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Full text of "John H. Bergmann Collection 1810-1991"

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Samstag/Sonntag, 16./I7. Mai 1987 



SZ AM WOCHENENDE 



Süddeutsche Zeitung Nr 11 2 D Seite 111 



Im Herbst 1942 zogen die Nathorffs in die Par- 
terrewohnung des Mietshauses in der 70. 
Straße West und möblierten sie mit ge- 
schenkten, andernorts ausrangierten Stücken; 
jemand hatte einen Teppich übrig gehabt, und 
der alte Augenarzt nebenan stiftete den Schreib- 
tisch und das Bücherregal Station eines Emi- , 
grantenlebens in New York, Wiederbeginn bür- 
gerlicher Existenz nach Obdachlosenasyl und 
möblierten Zimmern, die an die Stelle der herr- 
schaftlichen Wohnung in BerUn getreten waren. 
Hier in New York eröffnete Dr. Erich Nathorff 
seine Arztpraxis wieder, seine Frau stand ihm - 
wie immer - zur Seite. Wie zuletzt in Berlin, als 
die jüdischen Ärzte die Approbation verloren 
hatten, bis auf die wenigen, die als ^Judenbe- 
handler" weitermachen durften. Seitdem wai Dr. 
med. Hertha Nathorff nur noch die Sprechstun- 
denhilfe ihres Mannes. 

Das Arztehepaar Nathorff war in Berlin erfolg- 
reich und bekannt gewesen. Er stammte aus 
einer Medizinerfamilie (sein Vater hatte den be- 
gehrten Titel Geheimrat führen dürfen), und es 
wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis er als 
Klinikchef in die obersten Ränge des Berufsstan- 
des aufgestiegen wäre. Sie war zehn Jahre jün-* 
ger, aber ebenso tüchtig und ambitioniert, führte 
eine Privatpraxis und war außerdem Leitende 
Arztin am Entbindungs- und Säuglingsheim des 
Roten Kreuzes, leitete die erste Familien- und 
Eheberatimgsstelle am Charlottenburger Kran- 
kenhaus und hatte Ämter in Standesorganisatio- 
nen wie der Medizinischen Gesellschaft und der 
Berliner Ärztekammer; dem Gesamtausschuß 
der Ärzte gehörte sie als einzige Frau an. 

Geheiratet hatten die Nathorffs 1923, zwei Jah- 
re später kam ihr Sohn zur Welt Berufliche Ent- 
faltung und materieller Erfolg hielten an bis zur 
Machtübernahme der Nationalsozialisten. Mit 
dem Entzug der Krankenkassenzulassimg be- 
gann der Abstieg des jüdischen Medizinerehe- 
paares, der Verlust ihrer Stellungen an den Klini- 
ken folgte, das Ende war für sie das Erlöschen der 
Approbation im Herbst 1938, für ihn die Verhaf- 
tung und die Gefangenschaft im KZ nach dem 
Novemberpogrom 1938. 



Heimweh nach Deutschland 



Im Frühjahr 1940 kam die Familie in New York 
an. Erich begann sofort mit der Wiedergründung 
der Existenz, lernte Englisch und bereitete sich 
auf das medizinische Examen vor. Für die not- 
wendige Muße und Konzentration und überhaupt 
für das Lebensnotwendige sorgte Hertha Na- 
thorff als Krankenpflegerin und Haushaltshilfe, 
als Kartoffelschälerin in einer Großküche und 
aushilfsweise auch in Harlem in einer Bar am 
Klavier. Erich bestand die Examina und wurde 
wieder Arzt, seine Frau blieb Sprechstundenhilfe 
in seiner Praxis, denn ihr fehlten die Kraft und 
die Zeit für die Prüfungen. Praktischer beim Wie- 
deraufbau der neuen Existenz war das auch, denn 
an Ärzten herrschte kein besonderer Mangel im 
Amerika der Kriegszeit, und Reichtümer waren 
nicht zu erwerben in einer Arztpraxis, die zum 
guten Teil von deutschen Emigranten frequen- 
tiert wurde - darunter mancher Patient, der auch 
in Berlin schon von den Nathorffs behandelt wor- 
den war. Da war es also günstiger, eine überquali- 
fizierte Sprechstundenhilfe zu haben als eine 
zweite Ärztin in der Familie. Für diese gehörte 
der Verlust des Berufs freilich zu den bittersten 
Erfahrungen im Hitler-Deutschland wie im Emi- 
granten-Alltag. 

In der Wohnung 70. Straße West, New York, an 
ihr Mann 1942 sein Arztschild wieder ange- 
bracht hatte, lebt Hertha Nathorff heute noch, im 
Juni wird sie 92 Jahre alt 45 davon hat sie hier 
verbracht, in bescheidenen Verhältnissen, etwas 
oberhalb der Grenze zur Armut, weit unterhalb 
eines Wohlstands, wie sie ihn in Berlin genoß. 
Das triste Ambiente imd die materiellen Nöte 
sind aber kein Gesprächsgegenstand für sie. Das 
interessiert sie nicht mehr. Selbst der nie ver- 
schmerzte Verlust des Arztberufs ist ihr nicht 
mehr so wichtig. Das große Thema ist ihr Heim- 
weh nach Deutschland, und die Sehnsüchte kri- 
stallisieren sich um den geliebten Ort in Süd- 
deutschland, wo sie eine unbeschwerte Kindheit 
verbrachte. 



Berühmte Verwandte 



Am 5. Juni 1895 war sie im oberschwäbischen 
Städtchen Laupheim zur Welt gekommen. Die EU- 
tem, Arthur und Mathilde Einstein, waren ange- 
sehene Leute, die in dem behaglichen Wohlstand 
lebten, den die Zigarrenfabrik Emil Einstein Co. 
ermöglichte. Die Einsteins gehörten zu den be- 
kannten jüdischen Familien ih Württemberg, der 
berühmteste Verwandte war der Nobelpreisträ- 
ger und Pazifist Albert Einstein, ein anderer On- 
kel der Mozart-Forscher Alfred Einsteixi. Der 
Bruder der Mutter war Bankier in Ulm, hochan- 
gesehen und reich, ein feinsinniger Kunstsamm- 
1er. !' ••■*' .-. '/ 

Der erfolgreichste Verwandte, ein Cousin des 
Vaters, war Carl Laemmle, der bekannte Film- 
produzent, der 1884 aus Laupheim in die Verei- 
nigten Staaten ausgewandert war und in Holly- 
wood sein Glück gemacht hatte. 1912, durch die 
Gründung der Universal Pictures (die Stroheims 
erste Filme produzierte), war er bereits einer der 
ganz wichtigen Manager im amerikanischen 
Filmgeschäft Die Tristesse des Ankommens in 
New York hätte wohl weniger bedrückend sein 
können, wäre Carl Laemmle nicht kurz zuvor ge- 
storben, "v . . * 

Hertha Nathorff hatte zwei jüngere Schwe- 
stern, Sophie Marie und Elsbeth, beide konnten 
ebenfalls nach Amerika emigrieren, Sophie lebte 
in New York, Elsbeth in Philadelphia. I>en Eltern 
Einstein, die Laupheim nicht verheßen, war das 
Äußerste, Deportation und Ermordung in einem 
Getto oder Vernichtungslager im Osten, erspart 
gebUeben. Sie starben 1940, beide 75j ährig, we- 
nigstens noch in der Heimat 

Sieben Träger des Namens Einstein aus Laup- 
heim erfuhren den in Politik umgesetzten Haß 
gegenüber den Juden bis zur bitteren letzten 
Konsequenz: Hedwig, Helena, Irma und Julius 
Einstein wurden am 1. Dezember 1941 nach Riga 
deportiert Hedwig war 62 Jahre al( und, ebenso 
wie Irma (53), vier Tage nach der Ankunft tot He- 
lena (53) wurde später für tot erklärt, und Julius 




(54) galt amtlich als „verschollen". Rosa und Mina 
Einstein wurden am 22. August 1942 nach There- 
sienstadt deportiert, die 70jährige Mina starb 
dort im November 1942, die 81jährige Rosa am 26. 
Dezember 1942. Selma Einstein, 64 Jahre alt, wur- 
de am 26. April 1942 nach Izbica verschleppt, auch 
sie ist „verschollen". Die Liste ließe sich erwei- 
tem durch die Namen der Einsteins aus Heil- 
bronn und Stuttgart, Buchau und Öhringen und 
aus anderen schwäbischen Orten; sie endeten in 
Auschwitz und Riga, in Izbica und Gurs, den 
Stätten der nationalsozialistischen Ausrottungs- 
politik. 

Hertha Nathorff spricht nicht von den Schick- 
salen ihrer unglücklichen Verwandten, und sie 
klagt „die Deutschen" für das Geschehen nicht an 
- weil sie sich nie anders denn als Deutsche ge- 
fühlt hat und inuner noch fühlt Aber sie war des- 
halb, nicht nur wegen ihrer Herkunft aus einer 
deutschen jüdischen Familie, auch vor 1933 keine 
politisch Blinde, sondern aus demokratisch-libe- 
raler Überzeugung urteilsfähig gegenüber den 
nationalsozialistischen (und deutschnationalen) 
Verheißungen. „Sie verhaften alle möglichen un- 
bescholtenen Leute, nur weil sie ihnen im Wege 
sind. In der Sprechstunde sehe ich immer wieder, 
wie die Patienten unter ihrem Rock das Haken- 
kreuzabzeichen tragen. Wie feige. Warum nicht 
offen und ehrUch? Ist das die neue Richtung, der 
neue Geist?", notiert sie zwei Tage nach der 
„Machtergreifung" ins Tagebuch, und am 1. April 
1933, zwei Monate nach der Installierung des Hit- 
ler-Regimes, als der Juden-Boykott ohne nen- 
nenswerten Protest der deutschen Mitbürger in- 
szeniert wird, schreibt sie: „Vor allen jüdischen 
Geschäften, Anwaltskanzleien, ärztlichen 
Sprechstunden, Wohnungen stehen junge 
Bürschchen in Uniform mit Schildern ,Kauf nicht 
bei Juden', ,Geht nicht zimi jüdischen Arzt* , ,Wer 
beim Juden kauft, der ist ein Volksverräter...' 
Eine Dame hat angerufen, daß sie doch heute 
nicht kommen könne, und ich sagte, daß es am 
besten wäre, sie käme überhaupt nicht mehr. Ich 
selber habe heute mit Absicht in Geschäften ge- 
kauft, vor denen ein Posten stand. Einer wollte 
mich abhalten, in ein kleines Seifengeschäft zu 
gehen. Ich schob ihn aber auf die Seite mit den 
Worten: ,Für mein Geld kaufe ich, wo ich will.' 
Warum machen es nicht alle so? Dann wäre der 
Boykott schnell erledigt gewesen." 

Vielleicht nicht nur der Boykott am 1. April 
1933. 2^vilcourage gehört freilich nicht zu den 
stark verbreiteten Tugenden, und so wurde das 
Tagebuch der Hertha Nathorff ganz zwangsläu- 
fig zum Protokoll der Entrechtung und Diskrimi- 
nierung jüdischer Menschen im nationalsoziali- 
stischen Deutschland- Der Trend wurde ja gerade 
im Trivialen deutlich. Ende November 1934: „Frau 
S. ist an mir vorbeigegangen und hat auf die an- 



Emigration 

als Schicksal: 

Das Leben der 

jüdischen Arztin 

Hertha Nathorff 



dere Seite gesehen. Im Sommer, als ich an ihrem 
Bett saß, an einem strahlend schönen Sonntag, 
und ihre Angehörigen sie krank und allein liegen 
ließen, als ich stundenlang ihre fieberheiße Stirn 
kühlte und ihr über die Schmerzen hinweghalf, 
da hat sie nur die Hände geküßt und von ewiger 
Dankbarkeit geredet Dafür ist auch die Rech- 
nung noch nicht bezahlt" Und wenig später: 
„Herr X. kam blutüberströmt in die Sprechstun- 
de. Er kam aus einem Greschäft am Kurfürsten- 
damm, da haben sie ihn mit den Worten ,Saujude' 
niedergeschlagen. Das ist die Vorweihnachts- 
stimmung im deutschen Volker 

Einmal kommt der zehnjährige Sohn nach 
Hause und berichtet, daß die gleichaltrige „ari- 
sche" Ziehschwester, die mit ihm zusammen auf- 
wuchs, sich in der Untergrundbahn vor ihm abge- 
wandt habe. Im Oktober 1935 begegnet Frau Na- 
thorff ihrer ehemaligen Sekretärin auf der Stra- 
ße. „Mit ihren kurzsichtigen Augen hat sie mich 
scharf fixiert und sich dann zur Seite gedreht Ich 
habe vor Ekel ins Taschentuch gespuckt! Sie war 
einst meine Patientin, später traf ich sie auf der 
Straße, ihr Freund hatte sie verlassen, und sie 
war ohne Arbeit, ohne Greld - da nahm ich sie zu 
mir... Nun hat sie sich umgestellt und kann 
mich, die sie aus der Gosse holte, nicht mehr grü- 
ßen." 

Lehrstücke in gewöhnlicher Niedertracht, vor 
dem Hintergnmd der politischen Zustände - aber 
nicht veranlaßt, nur begünstigt von diesen - fin- 
den sich in den Aufzeichnungen der jüdischen 
Ärztin in Berlin in genügender Zahl. Eher leiden- 
schaftslos, auch ohne das Pathos des Anklägers 
schreibt Frau Nathorff im Juni 1938: J)ie ari- 
schen Patienten bezahlen einfach nicht mehr, al- 
le Kollegen sagen das gleiche. ,Wozu brauchen sie 



denn auch einen Juden noch zu bezahlen? Mir ist 
es jetzt auch passiert, und ich habe noch nie je- 
manden zum Bezahlen gedrängt Aber das geht 
mir doch zu weit - da schreibt nur ein Mann, ,an 
dem interessanten Fall seiner Frau habe ich noch 
etwas zugelernt, und ich soll froh sein, daß sie zu 
mir kam'. Außerdem sei er früher arbeitslos ge- 
wesen und habe für Ärzte kein Geld. Mit ,Heil 
Hitler'. Ich habe geantwortet, Leuten, die kein 
Geld haben, stand und stehe ich stets unentgelt- 
lich zur Verfügung. Da er und seine V'^rhältnisse 
mir aber völlig unbekannt, werde ich seine Anga- 
ben durch den dortigen Gruppenleiter der Partei 
nachprüfen lassen. Postwendend kam das Geld 
mit sehr herzHchen Grüßen! Ja die Angst vor der 
Partei! Diesmal hat sie sogar einer jüdischen 
Ärztin zu ihrem Honorar verholf en." 

Und nur wenige Tage später, Anfang Juli 1938, 
wird ein drastisches Beispiel dafür notiert, wie 
tief die äußeren Umstände verändernd axif die 
menschlichen Beziehungen wirken konnten: 
„Unsere Freunde X. wandern aus, sie haben alles 
fertig gemacht Das Personal ist reichlich abge- 
funden worden, zumal der alte Diener, der schon 
beim Vater im Dienst stand und der seit ein paar 
Jahren schon ein gutes Ruhegehalt von dem 
Sohn, den er vor mehr £Üs 30 Jahren schon auf 
den Knien gewiegt hat, bekommt Heute, einen 
Tag vor der Ausreise, erscheint er bei der jungen 
Frau: ,Wenn Sie nur bis heute abend /licht noch 
10 000 Mark (zehntausend!) überwiesen haben, 
werde ich Sie wegen staatsfeindlicher Gresinnung 
einzeigen und dafür sorgen, deüJ Sie nicht ausrei- 
sen können.' Zitternd erzählt es die Frau ihrem 
Mann, als er nach Hause kommt, iind sie wollen 
auf alle Fälle morgen reisen. Sie wissen, was 
ihnen passieren kann, wenn der getreue Diener 
seine Drohung wahrmacht" 

Opfer einer noch infameren Erpressung wird 
sie selbst nach dem Novemberpogrom, der 
„Reichskristallnacht", als ihr Mann ins Konzen- 
trationslager verschleppt worden ist und sie sich 
um die Auswanderungsformahtäten müht Eün 
Mann, der sich als Kriminjübeamter ausgibt, 
sucht sie auf, behauptet eine Anklage gegen 
ihren Mann gegen Geld unterdrücken zu können 
und nimmt sich dieses Geld - Frau Nathorff hat 
es eben von der Bank geholt, es ist sehr viel - mit 
Gewalt, die er durch einen Revolver nachdrück- 
hch demonstriert Ihr Rechtsanwalt, bei dem sie 
das Ereignis protokollieren läßt, rät von einer An- 
zeige ab. 

Anders als so viele deutsche Juden, die sich 
trotz der täglichen Ereignisse, trotz der organi- 
sierten Ausschreitungen, trotz der Niirnberger 
Gesetze und trotz der Diskriminierung bis' zum 
November 1938 weigerten, an die Ernsthaftigkeit 
ihrer Bedrohung zu glauben, war Hertha Na- 
thorff keine Optimistin, die im naiven Glauben, es« 



könne doch nicht gar zu schlimm werden, einfach 
weiterlebte und sich einrichtete. Ihr Problem war 
die berufliche Existenz, ihr war der Gedanke an 
die Auswanderung leidig, weil sie befürchtete, 
daß die Emigration mit dem Verlust des gehebten 
Arztseins verbunden sein würde. „Freunde fah- 
ren nach Amerika", schrieb sie am 12. August 
1936 in ihr Tagebuch, „wie gerne ginge ich mit 
aber ich kann drüben nicht mehr in den Arztbe- 
ruf, das hält mich hier mit so eisernem Griff trotz 
aller Seelenpein. Dieser ewige Konflikt, ja, wenn 
ich drüben auch nur ein wenig Hilie hätte, daß ich 
wieder Arztin werden könnte." Und die Verwand- 
ten in Amerika, die sie in den ersten Jahren des 
NS- Regimes regelmäßig trifft bei Besuchen in 
der Schweiz oder in Marienbad, sie raten ab. Im 
Amerika der Weltwirtschaftskrise sei man nicht 
auf Rosen gebettet; solange die Praxis in Berlin 
noch gehe, sei es dort besser. Die amerikamischen 
Behörden tun ein übriges, Einwanderer aus Eu- 
ropa fernzuhalten. Bei guten Freunden eingela- 
den, dreht sich die Unterhaltung im August 1937 
nur noch um Auswanderungsmöglichkeiten. 
,Jjaßt ims gehen, hier ist es auf die Dauer hoff- 
nungslos. Das ist das A und O unserer Gespräche, 
aber - wohin? Wohin? Wir haben niemand, der 
uns hilft" Bekannte waren aus den USA zurück- 
gekehrt, weil sie niemanden gefiuiden hatten, der. 
ihnen Bürgschaft leistete. 

Ein elender neuer Anfang 

Nathorffs haben im August 1938 das begehrte 
Aflädavit beim amerikanischen Konsulat einge- 
reicht Das erscheint im November als ein kleiner 
Vorteil, aber viel ist es nicht, vor allem bedeutet 
es noch nicht, daß man auch das begehrte Visum 
erhält Um solche Papiere kümmern sich von No- 
vember 1938 an Zehntausende, vor allem Frauen, 
deren Männer in den Konzentrationslagern 
Dachau, Buchenwald oder Sachsenhausen einge- ' 
sperrt sind und die dort so lange mißhandelt wer- 
den bis Auswanderungsdokiimente vorgewiesen 
werden können. 

Im Morgengrauen macht sich Hertha Nathorff 
zum amerikanischen Konsulat in Berlin auf, wai 
die begehiten Papiere zu ergattern. „Unzählige 
Menschen standen mit mir an dem kalten dunk- 
len Novembermorgen in dem feuchten Vorgarten 
des amerikanischen Konsulats. Frauen, blaß, ver- 
grämt, Frauen aus BerUn, Leipzig, Breslau . . . 
Stundenlang stehe ich gleich ihnen in Nässe und 
Kälte, in Regen und Schnee, und plötzhch fällt es 
nur ein ... in diesem Garten hat einst mein Mann 
als Junge gespielt, in den Räimien, in denen jetzt 
das amerikanische Konsulat sich befindet hat er 
viele glückliche Stunden goldner Kinderzeit ver- 
lebt Großvater Nathorff wohnte hier viele, viele 
Jahre bis zu seinem Tode. Und ich stehe heute 
bettelnd und frierend vor der Tür, Stunden um. 
Stunden! Als endüch die Reihe an nur ist, daß ich 
meine Wünsche vortragen kann, sagt der blonde 
Mann zu mir und der Dame hinter mir, die wir als 
letzte Einlaß gefunden hatten: ,Ck)sed, es ist ein 
Uhr, kommen Sie Montag wieder.' Mehr als sechs 
Stunden habe ich gestanden, imd er hat nicht 
noch die zwei Minuten zur Beantwortung xueiner 
kurzen Frage Zeit gehabt" ■ .■ -^^^ 

Ende April 1939 dürfen die Nathorffs das Deut- 
sche Reich verlassen, im Frühjahr 1940 konmien 
sie in New York an. Dsizwischen hegen triste Ta- 
ge in London, deren Inhalt nur im Warten be- 
steht* jSeit Anfang Mai sitzen wir so und warten, 
mein Mann und ich - stunun, zerquält und ver- 
zweifelnd. Dieses Wartenmüssen, es hat uns um 
alles gebracht, alles, war wir an irdischen Gutem 
noch besessen hatten. Unsere Schiffskarten sind 
verfallen, unser Lift in Holland ist verloren, weil 
wir jetzt den Transport in Devis(;n ein zweites 
Mal zu bezahlen hätten, da die Nazi-Räuber auch' 
dieses Geld nicht tremsferiert habt^n. Auf fremde 
Hilfe und Güte sind wir angewiesen für unser 
kärgUches Elssen und Wohnen." 

Nach dem elenden Anfang in der Neuen Weh, 
die ihr nie zur Heimat wird, macht Hertha Na- 
thorff eine erstaunhche zweite Karriere. Mit ih- 
ren Tagebuchaufzeichnungen aus dem naüonal- 
soziahstischen Deutschland gewinnt sie 1940 ei- 
nen Preis der. Harveird University. Das Manu- 
skript wird zwar nicht pubüziert aber sie spricht 
regelmäßig im deutschsprachigen Radio in New 
York. Die ganze deutsche Emigrantenkolonie 
hört sie (Oskar Maria Graf begrüßt sie als Kolle- 
gin, auch wenn er ihre Gedichte nicht so gut fin- 
det), sie schreibt für deutsch-amerikanische Zei- 
tungen und Zeitschriften, sie zieht im New Workl 
Club Kurse für neu eingewanderte Frauen auf, 
unterweist sie in Kranken- und Säughngspflege, 
um ihnen ein neues berufhches Fundament zu 
geben. Nach dem Tod des Mannes. 1954, beginnt 
sie noch einmal neu, als Ersatz für den Arztberii^ 
als Psychotherapeutin am Alfred- Adler-Instit6t* 



Nie mehr zurück^ ^- - - ' v«- tv^t <^: 



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Geld verdienVhat sie hiit allen diesen Aktivitä- 
ten kaum. 1967 wurde sie mit dem Bundesver- 
dienstkreuz ami Bande geehrt, „für ihre sozialen 
und kulturellen Aktivitäten in Deutschland und 
USA und fiir ihr Wirken zur Verständigung der 
beiden Kontinente". Frau Nathorff war nie mehr 
in Deutschland, hat auch New York seit dem Fe- 
bruar 1940 kaum verlassen. Die Schwächen des 
Alters fesseln sie nun auch an die Wohnung. Ihr 
Kontakt zur Außenwelt ist in erster Linie das Te- 
lephon, ihre Gesprächspartner sind die Alten und 
Einsamen der deutsch-jüdischen Kolonie in 
Manhattan und Washington Heights, deutsche 
Patrioten jüdischer Herkunft, die auf die Schat- 
tenseite des Lebens gerieten, gerettet zwar vor 
der physischen Vernichtung, aber kaum w.?niger 
Opfer des NS-Regimes, obwohl man sie nicht so 
dazu rechnet • - .• . 

Es sind nicht nur ihre eigenen Gefühle, die 
Hertha Nathorff in einer Art Prolog zu Ihrem Ta- 
gebuch ausdrückte: der Himnael habe ihr das 
doppelte Mißgeschick auferiegt, deutsch und Jü- 
din zugleich zu sein. J^ie haben meine Seele ver- 
brannt, mein Leben zerstört, meine Jugend, mei- 
nen Frohsinn, mein ganzes Ich ausgelöscht wie 
der Sturm ein brennendes Licht . . .** 



•c- 



J^(U Tagebuch der Hertha Nathorff. BerUn- 
New York. Aufzeichnungen 1933 bis 1945' 
erscheint Anfang Juni im Rahmen der 
Schnftenreihe des Instituts für Zeitgesckicfi- 
teimR. Oldenbourg Vertag München.' ' ' ''"'^ 



- Erlebnisse in New York anno 1940: 




•r% 



Aus dem Ihgebudi der Hertha Nattiorff 



Eine ungewöhnliche Frau, die vielen Le- 
sern des Aufbau seit Jahrzehnten bekannt 
ist, steht vor ihrem 92. Geburtstag. Ge- 
wissermaßen als Geburtstagsgeschenk für 
Hertha Nathorjf hat das Münchner Insti- 
tut für Zeitgeschichte im Verlag R. Olden- 
bour^ das Tagebuch veröffentlicht, das 
die Arztin und Helferin vieler Menschen 
mit Unterbrechungen von 1933 bis 1945 
geführt hat. Mit Recht hebt der Herausge- 
ber Wolfgang Benz in seiner Einleitung 
hervor, dass es die Jahre des Leids und 
Leidens in Deutschland von 1933 bis zur 
Auswanderung 1939 und des amerikani- 
schen Beginns nach der Ankunft in New 
York im Februar 1940 deutlich erken- 
nen lässt, die in Geburtstagsartikeln 
meistens zu kurz kommen. Mit freundli- 
cher Genehmigung des Verlags setzen wir 
heute die Veröffentlichung von Auszügen 
aus diesem Tagebuch fort, die sicherlich 
viele unserer Leser an ihre eigenen An- 
fänge in den USA erinnern. Die Auszüge 
stellen zugleich einen Tribut für eine Frau 
und Mutter dar, die sich nicht nur nicht 
unterkriegen Hess, sondern mit un- 
bezwingbarem Geist ihre Familie über 
Wasser hielt und nie die eigentliche 
Antriebskraft ihres Seins aus den Augen 
verlor, nämlich anderen Menschen zu 
helfen. Für diese Haltung verdient sie 
unser aller Dank, , 

Redaktion Aufbau 



nern ausgewandert sind und die nun gleich 
mir ihre Männer ernähren, für sie arbeilen, 
bis diese wieder in den Berufs- oder Arbeits- 
prozess eingereiht werden. Es dauerte lange, 
sehr lange, und die deutschen Männer mit 
ihren jüdischen Frauen, sie sind lieber ihret- 
wegen und mit ihnen ausgewandert, als dass 
sie nach einer Scheidung drüben geblieben 
und der Heimat gedient hätten. Wir halten 
treue Freundschaft und versuchen, uns ge- 
genseitig Halt zu geben. Aber die unge- 
weinten Tränen zittern in der Stimme, wenn 
wir von drüben sprechen. 

Ich selber habe ein bisschen Glück, ich 
fange morgen an, als Nachtschwester in 
einem Krankenhaus zu arbeiten. Wie mag es 
wohl sein? Aber wie dankbar bin ich meinem 
alten berühmten Professor, der mich, so 
lange ich seine Assistentin war, so viele 
Dinge tun liess, die nicht in das rein ärztliche 
Feld gehörten. "Eine Frau muss alles tun", 
sagte der eigentlich Ärztinnenfeindliche, 
heute tut diese Frau wirklich alles, was von 
ihr verlangt wird. 

Mein Mann schüttelt den Kopf und schweigt. 
Spürt er meine ganze Herzensnot, ahnt er, 
dass, wo ich auch hinkomme, Männer sich 
um mich bemühen — vergebens, mein Herz 
gehört ihm, auch wenn es traurig und klein- 
mütig ist. 

14 Juni 1940 

Bronx-Express — so hiess einmal ein 
Theaterstück, das man in Berlin gesehen 
haben musste. Jetzt erst weiss ich, was 
Bronx-Express bedeutet, denn ich fahre täg- 
lich zur Arbeit. In rasender Schnelle legt er 
die Strecke von Manhattan nach der Bronx 
den — ich bin froh, aber trotzdem, ich kann zurück. Ich fahre am Abend in Gesellschaft 
nicht Schritt halten, wie ich es gewöhnt war. einer Schweizerin, eigentlich ist sie Schau- 
Ich muss arbeiten gehen, während er mit spielerin, zur Zeit sind wir beide Nacht- 



Zweiter Teil (Schluss) 

5. Juni 1940 

Mein Mann hat das Sprachexamen bestan- 



Kollegen auf das Sprachexamen arbeitet. 

Es ist mein Geburtstag heute. Mann und 
Kind haben versucht, mir mit ein paar 
Kleinigkeiten eine Freude zu machen. Ich 
tue so, als ob — Liebe kann zuweilen auch 
heucheln. Wenig Post von drüben, die Sorge 
um die Verwandten, die Freunde, sie lässt 
mir neben der um die eigene Existenz keine 
Ruhe. Tag und Nach denke ich daran, was 
wohl drüben geschieht, und wenn hier des 
Nachts die Hochbahn mit Gerassel durch die 
Strasse fährt, erwache ich aus dem unruhi- 
gen Halbschlaf und denke an die Bomben- 
angriffe, die ich noch in England miterlebt 
habe. Wie mag es den Menschen drüben 
ergehen? Ob sie alle noch am Leben sind? 

Wir bewegen uns hier in einem Immigran- 
tenkreis, fast nur Menschen, die wir von 

früher kennen und die uns ebenso ein Stück 
Heimat sind wie wir ihnen. Wir sind viele 
Mischehler, wie es so schön heisst — deut- 
sche Frauen, die mit ihren jüdischen Man- 






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Schwestern im Hospital. Es ist ein schwerer 
Dienst, und ich habe es nicht leicht, weil ich 
manches tue, was den anderen nicht in den 
Kram passt. Du machst es hart für uns, wenn 
du immer gleich beim ersten Klingeln zu den 
Patienten rennst, sagt mir die eine, die 
andere schimpft mich aus, weil ich in der 
nächtlichen Sommerhitze und drückenden 
Feuchtigkeit die Patienten zu oft mit Alko- 
hol-Wassergemisch abwasche, und ein Arzt 
wies mich zurecht, dass ich wagte, ihn 
wegen eines Kindes, das Blinddarmentzün- 
dung hatte, zu rufen. "Wie kannst du es 
wagen, eine Diagnose zu stellen? Diagnosen 
stelle ich", fauchte er mich an — ich 
stotterte leise, "ich werde es gewiss nicht 
wieder tun, aber das Kind hat doch keine 
Lungenentzündung, wie auf der Krankenge- 
schichte steht, sondern es ist ein typischer 
Blinddarm". — "Mach das Kind fertig und 
bring es in den Operationssaal". 

Ich eilte natürlich und fuhr den kleinen 
Mann hin, wollte mitheineingehen, die Ope- 
ration mitansehen. Wieder wurde ich ange- 
faucht: "Geh' zurück auf deine Station, du 
wirst gerufen, wenn das Kind operiert ist und 
kannst es abholen. Operationssaal, Opera- 
tion, das ist nichts für dich. Du könntest das 
gewiss nicht aushalten". Er hat wohl recht 
— ich könnte es vielleicht nicht aushalten, 
daneben zu stehen, zuzusehen, ich stürze 
weg, ich fühle die Tränen kommen, nur fort, 
fort, nicht denken, mechanisch die Pflicht 
tun. 

Wie lange ist es her, dass ich selbst am 
Operationstisch stand? Nur nicht denken. 
Und da kommt ein Arzt, jede Nacht taucht er 
auf, wo immer ich auch bin und heute hat er 
mich angesprochen. Er suche eine Sprech- 
stundenhilfe und ob ich nicht Lust hätte — 
"darf ich meinen Mann fragen, was er 
darüber denkt?" 

Ich lache, lache ncKh droben auf dem 
Dachgarten, wo wir Nachtwächter uns eine 
Stunde ausruhen, erholen dürfen. Wie schön 
sind diese Nächte und der Blick vom hohen 
Turm auf die schimmernden Lichter der 
Stadt — es ist fast wie ein Märchen — , abbr 



nur ein paar Stockwerke tiefer, da ist Arbeit. 
Krankheit, Schmerz und Leid. Auch hier. 

29. Juni 1940 

Die Arbeit im Hospital hat aufgehört. Ich 
muss packen, zu Hause Ordnung schaffen. 
Der Junge und ich gehen über den Sommer 
in ein Camp. Ich kann mir zwar nicht so 
richtig vorstellen, was das ist und was ich da 
zu tun haben werde. Der Abschied vom 
Hospital und den Schwestern wurde mir 
schwer, auch der von der guten, spätabendli- 
chen Mahlzeit, die man dort bekam. Ich 
habe allerdings immer nur hartgekochte Eier 
und viel Brot verlangt. Und die Blicke 
blieben manchmal fragend auf mich gerich- 
tet, weil nämlich immer nur die Schale von 
einem Ei auf dem Teller blieb. Ob sie wohl 
gedacht haben, dass ich das zweite oder gar 
dritte mitsamt der Schale verspeist habe? 
Oder ob sie beobachtet haben, dass ich jedes 
Ei mit viel Geschick in meine Tasche gleiten 
liess, zum Frühstück für Mann und Kind. 
Der kleinen Schweizerin habe ich es ge- 
beichtet, als sie in der überfüllten Unter- 
grundbahn sich im Gedränge in ihrer Über- 
müdung gar zu fest an mich lehnte. "Drück 



Wissen bedeutet noch nicht, dass man das 
Examen besteht, es ist alles so anders hier — 
anders und komisch für uns, zum Weinen 
komisch! 

Und es ist etwas Quälendes in unseren 
Briefen. Sehnsucht und Angst spricht dar- 
aus, soll ich mich verlieren? Ihn verlieren? 
Und dann kommt der furchtbare Gedanke: 
wie anders wäre alles, wäre er nur früher mit 
mir fortgegangen, fort von daheim, weg aus 
der Heimat, um eine neue Heimat zu suchen. 
Jetzt suchen wir, und wir finden sie nicht. 

16. Juli 1940 

Die Tage sind voller Arbeit und Ärger, die 
Nächte qualvoll, wir haben Mumps- und 
Masernkinder im Camp. Der junge Arzt, 
dem ich ja unterstehe, kümmert sich nicht 
viel darum. "Harriet", so heisse ich hier, 
"wird es schon machen mit ihrer deutschen 
Gründlichkeit". "Fussy" nennen sie mich, 
weil ich die kranken Kinder isoliert habe. Ich 
schlafe mit ihnen in einem Extraraum, direkt 
an der steilen Treppe liegt er, ich zittere die 
ganze Nacht, dass ich nicht hören könnte, 
wenn eines der Kinder aufstehen und im 
Halbschlaf die Treppe hinunterfaHen würde. 
Ich trage die ganze Verantwortung, denn ich 
habe ja auf der Isolierung bestanden. 

Dann kommen die Eltern zu Besuch, und 
gegen meinen Rat nehmen sie die Kinder im 
Auto dahin und dorthin, einige sogar mit 
nach Hause, sehr zum Ärger der Campbesit- 
zerin, weil sie dann für die restliche Saison 
nicht bezahlt wird. Und der Behauptung, 



mir ja das Ei nicht kaputt", flüsterte ich ihr dass ich es erlaubt habe, kann ich kaum 



zu. "Von morgen ab wirst du noch eines 
mehr haben", sagte sie lachend, "ich gehe 
täglich in die Küche und hole Futter für 
meine Katzen, von morgen an werden sie 
auch harte Eier nötig haben, da sie bald 
Babies kriegen, werd' ich dem Küchenjun- 
gen erzählen, oder magst du lieber rohe Eier 
haben?" Mir waren sie in jeder Form will- 
kommen, und ich habe sie bekommen und 
angenommen, ohne Gewissensbisse zu ha- 
ben. Was jenen Katzen recht ist, ist auch 
Meinen billig — gewesen, denn vom Camp 



widersprechen, obwohl es nicht wahr ist, im 
Gegenteil, ich habe die törichten Eltern 
beschworen, die Kinder isoliert und in ihren 
Betten zu lassen. Der junge Doktor gibt mir 
eine weise Lehre: "Versuch doch nicht, die 
Eltern zu belehren, wenn sie dich fragen. Sie 
wollen deine Meinung gar nicht hören, sie 
wollen nur eine Zustimmung zu ihren eige- 
nen Wünschen". Aber die Campbesitzerin, 
sie schreit und zankt mit mir, ich könne 
meine Koffer packen und heute noch gehen, 
wenn ich ihr das Geschäft verderbe. Ja, trotz 



werde ich ja keine Eier an meinen Mann aller Schönheit der Natur, ü-otz aller Wald- 
schicken können. Mir graut, wenn ich seine einsamkeit, ich würde gehen, wüsste ich nur 
"Wohnstätte" während unserer Abwesenheit wohin, aber in New York würde ich nicht 
betrete, um sie wohnlich zu machen. Das einmal ein Bett, ein Zimmer haben, denn da, 
grosse Zimmer können wir, so lang wir weg wo mein Mann jetzt haust, ist kein Platz für 



sind, nicht behalten bzw. bezahlen, mem 
Gehalt im Camp ist nur ein Taschengeld, so 
muss mein Mann in ein Zimmer ohne Fen- 
ster mit nur Licht von der Decke ziehen, ein 



mich. Ich habe mich ins Gras geworfen und 
habe den Mund eingegraben in die duftende 
Feuchte, um nicht laut zu schreien vor Weh. 
Tränen laufen mir übers Gesicht, aber ich 



enger schmaler Raum und dazu die Hitze darf ja nicht weinen, ich bin ja eine Ange- 
und das Studieren auf das Examen. Wird er stellte, und für die heisst es nur keep smiling 
es gesundheitlich aushalten? — "lache Bajazzo!" 

Als ich heim kam in mein elendes Quartier 
— ich schlafe meist unterm geöffneten Re- 
genschirm als Schutz gegen Regen, der 
durch das schlechte Dach hereinrieselt — lag 
Post da. Ein Brief von meinem Mann. Es 



13. Juli 1940 

Nun weiss ich, was Camp-Leben be- 
deutet. Und auch, wie schön das neue Land 
ist. Die Fahrt den Hudson entlang erinnerte 
— ja an was? Donautal, Rhein — alles sah 
ich dabei vor mir, so viel Ähnliches und 
doch alles so anders, aber schön ist die 
Natur, und natürlich sind die Menschen, 
zumal die Kinder, hier in der Waldeseinsam- 
keit in ihren Hütten. Wie die Indianer hausen 
sie in Zelten, fast wie Halbwilde rennen sie 
bergauf, bergab, hübsche, frische Kinder, die 
all das Städtische, das sie gewiss oftmals 
quälen mag, abgestreift haben. Sie sind so 
unbeschwert, aber auch so sehr nur auf sich 
und ihr Wohlergehen bedacht. Wenn ich 
ihnen erzählen will, dass da drüben, im 
ihnen ach so fern erscheinenden Land, Kin- 
der hungern und frieren, weil Krieg ist und 
Leid, so interessiert sie das kaum. Ich selbst, 
hier ein Mixtum. compositum von Doktor, 
Schwester und Hausmutter, d.h. Mädchen 
für alles, bin für sie ein kleines Wundertier. 
Sie wissen nichts von dem Geschehen drü- 
ben, sind unbeschwert, aber eine Frau aus 
fremdem Land, wie interessant, voll Neugier 
drücken sie sich an mich, aber unsere Unter- 
haltung ist mangelhaft, so wie mein Eng- 
lisch. Nur ich lerne von den Kindern, was 
aber lernen sie von mir? Deutsche Ordnung, 
deutsche Gründlichkeit? 

Mein Mann und ich schreiben nun wieder 
Liebesbriefe. "Briefe der Liebe", wie einst, 
nur nicht mehr an jedem Tag, wir haben 
nicht so viel Geld für das Porto und wir sind 
beide müde, so müde, und wir wollen 
einander unseren Alltag ersparen. Ich weiss, 
er arbeitet zäh. denn all sein grosses, tiefes 



wird ein Wort der Liebe sein, das mir Mut 
gibt, hier auszuhalten. 

Ich habe den Brief gelesen, darin die 
Nachricht von Vaters Tod. So schnell ist er 
der Mutter gefolgt — und nun ruhen sie 
beide in Heimaterde. 

Vaters Heimgang schlug mir eine neue 
Wunde. Wir waren zutiefst verbunden, und 
ich war stets sein Sonnenkind, Erfüllung 
seiner eigenen Wünsche in dem Beruf, zu 
dem ich berufen schien. Immer habe ich 
gehofft, den Vater noch herholen zu kön- 
nen, und ich bin froh, dass ich ihm noch 
schreiben konnte, dass ich bereits Schritte 
dafür unternommen halte trotz seines 
Sträubens. Jetzt, wie warm und gut ist der 
Brief meines Mannes — er weiss, was ich 
mit Vaters Tod verloren habe. Nun hast du 
nur noch mich, schreibt mein Mann, und ich 
will dir nicht nur Mann und Freund, sondern 
auch Vater sein, und wir wollen uns noch 
enger zusammenschliessen, wenn du nur erst 
wieder bei mir bis. Die ganze, grosse Sehn- 
sucht meines Mannes klingt aus seinem 
Brief, und ich habe .^ngst vor der Rückkehr, 
vor der Enge in einem hässlichen möblierten 
Zimmer. 

Manchmal kämpfe ich mit mir selbst in 
endlosen Nächten, in denen ich nicht schla- 
fen kann. Ist es nur Mitleid mit dem schweren 
Los. das uns getroffen hat. dass ich innerlich 
so leide? Nein. nein, schreit es in mir. Ich 
liebe, liebe meinen Mann mit der ganzen, 
grossen Librunst mselries' Hferz'en^i. tnit 



<, 



seinem grenzenlosen Reichtum an Liebe. 
Und doch, die Quelle scheint verschüttet, 
kann nicht mehr nach aussen sich verströ- 
men . . . 

3. August 1940 

Eine grenzenlose Überraschung — mein 
Mann kam zu Besuch. Die Eltern eines 
Jungen, den ich in schwerer Krankheit im 
Camp pflegte, haben ihn mitgebracht, über 
<;las Wochenende. Haben sie meine Traurig- 
keit bei ihrem letzten Besuch gemerkt, als 
ich sagte, mein Mann kann mich nicht 
besuchen, wir haben kein Geld, und da 
haben sie ihn in New York angerufen und ihn 
diesmal mitgebracht. Er ist so blass und 
schmal. Die Hitze in New York muss uner- 
träglich sein. Er erzählte mir, dass er nachts 
in eine sog. Cafeteria gegangen ist, als ob er 
jemanden suche, um dort schnell ein Glas 
eisgekühlten Wassers zu trinken. Wie ein 
Dieb kam ich mir vor, sagte er, aber das 
Leitungswasser ist ungeniessbar. 

Aber nun ist er hier, wortlos halten wir uns 
an den Händen, ich habe sogar für den 
Nachmittag dienstfrei bekommen, das erste 
und einzige Mal seit ich hier bin, und wir 
sind durch den Wald gelaufen, so als ob alles 
noch wie früher wäre, und wir haben uns für 
eine kurze Stunde einmal wirklich gefreut an 
all der Schönheit um uns — der dichte Wald, 
die lieblichen Hügel, die Blumen, die Vögel, 
die stille. Schönheit — einmal wieder hat sie 
uns gehört, und wir haben uns gehört für 
eine kurze Stunde nur. . . 

31. August 1940 

Zurück aus dem Camp. Der Abschied von 
den Kindern ist mir doch schwer geworden. 
Aber sonst, es gab keine tiefe Bindung, zwe 
Welten, die sich berührten und keine Berüh- 
rungspunkte fanden. 

Mein Mann ist froh, dass wir wieder da 
sind, und auch der Junge scheint trotz aller 
Armut und Enge wieder gern daheim zu 
sein. 

Und für übermorgen habe ich schon einen 
Job in Aussicht. Ein Kollege will mich für 
eine Pflege haben. Zum ersten Mal, dass ein 
Kollege an uns und unsere Armut denkt! Es 
ist ein trauriges Lied, das Lied von den guten 
Freunden. Die früher hierher kamen, meiden 
uns, sie haben offenbar Angst, wir könnten 
sie anpumpen, und die das gleiche Schicksal 
haben wie wir, sie sind in der Tretmühle, 
arbeiten, wie sie es nie gewöhnt waren. 

Und die Nachrichten aus Europa, dieser 
unselige Krieg. Bomben fallen, Menschen 
werden getötet — wozu das Ganze? Warum 
stehen die Frauen nicht auf wie ein Mann 
und suchen das Morden zu verhindern? 

12. September 1940 

Ich gehe von einem Job in den nächsten. 
Man hat angefangen, mich zu empfehlen, ja, 
ich bekomme sogar Zeugnisse von meinen 
Damen: fleissig, anständig, zuverlässig, 
geschickt im Umgang mit Patienten, von 
grosser Geduld und — ich muss lachen — 
eine gute Köchin! Das alles habe ich nun 
schwarz auf weiss. Wenn ich es doch einmal 
meiner guten Minna zeigen könnte, die mich 
schnell aus der Küche wies, wenn ich einmal 
etwas tun wollte. "Das ist nichts für Sie, 
davon versteh' ich mehr", habe ich mir so 
oft von ihr sagen lassen müssen, und ich 
habe es mir so gern gefallen lassen. 

21. September 1940 

Wieder habe ich eine Stelle angetreten, wo 
vor mir eine andere Immigrantin war, und 
warum hat man sie entlassen? Die Patientin 
sagte wörtlich: "Sie hatte von Pflege über- 
haupt keinen Dunst, sie hatte zwar guten 
Willen, aber man merkte bei allem, dass sie 
eben nichts gelernt hatte und früher eine 
grosse Dame war". Ich konnte nicht wider- 
sprechen. Man schickt die armen Frauen 
aus, ohne zu fragen, was sie können oder 
nicht können. Resultat: Mindestgehalt und 
meist Hinauswurf. Wenn ich doch etwas für 
diese Frauen tun, sie unterrichten könnte, 
aber wo? Wie? Nicht einmal einen Stuhl 
habe ich, wenn ich sie zu mir bitten würde, 
und wer würde auch die hässlichen engen 
Treppen zu mir hinaufsteigen wollen? 

21. November 1940 

) f |n Great Neck. Ich pflege einen Herrn, der 
eine Coronarthrombose hatte. Zum ersten 




Dr. Hertha Nathorff (Mitte, sitzend) mit Mitarbeiterinnen der Frauengruppe des New World Club. Aufnahme aus den vierziger Jahren. 



Mal in einem sog. hochherrschaftlichen 
Haus. Die Dame, eine entzückende Franzö- 
sin, aber der Mann aus Berlin, er kennt 
mich, meine Familie. Und all die Freunde, 
die zu Besuch kommen. Ich empfange sie in 
weisser Schwesteruniform und stelle mich 
vor: "Ich bin Schwester Harriet" (die Kinder 
im Camp haben meinen, ihnen zu fremden, 
deutschen Namen in eine Harriet umgewan- 
delt, und dabei ist es geblieben) und ich tue, 
als ob ich eine ganz Fremde wäre. Und 
sie respektieren meinen Willen, aus Hoch- 
achtung oder aber, vielleicht weil die reich 
Gebliebenen nichts mit mir armem Luder zu 
tun haben wollen? 

Mit meinem Mann wechsle ich wieder 
Briefe. Telephonieren ist zu teuer. Nicht 
einmal die Stimme des Kindes kann ich am 
Telephon hören, und ich sehne mich so nach 
einem lieben Wort, einem Kuss. Gut, dass 
die Hunde im Haus sind. Ich muss sie täglich 
ausführen, und die Tiere kennen mich, haben 
mich lieb, lassen sich streicheln, so ein 
bisschen Wärme, wie gut es doch tut. 

8. Dezember 1940 

Der 2. Adventsonntag. Du hättest wohl 
gewünscht, dass ich heute bei dir bin, end- 
lich einmal wieder bei dir und dem Kind. Du 
hast sogar gerufen, um mir zu sagen, dass du 
glaubst, das Staatsexamen zumindest zu ei- 
nem grossen Teil bestanden zu haben. Die 
Resultate kommen in diesen Tagen heraus. 

Ich konnte aber den Patienten nicht allein 
lassen, es wäre gegen mein Empfinden ge- 
wesen, und ich sagte dir wohl am Telephon, 
dass ich meine Pflicht tue, wie stets. 

Und da lese ich nun deinen Brief, in dem 
es heisst: "Ich tue meine Pflicht weiter, tue 
Du die Deine — diese Worte, die Du zu mir 
sagtest in all Deiner Elendigkeit und Deinen 
Schmerzen, diese Worte könnte auch Deine 
gute Mutter gesprochen haben. Auch sie hat 
stets nach dieser Maxime gehandelt und ihr 
Leben gelebt, wie Du es tust. Aufopferung 
bis zum letzten, ohne Schonung der eigenen 
Kräfte. Mich aber haben Deine Worte aufs 
tiefste bewegt und erschüttert, ich werde sie 
niemals vergessen. Mich haben diese Worte 
wieder aufgerichtet nach den irren grausa- 
men Tagen und Nächten der Verzweiflung, 
der Sorge um Dich und der Sehnsucht nach 
Dir. Nun habe ich mich wieder gefunden. 
Hab' keine Bedenken, Liebste, ich versorge 
hier alles in Deinem Sinne. . . 

Ich tue meine Pflicht weiter, tue Du die 
Deine, diese Peine Worte sollen, immer 
Leitstern sein — auch für Deinen, für unse- 



ren Sohn, wir werden danach streben, Dei- 
ner würdig zu sein. 

Unsere Liebe ist viel grösser, als Du wohl 
annimmst. 

Ich zähle die Stunden, bis ich Dich in 
meine Arme schliessen kann — wenn Du 
kommst, bin ich beglückt. In innigster Lie- 
be. Dein Mann". 

Liebster, ich schäme mich so. Vor dir und 
deiner Grossmut, und ich danke dir für Brief 
und gute Worte, ja, ich weiss um deine Liebe 

— so wie du um die meine — und wenn ich 
manchmal aufbegehrt habe in meinem Weh. 
verzeih' mir und sei gut zu mir. wenn ich 
komme, ich bin in grosser Unruhe, bis ich 
bei dir bin — aber: ich werde meine Pflicht 
hier weiter erfüllen, und das Adventlicht 
brennt heute in meinem Herzen, eines für 
dich, das andere für unser Kind, den Jungen. 

13. Dezember 1940 

Du hast mir geschrieben, dass du kommen 
würdest, um mir die frohe Botschaft des 
bestandenen Examens, so bald du sie in 
Händen hast, zu bringen, und ich habe dir 
geantwortet, dass du den Weg in das einsame 
Waldhaus gar nicht finden würdest. 

Und hier liegt ein neuer Brief: "Herzaller- 
liebste Du, wie liebe ich Dich. Es treibt 
mich, das niederzuschreiben — denn meine 
Liebe erfüllt mich so ganz — Du glaubst, ich 
würde den Weg zu Dir nicht finden, ich 
weiss, ich werde ihn finden und zu Dir eilen 
und wäre es bis ans Ende der Welt. Und dann 
sehe ich Deine strahlenden Augen vor mir 
wie leuchtende Sterne, und Dein Blondhaar 
golden schimmernd im Glanz der Mittags- 
sonne. Ich hoffe. Du kannst es ermöglichen, 
zu kommen und der Einladung Deines alten 
Nennonkels Folge leisten. Es werden viele 
Bekannte da sein, und wir werden endlich 
wieder einmal unter Menschen kommen, uns 
richtig "anziehen", so wie einst. Und ich 
weiss, dass ich mit einer so strahlenden und 
so schönen Frau kommen werde, wie kein 
anderer Mann. Frau. Du bist wie die Sonne 

— Leben und Wärme spendend. Du Mittel- 
punkt meines Lebens. Noch drei Tage und 
Du wirst hoffentlich kommen. In tiefster 
Liebe. Dein Mann". 

Werde ich in drei Tagen wirklich zu Hause 
sein? Einen Tag Urlaub von der schweren 
Pflege — es täte mir so gut — , dem 
Patienten geht es besser. Ich werde Ninette 
um Vertretung bitten. Mein Platz ist an der 
Seite meines Mannes, zumindest für den 
kommenden Abend, ich fühle, dass er mich 
braucht, so wie ich ihn, um weitermachen zu 
können, durchzuhalten, bis endlich das Exa- 



mensresultat da ist — warum quälen sie 
einen auch noch mit dem endlosen Warten? 

20. Dezember 1940 

Mein Mann hat das Examen bestanden — 
ganz bestanden, gleich beim ersten Mal. 
Kaum einer will es glauben, und mir selbst 
ist es noch unfassbar. Das Examen bestan- 
den, wieder Arzt, bald in der Praxis. Ich 
träume, träume, vielleicht dass auch ich . . . 
nein, ich vermag nicht, es niederzuschrei- 
ben. 

Ich weiss nur, dass ich jetzt noch viel 
intensiver arbeiten werde, um Geld zu ver- 
dienen, denn wir haben ja keine Einrichtung 
mehr, nichts, nichts zur Niederlassung, aber: 
wir werden es schaffen und noch vier Tage 
bis Weihnachten. Ich werde zu Hause sein, 
sie haben mir versprochen, dass sie Vertre- 
tung für mich nehmen, wie lieb. Ich kann 
nicht sprechen, nicht schreiben, ich kann nur 
stumm die Hände falten, dass das Schicksal 
es doch noch gnädig mit uns meint. 

25. Dezember 1940 

Weihnachten. Gestern Abend brachte uns 
eine deutschamerikanische Bekannte, eine 
der wenigen, die wir hier bis jetzt kennenge- 
lernt haben, einen Kranz mit Lichtern. So 
leuchtet uns doch wieder ein Licht nach all 
den dunklen, trüben Tagen. Wir sassen still 
und friedlich daheim, alle drei auf dem 
schmalen Bett, fest aneinandergeschmiegt 
und wir versuchten, die alten Weihnachts- 
lieder anzustimmen. Und die Gedanken 
wandern weit, weit hinüber in die alte 
Heimat. Die armen Menschen, denen unsere 
Liebe und Sorge gilt, wo mochten sie sein? 
Ob sie auch unserer gedachten? Ja, ich habe 
es gefühlt, denn es gibt eine Treue, für die 
es keine Schranken, keine Barrieren, keine 
trennenden Weltmeere gibt. Weihnachten, 
Frieden auf Erden — wo? wo? 

Wir wollen nicht von drüben sprechen, 
wir wissen, es tut so weh, und heute ist 
Weihnachten. Feiertag. Wir gingen durch 
den Central Park. Er ist so schön in seiner 
winterlichen Pracht, und all die frohen, 
lachenden Menschen, denen wir begegnet 
sind, sie haben auch mir das Herz leichter 
gemacht. Vielleicht werden auch wir später 
einmal lachend und froh durch den Central 
Park streifen, am späten Abend dort still auf 
einer Bank sitzen und den Blick auf das 
Lichtermeer, auf die flimmernden Lichter 
der Wolkenkratzer ringsum, frohen Herzens 
geniessen, und das törichte Herz wird nicht 
mehr so scIimerzTiaft zucken, wie es heute 
geschah. 





Erlebnisse in New York anno 1940: 



Das Tigebuch der Hertha Nathoiff 



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Eine ungewöhnliclw Frau, die vielen Le- 
sern des Aut"bau seit Jahrzehnten bekannt 
ist, steht vor ihrem 92. Gehurtstai*. Ge- 
wissermassen als Gehurtstai^si^esc henk 
für Hertha Nathorff hat das Münchner 
Institut für Zeitgeschichte im Verla i^ R. 
Oldenhour^ das Tagebuch veröffentlicht, 
das die Ärztin und Helferin vieler Men- 
schen mit Unterbrechuni^en von N3J-45 
geführt hat. Mit Recht hebt der Heraus\>e- 
ber Wolfi^ani^ Benz in einer fiinleitnm^ 
herx'or, dass dieses Tai^ebuch die Jahre 
des Leids und Leidens in Deutschland von 
1933 bis zur Auswanderuni^ 1939 und des 
amerikanischen Bei^inns nach der An- 
kunft in New York im Februar 1940 
deutlich erkennen lässt: Frfahruni^en, 
die in Geburtstai^sartikeln meistens zu 
kurz kommen. Mit freundlicher Genehmi- 
f^unf^ des Verla Il^s veröffentlichen wir in 
dieser und der nächsten Ausi^abe Auszüi^e 
aus diesen Aufzeichnuni^en, die sicherlich 
viele unserer Leser an ihre eii^enen An- 
fän^e in den USA erinnern werden. Sie 
stellen zugleich einen Tribut für eine Frau 
und Mutter dar die sich nicht nur nicht 
unterkrieijen Hess, .sondern mit unbe- 
zwini^barem Geist ihre Familie über Was- 
ser hielt und nie die ei i^ent liehe Antriebs- 
kraft ihres Seins aus den Auj^en verlor 
anderen Menschen zu helfen. Für diese 
Haltung verdient sie unser aller Dank. 

Redaktion Aufbau 



Erster Teil 

22. Februar 1940 

Unbeirrbar fuhr unser "tlieiiender Hollän- 
der", die "Volendam" ihrem Ziel entgegen. 
Februarstürnie tobten über das Meer, 
peitsehten die Wellen h(X'h. und der Regen 
glieh einer Sintflut. Kaum einer der Passa- 
giere wagte sieh noeh aut Deek, im Speise- 
saal, wo Teller und Gläser klirrend von 
Tischen rollten, herrsehte izähnende Lehre. 
Selten nur kreuzte ein Sehift unseren Ptad'. 
und wenn schon, dann nur abgeblendet, es 
war ja Krieg und mir war. als ob alle Lichter 
dieser Welt erloschen wären. Zitternd und 
elend lag ich in meiner kleinen Kabine, 
kaum wagte ich, den Kopf zu heben, uner- 
trägliches Schwindelgetühl machte mir die 
Überfahrt zur Hölle. Mir war. als ob diese 
dunklen Tage nie zu Ende gehen würden. 

Warum nur mussten wir die Heimat ver- 
lassen? Stöhnend fragte ich mich das immer 
wieder, und meine Gedanken üinizen zurück 
nach Berlin, im Geiste sah ich immer wieder 
mein schönes kultiviertes Heim, sah die 
Stätten meines Wirkens, sah Eltern, Ver- 
wandte. Freunde, liebste Menschen. Ob ich 
sie je noch einmal wiedersehen würde.' 
Immer wieder quälte mich diese Frage in 
dem Gedanken, dass da drüben, in der alten 
Heimat ein unseliger Krieg begonnen hatte. 
Krieü. Leiden. Tod. Leid, klane es mir aus 
den lärmenden Wogen des Meeres, aus dem 
Rattern und Knattern des Schiffes, das uns 
immer weiter der alten Heimat entführte, um 
uns einer neuen zuzuführen. 

Neue Heimat? Ob es das wohl gibt, fragte 
ich mich zögernd, und ich konnte mir selbst 
keine Antwort geben. 

Plötzlich, an einem frühen Morgen stürzte 
mein Junge zu mir in die Kabine — "Mutti, 
Mutti, komm' schnell, man sieht die ersten 
Lichter von New York". Widerwillig liess 
ich mich an Deck schleppen — ich teilte 
nicht die freudige Erregung der übrigen 
Passagiere — , aber ich sah Licht, schim- 
mernde Lichter durch die frühe Morgendäm- 
merung. Lichtschein aus den Wolkenkrat- 
zern New Yorks, die sich gigantisch, 
gespenstisch vom Horizont abhoben. Ich 
fühlte, wie mir die Tränen kamen. Wortlos 
wankte ich in meine Kabine zurück, fing an. 
die paar Habseligkeiten in meinen kleinen 
Koffer zu packen. Da lag obenauf mein 
Tagebuch. Mechanisch schlug ich es auf und 
schrieb, oder besser kritzelte, am schwan- 



kenden Tisch den 22. Februar 1940. auf 
hoher See: "Die ersten Lichter von New 
York uinken mir am frühen Morien will- 
kommen. Eine leise Hoffnung erfüllt mein 
Herz. Gott, gib mir Liebe und Kraft, um mir 
und den Meinen eine neue Heimat zu ver- 
dienen, ihr dienend mit Liebe und Treue, so 
wie ich stets der alten iiedicnt. . . " 

Dann schloss ich das Buch, leiite es 
t)benaul auf den Koffer und klappte ihn zu. 
um mich fertig zu machen für die Ankunft, 
für die Begrüssung derer, die uns in Empfang 
nehmen würden. Wir standen üanz vorn am 
Ausiianü des Schiffes, um möizlichst schnell 
wieder festen Boden unter den Füssen zu 
haben — aber, so sagte man uns: wir dürften 
diesen Boden erst betreten, wenn wir von 
Verwandten oder Bekannten iierufen und 
dann in Emptang genommen würden. 

Wir warteten, warteten, so viele Passa- 
üiere waren schon iierufen worden — nicht 
aber wir. Fraiit denn niemand nach uns? 
War denn niemand da. uns abzuholen? 

Endlich! Fast als die letzten konnten wir 
das Schiff verlassen. Verwandte und Freunde 
waren zu unserer Beiirüssune erschienen, 
aber warum sie so lange nicht gerufen haben, 
weiss ich nicht. Es hat sich wohl jeder auf 
den anderen verlassen und so rief uns keiner! 

Zuerst nun: Zollkontrolle, unsere kleinen 
Köfferchen waren schnell durchgesehen — 
wir durften ja nur das Nötigste mitnehmen: 
allerdings das schwarze Papier, das ich zum 
Schutz über unsere Sachen gebreitet hatte, 
schien dem Zollbeamten verdächtig. Mit 
Hilfe einer Dolmetscher spielenden Cousine 
konnten wir dem Mann erklären, dass wir 
mit diesem Papier in England unsere Fenster 
abuedunkelt hatten, damit kein Lichtstrahl 
nach aussen drang — eine kleine Schutz- 
massnahme iieiien die damaligen Flieiieran- 
izriffe in Eniiland. wo wir viele Monate 
während des Krieges verweilten, bis Ameri- 
ka uns seine Pforte auftat. 

Sichtlich betrotfen und erschüttert, liess 
der Beamte uns schnell die Köfferlein w ieder 
schliessen und entliess uns mit einem herzli- 
chen "viel Glück". Es waren die ersten 
guten Wünsche, die ersten freundlichen Wor- 
te, die ich auf amerikanischem Boden gehört 
habe. 

Es berührte mich kaum, dass der Mann 
meiner Freundin mir schon von weitem zur 
Beerüssuniz zurief: "Näh' Dir zuerst Deinen 
Mantel um. mit so langen Röcken und 
Mänteln kannst du hier nicht herumlaufen". 

Nach dem Begrüssen, Umarmen, von dem 
mein Schwindelgefühl keinesfalls besser 
werden konnte, nach dem Hin und Her. 
wohin mit dem Gepäck (wir hatten Freunden 
von ihren Kindern aus Eniiland einines mit- 
gebracht, das wir ihnen gleich aushändig- 
ten), schauten wir uns ein wenig mutlos um. 
und dann hörten wir die Franc: "Wo wollt ihr 
denn jetzt wohnen?" 

Keiner hatte ein noch so einfaches Zim- 
mer für uns nemietet. für Unterkunft ne- 
sorgt, wohl aus Angst, dass sie dieselbe 
hätten bezahlen müssen! 

Ich konnte es einfach nicht fassen, und ich 
sah das Erblassen meines Mannes, er blickte 
zurück auf das Meer, auf das Schiff am Ufer 
und hinüber, dahin, wo wir einst Heimat. 
Heim, ein Zuhause hatten. 

Meine Freundin Friedel flüsterte mir zu. 
"hätte ich geahnt, dass die Verwandten es 
nicht getan, ich hätte euch ein Zimmer 
besorgt". Meine Cousine muss es wohl 
eehört haben, sie war mir lieb wie eine 
Schwester, und während ihrer Studienjahre 
in Berlin war ihr unser Heim so wie unser 
Herz stets geöffnet. "Well", sagte sie plötz- 
lich, "mein Mann ist über das Wochenende 
nicht hier, so lange kannst du mit dem 
Junnen bei mir wohnen", während meines 
Mannes Kindheitsfreund meinen Mann zu 
beherberncn sich anbot. Wir mussten anneh- 
mcn. denn wir hatten ja kein Geld, um in 
einem Hotel auch nur für ein paar Tage 
Unterkunft zu suchen, so waren wir zumin- 



dest zwei Tage und Nächte "geborgen", und 
danach, so dachte ich. würde ich schon 
irnendwie Arbeit finden, so dass wir ein 
möbliertes Zimmer würden bezahlen kön- 
nen. So trennte das neue Land uns schon in 
den ersten Stunden unserer Ankunft, welch 
ein trauriges Omen. Krampfliaft verbissen 
wir unsere Enttäuschung, bald sind wir wie- 
der zusammen, flüsterte mir mein Mann 
beim Abschied zu. aber ich las die Traurig- 
keit seines Herzens in seinen Augen, so wie 
er mein Leid spürte. Ich schwieg und liess 
alles mechanisch mit mir geschehen, aber 
ich weiss, dass mein Herz, das sonst so leicht 
vernibt und vernisst. immer wieder bluten 
wird, wenn ich auch noch im tiefen Traum 
die Frage höre: "Wo wollt ihr denn jetzt 
wohnen?' 

25. Februar 1940 

Die beiden Tage und Nächte bei der 
Cousine waren qualvoll und düster. Zum 
ersten Mal in meinem Leben habe ich ein 
"Geduldetsein" empfunden. Und der Bissen 
blieb mir im Halse stecken, mein Magen war 
ohnehin von der Hungerzeit in England und 
dann von der Schiffsreise von Speise und 
Trank entwöhnt. Nun muss ich langsam erst 
wieder essen lernen. 

Nun haben wir dank einer Bekannten, die 
wir zufällig trafen. Unterkunft in einem 
"Asvl für Obdachlose" cefunden. Rabbiner 
Stephen S. Wise. der einstens auch aus 
Europa gekommen war. hat ein Haus für die 
Unterbrinnunn unbemittelter Einwanderer 
eröffnet. Das Congresshouse in der 68. 
Strasse nahe dem Centralpark ist nun für 3-4 
Wochen — denn so laniie darf man bleiben, 
bis man Arbeit und Wöhnstätte gefunden hat 

— unser Heim. Wir schlafen, Männer und 
Frauen iietrennt, in eneen Schlafsälen, wir 
essen unten im Speiseraum an kleinen, nett 
uedeckten Tischen — wir bewecen uns in 
einem Kreis von Menschen unseres Kultur- 
kreises. So viele Bekannte sind hier, auch 
eine Tante mit Tochter und Schwiegersohn 

— warum haben sie nicht dafür gesorgt, dass 
wir hier iileich bei unserer Ankunft Unter- 
kunft fanden? Wieviel Demütigung wäre uns 
erspart worden. 

Und nun haben wir den ersten Sonn- 
tagsspaziergang in New York gemacht, hier 
im nahen Centralpark! Wie schön er ist, tief 
verschneit, wie feiner Silberstaub fällt der 
Schnee von den Bäumen, an denen glizernde 
Eiszapfen hängen, es ist bitter kalt, und die 
Menschen, die uns begegnen, haben rote, 
lachende, frohe Gesichter. Frohe, lachende 
Menschen — wie lange haben wir sie nicht 
gesehen! Gleich verzauberten Kindern stap- 
fen wir durch den verschneiten Säulensaal 
der Bäume und suchen uns den Weg, wobei 
uns die Wolkenkratzer die Richtung geben. 
Wie faszinierend ist doch diese Stadt, wie 
gross, wie weit, wie schön. 

Würde sie uns Arbeit und Brot geben? 
Gleich morgen werde ich mich auf den Weg 
machen. Ich will mir eine neue Heimat 
verdienen! 

27. Februar 1940 

Das Spiessrutenlaufen hat begonnen, d.h. 
das Vorsprechen bei verschiedenen Organi- 
sationen, um Rat. Hilfe für den Aufbau einer 
neuen Existenz und vor allem, um Arbeit zu 
bekommen. Denn das ist mir klar: von 
"Wohltätigkeit" will ich nicht leben, nicht 
ich. nicht mein Mann, nicht einmal mein 
Kind. In lanser Schlance stehen wir an. 
warten, bis wir endlich mit jemandem reden, 
unsere Lage klar machen können. Klar ma- 
chen? Ja wie? Ich selbst, einst Schülerin 
eines humanistischen Gymnasiums habe nie 
Eniilisch iielernt, und wieweit die Kennt- 
nisse meines Mannes ausreichen? Es wird 
sich heraustellen. 

Und diese Berater, zum Teil wirklich 
hierzulande iieborem, nur der enclischen 
Sprache mächtig, zum Teil einige Jahre 
früher als w ir und darum mit weniiier Soriien 
bcsch^ycrt hiexber g.ekummen» sie tun. als ob 






<5s<«K*«»x,, 




Hertha Nathorff (1942) 

sie kein deutsches Wort mehr verstehen. 
Unsere Lage ist verzweifelt. Unserer Bürge 
war gestorben, kurz ehe wir hierher kamen. 
Seine Erbschaft, wohl sehr verwickelt, be- 
durfte einer langen Regelung. Vieles war 
noch nicht geklärt, die Erben, sicher gew illt. 
des Vaters Erbe — ein Millionenvermögen 
— anzutreten und damit auch seine Ver- 
pflichtungen, versuchten von Anfang an. 
diese so klein als möglich zu halten und vor 
allem — verständlicherweise — keine neuen 
zu übernehmen. 

Und ausserdem, ich hatte ihm bei einer 
persönlichen Begegnung in der alten Heimat 
vor etlichen Jahren einmal nesant. dass ich 
ihn nicht in Anspruch nehmen würde. Ich 
glaubte ja damals ncKh. dass, wenn es schon 
sein musste, wir zumindest einen wesent- 
lichen Teil unseres Vermögens, unseres Hab 
und Gutes mitnehmen könnten. 

Wie sehr hatte ich mich geirrt — völlig 
mittellos waren wir gekommen, und die 
Hoffnung, zumindest noch unsere Lifts, die 
unser canzes Inventar. Möbel. Hausrat, Ge- 
schirr. Wäsche, Kleidung. Bilder. Teppiche, 
kostbare Sammlungen von Porzellan, Glas 
und vieles mehr, nicht zuletzt eine zweifache 
komplette medizinische Einrichtung ent- 
hielten, zu erhalten, erscheint mir trügerisch 
zu sein, trotzdem ich mir alle Mühe gebe, 
das Lösegeld — 72 Dollar — hier geliehen 
zu bekommen. Als ich es endlich der Sozial- 
arbeiterin bei unserer Unterredung verständ- 
lich gemacht habe, sagt sie zu mir: 

"Möbel, Hausrat — wozu? Sie hängen 
nur an Ihrem guten Leben und an Ihrer 
eleganten Wohnung! Die brauchen Sie hier 
nicht mehr. Ärztin wollen Sie wieder wer- 
den? Schlagen Sie sich das aus dem Kopf. 
Wir haben hier Ärzte genug, wollen keine 
mehr und Ärztinnen schon gar nicht. Gehen 
Sie mit Ihrem Mann in einen Haushalt als 
Dienerehepaar, da haben Sie ein Dach überm 
Kopf und Essen und ausserdem bekommen 
Sie Gehalt und können anfangen zu sparen!" 

So also sah die Hilfe aus. die wir zu 
erwarten hatten! Erschüttert schwieg ich 
über so viel Unverständnis und Kaiherzig- 
keit. Dann sagte ich stotternd: "Gut. wir 
werden als Couple in einen Haushalt gehen. 
aber nur mit meinen zwei Händen. Ich kann 
arbeiten für zwei, denn mein Mann wird auf 
alle Fälle studieren, vsieder Arzt werden, 
und wer weiss, trotz eurer vielen hier, seid 
ihr auch an mir noch einmal froh". Und ich 
bat. mir sofort eine Stellung nachzuweisen, 
und morgen werde ich sie also antreten. 

7. März 1940 

Lance habe ich nicht eeschrieben, dafür 
habe ich "Erfahrungen " gesammelt. So wie 
viele andere Neueinwanderinnen, und wir 
alle sagen übereinstimmend: wenn wir unser 
Personal so behandelt hätten, es wäre nicht 
so treu gewesen, wir hätten es nicht jähre-, ja 
jahrzehntelang gehabt. Ich lächle manchmal, 
wenn ich daran denke, was wohl meine gute 



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Minna sagen würde, wenn sie mich so sehen 
würde. Wie oft hat sie mich aus der Küche 
geschoben mit den Worten, "das ist keine 
Arbeit für Sie", wenn ich ihr nur ein wenig 
zur Hand gehen wollte. Heute: keine Arbeit 
ist mir zu schwer oder zu schmutzig, ich 
lasse mich oftmals "dirty refugee" nennen, 
ich habe ja zwei Ohren, ich arbeite, arbeite. 
um das bescheidene, tägliche Brot für uns zu 
verdienen. Qualvoll und schmerzlich ist nur 
das Von-zu-Hause-weg-sein, auch über 
Nacht, wenn ich irgendwo neben der Haus- 
arbeit noch wie jetzt eine alte Kranke betreu- 
en muss, die mich dutzende Male in der 
Nacht ruft, oft nur, um mich zu schikanieren, 
weil sie selbst nicht schlafen kann. 

Heute habe ich mich um eine neue Stel- 
lung beworben. Als die "Dame" mich sah, 
hatte sie nur die Worte für mich "lousy Nazi 
spy" und schlug mir die Türe vor der Nase 
zu. Was sollte ich auch antworten auf so viel 
Borniertheiten? 

11. März 1940 

Heute bin ich wieder einmal zu Hause, das 
Baby, das ich gepflegt habe, neben der 
Betreuung von vier weiteren Kindern und 
der ganzen Hausarbeit, braucht mich nicht 
mehr. 

Erst übermorgen muss ich den nächsten 
Job antreten. 

Wie schön das ist, einmal wieder frei zu 
sein, ausruhen zu können, d.h. mit dem 
Ausruhen wird es nicht viel sein. Das Zim- 
mer ist zu scheuern, die Wäsche zu waschen, 
einzukaufen und zu nähen — und ein biss- 
chen Englisch möchte ich doch auch neben- 
bei lernen! 

Der Junge geht in eine Schule weit von 
hier, Fahrgeld und was er sonst noch nötig 
hat, verdient er sich durch Austragen von 
Paketen nach der Schule. Der arme Kerl, er 
ist jetzt oft so still, und neulich kam er bei 
der Kälte ganz blau gefroren nach Hause. 

Mein Mann arbeitet still und verbissen auf 
das Sprachexamen, das er erst bestanden 
haben muss, um zum medizinischen Staats- 
examen zugelassen zu werden. Er arbeitet, 
studiert, und nie kommt eine Klage über 
seine Lippen, nur seine Augen blicken ernst 
und traurig, und das liebe Leuchten, wenn 
ich nach Hause komme, erlischt bald wieder. 

Unser Zuhause! Eine schäbige Bude, ich 
habe sie gemietet, weil ich die Feuerleiter 
mit dem Gitter für einen Balkon hielt. Ein 
Bett für uns beide, so schmal, wie zu Hause 
jeder eines für sich hatte, zu Hause, das war 
so breit und bequem. Der Junge schläft auf 
einer kleinen Pritsche hinter einem Verschlag 
ohne Fenster. Die sogenannte Küche ist, wie 
die meisten hier, ein ganz kleiner Raum, 
daher Kitchinette genannt, das Badezimmer, 
es mag aussehen wie es will, es ist für uns 
allein, und wenn wir die Türe zumachen, 
dann ist es unser Zuhause, kein möbliertes 
Zimmer, in dem wir ständig auf die Woh- 
nungsinhaber Rücksicht nehmen müssen. 

Stühle haben wir nur zwei, und die sind 
wackelig, aber es macht nichts. Ich bin ja 
kaum je "zu Hause", so können Vater und 
Sohn zu den "üppigen Mahlzeiten", die sie 
sich selber bereiten, wenigstens gemeinsam 
an dem kleinen Tisch sitzen. 

Mit ein paar Deckchen aus dem Handkof- 
fer habe ich versucht, es ein bisschen wohn- 
lich zu machen. Es hilft nicht viel, der 
Arme-Leute-Geruch, der einem schon auf 
der engen Treppe entgegenschlägt, erfüllt 
das ganze Haus. Besuch bekommen wir hier 
keinen — wer würde schon solche Treppen 
laufen, wer die armen Verwandten oder 
Kollegen besuchen? Oh, ich schäme mich 
so, nicht für mich, aber für die anderen, die 
uns so wohnen lassen und uns nicht ein paar 
Dollar vorgestreckt haben, damit wir ein 
menschenwürdigeres Obdach hätten nehmen 
können. Dieses Domizil hier, es kostet nur 8 
Dollar in der Woche und ist damit reichlich 
überbezahlt. (Warum sollen die Menschen 
hier nicht auch vom Unglück der anderen 
profitieren?) Aber ich verdiene nur 10 bis 15 
Dollar pro Woche, davon geht Fahrgeld, 
keine Reparaturen an Schuhen etc. ab. und 
dann erst können wir an Essen und Trinken 
denken — im Durchschnitt dürfen wir I 
Dollar pro Tag verbrauchen. Nun sage ich 
' gar manolies .Mal. "ich habe schon bei den 
-> ^ ^r Leuten «»eeessen" und übers^hl^i^e t^ben eine 



Mahlzeil. Man kann ja auch seinen Magen 
noch erziehen. 

2. April 1940 

Von einem Job zum anderen. Wie wird 
man dcxh gehetzt in diesem Lande. Es bleibt 
nicht einmal Zeit, all das Schöne, das diese 
faszinierende Stadt bietet, zu sehen. Schon 
die Technik, die hohen Häuser, die Brücken. 
Tunnels, die Untergrundbahn — ich staune 
immer wieder, aber: wo bleibt Zeit zu sehen? 
In ein Museum zu gehen oder gar in ein Kino 
oder Konzert — wo bleibt Zeit und das Geld 
dafür? 

Mein Mann ist noch schweigsamer als in 
früheren Zeiten. Ich spüre, wie es ihn demü- 
tigt, von meinem Verdienst leben zu müssen. 
Ich tröste ihn, bald wird er wieder in seinem 
Beruf sein, und dann werde ich es gut haben 
und immer bei ihm und dem Kinde sein 
können und sogar dann noch nebenbei stu- 
dieren können. Was er wohl sagen würde, 
wüsste er. dass ich heimlich mir von seinen 
Notizen mitnehme und in den Nächten, in 
denen ich doch nicht schlafen kann, zu 
lernen versuche. 

Heute kam der erste Brief von den Eltern. 
Sie versuchen, so zuversichtlich zu erschei- 
nen, uns unsere Sorge um sie da drüben in 
der alten Heimat zu nehmen und sie geben 
uns Mut, nicht zu versagen. Liebe, gute 
Eltern, wenn ihr wüsstet. . .Ich gehe wieder 
in meinen Dienst. Nachtwache diesmal — 
und ich weine, weine bitterlich. Mein Mann 
darf die Tränen nicht sehen, er ist so eigen- 
artig, und ich spüre eine gläserne Wand 
zwischen uns — nein, nein, das darf nicht 
sein! 

6. April 1940 

Mutter ist entschlafen. Die Nachricht trifft 
mich schwer. Der arme Vater nun so iianz 
allein. Erich versucht, mich zu trösten, bittet 
mich, heute nicht zur Arbeit zu sehen. Wie 
könnte ich das? Wir hätten dann noch weni- 
ger zu essen, es wäre nicht in Mutters Sinn. 
Sie war eine Frau, die nur für andere lebte 
und das eigene Ich zurückstellte. Ich will 
meiner guten Mutter würdige Tochter sein. 
Ich gehe zur Arbeit und trage meinen 
Schmerz für mich allein — selbst mein 
Mann kann mich nicht mehr ganz verstehen. 
Wohin steuern wir? 

10. Mai 1940 

Die Tage vergehen in rastloser Arbeit. Wie 
entwürdigend sie ist — nicht die Arbeit an 
sich, es ist mir ganz egal, was ich tue, wenn 
ich nur unseren bescheidenen Lebensunter- 
halt verdiene, aber die Art und Weise, wie 
man behandelt wird. Lüsterne Männer, die 
es wagen, den Arm um einen zu legen, mit 
denen werde ich noch fertig, aber diese 
"Damen"-sein-wollenden-Frauen. die frech, 
rücksichtslos und taktlos sind, weil ihnen 
jede Kinderstube, jedes Feingefühl abgeht. 
Manche staunen einen an, als ob man ir- 
gend ein Tier oder ein Untier — wer weiss 
es — wäre, und für unser Schicksal haben 
sie kaum Verständnis. Wie könnten sie es 
auch, und was da drüben — so weit weg — 
vorgeht, Krieg, Morden, Unmoral — so weit 
weg — aber ich fürchte, dass auch dieses So- 
weit-weg einmal Nähe werden könnte. Ich 
selbst, ich habe kein Vertrauen mehr, keine 
Hoffnung, dass es noch einmal anders wer- 
den könnte. 

Jetzt ist Hitler auch in Holland einmar- 
schiert. Ich habe es prophezeit, und sie 




■^-^nam"- *y>i jvi mvbviwwivh^ - x: 



AUS DEN VIERZIGER JAHREN: Hertha Nathorff mit ihrem Mann Dr. Eric Nathorff und 
ihrem Sohn Heinz. Die Aufnahme entstand bei einem Sommerfrischen-Aufenthalt. 



haben mich über meine Wahnidee ausge- 
lacht. Ich weiss, für mich ist nun meine 
ganze Hoffnung zu Ende. Ich habe gebettelt, 
helft, ehe es zu spät ist. rettet meinen Beruf, 
er bedeutet mein Leben. JETZT wollen sie 
mir die lächerliche Summe leihen, unsere 
Lifts aus Holland herüberkommen zu lassen. 
JETZT, wo es zu spät geworden ist. Alles ist 
verloren, ich spüre es. nie mehr werde ich 
Arztin sein und doch: ich will darum kämp- 
fen, aber vorläufig habe ich wieder einmal 
keinen Job. Ich glaube, ich pflege, arbeite zu 
gut und dann brauchen sie mich bald nicht 
mehr, ausserdem: die Leute, zu denen ich 
geschickt werde, sind nicht wohlhabend, 
sonst würden sie ja nicht Hilfstlvräfte von 
einer Immigranten-Organisation verlangen, 
Kräfte, die billig sind, tleissig. Menschen, 
auf die man sich verlassen kann. Das sind sie 
von den Hilfen hier — zumeist Schwarzen 
— nicht iiewöhnt. 

Es war so heiss. und ich schlich durch die 
Strassenkanäle auf kaputten Schuhsohlen — 
Geld zum Reparieren habe ich nicht — auf 
der Suche nach Arbeit. Auf dem Broadway 
traf ich eine Jugendhekannle. Vor langen 
Jahren schon ging sie nach Amerika, ich 
weiss nicht, warum. Sie erkannte mich wie- 
der. "Arbeit suchst du. gleich welcher Art?" 
Und sie fügte hinzu: "Ich bin Aufsichtsda- 
me in einem grossen Konzern von Speise- 
häusern. In der Küche können sie immer 
Hilfe brauchen. Hier, nimm die Adresse und 
sage, ich schicke dich. Es ist keine sehr 
feine Gegend", fügt sie hinzu, "in Harlem, 
aber die Schwarzen sind sehr nett da. sie 
werden dir nichts tun". 

Ich fuhr gleich hin. und morgen soll ich 
anfangen als Küchenmädchen. 

29. [Mail 1940 

Mein Küchenmädchenjob ging jäh zu En- 
de. Es war eine kurze Freude. Acht Stunden 
lang musste ich Kartoffeln und Zwiebeln 
schälen — schnell, schnell — aber ich habe 
es schnell gelernt, und ich sass still und 
bescheiden in der dunklen, muffigen, fen- 
sterlosen Küche. Meine Mitarbeiterinnen, 
zwei niedliche schwarze Negermädchen, 
waren nett und freundlich, und nichst störte 
die Harmonie, bis eines Tducs unten im 



Speiseraum ein Mann kollabierte. Alles war 
in Aufruhr. Ich hörte die Kellnerin sagen, er 
hat doch eben erst sein Insulin genommen, 
was er nur hat.^ Mir war es sofort klar — 
Insulinschock. Gebt mit Zuckerwasser. Ap- 
felsinensaft, schnell, schnell, rief ich. und 
schon war ich dabei, ihm die rettende Süsse 
einzuflössen. Sie rissen mich zurück — sie 
wird ihn töten, die Weisse, sie will ihm 
Zucker geben. In diesem Augenblick kam 
meine Bekannte, die kontrollierende Auf- 
sichtsdame, "lasst sie gewähren", brüllte sie 
die Schwarzen an, "sie versteht es besser als 
ihr. Sie ist ja Ärztin". 

"Arztin?" Verwirrt, verwundert sahen die 
kleinen schwarzen Mädels mich an. Der 
Mann hatte sich schon langsam zu erholen 
angefangen und ich war zumindest beruhigt, 
nicht als Mörderin angeklagt zu werden. 
Aber meine kleinen schwarzen Freundinnen, 
sie sprachen kaum noch mit mir. Misstrauen 
las ich in ihren Augen. "Ein Doktor bist du? 
Warum arbeitest du dann hier?" Sie dachten 
wohl, dass ich irgend etwas angesielll habe 
und mich in meiner augenblicklichen Ar- 
beitsstätte verberge. Wie weh es doch tat. 
aber sollte ich ihnen erzählen von unserer 
Armut, von meiner Verzweilluni: bei veriieb- 
lieber Arbeitssuche in einem etwas gehobe- 
neren Berufe? Sie würden es wohl kaum 
verstanden haben, aber eines bin ich über- 
zeugt, wenn ich sie früher gekannt, ihnen 
alles erzählt hätte, sie hätten die damals 
nötigen 72 Dollar für mich zusammenee- 
bracht, aus ihren Reihen, die lieben dunkel- 
häutigen Mädelchen, sie hatten ja so weisse 
Seelen. Aber weiter dort arbeiten — ihret- 
wegen konnte ich es nicht. Mit Tränen, die 
diesmal nicht vom Zwiebelschälen kamen, 
verliess ich abends die dunkle kleine Küche. 
"Lebt wohl Mädels", sagte ich und nicht wie 
an früheren Tagen auf Wiedersehen. Traurig 
ging ich weg, den Job verloren, wieder eine 
in dem grossen Heer der Arbeitslosen, aber 

— und mein Herz hüpfte bei dem Gedanken 

— ein Leben habe ich gerettet, und wer 
weiss, vielleicht, vielleicht werde ich dcKh 
noch einmal Ärztin sein, helfen, heilen, 
mein ureigenstes Ich erfüllen... 

Fortsetzung folgt 




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3^rae(. J^orftetjeromf 
£aupt?eim 



i?aupl)eim, bcn 14. Juli I938 



Auszug 



aus den Panilienre.frister 



Setren 



J5ei(. : 



der Isr. (remeinde Lauohein 



Seite 81 



n 



Sanuol Lamnle .^elDorcn 10.4. 1804 

verheiratet nit 
Tnerese Läninle geborene Adler, ^^e'boren IJo -l^üB , erste Eiie 
Ivürian " " Kaarburpor, '' I5.II. IBO6, zweite -:he 

Kinder 
1. Rebecca geboren 17 . 1. I83I 
5. Sara Sofie^ " ' 2 ^/6,' 1842 



\ 



Sei te 20^ 

Judas Lärnrale geboren an 25. 10. 1820 

verheiratet nit 
Aebecc a Laianle geborene Laiirile , reboren 17.1.1351 

r.irlier 
i 10. Karl ;:eboren an 17''.1. 1^67 jetzt in Beverly Hills /Kaliloi . 

Seite 2<':2 













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"^^ 



;£nil Einstein geboren an 14. 2. 18;^2 

v:3ri-.eiratet nit 
Sofie Einstein r:eborene Loranle , »cieboren 2 p. G. 18 42 

Kinäor 
5. Arthur geboren an 19.*^. 1B65 --'----'- ,'''^"' .- 

Seite ^00 • ' '-'"''" '" 

Artnur Einstein f^eboren an 19-^ 1865, ist verheiratet mit 
Llathilde Einstein, geborene Ein&^in ,iT,eboren an 50.1' ':8f^5 

i' twj-"^ 't^-^-^^'^ Kinder 

3. Sofi e geboren aru 2.2.1902 

i {t%. >J^^H Seite A64 



^ ^ 







./; 



-i'^v'' //Martin Pauson.coboren an 7.1. 1897, is- verheiratet nit 
" Spfia Tauson ,p:eborene Einstein, geooren am 2.2.190^ 



Es wird bestäti0;t : Arthur Einstein ist der Vetter von 

^n-iLö^] Karl Lämmle ((>esch>visterkind)und die Tochter Sofie nit ihren 

Mann, Martin ?auson, dadurch in direkter Linie nit Herrn 
Karl L?iranle in Beverly Eills vor andt. 

Jsrael. Vofsteheramt 



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Tio(f- iubeliibc ^{imifoiiiinni onlt ciiicrleit^ 
bim bnitid)cu 3laolvd)ii bcr al'3 critiT beii ^lU'r- 
einigten ^\(xaW\\ nnoii offüi^lUMi ^-ik'jiui) mai1)te, 
e^ U^ilt niibererjeit^J ober ouci) bnii Ul^oniie Iht- " 
Joiilid), bcm e^ baiif icinoö polililMini Wcitbluf^v 
fniiC'S iimfaiji'nbeii ^üUjjiMi^, kiner Mluohi'it. 
XSnmanitat unb iiatürliriHMi iliUirbe ^lelunatMi' 
\mx im •]niamnuMiU)irfen mit ^-Üuiib^jfnn.Ucr 
Xr '^Ibcnaiicr unb bni .^nbinctt'i^mitalii'beni 
juicbcr ein bemofratiMn*^ Teutid)Iaiib 311 j(i)af- 
feii unb bie friMinb|d)Qftlid)cn ^l^e,\ii'l)unaeu »V^'i- 
fd)eii Xeutjd)lüiib unb Vhiierifa 511 flejtalteii unb 
iu ucrticfiMi. 

Uritir ben Dielen Cn)runoen, Me 23unbeSbräii- 
biMit .^eub in Vlmerifa ^nteil iuiirben — u q. 
U)urbe il)ni bie ^llUirbc eiiie^S L^brenboftüri t 
^)U'a)lo ber llniuerjitat ^A^idjiflün in Vlnn ^^Iv^^.^^^ 
Me 00m Xnrtniüutl) (iollcflc in .^oanooer, ^ 

^iir^».' ilmi ^ie be'> UbriMO 
ih)l^rtmm .,. .. ^ . -. , - . 
bii ^3U'io '3d)üol for t^onal ITfeiearc*! in v^\^ 
lüol)l eine bejonberc T^reube uiMuejen feinr 

Xiiie llniucrjiliit luurbe iiiinihd) Uor 5^ivjx^ 
aio Csnbren Don Vlloin oobufon fle^KÜi^bet, um 
tertriauMien (^k'lebrten nn^J ollen ijanbern eine 
neue ^ilUrfunGvitiitte jn (dinifen. .»^ier traf ber 
einililie ^Ih'ofejlor Tr. .^euB \^^'^\\ ber „.^ori)id)nle 
für ^^^olitif" in ^^erlin nmJid)en Moneflea, uian- 
clion r^reunb an§ friiberer ';{eit. Tarnm öejtaltete 
fid) bieje fdiüne luib fd)lid)te ?ieier ^u einem lüirf- 
lidieu iliMeberjebenvfeit, bei bem ^-l^.nnbevproiibent 
%VeniJ \o nuuiüiem lUien nr^nju'c nnu <Hrrnii»u«i 
bie .<Sanb jn briiden unb Dou „bamol^" .^u jpre- 
/ d)en OU'lertenbeit uabni. ü'^ iuiu* ein eanivtnfl- 
1 uodimittaa. nn bem (id) eiu^a IM) «elabene O^aile, 
unter benen nud) id) niid) befanb, in ber flronen 
Vhila ber ^ietu Sd)ool einfanben, um biefec ein- 
brm-fvUoUen ^eier bei3UU)ol)nen. 

^^Nid) \)\!\\ ^U'flriifjunflvtüorten Don ?(lDiii I>ftn- 

{on DerUv:^ ^Vrof. Tr. .van§ 3imün^. ber Sol)U 

bc»5 fiiibercn ^Ueid)vöfri^^)tvD»'iM'ibenten uui, f urje 

'ieit itelloertretenben ^Heidicprälibenteiv-— einft 

^llrofejlor on ber .i>od)fd)ule für ^iNolitif in *er- 

li„ ^^ Ml. Urfunbe ber C^rnennun« }^\\\\\ LHjren- 

boftor'unb überreidde jie bann bem ^-öuubeeprii- 

Jibenten mit berAlid)(ten OUücfmünidieu untec 

bem editen/ l)erilid)en ^IVnjall aller ^Inioefenbeu. 

:;^n feiner Xanfevrebe be\eid)nete i^uubeopni- 

Jibent .t-^euh bie 9hMü 3d)ool aU eine ,/Cuellc 

be* 'irofu|v". an ber ^O^Mifdien, bie il)re .^einmt, 

Ujreu Sii^v\x\ DcrVa'Weu iruTfeie n^Djicb ei: ^obea 

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,,„:« bie m)f ^i-Tctinrn, u.lcbcr frei olmeii U'lo. 
be- .uiiJiuid)Qitli'1l li'Hr^'» »"^ f""""^'? '."""''" ' 

rritil)ei.. lucmi id,. bcr id, il)» iWouu ju %^^m 
I,ntc' j.iMi iTftcMu.al ocü-iHMi Dnl)^' - ^''V""' 
•Ürii-Ic hiÜHM. luir öi''iH'd,iilt — , mi ?llüia ,M>lm- 
jüii mi'iiio .«öulbiijmig cmoiprca,e." 

■An tclU l,imiüri'üllcr, teil« fmitor SlMfe 
tprml, yumibi'öpräjibcut ^^'nii i'Oii irul,iTCii ^5i' • 
tni uoii biMi Irauiiu'ii ji-iiicr Cmiö^'K^. ^^ *"f "^\'" 
im';iiueiicl loar, ob er nid)t bod) ini'IU'uDt em 
Tid,tiT lut-rbcu joUc, l'üii iiiiicm ü»irfeu olJ 
imirtid,nillor, ali Xfohror, ^süiirnoliit imb^Vdli- 
tifiT, von bor *iH-oefliniitfl mit ^Knijdini, bic i bm 
?;reiiiibe imirbeii unb ?irciiube blu-bcu — iHy.T 
bie >ire beä erjiümiiKueii ediiueifleuS lim- 
Qii3 - «üb üoii beiicii er in biejer ctuiibe it) 
irmiid) riicm luiebec beiiegiu'te. 

\liib er füllte oll ba? jujamincn in brii inic 
unUeroetlirfKU ä^-*orien: „ULVi.. «^•l',^"'';.^';«"'" 
>uür bav fooe i^l) i" Tonfbarfeit, flhaflid, an- 
oeient, i^a i<er|üiilid,reite.i luie ^riebnd, 9uii.. 
5,0,5. tme Wut iWeüer. luie Vii.iü «l^reJlnno, bec 

«lein ofabcmifdjer )L'el)rer »uar, bem l»"fl'""„. ,^ 

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finnml In feinen (^ofidit^^frei^ getreten loaren 
unb bie mni uueberuiiebeu flro[;e ^reube geiuifi 
aber and) tivM'e feeli(d)e CSrfdiiittorung bebeutetCA 
;"sd) felbft ibiirte ba§ 3ittern meiner iia\\\>, al§» 



K»* - . - ^ . 

Jbnen fd, Ibc id) neuv.. -' ^a"^ 

für hc\^ %ih*\\ ber inneren JL'eben^Jfübiunfl unb 
ber öftentlid)en ilUTontu^ortuufl. ^eien (Hie bitte 
nad)Hd)tio: bafj bie^^ alleiJ jo perfönliii) flingt. 
^Iber bie freunbid)aftlid)e lonlage ber ili^ürbi- 
gung, bie mir ä^teil unirbe, bat foldieö (5d)o oer- 
onlabt." Unb er fd)lüf; feine ^Hebe: „Ciner ber 
Xöienten an bem ^3^mü Sdiool, ber nid)t uu'bu 
unter un^ iDcilt. flurt ^lliejler, ift mir fajt ein 
hr.ibr^ '>ir!:rbii!!b^ri ei:; r^^r'' -i.itvr ^jt'b?!'^r^m> 
rab gemefen — iubem id) feinen 9?anuMi nenne, 
bejdmiöre hi] bie L^nipfinbungen einer intellef- 
tuellen J)le(;\lid)feit, bie bo^i L^tbo^^ allen ?for. 
fdieniJ unb X!ei)ren§ finb, unb befriiftige bamit 
nuMnen Taiif, in Csl)rem Sireife aufgenonunen 
U)orben 311 f'-i"." 

!^n tiefer, ffrgriffenljeit Iaufd)ten ane ^fnuie- 
fenben hm .'ou* innerfter Ueber.^eugung foni* 
menben Mori, n be? ^^nnbe^prüfibenten wnb e§ 
bebeutete jebeir einzelnen eine bejonbere ^^e- 
glüifung, bajj ^kofeffor *euf; fein i^ifl^^hörHl- 
feite gejühl an biefem Greife biirdi fein lange? 
^^eri'jeilen bei bcni nad]folgenben (iniDfang, bei 
bem und) bic fulinarifdjen Üienütfe uidjt fet)lten, 
befnnbete. , 

,^ii>r gob ed u'nondie^ .^anbefd)iitteln mit ölten 
^reunben, mit |jLlienid)en, bie in ber alten .S>ei. 
niat il)m einft b^ird) ^-öeruf unb ^Irbeit Derbunber 
Juaren, mit Ükiel)rten luib Slünftlern, bie frnl>c' 

tiHibre Deutfd)Ianb un« ofien in «merifa feinet! 

e^rnfj entbot. • • 

C^ö tuar ein merftDÜrbige? Sufornmentreffen, 
bafi lu) n)enigc ©tunben fpdter Cf Icanor 91oofcr 



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Vscl) eut purie oaö Eimern meuuT «vauü, iux>:, ^»n »»^ •*-*•""•"" v ;u^« vt.^rtuD niifinp 
id, |\e' !l,n;r;id,eu burfte - e. ,,itter.e ober aud,\ oe.t «eflenuber^^anb «n re ^^^nej^U,^ 



mein ,^\ir\ in tiefer Danfbarfeit unb in tüel) 
mutiger (Erinnerung: id) gebad)te ber früheren 
ov^tlid)-fo3ialen Xätigfeit in Berlin, bie mid) mit 
(5lln $euh'.Unapp, feiner unDergefjlidjen, tonn- 
berboren Xfebenögcfäbrtin, unb bomit ourf) mit 
^rofeffor $euji in ^43erül)rnnö bradjte. 

9iic toerbc id) ben feften Xrncf feiner S>anb, 
nie bie aufrcd)te C^eftalt be^ ii)cif;baarigen ^JD^in- 
uc§ mit bem fri]d)en, jugcnblid)en (^Wfid)t, nie 
bie in unDcriinbert beinmtlid) fd)tüäbifd)eui Tia- 
left gefbrod)enen iJlUirte Dcrgeffen, nie bie ^IH*- 
gegnung mit biefer bebeutenben, ftarfen ^erfön- 
lidifeit, bem Wanne 2l)eobür ^qu\], bem ^^^un- 
be^prüfibenten, buni^ ben boö miebererftanbenc 



J^rauen()anb fid) ber meinigen aum öru& ent 

gegenftrecfte. >^ c v r 

m^ id) bann 8u miternärf)tli(f)er Stunbe biefc 
beiben einbrucf^öoüen Begegnungen nod) einmal 
überbad)te, fiel mein Blic! unDerfeben^ auf meine 
,j,^,i5 _ Die $anb, bie an biefem Xage für lüert 
befunben tuor, bafj hwm ber grof^ten ^^Jerfönlid)- 
feiten unferer 3eit fie in tiefer !üJenfd)lid)feit unb 
.^eraenömörme in ber i()ren t)ielten . . . 

Unb plötjlivi) umr mir, olS ob nun CJrfüaunö 
geuiorben müre, tüa§ id) fo oft Don meinen S\^a- 
tienten au l)üren befom — bofe id) eine »,gefeg- 
netc vanb" \)abQ. 

Dr. ^erl^a Koi^otjl 







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Dom Freund ist, der es bleibt aucli 
wenn Du plötzlich arm geworden bifctJ 

I )e*n Freund ist, der Deine Meinung 
resp^'ktiert, auch wen^.sie nicht die , 

seine ist. '■ 

Auch die Pfianzen an Deinem i 
Icnster, die Blumen auf Deinem 
Tisch sind Dein Spiei^elbild, ein Teil 
Deines Ichs. 

I Liebe den Menschen so wie Deinen 

treuen Hund und Du wirst nie 

jUnmensdilich sein. "^v^c^t 

Es ist nicht Güte:'äeben, damit es 

i die Öffentlichkeit erfahrt. Echte Güte 

^ wirkt in der Stille. 

y Wisse: Mit leiden ist etwas ganz 

^ anderes als Mitleid haben. Mitleiden 

t ^ibt dem Leidenden Kraft zum 

b Trafen, Mitleid entmutigt uhd tut 

I .weh. '■;■ • W/V 

I Ein Wort der Liebe, der Güte wirkt 

oft viel mehr als ein Beutel mit Geld. 

i Psychische Behandlung am 

Schreibtisch ist etwas ganz anderes 

als Menschen im täglichen Umgang 

psychologisch zu behandeln. 

i Lausche dem murmelnden Bach, 

idem Flüstern des Blätterwaldes und 

', Du erlebst den Roman der Natur und 

ides Menschenherzens. 

Kein Herz für den Nächsten haben 
B I ist weit schhmmer, als kein Geld für 
f! ; ihn haben. Dieses kann man 
erw.»rben. 



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hm warmes Herz zu haben ist ein 
Gottesgeschenk und wer es nicht 
bes tzt kann es niemals erringen. 

I er Dr. med. Titel macht noch 
larue nicht und nicht immer den* 
wauren Arzt, dem Beruf Berufunp ist. i 
Gliicklich preise sich jeder, der einen j- 

■solchen als "seinen" Arzt hat. ■' 

! Wnf,'e von Deinem Recht Gebrauch 
PfliKn " ""^ erfülle stets Deine 

fjjthl^ tue die wichtigsten Pflich- 
' ^«15'^^^^'^';/ "^r «empfinden zu !l 






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Hertha Nathorft 



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Zur Weihnachtszeit 



Mein Weg führt mich durch eine stille Straße 

— New Yorker Vorort in der Weihnachtszeit — 
Hier bellt ein Hund — Dort tönt ein Kinderlachen — 
Der Abend kommt und, ach, es schneit. 

Und mählich leuchten sich die Fenster; 
Sie öffnen mir den Blick in fremde Zimmer — 
Ich seh' geschmückt so mandien Tannenbaum 
In hellem Weihnacbtskerzenschimmer. 

Und plötzlich fühl' ich mich versetzt in meine Kindertage 
Und seh' mich mit der Mutter durch die Dämmrung geh'n 
Zur Weihnachtszeit in meinem Heimatstädtchen, 
Der Weihnachtslichter Glanz durch mandies Fenster nur zu 

seh'n. 
In tiefem Sinnen geh ich meines Weges. 
Die Weihnachtsbotsdiaft mir im Herzen klingt: 
„Friede auf Erden und den Menschen Wohlgefallen" 

— Ob dieser Ruf einmal die ganze Welt durchdringt? — 

So still und friedlich ist die kleine Straße — 
So wie die drüben einst in meiner Kinderzeit — 
Einst ging ich dort — Nun geh' ich hier des Weges. 
Dazwischen aber liegt: das große, schwere Leid. 






30 



31 



Silvester im Centralpark 



Der Park gleicht einem Silber-Säulensaal. 
Es liegt der Schnee selbst auf den kleinsten Zweigen 
Des Mondes Sichel leiht ihm fahlen Glanz. 
Und glitzernd tanzen Sterne ihren Reigen. 

Wie schön das ist! — Die Stille und das Schweigen. 
Waldwinter — so wie drüben einst er war. 
Mein Herz ist wach in der Silvesternacht — 
Es geht mit Demut, Dank ins Neue Jahr. 



Sehnsucht im Frühling 



Jetzt ist die Zeit, da in dem Garten meiner Kindheit 
Die Veilchen und die Primeln wieder blüh'n. 
Jetzt ist die Zeit, da über meinem Elternhause, 
Die ersten Sdiwalben durch die Lüfte zieh'n. 

Jetzt ist die Zeit, da die Gedanken wandern 
Und Sehnsucht ihre Flügel spannt; 
Sie hüllt mich sanft in ihren Mantel 
Und trägt midi in mein Kinderland. 



Drei Städte 



Wenn ich träume: LAUPHEIM 
Dann Ist das Kinderland, Jugendland; 
Schwabenerde, duftend und süß, würzig und schwer. 
Und eine alte, traute Volksweise: 
Rosenstock, Holderblüt . . . 

Und wenn ich denke: BERLIN 

Dann ist das Herzensland, 

Großstadtluft, wirbelnder Wind 

Frauenlieb, Mutterglück, Erfüllung. Erfolg im Beruf 

Brausende, rauschende, tönende Melodie 

Beethoven ist es und Mozart zugleich. 

Und wenn ich dann spüre: NEW YORK, 

Dann ist das Völkergemisch 

Hasten und Jagen in Wetter und Sturm 

— Kummer und Not — 
Und manchmal sich lösend im Stimmengewirr 
Melodien in Dur und in Moll. 
Gershwin ist es und Sousa und Jitterbug — 



34 



35 



Der weiße Shawl 

[in memoriam meiner geliebten Sdhivester Elshethj 



In diesen späten Sommertagen 
Trag' ich den weißen, weichen Shawl 
Mit dem in letzten Krankheitstagen 
Ich Dich bedeckt so manches Mal. 

Ich hab von allen Deinen Dingen 
Mir diesen Shawl nur ausgewählt. 
Weil er von Dir und Deinem Wesen 
Mir immer wieder neu erzählt. 

Du bist ja selber so gewesen 
Wie dieser Shawl, so fein und weich 
So unscheinbar in Deinem Wesen 
Im Herzen doch so warm und reich, 

Wenn ich nun in den Händen halte 
Den weichen, weißen Shawl von Dir, 
Ist mir als wärest Du mit diesem 
Ein jedes Mal erneut bei mir. 

Und wenn ich um die Schultern trage. 
Den weißen Shawl, so fein und warm, 
Ist mir, als ob sich um mich schmiege 
In scheuer Zärtlichkeit Dein Arm. 

Dann spür' ich, daß mit feinsten Fäden 
Wie dieser Shawl verknüpft wir sind, 
Idi hier und Du im Reich der Schatten 
Du kleine Schwester, Du mein Kind. 



ER ICH. 



Liederbuch einer Ehe. 
1. Band 



Dr. med. Hertha Einstein / Nathorff 



i 



8 



« 



ER 



ICH. 



i1 



Liederbuch einer Ehe. 
1. Band 






Dr. med. Hertha Einstein / Mathorft 



2- 



Zum 
13. Juli 1946. 



,,Wir stolpern wohl auf unsrer Lebensreise, 
Und doch vermögen in der Welt, der tollen. 
Zwei Hebel viel aufs irdische Getriebe: 
Sehr viel die Pflicht, unendlich mehr die LIEBE 



II 



Goethe. 



-3- 

Glauben Sie an die Liebe? 

Bei einem Diskussionsabend in einer Jugendgruppe wurde diese Frage 
an mich gerichtet. - Und viele junge Augenpaare hefteten sich auf mich, 
begierig auf meine Antwort. 

Sie war: Ja, ich glaube an die Liebe so wie an das Leben selbst. - 
Liebe ist Leben. Es kommt nur darauf an, was einer daraus macht, - 
schön oder häßlich - groß oder klein - selber formt es ein jeder sich. 
Warum ich an die Liebe, an das Leben, an Reinheit, Größe und Schön- 
heit, an das Gute und Heilige glaube, das will ich nun erzählen - Euch 
Jungen zur Begründung, Dir meinem Sohn zum lebendigen Beispiel und 
Dir meinem geliebten Manne zum Dank dafür, daß Du mich die Liebe 
gelehrt hast, zum Dank, daß ich meinen Glauben behalten und vertiefen 
konnte in langen Jahren innigster Zweisamkeit, in Jahren des Glücks 
und des Leids, in guten und bösen Tagen, denn, was ich nun erzähle - 
es ist die Geschichte unsrer Liebe, die Geschichte unsrer Ehe - es ist das 
Buch meines Lebens und des Deinen - es ist Du und ich, - es ist: 

„ER - ICH". 

Brautleute. 

Die Bekanntgabe unserer Verlobung war eine Überraschung, die einschlug 
wie eine Bombe. - Das ganze Krankenhaus stand Kopf. - „Der ernste, 
schwerblütige Oberarzt und das lebhafte quecksilberige Fräulein Doktor ...'M 
„Wasser und Feuer", - „Champagner und uralter Rotwein", sagten sie und 
schüttelten die Köpfe - - - „wenn das nur gut geht - - -" 
Was wußten sie von einer Liebe, die erblüht war in schweren Krankheits- 
tagen, von einer Erkenntnis, die letzte Schleier zerriß, von einem jähen 
Ineinandertauchen der Seelen, das keine Trennung mehr zuließ, von einem 
einzigen großen Gefühl - - - „Dir allein will ich gehören", - „Du allein bist 
meine Sehnsucht", - „nach Dir allein verlangt mein Herz" - - - 

Freilich, die erste Liebeserklärung war etwas eigenartig: „Bocken Sie nur, 
ich heirate Sie ja doch", und darauf meine Antwort: „Ich heirate keinen 
Doktor, ich heirate keinen Preußen, ich heirate nicht nach Berlin, - ich 

heirate überhaupt nicht — " 

Und beide lächelten wir leise und ungläubig - - - 



3- 



4- 



Zu weit hatten wir uns innerlich schon verfangen - - - in langen Ge- 
sprächen die nicht zur ärztlichen Behandlung gehörten, im Meinungs- 
austausch über Bücher, die Du mir brachtest, über Musik und Kunst - - 
erkannten wir uns und das innerliche Gemeinsame trotz äußerlichen 
Verschiedenseins - - - und wir erkannten die große Liebe unserer Her- 
zen zu Menschen und Dingen, zu allem, was gut ist und schon, und wir 
erkannten die ganz große Liebe zueinander, die uns den Mut gab zum 
größten aller Versprechen: zum Willen, gemeinsam den Weg durchs 
Leben zu gehen, gemeinsam und eins in Liebe und Leid - - - und so wur- 
den wir Bräutigam und Braut — 

Brautzeit. 

Wie schnell die Tage dahingehen! a ^ • u 

Arbeit berufliche Verantwortung läßt nur selten Stunden des Aut-sich- 
selbst-Besinnens, der Besinnlichkeit und der Beglückung traulichen Bei- 
sammenseins aufkommen. 

Aber da sind Einladungen, Besuche, Festlichkeiten, neue Menschen -- - 
Ja meine Brautzeit unterscheidet sich wohl in manchem von der anderer - 
sie ist ein Denken, ein Vorbereiten, oftmals ein Grübeln und Fragen, und 
dann doch - - ein Freuen und Jubeln im Herzen, ein Ahnen des großen 
Glückes - - der Zweisamkeit mit Dir. - So gehe ich in Sommerseligkeit 
durch die Tage bis zu dem einen g r o ß e n, - - der mich ganz Dir zu 
eigen macht - nach Recht und Gesetz - so wie ich es im Herzen schon jetzt 
bin kraft des ungeschriebenen Gesetzes meiner Liebe 

Besuch in meinem Elternhaus. 

Nun kamst Du zum ersten Male in die kleine Stadt, - - - wie haben wir 
geschwindelt, um einen triftigen Grund Deines Besuches zu finden. 
Anfangs glaubten die Eltern und wohl auch Tante und Onkel, daß es 
sich wirklich um eine zu beendende wissenschaftliche Arbeit handle, 
die Dich auf dem Weg in die Berge hier Station machen ließ, wo ich 
gerade in den Ferien zu Hause war. Wie es Dir wohl vorgekommen ist: 
Das geräumige Haus, wo jeder aus- und einging, der gerade in der Nähe 
war - ganz zwanglos, freundschaftlich. Da war kein Geheimratsdünkel 



-5- 

wie am Kurfürstendamm in Berlin - und doch eine stille Vornehmheit 
neben aller Natürlichkeit. 

Mutter hatte ihre Pensionatserziehung stets hochgehalten, sie war eine 
so kluge, schöne Frau, und die Jugendfreunde, die immer noch zu ihr 
kamen und sie verehrten, auch um ihrer Frohnatur willen, und der Vater 
mit seiner philosophischen Ruhe, bei dem sich alle Leute Rat und Hilfe 
holten, und dann der geliebte Onkel, Mutters einziger Bruder, - er lachte 
nur darüber, wenn die Leute von den Millionenjuden sprachen, 
(es war kein Antisemitismus, eher ein gewisser Respekt vor unserer 
Familie). 

Ich glaube, Mutter hat als erste gemerkt, daß es uns mit der wissenschaft- 
lichen Arbeit gar nicht so ernst war. - Und als Du dann Mut gefaßt hast 
und um meine Hand anhieltest, (ich habe Dir nie gesagt, daß ich, während 
Du mit den Eltern sprachst, zitternd auf meinem Bett lag) Mutter zu mir 
ins Zimmer kam und sagte: ,, Herzenskind, nun bist Du eine junge Braut", 
und sie fügte hinzu: „D e m Mann kann man sein Kind anvertrauen, der 
ist sauber von außen und innen, der verdient das Vertrauen und die 
Liebe - - -" und sie sagte weiter: „ - trotzdem er ein Preuße ist!" 
0, die gute kluge Mutter, - wie oft hat sie das wohl schon von Dir hören 
müssen - dabei liebt sie doch Berlin, liebt die Berliner Verwandten, und sie 
liebt Dich wie einen wirklichen Sohn. 

Alle haben sie Dich lieb, die Eltern, meine Schwestern, Tante und Onkel 
und Vetter Lothar - ja, die ganze kleine Stadt spricht mit so viel Liebe 
und Hochachtung von Dir, und wenn sie es besonders herzlich meinen, 
sagen sie: der Herthel ihr Mann - - weißt Du auch, wie glücklich es mich 
macht, denn sie haben mich lieb meine Kleinstadt-Landsleute. 

Polterabend. 

Sie nennen ihn Polterabend - den Abend vor der Hochzeit. 

Wir feierten ihn im Hause von Tante Bianka und Onkel Theodor, dem 

Bruder meines Vaters. Er nannte mich als Kind oft seine kleine Braut, 

und als er sich dann wirklich verlobte, habe ich bitterlich geweint. 

Mir war aber gar nicht nach Feiern zumute, denn ich hatte Schmerzen, 

furchtbare Halsschmerzen, und außerdem kam ich ziemlich erschöpft vom 



-6- 



-6- 

Bett einer Schwerkranken. Ich hätte keine innere Ruhe gehabt, hätte 
ich nicht vor dem Abend noch einmal nach der Patientin gesehen. 
Ziemlich schweigend saß ich bei Tisch und ließ die festlichen Reden 
über mich ergehen. . 

Aber als Du plötzlich nach meiner Hand faßtest und mir zuflüstertest: 
„Du Liebste" - da brauste wieder die ganze Seligkeit über mich hin - - 
Morgen - und dann für die Dauer des Lebens Dein! 
In später Nacht saß ich dann in meinem Zimmer, dem stillen Mädchen- 
zimmer, Studier- und Arbeitszimmer - - wie gemütlich es doch ist mit 
all den schönen Bildern und Blumen - morgen? ! -werde ich nicht mehr 
hier wohnen, schlafen - - morgen! - Plötzlich hatte ich Angst, Angst vor 
dem großen Geschehen, Angst vor den natürlichsten und heiligsten 
Dingen des Lebens - Angst wie jedes andere kleine Mädchen am Vorabend 
der Hochzeit - ich, die Ärztin, - - und ich war glücklich in all meiner 
Mädchenangst. 

Und dann kam der Tag, auf den wir mit so unendlicher Liebe und Vor- 
bereitung gewartet hatten, - auf den wir uns innerlich so heilig vorbe- 
reitet hatten - zuerst die Ziviltrauung: - ,, persönlich bekannt", schrieb 
Herr von Sichart, der Standesbeamte, unter meinen Namen. - - 
Ja, plötzlich hatte ich nun einen anderen Namen, Deinen Namen. Oh, ich 
wollte ihm Ehre machen zu allen Zeiten! - Darauf die Feier am Kurfürsten 
dämm in der elterlichen Wohnung. - Wir waren nur zu viel Menschen, zu 
viel Geheimräte da, - - und alle die Reden - - - „Die junge Frau, die als 
Ärztin schon tief ins Leben geblickt hatte", sagte Geheimrat Friedländer. 
Oh, ich hätte mich am liebsten in ein Mauseloch verkrochen. Mir war das 
alles zu viel, aber heute denke ich gern daran zurück. - Als wir ins Hotel 
kamen, hatten wir beide Hunger - richtigen Hunger. In weiser Voraussicht 
hatte uns Mutter von der Hochzeitstafel allerhand Gutes zum Schnabu- 
lieren mitgegeben, und so saßen wir nun eng aneinander gekauert auf dem 
schmalen Sofa in dem nüchternen Hotelzimmer. Gut, daß ich so viele 
Blumen mitgenommen hatte. - 

Plötzlich sagtest Du, daß Du noch schnell in die Hotelhalle hinunter- 
gehen würdest, um den Fahrplan für die morgige Reise nach Weimar zu 
studieren. Wenn ich sehr müde wäre, könnte ich mich ja schon hinlegen - - 
ach, da kam wieder die dumme Angst. - - - Das große Zimmer und darin 
zwei Betten - - noch nie war ich allein mit einem Mann in einem Zimmer 



-7 



-7- 

mit zwei Betten!! - und da war ein Mann, ein fremder Mann - und doch 
es warst Du - müde und verängstigt fing ich an, mich auszuziehen, um 
dann ins Bett zu sinken! 

Ich muß wohl sehr fest geschlafen haben, denn ich hörte Dein Kommen 
nicht. Aber dann war mir, - wie im Traum - daß Du mir einen Kuß auf 
die Stirne gabst. - - - Und so schlief das bräutliche Mädchen beseligt in 
seine Ehe hinein. 

Am nächsten Morgen wecktest Du mich mit einem Kuß, und ich höre 
Dich noch immer sagen: „Guten Morgen, Fräulein Doktor, guten Mor- 
gen, gnädige Frau, denn nach Recht und Gesetz bist Du ja seit gestern 
meine süße, geliebte Herzensfrau". Und wir lachten beide - etwas ver- 
schämt - und dann küßten wir uns wie junge Liebende es zu tun pfle- 
gen - - - 



Vaters Hochzeitsgeschenk 

Eine schlichte kleine Nadel übergab mir der Schwiegervater am Hoch- 
zeitsmorgen: 

„Nimm das mein Töchterchen, der Stein ist so klar 

wie Du. Trag' ihn in Gesundheit stets in Erinnerung 
an den heutigen Tag". 

Der Stein war ein wunderbarer Amethyst, gefaßt in reines Gold, - der 
Vater hatte ihn selbst für mich ausgewählt - so schnell hatte er mich 
und meine Wesensart erkannt. Ich liebte den Vater vom ersten Moment 
an zärtlich in all seiner Güte und seinem Wissen. Er war sicher ein ebenso 
guter Klavierspieler wie Arzt, so daß sein Vater ihm den Namen Johann 
Sebastian gab. Das konnte ich verstehen, als ich Vater zum ersten Male 

am Sonntagnachmittag Bach spielen hörte 

Als ich die Nadel an mich nahm, tat ich tief im Herzen ein stilles Ge- 
löbnis: klar zu bleiben wie dieser Stein und rein in Herz und Sinnen, 
klar wie dieser Stein in der Farbe des blauen Sees nahe meiner Heimat, 
in den ich als Kind so oft geblickt hatte, und mit dem mein Vater mich 
oftmals verglich; und klar und rein wollte und will ich bleiben wie das 
schlichte Gold, und edel und treu - klar und treu in meiner Liebe zu 
Dir, dem geliebten Manne, und treu und gut zu allen Menschen — 



8 



-8- 

Hochzeitsreise 

Und dann gingen wir auf die Hochzeitsreise. Wie schön ist die Welt, 
doppelt schön, seit ich sie nun mit Dir und mit Deinen Augen sehe! 
Das Wandern zu zweien im rhythmischen Gleichmaß von Seele und 
Leib die nun zu einer Einheit geworden im jubelnden Sich-Verschen- 
ken. Und wie leicht es mir fällt, mich Deiner Gangart, Deiner Wesens- 
art anzupassen - kaum hätte ich es selber geglaubt. 
Und dann immer wieder das Staunen in mir: dieser NEBEN mir 
MEIN Mann, und wie anders ist er doch, als ich glaubte. Lachend und 
singend gehen wir durch das blühende Land - stehen still und bewun- 
dernd an den Stätten alter Kultur - stehen mit Demut und Dankbar- 
keit, daß wir es gemeinsam sehen, bewundern dürfen. 
Weimar - Goethe - Schiller - ich weiß, was auch Dir die Heroen des 
Geistes bedeuten. Und dann die Stätten der Kunst, und am Abend die 

Oper - - 

Daß man das alles gemeinsam nun erleben darf, fühlte ich aufge- 
schlossenen Herzens, gemeinsam erleben darf - Hochzeit - hohe Zeit - - - 
Und immer wieder möchte ich sagen (auch jetzt noch immer, da ich die- 
ses schreibe): „Oh, laß' Dich halten, goldne Stunde - - " 
Würzburg - mit seinem Schloß, seinen Kirchen - - fast wäre es zu einer 
„Meinungsverschiedenheit" gekommen. Du wolltest noch in der Sonnen 
glut zu einer kleinen Kirche den Berg hinauf marschieren, eine alte 
Madonna zu sehen, und mich zog es den Hügel hinauf, die neue Klinik 
zu betrachten, und dann Waldduft zu atmen. - - Wir taten beides, und 
wir wurden froh und hielten uns an den Händen, daß wir nun beides 
gesehen hatten - - 

Letzte Erfüllung 

Sonntag-Morgen-Stille - - wie schön das ist nach der Hast und Unrast 

der ganzen Woche - 

So liegen wir nach erquickendem Schlaf Hand in Hand, und nur leise 
fällt hie und da ein Wort der Zärtlichkeit - - 
Und Du holst mich zu Dir, mein Kopf liegt an Deiner Schulter, ich 
liege an Dir „wie für mich geschnitzt - hineingeschnitzt - hast Du ein- 
mal gesagt - - 



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köstliches, immer neues Wissen um einander - - - 

hineingeschnitzt in Dich, in Dein Herz, hineingegossen in Dein Blut - - 

so wie Du in das meine — 

daß es so etwas gibt 

jubelnde Seligkeit erfüllt meine Seele, 

ein Glücksstrom durchflutet mein Herz, 

Liebe singt und rauscht mir im Blut. 

und ich spüre, wie auch das Deine zu mir treibt, nach mir ruft - - - 

Leise, zart bittend formen sich mir die Worte: 

„Ein Kind, mein Liebster, schenke mir ein Kind, Dein Kind, unser Kind - 
Und nun weiß ich, daß Du meiner Bitte Gehör, meinem tiefsten ge- 
heimen Wunsche Erfüllung gegeben - - - dem Sehnsuchtswunsch, der auch 
der Deinige ist: der Wunsch nach dem Kinde unserer Liebe 

Strom des Lebens 

In tiefem Sinnen sitze ich und lausche in mich hinein - und fühle den 
Strom des Lebens, des neuen Lebens, das leise und zart in mir sich 

regt. 

Ewiges Mysterium der Menschwerdung, wundersames Erleben, letzter 

Ausdruck unserer Liebe, die in eines verschmolzen ist - in das kommende 

Wesen - unser Ich - Du, unser Kind, ein neues Glied in der langen Kette 

der Generationen. 

Oh, daß alle Mütter es so empfinden wie ich und einsehen würden, daß 

Mutter werden weit mehr bedeutet als nur ein Kind bekommen. 

Mutter werden - Mutter sein - Strom des Lebens-Ahnen, der Ewigkeit 

dank der Schöpferkraft tiefster Liebe und letzter Hingabe. 

Mutter sein - es ist Liebe, selbstlose tiefste Liebe, Freude und Glück, 

heilige Aufgabe und Pflicht, Verpflichtung und Verantwortung und Stolz, 

und oftmals wohl auch Sorge und Sehnsucht. 

In der Schwabenheimat 

Nun lerne ich die Welt, die Heimat, mit Deinen Augen sehen, und sie 
erscheint mir noch tausendmal schöner und lichter wie einst. 
Hand in Hand gehen wir die Wege meiner Kindheit, die mir so vertraut 
sind; jeden Stein möchte ich küssen und die alte Erde streicheln, damit 
auch Du sie schön und liebenswert findest. — 



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-10- 

Und selbst der alte Wettergott scheirit mi^ dabei helfen ^u wollen _ 
Klarblau ist der Himmel, würzig die Luft, der Wmd de^ Sc^^b^^^^^ 
Hochebene weht durch die Baumkronen, wiegt die schweren Halme 
des reifenden Kornfeldes hin und her -- - •* •^cj^uon.inH 

Wir stehen auf einsamer Höhe - die Sonne ist bereits im Sinken und 
schickt uns letzte wärmende Strahlen. 

Do t in der Ferne zeichnen sich in ihrem Schatten die schneeigen 
Spitzen der Schweizer Vorberge ab gegen den wolkenlosen Horizont, 
als wollten sie selber gleich in den Himmel steigen. 
Wie beglückend es ist Dir all diese Schönheit zu zeigen - - und dann 
lagern wir am Rande des Kornackers in duftendem Klee - - - 
ich bin müde geworden, wohlig müde, denn ich trage eine süße Last, 
oin Qaatknrn rias in mir zur Reife drängt - unser Kind - - - 
und rÄ Schoß, schützend hältst Du die Arme 

um mich und wir träumen - einen Sommertraum - von Liebe und 
Sich seUi Bald ist es Herbst - Weihnachten - Neujahr, und unser 
Traum w^ sein, - und ein Teil der Liebe zu meiner Schwaben- 

heimat wird neu geboren werden mit unserem Kinde - - - 
Ich lächle und Du ziehst mich in Deine Arme - ganz fest - und Du 
kXmich lange und ernst - küßt mich so, wie der Bursche sein Madel 
am pTnde des Kornfeldes im duftenden Klee - hier m meiner Schwaben- 
heimat, die nun auch zur Deinen geworden ist. 

Laßt mir mein Kind. 

Nun bin ich gefallen auf dem Wege in die Klinik zu einer Schwerkranken, 
und ich habe angefangen zu bluten. - Die Frau habe ich gerettet, aber 

wie steht es um mich selbst? . ,• .j • u* u.ii-^n 

Du hast den Arzt gerufen - er meinte, ich könne das Kind nicht halten, 
er müsse wohl einen Eingriff machen, und Du redetest mir gut zu, trotz- 
dem ich Dir die innere Qual ansah. .. ,. u 11 
Nein nein schreit es in mir. Ich will mein Kind behalten, ich will es 
austragen, ihm das Leben geben, wie es es verdient, - ich werde liegen, 
still liegen - unbeweglich, denn es geht um mein Kind, um unser Kind, 
unser ganzes Hoffen und Sehnen, sage ich dem Arzt. 
Er meint: „Versuchen Sie es, aber Sie werden dann wohl nie wieder 
Kinder haben dürfen - - -" 



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-11 - 

Was liegt mir an dem „wohl oder vielleicht" - - - dieses Kind will ich 
behalten; ich habe die ganze Zeit ja schon schwer genug daran ge- 
tragen. „Die Berufspflicht, das Hin und Her von Wohnung und Klinik - 
oh, ich schaffe es schon", das habe ich immer wieder gesagt, wenn 
Du zu bremsen versuchtest. „Ich kann nicht anders, ich bin eben 
Ärztin durch und durch", sagte ich einmal, „Du mußt es immer ver- 
stehen. Meine Patienten sind meine Sorgenkinder, ich helfe ihnen so 
unendlich viel, nicht nur mit meinem medizinischen Wissen, auch mit 
meiner großen Liebe zu ihnen, die mir niemand nehmen kann." 
Und nun betrachte ich mich selber als Patientin und will ein paar Tage 
gut zu mir sein, - still liegen - für unser Kind, und ich werde es schaffen, 
wenn nur Du, Liebster, meine Hände hältst und bei mir bist, so viel Du 
nur kannst. Jetzt, jetzt brauche ich Dich, Deine Güte, Deine Zartheit 
und Zärtlichkeit." 

„So ungefähr war es. Liebster, und ich habe es geschafft dank der Kraft, 
die Du mir gabst, die aus Deinen guten Händen auf mich überströmte. 
„Wenn Du mich nur immer so weiter halten wirst, dann werde ich wohl 
immer alles schaffen", habe ich wohl zu Dir gesagt. 
„Du bist eben mein Halt, Du und das Kind, das ich ins Leben tragen 
werde und will, weil es unser Kind ist - ein Stück von Dir und von mir". 

Für mich geschnitzt 

Unbeweglich lag ich an Deiner Seite, den Kopf an Deiner Schulter - oh, 
wundersames Gefühl der Geborgenheit, des Beieinanderseins in der sonn- 
täglichen Morgenfrühe. 

Leise legtest Du die Hand auf meine Brust, zogst mich noch näher zu Dir, 
und dann sagtest Du plötzlich in all das sprechende Schweigen hinein: 
„Oh, Du Liebste, Dich hat der liebe Gott für mich geschnitzt". 
Ein erbebendes Zittern ging durch meinen ganzen Körper, und mein Herz 
jauchzte in wundersamem Erstaunen — 
„Gott für mich geschnitzt", sagtest Du. 

Immer wußte ich, daß Du, genau wie ich, ein tief religiöser Mensch bist, 
auch wenn Du Dich, so wenig wie ich, in kein Dogma zwingen ließest 
und läßt. Aber eigentlich haben wir nie über Religion oder Konfession 
gesprochen. Wohl sprachst Du von Deinem Pfarrer, den ich ja inzwischen 



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kennen lernte und auch seine prachtvolle Frau. Wohl wußtest Du von 
Anfang an, daß ich aus Pietät zuweilen zu den Jüdischen Feiertagen nach 
Hause fuhr und mit Eltern und Geschwistern in unsere schöne, geliebte 
Synagoge ging, und daß ich mein Jüdin-Sein nie verleugnen würde, aber 
Religion oder gar Religionen oder einen verschiedenen Gott für jede 
Religion - nein, das kann ich nicht glauben. Schon in der Schulzeit, als 
ich erst den jüdischen, dann den protestantischen Religionsunterricht 
besuchte und - vielleicht am meisten beeinflußt durch das streng katho- 
lische Milieu im Elternhaus meiner geliebten Freundin Emma, mit der ich 
ja aufwuchs, - sehr zum Katholizismus neigte, konnte mich keine Reli- 
gion von ihrer alleinigen und absoluten Richtigkeit überzeugen. 
Wir zu Hause waren liberal, und bei unseren Freunden fragten wir nie 

Zu welcher Religion bekennst Du Dich? " 
So habe ich auch Dich, Liebster, nie gefragt, und es war mir selbstver- 
ständlich, daß wir nur eine standesamtliche Trauung haben. 
Ich wußte, daß der Herrgott den Bund unserer Herzen auch so segnen 
würde, aber Du sagtest: der liebe Gott - - nie habe ich Dich gefragt, und 
doch habe ich immer gefühlt, daß Du den Glauben an ein höheres Wesen 
und wohl auch an den Gott in Dir hattest, aber Dich fragen, - - niemals. 
Nie würde ich in das tief Innerste eines Menschen eindringen wollen; ein 
jeder soll sein Ureigenstes hüten, auch seinen tiefsten Glauben an ein 
höheres Wesen, an einen Gott, den Lenker aller Dinge - - 
So hat er es wohl auch gelenkt, daß ich Dir zuwuchs, in Dich hinein- 
wuchs, so wie Du in mich - im Austausch der Seelen, der Liebe, des 
Zueinandergehörens, des Einsseins in Geist und Körper. 
Und daß ich nun ganz Dir gehöre, für Dich, wie Du sagtest, und Du sag- 
test es noch so manches Mal - vom lieben Gott geschnitzt bin, es ist mein 
schönstes, beglückendstes Wissen, in der Hingabe an Dich - für Dich 
geschnitzt - so wie Du für mich geformt bist zur innigsten tiefsten Ver- 
schmelzung: des Du mit dem Ich 

Du und ich -ein ICH -DU - 

Mein Kind und Dein's 

Kalter klarer Januar - Sonnabend Morgen. Blauer wolkenloser Himmel 
und wirklich schon ein bißchen Sonne. 

Ein wenig müde liege ich noch in den Kissen, müde, wohlig müde vom 
großen Geschehen des heutigen Tages. Ich wende den Kopf zur Seite, 



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und ich lächle selig, verklärt, - ein wonnevolles Mutterlächeln, denn 
in der Wiege neben mir schläft mein Kind - „Dein Kind und mein's" - 
unser Sohn, den ich Dir in früher Morgenstunde geboren habe. 

Da geht die Türe auf - und Du kommst - ein stolzer Vater - - Du beugst 
Dich über mich, über den Sohn - Vaterstolz - Vaterfreude steht Dir auf 
dem Gesicht geschrieben - der Sohn, der Erbe - wie viele Hoffnungen, 
Erwartungen setzt Du wohl schon jetzt auf ihn — 

Und Du streichelst meine Haare - ob der Junge - aha, er heißt schon 
der Junge - auch einmal so goldblonde Haare haben wird wie Du? 
Und Du wartest geduldig, bis er die Augen öffnet - er ist ja noch in 
tiefem Kinderschlaf - aber jetzt - er öffnet die Augen - ,,blau, wie die 
seiner Mutter", sagtest Du - „blau, tief blau und klar - Sonnenaugen, 
er hat sie von seiner Mutter geerbt" — 

Kosenamen 

Und immer erfindet Deine Liebe neue Worte der Zärtlichkeit für mich. 
Und jedes erfüllt mich mit neuer Freude, mit unsäglicher Beglückung. 
Heute aber hast Du mir wohl das Schönste gesagt, was Deine Liebe je- 
mals mir sagen konnte: 
„Inkarnation der Herzensreinheit — " 

Und ein Strom rauschender Glückseligkeit, aber auch demütigen Dankes, 
rinnt mir durchs Herz — 

Daß Du mich so erkannt hast, so eingedrungen bist in die tiefsten Tiefen 
meines Wesens - Liebster - wie soll ich es Dir danken, wenn nicht mit 
immer neuer großer Liebe aus reinstem Herzen — 

Unser Heim 

Niemals vergesse ich die Stunde, in der Du mich beseligt in unser junges 
Heim geführt hast — 

Inzwischen sind wir ein paar Mal umgezogen, immer größer, immer 
geräumiger ist es geworden. Voller Licht, voller Schönheit und Gepflegt- 
heit ist unser Heim. „Das geruhsame Haus", hat es kürzlich ein sonst 
Rastloser, der unser Gast war, genannt. - Und das ist es: Spiegel unserer 
Herzen, unserer Liebe - unser Heim, in all seiner schlichten Behaglichkeit, 
seiner Harmonie der Farben und Formen. 



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Oh, wie liebe ich es - seine Ruhe - Symbol des Geborgenseins in 

Deiner Liebe. 

Und immer bin ich bei Dir geborgen - wie ich es immer wieder fühle - 
Ich lag wieder einmal unbeweglich still an Deiner Seite, den Kopf in 
Deine Hand gelegt - tiefstes Gefühl der Ruhe, der Sicherheit in un- 
serm aufregenden Berufsleben. 

Und plötzlich sagtest Du in all dem Schweigen: „Oh, Du Liebste, Dich 
hat der liebe Gott für mich geschnitzt -" 

Ein erhebendes Zittern ging durch meinen ganzen Körper, ich fühlte 
die Tränen kommen - mein Herz jauchzte in wundersamem Erstaunen - - 
GOTT - nie zuvor habe ich Dich den Namen Gottes nennen hören — 
Du gehörst zwar keiner Kirche an, aber ich glaube doch, daß Du tief- 
religiös bist - wir haben nie über Gott oder Religion gesprochen - 
eigentlich merkwürdig - - - 

Der alte Unband in mir 

Nicht immer bin ich still, sanft und gefügiq, so wie es meiner sanften 
Blondheit entsprechen würde. In mir ist noch immer der gleiche Vulkan, 
der brodelt und tobt und sich zuweilen in etwas sanfteren Tönen ent- 
lädt, naturgemäß, weil er nicht anders kann. Am schlimmsten ist es, 
wenn ich Unrecht wittre und sehe. „Gerechtigkeitsfanatiker", nannten 
mich in der Schulzeit schon die Kameraden. 
Ich kann Ungerechtigkeit, Unrecht, nicht dulden, auch nicht in der 
kleinsten, geringfügigsten Sache. Ich bin ein „Revolutionär" im Geist 
und im Herzen. Und Du läßt mich dann „toben - mich austoben" - 
oftmals mit voller Stimmgewalt - toben über all das Unrecht, das in der 
Welt geschieht. Du aber - Du lächelst gütig, verstehend, ein wenig mit- 
leidsvoll sogar - wie ein weiser Vater lächelt, wenn im Heißsporn der 
Jugend sein Kind überschäumt. — 

Ich komme doch zum Abendessen 

Ich las die Geschichte einer Ärztin, die aus Berufsgründen kaum je 
zum Abendessen kam. Mann und Kind allein ließ — 
Ich weiß, es ist nicht immer leicht, Berufspflicht und Ehe zu vereinen. 
Warum aber immer gerade an unserem Hochzeitstage etwas Besonderes 
geschieht, das weiß ich selber nicht. - Heute war es die schwer blutende 
Frau, von deren Seite ich nicht weichen konnte - und zu Hause wartete 
der festlich gedeckte Abendbrottisch. 



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Ich wußte, daß Du, mein Liebster, wartest, - zweimal habe ich schon 
telephoniert, daß es später würde, und ich spürte die Ungeduld Deines 
Herzens in Deiner Stimme, - aber Du sagtest wie stets, wie ich es auch 
sagte, wenn ich gar lange auf Dein Kommen warten mußte: „Hetze 
Dich nicht, rege Dich nicht auf - - ich warte". - Endlich: die Frau 
scheint außer Gefahr, ich kann sie unter der Obhut der ausgezeichneten 
Krankenschwester lassen. 

Nun aber schnell ins Auto - - nach Hause. So komme ich, zwar später 
als erhofft, aber beruhigt und entspannt, zum Abendessen. 
Und das ist die schwere Kunst: immer wieder die Erfüllung der ärzt- 
lichen Pflicht bis zum letzten, und dann doch im richtigen Augenblicke 
zu Hause und so ganz bei Dir zu sein — 

Daß wir oft zusammen schweigen können, das ist der seltene Reichtum 
unserer Ehe - und dabei spüren, was der andere sinnt und denkt. 
Und wenn dann einmal ein Wort fällt, ist es die Antwort auf unausge- 
sprochene Gedanken - im gleichen Augenblick. Ja, das gibt es bei uns, 
und es ist gar nicht selten. 

Und ich lächle darum nur still und glücklich, wenn die anderen sagen: 
Ganz allein wart Ihr, den ganzen Sonntag Nachmittag, - das muß doch 
schrecklich öde und langweilig gewesen sein? " 

Langeweile - Öde - das gibt es nicht in unserer Ehe, auch wenn man oft- 
mals eine Stunde allein ist - wenn die Berufspflicht sie verlangt. - - 
Aber wie ,, komisch" es manchen Patienten oft vorkommt, wenn Du z.B. 
sagst: ,,Wir wollen doch einmal die Ansicht meiner Frau hören" — 
und so, wie neulich eine Patientin sagte: ,,Sie gebrauchen ja fast genau 
die gleichen Worte wie Ihr Gatte. Wüßte ich nicht, daß Sie sich vorher 
gar nicht mit ihm verständigen konnten, würde ich sagen: Gut verabredet!" 
Wir wissen es beide, daß wir oft die gleichen Gedanken haben, sie mit 
fast den gleichen Worten zum Ausdruck bringen, so, wie wir uns auch 
sonst immer mehr angleichen - wir zwei so grundverschiedenen Menschen - 
so verschieden und doch so gleich — 

Hausaltar 

Hätte ich das Talent, eifersüchtig zu sein, so wäre ich es auf Deinen 
„Hausaltar". - So nenne ich den kleinen offenen Bücherschrank mit der 
vielbändigen kostbaren Weimarer Goethe-Ausgabe und all der Literatur, 
die wir Beide mit der Liebe und sorgfältigen Auswahl des Sammlers in 
all den Jahren zusammengetragen haben. 



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Und auf dem Bücherschrank steht das zarte Mädchenköpfchen aus 
Terracotta - rechts und links die Bilder der Eltern und das vom Jungen 
und meines - und in kostbarer Schale stets duftende Blumen, wie immer 

die Jahreszeit sie bietet. a ^ u* 

Oftmals sehe ich Dich stehen vor Deinem Hausaltar in tiefer Andacht 
gleich einem frommen Beter - irgend eines der Bücher hast Du herausge- 
nommen und schlürfst goldene Dichterworte mit tiefem Behagen - gleich 
dem feinzüngigen Kenner edelsten Weines, der ihn trinkt in langsamem, 
steten und weisen Genuß. 

Und ich wage Dich nicht zu stören, Du sollst auch vor mir hüten, was 
Du heilig hast, es behalten für Dich in Deinem großen gütigen Herzen. 
Und wenn auch ich zuweilen nippe von den Köstlichkeiten Deines um- 
fangreichen Schatzes - denn auch ich liebe die Bücher, nehme freudig 
und demütig ihre Weisheit in mich auf - dann weiß ich. Du gönnst es mir, 
läßt mich teilhaben an Deinem Hausaltar, so wie an allem anderen, was 
Dein ist und nun auch mein - auch Dein Goethe - Dein Hausaltar - - 

Die schönsten Dinge 

Immer sind es die leisesten Dinge, die die schönsten sind. Und sie er- 
greifen mich am tiefsten, so daß ich manchmal weinen möchte vor 
Glück, vor Liebe, vor Demut und auch vor Scham. 
Und diese schönsten Dinge: Wenn ich ganz still bei Dir sitze - Du meine 
Hand halst, und ich fühle den tiefen Strom der Liebe von Deiner Hand 
in die meine, von meinem Herzen zu dem Deinen - 
oder: wenn Du neben mir liegst, ruhig und fest, mein Kopf an Deiner 
Schulter, in Deinem Arm - - ruhig, fest und geborgen in tiefstem Wissen 
und Fühlen des zu Dir Gehörens - - - 

oder: wenn Du mich küßt, küßt mit der tiefen Liebe des Mannes zu 
der Frau, die ganz die seine ist - im Denken, Fühlen und Handeln, neu 
an jedem' Tage und mehr - mehr an jedem Tage - 
oder: wenn Du mich rufst mit dem zärtlichen Wort der Liebe, so wie 
nur Du es für mich formst und sprichst mit der ganzen Wärme Deiner 
tiefstgeliebten Stimme: - - 

oder: wenn Du mich verwöhnst mit tausend kleinen Dingen im Alltag - 
schon morgens, wenn Du mir Kaffee bringst - oh, wie es mich beglückt 



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und doch - wie es mich oftmals beschämt, - und dann spüre ich, daß 
ich drinnen im Herzen ganz leise weine - gerührt von all Deiner Güte, 
Deiner Besorgtheid, Deiner Zartheit - beschämt von all Deinem Gutsein, 
beglückt von all Deiner Liebe und Güte. Und dann stöhnt und fragt 
mein Herz: „Du, warum bist Du denn so gut, so gut über alle Maßen? " 
Und all diese leisen Dinge, - sie sprechen so laut in mir und aus mir, 
und all meines Herzens tiefste Liebe möchte sich verströmen an Dich, 
an Deine Güte, Deine große Menschlichkeit - und immer wieder frage 
ich: „Du — warum bist Du denn soo gut? So gut in der Stille und in 
all den tausend kleinen Dingen des Lebens - " und darum sind es immer 
die leisesten Dinge, die am schönsten sind — 

Wenn Du lachst 

Wenn Du lachst, dann bin ich am glücklichsten — 
Dein goldklares, tiefes Männerlachen — wenn Du lachst über mich, 
daß ich eine so törichte kleine Frau bin - töricht und jung und glücklich 
im Strom Deiner Liebe - - wenn Du lachst und mir sagst, ,,so ein Dumm- 
chen, so eine kleine Frau, - Du, die kluge, große Ärztin - Du Kindweib - ei, 
ei - wenn das die andern wüßten" — 

Daß sie es nicht wissen, das ist wohl noch das schönste daran - und daß nur 
Du allein lachen kannst über das junge, törichte Frauenwesen, das nur 
klug und weise sein kann, klug im Beruf und selbständig im Ordinieren 
und Handeln, weil doch Du dahinter steckst - und mir die Kraft und innere 
Klugheit gibst — Du, gerade auch - wenn Du lachst — 

Die kluge, tüchtige Frau 

Die Leute sagen, daß ich tüchtig, fleißig, sogar klug, sei. Ach, wenn sie 
wüßten! Meine einzige Klugheit ist die, zu wissen, daß ich weder klug noch 
tüchtig, vielleicht ein bißchen fleißig bin. - 

Aber all mein Tätigkeitsdrang, alles, was ich tue und leiste, - es kommt 
nur aus Dir, aus Deiner Liebe, dem lebendigen Quell, der mich plät- 
scherndes Bächlein speist. — 



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18- 

Ungestillte Sehnsucht 

Es gehört zu meinem Beruf, immer wieder dabei zu sein, wenn ein neues 
Leben sich auftut dem Lichte - - 

So viele Kinder werden geboren - und meines, es wächst heran - - mein 
Junge, mein süßer. Wie beseligt es mich, so oft Du Deine Kinderärmchen 
um mich legst - Du, mein Kind, und seins - - - 

Und dann steigt Sehnsucht in mir auf - und alle Wünsche werden wach - - 
meine ungeborenen Kinder, zu denen es mich drängt, sie rufen und rufen ... 
Noch ein Kind haben, ein einziges noch - ein kleines Mädchen müßte es 
sein mit lachenden Blauaugen und Blondhaar, so ein richtiges Sonnenkind - 
Leibhaftig sehe ich es vor mir - in meinen Träumen, meiner Fantasie - - 
Und dann kommt das ärztliche Denken - die Vernunft, die Angst - - - 
und das schmerzhafte Wissen, daß ich nie mehr werde Kinder haben 
dürfen - - - 

Und ich bringe die Sehnsucht zum Schweigen - lehre mein Herz zu ver- 
zichten - - doch niemand weiß, was dieser Verzicht mich innerlich kostet - - 

Rote Nelken 

Glutrote Nelken stehen auf Deinem Schreibtisch. Eine Patientin hat sie 
Dir gebracht. Und Du hast mir dazu folgende Geschichte erzählt: 
„Rote Nelken - was wird da bloß meine Frau sagen", sagtest Du scherz- 
haft zu der Dame, und diese: „Ja, meinen Sie, Herr Doktor, soll ich sie 
lieber wieder mitnehmen? " - Du aber hast sie beruhigt, daß auch ich mich 
mitfreuen werde - und damit hattest Du recht. 

Ja, es beglückt mich, es freut mich, wenn die Frauen Dich lieben. Dich 
verehren. Dich auch nur ein wenig erkennen und Deine hohen Qualitäten. - 
Es freut mich - und ich werde nie eifersüchtig sein, auch nicht, wenn 
schönste Frauen, klügste und scharmanteste, sich selbst Dir mit ihren 
Blumen schenken wollen, solange ich weiß und es immer wieder von Dir 
höre, daß von allen doch nur ich die Deine bin, die einzige, die liebste und 
die begehrenswerteste von allen Frauen - - ich, die Frau Deiner Liebe, die 
Königin Deines Herzens, die Mutter Deines Kindes, Dein Kamerad und 
Dein Weggenosse - - Mutter, Geliebte und Frau - ich einzig und allein 
von allen — 






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Konflikte 

Oftmals bin ich hin- und hergerissen in meiner Seele und zweifle, was 
ich tun soll. - Das ist so, wenn ich gehe, ausgehe ohne Dich, zu Versamm- 
lungen, Vorträgen, die Deinen Interessen zuwiderlaufen. 
Dann aber gehe ich doch, weil ich weiß und spüre, daß wir beide es 
brauchen: Du die Stille unseres Heims und Deines Studierzimmers, damit 
Du allein sein kannst, ungestört mit all Deinen Gedanken und Deinem 
tiefen Forschen. - Ich aber brauche zuweilen die lärmende Welt, den Aus- 
tausch der Meinungen, das Aufeinanderprallen, die stiebenden Funken 
einer oft unter „Kollegialität" getarnten bitteren Feindseligkeit. Oder auch 
ein bißchen Musik, einen harmlosen Film, eine sentimentale Liebesgeschich- 
te, die sich vor meinen Augen abrollt und in ihren Bann zwingt — 
Ja, so verschieden sind wir zuweilen in Geschmack und Neigungen. Wenn 
ich dann heimkomme, und Du hast auf mich gewartet - wie spät die Stunde 
auch sein mag - dann erzähle ich Dir noch unter dem frischen Eindruck, 
und Du streichst mir verständnisvoll über das Haar. ,,Hast Du Dich wieder 
einmal aufgeregt, geärgert über die dummen Menschen — ? " und dann 
wird alles ruhig in mir - still und friedlich. Und das machst Du, das bist Du - 
immer wieder - Du mein Glück und mein Seelenfrieden. 

Andacht 

Auch das ist Andacht für mich: still in einer Ecke sitzen und beobachten, 
wie Du mit Deinem Jungen spielst. So aufgeschlossen ist Dein Gesicht, 
so froh und jungenhaft, und Du lachst - echte Herzenstöne. - Und im 
Grunde bin ich es, die Dich das Lachen gelehrt hat. Darum kann ich nur 
in Andacht die Hände falten und leise im Herzen sagen: ich danke Dir, 
lieber Gott, daß Du mir dieses gegeben hast: ihn froh und glücklich zu 
machen mit mir und unserem Kinde. 

Eine unheilbare Krankheit 

,, Armes Lieb, Du leidest an einer schweren, unheilbaren Krankheit", 

hast Du kürzlich zu mir gesagt. 

„Ich? krank? " erstaunt blicke ich Dich an, und ich weiß nicht, was 

Du meinst. 

„Ja", sagst Du, und Du hältst meine beiden Hände fest - „Du hast 

MENSCHENLIEBE, viel zu große Menschenliebe, und Du wirst noch viel 

darum leiden müssen". 



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20- 

Lange, lange habe ich darüber nachgedacht - auch in mancher Nacht, 
in der ich nicht schlafen konnte, weil wieder einmal mein Herz zuckte 
in Weh und Enttäuschung über einen Menschen, den ich lieb hatte oder 
besser lieb habe. 

Ich glaube das ist es, - ich erwarte zu viel von den Menschen, ich lege 
den eigenen Maßstab an, und wenn ich dann enttäuscht werde, dann 
denke ich, daß es doch wohl an mir selbst liegen muß. - 
Und ich liebe weiter und sehe das Gute im Menschen, und ich glaube 
erneut an Güte, Aufrichtigkeit, Freundschaft, Treue, Wahrhaftigkeit, - 
ich werfe mein ganzes Herz in die Menschen, liebe sie alle, zumal auch die 
Kinder und die ganz Alten, - und ich begehe tausend törichte Dinge, die 
keiner beachtet - - keiner? doch Du - Du, der einzige von allen, der meine 
ganze Liebesfülle erfaßt, Liebe zu Mensch und Tier, zur Kunst und Natur, 
ein unversiegbarer Quell in meinem Herzen - - Liebe für alle, Liebe, die 
zum brausenden Sturm, zum frohen Jubellied, zum tiefsten und zartesten 
In-Mir-Sein wird, wenn sie zu Dir strömt, - Du Meer meiner Seele, in das 
alle Quellen und Ströme münden. Drum lasse mich nur „unheilbar krank" 
sein und lasse mich lieben und leben oder aber - wenn es sein muß - ver- 
bluten, sterben an meiner Krankheit. 

Freunde 

So viele Freunde gehen aus und ein in unserem Hause. Freunde, Kame- 
raden aus froher Schulzeit, da ich als das einzige Mädchen der Klasse ihrer 
aller Freundschaft mir erwarb und erhielt im Wechsel der Zeiten. Was 
danke ich ihnen doch, diesen Jugendfreunden, die mich gelehrt haben, in 
ungezwungener Natürlichkeit von früher Kindheit an ihnen Freundin, 
Kameradin zu sein! - Freunde, Kameraden aus Studientagen in Heidelberg, 
München, Freiburg, - so viele hatte ich damals und immer weiter - so 
viele, viele Freunde, aber nie einen „Freund" — 
Junge Kollegen im Krankenhaus, Freunde, Kameraden - ein bischen Liebes 
geflüster, ein schüchterner Kuß, Präliminarien der Liebe, niemals aber eine 
Liebschaft. - - - Und wenn sie nun nach Berlin kommen, kommen sie auch, 
um mich zu besuchen, die Freundin aus goldenen Lenzestagen. - Und wir 
lachen und trinken ein Glas Wein zusammen, und Du, mein Mann, nimmst 
sie herzlich auf - meine Freunde, nun auch die Deinen - so wie alles, was 
mein ist, auch Dein ist - - - 



r 



-21 - 

Und wenn dann zuweilen die anderen sagen: „So viele Freunde - was 
sagt wohl der Mann dazu? " - dann lächle ich leise ob ihrer Torheit - - 
da sie nicht wissen, daß ich nur ein so guter Freund sein kann, aus der 
Fülle des eignen reichen Herzens, das erfüllt ist von Dir - ganz erfüllt und 
darum gewillt - und ich möchte sagen: naturnotwendig von innen ge- 
trieben, sich weiter zu verströmen, zu verschenken, - an die andern von 
dem goldenen Reichtum zu verschwenden - in seliger Freude am Schenken, 
am Geben von dem, was mein Herz empfängt von Dir an jedem neuen 
Tage: Liebe, Verstehen, Güte und innere Reinheit. - 
Und darum habe ich so viele Freunde, kann ich so viele Freunde haben 
meine Freunde und also auch - die Deinen — 

ICH WILL 

Viele Jahre sind es her, seit ich diese Worte zu Dir gesagt habe: Ich will 
Dir stets eine gute Frau sein. - Gelöbnis und letztmalige Äußerung meines 
eigenen Willens. Seither hat ein: ICH Wl LL, aufgehört Dir gegenüber für 
mich zu existieren, selbst ein: ich möchte, hast Du niemals von mir ge- 
hört, Dein guter Vater hat mich dafür gerügt. ,,Sag' doch Du auch einmal 
ICH WILL", mahnte er. Aber ich habe von Anfang an gelernt, daß es in 
unserer Ehe nur einen starken Willen gibt, nur einen, der bestimmt im 
großen und kleinen. Und ich habe mich diesem Deinem Willen so gern ge- 
fügt (zumal ich im Berufe in meinen Behandlungen und Verordnungen so 
strikt sein mußte und muß). ,,Heiss koiranos esto", - EINER soll Herr sein. 
Ich habe es mir immer gesagt, denn es ist mir nicht immer leicht gefallen, 
meinen Willen und manch einen bescheidenen und stillen Wunsch Deinem 
Willen, dem kategorischen Imperativ in Dir, unterzuordnen. 
Aber ich habe geschwiegen und kleine oft lächerliche Wünsche unter- 
drückt, nie habe ich gesagt, ich will oder ich möchte heute ins Kino gehen 
oder mit Freunden zusammen sein oder hinauswandern in Sonne und Wal- 
desluft, oder nach arbeitsreicher, beruflich schwerer Woche statt in der 
eleganten dumpfen Wohnung bei alten Leuten zu sitzen, die reden von 
Menschen und Dingen von ,, Einst", das mir völlig fremd ist. 
Und manchmal hast Du wohl gemerkt, daß ich etwas gern anders hätte, 
aber daß ich trotzdem schwieg, und lachend sagtest Du dann: ,,Hat 
denn die kleine Assistentin immer noch Angst vor dem strengen Ober- 
arzt? " 



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Und zaghaft sagte ich dann - ich glaub's beinahe - und wir dachten an 
das Einst im Krankenhaus, und wir lachten über uns Beide. 
Nun aber steht es in mir auf , das ICH WILL, und ich schreie es Dir 
in das Gesicht: „ICH WILL HINAUS aus diesem Lande, trotzdem 
ich es liebe, ich will fort von hier, wo ich nicht mehr frei atmen kann. 
Ich will hinaus um Deinetwillen und des Kindes Willen - fort - ehe es 
zu spät ist. - Und Du bist böse über dieses ICH WILL. Und Du wider- 
setztest Dich diesem ICH Wl LL. Oh, es ist kein Ich will, - es ist ein 
Flehruf des Herzens, nicht nur der Vernunft. 

Du weißt, und ich wiederhole es: „Ich liebe das Land, bisher mir Heimat, 
die tiefst im Blut mir rauscht, ich liebe unser schönes kultiviertes Heim, 
ich liebe meinen Beruf aus tiefstem Herzen, nächst Dir und dem Kinde 
das liebste und teuerste in meinem Leben. Aber ich halte es nicht mehr 
aus, was hier täglich geschieht, mein Stolz, mein Ehrgefühl, meine Men- 
schenwürde, - alles bäumt sich in mir auf, und ich kann nicht atmen in 
einer Luft, die verpestet ist, vergiftet von der Unreinheit ihrer Gedanken 
und Ideen ihres Wahnsinns. Und darum sage ich Dir nun wieder und 
wieder: Ich will hinaus um Deinet- und des Kindes Willen. Hör' meinen 
Flehruf: Ich will! - Zum ersten Male, seit ich mein Leben an Deines ge- 
bunden in Liebe und den eigenen Willen geopfert habe, den eigenen 
Willen, heute laß' diesen Willen gelten, hör' mein Flehen, - ich will 
hinaus mit Dir und dem Kinde, um unsrer Ehre, unserer Freiheit willen, 
ich will hinaus, ehe es schon bald zu spät sein dürfte, - hör' auf mich um 
unsrer Liebe, unsrer Menschenwürde willen, versteh' meine Mahnung, 
meine Bitte, meinen Flehruf. Ich will hinaus mit unserem Kinde, 
ich will---" 

Sorgenfalten. 

Die Sorgenfalten auf Deiner Stirne - wenn ich sie doch verscheuchen 
könnte — 

Daß Liebe so machtlos sein kann — Und ich will doch mit Dir tragen, 
aber Du schweigst und schweigst. Und dieses Schweigen - es redet zu 
meinem Herzen. Und Deine Sorgenfalten auf der Stirne, sie machen Schwie- 
len, Runzeln und Falten in meinem Herzen - sie bedrücken meine Seele. 
Mit gerungenen Händen stehe ich daneben, und all meine Liebe kann 
Dir die Sorgen nicht verscheuchen. - Bleiben zwei Menschen doch immer 
zwei - und ist letzten Endes ein Jeder - allein? I 



I 



ß 



Alles könne man verlieren — 

Wir saßen bei Tisch und hatten, wie üblich, das Radio eingeschaltet. 
Alle die schrecklichen Neuigkeiten, immer neue Schikanen, und nun 
die Nachricht, 

„den iüdischen Ärzten ist das Praktizieren, d. h. die 
Behandlung von christlichen Patienten, von nun ab verboten". 

Ich fühle, wie mein Herz erstarrt, - nicht mehr praktizieren dürfen, nicht 
mehr helfen, trösten dürfen, - den geliebten Beruf verlieren, oh, meine 

armen Patienten, - wer wird sie nun behandeln, und wie 

Ich kann kein Wort hervorbringen, gehe wortlos ins Schlafzimmer, und 
auch Du stehst vom Tisch auf - - ruhelos gehe ich hin und her, und ich 
höre auch Deine Schritte im Nebenzimmer — Wie lange schon habe ich 
prophezeit, daß es so kommen würde. Ihr Alle habt mich ausgelacht über 
meine Hirngespinste, wie Fritz sagte. 

Und nun - ich gehe in mein Sprechzimmer, setze mich auf den gewohnten 
Sessel vor dem Schreibtisch - ich kann nicht weinen, ich blicke auf den 
Schreibtisch, da liegt ein beschriebenes Blatt - Deine geliebte feine Hand- 
schrift: 

,, Jedes Leben sei zu führen, 

Alles könne man verlieren, 

Wenn man bliebe, der man ist" (Goethe) 

und dazu die Worte: 

„Geliebte Frau, laß' uns bleiben, die wir sind". 

In tiefster Liebe und Treue 

Dein Mann" 
Ich fühle die Tränen über mein Gesicht rinnen — 
Ja, wir werden alles verlieren, ich weiß es schon lange, und dieses hier 
ist nur ein Anfang - noch immer Anfang. Vielleicht wirst Du endlich 
einsehen, daß trotz aller Liebe zur Heimat wir in diesem Lande nicht 
bleiben können, - denk' doch an unser Kind, unsern Sohn, — soll auch 
er für den „bösen Tropfen in seinem Blute", bestraft werden? 
Aber Du hast recht: wir wollen und werden bleiben, die wir sind - und 
wenn wir ganz arm an irdischen Gütern im fremden Lande sein werden, 
wir haben uns, unsre Liebe, unsre Zweisamkeit, Du hast mich, ich hab' 
Dich, und wir haben unsern geliebten Sohn — in allem Kummer, allen 
Sorgen, ist es nicht Glücks genug, wenn wir nur zusammen bleiben, - und 



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ich will es Dir danken, wenn Du jetzt verstehst, daß ich in diesem Lande 
hier nicht mehr frei atmen kann. Und ich will DIE bleiben, die ich bin, 
heute und morgen, und immer in schmerzhafter Liebe und Sorge, doch 
immer die gleiche DEINE Frau, die zu Dir gehört, so wie Du zu mir - 
ein Du - Ich - - 

November 1938 

Du bist fort - sie haben Dich abgeholt - Du bist wahrhaft ein Opfer Dei- 
nes Berufes geworden, zu stolz. Dich zu verstecken, zu edel, Deine Arzt- 
pflicht zu vernachlässigen - - denn sonst: ich hätte Dich retten können - - 
Nun aber bist Du fort - - Und in mir ist alles wüst und leer - - so, als ob 
jegliches Gefühl in mir erstorben wäre - - nicht einmal hassen kann ich, 
selbst dazu fehlt mir die Kraft - - mechanisch, automatisch suche ich, 
die Alltagspflicht zu erfüllen. Ich will Dir ja Dein Heim, Deine Praxis 
halten. Dem Jungen nun Vater und Mutter sein. Aber meine Seele ist 
erstarrt, mein Herz ist ein See von Tränen - mein ganzes Leben nur noch: 
ein Warten bis Du kommst, bis Du wieder da bist. - - - 

Frauenkreuzzug zum Amerikanischen Konsulat 

Grauer Novembertag. Regen und Nebel verhüllen den Blick trüber müder 
Augen, in denen verhaltene Tränen brennen. Seit 2 Uhr früh stehe ich in 
der Schlange zahlloser Frauen, wartend auf Einlaß. Stehen da totmüde 
und hungrig und hin- und hergerissen von Hoffnung und Zweifel - in 
Verzweiflung. Auch ich warte auf Einlaß, um endlich zum amerikanischen 
Konsul vorgelassen zu werden, das Papier zu erhalten, das uns Leben und 
Freiheit in Amerika sichern soll. - Stunde um Stunde verrinnt, - ein fahler 
Morgen ist schon dem düstern Licht des Mittags gewichen — 
ich habe nichts zu essen, die Beine tragen mich kaum noch. Ich zähle die 
Tropfen des wieder einsetzenden Schneeregens - immer mehr sinke ich 
in die feuchte Erde des Gartens. - Und plötzlich geht es mir durch den 
Sinn: dieses Haus - einst Großvaters Besitz - in dem er, ein Grandseigneur, 
bis zu seinem Tode lebte und immer wieder die Familie um sich sammelte, 
dieser Garten, einst Großvaters Garten, in dem mein Mann der zutiefst 
geliebte älteste Enkel, als Kind schon gespielt hat und später - als künftiger 

Erbe - mit den Freunden bunte frohe Feste gefeiert hat, das ist nun das 
Amerikanische Konsulat. 






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Und ich. Deine Frau, stehe nun stundenlang in diesem Garten - eine 
Bettlerin, eine Bittstellerin - - - 

Und dann muß ich es mir gefallen lassen, daß eine andere Frau sich 
vordrängt, Einlaß findet, während mir kurz darauf ein blonder Jüng- 
ling sagt: „It is one o'clock, now it will be closed". Mit nicht mißzuver- 
stehenderHandbewegung verwehrt er mir den Zutritt. - Und ich wende 
mich zum Gehen nach elf Stunden des Wartens, des Hungerns, des 
Frierens - - Aber ich habe noch die Kraft, dem blonden Jüngling zu sa- 
gen: „Junger Mann, dieses Haus war einst Großvaters Villa, die Ihr in der 
Inflation für billiges Geld gekauft habt. Aber ich weiß, Großvater hätte 
keinen Bettler so von der Tür gewiesen, wie Sie nun eine arme, unglück- 
liche Frau — 

Und dann wende ich mich zum Gehen; ich stolpere über Steine und 
welkes Gras - aber da - eine letzte rote Aster blüht mir entgegen. Ich 
reiße sie ab, berge sie schnell in der Tasche meines Mantels, - ich werde 
sie verwahren, die letzte Blume aus dem Garten Deiner Kindheit, und 
ich werde sie in Deine geliebten Hände legen, wenn Du kommst, wieder 
heimkommst. Ich werde nicht ermüden, ich werde kämpfen um Dich 
und unsern Weg in die Freiheit. Darum werde ich morgen wieder im 
Garten stehen vor der Tür zu einst Großvaters Haus, wieder eine von 
vielen im Frauenkreuzzug zum Konsulat. 

Rückkehr. 

Du bist wieder da - endlich - zurück - wieder frei. Und ich spüre, wie 
langsam das Leben in mich selber zurückkehrt. Du bist gekommen, wie 
Du sonst kamst aus der Praxis - vom Spaziergang - mit dem immer gleich- 
mäßigen Gesichtsausdruck - doch ich spüre, was Du erlebt hast 

ich sehe Deine zerschundenen Hände, die zarten, fast fraulichen Hände, 
nur gewohnt, behutsam anzufassen - - was mögen sie getan haben in den 
Tagen und Wochen der Unfreiheit, des Gequältwerdens - - ? ! 
Ich stelle keine Fragen, gewaltsam dränge ich sie zurück, genau so wie 
jede laute Äußerung meiner Freude, meines Glückes, daß Du wieder da 
bist. Noch behutsamer als sonst will ich mit Dir umgehen. Nur: in aller 
Schlichtheit habe ich festlich den Tisch gedeckt, und alle Li^chter brennen, 
weil ja auch in meiner Seele wieder Licht ist - mein Lebenslicht - - - 
Und ich warte voll Sehnsucht auf den ersten Abend wieder vereint mit 
Dir, - Du aber - hastig schlingst Du das Essen hinunter und dann - rufst 
Du das Auto zu eiliger Fahrt - die Tante besuchen - Fremde besuchen, 



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deren Söhne Dir Grüße aufgetragen haben - Du fährst zu ihnen, noch 
mündlich zu berichten, nachdem Du es telefonisch bereits getan - - - 
Und ich fahre mit Dir, - schweigend im Auto - schweigend halte ich 
Deine beiden Hände - - - was tut es, daß es nicht zu Hause ist, in stiller 
Zweisamkeit daheim, damit auch ich endlich in Deiner Geborgenheit 
wieder Ruhe finde - -? ich kann ja wieder Deine Hände halten. Du bist 
wieder bei mir, bist frei, bist zurück und - Du lebst! - - - 

Ein Abschiedslied. 

Heute Abend waren Hilde und Felix zum letzten Male bei uns - zum 
Abschiednehmen. Morgen verlassen sie die Heimat - nach England und 
dann nach Australien. Ein Abschied für immer, nachdem wir so viele 
schöne und dann so schwere Jahre gemeinsam verlebt haben, unsre 
kleinen Freuden und dann die großen Sorgen in Freundschaft geteilt 
haben. Trotz des großen Altersunterschiedes - sie sind genau 10 Jahre 
jünger als wir - haben wir uns stets so gut verstanden. - Und nun war es 
also der letzte Abend, und uns allen war es so schwer ums Herz, und 
nur abgemessen kamen die Worte. - Plötzlich stand ich auf, ganz impul- 
siv sagte ich: ,, Kommt mit ins Wohnzimmer. Einmal will ich Euch etwas 
in Tönen sagen; laßt mich Euch zum Abschied etwas spielen oder singen" 
ich tat es nie zuvor und wenn überhaupt, nur dann, wenn ich allein war, 
ich glaube, ich fürchtete Deine strenge Kritik, trotzdem Du mich manch- 
mal zum musizieren ermahntest. 

Erstaunt blickten Hilde und Felix mich an, denn niemals haben sie mich 
zuvor spielen oder singen hören - immer stand das Instrument stumm. 
Die meisten Bekannten dachten wohl, es wäre nur ein ,, Dekorationsstück 
wie in so vielen reichen Häusern!" - Nun aber schlug ich den Deckel auf, 
holte die sorglich gehüteten Noten aus dem Schrank - und da klang es 
hinaus in die Nacht - die geliebte Pathetique - das alte Feuer kam plötz- 
lich über mich - und sie saßen still und lauschten. Und dann ein Lied: 
„Herr, den ich tief im Herzen trage, sei Du mit mir". Mein hoher Sopran 
hatte in den Jahren des Schweigens kaum gelitten, und die Akustik in 
dem großen Raum - ich hatte auch die Schiebetüren zum anderen Zim- 
mer offen gelassen - war ausgezeichnet. Und Hilde und Felix lauschten, 
still und ergriffen, feucht schimmerten die Tränen in unsrer Aller Augen, 
als ich geendet. 



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Leise schloß ich das Instrument, - legte langsam die Brokatdecke dar- 
auf, stellte die Vase mit den Blumen an den gewohnten Platz. - Stumm 
reichten wir uns dann die Hände. Nur Hilde fragte dann mit zitternder 
Stimme: ,, Warum erst heute? Warum hast Du es in all den Jahren nie 
getan? " Ja - warum? - Vielleicht weil ein singender Brunnen im Alltag 
zugeschüttet war. - Aber Du, liebster Mann, legtest den Arm um mich 
und zogst auch Hilde an Dich, und Du sagtest: „Denkt an uns wann 
immer irgendwo diese Musik ertönt, und die Ferne wird zur Nähe — " 
Wird sie es wirklich, oder bleibt nur die Sehnsucht - ? 

Ein Abschied 

Der Junge ist fort mit einem Kindertransport nach England. In aller 
Morgenfrühe habe ich ihn zur Bahn gebracht - tränenvollen Herzens, 
doch mit lächelnder Miene. - Vom Schlesischen Bahnhof ging der Trans- 
port, doch ich habe es fertig gebracht, am Zoo den Zug noch einmal zu 
erreichen, ins Coupe hineinzusehen. Noch einmal spüre ich den Druck der 
Kinderhand, zum offenen Fenster hat er sie mir noch einmal herausge- 
reicht, um die letzte Schokolade von mir in Empfang zu nehmen. - Die 
letzte Süßigkeit für lange Zeit, und ich höre mich sagen: ,,Sieh, mein 
Kind, wie schön die Sonne jetzt heraufkommt, golden steht sie nun schon 
über dem Planetarium, - Du fährst in die Sonne, mein Kind -" und schon 
entführte Dich der Zug — Und nun noch ein paar Stunden, und ich 
weiß Dich draußen, jenseits der Grenzen des Landes, das Deine und unser 
Aller Heimat war - draußen in der Fremde - in Sicherheit - Ich aber bin 
zurückgeblieben, - so still ist es nun im Hause, in den Zimmern, - kein 
Kinderlachen schallt mehr durch die hohen, lichten Räume - - kein Kind 
mehr zu Haus — 

Ich sitze an Deinem Schreibtisch, mechanisch spiele ich mit dem Feder- 
halter, mit dem Du vielleicht gestern noch hier in Dein Heft gekritzelt hast, 
Der Schreibtisch hier, - der Federhalter hier, aber Du - fort, fort, und ich 
weiß nicht, ob und wann ich Dich je wiedersehen werde - mein Kind, 
mein Herzelieb, mein Sohn, - Du Deines Vaters ganzer Stolz - 
Ich fühle Tränen in meinen Augen und lege den Kopf auf meine Arme, ge- 
stützt auf Deinen Schreibtisch. - 

Ein Dichterwort tönt mir im Innern fort, und ich höre und fühle nur 
noch dies: „Da neigte die stolze Frau ihr Haupt und weinte bitterlich ... 



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28- 

Lebewohl 

Nun gehen wir noch einmal durch die leeren Räume - das war unser 
Heim - so viel Glück - so viel Leid. - Und in wenigen Stunden wird 
der Zug uns durch die Nacht führen auf dem Wege in ein fremdes 
Land. — Wir schweigen, halten uns still an den Händen; eine kleine 
Kerze in meiner Hand wirft noch ein spärliches Licht in das abendliche 
Dunkel. - Mit leisem Zischen ist nun auch die Kerze erloschen - es fiel 
wohl doch eine Träne darauf — 

Die Koffer werden ins Auto geladen - die Tür fiel ins Schloß — 
Ich halte Deine Hand, und ich will vorwärtsblicken, denn Du bist ja 
bei mir, und wir gehen zusammen - ins neue Land, — und daß wir 
zusammen sind, wiegt alles auf. — 

Rückblick 

Etliche Jahre sind vergangen, seit ich diese Blätter in einer glücklichen 
Stunde Dir auf den Geburtstagstisch legte, Jahre voller Arbeit, Jahre 
voll Glück, Sorgen, Alltagskümmernissen. Durch alles kamen wir hin- 
durch, - wir hatten uns, unsere Liebe, unsere gemeinsame Arbeit, die 
Freude am Schönen, an allem, was uns gemeinsam gehörte — 
Und allmählich glitten wir hinüber in die ältere Generation, und schien 
der Weg etwas leichter zu werden, fingen wir an, jede Stunde des Lebens 
noch bewußter zu genießen. 

Ich wußte wohl, daß Dein Herz etwas müde geworden war, aber wenn 
ich mich sorgte, lachtest Du mich aus, und all Deine Sorge galt dann mir, 
meiner Überlastung, meinem Zu-Viel-Tun — 

„Mir wird nichts passieren", sagtest Du oftmals, wenn ich Dich bat, vor- 
sichtig zu sein. ,,lch brauche nur etwas Schonung, Ruhepausen am Nach- 
mittag und am Sonntag" — 

Ich habe sie Dir verschafft, diese Ruhepausen, mit aller Energie, manch- 
mal durch Opfer und freiwilliges Verzichten auf irgend etwas, das ich 
gern gemacht hätte, einen Ausflug ins Grüne am Sonntag, einen Kino- oder 
Theaterbesuch. Oftmals habe ich eigene Müdigkeit vorgeschützt, um eine 
Einladung abzulehnen, irgendwo nicht hingehen zu müssen. Ich war dann 
dankbar, wenn wir diese stillen Stunden allein für uns hatten. 



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Stille, Ruhe, Frieden in unserem Hause, in unseren Herzen, -wir haben 
es beide oftmals so dankbar empfunden. 

Und nun ist alles zu Ende, - Du bist nicht mehr, und ich irre ruhelos 
durch die Räume, ich suche, ich rufe Dich - - - vergebens, - Du kommst 
nicht mehr, - - - und ich will es nicht glauben. - - - 

ER - ICH 

Liederbuch einer Ehe. 

Geschrieben zum 13. Juli 1946. 

Meinem geliebten Mann. 

Dr. med. Erich Nathorff 

Daß wir uns trafen, war die 
große Wende, 

Aus zwei Verirrten ward ein 
wissend Paar 

Christian Morgenstern 
In schmerzlichem Gedenken seines Todestages am 25. Juni 1954 

,,Die in Liebe Dir verbunden, 
Werden immer um Dich bleiben' 

Dr. med. Hertha Einstein Nathorff 

Epilog 

Kein Wesen kann in nichts zerfallen! 
Das Ewige regt sich fort in Allen! 

Goethe, Vermächtnis 

Ich verlasse Dich hier, und wo ich jemals Dich wiederfinde -wer weiß es? 
Vielleicht sind diese Gespräche die letzten. Nur ein Fremdling, sagt man 

mit Recht, ist der Mensch hier auf Erden. 

Hermann und Dorothea 

Nun hast Du mir den größten Schmerz getan 



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Beim Ordnen Deines Schreibtisches fand ich die Mappe mit den Tage- 
buchblättern, mit vielen anderen Gedichten, Brieflein, hastig hinge- 
worfenen Mitteilungen (wenn ich Dir während der Sprechstunde etwas 
mit Worten nicht sagen konnte) - Du hast sie sorglich verwahrt. - 
„All das gehört mir so wie Du selbst", hast Du einmal gesagt, und es 
weggeschlossen, als ich es wieder haben wollte - - Und nun ist es wieder 
MEIN, — so wie auch Du immer MEIN bist, bleiben wirst, auch jetzt, 
da Du nicht mehr bist, da ein unerbittliches Schicksal Dich mir entrissen 
hat. — Noch kann ich es nicht fassen, ich gehe wie betäubt umher, ver- 
suche meine Pflicht zu tun - und doch: ich kann es nicht fassen, - ich 
will versuchen, weiter zu wirken, ich will dieses Buch nun vollenden, so 
wie Dein Leben vollendet ist, und damit auch das meine. Ich will kurz 
berichten, so wie es war, wie es kam, wie es nun aus tiefstem Leid mir 
aus dem Herzen quillt. 

Die letzte Stunde 

Nun sitze ich an Deinem Bett - ich ganz allein - in einer fremden Stadt, 
in einem fremden Krankenhaus. Ich sitze da, halte Deine Hände, will auf 
Deinen Atem lauschen, so wie ich es oftmals getan habe, wenn Du tief im 
Schlafe lagst, wenn ich Dein Gesicht studierte, wieder und wieder, die 
feinen Züge in mich aufnahm. So sitze ich auch jetzt und lausche, lausche 
gespannt auf Deinen Atem, auf den Schlag Deines Herzens. Und plötzlich 
wird es mir klar: ich lausche vergebens - nie mehr. - Ich sage es vor mich 
hin, aber ich fasse es nicht. Seele und Körper sind taub - nie mehr - - das 
kann doch nicht wahr sein. Ich halte Deine Hände, Deine lieben, geliebten 
Hände, sie sind so kalt - so kalt - mich fröstelt. Ich lege meinen Kopf an 
Deine Brust - an Dein Herz, das treue Herz, das so warm für mich schlug - 
es schlägt nicht mehr - ich kann es nicht glauben, ich kann nicht - nicht 
einmal weinen kann ich in dieser Stunde. Mir ist, als ob ich selbst nicht 
mehr bin. Ich halte meine Hände an Deine Wangen, meine warmen Hände 
können sie Dich nicht erwärmen? Deine Augen, haben Sie keinen Blick 
mehr für mich? Dein Mund - kein Wort mehr für mich? Deine feinge- 
schwungenen Lippen - kein Lächeln für mich? Es kann doch nicht wahr 
sein - wie ein totwundes Tier stöhne ich auf: „Erich, - Erich"! - - 
Meine Stimme gehorcht mir nicht mehr. - Du hast aufgehört zu atmen. 



. 



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zu leben, und ich selbst - ich bin noch am Leben - das kann doch 
nicht sein. - Schluchzend berge ich mein Gesicht in das Kissen neben 
Dir - - stille — nur nicht weinen. - Schweigend halte ich Wache bei 
Dir - Totenwache - die letzte Stunde - Du und ich ganz allein — 
die unwiederbringlich letzte Stunde - ich muß weiterleben, geht es 
mir durch den Sinn - - der Junge, er hat jetzt nur noch mich, da er den 
besten treuesten Vater verlor. Aber ich weiß, daß auch in mir in dieser 
letzten Stunde das beste gestorben ist. Ich kann ohne Dich nicht richtig 
leben, - zu sehr habe ich durch Dich gelebt - und nun ist unsere letzte 
Stunde — 

25. Juni 1954 

Dieses Datum ist eingebrannt in mein Herz so lange dieses noch schlägt. - 
Du bist entschlafen, ganz schnell - zwei Atemzüge - Dein Herz - ich spürte 
es flattern wie eines Vögleins zitterndes Herz, als ob Deine Seele fortge- 
flogen wäre, ganz schnell in den Himmel hinein, - und Dein Herz stand 
still — . Ich kann es nicht glauben, denn so stirbt man doch nicht - einfach 
aufhören zu atmen - so schnell - so ohne Kampf - ohne Schmerzen - Du 
mußt ein Götterliebling gewesen sein, - daß Du ohne Qual entschlafen 
durftest - aber ich - - ? - Ich bin wie versteinert - lebe ich denn noch? Ich 
atme, versuche, etwas zu essen, gehe umher, muß all das Schreckliche tun, 
allein in der fremden Stadt, das sonst Angehörige in solchem Falle für 
eine trostlose Gattin tun - ich muß es tun - und dann zurückfahren in das 
Heim, das nun kein Heim mehr ist - - zurückfahren ohne Dich — 

Ein Heim, das keines mehr ist 

Wir sind zurückgefahren: Heinz und ich - krampfhaft hielten wir uns an 
den Händen - zitternd schließen wir die Tür auf. Nur nicht schreien, nur 
nicht laut weinen, sage ich immer vor mich hin. Es ist das einzige, was 
ich noch denken kann. - Sind es wirklich erst wenige Tage her, daß wir, 
froh ein paar Ferientage zu haben, die Wohnung verlassen hatten? Da 
standest Du noch vor dem Spiegel in der Diele, hieltest mich umschlun- 
gen und zogst mich an Dich. „Für ein so altes Ehepaar sehen wir eigent- 
lich noch ganz gut aus", meintest Du scherzend, ,,guck mal, wie fein ich 
mir hab' Haar und Schnurrbart schneiden lassen, fast wie ein Bräutigam ..." 



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und Du zogst mich mehr, als Du mich führtest, zur Tür hinaus ins Auto, 
um zur Bahn zu fahren, - Du warst so vergnügt, und mir, mir war das 
Herz so eigenartig schwer, ohne Grund meinte ich, als wir gingen .... 
Und nun - - hier ist alles, wie wir es verlassen haben, da liegt Post an Dich 
auf Deinem Schreibtisch, - da sind die Pflanzen. Warum habe ich sie 
diesmal nur im Zimmer stehen lassen, statt sie, wie vor sonstigen Reisen, 
auf den Balkon zu stellen? Warum, - warum? Weil wir ja doch in ein 
paar Tagen zurück sein würden ... in ein paar Tagen. - Mit einem Wehe- 
laut lasse ich mich auf Deinen Stuhl vor dem Schreibtisch fallen - nie 
mehr werde ich Dich hier sitzen sehen, nie mehr scheu an der Tür stehen, 
ob ich hereinkommen darf, ob ich Dich nicht etwa störe, beim Schreiben, 
Lesen, Musikhören — und wenn Du riefst: „Komm", dann stürzte ich 
oftmals in Deine Arme, hielt Dich fest, so fest - und dann kam Ruhe und 
Frieden über mich, und Du lachtest mich aus: „Kleines Mädchen, hast 
Du wieder Angst vor mir gehabt? -" Warum nur, warum? - Und nun 
ist alles zu Ende. Das kleine Heim, das wir mit so viel Fleiß und Liebe 
uns wieder aufgebaut hatten, es ist kein Heim mehr, da Du nicht mehr 
bist - so wie Du selbst Deine Seele frei gemacht hast, so ist auch die Seele 
unsres Heims nun frei geworden, entschwunden, verschwunden. — 
Ich habe eine Wohnung, ein Dach überm Kopf, aber - ein Heim ohne Dich 
gibt es nicht, - mein Heim, mein Daheimsein warst Du, nur Du — . 

Kondolenzbesuch 

Wir sind aus Atlantic City zurück, Heinz und ich - völlig verstört und 
ich innerlich zerbrochen. - Das ist unser Heim, unsere Wohnung, - und 
nun ohne den geliebten Mann, - wir sitzen allein in dem halbdunklen 
Wohnzimmer auf dem Sofa Hand in Hand, - mein Sohn und ich - und 
wir versuchen zu sprechen, einander Kraft zu geben, - es gelingt nicht; 
so sitzen wir schweigend in der Dämmerung, und ich grüble und kann 
nicht klar denken, starre auf das Klavier. Sind es wirklich nur ein paar 
Tage, daß ich zuletzt gespielt habe, für ihn, den so unsagbar geliebten 
Mann? Das kann doch nicht wahr sein, aber ich muß mich darein fin- 
den - es ist wahr, wahr, wahr schreit es in mir, aber ich kann nicht ein- 
mal weinen - ich starre ins Leere, - in die unheimliche Stille. - 



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Da geht die Haustürklingel - - - kommt denn jemand zu mir, weiß denn 
jemand? - ja, es hat sich schnell herumgesprochen, ich merke es bald. 
Und das war nun der erste Kondolenzbesuch. - Der Kollege sagte: 
„Ohne Ihren Mann wäre ich hier Fabrikarbeiter geblieben. Ihm allein 
danke ich, daß er mich herausgeholt und zum Examen geholfen hat. 
Das werde ich nie vergessen, immer hat er nur geholfen in seiner stillen 
Vornehmheit" - - - ich höre die Worte immer wieder voll Dankbarkeit 
für die Anerkennung. Was aber sagte die Gattin? „Ja, hätten Sie mal 
auch Ihr Examen gemacht. Sie könnten die Praxis, die Erich aufgebaut 
hat, weiterführen. Jetzt können Sie wieder pflegen oder in den Haus- 
halt gehen" - - Das war die Kondolenz. Ich spürte, wie sich etwas in 
meiner Kehle zudrehte - - - das war der Beginn der schweren Depression, 
die keiner verstand, verstehen wollte neben meiner tiefen Trauer, meinem 
unsagbaren Leid - - - und es begann das Schuldgefühl. - Hätte ich doch 
nur mein medizinisches Examen gemacht, aber ich habe doch alles ver- 
sucht damals die 72 Dollars zu bekommen - hätte ich noch andere Hilfs- 
quellen suchen sollen? Wäre vielleicht doch in dem reichen Amerika 
jemand verständnisvoll genug gewesen, einer tüchtigen Ärztin (über- 
durchschnittlich begabt nannte mich Geheimrat Borchardt, mein Chef 
vom Moabiter Krankenhaus) 72 Dollar zu leihen, um ein Vermögen, ein 
großes Vermögen, ihre Lifts zu retten, ehe sie drüben „ausgeräumt" wur- 
den - aber niemand fand sich. Was hilft das Grübeln und Fragen jetzt? - 
„Nun gehst Du an Deinem Beruf zugrunde, das mußt Du mit Deinem 
Leben bezahlen", schreibt Nietzsche. Ja, ich habe bezahlt, und ich be- 
zahle weiter. Bisher konnte ich wenigstens mit Dir arbeiten, die Patienten 
sehen, helfen, trösten - - - jetzt ist alles zu Ende. Du bist nicht mehr, 
und ich irre verzweifelt durch die Wohnung - - was soll nun werden? 
Ich muß ja weiterleben, ich bin ja eine Mutter, habe einen Sohn, der 
mich braucht, dem ich nun Mutter und Vater sein muß. Wieviel seelische 
und körperliche Kraft erfordert das? Welche Qual, Erich hole mich zu 
Dir, möchte ich schreien, bitten, flehen - hilf mir, erlöse mich von den 
Menschen und ihrer Herzlosigkeit, von der Herzlosigkeit, wie diese Frau 
sie offenbarte mit ihrem Kondolenzbesuch. Diese Frau wußte, wie un- 
sagbar ich darunter litt, nicht mehr Ärztin zu sein. - Unsere armen Pa- 
tienten! Was kann ich denn nur tun, um ihnen indirekt zu helfen, so wie 
Erich mir auftrug, gut für sie zu sorgen. Was er dabei nur gedacht hat? ! - 
Daß es so viel Leid in der Welt gibt - Heimat verloren - Beruf verloren - 
und nun den geliebten Mann, den besten Kameraden - und das muß eine 
liebende Frau aushalten! - 






34- 



-34- 

Ich will es versuchen, um unserem Namen weiter Ehre zu machen. - 
Aber was? - wie? - ich weiß es nicht. Und jetzt höre ich immer - 
hätten Sie nur Ihr Examen gemacht — Ja, hätte ich — und wer 
hätte damals die Familie ernährt? wer? -wer? so lange ich studierte? 

Klagt, Ihr gebeugten Kinder 



Es geht eine echte Trauer, ein tiefes Herzeleid durch weite Kreise. Sie 
haben ihren Arzt, ihren besten und zuverlässigsten Freund verloren, 
und sie empfinden es tief und echt. - Was würdest Du, Liebster, sagen 
in all Deiner Bescheidenheit, würdest Du sehen und hören, wie sehr sie 
Deinen viel zu frühen, plötzlichen Heimgang betrauern, und wie sie sich 
selbst bedauern, daß sie Dich verloren haben. 

Was aber soll ich sagen und Dein Sohn? Das Licht meines Lebens ist 
erloschen, die Flamme, die mich nährte, glüht nicht mehr. Du hast mich 
geleitet, geführt, bestimmt - ich sehe keinen Weg mehr ohne Dich. 
Und ich will doch versuchen, mich zu bewähren - um Deinetwillen und 
für unseren Sohn. 

Unerfüllbare Aufträge 

Über 30 Jahre hindurch habe ich stets getan, was Du mir aufgetragen, 
mich angewiesen hast, fast kritiklos, bedingungslos, weil ich wußte, 
daß es richtig, gut und korrekt war, zu tun, was Du mir sagtest. 
Und nun hast Du mir zwei Aufträge hinterlassen, die ich nicht erfüllen 
darf, nicht erfüllen kann, und mein Herz verzehrt sich in Leid und Qual. 
„Sorge gut für unsere Patienten, Du kennst sie ja alle; bei Dir sind sie 
gut aufgehoben, sorge dafür, daß sie in richtige Hände kommen, wache 
darüber, so weit Du nur kannst." Es waren Deine letzten zusammen- 
hängenden Worte - wohl auch Deine letzten Gedanken und Sorgen - die 
Patienten - - - Und nun kommen sie, fragen mich, und ich bemühe mich, 
ihnen klar zu machen, daß ich sie nicht behandeln darf, und daß sie bei 
dem anderen Arzt in guten Händen sind. - Ich darf sie nicht behandeln, 
der Fetzen Papier, die Lizenz, fehlt mir, nicht das Wissen, die Kenntnisse, 
die Fürsorge für sie. Und Du hast es gewußt und doch hast Du mir ge- 
sagt: „Sorge gut für sie", - ich weine, weine verzweifelt, und mein Herz 
stöhnt in einem Weh, das Worte nicht zu fassen vermögen. - Du, warum 
hast Du mir das angetan? warum mir etwas aufgetragen, was zu tun für 



35- 



-35- 

mich wahres Leben, innere Befriedigung, Existenz und Erfüllung be- 
deutet hätte - wonach ich mich gesehnt habe in all diesen Jahren - 
Ausübung des Berufes, zu dem ich berufen war - und nun darf ich es 
nicht, - und ich kann Deinen Auftrag nicht erfüllen - wie weh es doch 
tut - - - Und Du sagtest mir: „Bleibe nicht allein. Du würdest daran 
zugrunde gehen". Oftmals sagtest Du halb scherzhaft, wenn wir vom 
Tode sprachen: „Ich darf ja gar nicht vor Dir gehen, Du kannst nicht 
ohne mich, kannst nicht allein sein". - Und nun weiß ich: Ich muß und 
will allein bleiben. Ich kann Deine Aufträge nicht erfüllen, ich kann es 
nicht, auch wenn die Einsamkeit mich langsam zugrunde richtet. - 
Einsamkeit: Ich bin ja nicht einsam, wohl aber allein, Du bist ja bei mir, 
immer und überall, - Du bist i n mir, was immer ich auch tue, nur: 
- ich suche Dich leibhaftig. Ich horche hinaus, ob Du kommst, ob die 
Tür geht, ob Du mich rufst - ich suche Dich überall in der ganzen Woh- 
nung, denn ich fürchte mich allein, fürchte mich wie ein Kind im 
Dunklen. Ich suche Dich, ich brauche einen Menschen, einen einzigen, 
der mich führt, mich lieb hat, gut zu mir ist, und doch ich kann nicht, 
ich kann auch Deinen zweiten Auftrag nicht ausführen, oder es müßte 
ein Wunder geschehen, und an Wunder glaube ich nicht mehr. Und ich 
weiß: Ich brauche Dich, nur Dich - heute und immer - - - 

Und wieder werden sie schuldig an mir 



Alle sind tief erschüttert, traurig über Deinen plötzlich Heimgang, aber 
wie mir zumute ist, dafür haben sie offenbar kein Gefühl, kein Verständ- 
nis. - - „Das ist schon Millionen von Frauen passiert, sei tapfer, gehe 
arbeiten" ... als ob ich nicht von früh bis spät arbeiten würde - - 
Sie hetzen mich, einen Job anzunehmen, und ich gehe wieder die glei- 
chen Canossawege wie vor 15 Jahren — Und ich höre Vorwürfe, un- 
freundliche Worte: „Warum haben Sie damals nicht das Staatsexamen 
gemacht? " Weil ich den Weg der Pflicht ging, den Weg, den ich mußte. - - 
Sie machen mir jetzt Vorwürfe, sie wissen ja nicht, wieviel Herzblut mich 
dieser Verzicht gekostet hat. - 15 Jahre ging ich schweigend einen Opfer- 
gang aus Liebe zu Mann und Kind, habe verzichtet auf den Beruf, zu dem 
ich mich berufen fühlte und fühle. 15 Jahre habe ich beste Kräfte brach- 
liegen lassen und mich begnügt in Mitarbeit mit meinem Mann, - 15 Jahre 
habe ich heimlich in Nächten geweint, wenn ich mir immer wieder sagen 
mußte: ,,lch darf ja nicht eine Entbindung machen, ich darf ja nicht selb- 
ständig behandeln - -" 






36 



-36- 

15 Jahre habe ich diesen stillen Verzicht in mir nagen lassen, - und 
nun machen sie es mir zum Vorwurf, daß ich nicht stärker war, ge- 
kämpft habe, erreicht habe, was viele andere erreicht haben - warum? 
warum? - Ich weiß, warum, - und das genügt — 
Der Frieden meines Hauses, das Glück meiner Ehe, es galt mir mehr. - 
Aber nun - nun kommt die Rache des Schicksals an mir, - die guten 
Freunde sorgen dafür, daß ich daran seelisch zugrunde gehe. — 
Wie können Menschen so grausam, so lieblos, so taktlos, so verständ- 
nislos sein — Oh, Erich, wie brauchte ich Dich jetzt. Deine Hilfe, 
Deinen Rat. Ich sehe keinen Weg mehr ohne Dich, hole mich zu Dir - 
erlöse mich von den „guten" Freunden 

Stück für Stück 

Nun habe ich die medizinischen Apparate weggegeben - „verkauft", kann 
ich ja nicht sagen, denn was ich an Geldeswert dafür bekommen habe - 
was liegt am Geld, wenn Herzblut strömt — Ich habe sie Dir zu einem 
großen Teile geschenkt: den Metabolismus zur Silberhochzeit, das EKG 
erst vor einer Woche, es war zu Deinem Geburtstag bestimmt. Wie sehr 
hast Du Dich damit gefreut, so sehr, daß Du, um den Apparat auszupro- 
bieren. Dein eigenes EKG machtest und es mir strahlend zeigtest: 
„Gar nicht schlecht, und der Apparat ist wunderbar", sagtest Du. - 
Nun habe ich es weggegeben. Stück für Stück wurde abgeholt. Ja, das 
habe ich doch schon einmal erlebt, daß Stück für Stück aus der Wohnung 
getragen wurde, und auch damals zog sich mein Herz in bitterem Weh 
zusammen, - das war drüben, in der alten Heimat, bevor wir sie verließen, 
aber da stand neben allem Weh die Hoffnung, der Glaube, daß es auch 
für uns noch eine Zukunft mit ein wenig Glück, mit beruflicher Arbeit 
und Zufriedenheit geben würde, - damals waren wir zusammen - - - aber 
nun, nun bin ich allein, und ich weiß, nie mehr wird es für mich Aufbau, 
Hoffnung, eine Praxis geben, - keine Zweisamkeit mehr, keine Zusammen 
arbeit mehr mit Dir, kein Glück mehr. - - - Und auch mit diesen toten 
Dingen, Stück für Stück, das man hinausträgt, geht ein Stück meines 
Herzens hinaus — 

Immer verlassener werde ich, immer einsamer, immer trauriger, immer 
größer die Sehnsucht nach Dir, und ich weiß, so wie ich mich löste 
von all diesen Dingen, Stück für Stück, so löse ich mich allmählich von 
mir selbst, und ich bin nicht mehr i c h. Ich habe mich selbst ver- 
loren an Dich, an alles, was mit Dir zusammenhing, und was ich nun 
hergeben muß - Stück für Stück 



-37- 



-37- 

Bis ans Ende der Welt. 

In einer abgelegenen Villa in Long Island hatte ich eine Pflege ange- 
nommen. Und als Du mir bei einem der seltenen Telefongespräche, 
die wir führen konnten (weil sie zu teuer für unsere Verhältnisse waren), 
sagtest, daß Du zu mir kommen würdest, sagte ich: „Es ist so weit, 
so abgelegen. Du würdest mich gar nicht finden". - Und dann kam ein 
Brief von Dir (ich habe ihn gut verwahrt, und ich lese ihn immer wieder), 
und Du schriebst: ,,lch werde zu Dir finden, überall werde ich Dich zu 
finden wissen, und wenn ich laufen müßte bis ans Ende der Welt". - 
Und nun, da Du nicht mehr bei mir bist, von mir gegangen bist, - bis 
ans Ende der Welt, nun suche ich Dich Tag und Nacht, und ich werde 
Dich finden, so wie Du einst mich, auch wenn ich laufen muß durch 
Dickicht und Nacht, durch Regen und Sturm, durch Not und Weh, so 
wie ich nun gelaufen bin seit fast 15 Monaten ohne Rast, ohne Ruh' - 
immer näher zu Dir. — Mein Herz ist ausgepumpt von all der Qual, 
meine Füße wund und weh, mein ganzes Ich eine blutende Wunde von 
all den Dornen und Stacheln des letzten Jahres. Ich bin so müde, so 
müde - aber - ich renne und laufe, hetze und jage, immer weiter auf 
dem Wege zu Dir, und ich weiß, daß jeder Schritt, jeder Tag, jede Stunde, 
jede Minute, jede Sekunde mich Dir näher bringt - es ist das einzige gute 
Wissen, das ich noch habe - - ich jage, ich renne, ich laufe, und so wie 
Du mich, werde ich Dich nun zu finden wissen - am Ende, am Ende der 
Welt, am Ende meiner Tage, und ich werde endlich, endlich, als ob mein 
Kopf in Deiner Hand läge und meine beiden Hände Deine andre Hand 
umklammert hielten, so wie einst, wenn ich einschlafen wollte - einschla- 
fen, Ruhe finden, Dich finden, bei Dir sein in Ruhe, Frieden, Geborgen- 
heit, so wie in all den Jahren, da Du bei mir warst und mir Frieden und 
Ruhe gabst — gib mir meinen Seelenfrieden wieder, - bald - bald, hilf 
mir die letzte Strecke schnell zu nehmen, damit ich endlich, endlich Dich 
wieder finden kann, finden am Ende der Welt, meines Lebens — " 
,,Sie werden noch gebraucht", das ist der einzige Trost, den sie für mich 
haben. - Daß ich aber jetzt jemanden brauchte, der gut zu mir spricht, 
mir ein echtes Wort der Liebe, der Herzenswärme, gibt, das scheinen sie 
nicht zu merken. 

Gebraucht werden! - - ja und nein. Es gibt für jeden Menschen Ersatz. 
Vielleicht wird, wenn ich nicht mehr bin, sich doch wieder eine finden. 



38 



1 



-38- 

die den armen Menschen beisteht, ihnen zu helfen, sich bemüht, 
aus Liebe zu den Menschen, aus der bitteren Erfahrung, wie es ist, 
wenn keiner rät und hilft. Sie wird vielleicht oder sicher mit etwas 
NAjeniger Herz dabei sein, sich vermutlich bald, wie gewisse andere, 
eine bezahlte Position daraus machen und sich dann aufspielen als 
die große Wohltäterin, die Sozialfürsorgerin oder irgend etwas derglei- 
chen. Mir liegt das nicht. Was ich tat und vielleicht noch tun werde, 
sobald ich wieder die Kraft dazu habe, tue ich und tat es aus Liebe' 
zu den Menschen, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele. Auch 
jetzt in all meinem Elend kommen sie schon wieder zu mir, und ich 
höre ihre Klagen, ihr Leid, ihre Enttäuschungen im neuen Land. 
Ich begütige, beruhige sie, und ich bemühe mich, soweit ich es kann. 
Aber dann, wenn ich allein bin, falle ich zusammen, und der ganze 
furchtbare Jammer kommt wieder über mich. - Und da sind Männer, 
die nicht einmal die tiefe Trauer einer unglücklichen Frau respek- 
tieren - was wollen sie nur von mir? Mich interessiert kein Mann mehr. 
Es ist, als ob alle Liebesfähigkeit in mir erstorben wäre. 
Und zur Trauer kommt auch noch Ekel, Abscheu, fast Verachtung für 
Menschen ihres Schlages. Ich möchte ihnen ins Gesicht schreien: 
,,lhr liebt mich ja gar nicht, Ihr lügt, wollt mich belügen. Was Ihr wollt, 
ist die Frau, die sich einen guten bekannten Namen gemacht hat. 
Vielleicht denkt Ihr auch, daß ich ein bischen Geld habe. - Erich hat 
nicht einmal eine Lebensversicherung gehabt. Keine Angst: ich heirate 
keinen Mann, der mich eventuell ernähren müßte - - ich werde es auch 
so wieder schaffen. Erich hat immer gesagt: „Muttchen wird es schon 
schaffen!" Ich werde es unter Beweis stellen, und wenn ich meine 
letzten Kräfte dafür verbrauchen müßte! Es ist das letzte, was ich für 
meinen Liebsten tun kann, so leben und wirken, wie er es stets von 
mir erwartet hat. - Ich habe Dich nie enttäuscht, und ich werde es auch 
jetzt nicht tun, so schwer es auch sein wird. Ich werde den Weg so 
gehen, wie er Deiner würdig ist: aufrecht, stolz, auch wenn mein Herz 
dabei verblutet!" 



-39- 

Brief an einen Freund. 

Mein lieber, guter Freund, Nun sitze ich in mitternächtlicher Stunde 
an meinem Schreibtisch und suche nach Worten, zart und klar genug, 
um Dir so ehrlich zu antworten, wie Du es von mir gewöhnt bist. 
Freilich, die Frage die Du an mich gestellt hast, ist so ganz anders, 
als wenn Du in früheren Zeiten manchmal mit Fragen und Problemen 
zu mir, - zu uns kamst — 

Zunächst muß ich Dir danken für Deine Freundschaft, Dein Um-Mich- 
Werben, das ich in den letzten Monaten deutlich empfunden habe, - 
nun aber hast Du gefragt, ja, sogar gebeten — 
Mein guter Freund, es ehrt mich, daß Du mir Herz, Hand, Heim, Dein 
Alles schenken willst, es rührt mich die Liebe, die Verehrung, die Du 
mir entgegenbringst, - ich bin eine Frau und also stolz und innerlich 
nicht unberührt davon, daß ein Mann mich begehrt, daß er mich zu 
seiner Frau und Gefährtin machen will für die irdische Wegstrecke, die 
noch vor uns steht. Und ich weiß nicht, wie ich Dir dafür danken soll. - 
Du sagtest, daß Erich und Deine allzu früh entschlafene Frau sicher 
unseren Lebensabend segnen würden, und daß ich Erichs Wunsch, 
nicht allein zu bleiben, erfüllen muß. 

Mein lieber, guter Freund, Du magst recht haben, aber ich hoffe, daß 
ich Dir nicht allzu wehe tue, wenn ich nein sage. 
Du kennst mich nun lange genug, um zu wissen, daß ich nichts mit 
halbem Herzen tun kann, und daß Wahrheit, Wahrhaftigkeit Leitmotive 
meines Lebens sind. Un darum muß ich nein sagen, und Du mußt es 
mir verzeihen um der Wahrheit willen. 

Erst 15 Monate sind es, daß Erich so plötzlich von mir ging, und ich 
kann mich nicht von ihm lösen, nicht so weit, um eines anderen Mannes 
ehrliche Weggenossin zu werden. Wenn ich es täte, wäre es kein Segen, 
kein Glück dabei, nicht für Dich, nicht für mich, und darum mußt Du 
mein nein verstehen, und Du mußt versuchen, mir weiter der gute 
Freund zu sein, der Du mir bisher gewesen, so wie ich stets bleiben 
werde in Freundschaft und Ehrlichkeit 



Dein kleiner Kamerad 



-39 



-40 



-40- 

,,Freunde in der Not " 

Nun hat sich die Spreu von dem Weizen gesondert - 
Daß ich so krank geworden bin, nicht Dein Ableben hat es gennacht, 
es ist der Menschen Tun — 

Von all den vielen, auf die ich gehofft, an die ich geglaubt, hat sich 
kaum einer bewährt — 

Und dann kam Einer, der mir beinahe fremd war, der wenig von mir, 
von uns wußte, der meine seelische Not, meinen Zustand, erkannte, 
nicht nur, weil es zufällig ein Psychiater ist, sondern weil er ein 
Mensch ist, und das ist mehr, das ist alles. Und er kannte Dich, schon 
lange vor mir, erkannte Deine feinen, seltenen Qualitäten schon als 
ganz junger Student, wie er mir erzählte, und ich darf ihm mein Herz 
öffnen. - Jeden Sonnabend gehe ich nun zu ihm - mit Furcht und 
Hoffnung, mit überströmender Dankbarkeit im Herzen, daß er mir 
diese Stunde gibt, die einzige in der ganzen Woche, in der ich von 
mir und meiner Not, meinem Weh, meinen Sorgen und Problemen 
sprechen darf und kann. - Niemandem habe ich noch mein Inneres 
so erschlossen wie ihm, und er weiß wohl schon mehr von mir, als 
Du selbst je von mir gewußt hast, weil ich ja all mein Weh vor Dir zu 
verschließen suchte. Und neben all meiner Angst steht Hoffnung, 
daß eines Tages doch dieser Tiefstand des Gemütes, dieses brennende 
Weh in mir, das mich lähmt und elend macht, verschwinden wird, und 
ich wieder richtig arbeiten kann — 

Wenn aber nicht, wenn ich den Sprung wage, der mich endlich zu Dir 
und zur Ruhe, zum Frieden bringt - - - was dann? 
Einer, nur einer von den vielen wird es verstehen, und ich werde ihn 
bitten, dann für mich zu sprechen, damit sie mich nicht verurteilen, 
sie, die mich mit ihrer Lieblosigkeit und Verständnislosigkeit in 
dieses Elend gebracht haben 

Sind es zwei, die sich erlesen, 

Daß man sie als eines kennt 



Das Kästchen, mit den Goetheschen Worten, die Du hineinschriebst, 
liegt noch in meinem Schrank. Es sind die Worte, die Du mir sagtest' 
als Du den schlichten Platinring mir an den Finger stecktest - - - 



-41 - 

an unserem 30jährigen Hochzeitstage - „unteilbar, zusammenge- 
schmiedet wie dieser Ring, Zwei, die EINES geworden sind" - - 
eines bleiben bis über den Told hinaus - und nicht, bis der Tod 
sie scheidet — 

Er hat uns getrennt, scheinbar getrennt. - Ich aber weiß und fühle, 
daß ich tiefer verbunden bin mit Dir wie je, und daß ich mich nie 
von Dir lösen werde, von Dir lösen kann — 
So ist mein Weiterleben nichts anderes als ein Warten - ein sehn- 
süchtiges Warten und Hoffen, daß ich zu Dir gehen darf, daß Du 
mich zu Dir holst, so wie stets - Du hast mich ja nie lange allein 
gelassen, - immer hast Du mich geborgen in Deiner Liebe, in Dei- 
nem Schutz, - immer waren wir eines, wir Beiden - Du und 
ich. - So sollen sie uns auch bald wieder als eines kennen, wenn 
wir zusammen ruhen dürfen unter dem stillen Hügel - Zwei zusam 
men als Eines, so wie wir es waren - und sind EINES — 
„ER - ICH"- - 

In memoriam 
25. Juni 1955 

„Sind es zwei, die sich erlesen, daß man sie als EINES kennt". 
Du selbst hast mir einst diese Goetheworte geschrieben, - und nun 
ist diese Einheit zerrissen. - Ein Jahr ist es heute, daß Du für immer 
die Augen geschlossen hast, - ein Jahr, das furchtbarste und schwerste 
meines Lebens von all den vielen schweren. Noch immer will ich es 
nicht glauben, ich suche Dich überall, Tag und Nacht — 
Keiner beschützt mich mehr vor all der Grausamkeit, die mich um- 
gibt. Hätte ich Krebs, würden sie mich wohl bedauern und verstehen, 
daß ich krank bin. Den seelischen Krebs, an dem ich leide, verstehen 
sie nicht. - Was habe ich in diesem Jahre alles hören müssen, Vorwürfe, 

Schimpfen, harte Worte: „Hättest Du Dein Examen gemacht " 

(sie wissen, warum ich es nicht gemacht habe, sie wissen doch um mei- 
nen Opfergang). „Du enttäuschst mich, nimm Dich zusammen! Das 

ist anderen auch schon passiert " Ahnen sie denn nicht, w i e 

ich mich zusammennehme, nicht den Sprung ins Dunkle zu tun. 
Dr. P. versucht, gut zu mir zu sein. Als er und seine Frau mich be- 
suchten, haben sie wohl erkannt, in welcher Gefahr ich schwebe - - 
nun laufe ich gewissenhaft jede Woche zu ihm hin - weinend durch 
den Park. Ich wundere mich, daß die Polizei mich noch nicht aufge- 
griffen, mich vielleicht für betrunken gehalten hat. - 



41 



i 
i 



-42 



-42- 

Aber was nützt mir die sogenannte Psychotherapie, was nützen 
Medikamente und das „Sie werden noch gebraucht! - -" Mir hat 
das Schicksal ja auch den einzigen Menschen genommen, den ich 
noch gebraucht hätte, der mir inneren Halt, Ruhe, Liebe, ein klein 
bischen Glück in allem Leid gab, - der einzige, der mir half, meine 
Angst immer wieder zu überwinden - jetzt ist alles neu aufgebrochen - 
wie lange kann ich dies noch aushalten! Ich bleibe nicht allein, meine 
arme Schwester, die bei mir schlief, jetzt die Mieterin. Es sind wenig- 
stens Menschen im Hause, aber meine Ruhelosigkeit ist die gleiche, 
meine Angst, meine Verzweiflung. 

Manchmal ertappe ich mich dabei, daß ich gar nicht zuhöre, was man 
mir sagt, - ich esse nicht, schlafe kaum, wirklich leiden bis zum Wahn- 
sinn, ohne wahnsinnig zu werden. - Jetzt weiß ich, was es bedeutet — 
Nur das Schreiben an Dich, denn jede Nacht sitze ich und schreibe 
an Dich - Briefe, die Dich nicht mehr erreichen - es ist mir geblieben, 
und ich bete, bete so heiß, daß der Herrgott mich holen und zu Dir 
bringen möge, mich erlösen von all der Qual. Dann aber denke ich 
an den Jungen - unser Kind - heiliges Vermächtnis von Dir, und ich 
weiß: ich muß weitermachen. - Dr. P. hat ja recht: ich werde noch 
ein bischen gebraucht. - Hilf mir. Liebster, im Gedenken an Dich, 
daß ich wieder lerne, mich zu bewähren 

Oktober 

Wärmende, goldene Herbstsonne steht über dem Park und malt erstes 
Rot und Gelb in den grünen Blätterwald — goldene Herbstsonne - 
heute wie einst, - als wir - ein junges Ehepaar - durch heimatlichen 
Herbstwald gingen, Hand in Hand, ein Lied auf den Lippen und im 
Herzen, das Jubellied unserer Liebe. Oktober unser Hochzeitsmonat - 
unser Hochzeitstag, der 33ste nun, - und schon der zweite ohne Dich - - 
Ohne Dich? - Was schreibe ich da? - Als ob Du nicht immer bei mir, 
in mir wärest - in Arbeit, in Ruhe, im Wachen und Träumen und noch 
im tiefsten Schlaf. Du bist bei mir, und doch Du fehlst mir so - Deine 
Gegenwart - sie ist nur in mir, aber was mir fehlt, was ich schmerzhaft 
vermisse: Dein wirkliches Um-mich-sein, den Druck Deiner Hand, Dein 






-43- 

Wort der Güte, der Liebe, der Besorgtheit, Deinen Rat, Deine Führung, 
selbst Dein Schweigen - - - wie ich es vermisse, - neu und mehr an jedem 
Tage. Meine Sehnsucht, sie schreit tief und still in meinem Herzen. - - - 
So gehe ich meinen Weg, der so einsam geworden ist ohne Dich - meinen 
Weg zu Dir. Ich erfülle meine Pflicht dem Alltag und den Menschen ge- 
genüber, so wie ich es immer getan habe, und ich verschwende viele 
Kräfte -noch immer - ich verschwende sie in dem Wissen, daß jede rin- 
nende Stunde mich Dir näher bringt, daß ein jeder Schritt vorwärts 
einer näher zu Dir ist. So gehe, wandre ich Tag und Nacht, unermüdlich 
und in zitternder Hast, über Stock und Stein, durch Dornen und Ge- 
strüpp, und ich fühle die ritzenden Dornen, blutend aus tausend, tausend 
Wunden tief drinnen im Herzen, - wandre fort und fort dem Ziele ent- 
gegen 

Und wenn es so weit ist, wenn dann meine irdische Hülle dem heiligen 
verzehrenden Feuer übergeben ist, wird meine Seele - gleich dem Vogel 
Phönix - aufsteigen aus der Asche, um hinzufliegen zu der deinen, die 
weit ihre Arme ausspannt, die meine zu empfangen. 
Und wie einst im Leben werden sich unsere Seelen zu einander neigen 
in liebendem Verstehen, - und so wie einst werden wir wandern - 
Hand in Hand - durch goldenen Herbstwald - ein leises Lied auf den 
Lippen, und in seligem Eins-Sein werden wir schreiten über blumige 
Wiesen im linden Lichte des ewigen Lichtes, - und es wird forttönen 
in reinster Harmonie der Sphärensang von Liebe und Leid. 



-43 



-42- 

Aber was nützt mir die sogenannte Psychotherapie, was nützen 
Medikamente und das „Sie werden noch gebraucht! - -" Mir hat 
das Schicksal ja auch den einzigen Menschen genommen, den ich 
noch gebraucht hätte, der mir inneren Halt, Ruhe, Liebe, ein klein 
bischen Glück in allem Leid gab, - der einzige, der mir half, meine 
Angst immer wieder zu überwinden - jetzt ist alles neu aufgebrochen - 
wie lange kann ich dies noch aushalten! Ich bleibe nicht allein, meine 
arme Schwester, die bei mir schlief, jetzt die Mieterin. Es sind wenig- 
stens Menschen im Hause, aber meine Ruhelosigkeit ist die gleiche, 
meine Angst, meine Verzweiflung. 

Manchmal ertappe ich mich dabei, daß ich gar nicht zuhöre, was man 
mir sagt, - ich esse nicht, schlafe kaum, wirklich leiden bis zum Wahn- 
sinn, ohne wahnsinnig zu werden. - Jetzt weiß ich, was es bedeutet - - - 
Nur das Schreiben an Dich, denn jede Nacht sitze ich und schreibe 
an Dich - Briefe, die Dich nicht mehr erreichen - es ist mir geblieben, 
und ich bete, bete so heiß, daß der Herrgott mich holen und zu Dir 
bringen möge, mich erlösen von all der Qual. Dann aber denke ich 
an den Jungen - unser Kind - heiliges Vermächtnis von Dir, und ich 
weiß: ich muß weitermachen. - Dr. P. hat ja recht: ich werde noch 
ein bischen gebraucht. - Hilf mir. Liebster, im Gedenken an Dich, 
daß ich wieder lerne, mich zu bewähren 

Oktober 

Wärmende, goldene Herbstsonne steht über dem Park und malt erstes 
Rot und Gelb in den grünen Blätterwald - - - goldene Herbstsonne - 
heute wie einst, - als wir - ein junges Ehepaar - durch heimatlichen 
Herbstwald gingen, Hand in Hand, ein Lied auf den Lippen und im 
Herzen, das Jubellied unserer Liebe. Oktober unser Hochzeitsmonat - 
unser Hochzeitstag, der 33ste nun, - und schon der zweite ohne Dich - - 
Ohne Dich? - Was schreibe ich da? - Als ob Du nicht immer bei mir, 
in mir wärest - in Arbeit, in Ruhe, im Wachen und Träumen und noch 
im tiefsten Schlaf. Du bist bei mir, und doch Du fehlst mir so - Deine 
Gegenwart - sie ist nur in mir, aber was mir fehlt, was ich schmerzhaft 
vermisse: Dein wirkliches Um-mich-sein, den Druck Deiner Hand, Dein 



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Wort der Güte, der Liebe, der Besorgtheit, Deinen Rat, Deine Führung, 
selbst Dein Schweigen — wie ich es vermisse, - neu und mehr an jedem 
Tage. Meine Sehnsucht, sie schreit tief und still in meinem Herzen. — 
So gehe ich meinen Weg, der so einsam geworden ist ohne Dich - meinen 
Weg zu Dir. Ich erfülle meine Pflicht dem Alltag und den Menschen ge- 
genüber, so wie ich es immer getan habe, und ich verschwende viele 
Kräfte - noch immer - ich verschwende sie in dem Wissen, daß jede rin- 
nende Stunde mich Dir näher bringt, daß ein jeder Schritt vorwärts 
einer näher zu Dir ist. So gehe, wandre ich Tag und Nacht, unermüdlich 
und in zitternder Hast, über Stock und Stein, durch Dornen und Ge- 
strüpp, und ich fühle die ritzenden Dornen, blutend aus tausend, tausend 
Wunden tief drinnen im Herzen, - wandre fort und fort dem Ziele ent- 
gegen 

Und wenn es so weit ist, wenn dann meine irdische Hülle dem heiligen 
verzehrenden Feuer übergeben ist, wird meine Seele - gleich dem Vogel 
Phönix - aufsteigen aus der Asche, um hinzufliegen zu der deinen, die 
weit ihre Arme ausspannt, die meine zu empfangen. 
Und wie einst im Leben werden sich unsere Seelen zu einander neigen 
in liebendem Verstehen, - und so wie einst werden wir wandern - 
Hand in Hand - durch goldenen Herbstwald - ein leises Lied auf den 
Lippen, und in seligem Eins-Sein werden wir schreiten über blumige 
Wiesen im linden Lichte des ewigen Lichtes, - und es wird forttönen 
in reinster Harmonie der Sphärensang von Liebe und Leid. 



Samstag/Sonntag, 16./! 7. Mai 1987 



SZ AM WOCHENENDE 



Süddeutsche Zeitung Nr. 112 D Seite III 



:^ 



Im Herbst 1942 zogen die Nathorffs in die Par- 
terrewohnung des Mietshauses in der 70. 
Straße West und möblierten sie mit ge- 
schenkten, andernorts ausremgierten Stücken; 
jemand hatte einen Teppich übrig gehabt, und 
der alte Augenarzt nebenan stiftete den Schreib- 
tisch imd das Bücherregal. Station eines Emi- 
grantenlebens in New York, Wiederbeginn bür- 
gerlicher Existenz nach Obdachlosenasyr und 
möblierten Zimmern, die an die Stelle der herr- 
schafüichen Wohnung in Berlin getreten waren. 
Hier in New York eröffnete Dr. Erich Nathorff 
seine Arztpraxis wieder, seine Frau stand ihm - 
wie immer - zur Seite. Wie zuletzt in Berlin, als 
die jüdischen Ärzte die Approbation verloren - 
hatten, bis auf die wenigen, die als ,Judenbe- 
handler" weitermachen durften. Seitdem war Dr. 
med. Hertha Nathorff nur noch die Sprechstun- 
denhilfe ihres Mannes. 

Das Arztehepaar Nathorff wcu* in Berlin erfolg- 
reich und bekannt gewesen. Er stammte aus 
einer Medizinerfamilie (sein Vater hatte den be- 
gehrten Titel Geheimrat führen dürfen), und es 
wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis er als 
Klinikchef in die obersten Ränge des Berufsstan- 
des aufgestiegen wäre. Sie war zehn Jahre jün- 
ger, aber ebenso tüchtig und ambitioniert, führte 
eine Privatpraxis und war außerdem Leitende 
Ärztin am Entbindungs- und Säuglingsheim des 
Roten Kreuzes, leitete die erste Familien- und 
Eheberatungsstelle am Charlottenburger Kran- 
kenhaus und hatte Ämter in Standesorganisatio- 
nen wie der Medizinischen Gesellschaft und der 
Berliner Arztekanmier; dem Gesamtausschuß 
der Ärzte gehörte sie als einzige Frau an. 

Geheiratet hatten die Nathorffs 1923, zwei Jah- 
re später kam ihr Sohn zur Welt Berufliche Ent- 
faltung imd materieller Erfolg hielten an bis zur 
Machtübernahme der Nationalsozialisten. Mit 
dem Entzug der Krankenkassenzulassimg be- 
gann der Abstieg des jüdischen Medizinerehe- 
paares, der Verlust ihrer Stellungen an den Klini- 
ken folgte, das Ende war für sie das Erlöschen der 
Approbation im Herbst 1938, für ihn die Verhaf- 
tung und die Grefangenschaft im KZ nach dem 
Novemberpogrom 1938. 



Heimweh nach Deutschland 



Im Frühjahr 1940 kam die Familie in New York 
an. Erich begann sofort mit der Wiedergründung 
der Existenz, lernte Englisch und bereitete sich 
auf das medizinische Examen vor. Für die not- 
wendige Muße und Konzentration und überhaupt 
für das Lebensnotwendige sorgte Hertha Na- 
thorff als Krankenpflegerin und Haushaltshilfe, 
als Kartoffelschälerin in einer Großküche und 
aushilfsweise auch in Harlem in einer Bar am 
Klavier! Erich bestand die Examina und wurde 
wieder Arzt, seine Frau blieb Sprechstundenhilfe 
in seiner Praxis, denn ihr fehlten die Kraft und 
die Zeit für die Prüfungen. Praktischer beim Wie- 
deraufbau der neuen Existenz war das auch, denn 
an Ärzten herrschte kein besonderer Mangel im 
Amerika der Kriegszeit, und Reichtümer waren 
nicht zu erwerben in einer Arztpraxis, die zum 

guten Teil von deutschen Emigrunten frequen- 
tiert wurde - darunter mancher Patient, der auch 
in Berlin schon von den Nathorffs behandelt wor- 
den war. Da war es also günstiger, eine überquali- 
fizierte Sprechstundenhilfe zu haben als eine 
zweite Ärztin in der Familie. Für diese gehörte 
der Verlust des Berufs freilich zu den bittersten 
Erfahrungen im Hitler-Deutschland wie im Emi- 
granten-Alltag. 

In der Wohnung 70. Straße West, New York, an 
der ihr Mann 1942 sein Arztschild wieder ange- 




könne doch nicht gar zu schlimm werden, einfach 
weiterlebte und sich einrichtete. Ihr Problem war 
die berufliche Ebdstenz, ihr war der Gedanke an 
die Auswanderung leidig, weil sie befürchtete, 
daß die Enugration mit dem Verlust des gehebten 
Arztseins verbunden sein würde. „Freunde fah- 
ren nach Amerika", schrieb sie am 12. August 
1936 in ihr Tagebuch, „wie gerne ginge ich nüt, 
£rt>er ich kann drüben nicht mehr in den Arztbe- 
ruf, das hält nüch hier mit so eisernem Griff trotz 
aller Seelenpein. Dieser ewige Konflikt, ja, wenn 
ich drüben auch nur ein wenig Hilfe hätte, daß ich 
wieder Ärztin werden könnte." Und die Verwand- 
ten in Amerika, die sie in den ersten Jcdiren des 
NS-Regimes regelmäßig trifft bei Besuchen in 
der Schweiz oder in Marienbad, sie raten ab. Im 
Amerika der Weltwirtschaftskrise sei man nicht 
auf Rosen gebettet; solange die Praxis in Berlin 
noch gehe, sei es dort besser. Die amerikanischen 
Behörden tun ein übriges, Einwanderer aus Eu- 
ropa fernzuhalten. Bei guten Freunden eingela- 
den, dreht sich die Unterhaltung im August 1937 
nur noch um Auswanderungsmöglichkeiten. 
„Laßt uns gehen, hier ist es auf die Dauer hoff- 
nungslos. Das ist das A und O unserer Gespräche, 
aber - wohin? Wohin? Wir haben niemand, der 
uns hilft" Bekannte wEU^n aus den USA zurück- 
gekehrt, weU sie niemanden gefunden hatten, der 
ihnen Bürgschaft leistete. 

Ein elender neuer A nfang 

Nathorffs haben im August 1938 das begehrte 
Affidavit beim amerikanischen Konsulat einge- 
reicht Das erscheint im November als ein kleiner 
VorteU, aber viel ist es nicht, vor allem bedeutet 
es noch nicht, daß man auch das begehrte Visum 
erhält Um solche Papiere künmiem sich von No- 
vember 1938 an Zehntausende, vor allem Frauen, 
deren Männer in den Konzentrationslagern 
Dachau, Buchenwald oder Sachsenhausen einge-* 
sperrt sind und die dort so lange mißhandelt wer- 
den bis Auswanderungsdokimiente vorgewiesen 
werden können. 

Im Morgengrauen macht sich Hertha Nathorff 
zum amerikanischen Konsulat in Berlin auf, um 
die begehrten Papiere zu ergattern. „Unzählige 
Menschen standen mit mir an dem kalten dunk- 
len Novembermorgen in dem feuchten Vorgarten 
des amerikanischen Konsulats. Frauen, blaß, ver- 
grämt Frauen aus Berün, Leipzig, Breslau... 
Stundenlang stehe ich gleich ihnen in Nässe imd 
Kälte, in Regen und Schnee, und plötzlich fällt es 
mir ein ... in diesem Garten hat einst mein Mann 
als Junge gespielt in den Räumen, in denen jetzt 
das amerikanische Konsulat sich befindet hat er 
viele glückliche Stunden goldner Kinderzeit ver- 
lebt Großvater Nathorff wohnte hier viele, viele 
Jahre bis zu seinem Tode. Und ich stehe heute 
bettelnd und frierend vor der Tür, Stunden um 
Stunden! Als endlich die Reihe an mir ist daß ich 
meine Wünsche vortragen kann, sagt der blonde 
Mann zu mir imd der Dame hinter mir, die wir als 
letzte Einlaß gefunden hatten: ,aosed, es ist ein 
Uhr, konmien Sie Montag wieder.* Mehr als sechs 
Stunden habe ich gestanden, und er hat nicht 
noch die zwei Minuten zur Beantwortung meiner 

kurzen Frage Zeit gehabt." 

Ende April 1939 dürfen die Nathorffs das Deut- 
sche Reich verlassen, im Frühjahr 1940 kommen 
sie in New York an. Dazwischen liegen triste Ta- 
ge in London, deren Inhalt nur im Warten be- 
steht „Seit Anfang Mai sitzen wir so und w£irten, 
mein Mann und ich - stunmi, zerquält und ver- 
zweifelnd. Dieses Wartenmüssen, es hat uns um 
alles gebracht alles, war wir an irdischen Gütern 
noch besessen hatten. Unsere Schiffskarten sind 
verfallen, unser Lift in Holland ist verloren, weil 
wir jetzt den Transport in Devisen ein zweites 



In der Wohnung 70. Straße West. New York, an 
der ihr Mann 1942 sein Arztschild wieder ange- 
bracht hatte, lebt Hertha Nathorff heute noch, im 
Juni wird sie 92 Jahre alt 45 davon hat sie hier 
verbracht, in bescheidenen Verhältnissen, etwas 
oberhalb der Grenze zur Armut, weit imterhalb 
eines Wohlstands, wie sie ihn in Berlin genoß. 
Das triste Ambiente und die materiellen Nöte 
sind aber kein Gesprächsgegenstand für sie. Das 
interessiert sie nicht mehr. Selbst der nie ver- 
schmerzte Verlust des Arztberufs ist ihr nicht 
mehr so wichtig. Das große Thema ist ihr Heim- 
weh nach Deutschland, und die Sehnsüchte kri- 
stallisieren sich um den geliebten Ort in Süd- 
deutschland, wo sie eine unbeschwerte Kindheit 
verbrachte. 



Berühmte Verwandte 



Am 5. Juni 1895 war sie im oberschwäbischen 
Städtchen Laupheim zur Welt gekommen. Die El- 
tern, Arthur und Mathilde Einstein, war^n ange- 
sehene Leute, die in dem behaglichen Wohlstand 
lebten, den die Zigarrenfabrik Emil Einstein Co. 
ermöglichte. Die Einsteins gehörten zu den be- 
kannten jüdischen Familien in Württemberg, der 
berühmteste Verwandte war der Nobelpreisträ- 
ger imd Pazifist Albert Einstein, ein anderer On- 
kel der Mozart-Forscher Alfred Einstein. Der 
Bruder der Mutter war Bankier in Ulm, hochan- 
gesehen und reich, ein feinsinniger Kunstsamm- 
ler. 

Der erfolgreichste Verwandte, ein Cousin des 
Vaters, war Carl Laemmle, der bekannte Film- 
produzent, der 1884 aus Laupheim in die Verei- 
nigten Staaten ausgewandert war und in Holly- 
wood sein Glück gemacht hatte. 1912, durch die 
Gründung der Universal Pictures (die Stroheims 
erste Filme prpduzierte), war er bereits einer der 
ganz wichtigen Manager im amerikanischen 
Filmgeschäft Die Tristesse des Ankommens in 
New York hätte wohl weniger bedrückend sein 
können, wäre Carl Laemmle nicht kurz zuvor ge- 
storben. 

Hertha Nathorff hatte zwei jüngere Schwe- 
stern, Sophie Marie und Elsbeth, beide konnten 
ebenfalls nach Amerika emigrieren, Sophie lebte 
in New York, Elsbeth in Philadelphia. Den Eltern 
Einstein, die Laupheim nicht verließen, war das 
Äußerste, Deportation und Ermordung in einem 
Getto oder Vernichtungslager im Osten, erspart 
geblieben. Sie starben 1940, beide 75jährig, we- 
nigstens noch in der Heimat. 

Sieben Träger des Namens Einstein aus Laup- 
heim erfuhren den in Politik umgesetzten Haß 
gegenüber den Juden bis zur bitteren letzten 
Konsequenz: Hedwig, Helena, Irma und Julius 
Einstein wurden am 1. Dezember 1941 nach Riga 
deportiert. Hedwig war 62 Jahre alt und, ebenso 
wie Irma (53), vier Tage nach der Ankunft tot He- 
lena (53) wurde später für tot erklärt, und Julius 



(54) galt amtlich als „verschollen". Rosa und Mina 
Einstein wurden am 22. August 1942 nach There- 
sienstadt deportiert,, die 70jährige Mina starb 
dort im November 1942, die 81jährige Rosa am 26. 
Dezember 1942. Sehna Einstein, 64 Jahre alt wur- 
de am 26. Aprü 1942 nach Izbica verschleppt, auch 
sie ist „verschonen". Die Uste Ueße §ich erwei- 
tern durch die Namen der Einsteins aus Heil- 
bronn und Stuttgart, Buchau und Öhringen und 
aus anderen schwäbischen Orten; sie endeten in 
Auschwitz imd Riga, in Izbica und Gürs, den 
Stätten der nationalsozialistischen Ausrottungs- 
politik. 

Hertha Nathorff spricht nicht von den Schick- 
salen ihrer unglücklichen Verwandten, und sie 
klagt „die Deutschen" für das Geschehen nicht an 
- weü sie sich nie anders denn als Deutsche ge- 
fühlt hat und immer noch fühlt Aber sie war des- 
halb, nicht nur wegen ihrer Herkunft aus einer 
deutschen jüdischen Familie, auch vor 1933 keine 
politisch Blinde, sondern aus demokratisch-libe- 
raler Überzeugung urteilsfähig gegenüber den 
nationalsoziaüstischen (und deutschnationalen) 
Verheißungen. „Sie verhaften alle möglichen un- 
bescholtenen Leute, nur weil sie ihnen im Wege 
sind. In der Sprechstunde sehe ich immer wieder, 
wie die Patienten unter ihrem Rock das Haken- 
kreuzabzeichen tragen. Wie feige. Warum nicht 
offen und ehrlich? Ist das die neue Richtung, der 
neue Geist?', notiert sie zwei Tage nach der 
„Machtergreifung" ins Tagebuch, und am 1. April 
1933, zwei Monate nach der InstaUierung des Hit- 
ler-Regimes, als der Juden-Boykott ohne nen- 
nenswerten Protest der deutschen Mitbürger in- 
szeniert wü-d, schreibt sie: „Vor allen jüdischen 
Geschäften, Anwaltskanzleien, ärztiichen 
Sprechstunden, Wohnungen stehen junge 
Bürschchen in Uniform mit Schildern ,Kauf nicht 
bei Juden', .Geht nicht zum jüdischen Arzt', ,Wer 
beim Juden kauft, der ist ein Volksverräter . . .' 
Eine Dame hat angerufen, daß sie doch heute 
nicht kommen könne, und ich sagte, daß es am 
besten wäre, sie käme überhaupt nicht mehr. Ich 
selber habe heute mit Absicht in Geschäften ge- 
kauft vor denen ein Posten stand. Einer wollte 
mich abhalten, in ein kleines Seifengeschäft zu 
gehen. Ich schob ihn aber auf die Seite mit den 
Worten: ,Für mein Geld kaufe ich, wo ich will.* 
Warum machen es nicht alle so? Dann wäre der 
Boykott schnell erledigt gewesen." 

Vielleicht nicht nur der Boykott am 1. April 
1933. Zivilcourage gehört freilich nicht zu den 
stark verbreiteten Tugenden, und so wurde das 
Tagebuch der Hertha Nathorff ganz zwangsläu- 
fig zum Protokoll der Entrechtung und Diskrimi- 
nierung jüdischer Menschen im nationalsoziali- 
stischen Deutschland. Der Trend wurde ja gerade 
im Trivialen deutlich. Ende November 1934: „Frau 
S. ist an mir vorbeigegangen und hat auf die an- 



* 

Emigration 

als Schicksal: 

Das Leben der 

jüdischen Ärztin 

Hertha Nathorff 



dere Seite gesehen. Im Sommer, als ich an ihrem 
Bett saß, an einem strahlend schönen Sonntag, 
und ihre Angehörigen sie krank und allein liegen 
ließen, als ich stundenlang ihre fieberheiße Stirn 
kühlte und ihr über die Schmerzen hinweghalf, 
da hat sie mir die Hände geküßt imd von ewiger 
Dankbarkeit geredet Dafür ist auch die Rech- 
nung noch nicht bezahlt'* Und wenig später: 
„Herr X. kam blutüberströmt in die Sprechstun- 
de. Er kam aus einem Geschäft aun Kurfürsten- 
damm, da haben sie ihn mit den Worten ,Saujude' 
niedergeschlagen. Das ist die Vorweihnachts- 
stimmung im deutschen Volke.^* 

Einmal kommt der zehnjährige Sohn nach 
Hause und berichtet daß die gleichaltrige „ari- 
sche" Ziehschwester,^ie mit ihm zusammen auf- 
wuchs, sich in der Untergrundbahn vor ihm abge- 
wandt habe. Im Oktober 1935 begegnet Frau Na- 
thorff ihrer ehemaligen Sekretärin auf der Stra- 
ße. „Mit ihren kurzsichtigen Augen hat sie mich 
scharf fixiert und sich dann zur Seite gedreht Ich 
habe vor Ekel ins Taschentuch gespuckt! Sie war 
einst meine Patientin, später traf ich sie auf der 
Straße, ihr Freund hatte sie verlassen, und sie 
war ohne Arbeit ohne Geld - da nahm ich sie zu 
mir... Nun hat sie sich umgestellt und kann 
mich, die sie aus der Gosse holte, nicht mehr grü- 
ßen." 

Lehrstücke in gewöhnlicher Niedertracht vor 
dem Hintergrund der politischen Zustände - aber 
nicht veranlaßt nur begünstigt von diesen - fin- 
den sich in den Aufzeichnungen der jüdischen 
Ärztin in Berhn in genügender Zahl. Eher leiden- 
schaftslos, auch ohne das Pathos des Anklägers 
schreibt Frau Nathorff im Juni 1938: „Die ari- 
schen Patienten bezahlen einfach nicht mehr, al- 
le Kollegen sagen das gleiche. ,Wozu brauchen sie 



denn auch einen Juden noch zu bezahlen? Mir ist 
es jetzt auch passiert und ich habe noch nie je- 
manden zum Bezahlen gedrängt Aber das geht 
mir doch zu weit - da schreibt nur ein Mann, ,an 
dem interessanten Fall seiner Frau habe ich noch 
etwas zugelernt und ich soll froh sein, daß sie zu 
mir kam'. Außerdem sei er früher arbeitslos ge- 
wesen und habe für Ärzte kein Geld. Mit 3eil 
Hitier'. Ich habe geantwortet Leuten, die kein 
Geld haben, stand und stehe ich stets unentgelt- 
lich zur Verfügung.- Da er und seine Verhältnisse 
mir aber völüg unbekannt werde ich seine Anga- 
ben durch den dortigen Gruppenleiter der Partei 
nachprüfen lassen. Postwendend kam das Geld 
mit sehr herzlichen Grüßen! Ja die Angst vor der 
Partei! Diesmal hat sie sogar einer jüdischen 
Ärztin zu ihrem Honorar verhelfen.** 

Und nur wenige Tage später, Anfang Juli 1938, 
wird ein drastisches Beispiel dafür notiert wie 
tief die äußeren Umstände verändernd auf die 
menschlichen Beziehungen wirken konnten: 
„Unsere Freunde X. wandern aus, sie haben alles 
fertig gemacht Das Personal ist reichlich abge- 
funden worden, zumad der alte Diener, der schon 
beim Vater im Dienst stand und der seit ein paar 
Jahren schon ein gutes Ruhegehalt von dem 
Sohn, den er vor mehr als 30 Jahren schon auf 
den Knien gewiegt hat bekommt Heute, einen 
Tag vor der Ausreise, erscheint er bei der jungen 
Frau: ,Wenn Sie mir bis heute abend /ücht noch 
10 000 Mark (zehntausend!) überwiesen haben, 
werde ich Sie wegen staatsfeindlicher Gesinnimg 
anzeigen und dafür sorgen, d£iß Sie nicht ausrei- 
sen können.' 21itternd erzählt es die Frau ihrem 
Mann, als er nach Hause kommt und sie wollen 
auf alle Fälle morgen reisen. Sie wissen, was 
ihnen passieren kann, wenn der getreue Diener 
seine Drohung wahrmacht** 

Opfer einer noch infemieren Erpressung wird 
sie selbst nach dem Novemberpogrom, der 
„Reichskristallnacht", als ihr Mann ins Konzen- 
trationslager verschleppt worden ist und sie sich 
um die Auswanderungsformalitäten müht Ein 
Mfimn, der sich als Kriminalbeamter ausgibt 
sucht sie auf, behauptet eine Anklage gegen 
ihren Mann gegen Geld unterdrücken zu können 
und nimmt sich dieses Geld - Frau Nathorff hat 
es eben von der Bank geholt es ist sehr viel - mit 
Gewalt die er durch einen Revolver nachdrück- 
lich demonstriert. Ihr Rechtsanwalt bei dem sie 
das Ereignis protokollieren läßt rät von einer An- 
zeige ab. 

Anders als so viele deutsche Juden, die sich 
trotz der täglichen Ereignisse, trotz der organi- 
sierten Ausschreitungen, trotz der Nürnberger 
Gesetze und trotz der Diskriminierung bis zum 
November 1938 weigerten, an die Ernsthaftigkeit 
ihrer Bedrohung zu glauben, war Hertha Na- 
thorff keine Optimistin, die im naiven Glauben, es 



noch besessen hatten. Unsere Schiffskarten su 
verfallen, unser Lift in Holland ist verloren, weil 
wir jetzt den Transport in Devisen, ein zweites 
Mal zu bezahlen hätten, da die Nazi-Räuber auch 
dieses Geld nicht transferiert haben. Auf fremde 
Hilfe und 'Güte sind wir angewiesen für unser 
kärgliches Essen und Wohnen." 

Nach dem elenden Anfang in der Neuen Welt, 
die ihr nie zur Heimat wird, macht Hertha Na- 
thorff eine erstaunliche zweite Karriere. Mit ih- 
ren Tagebuchaufzeichnungen aus dem national- 
sozialistischen Deutschland gewinnt sie 1940 ei- 
nen Preis der Harvard University. Das Manu- 
skript wird zwar nicht publiziert aber sie spricht 
regelmäßig im deutschsprachigen Radio in New 
York. Die ganze deutsche Emigrantenkolonie 
hört sie (Oskar Maria Graf begrüßt sie als Kolle- 
gin, auch wenn er ihre Gredichte nicht so gut fin- 
det), sie schreibt für deutsch-amerikanische Zei- 
tungen und Zeitschriften, sie zieht im New World 
Club Kurse für neu eingewanderte Frauen auf, 
unterweist sie in Kranken- und Säuglingspflege, 
um ihnen ein neues berufliches Fundament zu 
geben. Nach dem Tod des Mannes, 1954, beginnt 
sie noch einmal neu, als Ersatz für den Arztberuf, 
als Psychotherapeutin am Alf red- Adler-Institut 



Nie mehr zurück 



Geld verdient hat sie mit allen diesen Aktivitä- 
ten kaum. 1967 wurde sie mit dem Bundesver- 
dienstkreuz am Bande geehrt „für ihre sozialen 
und kulturellen Aktivitäten in Deutschland und 
USA und für ihr Wirken zur Verständigung der 
beiden Kontinente**. Frau Nathorff war nie mehr 
in Deutschland, hat auch New York seit dem Fe- 
bruar 1940 kaum verlassen. Die Schwächen des 
Alters fesseln sie nun auch an die Wohnung. Ihr 
Kontakt zur Außenwelt ist in erster Linie das Te- 
lephon, ihre Gesprächspartner sind die Alten und 
Einsamen der deutsch- jüdischen Kolonie in 
Manhattan und Washington Heights, deutsche 
Patrioten jüdischer Herkunft, die auf die Schat- 
tenseite des Lebens gerieten, gerettet zwar vor 
der physischen Vernichtung, aber kaum weniger 
Opfer des NS- Regimes, obwohl man sie nicht so 
dazu rechnet. 

Es sind nicht nur ihre eigenen Gefühle, die 
Hertha Nathorff in einer Art Prolog zu ihrem Ta- 
gebuch ausdrückte: der Himmel habe ihr das 
doppelte Mißgeschick auferlegt, deutsch und Jü- 
din zugleich zu sein. „Sie haben meine Seele ver- 
brannt mein Leben zerstört meine Jugend, mei- 
nen Frohsinn, mein ganzes Ich ausgelöscht wie 
der Sturm ein brennendes Licht . . .'* 



„Das Tagebuch der Hertha Nathorff. Berlin- 
New York, Aufzeichnungen 1933 bis 1945**. 
erscheint Anfang Juni im Rahmen der 
Schriftenreihe des Instituts für Zeitgeschich- 
te im R. Oldenbourg Verlag München. 



■I 
l 



Di<^htd€ und Scheifdtsteller 

um Peter Coryl 1 Is 




1. 



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S0I;D3R - B3ILAG2 

zun IJ.TJ'O-Brief Kr, 55 

Juni 1987 



Bekenntnis zu einem erschütternden Zeitdokument 



-TU 



"Das Tagebuch der Hertha Nathorff 
Berlin-New York, Aufzeichnungen 1933 - 1945 

herausgegeben und eingeleitet von Wolfgang Benz, 
Schriftenreihe der Vi ertel Jahreshefte für Zeitgeschichte, 
R. Oldenbourg Verlag München I987, 212 Seiten; 
ISBN 3-^86-6555^-^ 

Das ist kein Buch, wie sonst üblich. Das ist ein DOKUMENT, ein Stück 
Geschichte aus den von uns noch miterlebten Tagen. 

Hertha Nathorff, geborene Einstein; Dr., Hertha Nathorff, Ärztin, Chefärztin, 
rechte Hand von Geheimrat Prof. ^u^-^^bTuch /Leitende Ärztin am Entbindungs-und 
Säuglingsheim des DRK in uerlin/Errichtung der ersten Familien-und Eheberatungs- 
stelle am Charlottenburger Krankenhaus /"Funktionen und Mitgliedschaften in 
ärztlichen Standesorganisationen wie der Medizinischen Gesellschaft, der Berliner 
Ärztekammer, dem Gesamtausschuß der Ärzte, dem nur eine einzige Frau, eben 
Hertha Nathorff damals angehört hat", und vieles andere mehr. 

Seit Jahren gehört sie zu unserem KREIS, die erste Brücke zu ihr schon 1957. 
Sie ist uns bis heute treu geblieben. 

Als ich ihr Buch in die Hände bekara, lag ich, frisch operiert, im KreiskranKen- 
haus in Sögel/Emsland. Es war air. 5. Juni 1987, ihrem 92. Geburtstag, und üoer- 
sandt hatte es mir das INSTITUT FÜR ZEITGESCHICHTE in München im Auftrage der 
Autorin. 

Ich habe es, schon, v/eil Hertna und ^n)\ Katnleen Thoma und ich seit Janron mit ir, 
bestens befreundet sind, fast ohne Unterbrechung, also "in einem Zuge" qeiesen. 
Danacn war mein Blutdruck beängstigend hocn, so schwer hat mich ihr Erleben 
getroffen, das ich zwar längst kannte, nicht aber s o l 

Viele, auch recht bedeutende Bücher sind über die Zeit und das, was sie 
erleben mußte, geschrieben worden. Ein Signal, ja Fanal war DAS TAGEBUCH DER 
ANNE FRANK. Es hatte die Welt aus. dem Schlaf gerissen. Vielleicht nun war es 
kein Zufall, daß dieses neue, das wohl erschütterndste Dokument über jene unselic;- 
Zeit deutscnen Geschehens ausgerechnet den Titel trägt: DAS TAGEBUCH DER HERTHA 
NATHORFF. Denn es sind viele Parallelen, auch wenn beide Dokumente nicht miteinan«: 
vergleichbar sind. 

In einem Fall: ein junges Mädchen, fast noch ein Kind, das durch das Martyrium 
gehen mußte, am Ende ausgelöscht v^urde, also nicht überlebte. 
Im anderen Fall: eine Frau an berufenem, bewährtem, erprobtem Platz, vom Gipfel 
eines erfolgreichen Lebens bis in den tiefsten Abgrund getrieben; die einen Weg 
durch die Hölle gehen und über Jahre hinweg dann in erbärmlichstem Elend zu über- 
leben versuchte. 

Zwischen beiden Schicksalen also ein Unterschied - weltenweit voneinander 
entfernt!. 



I 



-2- 



-2- 



i 



Auch Viele von uns, die heute leben, haben die Jahre mit durchlitten, 
die einen leichter, die anderen schwerer, für viele, sehr Viele war es 
ein Opfergang, für Manche ein Weg durch Entsetzen und Grauen. 



X 



Und viele wollen nichts mehr davon und darüber hören, nicht mehr 

daran erinnert werden. Vielleicht verständlich, aber dennoch beschämend! 

Wer aber nun doch noch mehr wissen möchte als das, was wir alle bereits 
wissen, muß dieses Dokument menschlichen Abgleitens ins Verderben unbedingt 
gelesen haben. Denn gerade für solche ist es im Grunde geschrieben worden, 
wenngleich auch gar nicht so beabsichtigt. 

Es ist Schriftgut aus noch nicht lange zurückliegender Zeit, ein 
unersetzbares Werk, gerade für all jene, die noch erfahren wollen, wie 
abqrundtief Menschen stürzen können, aber auch, was das Untier MENSCH in 
Uniform, ideologisch verführt, ja fast vergewaltigt, an teuflischsten 
Scnandtaten fertigbringt. 

NeinV'keine Angst: es sind auf den Seiten dieses Buches die Greuel und 
mensch! icnen Teufeleien fanatisierter Zeitgestalten nicht im Detail ge- 
schildert worden oder etwa scheußlich und breitspurig ausgewalzt, sondern 
nur fallweise angedeutet. 

Dennoch- es ist alles so furchtbar entsetzlich, so unmenschlich grausam, 

so Unverstand! icii, menschen-unwürdig und gemein, daß einen der Fkel ankommen 

muß vor dem Abscnaum von menschlichen Miß-Figuren und einer verbrecherischen 

Lauthal s-Clique. _ ^ , ,. 

Wäre die Lektüre nicht so senr wichtig, dann sollte man denen raten, ae 
scnon im,-ner mit dem "Kopf im Sand" durch die Welt gingen, dieses Bucn lieber 
nicht zu lesen, dieses böse Stück Schändlichkeit unserer Zeit. 
Nur wer die innere Kraft dazu hat, es noch einma", , oder vieneicht_zum 
ersten Mal in solcn massiver Deutlichkeit zu lesen und (noch einmal ) mit- 
zuerleben, sollte sich dieses Bucn selber schenken und es damit zu seinem 
Eigentum machen. 

Ich meine, es sollte in jedem Hause eine sichere Heimstatt haben! 




(^kein Jude k 
lange im KZ dort beinah erVlinfet 




lebt in(Emsland 



LÜK 



/ 



mit FraüKathleen , 

I 



» 



ÄRZTEKAMMER BERLIN 

KÖRPIRSCHAFT DIS ÖFFINTLICHIN 



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L 



RIGHTS 



Ärztekammer Berlin Klaus Groth Str. 3 1000 Berlin 19 

Mrs . 

Dr. med. Hertha Nathorff 
30 West 70th Street 
New York, N.Y. 10023 

U.S.A 



Klaus-Groth-Str. 3, 1000 Berlin 19 (Charlottenburg) 
Telefon 030/ 30301-0 Durchwahl . 18 /ec 



J 



Ihre Zeichen 



Ihre Nachricht vom 



Unsere Nachnc, t vom 



Unsere Zeichen 

Vip/3a 



Tag 



7. September 1987 



Betreff 



Sehr verehrte Frau Kollegin Nathorff, 

• 

dnrrh einen Artikel in dt^r Suddeutschen Zeitung im Mai dieses 
Jahres erfuhr ich von Ihrer ärztlichen Tätigkeit in Berlin und 
erhielt jetzt auch ein Exemplar der Veröffentlichung Ihres Ta- 
gebuches, dem ich entnehmen konnte, daß Sie als erste und ein- 
zige Frau als Deputierte dem Gesamtausschuß der Berliner Ärzte 
angehört haben. Da ich nunmehr als erste Vizepräsidentin in der 
Nachkriegsgeschichte der Berliner Ärztekammer hoffe, Ihre dama- 
lige Tätigkeit würdig fortzusetzen, möchte ich Ihnen schon jetzt 
mitteilen, daß seit Januar dieses Jahres die "junge Generation" 
mit viel Schwung und Elan die Vorstandsgeschäfte der Berliner 
Ärztekammer führt. 

Darüber hinaus bin ich auch Rheumatologin und hörte von Herrn 
von der Recke, daß Sie an Osteoarthritis leiden. Bitte lassen 
Sie es mich wissen, wenn Sie irgend welche Wünsche an mich haben. 
Sie können versichert sein, daß ich alles daransetzen werde, Ihnen 
diese zu erfüllen. 

Ich würde auch gern einen Auszug aus Ihrem Tagebuch - Ihr Ein- 
verständnis voraussetzend - in einem der nächsten Hefte unserer 
Zeitschrift "Die Berliner Ärztekammer" publizieren. Falls Sie 
uns noch andere Publikationen oder einen eigenen Artikel zukom- 
men lassen möchten, wären wir sehr interessiert, auch diese zu 
veröffentlichen. 

In der Hoffnung, bald von Ihnen zu hören, verbleibe ich für heute 
mit freundlichen Grüßen 



Dr. med. Rieke Alten 
- Vizepräsidentin - 




N 



beaonsre FaLADa 



T • ^ Llebee 

Lieber gutee Hana; 

DAinöm «n ^^^^^""^ ™^^ ®^^® S^2 besondre 
Deinem 80 jaehrigen Geburtstag von 

ganzem Herzen zu gratulieren 
Moegen sich azlle guten Wuensche 
die Du zu dem besondren Tag 
wehaektat zuDeiner Freude und dem Glüeck 
der ganzenF MILIE ER.UELEN ^luecK 
AuchDu qirst gewiss viel zurueck I 
denken so wie Du es inDeinem 
herrlichen Bu h geschrieben hast I 
MoegestDu ihm no h 

hnn^n"^?, ^^^^^u ^'^ ^^''^ ^«^ ^^^6 hinzufueg 

honzu fuegen koennen **-i-«o6 

auch-^'ein Leben wax Wechsel voll 

^u^teuund Deine Freunde sind Dir treu 4 dankba^ uÄd He haben'_ 

BIS 120 zu /sjeaundEin sxhoenes n+ium ^4 j- 
LassDi h im Kreis Dein? e geulbten^sie K?nf2Jn^l ''%^' ^^ ^^^^* 
gezie.emd feieen Ixh stimme mit treusten F^^unS * »'^i««®» Familk 
happy birthday the very bewt ^f ^e^:;:^ J"^"""^" "^^-«- * s* 
m alter immer tiefere e Freunds haft f 

and all the best to Blaie & ?^ whole familf ''^^ ''^''^'"' ^^° y^^ 

in innigdr Freundschaft & ifc 
pto Deine alte dankbsur treue 



iflik 




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Verzwih cas Tippen 
ich seh so s hlecht 
Viellei ht Katarakt OPERATIONNAX 
NACH Neujahr 

Willat Ju evt ein paar ^opien 
zum Bu h hawtt kch, do h ni ht 
liehen lassen 

Der Bdiror hatte es soo eilig 
ich wollte es erst wenn ich nun b 
nicht mehr da binO i h moedhtDir so 
sagen jetzt nur herzl Gratulation vi 
Heinz der mir amTelephon sagte dass 

bfaehrt wohl um Mitternacht fue» 
th NKSGIYING HIRR SEIN WIRD 

sah bei Li ht wie jetzt miseeabel 

- ^ieproauction bs/ kind permission of ReproLH Infi. " 

ben Doa I 

ein Laupheimer gruesse geht FREKT 
WENN Hvinz dasBuedhlein zur Po t^ : 
bringt I h swlbee kann nicht mehr* 
gehen Nochmals alles Liebe & 
Alleebeste fuer einen GEtreuen 
so wie ich es bin& bkwibe 
ALL my love 




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American Indian Relief Council 
P.O. Box 226 Warrenton. Virginia 22186 




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printed in U.S.A. • 




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Dear,dear John: 

HEinz was here over the 
Weekend and afain we read the most fascinating 
BfilR^mann Story änd we^kdinire you dear John — 
what an outstanding book you wrote 
I myself was in tears remembering so many 
of your family memberstbut very many I have 
not known Jo i^ n I must say I admire you9and I lov 

love you and dear Elsie very very much 
I am only sad i^^at you live so f^r away 

and we can only enjoy our short phonecalls or a 
Visit from you dear JohnWhen we read Heix, sa^ 

^^^^••paper' between the s^eets and he asked me what 
^thar It was the enclosed letter ,your dear moth< 
once wrote to me I have kept it all the now 20 yi 
twanty years and r told Heinz about yiyr dear 
wonderful mother whom I love^ savery mux^ j 

and whomi shallnever forget as I cheeish the mei 
memory of both your remarkable pare^bt-» ! 

^»^einz Said &o me you must send the letter to 
tJohn he will be happy to get it and to know tl 
you kept it all these years i 

I hesitated to send it But Ihope I do th^e^r^t 
thing folldwing ^^einz advise ^ 

on, the 22 i e tomorrow that we arrive^T anno 194c 
Fe<«ru$ry 22 19^ tha* is 4? years too manj 

many 

Hope you all are well or at least better with th€ 
paina I myself — 1 

John unable ^o walk anymore since. 2 monj^hs 
and terribly unhappy in my loneliness and füll c 
achds The loneliness is killing me although at p 
present I have a visitdr from Munirh /:ForschungsIr, 
fnatitut fu^r Zeitgeschichte whel^e part of my 
Au^obiography is going to be piblished "^ — ' ' 

the whofe story laterone Fischer will p^blish^^ 



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Hav< 
Fon 



ood tiijies in the cold sunny wegither 
greexino s to you and dear blsie ^ 



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Sonntag Mitternt^cht 29/ 30 Juli 198^ 



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iJA^ 



Lieber Han^i 

. _ nun bekommst Du einen ernst enRrie'f unter str 

d4,er Discretio n aber ich weiss Du bist der Hueter unsrer 
Lauphel.mer Tradition 
ich bin krank sehr krank(^& auch sehr gesund zugleich ) 
Meine Krabkhe<,t ist die Polge einer vor 30 Jahren 
unzula*mj.li3^en Operation 

l^h wi^lDir kufz die Ktankengr schichte sxhreiben " ' 

Als junge /^rau hatte ichC ichnglaub 1928 in le^lin/ eine gut -mm^v^ 
GewsxhwuKst ein Myom das im Krankenhaus MOabit opeeiert vm »-'^ 
d h NUR das Myom entfernt de* Uterus wurde damals natue«lt' 
nicht herausgenommen 
Alle* war ±n 0*tlnung bis ich 1953 wigder ein Myom bekan-^*^''*^^ 
amais bat ich den ope^ierenden^thirurgep r seinenAsisteten 



Dam, 



%o^ 



uehnm^ÄTlin beimder Operation dabei war nicht nur dal^Myom 
son4iH A^^l^f' d h den Ut9<eus mit hfrauszunelTmen 
Ixh' bat in der Sprechstunde bei dem als Operatuer ersttfMti?^^, 
GCNChirurgen darum ich wiederho lte mein l'ferp langen bei dem 
awr^chen lesuch b^er Äerzte 'im F^tankenhaus'f ydenham »ri^'i. 
^sr. wurde meinem als Aerztin wohl Obefclegten Wunsch NR Kr 
^olge geleistet -^st. 

Meine erste ^rage naxh der Operatiinfrb getan wurde was ich 
verlangte wa»-r^»«rt^ ar h Unsinn' ' 

ich war empoertÄ sag te^, nun wec«^ 
ich also ein ;5 Myom kriegen t*'' 
^.AchDu mit Deiner uberfe^spitzten -jfeeeiagin j-hdnWeisheWt'nas g't^ 
«S nicht mj^ineAntw^e^^ e s gibt zumal in der M^dijiin nichts wa J^ 

s nicht gWt ' ^-—^ 

Ich behielt leJdeje sxhleth t V-fc-W 

Seit d«fr Operation hab. ichnimmer irgendwie ein unangwnhem - 

Gefuhelt in den ersten 10 Jahren keitie jDchmwg«vn gehabt 

Ich liess mich au^lto immer wieder von dem Onefatwur unte^wuc^t^ 

Cagt^ da ist doch etwas z uetteckgebl ieb en ..>irh"TTn sinn ha^^te^-T^ 

das ist der Stumpf der geht vollends zur^dk^-^r gii* aber nO^< 

jUBVCk^Keiner glaubte mir auch ^is vor Kurzvm nicht die ( r^ " 

neuenAerzte da die anrfrn ja Gestorben war^n s»-'«h>' 
Immer wieder hoe*te ich die Diagnose Tpasmen d*« Icc^iniccht >^<^'4. 
J<L2it erst hat eine junge Aerztin einen "^umor d 

Myom f«stgestellt ALJ^ andernAerzte haben n^cht dtagi_^_„^^- 
//as qxh so weit ich mkt eigner Untersuchung es konnte 
fuehite ^yu-,'c^ ^ . 1 

i nun d«4e^t dwr^harmlosv Tumor mir so lamgsam den /jTa»**» 

Operation hat der Gyna^fkologe abgelehnt^4«ch wuer^e mir au*< 
KFINF mehr machen lassen ^s istAlfees zu serer v^järafthsen 
& ma^t mehr^ mehr Befchw^^^Xö^^/ Itein M«>n seh lebt ewig Mfed4< 
INTjp^ ^c*e^ i«y mein Heinz wir haben ja gar keine Familie 
mehr, Hans DAf ^«st sxhwe«^ zu erlragen-Vh habe die ganzen i*C^ 
ur^ sgbar daruntwr' gelitten . 



zu 



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♦^^-t^^i-/ 




7-^ 



T^Ll^/rilid weiss sie Aat mlohbefraedigtt aber nix hat 
SlirlingeteS^htTlei? ich nJcht mehr so kann wie frueher 
*ght.if..n Alletnigkelt ^^ 

^^^ Ä^icitHu^i^h jf-aTh/Wen ^le« i^KAU, n^NOMT' 

V»t. MIR VgfHAfJT / • ' 

re"L?2..^.utrÄ?uecKt L.id ist ..Hr sxhwanKend 
jedwnfalls habe iJh ein volles L^ben gehabt 

vergast ^-rktt.,,^^ .- ^i« 

adresse H«Möz7H»?nry Nathorff 

5 Tremont '"treet 

Albany N.Y lO ft g 205 < t-z o ^— - 

Pho^e (-uö-listed) 1- 518»45J- 18^4-5 

H«/?«,ii!les HSi^z ist ein sehr scheuer gehemmter Wensxh a 
das istAlles H4finz isx e _ ^ e-ö^ndsxtiaft Liehe r-esinnin 



/ 



cT^^- 



IV kennt Dicht dln<tammbaiin^^, , ,.v,+k«io 

--- sie ihm 'er verdient sie er braiKhtfes ie 



GIB 
Dir 



n.r . IrraenDeinen wuensche ich-^^SMiTzen-^^sMlfeb. te • 
be^aSr^fiS^tes gedenken iMit en>«-il.^enr-.yv-ssen 
in alter, -^Lai^phejdfer Treue Deine ^^^ 



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8^ 



LLieber Hans: 



ich natuerlicl 



aus Albany zureck, hab 



uns 



die Ib ^ophio 
es unter den Uws 



*' Lapheomer Verkuendiper : 
angeruX^n um zu howren, wqs 
ri^en Af=^ues .?; ibt/ 
ixh fragte auch obDu wieder deueben bist & 
sie sa^te nein, er hat z Zt etwas Bandsdhe 
besxhworden. 

Da daxht ich dass Dich vkllwicht beiliegend 
Srtikel inte©<ssiert I h hab ihn p:estern vo-v» 
einer alten Patientin erhalten Sie schrieb m 
da 



O Vi- 



was 



ich 



ihr Kan solceh 3eschweeden habe & 
ueber die angegebene 3rahandlung devK^^ 



Dss ist doch njjch Vertrauen 



zumArzt . se(^ 



über 4o Jahren bin ich nun hier 
Uebrigens lebt das Ehepaar Ö^n Berlin au^ge 
ausgebombt) jetz^ in Kuenchen Die treue Seele 
v^ief mich an ehe der Brief kam, der Arzt wt^ 
amSonntag nicht ins Haus kmmmen ich riet i 
am Telephon im nawchsten Ktanl^nhau anu " 
rufen wo einArzt in ^hrer Maehe sei der M^^ 

bj^such macht /t^y^JU^ 

Sie hat einen aUer m r'iuenxhen Bo^enhausen 

gefunden 
was sagt man dazu? 

Hoffentlich habt Ihr einen guten^ommer mir 
geht, s maessig aber Albany war wieder vnand 
schoen/ Viele herzlGr esse au; h an Deine Ib 
Frau U die weiteee Pami(cie 

In alter treuer Freund chaft 



Deine 



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"Ov^t^v^ 




*' VERLEGT wurde der Gedenkstein ^ 
für Albert Einstein, Foto ..Hoppe; 

Einsteins ; 













■rt«.' 



um 












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• *4 



Dort^ToliBte Albert riBÄM*«'** 
wirklich: In der Adlwelier- 
Btrmfte 12. Da.^i<»n f.<ch nftmlich das 
Hlnterhani . bei umlen haben. In 
dem dle.F»i:iille dea Nobelpreis-; 
irftsers von 18S5 bis i894 wohntet; 
Bisher hatte man geglaubt, der 
Erfinder der Relativitäts-Theorie 
hätte Im Haus Nummer 14 ge* 

wohnt . /v:v ;/ ^ ^. 

Um diesen Irrtum nicht weiter; 
bestehen zu lassen, wurde deshalb ! 
jetzt der Gedenkstein um ein Haus» 
verlegt. Früher hieß die Adlzrel-! 
terstraße Rengerstraße — und der j 
kleine Albert konnte noch auf denl 
umliegenden Wiesen tollen. Altere; 
Anwohner können außerdem be- 

noch in den zwanziger Jahren auf 
die Hauswand gepinselt war. 

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ll&V^^^Q 



NATHORFF 
S TREMONT STREET 
ALBANY ^' N. Y. \ 2- "^ "^ 



1-i 



Dear El sie & John: 

many thankn for your 

icind vvishes I apioreci:^te your kim^ness & friendshi; 
very luuch and feel oji^ly .or y t.i^ v;e ne-ver raeet , 

Yiotr I V ould ha.ve liiceo. to be with you on 
t-ie P-. thorinf:, but -t thi time of thc- yec.r 

it is alv.ays: Albuny - it is bcou. iful agam, 
except the rain nd it is re:.lly cold^ 
but« tornorrow v-ill be better - ^ , . i 

And you go " overthcre" ag-iir^mr d^ar old Lauphei-n 
hoU/ v-ill it be? in iorac-r ti ie5 "3ge s ilesle" . 

gave me nev.s but for a Im- ti.ne I-dii not hear 
from her anyaore- May be she too rDassed away. 
De.r John, I, still have a ■viitca'e füll of 
"familytre-.fc -ripers. ^o yö^^h-ve the .ddition ol 
Mr. Har^isÄon and frora the girl L uri in 
Indi- n. -ooli3?ava ^in tein vrote, shc is a very 
nice girl 3he vi :.ited .va on hc'r invitation in 
6alifornia;-va sent me a copy fro:n a aocumc-nt 
f::iniiytreG oert ining to Albert iJ. ,but I thmk 

thcre niu t be an error. ^ , ^ ^ , :if; 

Ii you w .ut all the m terial-^ have I shall gL-c-y gi 
orsead it to you f^er your r turn f r ;m ^ui^ooe. 
Have a fine trip and a very gooi time - _ 
Give -ay love to Gr: tcl in VTinterthur & ii you go to 

St Gallen to Helumth& .iu. olf . i^ did not he- r anym- , 
-more either frora him or the" bad Siegfried—. 

Heart'est greetinga'and gooa Iuck. 

Cordi.aiy yo\ir3^ 



I 



'^'^A^ 



Jlrc] 



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Eben er 



hi It ich n. .*hge ai^adt 



'ost von einer ailten Patientin, sie .schickt mir einenÄ^e-Ä^. 
uigeausstfnnit mit dem Bild von einem All»ert E.Gedenic* 

jtein an einem Haus in einer Strasse^ Adl^reiterstr 12, 
frueherer NmeRengerstr. wo die Familie 

1885- I8S4 woicnte. 



Ü^ine'j^Haang; be l 



■iio mag das gevesen .ein? 

Xch li SS Photf'copie machenS: scHick 
sie Dir naj^r^ueckkehr von Eior^r 

Reise. ^"-"'^^ ^^ 







tl 



Dr 



30Wt-t 70\JtMcat ') 
Nev.York, II.Y^aiWSiS /- 



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1 



Mr.S: IvIrs.J)iin H* Berf-maiin 

104 Verrijn drive 
Sc-rsdale, N.Y. 10583 



(1 



I shal.l be here probably tili 
the middle of july and then go to 
Albany but shali try my best 
^0 be here on Jiily 20 
Today Brich Treitel visited rae 
he is flyig to California 
vvith Grete l^reitel for about 2 
weeks I alreaciy told him about 
the Laupheimer Naclimittag He wants 
to see all the öld friends. 
HotAuid you remem/rir my old birthday? 
I am still angry cib out" Aufbau-. rtikel 

2 do not icnow who told them 
but I got many cards f rom pe ple I 

had not seen or heard for years 

and my old pa/ients in Germany r bki 

you belle ve it thi-^-t some phoneä or se 

sent telegrans and even giits?? ' 

what with the StammbaiAm ,^ei mir liegl 

das ganze ^^Papierzeugs Im Koffer i 

Never time to look through it ' 

I did not hear from the girl from Indins 

napolis anymore — 

All the best to you and the 
children looki^g l'orward to seeing yc 
you soon, Heartiet greetings your old 



I 



I 



ff 



I 

I 



Dear Elsie& John, 





l&IAj 



once more for your kind vviühes 
& the phonecall It was so nice to 

talk to you 
Sorry I do not have your iDhonenr 
i would liice to call you back and make 




h 



I 



Dear Elsie & Jolm,tiii3 Year I do not send any 

Cards, but I wunt to v ish you ti e very best of eve 

rything for you and all your dear ones 

It v.as so eood to have seen you at the meeting and 

I still hope to see you at my home 

Hope you had a focd summer r-g-rdless of the 

« • • • " 

weather 

I am ju^t going to Albany to spend the holidays 

with Heinz una I hope fina]/^ to get some rest after 

very hectic days. 

1 wauted to ask you dear John if you have üome 
additxon fett the familytree^ I reoived not long ago 
frora Laurielitostein C-^n-ianapolis) ^ completly uni* 
knovvn to ae'^'besides some time ago Eva Einstein 
(the daughter of the mi;u.sicologist) sent me a copy 
Geselschfat fuer jued Pamilienf orscnu- g 
Stammbaum Albert Einstein 6. Mai 3o an Rabbi Taen 
aei^Eva got the copy from Helen Uukas.And v^hat about 
the /Taemmle . s ''to find out vvho is who seems very con 
fusing to me— Happy holidays hoping to see you fin 
aliy xn my home hl'rtiest greotings y^^^^J^^^^ 



just read yovir dear mother,s last 1 
letter to me I have kept it all 
these years- she vas so dear and 
lovely ^ shalibever forget her 



I 



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II 



8. 8. 79 



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Lieber Hans, 

hoffentlich seid Ihr aus iCuropa gut zurueck- 

gekoiTimen^ habt do :t eine angonel:>eme Zeit gehabt 
ij[elm Kra'ien hab Ich belliegendeB^^Blld gefunden, das Dir 
gewiss Freude achen v/lrd, 

-^Gh tran-i mich ja schwer von Alle n,' waS mfct^Dahle " zusa— lenb« 
haengt, aber Dir geb Ich^ s 4)ern 

Hast Du den von R ;4^: ]Täonz -r an Albort £• einst ^^esa.iitan 

"StamMibaum? Ich hab eine schlechte Photocople kuerzlich 

von .:.Va Einstein be..ormnen Diese beicam sie von ler Do-kas ' 

{^er lutllch hast Du auch Brief von Mr Roland Harrison aus 

Pittsburg iokominen, ler seine Urgross.iutter Helene E ^aus Lauiohe^u. 

suchte Nun ich fand sie gleich in dern von Dir gemachten Staiinl* 

bau-^i sie hiess \^ohl Helene wu -de aber dann Hannchen oder Hände f 

( 
4^onanrit. Ich x'^rg^te den Herrn Urururur gr^^svetter an ob er ube^' 

Davis Morris Bakwin( diese Kinderaerzte in der Parkave A<^ fJU^ 

weiss oc auch Nelson Morris , Meine Schwester älsbeth hat Eine 

noch in Chic .go besucht ^ ich hab ein Gebetbuch mit ihc^em 

Na^nen oinr.r schrieben bekommen. Das liegt hier in m. Schrank- 

Der Sohn von Betty Eicblerl jetit PrauDr Blura) hat mich "hier 

mvz besucht- ein nett el:^ Mann .Professor an d Uni in /^ich ta 

- so kommt man auf einmal zu"Pa'nklle" & hat doch kei__i, 

Das /l bleuen von Benno N. ist mir sehr nah gegangen & dass nun 

auch helriuth Nathan nicht mehr €a ist , ist fuer viele 

\ 

Menfphen ein schwerer Verlust, au<n fuer mich 



V 






Meine sonstip;en Weisheiten" u'^er die leiderso klein gewordn 
Kille be iah ich von Sophie Noerdlinger-& -lanchmal von Sydney 



(I 



aoer ao 



bin ich ganz allein, seit m. ür^all hab ich sta dlg RueckenscI- 
zenfc geh krumm wie eijffi/chit^;^ altes Welb- 

Ausforien ^.ussben v/lr das Haeusls In Albany kaufon in dem me^ 
Sohn nun 20 Jahi'e wohnt 

Der Hausbeoltzer v/ollte verkaufend da es. in Albany koine Wohnu^ 
gibt & meist nur EINfa llionhaeus«^ russten wir schnell zugreif^ 
donit Heinz nicht et'>va gez'vvungen gewesen v/aere in einen Vorort 
zu ziehen. In de-: Ha6sle v/ohnt unten eine einzelne Prau so is^ 
'efnz doch nicht ganz allein im Haus, v/qs nir imiriorhrn eine 
kleine eruhi;j;ung Ist 

MItch freut dass ein h'jo^j^her Garten dabei ist wo ich nich v/e 
ich dort bin -Ichtig" austoben"«: dfelansen ksfnn 

Seit Lauphei<^ hab ich keinen aarton -ehr gehabt-- eine lange 
lange Zeit-- 



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i 




Ob Ihr doch mal zu -nir kommt v/enn es nicht «».ehr so 

hen^frs\'!J^ ''f ^ '? ^in.nerdeckej 7/and endlich wieder normal auss*«.- 

m?^ich wenn .•^h'-'r^^f^r::^""^ ^" ^^S^^^ ^'°^ i"^^^'<^^ ^'^'d a 

iui micn, wenn ich u-luock hab... -^-^ 

Holt gute Sommartage ci: viele Gruesse fuer Dich Defu. 
•ie weitere Familie* 



•♦■. 





Ib Prau^ 



Dein:^ alte 



ICcM^ 



U. 



^. 



A 



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J^juu^i ilLuAXu ^ r<^ 



Li^^u ^i-^^v 



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^fC/^Vftr £^./^^-^^ 



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9- 25- 79 



De^r Elsie & John, 



many thnnks for your kincl 



Äoschhaschomoh wi::erh e 



CJ 



I too wish von 



and all your dear one ■ the best of evryth^ ir^ 
good health and happiness thjrough icit the 
New Year and very very ^<^any inore^ for you and 
all your dei::r ones 

I did no^send cny cards, have been too busy 
V'ith other ihings and cm terri&lj^^ overvorked 
HoToe you got my letter vith the oid : ev/spa/e: 
kli-n^ng wilh the piture of dear Nax B , and s( 
some other pentlenen in Lavipheim 
I got a Irtter from Hr :(oland Har.ison from 
rittsburf:h J assujne he got my adress from Vic- 
tor Sichler^ son of Betty v/ho sperrt one evenii 
with me and'^wanted to know more •'•bout the B-^ 
ßuka Morris Davis rel::^tiveG- i cou^d not tel: 
anytixig but that rriy p.rents mentiones^ them ::-0i 
soutetiL'.es ^long long ago; This" cousin" Her ii 
wanted to know ab out his great grandmother ^ 
(/elene (Handel jiiiinstexn who m rrieda Mr. Hii's< 
ir Pittsburgh and I was gl:'d that I cou d wri(' 
^cying looe%ci on the family tree you de. Johi 
made that she reqlly Cc-me from Lauohein 
bqt why she v/ent to th USA J do not know 
may be Mr Harrison v:v )te to you too 
and sent you his f ö i ily tree j^e sent it to ne 
but I have bo^n too busy and not well enough ' 
to" study" it late at night- so I have evc^yth: 
in my uitecase and if you öe^ '{i^v^^^t it I s] 

j shall be gf^^d to give ot to you (- thinK the L« 
n,^ ..hould get the most interecting fanjiily tree 

^ J N.B I found out that Albert Einsteins mother : 

nee Koch and the mother of bis second rife v/e: 



re 5i^:ters I n..ver knew viiy they 
Besides tViA r-v»o>^-T-5 ,.1-- — ^ ^ 



in Mu^io'h'alkef ml'"fbout L^^"--- ^ibelsha^ 

^iteu rae Äbout her £;ransf*cj44u 



y 



Herm:..n:i Einstein pmä his wif d, Herririm <md Lu (W 
V'/±"g \ "brother of Tante Sar^O ^>nr^ f :».ther of Alfre 
v/e re c^^^usine^of b tii ni;.;^^^^ i^_ ts cnd ^ jpent vvonae 






Muenchen B^/^ 1^ Eva ( Alfre (f'tl'i^^ht er in El O^^rrit 
told me over tne phone th t she knows a dMughte 
of "cousin Davis" but Eva does not knov/ much 
and de f^cto has not much interest in the 
*'old Jews" as she said joklin.^^ly 
Very seldom 'Ne ph2?ne to eacli other because she 
i.v the OKLY relative besides HerrmanEinsteins gvc 
f,r**^daLighter(catho/'^'ik) Eibelshc^eus^r Her Daughter ii^ 
' at pr sent resident physici:-^, --t the Karhol 
K 1/e.nkenhaus — in Laupheim — 
tKat is all the nev s f or tonight 
I wish you and all y^ur de^r ones a good Jörn Kip; 
p\;ir and once more a very Hap^y New Year 

Schono toYvO 

With heartcst greetis 



your old 



"kj^-:^- 



I just herH that Junior Laemmea'l C 
Carls only son passed away fter very many 
years of illness ^3ic tr^^nsit — 
When she' II see • ou for a cup oi coffee 



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Hertha Nathorff zum Gedenken | 




Hertha Nathorff (Mitte) mit 

Knapp eine Woche nach ihrem 98. 
Geburtstag starb am 11. Juni Dr. Hertha 
Nathorff nach einem wechselvollen Le- 
ben, in dem sie alle Höhen und Tiefen 
menschlicher Existenz auskostete. In 
Laupheim bei Ulm 1895 geboren, gehörte 
sie der grossen Familie der Einsteins an. 
die vor allem dort und im württembergi- 
schen Buchau lebten. Sie selbst absol- 
vierte das Gymnasium in Ulm, der Ge- 
burtsstadt Albert Einsteins, begann dann 
das Medizinstudium an der Universität 
München, nach dessen Beendigung Assi- 
stenzstellen an Universitätskliniken in 
Heidelberg, München, Freiburg und Berlin 
folgten. 

Berlin blieb dann bis zu ihrer erzwunge- 
nen Auswanderung 1940 der Mittelpunkt 
ihres beruflichen Lebens. Dort eröffnete 
sie eine Privatpraxis, wurde leitende 
Ärztin am Entbindungs- und Säuglings- 
heim des Deutschen Roten Kreuzes und 

Vom Schicksal erbeten 

Einst habe ich vom Schicksal mir erbeten 
Die Kraft zu helfen und zu heilen, 
Erkenntnis und ein tiefes Fühlen 
Der andren Leid und Schmerz zu teilen. 

'*Du töricht Kind," hört' ich das Schicksal warnen. 
Willst andre trösten, glücklich machen, 
Dafür musst selbst du Opfer bringen: 
Dein eignes Glück, dein Herzenslachen. 

Denn Leid und Tränen kann nur stillen. 
Wer selber Schmerz und Tränen kennt. 
Wem in dem fühlend eignen Herzen 
Des Leides tiefe Wunde brennt. 

Ich schloss den Pakt, — Ich gab mein Lachen 
Und tauschte Leid und Tränen dafür ein. 
Nun strömt mein Weh aus tausend Herzenswunden. 
Kann andern drum zum Segen sein . . . 

Hertha Nathorff 



Frauen des New World Club, 

errichtete die erste Berliner, wenn nicht 
gar deutsche Familien- und Eheberatungs- 
stelle am Krankenhaus Berlin-Charlotten- 
burg. Auch organisatorisch war sie tätig 
als Mitglied der Medizinischen Gesell- 
schaft in Berlin und der Berliner Ärzte- 
kammer, und sie war die erste Frau, 'die 
zum Mitglied des Gesamtausschusses der 
Berliner Ärzte gewählt wurde. In die- 
ser Zeit lernte sie ihren späteren Mann 
Dr. Erich Nathorff kennen, der am Kran- 
kenhaus Moabit arbeitete. 

Ihre letzten Jahre in Berlin ebenso wie 
ihre Anfänge in New York nach 1940 hat 
Frau Nathorff in ihrem zuerst 1987 in 
München erschienenem Tagebuch ausführ- 
lich beschrieben. Nach vielleicht zu lan- 
gem Zögern gelang es ihr erst 1940 mit 
Mann und dem einzigen Sohn nach New 
York zu entkommen, wo grosse Schwierig- 
keiten ihrer harrten. Um ihrem Mann die 
Möglichkeit zu geben, für sein in New 
York notwendiges Ärzte-Examen zu stu- 
dieren, musste sie für den Familienauf- 
enthalt sorgen und sich als Haushaltshilfe 
verdingen. 

Erst nachdem ihr Mann seine Praxis 
eröffnen konnte, wurde es ihr möglich, 
sich wenigstens als seine Assistentin zu 
betätigen: sie selbst verzichtete dann 
auf eine Fortsetzung ihrer eigenen Ärzte- 
laufbahn. Sie schaffte es schliesslich, als 
Psychologin zugelassen zu werden und 
war viele Jahre in der Alfred Adler Mental 
Hygiene Clinic beschäftigt. Mit dem frü- 
hen Ableben ihres Mannes im Jahre 1954 
war sie, immerhin schon 59 Jahre alt, ganz 
auf sich gestellt. 

Frau Nathorff spielte auch eine be- 
deutende Rolle bei der Beratung der Ein- 
wanderer, vor allem der Frauen, um die 
bei vielen unvermeidlicherweise auftreten- 
den seelischen Nöte zu lindern Für den 
New World Club — der sie später zum 
einzigen auf Lebenszeit gewählten Ehren- 



mitglied seines Direktoriums machte — 
organisierte sie Kurse für Kranken- und 
Säuglingspflege und beriet Teilnehmerin- 
nen ihrer Kurse, wodurch es nicht wenigen 
möglich wurde, Stellungen zu finden. 

Sie gründete gemeinsam mit Vera Crae- 
ner die Frauengruppe des New World 
Club, war in der Jugendgruppe des Klubs 
tätig und leitete, zusammen mit der unver- 
gesslichen Carola Ney, das "Open House" 
des Klubs, das allen über 55 Jahre alten 
Frauen offenstand. 

Über den Kreis des New World Club 
hinaus war Hertha Nathorff auch uner- 
müdlich in ihrer Vortragstätigkeit, die sie 
vor allem in deutschen Programmen der 
New Yorker Rundfunkstationen ausübte. 
Sie schrieb auch zahlreiche Beiträge für 
den Aufhau und veröffentlichte in unserer 
Zeitung zahlreiche Gedichte, von denen 
einige in deutschen Lyrik-Anthologien er- 
schienen. 

In den letzten Jahren ihres Lebens haben 
Leid und Freud von Hertha Nathorffs Tür 
nicht halt gemacht. Sie musste erleben, 
dass ihr einziger Sohn Heinz im Alter von 
62 Jahren in Albany (Bundesstaat New 
York) einem Herzschlag erlag, dass sie 
selbst in ihrer Bewegungsfreiheit immer 
mehr eingeengt wurde und das Augenlicht 
nach Hess. 



Als ihr Tagebuch im Jahre 1987 er- 
schien — sie war bereits 92 Jahre alt — 
wurde sie vor allem in Deutschland be- 
kannt, und als es im folgenden Jahr als 
Taschenbuch herauskam, erfuhr ein breites 
Lesepublikum erstmals unmittelbar von 
der Rolle, die sie bei vielen Frauen der 
Einwandererfamilien spielte, um sie. oft 
jahrelang, über Wasser zu halten. 

Ihr geradezu als modellhaft anzusehen- 
des Wirken in Amerika wurde in einer fast 
gleichzeitig erschienenen Dissertation der 
deutschen Amerikanistin Christine Back- 
haus-Lautenschläger gewürdigt. Das Ta- 
gebuch bezeichnete sie als "eindrucks- 
volles Zeugnis der Leiden einer Frau bei 
Flucht und Neuanfang im Gastland USA 
und dokumentiert auf ungevNöhnliche 
Weise das gewöhnliche Erlebnis im Exil". 

Für den New World Club und den 
Aufhau sowie dessen Lesergemeinde 
wird Hertha Nathorffs Wirken unvergessen 
bleiben. Sie ist vielen ihrer Schicksalsge- 
nossen mit gutem Beispiel vorangegangen 
und heute kann man nur bedauern, dass sie 
in New York nicht den gebührenden Platz 
als Ärztin finden konnte, den sie über ein 
Jahrzehnt lang in Berlin einnahm. Wir 
werden dieser tapferen Frau ein ehrendes 
Andenken bewahren. 

H.M. 



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I iRtved, Nikolaj I 704 I 734 WhoArch 
Kiglwedl. Nicolai 1704-1754 WhoArch 
liguremRoy Ic^is 1952 WhoAml 79, 

WhoAmP 77 
Fijadi. Manuchchr iy:S- Dun/iß 79 
Kijck, Aldo Van 1918 IncMA 
Kijken, Jan Albcti Van liäkcr 7H 
Kijkinafi,C hrisliaan 1858 1930 AsBiHn, 

IkScli 
Fijkmiin, Christian 1858 19^0 ,Vftr;/U'ß 
fik, Ramona Gwcndolyn TruKon 1915- 

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Eik-NesKrisicn 192 3- AmMAWS 7}P 
F.lk«. H.illvard 1920 liuW W 74, 75. 76, 

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Eik««s, l.iiih M.ifiicl 192b AmM&WS 71S. 

7SS. U /),,./ /7 
Fikias, \ aith Mairict Sawycr 1926- . 

WhoAmW 72 
likamp. Arthur Raymond 1918 WhoRd 7S. 

77 
likin. Theo IrMAu&W 7ft.\ 
Fikf Von Ri>pi>au I 1 89'- 1 2 3 3? OxGcr 
Fike Von RepRowr ( js Wl 
Fikel,( harIcsl.Jr 1907 W\\o\n% 75. 7b 
eikel,( harli-s I rcdcrick. Jr 1907- 

WhoAm 74, 76 
Fiken,Shirky Ann 19^9- l tduc 74, 

WhitAmW 74. 7S 
Fikenbiiry,( haricsiranklin 1877-1933 

Wh\m I 
Fikenbarv, Raymond Oarrcll I929- 

AmM&WS 71P. 7hP. 79P 
FikenberRjohnH 1909 St&PK 75. 

WhoAm 74, 76. 7H. W hol' AI 74, 75. 

WboWor 74 
Fikenbt'rg, John M 1937 Dun&B 79 
Fikenberry.DalcWilbur 1919- Whot&l 74, 
75, 77, W/iü/ns 7S, 76. 77. 7S. 79, 

-80 . 

Eikenberry, Dan Harrison 1888-1963 

IndAu 1917. Wh Am 4 
Fikenberry, Jon Nathan 1942- 

AmMAWS 7(rP. 79P 
Fikenberry, Kcnncth Otto 1932 WhoAmP 7.1, 

75. 77. 79 
Fikenberry, Rebecca Iby WhoAmW 72 
Fikenberry, Ruth 1929- WhoAmW 77. 79 
Fikenberrv, William Lewis 1871- Wh^AA 
FikenNrrry, William Lewis 1 87 1 - i 957 

Wh Am J 
Fikenburg.CharIcs Conrad 1923- WhohAI 77. 

79 
Fikenhorst, L Van DcluL 
Fikens,Lcroy Francis 1920- WhoRel 75. 77 
Fiker, I arry Lugenc 1938- Whol-. 74. 

WhiKSASW 75. 76 
Fiker, Mathilde 1893- AmAuAB. 

AmWomWr. TwCA. TwCA SUP. 

Whl^AliA. WhNAA 
Fiker, Richard R StAPR 75 
Fikerenkoefler, Lrcderick 1935- WhoBIA 75 
Fikerenkücller, Lrcdcrick J. II WhoRcl 75 
Fikercnkoetlrr, Lrcderick J. II 1935- 

NcwYTBS 7.5. WhoBIA 77. WhoRcl 77 
Fikerenkoetter, Frcdcrick Jmcph, II 1935- 

WhoAm 76. 7S 
Fikerenkoetter, Roy Cornelius 1931- 

WhoE 75.-77. 79 
Fikerman, Alma WhoAmA 7H 
FikUberry.Janc Lee 1951- WhoMW 7« 
Fiklebcrry.Rokrl W.xxlrow 1912- 

WlhiAm 74. 76. /H 
FikiH-r, AlliM VanDo/i.r 1919 Ih \s ' iP 

7HP 
Fikrcm, I ynw.i.«! O I9|<< AinMA WS 71/' 
l-ikrrm. I ynw.M-l Olli 191 •> AniM&WS /(,!'. 
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WhnAmW 1} 
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FiUnd, Davide hasc.Jr 19 i6 UiDrAPA 77. 

Wht^SASW 76 
^»l;n«l. n.fluhM../.. 1917 AmMAW\ f(,P 
Uland, Iran Wi,niP1) 16 



Filand. lielcn Jane F'ien WhoAmW 66 
Filand, Low jrdAvcry 1948 DrAS 7HH 
liland, J ilianDcnt 1917- Whol AI 75 
Filand, MicLacl D AmIA 74 
liland, MurayL 19 ?<) (onAu HS 
liUnd. Muray lec 19 36 BiDrAPA 77 
Filand, Muraylec.Jr 1936- WhoWest 76. 

7H 
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tilatt,lcmbl 1921 U/ioVfW 7H 
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Whol AI 74 
|ilh*>rR, JosLua BioNcws 74 
liIhrfR, ."osLua 1921 AlmAP 7H. BiDrAC. 

(ngl) 7$. 77. New Y ms 7H. 

WhoAm 74. 76. WhoAmP 71, 75. 77. 
79, Wholi 74, 75, 7\ WhoCiov 77. 
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Filberji. Ralph 1933 Ar^MAWS 73P. 

7foP. Whoh: 75 
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Filbert, leoRcubin 1925- AmMAWS 73S 
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Filbott, Peter 1932- AmIA 74 
Filbott, Rcginald A. Jr. 1916- WhoSASW 76. 

78 
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F.ilemann,("i unter Ciustav Will, 1923- 

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76P. 79P. IntWW 74. 75. 76.-77.-78. 

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lili-niHTfer, Wilbcrt L 1912- StAPR 75 
lilenstin., Donald LI 937 AulA 74 
Filer,AnJrcwTI9i4- StAPii 75 
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Filer, Do ^Ic Mdcn 1 944- A m V/.ft WS 73S. 

~ 7HS 
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Filer, Joln Joseph 1910- Am!'U>iWS 76P, 

79 P. WhoAm 74. 7b 
Filer, la ry T 1919 OD^PR 79 
Filer, XaierW 1916- i:SHih 74 
FilerinK. lohn Ci 1918- DunAB 79 
Filenng, lohnCicorgc 1918- WhoFAI 74 
Filering, R l AmArch 70 
Filerman 1 cd Lawrence 1942 WhoFAI 79 
Filers Albert 1830-1896 Baker 78 
F.ilers, Allton Frcdcric 1839-1917 !SlatCAB 14. 

-30. WhAm I 
Filer*, Dick 1.191 4- Wholns 75. - 76. - 77. - 78. 

79. yo 

Eiler*, Fran^- Josef 1932- WhoWor 76.-78 
Filer*, Fred Who.\mA 71. 76. 78 
Filer*, Frcdcric Anton 1839 1917 ApCAB. 

[KAmH 
Filer*, Ha/cl Kraft 1910- WrDr 76, 80 
Eiler*,John Wagner. Jr 1939- WhoAmL 78. 

79 
Eiler*, Karl 1865-1941 NatCAB 30. 

WhAm I 
Eiler*, Lawrence John 1927- AmMAWS 73P. 

76P. 79P 
Eiler*, 1 ouis K 1907- AmMA WS 73P 
Filer*, Louis Kenneth 1907- htWW 74.-75. 
76. 77. -7Ä. WhoAm 74 76.-78. 

WboF 74, WhoFAI 74, WhoWor 74 
Filer*, Robert Dalc 1930- Arr.MA WS 73S 
Filers, Roy Jordan 1913- WhoRel 75. 77 
Filer*, Russell J 1925- AmMAWS 73P 
Filer*, Russell Jay 1925- Am!^A WS 76P. 

79P 
Filers Sally dl 978 MewYTB.i 78 
Eilers, Sally 1908- Film 2, FilrtgC. 

HolP 30, InWom. MotPI'. MovMk. 

ThFl. TwYS. W hol! Ol / 
Filer*,Stanlcy M 1903- St AIR 75 
Filer*, Wilhelm Max Johannes 1906- 

WhoWor 78 
Filer*, William Lewis 1924- / mMA WS 73S, 

WhiyGov 75 
Filert, David De Witt 1906 WhoAmP 7? 
Filert, David Dcwitt 1906 WioAmP 75. -77. 

79 
Filert. Irnt st Irrdtriik \yUu WhAm 4 
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Eisenherg. Joseph 1932- WhoE 77. -79 
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Eisenherg. Julius 1924- WhoGov 72, 75 
Eisenherg, Kenneth Sa wyer 1932- WhoAm 74, 
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Eisenherg, \.jot\ Rorence Heyman 1929- 

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Eisenherg, M Michael 1931- AmMAWS 73P, 

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Eisenherg. Manuel ScFAFL I 
Eisenherg, Martini 941- AmMAWS 73P 
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Eisenherg, Marvin 1922- DrAS 74H. -78H, 

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Eisenherg, Matthew E l904-_ StAPR 75 
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Eisenherg. Maurice 1900-1972 B»ker 78, 

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l 



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AfSS 

AfrA 

AfroAA 

Alli 

AlniAP 

AniArch 

Am Au 

AmAu&R 

AmRcnch 

AmHi 

AmhA 

Ami Y 

AmM&WS 

AmNov 

Aml\S 

AmSCAP 

AmWom 

AmWifinW r 

AmWr 

An( l, 

AnMV 

AntHDN 

Ap(AB 

ArizL 

ArtsAmW 

AsBiFn 

AtlHL 

ASpks 

Au&ICB 

Au&Wr 

AuHYP 

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AutoN 

Büker 

BbD 

BbiC 

BiAUS 

BiB 

Bi( AW 

BiÜAmfid 

BH/AmLL 

BiDAmM 

BilMmS 

BiD&SB 

BilKonf 

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BiDLA 

BiDPara 

BiDSA 

BiDrAC 

BiDrAPA 

BiDrLUS 

BiDrUSE 

BiE& WWA 



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African Aulhors 

Atro-Amcrican Artists 

Allibonc: A Critical Dictionaryof English Literaturc 

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American Architecls Directory 

American Authors, 1600-1900 

American Authorsand Bocks 

Tlie American Bench 

American Biographics 

American Iconomic Association: Directory of 
Members 

The American l.iterary Ycarbook 

American Men and Women of Science 

American Novelistsof Today 

American Populär Songs 

The ASCAF Biographical Dictionaryof Con.posers, 
Authorsand Publishers 

American Women 

American Women Writers 

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Anthology of Children's Lite ralure 

Anihology of Maga/ine Ver.e 

The Antique Buyer's Dictiorary of Names 

Appleton's Cyclopaedia of American Biography 

Ari/ona in l.iterature 

Artists of the American West 

Asimov's Biographical tncyclopcdia of Science and 

Technology 
Atlantic Brief IJves 
1 he Au t hör Speaks 

Authorsand Illustrators ofChildren's Books 
The Author's and Writer's Who's Who 
Authors of Books for Young People 
Authors in the News 
Automotive News 

Baker's-Biographical Dictionary of Musicians 
The Bibimphile Dictionary 
Bibliotheca Canadensis 
Biographical Annais of the Civil Government 
Biographia Britannica Literaria 
The Biographical Cyclopaedia of American Women 
Biographical Dictionary of American Educators 
Biographical Dictionary of American l.abor Leaders 
Biographical Dictionary of American Music 
Biographical Dictionary of American Science 
Biographical Dictionary and Synopsis of Books 
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A Biographical Dictionary of Film 
A Biographical Dictionary of the Living Authors of 

Great Britainand Ireland 
Biographical Dictionary of Parapsychology 
Biographical Dictionary of Southern Authors 
Biographical Directory of the American Congress 

1774-1971 
Biographical Directory of the Fellowsand Members 

of the American Psychiatric Association 
A Biographical Directory of Librarians in the United 

Statesand Canada 
Biographical Directory of the United States 

f-xeciUivi- Branch 1774 1971 
The Biographical Encyclopaedia and Who's W hoof 
the American Theatre 



BiHiMed 

BioNews 

BlkA W 

BluesWW 

BkC 

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BklE 

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BrAu 

BrWr 

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Cald 

CaW 

CanNov 

CanWW 

CanWr 

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CasWL 

CathA 

CelR 

Cbambr 

ChPo 

ChLR 

ChP 

ChFB 

CivR 

CIDMEL 

CmMov 

CmPopM 

CnDAL 
CnE&AP 

CnMD 
CnMWL 

CnThc 

CngDr 

ConAmA 

ConAmL 

ConAmTC 

ConArt 

ConAu 

ConDr 

ConICB 

ConLC 

ConLCrt 

ConNov 

ConP 

ConSFA 

Conv 

CorpD 

CreCan 

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CroE&S 

CrtT 
Cur Bio 
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Childhood in Poetry 
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The Children's Poets 
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The Complete Encyclopedia of Populär Music and 

Jazz, 1900-1950 
Concise Dictionary of American Literature 
The Concise Encyclopedia of English and American 

Poetsand Poetry 
The Concise Encyclopedia of Modern Drama 
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Literature 
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Poetry 
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Literature 
The Critical Temper 

Current Biography Yearbook ^ 

Cyclopaedia of American Literature 



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CyWA 

De Am Art 
De Am Au 
DcAmH 
DcAml iR 
DcAmRcB 
DcBiA 

DcHrHI 

DcRrWA 
Dc( AA 
DtiCl.AA 

DcCM 

Dcl-nA 

DcHnL 

DcFuL 

Del M 

DcIrB 

DcIrW 

Del H 

Del Fl. 

De MCA 

DeNAA 

DeOrL 

DeRusl. 

/)c S\ H 

DeSpl 

De Viel* 

DrAF 

DrAP 

DrAS 

DrBlPA 

DrLC 

Drjkc 

Dun AB 

FärABl 

Ftumy 

FneAAH 

FneAB 

FneF 

FncFCWM 

FncJ/S 

FneMA 

FneMT . 

FneMys 

FneO& P 

FneSF 

FncTR 

FneWL 

FncWT 
FuAu 
FvFu W 
FvlB 

FamA&A 

FamAlYP 

FdmAYP 

FümSYP 

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Für WC 

FourBJA 

GiHXllls 

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Dictionary üf American Authors 

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Diclionary Ol American Library Biography 

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The Diclionary oi' British Book lllusiralors and 

C'aricaturisls 
The Dictionary of British Watercolour Artists 
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Aulhors 
Diclionary of C ontemp<iri ry Music 
A [)ictionaryofr^.ngIish Aulhors 
Dictionary ofLnglish Liitra:urc 
A Diclionary of European Literalure 
Dictionary of Film Maker > 
A Dictionary ofirish Biography 
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Diclionary of Lilerary Bic graphy 
A Dictionary of Literatur, in the English Lar.guage 
Dictionary of I9th Century Anliqucs 
A Dictionary of North An erican Aulhors 
Diclionary ofOrienlal Lil rratures 
Diclionary of Russian Litt ra :ure 
Diclionary of Scientific Bi.:)gaphy 
Diclionary of Spanish Litt ra urc 
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Drake; Dictionary ofAme.ican Biography 
Dun and Bradstreet Refert-nce Book of Corporate 

Managements 
Early American Book Illustrators and Wood 

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Encyclopcdiaof American Agricultural History 
Fncyclopedia of American Biography 
Lncyclopedia of Espionagt 

tncyclopedia of Folk, Cou ntry and Western Music 
The^ncyclopediaof Jazz inthcSeventies 
F-ncyclopedia of Modern Architecture 
Lncyclopaedia of the Musical Theatre 
Lncyclopedia of Mystery and Delection 

Lncyclopedia ofOccuitism and Parapsychology 
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Lncyclopedia of World Literature in the 20th 
Century 

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TheGood Mousekecping Woman's Almanac 

Greek and Latin Authors: SOG B.C.-A.D. 1000 

llerWay - 



HülP 
HüB&A 

UBEAA W 

llEncJ 

lIsBYP 

IhCB 

In Wom 

IndAu 

IntAu&W 

IntMPA 

IntWW 

IntWWP 

IntYB 

JBA 

LEduc 

LibW 

LinLib L 

LinLibS 

LivBAA 

LivFWS 

LongCFL 

LongCTC 

MGM 

MacDCB 

McCßDA 

MeGEWB 

McGEWD 

MnBBF 

MidE 

MnnWr 

ModAL 

ModBIW 

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ModCmwL 

ModFrl 

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ModLAL 

ModRL 

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ModWD 

MorBMP 

MorJA 

MotPP 

MouLC 

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MugS 

Mus 

NatCAB 

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NcwCBMT 

NewEOp 

MewOrJ 

r^cwYHSD 

NewYTBE 

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Who 
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literature 
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McGraw-Hill Dictionary of Art 
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McGraw-Hill Lncyclopedia of World Drama 
The Men behind Boys' Fiction 
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OxDccA 

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WhScrn 

WbThe 



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American Lilerature 
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Aulhors 
Who Was Who in Literalure 
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Who Was Who on Screen 
Who Was Who in the Theatre 



WbWWII 

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WboMilH 

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WomWWA 

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WorEFlm 

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WrDr 

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PLEASE NOTE 

Names are generally died in BGMUs they appear in the 
original biographical sources. Therefore, variations in 
spcllings may occur and the samt person may have more 
Ihan onc listing. Plcase sec the "Editorial Practices" 
seciion of the Introduction, beginning on page vi of 
Volume I, for füll details on using this index. 



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118 HINSTHIN 

Kenton, Ohiu, Katherine Philips was well educated 
in public sthools and private academies While 
studyin>5 rnusic at a Chicago conservatory she met 
and married Charles F Edson in October 1890 They 
settied in Antelope Valley, California, where Mrs 
Edson soo« became active in organizing support for 
woman suffrage In 1900 they moved to Los Angeles, 
and she joined the Friday Morning Club, a pioneering 
women's club (founded nine years earlier by Caroline 
M. Severance) and the original inspiration for her 
work in Antelope Valley Through the Friday Morn- 
ing Clubs various public reform and health cam- 
paigns she became involved in public affairs. In 1910 
she was chosen a member of the board of the Califor- 
nia Federation of Women's Clubs, a post she held for 
six years Also in 1910 she campaigned for Hiram W 
Johnson for govcrnor She played a significant part in 
the campaign that secured a woman suffrage amend- 
ment to the State Constitution in 1911 In 1912 she 
was elected to the Los Angeles Charter Revision 
Commission and became the first woman to be 
named to the executive committee of the National 
Municipai League She also became a member of the 
Progressive party's State central committee In the 
same year Governor Johnson appointed her a special 
agent of the California Bureau of Labor Statistics. In 
that post she carried out investigations of violations 
of or shortcomings in State labor law. Fier investiga- 
tion and lobbying resulted in closing a loophole by 
which Student nurses had escaped the protection of 
the eight-hüur law for women, and she drew up a 
comprchensive wages and hours law that, with John- 
son's strong support, was enacted by the legislature 
in 1913. She was then appointed to the five-member 
Industrial Weifare Commission created under the 
law to set Standards of hours, wages, and working 
conditions; she became executive commissioner in 
1916. In that year she became a member of the 
Republican party's State central committee During 
World War I she served the federal govemment as 
industrial mediator for California and the navy as a 
mediator and inspector of labor' conditions at firms 
working under navy contracts. In 1920 she was a 
delegate to the Republican national Convention, and 
notwithstanding her support for Governor johnson's 
unsuccessfui bid for the presidential nomination she 
was named to the party's national executive commit- 
tee, on which she served for four years In 1921 she 
was appointed by President Warren G. F^arding an 
adviser to the US. delegation to the Washington 
Limitation of Arms Conference. In 1927 she became 
Chief of the California Division of Industrial Wei- 
fare. She was relieved of her post and her member- 
ship on the Industrial Weifare Commission by a new 
administration in 1931, but she loyally remained as 
an adviser to her successor, a patronage appointee In 
1932 she was elected to the board of directors of the 
National League of Women Voters (she had been a 



)• 



dj.-ector of the California League s,r 
died in Pasadena, California, on N<.w.r . 

Einstein, Hannah Bachman (18b2 1. 
cial worker. Born in New York City ." 1 .. 
18o2, Hannah Bachman was educatfj 
York Chartier Institute She married V. 
stein, a clothing manufacturer, in junc ] y - 
developed an interest in charitable work ,- • . 
founding about 1890 she was active m •• . 
Emanu-El Sisterhood, which undertock , . 
direct relief and home Visitation to nei-d-, r .- 
1896 she became a trustee of the Lnif.j 
Charities of New York In 1897 she was * fi 
dent of the Sisterhood, a position she hcjd >;r • 
and in 1899 she became president of the \. ,.. 
Federation of Sisterhoods Courses at Colurr • 
versity and at the New York School of Ph,| ,. .. 
sharpened her understanding of social pi..r,. .. 
welfare methods. She was named chairm .- 
relief committee of the United Hebrew ( f , • 
1903 Her interest came to focus on thr ; 
working mothers and their childrcn She hr. ,- . 
vinced that maintaining the integrity of t^. .. 
was of paramount importance to sociotv i- 
therefore there was a public Obligation t' 
widowed or abandoned mothers so that tfi. . 
devote füll time to the rearing of their chil j . 
such form of public relief' then existed, an j ; 
agencies either disagreed with the idea or i 1 . 
sources for it In 1909 she organi/ed arui •• 
President of the Widowrd Mothers' Fun 1 '• 
tion to pursue her goal VVithin a year she h . : • 
to campaign for the reform of the puhli. 
System to include a "mothers pension ' Ov» • 
the ob)ections of welfare officials, who prcf' •• 
stitutional to "outdoor" relief, and of privat. 
cies, who opposed public relief generally, ^b- • 
enough influential support, notably that of ^ 
Loeb of the New York Evenm^ World, to inJ'. 
New York legislature to establish a State ( •• 
sion on Relief for Widowed Mothers in l^i 
commission appointed an investigating com:* • 
headed by Mrs. Einstein, to report on the n» • : 
new legislation. Legislation authori/ing the • • 
of local Child Welfare Boards to administ« - ; 
aid to dependent widows with children was d«»« 
by the legislature in 1914 but passed on a sei ' r : 
in 1915 With the creation of the New >o't 
Child Welfare Board, Mrs Einstein becameih 1 " 
of its central families committee; she held that : 
for the rest of her life She subsequently sr^- 
President of the New York State Association of ' 
Welfare Boards and helped found the Nif 
Union oi Public Child Welfare Officers The r: 
ment she had begun in 1909 spread by 1920 to r- 
every State. She died in New York City on Novf 
28, 1929. 




I 



Eigenmann 

on Aug. 20, 1887, at her San Diego home. The 
two went immediately to Harvard Uiiiversity 
to conduct extensive research in the I arge col- 
lection of South American fishes at the Mu- 
seum of Comparative Zoology (the "Agassi/ 
Museum"). During the year 1887-88 Rosa 
Eigenmann was a special Student in crypto- 
gamic botany under WilHam C F'arlow of 
Harvard. By December 1888 the Eigennianns 
were back in San Diego, where Carl, as cura- 
tor of the San Diego Society of Natural His- 
tory, established a small biological Station, at 
which he and his wife continued their Joint 
researches. During the years 1888-93 they 
published as co-authors fifteen scientific pa- 
pers, including some notable monographs on 
the fresh-water fishes of South America and 
on the fishes of westem North America, mak- 
ing "the 'Eigenmann and Eigenmann author- 
it\'' familiarly known on two continents" 
(Stejneger, p. 308). Rosa Smith Eigenmann 
also published twenty papers of her own, 
mostly on fishes of the San Diego region, and, 
in collaboration with Joseph Swain, a mono- 
graph on the fishes of Johnson Island in the 
central Pacific. 

Herself the first prominent woman ichthy- 
ologist, Rosa Eigenmann was proud of the ac- 
complishments of her sex, yet feit that women 
in science had received undue praise because 
they were so few. "In science as everywhere 
eise in the domain of thought," she told the 
Pacific Coast Women 's Press Association in 
1891, "woman should be judged by the same 
Standard as her brother. Her work must not 
simply be well done fnr a ivoman.'* 

In that same year David Starr Jordan, on 
the eve of his move to Stanford, called Carl 
Eigenmann to Indiana University as professor 
of zoology. There Eigenmann continued his 
career as a brilliant and diligent researcher, a 
populär teacher, and, from 1908, as dean of 
the graduate school. Mrs. Eigenmann, how- 
ever, retired from active research after 1893 
to care for their five children: Margaret 
(Lucretia Margaretha), Charlotte, Theodore 
Smith, Adele, and Thora. The third daughter. 
Adele R. Eiler, became a physician and direc- 
tor of the Bureau of Matemal and Child 
Health of the Los Angeles County Health 
Department. The first child, however, was re- 
tarded and the son became mentally ill; with 
these added burdens, Mrs. Eigenmann took al- 
most no part in university and community Üfe, 
and her household became disorganized, 
though she maintained her warm and generons 
Personality. She continued scientific work, but 
as the editor of her husband's manuscripts 
rather than as his collaborator, and she did 



(^Ai^A/Ak Q ACH Ha///) Einstein 

not accompany him on liis later scientific 
travels and expeditions. 

Weakened by the strain of high altitudes 
during an e.vpedition to Cliile in 1918, Carl 
Eigenmann never fully regained his health. 
The couple moved m 1926 to California. There 
Dr. Eigenmann died the foUowing year. Mrs. 
Eigenmann remained in San Diego, where, 
two decades later, after a series of trying Oper- 
ations on her eyes, she died of chronic nnocar- 
ditis. She was buried in (ireenwood Memorial 
Park Cemetery, San Diego. 

[Piihlications by Rosa Smith Eiuenniann in her 
major field (save for a few minor articles) are 
listed in Bashford Dean, A Bihlio^. of Fishes, I 
a916). 365-67. II (1917). 463, and III (1923). 
55. Her first contact with Da\id Starr Jordan is re- 
lated in his autol)ioi;raphy, The Dnijs of a Man 
(1922), I, 204-05. She is also mentioiied in the 
biography of her husband l)y Leonhard Stejneger 
in Nat. Acadeiny of Sciences, Biog. Memoirs, Will 
(1938), 305-36. Her early conneetions with the 
San Diego Soc. of Natural Hist. are treated in the 
San Dießo Union, June 14, 1935, and Jan. 16. 
1945, and in the San Die^o Sun, Au«. 8, 1938. 
Obituaries were published in the San Die<io Jottr., 
Jan. 13, 1947, and in the Ind. Univ. Alumni Ma^.. 
Mar. 1947. See also Woman's Who's Who of 
Ameriea, 1914-15. Other Information from Mrs 
Eißenmann's dauiihters Thora and Adele, from 
Prof. George S. Myers ( Dr. Eigenmanns last Stu- 
dent), and from personal acquaintance. Death 
record from Calif. Dept. of Pui^lic Health. The 111 
State Hist. Library, Springfield. pro\ ided data nn 
Charles Kendall Smith.) 
- CARL L. urhH*» 

EINSTEIN, Hannah Bachman (Jan. 2s 
1862-Nov. 28, 1929), social welfare workc 
champion of dependent mothers, was boni in 
New York City shortly after her parents, Ihi 
man S. and Fannv (Obermever) Hachm.m 
had emigrated from their native Germanv-. H» > 
father was an importer and dry goods mcr 
chant. After receiving an education at the N<'u 
York Chartier Institute, she was m.uricd «»ii 
June 23, 1881, to William Einstein, a wooitns 
manufacturer. Thev had a son, William Lnnis 
(bom 1886), and a daughter. Marion. 

Deeply religious, Mrs. Einstein particip.it«*. 
in the Temple Emanu-El Sisterhood, a ch.t" 
table Organization, founded about 1890. whn 1» 
engaged in direct relief, visited need\ h<»in« - 
and maintained a permanent resident .»t 
headquarters. She became its prcsidcnt 
1897, and two years later presidc^nt ot the N» 
York Federation of Sisterhoods. As c.uK 
1896 she was a trustee of the rnitcd H-br. 
Charities of New York. "In days U(»nr h^ 
she reported in 1899, "the Jewisli u.'i.i . 
sphere was pre-eminently the hoiu« 



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honu'. 



1 



Times have, however. changed, and . . . she 
must of necessity hecome a mother and sister 
to the nnfortnnate and poverty-stricken" 
(United Hebrew Charities, Annual Report, 
1899, p. 55). Courses in criminoloj^y and soci- 
ology at Columbia and enrollment in the 1901 
Summer Session of the \e\v York School of 
Philanthropy deepened her involvement in 
social Problems, and in 1903 she became chair- 
man of the relief committee of the Cnited He- 
brew Charities. Her particular interest, how- 
ever, was its cx:)mmittee on dependent children, 
formed in 1901, which distributed over $100,- 
000 annually to widowed or deserted mothers. 
\ow convinced that most juvenile delincpiency, 
and much needless institutionalization of chil- 
dren, could be traced to the demoralization or 
disintegration of fatherless families whose 
mothers were forced to work, she leamed to 
her surprise that public agencies in New York 
City were forbidden to grant "outdoor" (non- 
institutional ) relief in such cases. 

Developing an intense, almost fanatical, in- 
terest in this Problem, Mrs. Einstein in 1909 
left the United Hebrew Charities to found and 
become President of the Widowed Mothers* 
Fund Association, whose relief policy was 
based on the belief that many familv units 
could be preser\'ed intact through the regulär 
alk)tment of aid sufficient to spare the mother 
the necessity of seeking outside emplo\ment. 
Mrs. Einstein soon concluded, however, that 
private philanthropy was unequal to this task, 
and she came to view her association merely 
35 a model for a rational relief. policv. Indeed, 
she was among the first to advocate, at the 
1910 New York Conference of Charities and 
Correction and elsewhere, a state-sponsored 
System of aid to dependent mothers. In her 
arguments in defense of this proposal Mrs 
Emstein idealized the family as the "funda- 
rnental social institution," and mothers as bene- 
factors of the State who performed a public 
auty and a social Service in rearing healthy, 
''^"sible Citizens. It natiirallv followed,' 
then, that a govemment ' pension" for depend- 
«it mothers represented not a dole or charity 
but an Obligation and a right. Opposition to 
tlus View came from officials of orphanages and 
other children's institutions, who complained 
tnat under the guise of social insurance a new 
^tegory of the dreaded "outdoor" relief was 
w^Jng established. Mrs. Einstein could barely 
^ntain her contempt for these "bureaucrats 
ot philanthropy." It was criminal, she declared, 
to suggest that an institution could benefit a 
normal child more than the "care and love of 
'^ own mother." Equallv obnoxious, in her 
<^timation, was the so-called "scientific phi- 



Einstein 

lanthropy" of private relief agencies and charitv 
Organization societies, which opposed public 
aid but lacked the resources to supplv ade- 
quate assistance themselves. 

Hannah Einstein's arguments prevailed, and 
along with SOPHIE ihene loeb she plaved a 
major role in the enactment and administration 
Ol mothers* pension'* legislation in New York 
State. As chairman of the committee on investi- 
gation of the State Commission on Relief for 
Widowed Mothers, appointed bv the legis- 
lature in 1913, she helped prepare the report 
which paved the way for the epochal Child 
Uelfare Law of 1915 authorizing the creation 
of local child welfare boards, independent of 
existing relief machinery, to administer public 
aid to dependent uidows with voung children 
With the law safelv enacted, Mrs. Einstein be- 
came chairman of the Strategie "families com- 
mittee" of New York City's child welfare 
board and served from 1915 until her death 
with this group, which held final powers of 
decision over all applications for assistance 
made under the new law. She influenced child 
welfare policy bevond New York Citv as well 
as President of the New York State Associ^ 
ation of Child Welfare Boards and as a founder 
of fhe National Union of Public Child Welfare 
Officers. By 1920 practicallv all states had 
enacted "mothers' pension" legislation. 

In the course of her public career Mrs. Ein- 
stein also .served as secretarv of the Mount 
Sinai Hospital Training School for Nurses, as 
a director of the National Jeuish Hospital for 
Consumptives, in Denver, and as vice-presi- 
dent of the New York Conference of Charities 
and Correction, and she was a founder of the 
Federation of Jewish W^omen's Organizations. 
She remained at her first post, the presidency 
of the Temple Emanu-El Sisterhood, until 
1922. Her death in New York City in 1929, at 
sixtv-seven, was caused by arterioscierosis. 
She was buried in Salem Fields Cemeter\ in 
Brooklyn. 

Hannah Bachman Einstein was not a pro- 
fessional in child welfare or fewish philan- 
thropies. Rather she personified what might 
be termed the "volunteer professional"-the 
woman of comfortable circumstances who 
adopted philanthropy as an avocation and even 
took social work courses without beconiing a 
paid agency worker. This detached Status en- 
abled her to tran.scend the dogmatic criticism 
of public a.ssistance often typical of the charity 
Organization field and to draw attention to 
the actual hardships encountered by the wid- 
owed mother. Yet this same detachment could 
produce its own dogmatism, as, for example, 
in her uncritical adulation of the family unit 



567 




Eliot 

and exaggerated claims for motherhood as a 
public Service. Her doctrinaire zeal neverthe- 
less contributed to the establisbment of a pub- 
lic assistauce program that auticipated the 
federal social securitv svstem launched in the 
1930*s. 

[Mrs. Einstein piihlished artides, dealing inostly 
with the pr()l)leni of widowed mothers, in the an- 
nual Proc. of the N.Y. State Conference of Charities 
and Correction. 1910-14, 1917-18. On her early 
Philanthropie work see United Hehrew Charities 
of \.Y., Anntial Reports, 1896-1909, passim. On 
the hackuronnd and workin^s of the Child Welfare 
Law of 1915, see Report of the \.Y. State Com- 
vussion on Relief for Widotced Mothers (1914); 
annual reports of the Board of Child Welfare of 
the City of \.Y. hetween 1915 and 1929. uhen 
Mrs. Einstein was aetive; and Da\ id M. Schneider 
and Alhert Deutsch, Puhlie Welfare in \ Y State, 
1867-1^)40 (194n. pp. 184-91. Bioizraphical 
sketches of Mrs. Einstein appear in Mabel Ward 
Caineron, ed., Biof:. Cye. Am. Women, I (1924). 
392-94; Am. Jeuish Year Hook, 5666 (1905), p. 
53; Universal Jetcislt Eneye., IV', 34; and the X.V. 
Times ohituary, Nov. 29, 1929. Birth. death. and 
niarria^e certificates were ohtained froin the N.Y. 
City Dept. of Health and Municipal Archive.s and 
Records Center.] 

ROY LCBOVE 



ELIOT, Charlotte Champe Stearns (Oct. 22, 

1843-Sept. 10, 1929), author and welfare 
worker, was bom in Baltimore, Md., the sec- 
ond daughter and second of nine children of 
Thomas and Charlotte (Blood) Stearns, na- 
tives, respectively, of Lunenberg and Bolton, 
Mass. Her father, a commission merchant at 
the time of her birth, attempted a living in sev- 
eral cities before settling down as a partner in 
the trading firm of Steams & Bailey in Boston. 
Charlotte attended private schools and the 
State Normal School at Framingham, Mass., 
from which she graduated in the "advanced" 
class of 1862 with a testimonial calling her "a 
young lady of unusual distinction." She found 
employment as a teacher in private schools in 
West ehester, Pa., and Milwaukee, Wis., and 
for tvvo years with a Qiuiker family. Lookin g 
back in later life, she regarded it as a serious 
deprivation that she had been forced by the 
lack of educational opportimities for women 
to go into the teaching of young children in- 
stead of pursuing higher studies at a univer- 
sity. Dissatisfaction with herseif as a teacher 
and an ambitious restlessness of mind are sug- 
gested by the frequency with which she 
changed posts in the early years, moving to 
Antioch College, Ohio, to the Framingham 
\ormal School (1866-67), and to the Normal 
School in St. Louis, Mo. On Oct. 27, 1868, she 



Eliot 

was married, froin her parents' home in Lex- 
ington, Mass., to Henry Ware Eliot, a St. Louis 
businessman, later president of a tompany 
manufacturing pressed bricks. 

In her husband's city she found duriug the 
ne.xt fifty years a partial outlet for her eager- 
ness for action. For a time the care of her 
children took priority: Ada (bom 1869), Mar- 
garet Dawes ( 1871 ), Charlotte ( 1S74), Marian 
Cushing (1877), Henry Ware (1879), Theo- 
dora Sterling ( 1885), who died in iufancy, and 
Thomas Stearns ( 1888). But she soon lent her- 
seif earnestly to work, conducted throimh 
women's organizations, for education and tor 
social reform. In 1899 she was a leading figurc 
in an investigation of the treatmeut of juvenile 
offenders conducted by the Humanity Club of 
St. Louis. Mrs. Eliot and her colleagues suc- 
cessively secured a probatiou law and tht» 
appointment of a city probatiou otficer ( 1901'. 
a special juvenile court (1903), and a sep- 
arate house of detention for juvenile prisouors 
(1906). By 1909, when the St. Louis Clohi' 
Dcmocrat (Mar. 2) hailed her as the "mothtM*" 
of the city's juvenile court, .she was lobb\ine 
for thfe consolidation of the System and its e\- 
tension to the leading cities of Mis.souri. Of 
Mrs. Eliot's children, the eklest, Ada (later Mrs 
Alfred Dwight Sheffield), followed this sidr 
of her mother's interests and was before mai 
riage a probatiou officer and afterward a di- 
rector of welfare institutions and writcr on 
social casework. The youngest child took np 
a different interest; as the poet T. S. Eliot he 
inherited alike her literary skill and her t In ist 
for literary recognition, which she hcjs.»!! 
never won but saw fulfilled in him. 

She was a constant writer of poems. Sonn' 
appeared in religious periodicals, includihiz 
those of her own denomination, tbe l'nitarian. 
a tiny booklet, Eastcr Sonßs, was published m 
1899. She evidently contemplated a syst<Mn -1 
poems retelling the New Testament storx . md 
many of her published verses belong to tln^ 
plan. She was interested in the dramati/atioii 
of episodes from medieval and Renaiss.m« «• 
history reflecting the struggles of ukmi wh.» 
died for their faith. Three scenes dr;uu;iti/ii'v', 
the trial of the Italian philosopher (^iord.i".» 
Bruno before the Inquisition appeared i" '* ' 
Christian Rcfiistcr; and in her old agc 1 ^ 
Eliot arranged for the publication of her louii- ' 
drama, Savonarola (1926). She ainicd n. '" 
poetry at a tone of dignified passiou, s.mim 
times straining a little in the elfort to find tb- 
words of conviction, but often with a kmm.i: 
able control and certainly with the ^tnni-^ 
poet's interest in metrical variet\ Ihr "h-- 
sustained work was in prose, a biogr.iph^ 



568 



Eilet 

her father-iu- 

Louis: Willia 

temporarv re' 

9, 1904)' wei 

recent findint; 

Mrs. Eliot, in 

and destroyed 

not sympathiz 

a moving accc 

On the deal 

Eliot left St. I 

Mass. She die 

si.xth year of a 

cremation, her 

band's pbt ir 

Louis. 

[Mrs. Eliot's ini. 
correetly as Cha 
The Familtj of \ 
Adams Eliot { 3r( 
ily, see A. S. Var 
oirs of Isaac Stca 
has discnssed M 
T. S. Eliot in his 
Life of T. S. El 
followinß are imj 
notehook .md ne 
of the Mo. Hist. 
Washington Uni\ 
hook, occasional 
Hou^hton Lihrar> 
heen kindly siippj 
rett) Eliot, and I 
Teachers College 
Dept. of the Enoc 
the Nfercantile Li 
Hist. Soc«., St. Lr 
Reßistrar of Vital ^ 
see the author's > 
T. S. Eliot (1964). 



ELLET, Elizabe 

1812?-June 3, 18' 
daughter of U'iJI 
second wife, Sar 
Sodus Point, \.Y 
friend of the cele 
had practiced mec 
moving around U 
Lake Ontario fror 
Her mother was t 

Maxwell, who ha. 

«evoluHon. Elizab. 

school in Aurora, ! 

by a scholarly En^ 

"Ott, and where he 

^ory, French, Cerm 
^^'hile still a ch 

P^^'; her trans 



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WILLIAM L WHITE ör. Hans Albert Einstein Dies; EDGAR STEHll, S*^. 

WRITER. 73. lihi) P^y'^'^''^ .^^^ '^'''' t"!*^""''^' VERSATILE ACTOR 



EMU.Oru Ed.tor Was AuthOr .M^^ - O. H.n. Albvrt fn;- He wAuid *'^-> V«^ ^^^^U^^^*,^ 

^ . . ..on von -f thM l..:c fv A' ag.r.n ■ l Mnd 200.Ro»*S.Äf?>l.v-. 

K-irc^^A Kv-.«V.^^ -H,;^ . luM^t «n..k ,.un.- i'Moo st .t>horn amljha. '- ^- ?;?v ^t<U;ar ^«:|-;*^^^^ 



r.:4(^?-' '»^ ••^'^ •"->'^^* ^•'•r;''' „.Ol, .sni n.whVn Ap"l » ^" l''>-» '^^ thr .ue of -». ;,nd itirv.s.on. -tu-d Usf 
- \#iAr4n. \Vr>--». «••»«»•'* "'.A.nTHi^aiff n;/;»h«iM to be .utixr ai rf xar. h and n surMVinj: art' bis Nvjdnw tKe 



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-^ r^^4 mcMV-r -• ^'•*->^^" '" SxMt/.TUnd :n IM.iH and h ^ . . 



MoieThanZOORoles 

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lidiotis BunthMtn»' ir Tati-ri' e. 



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JEMISH C OMMX XITV COT NCII 



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iinrludinq hHlMidt\ nprin{ffivld and u**ni hudmnn 










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j».>.>«i>i '-ir 'tk^jäii 



»lOima'fMtrii'i 



ARTIN JE UN rrenJtul 

RS JACCt GOODSTCIN . \ iitPmiJint 

HARlES SURN \ iitPfeiUtut 

ACK J V, AIDVAN . . . i hePffiiJtut 
'DNEY V wE INSU IN . . \'inh*yeiiJtnt 
Ol GOOC^AN Ittaiuiff 



March 29, 1962 



EON A M 



RANTZ Chu'nuiun of tht Boaiä 



EkMAf. V PEKARSKY 



I.Mi ulii t Dittilor 



hintl d ai 1 t UHlV'H 



on H. Albeft 
«fl L. Aweendlick 
er Benitch 
el M. Be'n^>eim 
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ord H. Do*»'»'©» 

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MiHon M. Li«bermon 

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Mfi leon A. Mofontz 

Mj. Je'cme Meier 

frcnklin A. Mo»i 

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JoiepK l. Ncfhon 

Dr Sol Porent 
•Dl. Eüßene V. Fo'sonnel 

Nathon Plofiky 

Robert S. Puder 
•Mri. Roymond E Reitmon 
•Nothon A. Reinik 
•SolI Robbin» 

Lou!» Rone» 
•Alor Sogner 

Ber'^ord Sowon» 

lowrence Schochf 

Alex Scheinzeit 

Richord J. Schlenger 

Robert D. Schiencer 
•Alv.n C Schotterleid 

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Robb- Zev Seflol 

Doniel Shlmon 

l*tte' Scdowick 
•Mlchoel A. S*ovit»ky 

Jo»eph Steif 
•loui» Ster 



tern 
H. 5t«i 



Mihor. H. ^tern 

Bernard Strior 

lowis Sutsmon 
•Jülev F. Tepper 
•Mt\ Mourice A Wachitein, Ji. 
•Rn;p^ Werhi!»: 

Emil R. Wei»» 

Ro'p*i J Winc'd 
•Leo Yonofl 



•Mtnthrt oj LxfiUttit Committte 
i.iniii llrnt'fivior^' .Xifitt tiff* 

Dcüö^f » o' liroel Pteo»onl Volley Honr»e 

Hehre» Avooenny 

Jevkith Community Center of Eii«> County 

Ne^ork YM YWHA 

Subwrbon YM-YWHA 

Jewt»h Counteling ond Service A^ency 

Je^Iih Edücoiion A»»ociction 

Je*»i»h Vocotioncl Service ond 
OppC'twnity Workshop 

Nev.ofk Beth Uroel Ho»pi»ci 
There»o Grotto Center (For Re»tofotive 
Se'v'ce») 




TME UNITED JEWIS^^ APPEAL 

IS T>-i£ FUND RAlSiNG ARM Cf 

THE JEWlSH COMVJSITY COLNC.L 



Mrs. Arthur Einstein 
31 1 Fabyan PI. 
Newark, N.J. 

Dear Mrs. Einstein: 

You will recall that in my letter of March 23, 1962 
I stated that I was expecting to acquire, very soon, a copy 
of "The American Jew As Patriot, Soldier and Citizen" by 
Simon Wolf and that 1 would then communicate to you the 
Information contained in that volume regarding Col. Max 
Einstein. P^^^ 37^-35"/ 

The book contains the following information regarding 
Col. Einstein: 

"Einstein, Max Colonel 27th Infantry 
Born at Buchau, Wurtemberg, Germany, 
October 10, 1822; Ist Lieutenant of Washington 
Guards, 1852; Captain of Philadelphia (Flying) 
Artillerv Company, 1853; Aide-de -Camp (v/ith 
rank of Lieutenant-Colonel) to Governor James 
Pollock, of Pennsylvania, and Paymaster- 
General of Pennyslvania (with rank of Brigadier- 
General) 1856; Brigadier-General 2nd Brigade, 
Pennsylvania Militia, 1860; Colonel of 27th 
Regimjent of Volunteers (Pennyslvania) 1861. 
This Regiment, under Colonel Einstein's 
command, succeeded in covering the retreat 
of the Union Army in the first battle of Bull 
Run, and won credit by its conduct. Colonel 
Einstein was subsequently appointed by 
President Lincoln, United States Consul at 






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Nuremburg. Germany and since then served as 
United States Internal Revenue Agent m 
Philadelphia, where he still resides." 

Thi. book was published in 1895 and. therefore. the staten^ent that 
Cd. Eins;ein still resides in Philadelphia is incorrect. I do not know 
the date of bis death. 

1 hope that this information and the data I previously sent you will 
be helpful to you in ascertaining whether Cd. Einste^n was related to 
your family. 

Please call Mrs. Alice Odell. our Librarian. at Market 2-0707 
■ V + ^ T,c:„u the eenealogical tables which 1 referred to 
r„"^:«:;:frr.^ ". .96Z. m',s. oaen ..l .e g,.d to a,.an,e 
rnTppclnt^ent (er you to con,e to ou. Ctice and use those t.ate,.als. 




Saul Schwarz 

Director of Social Planning 



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JEMISH COMMT NITV COT NCII 



af PMHfx 4U0uniy 



i inrlufiinft hlllmide^ npringtipld and gr0>Ml kuduun 







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\ I. tP>tii%lent 
\ li fFte^iiirtit 






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ARTIN JEUN 

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HARlfS STERN . . . 

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DNEY M WEINSTEIN . . 

Dl GOODMAN Ittü^uttt 

'ON A. MARANT; ChuiiJ'tau cf tht bouiä 

EPMAN M FEKARSKY Lxtiutti* Dntctüt 



ir. H. AiOffl 

ert l. Atgenblick 

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Scü! Molp'In 
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Aion V lo*»ens»ein 
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•Mfye. R l.C<*> 

Mortin Mocik 

Mfi. leo-^ A. Moronti 

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Fjonklin A. Mo»» 

Dr Wiliicm E Mydoni 

JotcpK l Ncfhor. 

Df. Sot Porent 
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Ncthon Plc'iky 

Robert S Pude* 
•Mf» Raymond E. Relfmon 
•Nothon A Reinik 
•Soul Robb n\ 

iev'n Ronet 
• Aicn Soflf>«' 

Berncrd Scn-on» 

Lowrcnc« SchCfh? 

Ales Sehe 'zeit 

Richcrd J. Schienger 

Rebe'i D Sth'enßer 
•Aivir C SchcMerifeld 

Peter J Sco»r 

Robbi Zev Sesol 

Doniti Snimon 

Letter Sodowick 
•Michoet A. Stcvitiky 

Joteph S»e r 
•loüi» Stern 

Milton H. ate'n 

Bernord Strior 

Louit Suisrron 
•Jüle» E. Tepper 

•Mri. Moüfice A. WccHiteln, Jt, 
' Rc-ph Wet^i»;«! 

Emil R We ti 

Ro;p^ J Wmo'd 
'Leo Yono** 



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DouQhtert o' liroe Pieoionl Vo:ie> Home 

Hebrew Afode»ry 

Je«>ith Community Center of Eise« County 
Ne*.ork YM-YWHA 
Sübürbon YM YWHA 

Je«*i»h Cok/nie'ing cnd Service Agercy 

Jewith Educotion Aiiociotion 

Jewish Voco'ionol Service ond 
Oppc'tv.ni«> Wo'kiHop 

Nework Beth vioe HcKJiial 
There^c Grotte Center (Fcr Reitorotive 
Servicev) 




THE UNITED JEWISH APPEAL 

IS THE FUND KAISING AKv C 

THE JEWiSH COMMUNITY COUNCIL 



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March 23, 1962 



Mrs. Arthur Einstein 
31 1 Fabyan P] . 
Newark, N. J , 

Dear Mrs. Einstein: 

You will recall thal on February 27, 1962 I wrote to 
you advising that I had learned from the Arrierican Jewish 
Historical Society that there was a Col. Max Einstein and 
that 1 would write to the National Archives and to the Common- 
wealth of Pennyslvania for further infornnation. 

Several days ago, I received a letter from the Depart- 
mient of Military Affairs of the Commonwealth of Pennyslvania 
advising me that a Max Einstein served in the Pennsylvania 
Volunteers (Civil War) as foUows: 



Enrolled as Colonel, Field and Staff, 27th Regiment 

Infantry at Philadelphia, Pa. - May 5, 1861 

Age at time of enrollment: 35 years. 

Residence: Philadelphia, Pa . 

Mustered into Service at Philadelphia Pa . - May 31, 

Mustered out of Service - Oct. 2, 1861 



1861 



I expect to have further information regarding Col. 
Einstein very soon as 1 am acquiring a copy of "The American 
Jew as Patriot, Soldier and Citizen" by Simon Wolf. There 
are references to Col. Einstein in this volume which was 

published in 1895. 

I will forward this additional information to you as 

soon as 1 receive it. 

Sinperely , 



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S-ul Schwarz J 

Director of Social Planning 



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THE JE WS OF PHILADELPHIA, 



IN THE CIVIL WAR 



PENNSYLVANIA VOLUNTEERS 



FIELD AND 8TAFF OFFICERS. 

TwELFfH Regiment. 

Ansel Hambekü. Öecond Lieutenant Company A, Ninety- First 
Regiment (June, 1861-June 3d, 1862, vvhen he resigned); subse- 
quently Quarterrnaster and First Lieutenant ; then Major, Forty- 
Füurth Regiment ; later on Colonel, Twelfth Regiment. . (Füll term 
of Service, June, 1861-July lOth, 1865. ) 

ßattles: Alexandria, Fredericksburg, Chancellorsville, Gettys- 
burg, Mine Run, Wilderness, Cold Harbor, Petersburg, Five Forks, 
Apporaatüx Court House; was present at Lee*s Surrender; also at 
Grand Review, Washington, D. C, May 28d, 1865. 

Junior Vice- Commander, Meade Post, Number 1, Grand Army 
of the Republic, 1873; Senior Vice- Commander, 1874. 

Twenty-Sixtii Regiment. 

Jacob da Silva Solis Cohen. Assistant Surgeon, 1861. 
Acting Assistant Surgeon, United States Army (Hospital Service), 
Philadelphia, 1864. [See Record in Navy, and sketch among 
Physicians. ] 

Twenty-Seventh Regiment. 

This Regiment, originally a part of the ** Washington Brigade," 
commanded by Colonel William F. Small, was forraed for volunteer 
Service in January, 1861; its members being entirely recruited in 
Philadelphia (in the Districts of Northern Liberties and Kensington). 
In June, 1866, it was temporarily re-organized, and on July 4th, 
1866, it took part in the ceremonies attendant upon the return of 
the State Flags to the Governor of Pennsylvania. As will be seen, 
quite a large number of Jews served in this Regiment. 



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Max E.nst^:in, Colouel of tue Re.^iment, was born h. Huohau. 
Wurtemberg. Germany, October lOth. 1«22. He reccived i.i. edu- 
cat.on at hon.e a„U in'sclu^ols; he can.e to the Uuite.l ötates at the 
age of tweuty-two yeara; kept a ribbon au.l «ilk «tore on Third 
Street above Areh Street; married, in Philadelphia, Helena (iuggeu- 

Wasb.ngt.m Guards; „. 1853 he formed the Philadelphia (Flyi„.) 
Artdlery Company, and was ebosen it« Captain; became Aide-de- 
Camp (wuh the rank of Lieutenant-ColoneO to Governor James 
Pollock, of I ermsylvauia, February üth, 185«; and was appointed 
by the latter Paynmster-General of Pennsylvania (with tbe rank 
of Bngad.er-General), October '23d, 1856. In 1860 he was elected 
Bnga.her-General of the Second Brigade of Pennsylvania Militia. 
In 18bl he organized the Twenty-Seventh Regiment, which eon- 
s-sted of ten eompan.es of 1054 men in all (100 privates in eaeh 
con.pany, and the other 54 being field «ffieer. and officers of the 
eompan.es) The Regiment joined for duty, and its me.nbers were 
enrolled May 5th, 1861, but it was forn.ally mnstered into the 
serv.ce of the United States. May 31st, 1861. for a three years' 
term. Colonel Einstein, at that time, was thirty-nine years of a<^e 
H.S comn„ss,on was aeeepted on the dates al.ove mentioned, a'i.d 
s.gned by C. T. R„ff. Major of the United States Arn.y and 
Muste.-ing Officer at Philadelphia. " 

Colonel Eiustein's Regiment was engaged in skirmishes at Fairfax 
Court House and at Centreville; also at the fan.ous first Battle of 
Bull Run wheu General Irwin McDowell, the commanding officer 
ordered the Twenty-Seventh Regiment fron, the Reserve Cor,, intj 
tbe field. In that nnfortunate battle. the Twenty-Seventh sueceeded 
m covenng the retreat. an.l the record of Colonel Einstein and bis 
men may be determined from the following e.xpressions in the \V.tr 
Correspondence of the Philadelphia rn.j,ürer, written at the seene of 
theengage,nent: -'Colonel Einstein's Regin.ent behaved gallantly 
a..d won tbe b.ghest compliments for their valor in covering our 
retreat. Again: -Colonel Einstein, of the Twenty-Seventh 
Je..nsylvan.a Regiment, returued to the field of battle at 11 o'clock 
Sunday night, and brought off six pieces of artillery. which he 
dehyered to the commanding officer on the Poto.nac ye.sterday evea- 
■ng. Another reference: "Colo..el Einstein report« that the field 
was then clear and not an enen.y in sigbt." In addition, it may l^ 



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THU JJ-:n'^ OF J'UILADELI'UIA. 



stated that the Twenty-Sevcnth Regiment captured froin tbe rebels a 
buttery and eighteen borses, and othervvise distingui«hed itself. 

Colüncl Einstein served uutil December, 1H61. After bis dis- 
Charge, he was appointed by President Lincob. as United State. 
Cousul at Nüremburg, Gerniany, wbich post he filled for two years 
Returning to this country, he served as United States Internal 
Revenue Agent in Philadelphia, and bas since then been engaged lu 
business. He now resides with bis fan.ily in this city. Numerous 
diplomas, certifying to bis rank and bravery, are to be seeu on tbe 
walls of bis house; also a full-lengtb portrait in oil of the Coloucl 
wheu Payraaster-General, be beiug clad in the füll uniform of a 
Brigadier-General. A raaguificent silver sword, encased in a scab- , 
bard of gold, bears this inscription : " Preseuted as a token of esteem 
by tbe Pbilad^ battery to their battery Commanding officer Genl. 
Max Einstein, Oct. lOth, 1856." Tbe presentation speech was 
made by Governor James Pollock, of Pennsylvania, who, as well as 
Secretary of War, Honorable Simon Cumeron, and otlier men of 
uote. oft«u visited Colouel Einstein at bis residence. 
Arndt Rosknthal, Major. 

Charles Leo. Second Lieutenant, Company H; Regiineiital 
Adjutant. (Term of Service, December 18th, 1861-May 12th, 
1862, when he resigned.) 

Julius Heimburg. Corporal, and Sergeant, Company B; Second 
Lieutenant. Company A; First Lieutenant, and Quartermaster. 
(Term of service. May 31st, 1861-June llth, 1864.) 

Henry Heller, Surgeon. (Term of service. May 31st-Sep- 
teiuber 25th, 1861.) 

Max Heller. Assistant Surgeon; Surgeon. (Term of service, 
May 31st, 1861-April Ist, 1863.) 

Washinoton Cromelien, Sergeant- Major. (Term of service, 
May 31st-August 28th. 1861, when be was discbarged to accept 
commissiou aa Lieutenant in Sixty-Fifth Regiment.) 

TWENTY-EtGHTH REGIMENT. 

Aaron Lazarus. Private, Corporal, Sergeant, First Sergeant, 
Second Lieutenant, and First Lieutenant, Company D; Regi- 
raeutal Adjutant ; Brevet Captain, United States Volunteers, July 



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20th, 1864. (Term of service, June 6t]., 1861-July 20th, 1864.) 
Buttles: Bolivar Heights. I.ndon Heights. Leesburg. Ceda 
M mitain. VVh.te Sulphur Springs. Antietam. Winchester Cha 
cd orsvil e. Gettys^.urg. Lookout Mountain. Mi.ion Ridge Ring- 
go d. Alatoona Pass. Resaca. Kenosaw Mountain. r'ocL Face 
K. Ige Pme Ivnol, 1 euch Tree Creek. and Siege of Atlanta. Georgia 
Captain Lazarus became a n.en.berof Wushinj,rton Grays Artillerv 
Corps in 1870; Sergeant, 1872; First Lieutenant, 18 4. a , re- 
eW.ted, 1870; Commander, 1876. Appointed Aide-de-C mp (wS 
the rank of Capta.n), o„ the Staff of Brigadier-General R M 
Brmton. September 25th, 1876; Aide-de-Can.p (with the rank of 

^'mT ?;^"T "' f"^"'"^' ^"-^ of'pLsylvanirMay 
2üth, 1877. Llccted to the Loyal Legion of the United States 

(Commandery of Pennsylvania), January ] 4th. 1 880. Major Laza- 
rus IS now connected with the business department of the Philadel- 
p/iia liccord. 

Samuel Go.>,,MAN. Second Lieute^nt. and First Lieutenant. 
Company P.- Reg,n,ental Adjutant. (Term of service. Getobe; 
151, 80 -August 3d. 1804., Brevet Captain. Major. Lieuteu- 
an^Colonel, and Colonel. United States Volunteer.s. March 13th 
1800. ' 

TniRTY-EiGiiTH Regiment— KiNTii Rehekve. 
Albert M. Sigmund. Assistant Surgeon. July 15th. 1862- 
Assistant Surgeon, United States Volunteers, November 20th, 1»63.' 

Forty-Fourtii Regiment— Fikst Cavaluy. 
Samul'l Alexander, Assistant Surgeon. (Term of service 
August 27th-November 26th, 1861; kllled on latter date in eu<r,J. 
ment at Dranesville, Virginia.) " 

Forty-Sixtii Regiment. 

Cyrus Strouse. Captain. Company A, Eighth Regiment. 
Captain, Company K, Forty-Sixth Regiment; and Major. (Term 
of Service, September 4th, 1861-May 2d, 1863; killed on latter 
date m engagement at Chancellorsville, Virginia.) 

SiXTY-FuTii Regiment— Fiftii Cavalry. 
This Regiment-composed of Cavalry— was another in wbich 



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MORRIS KINSTKIN. 

State Scnatur Morris Einstein li.is bccn prominent in the political and business life of Allegheny County for many years, 
nnd he'h-is' a widc and comprchensive knowledue of hoth thesc fields, particularly in the Pittshurgh district. 

Mr Finstcin was hörn in Allcghcny Citv, Pa., June 15, 1865. His cducation was obtained in the public schools and in 
1X85 he cntcred the drim business. He cmbarked in a bruader ficld in 1900, when he organr/ed the Pcnnsyh^mia ^ -^^^ ^ 
Power Comi^any, of which he was the general manager until it was merged with the Philadelphia Comi^inv. Since then he 
has luen iilcntified with various enterprises orprominence and he is now president of the Mutual IcecV Ire Cream (. ompan>. 

Thouqh business required a great dcal of his attention, Mr. ^:instein was always deeply interested in polirics amJ as time 
passed he became a potent factor in municipal affairs of his home t.nvn. Hc was elected a member of the select Council ol 
^licuhcnv City, serving for a jKriod of twcntv vc-ars. During that time he was active in supix,rting and pnssing measures 
that'^were bencficial to ^le Community and his long tcrni in ofFicc mutcly testifes to his populanty. He is now chairman er 
the Twenty-fifth Ward Rcpublican Organization of Pittsburgh. , • , r 1 1 ju u tnl,.« 

When Allcghenv Citv became a part of Pittsburuh, Mr. Kinstein's influence covcred a much wider field and f^^' /J'»^/'^^^" 
a prominent part in the'affairs of the greater city. His wurthy efforts gained recognition and m November, IVl«, ne was 
elected to the State Senate. As a result of his splendid work in the support of populär legislative measures he was re-electea 

Mr Finstein's activities have covered a wide area and he is thoroughly in touch with political conditions throughout 
the State. He has also been a deU-gate to numerous State Conventions. Despite his many interests he has alwavs hcen afti latea 
in some way with the drug busine^ss in which he began his career after leaving school and he is now trustee of the 1 ittsDurgn 

" He is a member of Rodef Shalom congregation; also member of the Westmoreland Country Club, Concordia Club, 

{Co7itiuucd on Page 370) , 



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roucl. The ro.npany n..vN » ■ .^ " ,-^^ .l';, i„ Umdnu, Ta.np.'-. N 

ico au.l ii> «'Vi-ry oil h.l.l ui tu. /. ' , , ^ ^„,^,„., statit(»n H.-iuhts 
Mr. Huhl.-y i-'^'\'V,'"''^* », (th • Assneiati.».»; Ma-mi. 
an.! Auto rhxhs auM ^ '^ ^'l^ ^1 .r^ \^^ oH.al So.:u.ty an.U- 

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Huhl..y is vU-.,-P--^;;; •;;'; .C .1 a Mir..tor of the Natu.nal l 
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On ()ct.>ber •-'•-'. IS'.) 1 . Mr ; '»;'; ^J^ aat.^ht.T.s. A».n.>s .I.)n.- 
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the war .U-p^trlnient at ^| ,.^; „f this ea.np. whxh s 
en«ineeri.m work ni ^'"\ •^; ^,^" ^»^.ra-t.-r un.h-rt;ik.-n b> 
the lar«.>st e,a.-rpr;ses 'f ^ •;.,, j ,^ .,f .^, ...„.pl-te t.,wn 
Uepartnient. nivolvin« »»>';; ,^{ SP. ,.()()() .<)<)() 
art Ih'ry n»en a..l th.- '.'^ "'' ' ^^^'l^Va «ant Kat..n Brou.». 

Mr'rUMMin^^ ;i'^"T;^.tsof twoehdclr..... 
1<J14. They are the parents oi^iw^ ^ 

ROYCAUNKGIK M.^vKNSA. 

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the Goverinn.-nt. an.l ^jf. ' j *'" 
sembhdf.>rthearnn.vsofth.ak.^^^^^^ ^.^^^.^ ^,^^,y 

Tan.es O. Martu» ^^"'^ ^^'*^"V, '«i.-i.il .,f th.- l'.opl.-.s 
l>itsbur«h. Mr. ^1^^'•V'' 'x/^ ■ M Mrs MeK.-nna are 

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Sslau.rc f,o.u U.c I-ns. Dis.rict b.v ^ >-';-- ^^Ua \o AUo^hcny. Kor a nu,n,.er o. 

vcar Mr. Muchl.-ronncr Uns bccn u. hc «'-- J "''; ;^2, U- I- 1H8. Uc .as clccte.l to Co.n- 

,acious slorcroo-us „cu.k locarc-l on Über y ^^^^^^^ .„ „,, „„„eh, an.l in 188T .a< 

Lu Council fron, ^>'^ ^--^^l^'^, J. ,, .f 1 ..cU.rncUo Sclcct Councü for anoU.or 

elcclca to thc Sclccl Councl M • =^^";''" l^''^^,,, ,,,^i,,,uuc. Mr. Maehlbronner is ver< 

;:;;;;:r:::::r;.r.::u::r:;s^ -i.„ ....... --.- - -- ■ 

Xm, und has rcsidcd U.crc cver s.ncc ''^^J^^'^ ; ^^^^.,,, „,„i .lurin« Ihat lin.o n.an; 

rcnuircs .ncnüon herc. Mc has l>ccn 15 ^^^^^^^^ „^^.^^ ,„,„ „o„, N.tnrally br-ght an.i 
„./cvU-doer probably --'\-\^''''V"' ' ..'c 1^ V cvclopc-l in the coursc of bis long scrv.cc, 
.,,iek of unacrstanding, Im ^; -^'^ ''""^^^^ tc as a nl ,„ravcl it if any n,an can. Vor nn>c 

. • nr AllcL.hc.v's most subslanlial and indncnlial busincs' 

OHKR, J V-«--- f>''-V'' "f "/ ,'';Mf ;,u,cU he is U.e Ircasnrer, is one of Ibc lar«e«l 

„.en. The l-:bcrbarat & Ober "■-;'« ^";;; ^^' ^dls tU,s, Mr. Ober is lar„ely intcresle-l i„ 
concernsof U>ckindinUuspartof beco nl>. 1» ^ ^^^ ^^^^ .^.^^^, ^^.^, 

other bu..ne.s cnterpr.ses «f ^-'"--^ •''•'^«'■;^ " J, „ ..Hieb is to 1 uild it. XVbile Mr. Obc- 
elcctric Street raihvay, and Ibe organucr f f ^^^'^Z^'^,-^ eornpanion an.l very popula, 
i. o„e of the shrewdest «nn.su.ess >nen ^^^[^^^^^^^ .elatiöns or socially. But tl. 
.vilU cvery one hc con.es n. ^"jy^^;^^^^^,,,, kina-hearteaness, wbich he Las provc. o„ 
„„i„ ana n.«st aanurable tra.t "^ "'Y'" ^ ^^^^ electea to Sclect Con..cil in February , 1«H. -S 
,„.„. occasions to those - '^ ;^,^^ _;^ '-„^is a n.en.ber of the Con.,..ittees o,. StrecUs a,.,l 
trrs' l.::'S::-..c;.t, St:rllroaas Printm., Ord...ances, Voor I-arn, and A..d.t.,... 

' . o:. .. U-U. Ober. n.na.er of -.n^ 0.,.cU n.,^^ ^^^^^ -^r: 
lB.51.in the Tourth ward, ^"eK'hcny. He -ce.v d . ^^^ ^__^_^ ___ ^^^^ ,_.^^^,__,^ 

Wl.en still very young he went n.lo the f^^^^J^ ^„„^ U.e ..an.e of the f.rn, be.nf 

,.„s.ne.s. 1.. 1«T.5 Mr. Ober -'\;;'\;!-;," ^.^ ' :;:L t'lthe Thirtee,.th ward inCo.nn.o. 

r tii: ;:s^c ;;:c:r i^rrrriiiir ? r water. lohcc. .^es ..a ....... 

and Ordinancc Coimnittccs. , ,,, i il, 

, -* lurn iiA Ihr» Socond ward, AI ci:hcnv. ü' 

P.TTON, ^V^.. l-.-M.-. Patton was ^^V.. sl: u^at ü.eTl defu..ct New Inst.tu, 
,ecei ved a tl.orough ed.,cat,o,. at pr.ya e ^^f^;^'^^^^^^^^ „e then we.,t in.o the bru. 
i,. Vittsburgh, fron, which '^ f ^ "•'^^'^i'';.;^/'~?,°l ."."'co. The sales-roon.s o,. Woo.l strec. 
U„si.,ess. being a n.c.ber '^[^^ ^^^^^^^fl, ^'".'„trest i.. the b..si..ess and becan.e a stooi 
Pimburgh. Aaer a cw year Mr. 1 a to. « ^^^^ ^._^^^ ^__ ^,^^^^^^^_.^. ,^^j, „^ ^^, 

broker. Ue has co„t„...e. » -^^'^"J^^^ «^,,„, m,. j-^uo,. is a ...en.ber of the Strcets a,v 
elected to Co.nn.o., Councl fro,. Uc 1 rst Co.nn.iltees. He takes a.. active y>.t. 

consUtuentB, and in fact by everybody that knows hnn. 




LIBRARY COMMITTEE. 



n. F. Ryiid. C. C 

(dam Anunon, C C, ^ 
C. A. Mucbll)ronucr, 5. C 
Arthur Kennedy, S. C, 



C. \V. Dalilin^er. C C, 

Chainnati, 

Cco. W. Snanian, .V. C 



Wni M. Slcvcnson. IJhnu 
Jno R. Hcnricks, S. C, 
A. H ISIcrccr, C C^ 
Geo J Lappe, C C 
A. C Oroet7.ins^er, C C. 



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.1 Council, haviiig been clcclcd lo that body in April. 1889. His stronK' scnsc a,ul ahility )^^ 
eadv ^raincd hiin considerable innucnce in tlie dclibcrations of thc nuinicipal legislaturc, ,v. 



Watcr, Cr 



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already j^ 

hc has l)cen appointcd to serve on four uf Uic niüsL inipoiUiiit conuniUccs. viz 

Propcrly, Markets and Legislative. 

CoCHR\NK, Gko. A.— Mr. Cochrane was born in Franklin Township, Allegheny Couni, 
Pa Oclober lOth 1837. He conies of Scolch-Irish parcnts. who canic to this country in \s^,\ 
his father John Cochrane. froni County Arniagh, Ireland ; and bis niother, Miss Mary Alex^ 
der froni County Antrini. Ireland. They both settled near Hast Liberty, Allegheny County. 1, 
they were married September, 18l>5. They continucd to live there and m the suburU . 
Pittsburgh until the spring of 1833, whcn they inoved to hVanklin Township. In April. 1^. 
they inoved to Allegheny City and took up thcir rcsidence in the Second Ward Aflcru, 
vears they moved back to Frankstown Township. Mr. Cochrane learned the trade of carpenir 
In 18ü;^ he came to Allegheny City, whcrc he worked as a journeynian at his trade. Inf. 
sanie vcar he was enroUed in the United States Service, and assigned to the Glst Regime, 
Pennsylvania Volunteers; was honorably discharged June ÜStli. 18Go. He returned to Alleghc: 
andin 187'> was elected to Coinmon Council froin the Sixtli Ward, of which he has bccL 
resident ever since. He served until 1877, when he was elected to Select Council, of ^vhlch^ 
is now a nieinber. He has been a persistent advocate of a ])urer supply of water. He was aU, 
itwiUbe renieuibercd, the inost cnergetic supporter of the scheine to extcnd Federal strer 

CURRY. FRANK.-Mr. Curry was born in 18oL>, in the Third ward, Allegheny. His parei 
aferward reinoved to the Second ward, whcre he has lived ever since, and which her.. 
represents in the Common brauch of Councils. In 1873 Mr. Curry entered the tobacco busi,,, 
on Ohio Street, and has continuqd there in the siune line ever since. He is an active politic, 
and has been a delcgate to a number of Conventions. Hc was elected to Common Council 
l.'cl)ruary, 188Ü. Mr. Curry is a meniber of the Committees on Fire Department, Pohce, Pul, 
l'arks and Health. 

KiNSTKiN, Morris.— One of the most promising youiig men in Allegheny politics is V 
Morris Einstein, the member of Select Council from the Twelfth ward, Allegheny. Hc 
young, bright and active, and has made an early Start. He is but twenty-six years old an.1 
already serviug his third year in Council, and was the youngest man ever elected to Seit 
Council. His success in business as well as in politics he owes not to circumstances, but 
himself. Intelligence, honest business methods, and a Aiculty for making friends and keepi: 
them, are the foundations on which he is building up his futurc. He conducts a drug störe 
1G4 P:ast Street, Allegheny, and it is safe to say that there is not a niore thriving establishiiie 
of the kind in the city. Mr. Kinstein was born in 1865, in the I'ourth ward. Allegheny. Thf 
he also attended the public school. At the ' age of üfteen he was given a position in the dr. 
Store of Peter Walter, Jr. That he niade good pse of his time is shown by the fact that five yc 
later he was ready to go into business on his own account. He associated himself witli T. W. : 
Hiver, now a druggist an Penn avenue, Pittsburg, and went into the drug business at the sar. 
place where his establishnient is now located. At the eiid of one year he bought out his parit 
and became sole owner of the business. which he has been conducting ever since with ^ 
merited success. Last year .Mr. Kinstein was on the Library, Survey, Health and City Proper 
Committees. Now he is Chairman of the Water Coinmittcc. and a memljer of the CommiUt 
ou Lii^rary and Public Works. He is also a Trustee of the Pitts))urg College of Pharmacy. 

KuHHRT, J. G.— Mr. Kbbert was born in Belle Vernon in 1852. He attended the puh 
schoJl at Prownsville. In 18()8 he took up bis rcsidence in Allegheny. while going into i 
printing business in Pittsburgh. He followed thc trade of i)rinter for over lü ycars. In V 
he went into the undcrtaking business in Allegheny, which he has adhercd to ever since. \ 
ICbbert takcs an active part in politics. He is a resident of the Third ward, which he \ 
rcprcscntcd in Common Council since 1887. He was elected for a second term in 1889. \ 
Kbbert is a member of the Committees on V\vq Department, Police. Surveys and Health. 

Grah.\m, D. f.— Mr. Graham, member of Common Council from the Ninth ward, v 
born in Pittsburgh in 1844. He has been an iron workcr ever since he was able to do a iljJ 



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PRESIDENT OF SELECT COUNCIL AND HEADS OF COMMITTEES. 



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Thos. Krown. 



Geo. W. Snaman 
^as. H. Lind<>!«v. 



John P. Ober. 



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ALLtüMliNY EXPRESS COHPANY ; Alleghcny.— This cntcrprise was 
c^lablibhcil in iS8j, inulcr llic i)icsciU lillc, Mcbsrs. S. l'". Colc, N. II. Tccts 
aml A. M. Cariuii hciii^j llic propriclors. Tlicy liavc luul lon^' cx])eriencc in 
the exprebs Inisincss, Mr. Colc bcin^» Station master at Allcj^hciiy foi tlic riiiblnir^, l't. 
Wayne cK: Cluca^^o Kaüway eoinpaiiy, wliile Mr. Teets was previously acoiuhictui, and 
Mr. Carmn a !M}.:r,a{;c a^cnt on ihc sainc railroad at Allc^licny City. 'J1ic conjpany's 
slabics, wluch aic spacious aml well c(iuippcil, liavmj» acconnrnnlalions für scvcnly 
horscs, aic hiiiiated o\\ l'ark Way, Käst Diamond and Sandiisky Strcels. The Cün)pany 
albo owns twcnty caniagts, cüui)es, etc., fifteen expreas wagons and sixiy-five liorses, 
and promptly furnishes coupcs, carriages, victorias, buggics for shüi>ping, calliiig, busi- 
ness and social purposes, in charge of coinpetL-nt d; iveis at ordinary hack ratcs. Hag- 
gage is proniinly called für and delivercd to and fiom depots, hoteis, and all ]\aits uf 
Allegheny and l'ittsburg, and tliey also caiefiilly niove houschold furniluie and goods 
of any kiiid. Cuntiacts are made by the year, or in any nianncr to suit custumcis, aiul 
the com|)any nunibers among ils permanent patrons many leading busi ness men, 
who highly comniend ihis concern for ils prompt and efficicnt methods. All Orders re- 
ceive immediale attention, thirty-four men bcing constantly employed, and every con- 
venience is at band for the successful prosecution of the business. 

EINSTEIN ; Lion Drug Store; No. 170 Käst Street, Allegheny.— 
The drug business of Allegheny is carried on by an enterprising class of men 
of whoni Mr. Morri:, Kinstein, the proprietor of the Lion Drug Store, i.s a 
worthy representativc. Mr. ^:in^,tcin has now been engagcd in the pursuit of'this 
avocation for the pa^t tcn years, priniarily opening at No. 164 Käst Street, and re- 
moving to bis i)rescnt cpiarters Ai)ril, 1894. The stock here carried comprises pure 
drugs, dicmicals, physicians' and druggists' sundries, pcrfumery, toilel articles, patent 
medicines, etc., which are carel'ully selected for purity and general high Standard of 
excellence. Mr. Kinstein is a native of Allegheny, and a n»eml)er of the Pittsburg 
College of Pharmacy. He makes a prominent s])ecialty of Ins prcscription dejxirtnient, 
in wliich the greatest skill, care and accurncy are the salient features. In politics he is 
aRei)ublicai»,has held office for thepasteight years as a mcmber of the select Council for 
the Twclfth Ward, and hascver given a cordial support to all measurcs best calculated to 
l>lace the affairs of the municipality on a sound business basis. l'iliiciency has been bis 
aim in municipal matters, while bis constant dc^ire has been to mnke Allegheny a well 
aml economically governed city. Mr. Kinstein is chairman of the Allegheny Water 
Commission and during bis tenure of office great improvements have been made in sup- 
plying the city witb i)ure water, and bis public career is an example of siiccess and use- 
fulness, well meriting the approbation of the entire Community. 

CHAS. ZUMPFT&CO.; Manufacturers of Fine Varnishesand Tai)ans ; Nine- 
teenth Street, and W. P. R. R., Sharpsburg.— This prosperous indust'ry was 
cslnb'ishcil cightecn years ago by Mr. Chas. Zumpft, who i§ §ole proprietor. 




llc IS a thoroughly practical and expert varn.sh manufacturer, fully conversant with 
cvcry detad of this useful industry and with the requiren,enls of a critical trade. Tlic 
]).cmises occupied comprise a large lot, on which are erected four small buildings fu!ly 
.uppbed will, n.odern apparatus and ai^pliances, and on!y reliable workn.an are 
einployed. They manufacture largely a füll l.ne of varnishes and Japans and tl.cir 
patronage which is stcadily increasing extends tliroughout all sections of Western 
l'cnn..y!vania, Ohio and West Virginia. Thcir goods are recognized Standards with ll.c 
trade, benig unsurpassed for purity, quality and uniform excellence and have no superiors 
in the market, while they are offered to the trade at extremely moderate prices. 



PITTSBURG DESK COHPANY ; No. 3 Sixtli Street, Pittshurg.-The pcrfec 
tion thal has been attaincil 111 lurnishing business housesof late years has btai 
Ol ihe n.ost gralifying character, and m one brauch in particular has markcd 
advancemcnt been made, and Ihat is in the manufacture of office desks. A leading 
source of supply for Ibis class of furnilure as well as general office supplies and labor 

saving devices of all kinds is the IMttsburg Desk Company 
so admirably conducted by Mr. J. L. Davidson at No. 3 
Sixlh Street. This ])rosperous business was establisiied in 
1883 by C. L. Stevens, the ])rescnt piojirielor succeeding to 
the control March ist 1S93. Under liis able and i)rogrebs. 
ive management, its already extensive business has bccn 
nuich enlarged and the field of Operations greally widened. 
The premises occupied for the business are spacious, ihür- 
oughly e(iuipped for the display, insi)ection and sale, aml 
stocked to repletion wilh new, choice and desirable goods. 
The roll top desks and otlier sjjecialties of this houscareun. 
rivalled for originality of design, fine linish and arlistic 
*.. workmansbip, and recommend iheir own j)eculiar meriis 
to the confidcnce and patronage of critical and discrini- 
- inating buyers by reason of their mechanical excellence, 

while bargains are constant ly offered as regards terms and j)rices which caniiot hc 
(hi|;licated elsewhere. The trade which is both wholesale and retail in this city is 
brisk and lively and an inlluential demand is ministered to. They also takc contracts 
for the e(iuipping of banks, counting houses, churches, schoolhouses, storerooms, etc., 
and in all cases guarantee satisfaction both in the furniture supplied and the priccü 
chargcd. They have lately completed the fitting up of the vaults in the new l^fth 
Avenue Iligh School building with steel ^l.\^ures. This class of work is one of their 
speciallies. Mr. Davidson is a native of Mercer County, Pa.,but has been a resident of 
Pittsljurg since 1S90. ITe was formerly in the oil trade and is recognized as an honor- 
able, reliable business man. 




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JA5.F. LARKIN.i *±^; 
SUPERINTENDENT' ""^^ 











Vi.lsimrj; .ml tl.o IcnUory imn.c.l aU-ly al»u 
,„„„„, su.ln,an>,facu„e in. Uc «0,1... .na .1,0 
:,,,,,,, 0,0 Ui,l.sUiUa..an.c.ll.y...cu.ene,-, 

' „c, ...i.y Ol- .1.0 ..ca. ,,la.,.. wl.icl. l.avc l.oen o, 
cca,,i.al.a,oass„,a.,ccs,l.a,,he.l,..r,c,vv,! ,0 

„ slccl. 1>... .l.e o,.o,-,y of local on.cpr.sc Las . 

,,„ic.y of s.col ,..o.U,c,s-,.il.o. loolH. wi.o M";"K- 
, r„lf.....-.fs.ool„.an„fac.u.ois.l,a.«^s,,ra'- 
L.,s.,ya„ca.a.,va,.ce.,asl.conn.a... I...,.^ 
,„„„,,,n,y.l,ow...U..,f.l.oA."0..ca',M.,.alS,>, 

,Uill .lisplayo.1 l,y .l.c ,,r<,,.,ic.o,s a,„l „ a.ors 

„„1 nlull S.,ocls. an,l wl-i'o ""» >''o )ar,,o-,. ... 
',Uc,..io,.. 1,cca..sc of .l.oir urowin« l,us„.oss. a.,. 

■ s,,i.o .1,0 lo„.lo.,cy .0 con,l.i..a.io,. a,.,l onco.-, 
l.......o.-...V.saU.nc,..l.croiss,i.la.,oM^ 

S,...al Sp,i.,H CünM.a..y was ort;a.../e>l May .s,, 
'1. ,4-.l.l-.l. of wW l.aa.l,oa.We• 
, ,,c,i..,\ of .wc.y-r.vc yoars, a..a Mr. I ful ha,l 
„ savi,„s f,o„> .l.oi,- oa,ni.,i;s ,l,oy s.ar.oa a„ .,.■ 
„K.los.way,l.oir l,..>i,,ossl.assU.aa.lyU-^ 
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• BIOaUAI'niOAT, SKETCHES OF SENATOIIS. 1007 

^"KiK'Ml In the piurtico üf hlB DrofoBHlon; whh rlrctrd to tl.o Sonata lu >ov»,nl.'.? Jülfl. 

v"n Ml <^. I V^ n-.,r,.,l on n tnvm »mmI ,vlun,(P,| l,i tlu- ,Mil,Ilr prhn„iV, Mu. Su„iinvp"t «rn* S ate 

M '? .r ;'". ^"^♦"""' >■""'•'•: '^<'1'>''"> l'»^v «„.l w;,5, «diMittr-I to tl.o hnr of Fbv,u/ 'nun tr n 
•t w-no 'yr ■' '»^-''^ "'V ''""'"'t «tl.unry lu IH'M) nml. in NovrniNor. 1 s{.S ^v„^HV, tr i d •tri t 
(• M..1 lU. ''i;'" "^^'"■^*' •^!''V'': ^^«'^ chMinn.n of tho l?rpul>lirnn Count; Conuulftro In IS'-O 

'.rn Nu ,;..•' n'"'".* 'V- " ,'^''VJ\'*\^ ^^ "'"■'""" "^^I>'"'1*^'"" «tato Convention., «nd to thP Rp- 
i'M n, iN atonal Convention in UhO: wa» rl^tod (Ijalnnan of tho Uc>pul.ll(-an State ('(.inmltto*. 

*l,^;"'7^i''' ^; ^^^^' «J^- I^'''lÄdWpIila. w«B hom In PI.! 

J'.n.iri.Lo Vi PriH'two ..f his profossion: Pcrvod two IrnnR n« orrgldcnt of tho \oiih Wost 

""",of f"j»»".'"li'"'«. ^."■^ H<vt.d itH nrst prrsidrnt and ro-olorted fnr Oro ron..,N'ut|TP timr« • 1, 



ladolplila, 
il)i(Wdphia 



0<-tol)er 
paFscd 



:<. 1800: »cqnired 
l>nv f'ionilnat loiiü 



r,'l'r'.'''.r' ^''"^ Nrttlni.Mr.i. Trust ("o.npnnv 
«(.nniznllorM, and H«Miinf m-tnlxT cf law und 
""•'Phlo : .di'PtiNl to Ulf S«'nnte In IPll», 



and an aftlvf» inrrnl)er of 
icnl petato flnn of A. F. 
re-«drrted In Noromlior, 1010. 



R uuinhfT of fratomal 
Dalx «nd Ron, Phlla- 



'•^TO r, n.Vd flu ; 1 ^;unty ^ns l.nrn m riyn.oulM. huzonu^ Com.fy. Pa.. M„r 0. 

If''^- l'M)7 ;,.! P MM "'^^""""•' "" " »«n.-snmn: rlorlod to tl... rnmn.nn ronuni of Srr.nnfnn in 
tntiv.'.n 1 ,. n '' ■;'''■":-."" I'-'^^nlrnt f-.r tNvo ym tK : .drctrd to fh,. Hcmi^p of Hrprcs.«,. 

"•"^'.•' In n.H» „n.i ro..|r.(rd in 1 IM L' : Hectod to tho Srnato in Novendu-r. IDl.S. 

n 'jtrV!'^^^^"'' .^''"•"'■,"'^ Coinity. v.oH bom In FoUr tn^Tnship, WTomlnt: Conntr Pa Ortohrr 

'it«l.iVr ' • • ^''<*, '"^< iNMli'iuil |..H,k of riynu.iith sin.-.« lk!i:{, of \yUic\\ hnnk ho |s o.mt 
J^r,ay;,;;'';'o,0^;i;;,"'^i:':T'LJ^./!J;^^\ l"^''jr^*-'.«'> Ol'-'*"« »"d manufartunn;,; d^otod 10'^;; 



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rp-.lort.Ml In Novonihor, 1U1S. 



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i.iur r ;, ''^'^" ■'''«'»»"' I" l'f"l; llavfn In IDO.'^; looMvrd his ndur-ation in tlip romn.oii 

'••'' <.d'iVLn^ 7;i;"\p,Vi^ Kraduatm. In thc «radornlc Au'r'in/'inOT "and 

»-•Hd f L 1 r \ ', ' ' "i^""'"'*' ''''^'^' "'"' .^^'"r: spn.-inli/.pd in hislorv and civic.^. and was 

VanVii^ni/ rir. f l ! '•»;'"<^"""^ Company n. lL»th Upcimmt. N. r,. V., Troop K i^t 
'- <•" . ; nnT ' ' /'•'■ '■'' •■':"'"^' ^''"'"I>i"n ndlitary rill.« shot of Vrnnsvivnnla . 11)10 • n.rni- 

''-tM^';tV;^s!;:ror;:N;;^^^^^^^^^^^ '"^-"^-^ •" ^-•'♦- ^-«^ ..,.0^ ^f vp";r;;\ 

'%?K7.^-V,^'''T?<S;^-'?JT^^1''^ ""'' '^^'■" '" AlI..fTh(.ny f'ity. Allrirhpnv Conntv. Po. 

Md I li *"^ IVnr.vlvMnu, j ipNf „,„i rowc, Totupany. <.f ^^hi^h ho ras thr iromral' nnnaV. r' 

li'^T/nr^-ri" /^n'.P' /'''T^'^^^:V"*•^• ''"" ^^'" >" Blmlnd.an. t.nrn-tilp. DPlnn-aro nounty 
rV...! ,-.. • /•'^^'^^I/'lM-afrd lu tho piddlr sr^,..ni^ „nd Wr.l Cho^f.T Normal S-honl • wai pii1 

T- \U^';.?■^?^^^••'t^'r•:'■■ '^"""""7/';'; ^'^ -^'•"'••'' «nd in tho hn.kPrar.> l.t.s?,'.. •, f.'r «hont two 
MIP iroHld.M.t pro t.MMporp of tl,,. PonnHylvanla S. nnt.- In IMSj* In Jnl" of thö 

r uio Ilpjmidl.an rouniy c-mmlUcp .f (n,o«|,M ronntv In \HU'\ 
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rPM.rlTM'Vr'f"';'' ? Pr^"."^'*'-hl.utr to nrsi.t In th. .-..ndurt of ihf> Jlonafn « rH,nna|"'7 
•".l lAli. -n, I ';; V'L *'' "•; ^^;«"i""" "f ^>>^ nop.ildlo.-,n ?;tato Comn.ltlPP. ranw^nlcno of IHftT 
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«'»Irr'''!.'' ''• ^'^''^1''''. li"linnn Comily. av:i.«. i.nrn nt Plnirfsvillo. In Ihnn roimtv Pn in 1R7.T 
vl.iL xP'''^ '■''^''','1"= ''dii.'ato.l In tiip puldio Krlioola. and w.i«. cra.luatpd from V/afarotto (\dloeo 
»i.m '♦ "V .l''*^ FnKtman> Hnain.^sa r.)llpj:p. P.MiL-hk.Mp^i. . n, y. ; „n ro,nid.«»ki;r hia wlnral 
' Mor^'u"^ tho omnloT of tho. Fir.t National liank of nialravlllo; of uhlr'h. ho^. now toe 
Won.bor inVö '"^''^'^^^'^•^ '" '^''"^ hualnOHH and mannf.vtnrinK ; waa ol.v tid to tho Sonate In 



♦?*'<'II(;k ORAT. Phlladolphia. was bom In T,ondon, Fnirlnnd. .\pril 1 
*# tJ !( t"«^'*^" ynara; la onRnpo,! in inanufa.'tnrlnj; nt Frnnkford; oloct 



1 
octod 



1 *^7 I ; mprnbor of State 
to tho Fonate lu is'oTom- 



'wt'h?Mn,.?n^r'''^^' nACKKTT. Northan.ptnn ronnly. ^a« born April 

^ hampton t onnty. Pa., nhi ro ho no^r rp.^Idoa ; i<, a pon of Uio late 

M.irinur. u ho hpcnmr n rpsldont of PonnnylvMnla ar.l xvJio n proppnt.d 

; l'"i,'isliitMro fr.>Tn I87f) to If^S'J: was rdn.'atfd In prlv.nto „nd piPdl.' 



^r,, m74. at Fa«>ton, 
.r. Marlon Hackott, a 
^o^tlI'im|don Cnunty fw 
h:i lioolv. Liifa^otto Col- 



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'.' ntviu Vn ♦'.''■ ^.^'^^'••": ^''i-A-od «^ mombor rf tho p.onrd of Prl.con inisportor^ of Northamptou 
V •'..., .iiV . "" /'"^ dlrprton.t" of K.-r.^ml lanm Indnstri^^s nnd t« Vlrr Pippj-bMit of tho Kxprutlrr 
hn, t p of n'l'' «'! '"^7'^\';V'r ^•"""* '^'' "»'•^'"'"'•f^ "<■ 'n.n Old IJa^tnn .National Pank; ia also 
Nf lim / ^''V "^'' lln«pltal for tho TnM,,no, .^o„ii,o„atPrM dlatrlrt of IVnnavIranla : waa rlonor 
^ «i» Rr^n-t"'", "^iii/'''"'' publlr park f,.r ritr of v,,moü, known 8« "Harkott" Park" ; elort^d to 
. •» Ronate In IPM; re-electod In NoTomhcr, 1018. 



i ''»lod Roptombor IT., Ift20 




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PITTSBURCH AND ENVIRONS. 



145 



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OS KINSTEIN & CO., liuportersand Bottiers of Latjer Beer, 
rorter, und Äle-.'tiirportfrs of Bass Ale and Guinness Stout, 
No. rc'Sixth Avenue; Botllui- Works, Nos. 40 and 48 Watsou 
Street. It wouldlie extieniely dilllcult to nanie a brauch of 
business niore imponant in ils lelatious to olber liues of tradt- and 
industry thuu that dt-voted to tlie sale of beer, ale, and iu)rier, 
Nvbileitisoue demanding. on tbe part of ihose en^^a-ed iu it, Ihe 
l.r'liestquality. Tl.e leadinf iuii»orl.ers and bi.ttU-rs of these com- 
„;..liti.si« l'ittsburt;h are Messrs. Jos. Einslein & Co 'vhose salep- 
n.o...s are l-H-ated ai No. b2 Sixth Avenue, wilh bottlmg %vorks at 
X.,s 40 an<148 Watson Street. Tliis üvm are extensive iniporters 
and boitlers of lager beer, porler. and ale, and are espec.ally pn^m- 
neut in the trade as irnporters of Bass' ale and Guinness' siout The 
})Usinessso sucoessfullv eonducted by them was established in 18.5. 
by Mr. .Tc-^eph Einsti-in, and in IHH.'i the presentfirn. wasorgaiu/ed by 
iheadinission of Mr. Jalnes V. McMorris to i)artn.rship. This is the 
<Mily really exclusive house of the kind in the city. and js tliorefore 
an imp<Tiant factor in tlie n.enantile aetiviiy of the coniinuuity. 
Tiie Works are si.aeious in size, fully e.piipped with tlie latest im- 
pr..ved n.achinery and aniple steam-i.ower, and a force of fifteen 
»'.\peri assistants eonfribute to the satisfactory Operations of the 
bouse. Thisnrni are sole iK.itlers of Carling's London Porter and 
Ales; Mo^rlein^s. Ciiieinnati, Bartholon»ay Brewing Oonipany's, 
Koel'iester. N. Y. Anheuser Bn^^eh, and St Louis Beer; the Ilernmu 
BerghotT Brewing Conipany's DoitinuMd.-r and Salvntor Beer; Culni- 
baeher Brer, fro.n Bavaria; Kaiser Beer, froni Bremen; and Pilsen 
B-^er, froMi Boh-inia. They are also soh- agenls for Euivka Springs 
Natural Min.-ral Walerand (linger Ale. The goods bottle.l and sold 
* by this firm are noted for ihelr piHMty and exeellence. nnd as a eon- 
sequenee theire'^iablishuient is a favorite h.-adquarters fcr dealers 
who wish to cat»-r to a siriclly first-class trade. The l.-ading hot.ds, 
fine restaurants, and first-class retailers in this city and vieinity 
pn.cure their swpplies here, and stn.ngly reeonjmend the )i..nv;e as 
w.irthy of eveiy confidence. Oiders by leVj.hcne »CT 2 ivceive iin- 
jnediate attention, and terms and priees are plaeed iip«.n a fair and 
equitable basis. Mr. Einstein i^ ji na tive o f G.rinanx^ and a resident 
nf Pitlsburgh for the j.asl thirty y ears. Mr. M. Morris was born in 
Canada, and canie to this city twenty years ago. Both Ke-ntlemen 
stand deservedly high in commercial, social, and trade circles. 



rests. He is a niember of tbe firm of Whitney & Stephenson, stock 
brokers; is secretary and treasurer of the Hostetier Coke Company; 
treasurerof the Central Traction Company; secretary of the Bridge- 
waler (Jas Comi>any; treasurerof the Western Pi nnsylvaiiia Photo- 
grajih (^ompJUi.v, and Stands deservedly high in commercial, finau- 
cial, and social lile. 



FE STEPHENSON, Miner und Shipper of Manor Gas and 
St.Mui Cc.als, No. 5i» Fourlh Avenue. The Pennsylvania 
colliery interests have attained proportions ot enormous 
■ magnilude, and with the well-nigh inexhaustihle supply 
of coal still in thebowelsof the eartb, aided by the iueomparable 
aud ahn. »st illimiiable transi.orlation facilities which eentre at 
this point, and convcrge to all parls of the Uniled States, the 
i,Hbi';try may be h.oked upon as the one next in importauce to 
that of agriculiure. Prominent among the nnners and shippers 
of coal having th-ir maiu headquarlers in l^ittsbmgh is Mr. 
F L Stephenson. owner and proprietor of the Pei.n-Manor Shaft, 
at Manor. WesiuK.rland County, Pa., and widely known as a 
n.inerand shipper of manor gas and steam coals, with Offices at 
No 59 Fotirtlr Avenue. The Penu-Mauor shaft was s)ink in 1884, 
i,y l^iP N'^'^v ^'^^'"^' '"^'"^ Westmoreland Gas Coal and Coke Com- 
I.any, who were suceee<led by the present proprietor early in 1890. 
T)»e luines are worked energetieally aud sysiematieally, ui)wards of 
two hundred hands being employed, while the outpt.t reaches a 
total of -ix hundred Ions per day. The n.anor gas coal pos.sesses 
mäny natural characteristics which rendcr it specially a.laptedfor 
the nianufacture of gas. Tt is rieh in bituuunous and carboniferuiis 
elements and is undouVitedly the fin.-st and most economu-al coal, as 
regards results, ever put in a gas company-s retorts. The pmest and 
riebest gas ismanufactured from this coal, and the increasmg de- 
mand for it shows how highly it is ai)preciatpd. A ready sale is 
enjoyed for all of this coal that can be mined, and heavy shi].ments 
are made to all prineipal cities l)oth east and west. Mr. Stephen- 
son'sfaciliti(;s fortransporUtion from the njines are unrivall^d as 
regards direet av<-ess to the T'rincipal inarkets for coal in the United 
States, and the largest Orders are promptly and satisfactorily filled 
at lowe«=t market rates. The manor eoals are unsmpassed for steam 
puri.oses Mr Stephenson is a native of Pittsburgh, and aocounted 
amon- that class of active, enterprisiug, public-spirited, yotmg hus.- 
ne^s men in whose hands the continued development of the city 



ALEFXJHANY NATIONAL BANK, No. 45 Eifth Axenue. 
]'r«»minent among the largest and most subslantial banks 
in this city is the Alltghauy National Bank, whose banking 
oflices are located at No. 45 Fifth Avt-nue. This bank was 
originally chartered iu 1857 as a State Bank, and eventually in 1805 
was n-organized tnider the National Banking Laws, ils Charter being 
renewed in 1HK5. The Allegb/uiy Nati(.nal Bank has a paid up eapital 
of Sr)OO.(KX), which has now been further augmented by a surj.lus and 
undivided' Profits of $J1().000. The foUowing gt-JitUineu, who are 
wid.'ly and favoralUy known in eomim icial and financial circles for 
their executive ability, i>rud.'nee, aud just m*-thods are the oflicors 
and direcU>rs, viz.: W. McCandless. president; Joshua RLodes, vice- 
President; F. C. Hutchinson, cashier; W. Montgomery, assistant 
cashier. Directors: W. McCandless, Joshua Khodes, Jno. Caldwell, 
.Ir B. H Rubie, Jas. McGregor. J. McM. King, WaU<.'r Cbcss, Wm. 
Ste\^art. Thos. Evans. The bank receives upon favorable teriris 
the accounts of banks. bankers. corpc.rations, merchants. manu- 
faelurers, and others. It likewise issues drafts on all the j.nn- 
cipal eitie«^ of the United States aud Canada, inakes colU'ctions ou all 
available 'Points, n^gotiates and eoll.-ets ».ills of exchange, discounts 
roniUMieiil p:ip.-r, deals in Unit.-d States and other first bonds, and 
att.Mi.ls earefully aud i.romptly to aU kinds of legitimat^- bankinj? 
businevs. Ils eareer has bei'u a vt^y i.rosjierous one, closely a'.lied 
with the growth and dev»-lopment of fue city's business interests. 
The banking rooms are fully e(iuipi>ed with cN.ry cnvenienee fi)r 
the prompt eonduct of this steadily growing business. The bank is 
one of the most influ.Mitial members of the Pittsburgh's Clearing 
House A.ss(»ci.ition,atul Mr. McCandless, the prrsident, is a i.opular 
inember of the CL aring House Couujiittee. The i.rincii.al corres- 
pondents of the AlKghauy Natimial Bank are the National Park 
Bauk New York, and tbe Farmers' and Mechanics' National Bank, 
Philadelphia. Mr. McCan.lless, the j-resident, and Mr. Joshua'Rbodes, 
the vice-president, have held office the former six and the latter ten 
years. They are both able and exr»erienced fiuanciers, and vigorous 
exponents of the soundest principles governing banking nnd finance. 
Mr Hutchinson, the cashi.-r, and Mr. Montgomery, the assist^nt 
cashier are thoroughlv capable bank ofTicers. euiin'^ntly qtialified for 
their impr.r'«"tpf>S'tions. The AUeghany National. Bank has ever 
afTorded perfect facilities to its customers, and that tlie efTorUs of its 
officers have been duly api»reciated by the public is manifest V>y the 
success and prosperity it has eujoyed for the last thirty two years. 

JC)SEPH LOUGHREY Ä SON, Mannfacturers and Dealers in ^ 
Harness, Etc., No. 4:J8 Woc»d Street.— The business now carried 
on by Loughrey Ä Son, at No. 4.3S Wood Street, dates back to 
the very beginning of tlie century. It was somewhere in 
the neighborhood of ISOO when Samuel McCIurken started in busi- 
ness as a saddler and laid the foundation of a liouse which is now 
theoldest and the largest in this line of trade in western Pennsyl- 
vania He was a good sad.ller, au expert in bis trade, and a shrewd 
man of business. For nearly sixty years the business uas continued 
in bis name, aud tlfen in 1H59 it j.assed into the ha.-ds of Jost-ph 
Loughrey, the senior part ner of the present firm. In P-GT the firm 
b'eea'me l'orghrey .<t Frew, Ah'Xar.der Frew being admitted as a 
partner, and in 18ST the present cupartner.sbip was forined. The 
firm cousists of Mr. Joseph Loughrey, now sixly-three years old, 
a native of Ireland. and a resident of Pittsburgh for fifty-Hiree years. 
Mho has been ar the head of the business since 1^59, and his son, Mr. 
Thomas R. Loughrey, a young n.an born and reared in Pittsburgh. 
who inherits his father's business ability. Tlie business so modestly 
beiran ninety vears ago has now assumed immense proportions. It 
occupies at No. 43S Wt.od Street a building -"^x.^O feet, contaimng 
three floors and basement, where is carried a gcn^ral line of horse 
goods and leather goods of all descriptions, and employ twenty-e.ght 
men. They do a business of $125,000 a year, and the stock regularly 
carried is valued at $40,000. 




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visions; Nos. 226230 Madison Avenue, Allc^iicny. — One 

HS crjj^a^eil in llic whoiesalc and relail linntllin^ of jmo- 

;. of tlie covmlry is thal of Mr. Louis Zolier, wlio occuj>ios 

Ulli Sidc Market, Pillsbur^, and who lias a huj^c slorc al 

'•, Alie^lieny. The fallier of ihc suhjccl ol" lliis skclcU was 

.'^hur^, havinj^ eslalilishcd husmess in i8j3, and liis nanu* 

and j)ronMnL'nlly connected will» the nieal suj>i)ly indu'^lry 

Ml. Louis ZoUcr l>e^an ousincss on liis own accounl, and 

.') his natural alülity and liberal j)olicy in denlinj^ wiih tlic 

.1 lar^e ])atK)na;:c, which has since coiilinued to ^row in 

' »<iils all llie callle, etc., handlcd l>y liiin, and lic liandles 

me dressc(i mcats, ilc ciniiloys Icn assislants, and every 

:n to Iwenly caltie, luent) live lo one hundrcd shccji, an<l 

; ^'rades of sausa^cs nre niadc hy Iiiin, ho;,' products of all 

ur sinall ordeis are nicl al inost icasnnal)]c jiriccs. Mr. 

. wiiere he still resides. 11c is a lifo inenil)cr of ihc Tur- 

inahlc Citizen, and active, honorahlc iiusincss man, has 

AT of ihc coinnumity. 



JE COnPANV ; X(k 531 Liberty Avenue; riUsbur;^.— 

ieadin^ esl.iblislinients uhose o]>eiali(»ns conti iliute lo llic 

-.urß's jireeniinence as a great conniKrci.nl ccnlic. 'Ihc 

is conij^osed of Messrs. \V. J. McMillcn, Wm. Zeiher, Jr., 

vns or^^ani/cd one yeai- n;M\ Mr. McMillcn has lon^ bcen 

handlin;^ j)roduce, wbilc liis copartiurs havc had many 

ns prncers. Thcy brin;^ \n bcar a lhorou;;h knowlcdpc of 

<i, Cdupled with an intiniale acjuaintancc with Ihc wanis 

ustoiDors. The cnnijiany occujiy tlirec cnlirc llofirs of a 

lensions. Tliosc jucniises arc erpiiiipcd willi mndci n 

•ntly adaj^ted for the storaf^'c, al an cr,uai»le tcnrpcraturc, 

• unntitics arc constanlly on liand. The conijiany handle 

•■•. and fruit, and producc ofali kiiKh, an<l ninke a Sjiecialty 

f''>ri^ii;nnicnts froni the l»esl sourccs of jiro'luction all ovcr 

. of tin^ ho\i«;c is |o niakc proni])* rclurns, which has |:^aincd 

t. .'»sethat havc sliijvpcd tothcni, Thcy are tlielar^^csl Loultry 

.r.nia handlin^ iheni at all seasons of the ycar; they havc ex- 

'»usc adopted chiclly for ihc purjiose of holdinj; poultry ovcr 

,ould the market al any Inne fjel ovcrsujiiiricd. They do an 

.'^ dealcrs in Pittsbiir^ and vicinily, and Ihc annual salc^ 

\'hc conccrn is of Ihc highesl comnieicial rcpulc and sound- 



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», u,vO-l--lN • W.nes ..Hl I..n>'"'-. ^"- >°3 l-ra..Wslown Avenue, 1 .Us- 
T OS. W. hlNSl LIN , '"; '.,, ,8s.j, a,Kl conducto.l will, srcat success 

ccUinucd. Mrs. Ku.su.u °«"1'''=^ %«7;;' ,' ' ,, f„, ,„c purposes of ,hc busi„c-ss. 
,U,a.nsions, tl.ese prcmiscs bc.n« ^^'^^J^^^J^L and con.ai» exceUen, ccb 
,,,ey a,e .U.d up «iü. ■.--;'-;-. ^ l^U.cn.. cnd.,acin, aU tbe popn- 
lara^e. A l.cavy and valuablc sU ck .s ""^ bu.m.n.l.cH. bordcaux. santcrncs, 

t::ri.:::::zx ..... s«.., ..>■,;— ■.;;:';«:; t:,^:';. ::;. 

domestic ci^^ais. Mis. L.insitin i u icßiiinialc competiUon. 

'•'" -"'f "" 'T:r:i ::i;r ;::c: ; : : r-rLer;. a.fenuon. 

The iclephonc call is 348 and oiücis rcccivc 1 1 



o .^r-HAn'C QONS- Conliactors and i'.uddcrs ; No. 417 1^^^>^'<^^^ 
I ""s::.f \ o" r-'-is^, l'bin. bn.ness «a. cs.abHsl.ea in .840 .. Jo...; H- 
I Mitcl, AiiL^i.L. ) hurhaiu inlo parinership, the him 

j .„„an.. w,.o ■■Y'^:;:::^, >.;•>..::. >i^".''-'''-' ■" ■««»^--" 

bcint,' l<'>'>"n as John b. In^ha... ^ >(>"• ' J , . ^ ,^ .„rl.a.n's Sonsxvas 

l,„no,ablc a..d »seü.l ca.cc.-, when the p.csc.,t 1„ ... na„, ^ ^ ^_^^^^^^_^ 

.dopled. ,he copa.U,e.-s bein« ^'"--^' ;.;;;;, ';;; ;,;;,. V,:„„unn l„s.na„ce Con,pa.,y, 

Alle;;hcny, Ta. Mcssis. \\ . K. and j. i . ui^, esleemed m trade circlcs 

U. OK. inn. ..an.e ,,r „.h,. - ;;>« _;';>^; :-: r^ir^nd ';n..c.o.s. ...Ue U.ey 
f,„- theii- p.oln.y. 1 hey a.e ablt and expe..t„c ^„iidincs scl.ools, chu.cl.cs, 

--'- -; "-^ :rr r ",;::;;:;:: oT::;:"«. "...• .o.. u ,.i....y 

faclüiics, lesidcnccs, elc, but also ll.c 1 , , „oiUn.anship, 

endcsed .,y e...incnt archi.ec.s lo.- ..> s.ab. ..y. l^''» "' ^^^•^' ' ,„,, ,,,,. 

.„d they en.ploy a s.aff of «o........ acco.a„.g o 1. o - U-t^ 7 _^^^^ 

,;„.y co,np..n.en.ea fo. the pe.^- -;:;;::'';^^^; 1 'rpi; ,,, aUe.,ded .0. and 
The p.cn,iscs occup.cd a.e 7f.M2S l.ct ... „ . ,,,,^ r,.n .es Tl.ey are nalives ot 

en.i.e sa.isfaeUon is «ua.anteed pabons al ve.y ...ode.ale ^M-- " ^ 
AUeuheny, and ihoir futu,e prospe.i.y as bu.ldevs see.ns «eil assu.ed. 



.„^ ,-1. Tru rnnPANY- No. -,o Sand..sky Street, Allcghcny. 
q-HE PITTSBURG PILI ER COH AN\ . . ,„,„,f,,,„,e ftlters under 

I _Th,s rebablc -""^-j;;; ;; ^r ! , ds Lt on.y throuKh.n.t the enti.e 

1 U.e Dav.s '-'«='-•";';;,; t^xico and other forei^n countries. Mr. E. 

United Stntes and ^--'=^>"' ^ ° , ,„,,i„endent of the S.anda.-.l l'la.e fllass 

K. ■.=>•'-"• >;;^;7-:'^;; Un.lfactu,-es fi.ters of all capacities, those for 
Company. Uv.tlo., 1 a. 1 he co.np y ^^^ ^^^^^ ^ ^,^^,^ j,^,. ,,„„, . 

bouse purposes v.aryn« f.on, 0. e l.n.u ed .0 bve ^^ .^^^ ^^^^ ^^^^^^. 

,a,Ker si.es run to any re.,«..ed capacty. .^ ^ '^; \,,,,e f.;.e,s are co.npact, 
snpply pipos of .esidences, factor.es, pu.,l.e . s .t.ons e ^^^^ .^^^ 

auralde a.n. si.nple ,n co,.str.,ct>on, a..d ^'l!^^ ^^^^':^.^^^^,^ ,,Hndrical f.i.ers 
of the kind yet introdnced to the publ.c. The co.npa.) ,„,,„, ,i„cs, water 

can be used sin«ly or >o.et.,er to snit the ,c,in..en.e.Us o^^^^^^^^ 

.vorks, paper ...iUs, che..ical works, etc a,.d for all 1™ «^"^^ ';;,„^,., ^,„ ,„ „^ly 
„..e an a,n.,.dance of ='-. pure, an^^^w^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ ^ her ^T.^ainin« a coa.nlat.n, 

clea.,ed, an-l a "-'--Vh. . ^th a'.^^^^^ nnd also each hlter plant. The 

dev.ce accompan.es cacn .1 er l»''"^' '''= f,.„,„ „„,. ,,„„.,,cd .hn.,san,l 

capacities of the co.npany's ho.-,r.ontal eyl.n. e. blte.s .a..^. capaciües 

to'one nrillion .allons each in twen.yfonr onrs '-'^'''"^^^^^^-^ ^- '"- '» 

r::;;:;:;n::;sr;r;.raLe.^:rons. ;rhe^^^ 

,ar«e nun.ber of Hltcs and hlter ^^^^ ^^^Z::^^^^^'^'^ ^^X— 
States, and e.nploys constantly m AUegheny a la.ge num.>er 




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M :^:- j!::;;'-:.:::^ . nL is.^ 

^.nden . A-'V--- -:; ^^ U. M:ni;'l,.:t:'; Addy, w.,o havc since 
es,al,lished >n .882, ''^ ^'""".Jf" ,;,,,„„, „^ thorouRhly p.actical sani.a,y eng.- 
.ec«re<l a ''>>;=-' >'-7":«^;::J:'V. water heating and gas f.tting. The Store is 
neers, who bkew.se => "^ ^ ' j^ „.„^„„,„ ,,e en.ployed. Tl.ey keep constantly 
l6xRo feet .n area, and oniy l..si ca ..„„„bcs, water c.osels, wash 

on band a fnll stock of pU..n..e.s', ^'-;"V;': I n n«i Is A special.y is made of 
s,an.ls, sinks, traps, bath tubs, also f «'- "< ^"^ ^ the f.tting «P of the larges, 

..nita,y pK,...bing. and they F"7^'>>; ;;":,f;;' tu,g personally supe.vised by the 
„„Idings with steam, gas or '-< " '^ • ' ,„^,^ „' „„ f„„o„,,„ bniblings, ,0 

,.Hne.s. Messrs. Munden an A y > -^ ^ ^.^^ National .',ank, M. K 

,„e entire -'-^»f "^^ '^o je ' hi 1 Nation 1 Hank, of AUegheny ; residences of 
1,00k Store and churches, also lle ''""'" , ,,„„,„ r„r NVn,. Ji..ki..son, at 

„. S. Hisse.l, M.S. IC.i.a ll.ssell, OrvU.e 11 .V . » ^,,, „j,^„.^, 

„ellevue, etc., their work being h.gh ly endo 1 ^ e g ^^^^^^^^^^ 

They a.e bigh.y regarded for the.r sk.ll ^ ',^ ' „„ ,, ,,,L Munden and 

of ,.,e Master l''«-''-'^' A""-^''"" /'^ , 'f ^ ';, In,' the forn,er of whon. has 




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löH/y" H.JB^B'n cg rvA /^^ - ^^f"-^ 






DAUPHIN CO UN TT. 



595 




m1 liis education in Die coirimon scliools 
'Yf r one voar sludied at ihe C\unl)erland 



■^M.y Institute, Meclianicsburg, Pa. In 

*!•♦; *lie entered ibe First National ]'>ank, 

" '*li \nicsV)nrg, as clerk and icller. In De- 

''\hcr ISOT, lie came to Ilarrisbnrg and 

*l.i.r,.d as bo()kkcei)er witb C. T.. Rowman, 

flTeniained witb liim for sevural years. 

'\ tlien fornied a i)arlnersliii) witb N.ll. 

ri/. in tbe dry goods business, wliicb 

!-rtl one year, tlicn Mr. Swartz witljdrew 

»in tlie i^iv^^'^ Jind Mr. Bowman condncted 

. I.usinoss for sonie years on bis own ac- 

.;:nt. after wbieb lie jnircliased an int,(;rcst 

\\iv b'usinoss of C. L. Bowman and was a 

, jjiber of Ibat fi rni for seven years. At tlie 

u.ir;ition of tbat tinie he and Samnel Bow- 

;iii fuimed tlie present fnin of Bowman cfe 

,» Mr. J.K. I^owman is one of tbe orig- 

.;il viockliolders of tbe Pi'ople's Ibidgc 

..iiip.inv and of tbe Tb (\stnut Street ^b•ll•ket 

.iiip.'iny. Heisa stoekbobler in tbe llar- 

iri: Trust Company and tbe llarrisburg 

n-M-rving Comj)any and is interested in 

;:inv otber indnslries. Jle was married, in 

^7*2, to Miss Ennria R., daugbter of Jobn 

Ilostetter, of Mecbaniesbnrg. Tliey bave 

iir cbildren : Jobn W., I>essie M., ll^irry 

'<-lelter,and Emma May. Mr.Bowmanand 

> fimily are members of Salem Keformcd 

iinvb, in tbe work of wbieb be takes an 

live int('rest. TIe lias served as deaeon 

id is tbe ])resent ireasnrer and a teaeber in 

ii Siiuday-scbool. Heisa member of tbe 

. M. C A. and bas served on tbe board of 



«t 



magers. 



IjN^TKix, M. G., d(^eeased, was born in 
'ittL;art,Clerniany, in June, 1S13. He caine 
AiiK ric-a in 1837, and loeated in Pbiladel- 

'ia. 1 le was in tbe wholesaledry goods busi- 
- in tbat cit}' and in Baltimore, Md. He 
'jH-to llarrisbnig in 1850 and establisbed a 

li'»l< -ale and retail drv 2:c)ods busin'^ss. He 

• " f<»r inanv vears recoirni/ed as tbe leadins: 

• r- Iiant in tbe eit3^ Ue died in February, 
**'7. He was married in 1842 to Calberine 
•'U Zant, a native of Baltimore and a resi- 

;it of Meebaniesburg, Pa. Tbey bad four 

^l'b-en, tbreeof wbom areliving : Celia M., 

]'b V., and Edgar V. Emma R., Mrs. 

' "Jas J. Finney. of llarrisburg, died in 



Einstein, JosEni V., was born in York 
county, Pa., Se]>tember 21, 1819. He was 
educated in tbe ]>ublie sebools of 1 farrisburg 
and tben entered tbe störe of bis fatber. In 
188G be beeaine a i»artner in tbe firm of 
Einstein Bros. He was married, in 1878, to 
Miss Amanda, daugbter of ('ol. E. W. Davis, 
of Pl)iladel|)bia. Tbey bave one cbild, Mor- 
ris G. Mr. Einstein is a ebarter member of 
tbe Board of Trade. Jfis wife is a member 
of tbe Metbodist Episeoi>al cbureb. 

Einstein, Edgar V., was born in Harris- 
bui'g, Pa., in January, 1859. He was edu- 
cated in tbe city sebools and entered bis 
fatber^s störe. He became jx'irtner in tbe 
firm of Einstein Bros, in 1880. Ile is identi- 
fied witb many of tbe imj)ortant industries 
of tbe city. He was married, in 1888, to 
]\Tiss Annie, daugbter of Piebard Fox, of 
Hummelstown, Pa. Tbey bave one cbild, 
Picbard Fox Einstein. Mr. Einstein is a 
ebarter member of tbe Board of Trade. 



Zoi>lin(;kii, W. A., bat dealer, was born in 
H.'nrisbnrg. His fatber, l^b'as Zollinger, 
eaine to llarrisbnig in 1822 and engaged in 
tbe manufacture of bats and also in tbe 
wbolesale nnd retail sale of bis i)rodncts, 
liavinir wairons on tbe road, and continned 
in tbe bnsiness until liis dcatb in 1857. He 
was a ]iepul)liean in }»olitics and in 1850 was 
elected to tbe common Council, wbieb ])Osi- 
tion be was bolding wben be died. liis 
religions views were in accord witb tbe Re- 
formed cbureb, and bis membersbip was in 
tbe cbureb on Cilest nutstreet, in wbieb bealso 
beld tbe office of eider. Mr. Zollinger mar- 
ried Miss Eli'/abetb Yonce, of ITarrisbui'g, 
wbo died in 1877, and by wbom bebad eigbt 
cbildren. Warren A. was next to tbe young- 
est of bis fatber's family and received bis 
education in tbe public sebools. At tbe 
deatb of bis fatber, Elias R., an older son took 
tbe business and Warren A. assisted biui in 
tbe managementof it until 1882, wben War- 
ren, bavinc: iiurcbased tbe interests of bis 
motber and brotber, continned tbe establisb- 
ment, wliicb is tbe oldest in tbe line in tbe 
city, baving been condncted seventy-four 
years nnder one naine. He is prominently 
identified witb tbe Masonic fraternity. In 
])olitics be is an Inde})endent Rejuiblican, 
iait bas declined to accept any ofiice. Mr. 
Zollinger was married, in 1805, to Miss!. A. 
Sayford, daugbter of AVilliam Sayford, mer- 
cbant tailor of llarrisburg. Tbey bave no 




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an ber SSa^rc bcig 



|)re(5öCermei(ler$ f. J. § in (lein 

geftorben bcn 16. g^bruar 1905. 



SKertc iicibtraflcubc! 

Slnbäc^tißc üraueroerfammlunö ! 

@tuc ©cftimmung für bic Menora in ber Sttft^^üttc, 
mc wir fic gcftcru crfl bei ber 2;^orauorleimto üernommen, 
lautet: „©§ muji fein baju Dliüenöl rein unb lauter, 
fein öc[tDtlen, aufftcigen ^n laffcu baö ciDige Öic^t". Se^eu 
u)ir, meine 2(nbad)ti0eu, raie bieig 3u0 für 3ufl ein ©üb 
beig aRenfc()enIebeuö ift, iu^befonbere beö aWenfc^euIebcuiS, 
baS ^ier abgefdjloffeu uor unö liegt. ^^ ift boie; uufere^ 
@IaubcuSbruberi§ 

f mattuef ^eopott^ ^inftcin 

bem ber Ülame eine« ^rcc^ötcrmeifteri^, im ®eiftc unfercö 
3al)rt)unbert^, ber Seit ber 3Irbeit, nur sunt ß^rcntitel 
gemcfeu, uac^ bem e^rfamen ©emerbe, \>a^ er im öebcn 
betrieben, fflie bätte man ibm, ber imar an bie (»rense 
be^g Öebeng bereite gelangt, bei ber feften öJefunbI)eit, ber 
fräftigen 31atur, bic ibm gegeben, norf) 3abre weiteren 
ÖebeuiS prop^ejciben mögen. Unb beute fc^on, nac^ gang 
!urjem, aber fc^mercm ßeiben, ]äl) nn^ cntriffen, ift er 
uict)t mel)r. 2)a fteigt i^uerft bie 3wficnb be§ manm^ üor 



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nnz [\i bcr CJrinucnmn anl ]o rcd)t au.^ufrf)aiicn, unter 
bcm iMibc bcj§ „reinen, lauteren Celö''. Dort, im ApeUiö- 
ium auf ^^ion reinciS (auterejg Cel, I)ier bei einem 9Jlen- 
jciieii laulere^ Streben, ,^uerft auf (Srlernun^ eineö e^r- 
jameii .Oau^iüerti^, fpäter auf ha^ 2üü()l )ü uielcr feiner 
i)JMtnieufd)cn r,ericl)tet. Xa fe()en mir i()n .^ufammen mit 
feinem (^)efä()vlen, ö^^-'tdjfi^ü^ §anbmcrl*er, bem i()m im 
lobe Dürauiienannenen CSmanuel il^ e i 1 r ü n n e r , auf 
bcr il^anberfd)aft, bann in üerfdjiebenen (^k'üf^ftäbten ar- 
beiten, bi)o er mit täd)tiiiem 31nn nnt) tüdjtifjem Slunnen 
l)ierl)cr ,virüd"nefel)rt, mo er \)cn braufjen erlernlen 
t^.Tuf eifrio fortfeljte, mit ejcnfü fdjaffen^freubiiier, mie 
nefd)icfter .s>anb, „^\i\n *ilid)t, bai^ fein .s>erj au^ftrat)(te". 
Xn 2)red)öier (SiU|tein ift unter xux^ populär n^'J^orben, 
net'annt von Z^im "i^b ';?iU, 0)rü(5 iin\) iltein. ^iw: luen 
h\)d) märe Giuannel (Sinftein nid)t ^n fiaben n^^^cfen, für 
maö märe er nidjt o^fäUin ö^mefen, menn ha^ C^^emünfdjtc 
im i^ereid) feinet Slönnen^ tan. @r tft t)icr geboren, hm 
5. Oftober 1831 im .^aufe beig Üeopolb (Jinftein unb feiner 
(SI)efrau Ätlara, neb. Ohitf)an. 33ei bcm j^atilreidjen (^c- 
fd)mifterf reife, in b:m er anfßemadjfen, frii^ auf |id) an- 
rtemiefen, oerbeiratete er fid) 1865, nad)bcm er fid) felbft- 
ftänbin iiemad)t, mit ü}Jat()iIbe 3(bler, nni mar eö if)m 
nenönnt, faft ooüe 40 Z^^^)^^^ i^^ treuer, (^(ü(flid)er &)c, mit 
il)r ^u leben, bie fjefefluet and) marb mit 3 2öd)tern unb 
einem 8oI)ne, ber I)eute nod) nid)t meif5, bafj er ben SJater 
oerloren l)at. Xa^ ift bie ^eit bei il)m: „2id)t, 2öärme 
aufhellen ^n (äffen, täniid) feinem .5>aufe, mie bem 2}er= 
maubtenfreife ai^ (^WUte, 'Uater, i3ruber. Ö5ered)t, nur .^i 
nered)t ift ber Sc^merj ber Seinen, bie in i^m hm nimmer 
ermübenben 3(rm, ha^ nimmer ermattenbe .s^er;^ uerloren. 
3n meitcrem Sinne nod) l)at er mat)r ßcmac^t unfer 
Sd)riftmort: „3tui§(ie^en ^u (äffen Öic^t nnh 2Bärmc um 
fid) l)cr''; eine tüd)tif^e Ülatur, mie er gemcfen, mochte er 
fid) an bem cußen ^lJf(id)tenfreifc be^ .§aufei§ nic^t geniHien 
(äffen, unb fo marb er, mie e§ in unfern .Greifen befannt 
ift, ein (i:()emra ällann. Xa^ mar er mit 2eib nnh Seele, 
aufopfernb in Srantenpftene, im I)ienft ber .brauten, über- 
I)aupt, ein Ner Tamid, mit feinem SJiffen, feiner rcid)en 



1 



(lrfal)rima &ei Äraiitcu, unfcr i^crcinölcbcu, foiucit c^ ber 
ftranrcnpflcöe nciuct^it ift, bcfnic()tcnb. 2)a war and) uidjt 
Icicf)t eine Sti^iutn, bic er ucrfdumt {)ättc. 2^enn ha man 
in i()m eine Äraft crfamtt, bic fo )cl)r ^^u eriuartcu luärc 
für Äraufcnpflcßc tonnte cö ntcf)t fcf)(cn, baft if)u mifcrc 
Chewra-Kadischa in bcii 3lu§fcf)u|'} berief, bem er Imine 
3a^re aunel)ürt i)at SDic Chewra-Kadischa trauert l)eutc 
mit ben 3(nne^örincu um beu mann. Uub barf id)'ö 
uer|rf)U)eißeu, baf? er, mieberum im 3iuue beö „erftraljlcu 
^n laffcu ftäubifi üid)V\ fo oft cö nur auninn, un^ ^alf 
im 05otteö[)aufe bie erforberlid)e ^:iU^al){ von 33etern ooll 
ju madjcu? Jhid) l)ier mar e^ ba^g Icbenbine ^^flid)tnc^ 
fü^I, ba^ xi)n, 3{u()e nnh 33equemlid)feit uerfleffeub, inö 
(i5otteöf)auö trieb. (&^ mar eublid) and) ein i&iwa^, maö 
mid) pcrföulid) mit i^m oerbaub, e§ mar fein lebhaft uub 
eifrin betätinte^ 3nterc|fe am it'eruen. 3a, er faub feine 
^uft bariu, I^ora-äBort ju I)öreu. 2öerte Üeibtraneube, 
nid)t unternehme idj'ö fieute fd)on, (Snd) meiter mit 3;roft' 
nrnnben jn na^'n, ba ber Sc^merg nod) fo frifd} ift. Qin& 
nur möchte ic^ i&nd) zurufen: „@^ ift ein 03ott, ber t>a 
ift i?atcr ber 2öaifen, Serforner ber ilUtmen. 

— Sc^Iuftöcbet. — 

2öeitcre (£i)vnn^cn mürben bem teuren 'öerftorbencn 
nod) ju teil: 

9lamen^ be)g «erein^ Chewra-Kadischa rufe iri) bir 
unferen Xant ju. 3m Seidjen für beine hinaiät)rine 
SDienfte, bie in bem IJereine ermiefen, lene id) biefen 
^tawi nieber. „3iul)c fanft." 

©emibmet bcn .^ointerbliebenen oon bem Gaffier 

§einrid) 6 e u m a n n. 

3n 9(nerfennunn ber ^]?f(id)ttreue bie ber felin Qnt^ 
fd)tafenc fo oiele 3al}re alö ajütglieb unfere^ö 2tuffid)t^ratCig 
an bcn lag nclent ^at, Icfie id) im 9(uftran ber @emerbc= 
banf, aU 3eid)en ticffter 2)anfbart'cit, biefen ^tan^ auf 
feine 33a^re nieber. 

Sfibor 3( b I e r. 

Direftor ber ©emerbebani*. 




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EINSTEIN 



tion of songs at Potsdam in 
a good pianist and singcr ; 
r carly death she took lead- 
'i\\'v^ scveral Italian operas in 
|jWas a friend of hers and 
Ipe in his autobiography. 

A. L. 
Ernst Eichncr : sein Leben * 

[fried von {b. Berne, 24 Jan. 

»oscr. He was born in Swit- 

father was Austrian military 

. He developed artistic lean- 
, cuhivated home and at the 
of Plön (Holstein), whercmuch 

Odern music, particularly of 

wrotc his * Plöner Musiktag ' 
1 932 . Einem became assi»tant 
loach at the Berlin State Opera 
„er festival theatre at Bayreuth, 
studies with Boris Blarher and 
If closely with modern tend- 
those of such composers as 
haud and Prokofiev, but also 
ht music, especially Gershwin's 

gton's. His most important 
.e opera ' Dantons Tod ', to a 

n a drama by Georg Büchner 
r and the composer, produced 

Festival on 6 Aug. 1947. The 
CS various trends that mani- 
es in music betwecn the two 
t may be said to havc its root 

since it lays stress on a kind of 
>ive eloquence which does not 
ace rely on orchestral colour. 
;s a personal style by uniting a 
.uenccs, not excluding that of 
usic exudes a strongly individual 
.ilc it is handled with a virtu- 
[que exploiting all the resources 
It Stands for a hard realism 
concessions to romantic illustra- 
aces '• chordal symbolism " by 
imental line-drawing. Emotion 
sent, but is not allowed to reveal 
y, and where it does emerge, it 
ew way not easily apprehended 
infamiliar with Einem's new 
second opera, * Der Prozess ', 
ler orchestra, to a libretto by 

in Kafka's * The Trial ', was 
iroduction at Salzburg in 1953. 
torks are : 

fndot*. sccnario by L. Malipiero aftcr 

Dresden, 1944)' 
t orch. 

orch. 

by Hafiz. 
-itons Tod '. 
r Dantons Tod * for orch. 

pf. 
Einese poems. 



9. • Music No. I ' for orch. 

Ballet ' Rondo of the Golden Calf ( iftsa). 



II. R 



BiBL. — Laux, Karl, * Gottfried von Einem ' in ' Muuk 
und Musiker der Gegenwart', I, 91-90 (Uvn. 

RuTZ, Hans, * Gottfried von Einem und »eine (>|w« 
"' Danions Tod " * (Vienna, 1947)- 
Sm also Blacher (Hb.). 

EINERT, Teodor {b. Warsaw, 1838; 4. 
Warsaw, 3 Feb. 1866). 

Polish composer. He was the son of Kan>l 
Fryderyk Einert, Organist of the Protestant 
Ghurch in Warsaw, who died in 1837. Hr 
studied first under his stepfather, Aurum 
Freyer, at the Warsaw Conservatory. \\r 
wrote numerous compositions for pianofonr. 
which include * Douleur et passion ', * Pem^r ' 
(Op. 2), ' Chant sans paroles ' (Op. 3), * Au 
bord de la Vistule ' (Op. 4) and two Mazurkai 
(Op. 5). He also composed a Funeral Marxh 
which was first played by the Warsaw instni- 
mentalists, conducted by Minchejmer, at \\\r 
composer's funeral. c. R. 11. 

EINSAME INSEL, DIE (Overture). Sh 
Hebrides. Mendelssohn. 

EINSTEIN, Alfred {h. Munich, 30 IVr 
18B0 ; d. El Gerrito, California, 13 Feb. 103J 

American (naturalized) musicologist. \W 

studied with Adolf Sandberger at Munich 

University and in 1903 took the Ph.D. drt^rrr 

with the thesis * Zur deutschen Literatur ft»r 

Viola da Gamba ' (published in 1905). lU 

thcn devotcd himself chiefly to rescarch on f hr 

subjcct of the madrigal and its composm. 

Publishing articles on it in the Journal U 

the I.M.G. His chapter on the madrii:»! 

in Adler's 'Handbuch der Musikgcschichi^ * 

(1924) is a comprehensive summary of ihtt 

subject, and his exhaustive book in 3 volum«, 

published in English as * The Italian Madn- 

gal ' (Princeton & Oxford, 1949), is likcly i.> 

remain the classic on the Italian madrigal, wa 

to be superseded by any futurc rescarch. 

for which it appears to have left no furthrf 

scope. 

As a musical and musico-litcrary cdiiiif 
Einstein did equally distinguished work !(«»< 
before he left Germany. With Sandberger Kr 
produced the edition of sclected works \n 
Steffani in the D.D.T. (2nd series) and in 191» 
he became editor of the * Zeitschrift fürNlimk. 
Wissenschaft '. He was also responsiblc fiot 
three issues of Riemann's * Musiklexikon * 
(191 9, 1922 and 1929), the last two (loth an«! 
I ith eds.) being important revisions of the ck\ 
Dictionary. He was also music critic 10 iKc 
* Berliner Tageblatt ' from 1927 tili 1935 '» 
the latter year, however, his ripe schoIanKjp 
was lost to Germany, his independcnce a» 
a Journalist being threatened by the Na« 
regime and his profound learning being chcrt • 
fully sacrificed to political ideology. He UstA 
in London for a time, engaged in assidiun« 



EISENBERG 

research at the B.M. and other libraries, and 
ihcn settled ncar Florence. 

In the mcantime two editions he had pre- 
pared for the D.T.Ö. after he went into cxile 
wcre published : Works written for the 
Austrian Imi)erial Court (1934) and Gluck's 
L* innoccnza giustificata ' (1937); and a 
tliird and completcly revised edition of 
Köchel's Catalogue of Mozart's works was 
also published (Leipzig, 1937). Alwaysa monu- 
mental work of reference, it was immensely 
improved by Einstcin's new investigations, 
trom the bottom up, of questions of chrono- 
logy and authcnticity, and its bibliographical 
rcfcrences werc considcrably enrichcd. A 
later edition, with further corrcctions and 
additions, was issued aftcr his settling in 
the U.S.A. (Ann Arbor, 1947). During his 
Undon sojourn a group of his English 
colleagues in musicology, brought together by 
Richard Capcll, combined to translato his 
■ Cieschichtt^ der Musik ' (191 7) as a personal 
;ril)ute to the author. It was published as 
A Short History of Music ' (London, 1936, 
:nd ed. revised by the author, London, 1947). 
Viiothcr English work was * Gluck ', a con- 
iibution to tlie ' Master Musicians ' series 
London, 1936). 

^" ^939 Einstein left Europe to settle in the 
l'.S.A. as Professor of musical history at Smith 
College, Northampton, Mass., where he twice 
Hcupied the Neilson Chair. He also taught 
At Columbia University in New York, at Ann 
Arbor and Princeton Universlties, and, from 
i*)40, at the Julius Hartt School of Music, 
Hartford, Conn. In 1949-50 he was visiting 
Professor both at Princeton and Yale Univer- 
uli«. He retired in 1950 owing to ill-health. 

To his American period belong further 
worb of outstanding value, apart from his 
3ionumental book on the Italian madrigal 
mcntioncd above : ' Greatness in Music '( New 
Vork & Oxford, 1941), ' Mozart: his Char- 
utcr, his Work ' (New York & Oxford, 1945), 

Schubert : a Musical Portrait ' (New York, 
1950) and, as part of the Norton History of 
Music, ' Music in the Romantic Era ' (New 
Vork & London, 1947). H. c. c. & e. b. 

liiL. — Harman, R. Alec, ' Einstcin's " The Italian 
Madrißal " ' (' Music Survey ', Vol. III, No. 2, 
pp. 10H-15). 

EISENBERG, Maurice {b. Königsberg, 
14 Feb. 1902). 

German Violoncellist. He studied music at 
the Leipzig Conservatory and at the ficole 
Normale de Musique in Paris. For several 
•rars he took lessons with Casals, and he is 
i graduate of the Peabody Conservatory of 
Baltimore. He was head of the Casals class 
*i the £cole Normale in Paris from 1930 to 
n)39 and is now head of the cello department 
4t the New York College of Music and at the 
Philadelphia Musical Academy. He is also 



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Hgurc 2. The sccond pa«:c t^t l-.inslcm\ in.iiiuvcnpl nl Ins 'llc- 
merUiirs Donvalion ol Munn Jiid l.ncru\ " ciidiML» \Mlh llic ctju.itioi) 
t- i\tc . Il IS siüricd '* \ I iiiNtcin, hM(). " JcriiN.ilcni. S».hu.i(ir.iii 
Collcclioii. J N.li.l.. 

sun was bi)rnc oul h\ ihc cxpcdilioii al ihc Uiik- oT a solar 
cclipsc in 1919. W hcn ihc rcsulls ot ihc solar cclipsc 
übscrvalions bccanic knoun lo ihc »icncral piihlic, I in- 
stcin's nanic bccanic a houschold uord. Hc was ollcrcd, hiil 
rctuscd. urcal sums ol nionc) lor articlcs, piclurcs aiui 
advcrli^cmcnts as his famc niounlcd. Ouriiii» ihc carK ycars 
alter V\t)rld War I hc wt)rkcd lor ihc I cagiic ol Nalions 
Inlcllcclual Coopcralion Organi/alion and bccanic a 
lamiliar tigurc on public plallornis spcaking on social 
Problems as well as bis Thcory ot" Kclalivily. lic bccanic 
more and more disappointcd by ihc misuse ol scicnccs in 
the hands of man. "In the hands ol our gcncralion ihcsc 
hard-won achicvements arc likc a ra/or wicided by a child 
ollhrcc. Tbc possession ofmarvclous means of produclion 
has broughl carc and hungcr inslcad ot" frecdom." In 1932, 
I inslcin accepled an invilalion lo spcnd ihc winlcr tcrm al 
ihc Calilornia Inslilulc ot Technology. By January 1933, 
linier had come lo power. Linstein promplly resigned trom 
his Position al ihe Royal Prussian Academy ol Sciences and 
ncvcr rclurned to (jcrmany. Many posiiions were olVcred 
hini bul hc ünally accepled a protessorship al the Inslilulc 
lor Advanced Sludics in I'rincelon, New Jersey, and later 
became an American citi/cn. During World War II secret 
ncws reachcd ihc U.S. physicisls ihal the (icrnian uranium 
projecl was progrcssing. lanstein, when approached by his 
Iriend *S/ilard, signed a letlcr to President Roosevelt 
poinling out the fcasibility ot" atomic energy. It was Ihat 
Icller which sparked the Manhattan Projecl and t"ulure 
dcvclopmcnls ot" atomic energy. Hovsever, l-.instcin, was 
opposed lo the use ot the atomic bomb, as were many other 
scientisls, and wrole another Ictter which, howcver, arrived 
only aller Rooscvelt's death. In spile oi his dislike tbr 
engaging in public atfairs Linstein became chairman otthe 
Lmergency Commiltce ot" Atomic Scientisls and urged the 
oullawing ot" the atomic and hydrogen bombs. During the 
McCarlh\ period Linstein advised scientisls to reluse to 
testity betöre the Congressional Commiltce on Un-Ameri- 



can Allairs. Dcspilc Ins adsanccd agc In; (.»miinucd lo uork 
on ihc "Inilicd I icld llict>r>" which allciiipicd .is .i jiisi 
sicp lo unil\ j-'ia\ iialioii .uul cIcclroma^MicUsm iiito oiic 
ihcors. Il IS impossiblc \u asscss whclhcr hc woujd havc 
succccilcd in ihis iiioincnh)Us lask. smcc hc dicd bcloic i!^ 
coinplcliofi. 

I inslcin was iu>l t)nl\ onc ol ihc grc »icsi scicnlists ol all 
limc bul also a gcncrous pcrsou who inok lime aiul cllorl 
lo hclp DlluTs and s|)okc »>ul opciiK Im lii> hdicls and 
pniKipIcs. Hc iKAcr loii-ni ihal hc ha»! hccn a rcluucc 
hiniscir and Icnt a hclping lunul to llic nians uln) askcd lor 
Ins inlcrvcnlion Ihc man who rcluscd lo wrilc populär 
articlcs Im Ins y)\\\] bciiclit dc^olcd liours u» raising motics 
lor icluL'ccs and ollicr wt»rthwhilc causcs I msicin was a 
.Icw iiDi ()i)|\ b\ biith biit also In hclicl and aclion I Ic took 
an attisc part in .kwish allairs. \^rolc c\lcnsi\cl>. and 
allciidcil man\ liinclions in ordcr to raisc monc> lor Jcw ish 
c.iuscs Hc \sas lirsi mlroduccd lo /lonism durmii Ins sia\ 
in Praguc. whcrc kwish inicllcctuals L'alhcrcd in each olhcr"s 
homcs lalkiiiL- ahout thcir drcam ol a .kwish Hi>nicland. 
Hc and *Wci/maiin had bccomc acnuamtcd. .md. dcspilc 
ditlcrcnl outimik WLi/mann rc,i:ardcil I instcin as an 
iinpr.Klkal idcaliNl and 1 iiisicin in liirn lluuight Wci/mann 
^^as lo«) inin.h ol a " Realpolitiker" icinamcil allics and 
Iricnds In 19.'' I Wci/mann askcd I iiisicm lo |i>m hiin on a 
lund-raising lour ol America [o bu\ laiid in Paicstinc and 
scck aid lor ihc llcb^c\^ l ni\crsii\. 1 iiisicm rCiUlils agrccd. 
sincc Ins iniLTcst in llic l ni\crsii\ had bccn yrowing Ihc 
lour vsas hiLihl) succcsslul Hc \isiicd Palcsiinc aiul \sas 
grcalK imprcssctl b\ whal lic saw I insicm api^arcd bdorc 
ihc \nL'U>- American C ommillcc ol IiU|uir\ on Paicstinc in 
l^>4(> .ind cnlcrcd a slroriL' pica lor a .Icwish llomcland. 
W hcn ihc State ol Israel was cstablishcil hc h.iilcd ihc c\cnl 
as ihc rullillmcnl oT an ancicnt drcam. pro\ iiling condilions 
m which ihc spirilual and cullural lilcola llcbrcw socici\ 
could lind free c\prcssn)n. Aller Wci/manns death hc was 
askcd b> Mcn-Ciunon lo stand as a candidalc lor the 
prcsidency ol the State ol Israel, which hc dcclincd "bcing 
dccpl) louchcd b\ llic oller hut not suitcd lor the posilion." 
W hcn he went to the hospilal lor ihc ilincss which prt)\cd lo 
he Ins last hc took \Mtli Inm the nolcs hc had niadc lor the 
Icicvision address hc was lo izi\c on Isracl's scvcnth 
Indepcndencc I)ay. I hc nolcs wcrccxpandcd intt) an arlicle 
which is mcludcd in i.insiein on I*cüh' {^<\ b\ C). Nathan 
and H.Norden, I9(>()). Among Ins wc>rks arc: Munt! 
/.loiiisni (ed. and Ir. by L. Simon, 1930), specches and 
letlers; Mein l\clfhilJ(\')}A: Ihc W orUi As I See h. 1934): 
l.volution of /V/rv/( s (uilh I . Inlcld, I93K): Oui ol \t\ l utcr 
Ycars (1950); and Ihc Mcunini: of Rcfaiivily (1921. 1956). 

Bibliugraphy: A. Mos/kouski, Lniswui. ihc Scarchcr: lh\ \\<nk 
I:\pfanic(f froni Duiloiiiics (1921): M.Born, i.uisicin's Ihcmv of 
KcliiiiMiv (1924, 1962 ): P. Irank, iinMcni. his l.ifc aiiJ linics 
(1947); L.Barnclt, Ihc Lnivcrsc ami Ih liinstciii ( I94N. I9.s0'); 
l:. L. Lcvingcr, Mhcri Ijnsicni (Lng., 1949); P.A.Schlipp (ed.), 
Athen liinstcm. PhHosuphcr-Scicnlist (1949, 19.s|-). includcs 
aulobiographical notcs and bibliography of Linstcin'.s urilings; 
L. Intcld, Athen hlinstcin: Ilis II ork and lls Inftncnce on Dur W Ortit 
( 1950); A. Vallcntin (pscud.), Ilw Drama ol Allwn iinsicm ( I9s4): 
K.SccIig, At/wn hinstein: a Doeuincntarv Hioj^rapliv (1936); 
N.Boni, A Hitilioi;raphicaf C'hcc/^lisl and Index lo ihe ruhlishcd 
li'rilin^s of Atfyeri I:insiein (1960); P. Michclinorc.- liinstein. 
rortrait of ihe Man (1962); IL C uny, Atfurf f:in\lein. ihe Man und 
his iheories (1963); C.I anc/os. Mlnri f insiem and ihe C<fsnne 
World (1965); H.Schniidl, in: Juduisni. S (1959), 234 41: IL 



Par/cn, in: JSOS, 32(1970), 187 213. 



[d.L.T.J 



KINSTKIN, ALKRKI) ( IS«S() 1952), musicologist. A cousin 
ol the physicist Albert *l'iiislcm. hc was born in Munich. 
L'instein was a nuisic crilic in Munich and Berlin, and 
became edilor ot" the /.citschnft fucr Musifswisscnschüfi in 









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I9IS. In h).V^ hc letl (icrmany Tor llaly, rcachcd ihe U.S. in 
19 U) aml was prolcssor al Sniilh ( ollcgc, NorihaniplDn, 
Mass. I Mistcin conihnictl llic qualilics of a nujsiccrilic uilh 
ihosc o\ a prccisc scliolar anil bibliographcr. 

In 1919 Hugo Kicniann chargcd liiin \miIi iIk' prcpara- 
tion ol thc ninlh cdilion of Ins \fnsik/r\huii linslcin 
siibscc|ucnll> cdilcd also ihc lOlli atui Ulli otlihons oT lliis 
hasic rclcrcncc uork. Ol moic pt)pulai «.liaiaclcr was Ins 
Pii\ neue Miisikli'xnon, iranslaU'd aiMlcililctl hy hnn Ironi 
A. I agIcIiolJ MuHs Dmionurv <>! Moi/cni \/u\ii anü 
Mii\uian\ (I9.">4). Ilis Mo/ail sIikIics ciihninalcil in Ins 




Alfred l-insicin. niusicolo- 
i»ist. C'ourlcsy Smilli Col- 
lege Archives, Ni)rlhamp- 
loii, Mass. 



Version ot KocchcTs calaloguc ol Mo/arfs \sorks (Vd ed., 
1937) He also enlarged and revised 1. VogeTs lUhlioihck 
i/i'f liCi/rnckicii wi'Ji/ic/u'fi \ <nal-nut\ik liulwns {I9(>?). ,\ 
prolilie vvriler, I nisleni conipiled senii-popular hooks, siieli 
as Ins (n'\chi(hic ilci Musik ( 19 U)-', Short llisiorv nj \1usu\ 
19^4*). \fu\ii in thc /\innaniu im { hM"), and hu>graplnes 
ol Sehnet/ (I92S), (iluek (I9>(.). Mo/.irl I I94(»). and 
Sehuherl (1951) He protlneed seholarl\ slndiest)n Renais- 
sance nuisie and ediled ei)nipoMlions h\ Kenaissaiiee. 
Baroqne and elassieal eoinposers AKo oiiisUnulniL' are Ins 
ihree'volunies on ///(■ lialuin \Uuhi;[a( [ hM^M. an»l the hrsi 
lour \oliimes oT Mtvarls ( i>IU\ h\l II ink \ prepared h\ Inni. 
Hihlio^ra|)h> : ILifviin. m \///^^ Hc\n\\ ?4 ll''^M. ■•<•'' 7S; 
Herl/in.tnii. m: Musf^ni ()uiin,fl\ y tl'MI). ."•(> '^ '">, md hihl ; 
Cirove, Dict . Seiuires. MiiMe. iiulexcs K ieiM.irit)-( miliil . \|{i(»; 
Haker. liioü Diel 1 1 ^ , , i 

l"l\SIII\, IIAMS (IS77 19^-7). ( S diplnnial and 
author I nisiein \^as bon\ Id a ueallln Neu \ \)\\ ( \\\ 
niereliinii tannK He enlereil ihe l .S. diplomalie serMee ui 
190V llis pi)siiiit»s ineludeil IViris. j ondon, ihe deleizah»Mi 




I euis I irisicni 1<S diploinal .iiul .luihor l'liol») Harris aiul 
I NMii}.'. W isliini-'ton. I) ( 



lo ihc AlgccirasConrerencc, Peking, Conslanlinople during 
VVorld VN'ar I, and Prague ihroughoul ihc 1920s I nislcin's 
score ol hooks and ncarl> |(;() published ariicles, rcvicvss, 
nolcs, and cornnicnls cnibraccd Ihc diverse vvorlds of 
Kcnaissancc arl, modern biography, Tudoi manners, ( ivil 
War diploniacy and, aivvays, conlcniporary gcopolilics, 
preservnig ihc oftcn IVagilc link bcluccn diplonniey arul 
Icllcrs. One ol Ihc mosl prophclic of his artieics, 'The 
Unilcd Slales and ihc Anglo-Cicrman Rivalry" (Saiional 
Review. ()ü (1913)), also explaincd I inslcin's rcalisiic 
approach to inlcrnalionai alTairs. His memoir A Ui ^onuii 
Looks Huek Jj^(^i<) pn>vidt^nsigh{. antü i:inslcin\ deline:^ 
as a diplomal as well as an apprccialion ofhis rclined anu 
skcplical World vicw. Anolher pronnnenl work is llolnies- 
tünstcin Leiters: eorrespoiuienee of Mr. Justice Hohnes am! 
Lewis Linstein. 1^)03 193> ( 1964). |J.| w | 

KIN VKRF.I) (Heb. Tii ]-» '*Rose Spring"), moshav in 
ccnlral Israel, in ihc soulhcm Sharon. Allilialed uiili 
Icnu'al ha-Moshavim, il was foundcd on May I, 1930 b> 
scUlcrs Irom jiasl luropc. hin Vcred was enlargcd lo 
absorb ncw inmiigranls aller I94S. I arnnng is inlcnsive. 
wilh citrus and milch callle as ihe principal branches. In 



1969, ihcrc were 510 inhabilanls. 



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V. 



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FIN YAHAV (Heb. an: f y), moshav in 
soulhcrn Israel, in ihc central Arabah 
Valley, allilialed wiih Icnu'al ha- 
Moshavim. Il was Ibunded m I9.S0 as an 
Observation posl tbr e.xpcrimenls in 
dcscrl I arnnng and lalcr became a 
*\ahal onlposi. In 1907 |-in Yahav was 
Iranslerrcd lo a permanent sUe nearcr thc 
Jordaman border lo bccomc a moshav. 
In spilc ol ils being cxposed lo allacks hy 
.\rab infillraU)rs bceause of ils Isolation, 
ihe moshav dcveloped beneliimg Irom a 
tanK abuiulaiH spring and hol elimatc. Its special tarm 
branehes meluded dale palm groves, oul-ol-season \cgcta- 



{ m V.ih.iv* 







^:*'-hs 




I n ^ .ih.i\. a iiiostia\ m ihe \ra\.ih. bcfotc nu»\ing lo il^ pcrin.i- 
iieiU Mie i!i 1^/^'^ ( iovci nnieiil PrcsN Oliec. I ei Aviv 

bles. ;ind llouers |«)r e\pi>rl. \nolher speeiallv is uirkcx 
breedmg I iii ^ aha\ is ihe llebrai/ed versti>n ol ihe lormer 
\rah fiame ■ \\n al \\ .nb.i " || () | 



ClA f 



UN /III IM iHch DTM i'y». place m 
!u>ithern Israel, norih oi Sated .le^^s 
resided in Im /eiiiin (ni \rabk \\n 
/.iMiin) trvxn ihe I llh cenliir\ < i In the 
iMli and carl> l"lh ecnlunes. 4<> l.mnlie'« 
ol MoriscoN I \rabie-spe.iking lews» \\\ eil 
ihere a\\<\ il u,is ihe sne o\ a \evhi\.ih. 
headeil In K Moses b Maklur \tierilu' 
\S\^ carilKjuake m S.iled. inaiu S.iled 
.lews lletl \o I in /ciliin \ n'.oilern 
setUeinenl was loundcd in IS'M 'n .i 
/lonisl groiip Irom Minsk. Kussi.i. w hui' 



) 






» 1 



THE NEW YORK TIMES. SUNDAY, JULY 20, 1980 



15 



MUaC VIEW 

OONALHENAHAN 



In Quest of 
The Essential 




Alfred Einstein, inset, wrote a "classic" study of Mozart, seen here as a "sweet child. 



» 



Some Student of culturai anthropology really ought 
to Step forward and explain to us why Mozart and 
New York City hit it off so famously each summer. 
Partly, of course, the reasons are piain to see: Lin- 
coln Center's Mostly Mozart festival, now in its 
Uth season, is promoted as cleverly and tJrelessly as the 
J^ipanese seil their cars on television. By now we all realize 
tkat Mozart gives us more musical satisfaction per minute 
tban the Standard emotion-guzzhng modeis (though we also 
ifKlerstand that our actual pulse rates may vary under con- 
Gert-hall conditions). And the current product, the elegantly 
ifcy K. 80, gives promise of being the most populär model 

c But New York's affinity for Mozart is by no means 
itijhrely a merchandising phenomenon. It must also relate 
s*mehow to bis fortuituous arrival among us during what 
i^ust have been the most turbulent decade of the city's histo- 
ijr. the 1980*8. In the midst of Instability and, at times, some- 
tling approaching social chaos, audiences may have per- 
ctpived Mozart as an Island of reason, balance and control. 
At any rate, Mozart took Charge of our summers and has not 
gtven any sign of fading f rom prominence. 

Each era seems to find in Mozart exactly what it most 
needs to find, even if that means bending the composer's 
style somewhat. Today 's audiences tend to find classic puri- 
tf, unearthly perfection of form, aristocratic gentiiity and 
slmilar Attic graces. But Mozart, in his own time, was not 
cfKisidered an especially "cool" composer. As late as 1813, 
22 years after his death, his music actually was regarded as 
overfaeated and revolutionary by some observers, as Alfred 
Blnstein points out in his '*Mozart: His Character. His 
Work.*' 

♦ The Einstein is, of course, a classic of its kind that was 
nrst published in 1945 and has gone into several reprintings. 
But it is not slighting the late German musicologist's epic 
labors to say that in 1980 Mozart is in need of a new and more 
oomprehensive biography, one that takes into account the 



reams of Mozart scholarship that recent years have 
produced. This was impressed on me the other day when a 
friend dropped by to ask whether there was a definitive Mo- 
zart biography that I could recommmend. In spite of the tor- 
rents of words that Mozart annually stimulates, no such 
work currently exists . A 

Mozart 's own ideal was an art perfect» poised and held 
in perspective. For every quid there was, sflbiewhere, a quo, 
and for every this, a that. No wonder music that poises so 
delicately between extremes can be pushed over to one side 
or the other with so little effort. No wonder Mozart has been 
a musical Rorschach test for subsequent generations. To 
one era the inkblot will appear to be a sweet child who re- 
ceives music directly from God and merely transcribes it; 
to another it will be the worldly dramatic genius, thoroughly 
pragmatic and even ruthless in getting his own way in the 
theater. Einstein showed that he recognized the problem of 
such shifting tastes and perceptions: "The 'splendid Isola- 
tion' of Mozartean music from the Standpoint of biographi- 
cal Interpretation caused this music to be explained, in a 
period of Romantic afflation, as academic in form, cold, 
empty, frivolous, superficial." 

Einstein, the lOOth anniversary of whose birth is being 
commemorated this year, obviously believed in the validity 
of such interpretations, but he was not equipped to deal with 
them, psychologically or philosophically. (One says that 
with some trepidation: he was a cousin, after all, of Albert 
Einstein.) His book, for all its wealth of musicological data, 
is shot through with naive assumptions and fatuous conclu- 
sions. Even musically, Einstein is sometimes off base. In 
discussing a Mozart letter to his father in 1780, the musicolo- 
gist refers to the composer's "stränge remark in criticism 
of 'Hamlet.' " Mozart, who was at the time working on con- 
densing a wordy libretto for his "Idomeneo," expresses the 
opinion that "If the speech of the Ghost in 'Hamlet' were not 

Continued on Page 16 



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Notes: A Greek Tour 






By RAYMOND ERICSON 



The memory of Dimitri Mitro- 
poulos may be fading a bit 
these days, although it does 
not deserve to be. The Greek- 
American conductor, who 
dled in 1960, was music director of the 
New York Philharmonie from 1950 
until 1958 and during those years sub- 
stantially helped the cause of 20th-cen- 
tury music. He was also friend, mentor 
and supporter of many gifted young 
American musicians. 

His memory was perp)etuated for a 
while by the conducting competitions 
^t)earing his name which were spon- 
by the Federation of Jewish 
>hilanthropies. More recently a schol- 
[arship fund in memory of Mitropoulos 
been established at the Juilliard 
>1. A leading force behind this 
»lopment is Basil S. Gregory, an 
lerican of Greek extraction, a priest 
well as a businessman. He is presi- 
it of the United States Office of the 
ik shipping Company owned by 
S. Latsis. 

jt December Father Gregory or- 

a concert at Avery Fisher Hall 

benefit of the scholarship fund. 

^as conducted by Stavros Xarhakos, 

ik composer who has written 

far music but is gradually tuming 

id more to serious music. Now it 

announced that under the 

ip of John S. Latsis (U.S.A.) 

American Symphony Orches- 



tra will go this summer to Greece for a 
16-concert, 10-city tour with Mr. Xarha- 
kos as conductor. One of the concerts in 
Athens, where Mitropoulos was bom, 
will be dedicated to the late conductor's 
memory. A second concert in the Greek 
capital will honor the memory of the pi- 
anist Gina Bachauer, also a native of 
that City. 

This will be the first tour abroad in 
the American Symphony 's 18-year his- 
tory. After a week's rehearsal, the or- 
chestra will play its first program in 
Athens on Aug. 25 and then be heard in 
Volos, Larissa, Kavalla, Salonika, 
loannina, Corfu, Olympia, Kalamata, 
Patras and Piraeus. A few of these are 
places that have never heard a concert 
by a symphony orchestra. The final 
program will be given in Athens on 
Sept. 9. 

The tour repertory will include works 
by Rossini, Mussorgsky, Beethoven, 
Lalo and Tchaikovsky. Ryan Edwards, 
baritone, will go along as soloist in Mr. 
Xarhakos's "Endopsis" ("Introspec- 
tion"), a "Symphonie evocation" based 
on a poem by George Seferis, and Mah- 
ler 's "Songs of a Wayfarer. " 



Semifinalists 



This department has said it before 
but feels like repeating it: One of the 
nicest things about the International 
Competitions for Excellence in the Per- 
formance of American Music is the 
Chance it gives older artists to win an 



award. In this yeir's competition for 
violinists, only two of the 12 semifinal- 
ists are under 30, which is often the cut- 
off age for entrants in other contests. 
Of course, this one, sponsored by the 
Kennedy Center in Washington and the 
Rockefeiler Foundation, is primarily to 
stimulate the Performance of Ameri- 
can music, but the fact that it is open to 
performers of all ages has the side 
benefit mentioned above. 

Seventy-five violinists competed in 
the preliminary auditions, held around 
the country and in Europe. Among 
those chosen to play in the Semifinals at 
the Kennedy Center in Washington dur- 
ing the week of Sept. 21 were Robert 
Davidovici, 33, Denton, Texas; Greg- 
ory Fulkerson, 30, Louisville, Ky. ; Ken- 
neth Goldsmith, 41, Grinnell, Iowa; 
Young-Nam Kim, 34, Vienna, Va.; 
Veronica Knittel, 31, Warsaw, Poland; 
Gerardo Ribeiro, 29, Tallahassee, Fla. 
and Romuald Tecco, 39, Minneapolis, 
Minn. The remaining five semifinalists 
are from New York City: Arturo Del- 
moni, 32; Diana Halprin, 36; Benjamin 
Hudson, 30; Curtis Macomber, 27, and 
Richard Young, 33. 

Three of these will become finalists 
and compete on Sept. 27 for an ex- 
tremely impressive first prize worth 
$75,000. It includes a $10,000 cash award 
the first year, $5,000 cash award the 
second year; $25,000 recording contract 
and $35,000 management and concert 

Continued on Page 16 




mee 



"The Cancern for democratic Qonsistency 
sometimes clashes with the desire for the best of 
all possible casts. " (John Rockwell) 



Can the Met Meet the Costs? 



Continued from Page 1 



demand and set their schedules many 
seasons ahead. Thus, the first few 
years of the Bliss-Levine tenure were 
prepared by the staff of Mr. Bliss's 
predecessor, Schuyler Chapin. Indeed, 
it was not until the arrival in 1978 of 
Joan Ingpen, the British casting direc- 
tor, that Mr. Levine feit fully secure 
about his planning, and therefore both 
he and Mr. Bliss say that the forthcom- 
ing season is the first for which they as- 
sume füll responsibility. "I think the 
planning for every year from now on is 
successively better," Mr. Levine says. 

Still, their past efforts have not gone 
unnoticed. A numl)er of recent Met pro- 
ductions — "The Dialogues of the 
Carmelites," "Tannhäuser" and 
"Billy Budd," to name three — have 
been praised by the critics, and Mr. Le- 
vine's conducting is often admired. On 
the other band, there has been some 
sharply negative criticism, as well. For 
example, in May of 1979 Donal Hena- 
han stated in these pages that "there 
are veteran observers of the Metropoli- 
tan who contend that the Company is 
continuing a long slide into artistic me- 
diocrity." Mr. Henahan listed com- 
plaints atx)ut poor productions, inade- 
quate conductors and erratic casting. 

More recently in the Saturday Re- 
view, Irving Kolodin, the veteran 
music critic and author of a history of 
the Met, attacked Mr. Levine, adduc- 
ing the Bing and Chapin regimes as su- 
perior. 

• 

For all practical purposes, responsi- 
bility for the State of the Met's artistic 
affairs has shrunk to Mr. Levine and 
Mr. Bliss — who currently denies di- 
rect artistic control but who functions 
as de facto general manager. Mr. Le- 
vine is still the music director, but in all 
except title — and that too could possi- 
bly change — he is artistic director. 
Originally, he was part of a triumvi- 
rate, with Mr. Bliss as executive direc- 
tor and John Dexter as director of pro- 
duction. But it is clear that Mr. Dex- 
ter's currently rather marginal Status 
with the Company will be confirmed 
when his contract runs out in 1981; 
right now, Mr. Levine says it is he who 
is deciding directors emd designers for 
future seasons. 

Mr. Levine willingly concedes that 
not every great conductor and Singer 
graces the Met stage. Conductors espe- 
cially want new productions and resist 
^^nding the time in New York that the 
Met's repertory System requires. In 
addition, taxes and the decline of the 
dollar have placed the Met in a difficult 
competitive position. 

Part of the casting problem is the 
new Met team's very insistence on 
holding a production together for the 
length of its nin, in order to let all sub- 
scribers see the cast that has rehearsed 
the production and sung the premiere. 
This concem for democratic consis- 
tency seems the central artistic tenet 
for Mr. Levine and Mr. Bliss. Yet, such 
a policy sometimes clashes with the eli- 
tist desire for the best of all possible 
casts, even if for only a few nights and 
at the loss of ensemble production 
values. 

>£ut Mr. Levine defends his record. 
"When I go back through the Met an- 
nals, I see many, many great things, 
but also many weaknesses," he says. 
"We are approaching in the next few 
years a level of consistency at the Met 
that I have not seen in my lifetime. " 

Mr. Levine's positive assessment 
seems closer to the mark than the more 
sweepingly damning ones. "We still 
have some artistic problems," Mr. Tr- 
plin concedes. "But I think that on bal- 
ance we are doing a creditable job. ' ' 



The new regime's accomplishments 
on the organizational and financial side 
are less controversial. What the Bliss- 
Taplin administrative team has 
achieved is the reordering of an old- 
fashioned, rather stuffy private club 
into a modern Operation based on the 
principles of efficient business practice 
and drawing from the fund-raising 
techniques of the academic world. 

"We really do have a working board 
now," says Mr. Taplin, who has been a 
member of that board since 1961. The 
board's principal job may be to raise 
money, but Mr. Bliss and Mr. Taplin 
have also organized a professional 
fund-raising staff. For the fiscal year 
just ending, the Met has raised $14.7 
million — contrasted with $5.1 million 
in 1972-73. This year will mark the 
fourth straight season in which eamed 
income plus contributions have ex- 
ceded expenses, however marginally. 

In years past, the Met could get by 
with a few, grand donations from the 
Rockefellers and Mrs. August Bel- 
mpnts of this world. But those days are 
over, for a variety of reasons — the in- 
creased cost of running the comp€uiy, 
the larger number of needy culturai in- 
stitutions and changes in the tax laws. 

The search for new sources of income 
has led to a demographic and geo- 
graphica! dispersion of donors. Accord- 
ing to Mr. Taplin, the 1979-80 figures in- 
dicate that $1.5 million still comes from 
those who underwrite productions (i.e., 
the large donors). But the largest por- 
tion comes from smaller, individual 
contributors. 

Many of these individual contribu- 
tions come from outside the New York 
metropolitan area, and are stimulated 
by the annual tour and by the increas- 
ingly frequent live Met telecasts. 



Government support is currently 
hovering at under 5 percent of the 
Met's total annual income, and it 
seems unlikely that that f igure will rise 
precipitously in the near hiture, given 
the nation's economy. Mr. Bliss points 
out that the rise in govemment money 
hasn't even kept pace with inflation. 
But Mr. Taplin sees a bright side: "We 
feel govemment support should in- 
crease, but that it should never get so 
high that it becomes dominant. We 
have done well with our System of tax- 
deductible charity giving. ' ' 

• 

On May 15 the Met announced a $100 
million centennial endowment drive, of 
which $33 million had already been 
pledged at the time of the announce- 
ment. Mr. Taplin figures that the en- 
dowment not only might grow with 
proper Investment, but that it should 
produce some $8 million annually in in- 
come. 

"The long-range future of the Metro- 
politan is dependent upon our success 
with the endowment fund," Mr. Bliss 
said. "We must have sufficient capital 




The New York Times / John Soto 




Margo Moore 

Crucial to the Met's future are, 
top to bottom, Frank E. Taplin, 
board president; I. Philip Sipser, 
labor lawyer; James Levine, 
music director; and Joan 
Ingpen, casting director. 



income to survive cyclical ups and 
downs." 

Over the p)ast three years there has 
been a steady, slight slippage in attend- 
ance, from 96.3 percent in 1977-78 to 94.2 
last year and 90.6 this year. The Met 
chooses to Interpret this loss as reflect- 
ing "a certain little resistance," in Mr. 
Taplin 's words, to ever-higher ticket 
prices, rather than as a public rejection 
of the company's artistic offerings. Mr. 
Taplin hastens to point out that sub- 
scriptions are up from 53 percent to 58 
percent for the Coming season, and that 
the renewal rate is up from 80 percent 
to 82 percent. 

Basically, the financial picture is of a 
Company coping far better than it has 
in the past, and better than most other 
major arts institutions manage to do, 
nationwide. The trouble with such suc- 
cess, however, is that the unions may 
be encouraged to ask for more than the 
Company feels it can afford to pay. 
"The populär impression that we are 
rolling in wealth is somewhat exagger- 
ated," Mr. Bliss remarked drily. "The 
timing of our endowment annoucement 
couldn't have been worse from that 
point of View. We may have a real con- 
frontation as a result." 

Mr. Taplin seems more sanguine. "I 
don't think that will be a particular 
problem," he said. "The people we are 
dealing with are sophisticated enough 
to realize that an endowment is a vital 
necessity, and that the income won't 
even be available for five or ten 
years." 

• 

The key union in the Met labor ne- 
gotiations is Local 802 of the American 
Federation of Musicians, which repre- 
sents the orchestra players. I. Philip 
Sipser, the union lawyer representing 
the orchestra players, says that he un- 
derstands the Met's need for an endow- 
ment. "We applaud that effort," he 
said recently. "It will put the Met on a 
sounder financial basis than before. 
But just as the Met is seeking an en- 
dowment for its future, so are we seek- 
ing a decent wage and work week for 
our future." 

Mr. Sipser points out that while the 
last three-year contract provided for 
wage increases of 7 percent annually, 
or 21 percent overall, inflation 
amounted to 35 percent over the same 
period. 

Aside from wage and pension in- 
creases, however, the key demand in 
this year's negotiations is for a four- 
performance work wei*; at present. 
orchestra members are required to 
play five Performances, as well as the 
requisite rehearsals. A four-perform- 
ance week would mean the hiring of a 
considerable number of additional mu- 
sicians, and Mr. Bliss says simply that 
"we will not be able to afford it." 

For Mr. Sipser, the four-perform- 
ance week is the central issue, one that 
reflects a sociological shift in nation- 
wide labor negotiations atxmt which he 
clearly loves to discourse. 

"There are issues whose time has 
come," he begins. "You might ask, 
'Why the four-performance week now, 
and not three or five years ago?' What 
is happening is that while musicians 
are still concemed about wages and 
pensions, they are also interested in the 
quality of work life, just as workers in 
the private sector are: that is Coming 
to the top of the agenda for unions all 
over the country. 

"When I came into this field 10 years 
ago, musicians' salaries were pitifuUy 
low: a top-flight player was eaming 
$10- to 12,000 a year. In order to 
achieve a decent annual salary, there 
was a drive for a 52- week season. But 
when they finally got that, they found it 
was not so heavenly. They had attained 
a decent contract, but the demands on 
their artistry were so heavy that many 
of them suffered from severe physical 
and psychological problems. 

"There is a desire on the part of mu- 
sicians to express themselves in the 
arts without the crush and tension of 
constant Performances . ' ' 

Mr. Levine, for one, professes sym- 
pathy for the players' feelings. But he 
adds that ''we all would love for some 
of the pressure to be taken off our 
schedules. But all work has a certain 
amount of pressure attached to it. " 

If the Met management has its way, 
these will not be the last union negotia- 
tions l)efore the 1983-84 centenary sea- 
son. Mr. Taplin is candid that the Com- 
pany is seeking a one- or two-year 
contract this time around, instead of 
the long-term security it normally 
wishes, in order to avoid the threat of a 
strike on the eve of the gala season. 

• 

A longer-range worry is that Mr. Ta- 
plin is 65 years old and Mr. Bliss is 67. 
They are committed to continuing 
through the centenary and its endow- 
ment drive, but the problem of succes- 
sion remains a serious one. 

But for now, the Met Stands on the 
verge of another round of labor talks, 
this one potentially more significant 
than most. The Company does so in ap- 
parently sound financial health, but 
with a disturbingly narrow margin for 
error and in an unsteady international 
economic climate. Most crucially, 
everyone agrees that there is room for 
improvement in what is happening on 
the Met stage. For that, the most sensi- 
ble course would seem to be to judge 
Mr. Bliss and Mr. Levine as they them- 
selves wish to be judged : on the basis of 
what happens in the next four seasons, 
up to and including the gala centenary 
celebration. ■ 



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EINSTEIN, ELIZABETH ROBOZ (MRS. HANS ALBERT p 

EINSTEIN), educator, neurochemisl; b. Szassvarcs, Rumania; Ph D., c 

U. Budapest, 1938; m. Hans Albert Einstein, June 5, 1959. Camc to v 

U.S., 1940. naturalized. 1945. Research asst. Cal. Inst. Tech., N 

Pasadena, 1941-45; asso prof. chemistry U Wyo., research cons. S 

Sugar Research Found., 1945-48; research asso. dept. biology d 

Stanford, 1948-52; asso. prof. biochcmistry and neurology s< 

Georgetown U. Seh. Medicine. Washington. 1952-58; asso. prof. C 

ncurochemistry dept., div. neurology and medicine Stanford U Seh. c( 

Medicine. 1958-59; prof. neurochemistry dept. neurology U. Calif. M 

Seh. Medicine, San Francisco, 1959-72. Inst. Human Devcl., U. Calif., N 

Berkeley, 1972—. SEATO leclr in Orient, advaneed researcher fo 

Pasteur Inst.. Bangkok, Thailand, 1961-62. Recipient Raskob Faculty m. 

award Georgetown U. Seh. Medicine, 1956, Phoebe Apperson Hearst ps 

Gold medal, Distinguished Women, 1965; Medaglia d'oro di Milano, crt 

1 969. Fellow AAAS. Am. Chem. Soc., mem. Am. Soc. Biol. Chemists, lea 

See. Exptl Biology and Medicine, Am. Acad. Neurology, Am. Assn. stu 

U. Profs., Biochem. Soc. (Eng.), Sigma Xi Anthor artieles. chpts. in chi. 

books on neurochemistry and biochcmistry. Home; 1090 Creston Rd arcl 

Berkeley CA 94708 Cal 






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Norman. Cra.« i '^"'"'"t;'-, ^r^an A ^nsJ^n. Los Xngclev Vt^.,. . p.c.. 
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Norman. Cra.« Ä Kumme.. ; ' ; ^ ^.„„^n. Los Angeles, r'o-^-. ■ k-— 
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GaMes FL 31174 

EINSTEIN, CLIFFORD JAY, advt. exec ; b. Los Angeles, May 4, 
1939; s. Harry and Thelma (Bernstein) E.; A.B. in Enghsh, U. Calif., 
Los Angeles, 1961; m. Madeline Mandel, Jan. 28, 1962; 
children — Harold Jay, Karen Holly. Writer, Norman, Craig & 
Kümmel, N.Y.C, 1961-62, Foote, Cone Sc Beiding, Los Angeles, 
1962-64; partner Silverman & Einstein, Los Angeles, 1965-67; exec. 
v.p., Creative dir. Dailey & Assos.. Los Angeles, 1968 — , «Uo dir ; 
lectr. various coUs Mem Los Angeles-Aukland Sisler City Com. 
Served with U.S. Army, 1957 Recipient Am. Advt. award as Best in 
West, 1968, 73. 79. Internat. Broadcast pub. service award, 1970; Clio 
award for best comml. music, 1973; Sweepstakes award Los Angeles 
Advt. Club, 1974, 78; Nat. Addy award for best campaign, 1979. 
Home. 1 1940 Brentwood Grovc Los Angeles CA 90049 Office: 3055 
Wilshire Blvd Los Angeles CA 900 10. Success is not trying to bccome 
someonc or somelhing, but Jcciding you are — and continuing to bc. 
The quiekest way to gel there is to becomc completely u 
«jiMJA y i M if s df. Ähar üiMt, things »re mach easier. 



^ 



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4I''8-Z 



IINslHN VRrUl H Ulli. UM. JH.. j.lvcrtiMHii .|fi' .. ••*•- iiivt? '\ 
ü,.^nNh.«r'>, NC. Heb '. N.H. > Arthaf W.llum in,| ).-." (Mestfr» F.. n: 
Im Till VljiMicr »v-pi l'V l'^'O hil.Jrcn Skh.>ljs S^ I li.-j^X'th J . Abit.aif 
.x'us r St'. l'»*4 M V *^^'-n Siaic l . 1''^" Irjiiu-. . ►•iiyi.T IhalhiruT 

l.)«.<.f,l. SfriÜi.im I "uis A Hfuhs SVC. l'JM-«>:. IWnl. n .<. R.v ■• 
S 'i C . 1^^2•'v4. ^i'p> isroup hcaJ W jrvnv.k Jd l.cjjlfr \ N' C . l•>^4-^? f^nn 
I "(1 (idtcr. r ■ilcfuti. liiisUMM, S N *. ^'^■' \Ui .)ir\ l i;i..r\ »^•tUeimMii 
AsNii , S V (-' . •^♦»'v • ^hmn h*J . l'rfwTl. H4- Offar I ord t ,rller F.-,kr,. 



FR/DAY, /t/Nß 8, 1984 



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Philip H. Dougherty 



Executive Shift 
At Lord, Geller 

Arthur W. Einstein Jr. has 
been named President and Ed- 
ward D. Yaconetti, chief oper- 
ating officer, of Lord, Geller, 
Federico, Einstein. Dick Lord, 
58 years old, moves up to chair- 
man, and Gene Federico, 65, 
and Norman Geller, 63, to vice 
chairmen of the JWT subsidi- 
ary. 

Mr. Einstein, 51, has been 
and will remain creative direc- 
tor, and the same can be said of 
Mr. Yaconetti 's executive vice 
president*s title. He was for- 
merly director of account Serv- 
ices. 

Mr. Lord originally hired Mr. 
Einstein at Benton & Bewies, 
then did it again when he was at 
Warwick Advertising. Strike 
three was about a week after 
Lord, Geller opened its doors 17 
years ago. Mr. Einstein has 
been creative director for 
about two years. 

Mr. Yaconetti has been at 
L.G.F.E. for 13 years, having 
Started in the agency world 
with Doyle Dane Bembach and 
then leaving the business for a 
Short time. It's a life some peo- 
ple miss. 










The New York Times 



Arthur W. Einstein Jr. 

Einstein's Wait 
At Lord Pays Off 

The U-year wait was obviously 
worth it, as the photograph of the 
smihng Arthur W. Einstein Jr. in- 
dicates. His name has just tx^en 
added lo that of Lord, Geller, Fe- 
derico, which he has been with 
since its very beginnings. 

Mr. Einstein, senior vice Presi- 
dent and creative director, began 
in the business at the J. Walter 
Thompson Company (now the ma- 
jority owner of Lord, Geller), and 
then worked at Needham, Louis & 
Brorby, then Benton & Bowles and 
the Warwick & Legier. 

Lord, Geller, Federico, Einstein 
(the new letterheads have already 
been printed) was preceded by 
Lord, Geller, Federico, Peterson; 
Lord, Gelier, Federico & Part- 
ners; Lord, Geller. Federico; 
Lord, Federico, and Lord, South- 
ard, Federico. The Lord always 
comes first. 



FINSIUN, KRriilK VMII.IAM. JH.. j»lvcrtising .t|<.-ni y t\<ex:\iU\e \ 
Gterfi>fv)r(>.' NC. Fcb ", 1^3.^. > Arthur William jn.l J-r.r <Mc\<rr» E. rn 
iiuTiil MalsMcr "vrl I0. l'J''n .hiUlrcn Nkhojjs W ( !i,-jbclh J . Abi>;jir 
\\i S . L SC. l'»*4 VI A . MiLh State l . l^*'* IrjHier. hiiycr IhjlhifM r 
Hr<s Kn-hminiJ Va , l'><4-*'' ,...pv*nt<:r J Walifr rhompv^n (">' N 'i < . 
l><<'*.öi. Sfcdham. I .»uis A »r.uhv NVC. i'^hl-^:. Benign A Bnv .- 
S V C . \'*tt2.-tU ^iip> uroup ht-ad V^Jr^*lck & [ iriilrr \ V C ^>^4-^7 nnn 
i ord (iclior. I cdcrKo. r.iiislnn. N N C 1*^' Hd viirs l i;i..m Scitlciiieni 
Assn , S V C , l^h^- • chmn h*! . l'rf).T|, H4- Offur 1 orrt «irller Fwlcru 
hinsinn f>^^ M;idiv>n A\<r St.-\v Y. rk \Y l<X);i 



FRIDAY, JUNE 8, 1984 



r 



Philip H. Dougherty 



Executive Shift 
At Lord, Geller 

Arthur W. Einstein Jr. has 
been named President and Ed- 
ward D. Yaconetti, Chief oper- 
ating officer, of Lord, Geller, 
Federico, Einstein. Dick Lord, 
58 years cid, moves up to chair- 
man, and Gene Federico, 65, 
and Norman Geller, 63, to vice 
chairmen of the JWT subsidi- 
ary. 

Mr. Einstein, 51, has been 
and will remain creative direc- 
tor, and the same can be said of 
Mr. Yaconetti's executive vice 
president's title. He was for- 
merly director of account Serv- 
ices. 

Mr. Lord originally hired Mr. 
Einstein at Benton & Bowles, 
then did it again when he was at 
Warwick Advertising. Strike 
three was about a week after 
Lord, Geller opened its doors 17 
years ago. Mr. Einstein has 
been creative director for 
about two years. 

Mr. Yaconetti has been at 
L.G.F.E. for 13 years. having 
Started in the agency world 
with Doyle Dane Bembach and 
then leaving the business for a 
Short time. It's a life some peo- 
ple miss. 



CCjo T.v>SA)-T'?a T/föMp5oA; 



fVi i^^i- 










The New York Times 



Arthur W. Einstein Jr. 

Einstein's Wait 
At Lord Pays Off 

The ll-year wait was obviously 
worth it, as the photograph of the 
smiling Arthur W. Einstein Jr. in- 
dicates. His name has just t)een 
added to that of Lord, Geller, Fe- 
derico, which he has been with 
since its very beginnings. 

Mr. Einstein, senior vice Presi- 
dent and creative director, began 
in the business at the J. Walter 
Thompson Company (now the ma- 
jority owner of Lord, Geller), and 
then worked at Needham, Louis & 
Brorby, then Benton & Bowles and 
the Warwick & Legier. 

Lord, Geller, Federico, Einstein 
(the new letterheads have already 
been printed) was preceded by 
Lord, Geller, Federico, Peterson; 
Lord, Geller, Federico & Part- 
ners; Lord, Geller, Federico; 
Lord, Federico, and Lord, South- 
ard, Federico. T"he Lord always 
comes first. 



I 

/ 



'Super Dave' to 
^stunts for Showtime 

^ «TheAssodatedPres^ ^^^ %y ^ 



LOS ANGELES — Bob 
Einstein might give a thumbs-up 
sign as "Super Dave'' Osborne, 
the hapless Stuntman he plays on 
Showtime's "Super Dave" series. 
But more often than not, his 
"stunts" leave him bottoms up. 

"Super Dave," a comedy and 
variety show that premieres Sat- 
urday at 10 p.m. on the pay cable 
network, is the ürst spinoff from 
a cable series, Einstein said. He 
developed tlie "Super Dave" 
character in the six years he and 
Allan Blye did "Bizarre" for 
Showtime. 

"Super Dave" looks and talks 
like a Stuntman, ft^om his aw- 
shucks attitude to his red-white- 
and-blue jumpsuit. But somehow 
nothing ever seems to go right 

**rm wishing luck to every- 
one, then my head is pounded 
into my shoes," Einstein said. "I 



Carol Burnett, plus a real stunt 
by a group of acrobats whg per- 
form precision basketball slam- 
dunk routines after leaping from 
trampolines. 

*'Super Dave" will become a 
weekly series in January. 

Einstein is primarily a writer 
and producer and got into per- 
forming only after Tom Smothers 
spotted him on a local TV show. 

"I did a puton character who 
said he was responsible for put- 
ting the names of stars along 
Hollywood Boulevard," Einstein 
said. "Someone asked me how to 
get a name on the sidewalk, and 
I got huffy and said I couldn't be 
bought. He asked me again and I 
said, ^Have you got $5?' Tommy 
saw it and bought the character 
until I did the switch." 

The award-winning advertis- 
ing copywriter became a writer 
and performer on "The Glenn 




S r everjthing^^^^^^^^ CampbeU Summer Serie." Lat- 

fine but it never does. The er, he became head writer for 

stunts always go wrong. They're "The Smothers Brothers Comedy 

p\annerÄ^ rehefrsed, but Hour." His writing partner was 

when it comes time to do them* Steve Martin, 

for the show we have problems. I it was on the Smothers show 

have great recuperative powers. that he developed the character 



•*Everybody's trying to find a 
new way to do variety," said 
Einstein. "So, instead of singing 
songs, I get killed. All our guests 
have a great time on the show. 
Ifs a different feeling doing a 
variety show as a character. 
i "It*s hard to do a variety 
Show, It*s hard to do all that 
small talk and make it sound 
real. When you have a star, he 
becomes the focus of a variety 



of Officer Judy. "He was the 
show cop," he explained. "Once I 
arrested Liberace for playing too 
fast. I would keep the show on its 

He and Blye, his partner fbr 
the past 14 years, wrote and 
produced "Van Dyke and Com- 
pany." Einstein also wrote and 
directed his own movie, "Anoth- 
er Fine Mess," and was head 
writer for two Andy Williams 



S'Z^-z^zy^.^i s^i-. »<. :2«,.irj.r 



seriously. But with Super Dave, 
it's all phony anyway. The balo- 
ney is really baloney, and it's a 
way of not taking yourself se- 
riously." 

The first show features guest 
$tar Ray Charles and a cameo by 



eher Comedy Hour," He was co- 
host of 45 Segments of "The 
Steve Allen Show/' 

The taU, lanky Einstein grew 
up in a show business famlly in 
Beverly Hills. His father was 
Harry Einstein, better known as 



Bob Einstein 



Nick Parkayakarkus, the host of 
the radio show "Meet Me at Par- 
ky's" who also starred on shows 
with Eddie Cantor and AI Jolson. 
Einstein's mother was Thelma 
Leeds, a singer and actress. A 
half-brother, Charles Einstein, is 
a Sports writer and author. 

"I loved humor," Einstein 
said. "I had that in me. But I had 
no ambition to go into show busi- 
ness when 1 was growing up. I 
Started out as an advertising 
copywriter and evolved into it. 
Once you get into it, however, ifs 
very difiicult to get out. It gets 
into your blood. You don't want 
to do anything eise. You want 
that excitement." 

Einstein has never lost his 
love of radio. "I used to go to the 
studio with my father," he said. 
**rt was very exciting. I loved 
listening to Edgar Bergen and 
Charlie McCarthy as a kid. You 
could really use your imagma- 
tion. 

"Television is much tougher. 
People have heard all the jokes. 
Radio was fresher. People could 
use their imaginations and help 
the writer." 

His fother died in 1957 while 
doing a Friar^s Club Roast of 
Lucüle Ball and Desi Arnaz. "He 
had just done a fabulous speech, 
sat down and died at the dais," 
Einstein said. "He was 54 years 
old/' 



^llHMlMk'M' 






Book on ^doing Jewishiy' 

With increasing numbers of persons Converting to Ju- 
daism and more born Jews seeking to enhance their basic 
Jewish knowledge, the Union of American Hebrew Con- 
gergations has published a manual entitled "Introduction 
to Judaism: A Course Outline." Compiled and edited by 
Rabbi Stephen J. Einstein and Lydia Kukoff , pioneers in 
the field of education for Jews-by-choice, "it is both a re- 
source book and a record of personal progress in Jewish 
living. It utilizes the Jewish holidays and the life cycle to 
introduce the study of Jewish theology, ethics, values, tra- 
dition, history, literature and observance. The 196-page, 
soft-cover book is available from the UAHC, 838 Fifth 
Ave., New York, NY 10021, and in bookstores. 



Wiesel retum«? ♦- 



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PUBLISHED WEEKLY 



• $15.00 PER YEAR 



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SHAIOM . . . TODAY IS FRIDAY, NOVEMBER 19, 1976 



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I Sukkah At Church 
Hardly Abnormal 

LOS ALAMITOS, Calif. (P-0) 
- The sukkah on the patio at 
the First United Methodist was 
^^ not a gesture of good will 
^® toward the Jewish community, 
^^ for no one would question the 
^^^ warm feeling of the church and 
^0 its pastor, Rev. Ford Minister. 
^^ The facts are that Congregation 
^^ B^nai Tzedek uses the church 
in Fountain Valley for its 
Services. 

When the building of the 
sukkah was completed, a 
^g number of members of the 
'^ church accepted tobbi Stephen 
^* J Einstein's mvitation to 
4rship at Sabbath Services and 
then participate in the Oneg 
Shabbat in the sukkah 
SZ NATL Kosher Sandwiches 



as 



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in 
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VOLUME Xüll NO .8 



Performers Celebrate High Holy Days 
Synagogue For The Performing Arts 



5 



5 

Vi 



By JERRY CUTLER 

One category especially significant to me at the Emmy 
Awards was the award for the Best Comedy-Variety 
Show". The comoetition was stiff as the cream of the 
television producers and their shows were being con- 

sidered. After a tense few seconds, the envelope was 
opened and the winners announced. 'The Dick Van Dyke 
Show, Producers, Alan Blye ^ndBüliEingtcäi)." ^ 

Alan Blye, with a beaming sfllf^flWo the podium with 
his partner to accept the treasured Emmy. Einstein made 
the acceptance speech calling Blye the best partner a guy 
ever had. Alan said a polite 'Thank you". My wife, Han- 
na, Said Alan didn't say much because he was saving his 
' voice. The explanation sounded quite rational to me. You 
See, Alan Blye, aside from being the best partner Mr. Ein- 
stein ever had, also happens to be the best cantor a 
congregation ever had. 

I first heard of Alan Blye from a friend in New York. Not 
only was he a talented producer, I was told, but he was 
blessed also with a "goldene shtima." 

Alan was producing the controversial ''SmotHers 
Brothers Show" when I moved to California. Our conver- 
^ations were always brief , as he had his hands füll trying 
to control the mercurial brothers and trying to appease 
CBS regarding subject matter. When The Synagogue For 
The Performing Arts was formed, Alan Blye was called. 
The busy producer accepted his cantorial assignment 

Young Jewish Activist 



with relish. He thus became a co-tounder and the first can- 
tor for the Show business synagogue. Now, four years 
later, Cantor Blye was chanting the high holy days 
prayers before a congregation packed with people in the 
arts. 

**Alan is a very religious person," I remarked from the 
pulpit. "He's still praying and he's already won the Em- 
my." 

CANTOR BLYE received this cantorial training in Win- 
nipeg, Canada. When he closes his eyes and davens, you 
jus* know the prayers ascend straight to the Heavens — 
they don't pass '*Go" — they follow a direct route to the 
Almighty. Listening to Alan, and ''shepping nachas" from 
his voice because he is one of their own, are show business 
luminaries intermingled with unemployed actors (who 
are praying especially hard), secretaries, lighting men, 
designers etc. 

Our prayer book is filled with contemporary prayers 
and readings. The readings are handed out to the actors. 
There are many to choose from. Among them are Walter 
Matthau, Shelley Winters, Henry "The Fonz" Winkler, 
William Shatner, Peter Mark Richman, Theodore Bikel, 
Buddy Hackett, Jan Murray, Marty Allen, Jack Carter, 
Harvey Lembeck, Roy Thinnes, Florence Stanley, Barry 
Gordon and Monty Hall, to name a few. 

Kol Nidre eve we asked many of the aforementioned to 
read. Bikel arrived from the studio just as we started the 



Services and all the readings had been given out. After the 
Service Matthau asked how come he wasn't given a 
reading for Rosh Hashonah. Matthau, with the famous 
twinkle in his eye, said, "Maybe they didn't like the way 
you read!" 

The only disappointment during the holidays was the 
fact that some of our members had to work during Yom 
Kippur. The productions won't be mentioned. Suffice 
to say that the producers were Jewish. Everyone present 
at our emotion-filled Services made a solemn promise to 
strive and make sure that every Jew in the entertainment 
field will not work Yom Kippur 5739. If this is accom- 
plished, it will lend additional credence and reason for a 
Synagogue For The Performing Arts. 

CANTOR ALAN BLYE had a stipulation in every con- 
tract he signs with the networks. It reads that no show of 
his will ever tape on Rosh Hashonah or Yom Kippur. 

One of the reasons he won the Emmy is because he is a 
top producer. The other reason is because he is a "men- 
sch"! For, when he cantorializes, he sings for all of us. 
And, when someones carries all the hopes, desires 
thoughts and prayers of so many — "he shall be rewarded 
with an Emmy." 

It says so in the Talmud doesnH it? 

Happy New Year. 



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TK-r. 



«* THE NEW YORK TIMES, SUNDAY, JUNE 2, 1985 



America Disco vers 
Albert Brooks 



By JANET MASLIN 



After the opening of **Lost in 
America/* Albert Brooks 
**took a deep breath and 
prepared for what I was 
going to teil my f riends was 
an artistic success.*' A half-dozen 
other major films had opened on the 
same date in mid-Febmary , and busi- 
ness for "Lost in America" was so 
poor that two weeks later the film 
was disappearing from the 10 New 
Jersey, Long Island and Connecticut 
theaters where it had been playing, 
remaining only at Cinema 2 in Man- 
hattan. In Los Angeles, where he 
fives, Mr. Brooks consoled himself by 
driving up and down Sunset Strip, 
gazing up at a billboard advertising 
his film as ** Opening March 1." One 
day, he was horrified to discover that 
the sign had been changed to read 
"Coming Soon." 

"There was this Interim period 
where it was as if I had shot everyone 
who worked at Warner Bros.,** he re- 
cently recalled. "I was treated like an 
assassin, people would not retum my 
phone calls. It was horrendous.** 

But then a curious thing happened: 
"Lost in America*' began to catch on. 
The reviews were good, and the word 
of mouth even better. The film actu- 
ally retumed to some of the same sub- 
urban theaters that had jettisoned it 
in the first place. And Mr. Brooks, 
after two other features, a couple of 
comedy albums and a number of 
Short films, had his first certifiable 

hit. 

A radio Interviewer recently asked 
Mr. Brooks whether he minded losing 
his cult-figure Status. "Why don't you 
come down to Hollywood,** Mr. 
Brooks replied, "and 1*11 take you 
over to Warner Communications. TU 



walk you into an off ice and we*ll bring 
ä Script with US. And 1*11 say, 'Listen, 
Tve got a terrific idea here. And I 
hnow my seven hard-core fans will 
Show up!* Let*s just see how well we 
do. Listen, if not being cult means I 
can continue to work, that's fine with 
me.** 

But the success of "Lost in Amer- 
ica** — which was made for $4 mil- 
lion, has already grossed $8.5 million 
and continues to do steady business — 
has done more for Mr. Brooks than 
simply make him marketable. It has 
given credence to his belief that "if 
people don't love what you're doing, 
that doesn*t mean you*re wrong.*' 

He leamed this the hard way, he 
says, with his 1970 debut on the "To- 
night" Show as a stand-up comic, 
when he played a talking mime and 
nobody laughed at all. Mr. Brooks 
was invited back anyway and became 
ever more familiär to the audiences 
of that and other television shows 
(one of them Dean Martin's variety 
Show, on which he became a regulär 
performer) as he played, among 
other things, a lion tamer working 
with a frog, and a ventriloquist whose 
muuth moved more than his dum- 
my*s. Then, in 1973, Mr. Brooks re- 
peated the same mime routine on 
"Tonight," and this time it went over 
well. "The difference was that by 
then I was accepted, and also that 
Johnny was laughing," he said. "I 
wish I could negotiate to have Johnny 
laughing in the comer of all my mov- 
ies 



»» 



The 37-year-old Mr. Brooks, whose 
real name was Albert Einstein smd 
who changed it after long years of 
teasing (his father, Harry Einstein, 
was a radio comedian using a Greek 
accent and the stage name Parkya 
Karkus), had long since leamed to 
trust his own instincts by the time he 
made "Real Life,' his hilarious 
pseudodocumentary about a film 
crew trying to invade a typical Amer- 
ican household, in 1979. It was an 
artistic success. And Mr. Brooks still 
retained his single-mindedness when 
he made a second film, "Modem Ro- 
mance," two years later. 

Columbia's top executives attended 
a preview of that film, according to 
Monica Johnson, who collaborates 
with Mr. Brooks on screenplays, and 
insisted that a scene be added with a 
psychiatrist, to explain his character 
more fully. "I told them, look, if I 
could write a succinct psychiatrist 
scene I wouldn't have had to make 
this movie in the first place,** Mr. 
Brooks recalled. 

• 
"Lost in America,*' like all Mr. 
Brooks 's projects, developed idiosyn- 
cratically. The first thing he liked 
about the film's story was its ending, 
which Shows what happens "when 
people realize what a big mistake 
they've made and have to cut their 
losses." The film's intent was to show 
what happened to a young couple, 
both in their mid-30's, who decide to 
drop out of Society. "If I were making 
the Standard Hollywood movie, I 
would have had these people trout 
fishing and building their own log 
cabin," Mr. Brooks said. "But one of 
the things I wanted to do was make a 
movie I had never seen.** 

At first, he thought of setting the 
film abroad, with two Peace Corps 
volunteers "who had a lovely Week- 
end at the Jakarta Hilton before they 
had to Start working in the bug-in- 
fested jungle." But that would have 
been expensive to film, and besides, 
Mr. Brooks had a better idea. One of 
his more distinctive touches was to 
send the characters cross-country in 
a Winnebago. "I used to go with a 
woman whose parents bought a motor 
home and spent the last part of their 
lives drifting around,** he said. "She 
used to teil me this and instead of 
laughing, I wanted to be them." 

So Mr. Brooks and Miss Johnson 
wrote the story of a man whose ca- 
reer in advehising takes a wrong tum 
(Mr. Brooks has a brother in adver- 
tising) and a woman who accidentally 
gambles away their nest egg. "I was 
quite a gambler, I had racehorses, I 
went through this bad period," said 
Miss Johnson, who sounds a lot like 




Julie Hagerty and Albert Brooks gambling in Las Vegas as 
the dropouts in his hit movie, '*Lost in America" 



the character Julie Hagerty plays in 
the film. "I do identify with this girl, 
and I firmly knew she would lose the 
money — that came from the depths 
of my soul.** 

And Mr. Brooks brought his own ex- 
perience to bear upon the characters* 
dreams of escaping their workaday 
lives. "Anyone between 28 smd 40 still 
cannot f orget that there was an entire 
generation that seemed ready to 
chuck it all but then didn*t,*' he said. 
"Well, just because Lhey didn't do it, 
that doesn't mean they stopped think- 
ing about it. I think the idea of drop- 
ping out is one of the reserves you 
keep in your brain that keeps you 
from killing your employer. When 
things get very bad, how many alter- 
natives do you have? A, I'm going to 
bum down this building. B, I'm going 
to shoot him through the head. C, I'm 
going to chuck it all and get out. Well, 
C's an easier Option. And I found out 
that A and B are both illegal." 

• 
Mr. Brooks is confident that some- 
where within his consciousness lurks 
the idea for his next writing and di- 
recting project. But he hasn't exactly 
pinpointed it, and may not for a 
while; he acknowledges that his 
working pace is unusually slow. That 
is part of why he sometimes acts in 
other directors' films, playing the 
talky and comically overbearing 
character who is often taken to be the 



real Albert Brooks. "But I'm not like 
that guy any more than Jack Benny^ 
was hke the guy he played," Mr. 
Brooks said. "If I played the person I 
was, you'd fall asleep — although my 
f riends teil me that I have an inher- 
ently comic life. People come up to 
me out of the blue and say things you 
wouldn't believe, like, 'You don't look., 
as fat as you are.* '* , ' 

He will next be acting in a film by 
James Brooks, the director of 
"Terms oi Endearment" (who is TjO 
relation) ; he will play one of the lead- 
ing roles, a man working on a televi-j. 
sion news show. In the past, he has* 
appeared in "Taxi Driver" (as a 
campaign worker with a jealous eye 
on Cybill Shepherd), "Private Ben ja- ^ 
min" (as Goldie Hawn's boorish hus-r 
band), and "Twilight Zone" (as the 
driver in the film's prologue who's 
asked if he wants to see something 
really scary). But he says he chooses • 
acting projects with the idea "that I 
wouldn't warnt to build up an audience *. 
over all these years and then askv, 
them to come see something and be^^ 
remarkably disappointed ; I would L 
not want to be in a 'Police Academy 
II,' because I think that would con- 
fuse people." .^. *-~ 

So his schedule remains relatively 
uncluttered. Where does his timego? o 
"Go ahead, name a day,** he said in " 
mock defiance. "I can account for 
them all." ■ 



Der Dichter Siegfried Einstein, ein Laup- 
heimer Kind, erlebte neuerdings in Deutsch- 
land und im Ausland verschiedene Ehrungen. 
So wurden seine in letzter Zeit gehaltenen 
Vorlesungen stark^ beachtet. Ein Wiener Kri- 
tiker äußerte sich über Siegfried Einsteins 
neueste Arbeiten : „Zart wie Hi-Si, die Rauch- 
fahne aus den »Träumereien in Dur und Moll*, 
ist diese Prosa. Im modernen deutschen 
Schrifttum beherrscht nur Siegfried Einstein 
diesen Ton." - Dr. Franz Lorenz, der fein- 
sinnige und bedeutende Kultur redakteur der 
Wochenzeitung „Echo der Zeit" in Reckling- 
hausen, schrieb am 2. Oktober 1953 über ein 
Kapitel aus Einsteins unveröffentlichtem Ro- 
man: „Wenn das ganze von derselben klaren 
Gestalthaftigkeit und inneren Spannung ist, 
muß es echte Kunst sein." — Die RA VAG 
brachte auf Sender Wien II am 24. Dezember 
um 14.10 Uhr eine Weihnachtserzählung des 
Dichters, der nun wieder in Deutschland lebt. 



n 



In memoriam Sierfried Einstein 

Rückkehr aus den. schweizerischen Exil 
niedergelassen hatte, ist plötzhch als Opfer 
dnes Herzinfarkts der Dichter ""d Schrift- 
steller Sieefried Einstein gestorben, br 
S: v'o??3 Jahren in der sch^^-J- 
Kleinstadt Laupen geboren, verleb e den 
Zweiten Weltkrieg in schwe.zenscher Inter 
nZLg und kehrte nach Kriegsende nach 
SeSland zurück, wo der Mann, der 
Sndet mit der deutschen Sprache umzu- 
Sen wusste, eine Aufgabe vorzufinden 
ILubte. Als freier Schriftsteller verschaffte 
er sich in der Tat, trotz gelegentlicher An^ 
feindungen, vielfaches Ansehen, er wirkte 
S SSnt an der Mannheimer Akademie 
' hielt Vortage in Jüdischen Gemeinde- und 
Vereinsveranstaltungen und veroffen iKhte 
neben zahlreichen Gedichten und Zeitungs- 
aufsäuen, ein Buch über E.chmann^ Unve - 
gessen ist seine grosse Festansprache anla^s- 
lich Heinrich Heines hundertsten Geburt^ 
tags bei der offiziellen Feier in Frankfurts 
Paulskirche. Er war Träger des Kurt-Tu- 
cholsky-Preises sowie eines Stipendiums des 
Bertelsmann- Verlags. H.E.N. 



^-^7 



U-S. b<(^cUAvÜ'*- . 






jr?r/ir?' 



r.n. 



Siegfried Einstein 
feierte 60. Geburtstag 

Am 30 November feierte m 
Mannheim' der Lyri-ker^und Prosa- 
Schriftsteller Siegfried Ernstem sei- 
nen 60. Geburtstag. Der Sohn aus 
jüdischem Elternhaus, der Fam.- 

icnangehöri.ge in ^^^^^^^if ^l"^^" 
lagern verlor, musste 1934 aus 
liupheim (Württemberg) in die 
Schweiz fliehen, wo seine ersten 
Verse und Erzählungen entstanden. 
1952 kehrte er in die Bundesrepub- 
lik zurück. 

Zum Wei^k des Lyrikers, der als 
Essayist auch eine unbequeme und 
mitunter streitbare Feder zu fuhren 
weiss, gehören -Eiobmann--Cbef- 
buchhater des Todes'' /^Mel od, en 
;,n Dur und Moll" (Gedichte), Sir- 
da" (Novelle), "Thomas und Ange- 
lina" (Erzähluno), "Das Schilt- 
bjch" (Prosa), ''Das Wo'kenschitt 
(Lyrik), '^Legenden", die Ü^bertra- 
TuiTg der Dostojewsiki-NoveHe "Die 
Frau eines andern" und der Heme- 
Essay in Kind'ers Enzyklopädie 
-Die Grossen der Weltgeschichte 
'Zürioh/'München). 

J.H. 



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Schwäbische Zeitung 



ZEIT & WELT 

Ein vergessener Dichter • Echt passiert 



Samstag, 10. Mai 1986 



Mit dem berühmten 
Nobelpreisträger hat er 
drei Dinge gemeinsam: 
die schwäbische Hei- 
mat, einen Ururahnen 
in Bad Buchau und den 
Namen Einstein: Sieg- 
fried Einstein, jüdischer 
Schriftsteller aus Laup- 
heim, der während der 
Nazi-Herrschaft seine 
Heimat verlassen muß- 
te. In Oberschwaben 
war er weitgehend un- 
bekannt. Andernorts 
wurde man auf ihn auf- 
merksam. Thomas 
Mann und Erich Käst- 
ner schätzen ihn sehr. 
Fast unbemerkt von der 
Öffentlichkeit wurde er 
vor drei Jahren auf dem 
jüdischen Friedhof in 
Laupheim beigesetzt. 




Abendlicher Monolog 



Der Heimatlose bin ich hier und dort, 
in allen Städten und auf allen Gassen. 
Da ist, so weit ich denken kann, kein Ort, 
den nicht der Fremdling, der ich bin, 
verlassen. 

Die andern haben einen Herd, ein Haus, 

und manches Glück ist ihrem Tag bereitet: 

Da ziehen Kinder ihre Schuhe aus 

in Räumen, 

die mein Fuß nur scheu durchschreitet 

und wie ein ungebetner später Gast. 
Und abends, wenn ich meine Hände hebe, 
als hätte ich mein Anderssein umfaßt, 
so weiß ich manchmal nicht, 
ob ich noch lebe. 

Und staunend höre ich die andern gehn 
mit Sicherheiten, die mich fast erschrecken; 
und Flammenzeichen, die sie nicht verstehn, 
sind Todespein, wenn sie zur Nacht 
mich wecken. 

Der Heimatlose bin ich hier und dort, 
in allen Städten und auf allen Gassen. 
Da ist, so weit ich denken kann, kein Ort, 
den nicht der Fremdling, der ich bin, 
verlassen. 

Siegfried Einstein 



In meine Heimat möcht 
ich nicht zurück, nicht 
an den Ort, aus dem sie 
mich vertrieben." Diese Wor- 
te bringt der jüdische Dichter 
Siegfried Einstein im Jahr 
1975 zu Papier. Seine Heimat 
ist Laupheim. Der Ort liegt zu 
dieser Zeit 250 Kilometer 
südlich von seinem Wohnort 
Mannheim, 40 Jahre zuvor 
hat er das oberschwäbische 
Städtchen mit dem Zug in 
Richtung Schweiz verlassen. 
Weil er Jude war. 



Kmderwelt bricht rry^.?^ 
1933 zusammen 



In Laupheim ist der Sohn 
einer jüdischen Kaufmanns- 
familie 1919 geboren; in seine 
Geburtsurkunde wurde dort 
1939 von den Nazis der Name 
„Israel" als Kennzeichen für 
seine Zugehörigkeit zum jü- 
dischen Volk eingefügt. Ein- 
stein blieb nicht im Exil, son- 
dern kehrte nach dem Krieg 
wieder nach Deutschland zu- 
rück, unversöhnlich, was die 
Verbrechen des Dritten Rei- 
ches angeht und zugleich 
kämpferisch engagiert in der 
jungen Demokratie. 

Zahlreiche Bücher, Zei- 
tungsartikel und Reden Ein- 
steins erregten Aufsehen, 
auch bei anderen Schriftstel- 
lern. Thomas Mann gehörte 
zu denen, die den Tucholsky- 
Preisträger bewunderten und 
förderten. 1983 starb Sieg- 
fried Einstein in Mannheim. 
Wer war dieser Mann, der 
sich weder für seine Heimat 
noch für das Exil entschieden 
hatte? 

Lebensdaten allein können 
kein umfassendes Bild lie- 
fern. Und doch sind in ihnen 
Wendepunkte und Lebens- 
umstände des Mannes ange- 
deutet, der sich selber als 



V 



In meine Heimat nur im Tod" 



„der Heimatlose" tituliert 
hat. 

1933, im Jahr der Machter- 
greifung, so beschreibt es 
Siegfried Einstein später sel- 
ber in seinem Lebenslauf, 
fällt die Kinderwelt Laup- 
heims jäh über ihm zusam- 
men. Sein Lehrer erklärt an- 
hand der Schädelform des 
14jährigen die „Dekadenz" 
der jüdischen Rasse - an der 
Tafel entsteht eine Grimasse 
mit schauerlicher Hakenna- 
se. Kurz darauf empfängt den 
Schüler im Schulhof des Pro- 
gymnasiums ein Steinhagel. 
Die antijüdischen Hetzkam- 
pagnen nehmen zu. Sieg- 
frieds Eltern, Max und Fanny 
Einstein, setzen den Sohn in 
einen Zug zu Verwandten in 
die Schweiz. 1938 folgen sie 
ihm nach St. Gallen, desillu- 
sioniert, staatenlos und arm. 

Der junge Siegfried muß 
damit fertig werden, daß er 
nicht mehr zu seinen Kame- 
raden gehört, trotz seines 
schwäbischen Dialekts und 
seines urdeutschen Namens. 
Und noch etwas anderes trifft 
Einstein als Jugendlichen 
ganz unvermittelt: Der grau- 
sanle Tod seiner Schwester 
Ciaire, die im Kleinen Walser- 
tal auf einer Wanderung an 



Erstes Buch im 
Schweizer Exil 



Siegfrieds Seite vom Blitz er- 
schlagen wird. Beides, Tod 
und Heimatlosigkeit, hat Le- 
ben und Werk des Schriftstel- 
lers und Dichters bis zuletzt 
bestimmt. 

Im Schweizer Exil gibt er 
1946 sein erstes Buch heraus. 
Das Gedichtbändchen „Me- 
lodien in Dur und Moll". Sei- 
ne einfühlsamen Gedichte an 
den Sohn Daniel, geprägt von 
einer Kindheit vor dem Drit- 



ten Reich, schlagen Töne an, 
die an Matthias Claudius 
erinnern. Seine Poesie ist zu 
dieser Zeit noch von konven- 
tionellen Versen und Stro- 
phen bestimmt. Thomas 
Mann begrüßt begeistert das 
neue Gesicht in der Litera- 
turszene der Nachkriegszeit: 
„Ich finde, es ist viel Innig- 
keit und eine lautere Bewun- 
derung Gottes in ihren Wor- 
ten. Ich liebe solche Wendun- 
gen, wie ,doch hast du mich 



Wieder Besuch 
in Deutschland 



unendlich überdacht, eh du 
mich schufst*. Es freut mich 
außerdem, daß ihr Gastland 
Sinn für ihre Gaben hat und 
das Radio Verse von ihnen 
sendet, es tut gut daran." 

Gesendet wurde im 
Schweizer Radio etwa das 
Gedicht „Der ewige Jude". 
Seine letzte Strophe lautet: 
„Ein Wanderer war müde der 
endlosen Fremde, ... er war 
nur ein Jude, ein armseliger 
Jude: er wollte nach Hause 
und ging in den Tod . . ." 

Düster sah Einstein seine 
Zukunftsperspektive. Denn 
auch in seinem Gastland war 
es ihm nicht besonders gut 
ergangen. Nach Schule und 
englischem Sprachdiplom 
landete Einstein zunächst in 
einem Schweizer Arbeitsla- 
ger, wo er im Straßenbau ein- 
gesetzt wurde. 

1949 kehrt Siegfried Ein- 
stein für kurze Zeit nach 
Deutschland zurück, um sich 
dort mit Erich Kästner und 
anderen zu treffen - endgül- 
tig siedelt er sich 1953 wieder 
in Deutschland an. In seiner 
Stadt („Wohnstadt" hätte er 
wohl gesagt) Lampertheim 
bei Mannheim begegnet er 
unverhohlenem Antisemitis- 
mus. „Dich haben sie verges- 



sen zu vergasen", muß sich 
der Heimkehrer am Telefon 
anhören, anonym natürlich. 

Neun Jahre später er- 
scheint sein nächstes Buch 
Der Lyriker und Meister der 
kurzen Form macht sich dar- 
in an die Dokumentation von 
Nazi- Verbrechen. „Eichmann 
- Chefbuchhalter des Todes" 
betitelt er es und nennt es sel- 
ber „dieses qualvolle Buch". 
Gedichtbände hat Einstein 
danach nicht mehr geschrie- 
ben. Einzelne lyrische Stücke 
brechen aus konventionellen 
Formen aiif.. beschäftigen 
sich mit der Vergangenheit in 
der Gegenwart oder mit den 
„Segnungen" der neuen Zeit. 
Wie das Gedicht „Alles in 
Ordnung, für Ariane 
Mnouchkine". 

„Konrad sieht fern", be- 
ginnt es, „am 12. Juli 1979: 
ARD und Hessen 3 / Alles 
oder nichts / 

Siebzehnhundertneunund- 
achtzig / Die Christen / Luise 
badet heiß: für alle Fälle . . . 
Alles in Ordnung, Luise / Und 
alles ist gut / und morgen, 
Konrad, werden wir wissen, / 
wie er weh getan / der Ab- 
schied, der Abschied, / der 
Abschied vom Auerhahn." 

Nach seinem Eichmann- 
Buch, das nicht neu aufgelegt 



Kampf gegen 
das vergessen 



wird, weil Einstein gericht- 
lich angeordnete Streichun- 
gen nicht akzeptiert, arbeitet 
er vorwiegend an der Mann- 
heimer Abendakademie und 
an Vorträgen in ganz 
Deutschland. Sein Kampf ge- 
gen das Vergessen setzt beim 
Vermitteln seiner Lieblings- 
schriftsteller ein. Else Las- 
ker-Schüler, Kurt Tucholsky, 
Egon Erwin Kisch, Heinrich 
Heine gehören zu seinen See- 



lenverwandten. Außerdem 
holt er in Vorträgen die 
„Klassiker vom Podest", 
spricht über Werke jüdischer 
Dichter, beschreibt die Ge- 
schichte der Juden in 
Deutschland und hält Geden- 
kreden zum Tag der Bücher- 
verbrennung und in Konzen- 
trationslagern. 

„Mein Mann wollte vor al- 
lem verhindern, daß verges- 
sen wird", sagt Einsteins 
Frau Ilona über das Lebens- 



Laupheimer 
erinnern sich 



-.frrjs»' 



ziel ihres Mannes. Leicht 
konnte das nicht sein. Ein- 
stein war nicht zu halten, 
wenn in einem Gespräch die 
Rede auf das Dritte Reich 
kam, und war noch weniger 
zu halten, wenn jemand um 
Verständnis für die Unwis- 
senheit der Bevölkerung 
warb. „Da stritt er sich mit 
allen", erzählt Ilona Einstein, 
„mit Verfechtern einer Posi- 
tion Israels und mit denen, 
die immer noch erzählen, 
man habe es ja nicht wissen 
können". 



Wenn's darauf ankam, stritt 
er sich auch mit denen, die in 
seiner Heimatstadt zu ihm ge- 
halten hatten, wie sein Schul- 
kamerad Rudi Klaiber, das 
Kindermädchen der Kaufleu- 
te Einstein und andere. „Er 
war unversöhnlich", meint 
Rudi Klaiber, „aber er hat 
sich hier auch nur mit denen 
gestritten, zu denen er Ver- 
trauen haben konnte". Im- 
pulsiv und unversöhnlich 
beim Gespräch über die Ver- 
folgung der Juden, so faßt 
Klaiber den Charakter seines 
„Kameraden aus der Kinder- 
zeit" vorsichtig zusammen. 
Rudi hatte während der 
Jungvolkzeit auch dann noch 
zu seinem Schulkameraden 
und dessen Bruder gehalten, 
nachdem man ihm von offi- 
zieller Seite mit Konsequen- 
zen gedroht hatte. Das hat 
Einstein ihm nie vergessen. 

Als Schriftsteller ist der 
ehemalige Mitbürger in 
Laupheim fast unbekannt ge- 
blieben. Seit drei Jahren fin- 
den sich einige Werke von 
ihm in der Stadtbücherei. In 
seinem Werk taucht seine 
Heimatstadt häufig auf Sei 
es in dem autobiografischen 
Romanfragment „Jom Kipp- 
ner" oder im Gedicht „in mei- 
ne Heimat nur im Tod": die 



Mitbürger werden direkt an- 
gesprochen, stellvertretend 
für andere Mitbürger anderer 
Juden in anderen Städten 
Deutschlands. 

Wie sehr Einstein Lau[>- 
heim trotz allem geliebt hat, 
läßt seine oftmals durch- 
schimmernde Sehnsucht 
nach diesem Fleckchen Erde 
ahnen, die sich erst nach sei- 
nem Tode erfüllen sollte. Fast 
unbemerkt wurde Einstein 
vor drei Jahren auf dem jüdi- 
schen Friedhof am Juden- 
berg zu Laupheim beigesetzt, 
wo einst eine der größten Ju- 
dengemeinden Süddeutsch- 
lands gelebt hat. - „in meine 
Heimat nur im Tod." 

Bettina Emmerich 



Das Bfld oben zeigt Siegfried 
Einstein nach dem Krieg, 
wahrscheinlich in seiner Woh- 
nung in der Nähe von Mann- 
heim. Unten ein Blick auf den 
jüdischen Friedhof von Laup- 
heim, wo Einstein begraben 
liegt. In Laupheim war vor der 
Verfolgung durch die Nazis ei- 
ne der größten jüdischen Ge- 
meinden der Region. 
Bilder: privat, Rupert Leser 



ECHT PASSIERT 



Dr Frieda isch nomöl grettet 



Schleachte Nöchrichta sind 
guate Nöchrichta, saget 
d'Joumalischta, und fuat- 
tret uns Dag fier Dßg mit Schau- 
ermeldunga, daß oim s'Grausa 
komma kennt. Ehramänner in 
höchschte Positiona, oiner noch 
em andra, entpuppet sich als 
Gauner und Halunka, Schtaats- 
präsidenta hoißet sich gegaseitig 
verruckte und tollwüatige Hund, 
in koim Flugzeug und in koiner 
Disco isch ma meh s'Leaba si- 
cher. Im naha Oschta - vrfluacht 
nöh isch der allmählich - hauet 
sich Muslems mit Chrischta und 
Juda, aber au Muslems gega 
Muslems, und im Norda schnei- 
det sich Chrischta gegaseitig 
d'Häls ab. Do woiß ma ieber- 
haupt nim'me, um was 's eigent- 
lich göht, des isch au scheints gar 
it wichtig, Hauptsach isch, ma 
findet irgenden Grund zum an- 
ander hiemacha. 

Mei Gott, bin i dö froh, daß e 
in era halbweags ruhiga Gegend 



leab. Dö hoißet sich d'Leit au 
Grasdackel und Huatsimpel und 
so Zeig, aber wenn oiner a Hilf 
braucht, nö sind de andre dö, 
und hiegmacht wird dö ab und 
zua a Fäßle Bier mitanander, 
sonscht nix. 

Aber au bei uns isch letzscht 
Wöch dia Sach mit dem Has und 
dem Hund passiert, ein Drama 
in einem Akt sozusaga, mit Tä- 
ter, Opfer, uschuldig Vrschtrick- 
te, grausamem Schicksal und al- 
lem drum und dra. 

Also, dia Sach isch dia: Mei 
Nöchbere, a Witfrau, it wöhr, 
höt en Hund, und mit dem göht 
se jeden Mor^a schpaziera. Der 
Hund isch gwieß koi uzivilisierte 
Beschtie, ganz gwieß it. Der wo- 
iß da Unterschied zwischa 
Schweineleber und Kalbsleber 
sehe ganz genau. Der woiß au, 
daß ma mit ama Auto besser ko- 
in Schtreit afangt, scho liaber mit 
ama Kind uffm Fahrrad. Und 
außerdem kennt en sei Fraula 



guat und höt en an dr Leine, bis 
sc ussem Fleacka dussa sind. 

Aber dussa auß'm Fleacka 
wohnt dr Ewald, und der höt en 
Hasaschtall im Garta schtau. 
Und wia's dr Deifel will, kommt 
der Hund uff oimöl daher mit 
ama Has in dr Gösch, wedelt mit 
em Schwanz wie en Ritterkreuz- 
träger noch em Feindflug und 
legt seim Fraule da Has vor 
d'Füaß na. Aber der Has isch hie 
gwäa. Und mei Nöchbere, dia 
Witfrau, wia Witfraua halt so 
sind, dia göht na, scheallet beim 
Ewald seim Weib mit dem Has in 
dr Hand und legt sofort a voUs 
Geschtändnis ab. 

I moi, jetzt hett ma jö da Der- 
rick kenna komma lau oder da 
Alta (ob da neia Alta oder da 
alta Alta, hett ma vielleicht 
abschtimma müaßa), und nö war 
der Fall genau uffklärt worra: 
Höt jetzt der Hund, der raffi- 
nierte, da Riegel am Hasaschtall- 



türle uffgschoba oder höt dr 
Ewald, weil's em pressiert höt 
ins Gschäft, da Riegel it richtig 
zuagmacht noch em Fuattra. Für 
a gerechte Urteilsfindung war 
des scho wichtig gwäa. 

Aber der Fall höt sich ganz 
oifach greglet. Em Ewald sei 
Weib höt dean Has in d'Pfann 
ghaua und höt meiner Nöchbere 
en Schenkel davo bröcht. Dia 
höt en mit Appetit geassa und 
höt em Hund da Knocha gäa. 
Woiß dr Deifel, wo dö d'Gerech- 
tigkeit bleibt, aber alle sind 
glücklich und zfrieda. 

Jetzt schtellet eich aber amöl 
vor, der Has hett em Reagan 
gheert und der Hund em Gorba- 
tschow. Oder no schlimmer, em 
Gaddafi. Nö dätet mir alle ganz 
schö dumm gucka. 

Aber zum Glück höt der Has 
em Ewald gheert und der Hund 
meiner Nöchbere. Und so isch dr 
Frieda nomöl grettet. 

Franz Fischt^r 




/ 









CO 
< 






Angelpunkte der 

Exilliteratur* 
Forschung 



<< 



Die verbrannten Dichter" 



Ein Berliner Theater zeichnet Tog und Nacht des Exils 




Das Schlussensembk ist schnei- 
dende Fanfare und dröhnender 
Trommel- und Pauskenschlag: 
Schluss mit dem Mummenschanz, 
Schluss mit der Unmenschlichkeit, 
Schluss mit Not und Knechtschaft, 
Schluss für alle Zeiten! Kaum ist 
der Donner der Mahnung im Thea- 
ter verhallt, fällt das 'Scheinwerfer- 
licht auf ein Mitglied der Gruj 
Peter Schlesinger, ein Mann von 
ebenso ^ossem Talent wie Embon- 
porpt; singt pianissimo Sigigisi^d 
s "Schlaflied für^Baniel" 
Jahr 1945. Im Zuschauer- 
raum wird es so still, dass man eine 
Stecknadel hätte fallen hören, als 
Schlesinger das Lullaby beendet: 

Wir fahren durch Deutschland, 

mein Kind 
und es ist Nacht. 

ie Toten klagen im Wind — 
utk^niemand ist aufgewacht. 

Nocn>iacq _Augenblick j hä 
Stille an. Und^aiin ftfich't "m dem 
bis zuim letzten Platz besetzten 
Theater ein minutenlanger Orkan 
des Jubels aus. 

Schauplatz war die ^Tribüne" in 
der Nähe des Berliner Ernst-'Reuter- 
Platzes. Der Abend heisst "Die ver- 
brannten Dichter". Texte deutscher 
Exilautoren sind zu einem dichten 
Mosaik zusammengefügt. Gedichte 
und Lieder von Paul Zech, Bert 
Brecht, Ilse Blumenthal-Weiss, 
Erich Weinert, Max Herrmann- 
Neisse, Walter Mehring, Franz 





Ein Bild aus der Revue ''Die Ver- 
brannten Dichter'*: Holger Münzer 
singt Carl Zuckmayers ''Elegie von 
Abschied und Wiederkehr*' (1939). 



Werfel, Max Barth, Else Lasker- 
Schüler, Mascha Kaleko — und 
dazwischen, als Zement sozusagen, 
knappe Prosastücke von Heine, Ha- 
senclever, Kerr, Polgar, Heinrich 
und Thomas Mann, Feuchtwanger, 
Karl Jakob Hirsch. 

Keine Spur von blosser Rezita- 
tion. Das Ganze ist eine Revue mit 

m feurigen sAntrieb und den Ri- 
taiidando-Inseln^>der Musik von Jür- 
gen Knieper, mil fernen (und mit- 
unter nicht so felmen) Weill- und 
Eisler- Anklängen, iber auch volks- 
liedhaft innigen unü stafken Melo- 
dien, die Atmosphäre schaffen und 
die Charakterprägpng der Figuren 
unterstützen. Mit/kargsten Andeu- 
tungen werden yLökalitäten umris- 
sen, DurchMj*gspunkte des Exils, 
Herberge.^JHTafen oder Bahnhof. 

MojwJfoge und Dialoge werden 
spannendem, aufwühlendem 
Theater. Naziiieder, die ein Junge 
in HJ-Un.iform in regelmässigen In- 
tervallen abraspelt, pointieren das 
Geschehen: Erinnerung an den Un- 
geist, der das Werk des Geistes ver- 
brannte. Die Exilautoren ventilie- 
ren Hass, Hohn, Anklage, Bitter- 
keit, Verzweiflung — und dazwi- 
schen immer wieder ergreifende 
Liebe zu dem Land, das sie vertrie- 
ben hat. Ein einziger Satz Walter 
Hasenclevers repräsentiert das 
Schicksal all jener Schriftsteller, 
die unter dem Druck seelisch zer- 
brachen und den Freitod suchten: 
"Ich habe fünf Tuben Veronal bei 
mir — gutes, echtes Veronal: für 

alle Fälle." 

♦ ♦ * 

Der Regisseur, der in mühevollen 
Recherchen die Texte wählte und 
der Revue ihre straffe Struktur ver- 
lieh, ist ein gebürtiger Berliner, 
Rainer Behrend. "Erblich belastet", 
wie er sagt: sein Vater hat 1949 die 
"Vagantenbühne" in der Kant- 
strasse, ein heute noch bestehendes 
Kellertheater, gegründet. Behrend 
kommt aus der wiedererstandenen 
Berliner Reinhardt-Schule, verdien- 
te sich die Sporen als Schauspieler 
und Regie-Assistent am Staatsthea- 
ter Kassel und stiess nach Jahren 
weiterer Artjeit im väterlichen Un- 
ternehmen 1972 zur 'Tribüne". 
Hier ist er Mitglied eines Dreier- 
Direktoriums, das einen ingeniösen 
Spielplankurs siteuert: Wechsel zwi- 
schen Unterhaltungsweilcen und 
"Kontrast Programmen". Das 



J^JJiÄVÄW'«*»« 



>«%%«%%%«*»• • 



Leichtgewicht ist etwa durch Kollos 
"Wilde Auguste", das frühere 
Claire-Waldoff- Vehikel, vertreten. 
Die "Kontrastprogramme" wurden 
seit Jahren aus der deutschen Ge- 
schichte geschöpft. 

Der Zyklus begann mit einer 
Adolf-GIassbrenner-Revue, wurde 
logisch mit "Kaiser Wilhelm und 
seine Zeit" fortgesetzt (Behrend: 
"Ich bin dazu eieens nach Holland 
gefahren und habe mir den Laden in 
Doorn angesehen") und führte mit 
"Walter Mehrings Lumpenbrevier" 
in die Weimarer Ära. Als die 'Tri- 
büne" dann 1978 ein Auftragswerk 
für die Berliner Festwochen zu lie- 
fern hatte, war die Wahl klar: den 
Bogen der Geschichte durch die 
Hitlerjahre und die unmittelbare 
Nachkriegszeit hindurch weiterzu- 
ziehen. 

* * « 

So unkonventionell wie der 
Spielplan der 'Tribüne" (die übri- 
gens für die Zukunft die Auffüh- 
rung von Walter Mehrings "Der 
Kaufmann von Berlin" plant) ist 
das Programmheft für die Revue 
"Die verbrannten Dichter". Es 
gleicht einer grossformatigen Zei- 
tung. Das eigentliche Programm 
erscheint auf der letzten Seite, wäh- 
rend der Hauptteil neben dokumen- 
tarischen Bildern wichtige Lyrik 
und Prosa der Exilautoren bringt, 
die innerhalb der Revue nicht Ver- 
wendung fand. Hier steht Oskar 
Maria Grafs Aufruf ^'Vertjrennt 
mich!"; Hans Sahls epochales Ge- 
dicht "Wir sind die Letzten"; Kurt 
Tucholskys Brief an Hasenclever» 
vom März 1933; ein aus der New 
Yorker Perspektive geschriebener 
Situationsbericht Hilde Wakers an 
Gabriele Tergit vom März 1941; 
und "Lebenserlaubnis", eine Remi- 
niszenz von Günther Anders (1962). 
Auch eine Reihe aufschlussreicher 
Nazi-Dokumente wird dem Leser 

ins Gedächtnis zurückgerufen. 

* « * 

In der Eingangshalle des Thea- 
ters hatte ein junger Berliner 
Buchhändler neben anderen Wer- 
ken auch eine Anzahl von Exempla- 
ren unserer "Aufbau"-Anthologie 
zum Verkauf aufgeschichtet. Am 
Ende des Abends war der Stoss 
sichtlich reduziert. 

• « * 

Friedrich Luft, heute der führen- 
de Theaterkritiker Berlins, aner- 
kannte die Strahlkraft der '"Tribü- 
ne": "Mehring, der seit Jahren ver- 
einsamt in Zürich lebt, steht wieder 
an dem Platz der Anerkennung, der 
ihm zusteht. Seine Werke werden 
neugedruckt. Ein Verleger hat sich 
endlich besonnen, das gesamte 
Opus dieses raren deutschen Bil- 
dungspoeten und Bänkelsängers 
herauszubringen. Den Anstoss da- 
zu gab die 'Tribüne'." 

• • « 

Niemand, auch nicht die Leitung 
der Bühne, hatte den intensiven 
Publikumserfolg der "Verbrannten 



Dichter" erwartet. Die Jugend kam 
in Massen. Schulklassen kamen. 
Das Dritte Programm des Deut- 
schen Fernsehens strahlte die Revue 
aus. Im November soll sie zum Ge- 
denken an die Kristallnacht auch 
im Ersten Programm laufen. 

Bisher gab es 70 Vorstellungen 
in der "Tribüne" — ein Rekord für 
ein derartiges Werk. Der Abend, 
dem ich beiwohnte, war ursprüng- 
lich als "Derniere" markiert. Aber 
die weitere Nachfrage war zu starte. 
So werden die "Verbrannten Dich- 
ter" mindestens für einige Zeit auch 
in den kommenden Spielplan einbe- 
zogen werden. 

Unbewältigte Geschichte? An ei- 




Rainer Behrend, Textgestalter und 
Regisseur der Revue. 

Fotos: Frank Roland-Beeneken (Berlin) 

ner Stelle mindestens hat man mit 
der Bewältigung einen mächtigen 
Anfang gemacht. 

WUl Schaber 



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Ein fast vergessener jüdischer Mitbürger 

Die Stacit Laupheim erinnert an den Schriftsteller Siegfried Einstein — Ein „heimatloser Fremdling" 



„Der Heimatlose bin ich hier und dort, in 
allen Städten und auf allen Gassen . . ." und 
,.Da ist, soweit ich Henken kann, kein Ort, 
den nicht der Fremdling, der ich bin, ver- 
lassen . . .** Das sind Auszüge aus einem Ge- 
dicht des im Jahre 1919 in der oberschwä- 
bischen Stadt Laupheim geborenen jüdi- 
schen Schriftstellers Siegfried Einstein. 
Viele seiner Werke sind vergriffen: meist 
Lyrik und Essays von hoher literarischer 
Qualität, 1956 mit dem Thomas-Mann-För- 
derpreis und 1964 mit dem Kurt-Tu- 
cholsky-Preis der Bundesrepublik 
Deutschland ausgezeichnet. 

Daß sich in diesem Jahr, als die Volks- 
hochschule Laupheim mit Lesungen von 
Rolf und Bettina Emmerich im Sitzungs- 
saal des Rathauses versuchte, eine Brücke 
zwischen dem fast vergessenen Werk Ein- 
steins und seiner Heimatstadt zu schlagen, 
der Saal fast bis auf den letzten Platz füllte, 
zeugt nicht nur von dem Interesse ap' Ein- 
steins Lyrik. Viele Zuhörer, die man noch 
nie in einer Lesung sah, Menschen aus al- 
len Schichten und aller Altersstufen, ka- 
men, um zu hören, was der Sohn des hoch- 
angesehenen jüdischen Textilhausinhabers 
in der Kapellenstraße über seine Heimat 



schrieb, aus der er mit Steinwürfen vertrie- 
ben wurde. „In meine Heimat möcht' ich 
nicht zurück, solang dies kranke Herz noch 
pocht im 'Schlaf. Doch sucht, ihr Männer 
Laupheims, sucht das Stück des Steines, 
der mich einst vorzüglich traf. Und einer 
werf symbolisch ihn mir zu, eh der Rabbi- 
ner mir drei Schaufeln Erde gibt. Das 
Stückchen Land, das meine Ahnen so ge- 
liebt, es diene mir im Tod zur letzten Ruh." 
Aus Mannheim, wo er nach der Rückkehr 
aus dem Exil gelebt hatte, wurde der 
Leichnam Einsteins in* seine Heimat über- 
geführt, wo er auf dem jüdischen Friedhof 
neben seiner geliebten Schwester begraben 
sein wollte. 

Schon seine Urgroßeltern hatten das da- 
mals größte Textilhaus zwischen Ulm und 
Friedrichshafen gegründet. Seine Mutter 
stammte aus einer bayerischen Großban- 
kiersfamilie. Großvater und Vater waren 
Vorstand der jüdischen Gemeinde in Laup- 
heim, der größten Synagogengemeinde in 
Württemberg; der Laupheim einen Großteil 
seiner wirtschaftlichen und kulturellen 
Entwicklung im 18. und 19. Jahrhundert 
verdankt. Um die Mitte des 19. Jahrhun- 
derts bildete die jüdische Bevölkerung fast 



ein Viertel der Laupheimer Einwohner- 
schaft. Schon zu Beginn des 18. Jahrhun- 
derts hatten sich die ersten jüdischen Fa- 
milien auf dem „Judenberg angesiedelt, 
wo sie auch ihren Friedhof und ihre Syn- 
agoge hatten. Der Wohnungsbau für die jü- 
dischen Ansiedler belebte das Handwerk 
und hatte einen fast stürmischen wirt- 
schaftlichen Aufschwung zur Folge. Der er- 
ste Laupheimer Ehrenbürger, Gründer der 
Filmstadt Hollywood, war ein Jude, dem 
Laupheim in den Notjahren nach dem Er- 
sten Weltkrieg viele Wohltaten verdankte. 

Einer, der nicht vergessen konnte, was 
ihm in Laupheim angetan wurde, war Sieg- 
fried Einstein. Als Vierzehnjähriger erlebte 
er, wie in der „Reichskristallnacht" die vier 
riesigen Schaufenster des Einsteinschen 
Kaufhauses zertrümmert wurden und SA- 
Männer vergeblich ins Haus einzudringen 
versuchten. Unvergessen blieb für ihn 
auch, wie sein Mathematiklehrer, der vor 
1933 im reichen Hause Einstein als Freund 
des Hauses ein und aus ging, ihn an die Ta- 
fel bat. Ohne Argwohn ließ der kleine Sieg- 
fried seine Schädelform mit Kreide an der 
Tafel nachfahren und war entsetzt über 
das Ergebnis: der Lehrer hatte ihm eine 



riesenlange Nase und ungeheuer große Oh- 
ren verpaßt, obwohl er eine Stupsnase und 
kleine Ohren hatte. Su si^lu;, »tMdlirlo dtir 
Lehrer vor den lachenden und liohnenden 
. Mitschülern, ein jüdischer Junge aus. Bis 
auf einen einzigen Freund lachten alle. Ein 
Dreivierteljahr später wurde er von Mit- 
schülern im Pausenhof mit einer Steinka- 
nonade überfallen. Darauf schickte ihn 
sein Vater in ein Schweizer Internat. 

Acht Angehörige verlor Siegfried Ein- 
stein in Auschwitz. Nach seiner Rückkehr 
in eine hessische Kleinstadt im Jahre 1952 
wurde er von neuem in einen antisemiti- 
schen Strudel gezogen. Wiederum warf 
man ihm die Scheiben ein und rief ,,Juda 
verrecke!" Diese Erfahrungen fanden in ei- 
nem in fünf Sprachen überüetzten, aber 
längst vergriffenen Buch, ,, Eichmann, 
Chefbuchhalter des Todes", ihren Nieder- 
schlag. Manche von Einsteins Gedichten 
schlagen einen Ton an, den man seit Mat- 
thias Claudius nicht mehr gehört hat, auch 
Anklänge an Rilke und Heine finden sich 
in seinem Werk, das nun für manchen 
Laupheimer wieder lebendig wird. 

Marga Schwoerbel 



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P.H. 



Si«9fri«d EintHiffi 
feiert« 60. Geburtstag 

Am 30. November fekrtc «i 
«Maimheim der Lyriker und Prosa- 
sohtiftsteHer Siegfried Einstein sei- 
nen 60 Gefxirtstag Der Sohn aus 
jüdisch cm Elternhaus, der F«imi- 
lierrangehöriige in Konzentration v 
lagern verlor, nrvus»te 1934 aus 
LauptKtfn (Württemberg) in die 
Schweiz fliehco, wo «ine enten 
Verse und Br»hh>r>gen entstanden. 
I9S2 kehrte er in die Buodesrepub- 
Ük zwiQck. 

Zum Werte des Lyrikers, der ah 
Ebsayifit auch eine unbequeme und 
n\itunter streiCbare Feder zu führen 
weiss, gehören "EidNmnn — Chef- 
buchh« ter des Tode«**, 1Me4odieii 
}ik Dur »nd Moir (Gedichte). "Sir- 
da" (Novelle), "Thomas und Ange- 
lina" fEraWun«), "Das Schilf- 
l>jch" (Proft), '*Dm Wokenschi'fr' 
(Lyrik), llcfenden". die tJbertra- 
Tung der OpttofOiwSki-NoveHe "Die 
FfMi CMiei andern" und der Heine- 
Eaftiy in Kiodlcrs Eivzykk)pädre 
'"Die Grossen der Weltgeschichte" 
(Zürioh/Münöhen). 



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• ^ -*■ 



I 



An einen unvergeßlichen Freund ! 
Worte des Abschieds am Grabe Siegfried Einsteins am 28. 4. 1983 



Liebster Freund Siegfried ! 

In wenigen Wochen jährt sich der Tag, an dem wir uns vor nunmehr 21 Jahren 
zum ersten Male begegneten - und alsbald gute Freunde wurden. 
In diesem Augenblick, bevor wir Dich für immer in dieses noch offene Grab 
senken, nehme ich das Wort und erlaube mir, für uns alle zu sprechen, für 
alle, die hier zum Abschied von Dir versammelt sind. 

Ich leite diesen Anspruch ab aus Deinen zahlreichen mündlichen und schrift- 
lichen Bekundungen, Du habest mich immer als einen Deiner getreuesten Freun- 
de empfunden. Und : In einer Stunde, in der plötzlich zwischen uns das The- 
ma des großen Abschiednehmens stand, batest Du mich, Dir einmal die Ab- 
schiedsrede zu halten, - so wie Du sie mir wolltest halten. 

Das will ich nun tun mit den bescheidenen Gaben, die mir in dieser Hinsicht 
zugemessen sind, wohl wissend, daß ich mich nicht messen kann mit Dir und 
Deiner brillanten Rhetorik, die uns oft genug erschüttert und zutiefst be- 
troffen gemacht hat. 

Laß mich Dir in unser aller Namen vor allem Dank sagen für das, was Du uns 
gegeben hast, indem Du uns teilnehmen ließest am Flug Deiner Gedanken und 
Gesichte, wie an dem Feuer Deiner Rede. Was auch immer das Thema Deiner Aus- 
führungen war, jeder, der Dir zuhörte, mußte spüren, daß Du Dich ganz gabst 
als Person, mit dem Herzen und mit dem Verstand. 
Es lag Dir nicht, etwas zu vertreten, was Dich nicht auch ganz erfüllte ! 

Gelegentlich gab ich Dir den freundschaftlichen Rat, es Dir doch etwas 
leichter zu machen, das eine oder andere mit etwas leichterer Hand zu be- 
arbeiten, - wobei Du Deinen Zuhörern und Lesern immer noch reichlich gei- 
stiges Mittun abverlangen würdest. Du konntest Dich dazu nicht bereitfinden ! 

Wie oft hast Du mir die seelischen (und auch körperlichen) Qualen geschil- 
dert, unter denen Du Neues zustande brachtest. Es war meist ein Vorgang, 
der einer Geburt gleichkam. 

Dabei erinnere ich mich vor allem noch der Entstehung Deines Beitrages über 
Heinrich Heine, der Dich ja immer besonders angezogen hat, für die Enzyklo- 
pädie "Die Großen der Weltgeschichte". 

Doch: Auch das leichte Wort, der spielerische Gebrauch der 
Sprache, das Jonglieren mit einem Feuerwerk von Gedanken und Worten bereite- 
te Dir große Freude, ja gelegentlich Lust. Und Du konntest auch so herzhaft 
lachen ! 

Daß ich Dir in mancher Stunde geduldiger Zuhörer und auch oft Gesprächs- 
partner im unbeschwerten Dialog sein durfte, das rechne ich mir ein bißchen 
zugute. Und klage mich zugleich an, daß ich nicht noch enger und häufiger 



{ 



-2- 



I. 



solches Zusammensein zustandegebracht habe. Dies um so mehr, als ich oft 
den Eindruck haben durfte, Dich ein wenig losgelöst zu haben von den man- 
cherlei Problemen, mit denen Du Dich herumgeschlagen hast - und herum- 
schlagen mußtest. 

So erinnere ich mich noch lebhaft meines Besuches an Deinem Krankenbett 
in Düsseldorf, gerade an Deinem 56. Geburtstag. Kurz zuvor hatte Dich auf 
einer Vortragsreise durch das Ruhrgebiet im Zug eine erste ernsthafte 
Herzattacke getroffen. Wie strahltest Du vor Freude bei meinem Eintreten 
- und wie fröhlich waren wir beide ! - trotz der widrigen Umstände, un- 
ter denen dieses Treffen stattfand. Es gelang mir, Deine trüben Gedanken 
aufzuhellen und Dich zum Lachen zu bringen. Die Ärztin, die erst Beden- 
ken hatte wegen der Länge meines Besuches, fand schließlich, er habe Dir 

sichtlich gut getan. 

Und als ich Dich dann im Januar 1976 nach Bad Nauheim holten konnte, da 
war das eine schöne Zeit für mich - und sicher auch für Dich ! 
Gemeinsam freuten wir uns über Deine gesundheitlichen Fortschritte. Wie 
strahlend vor Stolz über Deine Leistung standest Du eines Tages unvermu- 
tet vor der Tür unserer Wohnung im 3. (!) Stock. 

So wäre noch über manche gemeinsame Stunde zu berichten, lieber Freund, 
in der wir unsere Gespräche fortsetzen konnten. Meist war ich Zuhörer - 
ein bißchen auch Abladeplatz für Deine Probleme, mit denen Du reichlich 

'gesegnet' warst. 

Und wer lauschte Dir nicht gerne ? Deine Freunde im engeren Kreise wie 

Deine Zuhörer in Deinen Vorträgen und Ansprachen. 

Bei all dem warst Du uns allen immer ein anspruchsvoller Freund, - for- 
dernd und streng, - wie Du es mit Dir selbst warst. Viel Geduld war da 
oft vonnöten, um sich einzudenken und einzufühlen in das. was Dich beweg- 
te, auch physische Kraft, zuweilen bis zur Erschöpfung ! 

Vieles, wenn nicht alles, so glaube ich, in Deinem Wesen leitet sich ab 
von dem persönlichen Schicksal, das Du durchlitten hast. 
Hier in diesem Ort, wo Du, behütet und geliebt von Deinen Eltern, aufge- 
wachsen bist, mußtest Du in jungen Jahren erfahren, was Menschen anderen 
anzutun bereit u n d in der Lage sind. Es sind recht genau 50 Jahre 
her, daß in Laupheim der Wahnwitz des von den Nazis angefachten und ent- 
fachten Antisemitismus zu einem Vorspiel der sogenannten Kristallnacht 
führte. Deinem auf Rationalität angelegten Verstände war es unbegreiflich, 
daß bisherige Freunde sich von Dir abwandten und Feindseligkeit demon- 
strierten. 

Was damals begann, das führte zu Deiner und Deiner Famile erzwungener Emi- 
gration, zum Mord an Deinen Verwandten, zum Holocaust an 6 Millionen euro- 
päischer Juden, zum Tod von Millionen Menschen in der ganzen Welt. 



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-3- 



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-3- 



Davon nicht zu sprechen, dies nicht ständig im Bewußtsein 
mit sich zu tragen, das war Dir unmöglich. Du lebtest aus und in der 
brennenden Sorge, diese Vergangenheit werde zu leicht vergessen werden. 
Deutlicher gesagt : verdrängt, - bewußt und gelegentlich wohl auch un- 
bewußt. 

Dabei war es kein unref lektierter Humanismus, auf den sich Dein Engage- 
ment gründete. Du unterschiedest sehr wohl zwischen Gut und Böse, zwi- 
schen Leichtfertigkeit und Böswilligkeit, zwischen Unbedachtsamkeit 
und Zynismus. 

Aber nicht weniger erregten die Lauen Deinen Zorn; die Lauen, von denen 
die Bibel sagt, daß Gott sie ausspeien werde aus seinem Munde. Wenn sie 
recht hat, lieber Freund, dann brauchst Du nun nichts zu fürchten. Denn 
Du hast einen guten Kampf gekämpft ! 

Dich als Literaten zu würdigen, das steht mir nicht zu. Das müssen Wür- 
digere tun als ich es bin. Diejenigen unter uns, die dazu fähig sind, 
fordere ich hier an diesem Ort auf : Setzt Siegfried Einstein auch ein 
solches Denkmal ! 

Ein Wort aber darf ich noch sagen, - nach dem wenigen Persönlichen, dem 
noch so viel hinzuzufügen wäre, - zu dem politischen Menschen Siegfried 
Einstein. 

Vor 30 Jahren, im Alter von 34 Jahren also, kehrtest Du aus der Emigra- 
tion zurück, voller Hoffnung, was nun aus diesem Lande werden könne. Zu 
diesem Zeitpunkt jedoch waren die Entwicklungslinien unserer Republik 
schon vorgezeichnet, - und damit Dein weiteres Schicksal : 
Erneut ein Außenseiter zu sein und es zu bleiben ! 
Wiederum warst Du Drangsalen ausgesetzt. Oft nicht so offenkundigen, wie 
sie anderen widerfuhren: Antisemitismus war ja offiziell abgeschafft. 
Dein Eichmann-Buch von 1961 spiegelt die ganze Bitterkeit Deiner Erfah- 
rungen mit diesem vermeintlich "neuen" Deutschland wider, konzentriert 
in dem Schlußkapitel "Ich klage an !" - mit der langen Liste von Anklagen, 
die wir uns immer wieder vor Augen bringen sollten. 
Aus dem Präludium, das Du diesem Wrk vorangestellt hast, verlese ich zu- 
sammenfassend den folgenden Abschnitt : 



II 



Ich gedenke meiner acht Angehörigen, die in der Gaskammer 
starben, ohne Trost und ohne Gnade. Ich gedenke vor allem 
meiner geliebten Tante KarolJne, die mir, als ich noch ein 
Knabe war, gezeigt, wie kostbar das Gelb und das Blau auf 
den Flügeln eines Schwalbenschwanzes ist, wie wunderbar das 
Silber einer Pappel, wie heilig das Leben ! Ich gedenke 
vor allem meiner gütigen Tante Rosa, die jede Woche - drei 
Stunden vor Eingang des Sabbet - Gebäck und Wurst, Eier und 
im Winter warme Tücher unter die Armen verteilte. Ich ge- 
denke vor allem meines Jugendfreundes Julius, der so von 
ganzem Herzen an den lieben Gott glaubte - und auf der To- 
desrampe in Auschwitz so sehr von Gott verlassen ward. Mit 
diesem Buch über die Macht ohne Gewissen gedenke ich der 
6 000 000 Brüder und Schwestern, die sterben mußten - durch 
Gas und Feuer, durch Hunger und Kugeln, durch Spritzen und 



-4- 



-4- 



Schläge, durch Seuchen und cm Galgen -, weil sie Kahq und 
und Finkelstein hießen, den Sabbat heiligten und einmal - 
vielleicht vor 1000, vielleicht vor 2000 Jahren - aus Pa- 
lästina gekommen waren. " . ^ 



Gedenken - und nicht vergessen ! - , 
anklagen - um der Gerechtigkeit willen und 

um die Menschen wachzurütteln und s o 
die Wiederkehr der Bestialität zu verhindern , 
das waren die Triebkräfte aller Deiner Bemühungen. 

Du, mein teurer und unvergeßlicher Siegfried, hast Dein 
Streben tief in unsere Herzen eingegraben. 

Wir versichern Dir in diesem Augenblick, da wir Abschied vonDir nehmen, 
daß wir mit unseren bescheidenen Kräften in Deinem Geiste die Fackel 
der Wahrheit ein Stück Weges weitertragen vorantragen werden! 

So wirst Du in unseren Herzen weiterleben als der unbeirrbare Kämpfer 
für eine bessere Welt. 

Schalom, Siegfried, und Dank für alles ! 



Heinz Joachim Nagel 



\. 



I 






.•,<.*Kk** 





Siegfried Einstein bei der Arbeit: „Dichter mit allen Fasern semer Existenz." 

„Der Heimatlose bin ich hier und dort..." 



Bild: Privat 



Siegfried Einstein - der vergessene Dichter 

In seiner Geburtsstadt Laupheim Ist seine Prosa und Lyrik nur wenigen bekannt 

ipr /-//aim.af/r»c^ hin inh hii^%r Stein und SHinnrn W«rk O.ifliHinHi- uupn rl^^e mruioti Pinctiainc .inH c^i 



Der Heimatlose bin ich hier 

und dort, 

in allen Städten und auf allen 

Gassen. 

Da ist, so weit ich denken 

kann, kein Ort, 

den nicht der hfenidimg, der 

ich bin, verlassen. 

Diese bewegenden Zeilen 
schrieb der in Laupheim ge- 
borene Jude Siegfried Ein- 
stein, ein in Fachkreisen be- 
kannter und gern gelesener 
Dichter, Schriftsteller und 
Übersetzer. Einstein erlag 
vor einem Jahr, am 25. April 
1983, 63jährig in Mannheim 
einem Herzinfarkt. Er wurde 
auf dem israelitischen 
Friedhof in Laupheim beige- 
setzt. 

Siegfried Einstein zahlt im Land 
der Dichter und Denker zu den ver 
gessenen Dichtern - zumindest in 
seiner Geburtstadt Laupheim, wo 
nur eine Straße an den großen Phy 
siker und Namensvetter Albert Ein- 
stein erinnert. Nach einer Sieg- 
fried-Einstein-Straße sucht man 
hier vergeblich. Auch von den zahl- 
reichen Buchern des Schnfstellers 
fand sich bis vor kurzem kein einzi- 
ges Stück in der Stadtbibliothek. 

Rolf Emmerich. Gewerbeschul- 
rat und Stadtrat, sowie seine Toch- 
ter Bettina (19) wollen jetzt bei ui- 
nerLesungaus dem WerkEinsteins 
den vergessenen Dichter aus der 
der Versenkung holen Ihie Fest- 
stellung, daß der Autor bisher in 
Laupheim schlicht übersehen wur- 
de, soll kein Vorwurf sein - weder 
an die Stadt noch an die Burger 
Laupheims. Emmerich selbst stieß 
vor einigen Jahren erst durch Zufall 
auf den Schriftsteller Einstein, als 
er in einer jüdischen Anthologie ein 
Gedicht des geburtigen Lauphei- 
mers entdeckte. Seither beschäf- 
tigt sich Emmerich intensiv mit Ein- 



stein und Seinern Werk Ua die mei- 
sten Buche(,haufiy im Selbstverlag 
erschienen, vergriffen sind und 
nicht wieder aufgelegt wurden, tat 
sich Enimench sehr schwer bei der 
Suche nach Einstein-Literatur 

Vielleicht ist das eine Erklärung, 
wie dieses Laupheim einen seiner 
großen Söhne vergessen konnte 
Ein Dichter, dessen Arbeiten nicht 
zugänglich sind, also zwdngslaufig 
nicht gelesen wird, kann nicht ins 
BewußtseinderMenschen dringen 
Zudem verließ Einstein seine Ge 
burtsstadt schon als Mjahriger 
Bub. als Ihn sein Vater bei einset- 
zender Judenverfolgung 1934 zu 
Verwandten m die Schweiz schick 
te Erst im Tod kehrte Einstein wie- 
der nach Laupheim zurück, wo er 
seine letzte Ruhe fand. 

Emmerich der immer wieder den 
eingangs abgedruckten Vers (aus 
ihm stammt der Titel für die Lesung 
am 11. Ma\) auf den Lippen führt, 
hat neben seinen historischen Stu- 
dien über das Laupheimer Juden 
tum auch den fvlenschen Einstein 
zu ergründen und zu verstehen ver- 
sucht. „Er war Dichter mit allen Fa- 
sern seiner Existenz", und hatte 
dennoch immer wieder erhebliche 
Schwierigkeiten, Verleger für seine 
Lyrik zu finden. Grund: „Seine The 
men waren nicht marktkonform Er 
lebte und schrieb gegen den 
Strom." Will heißen: Seine Ausei- 
nandert>etzung mit dem Natio- 
nalsozialismus und dessen Grau- 
samkeit stieß im Nachkriegs- 
deutschland weitgehend auf taube 
Ohren. Verdrängen der Schrecknis- 
se war für viele leichter als die ratio- 
nale Verarbeitung dessen, was Na- 
zi-Deutschland angenchtet hatte. 
Insofern war Einstein ein unbeque- 
mer Dichter, der zeitlebens nicht 
vergessen, wohl auch nicht verzie- 
hen hat. 

Wer auch könnte dies fordern, 
liest man seine kurze Autobiogra- 
phie, die im vergangen Jahr, weni- 
ge Monate vor seinem Tode. In der 
Mannheimer Zeitschrift „Ketchup" 
veröffentlicht wurde Der Leidens- 



weg des jungen Einsteins und sei 
ner f amilie wird dann geschildert 
Sehen wir in einem Zitat, was der 
damals Hjahriye Bub. dessen 
Eltern ein großem Kauffiaus in Laup 
heim besaßen, nach der Macht- 
übernahme der Nazis durchma- 
cher* mußte: 

..Kdum bccha Wochen nucfi Oiesunt 
Jü Janujr wuiden in unsvitim Kduthdu^ 
iiie vmr ntiiiunhaltt'n Üchautenster in e/- 
ntii sogenanntun tasten Kiistallnachi 
/urtrunintuii. Oie SA-Mnnnci ciiänyan 
insGesctiätttiin, woliltininaia Wohnung 
hoch um meinen V^lur zu lynchen „Ls 
kum nicht dazu, weil hie daa nicht schall- 
ten die lüren waren verrammelt und 
verriegelt und sie zogen ab Das war tur 
mich^ den lAfährigen. etwas so Unge 
heueiliche:». dnß ich mit emem Nerven 
schock zwei Tage spater wieder zum 
iSchuluntei rieht ging 

Ich vergesse niemals, wie mein Ma 
thematiklehrer. der vor 1933 im Hause 
meiner Eltern treundlich verkehrt hatte, 
mich bat NunSiegtricdle. komm' mal an 
die Jalel. Ich ging nach vorne ohne 
Argwohn, tr sagte, ich solle mein Ge- 
sicht genau un die Tafel halten und er 
wolle mit der Kieide meiner Schadel- 
form nachfahren Das tat er. Als ich von 
Jalel zurücktrat war ich entsetzt über 
mein Portait Denn ich hatte eine riesen 



Einstein-Lesung ai 
11. Mai im Rathau 

Lyrik und Prosa aus dem Wt 
Siegfried Einsteins lesen i 
Freitag. 11. Mai, Rolf Emmeri 
und Tochter Bettina Die L 
sung, eine Veranstaltung der s 
beginnt um 20 Uhr im Sitzung 
saal des Rathauses. Kurt Rot 
aus Laupheim, Musikstudent 
Nürnberg, wird den Abend r 
Saxophon-Improvisationen ui 
rahmen Neben einem Qu« 
schnitt aus Einsteins Gesan 
werk lesen die Interpreten au 
aus dem neuesten Buch d 
Dichters, das vor etwa zwei W 
chen zum Todestag Einsteins 
Mannheim vorgestellt wurc 
Der Band mit Gedichten a 
dem Nachlaß tragt den Tit 
„Meine Liebe ist erblindet". Er 
im Verlag Quadrate-Buchhan 
lung Mannheim erschienen 



iar)ge Nase, wahrend ich in Wiiklic, 
eher eine sogenannte schwabi 
iitupsnase besaß, ich halte ungah 
gioße Üh'en. Withiundichin Wiiklic, 
eher kleine Ohien besaß, und er s 
voi vorsammelter Klasse, die lachte 
höhnte, sie ei kennten nun wie ein 
scher Junge auszuseheii habe Für i 
len Knaben, sehi ttensibel nianci 
uberemf)tindliLh. kam nun das / 
fuichterlichste bis auf einen Frt 
lachte die versummeliv Klasse 
sctiiie, ^di> wahrscheinlich in ganz L 
iiChland an ihnlichen Orten so gesc 
daß das nun der Jud sei Ich weinte 
schlucii/le der iehiei ^agte hami 
ich könne nach tiause gehen, unc 
ging nach Hjuse 

Wiederum SiiMondte spater wun 
aer Pause di's Latein Gymnasiums, 
ich angehörte, mit einer Sieinkanor. 
(tul meinen Kofjl. nninen brusikoi 
auf meinen Bauen und beine gesct 
den. gezielt Blutüberströmt schle^ 
ich mich bis an einen Ort. wo ein t 
mich ms Elternhaus fuhr Diesem S; 
hagel verdanke ich mein leben!" 

Zur Erklärung; Sein Vater bra< 
ihn nach diesem Vorfall in 
Schweiz, was den jungen Ems 
vor dem KZ. dem sicheren Tod 

**ioKrt/^ A'^H^ oo»r*<^^ A r% r^ ^ K /-^ ^ 

wurden in den Gaskammern 
Auschwitz umgebracht. 

1952 kehrte Einstein r 
Deutschland zurück, lebte 
nächst in einer hessischen Kl 
Stadt, und schließlich mit Ehe 
Ilona in Mannheim, wo er vor eii 
Jahr starb (i^ 




Grabstätte des Dichters auf dem 



israelitischen Friedhut in Lauph 

Bild 



l 






1 



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Ein fast vergessener jüdischer Mitbürger 

Die Stadt Laupheim erinnert an den Schriftsteller Siegfried Einstein - Ein „heimatloser Fremdling" 



„Der Heimatlose bin ich hier und dort, in 
allen Städten und auf allen Gassen . . ." und 
„Da ist, soweit ich denken kann, kein Ort, 
den nicht der Fremdling, der ich bin, ver- 
lassen . . ." Das sind Auszüge aus einem Ge- 
dicht des im Jahre 1919 in der oberschwä- 
bischen Stadt Laupheim geborenen jüdi- 
schen Schriftstellers Siegfried Einstein. 
Viele seiner Werke sind vergriffen: meist 
Lyrik und Essays von hoher literarischer 
Qualität, 1956 mit dem Thomas-Mann-För- 
derpreis und 1964 mit dem Kurt-Tu- 
cholsky-Preis der Bundesrepublik 
Deutschland ausgezeichnet. 

Daß sich in diesem Jahr, als die Volks- 
hochschule Laupheim mit Lesungen von 
Rolf und Bettina Emmerich im Sitzungs- 
saal des Rathauses versuchte, eine Brücke 
zwischen dem fast vergessenen Werk Ein- 
steins und seiner Heimatstadt zu schlagen, 
der Saal fast bis auf den letzten Platz füllte, 
zeugt nicht nur von dem Interesse an Ein- 
steins Lyrik. Viele Zuhörer, die man noch 
nie in einer Lesung sah, Menschen aus al- 
len Schichten und aller Altersstufen, ka- 
men, um zu hören, was der Sohn des hoch- 
angesehenen jüdischen Textilhausinhabers 
in der Kapellenstraße über seine Heimat 



schrieb, aus der er mit Steinwürfen vertrie- 
ben wurde. „In meine Heimat möcht' ich 
nicht zurück, solang dies kranke Herz noch 
pocht im Schlaf. Doch sucht, ihr Männer 
Laupheims, sucht das Stück des Steines, 
der mich einst vorzüglich traf. Und einer 
werf symbolisch ihn mir zu, eh der Rabbi- 
ner mir drei Schaufeln Erde gibt. Das 
Stückchen Land, das meine Ahnen so ge- 
liebt, es diene mir im Tod zur letzten Ruh." 
Aus Mannheim, wo er nach der Rückkehr 
aus dem Exil gelebt hatte, uoirde der 
Leichnam Einsteins in seine Heimat über- 
geführt, wo er auf dem jüdischen Friedhof 
neben seiner geliebten Schwester begraben 
sein wollte. 

Schon seine Urgroßeltern hatten das da- 
mals größte Textilhaus zwischen Ulm und 
Friedrichshafen gegründet. Seine Mutter 
stammte aus einer bayerischen Großban- 
kiersfamilie. Großvater und Vater waren 
Vorstand der jüdischen Gemeinde in Laup- 
heim, der größten .Synagogengemeinde in 
Württemberg, der Laupheim einen Großteil 
seiner wirtschaftlichen und kulturellen 
Entwicklung im 18. und 19. Jahrhundert 
verdankt. Um die Mitte des 19. Jahrhun- 
derts bildete die jüdische Bevölkerung fast 



ein Viertel der Laupheimer Einwohner- 
schaft. Schon zu Beginn des 18. Jahrhun- 
derts hatten sich die ersten jüdischen Fa- 
milien auf dem „Judenberg'* angesiedelt, 
wo sie auch ihren Friedhof und ihre Syn- 
agoge hatten. Der Wohnungsbau für die jü- 
dischen Ansiedler belebte das Handwerk 
und hatte einen fast stürmischen wirt- 
schaftlichen Aufschwung zur Folge. Der er- 
ste Laupheimer Ehrenbürger, Gründer der 
Filmstadt Hollywood, war ein Jude, dem 
Laupheim in den Notjahren nach dem Er- 
sten Weltkrieg viele Wohltaten verdankte. 

Einer, der nicht vergessen konnte, was 
ihm in Laupheim angetan wurde, war Sieg- 
fried Einstein. Als Vierzehnjähriger erlebte 
er, wie in der „Reichskristallnacht" die vier 
riesigen Schaufenster des Einsteinschen 
Kaufhauses zertrümmert wurden und SA- 
Männer vergeblich ins Haus einzudringen 
versuchten. Unvergessen blieb für ihn 
auch, wie sein Mathematiklehrer, der vor 
1933 im reichen Hause Einstein als Freund 
des Hauses ein und aus ging, ihn an die Ta- 
fel bat. Ohne Argwohn ließ der kleine Sieg- 
fried seine Schädelform mit Kreide an der 
Tafel nachfahren und war entsetzt über 
das Ergebnis: der Lehrer hatte ihm eine 



riesenlange Nase und ungeheuer große Oh- 
ren verpaßt, obwohl er eine Stupsnase und 
kleine Ohren hatte. So sehe, erklärte der 
Lehrer vor den lachenden und höhnenden 
Mitschülern, ein jüdischer Junge aus. Bis 
auf einen einzigen Freund lachten alle. Ein 
Drei Vierteljahr später wurde er von Mit- 
schülern im Pausenhof mit einer Steinka- 
nonade überfallen. Darauf schickte ihn 
sein Vater in ein Schweizer Internat. 

Acht Angehörige verlor Siegfried Ein- 
stein in Auschwitz. Nach seiner Rückkehr 
in eine hessische Kleinstadt im Jahre 1952 
wurde er von neuem in einen antisemiti- 
schen Strudel gezogen. Wiederum warf 
man ihm die Scheiben ein und rief „Juda 
verrecke!" Diese Erfahrungen fanden in ei- 
nem in fünf Sprachen übersetzten, aber 
längst vergriffenen Buch, „Eichmann, 
Chefbuchhalter des Todes", ihren Nieder- 
schlag. Manche von Einsteins Gedichten 
schlagen einen Ton an, den man seit Mat- 
thias Claudius nicht mehr gehört hat, auch 
Anklänge an Rilke und Heine finden sich 
in seinem Werk, das nun für manchen 
Laupheimer wieder lebendig wird. 

Marga Schwoerhel 



5^' 






N 





Siegfried Einstein bei der Arbeit: „Dichter mit allen Fasern seiner Existenz." Bild: Privat 

„Der Heimatlose bin ich hier und dort»," 

Siegfried Einstein - der vergessene Dichter 

In seiner Geburtsstadt Laupheim ist seine Prosa und Lyrik nur wenigen belcannt 



Der Heimatlose bin ich hier 

und dort, 

in allen Städten und auf allen 

Gassen. 

Da ist, so weit ich denken 

kann, kein Ort, 

den nicht der Fremdling, der 

ich bin, verlassen. 

Diese bewegenden Zeilen 
schrieb der in Laupheim ge- 
borene Jude Siegfried Ein- 
stein, ein in Fachlcreisen be- 
Icannter und gern gelesener 
Dichter, Schriftsteller und 
Übersetzer. Einstein erlag 
vor einem Jahr, am 25. April 
1983, 63jährig in Mannheim 
einem Herzinfarkt. Er wurde 
auf dem israelitischen 
Friedhof in Laupheim beige- 
setzt. 

Siegfried Einstein zählt im Land 
der Dichter und Denker zu den ver- 
gessenen Dichtern - zumindest in 
seiner Geburtstadt Laupheim, wo 
nur eine Straße an den großen Phy- 
siker und Namensvetter Albert Ein- 
stein erinnert. Nach einer Sieg- 
fried-Einstein-Straße sucht man 
hier vergeblich. Auch von den zahl- 
reichen Büchern des Schrifstellers 
fand sich bis vor kurzem kein einzi- 
ges Stück in der Stadtbibliothek. 

Rolf Emmerich, Gewerbeschul- 
rat und Stadtrat, sowie seine Toch- 
ter Bettina (19) wollen jetzt bei ei- 
nerLesungaus dem Werk Einsteins 
den vergessenen Dichter aus der 
der Versenkung holen. Ihre Fest- 
stellung, daß der Autor bisher in 
Laupheim schlicht übersehen wur- 
de, soll kein Vorwurf sein - weder 
an die Stadt noch an die Bürger 
Laupheims. Emmerich selbst stieß 
vor einigen Jahren erst durch Zufall 
auf den Schriftsteller Einstein, als 
erin einer jüdischen Anthologie ein 
Gedicht des gebürtigen Lauphei- 
mers entdeckte. Seither beschäf- 
tigt sich Emmerich intensiv mit Ein- 



stein und seinem Werk. Da die mei- 
sten Bücher^häufig im Selbstverlag 
erschienen, vergriffen sind und 
nicht wieder aufgelegt wurden, tat 
sich Emmerich sehr schwer bei der 
Suche nach Einstein-Literatur. 

Vielleicht ist das eine Erklärung, 
wie dieses Laupheim einen seiner 
großen Söhne vergessen konnte: 
Ein Dichter, dessen Arbeiten nicht 
zugänglich sind, also zwangsläufig 
nicht gelesen wird, kann nicht ins 
Bewußtsein der Menschen dringen. 
Zudem verließ Einstein seine Ge- 
burtsstadt schon als 14jähriger 
Bub, als ihn sein Vater bei einset- 
zender Judenverfolgung 1934 zu 
Verwandten in die Schweiz schick- 
te. Erst im Tod kehrte Einstein wie- 
der nach Laupheim zurück, wo er 
seine letzte Ruhe fand. 

Emmerich, der immer wieder den 
eingangs abgedruckten Vers (aus 
ihm stammt der Titel für die Lesung 
am 11. Mai) auf den Lippen führt, 
hat neben seinen historischen Stu- 
dien über das Laupheimer Juden- 
tum auch den Menschen Einstein 
zu ergründen und zu verstehen ver- 
sucht. „Er war Dichter mit allen Fa- 
sern seiner Existenz", und hatte 
dennoch immer wieder erhebliche 
Schwierigkeiten, Verleger für seine 
Lyrik zu finden. Grund: „Seine The- 
men waren nicht marktkonform. Er 
lebte und schrieb gegen den 
Strom." Will heißen: Seine Ausei- 
nandersetzung mit dem Natio- 
nalsozialismus und dessen Grau- 
samkeit stieß im Nachkriegs- 
deutschland weitgehend auf taube 
Ohren. Verdrängen derSchrecknis- 
sewarfürvlele leichter als die ratio- 
nale Verarbeitung dessen, was Na- 
zi-Deutschland angerichtet hatte. 
Insofern war Einstein ein unbeque- 
mer Dichter, der zeitlebens nicht 
vergessen, wohl auch nicht verzie- 
hen hat. 

Wer auch könnte dies fordern, 
liest man seine kurze Autobiogra- 
phie, die im vergangen Jahr, weni- 
ge Monate vor seinem Tode, in der 
Mannheimer Zeitschrift „Ketchup" 
veröffentlicht wurde. Der Leidens- 



weg des jungen Einsteins und sei- 
ner Familie wird darin geschildert. 
Sehen wir in einem Zitat, was der 
damals 14jährige Bub, dessen 
Eltern ein großes Kaufhaus in Laup- 
heim besaßen, nach der Macht- 
übernahme der Nazis durchma- 
chen mußte: 

„Kaum sechs Wochen nach diesem 
30. Januar wurden in unserem Kaufhaus 
die vier riesenhaften Schaufenster in ei- 
ner sogenannten ersten Kristallnacht 
zertrümmert. Die SA-Männer drangen 
ins Geschäft ein, wollten in die Wohnung 
hoch um meinen Vater zu lynchen: „Es 
kam nicht dazu, weil sie das nicht schaff- 
ten, die Türen waren verrammelt und 
verriegelt und sie zogen ab. Das war für 
mich^ den 14jährigen, etwas so Unge- 
heuerliches, daß ich mit einem Nerven- 
schock zwei Tage später wieder zum 
Schulunterricht ging. 

Ich vergesse niemals, wie mein Ma- 
thematiklehrer, der vor 1933 im Hause 
meiner Eltern freundlich verkehrt hatte, 
mich bat: Nun Siegfriedle, komm' mal an 
die Tafel. Ich ging nach vorne ohne 
Argwohn. Er sagte, ich solle mein Ge- 
sicht genau an die Tafel halten und er 
wolle mit der Kreide meiner Schädel- 
form nachfahren. Das tat er. Als ich von 
Tafel zurücktrat war ich entsetzt über 
mein Portait: Denn ich hatte eine riesen- 



Einstein-Lesung am 
11. I\/Iai im Rathaus 

Lyrik und Prosa aus dem Werk 
Siegfried Einsteins lesen am 
Freitag, 11. Mai, Rolf Emmerich 
und Tochter Bettina. Die Le- 
sung, eine Veranstaltung der vh, 
beginnt um 20 Uhr im Sitzungs- 
saal des Rathauses. Kurt Rösel 
aus Laupheim, Musikstudent in 
Nürnberg, wird den Abend mit 
Saxophon-Improvisationen um- 
rahmen. Neben einem Quer- 
schnitt aus Einsteins Gesamt- 
werk lesen die Interpreten auch 
aus dem neuesten Buch des 
Dichters, das vor etwa zwei Wo- 
chen zum Todestag Einsteins in 
Mannheim vorgestellt wurde. 
Der Band mit Gedichten aus 
dem Nachlaß trägt den Titel: 
„Meine Liebe ist erblindet". Er ist 
im Verlag Quadrate-Buchhand-. 

lung Mannheim erschienen. 



lange Nase, während ich in Wirklichkeit 
eher eine sogenannte schwäbische 
Stupsnase besaß, ich hatte ungeheuer 
große Ohren, während ich in Wirklichkeit 
eher kleine Ohren besaß, und er sagte 
vor versammelter Klasse, die lachte und 
höhnte, sie erkennten nun, wie ein jüdi- 
scher Junge auszusehen habe. Für mich 
den Knaben, sehr sensibel, manchmal 
überempfindlich, kam nun das Aller- 
fürchterlichste: Bis auf einen Freund 
lachte die versammelte Klasse und 
schrie, was wahrscheinlich in ganz Deut- 
schland an ähnlichen Orten so geschah, 
daß das nun der Jud sei Ich weinte und 
schluchzte, der Lehrer sagte hämisch, 
ich könne nach Hause gehen, und ich 
ging nach Hause. 

Wiederum 8-9 Monate später wurde in 
der Pause des Latein-Gymnasiums, dem 
ich angehörte, mit einer Steinkanonade 
auf meinen Kopf, meinen Brustkörper, 
auf meinen Bauch und Beine geschleu- 
dert, gezielt. Blutüberströmt schleppte 
ich mich bis an einen Ort, wo ein Auto 
mich ins Elternhaus fuhr. Diesem Stein- 
hagel verdanke ich mein Leben!" 

Zur Erklärung: Sein Vater brachte 
ihn nach diesem Vorfall in die 
Schweiz, was den jungen Einstein 
vor dem KZ, dem sicheren Tod, be- 
wahrte. Acht seiner Angehörigen 
wurden in den Gaskammern von 
Auschwitz umgebracht. 

1952 kehrte Einstein nach 
Deutschland zurück, lebte zu- 
nächst in einer hessischen Klein- 
stadt, und schließlich mit Ehefrau 
Ilona in Mannheim, wo er vor einem 



Jahr starb. 



(end) 




<s:S!Sf««SJSSSiK^S 



Grabstätte des Dichters auf dem israelitischen Friedhof in 



Laupheim. 
Bild: end 



per Spezialist für Heizung^ 
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.und Klimatechnik. 



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Samstag, 24. Oktober 1970 Nr. 249 



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Machmut Fausi 



Kompromiß der Thronanwärter oder 
Machtkampf der Stellvertreter? 



In Aegypten wie in der arabischen 
Oeffentlichkeit stieß die ziemlich über- 
raschende Ernennung des 70jährigen 
Berufsdiplomaten Machmut Fausi zum 
neuen Ministerpräsidenten überwiegend 
auf Erleichterung und Genugtuung. 
Präsident Anwar Es-Sadat, der Nach- 

(Von unserm Nahost-Korrespondenten 
H. J. Andel) 

folger des verstorbenen «Rais», hatte 
den erfahrenen Politiker mit hervor- 
ragendem Ruf im In- und Ausland am 
Dienstagabend berufen. Am Mittwoch 
war im Kubbeh-Palast die offizielle 
Vereidigung erfolgt. Die neue Regierung 
blieb bis auf den zurückgetretenen bis- 
herigen Informationsminister Heikai, 
der durch seinen Vorgänger Faijek er- 
setzt wurde, unverändert. Zuvor hatte 
das Exekutivkomitee der Einheitspartei 
ASU («Arabische Sozialistische Union») 
die Wahl Fausis und dessen Kabinetts- 
liste einstimmig gebilligt sowie den frü- 
heren Minister Abdel Mochsen Nur zum 



neuen Generalsekretär gewählt. Die 
Vermutung politischer Beobachter, das 
Land werde künftig von einem Füh- 
rungskollektiv regiert, hat sich somit 
bestätigt. 

Kenner der Verhältnisse erwarten 
jetzt, daß die Kairoer Entscheidungen 
eine Periode verhältnismäßig ruhiger 
innen- und außenpolitischer Entwick- 
lungstendenzen einleiten. 

Das Regime habe offenkundig drei 
Nahziele: es wünsche eine Vergröße- 
rung des internationalen Prestiges 
Aeg} ptens, vor allem in der westlichen 
Welt. Es wolle deutlich machen, daß die 
Anlehnung an die Sowjetunion wenig- 
stens vorläufig nicht mehr verstärkt 
werden solle. Es plane die Wiederein- 
führung oder Ausweitung gewisser in- 
nerer Freiheiten. 

Fausi dürfte kaum stark genug sein, die 
grundsätzlichen innen- und außenpoli- 
tischen Tendenzen des Regimes anzu- 
tasten. Auch in der neuen Funktion ist 
er sicher nur der gehorsame Diener sei- 
ner Herren. Doch dürfte er alles daran 



setzen, die Folgen der 'Ostorientierung 
zu mildern. Was den Palästinakonflikt 
angeht, ist er aus Ueberzeugung gewiß 
für eine Verständigung. Seine Möglich- 
keiten sind allerdings nicht nur durch 
seinen Charakter beschränkt. Schon 
sein hohes Alter macht ihn zu einem 
Mann des Uebergangs. 

Die wahre Macht liegt weder bei Fausi 
noch beim Präsidenten Es-Sadat. Um 
sie kämpfen die Männer, die sich zu- 
nächst im Hintergrimd halten, weil sie 
glauben, ihre Aussichten seien noch 
nicht groß genug. Auf der «Linken» 
ist das vor allem Ali Sabri, auf der 
«Rechten» Zakaria Mohieddin, beides 
ehemalige Vizepräsidenten. 

Auch der Namensvetter General Fausi 
als Armeeminister und Innenminister 
Goma'a als Geheimdienstchef besitzen 
große Machtpositionen. 

Die Wirkungsmöglichkeiten des ge- 
mäßigten Dreigespannes Es-Sadat, Fau- 
si, Nur hängen vor allem davon ab, in- 
wieweit sich die widerstreitenden Inter- 



essen der unzähligen potentiell «starken 
Männer» hinter den Kulissen gegensei- 
tig paralysieren. Vor allem aber ist es 
angewiesen auf das Stillhalten der Ar- 
mee. In ihr sind die jungen Offiziere 
noch genau so ungebärdig, von ihrer 
Ueberlegenheit über die «Berufspoliti- 
ker» überzeugt und Umsturz-lüstern 
wie zur Zeit des jungen Abdel Nasser. 
Noch immer sieht es so aus, als werde 
der wirkliche Nachfolger des toten 
«Rais» ein heute noch unbekannter 
Militär aus den mittleren Rängen wer- 
den. Er hätte es — gleichviel ob 
«links-» oder «rechts»-eingestellt — 
allerdings wesentlich schwerer als Nas- 
ser. 

Aegj'pten verfügt heute, und das ist 
vielleicht das wichtigste positive Ergeb- 
nis der Herrschaft Abdel Nassers, über 
eine vorher nie in dieser Breite vorhan- 
dene Schicht kritischer Intellekfueller, 
Studenten, Arbeiter und Mittelständler. 
Mit ihnen könnte ein neuer Diktator 
wohl kaum noch einmal so rücksichts- 
los umspringen wie der alte. 



Einweihung des Schweizer Spitals 
in Frankreich 



Paris, (sda) Bundesrat Graber wurde im 
Flughafen von Paris vom Schweizer 
Botschafter in Frankreich begrüßt. Der 
Vorsteher des Eidgenössischen Politi- 
schen Departementes fuhr anschließend 
in die Botschaft und später nach Issy- 
les-Moulineaux, wo die Einweihung des 
Schweizer Spitals in Frankreich statt- 
fand. Von französischer Seite nahm Ro- 
bert Boulin, Minister für Gesundheits- 
wesen und Sozialversicherung, an der 
Feier teil. Zugegen waren auch Bot- 
schafter Pierre Dupont, Andre Geiser, 
Präsident der Vereinigung für das 
Schweizer Spital sowie zahlreiche ande- 
re französische und schweizerische Per- 
sönlichkeiten. Die Bedeutung der fran- 
zösisch-schweizerischen Zusammenar- 
beit wurde in der Ansprache von Bun- 
desrat Graber besonders hervorgehoben. 



Das Schweizer Spital in Frankreich 
hat zurzeit 96 Betten, die der Altersheil- 
kunde und für Schwerkranke zur Ver- 
fügung stehen. Es steht Patienten aller 
Nationalitäten offen. Es wird als Privat- 
spital anerkannt. Dadurch gelten für 
Rückerstattungen der verschiedenen 
Vorsorgesysteme die maximalen An- 
sätze. Im Rahmen der französisch- 
schweizerischen Hilfe-Vereinbarung ist 
auch unentgeltliche medizinische Be* 
treuung möglich. 

Das bisher Verwirklichte ist nur Teil 
eines größeren Ganzen. Es wird auch 
eine ausgebaute chirurgische Abteilung 
usw. geben. Das Personal besteht zur- 
zeit aus 80 Personen. Darunter sind 10 
Schweizer Bürger, vorwiegend Pflege- 
rinnen. Das Werk wurde ohne offizielle 
Subventionen geschaffen. 



Brandt zieht Bilanz 

Bonn. (DPA) In einer Bilanz seiner ein- 
jährigen Regierungszeit hat der deut- 
sche Bundeskanzler Brandt in Bonn die 
massive Kritik der oppositionellen 
Christlichdemokraten an der sozial-libe- 
ralen Koalition energisch zurückgewie- 
sen. Er bedauerte, daß die notwendige 
Auseinandersetzung zwischen Opposi- 
tion und Regierung «an sachlichem Ge- 
wicht verloren und an polemischer 
Uebertreibung zugenommen» habe. 

An einer Pressekonferenz nahm Brandt 
gegen «Panikmachw» Stellung und er- 
klärte, die westdeutsche Wirtschaft sei 
gegenwärtig gesünder als vor einem 
Jahr. Neben dem Schweizer Franken 
sei die Deutsche Mark die härteste Wäh- 
rung der Welt. Es sei auch nicht wahr, 
daß sich die Lage in der Bundesrepu- 
blik verschlechtert habe. Der Kanzler 
hob hervor, daß seüi Kabinett ein sach- 



lich verzahntes, zeitlich geplantes und 
finanziell gesichertes Arbeitsprogramm 
bis zum Ende der Legislaturperiode 
1973 aufgestellt habe. 

Zum Vorwurf der Opposition, daß sich 
die Regierungskoalition nur noch auf 
die kleine Mehrheit von sechs Manda- 
ten stützen könne und auf der Stelle 
trete, meinte Brandt, knappe Mehrhei- 
ten seien kein Hindernis für eine wirk- 
same Politik. «Diese Bundesregierung 
ist voll handlungsfähig», sagte er. 

Der Kanzler appellierte an die Opposi- 
tion, besonders die Auseinandersetzung 
über die Außenpolitik mit Fairness und 
Sachlichkeit zu führen. Die äußere Si- 
cherheit Westdeutschlands sei ein zu 
kostbares Gut, um zum «Objekt natio- 
naler Selbstzer fleischung» gemacht zu 
werden. 



Tito in Paris 

Paris. (DPA) Der jugoslawische Staats- 
chef Tito ist am Freitag nach Abschluß 
seines Staatsbesuches in den Niederlan- 
den zu einer Begegnung mit dem fran- 
zösischen Staatspräsidenten Pompidou 
in Paris eingetroffen. 

Im Mittelpunkt seines Gesprächs mit 



Pompidou stehen namentlich die Lage 
im Mittelmeerraum und die europäische 
Sicherheit. Der eintägige Aufenthalt in 
der französischen Hauptstadt ist die letz- 
te Etappe einer Rundreise, in deren Ver- 
lauf der jugoslawische Staatspräsident 
Belgien, Luxemburg, die Niederlande 
und die Bundesrepublik Deutschland be- 
suchte. 



Die demographische Entwicklung 
der Menschheit 



Sicherheitsmaßnahmen in Chile 




■*^w 



New York. (AFP) Wenn die gegen- 
wärtige Wachstumsziflfer anhält, wird 
sich die Weltbevölkerung bis zum Jahre 
2006 verdoppeln und über sieben Mil- 
liarden Personen betragen. Dies wird im 
UNO-Jahresbericht über die demogra- 
phische Entwicklung vorausgesagt. Im 
Juli 1969 hatte es 3552 Millionen Men- 
schen auf Erden, davon 56 Prozent in 
Asien, 13 Prozent in Europa, 9,7 Pro- 
zent in Afrika, 7,8 Prozent in Latein- 
amerika, 6,7 Prozent in der Sowjet- 
union, 6,3 Prozent in Nordamerika und 
0,5 Prozent in Australien. 

Die Wachstumsziflfer hat während des 
vergangenen Jahrhunderts erheblich ab- 



genommen. Die Sterblichkeitsziflfer 
nahm während der gleichen Zeitspanne 
langsamer ab. Die höchsten Wachstums- 
zifTern haben Pakistan, Jordanien, Laos 
und Tansanien. Der Bericht enthält fer- 
ner eine Liste der bevölkerungsreichsten 
Länder und Städte. An der Spitze der 
Länder liegt China mit 740 Millionen 
Einwohnern, gefolgt von Indien mit 
537 Millionen und der Sowjetunion mit 
240 Millionen Einwohnern. Die ein- 
wohnerreichste Stadt bleibt Tokio mit 
über neun Millionen Einwohnern, ge- 
folgt von New York und London mit 
7,964 Millionen resp. 7,763 Millionen 
Einwohnern. 



( IGSK Mfl äMI^MI^ 







'■-<;^- 



Der Frieden ist das Gemeinwolil 



New York. (AFP) Der französische 
Außenminister Schumann erklärte an 
der 25. Jubiläumsversammlung der Ver- 
einten Nationen, die Annäherung der 
zwei Großmächte genüge nicht, um den 
Frieden zu sichern. Der Friede sei das 
Gemeinwohl der Menschheit, und sämt- 
liche UNO-Mitglieder trügen dafür die 
Verantwortung. Schumann betonte wei- 
ter, solange nicht alle Nationen der 
UNO angehörten, würden die Friedens- 
probleme kaum lösbar sein. 

Schumann legte großes Gewicht auf 
die Zusammenarbeit mit den Entwick- 
lungsländern und betonte in diesem Zu- 
sammenhang, Frankreich habe sich nur 
unter der Bedingung zu einem Emtritt 



in die EWG bereit erklärt, daß die afri- 
kanischen Länder und Madagaskar, mit 
denen Frankreich besondere Bindungen 
unterhalte, durch Assoziationsverträge 
in die Europäische Gemeinschaft ein- 
bezogen werden könnten. 

(Reuter) Zu den französisch-deutschen 
Beziehungen meinte der Außenminister, 
Frankreich wolle keine Feinde haben 
und kenne auch keine. Es habe darum 
auch mit sämtlichen Feindschaften 
Schluß gemacht und mit Deutschland 
freundschaftliche und fruchtbare Be- 
ziehungen angeknüpft, genauso wie be- 
reits früher die jahrhundertelange fran- 
zösisch-britische Erbfeindschaft habe 
überwunden werden können und einer 
«entente cordiale» Platz gemacht habe. 



\^: 



''i^^^'m^m^i^^if:< 



Polizehvagen vor dem Regierungsgebäude in Santiago de Chile, das am 
Samstag Amtssitz des Marxisten Salvador Allende wird. 



Santiago de Chile. (DPA/AFP) In Chüe 
sind nach der Ausrufung des Notstan- 
des zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen 
getroffen worden. So werden die Gren- 
zen des Landes und die Flughäfen 
streng überwacht. Ueber die Haupt- 
stadt Santiago wurde für gestern und 
heute ein nächtliches Ausgehverbot ver- 
hängt. Der Presse wurde die Veröffent- 
lichung von Meldungen und Informatio- 
nen untersagt, die «die öffentliche Ord- 
nung beeinträchtigen oder Panikstim- 
mung ver.irsachen könnten». 

Mehrere Mitglieder der Volksfront 
Salvador Allendes haben der Regierung 
nach dem Anschlag auf den Oberkom- 
mandierenden der Armee, General 
Schneider, vorgeworfen, daß sie Infor- 
mationen über geplante Terrorakte nicht 
nachgegangen sei. Allende selbst be- 



zeichnete das Attentat als «Bestandteil 
eines großangelegten, aufrührerischen 
Planes», der eine «äußerst ernste Lage 
hervorrufen» könnte. Einen Tag vor der 
Sitzung des chilenischen Kongresses, an 
dem Allende mit größter Wahrschein- 
lichkeit zum neuen Präsidenten be- 
stimmt wird, hat ein Wahlgericht bestä- 
tigt, daß der Kandidat der Volksfront 
am 4. September die meisten Stimmen 
auf sich vereinigte. Es wies damit rund 
70 Beschwerden wegen Wahlunregelmä- 
ßigkeiten zurück. 

Der Zustand General Schneiders ist 
weiterhin kritisch. Nach einem ärztli- 
chen Bulletin wird ein neuer chirurgi- 
scher Eingriff vorbereitet. Die Studen- 
ten der staatlichen Universität in San- 
tiago kündigten aus Protest gegen den 
Anschlag einen Streik an. 



Fürstenpaar in 
Riggisberg und Spiez 

(sda) Am Vormittag des zweiten, eben- 
falls regnerischen Tages ihres ersten 
Staatsbesuches in der Schweiz besichtig- 
ten Fürst Franz Josef IL und Fürstin 
Gina von Liechtenstein mit ihrem Ge- 
folge die Abegg-Stiftung in Riggisberg 
und das Schloß Spiez, wo das Mittag- 
essen eingenommen wurde. Sie wurden 
auf ihrem Ausflug vom Vizepräsidenten 
des Bundesrates, Bundesrat Gnägi und 
seiner Frau begleitet. 



Krise in Costa Rica 

San Jose / Havana. (AFP Reuter) Die 
jüngste Entführungs- und Erpressungs- 
affäre hat in Costa Rica eine Krise her- 
autl^eschworen. Der oberste Gerichtshof 
des Landes warf dem interimistischen 
Staatspräsidenten Aguilar Bonilla am 
Freitag vor, er habe mit der eigenmäch- 
tigen Freilassung von vier gefangenen 
Guerilleros im Austausch gegen ent- 
führte Flugzeugpassagiere die Gesetze 
verletzt. 

Aguilar Bonilla, der den in den USA 
weüenden Präsidenten Figueres Ferrer 
vertritt, hatte der Forderung der Ent- 
führer einer costaricanischen Maschine 
nach Kuba nachgegeben, weil sie nach 
seinen Aussagen damit drohten, vier 
Amerikaner an Bord des Flugzeuges zu 
ermorden. Während die vier Guerille- 
ros bereits nach Mexiko, das sie auf- 
nehmen will, abgereist waren, befanden 
sich die rund 30 Insassen des entführ- 
ten Flugzeuges am Freitag immer noch 
in Kuba. In Havana wurde jedoch da- 
mit gerechnet, daß sie zusammen mit 
der entführten Maschine nach Erledi- 
gung der üblichen Formalitäten zurück- 
fliegen können. 

Die Nachricht von der Freilassung 
der vier Guerilleros, die wie die Entfüh- 
rer einer linksradikalen Organisation an- 
gehören, hat in Nicaragua Beunruhi- 
gung ausgelöst, befindet sich doch ein 
führendes Mitglied der nicaraguani- 
schen GuerUlabewegung darunter. 



Die Genossen üben Eintracht 

Prag. (AFP) Der tschechoslowakische 
Parteichef Husak sagte in Prag an einer 
Arbeiterversammlung, die zu Ehren von 
Parteichef Walter Ulbricht organisiert 
worden war, die CSSR sei bereit, mit 
der Bundesrepublik Deutschland Ver- 
handlungen aufzunehmen. 

Der Schlüssel zu den Verhandlungen 
sei die Nichtigkeitserklärung des 
Münchner Abkommens. 

Für die Schwierigkeiten der Regierung 
der BRD wegen ihrer innenpolitischen 
Probleme zeigte er Verständnis. 

Die beiden Parteichefs hoben die Be- 
deutung der wirtschaftlichen Zusam- 
menarbeit zwischen beiden Ländern und 
die Fortschritte, die durch die Koordi- 
nierung ihrer Fünfjahrespläne erzielt 
wurden, hervor. 

Sie unterstrichen ihre gemeinsame Ver- 
antwortung für die Verteidigung der 
sozialistischen Errungenschaften in ih- 
ren Ländern und meinten, sie seien der 
feindlichen Propaganda besonders aus- 
gesetzt. 



Automobil^ H^ 



Tritt Brabham zurück? 

Aus Freundeskreisen von Jack Brabham 
verlautet, daß der dreifache Weltmei- 
ster von 1959, 1960 und 1966 am Mon- 
tag seinen Beschluß bekanntgeben wer- 
de, vom aktiven Rennsport zurückzutre- 
ten. Der Australier, bereits 44 Jahre 
alt, würde damit den Grand Prix von 
Mexiko 1970 am Sonntag als letzten 
Lauf seiner so erfolgreichen 20jährigen 
Karriere bestreiten. 



Zuguterletzt 

Die am 20. Oktober in der Sowjetunion 
gestartete automatische Weltraumstation 
«Sond-8» konnte fotografiert werden. 
Sie war 328 000 km entfernt. Auf dem 
Bild sind auch Gestirne sichtbar. Da- 
durch konnten die Koordinaten der Son- 
de mit größter Genauigkeit errechnet 
werden. Die Leistung wird von der 
Agentur TASS als «einzigartig» be- 
zeichnet. Sie gelang einem Observato- 
rium in Sibirien. 



Feuilleton 



Samstag, 24. Oktober 1 970 Nr. 24^ 



Pierre steht vor der Tür 



«Seht ihr den jungen Mann im schwar- 
zen Pullover vor unserem Haus? Jetzt 
läuft er schon eine halbe Stunde auf 
und ab, hat jeden Winkel wie eine Se- 
henswürdigkeit betrachtet, unsere Kat- 
zen gestreichelt, in den Vorgarten ge- 
spitzt und obendrein auch noch einen 
Rücksack neben die Treppe gestellt! 
Was ist bloß los mit diesem jungen 
Mann?» Wir — hinter unseren Gar- 
dinen — fühlen uns zwar einigermaßen 
sicher, sind aber ziemlich beunruhigt. 
Da marschiert er plötzlich entschlossen 
auf die Haustür zu, klingelt und ist 
wahrhaftig nichts weiter als Pierre aus 
Paris, dem Inge im Rahmen deutsch- 
französischen Brietaustauschs schreibt, 
der Schüler Pierre, 18 Jahre, leicht un- 
rasiert, ein unternehmungslustiger jun- 
ger Mann, der aut einer Reise eben mal 
vorbeikam und nur noch ein Weilchen 
draußen brauchte, bis seine Unterneh- 
mungslust groß genug war, mitten in 
einen deutschen Haushalt vorzustoßen. 
Mein Gott, Pierre ist da! Nach einer 
Schrecksekunde fassen wir uns, äußern 



Freude, freuen uns auch wirklich und 
laden ihn ein, doch um Himmels willen 
ein paar Tage dazubleiben. Denn das 
ist uns allen sofort klar: wir haben mit 
Pierre einen Zipfel deutsch-französi- 
scher Freundschaft zu fassen gekriegt 
und jetzt giU's zu zeigen, daß es uns 
ernst ist mit der Völkerversöhung. Und 
so läuft von Stund an die ganze 
Familie auf Hochtouren. Soll er sehen, 
bei uns zugeht. Wir werden ihm 
Deutschland schon in ein gutes Licht 
rücken. Banale Gespräche werden 
schleunigst bis auf weiteres verbannt. 
Dafür diskutieren wir angeregt und an- 
spruchsvoll und — um hinter der fran- 
zösischen Höflichkeit nicht zurückzu- 
stehen — französisch, soviel Schweiß 
uns das auch kostet. Nie gekannter 
Ordnungssinn bricht bei den Kindern 
aus: der Eindruck vom gepflegten deut- 
schen Heim soll nicht einmal durch 
herumfliegende Pantoffeln gestört wer- 
den. Sogar unser Willichen fühlt, was 
für eine schwere Verantwortung als 
deutsches «Muster»kind auf ihm lastet 



und gibt sich Mühe, artig zu erscheinen. 
Tante Julie, sonst allem Fren;iden ge- 
genüber ziemlich ablehnend, trägt freu- 
dig ihr Scherflein bei. Unser Tisch ist 
dem Bersten nahe, so tapfer kämpft sie 
mit einer raffinierten Auswahl einhei- 
mischer Gerichte gegen die Ueberlegen- 
heit der französischen Küche, und 
schon um sieben hetzt sie nach Bröt- 
chen: der Ruf des deutschen Frühstücks 
steht auf dem Spiel. Neben solchen An- 
strengungen um ein beispielhaftes Fa- 
milienleben wird ein regelrechtes Ak- 
tionsprogramm entwickelt. Inge arran- 
giert Stadtbesichtigungen mit Museum, 
Schloß, Kirchen und "so weiter, bis sie 
vor lauter Kulturbeflissenheit, Blasen an 
die Füße kriegt. Aber da steht schon 
der Nächste bereit, sie abzulösen. Der 
Hausherr persönlich läßt es sich nicht 
nehmen, sibt sich als Waldläufer, or- 
ganisiert Wanderungen mit Fotopirsch, 
um dem "deutschen Gemüte Geltung zu 
verschaffen. Geselligkeit mit attrakti- 
ven Freunden, Einkaufsbummel in ele- 
ganten Geschäften, Ausstellungen, 



Konzert, Theater und Twist in rotem 
Licht — wir lassen nichts aus! Das zu 
Vergleichen herausfordernde Schreck- 
gespenst Paris hält uns in Atem. 

Und er — Pierre? Wie ein Schwamm 
saugt er alles in sich hinein, immer 
charmant und interessiert, — läßt nir- 
gends geistige Grenzen oder körperli- 
che Erschöpfung erkennen, so sehr wir 
das manchmal auch wünschten ange- 
sichts der Strapazen. Im Gegenteil, 
— er ist unermüdlich bis in die Nacht 
hinein, und an jedem Morgen treibt's 
ihn erlebnishungrig in aller Frühe aus 
den Federn, sodaß wir unserem gesun- 
den Schlafbedürfnis viel Gewalt antun. 
Er könnte die Deutschen für Schlaf- 
mützen halten! 

Trotz alledem mögen wir ihn herz- 
lich gern und Tante Julie ist sogar be- 
reit, nicht mehr so schlimm über den 
Sündenpfuhl Paris zu denken. Ja, als 
er sich erklären läßt, wie man Mark- 
klößchen macht, gesteht sie's sogar ein. 



auch schon in Frankreich gewesen zu 
sem, oui, anno 1931 in Lourdes. Nach 
zehn hektischen Tagen rüstet Pierre un- 
aufhaltsam zum Aufbruch. 

Das Haus ist so leer ohne ihn. Es 
eibt wieder Spiegelei mit Salat und kei- 
ne Brötchen, wllli erschreckt uns mit 
weißen Mäusen. Und wir reden vom 
Wetter und vor allem von ihm. Nein, 
wir haben uns nichts vorzuwerfen. Er 
wird begeistert sein von Deutschland! 
Vom Wald, meint der Vater, — vom 
Museum, meint Inge, während Tante 
Julie das Markklößchengespräch un- 
vergessen im Herzen bewahrt und si- 
cher ist, er habe mindestens ein Kilo 
zugenommen. «Wir werden's sehen im 
ersten Brief», einigen wir uns schließ- 
lich, da muß es sich niederschlagen, das 
deutsche Erlebnis. 

Wir alle umstehen Inge, während sie 
ihn öffnet. Wir alle lesen's: «Du hast 
wunderschöne Augen, Inge. Daß ich 
Dich entrissen bin!» GP 

Petra Michaely 



Der Fortschrittsvirus 



Wie es kam, weiß heute niemand mehr 
genau. Die einen glauben, Wägeli sei 
schuld, dieser Dynamiker und Ver- 
kaufspsychologe, der dem Gemeinde- 
präsidenten von Birshofen zusetzte, ihm 
großformatige Bilder auf den Schreib- 
tisch legte und ihm zuraunte: Wir sind 
es der Zeit schuldig, aus Birshofen et- 
was zu machen. 

Birshofen liegt über einer Schlucht, 
ein paar Weinäcker geben etwas Ro- 
mantik her. Wägeli photographierte je- 
de Ecke, ein paar alte Mauern und den 
kleinen Kern der Häuser, eine Art 
rechteckiger Würfel. Der Zustand der 
Wege ließ zu wünschen übrig, ferner 
gab es eine Sonnenhalde, wo noch nicht 
gebaut worden war. Wägeli litt unter 
diesen Vernachlässigungen, wie er mein- 
te. Es gab Gemeindeversammlungen, 
man hörte Wägeli und noch einmal 
Wägeli. Birshofen muß aus seinem Ur- 
weltzustand heraus, schmetterte er in 
den Saal. Es klang eindrücklich wegen 
der elektrischen Lautverstärker, Wägeli 
sprach vom Geist der neuen Zeit, der 
ganze Planet sei eine Art Exerzierfeld 
großartiger Unternehmungen geworden, 
weshalb sollte Birshofen zurückstehen. 
Nur der alte Lehrer Offi antwortete. 
Seine Stimme klang schon deswegen 
weniger überzöugend, weil offenbar je- 
mand die elektrische Verstärkeranlage 
abgestellt hatte. Man solle Birshofen 
nicht verderben, sagte der biedere Leh- 
rer, der die Altersgrenze erreicht hatte, 
Birshofen habe es bis heute gut gehabt, 
weil es nicht auf der Entdeckerlinie lie- 



ge. Fortschritt im Kleinen, meinetwe- 
gen, sagte Lehrer Offi, ein Frigidaire 
sei zum Beispiel nützlich, aber nicht im 
Großen. Er sagte Brrrr, er rollte das 
R vortrefflich und einige lachten. Der 
Gemeindepräsident fühlte sich einge- 
klemmt, er glaubte bis zu einem gewis- 
sen Grade an den Fortschritt (dies omi- 
nöse Zirkuspferd), außerdem war Wä- 
geli zu Geld gekommen, verkaufte zu 
Tausenden Apparate aller Art und ope- 
rierte gar mit Heimatliebe. Man ging 
auseinander ... ah in Birshofen schlief 
man gut. Die Autostraße verlief weit 
oben im Gebirge, die Flugzeuge hatten 
das Dörfchen als Richtmarke auch noch 
nicht entdeckt. Was hatte Offi gesagt: 
Ihr wißt nicht, was ihr habt. Wer noch 
an den Fortschritt glaubt, ist schon ver- 
loren. 

Ein paar Auswärtige verbrachten in 
Birshofen ihre Ferientage. Ferien ohne 
Aufwand, sie kamen billig, man blickte 
durch die Weinäcker hindurch in die 
Schlucht, man schlich durchs Gestrüpp 
der Sonnenhalde. Die wenigen Ferien- 
leute waren glücklich. Doch Wägeli un- 
terwarf sie einer «Enquete». Er sug- 
gerierte ihnen nach der Art heutiger 
Psychologen Fragen oder eher Antwor- 
ten nach seinem Geschmack. Er ließ 
eine Broschüre drucken und da las man 
denn plötzlich, was diese Ferienleute 
(es waren 12 im ganzen) alles «wünsch- 
ten»: eine Sonnenterrasse, ein Schwimni- 
bad, sogar einen Reitweg, auch ein 
«richtiges Hotel» mußte her. Der Ge- 
meindepräsident — unentschlossen und 



eingeklemmt wie immer — trank eine 
Flasche Pendant, als er diesen Pro- 
spekt las. Ein herrlicher Prospekt. 
Glanzpapier. Stand es da nicht Schwarz 
auf Weiß? «Birshofen muß seine große 
Chance wahrnehmen, es muß endlich 
erwachen, es muß Anschluß gewinnen 
an den modernen Geist der Zeit, sonst 
wird es grausam zurückfallen ...» 
Grausam zurückfallen. Der Präsident 
zuckte ordentlich zusammen. Grau- 
sam . .. war ein hartes Wort. Neue 
Versammlungen im «Schwanen». Der 
Virus hatte das ganze Dorf angesteckt. 
Diesmal ließ sich Lehrer Offi die Ver- 
stärkeranlage nicht abstellen. Er war- 
tete ... bis alles klappte und legte dann 
mit sehr entschiedener Stimme los. 
Aber er hatte einen Gegner, Gemeinde- 
rat Stüssi, er hatte zwei, drei Gegner, 
er hatte vier Gegner. Die Leute redeten 
plötzlich von «gewaltigen Verdienst- 
chancen», vom «gerechten Anteil» am 
Wohlstand des Lances. Oiti wurde 
überstimmt, der Gemeindepräsident 
rang die Hände, er hatte diesen Mann 
gern. Der Forlschritt muß erkämpft 
werden, hatte Wägeli ausgerufen. Der 
Grad der Erhitzung nahm zu. Es kam 
zu Intrigen, dem Lehrer Offi wurden 
die Scheiben eingeschlagen, zwei seiner 
Bienenkörbe brannten an einem Abend 
lichterloh. 

Der Fall wurde langsam bekannt. 
Ist Birshofen ein Dornröschen, das auf 
den Prinzen wartet, schrieb ein Journa- 
list der Regions-Zeitung. Es kamen 
Neugierige nach Birshofen und blinzel- 
ten durch die Rebgärten hindurch in 



die Schlucht. Ein Touristenblatt faselte 
schon von einer neuen «Entdeckung». 
Im Gemeinderat ging es hoch her. Der 
Präsident tröstete sich wiederum mit 
einer ganzen Flasche . . . doch eine Ent- 
scheidung war zu fällen. Ein berühm- 
ter Architekt mußte her . . . das war die 
Lösung! Er würde sagen, was zu tun 
sei, sein Machtwort würde die Geister 
bannen oder ausfliegen lassen. Sein ge- 
nialer Blick würde den ganzen Kom- 
plex umfassen und das für Birshofen 
allein Richtige und Nützliche erkennen. 

Der Sachverständige war eines Ta- 
ges da, sein riesiger Wagen hatte Mühe 
durch die Zentralstraße des Dorfes zu 
kommen; ein diskreter Chauffeur riß 
den Wagenschlag auf. Der berühmte 
Greis wurde sichtbar. Ein reizender Ort, 
murmelte er, ah, daß es das noch gibt! 
Wägeli, Offi, Gemeinderat Stüssi, sie 
alle waren zur Stelle in ihren besten 
Anzügen. Wägeli entwickelte seine herr- 
liche Eloquenz. Da flogen die Zahlen 
wie Bälle durch die Luft, da war von 
Sonnenbestrahlung die Rede, von weiten 
leeren Plätzen, von dem köstlichen Was- 
ser, von drei alten Häusern, darunter ei- 
nes aus dem Jahr 1711. Der Gemeinde- 
präsident nickte, unnötig etwas zu sa- 
gen, Wägeli wußte alles besser, alles 
genauer. Man hob ein Glas im Büro 
des Gemeindepräsidenten und schließ- 
lich setzte sich der Troß der Herren 
in Bewegung, um das Gelände zu in- 
spizieren. Sie erreichten den gewissen 
Punkt, die Kanzel, von wo man einen 
eindrücklichen Blick auf Birshofen hat. 



Man hörte die Lerchen im Himmel, 
man schwieg, der weltberühmte Archi- 
tekt blickte schweigend hinunter und 
über sein Gesicht lief es wie Beseeli- 
gung. Schön, murmelte er einmal und 
ein ander Mal: Ah . . . diese Stille! 

Es war nun an Wägeli zu explizie- 
ren. Dort würde die große Straße vor- 
beiführen, und jene Häuser würden ver- 
schwinden. Dort mußte eine riesige Ze- 
mentterrasse hin und weiter hinauf . . . 
ein «Center». Er unterstützte seine Er- 
klärung mit Skizzen und Plänen, die er 
rauschend entfaltete. 

Endlich rief er aus: Es ist entsetz- 
lich, das ganze Dorf schläft, sagen Sie 
uns, was zu tun ist! 

Der große Mann drehte sich um. Sei- 
ne Mienen waren entspannt. Er blickte 
auf die Herren, er blickte auf Wägeli 
und sagte dann mit leiser, aber ent- 
schiedener Stimme: 
Schlafen lassen. 
Was denn? rief Wägeli aus. 
Dieses Dorf, diese noch unverdor- 
bene Siedlung, wiederholte der Mann, 
der ganze Satellitenstädte aus der Erde 
stampfte, schlafen lassen. 

Und beim Abstieg von der Kanzel 
wiederholte es der große Mann noch 
einmal (er ging jetzt wie zufällig an der 
Seite des alten Lehrers): Schlafen las- 
sen, glauben Sie es einem erfahrenen 
Manne, jeder Eingriff in dies herrliche 
Gebilde würde seine Einheit zerstören. 
Schlafen lassen, ist eine .sute Devise, 
zumindest für ihr schönes Birshofen . . . 

Eduard H. Steenken 



Aus einem Jörn Kippur 



Von Siegfried Einstein 

Am 10. Oktober begingen die Juden in 
der ganzen Welt ihren höchsten Feier- 
tag: Jörn Kippur, das Versöhnungsfest. 
«Aus einem Jom Kippur» entnehmen 
wir einen noch unveröffentlichten Ro- 
man von Siegfried Einstein. — , 

Lothar Goldstein öffnete das Gebet- 
buch und las die Worte, die der Vater 
einmal für ihn aufgeschrieben hatte. Als 
der fremde Kantor das Kol Nidre sang, 
schloß der Mann in der letzten Reihe 
die Augen und fuhr im Nachen der Er- 
innerung zu den grünen Inseln seiner 
Kindheit. 

Es war in der Synagoge zu Laup- 
heim, zu einer Zeit, da Lothar Gold- 
stein noch kurze dunkelblaue Hosen 
trug und aus großen Augen die Erwach- 
senen anstaunte, von denen er glaubte, 
daß sie alles besser wüßten und das Un- 



Zärtlichkeit 

Sie kommt sachte 
Auf leisen Wegen 
Dir entgegen. 
Ist zitternder Anfang, 

Welle 
Und Spiel; 
Freude 
In Schönheit. 

Alice Suzanne Albrecht 



glaubliche glaubhaft machen könnten, 
wenn sie es nur wollten. Zu jener Zeit 
waren die Goldsteins noch geachtet, ob- 
wohl ihre Ahnen auf dem jüdischen 
Friedhof zur letzten Ruhe gebettet: Sie 
waren, wie man so schön sagte, gleich- 
berechtigt, obwohl der eine oder andere 
unter ihnen eine etwas längere Nase 
durch die Welt trug. 

Am höchsten Abend im Jahr geschah 
es, daß Leopold Wallach, den alle in 
dem kleinen württembergischen Land- 
städtchen nur das Poldele nannten, auf 
dem Harmonium das Kol Nidre an- 
stimmte und dem leicht nach vorne ge- 
neigten Kantor Dworzan das Zeichen 
gab, zu beginnen mit seinem «Weesore, 
wacharome. wekonome», worauf der 
Knabe Lothar einen Schmerz im Her- 
zen spürte, von dem er nichts zu sa- 
gen wußte, eine Träne, die er, wissend, 
daß man unter den Augen des Kantors 
nicht weinte, in der Kehle erstickte. 

Damals erkannte er, auf Vaters Platz 
hinabschauend, zum erstenmal die Sinn- 
losigkeit der Behauptung, daß ein Mann 
nicht weinen dürfte, denn er schaute sei- 
nen Vater an und sah die Tränen, die 
ihm wie Regentropfen über die Wan- 
gen liefen. Und wie Maximüian Gold- 
stein dann sein schönes weißes Taschen- 
tuch, das ihm seine Frau Fanny vor- 
sorglich noch in die Rocktasche gesteckt 
hatte, hervorzog, war es um den Kna- 
ben Lothar geschehen. Er heulte wie ein 
geprügelter Hund — zwar nicht so laut, 
dafür aber nicht minder herzzerreißend. 

Lothar Goldstein stand in einer frem- 
den Synagoge und hörte, wie der Kan- 



tor mit der vollen Baritonstimme seine 
und des ganzen Volkes Israel Sünden 
bekannte, und er lächelte, da er an sei- 
nen Vater dachte, der auch in späteren 
Jahren Tränen in den Augen hatte, 
wenn das Kol Nidre gesungen ward. 
Ganz in sich zusammengekrochen konn- 
te er dasitzen, der Jude Maximilian 
Goldstein, der Warenhausbesitzer und 
Kriegsteilnehmer, ganz traurig und ver- 
lassen wie ein einzelner Baum inmitten 
eines Trümmerfeldes schien der Vater 
an Dinge zu denken, die der Knabe 
Lothar auch beim besten Willen nicht 
verstanden hätte und über deren Aus- 
maß und Bedeutung Maximilian Gold- 
stein selbst sich nicht im klaren war. 

Lothar Goldstein blätterte in dem ge- 
heiligten Buch und fand auf einem li- 
nierten Blatt ein kleines Gedicht, das 
der alte Samuel Schiller ihm damals 
aufgeschrieben hatte. «Unser Schiller», 
wie die Kinder in Laupheim das unter- 
setzte Männchen mit dem echt jüdi- 
schen Humor nannten, war ein Kind 
des Wiener Judentums, wahrscheinlich 
ein jüdischer Zuwanderer aus der öster- 
reichisch-ungarischen Doppelmonar- 
chie. Er hatte über die frommen und 
weniger frommen Gedanken der klei- 
nen Buben und Mädchen während des 
Gottesdienstes zu wachen, wie es sich 
eben für einen Stellvertreter Gottes auf 
Erden geziemt. Lothar Goldstein hatte 
noch nicht vergessen, wie der schmäch- 
tige Samuel mit dem schlohweißen Haar, 
das noch unterm Zylinder an den 
Schläfen sichtbar war, beim Neilagebet 



am Jom ha-Kippurim ins Schofarhorn 
blies. 

«Was ist das für ein Hom?» hatte 
Lothar sehr ernst gefragt. 

«Ein Widderhorn, mein Sohn. Durch 
das Blasen des Schofars fielen die 
Mauern vor Jericho. Das war ein gro- 
ßer Tag, mein Junge, ein großer Tag.» 
Und dann hatte Samuel Schiller eine 
bedeutungsvolle Pause eingeschaltet und 
erst abgewartet, was der kleine Lothar 
nun erwidern würde, und als er sah, 
daß der Knabe einmal Lust verspürte, 
ihn zu unterbrechen, fuhr er, seine 
schmale Brust herausdrückend, fort: 
«Nicht jeder kann diesem krummen 
Hom eine Melodie entlocken, und die 
Grünschnäbel von heute schon gar 
nicht. Versuch es einmal I» Und dann 
reichte er dem kleinen Lothar das 
Schofarhorn und lächelte wie einer, der 
wußte, daß er lächeln konnte. 

Der Knabe blies und blies — doch 
der tönende Erfolg blieb aus. Von je- 
ner Stunde an gesellte sich zu seiner 
Liebe für den alten Samuel Schiller ei- 
ne reine Ehrfurcht: denn Samuel Schil- 
ler allein war unter Hunderlen dazu 
iiusersehen, Scholar zu blasen. 

Ratlos stand Lothar neben Kurtchen 
und Julius im Chorgestühl und sah zu, 
wie Kantor Dworzan, das Aschamnu 
betend, sich mit der rechten Faust auf 
die Brust schlug. «Aschamnu. Bogadnu. 
Gosalnu. Dibarnu Dovi . . . Wir haben 
uns verschuldet, waren treulos, haben 
geraubt und Böses geredet ...» Jedes 
Wort begleitet von einem Schlag an die 
Brust. Vater Goldstein schlug sich mit 



der Hand ans Herz, und Onkel Lud- 
wig, der neben ihm stand, scheute sich 
nicht, das gleiche zu tun. Zwei feindlich 
gesinnte Brüder, man wußte es in der 
ganzen Gemeinde, murmelten zer- 
knirscht: «Zoramu. Kischinu oref. Han- 
delten feindselig, waren hartnäckig ...» 

Lothar Goldstein dachte daran, wie 
er als Knabe jedesmal innehielt, wenn 
das Tiavnu an die Reihe kam, das Rab- 
biner Treitel mit «verübten Greuelta- 
ten» übersetzte. Welcher Greueltaten 
sollte er sich bezichtigen? Da fielen 
ihm die Maikäfer ein, die er mit Julius 
und Kurtchen zusammen von den Bäu- 
men geschüttelt und getötet hatte. Und 
er fühlte, daß der Rabbiner und der 
Kantor, der breitschultrige Emil Kahn 
und das hagere Hermännchen Stern- 
schein, auch für ihn und seine Klassen- 
kameraden beteten: «Lemaan Schim- 
cho Adanoi vesolachto laavonenu — 
um deines Namens wUlen, Ewiger, ver- 
zeihe unsere Schuld, sie ist groß ...» 

Lothar Goldstein wußte, daß nun in 
den Synagogen der Welt der Kantor das 
Kol Nidre sang, während er die Hand 
des Vaters hielt, emes Vaters, der ge- 
storben war, weil die Menschen, denen 
er Bruder zu sein glaubte, seinem Ster- 
ben teünahmslos zusahen. Nun stand er 
an Stelle des Vaters in einer Synagoge, 
die er niemals zuvor betreten, und lob- 
te den Schöpfer hinter fernen Wolken 
und Sternen, seinen Gott der Barmher- 
zigkeit und Rache, den Allwissenden, 
in dessen Plan Ahasver einen besonde- 
ren Platz einzunehmen hatte. 
(Aus einem unveröffentlichten Roman) 



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Siegfried Gerth 




l. -ißii 



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SIEGFRIED EINSTEIN 

ZUM GEDENKEN AN EINEN UNBEHAUSTEN 




Zur Genüge haben sie mich bedrängt 
von meiner Jugend auf, 
dennoch haben sie mich nicht übermccht. 
(129. Psalm) 

Dieses Wort des Psainnisten trifft sehr genau auf das Le- 
ben Siegfried Einsteins zu, der seit seinem fünfzehnten 
Lebensjahr letztlich immer unbehaust geblieben ist und 
- welche schicksalhafte Symbolik liegt darin - schließlich 
am 25. April 1983 auf dem Wege vom Arzt nach Hause 
auf der Straße tot zusammenbrach. Am 30. November 
1919 wurde er als Sohn des Kaufmanns und Teilnehmers 
des Ersten Weltkriegs Max Einstein in Lauphelm gebo- 
ren. Sein Vater gehörte zu jenen Deutschen jüdischen 
Glaubens, die, wie sein Sohn berichtet, noch nach der 
Kristallnacht 1938 meinten, etwas für die Wiederherstel- 
lung der Demokratie tun zu können. 



58 



1934. nachdem der fünfzehnjährige Siegfried auf dem 
Schulhof als Jude mit Steinen beworfen worden war, 
schickt ihn sein Vater in das Internat Am Rosenberg in 
St. Gallen. Hier in der Schweiz wird er 1941 nach Abitur 
und Handelsdiplom als deutscher Emigrant ins Arbeitsla- 
ger gesteckt und arbeitet im Steinbruch, beim Straßen- 
bau und in der Landwirtschaft bis zum Kriegsende. Nun 
arbeitet er als Journalist für die Basler Nationalzeitung, 
die Basler Nachrichten, den Berner Bund und für Radio 
Zürich. 1946 schon erscheint sein erster Gedichtband 
„Melodien in Dur und Moll" in Zürich. Thomas Mann 
schreibt Ihm nach einer Sendung mit seinen Gedichten: 
,. . . ich finde, es Ist viel Innigkeit und eine lautere Be- 
wunderung Gottes In Ihren Worten. Ich liebe solche 
Wendungen sehr, wie 



fl 



sten Schemata, wie manche es von dem gelernten 
„Kämmerer" erwartet hatten, verfolgte er als Oberbür- 
germeister seine politischen Ziele. Hartnäckigkeit ist ihm 
dabei ebenso wenig abzusprechen wie der Wille zum 
Ausgleich: „Dann laßt uns einen Kompromiß suchen", 
höre ich ihn - geradezu verpflichtend - sagen, wenn 
festgefahrene Diskussionen drohten, ein Weiterkommen 
in der Sache zu verhindern. 

Sein Streben nach Ausgleich ersparte ihm dennoch 
nicht Anfeindungen; diesen begegnete er trotzdem eher 
versöhnlich und nicht nachtragend. 
Ich möchte hier nicht seine Leistungen schildern; etliche 
werden sich ihrer konzeptionellen Art wegen erst in 
Jahrzehnten richtig ermessen lassen. Bezeichnungen 
wie „der Energiepolitiker" oder „der Wohnungsbaufach- 
mann" werden ihm nicht gerecht, vernachlässigen sie 
doch wesentliche Gebiete, denen er sich ebenso uner- 
müdlich zuwandte: Die Entwicklung des gesamten 
Rhein-Neckar-Raumes, Nahverkehrs- oder Hochschul- 
fragen seien nur beispielhaft erwähnt. 
Bleibende Akzente verdankt ihm Mannheims Kultursze- 
ne: Er stiftete nicht nur regelmäßig einen persönlichen 
Preis für wechselnde künstlerische Leistungen, sondern 
betrieb nachhaltig den Bau des Technischen Landesmu- 



seums, des Planetariums, der Kunsthallen- und Reißmu- 
seums-En/veiterung. Auch Alternativ- und Kleinkunst 
fand sein Interesse. 

Seine „Bürgernähe" fand auch in anderen Kreisen Ihre 
Entsprechung, sei es bei „Betriebsbesuchen" der Indu- 
strie oder in Form spezieller Gesprächsrunden mit Per- 
sönlichkeiten aus dem Bereich der Wirtschaft oder der 
Wissenschaften. 

Sein Augenmerk galt bei alledem nicht der Erfüllung be- 
eindruckender Fertigstellungsraten, Normzahlen oder 
ähnlicher Gradmesser: „An der Zufriedenheit der Mitbür- 
ger liegt mir vor allem", das war sein Maßstab. 

Kein Wunder, daß bei seinem überraschenden Tod große 
Betroffenheit, das Gefühl eines herben Verlustes und 
Trauer bei der Bevölkerung spürbar waren. Der Westfale 
Varnholt hatte sich - ohne sein Wesen aufzugeben - der 
Pfälzer Lebensart geöffnet, und die meisten Menschen 
unseres Raumes akzeptierten und schätzten ihn. Nicht 
nur seinen Freunden, vielen anderen aus allen Schichten 
unserer Gesellschaft war er zu einem wirklichen Partner 
geworden. Ich bin mir sicher, die Rückbesinnung an den 
Menschen Wilhelm Varnholt wird stets von Dankbarkeit 
geprägt sein. 




DIE TRAUERGEMEINDE AM GRABE AUF DEM MANNHEIMER HAUPTFRIEDHOF 



57 



i 

I 



» 



,Doch hast Du mich unendlich überdacht, 

eh Du mich schufst -'" 
Bis 1951 erscheint jedes Jahr ein neuer Band von ihm in 
Schweizer Verlagen, Gedichte, Erzählungen, Legenden. 
In seiner Rezension des Gedichtbandes „Das Wolken- 
schiff" (1950) schreibt Arnold H. Schwengeler im „Bund" 
(Bern): „. . . daß uns mit dem St. Gallener Siegfried Ein- 
stein in wenigen Jahren ein Schweizer Lyriker wirklich 
großes Formates und eigenständiger Prägung herange- 
wachsen ist, ein Poet, der nicht nur mehr vieles ver- 
spricht, sondern auch schon ganz Bedeutendes hält." 
1952 kehrt er nach Deutschland zurück und läßt sich 
nach kurzem Aufenthalt in München 1953 in Lampert- 
heim nieder. Er glaubte wohl, in ein anderes Deutschland 
zurückgekehrt zu sein, und muß doch sehr bald erleben, 
daß die Vergangenheit keineswegs bewältigt, nicht ein- 
mal tot, sondern noch immer fürchterliche Gegenwart 
Ist. „. . . der Jude Einstein, den man heute schon wieder 
einen , Dreckjuden' nennt . . . kämpft wie David gegen 
Goliath, kämpft im bitteren Bewußtsein, acht Angehörige 
im KZ verloren zu haben ... Mit fadenscheinigen Moti- 
ven setzt man seine Vorlesungen an der Lampertheimer 
Volkshochschule ab. Und eines Nachts pfeift man vor 
seinem Fenster das ,Horst-Wessel-Lied', brüllt im Chor: 
,Jud, komm' runter!'" So schildert Dieter Zimpel in der 
„Münchner Abendzeitung" vom 8. Dezember 1955 die 
damaligen Vorgänge. Und Siegfried Einstein, der 1959 
nach Mannheim übersiedelt, muß solche Dinge immer 
wieder erleben, sobald er in der Öffentlichkeit leiden- 
schaftlich die grauenvolle Vergangenheit beschwört, - 
beschwört, weil ihn die Sorge um Menschenwürde und 
Demokratie umtreibt. 

„Dichtung ist nichts anderes als konzentrierter Einsatz 
von Leben", hat Hermann Kasack einmal gesagt. Genau 
so hat auch Siegfried Einstein seine schriftstellerische 
Tätigkeit begriffen, sei es als Lyriker, als Erzähler oder 
als Essayist und Journalist. Sein erschütterndes Buch 
aus dem Jahre 1961 „Eichmann, Chefbuchhalter des To- 
des" zeugt davon ebenso wie die zärtliche „Innigkeit" 
(Thomas Mann) seiner Verse an seinen Sohn Daniel. 
Konzentrierter Einsatz von Leben klingt durch jene er- 
schütternde Vision des Dritten Weltkriegs aus den frü- 
hen fünfziger Jahren hindurch: 

„Und wieder werden sie in Kellern sitzen, 
der Tod wird sickern durch die Mauerritzen." 
Dort heißt es dann weiter: 

„Und keiner wird das Ende überdauern. 
An keinem Grabe werden Mütter trauern. 
Der Tod wird keine Zeugen hinterlassen." 

Konzentrierter Einsatz von Leben war auch seine Be- 
schäftigung mit den Werken anderer in Wort und Schrift 
als Volkshochschuldozent und Essayist, konzentrierter 
Einsatz von Leben war für ihn das Kapitel über Heinrich 
Heine für Kindlers Enzyklopädie „Die Großen der Welt- 
geschichte" aus den siebziger Jahren, an dem er lange 
und intensiv gearbeitet hat. 



Konzentriert und intensiv hat er auch gelebt, das Leben 
eines Menschen, dem nichts Menschliches fremd war, 
der das Fazit seines Lebens am Nachmittag des 11. April 
1983, wenige Wochen vor seinem Tode, so zog: 
„Ich habe ein Leben lang 

gekämpft, gefürchtet, geweint, gelacht, gestritten, 
geschlichtet, gewußt, gehofft, gebeichtet, gelogen, 
gesucht, gefunden, gelobt, geleugnet, geschwiegen, 
gesprochen, gewacht, geschlafen, gelesen, geträumt, 
geglaubt, gelästert, gebangt, gedroht, gelitten, 
gequält, gegeben, genommen, gejagt, gezittert, 
gehungert, gepraßt, getrunken, gedürstet, 
gezeugt, getötet, gewußt, gespielt, gemahnt, gehetzt, 
gepflanzt, gejätet, geflucht, gesegnet, geheilt, 
gepeinigt, geheiligt, getreten, gedacht, geblödelt, 
geschwitzt, gefroren, 

geächtet, geachtet, geworben, geschlackert, 
gerufen, gehorcht, geliebt, gelebt - gelebt, 
gelebt. Gelebt?- Geträumt vom LEBEN!" 
Geträumt vom Leben, - aber sein Leben war kein Traum. 
Hier äußert sich wohl eher die Erfahrung der Vergeblich- 
keit eines Lebens, das, wie bereits gesagt, von der Sor- 
ge um Menschenwürde und Demokratie umgetrieben 
wurde. Er, der zum Haß legitimiert gewesen wäre, wie 
Egbert Höhl in seinem Vorwort zum Eichmann-Buch 
schreibt, konnte dennoch oder gerade deshalb in dem 
Gedicht „Wenn Ihr Euch lieben könntet" schreiben: 
„Liebe, ihr Menschen, Liebe ist alles - 
Flamme des Hasses brennt sich zu Tod." 

Konzentriert war sein Leben wohl nicht zuletzt auch des- 
halb, weil der Tod schon so früh und so übermächtig in 
sein Leben trat, der Tod, von dem er doch aber auch als 
noch nicht Dreißigjähriger schon sagen konnte: 

„Nicht furchtbar ist der Tod, 

nicht schwerer als ein Traum, 

nur groß, unsagbar groß. 

Und Mensch und Tier und Baum 

vergehn in seinem Schoß. 

Er Ist der Schöpfung Dorn - 
und ist der Trost der Welt: 
ist weit, wie Nacht so weit: 
Und ein Geheimnis hält 
' seit Anbeginn sein Mund. 
Und keinem tut er kund 
das Maß der Ewigkeit. 

Er macht das Leben groß, 

er ganz allein, der Tod. 

Er gibt dem Leben Sinn 

und Ist ihm Salz und Brot 

und Lust und Anbeginn." 
Nun hat er „seinen Tod für sich allein" gehabt, wie es In 
einem anderen Gedicht aus seinem ersten Gedichtband 
heißt. 



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59 



Hätte er lieberdle Leiergeschlagen? 

Zum 60. Geburtstag Siegfried Einsteins A^Sttjc^^uXiAÄ/ 3<?'Vinr./^7^ 

l%Ti^' seTZlL'^T^^^ °°^ integrieren. Ihm erscheint jedes Arr.nge- 

/c/7 kämDTJnJi? n^^"^" L'^a^!^ ''^^- '"^'^^ angesichls zweier Weltkriege als Zeidien 

fch wuBtl ni2 ! ^°"^^^. daB i^ siege, jenes Untertanengeistes, der solche Tragödien ver- 

«öf», m9 Komm ich gesund nach Haus, ursachle. Diese kompromißlose Haltung muß in 

Heinrich Heine den Jahren des scharfen Ost-West-Konflikts zu 
über Siegfried Einstein heißt es, er verfüge Kollisionen führen: mit der Gesellschaft, mit dem 
über so viel stilistische Gewandtheit, Um gleicher- ^^^^^ ebenso wie mit Repräsentanten wiederer- 
maßen mit der Leier und mit der Schleuder um- «Gehender jüdischer Gemeinden, 
zugehen. Diese Bemerkung bringt vielfältiges ^»"»ges hat sich geändert seit den stürmischen 
Wirken des vielschichtigen Mannes auf eine Auseinandersetzungen mit dem. was Einstein als 

Formel. a(»iAraltinpn R«><:t H»c Ma7icmt«c: c;#4t mau ir^ww^i^^^^ 



Formel. 

Das .Schidcsal- verurteilt den Lyriker und Po 
lemiker, den ' 



gewaltigen Rest des Nazismus sich neu formieren 
sah. Geblieben ist seine Anklage gegen .die ein- 
stigen Stürmerredakteure, Blubohauptschriftleiter, 



Jemiker, den empfindsamen, liebebedürftigen ^^^^^^ Stürmerredakteure, Blubohauptschriftleiter, 
Menschen, alles zu registrieren, was im schärf- ^°^^- ^^^ Durchhalteschreiber, dip ein ganzes 
sten Gegensatz zu diesen menschlichen Empfm- ^^^^ vegiftet, aufgehetzt, wahnwitzig gemacht* 



unver- 



ungen -iteht und seinen tinerbitll«k«i aggressi- ^^^ schreibenden . Chainäleons gilt sein i 
ven Widerstand herausfordert. Sedizigjährig am «ö>^nlicher Kampl: —- «MM > r-/-..-».: ^^ . y 
30. November 1979, hat er nicht zu kämpfen auf- ^^ bleibt eindeutig, schreibt sein bedrückendes 
gehört Daß im Dtin$t des Schlachtfeldes nicht ^^* "^^^ .Eichmann — Chefbuchhalter des To- 
immer leicht auszumachen ist, wo der Gegner ^^^"' ß^<*idem er .Melodien in Dur imd Moll" 
steht und mancher Schuß mögliche Verbündete (G^^^'^^e), .Sirda" (Novelle), .Thomas und An- 
verprellte, ist eine Behauptung, der Siegfried Ein- S^^i^a* (Erzählung), .Das Schilfbuch* (Prosa), 
stein vielleicht widersprechen wird: Denn er ist "^^^ Wolkenschiff (Lyrik), .Legenden* und die 
kein becjuemer Mann. Übertragung der Dostojewsky-Novelle .Die Frau 

Einen Menschen, der Familienangehörige in ^^^^^ anderen" vorgelegt hatte. 
Konzentrationslagern verlor, darf man nicht an ^^^ ^^^* ^^^ Sechstagekrieges kommt es zur 
einem messen, dem diese Erfahrung erspart blieb, -^"seinandersetzung Einsteins mit jener Linken. 
Unauslöschlich: daß der Gymnasiast aus dem kul- ^^® ^^* gegen den jüdischen Staat stellt. Das 
tivierten jüdischen Elternhaus im württembergi- ^^deutet auch den Bruch mit einstigen Wegge- 
sehen Laupheim 1934 nach Mißhandlungen in ^^^''^en. Ein unkritischer Lobredner Israels ist der 
die Schweiz fliehen mußte, dort fünf lange Jahre ^^^^^ deshalb nicht geworden, 
im Arbeitslager zubrachte. Seine Aufsätze, Vorträge, Reden gelten den 

Siegfried war nicht unverwundbar. Siegfried, verfemten Dichtem: Ernst Toller. Erich Mühsam, 
der Sohn eines deutschen Juden, hat Verletzun- ^^^^ Lasker-Schüler, Jakob van Hoddis zum Bei- 
gen erfahren, welche die Zeit nicht heilt. Sein ^P|^^' ^^^^ «"^ Wolfgang Borchert oder Erich 
Vater .glaubte nicht, daß es ,Die Arier* gibt — Kästner. Manche davon habe ich gehört, oft er- 
und als ers fühlte, tat es ihm sehr weh*, heißt gn^^en, nicht selten auch skeptisch. Nein, Sieg- 
es in Einsteins .Jüdischem Monolog im Jahre ^"^^ Einstein erweist zum Sechzigsten niemand 
1955". den Gefallen, jene Harmonien zu liefern, die 

Er sd^rieb seine ersten Verse, Erzählungen und einschmeichelnde Melodien ergeben. Er nutzt sei- 
Novellen im Schweizer Exil. Indes: .Fliehen wäre ^^ Auftritte in literarischen Gesellschaften, in 
leicht, wenn man nicht das Vaterland an den ^^^ Mannheimer Abendakademie — so in einer 
Schuhsohlen mit sich schleppte', heißt es bei Besprechung zu lesen — , um lange aufgestauten 
Heine. Im Jahre 1952 kehrt Siegfried Einstein ^^^^^ abzuladen. .Den Erfolglosen, Gescheiterten, 
nach Deutschland zurück, in die Bundesrepublik ^^" Angefeindeten gehört seine Sympathie ... 
Deutschland. Höfliche Zurückhaltung, konkette Bescheidenheit 

Vielleicht hätte er lieber die Leier geschlagen. ^^^^ ^^^ fremd.* Und ein Rezensent seiner Lyrik 
Aber wie es Zeiten gibt, so Brecht, in denen das ""^ Prosa — sie wurden im übrigen an dieser 
Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, Stelle zum 50. Geburtstag unter dem bezeichnen- 
weil es ein Schweigen über Untaten einschließt, ^^^ '^*^®^ -Da ist, soweit ich denken kann, kein 

Ort* am 28. November 1969 gewürdigt — faßt 
zusammen: .Das aber scheint mir das Wesentli- 
che am Werk Siegfried Einsteins zu sein, daß er 
mit einer Feinfühligkeit und Empfindlichkeit 
ohnegleichen seismographisch auf die Bewegung 
unserer Erdringe reagiert, daß er Unheil spürt 
und vor neuen, gefährlichen Experimenten warnt, 
wo sie immer auftauchen.* Freilich: Einstein 
warnt weniger vor „neuen, gefährlichen Experi- 
menten* als vor alten, deren grauenvolle Ergeb- 
nisse bekannt sind. 

' Den Siegfried Einstein kennen viele, und wohl 
jeder kennt einen anderen: Manche haben ihn als 
einen für kleine freundliche Gesten empfängli- 
chen Zeitgenossen erlebt. Wer Glück hat, dem 
schenkt er aus Dankbarkeit vielleicht einen 
Druck seines exzellenten Heine-Essavs aus Kind- 
so entstehen Situationen, in denen die schönsten lers Enzyklopädie .Die Großen cier W^eltge- 
Melodien unerträglich werden wie erzwungene schichte* (Zürich 1976) oder einen Abzug des Ge- 
. Konzerte' der Häftlinge im KZ, dichts .Alles in Ordnung- anläßlich Ariane 

Dem Autor Siegfried Einstein ist die Leidens- Mnouchkines Film .1789*. veröffentlicht in den 



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geschichte der Juden und Antifaschisten gegen 
wärtig. Sie macht ihn hellhörig. Er greift an. Diese 
Attacken bringen ihm in einer Zeit, als noch allzu- 
viele einflußreiche Aktive des NS-Regimes ihr 
Amt versehen, wenig Freunde, und günstig sind 
sie dem politischen Linken zur Zeit des Kalten 
Krieges noch weniger. »Ich gehöre keiner Partei 
an*, erklärt Einstein. .Ich würde mich zu der 
Partei bekennen, der Erich Mühsam, Ernst Toller, 



.Reutlinger Drucken* (September 1979). Dort fin- 
den sich die Zeilen: 

„Das Rad der Lotterie: es rollt und rollt: 

die vier, die sechs, die sieben . . . 

Wo ist egalitä, 

die uns versprochene, geblieben? 

Sie stürmten die Basti lle: 

vor hundertneunzig Jahren." 

Siegfried Einstein, der Lyriker und Polemiker, 



Kurt Tucholsky, Carl von Ossietzky heute ange- ist bei den Baslillestürmem zu finden. Ihnen ge 

hören würden, wenn man sie nicht in den Tod hört seine Solidarität. Daß er manches Mal allei- 

getrieben hätte.* ne steht, gehört zu seiner Tragik. 
Korrumpieren läßt sich Siegfried Einstein nicht, Joachim Hemmerle 



i 



Neuwied gedenkt Carl Einsteins ^^w^^^ 

Auf Initiative von Jürgen Seim, Pfarrer ner experimenteller Roman, BebuquiK ein 
der Johanneskirchengemeinde in Neuwied, faszinierendes, dabei nicht leicht zugangli- 
führt diese Stadt am Rhein, in welcher der ches Stück Prosa. Im Rückblick sagte Gott- 



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Schriftsteller Carl Einstein vor 100 Jahren 
am 26. April geboren wurde, eine Gedenk- 
veranstaltung zu Ehren des Exilautors durch. 
Über den in die Emigration gezwungenen 
Schriftsteller schrieb Pfarrer Seim: 

Im Sommer 1940 begingen mehrere deut- 
sche Schriftsteller in Frankreich Selbstmord, 
auf der Flucht vor der deutschen Armee, 
ohne Aussicht, heil durch das faschistische 



fried Benn, mit dem er zeitweise befreundet 
war: "An Einstein denke ich oft und lese in 
seinen Büchern, der hatte was los, der war 
weit ander Spitze." 

Andere Freunde waren Schriftsteller im 
Umkreis des Expressionsimus: Hermann Ka- 
sack, Franz Blei, Carl Sternheim, Franz 
Pfemfert. Nach dem Ersten Weltkrieg er- 
schien ein Lesedrama um Jesus und Paulus^ 



Spanien in die Freiheit zu kommen. Einer Die schlimme Botschaft, das ihm einen Got- 

von ihnen war Carl Einstein. Der Gedanke teslästerungsprozess eintrug. Er sagte dazu: 

an den Selbstmord war ihm nicht fremd, er "Ich habe Christus nicht lächerlich gemacht, 

durchzieht sein Werk. 1933. kaum drei Wo- sondern gezeigt, dass er an der heutigen 

chcn nach Hitlers Machtübernahme, notierte Gesellschaft zugrunde gehen musste, weil 

er. der sehen seit fünf Jahren in Paris lebte: wir uns zwar oft als Christen bezeichnen. 



Ich sehe, immer mehr werde ich allein sein. 
Jude, deutschsprechend, in Frankreich; Jude 
ohne Gott und ohne Kenntnis unserer Ver- 
gangenheit; deutschsprechend, doch gewillt. 



aber bestinunt keine Christen sind. " 

Mitten im Ersten Weltkrieg, 1915, er- 
schien das Buch, das ihn mit einem Schlag 
als unübertrefflichen Kunstkenner auswies, 



die deutsche Sprache nicht . . . faul und müde Negerplastik, in dem er verständnisvoll die 

versacken zu lassen; in Frankreich, das ist Formgebung dieser fremden Plastik und zu- 

oh^ Leser... Also nun bin ich durch Hitler gleich ihren religiösen Inhah beschrieb. 

zu völliger Heimatlosigkeit und Fremdheit Der Freund von Georges Grosz, Juan Gns. 

verurteilt " Georges Braque und Pablo Picasso, der in 

Vude ohne Gotf - er wurde am 26. zahlreichen Artikeln die Kunstrichtung des 

April 1885 in der zwischen Bonn und Ko- Kubismus verständlich g^n^acht hatte war 

blcnz am linken Rheinufer gelegenen Stadt jetzt al?^Kunstkntiker anerkannt. 19^^ 

Neuwied als Sohn eines Lehrers an der ^c:\ixzxiDxeKunst des ^. Jahrhunderts, ^ov. 



jüdischen Schule und Kantors der jüdischen 
Gemeinde geboren. 1888 wechselte der Va- 
ter beruflich nach Karlsruhe, dort besuchte 
Carl Einstein die Schulen. Er ging dann nach 
Berlin, studierte und begann zu schreiben. 
Vor dem Ersten Weltkrieg erschien ein klei- 



da ab schrieb Carl Einstein nur noch kleinere 
Artikel und fristete ein kärgliches Leben, 
voller skeptischer Kritik am Gang der Ge- 
schichte. Seine hohe Empfindlichkeit für die 
Widersprüche des Lebens, zumal unter den 
gesellschaftlichen Bedingungen des neuzeit- 
lichen Europa, Hess ihn politische Sympa- 
thien für den Sozialismus entwickeln, ohne 
dass er sich parteipolitisch festlegen konnte. 



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zu Sardi*s. 



^^1e wir hohen 

lllllllllllllllIlllllllllllllllllllllllIIIIIIIIIHIIIIIIilllllimiHIIIUIIIIIIIIimillllllllllim ;20. Jahrhunderts" neu herauskom- 



"Hier lebte bis 1928 der Schrift- 
steler Carl Einstein (1885-1940), 
Verfasser der 'Kunst des 20. Jahr- 
hunderts' der Propyläen-Kunstge- 
schichte." Diese Worte sind in die 
Bronzegedenktafel eingemeisselt, 
die vor acht Jahren am einstigen 
Wohnhaus des Kunsthistorikers in 
BerHn-Frohnau angebracht wurde. 
Carl Einstein, Sohn eines Lehrers 
in Neuwied/ Rhein, lebte seit 1904 
in BerHn. 1936/39 kämpfte er im 
Spanischen Bürgerkrieg und endete, 



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Frank Holecek's * 

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ähnlich wie kurz nach ihm Walter 
Hasenclever und Walter Benjamin, 
1940 in Südfrankreich - auf der 
Flucht vor den vordringenden Na- 
zis — durch Freitod. Sein literari- 
scher Nachlass befindet sich seit 
1962 im Besitz der West-Berliner 
Akademie der Künste. In fünf Bän- 
den kommen nunmehr seine Werke 
nach und nach heraus (Medusa- 
Verlag, 1000 Berlin 61). Band I, 
die Jahre 1908/18 umfassend, liegt 
bereits vor. Band II (Texte bis 

1928) dürfte im kommenden Früh- 
jahr erscheinen, und Band III etwa 
ein Jahr danach. In Band IV sind 
Briefe und Materialien vereinigt. 
Als Sonderband soll die "Kunst des 



men. 



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Vom 29. August bis zum 2. No- 
vember 1980 wird, anlässlich Hp^ 
100. Todestages vr».- ' 



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I. Kapitel 



ISOLATION 



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1 . Herkunft der Familie 

Die Familie Carl Einsteins^ stammt aus Fellheim in Schwaben, einer für das 
adite Jahrhundert belegten Siedlung im Illertal, unweit des nördlidi gelegenen 
Memmingen. Das Dorf zeidinet sidi für unser Thema durdi eine bemerkens- 
wert große und über lange Zeit konstante jüdisdie Einwohnerzahl aus*, dar- 
unter befanden sidi im 19. Jahrhundert allein zehn Familien mit dem Namen 
Einstein. Als nadi dem Dreißigjährigen Krieg die starken Judenverfolgungen in 
diesem Gebiet aufgehört hatten, gab Philipp Bernhard Reidilin von Meldegg 
zunädist fünf Judenfamilien eine sdiutzbrieflidi gesidierte Existenzgrundlage. 
Die erste erhaltene Aufstellung der in diesem Gebiet ansässigen Judenfamilien 
aus dem Jahre 1722 weist unter 18 Familiennamen als einzigen Träger des 
Namens Einstein einen Daniel Einstein auf. Dann kehrt der Stamm- Vorname 
des Gesdiledits unter vielen anderen immer wieder. 

Die Einsteins bewohnten von Anfang an das älteste Haus der Judensiedlung; 
die Familie war aber in der Folgezeit bald über das ganze Dorf verzweigt. Ein- 
zelne Familienmitglieder sdieinen gelegentlidi gewisse Privilegien genossen zu 
haben; sie trieben Handel mit dem Stift Kempten und durften dazu ein sonst 
den Juden verbotenes Stadttor benutzen. Im übrigen hatten sie Berufe, wie sie 
üblidi waren. Viehhändler, Tudihändler oder kleine Krämer, Zinsleiher, später 
sogar Handwerker zählten zu ihnen. Auf Grund des starken Bevölkerungs- 
anteils' wurde den Fellheimer Juden bemerkenswert früh, gegenüber anderen 



* Die nodi vorhandenen Unterlagen aus dem Besitz der Familie Albert Einsteins 
lassen eine nähere Verwandtsdiaft der Familie des berühmten Physikers mit den Fell- 
heimer Einsteins nidit erkennen (Mitteilung von Siegbert Einstein, Budiau, vom 18. 9. 
1965). Allerdings sind die Akten des dafür zuständigen Rabbinats Budiau verloren; die 
Personenstandsregister der jüdisdien Bevölkerungsteile werden erst seit den 70er Jahren 
bei den Standesämtern geführt. 

* Vgl. hierzu und zum folgenden das Kapitel: Die Juden zu Fellheim, in: Wilhelm 
Rapp, Gesdiidite des Dorfes Fellheim, Fellheim 1960, S. 127 — 142. Die folgenden 
Resultate ergaben sidi durdi Rüdtsdilüsse aus dem von Rapp gebotenen Material. Vgl. 
ferner dazu: Stefan Sdiwarz, Die Juden in Bayern im Wandel der Zeiten, Mündicn 
1963 und J. Miedel, Die Juden in Memmingen, Memmingen 1909. 

' Mitte des 19. Jahrhunderts, zur Zeit des absoluten Hödiststandcs, gab es in Fcll- 
heim 500 jüdisdie Einwohner in 80 Familien und demgegenüber nur 265 Einwohner 
mit katholisdiem Bekenntnis. 

2S 



!\ 



Orten, eine eigene Schule und ein eigener Friedhof zugestanden. Schon Ende des 
18. Jahrhunderts erreichten sie die volle Selbstverwaltung in Kultus- und Schul- 
angelegenheiten. Aber unter den vollständig nachzuweisenden Rabbinern und 
Lehrern befand sich Jahrhunderte hindurch kein Nachkomme jenes ersten 
Daniel Einstein. 

2. Daniel Einstein, Lehrer und Prediger 

Im Haus Nr. 79 — erst 1844 von den Eltern erbaut — wurde am 25. Septem- 
ber 1847 Carl Einsteins Vater, Daniel Einstein, als fünftes Kind des Schuh- 
machers Isaac Einstein und seiner Frau Jette, geb. Einstein, nach acht Ehejahren 
geboren*. Über die Jugend Daniel Einsteins ist nichts bekannt. Gewiß scheint 
nur, daß man nicht von irgendeiner Bildungstradition in der Familie sprechen 
kann. Daniel Einstein verläßt das Heimatdorf in noch jugendlichem Alter* als 
wahrscheinlich sehr begabter Sohn aus beengten Verhältnissen, mit dem Ehr- 
geiz, anderes und mehr zu erreichen, als es seinen Vorfahren möglich war. 

Neigungen und Anlagen des jungen Mannes wiesen auf eine ausgeprägte 
pädagogische Begabung*. Nach einer Ausbildung an der israelitischen Lehrer- 
bildungsanstalt unter der Leitung des Rabbiners Bamberger in Würzburg ging 
Einstein mit ausgezeichneten Zeugnissen nach Offenbach und übernahm dort 
die Stelle eines Kantors und Lehrers der Israelitischen Gemeinde. Im Nachruf 
heißt es später: 

„Aber audi im Amte unterließ er nidit, an seiner Ausbildung weiterzuarbeiten und 
tat es mit soldiem Erfolge, daß der Rabbiner der Offenbadier Gemeinde ihm die 
Autorisation zur Ausübung rabbinischer Funktionen erteilte.** 
(Von der Verf. gesperrt) ^ 

Auf diese Feststellung Ist der größte Wert zu legen, sie gibt den allgemeinen 
pädagogisdien und wissensdiaftlichen Interessen Daniel Einsteins in einer 
bestimmten Hinsicht besonderes Gewicht. Es darf daraus geschlossen werden, 
daß er zugleich Lehrer, Schriftgelehrter, Prediger und Ratgeber war, sich also 
betont in den Dienst an seinem Glauben gestellt hat. Berücksichtigt man ferner 
die Vergangenheit der Familie, so könnte auch daraus ein überzeugendes Indiz 
für das besondere Engagement an seinem Beruf gewonnen werden; er verstand 

* Vgl. Matrikel der ehem. jüdisdien Gemeinde von Fellheim, Geburtsregister S. 17 
und Trauungsregister S.82 (beides in Mündien, Landesverb. d. Israelit. Kultusgemein- 
den in Bayern) bzw. Heiratsurkunde im Daniel-Elnsteln-Nadilaß, vgl. unten S. 30; 
vgl. audi Rapp, S. 237. 

» Die Personenstandbücher in Deutschland werden erst seit 1876 geführt, das poli- 
zellidie Melderegister In Fellheim erst ab 1900. Daher ist über den genauen Termin 
nidits zu sagen. Vor 1867 kann aber das Datum nldit liegen, weil zu dieser Zeit das 
Bundesgesetz über die Freizügigkeit der jüdischen Bevölkerungsteile noch nicht in Kraft 
war. 

• Vgl. hierzu Verordnungsblatt des Großherzoglichen Oberrats der Israeliten, Karls- 
ruhe 1899, S. 51 f. (im folgenden als VOBL zitiert). 

' Ebd. 



26 



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I 



seine Aufgabe wohl durchaus im Sinne einer Berufung zur Verkündigung der 
heiligen Lehren und zur Erziehung in ihrem Sinne; seine spätere Tätigkeit in 
Karlsruhe deutet in jeder Beziehung darauf hin. Indessen, an diese letzte Sta- 
tion war Mitte der siebziger Jahre nodi nidit zu denken. 

Einsteins Weg läßt sidi zuweilen über die polizeiliAen Melderegister verfol- 
gen. So verzeidinen die Hamburger Fremdenprotokolle« im September 1881 
seinen Zuzug als Hilfsprediger aus Hohenems, wo Einstein nadi der Offen- 
badier Position mehrere Jahre tätig gewesen war. Der Hamburger Aufenthalt 
ist nur kurz; er siedelt von dort sehr bald nadi Neuwied über, wo er sidi am 
20.3.1882 anmeldete und bis zum 3.9.1888 in der Friedrichstraße 41 als 
Lehrer, Prediger und Kantor lebte. Inzwischen hatte er, fünfunddreißigjährig, 
am 28! 2. 1883 Sophie Liditenstein (geb. 28. 9. 1860), Toditer des Kaufmanns 
Aron Liditenstein und seiner Frau Henriette, geb Salomon, geheiratet. Ihnen 
war als erstes Kind eine Tochter, Hedwig Judith, 1884 geboren worden. Am 
26. April 1885 um 4 Uhr morgens kommt der Sohn Karl zur Weh». Das dritte 
und letzte'Kind, 1 889, ein Mäddien, wird tot geboren i». 

Inzwisdien war Daniel Einstein nadi Karlsruhe berufen worden, in die 
badisdie Landeshauptstadt. Mit Erlaß des Großherzoglidien Oberrats der 
Israeliten Badens vom 10. Jul i 1888, Nr. 535, übernahm er, bei einem Jahres- 
gehalt von 3550 M., dlTPosition des Direktors des neugegründeten Internats 
für den Religionslehrernadiwudis. Zum Vergleidi mag man sidi vergegenwärti- 
gen, daß die Stelle eines Rabbiners im Dorfe Fellheim etwa um das Vierfadie 
niedriger dotiert war. Zweifelsohne hatte Einstein nun ein repräsentatives Amt 
inne, das einen gesellschaftliAen Aufstieg der Familie ermöglidite. Mit der 
Tätigkeit verbunden war seine Ernennung zum Sekretär des Oberrats". 

Die Ausbildungsstätte für die Seminaristen, das Israelitisdie Landesstift, war 
am 1. November 1886 vom Oberrat gegründet und seine Leitung dem Rabbi- 
ner Dr. Treitel übertragen worden. Nadi zwei Jahren trat Treitel zurüA und 
wurde durch Einstein ersetzt, der sidi offenbar durA große Fähigkeiten qualifi- 



r* 



8 Nr 20^616 vom 10. 9. 1881, Mitt. des Staatsardiivs Hamburg vom 14. 9. 1965, 
wonadi" Daniel Einstein keine Geburtsurkunde, sondern einen Heimatsdiein, ausgestellt 
am 16. 12. 1878 in Augsburg, vorgelegt hatte. , ^ , v A. 

• Polireiamt Neuwied am 27. 8. 1965 an die Verf., vgl. audi Geburtsurkunde ^| 
Nr 92, Controlnummer 646, s. unter Nadilaßakte Daniel Einstein, vgl. unten S.3C. , 
Durdi diese Geburtsurkunde steht fest, daß Einstein sidi die ihm überwiegend geläufige , 
Sdireibweise seines Vornamens mit C erst selbst angeeignet hat, vermutlich im Zuge 
seiner Vorliebe für lateinisdie Namensformen. Während er um 1908 Aufsatze m der 
russisdien Namensform als Karel Einstein zeidinete (seine spätere erste Frau war 
Russin, er hatte außerdem eine besondere Vorliebe für die russisdie Literatur) heißt es 
um 1910 und später oft ausgesdirieben oder abgekürzt Carl Maria Ernstem (C. M. E.). 
Diese katholisdier Namensgebung entsprediende Variante mag im Zusammenhang mit 
später darzustellenden Fakten bezeidinend ersdieinen. Sie kann aber daneben auch aut 
einer Namensparallele mit seiner ersten Frau beruhen. ^ q iqzc 

Jo 28. 10. 1889, Mitt. d. Stadt Karlsruhe - Standesamt -vom 16^9. 1965 
» Vgl. zur Internatsgesdiidite und Internatsordnung: VOBL 1886, b. ^2t.; l»öö, 
S. 37, zur Verbindung der Posten: VOBL 1898, S. 45. 

27 



/7 



I 



ziert hatte. Denn selbst, wenn man annimmt, daß Treitel etwa bei der geringen 
Zahl der Zöglinge die Aufgabe nicht vielseitig genug fand und sich deshalb 
wieder auf seine Tätigkeit als offizieller Stadtrabbiner zurüdtzog, so war doch 
von Einstein bekannt, daß er gegenüber Treitel weder ein vollakademisches 
Studium nodi eine im engeren Sinne theologische Ausbildung aufweisen konnte. 
Daß man auf seine Bewerbung hin Einstein auswählte, hatte wohl kaum eine 
starke Abwertung der Position zur Ursache; eher könnte man sdiließen, daß 
die Direktorenstellc Treitel neben seinen anderen Aufgaben zu stark belastete, 
denn viel Zeit verblieb Einstein für seine Nebenbeschäftigung — die Sekre- 
tär sstelle beim Oberrat — nicht. 

Der Oberrat war unter Großherzog Karl Friedridi im Zuge der staatsbürger- 
lichen Gleidistellung von Christen und Juden zusammen mit Orts- und Pro- 
vinzsynagogen gegründet worden (Edikt vom 13. 1. 1809). Als ein berühmter 
Oberratssekretär fungierte mit weitgehenden Kompetenzen jahrzehntelang bis 
1852 Naphtali Epstein, später selbst Mitglied des Oberrats ^*. Seine Nachfolger 
waren sämtlich offizielle Rabbinatskandidaten, so daß audi hier Einstein eine 
Ausnahme macht. Die Stellung hatte aber — wie der Oberrat selbst — seit 
Epstein längst an Bedeutung verloren. In den 80er Jahren kam sie etwa nur 
noch der eines weisungsgebundenen Geschäftsführers gleich. 

Von 1834 an war der Oberrat die zuständige Obersdiulbehörde für die israe- 
litischen Sdiulen in Baden gewesen; mit der Beseitigung der kirdilidien Schul- 
aufsicht 1864 blieb aber einzig der religiöse Bereich in seiner Zuständigkeit. 
Hier lagen vor allem Einsteins Interessen, und sie konnten sich nun in größe- 
rem Rahmen als in Offenbach und Neuwied entfalten. 

Einstein kam mit dem Oberrat zu einer Zeit in Verbindung, als wichtige 
Verwaltungsreformen erwogen wurden, und so zog man ihn sdion bald — 
1889 — zu einer im Auftrag des Oberrates angestellten Untersuchung über die 
Reformierung des Gottesdienstes heran. 

Als Direktor des Landesstifts gab er diese Erhebung über die gottesdienst- 
lichen Einrichtungen in Baden zusammen mit dem Reglerungsrat und Experten 
für Kultusangelegenheiten beim Oberrat, Dr. David Hugo Mayer, 1890 im 
Selbstverlag heraus i». Beide Autoren verfügten über einen gewissen Spielraum 
bei der Analyse der Umfragen und waren befugt, daraus Schlüsse zu ziehen 
sowie öffentlidi verantwortliche Vorsdiläge zu machen. In dieser wichtigen 



« Vgl dazu Berthold Rosenthal. Helmatgesdiidite der badisdien Juden von ihrem 
Auftreten bis zur Gegenwart, Bühl/Baden 1927, S.3l6f. Ausgezeidinete Informationen 
bieten die Untcrsudiungen von Reinhard Rürup, Die Judenemanzipation in Baden, in: 
Zs. f. d. Gesdi. des Oberrheins 114 (1966), S. 241-300. 

" D. Einstein und D. H. Mayer, Die Einriditung des Gottesdienstes bei den israe- 
litisdien Gemeinden des Großherzogtums Baden. Auf Grund amtlidier Erhebungen 
dargestellt von D. Einstein. Direktor am Israelitisdicn Landesstift zu Karlsruhe. Mit 
Anmerkungen und Nadiwort von Dr. D. H. Mayer, Regierungsrat und Mitglied d. 
Großherzogl. Oberrats der Israeliten, Karlsruhe, Selbstverlag der Verfasser 1890 
(47 S.); vgl. audi B. Roscnthal, S. 387 zu den Voraussetzungen der genannten Unter- 
suchung. 






28 



l'f 



jüdischen Kultusfrage traten z. B. oft Diskrepanzen zwischen den Angaben der 
Bezirksrabbiner und den tatsächlidien Verhältnissen auf. Einstein und Mayer 
machten darauf unnachsichtig aufmerksam. Im wesentlidicn zeichnet Einstein 
allerdings nur für die Fakten der Erhebung verantwortlidi, aber er nimmt dar- 
über hinaus für beide Autoren in einer Zusammenfassung das Wort, ehe Mayer 
seinen Kommentar beginnt. Es ist die einzige ermittelte und authentisch über- 
lieferte Äußerung von Carl Einsteins Vater i* über wesentliche Aspekte seiner 
Tätigkeit, der Aarakteristisdie Sdilußabsatz wird hier deshalb vollständig 
zitiert: 

»Neben denjenigen, wcldie sldi von der gegenwärtigen Gestaltung des Gottesdienstes 
befriedigt erklären, vernehmen wir, wie vorstehend gezeigt wurde, audi zahlreiche 
Stimmen soldier, welche von gegenteiligen diesbezüglidien Empfindungen Zeugnis 
ablegen. Unbillig wäre es aber, anzunehmen, daß dieses Unbefriedigtsein auf Gleidi- 
glltigkeit in religiösen Dingen oder auf bloßer Neuerungssudit beruhe. Wir sdiließen ^ 
diese Darstellung mit dem Wunsdie: Möchte die Flamme cditcr, reiner Frömmigkeit 
die Herzen derer erfüllen, weldie am heiligen Werke, den Gottesdienst würdig zu 
gestalten, arbeiten wollen, auf daß Israels Gottesdienst eine Grundsäule des religiösen 
Lebens und Israels Bethäuser der einigende Mittelpunkt bleiben mögen, zu welchem sich 
die Glieder der Gemeinde zahlreich und gerne versammeln nadi dem Worte des Psal- 
misten: ,Ich freue midi, so man zu mir spricht: ins Gotteshaus laßt uns gehen!* 
Einstein." " 

Einstein und Mayer setzten sich in den Reformvorsdilägen für ein „vor- 
urteilsloses Verständnis der verschiedensten religiösen Anschauungen** ein und 
lehnten Zwangsmaßnahmen ab. Das prinzipielle Bestreben war nicht auf 
grundsätzlidie Änderungen, „sondern auf möglichste Erhaltung des Altbewähr- 
ten, und zwar mit möglidist einfachen Mitteln** gerichtet. Sie maßen vor allem 
„der Erteilung eines gediegenen hebräischen Unterrichts den größten Wert 

bei** !•. 

Die Schrift blieb indessen ohne den gewünschten Erfolg, der Oberrat faßte 
trotz der von ihm veranlaßten Erhebungen und der daraus resultierenden 
Empfehlungen keine durchgreifenden Beschlüsse *^. 

Einsteins Tätigkeit bis zu seiner Pensionierung „wegen leidender Gesund- 
heit** *« am 1.9. 1899 — mit kaum 50 Jahren — wird immer wieder in der 
Literatur rühmend erwähnt". Er starb vier Wodien später am 1. 10. 1899 an 



" Die Akten des Oberrats aus dieser Zeit und die Unterlagen der jüdischen Gemeinde 
Karlsruhe müssen nach intensiven Nachforschungen als verloren gelten. Mit Sidierheit 
steht das audi für alle Akten in Neuwied fest (Mitt. d. Jüd. Kultusgemeinde Koblenz 
V. 8. 9. 1965). Im Generallandesardiiv Karlsruhe ist Icdiglidi die Akte von Einsteins 
Nadifolger Jakob Driesen noch erhalten. Audi das Stadtarchiv Karlsruhe besitzt 
nichts. Idi danke in diesem Zusammenhang Dr. phil. Reinhard Rürup, Berlin, für 
widitige Hinweise. 

" D. Einstein und D. H. Mayer, Die Einrichtung des Gottesdienstes, S. 25. 

" Ebd. S. 32 f. 

»' Vgl. B. Roscnthal, Heimatgesdiichte der badisdien Juden, S. 388. 

" VOBL 1899, S. 31. 

" Vgl. B. Rosenthal, Heimatgeschichte der badisdien Juden, S. 386 f. (s. a. zit. GW, 
S. 7) und Adolf Lewin, Gesdiidite der badisdien Juden seit der Regierung Karl Fried- 

29 



* 



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1 1 



»einem unheilbaren Leiden*, wie es im Nadiruf heißt. Beide Ämter — das des 
Direktors und das des Sekretärs — habe er „in musterhafter Weise" verwaltet, 
„bis eine schwere Erkrankung seine Tätigkeit hemmte* (. . .) 

»Daniel Einstein hatte in seiner Lernzeit reidie Kenntnisse gesammelt, die er stets zu 
bcrcidiern und zu vertiefen bemüht war. Sein Eifer und seine Strebsamkeit ließen ihn 
nidit rasten, und so stieg er durdi eigene Kraft empor von der Stufe eines Lehrers der 
Jugend zu der eines Lehrers der Jugendbildner. Tüditige Lehrer heranzubilden, dazu 
war er befähigt, nicht nur durdi seine Kenntnisse, sondern audi durdi sein ganzes Wir- 
ken und Streben, sein besdieidenes, ansprudisloses Wesen und besonders audi durdi 
sein vorbildlidies Familienleben. 

Bei der Bestattung, weldie am 4. Oktober auf dem israelitisdien Friedhof in Karls- 
ruhe stattfand, erwiesen der Vorsitzende und die Mitglieder des Oberrats, soweit sie 
nidit verhindert waren, dem heimgegangcnen ausgezeidineten Beamten die letzte Ehre. 
Stadt- und Konferenzrabbiner Dr. Appel gab ein getreues Bild des Lebensganges des 
Entsdilafenen, dessen trefflidie Eigenschaften er rühmend hervorhob, und der Dienst- 
nachfolger des Verstorbenen, Direktor Driesen, sprach herzliche Worte des Dankes 
namens der Anstalt, an der der Verewigte ersprießlich gewirkt, namens der früheren 
Schüler desselben, von denen mehrere ihren verehrten Lehrer zur ewigen Ruhe gelei- 
teten, sowie namens der gesamten Israelitischen Lehrerschaft des Landes, für die der 
Verstorbene stets ein warmes Herz gehabt habe. Der Name des wadceren Mannes wird 
in der Landessynagoge in Ehren gehalten werden.** ^ 



3. Aspekte der Jugendjahre Carl Einsteins: Realität und Fiktion 

Die zufällig erhaltene Nadilaßakte^^ gibt Auskunft über den Vermögensstand 
der Familie im Jahre 1899: er war nidit nennenswert. 

Nachdem Daniel Einstein ohne Testament verstorben war, wurden 
3654,61 M. — etwa so viel, wie ein Jahresgehalt betrug — auf die Witwe und 
die beiden Kinder verteilt. Audi die Wohnung, erst Zirkel 14, dann seit 1890 
in der Stefanienstraße Nr. 9 " (badlsdi „IL Stodc" heißt nadi allgemeiner 
Rechnung 1. Stock), beherbergte keine Reichtümer, sogar kaum Bestände an 
Silber oder Tisdiwäsdie. Die Familie war bereits im Augenblick der Pensio- 
nierung in die Kaiserallee 51 umgezogen, Karlsruhes nahe gelegene heutige 
Hauptstraße. 



ridis (1738—1909), Karlsruhe 1909, S. 405 f. Lewin, ein älterer Bezirksrabbiner jener 
Zeit, dürfte Einstein nodi persönlich gekannt haben. 

» VOBL, 1899, S. 52 f. 

" R. No. 29861 Großherzoglidi. Badisdies Amtsgericht Karlsruhe, Abteilung IV, 
Distrikt VL Ort Karlsruhe, öffentliche Urkunde betreffend Verlassensdiaftsverhand- 
lungen auf Ableben des Daniel Einstein Direktor in Karlsruhe, Jahr 1899/1900, Urk. 
Verz. Nr. 2962, Not. R. P. T. Nr. 2962. — Generallandesarchiv Karlsruhe Abt. 270 IV, 
Karlsruhe, Nr. 29861 VIII, St. Regal 18. Das Generallandesardiiv beschied auf Anfra- 
gen immer abschlägig, und es ist auch faktisch kein besonderer Vorgang über Daniel 
Einstein vorhanden. Die Nachlaßaktc, die meine gezielte Suche ans Licht bradite, stammt 
aus Restfaszikeln zu allgemeinen Themen juristischer Art. Sie ist durch Zufall erhalten 
geblieben, weil sidi die Nachlaßverhandlungen bis nach 1900 hinzogen. Entsprediende 
Akten sind, soweit sie vor 1900 ausgefertigt wurden, nicht mehr auffindbar. 

30 



^1 



Es ist aufsdilußreiA, die Umgebung zu untersuchen, in der Carl Einstein 
fünfzehn Jahre, fast seine ganze Kinder- und Jugendzeit, zugebradit hat^ Denn 
nodi vier Jahre nadi seines Vaters Tod kommt er täglidi auf dem Sdiulweg 
durch die Stefanienstraße, eine der angesehensten Wohngegenden Karlsruhes. 
Im II Stodc von Nr. 9 hatte Daniel Einstein neun Jahre lang seine Dienstraume 
und seine Privatwohnung; das Haus gehörte dem Oberrat. Nach den Adreß- 
büchern der neunziger Jahre wohnten in der Straße sonst im wesentlichen hohe 
Regierungsbeamte, Offiziere, Privatiers, Gelehrte und Künstler. In Nr. 7 resi- 
dierte der preußische Gesandte, in Nr. 11 ein General der Kavallerie z. D. 
Wilhelm Freiherr von Gemmingen, in den weiter angrenzenden Hausem der 
Oberbaudirektor und berühmte Professor für Architektur an der Tedinischen 
Hochschule, Verfasser verschiedener kunstgcsdiichtlicher Werke, Joseph Durm, 
und schließlidi ein Maler der Kunstakademie, Professor August Visdier. Die 
Akademie der Bildenden Künste lag in der Stefanienstraße 82. Auch die 
Badische Kunsthalle mit bedeutenden Sammlungen und das Gebäude des Kunst- 
vereins befanden sidi ganz in der Nähe. Der Stadtteil - insbesondere die 
unzerstörte Stefanienstraße — ist auch heute noch erhalten. 

Daß dem jungen Carl Einstein in dieser Umgebung, die sich wahrsdiemlidi 
auch nach dem Tode des Vaters nicht wesentlich veränderte, alle Anregungen 
zu einer guten klassischen Bildung und vor allem zur Besdiäftigung mit der 
Kunstgeschidite geboten wurden, kann als erwiesen gelten. Dabei steht aller- 
dings dahin, wieweit diese Möglichkeiten schon damals bewußt genutzt worden 
sind. Die Berliner Studienjahre 1905—1908 haben sidierlich einen faktisdi viel 
größeren Anteil an der charakteristisdien Ausprägung der ästhetisdien Anschau- 
ungen Einsteins. Sieht man audi davon ab, daß Bildungselemente, die in einem 
frühen Entwicklungsstadium unverstanden blieben oder gar abgelehnt wurden, 
für einen späteren Zeitpunkt durchaus Bedeutung gewinnen können, so zeigen 
doch die eigenwilligen Interpretationen moderner Künstler, die Einstein schon 
in den ersten Berliner Jahren verfaßte, daß von der Karlsruher Kindheit und 
Jugend weitreidiende Impulse ausgegangen sein müssen«. 

Die nicht wohlhabende, aber angesehene Familie Einstein verkehrte in den 
führenden Kreisen der Stadt; zum Vormund der Kinder wurden der schon 
genannte Regierungsrat Dr. Mayer und ein bekannter Bankier, der Stadtrat 
Fritz Homburger, bestellt, der seit dem 13.6.1899 audi Mitglied des Ober- 
rats war. 

a) Bedeutung des Vaters 

Beim Tode seines Vaters war Carl Einstein 14 Jahre alt, Obertertianer des 
Großherzoglidien Gymnasiums, das er seit 1894 besuchte. Die autobiogra- 
phischen Rüdcblidce in den Romanentwürfen der Pariser Manuskripte lassen 



» Vgl dazu im BNL die Studie über Arnold Waldschmidt, wo Einstein u. a. auf 
einen zu wenig beaditeten Karlsruher Maler hinweist, über den ebenfalls ein Manu- 
skript vorliegt, vgl. BNL Sdimitt-Reute (versdiiedene Fassungen). 






31 



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für Carl Einstein 

Im Berliner Vorort Frohnau 
wurde eine Gedenktafel für den 
Schriftsteller Carl Einstein ent- 
hüllt. Die Gedenkworte sprach 
Hans Wallenberg in Anwesenheit 
prominenter Berliner Politiker 
und Repräsentanten der Jüdi- 
schen Gemeinde. 

Carl Einstein, dessen literari- 
scher Nachlass sich im Archiv 
der Berliner Akademie der Kün- 
ste befindet, wurde am 26. April 
1885 geboren, und wählte am 5. 
Juli 1940 in Frankreich den Frei- 
tod Aus seiner Feder stammen 
so bedeutende Publikationen wie 
**Die Kunst des 20. Jahrhun- 
derts" ''Afrikanische Plastik der 
zwanziger Jahre" und "Negerpla- 
111 stik". Einstein wohnte, bevor er 
zu nach Paris übersiedeln musste, in 
Lle I Berlin-Frohnau. ^1~L_ 



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To Gilles Oliver Einstein 

Patricia Ann Doran daugh^r of 

Mai. Thomas J- D°J«"-^yora colo was 
and Mrs. Doran of Aurora 
married V^'terdayto Gilles 
Einstein, son of Mr. ano w' 
iPnstein of MounU,nsä%n^t'caV 
S° Roman Äic Church. Camp 
lt. Malo. AUenspark Co^ „„;. 

The bride is « ^^'^t^uere she earned 
versity of Colorado where|ne ^^^^ 

a B.A. degree from the coiieg 

and Science. eraduated cum 

The bndegroom was graa 

"»"^^r Pho' in psySogy last 
ceived bis f."*^- -'"sitv of Colorado. 

S^^^^Ä winTe^omJ an assistant 
Next fall he w^" ^^^ ^^gy at Furman . 
Professor of psycnoiu|y i 

, ?jniversity, Greenville S C "^^ .^^^ 

is chairman of t^J^f ^^ ^ the car- ' 

Moomjy Inc. Paranrius. N. J. 

Pet Department störe. ^^.^ ^^ 
Nicola Kelly w ^^^^ 

Jeaa PhiUppe Einstein was 

for his brother. 




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iirc 2. The second pagc of Hiiislcirrs manuscripl oT bis "Mc- 
lary Denvalioii ot Massaiid liiicrgs" cndinj! vmiIi ihc ccju.ilu)!i 
Wc . Il is sijincd "A. tinsicin. I^M^.*' Jcriis.ilcni. Schu.idron 

Icclion, J.N.U.L. 



II was borric oul b\ thc cxpcdilion al ihc liinc ol a solar 

tpsc in 1919. W hcn ihc rcsulls of ihc solar cclipsc 

-crvalions bccamc kiioun lo thc gcncral public, l in- 

in's namc bccanic a Household word. Hc was olTcrcd, bul 

uscd. grcal sums ol" inoncy tor arliclcs, piclurcs and 

•vcrli?;cincnls as bis famc mounlcd. Durinii lhccarl> >cars 

T World War I hc workcd for thc Lcaguc ol" Nations 

cllcLlual Cooperation Organi/alion and became a 

idiar tigure on public plattorms speaking on social 

bicins as well as bis I heory of Relativily. Ile becanie 

■rc and more disappoinled by the misuse ot" sciences in 

bands ol" man. *'In the hands of our ceneralion these 

d-vNon achievcmcnts are likc a ra/or wicidcd by a child 

liree. I hc posscssion ot marvelous means ofproduction 

broughl care and hunger instead ol Ireedom." in 1932, 

! stein accepled an invilation to spend the winter terni at 

(alifornia Institute of Technology. By January 193.^, 

Icr had come to power, l instein promptly rcsigned from 

fiositiofi at the Royal Prussian Academy of Sciences and 

.r reiurned lo (iermany. Many positions wcre otVered 

hu! he ünally accepted a protessorship at the Institute 

\dvanced Sludies in Princeton, New Jersey, and laier 

i.ie an American citi/en. During World War II secret 

^\s reached ihc U.S. physicisls that the (ierman uranium 

loci was progrcssing. I'instein, when approached by his 

11(1 *S/ilard, signcd a letter to President Roosevcll 

iling oul the teasibility of atomic energy. It was that 

r which sparked the Manhattan Project and tulure 

lopmenls ot" atomic energy. Mowever, Linstein, was 

• )scd to ihe use ol the atomic bomb, as wcre many other 

itists, and wrote anolher letter which, however, arrived 

aller Koosevell's death. In spitc of his dislike tbr 

ging in public alVairs I instein became chairman ofthe 

rgency ( ommillee of Atomic Scientists and urged the 

'awing ol the atomic and hydrogen bombs. During the 

Carthy period linstein advised scientists to refuse to 

iify before the Congressional Committee on Un-Ameri- 



slcp to unil'y graviiation and ckclrt»inagnclisiii mto oiic 
iheor) Il is iinpossiblc lo assess whcilKf he \s(»uld ha\c 
succeciled in Ihis iiiomeiiUuis lask. smce he ilied beloie ii^ 
compklion. 

I instein was \\o\ onls one ()1 ihe grcalesi scieniisis .»1 all 
time bul also a generous person who took liinc and ellort 
lo help t>lhers and spoke t)iil <>penl\ lor Ins belieU A\\i\ 
prmciples. Ile nevei lorgot llial he had heeii a reluüee 
himsell and lenl a helping band lo ihe maii\ uho askeil tor 
his Intervention Ihe man vvho relused lo \srile popul.ir 
arlicles Itir Ins t)wn benetil desoled hours lo raising moiiex 
tor relugees and olher worthwhile causes. linstein was a 
Jew not onl\ b\ birlh bul also b\ beliel and aclion llelook 
an acti\e pari m lewish allairs, wrote extensivelv. ami 
altended man> hinclions m order lo raise nione> for Jeuish 
causes. Ile was lirsi miroduceit lo /lonisin during Ins sia\ 
m Prague. whcre Jewish mtellectu.ils galhered in each olher's 
homes lalkmg aboul ihcir dream ot a Jewish llomeland 
Ile iiiul *\\ ei/mann had become acquamled, arul. despiie 
diMerent oullook Wei/mami regardetl I inslem as an 
unpraclical idealisi and I insiein in turn ihouL'ht Wei/mann 
\^as loo nuich ot .i "Realpolitiker* remameil allies and 
Iriends In 1921 Wei/mann asked I inslein lo |om him on a 
lund-riiising lour ol .America lo bu\ land m Paleslme and 
scek aid lor ihe Hebrcw l inversii\. I insiein readils agreed, 
since Ins mleresi m llie l iii\ersii\ had been izrowiiiu. Ihe 
lour \^as highl\ successlul Ile \isiied Paleslme and \sas 
grealK impresseil b\ whal he saw I insiein »ippeared betöre 
ihe .Xnglo-.XmerKiin ( ommillee ol liu|uir\ on Paleslme in 
1946 and enlered a slrong plea lor a .leuish llomeland. 
W hen ihe Siale ol Israel was eslablished he haiied ihe e\enl 
as the lullillmenl ol an ancienl dream. proxidiiig condiiions 
m which ihe spinlual and cullural lik ot a llebre\\ sociel\ 
could lind free expression \ller Wei/mann s dealh he \vas 
asked b\ lkii-( lUi u)n lo siand as a candidate lor ihe 
presKlencN ol the State ol Israel, whieh he declmed "hein|_' 
deepK louched b\ ihe oller but not suiled lor ihe posiiion "" 
W heil he weiil lo ihe hospiial rt>r llie illness w hieh pro^ cd lo 
be bis last he U>ok willi hini the iioles he liad inade tor ihe 
lelevision address he was \o lmvc on Israels sevenlh 
Indepeiulence I)a\. I he noles uere e\pandeil mto an arlicle 
which is included m i.inswui on rahv (ed. b\ () Nathan 
and II. Norden, I9()()). Aniong Ins works are: \houi 
/ionisin (ed. and Ir. b\ I .Simon, 1930). speeehes and 
lellers: Mein M c/^A/A/ ( 1934: ///c WOrU \s I See lt. 1934): 
i.voluiion of /V/r.N/cs (wilh I.. Inleid, I93S): Oul of M\ Lulcr 
Years (1950); and Ihc Meanin\i of Relalivilv (1921, I95(V ). 

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Alheri hin.steni. I'hilosophcr-Scicnlisi (1949, 1951 ), ineludes 
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Wrltiniis of Alhcrt lunstcin (1960); P. Michel more,- /:7//.v/r///. 
Portrait of thc Man (1962); H. Cuny, Alhert Einstcm. thc Mau and 
his Ihcorics (1963); C.Lane/.os, Alhcrt Einstein and thc Cosmic 
World (1965); H. Schmidt, in: Jndaism. 8 (1959), IM 41; H. 
Par/en,in:JSOS, 32(1970), 187 213. . [CJ.b.T.J 

KINSTKIN, ALFRFI) (1880 1952), musicologist. A cousin 
ofthe physicist Albert *Pinslein, he was born in Munich. 
Einstein was a music critic in Munich and Berlin, and 
bccamc editor of thc Zeiisehnft fuer Musikwissenschaft in 




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i:iNSTt:IN, ALI RFD 



1918. In 1933 hc Iclt (Jcrmany for Ilaly, rcachcd ihc U.S. in 
1939 and was prolcssor at Smilh College, Northamplon, 
Mass. Kinstein combined Ihe qualities of a music critic with 
those ofa precise scholar and bibliographer. 

In 1919 Hugo Riemann charged him wilh the prepara- 
lion of the ninlh edition ot his Mu.siklexicon. I-inslein 
subsequenlly ediled also ihe lOlh and I Ith edilions ofthis 
basic reference work. Of more populär character was his 
Das neue Musiklexicon, translated and ediled by him from 
A. l'aglefield IIulTs Dictionary of Modern Music and 
Miisii'ians (1924). Mis Mo/art sludies eulminated in his 



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Allrcd hinslciM, inusicolo- 
tiist ( ourtcsN Smith Col- 
lege Archives. Ni)rllianip- 
ti)ii, Mass. 



Version o\ KocchcTs ealaloi^ue ol M()/;irt's works (3rd ed., 
1937). Ijc ;iIm> enlari'ed .md revised I Aoucis /iihlioihck 
i/if \n'ilntckU'n wclllnhcn \ omi niu^ik hülicns ( I9()2). \ 
prolilic vvriler. I insicm eom|tilcd seini-popuLir boi)ks, such 
:is his (ic\i huhic ihr \!n\ik { h> ^)' ; SlKtri Ihsiot \ of .V//o/( . 
I9,s4*), \lush III ihr Riiinniiiu / ro (194'^), am! bioL'raphics 
ol Schnei/ ( i92S). dkiek (!')>(.). Mo/.iri ( hM^). and 
Seluiberl (h)"^!). Hc produeeil seholaris sludics on Kcnais- 
sance music arul eiiileil coinposiiions In KenaissaFiee. 
RariH|nc .nul elassieal eoinposcrs. AKo i>ulsiatidniL' are Ins 
lhree'\i)Unnes on ///c /iijlimi Miuhr^ul \ l*M*M. aiul ihe hrsi 
lonr w)luines ot Mo/ari s( r^//<'( /<(/ 11 />//v s prepared h\ hnn. 
KihlioKraph\ : lla^gm in Mii^u A'ci/«»» W M'^'-m. "'^'' "'^ ; 
ILn/piann. m \///v/. <;/ (fujn,tl\. y (iwili. ^> > ^»>. inJ hiM . 
(irovc, I)kI . Sciulic). \lusk. iiiiIcvcn. I<icmafin( iiirhil \l(i(i 
M.ikLT. MiOL' I )k1 I I ( " I 

I.INSIIJN, l.rWiS (IST" \'Hr). l S ihplonial and 
anlht»! I uisicm uas born lo a v^caltlu \cu ^iwk ( ils 
niereh.nil lannK Hc entcrcd ihc I S diph)n)iiic nciak^ \\\ 
l*>H- His posiinL's mckidcd l'aru. I ondi^n. ihc dclciMlnu) 




to the Algeeiras Conference, Peking, C onslantinople du 
World War I, and Prague ihroughout ihe I92()s. linsi. 
score of books and nearly 100 published arlicles, revi. 
notes, and cornmenls embraced the diverse worh! 
Renaissance arl, modern biography, ludor nianners. 
War diplomacy and, always, conteniporary geopol. 
preserving the often fragile link between diplomae> 
letlers. One o{ the mosl prophetic of his arlicles, ' 
United States and the Anglo-Cjerman Rivalry"' {\ui' 
Review. 60 (1913)), also explaincd lanstcin's real 
approach lo international afVairs. His menioir ,1 Di/t/o 
Looks back (I96S) provides insight inlo I inslein's del' 
as a diplomat as well as an appreciation ol his relined 
skeptical world view. Anolher prominent work is Z/^. 
liinstein Letters: corre.spondcnce oj Mr. Justice Uo/nii 
Lewis Einstein, IWJ 1935 ( 1964). |J. i 

KIN VERKD (Heb. T-n f» *'Rose Spring"), mosha 
central Israel, in the southern Sharon. AMiliated ^ 
Tenu'al ha-Moshavim, il was founded on May I, 193' 
settlers from liast hurope. liin Vered was enlargeo 
absorb ncw immigrants after 1948. larming is intens 
with citrus and milch eattle as the principal branehes 
1969, ihere were 510 inhabilants. m 



EIN YAHAV (Heb. nn: -py), nioshav 
southern Israel, in the central Arah 
Valley, aHiliated wilh Tenu'al 1 
Moshavim. Il was founded m 1950 as 
Observation post for expenmenls 
deserl farming and later becanic 
*\ahal outposi. In 1967 I'in Yahav nn 
Iranslerred to a permanent sile nearer ! 
. Jordanian border to beeome a mosh. 
In spite of its being exposed to atlacks 
, Arab inliltralors because of its isolalh 
the moshav developed benetiimg fron 

lairK abundanl spring and hol climale. Its special t. 

hranches mcluded date palni groves, out-of-season segc; 




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Mctil Mlc m l''^'' (n>\ci'\Micnt Picn>» Olhcc. I cl \\i\ 

bles. ,i\)(\ llouers lor c\pi>rl. \noihcr specialis in lurk 

breeding I in N aha\ is ihe Ilebrai/Cii \crMon ol ihc ti>:ir 

\rab nanie '* \\ n al-W a\ ba.' I 



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norlhern InmcI. lu^rth .»l s.i!cJ 
rcsidevl in I m /v min t in \i ih . 
/aMim) lioni the I liii ^\i\i ;.i \ » ' 
Muh and earlv I ^ih vciUiii icn. l" ! i 
ol Moriscos ( Xiahiv spcikm- I." 
ihere and il w as liic mIc ot a \ . 
headed b\ K \li>ses h. Makhii \\\ 



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EINSTEIN, Lewis, diplomat; b. Nrw York, Mar. 
15. 1877; >. Difid L »nd Cirollne E.: A.B.. Colum- 
bia. 1898. AM.. 1890; m. Hrlene RalU, 1904. Thtrd 
•ec. Am. Embaisy. Paris, 1903-05, tt l/>ndoD. 1905- 
06; ifc' U.S. dflfgation, Moroccan Conf., 1906: 2d 
•ff. An. Lfcation. Conslantinople. Mar. 1-Juiie 28. 
1900; 2d ifc. Am. Embassy, Conslantinople. June 2S. 
1906. Ist »ec. of embassy and charc* d'afTalres, Nof, 
IS. 1908; apptd. sec. Am. Legation at Peking, China, 
Dfc. 1909; E.E. and M.P. lo Costa Rira. July 1911- 
Jiinc 1913; special agent of the State Dept. at Con- 
»fantlnople, Jan. -Sept. 1915; Am. diplom^tlc rep. to 
Bulgarla, in Charge British interests, Oct. 191J-June 
1916 (recelved thanks of King of England); E.E. and 
M.P. to Czechoslovakia. Oct. 1921 Feb. l'j.-iO. Comdr. 
Legion of Honor (France); Grand Offlcer S.S. Maurice 
and Lazarus (Italy); (Trand Cross Order of tbe White 
Lion (C«efhoslo»akia) ; Präsentation plate frnm Brit- 
tkh Gort.; Medal of ETcellenre from roliimhia Unir., 
1934. Mem. Sons of Uie Revoliition. Phl Beta Kappa. 
Tbe Atheaaeum (London. Eng.). Author: Luid 
Pulcl and the Morgante .MaKgiore. 1902; The Italian 
Kenaissancp jn England, 190*J. Tht Relation of Lltera- 
ture to Uistory, 190.?; Napoleon III and American 
Diplomacy at the Oiitbreak of the Clrll War. 19Ö5; 
Anerican Foreign Policy by a Diplomatist, 19«)9; In- 
side Constanilnople, 1917; Prophccy of the War. with 
Introdurtion by Throdore Roose»elt; Tudor Ideals, 
1921: Roosefelt. HIs Mind in Artion. 1930; Pivided 
Lovalties — Amerirans in Enkjland Diiring the War of 
Independenc^ 1933; Verses, 1938; The Winged Vic- 
lory, 1941; Historical Chance, 1946; al» contbr. of 
Lewis Cass and American Diplomacy undor President 
Buchanan (in Lives of Sn-retarits of State). 1W7; 
artidos in American, English, French, Italian Jour». 
on dlplomatic history and art subjects. Editor: The 
Ilumanlsts Library (reprints and original contbns. 
relatinK to the Renaissance); Leonardo da Vinci — 
Fragments, !9fl7. Address: care Central Hanover 
Trust Co., New York, N.Y. üi^d 1949 






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Neuhebräisch, unterrichtet von Hans Plawner, hatte eine immer größer 
werdende SdiülerzaM. Lehrgänge für Werkarbeit hatten auch den nütz- 
lichen Sinn, das „Hilf-Dir-Selbst" zu verwirkhchen. Die künstlerische Lei- 
tung übernahmen die beiden Kunstmaler Ignaz Kauffmann und Hermann 
Fechenbadi; diese Arbeit kam besonders den großen Abenden des „Lehr- 
hauses' und der „Kunstgemeinschaft" zugute, an deren Gestaltung beide 
als Bühnenbildner mitwirkten. Viel Freude bereitete das Purimf est 1935 
(ähnlich dem Fasdiing). Die Differenzen innerhalb der jüdischen Gemeinde 
waren unter dem Druck der Zeit immer noch nidit beseitigt, und deshalb 
wurde es besonders begrüßt, den Centralverein, den Reidisbund jüdischer 
Frontsoldaten, die Zionistische Ortsgruppe und den Sportverein Hakoah 
harmonisdi beisammen zu sehen. Die geistvoll-witzige und satirische 
Purimrevue „Purim in Schwabylon" von Leopold Marx im Gustav-Siegle- 
Haus hatte einen derartigen Erfolg, daß die Aufführung wiederholt wer- 
den mußte. 

Vorträge von Leo Baedc, Ludwig Feuchlwanger und Rabbiner Seligsohn 
führten weiter durch den Ernst der Zeit. Mütter kamen, um über das 
Feiern jüdischer Feste etwas zu hören. Die Bibel und Alt- und Neuhebräisdi 
beherrschten die Programme bis zum Schluß. , ., _ 

Für die Werkabende des Kunstmalers Hermann Fechenbadi wurde in der 
Gymnasiumstraße 23 eine eigene Werkstatt durdi eine „freundlidie Stif- 
tung" ermöglicht. Für die Abhaltung der Gartenbaukurse stelltiCPr. Gustav 
■ Einsteiri)ein Grundstüdc zur Verfügung. Das bisher vermißte Gemein- 
"Ichäftserlebnis madit sich schon etwas bemerkbar, wenn audi von „ver- 
schiedenen Weltansdiauungen" innerhalb der Gemeinde gesprochen wird 
und ein „positives Judentum" der große Wunsch bleibt. 
Alle Gegensätze versanken im Banne der geistigsten aller Künste, der Musik. 
Im Herbst 1933 wurde die „Stuttgarter jüdisAe Kunstgemeinsdiaft" ge- 
gründet, und schon ihre Eröffnungsfeier im großen Saal des Gustav- 
Siegle-Hauses ließ Musik am Podium und im Parterre wirken. Chanukkah, 
das Lichterfest, wurde von 1500 jüdisdienMensdien gefeiert; 200 von ihnen 
wirkten auf dem Podium. Telemanns Suite in a-Moll wurde vom Streich- 
orchester gespielt; reiner Wohlklang überströmte den Saal. Es folgte Ema- 
nuel Bachs Triosonate in G-Dur. Aber dann klang Händeis gewaltiges 
Rezitativ aus „Judas Makkabäus" auf. Eine mäditige Frauenstimme ver- 
kündete, daß „verzagte FurAt und banger Kleinmut dem Volke Gottes 
nidnt ziemt", und jaudizte in Freude, daß in „Feierpradit das Fest des 



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Fnmllifnnamc r,r'l)iirtst.if^ Irl/lcr 

(NKiilclicnnnmc) in\J -ort, Beruf Wolmort 
Vorn.ime Familienstand (evakuiert) 



(Irportier! *1 <)(lr«,(l.)him 

Datum, Ziel iind-oit 



Dymschilz 


2. 2. 1880 


Sana 


Dubrowinsk 




(Polen) 


seine Frau 




Dymschitz 


10. 4. 1881 


(Zuckermann) 


Wilna 


Chassia 


(Litauen) 


Ebert 


10. 11. 1871 


Ida 


Witwe 



Stuttgart 



1.12. 1941 
Riga 



Stuttgart 



1.12. 1941 
Riga 



Baisingen 



17. 8. 1942 

Baisingen 

(Freitod) 



Oberstotzingen 22. 8. 1942 17. 9. 1942 

Theresienstadt Theresienstadt 



Stuttgart 



1. 12. 1941 

Riga 



März 1912 
bei Riga 



1. 12. 1941 
Riga 



März 1942 
bei Riga 




22.8.1942 4.9.1942 

Theresienstadt Therericnstadt 










Dcithcr, Gertrud 270 ^ 

Delckat, Iricdrich 264, 532 

Dellhcim, Auguste 299 

Dellhcim, Edmund 299 

Dcmau, Ferdinand 487 

Denison, Waller 460 

Dessauer, Amalie 299 

Dessauer, Emma 270 

Dessauer, Erich 191, 227, 299, 463, 524, 

531 
Dessauer, Lothar 492 
Dessauer, Philipp 35, 38 
Dessauer, Simon 38 
Dicker, Osias 299, 486 
Dicker, Selma 299 
Diem, Hermann 262, 532 
Dierhcimer, Johanna 270 
Dietrich, Elisabeth 532 
Dictz, Erna 299 
Diewald, Julchen 299 
Diewald Julius 299 
D(ilr,er] 264 

Dillmann, Christian Heinrich 67, 69 
Dingfelder, Frida 486 
Dinkelmann, Selma 300 
Dobin, Abraham 484 
Dochtermann, Alfred 532 
Dochtermann, Else 532 
Donath, Ludwig 487 
Dorner, Gertrud 532 
Dorschcl, Grctel 532 
Dreifus, Albert 300 
Dreifus, David 466 
Dreifus, Dora 300 
Dreifus, Eugen 460 
Dreifus, Henriette 38, 509 
Dreifus, Hermann 300 
Dreifus, Jakob 38 
Dreifus, Manfred 300 
Dreifus, Moritz 38 
Dreifus, Nehemia 35 
Dreifus, Rosalie 300 
Dreifus, S. 38 

Dreifus, Samuel 21, 35, 452, 458, 509 
Dreifus, Theodor 38 
Dreifuss, Alfred 487 
Dreifuss, Hermine 300 
Dreifuss, Leopold 300, 483 



4 




Dreifuss, Ludwig '17^> 
Dreifus(s), Martin 132, 465 
Dreifuss, Sofie Z^^ 
Dreyfus, Hugo 300 
Dreyfus, Isidor 3C0 
Dreyfus, Klara 301 
Drcvfus, Paula 301 
Dreyfus, Werner (geb. J924) 301 
Dreyfus, Werner (geb. 1^35) 301 
Drcyfuss, Emma 301 
Dreyfuss, Irma 301 
Dreyfuss, Ludwig 472 
Dreyfuss, Siegfried 301 
Drucker, Brigitte 301 / 
Drutkcr, Heinz Stephan 301 
Drucker, Ilse 301 
Duhnke, Erna 270 
Dühring, Eugen (>7 
Durlacher, Gustav 492 
Dymscnitz, Chassia 302 
Dymschitz, Sana 302, 485 

Ebcrlc, Else 262, 439, 532 

Eberle, Josef 262, 535 

Ebert, Ida 302 

Ebstein, Henriette 270 

Ebstein, Julius 429 

Ebstein, Ludwig 459, 472 

Ebstein, Samuel 492 

Edenfeld, Bernhard 38, 63 

Edenfeld, Klara 492 

Edersheimer, Jette 35 

Edhcimer, Heinrich 481 

Edheimer, Hermine 302 

Edhcimer, Karl 492 

Eger, Klara 265 

Ehrenberg, Werner 492 

Ehrlich, Adolf 223, 302, 466 

Ehrlieh, Emma 302 

Ehrlidi, Leopold 492 

Eichberg, Friedrich o^ 

Eichberg, Moses (Moritz) 28, 35, 2^, 457 

Eichel, Karl 466 

Eichthal bl 

Einstein, Abraham 74, 465 

Einstein, Albert 58, 407 

Einstein, Alexander (Direktor) 472 

Einstein, Alexander (Vertreter) 492 



558 





Einstein, Alfred 463, 524 
Einstein, Anna 302 
Einstein (geb. Stern), Anna 302 
Einstein, Edgar 465 
Einstein, Elisabeth 303 
Einstein, Ernst 451, 453, 464 
Einstein, Fritz Helmut 302 
Einstein, Gustav 171, 460 
Einstein, Heinrich 492 
Einstein, Helene 76 
Einstein, Hermann (rosamentier) 485 
Einstein, Hermann (Vater Albert Ein- 
steins) 5S, 511 
Einstein, Ingeborg Felicic 302 
Einstein, Julius 140 
Einstein, Leo 486 
Einstein, Leopold 302 
Einstein, Nelly 303 
Einstein, Otto 78, 116, 191, 460, 523 
Einstein, Selma 303 
Einstein, Simon 303 
Einstein & Erlangcr Söhne 472 
Einstein, Walter 143, 463 
Eisack, Erich 462 ^^ 

Eisemann, Lisette 303 
Eisemann, Max 472 
Eisenberg, Moritz 38 
Eisenmann, Benno 485 
Eisig, Helene 303 
Eisig, Karl 303 
Eisig, Theodor 38 
Ellenberg, Karl 482 
Ellinger, Salomon 38 
Elon, Isabel 531 (vgl. L VVachenheimer) 
Elsas, Alice 303 
Elsas, Bernhard 429 
Elsas, Betty 493 
Elsas, Caroline 57 
Elsas, Dina 76 
Elsas, Fritz 91 ff., 444 
Elsas, Gebr. 33 
Elsas, Hans 115, 463 
Elsas, Hugo 63 
Elsas, Isaak 44 
Elsas, Jenny 303 
Elsas, Julius 55, 59, 76, 91 
Elsas, Karl 81, 91, 92 
Elsas, Louis 54, 55, 57, 59, 452 



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Elsas, Ludwig 225, 429, 531 

Elsas, Max 466 

Elsas, Moses 44, 55, 57 

Elsas, Willy 466 

Elsässer, Ollo Erwin 493 

Eltzbacher, John 493 

Enianuel, Emmy 303 

Emanuel, Hans Heinz 304 

Lngcl, Max 493 

Engclberg, Ghana 301 

Engelberg, David 493 

Engclberg, Peiwel 304, 472 

Engländer, Ernst 304, 466 

Engländer, Justin 466 

Engländer, Oskar 81 

Engländer, Otto 428, 466 

Engländer, Walter 78, 304, 466 

Epp^lcin, Alfred 429 

Eppstcin, Jc^hanna 304 

Eppslein, Julius 477 

Eppstein, Ludwig (geb. 1870) 304 

Eppstein, Ludwig (Kaufmann) 493 

Eppstein, Max 3>8, 459 

Eppstein, Rudolf 493 

Eppstein, Victor 304 

Epstein, Fritz 460 

Epstein, Herbert 429 

Epstein, Isaak 38 

Epstein, Ludwig 142, 477 

Erlanger, Elise 305 

Erlanger, Frieda 305 

Erlanger, Fritz 305, 463 

Erlangcr, Gebr. 38 

Erlanger, Hugo 54, 63, 305, 463, 524 

Erlebacher, Else(a) 305, 486 

Ermann, Bcrta 305, 467 

Ernst 166 

Esenwein 514 

Essinger, Artur 142, 305, 459, 493 

Essinger, David 38 

Essinger, Gebr. 33 

Essinger, Jakob 38 

Essinger, Julius 467 

Essinger, Karoline 305 

Essinger, Max 460 

Essinger, Rolf 4ö0 

Essinger, Salonion 56 

Eßlinger, Adolf 75, 76 






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Ende 1932 waren die folgenden jüdischen Mitbürger in Stuttgart ansässig (ovvcit niög 
lieh, nach ihren Berufen geordnet): 



ÄRZTE 



Dr. Adler, Hilde, Schottstraße 197, nach Brasilien, lebt in USA 

Dr. Baer, Elkan, Cannstatt, Bahnhofstraße 14, gestorben 29. September 1939 

Dr. Baer, Ernst, Fadiarzt für Haut- und Harnleiden, Cannstatt, Bahnhofstraße It 

Dr. Benedict, Alexander, Degerloch, Tübinger Straße 17, nach USA, lebt in Hot 

Springs (Arcansas) 
Dr. Carlebach, Stefan, Johannesstraße 45, nach Palästina 
Dr. Carsten, Max, Künigstraße 62, 1941 Ereitod in Berlin 
Dr. Cramer, Max, Augenarzt, Tübinger Straße 11, 1934 nach Nahariya (Palästina), dort 

gestorben 1958 
Dr. Dannhauser, Alfred, Nervenarzt, Seestraße 28, nach USA, dort gestorben 1940 
Dr. Denison, Walter, Schloßstraße 12 b 

Dr. Dreifus, Eugen, Gerokstraße 17, nach USA, lebt in Stuttgart 
r Dr. Einstein, Gustav, Paulinenstraße 28, nach USA, dort gestorben 
•^ Dr. Einslein, Otto, Kinderarzt, Friedrirhstraße 1 b, seit 1904 in Stuttgart, 1910 nach 

Nicaragua, gestorben in Denol (Colorado) 
Dr. Epstein, Fritz, Neckarslraße 14, nach USA 

Dr. Essinger, Rolf, Libanonstraße 3, in die Schweiz, dort gestorben 
Dr. Feigenheimer, Erwin, Mozartstraße 45, nach USA, lebt in Brooklyn (N. Y.) 
Dr. Feldmann, Gustav, Nervenarzt, Jägerstraße 12, 1935 nach Palästina, dort gestorben 

(Sohn Dr. Otto Feldmann lebt in Jerusalem) 
Dr. Friedberger, Josef, Charlottenstraße 28, nach USA, gestorben in Urbana (Ohio) 
Dr. Gideon, Simon, Facharzt für Frauenkrankheiten und Chirurgie, Friedrichstraße 16, 

nach USA, gestorben 1959 in Chicago 
Dr. Goldmann, Hans, Nervenarzt, Cannstatt, Künigstraße bl 
Dr. Gottschalk, Eduard, Friedrichslraßc 60, gestorben in Stuttgart 

Dr. Gutmann, Robert, Markusplatz 1, gestorben September 1942 in Theresicnstadt 
Dr. Hauser, Arnold, Kinderarzt, Charlottenstraße 21b 

Dr. Hecht, Paul, Hohenheimer Straße 7, nach Indien, dann USA, lebt in Massachussets 
Dr. Heilbronner, Anna, geb. Rothschild, Am Krähcrwald 203 A, und ihr Ehemann 
Dr. Heilbronner, Edgar, beide 1933/34 nach Palästina, heute Leiter der „ALYN"-Klinik 
Dr. Heimann, Moses, Heusteigstraße 103, gestorben 8. September 1935 
Dr. Henle, Franz, prakt. Arzt und Kinderarzt 

Dr. Hirsch, Cäsar, Tübinger Straße 11, 1933 in die Schweiz, Freitod in den USA 
Dr. Holzinger, Jakob, Landhausstraße 181, Freitod 9. November 1940 mit 'einer Frau 

Selma geb. Oettinger 
Dr. Holzinger, Theodor, Hackstraße 3, nach Shanghai 

Dr. Hommel, Max, Schloßstraße 47, gestorben 19. Januar 1943 in Theresicnstadt 
Dr. Karpeles, Siegmund, Königstraße 4, gestorben 1944 in Auschwitz 
Dr. Kauffmann, Eugen, Augenarzt, Cannstatt, Königstraße 44, gestorben 3. August 

1943 in Theresicnstadt 



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RECHTSANWÄLTE 



Adler, Jakob I, Friedrichstraße 23 b, nach Südamerika 
Adler, Jakob II, Sophienstraße 1 b, nach USA 

Bach, Alfred, Marienstraße 23 A, gestorben 12. Augu t 1935 in Stuttgart 
Dr. Carlebach, Hermann, Kronenstraße 24, nach Palästina 
Dessauer, Erich, Cannstatt, Seelbergstraße 1, gestorben 1944 in Auschwitz 
-> Einstein, Alfred, Rotebühlstraße la, gestorben 1944 

Dr. Einstein, Walter, Königstraße 46, nach Frankreich, lebt in Paris 

Elsas, Hans (auch Schriftsteller), Werastraße 1, nach Brasilien 

Erlanger, Fritz, Tübinger Straße 14 a, nach Paris, gestorben 1943 in Au<;chwitz 

Dr. Erlanger, Hugo, Tübinger Straße 14 a, nach Paris, dort gestorben 1941 

Eßlinger, Gustav, Königslraße 51 .. 

Dr. Eßlinger, Karl, Konigstraße 82 ' 

Dr. Flegenheimer, Eugen, Charlottenstraße 5, 1934 nach USA, lebt in Los Angeles 

Fleischer, Bernhard, Friedrichstraße 19, gestorben 17. September 1942 in Buchenwald 

(seine Tochter Anneliese in Haifa) 
Goldschmidt, Eduard, Dillmannstraße 16 

Dr. Grünberg, Martin, Gänsheidestraße 66, nach USA, dort gestorben 1958 
Dr. Gumbel, Siegmund, Königstraße 35, nach England, dort gestorben 
Dr Gunzcnhauser, Alfred, Konigstraße 72, 1941 n.ich USA, dort gestorben 
Hess, Ludwig, Kirchstraße 16, gestorben 13. Scplcmbc>r 1942 in llieresicnstadt 
Dr. Kahn, Alfred, Königstraße 43 b 

Dr. Kessler-Reis, Ella, Königstraße 40, gestorben 1944 in Auschwitz 
Dr. Kiefe, Adolf, Schmale Straße 9, in die Schweiz 

Dr. Kiefe, Alfred, Schmale Straße 9, in die Schweiz, Freitod in Portugal 
Dr. Kiefe, Wilhelm, Werastraße 3, in die Schweiz, gc-.torben in Zürich 
Dr. Lepm'ann, Henry, Blücherstraße 7, nach Südamerika, dort gestorben 
Levi-Lerse, Ernst, Königstraße 31b, nach England, dort gestorben 
Dr. Lieblich, Karl, Königstraße 16, nach Südamerika, lebt in Stuttgart 
Dr. Liebmann, Walter, Calwer Straße 16, nach USA 
Löwenstein, Walter, Friedrichstraße 23 b 

Mainzer, Albert, Uhlandstraße 15, gestorben 1944 in Auschwitz 
Dr. Mainzer, Erwin, Marienstraße 38, nach London, lebt dort als Rechtsanwalt 
Dr. Mainzer, Robert, Marienstraße 38, gestorben 18. Februar 1943 in Theresicnstadt 
Mayer, Alfred, Gymnasiumstraße 1 
Dr. Merzbacher, Hermann, Marienstraße 2, nach Südamerika, gestorben in Boston 

(USA) 
Dr. Merzbacher, Siegfried, Marienstraße 2, nach Südamerika, dort gestorben 

Dr. Neuburger, Eugen, Lindenslraße 3 

Dr. Ostertag, Benno, Marienstraße 16, gestorben 1956 in Stuttgart 
Dr. Ottenheimer, Ludwig, Kanzleistraße 35, nach San Francisco (USA), dort gestorben 
Dr. Perlen, Robert, Marienstraße 38, gestorben 1961 als Präsident des Oberlandes- 
gerichts in Stuttgart 
Dr. Reis, Richard, Königstraße 40, gestorben 1938 in Stuttgart 
Dr. Rosenstein, Reinsburgstraße 32, nach Südafrika 
Rothschild, Martin, Cannstatt, Seelbergstraße 1 



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Slingcr, Adolf, öffentlicher Notar, Olgastrnße 5 

Dr. Scbnuil, Robert, Kanzlcislrnßc ^. nadi USA, gestorben in New ^ork 

Dr. Schwarz, Willi, Friedrichstraße 52, nach Argentinien 

Dr. Schweizer, Alfred, Tübinger Straße 33, nach USA, gestorben in New York (Witwe, 

geb. Loeb, in USA) 
Singer, Rudolf, Rote Straße 2A 

Dt. Stössel, Rudolf, Breite Straße 4, nach USA ' 

Dr. Strauß, Max, Marstallstraße 2, nach USA 
Dr. Strauss, Walter, Archivstraße 12, nach USA 

Dr. Tänzer, Paul, Königstraße 46, nach Palästina, gestorben in Tel Aviv 
Thalmessinger, Kurt, Kleine Königstraße 7, Freitod 1942 in Buchau a. F. 
Uhlman, Manfred, Archivstraße 12, 1933 nach Frankreich, dann Fngland 
Weil, Richard, Kleine Königstraße 1, gestorben auf der Flucht naih Australien 
Dr. Wolf, Heinrich, Cannstatt, Königstraße 51, gestorben 1943 in Auschwitz 
Zürndorfer, Ludwig, Filderstraße 45, 1936 nach Palästina 

Im Staatsdienst: 



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Dr. Bauer, Fritz, Amtsrichter, Seestraße, lebt als Generalstaatsanwalt in Frankfurt a. M. 
Dr. Bloch, Robert, Amtsrichter, Silberburgstraße 55, gestorben 1942 in Auschwitz 
^ Dr. Einstein, Ernst, Amtsrichter, Charlottenstraße 21 B, nach USA, dort gestorben 1962 
Glück, Fritz, Referendar am Amtsgericht, 1934 nach Palästina, seit 1951 Jurist in Israel 
Dr. Hirsch, Otto, Ministerialrat, Direktor der Neckar-AG, Gähkopf 33, gestorben 

19. Juni 1941 in Mauthausen 
Dr. Kauffmann, Friedrich (Mischling), Regierungsrat, Falkertstraße 103 
Dr. Kaulla, Otto, Landgerichtsdirektor, Moserstraße 20, nach USA, dort gestorben 
Laupheimcr, Manfred, Referendar, Olgastraße 109, 1934 nach Holland, 1941 nach 

Westerbork, gestorben ir^ Auschwitz 
Marx, Alfred, Amtsrichter, Cannstatt, Seelbergstraße 1, lebt als Landgerichtspräsident 

a.D. in Stuttgart 
Richheimer, Walter, 1. Staatsanwalt, Silberburgstraße 95, 1939 nach USA, lebt in USA 
Stern, Ludwig, Landgerichtsdirektor a. D., Seestraße 7, gestorben in Stuttgart 
Stössel Gustav, Amtsrichter, Schloßstraße 57 B 



In der Industrie: 

Dr. Blum, Berthold, Direktor der Gebr. Bing AG, Herdweg 111, gestorben 6. Juli 1942 
in Dellmensingen 

Dr. Weil, Hermann, Direktor der Salamander-Schuhgesellschaft in Kornwestheim, Herd- 
weg 58, 1936 nach England, gestorben in Johannesburg (Südafrika) 



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KAUFLEUTE DES BANK-, FINANZIERUNGS- UND 
VERSICHERUNGSGEWERBES 



Arnstein, Gustav, Direktor der Wach- und Schließgcsdlschaft, Eugenstraße 3 

Ascher, Josef, Immobilien, Hypotheken, Sophienstraße 

Bernheim, Siegfried, Bankier, Falkertstraße 107 / 

Bernheim & Cie., Hypotheken, Königstraße 72 

Bikard, Adolf, Hypotheken, Königstraße 38 

Davidsen, Karl, Bankdirektor, Rebenreute 30 

Dreifuss, Martin, Teilhaber der Fa. Martin Dreifuss, Bankgeschäft, Rotebühlstraße 99 

Einstein, Abraham (gestorben 11. Mai 1939), und Edgar Einstein (nach Brasilien, gestor- 
ben in Sao Paulo), Teilhaber der Fa. Gebr. Rosenfeld, Bankgeschäft, Königstraße 14 

Frank, Lothar, und Sigismund Frank, Teilhaber der Fa. Gebr. Rosenfeld, Bankgeschäft, 
Königstraße 14 - 

Gumbel, Gottfried, Bankdirektor, Hölderlinstraße 48, gestorben 23. Mai 1943 in 
Theresienstadt 

Helbing, Philipp, Bankdirektor, Salzmannweg 10 

Hochberger, Leopold, Inhaber der Fa. Ernst Hochbergcr, Bankkommission und Agen- 
turen, Calwer Straße 33, nach USA 

Jacobowilz, Stefan, Bankier (Württ. Privatbank AG), Gymnasiumstraße 1 

Kahn, Louis, jr., Kursmakler, Keplerstraße 22 

Kiefe, Friedrich L., Inhaber der Fa. Kiefe & Co., Bank- und Wechselgcschäft, Büchsen- 
straße 16, gestorben 22. November 1941 in Stuttgart 

Lehmann, S. L., Hypotheken, Fischerstraße 3 

Levi, Robert, Bankdirektor, Seestraße 49 

Liebmann, Hans, Bezirksdirektor der Versicherungs-Gesellschaft „Phönix'', Marien- 
straße 2, 1933 in die Schweiz ' .^: 

Neuburger, Richard, Prokurist bei der Dresdner Bank, Reinsburgslraße 189, lebt in 
Stuttgart 

Neuhäuser & Co., Hypotheken, Immobilien, Kronprinzstraße 36 

Nördlinger, Siegfried, Bank- und Kommissionsgeschäft, Hauptstätter Straße 96 

Pick, Edgar, Inhaber der Fa. Pick & Co., Bank- und Wechselgcschäft, Kommanditgesell- 
schaft, Poststraße 6, 1931 zum belgischen Konsul für Württemberg und Hohen- 
zollern ernannt, nach 1933 in die Schweiz 

Rosenthal, Moritz, Bankdirektor, Seestraße 112, gestorben 27. Mai 1943 in Theresien- 
stadt 

Rothschild, Artur, Versicherungs-Bezirksdirektor, Königstraße 5 

Rothschild, August, Versicherungsagent, Königstraße 5 und Tübinger Straße 17 A 

Schloss, Artur, Versicherungsagenturen, Uhlandstraße 25 

Schwabacher, Louis, Direktor der Deutschen Bank, Reinsburgslraße 160 

Sontheimer, Felix, Bankdirektor, Eduard-Pfeiffer-Straße 43, gestorben 2. März 1943 in 
Theresienstadt 

Strauss, Stephan, Bankier, Schloßstraße 12 b, Sommerwohnung Feuerbacher Heide 78, 
und Dr. jur. Walter Strauss (nach USA), Teilhaber der Fa. Stephan Strauss, Bank- 
gesdiäft, Schloßstraße 12 b 

Taldorf & Friedrich, Versicherungen, Königstraße 35 

Thalheimer, Heinrich, Agenturen, Cannstatt, Marienstraße 3 



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KAUl LEUTE DES TEXTILGEWERBES 



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Ausübel, Baruch (nach Palästina), und Sally Ausübel (gestorben in der Deportation), 
Teilhaber der Fa. Gebr. Ausübel, Textilwaren, Schloßstraße 54 

Awergon, David, Textilwarenvertretungen, Mittclstraße 14 

Badmarm, Eugen, Teilhaber der Fa. Lindner & Furchheimer, Tuchgroßhandlung, Marien- 
straße 32, gestorben 1930 (Witwe Erna Badmann in die Schweiz, heute wieder in 
Stuttgart) 

Bamberger & Hertz, Herrenkonfektion, Königstraße 70 

Baer, Julius (gestorben 1. Oktober 1942 in Thcresienstadt), und Philipp Baer, Teil- 
haber der Fa. Modehaus Gebr. Baer, Am Leonhardsplatz 

Bauer, Adolf, und Max Bauer (gestorben 9. März 1941), Teilhaber der Fa. Adolf Bauer, 
Manufakturwaren en gros, Seestraße 5 

Baum, Lazarus, Weißwaren- und Aussteuergeschäft, 'Marktplatz 19, gestorben 12. April 
1933 

Bechhöfer, Gebr., Baumwollwaren en gros, Schloßstraße 80 

Behar, Abraham, Teppidihandlung, Heslach, Gebeisbergstraße 84 

Beifus, Bernhard, Damenkonfektion, Hermannstraße 16, gestorben 2. Oktober 1940 

Benario, Theodor, Strickwarenvertrieb, Johannesstraße 38, gestorben 19. Dezember 1936 

Berger, Emil, Arbeitskleider und Wäschevrrtrieb, Neugereutstr. 15, gestorben 2. Mai 1935 

Bemheim, Sigismund, Textilwarengroßhandlung, Arminstraße 19 

Bernheimer, Max, Strumpfwarengroßhandlung, Reinsburgstraße 35 b 

Bieringer, Benno, Teilhaber der Fa. Bieringer & Vorchheimer, Mode- und Weißwaren 
en gros. Kleine Königstraße 1, gestorben in der Deportation 

Bieringer, Max, und Moritz Bieringer, Kurzwaren en gros, Schloßstraße 23 

Birnbaum, Abraham, Herren- lirtd Damenbekleidung, Aussteuergeschäft, Paulincn- 
straße 37 > **'- 

Bloch, Joseph, und Salomon Bloch, Teilhaber der Fa. Gebr. Bloch, Tuchhandlung en gros, 
Eberhardstraße 20 (gegründet 1875) 

Bloch, Oskar, Teilhaber der Fa. Hermann Stern, Tuchgroßhandlung, Sdiellingstraßc 11 
(gegründet 1875), gestorben 1944 in Auschwitz 

Böttigheimcr, Berthold, Teilhaber der Fa. Löwenberg &. Böttigheimer, Kurzwaren, 
Eßlingcr Straße 31 und Ulrichstraße 8 

Braunschweiger, Julius, Reinsburgstr. 135, Herren- und Damenkleider, Rotebühlstr. 163 

Carlebach, Sigmund, Galanteriewaren, Herzogstraße 6 b 

Dreyfuss, Ludwig, Textilwarenvcrtrctun^, Moltkestraße 33 

Ebstein, Ludwig, Herren- und Knabenkleidergeschäft, Hirschstraße 6 

Einstein, Alexander, Direktor in Fa. Dreifus & Blehmann AG, Vogelsangstraße 51 

Einstein &. Erlanger Söhne, Großhandel in Seiden- und Kurzwaren, Schloßstraße 49 

Eisemann, Max, Textilvertretung, Schwabstraße 161 

Engelberg, Feiwel, An- und Verkauf von Herren- und Damenkleidern, Gaisburgstr. 4 b, 
gestorben in Maly Trostinec 

Feigenheimer, Bonna, Modehaus für Damenbekleidung, Königstraße 35, 1936 Ausver- 
kauf, 1939 nach USA 

Feldmann, Chiel., Großkaufmann, Teilhaber der Fa. Feldmann & Tanne, Kurzwaren- 
großhandlung, Kronprinzstraße 30—32 

Flegenheimer, Julius, Inh. der Fa. Württ. Gurten- und Bandverlrieb, Senefelderstraße 6 B 



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Barsam, Sigmund, Schlosser, Stöckachslraße 58 
Blum, Max, VVL>ber, Tcxtiltcchniker, Fangelsbachstraßc 19 

Dymschilz, Sana, Maschinist, Landhausstraße 198, gestorben in der Deportation 
■^ Linstcin, Hcrnuinn, Posamcnticre, Hauptstätter Straße 60 

Eisenmann, Benno, Inhaber der Fa. Stuttgarter Dachschäden-Reparatur, Friedrichstr. 18 
Falkenstein, Louis, Schneider, Sickstraße 33, lebt in Stuttgart 
Falkson, Siegfried, Schlosser, Rotebühlstraße IIb 
Gurfinkel, Moses, Schlosser, Gutenbergstraße 54 
Ilcrskowitz, Miklos, Schneider, Cannstatl, Karlstraße 4 
JoiUof-llultir, Otto, Herrenschneider, Königstraße 8 
Kahn, Benno, Automechaniker, Cannslatt, Schillcrstraße 8 

Kahn, Julius, Monteur, sanitäre Installation und I leizungsanlagen, Kolbstraße 12 
Kappenmacher, Willy, Schreiner, Immenhof er Straße 12 

Kastelan, Viktor, Zuschneider, Militärstraße 16 B, ge:,torben 18. April 1938 
Kogan, Leo, I einn^echaniker, Tübinger Straße 47 
Kramaroff, Johann, Buchbinder, Claudiusstraße 13 
Kiin/elsauer, Lippmann, Schneider, Stuifenbtraße 28 

Landauer, Julius, Elektrotechniker, Reparaturvverkstätte für Radioapparate, Post- 
straße 7, 1938 nach USA 
Levi, Guttav, Schneider, Ilerweghstraße 4 

Lippcl, Abraham, Handschuhmacher, Ostendstraße 83 „ •; 

Meisner, Israel, Bürstenmacher, Immenhofer Straße 32 . • ; 

Meyer, Emma, Schneiderin, Weimarstraße 52 
Mühlrad, Leo, Tapezierer, Böheimstraße 7 
Neu, Alfred, Teilhaber der \ .\. Lbert & Neu, Spezialwerkstätte für Autolichtmaschinen, 

Rotebühlstraße 115 
Nussbaum, Regina, Kleidernäherin, Hauptstätter Straße 52 
Opatowsky, Hermann, Sihneider, Wilhelm-Raabe-Straf^'e 15 
Opatowsky, Nusin, Flaschner, Neckarstraße 176 
Ostrolenk, Therese, Schneiderin, Eberhardstraße 69 

Octtinger, Klara, Damenschneiderin, Urbanstraße 29, mit Mutter nach USA 
Pauker, Anna, Schneiderin, Adlerstraße 24, gestorben 13. August 1940 in Grafeneck 
I'eritz, Adolf, Schneider, Sophienstraße 19 a 
Preuss, Emanuel, Schneider, Holzstraße 14 
Preuss, Jakob, Friseur, Heusteigstraße 47 ^, * 
Kyndsionski, Abraham, Schlosser, Heslach, Burgstallstraße 71, gestorben September 

1940 in Buchenwald 
Silberstein, Gustav, Damenschneider, Dornhaldenstraße 19, gestorben 1942 in Auschwitz 
Simon, Benjamin, Schneider, Steinstraße 6, gestorben 7. November 1934 
Spinadel, Michael, Autolackierer, Kernerstraße 19 a 
Weizenblüt, Rosa, Damenschneiderin, Rotenbergstraße 79 
Wichler, Ascher, Schuhmacher, Stöckachstraße 53, Werkstatt Ludwigstraße 12 
(Siehe auch unter „Metzger und Viehhändler") 



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ABFALL- UND ALTWARLNIlAl IDLER 



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Dicker, Osias, Lumpenhandlung, Heusteigstraße 17 (Hinterhaus), gestorben in der 
Deportation 
-> Einstein, Leo, l-^^-jJ^^et WoHtr;^^^^^ Rote Straße 7 

Stult Berti:.! und ^und Gott.ieh, Bau.woUabtaUgroßhand.ung, Caishurg, 

Ulmer Straße 149 
T VAr^A^r q^miiel Lumpenhändler, Weimarstraße 
Ka":; L^dt^g TeShaber der Fa. Sigmund Levi Knochen-, Lumpen-, A.te.sen- 

handlung, Cannstatt, Schmidener Straße 43, nach Palästina 
Wiirr Esther Lumpenhandlung, llgenplatz 2 . ^. , 

Levi, Bernhard, Abfälle, Böblinger Straße 88 

Preuss, Marie, Altgarderobe, Holzstraße 14 

qrhiff Berisch, Lumpenhandlung, Heusteigstraße 13 ^ . .. u it 

lAlüLTbe!* Elias und Nathan Sd^lüsselberg, Altwarenhandlung, Cannstatt, Hall- 

SchJltiiVJotrNeue Weinsteige 2, Teilhaber der Fa. S^ Schwar.schild Leder- 
Td Stoffabfälle, Zuffenhausen, Siegelberg, na* USA,, dort gestorben 16. Ok- 

Werlheimeriulius, Teilhaber der Fa. J. und S. Wertheimer, BaumwoUabfällehandlung, 
Zuffenhausen, Spitalwaldstraße 5, gestorben in der ^'^°''^l'°^,....^^^ ^^ 

Worlsmann, Max, BaumwoUabfällehandlung, Import und Export, Charlottenstraße 27, 
1938 in die Schweiz, lebt in USA ^ o „ 

Zanger, Moses, Altmetall-, Altgummi- und Lumpenhandel, Blumenstraße 27 



FRAUEN IN SOZIALEN BERUFEN 

Brüll Emmy, Fürsorgeschwes.or, Libanonstraße 25, gestorben 1942 in Ravcnsbrüdc 

D ngfelder, Frida, Krankenschwester, Dillmanns.raße 19 (Schwes.ernhe.m 

ZMe Elsa, Gemeindeschwester, Dillmannslraße 23, gestorben 1944 »" Auschw tz 

Falk Mart'ha Kindergärtnerin, Säuglingsgymnas.in, Vaihinger Straße 99, na* Jerusalem 

Gedalius, Grefe, Krankenschwester, Dillmannstraße 19 

Goldmann, Gertrud, Krankenschwester, Dillmannstraße 19, nach Palastma 

Gutmann, Johanna, Krankenpflegerin, Senefelderstraße 83 

^ tt -rt,»H, tfädl Vermittlunesbeamtin, Schloßstraße 31, April 1941 nacn u. / 

Kauffmann, Thekla, stad . vermmiu 8 gestorben 1944 in Auschwitz 

landsbereer, Erika, Krankenschwester, DiUmannslralSe 19, gestoru „ ril. 

uJl! Emma, städt! Fürsorgeschwester, Cannstatt, Marienstraße 6, gestorben 22. Ok- 
lober 1942 in Thercsienstadt 



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Bergmann, Rosl, Verkäuferin, Hermrtnnstraße 16 

Berlingcr, Salomon, Gummiwaren en gros, Cannstatter Straße 18 

Berlizheimcr, Ilse, Gymnasliklehrcrin, Christophstraße 8, nach Palästina 

Bernheim, Flora, Witwe, Alcxanderstiaße 104 

Bernheim, Klementine, Witwe, Gymnasiumstraße 13, gestorben 12. August 1936 

Bernheim, Theodor, Vertretungen, Jlermannstraße 1, gestorben in der Deportation 

Bernheimer, Sigmund, Vertreter, Weimarstraße 3, gestorben 3. Mai 1943 in Ihcresicn- 

stadt 
Bernstein, Hermann, Vertreter, Tübinger Straße 16, lebt in Stuttgart 
Berolzheimer, Mathilde, Bankierswitwe, Silberburgstraße 167, gestorben 10. Juli 1942 

in Dellmcnsingen 
Beurer, Rahel, Werderstraße 14 
Bloch, Hugo, Vertreter, Alexanderslr.iße 161 

Bloch, Julius, Vertreter der Fa. Adler &: Opprnheimer AG, Schottstraße 147 
Bloch, Rosalie, Witwe, Silberburgstraße 1U\ gestorben 14. November 1935 
Blum, Anna, Kaufmannswitwe, Charlottcnstraßc 33, gestorben in Maly Trostinec 
Blum, Isidor, Kaufmann, Deutsche Gasolinaktiengcsellschaft, Uhlandstraße 6 
Dr. phil. Blume, Karola, Degerloch, Michaelstraße 16 
Blumenthal, Justin, ölimport, Kronenstraße 2 
Bodenheimer, Adolf, 1 eilhaber der Fa. Guggenheim & Co., Rohproduktcnhandlung, 

Ulmenstraße 6 und Rote Straße 23 B 
Bodenheimer, Daniel, Retuscheur, Tulprnstraße 5, gestorben 14. Juli 1933 
Bodenheimer, Ludwig, Vertreter, Sencfeldcrstraße 67 
Bottwin, David, Möbelhandlung, Brunnenstraße 12, gestorben 2. Oktober 1943 in 

Thercsienstadt 
Biandenburger, Jakob, Holzagentur, Rosenbergstraße 136, gestorben 17. Mai 1941 
Braun, Leopold, Exportagent, Obersetzungsbüro, Poststraße 7 
Braun, Walter, Konsulatssekretqf, Poststraße 7 
Brückel, Josef, Toilettenartikel, Tübinger Straße 
Bühling, Georg, Abteilungsleiter, Eckhartshaldenwcg 47 
Cahn, Erwin, Kaufmann, Militärslraße 2, nach USA 
Cahn, Isidor, Kleintierhandlung, Guibrodstraße 2, gestorben 22. Oktober 1942 in 

Theresienstadt 
Cahn, Lina, Pelzwaren, Militärstraße 2, gestorben 23. Januar 1944 in Theresienstadt 
Cahn, Max, Kaufmann, Militärstraße 2, gestorben 1944 in Auschwitz 
Cohn, Erich, Inhaber der Fa. Cohn & Weil, Vertretungen, Am Kriegsbergturm 41 
Davidovics, Ignaz, Kaufmann, Süddeutsche Werbegesellschaft mbH, Kiinigstraßc 11 
Dr. rer. pol. Dessauer, Lothar, Syndikus, Bopserwaldstraße 31, lebt in der Schweiz 
Durlacher, Gustav, Kaufmann, Silberburgstraße 29, gestorben 2. Januar 1934 
Ebstein, Samuel, Privatier, Hirschstraße 6, gestorben in Stuttgart (seine Frau überlebte 

Theresienstadt, seine Tochter verschollen) 
Edenfeld, Klara, Witwe, Kronprinzstraße 12, gestorben 18. Januar 1934 
Edheimer, Karl, Vertretungen, Wiederholdstraße 25 
Ehrenberg, Werner, Physiker, Hölderlinstraße 31 A 
Ehrlich, Leopold, Inhaber der Fa. Württ. Ölindustrie, Immenhofer Straße 3, gestorben 

29. Januar 1934 
Einstein, Alexander, Vertreter, Gablenberger Hauptstraße 159 
-^ Einstein, Heinrich, Privatier, Kasernenstraße 16 



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Einstein 



Einig, Meier Wolf 

Einig, Oskar 

Einmann, Elka, geb. Apfel 

Einsiedler, Klara 

Einsiedler, Rosa, geb. Becker 

Einstaedter, Denny R. 

Einstein, Adolf 

Einstein, Anna 

Einstein, Anna, geb. Stern 

Einstein, Berta, geb. Mayer 

Einstein, Bertha 

Einstein, Bettina 

Einstein, Camilla, geb. Stern 

Einstein, Doris 

Einstein, Elisab., geb. Gern 

Einstein, Elisabeth, geb. Gerstmann 

Einstein, Emma 

Einstein, Erna, geb. Oppenheimer 

Einstein, Ernst 

Einstein, Fritz 

Einstein, Fritz 

Einstein, Gabriel 

Einstein, Gerhard 

Einstein, Gerta, geb. Enslein 

Einstein, Gretl 

Einstein, Hedwig 

Einstein, Hedwig, geb. Dymand 

Einstein, Heinrich 

Einstein, Helena 

Einstein, Hermann 

Einstein, Hermann 

Einstein, Hilda, geb. Wuerzburger 

Einstein, Hina, geb. Schweisheimer 

Einstein, Ida, geb. Schlossberger 

Einstein, Ingeborg 

Einstein, Irma 

Einstein, Isaak 

Einstein, Isak 

Einstein, Isidor 

Einstein, Isidor 

Einstein, Jakob 

Einstein, Jakob 

Einstein, Jenny, geb. Littmann 

Einstein, Johanna, geb. Stern 

Einstein, Josef 

Einstein, Julius 

Einstein, Julius 

Einstein, Julius 

Einstein, Karl 

Einstein, Karola, geb. Silbermann 

Einstein, Karoline 

Einstein, Leopold 

Einstein, Leopold 

Einstein, Leopold 



Berlin 

Berlin 

Köln 

Regensburg 

Regensburg 

Nürnberg 

Heggbach 

Stuttgart 

Weißenstein 

Fellheim 

Buchau 

Memmingen 

Augsburg 

Stuttgart 

München 

Stuttgart 

Regensburg 

Buchau 

Buchau 

München 

Stuttgart 

München 

Eßlingen 

Memmingen 

München 

Laupheim 

Fürth 

Augsburg 

Laupheim 

Winnenden 

Augsburg 

Mannheim 

München 

Augsburg 

Stuttgart 

Laupheim 

Augsburg 

Fellheim (l) 

München 

Buchau 

Gailingen 

Memmingen 

Berlin 

Augsburg 

Buchau 

Fellheim (l) 

Essen 

Laupheim 

Würzburg 

Nürnberg 

Regensburg 

Nürnberg 

Öhringen 

Stuttgart 



07.11.92 

25.09.88 

19.02.95 

29.02.92 

28.06.68 

10.10.80 

13.04.75 

15.04.77 

10.02.72 

03.01.70 

29.08.59 

12.12.97 

18.03.80 

28.11.28 

16.06.85 

20.02.99 

08.05.66 

23.09.97 

25.02.97 

01.09.10 

09.07.23 

27.02.66 

30.03.37 

13.04.90 

17.01.21 

13.04.79 

03.08.86 

10.10.78 

19.08.88 

11.04.78 

01.08.80 

22.09.94 

16.11.59 

01.06.90 

30.01.28 

11.03.88 

07.03.84 

02.06.66 

26.04.61 

24.01.83 

10.07.61 

11.02.80 

25.08.79 

15.02.82 

05.05.66 

15.07.03 

01.04.73 

05.07.87 

29.05.72 

13.02.76 

30.05.72 

19.05.80 

17.06.92 

15.04.95 



verschollen 

verschollen 

für tot erklärt 

für tot erklärt 

20.02.44 

verschollen 

für tot erklärt 

verschollen 

04.09.42 

20.12.42 

27.12.42 

verschollen 

verschollen 

für tot erklärt 

verschollen 

für tot erklärt 

23.04.43 

für tot erklärt 

für tot erklärt 

verschollen 

verschollen 

08.01.41 

für tot erklärt 

verschollen 

verschollen 

05.12.41 

verschollen 

für tot erklärt 

für tot erklärt 

verschollen 

verschollen 

für tot erklärt 

01.10.42 

verschollen 

für tot erklärt 

05.12.41 

verschollen 

23.01.43 

verschollen 

14.02.42 

28.05.41 

für tot erklärt 

verschollen 

für tot erklärt 

für tot erklärt 

verschollen 

27.01.43 

verschollen 

06.02.43 

verschollen 

31.07.43 

18.07.43 

für tot erklärt 

für tot erklärt 



Majdanek/Lublin 

Riga 

Auschwitz 

Piaski 

Theresienstadt 

Izbica 

Auschwitz 

Riga 

Theresienstadt 

Theresienstadt 

Theresienstadt 

Piaski 

Piaski 

Riga 

Riga 

Izbica 

Theresienstadt 

Riga 

Riga 

Riga 

Izbica 

Freitod 

Riga 

Piaski 

Riga 

Riga 

Osten 

Piaski 

Riga 

Grafeneck 

Auschwitz 

Auschwitz 

Theresienstadt 

Auschwitz 

Izbica 

Riga 

Auschwitz 

Theresienstadt 

Minsk 

Dachau 

Gurs 

Piaski 

Riga 

Piaski 

Minsk 

Piaski 

Theresienstadt 

Riga 
Theresienstadt 

Minsk 

Theresienstadt 

Theresienstadt 

Riga 
Izbica 



\ 



tinig, Meier Wolf 

Einig, Oskar 

Einmann, Elka, geb. Apfel 

Einsiedler, Klara 

Einsiedler, Rosa, geb. Becker 

Einstaedter, Denny R. 

Einstein, Adolf 

Einstein, Anna 

Einstein, Anna, geb. Stern 

Einstein, Berta, geb. Mayer 

Einstein, Bertha 

Einstein, Bettina 

Einstein, Camilla, geb. Stern 

Einstein, Doris 

Einstein, Elisab., geb. Gern 

Einstein, Elisabeth, geb. Gerstmann 

Einstein, Emma 

Einstein, Erna, geb. Oppenheimer 

Einstein, Ernst 

Einstein, Fritz 

Einstein, Fritz 

Einstein, Gabriel 

Einstein, Gerhard 

Einstein, Gerta, geb. Enslein 

Einstein, GretI 

Einstein, Hedwig 

Einstein, Hedwig, geb. Dymand 

Einstein, Heinrich 

Einstein, Helena 

Einstein, Hermann 

Einstein, Hermann 

Einstein, Hilda, geb. Wuerzburger 

Einstein, Hina, geb. Schweisheimer 

Einstein, Ida, geb. Schlossberger 

Einstein, Ingeborg 

Einstein, Irma 

Einstein, Isaak 

Einstein, Isak 

Einstein, Isidor 

Einstein, Isidor 

Einstein, Jakob 

Einstein, Jakob 

Einstein, Jenny, geb. Littmann 

Einstein, Johanna, geb. Stern 

Einstein, Josef 

Einstein, Julius 

Einstein, Julius 

Einstein, Julius 

Einstein, Karl 

Einstein, Karola, geb. Silbermann 

Einstein, Karoline 

Einstein, Leopold 

Einstein, Leopold 

Einstein, Leopold 

Einstein, Lina 

Einstein, Louis 

Einstein, Louis 

Einstein, Luise, geb. Dispeker 

Einstein, Lydia, geb. Seligmann 

Einstein, Margarete, geb. Levi 

Einstein, Martha, geb. Silbermann 

Einstein, Max 

Einstein, Mina 

Einstein, Mina, geb. Schlossberger 

Einstein, Moritz 

Einstein, Moses 

Einstein, Nelly 

Einstein, Paula 

Einstein, Robert 

Einstein, Rosa 

Einstein, Rosa, geb. Regensteiner 

Einstein, Rüben 

Einstein, Sara 

Einstein, Selma, geb. Gerstle 



Berlin 

Berlin 

Köln 

Regensburg 

Regensburg 

Nürnberg 

Heggbach 

Stuttgart 

Weißenstein 

Fellheim 

Buchau 

Memmingen 

Augsburg 

Stuttgart 

München 

Stuttgart 

Regensburg 

Buchau 

Buchau 

München 

Stuttgart 

München 

Eßlingen 

Memmingen 

München 

Laupheim 

Fürth 

Augsburg 

Laupheim 

Winnenden 

Augsburg 

Mannheim 

München 

Augsburg 

Stuttgart 

Laupheim 

Augsburg 

Fellheim (1) 

München 

Buchau 
Gailingen 

Memmingen 

Berlin 

Augsburg 

Buchau 

Fellheim (1) 

Essen 

Laupheim 

Würzburg 

Nürnberg 

Regensburg 

Nürnberg 

Öhringen 

Stuttgart 

Oberstolzingen 

Stuttgart 

Memmingen 

München 

Augsburg 

Stuttgart 

Nürnberg 

Augsburg 

Laupheim 

Augsburg 

Augsburg 

Mannheim 

Stuttgart 

Nürnberg 

Göppingen 

Berlin 

Laupheim 

München 

Buchau 

München 



07.1 r.92 


verscliollen 


MajcianeK/LUDiin 


25.09.88 


verschollen 


Riga 


19.02.95 


für tot erklärt 


Auschwitz 


29.02.92 


für tot erklärt 


Piaski 


28.06.68 


20.02.44 


Theresienstadt 


10.10.80 


verschollen 


Izbica 


13.04.75 


für tot erklärt 


Auschwitz 


15.04.77 


verschollen 


Riga 


10.02.72 


04.09.42 


Theresienstadt 


03.01.70 


20.12.42 


Theresienstadt 


29.08.59 


27.12.42 


Theresienstadt 


12.12.97 


verschollen 


Piaski 


18.03.80 


verschollen 


Piaski 


28.11.28 


für tot erklärt 


Riga 


16.06.85 


verschollen 


Riga 


20.02.99 


für tot erklärt 


Izbica 


08.05.66 


23.04.43 


Theresienstadt 


23.09.97 


für tot erklärt 


Riga 


25.02.97 


für tot erklärt 


Riga 


01.09.10 


verschollen 


Riga 


09.07.23 


verschollen 


Izbica 


27.02.66 


08.01.41 


Freitod 


30.03.37 


für tot erklärt 


Riga 


13.04.90 


verschollen 


Piaski 


17.01.21 


verschollen 


Riga 


13.04.79 


05.12.41 


Riga 


03.08.86 


verschollen 


Osten 


10.10.78 


für tot erklärt 


Piaski 


19.08.88 


für tot erklärt 


Riga 


11.04.78 


verschollen 


Grafeneck 


01.08.80 


verschollen 


Auschwitz 


22.09.94 


für tot erklärt 


Auschwitz 


16.11.59 


01.10.42 


Theresienstadt 


01.06.90 


verschollen 


Auschwitz 


30.01.28 


für tot erklärt 


Izbica 


11.03.88 


05.12.41 


Riga 


07.03.84 


verschollen 


Auschwitz 


02.06.66 


23.01.43 


Theresienstadt 


26.04.61 


verschollen 


Minsk 


24.01.83 


14.02.42 


Dachau 


10.07.61 


28.05.41 


Gurs 


11.02.80 


für tot erklärt 


Piaski 


25.08.79 


verschollen 


Riga 


15.02.82 


für tot erklärt 


Piaski 


05.05.66 


für tot erklärt 


Minsk 


15.07.03 


verschollen 


Piaski 


01.04.73 


27.01.43 


Theresienstadt 


05.07.87 


verschollen 


Riga 


29.05.72 


06.02.43 


Theresienstadt 


13.02.76 


verschollen 


Minsk 


30.05.72 


31.07.43 


Theresienstadt 


19.05.80 


18.07.43 


Theresienstadt 


17.06.92 


für tot erklärt 


Riga 


15.04.95 


für tot erklärt 


Izbica 


16.11.75 


verschollen 


Auschwitz 


29.03.71 


29.03.44 


Chateau-Leveque 


31.07.76 


für tot erklärt 


Piaski 


22.08.85 


verschollen 


Theresienstadt 


05.01.00 


verschollen 


Auschwitz 


09.04.03 


für tot erklärt 


Riga 


24.05.83 


verschollen 


Riga 


21.02.76 


für tot erklärt 


Piaski 


06.09.72 


08.11.42 


Theresienstadt 


01.03.89 


verschollen 


Auschwitz 


09.11.86 


verschollen 


Auschwitz 


08.01.82 


26.12.41 


Rivesaltes 


07.04.98 


verschollen 


Riga 


12.06.80 


verschollen 


Auschwitz 


21.10.02 


04.12.40 


Grafeneck 


18.07.06 


verschollen 


Trawniki 


21.07.61 


26.12.42 


Theresienstadt 


28.06.39 


verschollen 


Auschwitz 


01.03.72 


08.09.42 


Theresienstadt 


24.07.87 


verschollen 


Piaski 



(I 



^ c.^?^t</t/^X m24aA 




A) ^^^^] 



(/jb) V iJLcL.^ 






^f-6A/y^c6^i>t^ ; 




Ä-A-.At^ot^ 




The Jewish Week, Inc. November 6, 1987 



REPORT FROM 

I srael 

Black eye for the press 



By CARL ALPERT 



HAIFA — Brash Israeli journalists have given 
frequent and ample demonstrations that they 
know how to dish it out. Some have proved 
adept at demolishing careers, blackening reputations, 
smearing public figures or penning iconoclastic re- 
views of literature, music or art. Many of them seem 
to gloat in their ability to splatter mud at all with 
whom they disagree, then hurry to take cover under 
protection of "freedom of the press." 

In recent weeks these writers were shown to have 
thin skins of their own and can't take it when they 
are on the receiving end. The Israeli press' reputation 
has taken three mighty blows, and the profession has 
retired to lick its wounds and engage in some thought- 
ful self-contemplation. 

• 

IT EEG AN WHEN one of the country's most popu- 
lär Singers, Arik Einstein, wrote and sang a ditty 
which very quickly caught on. Entitled patronizingly, 
"My Little Journalist," it went something like this: 

"They write what they wish in the press, 

They distort and muddy without pity; 

They poke into beds and peep through keyholes. 

Nothing can be done, they have no mercy. 

They humiliate others and destroy families . . . 

How can you sleep at night, my little Journalist? 

What do you dream about after shedding blood . . . ?" 

With obvious relish, radio and television gave the 



song repeated airings. Journalistic response was not 
slow. One reporter filed a complaint with the police, 
chargin^ that the song incited the public against him 
and his colleagues, legitimizing physical attack? 
against them. Three others made demands on radio 
and television to refrain from further broadcasting of 
the song on the grounds that it made them objects of 
scorn, damaged their good name and fomented hatred 
against them. The broadcasting authorities refused to 
accede. 

Saner judgment prevailed in press circles. To the 
Charge that Einstein was making blanket accusations 
against a whole profession, one writer asked: "Do jour- 
nalists never make generalized charges against one 
group or another? Our wrath should be directed 
against the offending parties in our own profession, 
and not against Arik Einstein." 

Others pointed out that while journalists often 
speak of freedom of expression, they were now trying 
to shut up an artist who happened to be critical of 

them. 

• 

THE SECOND BLOW came with publication of a 
public opinion survey by the Israel-Diaspora Institute 
of Tel Aviv University. Respondents were asked what 
public institutions commanded their faith and trust. 
The list of 11 bodies named was headed by the Israel 
Defense Forces and the court system. In the two bot- 
tom places were the press and the political parties. 

To cap it all, a reporter was beaten up at a soccer 
game. The assailant was not identified, and there was 
no evidence that the attack had anything to do with 
Sports (the reporter also covered crime news). But the 
National Association of Journalists, still smarting 
from previous barbs, proclaimed a one-day blackout of 
all Sports news m the papers, then imposed a month- 
long ban on any coverage the Betar Jerusalem team's 
games. After it was pointed out that the journalists' 
group was violating one of its basic principles — the 
public's right to be informed — the ban was rescinded 
a week later, but the press' reputation had been fur- 
ther damaged. 



II 



Siegfried Einstein 

Wer wird in diesem Jahr 

den Schofar blasen? | 

Essays, Aufsätze und Reden sowie eine Auswahl der 

Gedichte des Tucholsky- Preisträgers 

Herausgegeben von Gideon Schüler 

mit einem Nachwort von Nathan P. Levinson 

152 Seiten, DM 24,80 

ISBN 3-88-349-353-8 

Das Werk dieses Schriftstellers ist noch weit- 
gehend unentdcckt. Zwar sind viele seiner 
Beiträge und Gedichte immer wieder ver- 
streut in einzelnen Gazetten erschienen - 
seine Arbeit über Heinrich Heine in Kindlers 
Enzyklopädie »Die Großen der Weltge- 
schichte«, aber es fehlte die Zusammenfas- 
sung. Der vorliegende Band bringt zum 
erstenmal seine so glänzend formulierten 
Essays über Carl Einstein, Else Lasker-Schü- 
1er und Kurt Tucholsky. Es folgen Erzählun- 
gen und seine oft ironisch-kritischen Stellung- 
nahmen zur Zeit. 



1 



Siegfried Einstein wurde am 30.11.1919 in 
Laupheim geboren. Seine Eltern waren ver- 
mögende Leute, gehörte ihnen doch das 
größte Kaufhaus am Ort. Sein Vater wurde 
im 1. Weltkrieg mit dem eisernen Kreuz und 
der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet, wie es 
Einstein viel später in seinen Erinnerungen 
beschreibt. Mit fünfzehn wird der Junge 
»Siegfried« von seinen Mitschülern in Laup- 
heim so schwer verprügelt, daß ihn seine 
Eltern nach St. Gallen schicken. 
1938 erfolgte die »Arisierung« des elterlichen 
Geschäfts. Deportation des Vaters in das KZ 
Dachau. Es war ein Wunder, daß er aus 
Dachau noch einmal herauskam und es ihm 
gelang, mit seiner Frau in die Schweiz zu emi- 
grieren. 

1940-45 in schweizerischen Arbeitslagern 
unter harten Bedingungen als staatenloser 
Emigrant. Als Arbeiter eingesetzt im Stra- 
ßenbau und bei der Trockenlegung von 
Sümpfen. 

1950-52 Leiter des Pflug Verlages in St. Gal- 
len. 

Das Wolkenschiff 
Zürich 1950 -Gedichte 

1953 Rückkehr nach Lampertheim in die 
BRD. Dort sehr bald als Jude wiederum ver- | 



It 



folgt und geächtet. 

1956 hält Siegfried Einstein seine erste große 
Gedenkrede auf Heinrich Heine in Paris auf 
dem Friedhof Montmatre. Ehrungen in 
»Lettres fran^ais«, dem Kulturorgan Ara- 
gons und Pierre Daix'. j 

1962 Reise in die UdSSR. Sein Buch »Eich- 
mann: Chefbuchhalter des Todes« erscheint 
auch dort. Begegnungen mit Konstantin 
Fedin und Ilja Ehrenburg sowie mit Lew 
Kopelew und Lew Ginsburg. 
Seit 1968 war Einstein Dozent an der Mann- 
heimer »Abendakademie«. 1964 erhielt er 
den Tucholsky-Preis. | 

Siegfried Einstein starb 1983 in Mannheim. 



» 



\ 



. Die Aufzeichnungen, die diesen Vorträ- 
gen zugrunde lagen, sind Essays von Rang. 
Wenn Siegfried Einstein über Tucholsky, Else 
Lasker-Schüler, Carl Einstein und Heinrich 
Heine schrieb und sprach, dann war er immer 
ein Betroffener. Alle Fakten und Interpreta- 
tionen der nun gedruckt vorliegenden Essays 
sind exakt. Eine eigene und ganz persönliche 
Note zeichnet diese Arbeiten aus, denn sie 
wurden von einem Mitfühlenden und Mitlei- 
denden geschrieben. Auf wenigen Seiten 
kann der Leser bei Einstein mehr über die 
dargestellten Autoren erfahren als in oft 
umfangreichen Biographien. Bei Einstein 
gibt es kein trockenes Wissen, sondern nur 
den Menschen, der noch dazu ein Dichter 
war und dessen vielfaltigen Verstrickungen 
im Leben nachvollzogen werden können. 
Dieser Band ist ein dringend notwendiger 
Hinweis auf den vergessenen Schriftsteller, 
Lyriker und Polemiker Siegfried Einstein.« 
(aus: Buchhändler heute 2/88) 



Einstein 



-286- 



Eisenberg 



i 



Einstein, Selma, geb. Laupheimer 


Laupheim 




22.03.78 


verschollen 


Izbica 


Einstein, Selma, geb. Moos 


Nordrach 




01.11.89 


verschollen 


Auschwitz 


Einstein, Siegfried 


Berlin 




05.06.88 


für tot erklärt 


Auschwitz 


Einstein, Sigmund 


Nürnberg 




17.10.77 


verschollen 


Riga 


Einstein, Sigmund 


Fürth 




02.10.83 


verschollen 


Osten 


Einstein, Simon 


Eschenau 




19.02.63 


04.10.42 


Theresienstadt 


Einstein, Sophie 


Bielefeld 




14.12.89 


verschollen 


Auschwitz 


Einstein, Thekla 


München 




27.08.87 


verschollen 


Piaski 


Einstein, Therese, geb. Ellenbogen 


München 




17.12.73 


13.02.43 


Theresienstadt 


Einstoss, Jenny, geb. Jacob 


Regensburg 




21.07.77 


verschollen 


Piaski 


Eintracht, Antonie 


Mannheim 




18.08.95 


verschollen 


Auschwitz 


Einzig, Bernhard 


Berlin 




12.11.74 


08.12.43 


Theresienstadt 


Eis, Else 


Karlsruhe 




26.02.99 


für tot erklärt 


Auschwitz 


Eis, Erna, geb. Ehrlich 


Berlin 




14.07.12 


für tot erklärt 


Auschwitz 


Eis, Hedwig, geb. Stern 


Bingen 




15.06.79 


verschollen 


Polen 


Eis, Leopold 


Bingen 




21.12.79 


verschollen 


Polen 


Eis, Margot, geb. Neustadt 


Berlin 




21.03.15 


verschollen 


Trawniki 


Eis, Marianne, geb. Weissbraun 


Frankfurt am 


Main 


01.02.12 


für tot erklärt 


unbekannt 


Eis, Max 


Berlin 




18.02.88 


verschollen 


Auschwitz 


Eis, Regina, geb. Meyer 


Mainz 




26.09.75 


25.03.43 


Theresienstadt 


Eis, Rosa, geb. Gumbrich 


Karlsruhe 




11.02.75 


29.10.44 


Montpellier 


Eis, Simon 


Berlin 




14.01.58 


31.03.43 


Theresienstadt 


Eisack, Hulda, geb. Lesser 


Berlin 




27.11.61 


24.11.42 


Theresienstadt 


Eiseck, Gertrud 


Berlin 




12.03.98 


verschollen 


Auschwitz 


Eiseck, Ida, geb. Cohen 


Berlin 




16.12.72 


verschollen 


Auschwitz 


Eisemann, Abraham-A. 


Floß 




22.03.69 


für tot erklärt 


Sobibor 


Eisemann, 


, Amalia, geb. Cohn 


Frankfurt am 


Main 


20.06.92 


für tot erklärt 


Riga 


Eisemann, 


Berta, geb. Loeb 


Mainz 




06.03.78 


verschollen 


Polen 


Eisemann, 


Dorchen, geb. Bach 


Frankfurt am 


Main 


07.01.63 


03.08.42 


Theresienstadt 


Eisemann, 


, Ella, geb. Mann 


Laudenbach 




. 05.06.91 


für tot erklärt 


Riga 


Eisemann, 


Else, geb. Katz 


Berlin 




^ 15.06.08 


verschollen 


Osten 


Eisemann, 


Emma 


Frankfurt am 


Main 


27.02.25 


verschollen 


Minsk 


Eisemann, 


Ernestine, geb. Offenbacher 


Nürnberg 




29.03.86 


verschollen 


Riga 


Eisemann, 


Ernst S. 


Nürnberg 




26.12.91 


verschollen 


Auschwitz 


Eisemann, 


Fanny, geb. Stengel 


Binau 




02.02.86 


für tot erklärt 


Auschwitz 


Eisemann, 


Hedwig S., geb. Loewenstein 


Hamburg 




13.01.86 


für tot erklärt 


Auschwitz 


Eisemann, 


Helene, geb. Schloss 


München 




16.06.79 


verschollen 


Piaski 


Eisemann, 


Hermann 


Frankfurt am 


Main 


23.07.29 


verschollen 


Riga 


Eisemann, 


Hermine, geb. Wollenreich 


Laudenbach 




26.02.59 


05.09.42 


Theresienstadt 


Eisemann, 


Hugo 


Frankfurt am 


Main 


08.04.92 


verschollen 


Minsk 


Eisemann, 


Ilse S., geb. Zuckermann 


Hamburg 




17.12.03 


für tot erklärt 


Sobibor ' 


Eisemann, 


, Irma 


Nürnberg 




05.09.12 


verschollen 


Riga 


Eisemann, 


Irma 


Frankfurt am 


Main 


10.02.35 


verschollen 


Riga j 


Eisemann, 


, Johanette, geb. Herrmann 


Frankfurt am 


Main 


15.10.67 


01.04.44 


Theresienstadt j 
Minsk 1 


Eisemann, 


, Johanna, geb. Katz 


Frankfurt am 


Main 


01.01.95 


verschollen 


Eisemann, 


. Julian 


Laudenbach (1) 


03.03.98 


verschollen 


Auschwitz 


Eisemann, 


Karl 


Berlin 




04.06.95 


verschollen 


Osten 


Eisemann, 


, Leo 


Nürnberg 




27.08.73 


15.01.43 


Auschwitz 


Eisemann, 


, Lisette 


Stuttgart 




16.04.66 


für tot erklärt 


Minsk 


Eisemann, 


, Manfred 


Frankfurt am 


Main 


26.03.23 


verschollen 


Minsk 


Eisemann, 


, Marius 


Ingelheim 




01.12.90 


verschollen 


Polen 


Eisemann, 


, Max 


Frankfurt am 


Main 


17.09.06 


06.09.42 


Majdanek/Lublin 


Eisemann. 


, Max 


Heidelberg 




31.03.67 


06.11.40 


Pau 


Eisemann. 


, Michael 


Breisach 




04.06.94 


01.02.39 


Freitod 


Eisemann. 


, Noemi 


Berlin 




27.11.37 


verschollen 


Osten 


Eisemann. 


, Paula, geb. Ottensoser 


Mellrichstadt 




15.05.83 


verschollen 


Izbica 


Eisemann. 


f Renate 


Hamburg (1) 




07.06.29 


für tot erklärt 


Sobibor 


Eisemann 


, Robert 


Frankfurt am 


Main 


15.01.32 


verschollen 


Riga 11 


Eisemann 


, Samuel 


Binau 




30.01.80 


für tot erklärt 


Auschwitz 11 


Eisemann 


, Selma 


Frankfurt am 


Main 


21.01.25 


verschollen 


I^iga 11 


Eisemann 


, Selma, geb. Hoenigsberger 


Floß 




17.07.75 


für tot erklärt 


Sobibor II 


Eisemann 


, Siegfried 


Laudenbach 




19.05.86 


für tot erklärt 


Riga 11 


Eisemann 


, Simon 


Frankfurt am 


Main 


08.01.99 


verschollen 


Riga U 


Eisemann 


, Thekla, geb. Teutsch 


Ingelheim 




27.06.02 


verschollen 


Polen 1 


Eisen, Emma, geb. Loewenthal 


Berlin 




02.12.91 


verschollen 


Auschwitz 1 


Eisen, Jakob 


München 




02.07.79 


verschollen 


Piaski 1 


Eisen, Josef 


Frankfurt am 


Main 


12.10.72 


verschollen 


Auschwitz 1 


Eisen, Lu( 


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Frankfurt am 


Main 


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May 9th 1988 

Shalom: 

A recurrent question for Jews goes something like this - 

"What does God/ÜJA/Soviet Jewry/Israel/the Rabbi want from me?" 

Is it to give money, come to shul, eat kosher, marry off my childrerir 
learn Hebrew, write to my congressperson, visit the sick, mend 
the shul rooff come to Israeli functions. 

If not these things, then what? 

The Problem is that almost every Jewish Organisation has its 
own answer to the question. The answer was not clear when the 
debate first arose in the times of the Talmud, and things have, 
if anything, become more confusing since then. 

It is a tradition to study on the eve of Shavuot, and this year, 
after Services on Saturday May 21str we will hold a leyl limmud, 
an evening of study at Genesis-Agudas Achim. This should last from 
around 9 p.m. until 10.30 p.m. We will look at some texts from 
verious periods of Jewish history that answer the question of what 
is required of us. 

We will also hear from people involved in various organisations 
what it is that they want from us. What must a person do to be 
in that exalted category - a shayne yid. 

Following the study time at the shul, I invite the congregation 
to join a qroup of my friends who will be continuing an ancient 
custom to study throughout the night on the eve of Shavuot. 
There will be an all night study group at my home, 322 Read Avenue 
to which the congregation is invited. Please call me (961 1675) 
or leave word with Marjorie, so that I know how many people to 
expect. All are welcome - regardless of level of Hebrew. Some 
of the learning will be based on classical texts, but there will be 
translations of everything. 

On the morning of Shavuot, Sunday May 22nd the children of the 
Mechinah class, and other younqsters of the congregation will 
participate in our Services. Please make an effort to be in shul. 



b' shalom 



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Rabbi Samuel Barth 



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Congratulations 

and 

Best Wishes 



Ciaire and Sidney Lazarus 



Frances and Harold Cohen 



Without you two our intellect 

Would be a victim of neglect. 

This tribute to you is well deserved 

At last your efforts have been observed. 

Milly and Walter Goldman 



Best Wishes 



from 





Mickey and Julius Goldman 


Best Wishes 


Best Wishes to 


from 


Gloria and Sheldon 


Mamma Assunta Restaurant 


from 


20 Columbus Avenue 
Tuckahoe, New York 10707 


Elsie and John Bergmann 




Sheldon and Gloria 


Best Wishes 






For Moni; Years of 


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Good Health and Continued Efforts 


Morton and Rita Cohen Hepner 






The Massen Family 


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GENESIS HEBREW CENTER OF WESTCHESTER 




ESTER g CONG 



CONGREGATION AGUDAS ACHIM 



25 OAKLAND AVENUE / TUCKAHOE, NEW YORK, 10707 

WOdbine 1-3766 



June 22, 1988 



Dear Elsie and John: 



Many thanks for your generosity and help in 
making the 1988 Anniversary Journal a success. 
Our goal was $18,000 - with your assistance, 
we surpassed the goal - we received $19,640. 

We were delighted to be able to honor Gloria 
and Sheldon Horowitz at our 52nd anniversary 
festivities with a Journal that carried many 
good wishes to them. In addition we had a 
special tribute to our first Honorary President 
of Genesis Agudas Achim, Alex Gedansky. 

As you know your contribution aids us materially 
in meeting our needs at Genesis Agudas Achim. 

Sincerely , 




son 



AFFILIATED WITH UNITED SYNAGOGUE OF AMERICA 



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Dr. & Mri. Fred Einstein ^^^ 

7 Hoover Ave ^^^ 

West Orange NJ A^^^^^ 

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leptember 30, 1987 



Dtar Irene and Fredi 

Thanks for your New Year's graetings vhich we 
happily reciprocate. We both have had bad colds. 
the blowing of our noses during tho Services 
was high competition with the blowing of the 
Shofart 

Thanks for tha Einstoin addresses. The Ralph 
Einst Rin Caab from iJuchau via Stuttgart. His 
fatheir, Dr. Ernst Einstein, was a well-knovn 
judge or D.A. The others never answered mv 
letter« ■' 

From soice of the reference material previously 

fiinSi«?^ ^JS" r*" l "^'^^ <^ntact with Dr. Prederic 
Einstein. Physics Professor at Simon Fräser 
üniversity. Burnaby, B. c. Canada, another Fred 
^.instGxn. He is a descendant of Simon Einstein 

^^""..^"P^®^"* ^'^^^ ^ Century cantor in Ulra, 
and Dr. Berthold Einstein, Rabbi in Landau. 
He came f rom New Zealand to British Columbia and 

?2?M«^^"r ^^^^^"^ ''''^^^^ guiöcly. so, things are 
falling into pla«». 

The very best from both of ua. 

Pondly, 



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February 18, 1987 



Mrs. Arthur Einstein 
Troy Towers 9038 
40 Conger Street 
Bloomfield, N. J. 07003 

Dear Mrs. Einstein: 

Thanks for your kind letter of February 2nd. Elsie is 
just slowly recuperating from a six weeks* fight with 
Bursitis or whatever it vas, and from therresult of my 
kitchen activities. I don't vish to call it "cooking". 
We are also waiting for "warmer veather but it doesn't 
seem to be around the comer« 

Thanks for the Information of Ernst and Irna Einstein, 
a sad faterindeed. It confirms more or less what I 
already had. Thanks for your off er to make available 
to me what you have on the Einsteins. The Buchau 
Einsteins alone cover twelve tables like the one enclosed, 
which connect in ten generations Andrew and Jaqueline to 
Baruch Koyses Einstein. Altogether I have now prepared 
about forty tables covering Buchau, Laupheim, Feiheim, 
Buttenwiesen and a few other places. 

It is, of course, difficult to say if some of your 
material would be helpful to me. As you see from the 
enclosed I am already well advanced. Perhaps a hint or 
two if you see anything "non-kosher" in the attached 
tables. Perhpps you have some Information on the 
Cousins of your husband, Walter, the lawyer who lived in 
Paris and who isaw his father murdered by the Germans, 
or his brother Jacob Hans. There were also two sons of 
Hermann Einstein (from different mothers) Kurt and Jacob. 
What happened to them? I follow only the male line 
(E6nstein). The daughters would be included in the 
tables of their husbands. But wherever I know the names 
of their husband I include them. Perhaps you have some 
information on the generation of your father-in-law? 
At any rate I appreciated your letter and offer of 
assistance« 



- 2 - 



The cx)py of Fritz Lebrecht's poetic efforts to the 
Ulmer Volksbank is retumed. The chuzpah these people 
havel 

We hope that you enjoy the best of health. Regards to 
Fred and Irene and children« 



Sincerelyt 






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December 22, 1986 



Dr. Fred Einstein 

7 Hoover Avenue 

West Orange, N. J. 07052 

Dear Fredi 

Thanks ever so much for your letter of December llth and 
your continued support. I really appreciate the bio- 
graphical index« Before I will trouble you or your librarian 
with it I will try to obtain from my local libraries as much 
as possible« 

Right now I am trying to get my genealogy tables in order« 
While the response to my circular letters (now about 250) 
was not overwhelming ( ca 25 have been retumed because the 
letter could not be delivered) some replies, especially 
Buchau (via Stuttgart), Fellheim and Buttenwiesen were 
large enough to mess up my tables, so that some will have to 
be redone and enlarged. Surprisingly many answers came from 
f amilies originating in Poland and Russia, prominently from 
Odessa. I was well ahead in my locator index Cards, but will 
have to do many over again. 

A whole slew of Einsteins, all Presbyterians, live in 
Montgomery County, Virginia, all descendants of "your Uncle" 
Moses 1814-1888 (Moyses der aeltere 1730-1790 branch) who 
emigrated 1835 to Montgovery County, Virginia. His son 
married the daughter of a Presbyterian clergyman, and there 
went the neighborhoodi Counsin Charles Bingley Einstein 
(bom 1922 in New River, Virginia) promised me more Information. 

The Veith Einstein branch (1763-1820) could be considerably 
enlarged with two new sub-branches, and two more generations 
to another sub-branch of Moyses the older (Leopold 1779-1836). 
Of CO Urse everybody wants to be accousin of Albert. Fellheim 
has to be com.pletely reworked and increased from three to ^ive 
tables. Buttenwiesen will have another branch added. This 
of course will affect not only the numbering of the tables, 
but also of the index cards used for the locator index, lots 
of work. I guess a word processor would help, but I don't 
even want to think of it. 

Looking through the tables, now ref erring to II Buchau, ülm-2, 
do you know anything about your üncle Ernst who perished in 



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- 2 - 



Treblinka? Did they have children? Do you have Information 
on any other more distant cx)usins on the saxnettiable? Walter, 
the lawyer, apparently escaped to Paris and saw his father 
Louis JacxDb murdered as hostage by the Germans« Anything you 
know about these and the others ofyyour father 's generation 
on this table would be appreciated. Perhaps your dear mother 
knows so mething about this branch« 

Let me know when you have time to meet at the LBI. 

You are probbMy all together for Chanukah and Elsie and I 
wish you a happy holiday and a prosperous New Year in good 
health. 

To all of you, including your dear mother, our best wishes« 

Sincerely, " 



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July 26, 1986 



Dear Irene and Fred: 

Many thanks for your letter of the 23rd. Fritz Stern* s 
article on Albert iiinctein's relationship with Gerniany 
isiinteresting and revealing# I have to read it again 
with ••menucke" , of which I don*t have mach. The cor- 
rection in the Einstein table (now II Buchau, Ulm-2) is 
appreciated. I like to have the tables as accurate as 
possible. 

Thanks for your nice words about the Bergmann story. I 
have a feeling that it was not too well received by 
many meinbers of my family. 

I have written about 175 letters like tne one your 
mother received to Einsteins all over the country from 
addresses from the phone books in our public libraries# 
but I don*t hold my breath for the answers« Hease teil 
your dear mother to disregard it, she should never have 
received one. From your branch I have all the Informa- 
tion I needt Except for the material hopefully in the 
mail my 30 genealogy tables are in good shape. On 
Monday I am starting with the locator index (in 3x5 
Cards) and then a short history of the Jewish com- 
munities involved, and a summary of the Einstein geneal- 
ogy and the connection of the various branches. I hope 
to be able to lay it aside by the end of the year. 

It is exactly a year today that I was discharged from 
the hospital. My recovery was guite satisfactory, but 
my legs are still weak. I can still work a few hours 
in the yard but haven*t been in New York in any of the 
libraries since I got sick. and a lot of material for 
research has accumulated. The next cool day I plan to 
Visit the 42nd Street Library and LBI* 

How are you enjoying your vacations? why not spend a 
day in Eastchester? Please let us know when such a 
trip would be convenient« we are most always at home 
and really would lock forward to your visit# How about 
this week or next? 

To all «f you our best wishes, in which Elsie joins met 

sincerely. 



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Dear Dr. Einstein, 

I dia no longer expect an answer, wheii the two lebters of Mr. 
Bergmann ana yours arrtved almost slmultanousl y , although the 
letter of John Bergmann irom which you quote has not yet arrived 



racher than his extended Version of tho f am i I v t 



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This is 



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nderful piece of work. 1 hope very mach that he is goi 



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to publish iL somewhere. In this case 1 m i ght just quote him 
and restrict to the famiJy of Albert Binstei 



n. Ilere 1 h 



ave some- 



thing in addition, namely the family of his mother, as well as 
of his grandmothers. Unf ort i onatel y I juab returned Prorn Stut.L 
gart where I had copied thr data of the Einstein Pamily in 
the Landesrabbi nat . This werk of three days I couTd have takcm 



from your friend. Ilowever, s i nee his Letter did 



not yet arrivc 



I do not know whether or nct he allows that. From Mr. ßer 



gnann ' s 



results and from my own I concluded that the famous bist 



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Af^ \ ^>*of music, Alfred Einstein, is not a nephew of Albert, as i 



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j^«v-3 «^ ^ f^^^ally expected. The Einsteinstraße in Munich is baptized accoid 



i i ng to both of them who onee I i ved h(^rr 



near Sendl i jig(*r Tor 



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Max Einstein, the American general , as well as tlip ottier well 
known Einsteins also dri not appear among the d i rect line.leading 
to Albert Einstein. I found that his ^ebrew ncune was A!)raham. 



My own interest in Albert Einstein started whe 



^ iiiy gymnasium 



in Berlin was baptized according to Albert Einstein who gave 
the permittance a year before his death an:l wrote a very k i nd 
letter a few weeks before his death. Then T studied physics 
because I admired his theories, and there should be at least 
one among the students w^ho followed his path. I met an old 
lady in Munich who used to play music with him in Berlin. 
I suppose that Beiflmann has looked ^^ the 1 i st of the cement- 






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ary and that it does not contain additional informatio 

I know that the Princeton group wants to publish three dozend 

of volumes about the work of Albert Einstein. Unf ort i onatel y 

since more than a decade the first volume has not yet appeared 

and the last might appear then in some hundred years. In the 

mean time I shall try to find out myself what is left about 

his life in Germany, as well as his ancestors. 

The name Uli mann which appears among your ancestors is der i ved 
from Ulm-mann. This family, as well as Ulmo and Günzburg, and 
probably Ei nstein ^ori ginates from Ulm before theljwere expelled 
in the 15th Century, ' 



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I noticed that Bergmann 's Information about the family of Hans Albert Einstein 
is taken from theZürich document. There should be a new generation. Do you 
have contact with some of these direct relatives? As far as I know ihr inhcnit- 
ance of Albert Einstein did not remain in the hands of bis direct sons, rather 
than in the hands of the family of one of the sisters In law. I heard that 
they do not glve the personnel remalns to the Boston editers. Probabi y they 
would never give somethlng to a German biographer, but I vvould try if I knew 
an adress. Possibly Mrs. Elisabeth Einstein Koboz is still living. 
I found a statisticf of the professions of the hebrews from Buchau, as well as 
from Jebenhösen at I818. Nearly all of them were merchants. 
An interesting story is the name giving of Eintsein's motherly grandfathor. 

When he was born he was called Juda Wolf Dörzbacher, according to his father 

Zadik Loeb Dörzbacher who accepted the surname in I818. Howover, in 1842 lio 

changed hls name into Koch, and all his r^ children did the Scime, and they 

furthermore accepted German prenames. Hence Einsteins grandfather becamc^ Julius 

Koch. Immedlately afterwards three sons moved to Cannstatt and Stutt^^irt and 

became Hoflieferanten. From the money of Julius Koch Einstein 's father and 

uncle founded their factory in München. 

Th(^r*e s(^ems to exist no non-j(^wish family called Eiusünn, and I Cound no 

Ainstains in the Adressbücher. 

By tbo way lot mo montion that KIkm-c fs n.) Ilillcf in IIh» Miinthcn '\(ii <• sshnrli , as 



wel I as in I^assau, or In other citic^s. This man who brought so much nnhapi)yn(\sf 
to your brothers in faith and also (;o my family was a foreigner, as Stalin 
was no Knssian and Napoleon was no Irenchman. 1 see scmic^ f)arall<^l. One J!n^',h(> 
mention that Alexander the Great was no Greek cltizan. All these men usecl L'ue 
people from the neighbouring country as their toys. This Bavarian guy who 
in 1398 under the reign of king Adolf von Nassau killed about 100000 hebr(-ws 
in sothern Germany was called Rindfleisch, and such a name still c^xists in 
Muni eh. Let us liopc» that this kind of pc^ople never find followcMs again. 

It seems to me mos!, likely that th(^ direct 1 ine from Barnch Mosias - this is 

the eorrect tiansscript Ion - Ainstciin Jeads to the Jebcnihausen Einsteins. 

One shold rem^ind that in the l8th cfnitury we have no information about the 

children who died. Hence Joseph Einstein, 1726-95^ or others miglit hav(^ had 

eider brothers called ^*oses or Baruch. His son Abrahan is the eldest, the 

second son is called Moses. Moses' eldest son is call<^d Baruch, and his son 

who was born in 1826 is called Moses, and he emigrated to the USA. 

In Bergniann's lists, to vrfiich I have only slight modif ications, I miss Hina 

Einstein, born 1758 who migrated from Buchau to Jebenhy^ausen and married 

Simon Dreifuß, whose eldest daughtei^ married to the kingdom Baden. 

It owuld be very interesting to find out whether or not tlijs Dreifuß, or those 

who were direct relatives of Albert Einstein are direct relatives ui' the 

famous Drei f US who came from Elsaß. 

In addition I want to mention that Buruch was a common name before Spinoza amonff 

Gennan jews, but afterward the intellectual jews used it to less than I promil lae. 

I wonder if this is related to his l)anishment. I could not find out the earliest 

document for Albert Einstein 's leaving of the jewish religion; it was probably 

at the age of 14 when he quitted th<^ German citizonship. At least^e was married 

to Elsa Einstein, both claimed to be dissidents. iU/\ 







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1 could not find the foJlowing well known Einsteins 
in Mr. Bermann's tables^ 

Einstein Max, born 1822 Buchau, d.l90() Phi ladelphia 

American general , emigrated I844 
Einstein Edwin, J842 Cinciriatti -I905 New Yoork 

Congr'ess man .^ 
Einstein Hanna, l862 New York- 1929 N.Y. 

Woman's Organisation politician 
Einstein Oscar, born America, became prof. of chemistry in China at I909 

Einstein, Carl, I885 Neuwied , 194? France 

dadaistic writer 

Furthermore, Peyenson in his book on the young Einstein mentions 

some Einsteins which are supposed to be relatives of Albert Einstein, 

but at least descending from Hirsch Einstein, they are not relatives. 

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Dr. Martin Einstein, doctor of medicine in Buchau at the beginning 

of the 19th Century 

Julius Einstein from Hohen tenga near Ulm 

Salomon Eintsein of Jebenhausen 

Daniel Einstein of Karlsruhe, Rabbi at about I88O, as well as a rabbi 

Einstein at the same tim in Hohenems. 

As far as T know these intellectuals were not relatives in the direct 
I i n(^. 

Maybe you once show this paper to Mr.Berg^iann whose letter* did not 
y(H> ariiv(^. Therelore 1 postponed the maiiing of oyur letter until 
today, May 7th. 

Would it be easy for you Lo inafce a similar stalisLic as al Che bachside 
in case of thc^ New York Eintseins? 






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December 1, 1984 



Dear Fred: 

Many thanks for your letter of November 27th including 
the "Einstein Stammtafel". It is more complete than 
vhat I have. In double checking "with my Buchau table, 
^>?hich ends in horizontal detailivith the Hermann i^instein 
generation, there are some differences. without ad- 
ditional checking I believe the Ulm table is the correct 
one • 

I have tentatively planned to go to Kurope in late Nay 
to my Cousin* s 85th birthday, but also primarily to 
complete in Stuttgart my ij:instein tables (ßuchau and 
Ichcnhausen) . 

Right nov I am busy peddling my book "The Bergmanns 
from Laupheim - From ßrection to Kesurrection" of 
vhich thanks to a generous cousin forty copies vere 
made. They are almost all gone, but I will lend you a 
copy as soon as the entire mischpoehe has helped itself. 
The ^LBI archives have a copy (vithout the sub-title!) 

Next veek \ve are going for a i^eek to /\ntigua, West 
Indies, to escape the cold* Perhaps we can meet 
during the Xmas season. 

Elsie joins me in sending to you, your vife and mother 
the very best. 

Sincerely, 



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April 8, 1995 



Dear Fred» 

Tbankg very rauch for your note of April 3rd and 
for your qcxjd wishes to Pesacb which we happily 
reciprocate althouqh half of it is already past. 
ve had a fairly rough winter. I an suf fering 
from a continuous cold, allergics and bscJc pain. 
Then El sie broke her wrist ti;o nontrts ago and 
only now is without cast. This, of course put 
additional "home responsibilities" on me. 
Nov El sie has gotten my cold, and we are waiting 
for warm weather. 

sVe were «5orry to leam that Jackie was ill and 
happy with your news that she is all right again. 
i-fhat vas the problem with Jackie? wg are sorry 
about the hospitalization of Irone's motber and 
hop* she isprogressing satisfactorily. 

I am preparinq for vhat hopefully will be my last 
trip to Gorrnany for a final search in the archives 
for material conceming the Laupheim Jewish Com- 
munity. I ari leaving Hay 22nd and hope to be 
back June lOth. ßlsio is not accompanying me 
sincG xt will be a working trip, it will include 
the archives in aiberach, Laupheim, Stuttgart, 
Ludwigsborg and possibly Sigmaringen. One of 
my principal purposes is to get the last in- 
formation for the book I am working on "The 
Einsteins from Schwaben" to complete genoalogy 
tablos from Huchau, Jebenhausen and other 
Württemberg coramunities where Einsteins may 

P^yfu^f^®^* .^^ ^^® Bavarian side I have tables from 
Fellheim, Kriegshaber, Buttenwiesen and Noerdlingen 
but nothxng connecting. Mjt other book "Farewell to 
e^ermany raakes slow progress. Your recoinnendation 
90 with i^eagan for a free ride is rejected. I 
don t likG the Company. 



- 2 • 



I suggest c-:jftGr wy retarn from Europet ^»hich will 
M close to your vacation time, we \^ill meet agairif 
and I vill show you vhat I have found« 

I havG the last co py of the Bergmann chronicle 
loanod out and as soon as it is retumed I vill 
be glad to make it available to you. 

With best regards in vhich Elsie joins mot to you 
and your family; , including both mothera. 



May 19, 1984 



DM. Fred Einstein 
7 iioover Avenue 
v/est Orange, N. J. 

Dear Fred: 



07052 



Thanks for your letterocfff April 22nd and clipping. 
A few weeks ago ve startod a fund drivG to restore 
the old gravestones at the Laupheim Cemetery, and 
the results vere simply phenomenal. We collected 
almost ?4,000 and the end iß not in sight. laaun 
spending my tirae preparing genealogy tables for 
some of the more generous donors and get to nothing 
eise. 

Every once in a while an i^iinstoin appears in the 
nevspapor, but it is imix:)ssible to chase down his 
ancestry. I am not happy at all about the "debunk- 
ing of Einstein 's drop out story in a recent Times 
report. Albert's "poor"' school record vas my only 
alibi for my own sad school Performance. 

The Schopf locker •'Lachoudisch" is of course a 
Bovdlerizaticn of Loshan llakodesh, the holy language. 
Kany of these words or derivatives vere also widely 
used in all rural communities, including iiuchau and 
Laupheim. But tliey may have disappeared, But any- 
body who traded vith Jevish "Viehaendlers*' could 
count in ^febeew; you could bet on that. 

Right now I am busy with our drive but perliaps in a 
few weeks ve could meet. By the way, 3ybil Kilton 
is still with LBI. Apparently she works part time 
for ^iesenthal. 

I hope all Einsteins including your mother are o.k. 
üur lovG to all. 

Sincerely, also from Elsie 



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to make any 
panded to 
ipeccable 
mpletebusi- 
ed meeting 
of special 
rroundbusy 
me with the 
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tüding, Pa Bgoc 425, 

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Jiin 30 dayi for rcfnad. 



UPDATE 

GoodMoming, 
Marvin Mandel 

Commuters fighting rush-hour traffic 
from Maryland's suburban Anne Arundel 
County into downtown Annapolis may 
have been surprised to hear WNAV's new 
morning-talk-show host. Mar\in Mandel, 
now 63, had been their governor for eight 
years and had left the Statehouse for the big 
house after being convicted of mail fraud 
and racketeering in 1977. Though his sen- 
tence was cominuted in 1981 by President 
Reagan, he had shown little inclination to 
return to public life— until his debut on 
morning radio two months ago. **He has a 
treniendou^ amount of charisma," says 
Jake Einsteinj one of the coowners of 




Steve Wttcoxson 

Mandel in the studio: Keeping in touch 

WNAV. *Teople still flock to him when 
he's out in public. It*s amazing.'* 

Not everyone, though, has forgiven and 
forgotten the $350,000 worth of gifts the 
then governor Mandel took from friends — 
who happened to be racetrack owners — 
whilehewasworkingtoincreasethenumber 
of racing days in Maryland. A State appeals 
court disbarred him in 1982 (he'd been sus- 
pended since 1977), and last November 
Gov. Harry Hughes blocked Mandel's invi- 
tation to the dedication ceremony for Balti- 
more's new subway line, one of Mandel's 
more admirable achievements in office. 

"I never did anything to hurt the people 
of Maryland," Mandel says today. And his" 
rapport with his former constituents is still 
apparent when he's on the air. The ex- 
govemor doesn*t get up five momings a 
week at dawn to talk with average Mary- 
landers because he needs the money — he 
has a political Consulting firm to take care of 
that — ^but simply to keep in touch. 

NEWSWEEK/APRTr2. 1984 



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January 9, 1984 



Dear Fred and fainilyi 

Let me start with best wishes for a happy Nev Year 

to the entire x::)instein family« May the new year be good 

for all of you. 

I have two unansvered letters (without dato) before me. 
Thanks for the sheet from your aunt Hrs. Kose vhich I 
herewith return. I have a copy of the "moo Years 
Annivorsary Book"of Laupheim mentioned by her. The 
material therein concerning the Jevs and vritten by 
Dr. cichenk was published earlier in one of the holiday 
publications of the Jevish Community in otuttgart 
vhich you still may have in your library. The book 
is much too huge for a cow town like Laupheim, which 
absolutely had no history to speak of , contrary to 
Buchau vhich alvays vas and still is much smaller than 
Laupheim. The oiily thing worthwhile about Laupheim 
that one can say is that it had during the middle of 
the last Century not only the largest Jewish Community 
of Württemburg but almost of entire south Germany. 
So much for my home town. If you visit us you can 
see the book for yourself . 

There is a nev publication "'Me Juden von Ältenstadt" 
by Karin Jommer vhich vas just recently published as 
a dissertatcbon. It is interesting and vell vritten. 
I gave her some Information on source material. 

The main reason vhy I didn^t ansver your letter sooner 
vas that you requested Information on Jybil hilton 
and her Status at the LBI. Early this morning I 
succeeded in talking to her. Apparently she vas quite 
sick but is still vorking vith LBI. Jhe may have some 
part-time connection vith one of the Wiesenthal 
Genters, but I did not ask her directly. I probably 
vill knov more next veek vhen I plan to visit the 
archives. 

Nothing nev here, and I hope some day we meet again 
in Nev York. Hope you are all vell. Best regards, 

Sincerely, 



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August 23, 1931 



Dear Fred and Irenei 

Thanks for your lettar of August 7th. We wero 
Mrs^ Roser "^""^ '"''' ""'^^'^^ ^^^^^^"^ ^^^ «^"^e to 

^rr!"«^?^ ^""5 ^''® invitation to the Oranges. ,« 
are looking forward to seeing you, Incidont;,i i v 

'-;^Sr.J° ^° ^^ iVashinqton fr^ CctoCIr 5-l| ^J* 
attend the annual Jrewraasters Convention.^ 

Our nuinner trip to Europe was so-so. Au-stri;» 
and a lot of promises vjhich they nover kLo Jft 

vo^i 1 ^°°^ foir^ard to talkinq to you abo^'t thn 
very slow progress of my work. *^ 

ijppy to leani tliat you are all vell and that vou 

all of^vou 'Sfud,- ^""' ^^^^'^^^ ^^^'^ ufb^h t^" 
uxx or /ou, includmg your roother. 

Sinceroly, 



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Drt and Urs. Fred i^iinstein 

7 Hoovor Avenue 

West Oranqo, Nev; ^ ersey 07052 

i)Gar Fred and Irenet 

I havn tvo unansT^erod lettors from /ou in my file for 
vbich 1 t hanK you ver/ mach. Yes, we bad a wonderfal 
time in v\asbinqton and saw aliaost GVerythin^ vorth- 
while seeina» 

Hany tbanks for the exeellent xerox of tho rriodberger 
family. I shoved it to sone of the Laupheiners who 
thouoht that the piature was takcx-i shortly before ..orld 
vvar !• I did not agree. I believe it v?as taken in the 
early tv;enties. 

Regarding the \.ifG of the boxer Jeffries, 1 follo^/«^ed 
Gxactly the same course as you did, sav the Kev York 
Tinos in our library and also loolied, ho^v^evor unsucceüs- 
fally, for an obituary of Jeffries* vife* iiaybe by a 
happy accident ve >rill stimble over the origin of tnis 
lady. 



\:eQK I spent a few hours at the Leo Baeck Institute 
vhere Dr. Milton shOT/ed rae some ne\< matorial which ar- 
rived at the Institute a fev days earlier. One tning 
vas a very good typewritten history of the iJuchau Com- 
munity, vhich v;oald be \^orth \vhile for you to read. 
They roceived this and otlier material relatin^T to laup- 
beim fron Dr. ^^iomer, tho iiiberach tovn archivist« The 
Buchau book montions quite a fev early Linsteins, but 
I haven t had time to really re3d it. The Laupheim 
material is all old stuff. 

Thank-T alr.o for the clipping about iSuchau fron the 
Vorwärts*' vjhich is very mach appreciated. 

^e uere in Pittsbur^h over the veek-end to visit BlsieVs 
96 year old step-nother, Tvho is nentally quite alert but 
othen^'iso m pretty sad condition. 



I hope that lx>th you, tbe childron and your mothor are 
all voll and that ve nay see oach othor soon aqain« 
Should you be able, üoar Fred, to take a day off \^e 
could rneet at tbe Baeck Institute* 



Best regardrs to all of you, in i^bich iilsie joins 



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July 17, 1980 



Dear Mr. and Hrs. Kinsteini 

Since our pleasant brisit to New Jersey something has al'^^ays come 
up that prevented our writing you, First, thank you very much 
for weLcoming us in your home. We truly enjoyed the afternoon 
vith your mother and your children and hope that \\?g shall soon 
meet again. Among other things I have been quite busy preparing 
the get-together of the Laupheimers living in the New York area, 
and unf ort Unat ely I have found out that I am one of the younger 
people and had to do all the work, We also are planning a 
Holocaust Memorial in Israel for the Laupheim victims, which 
turned out to be more work than anticipated, but I think every 
Community should do something like this to remember the victims 
of the Nazi period. 

Thanks very much also for your letter of July .7tht I am sorry to 
learn that your Uncle, Mr. Hose, was hospitalized., but hope that 
by this time he is all right again« If you have an opportunity 
to talk to your aunt teil her that I am a very patient fellow« 

As to the discussion we had, attached is the title page of the 
Laupheim bcok and page 28 which initiated the history of the 
Laupheim Jews. I should have recognized the pages immediatelyt 
The book is in my library and is available to you if you are 
interestedt 

With regard to the Laemmle in your family, I am including a few 
pages from an arteile ''Die Juden «oomFischbach, etc." in which 
Mendle Lemble-Lämle is mentioned four times between 1755 and 1776. 
Mendle, of course, is a diminutive for Emanuel. His father may 
have been Isaac (Hitzig) or Samuel Lämle. I am including the 
Levtenthal genealogy which enables you to add two more generations 
of this branch to your family tree« Both Marks and i^ah, and also 
Fanny "Veogele" and Moses Einstein are my ancestors and congratu- 
lations are in order« Moses Einstein is the youngest son of 
I^opold from Fellheim (1720-1796) who is the granddaddy of all 
Laupheim Einsteins» Isaac Lowenthal was one of the first Jews 
born in Laupheim* 

To the F/iedberger branch you may add Leopold 's parents, Joseph 
Simon Friedberger called "Friedele" and his wife Matilda von 
Randeck (no nobility, document ^f1833, page 11, and #1834, page 11). 
His father Simon Leopold died before 1768 and appeared in document s 



- 2 - 



from 1737 and 1764 but not in the family register. The Fried- 
bergers originally probably came from Friedberg near Augsberg 
vhere the Jews expelled from Augsberg in the fifteenth Century 
found refuge. 

Leopold 's T^^ife^s name should be changed to V^ohlgenannt , a well- 
knowi family from itohenems» See also the pages from Taenzer en- 
closed with this letter« The book is available at the LBI. She 
is probably the child ander "b** of Salomon and Sarah Daniel • I 
don*t Knov where the name Payer comes from and the date of birth 
doesn't quite jibe with my Information» That is perhaps the best 
ve can do with this branch. Please vrite or call me if you have 
any questions» 

The Einstein genealogy I picked up in your house is truly inter- 
esting and for me ß considerable step forward« Haybe somebody 
will discover the still missing link of ßaruch Moyses and his 
grandson, your first ancestor. Knough for today« 

Any time on a Saturday or Sunday the visit of you and your family 
would be welcome» Why not plan on the week-end of August 2/3, 
and let me know if this is a convenient time for you. 

Rindest regards to all of you in which Elsie joins me. 

Sincerely, 



P. S. 



I believe that in your ancestry Bernheim would be 
mcre correct than Bemheimer. Bernheims are mentioned 
to be expelled in a blood libel affair around 1690 
from Aulendorf* The Bemheimers are usually identified 
with Illereichen-Altenstadt. 



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June 14, 1980 



Mrt Fred Einstein 

7 Hoover Avenue 

West Orange, New Jersey 07052 

Dear Mr. Einstein i 

Enclosediis a copy of my correspondence with the LBI re the 
Einstein genealogy. I hope I haven't contributed more to the 
confusion. 

Unfortunately I did not succeed in identifying the pages about 
Laupheim» Could you mail me a copy of these pages? 

Now to the genealogy. 

On the page marked "A** I sketched out Siegbert 's branch. 
I can*t Claim that they are 100% correct. I copied it 
in Stuttgart from the official records and with the 
limited time usually available mistakes can sneak in. 
There is no question that this branch leads to the Maier 
Einstein branch but not to the Hirsch Naphtali branch. 
Do you have a connection between Hirsch and Maier? This 
would really be interesting. 

Checking the LBI Einstein Stammbaum again, the descendency 
of Martin (Dr.) 1859-1933 is definitely wrong, if for no 
other readon than that our ancestors did not wait 55 years 
tili they had children. 

The descendants of Samuel Einstein (1804-1880) are shown 
on the page marked "C**, no connection with Siegbert. Please 
check these tables and teil me where I am wrong. I would 
especially appreciate knowing if you can relate Maier to Hirsch 
or even Baruch Moyses. 

Since I did not carry my studies on the Buchau Einsteins 
into the 20t h Century I don*t know where you come in, but 
I am attaching a short genealogy of your grandmother, Cilly 
Friedberger from Laupheim. Where does your branch lead to? 

My main emphasis is, of course, the Laupheim Kehillah and now 
to the Swabian villages where so many Laupheimers and Buchauers, 
especially women, originated. I would like to hear from you. 
Perhaps you and your family can spend a Sunday with us. 

It was a real pleasure having met you, and I hope wecan meet soon 
agam. 

Sincerely, 



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Einstein besuchte das 
Einstein-Gymnasium 



Kehl (gab). Während eines 
geschäftlichen Aufenthalts in 
Kehl besuchte Dr. Kurt Ein- 
stein, der Neffe des berühmten 
Physikers und Nobelpreisträ- 
gers, am Dienstag das nach sei- 
nem Onkel benannte Kehler 
Gymnasium. Neben seinem 
Besuch beim Englisch-Lei- 
stungskurs, der gerade das 
schriftliche Abitur hinter sich 
hat, berichtete Dr. Einstein 
Vertretern der Schülermitver- 
antwortung und der Schüler- 
zeitungen über seine Erinne- 
rungen an seinen Onkel und 
sprach auch über seine eigene 
Tätigkeit als Psychologe. 

Der jetzt 65jährige Dr. Ein- 
stein, der als junger Mann vier 
Jahre in einem deutschen Kon- 
zentrationslager zugebracht 
hat und heute in den USA lebt, 
meinte, daß er Deutschland 
möge und sehr gerne wieder 
hier leben würde. Abwechselnd 
in Englisch und in sehr gutem, 
schwäbisch klingendem 

Deutsch erzählte er, daß er sei- 
nen Onkel im Alter von acht 
Jahren zum letzten Mal gese- 



hen habe, sich aber gut daran 
erinnere, daß dieser nie viel 
Zeit für seine Familie gehabt 
habe. 

Als Psychologe ist Dr. Ein- 
stein für von ihm entwickelte 
Verfahren bekannt, die es Un- 
ternehmen ermöglichen, bei 
Pörsonaleinstellungen die für 
sie geeignetsten Bewerber aus- 
zuwählen. Auf die Frage, was 
für einen jungen Menschen 
heute wichtig sei, um erfolg- 
reich zu sein, sagte er, sie müß- 
ten in der Schule und im Beruf 
in erster Linie ein klares Ziel 
vor Augen haben. Denn man 
könne nichts erreichen, wenn 
man nicht wisse, was man er- 
reichen will. Ein ausführlicher 
Bericht über das Gespräch mit 
Dr. Einstein ist in der nächsten 
Ausgabe der Schülerzeitung 
»Geröll« zu lesen. 

Nächstes Jahr wird Dr. Ein- 
stein voraussichtlich wieder 
nach Kehl kommen, und er hat 
versprochen, dann einen Vor- 
trag am Einstein-Gymnasium 
zu halten. 



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(EINSTEIN) 

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Lothar 

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Married Hilde 
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(USA) 



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(NEUMARK) 



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GERMANY 



NOERD LINGEN 



(2) 

EMIL EINSTEIN 
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(WOLF EINSTEIN - .AMALIA) 



(3) 



Alfred 

Married 

Cecilia 



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Walter 

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Sylvia 



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Sandi 

Married 

Peter 



Clifford 

Married 

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Danielle 
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Eric 

Rosemarie 
Jaki 



MAX EINSTEIN 



Sophie 



Michael 



Kurt 
Lewinsky 

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Esther 



SOUTH AFRICA 



(4) 
LENA (EINSTEIN) 



- MAX SIMON 



Lotte - Herbert 

Rüben 

Shalamith 
Married 
Tsui Hartman 



JERUSALEM 



Trude - Adolf 
Chemke 



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Miriam Married 

Married Ilana 

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Debbie 

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Raphael 



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ISRAEL 
Rehovot 



AUSTRALIA 



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(5) 
RESIA JAKOV (married Max Jakov) 

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Walter Ernst Married 

(Now Dead) 



(Germany) 



(1) 



(Henry Goldberg) 



(2) 



(6) 
SIGMUND (Married Martha Silberman) 

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Lily Einstein (Married Wertheim) 

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A Son married 

(USA) (3j 

(Karl Eiß-s^ein) ^^MS(^- (Wolif Einstein) 



(7) 
EMA EINSTEIN 

(Deceased) 



(4) 

(Solomon Ziuu) 



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Danenberg 



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Nördlingen 



Samstag, 16. Mai 1970 




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AI/S STADT UND LANDKREIS 



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Aus der Nördlinger Geschichte 



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Einst sah das Einstein'sche Haus bessere Zeiten 

Zu seinen Besitzern gehörte audi der berüchtigte Hexenriditer Dr. Wolfgang Gral 



Dem Haus ^Am Stänglesbrunnen 4** (früher B 87) kann man es irots seines schlech- 
ten baulichen Zustandes schon von außen anmerken, daß es einst besser« Zeiten ge- 
sehen hat Dieser Eindruck verstärkt sich im Innern, wo sich unier dem mächtigen 
Dachstuhl ein Raum befindet, in dem die Holzdecke und eingebaute Schränke mit 
Ornamenten bemalt sind. Hierher wird sich der eine oder andere der vielen gelehr- 
ten Besitzer des Hauses» umgeben von Büchern und Akten, turückgezogen haben zu 
stillem, ungestörtem Studium. Der schönste Schmuck des Hauses aber ist eine aus dem 
16. Jahrhundert stammende korbbogige Tür, deren profilierte Steingewände Esels- 
rückenform besitzen (Vergleiche: Die Kunstdenlunäler von Bayern, Stadt Nördlin- 
gen, Seite 270). 



Als älteste Besitzer des Hauses lassen sich 
zunädist allerdings nur Geschlachtwander 
nachweisen. Das ist , nidit verwunderlich, 
weil ja in dieser CJegend die Tuchmacher 
wohnten, woran noch die Straßennamen 
Strehlgasse, Kämpelgasse, Kammhof erin- 
nern. Am 18. Oktober 1506 kaufte der Ge- 
sdi lacht wander Balthasar Welsch von seinem 
Schweher Hans Sichler, der das gleiche 
Handwerk ausübte, ein Haus/ und Hof reit 
samt Garten dahinter, gelegen beim Steng- 
linsbrunnen am Eick und neben dem Haus 
des Geschladitwanders Kunz Trugler (ab- 
gebrochen, zwischen B 87 und B 88). Welsch 
läßt sieh auf dem Haus nodi 1545 nadiwei- 




llch 5 Gulden Zins auf trium regum (Hl. Drei 
Könige) aus seiner Behausung beiraStenglins- 
bronnen am Eck und neben der Behausung 
des Sädders C^aspar Han (zw. B 87 und 88) 
gelegen. 

In der Hölle oder beim Wendelsteia 

Ob er und seine Familie dieses Haus oder 
das Haus beim Wendelstein (so und nicht 
„Daniel" hieß der Kirchturm der St-Georgs- 
Kirdie damals)^ das ihm ebenfalls gehörte, 
und das im Volksmund die „Hölle** genannt 
wurde, als Wohnhaus benützten, ist schwer 
leststellbar. Das Haus beim Stenglinsbrunnen 
besaß nach seinem am 27. September 1608 
erfolgten Tod (sein von dem Goldschmied 
Gregor Weckh geschaffenes und mit einer 
Nördlinger Stadtansicht von 1594 versehenes 
Epitaph befindet sich im Museum, Abb. 367 
der Kunstdenkmäler Stadt Nördlingen) seine 
Witwe Margaretha, die Tochter des Dr. jur. 
Erhard Kalt, die er in zweiter Ehe erst im 
Januar 1607 geheiratet hatte. 

Als weiterer Besitzer wird dann 1611 Dr. 
med. Johann Graf genannt. Er dürfte mit 



dem am 19. August 1616 verstorbenen Stadt- 
physikus dieses Namens identisch sein, den 
Jakob Herrenschmld, Pastor und Superinten- 
dent zu Nördlingen, in seinem 1637 bei Hein- 
rich Korhanuner gedruckten „Repertorium 
Nordlingense" den „herrlichen Practicus" 
nennt. Von seinen Erben erwarb das Haus 
B 87 samt Nebenhäuslein, Höflein und Gar- 
ten der Ratsherr Hans Georg Seefridt um 
den Preis von 1500 Gulden. Das war ein so 
gewaltiger Preisunterschied gegenüber 1575 - 
fünf Ckilden Zins oder hundert Gulden laste- 
ten noch immer auf dem Haus -, daß in der 
Zwischenzeit bedeutende Veränderungen 
vorgenommen sein mußten. 

Der bedeutendste Besitzer 

Im Jahr 1642 gelangte dann das Haus in 
den Besitz des damaligen Stadtschreibers 
und späteren Kanzleidirektors und Bürger- 
meisters Wilhelm Friedrich Romul, der es bis 
zu seinem Tode im Jahr 1682 innehatte. Die- 
ser Romul war wohl der bedeutendste Be- 
sitzer des Hauses (Wappenschild mit Bildnis 
bei St. Georg, Kunstdenkmäler Seite 112, 
Nr. 44). Er spielte im Dreißigjährigen Krieg 
eine hervorragende Rolle als Unterhändler, 
vor allem während und nach der Schlacht 
bei Alerheim, Von dem, was er schrieb, wur- 
de viel gedruckt oder von andern schriftlich 
niedergelegt, wie etwa die im Jahr 1650 ge- 
schaffenen Statuten der Stadt Das war ein 
Glüdc, da seine eigene Handschrift die 
schlechteste war, die je ein Stadtschreiber 
schrieb. 



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1743 machte Johann Gabriel Doppelmayr Konkurs 



DER SCHÖNSTE SCHMUCK des Hauses 
Stänglesbrunnen 4 ist die ans dem 16. Jahr- 
hundert stanunende kdrbbogige Türe. 

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sen. Audi nach ihm bewohnten es nodi Tuch- 
macher, bis es am 5. März 1575 von Hans 
Graf, der um diese Zeit zum Beruf eines 
Unterkäufels (Zwischenhändlers) überging, 
in den Besitz des Malers Fried^rich Herlin 
gelangte. 

Im Besitze Friedrich Herlins 

Der Kaufpreis betrug 106 Gulden, wobei 
in Betracht gezogen werden muß, daß aus 



Durdi seine Tochter Jakobina - minde- 
stens fünf seiner Töchter, alle aus seiner 
1637 geschlossenen Ehe mit der Augsburger 
Patrizierstochter Sibylla Vittel, maditen sehr 
gute Partien - gelangte das Haiis am Steng- 
linsbrunnen anden Stadtphysikus Dr. med. 
Johann Philipp Hilbrand und nach dessen 
Tod (1684) an den zweiten Mann der Jako- 
bine Romul, den Juristen und Ratsherren 
Georg Philipp Rehm (gestorben 1726). Von 
dessen zweiter Frau und Wittib Sara Elisa- 
beth (gestorben 1740) ging das Haus über auf 
Johann Gabriel Doppelmayr, Kauf- und 
Handelsmann, der nach Aufgabe seiner Tä- 
tigkeit in Venedig 1730 die Toditer Emestina 
Juliana des Georg Philipp Rehm geheiratet 
hatte. Dieser Doppelmayr, der Großvater des 
um Nördlingen auf vielfadie Welse verdien- 
ten Bürgermeisters Friedrich WUheUn Dop- 
T>elmayr, madite 1743 Konkurs (vergleiche: 
G. Wulz, Die Gebrüder Eberhard WilheUn 
und Friedrich Wilhehn Doppelmayr, im 24. 
Jahrbudi des Historisdien Vereins für Nörd- 
lingen, 1969, S. 17). 

Senator Georg Ulridi W^ng 

Aus seiner (^ant erwarb das Haus schließ- 
lich 176^ ^«r KrÜtakassler^ lihd spätarö Se-'" 
nator Georg Ulridi Weng um tausend Gul- 
den. Beschrieben wurde es damals als drei- 
stöckiges Wohnhaus und Nebenhäuslein samt 
zwei Kellern, Pferd- und Kühstallungen, 
zwei Brunnen, zwei Höflein^ Garten und da- 
zugehörigem Häuslein. Als Nachbarhäuser 
werden genannt d«s Haus des Maurermei- 
sters Johann Kaspar Luther (P 48) und das 
Haus der Witwe des Bodrwirts Arnold 
(B 88), heute die Häuser Am Stä|iglesbrunnen 



terveräußerte. Denmach müßte es Mönninger 
gewesen sein, der 1847 am Haus in einem 
Vierpaß das Nördlinger Stadtwappen hatte 
anbringen lassen. 

Bemerkenswerte Untennieter 

In dieser ^Seit wohnten im Hause bemer- 
kenswerte Untermieter: 1819 der Landge- 
richtsassessor Georg F. Schmid, 1834 der 
Präzeptor Ulrich Erhard 1856 der Arzt Dr. 
med. Alexander Schneider, der 1848 auf der 
„schwarzen Liste" der Demokraten an erster 
Stelle stand. Von ihm, wie auch von Johan- 
nes Mönninger, dem Vater des Stadtschrei- 
bers, sind Bildnisse erhalten. 

Das Einstein'sche Hans 

Auf Adam Wolf folgten .zunächst als ge- 
meinsame Eigentümer von B 87 die Israeli- 
ten Salomon Schühlein und Jakob Einstein 
(vor 1876). Später besaß es Jakob Einstein 
allein, nach seinem 1893 erfolgten Ableben 
seine Witwe Babette, die es 191 1 an den 
Handelsmann Leonhard Mohr verkaufte. 
WeU die Familie Einstein fast ein halbes 
Jahrhundert im Besitz dieses Hauses war, ist 
es vielleicht berechtigt, das Haus „Am Stäng- 
lesbrunnen 4* als ;Einstein'sdies Haus** in 
die WHÜllhf^ Häus^esdilchte eirtttifClhren,' 
wenn diese Bezeichnung auch nie so iallge- 
mefne Gültigkeit erlangen W|rd wie Böhmi- 
sches, Kiderlin'sches, MalsCD'scbes oder von 
Sdiell'sdies Haus (auch diese Gültigkeit war 
und ist zeitgetmnden). 

Jakob Einsiefai 
Jakob Einstein, der es um 1879 (da wurde 
er Bürger) erwarb, war am 15. BCai 1819 als 
Sohn des Handelsmanns Moses Einstein (ver- 
mutlich S^kiSi des am 19. April 1824 im Alter 



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Imsbrunnen am Eck und neben dem Haus 
des Geschlachtwanders Kunz Trugler (ab- 
gebrochen, zwischen B 87 und B 88). Welsch 
läßt sieh auf dem Haus noch 1545 nachwei- 




und daj im Volksmund die „Hölle** genannt 
wurde, als Wohnhaus benützten, ist schwer 
leststellbar. Das Haus beim Stenglinsbrunnen 
besaß nach seinem am 27. September 1608 
erfolgten Tod (sein von dem Goldschmied 
Gregor Weckh geschaffene» und mit einer 
Nördlinger Stadtansicht von 1594 versehenes 
Epitaph befindet sich im Museum, Abb. 367 
der Kunstdenkmäler Stadt Nördlingen) seine 
Witwe Margaretha, die Tochter des Dr. jur. 
Erhard Kalt, die er in zweiter Ehe erst im 
Januar 1607 geheiratet hatte. 

Als weiterer Besitzer wird dann 1611 Dr. 
med. Johann Graf genannt. Er dürfte mit 




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mj Muietn locie mi j'iifir loo^ mnenane. i-ne- 
»er Romul war wohl der bedeutendste Be- 
sitzer des Hauses (Wappenachlld mit Bildnl» 
bei St. Georg, KunstdenkmÄler Seite lix 
Nr. 44). Er spielte im Dreißigjährigen Krie« 
eine hervorragende Rolle als Unterhändler 
vor allem während und nach der Schlacht 
bei Alerheim. Von dem, was er schrieb, wur- 
de viel gedruckt oder von andern schrifUich 
niedergelegt, wie etwa die im Jahr 1650 ge- 
schaffenen Statuten der Stadt. Das war ein 
Glück, da seine eigene Handschrift die 
schlechteste war. die je ein Stadtsdireiber 
schrieb. 



DER SCHÖNSTE SCHMUCK des Hauses 
Stftnflesbrunnen 4 Ist die aus dem 16. Jahr- 
bondert stammende kdrbbogiire Türe. 

Büd: ^Qto-Find<, Ne^fdlftigeh 

sen. Audi nach ihm bewohnten es noch Tudi- 
macher, bis es am 5. März 1575 von Hans 
Graf, der um diese 2:eit zum Beruf eines 
Unterkäufels (Zwischenhändlers) überging, 
in den Besitz des Malers Friedrich Herlin 
gelangte. 

Im Besitze Friedrich Herlins 

Der Kaufpreis betrug 106 Gulden, wobei 
in Betradit gezogen werden muß, daß aus 
dem Haus ein jährlicher Zins von zehn Gul- 
den, einem Kapital von 200 Gulden entspre- 
diend, bezahlt werden mußte. Dieser Fried- 
ridi Herlin war der gleichnamige Urenkel 
des berühmten Schöpfers des Hodialtars von 
St Georg. Er selbst madite sich einen Na- 
men als Maler dei Justitia an der Hathaus- 
treppe (1582). Sein Porträt befindet sidi auf 
seinem Totenschild in der St.-Georgs-Kirdie, 
der das Datum vom 12. Oktober 1591 trägt 
(Abb. 81 im Kunstdenkmälerband Nördlin- 
gen Stadt). 

Von Hexenriditer Graf gekauft ' 

Wohl bald darauf wird das Haus Dr. Wolf- 
gang Graf, der Ratsadvokat und berüchtig- 
te Hexenrichter (vergleidie: G. Wulz, Nörd- 
linger Hexenprozesse, im 20. und 21. Jahr- 
buch des Historischen Vereins für Nördlin- 
gen), seit 14. November 1589 im Dienst der 
Stadt, gekauft haben. Im Salbuch des Nörd- 
linger Hospitals vom Jahr 1597 ist er zuerst 
als Besitzer des Hauses genannt mit den 
Worten: „Herr Dr. Wolf gang Graf gibt jähr- 



1 743 machte Johann Gabriel Doppelmayr Konkurs 

Durch seine Tochter Jakobina - minde- terveräußertP TV^mnar». n,^^\n*^ ^ nit ■ i 
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Johann Philipp Hilbrand und nadi dessen kpolwlrff '' i^l ^?*\"^'^ }F^ «ause bemer- 
Tod (1684) an den zweiten Mann der Jako- J^!!^!^"^^^ Untermieter: 1819 der Landge- 
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Johann Gabriel Doppelmayr, Kauf- und nl! ^^^1 " ^^^ *^™; ^^ ^"* ^^" Johan- 
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um Nördlingen auf vielfache Weise verdien- ["^»^same Eigentümer von B 87 die Israeli- 
ten Bürgermeisters Friedrich Wilhelm Dop- , Salomon Schühlein und Jakob Einstein 
oelmayr, machte 1743 Konkurs (vergleidie: ^Y?^, ^°^^^' Später besaß es Jakob Einstein 
G. Wulz, Die Gebrüder Eberhard Wilhelm ^".^n» «ach seinem 1893 erfolgten Ableben 
und Friedridi Wilhelm Doppelmayr, im 24. ff^^% Witwe Babette, die es 1911 an den 
Jahrbuch des Historisdien Vereins für Nord- it^J?, If^^'^'* Leonhard Mohr verkaufte, 
lingen, 1969, S. 17). • r ?^._^^* Familie Einstein fast ein halbes 

^ . ^ »„ . , Jahrhundert im Besitz dieses Hauses war ist 

Senator Georg UWch Weng es yieUeicht berechtigt, das Haus ,Am Stä'ng • 

Au3 $einer Gant erwarb das Haus schheß- lesbrunnen 4- als ;.Elnstein*sches Haus«« i« 
lidi 176^ der Itritgskässier Und spätere Se-' die >rördlih^r Häus^rgeschtchte eimiifShren 
nator Georg Ulrich Weng um tausend Gul- wenn diese Bezeichnung auch nie so allge- 
den. Beschrieben wurde ^ damaU als drei- mefne GiUtigkeit erlangen wird wie Böhm- 
stöckiges Wohnhaus und Nebenhäusleln samt sches, Kiderlln'sches» Malsch'sches oder von 
zwei KeUem, Pferd- und KühstaUungen, ScheD'sches Haus (auch diese Gültigkeit war 
zwei Brunnen, zwei Höflein^ Garten und da- und ist zeitgebunden). 

zugehörigem Häuslein. Als Nachbarhäuser Jakoh EinatPin " * ' ' 

werden genannt das Haus des Maurermei- Jakob Fin«t-4f* *iot.^. ,!«! lo^jo /^ 
sters Johann Kaspar Luther (B 48) und das er Sert^Äb^^^^ 

Ä htute^eHäust^^A^^^^r h^"^^^^ S^hÄ'^TanTls^a^^ 

?,mH s n«c f^h "^ ^^ SUpglesbrunnen mutlich Sohn des am 19. April 1824 im Alter 

3 und 5. Das früher immer als Angrenzer von 66 Jahren In Ederheim gestorbenen H^- 

genannte zwischen B 87 und B 88 gelegene delsmanns AbVahS^ 5^ 

Haus muß slso in der Zwischenzeit mit B 87 Ehefrau Jendle, die dl^ F^Li^m^^^ 

vereinigt worden sein. Der Kaufvertrag von mindestens schon 1811 WhrterirrEd^^^^^ 

1766 erwähnt eine eigenartige und bis dahin geboren. Auch er selbstTaTrunäd^ na^^ 

Nebenhäusleinsmd der Torsperre zweimal die 1823 ebenda geborene T^^r äariot^^ 
unterworfen (oder ohngefehr alle 3 Jahr 2 fl des Seligmann Gutmann geheiratet hatte ^ 
davor zu bezahlen).- Weng besaß das Haus Ederheim ansässig ««"«»'^^i öaiie, m 

noch 1809. von einer Verwandtschaft mit dem be- 

Nachkomme eines ungewöhnlichen Mannes rühmten Albert Einstein ist nahen Ver- 
Auf ihn folgte als Hauseigentümer ein Dr. ^^andten des Jakob Einstein, etwa dem in 
med. Christian Caspar Albredit Gresselius, ^^^ ^^^ lebenden Nördlinger Zahnarzt Dr. 
der Naciikomme eines ganz ungewöhnlichen Siegfried. Hamburger, nichts bekannt. Der 
Mannes, des Theologen imd Mediziners Jo- Familienname Einstein ist, wie Nachfor- 
hann Georg Gresselius, der den Sdiweden- f^^^^gen in München undrAugsburg erga- 
könig Karl XU. auf seinen Kriegszügen bis *^"' ungewöhnlich häufig. Albert Einsteins 
hinein in die Türkei begleitet hatte (ver- Vater Hermann war 1847 in Buchau am Fe- 
gleiche: G. Wulz, Nördlingen von A-Z, in: ^^^^ee geboren, der 1806 württembergisch 
Der Daniel, 5. Jahrgang, 4. Heft, Seite vier), «^wordenen Itleinen Stadt Da ist es nun 
Von ihm kaufte das Haus dann am 4. März ^^eilicii eigenartig, daß im Jahr 1846, etwa 
1824 der Maurer Johannes Monninger, der es Y^^^ Tage, nachdem das Einstein'sche Haus 
184«ran den Maurermeister Adam Wolf wel- ^ Ederheim abgebrannt war, ein jüdisdier 

Kaufmann Einstein aus Budiau im Gasthof 
1 zur Sonne in Nördlingen abstieg. Sollte sein 
[ Besuch im Ries dem in Not geratenen Na- 
mensvetter, der auch sein Blutsverwandter 
gewesen sein könnte, gegolten haben? 

Dr. Gustav Wulz 



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JOHN H. BERGMANN 

\OA VCRNON DRIVK 
SCARSDALK. N. Y. 10903 

014 723-1230 



June 26, 1987 



Dear 



As a retirement project I have been preparing a booK 
titled "The Einsteins from Schwaben, a Study in 
Genealogy and Family History". My paternal grandmother 
was an Einstein from Laupheim* I have already pre- 
pared forty tables, some covering three centuries« My 
research is based primarily on the old coramunity 
registers wherever they survived the Holocaust, and 
from information obtained from surviving families now 
living in all parts of the world. It is fairly com- 
plete up to the era of the disintegration of the 
Jewish communities in Germany« 

In Order to terminate the project, possibly leading to 
publication, I would like to complete the connections 
of the old Einstein branches with those of the Einsteins 
in the United States and other countries* If you are 
willing to cooperate, please give me the names of your 
parents and grandparents as far back as you have them 
available, their dates of birth and place of birth, 
as well as dates and place of their death, and whatever 
information you wish to reveal» Appreciated also would 
be the names of your children and grandchildren« Funds 
for this project are neither solicited nor accepted« I 
will, however, be happy to answer any questions regard- 
ing your ancestry on a reciprocal basis« 

Your Cooperation would be very much appreciated» 

Sincerely yours. 



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JOHN H. BERGMANN 

104 VKRNON ORIVK 
8CARSOA1.K. N. Y. 10983 

914 723.1230 



June 26, 1987 



Dear 

As a retirement project I have been preparing a book 
titled "The Einsteins from Schwaben, a Study in 
Genealogy and Family History". My paternal grandmother 
vas an Einstein from Laupheim« I have already pre- 
pared forty tables, some cx)vering three centuries« My 
research is based primarily on the old Community 
registers wherever they survived the Holocaust, and 
from infoiTnation obtained from surviving families now 
living in all parts of the world. It is fairly com- 
plete up to the era of the disintegration of the 
Jevish communities in Germany« 

In Order to terminate the project, possibly leading to 
publication, I would like to complete the connections 
of the old Einstein branches vith those of the Einsteins 
in the Uhited States and other countries» If you are 
willing to cooperate, please give me the ncunes of your 
parents and gremdparents as far back as you have them 
available, their dates of birth and place of birth, 
as vell as dates and place of their death, and vhatever 
Information you wish to reveal. Appreciated also would 
be the neones of your children and grandchildren« Funds 
for this project are neither solicited nor accepted. I 
will, however, be happy to answer any questions regard- 
ing your ancestry on a reciprocal basis« 

Your Cooperation would be very much appreciated« 

Sincerely yours. 



June 26, 1987 



Dear 

As a retirement project I have been preparing a book 
titled "The Einsteins from Schwaben, a Study in 
3enealogy and Family xlistory**. My paternal grandmother 
was an Einstein from Laupheim. I have already pre- 
pared forty tables, some covering three centuries, My 
research is based priraarily on the old coniniunity 
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from information obtained from surviving families now 
living in all parts of the vorld. It is fairly com- 
plete up to the era of the disintegration of the 
Jewish communities in Germany. 

In ordor to terrninate the project, possibly leading to 
publication, I vould litee to complete the connections 
of the old Einstein branches vith those of the i:.insteins 
in the United otates and other countries« If you are 
villing to cooperate, please give me the names of your 
parents and grandparents as far back as you have bhem 
available, their dates of birth and place of birth, 
as well as dates and place of their death, and whatever 
information you wish to reveal# Appreciated also would 
be the names of your children and grandchildren« Funds 
for this project are neither solicited nor accepted. I 
will, however, be happy to answer any questions regard- 
ing your ancestry on a reciprocal basis. 

/our Cooperation would be very much appreciated. 

Sincerely yours. 



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is based primarily on the old cormnunj^tj ^regiGt ers whe reve r 
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the era of the disintegration of the Jewish communities 
in Germany. 

In Order to terniinate the project, possibly leading to 
publication, I -^vould like to complete the connections 
of the old Einstein branches vith those of tlie jülinsteins 
in the United States and other countries* If you are 
willin a to co operate. please give nie the names of your 

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Your Cooperation vould be very much appreciatedt 

Sincerely yours. 






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JOHN H. BERGMANN 
104 vkrnon Drivk 

8CARSOAI.K. N. Y. 10BS3 
914 723-1230 



July 15, 1986 



Dear 

As a retirement project I have been preparing a book 
titled "The Einsteins from Schwaben, a Study in Genealogy 
and Family History". My paternal grandmother was an 
Einstein from Laupheim. I have already prepared more than 
thirty tables, some covering three centuries. My research 
is based primarily on the old Community registers wherever 
they survived the Holocaust, and is fairly complete up to 
the era of the disintegration of the Jewish communities 
in Germany. 

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publication, I would like to complete the connections 
of the old Einstein branches with those of the Einsteins 
in the United States and other countries. If you are 
willing to cooperate, please give me the names of your 
parents and grandparents, their dates of birth and place 
of birth, as well as dates and place of their death, and 
whatever information you wish to reveal. Appreciated also 
would be the names of your children and grandchildren. If 
I can answer any questions regarding your ancestry I will 
be happy to do so* 

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JOHN H. BERGMANN 
iO<4 Vkrnon Orivk 

SCARSDAL^. N. Y. 10S83 



July 15, 1986 



Dear 

As a retirement project I have been preparing a book 
titled "The Einsteins from Schwaben, a Study in Genealogy 
and Family History". My patemal grandmother was an 
Einstein from Laupheim, I have already prepared more than 
thirty tables, some covering three centuries« My research 
is based primarily on the old Community regist ers wherever 
they survived the Holocaust, and is fairly complete up to 
the era of the disintegration of the Jewish communities 
in Germany. 

In Order to terminate the project, possibly leading to 
publication, I would like to complete the connections 
of the old Einstein branches with those of the Einsteins 
in the United States and other countries« If you are 
willing to cooperate, please give me the names of your 
parents and grandparents, their dates of birth and place 
of birth, as well as dates and place of their death, and 
whatever information you wish to revealo Appreciated also 
would be the names of your children and grandchildren. If 
I can answer any questions regarding your ancestry I will 
be happy to do so« 

Your Cooperation would be very much appreciated« 

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JOHN H. BERGMANN 

104 VKRNON ORIVK 
SCARSDAL^. N. Y. 10983 



July 15, 1986 



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titled "The Einsteins from Schwaben, a Study in Genealogy 
and Family History". My patemal grandmother was an 
Einstein from Laupheim. I have already prepared more than 
thirty tables, some covering three centuries« My research 
is based primarily on the old Community regist ers wherever 
they survived the Holocaust, and is fairly complete up to 
the era of the disintegration of the Jewish communities 
in Germany. 

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JOHN H. BERGMANN 

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and Family History". My patemal grandmother was an 
Einstein from Laupheim« I have already prepared more than 
thirty tables, some covering three centuries« My research 
is based primarily on the old Community regist er s wherever 
they survived the Holocaust, and is fairly complete up to 
the era of the disintegration of the Jewish communities 
in Germany. 

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JOHN H. BERGMANN 
104 Vernon Orivk 

SCARSDALJC. N. Y. 10S83 



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thirty tables, some covering three centuries. My research 
is based primarily on the old Community registers wherever 
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in the lÄiited States and other countries. If you are 
willing to cooperate, please give me the names of your 
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JOHN H. BEROMANN 

10A VKRNON ORIVK 
SCARSDAL^. N. Y. 10S83 



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thirty tables, some covering three centuries« My research 
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they survived the Holocaust, and is fairly complete up to 
the era of the disintegration of the Jewish communities 
in Germany. 

In Order to terminate the project, possibly leading to 
publication, I would like to complete the connections 
of the old Einstein branches with those of the Einsteins 
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JOHN H. BERGMANN 
104 vernon Drivk 

scARSDAUK. N. Y. losea 



July 15, 1986 



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JOHN H. BERGMANN 

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July 15, 1986 



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thirty tables, some covering three centuries. My research 
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thirty tables, some covering three centuries« My research 
is based primarily on the old Community regist ers wherever 
they survived the Holocaust, and is fairly complete up to 
the era of the disintegration of the Jewish communities 
in Germany. 

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in the United States and other countries. If you are 
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parents and grandparents, their dates of birth and place 
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JOHN H. BERGMANN 

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titled "The Einsteins from Schwaben, a Study in Genealogy 
and Family History". My paternal grandmother was an 
Einstein from Laupheim. I have already prepared more than 
thirty tables, some covering three centuries« My research 
is based primarily on the old commtmity regist ers wherever 
they survived the Holocaust, and is fairly complete up to 
the era of the disintegration of the Jewish communities 
in Germany. 

In Order to terminate the project, possibly leading to 
publication, I would like to complete the connections 
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in the United States and other countries. If you are 
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65 



CHARTER IX 



A DIRECTORY OF EINSTEIN 
HOUSEHOLDS IN THE UNITED STATES 



The following pages are a iisting of the Einstein households in the United 
States, with nannes and addresses (and most with telephone numbers). This list was 
compiled by combing through public records, i.e., telephone books, city directories 
and miscellaneous public surname lists. 

The Einstein directory lists names printed by State and zip code sequence. It 
names all the Einsteins residing in the fifty states including the District of 
Columbia. 



d 



Pl^Oh; 



£NCLoSc/££ ^ 



(205) 277-4093 
MR RANDY EINSTEIN 
4541 BETH MANOR DR A 
MONTGOMERY AL 36109 



<205) 479-6283 
MR LOUIS EINSTEIN 
2804 N ROSSWOOD DR 
MOBILE AL 36606 



(602) 266-5535 
MR ISIDOR EINSTEIN 
222 E INDIANOLA AV 
PHOENIX AZ 85012 



(602) 899-6726 
MR MARTIN EINSTEIN 
1207 W LOUGHLIN DR 
CHANDLER AZ 85224 



i 



(602) 998-7048 
MS PENELOPE A EINSTEIN 
7350 VIA PASEO SUR 
SCOTTSDALE AZ 85258 



(602) 966-0140 
R EINSTEIN 
235 E 15TH ST 
TEMPE AZ 85281 



(602) 584-3932 
MR ABRAHAM EINSTEIN 
12628 W SENECA DR 
SUN CITY AZ 85375 



(213) 685-8191 

MR GARY EINSTEIN 

5234 E BEVERLY BL 

LOS ANGELES CA 90022 



(213) 722-4155 

MR GARY EINSTEIN 

5243 E BEVERLY BL 

LOS ANGELES CA 90022 



(213) 665-0834 
MR EDWIN EINSTEIN 
1943 RODNEY DR 105 
LOS ANGELES CA 90027 



(213) 553-2360 

MR STEWART EINSTEIN 

1461 LIVONIA AV 

LOS ANGELES CA 90035 



(213) 552-1480 

MR HERMAN S EINSTEIN 

1440 REEVES ST 

LOS ANGELES CA 90035 



(213) 274-5972 
MR DAN EINSTEIN 
1531 S WOOSTER ST 
LOS ANGELES CA 90035 



(213) 469-6780 
MR SANDY EINSTEIN 
1145 1/2 N SYCAMORE AV 
LOS ANGELES CA 90038 



(213) 874-6604 

MS PAULA L EINSTEIN 

1155 N DETROIT ST 

LOS ANGELES CA 90046 



(213) 472-8964 
MR CLIFFORD J EINSTEIN 
11940 BRENTWD GRV DR 
LOS ANGELES CA 90049 



(213) 839-6564 

DR ROBERT EINSTEIN 

9915 GIRLA WY 

LOS ANGELES CA 90064 



MR ISADORE EINSTEIN 
12028 ST ANWOOD DR 
LOS ANGELES CA 90066 



(213) 553-0333 
DR ROBERT EINSTEIN 
300 S BEVERLY DR 
BEVERLY HILLS CA 90212 



MS JANETTE L EINSTEIN 

BX 2067 

CULVER CITY CA 90230 



I 



4 




IflM 



I 



(213) 459-3973 
MR HANS A EINSTEIN 
17017 AVENIDA DE SANT 
PCFIC PALSADS CA 90272 



(213) 829-4119 

S EINSTEIN 

1250 CHELSEA AV 

SANTA MONICA CA 



90404 



MS SUSAN B EINSTEIN 

1448 YALE ST C 

SANTA MONICA CA 90404 



(213) 396-9267 

MARILYN B EINSTEIN 

631 STRAND ST 4 

SANTA MONICA CA 90405 



MS SUSAN C EINSTEIN 
9309 TELEGRAPH RD 
PICO RIVERA CA 90660 



(213) 578-1010 
MR AHUVA R EINSTEIN 
685 S EUCLID AV 
PASADENA CA 91106 



(213) 348-5438 
MR HAROLD B EINSTEIN 
8351 MARLA AV 
CANOGA PARK CA 91304 



MS CATHERINE E EINSTEIN 
7863 SHOSHONE AV 
NORTHRIDGE CA 91325 



MR NED B EINSTEIN 
6858 MAMMOTH AV 
VAN NUYS CA 91405 



MS ANN EINSTEIN 
4604 ALLOTT AV 
VAN NUYS CA 91423 



(« 



MR MICHAEL S EINSTEIN 
13819 E CHILCOT ST 
BALDWIN PARK CA 91706 



(619) 239-5105 

MR ALFRED EINSTEIN 

2437 2ND AV 

SAN DIEGO CA 92101 



MR ALFRED EINSTEIN 
4625 COLLWOOD LN 
SAN DIEGO CA 92115 



(619) 292-0585 
H S EINSTEIN JR 
5050 CONRAD AV 
SAN DIEGO CA 92117 



(619) 323-3788 

MR ROBERT EINSTEIN 

3155 E RAMON RD 

PALM SPRINGS CA 92262 



(619) 327-4795 
MR NATHANIEL S EINSTEIN 
2364 YOSEMITE DR 
PALM SPRINGS CA 92262 



(714) 885-7389 

MS JOHANNA EINSTEIN 

760 E 9TH ST 

SN BERNARDINO CA 92410 



(714) 846-6124 
PAULINE EINSTEIN 
4156 DELPHI CIR 
HUNTINGTN BCH CA 



92649 



(714) 846-6883 
MR GARY EINSTEIN 
16812 REDWING LN 
HUNTINGTN BCH CA 



92649 



(714) 494-0523 
MARY L EINSTEIN 
3198 BONN ST 
LAGUNA BEACH CA 



92651 



■MSMtsarj 



t.' 



(714) 963-0285 
REV STEPHEN J EINSTEIN 
18329 MT KRISTINA ST 
SANTA ANA CA 92708 



MR BRAD J EINSTEIN 
10774 PEBBLE CT 
SANTA ANA CA 92708 



(714) 974-8921 
MR LLOYD T EINSTEIN 
565 S ANDOVER DR 
ANAHEIM CA 92807 



MR STEPHEN M EINSTEIN 
BX 2905 

EDWARDS CA 93523 



(415) 525-6320 

E H EINSTEIN 

509 VILLAGE DR 

EL CERRITO CA 94530 



(415) 524-1405 
H A EINSTEIN 
1090 CRESTON RD 
BERKELEY CA 94708 



(415) 454-5898 
MR RICHARD K EINSTEIN 
205 LAUREL GROVE AV 
SAN RAFAEL CA 94904 



(415) 892-3316 
MR DAVID EINSTEIN 
17 Y ARROW LN 
NOVATO CA 94947 



4 



(707) 462-8023 
ANN EINSTEIN 
2080 RiDGE RD 
UKIAH CA 95482 



(203) 828-4423 
MR GEORGE S EINSTEIN 
118 BRANDEGEE LN 
KENSINGTON CT 06037 



(203) 264-7040 
MR HENRY EINSTEIN 
811 HERITAGE VLG B 
SOUTHBURY CT 06488 



(203) 372-5703 
MR STEVEN EINSTEIN 
335 GLENDALE AV 
BRIDGEPORT CT 06606 



(203) 744-2283 
DR STANLEY EINSTEIN 
259 CAROL ST 
DANBURY CT 06810 



(203) 324-4305 
P M EINSTEIN 
20 FOREST ST 
STAMFORD CT 



06901 



(203) 322-9268 
MR ROBERT M EINSTEIN 
189 TURNER RD 
STAMFORD CT 06905 



D J EINSTEIN 
R1 BX 107A 
MIDDLETOWN DE 19709 



I 






(202) 234-3033 

LAURA EINSTEIN 

1841 KALORAMA RD NW 3 

WASHINGTON DC 20009 



(202) 363-2062 
MR NORMAN EINSTEIN 
3628 JENIFER ST NW 
WASHINGTON DC 20015 



MR ROBERT F EINSTEIN 
2312 HUTCHINSON AV 
LEESBURG FL 32748 



(305) 456-0081 
MR BERNARD EINSTEIN 
600 PARKVIEW DR 
HALLANDALE FL 33009 



r 



■MU-.-^ 



i'l 



(305) 456-0297 
MR FRITZ EINSTEIN 
500 THREE ISLAND BL 
HALLANDALE FL 33009 



(305) 922-1437 

A EINSTEIN 

3111 N OCEAN DR 

HOLLYWOOD FL 33019 



(305) 454-1756 
MR ALBERT E EINSTEIN 
3800 S OCEAN DR 
HOLLYWOOD FL 33019 



(305) 920-2171 
MR BERNARD EINSTEIN 
1939 HARRISON ST 
HOLLYWOOD FL 33020 



(305) 989-8117 
MR PAUL EINSTEIN 
2200 PARK LN 
HOLLYWOOD FL 33021 



(305) 972-4032 
MR IRVING EINSTEIN 
4302 MARTINIQUE CIR 
POMPANO BEACH FL 33066 



(305) 758-2540 
HELEN EINSTEIN 
5100 NE 2ND AV 
MIAMI FL 33137 



(305) 534-1259 
MR IRVING EINSTEIN 
1900 LIBERTY AV 
MIAMI FL 33139 



(305) 865-3933 
MR ROBERT R EINSTEIN 
7517 W TREASURE DR 
MIAMI FL 33141 



(305) 661-8103 
MR PAUL EINSTEIN 
7451 SW 74TH CT 
MIAMI FL 33143 



1305) 932-2734 
MR FRED EINSTEIN 
17620 ATLANTIC BL 517 
MIAMI FL 33160 



1305) 947-7482 
MR MORRIS EINSTEIN 
1351 NE 183RD ST 
MIAMI FL 33179 



(305) 893-0755 
MR BRIAN EINSTEIN 
2042 NE 120TH RD 
MIAMI FL 33181 



(305) 845-6673 
IRENE D EINSTEIN 
1652 40TH ST 
W PALM BEACH FL 



33407 



MS BELLA EINSTEIN 

K278 ANDOVER APTS 

W PALM BEACH FL 33409 



(305) 272-4412 
MR JOSEPH EINSTEIN 
952 29TH AV NW C 
DELRAY BEACH FL 33445 



I 



MS LISA R EINSTEIN 
3827 PINE CONE CIR 
CLEARWATER FL 33520 



(813) 822-7604 

MR RAY H EINSTEIN 

340 BEACH DR NE 

ST PETERSBURG FL 33701 



(813) 343-5789 
MR JOEL EINSTEIN 
1230 80TH ST S 
ST PETERSBURG FL 



33707 



(813) 345-2416 
MR SAM EINSTEIN 
6348 41ST AV N 
ST PETERSBURG FL 



33709 



imrataa 



II 



(813) 995-2197 
MR JOHN L EINSTEIN JR 
4107 ORANGE GROVE BL 
FORT MYERS FL 33903 



<404) 993-8046 
MR PHIL EINSTEIN 
1733 ELLENWOOD CIR 
ROSWELL GA 30075 



(404) 993-1481 

H EINSTEIN 

9745 NORTHPOND DR 

ROSWELL GA 30076 



(912) 285-1230 
GLORIA EINSTEIN 
1302 JASMINE CIR 
WAYCROSS GA 31501 






MS VIVIAN M EINSTEIN 
3625 BERNAY DR 
NORTHBROOK IL 60062 



MS VIVIAN M EINSTEIN 
1949 HIGHLAND AV 
NORTHBROOK IL 60062 



(312) 676-4735 
MR JOSEPH S EINSTEIN 
10100 PEACH PKWY 
SKOKIE IL 60076 



(312) 966-4458 
MR SEYMOUR EINSTEIN 
9415 LINDER ST 
SKOKIE IL 60077 



(312) 664-3667 
MR ALFRED C EINSTEIN 
50 E BELLEVUE PL 
CHICAGO IL 60611 



(312) 274-9052 

P EINSTEIN 

6800 N CALIFORNIA AV 

CHICAGO IL 60645 



JtfU. 



(I 



(317) 872-3148 

L R EINSTEIN 

8263 HARCOURT RD 

INDIANAPOLIS IN 46260 



(219) 483-6002 

MR KENNETH S EINSTEIN 

2130 HOBSON RO 

FORT WAYNE IN 46805 



(219) 485-9590 

MR KURT A EINSTEIN 

5224 DIAL DR 

FORT WAYNE IN 46815 



(317) 474-0138 
MR MARK EINSTEIN 
2424 YUMA DR 
LAFAYETTE IN 47905 



(515) 961-2100 
MR JOSEPH V EINSTEIN 
411 E IST AV 
INDIANOLA lA 50125 



(913) 843-4990 
MR ROBERT E EINSTEIN 
2115 LOUISIANA ST 
LAWRENCE KS 66044 



I 



MR STEVEN R EINSTEIN 
16 HIGHLAND AV 
OGUNQUIT ME 03907 



MS ANN EINSTEIN 
R1 BX 456 
BELFAST ME 04915 



(301) 937-3847 
MR THEODORE L EINSTEIN 
4606 BRANDON LN 
BELTSVILLE MD 20705 



(301) 652-9100 
MR MARK EINSTEIN 
4520 EAST WEST HWY 
BETHESDA MD 20814 



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MMiM 



mm 



m^M 



H 



(301) 652-6364 
MR MARK J EINSTEIN 
5016 MOORLAND LN 
BETHESDA MD 20814 



<301) 530-8856 
MR RENA E EINSTEIN 
6516 DEMOCRACY BL 
BETHESDA MD 20817 



(301) 469-5971 
MR DAVID D EINSTEIN 
8608 MELWOOD RD 
BETHESDA MD 20817 



(301) 385-2338 
MR EDWIN K EINSTEIN 
8 E PLEASANT ST 
BALTIMORE MD 21202 



(301) 825-5190 

MS ROSAMOND C EINSTEIN 
15 ACORN CIR 301 
BALTIMORE MD 21204 



(301) 653-1887 
MS DEVERA I EINSTEIN 
7213 VALLEY CNTRY CT B3 
BALTIMORE MD 21208 



(301) 467-9353 
MR GORDON R EINSTEIN 
110 W UNIVERSITY PKWY 
BALTIMORE MD 21210 



(301) 243-6974 
MR ALBERT B EINSTEIN 
230 HOMEWOOD TER 
BALTIMORE MD 21218 



(301) 358-2246 
MR LARRY S EINSTEIN 
3125 BANCROFT RD 
BALTIMORE MD 21215 



(301) 235-7044 
MRS CARL EINSTEIN 
3501 ST PAUL ST 
BALTIMORE MD 21218 



(301) 694-0838 

M EINSTEIN 

788 CROMWELL CT 

FREOERICK MD 21701 



(301) 795-6950 
MR PAUL EINSTEIN 
6633 RIDGE RD 
SYKESVILLE MD 21784 



(301) 546-9247 
MR JAKE EINSTEIN 
E RAINER DR 
PARSONSBURG MD 



21849 



(617) 470-2496 

G W EINSTEIN 

51 RED SPRING RD 

ANDOVER MA 01810 



MR KENNETH EINSTEIN 
6 FOX HOLLOW LN 
SHARON MA 02067 



(617) 277-2135 
DR PETER EINSTEIN 
835 HUNTINGTON AV 
BOSTON MA 02115 



(617) 254-7969 
MR OSCAR EINSTEIN 
55 COLBORNE RD 
6RIGHT0N MA 02135 



(617) 492-7988 
J EINSTEIN 
47 OXFORD ST 
CAMBRIDGE MA 



02138 



(617) 891-1824 
C EINSTEIN 
144 MOODY ST 
WALTHAM MA 



02154 



(617) 332-1821 

MR LEONARD EINSTEIN 

63 BURDEAN RD 

NEVyn"ON CENTER MA 02159 



(617) 244-9064 

MR ABRAHAM J EINSTEIN 

20 VILLAGE CIR 

NEWTON CENTER MA 02159 



(617) 773-2600 
DR KENNETH EINSTEIN 
21 SCHOOL ST 
QUINCY MA 02169 



MR THOMAS H EINSTEIN 
102 BURLINGTON ST 
LEXINGTON MA 02173 



(617) 862-6321 
MS ELLEN B EINSTEIN 
207 WOOD ST 
LEXINGTON MA 02173 



i 



(617) 484-9541 

MR HERBERT H EINSTEIN 

11 OAK AV 

BELMONT MA 02178 



(617) 237-3995 
MR WALTER B EINSTEIN 
59 WESTGATE RD 
WELLESLEY MA 02181 



(617) 947-8153 
MR JOSEPH T EINSTEIN 
55 EVERETT ST 
MIDDLEBORO MA 02346 



MS CHERYL EINSTEIN 
182 WAREHAM ST 
MIDDLEBORO MA 02346 



(617) 947-6420 
MR CHARLES J EINSTEIN 
243 WAREHAM ST 
MIDDLEBORO MA 02346 



MS LINDA S EINSTEIN 
760 WAREHAM ST R4 
MIDDLEBORO MA 02346 



MR JOSEPH V EINSTEIN JR 
1847 WAREHAM ST R4 
MIODLEBORO MA 02346 



MS HELEN E EINSTEIN 

36 PARKER TER 

NORTH EASTON MA 02356 



i 



(313) 645-9010 
MR ALLEN M EINSTEIN 
1888 S BATES ST 
BIRMINGHAM MI 48009 



(313) 642-0999 
MR DAVID EINSTEIN 
20070 OLD COACH RD 
BIRMINGHAM MI 48010 



(313) 547-1362 
MS CAROL J EINSTEIN 
10075 BORGMAN ST 
ROYAL OAK MI 48070 



(313) 761-4234 
MRS H C EINSTEIN 
2025 COMMERCE DR 
ANN ARBOR MI 48103 



I 



(313) 259-7475 
MR DAVID J EINSTEIN 
1440 GRATIOT ST 
DETROIT MI 48207 



(313) 881-7687 
M K EINSTEIN 
4800 CADIEUX RD 
DETROIT MI 48224 



(314) 469-3889 
MR JOHN EINSTEIN 
309 SAN ANGELO DR 
CHESTERFIELD MO 63017 



(402) 553-6317 
MR RICHARD K EINSTEIN 
6248 CALIFORNIA ST 
OMAHA NE 68132 



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•| 



(201) 299-0933 
MR SANOOR EINSTEIN 
432 PINE ST 
BOONTON NJ 07005 



(201) 675-4090 
V EINSTEIN 
676 PARK AV 
EAST ORANGE NJ 



07017 



(201) 736-3653 
F EINSTEIN 
7 HOOVER AV 
ORANGE NJ 07052 



(201) 757-3253 
MR BLAIR EINSTEIN 
1003 PUTNAM AV 
PLAINFIELD NJ 07060 



(201) 233-3999 
MR CHARLES EINSTEIN 
5 PICTON ST 
RAHWAY NJ 07066 



(201) 379-6906 
MR HARRY EINSTEIN 
25 MIDVALE DR 
SPRINGFIELD NJ 07081 



(201) 233-4850 

E EINSTEIN 

1416 CHAPEL HL RD 

WESTFIELD NJ 07092 



(201) 694-8613 
MR KARL H EINSTEIN 
4 STIRLING LN 
WAYNE NJ 0747Ö 



(201) 274-3695 
B EINSTEIN 
35 E 40TH ST 
PATERSON NJ 



07514 



(201) 384-2183 

G EINSTEIN 

106 ROOSEVELT AV 

BERGENFIELD NJ 07621 



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(201) 567-5551 
MR CHARLES EINSTEIN 
78 W HUDSON AV 
ENGLEWOOD NJ 07631 



(201) 664-3258 

J P EINSTEIN 

27 PROSPECT AV 

WESTWOOD NJ 07675 



(201) 391-5676 
MR RALPH G EINSTEIN 
52 WOODLAND DR 
WESTWOOD NJ 07675 



(201) 536-6293 
MR CLEMENS EINSTEIN 
30 MEADOW GRN CIR F 
ENGLISHTOWN NJ 07726 



(609) 779-7592 

F K EINSTEIN 

522 STUYVESANT APT 

CHERRY HILL NJ 08002 



(609) 546-2919 
MR MARK EINSTEIN 
217 WHITE HORSE PKE B 
HADDON HTS NJ 08035 



(609) 848-5175 
J T EINSTEIN JR 
121 MOORE ST 
WOODBURY HTS NJ 



08097 



(609) 884-2659 
MR JOSEPH EINSTEIN 
1408 TEXAS AV 
CAPE MAY NJ 08204 



(609) 697-2752 
L EINSTEIN 
FRANKLIN AVE 
NEWFIELD NJ 08344 



(609) 692-9106 
B EINSTEIN 
1029 E PARK AV 
VINELAND NJ 08360 



(609) 696-3383 
M J EINSTEIN 
3160 SWAN DR 
VINELAND NJ 08360 



<609) 655-0249 

I EINSTEIN 

67 ESSEX RD C 

CRANBURY NJ 08512 



(609) 448-7265 
MR SOLOMON EINSTEIN 
2 BENNINGTON DR 
HIGHTSTOWN NJ 08520 



(201) 920-0141 
BETTY EINSTEIN 
1208 SHETLAND DR C 
LAKEWOOD NJ 08701 



(201) 782-7547 
MR SAMUEL M EINSTEIN 
OAK GROVE R6 
FLEMINGTON NJ 08822 



(201) 297-4103 
R EINSTEIN 
96 KENDALL RD 
KENDALL PARK NJ 



08824 



(212) 228-7059 
MR MILTON EINSTEIN 
72 COLUMBIA ST 
NEW YORK NY 10002 



(212) 982-2049 
MRS GERT EINSTEIN 
477 F D ROOSEVLT DR 
NEW YORK NY 10002 



(212) 924-6807 
J C EINSTEIN 
23 E 11TH ST 
NEW YORK NY 



10003 



(212) 677-0734 

MR BARRY EINSTEIN 

60 W 8TH ST 

NEW YORK NY 10011 



j 



i 



mm 



(212) 989-1615 
MR PETER EINSTEIN 
765 GREENWICH ST 
NEW YORK NY 10014 



(212) 737-6245 

MR PETER L EINSTEIN 

136 E 76TH ST 

NEW YORK NY 10021 



(212) 988-3874 
P EINSTEIN 
370 E 76TH ST 
NEW YORK NY 10021 



(212) 988-8220 

MR HERBERT EINSTEIN 

150 E 77TH ST 

NEW YORK NY 10021 



(212) 980-3093 
MR KURT EINSTEIN 
415 E 52ND ST 
NEW YORK NY 10022 



(212) 724-6025 

MR HERMAN R EINSTEIN 

164 W 79TH ST 

NEW YORK NY 10024 



(212) 222-1242 
MR KENNETH EINSTEIN 
855 WEST END AV 5B 
NEW YORK NY 10025 



(212) 749-3015 

MRS HANSI EINSTEIN 

50 W 97TH ST 

NEW YORK NY 10025 



i 



I 



(212) 666-9727 

r EINSTEIN 

120 W 97TH ST 

NEW YORK NY 10025 



(212) 666-0023 
MR DAVID EINSTEIN 
233 W 99TH ST 
NEW YORK NY 10025 



r 



(212) 737-8428 
MR THOMAS EINSTEIN 
75 EAST END AV 
NEW YORK NY 10028 



(212) 568-5822 
MR BRUNO EINSTEIN 
386 FT WASHINGTN AV 
NEW YORK NY 10033 



(212) 927-3513 
MR GUS EINSTEIN 
100 O VERLOOK TER 
NEW YORK NY 10040 



(212) 220-2534 
MR LEE EINSTEIN 
2405 SOUTHERN BL 
BRONX NY 10458 



(212) 733-2303 
REV E EINSTEIN 
2820 MORRIS AV 
BRONX NY 10468 



(212) 671-5070 
MR HARRY EINSTEIN 
120-05 DREISER LOOP 
BRONX NY 10475 



i 



(914) 238-5327 
MR JOSEPH H EINSTEIN 
630 KING ST 
CHAPPAQUA NY 10514 



MS ROSE A EINSTEIN 
22 OX RIDGE RD 
ELMSFORD NY 10523 



MR ARTHUR W EINSTEIN JR 
121 CANTITOE RD R1 
KATONAH NY 10536 



(914) 941-0753 
J EINSTEIN 
907 PALMER AV 
MAMARONECK NY 



10543 



(914) 352-7980 
MR MICHAEL EINSTEIN 
26 MONSEY BL 
MONSEY NY 10952 



(914) 356-3740 
MR MORRIS EINSTEIN 
1 SUTTON PL 
MONSEY NY 10952 



(914) 356-8786 

MR RICHARD EINSTEIN 

110 UNION RD 

SPRING VALLEY NY 10977 



(212) 343-5244 

MR ALWINE EINSTEIN 

271-11 76TH AV 

NEW HYDE PARK NY 11040 



(212) 855-2607 
MR WILLIAM EINSTEIN 
36 CLARK ST 
BROOKLYN NY 11201 



MR LOUIS EINSTEIN 

BX 683 

BROOKLYN NY 11202 



(212) 338-7736 
MR ARTHUR EINSTEIN 
1243 E 24TH ST 
BROOKLYN NY 11210 



(212) 387-9305 
MR LOUIS EINSTEIN 
134 BROADWAY ST 
BROOKLYN NY 11211 



(212) 998-6924 
MR ISIDORE EINSTEIN 
1836 E 18TH ST 
BROOKLYN NY 11229 



(212) 258-3679 
MR MORRIS EINSTEIN 
1535 OCEAN AV 
BROOKLYN NY 11230 



I 



(' 



(212) 253-2342 
MR MAX EINSTEIN 
4011 KINGS HWY 
BROOKLYN NY 11234 



(212) 251-7782 
MURIEL EINSTEIN 
1002 E 53RD ST 
BROOKLYN NY 11234 



(212) 263-9749 
M EINSTEIN 
144-31 70TH AV 
FLUSHING NY 11367 



(212) 261-2907 
MR MORRIS EINSTEIN 
147-08 72ND RD 
FLUSHING NY 11367 



(212) 261-0070 
EILEEN EINSTEIN 
73-07 153RD ST 
FLUSHING NY 11367 



(212) 426-3669 
MR SAM EINSTEIN 
32-22 92ND ST 
FLUSHING NY 11369 



(212) 897-4828 
A J EINSTEIN 
631-28 FITCHETT ST 
FLUSHING NY 11374 



(212) 263-0828 
MR HARRY EINSTEIN 
111-09 76TH RD 
FLUSHING NY 11375 



(212) 523-8667 
MR ALBERT I EINSTEIN 
170-25 HIGHLAND AV 
JAMAICA NY 11432 



(212) 847-9778 
MR HARVEY EINSTEIN 
84-01 MAIN ST 
JAMAICA NY 11435 



.*».«MrfMu^in*iti 



^Adii 



(516) 432-5259 
MR DENNIS EINSTEIN 
48 CALIFORNIA ST 
LONG BEACH NY 11561 



(516) 694-9216 

MR STEPHEN EINSTEIN 

26 DUANE ST 

FARM INGO ALE NY 11735 



(516) 585-7929 
MR ROBERT EINSTEIN 
8 DOUGHBETH CT 
HOLBROOK NY 11741 



MS PAULINE EINSTEIN 
109 EAST DR 
MASSAPEQUA NY 11758 



MS ELAINE EINSTEIN 
249 FAIRHAVEN BL 
WOODBURY NY 11797 



(518) 793-7906 
MR STEPHEN EINSTEIN 
40 HUNTER ST A 
GLENS FALLS NY 12801 



(315) 455-6974 
MR MAX EINSTEIN 
405 KENWICK DR 
SYRACUSE NY 13208 



(315) 735-8753 
MR ROBERT W EINSTEIN 
303 WINCHESTER DR 
NEW HARTFORD NY 13413 



(315) 735-7176 
G L EINSTEIN 
417 BLEECKER ST 
UTICA NY 13501 



MR DONALD EINSTEIN 
116 MARTHA RD 
BINGHAMTON NY 13903 



MR RICHARD G EINSTEIN 
4659 ECKHARDT RD Rl 
EDEN NY 14057 



(716) 679-9434 
MR DAVID P EINSTEIN 
400 W MAIN ST 
FREDONIA NY 14063 



(716) 648-7127 
MR ROBERT D EINSTEIN 
63 BLAKE LN 
HAMBURG NY 14075 



(716) 282-2096 
MR PAUL H EINSTEIN 
1125 HAEBERLE AV 
NIAGARA FALLS NY 14301 



(315) 789-3373 

MR ROBERT S EINSTEIN III 

34 OAK ST 

GENEVA NY 14456 



(607) 272-2552 
MR WALTER O EINSTEIN 
123 RENWICK DR 
ITHACA NY 14850 



(607) 257-7330 
MR DAVID S EINSTEIN 
2250 N TRIPHAMMER RD 
ITHACA NY 14850 



(919) 723-9788 
A B EINSTEIN 
100 S SPRUCE ST 
WINSTON SALEM NC 



27101 



(919) 768-6817 

MR JAMES L EINSTEIN 

355 LYNN AV 

WINSTON SALEM NC 27104 



(919) 723-6176 
MR FRED M EINSTEIN JR 
2881 MONTICELLO DR 
WINSTON SALEM NC 27106 



'I 



(919) 768-7463 
MR FREDDY E EINSTEIN 
1914 OAKLAND DR 
WINSTON SALEM NC 27106 



<919) 288-4190 
MR THOMAS L EINSTEIN 
2906 FAIRFIELD AV 
GREENSBORO NC 27408 



<216) 382-3540 
MRS ALFRED EINSTEIN 
3925 E ANTISDALE AV 
CLEVELAND OH 44118 



(216) 932-2207 
MR CARL P EINSTEIN 
2583 MILTON RD 
CLEVELAND OH 44118 



(216) 932-9555 
MR CARL P EINSTEIN 
2245 WARRENSVL CR RD 
CLEVELAND OH 44118 



(216) 283-5388 
MS JEAN M EINSTEIN 
15725 VAN AKEN BL 
CLEVELAND OH 44120 



(216) 831-2334 
MR LOUIS J EINSTEIN 
26561 ANNESLEY RD 
CLEVELAND OH 44122 



(216) 831-8722 
MR MILTON K EINSTEIN JR 
23305 CHAGRIN BL 
CLEVELAND OH 44122 



(216) 921-8973 
MR CLAUDE M EINSTEIN 
18019 FERNWAY RD 
CLEVELAND OH 44122 



(216) 921-8983 
MR GLEE S EINSTEIN 
3290 WARRENSVL CR RD 
CLEVELAND OH 44122 



(216) 442-1258 
MRS ARLENE EINSTEIN 
200 CHATHAM WY 
CLEVELAND OH 44124 



(216) 442-6272 
MR PAUL D EINSTEIN 
1689 HAWTHORNE DR 
CLEVELAND OH 44124 



(216) 744-0613 
LOUISE H EINSTEIN 
167 UPLAND AV 
YOUNGSTOWN OH 44505 



(216) 782-3944 
MR ARTHUR EINSTEIN 
4890 GLENWOOD AV 
YOUNGSTOWN OH 44512 



(216) 456-2746 
MR WALTER EINSTEIN 
3126 GLEN PL NW 
CANTON OH 44708 



(216) 452-8054 

M EINSTEIN 

3115 W TUSCARAWAS ST 

CANTON OH 44708 



(412) 571-1805 
MR EDWARD EINSTEIN 
2951 ESPY AV 
PITTSBURGH PA 15216 



(412) 421-7065 
MR ROBERT G EINSTEIN 
2715 MURRAY AV 
PITTSBURGH PA 15217 



(717) 249-4816 
MRS ROBERT S EINSTEIN 
60 N EAST ST 
CARLISLE PA 17013 



(717) 249-6003 
MR PETER K EINSTEIN 
138 ELM ST 
CARLISLE PA 17013 



(717) 243-7902 
MR ROBERT S EINSTEIN JR 
129 W POMFRET ST 
CARLISLE PA 17013 



(215) 345-5181 
MR HAROLD S EINSTEIN 
331 DORSET CT 
DOYLESTOWN PA 18901 



(215) 642-2167 
J EINSTEIN 
105 GLENN RD 
ARDMORE PA 19003 



(215) 667-7388 
MR ALAN J EINSTEIN 
1209 SANDRINGHAM RO 
BALA CYNWYD PA 19004 



j 



(215) 667-4111 
MR DAVID B EINSTEIN 
229 ARDLEIGH RD 
NARBERTH PA 19072 



(215) 627-3737 
MR DAVID B EINSTEIN 
1017 RACE ST 
PHILADELPHIA PA 19107 



i 

I 



(215) 732-1235 
G EINSTEIN 
1326 SPRUCE ST 
PHILADELPHIA PA 



19107 



(215) 233-2237 
S H EINSTEIN 
802 PRESTON RD 
PHILADELPHIA PA 



19118 



(215) 473-6506 
F EINSTEIN 
3900 CITY AV 
PHILADELPHIA PA 



19131 



(215) 289-3096 
K EINSTEIN 
6020 ALMA ST 
PHILADELPHIA PA 



19149 



(215) 331-1655 
M EINSTEIN 
2324 BENSON AV 
PHILADELPHIA PA 



19152 



(215) 444-5747 
MR LEWIS D EINSTEIN 
OLD LINE RD R1 
KENNETT SQ PA 19348 



j 



(215) 869-8659 

MR RICHARD S EINSTEIN 

RR 896 

NEW LONDON PA 19360 



(215) 869-3356 

MR THOMAS S EINSTEIN 

STATE RD 

NEW LONDON PA 19360 



(215) 932-5013 

MR BRUCE S EINSTEIN 

RR 3 

OXFORD PA 19363 



(401) 884-0436 
MS CECELIA E EINSTEIN 
777 COWESETT RD A30 
WARWICK Rl 02886 



1 

I 

t 



(401) 353-5475 
MR ERIC EINSTEIN 
7 DOUGLAS TER 
PROVIDENCE Rl 02904 



(401) 421-1144 
MR ARTHUR EINSTEIN 
349 MORRIS AV 
PROVIDENCE Rl 02906 



MR MORRIS G EINSTEIN JR 
11 WAVERLY ST 
PROVIDENCE Rl 02907 



MR GILLES EINSTEIN 
112 BEXHILL CT R9 
GREENVILLE SC 29609 



(803) 244-1976 
MR NATHAN A EINSTEIN 
312 CHANTILLY DR 
GREENVILLE SC 29615 



(615) 292-2510 
MR FRANK EINSTEIN 
4306 NEBRASKA AV 
NASHVILLE TN 37209 



MS VIOLA EINSTEIN 
R8 BX 271 
MORRISTOWN TN 37814 



(615) 483-4175 
MR RALPH EINSTEIN 
100 E IRVING LN 
OAK RIDGE TN 37830 



(214) 931-2057 
J K EINSTEIN 
16651 ADDISON RD 
DALLAS TX 75248 



(713) 451-2833 
A M EINSTEIN 
13307 GRANADA ST 
HOUSTON TX 77015 



(512) 442-3266 
MR MORRIS G EINSTEIN 
2301 HARWICK DR 
AUSTIN TX 78745 



(512) 467-8282 
MR EDWIN F EINSTEIN 
4303 DUVAL ST 202 
AUSTIN TX 78751 



(915) 533-4596 
MR ISRAEL EINSTEIN 
1600 N CAMPBELL ST 
EL PASO TX 79902 



MS RUTH EINSTEIN 
R1 BX 180 
WORCESTER VT 05682 



h 



(703) 451-0206 
MR CHARLES B EINSTEIN 
7213 CALAMO ST 
SPRINGFIELD VA 22150 



<703) 323-5708 
ROBIN EINSTEIN 
8314 UXBRIDGE CT 
SPRINGFIELD VA 22151 



(703) 938-3411 
DR NORMAN Z EINSTEIN 
410 W MAPLE AV 
VIENNA VA 22180 



(703) 888-3282 

MR JACK W EINSTEIN 

CROSS JCT VA 22625 



(703) 869-2055 
R T EINSTEIN 

STEPHENS CITY VA 22655 



(703) 459-4944 
MR ROBERT A EINSTEIN 
409 S EAGLE ST 
WOODSTOCK VA 22664 



(703) 984-9329 
MR STAN EINSTEIN 
RR 2 
EDINBURG VA 22824 



(703) 639-6025 
JEAN B EINSTEIN 
900 GILBERT ST 
RADFORD VA 24141 



(703) 639-0847 
I W EINSTEIN 
1612 PICKETT ST 
RADFORD VA 24141 



(206) 232-2678 
MARGERY A EINSTEIN 
6870 W MERCER WY 
MERCER ISLAND Vy/A 98040 



(304) 697-4442 
MR JOHN EINSTEIN 
519 11TH AV 
HUNTINGTON WV 25701 



I 



i 






AI ^9^\ 



g/z\ 



J^ 



ryf ^\y^0( \/\ ^ C.o[(, \ £\A^;yt-Cf^töi-i 



L 



OL ,\ 



H>te'«re HöMJ 



M W-^ 




jjkn ^€r^may^/^ 





ecT^ofv 




'2i 



JEWISH EMIGRATION FROM WÜRTTEMBERG (1848-1855) 



253 



APPENDIX I 



RECORDS OF JEWISH EMIGRATION FROM WÜRTTEMBERG (1848-1855) 



1848 



Name [and Age] 


Reiidenoe 


OooupatioD 


Family SUtui 


AiMta 


Renaon for 

Miio-ating and 

Remarica 


Amsoll, Gutrath [27| 


CregUngen 




1. 


125 fl. 


aettling 


Bernhkiiiek. Maicr 


JebenhauaeD 


tradesman 


JÖTTLE, widoW of 

Simon Rothscrilo 
(w.) and 5 ohil- 
dren: 2 m. from 
hii fint marmge, 
1 m. from hia seo- 
ond marriace, 2 
(1 m., 1 f.] from 
tba firtt m&rriace 
of bia w. (Roth- 
■child) 




aettliog 


DkTTELB ACHER, PaULINB 


JebonhauseD 




i. 


— — 


aettling 


Heii-mronner, Tueresc 
(daiiKhter of Lazarus 

ilEILKHUNNUK) [33] 


Buchau 




1. 




iervice 


JuUd, FlBDBL [38] 


BaiflioKea 


carpenter 






aettling 


Josse, Friedeuika 


Steinbacb 




1. 




marriage 


Lkvi, Malchc [30] 


Freudeutal 




•. 




aettling 


Michael, Fany [27] 


Baisingen 








aettling 


Mirareau, Isac 


OlnhauMD 


soap-boiler 


witb w. 


300 fl. 


aettling 


OtTBNHEIMER. UlRäCH 


Jebenhauiea 


tradosman 


Clara (w.) and 
6 children (3 f. 
2 m.) 




aettling 


ÖCUNATZ, I3IDOR 


BiDiwaogPO 


carpenter 


witb w. and 4 
children 


750 fl. 


aettling 

• 


Stern, Rö3lk 

(daughter of the cattle 
dealcr, Aauün Stern) 


Lehrenateinfeld 






50 fl.-l-travelliQg 
money 


aettling 


8t HA US«, Karoline 
(duuKlit«r of Marx 
STRAirss) [24] 


Baisiogen 








aettling 


WoLr. SUSSEL 
(dauKhter of the 
cburch-wurden Wolf) 


Freudeotal 




1. 


100 fl. 


aettling 



1849 



Arnold, Josee Aron [53] 


Jebenbauaen 


tr&dcaman 


Deifelb (w.) [46] 
and 4 children (f. 
6. m. 11. f. 15. f. 
18) 


2.000 fl. 


aettUng 


BiKART. MeTHILDI 


Rexingen 




a. 


400 fl. 


bopea to eatahliah 
a better existenoe 


BiKART, SaLOMON 


Rexingen 


maatcr carpenter 


witbout children 


1,400 fl. 


better existenoe 


Eppstein, Jlxius 


Rexingen 




8. 


700 fl. 


aettUng 



II 



254 



$ 



AMERICAN JEWISH HISTORICAL SOCIETY 

1849 {Continued) 



t 



Name [and Age] 


RetideoM 


Oeeupfttion 


Family SUtus 


ASMtl 


Reason for 

Mifmtinff and 

Remarks 


FUXBXIMKR, AbKABAM 


Jebeobausen 


tradesman 


Rikkele, nie 
Ulrich (w.) [521 
and 2 children (f. 
9. m. 17) 


2.000 fl. 


■ettlins 


GcTiuNN, Abraham 
(son of cattle-dealer 

JUL. GOTMANN) 


G«rabroan 




i. 


175 fl. 


settlinc 


Lanoauir, Salomon 


Gerabronn 


trade-apprentiea 


■. 


100 fl.+passage 
eoet 


settUng 


Linda üKR, Jette 
(widow of Wolf Lin- 
da uer, n6e Arnold) 
(421 


Jebenhausen 




widow and 4 chil- 
dren (f. 8. f. 10. 
m. 13, f. 17) 


2,000 fl.+pas- 
sacecoet 


•ettling 


Nkuhann. August [20] 


Knochendorf 




1. 


200 fl. 


at the BUKRestioQ 
of hi« l>rother-in- 
law in North Amer- 
ica 


NÖRDLINQER, ISAK 


Pflaumloch 


merchaut 


i. 


not known 


■ettling 


RoSENfELD, FeISEL 

(«cO (öll 


Jebenhausen 


tradesman 


with w. and 4 chil- 
dren (f. 12. f. 15, 
m. 19, m. 20) 


1,600 fl.+pai- 
sage cost 


■ettling 


Rosenthal's, Abraham 
9 children: 
Babeth (231 
Sophie (221 
Luise (191 
ISAK (18] 
Lazarus f 16] 
Marx (141 
Berta (12] 
Theresia flOl 
Helene (7] 


Laupheim 


• 




600 fl. 


settling: Abraham 
rgsenthal ha« es- 
caped to North 
America in the 
previous year 
[1848]. 


ßONTHEIMER. JaCOB 

(bod of the widow 
Fratel Sontheimer) 


Weikertheim 


baker 


f. 




■ettling 


Stern, Saml-cl 


Gerabronn 




i. 


100 fl.-l-pn«Bage 
cost 


■ettling 


Straüss, Lämmlein 


Wietenbach 


trade-apprentio« 


i. 


200 culden 


— 


Weiss, Samuel 


Hechtberc 


btker 

« 




400 fl. 


akvady in NoKh 
America [Philadel- 
phia] and waot« to 
marry there. 



1850 



Bloch, Maikb 


Mühringen 


journeyman cutler 


1. 


152 fl. 


hopei to establish 
a betler existence 


Blüm. Jakob Josef 


Aufhausen 




with w. and 2 chil- 
dren (1. 4) 


800 fl. 


■ettling 


Elunger, Abraham [20] 


Pflaumloch 


weaver 


■. 


2.')0fl.travelling 
expenses 


settling, to seek 
better existence 


Feldenhsimeb, 
Abiubam 


HengstfeU 


■addier 


1. 


150 fl. 


improvement of his 
coodilion. 



fl 






JEWISH EMIGRATION FROM WÜRTTEMBERG (1848-1855) 255 



1850 (Cantinued) 



% 



Name [and Afe] 


Reddenoe 


Ooeupation 


Family Statui 


AiMta 


Reaaon for 

Miioiiting and 

Remarka 


QRONAncR, Abraham 


Eacbenau 


quarryman 


a. 


traTriliuf 
exDenaes only 


already in America 


Gütmann. Isak [17HJ 


Kochendorf 




i. 


150 fl. 


at tbe fuggeation of 
hia aister in New 
York. 


Gutmann, Samukl 


Oberdorf 




•. 




aettling 


Uknlx, Balomon [20] 


Oberdorf 


trade-joumeyman 




1,000 fl. 


aettling (dfatina- 
tion: New York), 
to aeek better exia- 
tence. 


HiRSCHRKIMER, Löw [36] 


Lehrenateiofeld 


tradeunau 


with w. and 7 chil- 
dren and bii 
mother Hiedel 
Hirschheimer [70] 


4,000 fl. 


aettling 


Jandorf, RuriN 


Henotfeld 


shoemaker 


s. 


150 fl. 


improvement of hia 
condition. 


Kahn, Abraham 


Niedere tettcn 




t. 


125 fl. 


to leam trade 


Löwinthal, Baruch 


Mühringen 


confect ioner 


•. 


200 fl. 


hope to eetahliab a 
better existence. 


MtzacR, WoLf 


Wachenbach 


butcher 


•. 


73 gülden, 
28 kreuser 


aettling 


Michael, Bernhard 


Baisincen 


mercbant 


with w. and ton 
(16) 


700 fl. 


hopea to eatablish a 
better exiatence. 


OBERDORfER, JbTTE 


Oberdorf 




•. 


150 fl. 


■ettling 


RÖOELOREIMER, HaNS 


Obertcbwandorf 


tradesmao 


Jette, n«e De»* 
aAüER (w.) and 4 
children (f. 10. 
m. 12, m. 18, m. 
10) 


without aoy for- 
tune. the aUte 
exchequer 
granted him 200 
fl. on bcbalf of 
hii emigration 


■ettUng 


ROSENHBIM, MO&U 


JebenhauMn 


mercbant 


•. 


bis fortune of 
1.200 fl. i« «tili 
in Jebeohausen 


■ettling (deetina- 
tion: Zan<«ville, 
Ohio) 


Ro6EN8Tim, Juurt 


Od heim 


tradeamaa 


•. 




ia already in Amer. 
ica 


RoTHflCHiLD, Samuel 


Jebeohauaen 


tradeamaa 


1. 




■ettling (waa in 
America h«fora 
Nov. 23, 1850.) 


Strassbüroer, Mose3 


Hohebach 




1. 




■ettling 


TPALMraKINOER, 

Maier Mose« 


Pfiaumloch 








to atuin a better 
exiilence 


Wkis, Josef 


Hocbberg 


brawer 


f. 


800 fl. 


waa ah^ady In 
America when he 
renouoeed hia 
fonner oitiacnabip. 



n 



256 



AMERICAN JEWISH HISTORICAL SOCIETY 



1851 



Name [and Age] 


Residenoe 


Ocoupation 


Funily SUtia 


AMeti 


Reason for 

Miirating and 

Remarks 


Adlkr, Lehmann 


Buttenhausen 


butcher 


s. 


140 fl. 


better U%-ing 


Altmeier, Low 


Oberdorf 






150 fl. 


•ettlinc 


Beer. 8orlik 


Zal>erfeld 


mercbant 


t. 


120 fl. 


settlinc 


BERNHeiMER, JEANETTE 

(daught^r of Abraham 
Bernreimer) 


Jebenhausen 




•. 


200 fl. 




DsssAUER, Ernestini 


Untertchwandorf 




i. witb 2 cbildren 
(f. 11. m. 15) 


200 fl. 


settling 


EicRnEROER, Samuel 
Theodor 


Mergentbcim 


mcrcbant 


s. 




settlinc 


Einstein, Eveline 


Jebenbausen 




married 


300 fl. 


settling : the bus- 
band bad already 
escaped to America. 


Elkan, Moses 


Micbelbach 


ropemalter 


i. 


175 fl. 


settling 


Feldenreimer, Samson 


Arcbsbofen 


butcber 


f. 


200 fl. 


settling 


Friedenheimer, 
Bernaru 


Lehrenateinsfeld 


brandy and vine- 
gar manufacturer 


witb bis w. 


900 fl. 


settling 


GüTMAN, David 


District of Neres- 
beim 






6.000 fl. 


settling (South 
America) 


GcTMANN, Hess 


District ofNeret- 
beim 




witb 4 relatives 


1.400 fl. 


a better existence 


Hartheimer, Lazarus 


Igensbcim 


witbout profetsioD 


i. 


113 fl. 


settling 


Jandorf, Moses Hatcm 


Hensfltfeld 


cigar maicer 


i. 


125 fl. 


improvement of bis 
coiuiiüou 


Juno, Elias 


Pfiaumlocb 






150 fl. 


settling 


JüNO, Lazarus 


Pflaumlocb 






200 fl. 


settling 


Ledermann. Isak 


Berlicbinien 


8oai>-boiler 


witb w. and 1 cbUd 
(f.) 


800 fl. 


settUof 


Levi, I&aae 


Laudenbacb 


butcher 


8. 


155 fl. 


settling 


Lichtenberg, Helene 

(widow) 


Dörsbacb 




witb 3 cbildrcD (2 
m., 1 f.) 




•ettlinc 


Lindauer, David 
Hirsch 


Jebenhausen 


butcher 


•. 


300 fl. 


to work at his 
occupation 


Marx, Anscrel Marx 


Weikersbelm 


clotbmaker 


witb w. 


unknown 


is ab-eady in Amer- 
ica 


Marx, Daniel and 
Delzel 


Baisingen 




boths. 


2,000 fl. 


establishing a bet- 
ter existence 


Marx, Mordochai 


Hohebach 




i. 




settlinc 


Neuburoer, David (171 
and bis sister, 
Keoine [21] 








each 150 fl. 
travel-money 
[togetber 300 fl.) 


to seek a better 
existenos 


Nördlinqer, Isak 


Pflaumlocb 








strivinc after a 
better existence. 


Philipp, Fannt 


Baisingen 


— 


1. 


150 fl. 


founding of a bet- 
ter existence 


Ries, Marx 


Micbelbacb a. L. 


0oai>-boiier 


8. 


150 fl. 


settlinc 


Rosenheim, Jettlb 


JebenbauMn 




t. 


1.400 fl. 


marriace 






I 






n 



I 



JEWISH EMIGRATION FROM WÜRTTEMBERG (1848-1855) 

1851 (Continued) 



257 



Name [and Ate] 


R«iideDoe 


OoeupatioB 


Family SUtut 


Aaieti 


Reason for 

MinratinK and 

Reouirks 


RoBBNHKiif, David 


JebenhauMD 




s. 


200 fl. 


to take over Service 


RosRVHiiif, Moritz 
Moses 


Jebenhauseo 


fanner 


witb big w. 


1.000 fl. 


domestic settle- 
ment Meetination 
PbiUdeIpbia) 


STRASSBÜROCIt, MOSU 


Uobebach 






150 fl. 


■ettlinc 


Stracss, Horna 


Markeisheim 


butcher 


1. 


I50fl. 


settUnc 


8TRAU88, SlOyCND 


Wachbaeh 






150 fl. 


settling 


WASftKRMAN, David 


District of Ner«t- 
heim 


butcber 




150 fl. 


settling 


Weil, Isak 


Buttenhauteo 


•boemaker 




160 fl. 


better living 


Wolf, Esther 


Craintal 




t. 


11 fi Kulden 
27 kreuxer 


marriage 



1852 



Adler, Siuon 


Laupbeim 




s. 


125 fl. 


settlintt 


AüOSBUKOER, ISAK 


Unterscbwandorf 




s. 


18 fl. (from tbe 
Community of 
rnterscbwan- 
dorf) 


settling 


Bär, Manabse 


Mulfinicen 


mercbant 


B. 


1.000 fl. 


settling fifl already 
in America) 


Bloch. Miva 

(widow) 


M abringen 




witb 4 cbiklren 


700 fl. 


better existence 


Blüm. Marüm 


Aufbausen 




s. 


130 fl. 


settling 


Fale, Solomon Low 


Brauns bacb 


butcber 


•. 


300 fl. 


settling 


Feloenheimer, JosEr 


Hengstfeld 


shoemaker 


B. 


100 fl. 


settling 


Frane, Abraham 

Moses 


Nordstetten 


retailer 


witb w. and 2 cbil- 
dren 


1.800 fl. 


better existenee 


Frank. Heinrich Moses 


Nordstetten 


Boap-boiler 


witb w, and 4 chil- 
dren 


2.000 fl. 


better existenee 


Fröhlich, Leopold 


Aufbausen 




s. 


130 fl. 


settling 


Gideon, Lina 


Rexingen 




s. 


72fl.(50fl.from 
the Jewisb Com- 
munity. 22 fl. 
from private b- 
dividuais) 


settling 


Gronauer, Louis 


Escbenau 


mecbanic 


•. 


only travel 
money 


settling 


GCOOENKHIMER, SaRA 


Laupbeim 




B. 


130 fl. 


settling 


Gütmann. Abraham 
Hirsch 


Dörsbacb 


merchant 




15.000 fl. 


settling (is ub-eady 
in America) 


Gutmann, Heinrich 


Kocbendorf 


tradesman 


witb w. and 2 
daugbters 


400 fl. 


settling 



fi 



! 



tl 



(;» 



258 



AMERICAN JEWISH HISTORICAL SOCIETY 



1853 {Continued) 



II 



Name [and Age] 


R«iideDoe 


OeeupatioD 


Fanily SUtus 


Assets 


Reason for 

Mlirratinc and 

Remarka 


GCTMANN, JeANCTTI 

(married) 


Oberdorf 




mother of 2 chil- 
children 


600 fl. 


settUng 


GrTMANN, Jonas 


Oberdorf 




s. 


100 fl. 


settling 


GirmANx, Tbekkse 
and Cläri 


Oberdorf 






400 fl. 


aettling 


HEas, David 


Dörsbach 


ihoemaker 


s. 




Bettling 


Hirsch, Gisel 


Niederstetten 




B. 


300 fl. 


improvement of bis 
condition 


HoFHEiiiER, Hirsch 


Laupbeim 




S. 


125 fl. 


to seek his luck 


JaNDORF, PrEIfER 


Henratfeld 


farmer 


s. 


200 fl. 


improvement of his 
condition 


Jn)A, Jettle 


Lehrenateinsfeld 




8. with 2 brothera 


only travel 
expenscB 


Bettling 


Kahn, Aron JroAS 


Freudental 




s. 


150 fl. 


Bettling 


KaTZ, Sa MSDN 


Untertchwandorf 


optician 


B. 


18 fl. from thc 

Community of 
Unterachwandorf 


Bettling 


KcBiTscHEK, Heinrich 


AufhauBen 






120 fl. 


Bettling 


L^ÜCHHEIMKR, HeINKICH 


JelienhauBcn 


merchant 


B. 


400 fl. 


settiinfi; 


Liebmann, Levi 


Jebenhausen 


retired school- 
teacher 


with bis w. 
Rerekila, n^ 
Einstein, and 
4 daughters 


1,000 fl. 


Bettling 


Löwenrero, JosEr 


Hohenbach 


saddltr 


B. 




ifl already in Amer> 
ica 


Marx, Marie and Jakor 


Mührineen 




S. 


300 fl. 


better existence 


Meyer, Maxiwii.un (U) 


CrailBheim 






100 fl. 


Bettling 


Nkühausbr, Julius 


Mübringen 




with w., mother 
and 4 cbildren 


1.100 fl. 


better existence 


Kördlinoer. Jaeob 


Pflaumloch 




s. 


6,000 fl. 


settling 


Nördunoer, Lazarus 


Pflaumloch 




s. 


200 fl. 


Bettling 


RORRRACHER, LeOPOLD 


JebenhauBen 


merchant 


s. 


150 fl. 


settling 


ROSENBEROER, ISAK 


Aldingen 


hsker 


s. 


140 fl. 


Blacknen in his 
occupation 


ROSENBEROER, MANDEL 


Eschenau 


tradesman 


with w. and 3 
cbildren 


only travel 
ezpenseB 


Bettling 


RoSENrELD, BÖBSLS 

(widow) 


Uohebach 




with 1 1 chilaren 
(3 m.. 8 f.) 




settling 


Roben FELD, Marie 


Mühringen 




s. 


140 fl. 


better existence 


RosENHKiM, Ulrich 


Jebenhausen 




s. 


1.000 fl. 


Bettling. is alreadjr 
in America 


Rosknthal, Salomon 


WeikerBheim 


shoemaker 


B. 


100 fl. 


settling 


Rothschild, Herz 


Lehrenateinsfeld 


without occupa- 
tion 


B. 


only travel 
expeuses 


Bettling 


Rothschild, Moses, 
widow of 


Mühringen 




with 2 cbildren 


400 fl. 


bope to estählish 
a better cxistenc« 



'I 



fl 






JEWISH EMIGRATION FROM WÜRTTEMBERG (1848-1855) 

1852 (Continwd) 



259 



Nftine [and Age] 


RcaidtoM 


OoeupatioB 


Famibr BUtui 


AMttl 


Reaaon for 

Miicrating and 

Remarka 


Sänokr, Lina 


Oberdorf 




t. 


150 fl. 


•ettling 


SCHLBSINOBR, NaTHAN 


Untertchwandorf 




f. 


18 fl. from th« 
Community of 
Untertchwandorf 


iettäng 


ScLioMANN, Emmanuel 


Hochberg 




f. 


130 fl. 


better exintence 
(destiaation New 
Yorli) 


Skliomann, Simon 


Hoehberg 


without a profet- 
tion 


f. 


140 fl. 


better exiatence 
(deitination New 
York ; aiready b 
America) 


Stkinharot, Isak 


Olnbauaen 


innkeeper 


witb hifl family. 
3 children (f.) 


2.000 fl. 


■ettling 


Ulm\nn, Arrabam, 
widow of 


Olnhauaeo 




witb 5 children 


500 fl. 


■ettling 


Wkrtheimkr, Samüxi, 
and Immanuel 


Aldiogeo 




i. 


300 gülden 


•lackneat in occu- 
pation 



1853 



Adler, Isac 
(son of the tradeeman 
Bernhard Adler) (181 


Aldingen 


wcaver 




150 fl. 


■ettling 


Arnold, Bernhard 


Jebenhauaen 




■. 


200 fl. 


■ettling 


Bair, Judith 
(widow of Isaac Baer 
wbo died in 1852, nee 
Haüssmann) [521 j 


Buttenhauaen 




with her 7 children 
(f. 14, m. 17, m. 
19. m. 22, f. 24. 
f. 27. m. 29) and 
1 grandchild (f. 3). 


300 fl. 


■ettling: all chil- 
dren witb exception 
of two are ab-eady 
in U. S. A. 


Bamrerger. Louis 

(son of Ar RA RAM 

Bamrbrokr) 


Craiiaheini 


lacemaker 




300 fl. 


■ettling 


Bergreimer, Anna 


Braekenheim 




with ■on 


150 fl. 


•ettling 


BuxRAUM. Joseph 


Emabach 


•oap-boiler 




400 fl. 


■ettling 


ElCHREROXR. MaINDLB 


Hengatfekl 


tradeaman 


with w. and 4 chil- 
dren (m. 23, f. 24, 
f. 25. f. 26) 


300 fl. 


■ettling; 3 children 
are aiready in 
in U. 8. A. 


Friedreroer, Majkr 
Baruch (Bon of the 
tradeaman Baruch 
Friedreroer) [161 


Laupheim 






160 fl. 


■ettUng 


GEISSENDORfCR, 

Johanne 


Kochendorf 




with her ehild 

(m. IH) 


trarel-expensea 


■ettling 


Gideon, JosEf [36] 


Rexingen 




with w. and 1 cbild 


600 fl. 


■ettling 


Gideon, Lippmann [l\)] 


Rexingen 


■boemaker 


■. 


140 fl. 


■ettling 


Gutmann, Simon 


Dörsbach 




■. 




■ettUoR; ifl alreudy 
in U. 8. A. 



II 



I 



*: 



I 



} 






I 






'i 



260 



AMERICAN JEWISH HISTORICAL SOCIETY 
1853 (Continued) 



M 



Nam« [and Ace] 


Rcsidence 


Oocuimtion 


Family SUtus 


Aüeto 


Renton for 

Migrating and 

Remarks 


GcTSMANN, Sigmund [19] 


Dörsbach 




i. 




settling; is already 
in U. 8. A. 


Hkidknheimer, Isao 


Archshofen 




i. 


200 fl. 


settling 


HmscHncLOKR, Aaron 
1171 


Rexingen 


butcher 




150 fl. 


settlins 


Hirächfeldir, Bert4 
(22] 


Rexiniren 




i. 


150 fl. 


settling 


HlRäCHMANN, IwlSARUS 

(son of horse-dealer 
Jachiil Hirschmann) 
120] 


Freudental 


butcher 




travel-expenses 
+ 100fl. 


settling 


HoppcR, Leopolo [10] 


Rexingen 


shoemaker 


s. 


140 fl. 


settling 


Imanüel, Paitline (161 


Hochberg 




1. 


120 fl. 


settling 


Kahn, Mater 
(»on of the fanner 
Abraham Kahn) 


Hengstfeld 








settling 


KoHN. Samuel (261 


Freudental 


goldsmith 


s. 


2,000 fl. 


settling 


Lavdauer, Alexander 
(181 


Buchau 


linen-weaver 




140 fl. 


settling 


Landauer, Caroline 
(sister of Moses 
Landauer) 


Gerabronn 






100 fl. 


settling 


Landauer, Moses 


Gerabronn 


tradesman 




100 fl. 


settling 


Levi, Alrert 
(»on of the maater 
eboemaker Kasimir 
Levi) [20] 


Esslingen 








settlin«: is already 
in Hartford, Conn. 


Lxvi. Elias [49] 


Nordstetten 


peddler 


with w. and 4 chil- 
dren 


500 fl. 


settling 


Levi, Jonathan 


Archihofen 




t. 


773 fl.. 
55 kreuser 


settling 


Levi, Moriti 
(son of the peddler 
Leopold Levi) [17] 


Norditetten 


butcher 




200 fl. 


settling 


Levi, Moses [32] 


Lehrensteintfekl 


ragpicker 




travel-expenses 


settling [he re- 
turned in 1884]. 


Levison, Louis 
Lehmann [18] 


M Öhringen 






140 francs 


•ettUng 


Liebmann, Liebmann 


Wankheim 


merchant 


with w. 27 years 
old, and 3 children 
(f. 2. f. 4. m. 6) 


1.000 fl. 


settling 


Limburger, Jeanette 
(dauRhter of tradesman 
Joshua Moses 
Limblkger) 


HaU 






350 fl. 


settlinc 


LöwENTHAL, Abraham 
(171 


Buttenhausen 






140 fl. 


settling 


Löwenthal, Simson (20] 


Buttenhausen 


cotten-weaver 


8. 


200 fl. 


settling 


Loser, Friedrich 


Mergentheim 




B. 


200 fl. 


settlin« 



- I 



*• > 






►' 



JEWISH EMIGRATION FROM WÜRTTEMBERG (1848-1855) 

1853 (Cantinued) 



261 



Name [and Afe] 



Marx, Moses 
(son of tradesman 
Arraram Marx) [20] 



R«ddeDot 



Ooeupatloa 



Family SUtw 



Hobebaeh 



Menihold, Abraham 
IUI 



MiiNHOLo, Karolink 
116) 



Maasenbach- 

haUMD 



Maasenbach- 
hauaea 



Aaeta 



120 fl. 



Reaaon for 

Mifrrating and 

Remarki 



Orbnreimer, Arrabam 



Ochs, NArrALi (321 



Ottenreimer. Emanuxl 



Wachbach 



Nurditettaa 



Nords tetten 



100 fi. 



aettliog 



•ettlins; waa aa- 
aiirned airain to tha 
Community on Au«. 
6. 1856. 



100 fl. 



butcher 



250 fl. 



aettlinir; was aa- 
■iffned atrain to the 
Community on Au«. 
6. 1856. 



butcher 



with w. 24 yeara 
old and 1 child 

(m 2) 



1,000 fl. 



Ottenehtmer, Jette 



PoLACK, Maier 



JebenhauacD 



Mührinsen 



Rieser, Samuel (IC) 



RÖDELHEIMER, ArRAHAM 

117] 



Bucbau 



RoSENrELD, Jaxob 



RosE.NHEiii, Moses [20] 



Laupheim 



Maasenbach- 
hausen 



tailor 



merchant'i clerk 



merchant 



with Friederika 
(w.) and 4 children 
(f. 4. m. 9, m. 10, 
m. 18) 



travels with his 
Cousin Ochs who 
is Said to have 
1.000 fl. travel- 
eipenses 

1.000 fl. 



settling 



settlins 



settling : his father 
already migrated to 
America. 



settling 



350 fl. 



300 francs 



settling 



RosENHEiii, Ulrich 



Rosenthal, Ephraim 



Rothschild, Imanükl 
116J 



Jebenhausen 



Jebenhausen 



Hohebach 



Rothschild, Salomo 
(brother of Imanukl 
Rothschild) (15] 



Lehrensteinsfeld 



150 fl. 



100 fl. 



150 fl. 



settling 



settÜQc 



settlinc 



8cHWAR7,, Veit 
(son of the butcher 
Lippmann Schwari) 



Lehrensteiosfeld 



with his 



Reaingen 



weaver 



Seliomann, Moritz 
(Moses) [Vj] 



Stern, Natan 

(son of the tradesman 
Joseph Stern) [17] 

Straüss, David 



HochLerg 



Morstein 



200 fl. 



150 fl. 



trarel-expenses 



settling 



settling 



settling 



with hb w. and 
4 children (m. 2, 
f. 4. m. 6, m. 8) 



settling 



trarel-expenses 



800 fl. 



Strauss, Georo 
Micha KL 



Straüss, Lazarus 
Wasbjerman, Low 



Markeisheim 



Michelbacb 



2.000 fl. 



settling 



settling 



Wachbach 
Duosbach 



master shoe- 
malcer 



without a trade 
butcher 



with w. and 6 chil- 
dren 



150 fl. 



settlin«: b already 
In r. S. A. 



settling 



150 fl. 



650 fl. 



200 fl. 
150 fl. 



settling 



settling 



settling 
settling 



fl 



262 



AMERICAN JEWISH HISTORICAL SOCIETY 



1853 (Continued) 



I 

] 



Name [and Aie] 


Residenee 


OecupatioD 


Family BUtua 


A«eta 


Reaaon for 

MiKTatinK and 

Remarka 


Weil, Mahr 


Nordftetten 


tradwmaQ 


with w. (aecoDd 
marriace) and 2 
cbildreo of first 
marriace (f. 6. 
m. 10) 


450 fl. 


Mttlioc 


Wertbeimkr. Bela 
(widow of Moses 
Wcrthbimer) 


Aldincen 




with 4 children 
(f. 13. m. 14. f. 18. 
m. 18) 


1.000 fl. 


•ettling 


Wertheimer, 
Henriltte 


Wachbach 




1. 


96 fl. 


•ettling 



1854 



i' 



f 



i 



Adler, Samuel [18] 


Edelfingeo 


butcher 


•• 


125 fl. 


to seek a better 
existence. 


Anschel, Abraham [19] 


Hochberg 


tradesinan 


B« 


150 fl. 


better exiatence 


Bauland. Moritz [33] 


Jebenhausen 


butcher 


8. 


1.000 fl. 


settling 


Berlinoer. Hündll 


Berlichingen 




|a 


125 fl. 


improvement of 
existence 


Berlinger, Jakob [18] 


Hochberg 




■ • 


150 fl. 


better existence 


Beruzheimer, 
Bernhard 


Mühriogen 




•• 


250 fl. 


better existence 


Berlizheimer. David 


Mühringen 


shoemaker 


8. 


400 fl. 


better existence 


Bloch. GarrHiLr [16] 


Oberdorf 




•• 


200 fl. 


settling 


Blumenthal, Moritz 


Crailaheira 


tailor 


■ • 




settling 


Blumenthaler. Esther 


Bonfeld 




8. 


150 fl. 


settling 


Einhorn, Marx 


Goldbach 


without a trade 


■ • 




settling 


Elkas, Irak 


Michelhach an 
der Lücke 


eattle-dealer 


with his sister 


300 fl. 


settling 


Emmanuel, Samuel [14] 


Hochberg 






120 fl. 


better existence 


Epstein. Jakob 


M Öhringen 




■• 


140 fl. 


better existence 


Feldknheimer, Isak 


Hengstfekl 


tradesman 


B. 


150 fl. 


settling 


Feldenheimer, Zilli 

(widow) 


Hengstfeld 

• 




with 3 children 


500 fl. 


settling 


FELLHE?rNXRf AUOUST 

[13] 


Hochberg 




8. 


100 fl. 


better existence 


Fkllhknner« Louis [40] 


Hochberg 


merchant 


with w. [36] and 
4 children (ages 
3to9) 


4.000 fl. 


better living 


Frank, Leopold 


Nords tetten 


tradesman 


with w. and 2 
children 


1.000 fl. 


better existence 


Frank/urtkr, Veit [15] 


Oberdorf 




i. 


150 fl. 


settling 



i 



f 



w 



• 



JEWISH EMIGRATION FROM WÜRTTEMBERG (1848-1855) 

1854 {Cantin%ud) 



263 



Name [ind Aga] 



FRiiBimosit, Simon 



RMidenoe 



Fröhucb, Max (151 
pRÖHiicH, Simon 



Rexincen 



Ooeupation 



Aufhauaen 



Family SUtia 



GiDBON. Sigmund 



OüOOKNRBIMVR. MaTIR 



Rexincen 



Mühlen a. N. 



QüTMANN, AlRBRT 



OüTMANN, BkrTA 



Laupheim 



optician 



witb w. 



Aaeta 



2.000 fl. 



140 fl. 



oooper 



Oerabronn 



woaver 



witb hk w. 



Gdtmann, laxK 



GUTMANN, LaKARÜB 



Gütmann, Loui» [isj 



Mergentbeim 



Oberdorf 



Gerabronn 



merchant 



614 fl. 



150 fl. 



300 fl. 



Gütmann, Rnu 



Dönba«h 



iboemaker 



witbout a trade 



360 fl. 



160 fl. 



300 fl. 



200 fl. 



200 fl. 



Gdtmann, Solomon [27] 



Dörtbach 



Oberdorf 



rope-maker 



Gütmann, Sbuomann 
114] 



Kochendorf 



Haüber, Hatüm [27] 

HicrMrüRTBR, Naftau 
[23] 



Oberdorf 



Oberdorf 



HERM.iNN, JoBL 



Hbrb. Ibak [27] 



Hbrz, Jüuub 



with w. and 1 cbild 
(m. Z^i) 



200 fl. 



f. 



Dünebacb 



Hochberg 



Poppenweiler 



Hb88, EtEOnXL 



HaB, Emmanuel 



Hirsch. Hbrmann [15] 
HiBscH, Salomon [16] 



Aufbaueen 



mercbant 



merchant 



1. 



C.OOO fl. 



200 fl. 



150 fl. 



200 fl. 



300 fl. 



600 fl. 



Mahlen a. N. 



Wankbeim 



slasii 



er 



buteber 



Hobebacb 



I HiRacH, Samübl 



HiRBCH. Samuel 
(brotber of Hermann 
Hibäch) [17J 



Tbalbeim 



mercbact'a elerk 



witb bia w. 



150 fl. 



600 fl. 



150 fl. 



Höchstettbr, 
Sbliomann [18] 



Wankbeim 



witbout a trade 



merchant 



300 fl. 
26 fl. 



200 fl. 



Buttenbauaen 



mercbant 



Höchstettbr, S imon [1 7] 
Jandobf, laAK 



Buttenbauaen 



Jandorf, Low 



Hengatfekl 
Henatfeld 



mercbant 



tradceman 



a. 



I 



buteber 



300 fl. 



300 fl. 



150 fl. 



150 fl. 



Reason for 

Mitrratint and 

Remarka 



better exiitence 



■ettling 



better exiatence 



bopf to ffltabliab a 
better exiatenoe 



to aeek a better 
bvint 



«ettlinc 



better livin« 
aettling 



■ettlinc 



luppoaed improre- 
ment of exiatence 
and probably also 
fear of conacription 



improvement of 
exiatence 



settlinc 



emicration 



lettlinc 



•ettlinc 



settlinc 



better livinc 



to aeek a better 
livinc 

aettünc 

better exiatence 



better exiatence 
and probahly also 
fear of conacription 



aettünc 



ia ab-eady in Amer^ 
loa aince 1853 



aettünc 



aettlinc 



aettünc 



aettlinc 



! I 



It 






264 



AMERICAN JEWISH fflSTORlCAL SOCIETY 



1854 (Coniinued) 



Nune (and Ate] 


RcsidcDc« 


Oooupatioo 


Family SUtus 


Assets 


Renson for 

MiirratinR and 

Renuu^ks 


Kahn, Marx (35) 


Hociiberg 




with w. and 5 chll- 
dren aged 1 to 10 


600 fl. 


better living 


Kaufmann, AiiRiRAii 


Hochberf 


baker 


wifh w. [40] and 2 
children aged 1 
and 3 


000 fl. 


better living 


Kaufiiann, Lcn« 


Beriichincen 




■ • 


150 fl. 


improvement of 
exifltcnce 


KcBiTscmtK, Jacob (19] 


AuHiauseo 


butcher 


B* 


300 fl. 


settUng 


KCSIEL, ASCRCR [20] 


Hochberc 


tradesman 


V* 


150 fl. 


better living 


LAMiirROMM. Samuel [26] 


Oberdorf 




9» 


150 fl. 


settUng 


Landauer, Israel 


Gerabroon 


merchant's 
apprentioe 


■• 


140 fl. 


settling 


Lauchheimer, Hirsch 
[18] 


Jebeahausen 


butcher 




200 fl. 


settling 


Lauchheimer, Isr. [10] 


Jebenhauaen 


balcer 


s. 


300 fl. 


settling 


Levi, Aron 


Nagelsberg 


butcher 


w» 


100 fl. 


better existence 


Levi, Eberhard 


Etsliogen 


button-malcer 
and trimmer 




300 fl. 


better living 


Levi, Isak Hirsch [15] 


Aufhausen 






300 fl. 


settling 


Levi, Jakob [18] 


Aufhausen 






250 fl. 


settling 


Levi, Leopold 


Freudeotal 






50fl.-f-travfl 
ezpenses 


settling 


Levi, Rosette 


Berüchingen 






100 fl. 


improvement of 
existence 


Levi, Sandel [18] 


Aufhausen 






300 fl. 


settling 


Levinoer, Isak 


Laupheim 


peasant 




150 fl. 


to seek a living 


Levisohn, Bapettk 
and Hirsch 


M Öhringen 






300 fl. 


better existence 


Lindauer, David 
Hirsch 


Jebenhausen 


tradesman 




200 fl. 


settling 


Lindauer, Josep [16] 


Jebenhausen 


butcher 




200 fl. 


settling 


Lindauer, Maier [17] 


Jebenhauien 


merchant 




200 fl. 


settling 


Lindner, Emanuel [17] 


Mulfingen 


peasant 




300 fl. 


better existence 
and probally also 
fear of conscriptioa 


LöB. Levi [16] 


Affaltrach 


farmer 




travel ezpenses 


settling 


LÖBSTEIN, JOSÜA [16] 


Jebenhausen 


baker 




250 fl. 


settling 


Low, Samuel Hirsch 


Erusbaeh 


earpentcr 




150 fl. 


settling 


LöwENOART, Elias [16] 


Pflamnloch 






200 fl. 


settling 


LöwENOART, Samuel [20] 


Pflaumloch 






200 fl. 


settling 


LöwBNSTEiN, Leopold 


Laupheim 


shoemaker 




150 fl. 


to seek a linng. 


Löwenthal, Moses 


Aldingen 


butcher 




150 fl. 


to seek a Letter 
living 



1 



w 



K 



I 



JEWISH EMIGRATION FROM WÜRTTEMBERG (1848-1855) 

1854 (CorUinued) 



265 



Nune fand Afe) 



Retideooe 



Obeupation 



Löwinthal, Saloiion 



Manassc, Alrbrt 



Manassb Wolf 

Ma NASSE, ZlON, 

widow of 



Diatriet of Ried- 
lingen 



Thalheim 



Family 8Uti« 



AaMt« 



without a trade 



Marx, Esthcr 



Thalheim 



Bonfeld 



Oberdorf 



Marx, Hatlti (14] 



Marx, Marx [28] 



Marx, Samuel [19] 



Oberdorf 



butoher 



with w. and chiid 



aettiinc 



200 fl. 



with her 5 children 



15011. 



50011. 



Oberdorf 



Oberdorf 



MlCRELRBROER. 

Benedikt [19] 



MONHEIMER, HaTüM [15] 



Braunibach 



datier 



•hoemaker 



with hia w. and J.*i 
yaar old child 



200 fl. 



175 fl. 



000 fl. 



100 fl. 



Oberdorf 



Moos, Julius [20] 



Buchau 



Morgenroth, Maier 
Neüburger, Mater [14] 



NöRDLINOKR, IsAK 

Hirsch [18] 



Emsbach 



ahoemaker 



150 fl. 



Buchau 



Ochs, Judas 



Oettinoer, Moses 



Pflaumloch 



ibopkeeper 



Nords tetten 



Ottenheimer, Julius 
120] 



OrTENEHUfiR, Karoline 
Pressrurger, Nathan 



Mergentheim 



Jebenhauaen 



«ith w. and 2 
daughters (14. 19) 



125 fl. 



140 fl. 



UUor 



book-binder 



Bonfeld 



Rexingen 



merchant 



with w. and 6 
chiklren 



400 fl. 



200 fl. 



200 fl. 



RORKBACHIR, UlRICH 



ROSENBBRGBR, GaBRIEL 
[15] 



ROSENREROER, LlPUANN 



Jebenhausen 



butchar 



Oberdorf 



Aldingen 



ROSENBERGER, SaMUEL 

117] 



Oberdorf 



RoBENrELD, Abraham 



RosENfELD, Immanuel 



Rosenheim, Theresb 



Rosenstrauss, David 
Theodor [16] 



650 fl. 



150 fl. 



500 fl. 



200 fl. 



150 fl. 



peaaant 



M Öhringen 



Wachbach 



200 fl. 



200 fl. 



150 fl. 



with w. 



Jebenhausen 



Wankheim 



Rosenstraüss, Fanny 
(21J 



Wanlüieim 



trader 



merchant 



150 fl. 



600 fl. 






150 fl. 



1,000 fl. 



200 fl. 



200 fl. 



Reaaon for 

Migrating and 

Remarkfl 



settHni 



settling 



settling 



•ettlin« 



settling 



settling 



settling 



improvement of 
existence and 
probably also fear 
of conscription 



settling 



settling 



settling 



settling 



settling 



better existenoe 



better Uving 



aettling 



settling 



better existenoe 



settling 



Bettung 



to seek a better 
living 



Bettlins 



better existenoa 



to Beck a better 
living 



settling 



settling 



settling 



'I 



266 



AMERICAN JEWISH IIISTORICAL SOCIETY 



1854 [Conlinued) 



Name [and Age] 


ResidfDM 


OocupatloD 


Family Btotus 


Asstta 


Reason for 

Miffratin« and 

Remarks 


R08KN8TRAU88, 

Ukrman (19) 


Waukheün 


ensraver 


s. 


200 fl. 


better hvinc 


Rc8«NTAL, Abraham 
UiRacH 


Laudenbach 


noerchant 


•. 


150 fl. 


better livinc 


Rothschild, Isak Low 


Nords tett«n 


tradc-clerk 


8. 


250 fl. 


bett«r eiistenee 


Rothschild, Marx 


Nords t«tten 




1. 


150 fl. 


better exist«noe 


Sahm. Hirsch 


Braunsbach 


tinman 


S. 


200 fl. 


Improvement of 
txistence 


Schsrnbachxr, Joel [15] 


Oberdorf 




s. 


300 fl. 


settlinc 


Schiele. Salomon 
Levi (201 


Jebenhausen 


tradesman 




200 fl. 


settüng 


Schlachter, Abraham 

[17] 


Braunsbach 


without a trade 


s. 


200 fl. 


better existenoe 
and probubly also 
fear of conscription 


SO.NTHEIMER, GöZ 


Weikersheim 


lacemaker 


s. 


200 fl. 


better living 


Steiker, Low 


Dünsbach 


tradesman 


s. 


200 fl. 


settling 


Stern, Abraham 


Montein 


butcher 


i. 


140 fl. 


settling 


Stern, Johanna 


Dörzbach 




s. 


100 fl. 


better existenoe 


Stettheimer, Jakob 


Niederstetten 




s. 




settling 


Strassbüroer, Fannt 


Hohebach 




s. 


200 fl. 


better existence 


Strassbüroer, Mina 


Hohebach 




s. 


200 fl 


better existence 


Straüss, Corlatin« 

(widow) 


Bonfeld 




with 5 children 


800 fl. 


settling 


Straub», KAcrniANH 


Boafeld 




•. 


150 fl. 


settling 


Straübb, LUDWIO 


Bonfeld 


without a trade 


s. 


100 fl. 


settling 


St&aubb, Moses [19] 


Braunsberg 


mercLant 


■. 


150 fl. 


better existence 
and probably also 
fear of conscription 


Strattss, Samuel (15] 


Döribach 






160 fl. 


better existenoe 
and probabbr fear 
of conscription 


Süssnu), Laiarus 


Henfftfeld 


tradesman 


s. 


250 fl. 


settling 


Talhtimsr, Samuel, 
wife of 


Bonfeld 




with her 5 children 


400 fl. 


settling 


Talheimer, Abeaham 
(131 


Affaltrach 






tbe necessary 
travel-expenses 


settling 


Tbalhximer, Salomon 
1181 


AfTaltrach 


butcher 




travel-eipenses 


settling 


Thankhauber, Salomon 
1191 


Buttenhauaen 


potter 


•. 


140 fl. 


settling 


Uhlmann, Mater and 
Moses IsAK 


Freudental 




■. 


200 fl. 


settling 


Um.mann, Abraham [19] 


Buchau 


merchant 


■. 


140 fl. 


settling 



I 



I 



JEWISH EMIGRATION FROM WÜRTTEMBERG (1848-1855) 

1854 (CorUinued) 



267 



Nunc [and Kg»] 


Rfltideiioe 


Ooeupation 


Family StotiM 


Aaete 


R«atonfor 

UUratiof and 

Renurka 


Wasscrman'n. Aron 


Laupheim 


coofectioner 


1. 


150 fl. 


to Mek • better 
livini 


Weil. Marx 120) 


AufhauMD 






400 fl. 


•etthng 


WOLLENBKROSR, JUDAS 


Hausen near 
Ma«enbacb 




•. 


140 fl. 


■ettlins 



1855 



1 i 



Adlkr, Jcuus 


Laupheim 




s. 


250 fl. 


settlini 


Arnold, Adolf Lob (16) 


JebenhauseD 


merchant 


s. 


200 fl. 


settlinc 


Blvu, David 


Aufhausen 


tradesman 




200 fl. 


settünK 


Dreifüss, Barette 
(widow of Jeremus 
DREiruss) 


Steinbach 






225 fl. 


to seek a better 
livinc 


Dretfüss, Hatl^m 


Hausen 


butcher 


B« 


140 fl. 


settUns 


Elsaas, Isak 


Aldingen 


peasant 


■ • 


150 fl. 


better ii\-in« 


Fn.D, I3RAIL 


Neunkirchen 


tradesman 


with w. and 1 
daushter 




settling 


GUNDELFINOER, DaVID 


Micbelbach 




s. 


400 fl. 


settlinc 


Gutmann. Lazarus Bär 


Oberdorf 




S* 


100 fl. 


settlini 


Hirsch. Akiifr [19] 


Hohebach 




V« 


25 fl. 


better exiatence 


Hirsch, Isak Ernst 


Niederstetten 


stonf-m.nson 


V* 


150 fl. 


settlinc 


HiRACH. MoRITt [14] 


Wankheim 


without a 
Profession 




200 fl. 


settlinc 


HlRflCHHSIMER, LeOPOLO 


Neunkirchen 


without a trade 




unknown 


to seek a better 
livinc for hinMelf 


Jandorf. Isak 


Henatfeld 






150 fl. 


settlinc 


Jandorf. Mero 


Hengitfeld 






100 fl. 


settlinc 


Juno, Nanktti 


Pflaumloch 






150 fl. 


settling 


Kahn, Moses 


Dünsbach 






150 fl. 


settlinc 


KAurrMANN. Sara [13] 


Hochberg 






130 fl. 


to CO to relatives 


Kubitschkk, Hess 


Aufhausen 


tradesman 


with w. and 5 
chiklren 


800 fl. 


settlinc 


Landauer, Jakob 


Michelbach 






400 fl. 


settlinc (destmation 

Australia) 


Lauchheimxr. Abraham 
116] 


Jebenhauaen 






150 fl. 


settlinc 


Laupheimbr, Elias 


Laupheim 






250 fl. 


settlinc 


Levi, Johanna 
(widow) 


Aufhausen 






200 fl. 


settlinc 



\\ 



\'. 



<* 



I 



,• > 

♦ 



• 



268 



AMERICAN JEWISH HISTORICAL SOCIETY 

1855 (Continued) 



Name [and Age] 


Residence 


Occupation 


Family Status 


Assets 


Ueasoti for 

Mifrrating and 

Kemarks 


Levi, Meier [16] 


Laudenbach 


without a trade 


s. 


uitknown 


Bcttling 


Lichtenberg, Karl [20] 


Dörzbach 


optician 






to seek work: al- 
rendy in Amprica. 


LowENBERO, David [151 


Hohebach 






200 fl. 


improvemcnt of 
existcnce 


Mai, Jette 


Berlicbinsen 




s. 


100 fl. 


better existence 


Mainzer, Arraram 
(son of rabbi of 
Weikerabeim) 


Weikerabeim 


tanner 


s. 


unknown 


•ettUng 


Marx, Isak [20] 


Hobebach 


baker 




60 fl. 


to find a bettcr 
living 


Metzger, Oscher 


Wacbbach 


without a trade 


s. 


100 fl. 


settling 


MOROENROTH, RoSA 

and Sara 


Ernabach 




s. 


300 fl. 


settling 


PoLAK, Abraham [15] 


Wankheim 


without a 
Profession 




150 fl. 


settling 


Reiche NBERGER. 
Nathan 


NlederitettcD 




i. 


250 fl. 


aettiing 


RosENrELD, Hanne [20] 


Hobebach 






160 fl. 


settling 


Rosenthal, Nathan 


Micbelbach 




8. 


200 fl. 


flcttUng 


ROSE.VTHAL, ReGIKB 


Vogels berg 




•. 


200 fl. 


settling 


Stein, Nathan 

• 


FreudenUl 




t. 


300 fl. 


«ettlinic: ia already 
in America 


Stern, Barucb 


Hohebach 


merchant 


withw. 


10.000 


»pttling, not imm©- 
dialcly in America 


Stern, Israel [16] 
and Karoline 


Hohebach 




•. 


200 fl. 


better existence 


htradss, Bbnet 


Markeisheim 


without a trade 


s. 


lOOfl. 


settling 


Strausa, Jakob [18] 


Vogelsberg 




i. 


630 fl. 


better existence; 
not immediately to 
America 


Straubs, Mose« 


Dünsbach 




s. 


175 fl. 


settling 


Uhlman, Salomon 


Laupheim 




•. 


160 fl. 


settling 


Uhlmann, Simon 


Freudental 


fanner 


s. 


200 fl. 


settling 


Ullmann, Isak 


Eschenau 




i. 




settling 


Veit, Moritz [20] 


Heilbronn 


merchant 


s. 


150 fl. 


settling 


Wassekman, Karl 


Lauch heim 


merchant 


•. 


160 fl. 


settling 



l 



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Äßß-A^A^ %ttuJt^ ^M^^jJi^ 



jhh^i iu.^ ICM2_M /^xm4jL^ /au^ /^ /i'/i^^hrfcJ^^ ? 



FASStNCER AND l^LMlGRATION LISTS INDEX 



Steinhäuser 



f 



II 



I 



Steiotbadi. Franz Anton na; Texas, 1846 24S4 pl45 
SteiMcke, Christopher na.; Philadelphia, Pa., 1856 

9X!lp282 
SteliHicker. Robert na.; Philadelphia, Pa., 1880 9J0S 
p2SJ 

Stein*ke. August na.; New York, N.Y.. 1882 SIJO p37 
Steineke, Rosalic n.a ; New York. N.Y., 1882 81M) p37 
Sceiadie. Wüliam n.a.; Philadelphia. Pa.. 1852 9J0if 
jx283 
Steiflenbacli, Johannes Peter n.a.; Philadelphia, Pa., 

1752 904J p495 
Steiner. ... n.a.; Carolina. 1725 1960 pl 7 
Steifler, Abraham n.a.; Philadelphia, Pa.. 1744 7820 
pl7} 

Steiner, Abraham n.a., Philadclpaia. Pa., 1744 9041 
pS58 

Steiner, Adam n.a.; Philadelphia. Pa., 1771 7820 pi97 
Steifler, Adam n.a.; Philadelphia, Pa., 1771 9041 p7 36 
Steifler. Adam n.a; Texas, 1846 2484 p 145 
Steiaer, Angelica Jud n.a. SEE Steiner, Heinrich 
Steiner. Anna Cath n.a. SEE Steiner, Jacob 
Steiner. Balthas n.a.; Philadelphia, Pa., 1764 7820 p3 62 
Steiner. Barbara n.a. ^^Ä" Steiner, Heinrich 
Steiner. Bemard n.a.; Philadelphia, Pa., 1764 9041 
p69S 

Steifler. Bemard n.a.; Philadelphia, Pa., 1817 9308 
p283 

Steiner. Bernhard n.a.; Philadelphia, Pa., 1764 7820 
p364 

Steiner. Bonifacius n.a.; Philadelphia, Pa., 1864 9308 
p283 
Steiner. Caspar n.a.; Carolina and/or Pennsylvania, 

1738 1952 p39 
Striner. Charles n.a.; Philadelphia, Pa., 1862 9308 p283 
Steiner. Christian n.a.; Georgia, 1733-1734 1322 p50 
Steiner. Christian n.a.; Lancastcr, Pa.. 1719 7820 p438 
Steiner. Christian n.a.; Philadelphia, Pa.. 1746 7820 
pI76 

Stetncr, Christian n.a., Philadelphia, Pa., 1746 9041 
p363 

Steiner. Christian n.a.; Philadelphia, Pa., 1767 7820 
p379 

Steiner, Christian n.a.; Philadelphia, Pa., 1767 9041 
p716 

Steiaer, Christoff n.a.; Philadelphia, Pa., 1750 9041 
p436 

Steiner. Christoph n.a.; Philadelphia, Pa., 1750 7820 
p233 

Steiner. Elizabeth n.a.; Pennsylvania, 1771 7207 p24 
Steiner, Emest n.a; Philadelphia, Pa., 1866 9308 p283 
Steiner. Francis n.a.; Philadelphia, Pa.. 1818 9308 p283 
Steiner, Frederick n.a.; Philadelphia, Pa., 1880 9308 
p283 

Steiner. Frederick 35; Texas, 1885 528 p31 
Steiner. Frcdk n.a.; Philadelphia, Pa.. 1785 9042 p4 
Steiner, Fried n.a.; Texas, 1852 2504 pl 36 
Steiner, Georg n.a.; Philadelphia, Pa., 1754 7820 p3 38 
Steiner. Georg n.a.; Philadelphia, Pa., 1754 9041 p644 
Stoner, Georg Friaicrich n.a.; Philadelphia, Pa., 1766 

7820 p376 
Steiner. Georg Valentin n.a.; Philadelphia, Pa., 1766 

7t20 p376 
Steiner, Georg Valt n.a.; Philadelphia, Pa., 1766 9041 
p7l2 

Sbdma. George n.a; Maryland, 1763 9916 p47 
Steiner. George n.a.; Philadelphia, Pa.. 1754 9041 p642 
Steiner. George n.a.; Philadelphia, Pa., 1816 9308 p28 3 
Steiner. George n.a.; Texas, 1846 2484 p 145 
Steiner. George 23; Philadelphia, Pa.. 1807 9042 p200 
Steiner. George Adam n.a.; Philadelphia, Pa., 1859 

9308 p 2 83 
Steiner. Gertrudc n.i- SEE Steiner, Simon 
SteiMT. Godfried n.a.; Philadelphia, Pa., 1818 9308 
p286 

SteiMT. Godfried n.t.; Philadelphia, Pa., 1863 9308 
p283 

Steiner. Gorg Friedig n.a.; Philadelphia, Pa., 1766 9041 
p712 

SteiÄT, Hannis n.a.; Philadelphia, Pa.. 1739 9041 p263 
Steiner. Hans Conrad n.a.; No port mentioned 1744 

19S2p57 
Steiner. Heinrich n.a.; Carolina, 1743 1952 p65 
Wifc Angehe« Jud a.a. 
Dttu%hter: Barbara n.a. 
Stciacr. Hendk PhiUp na.; Philadelphia, Pa.. 1785 
9042p4 
Steiacr. Henrich o.a.; Philadelphia, Pa., 1739 7820 
pl35 

Steiacr. Henrich a.a.; Phihidelphia, Pa., 1739 9041 
p267 

Steiner. Henrich o.a.; PhiUulelphia, Pa., 1739 9041 
p270 



Steiner, Henrich n.a.; Philadelphia, Pa., 1746 7820 

pl76 
Steiner. Henrich n.a.; Philadelphia, Pa., 1746 9041 

p363 

Steintr, Henry n.a ; Philadelphia, Pa., 1740 7820 pl 43 
Steiner, Henry n.a.; Philadelphia, Pa.. 1740 9041 p288 
Steiner, Isaac n.a.; Philadelphia, Pa, 1746 7820 p 176 
Steiner. Isac n.a.; Philadelphia, Pa., 1746 9041 p3 63 
Steintr, Jacob n.a.; Maryland, 1765 9916 p52 
Steiner, Jacob n.a ; Philadelphia, Pa . 1731 6665 p4 40 
Steiner, Jacob na.; Philadelphia, Pa.. 1731 7820 p67 
Steiner, Jacob na.; Philadelphia, Pa., 1731 9041 p4 5 
Steiner, Jacob n.a.; Philadelphia, Pa., 1731 9041 p4 6 
Steiner, Jacob n.a.; Philadelphia, Pa., 1739 7820 pl 35 
Steiner, Jacob n.a.; Philadelphia, Pa., 1739 9041 p263 
Steiner, Jacob n.a.; Philadelphia, Pa., 1739 9041 p26 7 
Steiner. Jacob n.a.; Philadelphia, Pa., 1739 9041 p2 70 
Steiner, Jacob n.a.; Philadelphia, Pa., 1746 7820 pl 75 
Steiner, Jacob n.a.; Philadelphia, Pa., 1746 9041 p3 63 
Steiner, Jacob n.a.; Philadelphia, Pa., 1785 9042 p4 

Wife: Anna Cath n.a. 
Steiner, Jacob n.a ; Philadelphia, Pa.. 1828 9308 p283 
Steiner. Jno Geo n.a.; Philadelphia, Pa., 1773 9041 

p755 
Steiner, Joh Friederich n.a.; Philadelphia, Pa., 1751 

7820 p266 
Steiner. Joh Geo n.a.; Philadelphia. Pa., 1773 7820 

p413 
Steiner, Johan Fridrich n.a.; Philadelphia, Pa.. 1751 

9041 p473 
Steiner. Johan Georg n.a.; Philadelphia, Pa., 1749 7820 

p201 
Steiner. Johan Georg n.a.; Philadelphia, Pa., 1752 7820 

p278 
Steiner, Johan George n.a.; Philadelphia, Pa., 1752 

9041 p486 
Steiner, Johan Reinhard n.a.; Philadelphia, Pa., 1754 

7820 p341 
Steiner, Johanes n.a.; Carolina and/or Pennsylvania, 

1738 1952 p39 
Steiner, Johann Georg n.a.; Philadelphia, Pa., 1751 

7820 p268 f 

Steiner. Johann Jacob n.a.; Philadelphia, Pa., 1734 

7820 p96 
Steiner. Johann Nicolaus n.a.; Philadelphia, Pa., 1734 

7820 p96 
Steiner. Johanna n.a.; Philadelphia, Pa., 1802 9042 
pl22 

Steiner. Johannes n.a.; Philadelphia, Pa., 1739 7820 
pl35 

Steiner, Johannes n.a.; Philadelphia, Pa., 1739 9041 
p267 

Steiner, Johannes n.a.; Philadelphia, Pa., 1739 9041 
p270 

Steiner, Johannes n.a.; Philadelphia, Pa., 1746 7820 

pl76 
Steiner, Johannes n.a.; Philadelphia, Pa., 1746 9041 

p363 
Stehler, Johannes Jörg n.a.; Philadelphia, Pa., 1749 

9041 p403 
Steiner, John n.a.; Philadelphia, Pa., 1818 9308 p283 
Steber, Joseph n.a.; Philadelphia, Pa., 1872 9308 p283 
Steiner, Maria n.a. SEE Steiner, Ruprecht 
Steiner, Mary C 26; Texas, 1846 2484 p 145 
Steiner. Max n.a.; Philadelphia. Pa.. 1858 9308 p283 
Steiner, Michel 50; England and/or America 1709 

9135 pl 15 
with wi/e 
Steiner. Peter n.a.; Philadelphia, Pa., \153 7820 p302 
Steiner. Roger n.a.; Pennsylvania, 1772 7207 pl 32 
Steiner, Ruprecht n.a.; Georgia, 1734 1322 p50 

Wife: Maria n.a. 
Stelner, Simon n.a.; Georgia, 1734 1322 p50 

Wife: Gertrude n.a. 
Steiner. Simon n.a.; Georgia. 1734-1741 7820 p4 50 
Steiner. Uhlcrich n.a.; Philadelphia, Pa., 1750 7820 

p225 
Steiner, Uhlcrich n.a.; Philadelphia, Pa.. 1750 9041 

p428 

Steiner. Ulrich n.a.; Philadelphia, Pa., 1739 7820 pl 39 
Steiner. Ulrick 24; New York. N.Y., 1822 9268 pl 23 
Steinere, John 30; New York, N.Y., 1822 9268 p 123 
Steinerger, Georg n.a.; Philadelphia, Pa., 1727 7820 

p5l 

Steinert Helene n.a.; New York. N.Y., 1882 8130 p3 
Steinert, Henry n.a.; Philadelphia, Pa., 1848 9308 p283 
Steinert Jacob n.a.; Philadelphia, Pa., 1847 9308 p283 
Steinert, Jacob n.a.; Philadelphia. Pa.. 1851 9308 p28 3 
Steinert, Joh Nickel n.a.; Philadelphia, Pa.. 1741 9041 

p298 
Steinert, Johan Nickel n.a.; Philadelphia, Pa., 1741 

7820 pl 47 



Steinert, Johann Lutwig n.a.; Philadelphia. Pa.. 1741 
9041 p302 

Steintrt. Johann Nickel n.a.; Philadelphia. Pa.. 1741 
9041 p299 

Steinert. John Nicklas n.a.; Philadelphia. Pa.. 1741 
9041 p297 

Steinert, Mathiew n.a ; Philadelphia, Pa., 1872 9308 
p283 

Steinerth. Georg Christoph n.a ; Philadelphia, Pa.. 
\752 9041 p50l 

Steinertz, Georg Christoph n.a.; Philadelphia. Pa.. 

1752 7820 p29l ^ 

Stein*». A L L 35; Texas. 1849 2504 p 136 
Steines, Doretha 21; Texas, 1850 2504 pl 36 
Steines, Joh 2; Texas, 1^50 2504 p 136 
Steiness. Wilhelm na.; Texas, 1851 2504 p 136 

with wife d 3 children 
Steineu, Joseph na.; Philadelphia. Pa., 1839 9308 p 28 3 
Steiney, Johanes n.a.; Philadelphia, Pa., 1755 9041 

pöSO 

Steiney. Johannes n.a.; Phikdelphia, Pa., 1755 7820 
p350 

Steinfeld, Edenhard n.a.; Philadelphia, Pa., 1838 9308 
p283 

Steingotter, Lewis 19; Philadelphia, Pa.. 1807 9042 
pl99 

Steingraber, F 28; Texas, 1850 2504 pl 36 
Steingut, Bcrtha n.a.; Texas, 1846 2484 p7 6 
Steinha, Friederich n.a.; Philadelphia, Pa., 1772 7820 
p403 

Steinhage, Edmund n.a.; Philadelphia, Pa., 1877 9308 
p283 

Steinhagen, . . . n.a.; Texas, 1851 2504 p 136 

with wife 
Steinhagen, C F 33; Texas, 1849 2504 p 136 
Steinhagen, Georg n.a.; Texas, 1851 2504 p 136 
Steinhard, G E 24; New York, N.Y., 1850 6411 p228 
Steinhart. Mrs. n.a.; San Francisco, Cal., 1853 7156 
p45 

with family 
Steinhart. Henry n.a.; Philadelphia, Pa., 1862 9308 
p283 

Steinhart, M n.a.; Philadelphia, Pa, 1858 9308 p283 
Steinhart. Mayer n.a.; Philadelphia. Pa, 1854 9308 
p283 

Steinhart. Robert n.a.; Philadelphia, Pa.. 1860 9308 
p283 

Steinhauer. Amalia 22; New York (State). 1898 6927 
p63 
Steinhauer, August 10 mos; New York (State), 1898 

6927 p6 3 
Steinhauer. August 28; New York (State), 1898 6927 
p63 

Steinhauer. Christian 46; England and/or America 
1709 9135 pl04 
with wife 
with son 6 mos 
with daughter 25 
with daughter 22 
with daughter 19 
with daughter 16 
with daughter 4 
Steinhauer. Daniel n.a.; Philadelphia. Pa.. 1832 9308 
p283 

Steinhauer. Fridrich n.a.; Philadelphia. Pa.. 1772 9041 
p744 

Steinhauer. Jacob n.a.; Philadelphia, Pa., 1740 7820 
pl39 

Steinhauer, Jacob 27; New York (Sute). 1898 6927 p63 
Steinhauer, Johann n.a.; North Caroüna, 1754 2272 
p68 

Steinhauer, Nickhius n.a.; Philadelphia, Pa., 1740 7820 
pl39 

Steinhaur. Frederick n.a.; Pennsylvania, 1772 7207 
pl76 

Steinhaus, Ardman 14; New York, N.Y., 1852 85O0 
pl65 

Steinhaus, Emma 3; New York, N.Y., 1852 8500 pl 65 
Steinhaus, Ernst 4; New York, N.Y., 1852 8500 p 165 
Steinhaus, Friederich 48; New York, N.Y., 1852 8500 
pl65 
Steinhaus, Gottliebb 9 mos; New York, N.Y., 1852 

8500 p 165 
Steinhaus, Heinrich 8; New York, N.Y., 1852 «5»; 
pl65 

Steinhaus, Kerl 12; New York, N.Y., 1852 8500 p 165 
Steinhaus, Pauünc 6; New York, N.Y., 1852 8500 p 165 
Steinhaus, Rosina 30; New York, N.Y., 1852 8500 
pl65 

Steinhäuser, Daniel n.a.; Philadelphia, Pa., 1866 9308 
p283 

Steinhauser, Fidel 37; Texas, 1849 2504 p 136 
Steinhauser, L o.a.; Texas, 1860 2504 p 136 



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Der Archivar 

Mitteilungsblatt für deutsches Ärchivwesen 



Sonderdruck 



HERAUSGEGEBEN VOM NO RD RHEIN-WE STFÄLISCHEN HAUPTSTAATSARCHIV 
SCHRIFTLEITUNG: GISELA VOLLMER IN VERBINDUNG MIT ECKHART 
G. FRANZ, LUTZ HATZFELD, WILHELM JANSSEN UND HANS SCHMITZ 



32. JAHRGANG 



FEBRUAR 1979 



HEFT 1 



Das Quellenangebot der territorialen Staatsarchive, insbesondere 
Südwestdeutschlands, zur Auswanderungsforschung 

Referat des 52. Deutschen Archivtages (Quellenkundliches Rundgespräch) * 

Von Paul Sauer 



In den Staatsarchiven, insbesondere in denen Südwest- 
deutschlands, hat die Auswanderung einen reichen doku- 
mentarischen Niederschlag gefunden. Dies nimmt nicht 
wunder, war doch die Auswanderung namentlich im 
19. Jahrhundert für die deutschen Länder ein zentrales be- 
völkerungspolitisches Problem, das, wenn auch in unter- 
schiedlicher Intensität, alle Bereiche der Staatsverwaltung 
beschäftigte. Mit an der Spitze der Auswanderungsbewe- 
gung standen zwischen dem Ende der Napoleonischen 
Kriege und der Bismarckschen Reichsgründung das König- 
reich Württemberg sowie die Großherzogtümer Baden und 
Hessen-Darmstadt. Allein aus Württemberg wanderten von 
1815 bis 1870 zwischen 353000 und 368000 Menschen aus. 
Diese Zahl entspricht einem Fünftel der württembergischen 
Bevölkerung von 1870. Über 90% der Auswanderer aus 
Württemberg wählten Amerika und hier wiederum meist 
die Vereinigten Staaten als Zielland. Auch aus Baden, 
Hessen und der Rheinpfalz suchten und fanden damals 
Hunderttausende eine neue Heimat jenseits des Atlantischen 
Ozeans. Nun setzte jedoch der Auswandererstrom aus Süd- 
westdeutschland nach Übersee nicht erst 1815 ein, und er 
versiegte auch nicht mit der Gründung des Bismarckreichs. 
Schon im 18. Jahrhundert waren Tausende von Pfälzern 
und in geringerer Zahl Badener, Hessen und Württember- 
ger, den Warnungen der Regierungen zum Trotz, als 
Pioniere nach Amerika gezogen und hatten dort wesentlich 
zur wirtschaftlichen Erschließung des neuen Kontinents 
beigetragen. Auch nach 1870 behielten die USA ihre An- 
ziehungskraft für südwestdeutsche Auswanderer, doch 
nahm ihre Zahl mit der rasch voranschreitenden Industriali- 
sierung und der wachsenden wirtschaftlichen Prosperität 
Deutschlands bis zum Ersten Weltkrieg stetig ab, um dann 
nach dem verlorenen Krieg zeitweilig nochmals stärker 
anzuschwellen. 

Die Politik der Regierungen in der Frage der Auswande- 
rung wandelte sich. Im 18. Jahrhundert waren die größeren 
Territorien durchweg bemüht, den Auswanderungsdrang 
in engen Grenzen zu halten. Im Bestand A 39 des Haupt- 
staatsarchivs Stuttgart finden sich zahlreiche General- 
reskripte, in denen die Untertanen eindringlich vor einer 
unüberlegten Auswanderung und vor geschäftstüchtigen, 
betrügerischen Auswanderungsagenten gewarnt wurden. 
Damit ließ es aber die württembergische Regierung nicht 
bewenden. Sie wies alle Behörden an, solchen Agenten das 
Handwerk zu legen. Außerdem bemühte sie sich auf diplo- 
matischem Wege, benachbarte Reichsstädte wie Esslingen 
und Heilbronn zu ähnlichen Maßnahmen zu bewegen. 
Ferner ließ sie bekanntgeben, daß aus der Auswanderung 
zurückkehrenden ehemaligen Landeskindern die Wieder- 
aufnahme in das Herzogtum verweigert werde. Sie wollte 
keinesfalls, daß Württemberg durch solche in der Fremde 
zumeist ihrer letzten Mittel beraubten Menschen drückende 
soziale Lasten erwuchsen. Neben der Fürsorge für das Wohl 
der Untertanen stand hinter ihrer abweisenden Haltung 



* Das Quellenkundliche Rundgespräch, das am 4. Oktober 1978 in Hamburg 
stattfand, stand unter dem Thema ,,Die Auswanderung nach Übersee im 
19. Jahrhundert — Forschungsansätze und archivische Quellen". Zum Rund- 
gespräch vgl. auch Sp. 49 ff. (Anm. d. Schriftl.). 



gegenüber der Auswanderung das Bestreben, nützliche 
Bürger dem Land zu erhalten. 

Die Politik der Regierungen spiegelt sich vor allem in 
den Akten der Zentralbehörden wider, so für die Mark- 
grafschaft Baden und für die Kurpfalz in den im General- 
landesarchiv Karlsruhe verwahrten Beständen Baden 
Generalia und Pfalz Generalia, für das Herzogtum Württem- 
berg in den im Hauptstaatsarchiv Stuttgart befindlichen 
Beständen des Geheimen Rats und des Oberrats. In der 
Rubrik Wegzug der Abteilung 77 des Generallandesarchivs 
Karlsruhe sind beispielsweise Auswanderungen nach Penn- 
sylvanien, Preußen, Cayenne und Spanien ab 1658 doku- 
mentiert. Auf lokaler Ebene sind es die Ämter, in deren 
aus dem 18. Jahrhundert allerdings nur sehr fragmentarisch 
überliefertem Schriftgut einschlägiges Quellenmaterial 
nachzuweisen ist. Der Auswanderung hatte der Verzicht 
auf das Gemeinde- und Staatsbürgerrecht voranzugehen. 
Hierfür war ein förmliches Verfahren erforderlich, das bei 
den Behörden der unteren Verwaltungsstufe, den Bezirks- 
oder Oberämtern, beantragt und von diesen durchgeführt 
werden mußte. In Baden wurden derartige Verfahren noch 
Anfang des 19. Jahrhunderts recht umständlich abgewickelt. 
Den Auswanderungswilligen wurden die Mühsale der wei- 
ten Land- und Seereise nach Amerika, die Unsicherheit der 
dortigen Verhältnisse und manche andere Fährlichkeit ein- 
drücklich vor Augen gestellt. Falls sie trotz dieser War- 
nungen und Ermahnungen, die in Protokollen festgehalten 
wurden, auf ihrem Vorhaben beharrten, mußten sie durch 
ihre Unterschrift bestätigen, daß sie sozusagen auf eigenes 
Risiko das Wagnis der Auswanderung auf sich nahmen. 
Auch in Württemberg wurde zeitweise durch ähnliche 
Aktionen die Auswanderung zu erschweren bzw. ihr zu 
steuern versucht. Bekannt sind die Aus wandererbef ra- 
gungen, die Friedrich List im Jahr 1817 im Auftrag des 
württembergischen Ministeriums des Innern in den Ober- 
ämtern Heilbronn, Neckarsulm und Weinsberg durch- 
führte. List sollte die individuellen Beweggründe für die 
plötzlich epidemieartig das ganze Königreich erfassende 
Massenauswanderung ermitteln, um der Regierung die 
dringend benötigten Sachinformationen für die zu treffen- 
den Gegenmaßnahmen zu verschaffen. Gleichzeitig oblag 
ihm aber auch, durch angemessene Belehrung die Aus- 
wanderer von ihrem Vorhaben abzubringen. Daß übrigens 
diese Belehrungen ein letzter vergeblicher Versuch waren, 
die restriktive Auswanderungspolitik des 18. Jahrhunderts 
auf das 19. Jahrhundert zu übertragen, wurde List wie der 
württembergischen Regierung rasch bewußt, und dies nicht 
nur, weil die Auswanderungswilligen recht freimütig über 
die Gründe sprachen, die sie zum Verlassen der Heimat 
bewogen, sondern vor allem auch, weil sich die Probleme 
sozialer und wirtschaftlicher Art infolge des anhaltend 
starken Bevölkerungsdrucks zunehmend verschärften und 
mit den verfügbaren wirtschaftlichen Hilfsmitteln und 
-quellen kaum noch zu lösen waren. Hier sah es in Baden, 
in Hessen-Darmstadt oder in der bayerischen Rheinpfalz 
nicht viel anders aus als in Württemberg. Um ein Massen- 
elend zu verhindern, mußte das Tor zum Ausland, nach dem 
Osten, nach den Donauländern und nach Rußland, aber 



67 



Der Archivar Jg. 32, 1979, H. 1 



68 



auch nach Amerika weit geöffnet werden. Die Regierungen, 
bedrängt von den Gemeinden, die bestrebt waren, sich eines 
Teils ihrer schweren sozialen Bürde zu entledigen, trugen 
dem durch eine liberale Handhabung der y\uswanderungs- 
politik Rechnung. Wer immer aus wirtschafdichen, aus 
politischen oder auch aus religiösen Gründen der 1 leimat 
den Rücken kehren wollte, konnte dies tun. Er hatte nur 
nachzuweisen, daß er keine Schulden oder unversorgte 
Angehörige im Inland zurückließ. Die Gemeinderäte, die 
als erste Instanz solche Auswanderungsanträge prüften, 
stimmten der Auswanderung sozial schlecht gestellter oder 
in ihrem wirtschaftlichen Fortkommen gefährdeter Fa- 
milien stets bereitwillig zu. Die in den Gemeindearchiven 
verwahrten Gemeinderatsprotokolle sind neben den 
Kirchenbüchern der i^rrämter die wichtigste lokale 
Quelle für die Auswanderung im 19. Jahrhundert. Aus 
ihnen erhält der Forscher viele wertvolle soziale Hinter- 
grundinformadonen. Die umfangreichen Auswande- 
rungsakten der Ober- und Bezirksämter, der Kreis- und 
Landratsämter in den Staatsarchiven sind bürokratisch 
nüchtern gehalten. In ihnen finden sich für die einzelnen 
Auswanderer die ganzen mit der Auswanderungsvorberei- 
tung verbundenen Formalitäten: Antrag, Auszug aus dem 
Gemeinderatsprotokoll, Geburtsurkunde, Bürgschaftser- 
klärung eines im Inland zurückbleibenden Bekannten oder 
Verwandten für möglicherweise noch nachträglich bekannt- 
werdende finanzielle Verbindlichkeiten des Auswanderers, 
Bürgerverzichtsurkunde. Von hohem dokumentarischem 
Wert sind die detaillierten Auswandererverzeichnisse, 
die in Württemberg die Oberämter zu führen hatten. In 
ihnen mußte für jeden Auswanderer festgehalten werden: 
Name, Auswanderungsort bzw. -land, Grund der Auswan- 
derung, mitgenommenes Vermögen, Datum der Entlassung 
aus der württembergischen Staatsangehörigkeit, Name, 
Stand und Wohnort des Bürgen oder die Angabe, warum 
ein solcher nicht benannt werden konnte. Das Formular 
änderte sich zwischen 1816 und 1900 wiederholt. Manche 
Angaben fielen weg, andere traten neu hinzu. Es müssen 
deshalb, wenn man die Personalien sowie die für die Aus- 
wanderung wichtigen sozialen und wirtschaftlichen Tat- 
bestände einigermaßen vollständig erfassen will, zusätzlich 
zu den Verzeichnissen die Einzelfallakten über die Aus- 
wanderer herangezogen werden. Obwohl sich die Aus- 
wanderer-Einzelfallakten in großer Zahl erhalten haben — 
allein im Generallandesarchiv Karlsruhe werden in den 
Beständen der 53 badischen Bezirksämter schätzungsweise 
100000 solcher Akten verwahrt — , sind doch für manche 
Bezirke durch Krieg, Unachtsamkeit oder wilde Kassatio- 
nen bewirkte schmerzliche Lücken festzustellen. Hinzu 
kommt, daß nur legal ausgewanderte Personen oder Fami- 
lien erfaßt wurden, nicht jedoch der zeitweise recht erheb- 
liche Prozentsatz der illegal Ausgewanderten. Die Einzel- 
fallakten der Bezirks- und Oberämter, der Kreis- und Land- 
ratsämter über die Auswanderung werden mitunter ergänzt 
durch Unterlagen über den Transfer von Vermögen, das 
Auswanderer in der Heimat zurückließen. Hier finden sich 
zahlreiche Briefe, in denen Auswanderer ihre Lebensver- 
hältnisse in der Neuen Welt, ihre guten oder schlechten 
Erfahrungen bei der Überfahrt und der Niederlassung 
schildern. Solche persönlichen Dokumente in reicher 
Auswahl liegen übrigens auch in den Pflegschaftsakten 
sowie in den Inventuren und Teilungen, die wichtige Be- 
standteile der württembergischen Gemeindearchive bilden. 
Die Bestände der Amtsgerichte enthalten gleichfalls be- 
deutsame Quellen zur Auswanderung: Briefe von Aus- 
wanderern an Verwandte und Bekannte betreffend Ver- 
schollene, Gestorbene, Todeserklärungen, Vollmachten von 



Auswanderern zur Vermögensfreigabe mit notariellen und 
konsularischen Bestätigungen, Bestellung von Erbschafts- 
verwaltern usw. 

Die Zentralbehörden beschäftigten sich mit grund- 
sätzlichen Fragen der Auswanderungspolitik und mit Ein- 
zelfällen, über die auf der unteren oder mittleren staatlichen 
Instanzenstufe nicht entschieden werden konnte. So ist bei- 
spielsweise im Bestand Königliches Kabinett im Haupt- 
staatsarchiv Stuttgart eine größere Zahl von Begnadigungen 
von Festungs-, Arbeitshaus- und Zuchthausgefangenen zur 
Auswanderung nach Amerika dokumentiert. Interessant 
sind hier besonders die Fälle von politischen Gefangenen, 
die man dadurch unschädlich machte, daß man sie unter 
Polizeiaufsicht nach den Vereinigten Staaten abschob. Die 
Entscheidung hinsichtlich der Wiedereinbürgerung von 
zurückgekehrten Auswanderern lag zumindest in Württem- 
berg gleichfalls beim Monarchen bzw. bei den obersten 
Regierungsinstanzen. Im Fall des bekannten Nationalöko- 
nomen Friedrich List (1789 — 1846), der nach der Rückkehr 
aus Amerika um seine Wiedereinbürgerung nachsuchte, 
ordnete König Wilhelm I. von Württemberg in einem 
Dekret an das Justizministerium an, daß List als Ausländer 
zu behandeln und ihm der Aufenthalt im Königreich nur 
auf Wohlverhalten und unter polizeilicher Aufsicht zu ge- 
statten sei. 

Von 1816/17 bis etwa 1845 begnügten sich die Regierun- 
gen im wesentlichen damit, dem Auswandererstrom seinen 
Lauf zu lassen. Ihnen kam es, wie wir gehört haben, vor 
allem darauf an, daß ihren Ländern, insbesondere aber auch 
den Gemeinden und Privatpersonen, durch Schulden oder 
sonstige Verbindlichkeiten von Auswanderern kein Scha- 
den erwuchs. Das Schicksal der Auswanderer nach Antritt 
ihrer Reise zu den Seehäfen in Frankreich, in Belgien, in 
den Niederlanden oder an der deutschen Nordseeküste 
bekümmerte sie nur noch wenig. Gewiß standen die weni- 
gen württembergischen, badischen, bayerischen oder hes- 
sen-darmstädtischen Konsulate, die in amerikanischen See- 
häfen und Städten eingerichtet waren, den Auswanderern 
im Rahmen ihrer dienstlichen Möglichkeiten mit Rat und 
Hilfe bei. Im allgemeinen aber war der ,, Amerikafahrer", 
wenn er die Heimat verlassen hatte, auf sich allein angewie- 
sen. Die immer lauter nach Deutschland dringenden Nach- 
richten über die skandalöse Ausbeutung, Beraubung und 
Erniedrigung von Auswanderern durch zwielichtige Ge- 
sellschaften und geschäftstüchtige Schiffahrtsunternehmer, 
Landmakler usw. beunruhigten in zunehmendem Maß die 
Öffentlichkeit. Die süd westdeutschen Regierungen ent- 
schlossen sich, veranlaßt oder zumindest unterstützt von 
den Landständen, zu einer aktiven Auswanderungspolitik, 
bei der der Fürsorgegedanke im Vordergrund stand. Sie 
verdichteten zunächst einmal das Netz ihrer Konsulate. 
So traten beispielsweise zu den bereits bestehenden würt- 
tembergischen Konsulaten in Bremen, Hamburg, Lübeck, 
Baltimore und New Orleans solche in New York, Phil- 
adelphia, St. Louis, Cincinnati, Le Havre, Rotterdam, Ant- 
werpen, London, Liverpool und Köln. Die Konsuln wur- 
den angewiesen, sich der Auswanderer anzunehmen. Dem- 
zufolge beanspruchten Auswanderungs- und Ansiedlungs- 
angelegenheiten in der Geschäftstätigkeit der Konsulate 
nunmehr einen vorrangigen Platz. Die Aktenbestände des 
Württembergischen Ministeriums der Auswärtigen Ange- 
legenheiten sowie des Badischen und des Großherzoglich 
Hessischen Staatsministeriums, in denen sich das leider nur 
sehr bruchstückhaft erhaltene Schriftgut der Konsulate be- 
findet, vermitteln davon eine Vorstellung. Berichte und 
Korrespondenzen mit einer Fülle hochinteressanter An- 
lagen wie Zeitungen, Werbeschriften von Schiffahrtsunter- 



69 



Der Archivar Jg. 32, 1979, H. 1 



70 




nehmen und Siedlungsgesellschaften, SchifiFahrpläne, Gut- 
achten, gedruckte Rechenschaftsberichte von deutschen und 
amerikanischen Auswanderer- bzw. Einwandererunter- 
stützungsvereinen, Gesuche um Förderung bestimmter 
Siedlungsprojekte werden hier verwahrt. Mit Unterlagen 
besonderer Art haben wir es bei den unter der Rubrik 
Interzessionen in den Bestand des Badischen Staats- 
ministeriums eingegliederten Akten zu tun. Hierbei handelt 
es sich um Pensionsforderungen von Angehörigen badi- 
scher Auswanderer, die im US-Militärdienst, namentlich 
während des amerikanischen Bürgerkriegs, ihr Leben ver- 
loren. Die Akten besitzen einen hohen Dokumentations- 
wert auch dadurch, weil sie Feldpostbriefe der Gefallenen 
enthalten, die die Hinterbliebenen zum Geltendmachen 
ihrer Ansprüche vorlegten. Entsprechendes Schriftgut läßt 
sich auch in den Akten des Württembergischen Außen- 
ministeriums nachweisen. Interessante Einblicke in das 
deutsche Vereinsleben in den USA ermöglicht die Korre- 
spondenz des badischen Großherzogs mit Vereinen und 
Privatpersonen in Amerika. Diese Korrespondenz befindet 
sich im Bestand ,, Geheimes Kabinett" des Generallandes- 
archivs Karlsruhe. Von den zwischen dem Königreich 
Württemberg bzw. dem Großherzogtum Baden mit den 
Vereinigten Staaten 1844 und 1868 abgeschlossenen 
Staats vertragen, durch die Besteuerungsangelegenheiten 
sowie Fragen der Staatsangehörigkeit geregelt wurden, be- 
sitzen das Hauptstaatsarchiv Stuttgart und das General- 
landesarchiv Karlsruhe repräsentative Ausfertigungen. 

Die Regierungen Badens, Hessen-Darmstadts und Würt- 
tembergs leisteten den Auswanderern seit den 1840er Jahren 
auch im Ausland wirksamen Rechtsbeistand. Im Inland 
überwachten sie im Verein mit den unteren staatlichen Ver- 
waltungsbehörden und den Gemeinden das Geschäfts- 
gebaren von Reisebüros und Schiffahrtsunternehmen und 
setzten durch, daß diese um die staatliche Konzession ein- 
kamen. Über all diese Fürsorge- und Hilfsmaßnah- 
men enthalten namentlich die Akten der Innenministerien, 
aber auch die der mittleren und unteren staatlichen Verwal- 
tungsinstanzen reichhaltiges Quellenmaterial. Aufschluß- 
reiche statistische Übersichten über die Auswande- 
rungsbewegung in Württemberg für einige größere Zeit- 
abschnitte liegen in den Beständen des Württembergischen 
Innenministeriums vor, so Auswanderungstabellen von 
1817 bis 1820, detaillierte oberamtliche Übersichten über 
den Gang der Ein- und Auswanderung von 1851 bis 1857, 
Auswanderungen mit öffentlicher Unterstützung 1849 bis 
1871/75, Verzeichnisse über die Aus- und Einwanderungen 
nach Oberämtern 1849 bis 1871/72, Statistik über die Aus- 
wanderung aus Württemberg in überseeische Länder 1881 
bis 1899. Das Badische Statistische Landesamt hat für die 
Jahre 1866 bis 1911 alle Auswanderer aus Baden listen- 
mäßig erfaßt. Die Listen verwahrt das Generallandesarchiv 
Karlsruhe. Umfangreiches statistisches Material über die 
Bevölkerungsbewegung in Württemberg, namentlich auch 
über die Auswanderung im 19. und 20. Jahrhundert, be- 
findet sich noch beim Statistischen Landesamt Baden- 
Württemberg. Seine Übernahme in das Staatsarchiv Lud- 
wigsburg ist vorgesehen. Die Statistischen Landesämter für 
Baden und Württemberg haben bereits im letzten Jahr- 
hundert einen Teil ihrer Erhebungen zur Aus- und Ein- 
wanderung in ihren Publikationsorganen (Statistische Mit- 
teilungen über das Großherzogtum Baden, Statistisches 
Jahr- bzw. Handbuch für das Großherzogtum Baden, 
Württembergische Jahrbücher für Statistik und Landes- 
kunde) veröffentlicht. 

Die Emigration von vielen Tausenden deutscher Staats- 
bürger, die in der Zeit des Nationalsozialismus aus politi- 



schen, rassischen und religiösen Gründen verfolgt und zum 
Verlassen ihrer Heimat gezwungen wurden, ist vor allem 
in den zum Teil bereits in die Staatsarchive gelangten Akten 
der Wiedergutmachungsämter dokumentiert. Diesem 
Schriftgut kommt ein hoher zeit- und sozialgeschichtlicher 
Quellenwert zu, weil in ihm die wirtschafdichen und so- 
zialen Verhältnisse des Verfolgten vor der Emigration, 
häufig aber auch die Schwierigkeiten des Neuanfangs im 
Ausland, hauptsächlich in den USA, nachgewiesen sind. 
Im Hauptstaatsarchiv Stuttgart werden zudem Unterlagen 
über die Schicksale von etwa 35000 Juden aus Baden- 
Württemberg während der nationalsozialistischen Verfol- 
gungszeit verwahrt, die Ergebnisse mehrjähriger intensiver 
Ermittlungen und Nachforschungen einer zu diesem Zweck 
bei der Staatlichen Archiv Verwaltung Baden- Württemberg 
eingerichteten Dokumentationsstelle. Die hier erfaßten 
Daten geben Aufschluß über den Emigrationsweg von rund 
22000 Menschen während der Jahre 1933 bis 1945. 

Die genealogischen Anfragen aus den USA, aber auch 
aus anderen Ländern, mit denen die Archive zeitweise 
geradezu überschwemmt werden, haben verschiedene 
Staatsarchive veranlaßt, Namenkarteien von Auswan- 
derern anzulegen. So verfügt das Generallandesarchiv 
Karlsruhe über eine Kartei, für die sämtliche Auswanderer- 
listen des Badischen Statistischen Landesamts, ebenso die 
Personaldaten einer Anzahl von Einzelfallakten der Bezirks- 
ämter ausgewertet wurden. Das Hessische Staatsarchiv 
Darmstadt besitzt vier solcher Karteien mit knapp 40000, 
sich allerdings zum Teil überschneidenden Einzelnach- 
weisen. Hervorzuheben ist hierbei, daß in diese Kartei auch 
das Namenmaterial der 1944 durch Luftangriff vernichteten 
Akten des Darmstädter Archivs betreffend die Amerika- 
Auswanderung vom Ende des 18. Jahrhunderts bis etwa 
1865 anhand eines in der Library of Congress in Washington 
verwahrten Films eingearbeitet wurde. Das Staatsarchiv 
Darmstadt strebt eine weitere Vervollständigung dieser 
Daten und ihre spätere Zusammenfassung zu einem Ge- 
samtnachweis im Wege der elektronischen Datenverarbei- 
tung an. 

Im Rahmen des Referats muß ich mich leider mit diesem 
sehr fragmentarischen Überblick über die Quellenlage zur 
Auswanderung in den Staatsarchiven begnügen. Daß das 
reichhaltige archivische Primärmaterial zur Auswanderung, 
zumindest was den südwestdeutschen Bereich betrifft, bis- 
lang im wesentlichen nur für genealogische und ortskund- 
liche Forschungen herangezogen wurde, ist nicht von der 
Hand zu weisen. Übergreifende kultur- und sozialgeschicht- 
liche Untersuchungen fehlen beinahe ganz. Dabei vermag 
die wissenschaftliche Auswertung dieser Quellen in einzig- 
artiger Weise Licht in die sozialen und wirtschaftlichen 
Verhältnisse der einzelnen deutschen Länder während der 
beiden letzten Jahrhunderte zu bringen und der sozial- 
geschichtlichen Forschung im nationalen wie vor allem auch 
im internationalen Rahmen wichtige Impulse zu geben. 
Eine starke Behinderung der Forschung ist ohne Zweifel 
die Aufteilung des einschlägigen Quellenmaterials auf eine 
Vielzahl von Archiven und hier wiederum auf die verschie- 
densten Bestände sowie die teilweise völlig ungenügende 
Erschließung des Dokumentationsguts für die Benutzung. 
Hier können lediglich nach wissenschaftlichen Maßstäben 
erstellte archivübergreifende sachthematische Inven- 
tare Abhilfe schaffen. Daß die Erarbeitung solcher Inven- 
tare nur im Rahmen eines mit öffentlichen oder privaten 
Mitteln geförderten Sonderprogramms durch außerplan- 
mäßige wissenschaftliche Kräfte möglich ist, versteht sich 
bei der angespannten Personalsituation der Archive von 
selbst. In einem Referat auf dem Symposion der Deutschen 



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71 



Der Archivar Jg. 32, 1979, H. 1 



72 



1 



Gesellschaft für Amerikastudien, das im September 1977 
in Stuttgart stattfand, hat Wc^lfgang von Hippel 
Wege aufgezeigt, wie mit Hilfe der elektronischen Daten- 
verarbeitung die Auswanderer-Fiinzelfallaktcn der unteren 
staatlichen Verwaltungsstufc unter modernen sozialge- 
schichtlichen Aspekten ausgewertet werden können. Seiner 
quantifizierenden Untersuchung lagen die Auswanderer- 
akten einer Reihe nordwürttembergischer Oberämter aus 
dem 19. Jahrhundert zugrunde. Unzweifelhaft eröffnet die 



Datenverarbeitung im Bereich der Auswanderungsfor- 
schung neue, bislang noch kaum genutzte Möglichkeiten. 
Inwieweit das einschlägige Schriftgut der Staatsarchive 
dafür herangezogen werden kann, bedarf im einzelnen noch 
sorgsamer Prüfung. Sicher jedoch ist, daß sich ein nicht 
unerheblicher Teil der staatlichen Auswandererakten bei 
entsprechender Aufbereitung für eine quantifizierende Aus- 
wertung eignet. 



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Where did your family live 50 
years ago? 100 years ago? 200 years 
ago? How did your great-grandfa- 
ther earn his living? What was his 
wife's maiden name? Tracicing down 
the answers to these and other 
questions may Start you on an ex- 
citing trip into the past — your per- 
sonal family history. 

Your individual family tree 
evolves from a simple mathematical 
formula whereby the number of an- 
cestors doubles every generation. 
Thus you have two parents, four 
grandparents, eight great-grandpar- 
ents, 16 great-great grandparents, 
32 great-great-great-grandparents. 

Go back just 20 generations, and 
youUl have more than one million 
direct forebears. Each was a unique 
individual who was bom, got mar- 
ried (generally), produced at least 
one child, and before dying worried 
about many of the same things you 
do: a Job, a home, health, money 
Problems, raising a family. 

How do you compile your ances- 
tral family record? You do it piece 
by piece, as you would a very per- 
sonal Jigsaw Puzzle that*s never en- 
tirely complete. 

Question your eiders 

Your older living relatives com- 
prise the first rung of the ladder that 



TraciM 
Family Tree 

By Steven Earl Coulter 

will take you up your family tree. 
They can remember earlier genera- 
tions — their parents and grandpar- 
ents — and they may have old letters, 
pictures, newspaper clippings, and 
family Bibles that will supply you 
with many answers as well as clues 
for further research. Help your ei- 
ders label old photos so you and 
your descendants will not be faced 
with boxfuls of unidentifiable family 
pictures. 

These elderly aunts, uncles, and 
Cousins can also guide you to the 
resting places of those departed. 
Three and four generations will of- 
ten be found in the same cemetery. 
Their headstones — and sometimes 
footstones — will provide you with 
many names and dates. You may 
wish to make tombstone rubbings of 
some of the quaint carvings and epi- 
taphs; for instance, the 1850 marker 
of 28-year-old Mary Magdalene 
Bash proclaims: 



Mourn not for me for Vm at rest 
My soul is with my Saviour blest 
I am from sin and sorrow free 
Prepare dear friends to follow me 

Check local records 

While you*re visiting the old buri- 
al grounds where your ancestors lie, 
check out any local records avail- 
able. You*ll want to see what's on file 
with the Office of vital statistics at 
the county courthouse — and some- 
times check village or township rec- 
ords. Along with tracking down 
birth, death, and marriage records, 
look for old wills or probate records 
and land deeds — often indexed by 
grantor and grantee. Even court rec- 
ords such as lawsuits and divorce 
proceedings may shed light on for- 
gotten relationships. 

Check the newspaper morgue for 
obituaries and other newsworthy 
items; the church for baptismal, 
marriage, and funeral records; and 
the library for county histories, at- 
lases, and other archives on deposit. 

Look up the name you're tracing 
in telephone and city directories. 
You may locate unknown cousins 
whoVe lived there long enough to 
teil you about earlier generations. 

In fact, part of the thrill of climb- 



10 



BETTER HOMES AND GARDENS, JUNE, 1977 



continued 



Family tree 



To help you get started on tracing 
your family tree, here is a five-gen- 
eration Chart with Spaces for listing 
30 direct ancestors. Pill in as many as 



you can right now, then mobilize your 
family to help you fill in the blanks 
and extend the lineages baclc even 
further. List each female by her füll 



meiden name. If you want to include 
your spouse's genealogy on the same 
family tree, start with your child's 
name instead of your own. 



Ai|C6stfal Utmft 



aternal grandfather 



d. 
m. 



d. 
m. 



our father's lull name 



d. 



aternal grandmother 



i: 



our füll name 



maternai grandfather 

b. 

d. 

m. 



your mother's füll maiden name 

b. 

d. 



maternai grandmother 

b. 

d. 



Legend 

b. — date & place of birth 
d. — date & place of death 
m. — date & place of marriage 



reat-grandfather 



d. 
m. 



d. 



reat -grandmother 



great-grandfather 

b. 

d. 

m. 



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d. 



reat-grandmother 



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great-grandfather 

b. 

d. 

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great-grandmother 
d! 



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great-great-grandmother 



great-great-grandfather 



great-great-grandmother 



great-great-grandfather 



great-great-grandmother 



14 



BETTER HOMES AND GARDENS, JUNE. 1977 



Is «Mistipatimi 
part(tf 

It's true that as you get 
older, your body does slow 

down and regularity can 
become a problem. But it 
doesn't have to be. 

You don't have to suffer 
f rom constipation . . . not 
when there's Serutan to help 
you. 

Serutan is the laxative 
especially formulated to 
help a sluggish system 
back to regularity. That's 
because Serutan's natural 
ingredients add the 
necessary moisture and 
bulk that your system 
needs as you get older. 

And since Serutan 
works more like nature 
than harsh chemical 
laxatives, it gives you 
effective, more natural 
relief . You eliminate 
smoothly and comfortably. 

Try Serutan. Because 
constipation doesn't have to 
be part of growing older. 




^njit f lavored 

concentrated 

powder 



Read label for directions. 



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Svv«' 



COfib 



•"GoodNoMthMping 

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continued 



Family tree 



ing the family tree comes from find- 
ing other living descendants of your 
progenitors. Usually your kin will be 
delighted to meet you and exchange 
family anecdotes. They also may 
have old family photographs, Bibles, 
letters, and other heirlooms you'll 
enjoy seeing and hearing about. 

The State historical libraries are 
central depositories for local and 
family archives, and many have 
volumes dealing with other parts of 
the country as well. There you'll find 
such items as the government-spon- 
sored WPA (Works Progress Ad- 
ministration) records. During the 
Great Depression, unemployed peo- 
ple were put to work copying grave- 
stone inscriptions, vital statistics in 
courthouses, and other archives and 
records. These files are invaluable in 
cases where the courthouse records 
were later destroyed or lost or where 
the gravestones have weathered into 
illegibility or crumbled completely. 

Search the census rolls 



Among the most useful aids for 
family-tree climbing are the census 
lists, both federal and state. The 
federal census was taken every ten 
years, beginning in 1790. Only the 
head of the household is named, 
along with the numbers of males and 
females of different age groups. 

Beginning in 1850, however, 
everyone is named. Age, place of 
birth, and occupation are also given. 
Many historical and genealogical so- 
cieties and libraries have microfilm 
copies of the federal census lists. 



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The State census is also useful 
since it was sometimes taken be- 
tween the federal decades. Iowa, for 
example, compiled a state census in 



1856, 1885, 1895, 1905, 1915, and 
1925. The 1925 census even names 
every residentes parents and the 
places of the parents' births and 
their marriage. 

Other facts can also be gleaned 
from the census. The 1856 Iowa cen- 
sus indicates Robert Davis was a 
farmer and a member of the militia. 
His farm production that year: 12 
tons of hay, 300 busheis of com 
(from 12 acres), 30 busheis of pota- 
toes (from i/4 acre); seid 2 hogs 
(value $25), 4 cattle (value $170), 
and 200 pounds of butter. 



Old soldiers never die. . . 



16 



State and federal archives contain 
records of military service. If you 
know or think an ancestor served in 
the American Revolution, the War 
of 1812, the Mexican War of 1846- 
1847, the War Between the States, or 
the Spanish- American War, write to 
Military Service Records (NNCC), 
National Archives (GSA), Wash- 
ington, D.C. 20408, and ask for GSA 
form 6751. Answer the questions on 
it to the best of your knowledge and 
return it. If a file is found for that 
person, photocopies of the papers 
will be sent to you along with a 
nominal bill (usually $2). There's 
no Charge if no record of your man 
can be found. 

You stand a better chance of find- 
ing family information in the file if 
your ancestor survived the war and 
later applied for bounty land or a 
military pension. If his widow ap- 
plied for a Pension based on her 
husband's service, the file should at 
least give the date and place of the 
couple*s marriage. 

The Civil War widow's pension 
record of Mary (Allen) Stilson But- 
ton relates her marital plight: "That 
about two years after their marriage, 
Said David B. Stilson deserted your 
petitioner and went to California 
and never returned to live with your 
petitioner. That after some three 
years had elapsed, she sought legal 
advice and was counseled by her ad- 
visers that David B. Stilson's deser- 
tion absolutely freed her and acting 
on such advice, she on or about 1862 
was married to James Pusey and af- 
ter living with him about six years 
his conduct in the use of liquor and 
continued 

BETTER HOMES AND GARDENS. JUNE. 1977 



continued 



Family tree 



other ways rendered her life unbear- 
able with him, she was obliged to 
leave him and she sought advice 
about getting a divorce from James 
Pusey, when to her surprise she was 
advised that she was the legal wife 
of David B. Stilson and that the mar- 
riage to James Pusey was void, 
whereupon she immediately applied 
and was granted a decree of divorce 
from David B. Stilson, and married 



Joseph Dutton as above set forth." 

Many religious, patriotic, and 
regional societies have compiled ex- 
cellent records that may be helpful 
in tracing your family history. Ex- 
amples include the Daughters of the 
American Revolution, whose mem- 
bers Claim descent from soldiers or 
patriots who worked for the Ameri- 
can cause; and the Huguenot So- 
ciety, whose members trace their 
lineages back to French Huguenots 
who fled France during the persecu- 
tion of the Protestants. 



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Now Endust does more than dust. 
Its a grcat panel cleaner too. 




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Genealogical departments of state 
and other large libraries will be able 
to supply names and addresses of 
the many organizations and societies 
in America, especially if they have 
the "Directory of Historical Socie- 
ties and Agencies in the United 
States and Canada" published by 
the American Association for State 
and Local History. They will also 
have genealogy how-to books and 
Pamphlets that will teil you where 
to write for vital statistics and other 
family records in countries outside 
the United States. 

Among the best genealogical col- 
lections in the United States — aside 
from the state historical libraries — 
are The Public Library of Fort 
Wayne and Allen County, Indiana, 
900 Webster St., Fort Wayne; The 
New England Historical and Gene- 
alogical Society, 9 Ashburton Place, 
Boston; Newberry Library, 60 West 
Walton St., Chicago; The Los Ange- 
les Public Library, 530 South Hope, 
Los Angeles; and, of course, the Li- 
brary of Congress and the National 
Archives & Records Service (Gen- 
eral Services Administration) in 
Washington, D.O. You may visit any 
of these archive depositories and 
conduct your own research. 

If there's a Mormon branch li- 
brary near you, much record search- 
ing can be completed there. Proper- 
ly called the Church of Jesus Christ 
of Latter-Day Saints, the genealogi- 

continued 

BETTER HOMES AND GARDENS, JUNE, 1977 



continued 



Family tree 



cally minded Mormon Church main- 
tains a worldwide library with head- 
quarters at 50 East North Temple, 
Salt Lake City, Utah 84150, and 
branch libraries in many cities. 

Camera crews a round the world 
are constantly filming records in 
courthouses and museums. These 
archives include church registers, 
land grants, property deeds, mar- 
riage records, probate records, cen- 
sus lists, tax and pension files, nat- 
uralization records, and ships* pas- 
senger Hsts. Well over one million 
rolls of microfilm have already been 
deposited in the library. 

You may check these microfilm 
rolls either at the Salt Lake City 
headquarters library (open most 
days from 8 a.m. to 9 p.m.) or by 
having the rolls you're interested in 
sent to the branch library nearest 
you. There^s a nominal fee for post- 
age and handling. For example, if 
you want to view the records of the 
ehester County ( Pennsylvania ) 
Historical Society, you'll find every 
book and scrap of paper carefully in- 
dexed by family name on the rolls of 
microfilm— just as it is at the soci- 
ety's library in West Chester. 

When you visit the Mormon 
branch library, inquire about their 
other Services, such as the microfiche 
index. You may wish to hire them to 
per form a preliminary search of 
their files for a specific family name. 



Note your sources 



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Any record you find, even though 
it was filled out at the time of the 
event, may contain errors. Obitu- 
aries often have facts mixed up. You 
may find great-aunt Florence listed 
in the census at the age of four as a 
male named Lawrence. The mar- 
riage license of Priscilla Coulter 
calls her Pauline. The date on a 
tombstone may not agree with that 
recorded in the family Bible. 

The 1935 death certificate of Zach- 
ariah Taylor Shutes lists his parents 
as William Shutes and Sarah Sev- 
erens. The informant was Zachari- 
ah's widow, who had never known 
her in-laws. Further research re- 
vealed the mother was actually Julia 
Ann Sevems, who had died when her 



22 



son was very young. This was prov- 
en by two contemporary records: the 
1841 marriage license of William 
Shutes and Julia Ann Severns, and 
the 1877 estate file of Nye Severns, 
which names the seven children of 
his daughter Julia Ann Shutes, who 
had predeceased him in 1856. 




When gathering material, always 
record the source of your informa- 
tion, so when contradictions crop up, 
you'll be able to recheck if necessary. 

What was that name again? 



Watch for name changes. Luther 
Nott may be found in some records 
as Luther Knott. Nicknames may 
have been used: John was often 
called Jack; Polly was a common 
name for Mary, Sally for Sarah, Nel- 
lie for Eleanor, Fanny for Frances. 




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Other countries often used differ- 
ent methods for naming children. 
Jacob Johnson meant Jacob, son of 
John; John's second name might be 
Nelson — son of Nels. MacDonald 
meant son of Donald. Robert ap Da- 
vid — son of David — from Wales, 
might become Robert David or Da- 
vis or Davies in America. 

Names were sometimes simplified 
or Anglicised. The German name 
Schwartz often became Black in 
America. The French de Blanc 



might translate as White. The Dutch 
Roosa crossed the ocean to become 
Rose. Johann Martin Busch arrived 
in Philadelphia from Germany in 
1749, and is found in later records 
as Martin Bash, as well as Basch, 
Berch, Besch, Bisch, and Busch. 

After the English conquered New 
Netherlands in 1664 and renamed it 
New York, Jacob Jansen, to distin- 
guish himself from two other Dutch- 
men of the same name in the town, 
assumed the name of his birthplace 
and became Jacob Jansen van Etten 
(from Etten). Later descendants 
spelled it Van Eaton or Vaneaton; 
others shortened it to Eaton; some 
changed it to Van Atta. 

First names were equally change- 
able: Dirk became Richard, Jacobus 
became Jacob, Maritje became 
Mary, Heinrich became Henry, Jurg 
became George. Jan and Johannes 
both became John. This can be con- 
fusing, as in the case of Captain 
John Van Etten, Commander of 
Fort Hyndshaw during the French 
and Indian War, who had been bap- 
tized with the name Jan. His brother 
Johannes served with him at the 
Fort, so two Johns appear in the 
Journal kept by the Commander. 

Even place names were fluid. The 
village of Esopus on the Hudson 
River was later called Wiltwyck, and 
finally Kingston. Pine Grove, Penn- 
sylvania, became Grove City. Turk's 
Head, Pennsylvania, became West 
Chester. Lafayette, Iowa, became 
Albion. 

Township, county, and even state 
boundaries shifted. Chester County, 
Pennsylvania, was subdivided in 
1789 to form the new county of Dela- 
ware. In 1767, the Mason-Dixon line 
determined that settlers who consid- 
ered themselves residents of south- 
ern Chester County, Pennsylvania, 
were actually living in Cecil County, 
Maryland. Thus, although an ances- 
tor lived in the same place all his 
life, you may have to check records 
of several counties or states to locate 
all mentions of him. 

Horse thieves and 
other vagaries 



Don't be surprised if you discover 
stränge relationships and other facts 
that might have been considered 
continued 

BETTER HOMES AND GARDENS, JUNE, 1977 



continued 



Family tree 



family skeletons. 

In 1754, widow Patience Bishop 
married her first husband's nephew, 
who was only five years her junior — 
thus making her sister-in-law her 
mother-in-law. 

Quaker meeting records — which 
are excellent for piecing together 
family trees of members of the Soci- 
ety of Friends — record the Society's 
disownment in 1756 of Richard 
Woodward III for marrying his 



niece, Abigail Hayes, daughter of 
Richard's half-sister, Jane Hayes. 
This provides an important clue in 
determining which of Richard 
Wood ward, Jr/s two wives was the 
mother of Jane Hayes. 

While the proverbial horse thief 
people fear finding on the family tree 
actually is quite rare, you may en- 
counter relatives who met sudden 
death. Warner Davis was bludg- 
eoned to death in 1859 when he sur- 
prised thieves in his smokehouse 
carrying ofT a freshly dressed beef. 
His grandmother, widow Susanna 




C 1969 1976 Clairol Ine 



SILK AND SILVER 

TURNSGRAY 

TO GREAT. 



Say goodbye to that yellow finge. And let your gray 
hair shine. With Silk and Silver hair color lotion. It's 
a breeze to use. Just Shampoo it in. It colors away 
unwanted yellow without peroxide. Evens out your 
different gray tones. And adds silvery Highlights that 
frame your face in softness. 

SILK AND SILVEr HAIR COLOR LOTION. 

Your gray hair can be one of the best things you have. 




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Davis, was living alone in her house 
west of Philadelphia when she was 
robbed and murdered on the night of 
January 3-4, 1782. A reward of ten 
pounds Sterling was oflfered for the 
arrest of an Englishman accused of 
the crime, but existing records do not 
reveal whether he was ever caught. 

Susanna's will (on file at the 
courthouse) disposes of her "Tem- 
poral Estate," including a white bea- 
ver hat, plat (plaid?) bonnet, two 
feather beds, and her first, second, 
third, and fourth best brass kettles. 

You may find forebears who were 
indentured servants — a not uncom- 
mon method of paying for one's pas- 
sage to America. 

William Brownes will of 1743 
grants freedom to his Negro servant 
named Jenny. He also bequeathed to 
Jenny "her bed & beding whereon 
She Lies which is One feather bed & 
Chaflf bed under it; Two pillows & 
One pair of Sheets. & Two blankets, 
& One Coverlet. & a mat, & a new 
bed cord. . ." a ehest, two spinning 
wheels (the large wheel was used for 
spinning wool and the small wheel 
for flax), "One Iron pott. Pott Lid & 
Hooks. One Small brass kettle. Two 
Pewter Dishes, and two Pewter ba- 
sons. One tin pan & three tin cups. 
One Pewter Quart (a Container of 
measure). half a dozen of Spoons. 
One dozen of trenchers. three Nog- 
gins & two Wooden platters. Two 
Earthen Dishes. & four plates & Sev- 
en Viols. Seven Wooden Ladies. 
Two milk bowls & two milk pans. 
One milk pail. Two Cheesepotts. 
four glass bottles. Her Mistresses 
Clothes box, three pudding pans. 
four Earthen porringers. One Cham- 
ber pott. One Small Spit. . . ." Such 
listings and inventories give you a 
fair idea of the domestic Utensils 
considered necessary to proper 
housekeeping in earlier times. 

Family legends — truth orfiction? 

Regard with suspicion family leg- 
ends purporting coats of arms, vast 
estates waiting to be claimed "back 
in the old coimtry," and blood con- 
nections with royalty and other no- 
tables. A few stories may contain a 
kemel of truth, but don*t accept 
a lineage you can't prove. 

You may indeed be a direct de- 
continued 



24 



KTTER HOMES AND GARDENS, JUNE, 1977 




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continued 



Family tree 




•023 Copyright < And«r«rn (grp , Baypor«, Minn. 1976. 



scendant of King Henry I of En- 
gland, but probably through one of 
bis more than 20 illegitimate chil- 
dren. And, Henryks father, William 
the Conqueror, was also an acknowl- 
edged bastard. 

All Davises are not kin of Jeffer- 
son Davis, President of the Confed- 
eracy. And nobody can prove direct 
descent from George Washington, 
the father of our country, since he 
was childless. The children he raised 
were bis wife's by a prior marriage, 
and later some of her grandchildren, 
whom the General adopted. 

But if you really desire to bask 
in reflected glory, search your col- 
lateral lines diligently, and you may 
find youVe a second cousin, thrice 
removed, of President McKinley. Or 
maybe you're a shirttail relative of 
Mary Sanford, accused of witchcraft 
or for holding public meetings other 
than those prescribed by the eiders 
or for dealings with "Sathan"; found 
guilty and executed in 1682. 

Utilize your postman 

While it's great fun to visit the 
areas where your ancestors lived and 
track down their records yourself, 
this isn't always possible. If cross- 
country or out-of-the-country treks 
aren*t possible for you, don't despair. 
Much research can be done by cor- 
respondence with relatives, librar- 
ians, county, State, and federal offi- 
cials, and others. Keep your ques- 
tions concise and specific, and al- 
ways include a self-addressed, 
stamped envelope to facilitate a re- 
ply. If your question requires exten- 
sive research, you may receive a list 
of qualified researchers in that area 
whom you may contact. 

If you*re unsure where to write for 
birth, death, marriage, or divorce 
records in the United States and out- 



26 






At kNM, of Htif'^jnluliM, Uiuu^ tlcai, Ji*« loa/b CXi^it »i^iijUtuU M^t hmH \t'itt atO 
'S* ^ I '^t* t*tif }i»y^ tt^tttf C Mittle wt «llir. Jii# • (^/»»*^u*» tittfutt^m tf \ 



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{^»tuifrx i%''t)ii«i»fhi<leu '^'^}f»jm f»l ClVr. — _! — ^ 

«u/u-UOM At HOW V<U r.-/ Out IU>)A »fl«^ oIhflJlilMl thltia, luu il'lft, 

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lying areas, contact the Superintend- 
ent of Documents, U.S. Government 
Printing Office, Washington, D.C. 
20402, and request whichever of 
these Pamphlets you need: "Where 
to Write for Birth and Death Rec- 
ords," HE20.6202:B53/976; "Where 
to Write for Marriage Records," 
HE20.6202:M34/976; "Where to 
Write for Divorce Records," HE20. 
6202:D64/976. Each pamphlet is 35 
Cents; make your check payable to 
the Superintendent of Documents. 

Don't get discouraged 

Tracing a family tree takes time. 
Don't expect to climb yours in six 
weeks, or even six months. Waiting 
for replies to your queries requires 
patience. As you unravel your mys- 
terious ancestral past, one clue leads 
to another, much like a thrilling 
whodunit. The suspense of the hunt 
adds to the fun of the revelations. 

If you come to a dead end on one 
family, such as your direct patemal 
line from whence you got your sur- 
name, start working on one of your 
many maternal lines; they may be 
just as interesting, if not more so. 

One amateur genealogist was giv- 
en a silver bed bell used by bis moth- 
er*s mother's mother^s mother. In 
tracking down this great-great- 
grandmother, he discovered she had 
fallen 40 feet down a bluff when a 
Swing broke at an 1851 Fourth of 
July picnic. Picked up more dead 
than alive, she recovered, married, 
survived an Indian raid on her wag- 
continued 

BETTER HOMES AND GARDENS, JUNE, 1977 



continued 



Famjly tree 



on train headed west, and finally 
died in bed of consumption (now 
called tuberculosis) at the age of 58, 
after a long illness. 

Some facts may have to be estab- 
lished obliquely. No record has been 
found of the second marriage of 
Mary Ellen "May" (Davis) Beas- 
ley; but other records show it must 
have happened between October 28, 
1896, when she was granted a di- 




vorce from her first husband on 
grounds of bis "habitual drunken- 
ness," and December 9, 1896, when 



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right in your 



ou remove any spots it may have first. 
Then, follow these RIT tips to get luscious fresh colors: 

1. For best color resuits, use the hottest water possibie. 

2. Use two boxes of powder dye or one bottle of liquid dye for 
each two pounds of f abric. (Double the amount of dye for dark 
colors.) 

3. For richer colors, reset your washing machine cycle so 
that the dyebath agitates for a total of 25-30 minutes. 



^iirHiiFiiirPiijaYrpirn!^^ 



give you all the simple clean-up. Instructions v ou^ll 
need to keep your washer ciean and safe for 
other clothes. 



For a free booklet or answers to questions on i 
dyelng, write RIT, Dept. Y, 1437 West Morris St.,| • •^^'•^ 
Indianapolis. Indiana 46206. * 



lt. loure going to love ti^ 



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15:., «Fitv \ 



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she attended the wedding of a niece, 
Bertha (Shutes) Button, and signed 
the Victorian guest book as **Mrs. J. 
B. Pence." 







31^ 



Organize your findings 

You may decide to publish your 
family history in a limited edition to 
provide copies for interested rela- 
tives. If not, at least make two or 
more family record notebooks, and 
donate one copy to your state or 
county historical library. They make 
great gifts for children, grandchil- 
dren, and other favorite relatives, 
and will become treasured heirlooms 
in years to come. On each page, put 
a photo of one ancestor and bis wife, 
if such a Portrait is available, along 
with all the information you have 
found about them: dates and places 
of birth, marriage, and death; place 
of burial; education; military record; 
occupation; places they lived; stories 
about them you know firsthand or 
have heard from others, and addi- 
tional interesting data. Perhaps 
Granddad's nickel-plated pocket 
watch or a velvet quilt feather- 
stitched by Great-grandmother has 
been handed down to you or one of 
your siblings. Mention such items. 

While tracing your family tree, 
you'll learn a great deal of the his- 
tory and geography of the country as 
you follow the daring pioneers on 
their treks. You*ll also acquire many 
new friends as you find and corres- 
pond with distant relatives from 
coast to coast. ■ 



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BETTER HOMES AND GARDENS. JUNE, 1977 



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inH/IMO TECinilC.L FILE IKDEXING SYSTEM 



J. c ICeyGort Card KD58^B Rev, 



I. 



U30 Dlrect Index for SubJectsJ do not use nunbers 29 
:.r.a 30, Thls leaves 60 nurr.bers around the Cr^rd, plus 
9 corner holes. A total of 6OO possible subjects may 
thus be indcxcd and cross flled. 



II. 
III. 



Use the Nurr.erlcal Index on the left edges of the card 
for sub-classes or sub-subjects. 

Use the Alphabet ical Index for authors, 

A, For a Single author, code the first three letters 
of the author 's nar.e e.g, for Stevens, Stern, 
Stenson, Stewart, etc. code STE 

B. For iTiUltlple authors code the flrst Initial of the 
first three narr.es plus hole E. e.g., for a paper 

by Snith, Brov;n and Jones, punch out hole E and the 
Initials S, B, and J. 

Ir.doxin^ the Systeni 

I. Use the list of subjects that has been built up and for 

•. lilch a r.aster alphabetical card index is maintained. Add nev/ 

i>.:bjects v.hen necessary, but not unnecessarlly. The limit for 
whe jysteir: is 6OO subjects. 



II, 



•4- •» ^.- 






rcpo 

äoo\; 
av. 1 



1 - 



Give the location v;here the document or piece of informa- 
ay 03 found in the library or elsewhere. This might be 

Technical File of miscellaneous iter.s, in the Brewing 
cal File of reprints, in a book, in an inspection or other 
, perhaps on the Keysort card itself, in the form of an 
et, tL.ble, curve, equation or other Information. The 
nz rcferred to on the Keysort card must be physically 
ble for reference by the searcher . Trivial and temporary 
shoulQ not be indexed; advertisements, Publicity releases. 



sir.plo letters, for exair.ple, 

III. Any nunber of cross-flling subjects wlthin the alphabet- 
ical list jTiay be used. 

IV, If a new subject has to be assigned so Indicate on the 
ir.dexing slip and give the new subject and the location of the 

üocuir.ont. 



The Librarian's Task 

I. Make up an alphabetized master card flle of subjects. 
Uiie 3x5 Cards. The cards will carry: 

A. The subject, Refrigeration, for example; 

B. Tne Keysort card number, D12 for example; 

C. Any "see" or "see also" Indications; Dislnfectants 
(see also Breweries Sanitation), for example. 



-2- 



f 



M. ke up nv-'v; ccirdc v.-hen nev; ciubjccts are assigned and acsign in 
unused nun.ber to the subject, (Do_ not assir*n nurr.bers 29 ^nö 30 
to any subject, so that holes H, I, and J may be used to incrc-use 
tnc nurr.ber of subjects). 

II, Periodicilly issue a mimeosraphed list of subjects v;ith 
their index (Keysort) nur.bers and docuirent location indications. 



nd put only 20 items to 
will not c.lv/ays be neces- 
sary to reissue every page v;hen revisions of the list are neces- 



Double Space the subjects on 
the page on the first issue. 



the page 
Tnen it 



sary, This list should be supplied to all possible users 
syjtem. 



of the 



III. V.'hen indexers submit a document for inclusion in the 
System it should be acconpanied by an indexing slip giving the 
subject numbers under v/hich it is to be indexed. The librarian 
v:ill assign an accession nurr.ber to the document and a location 
number, file nam.e, or other location indication if the document 
is to go into the Tech File, or Brewing Tech File, boxes, or 
other location, 

IV. Keysort cards (KD584B) will next be typed, The cards 
will carry: 

A. The accession number of the document, 

B. The location data for the document. 



C. The title of the document, 

D. Tne authors of the document, 

E. The Journal reference of the document (or other in- 
dication of Its origin), 

F. Any other data desired. 

The Keysort cards will then be punched with the numbers 
on the index slips, and with the author code. (The 
author code should first be worked out and placed on the index 
Slip for rcady reference). Use the single-hole punch for 
authors, numerical index, and holes A-I; double-hole punch for 
subject names. 



V. 

indic 



ated 



VI. The 
are placed 



Keysort cards 
in the proper 



are placed 
location. 



in ±ts box and the documents 
The index slips may be filed 



by their accession numbers If desired. 
Punching the Keysort Cards 
I. Authors 

A. Use the numbered letter code system, i.e. A=l, Bc=2, 
C=3, etc. up to M=13, then punch the NZ hole for N and go on, 
0-NZl, P=NZ2 etc. up to ZaNZ12. Ilie list is given on a separate 



I' 



-3- 

'. •.;. Boul.c-:; Vhc MZ hole- thore aro holco narkcd 1,2,4, and 7t 
*.::''oh by cor.blninG will ßlve :iny numbcr up to 14, (l4»7+^+2+l), 
Tr.uj A-1, 3=»2, C-2+1, i>4, E=^l, etc, 

3. If a ciocur.cnt Is v.-rltten by a Single author, punch 
thc flrst three letters of hls nar.e, for example Brenner, punch 
3=2, R=>XZ+4, E=4+l; Stev;art, S=:NZ+4-f-l, T«NZ+4+2, E=4+l. 

C. ir there Is nore than one author punch out hole E, 
rnen punch the first initial of the last nane of the authors 
i;r> to thrce. For exarr.ple an article by Brenner, Owades, and 
p!.?!© v.'ould have the E-hole punched, then B-2, for the first 
lowtor, 0=»NZ+1 for the second letter, and P-4+2 for the third 
Icttcr, 

II. Subject Numbers •» 

A. First punch the letters of the subjects A,B,C,D,F, 
G,H,I,J, or no number (for subject numbers 541 to 600). 

B. ITicn punch the nuir.ber part of the subject in the 
Plrcct Index holes nur.bered 1+^to ^2 along the top holes (35 to 
62), botto.-n 1 to 28 left edge *-- -' 



h to 62 
pl-39. 



C. Nur.erlcal index: Punch the required nunber in the 
r.ur.orical index on the left hand section of the card using the 
ciecln-.^l systerr.; that iS;,co no higher than 9 in each block. The 
nur.bor 39, for exanple would be punched 7+2 in the U (units) 
block, 2+1 in the T (tens) block. Zero is not punched in thls 
ryc:;cm; for exar.ple, the nunber 30 would be 2+1 in the T (tens) 
block only. 

Uwlr.:: the Index System 

I. To retrieve a document (or documents) by subject. 

A. Look up the nur.ber or nuir.bers of the subject of in- 
tcrcst in thc subject list and make a recod of them. 

3, Pick up a handful of Cards (lOO-of 200) and thrust 
tnc rortins needlc through the numbcr of the subject. The cards 
Carrying the nur.ber will drop out of the pack. 

C. Uclng the cards sorted out by number in paragraph 2, 
thrust the neeole through the letter of the subject (if thcre 
is one). The Cards carrying the number and the letter of the 
subject v;lll drop out. 

D. Hand sort the cards from Paragraph 3 for those that 
are of interest, and take the documents from the indicated loca- 
tion. Le.iVe " out " cards in their place . 

B« Return all Keysort cards to their proper box . 

P. Documents to be returned to their locatlons should be 
put on the librdrian'e desk, Do not return them to their origi- 
n.l locjtlon. 



II. To locatc documents by thi:ir aulhoro. 

A. Starting v;ith the flr^t letter of the name (or set 
of three Initials) thrust the neeole through the deck of cards 
in the Order HZ 7# ^t 2, 1. The flrst^or NZ, sort separates 
the cards into A to K and N to Z groups. 

B. Suppose the name sought is Miller. The A to M cards 
v;lll be used and the N to Z cards will be set aside^ I'i37+^+2. 



C« Thrust the needle through the 7 -hole. This 
the A to M cards into A to P and to M. Set the A to 
aside and use the G to M cards. 



divides 
F cards 



D. Thrust the needle through the 4-hole of the G to M 
cards. This divides them into G to J and K to M. Set the G 
to J card3 aside. .. 



£• Thrust the needle through 
cards. This divides them into K and 
whlch are sought. 



the 2-hole of the K to M 
L cards and the M cards 



P. The entlre deck has no'.v been sorted into those cards 
for authors v;hose name bcgins v/lth H, and all other names. 
Using the deck of M-cards proceed to the second letter of Miller, 
"I, " and sort out all those cards in the M-deck havlng I as the 
second letter. Those sorted out v/ill be all the cards for 
authors v;hose names begin v;ith MI, or are by tv;o or more authors 
v;hose names begin v;ith M and I; Miner-and Irving, for example. 

0. Simllarly proceed to the third letter L v/ith the 
r.n:-deck of cards. vmcn the L-cards for the third letter are 
sorted out the cards will be those locating docurr.ents for all 
authors v.hose na.ies begin with MIL; Milstein, Milgrlm, Mllshire 
Kllls, for example, as well as Hiller, the name sought. It 

also contains all the cards of documents by three or more authors 
v.hose names begin with M, I, and L; Mills, Irwin, and Langley, 
for example, 

« 

H. If the sorting needle is now thrust through the 
E-hole, to the right of the alphabetic index, the cards for docu- 
ments by more than one author will fall out, leaving the cards 
for authors whose names begin with MIL, and these must be hand- 
sorted. 

1. If the article by Mills, Irwin, and Langley is the 
one sought, the fall-out group of MIL cards obtained in 8 must 
be hand -sorted to locate the card sought. 



EDS:eg 
2/16/66 



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Alphabet Code for Keysort Cards KD 38^B Rev. 



1 - A - 


1 










14 - 


. N - 


NZ 


• 


2 - B - 


2 










15- 


I - 


NZ 


+ 1 


3 - C- 


2 


+ 


1 


• 




16 - 


. p - 


NZ 


+ 2 


4 . D - 


4 










17 ■ 


• Q - 


NZ 


+ 2 + 1 


5 - E - 


4 


+ 


1 






18 . 


- R - 


NZ 


+ 4 


6 - F - 


4 


+ 


2 


f 




19 • 


. S ^^ 


NZ 


+ 4 + 1 


7 - G- 


7 










20 . 


. T- 


NZ 


+ 4 + 2 


8 . H . 


7 


+ 


1 


• 




21 - 


. ü - 


NZ 


+ 7 


9 - I - 


7 


+ 


2 


• 




22 - 


. V - 


NZ 


+ 7 + 1 


10 - J - 


7 


+ 


2 -f 1 






23 • 


. W « 


NZ 


+ 7 + 2 


11 - K - 


7 


+ 


4 






24 . 


- X - 


NZ 


+ 7+2 + 1 


1<£ - L - 


7 


+ 


4+1 






25 • 


. Y - 


NZ 


+ 7 + ^ 


13 = M - 

• 


7 


+ 


4 + 2 






26 . 


- Z - 

• 


NZ 


+7+^+1 

1 


Sortlns 


Division 














NZ 








A to M 










N to Z 


7 








A to P; 6 to 


M 






N to T; U to Z 


4 






A 


to C; D to F; 
K to M 


to 


J; 


N to Q 


; R to T; U -to X; 



A,BC; D,EP; H,U; K,LM 
B,C; E,P; I,J; L,M 



NO; PQ RS; TUV; \IX; 

N,0; P,Q; R,S; U,V; W,X; 
Y,Z 



H 



) 



i 



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Eteysort For the BablEogrspher 






Every bibliographer hat experienced 
ihe frujtraiion of aiiempiing lo eiiabliih 
a woriiable refcrence index. Ufually thii 
leiulu in » »erie« of cron-index filet, 
nurr.bering from ihree lo a dorcn or more 
depcnding on ihe toniplexiiy of the lub- 
jeci Such a projecl is eaiily recogniied 
at a trriout one, for if the index ii to 
lerve frunfuUy, it muit be coniplete and 
accurate. If a refcrence is lo be classified 
four wayi for initance, four card» muil 
bc prepared for filing in ihe reipective 
crcii-mdex f'lei Thti may well become 
a major clerical laik ai evidenccd by ihe 
wriiten material »hown on the card illui- 
traied on the co\er. Having accomplithed 
\\:.% Ijborioui ta»k, the bibliographer i> 
further confronted by the dlicouraging 
projpect of ha\ing imporiant refcrence 
iTjaterial "buried aljve" in the crow-index. 
Thii can occur through mijfiling of card» 
or faulu in the bajic filing icheme. 

For many yeari, thcre hai been a cry- 
Ing need for a »>ilcm which will perniit 
a lingle card refcrence. One thal will 
reipond accuraiely and complctcly to any 
dcn-.and of ihe bibliographcr. Such a ly»- 
lern i» KEVSORT— ihe original, »nar- 
ginal punch card lyiiem which providc» 
«he tiblicsrapher wiih "A Thouiand In- 
dexes in One" KEYSORT mccti every 
rcquircment of the bibliogiapher bccauie 
it is flexible, it is accurate, it is ihrifty 
and it it highly »cleciive. Furthcrmore, 
it it so sirnple in principle that anyone 
can opcrate it, thcicby obviaiing the need 
for extensive equipment and skillcd per- 
sonnet. 

FILING VERSUS FINDING 

The important rcquircment of any 
bibliographic index is to exiract the in« 
formaiion it contains with positive knowl- 
edge that all the refcrence» have rcspond- 
ed ar.d that thi» response i» "at ordered." 
Wiih Keytori, thi» i» alwayt atsurcd. 
Thu», Ihe filing tcquence of ihe index i» 
of utile importance »ince even a inisfilcd 
Kr>iort card will respond to the telection 
prcKrdurc. Ofien it it unnecctsary to* 
maintain any parlicular filing oider since 
the index is used only for tclections. Thit 
eliminatet the refiling lask afier sclecliont 
have been reviewed. If the composition 
of ihc index is kcpt iniacl, the bibliog- 
raphcr knoui he has any and all refer- 
«r.ces at his fingertips. 

HOW KEVSORT WORKS 

The Keyiort card. illuiiratcd showt 
how a wealth of coded informa- 
tion ir.a) be capiurcd »round the edge 
of tV.e r»rd while »tili pro\idir.g arnple 
ty.tir fi>r t)|«d or wiidrn iiifwriii.iiioii in 
ilic K'J) of the €Ai<\. Thcrc iirc five b.»sic 



clauificaiion requiremenU in the prepar- 
aiion of a bibliographic index. These are: 

1. Year (of publication). 

2. Auihor» (alphabelically). 

3. Clajsificaiion Index (»ource, typ«, 
commentt, etc.). 

4. Nuincrical Index (principal »ub- 
jecu). 

5. Direcl Index (minor »ubjecU). 

The gcneral principle» involved in the 
e»iablishmcnt of the filc are extremcly 
»implc Valuc» are assigned to the hole» 
around the edge» of ehe card» in accord- 
ance wiih previoujly delermined baiic re- 
quircmeni» A »ingle facior may be a»- 
»igned to a »ingle hole (direct index) 
which permiis a direct sort of Cards for 
that facior. For nurntrical coding of 
mutually exdusivc information, groupi 
of hole» are assigncd in "field»" to permit 
»equence »ort». In »uch coding, the 1-2- 
4-7 »fheme i» uicd. 

A positive Classification i» indicated by 
noiching the hole to ihe edge of ihe 
card; or, when doublc-rcw punrhing i» 
u»ed, two hole» are joined to form a »lot. 
Thi» i» a »iniple hand punch Operation. 
VN'hen ihe card» are to be »orled, a »ort- 
ing needle i» inicrted inio a group of 
card» through the de»ircd Classification 
hole and the card body i» raited. The 
Card» which fall ftom the needle are the 
deiftcd one». Thi» i» the fastest known 
mcihod of »orting card file». 

Sequence coding i» »imilarly rapid and 
»imple. A field of four hole» will clauify 
numeric value» from to 9 by notehing 
at followt: 



No Noich 

1 Notch I 

2 Nüich 2 

3 Notch 1 & 2 

4 Notch 4 



5 Notch 1 & 4 

6 Notch 2&4 

7 Notch 7 

8 Notch I & 7 

9 Notch 2*7 



Thi» »eherne may be expanded to per- 
mit addiiional cla>»ification» lo 14 aa 
follow» : 

10 Notch 1-2-7 12 Notch 1-4-7 

11 Notch 4-7 13 Notch 2-4-7 

14 Notch 1-2-4-7 

Thu», it will be »een that one field of 
four hole» will record 14 mutually ex- 
dusivc cla»sification»i two field», 149 
classificaiior.s. thrce fields, 1499 dassifi- 
cations, etc. 

To sort Cards into sequence using thit 
»chcinc, the S(»rling needle is passi-d suc- 
cessively through ihe I, 2, 4 and 7 holes 
of the code and ihe cards which fall are 
placed 10 ihe back of ihe deck. This sort 
is always niadc from the Iowcst facior 
into ihc highest facior; e.g., unitt, tent, 
hundrrds, etc. At the fondusion of such 
a »Ott, ihr « .ir«ls will br in pi rfrcl »e- 
qiirtKC wiih ihc lowrsl facior at the 



front and tuccccding facton ranginc to 
the highett at the back. All cardt of any 
common facior will be grouped together 
within the tcquence. 

THE BIBLIOGRAPHIC INDEX CARD 

YtAK Codi 

Thrce fields are provided on the itlui- 
traied card fox recording year of publi- 
cation The two fields on the right pro- 
vidc for notehing of the last two digitt of 
the year The field on the Irft is for the 
Century. For refcrencet published prior 
lo the I7ih Century, no notch it made. 
Eighleenth Century references are noich- 
cd in the 17 posiiion; I9th tentury refer- 
ences in the 18 i>osition and 20th Century 
references in ihe blank posiiion on the 
left. 

AvTHOH Cook 

The alphabelical index is u»ed for 
author coding. The lettcr» of the aipha- 
bet are a»signed numLert; "A" repr«- 
»ented by 1, "B" by 2, and so on to "M", 
which it reprcicnied by 13. The tecond 
half of the alphabct it timilarly detig- 
naied, but the "NZ" punch it al»o u»ed. 
Thu» "S" it represented by "N-Z" and 
1, "O" by "N-Z" and 2. and to on to 
"Z," which it reprctented by "N-Z" and 
13. 

The firtt thrce letier« of an author*! 
name are codcd in their respective fieldt. 

Multiple authorship it indicated by 
noiching ihc hcle which is immcdiately 
to the right of the alphabelical index In 
such caset, only the firtt lettcr of each 
author't name it Coded. J"or cxample, in 
ihe case of a paper by Smith. Jonet'and 
Brown, the fieldt are used for coding 
"S", "J" and "B". This arrangement per- 
mits locaiing all the papers of a research 
group, if the Icader't name it known. 
.Mlhough hi« name may not ncccssarily 
occur firtt. it it only neceuary to isolate 
ihe nmliiple authorship refcrencet, then 
needle each field of thit group for the 
Idier denoiing the desired name. Thi» 
procedure will narrow the field suffi- 
cienily so thal final »orting can be done 
quickly by band. 

Another alph.iLct code uset the leiten 
O-I-EC-B for designaiing the holet to 
be noiched. It it ihut more ninemonic 
than a tysirin using nuinben. tince the 
lelters used are irprcscntcd directly by 
the singly notfhcd holet. lu »dvaniage 
it in the noiching of the holes; ihe sort- 
ing is done in ihc »ame way as for num- 
bered holes. The »ccond advanlage of the 
new (ode is thal leu notching it re- 
quired. as ihe lelters inost frequenily used 
are r» prcst-ntcd in gcneral by one or at 
tl.r iiicnl by iwo iiDtcKes II is not re- 
quirrd to notch *, and ihree of ihr 







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Walther, Bruno 

Ferric sulfate Chloride In the manufacture of Ink. 

Chem. -ZTG. 45, 842 (1921)| Seifensie<!or-Ztg. 48, 745-6, 763-4, 780-1 

(1921) 
CA. 

16, 350 (1922). Th« quallty of an ink is detd, largely by the cotpn. 
of the tlnting bodyi it is, therefor«, i-^portant to know «hether best 
results are obtainable in a particular type of ink by the usc of F«'* 
or Fe*" salts. Pt** talts with H2SO4 or acid sulfites givc « 
desirably colored but very corrosive ink. Inks ontg. oxalic acid ar* 
relatively inert toward steel pens, but they can contain only Fe'*' 
salts and since oxalic acid al\4ays discolors to sor.e extent the dye 
present, »uch inks are an undcsir.^ble gray color. Very good inks fre« 
from the usual defects can be nade with the nexly discovered ferric 
Sulfate Chloride, FeS04Cl .6H2O. This »alt is unaffected by ft:oi*ture. 
Forreulas and directions for teaking varlous grados of Fe-gallate 
writing and copying inks are given. 



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voweli, 0. I, «r d o, air ihown by a lingle 
noi«h Thr »>>Je pri'^ul«-! for Kp.«r4lf 
trcJKnfnl of Mae and A/< at a lingie 
Iriier. Ihrrr ii no difficulty «tiih ihit use 
in not(hing er torimg of the »ccond and 
(hiiJ Irdrr» »f ihr n.inie js ihr cod« uied 
for .%/u<- aitd Afr and ihr irmaindrr of 
ihr m't ii »imply omiiird If ihr Irltrri 
«, tf, M, or apprar m riihrr thr firil or 
•rconJ plji'c in ihr n.ime only, Iwo-lritrr 
coding onlx can bc donr, at thry are to 
br noichrd »t •*, ot. ui, «nd ot, re- 
ipri(ivrl)r, ai »hown in ihr following 
labir 



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CiAssincATiON Indix 

Four fitidi. drsifnatrd ".V. "B". "C". 
and "D", arr pmvidrd, räch capibtr of 
codinf up to 14 riiuttully rxciutivr claiti- 
firationi Thrtr may br auignrd ai fol- 
Iowi: 

Codr A — Sourcr of Publiration. 
Codr B — Tvpr of Articie. 
Code C — BiSI'Ognphrr« Commrnti 
(codfdV 

Codr D- Rf»er*e— (*• assignrd). 

To afford trralrr coding capacity. 
th»«r fodfi rpjy br arbitrarily asiignrd 
by thr bibliogrjphrr to mrrt hit particular 
rtquirrnrnu Thr above asiignmrnti are 
itricily iuggrsti\r. 

SirjicT Nf\TTC« 

Mo»i Import int of all ii the indfxing 
of luf'jfcii Thf illiiitijtrd card uiiliirs 
ihr Nurrfticjl Indr» for a postible 
14*9 niuiujilU rxt-1u«:ve principjl $ub- 
'\t\:x% Thrre i« iUo the Dircci Indr« 
*»ith 91 po<«iNr minor lubjrctt %thich 
may nut br muiu illy rxilui:\r tincc räch 
ii a dirrit lort. Thut. it will br irrn ihat 
ihr clat«:ficj|ipn poitihilitiri inhrrrnt in 
iht» carJ arr infinite Thii broad ränge 
of pottitiilitirt i« imporunt to the biblio- 
graphrr lince it i« a wril recognifrd fact 
that crrtjin loplc« mjy, in lomr caiet. 
oiLtar ai piin« ipal tubjecli, white in other 



cairi ihry m.ty ocrur ai Irs« importanl 
lubjecli diiiuiscd in addilion to the 
principal luhjrcl. 

In «uch caset, thcy arr auignrd num- 
brrt in thr litt of principal subjrcli 
Whrn thry ocrur at minor »ubjrcts. thry 
art codrd in thr Dirrrt Codt. In ihii 
mannrr, the bi'oliogrjphrr may arrangr 
hit clatuftcaiioni lo providr a Iruly widr 
ränge of sub-diviiioni for each principal 
•ubjrct. 

Thr coding of a typical iprcific refer« 
cnce is thown on thr card illustrated. 
The (ignifiranre of this coding ii shown 
in the following Table. 

A typical outlint (in Ahhriiiatid Form) 

Vtti *t * Cuidt in Coding Writing Ink 

Rtitrtnets 

Aulhor (nuinrrirally coded in alphabeti* 

cal index) 

Publicalion Datt (coded in date index) 

Säuret of fuft/iVan'on> (numerically coded 
in clauifird index A) 

1. Periodical 

2. Book 

3. United Statri patrnl 

To a maximum of 14 classificaliont 

Typt of Artidt (numrrically coded in 
clasiified index B) 

1. Experimental. theorelical 

2. Experimrnlal, rmpirical 

To a maximum of 14 clasiifications 

Commtnli (dirrct coded in clauified in- 
dex C) 

C 9. Refrrrncr card compirle 
CIO. Original rrfrrrnce available locally 
eil. Principal subject not related to 
writing ink 

CI2. Open 

Ftincipal Subjtcts (numerically coded in 
numrrical indrx, lubclatiificationi direct 
codrd in dirrct indrx) 

1. Iron gall ink 

34 Corroiivrnest 

33. Stabiliiy 
32 Acidiiy 

31. Permanence lo water and lighl 

30. Iron Compounds other than fcr- 

roui lulfate 
29. Chrmiitry of iron-lannin re- 

action 
28. Tannins from miKellaneous 

•ources 

27. Ratio of iron lo lannin 

2. Lofwood ink 

34. Contairxing a chromium Com- 
pound 

To a maximum of 1,499 lubjctls; 



Minor Suhjtelf (direcl coded in direcl 
index) 

1. Iron gall ink 

2. Logwood Ink 

3. Prustian blue 

4. Ink from natural colors 
5 Ink from tynihelic colori 
€. Pigment bindrr bäte ink 
7. Oxalic acid in ink 

B. Metal Compounds in ink, oiher 
than ihose of ferrout iron and 
chromium 

9. Special additives in ink 

10. Concentraied ink 

1 1. Ink formulas 

12. Copying ink 

13. Permanent (or indelible) ink 

14. Safeiy ink 

13. Specificaiions for ink 

16. Colorimetry 

17. Forentic chemisiry of ink 

10. Differentiation belween ink mark» 

19. Study of the age of writing 

20. Colloidal phenomrna 



REfERENCe LITEKATURE. 

AfMM., M<l«l Ini (UnJun), t«. 417 (19)«). 

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%'ri(k(, N . "Infurrd Spcctromclrir" pfocnlcd 
bel.-ec Sr'or«»'!"" o'\ S£<wiru<h<ini<«t MdKod« o< 
Anilriii Ami«ic«m CHiMic«i Socittr. N<w 
Yock. N Y . S<rl 12. I9<4 

"Piling S*ittm( (or Cr(in«<rin( Olli<tt." Cii|i- 
nttnni Soculiti Lik'j'ji |iMi<>|'«(>Sf Nu. I. 

W. Goodman— "Cniifwtr DtKrihti M<iK«J M« 
Uki for Filing Tr<hnictl Ariu'Ui >nd Ptn«ri." 
N(«li>i| Pifonf «nd Air C»'>4'tiO'»nt. Stottmhtt. 
I9)(. >«(c t9T. 

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Iure." Civd Cn|<iirc'i«i| (NY). D«cmb(r, l«)4, 
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Mm V M(l . Bul No. 407. Aufuti. 19)1 

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P«^ •). 

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To ScrvMc «rtd InduMrr." Rcittiiold 1911 — SctorU 
Etiiiio«. 



FVIUY IMIUK^.UAPmU CAN AIIOUI) TIMS PFRIICT SFLICTIVK 
INDl.X. KHVSOIIT IS KASY TO BUY — EASY TO USU. YüUR tVhRY 
KliQUlKlMINl IS LISIH) ÜILOW I OK i.MMlÜlAll DI I.IVJ IIY tKOM 
STOCK. SFND YOUR ORDER TO YOL'R NEAREST LOCAL ROYAL 
McDFt DATA PROCESSING OFFICE, OR TO ROYAL McDtE CORPORA- 
TION, NEW YORK, N. Y. 

(All prices quotcd are FOB Athens, Ohio, subject to change without notice.) 

KEYSORT CARDS: Form KD 584 B (a$ illustrated on cover) 

500; $2931 l.OOO; $46.87 2,500; $59.83 per M 

5,000; $37.95 per M 7,500; $34.75 per M 10,000; $28.57 per M 





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Hand Piinch #5201. For singic row noiching. 
Hand Punch #5203. For joining two holrs to form a $!ot. 
Hand Punch #5227. For U noiching double row coding. 
Any style, $7.60 each. 



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Mod«l #S2QI 



Modti #strr 





The KEYSORTER is a strrl needlr «et in a pla^ric 
handle. Onr style is madc \*ith the nccdle permanrntlv 
attached to the handle, while ihr orher st\lr is mide 
with a screw collrt which perrnits adjusting ihr Ir-n^th 
of the needle. Solid type, $2 10 cach, adjustablc t>;>e, 
$4 00 each. 

The ALIGNMENT BLOC:K incrca^r^ the speed and 
ease of sorting. The drop front, quide fits flush aga:no. 
front edge of a desk. The vertical Mdr cuide on the 
right is used for aligning the cards. $3.30 eacli. 



KEYSORT SELECTOK UNIT 

For Vollme Self.ctio.ss 

The Keysort Selccior is a device by v^hich Cards of 
any desired Classification or combination of c!assifications 
along one side of the card can be removrd from the 
file without disturbing the order of the rerr.ainder of 
the Cards. Or, if drsired, the selected cards can be offset 
instead of removing them. $171.50. 



Two drawer stcel filing cabincts (not iI!ll$tr.l^•<f 
finishcd in inctallic gray to hold appro\imatoly 3.*'j'";0* 
Cards— $30.00 each. Card sa\crs for cornciin^ notches 
on cards, style K 4 SD, $3.10 for 10 books. 



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230 Washington Street, Mount Vernon, New York 10551 






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104 Vernon Drive 
Scarsdale, New York - 



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MiBflilirPiulo 



Lo.i t\Tri/; : 



Viel lue 
Cont Inno : 



ot\it t;artor Jiid ificljf^n ::iiJintr:^^rneinachaft 

J^'^i'':»' If^'J 11. loi-J;;) : Ki.rl Haan 
l.Vir:i '— JM Ina Th<'di;u?:3:i Ln/:or 



r r o /• r 'i i:i 11 



n. r. Haondol 



Ouvertüre ?iU "Entfipr*' . 

andante - L'irßhpit^ _ /\1 Ir^^ro 

Konzert in G-Holl /v. Vi valdi 

für Violine und o tr'-.i c!.';rc!ior, t^r^ i,i i. t Oon lirnu^ 
( von Sam Franko brarooi l;ol; n.rul Y^MiiKli lioruliin 
7Aigoeignet . ) 
/Vllegro - Lar/'O oantabilo _ AlL-.ri'^.) 

Pantoral - Symphonie in ])-j;ur c. n. ncliiaoni 

Ada,rz;io - Allef^ro - l,?ir,r:() - Andant'^ 



Eine Kleine IlaohtMUsik (:>^rpr)anr) 

Alle,^ro - Romanze ( Ari'l.Mihr^} - i ioipjfH.tn ( A 1 Io-jh*) ;- 
Twondo (Allp,^',ro) 



v;. A. 



lozart 






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Divertimento über tlobrü i .selip l.io'-bM' Karl. I! 

für StreichinBt.rnm(ait(^ 

Hatilcwa - Ali b'rr - dinran] \;' ^)ra,i i.a -- 

KMial gananim - Ani pur.li.i -^ üaJ I . J u/i^Ui 

Ländleriache Timze T. . v. iU>etlioven 

Contretänze •;r. a. flo-.art 



Aendcrun/':en voib'jlial \s\\ 




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iiödjftcK ^onnfao ben 10 «Januar 

im ©aale j«m „Jfronprllljeil." 

Prograrn7n : 

1. ©d)H)cbiicf)e0 3So(I«lieb l5t)ür arr. Don ©itcfter. 

2. avic für ÖQJj QUO Don 3iiQn comp, öon aJJo\Qrt. 

tJ. ©QnqcruiQvfd) (SI)or 

4. a. ^Jiomanje 0110 b. $U(]eiiotten .... 

b. Sieb für 2:^nor 

r>. ©pieliiiaiiii^neo für Icnor 

6. B'^^ühliiiö^flruÖ. ^l)or 

7» UeberoU Du, l^icb für ;!3ariton unb ßeUo*> 

bcfllcituug 

8. a. 8icb für 3:enor 

b. l^J QjlauöülinQta 

c. äric QU« (Smar unb 3*^""if^'"'ß"" f- ®o6 

tO. ®tänb(i)eu, Quartett 
10. leriett mit Gt)or quo Sfomeo nub 3ulic . 

11. Duett QUO 2eü 

12. ®ct)iüQbifcf)e3 5ßo(fiMieb 

«ufanö Slbcnbö 7 llDr, 

^ Die 3)?itcJieber be« ©efuurtücreinö mit \\)xn\ gamilicn t)aben freien S^^t^it*- 

ßatr^e für 9UdimitöIieber 12 fr. bic •JJerfon. 






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Silberij') Modaille. 




UlmH. «l.l)ouau1871 



t)on flöUer. 
t)on üJiel)crbccr. 
üon 2lbt. 
Don Oumbcrt. 
oon Boeder. 

Don ^adjner. 
D. ß. ©taubacftcr 
Don 'ißalabill)e. 

Don ^orßinfl. 

Don ffreu(jer. 

Don ^füini. 

Don 9?ogini. 

Don Silc^er. 



©ccljrtc iöflnbuiirtfjc! 

SBir unteriei(i)nete S^ertreter 
ber rülimlidift befannten uerbefjer* 
ten nied)auifd)en 

fpinnctei, ^^eßerei itiife ^^--^ 
^luinterei Scliret?:heim 

erlauben empfcMcnö luuufüuötöen, baß jeber^eit 3^eot)ftoffe jum 

Jpinncu, ^c6en , gsi'cirficn, Slarßm & liuirnm im Jofine 

jur Öeförbcrun« überneljmen uiib Derfidjern bei befaunter unül»ertreff 
lidjcr prei^flefrönter Quolität, bidi^fte 83ererf)nunfl unb fdmellfte öe 
bienunq innert läuflften^ 4 3Bcd)en, unb ^roar oljltc 5fuffd)faj bei 
fcit^CtiflCU ©d)ncüer Don 122S SS^UUx V'änge a 4 ^ = 12 ^%. "5" 
"^^ Um bie fiabrifatc jeitlid) iuiüiliubefümraen,' bitten uoT balbmöijlia)|te ^'^f 
# »o()ftoff'3uiteauna. i^ 

»f> 3- 9Joffl in Dellmenfinöen. ^ 

^ 5. '^faumann, fträmcr in Unterfirdiberg. ^JV 

^ji <i>. Sniltefc in l^unpl)pim. ^^ä^ 




bei 



3Jr. 1: fl. 11. 24. 9f?r. 2: fl. 9. 36. 9fJro. 3: fl. 7. 36. SRr. 4; 
Jl. <;. 2 t. i)Jop})cnmel)I fl. 7. 36. 



(^in viui eiqalteuei^ <s?Optja uuo ü 
Scffcl fini) biüio ju Derfaufen. äöo? 
fQQt Die (Sjcpebltion. 

ilfesuchenden und 
Kranken 

(enben wir unenfficfindj unb 

franlio bie ©dirifc ^id)ere 

unö flrünblidje Teilung oller 

ftranf^fiten auf naturncmaSem 

ißege. 20. «Inflaae^. 

%. Jlunbfdjiüilj unb 

C. Jlicböriicr 

^ndjbruct:rei in ^rauufdimeiq. 





^niditprcifc in bcr ©c^rannc gu S a u p l^eim am 5. ^amiar 1875. 



ivjchctbc- 



'üorioer 
9?eft. 

(Feiitnev 



^Jieue 
3uful)r. 

(Zentner 



fammt* 
'Jetrag. 

(Zentner 



5)euti^ 

ger 
ä5ertauf. 

Zentner 



3m9?cfl 
geblie- 
ben. 

(Jentncr 



^i)d)|"ter 

Durd}^ 

fdinittö' 

^rci«. 
fl fv. 



3Ba{)rcr 
aKittel, 
^l^rei«. 



fl. 



fr. 



9üe0evjter 

D>urd)* 

fd)nitt«= 

•ißrei«. 
fl. fr. 



aJerfouf«^ 
©umme. 



'MV' u. ^ilbfdjlag 
in a)tittelpreifen 
per Gentner. 



n. 



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fr. 



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ftoru, nlt . I — I — 

ftorn, neu . 

IRoßgcn . . 

Werfte . , 

:t)abcr . , 

^^ivfcn . . 

3^ep«f . . 



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120« j 1278 



1006 



272 



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54 



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15 

52 
48 







5 
4 



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12 
42 
30 






5242 



35 



1 



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"üioW) Oberamt« l<aupl)eim. 
öei Unter/jeidjuetem [in^400ji(. 
'^flegqclb gu VJt^U m^^ dop- 
pelte ©id)tr[)eit fogleicl) 511 er* 
Ijeben. 

•JJfleiicr 3öÖrtHn C$eor(| Slubfle. 
Sweater in lNiup()eim« 
B|B^ §m $aafe }ut „Germanin.** 
Sonntag, bcn 10» ^m\m 1875. 

3tvei aSorjtlluugen. 

2)ie ^Jifliikr auf Wlm^ 

ob« 
2)cr @aitß jum (Qitabenbilb. 

Äinber ja()lcn auf allen '!l3ln\}:?n öic 
^alfte. 

Jlßeubö 'IS %^i\ 

2)n§ 2)ounini)cilKl)Ctt 

oöer 

3)lc ßaubfviii ^'^nxvna. 

Üfcmonriiaieö ^auiienuurdien mit ®e# 
fauq \w 3 ^itttcn. aUiifi? oon Sauer. 
3u jal)lreid)em 53t'fuctie laDet ein 
9Jl. gbel, Direftor. 



3)cntffl)cg m\% 



ÜölHJ^eim. Die Öebölferungeiiftc ergibt bie Ziffer 4432 Ortflange^örigcr, 
"baDon Staibolifen 3442; eüangeli|d)e 276; ^fraeliten 714. 

A i!ni!Vl)Cim. 2 b e t e r. 2lm Derfloffenen aWittmod) rourbc JBalburgi«* 
«ad)t. iirofec« romantifd)ce 3'^"l^^^öf"^ölbe in 4 2lbtl)ei(ungcn Don ßlj. 83irc6^ 
lijeiffcr, Dot öffüUtem ^aujc gegeben, grau ßDel fpielte bie litelroUe unD 
4ö|te il)rc ^ilufgabe in QU«gejeid)neter SBeif«, roofür iftr üon Seite be« ^ublitumö 
4reid)(id)cr iüeifaü \\\ %\\t\{ murbc. 3t)r roürbig jur ©eite ftanben aud) Diee^» 
mal wieber Sräufein ffllüder unb §?rr göel. Die SRolIe bcr grau Sürgcr* 
xucifterin, iDetdje grftuicin Gipfel übernommen tjotte, mar Diel ju trocfen. SBir 
^ojfen, \ia^ gcununtctf ßröulcin nadjftenß \\)x latent jur üoden gntfattung 
bringen iDirn. 

I^nil)l5cim, 3. 3anuar. (Stonb ber ©>^ui)lterung in bcr 3frQclitifd)cn 
etabtnemeitibe.) (Seborcn flnaben l), üHQöd)en 10 = 19. ©eflorben SWänn* 
mt 11, iBciblidie 8 = 19. (äetroute 7. hereingezogen ü)]änn(id)e 3, Söeib* 
lj(!)e 3 = G. ![Mnau«ge^ogen Ü)Jännlid)e 13, SBeiblidie 11 = 24. golglid) 
iat bic ®ee(en^al)l um 18 ^ßerfoneu gegen Dorige« 3at)r abgenommen, ©c^ülcr* 
ia[)( 140 in bcr ä)olf?fd)u(f, 3fraetiteu 15 in ber ^<ateinfd)ule. 

(ö i n g c f c n b c t.;, 3n ber legten 9Jummcr beö ,,öertünbiger«" ift bic 
Bal)l ber üJiitgliebcr jur ^anbel«. unb ©emerbefammer in U(m au«gefd)ricbcn. 
^are t^ nidjt ougemeffen, menn fid) bic SBäbler Dörfer über bic bierju geeig«. 
litten ^'ISerfönticfiteitcn in einer äJcrfammlung Derftäubigten, benn mic fo(l fonft 
•im eiul)eillid)cö 8iefu(tat erhielt roerben? äJäre e« nidit cigent(id) eine aufgäbe 
:jc<3 ÖetDcrbe^ä^erein« bierin bic ^nitiotiDe ^u ergreifen? gin ffi ä t) I e r. 

etjriftcnleörDcrfouraniffc. Da« SDJiniftcrium bc« ftirdien» unb ©dml 



roefenö l)Qt nad) einem grlofe üom 7. Dezember d. 3. nuumel)r bic grage, oö- 
bic SSerfäumniffc ber fird)lid)en ©onntagöfatedjcfc nod) (xW. i'trnfbar an^ujfljen 
feien, bat)in entfdjicbeu: „bafe ben ÄircftcnfonDenien bie Ö'fui.niö, gegen ^cr« 
fäumniffe ber fird)tid)cn ©onntagefotedjeje mit roelttidjcn ©lra|cu cin^^ufdircitcn,. 
a(« burd) ben art. 50 beö ^Polijeiftrafgefeüce Dom 27. Dej;embcr 1871 crt« 
jogen ^u bctraditen feien." "iihdi) einer au«fül)rlid)en Darlegung bc^ red)tlid)eR 
©lanbpunfle« ju bicfer grage, fdjlie^t ber fraqlid)e Svtaö mit bcr ©djluöfolje-^ 
rung, „baf; bcr öcfudi ber Ratediefe ben Rirdjengenoffen nur im ©mnc eineir 
blo6 fird)lid)cn, nidjt aber im ©inne einer ftaatögefetüdien nn») al« foUter er^ 
gtüingbovcn aSerpflidjtniig auferlegt merben fann." 3- 3- 

^l\\^ ber «9t. Öjtg.'' roirb bo« in Ulm in tl^^arnifon liegenbe güfilier* 
botaillon üom 7. JBürtt. ^nfanrcric'tftegiment am 1, ^ilprif nnf bie ©olituöc 
«üb fpQter uad) Tübingen fommen. 




f 



bcr 

Darnod) 

18 fr; fo baS fid) ber 93ermbgen*über|d)u6 auf 1,507,382 jl. belautt (um 

74,481 fl. 31 fr. mel)r ale im aSorjabr.) 4)ie()r eingelegt lourbcn im Der* 

floffenen 3at)re 1,097,069 fl, 

3n SRabcn^burg bot fi^f) am 2. Januar ein UnglüdÄfaU jugetrogen. 
8cim (graben eineö ^ierfeüerö in ber fog. „$öll" (©d)malegg ju) wuroe ein 
ormer, 40iährigcr 9J?aurer, i^uter 5 unmünbiger Sinoer Derjdiüttet unb cvft 
nad) lauger, mühcDoUer ^ilrbcit al« tieidbe berau^gcjogen. 

®iilJViU(jCll, 4. 3an. 93or einigen Sagen fol) bcr Rnedit einer gabrif 
in ©alacl) an Dem SWed)cn ob bem 5Rabc einen Slnbcrjc^littcn Ijängen. ?ii« er 
biejeu (^erauSjog, )cigtc fid) ber Scic^nam einee ftmb':d. gd war ein S!nal>£ 




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Lieber Herr Emmerichi 



JOHN H. BERGMANN 

104 Vernon Orivk 

scARSDALc. N. Y. loses 

• 14 723-1230 

27' Maerz, 1988 



3 






Alles staut sich «schliesslich auf meinem Schreibtisch am so auch Ihre 
Anfrage ueber MaxSaenger an Fred Bernheim, der sie in Verzweiflung an 
seine Tante S ophie Noerdlinger verwies, die sie dann zu mir weitergab. 

Ich ^(^.ViVi^ nat uerlich nicht die Grenzen Ihres Wissensdurstes ueber 
jäjudische Bela'nge im allgemeinen und ueber Saenger und den Kcnkor- 
dia Leseverein im a^zi .llen. Was ich weis steht Ihn^ n zmr VerTuegung. 



t 



Zuerst ueber Max Saengeri 

Eine genealogische Tafel liegt bei. Saenger studierte in Wien, waB 
1853 - 18^7 ^Is Rabbiner in Mergentheim taetig, und seit 1868 als 
••Prediger*' bei dem^traref ormierten Tempelverb^nd in Hamburg. Die 
Abdruecke aus pinem alten Gebetbuch mit der WidmUng an seine Schwes- 
ter Bertha, spaeter Rieser vo n 1350 stammt aus der Wiener Zeit. 
Ueber die Saengerfamilie laesst p^ich folgendes sageni 
Der Stammvater 4ff* der Laupheimer Linie ist Abraham Saehger, 1789 - 
I856, er k.im nach Laupheim vor I8I9 als Lehrer und Vorbeter der dorti- 
gen juedischen Gemeinde. Über s eine Anstellung konnte ich bis jetzt 
nichts finden. Er heiratete 1819 Helene "Mefele" Weil, eine Laup- 
heimerin und Enkelkind des Abraham Weil V(in Ivluehringen, der im 2. Schutz^^^r 
vertrag I75I erwa.ehnt ist. Abraham und Helene hatten 12 Kinder, darun- 
ter Marx"Max", der Hamburger Rabbiner und Benjamin, der Schwiegersohn 
des Isac Einstein, MetzgermeistXKter und Beisitzer des Cchsen>i{und der 
Urgrossvater von Frau Sophie Noerdlinger geb. Saenger, New York 

28 IV. sk^nn man die beiden Zweige der Saengerfamilie verfolgt, Butten- 
wiesen und Laupheim, sind die Aehnlichkeiten, in der sich die beiden 
Zweige separat entwickelten, verblueff end. Beide hatten zahlreiche 
FamilienT nichts aussergewoehnliches weder in Laupheim noch in But- 
tenwiesen in der 2. Haelfte des XVIII. und XIX. Jahrhunderts» Aber 
1>riTTrriTTTri5>ini ^\~\A. schwierig muss es damals immer^gewesen sein, allen ^ 
Kindern die beste Erziehung , die es damals gab, angedeihen z^ lassen. ^^ 
LLi;"l>.ui>ilt^iA^ Und es hat auch zu einem aussergeWoehnlichen hohen KuJ- 
•lurstand in beiden Familien gefuehrt. Mrm dnrf nur die beiden GrabF:tei- 
ne des Abraham und seines Sohnes Benjamin betrachten, das Schofar auf 
einem Buch, das ein Gebetbuch o^er Goethe oder Schiller haette sein 
ko ennen, das sagt je allesl 

Meine Aufzeichnungen und Urkunden ueber die Buttenwieser Linie 
unvöllstaendig. Aber es ist klar, dass es in beiden Doerfern 
Reihe von RabbifST, Kant(rren, Lehrer und andere Berufe, mit dem 
dis chen Kultus zusammenhaengend gegeben hat, wie der Lebold •* 
SaeTlger vtn Buttenwiesen, der 1826 als ''Gesangbuchschreiber" imma- 
triculiert war. Es is^t deshalb auch nicht weithergeholt, dass der 
Familienname •^Saenger''*' mit dem Familienmerkmal einer guten Stimme und 
der Freude am Ges ang im Zusammenhang stehen musSi Jacob der Stamm- 
vater (1755 - 18^1-3; war Vo^saenger und ReligiDn-lehrer. Von seinen 
Stöhnen war Abraham (1789 - I856) Vorbeter und Elementarlehrer und der 
Gruender des Laupheimer Zweiges. Von den anderen Soehnen meiner un- 
v# llstaendigen Liste war Lebold oder Lteb der Gesangbuchschreiber, 



1 



ist sehr 
eine 
jue- 
Loeb" 



- 2 - 



I 





Jonas, Rabbiner & Religionslehrer, der 1853 um Erl-ubnis na-hfrug, um mit 
s j:inf-r Familie nach USA aus wandern zu duerf ey dann Joseph wieder 
Vorsinger (Kantor, Chazzan) und der letzte auf meiner Liste, Moses (I8O5? 
- l'859) Schlossermeisjter. Fuer einen Juden in damaliger Zei* Kxn, 
in der Juden bei denZuenften nur mit gro^ssen Schwierigkeiten a^uf- 
nahme fnnden und besonders als Lehrlinge, die beim Meister leben und 
essen musst en, war die Vorb-rf^itung fuer ein ''ehrsames Handwerk mit 
grossen persoenlichen Opfern verbunden^fDass die Saenger eine tief- 
reliflioese und juedis ch traditionelle Faipilie w: r jCRhtxaMSXÄKJCXHfcXH 
KÄÄ aber auch eine sehr fortschrittliche im Sinne des Moses Mendtl- 
sohn w5^. ^eht aus dit sen Zeilen klar hervo^r. In der naechsten Gene- 
ratio n kam denn wieder ein Rabbiner (Marx "Max" 1821 - 1882) und ver- 
schie^anä mit akademis hen Berufe*? wi-- Arzt und Rechtsanwalt, aber 
auch Benjamin der Gaertner^von Beruf. In beiden Zweigen gab es dann 
wieder je ein Gastwirt, in Buttenwiesen Carl Saenger sicher ein Enjel 
des Jakob Saenger und in Laupheim Benjamin, der die Tochter des Isaac 




Wc=r 




M«x heiratete Klara Mayer, Tochter des Hi<,ch_Mayer und der Eva Kann, 
beides alte Familien vo m Beginn der Laupheimer juedischen Epoehe. 
Sie hatten 3 Soehne , Einer, Alfr3d, war Arzt m Hamburg. Der juengst- 
V^rle^er beim Po opemlauer Verlag in Frankfurt. Qemaess Informationen 
waren alle drei^ge^wrf^^rot-stantisch^ <<f-^Cj»u,ipr. , t'AtS^tf^ 

it den Saengers bin ich jetzt ausgequetscht. Weniger weisfich ueber 
den Leseverein Konkordiai 

ülx^L^s^rein wurde von dem damaligeiWabbinatsc^ndidat Max Snenger, 
18^ pegruendet. 1872 wurde das 25 jadhrige Jubilaeumsfe st erwähnt. 
Der zS'Jck war Erwachsenen bildung, wahrend des Wmtermonate woech- 
dntlich dn geselliger Jfiiit Vori/ag, oder Vo 1^g mit geselligemAbend, 
mein Informant sagt nichts näeheres darueber. Der ^^^^.V'^l'-'}^'^'' 
sehr beliebt bei den Laupheimer Juden und war bis ca I900 zu 19IU 
im oberen Stock in ei»ein"Buecherzimmer" neben dem Oc-sensa al unterge- 
bracht, das dann unter dem Druck der Zeit in ein Fremdenzimmer umge- 
wandelt wiirde, wonach die Buecherei wahrscheinlich im Rabbinatshaus 
(gegenueber der ehem. Synagoge) Unterkunft fand. 

Nach Frau Sophie Noe-dlinger g.b es im Zusammenhang mit dem Leseverein 
ein vielbaendiges Lexicon und«lag auch eine Ausgabe^ des Beobachter 
auf, eine periodische Ausgabe von Stuttgart, die virl^Nachrichten 
ueber lo cale juedische Belange brachte, aber auch die 'offiziellen 
Ehrungen^anl. des Geburtstags des Koenigs, und winrde deshalb von den 
Laupheimer, Juden eifrig gelesen. Von meiner Ku^iene. Frau Jajf^etc 
Gideon ist mir bekannt dass die Sammlung als Bildungs- und Unterhal- 
tungsbiblio thek sehr wertvolle Erstausgaben der Romantiker enthielt. 
Sie war eeSrffnet von 13-15 Uhr Freitags. Herr Jakob Lammfromm (I858 - 
1929), -eboren in Buttenhausen jjwo sonst?, s^^ine Mutter war eine Saeng- 
er voA dort) und Buchhalter bei I. Bergmann & Co., ein tief rej.igi«e- 
scr Ivlann, der waehrend der Hohen Feiertage als Hilsvorbeter diente, 
war vieljaehriger Bibliothekar. Ihm folgte Julius Heumann, Kleiderfa- 
brik in derMittelstrasse, der scho^ frueh verhaftet wurde und von 
HZ to KZ wanderte und endlich in Ausschwitz ermordet wurde. 

Was aus der Bibliothek nach Zerfall der Gemeinde geworden ist ist mir 
nicht bekannt. Ich bin ja scho0l934 ausgewandert. 



- 3 - 




Ich schlage vor, dass Sie sich mit meine^ K^siene Frau Margarete Gide- 
on, die Sie ja kennen, in Winterthur anrufen oder schreiben (St. Gajl- 
erstrasse 8^ II 8400 W interthur oder 41 52 281 457), sie hat viel 
von der Buecherei Gebrauch gamachtt 




• 



iegereltern von Max Saenger moecht ich noch zufuegent das 

zu den reichsten Laupheirner Juden der damaligen Zeit geho^ 

ein Neffe i QU« Baruch Abraham (1802 - 1840) bbenfatlls Ra 



Zu den Schwi 

die May*-rs zu den reichsten Laupheirner Juden der dam.aligen Zeit gehoert 
en undl dass ein NeffeioU« Baruch Abraham (1802 - 1840) bbenfatlls Rabb, 
candidat wsrr in Tuebingen und jung starb, Hirsch Mayer selbst hatte 
keine H**eri^benti^rt So ehne. Es ist schon mq^eglich d&ss Hirsch 
beim Studium xr des yiax in W^ien ein bischen mitgeholfen h?\t. Das St u- 
dium in Wien war sicher teurer als darauf der Landesunivers'taet, w(d^ 
es vie^e Moeglich^eiten von Beihilfen und Stipendien gab. 

Das irrt nun alles was ich aus meiner Sammlung und Gedaechtnis zusam- 
mentragen konnte. Ich habjnoch viele hunderte Seiten von ^'un-dtu 



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haben« 



Froehliche Ostern, mit be^^ten Grucssen 



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(N.'^fE havurah become Uke the old hevmh 



rar trom being an mnovatioifTlne haVurjbh id a partial 
renascence of the "organic Jewish Community" which 
Mordecai M. Kaplan, the founding father of Reconstruc- 
tionism, considered the model for American and world 
Jewry to emulate. Jn yesterday's organic Jewish commu- 
jiity there were no sfi^p lines of Separation tetween 



pally the mitzvah hospitality bestowed upon those who 
needed a meal and perhaps lodging for the night. The 
Heurah Hachnasat Orchim — or hevrah for receiving 
guests — saw to it that strangers, especially poor strang- 
ers, were supplied with their needs. They were honorably 
supphed, because the model of Jewish hospitality is Abra- 



....^ .._.^ „^.^ „„ ^»^jt; ""^° V.X ocpaiatiuii ucLween ^ ^"FH^^cu, uecauae tne moaei oi dewish hospitality is Abra- 
professionals and lay people.v^fler all, a prayer meeting ham, who received the three strangers with open hands 
ofnine rabbis is not a minvan. whilp 10 iinnrHain^rl ^a^^a anH Vinnnr.Kocf/^uririrT Urvo,>;*«i;4... ta i /T , , , 



ofnine rabbis is not a minyan, while 10 unordained Jews 
constitute a minyan. 

In the organic Jewish Community the rabbi was the 
teacher and scholar, while the many communal chores 
and activities whiph rabbirare expected to discharge to- 
day were the tasks of hevrot (soc\eties). 

Indeed, the mitzvah of visiting the sick is incumbent 
upon every Jew, also the rabbi — but the bürden of visit- 
ing and succoring the sick was the responsibility of the 
Hevrah Bikkur Cholim — the hevrah for visiting the sick, 
with special hevrot for women and men. 



and honor-bestowing hospitality. It was only afler he had 
prepared a Virtual feast for them that he realized they 
were angels. 

Financial support — outright gifts and loans — were 
the responsibility of the hevrah Gemillut Hasadim, the 



TRUDE WEISS-ROSMARIN 



hevrah for rendering deeds of loving kindness. They dis- 
tributed small sums for immediate needs and larger 

«o- 1 .. , syiö*. «K»i»filiance with the mitzvah of givine'tn-secret 

bingles were a concern also of yesterday's Jewish ((inatan besetei^iurii, most importantly, without huffiWine- 
commun.ty especially poor girls and widows. There were W^ecrpTont. All of us are recipiente of God's ^ ün 
professional matchmakers ishadchanim) for the well-to- eamed - so when we share with those who haveTss we 



do and the beautiful people of those days, that is, promis- 
mg young Talmud scholars. But the wallflowers of both 
sexes were the concern of the hevrah for Hachnasat Kai- 
Iah — the hevrah arranging matches for poor girls and 
providmg them with the necessities for setting up house. 
There were no undertakers and no funeral parlors in 
the organic Jewish Community. The dead were prepared 
for burial and laid to rest by the Heurah Kadisha, the sa- 
cred hevrah wjios^ members (men for men and women for 
women) tend^Iy cleansed the body and then clothed the 
departed m the tachrichim, the simple, white egalitarian 
shrouds. v ^.i r-^ 

Unlike the moderns whose hospitality is entertaining, 
in the organic Jewish Community hospitality was princi- 



do so not out of "charity," that is, love, but because of the 
demands of fairness and justice. The Standard Jewish 
term for charity is tzedakah, which means justice. 

Loneliness, the all-pervading affliction of modernity, 
was unknown in the organic Jewish Community of yester- 
day. Reaching out to one's fellow humans is structured 
into Judaism. To be sure, one can pray alone and at home, 
but the important prayers and the reading of the Torah 
require a minyan. Similarly, at the milestones of life — 
especially in times of berea vement — there is the Commu- 
nity which sustains the individual in sorrow. 

There is profound psychological wisdom in the Jewish 
mouming rituals. Jews, in the organic Jewish Communi- 
ty, are not being left to sorrow in loneliness. During the 



shivah, the first agonizing week after suffering a loss, a 
minyan assembles for prayer Services twice daily at the 
house of mouming, and the Hevrah Nichum Aveilim — an 
adjunct of the Hevra Kadisha — sees to it that the moum- 

ers are not left alone in their sorrow. 

• 

As for adult education, which was for men only, there 
were hevrot for all levels of Hebraic competence. For the 
less lettered there was the Hevrah Tehillim, the hevrah 
for studying the Book of Psalms. For the more scholarly, 
there was a Hevra Mishnayot, the hevrah for studying 
Mishna, and for the intellectual elite, there was the Hev- 
rah Shas, the hevrah for the study of the (Babylonian) 
Talmud. 

These hevrot usually met before or afler prayers in the 
house of prayer, known not as temple or synagogue but as 
beit hamidrash — the house of study (really the house of 
exposition, expounding the Torah). 

The beit hamidrash was always open, day and night, It 
^was not like "the sanctuary" of our contemporary syna- 
gogues and temples suffused with awe and sanctimo- 
niousness. It was the meeting room of the Community,, 
where one prayed and studied, where one discussed busi-*^ 
ness and politics, where one could smoke and drink a 
'Tchaim" or just sit and chat with friends. 

I know that the new havurot cannot be magically trans- 
formed into hevrot. It is possible, however, to transfuse 
something of the hevrah model into the havurah by in- 
volving its members in works which were the responsibil- 
ity of the various hevrot. 

Experiments along these lines are in progress in sever- 
al congregations which train "pararabbinic interns." Like 
paramedics, pararabbinics are to provide first-aid, teach- 
ing new congregants who know little about living as 
Jews. Pararabbinics are helpful when they teach newcom- 
ers to follow the Services and how to set a Shabbat and 
Yom Tov table — and observe the Sabbath and holidays. 



l 



^ffiC '^'^ 



Führer durch 
-Gauphcim- 



i 



erscheint einmal an Purim 5672 
eine Stunde nach der fTIcgillo. 

fierausgegeben : Von uns. 




Für Drud?fehler übernimmt die Redabtion keine Verantwortung. 



lUCNORUCKEREI A. BER6ER, LAUPHEIM. 



V 'i 



Gewidmet allen freunden 
eines frohen fjumors. 

rriotto : 

„Allen zur freud 
niemand zu Geid/* 





Laupheim ist eine Oberamtsstadt mit 554376% Einwohnern, be- 
vorzugt durch seine Lage im dunkelsten Deutschland. Es liegt nicht 
ganz an der Bahnstrecke Ülm-Friedrichshafen, sondern ist durch das 
Ried und die Bibere hiervon getrennt. Nicht weit von der Nebenbahn 
Laupheim-Schwendi liegt der Stadtbahnhof. Steigt man am Stadt- 
bahnhof aus, fallen einem sofort die riesigen je 576 m hohen Hopfeu- 

handlungs-Schornsteine ins Auge und ausserordentlich angenehm 

berührt wird man von der geradezu ideal weichen Beschaffenheit des 
Laupheimer Pflasters. Als erste Sehenswürdigkeit präsentiert sich 
unserem Auge rechts der monumentale Postpalast, genannt die 
Bahnhofkirche, von dessen Turm aus unzählige Drähte zu den hohen 
Masten führen, die eine ganz besondere Zierde des Laupheimer Straßen- 
bildcs darstellen und den Verkehr auf den Trottoirs außerordentlich 
fördern. Links hievon steht das Bahuhofhotel, bekannt durch seine, 
nur Sonntags Abend verabreichte koschere Kost. 

Wenden wir unsere Schritte weiter südlich, so gelangen wir an 
ein VergnUgnngs-Etablissement ersten Ranges, umgeben von einer 
steinernen Banderole, zu welchem jeder Bürger freudestrahlend wandelt. 

genannt das Jammeralamt. 

An der König Wilhelmstraße liegen Villen, in modernstem Stil, 
nach Entwürfen der Professoren Baschte und Rotrupf. 

Von der Ausdehnung Laupheims macht man sich erst einen Be- 
griff, wenn man an die jetzt sichtbaren riesigen Baugrfinde des Oeko- 
nomen Häuser- und Realitätenbesitzers Abr. Jos. Spatzeubauor gelangt, 
die einen Flächeninhalt von sage und schreibe 473 988 Eubikhektar 
einnehmen sollen??! 

Ein penetranter Geruch zwingt uns, unsere Blicke nach rechts 
zu wenden ; wir sind an dem großen Haarem der Firma J. Thalmann 
& Cie. angelangt, der den Besuchern von den Inhabern selbst jeder- 
zeit gerne gezeigt wird. Im südlichen Bau befindet sich in einem 
separat hierfür erstellten Kiosk das weltberühmte Wahl-Automobil, dem 
unser langjähriger Reichstagsabgeordneter Herr OberlaudesgerichtS- 
direktor Feiner seine unheimlich hohe Stimmenzahl zu verdanken hat, 



-4- 

Von hier aus erreichen wir in zwei Minuten, an der Villa Nikolas 
gelegen, den Laupbeimer Stadtgarten, umgeben von Ruhe-Bänken, 
Akazien, Platanen, Palmen und Tannenbäumen, in die sich schöne 
Kaktusse mit ihrem wunderbaren Oeruch rhytmisch einreihen ; in der 
Mitte des Platzes befindet sich eine riesige Fontaine, die durch einen 
24 Millimeter hohen Strahl 2486,5 Sckundenliter zu Tage fördert. 

Für des Leibes Wohl und Reinlichkeit sorgt das mit den 
modernsten Einrichtungen der Neuzeit versehene Schwimm-, Luft-, 

Licht-, Ozon-, Loh-, Tannin-, Moor- und Brausebad von Dr. Mancher. 

Hieran schließt sich, verbunden mit dem Schloß, Laupheims 

sinnreichste Einrichtung, die Pumpstation an. 

In dem vorerwähnten Schloss, der Stammsitz „Derer VOn Weiden", 

die längst versteinert sind, wird jetzt vorzugsweise Rindviehzucht 

betrieben und das aus der Pumpstation bezogene Wasser braun gefärbt. 

Damit haben wir den Höhepunkt erreicht und lenken unsere 

Schritte nun wieder abwärts, gebannt durch das Schild „Weinstube 

zum Hasen". Hier versammeln sich zu jeder Tag- und Nachtzeit 
die Honoratioren sämtlicher Confessionen, um, über den Parteien 

stehend und weit entfernt, Reichs- UUd Stadtpolitik zu treiben, den 

beiden weltberühmten Brüssele Seuior uud Juuior den Garaus zu 

machen. 

„Schwer beladen, schwankt der Magen 
Kaum die Beine sie noch tragen 

Otto Heumanns Wertpapiere 

Sehn wir zwischen Stiefelschmiere/' 

Nun steh'n wir vor dem RathauS und Jeder wird sich wundern 

daß in solch primitiven Räumen so viel hohe Intelligenz aufge- 
speichert sein soll. 

Vor dem Rathaus dehnt sich der Marktplatz aus und eine 
Freude ist es allwöchentlich am Dienstag dem Leben und Treiben dort 
anzuwohnen. Dank der schönen Gepflogenheit, die uns jeden Freitag 

Abend „Nudelsupp' und eingemachte Henn'*' auf den Tisch bringt, ist 
es ein Vergnügen, dem Jagen uud Rennen nach dem Federvieh als 

stiller Beobachter anzuwohnen. 

Wir gelangen von hier aus in nördlicher Richtung in die Eapol- 
lenstrasse und bleiben erstaunt vor dem mit allen Chicauen der 
Neuzeit errichteten Wareupalast „ZUr Gelle'' stehen Das ganze Jahr 
hindurch wird man hier an das schöne Woihnachtsfest erinnert durch 
den sich in dem Schaufenster befindlichen mit ewigem Schnee bc^ 
deckten Tannenbaum. Die Oberen Räume bleiben reserviert. 



~5- . ' ' 

Schräg gegenüber steht in scharfem Contrast die praktisch ein- 
gerichtete Laupheimer Schnellgerberei, die durch ihre ausströmenden 

WohlgerQche ihr Firmaschild überflüssig macht. 

Nicht vergessen dürfen wir den in der Nähe gelegenen Ochsen, 
der sich durch seinen Besitzer einen Weltruf verschafft und schon oft 
die Farbe gewechselt hat. (Siehe Inserat.) 

Einige Häuser weiter rechts gelangen wir zu den Kellereien der 

Weinfabrik der Firma Benedick. Die bedeutende Ausdehnung des 

Betriebs und die riesige Steigerung des Consums bedingen in näch- 
ster Zeit eine wesentliche Erweiterung unserer Wasserleitung. 

Spezialmarke: ,,Edenkopper''. 

Dem Fremden wird die Belebtheit der Kapelleustrasse des 

Sonntags auffallen ; dieser rege Verkehr ist der altbekannten Rat- 
geberei und Auskunftsanstalt des Herrn Geweser zu verdanken, 

dessen billige Tarife sich der allgemeinsten Beliebtheit erfreuen. 

Eine Zierde unserer Stadt bildet das uns die Augen blendende 

vergoldete Hoflieferanten - Schild der Firma R. Finder's Nach- 
folger. Haltepunkt sämtlicher Autos, die nicht mehr weiter kom- 
men — ; berühmtes chomisches Laboratorium. Kantine im Frivat- 
Comptoir. 

Kurz vor dem Endziel sehen wir noch rechts das Forstamt 
Löwen — Thal: berühmte üeweihsammlung; die erlegten Tiere wurden 

wohl nicht selbst geschossen, aber meistens selbst ge fressou. 

Wer koscher essen und sich Purim einen vergnügten Abend 
machen will, gehe noch zwei Häuser weiter und trete ein in die Räume 

beleuchtet von Souuen-, Mohnd- und Sternenschein und es wird ihm 

Laupheim we ig in Erinnerung bleiben. 



P. S. Hat der Besucher Laupheims vor seiner Abreise noch einige 
Minuten Zeit, so möchten wir ihm empfehlen, nicht zu verabsäumen, 
der Schillerhöhe neben der elektrischen Kerzenlichtfabrik, einen Be- 
such abzustatten. Hier erblicken wir das Denkmal