität der beiden namen beweist, ausser 
dem freundschaf\sverh&ltni8 su Dietrich, die urkundUoke (832) be- 
aeichnung der Herilungoburg an der stelle, wo noch beute die 
ruinen der bürg Peehkm aagenomaMn werden, der sweite teil 
der eindringenden und ansprechenden Untersuchung handelt Aber 
die Stellung Rüdigers sum Harlungenmvthua. [der untMrgang des 
Herulerstammes bot die geschichtliche grundlage, an die sich 
mythische motiye sagengestaltend hinsugesellt haben.) 

30. 8. Bugge, Mythische sagn om Halvdaa Svarte og Haiald 
Haarfiigre. Arkiv 16 (1). 

31. L. Wagner, Tasso und die nord. heldensage. Enph. 6 (1). 

32. Evans, In quest of the Holy Graal, an introduction to 
the study of the legend. The Athenäum 3722. — vgl abt 15, 24. 

33. £. Wechesler, Die sage vom heil graL 189a *- s. abt 
7, 99. — vgl Jsb. 1898, 7, 106; 19, 56. -* ftmer rse. CfaL 28. — 
Salverda de Orave, Museum 7 (2l — E. Stengel, Ss. C frs. 
spr. «. Ut 21 (8>. 



84. W. Oolther, Tristen nttd lM>Ide im «poii dnoiA uad 
bOd. Bfihiid ud weit 1, 921 -»29« 

35. M. V. Dnfaaret, Les viriantas aUemandM dt U Mgend« 
de Bolaiid. Bsrvm bkiM l. Ur. 1% 2, no. 1. 4 S. 8. 10. lt. — 
vgl abt 7, 68. [Erginiang.] 

86. A. Oodart, La Mgendt d« Hildtbrand. Btvua naivar- 
attair« 8, 8, 84—47. 

37. C. Thnemmel, Mittalalterlicha yolkaaagea alt anadraok 
religite-poUtiaolitrk&iiipfe. [Samml. gemeinwiaa. vortr. n. £ 13. aeria. 
liaft 294]. Hamburg, irariagaanatalt 38 a. 

der kämpf dea in der mittelalterilehen UrcIieB* und ateaten* 
bildung aich daratellenden chriatentuma gegen daa awar ^oaaerliek 
überwundene, inneriich aber in der gro aae n maaae dea volkea nooli 
urgewaltige nationale heidentum' findet aeinen auadruck in den 
sagen vom ewigen Juden, von Tannh&uaer und der Oralaage. in 
der erateren klingt der Wodanglaube nach [?], die sweite iai 
kirchenfeindlich ala reaktion gegen den lebenafreude veraagenden 
druck der kirche augeapitati die letite atellt dem gegenüber eine 
Verherrlichung dea luttholiachen prieatertoma dar. der Tortrag tat 
anaiehend geachrieben. 



2) BndM fmmm. ArpiWtfl. sa B. Schröter, Die Argo- 
nautenaage und verwandtea. ein beitrag aur prfthiatoriachen mytho* 
logie. progr. Poaen. 28 a. 4^ 

liiwinilin 39. Julie Heidemann, Die deutaohe kalaeridee 
und kaiaemge im mittelalter und die falachen Triederiche. progr. 
Beiün, R. Oaertner 189& 4«. 40 a. 1 m. 

40. H. Siegel, Die deutaoben rechtabHeher und die kaiaer 
Karlaage. Wiener aitaungaber. hiat phiL 140. bd. no. 9, a. 1—34. 

weiat nach, *wie die legende Ton dem g roaaen kaiaer mit der 
aeit auch die rechtebaoher erfiMt und aie au < 



geberiacben thitigkeit miaoht hat*, dieae rechtabtoker aind dar 
' \ Oand- und kl 



Saehaenapiegel, daa land« und lehnrecktabuck' (der firthar i 
*8chwabeimpiegel*) ron 1275 und daa 'kaiaerreoht* aoa dem esde 
dea 13. jh. 

Lemre. 41. J. Soaonovie, BOigera Leonore und Ihr Ter- 
wandte vorwürfii in der europ&iachen und maaJaohen Tolkapoeaie. 
Waraohan 1893. — lec. K. Tiander, ZfvflLc. 43, 224— 23L 

42. J. Soaonovic, Zur finge nach dem abendlAndiaehen e|n- 
fluaa auf die alaviache und nmaiaohe pnaaia, Wanebau 1896. — 



242 XIX. l^tboloffe mU 

nc F. 8. Kraast, Krit jsb. d. romaiL pUL 4, 8, IM £ (b«lriflt 
die Leonorensage und die unverhoffte rfkekkehr dee fitten mir hoeb- 
leit eeiner frau). 

Pnxerie. 43. A. Schaube, Proxenie im mittelalter. progr. 
Brleg. 

Sek« iriM. 44. K. Campbell, A study of the romaaoe of 
the seven aages with special reference to the middle englisk ver- 
sionSL PublicatioDs of the modern language assodation of America 
14 (1). - vgl Jsb. 1898, 15, 76. 

48. H. P. B. Plomp, De middelnederL bewerking van het 
gedieht van den VII vroeden van binnen Rome. Utrecht, J. L. Bejers. 
65 s. 1,50 gl 

ausführlich besprochen von A. de Coek| Volkskunde 12, 
39—42. 

TeO. 49. £. Glaser, Die TeUsage und Schillers Wilhelm 
TelL Do* Ursprung der Teilsage. Der prakt. schnlmann 48 (6). 

50. A. Bernoulli, Die sagen von Teil und Stanffacher. 
eine kritische Untersuchung. Basel, K, Reich. V« 54 s. 

der erste teil giebt auf grund der neueren urkundliehen 
forschungen (namentlich des werkes von Oechsli, Anflknge der eid- 
genossenschaft) eine gedrtngte, klar Qbersichtliche geschichte der 
urkantone bis 1315. der kämpf gegen das hier die befrfiadung 
eines Alrstentums anstrebende haus Habsburg geht demnach bis 
tief in den anfang des 13. jhs. nach 1258 wurde der erste bund 
der waldstAtte als landfriedensbOndnis geschlossen, 1291 nach dem 
tode könig Rudol£i mit der spitse gegen das haus Habebuig er- 
neuert, zu aufstand und kämpf ist es ausser dem erfolglosen von 
1247 [Schwys, Samen, Unterwalden], sunichst 1292 [niederiage 
der gegen Osterreich verbündeten Schweiasr bei Winterthnr^ so- 
dann 1315 (Morgarten] gekommen, die kombination der Udan 
aufst&nde von 1247 und 1292 sugleich mit der umbiegung su 
glücklichem ausgang erfolgte durch die chronik im wetssen buch 
von Samen [oa. 1470]. hier auch die ansschmückung durch die 
einseinen sagen, die von B. kritisch gesichtet werden, die sage 
vom 'Ochsen in Melchi*, und vom 'Bade su AltseUen* wesden als 
geschichtlich möglich dargestellt und der seit vor dem auf- 
stand von 1247 lugewiceen. in der Tell-sage wird der mjthus 
vom apfelschuss von dem aufgesteckten hut und dem schuss in der 
hohlen gasse getrennt (hut auf der Stange mm seichen der reeht- 
mlssigkeit eines gerichtes. der bundesbrief von 1291 deutet an, 
dass von Rudolf nicht rechtmJkssig anerkannte, landfiremde richtet 
•ingesetst wurden, jenes ereignis also, samt dem raehescknss in 



Xn, B. iKfwlnuii»: $. lifnte. 848 

dir hohkn gaaM, «in« «rlniMnmc ui tolehtti wldirs|inioh). dh 
SUoffaoher Migt gebort dam «i£rtaiid von 1247 uu [Aa Wwnhi&t 
SUai&cher 'der Eitere' 1267 nrkiindlieh beMagt]. — ree. E. H— k, 
Schweif, arch. t xoOuk. S» 252—254. 



S) lipltal 6L R. Warnatsoh, Schle^Mshe legenden. Mltfeell. 
d. achlee. gee. f. Tolkek. 6, 20 — 29. 

forteetinng JA>. 1896» 10, 123, legenden ene Albendei£ 

52. F. 6. Henn, Die einhom nnd eelne deretellungen In der 
mittelalteriiolien knnet Kärnten«. Cerinthie 89, 78— 8a 

mit iwei ebbildnngen (von flOgeleltftren. die einhom springt 
in den echoae der Marin >* ankündignng der menaehwwdnng 
gottea). 

53. P. Albert, Die elnhomjagd in der litteratnr and honst 
des mittelaltera. Schaoinaland. 1898. 

54. Kr. Nyrop, 8t Ellgins, Aarb0ger 14, 156—166. a. abt 
18, 39. 

55. Z 5c hier, Genovefa pfiüifgrifin von Brabant Heraoga 
Protest, realencyd.' 6, 510. 

56. F. BrQll, Die legende von der pfaligrifin Oenovefh nach 
dem noch aogedruchten bisher verschollenen texte daa Johannea 
Seinius. progr. Prüm. 4*. 21 a. 

57. J. Friedrich, Der geachichtliehe heilige Georg. Mttn- 
chener sitsungsber. phiL bist 1899, 2, 159—203. 

der geechichtllelie h. Oeorg ist der im sosammenhang mit den 
arianischen Streitigkeiten 355 von Constantios an atelle dea abge- 
netstsn Athanasins snm biaehof von Akzandria eingeaetste Oeerg 
von Kappadocien. durch aeine gewaltthitigkeit ebcnao gegenüber 
der athanaaianischen partei wie gegenüber den beiden verhassti 
wurde er anf die nachricht vom rsgierangsantritt Juliane hin vom 
heidnischen pübel ermordet der in der legende anflretende 
tauberer Atlmnasius hat sein hiitorischee Vorbild wen In demaleian- 
drinischen bischof A., dem von arianiacher aeite achon aehr frühe 
der Vorwurf der magie gemacht worden iat 

5a A« Tobier, Zur legende vom heil Julianua HT« (achlnaa). 
Archiv 102 (1 2). — vgl Jsb. 1898, 19, 96. 

59. K. Weinhold, Sanct Kuaunemuaa. ZfVk. 9, 822—324. 

altea bild von 8t Georgen bei Heran; W. fthrt die Kummer- 

nussbilder anf umdeutung dea gehrünten Christus am hreuae surüek. 



344 UX. ](jtlMl«gi« iia4 

60. K. Ousinde, Sanot Kümmernis in SchlMdML MitlelL d. 
soUas. ges. t volksk. 6, 81—84. 

Kommerniadantellnngen in Albeodocf und NtiaM. 

61. H. OröBsler, Die sagen YonWinfiriad-Boni&tiiu. Kans- 
felder bl. 13, 123 — 147. 28 sagen aus gedruckten quellen sn- 
sammengestellt 

62. Bertha y. der Lage, Stadien snr Oenesinalegende. progr. 
d. Charlottenschule. Berlin, R. Oaertner. 4^. 23 s. 

fortsetsnog sn Jsb. 1898, 19, 90. der sweite teil dieser 
überaus huflich geschriel)eneD abhandluDg bietet eine übersieht über 
die verwertuDgderOenesiuslegende in der franidsischen, italienischen, 
spanischen und deutschen litteratur. [darunter Lope de Vega: Lo 
FiDgido Verdadero 1622]. aus der deutschen litteratur gehören 
hierher des freiherm v. Blombergs metrische bearbeitnng in seinen 
'Bildern und romanien 1S60\ sodann Lowes Oratorium 'Polus von 
Atella* und Weingartners oper 'Oenedus* 1892. 



4) •rtmgn. 63. K. Müllenhoff, Segen, mArchen und 
lieder der herzogtümer Schlesung-Holatein und Lauenburg, ana- 
statische reproduktion des 2. abdr. d. aufl. Yom jähre 1845. Kiel, 
M. Liebscher. LIV, 622 s. 10 m. 

64. Ders., Stapelholmer sagen. Heimat (KieL) 1898. s. lia. 
114. 219. 220. 

6r». A. Haas, (22) Sagen und era&hlungen von Stettiner 
kirchen und klöstem. BL f. pomm. volksk. 7, 1 — 11. 

66. Ders., £ine wnndergeschichte. ebd. 7, 158 £ 
matrosen geben eine entwendete abendmahlsoblate in ihr bier. 

das bier verwandelt sich in blut, sie selbst werden ta stein Ter* 
wandelt [wird als im jähr 1899 im Stolper kreise gesehehn er- 
sfthlt und geglaubt]. 

67. C. Spielmann, Sagen und geschichten ans dem Nassauer 
lande, f&r schule und haus herausgegeben, neos (Utel)aosg. VII 
und 160 8. mit 8 Vollbildern. Wiesbaden, H. Staadt geb. 1,60 m. 

65. Hepding. Segen aus der nmgegend von Gieesen. BL 
f. hees. volksk. 1899 (4) 15. 

69. W. Crone, Aus der heimat sagen und sagenhafte 
en&hlungen des kreises Bersenbrück. Lingen, R. t. Acken. 54 s. 
mit titelbl. 1 m. 



Xn, B. SHTHikui^a: ft. ügtmgm. 345 



70. H. Orössler, Dar gasandbrnnnen bei Donidorf a. d. 
Unstrut Muisfelder bL 13, 150—153. 

71. H. Grösfller, Acht« nachlese von sagen and gebrinchen 
der graffchaft Mansfeld ond deren n&chater Umgebung, ebd« 13, 
157—164. 

72. R. Eckart, Südhannoyerschee sagenbuck heft 1. hart« 
gegend. s. 1—64; heft 2. umgegend von Duderatadt, Northeim, 
G/sttingen« 0. 65—128; 3. hefi gegend von Moringen, üaUr, 
Münden, s. 129 — 158; i. heft. gegend von Einbeck, Daasel, 
8olling. 8. 159—226. Leipaig, B. Franke. 3,50 m. 

137 unnummerierte abschnitte nach den einielnen orten ge- 
ordnet die einseinen sagen sind nach den bekannten g rö s se r e n 
Originalsammlungen von Bechstein, Grisse, Kuhn-Schwarm, Weichelt 
bearbeitet die darstellung ist ansprechend und dem popul&ren 
rweck der auswahl angepasst. 

73. S. Salomon, Im lande der quellen, sage und dichtung. 
(Eifel-sagen). Trier, F. Linta. 12«. 127 s. 1,50 m. 

74. H. Rehm; Das hochland der Ei fei. historisch, topo- 
graphisch und landschaftlich, sowie in besug auf sage, kultur und 
volksieben geschildert neue billige (titel)ausgabe. 3 teile. 8^ 
Trier (1898) H. Stephanus. k 1,20 m. geb. k 2 m.; n. 5,40 m. 

1. die Nord- und Westeifel (1899). 236 s. 2. die hohe EifeL 
dsLA Kyllthal. der eifelbauer und sein heim. (III, 222 s. 1890). 
3. die'valkanische Eifel. (205 s. 1891). 

75. O. Schell, Bergische sagen 1897. — vgl Jsb. 1898, 19, 
121. — femer rec. Zs. d. borg, geschver. 34, 276 £; Annalen d. 
bist ver. f. d. Niederrhein 67, 157. DLs. no. 39. 

76. K. König, Thüringer sagensohats und historische er- 
i4hlungen. mit 18 illustr. von A. Jungheiarich und Gehrts. 4 hefte. 
2. ^titel)ausgabe. Leipsig, B. Franke. 3 m. 

1. Friedrichroda und Umgebung (IV und s. 1 — 48). 2. Ruhla- 
thal und Umgebung (IV und s. 49—106), 3. der HOrselbeig und 
Umgebung (III und 107 — 142). 4. Walterahansen und um«bung 
(III und 143—166). heft 1 ist in 3. aufl. erschienen (51 s). ent- 
halt 54 nummem, zun&chst 30 inhaltlich snsammenhiagende ge- 
schichtliche darstellungen auf sagenmissiger gmndlage ohne nihere 
quellenangabe. sodann lokalsagen (schata, sauberei, spuk), die 
sagen sind litterarisch bearbeitet, die Illustrationen geschmaokvolL 

77. E. Scholl, Historien und sagen aus der Alb. BL d. 
»chwib. albver. 10, 479. 



346 XIX. Mythologie uid 

78. J. Waibel und H. Flamm, BadiaeliM Mgenbneh. IL abt 
sagen Freibnrgs und de« Breiagaoa. 3. — 10. 11«%. Frelbnrg L B^ 
J. Waibel. XII, s. 59-350 mit abbild. ond 4 Uchtdr. k 0,50 m. 
komplett geb. 6,50 m. 

1. teil rec. v. £. H^K., Schweia. arch. l volkak. 3, 16a 

79. 0. Schal rer. Die sage von der Sibylle. Schwabenland 
2, 58 f. 

80. E. Reiser, Sagen, gebrindie und Sprichwörter des All- 
gftns. Kempten, J. Kösel. heft 14—16 je 1 m. — vgl Jsb. 1898| 
19, 139. — bringt fortsetaung der hochseitsgebrftoche [hoohaeite* 
Ordnung der Stadt Kempten von 1605]; tod and begribnis [trauer- 
ceremoniell nach einem 'klagebflchlein'l geselliges leben, (konkel- 
Stube; eingehend die kartenspiele; nachoarMhaft; snsssat und ernte; 
weidegang; hirtenfest; hebefest bei neubanten; nmsflge und tAnse; 
wildm&nnlestans in Oberstdorf; reiftana der ktkfer^ aberglaabe 
und Volksmeinungen, auch diesen heften sind gute Illustrationen 
von Ortschaften, alphatten und tänaen [wfldm&nnle) beigegeben, so 
dass die Sammlung wQrdig des durch die ersten hefte erwortaen 
guten namens fortschreitet s. abu 16, 162. 

81* N. C amenisch, Oeschickten und sagen ans Alt Fry 
Rhitien. heft 1 und 2. 12^ (s. 1—128). Daves, H. Richter 
1898. k 0.40 m. 

82. B. Reber, Sagen aus dem Saarthal in Wallis. Schweia. 
arch. f. volksk. 3, 339—343. 

83. £. A. Stückelberg, Glockensagen aus der Schweia. 
Schweia. arch. f. volksk. 3, 177—188. 

84. H. Raff, Geschichten ans dem Etschthal und aus dem 
Stubai. Zf\'k. 9, 77—80. 

der teufel in der sonne in Heran, märchen von der disteL 
der falsche hochaeiter. das fromme weibets. 

85. Ders., Zwei geschieh ten aus dem E\ts ( Vintsehgan). elxL 
9. 80 f. 

die katze, die band auf dem grab. 

SO. M. Moser, Sagen aus Triaen. Carintkia 80, 153—155. 
schatxsagen, aalige trauen, hexerei. 

S7. V. P. il) Sagen ans dem MilstAdter seegebiete, ebd. 
89, :57— 4o. 

8S. Fr. FranzisBi, Der Untergang der Stadt Riss, volks- 
sage. ebd. si>. 4«) -42. die schwarM frau s. 42—44. (schata. — 
Schlangensage.) 



nx. B. lifwkiai»: 4. nttm^m. 847 



89. IL Moser, (3) Stfen Mit d«m GMnohftitliate. «bd. 889 
51-67. •ilbergnibe Im Oswaldberg. 'Oswaldibrünnl*. 

90. J. V. Ehrftld, (2) Sagen ans Kirnten, ebd« 89, 88— 9L 
venmneehenee aoUoee mit Mäloeefimn and hnnd. «ige Tom 
Krapfenbeok-Simmele (Tolkaheld, r&nber). 

91. A. Hanffen, Splitter. 1. MitteiL d. Ter« £ geeeh. d. 
dentech. in Bl^hmen, 87, 467 t 

bildliclie dantellang der sage vom Heafel in der kiielie* ans 
dem 16. jh. 

92. J. Handeck, Sagenhaftes vom fnsse des Kdchberges. 
KitteiL d. nordböhm. excnrs.-clnbs. 22, 284; femer ebd. 32, 285. 

93. E. Alliger, Sagen ans dem Adlergebirge nnd dem 
ErUtsthale. ebd. 22, 148—150. 

94. H« Sehukowits, Kriegs- and schlaohtensagen ans dem 
Harchtliale. ZfVk. 9, 377—389. 

95. Braansdorf, Die lutchensage in der Lanaits. Oebirgs- 
freand 10, 26 C 

96. Oander, Sagen aas dem gnbener kreise. Niederlaositaer 
mitteil. 5, 368—374. 

97. W. Nehring, Dritter bericht ftber oberscMesJsche er- 
t&Uangen. MitteiL d. schles. ges. £ volksk. 6, 41—51. 

9a A« Eichner, Anekdotenhafte sagen, ebd. 6, 29 £ 

99. Mann, Oberlaositaer waldsagen. Oebirgsfreond 10, 87—89. 

100. C. Beyer, Aija, die sehensten sagen aas Indien nnd 
Iran, mit 8 bildem von L. Haschenrenter. 4. ond 5. tansend. 
Leipng, C. F. Amelang. Xu, 451 s. 2,50 m. 

101. J. V. d* Zeekant o. a., Sagan. 0ns Volksleben 11| 
78—80; 173 £ nnberhesen; tOrkenseit — vgL abt 16, 124. 

102. Ders., Sipparim. sammlang jQdischer volkssagen, er* 
i4hlongen, mythen nsw. 8. bftndchen. Prag, J. B. Brendels. 
[Jüdische oniversalbibL 71]. 146 s. 

neben novellistisch tagestatsten gesehichten, gesoUehtUehe er* 
t&hlungen mit volksmissigem einsohlsge. 'Chmel' [Mname des 
kosakenhetmans Chmielnicki] ein bild der jodenveriolgongen in 
Polen. 'Die flagellanten oder Frankfurt im jähre 1346'. bietet 
reiches volkskandliches material ans dem jO&ohen fiunilienleben 
und braoehe. 

103. I'jMeOgnr og mnnnmmU. MTttsaln. J6n 



348 U^- MjtlMlogit ud 

PorkeUson hefiir bÄi6 andir prenton. Reykjavik. Blgftm Ey- 
mundsMii. IV, 448 ■. 2 ilL *- rte. F. York-Powdl, Volk- 
lora 10, 4G1. 

lOaa. H. F. Feilberg, Fortollisgen om Tobias et folkeaventyr« 
in Dansk tidaskrifl udg. af J. Appel og L. Molteeeo. 

103b. KWigstrOm, Folktro ock signera. 85^212. Nyai« 
bidrag h. 65. 

fortsetsuDg lo Jsb. 1898, 19, 179. — bericktet von jittar oek 
troll, vättar, skogsra, näcken, havsru, tomteo, eodana von dem 
aberglanben, der sich an die ckriatlicbe lekre gekAngt bat^ i. b. 
von dem glaul)en an himmebbriefe, von jul oek peak, d(j&valen ock 
ktlvetet, von I>e8trafang Itsterhafter reden, vom umgeben nack 
dem tode, von kirckensagen, von spuk and mitteln dagegen, and 
von wiedergftngem. 

104. Jak. Jakobsen, Fifnnike folkesagn og »ventyr. L k»fte. 
Kabenhavn 1898. — vgl Jsb. 1S98, 19, 169. — rea Ooltker. 
DLa. 1899, 939 t 

105. Jakob Jakobsen, Fa^nroke folkesagn og eventyr nd- 
givne for samfund til udgiveliie af gammel nordiek lltterator. 
2. hmhe. EBbenhavo. s. IGl— :i20. 4 kr. 

fortaetsang der vorigen no. %-olkasagen no. 55—90. m&rcben 
no. 1 — 21, tarn teile in mehreren von einander vemckiedenen 
faaaungen. 

106. Asbjtfrnsen og Moe, Norake folkeeventyr in Konke 
klasaikere i tidvalg ved Arne Lücken og Moltke Moe. Kr**, 
H. Aachekoug Sl co. preis des keftes dieser sammlang je 50 sre. 

107. P. Chr. Asbjsrnsen og Jsrgen Moe, Norake folke- 
eventyr fortalte. Fa*llessamlingen. revideret odg. ved Moltke 
Moe. I: XII. 227 s. U: 219 s. Kr^, Asokehoog. 5 kr. 

1103—107 Oebkardt.) 



3) ürrbei. 108. Jak. und W. Orimm, Kinder- und kaoa- 
märchen. mit erinnerungen an die brüder als einlsitangt hrsg. v. 
H. Grimm, grosse ausgäbe. 30. aufl. mit 4 aquareUen von 
V. \\ Mohn. BerUn, Besser. XXXI, 507 s. geb. 4 m. 

109. J. Bolte, Bunfes Sammlung rum&niseker mirchen ans 
der Bakowina. ZfVk. 9. ^i—SS: 179—181. 

regesten von ruminischen marchen aus einar 1952 abge- 
achlnsssnsa ksndsckriftlichsn sammlnng, (Wiener kofbibUotkek 



XIX» B. 8«f«k«»40: ft. müAm. 84« 



BO. 13571.) dtn daidaaii numBi«» mnd dl« entqMTMhiiidta T«r» 
weisaiigen «nf doatMhe mircben beiseftgt 

110. PaoliiM Schnllera«, Binhrigclw» ▼olkiwirohi mis 
AIml StobMb. konbL 22, 4-0. 

1. könig aoheidTogoL 

111. A« Wüiitohe, Dm wasMr des lebens in den mirohsn 
der Völker, eine mirehenTeri^elehende ttiidie. Zfv^Lf. IS, 
166—180. 

112. J. M&kly, ICirchen, ei«e| mytbiie. Ze. t koltgeeoL 6, 
447—466. 

113. C. Jarksoketi LitMÜeoke miroken and enihlnny, 
ans dem volke geeemmelt und in vereckledenen dielekten, be- 
•ondere in der gelbrteter nuu 1. teil. 62 miroken nnd er» 
Biklnngen im gelbrester dielekt brtg. von der liUoieek-litte- 
reri«2ben geeelleckeft so Tilsit 189a Heidelberf, C. Winter, 
nniversititsbiiokksndlQng in komm. 1898. 144 s. 4 m. 

den litenisehen texten ist eine wörtlicke dentseke übenetsnng 
beigegeben, die miroken, vom v£ ans eigner jngenderinaerang 
und SOS dem munde von mirckenersftklem sn^eaeicknet| geben 
teils vsrisnten so bekennten typen [1. der domme Hsns. & der 
Dtomling. 36. drei wünsoke. 37. Hans ond Gmte], teils sind es 
augensckeinlidi originalspisse ond anekdoten. [eine reike kleiner 
tlerm&rcken, judenspisse.] das vom vfl besonders kervorgekobene 
'die 3 rösslein' [no. 63] ist seinen einseinen bestendteikn nack 
leiokt auck sonst nadiweisber, in der vorliegenden sosmumb- 
setxong aber originell vü verspriekt in einem sweiten teil eine 
abersid&t über die litaoiseke mlrokenlitteretar so geben nnd in 
einem beeondem boeke simtlioke ikm bekannte litaniseke atiroken 
in deotseker übersetsong so veröffentlicken. 

114. J. Koneewios, Drei kOndcken; ein sUbemes, ein 
goldenes ond ein diamenteneSi litenisckes mimben' in deotsoker 
übersetsong. MitteiL d. litaoiscken litter. gee. 23. keft (IV, 5^ 
463—470. — die bekekrong eines geiikilsse. ebd. 84, 598— S80. 

115. Ä. Janolaitis, Litaoiseke aalrelisn. ebd. 24 (IV, 6), 
516—527. 

von den 'Lanmen* «« götlUeke weses, die als ^ianeriaaen ond 
kinderfraoen den menseken keUen« 



116. Tk. Bognir, Zor geeekiokte der waaderaag der a^ir- 
cben. (magyarisek.) Emtem. pkfloL köslöny 28, 318—323; 
572 f. naoktrag von L. Ki^tooa. 

so einigen in der aaagyariscken Utisrator fe t we nd e l en eekwank* 



360 XUL Mjtbolagi« luid iin«lmi4§ 

■toffen (midohan und milchtopf^ der einfidtige baner) wird dk 
quelle angegeben. 

117. L. Kalo na, Die geschichten der geeta romanomm in 
ungarl&ndiacben bandiicbriften. [magyariaoh.] Egyetemee pUloL 
köilöny 23, 306—318. 

unterscbeidet 3 gruppen: 1. direkte übenetinngen aus den 
O« R. 2. benüUung gemeinsamer quellen mit den O. B. 3. b«- 
nütmng sekundärer quellen, die selbet echon aus O. R. geachöpft 
haben, su 1. gehören die geschichte vom achmied Focua (O. R. 
^^g' «^7)» ^rts veritatee' und 'de amore inordinato*. 

118. Reinhold Köhler, Kleinere achriften« 1. aar m&rchen- 
forachung. hreg v. J. Bolte. 1898. — vgl Jab. 1898, 19, 185. 

— femer reo. Ethnographia 10, 324; Fr. v. d. Leyen, Nat stg. 
no. 190. — Th. Bognir, Budapeati asemle no. 268, 141— U5. 
Jellinek, Beil. s. allg. atg. no. 209. — Ouat Heinrich, Egyetem. 
philol. köilöny 23, 360—363. — V. Henry, Revue critique 35. 

119. R. Köhler, Die p&dagogiache bedeutong des mirchena 
und seine l>ehandlung. Neue bahnen 1899, 156—166; 210—218. 

120. A. Ehrenfeld, Schulm&rchen und andere beitrige war 
belebung des deutschen unterrichte nebst einem anhang von schaler- 
arbeiten. [Mitteil. d. ges. f. deutsche spr. in Zürich, no. 4j. 
Zfirich, SpeideL 2,40 m. 

121. Th. Devid^, Kind und m&rchen. Prager sammL ge- 
meinverst. vortr&ge. no. 244. Prag, Fr. Hirpfer in komm. 20 s. 
10 kr. 

mit gutem p&dagogischen takte, der den mirchen von hause 
ans innewohnende monJisierende sug wird dabei jedoch verkannt. 

122. Ders., Volksmärchen aus Pommern. BL £ pomm. volksk. 
7, 81 f. 161 — 163. 

die teufelspriniessin. der dumme Hans. 

123. O. D&hnhardt, NaturgeechichtUcha Volksmärchen 1897. 

— vgL Jsb 189S, 19, i;«5. — femer rec. 0. Jiriciek, Mitteil. 
4 schlet». ges. f. volksk. 6, 37 f, 

124. M. Landau, Daa märchen vom blendwerk. a. abt. 2, 91. 

125. J. Poirot. Sur la fable du meunier, aon fils et l'ine. 
Neuphil, mitteilunicen < HeUingfom^ ir>. mkn, 

126. Knaak. Die saugen ie tochter. ein beitrag anr vtrgL 
Volkskunde. ZfvglLg. 12 ^5 6>. 



XIX, & i i g w lnn iii: «. mBtfAm. 851 

127. A. Braiik, Za 0«U«rts übfin und eniUliiifleii. BL £ 
pomm. Tolksk. 7, 63. 

WUT fübelf 'die witwe* wird aaf dat miiüli«ii *K«|g and Kata- 
mann* (BL f. pomm. Tolksk. 2, 120). bq 'Der behente entecUiiM* 
auf ein gedieht gleichen Inhalts von 1618 hingewieeen. 

128. R. F. Kai n dl, Rntheniache m&rchen und mythen aoa 
der Bukowina. ZfVk. 9, 401—420. 

129. Ä. Haas, Schnurren, schwanke und en&hlungen Ten 
der Insel ROg^n. Oreifiiwald, Julius Abel. 139 s. 2 m. 

enth&lt einen abgerundeten teil der nachlese des vf. su seinen 
'ROgenschen sagen und marchen'. die Sammlung bietet 110 no., 
alle in echtem Volkston, sumeist lebendery mündlicher überlidTerung 
entnommen, fundort oder quelle sind flberall angegeben* neben 
anekdoten vom alten Trits und pastorenschwanken auch einige 
weitverbreitete schenmarchen (15, vom teufel, der den heiL geist 
aufgefiressen hat; 53, eulenspiegeleien; 91, die lispelnden Schwestern^ 
schats und Tuksagen*. [Pnk, ein glück oder unglück bringender 
bauskobold]. suletst ratsei und ortsneckereien« su einaelnen no. 
sind kune litterarische verweise sagegeben, das büchlein ist schön 
ausgestattet und macht so auch ausserlich einen angenehmen ein« 
druck. — rec Brunk, DLs. no. 32; K. W., ZfVk. 9, 342 f. Br., 
BL t pomm. volksk. 7, 144. 

130. Jentsch, Dorfiieckecelen in der Niederianstta. Nieder- 
laus. mltteU. 5, 125 f. 379 t 

131. J. Leniscb, Die Schluckenauer firau. MitteiL d. nordb. 
ezcurs.<lubs 22, 58 f. 

4 volksm&ssig sugestutste anekdoten. die erste ers&hlt die 
flucht eines giitner-sklaven mit der sultanstochter. 

132. Ders., Schwank und streich aus Pommern. BL £ 
pomm. volksk. 7, 40—42; 52—54; 82—84; 119—121; 163 11 

133. Ders., Allerhand schnurrpfoifereien. ebd. 7, 142—144. 

134. 0. Knoop, Allerhand sehen, neckereien, reime und er- 
sahlungen über pommersche orte and ihre bewohner. ebd. 7, 
145—150; 188. 

XMerflUM. 135. A. de Cook, Het sMlkvroaw^ en de 
melkpot Volkskunde, 11, 232-235. (vgL Jsb. 1898, 19, 210.) — 
vlaamsche sprool^trekken en hunne verwandschap in den vreemde. 
ebd. 12, 49-57. 

136. Ders., Sprool^ uit den vreemde. 0ns volksleven 11, 
114—118. 

5. de gouden visch. 



352 n 

137. Ä. T. <L Zeekant, AfrUrmnigehe foUdort. «bd. 11, 
193-196. 

8 tiennirehen wom ÜMati^t 'Diz annta «d Sqiialoria*. 



138. P. da Moni und A« da Coek, Dit 1^11 ▼laawacha 
talaala, nit dan volkimond opgaachravao. 1898. — vgL Jab. 1898| 
19, 209. 

farnar rac A. Haaa, BL t pomoL volkak. 7, 48. H. Oaataa, 
MAluaiiia 9, 167. 

A. Scholleroa; mit baltriiiaii von J. Bolta und A. Gabhaidt. 



Yolkilninde. 

A. AUfWMian — B. Brmiefa nad titta. — C. Haas aad traiht — D. ähm^ 
fflaaba. — S. VolkaaMdiitn. — F. Hm^laaW.) 



A. AUgamainaa. 

1. Zaitachrift daa varaina (tr volkaknnda, hrag. t. K. Wain* 
hold. 9. Jahrg. Barlin, Aahar. 471 a. 12 m. 

2. Zaitachrifl Ar öatarraicbiacka Tolkakimda. rad. ▼. ML Habar- 
landt 5. Jahrg. Wien und Prag, Tampaky. 4 fl. 80 kr. 

dia ainialiiainiiiarii aua diaaar laitachrift wardaa im niahatan 
Jab. nachgatragan werden, rac. MittaiL d. nordb6hm. asciira.-cloba 
22, 202 £; 300 C 

3. Mittailongan daa Taraina Ar aichaiacha Tolkaktomd«. krag. 
T. E. Mogk, 1899, HO. 9^12. dasa: bailaga [yaralaaiiaohrlehtan 
und bakanntmachaagan). 

4. Unaar Egariand. krag. ▼. A. Joka. 3. i«krg. qo. 1—6. 
4«. 66 a 

rac MittaiL d. nordb. axoiira.-clQba 22, 299. 

5. BUttar Ar kaasiacha volkakunda. kng. im aoftraga dar 
rareinigung Ar heaaiacha Tolkaknnda. rad. ▼. A. Strack. 1899. 
1—6. 4*. 

6. Fragabogan nur haaaiackao voUvkanda. BL £ haaa. Tolkak. 
1699 (1) 2—4. 

7. Mittailongan und nmfragan war bajariaeban rolkakaada, 
krag. TOB O. Brannar. 5. jakrg. 1899. na l--i. 4^ 



XX, A. Allgwmmai 353 

8. Fördert die bayrische Tollukande. fhigebogen. bell la 
den MitteiL und umfr. s. bayer. volksk. 1899 (2) 4 t. 

9. Mitteilungen der geeellschaft f^ jüdische Volkskunde, 
hrsg. V. M. Grunewald, heft 2 und 3. Hamburg, Selbstverlag 
d. ges. 1898. 89, 90 s. 8^ 

rec G. Minden, ZfVk. 9, 341 f. 

10. Schweiserisches archiv ftir Volkskunde, vierteljahrschrifl. 
hrsg. V. E. Hoffmann-Krayer. 3. jahrg. ZOrich. 8^. 348 s. 

11. BUtter für pommersche Volkskunde, hrsg. v. O. Knoop 
und A. Haas. 7. jahrg. Labes, A. Straube, no. 1 — 12. 8^. 

188 s. 

1 2. Mitteilungen der schlesischen gesellschafl fär Volkskunde, 
hrsg. V. F. Vogt und 0. Jiriciek. jahrg. 1899. heil 6, no. 1—5. 
8^ 82 s. Breslau. 

1 3. Rogasener familienblatt. beilage sum Rogasener wochen- 
hlatt. hrsg. v. O. Knoop. 2 (1898) no. 1—22. 88 s. 

die volkskundlichen beitr&ge sind susammengestellt in Bl. f. 
pomm. volksk. 7, 80. 

14. Die Donaulinder. Zeitschrift ftlr Volkskunde, mit be- 
rücksicbtigung von handel, Industrie und Verkehrswesen in den 
l&ndem der untern Donau, hrsg. v. A. Strauss. Wien, C. Gräser. 

rec. K. W., ZfVk. 9, 96 f. — A. v. Böhm, Mitteil. d. geogr. 
ges. in Wien. 42, 191 f. 

ir>. Brückner, Ortsgeschichte von Gersdorf bei Reichen- 
hach O. L. Neues Lausitz, mag. 74, 15—72. 
8. 61 — G6 sur kultur- und Sittengeschichte. 

16. G. Gierl, Kiefersfelden. München. Selbstverlag. 

rec. O. Brenner, Mittail. u« umfr. s. bayer. volksk. 1899 
(4) 4. leuchtendes vorbild für Ortsbeschreibungen*. 

17. Luise Gerbing, Das dorf Wahlwinkel in seiner innem 
entwicklung. ein beitrag sur Thüringer Volkskunde. Aus der 
heimst 2, 158—160; 161—172; 177—189. 

landwirtschaftliches, flurordnung; flurteilung. 

18. Fr. Guradse, Der bauer in Posen, beitrftge sur gesch. 
der rechtlichen und wirtschafUichen kebung des bauemstandas der 
jetxigen provins Posen durch den preussischen Staat, von 1772^ 
1805. Z^ d. hist, ges. d. prov. Posen 13, 243—339. 

19. Staudinger, Ernstes und heiteres aus Mecklenburg. 
ß. abt, 16. 83. 

JakTMbcrklH fir s^msImIi« pkOoloci«. ZXI. (im,) 28 



354 30. YoUnlnMto. 

20. Hmas Meyer, Die deuteche Tolketam. 1898. — TgL 
Jeb. 1898, 20, 22. — ferner rec. CbL 124. — B. M. Meyer, 
ZfVk. 9, 18—24. — 6. Sehaltheiss, Beil. i. all«, stg. oo. 23. 

— Eoedderits, MitteiL a. d bist litt 27 (4). — J. Loserth» 
ZftO. 50, 764— 7C6. — E. H— k, Scbweis. arek. t volkik. 3, 166 t 

— Andree, OlohuB 75 (10). — O. Brenner, Cmfr. und mitteil. 
I. bayer. volkak. 1899 (2) 4. — Blodau, O^-mnamom 17 (9). 

21. £. H. Meyer, Deutache volkekunde. 1897. — vgl. Jab. 
1898, 20, 20. — femer rec. A. Schulleru», Lithl. 393—395. — 
Mach, DLs. no. 12. — Jiricsek, ZfdPh. 3 (4). — Englert, 
Bayer, m. f. Realsch. 7 (4). 

22. Weller, Wandlungen des Württeml>erger volkalebens im 
19. jh. Warttemh. staataani. 1898. e. 17G0. 

23. L. Schmidt, Maßliebchen, volksknndlichefl ana dem 
hersogtum Gotha Goth. itg. 1499 no. 60. 

24. A. Haas, Ein kapit4>l au« dem Volksglauben und volka* 
brauch in Pommern, ans: Beitr. tum 25jihr. jubilium des herm 
gymnasialdirektors prof. H. Lomcke. 1S9^. h 221 — 245. — rec. 
IL W., ZfVk. 9, 103. 

25. F. Umlauft, L&nderkunde von Osterreich-Uagam« in: 
Die pflege der erdknnde in Österreich 1848—1898. festackhü. 
[MitteiL d. k. k. geogr. ges. Wien 41, 12.; s. 132—161. 

giebt auch eine übersieht über die einschlagige etknologiacke 
litteratur. 

2G. O. Ho ff mann, Volkatfimliches aus dem preuasisehea 
Litauen. Mitteil. d. schles. ges. f. volksk. 6, 1 — 10. 

27. H. Jantien, Zur Volkskunde und kulturgeaehichte der 
Donauländer. Allg. stg. bei! i:>9 160. 

2S. Ders., Bibliographie über schweiserische volkakonde fiir 
das jähr H9s. Seh weis. arch. f. volksk. 3, 59— GS. 

2!«. K. H o f fm ann-Krayer, Bibliographie über schweiseriache 
volkttkiuiie für das jähr \^m. Seh weis. arch. f. volksk. 4, 65—72. 

30. Zeuimrich, Deutsrh<»8 und frans« »sisches Volkstum in 
der Schwell, Ghi^us 75 «9). 

31. O. Dähnhardt. Vnlkstumliches aus Sachsen, s. abt. 
16, f}^. — femer pt. F. V-.gt. Mitt. d. schles. ges. f. volkak. 
6. 39 f. — Mi-nfce. Gymnasium 17 (19*. — Knoop. BL f. pomm. 
volksk. 7, 7s i. 



XZ, ▲. lOfMiiMi. 856 

32. Der«., Dm aiohiiidie Bonwland. 1808. — TgL Jab. 
1898, 20, 21a. — im. F. Vogt, ICttelL dL gM. £ »okks. Tolkak. 
6, 92. — A. Schulleni«, Stobmb. kbL 82, 84—86. 

as. A. Sohalleru«, Volkakond«. Eneyklop. hudbw d. pid. 
von W. BaiiL VIT, 455—460. 

begriff and gMohiehte der Tolkakonda. die einaelntn gebiete, 
bedentnng ftr die endehnngMchnle. 

34. O. Dihnherdt, Volkakiuide und eohnle. Zfdü. 18, 1—13. 

35. A. Jolin, Ooetlie und die Tolksknnde. Unser Cgeriand 
8, 61-63. 

36. A. de Cook, De beteekenie der fblkkm. Volkaknnde 
11, 253— 25& 

37. A. Haas, Die amateur-pkotograpkie als mitarbeüeria auf 

dem gebiete der voUukonde. BL £ poma. volkek. 7, 46—47. 

• 

38. L. Scbermann and Fr. 8. Kranes, Allgemeine metkodlk 
der Tolkslrande. Eriangen, F. Jange. IV, 134 s. 

WC K. Weinhold, ZfVk. 9, 448 £ CbL 1410 £ A. de 
Cook, Volkskonde 12, 106. 

39. K. Knorta, Folkloriatiaobe streifirtge. 1. bd. Oppeln, 
O. Maake. 431 a. 5 m. 

40. C. Klöpper, Folklore in England and Amerika. [Nea- 
sprachL abhandl. ans dem gebiete der phraeeologie osw. 8]. Leipaig, 

C. A. Koche bachhandlang. 61 a. 1,60 m. 

bietet eine gedringte loeammenatellang ^der wfehtigiten aber- 
gl&obiachen gebiiache and anachanangen* bei Engländern and der 
eagliach redenden bevölkerang Amerikae nach den Tereohiedenan 
einielgebieten, die fllr Amerika reicher gegliedert aind ala ftr Eng* 
land. [hochaeit, wetter fehlen hier.] kennaeichnend iat^ daaa der 
■eemannaabei^lanbe doch eigentlich sarg vertreten tat Der amefi- 
kaniache abcvglaobe iat aoa 'Carrent aaperatitiona* Ton Fanny 

D. Bergen (Boeton 1896) geschöpft. 

41. R. Wnttke, Siehaiaohe Tolkakonde. anter mitarbelt 
von J. Deicbmüller, O. Danger, H. Ermiach, K. Franke, 
O. Oraner, C. Oarlitt, A. Karswelly, E. M ogk, IL Rentach, 
S. Rage, E.O. Schalse, 0. Seyffert, J. Walther. mit 260 an- 
meiat nach originalselchnangen angefertigten abhtldangen in hola- 
achnitt, dnk- and kapferfttsang, 4 tafeln in ferbendraok and einer 
karte vom königreich Sachaen. Dreeden, G. Schönfelda baohhand- 
long 1900. Vm, 620 a. 10 m. 

28* 



356 ^^^ ▼olUronde. 

enthlüt: L Die grandlagen de« Volkslebens: Dm eichsieohe 
Und (Rüge); SacheenB vorgeechichtlicbe leit (DeichmOller); Terianf 
und formen der bededlong (Schulse); die anAnge des e i ch ei ichen 
et&dte Wesens (Enniscb). IL Die bevölkerung: stsnd and wschs- 
tum ; die bevölkemngsgliedening; verbrechen und Selbstmord (Wnttke). 
III. Ans dem geistigen leben des Volkes: volksdichtnng (Danger); 
der obersftchsiscbe dialekt (Franke); sitten nnd gebrinche im kreis- 
lauf des Jahres; aberglaabe und volksmythen (Ifogk); spräche nnd 
volksdichtnng der Wenden (Walt her); volkssitte, brauch und aber- 
glaube bei den Wenden (Rentsch). IV. Das künstlerische wollen 
des Volkes: die dorfkirche (Ourlitt); haus und hof im sachsischen 
dorfe (Oninerh die bäuerliche kleinkunst (Kursweliy;; die wen- 
dische, vogtlandische und alten burginche Volkstracht im 18. und 
19. jh. (8e}'ffert); die sukunA der Volkstrachten (Ourlitt). — ein 
innerlich und ausserlich vornehmes buch, das sum erstenmal den 
versuch macht, die aus der so reich sich auübreitenden volks- 
kundeforschung fliessenden ergehnisse in ein gesamtbild xusammen- 
mfassen. mustergiltig ist die breite grundlage dieser Volkskunde, 
die nun in der that das gesamte Volksleben, nicht nur die kuriosi- 
taten, SU verarbeiten sich l)emüht, das buch ist aus vortragen er- 
wachsen; daher einerseits bei aller knappheit der gehobene ton der 
darstellung. andererseits al^er auch die Verschiedenheit der l>e- 
handlungsweise. wahrend einielne al»schnitte. so namentlich der 
Ober die bevölkening, al)er haus und dorfanlage. Ober das Volks- 
leben der Wenden, ül)er den obersachsischen dialekt, die einasl- 
daten susammenstellen, giebt der aufsats über die Volksdichtung in 
Sachsen zugleich eine, den neuerlich geäusserten anschauungan 
gegenüber konservativ erscheinende theorie der Volksdichtung, nnd 
Mogks aufsatse ül)er sitte und aberglaube dürfen geradesu den an- 
spruch erhel>en, als allgemeine prinxipiendarlegung der volkssitte 
und des Volksglaubens zu gelten, nach anderer richtnng weichen 
die etwas knappen abschnitte ül>er die tracht von der rein syste- 
matischen aufsahlung ab. es wird hier ziemlich skeptisch von der 
sakunf\ [und dem alter] der tracht gesprochen. — obwohl sun&chst 
für weitere kreise zur volkskundlichen anregung bestimmt, wird 
das werk doch auch bleil)enden wissenschaAlichen wert behalten. 
* rec. BeiL z. allg. ztg. no. 2S7; Unser Egerland 3, 65. 

42. A. Zweck. Litauen, eine landes* und Volkskunde. 

1 Deutsches land und leben in einzelschilderungen. L landschaAs- 
[unden.] mit Ol abbildungen, 8 kartenskizsen und einer grossen 
karte der kurischen nehrung. Stuttgart. Hobbing und Büchls 1898. 
VIII, 152 s. — rec Korrbl. d. ges.-ver. d. d. gesch.-ver. 47, 204. 
— femer ZfVk. 9, 97. 



XX, A. All g t iMiii M 367 

43. R. Fr. Kaindl, Ethnographische ttreifiüge in den Ost- 
ksrpsthen. beitrige snr hsosbsuforschong in (>Btarreich. mit 
74 illoBtr. Wien 1898. [sep.-abdr. a. MitteiL d. anthrop. ges. in 
Wien 28, s. 223— 249.J 4^ — rec K. Weinhold, ZfVt 9, 106. 

44. F. Schmits, Volkstümliches aus dem Siebengebirge. 
Rhein. gesch.-bL 3, 25-32; 61—64; 78-87; 104—114; 177—188. 

45. H. Hepdingf Volksknndliches aus Grossen • Linden. 
MitteiL d. oberhess. gesch.-ver. 8, 225 — 245. 

beantwortung des Fragebogens cur hessischen yolkskunde. lieder 
und sprachliches ist ausgeschieden, reiche mitteilungen über aber- 
glaube und volksbrauch (hochseit). 

46. A. John, Allerlei aus der Sommerfrische. Unser Eger- 
land 3, 49—53. 

47. £. Lemke, Volkstümliches in Ostpreussen. 3. teil. 
AUenstein, W. E. Harich. XV, 184 s. 3,50 hl (I— UL 9,50 m.). 
n, abt 16, 84. 

48. L. Frinkel, Volkskundliches aus Johann Wilhelm WoUb 
Kölner jugenderinnerungen. s. abu 16, 75. 

49. J. J. Hoff mann, Trachteui sitten, br&nche und sagen 
in der Ortenau und im Kiniigthal. Lahr L B., Chr. Schömperlen, 
nachf. U. Hassler. 8». 176 s. 2,50 m. 

1. abschnitt: Trachten, sitten und br&uche. s. 1 — 78. IL ab- 
schnitt: Sagen in der Ortenau und im KindgthaL s. 79 — 176. 
die Schilderungen von tracht und sitte in den genannten Schwars- 
waldth&lem machen den eindruck unmittelbarer firische und verliss- 
lichkeit der vf. kennt offenbar das Volksleben dieser thiler gut 
doch serreisst die einteilung nach amtsbesirken und dörfem den 
einheitlichen eindruck und nötigt xu Wiederholungen, auch die 
sagen — meist historische erinnerungen, einige schata- und hezen- 
sagen ~ erscheinen, obwohl quellenmangel fehlt, verlissllch und 
aus dem volksmunde selbst aufgeieichnet inhaltsangabe and Sach- 
register fehlen, das buch ist gut ausgestattet, doch hätten die 
knappen angaben über die tracht recht wohl sine erl&utemng dorch 
Illustrationen vertragen. 

50. H. Uhl, Absroth. Unser EgerUnd 3, 42—45. 63 t 
dorfanlage. tracht 

XMerülAMft. 51. Volksknnde, t^dschrift voor naderland- 
sehe folklore onder redaktie van P. de Mont en A. de Cook. 
11. jaarg. 11.— 12. aflevering. 12. jaarg. 1.— 11. afl. Gent 
Deventer. 



358 XX. YolktkuiU. 

52. Odb volkalaveiif t^cbekrift Toor Ual-, volk»- «a OQdbdd- 
knnde, onder laiding van J. Coraelisteii en J. B. VerTÜat 
11. JMTg. Brecht 240 •. 

53. A. HaroQ, Bgdrm^ tot te folklore der vlaAmsehe aee- 
kuat Ona volkaleven 11, 125—133. 

flUMÜniivh. 54. Scandinavian folk-lore. iUnatratioiia of the 
traditional belieft of the Dorthem peoplee, seleeted and tranalated 
by Wm. A. Craigie. London, F. S. A. 8oot. London 1890. 

reo. F. York-Powell, Folklore X, 459-^61. 

55. H. F. Feilberg, Danak Bondeliv, aaaledes som dat 1 
Mandes Minde ttirte« navolig i Vestjytland. anden del. Kjaben- 
havn, i kommiaaion hon O. E. C. Oad. IV und 212 s. 

als reichhaltige Sammlung gelobt von K. Weinhold, ZfVk. 
9, 457 f. 

H. Brauch und sitte. 

5G. L. K., Einige volkabr&uche und volkameiunngen ana dem 
Wölfelagrund. Mitteil. d. echles. gee. f. volkek. 6, 11—15. 

57. P. Otto, Gebrauche und spiele, somie aberglauben aoa 
Fröhden. Zi'Vk. 9, 441—444. 

58. Freybe, Züge nrter rücksichtnahme und gemQtatieia in 
deutacher voLkasitte. ZfdU. 13, 297—345. 

59. A. John, Verbote volkatümlicher briuche. Unser Eger« 
land 3, 46; CO. 

60. R. Eckart, Brauch und sitte. gesammelte kultoAlat. 
bilder und miscellen. III, 80 s. Oldenburg, Schübe il898). 
1.20 m. 



61. Fr. S. Erauss. Die saugung in sitte, 
brauch und sage der Südalaven. [aua 'x^iTvio^ia*.] 12*. (s. 193— 
384 u. 2 uf.). Paris, H. Welter. 16 m. 

62. A. Fre ybe, Die hl. Uufe und der uufrchaU in deutachem 
glaul)en und recht, in der sitte des Volkes und der kirche, in deut- 
Hoher sage und dichtung. Gütoraloh, C. Bertelsmann 191K). s^ 
XII, 302 8. 4 m. 

63. A. Haas, Hochieit^inladang (von 17*'9;. BL f. pomm. 
volkak. 7, 127. einladung zur hochseit (in reimen), ebd. 7, 155 f. 

64. H. Wuirie, Die landshuter hochseit. Landahut 1897. 
Ph, Krüll, Univ.-buchh. 4'. 17 s. 



XX, B. BMMk «iri ritt». 859 

dk koohielt Unof Gtorfi dM riiokm iiad te polnltchn 
königstoohtar Hedwig am 14, nov. 1475. wird nach arehiTaliaalMA 
qaellan mit angäbe der einielaiisgaben ftr gelage, tanier naw. ge- 
•cUldert 

65. Adolph, Die ▼eAeirmtnng im Schlitaerlande. BL 1 heai. 
volkak. 1899 (6) 19 t 

66. O. Popig, Sine altMhlerfMshe baMrnhoohnit MitlelL 
d. eehlee. gee. t volkak. 6, 73—81. 

volkatümliohe auffUirang am 7. nnd 11. angnat 1899. 

67. A. Mata Eraaon, Nigra ord om gamU brOllop i Da- 
lama. Meddelanden frln Nordiaka mnaeet 1897, 122—126. 

6a A. Tienken, Knltnrgeachiehdiohea ana den Maraehan 
am reohtan oftr der Unterweaer. ZfVk. 9, 45—55; 157-^171; 
288-294. 

koolueita- und andere featmfthler (leiohenachmaiia); hana nnd 
•eine nmgebung; wirtachaft; eeaen nnd trinken; kleidang. 

69. 0. Schalte, Die awei hoohaeiten im Jnnkerlande. BL t 
heaa. volkak. 1899 (12) 9-11. 

70. L. Eberhard, Daa hnhn bei hoohaeiten. MitteiL nnd 
nmfr. a. bayer. volkak. 1899 (4) 1 t 

71. H. Oloede, OrabachrifUn. BL £ pomm. TolkaL 7, 127 t 

72. A. de Cook, Ketelrnndek. Volkaknnde 12, 1—91. ^i^ 
aht. 16, 125. 

73. A. van Werveke, Begraven. ebd. 11, 224—926; 
237—242 (begraa4>laataen binnen de atadt; de keriihoven bnlten 
de stad). — Hat hnweUjk, ebd. 12, 115—126; 149—166; 189—192. 

74. Egerlinder tiachgebete. Unaer Egeriand 3, 27. 

75. Dera., Allerlei gebick. MitteiL d. nordböhm. esknn.- 
cluba 22, 281—283. 

76. A. Haren, De herbergen. Ona volkalevan 11, 18—84; 
80 £; 133—135. — Hoe men drinkt ebd. 11, 106—109. 

De naohtwakera. ebd« 11, 216—217. 

77. M. Höfler, Oebildbrote nnd gebiekformen. ein anfrnC 
Zf Vk. 9, 444 f. 

7a J. Schade, NationalgerichU im Adkrgebiige. MittriL 
d. nordböhm. esknra.-claba. 22, 66— 6a 

79. 0. Schalte, IMe dienatboten anf dem laadeu BL t heaa. 

volkak. 1899 (2^ 5-7. 



360 ^^' VoUnkunde. 

80. J. Böhm, Feueranmachen im Egerlande. Unser Egerland 
3, 26 f. 

Virteehaftliehes leben. 81. M. Lehmann-Filh^s, über brett- 
chenweberei. ZfVk. 9, 24—33. 

mit abbildungen. die technik des bänderwebens mit brett- 
chen wird in Island als ähnlich der am Kaukasus beobachteten 
(mit eingebrannten Spielkarten) nachgewiesen. 

82. B. Andree, Webe-brettchen aus der Lüneborger heide. 
Verh. d. berliner ges. f. anthrop. 1899, 295 f. mit abbildong. 

83. Marie Eysn, Gestickte liebestüchlein. ZfVk. 9, 436 — 438. 

84. K. Weinhold, Die spelte und die drthe. zur gesohiohte 
der Weberei ZfVk. 9, 205—207. 

mhd. spelte f. = holzbrettchen zum weben, drihe «» 'höbsemes 
Stäbchen zum festschlagen des schussfadens'. 

85. 0. Grüner, Landwirtschaftl. nebenbetriebe im königreich 
Sachsen. Mitteil. d. ver. f. sächs. volksk. 1899 (12) 1—3. 

86. F. Bau, Hegegerichts-Bügen des dorfes Brünlos (1679). 
MitteiL d. ver. f. sächs. volksk. 1899 (11) 14—16. 

87. G. A. Schuller, Aus einem alten teilungsprotokoIL 
Kalender des siebenb. volksfreundes 1900, 188 — 196. 

aus einem dorfe in der Umgebung Schässburgs aus dem an* 
fang des 18. jh. giebt der vf. wertvolle mitteilungen über menge 
und art der fahrenden habe, kleidungsstücke, schmuck, hausger&te. 

88. F. v. Luschan, Sichelartige hau-messer aus El&mten 
und aus Lykien. Verh. d. berl. ges. £ anthrop. 1899, 101 — 403. 
mit abbildimgen. 

89. 0. Knoop, Das strohseil um die Obstbäume. BL {. pomm. 
volksk. 7, 88 f.; 176. 

nur als hülle fiir das geschenk an geld, brot, backobst, das 
der gottheit eingebunden wurde. 

90. K. Pfund, Erinnerungen aus dem volksieben im Isar» 
Winkel um das jähr 1780. Monatsschr. d. hist. ver. f. Oberbajem 
7 (1898), 113—119; 148—151. 

betrifiPb meist wirtschaftliche Verhältnisse. 

91. P. Otto, Die spinten (spinnstuben) in Grosskrausnigk« 
(N. Lausitz.) ZfVk. 9, 441. 

92. K. Spiegel, Ältere nachrichten aus Birkenfeld. MitteiL 
u. umfr. z. bayr. volksk. 1899 (2) 3. 

hirtengedinge. nachtwache. 



\ 



XX, a Bnsdi «od nU». 361 

93. A. Wonne r, Zar voUukunde ans Zied (Siebenbürgen). 
Siebenb. kbL 22, 9—11. 

Uns. feldarbeit 

94. O. Brenner, Sankt M&ha. MitteiL o. umfr. t. bayer. 
volksk. 1899 (1) 1 f. 

hL BartholomiuB, als emteheiliger (am 24. aog.) gefeiert 

95. B. WoBsidlo, Mecklenburger volkaüberliefemngen. im 
aufbr. d. ver. f. m. geech. o. altertkde. gea. n. hrag. 2. bd. Die 
tiere im mnnde dea volkea. erster teil. Wismar, Hinstorff. 
530 8. 6,60 m. 

der iweite band dieses orkundenbaches der mecklenburger 
Volkskunde, das ebenso durch den erstaunlichen reichtum des 
Stoffes, als durch die Sorgfalt der wissenschaftlichen Verarbeitung 
seiner aufgäbe, Uinlichen Sammlungen aus andern deutschen ge- 
bieten mustergiltig voranxuschreiten , mit ehren nachkommt, ent- 
hält von dem aus 'tier- und naturleben' gesammelten material 
(nahesu 24 000 nummem) den ersten teil: tiergespr&che, tier- 
sprüche und deutungen von tierstimmen ; anrufe an tiere, üerreime 
und lieder (mit den Varianten susammen 4453 nummem). und 
doch versichert der hrsg., dass damit der wirkliche besits des 
Volkes noch nicht als erschöpft gelten könne. reiche nach- 
trige stehen sicher su erwarten; 'die üblichen Vorstellungen von 
dem heutigen stände volkstümlicher Überlieferung bedürfen eben 
einer völligen Umgestaltung; das klagen über den Verlust des alten 
erbgutes muss endlich aufhören', besonders hervonroheben ist, 
dass auch innerhalb der einzelnen nummem eine unmtsse ein- 
zelner Varianten [namentlich sprachlicher Wendungen] zusammen- 
getragen und geordnet ist, so dass in der that jede der andern 
e)>en in angriff genommenen deutschen stammeesammlungen sich an 
diesem werke orientieren kann. — rec. unser Egerland 3, 65; 
Bl. f pomm. volksk. 7, 111. vgl abt. 16, 187. 198. 

96. M. Bartels, Ein paar merkwürdige kreaturen« ZfVk. 9, 
171 — 179; 245-255. 

fledermaus und maulwurf im Volksglauben. 

97. 0. Knoop, Allerhand volkstümliches über die haustiere. 
Bl. f pomm. volksk. 7, 42—46; 54—56; 76—78; 92—96; 102-105; 
113—117. 

98. Ders^ Volkstümliches ans der tierweit ebd. 7, 117—119, 
134 fc 150-154; 183 f. 

ebenso s. 128. 

99. Fr. K. Devens, Das deutsche rosa in der gesckichte, in 



362 XX. VoUüfcoBdt. 

•itta, sang uod sage, mit 40 Vollbildern und über 200 text- 
illuiitretioneD von Thr. RochoU. 2. liefg. gr. fol. (e. 33^68 mit 
3 Ufeln). Leipzig, E. F. Steinacker in komm. 4 8 m. 
rec. Beil. t. idlg. itg. no. 41. 

100. O. Knoop, Volkstümlichem aus der tierweit. BL f. 
pomm. volkak. 7, 13 — 27. 

I. sagen und erz&hlungen aas der tierweit. II. der aal, eine 
Boologisch-folkloristische Studie. III. die milch in aberglanbe und 
brauch. 

101. Dern., Die haudtiere im Sprichwort, ebd. 7, 171 f. 

102. P. Drechsler, Des schlesischen Iwuem werkzeag and 
hausgerat, ein beitrag lam schlesischen wörterbach. IflttelL d. 
schles. ges. f. volksk. 6, ')? — G6. 

103. R. Sprenger, Der Züricher b&chtelitag. ZfdU. 13, 
838 f. sunftfest. auf 'BerchU' zurückgefilhrt. 

104. Asm US. Ein zimmermannsKpruch. Bl. f. pomm. Tollak. 
7, 16ä— 169. 

105. A. Haart, Stettiner nachtw&chter- und feuerwehrgerit* 
Schäften aus älterer zeit. ebd. 7. 133 f. 

lOG. J. B. Kusserow, Gebräuche und ansprachen der hilf- 
schmiede, ebd. 7, 177 — 183. 

107. C Schumann, Beiträge zur Lül)eckischen yolkskonde. 
XIV. fischerei und schifferei. 2. geschirr. Mitteil. d. ver. f« 
lübeck. gesch.- u. altertkde. (1897\ 8, 70—81. 

iUS. £. A. St, Gauncneichen. Schweiz, arch. f. volkak. 3, 
137 f. 

eine art bilder^hrift der gauuer und landstreicher an häuaem 
und bäumen, um sich gegenseitig ül>er die bewohner mitteilung n 
machen. 

ImO. Dern., Hillebille. Sieb^^nb. kbl. '22, M; 100. 

11*». H. Biitfse. Fisrhspeere aus der Spreegegend M Fürsten- 
walde, kreis Lthw. Verh d. berl. gee. t*. anthrop. 1 (<99, 296 - 299. 
mit abbildungen. 

111. Wio« hei. .\*.te hr«>inkreuse in Sachrien. Mitteil d. ver. 
f. i^achs. volk»k. IhK'.i l\ i 2—*;. {\2\ Im f. mit 10 abbildungen. 

1 1 2. F. W i Ih e I m . Zur kri- uzitteinforschung im allgemeinen 
und vom EK<^rlan«lo im lieÄocdf'rn. rni»er Efrerland l. .'i3 — r>7. mit 
einer figurentatel. 



XX, B. Bnsek aad ntte. 36S 

113. TIl 8 e e 1 i g , AofiMkliniuigeii von walddiBtriktabaneaaungen 
Ib der Dresdner heide vom jähre 1734« Mitteü. d. ver. f. tichfl. 
volkülL 1899 (10) 10—12. (11) 6—12. vgl abt 8, 143. 

mit eigentümlichen marken f&r jeden waldbesirk. 

114. A. Pees, Erlebt — erwandert haine und heiligtümer. 
Wien, C. Eonegen. 

rec. Unser Egerland 3, 46. behandelt die anschaoongen über 
haine bei den alten nnd den Germanen. 

115. Ders., Ein sogenanntes pestkrent. (mit abbildong.) 
Ber. n. mitteiL d. altertver. in Wien 34, 86. bei Nassdorf an der 
Traisen. anfang des 18. jh. ähnliche kreuxe im volksmunde anch 
Zachariaakreoxe genannt auf dem denkmal die beiden pest- 
heiligen Sebastian und Roohos. 

116. A. John, Die kreossteine des Egerlandes. unser 
Egerland 3, 36—40. 

DlthMci Mei. 117. Die entheiligong des feiertages nnd die 
gottesl&sterung in der pommerschen sage. BL f. pomm. volksk. 
7, 97—101. 

118. Fr. P. Piger, Eine primii in Tirol. ZfVk, 9, 396—399. 

119. E. A. Stückelberg, Translationen in der Schwell. 
Schweii. arch, f. volksk. 3, 1—21. 

*translatio reliquiarum'. die susammenstellang der geschicht- 
lich nachweisbaren translationen giebt ein genaues bild der ans- 
breitung der heiligenverehrung von bestimmten lentren ans. 

120. E. A. Stückelberg, über die krippenverehnuig. ebd. 
3, 153 f. 

121. E. Hoffmann-Krayer, Das würgen am namenstag 
oder geburtstag. ebd. 3, 139 — 141. 

122. H. Bergner, Die glocken des henogtnms Saohsen- 
Meiningen. Schrillen d ver. f. Sach8.-Mein. gesch. 33, 1 — 169. 

beschreibung; inschrifien nnd Verzierungen; geschichte der 
glocken; die glockengiesser; namen, gebrauch and reoht; sagen nnd 

glauben. 

123. C. Waldis, Eine sennenkilbe in der Ursehweas. Bchweis. 
arch. f. volksk. 3, 55 £ 

im herbst oder sur fastnachtseit suerst kirchliche feier sn 
ehren des vereinspatrons, des h. Wendelin. sodann mahl und 
tanx. Hsch4mmeler , mit tannbart und tannreisem bekleidet, stellen 
schntzgeister dar. 



364 XX. VollDikiuifl«. 

124. Ders., Die kirmes in WolfiilMbringen. Ans der heimat 
2, 100. 

IMMt 125. Alice Bertha Gomme, The tnditional game« 
of England, Scotland and Ireland, vol. IL 8. abt IG, 130. 

126. K. Wein hold. Das englische kindenpiel Sally Watar. 
ZfVk. 9, 89 f. 8. abt. IG, 131. 

geht auf eine hochieitaceremonie lurOck. v£ weist die an* 
achanung B. Qomme's (vgl. no. 125), dass das kindeivpiel wegen 
seiner bexiehunK dieser ceremonie auf einen wasser-ritns einer 
vorkeltischen kulturperiode Englands angehöre, larück. 

127. P. van den Broeck en Am. d*Hooghe, Kinderspelaa 
uit het land van Dendermonde. ivgL Jsb. 1898, 20, 124b). Ona 
volksleven 11, 33—42; S2— 88; 145— 1.-.2. 217—225. s. abt 
16, 124. 

128. J. V. d. Zeekant, Kinderrijmen en kinderspelen alt 
vlaandem. ebd. 11, 1111-124; 171 — iT.'i. 

129. O. FrOmmel, Kinderreime, lieder und spiele, a. abt. 
16, 65. 

das erste heft enthält 160, das sweite 325 nummem, alle aoa 
dem munde )>erliner kindrr gebammelt, das giebt der sammlang 
einen eigentümlichen wert, in dem hier in einem Querschnitt der 
derseitige besitz an volkstümlichem gut an einem kultunentrum 
wenigstens im umriss gezeigt wird, der Ursprung dieser reime ist 
natürlich iusnenit mannigfaltig, der grundstock wird wohl durch 
die volksschullesebücher und bilderbücher gegel>en sein; weitere 
bereichening erf<»lgte gewiss durch dienst mädchen vom lande 
(spiele); sodann viel ponniler witz. die hefte sind saul>er ausge- 
stattet. 

130. O. Knoop. Allerhand reime aus Pommern, s. abt. 
16, 79. 

heilsogen, 'heil, kätzchen. hnil*. kindersprüche. 

131. A. Brunk, Kinderreime aus Pommern, ebd. 7, 71 — 76. 

132. Ders., Die vomamen in Pommern. Bl. f. pomm. volksk. 
7. 105 — lu7. nachtrag zu Bl. f. poum. vulksk. 3. 69. 

Spottverse und Wortspiele zu «ieu einzelnen namen. 

133. V. Einenkel. Der lischof als freier. kinderspiaL 
Mitteil. d. ver. f. sachs. volksk. l^^f«!« \0\ 7. Variante zu Böhme, 
d. kinderl. s. (i.'O. 



XX, B. BnMli nd titte. 866 

134. Mann, Batma und tprOelia in ObarkodiMr araadart 
MitteiL d. rar. £ Odi«. voUnk. 1899 (10) 4-9. (11) 13 t 

kindersprfleha nnd •lieder. 

135. J. B. Knsserow, AbsiUrdma ans Charbrow, kr. Laaan* 
barg. EL t pomm. volkak. 7» 39 — 40« 

136. F. Pradel, Volkatflmlichea ans Ooldbarg in ScUaaian. 
MitteiL d. aoUes. gec f. volkak. 6, 89—91. 

Volkslied. 'Es sog ein edeUnann dnroh das thon* spott* 
verse. 

137. J. Knsserow, Wiegenlieder ans Charbrow, kr. Lanen- 
borg. BL £ pomm. volksk. 7, 108 £ 

138. Ders., Zwei kinderspiele. ebd. 7, 164 £ 
hlindeknh, 'alle meine ginsohenf kommt naeh hans*. 

139. A. Landau, Holekreisch. s. abt 16, 90. 

140. M. St Richter, Das kind in Deutsch-Fronen und Um- 
gebung. Ethnographia 10» 381 — 391. [magyarisch.] 

schwangerMhaft geburt taufe. Wochenbett kirchgang. 
einschl&femngsmitteL krankheit. aberglaube. entwöhnung. 

141. E. Haffter, KlefTeli-ehlippere. Schweis. areh. £ volksk. 
3, 67; 151. 

2 — 3 etwa 15 cm lange, schmale brettohen, mit denen die 
kna))en den takt sum marschieren wirbeln. 

142. A. Paudler, Jugendfestlichkeiten. III. MitteiL d. 
nordl>öhm. exkurs.-clubs. 22, 232—238. 

143. K. Muthesius, Kindheit und Volkstum, (beitr. rar 
lehrerbildung und lehrerfortbildung. 13. heft.] Gotha, E. r. TUene- 
mann. 54 s. 0,80 m« 

Sonderabdruck aus Fidagog. bl. 1899. 

144. A. Oitt^e, Curiosit^ de la Vie enfimtine. £tudes de 
folklore. Paris, Venrieri. 8«. 126 s. (Bibliothique Gilon.) 
V. A. de Cook, Volkskunde 12, 88; K. W., ZfVk. 9, 469 £ 

145. A. 8., Kinderpoesie. BL £ hess. Tolksk. 1899 (4) 
13—15. 17—19. 23 £ 

146. J. Köhler, Kinderlieder ans dem Egsriande. s. abt 
10, 73. 

147. Ders^ AUeriiand reime aus Fommem. BL £ poaun. 
volksk. 7, 84—86; 109—111; 122 £ ( Wiegenlied: 'Suse, lewe^ Suse» 
wat rasselt int stroh?*J. 140—142; 156—168; 178—176. 



366 XX- Volkrinu^aw 

JihralMs. 148. IL Höfler, Dm jähr im obirUjriMhMi 
Volksleben mit besonderer berücksichtigang der Tolksmediiin. [sns: 
fieitr« s. anthropoLo. urgesch. Bayerns. ]^ 13, 75—118.] Mflnohenf 
F. Bsssermsnn. gr. 4^ 48 s. 1^0 m. 

149. V. Einenkel, Sitten und gebriaeke sn der alten- 
borgiseken grenie. MitteiL d. ver. £ eiohs. volksk. 1899 (9) 7 t 

lum fest kal ender. 

150. O. Sütterlin, Oebriuche im Birseck. s. abt. 16, 57. 

151. Marie Eysn, Das frautragen im Salsborgischen. s. abt. 
16, 53. 

ein Madonnenbild ('Mariae beimsacknng') wird unter allerlei 
lustbarkeiten in der adventsseit von kans su kans getragen. 
3 dabei gesungene Hrauenlieder' werden mitgeteilt 

152. A. Tille, Yule and ckristmas. tkeir place in tke 
gennanic year. London, Nutt. VII, 218 s. 4^ reo. Academy 
no. 1415. 

153. O. 8., Zur weihnacktsfeier im ersgebirge. MitteiL d. 
ver. f. sioks. volksk. 1899 (9) 14 f. 

154. F. Vogt, Eine aufiiUirung scklesiscker weiknacktsspiele. 
Mitteil. d. schles. ges. f. volksk. 8 17—25. 

bringt den von F. Vogt als einf^ikrung xu der am 12. febr. 
1899 stattgehabten darstellung scklesiscker weiknacktsspiele ge- 
kaltenen lehrreicken vertrag im aussuge. 

155. E. O Ihr ich, Buntes aus der südostecke Obersckleslens. 
MitteiL d. schles. ges. f. volksk. 6, 51—54. 

slaviscke weiknachtsbriuche. 

i:>6. F. Wilhelm. Gellerer-singen. Unser Egeriand 3, 40—42. 
neujahrssingen. 

ir>7. H. Schömmel, Das *neujakrsansingen* in Wittickenau. 
Fürs haus 189'^, no. 796. 

i:>S. W. Hein. Das huttlerlaufen. ZfVk. 109—123. 

aus der Umgebung von Hall (nördL Tyrol.. von Maria 
reinigung )n» fimtnacht-dienstaK laufen burscken in lumpen geküUt 
(kudel u mit larven vor dem gesiebt, durck die gisssn und scklagea 
namentlich frmuen und mAdchen mit gert^n. wird auf alte vege* 
tations brauche zurückgeführt 

159. Ders. Fasckingsbilder aus der nmgebnng (von Fger), 
Tnser Egeriand :i, 9—12. 



XX, B. Bamtk usd litte. S67 

IM. A/ John, Dm fmhnenaehwingen in Egtr (1896). fiut- 
naohtsbrmuoh. Unser Egerland 3, 4 — 6. 

161. Dera., Der tans der Egerl&nder. ebd. 3, 6 £ -- Dms 
faschingssiehen der echn^'ugend. ebd. 3, 7. — Fastnachtsbir und 
das fastnachtebegraben im Egerland. ebd. 3, 8 f. 

162. A. John, Faatnaohtegebr&uche im Egerlande. ebd. 3, 
1 f. ~ FastnachUerliaae des Egerer rats. ebd. 3, 3. — Fast- 
nachtstanz in Alteger. ebd. 3, 3 f. 

163. Fr. Wilhelm, Wie Urds 'Jungbrunnen* in einem alten 
karsamstagsbrauche noch fortlebt unser Egerland 3, 25. 

waschen am karsamstag in fliessendem wasser, am schön la 
werden. 

164. W. V. 8 c holen barg, Volkstümliche gebrftache. Verh. 
d. berl. ges. f. anthrop. 1899, 200—205. 

verbrennen des fastnachts-fonkens ; begraben der fastnacht- 
nare (puppe aus stroh). sonne, wische und freier, (redensarten 
l>ei schönem und nassem weiter). 

165. A. Haas, Fastnachtsgebriuche in Pommern. BL t, 

pomm. volksk. 7, 69 f.; 89—92. 

166. Otto Schütte, Eine braonschweigische ftstnachtfoier 
vor ftlnfirig jähren. ZfVk. 9, 338—340. 

167. L. Fränkel, Das sommertags- oder stabansfest in der 
Pfal*. ZfVk. 9, 207 f. 

todaostragen am sonntag L&tare. 

168. W. Patschovsky, Briuohe aas Llkhn, kr. Löwenberg 
L Schi Mitteil d. schles. ges. t volksk. 6, 68. 

todaustreiben, scepter in der christnachtfeier. 

169. O. Hinke, Litare im volksbrauch. Oebirgsfreund 

(ZitUu). 15. april 
todaustreiben. 

170. W. Roxi I ins, Osterwasser. El f. pomm. volksk. 7, 
101 £ 

171. K. Ousinde, Zar schlesischen pfingstbitte. Mitteil d. 
schles. ges. f. volksk. 6, 84 f. su Jsb. 1898, 20, 82. 

1 72. B., Der laubkönig, ein thüringisohes frühlingsfest QoÜl 
tagehl 1899, no. 73. 

173. L. Schmidt, Pfingstgebr&uche in stadt und land. 
Gotha. Qoth. tagebl 1899, no. 115. 117. 122, maibaam, bnmnen- 
schmückung, laubkönig, pfingstreiten. 



368 UL YoUBikttid«. 

174. R. Peil, Ein kronsprach. BL t pomin. volksk. 7, 
184 f. 

175. 0. Schatte, Au8 dem henogtom Brmanechweig. ZfVk. 
9, 438—441. 

johanniflfeaer; spinnttube; feuerreiter; glockentdne. 

176. A. Holder, Der echw&bisehe eommerjoliMiolBteg uad 
•ein koltufl. Schwabenl&nd 2, 180—181. 

177. W. Knieechek, Sonnenwendfeier. 2. aofl. Reiokea* 
berg, selbetverleg. 8^ 40 8. 

dient popaliren and nationalen xwecken nnd enthält deshalb 
eine gute ao^wahi über brauch, glaube und poeeie der sonneii* 
wende, sum schluas eine Sammlung bezQgUcher gedichte. 

178. J. Blees, Sankt Martinsdagens firande i Xackö-Rickhols 
i Estland. Meddelande fr&n Nordiska müsset 1897, 116—121. 

179. A. Runig, Die Verehrung des hL Martinus im Lozsm- 
bnrger lande. 0ns hemecht 5, 476 — 479. 

Martinsfeuer, Wetterregeln, bildliche darstellungen. 

180. Ders., Sint-Marten. volksgebruiken en liederen. 0ns 
volksleven 11, 29—30. 

Vtlbfeste. 181. J. Hahn, Zwei schleslsche Volksfeste. MiUsiL 
d. schles. ges. f. volksk. 6. 67 t 

goliathschlagen, schimmelreiten. 

182. N. A. Schröder, Der Knivsl)erg und die deatschaa 
Volksfeste im nördlichen Schleswig, ein bericht aus der Nordmark, 
im auftrage des sentralausschusses ftlr volks- und jugendspiele. 

[Deutsche Volksfeste 2. heft). 13 s. Leipsig, R. Voigtlinder. 
0,40 m. 

183. A. Haas, Das tonnenal)Schlagen in Neuvorpommem. BL 
f. pomm. volksk. 7, 129—133. 

wendischen Ursprunges. 

184. 0. Heilig, Scheibenschlagen im nördlichen Breisgau. 
s. abt. 16, 48. 

185. O. Tippe 1. Ringelstechen su FQrsUnstsm IHOO. Zs. d. 
ver. f. gesch. u. altert Schlesiens 34, 411 — 413. 

ritterfcMt bei gelegenheit der anwesenheit kOnig Friedrich Wil- 
helm IIL und der königin Luise, nach einem handschriftlichen 
bericht 

186. Volksfeste in Irmelshausen. MitteiL und umfr. t. bayer. 
volksk. 1S99 (2i 1 f und (3) 1 C 

spitsenreiten. 



XX, C. Him Bild trMbt S69 

187. P. N. Panken, Volksgebruiken an gewoonien in Noord- 
Brmbant, te Brecht 1898. 106 8. (sep.-abdr. aus: Ohb volkaleven]. 
rec. A. Haas, Bl. f. pomm. volksk. 7, 48. 

188. H. F. Feilberg, Ilden-amen-hjemnet Aarb. f. dansL 
kulturhiflt 1899, 36—75. vgl. abt 4, 21. 

eine luaammenstellung der sagen und gebriucha die sich ums 
feuer drehen (nicht nur aus dem skandinavischen norden). [O.] 



C. Hans und tracht. 

189. M. Heyne, Das deutsche Wohnungswesen von den 
iltasten geschichtlichen Seiten bis zum 16. jh. mit 104 abb. im 
text Leipzig, 8. Hirzel. [Fünf bücher deutscher hansaltertümer. L] 
lex. 8^ 4UG 8. 12 m. — s. alit. 18, 12. 

rec. O. Brenner, Beil. s. allg stg. no. 291. A. Schultz, 
DLz, (1900) no 2. 

190. W. Schmidt, Altl)ayrische holzh&user seit der re- 
naissance I. Monatsschr. d. hist ver. f. Oberbayem 7, (1898), 
17—22. 

191. C. L. Fischer, Das saml&ndische banemdorf, insonder- 
heit das bauemhaus und das leben darin. Altpr. monatsschr. 
36 (1/2). 

192. R. Mielke, Die bauemh&user in der Mark. Berlin, 
P. Stankiewicz. V, 40 h. mit 88 abb. 1 m. 

rec. R. Petsch, ZfVk. 9, 460. 

193. J. Hunzinger, Das schweizerhaus, nach seinen land- 
Hihaftlichon formen und Heiner geschichtlichen entwicklung dar* 
gcHtellt. 1. alMchnitt: Das Wallis. Aarau, Sanerllnder u. comp. 
1900. XII, LMO 8. mit abb. 10 m. 

reo. E. Hüffmann-Krayer, Schweiz, arch. f. volksk. 4, 52—54. 

194. Rehm, Das haus des eifelbauem. Olobus 75 (21). 

19r>. A. Dach 1er. Das bauemhaus in Nieder-Österreich and 
sein Ursprung, mit 3 tafeln und einer karte. Wien, L. W. Seidel 
& Hohn 1S97. :*>.'> s. 

rec. ZtVk. 9, 105 f. 

196. H. Wiechel, Sammlung von dorfwirtshansnamen ans 
dem erzgebirgc und dessen Umgebung, s. abt 8, 147. 

197. Fr. Habler, Das landliche Wohnhaus im Iser- und 
Jeschkengebirge. (mit 6 abb.). Qebirgsfreond 9, 246 £; 258 f. 

JUrmkmmt llr awisliiln »iM«f»t XXI. (IM».) M 



370 Z^ Volkilnuide. 

198. 0. ▼. Zingerla, Über alte beleachtungsmitteL ZfVk. 
55—68. 

199. 0. V. Zingerle, Der kubschwani an der thOre. ZfVk. 

9, 92 f. 

der kuhschwanz wurde nach mittelalterlichen quellen an die 
thüre genagelt und damit die thüre auf und su gelogen. 

200. R. Petsch, Volkatümliche bilderschriflen. a. abt 

10, 201. 

201. Wiechel, Hau88prQche und innchriften im Engabirge. 
Mittell. d. 8chU*8. gen. f. volksk. 1S99 (9) 2—5. 

202. Andrao, HauHinnchriften aus Ostfriealand. s. abt 11, 34. 

203. Wanckel, Beiträge z. shchs. Volkskunde. MitteiL d. 
ver. f. B&cha. volksk. 1K99 il2) 1 1 — U. — inachriften. volkaliadar. 

204 A. Haan, Erinnerung- und vi vat bänden Bl. f. pomnu 
volkak. 7, 33-37. 

205. Fr. Zoll, Dauemmnbel aus dem ba\Ti8chen hochUnd 
aufgenommen und p*zeichnet. M tafeln mit text 2^. Frank- 
furt a M. H. Kolhr. 

reo. W. M. ScLuiid. Altbayr. monatiwchr. 1, 29 f.; 0. BreDnary 
Mitteil. u. umfr. z. hayer. volksk. ls99 (4) 4. K. Mielke, ZfVL 
9, 344 t 

206. £. A. Stückelberg, Der hausrat schwyzeriacher pfarr- 
höfe. Schweiz, arch. f. volkak. 3, 155 f 

nach einem Verzeichnis von 1624. 

207. Karutz, Ursprung und formen der wiege. Oloboa 
75 (15). 

208. J. Striedingor, Altbayrische nachlaaa-inventare. Alt* 
bayr. monatsachr. 1, ]oi — llG: 161—166. 

209. Ct. Klitsch er. Das volkatrachten-muaeum in Berlin, 
Gartenlaube, nu. '22. 

2P*. K. Wein hold, Noch einmal die Amaterdamer aua* 
Stellung nationaler trachten vom august bis november 1S9S. ZfVk. 
9, 204 

niederländische Volkstrachten. 

211. M. (fermann. Kurfürstliche kleiderordnungen und ihre 
durchfuhrung in Meissen. MitteiL d. ver. f. gesch. der atadt 
Meiaaeu. 5, 1—14. 

212. Dera., Ritiache tracktenbilder. hermoagegeben rom 



XX« D. Abwilwibe. 871 

organisationtkomit^ dar Cah'enfeier. phoiographisoher fikrbendmok: 
polygr. inttitut. a.-g. Zarich. o. j. (1899). 34 trachten auf 
13 Ufeln 10 fr. 

r«c. E. H— K, Schwell, arch« f. volkek. 3, 264. 

213. J. Haudeck, Volkstracht im Leitmeritier gebirge. 
ZftVk. 1899, 14—19; 79—87. 

214. Fr. Hottenroth, Deutache Volkstrachten — stidtischa 
und ländliche — vom XVI. jh. an bis nm die mitte d. XIX« jh. 
n. Volkstrachten aus West- und Nordwestdentschland. Frank- 
furt a M., H. Keller. VIH, 220 s. mit 52 abb. and 18 hrh. 
tafeb. 24 m. 

215. A. Kretschmer, Deutsche Volkstrachten, mit 91 färben* 
drucktafeln nebst erläuterndem text in 30 sweiwOchentliohen 
lieferungen lu 75 s. Leipzig, A. Weigel. 

rec. £. Hoffmann-Krayer, Schweix. arch. t volksk. 3, 58. 
A. Haas, Bl. £ pomm. volksk. 7, 64. J. Maliner, ZOO. 50,466. 

216. H Maller, Niedersichsisohe Volkstrachten. Nieder- 
sachsen, 4, 200—202; 213 f. 

217. J. Spindler, Elsissisches trachtenbachlein. schmal 12*. 
10 färb, tafeln. Strassburg, Bchlesier Sl Schweikhardt» 1,50 m. 

218. F. Justi, Hessisches trachtenbuch. 1. Ue^ fver- 
öiTentHchuDgen der historischen kommission ftr Hessen und Wal- 
deck. I, 1]. Marburg, N. O. Elwert VIII, 14 s. mit 8 färb. bl. 
1900. 6 m. 

219. M. Bach, Tabinger trachten. Reutlinger geschichtsbL 
9, 64. 

220. 8. GrOner, Die kleidertracht des männlichen und weib* 
liehen genchlechtes. Unser Egerland 3, 32 — 36. [ans O.'s manu* 
skript *Cber die sitten und gebrauche des Egerlandes*.] 



D. Aberglaube. 

221. K. J. Maller, Al>erglaul)e und Okkultismus in Berlin 
und der provinx Brandenburg, vertrag, nebst anhang: Die Chiro- 
mantie in ihrer praktischen anwendnng. Berlin, L. Frobeen« 
48 8. 

allgemein gehaltene abersicht mit beispielen ans dem noch 
lebenden aberglauben der gegenwart beispiele aberraschender 
divinationsgabe aus der erfahrung des vC werden mitgeteilt 



372 ZZ- VoUkskuiMU. 

222. Knauer, Die vision im lichte dar kulturgatchiohta und 
dar d&mon des Sokrates — eine kultargeschichtlich-psydiialr. 
Studie. Leipiig, W. Friedrich. VII, 222 s. 4 m. 

223. G. Kessler, Zwei besegnungen. Schweiz, areh. £ 
volkflk. 3, 137 f. — blutjitiUen. reisesegen. 

224. A. Henschel, Der Wunderdoktor von Thal Wartburg- 
Herold 6, 5. 

225. A. Vierkandt, Zur psychologie des abarglaubMia, 
Archiv £ religionswiiM. 2, 237 — 251. 

22G. Dors., Prot«»kolIe über kirchen Visitationen im 15. jh« 
Mitt. d. ges. f. Sachs, volksk. 1S99 (9) Ti f. 

227. Th. Achelis. Al>«rglaul>e und Zauberei, völkerpsychol. 
skisz. Deutsche stimmen ls99« 300— 30G. 

228. £. Elverfeldt, Der volksal)ergIaul>e im strafreehL 
Gegenwart no. 44. 

229. £. Pauls, Zaulierwesen und hexen wahn am NiedarrhatB« 
Beitr. z. gesch. d. Niederrh. 13, 134—242. 

230. U. Fi>cher, Vulksaber^laube. H ei mgartan 23,604—608; 
680-086. 

231. A. Taubmann. Hausknbol«! gniiikäp|>el in KesaeL Mit* 
tail. d. nordb. exkurs.-clubH. J2. 3s — 41. 

zwerg, *grünkä)>|>er oder 'buchsmaiincr genannt, hilft and 
schützt als hauskubolii in «rheune un«i tVld. — die pest in KaaaaL 

232. A. Taub DIU II n, Die heinzelmannchen zu Falkenburg. 
Bl. f. pomm. voU«k. 7. \U^:»'J. 6:1— ♦;«♦. 

233. A. Hruuk, Die iwerge l>ei Kallies. el>d. 7, 11 — 13. 

234. A. Haas. Der bernstein im |K>mmer8chen Volksglauben, 
ebd. 7, 56 f., I60. 

23r>. Th. v. Liebenau, Zum si-hrätteligliiul>en. Schweiz, arch. 
f. vülksk. 3, 2ls t\ 

23«;. E. A. Stückelbcrg. Vun dem blVsen geist zu Appen- 

lell cM. 3. ITii. 

237. H. Koirhhardt. Volksastronomie und volksnoteorologie 
in Ncinithüringen. Zt'Vk. 9. 2J9 -23,'i. 

23^. E. Jaoknrhath. Ein deutsches lieschwOrungsbuch. 
Verh. d. Berliner ges. f. anthr. M99. i:»9 -472. 

aus einer um lb<)0 niedergeackrielieDeD aammlaogi dia mit 



XX« D. AbMgiaite. 378 

d«r 1893 von Kaindl (ZfEthnoL 25) besprochenra grotte ihn- 
lichkeit hat, werden viele beeegnnngen abgedrookt 

239. W. Hein, Eiaerne weihfignrai. ZfVk. 9, 324—328. 
ans Schwaraeneee bei Baden« die weihfigoren (pferde, kühe, 

ochaen) werden am 1. September anf dem altare des helL Ägydins 
anfgestellt 

240. V. Belloeitii Aberglaube und brauch unter den Deut- 
ecben in Sfldungam. Ethnographia 10, 392 — 395 [magyarisch]. 

241. R. M. Lawrence, The magic of the horseshoe. 1898. 
— vgl Jsb. 1898, 20, 182. — rec H. Oaston, Mtiusine 9, 215. 

242. A. Richel, Astrologische volksschriften der Aachner 
Stadtbibliothek. Zs. d. Aachner gescL-ver. 19, I, 49-93. 

243. 0. Scholl, (28) Besprechungsformeln. MltteiL d. schlee. 
ges. f. volksk. 6, 3—37. 

244. 0. Heilig, Altdeutsche segen. s. abt 7, 124. 

245. 0. Heilig, Mittel aus dem 16. jh. gegen kröten, 
schlangen, Würmer, nattem usw. im leibe, aus dem cod. PaL 264. 
Alemannia 26 (3) 264—267. 

246. 0. Heilig, Bauemregebi. Unser Egerland 3, 12—14. 
Wetterregeln. 

247. 0. Heilig, Aus dem Heidelberger codex 577. Ali- 
Wien 6 (1897) no. 7 u. 8. 

von den 12 monaten; von den adem; von der pestUens; 
wetterpropheseiungen; sch&dliche tage; deutscher kalender. 

248. Lasch, Die behandlung der leiche des Selbstmörders. 
Globus 76 (4). 

249. Marie v. Wendheim, Die Stecknadel im volksaber- 
gUuben. ZfVk. 9, 330—333. 

250. R. Andree, Nieders&chsische %auberpuppen*. ZfVk. 9, 
333—335. 

251. W. Peiter, Alter aberglauben aus der Schlaekenwerter 
gegend. Unser Egerland 3, 59 f. 

252. E. Pfe ifer. Von einem unheimlichen. ZfVk. 9, 209—211. 
ein saubermeister aus dem Altenburgischen. 

253. E. H— K, Die mflnse in der Volkskunde. Schweix. arch. 
f. volksk. 3, 163. 

es wird auf die kapitel 'mQnxnamen*, 'Sprichwörter* und 'müns- 
aberglauben* des Werkes von E. A. Stflekelberg: Der mfluMammler, 



374 X^* VoUikunde. 

ein handbuch für kcnuer und aniUnger, Zürich 1899, aufinerki 
gemacht 

254. £. Hoffmann-Krayer, Ein stück aberglauben in Baael 
aus 1705. tbd. 3, 128-132. 

Zauber- und teufelmbücher, zauberzcttel mit lateinischer und 
deutscher innchrift. 

255. A. P. Dorler, Tiroler teufelsglaube. ZfVk. 9, 256—273; 
301— 37G. 

25(i. J. «Schrijnen, De rooR van Jericho. Volkskande 12, 
89-96. 

257. L. Knap|>ort, OvereeiikomHt tusschen oud babylonuch 
en germaauBch bijgeloof. Volkskunde 12, 109 — 114. 

2'>8. A. de Cook« Tooverij in liefdozaken. Volkskunde 11, 
242—248; 12, «2—07; 136-141. 

259. V. Lovrlin^. Volki«taal (*n volksgoloof. Volkskunde 
12, 97—101; 1«;7— 1*;!». 

260. J. CornolisHon. Jhs r> vor solduten bijgeloof. 0ns volks- 
leven 11, 100—113. 

261. Js. Toirliiirk, <«o<l8|»hinten. ^ns volkslevon 11, .*> -18. 
65 — 76. (chrintlirhe iianifiiKcbun^, |itiaiiz«'iilogfnden.; 

262. A nnr«.«u, Do ronp in het volksjfoloof on volkrigebruik. 
(vkI. .'ob. 1S9^ 2«». l!»'ia.) «l-i. II. 26 — 21». — Do bioi-n. ebd. 
11, 31—33. - Katttii on muizen. {\nl .?sb. l^Ifs, 20. 190a,) 
ebd. 11. 42 f. - Dl« Kunders in lut v..Ik^^:tlMof ebd. 11, 135 — 
n.'i. — De dirv.-u. iv^l. J^b. iNjm, 2*K n»"a.) tbi. 11, 43 f. — 
Bijgt^loot. vcUHUiet'nin^iii. L'obruiken «-n zegHwijz4>n te Maantricht 
ebd. 11. :»4 .'»^ Dl- vom-ltn. o»».l. 11, 59-62: IMi-lOl: 
lSr>— 1*»2. - De kwfiti.n^tMj. iv>jl. .T^b. l^Iis. ji». llMia.) el»d. 11, 
67 — T*<: 2".'' — 2'»!«. - Di- hium en ii- Ihh in hit vi.lki*gflo«»f. (v^l. 
.Tsb. Is?»^. Jh. üHiii.. v\ ■[. 11. **'^- !»1. — Kiviirrn, brennen, 
putten. o\ '\. 11. !:*•; jui. — Iir;:rl..«i!'. V(>;k.**nit*enin^rn. segbwijcen 
en jri-l-ruiken t** Antu>ri-rn. c* 1. 11, 211—21'». 

2ti3. (t. Vistr;*nd, SicM-ly^r fr.n Sm-ilan-b anterkne«ie ander 
Uii^a j'.i Norijyk.* niU'M.t?ji bfk<-i«*nii-l T-Tttagna rei*or l^'tU och 
isKit Mi"ide«i»!.ii;dpn Ira. N-rdhikü niii^«-«'* 1*'?«7. 15 — .'lO. 

Kihlrt-icht* un<i ut-rtv -l!*- Kau^-errTiiiclu. «o s. 32. eine dem 
Mvrbclur^er za«i^ er>| ri< he gegen Verrenkung entsprechende. 



XX, K. VoHrwwdffhi $76 

E. Volksmediiin. 

2G4. Th. Thoroddsen, Oeschicht« der ialändiichen geo- 
f^phie. I. u. IL bd. 

vgl. JBb. 1898, 17, 1G6. 20, 136. — ferner angei, v. Schul i dt- 
Warteoberg, Mod. lang, notee 1899, no. 62—63. — Eretschmer, 
DLa. 1899, sp. 637 ff. Partech, Riet. u. 84, 145—147 (nngemelB 
anerkennend). — 8. Oanther, BbOw. 35, 540 f. 

265. F. L. Orundtvig, Fr>'gt for at t»Ue Dania 6, 184—187. 

im düninchen Volksglauben beiieht sich die scheu vor dem 
sihlen besonders auf vögel: das x&hlen des hausgeflügek bringt 
wirtschaftliche sch&den mit sich (die hühner sterben, der habi<£t 
holt sie usw.), das sihlen der wilden vögel persönliche (man be- 
kommt warten, wird wahnsinnig oder muss gar sterben usw.' 



isw.). 



266. £. Rolland, Flore populaire ou histoire naturelle des 
plantes dans leurs rapports avec la linguistique et le folklora. 
Paris, librairie Rolland, tome I (1896), HI, 272 s. tome II (1899) 
268 s. 8. — vgl. Jsb. 1897, 10, 252b. — reo. H. Sohuohardt, 
Utbl. 280—282. — femer J. C, 0ns volksleven 11, 236. A. d. O, 
Volkskunde 12, 48. 

267. Fr. Tschernich, Deutsche volksnamen der pflsnsen 
aus dem nördL Böhmen. Progr. d. akad. gymn. Wien. 1896/97. 

rec. Lbl., Mitteil. d. v. f. gesch. d. Deutschen in Böhmen 
37, Lit. bell s. 16. — A. Burgerstein, ZibO« 50, 856 £ 

268. A. Paudler, Naturgeschichte im volksmunde. MitteiL 
d. nordböhm. exkurs.-clubs. 22, 251-259. 

269. K. Müllen ho ff. Die natur im volksmunde. 1898. — 
vgl. Jsb. 1898, 20, 212. femer rec. F. Vogt, Mitteil. d. schlee. 
ges. f. volksk. 6, 38 f. — MitteiL u. umfr. i. bayer« volksk. 
1899 (1) 4. 

270. J. Satter, Volkstümliche pflaniennamen ans Oottschesu 
Jsb. d. k. k. staatsgymn. 1898. 21 s. bespr. J. Mattier, 
Carinthia 89, 97 f. 

271. J. Sattler, Egerl&nder volksaberglaube. unser Egerland 
3, 20—22. 

aus einem 'iauberbuohe\ weisswun, wegewsrt usw. als heil» 
mittel. 

272. BL Sohömmel, Die kriuterweihe am Msria Ummel» 
fahrUtage. Oebirgsfinsund 10» 183 t 



376 ^^' Volkikunde. 

273. F. Losch, Dio volksnamen der pflanzen. DL d. sohw&h. 
albver. Mk Jlir>- 51«»; :»10— filS. 

274. L Schmidt. Volktinaincii der pflanzen im henogtam 
Gotha, s. al.t. S, IM. 

27.'). M. Kront'old, Zau)>erpflanzen und amulette. ein bei- 
trag zur kulturgt-ächichti* und volkHuiedizin. Wien 1898. 
81 8. ],r,ii in. 

v^l. Jsl». l^fC !<». LTiri. vnn ortVn>)ar fachmänninch tüchtiger 
aeito oine a1phal»i*ti.<i('h«* /uhammfusti-llun^ dor in der volksmedixin 
am hauli>:.sti*n v(Tu<'n>liM«-n ptianzon, mit kuIturhiatoriHchen aiu- 
blickcn iM'Sondi-r.s 'iaiikciisvifTt >hu\ die ausfiihrun^on ü))er die 
alraunwurzt'l, mau-ira^^ora <'t'ticii>ali.s (s. 11- 1"^) un<l ii))or die leim- 
nli^tol. viHcum allmm (s. 74 71M. die vf. mit aller <*ntMchiedenheit 
mit der auH «lern alt^ormaiuHchon vorst» llunf^nkreis bekannten 
miatel >;leichtitellt. 

27<i. F. S.ihnH. rnnore ptlanzen. h. aht. s, \Tt7K — vgl. 
Jab. 189^, S, \\\i. — tirii.r nr. (i. v. IJ.Tk, /AöU, fiO, 154. 
Jantzen, lioil. z. all^. zt^. n". l»;;7. rnnvr Ki^i-rlan-i Ü. G5. 

*J77. A. Haa.s, Volkt<tiinilirho mittel zur verbeaneruDg des 

teints. Hl. f'. p'Hitm. V'.lk>k. 7. \^~. 

^7"^. K. Kammcl. V*'lkstiiinlioho kr:iiikh(it8namen. MitteiL 
d. nurdln'hm. fxkurs.-«*lul»ri '22, IT»! -I«):j. 

271K Hotlor. Damoninmu-s in der vdkrimedizin. Allg. itg. 
beil. no. 21 "i. 

2*^n. DiTH.. Dtr KriiMtirmarkt in N«i>se. ein knpitel aiia 
der vi>lk>nio«iizin vi-ri;ai:^rii(.-r ta;;*'. Hvriiht «1. winM^nnch. gea. 
phil^mathif^ in ^^•i^^*• 1'!». ?i7 i***. 

'J**l. <T. W. < t •■.Nsiiiiiim. Dil' j'iianz«' im zaulierglauhen, ein 
katiH'hismu.s <ltr /au)>trl"-r;ai:k. iiA^ < in*ni ai.huni; \i\*vt pHanrm- 
nyml-lik. s>. lU, j:,j s. mir \j alt.. \Vi«n. A. Hartlrlpen. 
:t.t;o m 

2^J. M. H- t!«r. Di'iTm h«> krai.kl.« itMiaiM-iil-ui h. h. aht, 
^, l»;2a. — r... K. Wrii.h. 11. ZiVk '•. WJ • ». KriiUM-r, 
.Mitt#il. u. uri.tr. /.. la>.r. v.'.k.-k ]^W 2 l. K. Au'lree. 
(fl. » .- 7«. i". . *K Hr.i.n.r. Aük' x'k' ^ -i . n«. 120. - A. de 
r..ck. V..!k-ktii..i.- 11. 2.M« f. 

J**'l. Am:.i IM.r:. KriTii;« : ii.i:» u ^»'i- dir j'i**tz«ii im volka- 
muiilt». Srhwtiz. ar«. h. I. \i'!k>k. ;;. i:;.i 137. 



XZ, F. HesmglMbe. 377 

284. A. 8., VolksmedudD. BL f. hess. volksk. 1899 (2) 7. 

285. A. Haas, Volkstümlloha mittel lur verireibong der 
wanen« Bl. f. pomm. volkak. 7, 87 £ 

286. Der 8., Tollateine. ebd. 7, 125 f.; 176. 
mittel gegen toUwot. 

287. A. Haas, Wollfaden als heilmittel bei verletnngen. 
ebd. 7, 164 f. 

288. R. Andre e, Wie im Lünebnrgischen pferdekolik ge- 
heilt wird. ZfVk. 9, 335 f. 

neugebomes mädchon rittlings auf ein pferd gesetzt, erhilt 
die gäbe, pferdekolik zu heilen, indem es gegebnen falls wieder 
nackt auf das kranke pferd gesetzt wird. 

289. N. J. Singeis, Zorg voor volksgesondheid. Volkskande 
12, 157—166; 202—211. [das gesundheitswesen im alten Rom.] 

290. Axel Johannesen, Bidrag til stodiet af rakit, tillige- 
med en del oplysninger om almnens behandling af denne sygdom. 
Siertr}'k af universitetets fest^krifl til bans migestAt kong Oscar IL 
i anledning af regeringsjubilcDet Christiania 1897. 

enthält im 2. teile volkskundlich wichtige angaben Ober die 
heilung der rhachitis (svek) durch Sympathie, sowie über den volkz- 
glauben von der Ursache ihrer entstehung. — reo. Kr. Nyrop, 
Dania G, 127 f. [GebhardtJ 



F. Hexenglaube. 

291. Fr. Kauffmann, Hexe. s. abt 8, 62. 

292. K. Croner, Oespensterspuk und hexen-glaube in KL- 
BUtritx. Siebenb. kbl. 22, 33—36; 46—50. 63—68. 

203. G. L. Dank mar, Ketsertum und hexerei in ihrem 
kulturhistorischen zusammenhange. Die übersinnliche weit, 1899, 
8. 45—57; 111 — 117. 138—145; 178—185; 263—269; 317—333. 

294. Th. Distel, Die kirche in einem hexenprozesse unseres 
jhs. Z«. f. d. ges strafrechtsw. 19, 441—442. 

295. Th. Ebner, Friedrich v. Rpee und die hexenprozesse 
»einer zeit [Samml. gem. vortr. n. f. 13. Serie, heft 291.] Ham- 
burg, Verlagsanstalt. 49 s. 

nach kurzem biographischen abriss eine eingehende Würdi- 
gung der cautio criminalis, in welchem epochemachenden werk 



378 X^' Volkalninde. 

werk Fr. v. Spee nicht da» vorhandeDsein von unholden and hexen 
leugnete, a(»er nach eigner erfnhning al» heichtvater vieler ver- 
urteilter, unKchuldiger hexen den leichtsinn und den onlaotem 
Vorgang den prozessvertuhrond )>nin<lniarkt. 

290. N. HeHHe. Cher einen hexenprozess in München-Olad- 
bach lUu'iii. gi-Hch->>l. X 225- -232. 

297. L. Koller, Die nltevangelischen gemeinden und der 
hexonglauhe. Monatsh «i. ('umoniiuiges. 8. liO -1)5. 

2f)'^. («. Schmidt^ Ge^^peuHterglaulien früherer leiten. UoMf 

Egorhiud :\, 20. 

299. J. Hansen, Scholastik und hexen wahn. Deatecbe 
stimmen 1899, 308-378. 

3nti. £. Hoffmann-K rayer, Luzerner akten zum hezeii- 

und wiulxrwfHen. Schweiz, arch. f. volksk. 3, 22—40; 81 — 122; 
189—221; 291—329. 

aus dem «tautimrchiv Luxem, von der mitte des XV. jh. 
hin 1551. 17 nummern. 

301. M. V. Stojontin. Aktenm&ssige nachrichten von hexen, 
prierttern un<i Zimmereien im ehemaligen herzogtum Pommern. 
Zs. f. kultur^^esrh. 5. erg.-heft. 1^9*^. s. 18 i4. 

reo. A. H;iuä. DI. t*. pnmui. volksk. 7, 47. kurze mitteiL 
über hexeiighiul'en •'\A. 7. 123 t\ 

:>ic\ K. Kleinpaul. M^' lernen hexen wesen. HpiritiBtische 
und imtitspiririntiM-he plaudereien. Leipzig. C G. Naumann. 
VIII. 23S ». :;,.5n m. 

:iU3. (\ Tasisel. Hexen pruzt;s.sakte v. j. 1547. Hannoversche 
geschieh ti4l.>I. lu*. 17. 

A. Schulleruh; mit beiträten von J. Dolte 
und A. (Te^hardt. 



XXI, A. DMitseh: 1. rediUgMehldite ud allgontiM itebUfragM. 379 



Reoht 

(A. D«aUch: 1. rM^Ufc^chirbte und allmiMine rechUfragfn , 2. urkanden- 
•ammlungen, 8. KeseUe, 4. rechUfragvn auf ((rund eimelner »:6seti6 und reehte, 
5. einzeln© gerirht^höf»», 6. teme. 7. fttrafrecbtlirteii, 8. rechtiprrchung In efan 
telncD Undem and •tndteo, 9. recht aua grnndbetiu, bergrecht, lollioeht, 
10. entwickeluiiK der lUdUtchMi ferfiMtungen, 11. itidtbfirher und tUdirechta. 
12. lUAUTerfAMunK und -ferwaltung. — R. Niederliodisch. — C. 8kandinn?itrli.) 

A. Deatsoh. 

1) IffbtexrarUfbto nd allgeMiie mbttfrixei. i. R. Hilde- 

brand, Recht und sitte auf den verschiedenen wirtachafUichen 
kulturstuftn. I. Jena, O. Fischer 1896. 191 s. 5 m. 

rec. H. Schreuer, Zs. f. rechtsgesch. 19, 167—174; A. v. Hal- 
ban, Zs. £ soc- vl wirtschaftsgesch. 6, 88 — 112. 

2. H. Geffcken, Fehde und duelL Vortrag. Leipdg, Veit 
A comp. 32 8. 0,80 m. 

G. widerspricht der anschauung v. Belows, dass das duell eine 
spite, ungerinanische, bei den Romanen entstandene einrichtnng 
sei, und weist hin auf die nordischen holmgtage, die mit dem 
heutigen duell in allen wesentlichen punkten übereinstimmen, auch 
das duell der Romanen beruht nach O^ meinung auf germanischer, 
von germanischen st&mmen nach W&lschland gebrachter recht»- 
anschauung. während indessen auf romanischem boden der ehren- 
xweikampf verflacht und xu anarchischen zust&nden führt, erwachsen 
in DeutMchland uralte keime zu neuen rechtsgebilden : sühnegeld, 
ehrenerkl&rung und widerruf werden gefordert, dass die seit dem 
IG. jh. aufgekommenen strafrechtstheorieen diese forderungen be- 
seitigt haben, hat das duell wieder aufleben lassen. 

3. 0. V. Alberti, Notwehr heute und in den volksrechten« 
Stuttgart, Kohlhammer. III, 50 & Im. 

nicht nur die fortwahrende anwendung juristisch -technischer 
auKdrOcke erschwert dem laien das verst&ndnis, sondern noch mehr 
das rein juristische verfahren, das v. A. bei seiner arbeit anwendet 
wo man eine zusammenhängende historische, die allmähliche ent- 
wickelung aufzeigende darstellung erwartet, findet man hier eine 
erörterung, welche jeden in betracht kommenden begriff jnristlseh 
klar zu legen versuchte immer wieder neue Unterscheidungen macht 
und vor lauter definitionen, abteilungen und Unterabteilungen la 
keinem ge8amtQberl>licke kommt, das rcsultat ist übrigens doch 
nur (mit den Schlussworten des vf.): 'es ergiebt sich, dass daa 
notwehrrecht der volksrechte im allgemeinen gani dasselbe ist wie 
unser heutiges, auf dem reichsstrafgesetsbnch beruhendes.' — rec. 
Appelius, Cbl. t rechtswiss. 18, 84. 



380 ^^* Beoht 

4. H. Zeller, Über zeugen und eideshelfer im dentschfin 
recht diss. Berlin. 62 s. 

5. 0. V. Zallinger, Wesen des formalismns im altdeutBoheu 
privatrecht, vgl. Jsb. 1898, 21, 5. — rec Hist. jb. 19, 073; 
Eist. zs. 81, 358. 

6. E. V. Möller, Das wergeld des thäters und des verletsten. 
Bonner diss. 1898. 

7. O. Cohn, Oemeinderschaft und hausgenossenschaft (aus: 
Zs. f. vergleich, rechts wiss.) Stuttgart, Enke. V, 128 s. 4 m. 

8. H. Simonnet, Le mundium dans le droit de £ftmille ger- 
manique. Th^se de Paris. Paris, Larose. 155 s. 

9. K Schröder, Weichbild, (in Festschr. fttr E. J. Bekker. 

s. 79—107.) Berlin, Haering. VIII, 191 s. 7 m. 

10. P. Platen, Zur frage nach dem Ursprung der Roland- 
säulen, progr. 44 s. 4^. 

rec. E. Liesegang, DLz. 1899. no. 17. 

2) MDDdeDSammlDDgeD. ll. O. v. Below und F. Keutgeiiy 

Ausgewählte Urkunden zur deutschen Verfassungsgeschichte. Berlin, 
Felber. I: F. Keutgen, Urkunden zur städtischen verfftssiingB- 
geschichte. XXXVII, 224 s. 3,60 m. 

12. J. F. Böhmer, Eegesta imperii I. die regesten des 
kaiserreichs unter den Karolingern (751 — 918). neu bearb. von 
E. Mühlbacher. 2. aufl. I. band, 1. abt. Innsbruck, Wagner. 
IV, 480 s. 18,40 m. 

13. J. F. Böhmer, Reges ta imperii VI. bearb. von 0. Red* 
lieh. — vgl. Jsb. 1898, 17, 117. — rec. G. Schuster, Jsb. d. 
geschichtsw. 21, II, 46 f; K. Hampe, Hist. vjschr. 2, 535 — 541. 

14. A. Wrede, Deutsche reichstagsakten unter kaiser Karl V. 
band 2. — vgl. Jsb. 1897, 9, 62. — rec. H. Virck, TheoL litatg. 
13, 360—363; GgA. 1898, 159; Loesche, TheoL jahrb. 16, 278 £ 

3) Gesetze. 15. H. Geffcken, Lex salica. vgl. Jsb. 1898, 
21, 16. 

rec. von Salis, Cbl. f. rechtswiss. 18, 236 flF.; S. Kietsohel, 
Hist. vjschr. 2, 392—395; U. Stutz, Zs. f. rechtsgesch. 19, 194 ffi; 
H. Pirenne, Rev. crit. 1899, 1, 83. 

16. 0. Dippe, Der prolog der lex Salica, die entstehung der 
lex und die salischen Franken. Hist. vjschr. 2, 153 — 188. 

der vf. des prologes ist nach D. ein fränkischer geistlicher 
aus Neustrien zur zeit Childeberts. die vor dem übertritt Chlodo- 



ZXI, A. Dtfotseh: BaditifragtQMfipvBdauiMhMrgeMtMiLfidit«. 381 

▼•ohs anUtandeDa lax warda, als dar paotos (cap. 4) yaröffantlioht 
wurda, in arwaitartar form nau harausgegabaD and mit dam prolog 
and apilog varaahan. dia angeblicha dbfasflong durch viar Frankan 
baruht aof ainar in dar iwaitan h&lfta das 4. jh. antstandanan, an 
aina alta aufsaiohnong arinnamdan saga. diasa viar sind typisoha 
vartratar der verschiadenen artan des b&uerlichan basitsas. dar 
name Salier (fir&nk. Salio, Sali) hat keine ethnographische bedeu- 
tnng and charakterisiert nor den herrschenden teil des niedar- 
frinkischen Stammes ab stand lum unterschied von den in niederer 
abh&ngigkeit stehenden angehörigen desselben Frankensweigas. dia 
anwandong das wertes Balius ab volksname durch die Römer beruht 
auf einem missverständnb des von den Römern mit salns, maar 
oder sal in Verbindung gebrachten und ab ^meerbewohnar' übar- 
setstan wertes. 

17. W. Schücking^ Ober die entstahungsseit und ein- 
heitlichkeit der Lex Saxonum. N. Arch. f. alt. d. geach. 24, 
631—670. 

18. Edward Schröder, Bruchstück einer pergamenthand- 
Schrift vom lehnracht des Sachsenspiageb. Zs. f. reohtsgasch. 19, 
143 f. 

19. H. Isay, Zur gaschichta des kleinen kaiserrechtsi Zs. f. 
rechtsgesch. 19, 145—152. 

I. nimmt an, ersbischof Werner von Falkenstain (1388 — 1418) 
habe mit dieser hs. den Schöffen seines enstiftes sein heimatliches 
(hessisches) recht an die hand geben wollen. 

4)lsditirra«Miairgrai4eiiieliergwtieii4i^ 20. K.Zeumer, 

Oeschichte dar wastgotischen gasatsgebung. II. besonderer teil, 
nachtrtge und berichtigungen sum ersten teil. N. arch. f. &lt d. 
gesch. 24, 39 — 122. III. besonderer teil forts. ebd. 571— G30. 
vgl Jsb. 1898, 21, 37. — rec Hbt 2b. 81, 16a 

21. K. Lehmann, Das langobardische lehnrecht — vgl. Jsb. 
1897, 9, 129. 

rec. A. Luschin v. Ebengreuth, Krit vjsohr. f. gasatsgab. 
40, 22—26; A. B. Schmidt, Hbt is. 82, 481 tL 

22. O. S seliger. Volksrecht und königsrecht fort«. Hbt 
vjschr. 2, 313—369. 

vgl Jsb. 1898, 21, 30. — rac. F. Rachfahl, Jsb. d. ga- 
schichtsw. 21, n 439 ff. 

23. 0. Opet, Zur frage der frtnkischen geschlechtsvormund- 
Schaft, (aus: Mitt d. inst f östarr. geschieh tat, arg&nsungshaft Vf.) 
Innsbruck, Wagner 189a 116 a. 



382 XXI. Beoht 

Verteidigung der von Ficker aufgestellten und von Opet n&her 
begründeten ansieht, dass das fränkische volksrecht die gesohleditB- 
vormundschaft nicht kenne. 0. sucht fälle weiblicher Jurisdiction 
lehenserbfolge, Zeugnisfähigkeit und teilnähme an der landesgemeiiide 
zu erweisen. — rec. v. Salis, Obl. f. rechtswiss. IS, 307 £; BL 
Hist. zs. 83, 165 f. 

24. J. Declareuil, Les preuves judiciaires dans le droit 
franc. — vgl. Jsb. 1898, 21, 26. fortsetzung. Nouv. rev. hist. de 
droit 22, 747—762; 23, 79—109 u. 188—212. 

25. P. Viollet, Histoire des institutions politiques et ad- 
ministratives de la France. II. Paris, Larose 1898. 470 s. 

rec. R. Holtzmann, Hist. vjschr. 2, 92—98. 

26. Des Marez, i^tude sur la propriöt^ fonci&re dans les 
villes du moyen äge et sp6cialement en Flandre. (Bev. des trav. 
publ. par la fac. de philos. et lettres de Tuniv. Oand XX.) G^ent, 
Engelcke 1898. XXVII, 393 s. 13 frcs. 

rec. G. v.Below, Chi. 1899, 614 ff.; Funck-Brentano, Bev. 
crit. 66, 170 ff,; F. Rachfahl, Jsb. d. geschichtsw. 21, IL 452 £ 

27. Des Marez, L'origine de la propri^tS allodiale k Ghmd 
dite *Vrij huis vrij erve'. Ann. de la föder. aroh. Belg. 11. 

28. F. Platz, Die gesetzgebung Karls d. gr. nach den kapi- 
tularien. — vgl. Jsb. 1898, 21, 53. — rec. K. Löschhorn, Mitt 
a. d. hist. litt. 27, 10; F. Rachfahl, Jsb. d. geschichtew. 21, U 
441 f. 

29. W. Oundlach, Karl d. gr. im Sachsenspiegel eine inter- 
pretation. VI, 35 s. 1,60 m. 

30. E. Björkman, Altvile im SachsenspiegeL s. abt. 11, 19. 
zu dem mlat. alphilus Käufer im Schachspiel', das durch Volksety- 
mologie als altfil ins deutsche übergegangen sein dürfte, stimmen 
die für altvile gegebenen deutungen. *falls der vers, wo altvile 
vorkommt, ein alter ist, mag ein wort dagestanden haben, dessen 
erster teil auf urgerm. '*'alb- zurückging und das ein durch den ein- 
fluss übler geister stumpfsinniges oder in andern beziehungen sohlecht 
geratenes kind (wechselbalg) bedeutete und welches sp&ter mit 
dem in seiner bedeutung von derselben wurzel *alb- beeinflossten 
mlat. alphilus bezw. *albphilus identificiert wurde', doch ist aucli 
direkte entlehnung aus dem mlat möglich. 

31. Th. Schrader, Eine dunkle stelle im ältesten Ham- 
burger recht. Mitt d. v. f. Hamb. gesch. 7, 56 — 65. 



Xn, iL DMitarh: & SinMb« Oeriehtahöii — 8. Biebtf|NPMhaBg atw. 383 

32. M. HofmanD, Die stelloDg der katholiachen kirche snm 
sweikampf hia lum konsil bq Trient Zb. f. kath. theol. 1898, 
455—480; 601—642. 

in der schrifl ist vom gerichtlichen sweikampf die rede. 

5) EilldM fierkktekSfe. 33. H. leay. Zur geechichte dee 
Trierer ochöffengerichta. Trierer Arch. 1898 no. 1. 

34. Die entotehung des Ulmer Stadtgerichts. Ulmer sonn* 
tagshl 16, 31, 34 f., 39, 43, 47, 51 f. 

C) Veae. 35. H. Schwanold, Das vemgericht £v. ScholbL 
42, 290—296. 

nach Lindner und Weerth. 

36. J. Hörnes, Eingriffe der vemgerichte in das hochstift 
Würsburg, unter besonderer Ixerücksichtigung von Urkunden des 
archivs der Stadt Würzburg. Würzburg, Göbel k comp. 1898. 
53 s. 

7) StrefttcbtlkkCi. 37. J. Hansen, Inquisition und hexen- 
Verfolgung im ma. Hist ss. no. 81, 385—432. 

legt den gang der hexenverfolgung bis zum beginn der neu- 
seit klar. 

38. J. Hansen, Der malleus maleficarum, seine druokausgaben 
und die gefUschte Kölner approbation vom j. 1487. Westd. is, 
17, 119—168. — rec. Köln. zeit. 1898 no. 780. 

39. O. Schröder, Todesurteile aus einem Oldenburger stadt- 
buche des 16. jh. Zs. d. ges. f. schlesw.-holst-lauenb. gesch. 28, 
287 - 300. 

8) kfhts»mbiw ii eineliei IMen ii4 itUtei. 40. P. Beck, 

Alt-Kothisches statutarrecht Alemannia 26, 1, 38—63. 

41. £. Oothein, Jura curiae in Munchvilare. Bonner aniv.- 
progr. 

enth&lt das älteste deutsche weistum a. d. j. 926 mit einge- 
streuten ahd glossen. von der grössten l>edeutung för die ge- 
schichte der grundhenrschafl, der grundherrlichen lasten und der 
gerichts Verfassung. — rec. Hist zs. 83, 547 f. 

42. J. Simon, Hennel>erger landesordnung vom 1. janoar 1539. 
Schrift, d. V. f. Sachs.-Mein. gesch. 31, 29—45. 

43. H. Bergner, Die dorfgewohnong so Oomperda von 1526. 
Mite d. V. f. gesch. v. Kahla 5, 251—257. 

44. A. Bergmann, Das älteste schöppenbuch der gemeinde 
Ebersljach. Oebirgsfreond 10, 25 t 



384 XXI. Becht 

45. H. Kn the, Ein Görlitzer hofgerichtsbuch von 1406 — 1423. 
N. Laus. mag. 74, 1 — 14. 

46. L. Brentano, Gesammelte aufsätze. 1. band. Erbrechts- 
politik, alte und neue feudalität. Stuttgart, Cotta. XII, 592 8. 
14 m. 

darin s. 403 — 442: Zur geschichte des bäuerlichen erbrechts 
in Altbaiem. 

47. J. Sauer, Zur geschichte des bischöflichen erbreohtee 
in der diöcese Strassburg. Arch. f. kathol. kirchenr. 78, 373 — 377. 

48. G. Levi, Zur geschichte der rechtspflege in der stadt 
Strassburg. Strassburg, elsäss. druckerei u. verlag^nst. 1898. IV, 
103 s. 3 m. 

nach Geigel, Cbl. f. rechtswiss. 18, 36 behandelt L. anf grond 
unedierter archivalien die Stellung und zusiändigkeit der bischöf- 
lichen, gräflichen, sodann reichsstädtischen gerichte und namentlich 
das gerichts verfahren, die gerichtsbesetzung, den strafvoUsug. 

49. E. Filling, Einiges über das frühere gerichtswesen in 
Orlamünde und Kahla. Mitt. d. v. f. gesch. v. Kahla 5, 251 — 257. 

50. 0. Wolff, Das lübsche recht in der stadt KieL v^ 
Jsb. 1898, 21, 70. 

rec. H. Geffcken, CbL f. rechtswiss. 18, 36 £; Ph. Behme, 
•DLz. 1899, 197. 

51. Freisen, Nordisches kirchliches eheschliessnngsrecht im 
ma. Arch. f. kath. kirchenr. 78, 485 — 515. 

52. V. Hasenöhrl, Die bewciszuteilung im österreichischen 
rechte des ma. (Sitzungsber. d. Wiener ak., bd. 139, abh. 7.) 
Wien, Gerold. 172 s. 3,70 m. 

53. A. vonHalban, Zur geschichte des deutschen rechts inPo- 
dolien. — vgl. Jsb. 1897, 9, 24. — rec. Milkowicz, Mitt d. L £ 
österr. geschichtsf. 19, 559 - 565; Joerges, Ejit. vjschr. 40, 
355—359; E. v. Schwind, Hist. zs. 83, 141 ff. 

54. A. von Halban, Das römische recht in den germani- 
schen Volksstaaten, ein beitrag zur deutschen rechtsgeschichte. 
1. teil (Untersuch, z. deutschen Staats- u. rechtsgeschichte, hrsg. 
von 0. Gierke. 56.) Breslau, Marcus. XXIII, 312 s. 10 m. 

9) Retht ans grandbe^itz; bergreeht; zollreeht. 55. Ch. Menrer, 

Das zehnt- und bodenzinsrecht in Bayern. Stuttgart, Enke. VI, 
136 s. 4 m. 

rec. E. Schubert, Finanz-arch. 16, 461 f. 



Xn, A. DmImIi: 9. Badit Mi giuidbMitos befgiMlit; lolliwbt. 386 

56. E. V. Dultiig, Dm dantache gnuderbreoht in vergangen* 
heity gegenwert nnd lukunft. (Unters, i. d. staaU- n. reoht«geiioh.| 
hrag. V. 0. Oierke. 58.) Breslau, Marcos IX, 372 s. 10 m. 

57. Th. Knapp, Über leibeigenschafl in Deatschland seit 
dem ansgang dM mittelalters. Zs. f. rechtsgesch. 19, 16—51. 

Kn. stellt die unterschiede der leibeigenschaft im WMtlichen 
und östlichen Deatschland fest, nach ihm ist die leibeigenschaft 
westlich der Elbe und des Böhmerwaldes ein verm&chtnis dM ma., 
die in Ostdentschland dagegen (die erbunterth&nigkeit) ein erseng- 
nis der neaseit, welches, aus missverstAndnis hervorgegangen, die 
höchste Steigerung der vereinigten grund- und gerichtsherrschaft 
darstellt, fl^ beide hiüften werden die rechtlichen verh&ltnisM 
und die geschichtliche entwickelung dargestellt. 

58. A« Zycha, Dm recht dM iltMten deutschen bergbanes, 
eine Studie aus der deutschen rechts- und Wirtschaftsgeschichte. 
Berlin, Vahlen. 172 s. 4 m. 

die herausgal>e vieler einseinen bergrechte in den letsten jähren 
hat den boden geebnet für den versuch, den Z. unternimmt, ein 
allgemeiuM deutschM bergrecht su schreiben, er steht dabei in 
scharfem gegensats gegen Arndt, Zur geschichte und theorie dM 
bergregals und der bergbaufireiheit (Halle 1879) und der auf Arndts 
ansichten fusMuden aufiüLUe von Schmoller (Jahrb. f. gCMtigeb. 
1801), Opet (Zs. i. bergrecht 1893) u. a. w&hrend Arndt ein altes, 
im xusammenhang mit den römischen Verhältnissen stehendM eigen* 
tumsrecht dM königs an den bergwerken annimmt, aus welchem 
dM recht sur erhebung eines zinsM fUr die gewikhrung der nutsung 
abgeleitet worden Mi, findet Z. einen solchen eigentnmMnspruofa 
in den «luellen nirgendwo begründet und sieht in ihnen fdr die 
kltetre zeit nur die abgabenpflicht nachgewieMu, auf der sich die 
auf die eigentliche nutsung der bergwerke gerichteten regalen an- 
spnlche aufgebaut ha()en. richtig ist, dsM die quellen ftkr den 
erweis der ansieht Arndts nicht ausreichen und dsM namentlich 
Miner meinung, private hätten die bergwerksnutsung ab ein re» 
gales recht erhalten, manchM widerspricht erst um 1100 finden 
sich die ersten spuren der aufiaMung, daM dem könig ein reeht 
auf die schitie des hodens Mlbst sustehe, dM im SachMuspiegel 
unsweideutigen ausdruck findet. Z. behandelt dann die entwicke- 
lung der ältMten betriebsform und dabei die von Schmoller Aber- 
Mhene frühe bildnng eiuM lohnarbeiterstandes. er untersucht femer, 
wiederum hauptsächlich im gegeuMts su Schmoller, die rechtsord- 
nung dM bergbauM um die wende dM 12. jh. und geht endlich 
auf den Untergang des reichsregals und die entstehung dM landes- 
herrliehen rsgals ein« 

XXL itmj 95 



386 ^S^- Becht. 

59. F. Bischoff, Beiträge zur geschichte des süddeutschen 
bergrechtes. Zs. f. bergrecht 39, 172—198; 323—347. 

inh. die zeisinger bergordnung von 1339. das bergbuch 
über den St. Leonharter bergbau v. 1512 — 1550. über Tiroler 
bergrecht und die anwendung des Schladminger bergbriefes. 

60. F. Eachfahl, Bergregal in Schlesien. Forsch, s. brand.- 
preuss. gesch. 1898 no. 10. 

61. E. Zivier, Geschichte des bergregals in Schlesien bis 
zur besitzergreifang des landes durch Preussen. Kattowits, Böhm. 
1898. 370 s. 12 m. 

62. A. Niggl, Der zoll im alten deutschen recht und nach 
modernem reichsrecht, diss. Erlangen. 48 s. 

63. F. Frensdorff, Die zollordnung des lübischen rechts. 
Hans, geschichtsbl. 1897, 105—146. 

vgl. auch abi 16, 99. 

10) EDtwiekelong der städtiseheD YerfassongeD. 

64. E. Uhlirz, Neuere litteratur über deutsches Städte wesen. 
Mitt. d. i. f. österr. geschichtsf. 20, 113—122. 

vgl. Jsb. 1898, 21, 83. 

65. G. von Below, Das ältere deutsche städtewesen und 
bürgertum. 

s. abt. 18, 9. 

66. K. Hegel, Die entstehung des deutschen Städtewesens. — 
vgl. Jsb. 1898, 21, 84. 

rec. S. Bietschel, Hist. zs. 83, 466—470; Behm, Eiit 
vjschr. 40, 519—524. s. oben 18, 11. 

67. S. Bietschel, Markt und stadt in ihrem rechtlichen 
Verhältnis. 

vgl Jsb. 1898, 21, 85. — rec. A. Werminghoff, Zs. £ 
rechtsgesch. 19, 184 f; K. ühlirz, Hist vjschr. 2, 102 — 109; 
Behm, Krit. vjschr. f. gesetzgeb. 40, 519—522; F. Philipp!, 
Hans, geschichtsbl. 1897, 275—282. 

68. A. Veit, Über die entstehung der reichsstandschaft der 
Städte, diss. Erlangen. 43 s. 

69. B. Eberstadt, Magisterium und fratemitas. — vgl. Jsb. 
1898, 21, 86. — rec. G. v. Below, Hist zs. 82, 546; E. Besta, 
Cultnra 1899| 147 f.; H. F. Heimelt, Jsb. d. geschichtsw. 20^ 



XXI, A. DMtMb: •. BMht mm gmdbiiili; b«gmiil; MÜmhi 387 

IV, 116; Dea Marai, Ray. historiqne 69| 393; F. Katitgeni 
Zs. t soc-gMclL 7, 355 ff.; H. Piranna, Rav. hiat 71| 365 C 

70. Ulm BOT lait daa Bwiachanraichs. ain baitng war var» 
fuMODgagaachichta daa ma. Ulmar aonnUgabL 16, 207; 17, 3, 7 £, 
11 f., 15, 19, 23, 27, 31, 35, 39, 43 £, 47 £, 51, 55 £, 59, 63. 

dia gaachiohta Ulms wird a. a. o. im 17. Jahrg. bis mr aalt 
Ludwigs daa Bayam waitar bahandalt (vgl. aoch 16, 3 C, 7, 10 £: 
Dar strait um dia Ulmar landvogtai; und 16, 199 £: Dia Ulmar 
landvogtai und Wfirttambarg. 

71. H. Hayr-Adlwang, Zur stadtarhabung Ku&tdns. Za. 
d. Fardinandaums 42, 339-342. 

72. H. Zellar-Wardmüllar, Zur gaachiehta dar Zflrahar 
varfassungs&nderung von 1336. Zürcher taschanb. 1898, 108—181. 

73. K. Beyarla, Die Konstaniar ratslistan daa ma. hrsg. 
von dar badisohan hiat kommiaaion. Haidalbarg, Wintar. 1898. 
VII, 252 8. 8 m. vgl. abt 18, 20. 

biographische notiian sind nicht beigagaban. dia ainlaitong 
enthalt eine (nicht abachliessande) akixia dar antatahung und ent- 
wickelung der ratsverfassung. — reo. Th. Ludwig, Eist ss. 81, 
505 f.; 8. Rietschel, DLi. 1898, 1273; P. A(Ibart), Karlsr. seit 
1898 no. 100; Rav. criUque 40, 38; A. Werminghoff, Zs. £ 
rechtsgesch. 19, 189 f.; K. Uhlirs, Hitt. d. inst f. 5starr. ga- 
schichtsf, 20, 120 f.; G. v. Below, C1>1. 1899, 261 f. 

74. (K.) B(eyerle), Die gründung und älteste var£uaang 
der Stadt Freiburg. Freiburgar bete 1898 no. 59 u. 64. 

75. H. Maurer, Die ratsbeaatcung von Fraibnrg L Br. im 
15. jh. 8chau-ins-land 25, 50—54. 

70. K. Eheberg, Verfaasungs-, verwaltungs- und wirtachafta- 
geschichte der Stadt Strassburg bis 1681. 1. band. Urkunden und 
akten. — s. abt 18, 22. 

77. M. B&r, Urkunden und akten rar gaschiehta dar Ver- 
fassung und Verwaltung der stadt Koblens. — vgL Jsb. 1808, 18, 
23. — rec. Chi 1899, 747 £; K. Uhlirs, Mitt d. inst £ Oalair. 
geschichtsf. 20, 115 £; K. Schaube, Hist ss. 82, 561 £ 

78. F. Lau, Die entwickelung der kommunalen var&asung 
und Verwaltung der atadt Köln« 

vgl. Jsb. 1898, 21, 90. — reo. 8. Riatachal, Hist vjachr. 2, 
109 ff.; K. Hegel, Hist is. 82, 129-134; O. ▼. Balow, CbL 
1899, 158 £; K. Uhlirs, Hitt d. L £ 5sterr. gaachichta£ 20, 116; 
Knipping, Westd. ss. 18, 77—86; Köln, volkssait 1898, no. 482; 
F. Räch fahl, Jsb. d. gaMshiohUw. 21, IL 450 ff. 

95* 



388 XIL Recht 

79. K. Ebel, Die raUordnungen für Oieraen und Alsfeld 
vom IG. juni 1474. Mitt. d. oberhess. geHchicht8v. 189.Sf 205 ff. 

80. A. Hübioger, Die verfn^wung der ntadt Paderborn im 
ma. mit e. plane der stadt. MünHtor, Hegens))erg. 210 s. 3 m. 

81. E. Li OHO gang. Urkun«lon und iintornucbungen zur ge- 
Bchichte der Htadt Stendal. I. Zur vertiu»iiungrige8chichte. Forsch, 
s. brand. u. ]>r. gosch. lo. :{ll— .'i24. 

H2. A. V. HulmiTinoq. Die veri'aHHung der nUdt Riga im 
ersten Jahrhundert «ler HHült. - v^l. .Isb. l.slH, 21, 105. — rec 
S. Rietschel, Hint. vjsrhr. 2. 512 f.; A. Bergen grün, DLx. 1899, 
351 f.; BinntMuiinn."<'bl. i\ rechtriw. IS, 1.31* f.; Cbl. 1S9H, 542; 
K, Hchaube, Hiat. zu. >,3, 50L'— 5n7. 

vgl. auch no. 7. 

II) SU^tbirbfr ON Stadtrffhtf. "^^^ Die Zürii ii«r Btadtbücher 
des 14. und 15. jh. auf veninltL-iHunj: -br antipinriHchon ge«elU 
Schaft in Zürich hrtig. vi»n II. Zell er -Wer •im ulier. 1. I^and. — 
s. abt 7, 124. 

die her.iUxigHlie der wi.*rtv<illon Zurichcr Htaiitbücher, von denen 
bisher nur ein auszug von .1. .1. Hoduier 17iil( vcp'tl tut licht worden 
war, ist das viTdieiist der anti^M.iririrht'n g«*.**«-Ilsch:ift in Zürich. 
*die stadtbUcher des 14. jh. »iiid «-ine aintlirln- ^;iIli^iluIlg von ver- 
schiedenartigen verurdnuiigfu, erki'iiiitiiii*.')i*n untl bi-hrhluHsen das 
rates, welche entweder eine blribci:<ltr. ^fsetz bildt-ndt* geltung 
hatten oder wenigstens vurtibergt.-ht'ii*i v*>n bc<ieutunK wan-n*. die 
Urkunden de« 15. jh. »\u*\ zum tfil in zwei {«tadtburhem geicondort 
aufgezeichnet worden, von denen da.*« eine mehr inni-re verwaltungs- 
angelegeuheiten, liiis iiiidi're gr>'r«st-i:t«>il.>« bfrirht« und U^MchbiMie 
politischer art enthalt, die urkundt-n WiTd<*n liurch zalilroiche vun 
dem tieiss und der suchkennt ni.s *h'H herautfgtd>ors zeugende an- 
merkungen erläutert, wie 'leun ül'erh.iupt d^is uerk in anla^f. aus- 
fuhrung und uusritattung allen tui ein»* giitr t'ditinu zu Ht«db*ndon 
anB|iruchen gerecht uinl. 

S4. J. Srhnell, V.v^ Htadtbuch munii*i|>alf> im rechtlaml. 
Zs. f. Schweiz, r., n. f. :i*», 153 -;;n.i. 

>^5. Stemml«'r. l!ih.i!TsviTZ«'irhiii.»* d»».-* :ilt»»ii * »hrdrulVr sta-lt- 
buchoi«. .Viu« d. ht'iiiiut (HUtt. f. g«ithaiHche ^t*.-fh. 2. 27 Ii2. 

SO. M. K Ort eh. Di»» altü-n staltn't'hte v..ii Wfiia. I'nsvr vo*jt- 
land a, :iM5— :i<i^. 

h7. H. Ermisch. Zwickau«T stadibacher und eine Zwickauer 
Schulordnung, s. abt. 1>, 23. 



Xn, A. OMlMh: 1& 

88. M. Wdhrmann, Dm iltaste stsdtbaoh Ton Ghrmiiniluigon. 
Monatebl. f. pomm. gesch. 1898, 25 ff. 

89. O. Caro, Zur Überlieferung dee ersten Stntsburger tUdt- 
rechtes. Hiat vjschr. 2, 72—77. 

gegen C. wendet sich Sackur, NA. f. ilt d. geeoh. 24, 761. 

90. H. Bloch, Zur Überlieferung des ersten Strtasburger 
sUdtrcchtes. Zs. f. gesch. d. Oberrh. 14, 271—298. 

gegen Caro (no. 89) gerichtet. 

91. Kühne, Des materisl für die herausgäbe von badisohen 
und els&ssischen stadtrechten. Zs. f.* gesch. d. Oberrii. n. £ 13 
no. 4. 

92. P. Seh weiser, Halwburgische stadtreehte und stidte- 
Politik. Festschr. su ehren M. Büdingers (Innsbruck, Wagner 1898. 
VI, 4G9 8. 10 m)». 227—252. — rec N. archiv 24, 379. 

93. Chr. Mever, Das stadtrecht von Hof vom j. 1436. Zs. 
f. rechtsgesch. 19,'l52— 160. 

94. Quellen sur geschichte der stadt Wien; abt 9. Regesten 
der archive der stadt Wien, band I: Verseichnis der original* 
Urkunden (1239-1411); bearb. von K. Uhlirts. Wien, Konegen 
l?=J9s. XXI, 626 a 4^ 36 m. 

abt. 3: Grundbücher der stadt Wien. 1. band, die iltestmi 
käuflicher (1368—1388); bearb. von F. Staub. 189a LXXX, 
458 s. 24 m. 

vgl. auch abt 17 no. 168. 170. 172. 174. 176. 178. 

13) StutSferfamif; ni -ferwiltllg. 95. Ernst Hayer, Mittel- 
alterliche Verfassungsgeschichte, deutsche und firan^tsische ver- 
fasHungsgeschichte vom 9. bis cum 14. jh. 2 bde. 

8. abt 18, 6. 

rec. K. Uhliri, Hist vjschr. 2, 252—262; J. Flach, Bev. 
crit 47, 226. 

96. F. Dahn, Die könige der Germanen, naeh den quellen 
dargetttollt band VIII. Die Franken unter den Karolingern. 
Leipzig. Breitkopf A H&rtel 1899. abt 2. XVI, 266 s. 8 m. — 
abt 3. V, 296 s. 8 m. abt. 4. X, 260 s. 8 m. — abt. 5. VI, 
359 H. 10 m. — abt 6. VI, 374 s. 10 m. 

Dji buch nimmt, wenn man die anläge des ganaen, die darauf 
venft-endeten Studien und den reichtum des Inhaltes ins äuge fiMst, 
mehr und mehr den Charakter eines riesenwerkes an. der ▼£, 
der durchweg nach den quellen gearbeitet und, wo er aus der 
überaus grossen Utteratur (VIII 2 sind su anfang 18 selten litteratiir 



390 2^' Recht. 

yerzeichnet) ausnahmsweise entlehnt hat^ dies jedesmal ansdrücklicli 
vermerkt, hat sich keine arbeit erlassen und erlässt dem leser keine 
einzelne kenntnis. band VIII würde treffender den titel föhren 
'die rechtlichen, kulturgeschichtlichen und socialen Verhältnisse im 
reiche der Karolinger', und wäre es so benannt, so müsste aner- 
kannt werden, dass es bei der darstellung des im titel angegebenen 
nach Vollständigkeit strebe und diese zum grössten teil erreiche. 
abteilung 2 behandelt vorzugsweise das land, das volk, die stände, 
die Sippen, die fremden; abt. 3 die Verfassung des reiches, a. a. 
königsrechte, ämterwesen, heerwesen; abt. 4 gerichtswesen, Verwal- 
tung, wirtschaftliche zustände; abt. 5 finanzwesen, kirchenwesen, 
völkerrechtliche Verhältnisse; abt. 6 königtum, kaisertum and theo- 
kratismus. die abweichungen von seinen Vorgängern giebt D. 
überall an, namentlich polemisiert er oft gegen die 'weniger ver- 
fassungsrechtliche denn geschichtliche, mehr beschreibende als be- 
griff liehe' darstellung von Waitz und sucht alles juristisch sch&rfer 
aufzufassen und auszudrücken, im einzelnen bekämpft er die an- 
sieht, dass die vassallität aus der alten gefolgschaft hervorgegangen 
sei, dass heerespflicht von anfang an an gnmdbesitz geknüpft 
worden sei u. a. indem er die Umwandlung der merovingischen 
Verhältnisse zu denen der Karolingerzeit in der Weiterbildung nnd 
Verbindung der bereits vorhandenen begriffe beneficialwesen, vassalli- 
tät und immunität erblickt und unter lehen die Verbindung von 
beneficium und vassallität versteht, kommt er zu dem eif^bnis, 
dass die thatsächliche Vereinigung beider zwar schon unter Ejurl 
Martell erfolgt sei, ihre rechtsnotwendige Verbindung aber erst 
dem ende des 9. und dem 10. jh. angehöre und dass somit der 
prozess der entwickelung des lehenswesens sich später vollsogen 
habe, als die allgemeine annähme sei. bei den Vorzügen des D.schen 
Werkes muss man auch die sprachlichen mängel in den kauf nehmen: 
die von parenthesen starrenden sätze, die neigung zu neuen Wort- 
bildungen, welche z. t. wohlgelungen, z. t. aber überflüssig, unklar 
oder sprachwidrig sind (vgl. z. b. nachdrucksam, verunechtung, ver- 
christenung). doch sind diese mängel in geringerem masse vor- 
handen als in den früheren bänden. — rec. H. Hahn, Mitt a. d. 
hist. Utt. 27, 411—414; DLz. 1898, 1335—1339. 

97. Th. Lindner, Der hergang bei den deutschen königs- 
wahlen. Weimar, Böhlau. HI, 70 s. 1,50 m. 

vgl auch die bemerkungen Lindners und Seeligers Hist. 
vjschr. 2, 151 f. 

98. W. Sickel, Die kaiserkrönungen von Karl bis Berengar. 
Hist. zs. 82, 1—37. 



XXI, A. OMlMh: 18. BiMimrihtmf waA -fwwiMHif. 891 

99. H. Simonefald, Noobmids die w»U rriediiohi L Bot- 
bart. HiBt vJBchr. 2, 368—372. 

S. weicht von Holtsmann (Jtb. 1898, 21, 117) in tlnigüi 
nabenponkten ab. 

100. A. Dopsch, Zur dentachan T«r&nnngsfraga unter Bu* 
dolf voD Habebarg. (Featgaben f. Büdinger a. 207-223.) 

101. H. Otto, Die abaetaung Adolfii von Naaaaa und dto 
römiacbe kurie. Hiat vjachr. 2, 1 — 17. 

102. C. Koehne, Die aogenannte refonnation kaiaer Sigmnnda. 
vgl. Jsb. 1898, 21, 122. - rea Hiat ». 82, 547 f. — Dera., 

Studien lur aogenannten refonnation kaiaer Sigmonda. vgl. Jab. 
1898, 21, 122. — reo. ebdaa. 

103. Emat Mayer, Daa bairiache henogtom im laioh da 
Henrico. Hiat. vjschr. 2, 517 f. a. abt. 6, 17. 

104. P. Puntachart, Henogaeinaataung and haldigang in 
K&mten. Leipaig, Veit A comp. XII, 304 a. mit 5 abb. 8 m. 

105. F. Philipp i. Die anageataltung dea biatama Oanabrttok 
ala geiatlicher ataat. Mitt d. v. f. geach. Oan. 22. 

IOC. J. Becker, Daa beamtentam der reichalandvogtai Haga- 
nau vom anfang dea 14. jh. bia tum Übergang der landvogtai an 
Frankreich 1648. Hitt d. gea. £ erhalt d. gMchichtL dankm. im 
EliMaa 19, 1—31. 

107. A. Laachin v. Ebengreath, Orandriaa der tetarreiohi- 
sehen reichageachichte. eine bearbeitung aeinaa lahrbnchaa dar 
österreichiachen reichageachichte. mit 3 hart o. 5 atammtaf. 
Bamberg, Bachner. 361 a. 6 m. 

108. 8. Adler, Daa gflltbnch von Nieder- and Oberaatarraieh 
and seine funktion in der 8t4ndiachen ver&aaang. (aoa der ftai- 
achrift für Ungar.) Stattgart, Cotta. 42 a. 1,20 m. 

daa landcsgAltbuch war die grandlage dea ateaerweaana, diente 
al)er seit dem ausgang dea 16. jh. auch ala kontroUorgmn dea raehtaa 
auf landstandschaft. die auaaerordentlichen beatananingan dea 
herren- und ritteratandea geschahen aaf grund von achriftliehan 
scUmtbekenntnisaen, sog. einlegen, die einlegen über die grund- 
herrlichen cinkanfte oder gfllten worden erneuert, revidiert und in 
gültbüchem suaammengefaaat wilirend daa oberOatarraicUaalia 
gültbuch den ursprüngUclien charmktar ainaa atenerkataatara bai- 
behielt, übernahm daa niederöeterreioliischa auch die funktion einer 
landacbaftamatrikel die innere einrichtung und die rachtUeha 



392 XXT. Becht 

natur des letzteren werden untersucht. — reo, v. Savigny, CbL 
f. rechtswiss. 18, 76. 

109. Veröffentlichungen der historischen landeskommissioii 
für Steiermark. VIII. Graz, Selbstverlag. Inhalt: A. Laschin 
V. Ebengreuth, Materialien zur geschichte des behördenwesens 
und der Verwaltung in Steiermark. 51 s. 

rec. F. Ilwof, Mitt a. d. hist. litt 27, 490 S. 

110. F. Tezner, Die landesfürstliche verwaltungsreohtspflege 
in Österreich vom ausgang des 15. bis zum ausgang des 18. jb. 
heft 1. Wien, Holder. 214 s. 3 m. 

vgl. Jsb. 1898, 21, 132. 

111. A. Werhold, Zur wirtschaftlichen und staatsrechtlichen 
entwickelung des Egerlandes. forts. Mitt. f. gesch. d. D. in 
Böhmen 37, 54—67. 

vgl. Jsb. 1898, 21, 134. 

112. A. V. Wretschko, Das österreichische marschallamt 
im ma. — vgl. Jsb. 1898, 21, 136. — rec. F. Kachfahl, Hist. 
zs. 81, 529 f.; A. Luschin v. Ebengreuth, Mitt. d. i. f. österr. ge- 
schichtsf. 19, 715; Motloch, Krit. vjschr. f. gesetzgeb. 41, 49 — 72. 

113. V. Löszl, Das Eegensburger hansgrafenamt. — vgl, 
Jsb. 1898, 21, 137. 

rec. G. V. Below, Cbl. 1898, 216; K. Uhlirz, Mitt d. L £ 
österr. geschichtsf. 20, 118—129. 

vgl. auch abt. 17, 139. 140; abt 21, 46. 47. 48. 

B. Niederländisch. 

114. Werken der Vereeniging tot uitgave der bronnen van 
het oude vaderlandsche recht, gevestigd te Utrecht le reeks. 
s'Gravenhaag, Nijhoff. 

vgl. Jsb. 1898, 21, 146. 13. De middeleeuwsche rechtsbronnen 
der kleine steden van het Nedersticht van Utrecht. Deel 2. nitgeg. 
door E. Fruin. 2e dl. 435 s. 7,50 fl. 

115. Verslagen en meded. d. vereeniging tot uitgave der 
bronnen van het oude vaderl. recht III. 

vgl. Jsb. 1898, 21, 147. darin u. a.: 

s. 570 — 582: P. van Meurs, Brielsche dingtalen. 

116. W. C. Baert, De erfopvolging . bij de Franken en 
Friezen. diss. Leiden 1897. 204 s. 



Xn. a BkMdiiafiMiL 8tt 

C. SkandinaTieclL 

117. V. A. Becher, Corpus eonstitotionum Dmniae. Forord- 
ninger Recesaer y andre kongelige Breve, Danmarks Lovgivniiig 
udkommende 1558— 1G60. band IV. (1626- 1G30.) Kopenhagen, 
Oad 189a 

reo. Piaton, Cbl. f. rechtswias. 18, 204 £; L. Aubert, Tidakr. 
for Retavitenahab 1, 182 nnd 5, 398; Fr. Hagernp, ebdaa. 3, 126; 
A. Taranger, ebdaa. 11, 189. 

118. Sone Ambroaiani, Om konangavalet ander den &ldre 
medeltiden. Svenak h. t. 19, 199 ff. 

119. Jargen Olrik, Harald Hina love. Danak h. t. 7 r. 2.b» 
a. 177—199. 

waa man gewöhnlich Harald H^na geaetse nennt, iat nichta 
anderea, ala daa achon vor ihm geltende recht, nnd awar filr gani 
Dänemark, daa H. H. (1076—1080) nur beat&tigt hat 

120. Kr. Eralev, Europviak feudaliame og danak lenavnaen. 
Danak h. t. 7. r. 2, 247—304. eine polemik gegen 

121. Ludvig Holberg, Kirke og len under Valdemareme, 
Kabenhavn 1899. 

122. A. Taranger, Udaigt over den norake retahiatorie, 
foreheaninger. I. Indledning. — Retabegrebeta hiatorie. — Reta» 
kildemea hiatorie, VI. Kriatiania, Gammermeyer. 169 a. 2 kr. 

123. Nila £dt*n, Om centralregeringena organiaation nnder 
den &ldre Vaaatiden. (1523—1594.) akademiak afhandling. Upeala 
1899. XXIV, 272 a. 

Folgende beaprechungen mögen kun erwähnt werden: 

124 R Schröder, Lehrbuch der deutaohen rechtageachichte. 
— vrI. Jah. 1898, 21, 2. — rec Cbl. 1899, 444 f. — W. Immer- 
wahr, Die verachweigung im dentachen recht — vgl Jab. 1898, 
21, 8. — rec. Alf. Schnitte, Krit vjachr. 40, 343-349. — 
W. Altmann, Auagew&hlte urkanden mr brandenborgiaoh-prenarf* 
a4*hon verfaaaungagMchichte. — vgl. Jab. 1897, 9, 13. — reo. 
O. H(intBe), Forach. i. brand.-pr. geach. 10, 473 £ — J. Fr. 
Bohrend, Lex Salica. 2. aufl. vgl Jab. 1898, 31, 17. — reo. 
S. Rietachel, Hiat vjachr. 2, 392—395. — A. Boretiaa und 
V. K rauae, Capitularia regnm Francomm. — vgl Jab. 1898,31, 19. — 
rec A. H. Schmidt, Hiat la. 82, 483 C — F. Liebermanny 
Die geaeUe der Angelaachaen. — vgl. Jab. 1898, 21, 155. — aelbat- 
anieige von F. Liebermann, Za. f. rechtageach. 19, 174 — 178. 
a. auch abt 15, 87. — Alfir. Schaltae, Die langobardiaohe trenhand. 



394 XXI. Becht. 

vgl. Jsb. 1896, 9, 17. — rec. K. Beyerle, Zs. f. rechtsgesclL 19, 
181 fiP. — W. Wittich, Die grnndherrschaft in Nordwestdeutsch- 
land. — vgl. Jsb. 1898, 21, 75. — rec. G. v. Below, GgA. 1898, 
923—930. — W. Levec, Pettauer Studien, vgl. Jsb. 1898, 21, 
81. — rec. J. Peisker, Vestnik slov. 2, 113 ff. — F. Eentgen, 
Untersuchungen über den Ursprung der deutschen stadtverfiAssang. 

— vgl. Jsb. 1898, 21, 88. — rec. A. Werninghoff, Zs. f. rechts- 
gesch. 19, 184 f. — Fritz, Deutsche stadtanlagen, vgl. Jsb. 1897, 
9, 93. — rec. R. Henning, AfdA. 25, 248 f. — S. Rietschel, Die 
civitas auf deutschem boden. vgl. Jsb. 1897, 9, 129. — rec 
A. Werminghoff, Zs. f. rechtsgesch. 19, 183 f. — K. E. Schuppli, 
Geschichte der stadtverfassung von Solothurn. — vgL Jsb. 1898, 
21, 101. — rec. K. Tumbült, Hist. zs. 81, 565. — P. Albert, 
Geschichte der stadt Radolfzell. — vgl. Jsb. 1898, 21, 98. — rec. 
Th. Ludwig, Hist. zs. 82, 335 fiP. — Ch. Reuter, P. Lietz und 
0. W ebner, Das zweite stralsundische stadtbuch. — vgL Jsb. 
1897, 9, 115. — rec. W. Stieda, Hist. zs. 81, 522 flf. — E. Schrö- 
der, Oberrheinische stadtrechte. — vgl. Jsb. 1898, 21, 93. — rec. 
Cbl. 1898, 1231. — W. Merz, Stadtrecht von Aargau. — vgl. 
Jsb. 1898, 21, 13. — rec. U. Stutz, Zs. f. rechtsgesch. 19, 201—205. 

— G. Waitz, Deutsche Verfassungsgeschichte. VI. — vgL Jsb. 
1897, 9, 39. — rec. G. v. Below, Hist. zs. 80, 97 f. — R. Scholl, 
Beiträge zur geschichte der hoheitsrechte des deutschen königs. — 
vgl. Jsb. 1898, 21, 121. — rec. G. Küntzel, DLz. 1898, 845. — 
G. Seeliger, Königs wähl und huldigung. — vgl. Jsb. 1898, 21, 
115. — erklärung Lindners Hist. vjschr. 2, 151 f. mit kurzer replik 
Seeligers. — A. Werminghoff, Die Verpfändungen der mittel- 
und niederrheinischen städte. — vgl. Jsb. 1895, 9, 73. — rec, 
H. Schreuer, Zs. f. rechtsgesch. 19, 165 S. — M. Spahn, Ver- 
fassungs- und Wirtschaftsgeschichte des herzogtums Pommern. — 
vgl. Jsb. 1898, 21, 130. — rec. F. Rachfahl, Forsch, e. brand. 
u. pr. gesch. 11, 220 235. — H. Beschorner, Das sächsische 
amt Freiberg. — vgl. Jsb. 1898, 21, 129. — rec. F. Keutgen, 
Hist zs. 82, 337 f. — 0. Oppermann, Das sächsische amt Witten- 
berg. — vgl. Jsb 1898, 21, 128. — rec. Hist. zs. 82, 338 f. — 
F. v. Krones, Verfassung und Verwaltung der mark und des her- 
zogtums Steior. vgl. Jsb. 1898, 21, 155. — rec. F. Rachfahl, 
Hist. zs. 83, 507 — 510. — M. Huber, Die gemeinderschaften der 
Schweiz. — vgl. J«b. 1898, 21, 138. rec. U. Stutz, Zs. t 
rechtsgesch. 19, 190—194. 

H. Böhm; mit beitragen von A. Gebhardt. 



XXn. Ulibi. A. AllgHMiMM. & Dm aittilalte: 1. dftditnf. 896 

juLii. LateliL 

(A. Allgemeines. — B. IfitteUlter: 1. dichtunff, 2. proMu 8. »utoren. ^ 
C. fiumanisten und refonnatioiwzeit: 1. All^meiues, 2. »utoren.) 

A. Allgemeines. 

1. A. Roersch, La biblioth^oe de Fran^ois Modius et de 
Richard de Pan A Aire et k SaintOmer. St-Omer 1900. 25 s. 
(aus BolL hilft de la soc des antiqoaires de la Morinie 102). 

B. Das mittelalter. 

MrhtllK. 2. P. V. Winterfeld, Zar geschlchta der rhyth- 
mischen dichtung. NA. 25, 379—407. 

I. de diebus Septem. 2. Notkers erste seqoenz. 3. Limonsiner 
sequenien. De divite ac I^azaro. 4. sur aqoitaniscben litteratur. 

3. Oiov. Mariy I trattati medievali di ritmica latina. (ans 
Memorie dell' istituto lombardo 20). Milano, Hoepli. 124 s. 4^ 

4 Oiov. Mari, Ritmo latino e terminologia ritmica medie- 
vale, apponti per ser^'ire alla storia della poetica nostra. Studi di 
filologia romania 8, 35 — 88. (Torino, Loescber). 

5. A. Kienle, Sequenzen. Wetser- Weites kirch-lez.' 11, 
159—109. 

6. H. Höller. Zum gotischen epigramm. AfdA. 25, 103 f. 

Ca. Uerm. Althof, Über einige stellen im Waltharius und die 
angelsichsischen Waldere-fragmente. s. alit, 15, 71. 

7. K. Strecker, Bemerkungen sum Waltharius. progr. 
(1899 no. 371). Dortmund. 22 s. 4^ 

H. W.Meyer, Derdichter des Waltharius. ZfdA.43, 113— 146. 

9. K. Strecker, Probleme in der Walthariusforschung. Neue 
jb. f. phil. u. päd. 1899, I. abt, s. 573-594. 629—645. 

orientiort cio>;ehend Ober die strittigen fragen und behandelt 
den vf., die handschriften und ihre beurteilung, ab&ssongsseit des 
gedichtes und die Walthersage, die vorläge und quellen der dich- 
tung, autopme des vfii.; 1)ekannt ist Streckers eingehender nachweis 
der antiken Vorbilder. 

10. Morits Heyne, Altdeutsch-latainische spielmannsgedichte 
des 10. jhs. far liebhaber des deutschen altertums abertragen. 
Götüngen, Fr. Wunder 1900. 

II. E. John, Das lateinische Nibelungenlied, progr. (1899 
no. 650) Wertheim a. M. 36 s. 4^ 



396 ^Xn. Latein. 

12. A. Krieger, Ein lat. gedieht auf den abt Lanrentius von 
Altdorf und £ttenheimmünster. Zs. f. d. gesch. d. Oberrheins 53, 
258—270. 

13. 0. Cartellieri, Do Bavari apostasia. ein zeitgenössiBches 
gedieht über kaiser Ludwig den Bayern. NA. £ ä. d« gesch. 25, 
710-715. 

38 str. einer Pariser hs. 'Bavari apostasia'. 

14. L. Traube, Ein altes schülerlied. NA. f. ä. d. gesch. 
25, 618—626. 

ein abecedarius: 'Audite pueri, quam sunt dulces litterae', viel- 
leicht zu Eom im 6. jh. entstanden. 

14a. K, Praechter, Zum rhythmus Ganymed und Helena. 
ZfdA. 43, 169—171. 

15. Heldenlieder der deutschen kaiserzeit aus dem lat. übers. 
von W. Gundlach. 2. 3. — vgl. Jsb. 1898, 20, 5. — rec. CbL 
1899 (33). 

2) Prosa. 16. F. Brüll, Die legende von der pfalzgräfin 
Genofeva Dach dem noch ungedruckten, bisher verschollenen texte 
des Johannes Seinius. progr. (1899 no. 487) Prüm, 21 s. 4*. 

druckt nach litterarisch - kritischen Vorbemerkungen den 
legendentext nach dem bisher verschollenen texte des J. Seinius 
(Hontheims Handschrift der Trierer stadtbibliothek) neben dem text 
des Johannes von Andernach ab, 

3) Autoren (Prosa und dichtung, in alphabetischer folge). 

DionysiOS Cartosianos. 17. Dionysius Cartusianus, Opera omnia 
18: Summa fidei orthodoxae lib. 3—4; dialogion de fide. Montrenil, 
Arnaun6 1899. 574 s. — tom. 6: In psalmos (44—150). ebd. 
772 s. — vgl. Theol. Htbl. 1899, 624. 

Einhard* Fr. Kurze, Einhard. s. abt. 17, 111. 

Fridogis. 18. Foss, Fridugis (f 834). Herzogs protest. real- 
encycl.3 6, 273 f. 

Gregor ?. fleimbnrg. 19. P. Tschackert, Gregor von Heim- 
burg. Herzogs protest. realencycl.^ 7, 133 135. 

GroSSet^st«, 20. Zockler, Robert Grosseteste (f 1253). Her- 
zogs protest. realencycl.^ 7, 193—199. 

HaimO. 21. S. M. Deutsch, Haimo. Herzogs protest real- 

encycl.'» 7, 348. 

Heinrifh V. Gent 22. R. Schmid, Heinrich v. Gent (f 1293). 
ebd. 7, 602. 



XXn, B. Dm Mitlilalte: 2. proM. 397 

Mlrieh f. lilkir. 23. L. Soholie, Heinrich von Kalkar 
(t U08). ebd. 7, 602—604. 

Muidl f. LtlgHStm. 24. B. Bess, Heinrich von Langenetein 
(t 1397). ebd. 7, 604—606. 

MmH. 25. W. Altmann, Helmold (f nach 1177). el>d. 7, 
640 f. 

lenUUUI CNtnctV. 26. W. Altmann, Hermann Contractua 
It 1054). ebd. 7, 705. 

lenUM f. SfUMMrbe. 27. H. Haupt, Hermann von Schild- 
eache (t 1357). ebd. 7, 711 f. 

lemrf. 28. O. Dreves, Herrad von Landsperg. Zs. t kath. 
theol. 23, 632—650. 

Irttowithi. 29. V. Winterfeld, Zu Hrotavits Theophilua 
V. 17. ZfdA. 43, 45 £ 

Man f. MahlMI. 30. H. Kaiser, CoUectarius perpe- 
tuanim formarum des Joh. v. Gelnhausen. — Jsb. 1898, 22, 17. — 
rec. K. Burdach, DLs. 1898, 1958—65. 

Mim f. Ouikrikt 31. F. Wilhelm, Die achriflen dee 
Jordanuii v. Osnabrück. Mitt d. inst f. Ost. gesch. 19, 615—676. 

Xk^lm f. JmM*. 32. Frans, Nie. Magni de Jawor. — Jsb. 
1H08,22,43 — rec. Albert, Lit nmdschau 1898(7). O. Kawerau, 
Theol Is. 1899, ir>I--153. A. Hauffen, Mitt d. Böhmen 38, lit 
beil. 38-40. 

MiGn SrttV. 33. Zeck, Sedulius Scotus. Wetser- Weites 
kirchenlezikon^ 11, 42. 

Thfdlir. 34. Zeck, Theodulf. ebd. 11, 1548-1553. 

ThMtt f- CklltiBK^^. 35. Alex. Kaufmann, Thomas von 
Chantimpn'. Köln, ISachem. 138 s. (« Vereinsschr. der Oörres» 
ges. 1S99, 1). 

aus Kaufmanns (f 1893) nachlass hat Cardauns diese nahaio 
druokfertige schrift herausgegeben, die ein seitenstück su dessen 
arl>eiteD über Caesarius von Heisterl>ach bietet K. betrachtet das 
leiten des gelehrten dominikaners, sein 'Bonum universale de api- 
bu8 (um 12ri(>) und den ^Liber de natura rerum*, der von Jakob 
von Maerlant und von Konrad Megenberg, sowie im 15. jh. von 
Peter Königschlaher und Michael Bauman übertragen oder be- 
arbeitet wurde, und stellt übersichtlich susammen, wss Thomas 
über historische ereignisse seiner seit, über die gelehrten, die geist- 
lichkeit, den adel bwichtet das in der Zs. C dtsoh kaltarfssoh. 



398 Uli. Utein. 

1893 godnickte kapitel über die Bürger und banern fehlt hier 
leider, dann fnlgt rvchts- und kunHtgegchichtlichert, über die jaden, 
endlich h. lo2 mythe, »age, logende und novelle (mit nachweisen 
cur tftnftgoHchichte). [Holte.] 

Wlllfrid Stnbo. :iO. WalatriduH Strabo ed. Knöpfler. — 
rec. Grützmucher, Theol. li. 1S99. ri35— rj37. 

C. HumuniHmuM und rel'ormationsseit. 

l) AHxrifinfS. HT. A. Bomcr. Diu lateinischen schälerge- 
«prärht* der humanisrcn. J. teil: von IWlanduH bis Corderioe 
\'i2i — ]'i*i\. .Tt-xte un<I t'urKchungen z. gesoh. d. erziehung n. de« 
untorr. lir^g. v. K. KohrJ-ach I 'Jj. — vgl JhU 1m9S, 22, 51a. 
Berlin, Ilarrwitz nachf. 123 h. 2 ni. 

3H. K. Wotke. Zu lii^n Mi)ralitat«*.s Caruli IV. imperatorii« L 
Zh. d. vfT. t\ gt'scli. MahnuH u. Schli'f«i(MJH 3 (li. 

39. M. Herr mann. l>ii' reccptinn «len humaniHmuB. — vgL 
Jsl». ISOs, L>-2. -rJ. — HM-, n.l. i^!i!#. rj*i4-r.(; von K. W., 
Zfii«. r>H, 113»;- 113^ V. K. Hannak. 

i) BlZrlBf lUtopn: DSIsrh. 4n. KropatHchek. Dübch. — vgl 
.Tüb. IMH, L>J, :.7a. fPf. \V. KtihliT. DLz. Is99, HtjK— H70. 

ElU;Hbrffht. 41. .). N<*t't. rhllipp Kupll>recht Engentinusi. 
ein bvitra^ /ur ir^'-'^chirlitv des huiiiaiii:«niiirt am nlHrrrhein. 3. teil 
(richluMi;. Tuiiiiigtii. H. Lau|>)i i<iii. \^W. >lM h.>. 4". |i»chluM 
der priijrr. 1^!»7. l^!***. — vtrl. .1.-1. . l*^9*^. 2<i. tJMa. 

IJuiiaucsrLingi-n, pn>^r. \^'^. (113. 

Eszilias. 12 Knziiia.-«. hfhkwiiriigkiiN'u. — vgl. Jab. 1898, 
2«», (il. — rrr. K. L.'ziu>. Tli«-nl li?}.l. \^w, 29. 

EraMRQx. 13. K. Kiii« rti-ii. P» >iiiTiMs Kra.-<mari of UcttertUm, 
the human i.rit in th** scrvioe vi the ret'oruiätion. Loniiun. Putnam'a 
Hona. 4'.*"^ s. «; sh. 

FllrilS. lt. 1*. Kawi ra<i. Matthi^L*« Flariu.s. Herzi>gi« |THte»t. 
reale II i-vrl.» «i. **2 — i»2. 

lilirfaDBH t* 22. «M. 

(inpiKIS. r> <>. (Menitn. <*-'rneliui» (inpheu.*«. Herzogs 

prt'tfSt. riiil«*l;ryi 1.' 7. »11 t". 

tirftsrl^r. l'> t'- 'IMhaokt-rt. «Ukob «tn-tArher. Ht-nogii 

protetft. n-ali-ni-vi;!.' 7, I. '»'.♦. 

(iropKr* 4**. Varnntrapi'. Johann <trn|i)>«*r. Iltrt«>gii proteat« 
ri-alencycL^ 7, 1V»1 — 193. 



XXn, a Hnminiimat and whmMomuäi: 1 aiBMlat MtomL 399 

Cmte. 49. R. Staehelin, Job« Jakob Orynins. Henogs 
Protest realenoycl.' 7, 210—221. 

leMiW. r>0. O. Ka woran, Michael Heiding (f 1561). eb<L 

7, 610-613. 

Mhuil* 51. 0. Kronseder, ühristophoma Hoffmann ge- 
nannt Oatrofrankua. progr. München. 66 8. 

ItnL 52. Joh. Hörn, 16 predigten über die Ummliflcbe 
glückeeligkeit, geh. im advent 1534 zu München, ans dem cod. 
lat 9058 der Mflnchener hof- nnd Staatsbibliothek hrsg. von 
Parthenios Minges o. fr. min. München, Lentner. XI, 110 s. 
1,20 m. 

ImNÜ. 53. Aegidius Hunnius, Ruth comoedia (acta Mar- 
pnrgi, edita Francoiurti a. 1586) ab Edvardo Schroeder denao 
edita. Marburger univeraitfttsprogramm. 31 & 4. 

druckt als fortsetzung so Jsb. 1898, 22, 74 (dem Joseph des 
Hunnius), hier die 'Ruthula* wie sie der dichter nennt, ab, das 
letzte dramatische werk des Hunnius. eine vergleichung des Stückes 
mit der *Ruth* des Jac Zovitius 1533 ist Air anderen Zusammen- 
hang vorbehalten. 

Mtfl. 54. J. Freund, Huttens Vadiscns und seine quelle, 
diss. Harburg. 33 s. 4^ (aus Lunds Universitets ärsskrift 36). 

8. Malinström, Lund. s. nachtrag. 

krhyrin. 55. A. Roersch, Details sur la vie d*Ischyrius 
(vf. des Hümulus 1536). Mus^ beige 3. 

lUfr. 56. Tb. v. Lieben au, Der prediger Johann M&der 
von Baden (f um 14971 Kath. SchweiserbL n. f. 16, 313—317. 

rrtzwher. 57. G. Bauch, dr. Johann von Kitsscher, ein 
meissnischer edelmann der renaissance. NA. f. s&chs. gesch. 20, 
286—321. 

Piltz. 57a. N. Paulus, Job. v. Paltz über ablass and rem. 
Zs. f. kath. theol. 23, 48-74. 

Snis. 58. L. Helmling, Laurentius Surius. Wetier-Welte, 
Kirchenlexikon < 11, 999—1001. 

lelairlitbti. 59. R. Kern, Ein unbekannter brief Melanoh- 
thons. Zs. f. d. gesch. d. Oberrheins 53, 141 £ 

60. Deane, Philip Melanchthon« Luth. chorch review 1898, 2. 

SrcMhit 61. Joh. Nie. Secundns, Basia. mit einer ans- 
wahl aus den Vorbildern und nachahmem hrsg. v. O. Ellinger. 
LH, 38 s. 2 m. (LaL litteraturdenkm. des 15. u. 16. jh. hrsg. 
von iL Herrmann.) Berlin, WeidoAiui* 



400 IXU. Lil0in. 

behandelt in seiner inhaltreichen einleitong die Bada and 
ihre Vorbilder aus dem klassischen altertum und der humanislan* 
leit als abfassungsxeit wird des dichters ankunft in Spanien (1534} 
bis SU seinem tode (ir>3(>) angenommen, ausführlich wird sodann 
die nach Wirkung der 'küsse' des Secundus sowohl in der neo- 
lateinischen wie in den nationallitteratnren, in Holland, Frankreich, 
Italien, England und Deutschland behandelt ein abschnitt über 
textl>ehandlung und biographio leitet sum tcxtabdruck über; aaf 
die Dasia des Secundus folgen als auctores und imitatorea: Oeroal- 
dus, Sannazarius u. a., sodann G. Duchananus, Janas Lematiusi 
Muretus, Caspar Barth u. a, — rec. K. W., Cbl. 1899, 1407 f. 

KleMuiS. O'J. 0. Win ekel mann« Zur geschichte Sleldana 
und seiner kommentare. Zs. f. d. gesch. d. Oberrheins 53, 565 — 606. 

62a. A. Hollaender, Sleidaniana. ebd. 53, 428 — 137. 

iUiphjllS G3. N. Paulus, Friedrich Staphylus. Wetser^ 
Weites kirch.-lex.^ 11, 73o— 734. 

StUBfliftL 04. G. Voss, StUilentes. comoedia de vita sta- 
diosonim auctore M. Christnphoro Stummelio. progr. (1899 no. 448). 
Aachen. 41 s. 4". 

SiM. 65. Tschackert, Sutel. — vgl. Jsb. 1S9S, 22, 91.— 
rec G. Kawerau, DLz. 18!)0. 349 f. F. Lezius, Theol. litbL 
1899, GIG— eis. 

TbHIlK I. Iflpfl. Gr». J. Pohl. Thomas von Kempen. Wetaer- 
Welte, Kirchenlexicon- 11, 1«73— 1G89. 

Vokur. G7. F. \V. E. Iloth, Adam Volcmar su Köln in 
seineu l»eziehungen zu Nicnhius Wollick und Heinrich Glareanaa 
1501 — 1510. Ann. f. d. Niedtrrhoin GS, 190 — 193. 

Wfifri. ^*^- N. Paulus, Nirolaiis Weigel und Heinrich von 
Langfnstein über don ablass v<*n schuld und »träfe. Zs. f. kath. 
theol. 23, 743-754. 

H'einflstfiB. G<». N. Paulun. Kine AMassschrift Alhrechts 
von Weissenstoin. Zh. f. kath. theo!. *J3, 423—443. 

YiÜM 8. 2l\ G7. 

ZfrMt. Tn. .T. i\ van SIee. Gerhard Zerbolt von Zütphen. 
AdB. 45, 87 — 89. 

Zifinkfrx. 71. P. Zimmermann, Tilemann vom Zierenl>erg. 
AdB. 45, 204 f. 

ZtlitiS. 72. J. Holte, Jakob Znvitius. AdB. 45. 440 f. 

W. ScbaeL 



Autorenregister. 



Atscn, J. Skriftcr 4, 37. 

Nor»k gramm. 4, 95. 

Prover tf landsma^ilet 4, 

96. 
Ab eck, Shakc^peire-Bacon 

15, 26a. rcc. 15. 273. 274. i 

27s. I 

Abele. W. Sach» 9. 177. 
Acheli«. Th. Sicinihal 1, 

17. Aberglaube 21, 22;. 
Ackermann, A. Älte^ite ! 

ichott. orkimdeo 14, 122. 
Ackermann, R. rec. 14, i. 

15, 246. 312. 346 
Adler. S. GüUbuch21,io«. 
Adolph, Verheiratung im 

Schliixerlandc 20, t$. 
Ahn, F. Newe teyiungen 

». 49. 
Ahnert, E. Hofgirten H, 

21S 

Ahrent, A. Ratfpiele 16, 

^'- 

Akerblom, A. Heims-, 
kringia 4, 30. 159. f»v. | 
d>a 4, 8s Nordi«ka< 
fornkviden 4, 137. Ulja 

4, 174- 
AlberdingkThijro, J.C., i 

Naleiing op v. Dale*» | 

woordcnboek 12, 20. 
Albert, P. Kinhornjagd. 

19, S3 RÄdolficll 21., 

124. rec. 21. 73 22, 32.' 
Alber li, O. ▼. , Notwehr ■ 

21, 3- 
Albrecht. K. Urkunden- 

burh 17. 168. 
Albrecht, O. Lutheri 
Jarwboricht Ar gwniiiwik« 



werke 9, 86. Antwort 

Luiheri 9, 113. 
Ahlen, L. M. Salire 15, 

169. 
Aid rieh, Tb. B. Herrick 

15, 31s 
Allen, Ph. S. WUh. Müller 

16, 118. rec. 16, 9. 
Alliger, G. Sagen 1. d. 

Adlerj.ebirge 19, 93. 
Almgren, O. FibelforiDen 

17,28. 64 rec. 17, S9. 200. 
Allhof, If. Wallhariu»15. 

71. 20. 6 a. 
Altmann, W. Urkunden 

21. 124. Hehnold 22, 2S. 

Herrn. Coniractui 22, 26. 
Ambrosiani. S. Konnn- 

gavalcl 4. 30. 21, 118. 

Vurdingborg 18, 73. 
AmeluDg, K. rec. 9. 36. 

160 
Am mann, J J. Stricken 

Karl 7. 88 a. Volksschau- 

•piele 16, 142 
Am^el, rec 8, 38. 
A m & t c r, M. Nameogeboog 

bei den Juden 8, 121. 
Änderten, D. Bibtio- 

grjiphie 4, 2. BUnJinger 

1 35 
Ander.<.en, N. Danske 
•prog% indtlydcl^e 4, 20. 

Au d QU in, Id^ Deklination 

2. 30 
Andrae. Auj: Oslfries. 

hau« ii Schriften 11, 34. 

20, 202. 

pkUolofi«. XXL (iMtJ 



Andre«, A.J. HetwondcfL 
J. IS72 13, 2. 

Andree, R. Skiuen 17, 47. 
Webe- bretteben 20, 83. 
Niedertichi. tanbeipiip- 
pen 20, 250. Wie im 
Lüneburgiicheii pferde- 
kolik geheilt wird 20, 
288. rec. 8, SS. 90, 30. 
282. 

Andreien, H. K. G. An- 
dresens * Volksetymologlt' 
2, 43 8, 48. 

Andresen, K. G. Votki- 
etymologie 2, 4J. 8, 4*. 

Annandtle, Cb. EDgliih 
dictionarv 14, 39- 

Anthet, cSdöiwiddlinie 17, 

«97. 
Ans, H. Broder Ruche 

11, 31. Weihsachttfpiel 

16. IS3. 
Apeldoorn, J. Gesch. d. 

ndl. letterk. 18, 34. 
Appelgren, HJ. Tier- 

»pangen 17,64. Eiawaa- 

deruDg, brandgrab 17, 64. 
Appeliuf, rec. 81, 5. 
A r b e r, K. Aothologiei 15« 

170. 
Arbo, N rweger 17, 64. 
Arent, E. Germania 17, 

193. rec. 6, I. 
A r n d t^ B. Bretlaocr kaai- 

lei 8, 168. 
Arndt, Bergregal 21, $t. 
Arnold, H. Umet 17, 

198. 
Arnold, R. F. Baoera* 

▼atenuuer 16, loo. 
26 



402 



Aatoreoregisier. 



Arnold, T. BeowuK 15. 

Arn(>ld%oD, K. P. Noidcns 

cnhel 17. 133. 
AroDstein, I'h rec. 15, 

17. lOS. 
V. Arx. W. Biographie 

BAcbtoId« 1, 2 a. 
A » b j II I n ft e n. Nor^kc fol ke 

cvenlyr 19, Iü6. 107. 
Aftmu», /immcrniAüii*»- 

»pnich *20. IU4. 
A>pclin, (jothcn 17, 72. 
Atkioson, K. G. ( hjucci 

\^ «33. 
Atkiofton, H W. Mouth 

mappin^ *2, 7l>. 
Auhcrt, L. ici 21, I17 
AufsCN<». K. von. i-rcic jjc- 

sch.e>h;er iWirntj 7, 'f2. 
Aasfeld, A, rec. 7. 74 
Autcnrieth, rfalfisiKc« 

idioükon lU. 3$. 

Bach, M. Kun^lihriinik 
17, 27 Hcfuhi 17. 3: 
Chronik v. Ulm 17. lOj 
VvusHchUcht 17, iK;. 
TübiDi:er trachten 20, 2iu. 

Htchmann, A. Mhd lc<c- 
bach 7. 17. Sihweiicr. 
idiotikon 10. 20. I'ra^ei 
Atudien 17. 1')«). 

Bach mann, K. Vülk%li«\l 

1«. 3. 
Backhaus, ii. JulUna l.\ 

Bachtold, J. Kl. «<l.iittc:i 

1, 2a. I.anxt-'.'t 7. 't-\ 

Mairr <J, ly.. 
Bxk. 11. lolkcviscr 16. 

«30. 
Bit, M r.i.«». ti7. 17, 187. 

18». 21. 7; 
Baert. W. i.' 1 it. p^ol- 

gir^ 21. 1 ■<>. 
Bae«rckr. II « »j // ,. hr 

gcdicK*.%jiMu;un«;c:i^,i' 1. 
Bah!nijnn,i*. BiM.-th- a 

17, 2. 
Baildon, H. B V^r.lAt 

1\ I4i 
Baicf. R W»ihr.*uite 17, 

S7. 



Bailey, J. E. Elegie« 15, 

171. 
Baker, G. P. Lyly 15. 

33'*. 
B a 1 1 a n f f, F. Loofl» Fiemd- 
j Wolter liuch i*, «)4. 
V. Bamberg. K. FraozOs. 

Volkslied 1(>, 113. 
B* n;^. I.uiherüke 

kat kiMttu^ :*, 108. 
Bang, W. Ühaucer. (.'anter- 

buiy l:il'* l.\ 123. 
Bangert, F. Kunrn^tfinc 

17, 200. 
Bärge. II. rcf. 17. 121. 
Barrieic I' lav\. (\ Mo- 

bilicr 17. 57. (Jmcticre 

IT, S7. 
Bartet«. A r,i.,ih 11, 42. 

V. U.l.rl !•;. 7. 
Baitrivll Kiwrtnun,: den 

2iAfi^\i;r in% L<int!<»n ile* 

alle. d. 'prachv. x, «*6, 
BaitrU. M. Km (uar 

•. r*'Aur.lgf kreaturrn 

2M. 'i*\ ir. . 17. $7. 
Bill t hol ftiiiae. :c. . 2. 32. 
Baril -It, II. Pari* Psalter 

1\ :o 

Bar t üt ra, I>. A'-twoonlen 

13. 2 
Ba»kcrvi!l. WM. Anglo- 

Si\ -n ri adrr 15. j«*. 
Ba*>rni;r. rec. M. 1 18. 
Ha'^li-l«'. Ch ici- \\ 22$. 
Batr%on. M. s. Pcml-. 

Ar.ihv l.S. 141. 

Bj!Wa.'K V. Uü.r«. |f,. 7. 

Bau«.h. A. Ilar»vhrriri 'J. 

1:3. 
Bauch, (f. Akten »iei 

uf.i\ Frankfurt l», 8. J.\.»o 

K:t.-.hr: 22. K 
Bauer. A. 'her -i . rjirfi !c 

^^^' **, 7'* re». y i;3 17. 

2CK> 

liaurrm«i%trr. K. Sj<n- 

srt 14, »2'.. 
Ba ::i ann, h. I. Br* •!- 

keM.r^l7. J"! h.r^ihun- 

grn 1;. 13; 
Bau-:jrt:. K. I*un*e 17. 

Baun-.gar Im. Br. Ko- 
UadftiM«! 7, 67. 



H. I.ulher and 
y. 127. 
J. BeamteotVB 



Baun, Breoi 9, 30. 
Baur. A. rec. 9, ISO. 
Baur, M. Hofgirteo 8, all. 
Bayer, G. Breax 9. J5. 
B a y n e, W. Dictiooary U, 

41. 
Baxing, II. Urkundeabwb 

17, 162. 
Beauvoii,E. Cbers.l7,s8. 

66. 
Bach. J. rec. 7, 1$. 
V. Beck, G. rec. 20. »76. 
Beck, II. Habermaan 9. 

57. Idiwt V. Kordstrimkc 

11, 10 Sjrüche 16, 182. 
Beck, M. Schwan nnd 

vchwanritt'r 19, ai. 
Beck P. StataUriecht 21. 

40. 
Becker. I-. J. Viiioo 15, 

•*S- 
Iicckei , 

/erbst 
Becker, 

21. 106. 
Becker, K. rec. 14. ai. 
Bei k mann, £. Tontvt« 

«li'hiebang in ottinancB 

i*. 214 
Beckmann. N. SprAk- 

psyk'ilogi 4. $7. Sveask 

vcrslära 4, 113. 
Beeching. H. C. Daniel 

an 1 Diaytuo 15, 296. 

He.bert 1.*», 314. 
Beer, K. /imroern 9. aio. 

rec. »;. 12 
Beer. T. H. de. P. J. 

Cuftijn 12. I. WcKirdea* 

•Chat 12. 21. rec. 12. 36. 
Beett. rec. 9. 14O. 
Behaghel. <>. /ciiforuen 

im kooj. ncbcAMU K 32. 

B(ihnciuo««prachc ^ 2c6. 

rei. 2. S**- ^' &. S- 

5. 0. :8. 7. '*7. 8, 174- 

i*H\ 11. 3 25 
Behau) t de lioroon, A. 

Franc» 17, hf*. 
Behrcnd. J Fr. Ijoi 

Salica 21. 124. 
Bchreri«. I> Ge«ch. der 

er.^1. «pra^^e 14. 91. 
Bei Im, S. S|>ii4:bwör1flr 

1«. 193. 



Arnold—Blamfchatn. 



403 



Bellosits, V. AbergUube 
unter den Deutschen in 
Sädtingam 20, 240. 

von Below, G. Sladlc- 
wesen 18. 9 21. 6$. Ur- 
künden 21, 11 s. auch 
Keulgen, F. Methode 17, 
91. rcc. 9, 209. 21, 26. 
66. 69. 73. 78. 113. 

Bell«, R. Geschichte 17. 
, 39. Vorgeichichte 17, 39. 

Funde 17, $7- Bronxe- 

fund 17, S7- 
B^ n e z e t, A. feludc comp. 

des litt 2. 82. 
B e n d e r, Augusla. Aus der 

Jugendzeit 16, 12. Gell 

Bonapaite 16, 108. 
Bender, P. L. Naar an- 

leiding rtm *Jan u arme 

der«' 12, 3. 
B^n^z^, E. Untersuch. 

«ögcn 7, 3$. 
Bennike, V. Danske fol- 

kem&l 4, 87 
Bensemann, H. Pflanzen- 
benennung 8, 154. 
Ben^on, A.C. Laud 15, 

33S. 
Benxinger, I. Neues les- 

tamenl 9, loi. 
Bequel, A. Fouilles 17, 

sr. 

Berdolet, Fr. Neilhart 7, 

117. 
Berens, F. Vergelijkingen 

in de gesproken taal 12, 3. 

Slang -uiidrukkini^en mel 

litten' 12, 32. 

Berg, R. Atets valspräk 

4, 8«^ 
Berg, R, Aliertamsfucdc 

17. 57. 
B e r g, W G r.icborg» teat rar 

4, 178. 
BergengrOn, A. rec. 21, 

82. 
Berger, A, K, Luther 9, 

IIH. 

Beiger, H. Lehnwoit im 

fran« 2, 75. 
Bergmann, A. Schoppen- 

buch 31, 44- 



Bergner, H. Die glocken 

d. hzgt. Sachsen -Mei* 

ningen 20, 122. Dorf- 

gewohoung 21, 43. 
Berkhan, O. Schädel 17, 

46. 
Berlin, H. Grammatik, 

rechuchieibuni:, f rächen - 

tetning 0, 214. 
Belli t^ Geo. Lsthrf und 

Mumer 9, 92. 
B e rn a y 9, M . Methode der 

Hiig. 2, 80. Schriften z. 

krit. u. t>t|^e«ch. 7, 91. 
Berneker, K. Eijmolo' 

gisches 1 i, J5. lAdocerm, 

Ju 2. 40. 
Berner, E. Jahresberichte 

17, I. 
Bernhardt,;. Ndd. 11, I. 
Bernheim, E. rec. 17, 

200. 
BcrnouUi, A. Brennwald 

9. 22. Teil und Staaffacher 

19, $0. 
Bernoulli, Ed. Choral- 
notenschi ift 5- 21. 
Bernstein, L. Order of 

words 4, 94. 
1 Bertheau, C. Zinckcisen 
' 9. 22a. 

! Bertram, A. Hildesheim 
i 17. 150 Dombau 18, 67. 
' Be*chorner, H. Freiberg 
! 21, 1:4. 

I Hess, B. Heinrich von 
i Langenslcin 22, 24. 
'Bessler, 'A iMtrtnberti- 

sehe ort&namen 8, 133. 
Besia, K. rec 21. 69. 
Bei hie n, A. Schwertlani 
' 16. 163 
Bei«. P. Litt, compar^ 

2. 81. 
Beyer, C. Aija 19, lOO. 
Beyerle, K. Ulrich ▼. 

Richent^l 7, 133. Rais- 

listen 18, 20. 21, 73- 

Frciburg 21, 74. rec. 21, 

124. 
Bezsenberg. Archiologie 

17, 36. 
Biedermann, R. Kol- 

marer hs. 7, i ib. 
BienemaoB, rec, 21, 82. 



Bierbanm, F.J. Engliih 

literatare 15, ii. 
Bjergc, Poul. Aarbog f. 

dansk kult hist. 4, 31. 
Biese, A. rec. 2, 79. 
Bilfinger, G. Zeitrechnong 

18. 48. 
Bin hack, Vierzeiler 16,3S- 
Binz, G. Loüdijnct thcatvr 

15, 172. rec. 5, 24. 14, 

45. 79. 15, 4 57. 62. 

74. 106. 108. 196. 
Björkman, £. aUviU 

U. «9. 21, 30. Nord. 

lehnwörter im engl. 14» 

59. Zur engl, wortkoode 

14, 62. 
Bippen, W. ▼. Bremen, 

17. 176. 
Birkner, rec. 17, 39. 
Bischof, F. Bergrecht 21, 

S9. 
Bisch off, F. Niemand n. 

Jemand 9, 185. 
Bischoff, H. Satzbaa bei 

H. ▼. Kleist 8, 198. rec. 

8, 197. 
Blanckenbarg, C. 

Sprache des Abraham a. 

S. Clara 8, 191. 
Blatz, F. Nhd. grammatik 

8, 7. 
Blau, J. Flachibao 16,47. 
Blau, M. F. rec. 5, 9. 
jBlasius, W. Paliolith. 

menschen 17, $7. 
Blees, J. Sankt Martin«- 

dagens ftrande 20, 178. 
' Blinkenberg, Chr. Redt- 

kaber 17, 65. Outils 17, 

6S. 66. 
j Bloch, H. Stadirecht 81, 
I 90. rec. 17, 200. 
JBlöte. D. rec. 7, 99- 19, 

33 
Blom, Ph. Tan. PotesUteo 
l in Frie»land 13, 2. 
iBloomfield, M. Idf. 
- notes 2, 38 
Bittdan. rec. 20, 20. 
Blümner, H. rec. 8, 20I. 
Blumschein, G. Siteif- 
zäge durch unsere mutter- 
spiache 8, 43* 
26* 



404 



Aatortnngifter. 



Boai, Fr. S. Kin|; Joho. 

15, 240. Kyd. 15, 331. 
Böcker, G. Kirchenge»ch. 

litt. 9. 84. 
Bohl, Eduird. Luthers 

Psalmen 9, 103. 
Bohlau. J. (und F. ▼. 

Gilta) Deokmaler 17, 57. 
BOhm, A. V. rcc. 20. 14. 
Böhm, J. Fcuerannuchcn 

im K^erlande 20, 80. 
Böhme, F. M. Kinder lied 

1«. 64. 
Bühroer, J. F. Re^e^ta 

21. 12. 13. 
Buhmcr, 1*. Luthers bibel- 

Übersetzung 9, 146. 
BoekeQodKen , (i. J 

Zaan^che volk.<^tjal 12. 13. 
Boeles, r. 1. J. A., 

Zwaardje \an Aruiui;{. i. 
de Boer F. J. rec. 2, 8*. 

19. 8. 
de Hoer. M. Fiysk lieie- 

boek l:{. IS- 
Boer. K. i\ OudnoDr^ch 

4.91. Het lied van (ie acit 

v.n VcNen 12. 40. 
Bömcr, A. Sihülcrge- 

«prarhe 22. 37. 
Börckel. A GuteDbergl>, 

5« 

Buettcher. C. Pro|:r.- 

Abh. 1. 2b. 
Boetticber, A. Vorge^ch, 

Denkmäler 17, 5. Hau- 

u. kunstdenkmJilcr 18. t>2. 
Boetticber, G Denkmäler 

der ilt. spr. u. )i t 6. «>. 

7, 2t. Gesch. d hit. u 

•P'. 5, 34. rec. Ti. 30. 

7. 118 
Bognir, Th. Wanderung 

d. ni.»rchen 19. 116. rec. 

19. 118 
Bohlmann. Ad. (Wund- 

iU|:e deui%\: hen Charakter s 

7. 34»- 
Bohl»,J I*i-r»chun^rn 17, 

4>). SteinkAmmeri:r4l-er 17. 

S7. 
Boho. O. rec 17, 37. 
B o h n e o be r g e r , K. 

Kiiemhilt 7. 7U. 19, 24. 

rcc 5, 37. 



Bolte, J. Faa«t!^age 9. 4a. 

Frey 9, S 4- Moatanus9, 

158.' Ziegler 9, ai6. 

Hochzeit5ged. 11, 39. 

Kumän. mirchen 19, 109. 

Kühlers kl. Schriften 19. 

1 18. Zovitius 22. 72. rec. 

9. 5. 16. 159. 
Bonin, R. Luther, Leising, 

Bismjrck 9, 13$. 
Iloo*. H. rec. 17, Ib6a, 
Horchlin;;. C Iilurcl 7, 

39. Mnl. h«». 11, 20. 

Keimchron.k 11. 38. 
B « > 1 e t i u s, A u V. Kraust-. 

CapituIaM 1 21. 124. 
Borinski.K. ri>eiik«5.4L 
Burko«ski. IL I'iucht- 

t riü^jcnde (;e-clNchaf t 8, 

I') 
B o r ni .1 n u , K. Bat:f>o- 

Shake-pran 1,*>, 27O. 
Born, Spra^^h). verhält- 

fliese 1. d. ^H;:«weil 10. 18. 
r.- rrir», E V, ^tra^«- 

l.iifg«r Umiliennamrii K 

1:3. 
Bos»crt. G. Alber 9, 14 

HU.- \^. 21. Breox 9. 

24. 25. ll^fkant« reiunter 

ht Cnn^ii»i h y, 73. rec. 

9, 2«. iKi. 223. 
Hutcrman«. A. J. Die 

hiolorie %an die seven 

wij^e n«aonen van roroe:i 

Vi 4: 
H I.» t t. a e , (i. Modern 

N(>r«A\ 14, 5. 
B Otter mann, ▼. Arnim 

1. 2. 
HoughtOD, Aryan ijue^tion 

17. la. 
Hour^^ignon . J. ». 1*. 

C'i'liire*. 
Bowen, F. W. (rermao 

hynin« 9. 1 11. Long m 

in mo>!rfn Fng). 14. «H* 

o-\i>«rl n I r.gl 14, 97. 
Bo> le. K .b Ha<:D 15, 

273 D.»l>"rr.e l,*», 292. 

rec LS. 347 
Hl AI hmanc. F. Johannes 

Httboer 1, loa. 16» 150. 

ISI. 



Bradley, H. New EngUali 
dictioDATf 14, 39. 'llosf 
14, 141. CasUM 15» ISS- 

Bräunlich . O. EogL 
litteratur 15, 14. 
IBrandeit, A. AellHc 
•11 5. 24. 14. 164. 

Brandt, A. Shakcmue» 
jahibttchU, 15. PumettTB 

14. 19- Kogl. litgesch. 

15. I. Polit «eisiagimfca 
15. 140. Shakespeares 
vorginger 15, 1 7S- Qudlen 

i des drama» 15. 164. 176. 
Tancrcd uid Gismnnda 
l.*>, 251. T.tro Dnim 15. 
233. Treat'se nf London 
15. as3 '«c. 14. 163. 
15. 37- 92. 15, 98. l6j. 
178. 20s. 323. 191. 3J1. 

339 3S7. 

Branky. F Glockeafai. 
s hrifteo 16, 174. Über- 
namen {<, 119. 

Brate, Krik. G^bbe ock 
^umma 4. 64. Medd* 
tMui 4, 65. Rnnsfriir 
17. 68. 

Braun, W. Sketrciai 8, $• 

Braune < Radolstadt). rtc 
9, 121. 

Braune, W. Zum PaniTal 
7.94- 

Braunsdorf, LatckcBsag« 
19, 9S. 

Brec ht u. Virchow, Aoft> 
giaJ.un^' 17, S7 

Bremer, O. Lautschrift S, 
3. Zur gTupptetttag der 
mda. 1 1 , I . Ktknograpbit 
17, 7a rec. 10, 37 

Bremme, W. Jesu dnlcis 
memuna 9, 74. 

Brcnnecke, h. J«»asoD 
15, 326. 

Bienoer. O. BahacBauft- 
spiache 8, :o6. Aibctt 
und ge*a;.g 16.2. Bauern- 
klage lt.. 43 Mitt. nad 
umfragen t. bayr. «oUuk. 
2U. 7. Saiikt maha 20l 
94 rec. 4, 3". «44. "5«- 
168 5, 2V t, 3S. W. 
40. 55. 20. 16. M. ilf. 
S05. ata. 



Boa»— Gm 



406 



Brentano, L. Aafsitxe 

21, 46. Erbrecht 21, 

46. 
Breysig, K. Tcrritorial- 

ßc«chichte 17, 4. 
Bright. J. W. Hobby. 

hor«iical 14, 69. Proper 

namei 15. 43. 
Brim, Eggcrt O, Um 

fornaettir 4, 154. 
tcn Brink, B. Hngl. 

litteratur 15, l. Cbauccr 

15, 112. 
Brinkcr, F. Ags. Judith 

15, 66. 
Brinkwcrth, K. Woilcr- 

hoch 8, 231. 
Brix, H. Stavcherimel 4, 

20. HO. 
Brix. O. Speculum humanac 

talvationii 15, 150. 
Brodie, R. H. s. Gairdoer. 
vao den Brocck, P. Kin- 

derspelcn 16, 124. 20, 

127. 
Brom, B, rec. 13. 7. 
Brooke, St. A. Engli^h 

literature 15, 4. 
Brose, K. Deutschesprache 

8. 99- 
Brotanek, R. Dublin- 

l»aak 15, 161. Noah^k 

arche 15. 162. Philotut 

15, 246. Montjiomciy 15, 

348 rec. 15, 16. 
Browne. W. II. Assay 

14, 80. Early Scoiti»h 

poets 1,*», 38. 
Brownlic, J. H>'ron^ 15, 

19«. j 

BruchmuUcr. Wirt- | 

ftchaftsgcftch. 7, 125. 
Brückner, W. Germ. 

elcm. im ItmV 2, 74. Origo 

17, 77. 
Brückner, Ortige*chicht<» 

V. (icr^dorf ?0, IS 
B r ü 1 1 , F. PfaU^räfin Geno- 

vcfa 19, 5^. 22. 16. I 
Hrugroann, K. Griech. 

gramm 2. 36. Korn- I 

[varatioo 2, 69. j 

Bruhn, K. rec. 8, 103. 
Bruinler, J. W. Volka- ' 



lied 16, I. Faoftspielie, 

IS». 
Brunn er, A. n. St6ckel, 

Littgesch. 5, 42. 
Brunner, K. Liederh«. 

7. 102. Keramik 17. 50. 
Funde 17, $7. 'cc. 7, 1 10. 

Brunk, A. Volkslieder aus 
Pommein 16, 32. 33 78. 
Zu GellerU fabeln 19. 
127. Kinderreimc 20. 
131. Die xwerge bei 
Kallics 20. 233. rec. 16, 
204. 19. 129. 

B r u n « . K. Amtsdeutsch 

8, 176. 
Bruppacher. H. Schwei- 

lerisches idioiikon 10, 2o. 
Bruun, Chr. Suhm 1. 18. 
Bruun, Daniel. Undcr- 

togelser 4. 1$. KuUurliv 

IH. 7. 
Brynildsen, J. Ordbog 

1 42 
Brynjülfur s. J«^n§son. 
Buchholz, Bronxefunde 

17. S7. 
Bttchrucker. B. 'In die 

btnsen gehen* 8. 90. 
BuchteU, K. rec. 17, $0. 

78. 
Buchwald, C. Bruder 

Malcher 16, 86. 
Buchwald, G. Luther 9, 

Sj. 87. 89. 90 9S. 99. 

107. 1 

Bücher, K. Arbeit und 

rhythmu» 2, 86. .5, 18. 
liüchi, rec. 9, 227. 17. 

•s: 

Bücking, W. Pfarrkirche 

18. 34. 

Baibring, K. D. k c im , 
Rufhworth-m«. 14, 112.« 
Ae. palatalumlant vor A/, \ 
kä u. h/* 14,113- Zur ah 
und me. gramm. 14, 114. 
rec. 14. 92. 106. 15, 41. 
6a. 70. 100 

Bugge, A. Nonke byer» 
IB. 25. ! 

Bogge, S. Germ, ai 2. 1 
70. SöUetra , söUetrum 1 
4, 60. Norge« indsknfter | 



I 4, US. Helge-dlgtene 4, 

133. 134. HalTdan STtrte 

og Harald Haarfagre 4, 

162. 19, 30. 
Buitenruit-Hettema. 

Klcinigheden uit d« 

spraakleer 12, 2. rec. 12, 16. 
Bullen. A. H. Helicon 

15, 177. 
B ulmer ine q. A. ▼. Riga 

21, S2, 
Bulthaupt, H. Bremer 

bibL 14, 2S. 
Buning, 'Deutsche gram« 

matik' 8, 226. 
B u r c k a f, Ohrdmfer fami- 

liennamen 8, 125. 
Burckhardt, A. Stamm- 
bücher 16, 164. 
Burdach, K. rec. 22, 30. 
Bure, N. KbitteUcr»en 4» 

112. 
Burg, F. Held Vilin 4, 

1 16. Der seele minfic* 

garten 7, ii. 
Burgerstcin, A. rec. 20» 

267. 
Burkhardt, C. A. H. 

Luthers reiten 9, 12a. 
Bujchan, G. rec. 17, 8. 19. 

37 46. 
Buschmann,!. Deutsche 

sprachlehie 8, 227. 
Busse, H. Funde 17, S7- 

Urnenfcld 17, S7 Pi^ch- 

Speere a. d. spreegrgend 

20. HO. 
Butler, P. Cazton golden 

legend 15, IS6. 

Camenisch, N. Sagen ans 
Alt Fry Rhitien 19, 81. 

Campbell, K. Seven saget 
15, 106. 19, 44. I>AV»- 
nant 15, 299. 

Cantor, G. Bacon 15. 177. 

C a n t o r , M. Koppcroikofl 
9, 81. 

Carlyle, R. M. and A.J. 
Intimer 15, 334* 

Caro. G. Engl, perfectam 
und praet 14, 99- ^ngt 
best, artikel 14, 114« 
Stadtrecht 21, 89. rec. 
17. 94. 



406 



Aator«or9ptt«r. 



Carpenter, F. J. Kllia- 

bethan mctaphor 14, 163. 

15, 178. Kncbth lyric 

poctry lÄ. 17. ( Ol l-'». 

291. WaUtn 15, 37$. 

rec. 15, 176. 32«>. 
CarrinKtoD, K. R. The' 

king'« lyric« 15, 17^). 
CartelUeri, A. TM:hDi)i 

9. 207 
Cartellieri, (). l>e Ba 

vari ap<i\ta^ii 2*J, 13. 
Casiel. C\ ]Ic&cni<r<)£c*>s- 

akte 2*), 303. 
Casserlcy. A. L. M.i». 

linper 15, 344. 
Cato, O Spfich richii^' 

8, 21 Kecht^ihreihuti^ 

8, 219. 
CaTeDdifb. G. W..l*fv 

15, 3r«. 

CedertchiAld, G. Svenw 
kan som fkrifUprik 4, 
84. FrwiderunK 4, 170. 
KrikikrOntkan 4. 17$ 

C^iar, Weihnachu^picl IC. 

Chadwick, H. Nf. Siu 

dies in < »Id Eo}:!. 14. 

HO. C'uh of nthin in. 7. 

rec. 15, <*i 
Chambers. K K. I'a^to- 

ral» l.\ 180. 
Chantepie d*: la Sau> 

Mve, rec. 19. 20 
Chiid, C. (i MiHiin la- r 

as»oc. Am. 14, 4. ric. 15. 

Si. 302. 

Christ, A. Ih Germania 

17. 192. 
Christen. E. Z»in-li 9. 

22J« 
Chu<iuri. A. rec. fi. s. li 
Chunh. R, W. H .k.r 

15. 3.M. 
Chuichill.G. n. RicKard 

in. 15. 181. 
Clarrhout, | Cimet »i-rc 

17. >7 
Clenjr ■• , i > Mit. ,Mii !••. 

form K^-^h *J, 44. \V. rn.- 

ter ilup:«ihrit'. 9. 4v 

Lutheiwoite 9, 114 <'*a- 

pHcQS 22, 45- 



Cock, A. Etym. a. mythul. 
ufiters. 19, 10. 

de Cock, A. Alexander- 
tage 12, 48. Ilet melk- 
%roawije 19, 13$. Dil 
zijn vlaam^che \«.itel«eU 
19. 13.S Hctcekenii «ter 
folkhne 20, 30. ViOks- 
künde 20. SI. ^Mcl- 
muiick 16, 125 20. 72. 
To 'verij in liefdezaken 
2M. 23H. rec. 19. 4S. 20, 
3« /Am 44 20,2*>o.20.28:. 

Cithn, (f. Gcmeindcr^chaft 

Tohr*, F. Heidcll>erf(er 

katichi«mu% 9. 71. rec. 

9. 110 liH. 120. 163. 
Cdllct. TrouvaiUe 17, >7. 
Collincl, I*. cl J. n MX- 

^\^r.*>'.\ Srpultutc 17 57. 
Colini*l,l*n D» el rn ni'- 

tho !e t'i:/?! di ilckt't ili( n 

12. 10. 1>ia1. V. .\..Ut. 

12. 14 
(* olHn >» w ood, \V. ff 

Sa^-i otra<K 4. 150. 
Coli in*. J. C (ircene l.'i. 

311 
(.'«»nwr r. 1 1. H. Beobach- 

tuRgcn IT, 57. 
Cnok, .\. S. YaIc *ludie^ 

14. ^1- lieowulf >ioiy 
l.\ ;$. ( \r.f:«iu:i\ CrT*l 

15, 61. Ph.fLu 15. 68. 

S: \i.ry \\ 3^7. 
*' nr r»c ll* *cr:. J Mii>ti.<ir. 
12. 12a. *»r.* %..Ik'lektn 
:o. ^2 J<l« o*cr % liLten 
h tß. l of 2U. I'O rrc 20. 

:o'. 
Co*iJR, r J. l'rj:rrin. »ul ■ 
>tj-.ii\i** h' {.^rtii-. pris. 
2. '4 14. MO. Aie* 

* i-u rinr\ , Wanlcv 14, 24. 
(Jt'i , F. .\ Kn^hsh Mi In- 

i:»u 1%. i.*»2. 

rrjM-. «I Vfus}. *yni>- 

n\n-.» 14. 7>- 
(.'rai^ie, A ( <«fnpU\nt < f 

S*. t'ar.df 1.'. :3(i. 's. ar- 

din4\;Ai. f -Ikl.tre 'J«; ;4 
Cramei, 1-. Nic'rr-lr::. 

Khe ort«ra.xen 8, 135 



Cramer, J. 

17. 83. 
Cramer.W. KricmhUd 7, 

80. 19, 2$. 
C r a w f u r d , O. Lyrkal ver- 

»e 15, 183 
Crecehok, \V. Oberbeas 

Wörterbuch 10, 46. 
Creixenach, W. Grccac 

15, 3«2. 
Crnnert, rec. 16» 142. 
Crome, M. Sprache ta 

Luther\ kl. kau 8, 188. 

9. I4ba^ 
Cr(»ne, W. Au« d. heiiBAt 

19. 60. 
CM>ner, K. Geipcaater- 

fpuk und bexeoglaobc ia 

kl. r.i.chit« 20, 292. 
Cr...». \V. L KogU Borel 

15. 31. 184. 
Cr..w.M.K. Hrooke 15,184, 
Curme, G O. AdjccUvc 

in Gel man 14, S* 
Cuning,S. W. HartauB 

7. S» 

Daae, l.udv. StaTaBgentlft 
4. 19. Maiidal og Lanii- 
kt>re 4. 19. H, 36. 

I)ai.Mrr. A. liauenkaua 
in Niedei Usierrekh SO, 

I9S 
DiKnhardt. 1). Naiw« 
ge»ch. «idkimärcbCB 19, 
123. Volkfttttmlicbet aaa 
Sac:..cn 16, 6». 20, Jl. 
Yolkftktuidc und ftcbalc 

'.'0, 34. 

Daenell. F. R. Ilaaic 17, 

117. lec. 17. IS3. 
Pahlcr up, V. I>joia4. 20. 

|)aB»k Udij-re 4, 103. 
I>4hn, t. Ki'nige 21. «^. 
van Pale. laalk. band- 

bockte 12. 24. 
▼ao Palen, Fngl litte« 

ratur 15. 1^. 
DaU.r:n.rr* V. RaicUy 

14, 1:4 1\ 143 280. 
I>alla. I orre. K. W. v. 

rilinzeni ..men in Tirol 

-. IM 

Dal« IC k. F. WOtlsitn 
17, 145 



Carpanter — EMtman. 



407 



DamkOhler, E. Etymol. 

% 51. •Schur' 8, 83. 

Pflaozennamcn 8, i$8. 

Rente hcidn. «»ecIcngUu- 

ben$ 19, 1$ 
Dank mar, G. L. Ketzer- 

tum und hexciei 20, 293. 
Dannheisser, E. Aus- 

ipiache des mu»tcrdeut« 

sehen 8, 203. 204. 
Darpe, K. Urkundenbuch 

IT, 170 
Dauncr, Fr. Obd. bibel- 

glosjarc 8, 170a. 9, 148. 
DaviOssoD, O. Isicn/kar 

gAtur 16. 141. 
Day.F.L. Alphabete 2. 78 
D e a n e , M elanchthon 22, 00. 
Decken, Jov Luther i 

Selbstmord 9, 131. 132. 
Declareuil, J. Preuvcs 

21. 24. 
Degenhart. M. Lydgale 

15. 133. 

Deichmüllcr, J. Urnen« 
fclder 17, S7. Sächsische 
Volkskunde 20, 41. rec. 
17. 50. 

Deiter, H. Ndd. gelegen- 
heit>gedichte 11, 41. Bi- 
schofssühne 13. 9. Fries, 
gedichte 13, II. 11, 41a. 

Delbrück, B. Syntax 2. 32. 

Delinottc, I. ZwiDgli 9. 
229. 

Denecke, A. Tonkunst, 
bühnenwcsen und tanx 8. 
IIS 

Deniker, J. Race» 17, •). 
10. II. 

Dennis, J. Kngl, lyrics 15. 

187. 
Des Marci. I*iopii<^t6 21, 

26. 27. lec 21. 69. 
Deller, F. Vö.uspa 4 129 

rec. 4. 150- 
Deutsch. Haim-» 22. 21. 
Dcvcns, Fr. K. Das deul- 

s-hr ross 20. 09 
Dcvjd«^. Th Kind u mSr- 

chen 19, 121. 
Dibeliu«, W. Ca;>gTa>c 

l.V n -M 
Dick, Ch. H. Walton \\ 

373. 



Dieckhoff, T. SaU im 
RV. 11, 30. 

Dieffcnbachcr, J. Deut- 
sches leben 7, 31. 18, 4. 

Diehl, Gesangbuch 9, 76. 

Diemer, Herrn. Hessen u. 
Köln 17. 144 1^. 9». 

Dierauer, J. rec. 17, 157. 

Dicrbcrger, J Dryden's 
reime 14, 127. 

D i e l e r F. Laut- u. 
Foimeni. 2, 60. 

Dieicrich, J. R. Reichr- 
nau 17, 200. 

D i c t r i c h, F. Zeitschriften- 
litt. 1, 30. 

Dijkstra,\V.FrieÄch woor- 
dcnhoek 13, t\ 

Dippe, O. Prolog 21. 16. 

Dirksen,C. 0*1 fries. Wör- 
ter 11. IS 

D i s t e 1. T h. 'Fiasco machen* 
8, 89. Sicbcfijitr kn^ 
\*\ \oy IM« Urck« In 

Dil trieb, O. Zusammen- 
setzung 2, 21. rec. 2. 1 1. 
Dix, KR M. Early Dub- 

Im books 15, 16s. 
Dobe necker, O. Littc- 
I ratur 17. 2. 

Dodgc, D. K. Englivh 

' loin-wordsinDaninh 14.S 

iDoebner, R. Sladtbagen 

17, 174. Hildesheim 17. 

D ö h 1 e r , E. Engl, literature 
! 15. 12. 
'Dorler, A. F. Tiroler 

teufeUglaube 20. 255. 
j Du r r , F. Die reueren 
sprachen 14, 13 Neu- 
plattd. liUcr. 11, 22 a. 
Dörwald. Deutscher 

unleifkht 8. 242. 
Dust. A. Weihnacht^licJer 

16, 62. 
Donner. F. Enj^l. lite- 
. rature 15, 10. 
van D ü o r n i n c k , P. N. De 
tocht van Jan v. Blois 12, 

Dopsch, A. Vetfassungs 
' frage 21, lOo. 
D orr , K. Gräberieldef 17,S7. 



Dooie t. Merchant 
> Dowden, £. Engl, mat- 
que 15, i8s. 
Drechsler, P. O lass mich 
doch hinein 16, 28. D. 
' schles. bauem werkieog 
j 20, loa. 

I D I e h e r , Schwab, mundart 
10, 28. 
Dresbach, E. Halver 17, 

' »43. 
Drctchcr, K. Aiuo^ J7. 

Uf btcniDie4i]Moianlk 9, 

tri f«, 7. t» 9, 173- 
Dreves,G. Hettatl'iS, 28. 
Drews. t.^uhcibrief ö, 97. 

I Spalatiniana 9, 196. rec. 

I 9, 120. 

• Droop, Sprichwörter 16, 

! 192. 

IDrosihn, F*. Kinderliedcr 
i 16, 60. 

Duchesne. rec. 17, 109. 

Dümmler, E. rec. 6, 3. 
16. 21. 

Dürrer, R. Bildercyden 

: 7. n. 

Dürrwichter.A Jesuiten- 
I dram« 9, 184. 
' Dusel, F. Goethes spradie 
I 8, 192. 

Dütschkcp G. Heimm. 
künde U» kw*<»Si; iim elm 
i 8. 140 11. 4* 

Dufaure , V l>r de 
I Roland \ et : 

Duhr. B. Hoffäas 9. 63. 
: Duhtig, £. ▼. Grunderb> 
i recht 21, S^ 

Dumuys, L. Ciroett^re 17, 

S7. 
Dunger, H Englindcrci 

8, 108. 109 Sächsitche 
I Volkskunde 20, 41. rec. 
I 8. 9S 163. 
Duprct, K. frh. ▼. Tcrri- 

torien 17, 139 
Duval. L. r€C. 4, 171. 
van Duyse, F. Nederl. 

liederen 16. 123. 

Earle, T. Anglo - Saaon 

chronide 15, 81. 
Eastman, C. W. Syotoi 

dct daüvt 6, 20. 



408 



AutorenregiBter. 



Ebel, K. RatsordnuDgen 

21, 79. 
Ebeling, Rob. Buchführer 

18, 53- 
Eberhard, J.A. Synonym. 

handwörterbuch 8, 37. 
Eberhard, L. Das huhn 

bei bochzeiten 20, 70. 
Eberstadt, R. Magiste- 

rium 21, 69. 
Ebhardt, Bodo. Deutsche 

burgeo 18, 13. 
Th. Ebner, Fr. v. Spee u. 

diehexeDprozesse20, 295. 
Ebrard, W. Alliterierende 

Wortverbindungen bei 

Goethe 8, 194. 
Eckardt, H. Alt- Kiel 17, 

177. 
Eckart, R.Rätsel 16, 197. 

Südhannov. Sagenbuch 19, 

72. Brauch und sitte 20, 

60. 
E d i n, N.Centralregei ingens 

Organisation 21, 123. 
£ggc« A. E. Scandinavian 

element in Engl. 14, 5. 
Egli, E. Gualther 9, 56. 

Zwingliana 9, 225. Ana- 

lecta reform. 9, 226. 
Egli» J. J- Geographische 

namenkunde 8, 127. 
Eheberg, K. Th. Slrass- 

burg 18, 22. 21, 76. 
Ehrenberg, H. Kunst 

18, 60. 
Ehrenberg, O. v. Oits- 

namen 17, 136. 
Ehrenfeld, A. Schul- 
märchen 19, 120. 
Ehrfeld, J. v. Sagen aus 

Kärnten 19, 90. 
Ehrismann, G. Got. hin 

8, 12. Mhd. Wortschatz 

7, 4. Texlkrit. bemerk. 

7, 53. rec. 7, 50. 8, 136. 

10, 35. 

Eichenberg, K. Fremd- 
wort 8, 257. 

Eichhorn, Kail. Fabeln 
7. IS. 45a. 

Eichner, A. Anekdoten- 
hafte sagen 19, 98. 

Einenkel, E. Anglia 14, 
12. Gesch. der engl. 



spräche 14, 91. Das 
indefinitum 14, lOO. 
Einenkel, V.Rädelsfiihrer 

8, 67. Der bischof als 
freier. 20, 133. Sitten u. 
gebr. a. d. Altenburg, 
grenze 20, 149. 

Eirikr s. Magnüsson. 
Eissenlöffel, L. Kolb 

9, 80. 

Eitner, R. Zeuner 9, 215. 

rec. 9, 78. 79 
Ekhoff,E.Tullingel7,59. 

Om kyrkornas Lrna 18, 

77. 
EUinger, G. Secundus 22, 

61. rec. 9, 3^. ^55. 
EUinger, J. Victorian 

English 14, 137. Engl. 

grammaiik 14, 138. rec. 

14, 33. 90. 153. 15, 14. 
Elster, E. Principien 2, 

79. rec. 8, 196. 
El V er fei d, E. Volksabcr- 

glaubeimstrafrecht20,228. 
Elze, Theodor. Luthers 

Romreise 9, 123. 
E m e r s o n , O. F. Cynewulfs 

Elene 15, 63. 
E m e r t o n , Erasmus 22, 43. 
Enders, E L Luther 9, 96. 
Endzelin, J. Lett. silben- 

accent 2, 9 a. 
Engler t, A. Kinderlied 

16, 87. rec. 20, 21. 
Enneccerus, Af. Sprach- 
denkmäler 6, 4. 
E r b e, K. Bühnenaus.-.])raclic 

8, 2ü6. 
flrdmann-Mensing, Syn- 
tax 5, 6. 
Erdmann, K. O. Suppo- 

sition der wörter 8, 17. 
Krichson, A. Hedio 9, 58. 

Zell 9, 214. 
Kr misch H. Übersicht 17, 

2. Stadtbücher 18, 23. 

21, 87. Sachs. Volkskunde 

20. 4'. 
P:rslev, Kr. Rostjeneste- 

ruslning 4, 22. 71. Valde- 

marerne 17, 131. Feuda- 

lisme 21, 120. 
Ersson, A. Mats. Brö11i>p 

i Dalirna 20, 67. 



Eschelbacher, Spricb- 
wörler 16, 193. 

Eschenburg, H. Sprich- 
wörter 16. 184. Was sidi 
das Volk erzählt 16, 199. 

Eskuche, G. Kinderlied- 
chen 16, 67. 

Eule, R. Muttersprache in 
Deutschland und Fnmk- 
reich 8, 241. 

Euling, K. Kaafringer' 
7, 63. Kisteners Jakobs- 
brädcr 7, 73. Scracs 11, 
32. rec. 2. 85. 9, I8l. 

Evans, IL A. EngL mas- 
ques 15, 186. 

Evans, S. Holy Graal 15, 
24. 19, 32. 

Evers, M. Sprach- n. littg. 

5, 32. 8, 165. 

Ewig, W. Daniel 15, 195. 

*Lucrcce' 16, 341. 
Eysn, Marie. Frautragen 

16, 53 20, 151. Liebes. 

tüchlein 16, 172. 20, «3. 

Faber, W. Ftysk lieteboek 
13, 15. 

F a b r i c i u s, A. Normannen- 
fahrlcn 17. 64. 

Fabricius, W. Studenten» 
lieder 16, 116. 

Falbe-Hansen, Ida.Dans- 
ke folkeviser 16, 136. rec. 
4, 20. 16, 137. 

Falch, E. Bewertung des 
aufsatzes 8, 255. 

Falk, F. Mainzer bibel- 
drucke 9, 12. 

Falk, Hj. Dansk-nonkens 
«»yntax 4, 82. Dansk-non- 
kens lydhistorie 4, 81. 

Farmer, J.S. Na:»hl5, 351. 

Fassbender, Söhn*s Na- 
menscr klarung unseter 
pflanzen 8, 156. 

Fath, J. Wegweiser 5, 35. 

6, 1. 

Fauth, F. Luther 9, I19. 

Fe er, rec. 17, 6. 

Feilberg, H. F. Snaps 4. 
20. Pater Wolle Paeir- 
sen 4, 20. Tiden arnen- 
hjcmmet 4, 21. 20, 1S8. 
Ordbog 4, 45. Munlw- 



Ebel— Fondyall. 



409 



praediken 16, 205. For- 
tsellingen ora Tobias 19, 
103 a. Dansk bondeliv 20, 

55. 
Feilchenfeld, A. Deut- 
sche Juden 18, 90. 
Fergusson, R. M. 

Hume 15, 322. 
Fernald, J. C. English 

dictionary 14, 38. 
Ficker, J. rec. 9, 96. 
Finck, F. N. Deutscher 

Sprachbau 5, 8. rec. 2, 

68. 10, 44. 
Fink, G. Sülistik 8, 234. 
F in nur s. Jöns^on. 
Fischer, C. L. Das sam- 

ländische bauerndorf 20, 

191. 
Fischer, Herrn. Zu Mock 

9, 157 rec. 9, 64. 
Fischer, H.W. Vorstellg. 

in Shaksp. zeit 15, 188. 
Fischer, J. Lieder 16, 104. 
Fischer, J. A. Vergelij- 

kingen in de gesproken 

taal 12, 2. 
Fischer, R. Kunstformen 

7, 31. 15, 23. Middleton 

15, 346. Volksaberglaubc 

20, 230. rec. 15, 163. 

192. 195. 205. 342. 354. 

368. 
Fi scher, W. 'Bereits' 8, 73. 
Fischnaler, C. Rösch 9, 

168. 
Flach. J. rec. 21, 95. 
Flamm, H. Badisches 

Sagenbuch 19, 78. 
Fleischer, iC und E. 

Spiichwörtcr 16, 193 
Fleischer, ü. Neumen- 

studien 5, 20 Vergl. 

musikwissenschaft 16, ii. 

rec. 5, 21. 16, I. 
Flensburg, N. Wurzel- 
bildung 2, 39. 
F 1 c t c h e r , J. B. Areopagus 

and Pleiade 15, 235. 
Flügel, E, Neuen gl. lese- 

buch 15, 37. 189. Chau- 

cer 15, 118. Bacon 15, 

258. 
Fluri, A. Wannenmacher 

9, 79. 



Flux, A. T. Bacoa's Atlan- 
tis 15, 261. 

Flygare, N. Södermanaa- 
lagen 4, 123. 

Fol m er, H C. Bewohner 
17, 31. 

Ford, H. C. Chaucer 15, 
119. 

Ford, R. Vagabond songs 
16, 127. 

Förstemann, A. Meto- 
nymien 8, 49. 

Förster, M. Dedekind- 
Scheid 9, 190. Blickling 
homily 15, 80. Shirley- 
hss. 15, 127. Buigh 15, 
137. rec. 14, 23. 164. 
15, 121. 

Foss, Fridugis 22, 18. 

Foy, W. rec 2, 23. 

Foulet, L. rec. 15, 125. 

Fränkel, L. Zeune 1, 
20. Mundartliches 8, 79. 
Gigerl 8, 86. Wolfs jugend- 
erinnerungen 16, 75. 20, 
48. Aus Sachsen 16, 81. 
Sommei tagsfest in der 
Pfalz 20, 167. rec. 2,89. 

15, J5. 

Franck, Joh. Miltelnieder- 
ländisches aus Köln 12, 
38. rec. 11, 4. 12, 13. 

Francke, K. German lite- 
rature 5, 29. 

Frank, J. Frankenhäuser 
mundart 10, 48. 

Frank, K. Geistl. Schau- 
spiele 16, 148. 

Franke, Carl. Gebr. 
Grirom 1, 4. 

Franke, J. u. E. Ahrens 
Germania 17, 193. 

Franke, K. Sächsische 
Volkskunde 20, 41. 

Franke, W. Stammbücher 

16. 165. 

F r a n z , A . Nikolaus v. Jawor 
22, 32. rec. 9, 203. 

Franz, W. Shakespeare- 
gramm. 14, 125. 

Franziszi, Fr. Untergang 
d Stadt Risa 19, 88. 

Fraungruber, H. Volks- 
lied 16, 12. 



Fr eisen, Eheschliessungs- 

recht 21, 51. 
Frensdorff, F. Zink 9, 

223. Chroniken 18, 10. 

Zollordnung 21, 63. 
Freudenberger, M. Ele- 

phant 2, 44 a. 
Freund, J. Hutlen 22, 54» 
Freund, K. Altertümer 

17, 40. 

F r e y b e , A . Karfreiiag^lied 
11, 27. Züge zarler rück- 
sichtnabme in der volks- 
sitte 20, 58. Heilige taufe 
im deutschen glauben 20, 
62. 

Freyhold, E. V. Pflanzen- 
namen 8, I.S3* 

Freytag, H. Armenord- 
nungen 18, 87. 

Fr icke, F. Lutheis katc- 
chismus 9, IIO. 

Fridericia, J. A. Dansk 
hist. tidsskr. 4, 22. Kon- 
geloven 4, 22. 

FriÖriksson, H. Kr. Vo- 
lundarkviOa 4, 132* 

Friedländer, M. Volks- 
lieder 16, 5. reo. 18, 79- 

Friedlich, J. Der ge- 
schichll. h. Georg 19, 57- 

Friesen, F. v. Friesen 

18, 97. . 
Friesen,0. v. Ture-slencn 

4, 117 
Fritz, Stadtanlagen21, 124. 
Fritzsche, F. M. Sol- 

daten.'^prache 8, i8i. 
Frömmel. O. Kinderreimc 

16. 65. 20, 129. 
Frommhold, G. Nor- 
mann 9, 162. 
Frotscher, P. Luther und 

die bauern 9, 136. 
Fruin, R. Rechtsbronnen 

21, 114. 
Fryxell,K.A.rec.l7, 117. 
Fuchs, Etym. wörterb. 5, 5. 
Fuchs, J. N. Die höchste 

freud 16, 14. 
Fulton, E. Anglo-Saxon 

poctry 14, 4. 
Funck-Brentano,rec.21, 

26. 
Funk, F. X. rec. 9, 203. 



41C AaiorenregiBtor. 

KcUcr, L. BrunfelüS. 31. KtttrcdKc, G. L. Chaucer Knaaer, Die Tiskm im 

Anfangi^jahre tier rcfor- Uk 115. lichte der kttltorscKh. 

mAtion 1^. 172. Die ah- Klacber. K. rcc. M. 107. 20, 221. 

evaDKelischcD {:eineinden l'i. 3<) 41. Knaath, T. Goethes 

und der hexen tflaube *JU. Klapper ich, J. rec. 14. spräche 8, IQJ. 

i*)7- 7«> ^' «3^- IV S- Knepper, J. Nationaler 

Keller. W. Shaki'-i¥?are- KIchs. K. A|iolloniu» v. gedanke *J, II. 

jahrbic!. 14. 15 »<>•»»>''"' Tvru» i:i. 77. Knieschelc, W SoDnea- 

1:1, 25«). ICC. Ifi. 170. Kleerkopcr. M. M. wendfeier 20. 177. 

203 24<>. 307. 31». 5.W samud ( ...icr 12, 3 Kni»:hl. G. G. Oirm 15. 

v-^f, , ,4 Klcir:, /iilpiih 17, 57- 94- 

Kellner I- icc. 14. lo^ Klcinpuul. K. I^Un- Knippinu. Rieh. Kölner 

R^emitc, II. ici ii, 33. ,j^^.^ ^^j ^ j^^ j,^ j^^ »u.llrechnun^en 18. 27. 

Kemmer. L. .WhaHc .M;J«ncs hexen. e,en 20, ^/'^- ^j. 7?- 

burucr k.nzlci.pra he ^ ^ ■>"'• . ,. « *^u",*^' 'V ^*«**5"*«" » 

, ' Klcin»v-hm ult, lec. 9. HoIuifLa 9, 6. Stud. in 

Kempfl. K.Hj Kun.tm ,.;*«• ,, „ ^., i'-*^"-» «• f^ Deutsch« 

l" l^. Kli:.v:haidt. H. Arliku- »tu-lenl. n 18. 4$. »«c. 

Kel; \V. I'. Vyu a»d »^ti-iis-und h.uul.un^en -J. .,. » 

romam ... l.\ 21. ,,>' ;'"-^:*\-^. , Knodi. K Omeken9. 

Kern, K Kleine s.l.rmcn Kht^h..,. l. Vulk*'.i4ch. 103 

y ojj tr; Ix...^.■ .:u in HcrljalW. Kn.ike, t. Cair.Alaisrr 

KeVn, II .1, iiii ,, in i -' ' *"• '?* V^ru.lajccf 17. 

Ndl. IJ. > Ndl. •Miuii KI.u kht.it*. O. Kiinunj: -^' «umianiou I..200. 

«r en o ll». o. de / in I'»-'- l*'- »33- Kii..kc. K Vateiar.scr 9, 

Irrftif 12. 7. Kl..- ; er, T. Neu.pr^cM. > 

Kern. K. Mclan.hih..ii22. a' hjuli »n^-eii 14. 22 Kiionp. L. KDochrnie«hr 

31J Yn^'. f.a!!ei.k..:i 14. 2^ i*- S7 

Kirvynde I.c'.tcnh..%e. I-M-ir i:i i:r.^:Un l 20. K'-.-p. »> Ketnio 16. 79. 

HiHl. de I!andre IT. 142. 4" '^'" ■^-•. ' 3^' Allerhand 

Ke%tler. Ii Zwei l e^-^:- K 1 ■ .. J »f. J^deitLcilc >c:.cr/ll*. 134. Bl f. 

nunK.n -JÜ. 22^. IT. 45 »""*"'■ ^">*^**'- '-W- "• 

Kellner. I- A ph.irih. '. Kl-^.. W. ^..t:e 17. H-Kie-r (amilieobUtt 

7. 40. 41. Ni:..li.!^'.:. ;: -". M. >u..h^il an die 

l:ed 7. 77 Klu^-. h Ma; rn-dl '.»: »'"'^ibajm' 2u. H ». VoUi- 

KeMli:en. K. rrku:id»-: 2 t: l.% 1 w ri-ii-u h tumiuhe* ub-r .lie hau%. 

21.11. \'ll\rJ.^,.h:'.^:,:. :. 4 .- , 3;. t.r-». '-icrr Z»». 17. Volk%lUBl. 

21.124 IM 21.'-. i2\ ^Ta:h<th- ^l.. f.. 15. *'«'*«^" -*** J^' lieimell 

K.-wiU.h. «. I'.:':..-.- Ali'l. .I/m.'i»i iiri! /*.: M.i -^ '^•' '«^^ 19. ■«• '20, 

d:ut««.h **. ::i »i. »• I* '*•■ »i« : • o 3'- 

Khill. h. M. :. ir.. I' - ''V ".«-i .1.'. «*. Kiiyprler. \V*Ulr.dM..i».., 

2^V 43 MV '-J S: III H" h.i};-:'- j. - r. i*e '•- i**- 

II t. *», : *i K:.. . • . I \ .. .;> Kl. ilf.K l-olk".'i:* 1» ) p 

Kirnle. A Se»i'j r.ren U. 4> " 1 s ■ ^a *-■ :." I s:f-i:*J^- 20. ii 

22 ; 14. '■> <f 1^:.. d' r t ii^l. KD<it.*ie, II llnfi^eiuht»- 

KTnfel. K «i-.i ! lift. -ji.i.:- M -i ^ i-- 'r l u. ;. 21. 4> 

im: -]'T. .'i. 5j l».-rl.- l'i u: ' ^ 34 •' J- K-i K. K Kc n»e,; 17. 

inui'T »i. '■ ;. :i K n •..'*. l';'- •- i,.e ie i^i 

Kir*.».:. tl. A rr. 17. ■ ^ i. " I'.*. t :' Knc^.J h i),-en:;amen al% 

jixi Kl ., j. 1.1 I.r:l<i|;?o- <i*t: .n,;Tjx*-n 14, 71. 

Kir*th J V < 1:1 -i- *• *^.f!2l. ;- irc 1:.. III 

17. ;*. K .-;jri:. I. '•-■1-^aS\- K»ch. M Ge*«:h der 

Kl* »l)n|*. li. Id^ «u-.xl;: 1 1 i«i. !> en i^erm ^>j.:cl i( d-utichcD hfl. }• 35 

2. 41. 20. 257. Theob. Hock 9, 6j. 



Farnifall— Hallar. 



411 



Grein, Cbr.Ags. bibliothek 

15, 40. 4«. 
G reiner, Brief wccb^l K. 

Mocks 9, 157. 
Grcy, A. Engl. lii. 15, 9. 
G r e y , H. IMot« of old pUys 

15. 193- 
G r i c b , Ch. F. Engl, wöiter- 

bucb 14, 33- 
Grimm, J. Gramm. 2, SO- 
Grimm, J. u W. Deutsches 

wörterbucb 8, 33 Kinder- 

u. bausmiicben 19, 108. 
Grimm, L. Gebr. Grimm 

1, 5. Wolfram 7, 100. 
Grimme, J. Ge^ch. der 

Minnesinger 7. 1 10. 
Gröber, G. rcc. 2, 20. 
Grögcr, FÄnnic. Ilirlcn- 

lieder 16, S^- 
Grösiler, H. Funde 17, 

57. Sagen v. Winfiicd 

19, 61. Gesundbrunnen 

b. Durndorf 19, 70. Acb;e 

nachlcte 19. 71. 
Gro^art, A. B. Liter, find» 

15, 194. 

(iroi^e, Bernb. Heilig« 
Christ kon.ödien 7, ia2a« 

16. IS2. 

Groise,K. Progr.-abb. 1,27. 
Gru»»c, H. Deutscher 

unterriebt 8, 252. 
Gros»mann, II. Jonson 

1\ 3»$. 

Grotefend, H Ztitrech- 
nung Is 46. 

(iruth. Kl. Wie Quickbotn 
entstard? 1 1. 44. 

Griinwald, K. Münd- 
licher aufJiU'k R, :y\ 

Gruhn, Free und Lanielct 

7. S». 
(irundtvig, F. L. Frygl 

for at txlle4, 20. 20. 265 
Grüner.« ).I^ndwirtschaft- 

liclie nebrnbelficbe2U,H5. 
riruncr,S. KleiderUacht 

A», :2o. 
i't runner. (). Sächtiscbe 

\ulkftkunde 20, 41 
(irunwald, M. Miltcil. d. 

t^ikclUch. f. jOJ. Tulktk. 

Gruppe, O. rcc. 19, 2. 



Grüttmacher, rcc. 22, 36. 
Gudcmann,A. Germania 

17, 19S. 
GuÖmundsson, Valiyr. 

FimreiÖin 4, 12. rec. 4, 

124. 131. 171. 
Günther, J. H. A. Engl. 

gramnur 14, 130. 
Günther, L. Recht und 

•prache 8, 174. 
Günther, K. Brenz 9, 26. 
Günther, S. rec. 20, 264. 
Guggenheim, J. Daniel 

15, 294. 
Gumppcnberg, H. v. Un- 
reine rein;c 8, 2^9. 
Gundlach. VV. Karl. d. 

gr. 21, 29. Heldenlieder 

22. IS. 
Gurjdae, Fr. Der bauer 

in Poen 20, 18. 
Gurlitt, C. Sächsische 

\olkskunde 20. 4I. 
GuHindc, K. Ncithardt 

7, 24. Sai kt Kümmernis 

19, to. Zur schles. pftngHl- 
bitte 20. I7>. ' 

Gu»taf»un, G. Oldsagcr 
4, 17. Hacksilberfund 17. 
64. 

Haag, C. Mundartenkarto- 
graphie 10, 6. 

Haas, A. Fssen 16. 185. 
Schnunen 16, 204 Sagen 
und erzAhlungen 19. 65 
Schnurren von der insel 
Kflgen 19, 129. Bl. f. 
pomm. volksk. 20, 11. 
Kapitel aus dem Volks- 
glauben 20, 24. Amateur- 
Photographie auf dem ge* 
biete der Volkskunde 20. 
37. H(xhieitsetnladttng 

20, 63. Stettiner nacht- 
«ichter> und fcuerwehr- 
gerate 20, lOv Fa^lnatht^- 
gcbrikuche 20, 105. Da» 
tonnenabschlagen 20, 183. 
Eiinnerung^bindef20,2O4. 
Bern»tein im pomrner- 
sehen volk«glauben 20, 
234. Volkstümliche mittel 

I fui %eibc4seningde«tcints 
20. 277. VolkAtamUchc 



mittel rar ▼ertieibnng der 
warxen 20, 285. Tollsteine 
20, 286. Wollfaden ab heil- 
mittel 20, 287. rcc 19, 
138. 20, 187. 215. 301. 

Haass, A. Sprache im 
Markgrtflerland 10, 30. 

Haberlandt, M. Z%, i, 
ö&terr \ülk»k. 20, 2. rcc. 
2, 86. 16, 142 

Hackman, A. BroiiM* 
zeit 17, 64. Leichenver- 
brennung 17, 64. 

Haebler,K. Künigswall* 
fahnsbucb 9, 82. Fugger 
18. 95. 

Häfker. H. BaconShake« 
^peare 15. 275. 

Hxgstad, Kr. M. Norsk 
maall;rra 4. 98. 

Haegstad, M. Gamalt 
trocdermaal 4, 80. 

Haendcke, B. Landschaf- 
ten 18, 80. rcc 18, 61. 

Haenselmann. Brande« 

11. 37. 
Haffter. E. Kleffeli- 

chläppcrl 20, 141. 
Hagen, V, Epik, 7, 35- 

Wolfram 7, 98. 
Hagerup, Fr. rec 21, 117. 
Hagfors, E. Sachs 8, 183. 

Haggard, R. Eirik Bjar- 

t^nga 4. 149- 
Hahn, H. rcc. 6, li, 17, 

93. III. 200. 21, 9*». 
Hahn, J. Zwei schlesiscbe 

Volksfeste 20. 181. 
Halban. A. v. Deutschet 

recht 21, 53- Römisches 

recht 21, S4 »«c. 21. i. 
Halbertsma.T.E, Frysk 

hetcboek 18, 15. 
Hall, A. Chaucer 15, II3. 
Hall, Frithiof. Cistercien- 

»crorden 18, 37* 
Hall.J. H.C. Angto-Saxon 

diitinnary 14. 32. 
Hall. Uslie 15, 336- 
Hallada. W. «Übcihanpf. 

8, 68. 
Halle. K, v. rec. 8. MS* 
H a Her . Ulmer katechisnen 

». 69. 



412 



Autorenregister. 



HalvorseD, J. Forfattcr- 

lezikon 4, 41. 
Hamelius.T. EDgl. krilik 

15, 195. 
Hannak, E. rcc. 22, 39. 
Hammond, £. P. Lydgate 

15, 132. 
Hampe, K, Friedrich 11. 

17, 115. rec. 17,94 21, 13. 

Hampe, Th. Gedichte vom 
hausrat 9, 48. rec. 9, 154. 

Hann, F. G. Das einhorn 
und seine darstellungen 
19, 5*. 

Hanncke, R. Greschichts- 
bilder 17, 154. reo. 17, 156. 

Hansen, J. Scholastik und 
hexenwahn 20, 299. In- 
quisition 21, 37. Malleus 
21, J7. 

Hansen, Reimer. Nigels 
reimchronik 11, 29. Dith- 
marschen 17, 148. 

Hantzsch, V. Münster 9, 
159. Litteratur 17, 4. 

Härder, rec. 18, 50. 

Harou, A. Bijdrage tot tc 
folklore 20, 53. De hcr- 
bergen 20, 76. De roos in 
het volksgeloof u. a. 20,262. 

Harris, M.A. Wcst-Saxon 
glossary 14, 53- 15, 85. 

Harrison, H. Chaucer 15, 

113. 

Harrison, J. A. Anglo- 
Sazon reader 15, 39. 

Hart, C. E. rec 15, 199. 

Hart, G. Medelidinge 
Marien 11, 38. 

Hart, J. M. Ae. Phoenix 
15, 67. Zur Chronik 15, 
82. Schlutler's ctyn.ologies 
15, 88. Grimald 15,313. 

Hart mann, Au^. liistor. 
gcdichte 16, loi. 

Hartmann, H. rec.17,146. 

H a r t w i j{ (Borna),rec.9, 1 1 6. 

Hasenöhrl, V. Beweis- 
zuteilung 21, 52. 

Haudeck, J. Sagenhaftes 
19, 92. Volkstracht im 
Leitmeritzer gebirg 20, 
213. 

Hauffen, A. Fischart- 
btudien 9, 43. Machiavell 



in Engl. 15, 207. Prinz 
Eugen 16, 99. Splitter 
19, 91. rcc. 7, 44. 9. 159. 
10, 40. 22, 32. 
Haupt, H. Hermann von 
Schildesche 22, 27. rec. 

9, 153. 
Hauschild, O. Verstär- 
kende Zusammensetzung 
bei eigenschaftswörtcrn 8» 

25. 
Hausenblas, A. Bruxer 

mundart 10, 39- 
Hausrat h, Luthers thesen 

9, 124. Aleander u. Luther 

9, 126. 
Haussleiter, rec. 9, 145. 
Hazelius, A. Samfiindet 

17, 64. 
Heath, H. F. Chaucer 15, 

III. 
Hecht, H. Dialoge Gregors 

15, 84. 
Hedinger, A. Urheimat 

17, 23. Erzschmelzstätte 

17, 57. 
Heerdegen, F. Lat. lexi- 

Itoß«-. 2, 37. 
Heeringa, Gz. J. Ncderl. 

stijl 12, 35. ^ 
Hegel, K. Städtewesen 

18, 11.21.66. rec. 21, 78. 
Hegler, A. Herm. v. 

Fritzlar 7, 130. Brenz 
9, 27. Fianck 9, 52. 

Heiderich, A. Gotisch 
3, 4. 

Heidemann, Julie. Deut- 
sche kaisersage 19, 39. 

Heiland, K. Lutherdrucke 

9, 85 

Heilig, O. Ortsnamen 8, 
136. ZfdMa. 10, 4. £r- 
ft)r>chnng der mundaiten 

10, 5. Alemannische texte 
10,31 Mundart d. Tauber- 
grundes 10, 32. Scheibcn- 
schlagen 16, 48. 20. 184. 
Altdeutscher segen 7, 134. 
20, 244. Mittel gegen 
krOtcn, schlangen usw. 
20, 245. Bauernregeln 20, 
246. Aus dem Heidelb. 
cod. 577 20, 247. rcc. 2, 
3. 8, 40. 



H ei n , W. Matterln 18, 178. 
Das hattlerlaafen 20, 158. 
Eiserne wdbfigaren 20^ 
239. rcc 16, 13. 

Heinrich, G. rec. 19, Ii8. 

Heinsins, J. EJmnkleer 
des staatenbijbels 12, 9. 

Heintze,Alb. Sprmchhort 
8, 13. 40a. Redensaitcn 
8, 45. EindentschQBg 8^ 
102. 

Hein sei, R. Schauspiel 
7, 118. Altd. drama?, 130. 

Heinseimann, W, The- 
mata für die anftStze 8,254. 

Heitz, P. Formscbneider- 
arbeiten 9, 13. Neujahrs- 
wünsche 9, 47. 

Held, Fritz. Siegel 18, 103. 

Hellmann, G. Wetter- 
prognosen 9» 50. 

Hellquist, £. Fomoord. 
sammansittningar 4» 76. 

Hellwig, J. Stellung d. 
attribat. adj. 8, 26. 

Helm, K. Hesler 7, 61. 
rec. 7, 13. 8, 163. 

Helmling, L. Lanreat. 
Surius 22, 58. 

H e Im o 1 1 , Breitenau 16, 3 1. 

van Uclten, W. Joake en 
Sjouke 12, 3* iS, 8. Het 
subst. sim 12, 8. Enkele 
aanteekeningen 12, 13. 

Hempl, G. Langnage-rimü- 
ry 2, 13- 8k0t^a usw. 2, 
42. Genn. orthogr. 5, 9. 
Oiigin of the nuies2, 77. 
4, 114 Lingcr 8^ 63, 
Knightcs Tale 14. 5. 
FeppcTf picklCf kippet 14, 

65. diaf, sp^ke nsw. li, 

101. Oid Kngl. S, djf 14, 

III. 
Hcnczynski, R. Alezins 

7, 69. 
Henderson, Scottish Ute» 

rature 15, 35- »96. 
Henke, Nibelungenlied 7, 

8i. 
Hennemann, Elisabethaii 

poemb 14, 4. 
Henning, R. rcc. 17, 99. 

21, 124. 



HalTorteo— HolUuuiMo« 



413 



H«nrici, Ernit Neger- 

engliicb U, 86. 
Henry. V. Rcc. 11,3. 16. 

196. 19, 118. 
H c n t c h e 1 , A. Der wan der- 

doklor von Thal 20, 2^4. 
llenze, fc Hetiedelung 17, 

116 
Hepdinf;, H. Sagen aus 

Gie«senl9.68 Volk^kund- 

liehet aui Grosseo-Lioden 

20. 4S. 
Hepkema, J. MmlbeiUma 

13, 10. Gysb. Jap. 18, 12. 
Herford, C. H rcc. 14, 

170. 15, 4. 18. 176. 234. 
Herrmann, A. Engl, »lang 

14, 88. Cynewulf« Elenc 
hS, 62. 

Herr man n.M. Recepiion 
IH. JS 22, 39. Heraus- 
geber 22, 61. 

Herr mann, P. Deutsche 
m)thologie 19, 20. Welt 
uniergang in der mytho- 
logic 19. 22. 

Hertel, L. Rennsteige ^ 
129. 17. 151. Belriether 
rennsteig Ifi, 151. 

He rtlein. F. Germania 
17, 19b. 

Hern, W. Parxivrfl 7, t)7. 

Hertzog.Aug Dreikönigs- 
•piel 16, 50. 

Her* f cid. G. Number-Nip 
14. 81. OldKnglishmarty- 
rcl.^gy l.V 8<). 

He*»e, N Hertr«(f4ta«M 
in Münthen-G. ;30, ^96, 

Hesseling. D. C. Het 
afrikaaosch 12, 15. 

Hettema. B. rcc. 13. 7. 
s. Buitenrust. 

Hetxel.S Wie der Deut- 
sche spiicht 8, S^ 

Heusler, A IslAoder ge- 
schichten 4, I44. rec 2, 
76 4, 39. 40. 16, 132. 

Heyck, K.. Maximilian I. 
17. 110. 

Hcydenrcich.rec.11,8 37. 

Hey mann, W. rec. 14, 34 

Heyne. M. Grimms wörier- 
buch 8, 33. Beuwulf 15, 
46. 48. WohDtmgtwetco 



18, 12. 20, 189. Spiel- 
mannsgedichte 22« 10. 

Heyie, J. C. A. Fremd- 
Wörterbuch 8, 93. 

Hjelmqvist, Th.giisi^tS. 

Hildebraod, A. Vedische 
myihologie 19, l. 

Hildebrand, E. Svensk 
hist. tidtkr. 4, 30. rec. 
4. 27. 17, 131. 

Htidebrand, Hans. Anti- 
qvarisk Udskrtft 4, 24. 

Hildebrand. K, Recht 
und siite 21, i. 

Hinke, O. Lktare im volks- 
brauch 20, 169. 

Hinsdale. E C. Vetbum 
2, 65. 

Hintner, V. Etymolo- 
giiches 10, 17- 

Hintze, O. rec. 21, 124. 

Hippe, M. rcc. 2, 89. 15, 
210. j 

Hirt, H. Sprachwisscnsch. 
2. Ib. Bremer phil -ver- 
samml. 2, 25. Acccnt 2, j 
27. Abl4Ul2, 28. Volker- 1 
naaicn 17, 4. Kultur 17, 1 
17. Zuiiände 17. 18. rec. 1 
2. 44 2, 76. 5, 14. ; 

H 1 s s b a c h ,Sprachge$chich- 
te im deutschen Unterricht 
Ö, 249. 

Hofer, H. Londoner vul- 
gäriprache 14, 87. 
. Höfcr,l*, ^letükiitrni^fUicT j 
I 17, S7 U(nengr*b 17,57. ; 

Hofler, Jd, Gebildbrotc 
20, 77. Das Jahr im ober- { 
1 bmyri^ 1.. ^ ■..■■.■.. 20, 
148. Dimonikmus in der 
I Volksmedizin 20, 279. 
i Ktiatcrmarkt 20, 280.; 
Krankheitsnamenbuch 8, 
I 55. 162a, 20, 282. I 

Hohlbaum,K rec. 17, 1 1 8. ! 

Hol scher, L. Taufnamen ' 
, 8. 117. ' 

Hörmann, L v. Grab- '' 
I Schriften 16, 180. 

Hörne<i, J. Vemgericbtc 
■ 21, it. 1 

Hoerne«, .M. rcc. 17, $0. 

Hoff, L. Deutsche gramina< 
i tik 8, 226. 



Hoffmana-Krayer, £. 
Ortsnamen 8, 1 24, Mund- 
art ui der vrjikucbuJe 10« 
1$. Schweueriscli« iiSho- 
tiknn 10, 70, Ganner- 
»jrjchc 10, ii. 8, 53. 

V. h i> 1ilM>;%frl 16^ 23. 
Soldat bist du geweat 

16, 38. Gassenlied 16, 45. 
Zn rata miou 16, Ü, 
Rätsel 16, 200 Schwell, 
«rvh 1 ^Lkak. 20, 10. 
D i bliograpld e ftb . «ch weU, 
Tolkik, 20, <9w Das wür- 
gen jw naawn^tag 20^ 
121. MQnxe in der Volks- 
kunde 20. 253. Stück 
aberglauben in Basel 20, 
254. Luzerner aktcn zum 
hexen- und sanberwesen 

20. 300. rec. 16, 190. 19, 
3. SO. 78. 20, 20. 193. 
212. 215. 

H o f f m a n n , H. Schleaiichc 

mundart 10, 52. 
Hoffmann,J. J. Trachten, 

Sitten usw. im Kiniig* 

thale 20, 49. 
Hoffmann, O. rec 2, 32. 

Ktymol. 2, 54. Volkstäm- 

liebes atu Liianen 30, 26. 
Hoiman, H. Engl, rtocl 

15, IS2. 
Hof mann, M. Zweikampf 

21. 32. 
Hohlfeld,A.R.iec. 8,37. 
Holberg, L.Kirke21, 121. 
Holder, Alfr. Beowull 15. 

45. 

Holder, A. Stammeslitt- 
gesch. 10, 4. Etymolo- 
gisches 10, 17. Sommer- 
johannislag 20, 176. 

Holdermann, K. Nibe- 
lungenlied 7, 83. 

Hollaender, A. Sleidaaia- 
na 22» 62a. rec 9, 11. 

17, 200 

Holmes, T. Rice, Caesar 
17. 180. 

Holthausen, F. Alta. 
elementaibuch 11, 3. 
Sweet'sOldcst Engl, tcau 
14, 51. Engl culvfr S, 
36. li, 64. Waldmbffvcb. 



414 



Auioreongiater. 



»tucke 15, 72. Genesis W 

97. Generydesroman/e 

15. 140. Zu ac. und me. 

dicht. 15. 151. rec. 4. 

91. 11. 10. 14, 3«- «^3 

15, 40. 42. 45. 48. HO. 

163. 203. 
Holtie, F. rec. 17, 14H. 
Holtimann, K. rec. 21. 25. 
Holub, G. Germania 17. 

191. Tacitu« 17, 194. 
Holt. (r. I.aurin 7. 7$. 
H o 1 1 1; r ae f e. •Bcrt-iis* 8,70. 
Holzner, K, rcc. 8. 47. 
lloUner, Fr. Heirtiicb v. 

Bcrirjfcn 7, fco. 
d*Hoo|;hc, A. Kinder- 

»pclen U\ 124. *20. 127. 
Ifoopi. J. Kn|;l <«tudien 

14, II. ler. 15. 230. 
Hopkins, 1*. M Laoi^Uod 

l\ 103. 
Horbach, Phil. Luther» 

nachkuniincn 9. 143. 
Horder, Ilymn lover 15, 

197. 
lloro, P. Auf;sbur^'er 
bQchsenmeiiter 8. 172. 
9, 2 IM. S <KUi<rn>}irai hc 
b, 180. Vergleich. »mI- 
datenspr S, 182 
IIorn,Ph.Gruber1rI.117.s: 
Iliirn. W. Lautlehif :». 14 
--I6. Oder 7, 5 Fratiz..-». 
lehnworter >», 10*1. PiUr 
zennanwn "<, 137. Di^^Mmi 
latioo lU. 4. K'.>:i.<>!i- 
t^iftche» 10, 17. Mrtilji; 
von Gro^M n Itj-iA pj. 
47. rec. :<, \ .'1. I 1". 

". 6- \^*. M 3-. U ^^' 

11. II. 
Ilorsfor il.Coinelu. I>wel 

linj:* H. 72. 
lldH^tcl-l. o. Denkmal«. 

pflege 17. s 
liiillenr.Mh. J-r. U'-it^the 

T>)lk«ir«Ji:en *Ji>. :t|. 
11 o vor Lift. M. rrv- 17. '■ 7. 
II über. M «iirneir. ler* 

«chadrn '2\. I2|. 
Haber t. h . N;fA*,l.jf^cr 

katrchi%n.eri '.*. f> 
lludnall. K. H. \V>ti. 

tovp 15. 147. 



HQbbe, H.W. C. Manins 

17, 99. 
Ha)»inger, A. Paderborn 

21. ^o. 
H ii b 1 e r , Fr Wohnhaus im 

I«er- und J«schkengebirge 

2i). i«*7. 
Hürbin, J. V. Mundarten. 

ii)iiachunterr. und recht- 

schrvibun^ 10. 13. Schwei- 

iofgr»chichte 17, 157. 
Huit, t'h. lijcoii 15, 2$') 
II u i t fe 1 d t - K a .1 H , Nor^ke 

*ip,iller IH, 102. 
Huime, W. H old Engl 

Nicuilemuf 14. 4. 
Hummel. F. KngL Wörter- 
buch 14, 3!;. 
Hunt, Ih. \V. E-^gl. medi* 

taiive lytic-i 15, r>9- 
Hun£ini;er, J. Schweiier- 

lia^k 20 i>J3. 
Hvde, I'. Irith literatuie 

15. 3«*. 

Ilwof. F. rec. 21. lo*. 
I:ninctwahr. W. Ver- 

».hw^t^ung 21, 124 
Inarii j - Sterne|:g. I h. v. 

Dcu'-'fh«* wift*cha(t*i;e- 

n.h:v.hte H. 52. 
In^raham. A. Kngh*h 

; i-.-.vr 14. I n- 
l«ay. H. Kuiserr«. >.! 21. 

!•) S.::i lTerg.TjiLt21. 33. 
Illicn, A l- »inn- ri.i jjen 

a. d i-e t.-^:t 2».», zt^y 

Jack. A. K. I.arglar.d 14. 5 
Jjt-kichath.K Km dcut 

•■ hr^ *i^*i h»*."'runjf^l;.i» h 

•>i, 238. 
Ja. .^'i. i\ { Uul f yr^,xt 

14 l'2 
J .1. ■ ^«1. H K' n;j- .i!jm 

L 3« 

ja. .'je vV.< .•: ''::rrrl7.;- 
Ja-.:ef,H N r*k lilrratuf. 

hit!'ii- 4. 12; 
Jajief . M. junK«sei gcrirht 

U». »-7- 
Jahn«, M Irutiwafter. I<<, 

Janner. G. Mythen det 
llör»cibcrgc« IV. 14. 



Jagemann, rcc. 7, I7. 
Jaggard, Out of prifä \A^ 

162. 
Jahnke.K. BetonangTOtt 

Ortsnamen S, 216. rec. 8. 

150. 
Jakob, Th. Geniii des 

|iart. praeC H, 31. 
Jakobsen.J. Nornnttsprof 

pA Shedand 4. 78. 14, 89. 

Dialect of Slietland 4. 79 

14. 80. Fxr#«ke folke- 

sagn 19, 104. 105. 
JakobtftoD, J60. Fem* 

i;ri}iasafn 4. 15. 
Jao»<ien. J. Ge^chidite 

des deutschen volke« 17, 

Jantien, A. Streitgedicht 
7. :8. 

Janteer, H. Got sprach* 
drnkm. H,3. Shakespeare- 
Bacon 15. 372. ZarTolk»- 
kumie 30. 27. rec. Xbl. 
7. toq. 114. 14, 107. 15, 
ie>. 4'> 19. IQ- 20. 276 

Jantxen. W. rec. 4. 171. 

Janulaiii%. A. Litauische 
miiihen 19, 11$. 

Janui s. Jiin*i«oii. 

Ja«trow. J u. G. Winter 

De ..! * c r.e i;e<«hu hte 1 7,94. 
l'-itt^le«, \. Mit *mb«' 

/u«ammcnges. icitwArtcr 

S 29 
Jelinek.Fr. WenxeKbibel 

7. i:ri. nachtr. 
Jellinek, A L. Polit. ge- 

duhte l(t. iu{. 
[elltnek. M. II. Zu Wnl- 

(da :<. II. Miftcellen ft, 

I » Ebcrnand 7. 4S Mp- 

\usis «I. i;$. rec I. 31. 

.H. \ .V «i 14 •*. i' i 

IL 8. VJ. II?* 
Jeliinghau«. H Ag«.- 

r.cjrrij'i « ilrr 14, ^8. 

Grab«:a ten 17. n7. k»' 

14. 7*. 
Jensen. J .M. Dekoreirle 

f <!ra%Tie4. 2u 5c« Navne* 

Civrirj: 4. 3S ^* ^**"' 

del!v:;.i! 4. ^8. 
Jer.^cn.tiS Bibliogiaph« 

4.3. 



Holtie-Kaller. 



415 



Jentscb, Dorfneckereien 
19, 130. 

Jetpersen, O. Fonetik 
2, a. Dania 4, 20. Dansk 
lydUrc 4. 103 Kr dansk 
grimt? 4. 20. 90. Skolc- 
lyd&krift 4. 20. Spoken 
English 14, ISS 'cc. 4, 
20. 

Jessen, E. Til danik ord- 
bog 4. 44- 

Jiriczek, O Milt. der 
^cbles. gt% f. volksk 20. 
12. rec. 4, 78. 79 120 
»34- >S7. i^S. 7, 22. 19, 
113. 20, 21. 

Jochumsfon. Matthias. 
rcc 4, IS3. 

JoerKc», lec. 21, S3 

Johanne^en, A. Htdrag 
til Studie! of rakit 20, 2<)0 

Johansson, K. F. Isl. W^r 

2. 55. 

John, A. Kgerl. Yolkl. Ifi, 
10. Tischgebete 16, 63 
Bauernregeln 16, IQ5. 
l.'nser Kgerland 20. 4. 
Goethe und die Volks- 
kunde 20, 35. Allerlei 
aus der s )mmerfrische 20, 
46. Verbote v lk<ktüm> 
lieber brauche 20. S^^- 
Die kreuxsteine de% Eijer- 
landes 20, II 6. Fahnen- 
schwingen in Kger 20, 
160 KastnAchtsgebräuche 
im hgerlandc 20. 102. 
16. 161. 

John, K. I^t. Nibelungen- 
lied 22, II. 

Jon s. Jon<k»ion. Jakobsson, 
l^orkeUson, ThorkeUson 
S*efins*on 

Jona*. F Luther 9, 9S. 

Jonan. K. rec. 7, 16. 

Junsson, Br)'njülfur. Atho- 
gaserod 4, 14. 15. Rann- 
Mknir 4. IS- 146. ISS. 
HufSaletur 18, S4- 

J«»ii%%on, Finnur. Lite- 
raturs historie 4, 124. 
Hjaikemlll 4. I40. Snorra 
Fdia 4. 142. Harald H4r-i 
fagre 4. 161. Hr»g. 4, 158. 
rec. 4, 30. 131. 171. 19,7. i 



Jönsson, Janas. A TiS og 

dreif 4. 138. 
Jönsson, J6q candidat. 

Oddur lOgroadur Vtdalin 

4, «3. 
J(^nsson, J6n prestur. Um 

isleosk mannanöfn 4, 48. 
J 6 n s s o n , J6n profastur. 

Liserus 19, S- 
J o r d a n . R. Grosse anfangs- 

buch»taben 8, 222. 
Jory, H Altengl. Genesis 

15, 6s. 
J o s e p h , E. Hildebrandslied 

6, IS- t)e Heinrico 6, 16. 

Meinloh 7, iiS- Heiden- 

röslcm 16, 117. 
J ü r g e n s , O. Stammessagen 

17, 81. Niedersachsen 17, 

«47 
Jungnita, J. Statistik 18, 

33. 
Junker, H P. rec. 14, 33 
jurkschat, C. Litauische 

roärchen 19. 113. 
Jusserand, Engl, novel 

15, 200 
Justi.F. Trachtenbucb 18, 

94. 20, 218. nachtr. 



Kaeding. F. \V. Häufig 
keiiswörterbucb 8. 38. 

Kahlbaum. G. W. A 
Myihu« und naturwissen< 
schalt 19, 18. 

K. a h 1 e, B. Aisl. elementar- 
buch 4 . 92. IsL geistl« 
dichtungen 4, 173. rec. 
4, 36. 39 H8. 133 167. 

Kahle, F. H. Luthers 
katechismut 9, 109. ! 

Kaindl.R.F. Kutbenische 
mirchen 19.128. Ethnogr. I 
streifxüge 20, 43- '«• 17, 
122. 

Kaiser, Ad. Fastnachts- 
spiele von der actio de 
sponsa 9. 181. ' 

Kaiser. H. GesandtschaA | 
18. 28. Job. von Geln- ; 
hauscD 22. 30. I 

Kaiser, Kurt. Polit be- 
wegOBgco 18» 9t. ' 



Kaiger, W. Dentsche 

grammatik 8, 226. 
Kaikar, O. Ordbog 4,43. 
K&lund, Kr. krag, i» 148. 

IS2. 
Kaluza, M. EngL gram- 
matik 14, 108. rec 15, 

1 30. 1 76. 
K a p p e r, A. Stötxisger 9» 

202. 
Kapff, £. AUertumifoiide 

17. S7. 
Karpeles, Ackermann 7, 

128. 
Karsten, rec. 2, 19. 
Kar Uta, Ursprung nnd 

formen der wiege ^, 207. 
Kassel. Deminution i. d. 

banauischen Mandat t 10, 

27. 
Katona, L. Getcbicbten 

d. Gesta Roouoorum 19, 

117. 
Kaufmann, A. Thomai 

V. Cbaniimpr* 22, 35. 
K auf f mann, Fr. Anxen- 

tius 3, 6. Zur altertomak. 

8, 7. Got. bibelüben. 8, 

8. Got. göttemame 8, lO. 

Metrik 5, 22. Hexe 8, 

62 20. 291. Opus imperf. 

17, 106. Germani 17, 98. 

rec. 3. I. 2. 17. 29. 
Kawerau, G. Acten der 

oniv. Frankfurt 9, 8. 

Geiler 9, 55. Sepultora 

Lotberi 9, 128. Flactoa 

22, 44- HeMiog 22, 50. 

rec. 9, 96. 129. 22. 3»- 

6S 
Kebrbach, K. Scbäier- 

gespricbe 22, 37- 
Kehrein, J. Altdeutsch. 

lesebucb 5, 7. 
Kehrein, V. Mhd. gr. 7. 

2 a. Hrag. v. J. Kebrein 

Altdeutscbes Lesebuch 

6.7. 
Keina, Meier Helmbrecht 

7,91. 
Kelle, J. Notkert rethor. 

kunstansdrücke 6, 18. 
Keller.E. Uedbmchstnck 

lft.44. 



416 



AatormiegiBter. 



Keller, L. BninfelsQ, 31. 
Anfangsjahre der refor- 
mation 9, 172. Die alt- 
evangelischen gemeinden 
und der hexenglaube 20, 

297. 
Keller, W. Shakespeare- 

jahrbuchl4,i5. Richardll. 

15, 250. rec. 15, 176. 

203. 246. 307. 312. 332. 

346. 
Kellner, L. rec. 14, 109. 
Kemke, H. rec 17, 33- 

Kemmer, L. Aschaffen- 
burger kan Zielsprache 8, 

171. 
Kempff, K. Hj. Künsten 

17, 64. 
Ker, W. P. Epic and 

romancä 15, 22. 
Kern, F. Kleine Schriften 

8,98. 
Kern, H. ar uit er in *t 

Ndl. 12, 5. Ndl. aar uit 

ar en er 12 ,6. de /* in 

leefde 12, 7. 
Kern, R. Melanchthon 22, 

59 

Kervynde Lettenhove. 
Hist. de Flandre 17, 142. 

Kessler, G. Zwei beseg- 
nungcn 20, 223. 

Kettner, E. Alphartlied 
7, 40. 41. Nibelungen- 
lied 7, 77. 

Ken t gen, F. Urkunden 
21, II. Untersuchungen 

21, 124. rec. 21. 69 124. 
Kcwitsch, G. Bühnen- 
deutsch 8, 229. 

Khull, F. rec. 7, 16. 17. 
20. 43. 60. 69. 82. III. 

«13. 
Kicnle, A. Sequenzen 

22, 5. 

Kinzel, K. Gesch. d litt, 
und spr. 5, 34 Denk- 
mäler 6, 6. 7, 21. 

Kirchhoff, A. rec. 17, 

200. 
Kirsch, J. P. Cimeti6re 

17, 57. 
Kissling, G. Idg. wurzeln 
2, 41. 



Kittrcdge,G.L. Chauccr 

15, 115. 
Klacber, F. rec. 14, 107. 

15, 39. 41. 
Klapperich, J. rec. 14, 

76. 90. 130. 15. 5. 
Klebs, £. ApoUonius v. 

Tyrus 15, 77. 
Kleerkooper, M. M. 

Samuel Cosier 12, 3. 
Klein, Zülpich 17, 57. 
Kleinpaul, R. Leben- 
digen ucd Töten 19, 19. 

Modernes hexen wesen 20, 

302, 
Kleinschmidt, rec. 9, 

180. 
Klinghardt, H. Artiku- 

lations-und hör Übungen 2, 

5 a. rec. 14, 23. 
Klitscher, G. Volkstrach- 
tenmuseum in Berlin 20, 

209. 
Klockhoff, O. Konung 

Didrik 16, 133. 
Klöpper, C. Neusprachl. 

abhandlungen 14, 22. 

Engl, reallexikon 14, 23. 

Folklore in England 20, 

40. 
Kloos, J. H. Jadeitbeile 

17. 43. 
Klose, W. Schanze 17, 

57. 
Kluge, F. Stammbildung 
2, 62. Etym. Wörterbuch 

ö, 4. 8, 35. Geo- 
graphische gU. 6, 13. 
Ahd. Meilän und Faceia 
6, 14. Böse sieben ' 
8, 65. Hnudcuameu 8, 
148 Buhacnausspmche 
8, 2o6.Engli5h eiymo'ogy 
14, 45. Oirms awwermod | 

14, 61. Gesch. der engl, 
spräche 14, 91 Chaucer 

15, 112. lec. 8, 34- »63, 
K n a a k. Die säugende 

tochicr 19, 126. 

Knapp, Th. Leibeigen- 
schaft 21, 57- 

Knappert, L. Oud-baby- 
lonisch en gerro. bijgeloof 
20, 257. 



Knaner, Die tisIoil im 
lichte der kiütiixgesch. 
20, 222. 

Knauth F. Goethes 
spräche 8, 193^ 

Knepper, J. Nationaler 
gedanke 9, 11. 

Knieschek, W. Sonnen- 
wendfeier 20, 177. 

Knight. G. G. Orrm 15, 
94. 

Knipping, Rieh. Kölner 
Stadtrechnungen 18, 27. 
rec. 21, 78. 

Knod, G. C. Studenten in 
Bologna 9, 6. Stnd. in 
Padua 9, 7- Deutsche 
Studenten 18, 45. rec. 
9, 8. 

Knodt, £. Omeken 9, 
163. 

Knoke, F. Cädnalager 
17, 188. Varuslager 17, 
200. Germanicns 17,200. 

Knoke, K. Vaterunser 9, 
70. 

Knoop, L. Kuochcmeilit 
17, 57. 

Knoop, O. Keime 16, 79, 
186. 20, 130. Allerhand 
scherz 19, 134. Bl. t 
pomm, voJkik, 2Öt II, 
Kog^isexitir famtlienblatt 
20, ij' Strohaetl an die 
Obstbäume 20, Sq. Volks- 
tümliches über die hmus- 
tiere 20, 97- Volkstfim- 
liches aus der Tieiwelt 
20, 100. rec. 19, 4. 20, 
31. 

Knöpfler, WalafiridStimbo 
22,36. 

Knortz,K. Folkl oristi^che 
Streifzüge 20» 39- 

Knothe, H. HofgerichU- 
buch 21, 45. 

Koch, E. Renn weg 17, 

Koch, J. Eigennamen all 

Gattungsnamen 14, 72, 

rec. 15, III. 
Koch, M. Gesch. der 

deutschen litt. 5, 33. 

Xheob. Hock 9, 62. 



Keller— Küffiier. 



417 



Komödien 9. 183. rec. 
9, 18. 
Kocb, V. Danske kirker 

18, 75. Stenarter 18, 
76. 

K o c k, Axel. Spräkets forän- 
dring 2, 19. Arkiv 4, 8. 
Etymol. - mythol. Unter- 
suchungen 4» 61. Nägra- 
svenska etymologier 4, 
67. iblandt 4, 72. Forn- 
norsk vokalisation 4, 77. 

K ö b e r 1 i n, Bamberger 
echtbuch 7, 127. Ober- 
main 18, 24, 

Koedderitz, rec. 20, 20. 

K ö g e 1, R. Litteraturgesch. 
5, 28. 

Koehl. Gräberfelder 17, 

57. 
Köhler, J. Kinderlieder 

16, 73. 20, 146. 
Köhler, Rh. Dankbare 
toten 7, 86. Guter Ger- 
hard 7, 87. Kl. Schriften 

19, 118. 

Köhler, R. Poetische lek- 
türe 8, 250. 

Köhler, W. Neu-Karst- 
hans 9, 66. Lutherbrief 
9, 98. Notiz aus Spalatin 
9, 104. Luther u. d. kirchen- 
geschichte 9, 139. Luthers 
Käthe 9, 144. rec. 9, 28. 
33. 37. 88. 123. 22, 40. 

Koehne, C. Reformation 
21, 102. 

KölbingjE. Engl. Studien 
14, II. Forschungen zur 
engLsprache 14, 19. heraus- 
geber 4, 167. 168. 169. 
rec. 14, 6. 7. 15, I. 7. 
98. 108. 

K ö n e n, K. Töpfereien 17, 
57. Altertumsfunde 17, 
57. Rheinübergänge 17, 
184. 

Koenen, M. J. Woord- 
verklaring 12, 25. 

König, K. Thüringer 
sagenschatz 19, 76. Ver- 
ehrung d. hl. Martina 20, 

179. 
Koeppel, £. Quellen- 



studien zu Ben Jonson 
15, 288. Greene 15, 31O. 
Don Quixote in England 
15, 201. Spenser 15, 
367. rec. 15, 222. 

Körting, G. Engl, litte- 
ratur 15, 6. 

Köstlin, J. Hess 9, 61. 

Kötting, G. Flussnamen 

8, 144. 
Kötz, O. Spener-Bunyan 

15, 369. 
Kötzschke, R. Heeres- 
steuern 18, 98. 

Kofi er, F. Hügelgräber 

17, 57. 

Kohl, F. F. Tyroler lieder 

16, 20. 

Kohl, W. Limes 17, 197. 
K o h n , S. Sprichwörter 

16, 193. 
K o h u t, A. Deutsche Juden 

18, 89. 

Kok, A. S. Van dichters 
en schrijvers 12, 36. Het 
oudste sonnett in het 
nederlandsch 12, 54. 

Kolberg, J. Speratus 9, 
198. 

Kolde, Th. Speratus 9, 
197. rec. 9, 88. 123. 

Koldewey, F. E. Schot- 
telius 1, 16. 

Kollmann, W. Nashund 
Head 15, 350. 

Koncewicz, J. Litauische 
märchen 19. 114. 

KonrdÖ s. Gislason. 

Koopmans, Maerlant 
studieeo 12, 42. 

Kopp, A. Tabakpoesie 
2, 88. Marlborough 16, 
102. Volks- u. Studenten- 
lied 16, 114. Lieder- 
sammlung 16, 115. 

Koppmann, K. Stades 
Chronik 17, 118. rec. 17, 
118. 

Koschwitz. rec. 2, 10 

Kraaz, A. Frohndienste 
18, 14. 

Krakowizer, F. Gmun- 
den 17, 179. 

Kralik. rec. 7, 118. 



JahroBbenoht fär germaniflche Philologie. XXI. (1899) 



Kraus, C. Zweites buch- 
Icin 7, 56. Veldeke 7, 
65. rec. 6, 4. 7, 85. 

Krause, G. Schur 8, 81. 
Mda. des kreises Jerichow 
11, 12. 

Krause, O. ZunfLroUen 

18, 30. 

Krause, V. s. A. Boretius. 

Krau SS, Fr. S. Allg. 
methodik d. Volkskunde 
20, 38. Zeugung u. sitte 
der Südslaven 20, 61. rec. 

19, 42. 

K r a u s s, R. Schwab, littg. 

5, 37. 
K r ausser, E. Lydgate 15, 

130. 
Kraut, R. Nebensätze mit 

dör und fyrr 4, 93. 
Kretschmer,A. Deutsche 

Volkstrachten 20,215. rec. 

20, 204. 
Kretschmer, P. rec, 2, 

44. 4, 135. 
Krieger, A. Lat. gedieht 

22, 12. 
Kristensen,M.Fremmede 

personnavne i dansk 4, 35. 

50. Danske folkemäl 4, 

87. rec. 4, 84. 
Kroker, E. Ayrcr 9, 18. 
Krones, F. v. Steier 21, 

124. 
Kronfeld, M. Zauber- 
pflanzen und amulette 20, 

275. 
K r o n f u s s, K. Die knödel 

16, 44. 
Kronseder, O. Hoffmann 

22, 51. 

Kropatschek, Dölsch 22, 
40. 

Krüger, G. Engl. Synony- 
mik 14, 77. Schwierig- 
keiten des engl. 14, 131. 

Krummacher, M. rec. 14» 
33. 38. 

Krusch, B. rec. 17, 108. 

Kü ck, E. Cronberg 9, 36. 
Sickiogen und Landschad 

9, 194. 
K ü f f n e r, G. M. Deutsche 
im Sprichwort 16, 190. 
27 



418 



AatorenregiBter. 



V. KügelgeD, C.W. Brenz 

9, 28. 
Kühl, G. Bordesholmer 

Marienklage 11, 23. 
Kühl wein, Wasservogel 

16, 49. 

Kühne, Stadtrechte 21, 91. 
K ühnel, P. Orts- und flur- 

namen der Oberlausitz 8, 

131. 132. 
Küntzel, G. rec. 21, 124. 
Kngerl, T. Resl 16, 108. 
Kuhnke, B. Allitt. lang- 

zeile 5, 25. Gawain 15, 

109. 
Kamm, Ausgrabungen 17, 

57. 
Kummrow, *schur' 8, 

82. 
Kunz, K. Vierzeiler 16, 

K u n z e, K. Urkundenbuch 

17, 200. 
Kurrelmeyer, W. Germ. 

lexikogr. 5, lO. 1. pers. 

pl. imperat. 5, il. 8, 30. 
Kurth G. rec. 17, 108. 
Kurz, S. Kinderreime 16, 

89. 

Kurze, F. Einhard 17, 
III. 

Kurzwelly, A. Sächsische 
Volkskunde 20, 41. 

Karzwernhart,H. Unter- 
richt 8, 247. 

Kusser ow, Pommersche 
flumamen 8, 142. 

Kusserow, J. B. Gebr. 
d. hufschmiede 20, 106. 
Abzählreime a. Charbrow 
20, 135. Wiegenlieder a. 
Charbrow 20, 137. 

V. d. Lage, B. Genesius- 

legende 19, 62. 
Lakowitz, Hügelgräber 

16, 57. Reihengräberfeld 

17, 57. 

Laloy, L. rec. 17, 11. 

200. 
La m bei, Deutsch -böhm. 

mundarten 10, 40. rec. 7, 

75. 16, 117. 
Lamprecht, K. Grund* 

kartenforschung 17, 4. 



Deutsche geschichte 17, 
9[. Kernpunkte 17, 91. 
Methode 17^ 91. 

Landau, A. Jüdisch- 
deutsch 10,3- Holekreisch 
16, 90. 20, 139. 

L a n d a u, M. Märchen vom 
blendwerk 2, 91. 19, 124. 
rec. 2, 90. 

Landenberger, A. 
Kinderpoesie 16, 69. 

Landgraf, rec. 8, 35. 15, 

Landmann, Karl. rec. 5, 

33. 
Lange, P. A. 'Ich habe 

schreiben können' 2, 21b. 

8, 28. 
Langer, J. Ortsnamen 17, 

200. 
Langert, W. Sprach