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Full text of "Kritische Flora der Provinz Schlezwig-Holstein, des angrenzenden Gebiets der Hansestädte Hamburg und Lübeck und des Fürstenthums Lübeck"

Wiimim 







^K ^ P 



Schul- und Exkursions-Flora 

der 

Provinz Schleswig-Holstein, des angrenzenden Gebiets 

der Hansestädte Hamburg und Lübeck und des Pürsten- 

thums Lübeck 



Dr. P. Prahl. 



Kritische Flora 

der 

Provinz Schleswig-Holstein, des angrenzenden ' 
Gebiets der Hansestädte Hamburg und Lübeck 
und des Fürstenthums Lübeck. 

Unter Mitwirkung von 
Dr. R. von Fiseher-Benzon und Dr. E. H, L. Krause 

herausgegeben 

Dr. P. Prahl. ''^'^^•^^*" 



Qui ante nos isla, raoveruat 
uou domitii nostri, sed duces r 
8unt. Seneca Epist, mor. :^.3, 11. 



1. Teil. 
Schul- und Exkursionsflora 

l)earbeitet 

von 

Dr. P. Prahl. 



Kiel 1888. 

ü n i V e r s i t ä t s - B u c h h a n d 1 u D g. 
Paul Toeche. 



Vorwort. 



WKW Yo^k 



^eit einer längeren Reibe von Jahren habe ich Material 
für eine Flora meiner Heimatsprovinz Schleswig-- Holstein ge- 
sammelt und seit 1872 mehrfach Beiträge zur Kenntnis der- 
selben veröffentlicht. Von namhaften Forschern, namentlich 
auch in Hamburg, bin ich in diesem Bestreben in entgegen- 
kommender Weise unterstützt worden. Mein Wunsch war es 
eine umfassende Flora zu schreiben mit genauen Angaben über 
die Verbreitung der einzelnen Arten und Varietäten ; die Um- 
stände haben es aber zweckmäfsiger erscheinen lassen, das 
Buch in zwei einzeln verkäuflichen Teilen herzustellen, deren 
erster lediglich eine Schul- und Exkursionsflora sein soll, ein 
Buch, mit dessen Hülfe der Anfänger die Pflanzen bestimmen 
kann, während der zweite nur in besonderen Fällen Beschreibungen 
liefert, dagegen das Vorkommen der Pflanzen möglichst genau 
angeben und zugleich eine historische Übersicht über die Be- 
strebungen zur Erforschung der einheimischen Pflanzenwelt 
geben soll. Zur Mitarbeit an diesem Werke haben sich in 
entgegenkommender Weise die Herren Dr. von Fischer-Benzon 
und Dr. E. H. L. Krause bereit erklärt. 

Ein Bedürfnis für eine solche Flora liegt entschieden vor, 
denn die bisher erschienenen floristischen Handbücher über 
das Gebiet oder Teile desselben sind wohl mit alleiniger Aus- 
nahme von Sonders Flora hamburgensis und etwa noch 
Haeckers' Lübeckischer Flora kompilatorische Arbeiten, in denen 
die Mitteilungen und Aufzeichnungen Anderer und selbst die 
^„in den Sammlungen vorliegenden falsch bestimmten Arten 
CO kritiklos aufgenommen sind. Sie enthalten alle viel Falsches, 
O^ das sich zum Teil seit langer Zeit fortgeerbt hat, ohne dafs 
Jemand sich die Mühe gegeben hätte, die Richtigkeit dieser 
^* Angaben festzustellen. 

^} Diese Forschungen über die älteren, oft höchst auffälligen 

QT| Angaben sind der bei weitem schwierigere Teil der Aufgabe, 
jjj mühsam und oft unerquicklich, und auch meine Arbeit in 
Li_^ dieser Beziehung ist noch nicht völlig abgeschlossen; einzelne 



yj Voiwort. 

Angaben, die ich in die Schultlora erlaubte aufnehmen zu können, 
haben sich schon während des Druckes als sehr zweifelhaft 
herausgestellt. 

Die Grenzen des Gebietes fallen mit denen der Provinz 
Schleswig-Holstein zusammen, unter Einschlufs des Gebietes der 
Hansestadt Hamburg rechts der Süderelbe, des Fürstentums 
Lübeck und des Gebiets der Hansestadt Lübeck, so dafs von 
iSchlutup ab die Untertrave als Grenze angesehen wird, doch 
sind die interessanten und zum Teil sonst dem Gebiet fehlenden 
Pflanzen nahe jenseit dieser Grenze als zur Lübecker Flora ge- 
hörig mit berücksichtigt worden. Selbstverständlich sind auch 
die kleinen mecklenburgischen Enclaven dem Gebiet zugezählt. 

In den vorliegenden ersten Teil habe ich eine grofse An- 
zahl häufiger vorkommender Zierpflanzen und ebenso die in 
neuerer Zeit, namentlich bei Hamburg aufgetretenen Einwanderer 
mit Ausnahme der nur einzeln oder vorübergehend gefundenen 
so aufgenommen, dafs ihre Bestimmung möglich ist. Ich 
glaube, dafs dies für ein solches Buch, besonders in gröfseren 
Städten, in deren nächster Umgebung gerade diese Pflanzen 
oft einen nicht geringen Bruchteil der Vegetation bilden, nur 
erwünscht sein kann. Die Namen dieser Pflanzen sind cursiv 
gedruckt, während solche, die seit langer Zeit eingeschleppt 
und nunmehr als eingebürgert zu betrachten sind, im Druck 
von den einheimischen Arten nicht unterschieden sind. Auch 
die Namen der Varietäten und der Bastarde, sowie die Syno- 
nyme sind cursiv gedruckt. Von letzteren Kategorieen sind nur 
die wichtigsten aufgenommen worden. Von neu konstatierten 
Bürgern der einheimischen Flora habe ich nur wenige mitzu- 
teilen, dagegen wird der Kenner unserer bisherigen Floren 
manche Pflanze vermissen, deren Vorkommen bei uns, bald unter 
genauer Angabe des Standortes, bald auch nur ganz allgemein 
diese Bücher angeben. Es sind das Pflanzen, bei denen ich 
durch eingehende Prüfung des vorhandenen Materials und 
durch Nachsuchen an Ort und Stelle zu der Überzeugung 
gekommen bin, dafs sie entweder verschwunden oder niemals 
bei uns gefunden sind. Nur zu oft sind in die Veröffentlichungen 
falsch bestimmte Pflanzen aufgenommen worden, welche dann 
kritiklos abgeschrieben wurden. Der 2. Teil wird auch hierüber 
Aufschlufs geben, in dem vorliegenden mulste der knapp zu- 
gemessene Raum zur möglichst genauen Beschreibung der 
wirklich oder wahrscheinlich vorkommenden Pflanzen benutzt 
werden. Auch die Standortsangaben sind aus diesem Grunde 
möglichst beschränkt und nur kurz angegeben, was der Zweck 
des Buches wohl rechtfertigt. 

Die Bearbeitung der Gattung Rubus hat der als tüchtiger 
Batologe bekannte Herr Dr. E. H. L. Krause übernommen. 



Vorwort. YU 

(Tern hätte ich die deutschen Pflanzennaiiien der Handbücher, 
soweit sie nicht wirklich volkstümlich sind, weggelassen, aber 
in einer für Anfänger bestimmten Flora ist dies wohl nicht 
statthaft. Von in unserer Provinz gebräuchlichen plattdeutschen 
Bezeichnungen habe ich nur einzelne aufgenommen, da mir 
nur wenige Mitteilungen in dieser Richtung zugegangen sind, 
und die Namen in verschiedenen Gegenden verschiedene Pflan- 
zen bezeichnen. Weitere Mitteilungen werden mir sehr er- 
wünscht sein. 

Die Pflanzenfamilien sind nach dem System von De Can- 
doUe angeordnet worden. Was die Bestimmung der Gattungen 
betrifft, so konnte ich mich nicht entschliefsen. das Linnesche 
System anzuwenden. Bei allen seinen Verdiensten hat dies 
System doch nachgerade nur ein historisches Interesse und zu- 
dem so viele Ausnahmen von der Regel, dafs das Bestimmen, 
wenn man nicht fortwährend wiederholen will, sehr erschwert 
wird.*) Mehrere neuere Autoren haben die Bestimmung nach 
dem natürlichen System angewandt, und zweifellos wäre diese 
Methode die beste , wenn sie für Anfänger brauchbar wäre. 
Ich habe mehrere Versuche in dieser Richtung gemacht, sie 
aber als unausführbar aufgegeben. Schon die Unterscheidung 
der Angiospermen von den Gymnospermen stöfst auf grofse 
Schwierigkeiten, wenn man nicht einfach unterscheiden will : 
Nadelhölzer — keine Nadelhölzer. Aber abgesehen davon, 
dafs der Anfänger vielleicht Pflanzen wie Empetrum unter den 
Nadelhölzern suchen wird, frage ich: was ist mit dieser Unter- 
scheidung gewonnen? Wird dem Anfänger klar, warum die 
Nadelhölzer so in Gegensatz gegen die übrigen Phanerogamen 
gesetzt werden? Nicht geringer ist die Schwierigkeit bei der 
Unterscheidung der Mono- und Dicotyledonen. Der Anfänger, 
der auf sich selbst angewiesen ist, und für solche ist das 
Buch doch auch bestimmt, wird hier oft genug irren und dann 
von weiteren Versuchen abgeschreckt werden. Wenn diese 
beiden Klippen sich überwinden liefsen, so wäre das Weitere 
leichter, aber oft genug müfste man auf Nebendinge die Unter- 
scheidung der Familien gründen, weil die eigentlichen wissen- 
schaftlichen Unterscheidungsmerkmale für den Anfänger nicht 
anwendbar sind, und damit ist doch für die Kenntnis des 
Systems nichts gewonnen. Will man aber die Unterscheidung 
der Dicotyledonen in Apetalen, Gamopetalen und Eleuthero- 
petalen noch fortsetzen, so wird man den Anfänger an dem 
System nur irre machen, wenn er z. B. die Ranunculaceen unter 
den Apetalen und Eleutheropetalen findet. 



*) Bei den einzelnen Gattungen ist die Linnesche Klasse und Ordnung 
angegeben. 



VIII Vorwort. 

Ich habe daher eine ßestimmung-sart gewählt, die sich an 
kein System anschliefst, sondern nur den Zweck verfolgt, dem 
Anfänger die Bestimmung möglichst leicht zu machen und 
den Erfolg zu sichern. Möge er erst Pflanzen kennen 
lernen, dann wird er das natürliche System be- 
greifen können, ohne Pflanzenkenntnis ist dies 
nicht möglich. Ich habe mich eng an das von Curie in 
den ersten Auflagen seiner Flora von Nord- und Mitteldeutsch- 
land gewählte Verfahren angeschlossen, wie das auch Krause 
und Fisch in ihrer Flora von Rostock gethan haben. Ich 
selbst habe dieser Methode viel zu verdanken und wenn es mir 
im Anfange meiner botanischen Studien nicht möglich war 
nach den neueren Büchern eine Pflanze zu bestimmen, so griff 
ich zum alten Curie und durfte hier sicher auf Erfolg rechnen. 
Den dieser Methode gemachten Vorwurf, dafs man stets von 
vorn anfangen müsse, um eine Pflanze zu bestimmen, habe ich 
durch Überschriften über den Abteilungen zu vermeiden ge- 
sucht. Auch die gröfseren, geschlossen oder fast geschlossen 
abgehandelten Familien sind durch Überschriften kenntlich 
gemacht, bei den kleineren ist an der betreff'enden Stelle der 
Name der Familie angegeben. 

Die analytische Methode, die hier zur Anwendung kommt, 
ist ohne Zweifel für Anfänger die beste. Denn sie nötigt, 
wie Wünsche im Vorwort zu seiner Schulflora von Deutschland 
mit Recht sagt, den Lernenden fortwährend zur genauen Be- 
obachtung bestimmter Pflanzenteile, führt ihn von einem 
G-egensatz zum anderen und zuletzt mit Notwendigkeit zum 
gewissen Ziele und wird dadurch das Auge für scharfe Auf- 
fassung des Sichtbaren, der Verstand für klare Unterscheidung 
der Dinge und Sicherheit des Unterscheidens auch auf andern 
Grebieten des Lebens und Wissens herangebildet. 

In den Fällen, wo ein als Unterscheidungsmerkmal benutzter 
Pflanzenteil bei einer oder mehreren (xattungen undeutlich 
vorhanden ist, oder wo ein Blütenteil durch abweichende Ent- 
wickelung einen anderen vortäuschen und den Anfänger auf 
einen falschen Weg leiten kann, findet er auch auf diesem Wege 
einen Hinweis auf die fragliche Gattung oder auf den rich- 
tigen Weg. 

Der Gebrauch der Bestimmungstabelle bedarf wohl keiner 
eingehenden Erläuterung. Handelt es sich z. B. um die Be- 
stimmung einer Campanula, so wird der Anfänger durch die 
Nummern 1, 2, 61, 6J, 63, 64, 162, 172, 178, 181 und 182 zum 
Ziele geführt und nach einiger Übung wird er wissen, dafs er 
gleich bei 162 anfangen kann. . 

Hinter dem Namen der Gattung ist die Seite des Buches 



Vorwort. IX 

angegeben, auf welcher die zu der Gattung gehörigen Arten be- 
sprochen werden. 

Um den Umfang und den Preis des Buches nicht zu ver- 
mehren, ist davon Abstand genommen worden, die Grundzüge 
der Morphologie aufzunehmen. Schüler, welche botanischen 
Unterricht geniefsen, werden die zum Gebrauch des Buches er- 
forderlichen Kenntnisse sich bald aneignen, Anfängern, die auf 
sich selbst angewiesen sind, empfehle ich das Werkchen: „Die 
Elemente der Morphologie von Dr. Theodor Liebe" (Preis 1 ,60 M.), 
welches durch gute Abbildungen die Dinge zur Anschauung 
bringt und das Verständnis derselben erleichtert. Auch der 
„Leitfaden der Naturgeschichte von A. Hummel", 2. Heft: 
Pflanzenkunde (Preis 50 Pf.), mit zahlreichen erläuternden Holz- 
schnitten , enthält eine gedrängte Übersicht des natürlichen 
Systems und der Morphologie und kann Anfängern empfohlen 
werden. 

Bei der Beschreibung der Gattungen und Arten habe ich 
vor allem Aschersons treffliche Flbra der Provinz Brandenburg 
benutzt, ferner Dölls rheinische Flora, Langes Haandbog i den 
danske Flora und Cüries Flora von Nord- und Mitteldeutsch- 
land in der von Buchenau bearbeiteten Auflage von 1878. Bei 
den eingeschleppten Pflanzen benutzte ich Boissiers Flora 
Orientalis, bei den angepflanzten Holzgewächsen Kochs Den- 
drologie. 

Allen denen, welche mich durch Mitteilungen und liebens- 
würdige Begleitung auf Exkursionen unterstützt haben , sage 
ich meinen herzlichsten Dank, im 2. Teil des Buches werden 
die Verdienste derselben, sowie auch die der älteren Beobachter 
um die Erforschung unserer Flora näher gewürdigt werden. 

Möge das Buch an seinem Teil dazu mitwirken, unserer 
Pflanzenwelt neue Freunde zuzuführen; noch mancher Teil 
des Gebiets ist wenig oder gar nicht erforscht und dafs noch 
Manches zu finden ist, beweisen die Entdeckungen der letzten 
Jahre, von denen ich unter meinen eigenen nur Isoetesechinospora, 
Carex pauciflora und Thesium ebracteatum nennen will. 

Kiel, im März 1888- 

Dr. P. Prahl. 



Erklärung der Zeichen und Abkürzungen. 



= Einjährige Pflanze. 
(71 =. Zweijährige Pflanze, 
2|. = Ausdauernde Pflanze , 

Staude, 
X) = Holzige Pflanze. 
(J = Männlich. 
2 = Weiblich. 
^ ==; Zwitterig. 
B. — b. Blatt, Blätter, — blätter. 
B.chen = Blättchen, 
ßl. — bl. = Blüte, —blute; 

Blüten ; Blütezeit, die Ziffern 

dahinter bezeichnen dann 

die Monate. 
F. —f. = Frucht, — frucht, 

—fruchte; bei den Krypto- 

samen : Fruchtzeit. 



F.chen = Früchtchen. 

— fg. =^ — förmig. 

F.kn. Fruchtknoten. 

F.p. Fruchtperigon. 

Of. Griffel. 

H. Höhe. 

K. -k, k.- = Kelch, -kelch. 

Kr. —kr. kr.— = Krone, 

— kröne, Blumenkrone. 
P. = Perigon. 
Pfl. Pflanze. 
— sp. == — spaltig. 
St. St.— = Stengel, stengel — . 



Erklärung der akgekürzten Autorennamen. 



A. ßr. Alexander Braun. 

Adans. Adanson. 

Ait. Alton. 

All. Allioni. 

Andrzj. Andrzejowski. 

Aschs. Ascherson. 

Bab. Babington. 

Bartl. Bartling. 

P. B. Palisot de Beauvois. 

Benth. Bentham. 

Bernh. Bernhardi. 

Bess. Besser. 

Bor. Boreau. 

(Jasp. Caspary. 

Cass, Cassini. 

Cav. Cavanilles. 

Clairv. Clairville. 
Crtz.oderl r^ *. 

Crntz. p^^"^^- 

Curt. Cartis. 

Ciiss. (Jusson. 



DC. 

Desf. 

Desr. 

Desv. 

Dill. 

Duch. 



De CandoUe. 

Desfontaines. 

Desrousseaux. 

Desvaux. 

Dillenius. 

Duchesne. 



E.H.L.K. Ernst H. L. Krause. 
Ehrh. Ehrhart. 

Endl. Endlicher. 

Eschsch. Eschscholz. 

Fr. Fries. 

Fr. u. G. K. Friderichsen u. 

0. Gelert. 
Gaertn. G-aertner. 
Graud. Gaudin. 



Gay u. 
Monn. 
Gil. 
Gke. 
Gmel. 
Godr, 



Gay und Monnard. 



Gilibert. 
Garcke. 
Gmelin. 

^ ^ \ Godron u. Grenier. 
Gren. j 

Good. Goodenough. 

Griseb. Grisebach. 

Gron. Gronovius. 

Hall. Haller. 

Hartm. Hartmann. 
Haw Haworth. 

Hayn. Hayne. 
L' Herit. L' Heritier. 
Hoffm. Hoffmann. 
Hook. Hooker. 
Hornem. Hornemann, 
Huds. Hudson. 

H. B. K. Humboldt, Bonpland 
und Kunth. 

Jacq. Jacquin. 

Juss. Ant. Laur.de Jussieu. 

Adr. Juss. Adrien de Jussieu. 



Kit. 

Kl. u. Gke. 

Kth. 

Kütz. 

Lamb. 
Lmk. 
Ledeb. 
L' Herit. 

Lehm. 
Lej. 
Less. 
Lest. 



Kitaibel. 

Klotsch u. Garcke, 

Kunth. 

Kützing. 

Lambert. 

Lamarck. 

Ledebour. 

L' Heritier. 

Lehmann. 

Lejeune. 

Lessing. 

Lestiboudois. 



XII 



Leyss. Leysser. 

Lghtf. Liffhtfoot. 

Liljeb. Liljeblad. 

Lindl. Lindley. 

Lk. Link. 

L. Linne. 

Loisl. Loiseleur. 

M. B. Marschall von Bie- 

berstein. 
Marss. Marsson. 
Med. Medicus. 

M. u. K. Mertens u. Koch. 
E. Mey. Ernst Meyer. 
G. Meyer, (i. F. W. Meyer. 
Mehx. Michaux. 
Mich. Micheli. 

3Iik. Mikan. 

Mill. Miller. 

INlnch. Moench. 

Moq.Tand. Moquin-Tandon. 
J\Ior. Moretti. 

Murr. Murray. 

Neck. Necker. 

N. V. E. Nees von Esenbeck. 

Nutt. Nuttall. 

P. B. Palisot de Beauvois. 

Patr. Br. Patrick Browne. 

Pers. Persoon. 

Poir. Poiret. 

rp ■ ' ■ Poiteau u. Turpin, 

Poll. Pollich. 

P. M. E. Patze,Meyeru.Elkan. 

R. Br. Robert Brown. 

Rchb Reichenbach. 

Rchb. fil. H. G. Reichenbach 

filius. 

Retz. Retzius. 

Rieh. Richard. 

Riv. oder) t>- • 
ü- • } Rivinus. 
Rivm. j 

R. u. Seh. Roemer u. Schultes. 

Röhl. Röhlinff. 



Rth. 

R. u. P. 

Rupp. 

Salisl). 

Seh. u. Sp. 

Schk. 

Schldl. 

Schrad. 

Schrk. 

Schreb. 

Schult. 

Schweig-g-. 

Schw.u.K. 

Scop. 

Seb. u. \ 

Maur. j 
Sibth. 
Sm. 
Spenn. 
Sw. 
Ten 
Thuill. 
Thunb. 
Torr, u. 

Gray. 
Tourn, 
Trin. 
VaiU. 
Vent. 
ViU. 

Whlnbg. 
W. K. 

Wh. 
Wh. u. N. 

Wallr. 
Web. 

Weig. 
Wender. 
Willd. 
Wimra.u.l 
Grab. J 
Wimm. 
Wirtg. 
With. 



Roth. 

Ruiz und Pavon. 

Ruppius. 

Salisbury. 

Schimper u. Spenner. 

Schkuhr. 

Schlechtendal. 

Schrader. 

Schrank. 

Schreber. 

Schultes. 

Schweigo^er. 

Schweigger u. Körte. 

Scopoli. 

Sebastiani u. Mauri. 

Sibthorp. 

Smith. 

Spenner. 

Swartz. 

Tenore. 

Thuillier. 

Thunberg. 

Torrey u. Gray. 

Tournefort. 

Trinius. 

Vaillant. 

Ventenat. 

Villars. 

Wahlenberg. 

Waldstein und Ki- 

taibel. 
Weihe. 

Weihe u. Nees. 
Wallroth. 
Weber. 
Weigel. 
Wenderoth. 
Willdenow. 
Wimmer u. Gra- 

bowski. 
Wimmer. 
Wirtgen. 
Withering. 



Tabelle zum Bestimmen der Gattungen. 



1. Pfl. mit deutlichen, Samen erzeugenden Bl., welche 
Staubb. oder F.b. oder beide enthalten (Phanerogamae) 2 

Pfl. ohne solche Bl., Fortpflanzung durch Sporen 

(Cryptogamae) 585 

A. Phanerogamae. 

2. Viele Bl in gemeinschaftlicher Hülle ; Staubbeutel zu 
einer Röhre verwachsen; Kr. oberständig .... 3 

Bl. nicht in gemeinschaftlicher Hülle oder, wenn 

dies der Fall, so sind die Staubbeutel nicht verwachsen 61 

3. Staubbeutel nur am Grunde verwachsen ; Einzelbl. mit 
deutlichem 58paltigem K. ; 5 linealische, anfangs oben 
verbundene Kr.zipfel 180 

— Staubbeutel ganz verwachsen ; Einzelbl. mit kaum 
bemerkbarem K.saum, oder der K.saum ist häutig, zu- 
weilen in einige Borsten geteilt, meist aber in eine 
Haarkrone ausgewachsen, die öfters durch Verlängerung 
der K.röhre über die F. hinaus gestielt erscheint (Com- 
positae) 4 

Coinpositae excl. Xanthium. 

4. Einzelbl. am Grunde von dachziegeligen Hüllb. um- 
geben, alle röhrig; grofse distelartige Pfl. Echinops. 96 

Einzelbl. ohne dachziegelige Hülle, oft aber auf 

dem Bl.boden in den Achseln von Deckb (Spreub.) . 5 

5. Alle Bl. zungenfg. *) 6 

Alle Bl. röhrenfg 23 

— — Randbl. zungenfg., meist strahlend, Scheibenbl. 
röhrenfg 40 

6. K.saum eine Haarkrone (Pappus) bildend, (bei Thrincia 
jedoch die Kandf. mit kronenartigem K.saum) ... 7 

K.saum kurz, kronenfg., häutig gefranst oder 

ganz undeutlich 19 

7. Haare der Haarkrone, wenigstens die inneren, gefiedert 8 



*) Vou sogenannten gelullten Blumen ist liier nur Dahlia (Georgine; 
berücksichtigt. 



XIV 

— — Haare der Haarkrone sämtlich einfach, zuweilen 
gezähnelt: Bl. gelb, selten orange 14 

8. Bl.boden mit Spreub. besetzt, in deren Achseln die Bl. 
stehen 9 

— — Bl.boden ohne Spreub 10 

9. Haarkrone einreihig, alle Haare gefiedert 

Achyrophorus. 102 

— — Haarkrone zweireihig, Haare der äufseren Reihe 
kürzer, nur gezähnt Hypochoeris. 102 

10. Hüllb. (die B. der gemeinschaftlichen Hülle) einreihig, 
am Grunde verwachsen; F. lang geschnäbelt 

Tragopogon. 101 

— — Hüllb. dachziegelig oder doch mehrreihio-; Bl. 
gelb : . . 1 1 

11. Fiederchen der Haarkrone in einander verwebt; B. 
ganzrandig Scorzonera. 102 

— — Fiederchen der Haarkrone frei; B. buchtig ge- 
zähnt oder fiederspaltig 12 

12. Haarkrone bleibend ; St. b.los oder mit einigen schuppen- 
fg.en B 13 

— — Haarkrone abfallend: St. reich beblättert, steif- 
haarig Picris. 101 

13. Randf. ohne Haarkrone, aber mit häutigem, gezähntem 
kr.artigem K.saum; Randbl. unterseits blaugrau ge- 
streift Thrincia. 101. 

— — Alle F. mit Haarkrone .... Leontodon. 101 
J4. F. geschnäbelt 15 

— — F. unaeschnäbelt 17 

15. St. b.los, hohl, einköpfig; F. am Grunde des Schnabels 

spitzhöckerig Taraxacum. 102 

St. beblättert, vielköpfig 16 

16. F. am Grunde des Schnabels mit stacheligen Zähnen, 
stielrund, 5rippig Chondrilla. 102 

— — F. am Grunde des Schnabels ohne Zähne, zu- 
weilen oberwärts kurzborstig, flachgedrückt Lactuca. 103 

17. F. zusammengedrückt; St. hohl und wie die stachelig- 
gezähnten B. milchend Sonchus. 103 

— — F. stielrund; B. nicht stachelig-gezähnt . . . 18 

18. Haarkrone mehrreihig, meist rein weifs und biegsam; 
äufsere Hüllb. kürzer, eine AufsenhüUe bildend Crepis. 104 

— — Haarkrone mehrreihig, schmutzig weifs, zer- 
brechlich; Hüllb. dachziegelig, die äufsern meist keine 
Aufsenhülle bildend Hieracium. 104 

19. Köpfe sehr groCs; 5 cm und mehr im Durchmesser, 
Grundachse mit länglichen Knollen; (gefüllte Garten- 
blume, Georgine) Dahlia. 89 



XV 

— — Köpfe kleiner, Grundachse ohne Knollen ... 20 

20. B. in ^grundständiger Rosette; St. b.los; Bl.stiele unter 
den Köpfen verdickt und hohl . . . Arnoseris. 100 
8t. beblättert 21 

21. HüUb. einreihig, 8-10, mit wenigen, sehr kurzen Aufsen- 
hüllb. ; Köpfe klein, gelb; K.saum undeutlich 

Lampsana. 100 

Hüllb. 2- und mehrreihig; Köpfe gröfser; K.saum 

kr.artig oder häutig gefranst 22 

22. Bl. blau, selten weifs oder rosa; Hüllb. 2 reihig, die 
äufseren abstehend Cichorium. 100 

— — Randbl. gelb; äufsere Hüllb. borstenfg., bogig 
abstehend, so lang oder länger als die inneren Tolpis. 101 

23. K.saum eine Haarkrone bildend ; bei Filago die äufseren 

F. ohne Haarkrone 24 

— — K.saum aus 2-4 rückwärts stacheligen, starren 
Borsten bestehend Bidens. 90 

— — K.saum undeutlich oder kr.artig 37 

24. Bl.boden mit schuppenfg.en Spreub. oder Borsten besetzt 25 

— — Bl.boden nackt 32 

25. Haare der Haarkrone einfach, glatt oder gezähnelt : 

z. T. distelartige Pfl .26 

— — Haare der Haarkrone gefiedert; distelartige Pfl. 31 

26. Bl.boden mit stumpfen, fransig gerandeten Schuppen, 
welche tiefe Grruben einschliefsen . . Onopordon. 99 

— — Bl.boden mit längeren Spreub., ohne solche 
Gruben 27 

27. Haarkrone kürzer oder höchstens ein wenig länger als 

die F 28 

— — Haarkrone viel länger als die F 29 

28. Hüllb, linealisch, die äufseren abstehend, mit haken- 
fg.er Spitze Lappa. 98 

— — Hüllb. breiter, nicht hakenfg. , die äufseren 
trockenhäutig, schuppenfg. oder zierlich gefranst, oder 
in einen Dorn endend ; Randbl. meist gröfser , ge- 
schlechtslos Centaurea. 97 

29. Haare der Haarkrone bleibend , zuletzt einzeln ab- 
fallend, die inneren länger; B. nicht stachelig 

Serratula. 98 

— — Haare der Haarkrone am Grunde in einen King 
verwachsen, der mit denselben abfällt; ß. stachelig . 30 

30. Äufsere Hüllb, lederartig, in ein b. artige?, stachelig 
gezähntes und in einen Stachel endendes Anhängsel 
ausgehend ; B. weifs gefleckt, nicht herablaufend 

Silybum. 99 



XVI 

— — Äufsere Hüllb. mit einfachem Stachel, St. von 
den herablaufenden B. stachelig-gezähnt-geflügelt 

Carduus. 99 
yj\. Innere Hüllb. trockenhäutig, strahlend, wie die Bl. 
gelblich ; F. angedrückt behaart ; Haare der Haarkrone 
am Grunde zu spreuartigen B.chen, aber nicht in einen 

Ring verwachsen Carlina. 97 

innere Hüllb. nicht strahlend; F. kahl; Haare 

der Haarkrone am Grunde in einen Ring verwachsen 

Cirsium, 99 

32. St. nur mit Schuppen besetzt, die zuweilen eine Spur 

von B.fläche zeigen Petasites. 86 

St. beblättert 33 

33. Hüllb. gleich lang, meist mit Aufsenhülle; B. fieder- 
spaltig oder buchtig gezähnt Senecio. 95 

Hüllb. dachziegelig 34 

•:)4. B. gegenständig, die unteren 3-5teilig; Köpfe arm- 

blütig, rötlich, in dichten Doldenrispen Eupatoriuni. 86 
B. wechselständig, ungeteilt 35 

35. Hüllb. krautig, nur am Rande trockenhäutig; äufsere 
F. ohne Haarkrone; Köpfe klein, kopfig gehäuft 

rilago. 91 

— ~ Hüllb. trockenhäutig; alle F. mit Haarkrone . 36 

36. Nur die äufsere Reihe der Bl. ?; Bl.boden flach; Bl. 

citron- oder orangegelb Helichrysum. 92 

Die 2-3 äufseren Reihen der Bl. $, die übrigen 

9, oder Pfl. zweihäusig; Bl.boden halbkugelig oder 
cylindrisch, Bl. weifs; purpurn oder bräunlich 

Gnaphalium. 91 

37. Bl.boden nackt, ohne Spreub., (bei Artemisia Absyn- 

thium behaart) 38 

Bl.boden mit Spreub. besetzt; Köpfe grofs; Bl. 

purpurn; Randbl. gröfser, geschlechtslos; Hüllb. mit 
trockenhäutigem Anhängsel, zuweilen gefranst, oder in 
einen handfg. geteilten Stachel ausgehend Centaurea. 97 

38. Köpfe sehr klein, in rispig angeordneten Ähren oder 

Trauben Artemisia. 92 

Köpfe gröfser, einzeln oder in Doldenrispen; 

Bl. gelb 3^^ 

39. Randf. b.artig flach; St. liegend, mit aufsteigenden 
Iköpfigen Ästen; B. lineal-lanzettlich , st.umfafsend, 

fiederspaltig Cotula. 93 

Alle F. gleich gestaltet; St. aufrecht; Köpfe 

doldenrispig oder einzeln ; B. ein-mehrfach fiederteilig, 
keilfg. oder verkehrt-eifg. . . . Chrysanthemum. 94 



XVII 

40. St. nur mit Schuppen besetzt, die zuweilen eine Spur 
von B.fläche zeigen; F. mit Haarkrone; ßl. vor den 

B. erscheinend 41 

— — St. ohne Schuppen, mit oder ohne B 42 

41. St. vielköpfig; Köpfe rötlich, weifs oder gelblich 

Petasites. 86 
St. einköpfig; Köpfe gröfser, gelb Tussilago. 86 

42. F. der Scheibenbl. mit deutlicher Haarkrone ... 43 

— -^ F. der Scheibenbl. statt der Haarkrone mit 2-8 
Borsten oder Spreub , ... 51 

— — F. der Scheibenbl. ohne Haarkrone, mit oder 
ohne einen kurzen, häutigen Rand 53 

43. Randf. ohne Haarkrone ; Grundb. lang gestielt, herzfg., 
mittlere mit breit geöhrtem Grunde sitzend , obere 
herzfg.-st.umfassend ........ Doronicum. 95 

— — Alle F. mit Haarkrone 44 

44. Strahlbl. weifs, rot oder blau, nie gelb 45 

— — Strahlbl. gelb 47 

45. Aufsere Hüllb. breit, krautartig, gewimpert, abstehend, 
(Zierpfl.) Callistephiis. 87 

— — Äufsere Hüllb. schmal, nicht gewimpert ... 46 

46. Strahlbl. einreihig , zungenfg. , viel länger als die 
Scheibenbl.; Haare der Haarkrone mehrreihig Aster 87 

Strahlbl. 2 reihig, linealisch; Haarkrone der Randf. 

einreihig, die der mittleren 2 reihig . . Stenactis. 87 

— — Strahlbl. mehrreihig, schmal-zungenfg., so lang 
oder wenig länger als die Scheibenbl. ; Haare der Haar- 
krone einreihig Erigeron. 87 

47. St.b. gegenständig; Köpfe grofs ; Hülle aus 2 Reihen^"-' 
gleichgrofser B. bestehend Arnica. 95 

— — St.b. nicht gegenständig 48 

48. Hüllb. einreihig, am Grunde oft mit kurzer Aufsen- 
hülle; Köpfe rispig oder doldenrispig . . Senecio. 95 

— — Hüllb. dachziegelig sich deckend 49 

49. Strahlbl. 5-10; ßl.boden grubig; Köpfe in Trauben; 

Staubbeutel ungeschwänzt Solidago. 88 

Strahlbl. zahlreich; Bl.boden punktiert; Köpfe in 

Doldenrispen oder einzeln; Staubbeutel am Grunde 
geschwänzt 50 

50. Haarkrone doppelt, die äufsere kurz, in ein borstig 
zerschlitztes Krönchen verwachsen . . . Pulicaria. 89 

— — Haarkrone aus einer Reihe rauher Haare be- 
stehend Inula. 88 

51. Hüllb. einreihig, mehr oder weniger k. artig verwachsen; 
Bl.boden ohne Spreub Tagetes. 90 

Prahl, Flora von Schleswig-Holstein. II 



XVIII 

Hüllb. ein- oder mehrreihig, nicht verwachsen; 

Bl.boden mit Spreub 52 

52. Hüllb. einreihig, meist 5; Strahlbl. meist 5, weifs; 
K.saum der Randf. aus rauhen Haaren bestehend, der 
der mittleren zerschlitzt-spreublätterig ; B. gegenständig 

Galinsoga. 90 

Hüllb. 2reihig; Strahlbl., wenn vorhanden, gelb; 

K.saum mit 2-4 widerhakigen Grannen ; ß. gegenständig 

Bidens. 90 

Hüllb. dachziegelig, die äufseren zurückgekrümmt; 

Köpfe sehr grofs; Strahlbl. gelb; K.saum mit 2 (selten 
4) Schuppen oder Grannen; obere oder alle B. wechsel- 
ständig HeliantJms. 90 

53. Bl.boden wenigstens in der Mitte mit Spreub. . . 54 

— — Bl.boden nackt 59 

54. Staubbeutel am Grunde mit Anhängseln; grofse statt- 
liche Pfl. mit herzeifg.en unteren B. und grofsen gold- 
gelben Köpfen Telekia. 88 

— — Staubbeutel am Grunde ohne Anhängsel ... 55 

55. B. gegenständig, gefiedert 56 

— — B. wechselständig 57 

56. Strahlbl. 3 spaltig, Wurzel faserig; Pfl. 0. Calliopsis. 90 

Strahlbl. ganzrandig: Grundachse mit länglichen 

Knollen; Pfl. 21_ . . . ' Dahlia. 89 

57. Hüllb. 2 reihig, b.artig, abstehend ; Strahlbl. lang herab- 
hängend, gelb Rudbeckia. 89 

— — Hüllb. mehrreihig, dachziegelig 58 

58. Strahlbl. rundlich, 4-10, wie die Scheibenbl. weifs, 
seltener rötlich ... Achillea. 93 

— — Strahlbl. länglich, zahlreich, weifs oder gelb ; 
Scheibenbl. gelb Anthemis. 93 

59. Hüllb., wenigstens die innefen, hautrandig, dachziegel- 
artig; Strahl weifs oder gelb, zuweilen fehlend 

Chrysanthemum. 94 
Hüllb. ohne deutlichen Hautrand, alle gleich lang 60 

60. B. sämtlich grundständig, spatelig; St. einköpfig; Strahl 
weifs oder purpurn; Bl.lDoden kegelfg. . . Bellis. 88 

St. beblättert, verzweigt; Strahl gelb; Bl.boden 

flach: Scheibenbl. unfruchtbar; F. bogenfg. gekrümmt 

Öalendula. 96 

* * 

* 

61. Alle, oder doch ein Teil der Bl. sind $, haben Staubb. 

u. Fruchtb 62 

Bl. eingeschlechtig, teils nur mit Staubb., teils 

nur mit F.b 519 



XIX 

I. Pflanzen mit Zwitterblüten. 

62 Bl.hülle einfach (K. oder Kr. oder P.), oder fehlend, 

zuweilen im Schlünde des P. ein Nebenkrönchen . . 387 
Bl. mit K. u. Kr 68 

a) Blüten mit Kelch und Krone. 

63. Kr. verwachsenblätterig-, am Grunde röhren- oder ringfg. 64 

Kr. aus mehreren, nicht verwachsenen, selten an 

der Spitze etwas zusammenhängenden B. bestehend . 184 

— — Kr. auf 1 vor dem oberen K.zipfel stehendes 
Kr.b. reduziert, am Grunde nicht ringfg. ; Zierstrauch 
mit gefiederten ß 298 

j. Krone verwachsenblättrig, aus 1 Stück bestehend. 

64. F.kn. frei im Grunde des K. (oberständig) .... 65 
F.kn. mit dem K. verwachsen (unterständig) . 162 

«. Fruchtknoten oberständig (K eich und Krone 
unters tänd ig). 

65. Kr. strahlig-symmetrisch factinomorph, nach früherem 

Sprachgebrauch : regelmäfsig) 66 

Kr. hälftig-symmetrisch (zygomorph, nach frühe- 
rem Sprachgebrauch: unregelmäfsig) 124 

§. Krone strahlig-symmetrisch (regelmäfsig), 
* 2—4 Staubblätter. 

66. Staubb. 2—3 67 

Staubb. 4 70 

Staubb. 5 77 

Staubb. mehr als 5 115 

67. 1 ungeteilter F.kn 68 

F. in 4 einsamige Schliefsf. (Klausen) zerfallend 141 

68. Kräuter; Kr.zipfel oft etwas ungleich 126 

Sträucher; Kr. röhrig, Saum 4 spaltig; 2 Staubb. 

Oleaceae z. T.) 69 

69. K. abfallend; F. eine 2 fächerige schwarze Beere; Bl. 
weifs; Staubbeutel aus der Röhre hervorragend ^ 

Ligiistriim. 111 

— — K. bleibend; F. eine 2 klappige, 2 fächerige 
Kapsel; Bl. lila oder weifs; Staubbeutel in der Röhre 
verborgen Syringa. 111 

70. F.kn. ungeteilt 71 

— — F.kn. wenigstens bei der Reife, in 4 einsamige 
Schliefsf. (Klausen) zerfallend . 139 

II* 



XX 

71. Strauch mit immergrünen stacheligen B.; 4 Narben; 
Kr. radfg., weifs; Steinf. scharlachrot .... Hex. 110 

— — Kräuter mit weniger als 4 Narben 72 

72. Pfl. b.los, windend ; Kr. unter der Einfügung der Staubb. 

mit schuppigen Anhängseln Cuscuta. 113 

Pfl. beblättert 7ci 

73. K. 4teilig 74 

K. 5 teilig; Kr. fast regelmäfsig 5 spaltig, weifs; 

kleine Pfl. mit nur grundständigen B. . Limosella. 120 

74. Bl. in dichten Ähren; Staubb. weit aus der häutig 
durchscheinenden Kr. hervorragend . . . Plantago. 135 

— — Bl. nicht in Ähren ; Staubb. nicht hervorragend 75 

75. Kr. gelb, zuletzt über der F. zusammengedreht; St. 
fadenfg., dünn Cicendia. 112 

— — Bl. blau, violett, weifs oder rot 76 

76. Kr. sehr klein, viel kürzer als der K.; weiCs oder röt- 
lich ; Kapsel 1 fächerig, quer aufspringend Centunculus. 133 
Kr. länger als der K., (Gentianaceae z. T.) 102 

** 5 Staubblätter. 

77. 1 ungeteilter, 1 -mehrfächeriger F.kn 78 

2 Fruchtb., in je 2 einsamige Klausen zerfallend 

(anscheinend 4 F.kn.) (Borr aginaceae) .... 104 

f. 1 Fruchtknoten. 

78. Pfl. b.los, windend; St. fadenfg.; Bl. in Knäueln, sitzend 

oder fast sitzend .' Cuscuta. 113 

Pfl. mit Laubb 79 

79. B. alle grundständig oder wechselständig 80 

— — B. gegenständig oder quirlständig 96 

80. Kr. kahl, seltener fein gewimpert 81 

Kr. inwendig dicht zottig, oder doch am Schlünde 

bärtig und dann am Bande lang gewimpert. (Gren- 
tianaceae z. T.) 103 

81. B. alle grundständig oder untergetaucht 82 

St. beblättert 83 

82. K. 5 zähnig, trockenhäutig; Kr. bis zum Grunde 5 teilig 252 

K. 5 zähnig, krautig; B. ungeteilt; Kr. trichterfg. 

mit 5 spaltigem Saum Primula. 133 

K. 5 teilig, krautig; B. sehr fein zerteilt; Kr. 

tellerfg., mit 5 teiligem Saum Hottonia. 134 

83. Kr. halboberständig, zwischen denselben und den 

Staubb. 5 fadenfg. e Nebenkr.b Samolus. 134 

Kr. ganz unterständig 84 

84. Narbe 2- oder 3 teilig 85 

Narbe ungeteilt ( hieher hauptsächlich S o 1 a n a c e a e) 86 



XXI 

85. Narbe 2 teilig; St. windend; Kapsel 2 fächerig; Kr. 
glockig-trichterfg., gefaltet, schwach-ölappig 

Convolvulus. 113 

— — Narbe Steilig. St. aufrecht; Kapsel 3 fächerig; 
Kr. glockenfg., tief öspaltig Polemonium. 113 

86. Kr. glockenfg. oder trichterfg 87 

— — Kr. radfg., mit ganz kurzer Röhre 93 

87. St. strauchartig, dornig, mit überhängenden Zweigen; 
Kr. trichterfg,, lila ; F. eine rote Beere . . Lycium. 116 
St. krautartig, nicht dornig 88 

88. St. niederliegend, aufsteigend-ästig; B. ungeteilt; Bl. 
grofs, trichterfg.; Kapsel 2klappig . . . . Petunia. 118 
St. aufrecht 89 

89. Kr. trichterfg., mit ölappigem, gefaltetem Saum und 
etwas ungleichen Lappen: Kapsel an der Spitze quer 
aufspringend Hyoscyamus. 117 

— — Kr. gleichmäfsig öspaltig 90 

90. Kr. cylindrisch- glockenfg., schmutzig rotbraun, am 
Grunde gelbbraun; F. eine 2fächerige, schwarze Beere 

im vergröfserten K , Atropa. 117 

— — Kr. trichterfg., gefaltet; F. eine Kapsel oder 
trockene Beere 91 

91. K. röhrenfg., kantig, von dem schildfg.en bleibenden 
Grunde sich quer lösend und abfallend; Bl. grofs, 
weifs; F. stachelig Datura. 117 

— — K. nicht albfallend; Bl. nicht weifs; F. nicht 
stachelig 92 

92. K. scharf ökantig; F. in den vergröfserten, blasenfg.en 

K. eingeschlossen Nicandra. 117 

K. cylindrisch-glockenfg., nicht ökantig, bei der 

F. nicht vergröfsert Nicotiana. 117 

93. B. an der Spitze des St. rosettig, fast quirlständig; 
Staubb. 5-9, meistens 7 .96 

— — B. am St. gleichmäfsig verteilt 94 

94. Staubfäden alle oder z. T. dicht wollig, aus einander 
stehend; F. eine 2fächerige Kapsel . . Verbascum. 118 
Staubfäden nicht wollig ; Staubbeutel zusammen- 
neigend; F. eine Beere 95 

95. K. bei der F.reife aufgeblasen, die Beere einschliefsend ; 

Bl. einzeln Physalis. 117 

— — K. nicht aufgeblasen, kürzer als die Beere; Bl. 

in gabeligen, öfter doldenartigen Wickeln . Solanum 116 

96. B. an der Spitze des St. fast quirlständig; Kr. weifs, 
radfg.; Staubb. 5-9, meist 7 .... Trientalis. 132 
JB. am St. (gegenständig oder in Quirlen) gleich- 
mäfsig verteilt 97 



XXII 

97. Scheinbare Kr. (eigentlich P.) grofs, mit langer Röhre 
und flachem, schwach - olappigem Saum, der obere 
Teil abfallend, der untere verhärtet die einsamige 
F. umgebend, von einer k. artigen Hülle aus 5 ver- 
wachsenen B. umgeben (Zierpfl.) 449 

Bl. mit K. und Kr., F. mehrsamig 98 

98. Bl. gelb; Kapsel öklappig; Bl. zuweilen 6- und Tzählig 

Lysimachia. 132 

— — Bl. blau, violett, rot oder weifs 99 

99. Kr. radfg 100 

Kr. glockenfg. oder röhrig-trichterfg., mit aus- 
gebreitetem Saum 101 

100. St. ausgebreitet ästig; Kr. rot oder blau: Kapsel quer 

aufspringend Anagallis. 133 

St. aufrecht ; Kr. weifs ; Staubb. aufsen mit An- 
hängseln ; '2 getrennte F.chen mit gemeinsamer Narbe 

Vincetoxicum. 111 

— — St. aufrecht; Kr. schmutzig-violett, jeder Ab- 
schnitt am Grrunde mit 2 gewimperten Honiggruben; 

F. eine Kapsel Sweertia. 112 

101. St. niederliegend, rankend, etwas holzig; B. lederartig, 
immergrün; Kr. trichterfg., blau; Narbe mit Haarkranz 

Tinea. 111 

— — St. aufrecht, krautartig; Kr. röhren- oder 
glockenfg. (Gentianaceae z. T.) 102 

102. Staubbeutel nach dem Stäuben spiralig zusammen- 
gedreht; Bi. rosa, selten weifs .... Erythraea. 112 
Staubbeutel nicht spiralig ; Bl. blau oder violett 

Gentiana. 112 

103. Kr. trichterfg., rötlich- weifs , Abschnitte innen dicht 
zottig; Sumpfpfl. mit ."^zähligen B. . Menyanthes. 112 

Kr. radfg., gelb, am Schlünde bärtig ; Abschnitte 

lang gewimpert. Seerosenartige AVasserpfl. 

Limnanthemum. 112 

-{-f. 2 Fruchtblätter, in je 2 1 sämige Klausen 
zerfallend (Borragiiiaceae). 

104. Schlund der Kr. durch 5 Hohlschuppen geschlossen . 105 

— — Schlund der Kr. ohne Hohlschuppen . . . .113 

105. Staubfäden unter der Spitze mit länglichen Anhängseln ; 
Kr. radfg., blau ßorrago. 114 

— — Staubfäden ohne Anhängsel 106 

106. Kr.röhre wenig enger als der aufrechte Saum; Hohl- 
schuppen pfriemlich zugespitzt, zusammenhängend; 

Bl. hängend Symphytum. 115 



XXIII 

Kr.röhre weit enger als der ausgebreitete Saum; 

Hohlschuppen stumpf 107 

107. St. rückwärts-stachelig-rauh ; K. nach der ßl. sehr 
vergröfsert, 2klappig, zusammengedrückt . Asperugo. 114 

— — St. nicht stachelig, K. nach der Bl. nicht zu- 
sammengedrückt 108 

108. Grf. zwischen den Klausen frei stehend 109 

— — Gf. an der Basis an den inneren Rand der 
Klausen angewachsen Hl 

109. Hohlschupj)en kahl, gelb; Klausen am Grrunde ohne 
hervorragenden Rand, nicht ausgehöhlt . Myosotis. 115 

— — Hohlschuppen behaart 110 

110. Klausen am Grunde ausgehöhlt und mit hervorragen- 
dem Rand; Kr. trichterfg., violett oder blau 

Anchusa. 114 

— — Klausen am Grunde flach, ungerandet, stein- 
hart; Kr. trichterfg., K. öteilig; . Lithospermum. 115 

111. Klausen mit widerhakigen Stacheln besetzt, aufsen 

nicht vertieft 112 

Klausen ohne Stacheln, aufsen vertieft, mit ein- 
gebogenem, häutigem Rand .... Omphalodes. 114 

112. Klausen mit hervorragendem, stacheligem Rand, mit 
der ganzen Innenseite an den Gf. angewachsen ; Bl. blau 

Lappula. 114 

— — Klausen auf der ganzen Aufsenseite stachelig, 
nur oben mit dem Gf. verwachsen; Bl. braun 

Cynoglossum. 114 

113. Kr. mit einer vom Saum deutlich abgesetzten Röhre, 

strahlig- symmetrisch 114 

Kr. vom Grunde sich allmählich erweiternd, Saum 

derselben fast 21ippig Echium. 115 

114. K. nicht bis über die Mitte öspaltig; Kr. am Schlünde 
mit 5 Haarbüscheln, erst rötlich, dann violett oder blau 

Pulmonaria. 115 

— — K. bis an den Grund 5teilig; Kr. mit kleinen 
Hohlschuppen oder Falten am Schlünde, vveifs oder 
gelblich . Iiithospermum. 115 

+ » 

* 

*** Mehr als 5 Staubblätter. 

115. Staubb. 6-10 116 

Staubb. 12 oder mehr 123 

116. Kr. mit 4-5 Abschnitten und 8-10 fbei Adoxa 4-5 bis 
auf den Grund geteilten, also scheinbar 8-10) Staubb. 117 



XXIV 

— — Kr, mit 6 und mehr Abschnitten; Staubb. in 
gleicher Anzahl mit denselben s. 96 

117. 1 Gf.; kleine Sträucher-. . 118 

4-5 Gf.; Kräuter • ... 122 

118. Kr, 4zähnig' oder 4spaltig; Staubb. 8 (Erica ceae) 119 

— — Kr. .özähnig- oder öspaltig; Staubb. 10 . . .120 

119. K. kr.artig, gefärbt, länger als die Kr.; B, dach- 
ziegelig- 4reihig Calluna. 109 

— — K. nicht kr.artig, kürzer als die Kr. ; B. quirl- 
ständig Erica. 109 

120. Kr. bis zum Grrunde bteilig 234 

— — Kr. krug- oder eifg., özähnig 121 

121. Steinf. rot, mit 5 einsamigen Steinen; B. unterseits 
grün, netzaderig Arctostaphylus. 108 

— — Kapsel 5f ächerig, öklappig ; Fächer mehrsamig ; 

B. unterseits weifsgrau Andromeda. 109 

122. K. 31appig, halb oberständig; 5, .bis auf den Grund 
2teilige Staubb. Bl. in kopffg.er Ähre, grün ; Gipfelbl, 
mit 21appigem K.saum, die übrigen ßl.teile 4zählig 

Adoxa. 81 

— — K. öteilig; 5 freie, nur am Grunde durch 
Zähnchen verbundene Kr.b. ; Staubb, am Grunde ver- 
wachsen ; B. Szählig 273 

123. Staubb. 12-24, frei; 6-12 am Grunde etwas zusammen- 
hängende Kr.b. 316 

— — Zahlreiche in eine Röhre verwachsene Staubb., 
die am Grunde auch die sonst ganz freien Kr.b. ver- 
bindet 275 

§§. Krone hälftig-symmetrisch (unregelmäfsig). 

124. 1 ungeteilter, 1 -mehrfächeriger F.kn 125 

F.kn. in 4 Isamige Klausen zerfallend . . . 139 

125. Staubfäden, alle oder z. T. mit einander verwachsen 291 
Staubfäden frei 126 

126. Staubb. 2 (bei Gratiol« 4. aber 2 derselben ohne Staub- 
beutel) 127 

Staubb. 3; K. 2spaltig; Kr. trichterfg., weiCs, 

mit ungleich-5spaltigem Saum Montia. 70 

— — Staubb. 4, darunter 2 länger, alle mit Staub- 
beuteln 130 

Staubb. 5 ; Kr. trichterfg , 51appig, gelb, meist 

mit violettem Adernetz Hyoscyamus. 117 

127. Kr. gespornt, 21ippig; Kapsel Ifächerig (Lentibu- 
lariaceae) 128 

— — Kr. ungespornt. etwas ungleich geteilt, Kapsel 
2fächerig 129 



XXV 

128. K. öspaltig; Kr. mit offenem Schlünde, violett ; B. un- 
geteilt, fettglänzend Pinguicula. 131 

— — K. 2teilig; Schlund der gelben Kr. durch den 
vortretenden Graumen geschlossen ; Wasserpfl. mit fein 
geteilten, schlauchtragenden B. . . . Utricularia 132 

Scroplmlariaceae. z. T. 

129. Staubb. 2; Kr. 41appig, der obere Abschnitt gröfser; 

K. 4-5teilig Veronica. 120 

Staubb. 4, davon 2 ohne Staubbeutel ; Kr. 21ippig, 

mit verlängerter ßöhre ; K. öteilig mit 2 Vorb. Qratiola 120 

130. Pfl. ohne Laubb., nur mit Schuppen; Kr. 21ippig; 

Kapsel 1 fächerig, 2klappig 131 

Pfl. mit Laubb. 132 

131. Schuppen spiralig; Kr. nach der Bl. über dem Grrunde 
quer abreifsend; F.kn. am Grunde mit einer ange- 
wachsenen Drüse Orobanche. 124 

— — Schuppen gegenständig; Kr. nach der Bl. ganz 
abfallend; am Grrunde des F.kn. eine freie Drüse 

Lathraea. 125 

132. Mittlere St.b. tief 3spaltig; F.kn. zur Bl.zeit ungeteilt, 

bei der JReife in 4 Klausen sich trennend . . . .139 

— — Mittlere St.b. anders gestaltet; F.kn. nicht in 
Klausen zerfallend 133 

133. K. 4zähnig; Zipfel ganzrandig 134 

— — K. 5zähnig oder öteilig (bei Pedicularis auch 
2-5zähnig, dann aber Zipfel nicht ganzrandig) . . . 136 

134. K. seitlich zusammengedrückt, aufgeblasen; Oberlippe 
der gelben Kr. helmfg., 2zähnig . Alectorolophus. 123 

— — K. nicht zusammengedrückt, röhren- oder 
glockenfg. ; Kapsel 2fächerig 135 

135. Kapselfächer l-2samig; Laubb. (aber meist nicht die 
Hochb.) ganzrandig Melampyrum. 124 

— — Kapselfächer mehrsamig; Laubb. gesägt oder 
gezähnt —. . . . Euphrasia. 123 

136. Kr. am Grrunde mit einem Höcker; Kapsel schief eifg., 
mit ungleichen Fächern; B. lanzettlich bis linealisch, 

die unteren gegenständig Antirrhlnum. 119 

— — Kr. am Grrunde mit längerem Sporn; Kapsel- 
fächer ziemlich gleich Linaria. 119 

— — Kr, am Grunde ohne Höcker oder Sporn . . 137 

137. Kr. fast kugelig, klein; Mittelzipfel der Unterlippe 

zurückgeschlagen Scrophularia. 119 

Kr. mit längerer Röhre 138 

138. K. röhrenfg., 5eckig, 5zähnig; Kr. gelb, mit 21appiger 
Ober- und 31appiger Unterlippe .... Mimulus. 120 



XXVI 



— — K. tief oteilig ; Kr. rührenfg., über dem Grunde 
etwas verengt, mit kurzem, ungleich 41appigem Saum, 
purpurn, selten weifs Digitalis. 120 

— — K. bauchig, ungleich 2-5zähnig, mit einge- 
schnitten-gezähnten, oft b.artigen Lappen; Oberlippe 
der rosenroten Kr, helmfg Pedicularis 124 



139. Klausen sich erst bei der Reife trennend; K. 4- 
5spaltig; Kr. mit kurzer Röhre und 5spal tigern, fast 

21ippigem Saum Verbena. 131 

Klausen schon zur Bl.zeit getrennt .... 140 

140. Nur 2 fruchtbare Staubb., die 2 oberen unfruchtbar 
oder nur rudimentär 141 

— — 4 fruchtbare Staubb., davon 2 (meist die oberen) 

kürzer 142 

5 fruchtbare Staubb.; K. 5teilig; Kr. unregel- 

mäfsig-trichterfg., mit ungleich olappigem Saum 

Echium. 115 
Labiatae. 

141. Kr. 4spaltig, weifs, kaum länger als der 4- oder 
5spaltige K. ; 2 obere unfruchtbare Staubb. Lycopus. 126 

— — Kr. helmfg., 21ippig, viel länger als der 21ippige 
K.; obere Staubb. nur rudimentär; Mittelband der 
fruchtbaren lang bogenfg. . , Salvia. 127 

142. Staubb. u. Gf. in der Kr.röhre eingeschlossen . . . 143 

— — Staubb, u, Gf. oder wenigstens der Gf. hervor- 
ragend 145 

143. Staubb. abwärts gebogen; K. kurz-5zähnig, in der F. 
durch ein Anhängsel des oberen Zahnes geschlossen 

Lavandula. 125 

— — Staubb. gerade vorgestreckt oder aufsteigend ; 

K. ohne Anhängsel 144 

144. K. röhrenfg., mit o stechenden Zähnen, fast 21ippig; 
Quirle 3blütig Sideritis. 130 

— — K. röhrenfg., lOzähnig; Quirle vielblütig; Kr. 
21ippig; weifs; Pfl. weifsfilzig .... Marrubium. 130 

145. Kr. fast regelmäfsig 4spaltig 146 

— — Kr. scheinbar 1 lippig; Oberlippe sehr kurz 

oder gespalten und scheinbar fehlend 147 

Kr. deutlich 21ippig 148 

146. Staubbeutelhälften unten divergierend, zuletzt oben zu- 
sammenfliefseiid; Kr, rötlich-lila .... Elssholzia. 125 

Staubbeutelhälften parallel, getrennt; Kr, bläulich 

oder lila Mentha. 125 



XXVII 

147. Oberlippe der Kr. kurz - 21appig ; Kr.röhre inwendig 
mit Haarring; Bl. blau Ajuga. 131 

— — Oberlippe der Kr. tief gespalten , scheinbar 
fehlend; Kr.röhre ohne Haarring . , . Teucrium 131 

148. K. deutlich 21ippig, zuweilen 5 in 2 Lippen verteilte 
Zähne 149 

— — K. fast oder ganz regelmäfsig 5-, selten lOzähnig 
(bei Origanum Majorana ungezähnt, unten fast bis zum 
Grunde gespalten) 153 

149. Beide Lippen des K. abgerundet, ungeteilt, auf dem 
Rücken der oberen eine aufrechte hohle Schuppe 

Scutellaria. 130 

— — K.lippen, wenigstens die eine, gezähnt . . . 150 

150. Kr.röhre innen mit Haarring; längere Staubfäden an 
der Spitze gezähnt; Oberlippe des K. kurz-3zähnig 

Brunella. 131 

— — Kr.röhre ohne Haarring ; Staubfäden ungezähnt 151 

151. B. ganzrandig, am Bande etwas zurückgerollt Thymus, 126 

— — B. gezähnelt, gekerbt oder gesägt 152 

152. K. cylindrisch ; Kr. mit flacher Oberlippe u. gleich- 
mäfsig-3spaltiger Unterlippe; Bl. rot oder lila, selten 
weifs ; Bl.quirle in den Achseln von Laubb. oder am 
Grunde mit vielen linealisch-pfriemlichen, langzottigen 
Vorb Calamintha. 127 

— — K. glockenfg.; Kr. mit etwas gewölbter Ober- 
lippe; Mittelabschnitt der Unterlippe gröfser; Bl. weifs 

Melissa. 127 

153. Oberlippe der Kr. flach oder nur sehr wenig gewölbt 154 

— — Oberlippe der Kr. helmartig gewölbt .... 156 

154. Unterlippe der Kr. fast gleichmäfsig 31appig; obere 
Staubb. kürzer 155 

— — Unterlippe der Kr. mit grösserem Mittellappen; 
obere Staubb. länger Nepeta. 127 

155. Hochb. unter den Bl. -Quirlen eifg., kahl, kurzhaarig 
oder filzig; B. eifg. oder elliptisch, ganzrandig oder 

undeutlich gezähnelt Origanum. 126 

-- — Hochb. fehlend; Bl.-Quirle in den Achseln von 
Laubb. ; B. schmal-lanzettlich, ganzrandig Satureja. 127 

156. Unterlippe der Kr. am Grunde des gröfseren Mittel- 
lappens jederseits mit einem hohlen aufrechten Zahn 

Galeopsis. 128 

— — Unterlippe der Kr. ohne solche Zähne . . .157 

157. Pfl. halbstrauchig; B. linealisch oder lanzettlich, 
ganzrandig Hyssopiis. 126 

— — Pfl. krautig; B. weit breiter, am Bande gekerbt 158 



XXVIII 

158. Klausen 3kantig, oben flach abgestutzt 159 

— — Klausen verkehrt-eifg., oben abgerundet . . . 161 

159. Unterlippe der Kr. mit verkehrt-herzfg.em Mittellappen 
u. verkümmerten oder zahnfg.en Seitenlappen, oder alle 

3 Lappen spitz Lamium. 128 

— — Seitenlappen der Unterlippe stumpf . . . .160 

160. Kr.röhre innen mit Haarring .... Leonurus. 130 

— — Kr.röhre innen ohne Haarring . Chaiturus. 130 
J61. K. röhre glockenfg., 5- oder lOnervig . . Stachys. 129 

— — K.röhre trichterfg., hervorspringend lOnervig, 
Zähne gekielt-gefaltet Ballota. 130 



ß. Fruchtknoten unterständig; (Kelch und Krone 
oberständig.) 

162. Staubb. 3-4 ... 163 

— -~ Staubb. 5, ungeteilt 172 

Staubb. 8-10, ungeteilt, oder 4-5 bis zum Grunde 

geteilt 183 

163. 2 längere, 2 kürzere Staubb. ; Pfl. halbstrauchig mit 
fadenfg.em kriechendem St. u. aufrechten Bl. zweigen 

Linnaea. 83 

— — Staubb. gleich lang 164 

164. Zahlreiche Bl. in gemeinschaftlicher Hülle auf gemein- 
schaftlichem Bl.boden ; B. gegenständig (D i p s a c e a e) 165 

— — Bl. getrennt; keine gemeinschaftliche Hülle . 168 

165. K. beckenfg., ohne Borsten; Spreub. vorhanden, 
stechend; Pfl. stachelig Dipsacus. 85 

— — K.saum in Borsten geteilt 166 

166. Aufsenkelch gefurcht; Spreub. vorhanden .... 167 

Aufsenkelch ungefurcht; keine Spreub.; Bl.boden 

behaart; K.saum mit 8-10 Borsten . . . Knautia. 86 

167. Auf senkeich mit krautartigem Saum; Köpfe kugelig; 

B. ungeteilt Succisa. 86 

— — Aufsenkelch mit trockenhäutigem oder knor- 
peligem Saum; Randbl. strahlend; St.b. fiederteilig 

Scabiosa. 86 

168. B. gegenständig, ohne Nebenb. (Valerianaceae) . 169 

— — B. bilden mit ihren ihnen ganz gleichenden 
Nebenb. Quirle (Rubiaceae) 170 

169. K.saum in der Bl. eingerollt, in der F. als gefiederte 
Haarkrone ausgebreitet; F. Ifächerig . Valeriana. 85 
K.saum nicht eingerollt, undeutlich oder deutlich ge- 
zähnt; F. aufser dem samentragenden mit 1-2 leeren 
Fächern Valerianella. 85 



XXIX 

ilO. K.saum 6zähnig ; Kr. trichterfg., lila . Sherardia. 83 

— — K.saum undeutlich 171 

171. Kr. trichter- oder glockenfg., weifs . . . Asperula. 83 

— — Kr. radfg., weifs oder gelb . . . Galium. 83 

172. Pfl. strauchartig (Caprif oliaceae z. T.) . . . .173 
Pfl. krautig 178 

173. Narben 3, ohne Gf. ; Steinf. beerenartig 174 

— — Gf. 1, fadenfg., Kr. trichter- oder glockenfg. . 175 

174. Kr. radfg.; Steinf. mit 3-5 Steinen; B. unpaarig ge- 
fiedert Sambucus. 81 

— — Kr. glockig-radfg., oder die mittleren der l)ol- 
denrispe glockenfg., die weit gröfseren äufseren radfg., 
strahlend, geschlechtslos ; Steinf. mit 1 Stein ; B. un- 
geteilt oder gelappt Vibiirnum. 82 

175. F. eine Beere 176 

— — F. eine Kapsel 177 

176. Kr. mit öspaltigem, meist regelmäfsigem Saum; Beere 
rot, 2-3fächerig Lonicera. 82 

— — Kr. mit 4-51appigem, ziemlich regelmäfsigem 
Saum ; Beere weifs, 4fächerig . . Symphoricarpus. 83 

177. St. zahlreich, einfach; Bl. gelb; Kapsel häutig; Samen 

ohne Anhängsel Diervillea. 82 

Stamm ästig ; Bl. meist rosa ; Kapsel lederartig ; 

Samen mit Anhängseln , . Weigelia. ^2 

178. Staubbeutel verwachsen 179 

— — Staubbeutel frei 181 

179. Kr. 2 lippig, mit gespaltener Röhre; Bl. in endstän- 
diger Traube Lobelia. 106 

— — Kr. regelmäfsig-5teilig; Bl. in Köpfen . . . 180 

180. Köpfe kugelrund, von wenigen HüUb. gestützt; Ein- 
zelbl. mit dachziegeliger Hülle; K. ein Haarkrönchen ; 
grofse distelartige Pfl Echinops. 96 

— — Köpfe doldenartig, mit zahlreichen Hüllb. ; 
Einzelbl. ohne Hülle; K. 5zähnig; Kr. fast bis zum 
Grunde in 5 linealische, sich von unten nach oben 
trennende Zipfel geteilt Jasione. 106 

181. K. halboberständig; Kapsel Ifächerig, özähnig; Bl. 
weifs, klein, in lockeren Trauben . . . Samolus. 134 

— — K. oberständig; Kapsel 2-5fächerig, mit seit- 
lichen Löchern aufspringend (Camp anulaceae z. T.) 182 

182. Kr. fast bis zum Grunde in 5 linealische Zipfel ge- 
teilt, weifslich ; Bl. in dichter endständiger Ähre 

Phyteuma. 106. 

Kr. glockenfg., blau oder violett; Kapsel krei- 

selfg. ; Bl. in Trauben, Rispen oder Köpfen Campanula. 106 



XXX 

— — Kr. radfg., violett; Kapsel prismatisch; Bl. in 
lockerer Rispe Specularia. 108 

183. Gf. 1.; Staubb. 8-10, ungeteilt; kleine beerentragende 
Sträucher, mit aufrechtem oder fadenfg. kriechendem 

St. u. ungeteilten B Vaccinium. 108 

— — Gf. 4-5; Staubb. 4-5, bis zum Grunde 2teilig; 
Kräuter mit doppelt Szähligen B. ; ßl. halboberständig 

in endständiger kopffg.er Ähre Adoxa. 81 

2) Krone aus getrennten Blättern bestehend. 

184. F.kn. frei, nicht mit dem K. verwachsen, oberständig l85 

— — F.kn. mit dem K. verwachsen, unterständig . 389 

«. Fruchtknoten ob er ständig. 

185. F.kn. 1 186 

— — F.kn. mehrere 313 

§. 1 Fruchtknoten. 

186. Kr. strahlig-symmetrisch mit ungespornten Kr.b. . . 187 

— — Kr. hälftig-symmetrisch; mit oder ohne ge- 
spornte Kr.b 285 

* Krone strahlig-symmetrisch (regelmäfsig). 

187. Staubb. 1-12 188 

Staubb. zahlreich 274 

f. 1-12 Staubblätter. 

188. Scheinbar 2 k.artige Kr.b.; 2-3 Staubb.; 2 Gf.; Gräser 404 
3 Kr.b.; Narbe pinselfg. s. No. 475; Narbe ein- 
fach, s. No. 229. 

4 Kr.b 189 

5 oder mehr Kr.b 230 

189. 1 Gf. oder 1 sitzende Narbe 190 

— — 2 Gf., Kr.b. klein, weifs, kürzer als der K. 

Möhringia. 27 

— — 3 2spaltige Gf. auf gestieltem F.kn. ; scheinbar 
4-5 drüsige Kr.b. auf scheinbarem K.rand; Pfl. mit 

Milchsaft 560 

4 Gf. oder 4 sitzende Narben 227 

190. Zierbaum mit unpaarig gefiederten B. ; Bl. in Rispen, 
weifslich; K. 4teilig; Flügelf. 2fächerig 

Fraxinns (h-nus. 111 

— — Zierstrauch mit Szähligen B.; Bl. in Dolden- 
rispen, grünlich-weifs ; K. 4-5spaltig; Flügelf. 2fächerig 

Ptelea. 35 

— — Sträucher mit ungeteilten B. ; K. 4spaltig . . 237 
Kräuter 191 



XXXI 

191. Pfl. nur mit Schuppenb. ohne Grün; Staubb. 8-10; 
Kr.b. am Grunde höckerig .... Monotropa. HO 

— — Pfl. mit Laubb.; Staubb. 4; auf den Kr.b. 4 
becherfg. Nebenkr.b. ; F. eine schotenfg.e Kapsel ; St. 
oben mit 1 doppelt Szäbligen B. . . Epimediiim. 8 

— — Pfl. mit Laubb.; Staubb. typisch 6, davon 4 
länger, 2 kürzer, zuweilen 2 oder 4 fehlschlagend ; F. 
eine Schote oder ein Schötchen (Cruciferae) . . .192 

Cruciferae. 

192. F. wenigstens 4mal so lang als breit (Schote) . . .193 

— — F. höchstens 3mal so lang als breit, zuweilen 
breiter als lang (Schötchen) 209 

193. Schote mit 2 Längsnähten, 2klappig aufspringend . 194 

— — Schote ohne Nähte, nicht klappig aufspringend 208 

194. Narbe tief 2spaltig; Lappen zurückgekrümmt; Bl. 
goldgelb oder braunrot Cheiranthus. 10 

— — Narbe 2spaltig, Lappen aufrecht an einander 
liegend 195 

— — Narbe ungeteilt oder sehr schwach ausgerandet 196 

195. Narbenlappen auf dem Rücken gehörnt; B. grau be- 
haart Matthiola. 10 

— — Narbenlappen flach; B. grün . . . Hesperis. 13 

196. Klappen der Schote nervenlos, oder am Grunde schwach 
Inervig 197 

— — Klappen der Schote 1- oder mehrnervig . . 199 

197. Schote linealisch, flach gedrückt; Klappen sich elastisch 
umrollend; Samen in jedem Fach Ireihig .... 198 

— — Schote linealisch oder elliptisch, stielrundlich; 
Samen in jedem Fach 2reihig . . . Nasturtium. 10 

198. Grundachse kriechend, fleischig, mit fleischigen Nie- 
derb.; B.achseln mit Brutzwiebeln . . . Dentaria. 13 

— — Grundachse kurz oder kriechend, aber nicht 
fleischig, oder Pfl. u. Q; keine Brutzwiebeln; Bl. 
weifs oder helUila Cardainine. 12 

199. Bl. weifs oder lila 200 

Bl. gelb oder gelblich-weifs 202 

200. Klappen der F. Inervig 201 

— — Klappen der F. Snervig . . Sisymbrium. 13 

201. B. unserer Arten sämtlich rauhhaarig ; Samen Ireihig 

Arabis. 12 

Grundb. rauhhaarig ; St.b. kahl ; Samen 2reihig 

Turritis. 11 

202. Klappen der F. Inervig 203 

Klappen der F. 3nervig ; Schoten stielrund oder 

flach, nicht holperig, ungeschnäbelt . Sisymbrium. 13 



XXXII 

— — Klappen der F. 3 nervig; Schoten stielrund, 
holperig-, lang geschnäbelt Sinapis. 15 

203. B. ungeteilt, Grundb. zuweilen schrotsägefg 204 

Wenigstens die unteren B. fiederspaltig bis ge- 
fiedert .-. • ^05 

204. Schoten linealisch, Hach gedrückt; Samen 2 reihig; 
Pfl. oben bereift Turritis. 11 

— — Schoten scharf- 4kantig; Samen Ireihig; Pfl. 
nicht bereift Erysimum. 14 

205. Samen in jedem Fache Ireihig . 206 

Samen 2reihig; Schoten geschnäbelt; B. fieder- 
spaltig oder buchtig gezähnt .... Diplotaxis. 15 

20G. Schoten ungeschnäbelt, abgerundet-4kantig; untere B. 

leierfg.-gefiedert Barbaraea. 11 

— — Schoten geschnäbelt 207 

207. Samen kugelfg. ; untere B. leierfg.-fiederspaltig oder 
leierfg.-gefiedert Brassica. 14 

— — Samen oval oder länglich, zusammengedrückt ; 

B. tief fiederspaltig Erucastrum. 15 

208. B. behaart, leierfg. (Unkraut- resp. Kulturpfl.) 

Raphanus. 19 

— — ß. kahl, fleischig, fiederspaltig; Bl. lila oder 
weifs (Strandpfl.) Cakile. 19 

209. Schötchen 2klappig aufspringend 210 

— — Schötchen nicht aufspringend 222 

210. Schötchen seitlich zusammengedrückt, daher die Klap- 
pen gekielt, die Scheidewand schmal 211 

-- Schötchen vom Rücken oder gar nicht zusammen- 
gedrückt; Scheidewand breit 215 

211. Staubb. am Grrunde mit einem Anhängsel; St. meist 
b.los ; Grrundb. rosettig, leierfg.-fiederspaltig ; Bl. weifs 

Teesdalea. 17 
Staubb. ohne Anhängsel; St, beblättert . . . 212 

212. Fächer Isamig 213 

— — Fächer 2- mehrsamig ; Bl. weifs 214 

213. Kr.b. ungleich, weifs oder rötlich, die der äufseren Bl. 
des traubigen oder fast doldigen Bl. Standes strahlend 

Iberis. 17 

Kr.b. gleich oder fehlend, weifs oder grünlich; 

Klappen der Schötchen oft geflügelt . . Lepidium. 17 

214. Schötchen rundlich-oval, oben tief ausgerandet; Klap- 
pen geflügelt Thlaspi. 17 

Schötchen verkehrt-herzfg.-3eckig ; Klappen un- 
geflügelt Capsella. 18 

215. Staubb. am Grunde mit einem Zahn oder flügelfg.em 
Anhängsel 216 



XXXI [I 

Staubb. ohne Zahn oder Anhängsel .... 217 

216. Kr.b. ungeteilt, blafsgelb; Fächer bei unseren Arten 

2samig Alyssum. 15 

Kr.b. 2spaltig, weifs ; Fächer 6- und mehrsamig 

Berteroa. 15 

217. Klappen mehr oder weniger flach (vom Rücken zu- 
sammengedrückt) 218 

Klappen stark gewölbt, nicht zusammengedrückt 220 

218. Kr.b. ungeteilt oder ausgerandet 219 

— — Kr.b. etwa bis zur Mitte 2spaltig, weifs; B. in 
grundständiger Rosette; St, blattlos . . Erophila. 16 

219. Schötchen über dem K.ansatz gestielt, sehr grofs, ganz 
flach; Klappen nervenlos; Bl. rosa . . . Limaria. 16 

Schötchen über dem K.ansatz nicht gestielt, flach 

gewölbt; Klappen Inervig; Bl. weifs . . . Draba. 16 

— — Schötchen über dem K.ansatz nicht gestielt, 
etwas mehr gewölbt; Klappen nervenlos; Bl. weifs; 
Grundb. pfriemenfg., rosettig .... Subularia. 17 

220. Gf. bei der Reife auf der Scheidewand stehen bleibend 221 

— — Gf. mit den Klappen bei der Reife abfallend; 

Bl. gelb . Camelina. 16 

221. Bl. weifs; Süfswasserpfl. mit grundständiger Rosette 
lineal-pfriemlicher B. ; St. meist b.los . Subularia. 17 
Bl. weifs; Strand- oder Landpfl.; Grundb. breit; 

St. beblättert Cochlearia. 16 

Bl. gelb s. Nasturtium. 10 

222. Schötchen quer gegliedert, die Glieder bei der Reife 
sich trennend 223 

— — Schötchen 1 gliederig 224 

223. Schötchen länglich, beide Glieder 1 sämig, zweischneidig, 
das obere dolchfg. ; Bl. lila oder weifs . . . Cakile. 19 

— — Oberes Glied des Schötchens grofs, kugelfg., 
1 sämig; das untere klein, leer; Pfl. blaugrün bereift; 

Bl. weifs Cram.be. 19 

— — Oberes Schötchenglied fast kugelfg. , unteres 
stielartig, beide 1 sämig; Bl. gelb . . . Rapistrum. 19 

224. Schötchen quer breiter, seitlich zusammengedrückt, 
2fächerig, nierenfg., runzelig und am Rande gezähnt; 

Bl. weifs Coronopus. 18 

Schötchen nicht quer breiter 225 

225. St. niederliegend; Bl. weifs, klein; Schötchen rundlich, 

zugespitzt, 2fächerig, behaart Soria. 18 

St. aufrecht; Bl. gelb 226 

226. Schötchen kugelig, Ifächerig, Isamig . . . Neslea. 19 
Schötchen schief- eifg., 2fächerig, Fächer Isamig 

Bunias. 19 

Prahl, Flora voa Schleswig-Holstein. III 



XXXIV 



Schot chen birnfg., 3f ächerig, das untere Fach 1 sämig, 

darüber 2 leere Fächer neben einander . Myagrum. 18 



* 



227. 4 Staubb * 228 

8 Staubb 229 

228. K. tief 4spaltig mit 2-3spaltigen Zipfeln ; Kapsel mehr- 
fächerig; St. fadenfg., gabelästig .... Badiola. 29 
— — K. 4blätterig; Kapsel Ifächerig; Kr.b. kürzer 

als der K Sagina. 26 

229. Bl. einzeln, endständig; F. eine schwarze Beere; St.b. 

meist 4 im Quirl 502 

Bl. zahlreich, achselständig; kleine, im Schlamm 

kriechende Pfl Elatine. 28 

230. 1 (rf. mit 1 oder mehreren Narben, oder 1 Narbe 
ohne Gf 231 

— — Mehrere Gf., oder mehrere Narben ohne Gf. . 245 

231. Keine Laubb., nur Schuppen; Pfl. ohne Grün; Bl. in 

nickender Traube Monotropa. 110 

B. vorhanden; Pfl. holzig 232 

B. vorhanden; Pfl. krautig 239 

282. Pfl. windend, rankend; F eine Beere, Bl. klein, grün- 
lich (Ampelidaceae) 233 

— — Pfl. nicht windend, bäum- oder strauchartig . 234 

233. B. handfg. gelappt, Kr.b. mützenfg. zusamraenneigend ; 
Narbe sitzend Vitis. 32 

— — B. 3 — 5 zählig gefingert; Kr.b. ausgebreitet; 

Gf. kurz Ämpelopsis. 32 

234. B. unterseits rostrot-filzig, stark riechend ; Staubb. 10 ; 

K. sehr klein, 5 zähnig; Kr.b. 5, weiss . . Ledum 109 

— — B. nicht rostrot-filzig, geruchlos; Staubb. 4—8 235 

235. K., Kr. u. Staubb. 6, letztere reizbar; Kr. gelb; Pfl. 
mit Stacheln; F. eine Beere, (ßerberidaceae z. T.) 236 

— — K. 5- oder 4spaltig, Kr. 5- oder 4blättrig, Bl. 
grünlich oder weiss 237 

236. B. kurz gestielt, länglich-verkehrt-eifg., wimperig ge- 
sägt, abfallend Berheris. 8 

— — B. gefiedert, lederig, überwinternd . Mahonia. 8 

237. F. eine schwarze Beere, Bl. zwitterig oder z. T. zwei- 

häusig, B. ungeteilt Rhamnus. 36 

F. eine lebhaft rosa gefärbte Kapsel, Bl. zwitterig, 

B. eifg.-länglich Evonymus. 36 

F. eine Flügelfrucht; B. gelappt oder geteilt; 

Bl. z. T. einhäusig oder zweihäusig 238 

238. B. handfg.-gelappt; K. 5 teilig; Kr.b. 5, selten fehlend; 
Staubb. 8; Bl. in Trauben oder Doldenrispen. Acer. 31 



XXXV 

— — B. Szählig; K. 4-5spaltig, abfallend; Kr.b. u. 
Staubb. 4-5; Bl. in Doldenrispen .... Ptelea. 35 

239. B. ungeteilt, einfach 240 

B. zusammengesetzt oder eingeschnitten . . 243 

240. St. ohne B. ; Grundb. rosettig, lang gestielt; Bl. in 
Trauben, Doldentrauben oder einzeln endständig 

Pirola. 109 

— — St. mit 1 Paar rundlicher, am Grunde breit 
verwachsener B. ; Bl. in Trauben, weifs . Claytonia. 71 

— — St. mit mehreren B. oder B. paaren .... 241 

241. Bl. gelb; K. 2 spaltig; Kapsel ringsum aufspringend; 
Pfl. fleischig Fortidaca. 70 

— — Bl. rosa; K. 8- 12 zähnig; Kapsel unregelmäfsig 
zerreifsend (Ly thr aceae) ... 242 

242. St. niederliegend, wurzelnd; Bl. einzeln in den 

B. achseln; B. verkehrt- eifg , gestielt . . . Peplis. 69 

— — St. aufrecht; Bl. einzeln achselständig oder in 
ährigen Quirlen ; B. länglich-lanzettlich, sitzend 

Lythrum. 69 

243. 1 Narbe; Bl. grofs; Kr.b. etwas ungleich, rosa; Staubb. 
abwärts geneigt Didamnus. 35 

— — 5 Narben auf schnabelfg. verlängertem Gf., 
dessen 5 Stränge sich bei der Keife mit dem zuge- 
hörigen F.chen von der Mittelsäule ablösen; Staubb. 

am Grunde verwachsen (Geraniaceae) 244 

244. lOfruchtb. Staubb.; Gf. stränge sich kreisfg. einrollend; 

B. handfg.-gelappt oder geteilt . . . Geranium. 33 

— — 5 fruchtbare mit 5 unfruchtbaren Staubb. ab- 
wechselnd ; Gf. stränge sich spiralig einrollend ; B. ge- 
fiedert Erodiam. 34 

245. 2 Gf. oder 2 fast sitzende Narben 246 

— — Mehr als 2 Gf. oder mehrere Narben ohne Gf. 249 

246. St.b. wechselständig ; Kapsel durch die bleibenden Gf. 

2 hörnig Saxifraga. 73 

St.b. gegenständig; Gf. fadenfg., welkend . . 247 

St.b. gegenständig, 2 fast sitzende Narben ; Kr.b. 

pfriemenfg. oder fehlend ; niederliegende Kräuter . . 459 

247. Unter dem K. stehen 1-3 Paar Vorb. . . Dianthus. 23 
K. ohne Vorb 248 

248. K. weit, glockenfg., kürzer als die Kr.; Kr.b. allmählich 

in den Nagel verschmälert, ohne Nebenkr. Gypsophila. 23 

— — K. röhrenfg., kürzer als die Kr. ; Kr.b. mit 
Flügelleisten am Nagel, mit oder ohne Zähne an 

der Platte (Nebenkr.) Saponaria. 23 

— — K. 5- oder 4 blättrig, länger als die Kr. 

Möhringia. 27 
IJI* 



XXXVI 

249. B. einfach, ungeteilt 250 

— — B. eingeschnitten oder zusammengesetzt . . . 271 

250. St. blattlos; Grundb. rosettig ......... 251 

St. mit 1 st.umfassendem B. ; Grundb. rosettig; 

Bl. einzeln, weifs; vor den Kr.b. ödriisig gewimperte 
Nebenkr.b Parnassia. 22 

— — St. mit mehreren B 253 

251. K. tief 5 teilig; Rosettenb. mit roten Drüsen besetzt, 

Bl. in ährenfg.en Wickeln Drosera. 22 

— — K. seicht 5 zähnig, gefaltet; Rosettenb. ohne 
Drüsen; Kr.b. am Grunde etwas verbunden (Plum- 
baginaceae) 252 

252. Bl.stand kopfig mit gemeinschaftlicher Hülle, B. schmal 
lineal Armeria. 135 

— — Bl.-stand gabelig verzweigt; B. breit spatelig 

Statice. 135 

253. Die 3 Gf. 2spaltig; Pfl. mit Milchsaft s. 560 

Gf. ungespalten oder Narben sitzend .... 254 

254. 3 Gf. oder 3 sitzende Narben 255 

5 Gf 264 

255. Strauch mit ovalen oder verkehrt- eifg.en B.; Rispe 

zur F.zeit dicht wollig Rhus Cotinus. 35 

Kräuter 256 

256. B. wechselständig; K. bleibend, die 3seitige, Isamige 

F. umschliefsend; St. niederliegend . . Corrigiola. 71 
B. gegenständig oder quirlständig 257 

257. K. kurz 5 zähnig 258 

— — K. tief 5 teilig oder 5 blätterig 259 

258. K. aufgeblasen ; F. 1 fächerig, kugelig, nicht aufsprin- 
gend, bei der Reife schwarz, beerenartig Cucubalus. 24 

K. aufgeblasen oder röhrig; Kapsel mit 6 Zähnen 

aufspringend Silene. 24 

259. Kr.b. tief 2 spaltig oder 2teilig; Staubb. 10, selten 
weniger Stellaria. 27 

— — Krb. gezähnt; Staubb. 3-5; Bl. in dolden- 
artigen Trugdolden; Pfl. blaugrün . . Holosteum. 27 

— — Kr.b. ganzrandig oder seicht ausgerandet . . 2G0 

260. B. mit häutigen Nebenb., Bl. rot; St. niederliegend 

oder aufsteigend Spergularia 26 

B. ohne Nebenb.; Bl. weifs 261 

261. St. u. B. fleischig, glänzend; St. niederliegend; Kr.b. 
weifs; Strandpfl Honckenya. 26 

— — B. nicht fleischig, nicht glänzend 262 

262. B. pfriemlich; Kapsel 3klapj)ig Alsine. 26 

— — B. eifg. bis eifg.-lanzettlich ; Kapsel 6klai3pig . 263 



xxxvn 

263. Samen mit einem Anhängsel am Grunde ; B. deutlich 

3-5 nervig Möhringia. 27 

— — Samen ohne Anhängsel ; B. undeutlich nervig 

Arenaria. 27 

264. K. 5 zähnig, röhrig oder bauchig 265 

K. 5 blätterig 268 

265. Kr.b. mit Schlundanhängseln (Krönchen) .... 266 

— — Kr.b. ohne Schlundanhängsel, ungeteilt; K.zipfel 
laubartig, länger als die Kr.b, . . Agrostemma. 25 

266. Kapsel mit doppelt so viel Zähnen aufspringend, als 

Gf. vorhanden ; Kr.b, 2 spaltig . . . Melandryum. 25 

— — Kapsel mit 5 Zähnen aufspringend .... 267 

267. St. kahl, unter den oberen Gelenken klebrig; Kr.b. 

ausgerandet Viscaria. 24 

St. rauhhaarig oder filzig, nicht klebrig; Kr.b. 

4 spaltig oder ungeteilt Coronaria. 25 

268. Kr.b. an der Spitze ganz 269 

Kr.b. bis zum Grunde 2 teilig ; Narben vor den 

Kr.b, stehend Malachium. ilQ 

Kr.b. nicht bis über die Mitte gespalten; Narben 
vor den K.b. stehend Cerastium. 28 

269. Kapsel mit 4-5 ungeteilten Fächern; B. lineal, stiel- 
rund oder borstlich 270 

— — Kapsel 5 fächerig, jedes Fach durch eine falsche 
Scheidewand 2teilig; B. lanzettlich oder verkehrt-eifg. 

Linum. 29 

270. B. quirlständig, mit freien kleinen Nebenb, Spergula, 25 

— — B. gegenständig, ohne freie Nebenb. Sagina. 26 

271. Gf. 2-3; Pfl. strauchig 272 

5 Gf. oder 5 Narben ; Pfl. krautig 273 

272. Bl. in lockeren überhängenden Trauben; Kapsel auf- 
geblasen, 3- oder 2 fächerig Staphylea. 36 

Bl, in dichten aufrechten Rispen; Steinf. 1 sämig 

Rhus. 35 

273. 5 fadenfg.e Gf. ; B. 3zählig; Kapsel 5kantig, 5 klappig 

Oxalis. 34 

— — 5 Narben an der Spitze des schnabelfg. ver- 
längerten Gf s. 244 

ff. Zahlreiche Staubblätter. 

274. Staubf. alle zu einer Röhre verwachsen (Malvaceae) 275 

— — Staubf. frei oder nur am Grunde etwas ver- 
bunden 276 

275. Aufsenk.artige Hülle 3 blätterig, am Grunde mit dem 

K. verwachsen Malva, 29 

— — Aufsenk.artige Hülle 3spaltig, frei . Lavatera. 30 



XXXVIII 

Aufsenk.artige Hülle 6-9 spaltig, frei Althaea. 30 

276. K.b. 2, bald abfallend; Kr.b. 4 (Papave raceae) . 277 
K. mehrblätterig oder mehrspaltig 278 

277. F. kugelig oder keulenfg., unter den Narbenstrahlen 
mit kleinen Klappen sich öffnend . . . Papaver. 8 

— — F. schotenfg,, 2klappig ; Klappen sich vom 
Grrunde nach der Spitze lösend . . Chelidonium. 9 

F. schotenfg.; Klappen sich von der Spitze 

nach dem Grunde lösend Glaucium. 9 

278. Kr.b. 10 oder mehr; Wasserpfl. mit grofsen schwim- 
menden B. (Nymphaeaceae) 279 

Kr.b. 4-5 280 

279. K.b. 4, grün, kürzer als die äufseren Kr.b.; Kr.b. 
ohne Honiggrube Nymphaea. 8 

— — K.b. 5, gelb, länger als die Kr.b.; Kr.b. auf 
dem Rücken mit einer Honiggrube . . . Nuphar. 8 

280. 1 Gf. oder 1 sitzende Narbe 281 

3-5 Grf.; Staubfäden am Grunde in 3 oder 

5 Büschel verwachsen ; Kapsel Sfächerig Hypericum. 31 

281. Staubb. u. Kr.b. dem K. eingefügt; Steinf. 1 sämig 

(Amygdalaceae) . 282 

Staubb. u. Kr.b. dem Bl.boden eingefügt . . 283 

282. Steinfrucht saftlos, Steinschale gefurcht, oder Stein- 
frucht saftig, dann aber die Steinschale mit tiefen 
Gruben; Bl. hellrosa Amygdalus. 46 

— — Steinfrucht saftig; Steinschale ohne Gruben, 
glatt oder seicht gefurcht; Bl. meist weifs Prunus 47 

283. K.b. u. Kr.b. 4, bald abfallend; B. 3zählig-doppelt-ge- 

fiedert Actaea. 7 

K.b. u. Kr.b. 5; B. einfach, ungeteilt . . .284 

284. Die 2 äufseren K.b. kleiner; St. niederliegend oder 

aufsteigend; Bl. gelb Helianthemum. 19 

K.b. gleich grofs; Bäume; Bl. in gestielten 

Trugdolden in der Achsel eines mit dem Bl.standstiele 
verwachsenen bleichen Hochb Tilia. 30 

**. Krone hälftig-symmetrisch (unregelmäCsig). 

285. Mehr als 10 Staubb.; F.kn. 1-3; Bl. gespornt. . s. 319 
Weniger als 10 Staubb. . 286 

286. 1 Kr.b. oder Kb. gespornt 287 

2 Kr.b. mit sackfg.em Sporn ; Kapsel 2klappig 

Dicentra. 10 

— — Bl. ungespornt 290 

287. Staubb. 6, zu je 3 vereinigt; K.b. 2, öfters fehlend 288 
Staubb. 5, mit den Staubbeuteln zusammen- 
neigend 289 



XXXIX 

— — Staubb. 8; K. 21ippig, Oberlippe Steilig, ge- 
spornt, Unterlippe 2teilig; B. fast kreisrund Tropaeolum. 35 

288. F. eine 2klappige, vielsamige Kapsel . Corydalis. 9 

— — F. eine nicht aufspringende, 1 sämige NuCs 

Fumaria. 10 

289. B. mit Nebenb. ; K.b. 5, mit Anhängseln; das gröfsere 
Kr.b. gespornt; Kapsel 1 fächerig, Sklappig . Viola. 20 

B. ohne Nebenb. ; K.b. meist 3, das eine gespornt ; 

Kapsel öklappig, Klappen sich elastisch einrollend 

Impatiens. 34 

290. Gf. .3, kurz; Kr.b. vielspaltig; Bl. klein in Trauben 

Beseda. 21 

— — Gf. 1, oder 1 sitzende Narbe 291 

291. K.b. 5, bleibend, davon 2 grofs, flügelfg., gefärbt; vor- 
deres Kr.b. rinnig, vorn gefranst . . . Polygala. 22 
K.b. 4, gleich grofs, abfallend s. 211 

— — K. bis zum Grunde öteilig, abfallend . . s. 243 

— — K. bis zum Grunde 21ippig, oder nicht bis über 

die Mitte gespalten 292 

292. Staubfäden meist 7, frei; K. özähnig; Kapsel stachelig; 
Baum mit meist Tzähligen B Aesculus. 32 

— — Staubfäden meist 10, alle oder bis auf 1 zu 
einer den F.kn. umschliefsenden Haut verwachsen; 
Bl. schmetterlingsfg. ; Kr.b. benagelt, die 2 vorderen, 
meist verwachsen, das Schiffchen bildend, worin die 
Staubb. u. der F.kn. liegen, die 2 mittleren (Flügel) 
das Schiffchen seitlich bedeckend, das obere, meist 
gröfste (Fahne,) oft aufwärts geschlagen; F. eine meist 
2klappig-aufspringende Hülse (Papilionaceae) . . . 293 

Papilionaceae. 

293. Alle Staubfäden mit einander verwachsen; Hülsen 

Ifächerig 294 

Ein Staubfaden frei 300 

294. K. 21ippig; Flügel am oberen Rande faltig runzelig 295 
K. özähnig oder öspaltig; Flügel nicht runzelig 298 

295. Holzgewächse; Bl. gelb; Hülse ohne schwammige 
Querwände 296 

— — Kräuter ; Bl. gelb oder blau ; Hülse mit 
schwammigen Querwänden; ß. gefingert . Lupinus. 37 

296. K. bis zum Grunde 21ippig, mit 2 kleinen Vorb. ; 

B. pfriemenfg., stechend Ulex. 36 

K. nicht iDis über die Mitte gespalten (bei Genista 

jedoch die Oberlippe tief gespalten) 297 

297. Narbe kopffg,; Gf. sehr lang; kreisfg. eingerollt; 

B. meist 3zählig Sarothamnus. 37 



XL 

Narbe schief, nach der Achse gerichtet; B. un- 
geteilt Genista. 37 

Narbe schief, von der Achse weg gerichtet; 

B. 3zählig Cytisus. 37 

298. Kr.b. sämtlich vorhanden 299 

— — Nur die Fahne vorhanden; Bl. in Trauben, 
purpurviolett; B. unpaarig gefiedert . . Amorpha. 42 

299. Meist dornige kleine Sträucher; Bl. einzeln oder zu 2 
achselständig, rot; B, Szählig Ononis. 37 

— — Kräuter; Bl. gelb, selten rotgelb, in Köpfen; 

B. unpaarig gefiedert . Anthyllis. 38 

300. B. paarig gefiedert, mit Endranke oder -stachel . . 301 

— — B. unpaarig gefiedert 305 

— — B. 3zählig (s. auch Coronilla scorpioides) . . 310 

301. Pfl. strauchig; Bl. einzeln oder doldig, gelb Caragana. 42 
Pfl. krautig 302 

302. Freie Teile der Staubb. gleich lang ; (Staubfadenröhre 
gerade abgeschnitten) 303 

— — Freie Teile der oberen Staubb. kürzer; (Staub- 
fadenröhre schief abgeschnitten) 304 

303. Gf. nach hinten rinnig zusammengefaltet, auf der ge- 
wölbten Seite bärtig Pisum. 45 

— — G-f. flach, zuweilen gedreht, auf der ursprünglich 
inneren Seite mit Haarlinie Lathyrus. 45 

304. K. özähnig oder öspaltig; Gf. fadenfg., oberwärts 
behaart Vicia. 43 

— — K. 5teilig; Gf. flach, nur auf der inneren Seite 
mit Haarlinie Lens. 43 

305. Pfl. Strauch- oder baumartig 306 

Pfl. krautartig 307 

306. Hülse aufgeblasen; Schiffchen mit kurzem Schnabel; 

Bl. gelb Colutea. 42 

— — Hülse zusammengedrückt; Schiffchen stumpf; 

Bl. weifs oder rosa Rohinia. 42 

307. Bl. in Dolden, Hülse quergegliedert, nicht aufspringend 308 
Bl. in achselständigen Trauben 309 

— — Bl. einzeln; Kr. kürzer als der K.; Hülse eifg., 
aufgeblasen Cicer. 43 

308. Schiffchen geschnäbelt; Hülse 4kantig . Coronilla. 42 

Schiffchen stumpf; Hülse zusammengedrückt, 

meist sichelfg. gekrümmt Ornithopus. 42 

309. Schiffchen schief abgeschnitten; Hülse Isamig, nicht 
aufspringend Onobrychis. 43 

— — Schiffchen nicht schief abgeschnitten; Hülse 
2fächerig, aufspringend Astragalus. 42 



XLI 

310. Schiffchen nebst der Staubfadenröhre u. dem bärtigen 

G-f. spiralig eingerollt ....... Phaseolus. 46- 

— — Schiffchen nicht spiralig eingerollt, a])er ge- 
schnäbelt; Gf. kahl; Nebenb. sehr grofs . . Lotus. 41 

Schiffchen nicht spiralig eingerollt, auch nicht 

geschnäbelt 311 

311. Staubb. mit den Kr.b. mehr oder weniger verwachsen; 
Kr.b. beim Welken bleibend; Bl. in kopffg.en Ähren 
oder Dolden Trifolium. 39 

— — Staubb. nicht mit den Kr.b. verwachsen; Kr.b. 
nach dem Welken abfallend 312 

312. Hülse sichelfg., oder spiralig eingerollt; F.kn. auf- 
wärts gekrümmt; Bl. in mehr oder weniger kopffg.en 

dichten Trauben Medicago. 38 

Hülse linealisch, gebogen; F.kn. gerade; Bl. in 

kopffg.en Trauben Trigonella. 39 

— — Hülse eifg. oder länglich-eifg. ; Bl. in lockeren 
Trauben Melilotus. 39 



* 
§§. Mehrere Fruchtknoten. 

313. Baum mit Zwitterbl.; K.b. 3, grofs, kr.b.artig; Kr.b. 6; 
Staubb, zahlreich; B. winkelig 41appig Liriodendron. 8 

— — Baum; Bl. zweihäusig- vielehig; K. ospaltig; 
Kr.b. 5; Staubb. in den S ßl- JO, in den 9 Bl. 2-3, 

B. unpaarig gefiedert Ailantus. 35 

— — Pfl. Strauch- oder krautartig 314 

314. Staubb. in gleicher oder doppelter Zahl der Kr.b. . 315 

Staubb. 8, Kr.b. 5; K. 21ippig, gespornt; F.kn. 1, 

dreilappig; B. schildfg s. 287 

Staubb. 9; P.b. 6; Bl.stand doldig; B. grund- 
ständig, linealisch, 3kantig s. 500 

Staubb. mit den Kr.b. in keinem bestimmten 

Verhältnis, meist zahlreich 317 

315. Am G-runde jedes F.kn. eine Drüsenschuppe ; B. meist 
fleischig (Crassulaceae) 316 

— — F.kn. ohne Schuppen ; B. nicht fleischig ; 

Staubb. u. P.b. 6 s. 472 

F.kn. ohne Schuppen, sehr zahlreich, in einer 

zuletzt lang hervorragenden Ähre; Kr.b. u. Staubb. 
meist 5 321 

316. K. 4teilig; Kr.b., Staubb. u. F.chen 4; B. linealisch; 
winzige Sumpf- u. Uferpfl Bulliarda. 71 



XLn 

— — K. 5(6)teilig; Kr.b. 5 (6), nicht verwachsen; 
Staubb. 10 (12) .......... Sedum. 72 

K. 6-12teilig; Kr.b. 6-12, am Grunde unter 

einander u. mit den 12-24 Staubb. verwachsen 

Semjyervivum. 72 

317. Staubb. u. Kr.b. dem Bl.boden eingefügt (Ranun- 
culaceae) 318 

— — Staubb. u. Kr.b. dem K. eingefügt 
(Rosaceae) 833 

Rannnculaceae excl. Actaea. 

318. Bl. hälftig-symmetrisch; K. gefärbt, viel gröfser als 

die verkümmerten Kr.b. 319 

Bl. strahlig- symmetrisch ........ 320 

319. Oberes K.b. gespornt; Kr.b, 4; die 2 oberen oder 1 
derselben gespornt, von dem K. sporn eingeschlossen 

Delphinium. 7 

Oberes K.b. helmfg., die 2 oberen, lang benagelten, 

eigentümlich gestalteten Kr.b. einschliefsend Aconitum 7 

320. Krb. grofs, trichterfg., nach unten hakenfg. gespornt 

Äquilegia. 6 

— — Kr.b. ungespornt 321 

321. F.kn. zahlreich, in eine zuletzt sehr lange Ähre an- 
geordnet ; Staubb. meist 5, K.b. mit einem Anhängsel 

Myosurus. 3 

F.kn. nicht oder nur kurz-ährenfg. angeordnet; 

Staubb. meist zahlreich ; . 322 

322. Bl. mit K. und Kr.; K.b. nicht kr.artig und nicht 
gröfser als die Kr.b 323 

— — Bl. mit K. und Kr.; K.b. kr.artig, viel gröfser 

als die zu Honigbehältern verkümmerten Kr.b. . . . 326 
Bl. nur mit kr.artigen K.b.; Kr.b. fehlend . . 328 

323. 3 K.b.; Kr.b. meist mehr als 5 324 

5 K.b 325 

324. Kr.b. gelb; Wurzelfasern knollig verdickt; B. herz- 

nierenfg Ficaria. 5 

Scheinbare Kr.b. (in Wahrheit K.b.) blau, in 

Gärten auch rosa oder weifs; der scheinbare K. ist 
eine Hülle 329 

325. 2-5 mehrsamige F.kn.; K. bleibend; Bl. sehr grofs, 

rosa oder purpurn . Paeonia. 7 

Viele 1 sämige F.kn. ; K. abfallend; Kr.b. meist 

5, am Nagel mit einer Honiggrube, gelb oder weifs 

Ranunculus. 3 

Viele Isamige F.kn.; K. abfallend; Kr.b. 6 und 

mehr, ohne Honiggrube, rot ..... . Adonis. 3 



XLIII 

326. K. bleibend ; Kr.b. sehr klein, röhrenfg., mit 21ippiger 

Mündung-; B. fufsfg Helleborus. 6 

K. abfallend 327 

327. K.b. hellblau; Kr.b. sehr klein, 21ippig; B. der viel- 

teiligen Hülle länger als die K.b Nigella. 6 

K.b. gelb, meist 6; Kr.b. sehr klein, 21ippig; 

unter der Bl. ein rundliches, vielteiliges Hüllb. ; F.chen 
5-6, gestielt Eranthis. 6 

— — K.b. gelb, meist viele; Kr.b. linealisch, flach; 
kein Hüllb.; F.chen viele, sitzend . . . Trollius. 6 

328. Bl. mit 3blätteriger, genäherter oder entfernter Hülle 329 

— - Bl. ohne Hüllb 331 

329. Hüllb. ganzrandig, k.artig, dicht unter der Bl. Hepatiea. 2 
Hüllb. geteilt 330 

330. Hüllb. laubartig, kahl oder kurzhaarig; K.b. weifs, 
rosa oder gelb (selten blau); Grf. bleibend, kurz 

Anemone. 2 

Hüllb. fingerig-vi elteilig , zottig; K.b. violett; 

Gf. bleibend, lang, bärtig Pulsatilla. 2 

331. B. gegenständig; unsere Arten klimmende Sträucher 
mit gefiederten B Clematis. 1 

— — B. wechselständig 332 

332. B. mehrfach gefiedert; K.b, 4-5, grünlich oder gelblich 

Thalictrum. 1 
B. einfach; K.b. 5, dottergelb . . . Caltha. 6 



* 
Bosaceae z. T. 

333. K.b. 5, ohne Nebenb., alle gleich 334 

— — K.b. 4-5, mit kleinen, zu je 2 verwachsenen 
Nebenb.; K.b. daher scheinbar 8-10 337 

334. St. mehr oder weniger stachelig, meist holzig; F. 

fleischig, saftig Rubus. 49 

St. stachellos; F. trocken 335 

335. Bl. gelb, bei uns stets gefüllt; B. ungeteilt, gesägt; 

Zierstrauch Kerria. 49 

Bl. weifs oder rosa 336 

336. Sträucher mit ungeteilten oder gelappten B. Spiraea. 47 
Stauden mit unterbrochen fiederteiligen B. 

Ulmaria. 48 

337. G-f. lang, gegliedert, unteres Glied bleibend; F.chen 

dadurch geschnäbelt Geum. 49 

Gf. welkend und abfallend 338 

338. F.boden zuletzt saftig, eine Scheinbeere bildend und 
abfallend; Bl. weifs; B. 3zählig .... Pragaria. 59 



XLIV 



: F.boden zuletzt schwammig, nicht abfallend ; Bl. 

braunrot; B. gefingert Comarum 59 

F.boden trocken; Bl. gelb, selten weifs; B. ge- 
fingert, gefiedert oder Szählig . . . Potentilla. 59 



ß. Fruchtknoten unterständig. 

339. Kr.b. und Staubb. 2; B. gegenständig . . Cireaea. 67 

Kr.b. 3 s. 499 

Kr.b. 4 340 

— — Kr.b. 5 oder mehr 343 

340. Staubb. 4; Bl. in Trugdolden, weifs, oder in Dolden, 
gelb oder dunkelpurpurn ; Dolden von 4 zuweilen 

kr.b.artigen Hüllb. gestützt Cornus. 80 

Staubb. 8 oder 10 341 

Staubb. zahlreich; Zierstrauch mit gegenständigen 

B. und stark duftenden weifsen Bl. . Philadelphus. 69 

34J. Bl. grünlich, klein, in kopffg.er Ähre . . . Adoxa. 81 

Bl. gelb, rosa oder weifslich, nicht in kopffg.er 

Ähre 342 

342. Kapsel lang linealisch, Samen mit Haarschopf; Bl. 

rosa oder weifslich Epilobium. 66 

Kapsel länglich, unten dicker, Samen ohne Haar- 
schopf; Bl. gelb Oenothera. 67 

343. Staubb. b 344 

Staubb. 8 oder mehr , 378 

344. Pfl, strauchartig; B. meist gelappt; F. eine Beere . . 345 

— — Pfl. krautartig 346 

345. St. klimmend; B. immergrün; Bl. in Dolden, grüngelb; 

K.saum sehr kurz Hedera. 80 

St. aufrecht; B. abfallend; Bl. in Trauben oder 

zu 1-3; K.saum kr.artig; die Kr.b. dem K. Schlund 
eingefügt Ribes. 72 

346. Gf. 1; anscheinend 5 Kr.b, in Wirklichkeit eine tief 

5 teilige Kr s. 180 

Gf. 2 ; F. in 2 Teilfrüchte zerfallend. Dolden- 
gewächse: Umbelliferae 347 

IJmbelliferae. 

347. Bl. in Köpfen, sitzend; (bei Sanicula mehrere Köpfe 

zu einer Dolde vereinigt) 348 

Bl. in einfachen Dolden (gestielt); Hülle groCs, 

gefärbt Astrantia. 74 

Bl. in zusammengesetzten Dolden 350 



XLV 

348. B. ungeteilt, schildfg.; kleine kriechende Sumpfpfl, 

Hydro cotyle. 74 
B. geteilt 349 

349. Pfl. distelartig, stachelig; Köpfe kugelig oder eifg.; 

F. höckerig Eryngium 74 

— — Pfl, nicht distelartig; mehrere Köpfe zu einer 
wenigstrahligen Dolde vereinigt; F. hakig-borstig 

Sanicula. 74 
850. Eiweifs auf der Fugenseite flach oder gewölbt*) . . 351 

— — Eiweifs auf der Fugenseite gelurcht oder mit 

den Rändern eingebogen 373 

Eiweifs auf der Fugenseite halbkugelig ausge- 
höhlt; F. kugelig (s. auch Bifora. 80.) Coriandrum. 80 

351. Bl. gelb oder grünlich-gelb 352 

— — Bl. weifs, grünlich-weifs oder rötlich .... 356 

352. B. ungeteilt, ganzrandig; flülle zuweilen fehlend, 

Hüllchen mehrblätterig Bupleurum. 76 

B. geteilt 353 

353. F. von der Seite zusammengedrückt; Hülle wenig-. 

Hüllchen vielblätterig Petroselinum. 75 

F. stielrund; Hülle und Hüllchen fehlend 

Foeniciilum. 77 

— — F. vom Rücken zusammengedrückt, Teilfrüchte 

am Rande geflügelt 354 

354. Flügel der Teilfrüchte von einander abstehend ; Hülle 
und Hüllchen vielblätterig Levisticum. 77 

— — Flügel der Teilf. an einander liegend; Hülle 
und Hüllchen wenigblätterig oder fehlend .... 355 

355. B. einfach gefiedert; B.chen eifg. oder länglich; St. 
gefurcht, behaart Pastinaca. 78 

— — B. 2-3 fach gefiedert, mit linealischen Zipfeln; 

St. glatt, kahl Anethum. 78 

356. F. ohne Nebenrippen und Stacheln, zuweilen kurz- 
borstig 357 

— — F. mit geflügelten oder stacheligen Nebenrippen, 
K.saum 5 zähnig 372 

357. F. von der Seite zusammengedrückt 358 

F. stielrund 365 

— — F. vom Rücken zusammengedrückt; Teilfrüchte 

am Rande meist geflügelt .... - 368 

358. K.saum 5 zähnig; Kr.b. mit eingebogenem Spitzchen 359 

— — K.saum undeutlich 362 



*) Auf dem Querschnitt einer einigermafaen entwickelten Frucht leicht 
zu erkennen. 



XLVI 

359. Hülle fehlend, HüUchen vielblätterig; B. 3 fach ge- 
fiedert Cicuta. 74 

— — Hülle vorhanden und meist vielblätterig . . 360 

360. B. Szählig; Grundb. zuweilen ungeteilt; Abschnitte 
schmal, scharf gesägt, meist sichelfg. . . Falcaria. 75 
B. einfach gefiedert; Sumpf- oder Wasserpfl. . 361 

361. St. kantig gefurcht; Eiweifs auf der Fugenseite flach 

Sium. 78 

St. stielrund; Eiweifs auf der Fugenseite gewölbt 

Berula. 76 

362. St. niederliegend, kriechend oder flutend ; Kr.b. sternfg. 
ausgebreitet Helosciadium. 75 

— — St. aufrecht, nicht wurzelnd 363 

363. Untere B. doppelt oder einfach 3 zählig, B.chen eifg. ; 
Hülle und Hüllchen fehlend . . . Aegopodium. 75 

— — Untere B. mehrfach gefiedert, Zipfel lineal; 
Hülle fehlend oder einblätterig; Hüllchen fehlend 

Carum. 75 

Untere B. einfach oder doppelt gefiedert ; B.chen 

eifg. oder lanzettlich, scharf knorpelig gesägt; HüUb. 
wenige, meist 3 spaltig; Hüllchen vielblätterig Ammi. 75 

— — Untere B. einfach gefiedert; zuweilen die Ab- 
schnitte fiederteilig mit lanzettlichen Zipfeln . . . 364 

364. Kr.b. rundlich, ganzrandig; B. oberseits glänzend 

dunkelgrün Apium. 75 

Kr.b. verkehrt-herzfg., mit eingebogenen Läppchen 

Pimpinella. 75 

365. K.rand undeutlich 366 

— — K.rand 5 zähnig 367 

366. F. kugelig-eifg. ; Hülle fehlend; Hüllchen 3 blätterig, 

herabgeschlagen Aethusa. 76 

F. eifg.; Hülle meist fehlend; Hüllchen viel- 
blätterig, nicht herabgeschlagen .... Cnidium. 77 

367. K.zähne und die langen Gf. bleibend; F. kahl; Hülle 
fehlend ; Hüllchen vielblätterig .... Oenanthe. 76 

— — K.zähne pfriemenfg., abfallend; F. kurzborstig; 
flülle und Hüllchen mehrblätterig . . Libanotis. 77 

368. Ränder der Teilf. mit klaffenden Flügeln (F. dadurch 
4flügelig) 369 

— — Ränder der Teilf. mit an einander liegenden 
Flügeln; K.saum 5 zähnig 371 

— — Ränder der Teilf. an einander liegend, knorpelig 
verdickt, weifs Tordylium. 78 

369. K.saum 5 zähnig; Bl. grünlich w eifs ; St. sehr dick, 
stielrund Archangelica. 77 

— — K.saum undeutlich 370 



XL VII 

370. St. kantig gefurcht; untere B. 2-3 fach gefiedert mit 
fiedersp. B.chen und lanzettfg.en Zipfeln . Selinum. 77 

St. stielrund, gestreift ; untere B. 3fach gefiedert, 

B.chen eifg Angelica. 77 

371. Pfl. kahl; St. stielrund; Grundb. bei unserer Art 3fach 
gefiedert, mit abwärts gebogenen Verzweigungen 

Peucedanum. 77 

Pfl. kahl; St. kantig gefurcht; Grundb. 3 fach 

gefiedert, Verzweigungen nicht abwärts gebogen 

Thysselinum. 78 

Pfl. steif haarig; St. kantig; B. einfach gefiedert, 

mit gelappten B.chen Heracleum. 78 

372. F. steifhaarig; Nebenrippen geflügelt Iiaserpitium. 78 
F. auf den Hauptrippen borstig, auf den Neben- 
rippen stachelig; Hülle und Hüllchen vielblätterig; 
HüUb. 3- oder fiederspaltig Daucus. 78 

373. K.saum undeutlich 374 

— - K.saum 5 zähnig 377 

374. F. geschnäbelt, Schnabel länger als der Rest der F. 

Scandix. 79 

F. ungeschnäbelt, oder der Schnabel kürzer als 

der Rest der F 375 

375. Rippen nur am Schnabel deutlich ; F. glatt oder hakig 

borstig Anthriscus. 79 

Rippen an der ganzen F. deutlich; F. nie borstig 376 

376. Rippen scharf, hohl; F. sehr grofs, wie lackiert; Pfl. 
kurzhaarig Myrrhis. 80 

Rippen sehr stumpf; F. kaum geschnäbelt ; Pfl. 

wenigstens unten rauhhaarig . . Chaerophyllum. 80 

Rippen hervorragend, wellig gekerbt; F. nicht 

geschnäbelt; St. unten rot gefleckt, bereift Conium. 80 

377. F. auf dem Rücken dicht stachelig; Bl. weifs oder 
rötlich Torilis. 79 

— — F. mit deutlich in Längsreihen stehenden 
Stacheln; Bl. weifs; Hülle fehlend . . . Caucalis. 79 



378. St. krautig; 2 Gf. 379 

St. Strauch- oder baumartig 380 

379. K, kreiselfg., mit hakigen Stacheln umgeben; B. un- 
paarig gefiedert Agrimonia. 62 

K. ohne Stacheln; Kapsel durch die stehen 

bleibenden Gf. 2hörnig Saxifraga. 73 

380. Gf. 1-5; St. unbewehrt oder dornig 381 

Mehr als 5 Gf. oder Narben; F.chen in den 



XLVIII 

vertieften Bl.boden eingesenkt ; unbewehrte oder stache- 
lige Sträucher 386 

381. F. eine Kapsel; B. gegenständig; Bl. betäubend wohl- 
riechend Philadelphus. 69 

F.chen 2-5, mit dem fleischig werdenden Bl.- 
boden verwachsen und eine Apfelfrucht bildend; B. 
wechselständig (Pomaceae) 382 

382. F.chen mit dicker harter Schale, oben vom Bl.boden 

nicht überwachsen 383 

F.chen mit pergamentartiger Schale, auch oben 

vom Bl.boden überwachsen 384 

383. Bl. in Doldenrispen; K.zipfel kurz; B. gelappt; F. rot 

Crataegus. 64 

— — Bl. einzeln; K.zipfel b. artig; B. ganzrandig; 

F. braun Mespilus. 64 

384. F.fächer ungeteilt; Kr.b rundlich. ...... 385 

F.fächer durch eine unvollständige Scheidewand 

in 2 1 sämige Abteilungen geteilt; Kr.b. keilfg.-lan- 
zettlich Amelanchier. 65 

385. K.zipfel laubartig; F.fächer vielsamig; Samen in 
Schleim gehüllt Cydonia. 65 

— — K.zipfel nicht laubartig; F.fächer l-2samig; 
Samen nicht in Schleim gehüllt Pirus 65 

386. St, unbewehrt; B. gegenständig, ungeteilt; Bl. dunkel- 
braun Calycanthus. 66 

— — St. stachelig; B. wecbselständig, gefiedert; Bl. 
rosa, weifs oder gelb Rosa. 62 

b) Blütenhülle einfach oder fehlend. 

387. Pfl. holzig 388 

Pfl. krautig 394 

1. Holzige Grewächse. 

388. Bl.hülle ganz fehlend; 2 Staubb.; Bl. in Rispen, vor 
den unpaarig gefiederten B. erscheinend; Flügelf. 
2fächerig; hoher Baum Fraxinus. 111 

— — Bl.hülle deutlich vorhanden 389 

389. F.kn. frei in der Bl.hülle, oberständig 390 

— — F.kn. unterständig oder mit der Bl.hülle ver- 
wachsen; (Pfl. mit K. u. Kr., aber oft undeutlichem 
K.saum) 393 

390. 1 Gf., mit 1 oder mehreren Narben 391 

2 Gf.; 1 F.kn.; F. breit geflügelt; Bl. grünrot 

vor den am Grunde schiefen B. erscheinend Ulmus. 148 
Zahlreiche Gf. auf zahlreichen F.kn. . . . s. 331 

391. B. beiderseits, sowie die jungen Zweige silberweifs- 
schülferig; P. meist 4spaltig; Staubb. 4 Elaeagnus. 145 



XLIX 

— — B. und junge Zweige nicht schülferig. . . . 392 

392. Staubb. 8; P. 4spaltig, hellpurpurn; Bl. meit zu 3, 
sitzend, vor den B. erscheinend ; Beere rot Daphne. 144 
Staubb. 4, 5 oder 10; Pfl. mit K. u. Kr., letz- 
tere aber zuweilen fehlend, ersterer oft undeutlich s. 232 

393. Kr. verwachsenblätterig s. 162 

— — Kr. getrenntblätterig s. 339 

2. Kraut artige Grewächse. 

394. St. fleischig, gegliedert, ohne B,, meist sehr ästig; Bl. 
in Vertiefungen der verdickten Astenden eingesenkt; 

P. bauchig, ungeteilt; Strandpfl. . . . Salicornia. 137 

— — St. beblättert, zuweilen nur mit Schuppenb., 
oder blattfg. und dann schwimmend 395 

395. Bl.hiille ganz fehlend oder sehr undeutlich, zuweilen 

in Form von Borsten oder Fäden 396 

Bl.hiille deutlich vorhanden, wenn auch zuweilen 

nur als schuppenartige B 439 

«. Blütenhülle fehlend oder undeutlich, zuweilen 
in Form von Borsten oder Fäden. 

396. Bl. in Kolben, Köpfen, Ähren oder Rispen .... 397 

— — Bl. einzeln oder zu wenigen (bei Buppia in 
2blütiger Ähre, mit zuletzt lang gestielten F.chen). 
Wasserpfl 580 

397. Bl. ohne Tragb. in einem Kolben, der von einem oder 
mehreren grofsen HüUb. umschlossen wird; Staubb. 
meist 6; F. beerenartig Calla. 161 

— — Bl. ohne Tragb. in Ähren; Staubb. 4, jedes 
mit b. artigem Anhängsel, wodurch ein scheinbares P. 
gebildet wird; F.chen 4; Wasserpfl. mit breiten, oft 
z. T. schwimmenden, oder mit schmäleren, oft gras- 
artigen B Potamogeton. 166 

Bl. mit Tragb. in 1- vielblütigen Ährchen, welche 

meist zu Ähren, Süirren oder Rispen angeordnet sind 
(Gluraiflorae) . / 398 

398. Bl. ohne Vorb., aber mit spelzenartigen Deckb. ; P. 
fehlend oder aus Borsten und Haaren bestehend; St. 

oft 3kantig (Cyperaceae z. T.) 399 

— — Bl. in Ährchen, deren Achse mit 2zeiligen 
Hochb. besetzt ist, von denen die unteren meist un- 
fruchtbar sind (HüUb., Hüllspelzen), die oberen, das 
Deckb. (Deckspelze) und das fast in derselben Höhe 
stehende Vorb. (Vorspelze), die Bl. einschliefsen ; P. in 
Gestalt von 2 undeutlichen Schüppchen; St. (Halm) 
gegliedert, meist stielrund (Gramina) 404 

Prahl, Flora für Schleswig-Holstein. IV 



•399. Deckb. regelmäfsig 2zeilig angeordnet 400 

— — Deckb. spiralig angeordnet, nicht regelmäfsig 
2zeilig 401 

400. Ahrchen vielblütig ; P.borsten fehlend ; St. Skantig 

Cyperus. 173 

Ährchen wenigblütig ; P.borsten 1-6; St. stielrund 

Schoenus. 174 

401. Die untersten Deckb. kleiner, ohne Bl. in den Achseln 402 

— — Die untersten bl.losen Deckb. so grofs oder 
gröfser als die übrigen 408 

402. Pfl. grofs, kräftig, mit vielen und grofsen Spirren; 

B. breit, am Rande stachelig; P.borsten fehlend Cladium. 174 

— — Pfl. zart, mit wenigen, kleinen Spirren; B. 
borstenfg.; P.borsten 5-12 .... Rhynchospora. 174 

403. P. aus 6 rauhen, die Deckb. nicht überragenden Borsten 
bestehend oder fehlend Scirpus. 174 

— — P. aus 4 bis sehr vielen bei der F.reife die 
Deckb. weit überragenden und einen wolligen, weifsen 
Schopf bildenden Fäden bestehend . Eriophorum. 177 

Graniina excl. Zea. 

404. Ahrchen auf den Zähnen oder in den Aushöhlungen 
der Spindel, sitzend, nur bei Hordeum die seitenstän- 
digen zuweilen sehr kurz gestielt ;. • • ^^^^ 

— — Ahrchen kürzer oder länger gestielt, in Ähren 
oder Rispen 411 

405. Narbe 1, fadenfg., an der Spitze der ßl. hervortretend; 
Hüllb. fehlend; Ährchen einzeln, Iblütig . Nardus. 201 

— — Narben 2, federig, am Grunde der Bl. hervor- 
tretend ' 406 

406. Ährchen einzeln in den Aushöhlungen oder auf den 
Zähnen der Spindel 407 

— — Ährchen zu 2-6 auf den Zähnen der Spindel, 
1- mehrblütig, sitzend oder z. T. kurz gestielt, dann 
männlich Hordeum. 199 

407. Ährchen Iblütig, in die Aushöhlungen der Spindel 

eingesenkt; Hüllb. 1-2 Lepturus. 201 

Ährchen 2- mehrblütig 408 

408. Ahrchen mit der schmalen Seite der Spindel zugekehrt, 
mit 1, das endständige mit 2 Hüllb. . . Lolium. 200 

— — Ährchen mit der breiten Seite der Spindel zu- 
gekehrt, alle mit 2 Hüllb 409 

409. Hüllb. nicht gekielt, alle oder die der obersten Ährchen 
mit 1-3 lang begrannten Zähnen .... Äegüops. 200 

— — Hüllb. schwach oder scharf gekielt .... 410 



LI 

410. HüUb. eifg. oder ei%.-lanzettlich, Ährchen 3-8blütig 

Triticum. 197 

HüUb. lineal-pfriemlich ; Ährchen 2blütig, mit 

Ansatz zu einer 3ten Bl Seeale. 199 

411. Ährchen Iblütig oder mit Ansatz zu einer 2ten Bl. . 412 
Ährchen mit 2 oder mehr Bl., die zuweilen z. T. 

cj oder verkümmert sind 420 

412. Hüllb. fehlend (typisch 4, bei unserer Art aber ver- 
kümmert) ; Ährchen von der Seite zusammengedrückt ; 

sehr rauhes Gras Oryza. 187 

Hüllb. 2 ; Ährchen stielrund oder von der Seite 

. zusammengedrückt; Bl. stand nicht fingerig verzweigt 415 

— — Hüllb. 3; unterstes kleiner und bei Panicum, 
Sectio Digitaria öfters verkümmert; Ährchen vom 
Rücken zusammengedrückt; Bl. stand schwach-rispig, 
fast ährenfgf. oder locker, bei Digitaria fingerig ver- 
zweigt 413 

Hüllb. 4, 2 untere und 2 obere (letztere Ansätze zu 

Bl.); Ährchen von der Seite zusammengedrückt . . 414 

413. Verzweigungen der ährenfg.en Rispe z. T. borstenfg. 

und die Ährchen überragend Setaria. 185 

Alle Verzweigungen Ährchen tragend Panicum. 184 

414. 3 Staubb. ; untere Hüllb. gleich lang, obere weit kürzer, 
gewimpert oder bärtig, unbegfrannt . . Phalaris. 185 

— — 2 Staubb. ; untere Hüllb. von verschiedener 
Länge, obere am Rücken begrannt, länger als das 
Deckb Anthoxanthum. 186 

415. Narben an der Spitze der Bl. hervortretend . . . 416 

— — Narben federfg., an der Seite der Bl. hervor- 
tretend 418 

416. Hüllb. gekielt; Rispe ährenfg 417 

--- — Hüllb. ungekielt ; Ähre einfach , linealisch ; 
Ährchen rötlich; winziges Gras . . Chamagrostis. 187 

417. Hüllb. am Grunde verwachsen; Vorb. fehlend oder 
sehr klein ; Deckb am Rücken begrannt Alopecurus. 186 

— — Hüllb. getrennt; Vorb. vorhanden; Deckb. un- 
begrannt Phleum. 186 

418. Ährchen stielrundlich; Deckb. o-nbegrannt, wie das 
Vorb. zuletzt knorpelig . Milium. 189 

— — Ährchen von der Seite zusammengedrückt . . 4J"J 

419. Ährenachse am Grunde des Deckb. mit Haaren, die 
länger als die Breite des Deckb. sind; Hüllb. ungleich, 
unbegrannt Calamagrostia. 188 

XV* 



LH 

Ährchenachse am Grunde des Deckb. mit Haaren, 

die kürzer als die Breite des Deckb. sind ; HüUb. un- 
gleich, unbegrannt Agrostis. 187 

Ährchenachse kahl; Hüllb. ziemlich gleich, be- 

grannt ; Rispe ährenfg Polypogon. 1S7 

420. Narben purpurrot gefärbt, ziemlich lang gestielt . .421 

— — Narben ungefärbt 422 

421. Ährchenachse unter der 9 Bl. mit langen Haaren, unter 
der untersten $ kahl Phragmites. 189 

— — Ährchenachse unter den Bl. kurzhaarig; St. 
nur am Grunde mit Knoten Molinia. 193 



422. 



Narbe an der Spitze der Bl. hervortretend; 3 Bl., die 



unteren $, mit 3 Staubb., die obere 9, mit 2 Staubb. 

Hierochloa. 186 

— — Narbe am Grunde oder an der Seite der Bl. 
hervortretend 423 

423. Hüllb., wenigstens das eine, fast so lang oder länger 

als das Ährchen 424 

Hüllb. nur so lang oder kürzer als das Deckb. 

der untersten Bl. . . 430 

424. Deckb. aller Bl, unbefi raunt, höchstens an der Spitze 
kurz stachelspitzig 425 

— — Deckb. wenigstens einer Bl. am Kücken begrannt 427 

425. Deckb. am Grunde von kurzen Haaren umgeben, an 
der Spitze Hzähnig Sieglingia. 191 

— — Deckb. am Grunde ohne Haare 426 

426. Hüllb. gewölbt, bei unseren Arten braunrot; Rispe 
sehr locker Melica. 191 

— -- Hüllb. kielfg. zusammengedrückt, grauweifs; 
Rispe gedrängt, ährenfg. .... . . Koeleria. 189 

427. Granne in der Mitte gegliedert und hier behaart, mit 
keulenfg.er Spitze; B. graugrün . Weingaertneria. 190 

— — Granne nicht gegliedert_ und nicht keulenfg . 42& 

428. Die obere Bl. des 2blütigen Ährchens $, begrannt, 

die untere j, unbegrannt Holcus. 190 

— — Bl. alle 9, selten die untere $ 42& 

429. Ährchen 2blütig, klein; Bl 9; Deckb. 2spitzig oder 
4zähnig, am Grunde oder auf dem Rücken begrannt; 
Granne., zuweilen schwach gedreht; F.kn. kahl Aira. 189 

— — Ährchen gröfser, 2- oder mehrblütig, zuweilen 
die untere Bl. $\ Deckb. an der Spitze 2spaltig, auf 
dem Rücken mit geknieter Granne . . . Avena. 190 

430. Ein Teil der Ährchen ohne BL, eine kammfg.e Hülle 

der fruchtbaren Ährchen bildend . . . Cynosurus. 193- 



LIIl 

Alle Ahrchen Bl. enthaltend, ohne kammfg.e Hülle 43 1 

431. Deckb. mehr oder weniger scharf grekielt; Ahrchen 
von der Seite zusammengedrückt; Rispenäste 2zeilig 432 
Deckb. gekielt; Ahrchen von der Seite zusammen- 
gedrückt; Rispenäste spiralig .... Eragrostis. 192 

— — Deckb. auf dem Rücken abgerundet, zuweilen 
mit hervorragendem Mittelnerv; Ahrchen stielrund 
oder von der Seite zusammengedrückt 434 

432. Rispe geknäuelt ; Ahrchen vorn gewölbt, hinten flach 

Dactylis, 193 
Rispe nicht geknäuelt ; Ahrchen beiderseits gleich 433 

433. Ahrchen eifgf. oder elliptisch; Deckb. unbegrannt; 

B. scheiden offen Poa. 192 

— — Ahrchen verlängert; Deckb. meist begrannt; 
B. scheiden höchstens bis zur Mitte gespalten 

Bromus, fSchedonorus.) 195 

434. Ahrchen breit eiherzfg. ; HüUb. u. Deckb. gewölbt, 

abgerundet-stumpf .... Briza. 191 

■^ — x4hrchen nicht eiherzfg, ... . . . , 435 

435. Ahrchen 1-3 (meist 2-) blutig; HüUb, sehr ungleich, 
das untere viel kleiner; Deckb. unbegrannt; B, scheiden 

unterwärts geschlossen Catabrosa. 193 

77- — Ahrchen mehrblütig 436 

436. Ahrchen sehr kurz gestielt, einzeln, in lockerer, ähren- 
fg.er Traube; Deckb. begrannt, meist behaart 

Brachypodium. 197 

— — Ahrchen lang gestielt, Blütenstand rispi? . , 437 

437. B,scheiden geschlossen ; Deckb. mehr oder weniger 
stumpf, grannenlos, parallelnervig . . . Glyceria. 193 

— — B. scheiden wenigstens im oberen Teile offen . 438 

438. Unteres HüUb. Inervig; B. scheiden meist ganz offen 

Festuca. 194 

Unteres Hüllb. 3-5nervig; B.scheiden höchstens 

bis zur Mitte offen Bromus. 195 

* * 

* 

ß. Blüten hülle deutlich vorhanden, wenn auch zu- 
weilen nur als schuppenartige Blätter. 

439. Staubb zahlreich; K.b. gefärbt; Kr.b. fehlend oder 

verkümmert ... s. 318 

Staubb, höchstens. 12 440 

440. F.kn. zahlreich, in eine Ähre geordnet . . . . s. 321 
F.kn. höchstens 6 441 

44J. Bl.hüUe strahlig-symmetrisch 442 

— — Bl.hüUe hälftig-symmetrisch 503 



LIV 

§. Blütenhülle strahlig- s ymmetrisch (rege! mäf sig). 

442. P. scheinbar aus '2 schuppenfg.en B. (Vorb.) bestehend; 

1 Staubb. ; 2 Gf. ; B. gegenständig 583 

ßl.hülle Szählig"" ' 443 

— — Bl.hülle 4- oder bzählig 446 

Bl.hülle 6- oder 12zählig 472 

Bl.hülle 8- oder K »zählig 501 

443. F.kn. unterständig 444 

— — F.kn. oberständig 445 

444. Staubb. 12; P. bleibend, glockenfg., 3spaitig, braun; 
Narbe 6strahlig Asarum. 145 

— — Staubb. 3 oder 4 ; Pfl. mit K. u. Kr., aber un- 
deutlichem K.saum s. 168 

445. P. meist 3teilig, an der reifen F. beerenartig, fleischig; 

B. oeckig oder rhombisch , Chenopodinm, (Blitum). 137- 

— — P. 3-5zählig, an der F. nicht fleischig . . . 461 

446. 4-5 Gf. oder sitzende Narben 447 

— — 1-3 Gf. oder sitzende Narben 449 

447. 4 oder 5 bis zum Grunde geteilte Staubb.; Bl. in end- 
ständigen Köpfen s. 122 

4 ungeteilte Staubb 448 

448. F.kn. 1; Gf. 4; Kr.b. viel kürzer als der K., zuweilen 
fehlend Sagina. 26 

— — F.kn. 4; Narben sitzend; P. fehlend; Staubb. 
mit Anhängseln, die ein P. vortäuschen . . . . s. 397 

449. F.kn. frei, oberständig 450 

— — F.kn. ganz oder z. T. mit der Bl.hülle ver- 
wachsen 466 

— — F. in den verhärteten unteren Teil des P. u. 
die Röhre der verwachsenen 5 Staubb. eingeschlossen ; 
der obere Teil des grofsen, kr.artigen P. abfallend; 
P. mit langer Röhre u. flachem, seicht ölappigem Saum, 
von einer k. artigen Hülle aus 5 verwachsenen B. um- 
geben. Zierpfl Mirabilis. 140 

450 3 2spaltige Gf. auf dem gestielten F.kn. (eigentlich 

$ Bl.); Pfl. mit Milchsaft 560 

1-2 (selten 3) ungespaltene Gf 451 

451. P. 4zählig 452 

P. 5zählig 456 

452. Narbe pinselfg.; Bl. vielehig; P. der $ Bl. krugfg., meist 
4zähnig Parietaria. 147 

— — Narbe nicht pinselfg. ; Bl. alle g 453 

453. P. bis zum Grunde 4teilig 454 

— — P. röhrenfg., mit 4 Abschnitten 455 



LV 

454. F, eine rote Beere ; ß. 2, selten 3, tief herzfg, ; P. weifs 

Majanthemum. 169 

— — F. linsenfg. oder Skantig; B. lanzettlich oder 
lineal-lanzettlich mit Tuten am Grunde des B.stiels, 

die den St. scheidenartig umgeben; P. grünlich oder 
rötlich . Polygonum. 143 

— — F. ein Schötchen; K.b. 4; Kr. oft verkümmert s. 212 

455. Staubb. J-4; K. 4teilig, mit 4 Zähnchen zwischen den 
Abschnitten; Kr. fehlend; B. rundlich-nierenfg., ge- 
lappt oder handfg. gespalten; Bl. in Trugdolden 

Alchemilla. 61 

— — Staubb. der Zwitterbl. 4, der männlichen zahl- 
reich; K.saum ohne Zwischenzähne; B. gefiedert; Bl, 

in Ähren Sanguisorba. 61 

— — Staubb. 5-6 456 

456. F. eine mehrsamige Kapsel; Gf. 1; K. kr.artig, 
glockenfg. ; Kr. fehlend; B. gegenständig, fleischig 

Glaux. 134 

— — F. einsamig, vom P. oder dem Vorb. um- 
geben 457 

457. Alle B. gegenständig 458 

— — Wenigstens die oberen B. wechselständig . . 460 

458. B. lineal, ohne Nebenb.; K. bleibend, 5 oder 4teilig 
mit weifshäutig berandeten Zipfeln; Kr. fehlend 

Scleranthus, 71 

— — B. nicht lineal, mit trockenhäutigen Nebenb. ; 
Kr.b. 5, fadenfg. oder fehlend ; Pfl. niederliegend . . 459 

459. K.b. grün; B. länglich oder elliptisch . Herniaria 71 

— — K.b. weifs, dick, schwammig, begrannt; B. ver- 
kehrt-eifg Illecebrum. 71 

460. Am Grunde der B. stiele tutenfg.e Scheiden, welche 
den St. umgeben; P. meist kr.artig . . Polygonum 143 

Keine solche tutenfg.e Scheiden (Chenopodia- 

ceae z. T.) 461 

461. B. lineal oder pfriemlich 462 

— — B. breiter, mit deutlicher Fläche 464 

462. B. mit stechender Spitze; P.abschnitte zur F.zeit mit 
querem Flügel . Salsola. 137 

— — B. ohne stechende Spitze 463 

463. B. kahl; P.abschnitte zur F.zeit ohne Anhängsel 

Chenopodina. 137 

B. behaart ; P.abschnitte zur F.zeit mit Seckigen, 

kegel- oder dornfg.en Anhängseln . . . Kochia. 137 

464. Bl. meist eingeschlechtig; $ Bl. ohne P. mit 2 Vorb. 465 



LVI 

Bl. meist zwitterig; sind 5 ßl« vorhanden, so 

haben sie ein P Chenopodium 137 

465. Vorb. der $ Bl. ganz oder fast ganz verwachsen 

Obione 139 

— — Vorb. der $ Bl. höchstens bis zur Mitte ver- 
wachsen Atriplex 139 

466. Bl.hülle (K. oder P.) bleibend, den F.kn. umgebend 467 
Bl.hülle (Kr. oder P.) abfallend 471 

467. Gf. 1 468 

Gf. 2-3 470 

468. B. unpaarig gefiedert; Kr. fehlend; Bl. braun, in kopfigen 

Ähren . s. 455 

B. ungeteilt 469 

469. K.röhre nicht über den F.kn. verlängert; Kapsel 4- 
fächerig; B. gegenständig, oval, gestielt . Isnardia 67 
P. über die F. verlängert, trichter- oder glockenfg. ; 

F. nufsartig; B. abwechselnd, linealisch, sitzend 

Thesium 144 

470. K. 4spaltig, innen gelb; Kr. fehlend; Bl. in dichten 
Trugdolden; B. rundlich-nierenfg. Chrysosplenium 74 

— — P. öspaltig; Staubb. einem fleischigen Ringe 
eingefügt; B. eifg. bis lanzettlich Beta 139 

471. Kr. verwachsenblätterig; K.saum undeutlich; F. 1-3- 

fächerig s. 168 

Kr. getrenntblätterig; K.saum oft undeutlich ; Gf. 

2; F. in 2 Teilfrüchte zerfallend (Doldengewächse) s. 347 

472. P.b. resp. K. unscheinbar, grünlich oder grünlich gelb 473 

— — Äufsere 3 P.b. grün, innere 3 gefärbt; F.chen 

zahlreich Alisma 155 

Alle P.b. gefärbt, kr.artig . 481 

473. Bl. in scheinbar seitenständigen, dichten, kolbigen 
Ähren . . Acorus 161 

— — Bl. einzeln oder in Trauben und Spirren . . 474 

474. K. glockig, 12zähnig, Zähne abwechselnd kürzer; Kr.b. 
vorhanden, aber bald abfallend s. 242 

— — P. 6spaltig oder 6blätterig 475 

475. F. eine einsamige Nufs; B. mit breiter Fläche, oft 
wellig-kraus; Gf. meist 3 . 476 

— — F. mehrsamig; B, schmal, grasartig oder 
schuppenfg 477 

476. Staubb. 6; F. 3kantig; Narben pinselfg. . . Rumex 141 

— — Staubb. 9; F. linsenfg. oder geflügelt-Skantig 

Bheiim 141 

477. St. pyramidenfg. verzweigt mit Schuppenb. ; letzte 



Lvn 

Verzweiorungen büschelig, nadelartig, fälschlich oft 
als B, betrachtet; F. eine Beere . , . Asparagus. 169 

St. nicht pyramidenfg. verzweigt; B. liaealisch, 

oft rinnenfg. oder stielrundlich 478 

478. Narben 3 oder 6 (Juncaginac eae) 479 

— — Gf. 1, mit ofadenfg.en Narben (Juncaceae) 480 

479. P. 6teilig, bleibend; F.chen nur am Grunde ver- 
wachsen; St. beblättert Scheuchzeria. 156 

P. 6blätterig, abfallend ; F.chen in ganzer Länge 

verbunden, zuletzt sich von unten nach oben ablösend; 

B. alle grundständig Triglochin. 156 

480. Kapsel ofächerig ; B. pfrieraenfg. oder rinnenfg., kahl 

Juncus. 170 

Kapsel Ifächerig; B. flach, am Kande meist 

lang behaart Luzula. 173 

481. 1 Gf. oder 1 sitzende Narbe (Gf. aber zuweilen mit 

3 langen oder kr.b. artigen Narben) 482 

3 oder 6 Gf 500 

482. Staubb. 3. (Iridaceae z. T.) 483 

Staubb. 6 485 

483. P. glockenfg. mit langer, nahe über der Knolle ent- 
springender Röhre ; B. grundständig, linealisch-rinnig 

Crocus. 164 

— — P. nicht glockenfg. ; Bl. an beblättertem St.; B. 
schwertfg. . . 484 

484. Narben kr b. ähnlich; Staubfäden frei; äufsere P. ab- 
schnitte zurückgeschlagen Iris. 164 

— — Narben nicht kr.b. -ähnlich; Staubfäden zu einer 
Röhre verwachsen . SisyrincJiium. 165 

485. P. unterständig (Liliaceae z. T.) 486 

— — P. oberständig; Zwiebelgewächse (Amarylli- 
daceae) 499 

Liliaceae z. T. 

486. P.b. verwachsen . 487 

P.b. getrennt 491 

487. F. eine 3klappige Kapsel; B. linealisch, oft riniii'jf . 488 
F. eine Beere 490 

488. P. regelmäfsig strahlig-symmetrisch; Staubb. aufrecht; 

Zwieijelgewächse ; St. unbeblättert 489 

P. etwas unregelmäfsig trichterfg. ; Staubb. ein- 
seitig aufsteigend; keine Zwiebel; St. mit Hochb. 

Hemerocallis. 170 

489. P. glockig-röhrenfg., Öspaltig; Gf. kurz; Narbe unge- 
teilt ' Hyacinthus. 170 



LVIII 

— — P. glockig, tief Bteilig, mit zurückgekrümmten 
Zipfeln Endymion. 169 

— — P. krugfg. -aufgeblasen, unter dem kurzen, 6- 
zähnigen Saum eingeschnürt Muscari. 170 

490. P. röhrenfg., Gzähnig; Bl. zwitterig; Staubb. in der 
Mitte der Röhre eingefügt; Gf. fadenfg. ; Bl.st. be- 
blättert Polygonatum 169 

— — P. glockenfg., Bzähnig; Bl. zwitterig; Staubb. 
am Grunde des P. eingefügt ; Gf. kurz u. dick ; Bl.st. 
unbeblättert Convallaria. 169 

— — P. tief 6spaltig; Bl. meist zweihäusig; St. mit 
Schuppenb., letzte Verzweigungen desselben büschelfg., 
nadelartig Asparagus. 169 

491. P.b. am Grunde mit Honiggrube; Zwiebelgewächse . 492 
P.b. ohne Honiggrube ... 494 

492. P.b. abfallend; Staubbeutel dem Staubfaden quer auf- 
sitzend 493 

— — P.b, bleibend, zur Bl.zeit ausgebreitet; Staub- 
beutel in der Verlängerung des Staubfadens; Narbe 
schwach SlajDpig; Bl. stand doldenartig, von B. gestützt 

Gagea. 166 

493. P. glockenfg.; Honiggrube rundlich; Narbe 3spaltig 

Fritillaria. 166 

— — P, aus glocken- oder trichterfg.em Grunde zu- 
rückgerollt; Honiggrube eine Längsfurche; Narbe 3- 
seitig Liliiim. 166 

494. Staubbeutel in der Verlängerung des Staubfadens; 

P. glockenfg. ; Narbe sitzend ; Zwiebelgewächse Tulipa 165 

— — Staubbeutel dem Staubfaden quer aufsitzend; 

Gf. verlängert , 495 

495. Zwiebelgewächse 496 

— — Keine Zwiebelgewächse 498 

496. Bl. stand doldenartig, vor dem Blühen von einem schei- 
digen flochb. eingeschlossen Allium. 167 

— — Bl. stand ohne scheidiges Hochb 497 

497. P. beim Welken bleibend, weifs, aufsen grün; Staubb. 
fast b.artig flach, dem Bl.boden eingefügt 

Ornithogalum. 167 

^ P. abfallend, blau; Staubb. pfriemenfg., dem 

Grunde der P.b. eingefügt Scilla. 16? 

498. Bl. stiel gegliedert; Staubfäden kahl; P. weifs; Samen 
ohne Anhängsel Anthericum. 167 

— — Bl. stiel nicht gegliedert; Staubfäden bärtig; 
P. gelb; Samen mit fadenfg. en Anhängseln 

Narthecium. 170 



LIX 

499. P.saum ausgebreitet, mit einem becher- oder glocken- 
fg.en Nebenperigon im Schlünde .... Narcissus. 165 

— — P. glockig; P.b. gleich lang, weil's, mit grün- 
gelbem Fleck an der Spitze Leucojum. 165 

— — P. glockig, weifs; innere P.b. kürzer, ausge- 
randet, mit grünen Längsstreifen . . . Galantims. 165 

500. P. mit langer Röhre u. 6spaltigem Saum, lila; Gf. 3, 
sehr lang; Kapsel aufgeblasen, 3fächerig Colchicum. 170 

P." Gblätterig, bleibend; F.chen 6; Staubb. 9; 

Wasserpfl. mit grundständigen, linealen B. Butomus. 155 

.501. K. nicht bis zum Grunde geteilt, Abschnitte mit 4teiligem 

Aufsenn.; Kr. fehlend s. 455 

— — P. bis zum Grunde geteilt 502 

502. Narben 4 ; St. mit meist 4 quirlständigen B. ; Bl. ge- 
stielt, einzeln, endständig; F. eine Beere . . Paris. 169 

Gf. 1; Pfl. ohne Grün; die 4-5 K.b. den 4-5 

Kr.b. ähnlich s. 231 

§§. Blütenhülle hälftig-symmetrisch (unregelmäfsig). 

503. Bl.hülle oberständig 503 

Kr. unterständig ; K. öfters fehlend . . . s. 288 

504. Bl.hülle verwachsenblätterig 505 

— — Bl.hülle getrenntblätterig 506 

505 P. röhrenfg., am Grunde bauchig ; Röhre gerade oder 

gekrümmt Aristolochia. 145 

P. fast 21ippig, mit kurzer Röhre; B. schwertfg.; 

Bl. in einseitswendiger Ähre .... Gladiolus. 164 

506. Staubb. 5; Gf. 2; Doldengewächse mit undeutlichem 

K. u. ungleichen Kr.b s. 347 

— — Staubb. j, ohne Staubfaden, mit 21appigem 
Staubbeutel, mit der Narbe zu einem Säulchen ver- 
wachsen; P.b. 6, das eine gröfser, lippenfg., öfter ge- 
spornt. Orchidaceae 507 

Orchidaceae. 

507. Pfl. nur mit schuppenfg.en B 508 

Pfl. mit grünen Laubb. . 510 

508. Lippe stumpf gespornt, nach oben gewendet, 31appig, 
übrige P.b. linienlanzettfg Epipogon. 162 

— — Lippe ungespornt, nach unten gewendet . . 509 

509. Lippe 2spaltig, länger als die übrigen P.b; Grund- 
achse mit in einander gewirrten walzenfg.en Wurzeln 

Neottia. 163 

— — Lippe 31appig; Grundachse korallenartig ver- 
zweigt Coralliorrhiza. 163 

510. Lippe gespornt, am Grunde der Pfl. 2 Knollen . .511 



LX 

— — Lippe ungespornt 513 

511. Lippe lineal-länglich, ungeteilt; Sporn fadenfg., lang; 
P. weifs; 2 grundständige Laubb., obere B. hochb.- 
artig Platanthera. 162 

— — Lippe eingeschnitten 51'J 

512. Staubbeutelfächer am Grande durch ein Beutelchen 
verbunden; Sporn bei unseren Arten etwa so lang 
oder etwas kürzer als der F.kn, ..... Orchis. 161 

— — Staubbeutelfächer ohne Beutelchen ; Sporn fast 
doppelt so lang oder 3mal kürzer als der F.kn. 

Gymnadenia. 162 

513. Staubbeutel ganz mit der Säule verwachsen ; Lippe 
am Grunde sackartig, tief 31appig, der mittlere Ab- 
schnitt länger Herminium. 162 

— — Staubbeutel ganz oder gröfstenteils frei . . .514 

514. Lippe '2gliederig, das hintere Glied vertieft .... 515 

— — Lippe ungegliedert 516 

515. F.kn. sitzend, gedreht, aufrecht; P. weifs, selten rot 

Cephalanthera. 162 

F.kn. gestielt u. nur der Stiel gedreht, nickend; 

äufsere P.b. bräunlich-grün, innere zuweilen rötlich- 
weifs Epipactis. 163 

516. St. am Grunde in 1-2 grüne Knollen verdickt; 2-3 
Laubb ; P. grünlich 517 

— — Pfl. am Grunde mit 2-3 cylindrischen Knollen; 
Ähre dicht, spiralig gfedreht; P. weifs . Spiranthes 163 

— — Pfl. ohne knollig verdickte Achsengebilde . . 518 

517. St. 3kantig; Laubb. 2; Traube locker, 1-lOblütig 

Liparis. 164 

St. 5kantig; Laubb. meist 3; Traube dicht, 

vielblütig Malaxis. 164 

518. Lippe tief 2spaltig, länger als die übrigen P.b. ; P. 
grün Listera. 163 

— — Lippe ungeteilt, kürzer als die übrigen P.b. ; 

P. aufsen grünlich, innen weifs . . . Goodyera. 163 



II. Blüten eingeschlechtig; Pflanzenein- oder 
zwei häusig. 

519. Bäume oder Sträucher 520 

Kräuter 548 

a. Bäume oder Strauch er. 

520. ß. immergrün, lederartig, eifg., ganzrandig ; c? u. ? 
Bl. in einer kurzen, achselständigen Ähre vereinigt 

Buxus 147 



LXI 

— — ß. hinfällig oder immergrün, dann aber c?u. $ 

Bl. nicht in einer Ähre vereinigt 521 

521. S ßl. in Ähren (Kätzchen oder Köpfchen) mit oder 
ohne P., in den Achseln schuppenfg.er Deckb. . . . 522 

— — Staubb. nackt, in ^hren oder ßüscheln, ver- 
wachsen; weibl. ßlüten meist zapfenfg. ; ß. nadel- 
oder schuppenartig, meist immergrün. Nadelhölzer 
(Coniferae) 533 

— — c? ßl. nicht in Ähren oder Büscheln .... 539 

522. P. 4teilig, das weibliche bei der Reife fleischig, beeren- 
artig (.äiaulbeere) ; Pfl. ein- oder zweihäusig . Morus. 148 

— — Das weibliche P. bei der Reife nicht beeren- 
artig 523 

528. Pfl. einhäusig .... 524 

77- — Pfl. zweihäusig; auch die weiblichen ßl. in 
Ähren (Kätzchen) 531 

524. c? u. $ Bl.stände kugelig, lang gestielt, hängend; 

P. fehlend Fiatanus. 148 

— — S ßl.stände länger oder kürzer (vgl. Fagus) 
ährenfg 525 

525. B. unpaarig-gefledert, ohne Nebenb.; $ ßl. in kurzer 
wenigblütiger Hülle Juglans. 148 

— — ß. einfach, mit abfallenden Nebenb. (Cupuli- 
ferae und ßetulaceae) ., . . . 526 

526. ? Bl. einzeln, oder doch nur wenige in einer Hülle 
beisammen . 527 

— — Auch die $ ßl. in verlängerten Ähren oder 
Zapfen 529 

527. Bl. vor den ß. erscheinend; P. der (J u. $ ßl. un- 
entwickelt; 5 ßl.stände den Laubknospen ähnlich; 

Narben rot Corylus. 149 

Bl. mit oder nach den ß. erscheinend; P. der 

(J u ^ Bl. vorhanden 528 

528. ß. buchtig; Hülle der 2 ßl. zuletzt nur den unteren 
Teil der Isamigen F. (Eichel) als Näpfchen umgebend 

Quercus. 149 

— — ß. länglich-lanzettlich, etwas lederartig, zuge- 
spitzt - gesägt ; $ Ähren fadenfg. ; F.hülle stachelig 

Castanea. 149 

— — ß. eifg., entfernt-gezähnelt, zottig gewimpert; 

(J Ähren kurz, dick; F.hülle weichstachelig Fagus. 149 

529. P. der c? u. ? ßl. unentwickelt; Staubb. bis zum 



LXII 

Grunde 2teilig; Staubbeutelhälften an der Spitze be- 
haart; 5 Ähren locker; B. am Grunde schief 

Carpinus. 149 

— — P. der (? u. $ Bl. vorhanden; Staubbeutel un- 
behaart; 5 Bl. in gedrängten Zapfen 530 

530. S Ähren gehäuft ; Trag:b. der $ Bl. holzig werdend, 

bleibend; Bl. vor den B. erscheinend . . . Alnus. 150 

— — S Ähren einzeln ; Tragb. der $ Bl. nicht holzig, 
mit den F. abfallend; Bl. mit den B. erscheinend 

Betula. 150 
.531. Staubbeutel, 4, sitzend; S Bl. ohneP. , $ mit einigen 
Schuppen; Ähren kurz; F. Isamig; Samen ohne Haar- 
schopf; B. aromatisch riechend Myrica. 150 

— — Staubb. auf längeren oder kürzeren Staubfäden ; 
Bl. in den Achseln schuppenfg.er Tragb. ; Ähren meist 
länger cylindrisch; F. vielsamig; Samen mit Haar- 
schopf (Salicaceae) 532 

532. Bl. ohne P., mit 1-2 Drüsen ; Staubb. 1-10 . Salix. 150 
Bl mit becherfg.em P. ; Staubb. 8-30 Populus. 153 

Coniferae. 

533. B. schuppenfg., klein 534 

B. deutlich nadelfg. (Nadeln) 535 

534. Jüngere Zweige flach, mit deutlichen Schuppenb. ; Bl. 
einhäusig ............ Thuja. 201 

Jüngere Zweige rund, mit sehr kleinen, rautenfg.en 

oder mehr weniger nadelfg.en Schuppenb.; F.zapfen 
beerenartig, schwarz; Bl. zweihäusig . . . Sabina. 201 

535. Bl. zweihäusig; F.zapfen beerenartig 536 

— — Bl. einhäusig; F.zapfen trocken 537 

536. Nadeln kurz, in 3zähligen Quirlen; F.schuppen 
schliefsen zu einer schwarzen, blau bereiften Schein- 
beere zusammen Juniperus. 201 

— — Nadeln einzeln, flach, zweizeilig; Samen unter- 
wärts von einem roten, beerenartigen Mantel umofeben 

Taxus. 201 

537. Nadeln einzeln oder zu 2-5 zusammen, im Winter 
bleibend, immergrün 538 

— — Nadeln büschelig, an sehr kurzen Zweigen 
(Kurztrieben"), nur an jungen Haupttrieben einzeln, 

im Herbst abfallend Larix. 203 

538. Nadeln zu 2-5 an Kurztrieben vereinigt . . Pinus. 203 

— — Nadeln einzeln, 4kantig, spitz, rings um die 
Zweige abstehend; Zapfen hängend . . . Picea. 203 



LXIU 

— — Nadeln einzeln, flach, 2reiliig abstehend, unter- 
seits mit 2 bläulich-weifsen Streifen ; Zapfen meist 
aufrecht Abies. 203 



539. B. bleibend, immergrün .... 540 

ß. im Herbst abfallend 542 

540. B, eifg., stachelig-gezähnt oder doch mit Endstachel; Bl. 
unvollkommen zweihäusig; Kr. radfg. . . . Hex. 110 

— — B. nicht stachelig ; Bl. zweihäusig 541 

541. B. gegenständig, länglich, stumpf, lederartig; Beere 
weifs; Pfl. auf Bäumen schmarotzend . • Viscum. 81 

— — B. dicht, fast quirlständig, nadelfg. ; K. u. Kr. 
3blätterig; Steinfrucht schwarz . . . .Empetrum. 145 

542. B. schmal, lanzettfg., unterseits weifsschülferig ; Pfl. 
zweihäusig; P. an der $ Bl. 2teilig, an der $ röhrenfg., 
2spaltig, der untere Teil bleibend, saftig werdend und 

die 1-samige Nufs einschlief send . . Hippophaes. 145 

— — B. breiter, oft zusammengesetzt, unterseits 
nicht weifsschülferig 543 

543. F.kn. oberständig 544 

F.kn. unterständig; Bl. unvollkommen 2häusig; 

F. eine Beere Ribes. 72 

544. K. u. Kr. fehlend; Bl. vor den unpaarig gefiederten 

B. erscheinend Fraxinus. 111 

K. u. Kr. oder doch ein K. vorhanden . . . 545 

545. F.kn. 1 546 

F.kn. 3-5 ; Zierbaum mit unpaarig gefiederten B. s. 313 

546. Gf. 1 547 

Gf. 3, Ziersträucher mit ungeteilten, 3zähligen 

oder unpaarig gefiederten B s. 249 

547. Bl. vollkommen zweihäusig, in vielblütigen Büscheln 
an langen fadenfg.en, zerstreut behaarten Stielen; B. 
Szählig oder 5zählig-gefiedert; Flügelfrucht 2fächerig 

Negundo. 32 
Bl. unvollkommen zweihäusig ; B. ungeteilt, ge- 
lappt oder 3zählig, in letzterem Falle aber die Bl. in 
Doldenrispen s. 237 

b. Kräuter. 

548. Bl, mit K. u. Kr 549 

Bl.hülle einfach oder fehlend 556 

1. Blüten mit Kelch und Krone. 

549. Kr. der cj Bl. verwachsenblätterig 550 

Kr. getrenntblätterig 554 



LXIV 

550. B. alle grundständig, lineal-pfriemenfg. ; S Bl. lang 
gestielt, mit 4 sehr langen Staubb.; $ Bl. am Grunde 
des St., sitzend, mit sehr langem Gf. ; kleine Uferpfl. 

Litorella. 135 
St. beblättert 551 

551. St. rankend, klimmend ; Staubbeutel alle oder z. T. ver- 
wachsen ; Bl. meist einhäusig, einzeln, in Büscheln oder 
Doldenrispen in den B. winkeln (Cucurbitaceae) . 552 
St. aufrecht; Staubbeutel meist nicht verwachsen; 

Bl. einhäusig, die ^ in vielblütigen Köpfen mit ge- 
meinschaftlicher Hülle; die $ zu je 2 in stacheliger 
Hülle Xanthium. 89 

552. Bl. klein, gelbweils; Pfl. einhäusig mit schwarzer, oder 
zweihäusig mit roter Beere; Pfl. 2\. . . . Bryonia. 70 

Bl. grofs, gelb ; reife F. grofs, gelb oder grün ; 

Pfl. © 553 

553. Kr. trichterfg., 5spaltig, sehr grofs . . . Cucurbita. 70 
Kr. trichterfg., fast bis zum Grund 5teilig, kleiner 

Cucumis. 70 

554. Kr.b. 4, hinfällig; K. 4teilig; Wasserpfl. mit quirl- 
ständigen, kammfg.-gefiederten B. . . Myriophyllum. 68 

Kr.b. 5 555 

P. aus 2 3zähligen Kreisen bestehend ; äufserer 

Kreis k.-, innerer kr.artig; Wasserpfl 557 

555. Kr.b. u. Staubb. dem K. eingefügt; Staubb. mehr als 
2U; F.chen meist 3; B. 3zählig doppelt-gefiedert 

Aru7icus. 48 

— — Kr.b. u. Staubb. dem F.kn.stiele eingefügt; 10 
Staubb.; 1 P.kn. mit 5 Gf. . . . . Melandryum. 25 

2. Blütenhülle einfach oder fehlend. 

556. P. aus 2 3zähligen Kreisen bestehend; äufserer Kreis 

k.-, innerer kr.artig; Wasserpfl 557 

— — P. nicht aus 2 k.- u. kr.artigen Kreisen be- 
stehend, oder fehlend 560 

557. Bl. einhäusig; P. unterständig ; Staubb. u. F.chen zahl- 
reich; B. pfeilfg., seltener linealisch . Sagittaria. 155 

— — Bl. zweihäusig; P. oberständig 558 

558. B. zu 3-4 quirlig ; bei uns nur die $ Pfl. mit sehr lang- 
röhrigem P. und zuweilen mit 1-3 verkümmerten 

Staubb Elodea. 154 

B. nicht quirlständig; Bl. mit 2blätteriger Hülle 559 

559. B. rundlich-herzfg., ganzrandig, gestielt, schwimmend 

Hydrocharis. 155 



LXV 

B. schwertfg., in dichter Rosette, stachelig ge- 
zähnt, aus dem Wasser hervorragend , . Stratiotes. 154 

560. Pfl, mit scharfem Milchsaft; Bl. einhäusig, ohne P., in 
einer k.artigen, 4-ospaltigen, am Rande drüsigen Hülle ; 
(5 Bl. 10-12, aus je 1, vom Bl. stiel abgegliederten 
Staubb. bestehend; ^ Bl. einzeln: 1 lang gestielter 
F.kn. mit 3 Grf. und 21appigen Narben Tithymalus. 146 
Pfl. ohne Milchsaft 561 

561. P. 9-12blätterig; F. durch den bleibenden Gf. ge- 
schnäbelt; Wasserpfl. mit quirligen, wiederholt gabel- 
spaltigen B Ceratophyllum. 69 

— — P. mit 6 oder weniger Abschnitten, oder un- 
deutlich oder fehlend 562 

562. Bl.hüUe 6zählig Rumex. 141 

Bl.hülle der ^ Bl. özählig 563 

Bl.hülle der ^ Bl. 4zählig 568 

— — Bl.hülle mit weniger als 4 Abschnitten, oder 
undeutlich, aus Haaren bestehend oder fehlend . . 571 

563. Pfl. einhäusig 564 

• — — Pfl. zweihäusig 565 

564. $ Bl. mit 2 Vorb., ohne P Atriplex. 139 

(J u. $ Bl. 5- oder 3teilig; Narben 2-3 Ämarantus. 136 

565. Staubb. 3; Gf. 1; K. u. Kr. vorhanden, oberständig; 
K.saum in der Bl. eingerollt, in der F. haarfg. . s. 169 
Staubb. 5; Grf. mehrere; P. unterständig . . 566 

566. Gf. 2; (5" Bl. in Doldenrispen; B. gegenständig (Canna- 
baceae) 567 

— - Gf. 4 ; Bl. geknäuelt 569 

567. St. aufrecht; B. gefingert; Pfl. . . . CannaUs. 147 

— — St. windend; B. gelappt, obere oft ungeteilt, 
stachelspitzig-gezähnt; Pfl. 2\. Humulus. 147 

568. Staubb. 20 und mehr; Pfl. einhäusig; Narbe pinselfg.; 
F. in die K.röhre eingeschlossen; Kr. fehlend; B. un- 
paarig gefiedert Sanguisorba. 61 

Staubb. 8, Narben 4; Pfl. einhäusig; K. 4teilig; 

Kr.b. 4, klein und hinfällig s. 554 

Staubb. 9-12; Pfl. zweihäusig; P. 3- oder 4teilig 572 

Staubb. 4 569 

569. Gf. 1, oder 1 sitzende Narbe (Urticaceae) . . . 570 
Gf. 2; Pfl. einhäusig ; $ Bl. ohne P. mit 2 Vorb. 

Atriplex. 139 

Gf. 4; Pfl. zweihäusig; P. der ^ Bl. 4-5teilig, 

der 5 Bl. 2 — 4zähnig; untere B. 3eckig-pfeilg. Spinacia. 139 

Prahl, Flora von Schleswig-Holstein. V 



LXVl 

570. Neben ^ u. 5 auch 9 Bl.; Narbe pinselfg.; B. wechsel- 
ständig; Pfl. ohne Brennhaare .... Parietaria. 147 

— — Alle Bl, (5" oder $; -PA- ein- oder zweihäusig, 
mit Brennborsten; P. der $ Bl. 4teilig, die 2 inneren 
Abschnitte später vergröfsert, die F. einschliefsend; 

B. gegenständig Urtica. 147 

571. Jede Bl. mit Steiligem P 572 

— — P. mit weniger als 3 Abschnitten, oder un- 
deutlich, aus Haaren bestehend oder fehlend . . . 573 

572. Pfl. zweihäusig; Staubb. 9-12; Grf. 2; B. gegenständig, 

gestielt Mercurialis, 146 

Pfl. einhäusig; Staubb. u. Gf. 3; B abwechselnd, 

gestielt, mit breiter Fläche Amarantus. 136 

Pfl. einhäusig; Staubb. 3 ; Narbe 1 ; B. linealisch, 

grasartig ^ 579 

573. Bl. in Kolben, mehrblütigen Ähren oder Köpfen . . 574 

— — Bl. einzeln oder zu zweien 580 

574. B. lang gestielt, am Grunde tief herzfg. oder pfeilfg. ; 
Bl. stand von einem . selten 2-3, grofsen Hüllb. ein- 
geschlossen; P. fehlend; F. beerenartig (Ar aceae z.T.) 575 

— — B. kurz gestielt oder sitzend, am Grunde nie 
herzfg. oder pfeilfg 576 

575. Achse der Ähre über den Bl. kolbig verlängert ; Hüllb. 
am Grunde eingerollt, die Bl. verbergend, weit länger 

als der Kolben; obere Bl. $, untere $ . . . Arum. 161 

Achse der Ähre ganz von den Bl. bedeckt ; 

Hüllb. offen; Bl. meist zwitterig .... Calla. 161 

576. Bl. in flachen Kolben, 2reihig, von der an der Spitze 

b. artigen Hülle umgeben; Meerespfl. . . Zostera. 160 

— — Bl. in freien Ähren, Köpfen oder Kolben . . 577 

577. S Ährchen 2blütig, in grofser ausgebreiteter Rispe ; ? 
Ährchen einblütig, in achselständiger, kolbiger Ähre; 

Gf. sehr lang Zea. 184 

— — (J Bl. nie in besonderen Rispen, aber in Köpfen 
oder Ähren, allein oder zusammen mit $ Bl. . . . 578 

578. Bl. ohne P ; (J in der Achsel eines schuppenfg.en Deckb. ; 
$ in der Achsel eines dieselben als krugfg.er Schlauch 
allseitig umgebenden Vorb., welches selbst in der Achsel 
eines Deckb. steht; St. meist Skantig.; B. linealisch 

Carex. 177 

<J Bl. mit undeutlichem Deckb. oder ganz ohne 

ein solches; B. linealisch, oft sehr lang (Typ ha ceae) 579 

579. ? Bl. in dichten cylindrischen, braunen, plüschartig 



LXVII 

sich anfühlenden Kolben, darüber die ^ Bl. in cylin- 
drischer Ähre; Hüllb. der Bl.stände bald abfallend; 
P. aus zahlreichen Haaren bestehend . . Typha. 160 

— — S u. 2 ßl. in mehreren kugelfg.en Köpfen ; P. 
•Sblätterig, zart Sparganium. 160 

580. St. sehr klein, b.artig, ohne B., schwimmend. (Wasser- 
linse) Lemna. 160 

St. deutlich, beblättert; Wasserpflanzen . . . 581 

581. B. am ganzen St. quirlständig, linealisch; Bl. achsel- 
ständig; Staubb. 1; Gf. 1; K.saum oberständig, un- 
deutlich Hippuris. 68 

— — B. abwechselnd oder gegenständig, höchstens 

an der Spitze des St. scheinbar quirlig 582 

582. B. stachelig gezähnt; Pfl. sehr zerbrechlich ; ^ Bl. mit 
häutigem P.; ^ Bl. ohne P Najas. 159 

— — B. ganzrandig 583 

583. B. gegenständig, an der Spitze meist sternfg. gedrängt; 
S Bl. einzeln neben den $ Bl. oder von denselben ent- 
fernt, mit 1 Staubb. ; unter den Bl. 2 weifsliche Deckb. 

Callitriche. 68 

— — B. abwechselnd, fadenfg 584 

584. F.chen 3-6, sitzend oder kurz gestielt, am Rücken ge- 
zähnelt; ^ Bl. ohne, '^ Bl. mitglockenfg.em, häutigem P. 

Zannichellia. 159 
Fchen 4, zuletzt lang gestielt ; P. fehlend Ruppia. 159 

B. Cryptogamae vasculares. 

585. Sporenbehälter in f.artige Hüllen eingeschlossen, am 
Grunde der B 586 

— — Sporenbehälter nicht in f.artigen Hüllen . . 587 

586. Schwimmende Wasserpfl., mit 2 Reihen gegenständiger 
Schwimmblätter; Sporenhüllen geknäueltan der unteren 
Seite Salvinia. 204 

— — St. fadenfg., kriechend; B. fadenfg, anfangs 
schneckenfg. eingerollt; Sporenhüllen neben denselben 

Pilularia. 204 

587. St. gegliedert, oft mit quirlständigen Asten ; B. quirl- 
ständig, sehr klein, zu gezähnten Scheiden verwachsen ; 
Sporenblätter auf der Unterseite kleiner schildfg. er B., 
welche am Ende des St. eine gedrängte, aus Quirlen 

zusammengesetzte Ähre bilden . . . Equisetum. 203 

St. ungegliedert; B. ungeteilt; Sporen behälter 

in den Achseln von B. stehend 588 

St. ungegliedert, meist unterirdisch; B. meist 

V* 



LXVIII 

geteilt ; Sporenbehälter meist in Häufchen auf der 
Unterseite oder am Rande der B., zuweilen auf um- 
gestalteten B. oder B teilen, die eine Ähre oder Rispe 
darstellen 589 

588. St. knoUenfg. vci kürzt; binsenartige Grewächse, ganz 
unter dem Wasser wachsend; B. pfriemenfg., halb- 
stielrund, quergefächert Isoetes. 205 

— — St. reich beblättert, meist lang gestreckt, 
kriechend; B. kurz, lanzettlich oder lineal; Sporenbe- 
hälter in der Achsel meist besonders gestalteter, u. dann 

in endständigen Ähren angeordneter B. Lycopodium. 205 

589. Das einzige B. 2spaltig, in einen fruchtbaren und 
einen unfruchtbaren Teil gegabelt 590 

— — B. nicht gegabelt, fast stets mqhrere, zuweilen 
nur der obere Teil fruchtbar, aber nicht abgespalten 591 

590. Unfruchtbarer B.teil einfach, ganzrandig, fruchtbarer 

ährenfg Ophioglossum. 206 

Unfruchtbarer B.teil gefiedert, frucht*barer rispenfg. 

Botrychium. 206 
59 J. Oberer Teil eines B. fruchtbar; B. doppelt gefiedert; 
fruchtbare Fiedern u. Fiederchen eine Rispe bildend 

Osmunda. 206 

— — Fruchtbare und unfruchtbare B. verschieden ge- 
staltet 592 

Fruchtbare und unfruchtbare B. gleich gestaltet, 

oder letztere fehlend 593 

592. Unfruchtbare B. gefiedert mit fiederspaltigen Fiedern 
länger als die fruchtbaren Struthiopteris. 208 

— — Unfruchtbare B. gefiedert mit ungeteilten Fiedern, 
kürzer als die fruchtbaren Blechnam. 208 

593. Sporenbehälter linealisch, den B.rand umziehend, von 
dem umgerollten Rande bedeckt Pteris. 208 

— — Sporenbehälter nicht den B.rand umziehend . 594 

594. Jüngere Sporenhäufchen ohne Schleier 595 

— — Jüngere Sporenhäufchen mit Schleier .... 596 

595. ß. einfach gefiedert, mit ungeteilten Fiedern, im Winter 
grün bleibend Polypodium. 206 

— — B. mehrfach gefiedert oder doch mit fieder- 
spaltigen Fiedern, im Spätherbst welkend Phegopteris. 206 

596. Sporenhäufchen linealisch oder oval, mit einseitig an- 
geheftetem Schleier Asplenium. 207 

— — Sporenhäufchen rundlich 597 

597. Schleier nur an einem Punkte des Randes angeheftet, 
bald verschwindend Cysitopteris 207 

— — Schleier nierenfg., von seinem Mittelpunkte aus 
mit niedergedrückter Falte angeheftet Polystichum. 206 



A. Phanerogamae. Blutenpflanzen. 

I. Angiospermae (Bedecktsamige). 
1. Klasse: Dicotyledönes. 

Zwei Keimblätter, Gefäfsbündel ringförmig angeordnet, Blätter 
netzaderig, Blüten meist 5- oder 4zählig. 

a. Tlialamifli^rae, Kelch-, Krön- und- Staubblätter dem 
Blütenboden eingefügt. 

j. Fam. Ranunciiläceae Juss. 

Clematis L. Waldrehe. (L, XIII, H.) ^ 
Bl. trugdoldig, weifs, beiderseits filzig; F.chen mit blei- 
bendem, langbärtigem Gf. Giftig, bis 6 m hoch. Bl. 6-8. 
Aus Mitteldeutschland, bei uns in Lauben ; verwildert am 
hohen Eibufer unterhalb Altona. Gemeine W. C. Vitälba L. 

Bl. einzeln, violett, viel gröfser als bei der vorigen, 

aufsen dünnfilzig, F.chen mit bleibendem, kurzem, kahlem 
Gf. H. bis 4 m; Bl. 6-8. An Lauben angepflanzt. 
Italienische W C. Viticella. L. 

Thalictrum Toiirn. Wiesenraute. (L. XIII, 3.) ^ 

1 . Staubfäden nach oben verdickt, Bl. in Trugdolden, F.chen 
gestielt, unerestreift, Skantig geflügelt, B. mehrfach ge- 
fiedert. H. 0,5-1,5 m; Bl. 5-7. Zierpflanze; zuweilen ver- 
wildert. Akeleiblättrige W. T. aquilegifölinm L. 

Staubfäden gleich dick, Bl. stand rispig oder rispig- 

trugdoldig, F.chen längsgestreift, sitzend ..... 2 

'2. Bl. entfernt, nebst den Staubb. hängend ..... 3 
— — Bl. gehäuft, nebst den Staubb. aufrecht, gelblich. 
B. mit 3spaltigen, die unteren mit rundlich verkehrt 
eifg. oder länglich keilfg. B chen. Bl. 6, 7 ; H. 0,5- J, 2 m. 
Feuchte Wiesen, Ufer zerstreut. Gelbe W. 

T. flavum L. 

3. St. gefurcht: B.chen länglich keilfg., ungeteilt oder 
Sspaltig, Staubfäden blafsrot. Bl. 7, 8; H. 0,5-1 m. 
Buschige Hügel, sehr selten, früher bei Heiligenhafen 
gefunden. Einfache W T. simplex L. 

Prahl, Flora von Schleswig-Holstein. i 



'^ Kauunculaceac. 

— — St, gestreift, B.chen rundlich, ßl. grünlich . . 4 
4. St. aufrecht, am Grunde mit b. losen Scheiden, Rispen- 
äste fast wagerecht ausgebreitet; Bl. 5, 6 ; H. 30 — 50 cm. 
Sonnige Hügel, nur in derBroek bei Oldenburg. Kleine W. 

T. minus L^ 

— — St. meist hin und her gebogen, vom Grunde auf 
beblättert, Rispenäste aufrecht abstehend. Bl, 6-8; 
H. 0,4-1,2 m. Hügel, Gebüsche, sehr selten, früher 
bei Geesthacht und Lübeck. Knickige W. 

T. flexuosum Bernh. 

Hepätica Dill. Leberblume. (L. XIII, 3.) 
B. 3lappig,Lappen ganzrandig. Hülle Sblätterig, nahe unter 
der BL, k, artig, mit ungeteilten B. Sj.. Bl. 3-5; H, 8-16 cm. 
Laubwälder, zerstreut im östlichen Gebiet. Leberblume. 

H, triloba GiL 

Pnlsatilla Touru. Kuhschelle, Küchenschelle. (L. XIII, 3.) 

2\- Giftig. 
Bl. meist aufrecht, lang glockig mit etwas ausgebreiteten 
Zipfeln, hellviolett, Pfl. weifsgrau behaart, B. doppelt 
gefiedert. Bl. 3-5; H. in Bl. bis 25, in F. bis 45 cm. 
Sonnige Hügel, selten aber gesellig, Hadersleben, zw. 
Flensburg und Schleswig, Segeberg. Eutin, Lübeck. Ge- 
meine K. P. vulgaris MilL 

Bl. nickend, kurz glockig, geschlossen, mit zurück- 

feroUten Zipfeln, sonst wie vor. Bl. 4, 5; H. in Bl. 
is 25, in F. bis 45 cm. Sandige Hügel, von Lauenburg 
bis Boberg unweit Hamburg, Segeberg, Lübeck; fehlt 
in Schleswig und Nordholstein. Wiesen-K. 

P. pratensis MilL 

Anemone Touru. Windröschen. (L. XIII, 3.) ^ 

K.b. meist 6 , weifs , aufsen oft rötlich , kahl. St. 
meist Iblütig, HüUb. 3zählig, doppelt so lang als 
ihr Stiel. B.chen eingeschnitten gesägt. Bl. 3-5 ; 
H. 10-25 cm. Wälder. Hecken, gemein. AVeifses W. 

A. nemorosa I*.. 

— — K.b. meist 5, gelb, aufsen wie die Bl. stiele be- 
haart. St. j-3blütig; Hüllb. vielmal länger als ihr 
Stiel, sonst wie vor. Bl. 3 — 5 ; H 10 — 25 cm. Laub- 
wälder, seltener als vor., aber gesellig. Gelbes W. 

A. ranunculoides I»^ 
A apennina L. mit 10-15 blauen, aufsen sparsam be- 
haarten K.b. und behaarten Bl. stielen, ist bei Billwärder 
an der Bille verwildert 



Ranunculaceae. 3 

Äclonis Dill. Teufelsauge. (L. XIII, 3.) 
St. ästig, B. 2-3fach gefiedert, Zipfel linealisch, 
F.chen mit geradem Gf. ; Kr.b. 6-8, rot mit schwarzem 
Fleck am Grunde. © Bl. 6 - 10 ; H. 30 - 45 cm. In 
Gärten, zuweilen verwildert. Blutströpfchen. 

A. autumndlis L. 

Myosürns Kuaiit. Mäuseschwanz. (L. V. 6.) 

Grundb. linealisch, St. Ibl., Kr.b. grünlich weifs. 
und Bl. 5, 6; H. 2- 10 cm. Etwas feuchte Äcker, 
zerstreut. Kleinster M M. minimus L, 

Rauüncnlus L. Hahnenfufs. (L. XIII, 3.) 

1. Kr.b. weifs, mit unbedeckten Honiggruben 2j.. (Baträ- 
chium DC.) 2 

— — Kr.b. gelb, Honiggruben meist von einer Schuppe 
bedeckt (nur bei R. scelerätus L. unbedeckt) 8 

2. St. kriechend, B. sämtlich nierenfg., 3 oder ölappig. 
Bl, 5-9; St. bis 25 cm. Quellen, Gräben, zerstreut. Epheu- 
blättriger H R. hederaceus L. 

— — St. im Wasser flutend oder aufrecht, untere oder 
alle B. borstenfg.-vielteilig 3 

3. Zipfel der (sämtlich vielteiligen) ß. lang gestreckt 
parallel, Staubb. kürzer als die F.chen, Bl. 6-8; St. 
bis 2 m lang. Fliefsende Gewässer, zerstreut. Var. 
Lamarckii Wirtg. : Bl. langgestielt, grofs, untere B. 
ziemlich lang gestielt, so seltener und wie es scheint 
nur im südlichen Teil, u. Var. Bachii Wirtg. (marinus 
Fr.?): Bl. kurz gestielt, klein, untere B. kurz gestielt, so 
häufiger. Flutender H R. flüitans Lmk. 

— — Zipfel der vielteiligen B. wenigstens im Wasser 
ausgebreitet 4 

4. Die (sämtlich vielteiligen) B. im Umrifs fast kreis- 
rund. Zipfel in einer Ebene ausgebreitet, auch aufser- 
halb des Wassers steif. Bl. 6 - 8; St. 0,3 - 1 m. Stehende 
und langsam fliefsende Gewässer, nicht selten. Spreiz- 
blättriger H R. divaricatus Schrk. 

— — Vielteilige B. mit schlaffen, aufserhalb des 
Wassers pinselförmig zusammenfallenden Zipfeln . . 5 

5. Staubb. 8-30 6 

— — Staubb. zahlreicher. Schwimmb. tief 3teilig, zu- 
weilen fehlend 7 

6. Kr.b. rein weifs, ohne gelben Nagel, schwimmende B. 
Steilig mit keilfg. Lappen. Bl. 6-8; St. 0,1-0,4 m. 
Torfsümpfe b. Neumünster nach Sonder. Kein weifser H. 

R. hololeücus Lloyd. 
1* 



^ Rauunculaceae. 

-- — Kr.b. mit gelbem Nagel; schwimmende B. lierz- 
nierenfg. , gelappt oder geteilt, nicht selten fehlend. 
Bl. 5-8: St. 0,1-1,6 m lang. (Sehr veränderliche 
Pfl., var. in Bezug auf Länge des Blattstiels, Gröfse u. 
Behaarung der B. öhrchen, Teilung u, Behaarung der B., 
Behaarung der F. und des F.bodens. Von einer Tren- 
nung der Art in Varietäten oder mehrere Arten ist 
wegen der Unbeständigkeit der Unterscheidungsmerk- 
male und der für den Anfänger zu grofsen Schwierig- 
keiten hier Abstand genommen worden). Wasser-H. 

B. aquätilis L. 

7. Staubb. kürzer als dieF.chen, F.boden schwach behaart. 
Bl. 6-8; St. 0,2-0,5 m. Brackwassertümpel an der 
Küste ; bedarf noch weiterer Beobachtung. Baudots H. 

R. Baudoti Godron. 

Staubb. länger als dieF.chen, F.boden lang und 

stark behaart, sonst wie vor. Stehende Gewässer, auch 
Brackwasser, zerstreut. (JB. tripar'titus Nolte, R. Pe- 
tiveri Koch z. T.?) (Gehört wie die vor. w^ohl als Var. 
zu R. aquätilis L.) Verwechselter H, R. confüsus Godron. 

'~^. B. sämtlich ungeteilt, elliptisch, lanzettförmig oder 

linealisch 9 

B., wenigstens die oberen, bandförmig eingeschnitten. II 

9. St. steif aufrecht, 60-120 cm hoch, B. lang lanzettlich, 
Bl. grofs. %, Bl 6-8; Ufer, Gräben, nicht selten. Grofser H. 

R. Lingua L. 

— — St. aufsteigend oder niederliegend, wurzelnd, 
Bl. klein 10 

10. St. aufsteigend oder mit geraden Gliedern niederliegend 
und wurzelnd, B. elliptisch bis lineal lanzettlich. Spitzchen 
der F. aufrecht. Giftig. %\ Bl. 6-10; St. bis 45 cm 
lang. Feuchte Orte; gemein. Brennender H. 

R Flammula Ii. 

— — St. fadenfg., mit bogig gekrümmten Gliedern 
kriechend. B. linealisch, Spitzchen der F. zurückge- 
krümmt, 2|.; Bl, 7, 8; St. bis 25 cm lang. See- und 
Flufs-Ufer, sehr zerstreut, von Angeln bis zur Elbe. 
Schleichender H R. reptans L. 

11. Honiggruben der blafsgelben Kr.b. unbedeckt. St. hohl, 
untere B, .Steilig, obere Szählig, Bl.boden in der F. hoch 
kegelförmig; und 0, Bl. 5-10; H. 15-80 cm. 
Giftig. Sümpfe, Gräben, Ufer häufig. Giftiger H. 

B. scelerätus L. 

— — Honiggruben durch eine Schuppe bedeckt . . 12 

12. Bl, stiele stielrund, Grundb. z. T. nierenfg. ungeteilt, 



Banunculaceae. 5 

F.chen weichhaarig. 4; Bl. 4, 5; H. 15 - 45 cm. Laub- 
wälder, Gebüsche häufig. Goldgelber H. R. auricomus L. 

— — Bl.stiele stielrund , Grundb. sämtlich tief ge- 
teilt. F.chen kahl, zuweilen stachelig 13 

— — Bl.stiele gefurcht, B. sämtlich tief geteilt. F.chen 
kahl, zuweilen höckerig 15 

13. Bl. blaCsgelb, klein, F.chen grofsstachelig. und Q; 
Bl. 5-7 ; H. 25-60 cm. Lehmäcker unter der Saat, 
häufig in Land Oldenburg, sonst selten, Neustadt, 
Lübeck, Hamburg, Eiderstedt, Acker-H. R. arvensis L. 

— — Bl. goldgelb, mäfsig grofs, F. chen nicht stachelig, 
klein und zahlreich 14 

14. St. u. B. angedrückt behaart, F.schnabel kurz, gerade. 
%] Bl. 5-10. H. 0,3-1 m. Giftig. Wiesen. Gebüsche 
gemein. Scharfer H. . . R. acer L. 

— — St. u. B. abstehend rauhhaarig, F.schnabel lang, 
hakenfg. 2|.; Bl. 5, 6; H. 0,6-1 m. Laubwälder, meist 
häufig. Zottiger H R. lanuginösus L. 

15. K. angedrückt oder locker anliegend. ... . . .16 

— — K. zurückgeschlagen 17 

16. St. ohne Ausläufer, unterwärts abstehend, oberwärts an- 
liegend behaart, untere B. handfg. geteilt. ^-•. Bl. 5-7: 
H. 0,3-1 m. Gebüsche, sehr zerstreut; Eicbengestrüppe 
des westlichen Schleswig, Lübeck. Lauenburg. \'iel- 
blumiger H . R. polyänthemus L. 

— — St. mit Ausläufern, weichhaarig, B. 3zählig mit 
gestielten B.chen. '?[.; Bl. 5-8; H. 3<»-45 cm. Wiesen, 
feuchte Gebüsche, gemein, in Gärten mit gefüllten Bl. 
(Goldknöpfchen). Kriechender H. . . , R. repens L. 

17. St. am Grunde knollig verdickt, F.chen glatt mit ge- 
krümmtem Schnabel. 4; ßl. 5,6; H. 15-30 cm. Giftig, 
Wiesen, Hügel, gemein. Knolliger H R. bulbosus L. 

— — St am Grunde nicht verdickt, F.chen am Rande 
oft höckerig, mit ..geradem Schnabel. ^; Bl. 5-0; H. 
15-45 cm. Feuchte Äcker, fast nur in Straudgegenden 
und an der Elbe. (R. Philonotis Ehrh.) Blafsgelber H. 

R. sardous Crtz. 

Ficaria Dill. Scharbockskraut. (L. Xlll, 3.) 

Wurzelfasern knollig verdickt, Kr.b. 8 oder mehr, gelb. 
B, herznierenfg. ; die unteren ausgeschweift, die oberen 
eckig. :^; Bl. 4, 5; St. 8-25 cm lang. Wälder, Hecken, 
gemein, Feigwurz (itanimculus Ficaria L.) F. verna Huds. 

— var. caucäsica (Ranunculus calthaefölius .Tord.?i 
in allen Teilen weit kräftiger, eingeschleppt und ver- 
Avildert in Booth's Garten bei Flottbeck. 



Raiuinculaceae. 



Caltha L. Dotterblume. (L. XIII, ;3.) 

B. dunkelgrün, glänzend, rundlich herzfg., gekerbt, F.chen 
5-10, frei. 4; Bl. 4, 5; H. 15-30 cm. Giftig. Sumpfwiesen, 
Ufer gemein. Butterblume, Kuhblume. C. palustris L. 

Tröllins L. Trollblume. (L. XIII, H. ) 

St. aufrecht, meist 1 blutig, B. meist öteilig, Bl. kugelig, 
geschlossen, hellgelb. 9[-; Bl. 5, 6; H. 30-60 cm. Wiesen, 
Gebüsche, im nördlichen und mittleren Schleswig. Euro- 
päische T T. europaeus L. 

Eränthis Salisb. Winterling. (L. XIII, rJ.) 
Wurzelstock knollig, grundständige B. herzfg. rundlich. 
7teilig, St. einblütig, Bl. gelb. 5}.; Bl. 2. 3; H. 10-15 cm. 
Verwildert beim Schlofs in Husum und sehr zahlreich 
im Fürstengarten zu Lauenburg. Winterling. 

E. hiemälis Salisb. 

Hellehoriis Aclans. JSüeswurz. (L. XIII, 3.) %. Giftig. 

1. St. nur mit schuppigen B., Grundb. dunkel, lederartig, 
Bl. weifs. Bl. 12-2; H. 15-40 cm. In Gärten und 
Parks. Wild in Süddeutschland. Schwarze N. Christ- 
blume H. niger L. 

— — St. mit Laubb. Bl. grünlich 2 

2. Rispe reichblütig. K.b glockenfg. zusammenneigend, 
am Rande mit rotem Streifen. Bl, o, 4; H. 20-40 cm. 
Halb wild im Schlofsgarten zu Eutin und im Fürsten- 
garten zu Lauenburg, wild in Mitteldeutschland. 
Stinkende N H. foctidus L. 

— -- St. fast gabelig, K.b. ziemlich flach ausgebreitet, 
ohne roten Streifen. Bl. u. H. wie vor. Aus Mittel- 
deutschland. Hin und wieder in Baunigärten halb wild. 
Grüne N. H. viridis L. 

Nigella Tourn. Schicarzkümmel. (L. XIII, 2.) 
B. 2-3fach gefiedert, Zipfel linealisch, Bl. von einer viel- 
teiligen Hülle umgeben, hellblau. © ; Bl. 5-7; H. 20-40 cm. 
In Gärten und zuweilen verwildert. Braut in Haaren, 
.Jungfer im Grünen N. damascena L. 

Aquilegia Tourn. Akelei. (L. XIII, 2.) 
B. doppelt 3zählig, B.chen 31appig, gekerbt, K. u. Kr. 
violett, in Gärten auch rosa und weifs ; i^ ; Bl. 5-7 ; 
H. 45-70 cm. In Gärten, zuweilen in Gebüschen ver- 
wildert. Gemeine A A. vulgaris L. 



Eauunculaceae. 



Delpliiuium Toiiiii. Rittersporn. (L. XIII, 2. i 

11. Kr.b. verwachsen, F.chen 1, selten 2 oder 3. . . 2 

— - Kr.b. frei, die 2 oberen gespornt, die unteren 
bärtig, F.chen 3-5. 2|.; B. tief 5 spaltig; Bl. blau 6-8; 
H, 80-160 cm. Zierpflanze aus Mitteldeutschland. 
Hoher R D. elätum L. 

2. ß, 3zählig, B.chen 2-3teilig mit linealischen Zipfeln, 
Trauben wenigblütig. F.chen kahl. Bl. blau 6-8; 
H. J5-40 cm. Acker, häufig in Land Oldenburg, sonst 
hin und wieder vereinzelt und unbeständig. Acker-R. 

D. Consolida L. 

— — Untere B. 3fach gefiedert, obere 3fach 3zählig, 
Trauben reichbliitig, F.chen behaart. Bl. blau, rosa oder 
Aveifs. Bl. 6-8: H. 0.4-1 m. Zierpflanze aus Südeuropa. 
Oarten-R D. Ajäcis L. 

Aconitum Tourn. Eisenhut. (L. XIII. 2.) Pj.. Giftig. 

1. Bl. blauviolett oder bunt, Helm höchstens noch einmal 
so hoch als breit 2 

— — Bl. gelb, Helm 3mal so hoch als breit, Laubb. 
handfg. Bl. 6-8; H. 0,5-1,3 m. Zierpflanze aus Mittel- 
deutschland wie die folgenden. Wolfs-E. A. Lycöctonum L. 

"2. Helm kegelig, etwa noch einmal so lang als breit, Traube 
ästig, rispig. Bl. 7, 8; H. 1-1,5 m. Bunter E. 

A. variegätum L. 

— — Helm niedriger, Traube einfach 3 

3. Sporn hakig, jüngere F.chen, zusammenneigend. Bl 6 
bis 8; H, 0,5-1,5 m. Störks E. A. Stoerkiänum Rchb. 

Sporn wenig gekrümmt, jüngere F.chen spreizend. 

Bl. 6-8; H. 0,5-1,5 m. Diese Art zuweilen verwildert. 
Wahrer E A. NapeUus L. 

Actaea L. Christöphskraut. (L. XIII, 1.) 

B. 3zählig doppelt gefiedert, Bl. in Trauben, weifs, 
Beeren schwarz, i^; Bl. 5, 6; H. 40-60 cm. ,_ Schattige 
Laubwälder, im östlichen Teil zerstreut. Ähriges C. 

A. spicata L. 

Paeönia Tourn. Faeonie. (L. XIII, 1.) 

St. krautartig, B. doppelt 3zählig , B.chen länglich lan- 
zettlich, Wurzelfasern knollig. 2\.; Bl. 5-6; H. 0,4 
bis 1 m. Zierpflanze aus Südeuropa. Gremeine P. 

Pfingstrose P. yeregrina Mill. 

St. strauchig, Bl rosenrot, B.chen länglich eifg. 1); 



Magnoliaceae. — Berberidaceae. — Nympliaeaceae. — Papaveraceae. 

Bl. 5-6; H. 0,6- J m. Zierpflanze aus Ostasien. 
Strauchige P P. Müfan Sm. 



2. Fani. Magnoliaceae DC. 
Liriodendron L. Tidpenbaum. (L. XIII, 3.) 
B. -ilappig, an der Spitze gestutzt, Bl. grünlich gelb. 
Zierbaum aus Nordamerika. Bl. 6, 7. Gemeiner T. 

L. tulipifera L. 



3. Farn. Berberidaceae Vent. 

Berberis L. Berberitze, Sauerdorn. (L. VI, 1.) 

Bl. gelb, in hängenden Trauben, Beeren rot, länglich. 

1^; Bl. 5, 6; H. 1-3 m. Zierstrauch, zuweilen in 

Hecken verwildert. Gemeiner S. ... B. vulgaris i. 

Mahonia Niitt. Mahonie. (L. VI, 1.) 
B.chen lederartig, stachelig gezähnt, Rispen aufrecht, 
Beeren blau, kugelig, t) ; Bl. 5, 6; H. 0,6-1,3 m. 
Zierstrauch aus Nordamerika. Gemeine M. 

M. Aqiiifölium Nutt. 

Epimedium L. Sockenblumc. (L. IV. 1.) 
Kr.b. blutrot. Nebenkr.b. gelb. %; Bl. 4, 5; H. 20 
40 cm. Verwildert im Neuwerk ]3ei Schleswig, jetzt 
fast verschwunden. Alpen-S E. alpinwni L. 



4. Farn. Nyitiphacäceae DC. 

Nymphaea L. Seerose. (L. XIII, j.) 

Bl. weil's, grofs. K.b. 4. .% ; Bl. 6-8. Stehende und langsam 
tliefsende Gewässer, häufig. Weifse S. . . N. alba L. 

Nuphar Sm. Nixblume. (L. XIII, 1.) 

Bl. gelb, Kb. 5. '\; Bl. 6-N. Vorkommen wie 
vorige. Gelbe N. . N. luteum L. 



5. Farn. Papaveräceae DC. 

Papäver Tourii. Mohn. (L. Xül, 1.) Q. 

1. St, und die st.umfassenden B. kahl, Kr.b. weifs, rosa 
oder purpurn. Giftig. Bl. 6-8; H. 0,6-1,3 m. Aus 
dem Orient, gebaut und verwildernd. Garten-M. 

P. somvifermn L. 



Papaveraceae. — Fumariaceae. 9 

— — St, und die nicht st.urafassenden B. behaart. 
Kr. scharlachrot 2 

2. Staubfäden oben breiter, Kapsel keulenfg. , borstig. 
Bl. 5-7; H. 15-30 cm. Äcker, häufig. Sand-M. 

P. Argemone L. 

— — Staubfäden nicht breiter, Kapsel kahl. (i 

3. Bl.stiele mit anliegenden Borsten, Kapsel keulenfg. 
Narbenlappen 7-9, sich nicht deckend. Bl. 6-8; H. 
30-60 cm. Äcker, Zäune häufig. Zweifelhafter M. 

P. dübium Ii. 

— — Bl.stiele mit abstehenden Borsten , Kapsel eifg., 
:5farbenlappen8-l'J, sich deckend. Bl. 6-8 ; H. 30-60 cm. 
Äcker, Schutt, selten und unbeständig. Klatschrose. 

P. Rhoeas I*. 

Chelidöninm Toiirn. Schöllkraut. (L. XIII, 1) 2^.. 
St. u. B. mit gelbem Milchsaft. B. gefiedert mit 
eifg.en, ungleich eingeschnittenen Abschnitten. Giftig. 
Bl. 5-10; H. 0,3-1 m. Zäune, Schutt, Gärten, ge- 
mein, zuweilen mit gefüllten Bl. oder fiedersp. B.ab- 
schnitten {Var. laciniatum, Mill), so bei Schleswig, 

(rrofses S Ch. majus L. 

Glaücium Tourn. Hornmohn. 
St, u. B. behaart, obere B. sitzend, fiederspaltig, Kapsel 
borstig steifhaarig, Kr.b. hochrot, am Grunde schwarz 
gefleckt. 0; Bl. 6, 7; H, 10-50 cm. Auf Schutt bei 
Hamburg, eingeschleppt. Roter H. G. rorniculätum Curt. 



6, Farn, Fumariäceae DC. 
Corydalis Veiit. Lercheusporn. (L, XVII, 1 ) 

1 . St. am Grunde knollig. '2\. ; B. doppelt 3 zählig ... 2 

— — St, nicht knollig, ästig, fadenfg. B. doppelt ge- 
fiedert, B, stiele in Wickelranken endend. Bl, klein, 
weifs. ; Bl, 6-9 ; St. 20-80 cm lang. Feuchte schattige 
Laubwälder, selten, Flensburg, Kletternder L, 

C. claviculäta DO. 

2. Traube vielblütig, in der F. aufrecht 3 

— — Traube armblütig, in der F. überhängend, Knolle 
nicht hohl, Bl, purpurn 4 

3. Deckb, eifo^., ganz, Knolle hohl, Bl. purpurn oder weifs, 
Bl. 4, 5; H. 15-30 cm. Wälder, Hecken, im Osten zer- 
streut, im südl, Holstein sehr selten. Hohler L. 

C. Cava Schw. u. K, 

— — Deckb. fingerig eingeschnitten. Knolle nicht 
hohl, Bl. 4, 5, purpurn; H, 10-25 cm. Hecken, Ge- 



j^Q Fumariaceae. — Criiciferae. 

büsclie , besonders aber in Parks und verwilderten 
Gärten, Hamburg häufig, Schleswig, Husum, Tondern. 

Grefingerter L C. sölida Sm. 

4. Deckb. eifg. , ganz, Bl. 8-5; H. 5-2U cm. Wälder, 
Hecken, bei uns die häufigste Art. Älittlerer L. 

C. intermedia Merat. 

Deckb. fingerig eingeschnitten. Bl. 3-5; H. 5-20 cm. 

AVie vor., aber bei uns sehr zweifelhaft. Zwerg-L. 

C. pümila Rchb. 

Fumäria Tourii. Erdrauch. (L. XVII, J.) ©. 

1. F. höckerig-runzelig, B. doppelt gefiedert, mit einge- 
schnittenen B.chen 2 

F. glatt. B. wie oben 3 

2. K.b. 3 mal kürzer als die Kr., schmäler als deren 
Röhre, F.chen quer breiter. Bebautes Land, gemein. Bl. 
5-10; H. 5-30 cm. Gebräuchlicher E. F. oflficinalis L. 
— — K.b. etwa halb so lang als die Kr,, breiter oder 
so breit als deren Röhre, F.chen kugelig. Bl. 5-10; H, 
5-30 cm. AVie vor., sehr selten und unbeständig. 

Hamburg. Dichtblütiger E F. densiflöra DC. 

3. Blütenstiele zuletzt zurückgebogen. Bl. weifs, an der 
Spitze purpurn. Bl. 6-9; St. 0,3-1 m lang. Gemüse- 
land, selten u. unbeständig. Rankender E. F. capreoläta L. 

Bl.stiele abstehend, Bl. purpurn. Bl. 6-8 ; St. 20-40 cm. 

Selten, bei Hamburg. Mauer-E. . . F. muralis Sonder. 

Dicentra DC. Doppelsporn. (L. XVII, I.) %. 
B. doppelt 3zählig mit 31appigen Abschnitten, Bl. in 
überhangenden Trauben. Bl. 6-7; H. 40-60 cm. Zier- 
pflanze. Schöner D D. specfäbilis DC. 



:. Fam. Cruciferae Juss. 

Matthiola R. Br. 'Levkoje. (L. XV, 2.) 
B. lanzettlich, stumpf, meist ganzrandig, Bl. rot oder 
weifs, wohlriechend. ©; Bl. 6-9; H. 30-45 cm. Zier- 
pflanze. Einjährige L M. dnnua Sweet. 

Cheiränthus L. Goldlack. (L. XV, 2.) 
B. lanzettlich, gestielt, stachelspitzig, Bl. gelb. ^; 
Bl. 0, 6; H. 30-45 cm. Zierpflanze . . . C. Cheiri L. 
Nastürtium R. Br. Brimnenkresse. (L. XV, 2.) 
1. Bl. weifs, Schoten linealisch, B. gefiedert, B.chen ellip- 
tisch. 21-; Bl. 5-9; St. 0,3-1 m lang. Quellen, Bäche, 
zerstreut. Wahre ß • N. offieinäle R. Br. 



Cruciferae. W 

Bl. gelb 2 

'2. Kr.b. hochgelb, länger als der K 3 

— — Kr.b. blafsgelb, so lang als der K., B. tieder- 
spaltig. Q; Ufer, feuchte Orte häufig. Bl. 6-9; St. 
10-40 cm. Sumpf-B N. palüstre DC. 

3. Schoten 2-3 mal kürzer als ihr Stiel , St.b. ganz oder 
fiederspaltig 4 

- — Schoten etwa so lang als ihr Stiel 5 

4. Der im Wasser befindliche Teil des St. hohl, Schoten 
kugelig oder elliptisch, 2-3 mal so lang als ihr Gf. 2|. ; 
Bl. 5-7; H. 0,45-1 m. Ufer, Gräben, häufig. Ürtwech- 
selnde B N. amphibium R. Br. 

— — St. nicht hohl, Schoten elliptisch, kaum doppelt 
so lang als ihr Gf. 2f.; Bl. 5, 6 ; H. 0,45-1 m. Nur 
am Eibufer. Mährrettichartige B. 

N. armoracioides Tausch. 

5. Schoten länglich oder länglich lanzettlich, Gf. lang, B. 
kammfg. fiederspaltig. %; Bl. 6-8; H. 0,45-1 m. Ufer, 
Gräben, sehr zerstreut (N. amphibium X silvestre), 
Bastard-B N. anceps Rchb. 

— — Schoten linealisch, Gf. kurz, B, gefiedert oder 
fiederspaltig. Sj-; Bl. 6-8; H. 20-45 cm. Ufer, feuchte 
Äcker. Im Eibgebiet häufig, sonst sehr zerstreut. 
Wilde ß. N. silvestre R. Br. 

Barbaraea R. Br. Barbarakraut. (L. XV, 2.) 0. 

1. F.stiel fast so dick als die reife Schote, B, sämtlich ge- 
fiedert oder tief fiederspaltig. Bl. 4-5 ; H. 30-60 cm. 
Acker, besonders Kleefelder, selten und unbeständig. 
Kiel, Gettorf, Angeln. Mittleres B. B. intermedia Bor. 

— — F.stiel dünner als die reife Schote, untere B. 
leierfg., obere ungeteilt 2 

2 Kr. fast doppelt so lang als der K., Schoten aufrecht 
abstehend oder gekrümmt aufsteigend (Var. arcuata 
Mchb). Bl. 5, 6; H. 30-70 cm. Äcker, Wiesen, nicht 
selten. Gemeines B B. vulgaris R. Br. 

— — Kr. wenig länger als der K., vSchoten aufrecht, 
angedrückt; untere ß. mit sehr grofsen End- und sehr 
kleinen Seitenlappen. Bl. 5, 6; H. 0,5-1 m. Ufer, zer- 
streut. Steifes ß B. striata Andrzj. 

Tiirritis Dill. Turmkraut. (L. XV, 2.) 0. 

Ubere B. kahl, pfeilfg.-st.umfassend, untere behaart, 
schrotsägefg. , Schoten steif aufrecht. Bl. 5-7 ; H. 
0,6-1,3 m. Hecken, Wegränder, besonders im Osten 
nicht selten. Glattes T T. glabra li. 



j2 Cruciferae. 

Arabis L. Gänsekresse. (L. XV, 2.) 

1. St.b. pfeilfg., sitzend, gezähnt, gabelhaarig oder grau- 
filzig 2 

St.b, fiederteilig, kurzgestielt, St. ästig, Schoten 

abstehend. Q; Bl. 5-7; fl. J5-45 cra. Hügel, Gras- 
plätze, selten u. unbeständig. Hamburg, Lübeck, Dith- 
marschen. Sand-G A. arenosa Scop. 

2. Schoten abstehend, Kr.b. verkehrt eifg., ziemlich grofs: 
St. niederliegend oder aufsteigend. 2|.; Bl. 4, 5; H. 
20-40 cm. Zierpfl. aus dem Kaukasus. Weifse G. 

A. älbida Steven, 

Schoten aufrecht, Kr.b. lineal-länglich, klein; St. 

aufrecht. 0; Bl. 5, 6; H. 30-60 cm. Hügel. Ge- 
büsche, selten. Alsen, Kiel, Hamburg (ob noch?). 
Rauhe G . . . A. hirsüta Scop. 

Cardämiiie L. Schaumkraut. (L. XV, 2.) 

1. Kr.b. länglich, klein, aufrecht, B. gefiedert, u. 2 

Kr.b. verkehrt eifg., mittelgrofs, ausgebreitet, B. 

gefiedert. 2| 5 

2. B.stiele mit st.umfassenden Öhrchen, Kr.b. oft fehlend. 
Bl. 5. 6; H. 30-60 cm. Schattige Wälder, sehr selten. 
Apenrade (ob noch?j. _Spring-Sch. . . C. impatiens L. 

— — B.stiele ohne Ohrchen . 3 

3. St. kahl, B.chen länglich bis lineal, Schoten auf ab- 
stehenden Stielen aufrecht. Bl. 5-8 ; H. 10-30 cm. 
Feuchte Orte, sehr selten u. zweifelhaft. Kleinblumiges 
Seh C. parviflora L. 

— — St. wenigstens unten behaart, B.chen der unteren 

B. rundlich 4 

4. St. meist mehrere. Schoten auf aufrechten Stielen die 
Bl. weit überragend. Bl. 4-6; H. 8-20 cm. Wiesen, 
Acker, Hügel zerstreut , besonders in der Marsch , um 
Hamburg sehr selten. Behaartes Seh. C. hirsüta L. 
— - — St. meist einzeln, Schoten auf abstehenden Stielen 
die Bl. wenig überragend. Bl. 5-6; H. 15-30 cm. Laub- 
wälder, besonders im Osten zerstreut. Trotz sehr ab- 
weichenden Aussehens wohl nur Schattenform der vor. 
Wald-Sch C. silvätica Lk. 

5. Staubb. halb so lang als die Kr.b., mit gelben Staub- 
beuteln, St. hohl. 2^; Bl. 4-6; H. 20-50 cm. Wiesen, 
gemein. Wiesen-Sch. ...... C. pratensis Xi. 

Staubb. so lang als die Kr.b., Staubbeutel violett, 

St. nicht hohl. Bl. 5, 6; H. 20-45 cm. Waldsümpfe, 
Quellen, Bäche, nicht selten. Bitteres Seh. C. amära L. 



Cruciferae. 13 

Deiitäria L. Zabuwiirz. (L. XV, 2.) i^. 

Untere B. gefiedert, obere Szählig, oberste ungeteilt, 
Bratzwiebeln in den B.achseln , Bl. rosa. 2}. ; Bl. 5, 6 ; 
H. 30-PO cm. Laubwälder des östlichen Teils, zerstreut, 
im südl. Holstein u. Lauenburg selten oder fehlend. 
Zwiebeltragende Z. D. bulbifera L. 

Hesperis L. Nachtviole. (L. XV, 2.) Q u. 9^. 

B. eifg. bis lanzettlich, gezähnt, Kr.b. verkehrt eifg., 
lila oder weifs. Bl. 5, 6; H. 0,45-1 m. In Gärten u. 
daraus, zuw^eilen verwildert. Gemeine N. 

H, matrondlis L. 

Sisynibriuiii L. Raukenseuf. (L. XV, 2.) 

1. B. ungeteilt, Bl. weil's 2 

— — B., wenigstens die unteren, tief geteilt, Bl. gelb 
oder gelblich weifs 3 

2. Untere B. nierenfg., grob gekerbt, obere herzfg., gezähnt. 
0; Bl. 6-8; H. 0,3-1 m. Hecken, Gebüsche, häufig. 

Knoblauch-R S. Alliaria Scop. 

B. länglich lanzettlich, Grundb. in Rosetten. Q; Bl. 
4-10; Brachäcker, gemein. Thals R. 

S. Thalianum Gay u. Monn. 

3. Schoten an den St. angedrückt, nach oben zugespitzt; 
untere B. fiederteilig, obere spiefsfg. Q; Bl, 5-10; 
H. 30-70 cm. Wegränder, Schutt, gemein. Gebräuch- 
licher R . S. officinäle L,. 

— — Schoten abstehend, überall glf'ich dick .... 4 

4. B. 2-3fach gefiedert, Bl. klein. ©;B1. 5-10; H. 0,3-1 m. 
Wegränder, Schutt. Stellenweise, z. B. um Hamburg, 
gemein, auch sonst verbreitet, aber oft unbeständig. 
Sophieukraut S. Sophia L. 

— — Untere B. schrotsägefg. fiederteilig 5 

5. Schoten so dick wie ihre Stiele, obere B. gefiedert mit 
linealischen, ganzrandigen B.chen. ; Bl. 5-8 ; H. 45-60 cm. 
Schuttplätze bei Hamburg, Kiel, Flensburg eingechleppt. 
Ungarischer R S. Sinapistriim Crtz. 

— — Schoten dicker als ihre Stiele, B.chen der oberen 

B. breiter 6 

6. B.zipfel ohne Öhrchen, K. abstehend. Kr. goldgelb. 
St. steif haarig. 0; Bl. 5-9; H. 0,5-1 m. Schuttplätze 
b. Hamburg, Kiel, Flensburg eingeschleppt. Loesels R. 

S. Loeselii L. 

— — B.zipfel geöhrt, K. aufrecht, geschlossen. Kr. 



\ 4 Cruciferae. 

Maisgelb, ©; Bl. 6-9; H. 0,3-1 m. Schuttplätze bei 
Hamburg u, Kiel eingeschleppt. Columnas R. 

S. Colümnae L. 

Erysimiim L. Schotendotter. (L. XV, 2.) 

J, St.b. tief herzfg.stengelumfassend, Pfl. blaugrün. Kr. 
weifslich. ; Bl. 5-6 ; H. 15-45 cm. Schuttplätze bei Ham- 
])urg u. Lübeck eingeschleppt. Morgenländischer Seh, 

E. Orientale R. Br. 

— — St.b. am Grunde nicht herzfg., Bl. gelb . . . 2 

2. Bl. stiele 2-3mal so lang als der K., Schoten auf ab- 
stehenden Stielen aufrecht, fast kahl. Bl. 5-10 ; H. 30-60 cm. 
Acker, Ufer, Schutt, häufig. Lackartiger Seh. 

E. cheiranthoides L. 

— — Bl.stiele so lang als der K.; Pfl. u. Schoten grau 
behaart . 5 

— - — Bl.stiele kürzer als der K., in der F. wagerecht 
abstehend u. fast so dick als die Schote. ; Bl. 6-8 ; 
H, 15-40 cm. Auf Schutt bei Hamburg eingeschleppt. 
Ausgeschweifter Seh E. repändum L. 

3. B. von fast lauter einfachen Haaren rauh, linealisch 
lanzettlich, fast ganzrandig. 0; Bl. 5-9; H. 0,3-1 m. 
Schuttplätze bei Kiel, eingeschleppt. Grauer Seh. 

E. canescens Rth. 
-- — B. von 3sp. Haaren rauh, länglich lanzettlich, 
geschweift-gezähnt. 0;B1. 5-9; H. 0,3-1 m. Hin und 
wieder im Eibgebiet, namentlich in Ufergebüschen. 
Habichtskrautblätteriger Seh. . . E, hieracifolium L. 

Brassica L. KoW. (L. XV, 2.) 

j. F.stiele u. Schoten aufrecht, angedrückt; K. zuletzt 
wagerecht abstehend, alle B. gestielt. 0; Bl. 6-8; 
H. 0,5-1,3 m. Ufer, Schutt, sehr zerstreut u. unbe- 
ständig. Hamburg, Kiel, Flensburg. Schwarzer Senf. 
(Sinajns nigra L.) . . • B. nigra Koch. 

— — F.stiele abstehend, obere B. sitzend. 2 

2. K. aufrecht, Bl. hellgelb. In vielen Formen gebaut 
als Kopfkohl, Wirsing, Grünkohl, Kohlrabi, Blumenkohl. 

Bl. 5-6 u. 7-9; H. 0,6-1 m B. oleräcea L. 

K. abstehend, Bl, goldgelb 3 

3. Untere B, grasgrün, behaart, obere blaugrün, kahl, unent- 
wickelte Bl. von den aufgeblühten überragt, u. Q 
Bl. 4, 5 u. 7, 8; H. 0,3-1 m. Gebaut und zuweilen 
verwildert { Frtr. campestris L.). Rübsen, weifse Rübe. 

B. Bapa L. 



Cruciferae. \^ 

— — Alle B. blaugrün. Unentwickelte Bl. stehen höher 
als die aufgeblühten. 0U.0; Bl. 4, 5 u. 7,8; H. 0,6-1,3 m. 

Gebaut als Raps u. Kohlrübe B. Napus L. 

B. elongäta Ehrh. mit behaarten, fiederspaltigen unteren 
und kahlen, tpatelfg., gezähnten oder ganzrandigen oberen 
ß., abstehendem F.stiel u, aufrechtem K , ist bei Ham- 
burg auf Schuttland eingeschleppt. 

Sinäpis Tourn. Senf. (L. XV, 2.) 0. 

B. ungleich buchtig gezähnt, kurzborstig, die un- 
tersten fast leierfg.-fiederspaltig, Schoten meist kahl. 
Bl. 6-8; H. 30-60 cm. Unter der Saat gemein. Acker-S. 

S. arvensis L. 

— — B. gefiedert, kurzborstig; Schoten steifhaarig; 
Bl. 6-7; H. 30-60 cm. Äcker, Schutt, zerstreut. Weifser S. 

S. alba L. 
S. juncea L., völlig kahl, untere B. eifg. oder lan- 
zettlich, buchtig gezähnt, obere lanzettlich, fast ganz- 
randig, Schoten linealisch, kahl, ist auf Schutt bei Ham- 
burg eingeschleppt gefunden. 

Erucästrum Fresl. Himdsrauke. (L. XV, 2.) 
St. aufrecht, nebst den tief fiedersp. B. kurzhaarig. 
0; Bl. 6-10; H. 30-60 cm. Auf Schutt bei Ham- 
burg eingeschleppt. PoUichs H. E. Pollichii Seh. u . Sp. 

Diplotäxis DC. Rempe. (L. XV, 2.) 
Kr.b. rundlich verkehrteifg., mit kurzem Nagel, gelb. 
0; Bl. 6-10; H. 15-50 cm. Eingeschleppt u. jetzt 
auf Schutt u. an Wegen bei Kiel u. Utersen. Mauer-R. 

D. murälis DC. 

Alyssuni L. Schildkraut. (L. XV, 1 ) 

Kr.b. blafsgelb, klein, K. bleibend, Schötchenvon Stern- 
haaren grau. 0; Bl. 5, 6; H. 8-25 cm. Wegränder, 
Triften, zerstreut. Kelchfrüchtiges Seh. A. calycinum L. 

— — K. abfallend. Bierher: A campestre L. mit stern- 
haarigen Scliötchen, auf Schutt bei Hamburg und 
A. minimum Willd. mit kahlen Schötchen, auf Schutt bei 
Hamburg u. Kiel, beide , eingeschleppt, Bl. blafsgelb. 

Berteroa DC. Berteroe. (L. XV, 1.) 

St. aufrecht, nebst den lanzettlichen sitzenden B. und 
den elliptischen Schötchen sternhaarig grau. 0; Bl. 
5-10; H. 30-60 cm. Zerstreut, aber meist gesellig. 
Graue B B, incana DC. 



16 



Lunäria Tourn. Silberblatt. (L. XV, 2.) 

St. aufrecht, steif haarig, B. herzfg., gezähnt. Q. Bl, 4-6; 
H. 0,30-1 m. In Gärten, und daraus verwildert. Mond- 
viole L. ännua L. 

Draba L. HimgerUume. (L. XV, 2.) 
Stengel aufrecht, entfernt beblättert, Grundblätter eine 
Rosette bildend. Q; Bl. 4, 5: H. 15-45 cm. Eingeschleppt 
bei Lübeck und Flottbeck bei Altona. Mauer-H. 

D. murälis L. 

Erophila DC. Hnngerblnme. (L. XV, 2.j 

Stengel zahlreich, unbeblättert, Grundblätter rosettig. 
0; Bl. 3-5; H. 3-10 cm. Sandfelder, Äcker, gemein. 
Frühlings-H. (Draba verna L.) . . E. verna E. Mey. 

Cochleäria Touru. Löffelkraut. (L. XV, 2.) 

1. Klappen der Schötchen nervenlos, Grundb. herzeifg., 
länglich, gekerbt, mittlere B. fiederspaltig. ^.. Bl. 5-7. 
H. 60-120 cm. Gebaut, häufig verwildert und einge- 
bürgert. Mährrettich C. Armoräcia L. 

Klappen der Schötchen mit einem Mittelnerven, 

Strandpflanzen . 2 

2. Untere St.b. ziemlich lang, obere sehr kurz gestielt, fast 
sitzend, Grundb. herzspiefsfg., obere rautenfg., 3-51appig. 
0;B1 5, 6; H. 5-20 cm. Strandwiesen, nicht selten. 

Dänisches L C. danica L. 

St.b. sämtlich sitzend, mit tief herzfg. Grunde 

halb stengelumfassend, Grundb, lang gestielt, rosettig, 
herznierenfg. oder oval; Schötchen fast kugelig oder 
oval. Q; Bl. 5,6; H. 15-30 cm. (0. officmalis, L. u. 

C. anglica,L.) B- u. Schötchenform variieren an der- 
selben Pfl., daher nicht zu unterscheiden. Linnes L. 

C. Linnaei Griewank. 

Camelina Crtz. Leindotter. (L. XV, 2.) 

St. u. B. ziemlich kahl, Traube kurz ; F. mit kaum her- 
vortretendem Rande, mittlere B. ganzrandig oder ge- 
zähnelt, oder buchtig gezähnt, fast fiederspaltig (letztere 
Form: C. dentata Bers.). 0; Bl. 6, 7; R. 30-60 cm. 
Unkraut, besonders unter Lein. Saat-L. C. sativa Cmtz. 
-- — St. u. B. rauhhaarig, Traube lang, F. mit stark 
hervortretendem Rande. ; Bl. 6-8 ; H. 30-60 cm. Ein- 
geschleppt bei Hamburg und Kiel. C. microcärpn Andrz. 



Cruciferae. [ 7 

Subiilaria L. Pfriemenkresse. (L. XV, 1.) 

IPfl. klein, 2-8 cm hoch ; blüht auch unter Wasser, dann 
•ohneKr.b. 0; Bl. 6-8. Seeufer. Wird vom Mühlteich b. 
JRöddinggaard angegeben. Nahe der Grenze im ()rn-See 
'b. Kipen. Wasser-Pf S. aquätica L. 

Thlaspi Dill. Pfennigkraut. (L. (XV, 1.) 

8t. aufrecht; Grundb. gestielt, verkehrt eifg. , St.b. 
sitzend mit pfeilfg. Grunde ©; ßl. 4-6; H. 15-45 cm. 
Adker-Pf T. arvense L. 

Teesdälea R. Br. Teesdalee. (L. XV, J.) 

£1. 4-6; H. 3-20 cm. Auf Sandboden sehr häutig. 
Nacktstengelige T T. nudicaülis R. Br. 

Iberis L. Bauernsevf. (L. XV, l.j 
■B. lanzettlich oder linealisch, spitz, Bl. hellpurpurn. 0; 
.Bl.G, 7; H 15-üOcm. In Gärten u. zuweilen verwildert. 

Doldiger B /. nmhelldta L. 

.B. keilfg., länglich, stumpf, entfernt gezähnt. Bl. weifs, 
selten hellviolett. 0; Bl. 6-8; H. J0-25cm. Wie vorige. 
Bitterer B /. amdra L. 

Lepidium L. Kresse. (L. XV, 1.) 

1. Schot chen breit, herzfg. . flügellos mit langem Gf. ; ß. 
länglich, obere pfeilfg. 5^.; ßl. 6,7, w^eifs; H. 30-60 ^cm. 
Wegränder, Schutt, eingeschleppt. Hamburg, Kiel, 
Dithmarschen. Stengelumfassende K. . . L. Draha L. 

— — Schötchen rundlich bis oval 2 

2. St.b. eirundlich, zugespitzt, tief herzfg. st.umfassend, 
Grundb. 2-3fach fiederteilig mit linealen Zipfeln: 
Schötchen oval, an der Spitze schwach ausgerandet und 
kaum merklich geflügelt. ; ßl. 6, 7, gelb ; H. iO-.SO cm. 
Auf Schutt bei Hamburg eingeschleppt Durch- 
wachsene K L. perfoliätnni L. 

— — St.- u. Grundb. nicht so auffällig verschieden . 3 
•o. Schötchen an der Spitze nicht ausgerandet und nicht 

geflügelt; grundständige B. lang gestielt, eifg. stumpf, 
obere kurz gestielt, alle gekerbt. P}.; Bl. 6, 7, weifs; H. 
30-100 cm. Am Strande, selten, Hadersleben, Apenradc. 
Hohwacht, Heiligenhafen, Husum, ßreitblättrige K. 

L. latifolium L. 

— — Sch()tchen an der Spitze ausgerandet, meist ge- 
flügelt 4 

4. Pfl. weichhaarig, obere B. pfeilfg. -stengelumfassend; 
Schötchen auf abstehenden Stielen. 3; ^1- ^'^? ^^'^i^s; 

i:*rahl, Flora vou Schleswig-Holstein. 2 



-[jt^ Crucifeiae. 

H. 0.3-0,45 111. Äcker, AVegränder, zerstreut. Feld-K. 

L. campestre L. 
-- — Ptl. kahl; obere B. nicht st, umfassend. O' 

5. St. von Grund an ästiof; unterste B. fiederteilig, oberste 
lineal, stumpf; Schötchen auf abstehenden Stielen, 
Klappen kaum merklich geflügelt. Q; Bl. 5-10; H. 
15-HOcm. Am Strande, besonders an den Deichen der 
Westküste hin und wieder. Auf Schutt bei Hamburg. 

Schutt-K li- ruderäle L. 

_ _ St. aufrecht, nur oben ästig; Schötchen auf auf- 
rechten Stielen, Klappen geflügelt t> 

6. Pfl. blau bereift; untere B. fiederteilig, mittlere Steilig, 
obere lineal. ©; Bl. 6, 7. ; H. 30-60 cm. In Gärten ge- 
baut, auch als Unkraut unter Lein. Garten-K. L. sativum L.. 

Pfl. nicht bereift; untere B. lauzettlich, kammfg.- 

flederspaltig, mittlere lineal- lanzettlich, kammfg. -ge- 
zähnt. 0; Bl. 5, 6; H. 30-60 cm. Auf Schutt bei • 
Hamburg eingeschleppt. Kleinblumige K. 

L. micränthum Ledeh 

Capsella Med. Täschelkraiit. (L. XV, 1 ) 

B. ganzrandig bis fiederspaltig. Q; Bl. 6-11; H. 5-50 cm, 
Äcker, Schutt, gemein. Hirtentasche. 

C. Bursa pastöris Mneh. 

Corönopiis Hall. Fcldkresse. (L. XV, 1.) 

Bl. stielchen kürzer als die Bl. ; Schötchen fast nierenfg. 
mit kegelfg. Gf, ; Pfl, niederliegend. ©; Bl. 6-8; St. 
8-25 cm. lang, Marschgegenden der Westküste, Ham- 
burg auf Schutt, sonst selten und unbeständig. Ge- 
meine F . C. Ruellii All. 

Bl, stielchen länger als die Bl, ; Schötchen 2knotig 

ohne Gf. ©; Bl. 7, 8; St. 10-40 cm, Wüste Plätze, 
sehr selten und überall unbeständig, z. B, Hamburg 
Zweiknotige F C. didymus Sm. 

Söria Adans. Sclinahelsclwtchen. (L. XV, 1.) 

Pfl. sehr ästig, rauhhaarig; B. länglich; Bl. sehr kleki. 
0; Bl. 6, 7; St. 8-25 cm. Auf Schutt bei Hamburg 
eingeschleppt. Syrisches Seh. . . . . S. syriaca Desir. 

Mydgrum Tourn. Hohldottev. (L, XV, 1,) 

B. mit pfeilfg, Grunde st. umfassend. Krb, gelb, Q : 
Bl. 5, 6; H. 30-60 cm. Hamburg auf Baggerland, ein- 
geschleppt. Pfeilblätteriger H. . . M j^erfoliätum L^ 



Cruciferae. — Cistaceae. |C) 

Neslea L. Kugelfrncht. (L. XV, 1.) 

Untere B. gestielt, obere mit pfeilfg. Grunde sitzend, 
länglich lanzettlich. 0; Bl. 5-7; H. 15-60 cm. Unter 
der Saat im östlichen Holstein , zuweilen auf Schutt. 

Rispige K N. panniculata Desv. 

Bünias L. Zackenschote. (L. XV, 1.) 
St. aufrecht, drüsig rauh; untere B, langgestielt, leierfg., 
mit sehr grofsem Endabschnitt. Q ; Bl. 5, 6 ; H. 
•SO-100 cm. Wegränder, Schutt; Hadersleben, Flens- 
burg, Lübeck, Hamburg, Orientalische Z. 

B. orientälis L. 
Cäkile Tourii. Meersenf. (L. XV, 1 ) 

St. niederliegend oder aufsteigend; B. fleischige, fieder- 
spaltig, selten ungeteilt. 0; Bl. 7-10; St. 15-30 cm 
lang. Am Strande häufig. Gewöhnlicher M. 

C. maritima Scop. 

Rapistrum Boerhave. Rapsdotter. (L. XV, 1.) 

B. leierfg. -fiedersi^altig; oberes Glied des Schötchens 

runzelig, so lang oder kürzer als der Gf. 0; Bl 6, 7; 

H. 30-60 cm. Auf Schutt b. Hamburg eingeschleppt. 

Runzeliger R R, rugosum All. 

Crambe L. Meerkohl. (L. XV, 1.) 
B. fleischig, rundlich, wellig, buchtig gezähnt. 9|.j Bl. 
5, b; H. 0,30-0,70 cm. Ostseestrand, zerstreut, von 
Hadersleben bis Fehmarsund. Gemeiner M. 

C. maritima L. 
Räphamis Toiirii. Rettich. (L. XV, 2.) 

Bl. schwefelgelb, sehr selten weifs ; F. hart und leder- 
artig; B. leierfg.; K. aufrecht. 0; BL 6-8; H. 30-45 cm. 
Gemeines Ackerunki-aut. Hederich. 

R. Raphanistrum^ L. 
— — Bl. weifs oder lila; F. schwammig; untere B. 
leierfg., obere ungeteilt. Q; Bl. 5-7; H. 45-100 cm. 
Gebaut und verwildert: hierher auch das Radieschen. 
Gebauter Rettich R. sativus L. 

8. Fam. Cistaccao. DunaL 
Helianthemum Tourii. Sonnenröschen. (L, XIII, 1.) 
B, gegenständig, gestielt, oval bis lineal-länglich , be- 
haart, '-1 oder B; Bl 5-iO; St. 15-30 cm lang. Hügel, 
Wegränder, sehr selten. Neumünster, Bornhöved. Ge- 
meines S H. Chamaecistus Mill. 



20 



Violaceae. 

9. Fam. Tioläccae DC. 
Yiola Toiirn. Veilchen. (L. V. 1.) 

1. Mittlere Kr.b. seitlich abstehend, oft am Grunde bärtig, 
unteres Kr.b. kahl; Narbe geschnäbelt oder schief schei- 
benfg. !4-. 2 

— — Die 4 oberen Kr.b. aufwärts gerichtet, dach- 
ziegelig, die 3 unteren bärtig; Narbe fast kugelig; 
Nebenb. leierfg.- fieder spaltig; St meist ästig. 0: Bl. 
4-10; H, 15-30 cm. Äcker, Brachen, gemein, Wildes 

Stiefmütterchen V. tricolor L. 

Var. a, vulgaris Koch. Kr.b. länger als der K. , die 2 
oberen violett, die mittleren hellviolett, das untere 
gelb mit violetten Streifen, so besonders auf Sandboden, 
auch als Zierpflanze, Var. b. arvensis Murr. Kr.b. kürzer 
als der K., gelbv^^eifs, das untere dunkler , so mehr auf 
Lehmboden. 

V. altäica Fallas. 2[: St. Iblütig; Nebenb. einge- 
schnitten gezähnt ; Kr.b. grofs, dunkelviolett und gelb, 
überall in Gärten. Garten-Stiefmütterchen. 

2. St. unentwickelt , zuweilen mit Ausläufern ; B. alle 
grundständig (vergl. auch V. mirabilis L.) .... 3 

— — St. beblättert, stets ohne Ausläufer 7 

3. F. stiele aufrecht, an der Spitze hakig; Kapsel Sseitig. 

(Sumpfpflanzen) 4 

— — F.stiele niederliegend , gerade ; Kapsel kugelfg., 
behaart (keine Sumpfpflanzen) (3 

4. Nebenb. bis über die Mitte mit dem geflügelten B.stiel 
verwachsen, drüsig gezähnelt ; Bl. violett. Bl. 4, 5; H. 
lO-'JO cm. Sumpfwiesen, nur in der Probstei (ob noch?) 
Moor-V . V. uliginösa Schrad. 

— — Nebenb. frei, Bl. blafslila 5 

5. B. nierenfg., kahl, mit ungeflügelten Stielen; Hochb. 
unter der Mitte des Bl.stiels. Bl. 4, 5; H. 5-25 cm. 
Sümpfe, Moore, häufig. Sumpf.- V. . . V. palustris L. 

— — B. herznierenfg. mit oberwärts geflügelten Stielen, 
unterseits etwas flaumhaarig; flochb. über der Mitte 
des Bl.stiels. Bl. 5, 6; H. 5-15 cm. Erlenbrüche, tiefe 
Sümpfe, selten u. zweifelhaft, Angeln, Ostholstein. Torf- V. 

V. epipsila Ledeb. 

6. Ausläufer fehlend: B. herzeifg.-länglich, nebst den B.- u. 
Bl.stielen abstehend behaart; Bl. geruchlos, blaulila Bl. 
4-5; H. 4-10 cm. Hügel, Gebüsche, selten. Ostholstein. 
Kauhes V V. hirta L. 

— — Ausläufer lang; B. herzeifg.-rundlich, nebst den 



Violaceae. — Resedaceae. 21 

ß.- u. ßl. stielen kurzhaarig; ßl. wohlriechencl, violett, 
selten weifs. ßl. 3-5; H. 4-J5 cm. Hecken in der 
Nähe bewohnter Orte, in Gärten. Echtes V. V. odoräta L. 

7. Nebenb. fransig oder gesägt; 8 

— — Nebenb. ganzrandig; St. einseitig behaart; die 
ersten ßl. mit K. u. Kr., meist unfruchtbar, blafslila in 
den Achseln der Grundb. ; die späteren, ineist ohne Kr.b., 
fruchtbar, in den Achseln der St.b. ; ßl. 4, 5 u. 5, 6; 
H. 6-20 cm. Gebüsche, sehr selten. Klensby bei 
Schleswig. Wunder- V V. miräbilis L. 

8. Ptl. mit einer Rosette lang gestielter B. ; ß. mit herzfg. 

Grunde, rundlich eifg 9 

Pfl. ohne ßlattrosette; B. mit herzfg. oder abge- 
rundetem Grunde länglich eifg. oder lanzettlich . . .10 

!), B. herzfg., allmählich zugespitzt; ßl. einfarbig blauviolett, 
Sporn dünn, unten nicht gefurcht. Bl. 4-6; H. 5-20 cm. 
Laubwälder, häufig. Wald-V. ... V silvatica Fr. 
-- — Untere ß. nierenfg., stumpf oder kurz zugespitzt; 
ßl. grofs, hellviolett, Sporn meist weifs, dick, walzenfg., 
unten gefurcht, ßl. 4-6; H. 5-30 cm. Wälder, im öst- 
lichen Teil sehr häufig. Rivins V. V. Riviniana Rchb. 
10. ß. länglich eifg., stumpflich; Nebenb. fransig, mehrmal 
kürzer als der ungeflügelte ß. stiel, Sporn doppelt so 
lang als die K. anhängsei; Bl. blau mit gelblichem 
Sporn, ßl. 5, 6; H. 4-30 cm. Wälder, Heiden, gemein. 

Hunds-V V. canina lt. 

— — B. länglich lanzettlich; Nebenb. lanzettlich, ent- 
fernt gesägt, die oberen b. artig, so lang als der ge- 
flügelte B.stiel; Sporn so lang oder wenig länger als 
die K.anhängsel. ßl. milchweifs, selten hellblau, ßl. 
5, 6; H. 10-25 cm. Feuchte Wiesen, sehr selten. 
Geesthacht, ob noch? Milchweifses V V. stagnina Kit. 



10. Farn. Resedaceae DC. 

Reseila L. Reseda, Wau. (L. XI, 3.) 

K. u. Kr.b. 4 ; ß. schmal lanzettlich, am Grunde beider- 
seits mit einem Zahn, sonst ganzrandig; F.trauben sehr 
verlängert, ßl. stiele kürzer als der K. Q; ßl. 6-9, hell- 
gelb; H. 0,4-1 m. AVegränder, Schutt zerstreut. Färber- 

Wau R. Iiuteola L. 

— — K. Bteilig, Krb. 6. Hieher: B. odoräta L. mit 
ungeteilten spatelfg. ß., K.zipfel spatelfg., Kapsel zu- 
letzt hängend, Bl. weifslich, sehr wohlriechend; allge- 
mein in Gärten, zuweilen verwildert; R. lutea L. mit 



) Eesedoceae. — Droseraceae. — Polygalaceae. 

Sspaltigen oder fast doppelt Sspaltigen B., K.zipfel 
lineal-lanzettlich. Kapsel aufrecht, ßl, hellgelb; einge- 
schleppt auf Schutt hei Hamburg- u. Kiel ; R. alba L. 
B. fiederteilig-, K.zi2:)fel lanzettlich, Kapsel aufrecht. 
Bl. weifs, etwas wohlriechend. Zierpflanze, zuweilen 
verwildert. 

ij. Fam. Droseraceae DC. 
Drosera L. Soniieutau. (L. V, 1.) 2|.. 

1. Schaft am Urunde hogenfg. aufsteigend, wenig länger 
als die keilfg.-verkehrt-eifgen. B, Bl. 7, 8; H. b-ld cm, 
Torfsümpfe, nicht selten. Mittlerer S. D. intermedia Hayne. 

— — Schaft aufrecht, mehrmals länger als die B. . . 2 

2. B. keilfg.-lineal, aufrecht abstehend oder keilfg.-ver- 
kehrt-eifg. (letztere: N2^Y. ohovata M. u. K.) Bl. 7, 8: 
H. 10-20 cm. Torfsümpfe, sehr zerstreut, var. im Sü- 
seler Moor. Englischer S D. änglica Huds. 

— — B. kreisrund, horizontal abstehend. Torfmoore, 
Sümpfe häufig. Rundblätteriger S. D. rotundifölia L. 

Parnässia Tourii. Einblatt. (L. V, 4.) 2i. 

Grundb. lang gestielt; St. mit 1 umfassenden B. ; B. 
herzeilg. ; Bl. (5-9; H. 8-30 cm. Feuchte Wiesen, häufig. 
Sumpf-E P. palustris L. 



J2. Fam. Poljgaläceae, Juss. 
Polygala L. Kreuzblume. (L. XVII, 3.) 5;. 

1. Traube 4 -ßblütig. zuletzt seitenständig; St. ästig, nieder- 
liegend; untere B. elliptisch gegenständig. Bh 6-8, blau. 
St. 4-15 cm, lang. Torfige Heiden, zerstreut. Mieder- 
liegende K P. depressa "Wender. 

— — Traube reichblütig endständig 2 

2. Untere B. in Rosetten, verkehrt eifg. Bl. 5, 6, hellblau 
oder milchweifs: H. 4-15 cm. Sehr selten, Grasplätze 
der kaiserl. AVerft zu Kiel. Bitterer K. P. amara L. 

— — B. nicht in Rosetten, untere elliptisch, obere 
lineal lanzettlich; Traube locker; Deckb. die nicht auf- 
geblühten Bl. nicht überragend. Bl. 5-7, blau, rosa 
oder weifs; H. 5-20 cm. AViesen häufig. Gemeine K. 

P. vulgaris L. 
P. comosa ScJtk. Deckb. vor dem Aufblühen die Bl. 
überragend. Traube dicht , (wird von Segeberg ange- 
geben. V ) 



Sileiiaceae. 23 

13. Fam. SiU'iiaceae DC. 

Gypsopliila L. Gipskraut. (L. X, 2.) 

8t. sehr ästig,. .unten weichliaarig-. © ; Bl. 5-7, hellrot; 
H. 4-8 cm. Äcker, selten, im Lauenburgischcn, Ham- 
burg auf Schutt. ,Mauer-Gr G. murälis L. 

Diantiius L. Nelke. (L. X, 2.) 

K.b. durch trockenhäutige Streifen verbunden; B. linea- 
lisch ; Bl, rötlich, klein, in Köpfen, von trockenhäutigen 
Deckb. umgeben, 0; Bl. 7, Ö; H, 30-45 cm. Sonnige 
Hügel, selten, Lauenburg, Mölln, Lübeck, {Tunica pro- 
lif'era Scoi).) Sprossende N D. prolifer L. 

— ■ — X,b, ganz krautig ... ....... 2 

Bl. in Köpfen oder Trugdolden gehäuft 3 

— — Bl. einzeln an den Verzweigungen des St. . . 4 
Ptl. nach oben dicht rauhhaarig; Deckb. krautig ''^][ 
Bl. 7-8, rot, klein; H. 30-40 cm. Hügel, Gebüsche, im 
südöstlichen Gebiet von Lütjenburg bis Lauenburg 
Jiauhe Nelke D, Armeria L. 

— — Pfl, kahl; Deckbl, l)raun, trockenhäutig; B. linea- 
lisch. 9[.. Bl. 6-8, rot; H. 30-45 cm. Sandige Hügel 
längs der Elbe und auf Amrum; sonst fehlend. Kart- 
liäuser N D. Carthusianörum L. 

— — Pll. kahl; Deckb. krautartig; B. breit lanzettlich. 
!^|-; Bl. 6-8, rot; H. 40-60 cm. Zierpflanze, zuweilen 

verwildert. Bart-N D. harbätus L. 

Kr.b, kurz gezähnt; St. u. B. behaart; Bl. 6-10, purpurrot 
mit dunklerem Ring u. hellen Flecken P[. ; H. 10-45 cm. 
Wiesen, Wegränder, zerstreut. Deltablumige N. 

D, deltoides L. 

Kr.b. fiederspaltig eingeschnitten, lila, am Nagel - 

mit roten Haaren. t\; Bl. 6-9; H. 30-60 cm. Wiesen, 
selten. Oldenburger Bruch, Steckenitz-Thal , Leck. 
Pracht-N D. superbus L. 

Sapoiiaria L. Seifenkraut. (L, X, 2.) 

Kr.b. mit zwei spitzen Zähnen an der_ Platte (Neben- 
krone); K. röhrig, ohne Kanten; B. grün, elliptisch. !2|_: 
Bl. weifs oder rötlich, oft gefüllt, 7-9; H. 45-100 cm'. 
Hecken, Gebüsche, in der Nähe bewohnter Orte, Ge- 
bräuchl. S . . S, officinalis L. 

— — Kr.b. ohne Zähne; K. bauchig, scharf ökantig; 
B. blaugrün, lanzettlich. ; Bl. fleischfarben ; Bl. 6-7 ; 
H. 15-30 cm. Auf Schutt bei Hamburg. (Vaccaria 
se.getalis Gkc.) Kuhnelke S. Yaccäria L. 



24 Silenaceae, 

Cucübaliis Tonrn. Taiibeukropf. (L X, 3.) 

St. ästig, klimmend, wie die eifg. B. kurzhaarig; Bl.. 
einzeln, weifs. i^; Bl. 6-8; H. 0,6-1,3 m. Feuchte 
(iebüsche, früher angeblich am Eibufer. Seedorf, Kreis 
Segeberg, ßeerentragender T C. bäccifer L.. 

Yiscäria Riv. Pechnelke. (L. X, 5.) 

B. kahl, am Rande gewimpert, lanzettlich, untere ver- 
kehrt lanzettlich; Bl. in quirliger Bispe, rot. 91; Bl. 
5-7; H. 30-60 cm. Sonnige flügel, zerstreut. Klebrige P. 

V. vulgaris Röhl, 

Sileiie L. Leimkraut. (L. X, 3.) 

1. Kr.b. am Schlünde ohne Schuppen 2' 

— — Kr.b. mit Schuppen (Xebenkrone) 3 

2. K. aufgeblasen, netzig,-adrig, kahl; B. lanzettlich kahl, 
i\; Bl, weifs, 6-9; H, 33-50 cm. Wiesen, Hügel, meist 
häufig. Aufgeblasenes L S. inflata Sm.. 

— — K. nicht aufgeblasen, glockig; Bl. zweihäusig, 
(juirlig, traubig; Kr.b, ungeteilt, grünlich, Grundb. spa- 
telig, St.b. linealisch. ^; Bl, 6-9 ;H. 20-50 cm. Sonnige 
Hügel, Rom, Sylt, Amrum, Untertrave, Ohrlöflfel-L, 

S. Otites li. 

3. K. JOstreifig 4 

— — K. 30streifig, zottig, oben verengt;., Kr.b. ausge- 
randet, rot, 0; Bl. 6-7 : H, 15-45 cm. Acker, Schutt, 
eingeschleppt und unbeständig. Kegelkelchiges L. 

S. cönica L. 

4 Kr.b. 2sp,, weifs oder rötlich 5 

Kr.b. ungeteilt, nur gezähnelt oder ausgerandet. 7 

5. Kapsel 1 fächerig; St. oberwärts drüsig weichhaarig; 
Trugdolden armblütig; Bl... weifslich oder rötlich. 0; 
Bl. 6-9 ; H, 20-45 cm. Acker um Heiligenhafen, zu- 
weilen auf Schutt, z, B. Hamburg, (Melandryum nocti- 
ßoriim Fr.) Nächtlichblühendes L. . . S. noctiflöra L.. 
-^ — Kapsel Bfächerig, Bl, weifslich 6 

6. Aste der Rispe gegenständig, 3gabelig verzweigt, St. 
zottig, oben drüsig, 9\. ; Bl. 5-7 ; H. 30-60 cm. Sonnige 
Hügel, im Süden stellenweise häufig, in Schleswig selten. 

Nickendes L S. nütans Lt. 

Bl. in gepaarten Trauben ; Pfl. stark behaart, Q; 

Bl. 5-7; H. 15-45 cm. Auf Schutt bei Hamburg, auch 
mit Kleesaat zuweilen eingeschleppt. Zweigabeliges L, 

S. (lichotoma Ehrh. 



Silenaceae. — Alsinaceae. 25 

ßl, wechselständig, in meist gepaarter, klebrig weich- 
haariger Traube ; ßl. rot oder weifs, 6-9; H. 15-45 cm. 
Auf Öchutt u. Ackerland hin und wieder eingeschleppt. 

Französisches L S. gällica L.- 

ßl. in Trugdolden; Pfl. kahl; ßl. hellrot, 5-10; 

H. 15-50 cm. In Gärten und zuweilen verwildert. 
Garten-L S Armeria L. 

Melandryiim Roelil. Lichtiielke, (L. X, 5 ) 

ßl. weifs; Pfl. oberwärts drüsig weichhaarig, zweihäusig. 
0; Bl. 5-10; H. 0,4-1 m. Weg- u. Ackerränder, häufig. 
Weifse L M. album Gke. 

— — ßl. rot; Pfl. zottig, ohne Drüsen, zweihäusig. 2|.; 
ßl. 5-8; H. 0,4-1 m. Feuchte Gebüsche, meist häufig. 
Rote L M. rubrum Gke. 

Coronaria L. Krauzrade. (L. X, 5.) 

Kr.b. zerschlitzt 4sp., rot oder weifs; St. angedrückt 
rauhhaarig, ßl. in Trugdolden. 2\.; ßl. 5-10; H. 15-50 cm. 
Auf Wiesen gemein. Kuckucks-K. C. flo3 cüculi A. Br.. 

— — Kr.b. ungeteilt, rot; Pfl. dicht weifsfilzig, ßl. 
einzeln. 9\.-^ ßl. 7, 8; H. 40-100 cm. Zierpflanze, zu- 
weilen auf Schutt verwildert. Filzige K. C. tomentösa A. Br.. 

Agrostemma L. Rade. (L. X, 5.) 

Pfl. graufilzig; B. lineal,Bl.rot.0; ßl. 6, 7 ; H. 30-100 cm. 
Acker. Gemein. Korn-R A. Githago L. 



14. Fam. Alsinäceae DC. 
Spergnla L. Sperk. (L. X, 5.) 

1. B. unterseits gefurcht; Samen sehr, schmal flügelrandig. 
O; ßl- 6-9, weifs; H. 15-50 cm. Äcker, Sandfelder ge- 
mein. Acker-Sp S. arvensls In 

ß, unterseits ungefurcht; Samen mit breitem Flügel- 
rande. 0; ßl. weifs 2' 

2. .Samenflügel graubraun; Kr.b. sich mit den Rändern 

deckend, ßl. 4-6; H. dO-30 cm. Kieferwälder, Sand- 
felder, besonders im Eibgebiet; nach Norden bis zum 
Wittensee. Frühlings-Sp. . . . . S. vernälis Willd.. 

Samenflügel schneeweifs ; Kr.b. sich nicht deckend. 

ßl. 4, 5 ; H. 4-20 cm. Wie vorige, aber sehr selten. 
Früher am Westensee gefunden. Fünfmänniger Sp. 

S. pentandra L.. 



_26 Alöiuaccae. 

Spergiilaria Presl. Schiippeiiuüere. (L, X, 3.) 

1. B. linealisch, flach, stachelspitzig; Bl. rot. ii. ''• v ". 
Bl. 5-9, St. 4-1.^0 cm. Sandige Orte häufig. Roie Seh. 
(Sj;. camphtris Äschs.) S. rubra Presl. 

— — B, linealisch, fleischig, gewcUbt, nicht stachel- 
spitzig; Bl. blafsrot .2 

2. Samen alle oder his auf wenige ungeflügelt. u. f-;; 
Bl. 6-9; St. 'JÜ-20 cm. Am ' Seestrande nicht selten. 
(Sp. marina Griseh.) Salz-Sch. . . . S. salina Presl. 

— — Samen alle weiCs geflügelt; Pfl. kräftiger, '.\: 
Bl. 6-9; St. 15-30 cm Am Seestrande, meist häufiger 

■als vor. (Sj). media Griseh) ßerandete Seh. 

S. marginata P. M. E. 

Honckenya Eliiii. Salzmiere. (L. X, 3 ) 'l. 

St. gabelspaltig : B. sitzend, eifg., fleischig, spitz ; Kr.b. 
■weifs. Bl. 6, T; St. 15-30 cm lang. Am Strande 
häufig. Dickblätterige S H. peploides Ehrh. 

Alsiue Wahlenb. Miere. (L. X. 3.) 

Pfl. oberwärts drüsig behaart; K.b. schmal, länger als 
die Kapsel. 0; Bl. 5-7, weils; H. 2-10 cm. Sandige 
Acker, sehr selten. Eutin, Lübeck, Mölln. Klebrige M. 

A viscosa Sclireb. 

Sagina L. Mastkraut. (L. IV, 4.) 

1. Bl. 4zählig, K.b. länger als die Kr.b. ...... 2 

— — Bl. özählig; K.b. so lang oder kürzer als die 
Kr.b.; Staubb. 10. P|- . . . . '." 4 

2. St. niederliegend; Bl. stiele nach dem Verblühen hakenfg. 
zurück gekrümmt, zuletzt wieder aufrecht, i^; Bl. 4-10, 
weifs; St. 2-JO cm lang. Acker, feuchte Orte, gemein, 
^^iederliegendes M S. procümbens L. 

— — St. aufrecht; Bl. stiele vor und nach dem Ver- 
blühen aufrecht. )1 

■3. B. fleischig; St. meist einzeln, ungeteilt oder verzweigt; 
Kr.b. meist fehlend. Bl. 6-8; H. 1-5 cm. Strandwiesen, 
zerstreut (S. stricta Fr.) Strand-M. S maritima Don. 

— — B. nicht fleischig; St. meist zahlreich, ästig: 
äufsere K.b. stachelspitzig; Kr.b. sehr klein oder fehlend. 
Bl. 5-7; H. 2-6 cm. Acker, Gräben, sehr zerstreut. 
Angeln, Kiel, Land Oldenburg. Kronenloses M, 

S. apetala L. 
4. Kr.b. doppelt so lang als der K., weifs; Bl stiele nach 
dem Verblühen aufrecht. Bl. 6-8: H. -i-20cm. Feuchte 
Orte, Moore, häufig. Knotisfcs M. S. nodosa Barth. 



Alsinaccae. 27 

— — Kr.b. so lang- als der K., weifs ; Bl.stiele.. nach 
dem Verblühen nickend, ßl. 6-8; H. 2-8 cm. Äcker, 
Sandfelder. Häufig im nördl. Schleswig, nach Süden 
immer seltener, bis Neumünster. Pfriemblätteriges M. 

S. subuläta Torr. u. Gray. 

Möliringia L. Möhriugie. (L. X, 3.) 

. B. gestielt, eifg., spitz, 3-5nervig; K.b. 3nervig, länger 
als Kr.b. u. Kapsel. ©; Bl. 5-7; H. 10-30 cm. Wälder. 
Hecken, häufig. Dreinervige M. M. trinervia Clairv. 

Arenaria Riipp. Saudkraut. (L. X, 3 ) 

St. sehr ästig; ß. eifg., zugespitzt, die unterrn gestielt: 
K.b. länger als die Kr.b. ; 131. 5-10, weifs; H. 5-J5 cm. 
Acker, Hügel, gemein. Gemeines S. Ä. serpyllifolia L. 

Holösteum L. Spurre. (L. III, 3.) 
Bläulichgrün; K.b. etwa halb so lang als die Kr.b.; Bl. 
weifs, in Trugdolden. 0; Bl. 3-5; H. 10-30 cm. Acker, 
selten. Bergedorf, und von da im östlichen Teil bis 
Oldenburg, Doldige Sp. . . . . H. umbellätum L. 

Stelläria L. Yogelmiere. (L. X, 3.) 

1. Untere B. deutlich gestielt; St. stielrund, behaart, Kr.b. 
weifs J 

— — B. sitzend oder doch undeutlich gestielt ; St. kantig. 
kahl, '-l; Kr.b. weifs '.,,". 3 

2. St. oberwärts drüsig zottig; B. herzeifg. ; Kr.b, doppelt 
so lang als der K. :^ ; Bl, 5-7; H. 20-40 cm. Feuchte 
Laubwälder, häuhg. Hain-V. ... St. nemorum L. 

St, einzeilig behaart; B. eifg.; Kr.b, so lang oder 

kürzer als der K. 0; Bl, 1-12; St. 4-30 cm lang, 
Acker, Hecken, überall gemein. Gemeine V. 

St. media Cyrillo. 
o. K. am Grunde abgerundet 4 

— — K. kurz trichterförmig 6 

4. Deckb. krautartig; Kr.b. bis zur Mitte 2spaltig, B, am 
Bande rauh. Bl. 5; H. 15-30 cm. Wälder, Hecken, 
häufig. Grofsblumige V St. Holöstea L. 

— — Deckb. trockenhäutig : Kr.b. tief 2teilig ... 5 

5, St. aufrecht; B. u. Deckb. am Rande ungewimpert. Bl. 
5, 6; H. 40-45 cm. Gräben, feuchte Wiesen, häufig. 

Meergrüne V St. glauca With, 

St, schlaff, aufsteigend; Deckb. am Bande, B, am 

Grunde gewimpert. Bl, 5-7; St, 20-50 cm lang. Wiesen, 
Gebüsche häufig. Grasblätterige V. . St, graminea L, 



2^ Alsinaceae. — Elatinaccae. 

6. Deckb. I.rockenbäutior ; Kr.b. kürzer als der K. ; Bl. 5-10; 
St. 5-iO cm lang. Quellen, Sümpfe häufig-. Sumpf- V. 

St. uliginosa Murr. 

Deckb. krautartig; Kr.b. länger als der K. ; Bl. 

5-7; H. 5-15 cm. Var. a. elodes Rchb. St. aufrecht 
oder aufsteigend, nach oben gabelästig. Tiefe Sümpfe, 
zerstreut. Var. b. brevifolia Rafn St. vom Grunde an 
verzweigt, mit niederlies^enden Zweigen. Am Ostsee- 
strande, namentlich an quelligen Stellen, zerstreut. Dick- 
blätterige V , ... St. crassifolia Ehrh. 

Älalächium Fr. Weichling. (L. X. 5.) p^. 
St. schlaff, oberwärts drüsig behaart; B. herzeifg., 
die unteren gestielt; Kr.b. weifs, zweiteilig, länger als 
der K.; Bl. 5-8; St. 20-80 cm lang. Gräben, feuchte 
Gebüsche, zerstreut, in Nordschleswig sehr selten. 

Wasser-W M. aquäticum Fr. 

Cerästiuni L. Hornkraut. (L. X, 5.) 

J. Kr.b. ungefähr von gleicher Länge mit dem K., weifs. 2 

Kr.b. doppelt so lang als der K., weifs; St. u. ß. 

kurzhaarig ; Deck- u. K.b. breit hautrandig. ?[-; Bl. 5-7; 
H. 10-30 cm. Acker, Grasplätze, nach Norden seltener 
werdend. Acker-H C. arvense L. 

2. Deckb. alle krautig, nebst der ganzen Pfl. rauhhaarig 3 

— — Deckb., wenigstens die obern, nebst den K.b. am 
Rande trockenhäutig, an der Spitze kahl ..... 4 

3. Bh'itenteile 5zählig; Fr.stiele etwa so lang als der K. ; 
© u. 0; Bl. 5-8; H. 10-40 cm. Ufer, Gräben, zerstreut. 
Geknäueltes H C. glomeratum Thuill. 

— — Blütenteile 4zählig: Fr.stiele 2-4mal so lang als 
der K. ; ; Bl. 4-6; H. 4-15 cm ; sehr selten. Dünen von 
List. Viermänniges H C. tetrandrum Curt. 

4. St. sämtlich Bl. tragend, aufrecht, nicht wurzelnd, kurz- 
haarig, oberwärts meist drüsig. ©; Bl. 4-6; H. 3-20 cm. 
Hügel, Wegränder, Mauern, gemein. Fünfmänniges H. 

C. semidecandrum L». 

— — St. an den Knoten wurzelnd, z. T. niederliegend, 
und erst später blühend, kurzhaarig, zuweilen oberwärts 
drüsig. 91'^ Bl. 4-10; St. 10-45 cm lang. Gemeines H. 

C. triviale Lk. 

15. Fam. Elatinäceae Camb. 

Elätine L. Tännel. (L. VIII, 1.) 0. 

J. B. quirlständig, zu 3-4 sitzend; St. aufrecht oder auf- 
steigend. Bl. 7-9, grünweifs; H. 3-30 cm. Schlammige 



Elatinaceae. — Linaceae. — Malvaceae. 29 

Ufer, am und im Wasser. Früher b. Hamburg u. dicht 
jenseit der Grrenze am Mechower See bei Katzeburg. 

Quirliges T E. Alsinästrum L. 

B. gegenständig , gestielt , länglich elliptisch ; 

St. kriechend, an den Knoten wurzelnd. Bl. rotweifs. 2 
B.stiel länger als das B. ; Bl. 4zählig, sitzend. Bl. 6-9; 
St, 3-15 cm lang. AVie vor. sehr zerstreut. Eider, 
Trave, Elbe, Trittau, Segeberg, Zarpen. Pfefierfrüchtiger T. 

E. Hydropiper L. 
— — B.stiel kürzer als das B.; Bl. Mzählig, gestielt. 
ßl. 6-8; St. 3- 10 cm lang. Wie vor. selten. Haders- 
leben, Tondern, Segeberg. Sechsmänniger T, 

E. hexandra DC. 



j6. Fam. Liiiiiceae DC. 
Linnm L. Lein, Flachs. (L. V, 5.) 

B. alle gegenständig ; Bl. weifs, 6-9 ; H. 8-20 cm. Wiesen, 

häufig. Purgir-L L. catJiärticum L. 

B. wechselständig; Bl. blau, 6, 7 ; H. 30-60 cm. 

Gebaut. Flachs L. usitatissimnm L. 

Radiola Dill. Zwerg-Leiu. (L. IV, 4.) 

Pfl. zart, vom Grunde an gabelspaltig ästig. ; Bl. 7-9. 
weifs; H. 2-8 cm. Gemeiner Z. . . R. linoides Gmel. 



17. Fam. Malväceae R. Br. 
Malva L. Malve. (L. XVI, 5.) 

1. St.b. fast bis zum Grunde handfg. geteilt; St. aufrecht. 

5|.; Bl. rosa oder weifs 2 

St.b. höchstens bis zur Mitte geteilt: St. meist 

niederliegend oder aufstrebend 3 

"2. St. von abstehenden, meist einfachen Haaren rauh; B. ab- 
schnitte fiedersp. oder doppelt fiedersp ; F.chen behaart. 
Bl. 7-9 ; H. 0,3-0,8 m. Wegränder zerstreut. Moschus-M. 

M. moschäta L. 

St. von anliegenden Sternhaaren rauh ; B. abschnitte 

gezähnt; F.chen kahl. ßl. 7-9; H. 0,5-1,0 m. Weg- 
ränder, zerstreut, im Süden häufiger. Rosen-M. , 

M. Alcea L. 

3. Kr.b. 3-4mal so lang als der K.; F.stiele aufrecht oder 
abstehend. Q u. ;^; Bl. 6-10; H. 0,3-1,2 m. Wegränder. 
Schutt, häufig. Wilde IM. . . . . . M. silvestris L 



30 Malvaceae. — Tiliaceae. 

— — Kr.b. so lang- oder höchstens 3mal so lang als 
der K., weifslich; F. stiele zurückgebogen 4 

4. F.chen glatt, am Rande abgerundet; Kr.b. 2-3mal länger 
als der K.; 0; Bl. 5-10; St. 10-15 cm. lang. Wege, 
Schutt, gemein. Gemeine IM. . . M. neglecta Wallr. 

F.chen netzfg. runzelig, scharfberandet: Kr.b. nicht 

länger als der K. ; Q; ßl. 5-10; St. 10-45 cm lang. 
Wie vor. aber weit seltener. Rundblätterige M. 

M. rotundifolia K 

Althaea L. Eibisch. (L. XVI, 5.) 

Pli. sammetartig filzig; Bl. in den B.achseln büschelig; 
B. etwas gelappt. 91; Bl. 7-8, rötlich; H. 0,6-1,3 m. 
In Gebüsch u. unter Schilf auf Salzwiesen am Ostsee- 
strande, Gelting, von Hohwacht bis Land Oldenburg. 
Gebräuchlicher Eibisch A. offieinalis L. 

— — Pfl. zerstreut rauhhaarig; Bl. meist einzeln in 
den B.achseln, eine lange Ähre bildend. 0; Bl. 7-9 
weifs, rot, oder schwarzrot; H. 1,6-2,5 m. Zierpflanze. 
Stockrose A. rosea Cav 

Lavatera L. Lavatere. (L. XVI, 5.) 

Pfl. sternhaarig filzig; B. gestielt, rundlich, untere 5- 
obere 31appig; Bl. einzeln, rosa. B; Bl. 7-9; H. 0,6-1,2 m. 
Bei Hamburg auf Schutt eingeschleppt. Thüringische L. 

A. thuringiaca L. 



18. Farn. Tllläceae Jiiss. 
Tilia L. Linde. (L. XIII, 1.) t> 
1. Nebenkr.b. fehlend, Kr.b. radfs". ausgebreitet 



<>. 



Nebenkr.b. vorhanden, Kr.b nicht völlig ausge- 
breitet; B. unterseits weifsfilzig. Bl. 7. Zierbaum in An- 
lagen. Silber-Linde ....... T. argentea Desf. 

B. beiderseits gleichfarbig, weichhaarig; Trugdolden 
hängend. Bl. 6-7. Allgemein angepflanzt, auch zu- 
weilen in Wäldern. Sommer-L. T. i)laty]phyllos Scop. 
— — B. kahl, unterseits blaugrün, in den Achseln rost- 
gelb bärtig; Trugdolden aufrecht. Bl. 7. Wälder, selten, 
besonders im westlichen Schleswig. Seltener als vorige 
angepflanzt. (' Yar. intermedia DC. B. gröfser, unterseits 
grün, weiisbärtig, häufig angepflanzt). AVinter-L. 

T. ulmifolia Scop. 



Hypericaceae. — Aceraceae. 31' 

19. Farn. Hypericäceae DC. 
Hypericum L. Jolianniskraiit. (L. XVIll, 1.) '\. 

1 , St. fadenfg. niedergestreckt, 2kantig; K.b. stumpf, stachel- 
spitzig. Bl. 6-9, hellgelb; St. 5-25 cm. Äcker, Triften, 
nicht selten. Niederliegendes J. . . H. humifüsum L.. 
St. aufrecht ; Bl. gelb • • - 

2. St. kantig; K.b. ganzrandig; B. meist durchscheinend 

punktiert 3- 

St. stielrund ; K.b. drüsig gesägt, oder gefranst . 5 

• >, St. 2kantig; K.b. doppelt so lang als der F.knoten. Bl. 
6-9; H. 0,3-0,7 cm. Triften, Wegränder etc. gemein. 
Durchlöchertes J H. perforatum L. 

— — St. 4 kantig, K.b. so lang als der F.knoten . . 4 

4. St. geflügelt 4kantio- ; K.b. lanzettlich spitz, unterseits 
ohne" Drüsen. Bl. 7, 8; H. .^0-60 cm. Feuchte Orte, 
nicht selten. Vierflügeliges J. . . H. tetrapterum Fr. 

— — St. 4kantig, nicht geflügelt; K.b. oval stumpf, 
unterseits schwarzdrüsig. Bl. 7-8 ; H. 30-60 cm. Wie 
vor., nicht selten. Vierkantiges J. H. qua dran gulura L. 

5. Pfl. kahl ; St.b. sitzend oder st.umfassend 6' 

Pfl. zottig; B. kurz gestielt; Bl. stand pyramidenfg. 

Bl. 7-9; H, 50-100 cm. Gebüsche, Hecken, sehr zer- 
streut u. fast iiur nahe der Ostseeküste. ß,auhhaario:es J. 

L. hirsütum 

6. K.b. spitz; ß. sitzend, eifg; Bl. stand gedrängt, fast kopfig. 
Bl. 6-8; H. 0,3-0,6 m. Wälder, Gebüsche zerstreut, 

Berg-J H. montänum L. 

K.b. stumjDf ; Stb. herzfg. stengelumfassend; Bl.stand 

locker pyramidenfg. Bl. 6-9; H. 0,3-0,6 m. Hochge- 
legene Heiden, Eichengestrüppe, Wälder, nicht selten. 
Schönes J . H, pulchrum L.. 



20. Farn. Accräceae DC. 
Acer L. Ahoru. (L. VIII, 1), t). 

1. Bl. in sitzenden Knäueln, vor den B. erscheinend, rot, 
oder grün u. rot gefleckt ; B, spitzwinkelig 51appig, beim 
Entfalten rot. Bl. 3, 4. Zierbaum; angepflanzt, nament- 
lich um Hamburg. Rauhfrüchtiger A. A. dasycärpum Ehrli,. 
— — Bl. in Doldenrispen oder Trauben, grünlich, mit 
oder nach den B. erscheinend 2' 

2. Bl. in hängenden Trauben; B. spitzwinkelig 51appig, 
unterseits blaugrün. Bl. 5, 6. Häufig angepflanzt, auch 



.32 Aceraceae. — Hippocastanaceae. — Ampelidaceae. 

in Wäldern , aber schwerlich wild. G-emeiner A.. 

A. FseudoplätaniLS L. 

— — Bl. in aufrechten Doldenrispen; B. gleichfarbig 3 
3. B. kahl, stumpfwinklig ölappig, Lappen zugespitzt. 

Bl. 4-5. Angepflanzt, seltener als vor. Spitzblätteriger A. 

A platanoides L. 

— — B. unterseits weichhaarig, spitzwinkelig ölaj^pig, 
LajDpen stumpf. Bl. 5-6. Strauch, selten Baum. In 
Hecken des östlichen Teils, bis Angeln nordwärts, nicht 
selten. Feld-A . A. campestre L. 

Negnndo Mnch. Fiederahorn. (L. XXII, 4.) t). 
Bl. zweihäusig; B. Szählig oder 5zählig gefiedert. Staubb. 
mit sitzenden Beuteln. Zuweilen angepflanzt. Eschen- 
))lätteriger F. (Acer Negundo L.) iV. fraxinifolium A'ntf. 



21. Farn, Hij^j^ocastanaeeae DC. 
Aesculus L. Rofskastanie. (L. VII, 1.) ti. 
H. B. meist Tzähiig; Kr.b. 5, weifs mit roten und gelben 
Flecken. Bl. 5-6. Allgemein angepflanzter Zierbaum, 
Gemeine R,, gewöhnlich blofs Kastanie. A. Hippocdstanum L. 

— — B. meist Szählig; Kr.b. 4, rot oder gelb ... 2 
-2. Kr.b. rot : B. unterseits nebst den Stielen fast kahl. Bl. 

0-6. Zierbaum. Bote R A. Pävia L. 

— — Kr.b. hellgelb; B. unterseits nebst den Stielen 
weichhaarig. Bl. 5, 6; Zierbaum. Gelbe R. A. flava Ait. 



22. Fam. Ampelidaceae H. B. K. 

Ampelopsis Mchx. Wilder Wein. (L. V, 1.) t). 
B. im Herbst schön rot ; Beeren schwarzblau ; rankender 
Strauch, bis 12 m hoch. Bl. 7-9. An Mauern u. Lauben 
häufig angepflanzt. Wilder AVein. A quinquefölia R. u. Seh. 

Vitis L. Weinrebe. (L. V, 1.) t>. 
B. herzfg., 3-51appig; Bl. zwitterig; Beeren dunkelblau 
oder grün. Rankender Strauch bis 12 m hoch. Bl. 6-7. 
An Mauern und Lauben häufig angepflanzt. Edle W. 

V. vinifera L. 
— — B. herzfg., undeutlich Slappig oder eckig; Bl. 
unvollständig zweihäusig; Beeren rot oder grünlich. 
AVie vor., weit seltener angepflanzt. Amerikanische W. 

F. Labrüsca L. 



Geraniaceae. 33 

23. Fam. Oeraiiiäceae DC. 

(Treräniuni L. Storchschnabel. (L. XVI, 3.) 

J. K. aufrecht, kürzer als die ungeteilten roten Kr.b. ; Ptl. 
abstehend drüsig behaart. 0; ß. 3- oder özählig; Bl. 
5-10; H. 30-45 cm. Wälder, Hecken, Schutt, gemein. 
Stinkender St .6. Robertiänum L. 

— — K. ausgebreitet 2 

2. Pfl. -'^; Kr.b. wenigstens doppelt so lang als der K. . 3 

— Pfl. 0; Kr.b. kaum länger als der K 8 

3. Klappen der F.chen querfaltig, behaart; Kr.b. schwarz- 
violett; B. 7sp. Bl. 5-7; H. 15-60 cm. Zierpflanze, hier 
und da ganz verwildert. Dunkler St, . G. phaeum L. 

— — Klappen der F.chen glatt . . 4 

4. Kr.b. nur doppelt so lang als der K., verkehrt herzfg.. 
2sp., lila. B. 5-9sp. Bl. 6-8 ; H. 20-60 cm. An Wegen 
und Zäunen, in der Nähe der Städte oft ganz einge- 
bürgert. Pyrenaeischer St. ... G. pyrenäicum L. 

— — Kr.b. weit länger als der K., ungeteilt oder seicht 
ausgerandet. B. 7sp. oder 7teilig 5 

5. Bl. stände Iblütig, Bl purpurrot; B. 7teilig, Zipfel handfg. 
gespalten. Bl.6-8; H. 15-50 cm. Hochgelegene Wälder, 
Eichengestrüppe, westl. Schleswig, Grelting, Land Olden- 
burg, Neustadt ; auch Zierpflanze und verwildert. Blut- 
roter St G. sanguineum L. 

— - Bl.stände 2blütig 6 

6. St. oberwärts drüsenlos behaart ; Bl. stiele nach dem Ver- 
blühen abwärts gebogen. B. 7sp. Bl. 6-9, rotviolett; 
H. 0,3-1 m. Feuchte Wiesen u. Gebüsche, zerstreut. 
Sumpf-St G. palustre L. 

— — St. oberwärts nebst den Bl. stielen drüsig l)ehaart 7 

7. Bl. blau, Bl. stiele nach dem Verblühen abwärts gebogen ; 
B. 7teilig mit fast fiedersp. Zipfeln. Bl. 6-8; H. 45-60 cm. 
AViesen, Grebüsche, im östl. Holstein sehr zerstreut, selten 
in Schleswig; vielleicht nur verwildert. Wiesen-St. 

G. pratense L. 

— — Bl. violett, Bl. -stiele stets aufrecht. B. 7sp ; Bl. 
G-7; H. 30-60 cm. Waldränder, sehr selten; nur an 
der Grenze nördl. Hadersleben. Wald-St. Q. silväticum L. 

S. F. -klappen glatt, meist behaart; Kr.b. verkehrt herzfg., 
bärtig 9 

— — F.klappen querrunzelig; Kr.b. verkehrt herzfg., 
gewimpert oder kahl 11 

9. K.b. kurz begrannt; Klappen behaart; St. weichhaarig; 
B. nierenfg., 5-91appig. Bl. 5-10, lila; St. 10-30 cm lang. 
Wege, Zäune, gemein. Kleiner St. . . G. pusillum L. 

Prahl. Flora von Schleswig-Holstein. 3 



'34 Geraniaceae. — Balsaminaceae. -- Oxalidaceae. 

— — Kb. lang begrannt; Zipfel der oberen B. lincal- 
lanzettlich 10 

10. Klappen u. Schnäbel abstehend drüsenhaarig ; F.stielchen 
so lang als der K.; Bl. 5-10, purpurn; St. 15-30 cm. 
Lehmäcker, im Osten meist nicht selten. Schlitzblätte- 
riger St G. dissectum. L. 

— — Klappen kahl; Schnäbel kurz drüsenlos behaart; 
F.stielchen mehrmals länger als der K. Bl. 6-9, hell- 
purpurn; St. 15-60 cm, Wegränder, Gebüsche, im Osten 
zerstreut, stellenweise häufig. Tauben-St. 

G. columbinum L. 

11. Klappen kahl; Schnäbel kurzhaarig; Kr.b. über dem 
Nagel gewimpert, rosa, K.b. sehr kurz begrannt. Bl. 
5-10; St. 15-30 cm. AVegränder, Zäune, nicht selten. 
Weicher St G. molle L. 

— — Klappen und Schnäbel kurzhaarig ; Kr.b. kahl , 
rosa; K.b. mäfsig lang begrannt. Bl. 6-8; St. 30-60 cm. 
Auf Schutt bei Hamburg, eingeschleppt. Gespreizter St. 

G. divaricdtum Ehrh. 
Erodium L'Heiit. Reiherschnabel. (L. XVI, 2.) 
St. niederliegend; B. gefiedert, B.chen „fiedersp. ; Bl. 
l^urpurn, 4-10; St. 5-50 cm. 0; Wege, Acker, Schutt, 
gemein. Gemeiner R E. cicutarium L'Herit. 



24. Farn. Balsamiiiäceae ßich. 
Impätieus Riv. Springkraut. (L. V. 1.) . 

1. Trauben mehrblütig, gestielt; Bl. gelb, Kapsel kahl . 2 

— — Bl. einzeln oder in ungestielten Doldentrauben; 
Bl. weil's; rot oder bunt; Kapsel behaart; Zierpflanze aus 
Ostindien. Bl. 7-8; H. 30-60 cm. Balsamine. 

I. Balsam ina L. 

2. Bl. aufrecht; Sporn gerade; St. unbereift; B. gesägt. 
Bl. 6-10; H. 0,3-0,6 m. Hamburg, aus dem botanischen 
Garten verwildert. Kleinblumiges Sp. I. parviflöra DC. 

— -- Bl. hängend, weit gröfser als bei vor.; Sporn ge- 
krümmt; St. bereift ;B. grob gezähnt. Bl.6-9; H. 0,3-0,6 m. 
Feuchte Laubwälder, nicht selten. Gemeines Sp. „Rühr 
mich nicht an." I. noli tängere L. 

25. Fam. Oxalidaceae DC. 

Oxalis L. Sauerklee. (L. XVI, 3.) 

1. B. alle grundständig; St. einblütig; Bl. weifs, purpurn 
geädert, selten lila. l\; Bl. 4, 5; H. 5-10 cm. Laub- 
wälder häufig. Gemeiner S O. Acetosella L. 



Tropaeolacoae. — Rutaceae. — Xanthoxylaceae. — Terebinthaceae. 35 

St. beblättert, l-5blütiff. Bl. gelb 2 

2. St. aufrecht oder aufsteigend ; B. stiele ohne Nebenb. ; 
Bl.stiele nach dem Verblühen aufrecht. ;^; Bl. 6-10; 
H. 10-30 cm. Unkraut in Gärten etc., zerstreut. Steifer S. 

O. stricta L. 

St. niedergestreckt; B.stiele mit 2 kleinen Nebeiib. ; 

Bl.-stiele nach dem Verblühen abwärts gebogen. 0; 
Bl. 6-10; St. 10-30 cm lang. Unkraut in (rärten, sel- 
tener als vor. Grehörnter S 0. corniculafa L. 



26. Farn. Tropaeoldceae L. 

Tropaeolum L. Kapuzinerkresse. (L. VIII, 1.) 

St. klimmend; B. fast kreisrund, schildfg. ; K. gespornt; 

Kr.b. orange, feuerrot gestreift. 0; Bl. 6-10; St. 1-2 m 

lang. Zierpflanze. Spanische Kresse, ,.Nasturtinm'\ 

T. majns L. 

27. Fam. JRutdceae Jiiss. 
Dictämnus L. Diptam. (L, X, 1.) 
B. unpaarig gefiedert; Bl. in Trauben, hellrosa mit 
•dunkleren Adern, drüsig. -1-; Bl. 5-7; H. 0,6-1,2 m. Zier- 
pflanze. Weifser D D. albus L. 



28. Fam. Xantlioxyldceae Adr. Juss. 
Ptäea L. Klee -Ulme. (L. IV, 1.) t). 
Bl. unvollständig zweihäusig , grünlichweif s. B.chen 
sitzend. Bl. 6-7; H. 1,5-3 m. Zierstrauch. Drei- 
blätterige K P. trifolidta L. 

Ailäntus Des/. Götterbaiim. (L. III, 3.) t). 
Bl. zweihäusig-vielehig , in Rispen, gelblichweifs ; B. 
gefiedert, B.chen gestielt. Bl. 6-7; H. 6-10 ra. Zier- 
strauch. Chinesischer G A. glandulösa Des/. 



1>. Calyciflorae, Kr.b. u. Staubb. dem K. oder einer dem 
K. gründe angewachsenen Scheibe eingefügt. 

29. Fam. Terebinthaceae JJC. 

Rhus Tourn. Sumach. (L V, 3.) tj. 

1. B. ungeteilt, oval, ganzrandig; Rispe weitschweifig; 

Bl.stiele nach der Bl. dicht abstehend behaart; Bl. 

zwitterig, grünlich. Bl. 6, 7; H. 2-3 m. Zierstrauch. 

Perrückenbaum R. Cotinus L. 

3* 



36 Terebinthaceae. — Celastraceae. — Rhamnaceae. — Papilionaceae. 

— — B. zusammeng:esetzt; Bl. zweihäusig oder vielehig. 

orrünlich oder gelblich 2 

2. B. unpaarig gefiedert; Rispe endständig, dicht gedrängt, 
kolbenfg. ; F. rot, dickzottig. Bl. 6, 7 ; H. 3-6 m. Zier- 
strauch. Essigbaum R. typhina L^ 

B. Hzählig ; Rispen achselständig, wenig verzweigt. 

Bl. 5, 6; H. 0,6-3 m. Zierstrauch, seltener als vorige 
angepflanzt. Gift-S R Toxicodemlron Zu 



30. Fam. Celasträceae R. Br. 

Stajihylea L. Pimpermifs. (L, V, 3.) t). 
Bl. weifslich, in hängenden Trauben; ß. 5-7zählig, ge- 
fiedert; Kapsel 2-3fächerig, häutig aufgeblasen. B). 5, 6; 
H. 2.5-5 in. Zierstrauch. Fiederblätterige P. 

S. pinnäta L.. 

Evönymus Tourii. Spimlelbaiim. (L. V, 1.) t). 

Aste 4kantig, grün; Bl. grün. Kapseln rosa, Samen- 
mantel orange. Bl. 5, 6; H. J-3m Hecken, Grebüsche, 
häufig im Osten. Pfaffenhütchen. . . E. europaea Lv 



31. Fam. Rliamiiäceae Juss. 

Kbamnus Toiiru. Kreuzdorn. (L. V, 1.) t). 

Zweige in Dornen endend, wie die B. gegenständig; 
B. eifg., kerbig gesägt; Bl. meist 4zählig, grün. Bl. 
5, 6; H. 1-3 m. Hecken, Gebüsche, zerstreut. Gemeiner K. 

R. cathärtica L. 
— — Zweige dornenlos, wie die B. wechselständig ; B. 
elliptisch, meist völlig ganzrandig; Bl. özählig, weifslich. 
Bl. 5-8; H. 1-3 m. Hecken, Wälder, Eichengestrüppe, 
häufig. Faulbaum. {Frangida Alnns Mnch.) 

R. Frangula L. 

32. Fam. Papilionäceae L. (L. XVII, 4.)*) 

Ulex L. Gaspeldorn. B. 

Sehr dorniger Strauch; B. pfriemlich lineal, stechend; 
Bl. gelb. Bl. 5, 6; H. 0,5-1,5 m. Auf Sandboden zer- 
streut, auf Dünen angepflanzt. Gemeiner G. 

U. europaeus L. 



*) Von Xo. 1 bis Xo. 7 eigentlich XVf, 3, ebenso Amorph». 



Papiliouaceae. 37 

Snrotliäuinus Wimiii. Pfrieiiieiiginster. B. 

Aufrechter Strauch mit langen rutenfg. Asten; Bl. 
grofs, gelb, einzeln in denB.winkeln. Bl. 5, 6; H. 0,5-1, 3m. 
Waldränder, hochgelegene Heiden, häufig. Gemeiner P. 

S. scoparius Koch. 
Grenista L. Ginster, t). 

i. St. dornenlos, Bl. gelb 2 

dornig, Bl. gelb, in Trauben 3 

2. B. unterseits nebst K., Kr.b. u. Hülse behaart; Bl. seiten- 
ständig; St. niederliegend. Bl. 5, 6; St. 10-40 cm lang. 
Trockene Heiden, Hügel, nicht selten. Behaarter Gr. 

G. pilosa L. 

— — B. gewimpert; K., Kr.b. u. Hülse kahl; Bl. in 
Trauben ; St. aufsteigend oder aufrecht. Bl. 5-8 ; H. 
0O-6O cm. Hügel, trockene Wälder u. Heiden, meist 
häufig. Färber-Gr. G. tinctoria L. 

■3. B. grasgrün, nebst Asten, Bl. stielen, K. u. Hülsen rauh- 
haarig; Tragb. pfriemenfg. ; Bl. 5, 6; H.- 0,3-0,6 m. 
Trockene Heiden u. Wälder, Eichengestrüppe, sehr zer- 
streut. Deutschet" Gr. . ,. G. germanica L. 

— — B. blaugrün, nebst Asten etc. kahl; Tragb. oval. 
Heiden, gemein. Englischer Ct G. anglica L. 

Cytisiis L. Geisklee t). 
Bl. in hängenden, achselständigen Trauben; Hülse 
«eidenhaarig. Bl. goldgelb 5, 6; H. 3-6 m. Häufiger 
^ierbaum. Giftig. Goldregen .... „C. Labürmmi L. 
Bl. in kopffg. Dolden gelb; B. u. Astchen rauh- 
haarig. Bl. 6-8; H. 0,6-1,2 m. Zierstrauch, zuweilen 
verwildert Kopf blutiger G C. cajntdtus Jacq. 

Lupinus L. Lupine. 0. 
Bl. gelb, fast sitzend ; B.chen verkehrt eifg. bis lanzett- 
lich. Bl. 6-9; H. 30-60 cm. Selten als Zierpflanze, 
häufig auf Sandboden, als Futter u. zur Gründüngung 

gebaut, Gelbe L L. hiteus L. 

Bl. blau, kurz gestielt; B.chen linealisch. Bl. 6-9; 

H. 30-60 cm. Zierpflanze; nicht selten einzeln unter 
der vor. Art Blaue L. . . . . . L. angustifölius L. 

Onönis L. Hauhechel. B. 

Hülse so lang oder länger als der K, ; St. ein- oder 
zweireihig behaart, aufrecht oder aufsteigend; Dornen 
meist zu 2. Bl. rosa, selten weifs, 6-9; H. 30-60 cm. 
Triften, Wegränder, fast nur in Strandgegenden u. längs 
der Elbe u. Eider. Dornige H. . . . O. spinosa L. 



38 Papilionaceae. 

— — Hülse kürzer als der K.: St. ringsum behaart, 
liegend, ausgebreitet, dornig oder dornenlos. (Letztere 
Form: 0. mitis Gmel. seltener.) Triften. Wegränder, 
meist gemein. Kriechende H O. repeas L.. 

Aiithyllis L. Wnndklee. 21^. 

St. aufsteigend, oberwärts filzig; Bl. köpfe von einem 
fingerig geteilten Deckb. gestützt. Bl. 5-7; H. 0,2-0,4 m. 
Wiesen, Wegränder, zuweilen unter Klee, zerstreut; var. 
maritima Schveigg. mit höherem, dünnerem, stark 
seidenhaarigem St. u. schmäleren ß.chen auf Dünen der 
Nordseeküste. Gemeiner W. . . . A. Vulneraria L^ 

Medicägo L. Schueckenklee. 

1. Trauben vielblütig, Hülsen stachellos 2 

— — Trauben höchstens Sblütig, Hülsen stachelig, Bl. 
gelb,0 4 

2. Trauben zur ßl.zeit dicht kopfig gedrungen; Hülsen 
nierenfg; St. aufsteigend oder niederliegend. Bl. gelb. 
5-9 ; St. 15-60 cm. . Wiesen, Hügel gemein. Hopfen-Sch. 

M. lupulina L. 

— — Trauben verlängert, oder doch nicht dicht ge- 
drängt, Bl. gröfser 2\. 3- 

3. Bl. violett; Hülse mit 2-3 spiraligen Windungen; St. auf- 
recht. An Wegen, Böschungen, Schutt, zuweilen zahl- 
reichverwildert; selten als Futterpflanze gebaut. Luzerne. 

M. sativa L^ 
Bl. gelb; Trauben kürzer: Hülse sichelfg. ; St. auf- 
steigend. Bl. 6-8; St. 15-50 cm. Weg- u, Ackerränder, 
selten. Von Heiligenhafen bis zur Broek; bei Hamburg, 
Lübeck, Kiel, Flensburg eingeschleppt. Sichelför- 
miger Seh M. falcata L. 

Bl. erst gelb, dann grünlich, dann violett; Hülse 

mit V?"2 Windungen, sonst wie M. sativa L. Weg- 
ränder etc. Bei Hamburg eingeschleppt. Mittlerer Seh. 

M. media Fers. 
4.. Windungen der Hülse 3-4 mm im Durchmesser; Samen 
nicht durch Scheidewände getrennt; Pfl. ..dicht zottig; 
Trauben l-8blütig. Bl. 5-7; St. 5-45 cm. Äcker selten. 
Zw. Niendorf u. Scharbeuz, Gremsmühlen; zuweilen mit 
Wolle eingeschleppt. Kleinster Seh. M. minima Lmk. 

— — AVindungen der Hülse 5-10 mm im Durchmesser; 
Samen durch Scheidewände getrennt 5 

5. Nebenb. fiederspaltig, Pfl. kahl. Bl. 5-8, St. J5-100 cm. 
Eingeschleppt bei Hamburg u. Neumünster. (M. clenti- 
cnldta u. ajy'iculdta Willd.') Gezähnter Seh. M. hispida Gärtn, 



Papilionaceae. 39 

-- — Nebenb. gezähnt; B.chen ob?rseits kahl, purpurn 
gefleckt. Bl. 5, 6, St. 2-5 cm lang. Auf Schutt bei 
Hamburg eingeschleppt. Arabischer Seh. M. ardhica All. 

Trigonella L. Bockshorn. 
Traube gestielt; Bl.stiel länger als das B.; B.chen ver- 
kehrt eifg., gezähnelt. St. aufrecht. 0; ßl. 7, gelb. 
Auf Schutt b. Hamburg, eingeschleppt. Gehörnter H. 

T. corniciildta L. 
Melilötus Tonrii. Steinklee. 
j . Trauben kopfg. ; Bl. aufrecht, blau. ; Bl. 6, 7 , H. 30-60 cm. 
Auf Schutt bei Hamburg eingeschleppt. Blauer St. 

M. coerüleus Desr. 

— — Trauben verlängert, aufrecht; Bl. hängend, gelb 
oder weifs 2 

2. Bl. weifs, Flügel kürzer als die Fahne. 3 5 ^^- 6'9 ; 
H. 0,3-1,5 m. Wegränder, Ufer, Böschungen, zerstreut 
aber gesellig. Ursprünglich eingeschleppt. Weifser St. 

M. albus Desr. 
Bl. gelb 3 

3. Nebenb. aus breitem gezähntem Grunde pfriemlich . . 4 

Nebenb. aus wenig verbreitertem, nicht gezähntem 

Grunde pfriemlich oder borstenfg 5 

4. Flügel länger als das Schiffchen; Hülse eifg., spitz. Q; 
Bl. 6-9; H. 15-60 cm. Am Strande, selten. Heiligen- 
hafen, Fehmarn, Dithmarschen. Gezähnter St. 

M. dentätus Pers. 

— — Flügel so lang als das Schiffchen ; Hülse fast 
kugelig, sehr stumpf. ; Bl. 5, 6. Auf Schutt b. Ham- 
burg eingebürgert. Kleinblumiger St. M. j^ft't'vißorus Des/. 

5. St. aufrecht ; Flügel, Schiffchen und Fahne gleich lang. 
Hülsen 2samig, spitz, behaart. Q; Bl. 6-9; H. 0,5-1,3 m. 
Am Strande der Ostsee häufig, sonst zerstreut. Grofs- 
wurzeliger St. (M. altissimus Thuill. M. officinalis 
Willd.) M. macrorrhizus Pers. 

— — St. aufsteigend; Flügel so lang als die Fahne, 
länger als das Schiffchen ; Hülse 1 sämig, stumpf, kahl. 
0; Bl. 6-10; St. 0,3-1 m. Wegränder, Schutt, selten 
u. wohl eingeschleppt. Hamburg, Kiel, Lübeck. Ge- 
bräuchlicher St M. officinalis Desr. 

Trifolium Touru. Klee, Klever. 

1. Einzelbl. sitzend, in rundlichen oder länglichen Köpfchen 2 

— — Einzelbl., wenn auch zuweilen nur sehr kurz, ge- 
stielt; K. Schlund kahl 7 

2. K.röhre aufsen weichhaarig oder zottig 3 



40 Papilionaceae. 

— — K. röhre aufsen kahl, lOnervig; St. aufsteigend: 
Köpfchen ohne ß.hülle; ßl. rot, 6-8; H. 0,3-0,6 m. 
Hügel. Gebüsche, meist häufig. Mittlerer K. T. medium L. 

3. K. lOnervig 4 

— — K. 20nervig, zottig; Köpfe meist zu 2 von Laubb. 
umhüllt: Bl. purpurrot. 2\--, 6-8; H. 15-45 cm. Trockene 
Gebüsche, selten. Trave unterhalb Lübeck, im Lauen- 
burgischen. Alpen-K T. alpestre L. 

4. Köpfchen am Grunde von B. umhüllt 5 

— — Köpfchen nicht von B. umhüllt, eifg., zuletzt cy- 
lindrisch . 6 

— — Köpfchen am Grunde von B. umhüllt oder nackt . 
Hierher gehören: T. diffusum Ehrh. St. zottig abstehend 
behaart, aufsteigend oder aufrecht: Bl. rosarot, wenig 
länger als der K. ; u. T. siqnnum Savi. St. nieder- 
liegend, spärlich behaart; Bl. rosarot, doppelt so lang 
als der K., dessen Zipfel zuletzt sternartig abstehen. 
Beide auf Schutt bei Hamburg eingeschleppt. 

5. Nebenb. 3eckig, lang begrannt; Köpfe kugelig, meist 
zu 2; K.röhre behaart: Bl. rot, seltener weifs. :^; Bl. 6-9; 
H. 15-45 cm. Wiesen, Gebüsche häufig, auch überall 
gebaut. Wiesen-K T. pratense L. 

— — Nebenb. aus eifg. Grunde pfriemenfg. ; Köpfe 
kugelig, zuletzt länglich ; K.röhre zottig, in der F. auf- 
geblasen: Bl. rosa.0; Bl. 6, 7; St. 10-30 cm. Hügel, 
Wegränder, Schutt, zerstreut. Gestreifter K. T. striatum L. 

6. K.zähne länger als die weifsliche Kr.; B.chen lineal- 
länglich. Bl. 7-10: H. 10-30 cm. Sandfelder, Äcker, 

gemein. Acker-K T. arvense L. 

K.zähne kürzer als die Kr.; B.chen verkehrt eifg. ; 

Pfl. weichzottig. Bl. 6-8, purpurrot; H. 15-30 cm. 
Selten gebaut u. verwildert. Incarnat-K. T. mcarnätum L. 

Hierher noch; T. purpureum LoisL, B.chen lineal- 
lanzettlich; Pfl. abstehend behaart; K.zähne 3mal kürzer 
als die Kr. Auf Schutt bei Hamburg eingeschleppt. 

7. Bl. sehr kurz gestielt; Köpfe achselständig, behüllt, in 
der F. kugelig. F.kelch blasig aufgetrieben .... 8 
~ — Bl. länger gestielt, in unbehüllten kopffg. Dolden 9 

8. St. kriechend; Hülle vielteilig, so lang als die Kelche; Bl. 
mit der Fahne nach oben, rosa. 2\., Strandwiesen häufig, 
auch Eibufer, sonst selten. Erdbeer-K. T. fragiferum L. 
St. liegend oder aufsteigend; Hülle 10-I2lappig, 

so lang als die Bl.stiele ; Bl. mit dem Schiffchen nach 
oben, rosa. 0; Bl. 6-9; St. 15-30 cm. Auf Schutt 
bei Hamburg eingeschleppt. Verkehrtblumiger K. 

T. resupinätum L. 



Papilionaceae. 41 

9. Kr. weifs oder rötlich ; obere K.zähne so lang oder län- 
ger als die untern 2\. 10 

— — Kr. gelb, später bräunlich ; obere K.zähne kürzer 
als die untern 13 

10. Bl.stiele 2-3 mal kürzer als die K.röhre; St. aufrecht; 
B.chen eliptisch. 12}.; Bl. 5-8, weiCs ; H. 15-60 cm. Hügel, 
Gebüsche, sehr selten. Land Oldenburg. Berg-K. 

T. montänum L, 

— — Innere Bl.stiele wenigstens so lang als die K.röhre 11 

11. St. wurzelnd, kriechend; innere Bl.stiele so lang als der 
K.; Bl. weifs, 5-10; St. 8-30 cm. Wiesen, Wegränder, 
gemein. Kriechender K T. repens L. 

— — St. nicht wurzelnd, innere Bl.stiele 2-3 mal so 
lang als die K.röhre. Bl. weifslich-rosa 12 

12. St. aufsteigend, hohl, kahl; B.chen beiderseits mit 20 
Adern. Bl. 5-9; H. 30-45 cm. Wiesen, nicht selten. 
Bastard-K T. hybridum L. 

— — St. niederliegend, nicht hohl, oben etwas behaart; 
B.chen beiderseits mit 40 Adern. Wiesen, Grasplätze, 
sehr selten und zweifelhaft. Zierlicher K. T. elegans Savi. 

13. Fahne fast glatt, zusammengefaltet. Flügel gerade vor- 
gestreckt ; Köpfe sehr lockerblütig, klein. ; Bl. G-9 ; 
St. 6-30 cm lang. Wiesen, Grasplätze, gemein. Faden- 
förmiger K. (T. filiforme aut.) . . . . T. minus Sm. 

— — Fahne gefurcht, vom Grunde an gewölbt oder 
vorn löffelartig spreizend 14 

14. Obere B. gegenständig; Bl. anfangs goldgelb, bald 
dunkel kastanienbraun werdend, in gedrungenen fast 
walzenfg. Köpfen.; Fahne vom Grunde an gewölbt. 0; 
Bl. 7, 8. ; H. 25-40 cm. Torfwiesen selten. Kiel, Ham- 
burg. Brauner-K . . T. spadiceum L. 

— — B. sämtlich wechselständig; Fahne löftelartig 
spreizend 15 

15. Alle B.chen sehr kurz gestielt, fast sitzend; Nebenb. 
länglich lanzettlich. 0; Bl. 6-8; H. J5-45 cm. Weg- 
ränder, Wiesen, zerstreut. Gold-K. . T. aüreum Poll. 

— — Das mittlere B.chen länger gestielt ; Nebenb. eifg. ; 
0; Bl. 6-9; St. 10-30 cm. Wiesen, Wegränder, nicht 
selten. Niederliegender K. . . . T. procümbens aut. 

Lotos L, Hornklee. %. 

St. nicht hohl ; Köpfe meist 5blütig ; K.zähne vor dem 
Aufblühen zusammenneigend. Bl. 5-10; St. 10-30 cm. 
Wiesen, Hügel häufig; Var. tenuifolius L.: B.chen lineal, 
fleischig, blaugrün. Strandwiesen, zerstreut. Gemeiner H. 

L. corniculätus L. 



^2 Papiliouaceae. 

— — St. hohl; Köpfe 10- u, mehrblütl^ ; K. zahne vor 
dem Aufblühen zurückgekrümmt, ßl. 6-b; H. 25-45 cm. 
Feuchte Wiesen u. Gebüsche, häufig-. Sumpf-H. 

L. uliginosus Schk.. 

Ämorpha L. Unform. '^. 
B. durchscheinend punktiert; unterer K.zahn spitz, die 
andern stumpf, ßl. 6, purpurviolett; H. 0,6-3 m, Zier- 
strauch. Gemeine U A. frutieosa L. 

Colütea L. Blasenschote., t) 
ß. unpaarig gefiedert ; Traube 2-6 blutig, ßl. gelb. Hülsen 
blasig, ßl. 6, 7; H. 1,5-4 m. Zierstrauch. Gemeine ß., 
Knallschote C. arborescens L. 

Robtnia L. Rohmie, Akazie. T). 
Trauben u. Hülsen kahl; ßl. weifs; ß. unpaarig ge- 
fiedert, ßl. 5, 6; H. bis 25 m. Häufiger Zierbaum. 

Gemeine R B. Pseudacäcia L, 

— — Trauben u. Hülsen dicht behaart; ßl. rosa; B. 
wie vor.; ßl. 5-6; H. 1-3 m. Zierstrauch. Rote Akazie. 

B. hisjnda L. 

Caragdna Royen. Strauchakazie. T). 
ßl. einzeln, hochgelb. ßl. 5, 6; H. bis 3 m. Zier- 
strauch. Kleine St . C. frutescens DC. 

ßl. in Dolden, goldgelb, ßl. 5; H. bis 7 m. 

Zierstrauch. Grofse St C. arborescens Lmk. 

Asträgalus L. Tragaiitli. 

St. niederliegend; ß. unpaarig gefiedert, ß.chen eifg; 
ßl. in Trauben, grüngelb. 0^; ßl. 6-9; St. 0,6-1,3 m lang. 
"Wälder, Hügel, Gebüsche, nicht selten. Süfsblätte- 
riger T A. glycyphyllos Ij. 

Coronilla L. Kronwicke. 
St. niederliegend oder aufsteigend ; ß. unpaarig gefiedert, 
meist 21 ß.chen. Dolde 12-20blütig. %\ ßl. 6-0, weifs, 
Fahne rosa; St. 0,3-1,3 m lang. "Wegränder, Hügel, 
eingeschleppt. Hamburg, Plön, ßunte K. . C. väria L, 

C. scorpioides, Koch, ß. 3zählig, das unpaareEnd- 
b.chen sehr grofs ; Dolde 3-4bl. 0; ßl. gelb. Auf Schutt 
b. Hamburg eingeschleppt. 

Ornithopiis L. Vogelfufs» 0. 

St. niederliegend; ß. gefiedert, ß.chen 15-25; K. zahne 
eifg., 3 mal kürzer als die Röhre ; Flügel weiCs, Schiffchen 



Papillonaceae. 43^ 

gelblich. P'ahnc purpurn geädert. Bl. 5-7; St. 5-30 cm. 
Sandfelder häufig. Kleiner V. . . . O. perpusillus L.. 

— — St. aufsteigend ; K. zahne pfriemlich, fast so lang 
als die Röhre: Bl. rosa. Bl. 6-8; H. 20-60 cm. Ge- 
baut und verwildert. Serradella . . sativus BroterOi^ 

Onohrychis Tonrn. Esparsette. 
St. aufsteigend oder aufrecht ; B. unpaarig gefiedert ; Bl. 
rosa. :^; Bl. 5, 6; H. 30-70 cm. Als Futterkraut 
selten gebaut u. zuweilen verwildert. Saat-E. 

0. viciaefolia Scop<.. 

Cicer Tourn. Kichererbse. 
Abstehend drüsenhaarig; B.chen 13-17; Bl. purpurn. 
0; Bl. 6, 7. Auf Schutt b. Hamburg. C. arietmum L» 

Ticia L. Wicke. 

i. B. mit einfacher Stachelspitze endend 2' 

— — B. mit meist geteilter Wickelranke endend . . 3 

2. Traube reichblütig; B, vielpaarig, Nebenb. halbpfeilfg; 
Bl. weifs mit violetten Adern. .%;" Bl. 6, 7 ; H. 30-70 cm. 
Eichengestrüppe, Heiden sehr selten, Teuring u. Kolsnap 

in Nordschleswig. Heide-W V. örobus DQ. 

Trauben 2-4 blutig; B, 2-3paarig; Bl. grofs, weifs 

mit schwarzem Eleck. 0; Bl. 5-7 ; H. 0,5-1,2 m. Ge- 
baut u. zuweilen verwildert. Saubohne . . V. Faba L^ 

— — Bl. einzeln in den B.achseln, klein, purpurrot; 
B. 2-3paarig; St. meist niederliegend, 10-40 cm lang; 
Bl. 5, 6. Trockene Hügel, Grasplätze auf sandigem 
Boden, zerstreut. Platterbsenartige W. V. lathyroides L^ 

3. Trauben- oder Bl, stiele lang, meist von der Länge des 
ganzen B 4 

— — Bl. in kurzgestielten Trauben oder zu 1-2 in den 

B. winkeln . 11 

4. Bl. klein, bläulichweifs, Trauben l-8blütig; ... 5* 

— - Bl. gröfser, in vielblütigen Trauben 7 

5. Nebenb. halbpfeilfg 6 

Nebenb. ungleich, das eine linealisch, sitzend, unge- 
teilt, das andere fufsfg. gespalten ; Bl. einzeln. B. 5-7paarig. 
Bl. 6-8; St. 30-60 cm. Unter Mengfutter gebaut und 
zuweilen verwildert. Einblütige W. V. monänthos Koch.. 

6. B. 6-lOpaarig; Traube 3-6blütig; K.zähne so lang als 
die Röhre; Hülse kurzhaarig, meist 2samig. Bl. 5-8; 
St. 30-60 cm, Acker, Hügel, Gebüsche gemein. Be- 
haarte "W V. hirsüta Koch. 

B. 3-8iJaarig; Traube l-3blütig; K.zähne kürzer als 



-44 Papilionaceae. 

die Röhre; Hülse kahl, meist 4samig. Bl.5-7; St.2U-60cm. 
Grebüsche, Waldränder, im östlichen Teil zerstreut, im 
nördl, Schlesw. selten. Viersamige W. 

V. tetrasperma Mnch. 

7. Pfl. völlig kahl; Nebenb. fufsfg. ges}3alten; Bl. 6-lOpaarig, 
Bl. 6, 7, weifslila; St. j-2 m. In Gebüschen rankend. 
In den AValdgegenden des Ostens zerstreut. Wald-W. 

V. silvatica L. 

Pfl. kurzhaarig oder zottig, oder doch die Linter- 

seite der B. behaart: Nebenb. halbpfeilfg. oder halb- 
spiefsfg. ganzrandig . . • 8 

8. B.chen eifg. bis länglich; Nebenb. halbpfeilfg; Hülse 
kurz; Pfl. kurzhaarig. Bl. 6, 7, purpurviolett; H. 30-60 cm. 
Hügel, Wälder, häufig am Eibufer unterhalb Lauen- 
burg, Untertrave, Kreis Steinburg, Missunde (?), sonst 
fehlend. Kassubische W V. cassübica L. 

— — B.chen lineallänglich oder lanzettlich, Nebenb. 
halbspiefsfg., Hülse länglich 9 

9. Pfl. zottig; Platte der Fahne halb so lang als ihr Nagel. 
0; Bl. 6-8, blau violett; St. 0,3-1,5 m. Unter Getreide 
im südlichsten Teil selten u, unbeständig, b. Hamburg 
auf Schutt. Zottige W V. villosa Rth. 

— ■ — Pfl. angedrückt weichhaarig, oder St. fast kahl; 
Platte der Fahne so lang oder länger als ihr Nagel . 10 

iO. St. weichhaarig.; Platte der Fahne so lang als ihr Nagel; 
Trauben ziemlich dicht. '4.; Bl. 6-8, blauviolett; 
St. 0,3-1,3 m. Wiesen, Gebüsche häufig. Vogel- W. 

V. Cracca L. 

— — St. fast kahl; B. unterseits behaart; Platte der 
Fahne doppelt so lang als ihr Nagel; Traube locker. 
'J\.; Bl. 6, 7, hellblau; St. 0,5-1,5 m lang. Gebüsche, 
Hecken, sehr selten u. wohl nur in Land Oldenburg. 
Feinblätterige W V. tenuifölia Rth. 

11. Bl. in kurzgestielten ■J-5blütigen Trauben ; Bl. schmutzig 
lila; K. zahne ungleich, die oberen kürzer als die K.röhre. 
^l; Bl. 5-8; St. 30-70 cm. Wiesen, Gebüsche. Zaun-W. 

V. sepium JL. 

— — Bl. zu 2 oder 1 in den B.achseln, K.zähne ziem- 
lich gleich, etwa so lang als die K.röhre, ... 12 

Auf Schutt bei Hamburg sind folgende Arten 
•eingeschleppt gefunden: 1) mit behaarter Fahne, Traube 
5-4blütig ; Hülse rauhhaarig: V. pannonica Jacq., 2) mit 
kahler Fahne, Bl. in blattwinkelständigen, J-4blütigen 
Trauben : V. narhonensis L. u. V. bithynica L.\ bei ersterer 
Trauben 2-4blütig, sehr kurz, K.zähne ungleich, die oberen 
Jkiirzer, Hülsen kalil oder haarig; bei letzterer Trauben 



Papilionaceae. 45» 

l-2blütig, halb SO lang- als das B.,K. zahne fast gleichjHülsen 
zottig-; 3) mit kahler Fahne, Bl. zu 1 bis 2 in den B.achseln : 
a. K. zahne fast gleich, Hülsen flaumig oder kahl, Bl. 
hellgelb, Fahne auf dem Rücken olivenbraun: V. gran- 
(liflora Scop.\ b. K. zahne ungleich. Hülse rauhhaarig, 
Bl. hellgelb: V. lutea L.; c. K.zähne ungleich, Hülse 
kahl, Fahne grüngelb, Flügel an der Spitze schwarz, 
Scbiff'chen rotbraun: V. trtcolor Seh. et Maur: 
J 2. Reife Hülsen aufrecht, kurz behaart, braun ; B;chen alle 
ausgerandet, oder gestutzt; Fahne blau, Flügel rot. 
Bl. 5-7; H. 0,3-1 m. Als Futter gebaut u. verwildert. 

Futter- W 7. sativa L. 

Reife Hülsen abstehend, kahl, schwarz; obere B.chen 

meist spitz; Bl. einfarbig purpurn; H. 10-45 cm. Wiesen, 
Hügel, Äcker, häufig. Schmalblätterige W. 

V. angustifolia Rthi 

Lens Tourn. Linse. 
Bl. klein, blauw^eifs, in langgestielten l-3blütigen Trauben. 
Bl. 5-7paarig. ; Bl. 6, 7 ; H. 15-30 cm. Unter Meng- 
futter (sehr selten für sich) gebaut u. verwildernd. 
Efsbare L L, esculenta Mnch.. 

Pisum Tourn. Erbse. 
B.chen ganzrandig; Bl. weifs, selten rötlich; Samen 
kugelig, gleichfarbig. Bl. 5-7; St. 0,3-1,2 m. Allgemein 
gebaut u. oft verwildert. Gelbe E. . . P. sativum L,. 

B.chen entfernt gezähnelt; Fahne bläulich, Flügel 

rot; Samen eckig, gefleckt. Bl. 5-7; H, 0,3-1 m. Ge- 
baut u. oft ver\vildert. Graue £. . . . P. arvcnse L. 

Latliyrus L. Platterbse. 

1. B. in eine geteilte Wickelranke endend (Lathyrus L.) 2 

— — B. in eine Stachelspitze endend. 4 (Orobus L.) 5 

2. St. ungeflügelt, kantig . • 3- 

— — St. geflügelt .4 

3. Weichhaarig, B. J paarig, Bl. gelb. 9\. ; Bl. 6, 7; 

St. 0,3-1,3 m. Wiesen, Gebüsche gemein. Wiesen-P. 

L. pratensis L. 

— — Kahl, sehr selten flaumhaarig; B. 4paarig; Bl. 
violettrot. 5f. ; Bl. 0-8; St. 15-40 cm. Dünen der Nord- 
seeküste. Strand-P L. maritimus Lw. 

L. Aphaca L. mit sehr grofsen, eifg., am Grande spiefsfg. 
Nebenb., B.chen fehlend, B. stiel rankenfg., Bl. gelb. Auf 
Schutt b. Hamburg eingeschleppt. 

4. B. 2-3paarig; Trauben mehrblütig; B. stiel ungeflügelt. 



_46 Papilionaceae. — Amygdalaceae. 

4; Bl. 6-8, blaurot; St. 0,3-1 m. Feuchte Uferwiesen, 
sehr zerstreut. Surapf-P L. palüster L. 

— — B. J paarig; Trauben mehrblütig; Flügel des St. 
doppelt so breit als die der ß. stiele; Bl. purpurrot, 
Fahne am Rücken grünlich, Schiffchen grünlich. '\; 
Bl. 7, 8; St. 1-2 m. Hügel, Gebüsche, östlicher Teil 

u. Eibstrand. Wald-P L. Silvester L. 

Mit einpaarigen B. finden sich noch: L. latifolius L. 
mit rosa Bl., Flügel der B.stiele so breit als die der St., 
als Zierpflanze: L. sativus L. mit einzelnen weifsen 
oder bläulichen Bl. u. kahlen Hülsen u. L. hirsätvs L. 
mit zu 2 stehenden, violett-roten, zuletzt blauen Bl. u. 
rauhhaarigen Hülsen, beide auf Schutt b. Hamburg. 
-5. St. ungeflügelt, B. 2-6paarig 6 

— — St. geflügelt ; B. 2-3paarig, unten blaugrün; Wurzel- 
stock an den Gelenken knollig. Bl. 5, 6, purpurn, dann 
blau; H. 15-.'}0 cm. Wälder, Eichengestrüppe, nicht 
selten. Berg-P (OrobustiiberosusL.) L. montanus Bernh. 

■6. B. 2-4paarig, B.chen eifg., lang zugespitzt, unterseits 
glänzend. Bl. 4, 5, purpurn, selten weifs ; H. 20-30 cm. 
Laubwälder, zerstreut. Frühlings-P. . . L. vernus L. 

— — B. meist 6paarig, B.chen eifg.-länglich, unterseits 
blaugrün, glanzlos. Bl. 5, 6, purpurn; H. 0,3-0,8 m. 
Wird beim Trocknen schwarz. Wälder, Eichengestrüppe, 
zerstreut. Schwarze P L. niger L. 

Fhaseolus L. Bohne. 0. 
Traube wenigblütig , kürzer als das B. ; Hülse glatt. 
Bl. 6-8, meist weifs; St. bis 4 m lang. (Die Abart 
Zwergbohne, P. nanns L. nicht windend, .30-60 cm. 
Allgemein gebaut.) Gemeine B, . . . P. vulgaris L. 

— — Traube vielblütig, länger als das B; Hülse rauh. 
Bl. 6-9, weifs oder scharlachrot; St. bis 4 m. Gebaut. 
Vielblütige B P. nmltißörus Lmk. 



83. Fam. Amygdaläceae Juss, 

Amygdahis Tourn. Mandelbaiun, Pfirsich. (L. XII, 1.) ^. 
Strauch; Bl. meist zu 2, Fleisch der F. nicht saftig, 
Steinschale ohne Gruben. Bl. 3, 4 ; H. 0,3-1,3 m. Zier- 
strauch. Zwerg-M. ......... A. nana L. 

Kleiner Baum; Bl. meist einzeln. Fleisch der F. 

saftig. Steinschale mit Gruben. Bl. .3, 4. Besonders 
an Spalieren gezogen. Pfirsich. (Persica vulgaris Mill.) 

A, persica L. 



Amygdalaceae. — Ro3aceae. 47 

Prunus L. Pflaume, Kirsche, Aprikose. (L. XII. J.i t). 

1. Bl. in vielblütigen Trauben an der Spitze beblätterter 
Zweige, sich nach den B, entwickelnd 2 

— — Bl in 2- oder mehrblütigen Dolden, lang ge- 
stielt, sich mit oder kurz vor den B. entwickelnd . . 4 

— — Bl. einzeln oder zu 2, kurz gestielt, meist vor 
den B. sich entwickelnd 5 

2. B. lederartig, meist einfach gesägt; F. schwarzrot. Bl. 6. 
Zierstrauch. Späte Traubenkirsche P. serotina Ehrh. 

— — B. nicht lederartig, meist doppelt gesägt ... 3 
?. Kr.b. rundlich: Traube aufrecht oder abstehend; F. rot. 

Bl. 5, 6. Zierstrauch. Virginische Tr. P. virginiana L. 

— — Kr.b. verkehrt eifg. ; Traube meist hängend ; F. 
schwarz. Bl. ö ; H. 1,2-6 m. Hecken. Gebüsche, zer- 
streut, besonders am Eibufer u. im östl. Teil. Ahlkirsche. 

P. Padus L. 

4. B. stiele am obern Ende mit 2 Drüsen: B. runzelig, 
unterseits behaart. Bl. 4, 5. Selten in Wäldern wild, 
häufiger in Hecken verwildert. In vielen Spielarten 
gezogen. Vogel- Kirsche. Süfse K. . . P. avium L. 

— — B. stiele ohne Drüsen, B. eben, kahl. Bl. 4, 5. 
Häufig angepflanzt, in Hecken verwildert. Saure K. 

P. Ccrasus L. 

5. Bl. fast sitzend; B. eifg., am Grunde fast herzfg. ; F. 
sammetartig filzig. Bl. 3, 4. Besonders an Spalieren 
gezogen. Aprikose P. Armeniaca L. 

— — Bl. länger gestielt, B. elliptisch, F. bereift, kahl 6 

6. Bl. stiele weichhaarig, Bl. meist zu 2, F. nickend oder 

hängend 7 

Bl. stiele kahl: jüngere Aste behaart: Bl. meist ein- 
zeln. Dorniger Strauch. Bl. 4, o ; H. 1-3 m. Hecken, 
Gebüsche häufig. Schlehdorn. Schwarzdorn. P. spinosa L. 

7. Jüngere Äste behaart; F. kugelig, schwarzviolett, kult. 
auch gelb u. grün. Bl. 4, 5. Als Strauch in Hecken u. 
Gebüschen zerstreut, Haferschlehe, kult. als Pflaume, 

Keine Claude etc P. insititia L. 

Jüngere Äste kahl; F. länglich, meist blauschwarz. 

Bl. 4, 5. Kultiviert, zuweilen in Hecken und Gebüschen 
verwildert. Zwetsche, Pflaume . . . . P. domestica L. 



34. Fam. Rosäceac JllSS. 

Spiraea L. Spiraee. (L. XII, 2.) T). 

Bl. in Doldenrispen ; Ziersträucher . 

— — Bl. in gedrängten oder länglichen Jlispen : Zier- 
sträucher 



43 Rosaceae. 

2. Bl. rot; B. lanzettlich, gesägt, unterseits blaugrün. Bl. 
6-8; H. 1,5-2,5 m S. callösa Thunh. 

— — Bl. weifs 3 

3. B. 31appig, langgestielt; F.chen am Grunde verwachsen. 
Bl. 6; H. 1,5-2,5 m. Bei Hamburg auch in Hecken ge- 
funden. Schneeballblätterige Sp. . . . .S. opulifolia L. 
B. nicht Slappig; F.chen frei 4 

4. Doldenrispen gestielt ; K.zipfel zurückgeschlagen. Bl. 

5, 6; H. 1-1,6 m 5 

— _ Doldenrispen sitzend, K.zipfel aufrecht. Bl. 5; 

H. 1,3-2 m. . . 6 

5. B. eifg., spitz, kahl : Ästchen kantig. Rüsterblätterige fSp. 

S. ulmifölia Scop, 
_. _ B. verkehrt eifg., stumpf, am Rande gewimpert: 
Ästchen stielrund. Ehrenpreisblätterige Sp. 

S. chamaedryfölia L. 

6. B. eirund, spitz, ganzrandig oder mit einzelnen Zähnen. 

Hartheublätterige Sp -S. hypericifölia L, 

B. eirund, stumpf, vorn gekerbt. Gekerbte Sp. 

S. crenäta L. 

7. B. unterseits graufilzig; Bl. rosa, in länglichen Rispen. 
Bl. 6, 7; H. 1-1,3 m. Amerikanische Sp. S. Dougläsii Hook. 
B. unterseits kahl, Bl. weifs oder hellrosa. Bl. 6, 7; 

H. 1-2 m , 8 

8. B. länglich-lanzettlich; Rispe gedrängt. Nicht selten 
verwildert. Weidenblätterige Sp. . . . S. salicifölia L, 

— — B. verkehrt eifg. ; Rispe locker. Hainbuchen- 
blätterige Sp S. carpinifölia Willd. 

Ärünc^ls L. Geisbart. (L. XXII, 11.) 

Bl. in rispig angeordneten Ähren, gelblichweifs. 2|_; 
Bl. 6; H. 1-2 m. Zierstaude. Wald-G. (Spiraea 
Arunctis L.) . A. Silvester Kosteletzhj, 

Ulmaria Toiirii. Spierstaude. (L. XII. 3.) 2^. 

St. bis oben beblättert; B.chen grofs, eifg., das end- 
ständige gröfser, 3-5spaltig; F.chen 5-9, gewunden, kahl. 
Bl. 6-8, gelblichweifs; H. 0,6-1,3 m. Feuchte Wiesen, 
Ufer häufig. (Spiraea Ulmaria L.) Sumpf-Sp. 

U. pentapetala Gil. 

St. oben fast blattlos; B.chen klein, fiederspaltig; 

Wurzeln in der Mitte knollig verdickt; F.chen bis 12, 
nicht gewunden, behaart. Bl. 6, 7 , weifs, aufsen oft rötlich ; 
H. 30-70 cm. Trockene Wiesen, Hügel selten. Haders- 
leben, Gelting, Land Oldenburg, Fehmarn. Knollige Sp. 
{Spiraea Fil. L.) U. Filipendula A. Br. 



Rosaceae. 49 



Kcrria DC. Kerrie. (L. XII, 2.) 

Häuliger Zierstrauch aus Japan. Bl. 5-6: H. J,3-2 m. 
Japanische K K. japöncia DC. 

Oeuin L. Nelkeuwurz. (L. XII, 3.) '\. 

1. Nebenb. grofs; Bl. aufrecht oder etwas nickend; Kr.b. 
ausgebreitet oder aufrecht abstehend, gelb; F.kn. wage- 
recht abstehend 2 

— — Nebenb. klein ; Bl. nickend, nach dem Verblühen 
aufrecht, Kr.b. aufrecht, hellgelb, oft rötlich; F.kn. auf- 
recht 3 

2. Bl. aufrecht, ziemlich klein ; Kr.b. ausgebreitet, goldgelb, 
verkehrt eifg. , unbenagelt ; unteres Gf.glied ca. 4 mal 
so lang als das am Grunde behaarte obere. Bl. 5, 7 ; 
H. (',3-0,6 m. Laubwälder, Gebüsche, häufig. Gemeine N. 

G. urbänum L. 

— — Bl. etwas nickend, ziemlich grofs ; Kr.b. aufrecht 
abstehend, hochgelb, schwach ausgerandet, kurz be- 
nagelt; unteres Gf.glied etwa 3 mal so lang als das bis 
über die Mitte behaarte obere, zuweilen jedoch nur 
doppelt so lang. Bl. 5-7; H. 0,:^0,6 m. Wälder, Hecken, 
sehr zerstreut. {G. rivali X urbanum G. Meyer.) Ba- 
stard-N G. intermedium Ehrh. 

3. Kr.b. lang benagelt, ausgerandet, rötlich überlaufen; 
F.köpfchen langgestielt; unteres Gf.glied etwa so lansf 
als das bis zur Spitze behaarte obere. Bl. 5, 6; H. 
0,3-0,6 m. Feuchte Wiesen u. Wälder, häufig. ßach-N. 

G. rivale L. 

— — Kr.b. kürzer benagelt , ausgerandet , hellgelb ; 
F.köpfchen kurz gestielt; unteres Gf.glied doppelt so lang 
als das bis zur Spitze behaarte obere. Wie vor., seltener ; 
Hamburg. ( G. urhano X rivale G. Meyer.) Willdenows N. 

G. Willdenoicii Bnel'. 

Riil)iis L. Brombeere. (L. XII, 3.) 
Bearbeitet von Dr. E. H. L. Krause. 

J. Pfi. mit verholzenden, 2jährigen Trieben, t) .... 2 

— — Pfl. krautartig, fein l)estachelt, Schöfslinge lang, 
niedergestreckt, fruchtbare St. kurz, aufrecht, 15-30 cm, 
B. dreizählig, F.chen grofs, wenige, rot. -\; Bl. 5-7, 
weiL's. Wälder, zerstreut. Steinbeere. R. saxätilis L. 

— — F. sich von dem F.boden zusammenhängend ab- 
Prahl, Flora von Schleswig-Holstein. A 



50 Rosaccae. 

lösend, rot oder gelb. (Hiinbeerbüsclie^) und fremde 
Arten) 46 

— — B. des Schöfslings -) 3-5zählig. fufs- oder liandfg., 
selten durch Teilung- des Endb.chens 7zählig, F. mit 
dem erweichenden Fruehtträger verbunden von dem 
unteren Teil des F.bodens abfallend, schwarz oder 
schwarzrot (Brombeerbüsche). ^) '> 

3. F. blau bereift, Schöfslinge kriechend, bereift, mit 
schwachen Stacheln und Hzähligen B., Bl. 6, 7, weifs. 
Wälder, "Wege, häufig. Kratzbeerbusch. E,. caesius L 

Ist je nach dem Standort sehr veränderlich, häufig 
kommen schon im ersten Jahre aus den Blattwinkeln 
der Schöfslinge Blütenzweige. 

— — F. nicht bereift 4 

4.^') Schöfsling hochwüchsig, kahl oder sehr schwach be- 
haart, ohne Stieldrüsen, im September die B. abwerfend, 
nicht wurzelnd, B. 5-7zählig, unterseits grün, Nebenb. 
linealisch, Bl. stiele ohne Stieldrüsen, Staubfäden nach 
der Bl. nicht zusammenneigend. Sommergrüne B. R. 
aestiväles 5 

— — Schöfsling bogig, kletternd oder kriechend, be- 
reift^), meist mit Stieldrüsen, im Herbst an der Spitze 
wurzelnd, B. meist im Spätherbst abfallend, o-7zählig, 
mit sitzenden (oder im Spätsommer kurzgestiellen) 
äufseren B.chen, Nebenb. lanzettlich oder lineallanzett- 
lich, Bl. stiele mit Stieldrüsen, K. abstehend oder auf- 
recht, Staubfäden nach dem Verstäuben niclit zusammen- 
neigend, F. oft mangelhaft ausgebildet. Haselblätterige B. 

R. corylifolii 8 

— — Schöfsling bogig, kletternd oder kriechend, im 
Herbst an der Spitze wurzelnd, B. im Winter bleibend, 
rj-özählig. äufsere Seitenb.chen fast immer deutlich ge- 
stielt, Neben!), linealisch oder fadenfg., Staubfäden meist 
länger als die Gf. und dann nach dem Verstäuben zu- 
sammenneio-end. Wintei'grüne B R. hiemäles . .13 



1) Die hierher gehörigen Pfl. sind keine eigentlichen Stiäucher , da 
der St., nachdem er im zweiten Jahre geblüht hat, bis zur Wurzel abstirbt. 

2) So nennt mau den St. im ersten Jahre, in dem er in der Eegel nur 
B. trägt. 

3) EUe der Anfänger nicht gelernt hat, diese 3 Gruppen lebend zu 
unterscheiden, wird er getrocknete Kubi nie bestimmen können. Am besten 
wird das Studium dieser Gattung deshalb im September zuerst begonnen. 
Der Anfänger befasse sich nur mit Formen , welche in Wäldern zahlreich 
wachsen. In den Knicks findet mau besooders zwischen den Corylifolieru 
so viel Zwischenformen, wie etwa in der Thierwelt zwischen den Hunde- 
rassen. 

4) Der Reif wird hiiufig vom Regen abgewaschen. 



Kosacoae. 5£ 

Aestivales E. H. L. K. 

5. B. oft Tzählig", Stacheln schwach, pfriemlich oder keg-elig. 
reife F. schwarzrot , etwas himbeerartig schmeckend , 6 

— — B. sehr selten Tzählig, Stacheln kräftiger, am 
Grunde verbreitert , kantenständig, reife F. glänzend 
schwarz 7 

'6. Schöfsling rundlich oder undeutlich kantig, meist grün, 
kahl, oft bereift. Stacheln kurz, kegelförmig, schwarzrot. 
Staubfäden länger als die Gf., B. flach, äulsere Seiten- 
b.chen sitzend, K, abstehend. Bl. 6, weifs. Lichte 
Wälder, zerstreut. Hoher B. R. suberectus Anderson. 

— — Schöfsling kantig, meist braun, unbereift , kahl 
oder etwas behaart, mit zahlreichen, längeren, pfriem- 
lichen Stacheln , Staubfäden griffellang , B. gefaltet, 
äüfsere Seitenb.chen sitzend. Bl. 6-7, weifs, kleiner als 
bei vorigem. Auf Torf- und Haideboden häufig, sonst 
selten. Haide-B R. fissus Lindley. 

7. Staubfäden nicht länger als die Gf. , B.cben gefaltet, 
äufsere Seitenb.chen bekommen erst im Spätsommer 
deutliche Stiele, K. abstehend, Bl. 6-7, weifs bis rosa. 
Wälder, Wege auf Sandboden häufig. Gemeiner B. 

R. plicatus Wh. N. 

— — Staubfäden länger als die Gf., B.chen flach, äutsere 
Seitenb.chen gleich anfangs deutlich gestielt. F.k. zu- 
rückgeschlagen, Bl. 7, weifs oder hellrot Wälder nicht 
•selten. Gefurchter B R. sulcatus Vest. 

Corylifolii Focke. 

lyianche Botaniker halten alle Formen dieser Gruppe für 
Bastarde. Sie sind sehr zahlreich, meist veränderlich und noch 
nicht sämtlich beschrieben. Im Folgenden werden nur die 
wichtigsten Arten aufgezählt. 
8. Schöfsling mit sehr schwachen, kurzen, geraden Stacheln, 
drüsen- und borstenreich, B. 3-5zählig, beiderseits grün, 
oberseits fast kahl , äufsere Seitenb.chen zuweilen ge- 
stielt, Bl. stiele dicht kurzfllzig, reichdrüsig, K. aufrecht, 
Staubfäden länger als die Gf.. Bl. 7. Bei Flensburg- und 
in Angeln. (Vielleicht ein Bastard von R. imllidus]. 
Jensens B R, Jensenii Lange. 

— — Schöfsling im mittleren und oberen Teil ziemlich 
gleichstachlig mit zerstreuten Stieldrüsen. B. 5 zählig !) 

•9. Schöfsling undeutlich kantig oder rund, grün, kahl, mit 
kleinen, ganz kurzen, gleichlangen, kegelförmigen, 
schwarzroten Stacheln, meist ohne Drüsen. B.chen dünn, 
grofs, beiderseits grün. Bl.6-7, weifs oder rötlich. Bl. stiele 



52 Rosaccae. 

mit zerstreuten Drüsen oder ohne solche. In Knicks ' 
an der Ostküste. (Von Manchen für hybrider Abkunft 

— caesius X idaeus — angesehen.^) Grofser B. 

R. maximus Mars- 

— — Schöfsling unten rundlich, dicht nadelstachlig und 
stieldrüsig, nach oben zu in der Kegel kantig mit kräf- 
tigeren, kantenständigen Stacheln und zerstreuten Drüsen 
und Stachelhöckern, mehr oder weniger behaart ^) . ., 10- 

JG. Staubfäden deutlich länger '^) als die Gf., B. schwach 
behaart, beiderseits grün. Bl. 6-7, grofs, hellrot oder 
weifs. Staubbeutel kahl. Knicks an der Ostküste häufig 
(nach Friderichsen caesius X sulcatus oder plicatus). 
Auffallender B R. selectus K. Friderichsen. 

— — Staubfäden von der Länge der Gf. oder beim 
Aufblühen etwas länger j 1 

11. Staubbeutel behaart. Gf. meist rötlich. Bl. 7 und später. 
Schleswig und Ostholstein (nach Friderichsen caesius 

X pyramidalis). Gewimperter B.^) R. ciliätus Lindeberg. 
Staubbeutel kahl. Gf. grün."') 12; 

12. B. unterseits dicht weifsgraufilzig und aufserdem kurz- 
haarig. Endb.chen der gefingerten B. elliptisch-eiförmig, 
in eine Spitze verschmälert. K. weifsgraufilzig. Bl. 7. 
An der Ostküste von Hadersleben bis Kiel. Fünenscher B. 

R. Fioniae K. Friderichsen.. 

— — B. unterseits weichhaarig, grün oder grau- 
schimmernd, seltener filzig. Endb.chen rundlich, am 
Grunde herzförmig, oft fast dreieckig. K. grau. Bl. 7 
und spätei-. Zerstreut. Dethardings B.*^) 

R. Dethardingii E. H. L. K. 

Hiemales. E. H. L. K. 

13. Staubfäden länger als die Gf 14- 

Staubfäden kaum so lang oder kürzer als die Gf., 



1) R. caesius X idaeus koiumt häufig und in vielen "Formen vor; meist 
sind sie an 7zähligen B. und unterseits weifsfilzigen B.chen kenntlich. Hier- 
her wahrscheinlich auch R. Warmingii Jensen. 

2) Bis oben reicbstachlig und -drüsig ist er bei E. injracwnthus Lange 
(Drejeri x caesius) und ferox Fr. u. G (Weihe?) (wahrscheinlich villicaulis 
X caesius). 

3) Lange Staubfäden haben noch R. slesvicensis Lange (vestitus X caesius)' 
und Wahlhet-gii Fr. u. G. (Arrhenius?) (villicaulis X caesius). 

4) R. haäius Focke (s. u.) hat zusammenneigende Staubfäden, welche 
die grünen Griffel überragen. 

5) Hierher; R. Laschii FocTce (thyrsoideus X caesius), imitabilis K. 
Frid. (7-adula X Bastard?, mit zurückgeschlagenen Kelchen), Friesii Jensen' 
(silvaticus X caesius), gothicus Fr. u. G. (radula x caesius). 

tj) R. Hansenii (s. xi.) hat zusaramenneigende Staubfäden und grüne 
Kelche. 



Rosaceae. 53 

Bl. stiele stieldrüsio-. K. abstehend oder aufrecht. Schöfs- 

lingf behaart 33 

14. Schöfsling: kriechend, rurd oder stumpfkantig- mit zahl- 
reichen Stacheln verschiedener Gröfse, Haaren und 
Stieldrüsen. Bl. stiele mit zahlreichen langen Stieldrüsen. 
K. der Frucht anliegend. J5 

— — Gröfsere Schöfslingsstacheln gleich, kantenständig. 
Stachelhöcker und Stieldrüsen fehlend oder vorhanden, 
aber keine Übergänge zwischen diesen und den grofsen 
Stacheln. B. fast immer füufzählig 17 

'Ib. Gröfsere Stacheln kräftig, am Grrunde zusammengedrückt, 
breit, hauptsächlich an den Kanten stehend. B. 5zählig 
gefingert. Kr.b. klein, breit, meist rosenrot. Bl. 7-8. An 
der Ostküste, nach Süden bis Bordesholm. Drejers B. 

R. Drejeri Jensen 

— — Kräftige Stacheln fehlen. Schöfslinge rundlich. 

B. beiderseits behaart und grün. Kr.b. schmal, weifs 16 
•16. Schöfsling bereift. B. dreizählig. B.chen grofs, derb. 
fast lederartig. Endb.chen verkehrt eifg. mit aufgesetzter 
Spitze, t) ; Bl. 7-8. In "Wäldern eine der häufigsten Arten. 
Bellardis B R. Bellardii Wh. N. 

— — Schöfsling unbereift. B. 3-5zählig. Endb.chen 
eiförmig, zugespitzt. Bl. 7. Bei Schleswig und aut den 
Hüttener Bergen. Kriechender B. R. serpens Weihe.*) 

17. Schöfsling von kleinen Stachelchen, Borsten und Stiel- 
drüsen rauh anzufühlen.-) Bl. stiele reichdrüsig . . .18 

— — Schöfsling mit zerstreuten Stachelcjhen und Stiel- 
drüsen oder ohne solche 21 

18. Bl. stiele kurzfilzig, Stieldrüsen oft kurz, aber länger als 
der Filz, Schöfsling kahl oder sparsam behaart. B. 
3zählig oder fufsförmig 5zählig, schwachbehaart. Bl. stand 
mit langen, dünnen Zweigen. K. abstehend. Kr.b. rot. 
Staubfäden wenig länger als die Gf. ; Bl. 7 In xVngeln, 
häufiger von Eckernförde bis Batzeburg. Roher B. 

R. rudis Wh. u. N. 

Bl. stiele langhaarig, filzigzottig. Stieldrüsen in der 

Mehrzahl kürzer als die Haare 19 

19. Stacheln am Schöfsling und an den Bl.zweigen kräftig, 
lang, gerade, rückwärts geneigt. B. 5 zählig fufsförmig, 
B.chen unterseits weifsfilzig, selten im Schatten grün. 
K. zurückgeschlagen. Staubfäden viel länger als die 
grünen Gf. ; Bl. 7. Häufig. Raspel-B. R. Radula Weihe. 



1) R.Jensenü (s. o.) hat nicht zusammenneigende Staubfäden, breitere 
Kronblätter, bereifte Schöfslinge. 

2) R. anglosaxoriicus (s. u.) hat nur durch Stachelhöcker rauhe Schöfslinge, 



54 Eosaceae. 

i-i viddricus n. f. Staubfäden wenig länger als die 
Gt". ; K. abstehend. Schölsling meist stärker behaart 
und schwächer bestachelt als bei der Hauptart; B. 
unterseits grün. Kiel. Lübeck. 

— — Stacheln am Schölsling kaum mittelkräftig, an 
den Bl, zweigen schwach. Gf. rot ........ 20' 

20. F.kn. behaart. B. .3zählig oder 4-5zählig fufsfg.; B.chen 
fein gesägt, Endb.chen am Grunde abgerundet. Bl. stand 
lang, schmal, wenigstens zur flälfte durchblättert, Bl. 7, 
hellrot. Nur in Angeln. Forst-B. R. sältuum Focke. 

— — F.kn. kahl. B. bzählig gefingert. B.chen grob 
gesägt, Endb.chen herzeifg. , in eine lange Spitze ver- 
schmälert. Bl. 7-^, weifs;' Wälder der Ostküste häufig, 
südlich bis Eutin. Bleicher B. . R. pällidus Wh. N. 

,> defcctus Fr. u. G. Auffallend schwach bewehrt, 
einzelne Stengelglieder stachellos. Stärker behaart 
als die Art. In Angeln. 

21. Schöfsling dicht verworren behaart und sternfilzig, von 
grauvioletter Farbe, mit kräftigen Stacheln. B. fufsfg. 22: 
Schöfsling locker behaart oder kahl, ohne Sternfilz. 2ci 

22. Schöfsling mit Stieldrüsen, B. oberseits behaart, grün, 
unterseits dicht filzig und aufserdem locker ab- 
stehend behaart, grau, Endb.chen fast kreisrund. Bl.stiele 
dicht graufilzig, mit abstehenden Haaren und Stiel- 
drüsen. K. grau, drüsig, zurückgeschlagen. Kr.b. breit, 
rot oder weifs. Staubfäden länger als die Gf.; Bl. 7. 
Wälder und Knicks, an der üstküste eine der häufigsten 
Arten. Filziger B R. vestitus Wh. N.. 

— — Schöfsling ohne Stieldrüsen. B. oberseits kahl, 
unterseits filzig und behaart, Endb.chen eifg.-elliptisch, 
oder verkehrt eifg. Bl.stand sehr lang, schmal, durch- 
blättert, Bl.stiele filzig und behaart, mit kurzen Drüsen. 
Staubfäden wenig länger als die Griffel. Bl. 8, rot. 
Bei Kiel und Bordesholm. Kiesenstrauls-B. 

R. macrothyrsus Lange. 

23. Bl.stiele mit Stieldrüsen ^), Schöfsling in der Regel 
schwach behaart, zuweilen kahl (nur R. pyramidalis ist 
j^tärker behaart) " 24 

— — Ohne Stieldrüsen ^) 35 

24. Fruchtkelch abstehend -) 25 

— — Fruchtkelch zurückgeschlagen 28 

1) Dieser Unterschied ist nicht in allen Fällen konstant. Auf ab- 
weichende Formen ist unter dem Text hingewiesen, um die Übersiebt der 
typistlien Arten nicht zu stören. 

2] Kurzdrüsige Formen von B. Drejeri (s. o.) sind an stärkerer Be- 
haarung und Bestachelung des SchöfsHngs und zahlreichen Stieldrüsen der 
Bl.stiele kenntlich. 



Rosaceae. 55 

25. Aulsere Seitenb.chen anfangs sehr kurz gestielt. Schöfs- 
ling stumpf kantig oder rundlich 27 

— — Aufsere Seitenb.chen deutlich — mehrere mm lang 

— gestielt 26 

26. Staubfäden auffallend lang. B.chen beiderseits grün, 
unterseits blasser, sehr fein und scharf gesägt. End- 
l).chen rundlich verkehrt eifg. mit kurzer, aufgesetzter 
Spitze, ßl. 7-8, blafsrot. Im nordöstlichen Schleswig 
bis zur Schlei. Spitzer B. . . R mucronulätus Bor.^) 

— — Staubfäden wenig länger als die Gt 27 

27. Schöfsling grün, meist kahl, mit zerstreuten langen, 
schwachen Stacheln und einzelnen Stieldrüsen, anfangs 
aufrecht. B. beiderseits grün, unterseits sammetartig- 
weichhaarig; K. grün, grau berandet. Bl. 6, 7, weifs. 
Viehburger Holz b. Kiel, Marienhölzung b. Flensburg. 

( jR. hypomälacus Fr. u. G.) Hansens B. R. Hansenii n. sp.-) 

— — Schöfsling braun; B. beiderseits grün, ungleich 
gesägt, Endb.chen elliptisch oder eifg., allmählich zu- 
gespitzt; Staubbeutel behaart, Bl, 7, 8, blafsrot. Vieh- 
buro-er Holz b. Kiel. Brauner B. , R. bädius Focke. 

28. Schöfsling von kurzen Stachelhöckern rauh, ausserdem 
mit kräftigen, kantenständigen Stacheln, wenig behaart 
oder kalil, B. 3zählig oder fufsfg, 4-5zählig, oberseits 
kahl, unterseits weichhaarig, oft filzig. Bl. stiele lang- 
drüsig. Bl, 7-8, blafsrot. Kiel und Bordesholm, 
Angelsächsischer B, . . , R, anglosaxonicus Gelert, 

— — Schöfsling nicht rauh; Bl. stiele meist kurzdrüsig 29 

29. F.kn. behaart • . . 30 

F.kn, kahl 31 

30. B, gefingert, ,^zählig, oberseits wenig behaart, unter- 
seits von Seidenhaaren schimmernd, fein gesägt, Bl. stand 
lang u, schmal, wenig bewehrt, mit spärlichen Stiel- 
drüsen. Bl, 7, 8, rot. Glücksburg. Neumans B, 

R, Neümani Focke. ^) 
B. fufsfg., Bl, stand kurz, mit langen Stieldrüsen s, o, 26 

31. B. 3zählig oder fufsfg. 4-5zählig, oberseits w^enig be- 
haart, unterseits etwas filzig, graugrün, Bl. stand lang 
und schmal, Stieldrüsen kurz, sparsam, Schöfsling grün, 
fast kahl, mit schwachen, häufig rotgefärbten Stacheln : 
Bl. 7. Häufig in Ostschleswig, nicht selten in Ostholstein. 
Ausgezeichneter B R. egregius Focke. 



1) R. sciaphilus (s. u) hat lang zugespitzte Endb chen und weifse Bl, 

2) So beuannt nach dem um die Erforschung unserer Flora hochver- 
dienten verstorbenen Küster L. Hansen in Husby. 

3) R. LHllicaHlis (s. u.) hat lange, kräftige, rückv.ärts geneigte Stacheln 
im Bl. stand. 



56 Eosaceae. 

— — B. gefingert özählig, K. zur ßl.zeit abstehend 
oder locker zurückgeschlagen ^) 32 

32. Schöfsling rundlich oder sturapfkantig , fast kahl, mit 
langen Stacheln und zerstreuten Stachelborsten. Bl. stand 
häufig bis über die Mitte durchblättert, unten weitläufig, 
an der Spitze dicht. Bl. 7-8, weifs. Nordostschleswig 
bis Angeln. Gelerts B. . . R. Gelertii Friderichsen. -) 

Schöfsling kantig, oft gefurcht, augenfällig behaart. 

mit kräftigen Stacheln. Bl. stand nur am Grunde beblättert, 
ziemlich lang und dicht ; Bl. 7, blafsrot. Nicht selten. 
Pj-ramiden-B R. pyramidalis Kaltenbach. '^j 

33. Schöfsling mit Stieldrüsen, B.chen unterseits lang weich- 
haarig, schimmernd, scharf und tief gesägt, am Rande 
wellig, Staubfäden kaum halb so lang wie die Griffel; 
Bl. 7,8, hellrot. An der Ostküste von Apenrade bis 
Bordesholm. Cimbrischer B. . . R. cimbricus Pocke. 

— — B chen beiderseits grün, auch unterseits nur zer- 
streut behaart 34 

34. Staubfäden kaum halb so lang wie die Gf. , Schöfsling 
ohne Stieldrüsen, B. gefingert özählig; Blumen blafsrosa. 
7-8. Zerstreut. Arrhenius B. . . R. Arrhenii Lange. 

— — Staubfäden fast so lang wie die Gf., Schöfsling 
grün, Stieldrüsen vereinzelt, B. özählig oder fufsfg.- 
.özählig; Bl. 7, 8, rosenrot. In Holstein und Südschles- 
wig häufig, in Nordschleswig seltener. Sprengeis B. 

R. Sprengelii Wh. 

35. Fruchtkelch abstehend 36 

— — Fruchtkelch zurückgeschlagen 38 

36. Schöfsling dicht behaaart. kantig, mit kräftigen, am 
Grunde zusammengedrückten Stacheln und vielen unge- 
stielten Drüsen, B. gefingert, Endb.chen langgestielt, 
breit, rundlich-eifg. , mit ziemlich langer, aufgesetzter 
Spitze, Bl. stand schmal, pyramidal, nur unten mehr zu- 
sammengesetzt und beblättert, Staubbeutel behaart ; Bl. 8. 
Von Flensburg bis Kiel und Bordesholm. Dänischer B. 

R. dänieus Focke. 

— — Schöfsling wenig behaart, Endb.chen 3-4 mal 
länger als sein Stielchen 37 

37. Schöfslingsstacheln kräftig, wenig zahlreich, Schöfsling 



1) S. rhanmifolüis , villicaulis , macrophyllus und Langet haben zur 
Bl.zeit schon vollständig zurückgeschlagene K. 

2) E. rhamnifolius (s. u.) ist höher an Wuchs, hat keine Stachelborsten 
am Schöfsling und länger gestielte B. 

3) R. villicaxdis (s. u.) hat einen weniger dichten, mehr ausgebreiteten 
and stärker bewehrten Bl.stand. 



Eosaceae. 57 

scharfkantig, ß. gefingert, Endb.chen breit eifg.-elliptisch. 
lang zugespitzt, äufsere Seitenb.chen ziemlich lang ge- 
stielt, Bl. stand kurz, oft bis oben beblättert, Kr.b. meist 
weifs mit rotem Nagel, Staubfäden lang, rötlich, F, 
grofs. Bl. 7. In Nordwestschleswig , bei Glücksburg 
und Schleswig. Angenehmer B. . . R. gratus Focke. 

— — Schöi'slingsstacheln kurz , schwach , zahlreich, 
Schöfsling stumpfkantig, B. meist fufsförmig, Seiten- 
b.chen kurz gestielt, Bl. stand mit schwachen, geraden 
Stacheln und zuweilen einzelnen Drüsenhaaren, Bl. rein- 
weifs, Staubbeutel stark behaart. Bl. 7. Häufig an der 
Ostküste, nach Süden bis Bordesholm. Schatten-B. 

B. sciaphilus Lange. 

38. Schöfslingsstaoheln kurz, schwach, Schöfsling ziemlich 
stark behaart 39 

— — Schöfslingsstaoheln kräftig 40 

39. Endb.chen aus breit herzfg. Grunde eifg., lang zuge- 
spitzt, konvex, lang gestielt, Bl. stand oben blattlos, ge- 
drungen, Bl.stiele mit vielen schwachen Stacheln. Bl. 7, 8. 
weifs oder blafsrot. Im südöstlichen Schleswig, bei Lü- 
l)eck. Grofsblätteriger B. . R. macrophyllus Wh. N. 

— — Endb.chen schmal, elliptisch oder verkehrt eifg., 
■am Grunde nicht herzfg., Üach, kürzer gestielt, Bl. stand 
schmal, verlängert, oft bis oben beblättert, Bl.stiele mit 
kurzen Stacheln, E.kn. behaart. Bl. 7,8, weifs. Südost- 
schleswig und Nordostholstein. Wald-B. 

R. silvaticus Wh. ]Sr. 

40. Schöfsling dicht behaart, B.chen unterseits dicht stern- 
filzig, mit wenigen längeren Haaren , Endb.chen lang- 
gestielt, Bl.stiele dickfilzig, krummstachelig. Bl. 7, weifs. 
Bei Hadersleben. Lindebergs B. 

R. Lindebergii P. J. Müller. 

— — Schöfsling locker behaart, B. unterseits höchstens 
mit zerstreuten Sternhaaren; oder Schöfsling kahl . . 41 

41. Der entwickelte Bl.stand nach oben an Umfang abneh- 
mend, oft kräftig bewehrt 42 

— — Der entwickelte Bl.stand bis oben gleichbreit, 
fast wehrlos, Schöfsling kantig und gefurcht, kahP) 
hochbogig 45 

42. Endb.chen langgestielt, höchstens doppelt so lang als 
sein Stielchen, rundlich mit kurzer aufgesetzter Spitze. 
Schöfsling hochbogig, meist kahl, stark verzweigt, zu- 
weilen bereift (s, R. rhamnifolius) 45 



1) R. Keuniani (s. o.) hat behaarte Schöfslinge u. F.ku. 



58 llosaceae. 

— — Endb.chen etwa 3mal so lan^^ als sein Stielchen. 
Schölsling hüchbogig, behaart, ohne Reif 43- 

43. Schölsling scharfkantig, gefurcht, Endb.chen rundlich 
bis elliptisch, am Grunde herzfg. oder abgerundet, BL- 
stand mit langen, geraden, kräftigen Stacheln ... 44 

— — Schölsling stumpf kantig mit ebenen oder ge- 
wölbten Flächen, wenig behaart. Stacheln gerade oder 
krumm, Endb.chen eifg. oder rhombisch-elliptisch, am 
C-rrunde abgerundet, Bl. stiele mit feinen Nadelstacheln, 
Kr.b., Staubfäden und Gf. rot. Bl. 7. Bei Hadersleben, 
selten. Rautenblätteriger B. . R. rhombifölius Weihe. 

A4. Bl. stand ans lauter kurzen Zweigen zusammengesetzt, 
Bl. stiele mit zahlreichen, wagerecht abstehenden Stacheln. 
Bl. 7, ziemlich klein, weifs, selten blafsrot. Staubbeutel 
behaart, Gf. grün, Frucht klein. An der Ostküste, nach 
Süden bis Bordesholm. Langes B. R. Langei Jensen. 

— — Untere Zweige des Bl. Standes lang. Stacheln der 
Bl. stiele rückwärts geneigt, Bl. 7-8, gröfser. blafsrot, 
seltener weifs ; Staubbeutel kahl oder zerstreut behaart, 
Staubfäden am Grunde meist rot , Gf. rot oder grün. 
Häufig. Sehr veränderlich. Haariger B. 

R. villicaülis Koehler.^ 

45. Bl.stand beim Aufblühen pj'ramidal, später von oben 
bis unten gleichbreit, kaum bewehrt, wenigstens unten 
durchblättert; B.chen ungleich eingeschnitten gesägt, 
oberseits kahl, unterseits angedrückt weifsfilzig ; Schöfs- 
ling kahl. Bl. 7, rot, seltener weifs. Sehr zerstreut, 
bei Flensburg, Schleswig, Eutin. Straufs-B. 

R. thyrsoideus Wimm, 

— — Bl.stand sperrig, nach oben verjüngt, B.chen 
scharf, aber nicht eingeschnitten, gesägt, oberseits wenig- 
behaart oder kahl , unterseits weichhaarig oder filzig. 
Bl. 7. Sehr veränderlich. (Hierzu R. dumosiis Lefevre, 
Maassii u. germcmicus Focke. Münteri Marsson u. a.). 
Zerstreut. Faulbaum-B. . R. rhamnifolius Wh. u. N. 

46. B. herzfg., olapi^ig, Pfl. stark drüsig, stachellos. Bl. 5-8, 
grofs, rot; F. rot. Zierstrauch. Wohlriechender B. 

B. odorätus L. 
B. 3-7zählig 47 

47. B. 3zählig, beiderseits grün ; Pti. fast kahl, sehr schwach 
bewehrt. Bl. grofs, rot; F. orange. Zierstrauch. Schöner B. 

R. spectahilis Fitrsh^ 

— — B. unpaarig gefiedert, meist 5zählig, unterseits 
weifsfilzig*. Bl. b-7, klein, weifs; Wälder, Hecken. In 
Gärten auch oft mit gelber F., so auch wild bei Kiel. 
Himbeerbusch R. Idaeus L. 



Rosaceae. 59' 

Fragäria Touni. Erdbeere. (L. XII, 3.) 1. 

1. K. an der F. abstehend oder zurückgeschlagen ... 2 

— — K. an der F. angedrückt oder aufrecht, Bl. meist 
unvollständig zweihäusig 4 

2. Haare aller Bl. stiele wagerecht abstehend; Bl. meist 
unvollständig zweihäusig. Bl. 5, 6 ; H. 15-30 cm. Hecken, 
Gebüsche, zerstreut. Zimmet-E. (F. datior Ehrh.) 

F. moschäta Duch. 

Haare, wenigstens der seitlichen Bl. stiele, aufrecht 

oder angedrückt 3 

3. B.chen sitzend, selten das mittlere etwas gestielt, kerbig 
gezähnt; F.chen an der Oberfläche des fleischigen Bl.- 
bodens. Bl. 5,6. einzeln auch im Herbst. H. 5-15 cm. 
Hecken, Gebüsche, Hügel, häutig. Wald-E. F. vesca In. 

— — B.chen alle gestielt, scharf gesägt; F.chen in 
tiefe Gruben des fleischigen Bl.bodens eingesenkt. Bl. 
5,6; H. 15-25 cm. In Gärten gebaut. Scharlach-E. 

F. virginiäna MilL. 

4. Seitliche B.chen sitzend, das mittlere stets kurz gestielt ; 
Haare der seitlichen oder aller Bl. stiele aufrecht oder 
angedrückt. Bl. 5, 6; H. 3-15 cm. Hügel, Gebüsche, 
östl. Holstein, selten. Hügel-E. ... F. collina Ehrh.. 

— — Alle B.chen gestielt . 5 

5. Haare aller Bl. stiele wagerecht abstehend. Bl. 5, 6; 

H. 15-25 cm. In Gärten. Chili-E. F. chiloensis Ehrh. 

— — Haare der Bl.-stiele aufrecht oder angedrückt. 
Bl. 5, 6; H. 15-25 cm. In Gärten. Ananas-E. 

F. grandiflora Ehrh.. 

Coiiiarum L. Bhitauge. (L. XII, 3.) 

Untere B. 5-7zählig, gestielt, obere 3zählig, fast sitzend, 
B.chen scharf gesägt, unterseits blaugrün. -^|- ; B^» ^*^ j 
H. 0,3-1 m. Nasse "Wiesen, Torfsümpfe, häufig. Sumpf-B. 

C. paluatre L. 

Potentilla L. Fingerkraut. (L. XII, 3.) 

1. Bl. weils; B. 3zählig, B.chen vorn kerbig gesägt. Pfl. 
erdbeerartig. :>[.; Bl. 4, 5; H. 5-10 cm. Laubwälde)-, 
Hecken, im östl. Teil zerstreut. Erdbeerartiges F. (F. 

Fragaridstrum Ehrh.) P. sterilis Gke. 

Bl. gelb 2 

2. Pfl. strauchartig, B. 5-7zählig gefiedert;, t);. Bl. 6, 7, 
grofs; H. 0,-7-1 m. Zierpfl. ..... P. frnticosa L, 

— — Pfl. krautartig; untere B. meist lang gestielt, 
obere sitzend 3- 



ißO Rosaceae. 

3. PH. oder '^. ohne nicht blühende B.rosette, Kr.b. kürzer 
als der K. " 4 

— — Ptl. :\. Grundachse Stengel u. nicht blühende 
B.rosetten treibend ^ 

4. B. gefiedert, obere Hzählig ; St. liegend; ßl. stiele nach 
dem Verblühen abwärts gebogen. Bl. 6-9; St. 10-45 cm. 
Ufer, Dorfgräben, sehr selten; Oldesloe, Hamburg, 
Grlücksburg, ob noch? Liegendes F. . . . P. supina L. 
B. Szählig; St. aufrecht: Bl. stiele nach dem Ver- 
blühen aufrecht oder abstehend. Bl. 6-8; H. 15-45 cm. 
Ufer, Torfmoore, zerstreut. Norwegisches F. 

P. norvegica L. 

5. B. unterbrochen gefiedert, unterseits u. oft auch ober- 
seits weifs-seidenhaarig: St. rankenartig, kriechend; Bl. 
einzeln. Bl. 5-7: St. 15-45 cm. AViesen, AVegränder, 
gemein Gänse-F P. anserina L. 

— — B. gefingert 6 

6. Bl. einzeln, oder zu 2. Grundachse dick, wenig ver- 
zweigt 7 

— — Bl. in Doldenrispen oder Trugdolden . . . . 1() 

7. St. ausläuferartig, oft wurzelnd: Kr.b. länger als der K. ; 

F.chen höckerig ; St.b. gestielt 8 

St. aufsteigend, nicht wurzelnd ; Kr.b. so lang als 

derK. ; F.chen fast glatt^ St.b. Szählig, sitzend ; Bl. 4zählig : 
Bl. 6-8; H. 15-30 cm. Triften, Wälder, trockene Moore, 
gemein. (Tormeritilla ereda L.) Wald-F. 

P. silvestris Neck. 

8. ;B. fast alle özählig, nur einzelne 3zählig 9 

— — B. fast alle 3zählig, nur die unteren oft 5zählig, 
obere sehr kurz, untere länger gestielt ; Bl. 4zählig: Bl. 
6-8; St. 15-45 cm. Feuchte Gebüsche, Grabenränder, 
zerstreut. Gestrecktes F. . . . P. procümbens Sibth. 

Zwischen P. silvestris u. P. procümbens ist öfter ein 
Bastard bei uns gefunden. 
'S. St. meistens stark verzw^eigt, nicht oder sehr selten 
wurzelnd ; (ich sah von dieser viel verwechselten Pfl. 
noch nie ein Ex. mit wurzelndem St.) B.chen verkehrt 
eifg., die mittleren der unteren B. etwa 2, die der oberen 
■c. 1 cm. lang. Bl. teile 4- u. 5zähliff, Bl. 6-8; St. 
15-45 cm. Sandige Hügel unter Heidekraut am Ein- 
'felder See b. Kiel. (P. procümbens X reptans?) Bastard-F. 

P. mixta Nolte. 

— -- St. meistens ganz ohne Zweige, an den Knoten 
vwurzelnd; B.chen verkehrt eifg., die mittleren der unteren 
•B. 3-4. die der oberen c. 2 cm lan«-: Bl. teile fast immer 



Rosaceae. (j|' 

özählig. Bl. 6-8; St. 30-70 cm. In allen Teilen gröfser 
als vor. Wiesen, Ufer, Gräben, häufig. Kriechendes F. 

P. reptans L.. 
JO. Kräftige Pfl. mit steif aufrechtem, abstehend lang be- 
haartem St . 11 

— — Zartere Pfl. mit aufstrebendem St 12 

11. Untere B. meist Tzählig; St, u, B. neben den längeren 
Haaren von kurzen, drüsentragenden Haaren rauh; Kr.b. 
grofs, den K. überragend. Bl. 6, 7; H. 0,3-0,7 m. Hügel, 
Gebüsche, Hamburg ; ursprünglich wohl verwildert. Auf- 
rechtes F • . . . P. recta L. 

— — Untere B. meist özählig; St. u, B. neben den 
längeren Haaren von kurzen filzig. Kr.b. den K. kaum 
überragend. Wie vor. bei Hamburg. Behaartes F. 

P. pilösa L,. 

12. St. u. B. stiele mit aufrecht oder wagerecht abstehenden 
längeren Haaren besetzt 13- 

— — St. u. B. stiele von kürzeren Haaren filzig; B. 
özählig, B.chen am Rande zurückgerollt, unten weifs- 
oder graufilzig. Bl. G, 7 ; St. 0,15-0,3 m. Hügel, trockene 
Gebüsche, häufig. Silber-F. . . . . P. argentea L.. 

Auf Baggeiplätzen bei Hamburg ist P. intermedia 
Äut. (P. Heidenreichii Zimmet.) mit 3zähligen oberen 
B., B.chen nicht am Rande zurückgerollt, unterseits 
schwach behaart, St. bogig aufsteigend oder fast auf- 
recht, gefunden. 

13. St. u. B. stiele mit aufrecht abstehenden Haaren, grün; 
B.chen keilig- verkehrt- eifg. Bl. 4, 5 ; H. 5-20 cm. 
Hügel, Triften, nur bei Lübeck. Frühlings-F. P. verna L*. 

— — St. u. B. stiele mit langen, wagerecht abstehenden 
Haaren; St. rot; B.chen keilfg.-länglich. Bl. 4, 5; H. 
5-20 cm. Wie vor., nur bei Lübeck, besonders auf dem 
Priwal. Dunkles F P. opaca Ii. 

Alchemilla Tourn. Sinau. (L. IV, 1.) 

St. aufstrebend; Grundb. nierenfg., in 5-9 halbkreisfg., 
gesägte Lappen geteilt. Staubb. 4, Bl. 5-7, grün; H. 
15-40 cm. Wiesen, Gebüsche, Wegränder, häufig. Ge- 
meiner S. Frauenmantel A. vulgaris L.. 

— — St, liegend oder aufsteigend; B. handfg. 3-5sp. 
Staubb. 1-2. Bl. 5-10, grün, St. 5-15 cm. Äcker, häufig. 
Acker-S A. arvensis L. 

Sangiiisörba L. Wieseuknopf. (L. IV, 1.) %. 

Bl. 9> in eifg. , länglichen , dunkelbraunen Köpfen ; 
Staubb. 4, F.chen 1. Bl. 6, 9; H. 0,3-1 m. Wiesen, 



tß2 Rosaceae. 

sehr zerstreut, Schleswig, unteres Treene- u. Eiderthal, 
Heide, Hamburg, Lauenburg. Gemeiner W. S. offieinalis L. 

Untere Bl. S, obere $ in rundlichen, anfangs grünen, 

dann rötlichen Köpfen; Staubb. 20-30, F.chen 2-3: 
Bl. 5-7 ; H. 30-60 cm. Sonnige Hügel, selten. Neu- 
stadt, Lübeck, öfter mit fremder Saat eingeschleppt. 
Kleiner W. (Poterium Sanguisorba L.) S. minor Scop. 

A^rimonia L. Odermennig. ( L. XI, 2.) :\. 

B.chen unterseits kurz grauhaarig : Kr.b. eifg. ; K. röhre 
bei der Reife verkehrt kegelfg., fast bis zum Grunde 
gefurcht, äufsere Stacheln abstehend. Bl 6-9, gelb: 
H. 0.3-1 m. Wegränder, Gebüsche, meist häufig. Ge- 
meiner O , A Eupatoria L. 

— — B.chen beiderseits zerstreut behaart, grün; Kr.b. 
.länglich verkehrt herzfg.; K. röhre b. d. Keife glockeufg., 
nur bis zur Mitte gefurcht, äufsere Stacheln zurückge- 
bogen. Bl. 6-8, gelb; H. 0,45-]. 4 m. Wie vor., im 
^Osten zerstreut, stellenweise häufig. Wohlriechender 0. 

A. odorata Mill. 

Rosa Tourn. Rose. (L. XII, 3.) B. 

'1. Kr.b. gelb oder gelbrot, ; Stacheln derSchöfslinge oerade, 
ungleich; K.zipfel eingeschnitten; Bl. einzeln. Bl. 6. 7; 
• H. 1,2-2 m. In Gärten. Gelbe K R. lutea Mill. 

— — Kr.b. weifs, hellrosa oder rot 2 

2. Schöfslinge mit zweierlei Stacheln, derben u. borsten- 
oder nadelfgn 3 

— — Stacheln der Schöfslinge von einerlei Art ... 6 

3. B.chen sehr grofs, 3-5, lederartig, unterseits blau- 
grün; Bl stiel lang, nebst dem K. drüsig-borstig; Kr.b. 
grofs purpurrot; Scheinfrucht kugelig, knori)elig. In 
Gärten in vielen Abarten, meist gefüllt, selten verwildert. 

Bl. 6; H. 0,3-1,3 m. Essig-R R. gällica L. 

B.chen kleiner, 5 u. mehr, krautig; Kr.b. kleiner, 

w^eifs oder rosa 4 

4. B.chen klein, unterseits blaugrün. 7-11, ohne Haare u. 
Drüsen ; Bl. weifs oder blafsrosa. Scheinfrucht schwarz, 
lederartig. Bl. 6, 7. Dünen der Nordsee-Inseln. 5-3(> cm 
hoch, zuweilen in Gärten und daraus verwildernd, dann 
bis 1 m hoch. Üünen-R. . . . R. pimpinellifolia L. 

— — B.chen mittelgrofs , behaart oder unterseits 
drüsig, 5-7 . . 5 

Rosa hicida EhrJi. mit 7-9 länglich lanzettlichen, ober- 
seits spiegelnden, unterseits an den Nerven zuweilen be- 



Kosaceae. g3 

haarten B.chen. K.zipfel so lan.u' als die Kr.b., al)fallend, 
Scheinfrucht kugelig-, schwarzbraun, mehriährig-e St. 
stachellos, fand sich früher am hohen Eibufer b Ham- 
burg verwildert. 
5. B.chen unterseits dicht drüsig, klebrig, stark nach 
Äpfeln riechend; Bl. stiele stacheldrüsig; Kb. fiedersp., 
zuletzt abfallend: Kr.b. lebhaft rosa. Bl. 6; H. 0,6-1,3 m, 
Hecken, Gebüsche zerstreut. Wein-R. R. rubiginosa L. 

— — B.chen länglich eifg., graugrün mit roten Nerven, 
oben schwach, unten stärker flaumig; Bl. stiele kahl; K.b. 
ungeteilt, bleibend. Bl. 5, b; H. 1,2-1,8 m. In Gärten, 
zuweilen auch in Hecken. Zimmet-R. R. cinnamomea L. 

■6. B.chen unterseits drüsig 7 

— — B.chen untei'seits drüsenlos. höchstens am Mittel- 
nerv u. an den Zähnen spärlich drüsig 12 

7. Bl, stiel kahl, lang; B stiel dicht drüsig; Gf. wollig; 
K.zipfel früh abfallend. Bl. 6, 7; H. 0,8-1,5 m. Hecken, 
Gebüsche; aus Nordschleswig angegeben. Geruchlose R. 

R. inodöra Fr. 

^, B. stiel stieldrüsig, Stacheln gerade oder gebogen, 

aber nicht krummhakig (Stacheln krummhakig s. R. 
rubiginosa L.) S 

Ö. B.chen unterseits fein flaumhaarig, oberseits haarlos, 
Drüsen zerstreut, oft sehr spärlich. Bl. stiel lang; K.b. 
aufrecht abstehend. Hecken; Kiel, Hadersleben. Lieb- 
liche R R. venüsta Scheutz. 

— — B.chen unten mehr oder weniger filzig, oben fein 
behaart, Drüsen in der Behaarung etwas versteckt . . 

9. K.b. aufrecht, bleibend; Scheinfrucht kurzgestielt; B.chen 
unterseits vieldrüsig . \l 

— — K.b. abstehend, abfallend; Scheinfrucht langge- 
stielt; B.chen doppelt gezähnt, unterseits meist spärlich 
drüsig, mehr oder weniger grau-filzig, Bl. G, rosa; H. 
1,5-2 m. Hecken, Gebüsche, im Osten nicht selten, 
sonst sparsanier. Filzige R. . . . R. tomentosa Sm. 

Var. C'uspiddta M. B. B.chen unterseits schwächer 
behaart, aber mit zahlreicheren Drüsen, B chen lang zu- 
gesjützt, K.b. erst spät abfallend, ist b. Lübeck gefunden, 
dl. B.chen sehr grofs, elliptisch länglich, graugrün, drüsig 
klebrig; Stacheln lang, gerade; Scheinfrüchte grofs, 
scharlachrot, stark drüsenstachelig; Kr.b. gewim])ert. 
Bl. 6; H. 1-1,5 m. Der Früchte wegen gepflanzt und 
verwildert. Apfel-R R pouvlfera Hcrrmann. 

— — B.chen mittelgrofs, oval, beiderseits dicht be- 
ihaart', schwach drüsig; Stacheln kurz, gerade; Schein- 
früchte kleiner, dunkeJscharlachrot, mit weichen Stiel- 



■g4 Rosaceae. — Pomariae. 

drüsen. Bl. 6; H. 1-1,5 m. Hecken, Gebüsche,, sehr 
zerstreut. Weichste R R. mollissima Fries.. 

12. B.chen kahl, am Mittelnerv und an den Zähnen zu- 
weilen schwach drüsig 13 

— — B.chen behaart, Bl. stiele kahl (Bl. stiele mit Stiel- 
drüsen oder Drüsenstacheln s. R. tomentosa Sm.) . . 14 

13. Bl. kurz gestielt, gedrängt; Kzipfel reich tiedrig ge- 
teilt, abstehend oder aufrecht, spät abfallend; Zähne 
der breit ovalen B.chen zusammenneigend ; Bl. 6, 7, lebhaft 
rosa. Hecken, Gebüsche, bisher nur Nordschleswig, 
Beuters-Rose R. Reuteri Godet. 

— — Bl. langgestielt; K.zipfel reich fiederig geteilt, 
zurückgeschlagen, vor der Fruchtreife abfallend; Zähne 
der ovalen B.chen etwas offen, Bl. 6, 7, hellrosa. Hecken, 
Gebüsche, häufig. Hunds-R R. canina L. 

14. K.b. ungeteilt, Nebenb. schmal, eingerollt s. 

R. cinnamomea L. 
K.b. fiederspaltig, Nebenb. flach ...... lo- 

15. Bl. stiele ziemlich lang; JK.zipfel zurückgeschlagen und 
bald abfallend ; B.chen an der Basis abgerundet, unter- 
seits angedrückt behaart, oberseits kahl oder schwach 
behaart, B. stiel dicht behaart. Bl. G, 7, hellrosa. 
Hecken, Gebüsche, zerstreut. Hecken-R. 

R. dumetörum ThuilL 

Bl. stiele sehr kurz; K.zipfel abstehend oder etwas 

aufrecht , spät abfallend ; B.chen in die Basis ver- 
schmälert, derb, oben dünn,, unten ziemlich dicht be- 
haart. Bl. 6, 7, rosa. Wie vor. bei uns sehr zweifel- 
haft, früher in der Besenhorst b. Escheburg, Nord- 
schleswig (?). Lederblätterige R. . R coriifolia Fries. 



35. Farn. Poiiiäriae Lindl. 

Crataegus L. Weifsdoriu (L. XII, 2.) t). 
Bl.stiele kahl; Gf. 2-3; B. keilfg.- verkehrt- ei fg., 3-, 
seltener 51appig, Bl. weiCs, kult. rosa. Bl. 5; H. 
2-5 m, zuweilen (auch wild) baumartig höher. Hecken, 
Gebüsche häufig. Gemeiner W. . . C. oxyacantha L. 

Bl.stiele behaart; Gf. meist 1 ; B. tief, 3-öspaltig 

gelappt; Bl. 6, weifs. H. 2-5 m. Wie vor. Ein- 
grift'eliger W , . . . C. monogy'na Jacq. 

MCspilus L. Mis2)el. (L. XII, 2.) t). 
B. länglich lanzettlich, unten filzig; Bl. 5, weifs; H. 
1.5-6 m. In Gärten. Deutsche M. . M. germanica L. 



Pomariae. ß5 

Cydönia Tourn. Quitte. (L. XII, 2.) ^. 
Dornenlos; B. keilf^., unten wie die jungten Äste und 
K.röhre graufilzig; K.zipfel drüsig gesägt; Bl. zu 1-3, 
rötlich weifs. Bl. 5, 6; H. 3-6 ra. In Gärten, b. Hamburg 

verwildert. Gera eine Q, C. vulgaris Willd. 

Dornig; B. eifg., nicht filzig; K zipfel ganzrandig, 

gewimpert. Bl. 4, 5, scharlachrot; H. 0,6-3 m. Zier- 
strauch. Japanische Q C. japönica Pers. 

Piriis L. erw. (L. XII, 2.) 1^. 
1. Bl. grofs, in wenigblütigen Dolden ; Apfelfrucht mit perga- 
mentartig^en Fr fächern (Pirus L.) 2 

— — Bl. ziemlich klein, weifs in vielblütigen Dolden- 
rispen; Beerenfrucht mit dünnhäutigen Fr.fachern {Sorbus 
Tourn.) 3 

2 Gf. frei; Staubbeutel rot; Fr, nach unten verschmä- 
lert; B. und B.Stiele etwa gleich lang. Bl. 4, b, weifs; 
H. 6-'J0 m. Hügel, Gebüsche, wild zweifelhaft, z. ß. 
Trittau, allgemein angepflanzt und zuweilen verwildert. 
Birnbaum P. communis Ii. 

— — Gf. am Grunde verwachsen; Staubbeutel gelb; 
Fr. um den vStiel vertieft; B. fast doppelt so lang als 
der Stiel. Bl. 5, weifs, aufsen rosa; H. 6-12 m. Wälder, 
Gebüsche, zerstreut. Allgemein angepflanzt. Apfelbaum. 

P. Malus Ii. 

3. B. unpaarig srefiedert; F. kugelig, rot. Bl. 5, 6; H. 
3-10 m. Wälder, Eichengestrüppe häufig; überall, 
besonders an Wegen gepflanzt. Eberesche, Vogelbeer- 
baum P. aucupäria Gaertn. 

B. gelappt oder nur doppelt gesägt, unterseits 

filzig; F. orange . 4 

4. B. kurz gestielt, elliptisch, doppelt gesägt oder klein 
gelappt, Lappen oder Sägezähne von der Mitte nach 
dem Grunde kleiner werdend. Bl. 5; H. 3-10 m. An- 
gepflanzt. Mehlbeerbaum ...... P. Äria Ehrh. 

— — B. ziemlich lang gestielt, gelappt, Lappen bis 
zur Mitte des B. ziemlich yleich grofs. Bl. 5; H. 3-10 m. 
Angepflanzt. Schwedische Eberesche . P. scdndica Bah. 

Ämelänchier Med. Felsenmispel. (L. XII, 2.) 1^. 
B. beiderseits abgerundet, kerbig gesägt, anfangs unten 
filzig, später kahl. Bl. 4, 5, weifs; H. 1,3-2 m. Zier- 
strauch ; Gemeine F A. vulgaris Mnch. 

— — B spitz, scharf gesägt, anfangs unten weichhaarig, 
später kahl. Bl. .''), weifs; H. 1,5-3 m. Wie vorige. Bei Ham- 
burg verwildert. Canadische F. A. canadensis Torr. u. Gray, 

Prahl, Flora von Schleswig-Holstein. 5 



gß Pomaiiae. — Calycanthactae. — Onagraceae. 

36. Farn. Calycanthdceae Lindl. 

Calycänthus L. Gewürzstrauch. (L. XII, 3.) t}- 
B. kurzgestielt , eifg. bis länglich, ganzrandig, unter- 
seits blafsgrün, meist filzig; Bl. kurzgestielt, dunkelbraun, 
wohlriechend. Bl. 5-7; H. 1,2-2,5 m. Gemeiner Gr. 

C. fl6ridui< L. 

37. Farn. Oiiagräceae Juss. 
Epilobium L. Weidenröschen. (L. VIII, 1.) sj.. 

1. B. sitzend, sämtlich abwechselnd; Kr. ausgebreitet: 
Staubb. u. Grf. abwärts geneigt; Traube verlängert. Bl 
7-9, hellpurpurn, selten weifs ; H. 0,6-2 m. Wälder, Gre- 
büsche häufig. Schmalblätteriges W. E. angustifolium L. 

. — — Untere B. gegenständig oder zu 3 quirlständig. 
Kr. trichterfg. ; Staubb. u. Gf. aufrecht, Bl. rosa oder 
purpurn 2 

2. St. stielrund .3 

St. mit 2-4 erhabenen, von den B.rändern herab- 
laufenden Linien 6 

3. Untere B. kurz gestielt, obere sitzend, eifg. bis eifg.- 
lanzettlich, gesägt - gezähnt. Bl. 6-9; H. 0,3-0,6 m. 
Wälder, Gebüsche häufig. Berg-W. E. montanum L, 

— — xiUe B. sitzend ,4 

4. B. stengelumfassend; Bl. grofs, dunkelpurpnrn; St. drüsig 
behaart. Bl. 6-8; H. 0,6-J,3. Ufer, feuchte Gebüsche 
häufig. Rauhes W E. hirsütum I*. 

— — B. nicht stengelumfassend, Bl. klein 5 

5. Narben getrennt, abstehend ; B. lanzettlich, am Grunde 
abgerundet oder verschmälert. Bl. 6-9; H. 15-60 cm. 
Gräben, feuchte Orte, häufig. Kleinblumiges W. 

E. parviflorum Schreb. 

— — Narben zusammenneigend; B. lanzettlich oder 
linealisch mit keilfg. Grunde. Bl. 7-9; H. 50-60 cm. 
Wie vor. Sumpf-W E. palüstre I». 

6. B. alle ziemlich lang gestielt, an beiden Enden spitz. 
Bl. 7, 8; H. 0,3-1 m. Wie vor. Rosenrotes W. 

E. roseum Eetz. 

— — B. alle kurz gestielt mit herablaufenden Rändern, 
lineal-lanzettlich Bl. 6-9; H. 30-60 cm. Selten, viel- 
leicht übersehen, Norderdithmarschen J823, Fehmarn 
1820, nach Noltes Herbar und Prof. Haussknechts Be- 
stimmung. Lamys AV. . . E. Lämyi F. W. Schultz. 

— — B. alle, oder doch die mittleren sitzend, nur nach 
oben verschmälert 7 



Ouagraceae. ^"7 

7. St. 4 kantig, indem die mittleren B. mit jedem ihrer 
Ränder bis zum nächsten Paar gesondert herablaufen. 
Bl. 7, 8; H. 0,3-1 m. Quellen, Bäche, feuchte Wälder, 
sehr zerstreut. Vierkantiges W. (E. adnätum Griseb.) 

E. tetragonum L. 

— — St. mit 2 oder 3 erhabenen Linien , indem die 
herablaufenden Ränder sich jederseits vereinigen. Bl. 
7, 8; H. 0,3-1 m. "Wie vor., sehr zerstreut. Dunkel- 
grünes W E. obscürum Rchb. 

Oeiiotliera L. Nachtkerze. (L. VIII, 1.) 0. 

Kr.b. länger als die Staubb. ; B. der Rosetten länglich- 
verkehrt-eifg. oder elliptisch, stumpf, stachelspitzig. Bl. 
6-9, gelb, grofs; H. 0,6-1,2 m. Ufer, Wege, Schutt, 
zerstreut, im Eibgebiet gemein. Stammt aus Nord- 
amerika. Zweijährige N O. biennis L. 

— — Kr.b. so lang als die Staubb.; B. der Rosetten 
lanzettlich, zugespitzt, Bl. 6-9, gelb; H. 0,4—1 m. Wie 
vor., nur im Eibgebiet, aber hier stellenweise häufig. 
Weichstachelige N O. muricäta Ii. 

Isnärdia L. Isnardie. (L. IV, 1.) 

St. am Grunde wurzelnd, im Wasser aufrecht, nicht 
blühend, am Ufer kriechend oder aufsteigend, blühend ; 
B. oval, ganzrändig; Bl. einzeln, achselständig, sehr 
kurz gestielt, grün. Bl. 7, 8; St. 15-30 cm. Schlam- 
mige Ufer, Gräben. Früher b. Hamburg u. Heide, jetzt 
wohl verschwunden. Sumpf-I I. palustris L. 

Circaea Tourn. Hexenkraut. (L. II, 1.) 2|.. 

1. B. stiel geflügelt, nicht rinnig; Kr.b. etwas kürzer als der 
K.; Deckb. klein, borstenfg. ; F. länglich -keulenfg; B. 
herzfg., geschweift -gezähnt; St. ästig, kahl. Bl. 6-8, 
weifs; H. 8-25 cm, Feuchte, schattige Wälder, sehr 
zerstreut. Alpen-H C. alpina L. 

— — B.stiel rinnig, nicht geflügelt, Kr.b. so lang als 
der K., weifs oder rötlich; F. verkehrt-eifg 2 

2. Deckb. am Grunde der Bl. stiele borstenfg.; B. herzfg., 
geschweift - gezähnt ; Pfl. kahl. Bl. 7, 8, weifs; H. 
15-30 cm. Wie vor., etwas häufigei-. Mittleres H. 

C. intermedia Ehrh. 

— — Deckb. fehlen ; B. eifg., zuweilen schwach herzfg., 
gezähnelt ; Pfl. mehr oder weniger weichhaarig Bl. 7, 8 ; 
H. 25-50 cm. Laubwälder, verbreitet. Gemeiner H. 

C. lutetiana L. 



ß8 Onagraceae. — Holorrhagidaceae. — Hippuridaceae. — Callitrichaceae. 

38. Fam. Halorrhagidäceae R. Br. 
Myriophyllum VailL Tausendblatt. (L. XXI, 6.) 4. 

1, Bl. alle quirlständig in Ähren, rosa; junge Bl.stände 

aufrecht • 2 

S Bl. einzeln, wechselständig; Bl.stand vor dem Auf- 
blühen überhängend, am Grunde desselben die 5 Bl. in 
einem Quirl. Obere Deckb. ungeteilt, kürzer als die 
Bl; Bl. 7-9, rosa; St. 20-60 cm. Gräben, Torfmoore, 
Seen, im westlichen Teil meist häufiger als die anderen 
Arten. Wechselblütiger F. . . M. alterniflorum DC. 

2. Alle Deckb. fiederspaltig oder gefiedert, so lang oder 
länger als die Bl. ; Bl. 6-8; St. 10-45 cm. Gräben, 
Sümpfe, nicht selten. Quirlblütiges T. M. verticillatum L. 
— — Obere Deckb. ungeteilt, kürzer als die Bl. ; Bl. 
7-9; St, 0,3-1,2 m. Seen, Flüsse, nicht selten. Ähren- 
blütiges T M. spicatum L. 



39. Fam. Hippuridäceae Lk. 

Hippüris L. Tannenwedel. (L. I, 1.) 

St. aufrecht, 0,2-1 m hoch. Bl. 5-8. Stehende und 
langsam fliefsende Gewässer, zerstreut. Gemeiner T. 

H. vulgaris L, 

39. Fam. Callitrichaceae Lk. 
Callitriche L. Wasserstern. (L. XXI, 1.) 

1. B. dunkelirrün, lineal, am Grunde etwas breiter, vorn 
ausgerandet, die oberen nie rosettig. Bl. 7-10; St. 
15-'J5 cm. Seen, Flüsse, unter dem Wasser. Sehr 
zerstreut. Herbst- W. C. autumnalis L. 

— — B. hellgrün, am Grunde verschmälert, obere meist 
verkehrt eifg , rosettig; Pfl über dem "Wasser blühend 2 

2. F. kreisrund, F.chen breitflügelig gekielt; alle B. rund- 
lich-verkehrt-eifiT. oder die unteren linealisch (C. pla- 
tycarpa Kütz ), Bl 6-10; St. 5-25 cm. Gräben, Sümpfe, 
nicht selten. Breitblätteriger W. . C. stagnälis Scop. 

— — F. oval, F.chen sehr schmalflügelig gekielt; untere 

B. stets linealisch, obere meist verkehrt-eifg 3 

3. Deckb. schwach gebogen, Gf. aufrecht, bald verschwin- 
dend. Bl. 4-10; St. 2-25 cm. Wie vor., häufig. Ge- 
meiner W C. verna L. 



Oallitricbaceae. — Ceratophyllaceae. — Lythraceae. — Pbiladelphaceae. 69 

Deckb. kreissichelfg., an der Spitze hakig, Gf. 

lang, abstehend, bleibend, sonst wie vor., aber weit sel- 
tener; Hadersleben. Hakiger W. . C. hamuläta Kütz. 



40. Farn. Ceratophylläceae Gray. 
Ceratophyllum L. Hornblatt. (L. XXI, 6.) 

B. 1-2 mal gabelig geteilt; Gf.stachel so lang oder 
länger als die am Grunde 2dornige F.; Bl. 7-8; St. 
30-100 cm. Teiche, Gräben, häufig. Gemeines H. 

C. demersum L. 
— — B. 3 mal gabelig geteilt, zarter; der dornartige Gf. 
kürzer als die am Grunde dornenlose F.; Bl. 6-7, St. 
30-60 cm. Wie vor., sehr zerstreut. Glattes H. 

C. submersum Im, 



41. Fam. Lythräceae Juss. 
Lythrum L. Weiderich. (L. XI, l.j 

Bl. quirlig in einer verlängerten Ähre; B. meist alle 
gegenständig oder zu 3, sitzend, herzfg.-lanzettlich. 2\.', 
Bl. 6-9, purpurn; H. 0,6-1 m. Gräben, feuchte Gebüsche, 

gemein. Gemeiner W L. Salicäria Ij. 

— — Bl. einzeln, achselständig, rötlich ; B. abwechselnd, 
die untersten zuweilen gegenständig, aus schmalem 
Grunde lanzettlich oder lineal. ; Bl. 7, 8 ; H. 10-25 cm. 
Gräben, Äcker, sehr selten und unbeständig. Lauen- 
burg; Hamburg auf Schutt. Ysopblätteriger W. 

L. Hyssopifölia I*. 

Peplis L. Bachburgel. (L. VI, 1.) 

B. gestielt, gegenständig, verkehrt-eifg. 0; Bl. 7-10; 
St. 5-20 cm. Ufer, Gräben, feuchte Äcker, nicht selten. 
Gemeine B P. Portula I«. 



42. Fam. Philadelaphdceae Don. 

Philadelphus L. Pfeifenstrauch. (L. XII, 1.) ^. 

B. elliptisch, gesägt-gezähnelt ; Bl. grofs, weifs. Bl. 5, 6; 
fl. 1-3 m. Zierstrauch, zuweilen verwildert. Wilder 
Jasmin P, coronärius L. 



•70 Ciicurbitaceae. — Portulacaceae. 

43. Farn. Cucurbitäceae Juss. 

Cucurbita L. Kürbis. (L. XXI, 9.) 
St. u. die herzfg. B. steifhaarig: ; F. grofs, länglich oder 
rund. 0; Bl. 6-9, gelb; St. 3-10 m lang. In Gärten, 
zuweilen auf Schutt. Gemeiner K C. Pepo L. 

Cucumis L. Gurke. (L. XXI, 8.) 
B. spitzlappig; F. länglich, Fleisch grünlich. 0; Bl. 6-9, 
gelb; St. bis 3 m. In Gärten gebaut. Gurke. C. sativus L. 

— -- B, stumpf lappig ; F. rundlich oder eifg., Fleisch 
orange. Bl. blafsgelb. Wie vor., seltener gebaut. Melone. 

C. Melo L. 

Bryöuia L. Zaunrübe. (L. XXI, 8.) 2\.. 
Einhäusig; K. der $ Bl, so lang als die Kr.; Narben 
kahl; Beere schwarz. Bl. 6-8; St. 3-4 m. In Hecken 
rankend, zerstreut. Weifse Z B. alba L. 

— — Zweihäusig; K. der $ Bl. halb so lang als die 
Kr.; Narben rauhhaarior; Beere rot, sonst wie vor. Sehr 
zerstreut, häufig um Kiel. Zweihäusige Z. B. dioica Ij. 

Sicyos angulata L. mit öeckig gelappten B., kleinen 
grünlich weifsen Bl. u. einsamigen, steifhaarigen F., zu- 
weilen an Lauben angepflanzt und vorübergehend ver- 
wildert gefunden. 

44. Fam. Portulacäceae Juss. 

Portuldca L. Portulak. (L. XI, 1.) 0. 
K.zipfel stumpfgekielt; St. niederliegend, 15-30 cm lang. 
B. länglich keiifg., Bl. 6-10. Auf Schutt bei Hamburg 

unbeständig. Gemeiner P. P. oleräcea L. 

K.zipfel flügelig gekielt; St. aufrecht, 20-50 cm 

hoch. B. verkehrt- eifg. Bl. 6-10. Zuweilen als Ge- 
müse gebaut. Gebauter P. . . . P. sativa Harworth. 

Moutia Miclieli. Montie. (L. III, 1.) 

Pfl. gelbgrün; St. gabelästig, ausgebreitet; untere B. 
spatelig, obere lineal ; Samen höckerig, fast glanzlos. ; 
Bl. 5, weifs, klein; St. 3-10 cm. Sandfelder, Ufer, Äcker 

zerstreut. Kleine M M. minor Gmel. 

^ Pfl. hellgrün; flutend oder aufsteigend; Samen 

feinhöckerig, glänzend, sonst wie vor., aber weit gröfser 
u. das ganze Jahr wachsend. 2}.; Bl. 5-9; St. 10-40 cm. 
Quellen, Bäche, zerstreut, aber sehr gesellig. Bach-M. 

M. rivuläris Gmel. 



rortulacaceaf. — Paronychiaceae. — Scleranthaceae. — Crassulaceae. 71 

Claytonia L. Claytonie. (L. V, 1.) 
Kahl; Grundb. lang- o-estielt, rhombisch-oval; Bl. stand 
traubenartig. Bl. 5, 6, klein, weifs; H. 10-40 cm. 0. 
Bei Süderbrarup in Angeln seit mehr als 30 Jahren an 
Wällen zahlreich verwildert; Schleswig', Hamburg- 
wnbeständig. Durchwachsene C. . . C perfolidta Donn. 



45. Fam. Paronychiticeae St. Hilaire. 

Corrigiola L. Strandliug. (L. V, 3.) 

Pfl. niedergestreckt, kahl, blaugrün, v. Grund an ver- 
zweigt; Bl. sehr klein, weifs, in reichblütigen, gedrängten 
Wickeln. 0; Bl. 6-9 ; Zweige 10-30 cm. Sandboden, 
Wege. Ufer, sehr zerstreut. Gemeiner St. C. litoralis L. 

Herniäria L. Bruclikraut. (L. V, 3.) 

Pfl. niedergestreckt, gelbgrün, kahl; B. zuweilen am 
Grunde gewimpert (Var. subciliata Bab.); Bl. in dichten 
knäuelartigen Wickeln, grün. 0; Bl. 7-10; St. 5-20 cm. 
Triften, Sandfelder, häufig. Kahles B. . H. glabra L. 

Illecebrum Bupp. Knorpelkraut. (L. V, 1.) 

Pfl. niedergestreckt, kahl ; St. fadenfg. ; Bl. in blatt- 
winkelständigen Knäueln, weifs. Bl. 6-10; St. 4-30 cm. 
Feuchte Äcker, Sandfelder, im mittleren sandigen Teil 
des Landes stellenweise häufig, nach Norden seltener. 
Quirlblütiges K .1. verticillatum L. 



46. Fam. Scleranthäceae Lk. 
Scleränthiis L. Knäuel. (L X, 2.) 

K.zipfel spitz, schmal-hautrandig, bei der Frucht ab- 
stehend. 0; Bl. 6-10; H. 4-20 cm. Äcker, Grasplätze 

gemein. Einjähriger K S. annuus L. 

— — K.zipfel stumpf, breit-hautrandig, bei der F. zu- 
sammenneigend. 2}.; Bl. 6-16; H. 4-20 cm. Sandfelder, 
nicht selten. Ausdauernder K S. perennis L. 



47. Fam. Crassuläceae DC. 

Bulliärda BC. BuUiarde. (L. IV, 4.) 

Kahl; Bl. einzeln, achselständig, kurz gestielt oder 
sitzend, weifs. 0; Bl. 7-9; H. 2-5 cm. Heidetümpel, 
sehr selten, nur bei Husum. Wasser-B. B. aquatica DC. 



72 CraBBulaceae. — Groseulariaceae. 

Sediim L. Fetthenne, Mauerpfeffer. (L. X, ö.) 

1. B. flach, breit, St. aufrecht. 2|. > 

B. mehr oder weniger stielrund, St. aufsteigend S\. i 

2. Untere B. mit breitem geöhrelten Grunde sitzend, obere 
mit etwas herzfg. Grunde st.umfassend ; innere Staubb. 
am Grunde der Kr.b. eingefügt; Bl. 8, 9, griinweifs; 
H. 30-60 cm. Hügel, Wegränder, nicht selten. GrofseF. 

S. maximum Suter. 

— — Untere B in einen kurzen Stiel verschmälert, 
obere mit abgerundetem Grunde sitzend, innere Staubb. 
Ve über dem Grunde des Kr.b. eingefügt, Bl. 8, 9, rosa; 
H. 0,3-0,6 m. Wie vor. zerstreut. Rote F. 

S. purpureum lik. 

3. Bl. weifs; Kr.b. stumpf, 3 mal länger als der K.; ßl. 6, 7 ; 
H. 10-20 cm. Hin und wieder auf Mauern verwildert. 

Weifser M S. album L» 

Bl. gelb ; Kr.b spitz, doppelt so lang als der K. 4 

4. ß. kurz-stachelspitzig, lineal-pfriemlich am Grunde mit 
stumpfem Sporn. Pfl. graugrün. Bl 6, 7; H. 15-30 cm. 
Trockene Hügel, Grasplätze; sehr häufig im Eibgebiet, 
landeinwärts bis Trittau, sonst sehr zerstreut u. wohl 
nur verwildert. Zurückgekrümmter M. . S. reflexum L. 

— — B. ohne Stachelspitze , Pfl. gelbgrün , 6zeilig be- 
blättert, H. 5-15 cm 5 

5. B. lineal-walzenfg., mit einem stumpfen Sporn. Bl. 6, 7. 
Verbreitung wie bei der vorigen. Sechszeiliger M. 

S. boloniense LoisL 

— — ß. kurz, eifg., ohne Sporn. Bl. 6, 7. Sandfelder. 
Mauern, Dächer gemein. Scharfer M. . . . S. acre L, 

Sempervivum Rupp. Hauslaub. (L. XI, 4.) 
St., anfangs kurz mit gehäufter B.-Rosette, streckt sich 
bei der Blüte u. trägt einen trugdoldigen Bl.stand. Ro- 
settenb. fleischig, stachelspitzig; K.zipfel u. die trübroten 
Kr.b. ausgebreitet. 2|.; Bl. 7, 8; H. 20-50 cm. Hin u. 
wieder, besonders auf Strohdächern, gepflanzt. Dach-H. 

5. tectörum L. 

48. Fam. Orossulariäceae DC. 
Bibes L. Stachel- n. Johannisbeere. (L. V, 1.) ^. 

1. St. stachelig; B. 3-51appig, weichhaarig; Trauben l-o- 
blütig; F. kahl, behaart oder drüsenborstig; Bl. 4, grünlich- 
purpurn; H. 0,6-1,2 m. Allgemein in Gärten, die Form 
mit behaarten F. (R. uva crispa L.) in^Hecken, ob wild? 
Stachelbeere R Grossularia L. 



Gro88ulariaceae. — Saxifragaceae. 73 

St, ohne Stacheln, Trauben vielblütig. Johannis- 
beere 2 

'J. K.röhre lang cylindrisch, K. goldgelb, Kr.b. vorn rot. 
Bl.trauben aufrecht abstehend. Bl. 4, 5; H. 1,5-2,5 m. 
Zierstrauch. Goldgelbe J R. aüreum Pursh. 

— — K.röhre beckenfg. oder röhrig glockig .... 3 

3. Bl.trauben aufrecht; Bl. unvollständig zweihäusig, grün- 
gelb; K.röhre flach beckenfg.; Beere rot. Bl. 4, 5; 
H. 1-1,6 ni. Zierstrauch, zuweilen verwildert. Alpen- J. 

R. alpinum L, 

— — Bl.trauben hängend, Bl. zwitterig 4 

4. Bl. stiele so lang als die spatelfg., gefärbten Deckb. ; Bl. 
purpurrot. Bl. 4, 5; H. 1,5-2,4 m. Zierstrauch. Purpur J. 

R. sanguineum Pursh. 

— — Bl.stiele mehrmals länger als die Deckb. ... 5 

5. Deckb. eifg., K.röhre flach beckenfg., kahl, K.zipfel kahl ; 
Beere rot oder gelb. Bl. 4, 5, grüngelb; H. J-1,6 m. 
Feuchte Wälder u. Gebüsche zerstreut, überall in Gärten. 

Rote J • R rubrum L. 

Deckb. pfriemfg. ; K.röhre glockenfg,, drüsig punk- 
tiert, wie die Zipfel weichhaarig; Beere schwarz. Bl. 4, 5, 
rötlich; H. 1-2 m. Wie vor. Schwarze J. R. nigrum Ij, 



49. Fam. Saxifragäccae Vent. 
Saxifraga L. Steinbrech. (L. X, 2.) 

1. K. mit dem F.kn. verwachsen, halb oberständig; Bl. weifs. 

Pfl. ohne Ausläufer 2 

K, frei; Bl. gelb; Pfl. mit beblätterten Ausläufern u. 

lanzettfg. B. 4; Bl. 7-10: H. 10-25 cm. Sumpfwiesen 
selten, Schleswig u. Kiel (ob noch?), Lübeck. Cist- 
blumiger St. .......... S. Hirculus 1». 

2. Pfl. S). ; 15-30 cm hoch ; Grundachse mit braunen Zwiebeln ; 
Grundb. nierenfg., lappig-gekerbt. Bl. 4, 5. Wiesen, 

Hügel häufig. Körniger St S. granulata L. 

Pfl. 0, 3-15 cm hoch, ohne Zwiebeln; Grundb. 

spatelig, 31appig; Bl. viel kleiner. Äcker, Wälle, sehr 
zerstreut im östlichen Holstein, sonst zweifelhaft. Drei- 
fingeriger St S. tridactylites L. 

In Gärten werden häufig kult.: 1) S. umbrosa L., Por- 
zellanblume, Jehovablümchen , mit beblätterten Aus- 
läufern, B. verkehr^eifg., stumpf, knorpelig-gekerbt, kahl, 
Bl. stiel lang gewimpert, St. drüsig, rispig, blattlos, K. 
zurückgeschlagen, Bl. weifs, rotgefleckt. 2) S. craßifoliaL. 



74 Saxifragaceae. — Urabelliferae. 

B. grundständig, lederartig, verkehrt-eifg. oder herzig, 
(var. cordifolia How.), kahl, stumpf gezähnt, St. dick, 
Ripse geknäuelt, Bl. überhängend, rot. 

Clirysospleninm L. Ooldmilz. (L. VIII, 2.) i^. 

B. wechselständig, ziemlich lang gestielt, rundlich- 
nierenfg. Bl. 3-5, gelb; H. 3-20 cm. An Quellen u. 
Bächen, besonders in Wäldern, häufig. Wechselblät- 
terige Gr C. alternifolium L. 

— — B. gegenständig, halbkreisrund, kurz gestielt. 
Bl. 4, 5, gelb; H. 3-15 cm. Wie vorige, meist nicht eben 
selten. Gegenblätterige (y. . . . C, oppositifolium L. 



50. Farn. Umbelliferae Juss. (L. V, 2.) 
Hydrocötyle Tourn. Wassernabel. 

B. schildfg., kreisrund, gekerbt; Dolden kopffg., ihre 
Stiele viel kürzer als die B. stiele. 2[.; Bl. 7-9; St. 
fadenfg., kriechend, 5-80 cm. In Sümpfen gemein. 
Geineiner W. .......... H. vulgaris L, 

Saniciila Toiirii. Sanikef. 

Grundb. lang gestielt, handfg.-oteilig; St. mit wenigen 
sitzenden ß. 4; Bl. 5, 6, rötlich- weifs ; H. 30-50 cra. 
Laubwälder, sehr häufig. Gremeine S. . S. europaea L. 

Asträntia Tourn. Astrantie. 
Grundb. lang gestielt, handfg.-oteilig. 2^.; Bl. 7, 8, 
weifs oder rötlich; H. 0,3-1 m. Zierpflanze, zuweilen 
verwildert. Grofse A A. major L. 

Eryugium Tourn. Mäuuertreii. 

Hüllb. lineal- lanzettlich, wie die Szähligen, doppelt 
fiederspaltigen B. dornig gezähnt; BL 7, 8, weifs oder 
graugrün; i^; H. 20-t)0 cm. Hügel, Triften, häufig im 
Eibgebiet, sonst nur in der Marsch bei DeetzbüU ge- 
funden. Feld-M E. campestre L. 

— Hüllb. breit eirund, Slappig, dornig, untere B. un- 
geteilt, herznierenfg., obere st. umfassend, handfof.-lappig, 
alle meergrün. Q oder 2|.; Bl. 7, amethystblau oder 
weifs; H. 14-45 cm. Am sandigen Meeresstrande ver- 
breitet. Strand-M E. maritimum L. 

Cicüta L. Wasserschierling. 

Wurzel dick, querfächerig, hohl. Giftig, i^; Bl. 7, 8, 
weifs; H. 0,6-1,2 m. Ufer, Sümpfe häufig. Gemeiner W. 

C. vlrosa L, 



UmbeUiferae. 75 

Apium L. Sellerie. 

Untere B. gefiedert, obere Szählig. Q; Bl. 7-9, weifs; 
H. 30-60 cm. Salzwiesen, am Strande zerstreut, im 
Binnenlande b. Oldesloe. Als Gemüse gebaut und auf 
Schutt verwildernd. Gemeiner S. , A. graveolens L. 

Petroselinum Hoffm. Petersilie. 
Untere B. 3fach gefiedert, obere 3zählig. Q; Bl. 6-7; 
H. 0,5-1 m. Als Küchengewächs überall, selten ver- 
wildert. Gemeine P P, sativum Hoffm, 

Helosciädiuin Koch. Suinpfscliirni. 

Untergetauchte B. haarfein geteilt, obere gefiedert mit 
keilfg., ?j- oder mehrsp. B.chen. [selten alle B. haarfg. 
(Var. fluitans Fr.) ; bei den kriechenden Trockenlormen 
fehlen die haarfg. B. ganz (Var, terrestre H. Müller),']. 
Dolde 2strahlig, Hülle fehlend. Bl. 6-8 ; St. 5-50 cm. Torf- 
sümpfe zerstreut. Untergetauchter S. H. inundätum Koch. 

St. kriechend; B, lang gestielt, gefiedert, B.chen 

rundlich, Hülle l-2blätterig. " Bl. 7-9; St. 10-30 cm. 
Ufer, feuchte Orte sehr selten, Lübeck, Stormarn, neuer- 
dings nicht gefunden. Kriechender S. H, repens Koch. 

Falcäria Rivin. Sichelclolde. 

Kahl, blaugrün ; Hülle u. Hüllchen vielblätterig. Bl, 7-9 ; 
H. 30-45 cm. Weg u. Äckerränder, sehr selten. Heiligen- 
hafen, zuweilen verschleppt. (F. RiviniBost.) Gemeine S. 

F. vulgaris Bernh, 

Ammi Tourn. Ammi. 
Kahl; Kr.b, verkehrt-herzfg. 0; Bl. 7-9; H. 0,6-1 m. Auf 
Schutt b. Hamburg eingeschleppt. Grofses A. A. majus L. 

Aegopödium L. Geisfufs, Gierseh. 
Kahl, 0,6-1 m hoch, Bl, 6, 7. Zäune, Gebüsche, Gärten 
gemein. Gemeiner G A, Podagräria L. 

Carum L. Kümmel. 

Kahl; Kr,b. verkehrt-eifg. mit eingebogenem Spitzchen. 
Bl. 5, 6; H, 30-60 cm. Wiesen, Wegränder, in Hol- 
stein u. im westlichen Schleswig meist häufig, im Osten 
seltener. Gemeiner K C. Carvi Ij. 

Fimpinella Riv. Bibernelle. 4- 

St. kantig-gefurcht; B. gefiedert, B.chen gestielt, eifg., 
die der oberen B, lineal. Bl, 7, 8 ; H. 0,3-1 m. Wiesen, 



76 Umbelliferae. 

Gebüsche, zerstreut im östl. Teil, stellenweise häufig, in 
Nordschleswig sehr selten. Grofse B. . . P. magna L. 

St. stielrund, gerillt; B chen der Grundb. sitzend, 

rundlich, die der St.b.'fiederteilig. Bl. 7-9; H.0,.S-0,6m. 
"Wegränder, Hügel gemein. Var. hircinaLeers. : Abschnitte 
auch der Grundb. fiederteilig, ist seltener, Var. nigra 
Willd. : Pfl oben grau behaart, Wurzelschnittflächen blau 
werdend, im Eibgebiet, aber zweifelhaft. Gemeine B. 

P. Saxifraga L. 
Bernla Koch. Berle. 
Kahl; St. stielrund. 30-70 cm. hoch; Hülle u. Hüllchen 
vielblätterig. Bl. 7-9. Bäche, Gräben, Ufer häufig. 
Gemeine B B. angustifolia Koch. 

Sium Touru. Merk. 

Kahl; St. kantig-gefurcht; Hüllb. 5-6, Hüllchenb. 5-8. 
Bl. 7, 8; H. 0,6-1,3 m. Gräben, Ufer, häufig. Gemeiner M. 

S. latifölium I*. 
Bnpleürum Toiirn. Hasenohr. 

Blaugrün; B. eifg., die obersten lundlich, unterste sitzend, 
übrige durchwachsen. Bl. 6-8; H. 15-45 cm. Selten u. 
unbeständig in Gärten, auf Äckern und Schutt, einge- 
schleppt. Rundblätteriges H. . . B. rotundijölium L. 

Blaugrün ; B. lanzettlich-linealisch, obere linealisch ; 

St. von Grund an sehr ästig, aufrecht oder liegend, 
10-25 cm. Bl. 7-9. Strandwiesen der Ostküste zerstreut, 
seltener an der Westküste. Feines H. B. tenuissimum L, 

Oenänthe L. Rebendolde. 

1. Hülle fehlend, Hüllchen mehrblätterig 2 

Hülle 4-6blätterig ; Wurzelfasern fadenfg. oder 

verlängert keulenfg. ; untere B doppelt, obere einfach 
gefiedert; F. länger als die bleibenden Gf. 2j.; Bl. 7-9; 
H. 50-100 cm. Strandwiesen, besonders der Ostküste, 
zerstreut. Lachenais R O. Lachenalii GmeL 

2. Wurzelfasern keulenfg. verdickt; St. u. B.stiele röhrig, 
untere B. doppelt, untere einfach gefiedert; F. kürzer 
als die bleibenden Gf. 2|.; Bl. 7, 8; H. 0,3-0,6 m. 
Gräben, Sümpfe häufig. Röhrige R. . O. fistulosa L. 

Wurzeln fadenfg., B. doppelt bis 3fach gefiedert. 

0; Bl. 7, 8; H. 0,3-1,2 m. Wafser-R. O. aquätica Lmk. 

Aethüsa L. Hnndspetersilie, Gleisse. 
ß. doppelt oder 3 fach gefiedert. 0; Bl. 6-10; 
H. 0,3-0,8 m. Giftig. Gärten, Äcker, Schutt gemein. 
Gemeine H A. Cynapium L 



Umbelliferae. 77 

Foeniculiim Adans. Fenchel. 
B. mehrfach g-efied er t, mit pfriemfg., verlängerten Zipfeln; 
Kr.b. rundlich, eingerollt. 0.; Bl. 7-9; H. 1-1,6 m. 
Gewürzig riechend. Gemeiner F. . F. capiUäceum Gil. 

liibanötis Riv. Heilwurz. 

St. kantig, ästig; untere B. meist doppelt gefiedert, 
unterseits blaugrün. 0; ßl. 7, 8; H. 0,6-1, Sm. Hügel, 
Gebüsche sehr selten, Fehmarn, Land Oldenburg, auch 
von Gram, Gelting u. Eckernförde angegeben. Berg-H. 

L. montana Crtz. 
Cnidinm Cnst. Brenndolde. 
St. unten stielrund, oben kantig - gefurcht ; B. doppelt 
gefiedert, mit linealisch-lanzettlichen Zipfeln; Hüllchenb. 
pfriemfg., so lang als das Döldchen. 0; Bl. 7, 8; 
H. 0,3-1 m. Feuchte Wiesen u. Gebüsche, sehr selten, 
Elbe u. Steckenitz; Geesthacht, Hamburg?, Buchen. 
Aderige B C. venosum Koch. 

Levisticum Koch. Liebstöckel. 
Untere B. doppelt oder einfach gefiedert. 3}.; Bl. 7, 8; 
H. 1,3-2 m. Hin u. wieder in Dorfgärten u. halb ver- 
wildert. Gebräuchlicher L L. officinäle Koch. 

Selinum L. Sil^e. 

Hülle fehlend, Hüllchen vielblätterig. 4; Bl 7, 8; 
H. (>,3-l m. Wiesen , Gebüsche zerstreut. Kümmel- 
blätterige S S. Carvifölia L, 

Angelica L. Briistwurz. 

Hülle meist fehlend, Hüllchen vielblätterig 0; Bl. 6-8; 
H. 0,3-2 m. Wiesen, Wälder häufig. Wald-B. 

A. silvestris L. 
Archangelica Hoffm. Engelwurz. 

Untere B. doppelt bis 3fach gefiedert, B chen eifg., zu- 
gespitzt, stachelspitzig gesägt; Hülle feblend oder Iblät- 
terig, Hüllchen vielblätterig. 0. Flufsufer u. Strand- 
wiesen, Eider-, Elb- u. Alstergebiet, an der üstküste zer- 
streut, an der Westküste selten. Gebräuchliche E. 

A. officinalis Hoflfhi. 

Pencedauuni L. Grnndheil. 

Hülle u. Hüllchen vielblätterig. 2}.; Bl. G-8; H. 0,3-1 m. 
Hügel, Gebüsche, nur an der Elbe bei Lauenburg und 
Geesthacht, an der unteren Trave u. b. Heiliu^enhafen. 
Gemeine G P. Oreoselinum Mnch. 



"73 Uiubelliferae. 

Thysseliuum Riviii. Ölsenich. 

Hülle u. Hüllchen vielblätterig, zurückgeschlagen, mit 
häutig berandeten B. G ; Bl. 7-8: H. 0,3-1,2 m. Feuchte 
Gebüsche, Moorwiesen, häufig. Sumpf-0. 

T. palüstre Hoffm. 

Anethum Tourn. Dill. 
Hülle u. Hüllchen wenigblätterig oder fehlend. 0; 
Bl. 7-9; H. 0,45-1,8 m. Zum Küchengebrauch gebaut u. 
nicht selten verwildert. Gemeiner D. . A. graveolens L. 

Pastinäca Tourn. Pastiuak. 

Hülle u. Hüllchen fehlend oder wenigblätterig. Q; 
Bl. 7-9; H. 0,6-1,2 m. Wiesen, Wegränder, zerstreut, 
stellenweise, namentlich in der Mitte des Landes, selten 
oder fehlend. Gemeiner P P. sativa L. 

Heracleum L. Bärenklau. 

Hülle fehlend oder wenigblätterig, Hüllchen vielblätterig; 
B. einfach gefiedert, mit gelappten, breit eifg. ß.chen, 
oder die B.chen sind tief fiedersp. mit sehr verlängerten, 
lanzettfg. Abschnitten (Var. eleg ans Koch); äufsere Kr. 
der Dolden gröfser, strahlend, oder alle ungefähr gleich 
grofs (Var. sihiricum LJ). ^; Bl. 6-9; H. 1-2 m. 
Wiesen , Wälder, gemein, die Abarten seltener. Ge- 
meine B H. Sphondyliiim L. 

Tordylium Tourn. Zirmet. 
St. rauhhaarig, kantig gefurcht ; B. 5-7zählig gefiedert, 
Hülle u. Hüllchen mehrblätterig; F. vor der Reife steif- 
haarig. 0; Bl. 7, 8; H. 0,5-1,2 m. Auf Schutt bei 
Hamburg, eingeschleppt. Grofser Z, . T. Maximum L. 

Laserpitium Tourn. Laserkraut. 

Untere B. doppelt gefiedert, Zipfel länglich oder lan- 
zettlich; Hülle und Hüllchen vielblätterig, zurückge- 
schlagen, mit breit häutig gerandeten B. 0; Bl. 7, 8; 
H. 0,3-1,8 m. Wiesen, trockene Wälder u. Gebüsche, 
sehr selten. üntertrave und Steckenitz - Gebiet. 
Preufsisches L L. prutenicum L. 

Daücus Tourn. Möhre. 

B. doppelt oder 3fach gefiedert mit fiederspaltigen 
Beben u. lanzettlichen Zipfeln. 0; Bl. 6-9; H. 0,3-1 m. 
Wegränder, Wiesen, gemein; auch gebaut. (Gelbe 
Wurzel). Gemeine M D. Carota L. 



Umbelliferae. 79 

Caucalis L. Haftdolde. 

Abstehend behaart; B. doppelt gefiedert, mit fieder- 
spaltigen Abschnitten und, .lanzettlichen Zipfeln. 0; 
Bl. 6, 7; H. 'J5-;)0 cm. Acker, Schutt, selten, einge- 
schleppt u. unbeständig. Möhrenartige H. C. daucoides L. 

Turgenia latifolia Hoffm. St. oberwärts kurzborstig, 
B. fiederteilig mit lineaiisch länglichen B.chen, Büllb. 
2-5, Hüllchen b. 5-7, häutig berandet, F. stachelig. Ver- 
einzelt auf Schutt bei Hamburg gefunden. 

Törilis Adaus. Klettenkerbel. 

Dolden sehr kurz gestielt oder sitzend, blattgegen- 
ständig ; St. niederliegend oder aufsteijjend. © ; Bl. 6-9 ; 
St. J5-35 cm. Marschdeiche von Deetzbüll bis Norder- 
dithmarschen , auf Schutt bei Hamburg. Knotenfrüch- 

tiger K T. nodosa Gärtn. 

Dolden lang gestielt ; Hülle vielblätterig ; Stacheln 

der F. einwärts gekrümmt, aber nicht widerhakig. Q; 
Bl. 6-8; H. 0,5-1 m. Zäune, Gebüsche, gemein. Ge- 
meiner K. . . , T. Anthriscus Gmel. 

T. infesta Koch, Hülle fehlend oder Iblätterig; 
F.stachein an der Spitze hakig, sonst wie vorige. Auf 
Schutt bei Hamburg gefunden. 

Scandix L. Niidelkerbel. 

ß. 3fach gefiedert; Dolde meist 2-3strahlig, ohne Hülle. 
Q; Bl. 5, 6; H. 10-'J5 cm. Äcker; in Ostholstein nicht 
eben selten, sonst einzeln und unbeständig, Hamburg 
auf Schutt. Gemeiner N. , . . S. Pecten Veneris 1», 

Anthriscus Hoffm. Kerbel. 

F. eifg., mit gekrümmten Borsten besetzt; St. kahl; B. 
3fach gefiedert, rauhhaarig. 0; Bl 5-7; H. 15-60 cm. 
Hecken, Dörfer, Schutt, längs der Westküste nicht selten, 
sonst sehr zerstreut. Gemeiner K. A. vulgaris Pers. 

— — F. länglich oder linealisch, kahl 2 

St. kantig gefurcht, unten rauhhaarig; Schnabel ^/s so 
lang als die F.; B. 2-3fach gefiedert. 2|_; Bl. 5, 6; H. 
0,6-2 m. Gebüsche, Wiesen, Wegränder, gemein. 
Wald-K A. silvestria Hoflfm. 

— — St. gestreift, über den Knoten kurzhaarig; 
Schnabel fast halb so lang als die F. 0; Bl. 5, 6; H. 
30-60 cm. Gebaut und oft verwildert. Gemüse-K. 

A. Cerefölium Hoffm. 



gO Umbelliferae. — Araliaceae. — Cornaceae. 

Chaei'opliyllum. Kälberkropf. 

Ganze Pfl. rauhhaarig: ; St. kantig, unter den Gelenken 
etwas verdickt; Hüllchenb. gewimpert; ß. doppelt ge- 
fiedert. 0; Bl. 6, 7; H. Wälder, Hecken, häufig. 

Betäubender K . C. temulum L. 

— — St. unten steif haarig oben kahl, stielrund, unter 
den Gelenken stark verdickt; Hüllchenb. kahl, B. 3-4fach 
gefiedert. 0; Bl. 6, 7; H. 0,<;-2 m. Selten; nur im 
Eibgebiet und bei Trittau. Kerbelrübe. C. bulbosum L. 

Myrrhis Scop. SUrsdolde. 

B. 3fach gefiedert; Hülle fehlend, Hüllchen aus 5-7 ge- 
wimperten B. bestehend; F. grofs, bis 2,5 cm lang. 2|. ; 
Bl. 6; H. 0,6-1,8 m. Hecken, Gebüsche, sehr zerstreut, 
ursprünglich verwildert. "Wohlriechende S. 

M. odorata Soop, 
Cöninm L. Schierling. 
Untere B. Sfach grefiedert mit hohlen B. stielen; Hülle u. 
Hüllchen .S-öbätterig ; Giftig. Bl 6-0; H. 0,6-1,6 m. 
Hecken, Schutt, häufig. Gefleckter S. C. maculätum L. 

Coriändrum L. Koriander. 
Kahl, unterste B. gefiedert, mit fiederspaltigen ß.chen, 
obere doppelt gefiedert 0; Bl. 6, 7 ; H. .SO- 4 5 cm. Zu- 
weilen gebaut und verwildert, besonders bei Hamburg. 

Gebauter K C sativum L. 

Bifora radians M. B. Kahl, B. Sfach gefiedert, 
Dolde 5strahlig, F. 2knotig, breiter als lang. ©; Ein- 
zeln auf Schutt bei Hamburg eingeschleppt. 



51. Fam. Araliäceac Juss. 
Hedera L. Epheii. (L. V, 1.) 

St. klimmend, mit zahlreichen Wurzeln haftend; B. 
dunkelgrün, meist weifsaderig, die der blühenden Zweige 
eifg. , die der nicht blühenden öeckig, lappig; Bl. in 
traubigen Dolden. B ; Bl. 9-1 1 ; St. 15 cm lanor. Wälder, 
Gebüsche, am B'»den kriechend, oder an Bäumen u. 
Mauern kletternd und nur dann blühend. Gemeiner E. 

H. Helix li. 



52. Fam. Cornäceae DC. 

Cornus Toiirn. Kornelkirsclie. (L. IV, 1.) 

1. St. krautartig, 6-15 cm; Hülle 4blätterig, weifs, blumen- 
kronenartig, länger als die Dolde. Bl. purpurrot, 



Cornaceae. — Loranthaceae. — Caprifoliaceae. Q4. 

F. rot, 5, 6. 2^ ; Wälder, Eichengestrüppe im mittleren 
und westlichen Schleswig, in Holstein zweifelhaft. 
Schwedische K C. suecica Ii, 

— — Sträucher. "^ 2 

2. Bl. gelb, in Dolden mit 4blättriger Hülle, vor den B. er- 
scheinend; F. rot. Bl. 3, 4; H. 2-5 m. Zierstrauch. 
Echte K C. mas L, 

— — Bl. weifs, in Trugdolden ohne Hülle, mit oder 
nach den B, erscheinend 3 

3. B. beiderseits grün; F. schwarz. Bl. 5, 6; H. 1-2 m. 
Hecken, Gebüsche, nicht selten. Rote K. Hartriegel. 

C. sanguinea L. 

— — B. unterseits graugrün; F. weifs. Bl. 6; H. 
1-3 m. Zierstrauch, zuweilen verwildert. C. stolonifera Michx, 

53. Fam Loranthäceae Don. 

Tiscum Toiirn. Mistel. (L. XXII, 1.) ^. 
Gelbgrüner, gabelästiger, kleiner Strauch mit leder- 
artigen B., auf Apfel- und Birnbäumen, Birken etc. 
schmarotzend. Bl. 3, 4; H. bis 40 cm. Sehr selten, 
sicher nur zwischen Segeberg und Bramstedt auf Birken. 
Weifse M V. album L. 



54. Fam. Caprifoliäceae Juss. 

Adöxa L. Moschuskraut. (L. V, 5.) 

Grundachse fleischig ; B. lang gestielt, doppelt 3zählig ; 
Ähre kopfig, fast würfelfg. . 2|.; Bl. 4, 5, grünlich; H. 
5-15 cm. Hecken, Gebüsche, häufig. Gemeines M. 

A. Moschatellina L. 

Sambücns Tourii. HoUunder. (L. V, 3.) 

1. St. krautig ; Nebenb. grofs, b.artig; Doldenrispe flach, stets 
aufrecht. 2\.; Bl. 7, weifs, aufsen rötlich, F. schwarz. 
H. 0,6-1,5 m. Hecken, selten, wohl nicht einheimisch, 
Sundewitt, östliches Holstein. Zwerg-H. S. Ebulus L. 

— — Sträucher, seltener Bäume; Nebenb. klein, 
drüsenartig oder fehlend 2 

2. Bl. in eifgen., dicht behaarten Rispen, grüngelb ; F. rot. 
Bl. 4, 5; H. 1,6-5 m. Zierstrauch, zuweilen verwildert. 
Trauben-H S. racemösa L. 

— — Bl. in flachen Doldenrispen, weifs; F. schwarz. 
Bl. 6, 7; H. 3-6 m. Hecken, Gebüsche häufig. Schwarzer 
Flieder S. nigra L. 

Prahl, Flora von Schleswig-Holstein. 6 



32 * Caprifoliaceae. 

Viburnuin L. Schneeball. (L. V, 1.) t). 

B. 31appig, unten grün ; Äste kahl ; äufsere Bl. geschlechts- 
los, viel gröfser als die mittleren. Bl. 6, weifs ; F. rot. 
H. 0,5-3 m. Hecken, Gebüsche, häufig. In Grärten mit 
lauter geschlechtslosen Bl. in kugeliger Trugdolde, Ge- 
meiner S V. Öpulus L. 

— — B. elliptisch, unten grauweifs; jüngere Äste stern- 
filzig; BL alle gleich, weifs; F. zuletzt schwarz. Bl. 5; 
H. 1,3-3 m. Zierstrauch, am Eibufer bei Teufelsbrück 
verwildert. Wolliger S V. Lantäna L. 

Diervillea Tourn. Diervüle. (L. V, 1.) 
B. länglich, gesägt ; Trugdolden 3blütig, achselständig. 
:^; Bl. 6, 7; H. 0,6-1,3 m. Zierstrauch. Dreiblütige D. 

D. trifida Mnch. 

Weigelia Thunh. Weigelie. (L. V, I.) 
B. sehr kurz gestielt oder sitzend, elliptisch oder läng- 
lich, unterseits nur auf den Nerven behaart ; K. bis zur 
Mitte geteilt, kahl. Bl. 6, 7, meist rosa, Zierstrauch. 
Rosenrote W W. rosea Lindl. 

Lonicera Touru. Geisblatt. (L, V, 1.) t>. 

1. St, windend; Bl. grofs, gelblichweiCs, in Köpfen; F. rot 2 

— — St. aufrecht; Bl... klein, zu 2 3 

2. B. an den blühenden Ästen breit verwachsen; Bl. in 
sitzendem Kopfe. Bl. 5, 6; St. bis 5 m. An Mauern 
und Lauben ange^Dflanzt. Echtes G. L. Caprifölium L. 

— — Obere B. sitzend, nicht verwachsen; Bl. in ge- 
stieltem Kopfe. Bl, 6-8; St. bis 5 m, Hecken, Ge- 
büsche, häufig. Wildes G. Jelängerjelieber. 

L. Periclymenuni L. 

3. F.kn. u. Beeren nur am Grunde verwachsen, oder ge- 
trennt 4 

F.kn. u. Beeren ganz, oder fast ganz verwachsen. 

Hierher die Ziersträucher L. caerulea L. mit elliptisch 
stumpfen B. ; Bl. standstiele viel kürzer als die weifslich 
gelben Bl. ; F. blauschwarz u. L. alpigena L. : B. lang 
zugespitzt ; Bl.standstiele mehrmals länger als die roten 
Bl.; F, rot. 

4. Bl.standstiele u. die rundlich elliptischen B weichhaarig; 
Kr. gelblich weifs; F. rot; Bl. 5, 6; H. 1-2 m. Laub- 
wälder, Hecken, sehr zerstreut. Gemeines G. 

L. Xylosteura L. 
Bl.standstiele u, B. kahl, Hieher die Ziersträucher 
L. tatärica L. mit herzeifg. stumpfen B. ; ßl. rosa oder 



Caprifüliaceae. — Rubiaceae. g3 

weifs ; F. gelb oder rot, u. L. nigra L. mit länglich 
elliptischen B, ; Kr. rot oder rötlich weifs ; F. schwarz ; 
ferner L. Ledehoüri Eschsch..: B. elliptisch, nur unter- 
seits auf den Adern behaart ; Bl. ziemlich lang, gelb- 
rot, drüsenhaarig, F. rot. 

Symphoricärjms Dill. Schneebeere. (L. V, ].) ^. 
B. rundlich, unten blaugrün ; Bl. in endständigen Ähren, 
rosa. Bl. 7, 8; H. 1-2 m. Zierstrauch. Gremeine 8. 

S. racemösa Michx. 

Linuaea Groii. Linnaee. (L. XIV, 2.) T). 

St. 0,3-1,3 m lang., fadenfg., kriechend; ß. gestielt, 
rundlich, gekerbt ; Bl.stand lang gestielt, 2blütig. Bl. 6, 
rosa. Kieferwälder, sehr selten.» Neumünster, Lübeck. 
Nördliche Linnaee L. borealis Gron, 



55. Farn. Rubiäceae Juss. 
Sherärdia Dill. Slierardie. (L. IV, 1.) 

St. liegend, rauh; B. rauh, untere zu 4, obere zu 6; 
Bl. in Köpfen. 0; Bl. 6-10 ; St. 15-30 cm. Äcker. Meist 
häufig. Acker-Sh S. arvensis L. 

Asperula L. Waldmeister. (L. IV, 1.) 

St. aufrecht; B. lanzettfg., untere zu 6, obere zu 8; Bl. 
in Trugdolden; F. hakig-borstig. 2[. ; Bl. 5, 6 ; H. 15-40 cm. 
Laubwälder häufig. G-emeiner W. Möschen. 

A. odoräta L. 

Gälium L. Labkraut. (L. IV, 1.) 

1. Trugdolden blattwinkelständig, zuweilen auch noch eine 
endständige Rispe 2 

— — Trugdolden endständig, meist in Rispen. '4-; St. 
nicht stachelig rauh 6 

^^2. B. zu 4, nicht stachelspitzig 3 

— — B. zu 6-8, stachelspitzig; St. u. B. rückwärts 
stachelig rauh; Bl. weifs 4 

3. St. u. B. rauhhaarig; B, elliptisch, Snervig; Bl. vielehig, 
gelb; F. glatt u. kahl. 2[.; Bl. 5, 6; H. 15-45 cm. Wiesen, 
Gebüsche, sehr selten, Eibufer unterhalb Hamburg. 
Kreuz-L G. Cruciata L. 

— — St. u, B. rückwärts stachelig - rauh, nicht be- 
haart; B. linealisch, Inervig; Bl. zwitterig, weifs; F. fein- 
körnig rauh. 2|_; Bl. 5-9; St. 15-60 cm. Feuchte Wiesen 

u. Grebüsche häufig. Sumpf-L. . . . G. palüstre L 

6* 



34 Rubiaceae." 

4. Pfl. © u. 0; St. u. B. sehr rauh; Durchmesser der 
Kr. kleiner als der der reifen F 5 

— — Pfl. % ; St. u. B. weniger rauh ; Durchmesser der 
Kr. gröfser, als der der reifen, körnig rauhen F. ; Bl. 
6-9; St. J5-30 cm. Feuchte Wiesen, häufig. Moor-L. 

G. uliginösum L, 

5. Trugdolden meist 3blütig, kürzer als das B.; F. warzig, 
auf bogenfg. gekrümmtem Stiel. Bl 7-9; St. 20-60 cm. 
Äcker, Schutt, selten und meist unbeständig. Dreihör- 
niges L G. tricörne With. 

— — Trugdolden zusammengesetzt, länger als das B. ; 
F. meist hakig rauh, auf geradem Stiel. Bl. 6-10; St. 
bis 1,3 m. Gebüsche, Acker (Var. spiirium L.: F. fein- 
körnig rauh, kahl ; hin und wieder unter Flachs.) Kleb- 
kraut G. Aparine L. 

6. B. 3nervig, zu 4, derb, lanzettlich; St. aufrecht, 4kantig. 
Bl. 6-8; St. 30-45 cm. Hecken, Eichengestrüppe, 
selten. Apenrade, Flensburg, Oldenburg, Lübeck, 
Hohenwestedt. Nordisches L G. boreae L. 

— — B. Inervig, zu 6, 8 oder mehr, selten zu 4 . . 7 

7. B. zu 6, selten 4 im Quirl, am Rande rauh, untere ver- 
kehrt eifg., obere länglich - lanzettlich. Bl. 7-9, weifs; 
St. 15-30 cm. Heiden, Torfmoore, häufig. Felsen-L. 

G. saxatile L. 
B. zu 8-12 im Quirl .8 

8. St. rundlich mit 4 erhabenen Linien 9 

St. 4kantig JO 

9. B. zu 8 . besonders unterseits blaugrün ; Bl. weifs in 
sehr lockerer Rispe. Bl. 6-9; H. 0,6-1,3 m. Laubwälder, 
im östlichen Teil zerstreut, im mittleren u, nördl, Schles- 
wig fehlend. Wald-L G. silvaticum L. 

B. zu 8-12 , oben dunkelgrün , unten weifslich ; 

Bl. gelb, wohlriechend. Bl. 6-10; H. 10-60 cm. 
Trockene Hügel, häufig auf Sandboden am Strande und 
an der Elbe, sonst sehr zerstreut. Echtes L. G. verum L. 

10. Kr.zipfel spitz, aber nicht stachelspitzig; Pfl. zart; St. 
dünn, schlaff. Bl, 6-8, weifs; St. 15-30 cm. Eichen- 
gestrüppe, Heiden, sehr selten, sicher nur bei Teuring 
unweit Scherrebeck und auf Rom und Sylt. Heide-L. 

G. silvestre Poll. 

— — Kr.zipfel stachelspitzig; St. kräftig, aufstrebend, 
selten aufrecht. Bl. 5-8, weifs; H. 0,3-1,3 m. Wiesen, 
Gebüsche, Wegränder gemein. Gemeines L. L. Mollügo L. 

G. verum x Mollugo {G. ochroleücum Wolf) mit rund- 
lich 4kantigem St.; ßl. hellschwefelgelb, fast geruch- 
los, findet sich nicht selten mit den Eltern. 



Valerianaceae. — Dipsaceae. g5 

56. Fara. Valerianäceae DC. 

Valeriana L. Baldrian. (L. III, 1). 2\.. 

1. Grundb. rundlich, eifg., meist ganzrandig; untere St.b. 
leierfg., obere fiederteilig; die grölsten Bl. nur ^. 
H. 15-30 cm; Bl. 4, 5, weifs und rosa. Etwas feuchte 
Wiesen, nicht selten. Zweihäusiger B. . V. dioica L. 

— — Alle ß. unpaarig gefiedert 2 

2. B.chen 15-21 ; an den oberen B. ganzrandig. Bl. 7-9, 
hellrot; H. 0,6-1,3 m. Wiesen, Gebüsche, nicht selten. 

Gebräuchlicher B V. offieinalis L. 

B.chen 9-11, meist gröfser, gezähnt gesägt. Bl. 6, 7 ; 

H. 0,6-1,3 m. Wie vor. u. stellenweise häufiger, be- 
sonders schön im Eibgebiet. Hollunderblätteriger B. 

V. sambucifolia Mik. 

Valerianella Tourn. Bapünzcheu. (L. III, 1.) u. ©. 

1. K.saum undeutlich, kaum gezähnt; B. meist ganzrandig, 
die unteren spatelig, obere lanzettlich; F. rundlich. 
Bl. 4, 5 u. 7, 8; H. 8-25 cm. Äcker, Wegränder, auch 

in Gärten als Salat. Gemeines R. . V. olitoria Poll. 

— — K.saum deutlich, der vordere Zahn gröfser, untere 

B. spatelfg., obere lanzettlich, meist gezähnt .... 2 

2. F. kugelig-eifg., hinten tief gefurcht, vorn mit 5 feinen 
Rippen; obere B. meist,, am Grunde gezähnt, lanzettlich. 
Bl. 7, 8 ; H. 15-30 cm. Äcker, sehr selten, eingeschleppt 
und unbeständig. Gettorf, Lübeck. Geöhrtes R. 

V. Auricula DC. 

— — F. kegelfg. - eifg. , hinten flach mit vertieftem 
Mittelfeld, vorn, gewölbt, 3rippig; obere B. gezähnt, 
sonst wie vor. Äcker, im östl. Teil zerstreut. Ge- 
zähntes R V. dentata Poll 



57. Farn. Dipsäceae DC. 
Dipsaciis Tourn. Karde. (L. IV, 1.) Q. 
Pfl. borstig , nicht stachelig ; untere B. langgestielt, 
elliptisch , obere kurz gestielt , 3teilig ; HüUb. nicht 
länger als die Bl. Bl. 7, 8, weifslich; H. 0,6-1 m. 
Hecken , Gebüsche , sehr zerstreut im östl. Teil. Be- 
haarte K D. pilösus Ij. 

— — Pfl. stachelig ; B. sitzend , mittlere unten breit 
zusammengewachsen, HüUb. viel länger als die Bl. Bl. 
7-9, lila; H. 1-1,3 m. Wegränder, Hügel, sehr zer- 
streut, besonders an der unteren Elbe. Wilde K. 

D. Silvester Mill. 



gß Dipsaceae. — Compositae. 

Kuaütia L. Knautie. (L. IV, 1.) 2\.. 
Untere B. ungeteilt oder fiederspaltig, obere fie- 
derspaltig ; Köpfe halbkugelig. Bl. 6-10, lila; H. 15-60 cm. 
Acker, Wegränder, gemein. Acker-K. 

K. arvensis Coulter. 

Succisa Vaill. Teufels- A.bbifs. (L. IV, 1.) 2^. 

Grundachse wie abgebissen; B. ungeteilt, gewimpert; 
Bl. 7-9 , blaulila , selten weifs ; H. 0,3- 1 m. Wiesen, 
Moore gemein. Gemeiner T. . . S. pratensis Mnch. 

Scabiosa L. Scabiose. (L. IV. 1.) 

Aufsenkelch mit häutigem Saum, Pfl. 2[.; B. der nicht 
blühenden Triebe länglich, gekerbt oder leierfg.; untere 
St.b. leierfg., obere fiederteilig; K. borsten schwarz. Bl. 
7-9, rötlich lila; H. 0,3-1 m. Trockene Hügel und Ge- 
büsche, besonders am Ostseestrand und im Eibgebiet 
zerstreut, im Westen fehlend. Gemeine S. 

S. columbäria L. 
— — Aufsenkelch mit knorpeligem Saum ; Saum des 
Innenkelchs gestielt; Pfl. 0; untere B. verkehrt eifg., 
eingeschnitten, obere fiederteilig; K.borsten schwarz- 
purpurn. Bl. 7-10, dunkelpurpurn, selten rosa; H. 
0,6-1 m. Zierpflanze. Sammetblume. -S. atropurpürea L. 



58. Farn. Coiiipösitae Adans. 

Eupatöriuni Touru. Wasserdost. (L. XIX, l.) 4. 

St. steif aufrecht; B. kurz gestielt, grob gesägt, meist 
Steilig. Bl. 7-9, schmutzig - rosa ; H. 1-1,6 m. Ufer, 
feuchte Gebüsche, häufig. Gemeiner W. 

E. cannabinum L. 

Tussilägo Tourii. Huflattich. (L. XIX, 4.) 2^. 

B. grofs, rundlich-herzfg., eckig, unten weifsfilzig. Bl. 
3-5 , gelb ; H. 5-25 cm. Lehmboden gemein. Ge- 
meiner H. ........... T. Farfara L. 

Petasites Tourn. Pestwurz. (L. XIX, 4.) 

B. rundlich-herzfg.; Lappen des Grundes abgerundet . 2 
— — B. Seckig herzfg., unterseits schneeweifs filzig; 
Lappen des Grundes einwärts gekrümmt, 2-31appig. 
Bl. 4, hellgelb; H. 15-40 cm. Sandige Ufer, nur an 
der Elbe, hier stellenweise sehr häufig. Filzige P. 

P. tomentösus DC. 



Compositae. 37 

B. eckig:, rundlich-herzfg. , scharf gezähnt, unterseits 
wollig filzig; Bl. gelblich- weifs. Bl. 4; H. 10-45 cm. 
An "Waldbächen der Ostküste von Hadersleben bis 
Angeln zerstreut, Grremsmühlen , Lensahn. Weifse P. 

P. albus Gaertn. 

— — B. herzfg., ungleich gezähnt, unterseits graugrün; 
Bl. schmutzig purpurn. Bl. 3, 4; H. 15-45 cm. Ufer, 
zerstreut. Gemeine P P. officinalis Mnch. 

P. hyhridus die ? Pfl. mit länglichem Bl.straufs und 
kleineren Köpfen, viel seltener, z. B. an der Elbe. 

Aster L. Aster. (L. XIX, 2.) 

ß. fleischig, kahl, meist ganzrandig, untere elliptisch; 
Pfl. 0; Strahlbl. blaulila; Haarkrone weich. Bl. 7-9; 
H. 0,2-1 m. Feuchte Strandwiesen, häufig. Strand-A. 

A. Tripölium L. 

— — B. nicht fleischig; Pfl. 2[., oberwärts meist be- 
haart ; Strahlbl. weifs, zuletzt bläulich ; Haarkrone steif. 
Bl. 8, 9: H. 0,6-1,4 m. Flufsufer zerstreut, namentlich 
an der Elbe. Weidenblätterige A. A. salicifölius Scholler. 

Die Bestimmung der zahlreichen, meist aus Amerika 
stammenden, kultivierten und zuweilen zahlreich ver- 
wilderten Arten und Formen dieser Gattung ist aufser- 
ordentlich schwierig und nur dem Geübten unter Ver- 
gleichung guter Original - Exemplare möglich, weshalb 
sie hier übergangen werden 

Callistephns Cass. (L. XIX, 2.) Kranzaster © . 
B. gewimpert, untere gestielt, spatelfg. , grob gezähnt, 
obere ganzrandig; Strahlbl. blau, lila, rot oder weifs; 
Scheibenbl. gelb, meist in Strahlbl. verwandelt (gefüllt). 
Bl. 8-11 ; H. 0,3-0,5 m. Zierpflanze. Gartenaster. 

C. chinensis Nees. 
Stendctis Cass. Feinstrahl. (L. XIX, 2.) © — 2^.. 
St. aufrecht, untere B. lang gestielt, verkehrt - eifg., 
stumpf, obere lanzettlich ; Bl. in lockeren Doldenrispen, 
weifs. Bl. 7, 8; H. 0,3-0,8 m. Früher als Zierpflanze 
kultiviert, jetzt zuweilen verwildert, z. B. Hamburg. 
Jähriger F St. ännua Nees, 

Eri^eron L. Berufkraut. (L. XIX, 2. ) 

Rispe verlängert; Äste traubig; Köpfe gedrängt, sehr 
klein; B. lineal-lanzettlich. Q u. 0; Bl. 6-10, weifs; 
H, 0,15-1 m. Aus Nordamerika, auf trockenem, beson- 
ders sandigem Boden häufig. Canadisches B. 

£. canadensis Ij. 



QQ Compositae. 

— — Bl. stand doldenrispig, Aste meist Iköpfig, Köpfe 
mittelgrofs , Strahl rötlich. Q und 2[.; Bl. 6-10; H. 
0,15-0,45 m. Hügel, Wegränder, Brachen häufig. 
Scharfes B E. acer L. 

Bellis L. Gänseblömchen. (L. XIX, 2.) 

H. 3-15 cm. 2[. ; Bl. das ganze Jahr, in Gärten gefüllt. 
(Tausendschönchen). Wiesen, Triften gemein. Var. 
caulescens, mit verlängertem, l-3blätterigem ober- 
irdischen St., weit seltener. Gemeines G. B. perennis L. 

Solidago L. Goldrute. (L. XIX, 2.) '2\.. 
Köpfe mittelgrofs, in aufrechten, nicht einseitswendigen 
Trauben ; untere B. elliptisch. Bl. 7-9, gelb; H. 0,15-1 m. 
Wälder, Hügel; Gebüsche häufig. Gemeines G. 

S. Virga aürea Ij. 
Köpfe klein ; in einseitswendigen , oft zurückge- 
bogenen, meist rispig angeordneten Trauben; alle B. 
länglich-lanzettlich. Hierher die zuweilen verwilderten 
Zierpflanzen: S. canadensis L. St. kurzhaarig; Zunge 
der Strahlbl. etwa so lang als die Scheibenbl. u. S. 
serötina Ait. St. unterwärts kahl; Zunge der Strahlbl. 
länger als die Scheibenbl., beide Bl. 8-10; H. 1-2,5 m. 

Telekia Baumgarten. Telekie. (L. XIX, 2.) 2|.. 
B. unterseits kurzhaarig, untere herzeifg., gestielt, obere 
eifg., sitzend. Bl. gelb, 7, 8; H. 1-1,5 m. Zuweilen als 
Zierpflanze ; verwildert : Apenrade, Flensburg, Schöne T. 

T. sx^eciösa Baumg. 

imila L. Alant. (L. XIX, 2 ) 2\.. 

1. Aufsere Hüllb. eifg., blattartig, innere spatelfg., stumpf; 
B. unterseits sammetartig-filzig ; Grundb. in den B. stiel 
verschmälert; St.b, herzeifg. - st.umfassend. Bl. 7, 8; 
H. 1-1,5 m. In Baumgärten, seltener als früher, zu- 
weilen verwildert. Echter A I. HeUnium L. 

— — Hüllb. lanzettlich oder lineal, nur an der Spitze 
krautig, die inneren zugespitzt 2 

2. F. kahl; St. oberwärts nebst den B. meist kahl; B. 
lanzettlich, mit herzfg. Grunde st.umfassend, gezähnelt, 
glänzend. Bl. 7, 8; H. 30-60 cm. Hügel, Gebüsche, 
selten. Klaaby an der Grenze bei Ripen, Flensburg, 
Oldenburg, Lübeck. Weidenblätteriger A. I. salicina L. 

F. behaart; St. u. B. behaart; B. gezähnelt, obere 

herzfg.-st.umfassend, untere in den ß. stiel verschmälert. 
Wiesen, Gebüsche, besonders an der Elbe, sonst zer- 
streut. Wiesen-A I. Britannica L. 



Compositae. ^9 

Piilicaria (^aertii. Flohkraut. (L. XIX, 2.) 

Zunge der Strahlbl. aufrecht, kaum die Hülle über- 
ragend; Köpfe klein; St. besonders oberwärts zottig, 
aufrecht oder ausgebreitet ästig; obere B. mit abge- 
rundetem Grunde sitzend. ; ßl. 7-9, gelb ; H. 10-30 cm. 
Ufer, besonders an Dorfteichen, im Süden zerstreut, im 
Norden sehr selten. Gemeines F. P. prosträta Aachs. 

— — Zunge der Strahlbl. ausgebreitet, die Hülle weit 
überragend; St. wollig-filzig; B. herzfg.-st.umfassend. 
2\.', Bl. 7-9, gelb; H. 0,5-1 m. Hecken, Gebüsche, be- 
sonders quellige Abhänge am Ostseestrande und Eib- 
ufer, im Innern selten. Ruhr-F. P. dysenterica Gaertn. 

Dählia Cav. Dahlie. (L. XIX, 2.) 
B. meist 5zählig gefiedert. Bl. 8-10; H. 0,4-1,6 m. ■ 
In Gärten, mit fast stets gefüllten Bl. in verschiedenen 
Farben. Georgine D. variäbilis Willcl. 

Xänthiuni Tourn. Spitzklette. (L. XXI, 5.) ©. 

1. St. am Grunde der B. stiele mit 3gabeligen Dornen; B. 
Slappig oder ungeteilt, unterseits weifsfilzig. Bl. 7-10, 
grün; H. 0,3-1 m. Mit Wolle eingeschleppt, selten u. 
unbeständig, Hamburg, Neumünster. Dornige Sp. 

X spinösum L. 

— — St. ohne Dornen'; Bl. grün; B. rundlich Slappig 2 

2. Pfl. graugrün; B. mit herzfg. Grunde u. spitzen Lappen; 
F.hülle mit zerstreuten, kahlen Stacheln. Bl. 8-10 ; H. 
0,15-1,2 m. Wege, Schutt, selten u. unbeständig. Ge- 
meine Sp. X. strumarium L. 

— — Pfl. gelbgrün; B. am Grunde gestutzt oder 
keilfg., mit stumpfen Lappen ; F.hülle mit dichtstehenden, 
am Grunde behaarten Stacheln. Wie vor., am Eibufer 
stellenweise zahlreich. Italienische Sp. X. itälicum Mor. 

Die mit Xanthium nahe verwandten Pflanzen Cycla- 
chaena xanthiifolia Fresenius mit nicht stacheliger 
F.hülle, untere B. fast 8eckig herzfg., mittlere eifg., 
obere länglich-lanzettlich, u. Ambrosia artemisiaefolia L. 
mit kurz ßstacheliger Hülle u. fiederteiligen unteren, 
doppelt fiederteiligen oberen B., sind auf Schutt bei 
Hamburg, letztere auch hin und wieder auf Klee- und 
Kartoffeläckern eingeschleppt gefunden. 

Rudheckia L. Riidbeckie. (L. XIX, 3.) 2^. 
St. kahl; untere B. gefiedert, obere 3-5teilig oder un- 
geteilt. Bl. 8, 9; H. 1-2 m. Zuweilen verwilderte 
Zierpflanze. Fiederblätterige R. . . . R. laciniäta L. 



90 Corapositae. 

— — St. u. B. rauhhaarig; untere B. spatelfg., obere 
länglich, alle ganzrandig. Bl. 7-9; H. 30-60 cm. Wie 
vor,, Hamburg und Umgegend. Rauhe R. R hirta L. 

Calliopsis Rchb. (L. XIX, 3.) ©. 

Kahl; untere B. gefiedert, obere unregelmäfsig doppelt 
3zählig, Abschnitte linealisch, stumpf. Strahlbl. dotter- 
gelb, am Grunde braun gefleckt. Bl. 7-10; H. 30-80 cm. 
Zierpflanze, zuweilen verwildert . . . C. tinctoria Lk. 

Helidnthus L. Sonnenblume. (L. XIX, 3.) 

Alle B. wechselständig, herzeifg. , Köpfe sehr grofs, 
nickend. ©; Bl. 7-10; Strahl gelb; Scheibe braun. 
H. 1,3-3 m. Zierpflanze. Jährige S. . . H. dnnuus L. 

— — Untere B. gegenständig, herzeifg., obere eifg., 
wechselständig; Köpfe mittelgrofs, aufrecht; Grundachse 
mit länglichen Knollen. :?[-; Bl- 10-11, aher nur sehr 
selten; H. 1,3-3 m. Der als Viehfutter und Gemüse 
benutzten Knollen wegen hier und da gebaut Topinam- 
bur, Erdbirne H. tuherosus L. 

Bideus Tourn. Zweizahu. (L. XIX, 3.) ©. 

Pfl. dunkelgrün; B. in einen kurzen, geflügelten Stiel 
verschmälert, meist oteilig; Köpfe aufrecht; F. meist 
mit 2 Grannen. Bl. 7-10, gelbbraun; H. 0,15-0,8 m. 
Gräben, Sümpfe, gemein. Dreiteiliger Z. B. tripartitus L. 

— — Pfl gelbgrün; B. sitzend, etwas verwachsen, lan- 
zettlich; Köpfe nickend, dottergelb ; F. mit 3-4 Grannen, 
sonst wie vor.. Gemein. Nickender Z. B. cernuus Ii. 

Tagetes Tourn. Studentenhlutne. (L. XIX, 2.) ©. 

Kahl ; B. abwechselnd unpaarig gefiedert ; B.chen lineal- 
lanzettlich; Bl. stiele wenig verdickt, Hülle rundlich ; 
Bl. orange bis braun. Bl. 8-10; H. 0,3-0,8 m. Zier- 
pflanze. Braune St T. pätulus L. 

— — Bl. stiele unter dem Kopfe keulenfg. verdickt, 
Hülle kantig; Bl. dottergelb; H. 0,5-1,2 m., sonst wie 
vor. Zierpflanze. Gelbe St T. erectus L. 

Galinsöga R. u. P. Knopfkraut. (L. XIX, 2.) ©. 

B. gestielt, eifg., zugespitzt, gezähnelt; Strahl 5blütig 
weifs; Scheibe gelb. Bl. 6-10; H. 0,3-0,5 m. Auf Gemüse- 
land und Schutt, bei Hamburg häufig, sonst sehr zer- 
streut. Eingebürgert. Kleinblumiges K. G. parviflöra Cav. 



Compositae. 91 

Filägo Tourn. Fadenkraut. (L. XIX, 2.) 0. 

1. Hüllb. mit kahler Stachelspitze; St, unregelmäfsig 
gabelästig; Köpfe 2. Ordnung gabelständig, sitzend, 
oder endständig, gestielt; Pfl. gelblich oder weif s, wollig- 
filzig. Bl. 7-9, gelbweifs; H. 15-30 cm. Äcker, häufig. 
Deutsches F F. germanica L. 

— — Hüllb. ohne Stachelspitze, stumpf, b. der F.reife 
sternfg. ausgebreitet 2 

2. Pfl. dicht weifs wollig; St. traubig oder rispig, ästig; 
sekundäre Köpfe 2-7köpfig, an den Ästen in kurzen 
Ähren. Wie vor., zerstreut, oft vereinzelt. Acker-F. 

F. arvensis L. 

— — Pfl. graufilzig; St. gabelästig, unregelmäfsig 
rispig; sekundäre Köpfe 2-5köpfig, gabel- u. endständig. 
Wie vor. Gemein. Kleines F. ... F. minima Fr. 

GDaphälium Tourii. Ruhrkraut. (L. XIX, 2.) 

1. Pfl. Ihäusig; Kandbl. $; Scheibenbl. 9 2 

Pfl. 2 häusig, 2\. 4 

2. Pfl. oder 0; Köpfe zu sekundären Köpfen gehäuft 3 

Pfl. 2\. ; Köpfe am oberen Teil des St. in Ähren ; 

St. einfach u. wie die Unterseite der lineal-lanzettlichen 

B. weifsfilzig. Bl. 7-9, gelbweifs; Hülle bräunlich; 
H. 20-'^ 5 cm. Heiden, Eichengestrüppe, Wälder, häufig. 
Wald-ß G. silvaticum L, 

3. B. halb st. umfassend, wie der St.. wollig-filzig; sekun- 
däre Köpfe doldenrispig, unbeblättert. Bl. 7-10, gelb; 
Hülle weifslich ; H. 5-30 cm. Ausgetrocknete Teiche in 
Holstein sehr zerstreut, in Schleswig äufserst selten. 
Gelbweifser R G. lüteo-album L. 

— — B. am Grunde verschmälert, wollig-filzig; sekun- 
däre Köpfe dicht gedrängt, beblättert. Bl. 6-10,,. gelb- 
weifs; Hülle bräunlich; H. 5-25 cm. Feuchte Äcker, 
Ufer, Gräben, gemein (Var. nuchim Hoffm.: Pfl. völlig 
kahl, sehr selten: Föhr, Hamburg). Sumpf-R. 

G. üliginösum L. 

4. Pfl. mit Ausläufern; untere B. spatelfg., oberseits kahl, 
unterseits weifsfilzig; Köpfe gestielt, grofs, doldenrispig. 
ßl. weifs oder rosa, 5, 6; H. 7-15 cm. Trockene Hügel, 
Heiden, nicht selten. Zweihäusiges R. Ewigkeitsblume. 

G. dioicum L. 
St. ohne Ausläufer, filzig, oberwärts ebensträufsig ; 

B. linealisch, lang zugespitzt, unterseits filzig. Bl. 7-9, 
weifs; H. 30-60 cm. Zierpfl., zuweilen verwildert. Perl- 
köpfiges II G. margaritäceiim L. 



92 Compositae. 

Helichrysnm DC. Immerschön. (L. XIX, 2.) 

Wollig-filzige Pfl. mit kurzen Ausläufern; untere B. 
spatelig, obere lineal-lanzettlicli. Bl. 7-10; H. 15-30 cm. 
Sand-I. Ewigkeitsblume. Sandfelder, zerstreut, aber 
gesellig H. arenarium L. 

Artemisia L. Beifufs. (L. XIX, 2.) 

i. Bl.boden behaart; St. u. B. seidenartig-filzig; B. nicht 
geöhrt, l-3fach fiederteilig. Gebaut u, in Dörfern 
oft sehr zahlreich verwildert. 2j.; Bl. 7-9, hellgelb; 

H. 0,6-1,2 m. Wermut A. Absinthium L. 

Bl.boden kahl 2 

2. Bl. sämtlich ^ ; B. schneeweifs- oder grau-filzig, 2-3fach 
gefiedert mit linealischen, stumpfen Zipfeln; Köpfchen 
eifg., walzlich. 2}.; Bl. 8-9, rotgelb; H. 15-50 cm. Am 
Nordseestrande nicht selten u. sehr gesellig, am Üstsee- 

strande seltener. Strand-B A. maritima L. 

Randbl. $, Scheibenbl. $ 3 

3. B. ungeteilt, kahl, lanzettlich-linealisch. 2}.; Bl. 8-10; 
H. 50-120 cm. In Küchengärten gebaut, selten verwil- 
dert. Estragon A. Dracünculus L. 

B., wenigstens die unteren u. mittleren, geteilt . 4 

4. B. stiel am Grunde geöhrt 5 

— — B. stiel nicht geöhrt, Pfl. fast strauchig; untere 
B. doppelt, obere einfach gefiedert, unterseits grau be- 
haart; Abschnitte schmal lineal. 2}.; Bl. 9-11; 
H. 40-120 cm. In Gärten gebaut Eberraute. 

A. Ahrötayium L. 

5. Hüllb, aufsen kahl; B. anfangs seidenartig-filzig, später 
kahl, die der nicht blühenden Stämmchen u. untere 
St.b. 2-3fach gefiedert, obere ungeteilt; Köpfe eifg., 
nickend. 2\.; Bl. 7-10, rotbraun; H. 0,3-1 m. Sand- 
felder, Wegränder, Hügel ; Elbgebiet häufig , sonst fast 
nur am Strande, zerstreut, Feld-B. . A. campeatris L. 

Hierher noch A. scopdria W. K. oder Q; keine 
nicht blühende Stämmchen ; St. nebst den B. von etwas 
abstehenden Haaren rauh oder kahl; Köpfchen rund- 
lich-eifg., nickend, auf Schutt b. Hamburg gefunden. 

— — Hüllb. aufsen graufilzig; Köpfe länglich - eifg. ; 
B. fiederspaltig mit lanzettlichen Zipfeln, unten weifs- 
filzig. 2|.; Bl. 7-9, rotbraun; H. 0,6-1,3 m. Wegränder, 
Gebüsche, gemein. Gemeiner B. . . . A. vulgaris L. 

Hierher noch A. x>ontica L.: Hüllb. graufilzig; B. 
doppelt fiederteilig, unterseits glanzlos, weifsfilzig; Köpfe 
kugelig, nickend ; 4 ; früher am Strande bei Hoyer u. am 



Compositae. 93 

Eibufer gefunden ; und A. austriaca Jacq. : St. oberwärts 
nebst den B. seidenartig-graufilzig; Köpfe meist eifg., 
nickend; Hüllb. abstehend, kurzhaarig. 2|.; auf Schutt 
bei Kiel gefunden. 

Cotula L. Laugenbliime. (L. XIX, 2.) 

B. lineal-lanzettlich, fiederspaltig-gezähnt. 0; Bl. 7-9, 
gelb; St. 5-20 cm. Auf Salzboden am Strande u. an 
Dorfgräben, selten, Hamburg, Lütjenburg, Krähenfufs- 
blätterige L. ........ C. coronopifolia L. 

Achillea L. Schafgarbe. (L. XIX, 2.) 4. 

B. lineal-lanzettlich, bis zur Mitte klein u. dicht, von 
da bis zur Spitze tief u. entfernter gesägt; Strahlbl. 5-20, 
weifs. Bl. 7-9; H. 0,3-1 m. Wiesen, feuchte Grebüsche, 
häufig. Bertramkraut A. Ptarmica L. 

— — B. doiDpelt-fiederteilig, mit fiederspaltigen Ab- 
schnitten, im Umrifs lanzettlich bis linealsich ; Strahlbl. 
meist 5, weifs oder rosa. Bl. 6-10; H, 15-45 cm. Weg- 
ränder, Triften, Wiesen, gemein. Schaf-G. A. Millefolmm L. 

A. nobilis L. B. im Umrifs länglich-eifg., vom Grunde 
bis zur Mitte regelmäfsig, von da bis zur Spitze unter- 
brochen dopiDelt-fiederteilig, ist auf Schutt b. Hamburg 
u. Kiel gefunden. 

Antheniis L. Uuudslianiille. (L. XIX, 2.) 

1. Strahlbl. gelb ; Bl.boden halbkugelig; B. doppelt-fieder- 
teilig. % ; Bl. 6-9 ; H. 30-60 cm. Äcker, besonders Klee- 
felder, Böschungen, eingeschleppt, zerstreut. Färber-H. 

A. tmdoria L. 

— — Strahlbl. weiCs ; Bl.boden verlängert, kegelfg. 
oder cylindrisch; B. doppelt-fiederteilig 2 

2. Spreub. lineal-borstlich ; Randbl. geschlechtslos; Hülle 
an der Spitze stets aufrecht. 0; Bl. 6-10; H. 30-40 cm. 
In Dörfern, meist nicht selten. Stinkende H. A. Cotula L. 

— — Spreub lanzettlich, spitz; Randbl. $; Hülle an 
der Spitze zuletzt zurückgeschlagen, sonst wie vor. 
Äcker, Dorfwiesen, gemein. Acker-H. . A. arvensis L. 

Hierher gehören noch die auf Schutt b. Hamburg 
gefundenen Arten: A. ruthmica M. B. mit verlängert 
cylindrischem Bl.boden. ; Spreub. breit lanzettlich, 
stumpf, starr, stachelspitzig, u. A. nobilis L. mit ver- 
längert kegelfg.em Bl.boden ; Spreub. lanzettlich, kahnfg., 
stumpf, ohne Stachelspitze, am Rande zerschlitzt. 



94 Compositae. 

Chrysäiithemuni L. (L. XIX, 2.) Wucherblume. 

1. Strahlbl. weifs oder fehlend 2 

— — Strahlbl. gelb ; Köpfe einzeln; Pfl. kahl, blaugrün; 
B. halb st.umfassend, fast fiederspaltig oder grob gesägt. 
0; Bl. 6-8; H. 20-50 cm. Äcker, stellenweise lästiges 
Unkraut. Saat-W C. segetum L, 

C. coronärium L. (Pinärdia coronäria Lefs.) ß. dop- 
pelt-fiederteilig mit lanzettfg.en Abschnitten, die unteren 
gestielt, die oberen mit öhrchenfg.em, eingeschnittenem 
Grunde halb st.umfassend, findet sich in Gärten u. zu- 
weilen auf Schutt verwildert. 

2. Köpfe einzeln am St. oder seinen Verzweigungen . . 3 

Köpfe in Doldenrispen; Pfl. 4; (Tanacetum Tourn. 

Rainfarn) 6 

3. B. doppelt- bis 3fach fiederteilig ; Pfl. oder 3; 
(Matricäria L. Kamille) 4 

— — Grundb. gestielt, rundlich bis keilfg.-lanzettlich; 
St.b. länglich-lanzettlich oder spatelfg. , meist entfernt 
grob gezähnt; St. Iköpfig oder langästig; Strahlbl. 
grofs. %\ Bl. 5-8; H. 30-60 cm. Wiesen, häufig. 
Grofse W C. Leucänthemuni L. 

4. Bl.boden verlängert -kegelfg., hohl; Pfl. von aroma- 
tischem Geruch ■ 8 

— — Bl.boden kurz-kegelfg, oder gewölbt, nicht hohl; 
Strahl vorhanden. Bl 5-10; H. 15-50 cm. Äcker, Weg- 
ränder, häufig (Matricaria inodora L.). (var. maritimum 
mit ausgebreitetem St. u. fleischigen B.zipfeln am See- 
strande). Geruchlose K C. inodorum L. sp. 

5. Strahlbl. vorhanden ; Scheibenbl. 5 zähnig. Bl. 5-7 ; 
H. 15-45 cm. Äcker, stellenweise sehr häufig, nament- 
lich in der Marsch in manchen Gegenden fehlend {M. 
Chamomilla L.). Echte K. . C. Chamomilla P. M. E. 

— — Strahlbl. fehlend; Scheibenbl. meist 4 zähnig. 
Bl. 6, 7; H. 5-30 cm. Wegränder, Schutt, eingeschleppt, 
besonders b. Hamburg, Lauenburg , Kiel , Flensburg. 
Strahllose K. {M. discoidea DC.) C. suaveolens Aschs. 

6. Strahlbl. fehlend ; B. fiederteilig mit lanzettlich-fieder- 
spaltigen oder gesägten Zipfeln, obere sitzend ; Dolden- 
rispen dicht. Bl. 7-9; H. 0,6-1,2 m. Weg- u. Acker- 
ränder, gemein. {Tanacetum vulgare L.) Gemeiner F. 

C. Tanacetum Karsch. 

— — Strahlbl. typisch vorhanden, zuweilen fehlend, 
(Var. discoideum F. W. Schultz)-^ B. alle gestielt, fieder- 
teilig mit fiederspaltigen Abschnitten; Doldenrispen 
locker, Bl. 6-9; H. 0,3-0,6 m. Zierpflanze, in Dörfern 



Compositae. 95 

u. auf Schutt nicht selten verwildert. {T. Parthenium 
C. H. Schultz.) Mutterkraut . . C. Partheaium Pers. 

In Düsternbrook bei Kiel ist C. macrojjhyllum W. K. 
0,6-1,3 m hoch, B. grofs, unten gefiedert, oben fieder- 
spaltig, Bl. von der Tracht einer Achillea, dicht dolden- 
rispig, verwildert gefunden. 

Doronicum L. Gemswurz. (L. XIX, 2.) 
Köpfe grofs, einzeln, gelb. 2|-; Bl. 6; H. 0,4-1 m. In 
Parks u. Gebüschen hie u. da verwildert. Gremeine Gr. 

D. Pardaliänches L. 
Arnica Biipp. Wohlverleih. (L. XIX, 2.) 
G-rundb. meist 4, verkehrt- eifg. ; St.b. meist 2 Paar, 
länglich. Bl. 6; H. 0,3-0,6 m. Heiden, nicht selten. 
Berg-W A. montana L. 

Seuecio L. Kreuzkraut. (L. XIX, 2.) 

d. Köpfe mit AufsenhüUe; HüUb. an der Spitze gefleckt 2 

— — Köpfe ohne AufsenhüUe, hellgelb ; St. dick, hohl ; 
Pfl. spinnwebig, wollig; B. lanzettlich, halb st.umfassend, 
die unteren buchtig gezähnt. ; Bl. 5-7 ; H. 30-80 cm. 
Torfsümpfe, Ufer, nicht selten. Sumpf-K. (Cineräria 
palustris L.) S. palüster DC. 

2. B. buchtig-fiederspaltig oder fiederteilig 3 

— — B. ungeteilt; Strahlbl. abstehend. 2[. 9 

3. Hülle cylindrisch; HüUb. linealisch; Köpfe klein. 0. 4 

— — Hülle glockenfg; Hüllb. verkehrt - eifg. bis lan- 
zettlich ; Köpfe gröfser. mit Strahlbl 6 

4. Strahlbl. fehlend; B. der AufsenhüUe meist 10, ^4 so 
lang als die kahle Hülle. Bl. 1-12; H. 10-30 cm. 
Acker, Gärten, Schutt, gemein. Gemeines K. Stolzer 
Beinrich S. vulgaris L. 

— — Strahlbl. hellgelb, zurückgerollt 5 

5. Drüsig-zottig; B. der AufsenhüUe halb so lang als die 
Hülle, wie diese drüsig-zottig. Bl. 6-9; H. 25-45 cm. 
Sandboden, Schutt, nur im südöstlichen Teil, besonders 

an der Elbe oberhalb Hamburg. Klebriges K. S. viscosus L. 

— — Zerstreut-wollhaarig, drüsenlos ; B. der Aufsen- 
hüUe etwa ^6 so lang als die kahle oder kurzhaarige 
Hülle. Bl. 6-8; H. 0,15-1 m. Sandfelder, lichte Wälder, 
häufig. Wald-K S. silvaticus L. 

6. B. buchtig = fiederspaltig, zottig; B. der AufsenhüUe 
6-12, fast bis zur Mitte schwarz, */t so lang als die 
Hülle. 0; Bl. 5, 6 u. 9-11; H. 15-45 cm. Äcker, 
Waldränder, eingewandert, bisher nur im südöstlichen 
Teil bis Oldenburg. Frühlings- K. . S. vernälis W. K. 



96 Compositae. 

— — Mittlere ß. fiederteilig oder leierfg.-fiederteilig ; 
B. der Aufsenhülle nur an der Spitze oder gar nicht 
gefleckt 7 

7. B. der Aufsenhülle 4-6, halb so lang als die Hülle; F. 
sämtlich kurzhaarig. 2|. ; Bl. 8, 9; H. 0,4- 1,3 m. Wiesen, 
Wegränder, Dithmarschen, Eiderstedt, Husum, sonst 
zweifelhaft. Raukenblätteriges K. . S. erucaefolius L. 

— — B. der Aufsenhülle 1-2, mehrmals kürzer als die 
Hülle; randständige F. kahl 8 

8. Untere B. länglich-elliiDtisch , ungeteilt oder leierfg.- 
iiederspaltig, mittlere leierfg.-fiederteilig mit stark vor- 
wärts gerichteten Seitenabschnitten. 0; Bl. 6-8; H. 
30-60 cm. Feuchte Wiesen, nicht selten. Wasser-K. 

S. aquaticus Huds. 

— — Untere B. leierfg.-fiederteilig, obere fiederteilig 
mit rechtwinklig abstehenden Seitenabschnitten. 0; 
Bl. 7, 8; H. 0,4-1,3 m. Wiesen, Raine, sehr häufig. 
Jakobskraut S. Jacobaea L. 

9. B. unterseits mehr oder weniger spinnwebig-filzig, lineal- 
lanzettlich, scharf stachelspitzig -gesägt; Aufsenhüllb. 
etwa 10, halb so lang als die Hülle; Strahlbl. etwa 12. 
Bl. 6-8; H. 0,6-2 m. Flufsufer. in Weidengebüsch, 
Elbe, Bille, Eider. Ufer-K S. paludosus L. 

— — B. nicht spinnwebig-filzig, ungleich gezähnt-ge- 
sägt, gewimpert; Aufsenhüllb. 3-5, so lang als die Hülle 10 

10. B. elliptisch-lanzettlich mit vorwärts gerichteten Zahn- 
spitzen, obere mit breitem Grunde sitzend; Hochb. 
lineal-lanzettlich; Strahlbl. 6-8. Bl, 8, 9; H. 1-1,6 m. 
Weidengebüsch am Eibufer, aufserdem hie u. da ver- 
wildert. Sarazenen-K S. saracenicus L. 

— — B. elliptisch bis schmal lanzettlich, mit gerade 
abstehenden Zahnspitzen, alle in einen schmal geflügelten 
B.stiel verschmälert; Hochb. borstenfg.; Strahlbl. meist 5. 
Bl. 7-9; H. 0,6-1,6 m. Hin u. wieder verwildert, 
Schleswig, Eckernförde b. Hütten, Oldenburg b. Farve. 
Fuchs' -K S. Füchsii Gmel. 

Calendula L. Ringelblume. (L. XIX, 4.) 
Untere B. spatelfg., obere länglich bis lanzettlich, halb 
st.umfassend; Bl. orange. Bl. 6-11; H. 30-45 cm. 
In Gärten, auf Kirchhöfen als Zier^jflanze, zuweilen 
verwildert. Totenblume C. officindlis L. 

EcMnops L. Kugeldistel. (L. XIX, 5.) 
Grofse distelartige Pfl. ; B. fiederspaltig, oberseits kurz- 
haarig, unterseits weifsfilzig; Bl. weifslich; Staubbeutel- 



Compositae. QJ 

blau. 2|.; Bl. 7, 8; H. 0,6-1,4 m. Zierpflanze, halb 
verwildert bei Lauenburg (ob noch?), früher auch bei 
Hamburg. Rundköpfige K. . . . K sphaerocephalus L. 

Carlina Tonrn. Eberwurz. (L. XIX, 1.) 

B. lanzettlich, stachelig-gezähnt, oberseits grün, unter- 
seits spinnwebig-filzig; St.b. halb st.umfassend ; äufsere 
Hüllb. kürzer, innere bis zur Mitte borstig-gewimpert ; 
Bl. strohgelb. Q; Bl. 7-9; H. 0,2-0,4 m. Trockene 
Hügel, Wegränder, meist nicht selten. Gremeine E. 

C. vulgaris L. 

Centaurea L. Flockenblume. (L. XIX, 3.) 

1. Hüllb. an der Spitze trockenhäutig, ungeteilt oder ge- 
franst 2 

Hüllb. mit handfg. geteiltem Stachel, seitlich nicht 

gefranst. . 6 

2. F. ohne Haarkrone ; Hüllb. mit trockenhäutigen, ganzen 
oder geschlitzten Anhängseln, selten etwas gefranst; 

B. lanzettlich, untere gestielt, gezähnt oder fast fieder- 
spaltig, obere sitzend, meist ganzrandig; Bl. purpurrot. 
Bl. 6-10; H. 0,15-1 m. Gemeine F. . . . C. Jäcea L. 

— — Haarkrone vorhanden; Hüllb. borstig gefranst 3 

3. Endfranse der Hüllb. breiter als die übrigen, zu- 
weilen in einen Stachel verlängert 4 

— — Endfranse den übrigen gleich; Hüllb. fiederig 
gefranst, zurückgekrümmt ; B. länglich, spitz, gezähnelt 
oder ganzrandig, untere gestielt, obere halb st.umfassend. 
2|.; Bl. 7-9; H. 0,6-1,8 m. Bl. hellpurpurn; Fransen 
braun. Wegränder, Gebüsche zerstreut. Phrygische F. 

C. Phrygia L. 
C. nigra L. mit aufrechten, schwarzen, gefransten 
Hüllb. , B. oft buchtig gezähnt, findet sich zuweilen auf 
Klee- u. Luzernefeldern mit fremder Saat eingeschleppt. 

4. B. fiederspaltig oder fiederteilig ; Bl. purpurn oder weifs 5 

— — B. ungeteilt, lineal-lanzettlich, die unteren am 
Grunde gezähnt ; Bl. blau, selten weifs. ; Bl. 6-8 ; H. 
0,3-0,6 m. Äcker, gemein. Kornblume. C. Cyanus L. 

C. montäna L: 2\-; meist spinnwebig- wollig, B. herab- 
laufend, länglich- lanzettlich, ungeteilt, Strahlbl. blau, 
Scheibenbl. rotviolett, findet sich selten aus Gärten ver- 
wildert. 

5. Köpfe grofs, einzeln an St. u. Ästen; Hülle kugelig; 
Bl. dunkelpurpurn, selten weifs. Bl. 7, 8 ; H. 0,4-1,3 m. 
Im östl. Teil meist häufig, bei Hamburg selten. Sca- 
biosen-F C. Scabiosa L. 

Prahl, Flora von Schleswig-Holstein. 7 



Qg Compositae. 

Köpfe klein ; Hülle eifg. Hierher gehören die ein- 
geschleppten Arten: C. maculosa Link, mit hervor= 
tretend önervigen, an der Spitze schwarz gefärbten 
Hüllb., hellpurpurnen Bl., auf Schutt bei Kiel, u. C. 
diffusa Lmk. mit sehr kleinen Köpfen, Hüllb. mit 
starkem, in einen längeren Stachel auslaufenden Mittel- 
nerv und schwächeren Seitennerven, Bl. weifslich, auf 
Schutt bei Hamburg. 
6. Bl. blafspurpurn ; B. nicht herablaufend, tief fieder- 
spaltig; Haarkrone fehlend. Bl. 7-9; H. 0,2-0,5 m. An 
Deichen in Dithmarschen, eingeschleppt. Distelartige F. 

C. Calcitrat a L. 
Bl. gelb; St.b. ungeteilt, lineal-lanzettlich, flügel- 
artig herablaufend; Haarkrone länger als die F.. Hie 
u. da mit fremder Saat eingeschleppt, bei Hamburg u. 
Kiel auf Schutt. Sonnenwende-F. . . C. solstitiälis L. 

Serrätula L. Scharte. (L. XIX, 1.) 2\.. 

B. klein gesägt; Grrundb. lang gestielt, ungeteilt oder 
mit einigen Seitenblättchen ; St.b. sitzend, leierfg.-getiedert 
bis fiederspaltig. Köpfe doldenrispig, zweihäusig. Bl. 
7-9, purpurrot; H. 0,3-1 m. Heiden, Gebüsche, sehr 
zerstreut, im westlichen Holstein häufiger. Färber-Sch. 

S. tinctöria L, 

Lappa Tourn. Klette. (L. XIX, 1.) Q- 

1. Bl.stand traubig ; B. grofs, graufilzig ; Grundb. herzeifg.; 
St.b. eifg.; Bl. meist purpurn 2 

— — Bl.stand doldentraubig ; B. u. Bl. wie oben . . 3 

2. St. rutenfg.-ästig ; Zweige abstehend, zuletzt fast hängend, 
Hülle etwa so lang als die Bl.; Bl. 8; H. 0,8-1,8 m. 
Wälder, Hecken, in Nord- u. Mittelschleswig nicht 
selten, sonst sehr zerstreut. Wald-K. L. nemorösa Körn. 

— — St. aufrecht ästig; Köpfe ziemlich klein; Hüllb. 
kürzer als die Bl. ; Bl 7-9; H. 0,6-1,3 m. Wegränder, 
Dörfer, besonders in sandigen Gegenden, häufig. Kleine K. 

L. minor DC. 

3. Hüllb. ganz kahl, länger als die Bl., sämtlich hakenfg. ; 
Bl. 7, 8; H. 0,6-1,6 m. Wegränder, Dörfer, besonders 
auf Lehmboden, häufig. {L. major Gaertn). Gebräuch- 
liche K Ij. officinälis All. 

Hüllb. dicht spinnwebig - filzig, kürzer als die 

Bl., die inneren nicht hakenfg. Wie vor,, stellenweise 
häufiger als diese, sonst zerstreut. Filzige K. 

L. tomentosa Lmk. 



Compositae. 99 

Onopördoii Vaill. Eselsdistel. (L. XIX, 1.) 

St. durch die herablaufenden, stachelig gezähnten ß. 
2-3flügelig; Köpfe grofs, einzeln, purpurn, ßl. 7-9; H. 
0,6-1,2 m 0. Wüste Plätze in der Nähe von Wohnungen, 
sehr zerstreut. Gemeine E. , . . . O. Acanthium L. 

Carduus Tourn. Distel. (L. XIX, 1)0. 

1. Hüllb. angedrückt oder bogenfg. abstehend .... 2 

— — Büllb. über dem Grunde zusammengedrückt u. 
zurückgebrochen; Köpfe platt- kugelig, einzeln, grofs, 
nickend; ,ßl. purpurrot, selten weifs. ßl. 7, 8; H. 
0,3-1 m. Acker, Triften im südöstlichen Teil bis Olden- 
burg u. Hamburg zerstreut, sonst fast ganz fehlend. 
Nickende D C. nütans L, 

2. Köpfe fast walzenfg., ziemlich klein, zahlreich, sitzend, 
ßl. 7, 8 rötlich weifs; H. 15-60 cm. Marschdeiche an 
der unteren Eider u, von Husum bis Dithmarschen, 
neuerdings seltener. Schmalblütige D. 

C. tenuiflorus Curt. 

— — Köpfe eifg. oder rundlich ....... 3 

3. ß. tief liederspaltig, beiderseits grün, wie die St.flügel 
lang u. derbstachelig; Köpfe meist einzeln, purpurrot. 
ßl. 6-9; H. 0,3-1 m. Wege, Schutt, selten u. einge- 
schleppt. Hamburg, Lübeck, Kiel. Stachel-D. 

C. acantJioides L. 

— — ß. buchtig-fiederspaltig, unterseits dünnfilzig, 
kurz- u. weichstachelig; Köpfe meist gehäuft, purpur- 
rot, ßl. 7-9; H. 0,5-1,2 m. Wegränder, Hecken, meist 
häufig. Krause D , . . C. crispus L. 

Silyhum Vaillant. Mariendistel. (L. XIX, 1.) 
Untere ß. buchtig eckig, obere lanzettlich, st.umfassend, 
weifs gefleckt, stachelig, wie der St. kahl; Köpfe grofs, 
einzeln, purpurrot. ©; ßl. 7, 8; H. 0,6-1,5 m. Zier- 
pflanze, zuweilen verwildert. Gemeine M. 

S. Maridnum Gaertn. 

Cirsium Tourn. Kratzdistel. (L. XIX, 1.) 

1. B. oberseits von kleinen Stacheln rauh, herablaufend, 
unterseits dünnfilzig, tief fiederspaltig ; Köpfe einzeln, 
grofs, purpurrot. 0; ßl. 6-10; H. 0,6-1,2 m. Äcker, 
Wegränder, gemein. Lanzettliche K. 

C. lanceolatum Scop. 

— — ß. oberseits nicht stachelig 2 

2. ßl. zwitterig; Saum der Kr. öspaltig 3 

— — ßl. zweihäusig; Saum der Kr. tief 5teilig; ß. 

7* 



IQO Compositae. 

mehr oder weniger herablaufend, lanzettlich, buchtig 
bis fiederspaltig ; Köpfe ziemlich klein, gehäuft, hell- 
purpurrot. -%; Bl. 7-9; H. 0,6-1,3 m. Äcker, Weg- 
ränder gemein. Acker-K C. arvense Scop. 

3. B. herablaufend, wie der St. spinnwebig-filzig, lineal- 
lanzettlich, buchtig-fiederspaltig; Köpfe geknäuelt. Q; 
Bl. 6-9, purpurrot, selten weifs; H. 0,6-1,6 m. Feuchte 
Wiesen u. Wälder, gemein. Sumpf-K. C. palüstre Scop. 

— — B. nicht herablaufend .......... 4 

4. B. unterseits schneeweifs-filzig, am Rande fein stachelig 
gesägt, ungeteilt oder fiederspaltig ; Köpfe einzeln, grofs 
auf langen b. losen Stielen, purpurrot. 9\_-^ Bl. 6, 7; H. 
0,6-1,2 m. Wälder, Eichengestrüppe in Schleswig, 
sehr zerstreut. Verschiedenblätterige K. 

C. heterophyllum All. 

— — B. beiderseits grün 5 

5. Pfl. gelbgrün; Köpfe gehäuft, von groCsen Hochb. um- 
geben, gelbweif s ; St.b. mit geöhrtem Grunde st.um- 
fassend. 2|.; Bl. 7-9; H. 0,6-1,3 m. Feuchte AViesen 

u. Grebüsche häufig. Kohlartige K. C. oleraceum Scop. 

— — Pfl. dunkelgrün; Köpfe einzeln, seltener 2 u. 3, 
fast ungestielt in der Rosette der Grundb. sitzend, zu- 
weilen auch der St. verlängert bis 30 cm u. beblättert 
(Var. caulescens Pers.) Sj.; Bl. 7-9, purpurrot; H. meist 
nur 3-8 cm. Hügel, Triften, sehr zerstreut im öst- 
lichen Teil, in Schleswig sehr selten. Stengellose K. 

C. acaüle All. 
Der Bastard C. oleraceum x acaule, C. rigens Wallr. 
ist zwischen Lütjenburg u. Oldenburg beobachtet. 

Lampsana Tourn. Rainkohl. (L, XIX, 1.) 

B. entfernt gezähnt, untere leierfg.-fiederteilig mit sehr 
grofsen Endabschnitten, obere länglich-lanzettlich. 0; 
Bl. 6-Ö, gelb; H. 0,3-1,2 m. Wälder, Gebüsche, Schutt, 
häufig. Gemeiner R L. communis L. 

Arnöseris Gaertn. Lämmersalat. (L. XIX, 1.) 

Grundb. länglich-spatelfg., gesägt-gezähnt, gewimpert. 
0; Bl. 6-9, gelb; H. 10-25 cm. Äcker in den Sand- 
gegenden nicht selten. Kleiner L. . . A. minimia Lk, 

Cichorium Tourn. Cichorie. (L. XIX, 1.) 

Untere B. schrotsägefg., bluten ständige aus breitem 
st.umfassenden Grunde lanzettlich. 2|.; Bl. 7, 8, blau; 
H. 0,3-1,2 m. Wegränder, Triften auf Lehmboden, zer- 
streut. Gemeine C C. Intybus L. 



Compositae. 101 

— — Untere B. buchtig^ gezähnt (bei uns stets kraus), 
blütenständige breit, herzeifg.-st.umfassend. 0; Bl. 7-9, 
blau; H. 0,6-1,5 m. Als Salatpflanze bei uns selten 
gebaut. Endivie C. Endivia L. 

Tolpis Adans. Tolpis. (L. XIX, 1.) 
Untere B. länglich- spatelfg., mittlere länglich-lanzett- 
licli; Köpfe lockerrispig, von borstenfg.en Hochb. um- 
geben. 0; ßl. 6, 7, hellgelb; H. 0,3-0,8 m. Zier- 
pflanze. Bärtige T T. harhäta Gaertn. 

Thriucia Kth. Zinueusaat. (L. XIX, 1.) 

B. alle in grundständiger Rosette, länglich, meist buch- 
tig-gezähnt; St. Iköpfig; Köpfe vor dem Aufblühen 
überhängend; Hüllb. schwarz berandet. 2|.; Bl. 7-10, 
gelb; H. 5-30 cm. Wiesen, Triften, im mittleren und 
südl. Holstein häufig, nach Norden seltener, üauhe Z. 

T. hirta Rth. 

Leöutodon L. Löwenzahn. (L. XIX, 1.) 2|.. 
Kahl oder sparsam behaart ; Glrundb. meist buchtig tief 
fiederspaltig ; St. meist ästig; Haare der Haarkrone 
meist alle gefiedert. Bl. 7-10, gelb; H. 15-45 cm. 
Wiesen, Triften, häufig. Herbst-L. , L. autumnalis L. 

— — Von ästigen Haaren rauh; Grrundb. buchtig-ge- 
zähnt; St. Iköpfig; Köpfe ziemlich grofs, vor dem Auf- 
blühen nickend; äufsere Haare der Haarkrone kurz, 
rauh, innere gefiedert. Bl. 6-10, gelb; H. 15-40 cm. 
Wiesen, Hügel, im südl. Teil zerstreut, im nördl. sel- 
tener Rauhhaariger L L. hispidus L. 

Picris L. Bitterich. (L. XIX, 1.) 

Steif haarig, ästig - doldenrispig ; B. buchtig gezähnt; 
äufsere Hüllb. abstehend. Q; Bl. 7-9, goldgelb; H. 
0,3-1,2 m. Hecken, Wegränder, im nordöstl. Schles- 
wig zerstreut, sonst selten u. vereinzelt. Gemeiner B. 

P. hieracioides L. 

Tragopögon L. Bocksbart. (L. XIX, 1.) 0. 

Bl. rotviolett; Bl.stiele oberwärts keulenfg., - verdickt, 
hohl; ß. lineal-lanzettlich. ßl. 6-8; H. 0,4-1,2 m. Weg- 
ränder, Gebüsche, stellenweise in Menge verwildert u. 
eingebürgert, z. B. Sundewitt, Kiel. Lauchblätteriger B. 

T. porrifölius L. 

— — Bl. gelb , kürzer oder länger als die 8 Hüllb. ; 
Bl.stiele unter dem Kopfe wenig verdickt. (Sind die- 
selben keulenfg., so verschwindet dies fast ganz beim 



J^(}2 Compositae. 

Trocknen.) Bl. 5-7; H. 0,3-0,6 m. Wiesen, Weg- 
ränder, zerstreut. Wiesen- B T. pratensis L, 

Scorzonera L. Schwarzwurz. (L. XIX, 1.) 

St. meist Iköpfig, wollig; Hülle unten wollig; Grundb. 
länglich bis linealisch, spitz, stielartig verschmälert; 
St.b. 2-3, sitzend. 2\-; Bl. 5, 6, gelb; H. 15-45 cm. 
Hochgelegene Heiden, Eichengestrüppe, meist nicht 
selten. Kleine S S. hümilis Li, 

— — St. meist ästig, mehrköpfig: Hülle meist ganz 
kahl; St. dichter beblättert. 0; Bl. 6-9; H. 0,5-1,2 m. 
Der efsbaren Wurzel wegen gebaut, selten verwildert. 
Spanische S S. hispänica L. 

Hypochöeris L. Ferkelkraiit. (L. XIX, 1.) 

Innere Hüllb. so lang als die Bl, ; randständige F. schna- 
bellos ; Grundb. meist kahl, buchtig-gezähnt mit spitzen 
Zähnen; St.b. klein, meist fehlend. 0; Bl, 6, 7, gelb; 
H. 15-40 cm. Sandige Äcker, zerstreut. Glattes F. 

H. glabra L. 

— — Alle Hüllb. kürzer als die Bl, ; F. sämtlich ge- 
schnäbelt, Grundb. mit zerstreuten Borsten, buchtig- 
gezähnt; St. mit einigen borstenfg.en Hochb. 2\.\ Bl. 6-9, 
gelb; H. 0,2-0,6 m. Gemeines F. . . H. radieata L. 

Achyröphorus Scop. Hachelkopf. 2\.. 
Grundb. buchtig-gezähnt, oft braunrot gefleckt, borstig; 
St. l-3köpfig, meist mit 1 laubartigen u. mehreren 
borstenfg.en B. ; Bl. 6, 7, gelb ; H. 0,2-0,6 m. Hochgelegene 
Heiden, Eichengestrüppe, zerstreut. Geflecktes H. 

A. maculatus Scop. 

Taräxacum Haller. Kuhblume. (L. XIX, 1.) 2\.. 
B. in grundständiger Rosette, lanzettlich, buchtig-fieder- 
spaltig, in den Stiel verschmälert. Bl. 5-9, gelb; 
H. 10-40 cm. Wiesen, Triften, gemein. Gemeine K. 

T. officinale Web. 
Var. laevigätnm DC: Aufsere Hüllb. eifg., abstehend; 
Var. palüstre DC: Aufsere Hüllb. eifg., angedrückt; 
Grundb. buchtig- schrotsägefg. (erectum Hoppe) oder 
schmal lineal, gezähnelt {salinum Poll.), so auf Strand- 
wiesen sehr zerstreut. 

Chondrilla Touru. Knorpelsalat. (L. XIX, 1.) 

Grundb. buchtig - fiederspaltig ; St.b. lineal-lanzettlich, 
Aste rutenfg.; Hülle mit kurzen Aufsenhüllb. ; Köpfe 



Compositae. 103 

klein, riäpig. 4; Bl- 7, 8 gelb; H. 0,5-1,2 m. Sand- 
felder, Hügel, selten. Von Lauenburg bis Oldenburg 
(Broek). ßinsenartiger K C. juncea L. 

Lactüca L. Lattich. (L. XIX, 1.) 

1. St.b. alle in einen geflügelten, am Grrunde st.umfassen- 
den Stiel verschmälert, leierfg.-fiederspaltig; Zipfel 
eckig-gezähnt; St. hohl. 2\.', Bl. 6-8 gelb; H. 0,5-1 m. 
Laubwälder, häufig. Mauer-L. . . . L. muralis Less. 

— — St.b. sitzend, herzfg.- oder pfeilfg.-st.um fassend; 
Bl. gelb . . . . • 2 

2. St.b. mit herzfg.em Grunde, gezähnt, meist horizontal 
(Bl.fläche nach oben); St. kahl; Rispe ausgebreitet, 
flach. 0; Bl. 7, 8; H. 0,3-1 m. Gebaut. Garten-L. 

Kopfsalat L. sativa L. 

St. mit pfeilfg.em Grunde, meist buchtig fiedersp., 

senkrecht stehend (ein Seitenrand nach oben); St. 
stachelig; Rispe pyramidenfg. ; F. oben kurzborstig. 0; 
Bl. 7-10; H. 0,5-1,5 m. "Wege, Schutt, selten, Ham- 
burg, Fehmarn, Untereider. Wilder L. L. Scariola L. 

L. virosa L. St. stachelig, untere B. stielartig ver- 
schmälert, die übrigen mit pfeilfg.em Grunde st.um- 
fassend, stachelspitzig-gezähnt, horizontal stehend, F. 
kahl, ist auf Schutt b. Hamburg gefunden. 

Sonchus L. Saudistel. (L. XIX, 1.) 

1. Pfl. 0; St. meist ästig; Hülle kahl; B. buchtig-fieder- 
spaltig; Bl. gelb 2 

— — Pfl. 21; St. unten einfach; Hülle meist drüsen- 
haarig; Bl. gelb 3 

2. B. weich, mit zarten Stacheln u. pfeilfg.em Grunde; F. 
querrunzelig. Bl. 6-JO; H. 0,3-0,8 m. Äcker, Gärten, 
Schutt, gemein. Kohlartige S. . . . S. oleraceus L. 
B. derb, mit stechenden Zähnen u. herzfg.em Grunde; 

F. glatt. Wie vor., häufig. Rauhe S. . S. asper Vill. 

3. B. buchtig bis buchtig-fiederspaltig, stachelspitzig ge- 
zähnt, am Grunde herzfg.; Doldenrispe u. Hülle gelb- 
lich-drüsenhaarig (selten kahl: Var. laevipes Koch). 
Bl. 7-10; H. 0,6-1,5 m. Äcker, Wiesen, häufig, Acker-S. 

S. arvensis L. 

— — B. am Grunde tief pfeilfg. , untere fiederspaltig, 
obere lanzettlich u. lineal, ungeteilt; Doldenrispe und 
Hülle schwarz - drüsenhaarig. Bl. 7, 8; H. J-2,3 m. 
Strandwiesen der Ostküste, Eibufer, zerstreut, sonst sehr 
selten. Sumpf-S S. palüster L. 



104 Compoaitae. 

Crepis L. Pippau. (L. XIX, 1.) 

1. Haarkrone schneeweifs ; Haare biegsam, weich; Bl. gelb 

in Doldenrispen 2 

Haarkrone gelbweil's, zerbrechlich; Pfl. kahl ; St. 

hohl; untere B. buchtig - gezähnt , obere länglich; Bl. 
gelb, in Doldenrispen; Hüllb. schwarz, drüsenhaarig. 
2\.; BL 6-8; H. 0,6-1,3 m. Sumpfige Wiesen u. Wälder, 
sehr häufig. Sumpf-P C. paludosa Mnch. 

2. F. oberwärts verschmälert, nicht oder nur sehr kurz 
geschnäbelt , . 3 

Alle, oder doch die mittleren F., lang geschnäbelt. 
Hierher: C. setösa Hall. fil. : Köipfchen stets aufrecht, B. 
buchtig-fiederspaltig, Bl. stiele u. Hüllkelch steifborstig 
u. C. rhoeadifölia M. B. : Köpfchen vor dem Aufblühen 
nickend, St. oberwärts, nebst den Bl.stielen borstig 
rauhhaarig, B. buchtig fiederspaltig ; erstere b. Ham- 
burg, letztere b. Kiel auf Schutt eingeschleppt gefunden. 

3. St.b. mit öhrchenfg.em aber nicht pfeilfg.em Grunde 
st.umfassend, meist am Grunde fiederspaltig: F. 13rippig; 
Bl. goldgelb. 0; Bl. 6-8; H. 0,6-1,2 m. Wiesen, Weg- 
ränder, Oldenburg, sonst hie u. da auf Grasplätzen mit 
fremder Saat eingeschleppt. Zweijähriger P. C. biennis L. 

— — St.b. mit pfeilfg.em Grunde st.umfassend; F. 10- 
rippig; u. . . . , 4 

4. Grasgrün, meist ziemlich kahl; ß. flach, gezähnt bis 
fiederspaltig, mit abwärts gerichteten Öhrchen; Hüllb. 
angedrückt; Bl.boden kahl. Bl. 6-10; H. 0,3-1 m. 
Wiesen, Äcker, Wegränder, häufig. Grüner P. 

C. virens Vill. 

— — Graugrün; B. am Bande umgerollt, mit aufwärts 
gerichteten Öhrchen; Hüllb. abstehend; Bl.boden fransig. 
Bl. 6-10; H. 10-50 cm. Sandige Äcker, meist häufig. 
Dach-P C tectorum L. 

Hieräcinm L. Habichtskraut. (L. XIX, 1.) 2^. 

i. B. ganzrandig, in grundständiger Rosette ; St.b. wenige 
oder fehlend 2 

— — B. mehr oder weniger tief gezähnt, wenn ganz- 
randig keine grundständige Rosette; Bl. gelb ... 6 

2. St. einköpfig mit Ausläufern, unbeblättert; die länglich 
verkehrt eifg.en Grundb. unterseits grau -sternfilzig, 
beiderseits borstig. Bl. 5-7, gelb; Randbl. unterseits 
rot gestreift; H. 10-40 cm. Trockene Wiesen, Triften, 
gemein. Gemeiner H H. Pilosella Ii. 

— — St. 2-vielköpfig, doldenrispig 3 



Composi.ae. 105 

3. B. graugrün; Bl. gelb 4 

— — B. gras- oder gelblich -grün; St. unterwärts 
l-3blätterig 5 

4. B. zungenfg. bis verkehrt - eifg. - lanzettlich, meist nur 
am Grunde lang gewimpert, sonst kahl; St. blattlos 
oder 1 blätterig, mit Ausläufern ; Köpfe 2-6. Bl. 5, 6 ; H. 
15-80 cm. Feuchte Wälder, sehr zerstreut. Aurikel-H. 

H. Auricula L. 

— — B. lanzettlich, spitz ; am Rande u. an der Rippe 
unterseits steif borstig ; St. l-3blätterig, mit oder ohne 
Ausläufer; Doldenrispe vielköpfig; Köpfe klein. Bl. 6, 7; 
H. 30-60 cm. Wiesen, Wegränder, sehr selten, Lübeck. 
Hohes H H. praealtum Vill. 

5. Bl. dunkel orangefarbig, zuweilen fast rotbraun; Gf. 
braun; B. länglich, vorn breiter; St. dicht, mit am 
Grunde schwarzen Haaren besetzt ; Köpfe 2-10, locker. 
Bl. 6, 7; H. 0,3-0,5 m. Wiesen, Hamburg, Lübeck, 
Segeberg, Kiel, Nordwestschleswig, wahrscheinlich ein- 
geschleppt. Orangefarbiges H. . . H. aurantiacum L. 

— — Bl. hellgelb; Gf. gelb; untere B. stumpf, obere 
spitz; St. hohl, zerstreut sternhaarig u. besonders am 
Grunde mit langen rötlichen Haaren besetzt; Köpfe 
zahlreich, klein, dicht gedrängt. Bl. 6; H. 0,3-1 m. 
Wiesen, Grasplätze, sehr selten, Hamburg, Lübeck. 
Wiesen-H H. pratense Tausch. 

H. Pilosella X i^ratense St. locker, gabelig 2-mehr- 
köpfig; Köpfe mittelgrofs, ist früher bei Hamburg ge- 
funden worden. 

6. Grundb. in Rosetten, meist deutlich gestielt; St. mit 

wenig B 7 

Grundständige Rosetten nicht vorhanden ... 8 

7. Rosettenb. zahlreich, grasgrün; St.b. 1-2, oft fehlend; 
Hülle cylindrisch-glockenfg., innere Hüllb. spitz. Bl. 
6, 7; H. 0,4-1 m. Wälder, Gebüsche, im Osten nicht 
selten. Mauer-H H. murörum L. 

— — Rosettenb. graugrün, unterseits meist sternhaarig 
oder spinnwebig; Hülle fast kugelig mit stumpflichen 
ß., sonst wie vor. Nach Lange b. Hadersleben, Graven- 
stein u. Schleswig gefunden. Graugrünes H. 

H. caesium Fr. 

Rosettenb. wenige ; St.b. 2-6 ; Hülle kurz glockenfg. ; 

innere Hüllb. stumpf. Bl. 6, 7; H. 0,4-1,2 m. Wälder, 
Gebüsche, im Osten häufig. Wald-H. H. vulgatum Fr. 
■8. St. entfernt beblättert; B. lanzettlich sitzend, mit we- 
nigen grofsen Zähnen; innere Hüllb. spitz. Bl. 7, 8; 



^Qg Compositae. — Lobeliaceae. — Campanulaceae. 

H. 0,5-1,2 m. Lichte, hoch gelegene Wälder, Eichen- 
gestrüppe, nicht selten. Starres H. (E. rigidum Hartm.) 

H. laevigatum Willd. 
Var. tridentätum Fr. St. hohl; B. breiter, eilanzettfg., 
mit meist .8 sehr grofsen Zähnen an jeder Seite, findet 
sich mit der Hauptart. 

— — St. dicht beblättert 9 

9. ß. eifg. bis eifg.-lanzettlich, nach oben meist dicht ge- 
drängt, obere mit abgerundetem Grunde sitzend; Hüllb. 
dunkelgrün, angedrückt, innere Hüllb. stumpf, ßl. 
7-9; H. 0,3-1,2 m. Wälder, Gebüsche, nicht selten. Nor- 
disches H. (H. silvestre Tausch.) . . . H. boreale Fr. 

— — B. lanzettlich bis linealisch, schwach gezähnt oder 
ganzrandig ; äulsere Hüllb. an der Spitze zurückgebogen, 
die inneren stumpf; Bl. dicht doldenrispig. ßl. 7-10; 
H. 0,3-1,2 m. Wälder, Gebüsche, Heiden, Dünen, ge- 
mein. Doldiges H H. umbellatum L. 



59. Fam. Lobeliäceae. Juss. 

Lobelia L. Lobelie. (L. V, 1.) 

B. in grundständiger Rosette, lineal, hohl, 2 fächerig, 
zurückgekrümrat ; St. fast b.los, traubig. 2\.; Bl. 7, 8, 
blauweifs; H. 15-40 cm. In Landseen, sehr zerstreut. 

Dortmanns L L. Dortmanna L. 

L. Erinus L. St. schwach, ausgebreitet ästig, be- 
blättert, B. länglich-verkehrt-eifg., Bl. himmelblau, 0, 
ist häufige Zierpflanze und verwildert zuweilen auf 
Schutt. 

60. Fam. Campanuläceac Juss. 

Jasiöne L. Jasioue. (L. V, J.) 

St. u. B. rauhhaarig ; untere B, länglich-verkehrt-eifg., 
übrige lanzettlich bis linealisch. 0; Bl. 6-8, hellblau; 
H. 20-40. cm. Trockene, magere Orte, gemein. Berg-J. 

J. montäna Ij. 

Phyteüma L. ßapuuzel, Teufelskralle. (L. V, 1.) 

Grund- u. untere St.b. gestielt, eifg.-länglich, am Grunde 
meist herzfg. ; obere lanzettlich oder linealisch, alle ge- 
kerbt. 9|.; Bl. 5, 6, gelblichweif s; H. 0,3-0,8 m. Schattige 
Laubwälder, häufig. Ährige ß. . . . P. spicatum L. 

Campämila L. Glockenblume. (L. V, 1.) 

1. ßl. gestielt, in Trauben oder Rispen 2 



Campanulaceae. lOT 

— — Bl. sitzend, in end- und achseletändigen Köpfen; 
untere B. am Grunde abgerundet oder herzig., gestielt, 
obere mit halbst.umfassendem Grunde sitzend. 2}.; Bl. 
7-9, violett ; H. 0,2-0,6 m. Hügel, Gebüsche, sehr selten. 
Heiligenhafen. Geknäuelte G. . . . C. glomeräta L. 
2. Kapsel überhängend, am Grunde sich öffnend. 2|.. . . 3 

— — Kapsel aufrecht, über der Mitte oder an der 
Spitze sich öffnend 6 

3. Obere B. linealisch, unterste St.b. lanzettlich, Grundb. 
nierenfg,, rundlich oder herzeifg., gekerbt, lang gestielt; 
Bl. locker rispig, blau. Bl. 6-JO; H. 0,2-0,5 m. Trockene 
Orte, Wegränder gemein. Rundblätterige G. 

C. rotundifölia L. 

— — Obere B. breiter, nie linealisch ; Bl.kr. gewimpert, 
grofs 4 

4. St. scharfkantig, nebst den B. kurz- steif haarig; untere 
B. herzeifg., lang gestielt , obere eilanzettfg. , fast 
sitzend, alle grob ungleich gesägt. Bl. 7,8, blaulila; 
H. 0,5-1 m. Laubwälder, Gebüsche, häufig. Nessel- 
blätterige G C. Trachelium L. 

— — St. stumpfkantig, unten oft rundlich, weich- oder 
kurz-rauhhaarig 5 

5. B. beiderseits weichhaarig, länglich eifg., ungleich kerbig 
gesägt, untere in einen geflügelten Stiel verschmälert, 
obere sitzend, Traube nicht einseitswendig; Bl. aufrecht 
oder abstehend, violett. Bl. 6, 7 ; H. 0,6-1,2 m. Wälder, 
Gebüsche, im Osten zerstreut, sonst selten. Breit- 
blätterige G C. latifölia L. 

— — B. beiderseits kurzhaarig- rauh , grob gekerbt, 
untere herzig., länglich, gestielt, obere lanzettlich-sitzend; 
Traube einseitswendig, Bl. überhängend, violett; Grund- 
achse kriechend. Bl. 6-8; H. 0,3-1 m. Hecken, Ge- 
büsche, in Gärten oft ein lästiges Unkraut. Kriechende G. 

C. rapunculoides L. 

6. Traube armblütig; Bl. sehr grofs, weit glockenfg., 
himmelblau oderweifs; K.zipfel lanzettlich; Pfl. 2[., mit 
kriechender Grundachse ; untere B. länglich - keilfg. ; 
St.b. lanzettlich bis linealisch. Bl. 6, 7; H. 0,3-1 m. 
Buschige Hügel, sehr selten; Elbhöhen, Untertrave, 
Neustadt, Ratzeburg. Pfirsichblätterige G. 

C. persicifolia L. 

Rispe vielblütig; Bl. mittelgrofs, trichterfg.; 

K.zipfel pfriemlich. 7 

7. Rispe abstehend, fast doldenrispig ; seitliche Bl. stiele über 
der Mitte mit 2 Hochb.; Kr.zipfel abstehend. Bl. 5-7, 
blaulila; H. 0,3-0,5 m. Wiesen, Gebüsche, im Süden 



108 Campanulaceae. — Siphonandraceae. 

zerstreut, im No^den erst neuerdings vereinzelt gefunden. 

Ausgebreitete Gr. . . . ,. C. patula L. 

Rispe schmal: Äste kurz, aufrecht abstehend; 

seitl, Bl.stiele nahe am Grunde mit 2 Hochb. ; Kr.zipfel 
aufrecht. Bl. 5-8, blau; H. 0,4-1 m. Hügel, Wegränder, 
sehr zerstreut im südl. u. mittleren Teil. Rapunzel-G. 

C. Rapünculus L. 

Speculäria Heister. Frauensjnegel. (L. V, 1.) 0. 
St. aufrecht, oft vom Grunde an ästig; untere B. ver- 
kehrt eifg. , obere länglich : Kr. radfg. , violett , in der 
Mitte weifs ; Kapsel linealisch-prismatisch ; K.zipfel so 
lang als die Kr. Bl. 6-8; H. 15-25 cm. Äcker, mit 
fremder Saat eingeschleppt, sehr selten u. unbeständig, 
auf Schutt bei Hamburg. Echter F. S. Specidnni DC. 



61. Fam. Siplioiiaiidräceae Klotzsch. 

Taccinium L. Heidelbeere. (L. VIII, l.j t). 

1 . St. aufrecht oder aufsteigend ; Kr. krug- oder glockenfg. 2 

St. fadenfg., kriechend; Kr. radfg., tief 4teilig, rosa; 

Zipfel zurückgeschlagen; B. klein, eifg., am Rande 
zurückgerollt; F. rot. Bl. 6; St. 15-40 cm. Torfmoore, 
nicht selten. Moosbeere V. Oxycoccos L. 

2. ß. im Herbst abfallend; Staubbeutel mit 2 Grannen . 3 

B. immergrün, am Rande zurückgerollt, oben 

dunkel-, unten hellgrün, punktiert; Bl. weifs, glockenfg., 

in Trauben; F. rot. Bl. 5, 6; H. 8-20 cm. Wälder, 
Heiden, sehr zerstreut, nicht gesellig. Preifselbeere, 
Kronsbeere . V. Vitis idaea L. 

3. Äste scharfkantig: B. spitz, beiderseits hellgrün; Kr. 
krugfg., grünrötlich; F. schwarzblau, bereift. Bl. 5 : H. 
15-40 cm. "Wälder, Heiden, häufig. Heidelbeere, Bick- 
beere V. Myrtillus L. 

— — Aste rund; B. stumpf, unterseits blaugrün; Kr. 
weifs, rosa überlaufen : F. wie vor. Bl. 5, 6 ; H. 0,2-1,2 m. 
Torfmoore, im östl. Lauenburg häufig, sonst sehr zer- 
streut. Rauschbeere V. uliginosum L. 

Arctostäphylos Adaus. Bärentraube. (L. X, 1.) t). 

Niederliegend, ästig; B. immergrün, länglich-verkehrt- 
eifg., ganzrandig; Trauben wenigblütig; Bl. weifsrosa, 
kurzgestielt. Bl. 4, 5; St. 0,3-1 m. Hochgelegene 
Heiden, sehr zerstreut, aber gesellig. Gemeine B. 

A. \iva ursi Spr. 



Siphonandraceae. — Ericaceae. — Khodoraceae. — Hypopityaceae. j^09 

Andromeda L. Rosmarinheide. (L. X, 1.) t). 

St. aufsteigend; B. immergrün, elliptisch oder lanzett- 
lich, am Rande zurückgerollt; Bl. rosa in wenigblütigen 
Dolden, lang gestielt, nickend. Bl. 5, 6 ; H. 15-40 cm. 
Torfmoore, Heiden, nicht selten. Poleiblätterige R. 

A. polifolia L. 

62. Fam. Ericäceae Klotzsch. 

Callüiia Sal. Heidekraut. (L. VIII, 1.) ff. 

B. lineal-lanzettlich ; Bl. kurz gestielt, in einseitswen- 
diger Traube. Bl. S-10, lilarosa, selten weifs ; H. 0,2- 1 m. 
Heiden , Hochmoore , trockene Wälder , sehr gemein. 
Gemeines H C. vulgaris Sal. 

Erica L. Grlockenheide. (L. VIII, 1.) T>. 

B. lineal-länglich, steif haarig; Äste rauhharig; Bl. kurz- 
gestielt, in Dolden, Bl. 6-9, rosa, selten weifs; H. 
20-40 cm. Torfmoore, nasse Heiden, gemein. Sumpf-G. 

E. Tetralix L. 



63. Fam. Rhodoräceae Klotzsch. 
Lednm Riipp. Porst. (L. X, 1.) B. 

Astiger Strauch 0,6-1, H m hoch, stark riechend; B. 
lineal-lanzettlich, am Rande umgerollt, unterseits wie 
die jüngeren Äste rostrot-filzig; Bl. in Doldenrispen, 
weifs. Bl. 5-7. Torfmoore, häufig im östlichen Lauen- 
burg, von da sehr zerstreut bis Segeberg. Sumpf-P. 
Wilder Rosmarin L. palüstre L. 



64. Fam. Hjpopityäceae Klotzsch. 
Pirola Tourn. Wintergrün. (L. X, 1.) 2^. ' 

1. Bl. einzeln auf blattlosem Stiel, weifs, grofs, flach aus- 
gebreitet; Grundb. rundlich. Bl. 5, 6; H. 5-10 cm. 
Waldsümpfe, sehr selten, nur im südwestlichen Teil. 

Einblütiges W P. uniflora L. 

— — Bl. in Trauben oder Dolden 2 

2. Bl. in Dolden, rosenrot; B. länglich-keilfg, scharf ge- 
sägt. Bl. 6-8; H. 7-20 cm. Kiefernwälder östl. der 
Linie Lübeck - Geesthacht , sehr selten. Doldiges W. 

{Chimöphila umbellata Nutt) P. umbelläta Ii. 

Bl. in Trauben 3 



•^10 Hypopityaceae. — Aquifoliaceae. 

3. Trauben einseitswendig; Bl. grünlich - weif s ; B. eifg., 
klein kerbig-gesägt. Bl. 6, 7; H. 8-20 cm. Wälder, 
selten, im südöstl. Teil, sonst nur in Angeln. Einseits- 
wendiges W. (Bamischia secimda Gke.) P. secünda L. 

— — Trauben allseitswendig , . . . 4 

4. Staubb. aufwärts, Gf. abwärts gekrümmt; Kr. glockenfg., 
offen 5 

— — Staubb. gleichmäfsig zusammenneigend ; Gf. ge- 
rade, kurz; Kr. kugelig-glockenfg. ; B. rundlich, gekerbt. 
Bl. 6, 7, rosa oder weifs; H. 10-20 cm. Laubwälder, 
meist nicht selten. Kleines W P. minor L. 

.5. B. rundlich, kürzer als ihr Stiel; Bl.stiel stumpfkantig; 
K.zipfel lanzettlich, zurückgekrümmt . halb so lang als 
die weifse oder rötliche Kr. Bl. 6, 7; H. 15-30 cm. 
Torfmoore, Laubwälder, sehr zerstreut. Rundblätte- 
riges W P. rotundifölia L. 

— — B. rundlich, so lang als ihr Stiel; Bl.stiel unten 
scharfkantig; K.zipfel rundlich eifg., angedrückt, 4mal 
kürzer als die grünlich-weifse Kr. Schattige Wälder, 
früher östl, der Linie Hamburg-Lübeck selten gefunden, 

ob noch? Grünblütiges W. . . . P. chlor antha S-w. 

Monotropa L. Fichtenspargel. (L. VIII, l.j 

St. aufrecht, einfach ; ohne B. u. Blattgrün ; mit Schuppen ; 
Bl. in Trauben, überhangend; Var. a. hirsuta Rth. 
Achse der Traube, Kr.b. u. St.b. kurzhaarig; Var. 
h. glabra Rth. kahl. 9|-: Bl. 6-8; H. 10-25 cm. Schattige 
Wälder, Var. a. besonders Laubwälder, nicht selten, 
Var. b. Nadelwälder, sehr zerstreut. Gemeiner F. 

M. Hypöpitys L. 



«. Corolliflorae. K. frei, Kr. verwachsenblätterig oder 

Kr.b. doch am Grunde zusammenhängend, unterständig; Staubb. 

der Kr.röhre eingefügt. 

65. Fam. Aquifoliäceae DC. 

Hex L. Stechpalme, Hülsen. (L. IV, 4.) t). 

Strauch, seltener Baum, 0,6-5 m hoch; B. eifg., stachelig 
gesägt oder doch stachel spitzig; Bl. in achselständigen 
Trugdolden. Bl. 5, 6. Wälder, Gebüsche, meist häufig. 
Hülsen, Christdorn I. Aquifolium L. 



Oleaceae. — Asclepiadaceae. — Apocynaceae. \W 

66. Farn. Oleäceae Liiidl. 

Ligüstrum Tourn. Liguster, Rainweide. (L. II, 1.) ;^. 
B. elliptisch, spitz, lederartig, ganzrandig; Rispe ge- 
drängt, ßl. 6, 7; H. 1,3-3 m. In Hecken angepflanzt. 
Gemeiner L L. vulgäre L. 

Syringa L. Flieder, Sy ringe. (L. II, 1.) t). 
ß. rundlich oder eifg. , am Grrunde herzfg. , beiderseits 
ziemlich gleichfarbig. Bl. 5, 6, lila oder weifs ; H. 2-6 m. 
Zierstrauch, auch häufig in Knicks auf magerem Boden. 

Oemeiner F S. vulgaris L. 

— — ß. lanzettlich, am Grunde breiter, sonst wie vor. 
[Var. laciniata Vahl: ß. alle oder z. T. fiederspaltig.] 

Zierstrauch. Persischer F S. persica L. 

S. chinensis Willd. B. eifg. - lanzettlich , Bastard 
zwischen beiden vorigen, u. S. Josikaea Jacq ß. ellip- 
tisch, meist in den Stiel verschmälert, oberseits dunkel, 
unterseits hellgrün, als Ziersträucher angepflanzt. 

Fräxinus Tourn. Esche. (L. II, 1.) t). 

K. u. Kr. fehlend ; ßl. vor den B. erscheinend. Baum 
20-40 m. Fiederblättchen 9-13, fast sitzend, klein ge- 
sägt, ßl. 4, 5. Feuchte Wälder, häufig angepflanzt. 

Hohe E F. excelsior L. 

K. 4teilig; Kr.b. 2 oder 4; ßl. mit den ß. er- 
scheinend; Baum 5-20 m. Fiederblättchen 7-9, gestielt, 
kerbig gesägt. Zierbaum. Manna-Esche. F. Ornus L. 



67. Fam. Asclepiadaceae. 
Vincetoxicum Bupp. Schwalbenwurz. (L. V, 2.) Giftig. 
B. herzeifg., oberste länglich -lanzettlich; ßl. in Trug- 
dolden. %; ßl. 6-8; H. 0,3-1,3 m. Hügel, Wälder, hart 
jenseits der Grenze des Gebiets bei Lauenburg und 
Dassow. Weifse S V. album Äschs. 



68. Fam. Afocyndceae R. Br. 
Vinca L. Immergrün. (L. V, j.) t). 
B. elliptisch, meist beiderseits spitz, kahl; K.zipfel 
kürzer als die Kr.röhre. ßl. 4, 5; St. 15-50 cm lang. 
Laubwälder sehr zerstreut, wohl verwildert, häufig in 
Gärten und auf Kirchhöfen. Kleines I. . V. minor L. 



112 Gentianaceae, 

69. Farn. Geiitianäceae Juss. 

Meuyäuthes Tourn. Fieberklee. (L. V, 1.) 

Bl. in langgestielter Traube, rötlichweirs. 2\.; B\. 5, 6; 
H. 15-30 cm. Sümpfe häufig, Bitterklee. M. trifoliäta L. 

Limnänthemuin Omel. Seekanne. (L. V, 1.) 

B. fast kreisrund, herzfg., schwimmend ; Bl. in Dolden- 
rispen. 2}.; Bl. 7, 8; St. 0,3-1,8 m. In der Elbe und 
von da in einmündenden Grewässern des südlichen Teils. 
Seerosenartige S L. nymphaeoides Lk. 

Sweertia L. Sweertie. (L. V, 2.) 

G-rundb. elliptisch, lang gestielt; St.b. länglich -ellip- 
tisch, obere sitzend, Bl.stiele geflügelt - 4kantig. 2\.; 
Bl. 6-8; H. 15-45 cm. Torfige Wiesen, früher an der 
Stecknitz und Wackenitz gefunden. Ausdauernde S. 

S. perennis L. 
Oeutiäna Touru. Enzian. (L. V, 2.) 

1 . Schlund der Kr.röhre kahl ; B. lineal-lanzettlich , Bl. in 
traubiger Rispe, grofs, öspaltig, himmelblau. 2\.; Bl. 
7-9; H. 15-30 cm. Torfige Wiesen, Moore nicht selten. 

Gemeiner E , G. Pneumonanthe L, 

Schlund der Kr,röhre gefranst; Bl. blauviolett. 2 

2. Kr, 4spaltig; K.zähne 4, ungleich, die 2 äufseren breit 
elliptisch; B. eifg. bis lanzettlich. Bl. 8-10; H. 3-20 cm. 
Triften, Hügel, sehr zerstreut. Feld-E. G. campestris L. 

Kr. 4- oder 5spaltig, K.zähne 5, ziemlich gleich. Sonst 

wie vor, aber seltener. Triften, Moore, Bitterer E. 

G. Amarella L. 

Cicendia Adans. Bitterblatt. (L. IV. 1,) 

St. einfach oder mit langen Iblütigen Ästen, fadenfg. ; 
St.b. linealisch, sehr klein, 0; Bl. 7-10; H. 3-10 cm. 
Feuchter, torfig - sandiger Boden, Ufer, im Süden zer- 
streut, im Norden sehr selten. Fadenförmiges B, 

C, filiförmis Delarbre. 

Erythraea Rieh. Tausendgüldenkraut. (L, V, 2,) u, . 

1. Untere B. in Rosetten, St. einfach 2 

2. Untere B. nicht in Rosetten ; St. meist vom Grunde an 
gabelästig; B, eifg. ; Bl, alle gestielt, Bl. 7-9; H. 2-15 cm. 
Feuchte Wiesen, Ufer, am Strande zerstreut, sonst 
selten. Niedliches T E* pulchella Fr. 



GentiäDäceae. — Polemoniaceae. — Convolvulaceae. |j^3 

3. Untere B. verkehrt-eifg.; St. scharf-4kantig ; Trugdolde 
stets ziemlich gleich hoch bleibend. Bl. 7-9 ; H. 15-35 cm. 
Wiesen, Triften, nicht selten. Glemeines T. 

E. Centaürium Pers. 

Untere B. länglich-spatelig; St. stumpf-4kantig ; 

Trugdolde zuletzt rispig verlängert. Bl. 7-9; H. 15-35 cm. 
Wiesen und Triften am Strande, zerstreut. Schmal- 
blätteriges T. ........ E. linariifolia Pers. 



70. Fam. Polemoniaceae Lindl. 

Polemönium Tourn. Himmelsleiter. (L. V, 1.) 
B. unpaarig gefiedert ; Bl. in Rispen, blau, seltener weifs. 
2|-; Bl. 6, 7; H. 0,3-0,8 m. Zierpflanze, zuweilen ver- 
wildert, schwerlich in Lauenburg wild. Blaue H. 

P. coerideum L. 

71. Fam. Convolvuläccae Juss. 

Couvölviilus L. Wiude. (L. V, 1.) 2\.. 

B. pfeilfg , mit gestutzten Ohrchen ; Bl. sehr grofs, 

weifs ; Vorb. grofs , den K. bedeckend. Bl. 7-9 ; St. 

^1,5-3 m. Feuchte Gebüsche, häufig. Zaun-W. 

C.sepium L. 

— — B. spiefsfg. oder pfeilfg., mit spitzen Ohrchen; 
Bl. weifs oder rosa, rot gestreift; Vorb. klein, von der 
Bl. entfernt. Bl. 6-9; St. 30-60 cm. Äcker, Wegränder, 
gemein. Acker- W C. arvensis L. 

Cüscuta Tourn. Seide. (L. V, 2.) 0? 

1. St. bindfadendick; Bl. fast sitzend in ährenfg.en Rispen; 
Kr.röhre doppelt so lang als der Saum; Grf. 1. Bl. 7-8, 
weifslich. Weidengebüsche, nur an der Elbe von Lauen- 
burg bis Geesthacht. Hopfenartige S. 

C. lupuliformis Krocker. 

— — St. dünn; Bl. in dichten Knäueln; Gf. 2. . . 2 

2. Kr.röhre so lang; als der Saum; St. u. Bl. meist rötlich ; 

St. meist ästig 3 

~ — Kr.röhre doppelt so lang als der Saum; St. u. 
Bl. gelbweifs; St. meist einfach, Bl. 7, 8. Hin und 
wieder auf Flachs. Flachs-Seide. C. Epilinum Weihe. 

3. Schuppen der Kr.röhre aufrecht angedrückt. Bl. 6-8. 
Auf Nesseln, Hanf, Sträuchern; in Hecken nicht selten. 
Europäische S. C. europaea L. 

Prahl, Flora von Schleswig-Holstein. 8 



j^j^4 Convolvulaceae. — Borraginaceae, 

Schuppen der Kr.röhre gegen einander geneigt, 

die Röhre schliefsend. Bl. 7-9. Auf Heidekraut, Ginster, 
Thymian und Klee zerstreut. Quendel-S. Klee-S. 

C. Epithymum Murr. 



72. Fam. Borraginäccae Juss. (L. V, i ) 

Asperügo Tourn. Scharfkrant. 

St. ästig, liegend, wie die länglich - elliptischen B. 
stachelig-rauh ; Kr. trichterfg., blau mit weifser Röhre. 
0; Bl. 5, 6; St. 20-30 cm. Auf Schutt; Hamburg, 
sonst selten und unbeständig. Liegendes Seh. 

A. procümbens L. 

Läppula Riv. Igelsame. 

St. aufrecht, wie die länglich -lanzettlichen B. steif haarig, 
grau. Q; Bl. 5-7; H. 20-50 cm. Auf Schutt. Hamburg, 
sonst selten und unbeständig. Klettenartiger I. (Echi- 
nospermum Läppula Lehm.') . . . L. Myosötis Mnch. 

Cynoglössiim Tourn. Hundszange. 

St. aufrecht, wie die länglich- lanzettlichen B. kurz- 
haarig, grau. 0; Bl. 5-7; H. 0,5-1 m. Wegränder, 
Schutt, zerstreut. Grebräuchliche H. . C. officinäle L. 

Omphalodes Tourn. Gedenkemein. 
Grundb. herzeifg.; St.b. eifg. - lanzettlich ; Kr. radfg., 
blau. 4; Bl. 4, 5; H. 5-15 cm. Zierpflanze, zuweilen 
in Parks verwildert. Frühlings-G. . . 0. verna Mnch. 

Borrägo Tourn. Borretsch. 
St. aufrecht, saftig, wie die elliptischen, runzeligen B. 
borstig-steifhaarig. 0; Bl. 6-8; H. 0,3-1 m. Hin und 
wieder auf Schutt und Gemüseland verwildert. Ge- 
meiner B B. oficinälis L. 

Anchüsa L. Ochsenzonge. 

Kr.röhre kniefg. gebogen ; Bl. hellblau, mit weifser Röhre; 
St. und die länglich-lanzettlichen B. borstig. ; Bl, 
5-10; H. 15-30 cm. Äcker, gemein. Acker-0. 

A. arvensis M. B. 
— — Kr.röhre gerade ; Bl. purpurviolett ; St. und die 
länglich-lanzettlichen B. steifhaarig. Q; Bl. 5-10; H. 
0,3-1 m. Wegränder, Äcker zerstreut, stellenweise 
häufig. Gebräuchliche A. officinälis L. 



Borraginaceae. \^Pf 

Symphytnm Tourn. Beinwell, ij.. 
B. lang herablaufend, die unteren eifg., die oberen 
lanzettlich, wie der ästige St. abstehend borstig; ßl. 
rotviolett, sehr selten gelblich weifs. Bl. 5, 6; H. 
0,3-1 m, Ufer, Wiesen, stellenweise häufig. Gebräuch- 
licher B S. officinäle L. 

— — B. kaum halb herablaufend, untere eifg., obere 
elliptisch ; St. einfach oder 2spaltig, rauhhaarig ; Wurzel 
mit knolligen Anschwellungen. Bl. 5, 6, gelbweifs ; H. 
15-30 cm. Nur bei Dockenhuden unterhalb Altona. 

Ob wild? Knolliger B S. tuberosum L. 

S. äsperum Lepechin. St. mit stachelartigen Borsten 
besetzt, B. nur am B. stiel, aber nicht am St. herab- 
laufend, ßl. erst rötlich, dann himmelblau, ist zuweilen 
aus Gärten verwildert. 

Echiiim Tourn. Natterkopf. 

- St. aufrecht, wie die länglich-lanzettlichen B. kurzhaarig 
u. mit längeren auf Knötchen stehenden Haaren. Q; 
Bl. erst rosa, dann himmelblau, 5-9; H. 0,3-1 m. Äcker, 
Brachen, zerstreut, im Norden seltener. Gemeiner N. 

E. vulgare L. 

Pnlmonäria Tourn. Lungenkraut. 2\.. 

Grundb. herzeifg., mit schmal geflügeltem Stiel; St.b. 

länglich - spatelfg. oder eifg.; Bl. 4, 5; H. 10-30 cm. 

Wälder, Gebüsche, im Osten meist häufig. Gemeines L. 

F. officinälis 1». 

Grundb. elliptisch-lanzettlich, mit breit geflügeltem 

Stiel; St.b. lanzettlich. Bl. 4, 5; H. 20-30 cm. Wie 
vor., sehr selten. Von Gammelgaard auf Alsen ange- 
geben. Schmalblätteriges L. . . . P. angustifölia L. 

Lithospermuni Tourn. Steinsame. 

Klausen glatt, glänzend, weifs; St. aufrecht, dicht be- 
blättert; B. lanzettlich; Bl. grünlichgelb. 2|.; Bl. 5, 6; 
H. 0,3-1 m. Buschige Hügel, sehr zerstreut im östlichen 

Teil. Gebräuchlicher St L officinäle L. 

Klausen runzelig, glanzlos, braun ; St. aufrecht, 

entfernt beblättert; Bl. weifslich. O; ßl. 5, 6; H. 
15-40 cm. Äcker, zerstreut, stellenweise häufig. Acker-St. 

Ij. arvense. iL. 

' Myosötis Dill. Vergifsmeinnicht. 

1. K. angedrückt behaart, zur Fruchtzeit offen; Bl.stiele 
zuletzt wagerecht abstehend ... ...... 2 

K. mit abstehenden, hakigen Haaren, ospaltig . 3 

8* 



^j^g Borragiuaceae. — Solanaceae, 

2. St. kantig; K. auf ^/s seiner Länge özähnig, etwa so 
lang als der Gf. ; B. länglich-lanzettlich. 2}.; Bl. 5-10, 
blau; H. 15-50 cm. Feuchte Wiesen, Ufer, gemein. 
Sumpf-V M. palustris With. 

— — St. stielrund; K. bis zur Hälfte öspaltig, halb 
so lang als der Gf. 0; sonst wie vor. Torfmoore, 
Sümpfe, nicht selten, Basenartiges V. 

M. caespitosa Schultz. 

3. F.stiele kürzer als der K. ; F.k. geschlossen ... 4 

— — F.stiele so lang oder länger als der K.; Bl. blau 5 

4. Trauben am Grunde beblättert; Bl.stiele stets aufrecht; 
Kr.röhre kürzer als der K. Bl. 4-6, hellblau ; H. 8-25 cm. 

Sandboden, häufig. Steifes V M. stricta Lk. 

Trauben unbeblättert; Bl.stiele zuletzt abstehend; 

Kr.röhre doppelt so lang als der K. ; Bl, 5, 6, zuerst 
hellgelb, dann blau; H. 15-25 cm. Äcker, nicht selten; 
Farbewechselndes V M. versicolor Sm. 

5. F.stiele so lang oder nur wenig länger als der K. . . 6 

— — F.stiele wenigstens doppelt so lang als der K. . 7 

6. Alle B. länglich; F.k. offen; Kr.röhre kürzer als der K., 
mit vertieftem Saum ; Bl. klein. ; Bl. 5, 6 ; H. 8-30 cm. 
Trockene Orte, meist häufig. Steifhaariges V. 

M. hispida Schldl. 

— — Untere B. spatelfg., rosettig; F.k. aufrecht zu- 
sammenschliefsend; Kr.röhre so lang als der K., mit ver- 
tieftem Saum; Bl, mittelgrofs. u. 2|_; Bl. 5, 6; H. 
15-40 cm. Wälder, Gebüsche, zerstreut. Wald-V. 

M. silvätica Hofifm. 

7. F.stiele etwa doppelt so lang als der geschlossene F.k., 
abstehend;.. Trauben unbeblättert. 0; Bl. 5-10; H. 
15-50 cm. Acker, häufig. Mittleres V. M. intermedia Lk. 

— — F.stiele vielmal länger als der offene F.k., zu- 
letzt zurückgeschlagen; Trauben locker, am Grunde be- 
blättert, ; Bl. 5, 6 ; H. 8-30 cm. Laubwälder, früher 
im Sachsenwald u. auf Schutt b. Hamburg. Locker- 
blütiges V M. sparsiflora Mikan. 



73. Fam. Solanäceae Juss. (l. v, i.) 

Lycium L. Bocksdorn. X>. 
B. länglich-lanzettlich; K. 21ippig. Bl. 5-10; H. 1-3 m. 
Angepflanzt in Hecken. Gemeiner B. L. bdrbarum L. 

Solanum L. Nachtschatten. 

Pfl. strauchartig, kletternd; B. herzeifg., die oberen 
spiefsfg., oder geöhrt 3zählig; F. eifg., rot. ^; Bl. 6-8, 



Solanaceae. \ j^7 

violett; H. 0,3-2 m. Griftig. Feuchte Grebüsche, häufig. 

Kletternder N S. Dulcamara L. 

Pfl. krautig; F. kugelig 2 

2. B. nicht gefiedert; Bl. weifs. 0; (Giftig) 3 

— — B. unterbrochen- unpaar- gefiedert; Grundachse 
knollentragend. 2\.; Bl. 6-8, weifs oder bläulich. All- 
gemein gebaut. Kartoffel . . . . S. tuberosum L. 

S. Lycopersiciim L. Liebesapfel, Tomate; B. wie 
vor., aber B.chen fiederspaltig; Bl. klein, gelb; F. grofs, 
gefurcht, scharlachrot. 0. In Gärten gebaut, b. Ham- 
burg auf Schutt. 

3. St. u. B. kahl oder etwas flaumig; F. meist schwarz. 
Bl. 6-10; H. 5-40 cm. Gärten, Schutt, gemein. (Var. 
humile Beruh, mit wachsgelben F. selten, z. B. Ham- 
burg.) Schwarzer N S. nigrum L. 

St. u. B. dichtbehaart; F. gelb oder rot (letzteres 

S. mmiatum ßernh.). Wie vor. selten u. sehr zweifel- 
haft im südl. Teil. Zottiger N. . . S. villosum Lmk. 

Mcändra Adans. Giftbeere. 
B. eifg., buchtig gezähnt; Kr. glockenfg., blau. Bl. 
7-10; H, 0,3-1 m, Zierpflanze, zuweilen verwildert. 

Gemeine G N. physaloides Gaertn. 

Physalis Alkekengi L. Judenkirsche, B. gestielt, eifg., 
spitz, Kr. glockenfg. -radfg. weifs, Bl. 6-8, H. 25-50 cm. 
Selten als Zierpfl. 

Atropa L. Tollkirsche. 
B. eifg., in den B.stiel herablaufend; Bl. nickend; 
Staubfäden am Grunde behaart. Sehr giftig. 2[. ; Bl. 
6-8; H. 0,5-1,6 m. Zuweilen verwildert, so einmal b. 
Hamburg. Gemeine T A. Belladonna L. 

Hyoscyamns Tourii. Bilseukraut. 

St. u. die eifg.en, buchtig gezähnten, st.umfassenden B. 
klebrig zottig. Q. Sehr giftig. Bl. 6-9, gelb mit violettem 
Adernetz; Schlund innen ganz violett; H. 0,3-1 m. 
Schuttplätze, Ostseestrand, zerstreut. Var. imllidus Kit. 
Bl. rein gelb, früher b. Hamburg. Schwarzes B. H. niger L. 

Datlira L. Stechapfel. 

St. gabelästig; B. eifg., grob buchtig - gezähnt. Sehr 
giftig. 0;B1. 7-9; H. 15-100 cm. Schuttplätze, sehr 

zerstreut. Gemeiner St D. Stramonium L. 

Nicotiäna Tonern. Tabak. 0. 
Kr. gelbgrün, mit stumpfen, abgerundeten Zipfeln; B. 
eifg., gestielt. Bauern-T N. rüstica L. 



118 Solanaceae. — Scrophulariaceae. 

— — Kr. rosa, mit spitzen Zipfeln, a) B. länglich- 
lanzettlich, die unteren herablaufend: Virginischer T. 
JV.- Tahäcum L. ; b) B. breit eifg. -lanzettlich, am Grunde 
geöhrt, sitzend oder geflügelt gestielt: Maryland T 
N. latissima Mill.. Alle 3 Arten drüsig kurzhaarig, 
giftig, bei uns als Zierpfl., der B. wegen selten gebaut. 
N. rüstica zuweilen verwildert. 

Petünia. Juss. Petunie. Q. 
St.b. länglich-eifg., stumpf; Kr, 3-4mal länger als der 
K. mit abgerundeten, stumpfen Zipfeln, violett-weifs. 
Bl. 6-10; H. 0,3-1,2 m. Zierpflanze, zuweilen auf Schutt 
verwildert P. nydaginiflöra Juss. 

— — St.b." eifg., spitz; Kr. etwa 2mal so lang als der 
K., mit eifg.en, spitzen Zipfeln, violett. H. 15-30 cm; 
sonst wie vor . P. violäcea Lindl. 



74. Fam. Scropliulariäceae. R. ßr. 
Verbäscum L. Königskerze. (L. V, 1.) 3. 

1. Bl. in Knäueln, dichte Ähren, mit zuweilen rispigen 

Asten bildend . 2 

— — Bl. einzeln, eine verlängerte, einfache Traube 
Ijildend; St. unten dicht beblättert; untere B. buchtig. 
Bl. 6-8, hellgelb, am Grunde violett-bärtig; H. 0,6-1 m. 
Zierpflanze, zuweilen verwildert. Schaben-K. V. BlattäriaL. 

2. Mittlere u. obere B. völlig von B. zu B. herablaufend, 

wollig-filzig; Bl. gelb, selten weifs 3 

B. kurz-, oder gar nicht herablaufend .... 4 

3. Kr. vertieft, mittelgrofs; die 2 längeren Staubfäden 
4mal länger als ihre Staubbeutel, kahl oder fast kahl, 
die 3 oberen weifswoUig. Bl. 7-9 ; H. 0,3-1,6 m. Sonnige 
Hügel, am Ostseeufer nicht selten, sonst zerstreut. 

Kleinblumige K. V. Thäpsus L. 

Kr. flach, grofs; die 2 längeren Staubfäden 1^2-2- 

mal länger als ihre Staubbeutel, sonst wie vor., aber 
weit seltener, in Schleswig fehlend. Grofsblumige K. 

V. thapsiförme Schrad. 

4. Alle Staubb. weifswoUig; St. pyramidenfg.-rispig, oben 
nebst den Asten scharfkantig ; B. oberseits fast kahl, unter- 
seits staubig-filzig; Bl. mittelgrofs, hellgelb, seltener weifs. 
Bl. 6-8; H. 0,3-1,4 m. Sonnige Hügel, selten u. wohl 
nur verwildert. Lichtnelkenartiges K. V. Lychnitis L. 

Alle Staubb. purpurnwollig; Bl. gelb; Narbe 

halbmondfg.; Bl.stand verlängert; St. oberwärts scharf- 



Scrophulariaceae. j^l9 

kantig; ß. nicht herablaufend, die unteren am Grunde 
herzig., gestielt, obere sitzend. Bl. 6-9; H. 0,6-1,3 m. 
Wegränder, Hecken, häufig. Schwarze K. V. nigrum L. 

Hierher noch die Bastarde: V. Thapsus X nigrum 
( V. collinum Schracler) mit etwas herablaufenden, dünn- 
gelblichfilzigen B.; Bl.stand verlängert; Narbe kopffg., 
bei Osterholm auf Alsen; V. Lychnitis X nigrum {V. 
Schiedeanum Koch) mit nicht herablaufenden, unterseits 
dünn graufilzigen B. ; Bl.stand rispig-ästig; Narbe kopf- 
fg., bei Hamburg gefunden. 

Scrophuläria Tourn. Braimwurz. (L, XIV, 2.) 

1. Bl. in endständiger Rispe, schmutzig braun; Pfl. kahl. 2(. 2 
Bl. blattwinkelständig, grünlich-gelb; Pfl. drüsig- 
zottig; B. herzeifg., doppelt gesägt. Q; Bl. 4-6; H. 
15-50 cm. Zuweilen verwildert, Schleswig, Hamburg. 
Frühlings-B S. vernälis L. 

2. St. 4kantig, nebst den B.stielen ungeflügelt; B. doppelt 
gesägt, die unteren Sägezähne länger. Bl. 6-9; H. 
0,3-1,3 m. Wälder, Gebüsche häufig. Knotige B. 

S. nodosa L. 

— — St. 4kantig, nebst den B.stielen geflügelt; B. 
scharf gesägt, die unteren Sägezähne kürzer. Bl. 7-9; 
H. 0,6-1,3 m. Quellen, Bäche, sehr zerstreut. Ge- 
flügelte B. (/S. aquatica Aut) S. alata Gil. 

Antirrhinum L. Löwenmaul. (L. XIV, 2.) 

Bl. in ziemlich dichter Traube; K.zipfel viel kürzer als 
die Kr.; 2(.; Bl. 6-9; purpurrot oder weifs; Gaumen gelb; 
H. 30-60 cm. Zierpflanze, zuweilen verwildert. GroCses L. 

A. mäjus L. 

Bl. entfernt, in sehr lockerer Ähre ; K.zipfel länger 

als die blafsrote, selten weifseKr.0-; Bl. 6-9; H. 10- 30 cm. 
Acker, zerstreut. Acker-L A, Orontium L. 

Linäria Tourn. Leinkraut. (L. XIV, 2.) 

1. B. gestielt; Bl. einzeln, b.winkelständig, langgestielt; 
St. rankenartig oder niederliegend 2 

— — B. sitzend; Bl. in Trauben; St. aufrecht ... 3 

2. Pfl. kahl; B. herznierenfg., ölappig. 2\.; Bl. 5-10, hell- 
violett; Gaumen gelb gefleckt; St. 15-30 cm. Zier- 
pflanze, hier u. da an Mauern verwildert. Frauenhaar. 

L. Cymbaläria Mill. 

Pfl. drüsig-haarig; B. spiefs- oder pfeilfg. ©; Bl. 

7-10, gelblich; Oberlippe innen violett; Bl.stiele meist 
kahl; St. 5-40 cm. Lehmäcker, im östlichen Teil zer- 
streut. Spiefsblätteriges L L. Elatine Mill. 



120 Scrophulariaceae. 

3. Bl.trauben b. winkelständig; Pfl. drüsig -behaart; ß. 
lanzettlich, stumpf. ©; Bl. 7-10, hellviolett, Gaumen 
blafsgelb; H. 5-25 cm. Acker, Schutt, sehr zerstreut 

u. unbeständig. Kleines L L. minor Desf. 

Bl.trauben endständig, unbeblättert; ß. linealisch 4 

4. Alle B. abwechselnd ; Kr. hellgelb, am Gaumen safran- 
gelb, grofs. 2[.; Bl. 6-10; fl. 0,2-0,4 m. Wegränder, 
Hügel, Brachen, gemein. Gemeines L, L. vulgaris Mill. 

untere B. gegenständig oder quirlig: Hierher ge- 
hören: 1) Bl.stiele, K. u. Kapseln drüsig behaart; 
Bl. hellblau, violett gestreift: L. arvensis Desf. auf 
Äckern b. Katzeburg, eingeschleppt gefunden. 2) Pfl. 
ganz kahl, a) Samen geflügelt, Kr. gelb: L. saxatilis 
Benth. bei Hamburg verwildert; b) Samen ungeflügelt, 
a) F.stiel etwa so lang als die Kapsel, Sporn bis 1 cm 
lang, Bl. blauviolett, Gaumen orange, Oberlippe tief 
2teilig: L. bipärtita Willd. Zierpfl., zuweilen ver- 
wildert; iS) F.stiel länger als die Kapsel, Sporn 2-3 mm 
lang, Bl. blau mit violetten Streifen: L. striata DC. 
bei Hamburg verwildert. 

Mimullis L. Gauklerblume. (L. XIV, 2.) 
Drüsenhaarig oder kahl ; St. aufrecht oder aufsteigend ; 
B. gegenständig, eifg., gezähnt. 2[.; Bl. 6-9; H. 15-50 cm. 
Zierpfl., zuweilen verwildert. Gelbe G. . M. lüteiis L. 

Gratiola L. Gnadenkraut. (L. II, 1.) 

Kahl; B. gegenständig, halb-st.umfassend; Bl. weifs; 
Röhre hellgelb, innen gelbbärtig. 2|_. Giftig. Bl. 6-8; 
H. 15-40 cm. Ufer, Gräben, am Eibufer nicht selten, 
sonst zweifelhaft. Gottes G G. officinälis L. 

Limosella Lindern. Schlammkraut. (L. XIV, 2.) 

B. länglich-spatelig, lang gestielt, viel länger als die 
Bl.stiele. 0; Bl. 6-10; H. 3-6 cm. Schlammige Ufer, 
sehr zerstreut. Gemeines Seh. . . . L. aquatica L. 

Digitalis Tourn. Fingerhut. (L. XIV, 2.) 
St. aufrecht; B. eifg., gekerbt, unterseits graufilzig, 
wechselständig, die unteren gestielt, die oberen sitzend; 
Bl. in endständiger Traube. ©. Sehr giftig. Zierpflanze, 
zuweilen verwildert. Roter F D purpürea L. 

Teronica Tourn. Ehrenpreis. (L. II, 1.) 

1. Bl. in end- oder achselständigen Trauben 2 

— — Bl. einzeln in den B.winkeln; alle Tragb. laub- 
artig; St. niederliegend; 15 



Scrophulariaceae. j^21 

2. Trauben achselständig. 2\. 3 

Trauben endständig, daneben öfter auch achsel- 
ständige ^ 

3. K. 4teilig 4 

K. 5teilig ; B. eifg. bis lanzettlich, obere sitzend, 

ungleich gesägt; Trauben verlängert, ßl. 6-7, himmel- 
blau; H. 15-45 cm. Zierpfl., zuweilen verwildert. Breit- 
blätteriger E V. latifölia L. 

4. B. linealisch bis schmal -lanzettlich, wie der dünne, 
schlaffe St. meist kahl ; Trauben nur in der Achsel des 
einen B. je eines B.paares; Kapsel flach zusammenge- 
drückt; Bl. 6-9, weifslich, geädert; St. 10-30 cm, Ufer, 
Sümpfe nicht selten. (Var. parmuläria Poit u. Turp. 
Pfl. abstehend behaart, zerstreut). Schildfrüchtiger E. 

V. scutellata L. 
B. breiter, wenn lanzettlich, so ist der St. dick b 

5. St. dick, hohl, wie die B. kahl; Trauben gegenständig & 

— — St. etwas schlaff", wie die B. mehr oder weniger 
behaart 7 

6. St. fast 4kantig; B. sitzend, halbst.umfassend, lanzett- 
lich, schwach gesägt. Bl. 5-9, blauweifs mit dunkleren 
Adern; H. 15-60 cm. Ufer, Gräben, häufig. Wasser-E. 

V. Anagallis L. 

St. fast stielrund ; B. kurz gestielt, rundlich oder 

elliptisch, schwach gekerbt. Bl. 5-9, himmelblau; H. 
15-60 cm. Quellen, Bäche, häufig. Bachbunge. 

V. Beccabünga L» 

7. St. 2reihig behaart; B. sitzend, selten kurz gestielt, 
eifg., gekerbt-gesägt. Bl. 4-6, himmelblau, geädert; H. 
15-40 cm. Wiesen, Gebüsche, gemein. Gamander-E. 
Männertreu . V. Chamaedrys L. 

— — St. ringsum behaart S 

8. B. lang gestielt, eifg., gekerbt-gesägt, Kapsel platt, sehr 
breit. Bl. 5, 6 blauweifs, dunkler geädert ; St. 15-40 cm. 
Schattige Laubwälder, nicht selten. Berg-E. 

V. montana L. 

B. kurz gestielt, verkehrt-eifg., gekerbt-gesägt; 

Trauben dichtblütig; Bl. 6-8, blauweifs, dunkler ge- 
ädert; St. 15-60 cm lang, kriechend. Trockene Wälder 
u. Gebüsche, Heiden, häufig. Gebräuchlicher E. 

V. officinalis L. 

9. Tragb. aller Bl. hochb.artig, Trauben daher scharf ab- 
gesetzt. Sj. 10 

— — Laubb. allmählich in Hochb. übergehend, Trauben 
daher nicht scharf abgesetzt 11 

10. B. länglich bis lineal-lanzettlich, spitz, scharf gesägt, 



^22 Scrophulariaceae. 

oft auch achselständige Trauben vorhanden. Bl. 7, 8, 
himmelblau; H. 0,5-1,3 m. Feuchte Wiesen u. Gebüsche, 
häufig am Eibufer, sonst selten, zuweilen aus Gärten 
verwundert. Langblätteriger E. . . . V longifölia L. 

— — B. länglich-oval, die unteren stumpf, gesägt-ge- 
kerbt, an der Spitze ganzrandig. meist nur eine end- 
ständige Traube. Bl. 6-9: H. 15-40 cm. Sonnige 
Hügel, sehr selten. Insel Rom u. im südlichsten Ge- 
biet. Ähriger E V. spieata L. 

11. Pfl. 2\., kriechend oder niederliegend; ß. eifg. oder 
länglich, schwach gekerbt: Hochb. lanzettlich, ganz- 
randig. Bl. 5-9, blauweifs, dunkler geädert; St. 3-20 cm. 
Grasplätze, Acker, häufig Quendelblätteriger E. 

V. serpyllifolia li. 
Pfl. 12 

J2. Alle B. ungeteilt, ganzrandig oder gekerbt; Bl. klein, 
hellblau 13 

— — Mittlere B. tief eingeschnitten 14 

13. Pfl. behaart; B. herzeifg., gekerbt; Tragb. lanzettlich, 
ganzrandig; ..Kapsel tief ausgerandet. Bl. 4-10; H. 
5-30 cm. Äcker, Grasplätze, häufig. Feld-E. 

V. arvensis L. 

— — Pfl. kahl oder oben etwas drüsig; B. länglich- 
verkehrt-eifg., keilfg., meist ganzrandig; Tragb. lineal- 
länglich; Kapsel seicht ausgerandet. Bl. 4-6; H. 
10-30 cm. Bebaute Orte, hie und da eingeschleppt, z. B. 
Hamburg. Fremder E V. peregrina L. 

14. Mittlere B. fiederteilig ; obere Tragb. linealisch, ganz- 
randig; Samen flach. Bl. 4-6, sehr klein, blau; H. 
3-20 cm. Sandige Äcker, Hügel, zerstreut. Frühlings-E. 

V. verna L. 

— — Mittlere u. obere B. handfg. 3-7spaltig; obere 
Tragb. oft ungeteilt; Samen beckenfg. vertieft, Bl. 3-5, 
mittelgrofs, dunkelblau. Äcker, im Süden zerstreut, im 
Norden sehr selten. Dreiblätteriger E. V. tiiphyllos L. 

15. F.stiele zurückgebogen; K.zipfel nicht herzfg.; Kapsel 

breit, ausgerandet 16 

■ F.stiele aufrecht ; K.zipfel breit-herzfg., zugespitzt; 

Kapsel fast kugelfg. . kaum ausgerandet; B. rundlich- 
eifg., am Grunde schwach herzfg., lappig-gekerbt. Bl. 
3-5, bläulich; St. 8-30 cm lang. Äcker, Hecken, ge- ' 
mein; Epheublätteriger E V. hederifolia L. 

16. Obere Bl. stiele mehrmals länger als die herzeifg.en. tief 
gekerbt-gesägten B.; K.zipfel länglich, spitz. Bl. 3-5 u. 
8-11, ziemlich grofs, himmelblau; St. 15-30 cm. Äcker, 



Scrophulariaceae. 123 

Gemüseland, zerstreut (V. Buxbaumii Ten.). Persischer E. 

V. persica Poir. 

— — Bl, stiele so lang oder wenig länger als die ß. ; 
Bl. ziemlich klein 17 

17. K.zipfel spitz, breit-eifg., noch in der F. sich mit den 
Rändern deckend; B. rundlich, tief gekerbt-gesägt. Bl. 
3-6 u. 8-11, dunkelblau; St. 10-30 cm. Äcker, Gärten, 
selten und unbeständig. Glänzender E. . V. polita Fr. 

— — K.zipfel stumpf, schmal, sich in der F. nicht mit 
den Rändern deckend 18 

18. Pfl. dunkelgrün; B. eifg., kerbig - gesägt ; Kapsel fast 
doppelt so breit als lang, rechtwinkelig ausgerandet. 
Bl. 4, 5 u. 8-11, dunkelblau; St. 15-30 cm. Wie vor. 
Glanzloser E V. opaca Fr. 

— — Pfl. hellgrün ; B. länglich-eifg. , kerbig gesägt ; 
Kapsel wenig breiter als lang, spitzwinkelig ausgerandet. 
Bl. 4-6 u. 8-11, hellblau, unterer Zipfel weifs , geädert. 
Acker, Gärten, gemein V. agrestis L. 

Enphräsia L. Augentrost. (L. XIV, 2.) 0. 

Kr. weifs oder bläulich, violett gestreift; Unterlippe 
gelb gefleckt, länger als die 21appige Oberlippe; B. eifg., 
gezähnt. Bl. 7-9; H. 5-25 cm. Wiesen, Heiden, in 
mehreren Formen häufig. Gebräuchlicher A. 

E. officinalis L. 

Kr. schmutzig-rot, selten weifs ; Unterlippe kürzer 

als die ungeteilte oder ausgerandete Oberlippe ; B. lan- 
zettlich bis lineal-lanzettlich; entfernt gesägt. Bl. 6-10; 
H. 15-30 cm. Äcker, Wiesen, häufig. Roter A. 

E. Odontites L. 
Var. litordlis Fr. (verna Bellardi) unterscheidet sich 
durch zartere, meist unverzweigte St., eilanzettliche, 
etwas fleischige B. u. kürzere Deckb. (so lang als die Kr.). 

Alectorölophus Haller. Klappertopf. (L. XIV, 2.) 0. 

Deckb. grün oder bräunlich; Kr. gelb; Oberlippe mit 
2 kurzen violetten Zähnen ; Kr.röhre gerade, kürzer als 
der K. ; B. gegenständig, mit herzfg. Grunde sitzend, 
länglich - lanzettlich, gesägt. Bl. 5-7; H. 15-30 cm. 
Wiesen, häufig. Kleiner K. A. minor "Wimm u Grab. 
— — Deckb. bleich; Zähne der Oberlippe länger; Kr. 
blafsgelb mit krummer Röhre von der Länge des K. ; 
H. 30-45 cm, sonst wie vor. Wiesen, Äcker, häufig. 
Grofser K. . • A. major Rchb. 



j^24 Scrophulariaceae. 

Pediculäris Toiiru. Lausekraut. (L. XIV, 2.) 

St, mehrere, die äuferen liegend; K. ungleich 5zähnig, 
Zipfel eingeschnitten- gezähnt, am Rande zottig. 2(.; 
Bl. 5, 6; H. 5-15 cm. Moorige Heiden, nicht selten. 

Wald-L P. silvatica L. 

St. einzeln; K 21appig, Lappen blattartig, kraus, 

am Rande kahl. (2; Bl. 5-7; H. 15-40 cm. Sumpfige 
Wiesen, häufig. Sumpf-L P. palustris L. 

Melampyriiin Tourn. Wachtelweizen. (L. XIV, 2.) 0. 

1. Bl.ähren dicht dachziegelig, 4kantig, kurz; Hochb. 
herzfg., aufwärts geschlagen, kammfg. -gezähnt; Kr. 
rötlich-weifs , Unterlippe gelb, Bl. 6-8; H. 15-30 cm. 
Trockene Wälder, sehr zerstreut im südöstlichen Teil 
von Lütjenburg bis Buchen. Kammähriger W. 

M. cristatum L. 
Bl.ähren locker, verlängert 2 

2. Bl.ähren allseitswendig; Hochb. eilanzettfg., borstenfg.- 
gezähnt, purpurrot, selten weifs ; Kr. purpurrot, Gaumen 
gelb. Bl. 6-9; H. 15-40 cm. Äcker, Hügel; Fehmarn, 
Land Oldenburg häufig, sonst fehlend oder sehr 
zweifelhaft. Acker- W M. arvense L. 

— — Bl.ähren einseitswendig 3 

3. Hochb. herzfg., gezähnt, die oberen blauviolett; K. 
zottig ; Kr. goldgelb ; Röhre braunrot. Laubwälder, 
Grebüsche, von Neustadt bis Lauenburg u. im mittleren 
Holstein sehr zerstreut. Hain-W. . M. nemorosum L. 

— — Hochb. am Grunde verschmälert, alle grün; K. 
kahl oder fast kahl 4 

4. Hochb. lanzettlich, am Grunde beiderseits meist mit 1 
oder mehreren pfriemenfg.en Zähnen; K.zähne linealisch, 
aufsteigend, viel kürzer als die gerade Kr.röhre. Bl. 
6-8, meist blafsgelb ; H. 15-30 cm. Wälder, Heiden, 

häufig. Wiesen-W M. pratense L 

Hochb. ganzrandig oder am Grunde kurz und 

stumpf gezähnt ; K.zähne eifg. -lanzettlich, abstehend, so 
lang oder länger als die gekrümmte Kr.röhre. Bl. 7, 8, 
dunkelgelb; H 15-30 cm. AVälder selten; Apenrade, 
Schleswig, Oldenburg, sonst zweifelhaft. Wald-W. 

M. silvaticum L. 

Orobäuche L. Wurzelwürger. (L. XIV, 2.) 
K. 2spaltig, mit einem einzigen Deckb. gestützt; Staubb. 
am unterem Dritteil der Kr.röhre eingefügt, behaart; 
Gf. drüsig; Oberlippe schwach 21appig, Lappen zurück- 



Scrophulariaceae. — Labiatae. 125 

geschlagen. Bl. 7, 8, gelb oder bräunlich ; H. 25-45 cm. 
Auf Centaurea Scabiosa schmarotzend , sehr selten. 
Heiligenhafen. Hoher W O elätior Sutton. 

— — K. 5zähnig, durch 1 Deckb. u. 2 seitliche Vorb. 
gestützt ; Staubb. unter der Einschnürung der Kr.röhre 
eingefügt, kahl; Gf. drüsig; Oberlippe 21appig; Röhre 
gekrümmt. Bl. 7, amethystblau; H. 15-30 cm. Auf 
Achillea Millefolium schmarotzend, sehr selten, Eckern- 
förde. Blauer W. (Phelipaea coertilea C. A. Meyer.) 

O. coerülea Vill. 
Lathraea L, Schuppeuwurz. (L. XIV, 2.) 
Bl. nickend, in einseitswendiger Traube; Deckb. 2reihig; 
Ganze Pfl. rötlichweifs. 2|. ; Bl. 4, 5; H. 5-20 cm. 
Schattige Laubwälder, zerstreut. Gemeine Seh. 

Ij. Squaraaria L. 

75. Fam. Labiatae JUSS. (L. XIV, 1. Lycopus u. Salvia 
L. II, 1.) 
Lavändula L. Lavendel, t). 
Niedriger Strauch ; ß. linealisch, an den Rändern um- 
gerollt ; Quirle in unterbrochener Ähre. Bl. 7-9, blau ; 
H. 0,3-0,5 m. Aromatische Gartenpfl. Gemeiner L, 

L. Spica L. 
Elssholzia Willd. Kamm-Minze. 
B. eifg., gekerbt-gesägt ; Bl. lila, in einseitswendigen 
Ähren, von längeren, gewimperten Hochb. gestützt. 0; 
Bl. 7, 8; H. 30-45 cm. Gartenland, Schutt, selten u. 
unbeständig. Sibirische K E. Patrmii Gke. 

Mentha Toiiru. Minze. 2|-. 

1. K. özähnig mit unbehaartem Schlund 2 

— — K. 21ippig, Schlund durch einen Haarkranz ge- 
schlossen; B, oval, gestielt, schwach gezähnt; Bl. in 
getrennten, dichten Quirlen. Bl. 7-9, lila; H. 15-80 cm. 
Uferwiesen, nur an der Elbe. Polei-M. M. Pulegium L. 

2. Bl.quirle in endständigen, verlängerten Ähren; K. 
schwach gefurcht, K, zahne bei der F. zusammenneigend ; 
B. sitzend, oder die unteren kurz gestielt, eifg., unterseits 
filzig: Var. netnorosa Willd. oder kahl: Var. viridis L.; 
Bl. 7-9, lila; H. 0,3-1 m. Gräben, Ufer, Dorfstrafsen, sehr 
zerstreut. Wald-M M. silvestris L. 

M. nepetoides Lej. (M. silvestris X aqiiätica) mit ge- 
stielten B. , K.zähne zur F.zeit gerade vorgestreckt, ist 
an der Untertrave gefunden. M. piperita L. (Pfeffer- 



j^26 Labiatae. 

minze) fast kahl , B. länglich, ziemlich lang gestielt, oft 
kraus {crispa L.) , K. tief gefurcht , K.zähne zur F.zeit 
gerade vorgestreckt, wird in Gärten kultiviert. 

— — Bl. quirle in endständigen Köpfen oder b. winkel- 
ständig; B. gestielt 3 

3. Kr.röhre trichterfg., gefurcht; K.zähne lanzettlich-pfriem- 
lich, viel länger als breit. Sehr veränderlich. Bl. 6-9; 
H. 0,3-1 m. Ufer, Gräben, gemein. Wasser-M. 

M. aquatica L. 

Kr.röhre glockenfg., nicht gefurcht ; K.zähne Seckig, 

so lang als breit. Bl. 6-10; H. 10-40 cm. Äcker, 
Sümpfe, gemein. Acker-M M. arvensis L. 

Lycopus Tourn. Wolfstrapp. 2\.. 
Untere ß. am Grunde fiederspaltig, alle lanzettlich, ge- 
sägt; Kr. klein, weifs, purpurn punktiert. Bl. 6-8; 
H. 0,3-1 m. Ufer, Gräben, gemein. Gemeiner W. 

L. europaeus L. 
Origannm Tourn. Dost. 
B. eifg,, spitz, gezähnelt, fast kahl; K. bzähnig; Bl.stand 
fast doldenrispig ; Ähren rundlich. 2\. ; Bl. 7-9, purpur- 
rot; H. 30-60 cm. Buschige Hügel, im östlichen Hol- 
stein und Lauenburg zerstreut, in Schleswig selten. 
Gemeiner D. O. vulgare L. 

— — B. elliptisch, stumpf, ganzrandig, kurzhaarig- 
grau; Bl.stand locker, traubig -rispig; Ähren oval- 
kugelfg. 0; Bl. 7-9, weifs oder rötlich; H. 20-40 cm. 

In Gärten kahl. Majoran 0. Majordna L. 

Thymus L. Quendel, Thymian. 

St. niederliegend, unterwärts fast holzig, am Grunde 
wurzelnd; B. kurz gestielt, an den Rändern schwach 
umgerollt. 2|.; Bl. 6-9, hellpurpurn, selten weifs; H. 
3-30 cm. Var. Chamaedrys Fr. B. elliptisch, verkehrt- 
eifg., oder rundlich, sehr häufig; Var. ängustifölius 
Schreb. B. linealisch-länglich, auf Sandboden besonders 
schön an der Elbe. Feld-Q T. Serpyllum L. 

— — St. aufrecht oder aufsteigend, strauchig; B. 
sitzend , länglich bis linealisch , am Rande stark umge- 
rollt, t); Bl. 5, 6, hellrot; H. 15-40 cm. In Gärten 
kahl. Echter Th T. vulgaris L 

Hyssöpus Riv. Ysop. 
Bl. blau in sitzenden Quirlen, die eine einseitswen- 
dige Ähre bilden. :^; Bl. 7-9; H. 0,3-0,5 m. Zierpfl,, 
zuweilen verwildert. Gebräuchlicher Ysop. H. officindlis L. 



Labiatae. j^27 

Satureja L. Ffefferkraut. 
St. sehr ästig; Quirle 3-5blütig, entfernt; Bl. klein, 
weifslich, rot punktiert. 0; Bl. 7-10; H. 15-30 cm. 
Zum Küchengebrauch gebaut. Garten-Pf. S. hortensis L. 

Calamintha Kiy. Calaminthe. 

B. klein, oval, gleichfarbig; (o^uirle 3-5blütig, in den 
Achseln von Laubb. lockere Ähren bildend. 0; Bl. 
6-9, lila; H. 15-30 cm. Triften, Ackerränder, zerstreut. 

Feld-C C. Acinos Clairv. 

— — B. ziemlich grofs , eifg. , unterseits blafsgrün ; 
Quirle vielblütig, mit zahlreichen, linealisch - pfriem- 
lichen, langzottigen Vorb. am Grunde. 2[.; Bl. 7-9, pur- 
purrot; H. 30-60 cm. Wälder, Gebüsche; im Osten 
häufig, im Westen weit seltener. Wirteldost [Clino- 
podium vulgäre L.) C. Clinopodium Spenn. 

Melissa Riv. Melisse. 
St. aufrecht, zottig; B. eifg., gestielt, gekerbt; Kr. län- 
ger als der K. 4; Bl. 7-9; H. 0,4-1 m. In Gärten 
kult. Citronenkraut M. officinälis L. 

Sälvia L. Salbei. 
St. am Grunde holzig; Äste u. jüngere B. graufilzig; 
B. länglich, runzelig; Quirle l-3blütig. ;5; ßl- 6, 7, 
violett; H. 40-80 cm. In Gärten kult., selten einzeln 

verwildert. Gebräuchlicher S S. officinälis L. 

St. krautig, nebst den B. behaart oder zottig, nicht 
filzig. 2(.. Hieher folgende eingeschleppte Arten: 

a) Quirle 1-öblütig; Kr.röhre inwendig ohne Haarring: 
1) S. glutinösa L. Bl. gelb , braunrot punktiert, B. am 
Grunde halbspiefsfg. ; Düsternbrook bei Kiel; 2) S. 
pratensis L. Bl. dunkelblau, B. länglich, am Grunde 
herzfg. , sehr runzelig ; zuweilen auf Grasplätzen. 

b) Quirle bis lOblütig, Kr.röhre inwendig mit Haarring, 
Bl. violett-lila , B. fast 3eckig herzfg.. Stiele der unteren 
geöhrelt: S. verticilläta L. Schuttplätze bei Hamburg 
u. Kiel. 

N^peta Riv. Katzeukraut. Sj.. 
St. aufrecht, grau - weichhaarig ; untere B. fast 3 eckig, 
alle spitz, unterseits graufilzig; Quirle am Ende des 
St. gedrängt. Bl. 6-9, weifs oder rötlich ; H. 40-100 cm. 
Zäune, Dörfer, zerstreut. Gemeines K. . N. Cataria L. 
— — St. kriechend, zerstreut - behaart ; B. gekerbt, 
nierenfg., obere herzfg.; Quirle blattwinkelständig. 



128 Labiatae. 

Bl. 4-6, blauviolett; St. 15-50 cm. Wälder, Hecken, 
gemein. (Glechöma hederäcea L.) Gundermann. 

N. Glechöma Benth. 

Läminm Tourn. Taubnessel. 

1. Kr. gelb; Unterlippe Sspaltig, Zipfel spitz, der mittlere 
etwas gröfser; St. mit kriechenden Ausläufern; B. 
herzeifg.; %; Bl. 4-6j H. 20-40 cm. Schattige Laub- 
wälder, häufig. (Galeöhdolon luteum Huds.) Goldnessel. 

L. Galeobdolon Crtz. 

— — Kr. weii's oder rot; Seitenzipfel der Unterlippe 
sehr klein oder fehlend . 2 

"2. Kr.röhre inwendig mit Haarring 3 

Kr. röhre ohne Haarring; Quirle in den Achseln 

sitzender, halb-st.umfassender, nierenfg.er, gekerbter B. 
0; Bl. 3-11. purpurn; H. 15-30 cm. Auf bebautem 
Boden gemein. Stengelumfassende T. L. amplexicaüle L. 

L. intermidium Fr. (L. purpureum X amplexicaüle) 
mit kurz u. breit gestielten Tragb. der Quirle, ist 
selten u. unbeständig hie u. da beobachtet. 

3. Kr.röhre fast gerade; Helm ohne Kiele; Bl. purpur- 
rot, 4 

— — Kr.röhre aufwärts gekrümmt; Helm oben mit 

2 Kielen. % 5 

4. Obere B. sehr kurz u. breit gestielt, am Grunde ge- 
stutzt, tief gekerbt. Bl. 4-10; H. 10-30 cm. Äcker, 
Gärten, zerstreut. (L. hybridum Vill, L. dissectum With.) 
Eingeschnittene T L. incisum Willd. 

— — Obere B. herzfg., mit schmalen Stielen, gekerbt. 
Bl. 2-11; H. 10-30 cm. Wie vor., gemein. Rote T. 

L. purpureum L. 

5. Bl. weiCs; St. einfach; B. herzfg., gekerbt. Bl. 4-6; 
H. 30-60 cm. Hecken, Gebüsche, gemein. Weifse T. 

Ii. album. L 

— — Bl. purpurrot; Unterlippe gefleckt; St. oft ästig; 
B. oft weiCsgefleckt; sonst wie vor. aber nur im südöst- 
lichen Teil zerstreut, nördlich bis Eckernförde. Ge- 
fleckte T L maculatum L. 

Galeopsis L. Hohlzahn. 0. 

i. St. rückwärts - weichhaarig , unter den Knoten nicht 
oder nur wenig verdickt 2 

— — St. unter den verdickten Knoten mehr oder we- 
niger steifhaarig, sonst weichhaarig oder kahl ... 3 



LabJatae. j^29 

2. B. lanzettlich; Bl. purpurrot. Bl. 7-10; fl. 10-30 cm. 
Acker zerstreut. Acker-H G. Iiädanum Ii. 

— — B. länglich-eifg. bis eilanzettfg. ; Bl. gelblichweifs. 
Bl. 7-10; H. 10-40 cm. Sandige Äcker, im Süden sehr 
häufig, im Norden sehr selten. Gelbweifser H. 

G. ochroleüca Lmk. 

.^. St. unterwärts kahl 4 

St. rückwärts weichhaarig; B. fast herzfg; Bl. 6-10. 

purpurrot; H. 25-80 cm. Wegränder, nur bei Lübeck, 
ob noch? Weichhaariger H. . . . G. pubescens Bess. 
4. Kr.röhre doppelt so lang als der K. ; Bl. hellgelb ; 
Unterlippe bunt. Bl. 6-10; H. 0,5-1,2 m. Feuchte 
Acker u. Gebüsche, nicht selten. Bunter H. 

G. versicolor Curtis. 

— — Kr.röhre so lang oder kürzer als der K.; Bl. 
purpurn oder weifslich ; Unterlippe gefleckt (Var. bifida 
Boenningh. mit schmälerem, ausgerandetem Mittelzipfel 
der Unterlippe). H. 30-70 cm. Sonst wie vor., gemein. 
Gemeiner H G. Tetrahit L. 

Stächys L. Ziest. 

1. Kr.röhre innen ohne Haarring ; B, aus herzfg.em Grunde 
länglich-eifg. ; Bl.stand endständisr, dicht, darunter oft 
noch einzelne abgerückte Quirle. 2|.; Bl. 6-8; H. 0,3-1 m. 
Wälder, Gebüsche, sehr zerstreut im südöstlichen Teil, 
sonst zuweilen verwildert. (Betönica officinälis L.) Be- 
tonica S. Betönica Benth. 

— — Kr.röhre innen mit Haarring 2 

2. Quirle 7- u. mehrblütig; St. wollig- filzig; B. läng- 
lich, gekerbt, glänzend-filzig. 2|.; Bl. 7-9, purpurrot; 
H. 0,5-1,2 m. Bei uns nur Zierpfl. , selten halb ver- 
wildert. Deutscher Z S. germanica L. 

— — Quirle 2-5blütig; Vorb. sehr klein oder fehlend 3 

3. Bl. blaCsgelb; B. am Grunde abgerundet oder ver- 
schmälert; K.zähne behaart. 0; Bl. 7-10; H. 10-30 cm. 
Schutt b. Hamburg, zuweilen auf Ackern einzeln ein- 
geschleppt. Einjähriger Z S. änntia L. 

— — Bl. rot oder rötlich; untere u. mittlere B. am 
Grunde herzfg 4 

4. Pfl. , ohne Ausläufer, gelbgrün ; B. gestielt, rundlich- 
eifg.; Kr. kaum länger als der K. Bl. 7-10; H. 10-30 cm. 

Äcker, meist häufig. Acker-Z S. arvensis Ij. 

Pfl. 2[., mit Ausläufern; Kr. doppelt so lang als der K. 5 

5. St. rauhhaarig; B. länglich-eifg., tief herzfg., mit Aus- 
Prahl, Flora Ton SchleBwig-Holstein. 9 



j 30 Labiatae. 

nähme der obersten lang gestielt, grob gesägt. Bl. 6-8; 
H. 0,5-1,2 m. Wälder, Gebüsche, häufig. Wald-Z. 

S. silvätica L. 

St. angedrückt- steif haarig; B. länglich-lanzettlich, 

untere sehr kurz gestielt, obere halbst.umfassend, sitzend, 
klein gekerbt. Bl. 7, 8; H. 0,3-1 m. Feuchte Äcker, 
Gräben, meist häufig. Sumpf-Z. . . . S. palustris L. 

S. silvätica X palustris (S. ambigua Sm.) B. herzfg.- 
länglich-lanzettlich, kurzgestielt, kerbig- gesägt. Unter 
den Eltern, sehr zerstreut u. meist vereinzelt. 

Ballöta L. Ballote. 

B. herzeifg., gekerbt; K. zahne stachelspitzig. :^-; Bl. 6-1'», 
bläulich- purpurn; H. 0,5-1 m. Zäune, Schutt, im Süden 
nicht selten, Nordschleswig selten. Var. foetida Lmk. 
K.zähne abgerundet, sehr kurz stachelspitzig; ßl. öfters 
weifs. Selten, Sundewitt. Schwarze B. . . B. nigra L. 

Leonüriis L. Herzgespann. 

Untere B. handfg.-5 spaltig, obere 31appig, am Grunde 
keilfg.; 2\.; Bl. 6-8, rosa; H. 0,3-1 m. Zäune, Schutt, 
nicht selten. Gemeines H L. Cardiaca L. 

Cliaitünis Willd. Katzenschwauz. 

B. am Grunde ganzrandig, nach oben grobkerbig gesägt, 
unterseits graufilzig. Q; Bl. 7, 8, klein, hellrosa; H. 
0,3-1,2 m. Zäune, Schutt, im südlichen Teil selten u. 
unbeständig. Andornartiger K. C. Marrubiästrum Rchb. 

Marriibinm Riv. Andorn. 

B. rundlich-eifg., filzig, runzelig, gekerbt; Quirle dicht; 
K.zähne lang, hakig. 2\.; Bl. 6-10, klein, weifs; H. 
30-70 cm. Zäune, Schutt, zerstreut, Gememer A. 

M. vulgare L. 
Sideritis Tourn. Gliedkraut. 
Zottig ; B, länglich-lanzettlich ; Kr. kürzer als die K.- 
zähne. 0; Bl. 7, 8, gelb; H. 15-30 cm. Auf Schutt bei 
Hamburg eingeschleppt. Berg-G. . . . S. montäna L. 

ScuetUäria L. Helmkrant. -^. 

B. aus herzfg.em Grunde länglich-lan^ettlich, entfernt ge- 
kerbt ; K. kahl; Bl. einseitswendig, blau, 6-9; H. 15-40 cm. 
Wiesen, Ufer, häufig. Gemeines H. S. galericulata I«, 
— — B. am Grunde spiefsfg,, meist völlig ganzrandig; 
K. drüsig behart ; sonst wie vor., aber nur im Eibgebiet. 
Spiefsblätteriges H S. hastifolia Li. 



Labiatae. — Verbenaceae. — Lentibulariaceae. |31 

Brunella L. Bruuelle. 

ß. gestielt, länglich-eifg., gezähnt oder ganzrandig; Bl. 
in endständiger dichter Scheinähre. 2|. ; JBl. 6-9 , violett ; 
H. 10-30 cm. Wiesen, "Wälder, häufig. Gemeine ß. 

B. vulgaris L. 
Ajuga L. Oüusel. 2|_. 

1. Pfl. mit kriechenden Ausläufern; Grrundb. spatelfg., 
lang gestielt; St.b. allmählich in die ungeteilten Hochb. 
übergehend, deren obere kürzer als die Bl. sind. Bl, 4-6; 
H. 10-30 cm. Wiesen, Wälder, gemein. Kriechender G. 

A. reptans L. 

— — PH. ohne Ausläufer .2 

2. Dicht zottig; mittlere Hochb. 31appig: sonst wie vor.; 
Lübeck bis Lauenburg, sonst sehr zweifelhaft, fehlt in 
Schleswig. Behaarter G A. genevensis L. 

— — Kurzhaarig; Grundb. rosettig; St.b. viel kleiner; 
oberste Hochb. noch doppelt so lang als die kleinen hell- 
blauen Bl. ; Bl. 5, 6 ; H. 10-25 cm. Eichengestrüppe, sehr 
selten; Nordschleswig. Pyramidenfg.erG. A. pyramidalis L. 

Teücrium L. Oainander. 2^. 

K. 21ippig; Oberlippe ungeteilt; B. gestielt, herzeifg., 
gekerbt, runzelig. Bl. 7, 8, grünlich-gelb; H. 25-50 cm. 
Wälder, Gebüsche im südl. Teil u. fast nur im Eib- 
gebiet. Salbeiblätteriger G. . . . T. Scorodonia L. 

— — K. özähnig; B. sitzend, länglich-lanzettlich, grob 
gesägt; Bl. 7-9, purpurn; H. 15-45 cm. Eibwiesen b. 
Lauenburg und hie und da sparsam bis Hamburg. 
Knoblauch-G T. Scördium Ii. 



76. Fam. Yerbenäcea;e Juss, 

Verbena Tourn. Eisenhart. (L. XIV, 1.) 

B. gegenständig, 3spaltig, gekerbt; Bl. in end- u. 
b.winkelständigen, dünnen Ähren, klein, blafslila. 4^ 
Bl. 6-9; H. 30-60 cm. Dorfstrafsen zerstreut, nach 
Norden weit seltener. Gemeiner E. . V. officinalis L. 



i i. 



Fam. Lentibulariaceae Juss. 



Pingnicula Tourn. Fettkraut. 

B. länglich, blafsgrün, ganzrandig, in grundständiger 
Rosette; Sporn pfriemlich. 2|_; Bl. 5, 6; H. 5-15 cm. 
Moorige Wiesen, zerstreut. Gemeines F. P. vulg&ris L. 

9* 



132 Lentibnlariaceae. — Primulaceae.* 

ütriciiläria L. Wasserschlanch. 2}.. 

1. Sporn mehrmals länger als breit; B.zipfel gewimpert . 2 

— — Sporn nicht länger als breit ; B.zipfel ganzrandig 4 

2. B. 2zeilig ; Zipfel lineal-pfriemlich mit Mittelnerv, wim- 
perig -gezähnelt; Schläuche an besonderen Zweigen, 
grofs. Bl. 6-8, hellgelb, purpurn gestreift ; H. 15-25 cm. 
Torfsümpfe, sehr zerstreut. Mittlerer W. 

U. intermedia Hajme. 

B. nicht 2zeilig, meist alle schlauch tragend; Zipfel 

haarfein, entfernt-gewimpert 3 

S. Oberlippe der Kr. ungefähr so lang als der 21appige 
Gaumen; Känder der L'nterlippe umgerollt. Bl. 6-^^, 
dottergelb, orange gestreift; H. 15-25 cm. Torfsümpfe, 
nicht selten. Gemeiner VV U. vulgaris Ij. 

— — Oberlippe der Kr. doppelt so lang als der ab- 
gerundete Gaumen; Unterlippe fast flach. Bl. 6-8, 
citronengelb, orange gestreift; H, 15-30 cm, in tiefem 
Wasser weit länger. Torfsümpfe, Seen , sehr zerstreut. 
Übersehener W. ....... U. neglecta Lehm. 

4. Unterlippe eifg., mit zurückgerolltem Rande ; K.b. rund- 
lich-eifg., zugespitzt; St. zart, 5-25 cm. Bl. blafsgelb; 
B. meist alle schlauchtragend. Torfsümpfe, zerstreut. 
Kleiner W U. minor L- 

— — Unterlippe kreisrund, flach; K.b. kurz stachel- 
spitzig; Schläuche meist an besonderen Zweigen, sonst 
wie vor., aber etwas kräftiger. Sehr selten, vielleicht 
übersehen. Nordschleswig, Brems W. U. Bremii Heer. 



78. Fam. Primuläceae Vent. 

Trientälis L. Siebenstern. (L. VII, 1.) 

B. 5-7, elliptisch; Bl. lang gestielt zu 1-3, weifs. 4; 
Bl. 6; H. 5-30 cm. Trockene Wälder, Heiden, meist 
häufig. Europäischer S T. europaea L. 

Lysimächia Tourn. Friedlos (L. V, 1.) 2}.. 

1. Bl. in dichten, b.winkelständigen Trauben; Kr. gelb, 
5-7zählig, mit Zähnchen zwischen den Zipfeln; B. lan- 
zettlich. Bl. 5-7; H. 30-60 cm. Ufer, Sümpfe, meist 
nicht selten. Straufsblütiger F. . . L. thyrsiflora Ii. 
— — Bl. in endständiger Traube oder einzeln in den 
B.achseln, 5zählig; Kr. ohne Zähnchen, gelb .... 2 

2. St. aufrecht; Bl. in endständiger Traube; Staubbeutel 
bis zur Mitte verwachsen ; B. länglich-eifg. oder lanzett- 



Primulaceae. 133 

lieh. Bl. 6, 7; H. 0,5-1,3 m. Sümpfe, feuchte Ge- 
büsche, häufig. G-emeiner F L. vulgaris L. 

8t. kriechend oder aufsteigend ; Bl. einzeln in den 

B.winkeln; Staubbeutel frei oder nur am Grunde ver- 
wachsen • . . 3 

3. B. eifg., spitz; Bl.stiele viel länger als die Bl.; K.zipfel 
lineal-pfriemlich. Bl. 5-7; St. J5-40 cm. Schattige 
Wälder, nicht selten. Hain- F. . . . L. nemorum L. 

— — B. herzfg.-rundlich; Bl.stiele doppelt so lang als 
die Bl.; K.zipfel herzeifg.; Bl. 6, 7; St. 15-45 cm. 
Feuchte Wiesen, meist häufig, in Nordschleswig seltener. 
Pfennigkraut L. Nummularia L. 

Anagällis L. Gauchheil. (L. V, 1.) 

B. sitzend, eifg. ; Kr. scharlachrot mit drüsig gewimper- 
ten Zipfeln. 0: Bl. 5-10; St. 8-15 cm. Äcker, Garten- 
land, gemein. Var. coerülea Schreb.: Kr. blau mit ge- 
zähnelten, fast drüsenlosen Zipfeln, selten und unbeständig. 
Acker-G A. arvensis L. 

Centünculus L, Kleinliug. (L. IV, 1.) 

B. wechselständig, eifg.; Bl. einzeln in den B.winkeln, 
sehr kurz gestielt. 0; Bl. 6-9; H. 2-10 cm. Ufer, 
sandig-moorige Orte, sehr zerstreut, wohl öfter über- 
sehen. Acker-K C. minimus Ii. 

Primula L. Himmelsschlüssel, Primel. (L. V, 1.) 3\., 

1. B. kahl, unterseits dicht mehlig, länglich- verkehrt-eifg. ; 
Bl. fleischrot, in Dolden. Bl. 5, 6 ; H. 8-20 cm. Sumpfige 
Wiesen, sehr selten, Norderdithmarschen. Mehliger H. 

P. farinosa L. 

— — B. unterseits behaart, runzelig, nicht mehlig ; Bl. 
meist gelb 2 

2. B. eifg. ; plötzlich in den etwa ebenso langen, geflügel- 
ten Stiel verschmälert 3 

— — B. verkehrt-eifg., allmählich in den geflügelten 
B. stiel verschmälert; Schaft 1 blutig, selten doldig (Var. 
caulescens Äutj, nebst dem scharf-5zähnigen K. lang- 
zottig; K. zahne lineallanzettfg. ; Kr. grofs, blafsgelb, 
selten fleischrot. Bl. 4, 5; H. 8-20 cm. Wälder, Ge- 
büsche, von Land Oldenburg in zunehmender Häufig- 
keit bis zur Nordgrenze, besonders um Hadersleben 
gemein. Auch in Gärten. Grofsblumiger H. 

P. acaülis Jacq. 
P. variäbilis Goupil. (P. officinälis X acaülis'O mit 
doldigem, weniger zottigem Schaft, lanzettfg.en K.zähnen , 



J;^4 Primulaceae. 

kleineren Bl., findet sich zuweilen mit den Eltern. Öfter 
dürfte ein Bastard P. acaülis X eldtior unter diesen» 
Namen gehen u. ist es nicht unwahrscheinliich , dafs 
auch die Var. caulescens ein Bastard ist. Auch zwischen 
den beiden folgenden Arten sind mehrere Zwischen- 
formen beobachtet worden. 
3. B. nebst den Dolden- u. Bl. stielen u. dem K. kurzhaarig: 
K. cylindrisch; K. zahne lanzettlich, halb so lang als 
die Röhre ; Kr. hellgelb, geruchlos, mit flachem Saum. 
Bl. 4. 5, H. 15-80 cm. Wälder, Gebüsche, im südl. 
Teil häufig:, im Norden bei Apenrade, sonst sehr zer- 
streut. Hoher H P. elatior L. 

B. unterseits nebst den Dolden- u. Bl. stielen u. dem 

K. dünnfilzig; K aufgeblasen ; Zähne eifg., ^/.t so lang 
als die Röhre; Kr. dottergelb, am Schlünde mit 5 
orangegelben Flecken u. flachem Saum , wohlriechend. 
Bl. 4, 5; H. 10-25 cm. Wiesen, Hügel, sehr zerstreut, 
stellenweise ganz fehlend. Gebräuchlicher H. 

P. officinalis L. 
P. Auricula L. (Aurikel), häufige Zierpfl., unter- 
scheidet sich durch die fleischigen, drüsiggewimperten 
B. u. den kurzen K. (2-3mal kürzer als die Kr.röhre); 
junge B. eingerollt; Bl. in verschiedenen Farben, 4-6. 

Hottöuia L. Wasserfeder. (L. V, 1.) 

B. untergetaucht, kammfg.-fiederspaltig; Bl. in den 
Achseln quirliger Hochb. in lockerer Traube, weifs oder 
hellrosa. 2(.; Bl. 5, 6; H. 15-40 cm. Gräben, häufig. 
Sumpf-W H. palustris L. 

Sämolus Tourn. Bnnge. (L. V, 1.) 

B. fleischig, länglich-verkehrt-eifg. ; Traube verlängert ; 
K. glockenfg. 4; Bl. 7, ö; H. 10-40 cm. Salzige 
Strandwiesen der Ostseeküste, zerstreut. Salz-B, 

S. Valerändi L. 

Grlanx Tourn. Milchkraut. (L. V, 1.) 

Pfl. fleischig , ausläufertreibend ; Bl. klein , sitzend in 
den Achseln der sitzenden elliptischen B. -4; Bl. 6, 7; 
St. 3-20 cm. Auf Salzboden am Strande häufig, sonst 
bei Oldesloe, Zarpen. Strand-M. . . Q. maritima L. 



Plumbaginaceao. — Plantaginaceae. 135 

79. Farn. Pliimbagiiiaceae Juss. 

Stätice L. Wiederslofs 2\.. (L. V, 5). 
Bl. in einseitswendigen , doldenrispig angeordneten 
Ähren; B. stachelspitzig, kahl. Bl. 7, 8, violett -lila; 
H. lr)-40cm. Nordseestrand nicht selten, Ostseestrand 
von Hohwacht bis Fehmarn. Echter W. S. Ijimonium L. 

Armeria Willd. Grrasnelke. (L. V, 5.) 

B. linealisch, Inervig, gewimpert, in grundständiger Ro- 
sette. '2[.; Bl. 5-9, rosa; H. 15-40 cm. Auf Sandboden 
zerstreut, am Strande häufig. Var. maritima Willd. 
Schaft kürzer, kurzhaarig; HüUb. kürzer und stumpfer. 
Am Strande zerstreut. Gremeine G. A. vulgaris Willd. 



80. Farn. Plantagliiäceae Juss. 
Litorella Bergius. Straudling. (L. XXI, 4.) 

St. 1-6 cm hoch. S B\. lang gestielt, $ sitzend. 2[- ; 
Bl. 6-8, weifslich. Seeufer, meist häufig, seltener an 
feuchten Heideplätzen. Gemeiner St. . L. lacüstris L. 

Plantägo L. Wegerich. (L. IV, 1.) 

Schaft b.los; B. in grundständiger Rosette .... 2 

— — St. beblättert, ästig; B. linealisch, gegenständig; 
Ähren dicht, kugelfg. bis länglich. 0; Bl. 6-9; H. 
15-30 cm. Sandboden, nur an der Elbe; bei Hamburg 

■auch auf Schutt. Sand-W P. arenaria L. 

Ähren länglich-cylindrisch, oft sehr verlängert; Schaft 

stielrund oder schwach gestreift 3 

Ähren länglich-eifg.; Schaft öfurchig; B. lanzettlich, 

in den Stiel verschmälert; Deckb. kahl; K. am Kiel 
bewimpert. 9\. ; Bl. 5-10 ; Staubfäden gelbweif s ; H. 5-45 cm. 
Wiesen, Triften, gemein. Lanzettlicher W. P. lanceolata L. 

P. Lagopus L. Deckb. u. K. bärtig-zottig, ; findet 
sich auf Schutt bei Hamburg eingeschleppt. 
B. fiederspaltig, meist rauhhaarig ; Schaft stielrund, be- 
haart. 0; Bl. 6-8, weifslich; H. 3-30 cm. Am Strande 
nicht selten. Krähenfufs-W. . . . P. Coronopus Ii. 

— - B. ganzrandig oder schwach gezähnt. 2[. . . . 4 
B. linealisch-rinnenfg., fleischig ; Schaft stielrund, meist 
kurzhaarig. Bl 7-9; H. 15-40 cm. Häufig am Strande 
und an Wegen der schleswigschen Heidegegenden. 
Strand- W P. maritima L. 

— — B. eifg. oder elliptisch ; Schaft schwach gestreift 5 



j^36 Plantaginaceae. — Amarantaceae. 

5. B.stiel fast so lang als das kahle oder schwach be- 
haarte B. ; Ähre sehr verlängert - cylindrisch ; Staub- 
fäden weifs. Bl. 6-9; H. 10-30 cm. Wegränder, Gras- 
plätze, gemein. Grrofser W P. major Ii. 

B. in einen mehrmals kürzeren Stiel verschmälert, 

kurzhaarig; Ähre länglich- cylindrisch; Staubfäden lila. 
Bl. f), 6; H. 30-45 cm. Grasplätze, mit fremder Saat 
eingeschleppt, wild vielleicht auf Alsen. Mittlerer W. 

P. media L. 



d. Jllonoclllaniydeae. Blütenhülle einfach, zuweilen 
fehlend. 

81. Fam. Amarantdceae Juss. 

Amaräntus L. Amarant. (L. XXI, 5. i . 

Bl. meist 3-, selten 5zählig; Pfl. kahl, dunkelgrün, nieder- 
liegend oder aufstrebend; B. lang gestielt, eifg., vorn 
ausgerandet. Bl.knäuel b. winkelständig, nur die obersten 
rispig gedrängt; Bl. 7-10; St. 20-45 cm, Gartenland, 
Strafsenpflaster, hie und da, aber sehr unbeständig, ge- 
funden. (Albersia Blitum Kth.) Gemeiner A. A. Blitum L. 

Auch A. Silvester Desf. und A. prosträtus Balb., auf 
Schutt bei Hamburg eingeschleppt, haben 3zählige Bl. ; 
bei ersterem : Hauptstengel aufrecht, Seitenstengel auf- 
strebend, kahl; Bl.knäuel alle b. winkelständig ; B. rauten- 
eifg. ; bei letzterem : St, niederliegend , oberwärts be- 
haart; Bl.knäuel teils b.winkelständig, teils endständig ; 
ß. rauten-eifg. 

Bl. meist 5-, selten 3zählig; P. halb so lang als die 

Vorb. ; Pfl, hellgrün ; St. aufrecht, kurzhaarig ; B. lang 
gestielt, eifg., kurz stachelspitzig; Bl.knäuel in dichter, 
endständiger Rispe. Bl. 7-9; H. 0,15-1 m. Schutt bei 
Hamburg u. a. 0., meist unbeständig. Rauher A. 

A. retroflextis L. 

Hierher noch die zuweilen verwilderten Zierpflanzen 

A. canddtus L. und A. panniculätus L. P. fast so lang 
als die Vorb.; Bl. dunkelpurpurn. Bei ersterem die 
endständige Ähre viel länger als die seitenständigen, 
hängend; B. grün; bei letzterem die endständige Ähre 
nur doppelt so lang als die seitenständigen, aufrecht; 

B. am Rande rot. 



Chenopodiaceae. I37 

82. Fam. Chenopodiäceae Vent. 
Chenopötlina Moq. Taiitl.| Chenopodium. (L. V, 2.) 

St. ästig; B. halbwalzenfgf., spitz; Bl. meist zu 3 in den 
B.winkeln. 0; Bl. 7-9; H. 15-4U cm. Am Strande 
häufig', auf Schutt bei Hamburg. Strand-Ch. 

Ch. maritima Moq. Tand. 
Sälsola L. Salzkraut. (L. 5, 2.) 
St. ausgebreitet -ästig, behaart oder kahl; B. fleischig, 
pfriemlich, stachelspitzig; P. an der V. knorpelig. 0; 
Bl. 7-9; St. 15-40 cm. Am Strande nicht selten. Var. 
tenuifolia Moq. Tand. B. fadenfg., länger, nicht fleischig. 
Nur an der Elbe; auf Schutt bei Kiel. Gemeines S. 

S. Kali li. 
Salicörnia Tourn. Queller. (L. 11, 1.) 
St. ästig, gegliedert; Bl. fleischige Ähren bildend, mit 
.^blutigen Gliedern. ; Bl. 8, 9 ; H. 5-40 cm. Vor- 
lande der Westküste häufig, seltener an der Ostküste. 
Krautiger Q S. herbäcea L. 

Kochia Roth. Kochie. (L. V, 2.) 

Kauhhaarig, ästig; B. linealisch, stumpf, fleischig; Bl. 
zu 2 in den B.winkeln. Anhängsel des F.p. kegelfg. ; 
.'^; Bl. 7-9; H. 15-30 cm. Nordseeküste sehr zerstreut, 
Ostseeküste in Holstein und auf Alsen selten. {Echi- 
nöpsilon hirsütus Moq. Tand.) Behaarte K. K. hirsüta Nolte. 

K. scopäria Schrad. flaumig; B. lineal - lanzettlich, 
gewimpert, Anhängsel des F.p. kurz, dreieckig, spitz, 
auf Schutt bei Hamburg. 

Chenopodium Tourn. Gänsefurs. (L. 5, 2.) 
P. meist 3teilig, an der reifen F. fleischig, rot. {BlUum L. 
Erdbeerspinat). Hierher die zuweilen kultivirten und 
verwilderten Arten : C. foliösum Aschs. (B. virgdtum L.) 
St. bis zur Spitze beblättert; B. im Umrifs länglich 
rhombisch, am Grunde keilfg. , tief gezähnt; Bl. stände 
alle in den B.winkeln, entfernt ; u. C. capitdtum Aschs. 
(B. capitdtum L.) St. oberwärts unbeblättert; B. 3eckig, 
fast spiefsfg. , schwach gezähnt: obere Bl.stände ohne 
Tragb.j ährig. 

— — P. meist öteilig, an der F. nicht fleischig . . 2 
B. drüsig. Hierher die selten verwilderten Arten: C. am- 
brosioides L., B. länglich, beiderseits verschmälert, ent- 
fernt-gezähnelt, Bl.stände knäuelfg., klein ; u. C. BötrysL. 
B. buchtig - fiederspaltig , oberste linealisch - spatelfg. ; 
Bl.stände locker. 



l':]^ Chenopodiaceae. 

— — B. nicht drüsig 3 

.!. B. ganzrandig und ungeteilt . . . ' 4 

— — B. gezähnt oder eingeschnitten © 6 

4. B. mehlig bestäubt 5 

— — B. nicht mehlig, länglich- eifg. ; Bl.stände 
locker. ©; Bl. 7-9; H. 20-50 cm. Wegränder, Gräben, 
zerstreut. Vielsamiger G, , . . C. polyspermum L. 

0. St. ausgebreitet -ästig; B. rauten-eifg. ; Bl.stände ge- 
knäuelt* 0; Bl. 7-9; St. 15-30 cm. Schuttplätze selten. 
Lübeck und Hamburg. Stinkender (t, C. Vulvaria L. 

St. aufrecht; B. 3eckig-spiefsfg. ; Bl. stand ährenfg.- 

rispig. :^; ßl. 5-8; H. 15-60 cm. Dorfstrafsen häufig. 
Guter Heinrich C. bonus Henricus L. 

tl; B. aus herzfg.em (xrunde, 3eckisr-eifg.. grob buchtig-ge- 
zähnt; Bl.stände geknäuelt. ßl. 7-9; H. 0,3-1 m. Gärten, 
Schutt, sehr zerstreut, oft unbeständig. Unechter G. 

C. hybridum L. 

— — B. am Grunde gestutzt, meist verschmälert . . 7 

7. B. unterseits blaugrün oder weifslich, mehlig bestäubt, 
länglich, entfernt-buchtig-gezähnt. Bl. 7-10 ; H. 1 5-40 cm. 
Dorfgräben, auch am Strande, zerstreut. Meergrüner G. 

C. glaücum L. 

— — B. beiderseits grün 8 

8. B. glänzend, nicht oder doch nur anfangs mehlig . . 9 

— — B. matt, mehr oder weniger mehlig . . . .10 

9. B. buchtig-gezähnt, fast spiefsfg.-31appig, Pfl.. wenigstens 
der St., meist dunkelrotgrün. Bl. 7-10; H. 15-100 cm. 
Schutt, auch am Strande nicht selten. Roter G. 

C. rubrum L. 

— — B. 3eckig. spitz; Bl.stände geknäuelt, in steif 
aufrechten Scheinähren ; St. aufrecht, grün. Bl. 7-9 ; H. 
0,3-1 m. Dorfstrafsen, Schutt; im Süden sehr zerstreut, 
im Norden sehr selten und unbeständig. Steifer G. 

C. ürbicum L. 

— — B. rauten-eifg., ungleich gezähnt ; Bl.stände locker 
in abstehenden Scheinrispen; St. meist ausgebreitet, 
ästig, grün. ßl. 7-9; H. 15-30 cm. Wie vor Mauer-G. 

C. murale L. 
10. Untere u. mittlere B. rauten-eifg., ungleich gezähnt oder 
gelappt, obere schmäler, ganzrandig, mittlere und obere 
meist spitz. Bl. 7-10; H. 20-100 cm. Äcker, Schutt, 

gemein. Gemeiner G C. album L. 

Unteren, mittlere ß. rundlich-rautenfg., fast31appig, 

meist sehr stumpf, obere schmäler und spitzer. Sonst 
wie vor. Schuttplätze bei Hamburg, sonst einzeln ver- 
schleppt. Schneeballblätteriger G. C. opulifölium Schrad. 



Chenopodiaceae. 139 

— — Untere u. mittlere B. fast spiefsfg.-Slappig, Mittel- 
lappen mehrmals länger als die seitlichen, stumpf, obere 
lanzettlich, oft ganzrandig-. Wie vor.. Feigenblätteriger Gr. 

C. ficifolium Sm. 

Beta Tourn. Runkelrübe, (L. V, 2.) 
St. einzeln, aufrecht ; B. herzeifg., stumpf; Wurzel dick.© 
und 0. Bl. 7-9; H. 0,5-1,2 m. Im Grofsen gebaut. 

(remeine R B. vulgaris L. 

B. n>,aritima L. St. viele, niederliegend; B. rauteneifg., 
kurz zugespitzt. Auf Schutt bei Hamburg. 

Spindcia Tourn. Spüiat. (L. XXII, 4.) 
Bl.knäuel in den B.winkeln; F.p. fast 3eckig, Zipfel 
stachelig. © u. Q; Bl. 6-9; H. 30-50 cm. (Sp. spi- 
nosa M'nch.) Var. mit fast kugeligem F.p. , Zipfel nicht 
stachelig (Sp. inermis Mnch.) Als Gremüse gebaut. 
Gemeiner Sp S. oleräcea L. 

Obiöne Gaertn. Keilinelde. (L. XXI, 5.) 

Halbstrauchig; B. gegenständig, verkehrt-eilanzettfg. ; 
F.p. sitzend, Slappig, warzig. 9\_; Bl. 7, 8; H. 30-100 cm. 
Westküste, sehr zerstreut, nördlich bis Husum u. Föhr. 
Portulakartige K. . . O. portulacoides Moq. Tand. 

— — Krautig; F.p. lang gestielt, verkehrt -herzfg., 
mit einem Zwischenzähnchen, nicht warzig. © : Bl. 7-9 ; 
H. 10-30 cm. Strandwiesen; Westküste nicht selten, 
Ostküste sehr zerstreut. Stielfrüchtige K. 

O. pedunculäta Moq. Tand. 

Atriplex Tourn. Melde. (L. XXI, 5.) ©. 

Vorb. der $ Bl. bei der Reife bis zur Mitte knorpelig 
hart, und ebenso weit verwachsen, weifslich .... 2 

— — Vorb. der $ Bl. bei der Reife krautig, fast bis 
zum Grunde geteilt 3 

— — Vorb. der ? Bl. bei der Reife dick, fleischig, fast 
bis zur Mitte verwachsen, rauten-eifg., spitz, gezähnelt, 
warzig und weichstachelig ; St. meist niederliegend, wie 
die 3eckig-eifg.en oder spiefsfg.en B. oft weifs-schülferig. 
Bl. 8-9; St. 30-60 cm. Am Strande, selten, bisher nur 

in Nordschleswig. Babingtons M. A. Babingtonii Woods. 
St. aufrecht oder aufsteigend ; untere B. 3eckig-spiefsfg., 
tief buchtig, schwach schülferig, obere schmal lanzett- 
lich ; Bl.knäuel in einer nur am Grunde beblätterten 
Ähre. Vorb der ^ Bl. meist nicht höckerig. Bl. 7, 8; 



^40 Chenopodiaceae. — Nyctaginaceae. 

H. 30-50 cm. Auf Schutt bei Hamburg-, eingeschleppt. 
Tatarische M. {A. lacmidtum Aut. nicht L.) A. tatäricum L. 

St, nied erliegend, vom Grrunde verzweigt; B. weifs- 

schülferig , breit Seckig - eifg. , buchtig , zuweilen fast 
.Slappig , die oberen eifg. oder breit lanzett-spiefsfg. ; 
Bl.knäuel in beblätterter Ähre. Vorb. der $ Bl. höckerig, 
gezähnt. B. 8, 9: St. 20-50 cm. Nordseestrand von 
Husum bis lerpstedt, selten. Gelappte M. (A. arend- 
rium Woods.) A laciniatum L. 

3. Untere B. herzfg.-Beckig, gezähnt, obere länglich 3eckig ; 
Vorb. stumpf, ganzrandig, ohne Stacheln ; Pfl. aufrecht, 
oft rot überlaufen. Bl. 7-9; H. 0.6-1,6 m. Zuweilen 
gebaut und verwildert. Garten-M. . . A. hortense L. 

— — Untere B. ziemlich breit, mehr oder weniger 

spiefsfg 4 

B.linien-lanzettfg., nicht spiefsfg., ganzrandig oder 

gezähnelt; Bl.knäuel in unterbrochenen Ähren; F.hüUe 
rauten-eifg. , gezähnt, warzig. Bl. 7-9; H. 30-60 cm. 
Am Strande häufig. Strand-M A. litorale L. 

4. Untere B. lanzettlich oder eilanzettlich , fast spiefsfg., 
gezähnt, abwechselnd 5 

— — Untere B. Seckig-spiefsfg., oft gegenständig , 6 

5. St. aufrecht, grauschülferig; Bl.knäuel in lockerer, 
nickender Ähre; Vorb. eifg.-rautenfg., ganzrandig, glatt, 
Bl. 7-9; H. 0,3-1 m. Auf Schutt bei Hamburg. Läng- 
liche M. {A. tatäricum Aut. nicht L.) A. ohlongvfolium W, K. 

— — St. ausgebreitet -ästig; Ähre aufrecht; Vorb. 
spiefs-rautenfg., oft gezähnelt und weichstachelig. Wie 
vor; Äcker, Schutt, gemein. Ausgebreitete M, 

A. patulum L. 

6. Untere and mittlere B. 3eckig-spiefsfg., mit abstehenden 
oder abwärts gerichteten Ecken; Vorb. ganzrandig oder 
gezähnelt , glatt oder weichstachelig. Wie vor., auch 
am Strange, gemein, Spiefsblätterige M. A. hastatum L. 

— — Untere und mittlere B. meist mit aufwärts ge- 
richteten Ecken, etwas fleischig; Vorb. tief pfriemlich- 
gezähnt, glatt. Bl. 7-9; H. 0,3-0,9 m. Am Strande, 
Apenrade, Flensburg. Schönfrüchtige M. A. calotheca Fr. 



83. Fam. Nyctaginaceae Juss. 

Mirdbilis Rivin. Jalappe. (L. V, 1.) -'4^. 
St. aufrecht, kahl oder schwach-kurzhaarig; B. eifg., 
gegenständig; Bl. kurz gestielt, rot, weifs, gelb oder 



Nyctaginaceae. — Polygonaceae. i41 

gestreift; Abschnitte der Hülle Seckig-lanzettlich ; P. 

kahl. Zierpflanze M. Jaläpa L. 

St. und die lange P.-röhre drüsenhaarig; Bl. 

sitzend; Abschnitte der Hülle linealisch. Zierpflanze. 
Beide bl. 7-9; H. 0,5-1,2 M. longiflora L. 



84. Farn. Polygonäceae Juss, 

Rhewm. L. Rhabarber. (L. IX, 2.) 2(.. 
Untere B. rundlich - herzeifg., wenig kraus , mit unter- 
seits gefurchten Stielen B. Rhapönticum L. 

— — Untere B. eifg., stark wellig kraus, mit nicht ge- 
furchten Stielen -B. undulätum L. sp. 

Beide Arten als Zierpfl. und der fleischigen säuer- 
lichen B.stiele wegen gebaut. Bl. 5, 6 , grünlich ; H. 
1,2-1,7 m. 

Rüinex L. Ampfer. (L. VI, 3.) 

1. Bl. 2häu8ig; B. pfeil- oder spiefsfg. 2}. 2 

Bl. zwitterig; B. am Grunde nicht pfeil- oder 

spiefsfg 3 

2. Innere Zipfel des F.p. vergröfsert, rundlich-eifg. mit 
einer kurzen Schwiele; B. mit abwärts gerichteten 
Spiefsecken, Bl. 5, 6; H. 0,3-1 m. Wiesen, Weiden, 
gemein. Sauer- A R. Acetosa Ii. 

— — Innere Zipfel des F.p. nicht vergröfsert, 
schwielenlos ; B. schmal, mit nach oben gedrehten oder 
wagerecht abstehenden Spiefsecken. Bl. 6-10; H. 5-30 cm. 
Brachen, Triften, besonders auf Sand- und Moorboden 
gemein. Kleiner A R. Acetosella L. 

3. Innere P.zipfel wenigstens zur F.zeit mit mehr oder 

weniger langen Zähnen 4 

InnereP.zipfel ganzrandig oder schwach gezähnelt.2(. 6 

4. Bl.quirle sämtlich von nach oben kleiner werdenden B. 
gestützt ; oder ; B. lanzettlich bis lineal-lanzettlich, 
am Rande wellig; innere P.zipfel rautenfg. , alle mit 
Schwielen, so lang als ihre Zähne; Pfl. bei der Reife 
goldgelb. Bl. 7-9 ; H. 15-60 cm. Ufer, Sümpfe, zerstreut. 
Meer-A R. maritimus L. 

Var. paluster Sm. Pfl. grünlich -gelb ; Zähne kürzer 
als die eifg. -länglichen Zipfel. Weit seltener. 

Nur die untersten Bl.quirle von B. gestützt oder 

alle blattlos; Bl.stand unterbrochen. 2\. 5 

5. Untere B. herzeifg., stumpf, lange bleibend, obere spitz; 
innere P.zipfel am Grunde mit 3-5 pfriemenfg.en Zähnen, 



j^.jj Polygouaceae. 

meist alle schwielentragend; Traube unten beblättert. 
Bl. 6-8; H. 0,6-1,2 m. "Wegränder, Gebüsche, gemein. 

Stumpf blätteriger A R. obtusifolius L. 

Untere B.herzfg.-länglich, spitz, früh welkend; innere 

P.zipfel mit kurzen, dreieckig -pfriemenfg.en Zähnen, 
meist nur einer schwielentragend ; Traube blattlos. Wie 
vor., selten, oft verwechselt. {R. obtusifolius X crispus) 
Wiesen-A R. pratensis M. u. K. 

6. ßl.quirle, wenigstens die unteren, getrennt; P.zipfel 
ganzrandig, meist verlängert, spitz 7 

— — Bl. quirle gedrängt, die oberen blattlos; P.zipfel 
breit, fast herzfg., ganzrandig oder gezähnelt . . . . b 

7. Bl.quirle fast bis zur Spitze beblättert ; innere P.zipfel 
meist alle schwielentragend; untere B. länglich, meist 
herzfg.; Bl. 6-8; H. 0,3-1 m Ufer, Wegränder, nicht 
selten. Geknäuelter A. . . R. conglomeratus Murr. 

— — Bl.quirle nur am Grunde beblättert; meist nur 
1 P.zipfel schwielentragend. Sonst wie vor.. Schattige 
Wälder, besonders an Waldbächen, häufig. Wald-A. 

R. sanguineus L. 

8. Alle oder doch einer der inneren Zipfel des F.p. mit 
einer gröfseren Schwiele 9 

— — Innere Zipfel des F.p. ohne oder mit sehr 
kleinen, schmalen Schwielen 10 

9. Untere B. am Grunde schief, abgerundet oder herzfg., 
länglich, spitz, grofs, dünn ; B.stiel zu beiden Seiten mit 
hervortretendem Band; innere P.zipfel fast oeckig-herzfg. 
Bl. 7-8; H, 1-1,6 m. Ufer, sehr zerstreut, oft ver- 
wechselt. Grofser A R. mäximus Schreb. 

— — Untere B. am Grunde verschmälert, sehr grofs, 
länglich-lanzettlich derb, tlach; B.stiel flach; innere 
P.zipfel eifg. , nicht herzfg. Sonst wie vor. Häufig. 
Flufs-A R. Hydrolapathum Huds. 

— — Untere B. am Grunde gestutzt oder schwach 
lanzettlich, herzfg., wellig-kraus; B.stiel flach; innere 
P.zipfel breit herzfg. Bl. 6-8; H. 0,6-1 m. Wiesen, 
Acker, Wegränder, gemein. Krauser A. R. crispus Ii. 

10. B.stiel oberseits flach ; untere B. aus abgerundetem oder 
herzfg.em Grunde breit-eilanzettlich, etwas w^ellig kraus: 
innere Zipfel des F.p. nierenfg. oder breit herzfg., 
stumpf, zuweilen mit dünnen Schwielen. Bl. 7, 8; H. 
30-50 cm. Wiesen, Weiden, in Nordschleswig nicht 
selten, Hamburg? Haus-A. . R. domesticus Hartm. 

— — B.stiel oberseits rinnig; untere B. am Grunde 
tief herzfg., sehr grofs, länglich-eifg. ; innere Zipfel des 
F.p. rundlich -herzeifg., alle schwielenlos. Bl. 7-8; 



Polygouac.at. ]43 

H. 1-1,6 m. Bäche, Ufer, sehr selten u. zweifelhaft. 
Hamburg? Lübeck? Wasser- A, . . . R, aquaticus L. 

Polygouum L. Knöterich. (L. VIII, 1.) 
1. Bl.stancl ährenfg 2 

— — El. einzeln oder büschelig in den B. winkeln. 9 

— - Bl. in oft rispig gestellten Scheintrauben; St. 
aufrecht; B. herzpfeilfg. 0. (Fagopyrum) . . . . Jl 

J. St. einfach, mit einer endständigen Ähre ; Grundb. grofs, 
länglich-eifg., oft herzfg. , unterseits graugrün; B. stiel 
geflügelt. 2\.; Bl. 5-7, rötlich; H. 0,3-1 m. Wiesen; im 
Süden sehr zerstreut. Wiesen-K. . . . P. Bistörta L. 
— St. verzweigt, jeder Zweig in eine Ähre endend 3 

3. Ähren dicht, gedrungen-walzenfg. ; B. länglich bis lan- 
zettlich.. .4 

— — Ähre locker, dünn, fadenfg. ; B. länglich-lanzett- 
lich bis linealisch. 7 

4. Grrundachse kriechend; PH. 3\.: B. stiele über der Mitte 
der Tuten abgehend; Staubb. 5. Bl. 6-8, rosa; St. 
0,3-1,5 m. Im Wasser flutend (F. natans Mnch.) oder 
auf feuchtem Boden (F. terrestre Leers.) häufig. Wasser-K. 

P. amphibium L. 

— — Pfl. ; B. stiele fast am Grunde der Tute ab- 
gehend; Staubb. 6 5 

5. Bl.stiele u. P. drüsig-rauh ; Tuten kahl oder kurzhaarig, 
kurz bewimpert. B1.7- 1 0, grün ; H. 30-60cm. ii^cker, Gräben, 
sehr häufig. Ampferblätteriger K. P. lapathifolium Ait. 

— — Bl.stiele u. P. kahl , zuweilen Bl.stiele schwach 
drüsig 6 

6. Tuten locker, fast kahl, kurz und fein gewimpert; St. 
an den Knoten stark verdickt; Bl.stiele zuweilen schwach 
drüsig. Bl. rosa oder weifs, sonst wie vor. Nicht selten. 
Acker-K P. nodosum Pers. 

— — Tuten eng anliegend, angedrückt-behaart, lang 
gewimpert; St. knoten wenig verdickt; Bl.stiele nie 
drüsig. Wie vor., gemein. Pfirsichblätteriger K. 

P. Peraicaria L. 

7. Tuten fast kahl, kurz gewimpert; P. drüsig-punktiert, 
meist 4teilig; Staubb. 6. Bl. 7-10, grün oder rötlich; 
H. 30-50 cm. Ufer, Dorfgräben, gemein. Scharfer K. 

P. Hydropiper L. 

— — Tuten kurzhaarig, lang gewimpert; P. drüsenlos, 
öteilig Ö 

8. B. lineal-lanzettlich. am Grunde abgerundet; 5 Staubb.; 
Bl. 7-9, hellrot; St. 10-40 cm. Gräben, Teiche, nicht 
selten. Kleiner K P. minus Huds. 



-^^^ Polygonaceae. — Thymelaeaceae. — Santalaceae. 

— — B. beiderseits verschmälert; 6 Staubb.; St. 
kräftiger. Sonst wie vor. Zerstreut, nach Norden 
seltener. Milder K P. mite Sehn. 

9. Bl. zu 1-5 in den Winkeln der elliptischen bis linealischen 
B.; St. meist niederliegend, nicht windend. Bl. 6-10. 
rötlich; St. 15-45 cm. Äcker, Wege, gemein. Vogel-K. 

P. aviculare L. 

Bl. büschelig in den Winkeln der herzpfeilfg.en ß., 

die oberen in denen von Hochb. ; St. windend ... 10 

10. Kurzhaarig; ßl.stiel kürzer als das F.p., nahe unter 
demselben gegliedert; äufsere P.zipfel stumpf ge- 
kielt; F. glanzlos. Bl. 7-10, grünlich; St. 10-90 cm. 
Äcker, gemein. Windenartiger K. P. Convolvulus L. 

— — Kahl, Bl.stiele so lang als das F.p. ; unter der 
Mitte gegliedert; äufsere P.zipfel häutig-geflügelt; F. 
glänzend. St. bis 2 m. Sonst wie vor. Hecken, Gebüsche, 
zerstreut. Hecken-K P. dumetorum Ii. 

11. F. mit scharfen, ganzrandigen Kanten; Bl. rot oder 
weifs, Bl. 6-8; H. 20-60 cm. Gebaut. Buchweizen. 

P. Fagopärum L. 

— — F. mit stumpfen, ausgeschweift -gezähnelten 
Kanten; Bl. grün, 7-9; H. 30-80 cm. Unkraut unter 
dem vor. Tatarischer B P. tataricum L. 



85. Fam. Thymelaeäceae Juss. 

Daphne L. Seidelbast, Kellerhals. (L. VIII, 1.) 
B. lanzettlich mit keilfg.-verschmälertem Grunde, ganz- 
randig; Bl. zu 3 in den Achseln der vorjährigen B. 
sitzend. Giftig. :^; Bl. 3, 4; H. 0,5-1,2 m. Zier- 
strauch, zuweilen in Wäldern, aber kaum ursprünglich 
wild. Gemeiner S D. Mezereum L. 



86. Fam. Santaläceae R. Br. 

Thesium L. Leinblatt. (L. V, 1.) 

ßl. von einem Deckb. gestützt in den Achseln der ß. ; 
obere B., ohne Bl. in den Achseln, einen Schopf bildend. 
%. ; Bl. 5, 6, grünlichweifs ; H. 8-30 cm. Sonnige Hügel, 
Eichengestrüppe, sehr selten. Mittelholstein; an der 
Grenze des Gebiets bei Zweedorf an der Stecknitz 
(Mecklenbg.) Hamburg? Nacktblütiges L. 

T. ebracteätum Hayne. 



Elaeagnaceae. — Aristolochiaceae. — Empetraceae. [A^ 

87. Fam. Elaeagiiäceae R. Br, 
Hippöphaes L. Sanddorn. (L. XXII, 4.) t). 

Ästiger, dorniger Strauch; B. lineal-lanzettlich , unter- 
seits silberweifs - schülferig. Bl. 4 , 5 , rostfarben ; F. 
Drange; H. 1-4 m. Ostseeküste zerstreut, auch ange- 
pflanzt. Gemeiner S H. rhamnoides L. 

Elaeägnus L. Ölweide. (L. IV, 1.) X). 

Meist dornig; B. lanzettlich, spitz, beiderseits silber- 
weifs - schülferig; Bl. zu 1-3 in den B. winkeln; T. 
glockenfg. , aufsen weifs-schülferig, innen gelb. Bl. 6; 
H. 2-5 m. Zierstrauch. Schmalblätterige 0. 

E. angustifolia L. 

88. Fam. Aristolochiäceae Juss, 

Aristolöchia L. Osterluzei. (L. XX, 3.) 

Kahl, aufrecht; B. lang gestielt, tief herzfg. - rundlich 
bis eifg. ; Bl. büschelig in den B.winkeln, gelb , P.röhre 
gerade; Saum zungenfg.; -^ ; Bl. 6, 7; H. 0,6-1 m. 
Gartenzäune, Wegränder, eingebürgert; sehr zerstreut. 

Gemeine A. Clematitis L. 

.4. Sipho VHerit. Pfeifenstrauch; windend, strauch- 
artig; Bl. einzeln oder zu 2, braun; P.röhre aufwärts 
gekrümmt mit 31appigem Saum; an Lauben angepflanzt. 

Asarum Tonrn. Haselwurz. (L. XI, 1.) 

Kriechend; St. an der Spitze mit 2 langgestielten 
nierenfg.en B. ; in deren Achsel die einzelne kurzgestielte 
BL; %] 3-5; St. 5-lü cm. In Parks unter Gebüsch 
zuweilen verwildert. Europäische H. . A. europaeum L. 



89. Fam. Eiiipeträceae Nutt. 

Empetrum Tourn. Krähenbeere, Kräckliug. (L. XXII, 3.) 

Kleiner, niederliegender Strauch; Bl. klein, sitzend, 
einzeln in den B.achseln. |); Bl. 4, 5; St: 0,2-0,5 m. 
Heiden, trockene Hochmoore, gemein. Schwarze K. 

E. nigrum Li 



Prahl, Flora von Schleswig-Holstein. 10 



^46 Kuphorbiaceae. 



90. Farn. Euphorbiäceae Juss. 

Tithymälus Tonrn. (Euphorbia L.) Wolfsmilch. 
(L. XXI, 1.) Giftig. 

1. B. abwechselnd 2 

B. gegenständig, gekreuzt. Hierher die zuweilen ver- 
wilderte (jartenpfl. T. Läthyris Scop. B. länglich - lan- 
zettlich, sitzend ; Drüsen der Hülle kurz 2hörnig ; Samen 
runzelig. 

2. Drüsen der Hülle rundlich-queroval, ganzrandig ... 3 

— — Drüsen der Hülle halbmondfg. oder 2hörnig . . 4 

3. Pfl. 0; B. verkehrt - eifg. , vorn kleingezähnt; Dolde 
östrahlig; Strahlen gabelig; Kapsel glatt; Samen 
höckerig; Drüsen gelb. Bl. 6-10; H. 10-30 cm. Gärten, 
Acker, gemein. Sonnenwendige W. T. helioscopius Scop. 

Pfl-2|-; B. länglich-lanzettlich, ganzrandig; Dolde 

vielstrahlig mit ovalen Hüllb ; Strahlen gabelig ; Kapsel 
warzig; Samen glatt; Drüsen braun. Bl. 5-6; H. 
0,5-1,5 m. Sumpfwiesen unter Weidengebüsch, nur am 
Eibufer. Sumpf-W T. palüster Kl. u. Gke. 

4. Pfl, 2}.; Samen glatt; Drüsen gelb 5 

— — Pfl. ©; Samen runzelig oder höckerig ... 6 

5. B. über der Mitte breiter, nach dem Grunde schmäler, 
verkehrt - länglich - lanzettlich oder lineal - länglich. Bl. 
5-7; H. 30-60 cm. Wegränder, Wiesen, im Eibgebiet 
verbreitet, sonst zuweilen verschleppt. Gemeine W. 

T. Esiila Scop. 

B. gleichbreit oder über der Mitte schmäler, schmal- 

lineal. Bl. 4, 5; H. 0,2-0,3 m. Hier und da einge- 
schleppt, namentlich auf Kirchhöfen. Cypressen-W. 

T. Cyparissias Scop. 

6. B. gestielt, verkehrt-eifg., ganzrandig; Dolden 3strahlig; 
Strahlen gabelig; Drüsen gelbweifs. Bl. 7-10; H. 
10-30 cm. Gemüsegärten, gemein. Garten- W. 

T. Peplus Gaertn. 

— — B. linealisch, sitzend, stachelspitzig; Drüsen gelb- 
weifs. Bl. 6-9; H. 5-15 cm. Lehmäcker; im östlichen 
Holstein zerstreut, in Südschleswig selten, sonst fehlend. 
Kleine AV T. exiguus Mnch. 

Mercnriälis Tourn. Bingelkraut. (L. XXII, 8.) 

Pfl. 3\.: St. einfach; B. länglich- eifg. , dunkelgrün. $ 
Bl. lang gestielt. Bl. 4-5; H. 25-40cm. Schattige Wälder, 
Hecken, häufig. Ausdauerndes B. . . M. perennis L. 



Euphorbiaceae. — Buxaceae. — Urtieaceae. — Cannabaceae. |47 

Pfi. 0; St. ästig; B. eilanzettfg., hellgrün; $ 

Bl. fast sitzend. Bl. 6-10; H. 25-60 cm. Gartenland, 
Schutt, selten, oft unbeständig. Hamburg, Lübeck, 
Kiel. Einjähriges B M. annua L, 



91. Fam. Buxaceae Kl. u. Gke. 

Büxus Toum. Biichsbaiim. (L, XXI, 4.) 

B. gegenständig ; Gipfelbl. ? ; seitenständige $. t) ; Bl. 
4, 5, gelb ; H. bis 3 m. Allbekannter Zierstrauch. 

B. sempervicens L. 



92. Fam. Urticäceae Endl. 

Urtica Tonrn. Nessel. (L. XXI, 4.) 

Pfl. 2\., zweihäusig; Bl. länglich, herz fg. , grob gesägt; 
Rispen länger als die B.stiele. Bl. 7-9, grün; H. 
0,3-1,6 m. Wälder, Gebüsche gemein. Zweihäusige N. 

U. dioica L. 
— — Pfl. 0, einhäusig; B. eifg., tief gesägt; Kispen 
kürzer als die B.stiele. ßl. 5-10, grün; H. 15-50 cm. 
Gartenland, Schutt, gemein. Kleine N. . U. urens Jj. 

Parietäria Tourn. Glaskraut. (L. IV, 1.) 

St. aufrecht, einfach ; B. länglich-eifg. ; Bl. in gedrängten 
Trugdolden in den B.winkeln. 2\-; Bl. 6-9, grünlich; 
H. 0,3-1 m. An Mauern und Zäunen, sehr zerstreut. 
Gebräuchliches G P. officinälis L. 



93. Fam. Caunabäceac Endl. 

Cännabis Tourn. Hanf. (L. XXII, 5.) 

Staubb. hängend; J Bl. weifslich; Bl. 7, 8; H. 0,3-1,6 m. 
<jebaut nnd verwildert. Gemeiner H. . . 0. sativa L. 

Hümulns L. Hopfen. (L. XXII, 5.) 

St. höckerig rauh, bis ca. 6 m. hoch steigend; (? Bl. 
weifslich. ßl. 7-9. Hecken , feuchte Gebüsche , häufig. 
Oemeiner H H. Iiüpulus L. 



10 = 



148 Moraceae. — Tlmaceae. — Platanaceae. — Juglandaceae. 

94. Fam. Moraceae Enal, 

Monis Tourn. Maulbeerbaum. (L. XXI, 4.) t). 

B. rundlich - ei%. , ungeteilt oder buclitig-S-Slappig: 

'^ Bl.stände so lang als ihr Stiel ; F. weifs. Bl. 5; H. 6-12 m. 

Selten (zur Seidenzucht) angepflanzt. Weifser M. M. alba L. 

— — $ Bl.stände sitzend oder sehr kurz gestielt: F. 
schwarzviolett. In Gärten angepflanzt. Schwarzer M. 

M. nigra L 

95. Fam. Ulmäceae Mirbel. 

Llmus L. Rüster, Ulme. (L, V, 2.) B. 

J. Bl. sehr kurz gestielt; Flügel der F. am Rande kahl 2 

— — Bl. lang gestielt, hängend; Flügel der F. zottig 
gewimpert; B. elliptisch. Bl. 3-5; H. bis 30 m. An- 
gepflanzt, zuweilen auch in Wäldern. Ob wild? Flatter-R. 

U. effüsa Willd. 
2. B. schief-eifg. , kurz zugespitzt , doppelt gesägt , unter- 
seits in den Winkeln der Adern bärtig, junge Aste 
kahl. Wie vor.. (Aste korkig geflügelt: Var. siiberösa 
Ehrh.) Feld-R U. campestris L. 

— — B. länger zugespitzt, unterseits kurzhaarig, ober- 
seits rauh, junge Aste behaart. Wie vor.. Berg-R. 

U. montaua With. 

96. Fam. Platandceae Lest. 

Pldtanus Tourn. Platane. (L. XXI, 6.j t). 

Borke in grofsen Schuppen abfallend; B. 51appig, 

Lappen zugespitzt. Bl. 5; H. JO-20 m. Zierbaum. 

Ahornblättrige P P. acerifölia Willd. 

— — Borke in kleinen Schuppen abfallend ; B. öeckig. 
kaum gelappt. Wie vor.. Amerikanische P. P. occidentälis L. 



97. Fam. Juglandaceae DC. 
Juglans L. Walnufsbaum. (L. XXI, 6.) B- 
B.chen kahl, länglich-eifg. , ganzrandig, meist 7; F, 
kugelig ; Schale fleischig, grün, glatt. Bl. 5, 6 ; H. bis 
25 m. Häufig angepflanzt. Gemeiner W. J. regia L. 

J. nigra L. B.chen unten behaart, länglich lanzett- 
lich, klein gesägt, 12 u. mehr, F.schale rauh, schwarz: 
zuweilen in Parks angepflanzt. 



Cupuliferae. |49 

DS. Fam. Cupuliferae Rieh. 

Fagiis Toiirii. Buche. (L. XXI, 6.) 

Rinde meist j2:latt. Bl. 5; H. 25-35 m. t). Häufigster 
Waldbaum ; in Parks mit rotbraunen B. (Blutbuche). 
Rot-Buche F. silvätica L. 

Castänea Tourn. Kastanie. (L. XXI, 6.) 

Rinde rissig; Bl. 6-7; S P. weifsgelb; H. 20-30 m. 
t). Nicht selten angepflanzt. Echte K. C. sativa MM. 

Qnercus Tourn. Eiche. (L XXI, 6.) B. 

B. abschnitte nicht stachelspitzig, meist abgerundet, 
stumpf, mehr als 5 Seitenrippen beiderseits .... 2 

B.abschnitte stachelspitzig; Seitenrippen 5 oder 
weniger. Hierher die amerikanischen , in Anlagen an- 
pflanzten Arten: Q. tinctöria Bartram, mit filzigen 
Knospen und unterseits, blafsgrünen, weichhaarigen B. ; 
Q. rubra L. und Q. pahistris du Roi mit kahlen 
Knospen, erstere mit unterseits blafsgrünen, kahlen, 
höchstens bis zur Mitte eingeschnittenen B. ; letztere 
mit unterseits fast gleichfarbigen, in den Aderachseln 
bärtigen, tief fiederspaltigen B. 

F. an langen Stielen; B. fast sitzend, kahl, am Grrunde 
gestutzt oder fast herzfg. ; Bl. 5 ; H. 20-40 m. Häufiger 
Waldbaum. Sommer-Eiche . . Q. pedunculata Ehrh. 
— — F. sitzend oder sehr kurz gestielt; B. unterseits 
etwas kurzhaarig, am Grunde verschmälert ; Stiel länger 
als die halbe Breite des B.grundes. Wie vor. , aber 
weit seltener und besonders im Süden. Winter-E. 

A. sessiliflora Sm. 

- Cörylus Tourn. Hasel. (L. XXI, 4.) B 

B. kurzgestielt, aus herzfg.em Grunde rundlich-verkehrt- 
eifg. , zugespitzt, doppelt gesägt; F.hülle glockenfg., 
off'en, etwa so lang als die Nufs. Bl. 2-4; H. 2-4 m. 
Hecken, Wälder, häufig. Gemeine H. C. Avelläna L. 

C. tiibulüsa Lambertsnufs ; Hülle röhrenfg. , oben 
verengert, länger als die Nufs. In Gärten angepflanzt. 

Carpinus Tourn. Weifsbuche. (L. XXI, 4.) 

B. länglich- eifg., zugespitzt, am Grunde schief, doppelt 
gesägt; F.hülle 3spaltig, Mittelzipfel weit länger als 
die seitlichen, t); Bl. 5; H. 6-15 m. Wälder; meist 
einzeln, häufig strauchartig in Knicks. Hainbuche. 

C. Betulus li. 



j50 Betulaceae. — Myricaceae. — Salicaceae. 

9!^. Farn. Betuläccae Rieh. 
B^tiila Tourn. Birke. (L. XXI, 2.) % 

1. B. stumpf, rundlich-eifg., ungleich gesägt; Flügel halb 
so breit als die Nufs; kleiner Strauch 0,5-1,2 m hoch, 
Bl. 4, 5. Torfbrüche, sehr selten. Steckenitzniederung. 
Niedrige B B. hümilis Schrk. 

— — B. zugespitzt oder spitz 2 

2, Zweige u. entwickelte B. meist kahl; B. rautenfg.-3eckig, 
der untere Rand gradlinig; Flügel doppelt so breit als 
die Nufs. Bl. 4, 5; H. 5-20 m. Wälder, Brüche. 
Mittelholstein häufig, sonst zerstreut. Gemeine B. (J5. 
verrucosa Ehrh ) B. alba L. 

— — Junge Zweige u. B. meist behaart ; B. eifg. oder 
rautenfg.-eifg., der untere Kand gekrümmt; Flügel so 
breit als die Nufs. Bl. 4, 5; H. selten über 10 m, 
meist strauchartig. In Brüchen zerstreut. Weich- 
haarige B B. pubescens Ehrh. 

Alnus Tourn. Erle, Eller. (L. XXI, 4.) b- 

B. kahl, nur unterseits in den Aderwinkeln bärtig, rund- 
lich-verkehrt-eifg,, stumpf, ungleich gesägt. Bl. 2-4; 
H. 3-20 m. Ufer, feuchte Gebüsche, häufig. Gemeine E. 

A. glutinosa Gaertn. 

— — B. meist weichhaarig, unterseits grau, eifg., spitz, 
doppelt gesägt. Selten über 8 m hoch. Häufig (auch 

in Wäldern) angepflanzt. Grau-E. . . A. incdna DC. 



100. Fam. Myricäceae Ricii. 

Myrica L. Gagel, Porst. (L. XXII, 4.j 

Ähren vor den B. erscheinend; B. länglich-verkehrt- 
eifg., nach der Spitze hin entfernt gesägt. Kleiner, aro- 
matisch riechender Strauch, t); Bl. 4, 5: H. 0,4-1,2 m. 
Torfmoore, Brüche des mittleren u. westlichen Gebiets, 
sehr häufig. Gemeiner G M. Gäle Li. 



101. Fam. Salicaceae Rieh. 

Salix Tourn. Weide. (L. XXII, 2.) b- 

1. Ähren (Kätzchen) auf beblättertem Stiel, gleichzeitig 
mit den B. erscheinend, meist überhängend ; Tragb. der 
Bl. (Kätzchenschuppen} einfarbig, gelbgrün .... 2 



Salicaceae. -|51 

— — Ähren (Kätzchen) meist sitzend, vor den ß. er- 
scheinend, (nur bei S. nigricans Sm. mit denselben) Tra^b. 
der Bl. an der Spitze dunkel gefärbt ; Bl. nur mit 1 Drüse 6 

2. Tragb. der $ Bl. vor der F.reife abfallend (Bruchweiden) 3 

— — Tragb. der 5 Bl- bleibend ; B. oberseits glänzend, 
kahl; F.kn. stiel nur mit 1 Drüse (Mandelweiden) . . 5 

3. B. kahl, oberseits glänzend; Zweige brüchig; F.kn.stiel 
mit 2 Drüsen 4 

— — B. seidenhaarig, oberseits wenig glänzend, läng- 
lich-lanzettlich, klein gesägt, oberseits zuletzt oft kahl ; 
Zweige weniger brüchig, graugrün; F.kn.stiel mit einer 
Drüse, kürzer als dieselbe; Staubb. 2. (Var. vitel- 
lina L. Aste gelb oder rotgelb.) Bl. 4, 5, meist baum- 
artig, bis 25 m. Häufig angeflanzt, auch als Kopfweide, 
die Var. seltener. Silber-W S. alba L. 

S. Russeliäna Koch (fragilis X alba) B. zuletzt auch 
unterseits kahl; F.kn.stiel so lang oder wenig länger 
als die Drüse. Hin und wieder angepflanzt. 

4. B. eifg.-elliptisch , fein drüsig-gesägt, kurz zugespitzt; 
Staubb. 5-10; F.kn.stiel fast doppelt so lang als die 
Drüsen. Bl. 5, 6; H. 1-6 m. AValdsürapfe, Moore, meist 
strauchartig, besonders im Osten häufig. Fünfmännige W. 

S. pentändra £i. 

B länglich-lanzettlich, gesägt, lang zugespitzt; 

Staubb. 2; F.kn.stiel 2-3mal so lang als die Drüsen. 
Bl. 5. Baumartig, namentlich auch als Kopfweide. 

Nicht selten. Knackweide S. fragilis L. 

S. cuspidäta Schultz (L. j^entandra X fragilis). B. 
eilanzettlich , lang zugespitzt, drüsig-gesägt; Staubb. 
meist 4; F.kn.stiel 3-4 mal so lang als die Drüsen. 
Wie vor., meist angepflanzt, selten u. meist einzeln. 

5. Kleiner Baum; B. lineal-lanzettlich, scharf-gesägt, unter- 
seits graugrün; Zweige hängend. Auf Gräbern u. in 
Anlagen gepflanzt, aber nur die $ Pfl.. Bl. 4, 5. 
Trauerweide S. babylonica L. 

— — Strauch; B. länglich-lanzettlich, spitz, gesägt; 
Staubb. 3; Tragb. nach oben kahl; F.kn.stiel 2-3 mal 
länger als die Drüse. Bl. 4, 5; H. 1,5-3 m. Häufig 
im Eibgebiet, nicht selten in Knicks des östlichen 
Teils. (Var. discolor Koch. B. unterseits blaugrün, 
selten.) Mandel- W S. amygdalina I*. 

S. unduläta Ehrh. (alba X amygdilina). GröCserer 
Strauch bis 6 m,; B. lanzettlich, anfangs seidenhaarig; 
Tragb. bis an die Spitze bärtig. Findet sich im Eib- 
gebiet, sonst zweifelhaft. 



152 Salicaceae. 

6. F.kn, sitzend, oder der »Stiel höchstens so lang als die 
Drüse (bei S. Smithiana auch etwas länger) .... 7 

— — F.kn. gestielt, der Stiel 2-6 mal so lang als die 
Drüse; Staubb. frei; Staubbeutel nach dem Verstäuben 
gelb. 12 

8. Innere Rinde gelblich !) 

— — Innere Rinde grünlich ; Staubb. frei (Korbweiden) 1 1 

9. Staubb. frei; Staubbeutel nach dem Verstäuben gelb; 
Aste grau bereift, rotbraun; ß. schmal-lanzettlich, kahl; 
Xebenb. lanzettlich. Bl. 3, 4; H. bis 8 m. Hie u. da 
auf Sandboden angepflanzt. Spitzblätterige W. 

S. acutifölia Willd, 
S. daphnoides Vill. von vor, durch dickere Äste, etwas 
breitere B. u. halbherzfg.e Nebenb. unterschieden, findet 
sich selten in i^ Expl. angepflanzt. 

— — Staubb. bis zur Spitze verwachsen; Staubbeutel 
rot, nach dem Verstäuben schwarz; B. verkehrt-lanzett- 
lich, vorn gesägt, unterseits blaugrün; Strauch, bis 3 m. 
Bl. 4. Am Eibufer häufig, sonst wohl nur angepflanzt. 
Purpur- W . . S. purpürea L. 

S. rubra Huds. (viminalis X purpürea). Staubb. bis 
zur Mitte verwachsen ; B. lanzettlich, gesägt, am Rande 
etwas zurückgerollt, unterseits fein kurzhaarig. Einzeln 
unter den Eltern am Eibufer. 

11. F.kn. stiel kürzer als die Drüse ; Zweige zähe, anfangs 
filzig; B. schmal-lanzettlich, fast ganzrandig, am Rande 
zurückgerollt, unterseits weifsfilzig; Nebenb. schmal- 
lanzettlich. Bl. 3, 4; H. 1,5-3 m. Häufig am Eibufer, 
sonst überall angepflanzt. Korb-W. . S. viminalis L. 

S. mollissima Ehrh. {amygdalina X viminalis). B. lan- 
zettlich, wellig ausgeschweift, unterseits dünnfilzig; 
Nebenb. eifg., spitz. Am Eibufer gefunden. 

— — F.kn. stiel so lang oder länger als die Drüse ; B. 
länglich-lanzettlich, unterseits mehr oder weniger filzig ; 
Nebenb. nieren-halbherzfg. Bl. 3, 4; H. 1,3-3 m. Am 
Eibufer wohl wild, sonst nicht selten angepflanzt, aber 
fast nur 2- (S. viminalis X Caprea.) (S. lanceolata Fr.) 
Smiths \V. ........ S. Smithiana Willd. 

12. Höhere aufrechte Sträucher oder Bäume 13 

— — Kleiner Strauch mit unterirdischem Hauptstamm 
u. aufsteigenden Asten ; B. oval bis lineal-lanzettlich, 
meist ganzrandig. beiderseits seidenhaarig, zuletzt ober- 
seits fast kahl; Nebenb. lanzettlich. In der B.form sehr 
veränderlich. Bl. 4, 5; St. 30-60 cm. Heiden, Moore, 
gemein. Kriechende W S. repena L. 



Salicaceae. j^53 

S. ambigna Ehrh. {aurita X repens) B. verkehrt-eifg. 
bis elliptisch - lanzettlich , mit kürzer, meist zuriick- 
gekrümmter Spitze, unterseits runzelig-aderig, graugrün- 
lilzig, oberseits mit vertieften Adern, mattgrün. Moor- 
boden selten ; Hamburg u. Nordschleswig. 
IH. B. unterseits graufilzig, mit vorspringendem, oberseits 
vertieftem Adernetz; Gf. kurz oder fehlend (Sahlweiden ) 14 

— — B. unterseits graugrün, kahl, seltener kurzhaarig, 
eifg. bis lanzettlich, gesägt, beim Trocknen schwarz 
werdend; Seitennerven oben etwas vertieft, unterseits 
vorspringend, aber nicht netzig; Gf. lang. Bl. 4, 5; 
H. bis 10 m. Hamburg, am Eibufer sparsam $, zu- 
zweilen augepflanzt. Schwarzwerdende W. 

S. nigricans Sm. 

14. Junge Zweige u. Knospen graufilzig ; B. elliptisch oder 
verkehrt-eilanzettlich, oberseits kurzhaarig, wellig ge- 
sägt. Bl. 3, 4; H. 1-3 m. Feuchte Gebüsche, Hecken, 
häufig. Graue W S. cinerea L. 

— — Junge Zweige und Knospen kahl oder schwach 
kurzhaarig J5 

15. B. breit-elliptisch oder eifg., wellig-gekerbt oder ganz- 
randig, oberseits kahl; Ähren grofs; F.kn. stiel 4-0 mal 
so lang als die Drüse. Bl. o, 4; H. 3-10 m. Feuchte 
Gebüsche, Hecken, häufig. Sahl-W. . . S. caprea L. 

— — B. verkehrt-eifg , wellig gesägt, oberseits kurz- 
haarig; Ähren klein; F.kn. stiel 2-4 mal so lang als die 
Drüse. Bl. 4, o; H. 0,6-2 m. Feuchte Wälder und 
Moore, häufig. Geöhrte W . S. aurita L. 

Pöpulus Tourn. Pappel. (L. XXII, 6.) t). 

1. Staubb. 8; Tragb. der Bl. zottig gewimpert; Rinde 
lange glatt bleibend 2 

Staubb. 12-30; Tragb. der Bl. kahl oder sparsam 

behaart; Rinde rissig 3 

2. B. fast kreisrund, ausgeschweift-gezähnt, anfangs zottig, 
zuletzt kahl ; Knospen kahl , klebrig ; Tragb. handfg.- 
geteilt, lang-zottig-gewimpert. Bl. 3, 4; H. bis 25 m. 
Wälder, Eichengestrüppe häufig, auch angepflanzt. 
Zitter-P. Espe, Bäweresch P. tremula L. 

— — B. rundlich- eifg., buchtig - gelappt , unterseits 
schneeweifsfilzig; Knospen weifsfilzig; Tragb. nicht oder 
schwach eingeschnitten , sparsam gewimpert. Bl. 4 ; 
H. bis 30 m. Angepflanzt, besonders im Osten. Silber- P. 

P. alba L. 
P. canescens Koch (alba X tremula). B. unterseits 
dünn-graufilzig, zuletzt oft kahl; Knospen dünn-grau- 



154 Salicaceae. — Hydrocharitaceae. 

filzig; Trap^b. vorn eingeschnitten, dicht zottig. Wie 
vor., besonders im östlichen Schleswig. 

3. Aste schlank, ledergelb; ß. stiel von der Seite zu- 
sammengedrückt 4 

— — Aste kurz, dick; B.stiel rundlich, oberseits rinnig; 
Knospen grofs, sehr klebrig 6 

4. Jüngere Äste rundlich, ohne Korkrippen ; B. am Rande 
kahl • .... 5 

— — Jüngere Aste korkig-kantig ; B, wenigstens an- 
fangs am Rande kurz - steif haarig, 3eckig-eifg. Bl. 4: 
fl. bis 25 m. Nicht selten angepflanzt. Amerikanische P. 

P. monilifera Ait. 

5. Stamm in ausgebreitete Aste geteilt; B. 3eckig-eifg., 
ziemlich lang zugespitzt, kahl. Bl. 4; H. bis 25 m. 
Häufig angepflanzt, namentlich im Westen. Schwarz-P. 

P. nigra L. 

— — Stamm bis zur Spitze deutlich; Aste aufrecht, 
kurz; B. rautenfg , kurz zugespitzt, sonst wie vor.. An- 
gepflanzt, aber nur ^. Pyramiden-P. (P. itälica Mnch.) 

P. pyramidalis Rozier, 
6. Jüngere Aste rundlich ; B. eifg., am Grunde abgerundet ; 
B.stiel kahl. Bl. 4; H. bis 15 m. Nicht selten an- 
gepflanzt. Balsam- P P. balsamifera L. 

— — Aste kantig; B. herzeifg., am Rande u. am Stiel 
kurzhaarig. Wie vor., seltener angepflanzt. Ontario-P. 

P. cändicans Ait. 



2, Klasse. Monocotyledones. 

Ein Keimblatt; Gefäfsbündel zerstreut; Blätter parallelnervig; 
Blüten meist 3zählig. 

102. Farn. Hydrocharitäceae Rieh. 

Elodea Casp. Wasserpest. (L. III, 3.) 

B. länglich bis lineal-lanzettlich, kleingesägt, in ge- 
näherten Quirlen; Kr.b. klein, rötlich weifs. 3\.; Bl. 
.5-8; St. 30-60 cm. Aus Nordamerika, jetzt in vielen Ge- 
wässern verbreitet. Kanadische W. E. canadensis Casp. 

Stratiötes L. Krebsschere. (L. XXII, 10.) 
Bl. stände mit 2blätteriger, gekielter Hülle. ^ Bl. mit zahl- 
reichen Staubb., innere Staubb. länger, mit Staubbeuteln, 
äufsere kürzer, ohne solche. 5 ^^- ^i^ ^ Narben u. 



Hydrocharitaceae. — Alismaceae. — Butomacoae. J55 

ebenfalls mit staubbeutellosen Staubb. 2\.; Bl, grofs, 
weifs, 6-8; H. 15-45 cm. Stehende u. langsam fliefsende 
Grewässer, häufig. Wasser- Aloe .... St. aloides L. 

Hydröcharis L. FroschWfs. (L. XXII, 8.) 

S Bl. mit 12 Staubb.; ? Bl. mit 6 Gf. u. 3 staub- 
beutellosen Staubb. 2|.; Bl. 6-8, weifs. Wie vor., häufig. 
Gemeiner F H. Mörsus ranae Ij. 



103. Fam. Alismäceae Rieh. 

Alisma L. Froschlöfifel. (L. VI, 4.) 2^. 

St. flutend, meist mit linealischen, sitzenden Grundb. ; 
Tragb. der l-5blütigen Bl. stände laubartig, lang 
gestielt, oval oder rundlich. Bl. 5-8; Kr.b. weifs, am 
Nagel gelb; St. 8-30 cm. Teiche u. kleine Seen, nur 
im südöstlichen Teil. Schwimmender F. . A. nätans L. 

— — St. aufrecht, blattlos ; alle B. lang gestielt, grund- 
ständig; Bl. in rispigen Trauben oder Dolden ... 2 
Schaft doldig oder quirlig-doppelt- doldig; B, lanzett- 
lich, 3nervig; F.chen geschnäbelt. Bl. 7-9, rötlichweifs, 
am Nagel gelb; H. 10-30 cm. Seeufer, Gräben, sehr 
zerstreut, im südl. Holstein fehlend. Hahnenfufs-F. 

A. ranunculoides L. 

— — Schaft quirlig-rispig; B. eifg., oder lanzettlich, 
am Grunde oft schwach herzfg. ; F.chen nicht geschnä- 
belt. Giftig. Bl. 6-9; H. 10-60 cm. Ufer, Sümpfe, 
gemein. Gemeiner F A. Plantago L. 

Var. graminifolium Ehrh. mit sitzenden, linealischen, 
flutenden B. und Var. angiistifölium Kth. mit lanzett- 
lichen, am Grunde verschmälerten B. sind weit seltener. 

Sagittäria L. Pfeilkraut. (L. XXI, 6.) 

B. in grundständiger Rosette, lang gestielt; Bl. in 3blü- 
tigen Quirlen, untere meist ^ ; F.chen in kugelfg.enKöpfen. 
%] Bl. 6-8, rötlich; H. 0,3-1 m. Stehende Gewässer, 
Flufsufer. Nicht selten. Gemeines P. S. sagittifölia Ii. 



104. Fam. Butomäceae Rieh. 

Bntomns Tonrn. Wasserliesch. (L. IX, 2.) 

B. grundständig, lang -linealisch, Skantig; Schaft mit 
endständiger Dolde in den Achseln von Hochb, 2^; 
Bl. 6-8, rosenrot; H. 60-130 cm. Gewässer, meist häufig. 
Doldiger W B. umbellatus Ii. 



J56 JuDcaginaceae. — Xajadaceae. 

105 Farn. Juncaginäceae Rieh. 

Scheuchzeria L. Blasenbinse. (L. VI, 3.) 

B. schmal-linealisch-rinnig; Traube armblütig; F.chen 
aufgeblasen. -'^; Bl. 5, 6, gelbgrün; H. 15-30 cm. Tiefe 
Sümpfe, sehr zerstreut im südöstlichen Teil. Sumpf-B. 

S. palustris L. 

Triglöchia Riv. Dreizack. (L. VI, 3. ) '-i. 
Traube dicht; F. eifg., in 6 Teile zerfallend ; B. grund- 
ständig, linealisch, halbstielrund. Bl. 6-8, grünweifs; 
H. 15 - 50 cm. Häufig auf Strandwiesen , im Innern 

selten. Strand-D T. maritiraa L. 

Traube locker; F. linealisch, in 3 Teile zerfal- 
lend; sonst wie vor. Bl. 6-8, gelbgrün; H. 15-50 cm. 
Sumpfwiesen häufig. Sumpf-D. . . . T. palustris L. 



106. Farn. Najadäceae A. Br. 

Potamogeton Tourn. Laichkraut. (L. IV. 4.) '-l. 

1. B., mit Ausnahme der der Ähre vorangehenden 2, wech- 
selständig, entfernt 2 

B. paarweise genähert, fast gegenständig, sitzend, 

den St. halbumfassend, eifg. bis lineal-lanzettlich, vorn 
gezähnelt; Ahrenstiele kürzer als die B., zuletzt zurück- 
gebogen. Bl. 6-9; St. 20-40 cm. Seichte Gewässer, 
selten, Gräben der Marsch, ferner an der Elbe und 
Eider. Dichtblätteriges L. P. densus L. 

2. B. wenigstens die oberen am Grunde der durch- 
scheinenden häutigen Scheide abgehend 3 

— — B. nahe dem oberen Ende der grünen Scheide 
abgehend, schmal linealisch, alle untergetaucht ... 20 

3. Obere B. elliptisch bis lanzettlich, nie linealisch ... 4 

— — Alle B. gleichbreit, linealisch, sitzend, sämtlich 
untergetaucht 14 

4. Obere B. von den unteren verschieden, meist schwimmend 5 

— — Alle B. gleichgestaltet, untergetaucht . . . lU 

5. Alle B. lang gestielt, bei den untergetauchten zur Bl.zeit 
oft nur die Stiele vorhanden, schwimmende lederartig . 6 

— — Untergetauchte B. sitzend, selten kurz gestielt, 
schwimmende lederartig oder fehlend 8 

6. Ahrenstiele gleichdick; schwimmende B. am Grunde 
beiderseits mit einer Falte .7 



Najadaceae. 157 

— — Ährenstiele oberwärts verdickt; schwimmende B. 
faltenlos, am Grunde spitz oder abgerundet, oval bis 
länglich-lanzettlich. Bl. 6-7. Flüsse, Seen sehr zer- 
streut, in Schleswig selten. Flutendes L. F. flüitans Rth. 

7. Schwimmende B. oval oder länglich, am Grunde meist 
schwach herzfg., untergetauchte lanzettlich, zur Bl.zeit 
bereits verfault; F. grofs. Bl. 6-8. Teiche, Gräben, 
Bäche sehr häufig. Schwimmendes L. . P. natans L. 

— — PH. wie vor. , aber in allen Teilen , namentlich 
auch der F. 2-3 mal kleiner; untergetauchte B. zur 
Bl.zeit meist noch vorhanden. Torfstiche, Wiesengräben 
zerstreut. Längliches L. . . P. polygonifolius Pousr. 

P. colorätus Hörnern. Alle B. kurz gestielt, dünn u. 
durchsichtig, untergetauchte elliptisch bis lanzettlich, 
schwimmende breit-eifg., oft etwas herzfg., F. klein, 
ist bei uns sehr zweifelhaft. 

8. St. einfach; untergetauchte B. lanzettlich, schwimmende 
verkehrt-eifg. oder spatelfg., dünn lederartig; Ahren- 
stiele gleich dick ; Pfl. oft rötlich oder beim Trocknen rot 
werdend. Bl. 6, 7. Bäche, Torfgräben, meist nicht 
selten. Rötliches L. (P. semipellücidus Koch u. Ziz; 

P. alplmis Balbis.) ..... P. rufescens Schrad. 

— — St. ästig; Ährenstiele oberwärts verdickt ... 9 

9. Untergetauchte B. am Grunde verschmälert, lanzettlich, 
spitz, am Rande oft wellig, schwimmende, wenn vorhan- 
den, lederartig, lanzettlich oder eifg., meist lang gestielt; 
Var. graminifölius Fr. B. alle untergetaucht, lineal- 
lanzettlich; Var. heterophyllus Fr. obere B. schwimmend, 
lederartig: Var. terrester G. Meyer alle B. gestielt, 
lederartig, so an ausgetrockneten Stellen. Bl. 6-8. 
Seen, Gräben, nicht selten. Grasartiges L. 

P. gramineus L. 

— — Untergetauchte B. mit abgerundetem Grunde 
halbst.umfassend, schwimmende selten vorhanden, kurz 
gestielt, breit lanzettfg. Bl. 6, 7. In Seen; Apenrade 
bis Lauenburg, selten. Glänzendes L. P. nitens Web. 

10. Ährenstiele nach oben nicht merklich verdickt . . .11 

— — Ährenstiele nach oben verdickt, dicker als der 
St. ; B. kurz gestielt, grofs, oval bis lanzettlich, stachel- 
spitzig, am Rande gezähnelt. Bl. 6-8. Flüsse, Seen, 
Gräben, nicht selten. Spiegelndes L. . . P. lucens L. 

11. St. zusammengedrückt-4kantig , rötlich, ästig; F.chen 
am Grunde verwachsen ; B. lanzettlich bis lineal-lanzett- 
lich, sitzend, klein gezähnt, meist wellig. Bl. 5-9. 
Bäche, Gräben, meist nicht selten. Krauses L. 

P. crispus Ij. 



;{58 Najadaceae. 

— — St. stielrund, ästig; F.chen nicht verwachsen . 12 

12. B. mit abgerundetem Grunde sitzend, oval oder 
länglich, stachelspitzig, ganzrandig. Bl. 6-8 Seen, 
Flüsse selten; Westensee, Flemhuder See, Schallsee, 

Bille. Täuschendes L P. decipiens Nolte, 

B. st. umfassend, stumpf; F.chen scharf gekielt . 13 

13. B. ganzrandig, seicht herzfg., lanzettlich, an der Spitze 
kappenfg. ; St. knickig gebogen ; ja.hren8tiele lang. 
Bl. 6-8. Teiche, Seen etc., sehr zerstreut. Gestrecktes L. 

P. praelongus Wulfen. 

— — B. gezähnelt, tief herzfg., rundlich bis länglich- 
eifg.; Ährenstiele kurz. Bl. b-8. Wie vor., häufig. 
Durchwachsenes L. ....... P. perfoliatus L. 

14. Ährenstiele so lang oder kaum länger als die Ähren . 15 

— — Ährenstiele 2-3 mal so lang als die Ähren . . 16 
lo. St. flach zusammengedrückt; B. fein zugespitzt, viel- 
nervig, mit 3 stärkeren Nerven ; Ähre 4-6blütig. Bl. 7, 8. 
Seen, Gräben, sehr zerstreut. Spitzbiätteriges L. 

P. acutifölius Iik. 

St. zusammengedrückt, mit abgerundeten Kanten ; 

B. stumpf, kurz- stachelspitzig, 3-5nervig; Ähre 6-8blütig. 
Bl. 7, 8. Torfgräben, Seen, zerstreut. Stumpf- 
blätteriges L P. obtusifolius M. u. K. 

16. Ährenstiele nach oben verdickt; St. etwas zusammen- 
gedrückt; B. o-onervig, stumpf, stachelspitzig. Bl. 6-8. 
Wie vor., selten. Südschleswig, Ostholstein ; Lauenburg. 
Stachelspitziges L P. mucronätus Schrad. 

— — Ährenstiele nach oben nicht deutlich verdickt . 17 

17. St. geflügelt-zusammengedrückt ; Ffl. kräftig, bis 1,5 m 
lang; B. lang, bandfg., stumpf, stachelspitzig; Ähren 
10-15blütig. Bl. 7, 8. Flüsse, Teiche, zerstreut. Flach- 
stengeliges L P. compressus L. 

— — St. stielrund, oder nur schwach zusammenge- 
drückt; Pfl. zart, bis 80 cm lang 18 

18. F.chen aufsen stumpf gekielt, mit 2 hervorragenden 
Linien 19 

— — F.chen aufsen abgerundet, zuweilen beiderseits 
mit einer Furche; B. schmal, 3nervig, zugespitzt; Pfl. 
oft rötlich. Bl. 7, 8. Seen, Teiche, selten. Itzehoe, 
Einfelder See, Angeln, Hadersleben. Kötliches L. 

P. rütilus Wolfg. 

19. B. sehr schmal, Inervig; F.chen fast halbkreisrund. 
Bl. 6-8. Gräben etc. In Üst-Holstein selten, in Schles- 
wig bei Hadersleben angegeben. Haarartiges L. 

P trichoides Cham, et Schldl. 



Najadaceae. J_59 

B. schmal, Snervig, meist zugespitzt ; F.chen schief- 
oval. Wie vor,, zerstreut. Kleines L. . P. pusillua L. 

20. B. linealisch, flach, kurz zugespitzt, 3-5nervig; St. unten 
zusammengedrückt; Ähre lang gestielt, unterbrochen; 
F.chen fast kugelig, aufsen gekielt. Bl. 7,8; St. 1-2 m. 
Nur in der Königsau unterhalb Schottburg. Seegras- 
artiges L P. zosteraceus Fr. 

— — B. schmal linealisch, borstenfg. , 1 nervig; St. 
fadenfg 21 

21. F. halbkreisrund, trocken gekielt; Ähre lang gestielt, 
unterbrochen; Pfl. kräftig, 1-3 m lang. ßl. 6-8. Bäche, 
Gräben, besonders aber in Salz- u. Brackvrasser, nicht 

selten. Fadenblättriges L P. pectinatus L. 

F. verkehrt-eikugelfg , aufsen abgerundet; Ähre 

lang gestielt, unterbrochen, mit grofsen Zwischenräumen; 
Pfl. zart, selten über 20 cm lang. Bl. 6, 7. Landseen 
mit Sandgrund, Südschleswig, Ostholstein, bei uns nie 

in Salzwasser. Meer-L P. marinus L. 

Biippia L. Ruppie. (L. II, 1.) 2\.. 
Ährenstiele zur F.zeit sehr lang, spiralig gewunden; 
F.chen lang gestielt, eifg., schief aufrecht ; Staubbeutel- 
säckchen oval. Bl. 6-9; St. 10-40 cm. Salz- u. Brack- 
wasser, nicht selten. Spiralige R. (R. spiralis Dumort.) 

R. maritima L. 

— — Ährenstiele zur F.zeit weit kürzer, nicht ge- 
wunden ; F.chen aus eifg.em Grunde halbmondfg. ; Staub- 
beutelsäckchen fast kugelfg., sonst wie vor. u. mit der- 
selben, zerstreut. Schnabelfrüchtige R. R, rostellata Koch. 

Zannich^llia Mich. Zaiinichellie. (L. XXI, 1.) 3\.. 

1. F.chen kurz gestielt oder fast sitzend 2 

— — F.chen 3-4, ziemlich lang gestielt; Gf. so lang 
als das F.chen. Bl. 7, 8; St. 10-40 cm. Salz- u. Brack- 
wasser, zerstreut. Stielfrüchtige Z. . Z. pedicellata Fr. 

2. Gf. etwa halb so lang als das F.chen; F.chen 3-5. 
Wie vor., auch in SüCswasser. Sumpf-Z. Z. palustris li. 

— — Gf. 4 mal kürzer als das F.chen; F.chen 4-6. 
Mit den vor., aber seltener u. meist sparsam. Viel- 
früchtige Z Z. polycarpa Nolte. 

Najas L. Nixkraut. (L. XXI, 1.) 

Bl. zweihäusig, meist einzeln; St, gabelästig; B. im 
Umrifs linealisch, steif, ausgeschweift- stachelig-gezähnt. 
0; Bl. 6-8; H. 10-30 cm. Salz- u. Brackwasser der 
Ostküste sehr zerstreut, sonst fehlend. Grofses N. 
(N. marina L. z.T.) N. major All. 



_[(jQ Najadaceae. — Lemnaceae. — Typliaceae. 

Zostera L. Seegras. (L. XXI, 1). ^. 

B. 3-5nervig, sehr lang-, linealisch; Stiel der ßl.scheide 
oberwärts breiter; F. eben längsstreifig. Auf dem 
Meeresgrunde an allen Küsten. Gemeines S. Z. marina L. 

B. 1 nervig, bis etwa 30 em lang, schmal linealisch: 

Stiel der Bl. scheide gleichbreit; F.chen glatt. Mit vor., 
zerstreut, Zwerg-S. (Z. minor Xolte ) . Z. nana Rth. 



107. Farn. Lemnäceae Lk. 
Lemna L. Wasserlinse, Entengrütze. (L. XXI, 1.) i^. 

J. St.glieder (Laub) lanzettlich, kurz gestielt, kreuzweise 
zusammenhängend. Stehende Gewässer, gemein. Ge- 
kreuzte W L, triaülca L. 

— — St.glieder (Laub) r undlich- verkehrt- eifg. . . , 2 

2. Jedes St.glied mit büschelfg.en Wurzeln. Wie vor., 
nicht selten. Vielwurzelige AV. . . L. polyrrhiza L. 
Jedes St.glied mit 1 Wurzel 3 

3. St.glieder beiderseits flach. Wie vor., gemein. Kleine W. 

L, minor L. 

— — St.glieder unterseits schwammig, gewölbt. Wie 
vor., zerstreut. Buckelige W L. gibba L, 



108. Fam. Typhäceae Juss. 
Typha Tourn. Rohrkolbe. (L, XXI, S.) -l. 

B. breit linealisch , blaugrün ; $ Bl.stand dick cyliu- 
drisch, dem ^ genähert. Bl. 6, 7; H. 1-2 m. Ufer, 
Sümpfe, häufig. Breitblätterige R. . . T. latifölia L. 
— — B. schmal, grasgrün ; $ Bl.stand schmal cylin- 
drisch, vom ^ getrennt. Wie vor. , auch in Brack- 
wasser. Schmalblätterige R. . . . T. angustifolia L. 

Spargänium Tourn. Igelkolbe. (L. XXI, 3.) i^. 

1. B. am Grunde 3kantig; S Bl. stände zahlreich, Narben 

linealisch 2 

B. flach; Bl. stände in einfacher Ähre, 1-2 S; Narben 

kurz; F. kurz geschnäbelt. Bl. 6-8; H. 10-30 cm. 
Moorgräben, zerstreut. Kleine I. . . S. minimum. Fr. 

2. Gesamtbl. stand ästig; F. sitzend, kurz geschnäbelt. 
Bl. 7, 8; H. 30-50 cm. Ufer, Sümpfe, häufig. Ästige 1. 

S ramosum Huds. 
Bl. stände in einfacher Ähre ; F. gestielt, lang ge- 
schnäbelt. Sonst wie vor., häufig. Einfache I. S. Simplex Huds. 



Araceae. — Orchidaceae. /[gij^ 

J09. Farn. Araceae Juss. 

Aruiii L. Aronsstab. (L. XXI, 1.) 

B. grundständig , spiefs - pfeilfg. , oft gefleckt ; Hüllb. 
grünlich; Fortsatz des Kolbens dunkelviolett. Giftig. 
2[.; Bl. 4,5; H. 20-40 cm. Schattige Laubwälder, 
Hecken ; im Südosten z. T. häufig, nach Norden seltener. 
Gefleckter A A. maculatum L. 

Calla L. Schlangenwurz, Schweinsohr. (L. VI, 1.) 

B. grundständig, herzfg. ; Hüllb. innen weifs. Giftig. 
2|.; Bl. 6, 7; H. 15-30 cm. Ufer, Sümpfe, zerstreut. 
Sumpf-Sch C. palustris L. 

Acorus L. Kalmus. (L. VI, 1.) 

B. grundständig, schwertfg. ; Hüllb. scheinbar eine 
Fortsetzuno^ des b. artig zusammengedrückten Ährenstiels 
bildend. :^ ; Bl. 6. 7; H. ca. J m. Teiche, Flufsufer, 
stellenweise häufig. Gemeiner K. . . A. Cälamus L. 



110. Fam. Orchidaceae Juss. fL XX, i.) 

Orchis L. Knabenkraut. '^. 

1. Wurzelknollen rundlich, ungeteilt 2 

Wurzelknollen handfg. oder lappig geteilt ; Tragb. 
3nervig 5 

'J. Alle P.b. mit Ausnahme der Lippe helmartig zusammen- 
geneigt, purpurn mit grünen Adern; ß. länglich, ab- 
stehend. Bl. 5, 6; H. 6-20 cm. Trockene Wiesen, 
selten. Nordschleswig, Ostholstein. Gemeines K. 

O. Mörio L. 
— — Seitliche P.b. zuletzt abstehend oder zurückge- 
schlagen ; B. länglich -lanzettlich, nach dem Grunde 
verschmälert, oft violett gefleckt; äufseue P.b, meist 
spitz, Lippe tief Blappig. Bl. 5, 6, purpurn ; H. 25-40 cm. 
Wälder, Gebüsche; im Nordosten nicht selten, im 
Süden zerstreut. Männliches K. . . . O. mäscula L. 

0. laxiflora Lmk. Var. palustris Jacq. B. lineal-lan- 
zettlich, vom Grunde an verschmälert; äufsere P.b. 
stumpf; P. hellpurpurn. Ist an der Grenze des Gebiets 
bei Dassow gefunden. 

3. St. nicht hohl; Tragb, kürzer als die Bl. ; B. 6-10, 
länglich, meist dunkel gefleckt; P. hell-lila, dunkler 
gefleckt. Bl. 6,7; H 20-50 m, Torfwiesen, Heiden, 
Wälder, häufig. Geflecktes K. . . . O. maculäta L. 

Prahl, Flora von Schleswig-Holstein. 11 



162 



Orchidaceae. 



— — St. hohl, wenigstens die unteren Tragb. länger 
als die Bl. ; B. 4-6, länglich bis lanzettlich .... 4 

A. B. vom Grunde bis zur Mitte verbreitert, meist schwarz- 
braun gefleckt; Lippe 31appig; Mittellappen kleiner, 
spitz. Bl. 5, 6, purpurn; H. 20-30 cm. Feuchte "Wiesen, 
häufig. Breitblätteriges K O. latifolia L. 

— — B. vom Grunde an verschmälert, an der Spitze 
mützenfg., meist ungefleckt; Lippe undeutlich Slappig. 
Bl. 6, hellpurpurn; H. 25-50 cm. Torfige, sumpfige 
Wiesen, nicht selten. Fleischfarbiges K. O. incarnata L. 

Grymnadeuia R. Br. Höswurz. 2|.. 

P.b. mit Ausnahme der Lippe helmartig zusamraen- 
schliefsend , weifs ; Sporn 3 mal kürzer als der F.kn. ; 
Bl. 6; H. 8-20 cm. Hochgelegene Heiden, Eichen- 
gestrüppe, nur in Westschleswig. Weifsliche H. 

G. albida Rieh. 

Äufsere P.b. abstehend, Sporn fast 2 mal so lang 

als der F.kn.,fadenfg.. Bl. 6, 7, hellpurpurn; H. 25-50 cm. 
Trockene Wiesen, Eichengestrüppe, sehr selten. Nord- 
schleswig, Lübeck. Fliegenartige H. G. conopea R. Br. 

Piatanthera Rieh. Kuckueksblume. 2|.- 

Staubbeutelhälften parallel; Ähre locker. Bl. 6, 7; 
H. 20-40 cm. Heiden, Eichengestrüppe, zerstreut, selten 
in Wäldern. Zweiblätterige K. . . . P. bifölia Rchb. 

Staubbeutelhälften nach unten auseinander gehend. 

Sonst wie vor , aber meist gröfser. Bl. 6, 7 ; H. 30-60 cm. 
Laubwälder, meist häufig. Berg-K. P. montänaRchb. fil. 

Herminiiim R. Br. Ragwurz. 

P.b. glockenfg. zusammenneigend ; Bl. klein, grüngelb ; 
Lippe tief ospaltig. 4; Bl. 6; H. 8-20 cm. Trockene 
oder etwas moorige Wiesen, nahe der Grenze bei Kol- 
ding. EinknuUige R H. Monorehis R. Br. 

Epipögon GmeL Widerbart. 

Ähre armblütig; Bl. gelblich, Sporn lila. 'J\-; Bl. 7, 8; 
H. 10-20 cm. Schattige Laubwälder, sehr selten. Flens- 
burg, Ugleisee. Blattloser W. . . . E. aphyllus Sw. 

Cephalanthera Rieh. Waldvöglein. -\. 

1. Pfl. oberwärts nebst den F.kn. kurzhaarig; Bl. 6, 7. 
purpurn. H. 30-50 cm. Angeblich früher bei Graven- 
stein gefunden. Rotes W C. rubra Rieh. 

— — Pfl. völlig kahl; Bl. weifs; Lippe gelblich . . 2 



Orchidaceae. J^63 

2. B. eifg.; untere Tragb. viel länger als dieBl.; Bl. 5, 6; 
H. 30-50 cm. Schattige Wälder, sehr selten. Kiel, 
Preetz, Ratzeburg. Grofsblumiges W. (C. pallens Rieh.) 

C. grandiflora Bab. 

— — B. schmal lanzettlich; Tragb. viel kürzer als die 
Bl.; Bl. 5, 6; H. 25-40 cm. Wie vor.; Lübeck, ob noch? 
Schwertblätteriges W. . C. Xiphophyllum Rchb. fil. 

Epipäctis Rieh. Sumpfwurz. 4. 

B. breit eifg.; untere Tragb. länger als die meist ab- 
stehenden Bl. ; vorderes Glied der Lippe breit herzfg., 
zugespitzt, vertieft. Bl. 7, 8, grünlich, Lippe violett- 
rot; H. 30-80 cm. Wälder, Hecken, im Osten nicht 
selten. Breitblätterige S E. latifolia All. 

— — B. lanzettlich; Tragb. kürzer als die nickenden 
Bl. ; vorderes Glied der Lippe rundlich, gekerbt, flach. 
Bl. 7, äufsere P.b. bräunlich, innere und Lippe röt- 
lich weifs; H. 20-40 cm. Sumpfige Wiesen, zerstreut. 
Gemeine S E. palustris Crtz. 

Listera R. Br. Zweiblatt. 

Pfl. 30-50 cm hoch, mit 2 fast gegenständigen, grofsen 
eifg.en B. unter der Mitte des St. Bl, 5, 6. Feuchte 
Wälder und Gebüsche, häufig. Eiblätteriges Z. 

L. oväta R. Br. 

Neöttia L. Yogelnest. 

Traube vielblütig, vfie die ganze Pfl. gelbbraun. Bl. 
6 ; H. 20-50 cm. Schattige Laubwälder , nicht selten, 
aber meist in geringer Zahl, Gemeines V. 

N. Nidus avis Bich. 

Goodyera R. Br. Göodyere. 

B. eifg,, spitz, rosettig genähert, geflügelt gestielt, netz- 
aderig; Pfl. kurzhaarig; Ähre einseits wendig. Bl. 7, 8; 
H. 10-30 cm. Schattige Nadelwälder. Neumünster, ob 
noch? Mölln. Kriechende G. . . . G. repens R. Br. 

Spiränthes Rieh. Wendelorehe. 

B. rosettig, eifg., zur Seite des nur Hochb. tragenden 
Bl.stiels. Bl. 9, 10; H. 8-25 cm. Grasige Hügel. Vor 
langer Zeit bei Apeurade gefunden, scheint verschwunden 
zu sein. Herbst- W. . , ; , . S. autumnälis Rieh. 

Coralliorrhiza Hall. Korallenwurz. 

Ähre armblütig ; P.b. meist zusammenneigend, grünofclb, 
Lippe weifs, rot punktiert. Bl. 5, 6; H. 10-25 cm. Torf- 

11* 



-jc^ Orchidaceae. — Iridaceae. 

sümpfe unter Gebüsch. Vor langer Zeit bei Ausacker 
in Angeln und bei Lübeck gefunden , scheint ver- 
schwunden zu sein. Eingewachsene K. C. innäta R. Br. 

Liparis Rieh. Olaiizkraut. 

St. 8-20 cm. Traube locker, 2-lOblütig; P. grüngelb. 
Bl. 6. Tiefe Moorsümpfe, sehr zerstreut. Loesels G. 

L. Loeselii Rieh. 

Maläxis Sw. Weichkraut. 

St. 5-15 cm, zart; Traube vielblütig, dicht; P. grüngelb. , 
ßl. 7, 8. Wie vor., sehr zerstreut. Sumpf- W. 

M. paludosa 8-w. 

111. Farn. Iridaceae Juss. 

Crocus Tourn. Crocus, Safran. (L. III, 1.) 4-. 
Pfl. meist Iblütig; Bl.scheide 1 blätterig. Bl. 2-4, violett, 
lila, weifs oder gestreift. H. 10-20 cm. Zierpflanze, 
zuweilen verwildert, z. B. zahlreich bei Husum. Früh- 
lings-C C. vernus All. 

— — Pfl. meist 2blütig; Bl sclieide 2blätterig ; Bl. gelb. 
Sonst wie vor. ; Zierpfl.. Gelber C. . . C. lüteus Lmk. 

Gladiolus Tourn. Siegwurz. (L. III, 1.) 2J-. 

Von dieser Gattung finden sich am häufigsten als Zierpfl.: 
G. communis L. untere 8 P.zipfel nicht stachelspitzig, 
die 5 oberen etwa gleichlang, der untere länger, P. 
rotbräunlich, Kapsel elliptisch, oberwärts kielartig 
Skantig ; und G. psittacinus Hook. P. glockig, gelb und 
scharlachrot gefleckt, die 3 unteren Zipfel breit eifg., 
stachelspitzig, der oberste verkehrt - eifg. , die oberen 
seitlichen lineal-länglich. 

Iris L. Schwertliliec (L. III, 1.) %. 

Äufsere P.zipfel inwendig nicht bärtig; Bl. gelb; B. 
breitlinealisch ; Grundb. etwa so lang als der St.; Bl. 
5, 6; H. 0,5-1 m. Ufer, Sümpfe, häufig. Wasser-S. 

I. Pseudacorus L. 
I. sibirica L. Bl. hellblau, violett geädert; B. schmal 
linealisch, schwertfg., Grundb. kürzer als der St.. Früher 
am Eibufer bei Hamburg gefunden. 

— — Äufsere P.zipfel inwendig bärtig. Hierher nur 
Zierpfl., darunter besonders a) St. Iblütig, kürzer als die 
B., Bl. meist blafsviolett : I. pümila L. b) St. mehrblütig. 
1) Bl. gelblich : I. variegäta L. 2) Bl. weifs, braun ge- 



Iridaceae. — Amaiyllidaccae. — Liliaeeae. 1()5 

ädert. Hochb. nur am Kande trockenhäutig: 1. ßoren- 
tina L. 'S) Bl violett, braun geädert: L pällida Lnik. 
uiid /. germanica L., erstere mit ganz trockenhäutigen, 
letztere mit von der Mitte an trockenhäutigen Hochb. ; 
4) Äufsere P.zipfel violett, innere blafsgelb, Hochb. von 
der Mitte an trockenhäutig: /. squalens L. 

Sisyrinchmm L. Saurüssel (L. III 1.) 
8t. zweischneidig ; B. grasartig, schmal ; P.zipfel stachel- 
spitzig, blau, i; Bl. 5, 6 ; H. 10-30 cm. Mit Gras- 
samen zuweilen eingeschleppt, z B. Hamburg. Zwei- 
schneidiger S S. anceps L. 



112. Farn. Aiiiaryllidäceae R. Br. 

Narcissus L. Narcisse. 3[.. 
Nebenkrone cylindrisch-glockenfg., dottergelb, so lang 
oder länger als die hellgelben P.zipfel ; Schaft 2kantig, 
Iblütig; B. flach, linealisch, etwas rinnig. Bl. 3, 4; 
H. 20-30 cm. Zierpfl., zuweilen in Grasgärten u. selbst 
in Gehölzen verwildert. Gelbe N N, Pseudonarcissus L. 

Nebenkrone schüsselfg., gelb, am gekerbten Kande 

scharlachrot, viel kürzer als die weifsen P.zipfel; sonst 
wie vor.; Bl. 4, 5; H. 20-40 cm. Zierpfl., selten ver- 
wildert. Weifse N N. poeticus L. 

Leucojum L. Knotenblume. (L. VI, 1.) 2|.. 
St. Iblütig ; B. breit linealisch, stumpf, glänzend dunkel- 
grün. Bl. 8, 4; H. 10-30 cm. Eibinseln bei Hamburg 
auf Aufsendeichsland ; nicht selten als Zierpfl.. Grofses 

Schneeglöckchen L. vernum L. 

St. 3-6blütig. Bl. f), 6; H. 30-50 cm. Nasse 

Wiesen. Sehr selten. Lübeck, Barmstedt. Sommer-K. 

L aestivum L. 

Galänthus L. Schneeglöckchen. (L. VI, 1.) 
•St. Iblütig; B, linealisch, stumpf, blaagrün. 2|.; Bl. 2-4; 
fl. 10-25 cm. Überall als Zierpfl., hin u. wieder ver- 
wildert. Gemeines 8 G. nivalis Ii. 



113. Farn. Liljäceae DC. 

Tülipa Tourn. Tulpe. (L. VI. 1.) 2\.. 
Bl. vor dem Aufblühen nickend ; P.b. gelb, spitz, an 
der Spitze behaart, die äusferen länger, die inneren u. 



^gg Liliaceae. 

die Staubb. am (Trunde behaart. Bl. 4, 5 ; H. 30-40 cm. 
In Parks u. Hecken hier u. da zahlreich verwildert aber 

sparsam blühend. Wilde T T. silvestris L. 

T. Gesneridna L. Bl. aufrecht, P.b, in verschiedenen 
Farben, kahl, stumpf, gleichlang, Staubb. kahl. Als 
Zierpfl. sehr verbreitet. 

Gägea Salisb. Goldstern. (L. VI, 1.) 2|.. 

1. Pfl. mit nur 1 Zwiebel; grundständiges B. breit-lineal, 
mützenfg. zusammengezogen. Bl. 3-5, gelb, aufsen grün- 
lich; H. 10-30 cm. Wälder, Gebüsche häufig. Wald-G. 

G. lutea Schult. 

— — Pfl. mit 3, neben einander stehenden, nackten 
Zwiebeln; 1-2 schmal-linealische, scharf gekielte Grundb. ; 
Bl. gelb, aufsen grünlich, 3-5; H. 10-25 cm. Hecken, 
sehr selten. Hamburg, Lübeck. Wiesen-G. 

G. pratensis Schult. 

— — Pfl. mit 2 Zwiebeln in gemeinsamer Hülle; P.b. 
gelb, aufsen grünlich 2 

2. Bl.stiele zottig; 2 grundständige, ., schmal - linealische, 
rinnige ß. ; Bl. 3-5; H. 8-15 cm. Äcker, sehr selten. 
Land Oldenburg. Acker-G. . . G. arvensis Schult. 

Bl.stiele kahl, das untere bl.ständige B. am Grunde 

breit-scheidenfg.-umfassend 3 

3. Grundb. linealisch- fadenfg., halbstielrund; P.b. länglich- 
lanzettlich, stumpf. Bl. 4, 5; H. 10-25 cm. Wälder, 
feuchte Gebüsche, meist häufig. Scheidenförmiger G. 

G. spathacea Salisb. 

— — Grundb. linealisch, flach; P.b. lineal-lanzettlich, 
zugespitzt. Bl. 4, 5; H. 6-15 cm. Wie vor., sehr 
selten. Ost-Holstein. Kleiner G. . G. minima Schult. 

Fritilläria L. Schachblume. (L. VI, 1.) 4. 

St. 1-, selten 2blütig; B. linealisch, graugrün, wechsel- 
ständig; P.b. dunkel u. heller purpurn oder weifsgelb- 
lich gewürfelt. Bl. 4, 5; H. 15-40 cm. Fruchtbare 
Wiesen der Elbuiederung u. unteren Trave oft in unge- 
heurer Menge. Gettorf. Zuweilen verschleppt. Gemeine S. 

F. Meleägris Im. 
F. imperiälis L. Kaiserkrone, St. mit zahlreichen 
quirlartig genäherten B. ; Bl. quirlartig, nickend, von 
einem B schöpf überragt. Bl. 4, 5; H. 0,6-1,2 m. Zierpfl. ; 
Giftig. 

Lilium Tourn. lAlie. (L. VI, 1.) 2\.. 
B. quirlig; Bl. nickend, blafspurpurn, dunkler gefleckt; 
P.b. zurückgerollt. Türkenbund . . . L. Märtagon L, 



Liliaceae. 1Q7 

B. abwechselnd; Bl, meist aufrecht. Hierher: L. hul- 
biferum L. Feuerlilie; Bl. feuerrot, inwendig- mit braunen 
Warzen u. Flecken; u. L. cändidum L. weifse Lilie; Bl. 
weifs, innen glatt. Alle 3 Arten alsZierpfl. ; Bl. 6, 7; 
H. 0,6-1,2 m die 2 ersten selten verwildert. 

Anthericnni L. Graslilie. (L. VI, 1.) 3|^. 

Bl.stand einfach traubig ; Grf. aufsteigend ; Kapsel eifg. ; 
B. grundständig, linealisch-rinnig. Bl. 6, 7, weifs; H. 
30-80 cm. Selten; Eichengestrüppe des Westens, Lauen- 
burg. Astlose G A. Liliägo L. 

— — Bl.stand ästig; Gf. gerade; Kapsel kugelfg. ; Bl. 
7, 8, sonst wie vor. ; Hügel, „Eichengestrüppe, selten 
alDer gesellig. Westholstein. Ästige G. A. ramosum L. 

Ornithögalum L. Vogelmilch, (h. VI, 1.) 21-. 
Bl. in Doldentrauben, lang gestielt, aufrecht; Staub- 
fäden zahnlos; B. schmal-rinnig, dunkelgrün, mit weifsem 
Mittseltreifen. Bl. 5; H. 10-30 cm. Wiesen, Gebüsche, 
Acker, sehr zerstreut, wohl nur verwildert, auch Zierpfl.. 

Doldige V 0. umbelldtum L. 

Bl. in langer, einseitswendiger Traube, hängend; 

Staubfäden oben jederseits mit einem Zahn; B. breiter, 
graugrün. Bl. 4, f>; H. 25-50 cm. Früher Zierpfl., jetzt 
oft lästiges Unkraut. Nickende V, ... 0. nutans L. 

Scilla L. Sternhyacinthe, (L. VI, l.j 2|.. 
8t. kantig; Bl. aufrecht abstehend; P.b. abstehend. Bl. 
4, 5; H. 10-25 cm. Zierpfl.. Schöne St. . S. anioena L. 

— — St. zusammengedrückt; Bl. nickend; P. glockenfg. ; 
B, wie bei vor., breit -lineal, kappenfg.; Bl. 4; H. 
10-25 cm. Zierpfl.. Sibirische St. S. sibirica Andrews. 

Allium L. Lancli. (L. VI, 1.) 21^. 

1. B. langgestielt, elliptisch -lanzettlich; Bl.stand ohne 
Zwiebeln. Bl. 5, 6; H. 25-40 cm. Schattige Wälder 
sehr zerstreut; im Süden wohl fehlend. Bären-L. 

A. ursinum L. 
B. lang- u. schmal-linealisch, rinnig oder röhrig . 2 

2. P.zipfel wenigstens oberwärts sternfg. ausgebreitet; 

Bl.stand kugelfg 3 

P.zipfel mehr oder weniger glockenfg. zusammen- 
geneigt ... 5 

3. St. nicht aufgeblasen; B. cylindrisch-pfriemlich ... 4 

— — St. u. B. bauchig aufgeblasen ; Bl.stand ohne 
Zwiebeln; Bl. stiele etwa 8 mal so lang als die Bl. ; 



•Jßg Liliaceae. 

innere Staubb. 3spitzig. Bl. 6-8 grünlichweifs. Allge- 
mein gebaut. Zwiebel A. Cepa L. 

A. fistulösum L. Winterzwiebel; Bl. stiele 3-4mal so 
lang als die Bl. ; Staubb. ungezähnt. Seltener gebaut. 

4. P.b, lanzettlich, rosenrot-lila ; Staubfäden pfriemenfg.. 
ungezähnt; Bl.stand ohne Zwiebeln. Bl. 6, 7; H. 
15-40 cm. Wiesen, nur an der Elbe. In Gärten kult. 

Schnittlauch A. Schoenöprasum L. 

Innere Staubfäden am Grunde verbreitert, Sspitzig ; 

Bl.stand zuweilen mit Zwiebeln. In Gärten gebaut, aber 
fast nie blühend. Schalotte . . . . A. ascalönicum L. 

5 Grundachse wagerecht, keine eigentliche Zwiebel; Bl.- 
stand kugelfg. -gewölbt; B. linealisch, schwach-rinnig; 
Staubb. länger als das lilarosenrote P.; Bl. 7. 8; H. 
20-40 cm. Hügel, Eichengestrüppe selten, Gelting, 
Westschleswig, Travemünde. Trügerischer L. 

A. fallax Schult. 

— — Pfl. mit echter Zwiebel 6 

6. Innere Staubfäden breiter, beiderseits mit einem Zahn 
(dreispitzig) 7 

— — Staubfäden sämtlich ungezähnt; Bl.stand mit 
Zwiebeln; B. schmal-linealisch, deutlich rinnig; Staubb. 
so lang als das P. ; Bl. 7, 8, grünlich-rot ; H, 30-60 cm. 
Hügel, Gebüsche, meist nicht selten. Gemüse-L. 

A. oleraceum L. 
A. carindtum L. B. breiter, schwach-rinnig; Staubb. 
länger als das lilarosenrote P. ; bei Lauenburg verwildert. 

7. B. fast stielrund; Hülle Iklappig, bald abfallend; 
Bl.stand meist mehr Zwiebeln als Bl., oft nur Zwiebeln 
tragend. Bl. 6-8, purpurrot; H. 80-60 cm. Hügel, 
Gebüsche, nahe der Ostküste u. Elbe. Zerstreut. Wein- 
bergs-L A. vineäle L. 

— — B. Üach-linealisch, am Rande rauh; Hüllb. 2, 
bleibend; Staubb. kürzer als das dunkelpurpurrote P. ; 
Zwiebeln des Bl.standes zahlreich , schwarzpurpurn. 
Bl. 6, 7; H. 0,6-1,3 m. Hügel, Gebüsche, fast nur an 
der Ostseeküste, hier nicht selten, u. an der Elbe. 
Schlangen-L A. Scorodoprasum "L. 

A. Porrum L. Porre, B. länglich-lanzettlich , Bl.stand 
kugelig, ohne Zwiebeln, Staubb. etwas länger als das 
blafspurpurne P., wird allgemein gebaut; weit seltener 
A. sativum L. Knoblauch, B. linealisch, Bl.stand Zwie- 
beln tragend, mit langgeschnäbelter abfallender Hülle. — 
A. sphaerocephahim L. mit halbstielrunden, oberseits 
tief rinnigen B., kugeligem Bl.stand ohne Zwiebeln, P. 



Liliaceae. \Q^ 

purpurrot, kürzer als die Staubb., ist früher bei Olden- 
burg und Plön verwildert gefunden worden. 

Aspäragus Tonrn. Spargel. (L. VI, 1.) 
Pfi. glatt u. kahl; Bl. meist zweihäusig; P. grüngelb. 
%. Bl. 6, 7; H. 0,6-1,5 m. Sandige Triften, am Eibufer 
stellenweise häufig; hin u. wieder am Ostseestrande. All- 
gemein gebaut. Gemeiner Sp. . . . A. officinalis L. 

Paris L. Einbeere. (L. VIII, 4.) 

Grundachse kriechend; P.b. abstehend oder zurückge- 
schlagen, äufsere breiter, grün, innere linealisch, gelb- 
grün. 2|.; Bl. 5, 6; H. 20-40 cm. Schattige Laub- 
wälder, nicht selten. Vierblätterige E. P. quadrifolius L. 

Polygönatum Tourn. Weifswurz. (L. VE, 1.) 2j.. 

1- B. quirlständig, schmal-lanzettlich; Bl. stiele l-3blütig; 
Beeren rotviolett; St. schwach-kantig. Bl. 6, weifs, 
Saum grün; H. 30-60 cm. Schattige Wälder, selten; 
: von Hadersleben bis Schleswig. Quirlblätterige W. 

P. verticillatum All. 
— — B. wechselständig, halb st.umfassend, eifg. bis 
elliptisch; Beeren schwarzblau; Bl. färbe wie bei voriger 2 
2. St. kantig ; Bl.stiele l-2blütig. Bl. 6, 7 ; H. 25-40 cm. 
Wälder, Gebüsche, sehr zerstreut. Kantige W. 

P. officinale All. 

St. stielrund; Bl.stiele 3-5blütig. Bl. 6, 7; H. 

25-60 cm. Wälder, Gebüsche, häufig. Vielblütige W. 

P. multiflörum AU. 

Convalläria L. Maiblume, Lilieneonvall. (L. VI, 1.) 

Grundständige B. 2, elliptisch; Bl. in einseitswendiger 
Traube. 2j.; Bl. 5, 6 weifs; H. 15-25 cm. AVälder, Ge- 
büsche, nicht selten. Gemeine M. . . . C. naajalis L. 

Majäuthemiini Web. Schattenblume. (L. IV, 1.) 

Bl. in 2-3blütigen, zu einer endständigen Ähre geord- 
neten Dolden. 2j.; Bl. 5, 6, weifs; H 10-20 cm. Wälder, 
Gebüsche, häufig. Zweiblätterige S. M. bifolium Schmidt. 

Endymion Dumort Glockenhyacinthe. (L. VI. 1.) 

■ B. breit linealisch; Traube überhängend ; Bl. blau, i^; 
Bl. 5, 6; H. 20-35 cm. Zuweilen verwildert, z. B. im 
Neuwerk bei Schleswig, überhängende G. 

E. non Script US Qke. 



jyO Liliaceae. — Juncaceae. 

Müscari Tourn. Bisamhyacinthe. (L. VI, 1.) S^, 
B. lineal, halbstielrund, pfefurcht, schlaff; P. länglich- 
eifg.; Bl. 4, 5, blau; H. 15-30 cm. Zierpfl.. Traubige B. 

M. racemosum Mül. 

B. breit-lineal, aufrecht; P. kugelig-eifg. ; Bl. 4, 5, 

blau: H. 10-25 cm. Zierpfl., bei Hamburg verwildert. 
Steifblätterige B M botryoides MM. 

Hyacinthus L. Hyacinthe. (L. VI, \.) 
B. breit-linealisch, rinnig, kürzer als der Bl. stiel; Bl. 
in Trauben, blau, weifs, rosa. S\. ; Bl. 4, 5. H. 25-40 cm. 
Zierpfl H. orientälis L. 

Narthecium Möhring. Ährenlilie. (L. VI, 1.) 

Grundb. lineal-schwertfg. ; St.b. scheidenfg.-umfassend ; 
Bl. aufrecht, in Trauben, gelb. 2j.; Bl. 7, 8; H. 20-40 cm. 
Torfmoore des mittleren und westlichen Gebiets häufig. 
Sumpf- A. N. ossifragum Huds. 

Hemerocällis L. Taglilie. (L. VI, 1.) 4. 
B. linealisch; P. hellgelb, mit flachen Zipfeln. Bl. 6; 

H. 0,6-1 m. Zierpfl. Gelbe T H. flava L. 

— — B. breit-linealisch; P, rotgelb mit am Rande 
welligen Zipfeln. Bl. 7, 8; H. !-l,5 m. Zierpfl. Rot- 
gelbe T H. fulva L. 

Colchicum L. Zeitlose. (L. VI, 3.) 
B. länglich-lanzettlich, kommen im Frühjahr. Bl. 8-10 
ohne B., helUila-rosa; F.reife im Juni. H. der blühenden 
Pfl. c. 20, der F.pfl. bis 30 cm. Hin u. wieder als 
Zierpfl. u. verwildert. Herbst-Z. . . . C. antnmndle L. 



114. Farn. Juncäceae DC. 
Jancus Tourn. Binse. fL. VI, 1.) 

'1- Spirre scheinbar seitenständig, indem das Tragb. (Hüllb.) 
aufrecht steht u. den St. fortsetzt, blütenlose Halme 
(eigentlich B.) pfriemlich, ohne B. u. Knoten. 2j. . . 2 

vSpirren endständig ; keine sogenannten blütenlosen 

Halme, aber B.büschel vorhanden 6 

2. Pfl. mit kriechender Grundachse 3 

Pfl. dicht rasenfg 4 

3. Blühender St. am Grunde mit 1-3 langen, stielrunden 
B., oder den vertrockneten Resten derselben; Samen 
mit Anhängseln. Bl. 8; H. 0,4-1 m. Am Ostseestrande 
zerstreut aber gesellig. Strand- B. J. maritimus Lmk. 



Juncaceae. 171 

— — Blüliender St. am Grunde nur mit scheidenfg.en 
Niederb.; Samen ohne Anhängsel -. . 4 

4. Spirre doppelt zusammengesetzt, reichblütig. Bl. 7, 8; 
H. 30-50 cm. Ostseestrand selten, besonders Unter- 
trave u, Priwal. Baltische B. . . . J. bälticus Willd. 

— — Spirre einfach, bis Sblütig ; St. fadenfg. ßl. 6-8 ; 
H. 20-40 cm. Torfwiesen, Ufer, nicht selten. Faden- 
förmige B J. filiformis L. 

4. St. grasgrün, fein gestreift oder glatt, mit ununter- 
brochenem Mark; Schuppenb. hellbraun; Staubb. 3; Gf, 
sehr kurz 5 

— — St, graugrün, tief gerillt, mit unterbrochenem 
Mark; Schuppenb. schwarzbraun; Staubb. 6; Gf. deut- 
lich. Gräben, quellige Abhänge nicht selten. Meer- 
grüne B J. glaucus Ehrh. 

.7. diffüsus Hoppe {effüsus X glaucus) St. grasgrün, 
fein gerillt, mit meist ununterbrochenem Mark, schwarz- 
braunen Schuppenb. , Staubb. 6. Im südöstl. Teil 
selten. 

5. Spirre meist gedrängt; Gf.rest auf einer kleinen Er- 
höhung der gestutzten Kapsel. Bl. 6-8; H. 30-60 cm. 
Feuchte Triften u. Gebüsche, meist häufig. Geknäuelte 
Binse (/. conglomerätus Äut.) . . . J. Leersii Marss. 

— — Spirre meist locker; Gf.rest in einer Vertiefung 
der Kapsel. Sonst wie vor., gemein. Flatter-B. J. effüsus Ij. 

6. Bl. sitzend oder sehr kurz gestielt in Köpfchen, die 
eine Spirre bilden 7 

— — Bl. einzeln in einfachen Spirren 13 

7. Pfl. 0; B. nicht querfächerig; St. fadenfg 8 

Pfl. 2}.; ß, querfächerig-röhrenfg. ; getrocknet mit 

vorspringenden Querwänden 9 

8. P.b. gleich lang, aufrecht, mit mehreren feinen Nerven ; 
Köpfchen 1-4; das eine sitzend oder sehr kurz gestielt, 
die anderen lang gestielt. Ganze Pfl. rötlich, meist mit 
mehreren divergierenden St. ; Bl. 7, 8 ; H 2-8 cm. Feuchter 
Sandboden, nur im westlichen Schleswig u. auf den Inseln 
Rom, Sylt, Amrum. Zwerg-ß, . J, pygmaeus Thuill. 

Innere P.b. häutig, mit schwachem Mittelnerv, äufsere 

abstehend oder zurückgebogen, länger, mit starkem, 

in die lange Spitze auslaufendem Nerv; Köpfchen 1, 
sitzend, oder noch 1-2 seitliche gestielte; Tragb. steif 
aufrecht, das Köpfchen überragend. Meist mehrere, 
kaum divergierende St.; Bl. 7, 8; H. 2-12 cm. Feuchter 
Sandboden sehr zerstreut. Kopfblütige B. 

J. capitätus Weig. 

9. Äpirrenäste meist einfach, verlängert; St. dünn, schlaff; 



j[72 Juncaceae. 

B. borstlich, schwach querfächerig; Kapsel stumpf. 
ßl. 7-9 ; H. 5-25 cm. Torfstiche, Sümpte, häufig. Sumpf-B. 

J. supinus Mnch. 

— -— Spirre zusammengesetzt, vielköpfig; St. derb; 

B. stielrund, stark querfächerig ; Kapsel spitz .... 10 

10. P.b. gleich lang, wenigstens die inneren stumpf . . .11 

— — P.b. lang zugespitzt, die inneren länger, an der 
Spitze zurückgekrümmt; Grrundachse horizontal. Bl. 7, 8; 
H. 0.4-1 m. Sumpfige oder quellige Orte, zerstreut, im 
Norden seltener. Wald-B. . . J. silvaticus Reichard. 

11. Grundachse wagerecht kriechend; St. meist mit 2 ß. . 12 

— — Grundachse sehr kurz kriechend, oder Wuchs 
rasenfg. ; St. meist mit 3 B. ; äufsere P.b. spitz, innere 
stumpf. Bl. 7, 8; H. 20-60 cm. Wiesen, Ufer, gemein. 
Glanzfrüchtige B J lamprocärpus Ehrh. 

12. P.b. weifslich, alle stumpf, ohne Stachelspitze, etwa so 
lang als die Kapsel. Bl. 7, 8; H. 0,5-1 m. Tiefe 
Sümpfe, quellige Stellen, sehr zerstreut. Stumpfljlütige B. 

J. obtusiflorus Ehrh. 

P.b. rotbraun, alle stumpf, äufsere stachelspitzig, 

meist kürzer als die Kapsel : Köpfe klein. Feuchter 
Sandboden ; nur in Lauenburg u. im Dünensande der 
Westküste, hier jedoch nur va7\ atricapillus Drejer: 
Köpfe sehr zahlreich, P.b. fast so lang als die Kapsel. 
Alpen- ß J. alpinus Vill. 

13. St. vom Grunde bis zum Bl. stände unbeblättert. Wuchs 
dicht rasenfg.; ^ 14 

— — St. etwa in der Mitte mit einem ß. ; Grundachse 
kriechend; 2\. 15 

— — St. zahlreich, mit 1-2 B. unter der Spirre. . 16 

14. Grundb. starr abstehend; HüUb. kürzer als die Spirre; 
P.b. ziemlich stumpf, solang als die Kapsel. Bl. 6, 7; 
H. 20-30 cm. Auf sandig moorigen Boden gemein. 
Sparrige B J. squarrösus L. 

— — Grundb. aufrecht; Hüllb. länger als die vSpirre ; 
P.b. spitz, länger als die Kapsel, ßl. 6, 7 ; H. 20-30 cm. 
Wegränder, Triften, nur im südl. Teil von Hamburg 

• bis Oldesloe, hier stellenweise häufig. Zarte B. 

J. tenuis Willd. 

15. St. zusammengedrückt; P.b. kaum '^js so lang als die 
fast kugelfg.e Kapsel, ßl. 6-8; H. 15-30 cm. Wiesen, 
Wegränder, zerstreut. Flachstengelige ß. 

J. compressus Jacq. 

— — St. fast stielrund; P.b. fast so lang als die ellip- 
tische Kapsel. Sonst wie vor. ; Strandwiesen, häufig. 
Gerards B J. Gerardi Loisl. 



Juncaceae. — Cyperaceae. j^73 

16. Spirrenäste abstehend; äufsere P.b. länger, so lang- als 
die kugelige Kapsel. Bl. 6-8; H. b-2b m. Feuchter 
Sandboden. Ufer; sehr zerstreut in Holstein u. Süd- 
schleswig. Sand-B J. Tenagea Ehrh. 

— — Spirrenäste aufrecht; äufsere P.b. länger als die 
inneren, letztere länger als die längliche Kapsel. Bl. 
6-iO; H. 5-30 cm. Feuchter Sand- u. Schlammboden, 
gemein. Kröten-B J. bufonius L. 

Lüzula Desv. Hainsimse. (L. VI, 1.) 3|-. 

1. Bl. in einfachen oder zusammengesetzten, lockeren 
Spirren .......... 2 

— — Bl. in gedrängten, eifg en Ähren; Ähren 3-5 ; 
Endähre sitzend, seitliche gestielt, zuletzt nickend. 
Bl. 4; H. 10-25 cm. Hügel, Triften, gemein. Feld-H. 

li. campestris DC. 
Yar.midtiflora Lejeune; dicht rasenfg. , bis 40 cm 
hoch; Ähren bis 10, seitliche zuletzt abstehend. Wälder, 
Moorränder, häufig. 

2. Spirre einfach, fast doldig; Äste l-3blütig; Bl. von 
einander entfernt. Bl. 4,5; H. 20-30 cm. Wälder, 
häufig. Gemeine H L. pilösa Willd. 

— — Spirre zusammengesetzt ; Bl. an den Ästen in 
.3-5blütigen Köpfen 3 

3. B. breit linealisch; untere Hüllb. kürzer als die Spirre. 
Bl. 5, 6; H. 30-80 cm. Wälder in Nordschleswig, 
südlich bis Angeln. Dithmarschen ? Grofse H. (L. 
maxima DC.) L. silvatica Gaud. 

— — B. schmal linealisch; untere Hüllb. länger als 
die Spirre ; P.b. weii's, bei uns meist kupferrot i' Var. 
rubella Hoppe). Bl. 6, 7; H. 30-70 cm. Waldränder, 
Hecken, sehr zerstreut. Wohl nur verschleppt. Schmal- 
blätterige H. (L. alhida DC.) L. nemorosa E. Mey. 



115. Farn. Cypei'äceae Juss. 

Cyperus Toiirn. Cypergras. (L. III, 1.) 

St. stumpf- 3seitig; B. gekielt; Tragb. gelblich, mit 
grünem Kiel; Narben 2. ©; Bl. 7-9; H. 3-15 cm. 
Teich- und Sumpfränder, Hamburg und südl. Gebiet, 
selten und oft unbeständig. Gelbes C. C. flavescens L. 
— — St. scharf- 3kantig; B. flach; Tragb. braun- 
schwarzrot mit grünem Kiel; Narben 3. H. 5-20 cm. 
Bl. u. Vorkommen wie vor. ; Schwarzbraunes C. C. fuscus L. 



j[74 Cyperaceae. 

Schoemis L. Kopfriet. (L. III, 1.) 
Pfl. blaugrün; B. grundständig-, halb so lang als der 
St.; Ahrchen 5-10, in endständigem Kopfe. 2|.; j 
BI. 6, 7; H. 15-40 cm. Torfwiesen, angeblich bei 
Pinneberg und Segeberg gefunden (?). Schwärzliches K. 

S. nigricans L. 

Rhynchöspora Tahl. Moorsimse. (L. III, 1.) 2j.. 

Kasenfg.; unteres Hüllb. etwa so lang als die kopfig 
gedrängte Spirre ; Tragb. der Bl. weifslich, zuletzt röt- 
lich. Bl. 6-8; H. 20-40 cm. Torfsümpfe häufig. 

Weifse M R. alba Vahl. 

Grundachse kriechend ; unteres Hüllb. weit länger 

als die Spirre; Tragb. gelbbraun. Bl. 7, 8; H. 15-30 cm. 
Sandiger Moorboden, sehr zerstreut. Braune M. 

R. fusca R. u. Schult. 

Clädinm Patrick Browne. Schneide. (L. III, 1.) 

Graugrün; St. stielrund, beblättert; Spirren end- und 
achselständig, eine grofse Rispe bildend. 2\.; Bl. 7, 8; 
H. 1-2 m. Moorige Seeufer, Torfstiche, sehr zerstreut. 
Deutsche Seh . . C. Mariscus R. Br. 

Scirpus Tourn. Simse. (L. III, 1.) 

J. Gf. am Grunde verdickt, vom F.kn. abgegliedert, der 
verdickte Teil bleibend; St. mit blattlosen Scheiden 
(Heleöcharis R. Br.) 2 

— — Gf.grund bleibend , aber nicht abgegliedert . . 6 

2. Obere Deckb. spitz; 2 Narben. 2\. 3 

— — Alle Deckb. stumpf 4 

3. Ahrchen lanzettlich, vom untersten Deckb. halb um- 
fasst ; St. ziemlich dick ; Scheiden dunkelbraun. Bl. 6-8 ; 
-B. 20-50 cm. Ufer, Sümpfe, gemein. Sumpf-S. 

S. palüster L. 

— — Ahrchen eifg. -länglich, vom untersten Deckb. 
ganz umfasst; St. dünn, zart; Scheiden rotbraun ; sonst 
wie vor. Feuchte Strandwiesen, Eibufer, zerstreut aber 
sehr gesellig. Einbalgige S. ..... S. uniglümis Lk. 

4. Pfl. 0, dicht rasenfg. ; Narben 2; Ahrchen rundlich- 
eifg., stumpf. Bl. 7, 8; H. 5-30 cm. Abgelassene 
Fischteiche, Ufer, selten. Hamburg, Trittau, Lütjen- 

burg. Eiförmige S S. ovätus Rth. 

VÜ. 2\.; Narben 3 & 

5. Wuchs rasenfg., St. ziemlich kräftig, oft niederliegend; 
F. glatt, mit 2 Leisten. Bl. 6-8; H. 20-30 cm. San- 



Cyperaceae. 175 

diger Moorboden, Ufer, selten. Rom, Westschleswig, 
Angeln. Vielstengelige S. . . . S. multicaülis Koch. 

— — Grundachse (oft undeutlich) kriechend ; St. sehr 
zart, borstenfg., aufrecht; F. etwa Sstreifig, Bl. 6-8; 
H. 2-10 cm. See- und Teichränder, zerstreut. Nadei- 
förmige S S. aciculäris L. 

6. Ein endständiges Ährchen am St. oder seinen Ver- 
zweigungen, 2|. (s. auch S. maritimus L.) 7 

— — Ährchen zu mehreren eine öfters kopfartig ge- 
drängte, zuweilen scheinbar seitenständige Spirre bildend 10 
Ährchen eine endständige 2zeilige Ähre bildend. 

%. {Blysmus Panzer) 17 

7. St. einfach, mit meist blattlosen Scheiden 8 

— — St. ästig, beblättert, flutend oder niederliegend; 
Narben 2; P. borsten fehlend. Bl. 7-9; St. 15-50 cm. 
Gräben, Sümpfe, zerstreut. Flutende S. S. fliiitans L. 

8. Oberste Scheide mit kurzer, pfriemlicher B.fläche endend; 
Deckb. stumpf, stachelspitzig; P.borsten glatt. 2[.; Bl. 
5, 6; H. 10-30 cm. Heiden, trockene Moore, häufig, 
ßasenförmige S S. caespitösus L. 

— — Alle Scheiden ohne B.fläche ; Deckb. stumpf, 
ohne Stachel spitze; P.borsten rückwärts rauh; Pfl. mit 
Ausläufern 9 

9. P.borsten etwas kürzer als die F.; Bl. 5,6; H. 5-20 cm. 
Torfige Wiesen, Ufer, nicht selten. Armblütige S. 

S. pauciflorus liightfoot. 

— — P.borsten länger als die F; St. inwendig quer- 
wandig, sehr zart, borstenfg. Bl, 7, 8 ; H. 2-8 cm. 
Ufer von salzigen oder brackigen Gewässern, selten, 
Schleswig, Husum, Lübeck. Kleine S, 

S. parvulus R. u. Schult. 

10. Spirre trugseitenständig , da das längere untere HüUb. 
aufgerichtet den St. fortzusetzen scheint 11 

— — Spirre endständig, von flachen Hüllb. umgeben, % 15 

11. Deckb, picht ausgerandet, stachelspitzig; Pfl. bis 15 cm 
hoch; Ährchen zu 1-4, meist 2; oder %; Bl. 6-8, 
Feuchter Sandboden, Gräben, zerstreut, Borstenlörmige S, 

S. setäceus L. 

— — Deckb. ausgerandet, in der Ausrandung stachel- 
spitzig, gefranst; Pfl. 0,5-2 m hoch, 2|. 12 

12. St. überall stielrund; Ährchen z. T. gestielt .... 13 

— — St. überall 3kantig; 2 Narben ..-..,. 14 

— — St. unten stielrund, von der Mitte aufwärts stumpt 
Skantig, 2 Seiten gewölbt, 1 flach; 2 Narben. Bl. 6-8; 



176 Cyperaceae. 

H. 0,6-1,2 m. Nur am Ufer der Elbe und Eider. Du- 
vals S. (S. carinatus Sm.) . . . . S. Duvalii Hoppe. 

13. St. grasgrün, dick; Deckb, meist glatt; Narben 3. Bl. 
6, 7; H. 0,5-2 m. Seen, Flüsse häufig. See-S. 

S, lacüstris L. 
St. graugrün, dünner; Deckb. rotbraun, erhaben- 
punktiert; Narben 2. H. 0.5-1,5 m. Wie vor,, gern an 
Brackwasser, nicht selten. Meergrüne S. 

S. Tabernaemontani Gmel. 

14. Oberste Scheide mit kurzer B.fläche; Ahrchen z, T. 
gestielt; Deckb. stumpf ausgerandet. Bl. 7, 8; H. 
0,5-1,3 m. Nur am Ufer der Elbe und Eider. Dreikan- 
tige S. (S. triqueter Aut.) S. Pollichii Godr. et Gren. 

— — Oberste, oder die 2 oberen Scheiden mit einer 
B.fläche, länger als die Scheide; Ährchen sitzend; 
Deckb. spitz ausgerandet. Bl. 7, 8; H. 30-60 cm. An 
der Elbe und Eider; St. Peter in Eiderstedt, Ulsnis an 
der Schlei. Stechende S S. pungens Vahl. 

15. Spirre viel kürzer als ihre Hüllb. ; Ahrchen grofs, meist 
kopfartig gedrängt ; Deckb. ausgerandet, in der Ausran- 
dung stachelspitzig; St.scharf 3kantig. Bl. 7, 8; H. 0,3-1 m. 
(Vär. monasfachys Sonder mit nur 1 Ahrchen.) Am 
Strande sehr häufig. Eider, Elbe. Strand-S. 

S. maritimua L. 

— — Spirre sehr verzweigt; Ahrchen klein; Deckb. 
stumpf, nicht ausgerandet. Halm rundlich-3seitig . ,16 

16. Pfl. mit kurzen Laabsprossen; Ahrchen eifg., meist zu 
3-5 gehäuft; Deckb. stachelspitzig. Bl. 6, 7 ; H. 0,5-1 ra. 
Feuchte Wiesen und Wälder, häufig. Wald-S. 

S. silvaticus JL. 

Pfl. mit langen, bogenfg.en, an der Spitze wurzelnden 

Laubsprossen ; Ährchen länglich-rautenfg., meist einzeln 
und gestielt; Deckb, ohne Stachelspitze. Sonst wie vor.; 
Sumpfwiesen, Teiche, sehr selten, sicher nur bei Trittau. 
Wurzelnde S S. radicans Schk. 

17. St. oberseits 3seitig; B. gestielt; Ährchen 6-8blütig; 
P. borsten rückwärts rauh. Bl. 6, 7; H. 20-40 cm. 
Wiesen, meist am Strande, nicht selten, Flachährige S. 

S. compreasus Pera, 

— — St. stielrund; B. ungekielt; Ährchen 2-5blütig; 
P.borsten fehlend oder vorwärts rauh. Bl. 6, 7; H. 
10-25 cm. Strandwiesen, zerstreut. Braune S. 

S, rufus Schrad. 



Cyperaceae. ^■J'y 

Eriöphorum L. Wollgras. (L. III, 1.) 4. 

1. Nur 1 endständiges Ährchen 2 

— — Ährchen mehrere, in endständiger Spirre, zuletzt 
überhängend; Wolle glatt 3 

2. Grundachse wagerecht kriechend; P.borsten 4-6, nach 
der Bl. in krause Wolle verlängert; Bl. 4, 5 ; H. 15-25 cm. 
Moorige Wiesen, sehr zerstreut. Alpen- W. E. alpinum L. 

— — Dichtrasig; St. mit aufgeblasenen, blattlosen 
Scheiden; P.borsten zahlreich, nach der Bl. in glatte 
Wolle verlängert. Bl. 4,5; H. 20-50 cm. Hochmoore, 
gemein. Scheidiges W E. vaginatum L. 

0. Ährchenstiele glatt; St. rundlich; St.b. linealisch, rinnig 
gekielt, an der Spitze Skantig; Bl. 4, 5 ; H. 30-60 cm. Torf- 
sümpfe, gemein. Schmalbläteriges W. E polystachyuin L. 
Ährchenstiele rückwärts rauh; St. oberwärts 3seitig 4 

4. St.b. schmal lanzettlich, flach, an der Spitze 3kantig; 
Ährchen 5-12. Bl. 5, 6; H, 30-60 cm. Feuchte, torfige 
Wiesen, nicht selten. Breitblätteriges W. 

E. latifolium Hoppe. 

St.b. Skantig; Ahrchen 3-4. Bl. 5, 6 ; H. 25-50 cm. 

Tiefe .Sümpfe, Torfstiche, sehr zerstreut. Dreikantiges W, 

E. graeile Koch. 

Carex, Micheli. Segge. (L. XXI, 3.) ?;. 

1. Ein einziges endständiges Ährchen {Psyllophorae Lois.) 2 

— — Ährchen in eine kopfartig gedrängte oder ver- 
längerte Ähre oder in eine Rispe vereinigt, meist sowohl 

^ als ^ Bl. enthaltend. Narben 2. (Vigneae Koch) 4 

— — Ährchen getrennten Geschlechts , das end- 
ständige, zuweilen auch die zunächst stehenden Seiten- 
ährchen (J, die unteren ^ 5 selten das Endährchen an 
der Spitze 5 , öfter das oberste ^ Ährchen an der 
Spitze (J {Legitimae Koch) 20 

2. Pfl. zweihäusig; Grundachse kriechend; Narben 2; 
F.schläuche eifg. , abstehend oder aufrecht; selten das 
ß Ährchen am Grunde $. Bl. 4,5; H. 15-30 cm. 
Moorige nasse Wiesen, meist nicht selten. Zweihäusige S. 

C. dioica L. 

— — Pfl. einhäusig; Ährchen oben S, unten $; 
F.schläuche länglich-lanzettlich, zurückgebogen ... 3 

3. Rasenfg. ; B. grasgrün, borstenfg. ; Narben 2; Schläuche 
zuletzt dunkelbraun. Bl. 5, 6; H. 10-30 cm. Wie vor., 

zerstreut. Floh-S C. pulicaris L. 

Ausläufer treibend ; B. graugrün, flach ; Narben 3. 

Prahl, Flora von Schleswig-Holstein, |2 



j^78 Cyperaceae. 

S Bl. 1-2, $ Bl. 2-5. Schläuche strohgelb. Bl. 6; 
H. 10-30 cm. Tiefe Sümpfe, sehr selten. West-Holstein. 
AVenigblüdge S C. pauciflöra Lightfoot. 

4. Grundachse kriechend 5 

Wuchs rasenfg. 10 

5. Ähre kopfartig- gedrängt; Ährchen wenigblütig ... 6 

— — Ähre verlängert; Ährchen vielblütig .... 7 

6. St. stumpfkantig, glatt, gebogen, kürzer oder so lang 
als die B. ; Schläuche aufgeblasen , nervenlos, mit 
schief abgeschnittenem Schnaloel. Bl. 6, 7; H. 5-20 cm. 
Lockerer Sandboden, nur auf der Insel Rom, ob noch? 
Gebogene S C. incürva Lightfoot. 

— — St. rundlich, glatt, viel länger als die B. ; Schläuche 
eifg., vielnervig, kurz geschnäbelt. Bl. 6; H. J 5-30 cm. 
Tiefe Sümpfe, sehr selten. Angeln, Eutin, Itzehoe, 
ob noch? Fadenwurzelige S. . C. chordorrhiza Ehrh. 

- 7. Schläuche mit vorspringenden , aber nicht geflügelten 
Kielen ; obere und untere Ährchen meist $, mittlere (J; 
Bl. 5, 6; H. 30-60 cm. Sumpfwiesen, Ufer, häufig. 
Zweizeilige S C. disticha Huds. 

— — Schläuche mit geflügelten Kielen 8 

8. Rand des Flügels über der Mitte des Schlauches stumpf- 
winkelig hervortretend 9 

— - — Flügelrand dem Schlauchraiid ziemlich parallel ; 
Ährchen 3-6, am Grunde ($ ; St. sehr dünn, aufrecht; 

B. sehr schmal. Bl. 4, 5; H. 10-30 cm. Sonnige 
Hügel, selten und nur an der Elbe. Frühe S, 

C. praecox Schreb. 

9. Ährchen 6-16, untere ? , mittlere an der Spitze S> 
obere ganz (J; St. zur F.zeit übergeneigt. Bl. 5, 6; 
H. 20-30 cm. Auf lockerem Sandboden, am Strande 
und in Heidegegenden gemein. Sand-S. C. arenaria L. 

— — Ährchen 4-12, meist alle am Grunde S, an der' 
Spitze 5. St. dünner, B. schmäler, sonst wie vor.; 
Bl. 5; H. 15-30 cm. Sandboden; an der Elbe stellen- 
weise häufig, sonst fehlend. Französische S. G. ligericaQay. 

10. Ährchen an der Spitze S 11 

— — Ährchen am Grunde 6", in einfacher Ähre . .16 

11. Schläuche planconvex, mehr oder weniger sperrig ab- 
stehend; Ähre meist einfach 12 

— — Schläuche beiderseits gewölbt, aufrecht; Bl.stand 
meist rispig 14 



Cyperaceae. j_7Q 

12. Halm scharf Bkantig, mit vertieften Seitenflächen, an 
den Kanten sehr rauh; Ähre gedrungen, am Grunde 
zuweilen rispig; Schläuche 5-7nervig. Bl. 5,6; H, 
30-60 cm. Feuchte Wiesen, besonders an der Üstküste, 
zerstreut. Fuchsbraune S C. vulpina L. 

— — Halm Skantig, mit ebenen Seitenflächen; Ähre 
einfach, meist unterbrochen ; Schläuche nervenlos oder 
am Grunde schwach gestreift 13 

13. St. aufrecht; Ähre dicht oder unterwärts unterbrochen ; 
Schläuche meist am Grunde schwach nervig und 
schwammig verdickt, fast wagerecht abstehend, ßl. 5, 6 ; 
H. 30-60 cm. Hügel, Wegränder, Wälder, häufig. 
Sperrfrüchtige S ..C. muricäta L. 

— — St. meist etwas übergeneigt; Ähre mehrfach 
unterbrochen; Schläuche aufrecht -abstehend, nicht ver- 
dickt, nervenlos. Sonst wie vor.. Im Osten zerstreut. 
Grüne S. (C. divülsa Good.) . . . . C. virens Iiink. 

14. Untere Scheiden von schwarzbraunem Faserschopf um- 
geben; Schläuche 9-llnervig. Bl. 5, 6 ; H. 30-60 cm. 
Torfwiesen, zerstreut. Abweichende S. C. paradoxa Willd. 

— — Untere Scheiden ohne Faserschopf; Pfl. grau- 
grün; Schläuche mit wenigen oder schwachen Nerven 15 

15. St, oberwärts meist stumpf-3kantig; Ähre gedrungen, 
kurz, am Grunde etwas rispig; Schläuche auf dem 
Rücken gefurcht, zu beiden Seiten der Furche mit 
2 Nerven, dunkelbraun. Sonst wie vor.. Nicht selten. 
Rundliche S C. teretiüscula Good. 

— — St. scharf 3kantig; Rispe meist locker, grofs ; Tfl. 
in allen Teilen kräftiger; Schläuche am Grunde nabelig 
eingedrückt, auf der inneren Seite am Grunde fein 
nervig, gelbbraun. H. 0,5-1 m. Sonst wie vor., häufig. 
Rispige S „ . . C. panniculata L. 

16. St. nur unterwärts beblättert; Ährchen meist genähert; 
Tragb. die Ähre nicht überragend 17 

— — St. bis zur Ähre beblättert, schlaff, überhängend ; 
untere Ährchen vun einander entfernt, ihre Tragb. die 
Ähre überragend. Bl. 5, 6; H. 30-50 cm. Feuchte, 
schattige Wälder, häufig. Entferntährige S. C. remöta L. 

.. C. axillaris Good. (muricäta ..X remota) St. steif, 
Ähre unterwärts rispig, obere Ährchen einfach, dicht 
gedrängt; ist bei Mölln gefunden C. Boenninghausiana 
Weihe (panniculata X remota) St. schlank, etwas über- 
hängend, bis 90 cm lang, untere Ährchen entfernt, obere 
gedrängt, nicht rispig; St. nur am Grunde beblättert. 
In Wäldern bei Hadersleben, Flensburg, Hamburg, selten. 

12* 



4QQ Cyperaceae. 

17. Schläuche sparrig abstehend, grün, an der Aufsenseite 
nervig gestreift ; Ährchen 3-5, etwas entfernt ; B. schmal, 
kürzer als der St; BL 5, 6; H. 15-30 cm. Moorwiesen, 
häufig. Sternförmige S. (C stelluldtä Good.) 

C. echinata Murr. 

— — Schläuche aufrecht, (bei C. elongata zuletzt auf- 
recht-abstehend) 18 

18. B. etwa so lang als der St. ; Schläuche an den Kielen 
ungefiügelt . 19 

— — B. kürzer als der St.; Schläuche an den Kielen 
geflügelt; Ährchen meist 6, ziemlich genähert; Deckb. 
hellbraun. Bl 6, 7; H. 20-30 cm. Wegränder, Triften, 
häufig. (Var. argyroglöchin Hornemann mit weifslichen 
Deckb. in Wäldern ziemlich selten.) Hasenpfoten-L. 

C. leporina L. 

19. Grasgrün; Ährchen 8-12, braun; Schläuche zuletzt auf- 
recht abstehend, beiderseits vielnervig. Bl 5, 6; H. 
30-60 cm. Waldsümpfe, zerstreut. Verlängerte S. 

C, elongata L. 

— — Graugrün; Ährchen 4-6, weifslich, zuletzt hell- 
gelb; Schläuche schwach gestreift. Bl. 5, 6; H. 20-40 cm. 
Moorwiesen häufig. Weifsgraue S. , . C. canescens L. 

20. Narben 2 ; Schläuche ungeschnäbelt ; Tragb. der unteren 

Ährchen stets laubartig 21 

Narben 3 ; ... 25 

21. Pfl dicht rasenfg. wachsend 22 

— — Pfl. mit kriechenden Ausläufern 23 

22. Pfl. kräftig, steif, graugrün; Scheiden gelbbraun, alle 
netzfaserig. Bl. 5; H. 40-100 cm. Ufer, Sümpfe, häufig. 
Steife S C. striata Good. 

— — Pfl. zart, schlaff, hellgrün; Scheiden purpurrot, 
die unteren netzfaserig. Bl. 5 ; H. 25-40 cm. Feuchte 
Wiesen, sehr zerstreut. Rasenförmige S. C. caespitösa L. 

23. Tragb. des untersten Ährchens meist den St. über- 
ragend; Scheiden nicht netzfaserig . 24 

Tragb. des untersten Ährchens so lang oder kürzer 

als der meist nur zwischen den Ahrchen rauhe St. ; 
Scheiden zuweilen netzfaserig; B, schmal, meist grau- 
grün, beim Trocknen sich oft einrollend. Bl. 5, 6; 

H. 25-40 cm. Wiesen, Sümpfe, in vielen Formen ge- 
mein. Gemeine S. (C vulgaris Fr.) 

C. Goodenoughii Gay. 

24. Pfl. meist grasgrün; St. weit herab rauh; B. ziemlich 
breit, beim Trocknen sich oft zurückrollend ; Schläuche 



Cyperaceae. j^gj^ 

undeutlich nervig^. Bl. f), 6; H. 0,3-1 m. Ufer. Sümpfe, 
häufig. Sehr veränderlich. Schlanke S. (C. acuta L.) 

C. gracilis Curt. 

— — Pfl graugrün; St. nur zwischen den Ahrchen 
rauh; ß. sehr schmal, rinnig, beim Trocknen eingerollt; 
Schläuche deutlich (etwa 7-)nervig. ßl. 5, 6 ; H. 20-30 cm. 
Nur im Dünensande von Rom u. Sylt. Dünen-S. 

C. trinervia Degl. 

25. Schläuche schnabellos, oder mit sehr kurzem Schnabel 26 

— — Schläuche mit 2zähnigem Schnabel; Tragb. der 
unteren Ahrchen laubartig ^ 36 

26. Schläuche kurzhaarig; 1 (J Ährchen 27 

— — Schläuche kahl (^bei C. flacca rauh punktiert); 
untere oder alle Seiten-Ahrchen deutlich gestielt . . 31 

27. Tragb. der Ahrchen nicht oder nur sehr kurz scheidenfg. 28 

— — Tragb. der Ahrchen scheidenfg., ohne ß.fläche; 
Pfl. rasig, grasgrün; ^ Ahrchen etwas entfernt, das 
obere sitzend u. das ($ Ahrchen überragend, ßl. 5, 6 ; 
H. 10-25 cm. Laubwälder, sehr zerstreut. Gefingerte S. 

C. digitäta L. 

28. Pfl. rasenfg., ohne Ausläufer ; B. schmal u. schlaff . . 29 

— — Pfl. ausläufertreibend; B. ziemlich breit u. steif; 
Tragb. trockenhäutig 30 

29. Unterstes Tragb. laubartig, mehrmals länger als sein 
Ahrchen; Deckb. braun, mit grünem, stachelspitzig aus- 
tretendem Mittelnerven ; St. bei der Reife niedergebeugt. 
Bl. 5, 6; H. 15-30 cm. Heiden, trockene Wälder 

häufig. Pillentragende S C. pilulifera L. 

Tragb. trockenhäutig, kurz ; Deckb. schwarzbraun ; 

St. dünn und zart, aufrecht, ßl. 5, 6 ; H. 10-25 cm. 
Selten, Eichengestrüppe in Westschleswig. ßerg-S. 

C. montäna L. 

30. Etwas graugrün ; ^ Ahrchen schmal keulenfg. ; Deckb. 
stumpf, braun, mit besonders vorn fransig zerschlitztem, 
weifsem Hautrande, ßl. 4 ; H. 10-30 cm. Sandhügel, 
Heiden, sehr zerstreut. Heiden-S. C. ericetörum Pollich. 

— — Grasgrün; ^ Ahrchen dick, keulenfg.; Deckb. 
spit?, braun, mit grünem Mittelnerv. ßl. 4, 5 ; H. 15-30 cm. 
Hügel, trockene Wälder, besonders im Osten häufig. 
Frühlings-S. (C. praecox Jacq.) . . . C. verna Vill. 

31. Tragb. der Ahrchen nicht oder nur sehr kurz scheidenfg. 32 

— — Tragb. der unteren Ahrchen deutlich u. meist 
lang scheidenfg.; 1 ^ Ahrchen 34 



jg2 Cyperaceac. 

32. Pfl. ausläufertreibend, graugrün ; $ Bl. hängend oder 
nickend . 33 

— — Pfl. rasenfg., hellgelbgrün; ^ Ahrchen 1; ^ Ähr- 
chen 2-3, dichtblütig, aufrecht oder nickend, kurz eifg.- 
cylindrisch; B. u. untere Scheiden behaart. Bl. ö, 6; 
H. 25-40 cm. Wälder, Wiesen, nicht selten. Blasse S. 

C. pallescens L. 

33. St. oberwärts rauh, am Grrunde nur mit Niederb, ohne 
ß. fläche, darüber mit kurzen B. ; B. sehr schmal ; Deckb. 
rotbraun, mit grünem Mittelstreif. Bl. 5, 6; H. 20-40 cm. 
Tiefe Moostorfsümpfe, zerstreut, aber gesellig. 
Schlamm-S , . C. limosa L. 

— — St. ganz glatt, am Grunde mit B. ; ß. flach; 
^ Ahrchen meist 2; Schläuche rauh punktiert. Bl. 5, 6; 
H. 30-45 cm. Wälder, Wiesen, Hügel, häufig. Meer- 
grüne S. C. flacca Schreb. 

34. ^ u. ^ Ahrchen aufrecht, oder aufrecht abstehend, sehr 

lockerblütig 35 

J u. (5^ Ahrchen überhän^pud, schlank cylindrisch, 

dichtblütig, bis 12 cm lang; Pfl. etwas graugrün, dicht 
rasenfg.; B. breit, flach; Deckb. rotbraun. Bl. 5, 6; H. 
0,6- 1,3 m. Wälder, sehr selten. Sicher nur bei Flensburg. 
Überhängende S. . C. pendula Huds. 

35. Pfl. grasgrün, mit kurzen Ausläufern ; St. überhängend; 
$ Ahrchen 3-5 ; Deckb. grünlich, am Rande weifs-häutig; 
Schläuche 3 kantig, nervig. Bl. 5, 6; H. 30-6<> cm. 
Waldbäche, feuchte Waldplätze der Ostküste zerstreut, 
sonst fehlend. Schlankährige S. , . C. strigosa Huds. 

— — Pfl. graugrün, ausläufertreibend; St. aufrecht; 
5 Ahrchen 1-2; Deckb. purpurbraun, Schläuche kugelig- 
eifg., sehr grofs, nervenlos. Bl. 5; H. J 5-30 cm. Sumpf- 
wiesen, Torfmoore, gemein. Hirsenartige S. 

C panicea L. 

36. Zähne des Schnabels gerade hervorgestreckt ; Pfl kahl; 

(J Ährchen meist 1 37 

— — Zähne des Schnabels abstehend; meist mehrere 

(5" Ährchen (C. Pseudocyperus nur 1) 42 

37. 2 Ährchen sehr schlank, zuletzt überhängend, 3-6, 
sehr lang gestielt; Schläuche nervenlos; Deckb. weifslich 
mit grünem Kiel. Bl. 5, 6; H. 30-70 cm. Schattige 
Wälder, nicht selten. Wald-S. . . C. silvätica Huds. 

— — $ Ährchen dicht, aufrecht; Schnabel am Rande 
fein rauh 38 



Cyperaceae. Igg 

38. B. scheiden der B. fläche oreorenüber mit häutigem An- 
hängsel; untere Trao-b. langfscheidig ; 5 Ährchen ent- 
fernt .39 

— — ß. scheiden ohne Anhängsel; J Ährchen, wenig- 
stens die oberen genähert;. Tragb. kurzscheidig ... 40 

39. Grraugrün, dicht rasenfg. ; St. nur unter dem ^ Ähr- 
chen rauh; Scheidenanhängsel länglich; zuweilen ein 
kurzes, zweites (^ Ährchen ; Schnabelzähne innen stache- 
lich; 2 Deckb. braun, mit grünem, stachelig auslaufen- 
dem Mittelnerv. Bl. 6; H. 20-50 cm. Strandwiesen, 
nicht selten, im Innern sehr selten. Entferntährige S. 

C. distans L. 

Etwas graugrün, locker rasenfg ; St. oberwärts meist 

etwas rauh; Scheidenanhängsel kurz eifg., Schnabelzähne 
innen glatt ; ^ Deckb. braun, breit weit's berandet, mit 
grünem Mittelstreif, meist stumpflich. Bl, 5 , 6 ; H. 
',^5-40 cm. Etwas moorigre Wiesen, sehr zerstreut. Rot- 
gelbe S. (C. Hornschuchiäna Hoppe) . C. fulva Good. 

C. fulva X flava (C. fulva Good. z, T._ u. der meisten 
Aut.) frisch grün, untere Tragb. die (J Ähre erreichend 
oder überragend, Schläuche meist leer, die unteren fast 
horizontal abstehend; findet sich hin und wieder mit 
den Eltern. 

40. Pfl. gelbgrün ; unterstes Tragb. abstehend oder abwärts 
gerichtet 41 

— — Pfl. graugrün; B. sehr schmal, eingerollt; unteres 
5 Ährchen oft entfernt u. gestielt, obere genähert und 
sitzend; Tragb. den St. überragend, zuletzt weit ab- 
stehend. Schnabel der Schläuche glatt. Bl. 5, 6; H. 
20-40 cm. Strandwiesen der Ostküste, sehr zerstreut. 
Strand-S C. extensa Good. 

41. 5 Ährchen rundlich- eifg. ; Schläuche weit abstehend, 
aufgeblasen, mit zurückgekrümmtem Schnabel. Bl. 5, 6; 
H. 20-40 cm. Feuchte Wiesen, nicht selten. Gelbe S. 

C, flava Ii. 
$ Ährchen fast kugelig ; Schläuche kleiner, mit kurzem, 
geradem Schnabel. Bl. 5-7; H. 3-20 cm. Torfmoore, 
sandiger Moorboden ; häufig. Oders S. C. Oederi Bhrh. 

42. Pfl. rasenfg., hellgrün, kahl; 1 ^ Ährchen; St. rauh; B. 
breit; $ Ährchen 4-6, cylindrisch, lang gestielt, zuletzt 
hängend; untere Tragb. den St. weit überragend. Bl. 6; 
H. 40-80 cm. Sümpfe, Torfstiche, nicht selten. Cyper- 
grasähnliche S C. Pseudocyperus L. 



^g4 Cperaceae. — Gramina. 

Pfl. kriechend ; ^ Ahrchen meist mehrere . . 43 

43. St., B. u. Schläuche kahl 44 

— — St. u. B. kahl; iSchläuche behaart; B. lang und 
sehr schmal, rinnig oder eingerollt; Tragb. nicht schei- 
dig ; 5 Ahrchen meist 2, sitzend oder das untere kurz 
gestielt. Bl. 5, 6; H. 0,4-1 m. Tiefe Torfsümpfe, zer- 
streut aber gesellig. Fadenförmige S. . C. filiförmis L. 

— — B., B.scheiden u, Schläuche behaart; B. flach, 
ziemlich breit; untere Tragb. langscheidig. Bl. 5, 6; 
H. 20-50-cm. Wiesen, Ufer, häufig. Behaarte S. 

C. hirta L. 

44. St, stumpf kantig , nur in der Ähre rauh; B. schmal, 
graugrün; Schläuche fast kugelfg. , plötzlich in den 
Schnabel verschmälert, horizontal abstehend, länger als 
die Deckb.; Bl. 5, 6; H. 30-50 cm. Torfsürapfe, Ufer, 
häufig. Geschnäbelte S. (C. ampulläcea Good..) 

C. rostrata With. 

— — St. scharfkantig, oberwärts rauh .... .45 

45. Grasgrün; Schläuche eikegelfg., aufgeblasen, allmählich 
in den Schnabel verschmälert, länger als die stumpf- 
lichen Deckb., sonst wie vor. und mit derselben. 
Blasen-S C. vesicaria L. 

— — Graugrün; Schläuche nicht aufgeblasen, vii^enig 
länger oder kürzer als die zugespitzten Deckb. ... 46 

46. Untere Scheiden netzfaserig; (J Ahrchen 2-3; $ 2-4; 
Schläuche zusammengedrückt -Skantig. Bl. 5, 6; H. 
0,4-1 m. Sumpfwiesen, Ufer, häufig. Sumpf-S. (C. 
jpaludösa Good.) C. acutiformis Ehrh. 

— — Untere Scheiden nicht netzfaserig; $ Ahrchen 
3-5; 5 3-4; Schläuche eikegelfg., beiderseits gewölbt, 
am Rande abgerundet. Bl. 6; H. 0,5-1,2 m. Gräben, 
Sümpfe, besonders in Strandgegenden, zerstreut. Ufer-S. 

C. riparia Curt. 

116. Fam. Grämina JUSS. (L. III, 2; aufser Zea u. 
Anthoxanthum.) 

Zea L. Mais. (L. XXI, 3.) 
Pfl. 1-3 m hoch; B. flach. Bl. 7-10. 0. Häufig als 
Zierpfl., selten als Viehfutter gebaut. Gemeiner M. 

Z. Mays L. 
Päniciim L. Hirse. 0. 
1. Ahrchen in einfachen, fingerig angeordneten Ähren 
mit flacher Achse. (Digitäria Heister) 2 



Gramina 185 

— — Ährchen in Rispen oder rispijjr gestellten Ähren 3 

2. St. aufsteigend oder aufrecht; B. u. B. scheiden lang 
behaart. Bl. 7-9; H. 15-60 cm. Hin u. wieder auf 
Gartenland, aber unbeständig. Blut-H. P. sanguinale L. 

— — St. niederliegend oder etwas aufsteigend ; B. u. 
B.scheiden kahl. Bl. 7-9; St. 10-35 cm. Sandige Äcker, 
nordwärts bis Flensburg häufig. Fadenförmige H. 
(P. filiforme Gke.) P. lineare Krocker. 

3. Ährchen kurz gestielt, geknäuelt, in rispig gestellten 
Ähren; innerstes HüUb. stachelspitzig oder lang be- 
grannt. Bl. 7-9; H. 30-80 cm. Hühner-H. 

P. Crus galli L. 

Ährchen langgestielt in zusammengesetzter Rispe. 

Hierher die zuweilen, z. B. bei Hamburg, auf Schutt ein- 
geschleppten Arten: P. milidceam L. mit zuletzt über- 
hängenden Rispenästen, äufseres Hüllb. ^/s so lang als 
das zweite; u. P. capilldre L. mit dünnen, zuletzt auf- 
rechten oder abstehenden Rispenästen, äufseres Hüllb. 
kaum halb so lang als das zweite. 

Setäria P. B. Fennich. 0. 

Deck- u. Vorb. deutlich querrunzelig, gelblich ; Borsten 
rotgelb; Pfl. graugrün; St. meist niederliegend. Bl. 7, 8; 
St. 10-30 cm. Äcker, Schutt, in Bolstein sehr zer- 
streut. Gelbhaariger F S. glauca P. B. 

— — Deck- u. Vorb. fein punktiert, grün; Borsten 
grün, vorwärts rauh ; Pfl. grasgrün, aufrecht, aufsteigend 
oder niederliegend. Bl. 7-9; H. 10-60 cm. Äcker, 
Gartenland, häufig. Grüner F. . . . S. viridis P. B. 

S. itälica P. B mit reichähriger, gelappter, überhän- 
gender Rispe, Borsten vorwärts rauh; u. S. verticilldta 
P. B. mit schmal cylindrischer, unterbrochener Rispe, 
Borsten rückwärts rauh ; finden sich selten und unbe- 
ständig auf Schutt und als Gartenunkraut. 

Phälaris L. Olanzgras. 

Rispe verlängert, gelappt ; Ährchen beiderseits gewölbt ; 
Kiel der unteren Hüllb. ungeflügelt. 21.; Bl. 6, 7; H. 
0,6-2 m. Ufer, feuchte Wiesen, häufig; Var. picta 
(Bandgras) mit weifsgestreiften B. in Gärten. Rohr- 
artiges G. [Digrdphis a. Trin.J. P. arundinäcea L 

— — Rispe oval, gedrängt; Ährchen auf der Innen- 
seite vertieft; untere Hüllb. kahnfg., geflügelt-gekielt. 
0; Bl. 7-JO; H. 15-40 cm. Nicht selten auf Schutt u. 
Gemüseland verwildert. Kanariengras. P. canariensis L. 



j^gg Gramina. 

Hieröchloa Omel. Mariengras. 

Cirundachse kriechend; St. nur unterwärts beblättert; 
Ripse ausgebreitet; Ahrchen braun orlänzend. 2[.; Bl. 5; 
H. 80-60 cm, Ufer, feuchte Wiesen, sehr zerstreut. 
Wohlriechendes M H. odorata Whlnb. 

Anthoxänthiim L. Ruchgras. (L. II, 2.) 

Rispe ährenfg., ziemlich dicht; obere Hüllb. (unfrucht- 
bare ßl.) wenig länger als die fruchtbaren ßl. ; St. ein- 
fach. 2|.; ßl. 5, 6; H. 15-40 cm. Wiesen, Wälder, 

gemein. Wohlriechendes R A. odoratum L. 

Rispe meist etwas lockerer, obere Hüllb. fast dop- 
pelt so lang als die fruchtbaren Bl. ; St. meist verzweigt; 
0; Bl. 6-8; H. 10-'if> cm. Auf Schutt bei Hamburg 
eingeschleppt. Puels R. . . Ä. Fuelii Lecoq u. Lamotte. 

Alopecüriis L. Fuchsschwanz. 

1. St. aufrecht oder nur am Grrande knickig ; Pfl. grasgrün 2 

— — St. wiederholt knickig, aufsteigend ; Hüllb, zottig 
gewimpert, nur am Grrunde verwachsen ; Pfl. graugrün, 3 

2. Die ährenartige Rispe oben u. unten verschmälert; 
Hüllb. bis zur Mitte verwachsen, kurzhaarig gewimpert. 
0; Bl. 6, 7; H. 30-50 cm. i^cker, Marschdeiche sehr 
zerstreut. Acker-F. A. agrestis L. 

— — Rispe cylindrisch, stumpf; Hüllb. bis fast zur 
Mitte verwachsen, zottig gewimpert. 2[.; Bl. 5, 6; H. 
0,3-1 m. Fruchtbare Wiesen, im Süden meist häufig, 
im Norden zerstreut. Wiesen-F. . , . A. pratensis L. 

3. Grranne unter der Mitte des Deckb. eingefügt, die Hüllb. 
weit überragend; Staubbeutel hellgelb, nach dem Ver- 
stäuben braun, ßl. 6-10 ; St. 15-40 cm. Ufer , nasse 
Wiesen, häufig. Geknieter F. . . . A. geniculatus L. 
Granne in oder über der Mitte des Deckb. einge- 
fügt, die Hüllb. kaum überragend; Staubbeutel rotgelb. 
Sonst wie vor.. Ausgetrocknete Teiche, sehr zerstreut. 
Rotgelber F A. fulvüs Sm. 

Phleum L. Lieschgras. 

Pfl. Sj., mit Halmen u. ß.büscheln, hellgrün; Rispe 
gleichbreit-cylindrisch, ihre Verzweigungen unterwärts 
mit der Achse verwachsen, die Rispe spaltet sich beim 
Biegen nicht; Hüllb. gestutzt. Bl. 6, 7; H. 30-60 cm. 
Wiesen, Hügfol gemein. Timothee-Grras. P. pratense L. 

P. Boehmeri Wib. graugrün ; Rispe schmal cylindrisch, 
ihre Aste beim Biegen der Rispe lappig abstehend, 



Gramina. |g7 

HüUb. lanzettlich, plötzlich in die kurze Granne zuge- 
spitzt; wurde früher auf Hügeln im südlichen Gebiet, 
z. ß. bei Blankenese gefunden. 

Pfl, , ohne ß.büschel ; Rispe meist verkehrt-eifg. 

oder kurz walzenfg.; HüUb. lanzettlich, kurz zugespitzt, 
am Kiel steif haarig gewimpert. Bl. 5, 6 ; H. 5-'iÜ cm. 
Am sandigen Strande von Weifsenhaus bis zum Priwal 
zerstreut, Dünen im Süden der Insel Rom. Sand-L. 

P. arenarium L. 
P. graecum Boiss. u. Helclr. mit verlängert-walzenfg.er 
Rispe, weifshäutigen, nur am steif haarig gewimperten 
Kiel grünen HüUb,, ist auf Schutt bei Hamburg einge- 
schleppt. 

Chamagröstis Borkhausen. Zwerggras. 

Halme fadenfg. , in kleinen Rasen. 0; Bl. 4, 5; H. 
3-8 cm Sandfelder, sehr selten u. unbeständig. Hohen- 
westedt, Eibgebiet, ob noch? Rötliches Z. 

C. minima Borkh. 

Oryza Toiirn. Reis. 

Rispe abstehend, locker, aber oft in den B.scheiden ver- 
borgen bleibend; Deckb. steif gewimpert. 2|.; Bl. 8-10; 
H. 0,5-1,3 m. Ufer, Gräben, sehr zerstreut im südl. 
Teil. Wilder R. O. clandestina A. Br. 

Polypögon Des/. Bürstengras. 
HüUb. lang begrannt, viel länger als die Bl.; Rispe 
etwas gelappt. 0; Bl 6, 7; H. 8-25 cm. Auf Schutt 
bei Hamburg eingeschleppt, anderwärts auch unter Ser- 
radella gefunden. Französisches B. F. monspeliensis Desf. 

Agrostis L. Straulsgras. 

Unteres HüUb. länger ; kein Ansatz zu einer zweiten Bl. 2\. 2 

— — Unteres HüUb. kürzer; Ansatz zur 2. Bl. als Ver- 
längerung der Ährchenachse vorhanden ; Deckb. lang 
begrannt; Rispe sehr grofs, locker. 0; Bl. 6-8; H, 
0,3-0,9 ra. Sandige Acker, häufig. Windhalm. {Apera 

Sp. V. P. B.) A. Spica venti L. 

Alle B. flach; Vorb. (obere Spelze) vorhanden; Deckb, 
ohne oder mit sehr kurzer Granne 3 

— — Grundständige B borstenfg. ; Vorb. fehlend; 
Deckb. meist unter der Mitte des Rückens mit einer 
das Ahrchen überragenden Granne, Bl. 6, 7 ; H. 30-50 cm. 
Torfsümpfe, meist nicht selten. Hunds-St, A. canina L. 



^gg Gramina. 

3. B. häutchen gestutzt, kurz; Rispe stets ausgebreitet, 
Ährchen meist violett. Bl. 6, 7; H. 20-50 cm. Wälder, 
Triften gemein. Gemeines St. . . A. vulgaris With. 
ß. häutchen länglich ; Rispe nach der Bl. zu- 
sammengezogen; Ährchen meist grünlichweifs, seltener 
violett. Bl. 6. 7; H. 0,3-1 m. Wiesen, Wälder, ge- 
mein. Weifsliches St A. alba L. 

Calamagröstis Adans. Schilf. 2\.. 

1. Unteres Hüllb. länger ; beide viel länger als das häutige 
Deckb.; Rispe während der Bl. ausgebreitet .... 2 

— — Unteres Hüllb, kürzer; beide wenig länger als 
das derbe Deckb. ; Rispe stets zusammengezogen. (Am- 
mophila Host.) 6 

2. Ährchenachse nicht über die Bl. verlängert ; Ährchen 

meist rötlich 3 

Ährchenachse über die Bl. verlängert (Ansatz zur 

2. Bl.); Deckb. unter der Mitte des Rückens begrannt 5 

3. Granne des Deckb. endständig, die Ausrandung kaum über- 
ragend oder bis fast \/,3 so lang als das Deckb. ; Rispe 
schlaff. Bl. 6, 7; H. 0,8-1,5 m. Moorwiesen, feuchte 
Gebüsche häufig. Lanzettliches S. . C. lanceolata Rth. 

— — Granne des Deckb. rückenständig, gerade ... 4 

4. Rispe steif aufrecht, geknäuelt-lappig; Granne aus der 
Mitte des Rückens entspringend, das Deckb, überragend. 
Bl. 6, 7; H. 0,6-1,5 m. Auf Sand- u. trockenem Lehm- 
boden meist häufig. Land-S, . . . C, epigeios Rth. 

— — Rispe schlaff, ausgebreitet; Granne unter der 
Mitte des Rückens entspringend, das Deckb. kaum über- 
ragend, Bl, u. H. wie vor.; Hügel, Gebüsche, sehr 
selten, in Angeln. Hallers S. . . C. Halleriana DC, 

5. Deckb. wenig länger als die Haare; Granne meist ge- 
rade, das Deckb. kaum überragend ; Rispe aufrecht, 
dicht; Ährchen rotviolett. Bl. 6, 7; H. 0,5-1 m. 
Moorige Wiesen selten; südöstl. Gebiet bis zur Eider. 
Steifes S C. neglecta Fr. 

— — Deckb. etwa 4 mal so lang als die Haare; Granne 
gekniet, die Deck- u. Hüllb. weit überragend ; Rispe auf- 
recht, etwas lockerer; Ährchen grünlich, zuweilen rot 
überlaufen. Bl. 6, 7 ; H. 0,6-1,8 m. Wälder in Lauen- 
burg bis Trittau zerstreut. Wald-S. (C. silvätica DC.) 

C. arundinacea Rth. 

6. Rispe walzenfg , oben zugespitzt; Hüllb. lanzettlich, spitz; 
Deckb. 3mal länger als die Haare; ganze Pfl. weifs- 
grün. Bl. 7; H. 0,5-1 m. Auf Flugsand am Strande, 



Gramina. 189 

seltener im Inneren. Sandhalm {Ammophila ar. Lk.) 

C. arenaria Rth. 
Rispe lappig, gröfser, rotgrün; HüUb. lanzettlich- 
pfriemlich ; Deckb. etwa doppelt so lang als die Haare. 
Bl. 7, 8; H. 0,6-1,2 m. Am Ostseestrande zerstreut, 
St*. Peter in Eiderstedt. Baltisches S. Ammophila b. 
Lk. (C. epigeios x (trenaria.) . . . C. baltica Hartm. 

Milium L. Flattergras. 

B. breit linealisch, lang; Rispe grofs, sehr locker; Ahr- 
chen entfernt. 4; ßl- 5. ^] H- ^M m. Schattige 
Laubwälder, häufig. Gemeines F. . . . M. efifüsum L. 

M. vernäh M. B. mit kurzen, schmal linealischen B., 
kleinerer Rispe, genäherten Ährchen, 0. Auf Schutt 
bei Hamburg eingeschleppt. 

Phraginites Triii. Schilfrohr. 

Rispe zur Bl.zeit ausgebreitet; Ährchen violett-braun, 
4-5blütig. Unser gröfstes Gras. Bl. 7-9; H. bis 2,5 m. 
Ufer, Sümpfe häufig. Gemeines S. (Aründo Phr. L.) 

P. communis Trin. 

Koeleria Fers. Koelerie. 

Pfl. kahl, graugrün; B. schmal, rinnig; Deckb. stumpf. 
2|.; Bl. 6, 7; H. 20-50 cm. Sandhügel, sehr selten, aber 
gesellig; Eibgebiet, Insel Rom. Graue K. K. glauca DC. 

K. cristäta Pers. grasgrün; B. flach, wenigstens die 
unteren behaart ; Deckb. zugespitzt. Bei Hamburg ein- 
geschleppt, 

Aira L. Schmiele. 

1. Pfl. 0; St. mehrere, 5-25 cm hoch 2 

Pfl. 2).; St. 0,3-1,4 m hoch -.3 

2. Rispe ausgebreitet; Ährchenstiele so lang oder länger 
als die Ährchen. Bl. 5, 6. Sandige Triften, Brachen häufig. 
Nelkenartige S. (Avena c. Web.) . A. caryophyllea L. 

Rispe zusammengezogen, ährenfg. ; Ahrchenstiele 

kürzer als die Ährchen. Bl. 4, 5. Wie vor., häufig. Früh- 
zeitige S. (Avena p. P. B.) A. praecox L. 

3. B. flach; Granne des Deckb. schwach gedreht ... 4 
B. borstenfg.; Granne kniefg. gebogen .... 5 

4. Dicht rasenfg.; B. oberseits sehr rauh. Bl. 6, 7; 
H. 0,3-1,4 m. Feuchte Wiesen u. Gebüsche häufig. 

' Rasenförmge S. . . . , A. caespitosa L. 

Durch kurze Senker kriechend; B. weniger rauh; 

Ährchen weit gröfser. Sonst wie vor., aber selten, nur 



J9() Gramina. 

am Eibufer unterhalb Hamburg, Eiderufer unterhalb 

Rendsburg. Wibeh S A. Wibeliana Sonder. 

5. B. dunkelgrün; B. häutchen der unteren B. stumpf; 
üispenäste meist geschlängelt ; obere Bl. 4-8mal so lang 
als ihr Stielchen. Bl. 6, 7; H. 30-60 cm. Trockene 
"Wälder, Heiden, häufig. Greschlängelte S. A. flexuosa L. 

— — B. graugrün; B. häutchen spitz; Bispenäste wenig 
geschlängelt; obere Bl. zweimal so lang als ihr Stielchen. 
Bl. 7, 8; H. 30-60 cm. Torfsümpfe, moorige Seeufer; 
in Westschleswig zerstreut, in Holstein bei Trittau. 
Sumpf- S, (A uliginösa Weihe). . A. discolor Thuill. 

Weingärtneria Bernh. Silbergras. 

Dicht rasen fof. ; B. borstenfg.-gefaltet; Rispe grau-silber- 
farbig; Staubbeutel dunkelviolett, seltener gelb. 2|.; Bl. 
b, 7; H. 15-30 cm. Auf dürrem Sandboden gemein. 
Graues S. (^Corynephorus c. F. B.) W. canescens Bernh. 

Holcns L. Honiggras. %. 

Dicht rasig; B. u. B. scheiden weichhaarig; Grranne der $ 
Bl. zuletzt hakenfg. gebogen, die Hüllb nicht über- 
ragend. Bl. 6-8 ; H. 40-90 cm. Wiesen, Äcker gemein. 
Wolliges H H. lanatus L. 

— — Grundachse kriechend ; St. nur an den Knoten 
behaart; Scheiden u. B. etwas rauh; Granne der $ Bl. 
kniefg., die Hülle..überragend. Bl. 6-8; H. 0,4-1,.' m. 
Wälder, sandige Äcker, meist häufig. Weiches H. 

H. mollis L. 
Avena L. Hafer. 

1. untere Bl. 6", ihr Deckb. vom Rücken lang kniefg.-be- 
grannt; Deckb. der oberen Bl. unbegrannt oder unter 
der Spitze begrannt; Rispe allseitswendig; B. flach. 2}.; 
Bl. 6, 7; H. 0,6-1,3 m. Wiesen, Wegränder häufig. 
Hoher H. Französisches Raygras (Arrhenätherum e. 

M. u. K.) A elätior L. 

Alle Bl. 9 ; ihre Deckb. am Rücken meist kniefg. - 

begrannt 2 

2. F.kn. an der Spitze behaart 3 

— — F.kn. kahl; Ährchen meist Bblütig, glänzend 
gelb, das obere Hüllb. 3nervig, viel länger als das 1- 
nervige untere. 2}.. Bl 6 ; H. 30-60 cm. Fruchtbare Wiesen, 
sehr zerstreut. Gold-H. (Trisetiimß. F.B.) A.flavescensL. 

3. Ährchen stets aufrecht; Hüllb. J-3nervig; 2[. 4 

Ährchen zuletzt hängend; Hüllb. 5-9nervig; 5 

4. B. flach, die unteren nebst den Scheiden zottig; Ährchen- 



Gramina. -|9l 

stiele an der Spitze nicht verdickt; Ährchen violett- 
silberweifs. ßl. 5, b; H. 0,4-1 m. Wiesen, fiü^el, 
nicht selten. Weichhaariger H. . . A. pubescens L. 

— — B. schmal, eingerollt, graugrün, kahl; Ahichen- 
stiele an der Spitze verdickt ; Ahrchen silberweifs-grün- 
lich. Bl. 6; H. 0,4-1 m. Sonnige Hügel, Heiden; sehr 
zerstreut, meist gesellig. Wiesen-H. . A. pratensis L. 

5. Ährchenachse kahl oder unter den Bl. kurz behaart; 
Bl. nicht von derselben abgegliedert 6 

Ährchenachse von meist braungelben Haaren zot- 
tig; Bl. von derselben abgegliedert, daher bei der Reife 
gleich abfallend; Rispe allseitswendig; Deckb. am 
Grunde meist behaart. Bl. 6-8; H. 0,4-1 m. Seltenes 
Unkraut unter Hafer; Hamburg auf Schutt, Flug-H. 

A. fatua L. 

6. HüUb. länger als die ßl. ; obere Bl. meist ohne Granne 7 

— — Hüllb. so lang als die Bl.; beide Bl. begrannt ; 
Granne u. Deckb. zuletzt schwarzbraun; Rispe einseits- 
wendig. Bl. 6-8; H. 0,4-1 m. Auf Sandboden häufig ge- 
baut, auch einzeln unter A. sativa. Rauher H. Schwarzer H. 

A. strigösa Schreb. 

7. Rispe allseitswendig; Aste abstehend. Bl. 6-8; H. 
0,4-1,2 m. Allgemein gebaut. ., Gemeiner H. A. sativa L. 

— — Rispe einseitswendig; Aste aufrecht, sonst wie 
vor.. Selten gebaut; unter der vorigen, bei Hamburg 
auf Baggerland. Türkischer H. . . A. orientälis Schreb. 

Sieglingia Bernh. Dreizahn. 

Dicht rasenfg.; St. niederliegend oder aufsteigend; statt 
des B.häutchens ein Haarkranz ; Rispe schmal, mit auf- 
rechten Ästen. 4-: ßl. 6, 7; H. 20-50 cm. Heiden, 
Moore, häufig. Liegender D. {Triodia d. P. B.) 

S. decumbens Bernh. 

M^lica L. Perlgras. 2\.. 
Ährchen aufrecht auf kahlen Stielen mit j Zwitterbl. ; 
Bl. 5, 6; H. 30-50 cm. Laubwälder, sehr häufig. Ein- 
blütiges P M. uniflora Hetz. 

— — Ährchen nickend auf kurzhaarigen Stielen, mit 
2 Zwitterbl. Wie vor., sehr zerstreut, besonders im 
südöstl. Gebiet. Nickendes P M. nutans L. 

Briza L. Zittergras. 

Rispe aufrecht, mit abstehenden, rauhen Ästen ; ß.häutchen 
kurz; Ahrchen herzeifg., 5-9blütig, violettbraun. 2|_; ßl. 
5-7 ; H. 25-40 cm. Wiesen, gemein. Gemeines Z. B. media L. 



^92 Gramina. 

B. mäxima L. ; Rispenäste glatt ; ß.häutchen lan- 
zettlich; Ährchen eifg., 5-20blütig. Zuweilen auf Schutt 
verwildert. 

Eragröstis Host. Frühlingsgras. 
E. major Host. Q ; Rispenäste einzeln oder zu 2 ge- 
nähert, sehr kurz. Ährchen 8-20blütig. Bei Hamburg 
eingeschleppt. 

Foa L. Rispengras. 

1. Wurzel faserig, ohne lange Ausläufer 2 

— — Grundachse lange Ausläufer treibend; B.häutchen 
kurz. 2\- . . . ' 7 

2. Rispenäste zu 1 oder 2 3 

— — Untere Rispenäste meist zu 5 4 

3. Pfl. ; Rispenäste zur F. zeit abwärts gebogen, unteres 
Hüllb. 1-, oberes 3nervig. Bl. 2-11; H. 5-30 cm. Äcker, 
Gärten, Schutt, gemein. Einjähriges R. . P. annua L. 

— — Pfl. 2(.; St. am Grunde zwiebelfg.-verdickt; Ris- 
penäste aufrecht abstehend ; beide Hüllb. Snervig.Ährchen 
fast stets in Laubsprosse auswachsend. Bl. 5, 6; H. 
15-40 cm. Sehr selten. Hamburg: Eimsbütteler Holz, 
wohl früher angesäet. Zwiebliges R, . . P. bulbösa L. 

4. Deckb. undeutlich önervig 5 

— — Deckb. mit 5 starken Nerven 6 

5. B.häutchen sehr kurz ; B.scheiden kürzer als die Halm- 
glieder. Bl. 6, 7; H. 0,3-1 m. Wälder, Gebüsche; im 

Osten sehr häufig. Hain R P. nemorälis L. 

B.häutchen länglich, spitz, B. meist breiter, sonst 

wie vor.. Feuchte Gebüsche zerstreut. Sumpf- R. (P. serö- 
tina Ehrh.) P. palustris L. 

6. St. stielrund; B. schmal, zugespitzt; B.häutchen läng- 
lich, spitz. Bl. 6, 7; H. 0,5-1 m. Wiesen, gemein. 

Gemeines R P. triviälis L. 

St. u. Scheiden flach zusammengedrückt ; B. ziem- 
lich breit, plötzlich kappenfg. - zusammengezogen ; B.- 
häutchen kurz. Bl. 6, 7; H. 0,6-1,2 m. Waldränder, 
Parks, hie u. da, wohl verschleppt. Wald-R. (P. siide- 
tica Haenke) P. Chaixii Till 

7. St. 2schneidig-zusammengedrückt; Rispe klein, länglich; 
Ährchen 5-8blütig; Deckb. schwach önervig. Bl, 6, 7; 
H. 20-40 cm. Sonnige Hügel, Ackerränder, zerstreut. 

Zusammengedrücktes R P. compressa L. 

St. stielrund ; Rispe abstehend-pyramidal ; Ährchen 

3-5blütig; Deckb. deutlich önervig. Bl. 6, 7; H. 30-90 cm. 
Wiesen, Wälder, gemein. Wiesen-R. . P pratensis L. 



Gramina. 



193 



Glyceria R. Br. Süfs^ras, Schwaden. 2(.. 

1. St. aufrecht; B. scheiden stielrund; B. häutchen sehr kurz; 
Rispe sehr grofs, allseitswendig; Ährchen seitlich zu- 
sammengedrückt, ßl. 6-8; H. 1-2 m. Ufer, Grräben, 

sehr häufig. Wasser-S G. aquatica Whlnb. 

St. aufsteigend; B. scheiden 2schneidig - zusammen- 
gedrückt; B.häutchen länglich, zerschlitzt; Ährchen vor 
dem Aufblühen stielrund 2 

2. Rispenäste einseitswendig, die untersten mit einem 
kurzen grundständigen Zweige; Deckb. länglich, spitz; 
Staubbeutel violett. Bl. 5-7; St. 0,4-1 m lang. Bäche, 
Gräben, Ufer, sehr häufig. Flutendes S. 

G. flüitans R. Br. 

Rispenäste nach mehreren Seiten gerichtet, die 

untersten mit c. 4 grundständigen Zweigen; Deckb. 
«tumpf; Staubbeutel gelb. Sonst wie vor.. Zerstreut, 
Stumpi blutiges S G. plicata Fr. 

Catabrosa P. B. Quellgras. 

"Grundachse kriechend; St. aufsteigend; Rispe locker; 
Ährchen violett; Deckb. weifs berandet, SJ.; Bl. 5-9; 
St. 25-50 cm. Quellige Orte, Bäche, zerstreut. Buntes Q, 

C. aquatica P. B, 
Moliuia Mncli. Molinie. 
Rispe meist schmal, zusammengezogen ; Deckb. unbe- 
grannt; Ährchen meist blaurot. 2|_; Bl, 7, 8; H. 0,3-1 m, 
Torfmoore, moorige Wälder, gemein, Blaue M, 

M, coerülea Mnch. 

Däctylis L. Knäuelgras. 

"Scheiden zusammengedrückt, geschlossen; Deckb, 
5nervig, am Kiel gewimpert, 2\.; Bl, 6, 7; H. 0,4-1 m. 
Wiesen, Wegränder, Gebüsche, gemein. Gemeines K. 

D. glomerata L. 

Cynosürus L. Kammgras. 

Rispe ährenfg. , linealisch ,.. gelappt; B,häutchen kurz; 
Deckb, der unfruchtbaren Ährchen stachelspitzig, die 
der fruchtbaren kürzer als ihre Granne; St. steif auf- 
recht. 2\.; Bl. 6-8; H. 20-60 cm. Wiesen, Triften, 

häufig. Gemeines K C. cristätus L. 

C. echinätus L. Rispe ährenfg. ,..eifg.; B.häutchen 
länglich ; Deckb. der unfruchtbaren Ährchen lang be- 
grannt, die der fruchtbaren kürzer als ihre Granne . 
Selten mit fremder Saat eingeschleppt. 

Prahl, Flora von Schleswig-Holstein. 13 



194 Gramina. 

Festüca L. Schwingel. 

1. Ahrchen stielrund ; Deckb. abgerundet-stumpf; St. auf- 
steigend. 2\. 2 

— — Ahrchen seitlich zusammengedrückt; Deckb. zu- 
gespitzt 3 

2. Untere Rispenäste zu 4 oder 5, zuletzt herabgeschlagen. 
Bl. 6, 7; H. 20-40 cm. Strandwiesen, ziemlich häufig, 
Oldesloe; Hamburg auf Schutt. Abstehender S. 

F. distans Kth. 

— — Untere Rispenäste meist zu 2, nach dem Ver- 
blühen meist aufrecht; nichtblühende St. ausläuferartig. 
Sonst wie vor.; Strandwiesen, besonders Vorlande der 
Marsch, hier sehr häufig. Andel . F. thalassica Kth. 

3. B. wenigstens die grundständigen borstenfg , gefaltet; 

B.häutchen kurz, 2öhrig 4 

B. flach; B.häutchen nicht 2öhrig. 2^ .... 7 

4. Ahrchenstiele dick, nach oben keulenfg. ; Grrannen länger 
als die Deckb.; Ahrchen ziemlich grofs. © .... 5 

Ahrchenstiele dünn, nach oben nur wenig verdickt; 

Grannen kürzer als die Deckb.; Ahrchen ziemlich 
klein. 2|. 6 

5. St. bis zur Rispe in B. scheiden gehüllt ; Rispe lang, über- 
hängend. Bl. 6-8; H. 25-40 cm Triften, Wegränder, 
selten und unbeständig. Hadersleben, Kiel, Hamburg. 

Mäuseschwanz-S F. Myürus Ebrh. 

St. oberwärts ohne B. scheiden; Rispe viel kürzer, 

aufrecht. Sonst wie vor., meist kleiner, sehr zerstreut. 
Eichhornschwanzartiger S F. sciuroides Rth. 

6. Pfl, dicht rasenfg. ; alle B. borstenfg. eingerollt, meist 
graugrün. Bl. tj, 7; H. 20-50 cm. Sandige Triften 

. und Wälder, in mehreren Formen gemein. (Var. 
duriüscula L. spec. B. meist grasgrün, die., oberen 
rinnenfg. , sich aber bald ganz einrollend ; Ahrchen 
gröfser; Deckb. länger begrannt. In Wäldern zerstreut.) 
Schaf-S F. ovina I*. 

— — Pfl. mit (zuweilen sehr kurzen) Ausläufern; St.b. 
flach. Bl. 6, 7; H. 30-60 cm. Wiesen, Triften, Wälder, 
häufig. CVar. arenaria Osbeck, Ahrchen gröCser, wollig- 
zottig ; am Strande zerstreut). Roter S. . F. rubra L. 

7. B.häutchen länglich, abgerundet; St. am Grunde mit 
glänzenden, gelben Scheiden; B. breit, oberseits matt, 
unterseits glänzend grün ; Rispe grofs , überhängend ; 
Ährchen klein. Bl. 6; H. 50-120 cm. Laubwälder 
zerstreut. Wald-S ., . . . F. silvätica VilL 

— — B.häutchen sehr kurz; Ahrchen gröfser ... 8 



Gramina. J^95 

8. Granne geschlängelt, länger als das Deckb. ; ß. unter- 
seits glänzend grün, oberseits etwas matt; Kispe grofs, 
überhängend. El. 7, 8; H. 50-120 cm. Wälder, Ge- 
büsche, häufig. Riesen-S F. gigantea Vill. 

Granne fehlend oder sehr kurz 9 

9. Rispe breit, überhängend, nach derBl. weit abstehend; 
Äste mit 5-15 Ährchen, die unteren mit einem fast 
ebenso langen grundständigen Zweige, Bl. 6, 7; H. 
bis 1,5 m. Am Seestrande und an der Elbe und Eider. 
Rohrartiger S F. arundinacea Schreb. 

— — . Rispe schmal, etwas einseitswendig , vor und 
nach der Bl. zusammengezogen; Äste mit 2-6 Ährchen, 
die unteren mit einem viel kürzeren grundständigen 
Zweige. Bl. 6, 7; H. 40-100 cm. Wiesen, sehr häufig. 
Wiesen-S. F. elatlor L. 

F. lolidcea Gurt. (F. eldtior X Lolium jperenne). 
Bl.stand eine lockere, ährenfg.e, oft gedrehte Traube; 
Ährchen sehr kurz gestielt, die untersten oft mit Neben- 
ährchen. Selten, Hamburg. 

Bromus L. Trespe. 

1. Ährchen stets seitlich zusammengedrückt; unteres Hüllb. 

1-, oberes 3nervig {Schedonorus, P. B.) 2 

— — Ährchen anfangs stielrund, später etwas zu- 
sammengedrückt; unteres Hüllb. 3-, oberes 7-9nervig; 

© und 7 

2. Ährchen gegen die Spitze schmäler; Pfl. 2[. . . . . 3 

— — Ährchen gegen die Spitze breiter; Pfl. . , 6 

3. Rispe sehr locker, zuletzt wie ihre Äste überhängend 4 

— — Rispe aufrecht, ziemlich dicht 5 

4. Alle B. scheiden lang rauhhaarig; untere Rispenäste weit 
abstehend, mit 1 grundständigen Zweige. Bl. 7, 8 ; H. 
0,6-1,2 m. Laubwälder zerstreut. Spätblühende T. 

B. serotinus Beneken. 

— — Untere B.scheiden lang rauhhaarig, obere kurz- 
haarig oder kahl; Rispenäste kürzer, aufrecht ab- 
stehend, die unteren mit 2-4 grundständigen Zweigen, 
Bl. 6, 7. Sonst wie vor. , aber seltener. Rauhe T. 

B. asper L. 

5. Dicht rasenfg., untere Scheiden abstehend-behaart; B. 
gewimpert, die unteren meist borstenfg. - eingerollt ; 
Granne halb so lang als das Deckb. Bl. 5, 6; H. 
30-80 cm. Wiesen, Grasplätze, sehr zerstreut. Auf- 
rechte T B, erectus Huds. 

13* 



196 



Gramina. 



— — Ausläufer treibend ; Scheiden und die sämmtlich 
flachen ß. kahl; Deckb. stachelspitzig- oder sehr kurz 

. begrannt. ßl. 6, 7 ; H. 30-80 cm. Wiesen, Wegränder, 
im Eibgebiet zerstreut, bei Lübeck und Flensburg ein- 
geschleppt. Grannenlose T. . . . B. inermis Leyss. 

6. St. kahl, Rispenäste vorwärts rauh, zuletzt nickend, 
weit abstehend; G-ranne länger als die vorwärts rauhen 
Deckb; Bl. 5,6; H. 30-50 cm. Wegränder, Zäune, 
im Osten meist häufig. Taube T. . . . B. sterilis L. 

— St. unter der überhängenden, dichteren Rispe 

nebst den glatten Asten kurzhaarig; Hüllb. u. Deckb. 
behaart; Grranne etwa so lang als das Deckb.. Wie vor.. 

In der Nähe der Elbe zerstreut, zuweilen verschleppt, 
so bei Kiel u. Lübeck. Dach-T. . . . B. tectorum L. 

B. rigidus Roth. St. oberwärts nebst den aufrechten 
Rispenästen flaumig oder fast kahl; Granne etwa 
doppelt so lang als das Deckb.. Ist bei Hamburg auf 
Schutt eingeschleppt. 

7. Untere B. scheiden kahl; ßl, bei der F.reife etwas von 
einander entfernt, stielrund eingerollt; Rispe nach der 
Bl. überhängend. Bl. 6, 7; H. 0,4-1 m. unter der 

Saat häufig. Roggen-T B. secalinus L. 

Untere B. scheiden behaart; Bl. bei der F.reife sich 

wenigstens am Grunde deckend 8 

8. Seitenränder der Deckb, über der Mitte einen stumpfen 
Winkel bildend 9 

— — Seitenränder der Deckb. bogenfg. abgerundet; 
Rispe nach dem Verblühen zusammengezogen; Ahrchen 
kahl, gelblichgrün; B. und untere ß. scheiden zottig, 
obere kurzhaarig; Granne gerade, ßl. 5, 6; H. 30-60 cm. 
Fruchtbare Wiesen, im Osten nicht selten. Traubige T. 

B. racemosus L. 
B. confertus M. B. Ahrchen weichhaarig, alle ß. 
und Scheiden zottig; Granne zuletzt gewunden. Bei 
Hamburg auf Schutt eingeschleppt. 

9. Rispe aufrecht, nach dem Verblühen zusammengezogen; 
ß. zottig ; Scheiden, Rispenäste und Deckb. weichhaarig, 
letztere seltener kahl und nur auf den Nerven rauh 
(Var. liostdchys M. u. K.) Zwergformen mit nur 
1 Ährchen nicht selten, Bl, 5, 6 ; H. 20-60 cm. Wiesen, 
Zäune, gemein. Weichhaarige T. ... B. moUis L. 

— — Rispe wenigstens nach der Bl. überhängend oder 
nickend; Rispenäste rauh; Deckb. meist kahl ... 10 

10. Granne gerade hervorgestreckt, so lang als das Deckb. 
(bei B. brizaeformis sehr kurz oder fehlend) .... 11 



Gramina. 197 

Granne zuletzt gedreht und spreizend zurückgebogen. 

Hierher B. pätulus M. u. K.: Rispe nach der.,Bl. zu- 
sammengezogen , einseitig überhängend , Ährchen 
6-12blütig, meist violett überlaufen; und B. sqiiarrösusL.: 
Rispe abstehend und schlaff überhängend; Ährchen 
8-20blütig, grün. Beide bei Hamburg und Kiel auf 
Schutt gefunden. 
IJ. Scheiden weichhaarig; B. zottig; Rispe grofs, vielährig, 
zuletzt etwas nickend, untere Äste mit 4-6 grundstän- 
digen Zweigen ; Ährchen meist violett überlaufen. Bl. 
6,7; H. 30-70 cm. Äcker, Wegränder, zerstreut. 
Acker-T B arvensis L. 

— — Untere Scheiden und B. zottig, obere kurzhaarig; 
Rispe zuletzt überhängend ; untere Äste mit 2-3 grund- 
ständigen Zweigen ; Ährchen graugrün. Wie vor., selten 
und unbeständig. Kiel, Hamburg. Verwechselte T. 

B. commutatus Schrad. 
B. hrizaeformis F. u. M. Scheiden, B. und Rispe 
wie vor.; Ährchen grofs, auf dünnen Stielen nickend, 
mit 10-20 dachziegelig sich deckenden Bl. ; Deckb. 
breit kahnfg., aufgeblasen, grannenlos oder mit kurzer 
Stachelspitze. Ist bei Hamburg verwildert. 

Brachypödium P. B. Zwenke. %. 
Rasenfg., dunkelgrün; B. schlaff; Traube locker, über- 
hängend ; Granne so lang oder länger als das Deckb. ; 
Bl. 6, 7; H. 0,5-1 m. Wälder, Gebüsche, im Osten 
nicht selten. Wald-Z . . . B. süvaticum R. u. Seh. 

— — Grundachse kriechend; Pfl. hellgrün; B. steif; 
Traube dichter, meist aufrecht; Granne kürzer als das 
Deckb.; Bl. 6, 7; H. 0,6-1,2 m. Hügel, Gebüsche, 
selten; Lauenburg, Oldenburg, Kiel, Gefiederte Z. 

B. pinnatum P. B. 

Triticum Tourn. Weizen. 

1. HüUb. bauchig gedunsen, eifg. oder länglich; Ähre 
dicht; Pfl. oder 0, gebaut oder verwildert; Bl. 6,7; 
H. 0,6-1,3 m 2 

— — Hüllb. nicht bauchig, lanzettfg. ; Ähre etwas 
locker; Pfl. %. (Agropyrum P. B.) 5 

2. Ährenachse zähe; F. frei; Ähre 4kantig 3 

— — Ährenachse zerbrechlich ; Hierher : T. Spelta L. 
F. von Deck.- u. Vorb. eng umschlossen ; Hüllb. an der 
Spitze geradlinig abgeschnitten, kurz stachelspitzig, jeder- 
seits mit einem kurzen Zahn; u. T. villösum M. B., 
Hüllb. stumpf abgeschnitten, wie die lanzettlichen Deckb.. 



198 Gramina. 

lang begrannt u. büschelig behaart; beide bei Hamburg 
auf Schutt. 

3. Hüllb. breit eifg., gestutzt 4 

— — Hüllb. länglich, ihrer ganzen Lange nach fast 
flügelfg. gekielt, so lang als die meist begrannten Deckb.. 
Selten gebaut. Bartweizen T. durum Des/. 

4. Hüllb. unterwärts auf dem Rücken abgerundet, nur 
oberwärts gekielt, etwa so lang als die bald grannen- 
losen, bald lang oder kurz begrannten Deckb., wie diese 
zuweilen sammethaarig. Auf gutem Boden überall ge- 
baut. Sommer- u. Winterweizen . . . T. vulgäre Vill. 

— — Hüllb. ihrer ganzen Länge nach fast flügelfg.- 
gekielt, halb so lang als die meist lang begrannten 
Deckb.. Selten gebaut. Englischer "W. T. türgidum L. 

5. B. nerven fein, oberseits mit einfacher Keihe sehr kleiner 
Borsten, oft auch längerer Haare 6 

— — B. nerven dick, oberseits mit mehrfachen Reihen 
sehr kurzer Haare oder Borsten 7 

6. Pfl. rasenfg., ohne Ausläufer; B. beiderseits rauh, flach; 
Ähre schlaff, überhängend; Ahrchen lanzettlich; Hüllb. 
zugespitzt; Deckb. kürzer als ihre etwas geschlängelte 
Granne. Bl. 6, 7; H. 0,6-1,2 m. Schattige Laubwälder, 
sehr zerstreut. Hunds- W T. caninura L. 

— — Grundachse kriechend; B. nur oberseits rauh, 
meist flach ; Ähre aufrecht; Ährchen während der Bl. fast 
rhombisch; Deckb. zugespitzt oder begrannt, zuweilen 
auch die Hüllb. .begrannt. Bl. 6, 7; H. 0,4-1,4 m. Sehr 
veränderlich. Äcker, Weg- u. Waldränder gemein. 
Quecke T. repens L. 

Was ich als T. pungens Pers. aus dem Gebiet ge- 
sehen, gehörte meist zu T. acutum DC, oder es waren 
schmalblätterige Formen von T. repens L. 

7. JPfl. blafs, meergrün ; .B, eingerollt; Haare der Oberseite 
sammetartig weich; Ähre zuletzt überhängend mit sehr 
zerbrechlicher Achse; Hüllb. 9-llnervig. Bl 6, 7; H. 
30-50 cm. Am sandigen Meeresstrande meist häufig. 
Binsenartiger W T. jünceum L. 

— — Pfl, mehr oder weniger graugrün ; B. eingerollt 
-oder flach; Borsten der Oberseite punktfg.-klein, rauh; 
Ähre aufrecht oder etwas überhängend mit zäher Achse. 
Hüllb. 7-9nervig. Bl. 6, 7; H. 40-80 cm. Wie vor., 
nicht selten. Steht bald dem T. junceum bald dem 

T. repens näher (T. junceum X repens) T. acutum DC. 

Hierher dürfte auch das in Westschleswig selten ge- 
fundene Agropyrum ohtusiüsculnm Lange gehören. 



Graraina. j^99 

Secäle Tourn. Roggen. 

Kahl, graugrün; Ähre gedrängt, nickend; HüUb. der 
ganzen Länge nach gekielt; Deckb. begrannt, am Rande 
gewimpert. Bl. 6; H. 0,6-1,8 m. Allgemein gebaut. 
Roggen . . . S, ceredle L. 

Uördeum Touru. Oerste. 

1. Ährchen 1-, selten 2blütig; Deckb. wenigstens des Mittel- 
ährchens begrannt; B. flach 2 

— — Ahrchen mehrblütig ; Deckb. unbegrannt. zottig; 
B. trocken eingerollt ; Grrundachse kriechend ; Pfl. blau- 
grün ; Ähre sehr lang, ihre Achse zähe, ein Gipfelährchen 
tragend. 2\.\ Bl. 6-8; H. 0,6-1,2 m. Am sandigen 
Strande häufig, im Inneren auf Flugsand selten. Strand-G. 
(Elymus arenärius L) H. arenarium Aschs. 

2. Deckb. wenigstens des Mittelährchens breit elliptisch; 
Ährenachse zähe, ohne Gipfelährchen, Ährchen Iblü- 
tig 0; Bl 6, 7; H. 0,4-J m 3 

— — Deckb. lanzettlich, an allen Ährchen begrannt 4 

3. Alle Ährchen sitzend; Bl. alle $ u. begrannt; Ähre 
nickend. Var. a. genuinum: Mittelährchen .weniger ge- 
drängt, seitliche gedrängt, abstehend, Ähre daher 
ungleich 6reihig; Var._ hexästichum L.: Ährchen alle 
gedrängt, abstehend, Ähre daher regelmäfsig 6reihig. 
Gebaut. Gemeine resp. Sechszeilige G. . H. vulgäre L. 

— — Seitliche Ährchen kurz gestielt, S, unbegrannt, 
mittlere 5, lang begrannt. Gebaut. Zweizeilige (Som- 
mer-) G E. distichum L. 

4. Alle Ährchen Iblütig, mittlere sitzend, 9 , seitliche kurz- 
gestielt, (5 oder geschlechtslos; Ährenachse zerbrechlich, 
ohne Gipfelährchen 5 

— — Ährchen 1-2blütig, sitzend, $; Ähre schmal, ihre 
Achse zähe, mit einem Gipfelährchen; Pfl. grasgrün, 
dicht rasenfg. ; untere Scheiden zottig; DecklD, halb so 
lang als die Granne. 2|.; Bl. 6, 7; H, 0,6-1,2 m. Schattige 
Wälder, zerstreut. Wald-G. {Elymus europaeus L.) 

H. europaeum All. 
Elymus caput Medüsae L. (Hordeum jubätum 
DC. nee L.) 0; mit kurzer Ähre u. sehr langen u. 
derben , bogenfg. abstehenden Grannen der Deckb., 
kürzeren u. zarteren aufrechten der HüUb., ist bei Ham- 
burg auf Schutt eingeschleppt. 

5. Hüllb. alle borstenfar. rauh, nicht gewimpert .... 6 

— — Hüllb. des Mittelährchens linealisch, an beiden 



200 Gramina. 

Seiten gewimpert; inneres flüllb. der Seitenährchen 
am Innenrande gewimpert, das äufsere borstenfg., kahl. 
0. Wege, Mauern, besonders in der Nähe der Städte, 

meist häufig. Mäuse-Gr H. murinum L» 

H. jiihätum L. Deckb. der Seitenährchen kurz be- 
grannt, die der Mittelährchen u. alle Hüllb. mit sehr 
langer, haarfeiner, abstehender Granne ; bei Hamburg 
auf Schutt gefunden. 
6. St. aufrecht, bis 80 cm hoch ; alle Hüllb. borstenfg., 
ungeflügelt; Seitenährchen geschlechtslos. 2|.; Bl. 6, 7; 
Strandvviesen zerstreut; einzeln am Eibufer. Roggen- 
artige Gr H. secalinum Schreb. 

— — St. an den Gelenken kniefg. gebogen, 10-25 cm 
hoch ; innere Hüllb. der Seitenährchen an der inneren 
Seite geflügelt, sonst wie vor.; 0. Bl. 6, 7. Marsch- 
deiche, nur im westl. Schleswig. Dithmarschen? Strand-G. 

H. maritimum With. 

Lolium L. Lolch. 

1. Pfl. 4-, mit blühenden St. u. nichtblühenden B.büscheln 2 
Pfl. 0, nur. mit blühenden St 3 

2. Junge B. gefaltet; Ährchen 4-lOblütig, aufrecht; Deckb. 
grannenlos. Bl. 6-9 ; H. 30-f)0 cm. Wiesen, Wegränder, 
gemein. Englisches Raygras ...... L. perenne L. 

Junge B. eingerollt; Ährchen 10-20blütig, zur 

ßl.zeit abstehend; obere Deckb. meist begrannt. H. 
0,4-1 m. Als Futtergras angesäet u. häufig verwildert. 
Italienisches R L, ..multiflörum Lmk. 

3. Hüllb. so lang oder länger als das Ährchen; Deckb. 
begrannt. Bl. 6, 7; H. 30-90 cm. Angeblich giftig. 
Unter der Saat auf feuchten Äckern, nicht selten. 
Taumel-L L. temulentum L. 

— — Hüllb. wenig kürzer als das Ährchen; Deckb. 
meist unbegrannt. Wie vor., aber nur unter Flachs, 
zerstreut. Flachsliebender L. . . L. remötum Schrk. 

Äegüojjs L. Walch 0. 

A. triuncialis L.'. Ähre schmal-cylindrisch; Ährchen 
5-7, obere unfruchtbar; Hüllb. mit 3, die der unteren 
Ährchen oft mit 2 Grannen ;..u. A. caudäta L.: Ähre 
lang u. schmal cylindrisch; Ährchen 4-10; Hüllb. der 
unteren Ährchen ungleich 2zähnig, die des Endährchens 
mit langer, Deckb. des letzteren mit kürzerer Granne. 
Beide bei Hamburg auf Schutt eingeschleppt. 



Gramina. — Coniferae. 201 

Leptürus R. Browu. Dünuschwanz. 

St. vom Grunde verzweigt, aus knickigem Grunde auf- 
recht u. dann meist mit geraden^ Ähren, oder ausge- 
breitet mit gekrümmten Ähren; Ährenachse zerbrech- 
lich. 0; Bl 6, 7; St. 5-25 cm. Am Ost- und Nord- 
seestrande sehr zerstreut. Fadenförmiger D. 

L. filiförmis Trin, 

Nardus L, Borstengras. 

Dicht rasenfg., graugrün; B. borstenfg.-eingeroUt. die 
äufseren abstehend ; Ähre einseitswendig, locker ; Deckb. 
lang zugespitzt. 2}.; Bl. 5, 6; H. 20-40 cm. Trockener 
oder etwas mooriger Boden, gemein. Steifes B. N. strictaL« 



IL Gymnospermae Nacktsamige. 
117. Farn. Coniferae Juss. ^. 

Taxus Tourn. Eibe. (L. XXII, 12.) 
Strauch oder kleiner Baum. Bl. 3, 4; H. 3-10 m. Giftig. 
Häufig angepflanzt. Taxus T. baccäta L. 

Jiiniperus Tourn. Wacliholder. (L. XXII, 12.) 
Strauch, selten baumartig; Nadeln pfrieraenfg., oberseits 
rinnig. Bl. 5; H. 1-."} m. Eichengestrüppe, Heiden, 
Wälder, zerstreut. Gemeiner W. . . J. communis L. 

Sahina Boerh. Sadebaum. 
S. officindlis Gke. {Juniperus Sabina L.) : Strauch mit 
niederliegendem Stamm, giftig, F. kugelfg., auf kurzem 
Stiele überhängend; u. S. virginidna Aschs.: Stamm auf- 
recht, F. eifg., aufrecht, auf ebenso langem Stiele ; beide 
in Anlagen etc. angepflanzt. 

Thuja Tourn. Lebensbaum. 

T. occidentälis L.: Äste in wagerechter Ebene ver- 
zweigt, B. der breiten Zweigflächen auf dem Rücken 
mit einem meist starkriechenden Drüsenhöcker; u. T. 
orientälis L: Äste in senkrechter Ebene verzweigt, B. 
auf dem Rücken ohne Drüsenhöcker; beide auf Kirch- 
höfen u. sonst angepflanzt. 

Von der verwandten Gattung Cupressus L. finden 
sich die Arten C. Laivsoniäna Murr. u. C. yiutkaensis 
Lamb. neuerdings häufig angepflanzt. 



202 Coaiferae. 

Pinns Tourn. Kiefer, Föhre. 

1. Nadeln derb, zu 2 in einer häutigen Scheide .... 2 

Nadeln weich, lang-, zu 5 beisammen; Rinde grau, 

lange glatt bleibend. Bl. 5; H. bis 25 cm. Häufig 
angepflanzt. Weymouths-K P. Strobiis L. 

2. Nadeln blaugrün, mindestens 5 cm lang; Pfl. baumartig 3 

— — Nadeln freudig grün, c. 4 cm lang; Stamm vom 
Grunde in niederliegende, bogig aufstrebende Aste ge- 
teilt, oder schief aufsteigend; Rinde grau, lange glatt 
bleibetid; Zapfen wagerecht abstehend, reif glänzend. 
Bl. 5 ; H. meist nur bis 3 m. Angepflanzt, namentlich 
an Schutzwällen der Heidepflanzungen. Zwerg-K. 

P. Mughus Scop. 

3. Nadeln 5-7 cm lang; Rinde der Stämme oberwärts rot- 
braun; Zaj)fen zurückgekrümmt, reif glanzlos. Bl. 5; 
H. bis 30 cm. Wälder; im Südosten wild, sonst allge- 
mein augepflanzt Gemeine K. . . . P. silvestris L. 

— — Nadeln mindestens 8 cm lang; Rinde dunkel; 
Zapfen aufrecht, reif glänzend. Bl. 5. Angepflanzt, 
auch in Heidepflanzungen. Österreichische K. Schwarz-K. 

P. Laricio Poir. 

•s, 

Abies Tourn. Tanne. 

1. Nadeln an der Spitze ausgerandet, über 20 mm lang; 
F.schuppen von der Zapfenachse einzeln abfallend; 
Zapfen über 15 cm lang, aufrecht 2 

— — Nadeln an der Spitze abgerundet, unter 20 mm 
lang, Zapfen ganz abfallend, 3-10 cm lang. Hierher die 
seltener angepflanzten Arten A. canadensis Mich. : Zweige 
fein behaart, Zapfen aufrecht oder überhängend, eifg., 
etwa 3 cm lang, u. A. Dougläsii Lmdl. : Zweige kahl, 
Zapfen aufrecht, bis 10 cm lang. 

2. Nadeln meist über 25 mm, Zapfen 20 cm. u. darüber 
lang. Angepflanzt. Nordmanns T. A. Nordmanniäna Stev. 

— — Nadeln kaum 25 mm, Zapfen bis 18 cm lang. 
Bl. 5 ; H. bis 50 m. Angepflanzt, auch in Waldpflanzungen. 
Edel-T. Weifs-T. {A. pedinäta DC.) . . A. alba Mill. 

Picea ' Lk. Fichte. 

1. Junge Zweige fein behaart; Nadeln dunkelgrün, kaum 
15 mm lang, mit kurzer, dicker Spitze; Zapfen kaum 

5 cm lang. Angepflanzt. Schwarz-F. . . P. nigra Lk. 

— — Junge Zweige kahl; Nadeln länger 2 

2. Nadeln dunkelgrün, spitz, stechend; Zapfen bis 15 cm 
lang. Bl. 5; H bis 50 m. Häufig, namentlich auch in 
Wäldern angepflanzt. Gemeine F. Rottanne. P. excelsa Lk. 



Coniferae. — Equisetaceae. 2ü3 

— — Nadeln zwischen den Kanten weifslich, daher 
graugrün, stumpflich; Zapfen bis 7 cm laDg. Ange- 
pflanzt. Weifs-F F. alba Lk. 

Larix Tourn. Lärche. 
Baum bis zu 30 m hoch ; Zweige an der Spitze oft über- 
hängend; Zapfen kurz eifg., zur Bl.zeit rot. Bl. 5. 
Häufig angepflanzt. Gemeine L. (Pinus Larix L.) 

L. decidua Mill. 



B. Cryptogamae L». (L. XXIV.) 

118. Farn. Equisetäceae DC. 

Equisetiim Tourn. Schachtelhalm. 2\.. 

1. F.stengel wenigstens anfangs unverzweigt, nicht grün; 
unfruchtbare St. verzweigt, grün . 2 

— — F.stengel den unfruchtbaren gleichgestaltet, grün 5 

2. F.stengel früher als die unfruchtbaren erscheinend, nach 
der F.reife absterbend 3 

— — F.stengel gleichzeitig mit den unfruchtbaren er- 
scheinend, anfangs braun, astlos, nach der F.reife grün 

u. mit Asten, den unfruchtbaren sehr ähnlich werdend 4 

3. F.stengel im April, weifslich, dick, bis 0,4 m hoch; 
Scheiden bräunlich, trichterfg., sehr genähert, 20-30zäh- 
nig; unfruchtbare St. im Mai, weifs, bis über 1 m hoch, 
mit zahlreichen grünen Asten, Schattige, quellige 
Waldplätze, im Osten zerstreut, seltener an der Elbe, 
(Var. serotinum A. Br. ■ F.stengel im Sommer mit grünen 
Asten erscheinend, selten. Ostschleswig.) Elfenbein-Sch. 
{E. Telmateja Ehrh.) E. maximum Lmk. 

— — F.stengel im April, bräunlich, 20-30 cm hoch; 
Scheiden walzenfg., aufgeblasen, entfernt, 8-12zähnig; 
unfruchtbare St. im Mai, grün, bis 0,8 m hoch, mit grünen 
Asten. Acker, Triften, gemein. Acker-Sch. Duwok. 

E. arvense L. 

4. F.- u. unfruchtbare St. im April; Scheiden des F.- 
stengels entfernt, grünweiCs, eng anliegend, mit 10-15 
spitzen Zähnen; Aste des unfruchtbaren St. meist un- 
unverzweigt. Wälder, Gebüsche; in Schleswig zerstreut, 
nach Süden seltener. Hain-Sch. (E. umhrösiim Meyer.) 

E. pratense Ehrh. 

— — F.- u. unfruchtbare St. im Mai; Scheiden des 
F.Stengels genähert, oberwärts braun, weit glockenfg., 



204 Equisetaceae — Marsiliaceae. 

mit 5-6 stumpfen Zähnen; Äste des unfruchtbaren St. 
bogig überhängend, verzweigt. Wälder häufig, seltener 
auf Ackern. Wald-Sch E. silväticum Ii. 

5. F.ähre stumpf; St. glatt oder wenig rauh, im Herbst 
welkend 6 

— — F.ähre stachelspitzig; St. graugrün, von Kiesel- 
höckern sehr rauh, meist überwinternd 7 

6. St. meist ganz unverzweigt oder mit kurzen Asten, ge- 
streift; Scheiden kurz cylindrisch, anliegend, 15-20zäh- 
nig. F. 5, 6. Teiche, Sümpfe, häufig. Schlamm-Sch. 

E. limosum L. 

— — St. meist reich verzweigt, gefurcht, zuweilen viele 
der Äste Ähren tragend (Var. polystächyum Willd.). 
Scheiden grün, oberwärts trichterfg. ; 6-8zähnig. F. 5, G. 
Sumpfige Wiesen, Ufer, Triften, gemein. Sumpf-Sch. 
Duwok E. palüstre L. 

7. St. unverzweigt oder oberwärts mit wenigen kurzen 
Ästen ; Scheiden anliegend, oben ziemlich breit schwarz 
berandet oder ganz schwarz; Zähne bald abfallend. F. 
5, 6 oder 7, 8; H. 0,3-1 m. Sandige Ufer, besonders 
an Waldbächen, zerstreut aber sehr gesellig. Winter-Sch. 

E. hiemäle L. 

— — St. meist mit langen Ästen; Riefen mehr ge- 
wölbt; Scheiden locker anliegend, nach oben deutlich 
trichterfg., grün, nur am Grunde der meist bleibenden, 
häutigen, pfriemlichen Zähne schwarz. F. 6-8. Sehr 
selten; Eibufer bei Hamburg. Ästiger Winter-Sch. 

E. ramosissimum Desf. 



119. Fam. Marsiliäceae Broiiguiart. 

Piluläria Vaill. Pillenkrant. 

St. 15-16 cm lang; ß, 5- 10 cm, im Wasser oft länger. 
2|.; Fr. 7, 8. Seeufer, Torfgräben, sehr zerstreut. G-e- 
meines P P. globulifera L. 

Salviniii Miclieli. Salvinie. 

B. kurz gestielt, sich mit den Rändern deckend, ober- 
seits mit borstenfg.en Warzen, unterseits angedrückt be- 
haart. ; F. 9r 10 ; St. bis 5 cm lang. Stehende u. 
langsam fliefsende Gewässer, besonders im FloCsholz, 
sehr selten. Lauenburg, Hamburg; bei Lübeck wohl 
verschwunden. Schwimmende S. . . . S. natans All. 



Lycopodiaceae. 205 

120. Fam. Lycopodiäceae DC. 

Isoetes L. Braclisenkraut. 2\.. 
B. pfriemenfg., halbstielrund, dunkelgrün, meist steif und 
zerbrechlich, innen quer -fächerig; Grofssporen mit 
netzartigen, gewundenen Leisten besetzt. F. 7-9 ; B. 
5-20 cm lang. Seen mit Sand- oder Kiesgrund, selten ; 
Apenrade, Eckernförde, Kiel, Segeberg, Trittau u. im 
Lauenburgischen. Gemeines B. ... I. lacüstris L. 

— — B. hellgrün, länger zugespitzt, meist weich und 
biegsam; Grofssporen mit spitzen, leicht abfallenden 
Stacheln besetzt; sonst wie vor.; Seen u. Teiche mit 
Schlammgrund. Sehr selten, Itzehoe. Stachelsporiges B. 

I. echinospora Dur. 

Lycopödiuin Tourii. Bärlapp. 2\.. 
Sporenbehälter einzeln in den Achseln von B., die den 
übrigen gleichgestaltet sind. F. 8-10; H. 8-30 cm. Schat- 
tige Wälder, Torfmoore, sehr zerstreut. Tannen-B. 

Ij. Selago L. 

Sporenbehälter in endständigen, aufrechten Ähren, 

ihre Tragb. von den übrigen B. verschieden .... 2 
Ähren sitzend, einzeln 3 

— — Ähren gestielt, meist zu mehreren zusammen . 4 
St. 5-JOcm lang, wurzelnd; B. ganzrandig, am kriechen- 
den St. aufwärts gerichtet, an den F.zweigen allseitig 
abstehend; Tragb. so lang oder länger als die B. ; 

F. 7, 8. Heidesümpfe, zerstreut. Sumpf-B. L. inundatum L. 

— — St. bis fast 1 m lang, kriechend; B. horizontal 
abstehend, lineal-lanzettlich, gesägt, länger als die breit 
eifg.en Tragb. F. 8, 9. Wälder, ileiden, sehr zerstreut. 

Sprossender B L. annötinum L. 

St. oberirdisch lang kriechend, bis 1,5 m lang; B. mit 
langer, weifser Haarspitze, gelbgrün; Ähren meist zu 2, 
seltener zu 1,3 oder 4. F. 7, 8. Heiden, Eichengestrüppe, 
zerstreut aber gesellig. Gemeiner B. . L. clavatum L. 
St. unterirdisch lang kriechend ; Äste aufrecht, wie- 
derholt gegabelt, bläulich grün, mit büschelig gedrängten 
abgeplatteten Zweigen, die mit 4zeiligen schuppenfg.en 

B. besetzt, an Sabina-Äste erinnern; Mitteltrieb 2-6 öfters 
verzweigte Ähren tragend. F.Ende 8, 9. Heiden, 
Eichengestrüppe, selten aber oft sehr gesellig. Von 
Lauenburg durch das westl. Holstein; Nordwestschles- 
wig. Cypressenartiger B. L. Chamaecyparissus A. Br. 



206 Filicis. 

ui. Fam. Filices Willd. 

Botrycliium Sw. Mondraute. 

Unfruchtbarer B.teil etwa in der Mitte der Pfl. abgehend, 
sitzend, gefiedert; Fiedern aus keilfg.em Grunde schief 
halbmondfg., ganzrandig oder gekerbt. 2|.; F. 6, 7; H. 
5-20 cm. Hügel, Heiden, sehr zerstreut. Gemeine M. 

B, Lunaria Sw. 

Ophioglössuiii L. Natterzunge. 

Unfruchtbarer B.teil in oder über der Mitte der Ffl. 
abgehend, länglich-eifg., stumpf. 2j.; F. 6, 7; H. 5-30 cm. 
Waldwiesen, Gebüsche, sehr zerstreut. Gemeine N. 

O. vulgatum L. 

Osmünda Tourn. Rispenfarn. 

Fiederchen länglich, stumpf, am Grunde schief, meist 
klein gesägt; zuweilen auch einzelne der mittleren Fie- 
dern Sporenbehälter tragend (Var. interrupta Milde.). 
Wälder, Moore, zerstreut. Königsfarn . O. regälis L. 

Polypödiiim Tourn. Tüpfelfarn. 

Grundachse kriechend, mit braunen Schuppen dicht be- 
setzt; B. im Umrifs länglich; Fiedern abwechselnd, 
länglich-lanzettlich, ganzrandig oder schwach gesägt. 
21.; F. 8. 9; H. 10-40 cm. Schattige Abhänge, Steinwälle 
häufig. Engelsüfs P. vulgare L. 

Phegöpteris Fee. Buchenfarn. ^. 

B. im Umrifs breit Seckig, kahl, auf dem Stiel fast wage- 
recht ausgebreitet, Szählig, die Abschnitte gefiedert, mit 
tief fiederspaltigen unteren, und gekerbten oberen 
Fiedern. F. 7. 8; H. 15-30 cm. Schattige Wälder, 
besonders an Abhängen, zerstreut. Eichenfarn. 

P. Dryopteris Fee. 
— — B. im Umrifs herzfg. -länglich, zerstreut weich- 
haarig, aufrecht, gefiedert , mit fiederspaltigen Fiedern, 
das unterste Fiedernpaar abwärts gerichtet; B.stiel mit 
Spreuschuppen. Sonst wie vor., sehr zerstreut. Buchen- 
farn P. polypodioides Fee. 

Polystichum Rtli. Punktfarn. 2|.. 
I . B. gefiedert ; Fiedern mehr oder weniger tief fieder- 
spaltig 2 

B. doppelt gefiedert mit fiederspaltigen Fiederchen; 

(bei Var. düatätum Hoffm. fast 4fach gefiedert); Ab- 



Fiiicis. 207 

schnitte stach elspitzig^ gezähnt. F. 7, 8; H. 0,4-4-1,2 m. 
Feuchte Wälder, häufig. Dorniger P. P. spinulösum DC. 

2. Abschnitte der Fiedern ganzrandig oder etwas ausge- 
schweift 3 

— — Abschnitte der Fiedern wenigstens an der Spitze 
gezähnt 4 

3. Grrundachse kriechend; B. etwas blaugrün, am Grunde 
kaum verschmälert, lang gestielt; Stiel ohne Spreu- 
schuppen; Sporenhäufchen nahe am Rande, der sich 
zuletzt zurückrollt, wodurch der B.abschnitt oeckig- 
sichelfg. wird. F. 7, 8; H. 20-60 cm. Tiefe Sümpfe, 
besonders an Seeufern, nicht selten. Sumpf-P. 

P. Thelypteris Rth. 

— — Grundachse kurz; B. gelbgrün, von der Mitte 
aus nach oben und unten verschmälert, unterseits drüsig, 
kurz gestielt; Stiel mit Spreuschuppen; B. abschnitte 
flach, stumpf, kaum zurückgerollt, F. 7, 8; H. 0,4-1 m. 
Schattige Wälder, aber auch Heidehügel, selten. Süd- 
östl. Gebiet, Angeln. Berg-P. (P. Oreopteris Ehrh.) 

P. montanum Rth. 

4. Sporentragende Fiedern gedreht, die Rückseite nach 
oben wendend; B. im ümrifs schmal lanzettfg. ; Ab- 
schnitte der Fiedern stachelspitzig-gezähnt; Stiel meist 
nur am Grunde mit Spreuschuppen. F. 7, 8; H. 
30-60 cm. Torfmoore, Waldsümpfe, meist nicht selten. 
Kammförmiger P P. cristatum Kth. 

— — Sporentragende Fiedern nicht gedreht ; B. im 
Umrifs breit lanzettfg. ; Zähne der Fiederabschnitte 
nicht stachelspitzig; Stiel und Spindel mit braunen 
Spreuschuppen. F. 7, 8 ; fl. 0,5-1,2 m. Wälder, Hecken, 
sehr häufig. Wurmfarn. . . . . P. Filix mas. Rth. 

Cystöpteris Beruh. Blasenfarn. 

B. im Umrifs lanzettfg. oder länglich eifg. , zugespitzt, 
doppelt gefiedert, das unterste Fiedernpaar kürzer als 
das folgende; Fiederchen gelappt oder fiederspaltig. 2(.; 
F. 7, 8; H. 10-30 cm. An Mauern, Steinwällen, iu 
Hohlwegen. Im Osten sehr zerstreut, sonst fehlend. 
Zerbrechlicher B C. fragilis Beruh. 

Aspl^niiim L. Streifenfarn. 21^. 
1. Sporenhäufchen meist linealisch und einzeln; Pfl. 
höchstens 30 cm hoch 2 

— — Sporenhäufchen länglich oder oval; B. bis 1,2 m 
lang, zart, im Umrifs elliptisch oder breit lanzettlich, 
doppelt gefiedert, mit fiederspaltigen Fiederchen; Stiel 



208 Filicis. 

und Spindel unterwärts sparsam spreuschuppig-; F. 7, 8. 
Feuchte Wälder und Gebüsche, häufig. Weiblicher St. 

A. Filix femina Bernh. 
-2. ß. aus 2, selten bis 5 lineal-lanzettlichenB.chen bestehend, 
lang gestielt. F. 7, 8; H. 8-15 cm. Steinwälle, sehr 
selten. Trittau. Nordischer St. A. septentrionale HofFm. 
— — B. einfach gefiedert, im Umrifs linien-lanzettfg.. 
Stiel u. Spindel dunkelbraun, glänzend; ß.chen sitzend, 
schief eifg., stumpf. F. 7, 8; H. 8-30 cm. Steinwälle, 
selten. Ratzeburg, Trittau, Hamburg, Lübeck, Kiel, 

Angeln. Brauner St A. Trichomanes L. 

B. abnehmend-doppelt-gefiedert, im Umrifs oeckig- 

-eifg. ; Fiederchen letzter Ordnung verkehrt - eifg. bis 
lineal-keilfg. F. 7-10; H. 3-15 cm. Alte Mauern, sehr 
selten. An der Kirche in Nieblum aufFöhr, am Dom 
jzn Ratzeburg. Mauerraute . . . A. Ruta muräria L. 

Blechmim L. Rippenfarn, 

Unfruchtbare B. hellgrün, lederartig, überwinternd, 
wagerecht ausgebreitet, im Umrifs lanzettlich, frucht- 
bare viel länger, bis 60 cm, mit meist schmäleren Ab- 
schnitten, aufrecht. 2^.; F. 7, 8. Feuchte Wälder, be- 
sonders aber an Grabenrändern und Wällen der Heide- 
gegenden, stellenweise sehr häufig. Gemeiner R. 

B. Spicant With. 

Pteris L. Saumfarn. 

-Grundachse kriechend; B. bogenfg. -übergeneigt, 3fach 
gefiedert; unterste Fiedern gestielt; Gefäfsbündel des 
ß. Stiels auf dem Querschnitt die Figur eines Doppel- 
adlers bildend. 2\.; F. 7, 8; H. 0,4-3 m. Wälder auf 
Sandboden, Heiden, sehr häufig. Adlerfarn. P, aquiliaa L. 

Struthiopteris Willd. Strau/sfarn. 
Unfruchtbare B. nach dem Grunde allmählich stark ver- 
schmälert, kurz zugespitzt, im Umrifs elliptisch-lanzett- 
lich, einen zierlichen Trichter bildend, in dem die weit 
kürzeren, dicken und steifen fruchtbaren B. stehen, 
deren Fiedern fast cylindrisch zusammengerollt sind. 
^; F. 7, 8; H. der unfruchtbaren B. 0,4-1,2 m. Feuchte 
Wälder, angeblich bei Trittau, nicht selten als Zierpfl. 
Deutscher St St. germanica Willd. 



Register der lateinischen Gattungs- und 
Familiennamen . 

(Die Synonyme sind kursiv gedrucktj. 
Seite 

Abies LXIII . 202 
AcerXXXIVSl, 32 
Aceraceae . .31 
Achillea XVIII 93 
Achyrophorus 

XIV ... 102 
Aconitum XLII 7 
Acorus LVI . 16 t 
Actaea 

XXXVIII . 7 
Adonis XLII . 3 
Adoxa. XXIV, 

XXX, XLIV 81 
Aegilops . L . 200 
Aegopodium 

XL VI ... 75 
Aesculus 

XXXIX . . 32 
Aethusa XLVI 76 
Agrimonia 

XLVII . . 62 
Agropyrum . .197 
Agrostemma 

XXXVII. . 25 
Agrostis LH . 187 
Ailantus XLI . 35 
Aira LH . . 189 
Ajuga XXVII . 131 
Alhersia . . .136 
Alcherailla LV 61 
Alectorolophus 

XXV . . . 123 

Pralil, Flora von Schleswig-Holstein. 14 





Seite 




Seite 


Alisma LVI • 


155 


Anetlmm XLV 


78 


Alismaceae . 


155 


AngelicaXLVII 


77 


Allium LVIII . 


167 


Anthemis 




Alnus LXII . 


150 


XVIII. . . 


93 


Alopecurus LI . 


186 


Anthericum 




Alsinaceae . . 


25 


LVIII. . . 


167 


Alsine XXXVI 


26 


Anthoxanthum 




Althaea 




LI . • . 


186 


XXXVIII . 


30 


Anthriscus 




Alyssum 




XLVII . . 


79 


XXXIII . . 


15 


Anthyllis XL . 


38 


Amarantaceae 


136 


Antirrliinum 




AmarantusLXV 


136 


XXV . . . 


119 


Amaryllidaceae 


Apera .... 


187 


LVII . . . 


685 


Apium XLVI . 


75 


Ambrosia . . 


19 


Apocynaceae . 


111 


Amelanchier 




Aquifoliaceae 


HO 


XLVIII . . 


65 


Aquilegia XLII 


6 


Ammi XLVI . 


75 


Araceae LXVI 


161 


Ammophila 188, 


189 


Arabis XXXI . 


12 


Amorpha XL . 


42 


Araliaceae . . 


80 


Ampelidaceae 


32 


Archangelica 




Ampelopsis 




XLVI . . . 


77 


XXXIV . . 


32 


Arctostaphylus 




Amygdalaceae 


46 


XXIV . . . 


108 


Amygdalus 




Arenaria 




XXXVIII . 


46 


XXXVII . . 


27 


Anagallis XXII 


133 


Aristolochia 




Anchusa XXIII 


114 


LIX . . . 


145 


Andromeda 




Aristolochiaceae 


XXIV . . . 


109 




145 


Anemone XLIIJ 


2 


ArmeriaXXXVI135 



210 



Register der lateinischen Gattungs- und Familiennamen. 



Seite 

Arnica XVII . 95 
Arnoseris XV . 100 
Arrhenatherum 190 
Artemisia XVI 92 
Arum LXVl . 161 
Aruncus LXIV 48 
Asarum LIV . 145 
Asclepiadaceaelll , 
Asparagus 

LVII, LVIII 169 
Asperugo XXIII 114 
Asperula XXIX 83 
Asplenium 

LXVIII . . 207 
Aster XVII. . 87 
Astragalus XL 42 
AstrantiaXLIV 74 
Atriplex LVI, 

LXV ... 139 
Atropa XXI . 117 
AvenaLII 189, 190 

BallotaXXVIII 130 

Balsaminaceae 34 
Barbaraea 

XXXII . . 11 
Batrachium . . 3 
Bellis XVIII . 88 
Berberidaceae 

XXXI \ . . 8 
Berberis 

XXXIV . . 8 
Berteroa 

XXXIII . . 15 
Berula XL^'I . 76 
Beta LVI . . 139 
Betonica . . .129 
Betula LXIl . 150 
Betulaceae 

LXI . . . 150 
Bidens XW 

XVIII . . 90 

Bifora XLV . öO 
Blechnum 

LXVIII . . 208 



Blysmus . . .175 
Borraginaceae 

XXII ... 114 
Borrago XXII 114 
Botrychium 

LXVIII . . 206 
Brachypodium 

LIII . . . 197 
BrassicaXXXII 14 
Briza LIII . . 191 
Bromus LIII . 195 
Brunella 

XXVII . . J31 
Bryonia LXIV 70 
Bulliarda XLI . 71 
Bunias XXXIII 19 
BupleurumXLV 76 
Butomaceae . 155 
Butomus LIX . 155 
Buxaceae . . 147 
Buxus LX . . 147 

Cakile XXXir, 

XXXIII . . 19 
Calamagrostis 

LI .... 188 
Calamintha 

XXVII . . 127 
Calendula 

XVIII . . 96 
Calla XLIX. 

LXVI ... 161 
Calliopsis XVIII 90 
Callistephus 

XVII ... 87 
Cällitrichaceae 68 
Callitriche 

LXVII . . 68 
Calluna XXIV. 109 
Caltha XLIII . 6 
Calycanthaceae 66 
Calycanthus 

XLVIIl . . 66 
Camelina 

XXXIII . . 16 



I Seite 

I Campanula 

I XXIX ... 106 

I Campanulaceae 

XXIX ... 106 
Cannabaceae 

LXV ... 147 
Cannabis LXV . 147 
Caprifoliaceae 

XXIX . . 81 
Capsella XXXII 18 
Caragana XL . 42 
Cardamine 

XXXI ... 12 
Carduus XVI . 99 
Carex LXVI . 177 
Carlina XVI . 97 
Carpinus LXII 149 
Carum XLVI . 75 
CastaneaLXI . 149 
Catabrosa LIII 193 
Caucalis XLVII 79 
Celastraceae . 36 
Centaurea XV, 

XVI ... 97 
Centunculus XX 133 
Cephalanthera 

LX .... 162 
Cerastium 

XXXVIl . . 28 
Ceratophyllaceae 

69 
Ceratophyllum 

LXV ... 69 
Chaerophyllum 

XLVII . . 80 
Chaiturus 

XXVIII . . 130 
Chamagrostis 

LI .... 187 
Cheiranthus 

XXXI ... 10 
I Chelidoniuni 
I XXXVIII . 9 
I Chenopodiaceae 

LV . . . . 137 



Register der lateinischen Gattungs- und Familiennamen. 



211 



Seite 
ChenopodinaLV 137 
Chenopodium 

LIV, LVI . 137 
Chimophila . .109 
Chondrilla XIV 102 
Chrvsanthemum 

X VL XVIII . 94 
Chrysosplenium 

LVI ... 74 
Cicendia XX .112 
Cicer XL . . 43 
Cichorium XV . 100 
Cicuta XL VI . 74 
einer aria. . . 95 
Circaea XLIV . 67 
Cirsium XVI . 99 
Cistaceae . . 19 
Cladium . L . 174 
ClaytoniaXXXV 71 
Clematis XLIII 1 
Clinopodium . J27 
Cnidiura XL VI 77 
Cochlearia 

XXXIII . . 16 
Colchicum LIX 170 
Colutea XL . . 42 
ComarumXLIV" 59 
Compositae 

XIII . . . ö6 
ConiferaeLXIl201 
Conium XLVII 80 
Convallaria 

LVIII . . .169 
Con vol vulace ae 

113 
ConvolvulusXXI 113 
Coralliorrhiza 

LIX . . .163 
Coriandrum 

XLV ... 80 
Cornaceae . . 80 
Cornus XLIV . 80 
Coronaria 

XXXVII . . 25 
Coronilla XL . 42 



Seite 



Seite 



Coronopus 




Daphne XLIX 


144 


XXXIII . . 


18 


Delphinium 




Corrigiola 




XLII . . . 


7 


XXXVI . . 


71 


Dentaria XXXI 


13 


Corydalis 




DianthusXXXV 


23 


XXXIX . . 


9 


Dicentra 




Coryhis LXI . 


149 


XXXVIII . 


10^ 


Corynephorus . 


190 


Dictamnus 




Cotula XVI. . 


93 


XXXV . . 


35- 


Crambe XXXIII 


19 


DiervilleaXXlX 


. 82- 


Crassulaceae 




Digitalis XXVI 


120- 


XLl. . . . 


71 


Digitaria . . . 


184. 


Crataegus 




Digraphis . . 


185 


XLVIII . . 


64 


Diplotaxis 




Crepis XIV . . 


104 


XXXII . . 


15 


Crocus LVII . 


164 


Dipsaceae 




Cruciferae 




XXVIII . . 


8^ 


XXXI . . . 


10 


Dipsacus 




Cucubalus 




XXVIII . . 


85 


XXXVI . . 


24 


Doronicum 




Cucumis LXIV 


70 


XVII . . . 


95 


Cucurbita LXI V 


70 


Draba XXXIII 


16 


Cucurbitaceae 




Drosera XXXVI 


22 


LXIV . . . 


70 


Droseraceae . 


22 


Cupressus . . 


201 






Cupuliferae 




Echinops XIII, 




LXI . . . 


149 


XXIX. . . 


96 


Cuscuta XX. . 


113 


Echinopsilon . 


137 


Cyclachaena . . 


89 


EcUnospermum 


114 


CydomaXLVIIl 


65 


Echium XXIII, 




Cynoglossum 




XXVI . . . 


115 


XXIII . . . 


114 


Elaeagnaceae. 


145 


Cynosurus LH . 


J93 


Elaeagnus 




Cyperaceae 




XLVIII . . 


145 


XLIX . . . 


173 


Elatinaceae . 


28 


Cyperas . L . 


173 


Elatine XXXIV 


28 


Cvstopteris 




Elodea LXIV . 


154 


LXVIII . . 


207 


ElssholziaXXV1125 


Cytisus XL . . 


37 


Elymus . . . 


199 






Empetraceae . 


145 


Bactylis LIII . 


193 


Empetrum 




Dahlia XIV, 




LXIII . . . 


145 


XVIII . . . 


89! 


Endymion 




Datura XXI . 


117 1 


LVIII . . . 


169 


Daucus XLVII 


78! 


EpilobiumXLIV 

14* 


66 



212 



Register der lateinischen Gattuugs- und Familiennaiueu. 



Seite 
Epimedium 

XXXI ... 8 
Epipactis LX . 163 | 
Epipogon LIX 162 j 
Equisetaceae . 203 j 
Equisetum 1 

LXVII . . 203 I 
Eragrostis LIII 192 1 
Eranthis XLIII 6 , 
Erica XXIV . 109 1 
Ericaceae 

XXIV ... 109 
Erigeron XVII 87 | 
Eriophorum . L 177 i 
ErodiumXXXV 34: 
Erophila 

XXXIII . . 16 
Erucastrum 

XXXII . ; 15 
Eryngium XLV 74 
Erysimum 

XXXII . . 14 
ErythraeaXXII 112 
EupatoriumXVI 86 
EujjJiorbia . . 146 
Euphorbiaceae 146 
EuphrasiaXXV 123 
Evonymus 

XXXIV . . 36 

Fagopyriüu . . 143 
Fagus LXI . . 149 
Fafearia XL VI 75 
Festuca LIII . 194 
Ficaria XLII . 5 
Filago XVI. . 91 
Filices . . .206 
Foeniculum 

XLV ... 77 
Fragaria XLIII 59 
Frangula . . 36 
Fraxinus XXX, 

XL VIII . .111 
Fritillaria 

LVIII . . . 166 



Seite 



Seite 



Fumaria 


1 

1 


Helichrvsum 




XXXIX . . 


10 


XVI "... 


92 


Pnmariaceae . 


9 i 


Helleborus 








XLIII . . . 


6 


Oagea LVIII . 


166 1 


Helosciadium 




Galantlius LIX 


165 1 


XLVI . . . 


7f» 


Galeobdolon . . 


128 


Hemerocallis 




Galeopsis 




LVII . . . 


170 


XXVII . . 


128 


Hepatica XLIII 


2 


Galinsoga 




Heracleum 




XVIII. . . 


90 i 


XL VII . . 


7^ 


Oalium XXIX. 


83 


Herminium LX 


162 


Genista XL . 


37 


Herniaria LV . 


71 


G-entiana XXII 


112 


Hesperis XXXI 


13 


Gentianaceae 




Hieracium XIV 


104 


XX. . . . 


112 


Hierochloa LH 186 


Geraniaceae 




Hippocasta- 




XXXV . . 


33 


naceae . . 


32 


Geranium 




Hippophaes 




XXXV . . 


33 


LXIII. . . 


145 


Geam XLIII . 


49 


Hippuridaceae 


68 


Gladiolus LIX. 


164 


Hippuris LXVII 


68 


Glaucium 




Holcus LH . . 


190 


XXXVIII . 


9 


Holosteum 




Glaux LV . . 


1.34 


XXXVI . . 


27 


Glechoma . . 


128 


Honckenya 




Glyceria LIII . 


193 


XXXVI . . 


26 


Gnaphalium 




Hordeum . L . 


199 


XVI . . 


91 


Hottonia XX . 


134 


Goodyera LX 


163 


Humulus LXV 


147 


Gramina . L 


184 


Hyacinthus 




Gratiola XXV 


120 


LVII . . . 


170 


Grossulariaceae 72 


Hydrocharis 




GymnadeniaLX 162 


LXIV . . . 


155 


Gvpsophila 




Hydrochari- 




XXXV . 


23 


taceae . . . 

Hydrocotyle 


154 


Halorrhagi - 




XLV ■. . . 


74 


dacieae . 


68 


Hvoscyamus 




Hedera XLIV 


80 


XXI, XX V 


117 


Heleocharis . 


. 174 


Hypericaceae . 


31 


Helianthemum 




Hypericum 




XXXVIII 


. 19 


XXXVIII . 


31 


Helianthus 




Hypochoeris 




XVIII 


. 90 


XIV . . . 


102 



Register der lateinischen «attuiigs- und Familieniiameu. 



213 





Seite 




Seite 


Lupinus 




Hypopityaceae 


109 


Lavatera 




XXXIX . . 


37 


Hyssopus 




XXXVII . . 


30 


Luzula LVII . 


173 


XXVII . . 


126 


Ledum XXXIV 


109 


Lycium XXI . 


116 






Lemna LXVII 


160 


Lycopodiaceae 


205 


Jasione XXIX 


J06 


liemnaceae 


160 


Lycopodium 




Iberis XXXII . 


17 


Lens XL . . 


45 


LXVIII . . 


205 


IlexXX, LXIII 


110 


Lentibula- 




Lycopus XXVI 


126 


Illecebrum LV 


71 


riaceae 




Lvsimachia 




Impatiens 




XXIV . . . 


131 


XXII . . . 


132 


XXXIX . . 


34 


Leontodon XIV 


101 


Lythraceae 




Inula XVII. . 


88 


Leonurus 




XXXV . . 


66 


IridaceaeLVII 164 


XXVIII . . 


130 


LythrumXXXV 


69 


Iris LVII . . 


164 


Lepidium 








Isnardia LVI . 


67 


XXXII . . 


17 


Magnoliaceae 


,s 


IsoetesLXVIII 


205 


Lepturus . L . 


201 


Mahonia 




Juglandaceae . 


148 


Leucojum LIX 


165 


XXXIV 


8 


Juglans LXI . 


148 


Levisticum XL V 


77 


Majanthemum 




Juncaceae 




LibanotisXLVI 


77 


LV . . . . 


169 


LVII . . . 


170 


Ligustrum XIX 


111 


Malachium 




Juncaginaceae 




Liliaceae LVII 165 


XXXVII . . 


28 


LVII . . . 


J56 


Lilium LVIII . 


J69 


Malaxis LX . 


164 


Juncus LVII . 


170 


Limnaiithemum 




Malva XXXVI 


29 


Jimiperus LXII 


201 


XXII . . . 


112 


Malvaceae 








Limosella XX . 


120 


XXXVII . . 


29 


Kerria XLIII. 


49 


Linaceae . . 


29 


Marrubiuni 




Knautia 




Linaria XXV . 


119 


XXVI . . . 


130 


XXVII] 


86 


Linnaea 




Marsillaceae . 


204 


Kochia LV . . 


137 


XXVIII . . 


83 


Matriraria . . 


94 


Koeleria LH . 


189 


LinmnXXXVII 


29 


MatthiolaXXXI 


10 






Liparis LX . . 


164 


Medicago XLI 


38 


JLabiatae 




Liriodendron 




Melampyrum 




XXVI . . . 


125 


XLI . . . 


8 


XXV . . . 


412 


Lactuca XIV . 


103 


Listera LX . . 


163 


Melandryum 




Lamium 




Lithospermum 




^ÜXNli, 




XXVIII . . 


128 


XXIII. . . 


115 


LXIV . 24 


, 25 


Lampsana X^' . 


100 


Litorella LXIV 


135 


Melica LH . . 


191 


Lappa XV . . 


98 


Lobelia XXIX. 


106 


Melilotus XLI . 


39 


Lappula XXIII 


114 


Lobeliaceae . 


106 


Melissa XXVII 


127 


Larix LXII. . 


203 


Lolium . L . 


200 


Mentha XXVI 


125 


Laserpitium 




Lonicera 




Menyanthes 




XL VII . . 


78 


XXIX. . . 


82 


XXII . . . 


112 


Lathraea XXV 


125 


lioranthaceae 


81 


Mercurialis 




Lathyrus XL . 


45 


Lotus XLI . . 


41 


LXVI . . . 


146 


Lavandula 




Lunaria 




Mespilus 




XXVI . . . 


125 


XXXIII . . 


16 


XLVIIl . . 


64 



214 



Register der lateinischen Gattungs- und Familiennameu. 



Seite 

Milium LI . . 189 

Mimulus XXV 120 

Mirabilis LIV . 140 
Moehringia 

XXX, XXXV 27 
Molinia LH . 193 
Monotropa 

XXXI, 

XXXIV . . HO 
Montia XXIV . 70 
Moraceae . .148 
Morus LXI . .148 
Muscari LVIII 170 
Myag^rum 

XXXIII . . 18 
Myosotis XXIII 115 
Myosurus XLII 3 
Myrica LXII . 150 
Myricaceae . 150 
Myriophyllum 

LXIV ... 68 
Myrrhis XL VII 80 

Kajadaceae . 156 
Najas LXVII . 159 
Narcissus LIX. 165 
Nardus . L . 201 
Narthecium 

LVIII . . .170 
Nasturtium 

XXXI. . . 10 
NegundoLXIII 32 
Neottia LIX . 163 
NepetaXXVII . 127 
Neslea XXXIII 19 
Nicandra XXI. 117 
Nicotiana XXI 117 
Nigella XLIII . 6 
Nuphar 

XXXVIII . 8 
Nyctaginaceae 140 
Nymphaeaceae 

XXXVIII . 8 
Nvmphaea 

XXXVIII . 8 



Seite 

Obione LVI . 139 
OenantheXLVI 76 
Oenothera 

XLIV. . . 67 
Oleaceae XIX 111 
Omphalodes 

XXIII. . .114 
Onagraceae . 66 
Onobrychis XL 43 
Ononis XL . 37 
Onopordon XV 99 
Ophioglossum 

LXVIII . . 206 
Orchidaceae 

LIX ... 161 
Orchis LX . .161 
Origanum 

XXVII . . 126 
Ornithogalum 

LVIII . . .167 
Ornithopus XL 42 
OrobancheXXV 124 
Orobus . . 45, 46 
Oryza LI . . 187 
Osmunda 

LXVIII . . 206 
Oxalidaceae . 34 
OxalisXXXVII 34 

Paeonia XLII. 7 
Panicum LI .184 
Papaveraceae 

XXXVIII . 8 
Papaver 

XXXVIII . 8 
Papilionaceae 

XXXIX . . 36 
Parietaria LIV 147 
Paris LIX . .169 
Parnassia 

XXXVI . . 22 
Paronychiaceae 71 
Pastinaca XLV 78 
Pedicularis 

XXVI. . . 124 



Seite 

PeplJs XXXV . 69 
Fersica ... 46 
Petasites XVI. 

XVIII . . (S6 
Petroselinum 

XLV ... 75 
Petunia XXI . 118 
Peucedanum 

XLVII . . 77 
Phalaris LI . . 184 
Phaseolus XLI 46 
Phegopteris 

LXVIII . . 206 
Phelipaea . .125 
Philadelpha- 

ceae ... 69 
Philadelphus 

XLIV ... 69 
Phleum LI . . 186 
Phragmites LH 189 
Physalis XXI . 117 
Phyteuma 

XXIX. . . 106 
Picea LXII . . 202 
Picris XIV . . 101 
Pilularia LXVII 204 
Pimpinella 

XLVI ... 75 
Pinardia ... 94 
Pinguicula 

XXV ... 131 

Pinus LXII . . 202 

I Pirola XXXV . 109 

i Pirus XLVIII . 65 

I Pisum XL . . 45 

1 Plantaginaceael35 

Plantago XX .135 

Platanaceae . 148 

I Piatanthera LX 162 

Platanus LXI . 148 

Plumbagi- 

naceae 

XXXVI . . 135 
Polemoniaceae 113 
Poa LIIL . . 192 



Register der lateinischen Gattungs- und Familiennamen, 



215 



Seite 



Polemonium 

XXI . . .113 
Polygfala 

XXXIX . . 22 

Polygalaceae . 22 

Polygonaceae . 141 
Polygonatum 

LVIII . . .169 

Polygonum LV 148 
Polypodium 

LXVIII . . 206 

Polypogon LH 187 
Polystichum 

LXVIII . . 206 

Pomariae . . 64 

Populus LXII . 153 
Portulaca 

XXXV . . 70 

Portulacaceae 70 
Potamageton 

XLIX ... 156 

PotentillaXLIV 59 

Poterium. . . 62 

Primula XX . 133 

Primulaceae . 132 
Prunus 

XXXVIIl . 47 
Ptelea XXX, 

XXXV . . 35 

Pteris LXVin 208 

Pulicaria XVII 89 
Pulmonaria 

XXIII. . . 115 

PulsatiUaXLIII 2 

Quercus LXI . 149 

Radiola XXXIV 29 
Ramischia . .110 
Ranunculaceae 

XLII . . . 1 
Ranunculus 

XLII . . . 3, 5 
Raphanus 

XXXII . . 19 



Seite 
Rapistrum 

XXXIII . . 19 
Reseda XXXIX 21 
Resedaceae . 21 
Rhamnaceae . 36 
Rhamnus 

XXXIV . . 36 
Rheum LVI . 141 
Rhodoraceae . 109 
Rhus XXXVI, 

XXXVII . . 35 
Rhynchospora.L 174 
Ribes XLIV, 

LXIII. . . 72 
RobiniaXL . . 42 
Rosa XL VIII . 62 
RosaceaeXLIII 47 
Rubiaceae 

XXVIII . . 83 
Rubus XLIII . 49 
Rudbeckia 

XVIII . . . 89 
Rumex LVI, 

LXV . . . 141 
Ruppia LXVII 159 
Rutaceae . . 35 

Sabina LXII . 201 
Sagina XXXIII, 

XXXVII . . 26 
SagittariaLXIV 155 
Salicaceae 

LXII . . . 150 
Salicornia 

XLIX . . .137 
Salix LXII . . 150 
Salsola LV . .137 
Salvia XXVI . 127 
Salvinia LXVII 204 
SambucusXXIX 81 
Samolus XX. 

XXIX . . . 134 
Sanugisorba 

LV, LXV . 61 
Sanicula XLV . 74 



Seite 

Santalaceae . 144 
Saponaria 

XXXV . . 23 
Sarothamnus 

XXXIX . . 37 
SaturejaXXVII 127 
Saxifraga 

XXXV, 

XLVII • . 73 
Saxifragaceae 73 
Scabiosa 

XXVIII . . 86 
Scandix XLVII 79 
Schedonorus . .195 
Scheuchzeria 

LVII . . .156 
Schoenus . L . 174 
Scilla LVIII . 167 
Scirpus . L . 174 
Scleran- 

thaceae . . 71 
Scleranthus LV 71 
Scorzonera XIV 102 
Scrophularia 

XXV ... 119 
Scrophu- 

lariaceae 

XXV ... HS 
Scutellaria 

XXVII . 130 
Seeale LI . . 199 
Sedum XLII . 72 
Selinum XLVII 77 
Sempervivum 

XLII ... 72 
Senecio XVI, 

XVII ... 95 
Serratula XV . 98 
Setaria LI . . 185 
Sherardia 

XXIX ... 83 
Sicvos . . , . 7(> 
Sideritis XX\'I 130 
Sieglingia LH . 191 
Silenaceae . . 23 



2 |(^J Register der late 

Seite 

Silene XXXVI 24 
Silybum XV . 99 
Sinapis 

XXXIt . 15, 14 i 
Siphonandra - 

ceae . . .108 
Sisymbrium 

XXXI. . . 13 
Sisyrinchium 

LVII . . .165 
Sium XLVI . ?6 
Solanaceae 

XX. . . . 116 
Solanum XXI . 116 
Solidago XVII 88 
Sonchus XIV . 103 ; 
Sorhiis ... 65 
Soria XXXIII 18 
Sparganium 

LXVII . . 160 
SpeculariaXXX 108 
Spergula 

XXXVII. . 25 1 
Spergularia ' 

XXXVI . . 26| 
Spinacia LXV . 139 
SpiraeaXLIII 47,48 I 
Spiranthes LX 163 
Stachys 

XXVIII . . 129 
Staphylea 

XXXVII. . 36 
Statice XXXVI 135 
Stellaria 

XXXVI . . 27 
Stenactis XVII 87 
Stratiotes LXV 154 
Struthiopteris 

LXVIII . . 208 
Subularia 

XXXIII . . 17 

SuccisaXXVIII 86 

Sweertia XXII 112 

Symphoricarpus 

XXIX. . . 83 



inischeu Gattuiigs- 


und F 


amilieuuamcn. 






Seite 


Seite 


Symphytum 




Tropaeo- 




XXII . . . 


115 


laceae . . . 


3;> 


Syringa XIX . 


111 


Tropaeoluni 








XXXIX . . 


35 


Tagetes XVII 


90 


Tulipa LVIII . 


165 


Tanacetum . . 


94 


Tunica . . . 


23 


TaraxacumXIV 102 1 


Turgenia . . . 


79 


Taxus LXII . 


201 


Turritis XXXI, 




Teesdalea 




XXXII . . 


11 


XXXII . . 


17 


Tussilago XVII 


86 


Telekia XVIII 


88 


Typha LXVII. 


160 


Terebintha- 




Typhaceae 




ceae . . . 


35 


LXVI . . . 


160 


Teucrium 








XXVII . . 131 
Thalictrum 

XLIII ... 1 
Thesium LVI . 144 
Thlaspi XXXII 17 
Thrincia XIV . 101 
Thuja LXII . 201 
Thymelaeaceae 144 


ülex XXXIX . 
Ulmaceae . 
ülmaria XLIII 
Ulmus XLVIII 
Umbelliferae 

XLIV . . . 
Urtica LXVI . 


36 

148 

48 
148 

74 

147 


Thymus XXVII 


126 


LXV . . . 


147 


Thysselinum 
XLVII . . 


78 


UtriculariaXXV 


132 


Tilia XXXVIII 


30 






Tiliaceae . . 


30 


\accaria . . . 


23 


Tithymalus 




Vaccinium 




LXV . . . 


146 


XXX . . . 


108 


Tolpis XV . . 


101 


Valeriana 




Tordylium 




XXVIII . . 


85 


XLVI . . . 


78 


Valeriana - 




Torilis XLVII 


79 


ceae XXVIII 


85 


Tormentilla . 


60 


Valerianella 




Tragopogon 




XXVIIl . . 


85 


XIV . . 


101 


VerbascumXXI 


118 


TrientalisXXI 


132 


Verbena XXVI 


131 


Trifolium XLI 


39 


Verbena - 




Triglochin LVII 156 


ceae . . . 


131 


Trigonella 




VeronicaXXV . 


120 


XLI . 


39 


Viburnum 




Triodia . . 


191 


XXIX . . . 


82 


Trisetum . . 


190 


Vicia XL . . 


43 


Triticum LI 


197 


Vincetoxicum 




Trollius XLIII 


6 


XXII . . . 


111 



Kegister der lateinischen (Tattungs- und Familiennamen. 



2r 



Seite j Seite. 

Vinca XXll . Ilil Weiffelia 

Viola XXXIX . 20 XXIX . . . 82 

Violaceae . . 20 j Weingaertneria 

Viscaria LH. . . . 190 

XXXVllI . 24 i 

Viscum LXIII. 81 Xanthium 

Vitis XXXIV . .32 LXIV . . . 81) 



Seite 
Xanthoxylaceae 35 

Zannichellia 

LXVII . . 159 
Zea LXVI . . J84 
Zostera LXVI. 160 



Register der deutschen Pflanzennamen. 





Seite 


Adlerfarn . 


. 208 


Alilkirsche . 


. 47 


Ahorn . . . 


. 31 


Ährenlilie . 


. 170 


Akazie . . 


. 42 


Akelei . . 


. 6 


Alant . . . 


. 88 


Amarant . . 


. 136 


Ammi . . . 


. 75 


Ampfer . . 


. 141 


Ananas-Erdbeere 59 


Andel . • . 


. 194 


Andorn . . 


. 130 


Apfelbaum . 


. 65 


Apfelrose 


. 64 


Aprikose . . 


. 47 


Aronsstab 


. 161 


Aster . . . 


. 87 


Astrantie 


. 74 


Augentrost . 


. 123 


Bachburgel . 


. 69 


Baldrian . . 


. 85 


Ballote . . 


. 130 


Balsamine . 


. 34 


Balsampappel 


. 154 


Barbarakraut 


. 11 


Bärenklau . 


. 78 


Bärentraube 


. 108 


Bärlapp . . 


. 205 


Bauernsenf . 


. 17 


Bäweresch . 


. 153 



Seite 

Beifufs ... 92 
Beinwell . . .115 
Berberitze . . 8 
Berle ... 76 

Berteroe ... 15 
Bertramkraut . 93 
Berufkraut . . 87 
Betonica . . .129 
Bibernelle . . 75 
Bickbeere . .108 
Bilsenkraut . .117 
Bingelkraut . .146 
Binse . . . .170 
Birke .... 150 
Birnbaum . . 65 
Bisamhvacinthe 170 
Bitterbiatt . .112 
Bitterich . . .101 
Bitterklee . .112 
Blasenbinse . .156 
Blasenfarn . . 207 
Blasenschote . 42 
Blumenkohl . . 14 
Blutauge ... 59 
Blutbuche . . 149 
Blutströpfchen . 3 
Bocksbart . . 101 
Bocksdorn . .116 
Bockshorn . . 39 
Bohne .... 46 
Borretsch . .114 
Borstengras . . 201 



Seite 

Brachsenkraut . 205 
Braunwurz . .119 
Braut in Haaren 6 
Brenndolde . . 77 
Brombeere . . 49 
Bruchkraut . . 71 
Brunelle . . .131 
ßrunnenkresse . 10 
Brustwurz . . 77 
Buche. . . .149 
Buchenfarn . . 206 
Buchsbaum . . 147 
Buchweizen . . 144 
Bulliarde. . . 71 
Bunge. . . .134 
Bürstengras . . 187 
Butterblume . 6 



Calaminthe . . 


127 


Chenopodine . 


137 


Christblume . . 


6 


Christdorn . . 


HO 


Christophskraut 


7 


Cichorie . . . 


100 


Citronenkraut . 


127 


Claytonie . . . 


71 


Cypergras . . 


173 


Dahlie . . . 


89 


Dierville . . . 


82 


Dill . . . . 


7.S 


Diptam . . . 


35 


Distel. . . . 


99 



Register der deutschen Ptlanzennainen. 



219 





Seite 


Doppelsporn 


10 


Dost . . . 


126 


Dotterblume 


6 


Dreizack . . 


156 


Dünenrose . 


63 


Dünnschwanz 


201 


Duwok . 203 


204 


Eberesche . 


65 


Eberraute 


92 


Eberwurz 


97 


Edeltanne . 


202 


Ehrenpreis . 


120 


Eibisch . . 


30 


Eiche . . . 


149 


Eichenfarn . 


206 


Einbeere . . 


169 


Einblatt . . 


00 


Eisenhart 


131 


Eisenhut . . 


7 


Eller . . . 


150 


Engelsüfs . 


206 


Engelwurz . 


77 


Entengrütze . 


J60 


Enzian . . 


112 


Epheu . . . 


80 


Erbse . . . 


45 


Erdbeere . . 


59 


Erdbirne . . 


90 


Erdrauch . . 


10 


Erle . . . 


150 


Esche . . . 


111 


Eselsdistel . 


99 


Esparsette . 


43 


Espe . . . 


153 


Essigbaum . 


■^6 


Essigrose . . 


62 


Estragon . . 


92 


Ewigkeitsblume 9 


1,92 


JFadenkraut . 


91 


Färberscharte 


98 


Faulbaum 


36 


Feigwurz 


5 


Feinstrahl . 


87 


Feldkressc . 


18 





Seite 






Felsenmispel 


65 


Giersch . . . 


Fenchel . . 


77 


Giftbeere 




Fennich . , 


185 


Ginster . 




Ferkelkraut . 


102 


Gipskraut 




Fetthenne 


72 


Glanzgras 




Fettkraut . 


131 


Glanzkraut 




Feuerlilie 


167 


Glaskraut 




Fichte . . . 


202 


Gleisse 




Fichtenspargel 


HO 


Gliedkraut 




Fieberklee . 


112 


Glockenblume . 


Fiederahorn , 


32 


Glockenheide . 


Fingerhut 


120 


Glockenhyacinthe 


Fingerkraut . 


59 


Gnadenkraut . 


Flachs . . 


-'9 


Goldknöpfchen . 


Flachsseide . 


113 


Goldrute . . . 


Flattergras . 


189 


Goldlack . 




Flieder . . 


111 


Goldmilz . 




Flieder, schwarzer 81 


Goldnessel 




Flockenblume 


97 


Goldregen 




Flohkraut . 


89 


Goldstern 




Föhre . . . 


202 


Götterbaum 




Frauenspiegel 


108 


Graslilie . 




Friedlos . . 


132 


Grasnelke 




Froschbifs . 


155 


Grundheil 




Froschlöffel . 


155 


Grünkohl 




Fuchsschwanz . 


186 


Gundermann 
Günsel . 




Oagel . . . 


150 


Gurke . . 




Gamander . 


131 




Gänseblümchen 


88 


Habichtskraut . 


Gänsefufs 


137 


Hachelkopf . . 


Gänsekresse . 


12 


Haler . . 




Gartenaster . 


87 


Haferschlehe 




Gaspeldorn . 


36 


Haftdolde 




Gauchheil . 


133 


Hahne nfufs 




Gauklerblume 


120 


Hainsimse 




Gedenkemein 


114 


Hanf . . 




Geisbart . . 


48 


Hasel . . 




Geisblatt . . 


82 


Haselwurz 




Geisfufs . . 


75 


Hasenohr 




Geisklee . . 


37 


Hauhechel 




Gemswurz . 


95 


Hauslaub . 




Georgine . . 


89 


Heckenrose 




Gerste • . 


199 


Hederich 




Gewürzstrauch 


66 


Heidekraut 





Seite 



'220 



Kegister der deutschen Priauzeunamen. 





Seite 




Seite 




Seite 


Heidelbeere . 


108 


Kaiserkrone 


. 166 


Königsfarn . 


. 206 


Heilwurz . . 


77 


Kälberkropf 


. 80 


Königskerze 


. 118 


Helmkraut . 


130 


Kalmus . 


. 161 


Kopfkohl 


. 14 


Herzgespann 


130 


Kamille . 


. 94 


Kopfriet . 


. 174 


Hexenkraut . 


67 


Kammgras . 


. 193 


Kopfsalat 


. 103 


Himbeerbusch 


59 


Kamm-Minze 


. 125 


Korallen würz . 163 


Himmelsleiter 


113 


Kapuzinerkresse 35 


Korbweide 


. 152 


Himmelsschliissel 


133 


Karde . . 


. 85 


Koriander 


. 80 


Hirse . . . 


184 


Kartoffel . 


. 117 


Kornelkirsche . 80 


Hirtentasche 


18 


Kastanie . . 


. 32 


Kornblume 


. 97 


Hohldotter . 


18 


Kastanie, echte 149 


Kornrade 


. 25 


Hohlzahn 


128 


Katzenkraut 


. 127 


Kräckling 


. 145 


HoUunder . 


81 


Katzenschwanz. 130 


Krähenbeere 


. 145 


Honiggras . 


190 


Keilmelde 


. 139 


Kranzaster 


. 87 


Hopfen . . 


147 


Kellerhals . 


. 144 


Kranzrade 


. 2.> 


Hornblatt . 


69 


Kerbel . . 


. 79 


Kratzbeerbus 


,ch 50 


Hornklee. . 


41 


Kerrie . . 


. 49 


Kratzdistel 


. 99 


Hornkraut . 


28 


Kichererbse 


. 43 


Krebsscheere 


. 154 


Hornmohn . 


9 


Kiefer . . 


. 202 


Kresse 


. 17 


Höswurz . . 


162 


Kirsche . . 


. 47 


Kreuzblume 


0) 


Huflattich . 


86 


Klappertopf 


. 123 


Kreuzdorn 


.' 36 


Hülsen . . 


HO 


Klebkraut . 


. 84 


Kreuzkraut 


. 95 


Hundeblume 


102 


Klee . . 


. 39 


Kronsbeere . 


. 108 


Hundskamille 


93 


Kleeulme 


. 35 


Kronwicke 


. 42 


Hundspetersilie 


76 


Kleinling 


. 133 


Kuckucksblume 1 62 


Hundsrauke . 


15 


Klette. . . 


. 98 


Küchenschel 


Ic . 2 


Hundsrose . 


64 


Klettenkerbe 


1 . 79 


Kugeldistel 


. 96 


Hundszunge. 


114 


Klever 


. 39 


Kugelfrucht 


. 19 


Hungerblume 


16 


Knabenkraut 


. 161 


Kuhblume 


. 6 


Hyacinthe 


170 


Knackw^eide 


. 151 


Kuhnelke 


. 23 






Knallschote 


. 42 


Kuhschelle 


2 


Jakobskraut 


96 


Knautie . 


. 86 


Kümmel . 


. 75 


Jalappe . . 


140 


Knäuel . 


. 71 


Kürbis 


. 70 


Jasione . . 


106 


KnäuelgTas 


. 193 






Jasmin, wilder 


69 


Knoblauch 


. 168 






Jelängerjeliebei 


' 82 


Knopfkraut 


. 90 


I^abkraut 


. 83 


Igelkolben . 


160 


Knorpelkrau 


t . 71 


Laichkraut 


. im 


Igelsame . , 


114 


Knorpelsalat 


. 102 


Lambertsnuf 


s . 149 


Immergrün . 


111 


Knotenblume 


i . 165 


Lämmersalat 


. 100 


Immerschön 


92 


Knöterich 


. 143 


Lärche . 


. 203 


Johannisbeere 


72 


Kochie . 


. 137 


Laserkraut 


. 78 


Johanniskraut 


31 


Kohl . . 


. 14 


Lattich . 


. 103 


Isnardie . . 


67 


Kohlrabi . 


. 14 


Lauch . . 


. 167 


Jungfer im 




Kohlrübe 


. 15 


Laugenblumt 


^ . 93 


Grünen . 


6 


Kölerie 


. 189 


Läusekraut 


. 124 



Kegistor der deutschen Pflanzennamen. 



','21 



Mandelbaum 
Mandel weide 
Manna-Esche 
Männertreu . 
Mariendistel. 
Mariengras . 
Mastkraut 
Maulbeer- 
baum . . 





Seite 


Lavatera . . 


. 30 


Lavendel . . 


. 125 


Lebensbaum 


. 201 


Leberblume . 


. 2 


Leimkraut . 


. 24 


Lein . . . 


. 29 


Leinblatt . . 


. 144 


Leindotter . 


. 16 


Leinkraut 


. 119 


Lerchenspor 


1 . 9 


Levkoje . 


. 10 


Lichtnelke 


. 25 


Liebesapfel 


. 117 


Liebesgras 


. 192 


Liebstöckel 


. 77 


Lieschgras 


. 186 1 


Liguster . 


. 111 ! 


Lilie . . 


. 166 1 


Lilienconval 


. 169 ; 


Linnäe . 


. 83 


Linde . . 


. 30 


Linse . . 


. 45 


Lobelie . 


. 106 


Löffelkraut 


. 16 


Lolch . . 


. 200 


Löwenmaul 


. 119 


Löwenzahn 


. 101 1 


Lungenkraut 


. 115! 


Lupine 


. . 37 


Luzerne . 


. 38 


Mahonie . 


. . 8 


Maiblume 


. 169 


Majoran . 


. . 126 


Mais . . 


. . 184 


Malve . . 


. . 29 



46 
151 
111 

74 

99 

186 



148 



Mauerpfeffer 
Mauerraute . 
Mäusegerste , 
Mäuseschwanz 
Mehlbeer- 
baum . 
Meerkohl 
Meerrettich 
Meersenf . 
Melde . . 
Melisse . 
Merk . . 
Miere . . 
Milchkraut 
Minze . . 
Mispel , . 
Mistel . . 
Mohn . . 
Möhre . . 
Möhringie 
Molinie . 
Mondraute 
Mondviole 
Montie 
Moorsimse 
Moosbeere 
Moschuskraut 
Mö sehen . 
Mutterkraut 



Efachtkerze 

Nachtschatten 
Nachtviole 
Nadelkerbel 
Narcisse . 
Nasturtium 
Natterkopf 
Natter- 
zunge . 
Nelke . . 
Nelkenwurz 
Nessel . . 
Nieswurz . 
Nixblume 
Nixkraut . 



Seite 

72 

208 

200 

3 

, 65 
19 
, 16 
, 19 
139 
127 
76 
, 26 
. 134 
. 125 
. 64 
. 81 
. 8 
. 78 
. 27 
. 193 
. 206 
. 16 
. 70 
. 174 
. 108 
. 81 
. 83 
. 95 

. 67 
. 116 
. 13 
. 79 
. 165 
. 35 
. 115 

. 206 
. 23 
. 49 
. 147 
. 6 
8 
. 159 



Seite 

Ochsenzunge . 114 
Odermennig . 62 
Ölsenich ... 78 
Ölweide . . .145 
Osterluzei . .145 

Päonie ... 7 
Pappel . . .153 
Pastinak ... 78 
Pechnelke . . 24 
Perlgras . . .191 
Perrückenbaum 35 
Pestwurz. . . 86 
Petersilie. . . 75 
Petunie . . . 118 
Pfaffenhütchen . 36 
Pfefferkraut. . 127 
Pfeifen- 
strauch . 69, 145 
Pfeilkraut . .155 
Pfennigkraut 17, 133 
Pfingstrose . . 7 
Pfirsich . . .46 
Pflaume ... 47 
Pfriemenginster 37 
Pfriemenkresse 17 
Pillenkraut . . 204 
Pimpernufs . . 36 
Pippau . . .104 
Platane . . . 148 
Platterbse . . 45 
Porre .... 168 
Porst . . 109, 150 
Portulak ... 70 
Preif sei beere . 108 
Punktfarn . . 206 
Pyramiden- 
pappel . . .154 



Quecke . 
Queller . 
Quellgras 
Quendel . 
Quitte . . 



198 
137 
193 
126 
65 



222 



Register der deutschen Pflanzennamen. 





Seite 




Seite 




Seite 


Rade . . 


. . 25 


Ruppie . . 


159 


Schotendotter . 14 


Ragwurz . 


. . 162 


Rüster . . 


148 


Schuppenmiere 26 


Rainfarn . 


. 94 






Schuppenwurz . 125 


Rainkohl . 


. 100 


Sadebaum . 


201 


Schwaden 


. . 193 


Rainweide 


. 111 


Safran . . . 


164 


Schwalbenwurz 111 


Raukensenf 


. 13 


Sahlweide . 


153 


Schwarz dorr 


L . 47 


Raps . . 


. 15 


Salbei . . . 


127 


Schwarzkümmel 6 


Rapsdotter 


. 19 


Salvinia . , 


204 


Schwarzwurs 


'. . 102 


Rapünzchen 


. 85 


Salzkraut . . 


137 


Schweinsohr 


. 161 


Rapunzel . 


. 106 


Salzmiere 


26 


Schwertlilie 


. 164 


Rauschbeere 


. 108 


Sammetbluiue 


86 


Schwingel 


. 194 


Raygras , ei 


tiu- 


Sanddorn 


145 


Seegras . 


. 160 


lisches . 


" . 200 


Sandkraut . 


27 


Seekanne . 


. 112 


Raygras, fr 


an- 


Sanikel . . 


74 


Seerose . 


ft 


zösisches 


. 190 


Saubohne 


48 


Segge . . 


'. 177 


Rebendolde 


. 76 


Saudistel . . 


103 


Seidelbast 


. 144 


Reiherschna 


3el 34 


Sauerampfer . 


141 


Seifenkraut 


. 23 


Reine Claud 


e . 47 


Sauerdorn . . 


8 


Sellerie . 


. 75 


Reis . . 


. 187 


Sauerklee 


34 


Senf . . 


14, 15 


Rempe . 


. 15 


Saumfarn . . 


208 


Serradella 


. 43 


Reseda 


. 21 


Saurüssel , . 


165 


Sherardie 


. 83 


Rettich . 


. 19 


Schachblume . 


106 


Sicheldolde 


. 75 


Rhabarber 


. 141 


Schachtelhalm . 


203 


Siebenstern 


. 132 


Ringelblume 


. 96 


Schafgarbe . . 


93 


Siegwurz . 


. 164 


Rippen farn 


. 208 


Schalotte. . 


168 


Silberblatt 


. \^ 


Rispenfarn 


. 206 


Scharbockskrau 


b 5 


Silbergras 


19" 


Rispengras 


. 192 


Scharfkraut . . 


114 


Silberpappel 


'. 153 


Rittersporn 


. 7 


Schattenblume . 


169 


Silberweide 


• l^i 


Robinie , 


. 42 


Schaumkraut . 


12 


Silge . . 


77 


Roggen . 


. 199 


Schierling . . 


80 


Simse . . 


. 174 


Rohrkolben 


. 160 


Schildkraut . . 


15 


Sinau . . 


. 61 


Rose . . 


. 62 


Schilf .... 


188 


Skabiose . 


. 86 


Rosmarin, wi 


lderl09 


Schilfrohr . , 


189 


Sockenblume 


8 


Rosmarinhei 


de. 109 


Schlammkraut . 


120 


Sommergersi 


.e .' 199 


Rofskastanie 


. 32 


Schlangenwurz 


161 


Sonnenblume 


; . 90 


Rotbuche 


. 149 


Schlehdorn . . 


47 


Sonnenrösch 


en. 19 


Rottanne . 


. 202 


Schmiele . . . 


189 


Sonnentau 


. 22 


Rübe . . 


. 14 


Schnabelsohötchca 


18 


Sophienkraul 


. . 13 


Rübsen . 


. 14 


Schneckenklee . 


38 


Spargel . 


. 169 


Ruchgras . 


. 186 


Schneeball . . 


82 


Spark . . 


. 25 


Rudbeckie 


. 89 


Schneebeere 


83 


Spierstaude 


. 48 


Ruhrkraut 


. 91 


Schneeglöckchen 165 


Spinat . . 


. 139 


Rühr' mich 




Schneide . . . 


174 


Spindelbaum 


. 36 


nicht an 


. 34 


Schnittlauch 


168 


Spiräe . . 


. 47 


Runkelrübe 


. 139 


Schöllkraut . . 


9 


Spitzklette . 


«9 



Kegister der deutschen PHanzenuamen. 



223 



Springkraut 
Spurre . . 
Stachelbeere 
Stechapfel 
Stechpalme , 
Steinbeere 
Steinbrech 
Steinklee . 
Steinsame 
Sternhyacinthe 
Stiefmütterchen 
Stolzer Heinrich 
Storchschnabel . 
Strauchakazie . 
Strandling 71, 
Straufsfarn . . 
Straufsgras . . 
Streifenfarn . . 
Studentenblume 
Sumach . . . 
Sumpfschirm . 
Sumpfwurz . . 
Süfsdolde , . 
Süfsgras . . . 
Sweertie . . . 
Syringe . . 

Tabak . . . 

Taglilie . . . 

Tanne .... 

Tannenwedel . 

Tännel . . . 

Täschelkraut . 

Taubenkropf 

Taubnessel . . 

Taumellolch . 

Tausendblatt . 

Tausendgülden - 
kraut . . . 

Tausend- 
schönchen 

Taxus .... 

Teesdalea . . 

Telekie . . . 

Teufelsabbifs . 



34 

27 
72 
117 
110 
49 
73 
39 



Teufelsauge . 
Teufelskralle 
Thymian . , 
Tollkirsche . 
Tolpis . . . 
Tomate . . 
Topinambur 
Totenblume . 



Seite 

3 

106 



Wassernabel 
"Wasserpest . 
i 26 I Wasserschier- 



74 
154 



115 t Traganth. . . 
167 j Traubenkirsche 
20 j Trauerweide 
95 Trespe . . . 
33 Trollblume . . 
42 Tulpe . . . . 
Tulpenbaum 
Tüpfelfarn . . 
Türkenbund 
Turmkraut . . 



Ulme . 
Unform 



117 
101 

117 
90 



ling .... 74 
Wasserschlauch 132 



135 
208 
187 
207 

90 

35 

75 
163 

80 I 
j^93 Veilchen . . . 
112 1 Vergifsmein- 
m I nicht . . . 
1 Vogelbeerbaum 
117 I Vogelfufs . . 
170 ' V^ogelmiere . . 
202 ' Vogelmilch . 

68 I Vogelnest . . 

28 I 

18 ! Wachholder . 

24 ! Wachtelweizen . 
128 > Walch .... 
200 I Wald -Erdbeere 

68 Waldmeister . 
Waldrebe . . 
112 Waldvöglein . 
Walnufsbaum . 
Wasser -Aloe . 
Wasserdost . . 

17 ! Wasserfeder 

88 1 Wasserliesch . 

86 ' Wasserlinse . . 



88 
201 



Wasserstern . 68 
Wau .... 21 
96 Wegerich . . 135 
42 Weichling . . 28 
47 Weichkraut . . 164 
Weidenröschen 66 
Weiderich . . 69 
Weigelie ... 82 

165 Wein, wilder . 32 
8 Weinrebe . . 32 

206 ! Weinrose. . . 63 

166 ' Weifsbuche . . 149 
11 Weifsdorn . . 64 

; Weifstanne . . 202 
Weifswurz . .169 
Weizen . . .197 
Wendelorche . 163 
Wermut ... 92 
Weyhmouths- 

kiefer . . .202 
Wicke. ... 43 
Widerbart . . 162 
Wiederstofs. . 135 
Wiesenknopf . 6 1 
Wiesenraute . 1 
Winde. . . .113 
Windröschen . 2 
Wintergrün . . 109 
Winterling . . 6 
Wirsing ... 14 
Wohlverleih . 95 
Wolfsmilch . . 146 
Wolfstrapp . . 126 
162 ; Wollgras . . .177 
148 ! Wucherblume . 94 
155 I Wundklee . . 38 
86 I Wurmfarn . . 207 
134 j Wurzel Würger . 124 
155 * 
160 I Ysop .... 126 



151 

195 

6 



148 
42 

20 

115 

65 

42 

27 

167 

163 

201 

124 

200 

59 

83 

1 



224 



Kegister der lateinischen Gattungs- und Familieunanieu. 



Zackenschote 
Zahnwurz 
Zannichellie . 
Zaunrübe 
Zeitlose . , 
Ziest . . . 



iSeite 

19 

13 

159 

70 

179 

120 



Seite 



Zimmet-Erdbeere 59 



Zimmetrose , 


. 63 


Zwenke . 


. 197 


Zinnen saat . 


. 101 


Zwerggras 


. 187 


Zirmet . . 


. 78 


ZvA-ergkiefer 


. 202 


Zittergras . 


. 192 


Zwerg-Lein 


. 29 


Zitterjjappel 


. 153 


Zwetsche . 


. 47 


Zweiblatt . 


. 163 


Zwiebel . 


. 168 


Zweizahn . . 


. 90 







Berichtigungen und Ergänzungen*). 

Seite XX Zeile 20 von oben füge hinzu: selten 2 F.kn. 

„ XX „ 23 „ „ lies: 1 (selten 2) Fruchtknoten. 
,, XXXIV Zeile 11 von oben ist: zahlreich zu streichen. 
„ XL „ 19 „ „ lies: länger statt: kürzer. 

„ LI „ 3 „ unten lies: Ährchenachse statt: 

Ährenachse. 
Seite LIX Zeile 11 u. 12 von oben lies: Abschnitte 4, mit 
4blätterigem Ausfenk. statt : Abschnitte mit 4teiligem Ausfenn. 
Seite LXI Zeile 6 von oben lies : Blütenstände statt : Blüten. 
Seite 8 Zeile 7 von unten lies: Sm. statt: L. 

„ 9 „ 6 „ oben lies: oben nicht breiter statt : nicht 
breiter. 
Seite 9 Zeile 11 v. unten setze hinter: Flensburg hinzu: Alsen. 
" „ oben lies: Host, statt: R,chl3. 
„ unten lies: Scop. statt: L. 
„ „ stelle um: eingeschleppt, beide © 
„ oben lies: E,. Br. statt: L. 
„ „ lies: Desv. statt: L. 
„ „ lies: Sm. statt: L. 
„ unten lies: Barth statt: Barth. 
„ oben lies: Die von Timm bei Hamburg 
gefundene Trigonelia ist T. hamosa L., nicht T. corniculata 
L. Vgl. Berichte der Commission für die Flora von Deutsch- 
land 1886. 
Seite 41 Zeile 10 u. 11 v. oben lies: die K.röhre statt: der K. 
„ 45 „ 5 V. unten lies : Bigelow statt : L. 
„ 46 „ 21 „ oben „ Beruh, statt: L. 
„ 46 „ 25 „ „ „ Wimm. statt: L. 

„ 46 „ 1 „ unten „ Persica statt: persica. 



10 


J5 


9 


13 


V 


18 


15 


» 


6 


18 


Jl 


2 


19 


M 


1 


24 


55 


2ü 


26 


n 


1 


39 


n 


8 



*) Leider war ich genötigt, den grössteu Teil der Correkturen auf einer 
längeren Dienstreise unter sehr erschwerenden Umständen zu lesen, was zur 
Entschuldigung der zahlreichen Berichtigungen dienen möge. 

Dr. Prahl. 

Prahl, Flora von Schleswig-Holstein. 15 



226 Berichtigungen und Ergänzungen. 

Seite 49 Zeile 6 „ oben „ F.k. statt: F.kn. 

„ 49 „ 7 „ „ setze hinzu: oder zurückgeschlagen. 

„ 49 „ 9 „ „ lies: F.k. statt: F.kn. 

„ 49 „ 10 „ „ setze hinzu : oder aufrecht abstehend. 

„ 60 „ 21 V. unten lies: Bl. meist 4 zählig statt: Bl. 
4 zählig. 

Seite 60 Zeile 16 v. unten lies: Bl. meist 4 zählig statt: Bl. 

4 zählig. 

Seite 61 Zeile 9 v. unten setze hinzu: 2J. 

>5 t)l „ „ „ „ „ {y 

„ 62 „ 8 „ oben lies: Tourn. statt: L. 

„ 66 „ 8 „ unten „ Schreb. statt: Retz. 

„ 70 „ 18 „ oben „ Jacq. statt: L. 

„ 71 „ 7 „ unten „ 6—10 statt: 6-16. 

„ 77 „ 11 „ oben „ Cuss. statt: Cusl. 

„ 80 „ 1 ,; „ setze hinter Chaerophyllum hinzu : L. 

„ 80 „ 8 „ unten lies: m statt: cm. 

„ 83 „ 14 „ oben „ L. statt: Gron. 

„ 83 „ 5 „ unten „ Scop. statt: L. 

„ 92 „ 5 „ oben „ DC. statt: L. 

„ 93 „ 16 „ „ „ linealisch statt: linealsich. 

„ 93 „ 7 „ unten ., Dorfstrassen statt: Dorf- 
wiesen. 
Seite 96 Zeile 9 v. unten lies: Füchsii statt Füchsii. 

„ 97 „ 20 ,; oben „ Jacea statt: Jäcea. 

„ 104 „ 5 „ „ „ schwarz-drüsenhaarig statt: 
schwarz, drüsenhaarig. 

Seite 104 Zeile 11 v, unten lies: Tourn. statt: L. 

y, 105 „ 20 „ „ ergänze hinter locker : -sternhaarig. 

„ 126 „ 6 „ oben lies: K.röhre statt: Kr.röhre. 

„ 126 „ 10 „ „ „ K.röhre statt: Kr.röhre. 

„ 126 „ 17 „ unten „ kult. statt: kahl. 

„ 126 „ 5 „ „ „ kult. statt: kahl. 

„ 128 „ 8 „ oben lies: luteum statt: luteum. 

„ 128 „ 5 „ unten „ Galeopsis statt: Graleopsis. 

„ 130 „ 7 „ „ ;; Scutelläria statt: Scuetlläria. 

„ 134 „ 12 „ oben „ Jacq. statt: L, 

„ 134 „ 19 „ „ „ Jacq. statt: L. 

„ 135 „ 18 „ unten „ W. K. statt: L. 

„ 136 „ 6 „ „ „ caudätus statt candätus. 

„ 137 „ 2 „ oben „ Chenopodine statt: Cheno- 
podium. 

Seite 144 Zeile 3 v. oben lies: Schrk. statt: Sehn. 

„ 144 „ 20 „ „ „ Fagopyrum statt : Fagopärum. 

„ 147 „ 12 „ „ „ B. statt: Bl. 



Berichtigungen und Ergänzungen. 227 

„ unten füge hinzu: 

»' »> '? >> ^- 

„ oben lies: effüsa statt: effüsa. 

„ unten füge hinter C. tubulosa hinzu : Willd. 

V. unten lies: S. statt: L. 

„ „ „ amygdalina statt: amygdilina. 

,, oben am Schluss lies: 8 statt: 7. 

„ ,, lies: Triglochin statt: Triglochia. 

„ ,, ,, Pourr. statt: Pousr. 

„ unten am Schluss lies: 4a statt: 4. 

„ oben am Anfang lies: 4a statt: 4 

,, unten füge hinzu vor (Heleocharis R. Br.) : 

endständig. 

V, unten lies: oberwärts statt: oberseits. 

,, ,, ,, gekielt statt: gestielt. 

,, „ 0. axillaris Good. ist zu streichen ; 
nach freundlicher Mitteilung von Herrn Prof. Dr. Ascherson 
ist der von Rostkovius angegebene Standort: Mollen höchst 
wahrscheinlich in Pommern gelegen. 
Seite 183 Zeile 9 v. oben lies: stachelig statt: stachelich. 

„ 192 „ 13 „ „ füge hinzu: '^■ 

„ 207 „ 1„ ,, lies: 0,4— 1,2m statt: 0,4— 4— 1,2m. 



■ite 


147 Zeile 6 


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147 


„ 2 


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148 


„ 15 




149 


8 


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151 


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„ 7 



Druck von C. H. Schulze & Co. iu Gräfenhaiuichen, 



New York Botanical t.araen 



J QK314.P7T.1 ^ ^ . gen 

PrahL P./Kritische Flora der Provinz Sc 














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